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Timestamp: 2016-10-21 22:09:04+00:00

Document:
1A.130/2000 (16.11.2000)
I. �ffentlichrechtlichen Abteilung, Bundesrichter Nay, Ersatzrichter Loretan und Gerichtsschreiber Pf�ffli.
A.________, Beschwerdef�hrer, vertreten durch Rechtsanwalt Patrick Benz, Talstrasse 42 D, Postfach 18, Davos Platz,
B.________, Beschwerdegegnerin, vertreten durch Rechtsanwalt Christian Clopath, Bahnhofstrasse 6, Klosters, Gemeinde Klosters - Serneus, vertreten durch Rechtsanwalt Dr. Otmar B�nziger, Gauaweg 1, Trimmis, Departement des Innern und der Volkswirtschaft des KantonsG r a u b � n d e n,Verwaltungsgericht des Kantons Graub�nden, Kammer 4,
A.- A.________ beabsichtigen, auf der Parzelle Nr. 1588 im Gebiet X.________, Klosters, eine landwirtschaftliche Siedlung mit Wohnhaus, Stall-/�konomiegeb�ude und Remise zu errichten. Die Bauparzelle befindet sich in der Landwirtschaftszone, teilweise �berlagert von der Gefahrenzone
2. Die Zufahrt zum Baugrundst�ck verl�uft zum Teil durch die Gefahrenzone 1 und durch die Grundwasser- und Quellenschutzzone. Der als Lehrbetrieb anerkannte Landwirtschaftsbetrieb der Eheleute A.________ umfasste w�hrend des kantonalen Verfahrens rund 24 ha Betriebsfl�che und 25 Grossvieheinheiten (GVE). Nach Abschluss des kantonalen Verfahrens haben die Eheleute A.________ zus�tzlich ca. 3 ha Landwirtschaftsland erworben. Im projektierten Stallgeb�ude ist Platz f�r 38 GVE.
Ein erstes Bauprojekt von 1995 war daran gescheitert, dass das Verwaltungsgericht des Kantons Graub�nden die Baubewilligung aus formellen Gr�nden aufgehoben und die Sache zur Neubeurteilung an die Vorinstanz zur�ckgewiesen hatte.
Im Fr�hjahr 1999 reichten die Eheleute A.________ ein �berarbeitetes Projekt ein. Dagegen erhob die Nachbarin B.________ erneut Einsprache. Das Amt f�r Umweltschutz Graub�nden (AfU) erteilte dem Vorhaben am 7. Mai 1999 die erforderliche gew�sserschutzrechtliche Bewilligung. Das Departement des Innern und der Volkswirtschaft Graub�nden (DIV) entschied am 25. Mai 1999, das Vorhaben entspreche dem Zweck der Nutzungszone, und stimmte der Erteilung einer ordentlichen Baubewilligung durch die Gemeinde zu. Am 9. Juni 1999 erteilte der Vorstand der Gemeinde Klosters-Serneus die Baubewilligung unter verschiedenen Auflagen und Bedingungen. Die Einsprache von B.________ wies er ab, soweit er darauf eintrat.
B.- Gegen die gemeinsam er�ffneten Verf�gungen der Gemeinde und der kantonalen Instanzen gelangte B.________ an das Verwaltungsgericht des Kantons Graub�nden. Das Gericht hiess den Rekurs am 16. Dezember 1999 im Sinne der Erw�gungen gut und hob die Bewilligung der Gemeinde und die Zustimmungsverf�gung des DIV auf.
C.- A.________ haben gegen den Entscheid des Verwaltungsgerichts am 3. April 2000 Verwaltungsgerichtsbeschwerde und staatsrechtliche Beschwerde an das Bundesgericht erhoben. Sie beantragen die Aufhebung des angefochtenen Entscheides und die Best�tigung der erstinstanzlichen Bewilligungen, eventuell die R�ckweisung der Sache an das Verwaltungsgericht.
Das DIV ersucht um Gutheissung der Beschwerden, w�hrend das Verwaltungsgericht und B.________ deren Abweisung beantragen. Der Vorstand der Gemeinde Klosters-Serneus erkl�rt Verzicht auf Stellungnahme. Das Bundesamt f�r Raumentwicklung (ARE) beantragt die Abweisung der Verwaltungsgerichtsbeschwerde.
Die Parteien erhielten Gelegenheit, sich zur Stellungnahme des ARE zu �ussern.
1.- a) Die Beschwerdef�hrer haben - in der selben Rechtsschrift, was nicht zu beanstanden ist - sowohl staatsrechtliche als auch Verwaltungsgerichtsbeschwerde erhoben. Welches Rechtsmittel zul�ssig ist, ob vorliegend beide Rechtsmittel ergriffen werden k�nnen und in welchem Umfang darauf einzutreten ist, pr�ft das Bundesgericht von Amtes wegen und mit freier Kognition. Entsprechend der subsidi�ren Natur der staatsrechtlichen Beschwerde ist zun�chst zu pr�fen, ob die Verwaltungsgerichtsbeschwerde offen steht (BGE 125 I 14 E. 2a).
b) Gem�ss Art. 34 Abs. 1 RPG (in der Fassung vom 20. M�rz 1998, in Kraft seit 1. September 2000) ist die Verwaltungsgerichtsbeschwerde an das Bundesgericht unter anderem zul�ssig gegen Entscheide letzter kantonaler Instanzen �ber die Zonenkonformit�t von Bauten und Anlagen ausserhalb der Bauzonen sowie �ber Bewilligungen im Sinne der Art. 24-24d RPG. Soweit die Verwaltungsgerichtsbeschwerde zul�ssig ist, kann der Beschwerdef�hrer die Verletzung von Bundesrecht, einschliesslich �berschreitung und Missbrauch des Ermessens geltend machen; zum Bundesrecht im Sinne von Art. 104 lit. a OG geh�rt sodann auch das Bundesverfassungsrecht (BGE 121 II 39 E. 2d/bb, 72 E. 1b, je mit Hinweisen).
