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Timestamp: 2016-10-24 12:20:23+00:00

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4C.274/2004 (18.11.2004)
4C.274/2004 /grl
Kl�ger und Berufungskl�ger, vertreten durch Rechtsanwalt Dr. Bruno H�fliger,
Beklagten und Berufungsbeklagten, vertreten durch Rechtsanwalt Peter Bettoni.
Berufung gegen das Urteil des Obergerichts des Kantons Glarus vom 7. Mai 2004.
Gegen das Urteil des Amtsgerichts Luzern-Land reichten beide Parteien eine Appellationserkl�rung ein. A.________ beantragte, das Gericht m�ge die g�terrechtliche Auseinandersetzung gem�ss den appellantischen Ausf�hrungen vornehmen. Mit Schreiben vom 2. April 1997 forderte das Obergericht den Rechtsanwalt von A.________, Dr. C.________, auf, bis zum 17. April 1997 einen Kostenvorschuss von Fr. 2'500.-- zu bezahlen. Dr. C.________ leitete die Zahlungsaufforderung unter Beilage des Einzahlungsscheins mit A-Post an A.________ weiter und ermahnte ihn in einem Begleitbrief, den Betrag termingerecht zu �berweisen, was dieser unterliess. Danach stellte Dr. C.________ am 6. Juni 1997 beim Obergericht ein Gesuch um Wiederherstellung der Kautionspflicht. Zur Begr�ndung f�hrte er an, sein Brief vom 7. April 1997 sei offenbar auf dem Postweg verloren gegangen, weshalb ein entschuldbares S�umnis vorliege. Am 8. Juli 1997 wies das Obergericht das Wiederherstellungsgesuch ab und schrieb die Appellation von A.________ als erledigt ab. Mit Entscheid vom 22. Januar 1999 genehmigte das Obergericht eine zwischenzeitlich getroffene Teilvereinbarung der Scheidungsparteien und wies im �brigen die Appellation von B.________ ab.
Das Kantonsgericht Glarus wies die Schadenersatzklage am 28. Februar 2002 ab, soweit es darauf eintrat. Gegen diesen Entscheid appellierte der Kl�ger an das Obergericht des Kantons Glarus. Dieses hiess die Appellation mit Urteil vom 7. Mai 2004 teilweise gut und erkannte, der Kl�ger habe gegen�ber dem Beklagten eine Schadenersatzforderung von Fr. 30'030.-- nebst Zins. Diese Forderung hielt das Obergericht durch Verrechnung mit dem ausstehenden Honoraranspruch des Beklagten f�r getilgt. Die Pauschalgeb�hr f�r das erst- und zweitinstanzliche Verfahren von insgesamt Fr. 30'000.-- auferlegte das Obergericht zu 5/6 dem Kl�ger und zu 1/6 dem Beklagten und verpflichtete den Kl�ger, dem Beklagten eine reduzierte Parteientsch�digung von Fr. 20'000.-- zu bezahlen.
Der Kl�ger hat das Urteil des Obergerichts des Kantons Glarus vom 7. Mai 2004 sowohl mit staatsrechtlicher Beschwerde als auch mit eidgen�ssischer Berufung angefochten. Das Bundesgericht hat die Beschwerde mit Urteil vom heutigen Tag abgewiesen, soweit es darauf eingetreten ist.
Mit der Berufung stellt der Kl�ger einleitend den Antrag, das angefochtene Urteil aufzuheben und den Beklagten zu verpflichten, ihm Fr. 130'030.-- nebst Zins zu bezahlen. In der Berufungsbegr�ndung pr�zisiert der Kl�ger, dass er den Entscheid des Obergerichts nur soweit anfechte, als es seinen Schadenersatzanspruch bez�glich des G�terrechts und der ihm im Scheidungsverfahren erwachsenen Gerichtskosten abgewiesen habe. Bez�glich des G�terrechts w�rde der Entscheid bez�glich der Position Mobiliar sowie der Liegenschaft in Meggen angefochten. Die Position Liegenschaft Beckenried bleibe vor Bundesgericht unangefochten. Daraus folge, dass der Kl�ger vor Bundesgericht bez�glich des G�terrechts einen Schaden von Fr. 90'000.-- geltend mache.
