Source: https://bueb-ueberlingen.blogspot.com/2019/02/
Timestamp: 2019-07-20 21:49:39+00:00

Document:
BÜB+ : Bürger für Überlingen: Februar 2019
Erst am Donnerstagvormittag war OB Zeitler endlich durch die Narrenzunft abgesetzt worden, was ihn aber anscheinend nicht daran hinderte, von den Aktivitäten seiner rechtmäßigen Nachfolger Beweisfotos bei deren - in seinen Augen - schändlichem Treiben anzufertigen. Im tiefen Schatten seines Kerkerraumes im Pfennigturm, kaum erkennbar, schoß er Foto um Foto.
Jetzt dachten wir, wenigstens einige Tage Ruhe zu haben, nach der Übernahme der Macht durch die Narren mal keine Skandale befürchten zu müssen. Wieso hat man ihm sein Handy belassen? Gibt es möglicherweise in der Narrenzunft heimliche Helfer, die ihm wieder zurück in sein Amt verhelfen wollen? Über geheime Quellen erhielten wir Kopien der Fotos, die Zeitler gemacht haben soll. Was will er damit beweisen, wen kompromittieren?
Was bedeutet das Foto mit der "Dirigentin" der Jugendkapelle, was macht denn das Hänsele da?
Warum wurde das neue Regentenpaar extra groß fotografiert, während es sich freudetrunken beim Siegestanz drehte?
Warum hielt er den Narrenpolizisten im Bild fest, warum diverse junge und besonders ältere hochdekorierte Narrenräte? Warum waren besonders Zimmerleute mit dem Namen Egon in seinem Visier?
Man kann der Narrenzunft nur raten, gut aufzupassen. Der abgesetzte OB führt was im Schilde, aber was?
Verdächtig auch dass er es schaffte - oder einer seiner Helfershelfer? - sämtlich Zimmerleute auf einem Beweisfoto zusammen mit ihrem riesigen Machtsymbol festzuhalten. Und wer sind die zwei männlichen Gestalten an einem anderen Fenster, die alles genauestens beobachteten? Der eine - nein, es war nicht Udo Lindenberg! Höchst verdächtig!
Heimliche Beobachter des Geschehens: Geben sie an OBZ die Informationen weiter?
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Alle sind gleichberechtigt, Schrittgeschwindigkeit
Was die BÜB+ schon seit einigen Monaten vorgeschlagen hatte, um in der jahrzehntelange Diskussion um eine ruhigere innenstadt endlich mal voranzukommen, ist nun Gegenstand eines gemeinsamen Antrages der Fraktionen an die Stadt.
Die Verwaltung soll demnach eine Verkehrsberuhigte Zone für die Innenstadt ab Franziskanertor und Christophstraße prüfen. Die BÜB+ unterstützt diesen Antrag ausdrücklich, kommt er doch unseren Vorschlägen sehr nahe.
Rot-orange: Der Verkehrsberuhigte Bereich
Unser bereits im vergangenen Dezember publizierter und dann erneut Anfang Februar präzisierter Vorschlag war allerdings noch weitergehend: Wir wollen die Verkehrsberuhigte Zone bereits ab Aufkircher Tor und für die Wiestorstraße ab Parkhaus Stadtmitte haben. Dazu eine Vollsperrung für den motorisierten Verkehr ab Franziskanertor, Badhotel und Hotel Ochsen nach Geschäftsschluss und an Sonn- und Feiertagen. Lediglich Anwohner, sowie an-abreisende Hotelgäste sollen eine Ausnahmegenehmigung erhalten.
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Es war laut, es war engagiert, es war richtig gut: Am Freitag Nachmittag demonstrierten etwa 250 Schüler in Überlingen für den Schutz des Weltklimas.