Soweit der Beschwerdef�hrer die Verletzung kantonalen Erg�nzungsrechts zu Art. 16-16b und 24-24d RPG bzw.
kantonalen Prozessrechts r�gt, sind auch diese R�gen kraft Sachzusammenhangs im Rahmen der Verwaltungsgerichtsbeschwerde zu behandeln. Die Kognition richtet sich dabei allerdings nach den f�r die staatsrechtliche Beschwerde geltenden Grunds�tzen.
Danach wird die Auslegung und Anwendung des kantonalen Rechts auf eine Verletzung des Willk�rverbots hin �berpr�ft (BGE 118 Ib 326 E. 1b mit Hinweisen).
c) Vorliegend r�gen die Beschwerdef�hrer die Verletzung von Art. 16, 22 und 24 RPG (in der bis 31. August 2000 g�ltigen Fassung, nachstehend zitiert als aRPG), des Grundsatzes von Treu und Glauben sowie der Eigentumsgarantie.
Alle diese R�gen k�nnen im Rahmen des Verfahrens der Verwaltungsgerichtsbeschwerde gepr�ft werden. F�r die staatsrechtliche Beschwerde bleibt kein Raum; auf sie ist nicht einzutreten (Art. 84 Abs. 2 OG).
d) Das Verwaltungsgericht hat im angefochtenen Entscheid die Zul�ssigkeit der geplanten Aussiedlung dem Grundsatz nach bejaht, indessen die Zonenkonformit�t und damit die Zul�ssigkeit der als Altenteil im Wohnhaus vorgesehenen Zweitwohnung verneint und das Stallgeb�ude im Lichte der vorhandenen Entscheidungsgrundlagen als �berdimensioniert bezeichnet. Damit hat das Gericht zwar formell einen R�ckweisungsentscheid getroffen, materiell aber �ber Grundsatzaspekte des Streitgegenstandes entschieden, was nach der Praxis des Bundesgerichtes nicht als Zwischenentscheid, sondern als anfechtbarer Teilentscheid anzusehen ist (BGE 117 Ib 325 E. 1b mit Hinweisen).
Die Beschwerdef�hrer sind als Verf�gungsadressate gem�ss Art. 103 lit. a OG zur Verwaltungsgerichtsbeschwerde legitimiert. Auf die rechtzeitig und formrichtig eingereichte Verwaltungsgerichtsbeschwerde ist einzutreten.
2.- Das Bundesgericht ist an die Sachverhaltsfeststellungen des Verwaltungsgerichts gebunden, soweit sie nicht offensichtlich unrichtig, unvollst�ndig oder unter Verletzung wesentlicher Verfahrensvorschriften zustande gekommen sind (Art. 105 Abs. 2 OG). Soweit die Beschwerdef�hrer dem Verwaltungsgericht eine offensichtlich unrichtige oder unvollst�ndige Sachverhaltsfeststellung vorwerfen, handelt es sich bei richtiger Betrachtungsweise vor allem um R�gen rechtlicher Art, welche nicht die Ermittlung, sondern die W�rdigung des Sachverhaltes betreffen. Was diesen selbst angeht, kann grunds�tzlich von den Feststellungen des Verwaltungsgerichts ausgegangen werden (vgl. aber E. 5b/bb).
Auf nachtr�gliche Ver�nderungen des Sachverhalts, wie vorliegend die Vergr�sserung der Betriebsfl�che nach Abschluss des Verfahrens vor Verwaltungsgericht, k�nnen sich die Beschwerdef�hrer vor Bundesgericht nicht berufen, weil dessen Kognition durch Art. 105 Abs. 2 OG beschr�nkt wird (BGE 122 II 299 E. 5d S. 310 mit Hinweisen).
3.- Die Beschwerdef�hrer machen geltend, das Verwaltungsgericht h�tte auf den Rekurs der heutigen Beschwerdegegnerin nicht eintreten d�rfen. Einerseits habe diese seinerzeit erkl�rt, auf eine Einsprache bzw. einen Rekurs zu verzichten, wenn das Bauvorhaben um 10-15 m nach Osten verschoben werde. Diese Bedingung sei mit dem neuen Projekt erf�llt worden. Anderseits verstosse das Verhalten der Beschwerdegegnerin gegen Treu und Glauben.
a) Das Verwaltungsgericht hat festgestellt, ein eindeutiger und vorbehaltloser Einspracheverzicht lasse sich den Akten nicht entnehmen. Hinzu komme, dass nach Lehre und Praxis der zum Voraus erkl�rte Rechtsmittelverzicht unwirksam sei. Diese Erw�gungen sind nicht zu beanstanden.
Wie das Bundesgericht schon vor langem erkannt hat, muss ein Verzicht auf ein Rechtsmittel jedenfalls dann als unwirksam betrachtet werden, wenn nicht vorausgesetzt werden darf, dass die Partei dabei in voller Sachkenntnis gehandelt hat (BGE 86 I 150 E. 2 mit Hinweis). Die Lehre ist der selben Auffassung (vgl. Alfred K�lz/J�rg Bosshart/Martin R�hl, Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons Z�rich,
2. Aufl. , Z�rich 1999, Vorbem. zu �� 19-28, N. 56 mit Hinweisen). �ber den Inhalt der Zusicherung, die der Rechtsvertreter der Beschwerdegegnerin am 31. Juli 1996 abgegeben hat, ist nur eine briefliche Best�tigung des Anwaltes der Beschwerdef�hrer vorhanden. Eine schriftlich dokumentierte �usserung der Beschwerdegegnerin selbst bzw. ihres Vertreters liegt nicht vor. Vor allem wurde in der Folge nicht nur der Standort des Projektes verschoben, sondern auch dieses selbst ver�ndert. Aus der Zusicherung vom 31. Juli 1996 k�nnen die Beschwerdef�hrer daher nichts f�r sich ableiten. Am 20. Juli 1998 �usserte sich der Anwalt der Beschwerdegegnerin in einem Brief wie folgt:
"... Die heutige Situation pr�sentiert sich aus unserer Sicht viel g�nstiger. Gel�nge Ihnen eine weitere R�ckversetzung um nochmals rund 2 m, w�re die Liegenschaft von Frau K. durch das Bauprojekt kaum mehr ber�hrt. K�nnten Sie dies bei der weiteren Projektierung noch ber�cksichtigen? ...".
