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Timestamp: 2019-10-21 17:07:04+00:00

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Rechtsprechung: 7 A 14/93 - dejure.org
Weitere Entscheidungen unten: BVerwG, 30.09.1993 | VG Göttingen, 09.03.1994
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BVerwG, 30.08.1993 - 7 A 14.93 (https://dejure.org/1993,277)
BVerwG, Entscheidung vom 30.08.1993 - 7 A 14.93 (https://dejure.org/1993,277)
BVerwG, Entscheidung vom 30. August 1993 - 7 A 14.93 (https://dejure.org/1993,277)
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BVerwG, 30.09.1993 - 7 A 14.93
NVwZ 1994, 371
DVBl 1994, 354 (Ls.)
ZfBR 1994, 43
Wenn es in der Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts heißt, daß eine Gemeinde eine Fachplanung grundsätzlich nur "abwehren" kann, wenn ihre eigene Planung hinreichend konkret und verfestigt ist (BVerwG, Urteil vom 27. August 1997 - BVerwG 11 A 18.96 - UPR 1998, 112; BVerwGE 100, 388 ) und sich die Fachplanung hierauf unmittelbar und gewichtig auswirkt (BVerwGE 69, 256 ), wofür die Gemeinde die "Darlegungslast" trägt (BVerwGE 100, 388 ; Urteil vom 34. August 1993 - BVerwG 7 A 14.93 - Buchholz 442.08 § 36 BBahnG Nr. 23 = NVwZ 1994, 371), so wird damit ausschließlich die für eine erfolgreiche Klage erforderliche materielle Rechtsposition der Gemeinde beschrieben; für die Klagebefugnis ist bereits die Möglichkeit eines derartigen gemeindlichen Abwehrrechts ausreichend (vgl. BVerwG, Urteil vom 30. August 1993 - BVerwG 7 A 14.93 - a.a.O.).
Das gilt vor allem deshalb, weil es der Gemeinde aus formellen (§ 20 Abs. 1 Nr. 1 AEG), aber - im Hinblick auf ihre insoweit bestehende Darlegungslast (BVerwGE 100, 388 ; Urteil vom 30. August 1993 - BVerwG 7 A 14.93 - a.a.O.) - auch aus materiellrechtlichen Gründen oblag, solche Umstände rechtzeitig in das Planfeststellungsverfahren einzubringen.
Ohnehin kann sich allein aus einem bloßen Anpassungsbedarf, der unmittelbar an der Bahnstrecke gelegene Gebiete betrifft, wegen der seit langem bestehenden Vorbelastung und Prägung des Gebietes durch die Bahnstrecke und der hieraus resultierenden Pflicht der Gemeinde, ihre Planung hierauf abzustimmen, keine Verletzung ihrer Planungshoheit ergeben (vgl. BVerwG, Urteil vom 30. August 1993 - BVerwG 7 A 14.93 - a.a.O.).
Soweit die Klägerin zu 2 geltend macht, in einem erheblichen Teil ihres Gemeindegebietes werde die enteignungsrechtliche Zumutbarkeitsschwelle erreicht, legt sie nicht dar, daß und in welcher Weise sie hierauf reagieren müßte; es fehlt mithin an einem konkreten Bezug zur Planungshoheit (vgl. BVerwG, Urteil vom 30. August 1993 - BVerwG 7 A 14.93 a.a.O.).
Ebenso ist es ihre Sache darzutun, worin die möglichen Konflikte liegen und warum trotz Abstimmung der Bauleitplanung auf die vorgegebene Situation bauleitplanerische Mittel nicht ausreichen, die Konflikte zu lösen (vgl. BVerwG, Urteil vom 30. August 1993 - BVerwG 7 A 14.93 - Buchholz 442.08 § 36 BBahnG Nr. 23).
Ebenso ist es ihre Sache darzutun, worin die möglichen Konflikte liegen und warum trotz Abstimmung der Bauleitplanung auf die vorgegebene Situation bauleitplanerische Mittel nicht ausreichen, die Konflikte zu lösen (…vgl. z.B. BVerwG, Urt. v. 27.3.1992, aaO; Urt. v. 30.8.1993 - 7 A 14.93 -, Buchholz 442.08 § 36 BBauG Nr. 23 = NVwZ 1994, 371).
Diese Frist begann mit Erhebung der Klage (vgl. BVerwG, Urteil vom 30. August 1993 - BVerwG 7 A 14.93 - Buchholz 442.08 § 36 BBahnG Nr. 23 = NVwZ 1994, 371 [BVerwG 30.08.1993 - 7 A 14/93]; BVerwG, Urteil vom 31. März 1995 - BVerwG 4 A 1.93 - BVerwGE 98, 126 = NVwZ 1995, 901 [BVerwG 31.03.1995 - 4 A 1/93]).
