Source: https://summitize.de/dsgvo/
Timestamp: 2019-09-18 12:00:33+00:00

Document:
Unterstützung bei der Umsetzung zur Datenschutz-Grundverordnung
Jedes Unternehmen ist betroffen!
Haben Sie sich schon auf die DS-GVO vorbereitet?
Am 25. Mai 2018 ist die Schonfrist abgelaufen und die DS-GVO tritt offiziell in Kraft.
Sie denken, Ihr Unternehmen ist davon nicht betroffen?
Weit gefehlt: Wirklich jeder Unternehmer und jede Behörde ist hier gefragt, sein Soll zu erfüllen. In welchem Umfang Sie davon betroffen sind, ist individuell zu betrachten.
Ja, es stehen hohe Geldbußen im Raum und ja, das doch sehr komplexe Thema ist auf die Schnelle nicht wirklich zu durchschauen. Aber Grund zur Beunruhigung gibt es nur dann, wenn Sie sich der Sache nicht annehmen.
Gerne unterstützen wir Sie dabei, Ihr Unternehmen konform der DS-GVO aufzustellen. In Zusammenarbeit mit zertifizierten Datenschutzbeauftragten, verfügen wir über das nötige Know-How. Bei Bedarf, vermitteln wir Ihnen unsere Spezialisten, die sich die Gegebenheiten vor Ort anschauen.
Natürlich sind Sie bei uns an der richtigen Adresse, wenn es um Ihre IT-Lösung geht: Wir beraten Sie ganz in Ihrem Interesse und begleiten Sie in der Umsetzung. Auch die Anpassung Ihrer Homepage, oder die Aufbereitung von Dokumenten übernehmen wir gerne für Sie. Lassen Sie uns einfach wissen, wo Ihr Schuh drückt.
3 wichtige Begriffe zum Datenschutz:
Alle Daten, mit denen eine natürliche Person identifiziert werden kann. Das kann ein Name, eine Adresse, eine Sozialversicherungsnummer, eine E-Mail-Adresse oder eine IP-Adresse sein.
Eine natürliche Person, eine Gemeinschaft, eine Stiftung oder eine andere Einrichtung, die das Recht hat, die Daten zu nutzen.
Eine natürliche Person, ein Büro oder ein Unternehmen, welche Daten im Auftrag des Datenverantwortlichen bearbeitet, wie beispielsweise ein Anbieter von E-Mail-Marketing-Software.
Kennen Sie Ihre Rolle – sind Sie Datenverantwortlicher oder Datenverarbeiter? Stellen Sie sicher, dass Sie wissen, welche Rolle Ihr Unternehmen beim Umgang mit personenbezogenen Daten spielt: davon hängen auch Ihre Pflichten und Verantwortlichkeiten ab.
12 Fragen zum Datenschutz, die Sie sich stellen sollten!
folgend möchten wir Ihnen ein paar grundsätzliche Maßnahmen vorstellen, auf die Sie den Datenschutz in Ihrem Unternehmen prüfen sollten.*
1. Haben Sie Ihre Dokumente, insbesondere Ihre AGB und Ihre Datenschutzerklärung, auf Transparenz und Verständlichkeit überprüft?
Nach Erwägungsgrund 58 der EU-DS-GVO sollen alle für die Öffentlichkeit oder für betroffene Personen bestimmte Informationen präzise, leicht zugänglich und verständlich sowie in klarer und einfacher Sprache abgefasst sein. Werden Kinder angesprochen, sollen die Informationen und Hinweise in einer derart klaren und einfachen Sprache verfasst sein, dass auch ein Kind sie verstehen kann.
2. Haben Sie Ihre Verträge zur Auftragsdatenverarbeitung an die EU-DS-GVO angepasst?
Bisher war nach § 11 BDSG ein Vertrag zur Auftragsdatenverarbeitung erforderlich, wenn ein Dienstleister in Ihrem Auftrag personenbezogene Daten erhoben, verarbeitet oder genutzt hat. Dieser wird nun durch zwei neue Artikel (28,29) der EU-DS-GVO ersetzt. Verträge zur Auftragsdatenverarbeitung sind damit an die Vorgaben der neuen Verordnung anzupassen.
