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Timestamp: 2016-10-22 13:37:21+00:00

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5C.7/2001 (20.07.2001)
5C.7/2001/min
A.________, gesetzlich vertreten durch B.________, vertreten durch Rechtsanwalt Dr. Max Sidler, Unterm�li 6, Postfach, 6302 Zug,
Schweizerische Bundesbahnen (SBB AG), Hochschulstrasse 6,3000 Bern 65, handelnd durch deren Schadenzentrum, Inseli-quai 10, 6002 Luzern, Beklagte und Berufungsbeklagte,
Eisenbahnhaftpflicht, hat sich ergeben:
A.- Die 1953 geborene C.________ wurde am 22. Januar 1993 in ihrem Auto auf einem unbewachten Bahn�bergang im Gebiet N.________ zwischen den Ortschaften X.________ und Y.________ von einem Zug der Seetalbahn erfasst und rund 15 Meter mitgeschleift. Dabei erlitt sie eine Unterschenkelamputation links, eine Tibiakopffraktur links, Rissquetschwunden am rechten Unterschenkel und eine beidseitige Trochlearisparese.
Nach der Entlassung aus dem Kantonsspital Luzern am 6. M�rz 1993 wurde C.________ vom Hausarzt betreut.
Am 15. April 1993 nahm sie sich das Leben.
B.- Der 1984 geborene Sohn der Verstorbenen, A.________, reichte (gesetzlich vertreten durch den Vater B.________) am 14. Februar 1996 Klage ein, mit der er um Zuspruch eines Betrages nach richterlichem Ermessen zuz�glich Verzugszins von 15 % seit dem 15. April 1993 ersuchte und den Streitwert mit maximal Fr. 175'000.-- bezifferte. Die ins Recht gefassten Schweizerischen Bundesbahnen beantragten die Abweisung der Klage. Das angerufene Bezirksgericht Aarau f�hrte einen Augenschein an der Unfallstelle durch, vernahm Zeugen, holte ein psychiatrisches Gutachten ein und wies die Klage mit Urteil vom 16. April 1997 ab, weil es den Suizid als Selbstverschulden wertete.
Auf Appellation des Kl�gers hob das Obergericht des Kantons Aargau den erstinstanzlichen Entscheid mit Urteil vom 28. Mai 1998 auf und wies die Sache an die erste Instanz zur�ck mit der Begr�ndung, die Ursache des Suizids liege in einer reaktiven Depression, sei somit unfallbedingt und auf die Betriebsgefahr der Beklagten zur�ckzuf�hren.
C.- Das erneut mit der Sache befasste Bezirksgericht errechnete den Versorgerschaden des Kl�gers und halbierte den Schaden und die Genugtuung mit der Begr�ndung, die Verstorbene trage am Unfall ein erhebliches und �berwiegendes Selbstverschulden. In der Folge hiess es die Klage mit Urteil vom 10. November 1999 teilweise gut und verpflichtete die Beklagte, dem Kl�ger Fr. 40'336. 30 als Schadenersatz und Fr. 10'000.-- als Genugtuung je nebst 5 % Zins seit dem
15. April 1993 zu bezahlen.
Auf Appellation des Kl�gers und auf Anschlussappellation der Beklagten, die sich nur gegen den Zuspruch einer Genugtuung richtete, errechnete das Obergericht des Kantons Aargau einen (ungek�rzten) Versorgerschaden des Kl�gers in der H�he von Fr. 35'022.--. Mit Urteil vom 23. Oktober 2000 verpflichtete es die Beklagte mit R�cksicht auf das Verbot der reformatio in peius, dem Kl�ger Schadenersatz in der H�he von Fr. 40'336. 30 nebst 5 % Zins seit dem 15. April 1993 zu zahlen; eine Genugtuung sprach es dem Kl�ger nicht zu.
D.- Der Kl�ger beantragt dem Bundesgericht mit Berufung, das Urteil des Obergerichts sei aufzuheben und die Beklagte sei zu verpflichten, ihm einen (zus�tzlichen) Schadenersatzbetrag von Fr. 78'424.-- und eine Genugtuung in der H�he von Fr. 30'000.-- je nebst 5 % Zins seit dem 15. April 1993 zu leisten.
Die Beklagte schliesst auf Abweisung der Berufung, soweit auf diese einzutreten sei. Das Obergericht hat auf Gegenbemerkungen verzichtet.
1.- Der Kl�ger beantragt die Aufhebung des obergerichtlichen Urteils und ersucht um Zuspruch eines Betrages "von weiteren Fr. 78'424.--", weshalb nicht zweifelsfrei feststeht, welche Summe er unter dem Titel Schadenersatz effektiv verlangt (Art. 55 Abs. 1 lit. b OG). Aus seiner Berechnung geht aber klar hervor, dass er insgesamt Fr. 118'766. 40 Schadenersatz erhalten will, mithin auch die im angefochtenen Urteil zugesprochene Summe von Fr. 40'336. 30; falls dieser Betrag bereits bezahlt sein sollte, will er ihn behalten.
Geht aus der Berufungsschrift die verlangte Summe zweifelsfrei hervor, gen�gt der Berufungsantrag dem Gebot der Bezifferung im Betrag von Fr. 118'766. 40 (BGE 125 III 412 E. 1b S. 414 unten). Insoweit steht dem Eintreten auf die Berufung nichts entgegen. Das gilt auch aus der Sicht von Art. 46 und Art. 54 Abs. 1 i.V.m. Art. 34 Abs. 1 OG.
Dem Kind steht ein eigener Anspruch auf Ersatz des Versorgerschadens zu, soweit dieser nicht im Anspruch des �berlebenden Ehegatten mitenthalten ist (Praxis 85/1996 Nr. 206 S. 790 E. 4b/aa S. 794 Abs. 3). Da der Vater des Kl�gers offenbar nicht auf Ersatz des Versorgerschadens geklagt hat, steht der Klage auch insoweit nichts entgegen.
2.- Das Obergericht hat zu den �rtlichen Verh�ltnissen am Unfallort zun�chst dargelegt, das Bahngeleise verlaufe unmittelbar neben der Kantonsstrasse, von der die Verstorbene �ber den Bahn�bergang fuhr und ihr Auto nach wenigen Metern auf dem Vorplatz eines Wasserreservoirs parkierte. Dieser kurze Weg ende unmittelbar vor einer Steilwand. F�r die R�ckfahrt seien die Sichtverh�ltnisse beim fraglichen Bahn�bergang ausgesprochen schlecht gewesen. Auf der linken Seite, von wo der Zuge herannahte, habe sich eine mit Str�uchern und Gras bewachsene B�schung befunden. Die Verstorbene h�tte erkennen m�ssen, dass sie nicht einfach auf das Bahngeleise zufahren durfte. Vor der �berfahrt h�tte sie sich dem Geleise um einige Meter zu Fuss n�hern m�ssen, womit sie nach beiden Seiten bis zu einem Kilometer Sicht auf einen allenfalls herannahenden Zug gehabt h�tte. Erst danach h�tte sie in das Auto steigen, anfahren und �ber das Bahngeleise in die unmittelbar dahinter liegende Kantonsstrasse einbiegen d�rfen.