Diese Frist besteht kraft Gesetzes (vgl. BVerwG, Urteil vom 30. August 1993 - BVerwG 7 A 14.93 - a.a.O.).
Der Antrag war indes nicht geeignet, das verspätete Vorbringen zu entschuldigen (vgl. auch BVerwG, Urteil vom 30. August 1993 - BVerwG 7 A 14.93 - a.a.O.).
Das jedem Kläger gemäß § 100 Abs. 1 VwGO zustehende prozessuale Recht auf Akteneinsicht führt nicht dazu, die in § 5 Abs. 3 Satz 1 VerkPBG gesetzlich für den Regelfall festgelegte Begründungsfrist zu erweitern (vgl. auch BVerwG, Urteil vom 30. August 1993 - BVerwG 7 A 14.93 - a.a.O.).
vgl. BVerwG, Beschlüsse vom 5. November 2002 - 9 VR 14.02 -, NVwZ 2003, 207, und vom 15. Oktober 1998 - 4 B 94.98 -, Buchholz 406.27 § 15 BBergG Nr. 1, (3); Urteil vom 30. August 1993 - 7 A 14.93 -, NVwZ 1994, 371 ff.; VerfGH NRW, Urteil vom 9. Juni 1997 - 20/95 u.a. -, OVGE 46, 295 (303 ff.).
Dieser Schriftsatz enthielt aber keine weiteren Angaben zu den Absichten der Antragstellerin, die auf deren hinreichende Konkretisierung hätten hindeuten können und denen der Verwaltungsgerichtshof hätte nachgehen müssen (zu den Anforderungen an die Darlegungslast der Gemeinde bezüglich ihrer konkreten Planung vgl. Urteil vom 30. August 1993 - BVerwG 7 A 14.93 - Buchholz 442.08 § 36 BBahnG Nr. 23).
Ein späterer vertiefender Vortrag steht dem nicht entgegen (vgl. BVerwG, Urteil vom 30. August 1993 - BVerwG 7 A 14.93 - Buchholz 442.08 § 36 BBahnG Nr. 23 = NVwZ 1994, 371 [BVerwG 30.08.1993 - 7 A 14/93]).
Auch dem Antragsvorbringen sind keine Angaben zu bestimmten, die gemeindliche Planung konkretisierende und verfestigende Umstände zu entnehmen (vgl. zu den Anforderungen an die Darlegungslast der Gemeinde bezüglich ihrer konkreten Planung BVerwG, Beschluss vom 15.04.2004 - 7 BN 4.02 -, DVBl. 2003, 1074 = NVwZ 2003, 1116 = ZFW 2004, 229; Urteil vom 30.08.1993 - 7 A 14.93 -, Buchholz 442.08 § 36 Bundesbahngesetz Nr. 23).
BVerwG, 18.11.1996 - 11 VR 2.96
Verfassungsrecht - Anspruch auf rechtliches Gehör und Akteneinsicht; …
BVerwG, 18.06.1996 - 4 A 15.96
Voraussetzungen für die Aufhebung eines Planfeststellungsbeschlusses - …
BVerwG, 21.07.1994 - 7 VR 9.94
https://dejure.org/1993,10775
BVerwG, 30.09.1993 - 7 A 14.93 (https://dejure.org/1993,10775)
BVerwG, Entscheidung vom 30.09.1993 - 7 A 14.93 (https://dejure.org/1993,10775)
BVerwG, Entscheidung vom 30. September 1993 - 7 A 14.93 (https://dejure.org/1993,10775)
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Planfeststellungsverfahren - Ausbau einer Bundesbahnstrecke - Substantiierungspflicht - Verwirklichung geplanter Neubaugebiete - Fristbeginn
DVBl 1994, 354
Damit soll für das Gericht und die übrigen Beteiligten klar und unverwechselbar feststehen, unter welchen tatsächlichen Gesichtspunkten eine behördliche Entscheidung angegriffen wird, was späteren lediglich vertiefenden Tatsachenvortrag nicht ausschließt (so bereits zu Vorgängervorschriften BVerwG, Urteile vom 30. September 1993 - 7 A 14.93 - Buchholz 442.08 § 36 BBahnG Nr. 23 S. 53 und vom 31. März 1995 - 4 A 1.93 - BVerwGE 98, 126 ;… s. ferner Fellenberg/Schiller, in: Landmann/Rohmer, Sonderdruck UmwRG, 2018, § 6 Rn. 8).
