Source: http://kaiserreich-steamcommunity.de/forum/index.php?thread/42-vorschrift-%C2%A77-milit%C3%A4rische-vorgaben/
Timestamp: 2018-09-23 03:25:20+00:00

Document:
Vorschrift §7 - Militärische Vorgaben - Unsere Bundeswehr Vorschriften - Willkommen auf dem Forum der Kaiserreich-Community!
Bundeswehr Liberation
Unsere Bundeswehr Vorschriften
Vorschrift §7 - Militärische Vorgaben
§7.1 Namentliche Ausbildungsabschnitte:
Hinweis: Je nach Dienstgradzielgruppe muss man den Namen erweitern. Bei Mannschaftern oder generellen Abschnitten bleibt es unverändert.
Sobald es aber um spezialisierte Themen für beispielsweise Offiziere geht hieße es so: Fernmeldedienst für Offiziere
Ebenfalls können Abschnitte je nach Thema erweitert werden.
Beispiel für die Grundausbildung: Fernmeldedienst der Grundausbildung
Dies gilt für alle Themen die von der durchschnittlichen Vorgabe abweichen oder nur einen bestimmten Teil abdeckt.
Einweisung -> Eine Einweisung in eine Ausbildung.
Ausrüstung -> Vorstellung und Erklärung der Ausrüstung eines Soldaten.
Formaldienst -> Disziplin und das ordentliche & militärische Auftreten eines Soldaten.
Fernmeldedienst -> Informationen und der Umgang mit dem funken.
Geländedienst Grün -> Bezieht sich auf das Verhalten des Soldaten im Wald, auf der Wiese und generell auf dem ländlichen unter Einsatzbedingungen.
Sanitätsdienst -> Alles rund um das Thema militärische Medizin und Behandlung von Verletzungen.
Geländedienst Urban -> Bezieht sich auf das Verhalten des Soldaten in Ortschaften und Städten unter Einsatzbedingungen.
Geländedienst Weiß -> Bezieht sich auf das Verhalten des Soldaten auf Hügel und Gebirge unter Einsatzbedingungen.
Geländedienst Blau -> Bezieht sich auf das Verhalten des Soldaten beim abspringen und abseilen aus Flugobjekten unter Einsatzbedingungen.
Geländedienst Motorisiert -> Bezieht sich unabhängig vom Gelände auf den Umgang als Infanterie mit Fahrzeugen unter Einsatzbedingungen.
Geländedienst Mechanisiert -> Bezieht sich unabhängig vom Gelände auf den Umgang als Infanterie mit gepanzerten Fahrzeugen unter Einsatzbedingungen.
Geländedienst Simulation -> Bezieht sich auf eine zusammengefasste Simulation der bisher in der Ausbildung gelernten Inhalte unter Einsatzbedingungen.
Schießen [Waffe] -> Das Übungsschießen mit der jeweils genannten Waffe, beispielsweise eines Gewehrs.
Werfen [Wurfobjekt] -> Das Übungswerfen mit dem jeweils genannten Wurfobjekt, beispielsweise einer Granate.
- Einweisung [Weisung] -> Eine Einweisung auf die bezogene Weisung.
- Belehrung [Weisung] -> Eine Belehrung auf die bezogene Weisung.
- Unterweisung [Weisung] -> Eine Unterweisung auf die bezogene Weisung.
§7.2 Kartenkunde:
Grundsätzlich alles was Blau gezeichnet wird ist verbündet, alles was Rot gezeichnet wird ist feindlich, alles was grün gezeichnet wird unabhängig, alles was gelb gezeichnet wird Unbekannt und alles was Violett gezeichnet wird Zivilist. Alles was sonst zur strategischen Planung genutzt wird Schwarz.
Alle taktischen Zeichen und deren Bedeutung
Taktische Zeichen unserer Züge
Strategische Zeichen
Beispiel für eine Operation auf der Karte
In diesem Beispiel stellt der I. Zug den Operationsoffizier der die Operation von einem Temporären Außenposten aus, in diesem Fall der Radio Tower 043027, leitet und Kontrolliert. Ziel ist es die Ortschaft Cancon zu erobern. Zur Verfügung steht der II. Zug als Infanterie mit einer seperaten Panzergruppe und der III. Zug mechanisiert. Es wurden zwei Feindliche Trupps von der Aufklärung festgestellt und notiert. Beide haben 5 reguläre Soldaten (5S), 1 Antipanzer Soldat (1AT) und einen Maschinengewehr Schützen (1MG) im Trupp. Der untere feindliche Trupp hat desweiteren eine kleine feste Patrouillenroute.
Aufklären von Feindkräften auf der Karte
