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Timestamp: 2018-01-18 07:47:38+00:00

Document:
Universität Halle - Amtsblatt 2005, Nr. 1 vom 1. März 2005
15. Jahrgang, Nr. 1 vom 1. März 2005, S. 2
Prüfungsordnung für den binationalen Masterstudiengang
Internationales Finanzmanagement der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät
in Kooperation mit der Wirtschaftsuniversität Bratislava
vom 26.05.2004
Aufgrund der §§ 13 Abs. 1 i.V.m. 67 Abs. 3 Nr. 8 und 77 Abs. 2 Nr.1 des Hochschulgesetzes des Landes Sachsen-Anhalt (HSG LSA) vom 05.05.2004 (GVBl. LSA S. 256) hat die Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg die folgende Prüfungsordnung für den binationalen Studiengang Internationales Finanzmanagement, Master of Science (M.Sc.), der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg in Kooperation mit der Wirtschaftsuniversität Bratislava (Slowakei) erlassen.
§ 4 Täuschung, Ordnungsverstoß, Versäumnis, Rücktritt, Erkrankung, Nachteilsausgleich
§ 5 Studienaufbau und Studienumfang
§ 6 Module der Master-Prüfung
§ 7 Master-Arbeit und Verteidigung
§ 8 Diploma Supplement
(1) Die folgende Prüfungsordnung regelt auf der Grundlage der Rahmenprüfungsordnung für Aufbaustudiengänge zur Erlangung des Grades eines „Master“ der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (RPO-MA) vom 22. März 2000 (ABl. 2000, Nr. 5, S. 11) das Studium für den binationalen Studiengang Internationales Finanzmanagement.
(2) Die Regelungen der RPO-MA gelten, soweit diese Ordnung keine abweichende Regelung vorsieht.
Aufgrund der bestandenen Master-Prüfung verleiht die Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät den Grad Master of Science (M.Sc.).
(1) Zur Master-Prüfung kann nur zugelassen werden, wer
1. an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg und der Wirtschaftsuniversität Bratislava für den Studiengang Internationales Finanzmanagement eingeschrieben ist,
2. ein Hochschulstudium oder eine gemäß § 12 Abs. 2 RPO-MA als gleichwertig angerechnete Prüfung erfolgreich abgeschlossen hat,
3. sowie die in der Studienordnung näher bezeichneten Leistungsnachweise erbracht hat.
(2) Zur Master-Prüfung kann nicht zugelassen werden, wer
1. sich in einem schwebenden Verfahren zur Master-Prüfung oder einer vergleichbaren Prüfung für einen wirtschaftswissenschaftlichen Studiengang an einer anderen Hochschule befindet
2. eine Master-Prüfung in einem wirtschaftswissenschaftlichen Studiengang an einer Hochschule endgültig nicht bestanden bzw. seinen Prüfungsanspruch verloren hat.
Täuschung, Ordnungsverstoß, Versäumnis, Rücktritt, Erkrankung, Nachteilsausgleich
(6) Auf Antrag der Kandidatin sind die Mutterschutzfristen, wie sie im Gesetz zum Schutz der erwerbstätigen Mutter (MschG) in der jeweils gültigen Fassung festgelegt sind, zu berücksichtigen. Dem Antrag sind die erforderlichen Nachweise beizufügen. Die Mutterschutzfristen unterbrechen jede Frist nach der Prüfungsordnung. Die Dauer des Mutterschutzes wird nicht in die Frist eingerechnet. Die Bearbeitungsfrist für die Master-Arbeit kann durch die Mutterschutzfristen nicht unterbrochen werden. Die gestellte Arbeit gilt als nicht vergeben.
(7) Gleichfalls sind die Fristen der Erziehungszeit nach Maßgabe des Gesetzes über die Gewährung von Erziehungsgeld und Erziehungszeit (BErzGG) in der jeweils gültigen Fassung auf Antrag zu berücksichtigen. Studierende müssen bis spätestens vier Wochen vor dem Zeitpunkt, von dem ab sie Erziehungszeit antreten, dem Prüfungsausschuss unter Beifügung der erforderlichen Nachweise schriftlich mitteilen, für welchen Zeitraum oder für welche Zeiträume sie Erziehungszeit nehmen wollen. Der Prüfungsausschuss hat zu prüfen, ob die gesetzlichen Voraussetzungen vorliegen, die bei Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern einen Anspruch auf Erziehungszeit auslösen würden und teilt das Ergebnis sowie gegebenenfalls die neu festgesetzten Prüfungsfristen dem Prüfling mit.
