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Timestamp: 2019-07-17 01:33:29+00:00

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OVG Nordrhein-Westfalen, 24.02.1997 - 25 A 2531/94 - dejure.org
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OVG Nordrhein-Westfalen, 24.02.1997 - 25 A 2531/94 (https://dejure.org/1997,1751)
OVG Nordrhein-Westfalen, Entscheidung vom 24.02.1997 - 25 A 2531/94 (https://dejure.org/1997,1751)
OVG Nordrhein-Westfalen, Entscheidung vom 24. Februar 1997 - 25 A 2531/94 (https://dejure.org/1997,1751)
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Steuerberatungs-GmbH; Kammerzugehöriger; Steuerberatung; Pflichtmitgliedschaft; Steuerberaterkammer; Industrie- und Handelskammer; Ungleichbehandlung; Handwerkerkaufleute
VG Düsseldorf, 12.04.1994 - 3 K 11928/93
NVwZ-RR 1997, 473 (Ls.)
NVwZ-RR 1997, 473 L
DVBl 1997, 966 (Ls.)
DÖV 1998, 394 L
Danach kommt es bei einer in das Handelsregister eingetragenen juristischen Person des privaten Rechts nicht darauf an, ob diese (teilweise) gewerblich tätig ist (…BVerwG, Urt. v. 25.10.1977, BVerwGE 55, 1, 7; Beschl. v. 21.10.2004, GewArch 2005, 24;… Urt. v. 19.1.2005, BVerwGE 122, 344, 348; OVG NW, Urt. v. 24.2.1997, GewArch 1997, 200, 201;… OVG Schl.-Holst., Urt. v. 20.7.2004, GewArch 2004, 428 ).
Dies steht im Einklang mit der Zielsetzung des Gesetzes zur vorläufigen Regelung des Rechts der Industrie- und Handelskammern (vgl. OVG NW, Urt. v. 24.2.1997, aaO., S. 201).
Vielmehr kann der gesetzlichen Zielsetzung einer möglichst umfassenden Wahrnehmung der Interessen aller kaufmännischen Kreise nur entsprochen werden, wenn die ihrer Durchsetzung dienende Pflichtmitgliedschaft in der Industrie- und Handelskammer möglichst wenige Ausnahmen erfährt (OVG NW, Urt. v. 24.2.1997, aaO.).
Vielmehr kommt die Interessenvertretung durch die Industrie- und Handelskammern Kapitalgesellschaften freier Berufe schon wegen der sich aus ihrer handelsrechtlichen Rechtsform ergebenden Berührungspunkte zum Wirtschaftsleben in einer ihre Kammerzugehörigkeit rechtfertigenden Weise zu Gute (OVG NW, Urt. v. 24.2.1997, aaO., S. 201).
Diese unterschiedliche Aufgabenstellung rechtfertigt eine Doppelmitgliedschaft (vgl. OVG NW, Urt. v. 24.2.1997, aaO.;… VGH Bad.-Württ., Urt. v. 17.6.1998, GewArch 1999, 66, 67).
Wegen der handelsrechtlichen Rechtsform ergeben sich Berührungspunkte zum Wirtschaftsleben in einer die Kammerzugehörigkeit rechtfertigenden Weise (OVG NRW, Urt. v. 24.2.1997 - 25 A 2531/94 -, zitiert nach juris).
vgl. Oberverwaltungsgericht für das Land Nordrhein-Westfalen (OVG NRW), Urteil vom 24. Februar 1997 - 25 A 2531/94 -, GewArch 1997, 200, 201.
vgl. hierzu: BVerwG, Urteil vom 25. Oktober 1977 - I C 35.73 -, BVerwGE 55, 1, 6; OVG NRW, Beschluss vom 24. Februar 1997, a.a.O., S. 200.