Wenn man Feinde effektiv bekämpfen will sollte man deren Position vorher aufklären. Damit man sich die Feindposition merken kann und ebenso Verbündete Kräfte davon erfahren markieren wir diese auf der Karte. Um eine einheitliche Sprache zu sprechen damit keine Fehler und Missverständnisse passieren haben wir eine klare Norm wie man Feinde markiert. Im oberen Bild werden die wichtigsten und häufigsten behandelt. Alles was im Bild in einer Klammer gesetzt ist, ist die Erklärung und alles was abgekürzt nach dem Symbol steht die genaue Beschreibung abgekürzt. Nicht wundern wenn es keinen Sinn ergibt, da sich die Abkürzungen aus englischen Begriffen ableiten.
§7.3 Formaldienst:
Marsch generell
Um die Abteilung zum Marschieren zu befehlen, muss sie erst in Marschrichtung bewegt werden. Hierzu befiehlt der Vorgesetzte „Rechts – um!“, wobei jeder Soldat der Abteilung sich gleichzeitig um 90° nach rechts dreht. Dabei ist das Kommando „Rechts -“ das Ankündigungskommando und „um!“ das Ausführungskommando. Anschließend befiehlt der kommandierende Vorgesetzte „Im Gleichschritt – Marsch!“. Um die Formation anzuhalten, befiehlt er „Abteilung – halt!“, wobei alle Soldaten stehen bleiben und sich in Ausgangsstellung, also in die ,,Rührt euch‘‘ Position, wechseln und auf weitere Befehle warten.
,,Kehrt - um!" immer um die linke Schulter!
§7.4 Geländedienste:
§7.4.1 Geländedienst Grün:
Geländedienst Grün bezieht sich auf das Verhalten des Soldaten, in ländlichen Einsatzgebieten (darunter zählen auch Wälder und Wiesen) unter Einsatzbedingungen.
§7.4.1.1 Geländedienst
Der Geländedienst ist die Grundlage des Geländedienst Grün. Der Soldat erlernt die grundlegenden Formatione (Schützenreihe, Feuerline, etc). Ebenfalls erlernt der Soldat die taktische Zeichensprache und die Bedeutung der einzelnen Zeichen und Befehle, um sich z.B im Feindgebiet lautlos verständigen zu können. Das ideale Verhalten im grünen und ausnutzen entsprechender Umgebungsmerkmale ist ebenfalls sehr wichtig.
§7.4.1.2 Schanzen
Dem Soldaten wird beigebracht gegen feindliche Kräfte zu wirken und das Gelände zum eigenen Vorteil zu nutzen. In Gefechtssituationen besteht die Möglichkeit, Gräben oder ähnliche Befestigungen als Deckung anzulegen. Dieser Vorgang wird als schanzen bezeichnet, dabei ist aber zu beachten, dass ein Soldat unter feindlichem Beschuss schlecht eine Befestigung errichten kann. Daher steht die Wirkung an höhere Stelle, als das schanzen selber. Folglich gilt unter Feindfeuer: Deckung suchen, mit Schüssen in die Richtung des Feindes wirken, ihn somit unterdrücken und in einer Feuerpause schanzen.
§7.4.1.3 Ausweichen
In machen Gefechten liegt der Vorteil beim Feind, aufgrund von Befestigungen, Vorbereitung, Hinterhalten oder besonderen Geländekenntnissen. In solch einer Situation bleibt häufig nur das Ausweichen als Option um unnötige Verluste zu vermeiden. Das Ausweichen bezeichnet das verlegen zu einem Punkt des Geländes, der durch die Geländeeingenschaften (z.B Häuser, Wälder oder andere Sichteinschränkungen für den Feind) den Feind dazu zwingt seine Deckungen zu verlassen. Es entstehen dadurch zwei Möglichkeiten. Möglichkeit A: Der Feind verlässt seine Deckung und folgt in einen Hinterhalt bzw. wird in für Ihn unvorteilhaften Gelände bekämpft. Möglichkeit B: Der Feind hält seine Positionen oder verstärkt seine Stellungen. Sollte Möglichkeit B eintreffen können die feindlichen Stellungen an verbündete Artillerie gemeldet und bekämpft werden. Ist keine Artillerie verfügbar kann ein alternativ Angriffsplan erstellt werden um die feindlichen zu umgehen und dein Feind zu flankieren.
§7.5 Meldungen:
Meldungen sind der formalmilitärische Standard der Kommunikation zwischen Untergebenen und Vorgesetzten.
Sie zeigen Respekt, Disziplin und geben das Anliegen direkt wieder. Um den Soldaten das erlernen der Meldungen abseits von Ausbildungen zu ermöglichen und zu erleichtern zeigen wir hier auf wie unsere Meldungen funktionieren.