Irgendwelche hinreichend konkreten Zusicherungen, dass die Beschwerdegegnerin auf die gerichtliche Anfechtung der Baubewilligung verzichten w�rde, enth�lt dieser Brief nicht.
Andere Beweismittel f�r den behaupteten Rechtsmittelverzicht legen die Beschwerdef�hrer nicht vor.
b) Der Grundsatz von Treu und Glauben gebietet als allgemeiner Rechtsgrundsatz, sich im Rechtsverkehr redlich, loyal und korrekt zu verhalten (vgl. Ulrich H�felin/Georg M�ller, Grundriss des Allgemeinen Verwaltungsrechts, 3. Auflage, Z�rich 1998, Rz. 521; Max Baumann, Z�rcher Kommentar, N. 28 und 100 zu Art. 2 ZGB,). Soweit er sich auf das Verhalten der Parteien in einem Verfahren bezieht, stellt er keinen verfassungsrechtlichen Grundsatz, sondern einen allgemeinen Rechtsgrundsatz dar, dessen Handhabung im Beschwerdeverfahren vor Bundesgericht nur auf Willk�r hin �berpr�ft werden kann (BGE 103 Ia 505 E. 1 S. 509 mit Hinweis).
Es gibt keinen allgemeinen Grundsatz der Gebundenheit an das eigene Handeln. Setzt sich jemand zu seinem fr�heren Verhalten in Widerspruch, ist darin nur dann ein Verstoss gegen Treu und Glauben zu erblicken, wenn das fr�here Verhalten ein schutzw�rdiges Vertrauen begr�ndet hat, welches durch die neuen Handlungen entt�uscht w�rde. Ist eine Rechtslage unklar oder zweifelhaft, so widerspricht es nicht Treu und Glauben, wenn jemand widerspr�chliche Positionen einnimmt, um seine Rechte unabh�ngig vom Ausgang einzelner Rechtsstandpunkte optimal zu wahren (BGE 125 III 257 E. 2a, 115 II 331 E. 5a).
Das Verwaltungsgericht verfiel nicht in Willk�r, weil es im Verhalten der Beschwerdegegnerin keine Verletzung des Grundsatzes von Treu und Glauben sah. Vorliegend konnte von Anbeginn an kein Zweifel bestehen, dass die Beschwerdegegnerin dem Bauvorhaben der Beschwerdef�hrer ablehnend gegen�berstand. Wenn sie in der Folge versuchte, auf die Projektierung einen gewissen Einfluss zu nehmen, und dabei auch Erfolg hatte, so kann doch nicht gesagt werden, sie habe sich in einer Art und Weise in die Projektierung einmischen k�nnen und dabei eine so umfassende Ber�cksichtigung ihrer Interessen erreicht, dass ihr Rechtsmittel gegen die Baubewilligung als nicht hinzunehmendes widerspr�chliches Verhalten zu werten w�re.
4.- a) Durch Gesetzesrevision vom 20. M�rz 1998, in Kraft seit 1. September 2000, wurden die Art. 16 und 24 aRPG durch die Art. 16-16b und 24-24d RPG ersetzt. Gem�ss Art. 52 Abs. 2 der am 1. September 2000 in Kraft getretenen Raumplanungsverordnung vom 28. Juni 2000 (RPV, SR 700. 1) werden h�ngige Beschwerdeverfahren nach bisherigem Recht zu Ende gef�hrt, sofern das neue Recht f�r den Gesuchsteller oder die Gesuchstellerin nicht g�nstiger ist. Demnach ist vorliegend zu pr�fen, ob das Verwaltungsgericht Art. 16 aRPG richtig angewendet hat, sofern sich nicht aus dem neuen Recht eine f�r die Beschwerdef�hrer g�nstigere L�sung ergibt.
b) aa) Welche Bauten in der Landwirtschaftszone als zonenkonform im Sinne von Art. 22 Abs. 2 lit. a RPG gelten konnten, beurteilte sich bisher anhand der Umschreibung der Landwirtschaftszonen in Art. 16 aRPG. Gem�ss der dazu vom Bundesgericht entwickelten Rechtsprechung galten Bauten und Anlagen dann in der Landwirtschaftszone als zonenkonform, wenn sie hinsichtlich Standort und Ausgestaltung in einer unmittelbaren funktionellen Beziehung zum Landwirtschafts- bzw. Gartenbaubetrieb standen und im Hinblick auf die bodenabh�ngige Nutzung des Landes als unentbehrlich erschienen.
Zonenkonform waren nur Geb�ude, die in ihrer konkreten Ausgestaltung f�r eine zweckm�ssige Bewirtschaftung des Bodens am vorgesehenen Standort objektiv notwendig und nicht �berdimensioniert waren. Ausserdem durften gegen ihre Errichtung keine �berwiegenden �ffentlichen Interessen sprechen. Dabei stimmte der Begriff der Zonenkonformit�t von Landwirtschaftsgeb�uden im Wesentlichen mit jenem der Standortgebundenheit im Sinne von Art. 24 Abs. 1 aRPG �berein (BGE 125 II 278 E. 3a mit Hinweisen). F�r Wohngeb�ude galt insbesondere, dass sie im Hinblick auf die bodenabh�ngige Nutzung des Landes als unentbehrlich erscheinen mussten.