So ausdrücklich: OVG NRW, Beschluss vom 24. Februar 1997, a.a.O.; Verwaltungsgerichtshof (VGH) für das Land Baden-Württemberg, Urteil vom 17. Juni 1998 - 14 S 38/98 -, GewArch 1999, 66.
vgl. hierzu mit näherer Begründung: OVG NRW, Beschluss vom 24. Februar 1997, a.a.O., S. 200, VGH Baden-Württemberg, Urteil vom 28. Juni 2001 - 14 S 402/01 -, GewArch 2001, 418 m.w.N., VG Schleswig, Urteil vom 18. April 2002 - 12 A 375/98 -, GewArch 2002, 294.
OVG NRW, Urteil vom 24.2.1997 - 25 A 2531/94 -, NVwZ-RR 1997, 473 = GewArch 1997, 200; Drexler/König, GewArch 2004, 461(463); vgl. zur "Doppelmitgliedschaft" ferner Jahn, GewArch 2005, 169 (171 f.).
Die nach Maßgabe von § 2 Abs. 2 Satz 1 GewStG gerechtfertigte objektive Gewerbesteuerpflichtigkeit der Klägerin reicht nach Auffassung des Senats für sich allein aus, um die Kammerzugehörigkeit einer GmbH und damit auch deren Beitragspflicht zu begründen (so wohl auch OVG Nordrhein-Westfalen, Urteil vom 24. Februar 1997 - 25 A 2531/94 - GewArch 1997, 200).
Während nämlich der Schwerpunkt der Tätigkeit der Industrie- und Handelskammer in der Wahrnehmung des Gesamtinteresses von Gewerbetreibenden und in der Förderung der gewerblichen Wirtschaft liegt, hat die Steuerberaterkammer gemäß § 76 StBerG die Aufgabe, die beruflichen - nicht wirtschaftlichen - Belange ihrer Mitglieder zu wahren und die Erfüllung der beruflichen Pflichten zu überwachen, ist also eine reine Berufsorganisation (OVG NW, Urteil vom 24.02.1997 - 25 A 2531/94 - GewArch 1997, 200, 201; VGH Bad.-Württ., Urteil vom 17.06.1998 - 14 S 38/98 - GewArch 1999, 66;… Frentzel/Jäckel/Junge, IHKG, 6. Auflage 1999, Rnr. 10 zu § 2 IHKG; vgl. ferner BVerwG, Beschluss vom 14.11.2001 - 6 B 60.01 - GewArch 2002, 69 zur verfassungsrechtlichen Unbedenklichkeit der Doppelmitgliedschaft in der Industrie- und Handelskammer und der landesrechtlichen Apothekerkammer unter Hinweis auf die unterschiedliche Aufgabenstellung).
Ob sie von dieser Befugnis auch Gebrauch macht oder aus diesem Tätigkeitsbereich gar Gewinne erzielt, ist für die Kammerzugehörigkeit unerheblich (Nds. OVG, Urteil vom 27.11.1996 - 8 L 2549/95 - GewArch 1997, 153; OVG NW, Urteil vom 24.02.1997 - 25 A 2531/94 - GewArch 1997, 200; VGH Bad.-Württ., Urteil vom 17.06.1998 - 14 S 38/98 - GewArch 1999, 66).
Demgegenüber handelt es sich bei der Handwerkskammer und der Industrie- und Handelskammer jeweils um Kammern der gewerblichen Wirtschaft, wie ein Vergleich der maßgeblichen Regelungen in § 91 HwO und § 1 IHKG zeigt (OVG NW, Urteil vom 24.02.1997 - 25 A 2531/94 - GewArch 1997, 200, 201/202).
VG Frankfurt/Main, 09.11.2000 - 5 E 725/99
Diese Tätigkeit hat gewerblichen Charakter (…vgl. OVG Lüneburg, Urt. v. 20.05.1996 - 8 L 647/95, Gewerbearchiv 1996 413; OVG Münster, Urt. v. 24.02.1997 -25 A 2531/94, Gewerbearchiv 1997, 200).
