Source: http://relevancy.bger.ch/php/aza/http/index.php?lang=de&zoom=&type=show_document&highlight_docid=aza%3A%2F%2F27-02-2013-1C_444-2012
Timestamp: 2016-10-26 13:33:34+00:00

Document:
1C_444/2012 (27.02.2013)
1C_444/2012
Beschwerdef�hrer, alle vier vertreten durch Rechtsanw�ltin Laura Mazzariello,
E.________, Beschwerdegegnerin, handelnd durch F.________, und dieser vertreten durch Rechtsanwalt Dr. Peter B�sch,
Gemeinderat Aeugst am Albis, Dorfstrasse 22, Postfach, 8914 Aeugst am Albis, vertreten durch Rechtsanw�ltin Marianne Kull Baumgartner.
baurechtlicher Vorentscheid,
Beschwerde gegen das Urteil vom 11. Juli 2012 des Verwaltungsgerichts des Kantons Z�rich, 1. Abteilung, 1. Kammer.
E.________ ist Eigent�merin des Grundst�cks Kat.Nr. 279 in der Wohnzone W1 der Gemeinde Aeugst am Albis. Die Parzelle liegt im Perimeter des �ffentlichen Gestaltungsplans St�mel vom 24. Juni 1987 / 4. Dezember 1997 (im Folgenden: GP St�mel).
E.________ plant den Ausbau ihres Dachgeschosses. Hierf�r ersuchte sie den Gemeinderat Aeugst am Albis um einen rekursf�higen Vorentscheid zur Interpretation der baurechtlichen Grundlagen des Gestaltungsplans. Am 20. September 2011 beantwortete der Gemeinderat im Rahmen eines baurechtlichen Vorentscheids mit Drittwirkung vier Fragen: zwei zur Geschosszahl (Fragen 1a und 1b) und zwei zur Geb�udeh�he (Fragen 2a und 2b).
Den dagegen erhobenen Rekurs von A.________ und weiteren unmittelbaren Nachbarn hiess das Baurekursgericht am 21. Februar 2012 teilweise gut. Es hob den angefochtenen Beschluss hinsichtlich der Beantwortung von Fragen 2a und 2b auf, weil die Gesuchstellerin auf die Drittverbindlichkeit dieser Antworten verzichtet habe und Vorentscheide ohne Drittverbindlichkeit gegen Art. 33 Abs. 3 lit. a RPG verstiessen.
Dagegen wies es die Beschwerden hinsichtlich der Beantwortung der Fragen 1a und 1b ab. Diese lauten:
Frage 1a: "Gilt die Vorschrift in Art. 10.1 BZO, wonach die Geschossanordnungen in der Wohnzone W1 innerhalb der Geb�ude- und Firsth�he frei w�hlbar sind, auch f�r den GP St�mel?"
Antwort: "Ja, die Geschossanordnungen in der W1 wie auch im GP St�mel sind innerhalb der Geb�ude- und Firsth�he frei w�hlbar."
Frage 1b: "Kann das beabsichtigte Bauvorhaben im Perimeter des GP St�mel ein Untergeschoss und zwei Vollgeschosse aufweisen?"
Antwort: "Ja, wenn die Geschossanordnungen frei w�hlbar sind, kann ein Bauvorhaben ein Untergeschoss und zwei Vollgeschosse aufweisen."
Dagegen f�hrten A.________ und Mitbeteiligte am 14. M�rz 2012 Beschwerde beim Verwaltungsgericht des Kantons Z�rich. Sie beantragten, der angefochtene Vorentscheid sei auch hinsichtlich der Beantwortung der Fragen 1a und 1b aufzuheben. Am 11. Juli 2012 wies das Verwaltungsgericht die Beschwerde ab.
Gegen den verwaltungsgerichtlichen Entscheid haben A.________ und Mitbeteiligte am 13. September 2012 Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten sowie subsidi�re Verfassungsbeschwerde erhoben. Sie beantragen, der angefochtene Entscheid und der Vorentscheid vom 20. September 2011 seien aufzuheben. Eventualiter sei die Sache an den Gemeinderat zur Neubeurteilung im Sinne der Erw�gungen zur�ckzuweisen.