Alsdann stellt der Kl�ger die Antr�ge, die Verrechnungsforderung des Beklagten abzuweisen und die Prozesskosten vor beiden kantonalen Verfahren zu 1/3 dem Kl�ger und zu 2/3 dem Beklagten aufzuerlegen.
1.2 Im Berufungsverfahren ist das Bundesgericht an die tats�chlichen Feststellungen der letzten kantonalen Instanz gebunden, sofern sie nicht offensichtlich auf Versehen beruhen, unter Verletzung bundesrechtlicher Beweisvorschriften zu Stande gekommen oder wegen fehlerhafter Rechtsanwendung im kantonalen Verfahren zu erg�nzen sind (Art. 63 Abs. 2 und 64 Abs. 2 OG). Die Partei, welche den vorinstanzlich festgestellten Sachverhalt berichtigt oder erg�nzt wissen will, hat dar�ber genaue Angaben mit Aktenhinweisen zu machen (Art. 55 Abs 1 lit c OG). F�r eine blosse Kritik an der Beweisw�rdigung der Vorinstanz ist die Berufung nicht gegeben (BGE 127 III 248 E. 2c; 115 II 484 E. 2a S. 486).
1.3 Soweit der Kl�ger - ohne eine der genannten Ausnahmen von der Bindung des Bundesgerichts an die tats�chlichen Feststellungen der Vorinstanz geltend zu machen - angibt, das Obergericht habe zu Unrecht verneint, dass Fr. 60'000.-- als Schwarzgeld bezahlt worden seien und der Wert der Liegenschaft in Meggen gefallen sei, �bt er unzul�ssige Kritik an der Beweisw�rdigung der Vorinstanz. Insoweit ist auf die Berufung nicht einzutreten.
2.1 Das Obergericht f�hrte dem Sinne nach aus, der Beklagte habe seine anwaltlichen Sorgfaltspflichten verletzt, weil er es unterlassen habe, sich zu vergewissern, ob der Kl�ger den Kostenvorschuss aufforderungsgem�ss geleistet habe. Ob dem Kl�ger aus dieser Sorgfaltspflichtverletzung ein Schaden erwachsen sei, h�nge davon ab, wie das Appellationsverfahren mutmasslich ausgegangen w�re. Die Beweislast daf�r, dass im Appellationsverfahren kein anderes Ergebnis h�tte erzielt werden k�nnen, habe gem�ss BGE 127 III 357 E. 5b S. 365 der Beklagte zu tragen. Dabei sei zu ber�cksichtigen, dass aufgrund des umfassenden Novenrechts im luzernischen Appellationsverfahren allf�llige Vers�umnisse in der ersten Instanz h�tten korrigiert werden k�nnen. Weiter sei wesentlich, dass der Beklagte in der Appellationserkl�rung vom 19. M�rz 1997 den G�terrechtsanspruch der Ehegattin noch gar nicht beziffert habe. Zudem habe der Beklagte in seinem Schreiben vom 7. April 1997 zum Ausdruck gebracht, dass der Erfolg der Appellation - wie mit dem Kl�ger besprochen - entscheidend davon abh�nge, inwieweit dem Obergericht zus�tzliche Unterlagen unterbreitet werden k�nnten. Wenngleich unklar sei, ob der Kl�ger diesen Brief erhalten habe, spreche doch eine �berwiegende Wahrscheinlichkeit daf�r, dass der Beklagte vor der Appellationserkl�rung den Kl�ger auf die Notwendigkeit zus�tzlicher Belege hingewiesen habe, nachdem das erstinstanzliche Scheidungsgericht seine im G�terrecht vertretenen Standpunkte haupts�chlich mangels hinreichender Belege verworfen hatte. Die Konkretisierung der in quantitativer Hinsicht noch unbestimmten Appellationserkl�rung sei damit davon abh�ngig gewesen, welche Unterlagen der Kl�ger dem Beklagten noch vorlegen werde. Ohne neue Unterlagen h�tte es die anwaltliche Sorgfalt des Beklagten geradezu geboten, von der Aufrechterhaltung der Appellation abzusehen.
