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Timestamp: 2020-03-29 02:06:10+00:00

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aus dem bezirk affoltern I Nr. 067 I 172. Jahrgang I Dienstag, 28. August 2018
Doppel-Totalschaden
Auf der Baarerstrasse bei der Blinkmatt sind zwei Autos heftig zusammengeprallt. > Seite 3
Der Geschenkladen des Vereins Die Alternative ist schon bald Geschichte. > Seite 4
Gefährliche Fenster
Die Kirchenfenster auf der Südseite der Kappeler Klosterkirche drohen aus der Fassung zu fallen. > Seite 5
Festhütte Zwillikon Auf das Jubiläumsschiessen folgte am Wochenende das «Dorffäscht» beim Schützenhaus. > Seite 7
Schluss mit der ständigen Dringlichkeit
................................................... von thomas stöckli Die Leistungsaufträge der Zürcher Spitäler sind bis Ende 2021 befristet. Für die Zeit ab 2022 müssen sie sich neu bewerben. «Wir müssen damit rechnen, nicht alle Angebote weiterführen zu können», informierte Heinz Spälti, Mitglied der Spital-Betriebskommission (BK) die Vertreter der Ämtler Gemeinden an der Delegiertenversammlung. Um die Aufträge für die
gewünschten Disziplinen zu erhalten, stehen die Spitäler in der Pflicht, den Nachweis zu erbringen für Wirksamkeit, Zweckmässigkeit und Wirtschaftlichkeit. Zudem müssen die von der Gesundheitsdirektion geforderten Mindestfallzahlen belegt werden. Dabei sind die neu formierte BK um Präsident Stefan Gyseler und die Spitalleitung in vielfältiger Hinsicht gefordert. Welche Angebote muss man hinterfragen, wo lohnt sich ein Ausbau? Wie gross ist der Bedarf und welche Mindestgrösse braucht es für einen wirtschaftlichen Betrieb? Wo machen Kooperationen mit Partnern wie dem Triemli, dem Kantonsspital Zug oder mit Muri Sinn? Es gilt ständig, Abläufe zu optimieren, Sparpotenzial zu orten und die Effizienz zu steigern, das Vertrauen von Hausärzten, Patienten und Gemeinden zurückzu-
Geselligkeit und attraktive Bahnen
Knonauer Chilbi mit Jahrgängertreffen
Der Doppel-Ranger war das erste Mal an der Knonauer Chilbi. (Bild Marianne Voss) Neben Autoscooter und Karussell lockte dieses Wochenende erstmals die Action-Bahn «Doppel-Ranger» auf den Stampfiplatz Knonau. Und zum
Klassentreffen reisten Exil-Knonauer sogar aus Kanada und Nairobi an. ................................................... > Bericht auf Seite 7
gewinnen. Parallel dazu laufen die Vorbereitung der Trennung (Splitting) von Akutspital und Langzeitpflege sowie die Planung eines Spital-Neubaus.
Unternehmerischer Spielraum nötig Eine Voraussetzung für die geplante Entwicklung ist die Auflösung des aktuellen Zweckverbands. «Es braucht grösseren unternehmerischen Spielraum und den hat man mit dem Zweckverband nicht», betonte Ronald Alder, Kantonsrat und Delegierter von Ottenbach. Als Beispiel nannte er die betriebsrelevanten Investitionen, über welche die Delegierten an der Versammlung auch noch zu entscheiden hatten. Die Bezirks-Vorlage zur Auflösung des Zweckverbands und die Gemein-
Wie ein Märchen Alex Capus las in Affoltern aus seinem neuen Roman «Königskinder». > Seite 8
Mit Velo verunfallt Bei einem Selbstunfall mit einem Fahrrad hat sich in Ottenbach am Sonntagnachmittag, 26. August, der Lenker verletzt.
Die Bezirks-Abstimmungen zur Spital-Zukunft finden erst am 19. Mai 2019 statt Die Wahl der neuen Betriebskommission war das Hauptgeschäft der Spital-Delegiertenversammlung vom vergangenen Donnerstag. Es bleibt einiges zu tun bis zu den Abstimmungen zur Spital-Zukunft.
de-Vorlagen zum Beitritt zur Interkommunalen Anstalt (IKA) Langzeitpflege und/oder zum Beitritt zur gemeinnützigen Aktiengesellschaft (gAG) Akutspital sollen am 19. Mai 2019 zur Urnenabstimmung kommen. Bis Ende August will die BK die überarbeiteten Unterlagen dazu beim Gemeindeamt einreichen. An der Versammlung vom 29. November sollen die Delegierten die Vorlagen dann verabschieden. So bleibt genügend Zeit für den politischen Prozess, zumal einige Gemeinden ihre Urnengeschäfte an einer Gemeindeversammlung vorberaten müssen. Der ambitionierte Zeitplan der BK hatte in Vergangenheit wiederholt für Unmut gesorgt. Damit soll es nun vorbei sein. ................................................... > Weiterer Bericht auf Seite 5
Gesamtsieg im Swiss Climbing Cup
Petra Klingler gewinnt Lead-Wettbewerb 38 Athletinnen und Athleten aus der ganzen Schweiz massen sich am Samstag am Lead-Wettbewerb in Echandens, dem fünften und letzten dieser Saison im Rahmen des Bächli Swiss Climbing Cups. In einem spannenden Finale setzte sich Petra Klingler hauchdünn gegen Michelle Hulliger durch. Nachdem beide gleich hoch geklettert waren, musste die Zeit entscheiden, und da hatte die Bonstetterin die Nase vorne. Bei allen fünf Swiss-ClimbingCup-Wettkämpfen stand Klingler auf dem Podest, drei konnte sie gar gewinnen. Damit holte sie sich einen klaren Sieg in der Jahreswertung vor AnneSophie Koller und Sofya Yokoyama. ................................................... > Bericht auf Seite 18
Von der Boulder-Spezialistin zur Allrounderin: Petra Klingler. (Archivbild)
FC Affoltern siegt zweimal
Stallikerin Zweite am Türlerseelauf
Einen 0:2-Rückstand wettgemacht und im Penaltyschiessen mit 9:7 triumphiert – dieses Kunststück gelang dem FC Affoltern in einer an Spannung kaum zu überbietenden Cup-Heimpartie gegen den technisch starken FC Srbija. Und auch der Meisterschaftsstart ist gelungen: In Siebnen holte der FCA drei Punkte. Die Teams hatten einen intensiven Start auf den Rasen gelegt, wobei es auf beiden Seiten mehrmals brenzlig wurde. ................................................... > Bericht auf Seit 14
Bereits zum elften Mal organisierte die Leichtathletik-Vereinigung Albis den Türlerseelauf. 638 Laufbegeisterte wagten sich diesmal auf die 14 Kilometer lange Strecke. Nach den heissen Sommermonaten sorgten die frischen Temperaturen für angenehmes Laufwetter. Christian Mathys aus Bülach und Nadja Kessler aus Jona überquerten die Ziellinie als Sieger. Mit eineinhalb Minuten Rückstand wurde Saly Katrin Graf aus Stallikon Zweite. ................................................... > Bericht auf Seite 15
Um 16.15 Uhr fuhr ein 55-jähriger Mann mit seinem Fahrrad auf der Rickenbacherstrasse Richtung Jonen. Aus noch unbekannten Gründen verlor er die Herrschaft über sein Zweirad und stürzte so schwer, dass er mit einem Rettungshelikopter ins Spital geflogen werden musste. Die Rickenbacherstrasse wurde für rund 90 Minuten gesperrt. Die Unfallursache wird durch die Kantonspolizei und die Staatsanwaltschaft Limmattal/Albis untersucht. Neben der Polizei standen die Feuerwehr Ottenbach, die Stützpunktfeuerwehr Affoltern, ein Rettungshelikopter der Alpine Air Ambulance sowie ein Rettungsteam des Spitals Affoltern im Einsatz.
Zwölfjährige Amtszeit Per 1. Juli hat Andreas Binder das Gemeindepräsidium in Maschwanden abgegeben. Zu den Meilensteinen in der zwölfjährigen Amtszeit gehören der ARA-Anschluss in Obfelden, die Gerbi-Renovation, der Badi-Neubau und Tempo 30.
Einbürgerungen Mit Beschluss vom 21. August 2018 hat der Stadtrat Affoltern am Albis, unter Vorbehalt der Erteilung des Kantonsbürgerrechtes und der eidgenössischen Einbürgerungsbewilligung, in das Bürgerrecht der Stadt Affoltern am Albis aufgenommen: – Costantino Sangermano, 1970, Staatsangehöriger von Italien – Maria Sangermano, 1973, Staatsangehörige von Spanien – Lorena Sangermano, 2011, Staatsangehörige von Italien – Arsim Gashi,1980, Staatsangehöriger von Kosovo 28. August 2018 Stadtrat Affoltern am Albis
Letzte oblig. Bundesübung 300 m im 2018 Freitag, 31. August 2018 17.30 bis 20.00 Uhr
Freitag, 31. August, von 18.00 – 20.00 Uhr 13.00 – 17.00 Uhr
Training Knabenschiessen Schnupperschiessen für Interessierte Schützenstube Getränke
Endschiessen Samstag, 29. September 2018 10.00 bis 12.00/13.30 bis 15.30 Uhr Der Vorstand
Am Sonntag, 23. September 2018, findet nebst den eidgenössischen und kantonalen Abstimmungen die Urnenabstimmung über die «Vereinbarung betreffend Delegation von Kompetenzen bei der Sozial- und Wirtschaftshilfe durch die Gemeinde Maschwanden an den Sozialdienst Bezirk Affoltern» statt. Die Abstimmungsvorlage und der beleuchtende Bericht werden den Stimmberechtigten zugestellt und können auf der Homepage der Gemeinde (www.maschwanden.ch) eingesehen werden. Gegen diese Anordnung kann wegen Verletzung von Vorschriften über die politischen Rechte und ihre Ausübung innert 5 Tagen, von der Veröffentlichung an gerechnet, schriftlich Rekurs in Stimmrechtssachen beim Bezirksrat Affoltern, Im Grund 15, 8910 Affoltern am Albis, erhoben werden. Die Rekursschrift muss einen Antrag und dessen Begründung enthalten. Maschwanden, 28. August 2018 Gemeinderat Maschwanden
Feldschützenverein Bonstetten Schiessen im Schützenhaus Lochenfeld:
Knabenschiessentraining Do. 6.9.2018, 18.00 – 19.45
Behörden, Parteien- und Vereinsschiessen Sa. 15.9.2018, 15.15 – 18.00
Freiwillige Übung Mi. 12.9.2018, 18.00 – 20.00
ABSCHIED UND DANK Traurig nehmen wir Abschied von meiner Ehefrau, unserer Mutter, Schwiegermutter und Grossmutter
Amalia Blättler-Blumer 20. April 1944 – 21. August 2018
Die Beisetzung hat auf dem Friedhof Bodenfeld in Bonstetten im engen Verwandtenkreis stattgefunden. In stiller Trauer: Tony Blättler Beat und Rie mit Yuli und Mei Blättler Jasmin Blättler Besonders danken wir dem Team des Limmattaler Spitals. Traueradresse: Beat Blättler, Rainstrasse 86, 8143 Stallikon
Endschiessen und Cup mit Absenden Sa. 29.9.2018, 13.00 – 17.00
Donnerstag, 30. August 2018, den ganzen Tag geschlossen.
Oblig. Bundesübung Fr. 31.8.2018, 18.00 – 20.00
Wegen Personalausflugs sind die Büros der Gemeindeverwaltung sowie der Regiebetrieb am
Ab Freitag, 31. August 2018, gelten wieder die üblichen Öffnungszeiten. Gemeindeverwaltung Hedingen
– Obligatorische und freiwillige Übung – Mit Gewehrreinigung
Affoltern am Albis Delegiertenversammlung vom 23. August 2018 Die Delegierten der Zweckverbandsgemeinden Spital Affoltern haben folgende Beschlüsse gefasst:
Am 8. August 2018 ist in Affoltern am Albis ZH gestorben:
Käthe Rosmarie Wüthrich geb. Gantenbein geboren am 15. Januar 1926, wohnhaft gewesen in Affoltern am Albis.
Wahlen für die Amtsdauer 2018 – 2022
Betriebskommission: Stefan Gyseler, Präsident Jürg Burger, Vizepräsident Riccardo Casanova, Mitglied Daniel Eugster, Mitglied Dr. Jana Alexandra Faehnrich, Mitglied Hans-Rudolf Meier, Mitglied Heinz Spälti, Mitglied
Rechnungsprüfungskommission: Stephan Schaub, Präsident Peter Ehrler, Mitglied Eveline Fenner, Mitglied Bruno Ruedisueli, Mitglied Hugo Zeltner, Mitglied Anträge – Zustimmung zum Kreditantrag Radiologie RIS/PACS-Ersatz – Zustimmung zum Kreditantrag sanfte Sanierung Notfallabteilung / Radiologie
Bonstetten Blättler geb. Blumer, Amalia geboren am 20. April 1944 in Thusis GR, von Hergiswil NW, wohnhaft am Bruggenmattweg 29a, Bonstetten, verstarb am 21. August 2018 in Schlieren. Die Beisetzung auf dem Friedhof Bodenfeld in Bonstetten hat bereits stattgefunden Bestattungsamt Bonstetten
In Hedingen ist am Dienstag, 21. August 2018 gestorben:
Colombo, Walter Max
Gegen diesen Beschluss kann, von der amtlichen Veröffentlichung an gerechnet, beim Bezirksrat Affoltern a. A., Im Grund 15, 8910 Affoltern a. A. innert 5 Tagen schriftlich Rekurs in Stimmrechtssachen (§ 19 Abs. 1 lit. c VRG i.V.m. § 19b Abs. 2 lit. c Ziff. 4 VRG sowie § 21a VRG) und innert 30 Tagen schriftlich Rekurs (§ 19 Abs. 1 VRG i.V.m. § 19b Abs. 2 lit. c Ziff. 4 VRG sowie § 20 VRG) erhoben werden.
geboren am 19. Dezember 1931, von Hedingen ZH, Wetzikon ZH, verwitwet, wohnhaft gewesen in Hedingen, Trottenweg 8. Abdankung am Donnerstag, 6. September 2018, 14.00 Uhr, in Hedingen.
Dein Leben war voller Energie Deine Hände ruhten nie, Immer warst Du für uns da wir lieben Dich und sind Dir nah.
Traurig nehmen wir Abschied von meiner lieben Frau, unserem Mami, unserer Schwiegermutter, U’Mami, Grosi, Schwester, Schwägerin, Cousine und Gotte
Maria Husner-Schmidli 25. April 1926 – 22. August 2018
Heute Morgen durfte sie nach jahrelangen Altersbeschwerden im «Haus zum Seewadel» friedlich einschlafen. In Liebe und Dankbarkeit: Walter Husner-Schmidli Priska und Toni Zürcher-Husner Patricia Zürcher Tamara Zürcher Carmen Zürcher Esther und Pius Etter-Husner Pascal Etter Vanessa Etter Alfons Schmidli und Familien Rösly Schmidli-Rippstein und Familien Traueradresse: Walter Husner, Flurweidstrasse 5, 8910 Affoltern a.A. Die Urnenbeisetzung findet am Donnerstag, 30. August 2018, um 14.00 Uhr im engsten Familienkreis auf dem Friedhof Affoltern a.A. statt, anschliessend Trauerfeier in der katholischen Kirche Affoltern a.A. Zweites Gedächtnis: Samstag, 29. September 2018, 17.30 Uhr in der katholischen Kirche Affoltern a.A. Anstelle von Blumenspenden gedenke man im Sinn der Verstorbenen: Antoniushaus, Gärtnerstrasse 21, 4500 Solothurn, IBAN CH73 0900 0000 4500 0676 1 oder Postkonto 45-676-1, Vermerk: «Maria Husner-Schmidli». Gilt als Leidzirkular.
Öffentliche Auflage Gestützt auf § 79 Abs. 3 des Gemeindegesetzes und gemäss Anhang 2, § 7 der Satzungen des Gemeindeverbandes wird das Budget 2019 in der Zeit vom 3. bis 12. September 2018 auf den Gemeindekanzleien der Verbandsgemeinden Arni, Islisberg, Jonen, Oberlunkhofen, Oberwil-Lieli, Ottenbach, Rottenschwil und Unterlunkhofen zur Einsichtnahme aufgelegt. Beschlüsse des Vorstandes werden der Volksabstimmung unterbreitet, wenn 5 % der Stimmberechtigten der Verbandsgemeinden dies innert 60 Tagen von der Veröffentlichung an gerechnet, verlangen. Über das Verfahren gibt die Gemeindekanzlei Auskunft. Abwasserverband Kelleramt Der Vorstand
Abschied mit guten Gefühlen, weil er Vertrauen der Bevölkerung gespürt hat Per 1. Juli 2018 übergab Andreas Binder das Gemeindepräsidium in Maschwanden an Christian Gabathuler Der ARA-Anschluss in Obfelden, die Gerbi-Renovation, der BadiNeubau und Tempo 30 gehören zu den Meilensteinen in der zwölfjährigen Amtszeit des Maschwander Gemeindepräsidenten Andreas Binder, die er Ende Juni beendet hat.
was in beiden Gemeinden zu Mehrverkehr führt. «Dieses Jahr bleibt alles beim Alten, dann wird die Angelegenheit zwischen Gemeinden und Kanton nochmals besprochen», hält Andreas Binder fest.
