Source: http://www.verwaltung.uni-halle.de/KANZLER/ZGST/GVBL/MBL-ORD/2000/16_0549.htm
Timestamp: 2018-01-20 05:08:55+00:00

Document:
16_0549
Diplomprüfungsordnung für den Studiengang Werkstofftechnologie
vom 15. 03. 1999
Bek. des MK vom 3.3.2000 - 55-74301
Die Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg hat die in der Anlage abgedruckte Diplomprüfungsordnung für den Studiengang Werkstofftechnologie vom 15.3.1999 als Satzung beschlossen, die vom Kultusministerium gemäß § 17 Abs. 1 i. V. m. § 2 des Hochschulgesetzes des Landes Sachsen-Anhalt i. d. F. vom 1.7.1998 (GVBl. LSA S. 300) mit Erlaß vom 9.9.1999 genehmigt worden ist.
Auf Grund des § 17 Abs. 1 sowie der §§ 77 Abs. 3 Nr. 11 und 88 Abs. 2 Nr. 1 des Hochschulgesetzes des Landes Sachsen-Anhalt in der Fassung vom 01. Juli 1998 (GVBl LSA S. 300) hat die Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg die folgende Diplomprüfungsordnung für den Studiengang Werkstofftechnologie des Fachbereiches Ingenieurwissenschaften erlassen:
Anlage 1: Prüfungsplan für den Studiengang Werkstofftechnologie
Anlage 4: Technische und nichttechnische Wahlpflichtfächer
Die Diplomprüfung bildet den berufsqualifizierenden Abschluß des Studiums im Studiengang Werkstofftechnologie. Durch die Diplomprüfung soll festgestellt werden, ob die Studierenden die für den Übergang in die Berufspraxis notwendigen gründlichen Fachkenntnisse erworben haben, die Zusammenhänge des Fachgebietes überblicken und die Fähigkeit besitzen, wissenschaftliche Methoden und Erkenntnisse anzuwenden.
(1) Die Regelstudienzeit für den Studiengang Werkstofftechnologie beträgt 9 Semester einschließlich einer berufspraktischen Ausbildung (§ 16).
Modul 2: Vertiefung ingenieurwissenschaftlicher Grundlagen (4.+ 5. Semester)
- differenziertes Praktikum, Fachexkursion (studienbegleitend)
- und Diplomarbeit (9. Semester)
auf Modul 2: 46 Semesterwochenstunden und
auf Modul 3: 50 Semesterwochenstunden.
(12) Ablehnende Entscheidungen des Prüfungsausschusses sind unverzüglich schriftlich mitzuteilen, zu begründen und mit einer Rechtsbehelfsbelehrung zu versehen. Der Kandidatin bzw. dem Kandidaten ist Gelegenheit zum rechtlichen Gehör zu geben. (siehe auch § 31).auch § 31)
(2) Das Gebiet der Arbeit können sich die Studierenden aus dem Angebot des Fachbereiches Ingenieurwissenschaften unter Beachtung von § 22 Abs.7 frei wählen. Jedes Thema muß so beschaffen sein, daß es innerhalb der vorgesehenen Frist (s.u.) mit einem Zeitaufwand von ca.300 Arbeitsstunden je Studentin bzw. Student erfolgreich bearbeitet werden kann.
(2) Die Themenstellung und Betreuung der Diplomarbeit erfolgt aus der Gruppe der am Fachbereich Ingenieurwissenschaften hauptamtlich bzw. hauptberuflich tätigen Professorinnen und Professoren bzw. habilitierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Über Ausnahmen von dieser Regelung entscheidet der Prüfungsausschuß. Thema, Aufgabenstellung und Umfang der Diplomarbeit sind von der Themenstellerin bzw. vom Themensteller so zu begrenzen, daß die Frist zur Bearbeitung der Diplomarbeit eingehalten werden kann. Das Gebiet der Diplomarbeit können sich die Studierenden unter Beachtung von § 22 Abs.7 im Fachbereich Ingenieurwissenschaften frei wählen. Sie haben das Recht, einen Themenvorschlag und einen Vorschlag für die Betreuerin/Themenstellerin bzw. den Betreuer/Themensteller zu unterbreiten. Daraus ergibt sich kein Anspruch. Auf besonderen Antrag sorgt die bzw. der Vorsitzende des Prüfungsausschusses dafür, daß der Kandidatin bzw. dem Kandidaten zum vorgesehenen Zeitpunkt ein Thema zugeteilt wird.