Die weltweiten Schülerdemos für das Weltklima, für Umweltschutz sind nun auch in Überlingen angekommen. Die vielen Schilder und Transparente zeigten Forderungen, aber auch Zorn und Ärger auf. "Euch gehen die Ausreden aus, uns die Zeit!" oder "Politikwandel statt Klimawandel" oder "Kein Schmutz-Klimaschutz!".
Die Schüler skandierten laut, sangen begeistert "we are the world!", "Rettet die Bäume, rettet die Wälder". Nicht nur das letzte eine Forderung, die sich die BÜB+ seit ihrer Gründung auf die Fahnen geschrieben hat.
Mehr zum Thema, zu zukünftigen Schülerdemos in Überlingen findet man hier.
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Das spannendste Thema war das Verkehrskonzept während der LGS. Der Gemeinderat hatte lange um Informationen nachgefragt, am Mittwoch nun bekam man sie.
Die Planung hat es in sich. Da die zentralen Parkflächen - entgegen der bisherigen Planung im bereich Härlen - nun auf dem Kramerareal im Osten eingerichtet werden sollen, ist ein unendlicher Strom von Autos, Bussen, Busshuttles quer durch die Altstadt zu erwarten. Zusätzlich zu dem ohnehin hohen Verkehrsaufkommen im Sommer. Einige Eckpunkte des Konzeptes:
Die Bahnhofstraße wird zur Einbahnstraße Richtung Osten, die Fußwege werden verbreitert. (Hotel- und Parkhauszufahrt nur von Westen?)
Das Aufkircher Tor wird gesperrt, eine Zufahrt in die Altstadt wird nicht möglich sein.
Am Parkhaus Stadtmitte/ZOB wird die Wiestorstraße gesperrt Richtung Franziskanertor.
Das neue Parkleitsystem wird nicht angepasst, es müssen Schilder genügen
Knapp 800.000 Besuche werden erwartet im Bürgerpark, Menzinger Gärten, Rosenobelschanze. Bis zu 10.000 an Spitzentagen
Man rechnet mit täglich Minimum 768 PKW, an Spitzentagen 1500 PKW und mehr
Durchschnittlich 30 Busse laden die Gäste am ZOB aus, die Busse parken dann in der Nußdorfer Straße auf dem Gelände der früheren Straßenmeisterei.
PKW Parkplatz wird das Kramerareal, ergänzt an Spitzentagen durch die Diehl Parkplätze. Vorn dort fahren Shuttlebusse im 10 Minuten Takt zum LGS Gelände, über die Nußdorfer Straße, Auerbuckel, Ulrichstraße, ZOB.
Anlieferungen an Geschäfte der Innenstadt sollten bis 9 Uhr vormittags erledigt sein.
Anwohner der Innenstadt und Berechtigte erhalten Bewilligungen in noch unbekannter Form.
Der geplante Großparkplatz im Härlen, deutlich näher am LGS Gelände, kann wegen einer ablehnenden Mitteilung des Salem College nicht verwirklicht werden. (Schade, das war seit zwei Jahren Thema der Planung!!)
Umfassende Baustellen an der DB Südbahn Ulm-Friedrichshafen und auch auf der Strecke der Gäubahn Stuttgart-Singen werden zumindest zeitweise umfassende Schienenersatzverkehre notwendig machen.
Motorradfahrer und Fahrräder sollen an der alten Bahnhofstraße parken und dann Richtung Osten durch die Innenstadt abfahren!
Die LGS GmbH und die Stadtverwaltung wollten die Zustimmung des Rates, auf dieser Basis weiterzuplanen. Sichtlich unangenehm war es ür OB Zeitler, als ein Antrag gestellt wurde: Der Verkehrsausschuss und der Gemeinderat seien in die weitere Planung einzubinden. Seine ablehnende Haltung half nicht. Künftig muss der Gemeinderat eingebunden werden. Bravo, eine richtige und gute Forderung und Entscheidung! Denn bei dieser Planung muss noch einiges überdacht werden.
Nicht ganz ohne Sorge war ein Bürger auf der Gästebank: "Das beste wird sein, ich wandere 2020 für 179 Tage aus!"