3. Ist Ihr Internetauftritt an die EU-DS-GVO angepasst?
Nach Art. 25 EU-DS-GVO ist Datenschutz durch die Gestaltung technischer Abläufe (privacy by design) und durch datenschutzfreundliche Voreinstellungen (privacy by default) zu gewährleisten. Konkret heißt dies, dass der Schutz der Privatsphäre in allen Stufen der Produktentwicklung zu beachten ist (privacy by design), und die Voreinstellungen von Online-Diensten so zu wählen sind, dass möglichst wenig personenbezogene Daten erhoben werden (privacy by default).
4. Haben Sie Ihr Verfahrensverzeichnis an die EU-DS-GVO angepasst und ein Verzeichnis Ihrer Verarbeitungstätigkeiten (VVT) erstellt?
Bisher hatten Unternehmen nach §§ 4e und 4g BDSG ein Verfahrensverzeichnis zu führen. Mit der EU-DS-GVO (Art. 30) wird dieses Verfahrensverzeichnis durch ein Verzeichnis der Verarbeitungstätigkeiten (VVT) abgelöst. Das Verfahrensverzeichnis ist also hinsichtlich Inhalt und Umfang an diesen anzupassen. Unternehmen mit weniger als 250 Mitarbeitern benötigen kein Verarbeitungsverzeichnis, sofern die Datenverarbeitung nur ein geringes Risiko für die Rechte und Freiheiten betroffener Personen birgt, keine sensiblen Daten verarbeitet werden und die Datenverarbeitung nur gelegentlich erfolgt. In den allermeisten Fällen wird jedoch von einer regelmäßigen Datenverarbeitung auszugehen sein, sodass ein Verzeichnis der Verarbeitungstätigkeiten zu erstellen ist.
5. Denken Sie Datenschutz bereits als Teil Ihres Betriebsführungssystems?
Nach der Datenschutz-Grundverordnung sind Unternehmen verpflichtet, bei der Verarbeitung personenbezogener Daten geeignete und wirksame Maßnahmen zu treffen, damit diese Verarbeitungen im Einklang mit der EU-DS-GVO stehen. Die Datenschutzkonformität muss durch das Unternehmen jederzeit nachgewiesen werden können. Die beständige Überprüfung und Aktualisierung macht eine Integration des Datenschutzes in das Betriebsführungssystem erforderlich.
6. Müssen Sie in Ihrem Unternehmen einen Datenschutzbeauftragten benennen?
umfangreiche, regelmäßige und systematische Überwachung von betroffenen Personen besteht oder
eine umfangreiche Verarbeitung besonderer Kategorien personenbezogenen Daten (z.B. Religion, ethnische Zugehörigkeit etc.) besteht. (EU-DS-GVO Art. 37)
Sie geschäftsmäßig zum Zweck der Übermittlung, der anonymisierten Übermittlung oder für Zwecke der Markt- oder Meinungsforschung personenbezogene Daten verarbeiten (BDSG (neu) §38).
ACHTUNG: Die Sanktionen sind erheblich, wenn sich ein Unternehmen nicht daran hält: 20.000.000,00 € oder 4 % des weltweiten gesamten Vorjahresumsatzes.
Die Kontaktdaten des Datenschutzbeauftragten müssen nach Art. 37 Abs. 7 EU-DS-GVO veröffentlicht und der Aufsichtsbehörde mitgeteilt werden.
ACHTUNG: Bei Verstößen steigt nun das Haftungsrisiko nicht nur für Unternehmen, sondern auch für Geschäftsführer, Mitarbeiter und interne Datenschutzbeauftragte. Bei Verstößen im Umgang mit personenbezogenen Daten drohen über Geldbußen hinaus gar strafrechtliche Sanktionen wie eine Freiheitsstrafe (§42 DSAnpUG). Stimmen Sie sich mit Ihrem Datenschutzbeauftragten und Ihren Mitarbeitern zu dem Thema unbedingt ab, um Konsequenzen dieser Art zu vermeiden.