Bez�glich der Frage, ob im Appellationsverfahren nachtr�glich habe nachgewiesen werden k�nnen, dass das Mobiliar im Wert von Fr. 20'000.-- Eigengut des Kl�gers war, wende der Beklagte ein, der Kl�ger habe ihm nie entsprechende Unterlagen unterbreitet. Da diese unbestimmte negative Tatsache kaum nachgewiesen werden k�nne, sei der Kl�ger nach Treu und Glauben gehalten, seine gegenteilige Darstellung zu belegen. Demnach habe der Kl�ger im vorliegenden Haftungsprozess aufzeigen m�ssen, welche Dokumente er im Scheidungsprozess zum Nachweis des behaupteten Eigengutes h�tte vorlegen k�nnen. Da er dies nicht getan habe und sich in den gesamten Parteiakten keinerlei Unterlagen finden w�rden, welche die Eigengut-These st�tzen w�rden, sei davon auszugehen, dass der entsprechende Beweis im damaligen Appellationsverfahren nicht h�tte erbracht werden k�nnen. Daraus ergebe sich, dass im Appellationsverfahren bez�glich des Mobiliars f�r den Kl�ger kein g�nstigeres Ergebnis h�tte erwartet werden k�nnen, weshalb ihm insoweit kein Schaden erwachsen sei.
2.2 Der Kl�ger macht geltend, das Obergericht sei unter Hinweis auf BGE 127 III 357 E. 5b zutreffend davon ausgegangen, der Beklagte habe nachweisen m�ssen, dass im Appellationsverfahren kein anderes Ergebnis h�tte erzielt werden k�nnen. Dies sei gerechtfertigt. Gem�ss einer zutreffenden Literaturmeinung begr�nde ein Anwalt, der ein Prozessmandat vorbehaltlos und ohne auf spezifische Risiken hinzuweisen �bernehme, mit dem erweckten Vertrauen die tats�chliche Vermutung, der angestrebte Erfolg lasse sich mit dem gebotenen Einsatz erreichen, weshalb ihm bei gegebener Sorgfaltspflichtverletzung im sp�teren Haftpflichtverfahren der Gegenbeweis dazu obliege. Diese Voraussetzungen seien gegeben, da der Beklagte den Kl�ger nie abgemahnt habe und in keiner Weise bewiesen sei, dass er auf reduzierte Chancen oder spezifische Risiken f�r die Appellation und die Durchsetzung der vor Amtsgericht gestellten Antr�ge hingewiesen habe. Das Obergericht habe demnach bez�glich der Erfolgsaussichten der Appellation im Zusammenhang mit dem Mobiliar zu Unrecht die Beweislast umgekehrt.
2.3 Wer Schadenersatzanspr�che wegen vertragswidriger Ausf�hrung eines Anwaltsmandates erhebt, hat die Vertragsverletzung, den Schaden und die nat�rliche Kausalit�t zwischen diesen Elementen nachzuweisen. Der Auftraggeber muss somit nachweisen, dass die Pflichtverletzung des Beauftragten zu einer Verm�gensverminderung gef�hrt hat. Hat er diesen Beweis erbracht, so kann der Beauftragte diesen Beweis durch den Gegenbeweis umstossen (BGE 127 III 357 E. 5a S. 364; Hans Peter Walter, Unsorgf�ltige F�hrung eines Anwaltsmandates, in: Handb�cher f�r die Anwaltspraxis, Bd. V Schaden - Haftung - Versicherung, Hrsg. M�nch/Geiser, S. 781 ff., S. 816 Rz. 16.69). Entgegen der Annahme des Obergerichts und des Kl�gers ergibt sich aus BGE 127 III 357 E. 5b S. 365 nichts anderes. Vielmehr ist das Bundesgericht in dieser Erw�gung davon ausgegangen, der Schaden sei auf Grund der verbindlichen Feststellungen der Vorinstanz nachgewiesen, weshalb der beklagte Anwalt den Gegenbeweis zu erbringen habe.