Männerriegler und Schafzüchter
................................................... von werner schneiter Mitglied des Wahlbüros und Ehrenmitglied (Präsident und Kassier) des Turnvereins Mettmenstetten, wo er sich Führungserfahrung aneignete – unter anderem mit diesen Referenzen kam Andreas Binder im Jahr 2002 in den Maschwander Gemeinderat. Dort mutierte er bereits nach zwei Jahren zum Vizepräsidenten, ehe er nach den ordentlichen Wahlen 2006 das Präsidium und damit das Ressort Finanzen übernahm. Der Start war allerdings begleitet von struben Phasen: Kündigung während der Probezeit des Gemeindeschreibers, vier neue Gemeinderäte. Doch mit der Anstellung von Evelyne Abegglen konnten die Aufgaben angegangen werden. Evelyne Abegglen, Suzie Sturzenegger und zuletzt Daniel Lehmann sowie das gesamte Personal (Verwaltung und Werkhof): Auf sie konnte sich Andreas Binder während seiner Präsidialzeit immer verlassen. Wechsel gab es aber auch in der Behörde, dem Andreas Binder jedoch nichts Negatives abgewinnen mag. «Damit kamen auch immer wieder neue Ideen», sagt er. So
Stets Vertrauen der Bevölkerung gespürt: Andreas Binder, bis Ende Juni 2018 während zwölf Jahren Gemeindepräsident in Maschwanden. (Bild Werner Schneiter) wird es auch jetzt sein – mit zwei neuen Frauen im Gemeinderat. Maschwanden ist die kleinste Gemeinde im Säuliamt. Sie wird es auch in nächster Zeit bleiben, obschon sie während Andreas Binders Amtszeit um rund 12 Prozent gewachsen ist und heute knapp 660 Einwohnerinnen und Einwohner zählt. Binder hätte sich ein etwas stärkeres Wachstum gewünscht – eine Einwohnerzahl von 700 bis 800. Auch die Bevölkerungsmehrheit wünscht sich ein moderates Wachstum, was auch in einem öffentlichen Workshop zum Ausdruck kam. «Für unsere Infrastruktur, für unsere Schule und den Volg wäre das gut», fügt er bei und bedauert die Fesseln, welche die sogenannte 80/20-Klausel des Kantons mit sich bringt. «Wir haben viele Gebäude, die bei einer Umnutzung in Wohnraum in jenem Gemeindegebiet liegen, wo verdichtet werden darf», sagt Binder. Er bringt in diesem Zusammenhang auch den Heimatschutz ins Spiel. Dieser wacht mit Argusaugen über die Bautätigkeit, indem er Bauentscheide verlangt und – auch zum Ärger der Behörde – einige Verzögerungen bewirkt. Projekte sind seit längerer Zeit blockiert.
Einheitsgemeinde, aber keine Fusion Ja, hat denn Maschwanden überhaupt die Möglichkeit, als eigenständige Gemeinde zu überleben? Für Andreas Binder sind Fusionen kein Thema, weil das mit vielen Emotionen behaftet ist und Behörden – trotz manchmal langer Suche – immer besetzt werden konnten. Situative Zusammen-
arbeit mit anderen Kommunen kann er sich durchaus vorstellen. Voraussetzungen dafür wurden mit dem Implementieren einer neuen IT-Lösung in der Gemeindeverwaltung geschaffen. Maschwandens Stimmberechtigte können bald einmal über die sogenannte «Einheitsgemeinde» befinden, die zu früheren Zeiten auf Widerstand der Schule stiess und damals fallengelassen wurde. Die jetzige Abstimmung fusst auf einer Initiative aus der Bevölkerung, die auch Andreas Binder befürwortet. «Die Einheitsgemeinde kennen inzwischen viele Kommunen; sie bringt Erleichterungen bei Abläufen, Infrastruktur und Personal», hält der zurückgetretene Gemeindepräsident fest.
Auch in finanziell guten Zeiten keine Reservenbildung möglich Während in früheren Jahren das gemeindeeigene Kieswerk viel Geld in die Kasse spülte, war Maschwanden eine sogenannte Ausgleichsgemeinde. Die Gemeinde beantragt beim Kanton individuellen Sonderlastenausgleich (Isola), kann aber in Zukunft sehr wahrscheinlich darauf verzichten. Trotz guter Rechnungsabschlüsse war es jedoch nicht möglich, üppige Reserven zu bilden. Gutes Haushalten – und dafür zeichnete auch Finanzvorstand Binder mitverantwortlich – ermöglichte gleichwohl etliche Sanierungsmassnahmen. So zählen zu Andreas Binders Meilensteinen in seiner Amtszeit der Gerbi-Umbau und Sanierung der Alterswohnungen (Küche, Heizung), die Umwandlung der Badi in
ein sogenanntes Naturbad nach einer Volksabstimmung – einzigartig in der Region. Bei Kosten von rund 1,5 Mio. Franken resultierte «eine Punktelandung». Diese Badi gehört zu Maschwandens Stolz; sie wird sehr gut genutzt und wird von gutem Personal in Schwung gehalten. «Eine grosse Herausforderung war stets, das finanzielle Gleichgewicht zu finden und bei Projekten die nötige Geduld aufzubringen», fügt der scheidende Präsident an.
Tambrigstrasse: Im Clinch mit dem Kanton Markante Punkte in der zwölfjährigen Amtszeit bildete für Andreas Binder auch das Aufgleisen von Tempo 30, das anlässlich der Gemeindeversammlung eine vollbesetzte Kirche bescherte. Derzeit werden die zahlreichen Einsprachen behandelt, viele sind allerdings gleichlautend. Das Besondere: Einbezogen wird – nach anfänglichem Widerstand des Kantons – auch die durchs Dorf führende Staatsstrasse. Weil das Gesamtprojekt Tempo 30 naturgemäss umstritten ist, wurde – wie bei der Badi-Sanierung – eine Kommission aus Befürwortern und Gegnern gebildet. Realisiert wird Tempo 30 voraussichtlich im Jahr 2020; Andreas Binder hätte sich 2019 gewünscht. Seine Enttäuschung gilt einem weiteren Vorhaben im Bereich des Tiefbaus, nämlich, dass der Kanton die Tambrigstrasse saniert ohne die auch von Obfelden gewünschten AmphibienTunnel. Und dass der Kanton die Sperrzeiten der Strasse erweitern will,
Er blickt mit Freude auf seine präsidiale Zeit zurück, weil er sowohl in der Behörde als auch in der Bevölkerung viel Vertrauen gespürt hat. Die Nähe, die ein kleines Dorf mit sich bringt, hat Andreas Binder geschätzt, auch wenn er – zusammen mit Gemeinderatskollegen – manchmal Kritik ausgesetzt war und der Vorwurf laut wurde, die Behörde verschanze sich hinter Experten und mache vieles schriftlich, was man auch mündlich erledigen könne. «Das haben wir auch deshalb getan, weil die Anforderungen an Behörden gestiegen sind und vieles professionalisiert wurde.» Mit der Zeit, fügt Binder bei, sei er ruhiger und gelassener geworden, auch dank steigender Routine. Nun hat er sich erst mal ausgeruht, sich zusammen mit Ehefrau Monika am Meer und in den Bergen erholt. Aber Langeweile wird auch in der behördenlosen Zeit nicht einkehren. Andreas Binder ist Männerriegler. Am kommenden Turnfest in Obfelden wird er als Helfer und Kampfrichter im Einsatz stehen. Zudem ist er Schafhalter, Zuchtbuchführer und interkantonaler Experte. Auch möchte er sich wieder vermehrt der Gartenarbeit widmen. Und er nimmt sich nach seinem Rücktritt den langjährigen, inzwischen verstorbenen Gemeindepräsidenten Max Bühlmann zum Vorbild. «Wenn man mich fragt, gebe ich Auskunft, ansonsten werde ich – auch an Gemeindeversammlungen – nur als Stimmbürger teilnehmen.
wir gratulieren Zum 85. Geburtstag Morgen Mittwoch, 29. August, feiert Maria Huwiler-Sitran in Obfelden ihren 85. Geburtstag. Wir wünschen dem Geburtstagkind alles Gute und viel Gfreuts.
Zum 80. Geburtstag Morgen Mittwoch, 29. August, werden Clementina Betschart in Affoltern und am Donnerstag, 30. August, Margarita Rinderknecht-Hürlimann in Obfelden 80 Jahre jung. Wir wünschen den beiden Jubilarinnen ein schönes Geburtstagfest und gute Gesundheit.
Ein Blick zu wenig - zwei Mal Totalschaden Auf der Baarerstrasse bei der Blinkmatt sind zwei Autos heftig zusammengeprallt. Verletzt wurde niemand. Die beiden Fahrzeuge sind ein Fall für den Schrottplatz. Der Unfall ereignete sich am Mittwochmorgen, 22. August, kurz nach 8.30 Uhr. Eine 84-jährige Autolenkerin beabsichtigte von einer Nebenstrasse nach links in die Baarerstrasse einzubiegen. Dabei übersah sie einen korrekt fahrenden 38-jährigen Autofahrer, der auf der Kantonsstrasse in Richtung Kappel am Albis fuhr. Daraufhin
Bei dem heftigen Zusammenprall sind beide Autos ... kam es zu einer heftigen Kollision zwischen den beiden Fahrzeugen. Glücklicherweise wurde beim Zusam-
... ein Fall für den Schrottplatz. (Bilder Polizei Zug)
menprall niemand verletzt. Die beiden Fahrzeuge erlitten Totalschaden. Im Einsatz standen Mitarbeitende des
Strassenunterhaltsdienstes, eines privaten Abschleppunternehmens und der Zuger Polizei. (pd.)
Bald ist der Geschenkladen Geschichte Der Verein Die Alternative hat seine Liegenschaft am unteren Lätten 1 in Ottenbach verkauft «Die Alternative» möchte sich in Zukunft wieder stärker auf ihr Kerngeschäft konzentrieren. Die Liegenschaft am Unteren Lätten wurde verkauft, der Geschenkladen schliesst. Am 14. September ist er zum letzten Mal geöffnet. ................................................... von livia häberling Kerzen und Brettspiele, bedruckte Handtücher und Schürzen, Schalen und Vasen: Noch werden all diese handgemachten Geschenkartikel auf Verkaufsregalen präsentiert. Bereits in drei Wochen jedoch wird sich am Unteren Lätten in Ottenbach ein Kapitel schliessen, und der Laden des Vereins «Die Alternative» wird Geschichte sein. Der Verein hatte das Haus in den 90er-Jahren erworben. Beim damaligen Kauf habe man sich noch in einer Wachstumsphase befunden, so Geschäftsführer Stephan Germundson. Heute sei das anders. Aktuell stehe der Verein in einem Veränderungsprozess und sei daran, seine Weichen für die Zukunft zu stellen: «Seit einigen Jahren arbeiten wir an der Verdichtung unseres Angebots», erklärt er. Deshalb habe man sich entschlossen, sich nach über 20 Jahren von der Liegenschaft zu trennen. In den letzten Jahren hat die Anzahl der Klienten stetig abgenommen. Grund dafür ist nicht zuletzt die unterschiedlich gehandhabte Finanziepublireportage
Für das Haus am Unteren Lätten 1 in Ottenbach wurde ein Käufer gefunden. Am 14. September schliesst der Geschenkladen, am 21. September ist Zügeltermin. rung der Therapie. Bei Klienten aus dem Kanton Zürich gilt: Bei stationären Suchttherapien wie jener im Ulmenhof übernimmt der Kanton ein Drittel der Kosten, während die Wohnsitzgemeinde des Klienten die restlichen zwei Drittel aufbringen muss. Anders ist dies bei einem stationären Aufenthalt in einer Suchtfachklinik. In diesem Fall berappt der Kanton 55 Prozent. Die übrigen 45 Prozent werden von der Krankenkasse gedeckt. «Für die Gemeinden sind Suchtfachkliniken auch deshalb oft die attraktivere Wahl, weil für sie keine Kosten anfallen», erklärt Stephan Germundson.
Resozialisierung als Auftrag «Das Auftragsverständnis des Ulmenhofs unterscheidet sich jedoch stark von jenem der Kliniken», gibt er zu bedenken. Der Klinikaufenthalt sei in der Regel kürzer und habe primär das
Ziel, die Sucht – und somit die Krankheit – zu behandeln. Deshalb werde die Therapie von der Krankenkasse mitfinanziert. Der Ulmenhof hingegen sehe seinen Auftrag auch in der Resozialisierung seiner Klienten. «Wir bieten eine individuelle Therapie, bei der auf den eigenen Ressourcen der Menschen aufgebaut wird. Wir unterstützen und begleiten sie längerfristig auf ihrem Weg in ein selbstbestimmtes Leben», so Germundson. Der Ulmenhof zeichnet sich durch sein niederschwelliges Therapieangebot aus. Das bedeutet, dass die Aufnahmekriterien tiefer sind als in anderen Einrichtungen. Ein Grossteil der Klienten ist beim Eintritt in Ottenbach nicht abstinent, sondern substituiert, was heisst, dass analog zu einem Medikament ein opioidhaltiges Substitutionsmittel bezogen wird. Die Erfahrung habe jedoch auch gezeigt, dass der Prozentsatz an längerfristig nicht
Vereinspräsidentin Maja Girschweiler und Geschäftsführer Stephan Germundson freuen sich auf den Neustart in der umgebauten Werkstatt. (Bilder lhä) in den ersten Arbeitsmarkt integrierbaren Klienten in diesem Therapiebereich hoch sei, erklärt Stephan Germundson. Auch deshalb hat sich der Verein dazu entschlossen, einen Teil seiner internen Arbeitsstätten – die ebenfalls zur Reintegration in den Arbeitsprozess dienen – zu schliessen. Betroffen sind die Schreinerei und die Spritzerei, genauso wie die Montageabteilung, die in den Räumlichkeiten im Ulmenhof an der Affolternstrasse 40 untergebracht waren. Dort werden zurzeit neue Büros gebaut. Auch ein Begegnungsraum, ein Psychotherapiezimmer und ein Zimmer für die Ergotherapie entstehen. Ein Teil des bisherigen internen Arbeitsangebots existiert jedoch weiterhin. So werden im Rahmen der Ergotherapie weiterhin Textilien bedruckt oder Kerzen hergestellt, und auch der Catering-Service oder die Gartenbewirtschaftung bleiben,
genauso wie die externen Arbeitseinsätze bei Firmen aus der Umgebung.
Auch die Beratung und Nachsorge Kanu wechselt den Standort Am 21. September werden die Büros am Unteren Lätten geräumt und das Mobiliar in die Räumlichkeiten an der Affolternstrasse 40 gezügelt. Bereits am 14. September um 12 Uhr schliesst der Geschenkladen. Die Artikel werden teilweise noch über den Online-Shop angeboten. Während sich in den Einrichtungen «Fischerhuus», «Kinderhaus Tipi» und «Bachmoos» nichts ändert, wechselt die Beratung und Nachsorge Kanu per 1. September ebenfalls den Standort. Sie zieht von der Zurlindenstrasse 134 in Zürich in die Räumlichkeiten der Arud, Zentrum für Suchtmedizin, an die Schützengasse 31. Auch hier werden vermehrt Kooperationen angestrebt.
Die Betriebskommission ist neu formiert Spital Affoltern: Die Herausforderungen der Zukunft in Vollbesetzung angehen Die Wahl der Betriebskommission bot keine Überraschungen. Die sieben Wahlvorschläge wurden nicht vermehrt. So musste nur über das Präsidium abgestimmt werden – wobei Stefan Gyseler deutlich das Rennen machte.
Datenschutz nicht gewährleistet. Deshalb sollen die Behandlungsplätze durch feste Mauern – und nicht mehr durch einen Vorhang – abgetrennt werden. Weiter ist ein separater Raum für Isolationsfälle vorgesehen. Ein Rückweisungsantrag mit dem Auftrag, das Investitionsvolumen um 80 000 Franken auf das versorgungstechnisch Wichtige zu reduzieren, scheiterte deutlich, der Kreditantrag ging mit neun Ja-Stimmen durch.
................................................... von thomas stöckli Überwiegend neue Delegierte durfte Clemens Grötsch an seiner letzten Delegiertenversammlung als Präsident der Spital-Betriebskommission begrüssen. Selber kandidierte er nicht mehr für die BK. So galt es, seinen Sitz ebenso neu zu besetzen wie jenen von Reto Camenisch und jenen, der nach dem Rücktritt von Susanne Leuenberger seit Ende letzten Jahres vakant war. Die drei Neuen sind Immobilienunternehmer Daniel Eugster aus Rifferswil, Jana Faehnrich (Zollikon), Fachärztin mit Führungserfahrung im Gesundheitswesen, und Hans-Ruedi Meier (Flumserberg), pensionierter Gemeindeschreiber von Aeugst. In der BK bestätigt wurden Gesundheitspolitiker Heinz Spälti (Adliswil), Betriebsökonom Riccardo Casanova (Adliswil), der Hausemer Gemeindepräsident Stefan
Deutlich weniger Patienten
Die Betriebskommission Spital Affoltern um den neuen Präsidenten Stefan Gyseler (Mitte, bisher BK-Mitglied). Von links: Daniel Eugster (neu) Jürg Burger (Vizepräsident, bisher), Jana Faehnrich (neu), Riccardo Casanova (bisher), Heinz Spälti (bisher) und Hans-Rudolf Meier (neu). (Bild Thomas Stöckli) Gyseler sowie Jurist Jürg Burger aus Aeugst. Burger bleibt unangefochten Vizepräsident, einzig der als Präsident portierte Stefan Gyseler musste sich einer Wahl stellen: Aus der Versammlung war Heinz Spälti als Gegenkandidat nominiert worden. Gyseler gewann mit elf zu zwei Stimmen deutlich. Die Rechnungsprüfungskommission wird neu durch den Aeugster Stephan Schaub präsidiert.
Schäden in der Kanalisationsleitung
Zwei Kreditanträge gutgeheissen Neben den Wahlen und dem Fahrplan zum weiteren Vorgehen (siehe Frontseite) standen zwei Kreditanträge auf der Traktandenliste. 280 000 Franken werden investiert in ein RöntgenInformations- und ein Bildarchivierungs-System – oder schlicht ins «Nervenzentrum unserer Radiologie», wie es Spitaldirektor Michael Buik auf den
Punkt brachte. Zwölf der 13 Delegierten stimmten Ja zu diesem Geschäft. Die sanfte Sanierung der Notfallabteilung für 300 000 Franken war umstrittener. Mehrere Delegierte hinterfragten den Sinn, vor einem möglichen Spital-Neubau noch zu sanieren. «Wir müssen die Notfallmedizin anbieten», betonte Michael Buik. Zudem steige in diesem Bereich die Nachfrage. Aktuell seien Intimsphäre und
Bevor BK-Präsident Clemens Grötsch von seinem Vize Jürg Burger in Reimform verabschiedet wurde – neben Lob («souverän gemacht») und Dank auch mit der Bitte um weitere Unterstützung im Stadtrat – bot Michael Buik noch kurz Einblick in die Halbjahreszahlen. Deutlich weniger Patienten wurden behandelt – um 5 % verglichen mit dem Vorjahr und 9 % gegenüber dem Budget. Entsprechend ist auch die Bettenbelegung schlechter, mit Ausnahme der Langzeitpflege. Trotzdem fiel das Minus mit 70 000 statt der erwarteten 814 000 Franken weniger drastisch aus. «Wir haben den Aufwand im Griff», so der Spitaldirektor.
