Source: https://brasil.diplo.de/br-de/staatsangehoerigkeit/1009140
Timestamp: 2018-07-20 08:31:52+00:00

Document:
In diesem Abschnitt sind die wichtigsten Punkte der deutschen Gesetzgebung über die Staatsangehörigkeit zusammengefasst.
Mein Vorfahr war Deutscher – ich auch?
(Wieder-)Einbürgerung nach Artikel 116 Abs. 2 GG
Wiedereinbürgerung ehemaliger Deutscher / Ermessenseinbürgerung
Die deutsche Gesetzgebung über die Staatsangehörigkeit ist komplex und hat in den letzten Jahren eine Menge von Veränderungen durchgemacht. Um herauszufinden ob Sie die deutsche Staatsbürgerschaft besitzen, füllen Sie folgenden Fragebogen aus und senden Sie ihn der für Sie zuständigen Auslandsvertretung:
Staatsangehörigkeitsfragebogen DOC / 65 KB
Tipp: Wo finde ich die Unterlagen meiner deutschen Vorfahren?
Der Staatsangehörigkeitsausweis wird durch das Bundesverwaltungsamt (BVA) ausgestellt und ist ein rechtsverbindlicher Beweis Ihrer deutschen Staatsangehörigkeit. Das Verfahren ist gebührenpflichtig und dauert ca. zwei Jahre. Anträge können über die zuständigen deutschen Auslandsvertretungen eingereicht werden.
Um den Staatsangehörigkeitsausweis zu beantragen gehen Sie folgendermaßen vor:
1. Füllen Sie den Fragebogen aus und senden Sie ihn an die für Sie zuständige Auslandsvertretung:
Mit Bezug auf die Rückmeldung des Konsulatsbeamten, gehen Sie folgendermaßen vor:
2. Lesen Sie die Merkblätter:
Merkblatt Staatsangehörigkeitsfeststellungsverfahren PDF / 50 KB
Merkblatt Feststellung der deutschen Staatsangehörigkeit PDF / 70 KB
Merkblatt Erwerb und Verlust PDF / 42 KB
3. Füllen Sie die für Sie zutreffenden Formulare vollständig aus:
Formular F (für Antragsteller ab 16 Jahre) PDF / 258 KB
Formular FK (für Antragsteller bis 16 Jahre) PDF / 108 KB
Anlage V (Vorfahren) PDF / 130 KB
4. Nachdem Sie alles beisammen haben, gehen Sie zu der für Sie zuständigen Auslandsvertretung. Sie benötigen hierfür einen Termin
Im März 2012 hat das Bundesministerium des Innern für folgende Personenkreise privilegierte Einbürgerungsmöglichkeiten geschaffen:
1. Personen, die vor dem 01.01.1975 als Kind einer deutschen Mutter und eines ausländischen Vaters ehelich geboren sind, deren Mutter am Tag der Geburt
im Besitz der deutschen Staatsangehörigkeit war
oder ihre deutsche Staatsangehörigkeit zuvor nach damals geltendem Recht durch Eheschließung mit einem Ausländer verloren hatte
oder ihre deutsche Staatsangehörigkeit schon vor der Heirat durch Ausbürgerung zwischen 1933 und 1945 verloren hatte.
2. Personen, die vor dem 01.07.1993 als Kind eines deutschen Vaters und einer ausländischen Mutter unehelich geboren worden sind und deren Vater zum Zeitpunkt der Geburt
oder einen Anspruch auf Einbürgerung nach Art. 116 II GG gehabt hätte
die Anerkennung oder Feststellung der Vaterschaft vor Vollendung des 23. Lebensjahres nach deutschen Gesetzen wirksam erfolgt war.
Unerheblich ist es, wenn frühere Einbürgerungsmöglichkeiten nicht genutzt wurden.
Die zuständige Behörde, das Bundesverwaltungsamt (BVA), hat Merkblätter zusammengestellt, die Ihnen einen Überblick über die Voraussetzungen für eine Einbürgerung geben. Dort finden Sie auch Informationen zu den mit dem Antrag vorzulegenden Unterlagen und zum Verfahrensablauf. Ein Rechtsanspruch auf Wiedereinbürgerung besteht nicht.
Für eine Einbürgerung gehen Sie folgendermaßen vor:
1. Lesen Sie die Merkblätter:
Merkblatt zur Einbürgerung von vor dem 01.01.1975 ehelich geborenen Kindern deutscher Mütter und ausländischer Väter gemäß § 14 Staatsangehörigkeitsgesetz (StAG) PDF / 79 KB
Merkblatt zur Einbürgerung von vor dem 01.07.1993 unehelich geborenen Kindern deutscher Väter und ausländischer Mütter, gemäß § 14 Staatsangehörigkeitsgesetz (StAG) PDF / 74 KB
2 Füllen Sie das Formular vollständig aus:
Antrag auf Einbürgerung PDF / 199 KB
3. Falls Sie einen Dritten beauftragen möchten Sie zu vertreten, füllen Sie folgende Vollmacht aus:
Vollmacht PDF / 43 KB
Frühere deutsche Staatsangehörige, denen zwischen dem 30.01.1933 und dem 08.05.1945 die deutsche Staatsangehörigkeit aus politischen, rassischen oder religiösen Gründen entzogen worden ist, können sich auf ihre deutsche Staatsangehörigkeit berufen. Das gleiche gilt auch für die Nachkommen dieses Personenkreises, wenn Sie ohne die damalige Ausbürgerung Deutsche geworden wären.