In der Gemeinderatssitzung würde eine sehr informative Präsentation der LGS GmbH gezeigt. Dabei war auch ein Streckenführungsplan. Wir haben versucht, diese Präsentation und den Plan zu erhalten, leider kam auf unsere zweifache Anfrage an die Pressestelle der Stadt bisher keine Antwort.
Ergänzung: Die Überlassung der Präsentation wurde abgelehnt.
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Dienstagabend, in den Geschäftsräumen von DCS in der Obertorstraße, um 23.15 Uhr: Es ist vollbracht! Die BÜB+ hat ihre Kandidaten für Gemeinderat und Kreistag gewählt.
Die 28 anwesenden BÜB+ Mitglieder hatten die Qual der Wahl in gleich doppelter Hinsicht. So eine Aufstellungsversammlung ist (zeit-)aufwändig, wenn man sie voll demokratisch durchziehen will. Und das dauert eben seine Zeit, insbesondere dann, wenn bei Stimmengleichheit auch noch eine Stichwahl notwendig wird.
Die BÜB+ war aber auch in der glücklichen Lage, aus dem "Vollen" schöpfen zu können. Für die Liste der 26 Gemeinderatskandidaten standen sage und schreibe 34 Bewerber zur Verfügung. Zwei weitere Spontanbewerbungen am Wahlabend konnten einvernehmlich leider nicht mehr berücksichtigt werden.
Hier die gewählten Kandidaten und ihr jeweiliger Listenplatz:
1. Kristin Müller-Hausser, 2. Gerhard Graf, 3. Dirk Diestel, 4. Roland Biniossek, 5. Florian Jekat, 6. Rolf Briddigkeit, 7. Ursula Binzenhöfer-Schopf, 8. Dr. Jürgen Cramer, 9. Holger Schappeler, 10. Dieter Weissinger, 11. Dr. med. Ralph Stuttmann, 12. Monika, Wieden-Biniossek, 13. Dr. Wolfgang Bock, 14. Anna-Katharina Schmid, 15. Rupert Huisel, 16. Prof. Peter Schmid, 17. Elfi Straub, 18. Christian Greiter, 19. Dr. Michael Schnell, 20. Dimitra Tsoutsani, 21. Bernd Wiese, 22. Margarete Liebchen, 23. Heide kaim, 24. Eva Adam, 25. Georg Frenzel, 26. Josef Kohlbrenner
Ersatzkandidaten: Hannelore Bast und Alexander-Peter Posch
Für den Wahlbezirk können 8 Kandidaten gewählt werden. Auch hier konnte die BÜB+ eine volle Kandidatenliste aufstellen.
Gewählt wurden auf die jeweiligen Listenplätze (von links):
1. Rolf briddigkeit, 2. Gerhard Graf, 3. Kristin Müller-Hausser, 4. Dieter Weissinger, 5. Monika Wieden-Biniossek, 6. Ursula Binzenhöfer-Schopf, 7. Florian Jekat, 8. Dr. Ralph Stuttmann
Eingestellt von BÜB um 10:11:00 Keine Kommentare: Links zu diesem Post
Sie erinnern sich, wir hatten über die denkwürdige Ausschussitzung berichtet, in der eigentlich ein Abrissverbot für die Bestandsgebäude der Fischerhäuser Vorstadt nach §144 BBauG beschlossen werden sollte. Oder, um genau zu sein, über die Befreiung von diesem Verbot. "Gibt es Unfähigkeit im Amt?" fragte ein Besucher ganz erstaunt.
Am Donnerstag berichtete auch der Südkurier zu diesem Thema. Die Redaktion hatte an Baubürgermeister Längin die Frage gerichtet, wie so etwas passieren könne. Die verblüffende Antwort: Er könne dies aus datenschutzrechtlichen Gründen nicht öffentlich kommentieren.