Ihre Zonenkonformit�t setzte voraus, dass f�r ein ordnungsgem�sses Bewirtschaften des Bodens ein l�ngeres Verweilen am betreffenden Ort erforderlich war und dass dieser von der n�chstgelegenen Wohnzone weit entfernt lag (BGE 121 II 307 E. 3b mit Hinweisen).
bb) Durch die Gesetzesrevision wurde der Begriff der Landwirtschaftszone erweitert (Art. 16 RPG). Hervorzuheben ist insbesondere der Grundsatzentscheid des Gesetzgebers, den Gedanken der multifunktionalen Landwirtschaftszone in die Umschreibung der landwirtschaftlichen Nutzung aufzunehmen (vgl. Walter Haller/Peter Karlen, Raumplanungs-, Bau- und Umweltrecht, 3. Aufl. , Band I, Z�rich 1999, Rz. 263).
Demnach umfassen Landwirtschaftszonen Land, das sich f�r die landwirtschaftliche Bewirtschaftung oder den produzierenden Gartenbau eignet und zur Erf�llung der verschiedenen Aufgaben der Landwirtschaft ben�tigt wird (Abs. 1 lit. a) oder im Gesamtinteresse landwirtschaftlich bewirtschaftet werden soll (Abs. 1 lit. b). Wichtiges Element der Erweiterung ist der �bergang vom bisherigen "Produktionsmodell", gem�ss welchem die bodenabh�ngige Produktionsweise das Hauptcharakteristikum der landwirtschaftlichen Nutzung darstellte, zum "Produktemodell". Danach dient die Landwirtschaftszone der langfristigen Sicherung der Ern�hrungsbasis des Landes grunds�tzlich ohne R�cksicht darauf, ob die landwirtschaftlichen Produkte bodenabh�ngig oder bodenunabh�ngig erzeugt werden (vgl. Botschaft des Bundesrates vom 22. Mai 1996 zu einer Teilrevision des Bundesgesetzes �ber die Raumplanung, BBl 1996 III 523 f.).
Anders als bisher regelt der neue Art. 16a RPG ausdr�cklich, welche Bauten und Anlagen in der Landwirtschaftszone zonenkonform sind. Gem�ss Abs. 1 sind Bauten und Anlagen zonenkonform, die zur landwirtschaftlichen Bewirtschaftung oder f�r den produzierenden Gartenbau n�tig sind. Vorbehalten bleibt eine engere Umschreibung der Zonenkonformit�t im Rahmen von Art. 16 Abs. 3 RPG, der den Kantonen auftr�gt, im Rahmen ihrer Planungen den verschiedenen Funktionen der Landwirtschaft angemessen Rechnung zu tragen. Der Wortlaut von Art. 16a Abs. 1 RPG, f�r sich allein genommen, w�rde Platz schaffen f�r die Zulassung aller f�r die landwirtschaftliche Bewirtschaftung erforderlichen Anlagen, sowohl bei bodenabh�ngiger wie bei bodenunabh�ngiger Produktion. Aus den Abs�tzen 2 und 3 ergeben sich indessen Einschr�nkungen. Bauten und Anlagen f�r die bodenunabh�ngige Nutzung sind nur zul�ssig, sofern sie entweder den Rahmen der inneren Aufstockung einhalten (Abs. 2) oder in einem Gebiet der Landwirtschaftszone erstellt werden sollen, das vom Kanton in einem Planungsverfahren daf�r freigegeben wurde (Abs. 3; vgl. Rudolf Muggli, Kurzkommentar zum Entwurf f�r eine �nderung des Raumplanungsgesetzes, in: Schweizerische Vereinigung f�r Landesplanung [VLP], Raum & Umwelt 1998, S. 56 ff., N. 1 f. zu Art. 16a).
Zur Zul�ssigkeit von Wohnbauten l�sst sich Art. 16a RPG nichts entnehmen. Grunds�tzlich, d.h. vor allem unter Vorbehalt der Neuerungen in Art. 24-24d RPG, bleibt die unter dem bisherigen Recht entwickelte Praxis weiterhin massgeblich (Muggli, a.a.O., N. 4 zu Art. 16a; Haller/Karlen, a.a.O., Rz. 557).
c) Die Beschwerdef�hrer betreiben gem�ss den Feststellungen der Vorinstanz bodenabh�ngige Landwirtschaft.
Ihr Vorhaben stellt keine innere Aufstockung dar, und eine besondere Landwirtschaftszone im Sinne von Art. 16a Abs. 3 RPG liegt nicht vor. Das neue Recht enth�lt keine grunds�tzlichen �nderungen, die sich zu Gunsten der Beschwerdef�hrer auswirken. Das Vorhaben ist daher nach bisherigem Recht zu beurteilen. Ob die revidierten Art. 24-24d RPG zu einer f�r die Beschwerdef�hrer g�nstigeren Beurteilung f�hren, ist anschliessend im Zusammenhang zu untersuchen.
5.- a) Das Verwaltungsgericht hat festgestellt, mit der vorhandenen Futtermittelbasis k�nnten die Beschwerdef�hrer 30 GVE halten; der effektive Bestand belaufe sich zur Zeit auf ca. 25 GVE. Der im geplanten �konomiegeb�ude vorgesehene Raum f�r 38 GVE entspreche somit einer Betriebsreserve von rund 25%. Das Gericht erwog, eine derart grosse Betriebsreserve sei nicht ohne Weiteres zonenkonform. Vielmehr m�sste im Rahmen eines langfristigen Bewirtschaftungskonzeptes dargetan werden, dass die Reserve mit einiger Wahrscheinlichkeit in absehbarer Zeit tats�chlich ben�tigt werde.