Wenn Kirchenfenster die Fassung verlieren
Ein Teil der Kappeler Klosterkirche ist zur Sicherheit gesperrt
Im Verlauf der turnusgemässen Kanalisationsleitungsspülung kamen bei den Leitungsbereichen «Am Rainli» und «Breitenacher» talwärts Richtung Schachenstrasse eklatante Schäden zum Vorschein. In den aktuellen TVAufnahmen sind die Schadensbilder in den Leitungen deutlich erkennbar. Deshalb sind umgehend Reparaturmassnahmen in die Wege zu leiten. Die Grundeigentümer der betroffenen Parzellen sind von der Instandstellung bzw. von den notwendigen Tiefbauarbeiten in Kenntnis gesetzt worden. Grundsätzlich wird in der Budgetierung ein Ausgabebetrag für Instandstellungen oder Reparaturen an der Kanalisationsleitungsinfrastruktur eingestellt. Die nun vorliegenden Schäden waren jedoch nicht voraussehbar und können sich zu jeder Zeit an den unterschiedlichsten Bereichen zutragen. Die Finanzierung basiert deshalb auf einer Spezialfinanzierung durch Anschlussund Benutzungsgebühren. Die Kosten der Instandstellungen belaufen sich auf 40 000 Franken (exkl. 7.7 % MwSt.). Die Ausführung der Kanalsanierung wurde der ISS Kanal Services AG aus Boswil sowie der Baggergemeinschaft Bonstetten vergeben.
Auch in einer Kirche kommt nicht unbedingt alles Gute von oben. Die Kirchenfenster auf der Südseite der Kappeler Klosterkirche sind gefährdet, aus der Fassung zu fallen. Sie müssen neu gesichert werden. Bis dann ist ein Teil der Kirche abgesperrt.
Austausch der Wasserzähler Austauschetappe 2018; Abrechnung Der Gemeinderat bewilligte am 16. Januar 2018 einen Kredit in der Höhe von Fr. 30 758.75 (inkl. 7.7 % MwSt.) für die Auswechslung der Wasserzähler der Austauschetappe 2018. Die Auswechslung der Wasserzähler wurde für das Jahr 2018 auf höchstens 66 Stück beschränkt. Die Gesamtkosten der Materialbeschaffung und der Installationsarbeiten belaufen sich auf Fr. 30 589.30 (inkl. 7.7 % MwSt.) und unterschreiten den bewilligten Kredit um Fr. 169.45. Der Gemeinderat genehmigte die Abrechnung über den Austausch der 66 Wasserzähler. Für das Jahr 2019 ist ein weiterer Austausch in Planung, bis gesamthaft alle ca. 1000 Wasserzähler in den folgenden Jahren ausgewechselt sind.
Rigelhüsli Bonstetten; Ersatz Geschirr An der Gemeinderatsklausur im April 2017 hat der Gemeinderat beschlossen, eine Immobilienstrategie aufzugleisen. Der Bereich Liegenschaften wurde beauftragt, alle notwendigen Sanierungen ins Budget 2018 aufzunehmen. Gestützt auf diesen Auftrag konnte dieses Jahr im Rigelhüsli die Gebäudehülle (Entfeuchtung des Kellers) saniert werden. Ebenso wurden der Boden, die Küche sowie die Vorhänge erneuert. Im Zuge dieser Erneuerungen soll auch das Tafelgeschirr ersetzt werden. Der Gemeinderat stimmte der Ersatzbeschaffung des Geschirrs für das Rigelhüsli zu und freut sich, dieses einzigartige Lokal der Bevölkerung in neuem Erscheinungsbild präsentieren zu können.
Im Weiteren hat der Gemeinderat: • Ein Darlehen im Rahmen eines allfälligen Defizits anlässlich der Jubiläumsveranstaltung 2019 für den Verein Musig im Dorf gutgeheissen; • Der Vergabe der Ingenieurleistungen für den Ersatz der Trinkwasserleitung Bruggenmatt zugestimmt; • Die Bauabrechnung für die Reparatur an Schachtdeckeln im Betrag von 22 279 Franken (exkl. MwSt.) verabschiedet; • Der Kündigung der Dileca Revisisionsstelle und der Übertragung an die GemeindeFinanzen.ch GmbH zugestimmt; • Die vorübergehende Verkehrsanordnung betreffend die Aufhebung des Teilfahrverbots für den öffentlichen Verkehr (Zirkularbeschluss vom 25. Juli 2018) im Nachhinein genehmigt; • Das teilweise Feuerverbot für das Gemeindegebiet der Gemeinde Bonstetten (Präsidialverfügung vom 31. Juli 2018) im Nachhinein gutgeheissen; • Die Hilfspolizeiorgane im Strassenverkehr im Gemeindegebiet (Sipat Unteramt) gewählt; • Dem Cafe Makrönli in Bonstetten das Patent zur Führung einer Gastwirtschaft erteilt. (Wy)
................................................... von marianne voss In der Klosterkirche Kappel sind farbige Glasfenster aus verschiedenen Epochen zu bestaunen. An der nördlichen Wand befinden sich die ältesten Glasgemälde. Sie stammen aus dem 14. Jahrhundert und sind der Rest einer umfangreicheren Verglasung, die aber nach der zweiten Schlacht bei Kappel und in folgenden Zeiten zerstört wurde. Gegenüber, an der südlichen Wand, befinden sich farbige Fenster jüngeren Datums. Einzig die Scheiben im dekorativen Abschluss zuoberst, dem sogenannten Masswerk, stammen ungefähr aus dem Jahr 1880. Im letzten November löste sich so eine kleine Scheibe und fiel ins Kirchenschiff. Zu dieser Jahreszeit wird die Kirche mangels Heizung kaum benutzt. Niemand kam zu Schaden. Der anerkannte Künstler, Glasmaler und Restaurator Fritz Dold flickte die Scheibe, ergänzte schadhafte Stücke und setzte sie kürzlich wieder ein. Für die Arbeit in schwindelnder Höhe wurde eine Hebebühne in der Kirche aufgebaut. Bei der Reparatur stellte der Fachmann aber fest, dass auch andere Fenster an der Südseite gefährdet sind, aus der Fassung zu fallen. Die Fenster seien bei der starken Hitze diesen Sommer extrem heiss geworden, was den Kitt spröd gemacht habe. Einige der Fenster seien sichtbar leicht verbogen oder verschoben.
Sicherheit geht vor Es ist nicht anzunehmen, dass in den nächsten Tagen in der Klosterkirche
Die Fenster zur Südseite müssen neu gesichert werden. Zurzeit sind die Kirchenbänke darunter abgesperrt. (Bild Marianne Voss) die Scherben klirren werden. Dennoch geht die Sicherheit natürlich vor. Daher ist zurzeit ein Teil der Bänke abgesperrt. Die Klosterkirche Kappel ist eine der wenigen Kirchen, die dem Kanton Zürich gehören. Für das weitere Vorgehen ist somit das kantonale Hochbauamt zuständig. Geplant ist, in den nächsten Wochen in der Kirche ein Gerüst zu
montieren, von welchem aus der Restaurator sicheren Fusses zu allen Fenstern gelangen kann. Mit der Hebebühne können nur die Fenster in der Kirchenmitte erreicht werden. Bis dann müssen die Kirchenbesucherinnen und -besucher etwas zusammenrücken oder auf die Bänke zwischen dem Chorgestühl ausweichen.
Herr Hess hört die Amseln Aus dem Leben eines Affoltemer Rentners Im Haus zum Seewadel in Affoltern verbringen Menschen ihre letzten Lebensjahre. Herr Hess ist einer von ihnen. Über das Altwerden und -sein und den Alltag zwischen Erinnerung und Realität, Gemeinschaft und Einsamkeit. ................................................... von livia häberling Jeden Morgen um sechs Uhr erwacht im «Seewadel» Affoltern Herr Hess. Sein Wecker sitzt draussen auf Ästen und zwitschert. In den Frühlingsmonaten sind es die Amseln, mittlerweile die Rotkehlchen, die Blaumeisen und die Krähen. Noch zwei Stunden und fünf Minuten. Vater unser, der du bist im Himmel. Er ist katholisch, aber das ist unwichtig. Glauben tun sie alle, glaubt Herr Hess. Bein hoch, Bein runter. Füsse kreisen, links, rechts. Beine zum Bauch, hoch, runter. Bauch anspannen, hoch, runter. Fünf Schritte zum Tisch, den Stuhl vors offene Fenster, das Duvet über die Stuhllehne, Ventilator an. Lüften und kühlen, jeden Tag. Wie Mutter früher. Sieben Uhr fünfundfünfzig. Das Duvet ist eingerollt, das Bett gemacht, Herr Hess angekleidet. Jetzt beginnt das Warten. Tick-Tack, sieben Uhr sechsundfünfzig. Tick-Tack, sieben Uhr siebenundfünfzig. Tick-Tack, ticktack, tick-tack. Dann schlägt es acht Uhr. Und Herr Hess weiss: Noch fünf Minuten, bis er sie endlich abholen darf. Herr Hess ist 84 Jahre alt. Seine Ohren registrieren das zarteste Ge-
geht nicht mehr». Diese alten gebrechlichen Menschen, in ihrer ganzen Hilflosigkeit. Sie tun ihm leid. Seine Vreni vermisst ihn, sobald er ausser Sichtweite ist. Heimweh nach ihm, so nennt er es. Jetzt aber macht Frau Hess ihren Mittagschlaf. Und Herr Hess döst im Stuhl neben ihr. Wenn er mit seiner Frau redet, wägt er die Worte ab, achtet auf den Tonfall. Am liebsten schwärmt er mit Vreni von alten Zeiten, daran erinnert sie sich. An vieles andere nicht. Dann wird sie böse: «Das hast du mir noch nie erzählt!» Und Herr Hess probiert, das Gesprächsthema zurück auf die Vergangenheit zu lenken. Die Krankheit, sie lässt sich nicht abstreifen. Er merke, wie Vreni mit sich hadere, so auch, wenn sie nach einem Stift fragt, und feststellt, dass sie ihn nicht mehr in ihren Fingern halten kann. «Dinge plötzlich nicht mehr zu können, die früher automatisch gingen, das muss der Mensch verkraften.» Um 14 Uhr wird Frau Hess geweckt. Manchmal packt Herr Hess sein «Bündel» und geht mit Vreni raus an die Sonne. Dann schiebt er ihren Rollstuhl über den Bahnhofplatz, hin zu einer Bank im Grünen, öffnet einen Sekt und lässt ihn in die Gläser perlen. Wie damals, als sie noch jünger waren. Die Medikamente und der Alkohol, das verträgt sich, sagt Herr Hess. Was der Herrgott erschaffen hat, kann für den Menschen nicht schlecht sein.
zwitscher, seine Augen erfassen durch Gläser noch jeden Vogel, seine Beine tragen ihn von seinem Bett zum Tisch, und sein Kopf sagt ihm, dass vor den Kraftübungen das Gebet kommt, und vor dem rechten Fuss der linke. Herrn Hess fehlt nichts, morgens kurz nach acht. Nichts, ausser seine Vreni.
«Lass uns den Wagen holen» Jetzt sitzen Herr und Frau Hess im Speisesaal. Sie isst ihr Brot mit Konfitüre, er seines mit Käse, und manchmal, wenn sie da sitzen, fragt Frau Hess ihren Mann ganz beiläufig, wo er den Renault parkiert habe. «Lass uns den Wagen holen, nach Hause fahren, und wieder mal der Mutter schreiben», murmelt sie dann, und Herr Hess nimmt ihre Hand, ganz ruhig, und erklärt, wie er es schon so viele Male getan hat. Dass das Auto verkauft ist. Dass die Wohnung in Wettswil geräumt ist. Und dass ihre Mutter nicht mehr lebt. Frau Hess, 86, ist dement. Seit einer Streifung ist sie linksseitig gelähmt und im Rollstuhl. Arm und Hand, Bein und Fuss versagen ihren Dienst. Ein Jahr hatte Herr Hess seine Frau mithilfe der Spitex gepflegt. Tag für Tag – bis jener kam, an dem es nicht mehr ging. Im Winter 2016 zog Frau Hess in den «Seewadel». Januar, Februar, März. April, Mai, Juni, Juli. Die Monate vergingen, ohne dass ein Tag verging, an dem Herr Hess nicht von Wettswil nach Affoltern zu seiner Vreni fuhr. August, September. Oktober, November, Dezember, Januar. Bis er sich zu Hause vor lauter Einsamkeit nicht mehr zu Hause fühlte.
«Muss ich ewig hierbleiben?»
Bernhard Hess ist in Karlsruhe aufgewachsen und hat eine Ausbildung zum Feinmechaniker abgeschlossen. Im Jahr 1957 zog er in die Schweiz. Seit Februar 2018 wohnt er im Haus zum Seewadel. (Bild Livia Häberling) Im Februar 2018 zügelte Herr Hess seine Habseligkeiten in ein Zimmer im «Seewadel». Zwei Etagen über Frau Hess.
«Innen drin fängts an zu rosten» Die Natur war den beiden stets das Liebste gewesen. Vor ein paar Jahren waren sie mit den Velos noch um den Bodensee geradelt. Und wenn sie es sich nach Stunden des Trampens im Gras gemütlich machten, brieten sie auf dem Camping-Grill Cervelats und liessen den Sekt in die Gläser perlen. Auf die Liebe, das Leben, das Glück. Heute fährt Herr Hess alleine Velo. Nicht vier, fünf Stunden, nicht um den Bodensee. Morgens trampt er 15 Minuten an Ort und Stelle, im Fitnessraum des «Seewadel». Um 11.30 Uhr führt Herr Hess seine Frau zum Mittagessen aus. Im öffentlichen «Seewadel»-Restaurant ist ein Tisch reserviert. Er schneidet ihr das Kalbssteak, schenkt Wasser nach. Und plaudert mit fremden Freunden. Besuch, ein Hauch von Welt, er fehle im «Seewadel». Ihm nicht, aber vielen andern. «Für viele Menschen kommt niemand vorbei.» Sie isolierten sich, gewollt oder nicht. Die Gespräche, sie handeln vom zwickenden Knie, von den schwindenden Kräften, von Tabletten und Pillen. Von der eigenen Verwundbarkeit. Zu viel für Herrn Hess, so scheints. Zu wenig, so heissts. «Je älter die Menschen werden, desto mehr reden sie über Krankheit. Der Gesprächsstoff wird kleiner. Sie erleben etwas, das sie
nicht begreifen können.» Warum schmerzt plötzlich das Knie, fehlt die Kraft, vergisst das Hirn? Die Zeit, sie konfrontiert die Bewohnerinnen und Bewohner mit der eigenen Endlichkeit. «Ab 80, da blättert der Lack langsam ab, und innen drin fängts an zu rosten.» Auch deshalb schätzt Herr Hess die Gespräche im «Seewadel»-Restaurant, wenn ihm sein Gegenüber von einer Welt ausserhalb seiner Welt erzählt. Acht Tabletten schluckt Herr Hess pro Tag, damit der Lack hält, der Rost nicht ansetzt. Die Zeit, sie hat auch ihn verwundbar gemacht.
Die Gebrechlichkeit der anderen Nach dem Essen muss Herr Hess schmunzeln, immer wieder. All diese Rollatoren, geparkt in Reih und Glied. Eilig schiebt Herr Hess seine Vreni zum Lift, damit sie oben ist, bevor «es losgeht». Los geht es, sobald die Rollatoren bei ihren Besitzerinnen und Besitzern an den Tischen sind. Dann sei der Lift besetzt, mindestens eine halbe Stunde lang. Und wenn wieder ewig keiner zu kommen scheint, wird ungeduldig an die Türe gepoltert. Ist das Personal gerade nicht zur Stelle, hilft Herr Hess. Mit «du-uuu» fühlt er sich angesprochen. «Im ‹Seewadel› sagen wir uns einfach ‹du›. Man vergisst die Namen sowieso. Alles kann sich der Kopf nicht mehr merken.» Er hält die Türe auf, bückt sich, wenn ihnen etwas zu Boden fällt. Gottlob, sein Körper macht das noch mit. Ihrer nicht. «Sie wollen, aber es
Nach dem Abendessen im Speisesaal bringt er seine Vreni hoch in ihr Zimmer, hilft ihr beim Zähneputzen. «Ich danke dir vielmal, dass du da bist und mir hilfst», sagt sie danach zu ihrem Mann. Jeden Tag. Die Haut unter seinem Ehering ist blass, Herr Hess trägt ihn seit 58 Jahren. Inzwischen passt er nicht mehr über den Ringfingerknöchel. «Den Ring werde ich tragen, bis ich sterbe.» Um 18.30 Uhr legt die Schwester Vreni in ihr Bett. Für sie beginnt die Nacht. Am helllichten Tag. Am Abend hat Herr Hess Zeit für das, wozu ihm tagsüber die Zeit fehlt. Telefonate, Bestellungen und Besuch. Doch für ihn kommt niemand. Das Paar blieb kinderlos, die Eltern sind verstorben, der Grossteil der Verwandtschaft ebenfalls. «Muss ich ewig hierbleiben?», fragt Frau Hess ihren Mann an schlechten Tagen. Sie hofft, dass ewig nicht mehr allzu lange dauert. «Wenn ich nur sterben könnte», betet die 86-Jährige immer öfter. Und Herr Hess? «90 werden, warum nicht?» Obwohl auch bei ihm das Knie zwickt, die Kräfte schwinden, sei es ab 80 noch ganz angenehm, solange man gesund sei. Aber wehe, wenn es sich ändert. «Dann ist es besser, wenn man sterben kann.» Und 100 oder gar 115, nein, so alt möchte Herr Hess nicht werden, um Himmels Willen nicht.
Um Viertel nach neun ist Schluss Abends setzt sich Herr Hess auf sein Sofa und schenkt sich ein Glas Roten ein. Jeden Abend ein Gläschen. Oder auch zwei. Dazu schaut er die Tagesschau, Tiersendungen, was gerade über seinen Bildschirm flimmert. «Hast du gesehen?», «Schau mal da!» – all das fällt weg. Weil niemand antwortet. Und mit sich selber, nein, mit sich will Herr Hess nicht anfangen zu reden. Wenn die Wanduhr Viertel nach neun schlägt, stellt er den Fernseher aus. Das Leben kann warten, Herr Hess muss schlafen. Er hat morgen viel vor. Um sechs Uhr wird er vom Gezwitscher erwachen, zu Gott beten, im Bett turnen. Und um fünf nach acht seine Vreni abholen.