Grundsätzliche Meldungen
- Häufigste Meldung für fast alles, bspl. für Anliegen:
,,Herr Major, Schütze Müller melde mich in dienstlicher Angelegenheit"
- Meldung wenn Sie sich auf Befehl treffen müssen bzw. gerufen wurden:
,,Herr Major, Schütze Müller melde mich wie befohlen"
- Meldung mit mehreren Personen:
,,Herr Major, Schütze Müller melde mich mit einem weiteren Soldaten in dienstlicher Angelegenheit" oder auch "wie befohlen" oder mit dem Auftrag
- Spezifizierte Meldung bei Abschluss einer befohlenen Aufgabe als Beispiel:
,,Herr Major, Schütze Müller melde Auftrag abgeschlossen, Fahrzeug wurde umgeparkt"
- Wenn Sie namentlich aufgerufen wurden:
,,Hier Herr Major!" + kurzes Stillgestanden
- Bevor Sie sich entfernen melden Sie sich immer ab:
,,Herr Major, Schütze Müller melde mich ab"
- Oftmals zu beginn sagt man versehentlich "meldet sich". Dies ist zu vermeiden und selbstständig abzugewöhnen
- "Wie befohlen" meldet man sich zum Beispiel auch wenn Ihnen befohlen wird ,,Ich treffe Sie in 30 Minuten in meinem Büro"
- Während jeder richtigen Meldung gehen Sie in das Stillgestanden bis der Vorgesetzte ,,Rührt euch" oder ,,Jawohl" sagt
- Bevor Sie in den Raum des Vorgesetzten eindringen und vor allem wenn dieser mit einer Tür geschlossen ist sagen Sie laut "Klopf Klopf" und warten auf ein ,,Herein" oder ,,Jawohl" bevor Sie eintreten dürfen. Wenn keine direkte Antwort kommt warten Sie eine Weile und versuchen Sie es dann erneut
- Wenn Sie befördert werden ruft Sie der zuständige Offizier beim Antreten namentlich auf. Sie treten einen Schritt nach vorn, gehen in das Stillgestanden und sagen laut ,,Hier Herr {Dienstgrad}". Der höchstrangige macht dann eine Meldung oder wenn die Personen den selben Dienstgrad haben dann macht die Meldung einer von ihnen für alle selbstständig
§7.6 Antreten:
Das Antreten ist wesentlicher Bestandteil des Militärs um die aktuelle Truppenstärke übersichtlich aufzunehmen und um Informationen, Befehle und Aufgaben zu verkünden. Hierbei stellen sich die Soldaten in einer Linie vor dem Befehlshabenden auf. Diese Linie kann auch zu einer "Brücke" werden, wenn bestimmte zusätzliche Organisationsteile vorhanden sind.
Formaldienst des Antretens
Grundsätzlich ist die Aufstellung in erster Linie nach Dienstgrad geordnet und in zweiter nach Organisation (Bspl. Gruppen, Züge). Ebenso wird sich in der Reihe immer an seinen rechten Nebenmann ausgerichtet, bezüglich der Höhe und wie gerade man stehen muss. Derjenige der keinen rechten Nebenmann hat, gibt die Gesamtrichtung an und ist in der Regel auch die vorderste Person.
Alternativ kann die Aufstellung auch nach Bedarf ausschließlich nach Dienstgrad, Truppengattung oder Aufgabenbereich aufgestellt werden.
Beim Antreten gibt es verschiedene Formalbefehle die von allen in der Antretelinie möglichst Zeitgleich ausgeführt werden müssen.
- ,,Stillgestanden"
Der Soldat betätigt die Raute Taste (#) und geht dauerhaft in das Stillgestanden
- ,,Richt euch"
Der Soldat dreht den Kopf nach rechts mit Blick auf die Schuhe des rechten Nebenmanns. Bis zum nächsten Befehl hat man Zeit sich perfekt an den rechten Nebenmann auszurichten. Um das Stillgestanden in Arma nicht abzubrechen, kann zwei mal die (Alt) Taste betätigt werden oder man kann diese währenddessen gedrückt halten
- ,,Die Augen geradeaus"
Die aktuelle Blickrichtung wird abgebrochen und man schaut einfach nur geradeaus
- ,,Die Augen Links / Rechts"
Der Blick geht in die genannte Richtung bzw. immer dorthin wo die Meldung vom aktuellen Befehlshabenden an seinen Vorgesetzten geht
- ,,Rührt euch"
Ihr drückt erneut die Raute Taste (#) und verlasst das Stillgestanden
Meldung als Befehlshabender an Vorgesetzte