In der Literatur wird die Meinung vertreten, die Beweislast sei umzukehren, wenn der Anwalt seinen Auftraggeber nicht �ber die Prozessrisiken aufkl�re und er dadurch das berechtigte Vertrauen erwecke, das angestrebte Ergebnis k�nne erreicht werden (Walter, a.a.O., S. 818 Rz. 16.74)
2.4 Nach den genannten Grunds�tzen ist der Kl�ger f�r den ihm aus der unterlassenen Bezahlung des Kostenvorschusses erwachsenen Schaden beweispflichtig. Der Kl�ger h�tte demnach nachweisen m�ssen, dass bei Bezahlung des Kostenvorschusses ein f�r ihn g�nstigeres Prozessergebnis zu erwarten gewesen w�re. Gem�ss den f�r das Bundesgericht verbindlichen Feststellungen des Obergerichts hat der Beklagte den Kl�ger darauf aufmerksam gemacht, dass die Erfolgsaussicht bez�glich der Appellation davon abh�ngt, ob der Kl�ger in der Lage ist, neue Beweisunterlagen zu liefern. Der Kl�ger wurde daher entgegen seinen Angaben vom Beklagten auf die spezifischen Risiken der Appellation aufmerksam gemacht und konnte daher nicht auf das Erreichen eines bestimmten Erfolgs vertrauen. Dies ergibt sich auch daraus, dass kein betragsm�ssig bestimmter Appellationsantrag gestellt wurde. Damit kann offen bleiben, ob bei einem durch den Anwalt hervorgerufenen berechtigten Vertrauen auf den Erfolg der eingeleiteten Schritte die Beweislast umzukehren w�re. Demnach hat das Obergericht im Ergebnis die Beweislast bundesrechtskonform verteilt, wenn es vom Kl�ger den Nachweis verlangte, dass er mit der Appellation ein f�r ihn g�nstigeres Ergebnis h�tte erreichen k�nnen.
3.1 Das Obergericht nahm zusammengefasst an, der Kl�ger habe nicht nachweisen k�nnen, dass im Scheidungsappellationsverfahren f�r ihn im Zusammenhang mit der g�terrechtlichen Aufteilung der Liegenschaft in Meggen ein besseres Ergebnis h�tte erreicht werden k�nnen. So habe er die behauptete Schwarzgeldzahlung aus Eigengut selbst im vorliegenden Verfahren nicht liquid nachweisen k�nnen. Folglich sei auch nicht ersichtlich, wie der Beklagte im damaligen Appellationsverfahren ein besseres Resultat h�tte erreichen k�nnen. Zudem k�nne daraus, dass die Aufstockung der Hypothek um Fr. 150'000.-- zur Absicherung eines Kontokorrentkredits der Firma L.________ AG erfolgt sei, nichts zu Gunsten des Kl�gers abgeleitet werden, weil diese AG in seinem Eigengut gestanden habe. Alsdann h�tte eine Neusch�tzung der Liegenschaft dem Kl�ger nichts gebracht, da erstellt sei, dass sie 1998 nicht weniger wert war als 1993, sondern eher mehr.
3.2 Der Kl�ger r�gt, das Obergericht habe ihm insoweit zu Unrecht die Beweislast auferlegt. Vielmehr h�tte der Beklagte nachweisen m�ssen, dass im Appellationsverfahren kein f�r den Kl�ger besseres Ergebnis h�tte erreicht werden k�nnen.
3.3 Die R�ge ist unbegr�ndet, da der Kl�ger den ihm aus der Sorgfaltspflichtverletzung erwachsenen Schaden zu beweisen hat (vgl. E. 2 hiervor). Da er diesen Beweis nicht hat erbringen k�nnen, musste der Beklagte nicht das Gegenteil nachweisen.
Da der Kl�ger nicht nachweisen konnte, dass er im Appellationsverfahren bez�glich der Scheidung hinsichtlich des G�terrechts ein besseres Ergebnis h�tte erzielen k�nnen, war auch hinsichtlich der Kostenverteilung ein solches nicht zu erwarten. Demnach hat das Obergericht entgegen der Annahme des Kl�gers kein Bundesrecht verletzt, wenn es insoweit einen Schaden des Kl�gers verneinte.
