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Timestamp: 2016-10-25 22:44:34+00:00

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A.________, geboren 1989, bezog schon in der Kindheit unter anderem wegen Dysgrammatismus und Dyslalie p�dagogisch-therapeutische und Sonderschulmassnahmen von der Invalidenversicherung. Vom 24. Juli 2003 bis 26. Januar 2004 war er wegen einer St�rung des Sozialverhaltens in der Klinik X.________ f�r Psychiatrie und Psychotherapie hospitalisiert. Eine Lehre als Heizungsmonteur brach er nach knapp einem Monat ab. Am 9. Dezember 2009 meldete sich A.________ bei der IV-Stelle des Kantons Thurgau erneut zum Leistungsbezug an. Er beantragte in der Folge neben beruflichen Massnahmen auch eine Invalidenrente sowie eine Hilflosenentsch�digung. Gest�tzt auf die Ergebnisse eines psychiatrischen Gutachtens der Psychotherapiepraxis B.________ vom 20. Dezember 2011 (nachfolgend: Gutachten B.________) sowie nach weiteren Abkl�rungen verneinte die IV-Stelle mit zwei Verf�gung vom 24. Mai 2012 sowohl einen Anspruch auf berufliche Massnahmen (Berufsberatung/Umschulung) wie auch einen Rentenanspruch, weil ihm die Aus�bung einer einfachen Hilfsarbeitert�tigkeit bei einer Arbeitsf�higkeit von 70 % bis 80 % zumutbar sei.
Die hiegegen erhobene Beschwerde des A.________ wies das Verwaltungsgericht des Kantons Thurgau mit Entscheid vom 12. Dezember 2012 insofern ab, als es einen Rentenanspruch verneinte (Dispositiv-Ziffer 1). Hinsichtlich beruflicher Massnahmen hiess es die Beschwerde gut, hob die entsprechende Verf�gung der IV-Stelle vom 24. Mai 2012 auf und wies die Sache diesbez�glich zur Durchf�hrung der erforderlichen Abkl�rungen und Neuverf�gung an die Vorinstanz zur�ck (Dispositiv-Ziffer 2).
Mit Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten l�sst A.________ beantragen, Dispositiv-Ziffer 1 des angefochtenen Entscheids sei aufzuheben und ihm ab 1. Juni 2010 bei einem Invalidit�tsgrad von 100 % eine ganze Invalidenrente zuzusprechen. Die IV-Stelle habe die ausgewiesenen Kosten f�r ein im kantonalen Verfahren eingereichtes psychiatrisches Privatgutachten vom 4. Juni 2012 und einen erg�nzenden Bericht der Fach�rztin FMH f�r Kinder- und Jugendpsychiatrie Dr. med. D.________ (nachfolgend: Gutachten D.________) zu �bernehmen. Eventualiter sei die Sache zur weiteren medizinisch-psychiatrischen Abkl�rung und Neubeurteilung an die Vorinstanz oder IV-Stelle zur�ckzuweisen. Zudem l�sst A.________ um Gew�hrung der unentgeltlichen Prozessf�hrung und Verbeist�ndung ersuchen.
Das kantonale Gericht hat die Grundlagen �ber die Erwerbsunf�higkeit (Art. 7 ATSG), die Invalidit�t (Art. 8 Abs. 1 ATSG; Art. 4 Abs. 1 IVG) und den Rentenanspruch (Art. 28 Abs. 1 und 2 IVG) richtig dargelegt. Gleiches gilt betreffend den Beweisgrad der �berwiegenden Wahrscheinlichkeit (BGE 134 V 109 E. 9.5 S. 125) und den Beweiswert �rztlicher Unterlagen (E. 1 hievor). Darauf wird verwiesen.
Strittig ist der Anspruch auf eine Invalidenrente. Dabei ist einzig zu pr�fen, ob die Vorinstanz Bundesrecht verletzte, indem sie nach umfassender Beweisw�rdigung gest�tzt auf das Gutachten B.________ auf eine trotz gewisser psychischer Beschwerden zumutbare Arbeitsf�higkeit von 70 % bis 80 % in einer einfachen angelernten Hilfsarbeitert�tigkeit geschlossen hat.