Eine solche �berpr�fung habe nicht stattgefunden und sei bei einer Neuauflage des Projektes durch die Vorinstanz noch vorzunehmen.
b) Wie zuvor dargelegt, k�nnen gem�ss der bundesgerichtlichen Praxis, an der in dieser Hinsicht festzuhalten ist, nur solche Bauten und Anlagen als in der Landwirtschaftszone zonenkonform gelten, die in einer unmittelbaren funktionellen Beziehung zum Landwirtschafts- bzw.
Zonenkonform sind nur Geb�ude, die in ihrer konkreten Ausgestaltung f�r eine zweckm�ssige landwirtschaftliche Bewirtschaftung am vorgesehenen Standort objektiv notwendig und nicht �berdimensioniert sind. Dem Verwaltungsgericht ist daher zuzustimmen, dass das Stallgeb�ude nur dann bewilligt werden kann, wenn daf�r bei objektiver Betrachtung in absehbarer Zeit ein Bedarf gegeben ist.
aa) Vorweg ist festzustellen, dass die betriebliche Notwendigkeit eines Neubaus von Stall und Remise grunds�tzlich ausgewiesen ist. Die Beschwerdef�hrer m�ssen ihre Tiere heute in vier verschiedenen St�llen unterbringen.
Diese gen�gen den gesetzlichen Anforderungen nicht mehr; ausserdem verursacht die verstreute Unterbringung des Viehs gem�ss der glaubw�rdigen Darstellung der Beschwerdef�hrer unn�tigen Arbeitsaufwand und erschwert in �berm�ssiger Weise eine rationelle Betriebsabwicklung. Beim verstreut gelegenen Land der Beschwerdef�hrer handelt es sich gem�ss der Zusammenstellung der bewirtschafteten Fl�chen offenbar durchwegs um (M�h-) Wiesen und nicht um Weideland, so dass die zentrale Unterbringung des Viehs den Weidegang nicht erschwert.
In diesem Zusammenhang ist ferner zu erw�hnen, dass die Tiere im Sommer auf die Alp gebracht werden.
bb) Der Vorwurf, die Beschwerdef�hrer verf�gten �ber kein Bewirtschaftungskonzept, ist in dieser allgemeinen Form nicht berechtigt. Es trifft zwar zu, dass ein eigentliches (schriftlich formuliertes) Betriebskonzept nicht vorliegt und dass die (zustimmenden) Stellungnahmen des kantonalen Landwirtschaftsamtes vom 25. April 1995 und vom 4. Mai 1999 wenig aussagekr�ftig und nur rudiment�r begr�ndet sind. Indessen hat die Vorinstanz - nach den Akten zu schliessen - von den Beschwerdef�hrern nie ausdr�cklich die Vorlage eines Betriebskonzeptes verlangt. Insofern erscheint der Vorwurf der Beschwerdef�hrer, das Verwaltungsgericht habe den Sachverhalt unvollst�ndig ermittelt, als nachvollziehbar. Aus den Akten geht hervor, dass die Beschwerdef�hrer beide �ber einen Fachabschluss (Meisterlandwirt bzw. diplomierte B�uerin/Lehrmeisterin) verf�gen und wie bisher bzw. in erweitertem Umfang im Rahmen eines Vollerwerbsbetriebes Viehmast, Milch- und K�seproduktion sowie Kleintierhaltung (v.a. Schafe, evtl. Geissen) betreiben wollen. Es ist anerkannt, dass der geplante Stall deutlich gr�sser ist, als es der derzeit gehaltenen Anzahl GVE entspricht. Die Beschwerdef�hrer und das DIV weisen aber darauf hin, dass im Raum Klosters in den n�chsten Jahren mit verschiedenen Betriebsaufgaben zu rechnen ist, weshalb die Beschwerdef�hrer die Futtermittelgrundlage durch die Zupacht oder den Erwerb weiteren Landes werden erweitern k�nnen. Damit sowie durch ihr Bauprojekt bringen die Beschwerdef�hrer hinreichend zum Ausdruck, dass sie ihren Betrieb sukzessive vergr�ssern wollen. Der - wie in Erw�gung 2 erw�hnt grunds�tzlich unbeachtliche, aber von keiner Seite bestrittene - Erwerb von zus�tzlichem Landwirtschaftsland im Jahre 2000 best�tigt diese Feststellung. Das Landwirtschaftsamt hat den Betrieb der Beschwerdef�hrer als existenzf�hig und zukunftsgepr�gt bezeichnet. Es besteht kein hinreichender Anlass, den Beschwerdef�hrern unter den gegebenen Voraussetzungen die Errichtung des geplanten Stalles wegen �berm�ssiger Gr�sse zu untersagen. Dabei ist in Rechnung zu stellen, dass es klar wirtschaftlicher ist, im Rahmen des Neubaus eine gewisse Reservekapazit�t zu schaffen, als das Geb�ude in wenigen Jahren, l�ngst bevor ein eigentlicher Renovationsbedarf entstanden ist, zu erweitern. Ferner kann ber�cksichtigt werden, dass sich das geplante Stallgeb�ude f�r eine zonenwidrige Nutzung nicht eignet, weshalb eine Zweckentfremdung wenig wahrscheinlich erscheint.
Eine wirtschaftliche Rentabilit�t sei schon angesichts der Baukosten von Fr. 2'000'000.-- nicht gegeben.