5.1 Das Obergericht f�hrte zusammengefasst an, wohl habe der Beklagte sein Mandat nicht in allen Teilen mit der erforderlichen Sorgfalt abgewickelt. Entgegen der Annahme des Kl�gers habe der Beklagte damit seinen Honoraranspruch jedoch nicht verwirkt. Werde n�mlich - wie hier der Fall - der Auftraggeber durch die Zusprechung von Schadenersatz so gestellt, wie wenn der Vertrag ordnungsgem�ss erf�llt worden w�re, bleibe das volle Honorar geschuldet. Auf jeden Fall aber habe der Beklagte Anspruch auf ein Honorar f�r diejenige T�tigkeit, die er vertragskonform ausgef�hrt habe. Dabei sei zu ber�cksichtigen, dass die Anwaltst�tigkeit des Beklagten f�r den Kl�ger �usserst kompliziert und umfangreich gewesen sei und sich �ber 8 � Jahre hinweggezogen habe. Angesichts der aktenm�ssig belegten Zerstrittenheit der Parteien im Scheidungsverfahren, der langwierigen und mehrheitlich m�hsamen Auseinandersetzungen �ber die Scheidungsnebenfolgen sowie der zahlreichen Zwischenverfahren, welche sich zum Teil �ber mehrere Instanzen hinweggezogen h�tten, verm�ge die H�he des verlangten Gesamthonorars von Fr. 83'803.25.-- (inkl. Mehrwertsteuer und Spesen) nicht zu �berraschen. Die sauber und detailliert ausgewiesenen Aufwendungen des Beklagten seien auch bez�glich des zeitlichen Umfangs glaubhaft. Ebenso sei der angewendete Stundenansatz von knapp Fr. 160.-- gerechtfertigt. Entgegen der pauschalen Abwertung der anwaltlichen Bem�hungen durch den Kl�ger treffe es nicht zu, dass diese allesamt nutzlos gewesen seien. Dem Beklagten w�rden haupts�chlich Unterlassungen zur Last gelegt. Soweit er dagegen t�tig geworden sei - und hierf�r auch Rechnung gestellt habe -, sei an seinen anwaltlichen Bem�hungen - mit Ausnahme des wegen der verpassten Frist zur Bezahlung des Kostenvorschusses eingeleiteten Wiedererw�gungsverfahrens - nichts auszusetzen. Daraus ergebe sich, dass der Beklagte gegen�ber dem Kl�ger auf jeden Fall einen noch offenen Honoraranspruch in der H�he der geschuldeten Schadenersatzforderung von Fr. 30'030.-- zuz�glich Zins besitze. Ob das dar�ber hinaus verlangte Honorar ebenfalls geschuldet sei, k�nne offen bleiben, nachdem der Beklagte seine Gegenforderung lediglich verrechnungsweise geltend gemacht habe. Dass der Honoraranspruch im erw�hnten Umfang gerechtfertigt sei, zeige auch ein Vergleich mit der Honorarrechnung der Gegenanw�ltin im Scheidungsverfahren. Diese habe alleine f�r den erst- und zweitinstanzlichen Scheidungsprozess sowie f�r ein vorsorgliches Massnahmeverfahren vor Obergericht eine Entsch�digung von insgesamt Fr. 37'256.-- verlangt; darin nicht eingeschlossen sei das Eheschutz- bzw. das in der Folge �ber zwei Instanzen gef�hrte Massnahmeverfahren von 1991/1992.