(8) Studierende, die wegen familiärer Verpflichtungen beurlaubt sind, können freiwillig Studien- und Prüfungsleistungen erbringen. Auf Antrag der Studierenden ist eine Wiederholung nicht bestandener Prüfungen während des Beurlaubungszeitraumes möglich.
Studienaufbau und Studienumfang
(1) Der Studiengang findet über vier Semester zu gleichen Zeitanteilen an der Wirtschaftsuniversität Bratislava und der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg statt. Der Studienumfang umfasst insgesamt höchstens 65 Semesterwochenstunden sowie die Anfertigung einer Master-Arbeit.
(2) Der Studiengang besteht aus einem Fach im Umfang von insgesamt 120 Leistungspunkten. Die Studieninhalte sind so gewählt, dass das Studium während der Studiendauer nach Abs. 1 abgeschlossen werden kann.
(3) Obligatorischer Bestandteil des Studiengangs ist ein dreimonatiges Praktikum, welches in der vorlesungsfreien Zeit zu absolvieren ist und mit 15 Leistungspunkten angerechnet wird.
Module der Master-Prüfung
(1) Der Studiengang besteht aus Pflichtmodulen und Wahlmodulen. Die Pflichtmodule haben einen Umfang von 80 Leistungspunkten. Ferner sind Wahlmodule im Umfang von 40 LP zu wählen. Die Inhalte der Module regelt die Studienordnung.
(2) Über die Anrechnung von Ersatzleistungen entscheidet der Prüfungsausschuss auf Antrag.
Master-Arbeit und Verteidigung
(1) Wird die Master-Arbeit mit mindestens 50 Fachpunkten bewertet, so gilt diese als bestanden.
(2) Für die bestandene Master-Arbeit werden 14 Leistungspunkte vergeben und für die erfolgreiche Verteidigung 1 Leistungspunkt.
(1) Mit dem Zeugnis über den Abschluss des Masterstudiums wird der Absolventin bzw. dem Absolventen ein Diploma Supplement mit Transcript ausgehändigt.
(2) Das Diploma Supplement informiert über den individuellen Studienverlauf, besuchte Lehrveranstaltungen und Module, die während des Studienganges erbrachten Leistungen und deren Bewertungen und über das individuelle fachliche Profil des absolvierten Studienganges.
(1) Die Prüfungsordnung tritt nach ihrer Genehmigung am Tage ihrer Bekanntmachung in Kraft.
(2) Die Bestimmungen dieser Prüfungsordnung gelten für alle Studierenden, die ab Inkrafttreten dieser Prüfungsordnung an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg für den Studiengang Internationales Finanzmanagement eingeschrieben sind.
Für Studierende, die zum Zeitpunkt des Inkrafttretens dieser Studienordnung bereits mindestens ein Fachsemester in dem Studiengang absolviert haben, gilt die Rahmenprüfungsordnung für Aufbaustudiengänge zur Erlangung des Grades eines „Master“ fort, sofern deren Regelungen für die Studierenden günstiger sind, es sei denn, die Studierenden beantragen schriftlich unwiderruflich die Geltung der vorliegenden Prüfungsordnung für sie.
(3) Der Studiengang ist zunächst auf zwei Jahre nach Inkrafttreten beschränkt. Es besteht aber die feste Absicht, den Studiengang danach in einen akkreditierungsfähigen Studiengang auf der Grundlage des Eckwertebeschlusses der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg umzuwandeln.
Diese Ordnung wurde beschlossen von der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät am 26.05.2004; der Akademische Senat hat hierzu Stellung genommen am 12.01.2005, der Rektor hat die Ordnung genehmigt am 24.01.2005.
Halle (Saale), 24. Januar 2005

References: § 4

§ 5

§ 6

§ 7

§ 8
 § 12