Die Vorinstanz hat ein die Haftungsreduktion erlaubendes Verschulden der verstorbenen Mutter des Kl�gers bejaht. Dieser erblickt darin aus mehreren Gr�nden eine Verletzung von Bundesrecht.
a) Zun�chst wendet der Kl�ger ein, die Verstorbene sei nicht verpflichtet gewesen, vor dem Wegfahren zwei bis drei Meter an das Geleise heranzutreten, um sich zu vergewissern, dass kein Zug herannahe. Bei der Zufahrtsstrasse habe es sich um eine geteerte und f�r jedermann zug�ngliche (�ffentliche) Gemeindestrasse nach Art. 1 Abs. 2 der Verkehrsregelnverordnung vom 13. November 1962 (VRV; SR 741. 11) gehandelt mit der Folge, dass der Bahn�bergang nach der Verordnung �ber die Signalisation vom 31. Mai 1963 (SSV; SR 741. 21) mit den entsprechenden Warnsignalen h�tte ausgestattet werden m�ssen (Art. 10 und 92 f. SSV). Die Verordnung �ber die Signalisierung von Bahn�berg�ngen vom 15. Dezember 1975 (VSBa; SR 742. 148.31) schreibe in Art. 5 Abs. 2 lit. b f�r F�lle wie den vorliegenden die Signalisation vor. Auch h�tte ein einfaches Andreaskreuz nach Art. 6 Abs. 2 lit. d VSBa hier nicht gen�gt; denn es handle sich um einen �ffentlich zug�nglichen Bahn�bergang, und zwar nicht f�r einen schmalen und ungeteerten Feldweg. W�re die Unfallstelle gesetzeskonform signalisiert gewesen, h�tte die Verunfallte nicht aus dem Auto aussteigen m�ssen.
Das Obergericht hat f�r das Bundesgericht verbindlich festgestellt (Art. 63 Abs. 2 OG), dass der Bahn�bergang sowohl als Zufahrt zum Wasserreservoir als auch der Erschliessung des dahinter liegenden und angrenzenden Wieslands f�r die landwirtschaftliche Nutzung dient. Von einer "normal ausgebauten, dem �ffentlichen Verkehr unbeschr�nkt zug�nglichen Gemeindestrasse" kann keine Rede sein, spricht doch das Obergericht klar von einer kurzen Zufahrt, die an einer Steilwand endet. Da Art. 5 Abs. 2 lit. b VSBa von der Signalisationspflicht immer dann entbindet, "wenn die �berg�nge einzelne unbewohnte Grundst�cke erschliessen und nur der Land- oder Forstwirtschaft dienen", ist nicht ersichtlich, inwiefern der unwesentliche Mehrverkehr zwecks Wartung des Wasserreservoirs zu einer Signalisationspflicht f�hren k�nnte (vgl. Praxis 85/1996 Nr. 171 S. 631 E. 2 zu Art. 5 Abs. 2 lit. c VSBa). Die Beklagte legt in �bereinstimmung mit den festgestellten Tatsachen weiter �berzeugend dar, dass es sich bei der fraglichen, sehr kurzen Zufahrt nicht um einen Feldweg (vgl. BGE 117 IV 498 E. 4a; 107 IV 47 E. 3b) im Sinne von Art. 6 Abs. 2 lit. d VSBa handeln kann. Bei diesem Ergebnis kann offen bleiben, ob Art. 1 Abs. 2 VRV die Anwendung dieser Verordnung hier gebietet, gilt doch die VSBa gem�ss dem klaren Verweis in Art. 93 Abs. 1 Satz 1 SSV ausschliesslich.
Auch regelt Art. 1 Abs. 2 VRV ohnehin nur die Abgrenzung von �ffentlichen und privaten Strassen. Die Vorinstanz hat in bundesrechtskonformer W�rdigung der festgestellten Umst�nde erkannt, der Kl�ger k�nne f�r seinen Standpunkt aus der fehlenden Signalisation nichts ableiten (Praxis 85/1996 Nr. 171 S. 631 E. 3d mit Hinw. S. 634; Oftinger/Stark, Schweizerisches Haftpflichtrecht, 2. Bd.: Besonderer Teil, 3. Teilbd. :
�brige Gef�hrdungshaftungen, 4. Aufl. 1991, S. 74 f.).
Bei diesem Zwischenergebnis kommt auf die Argumentation des Kl�gers zum sch�tzenswerten Vertrauen der Verstorbenen nichts an. Denn der Kl�ger st�tzt sich daf�r auf die nicht gegebene Signalisationspflicht. Die Beklagte macht zu Recht geltend, der Vertrauensgrundsatz erlaube nicht, elementare Vorsichtsregeln zu missachten und bei der Wegfahrt davon auszugehen, es komme kein Zug.
b) Das Obergericht hat zum nat�rlichen Kausalzusammenhang zwischen dem sch�digenden Ereignis und dem eingetretenen Schaden festgestellt, die Einbiegung am Unfallort sei so un�bersichtlich, dass man zu Fuss an das Bahngeleise herantreten und nach beiden Seiten schauen m�sse, ob ein Zug herannahe, bevor man mit dem Auto gefahrlos �ber die Bahnschienen wegfahren k�nne. Der Lokomotivf�hrer des mit der vorgeschriebenen Geschwindigkeit von 50 km/h heranfahrenden Zuges habe ungef�hr 50 m vor dem Bahn�bergang gesehen, dass das Auto der Mutter des Kl�gers auf das Gleis vorfahre. Darauf habe er die Schnellbremsung eingeleitet und Warnsignale gegeben. Der Lenkerin w�ren noch ca. 3,5 Sekunden f�r eine Reaktion vor dem Zusammenstoss geblieben. An diese tats�chlichen Feststellungen ist das Bundesgericht gebunden (Art. 63 Abs. 2 OG; BGE 123 III 110 E. 2; 118 II 91 E. 2 S. 93).
c) Das Bundesgericht kann als Rechtsfrage frei pr�fen, welche feststehende Ursache ad�quat kausal f�r das eingetretene Ereignis ist. Welche von zwei oder mehreren festgestellten Ursachen so gewichtig sind, dass sie geeignet erscheinen, weitere Ursachen so in den Hintergrund treten zu lassen, dass ihnen keine kausale Bedeutung beigemessen werden kann, beurteilt das Bundesgericht als der ad�quaten Kausalit�t zugeh�rende Rechtsfrage (BGE 123 III 110 E. 2 und 3a; 116 II 519 E. 4a S. 524; 112 II 439 E. 1d S. 442; 102 II 363 E. 3 S. 366 oben; vgl. anders BGE 117 II 13 E. 3 S. 14 f., 98 II 337 E. 2 S. 339 und 92 II 137 E. 2 zu mehreren Ursachen f�r die Zerr�ttung einer Ehe, weil dies im Bereich der Tatsachenermittlung bleibt).