7. Haben Sie Ihre Verpflichtung auf das Datengeheimnis an die EU-DS-GVO angepasst?
8. Wurde die Einwilligungserklärung an die EU-DS-GVO angepasst?
Mit der EU-DS-GVO werden deutlich erhöhte Anforderungen an die Einwilligung gestellt. So ist der Betroffene insbesondere nach Art. 7 Abs. 3 EU-DS-GVO über die freie Widerruflichkeit seiner Einwilligung vorab zu unterrichten. Zudem muss im Rahmen der neuen Verordnung in der Datenschutzerklärung auf dieses Widerrufsrecht hingewiesen werden. Einwilligungs- und Datenschutzerklärungen sind also insoweit anzupassen.
9. Haben Sie einen Prozess zur Datenschutz-Folgeabschätzung (DSFA) definiert inkl. eines Musters für die dazugehörige Risikobewertung?
Soll ein neues Verfahren der Datenverarbeitung eingesetzt werden, das mit einem hohen Risiko für die Betroffenen verbunden ist, ist künftig eine Folgenabschätzung vorzunehmen (Art. 35 EU-DS-GVO). Diese ist mit dem Datenschutzbeauftragten abzustimmen und ersetzt die bisherige Vorabkontrolle. Stellt sich ein hohes Risiko für die Betroffenen heraus und werden keine Maßnahmen zur Risikoeindämmung getroffen, ist die zuständige Aufsichtsbehörde zu informieren.
HINWEIS: Art. 35 Abs. 7 EU-DS-GVO regelt den typischen Ablauf einer DSFA. Im Unternehmen sollte also ein entsprechendes Muster für einen Meldeprozess im Sinne der DSFA vorliegen, um die Risikobewertung durchzuführen, ebenso wie ein Meldebogen für die Behörde.
10. Kennen Sie den vorgeschriebenen Ablauf bei einer Datenpanne?
Sie sind als Unternehmer verpflichtet, eine Datenpanne innerhalb von 72 Stunden der Aufsichtsbehörde zu melden. Diese Meldung muss nach Art. 33 Abs. 3 EU-DS-GVO bestimmte Informationen zur Art und den wahrscheinlichen Folgen der Verletzung beinhalten. Zudem sind Sie verpflichtet betroffene Personen über Datenpannen zu informieren.
11. Können Sie das „Recht auf Vergessenwerden“ gewährleisten?
Personenbezogene Daten müssen unverzüglich gelöscht werden können (Art. 17 EU-DS-GVO). Das heißt, Sie müssen einen Prozess entwickeln, um dieses „Recht auf Vergessenwerden“ zu gewährleisten. Tipp: Legen Sie Prozesse und Zuständigkeiten direkt im Unternehmen fest, um den entsprechenden Rechten und Wünschen von Betroffenen gerecht werden zu können.
12. Haben Sie Ihre Betriebsvereinbarung an die Vorgaben der EU-DS-GVO angepasst?
In der neuen Verordnung (Art. 88) wird auch die Datenverarbeitung im Beschäftigungskontext geregelt. Damit betrifft diese Regelung insbesondere Betriebsvereinbarungen. Dabei wird klargestellt, dass Betriebsvereinbarungen zwar über das Datenschutzniveau der EU-DS-GVO hinausgehen können, dieses aber nicht unterschreiten dürfen. Des Weiteren ist die Transparenz der Verarbeitung zu berücksichtigen. So muss in den Betriebsvereinbarungen nun ausdrücklich auf die Rechte der betroffenen Arbeitnehmer eingegangen werden.
* Diese Ausarbeitung ist nur als Standpunkt der Autoren aufzufassen. Eine Haftung für die Angaben übernimmt SUMMITIZE nicht. Die hier gegebenen Hinweise müssen von der verantwortlichen Stelle für die jeweilige Situation anhand der geltenden Vorschriften geprüft werden.
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References: § 11
 Art. 25
 Art. 37
 §38
 Art. 37
 Art. 7
 Art. 35
 Art. 33