Source: https://www.afp-medienrecht.de/37400.htm
Timestamp: 2019-10-23 16:48:51+00:00

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In der aktuellen Ausgabe der AfP (Heft 4, Erscheinungstermin: 20. August 2014) lesen Sie folgende BeitrÃ¤ge und Entscheidungen.
Fricke, Michael / Gerecke, Martin, Informantenschutz und Informantenhaftung, AFP 2014, 293-299
Der Beitrag befasst sich mit der rechtlichen Absicherung des Schutzes der Presseinformanten sowie mit deren Haftungsrisiko bei der Weitergabe ungesicherter Informationen. Vorgestellt wird ein LÃ¶sungsvorschlag zur Vermeidung der BeweisfÃ¤lligkeit der Medien bei zugesichertem Informantenschutz. AuÃŸerdem wird davor gewarnt, den Informanten fÃ¼r VersÃ¤umnisse der Redaktion im Rahmen der Recherche mit einstehen zu lassen.Die Medien sind bei ihrer Berichterstattung hÃ¤ufig auf Informanten angewiesen. Journalisten kÃ¶nnen nur im begrenzten Umfang selbst recherchieren. Insbesondere der investigative Journalismus, der MissstÃ¤nde aufdeckt, ist praktisch nicht denkbar ohne die Bereitschaft von Informanten, Medien Hinweise zu geben. Dass Skandale wie â€œWatergateâ€œ, der Fall Barschel oder jÃ¼ngst die Manipulationen des ADAC bei der Wahl des Lieblingsautos der Deutschen (www.sueddeutsche.de/auto/falsche-zahlen-bei-der-leserwahl-manipulation-beim-gelben-engel-1.1862654, letzter Abruf: 11.7.2014.) ans Licht kamen, ist Informanten zu verdanken. Der aktuell wohl prominenteste Informant ist Edward Snowden, der die Medien schon seit geraumer Zeit sukzessive mit einer Vielzahl von Informationen Ã¼ber die weltweite ÃœberwachungstÃ¤tigkeit des amerikanischen Geheimdienstes NSA, fÃ¼r den er frÃ¼her tÃ¤tig war, beliefert. Edward Snowden ist dadurch mittlerweile selbst zu einer Person des Ã¶ffentlichen Interesses geworden. FÃ¼r einen Informanten ist dies indes die Ausnahme. Oft wollen Informanten anonym bleiben, und die Medien sichern ihnen das im Regelfall auch zu als Voraussetzung dafÃ¼r, dass sie ihnen Informationen liefern. Der Wunsch nach AnonymitÃ¤t ist nachvollziehbar, wenn anderenfalls Repressalien drohen. Die Medien mÃ¼ssen aber immer auch in Rechnung stellen, dass Informanten sie instrumentalisieren kÃ¶nnen, um Dritten zu schaden. Es gibt nicht nur lautere Motive, die Informanten leiten, sondern auch Missgunst, Rache oder Geltungsdrang. Wenn dann mittels der Medien GerÃ¼chte gestreut werden, an denen keinerlei Informationsinteresse der Ã–ffentlichkeit besteht, laufen die Medien Gefahr, Rechte der Betroffenen zu verletzen. Die Arbeit mit Informanten ist daher stets auch mit einem besonderen Haftungsrisiko verbunden.Die Rechtsordnung muss die legitimen Schutzinteressen des lauteren Informanten, die Informationsinteressen der Ã–ffentlichkeit und die Rechte der von Informationen Betroffenen austarieren. Einerseits ist dem AnonymitÃ¤tsinteresse des Informanten Rechnung zu tragen, andererseits muss der Informationsfluss zu den Medien ermÃ¶glicht werden. AuÃŸerdem mÃ¼ssen Vorkehrungen getroffen werden, um Betroffene vor Ã¼bereilter VerÃ¶ffentlichung haltloser Informationen und damit einhergehenden Rechtsverletzungen zu schÃ¼tzen. Und schlieÃŸlich dÃ¼rfen Sanktionen bei Rechtsverletzungen nicht so bemessen sein, dass der Ã–ffentlichkeit dadurch legitime Informationen vorenthalten werden. Der nachfolgende Beitrag geht der Frage nach, inwieweit das deutsche Recht dies aktuell leistet. Dabei werden zunÃ¤chst die bestehenden MÃ¶glichkeiten und Grenzen des Informantenschutzes beschrieben (I.), um anschlieÃŸend darzulegen, welche Sanktionen Informanten im Fall von Rechtsverletzungen drohen (II.). Dass die hiermit angesprochene Frage der Informantenhaftung kritisch auf den PrÃ¼fstand zu stellen ist, zeigte zuletzt der BGH-Fall â€œSÃ¤chsische KorruptionsaffÃ¤reâ€œ, in dem u.a. eine Informantin wegen einer rechtswidrigen Medienberichterstattung zu einer hohen GeldentschÃ¤digung verurteilt wurde (BGH, Urt. v. 17.12.2013 â€“ VI ZR 211/12, AfP 2014, 135).