Der Kl�ger gibt zwar zu, dass der Zug Vortritt hatte und dass die Verstorbene die Vortrittsregel objektiv betrachtet verletzt hat. Er r�gt aber, es stehe nicht fest, dass die Missachtung des Vortrittsrechts kausal f�r den Unfall gewesen sei. Denn seine Mutter h�tte auf dem Bahngeleise noch Zeit gehabt, aus dem Auto auszusteigen, Umschau zu halten und entweder vor- oder zur�ckzufahren; das zeige, dass auch eine andere Ursache f�r den Unfall infrage komme. Urs�chlich sei das Stehenbleiben auf dem Gleis gewesen, und es sei nicht festgestellt worden, weshalb die Verunfallte nicht weggefahren sei.
Es ist vorstellbar, dass die Verunfallte vor Schreck wie gel�hmt war, nachdem sie auf dem Gleis angekommen war und den Zug herannahen sah. Auch w�re einf�hlbar, dass sie deshalb in den ihr verbliebenen 3,5 Sekunden nicht richtig reagierte oder gar nicht mehr angemessen handeln konnte. Indessen w�ren entsprechende tats�chliche Feststellungen nur n�tig (Art. 64 Abs. 1 OG), wenn die vom Obergericht verlangte Vorsichtsmassnahme, die von der Mutter des Kl�gers unterlassen worden ist, als nicht ad�quat kausal f�r den Unfall betrachtet werden k�nnte. Das ist zu verneinen: Wer an einer un�bersichtlichen Stelle auf ein Bahngeleise f�hrt, kann weder sehen noch wissen, ob ein Zug herannaht, gegebenenfalls wie weit weg er ist und ob ihm noch Zeit f�r eine Reaktion bleibt, wenn er erst einmal auf dem Gleis angelangt ist. Aus dieser Erkenntnis folgt zwingend, dass f�r den Unfall ausschlaggebend war, dass die Mutter des Kl�gers ohne Abkl�rung der Verkehrsverh�ltnisse auf das Bahngeleise gefahren ist.
W�re sie n�mlich vor der Abfahrt an das Gleis herangetreten, h�tte sie den Zug in einer Distanz bis zu einem Kilometer sehen und das Bahngeleise mit ausreichender Zeitreserve �berqueren und in die (auch besser �berblickte) Kantonsstrasse einbiegen k�nnen.
d) Rechtsfrage ist weiter, ob auf Grund der feststehenden Tatsachen auf ein Verschulden geschlossen werden darf und wie erheblich dieses gegebenenfalls ist (BGE 115 II 283 E. 1a S. 285 f.; 113 II 323 E. 1c S. 328).
Der Kl�ger r�gt, es stehe nicht fest, dass seine Mutter den Verstoss gegen das Vortrittsrecht subjektiv verschuldet habe; er m�chte seiner Mutter bloss ein leichtes Verschulden angerechnet haben.
Gest�tzt auf die feststehenden Tatsachen (E. 2b) und auf den Umstand, dass im vorliegenden Fall geboten war, vor der Abfahrt mit dem Auto zu Fuss unmittelbar an das Bahngeleise heranzutreten und dort die Verkehrsverh�ltnisse festzustellen (E. 2c), kann von einem leichten Verschulden keine Rede sein. Auch wenn die Mutter des Kl�gers kein Verschulden daran trifft, dass sie innerhalb der letzten 3,5 Sekunden vor dem Unfall die Gefahrenzone nicht verlassen konnte, gereicht ihr zum Verschulden, dass sie ohne Abkl�rung der Verkehrsverh�ltnisse auf das Bahngeleise fuhr, was die massgebliche Ursache f�r den Unfall war. Sie hat unterlassen, was vern�nftigerweise geboten war, um das Vortrittsrecht des Zuges (Art. 28 SVG; SR 741. 01) beachten zu k�nnen. Das erhebliche Selbstverschulden der Mutter des Kl�gers entspricht grober Fahrl�ssigkeit (BGE 119 II 443 E. 2a S. 448; Oftinger/Stark, Schweizerisches Haftpflichtrecht, 1. Bd.: Allgemeiner Teil,
5. Aufl. 1995, S. 201 ff. und 219 f.; Brehm, Berner Kommentar, N 197 zu Art. 41 OR).
e) Der Kl�ger macht weiter geltend, seine Mutter h�tte sich gem�ss BGE 122 IV 133 (insbes. E. 2a S. 136) fahrend vortasten und dann bei fehlendem Verkehr �ber das Bahngeleise in die Strasse einbiegen d�rfen.
Das Obergericht hat verbindlich festgestellt, dass jeder an der Unfallstelle einbiegende Automobilist wegen der hohen, mit Str�uchern und Gras bewachsenen B�schung nur sicher sein kann, dass kein Zug von links herannaht, wenn er vor dem Wegfahren zuerst an die Bahnschienen herantritt und von dort Ausschau h�lt. Demnach ist in tats�chlicher Hinsicht ausgeschlossen, dass sich die Verunfallte ohne Gef�hrdung des Verkehrs und von sich selbst h�tte vortasten k�nnen. Die Beklagte wendet �berzeugend ein, dass das zitierte Pr�judiz eine Kollision zweier Strassenfahrzeuge auf Pneus betraf, die anders als ein Schienenfahrzeug ausweichen und schneller bremsen k�nnen als dieses (vgl. BGE 96 IV 133 E. 1 S. 135).
3.- Das Obergericht hat ein Verschulden der Beklagten aus mehreren Gr�nden (fehlende Signalisations- und R�ckschneidepflicht) verneint. Der Kl�ger r�gt in diesem Zusammenhang in verschiedener Hinsicht eine Verletzung von Bundesrecht.
a) Soweit der Kl�ger die Meinung vertritt, die Beklagte treffe ein Verschulden, weil sie den Bahn�bergang nicht signalisiert habe, geht er fehl. Denn eine Signalisationspflicht bestand im konkreten Fall nicht (E. 2a hiervor), weshalb die Beklagte mit R�cksicht auf die konkreten Fallumst�nde nicht st�rker in die Pflicht genommen werden kann.