Die Beschwerdegegnerin beantragt, die Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten sei abzuweisen, soweit darauf einzutreten sei; auf die subsidi�re Verfassungsbeschwerde sei nicht einzutreten. Der Gemeinderat Aeugst am Albis schliesst auf Abweisung der Beschwerde, soweit darauf eingetreten werde.
Mit Verf�gung vom 8. Oktober 2012 wurde der Beschwerde die aufschiebende Wirkung erteilt.
Angefochten ist ein kantonal letztinstanzlicher Entscheid (Art. 86 Abs. 1 lit. d BGG) in Bausachen, d.h. in einer �ffentlich-rechtlichen Angelegenheit (Art. 82 lit. a BGG). Dagegen steht die Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten grunds�tzlich offen, insbesondere ist kein Ausschlussgrund nach Art. 83 BGG gegeben. Insofern bleibt kein Raum f�r eine subsidi�re Verfassungsbeschwerde (Art. 113 BGG).
1.1 Der angefochtene Entscheid best�tigt einen drittwirksamen baurechtlichen Vorentscheid gem�ss �� 323 f. des Z�rcher Gesetzes �ber die Raumplanung und das �ffentliche Baurecht vom 7. September 1975 (Planungs- und Baugesetz; PBG/ZH). Danach k�nnen �ber Fragen, die f�r die sp�tere Bewilligungsf�higkeit eines Bauvorhabens grundlegend sind, Vorentscheide eingeholt werden. Der Vorentscheid ist hinsichtlich der behandelten Fragen in gleicher Weise verbindlich, g�ltig und �ffentlich-rechtlich anfechtbar wie baurechtliche Bewilligungen; dies gilt auch gegen�ber Dritten, wenn das Verfahren wie f�r Bewilligungen durchgef�hrt worden ist.
Nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung sind baurechtliche Vorentscheide grunds�tzlich als Zwischenentscheide i.S.v. Art. 93 Abs. 1 BGG zu qualifizieren, weil sie lediglich einen Zwischenschritt auf dem Weg zur Erlangung der Baubewilligung darstellen (BGE 135 II 30 E. 1.3.1 S. 33 f. mit Hinweisen). Allerdings w�rde das kantonale Institut des drittwirksamen, verbindlichen Vorentscheids weitgehend seines Gehalts entleert, wenn dieser nicht selbstst�ndig vor Bundesgericht angefochten werden k�nnte. Das Bundesgericht bejaht daher einen nicht wieder gutzumachenden (tats�chlichen) Nachteil i.S.v. Art. 93 Abs. 1 lit. a BGG grunds�tzlich, wenn es dem Beschwerdef�hrer bei der Anfechtung nicht lediglich darum geht, eine Verl�ngerung oder Verteuerung des Verfahrens zu verhindern, sondern in erster Linie Rechtssicherheit und Transparenz sowohl f�r die Bauwilligen als auch f�r m�gliche Drittbetroffene geschaffen werden sollen, und eine vorzeitige Pr�fung einzelner baurechtlicher Fragen den Grunds�tzen der Koordination im Sinne von Art. 25a RPG nicht widerspricht oder ein Abwarten des Endentscheides aus anderen Gr�nden als n�tig oder zumutbar erscheint (BGE 135 II 30 E. 1.3.4 und 1.3.5 S. 35 ff. mit Hinweisen).
Vorliegend sind diese Voraussetzungen erf�llt, weshalb auf die Beschwerde grunds�tzlich einzutreten ist.
Der Streitgegenstand ist durch die Antworten auf die Fragen 1a und 1b des Vorentscheids umgrenzt, d.h. er beschr�nkt sich auf die zul�ssige Anzahl von Vollgeschossen.
