Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=NJW%201988,%203019
Timestamp: 2019-10-20 15:43:14+00:00

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Rechtsprechung: NJW 1988, 3019 - dejure.org
Weitere Entscheidung unten: BGH, 08.07.1988
https://dejure.org/1988,217
BGH, 05.07.1988 - VI ZR 346/87 (https://dejure.org/1988,217)
BGH, Entscheidung vom 05.07.1988 - VI ZR 346/87 (https://dejure.org/1988,217)
BGH, Entscheidung vom 05. Juli 1988 - VI ZR 346/87 (https://dejure.org/1988,217)
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Streufahrzeug - Halterhaftung - Schadensbild
Zur Beweiswürdigung durch Verwendung von "Schadensbildern" (hier Schäden durch Streufahrzeug)
BGHZ 105, 65
NJW 1988, 3019
MDR 1988, 1047
NZV 1989, 18
VersR 1988, 1053
So hat etwa der Halter eines Tanklastzuges für Unfälle einzustehen, die sich bei der Anlieferung von Öl dadurch ergeben, dass Öl auf die Straße läuft, weil der Schlauch undicht ist, oder jemand über den Auslassschlauch stolpert (…Senatsurteile vom 23. Mai 1978 - VI ZR 150/76, aaO, 215; vom 5. Juli 1988 - VI ZR 346/87, BGHZ 105, 65, 67).
Der Begriff des unabwendbaren Ereignisses im Sinne von § 7 Abs. 2 StVG verlangt damit eine sich am Schutzzweck der Gefährdungshaftung für den Kraftfahrzeugbetrieb ausrichtende Wertung (vgl. Senat BGHZ 105, 65, 69).
Nach der Rechtsprechung des erkennenden Senats ist der Schädiger nach dem Zweck des § 7 Abs. 2 StVG a.F. von Schäden freizustellen, die sich auch bei vorsichtigem Vorgehen nicht vermeiden lassen (vgl. Senatsurteil BGHZ 105, 65, 69).
LG Hamburg, 20.07.2018 - 331 O 309/15
Verkehrsunfall beim Entladevorgang eines Sattelzugs durch den hierfür …
OLG Schleswig, 28.11.2002 - 7 U 17/99
Haftungsfragen bei tödlichem Unfall in einer Kiesgrube unter Beteiligung eines …
OLG Celle, 17.02.2000 - 14 U 32/99
Haftungsausschluß für Tätigkeit "beim Betrieb" eines Kraftfahrzeugs durch …
AG Koblenz, 19.10.2006 - 151 C 1264/04
https://dejure.org/1988,778
BGH, 08.07.1988 - V ZR 45/87 (https://dejure.org/1988,778)
BGH, Entscheidung vom 08.07.1988 - V ZR 45/87 (https://dejure.org/1988,778)
BGH, Entscheidung vom 08. Juli 1988 - V ZR 45/87 (https://dejure.org/1988,778)
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Einschränkung der gewerblichen Nutzung eines Grundstücks durch Bauarbeiten auf dem Nachbargrundstück - Ausgleich des durch die Bauarbeiten erlittenen Ertragsverlustes - Bestimmen der Zumutbarkeitsgrenze durch den Tatrichter
Beeinträchtigung gewerblicher Nutzung von Nachbargrundstück
NJW 1988, 3019 (Ls.)
NJW-RR 1988, 1291
MDR 1989, 53
WM 1988, 1730
BauR 1988, 755
Die vermögenswerten Betriebsnachteile der Klägerin sind nach den Grundsätzen der Enteignungsentschädigung auszugleichen (Senat, Urt. v. 8. Juli 1988, V ZR 45/87, NJW-RR 1988, 1291 f;… v. 4. Juli 1999, V ZR 48/96, aaO;… v. 7. April 2000, V ZR 39/99, aaO).
Bei vorübergehenden Eingriffen in den Gewerbebetrieb kann der Ausgleichsbemessung unmittelbar der während der Dauer der Beeinträchtigung eingetretene Ertragsverlust bzw. der ausgebliebene Gewinn zugrunde gelegt werden (BGHZ 57, 359, 368; Senat BGHZ 62, 361, 371;… BGH, Urt. v. 3. März 1977, III ZR 181/74, NJW 1977, 1817; Senat, Urt. v. 8. Juli 1988, V ZR 45/87, WM 1988, 1730;… BGH, Urt. v. 15. Mai 1997, III ZR 46/96, WM 1997, 1755, 1759;… Senat, Urt. v. 7. April 2000, V ZR 39/99, aaO).
