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Timestamp: 2019-06-25 10:48:15+00:00

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BGH, 12.12.1990 - VIII ZR 332/89 - dejure.org
BGH, 12.12.1990 - VIII ZR 332/89
https://dejure.org/1990,671
BGH, 12.12.1990 - VIII ZR 332/89 (https://dejure.org/1990,671)
BGH, Entscheidung vom 12.12.1990 - VIII ZR 332/89 (https://dejure.org/1990,671)
BGH, Entscheidung vom 12. Dezember 1990 - VIII ZR 332/89 (https://dejure.org/1990,671)
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Handelskauf - Fixgeschäft - Verschiffungszeit - Abladegeschäft
Stillschweigende Rechtswahl - Prozessverhalten der Parteien - Nachträgliche Rechtswahl
HGB § 346 . § 376
NJW 1991, 1292
MDR 1991, 610
WM 1991, 464
DB 1991, 592
Eine stillschweigende Rechtswahl kann nur angenommen werden, wenn die Parteien während des Rechtsstreits von der Anwendung einer bestimmten Rechtsordnung, vor allem durch Anführen ihrer Vorschriften, ausgehen (vgl. BGH, Urt. v. 12.12.1990 - VIII ZR 332/89, NJW 1991, 1292, 1293).
Eine entsprechende konkludente Rechtswahl der Prozeßparteien i.S. von Art. 27 EGBGB ergibt sich daraus, daß der (formularmäßige) Gesellschaftsvertrag in deutscher Sprache abgefaßt ist, einen deutschen Gerichtsstand vorsieht, den Begriff der stillen Gesellschaft sowie sonstige Begriffe des deutschen Gesellschaftsrechts verwendet (…vgl. BGH, Urt. v. 19. Januar 2000 - VIII ZR 275/98, NJW-RR 2000, 1002, 1004) und die Parteien sich in den Vorinstanzen wie auch in der Revisionsinstanz ausschließlich auf Vorschriften des deutschen Rechts berufen haben (vgl. Senat BGHZ 103, 84, 86;… BGH, Urt. v. 9. Dezember 1998 - IV ZR 306/97, WM 1999, 916 f.; v. 12. Dezember 1990 - VIII ZR 332/89, WM 1991, 464 f.), weshalb auch die vorinstanzlichen Urteile zu Recht deutsches Recht zugrunde gelegt haben.
Zumindest für eine die ursprünglich getroffene Wahl abändernde Rechtswahl bedarf es aber eines dahingehenden beiderseitigen Gestaltungswillens (vgl. Senatsurteil vom 12. Dezember 1990 - VIII ZR 332/89, WM 1991, 464 = NJW 1991, 1292 unter II 1 a;… Palandt/Heldrich aaO Art. 27 EGBGB Rdnrn. 5 ff, 7 m.w.Nachw.).
BGH, 30.10.2008 - I ZR 12/06
Eingreifen der Vorschrift des § 437 Handelsgesetzbuch ( HGB ) bei Anwendbarkeit …
Für eine die ursprünglich geltende Rechtsordnung abändernde Rechtswahl bedarf es aber eines dahingehenden beiderseitigen Gestaltungswillens (vgl. BGH, Urt. v. 12.12.1990 - VIII ZR 332/89, NJW 1991, 1292, 1293).
Zumindest für eine die ursprünglich geltende Rechtsordnung abändernde Rechtswahl bedarf es aber eines dahingehenden beiderseitigen Gestaltungswillens (vgl. BGH, Urteil vom 12. Dezember 1990 - VIII ZR 332/89, NJW 1991, 1292, 1293;… vom 30. Oktober 2008 - I ZR 12/06, aaO).
Bei Beendigung des Verzuges entfällt mithin ein Rücktrittsrecht des Gläubigers (BGH, Urt. v. 12.12.1990 - VIII ZR 332/89, NJW 1991, 1292, 1294 m.w.N.; BGHZ 34, 191, 197).