4.1 Soweit der Beschwerdef�hrer vorbringt, das Gutachten B.________ k�nne "nicht als unbefangen und objektiv gelten", legt er keine Umst�nde dar, welche es aus formellen Gr�nden verbieten w�rden, auf dieses Gutachten abzustellen. Zudem wird dieser Einwand erstmals vor Bundesgericht erhoben, weshalb er prozessual unzul�ssig ist (SVR 2012 IV Nr. 18 S. 81, 9C_418/2010 E. 1 mit Hinweis; Urteil 8C_997/2010 vom 10. August 2011 E. 2.3).
4.2.1 Im Wesentlichen beanstandet der Versicherte, ausgehend von der Gleichwertigkeit des Gutachtens B.________ und des Gutachtens D.________ k�nne das Privatgutachten entgegen der Vorinstanz nicht unter Hinweis darauf entkr�ftet werden, dass es sich bei der Psychiaterin Dr. med. D.________ - im Gegensatz zum Gutachten B.________ - um eine "Fach�rztin FMH f�r Kinder- und Jugendpsychiatrie/-psychotherapie" handle. Auch wenn der Beschwerdef�hrer im Zeitpunkt der beiden psychiatrischen Explorationen bereits 22 Jahre alt gewesen sei, �ndere die fach�rztliche Qualifikation als Kinder- und Jugendpsychiaterin nichts an der Beweiskraft des Gutachtens D.________. Der Versicherte habe schliesslich schon seit j�ngster Kindheit an massiven Anpassungs- und Sozialst�rungen gelitten. Dr. med. D.________ habe - anders als das Gutachten B.________ - unmissverst�ndlich ein ADHS (Aufmerksamkeitsdefizit-/ Hyperaktivit�tsst�rung) im Sinne von F90.0 nach ICD-10 diagnostiziert. Im Gutachten B.________ habe man diese Diagnose "wie der Teufel das Weihwasser" vermieden. Basierend auf dieser - behaupteten - Fehlbeurteilung des Gutachtens B.________ habe das kantonale Gericht verkannt, dass der Beschwerdef�hrer derzeit infolge einer Kombination von ADHS und St�rung des Sozialverhaltens arbeits- und ausbildungsunf�hig sei.
4.2.2 Dass die Vorinstanz den rechtserheblichen Sachverhalt offensichtlich unrichtig oder unvollst�ndig festgestellt habe, r�gt der Versicherte nicht. Das kantonale Gericht hat sich in eingehender und nicht zu beanstandender Beweisw�rdigung mit der medizinischen Aktenlage befasst und insbesondere ausf�hrlich dargelegt, dass das Gutachten B.________ auch zu der teilweise in fr�heren Arztberichten erw�hnten ADHS-Diagnose ausdr�cklich Stellung genommen und nachvollziehbar begr�ndet hat, weshalb zurzeit keine adulte ADHS diagnostiziert werden k�nne. Die Kritik des Beschwerdef�hrers am Gutachten B.________ beruht letztlich auf seinem Standpunkt, wonach das private Gutachten D.________ seine Gesundheitsst�rung richtig diagnostiziert habe und demzufolge die Diagnose des Gutachtens B.________ unzutreffend sei. Dass das Gutachten B.________ nicht lege artis erstellt wurde, behauptet er nicht. In diesem Zusammenhang ist zu verdeutlichen, dass die psychiatrische Exploration von der Natur der Sache her nicht ermessensfrei erfolgen kann und dem begutachtenden Psychiater deshalb praktisch immer einen gewissen Spielraum er�ffnet, innerhalb dessen verschiedene medizinisch-psychiatrische Interpretationen m�glich, zul�ssig und zu respektieren sind, sofern der Experte lege artis vorgegangen ist (BGE 124 I 170 E. 4 S. 175; Urteil I 701/05 vom 5. Januar 2007 E. 2 in fine mit zahlreichen Hinweisen; vgl. auch Urteil 8C_997/2010 vom 10. August 2011 E. 3.2). Die Vorinstanz hat schliesslich unter Mitber�cksichtigung der Beurteilung vom 6. Juli 2012 der Dr. med. G.________, Fach�rztin f�r Psychiatrie und Psychotherapie des Regionalen �rztlichen Dienstes (RAD) der Invalidenversicherung, ohne Bundesrechtsverletzung �berzeugend festgestellt, dass dem privaten Gutachten D.________ im Vergleich zum Gutachten B.________ keine neuen medizinischen Erkenntnisse zugrunde liegen, sondern die von einander abweichenden Aussagen der beiden Gutachten auf einer unterschiedlichen Schwerpunktsetzung in der Kinder- und Jugendpsychiatrie einerseits und in der Erwachsenenpsychiatrie andererseits beruhen. Im �brigen ist dem Gutachten D.________ keine nachvollziehbare und �berzeugende Begr�ndung daf�r zu entnehmen, weshalb die Diagnosen des Gutachtens B.________ offensichtlich unrichtig seien oder anderweitig gegen die Regeln der medizinischen Kunst verstossen w�rden. Das kantonale Gericht hat zu Recht auf das die praxisgem�ssen Anforderung von BGE 125 V 351 E. 3a S. 352 erf�llende Gutachten B.________ abgestellt und unter den gegebenen Umst�nden ohne Bundesrecht zu verletzen in zul�ssiger antizipierter Beweisw�rdigung (BGE 136 I 229 E. 5.3 S. 236; 124 V 90 E. 4b S. 94) auf weitere Abkl�rungen verzichtet.