Allerdings kann der Kläger für den baustellenbedingten Ertragsausfall nur insoweit einen Ausgleich verlangen, als dieser Ertragsausfall über das zumutbare Maß hinaus geht, wobei es Aufgabe des Tatrichters ist, diese Zumutbarkeitsgrenze unter Abwägung aller Umstände des Falles zu bestimmen (BGH, Urteil vom 08.07.1988, V ZR 45/87, NJW-RR 1988, 1291, 1292;… OLG Karlsruhe, a.a.O.).
Zwar kann der Kläger für den baustellenbedingten Ertragsausfall nur insoweit einen Ausgleich verlangen, als dieser Ertragsausfall über das zumutbare Maß hinaus geht, wobei es Aufgabe des Tatrichters ist, diese Zumutbarkeitsgrenze unter Abwägung aller Umstände des Falles zu bestimmen (BGH, Urteil vom 08.07.1988, V ZR 45/87, NJW-RR 1988, 1291, 1292;… OLG Karlsruhe, a.a.O., Rn. 12).
Welcher Ausgleich unter Abwägung aller Umstände des Falles der Klägerin zusteht, kann dem Höheverfahren vorbehalten bleiben (vgl. auch Senatsurt. v. 8. Juli 1988, V ZR 45/87, BGHR BGB § 906 Abs. 2 Satz 2 Anspruchshöhe 1).
Die Höhe des Ausgleichs bestimmt sich nach dem Ausmaß der Beeinträchtigung; ausgleichspflichtig ist allerdings nicht, worauf die Revision zutreffend hinweist, die - noch - zumutbare Nutzung des Grundstücks, sondern nur der überschießende, unzumutbare Teil (…Schütz, aaO, Rdn. 43;… Nienhaus, aaO, S. 215; ebenso für § 906 Abs. 2 Satz 2 BGB Senat, Urt. v. 8. Juli 1988, V ZR 45/87, WM 1988, 1730, 1732 m. umfangr. Nachw.).
Das ist hier der Fall, wie das Berufungsgericht, dem es obliegt, die Zumutbarkeitsgrenze unter Beachtung aller Umstände des Einzelfalls zu bestimmen (Senat, Urt. v. 8. Juli 1988, aaO), zwar nicht ausdrücklich feststellt, wovon es aber zutreffend ausgeht.
Es ist Aufgabe des Tatrichters, diese Zumutbarkeitsgrenze unter Abwägung aller Umstände des Falles zu bestimmen (BGH, NJW-RR 1988, 1291 = BauR 1988, 755 ).
Der Kläger kann für den ihm durch die Bauarbeiten auf dem Grundstück der Beklagten entstandenen Ertragsverlust allerdings nur insoweit einen Ausgleich verlangen, als er über das zumutbare Maß hinaus beeinträchtigt worden ist, also nur für den unzumutbaren Teil der Beeinträchtigung und nicht etwa für die gesamte Nutzungsbeeinträchtigung (ständige Rechtsprechung, vgl. BGH, NJW-RR 1988, 1291 = BauR 1988, 755 ; BGHZ 91, 20, 31 f. in einem vergleichbaren Fall; BGHZ 62, 361, 372).
Der Inhalt und Umfang des Anspruchs bestimmt sich unter Abwägung aller Umstände nach den Grundsätzen der Enteignungsentschädigung (BGHZ 85, 375, 386; 90, 255, 263; Senatsurt. v. 8. Juli 1988, V ZR 45/87, NJW-RR 1988, 1291 ).
LG Potsdam, 19.04.2007 - 3 S 108/06
Mietminderung wegen Baulärm: Ausgleichsanspruch gegen Bauherrn!
Nach der höchstrichterlichen Rechtsprechung obliegt es grundsätzlich dem Tatrichter, das für den Eigentümer zumutbare Maß der Ertragsbeeinträchtigung im Einzelfall unter Abwägung aller Umstände zu bestimmen (BGH NJW-RR 1988, 1291).
Hinsichtlich der Schadenshöhe ist zu berücksichtigen, dass sich der Inhalt und Umfang des Anspruches nach § 906 BGB bestimmt unter Abwägung aller Umstände nach den Grundsätzen der Enteignungsentschädigung (BGHZ 85, 375; BGH NJW-RR 1988, 1291).
Der Ausgleich beschränkt sich danach auf die Beseitigung der durch die Störung eingetretenen Vermögenseinbuße, wobei nur derjenige Nachteil auszugleichen ist, der durch Überschreiten der Zumutbarkeitsgrenze erlitten wird ( BGHZ 49, 148, 155; 62, 361, 372; 91, 20, 31; BGH NJW-RR 1988, 1291, 1292).
Die Offenbarungspflicht würde zwar dann entfallen, wenn die Kläger schon anderweitig eindeutig in Kenntnis gesetzt worden wären (vgl. BGB NJW-RR 1988, 1291).

References: § 7
 § 7
 § 906
 § 906
 § 906
 BGH 
 BGH