Nun, wir zumindest können diesen Vorgang kommentieren, was wir in Form einer Pressemitteilung an den Südkurier auch gemacht haben:
Pressemittelung der BÜB+
Zum Südkurier Bericht : (Nicht-)beschluss zur sanierungsrechtlichen Zustimmung
In keinster Weise nachvollziehbar ist für die BÜB+, dass es der Stadtverwaltung angeblich erst drei Stunden vor Sitzungsbeginn aufgefallen sein soll, dass von einer anderen als der bisher angenommenen rechtlichen Situation auszugehen sei.
Der Hinweis von Baubürgermeister Längin, er könne dazu aus datenschutzrechtlichen Gründen keine weiteren Angaben machen, könnte eine rein persönliche Schutzbehauptung sein.
Nachweislich ist die Bauverwaltung spätestens am 7.2.2019 über die Situation informiert worden. In einer email mit cc an OB Zeitler wies Stadtrat Biniossek auf die von der BÜB+ aufgedeckte Rechtsproblematik hin und empfahl, unverzüglich über einen Gemeinderatsbeschluss eine Veränderungssperre herbeizuführen.
Wenn diese immens wichtige Nachricht nicht an Herrn Längin weitergeleitet wurde, scheinen die Informationsflüsse im Bauamt zumindest stark verbesserungswürdig zu sein. Abgesehen davon kann man von hochbezahlten Fachleuten erwarten, dass anzuwendende Satzungen gelesen und insbesondere auch inhaltlich verstanden werden. Verantwortlich für diese Unzulänglichkeiten ist der Baubürgermeister, der zumindest die Größe zeigen sollte, Fehler einzugestehen.
Vollkommen unverständlich aber auch seine Aussage, den unabhängigen Gestaltungsbeirat entgegen dem klar formulierten Wunsch des Gemeinderates nicht nochmals zur Begutachtung der geänderten Pläne einzuladen, obwohl dieser genau das wünscht. Entgegen den Aussagen des Baubürgermeisters scheinen auch die geänderten Baupläne den Forderungen des Gestaltungsbeirates keinesfalls umfänglich zu genügen. Offen auch die Frage, wie sich das Denkmalamt zur Bebauung des Mezger`schen Skulpturengartens geäußert hat. Das Denkmalamt soll bereits am 21.11.2018 ein Schreiben an die Stadt gerichtet haben. Dieses wäre zwingend zu veröffentlichen.
Eingestellt von BÜB um 18:28:00 Keine Kommentare: Links zu diesem Post
beschäftigt Überlingen seit Jahrzehnten. Diskutiert, versucht, Gutachten erstellt und wieder verworfen, neu diskutiert, neues Gutachten, wieder verworfen. Die Angelegenheit dreht sich im Kreis. Bürger wurden befragt, in workshops wurden Ideen erarbeitet. Auch das ist längst verworfen.
Hier beginnt die "Spielstraße"
Aber, zugegeben, es ist alles andere als einfach. Zu viele Interessen von Bürgern, Anwohnern, Geschäftsinhabern, Touristen spielen eine Rolle, aber auch Kommunalpolitiker. Unter dem Strich bleibt im Moment nichts.
Zuletzt haben sowohl die Bewohner der Hafenstraße, als auch die Einzelhändler des WVÜ aufgezeigt, wie es vielleicht gehen könnte. Auch wir von der BÜB+ hatten schon Vorschläge gemacht, die gar nicht so weit voneinander entfernt sind: Die ganze Altstadt zu einer verkehrsberuhigten Zone umwandeln, landläufig auch "Spielstraßenbereich" genannt. Neudeutsch nennt man es "shared space", gemeint ist das Gleiche. Die Wikipedia definiert es so:
"Ein verkehrsberuhigter Bereich, umgangssprachlich häufig auch Spielstraße, seltener Wohnstraße, bezeichnet in Deutschland eine mit Verkehrszeichen 325.1 beschilderte Straße oder Verkehrsfläche. Der Bereich dient der Verkehrsberuhigung in geschlossenen Ortschaften. Erste Modellprojekte wurden seit 1977 realisiert. Die offizielle Einführung in die StVO erfolgte 1980."