1.2 Mit der Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten an das Bundesgericht kann insbesondere die Verletzung von Bundesrecht - einschliesslich �berschreitung oder Missbrauch des Ermessens - ger�gt werden (Art. 95 lit. a BGG). Das Bundesgericht wendet das Bundesrecht grunds�tzlich von Amtes wegen an (Art. 106 Abs. 1 BGG). Die Verletzung von Grundrechten - einschliesslich die willk�rliche Anwendung von kantonalem Recht - wird vom Bundesgericht nur insoweit gepr�ft, als eine solche R�ge in der Beschwerde vorgebracht und begr�ndet worden ist (Art. 106 Abs. 2 BGG). F�r derartige R�gen gelten qualifizierte Begr�ndungsanforderungen (BGE 133 II 249 E. 1.4.2 S. 254 mit Hinweisen). Das Bundesgericht pr�ft nur klar und detailliert erhobene und, soweit m�glich, belegte R�gen; auf rein appellatorische Kritik am angefochtenen Entscheid tritt es nicht ein.
Es ist an den von der Vorinstanz festgestellten Sachverhalt gebunden, soweit dieser nicht offensichtlich unrichtig ist oder auf einer Rechtsverletzung im Sinne von Art. 95 BGG beruht (Art. 105 und Art. 97 Abs. 1 BGG). Neue Tatsachen und Beweismittel k�nnen nur so weit vorgebracht werden, als erst der Entscheid der Vorinstanz dazu Anlass gibt (Art. 99 Abs. 1 BGG). Insoweit ist den erstmals vor Bundesgericht gestellten Antr�gen auf die Befragung von Auskunftspersonen nicht Folge zu geben.
Streitig ist, ob auf dem in der Zone W1 liegenden Baugrundst�ck nur ein Vollgeschoss erstellt werden darf (neben einem Unter- und einem Dachgeschoss), oder ob das Dachgeschoss als zweites Vollgeschoss ausgebaut werden darf.
Gem�ss Art. 1 Satz 2 GP St�mel gilt die Bau- und Zonenordnung der Gemeinde Aeugst am Albis vom 24. Juni 1987 / 4. Dezember 1997 (BZO), wenn der Gestaltungsplan keine besonderen Regelungen enth�lt.
Art. 1.1 BZO f�hrt die in Aeugst am Albis vorkommenden Bauzonen auf; dazu geh�ren die eingeschossige Wohnzone W1 und die zweigeschossige Wohnzone W2.
Art. 10 BZO enth�lt die allgemeinen Bauvorschriften der Wohnzonen W1 und W2. Abs. 1 normiert die Grundmasse wie folgt
Zone W1 W2 Vollgeschosse *1) max. 2 Dachgeschosse *1) max. 1 Anrechenbare Untergeschosse *1) -
Geb�udeh�he max. 4,8 m max. 6,5 m Firsth�he *2) max. 2,5 m max. 4,0 m ...
*1) Die Geschossanordnungen sind innerhalb der Geb�ude- und Firsth�he frei.
*2) Die Firsth�he kann um das Unterschreiten der Geb�udeh�he vergr�ssert werden.
Das Verwaltungsgericht berief sich auf � 58 Abs. 2 PBG/ZH, wonach die Bau- und Zonenordnung die Geb�udeh�he oder die Gesamth�he ohne Festlegung einer Geschosszahl bestimmen k�nne. Inwiefern diese Kompetenznorm, die den Gemeinden erlaube, die Geb�udeh�he entweder durch die maximale Vollgeschosszahl nach � 279 Abs. 1 PBG/ZH oder masslich zu definieren, hier missachtet worden sei, lasse sich der Beschwerde nicht entnehmen. Ebenso wenig lasse sich eine Verletzung der Erm�chtigungsnorm von � 276 Abs. 2 PBG erkennen, denn diese Vorschrift beschr�nke sich darauf, die Anrechenbarkeit von Geschossen zu definieren.