(2) Studienzeiten sowie dabei erbrachte Studien- oder Prüfungsleistungen in anderen Studiengängen und an anderen Universitäten oder gleichgestellten Hochschulen werden anerkannt, soweit ein fachlich gleichwertiges Studium nachgewiesen wird. Die Gleichwertigkeit im o.g. Sinne ist durch die Studentin bzw. den Studenten nachzuweisen. Studierende, die in artverwandten Studiengängen wie Chemietechnik, Chemieingenieurwesen, Maschinenbau u.ä. die Diplomvorprüfung bestanden haben, können unter Anrechnung der dabei erbrachten Studienleistungen als Quereinsteiger das Studium im Studiengang Werkstofftechnologie mit dem Modul 2 beginnen. In Fällen, bei denen die Gleichwertigkeit in der Diplomvorprüfung nicht vorliegt, ist ein Sonderstudienplan zu vereinbaren, der den Einstieg in den Modul 2 ermöglicht. Die Entscheidung darüber trifft der Prüfungsausschuß. Studierende der ingenieurwissenschaftlichen Studiengänge des Fachbereiches Ingenieurwissenschaften können, sofern der Modul 1 absolviert wurde, das Studium im Modul 2 des Studienganges Werkstofftechnologie fortführen. Studierende verfahrenstechnisch orientierter Studiengänge mit vergleichbarem modularen Aufbau können nach erfolgreichem Abschluß der Diplomvorprüfung in den Modul 3 des Studienganges Werkstofftechnologie wechseln.
(1) Bedingung für die Zulassung zur Diplomvorprüfung bzw. Diplomprüfung ist, daß die Kandidatin bzw. der Kandidat mindestens das letzte Semester vor der Meldung als Studentin bzw. Student der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg im Studiengang Werkstofftechnologie eingeschrieben war und die in § 18 bzw. § 23 geforderten speziellen Zulassungsvoraussetzungen erfüllt. Der Prüfungsausschuß kann in Einzelfällen Ausnahmen gestatten.
(4) Über die Zulassung zu Prüfungen entscheidet der Prüfungsausschuß anhand des eingereichten Antrages bei Vorliegen des Nachweises der Prüfungsvorleistungen, erforderlichenfalls im Benehmen mit den zuständigen Fachvertreterinnen und Fachvertretern.Ein besonderer Bescheid ergeht nur, falls die Zulassung versagt wird. Im Falle der Ablehnung wird die Entscheidung der Kandidatin bzw. dem Kandidaten spätestens bis eine Woche vor dem Prüfungstermin unter Beifügung einer Rechtsbehelfsbelehrung schriftlich mitgeteilt.
(5) Die Zulassung ist zu versagen, wenn die Kandidatin bzw. der Kandidat die Diplomvorprüfung bzw. die Diplomprüfung im Studiengang Werkstofftechnologie oder einem inhaltlich gleichwertigen Studiengang endgültig nicht bestanden hat. Im übrigen darf sie nur versagt werden, wenn die Unterlagen unvollständig oder die in Absatz 1 und 2 geforderten Voraussetzungen nicht erfüllt sind.
(2) Besteht eine Fachprüfung aus mehreren Prüfungsleistungen, so errechnet sich die Fachnote aus dem (ggfs. gewichteten) Durchschnitt der Noten der einzelnen Prüfungsleistungen, jedoch unter Beachtung von § 15 Abs.3. Besteht eine Fachprüfung nur aus einer Prüfungsleistung, so ist deren Note gleichzeitig die erzielte Fachnote.
(1) Die praktische Tätigkeit soll den Studierenden Einblick geben in berufsrelevante Laborarbeit sowie in industrielle Herstellungs- und Bearbeitungsmethoden, in die Betriebsorganisation und in die sozialen Verhältnisse der Arbeitnehmer. Grundlage dafür ist die in der Studienordnung enthaltene "Ordnung für die berufspraktische Ausbildung im Studiengang Werkstofftechnologie", im folgenden Praktikumsordnung genannt.
das vor Aufnahme des Studiums abgeleistet werden kann, spätestens aber bis zum Abschluß der Diplomvorprüfung nachzuweisen ist (s. § 21 Abs.1), und
das spätestens vor Beginn der Diplomarbeit nachzuweisen ist (s. § 23 Abs.3).