Von einer ortsbildprägenden Maßnahme in Zusammenhang mit dem weit außerhalb der geschlossenen Ortslage errichteten Masten zu sprechen, geht fehl (vgl. Urteil vom 30. September 1993 - BVerwG 7 A 14.93 - NVwZ 1994, 371 = juris Rn. 38).
Nach der Rechtsprechung des BVerwG (Urteil vom 30. September 1993 -7 A 14.93 -, NVwZ 1994, 371;… s. auch Schenk in: Sieder/Zeitler/Dahme, WHG Kommentar, Stand September 2007, § 31 Rdnr. 98 m.w.N.), der die Kammer folgt, muss die Gemeinde darlegen, welche Pläne berührt sind, welchen Inhalt sie haben, in welchem Planungsstadium sie sich befinden, worin die möglichen Konflikte liegen und warum trotz Abstimmung der Bauleitplanung auf die vorgegebene Situation bauleitplanerische Mittel nicht ausreichen, die Konflikte zu lösen.
Jedenfalls muss der Lebenssachverhalt, aus dem der Kläger den mit seiner Klage verfolgten Anspruch herleiten will, unverwechselbar feststehen; ein lediglich vertiefender späterer Vortrag ist nicht ausgeschlossen (vgl. BVerwG, Urteil vom 30. September 1993 -7 A 14.93 -, NVwZ 1994, 371).
§ 18e Abs. 5 AEG will sicherstellen, dass mit dem Ablauf der in dieser Norm bezeichneten Frist der Lebenssachverhalt, aus dem der mit der Klage geltend gemachte Anspruch hergeleitet wird, unverwechselbar feststeht, so dass das Gericht seine prozessleitende Tätigkeit hieran ausrichten kann, um den Rechtsstreit alsbald entscheidungsreif zu machen; es soll nicht gezwungen sein, sich nach dem Ablauf der Frist mit neuen Lebenssachverhalten auseinanderzusetzen, wenn dies zu einer Verzögerung des Rechtsstreits führen würde (BVerwG, U.v. 30.9.1993 - 7 A 14.93 - NVwZ 1994, 371/372 zu § 5 Abs. 3 VerkPBG).
Unberührt bleibt demgegenüber das Recht, fristgerechtes Vorbringen auch nach dem Ende der Sechswochenfrist noch zu vertiefen (BVerwG, U.v. 30.9.1993 - 7 A 14.93 - NVwZ 1994, 371/372;… B.v. 17.2.1997 a.a.O. S. 593).
Es spricht einiges dafür, darin in Verbindung mit den bebauungsplanmäßig bereits umgesetzten (Teil-)Gewerbegebieten "Reutacker I" und "Reutacker II" nach dem "objektiven Stand" der Bauleitplanung eine hinreichende planerische Konkretisierung zu sehen, die als Belang im Rahmen der Fachplanung beachtlich war (so wohl auch BVerwG, Urt. v. 30.09.1993 - 7 A 14.93 - NVwZ 1994, 371).
VG Göttingen, 09.03.1994 - 7 A 14/93
https://dejure.org/1994,43623
VG Göttingen, 09.03.1994 - 7 A 14/93 (https://dejure.org/1994,43623)
VG Göttingen, Entscheidung vom 09.03.1994 - 7 A 14/93 (https://dejure.org/1994,43623)
VG Göttingen, Entscheidung vom 09. März 1994 - 7 A 14/93 (https://dejure.org/1994,43623)
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OVG Niedersachsen, 21.11.1994 - 18 L 1863/94
Jedenfalls muss der Lebenssachverhalt, aus dem ein Kläger den mit seiner Klage verfolgten Anspruch herleiten will, unverwechselbar feststehen; ein lediglich vertiefender späterer Vortrag ist nicht ausgeschlossen (vgl. BVerwG, Urteil vom 30. September 1993 -7 A 14.93 -, NVwZ 1994, 371 [BVerwG 30.08.1993 - 7 A 14/93]).
Etwas anderes könnte gelten, wenn trotz Abstimmung der Bauleitplanung auf die vorgegebene Situation einer bestehenden Bahnlinie mit der daraus entstehenden Beeinträchtigungen bauleitplanerische Mittel nicht ausreichen, den Konflikt zwischen Wohnnutzung und Betrieb der Bahnstrecke zu lösen (vgl. BVerwG, Urt.v. 30.09.1993 - 7 A 14.93 -, NVwZ 1994, 371 (372) [BVerwG 30.09.1993 - 7 A 14/93] ).

References: § 36
 § 36
 § 36
 § 36
 § 100
 § 5
 § 15
 § 36
 § 36
 § 36
 § 36
 § 6
 § 31

§ 18
 § 5