Entgegen der Auffassung der Beschwerdef�hrenden sei der Wortlaut der anzuwendenden Bestimmung nicht klar, weshalb eine Auslegung erforderlich sei. Das Baurekursgericht habe zutreffend erwogen, dass aus den in der BZO enthaltenen Bezeichnungen "eingeschossige Wohnzone" und "Wohnzone W1" nicht geschlossen werden d�rfe, dass in diesen Bereichen nur eingeschossige Bauten zul�ssig seien. Ihre inhaltliche Bedeutung ersch�pfe sich in der Namensgebung und Abgrenzung gegen�ber anderen Zonen, wie etwa der Wohnzone W2. Die von den anfechtenden Nachbarn vertretene engere Auslegung sei nicht sachgem�ss und w�rde wohl den konkreten Geschosszahlvorschriften aller z�rcherischen Nutzungsplanungen zuwiderlaufen, da zur namensgebenden Zahl einer Bauzone regelm�ssig Untergeschosse und Dachgeschosse unterschiedlicher Zahl dazu k�men. Dies gelte auch f�r die Gemeinde Aeugst am Albis, wo etwa in der Zone W2 neben zwei Vollgeschossen ein Dachgeschoss erlaubt sei.
Der Umstand, dass Art. 10.1 BZO die Anzahl zul�ssiger Vollgeschosse in der Zone W1 ausdr�cklich offen lasse, spreche f�r die von der Beschwerdegegnerschaft verfochtene weite Auslegung, zumal die in der Zone W2 erlaubten Vollgeschosse ausdr�cklich auf zwei beschr�nkt seien. Im Bericht zur Revision der Ortsplanung 1997 sei denn auch ausdr�cklich darauf hingewiesen worden, dass auf eine Ausn�tzungsziffer und Geschosszahlregelung verzichtet werde. Die Interpretation der Beschwerdef�hrenden, wonach nur die Anordnung der vorgegebenen Geschosse, nicht aber deren Anzahl frei sei, erscheine dagegen wenig sinnvoll, w�rde dies doch auch ohne die fragliche Regelung gelten.
Aus der Formulierung von Art. 1.1 BZO m�sse unter diesen Umst�nden nichts anderes abgeleitet werden. Vielmehr liege es innerhalb des der Gemeinde zustehenden Ermessens, nicht eine Beschr�nkung auf ein Vollgeschoss vorzunehmen, sondern eine eingeschossige Erscheinung gen�gen zu lassen. Eine solche sei zumindest nicht auszuschliessen bei einem "normalen" Vollgeschoss und einem als Vollgeschoss geltenden Dachgeschoss mit einer Kniestockh�he von mehr als 90 cm.
Die Beschwerdef�hrer halten die Auslegung von Art. 1.1 und Art. 10.1 BZO durch die Vorinstanzen f�r willk�rlich (Art. 9 BV).
Gem�ss Art. 1.1 BZO handle es sich bei der Zone W1 um eine eingeschossige und bei der Zone W2 um eine zweigeschossige Wohnzone. Der Wortlaut dieser Bestimmung sei klar, weshalb kein Interpretationsspielraum bestehe. Dementsprechend lege Art. 10.1 BZO fest, dass in der W2 maximal 2 Vollgeschosse und ein Dachgeschoss zul�ssig seien. In Bezug auf die Zone W1 ergebe sich daraus zwingend, dass in dieser eingeschossigen Wohnzone nur ein Vollgeschoss zul�ssig sei. Zul�ssig sei daher die Kombination eines Vollgeschosses mit einem Unter- und/oder einem Dachgeschoss; sei das Dachgeschoss oder das Untergeschoss als Vollgeschoss ausgestaltet, sei daneben kein weiteres Vollgeschoss zul�ssig (� 276 Abs. 2 PBG/ZH). Die in Fussnote 1 zu Art. 10.1 BZO statuierte freie Geschossanordnung sage nichts �ber die Anzahl und die Art der Geschosse aus.