Dieser Einwand ist unbegr�ndet. Der Vollerwerbsbetrieb der Beschwerdef�hrer ist gem�ss der �bereinstimmenden Beurteilung der kantonalen Instanzen existenzsichernd, und auch die Beschwerdegegnerin behauptet im Grunde nichts anderes. Die Tatsache, dass das von den Beschwerdef�hrern bewirtschaftete Land verstreut liegt, stellt gewiss einen Nachteil der Bewirtschaftung dar. Dabei handelt es sich aber nicht um einen Einzelfall, und es wird dadurch eine (hinreichend) wirtschaftliche Betriebsweise nicht ausgeschlossen.
Die Tatsache, dass die Beschwerdef�hrer f�r die Finanzierung ihres Bauvorhabens nicht auf Kredite Aussenstehender angewiesen sind, mag mit sich bringen, dass sie etwas grossz�giger planen k�nnen; dass deshalb ihr Vorhaben unwirtschaftlich w�re, ist nicht ersichtlich.
c) Der angefochtene Entscheid hat demnach die Zonenkonformit�t des geplanten Stallgeb�udes zu Unrecht verneint und ist insofern aufzuheben.
6.- a) Wohngeb�ude sind wie erw�hnt in der Landwirtschaftszone gem�ss altem wie neuem Recht nur zonenkonform im Sinne von Art. 22 Abs. 2 lit. a RPG, soweit sie im Hinblick auf die Nutzung des Landes als unentbehrlich erscheinen. Vorauszusetzen ist, dass f�r ein ordnungsgem�sses Bewirtschaften des Bodens ein l�ngeres Verweilen am betreffenden Ort erforderlich ist und dass dieser von der n�chstgelegenen Wohnzone weit entfernt liegt. Sind diese Voraussetzungen nicht gegeben, so fehlt es am erforderlichen sachlichen Bezug des Bauvorhabens zur landwirtschaftlichen Produktion (BGE 125 III 175 E. 2b, 121 II 307 E. 3b, je mit Hinweisen). Der landwirtschaftliche Zweck darf nicht bloss Vorwand sein, um ein Bauvorhaben zu realisieren, das f�r die Bewirtschaftung nicht objektiv erforderlich ist. Das Vorrecht, ausserhalb der Bauzone zu wohnen, bleibt daher einem relativ engen Personenkreis vorbehalten. Dazu z�hlen nur Leute, die als Betriebsinhaber oder Hilfskraft unmittelbar in der Landwirtschaft t�tig sind, ihre Familienangeh�rigen sowie ferner die abtretende Generation, welche ein Leben lang in der Landwirtschaft t�tig war. Ob die st�ndige Anwesenheit der Bewirtschafter zur F�hrung und �berwachung des Landwirtschaftsbetriebes notwendig ist, und wieviel Wohnraum zu diesem Zweck erforderlich ist, ist unter W�rdigung s�mtlicher Umst�nde eines Falles zu untersuchen, wobei sich die Betrachtung mehr an qualitativen als an quantitativen Kriterien zu orientieren hat (vgl. BGE 121 II 67 E. 3a, 307 E. 3b, je mit Hinweisen).
b) Ausgehend von dieser Rechtsprechung hat das Verwaltungsgericht die Zul�ssigkeit einer Wohnbaute f�r die Beschwerdef�hrer und ihre Kinder sowie f�r je einen Lehrling und eine Lehrtochter bejaht, diejenige f�r eine weitere Wohnung als Altenteil hingegen verneint. Gem�ss Art. 114 Abs. 1 OG darf das Bundesgericht weder zugunsten noch zuungunsten der Parteien �ber deren Begehren hinausgehen, ausser in Abgabestreitigkeiten. Das Verwaltungsgericht hat den Rekurs der heutigen Beschwerdegegnerin im Sinne der Erw�gungen gutgeheissen und damit die Zul�ssigkeit der Aussiedlung grunds�tzlich bejaht. Sowohl die Beschwerdegegnerin als auch das Bundesamt f�r Raumentwicklung haben auf eine eigene Anfechtung des Urteils verzichtet.
Die Beschwerdef�hrer haben das Urteil angefochten, um eine vollst�ndige Best�tigung der kommunalen und kantonalen Bewilligungsverf�gungen zu erhalten. Es w�rde eine unzul�ssige reformatio in peius darstellen, im jetzigen Verfahren die Beschwerde mit der Begr�ndung abzuweisen, die Errichtung von Wohnraum f�r die Familie der Beschwerdef�hrer sowie f�r den Lehrling und die Lehrtochter sei ebenfalls unzul�ssig.
Immerhin mag angemerkt werden, dass der Betrieb der Beschwerdef�hrer angesichts der Tierhaltung der dauernden Anwesenheit von Betreuungspersonal bedarf. Dies gilt namentlich dann, wenn der Tierbestand vergr�ssert wird.
Das Bundesamt f�r Raumentwicklung weist auf ein nicht ver�ffentlichtes Urteil des Bundesgerichtes vom 21. Juni 1999 (1A. 120/1998, Kanton Zug) hin, in welchem die Bewilligung einer Wohnbaute verweigert wurde, weil damit keine wesentlichen betrieblichen Vorteile verbunden waren. In jenem Fall betrug die Wegl�nge zwischen dem bestehenden Bauernhaus in der Wohnzone und den m�glichen Standorten f�r das neue Betriebsgeb�ude 250 oder allenfalls 500 m, und vor allem besass der Landwirt in jenem Fall Bauland, welches um je ca.
180 m n�her bei den Betriebsstandorten gelegen gewesen w�re.