Ob die Verletzung der Signalisationspflicht die ad�quate Kausalit�t zu beeinflussen verm�chte, der Beklagten als Verschulden anzurechnen w�re oder ob von einer entsprechend erh�hten Betriebsgefahr ausgegangen werden m�sste, kann bei diesem Ergebnis offen bleiben (BGE 87 II 301 E. 5a S. 312 ff; 71 II 117 E. 3b S. 123 f.; Praxis 85/1996 Nr. 171 S. 631 E. 3d und 4b S. 634 f.).
b) Das Obergericht hat festgestellt, dass auch ein Zur�ckschneiden der Str�ucher und Gr�ser auf der B�schung in Richtung des heranfahrenden Zugs die Sichtverh�ltnisse nicht so h�tte verbessern k�nnen, dass ein Aussteigen und �berpr�fen des Bahnverkehrs �berfl�ssig w�rde; dies auch deshalb, weil selbst das gefahrlose Einreihen in den (ebenfalls vortrittsberechtigten) Verkehr auf der Kantonsstrasse das Anhalten auf dem Geleise erforderlich mache. Daher sei nicht ersichtlich, weshalb das Stehenlassen der Pflanzen der Beklagten zum Verschulden gereichen k�nnte.
Der Kl�ger macht zun�chst erfolglos geltend, der Beklagten m�sse das Stehenlassen der Bewachsung als Verschulden angerechnet werden. Denn dass damit der Verunfallten bei der Wegfahrt die freie Sicht nach links zus�tzlich erschwert wird, hat das Obergericht in seine Begr�ndung miteinbezogen, mit der sich der Kl�ger insoweit nicht auseinander setzt (Art. 55 Abs. 1 lit. c OG; BGE 116 II 745 E. 3 S. 749). Wenn er aus Art. 2 Abs. 3 der Verordnung �ber den Bau und Betrieb der Eisenbahnen vom 23. November 1983 (EBV; SR 742. 141.1) ableitet, das Zur�ckschneiden geh�re zum Unterhalt, so begr�ndet er nicht, inwiefern das Obergericht mit der Feststellung Bundesrecht verletzt, auch bei verbesserten Sichtverh�ltnissen w�re es n�tig gewesen, vor der Abfahrt an das Bahngeleise vorzutreten. Auch mit der Bemerkung, bei zur�ckgeschnittener Bewachsung h�tte der Zug bereits 15 Sekunden (= ca. 200 m Wegstrecke) vor dem Erreichen der Kreuzung gesehen werden k�nnen, vermag der Kl�ger nicht gegen die obergerichtliche Feststellung aufzukommen, eine leicht verbesserte Sicht h�tte bloss zu einem tr�gerischen Sicherheitsgef�hl und damit zu einem zus�tzlichen Gefahrenpotenzial gef�hrt. Im �brigen d�rfte auch eine maximale Distanz des Zuges von 200 m sehr knapp sein, weil auch die Benutzer der Kantonsstrasse Vortritt haben und somit h�ufig l�nger auf dem Bahngeleise gewartet werden muss.
Weiter r�gt der Kl�ger, die Beklagte w�re verpflichtet gewesen, die B�schung abzutragen, falls die Sichtverh�ltnisse anders nicht hinreichend h�tten verbessert werden k�nnen.
Er begr�ndet nicht, weshalb diese Massnahme erforderlich ist, obschon es eine M�glichkeit gibt, gefahrlos in den Verkehr auf der Kantonsstrasse einzubiegen (Art. 55 Abs. 1 lit. c OG). Er redet von Verh�ltnism�ssigkeit ohne Begr�ndung daf�r, dass diese gewahrt w�re, und macht bloss geltend, dass solche Unf�lle ausschliessende Sicherheitsvorkehrungen f�r die Beklagte nicht vollkommen unzumutbar sind. Der vorliegende Fall ist offensichtlich nicht mit dem in BGE 69 II 150 beurteilten zu vergleichen, wo eine Durchgangsstrasse (Verbindung zwischen der Kantonsstrasse und einem Dorf) an un�bersichtlicher Stelle eine Regionalbahnlinie kreuzte (vgl.
dazu allgemein Oftinger/Stark, Schweizerisches Haftpflichtrecht,
2. Bd.: Besonderer Teil, 3. Teilbd. : �brige Gef�hrdungshaftungen,
4. Aufl. 1991, S. 75).
Eine vom Verschulden der Beklagten unabh�ngige Frage ist, ob sie eine erh�hte Betriebsgefahr trifft (dazu E. 4 hiernach).
c) Bei diesem Ergebnis hat das Obergericht dem Kl�ger bundesrechtskonform keine Genugtuung zugesprochen.
Denn der Kl�ger kann eine solche nur verlangen, wenn die Beklagte ein Verschulden trifft (Art. 8 des Bundesgesetzes �ber die Haftpflicht der Eisenbahn- und Dampfschiffahrtsunternehmungen und der Schweizerischen Post vom 28. M�rz 1905; EHG, SR 221. 112.742; Oftinger/Stark, a.a.O. S. 85 f.).
Der Kl�ger macht geltend, das fast 100 Jahre alte Eisenbahnhaftpflichtrecht m�sse im Lichte des schweizerischen Obligationenrechts verstanden werden; namentlich habe er unabh�ngig vom Verschulden der Beklagten Anspruch auf eine Genugtuung (vgl. Art. 47 und 49 OR). Dabei �bersieht er, dass gem�ss Bundesrecht eine Genugtuung nach Art. 8 EHG (als Spezialnorm) nur zugesprochen werden kann, wenn das Bahnunternehmen ein Verschulden trifft (Praxis 85/1996 Nr. 171 S. 631 E. 1 Abs. 1 a.E.). Soweit sich der Kl�ger auf P. Gauch beruft, verkennt er, dass dieser Autor Art. 8 EHG bez�glich des darin vorausgesetzten Verschuldens zwar kritisiert, aber w�nscht, dass der Gesetzgeber das EHG insoweit m�glichst bald korrigiert (Die Haftpflicht der Eisenbahnen - Haftung nach Eisenbahnhaftpflichtgesetz, in: recht 16/1998, S. 205 f. und 211).
4.- Das Obergericht hat die Beklagte trotz grober Fahrl�ssigkeit der Verunfallten als haftbar betrachtet mit der Begr�ndung, das grobe Selbstverschulden der Verunfallten sei angesichts der erh�hten Betriebsgefahr nicht geeignet, den ad�quaten Kausalzusammenhang zu unterbrechen. Der Kl�ger macht geltend, das Betreiben einer so un�bersichtlichen und gef�hrlichen Bahnstrecke m�sse der Beklagten nicht nur als erh�hte Betriebsgefahr, sondern auch als grobes Verschulden angerechnet werden. Er wendet gegen das angefochtene Urteil weiter ein, das Verschulden der Verstorbenen sei f�r den Schaden nicht kausal gewesen.