Die Auffassung der Vorinstanzen, wonach es gen�ge, dass ein Geb�ude eingeschossig "in Erscheinung trete", sei nicht ansatzweise begr�ndet und verletze daher den Anspruch auf rechtliches Geh�r. Anders beispielsweise als in Art. 6.2 BZO (betr. zweigeschossig in Erscheinung tretende Fassaden in der Kernzone) gehe es in Art. 1.1 BZO nicht um die Fassadengestaltung, sondern um die Bauzone. Im �brigen k�nne ein Geb�ude mit zwei Vollgeschossen und einem Untergeschoss gar nicht eingeschossig in Erscheinung treten.
Dies best�tige auch die Vorlage f�r die Gemeindeversammlung vom 4. Dezember 1997 zur Revision der Ortsplanung: Im Dokument "Wohnzone W1 + W2 (bisher E1 + E2) / Ausn�tzungs-/�berbauungsziffer-Vergleich zum altrechtlichen Stand 1987"), sei sowohl f�r die bisherige Zone E1 als auch f�r die neurechtliche Zone W1 von einem zul�ssigen Vollgeschoss ausgegangen worden. Die Vorinstanzen h�tten dieses Vorbringen g�nzlich ausser Acht gelassen und damit das rechtliche Geh�r verletzt.
Die bestehende �berbauung im Gestaltungsplangebiet St�mel bestehe praktisch ausnahmslos aus Bauten, die nur ein Vollgeschoss aufwiesen. Dies gelte nicht nur f�r die unter der BZO 1987 bewilligten Bauten, sondern - mit wenigen Ausnahmen - auch f�r die unter der BZO 1998 entstandenen bzw. umgebauten Geb�ude. Hierf�r reichen die Beschwerdef�hrer einen Plan des Gestaltungsplangebiets St�mel ein, in dem die Bauten je nach Bewilligung (gem�ss BZO 1963, 1987 oder 1998) koloriert sind. Lasse man k�nftige mehrgeschossige Bauten in der W1 zu, werde das architektonische Konzept des Gestaltungsplans erheblich beeintr�chtigt.
Im �brigen sind die Beschwerdef�hrer der Auffassung, dass sich innerhalb der maximalen Geb�udeh�he von 4,80 m ab gewachsenem Terrain weitere Vollgeschosse gar nicht realisieren liessen.
Schliesslich r�gen sie eine Verletzung der Rechtsgleichheit (Art. 8 Abs. 1 BV), weil die Gemeinde ihre bisherige, konsequente und einheitliche Praxis, in der W1 nur eingeschossige Bauten zuzulassen, ohne sachlichen Grund ge�ndert habe. Wenn die Gemeinde neu eine verdichtete Bauweise w�nsche, m�sse sie hierf�r die BZO revidieren. Sofern das Verwaltungsgericht das Vorliegen einer Praxis�nderung verneine, liege eine offensichtlich unrichtige Sachverhaltsfeststellung vor.
Die Beschwerdegegnerin legt dar, dass den Gemeinden mit der Revision des PBG/ZH, die am 1. Februar 1992 in Kraft getreten ist, weitgehende Freiheit einger�umt worden sei; insbesondere sei ihnen gestattet worden, auf Geschosszahlvorschriften in ihren Bauordnungen zu verzichten, und lediglich die Geb�ude- und Firsth�he festzulegen. Die Bezeichnungen W1 und W2 entspr�chen daher nicht zwingend der erlaubten Zahl der Vollgeschosse. Die Gemeinde Aeugst habe bei der BZO-Revision bewusst auf eine fixe Geschosszahl verzichtet. Demgem�ss sei auf S. 8 des Berichts zur Revision der Ortsplanung vom 16. September 1997 festgehalten worden (im Original ohne Fettdruck):
"Die �berbauungsziffer wird eingef�hrt, damit die Auswirkungen der m�glichen Verdichtung in Grenzen gehalten werden, d.h. die Gr�nstruktur und Durchsichten erhalten bleiben. In der Wohnzone W1, in der auf eine Ausn�tzungsziffer und Geschosszahlregelung verzichtet wird, ergibt sie zusammen mit Geb�ude- und Firsth�he den Rahmen f�r die Ausn�tzungsm�glichkeit einer Parzelle".