Der vorliegend zu beurteilende Fall l�sst sich damit nicht vergleichen. Die Distanz zwischen der heutigen - eher kleinen - Mietwohnung der Beschwerdef�hrer zum geplanten Betriebsgeb�ude betr�gt rund einen Kilometer. Der neue Standort hat sich gem�ss den Angaben der kantonalen Beh�rden trotz l�ngerem Suchen als der praktisch einzig m�gliche erwiesen. Jedenfalls deutet nichts darauf hin, dass die Errichtung eines Betriebsgeb�udes in kleiner Distanz zum heutigen Wohnort der Beschwerdef�hrer m�glich w�re. Wohl liegen auch in gr�sserer N�he zum geplanten Betriebsstandort Wohnzonen; indessen ist nicht ersichtlich, dass in diesen Zonen Land oder eine Wohnbaute f�r die Beschwerdef�hrer verf�gbar w�re. Umgekehrt l�sst sich auch angesichts der topographischen und der klimatischen Verh�ltnisse in Klosters bejahen, dass die Realisierung von Wohnraum f�r die Beschwerdef�hrer unmittelbar beim Betriebsgeb�ude wesentliche betriebliche Vorteile mit sich bringt.
Ebenfalls zu bejahen ist angesichts des Betriebsumfangs die Zonenkonformit�t der beiden Zimmer f�r die im Betrieb auszubildenden Lehrlinge.
c) Demnach haben die Beschwerdef�hrer Anspruch darauf, mit ihren Familienangeh�rigen ausserhalb der Bauzone zu wohnen. "Familienangeh�rige" meint in diesem Zusammenhang die (minderj�hrigen) Kinder der Beschwerdef�hrer, nicht jedoch Geschwister und Eltern (vgl. Peter Keller, Neubauten in der Landwirtschaftszone, Diss. Bern, Gr�sch 1987, S. 82 ff.).
Wohnraum f�r die abtretende Generation ist gem�ss konstanter Rechtsprechung nur zul�ssig, wenn es sich um Personen handelt, die ein Leben lang in der Landwirtschaft t�tig waren. Wie das Verwaltungsgericht zutreffend festgestellt hat, ist diese Voraussetzung vorliegend nicht erf�llt.
Die Eltern der Beschwerdef�hrerin, f�r welche die Wohnung vorl�ufig bestimmt w�re, sind nicht Landwirte und waren nicht ein Leben lang in der Landwirtschaft t�tig.
Ebensowenig l�sst sich der Bau eines Altenteils mit Blick auf die Hof�bergabe von den Beschwerdef�hrern an die n�chste Generation rechtfertigen. Die Argumentation des Verwaltungsgerichts, dass es nicht angeht, auf einen in ferner Zukunft liegenden hypothetischen Bedarf abzustellen, �berzeugt. Das Bundesamt f�r Raumentwicklung nennt Kriterien, die f�r die Aktualit�t des Wohnraumbedarfes f�r die abtretende Generation sprechen k�nnen:
- Die �bergabe des Hofes an die nachfolgende Gene- ration oder an einen externen Nachfolger ist
Diese Kriterien haben einiges f�r sich, wenn auch vorliegend offen bleiben kann, welche Verbindlichkeit ihnen k�nftig zukommen soll und ob nicht auch andere Aspekte zu ber�cksichtigen sind. Zutreffend erscheint jedenfalls, dass es nicht angeht, als Altenteil bezeichneten Wohnraum zu errichten, solange noch ganz ungewiss ist, ob dieser tats�chlich ben�tigt wird. Das DIV wendet ein, eine solche Praxis w�rde im Kanton Graub�nden die landwirtschaftliche Strukturverbesserung um 30 Jahre zur�ckwerfen und h�tte enorme raumbelastende Auswirkungen. Auch wenn anzuerkennen ist, dass die B�ndner Praxis zur Gr�sse von Betriebsleiterwohnungen und Altenteil-Wohnungen zur�ckhaltend ist und grunds�tzlich einen haush�lterischen Umgang mit dem Boden f�rdert, so kann dem DIV doch insofern nicht beigepflichtet werden, als es offenbar auch die Neuerstellung von Altenteil-Wohnungen f�r zonenkonform h�lt, bei denen eine zweckentsprechende Nutzung, wenn �berhaupt, erst nach 20 oder mehr Jahren zu erwarten ist.
Der Beschwerdef�hrer hat Jahrgang 1962. Eine Betriebs�bergabe ist daher bei normalem Gang der Dinge fr�hestens in 20 Jahren zu erwarten. Zudem sind die Kinder der Beschwerdef�hrer erst 6, 11 und 13 Jahre alt, so dass jede Prognose �ber eine Betriebs�bernahme ungeachtet heute ge�usserter Absichten als weit verfr�ht erscheint. Zudem muss als offen gelten, ob es die Beschwerdef�hrer nach einer allf�lligen Betriebs�bergabe nicht vorziehen werden, wieder eine Wohnung in der Wohnzone von Klosters zu beziehen.
d) Art. 24b Abs. 1 RPG gestattet es, in bestehenden Bauten und Anlagen die Einrichtung eines betriebsnahen nichtlandwirtschaftlichen Nebenbetriebs zu bewilligen, wenn landwirtschaftliche Gewerbe ohne eine zus�tzliche Einkommensquelle nicht weiterbestehen k�nnen. Diese Bestimmung bildet klarerweise keine Grundlage f�r die Bewilligung der fraglichen Wohnung, geht es doch um einen Neubau und nicht um die Umnutzung bestehender Bausubstanz. �berdies setzt Art. 24b RPG voraus, dass der Landwirt auf eine zus�tzliche Einkommensquelle angewiesen ist, was auf die Beschwerdef�hrer nicht zutrifft und �brigens auch nicht zutreffen darf, ansonsten ihr Aussiedlungsprojekt ohnehin nicht bewilligt werden k�nnte.
