Source: https://boehmanwaltskanzlei.de/auftragsdatenverarbeitung
Timestamp: 2019-03-19 06:00:38+00:00

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Auftragsdatenverarbeitung, § 11 BDSG | Verfahren in Datenschutzsachen | Medienverfahren | Verfahrensrecht | Kompetenzen
Auftragsdatenverarbeitung liegt regelmäßig dann vor, wenn Dritte in einen Datenverarbeitungsvorgang eingeschaltet werden (z.B. beim Outsourcing). Diese Dritte sind sorgfältig auszuwählen. Der Auftrag ist dem Dritten zwingend schriftlich zu erteilen. Er muss eine Vielzahl gesetzlich genau vorgegebener Angaben beinhalten. Verstöße gegen die zwingenden gesetzlichen Vorschriften können zu Bußgeldern führen.
Begriff und Grundsätze der Auftragsdatenverarbeitung
Eine Auftragsdatenverarbeitung liegt vor, wenn personenbezogene Daten im Auftrag durch andere Stellen erhoben, verarbeitet oder genutzt werden, § 11 Abs. 1 Bundesdatenschutzgesetz (BDSG).
Es wird also ein Dritter für den Auftraggeber tätig. Der Dritte verarbeitet die ihm überlassenen Daten im vereinbarten Umfang. Damit überhaupt eine Auftragsdatenverarbeitung vorliegt, muss der Dritte unselbstständig handeln. Sind ihm die Aufgaben zur selbstständigen Erledigung übertragen, handelt der Dritte nicht i.S.d. § 11 BDSG. Er ist vielmehr selbst verantwortliche Stelle i.S.d. BDSG.
Auftragnehmer: Qualifikation und Anforderungen
Der Auftragnehmer ist gem. § 11 Abs. 2 BDSG unter besonderer Berücksichtigung der Eignung der von ihm getroffenen technischen und organisatorischen Maßnahmen sorgfältig auszuwählen.
Bei der Datenverarbeitung darf der Auftragnehmer gem. § 11 Abs. 3 BDSG die Daten nur im Rahmen der Weisungen des Auftraggebers erheben, verarbeiten oder nutzen.
Ist der Auftragnehmer der Ansicht, dass eine Weisung des Auftraggebers gegen dieses Gesetz oder andere Vorschriften über den Datenschutz verstößt, hat er den Auftraggeber unverzüglich darauf hinzuweisen.
Aufträge zur Datenverarbeitung müssen zwingend die folgenden Anforderungen erfüllen. Werden diese nicht erfüllt, so können gem. § 43 Abs. 1 Nr. 2b BDSG Bußgelder von bis zu 50.000 EUR verhängt werden. Die Geldbuße soll gem. § 43 Abs. 3 S. 2 BDSG den wirtschaftlichen Vorteil, den der Täter aus der Ordnungswidrigkeit gezogen hat, übersteigen. Reichen hierfür die genannten Beträge nicht aus, so können sie überschritten werden. Es können also auch Bußgelder über 50.000 EUR verhängt werden.
Der Auftrag ist gem § 11 Abs. 2 S. 2 BDSG
zu erteilen, wobei insbesondere im Einzelnen festzulegen sind:
Vertrag über Auftragsdatenverarbeitung vom Anwalt...
Start / Kompetenzen / Medienrecht / Datenschutzrecht / Verfahren / Auftragsdatenverarbeitung, § 11 BDSG

References: § 11
 § 11
 § 11
 § 11
 § 11
 § 43
 § 43
 § 11
 § 11