Zwilliker Schule: «fast ein familiärer Betrieb»
Klassentreffen im Rahmen des «Dorffäschts» Ausgelassene Stimmung trotz Wetterpech am «Rampe Open Air» Im Rahmen des Zwilliker «Dorffäschts» trafen sich am Sonntag die Jahrgänge 1924 bis 1998 zum Klassentreffen. Die Schule hat trotz 1925 vollzogener Anbindung an Affoltern ihre Eigenständigkeit gewahrt. Eine Woche nach dem Jubiläumsschiessen «125 Jahre Feldschützen-Gesellschaft Zwillikon» folgte im Festzelt beim Schützenhaus am Wochenende das «Dorffäscht». Zu den Klängen der österreichischen Band «AlpenStarkstrom» und der Jumba trafen sich am Sonntag die Jahrgänge 1924 bis 1998 zum grossen Klassentreffen. Ein fröhliches Wiedersehen mit «Weisst-dunoch»-Gesprächen unter ehemaligen Lehrpersonen und Schülern – und einem Rückblick von Erwin Wälter, als Zwilliker von 1978 bis 2002 Primarschulpflegepräsident von Affoltern. Er hielt es mit Max Meier, der die Teilnehmenden begrüsste und sagte, dass die Schule Zwillikon «immer anders war». Wälter sprach von einem beinahe familiären Betrieb – von einer Schule als Kleinbetrieb, bei dem es einfacher sei, gute Werte zu vermitteln und etwas zu veranstalten. «Innerhalb des Schulwesens ist Zwillikon eine Marktlücke», so der ehemalige Schulpräsident. Bei Personalwechseln
habe man genau hingeschaut und gutes Lehrpersonal eingestellt. «Daraus resultierte ein guter Geist an der Schule».
1925 Angliederung an Affoltern Die Zwilliker Schule existiert seit 1638. Gut 50 Jahre später wurden gar 40 Kinder unterrichtet – eine eigenständige Schulgemeinde mit tieferen Schulsteuern als in Affoltern. Zwillikon und Affoltern stemmten sich lange gegen einen Zusammenschluss. Doch der wurde auf Betreiben des Regierungsrates 1925 vollzogen, nachdem klar geworden war, dass ein Schulhausneubau in Zwillikon viel zu hohe Schulsteuern nach sich ziehen würde. Die Regierung hielt damals den Gegnern eines Zusammenschlusses vor: «Solch sträflichem Mutwillen staatspolitisch unbedarfter Landschulpfleger muss energisch entgegengetreten werden.» Worauf der damalige Präsident der Bezirksschulpflege die schützende Hand über die rebellischen Zwilliker hielt: «Trotz allem Übel muss gesagt werden: Im Zwilliker Schulhaus herrscht ein guter Geist». Das ist auch 93 Jahre nach dem Zusammenschluss so geblieben. 1975 – exakt 50 Jahre nach der Angliederung an Affoltern – konnte Zwillikon ein neues Schulhaus einweihen. (-ter.)
Eingefleischte Musikfans liessen sich am frühen Samstagabend auch durch den Regen nicht vom Tanzen abhalten. Wie hier bei der Performance der Band «Last Avenue». Der Grossteil der Gäste genoss den Auftritt im Trockenen. (Bild lhä)
Am vergangenen Freitag und Samstag wurde das WeisbrodAreal in Hausen zum sechsten Mal zur Bühne für einheimische und auswärtige Nachwuchsbands. Die wetterfesten MusikFans trotzten dem Regen und den frischen Temperaturen. ................................................... von livia häberling
Erwin Wälter, von 1979 bis 2002 Schulpräsident von Affoltern (links) und Hans Schneebeli, Jahrgang 1924, ältester Klassentreff-Teilnehmer. (Bild Werner Schneiter)
Wenn es wirklich einen Wettergott gibt, dann ist er vermutlich kein Open-Air-Fan. Hatten in den letzten Tagen und Wochen Sonne und Hitze dominiert, zeigte sich doch just das Wochenende des «Rampe Open Airs» mit Regen und Kälte von seiner wenig einladenden Seite. Dabei haben das Organisationskomitee und seine rund 60 Helferinnen und Helfer auch dieses Jahr auf dem Weisbrod-Areal in Hausen ein kleines aber feines Musik-Event mit Liebe zum Detail auf die Beine gestellt. Mit Bands wie «The Raw Soul» und «Charles In The Kitchen» am Freitag oder «Last Avenue», «Liquid Sunshine»
Die niederländische Band «Starfish» hatte bei ihrer Performance mehr Wetterglück: Am späteren Abend liess der Regen nach, und die Open Air-Fans kamen vor der Bühne auf ihre Kosten. (Bild Chantal Largey) und «SwingChu» am Samstag gehörten auch 2018 viele lokale Bands zum Line-up. «Inzwischen erhalten wir viele Anfragen, auch von Bands ausserhalb der Region», erklärte Luca Bermudez, Mitglied des Organisationskomitees. Mit «Sean Koch» und «Starfish» waren dieses Jahr auch Bands aus Südafrika und den Niederlanden dabei. Trotz des Wetterpechs zogen die Veranstalter eine positive Bilanz: «Am Freitagabend war das Wetter besser als erwartet», so Luca Bermudez. Rund 500 Besucherinnen und Besucher dürften auf dem Weisbrod-Areal an jenem
Abend mitgefeiert haben, schätzt er. Auch am frühen Samstagabend war das Open Air für die schlechten Wetterverhältnisse gut besucht. Allerdings lockte der Regen die Musik-Fans weniger in den Bühnenbereich. Lieber blieben sie im Festzelt oder unter den Unterständen und lauschten den Klängen in Trockenen. Wenn jedoch der Frontmann von «Last Avenue» «Is everybody crazy?» oder «Do you want more?» ins Publikum rief, dann hörte man sie lautstark bejahen und kreischen. Dann war richtige Open-AirStimmung. Dem Regen zum Trotz.
Die Knonauer Chilbi lebt von den Vereinsaktivitäten Der Vergnügungspark mit verschiedenen Bahnen sowie viele Stände und Zelte der Dorfvereine sind feste Bestandteile der Knonauer Chilbi. Dieses Jahr war das Jahrgängertreffen ein besonderer Höhepunkt. Und Schausteller Sepp Moser feierte sein 30-Jahre-Jubiläum. ................................................... von marianne voss Jede Dorfchilbi hat ihre Traditionen und Besonderheiten. In Knonau wird die Chilbi von einem OK, in dem sich Sepp Iten (Präsident), Toni Kronenberg, Chrigi Risi und Hugo Peter einsetzen, organisiert. Die Gemeinde unterstützt den Anlass auch in finanzieller Hinsicht. Und seit 30 Jahren gehört der Schausteller Sepp Moser aus Luzern dazu. Er sorgt immer dafür, dass der Anlass mit einigen attraktiven Bahnen bereichert ist. Und es macht ihm Spass, nach Knonau zu kommen. Toni Kronenberg vom Chilbi-OK hielt im Gespräch mit dem «Anzeiger» fest: «Sepp Moser ist zurzeit unsere Versicherung für einen abwechslungsreichen Lunapark.» Dieses vergangene Wochenende konnten sich die grossen und kleinen Besucherinnen und Besucher wieder an einer Autoscooter-Bahn und einem
Karussell erfreuen. Zudem war zum ersten Mal eine richtige ActionMaschine vor Ort, eine sogenannte Doppel-Ranger. «Das musst du erlebt haben», sagten sich viele, und liessen sich auf die schwindelerregenden Schaukelrunden ein. Andere trauten sich nicht und hatten nur schon beim Zuschauen ein flaues Gefühl in der Magengegend. Nebst den Bahnen gibt es an der Knonauer Chilbi jeweils viele Attraktionen und Verpflegungsstände von den Dorfvereinen und Institutionen. Vom Ponyreiten bis zur Schatzsuche, von der Pizza bis zum Kuchen – es ist für alle Bedürfnisse und Geschmäcker etwas vorhanden. Der Schausteller betonte: «Die Knonauer Chilbi lebt von den Dorfvereinen. Und das Schöne ist, dass kein Konkurrenzkampf untereinander besteht.» OK-Präsident Sepp Iten ergänzte: «Ja, die Vereine machen super mit. Dadurch hat unsere Chilbi den Charakter eines Dorffestes, wo man sich trifft und auch neue Leute kennenlernt.»
Klassentreffen am Samstag Der Samstag war zwar wegen des Regens etwas schwach besucht, dafür fand im Stampfisaal ein besonderer Höhepunkt statt. 175 Frauen und Männer der Jahrgänge 1928 bis 1960 trafen sich zum Klassentreffen. Sie kamen
Sie freuen sich über die gelungene Chilbi. Von links: Toni Kronenberg vom OK, Schausteller Sepp Moser und OK-Präsident Sepp Iten vor dem Confiserie-Stand Moser. (Bild Marianne Voss) aus der ganzen Schweiz, aus dem nahen Ausland und sogar aus Kanada und Nairobi. Ihnen machte das kühle, nasse Wetter nichts aus, denn es ging ja ums Erzählen und Auflebenlassen von Erinnerungen. Am Sonntag war das Wetter dann angenehm. Nach dem traditionellen
Gottesdienst im Festzelt, der vom Musikverein Mettmenstetten umrahmt wurde, genossen die Gäste das ebenfalls traditionelle Chilbi-Risotto. Und als dann um 13 Uhr die Bahnen den Betrieb aufnahmen, herrschte auf dem Stampfiplatz schon fröhlicher Festbetrieb. Natürlich gehörten auch
Zuckerwatte, Magenbrot und gebrannte Mandeln dazu. Letztere stellte Sepp Moser an seinem Confiserie-Stand selber frisch her. Er erklärte beim Rühren, worauf es ankommt, und als der Caramelduft aus der Schüssel stieg, schwärmte er: «Jetzt duftet es richtig nach Chilbi!»
Eine Geschichte wie ein Märchen Lesung mit Alex Capus in der Buchhandlung Scheidegger Am vergangenen Donnerstag, 23. August, las Alex Capus aus seinem neuen Roman «Königskinder». Darin kämpfen ein armer Kuhhirte und eine reiche Bauerntochter für ihren Traum von einem gemeinsamen Leben. ................................................... von livia häberling «Was ist?» «Nichts» «Sag schon.» «Nichts» «Was?» «Die Scheibenwischer.» «Was ist mit denen?» «Du hast sie wegen drei Schneeflocken eingeschaltet.» «Und?» «Jetzt ist die Scheibe verschmiert, die Sicht ist schlechter als vorher.» «Und?» «Gib zu, dass die Sicht jetzt schlechter ist.» Keifereien zwischen Paaren entwickeln zuweilen ihre ganz eigensinnige Komik. Und sie haben viel Unterhaltungspotenzial – solange man sie aus der zweiten Reihe erlebt. Im neuen Roman von Alex Capus fährt ein Ehepaar den Jaunpass hoch und wird eingeschneit. Während einer Nacht müssen Tina und Max im Auto ausharren. Um sich die Zeit bis zum nächsten Morgen zu vertreiben, erzählt Max Tina die Geschichte von Jakob und Marie-Françoise. Diese beginnt im Jahr 1779 im Greyerzerland. Er, ein armer Kuhhirte,
und sie, die Tochter eines reichen Bauern, treffen auf dem väterlichen Hof zum ersten Mal aufeinander. Ihre Blicke kreuzen sich, und beide merken, dass dieser Moment in ihnen etwas verändert. Weniger erfreut ist der Vater von Marie, der sich für seine Tochter ein anderes Leben vorstellt und die ungleiche Verbindung mit allen Mitteln bekämpft. Bald darauf wird Jakob in einen achtjährigen Wehrdienst eingezogen.
Eine Prise echtes Leben «Fehlt nur noch, dass Marie aus Verzweiflung ins Wasser geht. Oder ins Kloster. Oder in ein Unterwasserkloster. Sind die überhaupt katholisch dort unten?» «Und wie. Warum?» «Weil Protestanten keine Klöster haben.» «Haben sie doch.» «Nein.» «Doch. Ist ja egal. Jedenfalls geht Marie nicht ins Kloster. Da kann ich dich beruhigen. Übrigens wäre ich froh, wenn du meiner Geschichte etwas weniger vorauseilende Ablehnung entgegenbringen würdest.» Sie können es nicht lassen. Das Ehepaar bildet die Rahmenhandlung des Romans, unterbricht die Geschichte jedoch immer wieder mit seinem Gezanke und würzt sie so mit einer willkommenen Prise echten Lebens. «Tina fällt Max ständig ins Wort, will
an der Geschichte schrauben. Und wie es der Zufall will, habe auch ich so eine Frau zu Hause», meinte Capus. Gelächter im Saal.
Nichts, ausser Erinnerungen 1787 kehrt Jakob zurück, die beiden sehen sich wieder und verbringen ein paar unbeschwerte Wintermonate miteinander. Dann jedoch besorgt Maries Vater Jakob eine Anstellung am Hof von Versailles, um ihn aus dem Weg zu schaffen. Wieder werden die jungen Liebenden getrennt, ob sie nun – inmitten des gesellschaftlichen Aufund Umbruchs – noch einmal zusammenfinden werden? Einmal mehr präsentiert Alex Capus eine Geschichte, die auf wahren Begebenheiten beruht. Die Geschichte von Jakob Boschung war ein Zufallsfund, Capus stiess auf das Volkslied «Pauvre Jacques» und fand bald darauf weitere Zeitdokumente in den Kirchenbüchern von Greyerz und im Staatsarchiv Freiburg. Und auch die Existenz von Marie lässt sich in Dokumenten nachweisen. «Was mich an dieser Geschichte so berührte, war die Tatsache, dass die beiden trotz langer Jahre der Trennung aneinander festhielten», erklärte Alex Capus dem Publikum. «Es blieben ihnen nichts ausser Erinnerungen, um einander nicht zu vergessen.»
Alex Capus zog das Publikum in den Bann seiner Geschichte. Für Lacher sorgten besonders die Dialoge zwischen Max und Tina. (Bild Livia Häberling)
Kurze Freude über Mehr Staat, weniger Miliz? eine neue Arbeitsstelle Initiative «Wildhüter statt Jäger», Abstimmung vom 23. September.
Nach meiner Ausbildung zur Coiffeuse stürzte ich mich voller Elan und Freude in den Prozess der Arbeitssuche. Via Internet erfuhr ich von einem hübschen, lichtdurchfluteten Geschäft im Zentrum von Steinhausen. Kaum hatte ich mich für die ausgeschriebene 60-%-Stelle beworben, bekam ich einen Anruf der Geschäftsführerin, die mich zu drei Probetagen einlud. Ich solle eigene Modelle mitbringen und auch Kunden des Salons bedienen können. Ich bediente während dreier Tage sechs Modelle, die ich selber organisiert hatte, und auch fünf Neukunden des Salons, zwei Männer und drei Jugendliche. Alle Kunden waren sehr zufrieden und verabschiedeten sich bei mir auf ein nächstes Mal. Diese Kunden wurden abwechselnd bei der Geschäftsführerin und ihrer Stellvertreterin eingeschrieben, das heisst, meine Gratis-Arbeit brachte diesen beiden Frauen Provisionen. Wenn ich nicht mit Kunden beschäftigt war, las ich mich ein in ihr Produktesortiment und die Gepflogenheiten des Salons
oder half den zwei Lehrlingen beim Aufräumen und Putzen. Nach Ablauf der drei Probetage, nach 29 Stunden Arbeit, versprach mir die Geschäftsführerin die Arbeitsstelle. Ich habe super gearbeitet, sie könne nichts Negatives sagen, ich würde sehr gut ins Team passen und nach dem Wochenende würde sich der Chef bei mir melden. Ich war stolz und überglücklich über meinen Erfolg. Der Dienstag verging, der Mittwoch auch ... Mittwochabend rief ich dann bei der Geschäftsführerin an und sie teilte mir kurz angebunden mit, ich hätte die Stelle doch nicht und sie hätte keine Zeit, um mir diesen Fakt zu erklären. Zurück bleibe ich, und verstehe die Welt nicht mehr. Ob ich etwas hätte bemerken sollen …? Ich arbeitete sehr selbstständig und kein einziges Mal stellte sich die Geschäftsführerin oder die Stellvertreterin hinter mich, um mich bei der Arbeit zu beobachten ... Hinterher ist man immer klüger. Brigitte Berkhof, Affoltern
Stolz, wer mehr als ein Dorf ist Verhandlungen des Stadtrates, «Anzeiger» vom 17. August. Seit dem 1. Juli nennt sich Affoltern «Stadt». Wer das noch nicht realisiert hat, liest im «Anzeiger» vom 17. August auf Seite 5 gleich sechs Mal «Stadt Affoltern am Albis». Um den Unterschied von Stadt und Dorf zu betonen, sind die anderen Bezirksanzeige
gemeinden nun aufgefordert vor ihren Ortsnamen «Dorf» zu setzen. Würden sich die Bewohner von Affoltern und den anderen Gemeinden nicht auch zurechtfinden, wenn bloss der Name «Affoltern» oder «Affoltern am Albis» stehen würde? Heinrich Schneebeli, seit Geburt Ortsbürger von Affoltern
Mit der Initiative «Wildhüter statt Jäger» steht ein von weltfremdem, ideologischem Gutmenschentum geprägtes Volksbegehren zur Abstimmung an. Der Kantonsrat empfiehlt den Stimmberechtigten mit seltener Einmütigkeit die Initiative mit 165:0 zur Ablehnung. Mit dieser eindeutigen Ausgangslage erstaunt die rege Auseinandersetzung von Befürwortern und Gegnern in den Leserbriefspalten des «Anzeigers». Als Präsident einer Holzkorporation, die ca. 100 Hektaren Wald bewirtschaftet, kann ich nur von einvernehmlicher Zusammenarbeit mit den
Jagdgesellschaften berichten. Der Wildverbiss gefährdet die Verjüngung des Waldes. Das Fehlen von natürlichen Feinden verhindert eine Regulierung des Wildbestandes. Die fehlende Selbstregulierung führt zu mehr Schäden im Wald und in der Landwirtschaft. Waldeigentümer sind nicht interessiert mit zusätzlichen Einzäunungen und noch mehr Kunststoffschutz die Begehbarkeit des Waldes einzuschränken, um einem unweigerlich wachsenden Wildbestand zu begegnen.