5.2 Der Kl�ger r�gt, das Obergericht habe Bundesrecht verletzt, indem es dem Beklagten einen Honoraranspruch zuerkannt habe. Aus dem angefochtenen Urteil gehe hervor, dass der Beklagte mehrfach sorgfaltswidrig gehandelt habe, was zu Schadenersatzanspr�chen gef�hrt habe. Zudem habe der Beklagte durch die Nichtbezahlung des Kostenvorschusses an das Luzerner Obergericht dem Kl�ger verunm�glicht, den Scheidungsprozess, insbesondere bez�glich der g�terrechtlichen Anspr�che im Umfange von rund Fr. 100'000.--, neu aufzurollen. Entgegen der Annahme des Obergerichts komme diese Vielzahl von Sorgfaltspflichtverletzungen einer vollst�ndigen Nichterf�llung gleich. In einem solchen Fall verliere der Beauftragte seinen Anspruch auf Entsch�digung. Zudem sei zu ber�cksichtigen, dass der Kl�ger - entgegen der Annahme des Obergerichts - durch die Schadenersatzforderung gegen�ber dem Beklagten nicht so gestellt werde, wie wenn dieser den Auftrag ordnungsgem�ss erf�llt h�tte. Dies ergebe sich zum einen daraus, dass der Kl�ger gest�tzt auf die Sorgfaltspflichtverletzung bez�glich der rechtzeitigen Leistung des Kostenvorschusses keinen Schadenersatz zugesprochen erhalten habe, weshalb insoweit zumindest eine Honorark�rzung gerechtfertigt sei. Zum anderen sei der Kl�ger durch den ihm zugesprochenen Schadenersatz deshalb nicht so gestellt, wie wenn der Vertrag ordnungsgem�ss erf�llt worden w�re, weil der Beklagte die Verletzung seiner Sorgfaltspflicht bestritten habe. Damit habe er den Kl�ger gezwungen, einen risikobehafteten Haftungsprozess anzustrengen, bei welchem gem�ss der Lehre ein �berklagen systemimmanent sei. Auf Grund des teilweisen Unterliegens des Kl�gers sei ein Ausgleich f�r die Sorgfaltspflichtverletzungen durch Schadenersatz damit bei weitem nicht gegeben. Mit der geleisteten Akontozahlung von Fr. 16'940.30 sei der Honoraranspruch des Beklagten mehr als getilgt. Immerhin stelle dieser Betrag rund die H�lfte der der Gegenanw�ltin im Scheidungsprozess zugesprochenen Entsch�digung von Fr. 37'265.-- dar. Darin seien einzig die Aufwendungen f�r das Eheschutz- und das �ber zwei Instanzen gef�hrte Massnahmeverfahren nicht eingeschlossen gewesen, was nach der Luzerner Kostenverordnung zum damaligen Zeitpunkt einem Anspruch von maximal Fr. 3'000.-- entsprochen habe.
5.3 Bei schlechter Erf�llung eines Auftrags verliert der Beauftragte seinen Entsch�digungsanspruch f�r Leistungen, welche er vertragskonform erbracht hat, nicht. F�r nicht vertragskonforme Leistungen ist gem�ss der herrschenden Lehre eine reduzierte Entsch�digung geschuldet, welche nach dem gesch�tzten Wert der Leistung zu bestimmen ist (BGE 124 III 423 E. 3c S. 426, mit Hinweisen). Soweit sich Leistungen des Beauftragten als unn�tz oder unbrauchbar erweisen und damit einer Nichterf�llung des Auftrags gleichkommen, ist keine Entsch�digung geschuldet (BGE 124 III 423 E. 4a S. 427). Jedoch ist dennoch eine Entsch�digung geschuldet, wenn der Beauftragte die durch die nicht geh�rige Erf�llung des Auftrags bewirkten Nachteile des Auftraggebers behoben hat und dieser dadurch so gestellt ist, wie wenn der Auftrag geh�rig erf�llt worden w�re (Urt. des BGer. vom 28. Oktober 1986, in Sachen Banque X. c. S., E. 5, abgedruckt in: SJ 1987, S. 256; zustimmend: Rolf Weber, Basler Kommentar, 3. Aufl., N. 43 zu Art. 394 OR; vgl. auch BGE 124 III 423 E. 3b S. 426, mit Hinweisen). Damit soll verhindert werden, dass der Auftraggeber im Ergebnis besser gestellt wird, als er es bei korrekter Vertragserf�llung gewesen w�re (Fellmann, Berner Kommentar, N. 504 zu Art. 394 OR).
5.4 Im vorliegenden Fall ging das Obergericht im Wesentlichen davon aus, der grosse Teil der anwaltlichen Leistungen des Beklagten im jahrelangen und komplizierten Scheidungsprozess des Kl�gers seien korrekt erbracht worden und f�r den Kl�ger nicht unn�tz gewesen. Demnach schulde er f�r diese vertragskonform erbrachten Bem�hungen des Beklagten ein Entgelt von mindestens Fr. 30'030.--. Inwiefern diese Annahme gegen Bundesrecht verstossen soll, wird vom Kl�ger nicht dargelegt und ist auch nicht ersichtlich. Damit kann offen bleiben, ob der Beklagte auch bez�glich des schlecht erf�llten Teils seiner T�tigkeit - insbesondere das Gesuch um Wiederherstellung der Zahlungsfrist - eine Entsch�digung verlangen kann, weil er den Kl�ger durch Schadenersatz so gestellt hat, wie wenn der Vertrag korrekt erf�llt worden w�re. Demnach ist nicht erheblich, ob die vom Kl�ger bestrittene Gleichstellung erreicht wurde oder nicht.
