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Timestamp: 2019-06-20 16:16:30+00:00

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VerfG Brandenburg, 20.02.2003 - VfGBbg 112/02 - dejure.org
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VerfG Brandenburg, 20.02.2003 - VfGBbg 112/02 (https://dejure.org/2003,11557)
VerfG Brandenburg, Entscheidung vom 20.02.2003 - VfGBbg 112/02 (https://dejure.org/2003,11557)
VerfG Brandenburg, Entscheidung vom 20. Februar 2003 - VfGBbg 112/02 (https://dejure.org/2003,11557)
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Art 55 Abs 2 S 2 Verf BB, Art 83 Abs 1 S 1 Verf BB, Art 83 Abs 1 S 2 Verf BB, § 36 Abs 1 VerfGG BB
Mangels Antragsbefugnis im Organstreitverfahren unzulässiger Antrag der DVU-Fraktion auf Feststellung, daß die Zurückweisung ihres Wahlvorschlags zur Wahl des Ministerpräsidenten verfassungswidrig sei - gewillkürte Prozeßstandschaft und richtiger Antragsgegner
LV Art. 55 Abs. 2 Satz 2; LV Art. 67 Abs. 1 Satz 2; LV Art. 67 Abs. 1 Satz 3; LV Art. 83 Abs. 1 Satz 2; VerfGGBbg § 36 Abs. 1; VerfGGBbg § 36 Abs. 3; GeschOLT § 41 Abs. 1
Abgeordneter; Antragsbefugnis; Fraktion; Opposition; Parlamentsrecht; Wahlrecht
Zulässigkeit eines Organstreitverfahren bei grundsätzlichem Klärungsbedarf einer verfassungsrechtlichen Frage; Verletzung organschaftlicher Mitwirkungsrechte einer Landtagsfraktion; Zulässigkeit eines Wahlvorschlages zum Amt des Ministerpräsidenten; Antragsbefugnis im Organstreitverfahren
Dieser Antrag zielt im Sinne von Art. 113 Nr. 1 LV, § 12 Nr. 1 VerfGGBbg auf die Auslegung der Landesverfassung aus Anlass einer Streitigkeit über den Umfang der Rechte und Pflichten von Beteiligten, die durch die Verfassung mit eigenen Rechten ausgestattet sind (vgl. Urteil vom 19. Juni 2003 - VfGBbg 98/02 - Beschluss vom 20. Februar 2003 - VfGBbg 112/02 -, NVwZ-RR 2003, 798).
Hierfür reicht das Interesse an einer verfassungsgerichtlichen Klärung aus, wenn, wie vorliegend, weitere Fälle dieser Art nicht nur theoretisch in Betracht kommen können (vgl. etwa Urteil vom 16. Oktober 2003 - VfGBbg 95/02 -, LVerfGE 14, 179, 186 f m. w. Nachw.; Beschluss vom 20. Februar 2003 - VfGBbg 112/02 -, LVerfGE 14, 139, 141 m. w. Nachw.;… BVerfG, Urt. v. 22. September 2015 - 2 BvE 1/11 -, Rn. 79, juris).
Das auch im Organstreitverfahren erforderliche Rechtsschutzbedürfnis (vgl. Beschluss vom 20. Februar 2003 - VfGBbg 112/02 -, LVerfGE 14, 139, 141 m. w. Nachw.) ist gegeben.
Können - wie vorliegend - weitere Fälle dieser Art nicht nur theoretisch in Betracht kommen, kann sich ein vergleichbarer Streit also jederzeit wiederholen, besteht im Organstreitverfahren das erforderliche Rechtschutzbedürfnis des Antragstellers selbst dann, wenn die angegriffene Maßnahme selbst inzwischen keine konkreten Wirkungen mehr entfaltet (vgl. Beschluss vom 20. Februar 2003 - VfGBbg 112/02 -, LVerfGE 14, 139, 141; Urteil vom 16. Oktober 2003 - VfGBbg 95/02 -, LVerfGE 14, 179, 186 f; Urteil vom 19. Februar 2016 - VfGBbg 57/15 -, www.verfassungsgericht.brandenburg.de).
Das auch im Organstreitverfahren erforderliche Rechtsschutzbedürfnis (vgl. etwa Verfassungsgericht des Landes Brandenburg, Beschluß vom 20. Februar 2003 - VfGBbg 112/02 m.w.N.) ist gegeben.
Da die Antragstellerin zu 4. als Teil der Opposition mit eigenen Rechten ausgestattet ist (vgl. Beschluss vom 20. Februar 2003 - VfGBbg 112/02 -, LVerfGE 14, 139, 141), deren Inhalt und Umfang im Einzelnen nicht näher durch die Verfassung vorgegeben, sondern durch Auslegung zu ermitteln sind, kann auf der Grundlage ihres Vorbringens nicht ausgeschlossen werden, dass sie durch die verschiedenen von ihr beanstandeten Maßnahmen, die sämtlich ihren Status, ihre Ausstattung und ihre parlamentarischen Mitwirkungsmöglichkeiten betreffen, auch in diesem Recht verletzt ist.
In beiden Fällen (Amtsausstattung und Nutzung des parlamentarischen Beratungsdienstes) scheidet der Landtag mithin als Antragsgegner aus, ein Organstreitverfahren müsste sich vielmehr gegen das Präsidium bzw. den Präsidenten des Landtags als Unterorgane des Landtags richten (vgl. Beschluss vom 20. Februar 2003, a. a. O.).
Das auch im Organstreitverfahren erforderliche Rechtsschutzbedürfnis (vgl. etwa Verfassungsgericht des Landes Brandenburg, Beschluss vom 20. Februar 2003 - VfGBbg 112/02 - LVerfGE 14, 139, 141 m. w. N.) ist gegeben.
Eine rechtserhebliche Maßnahme des Präsidenten läge dann vor, wenn dieser im Rahmen seines Zurückweisungsrechts nach § 41 Abs. 1 GO-LT gehandelt hätte (Verfassungsgericht des Landes Brandenburg, Beschluss vom 20. Februar 2003 - VfGBbg 112/02, LVerfGE 14, 139, 145).

References: § 36
 Art. 55
 Art. 67
 Art. 67
 Art. 83
 § 36
 § 36
 § 41
 Art. 113
 § 12
 § 41