Ein Verzug endet nämlich mit der Vornahme der geschuldeten Leistungshandlung (BGH, Urt. v. 12.12.1990 - VIII ZR 332/89, NJW 1991, 1292, 1294 m.w.N.;… Urt. v. 29.01.1969 - VI ZR 545/68, NJW 1969, 875 [BGH 29.01.1969 - IV ZR 545/68] ) bzw. mit dem Angebot der Leistung durch den Schuldner (BGH, Urt. v. 17.01.1995 - XI ZR 225/93, …
Die Behauptungs- und Beweislast für einen solchen Brauch liegt beim Kläger (BGH, Urteil vom 12. Dezember 1990 - VIII ZR 332/89 - NJW 1991, 1292, 1293;… Musielak/Foerste, ZPO, 6. Aufl., § 284 Rn. 3;… Ebenroth/Boujong/Kort, Handelsgesetzbuch Band 2, § 346 Rn. 11;… Canaris, Handelsrecht, 24. Aufl., § 22 Rn. 9), wobei die Beweisführung mit allgemeinen Beweismitteln geschieht, insbesondere durch Sachverständigengutachten zumeist von Industrie- und Handelskammern (BGH, Urteil vom 1. Dezember 1965 - VIII ZR 271/63 - NJW 66, 502, 503).
So kann insbesondere in der ausschließlichen Berufung der Parteien auf deutsche Rechtsvorschriften - wie sie hier erfolgt ist - in der Regel eine stillschweigende Vereinbarung der Geltung des deutschen Rechts liegen (vgl. BGH, NJW 1971, 323, Tz. 40; BGH, NJW 1991, 1292, Tz. 20; BGH, NJW 2004, 3706, Tz. 18;… Palandt/Thorn, BGB, 72. Auflage 2013, Rom I 3, Rn. 8 m.w.N.).
Dies gilt insbesondere auch dann, wenn - was hier ebenfalls der Fall ist - im Berufungsverfahren eine ausschließlich auf deutsches Recht gestützte erstinstanzliche Urteilsbegründung rügelos hingenommen wird (BGH, NJW 1991, 1292, Tz. 20).
Art. 27 Abs. 2 Satz 1 EGBGB a.F. lässt eine solche nachträgliche Rechtswahl nämlich ausdrücklich zu, indem er bestimmt, dass die Parteien jederzeit vereinbaren können, dass der Vertrag einem anderen Recht unterliegen soll als dem, das zuvor aufgrund einer früheren Rechtswahl für ihn maßgebend war (vgl. auch BGH, NJW 1991, 1292, Tz. 20;… Palandt/Thorn, BGB, 72. Auflage 2013, Rom I 3 Rn. 11).
aa) Zum einen wird im Berufungsurteil zutreffend darauf hingewiesen, daß die Parteien während des gesamten vorliegenden Rechtsstreits von der Anwendung des Rechts der Bundesrepublik Deutschland auch auf die treuhandrechtlichen Beziehungen der Beteiligten ausgegangen sind und damit jedenfalls stillschweigend eine Rechtswahl zu Gunsten dieser Rechtsordnung getroffen haben, die selbst dann unbedenklich wäre, wenn sich dadurch nachträglich das Vertragsstatut geändert haben sollte (vgl. dazu BGH, Urteil vom 12. Dezember 1990 - VIII ZR 332/89 - WM 1991, 464, 465; zur Rechtswahl durch Prozeßverhalten vgl. auch BGHZ 98, 263, 274 sowie die Senatsurteile vom 22. Dezember 1987 - VI ZR 6/87 - VersR 1988, 466, 467 und vom 22. Februar 1994 - VI ZR 309/93 - VersR 1994, 567, 568 und BGH, Urteil vom 27. November 1991 - XII ZR 226/90 - FamRZ 1992, 291, 292).
Dies rechtfertigt nach ständiger Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs die Annahme, daß sich die Parteien jedenfalls im Rechtsstreit stillschweigend auf die Geltung deutschen Rechts verständigt haben (BGHZ 103, 84, 86 [BGH 18.01.1988 - II ZR 72/87]; BGH, Urteil vom 12. Dezember 1990 - VIII ZR 332/89, WM 1991, 464, 465; Senatsurteil vom 28. Januar 1992 - XI ZR 149/91, WM 1992, 567, 568).
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References: § 346
 § 376
 Art. 27
 Art. 27
 § 437
 § 284
 § 346
 § 22

Art. 27