Ideale Organisationsform Die Zulassung von Personen zur Jagd ist mit Prüfung und Eignung verbun-
den. Die Durchführung der Jagd erfolgt unter Aufsicht des staatlichen Organs. Es ist die ideale Form zur Lösung einer Aufgabe im Interesse der Öffentlichkeit. Es ist auch aus dieser Sicht nicht einzusehen, warum eine funktionierende und auch noch kostengünstige Organisation durch eine wesentlich teurere und unsichere ersetzt werden soll. Es ist zu hoffen, dass die Stimmberechtigten dem Begehren nach staatlichen Wildhütern statt Jägern im Milizsystem eine deutliche Absage erteilen. Toni Bortoluzzi, Präsident Holzkorporation, Affoltern
Aufklären ja – aber richtig! Initiative «Wildhüter statt Jäger», Abstimmung vom 23. September. Ich bin mit Frau Geel aus Hedingen absolut einverstanden, wenn sie in ihrem Leserbrief feststellt, dass zum Verständnis der Jagd viel Aufklärung nötig ist. «Bei der Treibjagd wird das Wild durch das laute Schreien der Treiber fast zu Tode erschreckt und das Wild rennt dadurch in Panik davon, gleichzeitig lauern ihm die Jäger auf, um es gnadenlos und fies abzuknallen», schreibt Frau Geel. Das hat nun aber mit sachlicher Aufklärung rein nichts zu tun. Die Treiber machen nämlich genau darum Lärm, damit das Wild aufmerksam wird, bevor die Treiber die Einstände erreicht haben, und sich verdrückt. Dadurch kommt
das Wild in gemächlichem Tempo, meist im Schritt und immer wieder zum Sichern stillstehend, bei den Jägern vorbei. Alles andere wäre kontraproduktiv – es sei denn, Frau Geel wäre im Gegensatz zu mir in der Lage, auf ein rasant flüchtendes Stück Wild einen Treffer anzubringen … Und zum «gnadenlosen und fiesen Abknallen»: Frau Geel sollte vielleicht einmal bei einer «Treibjagd» (ein Begriff, der sich gehalten hat, obwohl die heutige Bewegungsjagd mit der ursprünglichen Treibjagd nicht mehr vergleichbar ist) dabei sein und beobachten. Bei der letzten, bei der ich dabei war, sind von den Jägern insgesamt gut 40 Rehe und 20 Wildsauen gesichtet worden. Erlegt wurden «nur» fünf Rehe und zwei Sauen. Dies des-
halb, weil man eben nicht «gnadenlos und fies abknallt», sondern nur schiesst, wenn es, wie wir Jäger sagen, «passt». Das heisst, wenn ein erfolgversprechender Schuss möglich ist und es sich um ein schussbares Tier (also zum Beispiel nicht um ein Junge führendes Muttertier oder bei den Schweinen um ein noch gestreiftes Jungtier) handelt. Und: Ja, Herr Hegetschweiler, die menschliche Ethik hat sich entwickelt. Und parallel dazu die Ethik der Jagd bis auf den heutigen Stand, der ethisch in jeder Hinsicht vertretbar ist. Nicht umsonst hat der Kantonsrat die Initiative «Wildhüter statt Jäger» mit 165:0 Stimmen (!) abgelehnt! Fredy Kradolfer, Ottenbach
Podiumsdiskussion zum Thema erodierende Wissensordnung in Kappel. > Seite 12
Bei der Ernstkampf-Premiere gegen Linth erreichte der FCWB auswärts ein torreiches Remis. > Seite 15
Helfer gewürdigt Das Organisationskomitee des Zürcher Kantonalschwingfests lud zum Nachtessen. > Seite 19
Elf Tage Ausverkauf: Gartenmöbel- Unter dem Mansardendach gehts wieder los Schnäppchen bei Finetra
28. August bis 8. September – Lieferung und Montage kostenlos
Der Filmklub Muri startet in die 43. Saison
Das Affoltemer Fachgeschäft Finetra an der Zürichstrasse 130 bietet ab heute wieder Gartenmöbel zu Vorzugspreisen – ganz nach dem Motto: «Gefällt mir, will ich, bekomme ich – sofort!»
Den Auftakt in die neue KinoSaison macht der schweizweit stattfindende «Allianz Tag des Kinos». Dieser findet am Sonntag, 2. September, statt.
Mit «Ready for Take off» haben Besim Bulica und seine Crew der Finetra AG, Affoltern, die Gartenmöbelsaison heuer eingeläutet, jetzt gilt dieser Slogan auch für den traditionellen HerbstAusverkauf. «Vom 28. August bis 8. September gibt es bei uns die Gartenmöbel der aktuellen Saison zu Vorzugspreisen», hält Bulica dazu fest und ergänzt: «Wir gewähren bis zu 50 Prozent Rabatt auf unser reguläres Sortiment an Gartenmöbeln, wobei die Lieferung oder ein Lieferbus für Selbstfahrer und bis zu 25 Kilometer Distanz sowie das Aufstellen oder die Montage durch unsere Fachkräfte erst noch kostenlos sind. Für unsere Kunden bedeutet dies: Angucken, Zugreifen, Schnäppchen machen und günstig zum wohnlichen Garten kommen!»
Keine alte Lagerware – Rabatt auch auf Betten Der Gartenmöbelausverkauf der Finetra AG hat längst Tradition. Bekannt ist auch, dass Besim Bulica und sein Team im Affoltemer Fachgeschäft an der Zürichstrasse 130 damit nicht einfach alte Lagerware loswerden wollen, es handelt sich ausschliesslich um aktuelle, hochqualitative Ausstellungsstücke. Dazu gibt es gute Gründe, wie
Besim (rechts) und Bajrush Bulica vom Affoltemer Fachgeschäft für Schlafkomfort und Gartenmöbel Finetra an der Zürichstrasse 130, verkaufen vom 28. August bis 8. September Gartenmöbel-Schnäppchen. (Bild zvg) Bulica erklärt: «Das Einlagern von Gartenmöbeln zum Überwintern braucht Platz und ist entsprechend kostenintensiv. Was wir diesbezüglich durch den Ausverkauf einsparen können, geben wir lieber als Rabatte unserer Kundschaft weiter. Es gehört zu unserem Geschäftsprinzip, unserer regionalen Kundschaft regelmässig Schnäppchen anzubieten.» Zum vergünstigten Verkauf stehen Gartenmöbel wie Tische, Stühle, Sessel, Lounges und Bartische – darunter auch Einzel-
stücke. Und wer beim Ausverkaufsbesuch, statt eines Gartenmöbels, etwas aus dem Schlafkomfort-Bettensortiment von Finetra haben möchte, dem gewährt Besim Bulica ebenfalls bis zu 10 Prozent Rabatt für «himmlisches Schlafen». (pd.)
130, Affoltern. 28. August bis 8. September. Öffnungszeiten: Dienstag bis Freitag, von 9 bis 12 Uhr, und 14 bis 18.30 Uhr, Samstag von 9 bis 18 Uhr und Sonntag von 10 bis 17 Uhr.
Anfänger- und Fortgeschrittenenkurse ab 10. September
Line Dances sind Blocktänze, die ursprünglich zu Country- und Wes-
ternmusik, immer häufiger aber inzwischen auch zu aktuellen Hits und Latino-Musik getanzt werden. Seit John Travoltas «Saturday Night Fever» werden sie auch immer öfter zu moderner Pop-Musik getanzt. Line Dances eignen sich für alle Altersgruppen. Jeder kann mitmachen. Man braucht keinen Partner, es können Singles, Paare und auch die
Die Truppe beim «Tanz auf dem Dorfplatz», was ihnen grossen Beifall der Passanten beschert hat. (Bild zvg.)
Das Kino Mansarde in Muri nimmt seinen Betrieb wieder auf. (Bild zvg.) sen zwei Mitglieder, welche sich nun, nach 40 Jahren aktiver Mitarbeit, aus dem operativen Geschehen zurückziehen. Christiana Affolter und Hardy Ketterer haben sich in dieser langen Zeit grosse Verdienste um den Aufbau, die Ausrichtung und Etablierung des Mansardenkinos verdient gemacht. Ihnen zu Ehren wird das Kino im Verlauf des Septembers je einen Film ihrer Wahl im regulären Programm haben. Das Publikum darf sich auf «Amacord» von Federico Fellini und «Sliding Doors» mit Gwyneth Paltrow freuen. (eh.) Sonntag, 2. September, 11 Uhr, «Amur senza fin» ; 14 Uhr «Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer»; 16.30 Uhr «Mamma mia! Here We Go Again». Donnerstag, 13. September, 18 Uhr «In den Gängen»; 20.30 Uhr «Sliding Doors». Freitag, 14. September, 18 Uhr «Apfel und Vulkan»; 20.30 Uhr «Amacord». Reservieren unter Telefon 056 664 21 21 oder www.kinomansarde.ch.
Gartenmöbel-Ausverkauf, Finetra AG, Zürichstrasse
Line Dance: neue Kurse in Affoltern
Der jährliche Ausflug der Line-Dance-Gruppe Lake Wood Dancers hat sie in diesem Sommer nach Klausen ins Südtirol geführt. Bald starten in Affoltern die neuen Kurse.
Ab 10.30 Uhr öffnen sich an diesem Tag die Türen mit Kaffee und Gipfeli, bevor um 11 Uhr der erste Film beginnt. Mit der Schweizer Produktion «Amur senza fin», dem Kinderklassiker «Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer» in einer Neuverfilmung sowie der Fortsetzung des FeelgoodMusicals «Mamma mia! Here We Go Again» ist für jeden etwas dabei und für gute Unterhaltung gesorgt. Der Eintritt pro Film kostet fünf Franken. Darüber hinaus ist das Team rund um Vereinspräsident Reto Holzgang bemüht, auch in dieser Saison ein attraktives Programm auf die Beine zu stellen. «Wir bleiben unserem Arthouse-Anspruch treu und möchten in unserer Spielstätte die Vielfalt des Kinofilm-Angebots abbilden. Darüber hinaus versuchen wir immer, Schweizer Filmschaffende zu uns nach Muri zu holen. Diese Sonderveranstaltungen werden von unseren Gästen sehr geschätzt», so Holzgang. Der eigentliche Kinobetrieb wird durch ein ehrenamtlich arbeitendes Team von derzeit 19 Filmbegeisterten sichergestellt. Dass diese Leidenschaft von grosser Dauer sein kann, bewei-
ganze Familie mittanzen. Der Spass steht im Vordergrund. Outfitmässig braucht es ebenfalls nicht viel: Es muss nicht gleich ein authentisches Westernoutfit sein, Freizeitkleidung und festsitzende Schuhe mit glatten Sohlen genügen. Vorkenntnisse sind nicht erforderlich. Die Tänzerinnen und Tänzer stehen einzeln in Linien, alle tanzen zur selben Zeit dieselben Schrittfolgen, die sich regelmässig wiederholen. Häufig findet auch ein Richtungswechsel statt. Neue Kurse für Anfänger ohne Vorkenntnisse starten am Montag, 10. September, 20 Uhr, allenfalls startet ein zweiter Kurs am Donnerstag, 13. September, jeweils um 20 Uhr in Affoltern. Ein Kurs für Senioren, ebenfalls für Anfänger, startet am Montag, 10. September, 17.15 Uhr. Für Senioren, die schon etwas Tanzerfahrung haben, eignet sich der Kurs um 16 Uhr, beide in Affoltern. Wer bereits Line-Dance-Erfahrung hat, kann nach Absprache in einen bereits bestehenden Kurs in Affoltern quereinsteigen. Ein weiterer Kurs für Tänzerinnen und Tänzer mit Tanzerfahrung findet in Bremgarten AG statt. (pd.) Infos und Anmeldung: anita.seegraf@gmail.com, Tel. 041 917 42 94.
Insektenschmaus und «Biräweggä»
10. Zentralschweizer Biomarkt am Zugersee Am 1. und 2. September findet in Zug der traditionelle Biomarkt O Sole Bio statt. An 80 Marktständen entlang der Seepromenade bieten die Zentralschweizer Biobauern ihre Produkte an. Zum 10-Jahre-Jubiläum gibt es erstmals «Bio Knospe»-zertifizierte Insekten zu kosten. Der Zentralschweizer Biomarkt O Sole Bio setzt seit zehn Jahren innovative Akzente. Hier trifft man sich, diskutiert und lernt voneinander. Die kantonalen Biovereine Zug, Uri, Schwyz, Luzern und Ob- und Nidwalden laden ein. Auch aus dem Knonauer Amt sind Teilnehmer mit dabei. Die Stiftung Werk- und Wohnhaus zur Weid etwa ist schon seit einigen Jahren am Markt präsent. Erstmals gibt es am Zuger Biomarkt trendige Insekten zu kosten: Die Entomos AG aus Grossdietwil, Teil der Andermatt Firmengruppe, bietet ihre «Bio Knospe»-zertifizierten Tenebrio (Mehlwürmer) an. Die Insekten werden in Grossdietwil gezüchtet und ohne Einsatz von Hormonen, Pestiziden oder Antibiotika produziert. Am 10. Zentralschweizer Biomarkt erfahren die Marktbesucher beispielsweise auch, welche leckeren Gerichte mit Althennen-Fleisch hergestellt werden können. Sie erfahren die
stärkende Wirkung des Suppenhuhns und können zahlreiche andere Produkte wie Hennen-Hackfleisch, -Geschnetzeltes oder -Bratwürste kaufen. Auf dem Markt gibt es zudem Tipps, wie man das wertvolle, alte Korndinkel zu schmackhaften Gerichten verarbeitet. Statt Kebab gibt es am Stand 57 «BioBab», gefüllt mit Bio-Jungrindund Bio-Schweinefleisch.
Den Markt mit allen Sinnen erleben An zahlreichen Ständen wird direkt vor Ort produziert. Ein Schindelmacher gibt Einblick in sein Handwerk und eine Schaukäserei aus Gurtnellen ist vor Ort. Die Stände 75 und 79 sind für eine Schaubrennerei und eine Schaumosterei reserviert. Ein Drechsler arbeitet vor Ort und ein Lamatrekking begleitet durch den Markt. Tierisches gibt es auch am Stand 7 zum Thema «Erlebnis Milch» zu erfahren. Kühe massieren, melken und auch ein Milch-Mäuse-Käse-Orientierungslauf sind im Angebot. Auf dem «Kitzelpfad» kann man seine Sinne spüren. Ausserdem spielen zahlreiche Musikformationen auf. Verweilen ist auf alle Fälle angesagt. (pd.) Zentralschweizer Biomarkt am Samstag, 1. September: 8 bis 18 Uhr, und Sonntag, 2. September: 10 bis 17 Uhr, Seepromenade, Zug. Der Eintritt ist frei.
Ein Sommernachtstraum in Knonau Spitex am Puls der Zeit
Am 1. September auf dem Bauernhof Stöckweid in Knonau
Themenabend zum nationalen Spitex-Tag
Am 1. September gastiert das Theater des Kantons Zürich auf dem Bauernhof Stöckweid in Vorderuttenberg bei Knonau. Zur Aufführung kommt die Komödie «Ein Sommernachtstraum» von William Shakespeare.
Ein hoher Digitalisierungsgrad, die ressourcenschonende Wahl der Transportmittel sowie attraktive Karriere- und Weiterbildungsmöglichkeiten. Die Nonprofit-Spitex ist innovativ und modern. Das diesjährige Motto des nationalen Spitex-Tages vom 1. September in Affoltern lautet: «Die Spitex am Puls der Zeit».
Theseus, Herzog von Athen, steht kurz davor, Hippolyta, die Königin der Amazonen, zu heiraten. Noch vier Tage sind es bis zur Hochzeit. Diese Frist setzt er auch Egeus’ Tochter Hermia, die sich entscheiden muss, ob sie nach dem Willen ihres Vaters den verhassten Demetrius oder – unter Androhung des Todes – den von ihr heiss geliebten Lysander zum Mann nehmen will. Sie hört auf ihr Herz und ihre Wahl fällt auf Lysander, mit dem sie Hals über Kopf in den Wald flieht. Ihre Freundin Helena, die, leider unerwidert, den Demetrius liebt, erzählt ihrem Angebeteten von Hermias Geheimnis – nur um ihm, der Hermia und Lysander eifersüchtig in den Wald gefolgt ist, ihrerseits nachzustellen. Dieses Liebeschaos wird im dunklen Forst erst richtig kompliziert, denn hier treibt der Waldgeist Puck sein Unwesen als rechte Hand des Elfenkönigs Oberon. Dieser hat einen veritablen Ehekrach mit seiner Gemahlin Titania und möchte ihr eins aus-
Vorne von links: Helena (Marie Gesien), Demetrius (Julian M. Boine), Lysander (Joachim Aeschlimann) und Hermia (Julka Duda). Im Hintergrund: Musiker Sandro Corbat und Elf «Puck» (Miriam Wagner). (Bild Toni Suter) wischen. Zu diesem Zweck lässt sich Oberon von Puck ein Kraut besorgen, durch dessen Wirkung man sich unsterblich in den Erstbesten verliebt, den man beim Aufwachen erblickt. Das «Opfer» wird Zettel sein, Mitglied einer liebenswert-chaotischen Gruppe von Handwerkern und Theaterenthusiasten, die im Wald das Stück von «Pyramus und Thisbe» einstudieren. Diesem hext Puck einen Eselskopf auf den Leib und führt ihn zur schlafenden Titania. Nebenbei soll der rastlose Puck auch noch die zerstrittenen Liebenden mit dem Kraut versöhnen. Allerdings erwischt
er dabei die Falschen, der Liebeskummer wird zur Raserei, der Feenwald zum fast tödlichen Albtraumdickicht. Doch den Waldgöttern sei Dank gibt es ein Gegenmittel ... Regie: Elias Perrig, Bühne und Kostüme: Beate Fassnacht, Live-Musik: Sandro Corbat. Es spielen: Joachim Aeschlimann, Katharina von Bock, Julian M. Boine, Sandro Corbat, Julka Duda, Marie Gesien, Stefan Lahr, Pit Arne Pietz, Miriam Wagner. Homepage: www.theaterkantonzuerich.ch, Vorverkauf Gemeindeverwaltung Knonau, Telefon 044 768 50 50, www.knonau.ch.
Damit aus Kindern Persönlichkeiten werden
Ein Elternkurs in der Chrischona Affoltern Kinder werden ohne Gebrauchsanweisung geboren. Dieser Kurs macht Mut, Kinder von 0 bis 10 Jahren auf dem Weg in die Unabhängigkeit zu begleiten. Bereits zwei Mal haben im Knonauer Amt Teenager-Elternkurse stattgefunden. Nun wird der Konzeptkurs von Campus für Christus, FamilyLife Zürich, erstmals für Eltern mit jüngeren Kindern durchgeführt. Der Kurs findet in einer einladenden Atmosphäre statt und startet jeweils mit einem feinen Stehimbiss. Die Einfüh-
rung in das Abendthema wie zum Beispiel «gesunde Beziehungen entwickeln» oder «Grenzen setzen» erhalten die Teilnehmenden durch Referate mit direktem Praxisbezug. Der Kursleitfaden gibt viel Stoff für Gespräche in Kleingruppen, welche die Eltern aufgrund des Alters ihres ältesten Kindes wählen. Die Teilnehmenden (Elternpaare, einzelner Elternteil, Alleinerziehende) entdecken an den fünf Abenden (3. September, 17. September, 1. Oktober, 29. Oktober und 12. November) Möglichkeiten, um mit Freude ihr
Familienleben zu gestalten. Der Kurs findet in den Räumlichkeiten der Chrischona Kirche in Affoltern statt. (pd.) Elternkurs, Chrischona Affoltern, 19 bis 21.30 Uhr, 3. September bis 12. November, Kosten: 90 Franken pro Person (Elternpaare 150 Franken), inklusive Imbiss und Kursunterlagen. Kursleitung: Susanne und Walter Haldemann, Telefon 044 764 18 32 oder haldemann.weidhof@bluewin.ch. Anmeldung bis 31. August online oder an cornelia.kaufmann@chrischona.ch. Weitere Infos auf www.sunntig.ch.