Jipp, Daniel, Zum Folgenbeseitigungsanspruch bei BuchverÃ¶ffentlichungen â€“ Der RÃ¼ckrufanspruch, AFP 2014, 300-303
Der medienrechtliche RÃ¼ckrufanspruch bei BuchverÃ¶ffentlichungen hat noch keine allgemeine Anerkennung in Rechtsprechung und Literatur gefunden. Der RÃ¼ckruf stellt fÃ¼r den Betroffenen ein effektives Instrument zur Wahrung und Wahrnehmung seiner Rechte dar. Der Beitrag soll der medienrechtlichen Praxis Bausteine an die Hand geben, wann ein RÃ¼ckruf von BÃ¼chern gefordert, wie dieser ausgestaltet werden kann und wann die besonderen wirtschaftlichen Interessen der Verlage Ã¼berwiegen mÃ¼ssen.
Ulmer, Ludwig, Pressegrosso: Einer fÃ¼r alle, alle fÃ¼r Monopole, Zugleich Urteilsbesprechung OLG DÃ¼sseldorf, VI â€“ U (Kart) 7/12, AFP 2014, 303-308
Der Beitrag beschÃ¤ftigt sich mit der Entscheidung des OLG DÃ¼sseldorf, VI â€“ U (Kart) 7/12 zur Vereinbarkeit des zentralen Verhandlungsmandats des Bundesverbandes Deutscher Buch-, Zeitungs- und Zeitschriften-Grossisten und der aus diesem Urteil erwachsenden Folgen fÃ¼r das deutsche System des Pressegrosso.
Ory, Stephan, VolontÃ¤re fallen nicht unter das Mindestlohngesetz, AFP 2014, 308-309
Imgrund, Anke, â€œDatenschutz im digitalen Zeitalter â€“ global, europÃ¤isch, nationalâ€œ, , AFP 2014, 310-311
Eickemeier, Dominik / Hofmann, Ruben A., , AFP 2014, 311-314
Witting, JÃ¶rg / Stulz-Herrnstadt, Michael / JÃ¤ger, Martin, Medienkartellrecht, AFP 2014, 314-316
Mindestlohn fÃ¼r Zeitungszusteller kommt stufenweise, AFP 2014, 316
Verlage leiten Verfahren gegen Google ein, AFP 2014, 316
Neue Umsatzsteuer-Regeln fÃ¼r E-Books und E-Paper, AFP 2014, 316-317
EU-Kommission forciert Durchsetzung von Urheberrechten, AFP 2014, 317
Bundesregierung plant Schlichtungsstelle fÃ¼r LÃ¶schung von Suchmaschinen-Treffern, AFP 2014, 317
EGMR v. 14.1.2014 - 73579/10, Zu einer BuchverÃ¶ffentlichung aus dem Intimleben eines Politikers, AFP 2014, 317-320
BGH v. 8.1.2014 - I ZR 169/12, Zur StÃ¶rerhaftung des Inhabers eines Internetanschlusses fÃ¼r Rechtsverletzungen eines volljÃ¤hrigen Familienmitglieds, AFP 2014, 320-324
BGH v. 8.4.2014 - VI ZR 197/13, Zur fotografischen Wiedergabe von Teilnehmern eines Mieterfestes ohne deren Einwilligung, AFP 2014, 324-325
BGH v. 29.4.2014 - VI ZR 137/13, Zur Berichterstattung Ã¼ber das KindschaftsverhÃ¤ltnis einer Person, AFP 2014, 325-328
BGH v. 29.4.2014 - VI ZR 246/12, Zur Vererblichkeit des Anspruchs auf GeldentschÃ¤digung, AFP 2014, 328-331
BGH v. 20.5.2014 - VI ZB 9/13, Zur Kostentragung bei Unterlassungsbegehren von Lebenspartner zur gleichen Berichterstattung, AFP 2014, 331-332
OLG Brandenburg v. 28.2.2013 - (2) 53 Ss 4/13 (8/13), Zur Meinungsfreiheit bei der Ã„uÃŸerung objektiv unzutreffender strafrechtlicher Bewertungen, AFP 2014, 332-334
OLG Dresden v. 27.3.2013 - 4 W 295/13, Zum generellen Verbot eines Redaktionsschwanzes unter einer abgedruckten Gegendarstellung, AFP 2014, 334-335
OLG Celle v. 23.4.2013 - 13 W 32/13, Zum Streitwert bei Unterlassungsanspruch gegen eine Werbung, AFP 2014, 335-336
OLG Hamburg v. 13.6.2013 - 3 U 15/12, Zur getarnten Werbung im Zusammenhang mit einem redaktionellen Gewinnspiel in einem Anzeigenblatt, AFP 2014, 336-338