Im Anhang des Berichts sei das Begehren um Erh�hung der Ausn�tzung im Gebiet St�mel und auf �nderung der Vollgeschosszahl in der Wohnzone W1 von 1 auf 2 dahingehend beantwortet worden:
"Die neue Fassung f�r die Wohnzone W1 verzichtet auf die Ausn�tzungsziffer und ein Festlegen der Geschosszahl. Es gelten anstelle dessen noch die �berbauungsziffer, die Geb�ude- und Firsth�he".
Die von den Beschwerdef�hrern zitierte �bersicht sei ein isoliertes Berechnungsbeispiel, das die Konsequenzen des Systemwechsels von der Ausn�tzungs- zur �berbauungsziffer zeige, ausgehend von den altrechtlichen Vorgaben. Altrechtlich sei aber die Geschossanzahl noch auf ein Vollgeschoss beschr�nkt gewesen.
Die Beschwerdegegnerin verweist auf Fussnote 1 zu Art. 10.1 BZO: Die freie Geschossanordnung innerhalb der Geb�ude- und Firsth�he impliziere, dass aus mehreren Geschossen gew�hlt werden k�nne, was der geltend gemachten Eingeschossigkeit klar widerspreche.
Im �brigen werde sich auch bei der Zulassung von zwei Vollgeschossen der Quartiercharakter nicht wesentlich ver�ndern, weil die Baubegrenzungsnormen (Geb�udeh�he, Firsth�he) unver�ndert geblieben seien (Art. 10.1 BZO; Art. 2 GP St�mel).
Der Gemeinderat Aeugst am Albis h�lt den eingereichten, von den Beschwerdef�hrern "illustrierten" Gestaltungsplan f�r ein unzul�ssiges Novum (Art. 99 Abs. 1 BGG). Im �brigen lasse sich aus dem bestehenden Erscheinungsbild des Quartiers nichts ableiten, da die grosse Mehrzahl der bestehenden Bauten unter der fr�heren BZO bewilligt worden seien, die nur ein Vollgeschoss zuliess, und es auch nach neuem Recht zul�ssig sei, die m�gliche Ausn�tzung zu unterschreiten. Im �brigen r�umten die Beschwerdef�hrer selbst ein, dass es im Planperimeter auch mehrgeschossige Objekte gebe. Da keine Praxis�nderung vorliege, stosse die Rechtsgleichheitsr�ge ins Leere.
Willk�r liegt nach der Rechtsprechung nicht schon dann vor, wenn eine andere L�sung ebenfalls vertretbar erscheint oder sogar vorzuziehen w�re. Das Bundesgericht weicht vom Entscheid der kantonalen Instanz nur ab, wenn dieser offensichtlich unhaltbar ist, mit der tats�chlichen Situation in klarem Widerspruch steht, eine Norm oder einen unumstrittenen Rechtsgrundsatz krass verletzt oder in stossender Weise dem Gerechtigkeitsgedanken zuwiderl�uft (BGE 136 I 316 E. 2.2.2 S. 318 f. mit Hinweisen).
Die Vorinstanzen haben die Bestimmungen der BZO unter Ber�cksichtigung von Wortlaut, Systematik und Entstehungsgeschichte ausgelegt. Dabei kann ihnen weder Willk�r noch eine Verletzung der Begr�ndungspflicht und des rechtlichen Geh�rs vorgeworfen werden:
Die Bezeichnung der Zone in Art. 1.1 BZO ("eingeschossige Wohnzone W1") mag, auf den ersten Blick und isoliert betrachtet, eindeutig erscheinen. Ber�cksichtigt man jedoch die Regelung in Art. 10.1 BZO, den Bericht zur Revision der Ortsplanung vom 16. September 1997 und die auch in anderen Gemeinden des Kantons Z�rich �bliche Benennung der Bauzonen, so ist es keineswegs willk�rlich, von der Auslegungsbed�rftigkeit der Bestimmung auszugehen.