e) Die Bewilligungsverweigerung f�r die zus�tzliche Wohnung verletzt weder den Grundsatz der Verh�ltnism�ssigkeit noch die Eigentumsgarantie. Eine Auflage, die zweite Wohnung vorerst nicht auszubauen oder im Rohbau zu belassen, w�re nicht geeignet, den gesetzm�ssigen Zustand sicherzustellen. Der Baubewilligungsbeh�rde w�re es aus praktischen Gr�nden kaum m�glich und auch nicht zumutbar, regelm�ssig zu kontrollieren, ob der unzul�ssige Ausbau in der Zwischenzeit nicht doch vorgenommen worden sei. Aus BGE 121 II 307 E. 5g S. 316, auf den sich die Beschwerdef�hrer berufen, ergibt sich nichts anderes. Die Beschwerdef�hrer haben es sich im �brigen selbst zuzuschreiben, dass sie ihr Bauprojekt nochmals �berarbeiten und einen entsprechenden Zeitverlust hinnehmen m�ssen, hat das Verwaltungsgericht doch bereits im ersten Entscheid vom 10. Mai 1996 in dieser Sache mit �berzeugenden Erw�gungen darauf hingewiesen, dass die als Altenteil bezeichnete zus�tzliche Wohnung nicht zonenkonform sei.
Die Eigentumsgarantie (Art. 26 BV) gew�hrleistet das Eigentum nicht unbeschr�nkt, sondern nur innert der Schranken, die ihm im �ffentlichen Interesse durch die Rechtsordnung gezogen sind. Zu beachten sind namentlich die Anforderungen der Raumplanung (BGE 117 Ib 243 E. 3a mit Hinweis). Mit anderen Worten sch�tzt die Eigentumsgarantie nur die rechtm�ssige Aus�bung des Privateigentums (BGE 111 Ib 213 E. 6c S. 225). Die Baufreiheit, auf die sich die Beschwerdef�hrer berufen, besteht daher nur innerhalb der Vorschriften, die der Gesetzgeber �ber die Nutzung des Grundeigentums erlassen hat. Nachdem und soweit das Projekt diese Grenzen missachtet, verletzt der Bauabschlag die Eigentumsgarantie nicht.
f) Soweit sich die Beschwerde gegen die Verweigerung der Bewilligung f�r die als Altenteil vorgesehene Wohnung richtet, erweist sie sich als unbegr�ndet.
7.- Das Verwaltungsgericht ist zum Ergebnis gelangt, das Bauvorhaben sei ausreichend erschlossen. Ferner hat es festgestellt, dass dem Projekt aus gew�sserschutzrechtlicher Sicht nichts entgegenstehe. Die Beschwerdegegnerin, die auf eine eigene Beschwerde verzichtet hat, kann diese Erw�gungen im vorliegenden Verfahren nicht mehr in Frage stellen (Art. 114 Abs. 1 OG, vgl. E. 6b).
8.- Demgem�ss ist auf die staatsrechtliche Beschwerde nicht einzutreten, w�hrend die Verwaltungsgerichtsbeschwerde teilweise gutzuheissen und der angefochtene Entscheid in materieller Hinsicht aufzuheben ist, soweit er die Zonenkonformit�t des Stallgeb�udes verneinte und die kommunale Baubewilligung sowie die kantonale Zustimmungsverf�gung auch insofern aufhob. Formell ist der kantonale Entscheid ganz aufzuheben und die Sache an das Verwaltungsgericht zu neuer Entscheidung zur�ckzuweisen, damit es der teilweisen Gutheissung der Verwaltungsgerichtsbeschwerde durch das Bundesgericht Rechnung tragend neu entscheiden kann, ob die offen gebliebenen Fragen der Aesthetik und des Landschaftsschutzes (E. 6 seines Entscheides) weiterhin offen gelassen oder entschieden werden k�nnen und m�ssen; gleichzeitig wird es �ber die Verlegung der Kosten und Entsch�digungen im kantonalen Rekursverfahren neu zu befinden haben.
Bei diesem Ausgang sind die Kosten des bundesgerichtlichen Verfahrens den Beschwerdef�hrern zu zwei Dritteln und der privaten Beschwerdegegnerin zu einem Drittel aufzuerlegen (Art. 156 Abs. 1 OG). Die Beschwerdef�hrer haben der privaten Beschwerdegegnerin eine entsprechend reduzierte Parteientsch�digung zu bezahlen (Art. 159 OG).
2.- Die Verwaltungsgerichtsbeschwerde wird teilweise gutgeheissen, der Entscheid des Verwaltungsgerichts Graub�nden aufgehoben und die Sache im Sinne der Erw�gungen an das Verwaltungsgericht zu neuer Entscheidung zur�ckgewiesen.
3.- Die Gerichtsgeb�hr von Fr. 4'000.-- wird den Beschwerdef�hrern zu zwei Dritteln und der privaten Beschwerdegegnerin zu einem Drittel auferlegt.
4.- Die Beschwerdef�hrer entrichten der privaten Beschwerdegegnerin eine Parteientsch�digung von Fr. 1'000.--.
5.- Dieses Urteil wird den Parteien, der Gemeinde Klosters-Serneus, dem Departement des Innern und der Volkswirtschaft und dem Verwaltungsgericht des Kantons Graub�nden, Kammer 4, sowie dem Bundesamt f�r Raumentwicklung schriftlich mitgeteilt.

References: Art. 34
 Art. 24
 Art. 104
 Art. 16
 Art. 16
 Art. 103
 Art. 105
 Art. 2
 Art. 16
 Art. 16
 Art. 52
 Art. 16
 Art. 22
 Art. 16
 Art. 24
 Art. 16
 Art. 16
 Art. 16
 Art. 16
 Art. 16
 Art. 24
 Art. 16
 Art. 16
 Art. 24
 Art. 22
 BGE 
 Art. 114
 Art. 24
 Art. 24
 BGE