Source: https://revosax.sachsen.de/vorschrift/5382.1
Timestamp: 2020-04-09 11:57:39+00:00

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Historische Fassung war gültig vom 05.04.1993 bis 31.07.1995
(1) Zuständige Behörde im Sinne von § 4 Abs. 2 und 3, § 7 Abs. 1, § 9 Abs. 5 bis 7, § 14 Abs. 4, § 17 Abs. 2 Nr. 1 und § 18 des Tierzuchtgesetzes ist das Staatsministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Forsten. Es entscheidet in den Fällen des § 9 Abs. 5 Satz 1 und Abs. 7 und § 14 Abs. 4 des Tierzuchtgesetzes im Einvernehmen mit dem Staatsministerium für Soziales, Gesundheit und Familie. Im Falle des § 19 Abs. 1 Nr. 2 und Abs. 3 obliegt die Überwachung in veterinärhygienischer Hinsicht dem zuständigen Regierungspräsidium.
(1) Bei der Beurteilung der äußeren Erscheinung von Bullen, Ebern, Schaf- und Ziegenböcken sind mindestens die Merkmale Rahmen und Form zu berücksichtigen, die bei Ziegenböcken getrennt ausgewiesen werden. Dabei ist bei Schaf- und Ziegenböcken, soweit rassebedingt erforderlich, die Eignung zur Landschaftspflege zusätzlich zu berücksichtigen.
(5) Bei der Stationsprüfung im Zuchtwertteil Fleischleistung werden die Leistungsmerkmale Futterverwertung und Verfettung zusätzlich ermittelt und in den Zuchtwert einbezogen.
1. Bei Rindern, Schweinen, Ziegen 5 Tiere
(4) Bei Schaf- und Ziegenböcken wird die Anzahl der Besamungen für amtliche Prüfungen auf höchstens 150 innerhalb eines Jahres festgesetzt.
Aufzeichnungen über Gewinnung,
Lagerung und Abgabe von Samen
(2) Samen darf nur im Sinne von § 9 Abs. 8 Nr. 2 Buchst. b des Tierzuchtgesetzes an Tierärzte, Besamungsbeauftragte und Tierhalter (Besamer) ausgeliefert werden.
(4) Je eine Fertigung des Besamungsscheines verbleibt beim Besamer, der Besamungsstation und dem Tierhalter. Der Besamer hat sie zwei Jahre, die Besamungsstation fünf Jahre aufzubewahren
Die zuständige Behörde kann im Einvernehmen mit dem zuständigen Regierungspräsidium zulassen, daß von Einzeltieren Samen über § 3 Abs. 2 Nr. 1 des Tierzuchtgesetzes hinaus auch außerhalb einer Besamungsstation von einem Beauftragten der Besamungsstation gewonnen wird, wenn gewährleistet ist, daß die Vorschriften des § 10 Abs. 2 Nr. 2 und 3 des Tierzuchtgesetzes eingehalten werden.
Überwachung der im Auftrag der Besamungsstation tätigen Besamer.
(4) Werden bei Nachkommen von Spendertieren Erbfehler festgestellt, ist die Besamungserlaubnis zurückzunehmen.
(2) Ortsfeste Stationen müssen mindestens über einen Raum verfügen, in dem die Embryonen untersucht und behandelt werden können und der von dem Aufenthaltsort der Spendertiere während der Entnahme getrennt ist. Außerdem muß ein Raum oder Platz für die Reinigung und Sterilisation der Instrumente und des Materials, das bei der Entnahme und bei der Behandlung der Embryonen verwendet wurde, vorhanden sein.
(2) Abweichend von Absatz 1 kann in den Räumen auch Samen gelagert werden, der den Anforderungen der Richtlinie 88/407/EWG des Rates vom 14. Juni 1988 zur Festlegung der tierseuchenrechtlichen Anforderungen an den innergemeinschaftlichen Handelsverkehr mit gefrorenem Samen von Rindern und dessen Einfuhr (ABl. Nr. L 194/10) in der jeweils geltenden Fassung entspricht.
(4) Darüber hinaus müssen die Spendertiere die sich aus Anhang B der Richtlinie 89/556/EWG des Rates vom 25. September 1989 über viehseuchenrechtliche Fragen beim innergemeinschaftlichen Handel mit Embryonen von Hausrindern und ihrer Einfuhr aus Drittländern (ABl. Nr. L 302/1) in der jeweils geltenden Fassung ergebenden Anforderungen erfüllen.
(zu§ 5)
Bullen der Zuchtrichtung Milch und Fleisch für die Zulassung zu amtlichen Prüfungen
Der Zuchtwert setzt sich aus den Zuchtwertteilen Milch­ und Fleischleistung zusammen.
Bullen der Zuchtrichtung Milch und Fleisch mit Ergebnissen aus der Vollgeschwisterprüfung im Rahmen eines Nukleuszuchtprogrammes Der Zuchtwert setzt sich aus den Zuchtwertteilen Milch-, Fleisch- und Zuchtleistung zusammen. Der Zuchtwertteil Milchleistung muß mindestens eine Genauigkeit von 30 vom Hundert aufweisen.
Bullen der Zuchtrichtung Milch und Fleisch mit Ergebnissen aus der Nachkommenprüfung
Der Zuchtwert setzt sich aus den Zuchtwertteilen Milch-, Fleisch- und Zuchtleistung sowie dem Zuchtwertteil Melkbarkeit zusammen. Die Zuchtwertteile Milchleistung und Melkbarkeit müssen mindestens eine Genauigkeit von 50 vom Hundert aufweisen. Außerdem muß das Ergebnis der Beurteilung der äußeren Erscheinung von mindestens 20 Töchtern vorliegen.
Das Ergebnis der Eigenleistungsprüfung muß über dem Durchschnitt vergleichbarer Tiere liegen.
Hengste, deren älteste Nachkommen höchstens dreijährig sind, müssen ein überdurchschnittliches Ergebnis der Beurteilung von mindestens 20, bei Kleinpferden und Kaltblütern mindestens 10 Fohlen in den Merkmalen der äußeren Erscheinung unter Berücksichtigung des Bewegungsablaufes aufweisen.
Hengste, deren älteste Nachkommen mindestens vierjährig sind, müssen ein überdurchschnittliches Ergebnis aufweisen, das bei Turniersportprüfungen auf den Leistungen von mindestens 5 Nachkommen beruht oder das in den Merkmalen der äußeren Erscheinung unter besonderer Berücksichtigung des Bewegungsablaufes auf der Beurteilung von mindestens 15, bei Kleinpferden und Kaltblüter mindestens 5, Nachkommen im Alter nicht unter zwei Jahren beruht.
Der Zuchtwert (Index) setzt sich aus den Zuchtwertteilen Fleischleistung, Wollqualität, Zuchtleistung und äußerer Erscheinung sowie bei der Zuchtrichtung Milch zusätzlich aus dem Zuchtwertteil Milchleistung zusammen und muß mindestens 101 Punkte betragen. Die äußere Erscheinung muß mindestens mit der Note 6 beurteilt sein. Der Zuchtwertteil Fleischleistung muß auf Ergebnissen der Eigenleistungs- oder Geschwisterprüfung auf Station beruhen.
Fassung gültig ab: 5. April 1993
Fassung gültig bis: 31. Juli 1995
Quelle: REVOSax http://revosax.sachsen.de/vorschrift/5382.1 Stand vom 09.04.2020

References: § 4
 § 7
 § 9
 § 14
 § 17
 § 18
 § 9
 § 14
 § 19
 § 9
 § 3
 § 10