Art. 10.1 BZO enth�lt nur f�r die W2 eine maximale Geschosszahl; f�r die W1 findet sich nur eine Fussnote mit dem Hinweis auf die freie Geschossanordnung innerhalb der Geb�ude- und Firsth�he. Daraus l�sst sich willk�rfrei schliessen, dass die BZO bei der W1 - anders als bei der W2 - auf die Festlegung der Geschosszahl verzichtet hat. Dies entspricht auch den Intentionen der Gemeinde gem�ss dem Bericht der Revision der Ortsplanung vom 16. September 1997; hierf�r kann auf die Zitate (oben, E. 5) verwiesen werden.
Angesichts der klaren Aussagen im Bericht zur Ortsplanungsrevision, wonach f�r die W1 auf die Festlegung von Geschosszahlen verzichtet werde, kommt dem von den Beschwerdef�hrern zitierten Dokument keine besondere Bedeutung zu: Es handelt sich um ein Berechnungsbeispiel, das die Konsequenzen des �bergangs von der Ausn�tzungs- zur �berbauungsziffer aufzeigt, und dabei von einem Vollgeschoss ausgeht, ohne jedoch zur Frage der zul�ssigen Geschosszahl ausdr�cklich Stellung zu nehmen. Insofern durften die Vorinstanzen dieses Dokument ausser Acht lassen, ohne das rechtliche Geh�r der Beschwerdef�hrer zu verletzen.
Inwiefern ein Geb�ude mit zwei Vollgeschossen innerhalb der von BZO und Gestaltungsplan vorgegebenen H�henbestimmungen realisiert werden kann, ist im vorliegenden Verfahren nicht zu pr�fen. Immerhin sprechen die relativ strengen H�henvorschriften gegen die von den Beschwerdef�hrern bef�rchtete vollst�ndige Ver�nderung des Quartiercharakters und Verbauung der Aussicht bei Freigabe der Vollgeschosszahl.
Ob es sich bei dem von den Beschwerdef�hrern eingereichten kolorierten Gestaltungsplan um ein zul�ssiges Novum handelt, kann offenbleiben, weil sich daraus nicht auf eine Praxis�nderung der Gemeinde schliessen l�sst: Vielmehr zeigt der Plan selbst auf, dass bis zum Inkrafttreten der BZO 1998 - der damaligen Rechtslage entsprechend - nur eingeschossige Bauten in der W1 bewilligt worden sind (im Plan blau und gr�n koloriert), w�hrend sich bei den seither, nach neuem Recht bewilligen Bauten bzw. Umbauten (im Plan orange gef�rbt) neben eingeschossigen Bauten auch Bauten befinden, die ein zweites Vollgeschoss aufweisen (mit "U" gekennzeichnet) bzw. deren Eingeschossigkeit fragw�rdig sei (mit "N" gekennzeichnet).
Nach dem Gesagten ist die Beschwerde abzuweisen. Bei diesem Ausgang des Verfahrens werden die Beschwerdef�hrer kosten- und entsch�digungspflichtig (Art. 66 und 68 BGG). Die Gemeinde Aeugst obsiegt in ihrem amtlichen Wirkungskreis und hat daher keinen Anspruch auf eine Parteientsch�digung (Art. 66 Abs. 3 BGG).
Die Beschwerdef�hrer haben E.________ f�r das bundesgerichtliche Verfahren mit Fr. 4'000.-- zu entsch�digen.
Dieses Urteil wird den Parteien, dem Gemeinderat Aeugst am Albis und dem Verwaltungsgericht des Kantons Z�rich, 1. Abteilung, 1. Kammer, schriftlich mitgeteilt.

References: Art. 33
 Art. 10
 Art. 83
 Art. 93
 Art. 93
 Art. 25
 Art. 95
 Art. 97
 Art. 1

Art. 1

Art. 10
 Art. 10
 Art. 1
 Art. 1
 Art. 10
 Art. 1
 Art. 10
 Art. 10
 Art. 6
 Art. 1
 Art. 10
 Art. 2
 Art. 1
 Art. 10

Art. 10