OLG Hamburg v. 2.7.2013 - 7 U 78/12, Zur Berichterstattung Ã¼ber eine Strafanzeige gegen den GeschÃ¤ftsfÃ¼hrer einer KÃ¶rperschaft des Ã–ffentlichen Rechts, AFP 2014, 338-339
OLG KÃ¶ln v. 25.7.2013 - 15 U 87/13, Zur unverzÃ¼glichen Zuleitung einer Ã¼berarbeiteten Gegendarstellung, AFP 2014, 340-344
OLG KÃ¶ln v. 31.1.2014 - 6 U 145/13, Zur Anwendung Gemeinsamer VergÃ¼tungsregeln fÃ¼r Zeitungsjournalisten, AFP 2014, 344-346
OLG Hamm v. 13.2.2014 - 22 U 98/13, Zur Anwendung der MFM-Honorarempfehlungen auf nicht professionelle Fotos, AFP 2014, 346-347
OLG MÃ¼nchen v. 25.2.2014 - 18 U 2770/13 Pre, Zum GeldentschÃ¤digungsanspruch bei Verletzung des Rechtes am eigenen Bild, AFP 2014, 347-352
OLG Stuttgart v. 2.4.2014 - 4 U 174/13, Zur zulÃ¤ssigen BildverÃ¶ffentlichung des Vaters eines AmoklÃ¤ufers, AFP 2014, 352-356
OLG ZweibrÃ¼cken v. 3.4.2014 - 4 U 208/12, Zur stillschweigenden RechteeinrÃ¤umung fÃ¼r FotoverÃ¶ffentlichungen in der E-Paper-Ausgabe, AFP 2014, 356-358
KG v. 12.3.2014 - 24 W 21/14, Zum urheberrechtlichen Schutz einer Ministeriumsvorlage, AFP 2014, 358-359
LG DÃ¼sseldorf v. 10.4.2013 - 2a O 235/12, Zur Schadensersatzzahlung wegen einer unberechtigten Nennung eines Autors im Impressum einer Zeitschrift, AFP 2014, 359-360
LG KÃ¶ln v. 14.8.2013 - 28 O 118/13, Zur Verletzung des Rechts am eigenen Bild durch eine sog. DoppelgÃ¤ngerwerbung, AFP 2014, 360-364
LG KÃ¶ln v. 23.10.2013 - 28 O 263/13, Zur wirksamen Vereinbarung eines â€œMedienkontrollzuschlagesâ€œ durch eine Verwertungsgesellschaft, AFP 2014, 364-365
LG Frankfurt/M. v. 8.5.2014 - 2-03 O 500/13, Zur Klagebefugnis eines Branchenverbandes wegen kritischer Ã„uÃŸerungen Ã¼ber die vertretene Branche, AFP 2014, 365-367
AG Hamburg v. 30.1.2014 - 22a C 100/13, Zur Gerichtsstandswahl bei Klagen wegen InternetverÃ¶ffentlichungen, AFP 2014, 368-370
LAG Niedersachsen v. 22.10.2013 - 1 TaBV 53/13, Zur ZustÃ¤ndigkeit einer Einigungsstelle fÃ¼r die Arbeitszeiterfassung von Redakteuren, AFP 2014, 370-371
VGH Bayern v. 19.9.2013 - 7 B 12.2358, Zur entwicklungsbeeintrÃ¤chtigenden Wirkung eines Telemedien-Angebotes, AFP 2014, 371-375
VGH Bayern v. 27.3.2014 - 7 CE 14.253, Zum Auskunftsanspruch zu staatsanwaltlichen Ermittlungen im Rahmen sichergestellter Kunstwerke, AFP 2014, 375-378
OVG Rheinland-Pfalz v. 29.4.2014 - 2 A 10894/13.OVG, Zu einer unzulÃ¤ssigen Vermischung von Programmhinweis und Werbeeinblendung, AFP 2014, 378-383
OVG NW v. 16.6.2014 - 5 B 1189/13, Zu den Anforderungen an den Anordnungsgrund bei Auskunftsverlangen der Medien, AFP 2014, 383-384
OVG Berlin-Brandenburg v. 2.7.2014 - OVG 6 S 30.14, Zum Anspruch eines Pressevertreters auf Zutritt zu einem GebÃ¤ude, AFP 2014, 384-385
BSG v. 11.3.2014 - B 11 AL 5/13 R, Zum Vorliegen eines fortlaufenden ArbeitsverhÃ¤ltnisses trotz hÃ¤ufiger Befristungen, AFP 2014, 385-386
Hillig, Hans-Peter, Zu einem Kommentar Ã¼ber das Verlagsrecht, AFP 2014, 387-388
Literatur, AFP 2014, 388
Verlag Dr. Otto-Schmidt vom 11.08.2014 13:47

References: EGMR 

BGH 

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