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Timestamp: 2019-04-22 06:01:26+00:00

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Bevor die meisten zivilrechtlichen Streitigkeiten zur gerichtlichen Beurteilung gelangen, müssen sie ein Schlichtungsverfahren entweder vor
oder der Schlichtungsbehörde für Mietsachen aus Miete und Pacht von Wohn- und Geschäftsräumen
oder der Schichtungsbehörde für Gleichstellungssachen bei Streitigkeiten nach dem bundesrechtlichen Gleichstellungsgesetz durchlaufen.
» die Schlichtungsbehörden im Kanton Graubünden
Der provisorische Rechtsöffnungstitel ist eine Schuldanerkennungsurkunde, die eine Willenserklärung enthält, wonach sich der Schuldner verpflichtet, einen bestimmten oder leicht bestimmbaren Betrag zu einer bestimmten Zeit zu bezahlen. In Frage kommen aus praktischen Gründen nur schriftliche Schuldanerkennungen. Private Schuldanerkennungen wie Briefe oder Verträge taugen als Rechtsöffnungstitel nur dann, wenn sie die Unterschrift des Schuldners oder seines Vertreters tragen.
Eine Person hat gemäss Art. 11 ZPO Anspruch auf unentgeltliche Prozessführung, wenn:
a) sie nicht über die erforderlichen Mittel verfügt; und
b) ihr Rechtsbegehren nicht aussichtslos ist.
c. die gerichtliche Bestellung einer Rechtsbeiständin oder eines Rechtsbeistandes,
wenn dies zur Wahrung der Rechte notwendig ist, insbesondere wenn
die Gegenpartei anwaltlich vertreten ist; die Rechtsbeiständin oder der
Rechtsbeistand kann bereits zur Vorbereitung des Prozesses bestellt werden.
» Formular unentgeltliche Rechtspflege
Für die Errichtung von öffentlichen Testamenten und von Erbverträgen und die Aufbewahrung von Testamenten und Erbverträgen sorgen im Kanton Graubünden gemäss Art. 1 des Notariatsgesetzes die Notariatspersonen (patentierte NotarInnen, KreisnotarInnen sowie zum Teil auch GrundbuchverwalterInnen).
Für Massnahmen zur Sicherung des Erbganges wie etwa die Testamentseröffnung, die Protokollierung einer Erbausschlagung oder die Ausstellung des Erbscheins ist die Nachlassbehörde am letzten Wohnsitz der verstorbenen Person örtlich zuständig (Art. 28 Abs. 2 ZPO; vgl. zum Begriff des Wohnsitzes Art. 10 Abs. 2 ZPO sowie Art. 23 ZGB). Im Kanton Graubünden liegt die sachliche Zuständigkeit beim Einzelrichter im summarischen Verfahren (Art. 4 EgzZPO; Art. 73 ff. EGzZGB). Mit der Durchführung bestimmter Massnahmen betraut der Einzelrichter auch Notariatspersonen (Art. 75 EGzZGB).
Entstehen nach Eröffnung des Erbgangs Streitigkeiten unter den Erben, etwa wegen einer behaupteten Verletzung von Pflichtteilen oder über die Teilung des Nachlasses, so muss die betroffene Partei vor den ordentlichen Gerichten klagen. Dazu ist im Kanton Graubünden in der Regel zunächst das Vermittleramt am letzten Wohnsitz der verstorbenen Person anzurufen (Art. 28 Abs. 1 ZPO, Art. 197 und Art. 199 ZPO). Scheitern die Bemühnungen des Vermittlers um eine gütliche Einigung zwischen den Parteien, stellt das Vermittleramt die Klagebewilligung aus, mit welcher die klagende Partei innert drei Monaten an das Regionalgericht gelangen kann (Art. 209 Abs. 3 ZPO).

References: Art. 11
 Art. 1
 Art. 10
 Art. 23
 Art. 73
 Art. 197
 Art. 199