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Timestamp: 2017-12-17 21:33:19+00:00

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Ärger bei Benutzung eingezeichneter Wege
15.02.14 22:59
ich habe folgendes Problem in meiner Gegend:
Es gibt Wege auf der Karte (eine rote Linie) auf denen ich von unserem Jagdpächter angeschnauzt werde wenn ich sie benutze.
Er behauptet da dürfte ich nicht langreiten.
An einem Stück, das durch ein Wäldchen geht hat er von beiden Seiten einen Ausdruck vom Computer an jeweils einen Baum gehängt auf dem ein Reiter auf einem Pferd durchgekreuzt zu sehen ist und weist damit diesen Weg auch als Reitverbot aus.
Kann der das so ohne weiteres machen und ist das rechtens?
Ich habe versucht in Ruhe mit dem Mann zu sprechen aber das ist fast unmöglich.
Er sagt bzw. schreit dass 5% der Reiter sich nicht benehmen würden und er hätte sich für eine Kollektivstrafe entschieden und ich habe dort nichts zu suchen.
16.02.14 01:00
Re: Ärger bei Benutzung eingezeichneter Wege
Das hängt ganz davon ab, in welchem Bundesland Du Dich befindest, das Betretungsrecht für den Wald ist überall anders geregelt.
In Bayern könntest Du so einen unfreundlichen Zeitgenossen und seine selbstgebastelten Schildchen getrost ignorieren, da wäre das rechtlich völlig egal.
Bei OSM trage ich nur echte Reitverbote ein, also das Schild mit dem Roten Rand und dem Reiter und einem amtlichen Siegel auf der Rückseite. Selbstgebastelte oder nicht amtlich gewidmete Schilder sind ungültig und können hier relativ leicht weggeklagt werden.
16.02.14 05:44
Wanderreiten - meine große Leidenschaft
Selbst gebastelte Schilder haben keine rechtliche Bedeutung!
Wenn ihr euch nicht friedlich einigen könnt und du den Weg nicht um reiten kannst, frag mal bei www.vfdnet.de nach. Hier gibts Unterstützung :-)
16.02.14 11:35
ich befinde mich in Niedersachsen und wohne im Ortsteil Walle bei Schwülper.
Also kann ich einfach die Wege benutzen ?
16.02.14 13:03
Schau Dir mal die folgenden Links an, die sollten Dir weiterhelfen:
http://www.vfdnet.de/images/old/doku/inf..._landeswald.pdf
http://www.recht-niedersachsen.de/79100/nwaldlg.htm#p26
- Du darfst nach §26 auf allen nicht andersweitig gekennzeichneten Fahrwegen im Wald reiten und mußt lediglich Rücksicht auf andere Nutzer nehmen
- Zuständig für Einschränkungen oder Erlaubnisse ist nur das Forstamt - ein Jagdpächter ist nur ein Privatmann und Waldnutzer und hat keinerlei Befugnisse
- selbst der Grundstückseigentümer bräuchte einen triftigen Grund nach §31 und eine behördliche Genehmigung wenn die Sperre dauerhaft ist
- auch ein Zaun oder sonstiges Hindernis um Euch draußenzuhalten wäre widerrechtlich nach §31
Alles in Allem scheint das ein recht gutes, liberales Waldgesetz zu sein. Wenn er mault würde ich ihn auf den oben genannten §26 des Waldgesetzes verweisen. Die meisten unfreundlichen Jäger, denen ich bisher begegnet bin kannten die gesetzliche Lage überhaupt nicht sondern hielten sich scheinbar für den uneingeschränkten König des Dschungels und waren mit ein paar konkreten Paragraphenzitaten schnell geerdet. :-)
Zuletzt bearbeitet am 16.02.14 13:06
16.02.14 13:09
16.02.14 15:26
die rote Linie sind aber einspurige Pfade und keine Fahrwege.
Beide Strecken die ich meinte.
Also nur Fußgänger, Radfahrer oder Reiter kommen da durch.
17.02.14 10:35
Shubani:
Ich glaub da braucht man wirklich einen Juristen. §23 erlaubt das Betreten grundsätzlich überall und schließt auch das Reiten mit ein.
§26 erwähnt nur Fahrwege und sagt nichts über sonstige Wege, während es für Fahrzeuge in einem anderen § ausdrücklich geregelt ist. Sieht auf den ersten Blick nach einer Gesetzeslücke aus, in die ohne Gerichtsurteil erst mal jeder reininterpretieren kann was er will.

References: §26
 §31
 §31
 §26
 §23

§26