Wer darf was im verkehrsberuhigten Bereich?
In einem verkehrsberuhigten Bereich sind alle Verkehrsteilnehmer gleichberechtigt, vom Fußgänger über Radfahrer bis zum PKW. Für alle gemeinsam ist die Regel, dass sich keiner schneller als im "Schritttempo" bewegen darf. Was für Fußgänger eine eher leichte Übung ist, müssen Radler und Autofahrer - notfalls über intensive Kontrollen - lernen.
Hier endet die "Spielstraße"
In einem verkehrsberuhigten Bereich muss man nach einem Urteil des Landgerichtes Dortmund nicht damit rechnen, überholt zu werden.
Was bringt das nun für Überlingen?
Weil nur noch Schrittgeschwindigkeit gefahren werden darf, wird das reine Durchqueren der Altstadt für viele PKW Fahrer unattraktiv. Um von Osten nach Westen zu kommen, oder umgekehrt, wird künftig lieber die zwar etwas längere, dafür schnellere hindernisfreie Umfahrung der Altstadt (optimal B31 alt) genutzt.
Wer zum Be- und Entladen in die Altstadt einfahren will, darf dies, lediglich das Parken ist unzulässig, von speziell markierten Flächen abgesehen. Wer also jemanden mit Gehbehinderung zum Arzt oder Optiker bringen muss oder seine Ski beim Sportgeschäft abholen will, darf dies jederzeit, dazu auch (kurz) halten. Anwohner dürfen ebenfalls jederzeit einfahren. Und wer es akzeptieren kann und will, mit Schrittgeschwindigkeit von Ost nach West zu fahren, darf das auch.
Die orange-roten Straßen sollten verkehrsberuhigt werden
In welchen Bereichen sollte das kommen?
Am besten in der ganzen erweiterten Altstadt. Also bereits ab Aufkirchertor (gegenläufiger Verkehr evtl. über eine Ampelsteuerung) , ab Parkhaus Stadtmitte in der Wiestorstraße, ab Badhotel von Westen und ab Hotel Ochsen von Osten die Münsterstraße.
Wie sieht denn so eine "Straße" dann aus?
Mit der Einrichtung von verkehrsberuhigten Zonen sind beträchtliche Umbaumaßnahmen verbunden, denn die bisherigen Flächen der Straße und Fußwege verschmelzen zu einer durchgehenden Fläche von Haus zu Haus. Es wird keine sichtbare Straße mehr sein.
Ja, das wird sehr viel kosten. Aber unsere Altstadt sollte uns das wert sein.
Und das dauert aber lange, bis es fertig ist!
Auch das ist richtig. Aber irgendwann muss man wenigstens mal anfangen. Dafür geeignet sind als erster Schritt die Kessenring- und Hafenstraße. Vielleicht auch die Münsterstraße. Für die Hafen- und Kessenringstraße wäre zu prüfen, ob es rechtlich möglich ist, lediglich "motorisierten" Verkehrsteilnehmern die Einfahrt von Osten zu untersagen. Frage: Ist ein eBike "motorisiert"?
Warum nicht einfach ganz dicht machen?
Wir können froh sein, dass Überlingen noch einen guten und vielseitigen Einzelhandel in der Innenstadt hat. Der darf keinesfalls gefährdet werden. Aber: Man könnte ja nach Geschäftsschluss und an Sonn- und Feiertagen die Innenstadt komplett zu machen, lediglich berechtigte Anwohner dürfen dann noch einfahren.
Wo gibt es denn so etwas schon?
In Überlingen! Der Münsterplatz ist samt Krummebergstraße bis zu Renkerbrücke ein verkehrsberuhigter Bereich. Und wenn man mal nach Ravensburg fährt, kann man es ähnlich rund um den Marienplatz erleben.