Der nationale Spitex-Tag bietet für die Spitex-Knonaueramt die Gelegenheit, der Bevölkerung an einem Themenabend ein aktuelles Thema näherzubringen. «Am Puls der Zeit» zu sein, bezieht sich auch darauf, dass die Spitex eine fortschrittliche Arbeitgeberin ist: Sie bietet ihren Mitarbeitenden gute Karrieremöglichkeiten und sorgt dafür, dass sie sich regelmässig weiterbilden. Denn nur wer sich weiterbildet, bleibt «am Puls der Zeit». Die Mitarbeitenden erhalten umfassende Einführungen und Schulungen, auch im Umgang mit den digitalen Arbeitsgeräten. Neben weiteren fachlichen Themen legt die Spitex Knonaueramt dabei ein besonderes Augenmerk auf die Zunahme der an Demenz erkrankten Menschen.
Im Rahmen des nationalen SpitexTages 2018 lädt die Spitex Knonaueramt die Bevölkerung zu einem Themenabend ein. Das Thema lautet «Menschen mit Demenz und betroffene Angehörige». Die Veranstaltung findet am Donnerstag, 30. August, um 18.30 Uhr in der Aula des Schulhauses Ennetgraben in Affoltern statt. Der Eintritt ist frei. Ein Apéro wird vom Haus zum Seewadel offeriert. Für diesen Abend konnten zwei erstklassige Referenten gewonnen werden: Samuel Vögeli, Pflegeexperte APN, RN, MScN – er wird auf die Wünsche, Bedürfnisse und Unterstützungsmöglichkeiten eingehen. Daniel Wagner, Initiant Demenz Zürich, erzählt als betroffener Angehöriger seine Sicht auf eindrückliche Weise und fordert zum Handeln auf. Wie kann die Unterstützung gestaltet werden? Welche Angebote bestehen im Knonauer Amt? Diese Fragen sollten am Ende der Veranstaltung geklärt sein. (pd.) Themenabend: «Menschen mit Demenz und betroffene Angehörige», Donnerstag, 30. August, 18.30 Uhr, Aula Ennetgraben. Eintritt frei, Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Auskünfte: Agnes Meili, Assistentin der Geschäftsleitung, Telefon 044 762 50 46. Weitere Infos auf www.spitexka.ch.
Wahrheit und Lüge in der digitalen Welt
Podiumsdiskussion in Kappel Fakt oder Fake? Am Mittwoch, 26. September, findet im Kloster Kappel eine Podiumsdiskussion mit Journalistik-Professor Vincenz Wyss, Dozentin SuzannViola Renninger und Chefredaktorin Katia Murmann statt. «Fake News» – der Begriff ist derzeit in aller Munde. Der amerikanische Präsident Donald Trump benutzt ihn unverblümt, um Journalisten zu diskreditieren, statt inhaltlich zu argumentieren oder den Diskurs zu suchen. Die gesellschaftliche Wissensordnung, eine Ordnung, in der die Wissensproduzenten je ihren Platz und ihre Anerkennung hatten, wird gewaltig durchgeschüttelt. Was steckt hinter Begriffen wie «Fake News»
oder «Lügenpresse»? Mit welchem Ziel werden Unwahrheiten verbreitet? Wie können diese von seriösen Nachrichten unterschieden werden? Was lässt sich gegen eine erodierende Wissensordnung tun? – Und gibt es noch eine «Wahrheit»? Mit diesen Fragen befassen sich Journalistik-Professor Vincenz Wyss, Suzann-Viola Renninger, Dozentin für Philosophie, Ethik und Wissenschaftstheorie, und Katia Murmann, Chefredaktorin Digital der «Blick»-Gruppe. Es moderiert Norbert Bischofberger, Redaktor und Moderator von «Sternstunde Religion». (pd.) Mittwoch, 26. September, Kloster/Gemeindesaal Kappel, 18.30 bis ca. 22 Uhr, inkl. Apéro Riche. Unkostenbeitrag: 45 Franken. Anmelden unter www.forum-kirchewirtschaft.ch.
Mit dem «Kinderclub» bei der Beringung von Zugvögeln dabei sein Zeitzeugen der «Gartenreform» Kleine Vögel ganz nah mit dem Verein Naturnetz Unteramt
Kleine Vögel ganz nah erleben – hier eine Mönchsgrasmücke. (Bild zvg.) Der Vogelzug ist ein erstaunliches Naturwunder. Wie schaffen es die kleinen Singvögel nur, in wenigen Wochen Tausende von Kilometern in den Süden zu fliegen? Wie finden sie den Weg hin und wieder zurück – ganz ohne Karte? Und welche Vögel machen während ihrer Reise einen
Zwischenstopp in der Schweiz? Am 8. September können sich die Kinder des Säuliamts selber ein Bild des Vogelzugs machen. Denn der Kinderclub des Vereins Naturnetz Unteramt hat sich etwas Besonderes ausgedacht: Gemeinsam geht es mit dem Zug nach Rothenthurm, wo im Hochmoor die
Zugvögel beringt werden. Die Kinder dürfen live dabei sein und die Vögel einmal von ganz nah betrachten. Der Anlass wird in Zusammenarbeit mit den Familienclubs Bonstetten-Wettswil und Stallikon angeboten und ist für alle Kinder im Knonauer Amt ab 6 Jahren offen – eine Anmeldung ist bis am Mittwoch davor nötig (beschränkte Teilnehmerzahl). Wenn nötig, darf auch ein Elternteil mitkommen. Treffpunkt ist um 7.50 Uhr beim Bahnhof Bonstetten-Wettswil. Danach geht es ab ins Moor, wo eine Beringungsstation von BirdLife Schwyz steht. Die Zugvögel werden dort gefangen und mit einem kleinen Ring versehen. So hoffen die Forscher, mehr über den Vogelzug zu erfahren. Alles wird den Kindern genau erklärt, und danach gibt es Spiele und anderes mehr. Um 15 Uhr sind alle wieder zurück in Bonstetten-Wettswil. (pd.) Ausflug nach Rothenthurm, Samstag, 8. September. Infos unter www.naturnetz-unteramt.ch/kinderclub, oder bei Stefan Bachmann, Tel. 078 740 50 51, steff30@gmx.ch.
Öffentliche Führung im Landgut in Hausen Der Bund Schweizer Landschaftsarchitekten und Landschaftsarchitektinnen (Bsla) lädt aus Anlass des Kulturerbe-Jahres 2018 zur öffentlichen Führung nach Hausen.
Der erste Teil des Privatgartens Landgut in Hausen wurde vor 1870 nach einem Entwurf von Theodor Froebel angelegt. Angrenzend folgte 1913–1914 der zweite Teil durch Ernst Klingelfuss. Adolf Vivell hat diesen in den 1920er-Jahren für die Familie Alfred Reinhart erweitert und 1932/1933 wurden beide Liegenschaften zusammengeführt. Durch das private Landgut in Hausen führen Brigitte Nyffenegger und Michaela Gonzalez vom Büro Umland Zürich, die den Auftrag für ein Parkpflegewerk bearbeitet haben. Es handelt sich um die dritte Exkursion des Bsla in diesem Jahr. Die Gartenexkursionen über Mittag füh-
ren in verschiedene Anlagen zwischen 1900 und 1940. In diesem Zeitraum entstanden neue Ideen in der Gartenund Freiraumgestaltung, denn der Wandel der Gesellschaft forderte neue Schwerpunktsetzungen: Es galt, die Bedürfnisse der städtischen Bevölkerung nach frei nutzbarem Spiel- und Bewegungsraum ebenso zu berücksichtigen wie den Privatgarten von seinen Repräsentationspflichten zu befreien, um ihn zweckmässig und funktional werden zu lassen. Diese sogenannte «Gartenreform» war geprägt von Nutzungsgerechtigkeit und Volkswohlfahrt auf der einen Seite, von Festhalten am Traditionellen auf der anderen. Insgesamt werden der Öffentlichkeit 2018 vier Beispiele der Gartenmoderne vorgestellt. Dazu gehören die Erläuterung deren Absichten, Ziele und Qualitäten. (pd.) Öffentliche Führung am Freitag, 31. August, 12.30 bis 13.30 Uhr, Treffpunkt Parkplatz Chratz in Hausen. Infos unter www.bsla.ch.
Klezmer – die Tragik hinter der Musik, die heute glücklich macht Das Interview zum Klezmer-Konzert im «LaMarotte» in Affoltern Bait Jaffe heisst die Band von Sascha und David Schönhaus, mit der sie einen jüdischen Musikstil pflegen, der glücklich und melancholisch machen kann. Die beiden Brüder geben dazu Auskunft. Urs Heinz Aerni: Ihr Bruder David Schönhaus gründete 1993 mit Ihnen die Klezmerband Bait Jaffe. Eine jüdische Musikrichtung, die bis ins 15. Jahrhundert zurückreicht und wenn sie gespielt wird, schwebt stets eine fröhliche Melancholie oder eine melancholische Lust zum Feiern mit. Wie viel jüdische Geschichte oder jüdisches Schicksal schwingt darin für Sie persönlich mit? Sascha Schönhaus: Für mich persönlich ist die Musik sicherlich eng verbunden mit der jüdischen Geschichte und mit der Geschichte der eigenen Familie. Jeder Musiker bei Bait Jaffe hat aber seinen individuellen Bezug zu dieser Musik und das Spannungsfeld, das sich daraus ergibt, trägt wesentlich zur Entwicklung und Gestaltung unserer Musik bei. Sie komponieren diese Musik auch. Doch gibt es auch überlieferte Literatur zum Nachspielen? Sascha Schönhaus: Ja, es gibt viel notiertes Material und wir spielen auch durchaus Kompositionen, die wir entweder mündlich oder schriftlich überliefert erhalten. Wir betrachten allerdings Klezmer Musik nicht als eine museale Musik, die nachgespielt werden soll.
Wettbewerbes zum Komponieren eigener, zeitgemässer Klezmermusik einzuladen und den Prozess zu begleiten. Sie wirken auch im Bereich Jazz. Gibt es da Berührungspunkte zur Klezmermusik? Sascha Schönhaus: Ja, es gibt hier viele Berührungspunkte. Für mich ist das nicht so einfach trennbar. Ich spiele als Jazzmusiker das, was ich höre und was spontan aus meiner Inspiration heraus entsteht. Da berühren sich Klezmer und Jazz unweigerlich.
Die Band «Bait Jaffe» bildet sich aus David Schönhaus... Sondern ...? Sascha Schönhaus: Unser Anspruch ist, stets eine eigenständige Fassung eines Stückes zu gestalten, die möglichst so prägnant ist, dass wir sie als Aufnahme dokumentieren wollen. Für das gesamte Repertoire sind wir bestrebt, als einzelne Musiker sowie als ganze Band, Klezmer Musik als Teil einer lebendigen Kultur in die Zukunft zu tragen. Das beinhaltet auch die Aufgabe, neue Musik zu komponieren. Nächste Woche läuft im «LaMarotte» der Kinofilm «Die Unsichtbaren» des Regisseurs Claus Räfle mit Kompositionen von Matthias Klein. Es ist ein Drama über Juden in der Nazi-Zeit, die bewusst nicht aus Berlin fliehen ... David Schönhaus: Dieser Film verbindet uns mit der Geschichte unseres Vaters. Der historische Kontext wird
... und Sascha Schönhaus. (Bilder Joe Levy)
wohl nie verloren gehen, weil die Geschichte, auch unsere, nicht neu geschrieben wird. Aber wir können als Band diesen Zusammenhängen neu begegnen und dem Ganzen etwas Positives gegenüberstellen. Das widerspiegelt sich auch in der Zusammensetzung unserer Band, in der Herkunft und Religion keine Rolle spielen. Ihrem Vater gelang damals die Flucht in die Schweiz; er ebnete damit Ihren musikalischen Weg. Wie sehr sehen Sie und Ihr Bruder sich in der Verantwortung dieses Erbes? Sascha Schönhaus: Verantwortung sehen wir in diesem Zusammenhang als ein «Dürfen», und nicht ein «Müssen». Es fühlt sich ganz natürlich an, diesem Vermächtnis Raum zu geben und es eigenständig umzusetzen. Unser Vater ermutigte und forderte uns stets auf, eigene Musik zu kompo-
Nach den Sommerferien gehen viele von uns die bewährten, einige aber neue Wege. Das Familienzentrum freut sich, wieder ein breit gefächertes Angebot für alle Altersgruppen
präsentieren zu können – mit den beliebten Kursen wie Geburtsvorbereitung, PEKiP, Minimuki Gym, dem spielerischen Tanzen und dem Workshop «Notfälle bei Kleinkindern». Hinzu kommen neue Veranstaltungen, unter anderem Kurse für Persönlichkeitsentwicklung, Gesundheit, Entspannung, oder im Bereich Kreativität. In der neuen, überarbeiteten Broschüre findet man alles, was das Herz begehrt. Das Kursprogramm ist auf der Homepage www.familienzentrum-bezirk-affoltern.ch aufgeschaltet. Für
Der Name Ihrer Band lautet auf Hebräisch «Bait Jaffe» und bedeutet «Schönes Haus». Wie stehen die Chancen, diese Musik der jetzigen und der künftigen Generation weitergeben zu können? David Schönhaus: Dies ist ein stetes Auf und Ab, ein Jahr läuft viel, dann gibt es wieder eine Pause. Wir spielten schon viele Projekte mit Kindern aus jüdischem und anderem religiösem Umfeld und schätzen die Aufgabe und Möglichkeit, jungen Menschen musikalische Kultur näherzubringen – sei es die eigene oder auch eine fremde. Im Moment sind wir mit der jüdischen Schule Noam in Zürich für ein grosses Projekt für 2019/2020 im Gespräch. Eine Idee innerhalb des Projektes wird sein, die teilnehmenden Kinder im Sinne eines
Interview: Urs Heinz Aerni Bait Jaffe Klezmer Orchestra – Jubiläumstournee Weltmusik, Samstag, 8. September, «LaMarotte», Affoltern. Bar und Abendkasse ab 19.15 Uhr, Beginn 20.15 Uhr, Eintritt 40 Franken (Mitglieder 30, mit Kulturlegi 20). Platzreservierungen über www.lamarotte.ch oder Telefon 044 760 52 62.
Über «Bait Jaffe» Bait Jaffe, 1993 durch Sascha und David Schönhaus gegründet, ist heute eine der führenden europäischen Klezmerbands. Bait Jaffe spielt auf nationalen und internationalen Bühnen. Die Besetzung der Band ist seit 2008 die gleiche wie heute. Weitere Informationen zur Band auf www.baitjaffe.ch. (pd.)
«Spielerisches Tanzen»
Zahlreiche neue Kurse im Familienzentrum Affoltern Per sofort bietet das Familienzentrum Affoltern wieder eine breite Palette an bekannten und beliebten Workshops an. Auch neue Kurse in den Bereichen Entspannung, Gesundheit oder Kreativität finden statt.
nieren aus dem, was wir in uns aufgenommen haben.
Kann Musik glücklich machen? David Schönhaus: Ja selbstverständlich, das macht es für uns aus.
alle, die sich einen Platz in einem der vielen Kurse sichern und nichts verpassen möchten, ist Stöbern angesagt. Informationen zu Veranstaltungen und Anlässen sind unter Telefon 044 760 12 77 oder per E-Mail mail@familienzentrum-bezirk-affoltern.ch erhältlich. (pd.)
Am Freitag, 7. September, startet im Familienzentrum Bezirk Affoltern wieder der beliebte Tanzkurs für Kinder ab dem ersten Kindergarten. Auf spielerische Weise führt die diplomierte Tanzlehrerin Alevtina Roost die
Das Familienzentrum mit Kafi und Kinderhüeti hält seine Türen jeden Nachmittag von 14 bis 17 Uhr für alle Besucherinnen und Besucher offen. Die Teams freuen sich, viele bekannte und neue
Kinder in die Welt des klassischen Balletts ein. Tänzerisch lernen sie, sich besser auszudrücken, ihr Rhythmusgefühl zu fördern und ihr Körpergefühl leichter wahrzunehmen. Für Geschwister ist die hauseigene Kinderhüeti mit freundlichem Ambiente für die Dauer des Kurses gegen einen kleinen Aufpreis von sechs Franken pro Kind und Stunde vorhanden. Der Kurs findet jeweils von 16 bis 16.50 Uhr statt. (pd.)
Gesichter zu begrüssen. Anmelden unter Telefon
Wundertüte Bilderbuch mit Kleinkindern entdecken! An den Donnerstagen, 13. und 20. September, können Eltern von 9 bis 11 Uhr gemeinsam mit ihren zwei- bis vierjährigen Kindern im Atelier Allegra in Hausen die Vielfalt des Bilderbuches erleben. Mama Muh ist keine gewöhnliche Kuh. Sie kommt auf die verrücktesten Ideen und macht Sachen, die eine Kuh normalerweise nicht macht. Ihr bester Freund, die Krähe, ist stets dabei und glaubt, alles besser zu wissen. In dem Buch «Mama Muh baut ein Baumhaus» erleben die beiden ein aberwitziges Abenteuer. Die Geschichte ist eine wunderbare Gelegenheit, um mit den Allerkleinsten gemeinsam ein Bilder-
buch anzuschauen, zu erzählen oder vorzulesen. Dabei gibt es ganz schön viel zu entdecken. An zwei Vormittagen im September können Eltern (auch andere Bezugspersonen sind möglich) gemeinsam mit ihren zweibis vierjährigen Kindern im Atelier Allegra in Hausen die Vielfalt des Bilderbuches erleben. Mama Muh und die Krähe begleiten sie dabei und sorgen für ein Erlebnis mit allen Sinnen. Sie erhalten Spiel- und Bastelanregungen und lassen sich gemeinsam auf musikalische und bewegungsfördernde Aktivitäten ein. So entsteht ein lustvoller Zugang zur Geschichte, der sowohl den Spracherwerb als auch die spätere Lesefreude positiv beeinflusst. Dabei ist es den Kursleiterinnen Gianina Caviezel und Jutta Albers ein
besonderes Anliegen, dass die Freude am gemeinsamen Erleben und die Bedürfnisse der Kleinkinder im Vordergrund stehen. Das Kind bestimmt, je nach Entwicklungsstand, sein Tempo. (pd.) Achtung: Neuer Kurstag und Ort: Donnerstag, 13. und 20. September, 9 bis 11 Uhr, Atelier Allegra, Weissbrod-Areal 4, Hausen. Kosten: 90 Franken (inklusive Material und Znüni). Kursleitung: Gianina Caviezel, Kunsttherapeutin, Bibliothekarin. Jutta Albers, Kursleiterin Kleinkinderkurse, Eltern-KindKursleiterin. Mitzubringen sind alte, bequeme Kleidung, Rutschsocken oder Finken. Anmeldung bis 7. September bei Jutta Albers: Telefon 043 322 87 50, 078 886 48 51, jutta.albers@yahoo.de oder bei Gianina Caviezel: Telefon 079 639 68 07, g.caviezel@bluewin.ch. Bitte Alter des Kindes angeben.