Muss das Verhalten der Verunfallten als grobfahrl�ssig eingestuft werden (E. 2d hiervor) und erscheint es bundesrechtskonform, der Beklagten angesichts der un�bersichtlichen Verh�ltnisse eine erh�hte Betriebsgefahr zuzurechnen, ist es angebracht, sowohl die Beklagte als auch die Verunfallte den Schaden tragen zu lassen, mithin beide Ursachen als ad�quat kausal zu betrachten (BGE 102 II 363 E. 3 S. 366; Oftinger/Stark, Schweizerisches Haftpflichtrecht,
1. Bd.: Allgemeiner Teil, 5. Aufl. 1995, S. 158 f.; dieselben, Schweizerisches Haftpflichtrecht, 2. Bd.: Besonderer Teil, 3. Teilbd. : �brige Gef�hrdungshaftungen, 4. Aufl. 1991, S. 44 f., 58 f. und 65; allgemein E. 2c hiervor). Das steht im Einklang mit Art. 1 Abs. 1 EHG, befreit diese Bestimmung die Beklagte doch erst von der Haftung, wenn ihr der Schaden nicht zugerechnet werden kann (a.a.O. S. 72 f.; Praxis 85/ 1996 Nr. 171 S. 631 E. 1).
5.- Das Obergericht hat ein erhebliches Selbstverschulden der Verunfallten bejaht (E. 2 hiervor), das wegen der in casu erh�hten Betriebsgefahr den Kausalzusammenhang nicht zu unterbrechen vermag (E. 4 hiervor). Weiter hat es ein Verschulden der Beklagten aus mehreren Gr�nden verneint (E. 3a und 3b hiervor). In der Folge stellt es ohne weitere Begr�ndung fest, die Haftungsquote der Beklagten betrage einen Drittel. Der Kl�ger erblickt darin aus mehreren Gr�nden eine Verletzung von Bundesrecht.
a) Die R�ge des Kl�gers, die Haftungsreduktion sei mangelhaft begr�ndet, bleibt erfolglos:
Das Bezirksgericht war von einer h�lftigen Haftungsquote der Beklagten ausgegangen mit der Begr�ndung, dem erheblichen Selbstverschulden der verstorbenen Mutter des Kl�gers stehe ein nicht stark zu gewichtendes Verschulden der Beklagten gegen�ber. Diese habe es unterlassen, die Str�ucher und Gr�ser entlang des Bahndammes zu schneiden, was die Sicht verschlechtert habe. Zwar begr�ndet das Obergericht nicht, weshalb es den Schadenersatzanspruch des Kl�gers von 50 % auf 36,67 % gesenkt hat. Jedoch geht aus dem Umstand, dass das Obergericht der Beklagten im Unterschied zum Bezirksgericht kein Verschulden zugerechnet hat, hinreichend klar hervor, dass es die Haftungsquote der Beklagten aus diesem Grund um 13,33 % des gesamten Anspruchs gesenkt hat. Bez�glich der f�r die Bemessung der Haftungsquote erforderlichen Tatsachenfeststellungen gen�gt das angefochtene Urteil der Vorschrift von Art. 51 Abs. 1 lit. c OG (BGE 110 II 132 E. 3d S. 135; 90 II 207 E. 2 S. 209 f.), und der Kl�ger h�tte mit staatsrechtlicher Beschwerde r�gen m�ssen, der angefochtene Entscheid sei so knapp begr�ndet, dass er ihn nicht sachgerecht habe anfechten k�nnen (Art. 29 Abs. 2 BV; Art. 84 Abs. 2 OG; BGE 125 II 369 E. 2c S. 372; 124 II 146 E. 2a S. 149 f.; 121 I 54 E. 2c S. 57).
Im �brigen darf nicht vergessen werden, dass das Obergericht einen Versorgerschaden in der Gesamth�he von Fr. 35'022.-- errechnet hat, also weniger als Fr. 40'336. 30.
Diese Summe hat das Bezirksgericht dem Kl�ger als H�lfte des Versorgerschadens zugesprochen. Unterschritten hat sie das Obergericht nur nicht wegen des Verbots der reformatio in peius. Schliesslich zeigt die nachstehende Erw�gung, dass die vorinstanzlich festgelegte Haftungsquote gezielt hat angefochten werden k�nnen.
b) Der Kl�ger verweist auf das dem Bundesgericht zustehende Ermessen und macht geltend, die Haftung der Beklagten h�tte vielleicht um 10 % reduziert werden d�rfen.
Diese Reduktion sollte beim Schadenersatz und der Genugtuung gleichermassen vorgenommen werden. Bez�glich der Genugtuung fehlt der R�ge von vornherein der Boden (E. 3c hiervor).
Nach Art. 5 EHG darf der Schadenersatzanspruch unter W�rdigung aller Umst�nde erm�ssigt werden, wenn den Get�teten oder Verletzten ein Teil der Schuld trifft. Diese Spezialbestimmung erlaubt, das Selbstverschulden des Gesch�digten zu ber�cksichtigen und entspricht insoweit dem abstrakt gefassten Art. 44 Abs. 1 OR (Oftinger/Stark, Schweizerisches Haftpflichtrecht,
4. Aufl. 1991, S. 76 ff.; Brehm, N 16 ff.
und 30 ff. zu Art. 44 OR). Im Rahmen des festgestellten Sachverhalts kann das Bundesgericht praxisgem�ss als Rechtsfrage pr�fen, ob eine Haftungsreduktion angebracht ist und wie gross diese gegebenenfalls ist; dar�ber befindet der Sachrichter jedoch nach Ermessen (BGE 125 III 223 E. 6c S. 225 f.; 123 III 306 E. 5b S. 314; 116 II 422 E. 4 S. 427). In Ermessensentscheide greift das Bundesgericht nur mit Zur�ckhaltung ein, wenn die Vorinstanz Tatsachen ber�cksichtigt hat, die f�r den Einzelfall keine Rolle spielen, oder wenn sie Umst�nde ausser Betracht gelassen hat, die sie in ihren Entscheid h�tte mit einbeziehen m�ssen, oder wenn der Ermessensentscheid offensichtlich unbillig bzw. stossend ungerecht erscheint (BGE 125 III 269 E. 2a S. 273, 412 E. 2 S. 418; 123 III 10 E. 4c/aa S. 12, 306 E. 9b S. 315, teilweise zur Genugtuung).
Darf vorliegendenfalls ohne Verletzung von Bundesrecht von einem so grossen Verschulden der Verunfallten ausgegangen werden, dass es den Kausalzusammenhang nur deshalb nicht zu unterbrechen vermag, weil der schuldlosen Beklagten eine erh�hte Betriebsgefahr angelastet werden muss (E. 2 bis 4 hiervor), erscheint es im Lichte der einschl�gigen Praxis betrachtet (Oftinger/Stark, a.a.O. S. 79 ff.) nicht unangemessen, die Beklagte nur zu einem Drittel haftbar zu machen.
Jedenfalls bringt der Kl�ger nichts vor, was den Ermessensentscheid als bundesrechtswidrig erscheinen liesse (Art. 55 Abs. 1 lit. c OG), sondern macht nur gest�tzt auf seine eigene Beurteilung der Vorf�lle bez�glich des Verschuldens der Beteiligten geltend, die Haftung der Beklagten h�tte bloss um 10 % reduziert werden d�rfen.