Ist die Handelsregistereintragung unvollständig, so ist in einem solchen Falle allein maßgeblich die im Gesellschaftsvertrag zum Ausdruck gekommene Festlegung des Unternehmensgegenstandes, weil sich allein aus ihr das beabsichtigte Tätigkeitsfeld der Gesellschaft ergibt (OVG Münster, Urt. v. 24.02.1997 - 25 A 2531/94, Gewerbearchiv 1997, 200).
Liest man diese Vorschrift zusammen mit § 43 a WPO, der die Berufsausübung der Wirtschaftsprüfer regelt, und in seinem Abs. 3 Nr. 1 ausdrücklich untersagt, eine gewerbliche Tätigkeit auszuüben, so spricht einiges dafür, die von einem Wirtschaftsprüfer ausgeübte treuhänderische Tätigkeit dem Berufsbild des freien Berufs zuzuschreiben und eine gewerbliche Betätigung zu verneinen (anders jedoch für die treuhänderische Tätigkeit einer Steuerberatungsgesellschaft OVG Münster, Urt. v. 24.02.1997, 25 A 2531/94, Gewerbearchiv 1997, 200).
Beitrag, Kammerzugehörigkeit
Das ergibt sich bereits daraus, dass bei Gewerbesteuerpflicht und Handelsregistereintragung auch eine ausschließlich freiberufliche oder landwirtschaftliche Tätigkeit die Kammerzugehörigkeit nach § 2 Abs. 2 IHKG begründet (vgl. OVG NW, Urt. v. 24.02.1997 - 25 A 2531/94 -, GewArch 1997, 200 f., und Frentzel/Jäkel/Junge, IHKG, 6. Aufl., § 2 Rdnr. 59;… anders: Nds. OVG, Urt. v. 27.11.1996 - 8 L 2549/95 -, GewArch 1997, 153).
vgl. BVerwG, Urteil vom 26. April 2006 - 9 C 19.05 -, BVerwGE 125, 384; OVG NRW, Urteil vom 24. Februar 1997 - 25 A 2531/94 -, NWVBl.
OVG Niedersachsen, 26.03.1999 - 8 L 2600/98
Beitragspflicht einer Steuerberatungsgesellschaft; Beitragspflicht; Kammerrecht; …
Die damit gegebene Pflichtzugehörigkeit der Klägerin bei der Beklagten ist nach wie vor mit der Verfassung vereinbar; dies gilt auch unter Berücksichtigung der gleichzeitigen Mitgliedschaft der Klägerin in der Steuerberaterkammer, weil sich diese mehrfache Pflichtmitgliedschaft aus der unterschiedlichen Aufgabenstellung der Beklagten und der Steuerberaterkammer rechtfertigt (…VGH Baden-Württemberg, Urt. v. 17.6.1998, a.a.O., 67; OVG Münster, Urt. v. 24.2.1997, GewArch 1997, 200;… ferner: BVerwG, Urt. v. 21.7.1998, GewArch 1998, 410; Senatsurt. v. 12.11.1998, GewArch 1999, 75).
Da die Klägerin nach dem Inhalt ihres Gesellschaftsvertrages und nach der Handelsregistereintragung nicht ausschließlich steuerberatende Tätigkeit wahrnimmt, bedarf es keiner Entscheidung des Senats, ob auch bei ausschließlich steuerberatender Tätigkeit einer Gesellschaft mit beschränkter Haftung ohne weiteres von einer Pflichtmitgliedschaft dieser Gesellschaft bei einer Industrie- und Handelskammer auszugehen ist (so OVG Nordrhein-Westfalen v. 24.2.1997, a.a.O.).
VG Köln, 09.02.2006 - 1 K 4613/05
Ordnungsgemäßheit der Heranziehung zu Kammerbeiträgen

References: § 2
 § 76
 § 2
 § 91
 § 1
 § 43
 § 2
 § 2