(3) Die Gesamtnote der Diplomvorprüfung ergibt sich aus dem Durchschnitt der einzelnen Fachnoten unter Berücksichtigung von Wichtungsfaktoren (siehe Anlage 1) und wird gemäß § 13 Abs.2, angegeben.
die nach § 17 Abs.4 und § 20 Abs.3 zulässigen Fristen für die Ablegung der Diplomvorprüfung überschritten sind
(4) Bestandteile des 1. PA der Diplomprüfung sind Fachprüfungen gemäß Anlage 1 und zwei Studien-/ Projektarbeiten. Die Fachprüfungen können studienbegleitend absolviert werden. In jedem Semester wird eine Prüfungsperiode anberaumt.
die Diplomvorprüfung im Studiengang Werkstofftechnologie oder in einem verwandten Studiengang an einer Universität oder gleichgestellten Hochschule im Geltungsbereich des Grundgesetzes bestanden oder eine als gleichwertig angerechnete Prüfungsleistung erbracht hat,
die im Prüfungsplan für das jeweilige Fach erforderlichen studienbegleitenden Nachweise über eine erfolgreiche Teilnahme erbracht hat (siehe § 12 Abs.2 und Anlage 1).
(1) Diese Prüfungsordnung findet auf alle Studierenden Anwendung, die ab Wintersemester 1999/2000 erstmalig für den Studiengang Werkstofftechnologie an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg eingeschrieben worden sind.
(2) Studierende, die bereits vor dem Wintersemester 1999/2000 im Studiengang Verarbeitungstechnik an der Martin-Luther-Universität eingeschrieben waren, legen sowohl die Diplomvorprüfung als auch die Diplomprüfung nach der Diplomprüfungsordnung vom 12.12.1994 ab.
(3) Prüfungen nach der Diplomprüfungsordnung für den Studiengang Verarbeitungstechnik vom 12.12.1994 können letztmalig zur Prüfungsperiode des Sommersemesters 2006 abgelegt werden.
Diese Diplomprüfungsordnung tritt nach der Genehmigung durch das Kultusministerium am Tage nach ihrer Bekanntmachung im Ministerialblatt für das Land Sachsen-Anhalt in Kraft. Gleichzeitig tritt die Diplomprüfungsordnung für den Studiengang Verarbeitungstechnik vom 12.12.1994 (MBl. LSA 1997, S. 1371) vorbehaltlich der Übergangsregelungen nach § 32 außer Kraft.
für den Studiengang Werkstofftechnologie
Modul 1: Naturwissenschaftliche und ingenieurwissenschaftliche Grundlagen (73 SWS im ersten bis dritten Semester)
Modul 2: Vertiefung ingenieurwissenschaftlicher Grundlagen (46 SWS im vierten und fünften Semester)
Modul 3: Studiengangsspezifische Vertiefung (50 SWS im sechsen bis achten Semester)
- differenziertes Praktikum (22 Wochen studienbegleitend),
- Teilnahme an einer Fachexkursion (studienbegleitend),
- Diplomarbeit (sechs Monate im neunten Semester).
L Leistungsnachweis über erfolgreiche Teilnahme als Voraussetzung für die Erteilung des Vordiploms bzw. Diploms
Die geforderten Abschlußleistungen sind Inhalte der folgenden Tabellen.
Im Rahmen der berufspraktischen Ausbildung ist spätestens bis zum Abschluß der Diplomvorprüfung das Grundpraktikum und spätestens bis zum Beginn der Diplomarbeit das Fachpraktikum nachzuweisen (s. § 16).