6.- Im Schadenersatzrecht gilt das Bereicherungs- bzw.
�berentsch�digungsverbot, nach dem der Gesch�digte vom gesamten Schadensausgleichssystem nicht mehr als den eingetretenen Schaden ersetzt bekommen darf (BGE 71 II 86 E. 4 S. 89; Brehm, N 25 zu Art. 43 OR; P. Beck, in: Handb�cher f�r die Anwaltspraxis, Bd. V: Schaden - Haftung - Versicherung [Herausg.
Geiser/M�nch], S. 269 f. Rz 6.81 bis 6.83; Oftinger/Stark, Schweizerisches Haftpflichtrecht, 1. Bd.: Allgemeiner Teil, 5. Aufl. 1995, S. 97 f.). Haften dem Gesch�digten (Kl�ger) f�r den Schaden ein konkreter Haftpflichtiger (die Beklagte) und ein neutraler Ersatzpflichtiger (z.B. Sozialversicherer), so greift das �berentsch�digungsverbot erst, wenn beide Ersatzpflichtigen zusammen mehr als den Schaden decken (BGE 124 III 222 E. 3 S. 225). Darunter kann die Grenze wohl nur liegen, wenn der dem Gesch�digten direkt zahlungspflichtige Sozialversicherer einen Abzug wegen Selbstverschuldens des Gesch�digten machen darf (Beck, a.a.O.
S. 278 f., 299 f., 301 ff. Rz 6.95 ff., 6.98, 6.138, 6.141, 6.143, 6.146 ff. und 6.149; Brehm, N 135 ff. zu Art. 51 OR).
Zu diesem Problemkreis braucht sich das Bundesgericht im vorliegenden Fall aus zwei Gr�nden nicht weiter zu �ussern:
Zum einen kann das Obergericht nur zum Schluss gelangen, der Schaden des Kl�gers sei mit Sozialleistungen im Wert von j�hrlich Fr. 3'276.-- (Unfallversicherungsrente) und Fr. 5'880.-- (AHV-Waisenrente) gedeckt, weil es den Versorgerschaden mit j�hrlich Fr. 3'857.-- beziffert, was kapitalisiert Fr. 35'022.-- ausmacht. Zum anderen verlangt der Kl�ger vor Bundesgericht, die Beklagte habe ihm insgesamt Fr. 118'766. 40 zu bezahlen (E. 1 Abs. 1 hiervor); eine Summe, die auf einen korrespondierenden Jahreswert von Fr. 13'080.-- zur�ckgelegt, deutlich �ber dem Total der beiden genannten Renten liegt. Somit vermag das �berentsch�digungsverbot den Streit �ber die H�he des Versorgerschadens nicht zu einem solchen �ber blosse Motive des angefochtenen Entscheids zu machen. Auf die Berufung ist einzutreten, weil die H�he des Versorgerschadens das Ergebnis des Verfahrens beeinflussen kann (BGE 103 II 155 E. 3 S. 159 f.; vgl. 122 III 279 E. 3a S. 282; 114 II 189 E. 2; 101 II 177 E. 4c S. 190).
7.- F�r die Berechnung des Versorgerschadens des Kl�gers hat das Obergericht den Haushalt des Kl�gers und seiner Eltern im Rahmen der Schwierigkeitskategorien eins bis elf einer Studie in der Kategorie acht eingeteilt (Schaetzle/ Pfiffner (Hirnverletzung und Haushaltschaden - ausgew�hlte rechtliche Probleme, in: Die Ermittlung des Haushaltschadens nach Hirnverletzung [Herausg. Ileri], S. 120 f.). Es ist dementsprechend von einem monatlichen Wert der Haushaltsarbeit der Verunfallten von Fr. 3'867.-- bzw. Fr. 46'404.-- im Jahr ausgegangen mit der Begr�ndung, es handle sich um einen Einfamilienhaushalt mit ein bis zwei Kindern. Das Obergericht hat weiter die (letzten) Jahreseinkommen der Eltern des Kl�gers ermittelt. Weil das Bundesgericht an tats�chliche Feststellungen zu Bestand und Umfang des Schadens gebunden ist (Art. 63 Abs. 2 OG), sind diese Betr�ge der Schadensberechnung zu Grunde zu legen. Das Bundesgericht kann als Rechtsfrage frei pr�fen, ob das Sachgericht den Rechtsbegriff des Schadens oder Rechtsgrunds�tze der Schadensberechnung verkannt hat (BGE 123 III 241 E. a S. 243; 122 III 61 E. 2c/bb S. 65, 219 E. 3b S. 222). Da diese Grunds�tze auch im Bereich des Versorgerschadens gelten (Praxis 85/1996 Nr. 206 S. 790 E. 4a S. 793), ist auf die Berufung insoweit einzutreten, als sie sich gegen die Berechnung des Versorgerschadens richtet.
8.- Das Obergericht hat das Jahreseinkommen des Vaters des Kl�gers (Fr. 100'015.--) und dasjenige der Verunfallten (Fr. 21'194.--) sowie den Jahreswert der Haushaltsarbeit (Fr. 46'404.--) zusammengerechnet. Den so ermittelten Totalbetrag von Fr. 167'613.-- hat es entsprechend Stauffer/ Schaetzle (Tables de capitalisation, 4. Aufl. 1990, Rz 806a und 809a S. 263, Variante C: Witwer 52 % und ein Kind 17 %; vgl. Praxis 85/1996 Nr. 206 S. 790 E. 4b/bb S. 795) auf 69 % reduziert. Vom entsprechenden Betrag von Fr. 115'653.-- hat es das insk�nftig noch immer erzielbare Jahreseinkommen des Vaters des Kl�gers (Fr. 100'000.--) abgezogen und festgestellt, dass der Versorgerschaden des Kl�gers und seines Vaters gemeinsam Fr. 15'653.-- pro Jahr ausmacht. Davon entfielen auf den Kl�ger allein Fr. 3'857.-- (= 17/69 von Fr. 15'653.--), was kapitalisiert Fr. 35'022.-- ergebe (Stauffer/Schaetzle, a.a.O. Tafel 24: Tempor�re Aktivit�tsrente - Frauen, S. 3: Alter 40, Dauer 11 Jahre, Faktor 9,08).
