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Timestamp: 2019-06-17 00:01:06+00:00

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BFH, 01.08.2001 - II R 48/00 - dejure.org
BFH, 01.08.2001 - II R 48/00
https://dejure.org/2001,3814
BFH, 01.08.2001 - II R 48/00 (https://dejure.org/2001,3814)
BFH, Entscheidung vom 01.08.2001 - II R 48/00 (https://dejure.org/2001,3814)
BFH, Entscheidung vom 01. August 2001 - II R 48/00 (https://dejure.org/2001,3814)
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Hinterziehungszinsen - Hinterzogene Vermögensteuern - Strafbarkeit einer Steuerhinterziehung - Hinterziehungstatbestand - Hinterziehungsvorsatz
Vermögensteuer-Hinterziehung - Festsetzung von Hinterziehungszinsen gegen die Erben
BVerfG, 02.05.2002 - 1 BvR 1836/01
BFH/NV 2002, 155
Diese betrafen die Schätzung der Höhe hinterzogener Steuern nach § 96 Abs. 1 Satz 1 FGO i.V.m. § 162 AO 1977, welche trotz Geltung des Grundsatzes "in dubio pro reo" möglich bleibt (vgl. dazu auch BFH-Urteil vom 1. August 2001 II R 48/00, BFH/NV 2002, 155, sowie aus der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs --BGH-- in Strafsachen BGH-Beschluss vom 13. Oktober 1994 5 StR 134/94, Höchstrichterliche Finanzrechtsprechung --HFR-- 1995, 476; BGH-Urteil vom 26. Oktober 1998 5 StR 746/97, HFR 1999, 578).
Insbesondere hat das FG zutreffend auf das BFH-Urteil vom 1. August 2001 II R 48/00 (BFH/NV 2002, 155) verwiesen, wonach im Rahmen der Prüfung, ob eine Steuerhinterziehung vorgelegen hat, zur Ermittlung der verkürzten Steuern die Besteuerungsgrundlagen gemäß § 162 AO 1977 geschätzt werden dürfen.
Es entspricht der Rechtsprechung des BFH, der sich der Senat anschließt, dass für die Feststellung der Höhe der hinterzogenen Steuern grundsätzlich eine Schätzung zulässig ist (BFH-Urteil vom 01. August 2001 II R 48/00, Sammlung amtlich nicht veröffentlichter Entscheidungen des BFH 2002, 155, unter II.2.a der Gründe; BFH in BStBl II 2007, 364, unter II.1.d der Gründe).
Schätzungen der Höhe hinterzogener Steuern sind nach § 96 Abs. 1 Satz 1 FGO i.V.m. § 162 AO 1977 trotz Geltung des Grundsatzes "in dubio pro reo" möglich (vgl. dazu auch BFH vom 1. August 2001 II R 48/00, BFH/NV 2002, 155 , sowie BGH vom 13. Oktober 1994 5 StR 134/94, HFR 1995, 476; BGH vom 26. Oktober 1998 5 StR 746/97, HFR 1999, 578).
BFH, 08.06.2006 - VIII B 238/05
Festsetzung von Hinterziehungszinsen; lückenhafte Urteilsbegründung
Diese Rechtsfrage hat der BFH jedoch im Urteil vom 24. Mai 2000 II R 25/99 (BFHE 191, 240, BStBl II 2000, 378) bereits bejaht (vgl. ferner BFH-Urteil vom 1. August 2001 II R 48/00, BFH/NV 2002, 155).
Die nachträgliche Festsetzung der hinterzogenen Steuern hat auch keinen Strafcharakter, sondern dient lediglich der Gleichmäßigkeit der Besteuerung (BFH-Urteil vom 1. August 2001 II R 48/00, BFH/NV 2002, 155).
Vielmehr bezweckt die Festsetzung der Hinterziehungszinsen ebenso wie die nachträgliche Erhebung der hinterzogenen Steuern die Gleichmäßigkeit der Besteuerung, indem der Vorteil ausgeglichen wird, der in der verspäteten Zahlung der hinterzogenen Steuern liegt (vgl. BFH, Urteil vom 1. August 2001 - II R 48/00 -, BFH/NV 2002, 155).
Aufgrund dessen ist auch bei der Festsetzung von Hinterziehungszinsen die Berufung darauf, dass tatsächlich kein entsprechender Liquiditätsvorteil erzielt wurde, ausgeschlossen (vgl. BFH-Urteil vom 1. August 2001 II R 48/00, BFH/NV 2002, 155 unter Bezugnahme auf das zu § 233a AO ergangene BFH-Urteil vom 20. September 1995 X R 86/94, BFHE 178, 555, BStBl II 1996, 53).
FG München, 21.06.2006 - 4 K 3051/04
Zum Abzug von Hinterziehungszinsen bei der Erbschaftsteuer
FG Hamburg, 06.04.2006 - V 176/02
Kapitaleinnahmen bei nach Luxemburg transferierten Wertpapieren

References: § 96
 § 162
in dubio
 § 162
 § 96
 § 162
in dubio
 BGH 
 BGH 
 § 233