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Timestamp: 2020-07-16 02:39:04+00:00

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urteile Archives - Seite 2 von 6 - Info-Zeitarbeit
Fachkräfte abwerben – natürlich erlaubt
Fachkräfte sind Mangelware. Was liegt da näher, als Mitarbeiter der Konkurrenz abzuwerben?
Wer gezielt und planmäßig einen vertraglich gebundenen Mitarbeiter von der Konkurrenz abwirbt, kann das straffrei tun.
Solche Aktivitäten verstoßen nach Auffassung des Oberlandesgerichtes (OLG) Oldenburg nicht gegen das Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb (UWG).
Wer zu viel Arbeitszeit abrechnet, muss mit fristloser Kündigung rechnen.
Ein wichtiger Grund für eine außerordentliche Kündigung ist nach Aufassung des Landesarbeitsgerichts Köln (Az 14 Sa 385/06) gegeben, wenn ein Arbeitnehmer in die Arbeitszeitnachweise falsche Zeitangaben einträgt und unberechtigt Überstunden geltend macht.
LAG Köln 9.1.2007, 9 Sa 1099/06
Eine vorformulierte Versetzungsklausel, wonach der Arbeitgeber dem Arbeitnehmer jederzeit eine andere Tätigkeit zuweisen darf, die seinen Kenntnissen und Fähigkeiten entspricht, ist unwirksam.
Bislang umstritten war die Zulässigkeit von so genannten arbeitsvertraglichen Versetzungsklauseln.
Versetzungsklauseln erweitern das Direktionsrecht des Arbeitgebers sowohl bezüglich der Art der Tätigkeit, als auch des Arbeitsortes eines Arbeitnehmers.
Nicht selten sehen Arbeitsverträge eine Regelung vor, in der sich der Arbeitgeber vorbehält, dem Mitarbeiter eine andere, seinen Kenntnissen und Qualifikationen entsprechende Tätigkeit – auch an einem anderen Arbeitsort zuzuweisen.
Aktuelle Entscheidung: Umgehung der Sozialversicherungspflicht
Ein Arbeitgeber, der vortäuscht, seine Angestellten seien im Ausland beschäftigt und nur vorübergehend nach Deutschland entsandt, macht sich nicht strafbar
– vorausgesetzt, er kann eine entsprechende EU-Bescheinigung (sog. E 101- Bescheinigung ) der ausländischen Sozialbehörden vorweisen.
Ein Arbeitnehmer, der einen Aufhebungsvertrag unterschreibt, weil ihm ansonsten eine betriebsbedingte Kündigung droht, muss keine Sperre durch die Bundesagentur für Arbeit hinnehmen.
So urteilte das Bundessozialgericht, Urteil vom 12.7.2006, B 11a AL 47/05 R.
Ein Arbeitnehmer hate einen Aufhebungsvertrag unterschrieben, weil die geplante Neustrukturierung des Arbeitsplatzes seinen Arbeitsplatz entfallen lassen sollte.
Das Beschäftigungsrisiko der Leiharbeitnehmer in der Zeitarbeit trägt der Verleiher.
Das Gleiche gilt auch bei den Sachgrundbefristungen.AÜG § 11 Abs. 4 S. 2, BGB § 615, KSchG § 1 Abs. 2 S. 1, AÜG § 9 Nr. 3, KSchG § 1 Abs. 3, AÜG § 3 Abs. 1 Nr. 3
Das Urteil des BAG vom 18.05.2006 (2 AZR 412/05) knüpfe an die Entscheidung des BAG vom 12.01.2006 (2 AZR 126/05, in DB 2006, 1114) an und lasse die grundsätzliche Haltung des Gerichtes hinsichtlich der Verleiher in der Zeitarbeit erkennen.
Aktuelle Rechtsprechung zum Grundsatz des gleichen Entgelts für Männer und Frauen
In seinem Urteil vom 03.10.2006 (Aktenzeichen: C-17/05) hat der Europäische Gerichtshof (EuGH) sich mit dem Grundsatz des gleichen Entgelts für Männer und Frauen bei gleicher oder gleichwertiger Arbeit befasst.
Dieser Grundsatz ergibt sich aus Artikel 141 des EG-Vertrages und verbietet geschlechtsbezogene Diskriminierungen in Bezug auf das Entgelt.
Nur reguläre Arbeitgeber dürfen Mitarbeitern während der Elternzeit nicht kündigen.
Der Sonderkündigungsschutz gilt nur gegenüber dem elternzeitgewährenden Arbeitgeber.

References: § 11
 § 615
 § 1
 § 9
 § 1
 § 3