044 760 12 77 oder mail@familienzentrumbezirk-affoltern.ch. Weitere Infos unter
Spielerisch das Rhythmusgefühl fördern. (Bild zvg.)
www.familienzentrumbezirk-affoltern.ch.
Kinderkleiderbörse in Obfelden Am Montag und Dienstag, 10. und 11. September, findet in der Brunnmat in Obfelden die Kinderkleider-Herbstbörse statt. Trotz wunderbar warmer Sommertemperaturen ist das Organisationskomitee der Kinderbörse schon fleissig an den Vorbereitungen der Herbst- und Winterkleiderbörse in Obfelden. Alle sind herzlich eingeladen, im Mehrzweckgebäude der Brunnmatt Kinderkleider, Sportartikel wie Skis, Schlittschuhe, Schlitten, Winterschuhe, Spielsachen, CDs, Bücher oder
Babyzubehör vorbeizubringen. Annahme am Montag, 10. September, von 9 bis 11 Uhr. Der Verkauf findet am selben Tag von 17 bis 20 Uhr, und am Dienstag, 11. September, von 9 bis 11 Uhr statt. Die Rückgabe erfolgt am Dienstag von 17.30 bis 18 Uhr. Ausbezahlt werden 80 Prozent der Einnahmen pro Artikel. Für eine Pause steht die Kaffeestube mit Gipfeli und feinen Kuchen bereit. Das Organisationskomitee freut sich auf regen Besuch. (pd.) Weitere Infos per E-Mail: boerse-obfelden@gmx.ch oder 044 761 79 76 bei Frau Monika Nussbaumer.
Erfolgreiches Trainingslager des FCA Zwei Siege zum Start
Die Junioren bereiteten sich in Davos auf den Saisonstart vor
FC Affoltern: gelungener Saisonauftakt
Traditionsgemäss bereiteten sich die D- und CJuniorinnen und -Junioren des FCA Affoltern in der letzten Sommerferienwoche in Davos auf die neue Saison vor.
Was den FC Affoltern am meisten freuen darf, das sind die tollen Leistungen des Nachwuchses. Bei beiden Spielen zeigten sich immer noch eine grosse Verletztenliste und einige Abwesenheiten. Beim Meisterschaftsstart in Siebnen halfen sogar noch zwei Senioren mit.
Dieses Jahr pilgerten 33 fussballbegeisterte Mädchen und Knaben und sechs Betreuerinnen und Betreuer ins Landwassertal. Bald startet die Saison - und die Spielerinnen und Spieler des FCA sind bestens vorbereitet. (Bild zvg.) Logiert wurde erstmals im «Sporthof Davos», einer ideal Affoltemer D-Junioren, verstärkt mit Abwechslung wurde auch mal der ausgerüsteten Unterkunft – nur vier zehn Juniorinnen, feierten am Diens- idyllisch gelegene Davosersee umrunbequeme Gehminuten vom Trainings- tag gegen ihre Altersgenossen aus det, mit einem ziemlich erfrischenden platz entfernt. Die gute Lage ermög- Davos einen nie gefährdeten Kanter- Bad als Lohn für die Mühen und lichte es auch, dass sowohl die Hin- sieg. Besonders beeindruckend war, Strapazen. Apropos Strapazen: Offenbar und Rückreise wie auch alle Transfers wie gut das Zusammenspiel zwischen in Davos mit den öffentlichen Ver- Mädchen und Knaben, welche das gan- waren die Trainings trotz allem nicht kehrsmitteln zurückgelegt werden ze Jahr über in getrennten Mannschaf- intensiv genug. Auf jeden Fall hatten ten und Ligen spielen, funktionierte. einzelne Jungs in der letzten Lagerkonnten. Der perfekt präparierte, idyllische Für das C-Team folgte am Donnerstag nacht noch Energie, die locker bis in Rasenplatz Bünda und die angenehme ein echter Härtetest. Ergänzt mit eini- die frühen Morgenstunden gereicht Davoser Bergluft erwiesen sich einmal gen jüngeren D-Spielern, zahlte man hätte. Dann jedoch nahm sich der mehr als optimaler Rahmen für die gegen die bis zu vier Jahre älteren Lagerleiter ihrer höchstselbst an und zweimal täglich durchgeführten, Bündner B-Junioren körperliches Lehr- brachte ihnen bei einer nächtlichen schweisstreibenden Trainingseinhei- geld und einzelne Spieler mussten am Joggingtour durch Davos die nötige ten. In diesen wurde fleissig getackelt, Ende mit Krämpfen vom Platz beglei- Bettschwere bei ... Bergluft macht gepasst und aus allen Lagen und Roh- tet werden. Dank spielerischer Raffi- hungrig! Mit Romy Bill und Karin ren geschossen. Auch auf die Taktik nesse und einem couragierten Auftre- Schmidlin wurde der FCA durch ein wurde fleissiges Augenmerk gelegt. So ten der Säuliämtler entwickelte sich formidables Küchenteam betreut. Dietrainierten die C-Junioren unter der trotzdem ein spannendes Rencontre – ses liess kulinarisch keine Wünsche Leitung von Domenico Turino und letztendlich behielt der Lokalmatador offen und dessen Mitglieder wurden Manfred Hauptmann intensiv das ball- knapp die Oberhand. Beide Spiele daneben als seelische und mediziniorientierte Abwehrverhalten. In der wurden von Nicola Vanetta souverän sche Ansprechpersonen sehr geschätzt. von Markus Freund betreuten Trai- arbitriert. ningsgruppe der Mädchen und D-JuniTolle Trainings, spannende Testspiele, Joggingtouren um den Davoser oren standen rasches Umschalten und See, Ausflug auf die Schatzalp mit schnelles Passspiel im Vordergrund. Auch der Spass kam nicht zu kurz Besonders gefordert waren die sechs Wer viel und hart trainiert, braucht rasanten Rodelabfahrten, TischtennisTorhüterinnen und Torhüter. In Paral- auch Erholung und Abkühlung. Diese duelle, Musik und Spiele im Lagerlelschichten wurden sie von Nicola holten sich die Girls und Jungs jeweils haus. Es war eine tolle Woche bei besVanetta bis an ihre Leistungsgrenzen vor dem Nachtessen im Schwimmbad ter Stimmung, die wie im Fluge verin Davos, wo sie sich in die kühlen ging. Dem umsichtigen Lagerleiter gedrillt. Fluten stürzten oder sich wagemutig Markus Freund sei für seine wie imauf die Sprungbretter wagten. Die mer perfekte Organisation herzlichst Testspiele gegen die Einheimischen meisten Spieler und die Begleiter zog gedankt. Die Spielerinnen und Spieler Als Highlights standen abends zwei es allerdings ins ruhigere Outdoor- des FCA freuen sich schon auf das Testspiele gegen die Junioren des FC Sprudelbad, um den (Trainings)-Tag Davoscamp 2019! Davos auf dem Programm. Die gemütlich ausklingen zu lassen. Zur Manfred Hauptmann
Neuer Look und neue Sponsoren
FC Merenschwand: Jeder dritte Junior wohnt diesseits der Reuss
Im Cup empfing der FCA den FC Srbija. Die technisch starken Serben kamen bei Spielbeginn noch nicht so gut in Fahrt. Stankovic prüfte den gegnerischen Goalie mit einem Distanzschuss und nur kurz später wurde dem gleichen Spieler ein Tor annulliert, weil er dieses aus Offside-Position heraus erzielt hatte. Nach einer Viertelstunde setzten sich die Gäste mit einem Konterangriff durch und gingen kaltblütig in Führung. Nur sechs Zeigerumdrehungen später hiess es dann bereits 0:2, weil sich der FCA-Torwart vom rechten Flügel in der näheren Ecke erwischen liess. Die Blau-Weissen resignierten nicht. Mittels Penalty gelang Stankovic der Anschlusstreffer und noch in der ersten Hälfte sorgte der gleiche Akteur mit einem Schuss aus über 20 Metern in die untere rechte Ecke für den Ausgleich. Der gute Schiedsrichter anerkannte einen weiteren Treffer der Ämtler nicht, weil sich Stankovic erneut im Offside befand. Nach dem Pausentee lancierte Scicchitano mit einem herrlichen 40Meter-Pass Suter auf der rechten Seite. Und dieser brachte den FCA mit einem feinen Heber erstmals in Front. Nach einer Stunde konnten die Serben ausgleichen, weil die Gastgeber in der Aufbauphase einen unnötigen Ballverlust hinnehmen mussten. Im immer fairen Spiel musste ein Serbe die zweite gelbe Karte entgegennehmen – die Einheimischen nutzten das aber zu wenig energisch aus. Kurz vor Spielende leistete sich der Gästetorwart ein unnötiges Foul – den fälligen Strafstoss verwandelte Rama kaltblütig zum 4:3. In der letzten Minute schien sich der FCA bereits auf die 2. regionale Cuprunde zu freuen. Diese Unaufmerksamkeit ermöglichte aber dem Zweitligisten den Ausgleich im aller letzten Moment. Im fälligen Penaltyschiessen trafen alle fünf FCA-Schützen, während Steiner den zweiten Strafstoss der Gäste mirakulös aus der rechten Ecke fischte.
Zum Meisterschaftsstart ging es auswärts gegen Siebnen ran. Beide Teams legten einen intensiven Start auf den Rasen. Nach zehn Minuten schoss Stankovic knapp neben das Gehäuse. Auf beiden Seiten entstanden mehrere brenzlige Situationen. Die Gastgeber zeigten sich anfänglich völlig ebenbürtig, mit einem Lattenschuss konnten sie die Führung aber noch nicht erzielen. Goalie Steiner wartete mit einer Glanzparade auf und auf der anderen Seite verpasste ein Kopfball von Antenen das Ziel nur knapp. In der 37. Minute reklamierten die Blau-Weissen ein Offside und liessen dadurch mit der Konzentration nach. Das nützte Siebnen von der rechte Seite her mit einem Flachschuss in die hintere Ecke kaltblütig zur Führung aus. Der Torwart von Siebnen konnte anschliessend zwei Stankovic-Geschosse abwehren. Zwei Minuten vor dem Pausentee zirkelte Rama einen Freistoss aus 22 Metern um die gegnerische Mauer herum und traf zum Ausgleich in die Maschen. Und noch vor der Halbzeit war es wieder Rama, der den FCA nach tollem Einsatz von Steigmeier 2:1 in Führung brachte. Siebnen gab diesen Match noch keinesfalls verloren. Torwart Steiner musste sein Können mehrmals unter Beweis stellen. Nach etwas über einer Stunde Spielzeit kombinierten sich Arsic und Rama auf halblinker Position durch die gegnerische Verteidigung. Steigmeier war einsatzfreudig mitgelaufen und schob die runde Kugel flach in die rechte Torecke. Der FCA hatte nun den Gegner immer besser im Griff. Die Defensive zeigte jetzt eine fast makellose Abwehrarbeit. So brachten sie die Führung ohne grosse Probleme über die Runden. (we) Cup: FC Affoltern – FC Srbija 4:4 (2:2) und 9:7 nach Elfmeterschiessen Sportanlage Moos, 80 Zuschauer. FCA: Steiner, Arsic, Scicchitano, Luchsinger (C), Bala (46. Momouni), Mühlemann, Shala (69. Aegerter), Suter (69. Rama), Fedier, Antenen (89. Halilovic), Stankovic. Torfolge: 15. Selakovic 0:1, 22. Janicijevic 0:2, 28. Stankovic 1:2, 34. Stankovic 2:2, 54. Suter 3:2, 61. Simijonovic 3:3, 88. Rama 4:3, 90. Zivanovic 4:4. Meisterschaft: SC Siebnen – FC Affoltern 1:3 (1:2), 85 Zuschauer. FCA: Steiner, Arsic, Shkelqim Bala, Luchsinger (C), Shkembim Bala (46. Maissen), Oetterli, Steigmeier, Shala (67. Halilovic), Rama (85. Souleymane), Antenen), Stankovic. Torfolge: 37. 1:0, 43. Rama 1:1, 45. Rama 1:2, 67. Steigmeider 1:3.
Club-Meister gekürt
TC Stallikon: Eliane Merz und Mario Rall top Bei Hochsommerwetter waren die vier neuen Allwetterplätze des Tennisclubs Stallikon vor zwei Wochen eingeweiht worden. An den Club-Meisterschaften bei kalt-feuchtem Nieselwetter bestanden sie nun die Nagelprobe.
Die Spieler des FC Merenschwand in ihren neuen, einheitlichen Trikots. (Bild zvg.)
Viel Grund zur Freude beim FC Merenschwand: Zum 15-JahreJubiläum hat sich der Verein, bei dem auch viele Säuliämtler, vor allem aus Obfelden und Ottenbach, mitkicken, mit einem neuen Logo, neuen Trikots und neuen Sponsoren selber beschenkt. Der Wunsch nach einem neuen, modernen und vor allem einheitlichen Vereinsauftritt ist beim FC Merenschwand in den letzten zwei Jahren immer stärker geworden. Nachdem man 2016 den langersehnten Sportplatz eingeweiht hatte, wollte man den jungen und «kleinen aber feinen» Fussballverein für die Zukunft weiter rüsten und noch attraktiver ge-
stalten. So präsentierte der FCM anlässlich seines 15-Jahre-Jubiläumsfests Anfang Juli erstmals das nigelnagelneue Vereinslogo der Öffentlichkeit, welches zukünftig die neuen Vereinstenüs ziert. Es konnte eine neue Hauptsponsorin gefunden werden, mit der man ein mehrjähriges Engagement abschliessen konnte. Ebenso konnten ein neuer Gesamtausrüster und zwei neue Co-Sponsorn gefunden werden. Und um sich den Wunsch nach einem einheitlichen Auftritt von der 1. Mannschaft bis zu den G-Junioren erfüllen zu können, hat man zehn weitere Tenue-Sponsoren gefunden. Dass die 1. Mannschaft des FCM nach nur vier Saisons ihres Bestehens – und pünktlich zum Jubiläum – bereits in die 4. Liga aufgestiegen ist, rundet die
Erfolgsstory des 15-jährigen Vereins ab. Ausserdem kann auf die Saison 2018/19 bereits eine zweite Aktivmannschaft in den Meisterschaftsbetrieb geschickt werden. Die Arbeit im Juniorenbereich ist ein wichtiger Faktor und dank dem Einzugsgebiet bis nach Obfelden und Ottenbach zahlt sich dies seit Jahren positiv aus. Die Säuliämter Gemeinden sind ein wichtiges Standbein für den FCM: Ein Drittel der Junioren wohnt diesseits der Reuss. Die Spieler schätzen das familiäre Umfeld des kleinen Freiämter Vereins. Mit dem neuen «Look» und den neuen Sponsoren hat sich der FCM erfolgreich für die Zukunft positioniert und ist im Reusstal für viele Fussballbegeisterte mit Sicherheit zu einer attraktiven Adresse geworden. (MeP)
Der Spektakelmodus mit Handicaps nach Alter und Geschlecht sowie dem gemischten Tableau mit Damen und Herren hatte es erneut in sich und machte allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern Spass. So konnten die Spielenden immerhin zu fünf Partien antreten, die in Champions Tiebreaks auf zwei «Gewinnsätze» ausgetragen wurden. Die beiden bestklassierten Damen und Herren schritten schliesslich zu den Finals. Bei den Frauen setzte sich Titelverteidigerin Eliane Merz gegen Thö Imhof durch, die sich schon in der Qualirunde begegnet waren – wo Thö gewonnen hatte. Bei den Herren kam es wie vor einem Jahr zum Finale zwischen zwei Generationen: Der 43jährige Andi Thode traf auf den 67-jährigen Mario Rall. Dieser hatte vor
Die beiden Gewinner im Einzel: Eliane Merz und Mario Rall. (Bild zvg.) einem Jahr auf trockenem, hartem und schnellen Sand keine Chance. Aber auf dem neuen, immer leicht feuchten und entsprechend langsameren Allwetterplatz konnte er die harten Schläge von Andi ein ums andere Mal parieren und gewann den Meistertitel im dritten Satz mit 10:8 – auch dank des Modus: Andi musste zu den Champions Tiebreaks jeweils mit dem Handicap von 0:3 antreten. (pd.)
Torreiches Unentschieden im Glarnerland Fussball 1. Liga: FC Linth 04 – FC Wettswil-Bonstetten 3:3 (1:0) Bei der Ernstkampf-Premiere gegen den FC Linth 04 erreichte der FCWB auswärts ein Remis. Dabei kämpften sich die Ämtler nach dreimaligem Rückstand immer wieder zurück. Der FC Wettswil-Bonstetten war am Wochenende beim Aufsteiger FC Linth 04 zu Gast. Der Aufsteiger wusste in der laufenden Saison durchaus schon zu überzeugen. So konnten sich die Glarner aus drei Spielen schon sieben Punkte aufs Konto schreiben. Auf Seiten der Ämtler war man gewarnt und warf besonders ein Auge auf die starken Konterstürmer aus dem Glarnerland.
Unglücklicher Penalty Das Spiel begann und die Oswald-Elf war von Anfang an sehr aggressiv und aufsässig. In der Startphase bestimmte man das Tempo und liess die Glarner nicht in die Partie kommen. Es waren keine zehn Minuten gespielt, als Sturmtank Lugo alleine auf den LinthKeeper Savanovic losziehen konnte. Allerdings scheiterte Lugo am herausstürmenden Torwart. Nach einem Eck-
ball für die Glarner schien die Situation schon bereinigt und Flügelstürmer Marjanovic wollte zum Konter ansetzen. Doch bei der Ballmitnahme sprang der Ball unglücklicherweise an dessen Hand und der Schiedsrichter entschied folgerichtig auf Strafstoss. Ex-WB Stürmer Sabanovic liess sich nicht zweimal bitten und verwandelte sicher zur 1:0 Heimführung. Nach dem ersten Tor der Partie gestaltete sich das Spielgeschehen offener. Die FCWB-Dominanz liess nach und Linth wurde immer wieder durch schnelle Konteraktionen gefährlich. Dennoch waren es die Zürcher, welche nach einer halben Stunde die nächste Grosschance auf dem Fuss hatten. Einen Kopfball von Schneebeli wusste Keeper Savanovic mirakulös von der Linie zu kratzen. Damit ging es mit dem knappen Rückstand in die Pause.