6.1 Schliesslich bringt der Kl�ger vor, das Obergericht habe die Kostenaufteilung alleine nach dem Umfang des Obsiegens bzw. Unterliegens vorgenommen, ohne das Veranlassungs- oder Verursacherprinzip zu ber�cksichtigen. Da bei Haftpflichtprozessen ein "�berklagen" systemimmanent sei, f�hre dies dazu, dass einem Gesch�digten die Durchsetzung seines bundesrechtlichen Schadenersatzanspruchs erschwert oder verunm�glicht werde. Im vorliegenden Fall habe der Kl�ger das ganze Risiko eines Haftpflichtprozesses auf sich nehmen m�ssen. Demnach sei einzig eine Aufteilung der Gerichts- und Anwaltskosten zu 1/3 an den Kl�ger und zu 2/3 an den Beklagten sachgerecht und mit Bundesrecht vereinbar.
6.2 In der Literatur wird die Meinung vertreten, zur Verhinderung einer Verf�lschung des materiellen Rechts sollten als Richtschnur gelten, dass die Verfahrenskosten weniger von der unterliegenden Partei als vielmehr von jener Partei zu tragen seien, welche das Verfahren veranlasst habe. Im Haftpflichtprozess und verwandten Tatbest�nden beginne sich die Regel einzub�rgern, dass ein gewisses Mass an "�berklagen" beim Kl�ger keine Kostentragungspflicht ausl�sen soll, wenn ihm die genaue Bezifferung des Schadens bei Prozesseinleitung nicht m�glich war. Derartige F�lle der Unm�glichkeit pr�ziser Bezifferung seiner eigenen Forderung vor Klageeinleitung d�rften h�ufiger sein als deren angemessene Ber�cksichtigung (Eugen Bucher, Hundert Jahre schweizerisches Obligationenrecht: Wo stehen wir heute im Vertragsrecht?, ZSR 102/1983, Bd. II, S. 251 ff., 293; zustimmend: BGE 113 II 323 E. 9d S. 344, vgl. auch E. 9c S. 343; Hans Michael Riemer, Prozessf�hrung "in guten Treuen" (� 64 Abs. 3 ZPO, Art. 156 Abs. 3 OG) - zwischen "Treu und Glauben" (Art. 2 ZGB) und "gutem Glauben" (Art. 3 ZGB), in: Festschrift 125 Jahre Kassationsgericht des Kantons Z�rich, S. 279 ff., S. 284).
6.3 Da der Kl�ger nicht darlegt und dies auch nicht ersichtlich ist, inwiefern ihm im vorliegenden Fall die Bezifferung des Schadens bei Prozessbeginn nur schwer m�glich gewesen sein soll, ist eine Verletzung des Veranlassungsprinzips nicht erkennbar. Demnach kann offen bleiben, inwiefern dieses Prinzip, welches in erster Linie das kantonale Prozessrecht betrifft, von Bundesrechts wegen anzuwenden w�re.
6.4 Nach dem Gesagten ist die Berufung abzuweisen, soweit darauf einzutreten ist. Bei diesem Ausgang des Verfahrens wird der Kl�ger f�r das bundesgerichtliche Verfahren kosten- und entsch�digungspflichtig (Art. 156 Abs. 1 und 159 Abs. 2 OG). Bei der Bemessung der Parteientsch�digung wird die Mehrwertsteuer im Rahmen des geltenden Tarifs pauschal ber�cksichtigt (Beschluss der Pr�sidentenkonferenz vom 8. Mai 1995).
Der Kl�ger hat den Beklagten f�r das bundesgerichtliche Verfahren mit Fr. 6'000.-- zu entsch�digen.

References: BGE 
 BGE 
 BGE 
 Art. 394
 BGE 
 Art. 394
 BGE 
 Art. 156