Die Staatsangehörigkeit ist immer dann aus politischen, rassischen oder religiösen Gründen entzogen worden, wenn Sie entweder nach § 2 der 11. Verordnung zum Reichsbürgergesetz vom 25.11.1941 automatisch verloren ging (dies traf auf alle deutschen Staatsangehörigen jüdischen Glaubens zu, die zum Zeitpunkt des Inkrafttretens der Verordnung (27.11.1941) oder später ihren gewöhnlichen Aufenthalt im Ausland hatten) oder nach dem Gesetz über den Widerruf von Einbürgerungen und die Aberkennung der deutschen Staatsangehörigkeit vom 14.07.1933 im Einzelfall entzogen wurde.
Falls Sie Nachfahre eines Deutschen sind, der die deutsche Staatsangehörigkeit auf diese Weise verloren hat, gehen Sie folgendermaßen vor:
Hinweise zum Einbürgerungsanspruch nach Art. 116 Abs.2 GG PDF / 26 KB
Antrag nach Art 116 Abs 2 GG PDF / 61 KB
Die Wiedereinbürgerung ehemaliger Deutscher ist nach § 13 Staatsangehörigkeitsgesetz grundsätzlich möglich, wenn ein Interesse der Bundesrepublik Deutschland an der Einbürgerung besteht. Dies gilt auch dann, wenn sich der Wohnsitz der betreffenden Person im Ausland befindet.
Die zuständige Behörde, das Bundesverwaltungsamt (BVA), hat ein Merkblatt (s. rechts) zusammengestellt, das Ihnen einen Überblick über die Voraussetzungen für eine Einbürgerung gibt. Dort finden Sie auch Informationen zu den mit dem Antrag vorzulegenden Unterlagen und zum Verfahrensablauf. Ein Rechtsanspruch auf Wiedereinbürgerung besteht nicht.
Da nach dem deutschen Staatsangehörigkeitsrecht eine doppelte Staatsangehörigkeit zu vermeiden ist, müssen Einbürgerungsbewerber damit rechnen, dass sie ihre bisherige Staatsangehörigkeit aufgeben müssen. Gegebenenfalls sollten Sie die Gründe, die in Ihrem Fall dagegen sprechen, im Antrag detailliert benennen.
Für das Wiedereinbürgerungsverfahren ehemaliger Deutscher / Ermessenseinbürgerung, lesen Sie das Merkblatt und folgen den dort genannten Schritten.
Merkblatt Einbürgerung ehemaliger Deutscher aus dem Ausland gemäß § 13 Staatsangehörigkeitsgesetz (StAG) PDF / 74 KB
Merkblatt zur Einbürgerung ehemaliger Deutscher aus einem Mitgliedstaat der Europäischen Union oder der Schweiz gemäss § 13 Staatsangehörigkeitsgesetz (StAG) PDF / 71 KB
Falls Sie einen Dritten beauftragen möchten, Sie zu vertreten, füllen Sie folgende Vollmacht aus:
Sie möchten die brasilianische Staatsangehörigkeit erwerben, ohne die deutsche dadurch zu verlieren? Der Erwerb einer fremden Staatsangehörigkeit auf Antrag führt grundsätzlich zum Verlust der deutschen Staatsangehörigkeit (Ausnahme: der Erwerb einer anderen EU-Staatsangehörigkeit oder der Staatsangehörigkeit der Schweiz). Das können Sie nur verhindern, wenn Sie vor der Einbürgerung eine Beibehaltungsgenehmigung erhalten haben.
Diese muss beim Bundesverwaltungsamt beantragt und von dort genehmigt werden, bevor Sie die brasilianische Staatsangehörigkeit annehmen.
Für eine Beibehaltung gehen Sie folgendermaßen vor:
Merkblatt Beibehaltung der deutschen Staatsangehörigkeit PDF / 65 KB
Antrag auf Genehmigung der Beibehaltung der deutschen Staatsangehörigkeit - für Kinder bis 16 Jahre PDF / 52 KB
Antrag auf Genehmigung der Beibehaltung der deutschen Staatsangehörigkeit - für Personen ab 16 Jahre PDF / 55 KB
§ 4 Abs. 4 Satz 1 i.V.m. Satz 3 Staatsangehörigkeitsgesetz.
Ausführliche Informationen im Merkblatt:
Nichterwerb der deutschen Staatsangehörigkeit für im Ausland geborene Kinder deutscher Eltern PDF / 303 KB
Für eine Negativbescheinigung, gehen Sie folgendermaßen vor:
Merkblatt Negativbescheinigung zur deutschen Staatsangehörigkeit PDF / 31 KB
Antrag auf Erteilung einer Negativbescheinigung PDF / 23 KB
3. Nachdem Sie alles beisammen haben, gehen Sie zu der für Sie zuständigen Auslandsvertretung. Sie benötigen hierfür einen Termin
Hier finden Sie Informationen zu Apostille/Legalisationen, Beglaubigungen und Beurkundungen.
Hier finden Sie eine Liste der Ärzte, Anwälte und Übersetzer.

References: Art. 116
 § 14
 § 14
 § 2
 Art. 116
 § 13
 § 13
 § 13

§ 4