Was ist denn ein "Verkehrskonzept"?
Ein Konzept ist ein Denkanstoß, der sicherlich nicht zu 100% ausgearbeitet ist. Es soll eine Diskussionsgrundlage sein. Zu dieser Diskussion möchten wir Sie einladen. Sprechen Sie mit uns, machen Sie Vorschläge, zeigen Sie mögliche Verbesserungen auf. Wir sind dankbar für jede Anregung.
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Eingestellt von BÜB um 09:39:00 Keine Kommentare: Links zu diesem Post
"Unfähigkeit im Amt, darf man so etwas öffentlich sagen?" fragte ein Besucher der heutigen Bauausschusssitzung beim Hinausgehen aus dem Sitzungssaal.
Das wissen wir natürlich auch nicht so genau, aber so viel: Was da heute vom Baubürgermeister geboten wurde, ist zumindest ein Skandal. Und zwar kein kleiner.
Was ist passiert? Die Sitzung war vor mindestens zwanzig Besuchern gerade mal eine Minute alt, als Herr Baubürgermeister Längin mit Blick auf die Bürger sagte: Er hoffe, dass sie nicht wegen Punkt 1 der Tagesordnung gekommen seien. (Nahezu alle waren nur deshalb da). Denn der Punkt war schnell erledigt: Baubürgermeister Längin teilte mit, dass er "vor gerade mal gegen Mittag per email" erfahren habe, dass in der Sanierungssatzung Altstadt II West der §144 ausgeschlossen sei. Was bedeuten würde, dass demnach gar nicht über eine sanierungsrechtliche Genehmigung für das Bauvorhaben Gartenstraße 5-7 beschlossen werden könne. Das Vorhaben nun nach §34 (Einfügen in die Umgebungsbebauung) genehmigungsfähig sei.
Das muss man sich mal vorstellen: Der Bauantrag für die zwei großen Gebäude liegt seit weit über einem Jahr im Bauamt. Der mobile Gestaltungsbeirat war da und hat ernste Bedenken geäußert. Überlingen beschäftigt einen hochbezahlten Baubürgermeister, einen Stadtplaner, eine ganze Truppe von Fachleuten im Bau- und Baurechtsamt. Und niemandem ist über mindestens 15 Monate hinweg nicht aufgefallen, dass der §144 nicht gilt?
In §2 der 2014 fortgeschriebenen Sanierungssatzung ist die Anwendung des §144 explizit ausgeschlossen. Man hätte diese Satzung nur mal lesen müssen, um das zu sehen. (Nebenbei: Unserem kundigen "Baurechtslaien" Jürgen Cramer von der BÜB+ war dies bereits Anfang Februar beim erstmaligen Lesen der Satzung sofort aufgefallen. Bereits am 7.2.2018 hat Stadtrat Roland Biniossek daher in einer email an das Bauamt darauf hingewiesen und um Prüfung gebeten, ob daher eine wirksame Veränderungssperre nicht sinnvoller sei!)
Fast schon scheinheilig der Vortrag des Baubürgermeisters, dass der Ausschuss nun entweder die nachträgliche Einfügung des §144 in die Sanierungssatzung beschließen könne, alternativ in Zusammenhang mit dem geplanten Bebauungsplan eine Veränderungssperre. Erst auf Nachfrage gab er dann zu, dass sich weder das eine, noch das andere auf den vorliegenden Bauantrag auswirken würde. Das Schreiben des Landesdenkmalamtes (laut deren Aussage vom 21.11.2018) kam nicht zur Sprache.
In der GR Sitzung am 30.1. hatte Baubürgermeister Längin zugesagt, erneut den mobilen Gestaltungbeirat über die geänderte Planung zu informieren und eine Stellungnahme einzuholen. Erst auf Nachfrage sagte er jetzt dazu: "Wir haben mindestens viermal angefragt, es gab keine definitive Nachricht über Änderungswünsche. Der Beirat würde sich die neue Planung gerne nochmals vor Ort anschauen." Darauf will Herr Baubürgermeister Längin aber verzichten.