Als Befehlshabender einer Antreteformation unter Dienstgrad Major wird ein höherrangiger falls nicht anders befohlen die Antreteformation abnehmen. Dazu wird eine Meldung an diesen Vorgesetzten gemacht.
- Der Vorgesetzte ist in Sicht, kommt auf die Formation direkt zu, vom Befehlshabenden aus rechts:
,,1. Kompanie fertig werden" (Signal zum Achtung!)
,,1. Kompanie - Stillgestanden"
,,Richt euch"
,,Augen gerade - aus"
,,Die Augen - rechts"
Der Befehlshabende macht rechts um und beginnt mit der Meldung zum Vorgesetzten wenn dieser vor einem steht:
,,Herr Major, Leutnant Müller melde 1. Kompanie angetreten"
Nach dem "Jawohl" des Majors geht der ursprüngliche Befehlshabene aus dem Stillgestanden und tritt in die Formation ein
Der neue Befehlshabende fährt wie folgt fort:
,,Die Augen gerade - aus"
,,1. Kompanie - Rührt euch"
*Dort kann eventuell ein ,,Guten Tag 1. Kompanie" kommen. Dann müssen alle in der Formation zurückgrüßen als Beispiel mit Major ,,Guten Tag Herr Major"
1. Kompanie Brückenformation
Von Vogelperspektive aus betrachtet steht der Befehlshabende unten, die Züge in einer Linie waagrecht oben (I. Zug links, II. Zug rechts daneben) und der Kompanietrupp Links senkrecht.
§7.7 Formationen:
§7.7.1 Schützenreihe
- Die Kreise stellen die Soldaten dar, X-Kreis Gruppenführer und /-Kreis Truppführer
- Die "Blitze" stellen den Kommunikationsweg dar, wer über wen kommuniziert
- Die blauen Bereiche sind die jeweils grob zugeteilten Sichtbereiche
Die Schützenreihe dient dem einfachen taktischen Marsch in einer Gruppe außerhalb des Kampfes. Wie auf dem Bild gezeigt, gehen (oder laufen) die Soldaten versetzt neben und hintereinander. Jeder Soldat hat seinen eigenen Sichtbereich auf den er so gut wie immer zu achten hat. Die Gruppe kann, je nach Befehl des Gruppenführers, per Handzeichen oder Rufen miteinander kommunizieren. Logischerweise sollte man wenn man getarnt sein möchte nur Handzeichen nutzen. Man kann auf sich mit pfeifen oder einem "psst" auf sich aufmerksam machen, oder die Person auf die Schulter klopfen.
§7.7.2 Schützenrudel
- Der rote Pfeil ist die Bewegungsrichtung
- Die Zahlen in den Kreisen ist die Reihenfolge der Soldaten aus der Schützenreihe
Das Schützenrudel ist für das überqueren offener Flächen oder Wälder die keine direkte Begrenzung haben. Ebenfalls ist dies die optimale Formation im Feuerkampf wenn man dem Feind gegenüber steht um friendly fire in der Gruppe zu vermeiden. Das Schützenrudel kann auch aus der Schützenreihe heraus geformt werden, Dafür müssen, wie nummeriert, die entsprechenden Soldaten im Schritt die jeweilige Position einnehmen. Im Bild gehen die Soldaten 2-4 links von Soldat 1 (Truppführer) und die restlichen Soldaten 5-7 (inklusive Gruppenführer) auf die rechte Seite von Soldat 1 (Truppführer). Alle konzentrieren sich auf die Front bis auf die Soldaten am Rand die nach außen sichern. Das Schützenrudel kann auch wieder in eine Schützenreihe umgegliedert werden.
§7.7.3 Verbundene Schützenreihe
Die Verbundene Schützenreihe funktioniert fast wie die normale Schützenreihe nur zwischen Infanterie und beliebiger KFZ. Hier ein Beispielbild:
- In der Mitte befindet sich das KFZ, in diesem Fall ein beliebiger Panzer
- Die blauen Bereiche sowie der graue Bereich oben sind die jeweils grob zugeteilten Sichtbereiche
- Die schwarzen Balken am Rand sind der Straßenrand
Wichtig dabei ist dass das KFZ zusammen mit der Infanterie langsam vorgeht (Schrittgeschwindigkeit) und sich gegenseitig absichert und unterstützt. Der ständige Funkkontakt und die Kommunikation zwischen den Soldaten ist sehr wichtig für einen reibungslosen Ablauf. Die Infanterie hat in der Formation den höheren Stellenwert und das Kommando, allerdings orientiert sich die Infanterie an die Richtung des KFZ.

References: §7
 §7

§7

§7

§7

§7

§7

§7

§7

§7

§7

§7

§7

§7

§7

§7