Auch der Kl�ger geht von einem j�hrlichen Wert der Haushaltsarbeit von Fr. 46'404.-- aus. Weil gem�ss Expertenzeugin 40 % der Haushaltsarbeit f�r das Kind geleistet werden, entfallen davon nach Ansicht des Kl�gers j�hrlich Fr. 18'561.-- (= 40 % von Fr. 46'404.--) auf ihn. In die Berechnung des Versorgerschadens setzt er diese Position von den Einkommen seiner Eltern gesondert ein. Denn der Kl�ger z�hlt zun�chst nur deren Erwerbseinkommen zusammen und reduziert diese Summe von Fr. 121'209.-- auf 69 %. Vom so ermittelten Betrag von Fr. 83'634.--, den er als Versorgerschaden bei einer Versorgungsquote von 69 % bezeichnet, zieht er bloss 69 % des Einkommens des Vaters des Kl�gers, mithin den Betrag von Fr. 69'010.-- ab. Die daraus resultierende Differenz (Fr. 83'634.-- abz�glich Fr. 69'010.--) von Fr. 14'624.-- bezeichnet er als den ungedeckten Versorgerschaden der Restfamilie, von dem ihm entsprechend der Quote von 17/69 der Betrag von Fr. 3'603.-- pro Jahr anzurechnen sei. Ungek�rzt schulde ihm die Beklagte somit unter dem Titel Versorgerschaden total j�hrlich Fr. 22'164.-- (= Fr. 3'603.-- + Fr. 18'561.-- [= 40 % des Wertes der Haushaltsarbeit]), wovon die Sozialrenten im Gesamtbetrag von Fr. 9'156.-- abzuziehen seien. Den so ermittelten Restbetrag von Fr. 13'080.-- kapitalisiert er gleich wie das Obergericht. Von der errechneten Summe von Fr. 118'766. 40 zieht er die erstinstanzlich zugesprochenen Fr. 40'336. 30 ab und verlangt im Ergebnis um Zuspruch von weiteren Fr. 78'424.-- (E. 1 Abs. 1 hiervor).
a) Zwar kann es erforderlich sein, weitere als die vorerw�hnten Einkommens- und Ausgabenpositionen in die Berechnung des Versorgerschadens einzubeziehen oder Zu- oder Abschl�ge anzubringen (vgl. z.B. Praxis 85/1996 Nr. 206 S. 790 E. 4b/bb Abs. 2 S. 795, BGE 113 II 323 E. 3b und c, 113 II 345 E. 1b/aa; allgemein Brehm, N 50, 55 ff. und 104 zu Art. 45 OR und Keller, a.a.O. S. 86 und 96 ff.). Je- doch macht der Kl�ger solche nicht gesetzeskonform geltend (Art. 55 Abs. 1 lit. c und d sowie Art. 64 OG) mit der Folge, dass allein von den beiden Einkommen und dem Wert der Haushaltsarbeit ausgegangen werden darf.
b) Der Versorgerschaden ist eine besondere Art von Reflexschaden, bzw. indirektem Schaden, der im Wegfall der Unterhaltsleistung des verstorbenen Versorgers unter Ber�cksichtigung der f�r ihn nicht mehr erforderlichen Aufwendungen besteht. Dabei spielt keine Rolle, ob es sich um der Versorgungsgemeinschaft zugewendetes Erwerbseinkommen oder um den Wert handelt, den der ausgefallene Versorger mit seiner Arbeit im Haushalt beigetragen hat. Wie bei jeder Schadenersatzberechnung ist die wirtschaftliche Situation der Versorgungsgemeinschaft vor dem Ausfall des Versorgers mit der �konomischen Lage nach dessen Ausfall zu vergleichen. Der um den ausgefallenen Versorger verminderte Haushalt soll mit dem Versorgerschaden, der eine Bed�rftigkeit vermeiden soll, im Wesentlichen den bisherigen Lebensstandard weiterf�hren k�nnen.
Der Ansprecher soll nicht den ganzen Schaden ersetzt bekommen, sondern nur denjenigen, der durch den Wegfall der ben�tigten Versorgung entsteht (BGE 112 II 87 E. 2b; 108 II 434 E. 2; 101 II 257 E. 1a; Brehm, N 27, 31, 40 ff., 51 ff., 54, 59, 157 ff. und 169 zu Art. 45 OR; A. Keller, Haftpflicht im Privatrecht, Bd. I, 3. Aufl. 1993, S. 59; derselbe, a.a.O. Bd. 2, 2. Aufl. 1998, S. 79 f., 82 f., 88 f. und 93; H. Honsell, Schweizerisches Haftpflichtrecht, 3. Aufl. 2000, � 8 Rz. 89 f. S. 95).
Die in der Praxis verwendeten Prozent- oder Versorgungsquoten stellen beweisrechtlich im Lichte von Art. 42 Abs. 2 OR zu sehende Erfahrungsregeln dar, nach denen der Bedarf ausgerechnet wird, den die Versorgungsgemeinschaft nach dem Ausfall des Versorgers in Prozenten des urspr�nglichen Bedarfs noch hat (BGE 113 II 323 E. 3b S. 333 f.; 108 II 434 E. 4 S. 439 f.; Praxis 85/1996 Nr. 206 S. 790 E. 4b/bb Abs. 3 S. 795; Brehm, N 89, 97, 106 und 141 ff. zu Art. 45 OR; Keller, a.a.O. S. 90 f.). Entsprechend dem Versorgungszweck ist der Prozentsatz umso niedriger anzusetzen, je h�her das Einkommen des Get�teten war (Brehm, N 104 zu Art. 45 OR; Stauffer/Schaetzle, a.a.O. Rz 783, 804 und 806a S. 258 und 262 f.). Umgekehrt ist angesichts fixer Lebenskosten der Prozentsatz des Versorgerschadens bei bescheidenen Einkommen h�her anzusetzen (BGE 113 II 323 E. 3b S. 334; unver�ffentlichtes Urteil der I. Zivilabteilung des Bundesgerichts vom 29. Juni 1993 i.S. Z., E. 8a [4C. 39/1991]; Keller, a.a.O. S. 87 oben). Somit kann zwar in gewissen Schranken auf die Einkommenssituation R�cksicht genommen, aber nicht vermieden werden, dass in F�llen, wo den Versorgten nach dem Ausfall des Versorgers weiterhin ein hohes Einkommen zur Verf�gung steht, nur ein geringer Versorgerschaden entstehen kann.
c) Die Festlegung der Versorgungsquoten beschl�gt die von den Umst�nden des konkreten Falls abh�ngige Rechtsanwendung (so im Ergebnis BGE 113 II 323 E. 3b S. 334). Das Bundesgericht greift in den Ermessensentscheid des kantonalen Sachrichters bloss mit Zur�ckhaltung ein (unver�ffentlichte Urteile der I. Zivilabteilung des Bundesgerichts vom 9. September 1998 i.S. D., E. 7a, und vom 29. Juni 1993 i.S. Z., E. 8b [4C. 495/1997 und 4C.39/1991]). Da der Kl�ger auch mit 69 % f�r sich und seinen Vater, bzw. mit 17 % f�r sich allein rechnet, stellt er die verwendeten Versorgungsquoten nicht infrage (Art. 55 Abs. 1 lit. c OG), weshalb von diesen auszugehen ist.