Nun bleibt den Bürgern der Fischerhäuser Vorstadt wohl nur noch Klage vor den Verwaltungsgerichten. Über die Instanzen hinweg kann das viele Jahre dauern.
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Eingestellt von BÜB um 17:44:00 Keine Kommentare: Links zu diesem Post
Schon mehrfach haben wir über das geplante Bauprojekt eines saudirabischen (jetzt munkelt man übrigens, es sein ein Iraker oder Syrer...) Investors in der Hafenstraße 16-18 berichtet. Unser Protest, unsere frühzeitige Berichterstattung auf dem BÜB+ Blog, als alles noch Gerüchte waren im November 2018, haben zu einem Teilerfolg geführt. Der Bebauungsplan wird kommen! Wir berichteten auch hier und hier.
Eine tolle Aktion nun in der Nachbarschaft: Ein großes Transparent hängt dort mit der freundlichen Aufforderung an alle Investoren "Zu verkaufen: Historische Altstadt. Bevorzugte Käufer Milliadäre, weltweit! Zweckentfremdung (der Wohnungen) erwünscht!"
Eingestellt von BÜB um 15:35:00 Keine Kommentare: Links zu diesem Post
Ein großes Lob für die Aufmachung und die Informationsvielfalt erhielt der BÜB+ Blog, den sie hier ja regelmäßig lesen. Wir danken herzlich!
Wer es mal nachlesen möchte: "Karin Burgers Recherche und Senf zu X"
Eingestellt von BÜB um 14:34:00 Keine Kommentare: Links zu diesem Post
Eingestellt von BÜB um 17:52:00 Keine Kommentare: Links zu diesem Post
In der letzten Gemeinderatssitzung wurde die Anfrage von Stadtrat Mittelmeier beantwortet, ob es nicht möglich sei, den Funktionsbereich des geplanten Pflanzenhauses auf die östliche Gebäudeseite zu drehen.
Baubürgermeister Längin erklärte, dass dies aus verschiedenen Gründen nicht möglich sei, zudem würde eine Verlegung zusätzliche Kosten in Höhe von etwa 24.000€ verursachen.
Um was geht es? Die für den Betrieb notwendigen Versorgungsräume (im Bild hellgün für Heizung, WC, Aufenthaltsraum,...) sind laut Planung innerhalb des Gebäudes an der nördlichen Seite integriert. Innen ergibt sich damit eine etwa 2,8m hohe begehbare Galerie. Soweit ok.
Aber dieser massive Gebäudeteil zeigt sich von der Bahnhofstraße aus als eine massive 20 Meter lange und etwa 2 Meter hohe Betonwand mit einigen kleinen Fensterchen. Statt der bisher freien Sicht auf den See stehen die Passanten nun vor diesem entsetzlichen Bollwerk! "Traumhaft schön" der Anblick, wenn man vom Hotel Stadtgarten und Teufelstreppe herüber schaut!
Wir fordern dringend die Drehung des Versorgungstraktes an die Ostseite der Glashalle! Dort stört sie deutlich weniger und wenigstens die freie Durchsicht hin zum See ist gegeben. Zur Erinnerung: Wenn es nach der BÜB+ gegangen wäre, wäre dieses Bauwerk niemals an dieser einst wunderbaren Freifläche genehmigt worden. Jetzt kann nur noch versucht werden zu retten, was zu retten ist. Man fragt sich, was wir noch alles für die Landesgartenschau opfern müssen. Denn dieser schnell geplante, aber sehr teure Glaspalast dient 2020 keineswegs der Kakteensammlung, sondern wird LGS Austellungsfläche für das Land Baden-Württemberg.
Eingestellt von BÜB um 10:03:00 Keine Kommentare: Links zu diesem Post

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