Hin und Her nach der Pause Nur wenige Minuten nach dem Anpfiff zur zweiten Halbzeit bekam die Oswald-Elf einen Corner zugesprochen. Daraus resultierte dank einem wuchtigen Kopfstoss von Peter der Ausgleich. Von nun an hatten die Ämtler mehr vom Spiel. Man kam in Per-
wurde von Lugo auf den agilen Schneebeli abgelegt, welcher seinen Gegenspieler abhängte und zum 3:3 einschoss. Doch der FCWB wollte nun noch mehr und tatsächlich ergab sich in der Nachspielzeit nochmals eine Gelegenheit. Über Massaro und Dzelili kam der Ball zu Lugo, der wie schon beim Ausgleich auf Schneebeli ablegte. Ein langes Bein von einem Glarner fällte den WB-Akteur, allerdings blieb der Pfiff vom Schiedsrichter aus. Ein umstrittener Entscheid, der natürlich auf Seite der Zürcher für Unmut sorgte, aber gleichzeitig auch den Schlusspunkt dieser Partie bedeutete. (LTh)
son von Marjanovic und Lugo zu guten Chancen. Doch immer wieder war der stark aufspielende Savanovic zur Stelle. Auf der anderen Seite lancierten die Glarner wieder einmal einen ihrer Vorstösse, welche in der zweiten Hälfte nur noch selten zu sehen waren. Doch nach einem Pass in die Tiefe und präziser Flanke vollendete der Glarner Stürmer im zweiten Anlauf zur erneuten Führung. Wieder musste die Oswald-Elf reagieren und einen Rückstand aufholen. Doch die Ämtler blieben ruhig und spielten konzentriert weiter. Eine Viertelstunde vor Schluss konnte Lugo seinen Gegenspieler abwimmeln und zum verdienten Ausgleich einschieben.
Matchtelegramm: Lintharena, Näfels, 150 Zuschauer. FC Linth 04 – FCWB 3:3 (1:0). Tore: 14. Sabanovic
Hektische Schlussphase Doch das war noch lange nicht der Schlusspunkt dieser sehr spannenden Partie. In der 89. Minute kamen die Glarner bei ihrem gefühlt dritten Angriff nach dem Pausentee zu einem weiteren Eckball. Mit dem Wissen, dass dies ihre letzte Chance für einen Sieg ist, schickte man nochmals die physisch starken Verteidiger nach vorne. Tatsächlich stürmten vier Spieler des FC Linth Richtung Ball und aus
Urs Huber wird Achter am Nationalpark Bike-Marathon
Zwölf Tage nach der Schlüsselbein-OP wieder im Rennen
ner; Massaro, Todzi, Mollet, Brüniger; Peter; Dzelili,
Capone (70. Srdic), Schneebeli, Marjanovic (59.
dem Gewühl blieb dieser vor den Füssen eines Glarners liegen. Dieser hatte keine Mühe zur wiederholten Führung zu verwerten. Anstatt Trübsal zu blasen, raffte sich der FCWB wieder auf und spielte weiterhin Fussball. So gelang ihnen nach wenigen Sekunden der prompte Ausgleich. Ein langer Ball
Weitere Resultate: Witikon – FCWB 2 2:6, FCWB 3 –
................................................... von martin platter Als bekannt wurde, dass die Veranstalter des Nationalpark-Bike-Marathons wegen des Wetterumschwungs nur die kurze Strecke von S-chanf über 47 km nach Scuol freigeben, war für Urs Huber klar, dass er es ebenfalls versuchen wollte. Trotz des überaus hektischen Rennens musste er erst 17 km vor dem Ziel in der Steigung zwischen Lavin und Guarda reissen lassen. Unter dem Tempodiktat von Kristian Hynek teilte sich die 15 Mann starke Spitzengruppe. Nur noch der Italiener Mattia Longa, der Deutsche Simon Stiebjahn und die Schweizer Marc
Stutzmann und Andreas Moser vermochten das Hinterrad des zweimaligen WM-Bronzemedaillengewinners aus Tschechien zu halten. Einzig der Bike-Marathon-Classics-Leader Adrien Chenaux vermochte den Kontakt zur Spitze nochmals herzustellen.
So lange wie möglich mitgehalten Es kam zum Sprint des Sextetts, den Hubers Teamkollege Stiebjahn souverän gewann. Huber erreichte das Ziel als Achter und war mit diesem Resultat sehr zufrieden. «Vor 13 Tagen hätte ich nicht gedacht, dass ich bereits wieder Rennen fahren kann. Mein Schlüsselbein schränkte mich zwar nicht ein, aber die Beine waren alles andere als frisch.» Huber vermutet, dass die ungewohnte Höhenlage im Engadin und die happige Vollnarkose der Schlüsselbein-Operation die Gründe für seine temporäre Formschwäche waren. «Ich hatte von Beginn weg Mühe mit dem hohen Tempo und versuchte mich einfach so lang wie möglich in der Spitzengruppe festzubeissen.
Im Aufstieg nach Guarda klappte das dann nicht mehr.» Im Hinblick auf die bevorstehenden Wettkämpfe lasse ihn der achte Platz aber aufatmen. «Die Saison ist noch nicht vorbei», wiederholt der Mettmenstetter seine Ankündigung.
Rüegger); Lugo (90. Hager). Feusisberg-Schindellegi 6:0, FCWB 4 – KnonauMettmenstetten 7:0, ZH-Affoltern – Sen. 40+ 0:1 (Cup), Newborn – Sen. 30+ 1:5 (Cup), Jun. Dc – Urdorf 8:1, Dietikon – Jun. Ca 1:5, Thalwil – Jun. Bb 3:8, Red Star – Jun. Db 2:9, Jun. Cb – Engstringen 5:0, Jun. Da – Dietikon 5:1, Schaffhausen – Jun. Ba (CCJL) 3:0, Schwamendingen – Jun. A (CCJL) 5:1.
Türlerseelauf diesmal ohne Streckenrekord
Im Interview mit dem «Anzeiger» nach seinem Sturz mit Schlüsselbeinbruch vor zwei Wochen an der Eiger Bike Challenge hat der Mettmenstetter Urs Huber angekündigt, die Rennsaison sei für ihn noch nicht zu Ende. Am Samstag stand er im Engadin bereits wieder im Einsatz.
88. Hauer 3:2; 89. Schneebeli 3:3. FCWB: Baumgart-
Im Rennen der Männer liessen die führenden in der Gesamtwertung des ZKB ZüriLaufCup nichts anbrennen. Christian Mathys gewann in 45.33.2 vor Estefanus Hailemichael, Zürich. Bei den Frauen gewann Nadja Kessler, Jona, mit einem Vorsprung von eineinhalb Minuten auf Saly Katrin Graf aus Stallikon.
Urs Huber, rechts, führt die erste Verfolgergruppe auf dem Weg nach Guarda an. (Bild Martin Platter)
1:0; 47. Peter 1:1; 58. Budimir 2:1; 74. Lugo 2:2;
In Form: WBs Lui Lugo erzielte in den ersten vier Partien ebenso viele Treffer.
Der in Bülach wohnende Mathys von Biel/Bienne Athletics und Hailemichael liefen von Beginn weg an der Spitze des Feldes und bauten den Vorsprung auf einen weiteren Favoriten, Armin Flückiger vom TV Oerlikon, kontinuierlich aus. In einem packenden Finish in der Schlussphase entschied Mathys das Rennen für sich. Flückiger belegte mit gut einer Minute Rückstand auf das Spitzenduo den 3. Platz. Bei den Frauen waren die Abstände grösser. Hinter Kessler und Graf belegte die Inhaberin des Streckenrekordes des Türlerseelaufs, Mona Stockhecke aus Zürich, mit gut 3 Minuten Rückstand auf die Siegerin den 3. Rang.
Bei guten äusseren Bedingungen gab es auch in den Alterskategorien beachtliche Leistungen zu beklatschen. Der 71-jährige Tessiner Sergio Dattrino beendete das Rennen in einer Zeit von 1:09.05, was einen Kilometerdurchschnitt von unter 5 Minuten ergibt. Nicht viel langsamer war Stefica Gajic bei ihrem Sieg in der Kategorie W70.
Gute Resultate der Ämtler Der Hedinger OL-Spezialist Raffael Huber belegte im Overall-Klassement den ausgezeichneten 10. Platz und Raphael Frei von der LV Albis wurde guter 30. Der erst 16-jährige Fabio Hauenstein, LV Albis, beendete das Rennen über 14.1 km in einer sehr guten Zeit von 1:01.5. Die Nachwuchsläuferinnen und -läufer der LV Albis wussten ebenfalls zu gefallen. Yara Moser mit dem 5. Rang bei den U14W und Linus Kliese mit dem 4. Platz bei den U12M verpassten das Podest nur knapp. 639 Läuferinnen und Läufer liefen ins Ziel auf der Butzenstrasse, davon absolvierten 444 die Gesamtdistanz. Die Verlegung des Starts in den Vormittag hat sich bewährt.
Resultate Männer (Vallader-Feld, 47 km): 1. Simon Stiebjahn (De) 1:22:14. 2. Marc Stutzmann (Rüfenacht b. Bern) gl. Zt. 3. Mattia Longa (It) 0:01. 4. Andras Moser (Madiswil) 0:03. 5. Kristian Hynek (Tsch) 0:04. 6. Adrien Chenaux (Fribourg) gl. Zt. 7. Matthias Alberti (De) 0:53. 8. Urs Huber (Mettmenstetten) 0:54. 9. Hansueli Stauffer (Sigriswil) 0:56. 10. Konny Looser (Hinwil) 1:23. Ferner die weiteren Säuliämtler: 121. Daniel Hassler (Hedingen) 19:09. 244. Ueli Spinner (Aeugst) 30:50. 277. Daniel Hug (Rossau) 35:58. Männer (Livignasko-Feld, 47 km): 1. Marino Zanetti (Puschlav) 1:33:22. 150. Ingo Bartels (Mettmenstetten) 55:48. 158. Christoph Knecht (Maschwanden) 59:29. Putèr-Strecke, 47 km: 1. Remo Müggler (Thal) 1:29:28. 347. Sarina Rütimann (Ebertswil) 1:03:23. 442. Jael Rütimann (Ebertswil) 1:31:02. 443. Cyrill Rütimann (Ebertswil) gl. Zt.. 444. Yasmin Rütimann (Ebertswil) gl. Zt. 449. Carola Rütimann (Ebertswil) 1:31:30. 463. Jürg Flückiger (Bonstetten) 1:38:12.
Der Sieger Christian Mathys vor Estefanus Hailemichael. (Bild Photopress, Moritz Hager
Petra Klingler mit Tages- und Gesamtsieg
Bonstetterin Petra Klingler am Lead-Wettkampf in Echandens. (Bild David Schweizer)
Am Samstag fand in Echandens der fünfte und letzte Bächli Swiss Climbing Cup der Saison für die Elite und für die Kategorie U18 statt. Beim Lead-Wettkampf in Echandens ging es nicht nur um die Tagessiege, sondern auch um die Siege in der Jahreswertung des Bächli Swiss Climbing Cups. Für die Gesamtwertung zählten jeweils die besten vier Resultate. Nach der Qualifikation lagen vier Damen gemeinsam an der Spitze. Sie konnten alle die beiden Qualifikationsrouten bis zum Top klettern. Somit stand ein spannendes Finale an. Anne-Sophie Koller (Biel) erreichte eine Höhe von 34 und damit Rang drei. Eine Höhe von 34+ erreichten sowohl Bonstetterin Petra Klingler vom Regionalzentrum Zürich als auch Michelle Hulliger (Ramsei). Somit musste die Kletterzeit
über den Tagessieg entscheiden und da hatte Klingler die Nase vorne und siegte vor Hulliger und Koller. Bei den Herren U18 verpasste Michel Erni aus Affoltern als Vierter das Podest knapp. Bei allen fünf Bächli Swiss Climbing Cups stand Klingler auf dem Podest, drei der Wettkämpfe konnte sie zudem gewinnen. Damit holte sie sich einen klaren Sieg in der Jahreswertung vor Koller und Sofya Yokoyama (Rolle). Mit Michel Erni auf Rang 3 gab es bei den Herren U18 einen weiteren Podestplatz für das Regionalzentrum Zürich. Auch in der Jahreswertung der Regionalzentren konnte sich das Regionalzentrum Zürich durchsetzen, allerdings extrem knapp, mit einem Punkt Vorsprung vor dem Regionalzentrum Graubünden und dem Regionalzentrum Zentralschweiz. (RaM)
8. nationales Fahrturnier in Zwillikon Knapp 60 Fahrerinnen und Fahrer messen sich am kommenden Wochenende in Zwillikon beim 8. nationalen Fahrturnier in fünf Kategorien. Im Fokus: Die Vierspänner, wo Vorjahressieger Martin Wagner auf den Mettmenstetter Hans-Heiri Weiss trifft. Eleganz und Anmut auf vier Rädern – das ist beim 8. nationalen Fahrturnier der Fahrgruppe Säuliamt des Kavallerievereins am nächsten Samstag (ab 10 Uhr) und Sonntag (ab 10.30 Uhr) auf dem Weid-Areal der Familie Obschlager in Zwillikon zu sehen. Die Wettkämpfe beinhalten ein Dressurprogramm und einen Hindernisparcours – für alle Kategorien: für Einund Zweispänner-Ponys, für Einspänner, Zweispänner und für die Vierspänner plus Tandem. Letztere Kategorie bildet am Sonntag ab 14.30 Uhr sozusagen den Höhepunkt der Veranstaltung. Dabei duellieren sich der international erfahrene Martin Wagner aus Niederteufen, der Routinier Toni
Windlin aus Kerns und Hans-Heiri Weiss aus Mettmenstetten, der sich bei nationalen Meisterschaften im vergangenen Jahr die Bronzemedaille sicherte. In anderen Kategorien mit etwas weniger Teilnehmenden als im Vorjahr fehlen zum Teil die Vorjahressieger, was auf offene Rennen hindeutet. Leider finden sich im Teilnehmerfeld nur wenige Einheimische: Carole Streich aus Maschwanden tritt mit dem Zweispänner bei den Ponies LMS an. Sie belegte im vergangenen Jahr Platz fünf. Seit Jahren dabei ist auch der Hausemer Heinz Kellenberger, bei den Einspännern am Sonntag. Für den KV Affoltern startet Sibylle Commons aus Aristau bei den Einspännern am Samstag. Weil bei den Zweispännern Vorjahressieger Karl Hueber aus Zwingen fehlt, geht dort der frühere Sieger Toni Windlin aus Kerns als Favorit an den Start. Der Hindernisparcours ist vom Festzelt aus gut überschaubar. An beiden Tagen wird dort ab 12 Uhr der beliebte Spiessbraten serviert. (-ter.) Weitere Infos auf www.fahrgruppe-saeuliamt.ch.
Seit Jahren im Teilnehmerfeld der Einspänner: Heinz Kellenberger aus Hausen. (Archivbild)
10 000 Arbeitsstunden für 10 Stunden Fest Kantonalschwingfest in Hausen: 530 Helferinnen und Helfer waren im Einsatz 530 Helferinnen und Helfer sorgten am Zürcher Kantonalschwingfest und beim Jubiläum des Turnvereins vom 5./6. Mai in Hausen für einen reibungslosen Ablauf. Das Organisationskomitee dankte es ihnen am Samstag mit einem Nachtessen in der Stöckweid in Uttenberg-Knonau. ................................................... von werner schneiter «Wir haben von allen Seiten gute Feedbacks erhalten – vom Verband, von Sponsoren und von Zuschauern», sagte OK-Präsident Fredi Steinmann anlässlich des Helferfestes. 530 Frauen, Männer und Kinder haben bei bestem Wetter sowohl am Jubiläumsabend 100 Jahre Turnverein Hausen und tags darauf am Kantonalschwingfest auf dem Flugplatz für einen reibungslosen Ablauf gesorgt. Rund 10 000 Arbeitsstunden kamen da während der zweieinhalbjährigen Vorbereitungszeit und während der Anlässe insgesamt zusammen, dazu 1600 Stunden vom Zivilschutz. Und unmittelbar nach dem Schlussgang (Samuel Giger bezwang Bruno Gisler mittels Kurz) begannen die Aufräumarbeiten, an denen sich 110 Helfer beteiligten. Und kräftig anpackten: Bereits am Dienstag um 16 Uhr erfolgte die Übergabe des Festareals an die Flugplatzbetreiber. anzeige
Ländlermusik, Apéro und Nachtessen für die grosse Helferschar: OK-Präsident Fredi Steinmann blickt zurück auf ein sehr erfolgreiches Kantonalschwingfest in Hausen. (Bild Werner Schneiter) Zuschauerrekord Einmal mehr sorgte das festerfahrene Hausen für einen unvergesslichen Anlass, der überdies in die Rekordbücher Einlass findet: 1000 Besucher im Festzelt anlässlich des Turnverein-Jubiläums, 6800 Zuschauer am Schwingfest, unter ihnen Bundesrat Ueli Mauer – das gabs noch nie an einem Zürcher
Kantonalfest, wo normalerweise 3000 bis 4000 Schwingfans erscheinen. So verzeichnete auch die Festwirtschaft am Sonntag gute Umsätze: 5500 Würste, 1300 Steaks, 2000 Fleischvögel, 600 kg Kartoffelstock, 240 kg Gemüse wurden verzehrt, dazu 5600 Kaffees, 4500 Liter Bier und ebenso viel Mineralwasser konsumiert. «Wir sind auch stolz auf den guten finanziellen Abschluss
und können pro Helferstunde 12 Franken auszahlen. Das Geld geht nicht an einzelne Personen, sondern ausschliesslich an die Vereine», hält OKPräsident Fredi Steinmann fest. Er hat während der langen Vorbereitungszeit rund 800 Arbeitsstunden investiert und auf erfahrende Mitstreiter zählen können. Zehn OK-Sitzungen waren nötig. Den Schlusspunkt setzte der Dank
des Organisationskomitees an die grosse Helferschar, die am Samstag auf dem Hof der Familie Duperrex in der Stöckweid, Uttenberg, zum Apéro und zum Tartarenhut eingeladen war. Das nächste Kantonalschwingfest im Säuliamt wird voraussichtlich in acht Jahren fällig. Der Austragungsort steht noch nicht fest. Nun, Hausen wird schwer zu toppen sein …
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