Fach Art Sem. *) Dauer/min/ Faktor **) Leistungsnachweise/Prüfungsvorleistungen
Mischphasenthermodynamik/Stoffcharakterisierung K 4 180 1 2 Leistungskontrollen
- Stoff- und Wärmeübertragung 1 Leistungskontrolle TTD,
Grundlagen der Verfahrenstechnik K 5 240 2 1 Leistungskontrolle MVT
- Reaktionstechnik 1 Leistungskontrolle TVT,
1 Beleg und 1 Testat RT,
Energietechnik K 5 180 1 1 Leistungskontrolle und 5 Belege
Fach Art Sem. *) Daueer/min/ Faktor **) Leistungsnachweise/Prüfungsvorleistungen
Meßtechnik L Praktikumsschein
Werkstoffe M 6 30 1 1 Leistungskontrolle
Rheologie K 7 180 2 Praktikumsschein
Maschinen und Anlagen der Polymerverarbeitung K 8 240 4 2 Leistungskontrollen und Praktikumsschein
Qualitätsmanagement und -sicherung M 8 30 1 1 Leistungskontrolle
Produktdesign L Praktikumsschein
Mikrosystemtechnik M 6 30 2 1 Leistungskontrolle
Vertiefungsfach M 8 30 5 entsprechend den für das gewählte Fach zutreffenden Festlegungen
Technische Wahlpflichtfächer (mindestens vier SWS) L entsprechend den für das gewählte Fach zutreffenden Festlegungen
Einführung in die Betriebswirtschaftslehre L Teilnahmebescheinigung
Nichttechnisches Wahlpflichtfach (mindestens 2 SWS) L entsprechend den für das gewählte Fach zutreffenden Festlegungen
**) Die Wichtungsfaktoren in der oben genannten Tabelle werden bei der Bildung der Gesamtnote der Diplomvorprüfung bzw. Diplomprüfung berücksichtigt.
Die Prüfungen "Prozeßgrundlagen" und "Grundlagen der Verfahrenstechnik" sind Komplexprüfungen zu den jeweils angegebenen Teillehrgebieten.
Zulassungsvoraussetzungen zur Diplomvorprüfung bzw. Diplomprüfung sind außerdem der Nachweis des Grund- bzw. Fachpraktikums. Leistungen zur Diplomprüfung sind weiterhin zwei Studien-/Projektarbeiten und die Diplomarbeit.
Modellstudienplan für den Studiengang Werkstofftechnologie
5 Mischphasenthermodynamik/Stoffcharakerisierung
6 Praktikum Stoffdaten
7 Umweltschutz für Ingenieure
8 Technische Mechanik
9 Werkstoffkunde
10 Konstruktions- und Apparatetechnik P
- Maschinenelemente und Apparateelemente
12 Prozessgrundlagen P
- Stoffübertragung und Wärmeübertragung
13 Grundlagen der Verfahrenstechnik P
- Reaktionstechnik
- Verfahrenstechnisches Praktikum
14 Energietechnik
15 Einführung in die Biologie / Biochemie
16 Grundlagen der Sicherheitstechnik
17 Spezialgebiete der Mathematik
18 Nichttechnisches Wahlpflichtfach
3 Rheologie
4 Maschinen und Anlagen der Polymerverarbeitung
5 Qualitätsmanagement und -sicherung
7 Mikrosystemtechnik
8 Vertiefungsfach
9 Einführung in die Betriebswirtschaftslehre
10 Technische Wahlpflichtfächer
11 Nichttechnische Wahlpflichtfächer
Kunststoffkunde und -prüfung
Recycling von Anorganisch-Nichtmetallischen Werkstoffe
Anlagen- und Prozessgestaltung
Systemtechnik, Verarbeitungsmaschinen und -anlagen
Industrielle Methoden der Werkstoffcharakterisierung
Technische und nichttechnische Wahlpflichtfächer
- Numerische Methoden in der Werkstofftechnologie 2
- Automatisierungstechnik 4
- Handhabung von Schüttgütern 2
- Experimentelle Ermittlung dynamischer Modelle 2
- Vorlesungsangebote der übrigen Studiengänge des Fachbereiches Ingenieurwissenschaften
Berufsplanung Ingenieure
Vorlesungsangebote des Fachbereiches Mathematik/Informatik (z. B. Tensorrechnung für Ingenieure, partielle Differentialgleichungen usw.)

References: § 17
 § 2
 § 17
 § 31
 § 31
 § 22
 § 22
 § 18
 § 23
 § 15
 § 21
 § 23
 § 13
 § 17
 § 20
 § 12
 § 32
 § 16