4.3 Hat die Vorinstanz zutreffend erkannt, dass auf das voll beweiskr�ftige Gutachten B.________ abzustellen ist, so ist die Ber�cksichtigung einer Arbeitsf�higkeit von 70 % bis 80 % hinsichtlich einer einfachen angelernten Hilfsarbeitert�tigkeit gem�ss angefochtenem Entscheid nicht zu beanstanden. Der Beschwerdef�hrer begn�gt sich damit, der vorinstanzlichen Sachverhaltsfeststellung in appellatorischer Weise die Arbeitsunf�higkeitssch�tzung der Parteigutachterin und des behandelnden Psychiaters gegen�berzustellen, ohne im Einzelnen konkret darzulegen, weshalb die Arbeitsf�higkeitsbeurteilung gem�ss Gutachten B.________, auf welche sich der angefochtene Entscheid abst�tzt, Bundesrecht verletze.
4.4 Bleibt es nach dem Gesagten bei der vorinstanzlich festgestellten, trotz psychischer Beschwerden zumutbarerweise in einer einfachen Hilfsarbeitert�tigkeit verwertbaren Restarbeitsf�higkeit von 70 % bis 80 %, so erhebt der Versicherte gegen die daraus von Verwaltung und Vorinstanz gezogenen Schlussfolgerungen hinsichtlich eines rentenanspruchausschliessenden Invalidit�tsgrades keine Einw�nde. Es hat demzufolge beim angefochtenen Entscheid sein Bewenden.
4.5 Dies gilt auch in Bezug auf die Kosten des Privatgutachtens der Dr. med. D.________ vom 4. Juni 2012 mit Erg�nzungen vom 30. Juli 2012. Ihre Ausf�hrungen waren nach dem Gesagten f�r die Beurteilung des Streitgegenstandes weder erforderlich noch entscheidrelevant. Das kantonale Gericht hat daher den Antrag, die Kosten dieser Expertise seien der Verwaltung zu �berbinden, zu Recht abgewiesen (Art. 61 lit. g ATSG; RKUV 2005 Nr. U 547 S. 221, U 85/04 E. 2.1 mit Hinweisen; UELI KIESER, ATSG-Kommentar, 2. Aufl. 2009, N. 113 zu Art. 61 ATSG; vgl. auch Art. 45 Abs. 1 ATSG; Urteil 8C_850/2012 vom 24. Januar 2013 E. 4).
Das Verfahren ist kostenpflichtig (Art. 65 BGG). Die Gerichtskosten sind vom unterliegenden Beschwerdef�hrer zu tragen (Art. 65 Abs. 4 lit. a in Verbindung mit Art. 66 Abs. 1 BGG).
Gem�ss Art. 64 Abs. 1 BGG wird einer Partei die unentgeltliche Rechtspflege nur gew�hrt, wenn sie bed�rftig ist und ihr Rechtsbegehren nicht aussichtslos erscheint. Die erhobenen R�gen vermochten den angefochtenen Entscheid nicht ernsthaft in Zweifel zu ziehen. Dem Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege ist daher zufolge Aussichtslosigkeit der Beschwerde nicht zu entsprechen.

References: Art. 4
in fine
 BGE 
 Art. 61
 Art. 45
 Art. 66
 Art. 64