d) Indem der Kl�ger zu Beginn seiner Berechnung bloss die beiden Jahreseinkommen seiner Eltern zusammenz�hlt, die Quote von 69 % davon errechnet, davon das aktuelle Einkommen seines Vaters nur im Betrag von 69 % abzieht und vom Ergebnis den Bruchteil von 17/69 in Anschlag bringt, f�llt der Versorgerschaden unabh�ngig von der H�he des v�terlichen Einkommens stets gleich hoch aus. Das gibt der Kl�ger selber zu, erkl�rt er doch, dass auch 17 % des letzten Jahreseinkommens seiner verstorbenen Mutter dem Betrag von Fr. 3'603.-- entsprechen (= 17 % von Fr. 21'194.--). Der Kl�ger verkennt, dass das v�terliche Einkommen auch nach dem Tod seiner Mutter noch uneingeschr�nkt zur Verf�gung steht und somit vom Bedarf der Restfamilie abzuziehen ist (108 II 434 E. 4 S. 440 oben; Brehm, N 159 und 169 zu Art. 45 OR; Keller, a.a.O. S. 89 oben). Es entspricht offensichtlich nicht Sinn und Zweck des Versorgerschadenersatzrechts, ihm den gleichen Betrag zukommen zu lassen unabh�ngig davon, ob sein Vater j�hrlich Fr. 10'000.-- oder gar erheblich mehr als die in die Berechnung einbezogene Summe verdient.
Aus �hnlichen Gr�nden ist die Berechnung des Kl�gers auch insofern bundesrechtswidrig, als er 40 % des Wertes der Haushaltsarbeit von Fr. 46'404.-- bloss am Schluss mit Fr. 18'561.-- in seine Berechnung des Versorgerschadens einbezieht.
Der Kl�ger und seine Eltern haben vor dem Tod seiner Mutter eine Versorgungsgemeinschaft gebildet (vgl. Brehm, N 175 ff. zu Art. 45 OR), der zwei Einkommen und der Wert der Haushaltsarbeit der Verunfallten zur Verf�gung standen. Infolgedessen ist f�r die Schadensberechnung davon abzuziehen, was der um eine Person kleiner gewordenen Versorgungsgemeinschaft nach dem Wegfall der Mutter des Kl�gers als Versorgerin noch immer an Einkommen zufliesst (BGE 108 II 434 E. 4 S. 440 oben; so im Ergebnis auch Praxis 85/1996 Nr. 206 S. 790 E. 4b/cc S. 797 und das unver�ffentlichte Urteil der I. Zivilabteilung des Bundesgerichts vom 9. September 1998 i.S. D., E. 6 und 7b [4C. 495/1997]). Indem der kl�gerische Anwalt den Wert der Haushaltsarbeit zu Beginn der Berechnung des Versorgerschadens nicht ber�cksichtigt, hat er die wirtschaftliche Lage des Haushalts vor dem Tod der Verunfallten nicht zutreffend erfasst: er hat die der Versorgungsgemeinschaft damals zur Verf�gung stehenden Werte nicht vollst�ndig ber�cksichtigt und diese auch nicht korrekt mit denen nach dem Tod verglichen (Brehm, N 42, 43, 159 und 169 zu Art. 45 OR; unver�ffentlichtes Urteil der I. Zivilabteilung des Bundesgerichts vom 29. Juni 1998 i.S. Z., E. 8a [4C. 39/1991]).
Wenn der kl�gerische Anwalt den aktuellen Lohn des Vaters auf 69 % k�rzt, verkennt er schliesslich, dass diese Prozentzahl dem gesamten (mutmasslichen) aktuellen Bedarf des Kl�gers und seines Vaters entspricht, weshalb das Obergericht ohne Verletzung von Bundesrecht auf 69 % des vorbestandenen Haushaltsbedarfs abgestellt hat (Praxis 85/1996 Nr. 206 S. 790 E. 4a a.E. S. 793; unver�ffentlichtes Urteil der I. Zivilabteilung des Bundesgerichts vom 9. September 1998 i.S. D., E. 7b [4C. 495/1997]). Diese Prozentzahl hat nichts mit dem noch immer gleich hohen Lohn des Vaters des Kl�gers zu tun.
9.- Bleibt die Berufung ohne Erfolg, kann das Bundesgericht den kantonalen Kostenspruch weder ab�ndern (Art. 157 OG; BGE 126 II 54 E. 8 S. 61) noch entsprechend den W�nschen des Kl�gers �berpr�fen, beruht dieser doch auf kantonalem Recht (Art. 43 Abs. 1 und Art. 55 Abs. 1 lit. c a.E. OG; z.B. BGE 119 Ia 1 E. 6). Ausgangsgem�ss wird der unterliegende Kl�ger geb�hrenpflichtig (Art. 156 Abs. 1 OG). Zwar hat die obsiegende Beklagte keinen Anspruch auf Parteientsch�digung, wenn der Rechtsmittelkl�ger mit Verwaltungsgerichtsbeschwerde gegen sie vorgegangen ist (BGE 126 II 54 E. 8 S. 62; 121 II 235 E. 6). Obsiegt die Beklagte aber im Berufungsverfahren, ist ihr eine Parteientsch�digung zuzusprechen (vgl. Art. 159 Abs. 2 Halbsatz 2 OG und die unver�ffentlichten Urteile der II. Zivilabteilung vom 27. Juni 1983 i.S. C., und der I. Zivilabteilung i.S. K. [C.98/1983 und 4C.145/1990]).
1.- Die Berufung wird abgewiesen, soweit darauf einzutreten ist, und das Urteil des Obergerichts (1. Zivilkammer) des Kantons Aargau vom 23. Oktober 2000 wird best�tigt.
2.- Die Gerichtsgeb�hr von Fr. 6'000.-- wird dem Kl�ger auferlegt.
3.- Der Kl�ger hat die Beklagte f�r das bundesgerichtliche Verfahren mit Fr. 6'000.-- zu entsch�digen.
4.- Dieses Urteil wird den Parteien und dem Obergericht (1. Zivilkammer) des Kantons Aargau schriftlich mitgeteilt.
Lausanne, 20. Juli 2001

References: Art. 46
 Art. 54
 Art. 34
 Art. 1
 Art. 5
 Art. 6
 Art. 5
 Art. 5
 BGE 
 Art. 6
 Art. 1
 Art. 93
 Art. 1
 BGE 
 BGE 
 Art. 41
 BGE 
 BGE 
 BGE 
 Art. 2
 BGE 
 Art. 47
 Art. 8
 Art. 8
 Art. 1
in casu
 Art. 51
 Art. 84
 BGE 
 Art. 5
 Art. 44
 Art. 44
 Art. 43
 Art. 51
 BGE 
 Art. 45
 Art. 64
 Art. 45
 Art. 42
 Art. 45
 Art. 45
 BGE 
 Art. 45
 Art. 45
 Art. 45
 BGE 
 Art. 55
 BGE 
 Art. 159