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Timestamp: 2016-10-28 17:50:41+00:00

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2C_480/2014 (15.01.2015)
2C_480/2014 � � Urteil vom 15. Januar 2015
1. Migrationsamt des Kantons Z�rich, Berninastrasse 45, 8090 Z�rich,
2. Sicherheitsdirektion des Kantons Z�rich, Neum�hlequai 10, 8090 Z�rich,
Beschwerde gegen den Entscheid des Verwaltungsgerichts des Kantons Z�rich, 4. Abteilung, vom 2. April 2014.
A.a.�A.________ (geb. am 15. Juni 1974) ist ukrainische Staatsangeh�rige. Aus ihrer ersten Ehe mit einem Landsmann war der Sohn B.________ (geb. am 18. September 1993) hervorgegangen.
�Am 25. August 2004 heiratete A.________ in Dietikon ZH den Schweizer B�rger C.________ und kehrte anschliessend in die Ukraine zur�ck. Am 16. Januar 2005 reiste sie mit ihrem Sohn in die Schweiz ein, worauf beide die Aufenthaltsbewilligung erhielten.
�Seit dem 14. Oktober 2006 lebten A.________ und C.________ getrennt. Die (kinderlose) Ehe wurde am 21. August 2009 geschieden.
�Die Sicherheitsdirektion des Kantons Z�rich verweigerte die Verl�ngerung der Aufenthaltsbewilligungen am 18. Juni 2008 und wies A.________ und B.________ aus der Schweiz weg. Dagegen wurde am 18. Juli 2008 Rekurs beim Regierungsrat erhoben.
A.b.�Am 7. Januar 2010 heiratete A.________ in Wetzikon ZH den Schweizer B�rger D.________. Die Sicherheitsdirektion wies die Gesuche um Erteilung der Aufenthaltsbewilligung an A.________ und B.________ am 25. M�rz 2010 ab, weil die eheliche Wohngemeinschaft nicht aufgenommen worden sei und keine wichtigen Gr�nde f�r das Getrenntleben vorgelegen h�tten. Die Ehegatten nahmen am 14. April 2010 die eheliche Wohngemeinschaft auf, worauf das Migrationsamt des Kantons Z�rich A.________ und B.________ am 20. September 2010 die Aufenthaltsbewilligung erteilte. Das am 18. Juli 2008 anh�ngig gemachte Rekursverfahren vor dem Regierungsrat wurde infolge R�ckzugs als erledigt abgeschrieben.
�In der Folge ersuchte A.________ insgesamt drei Mal um vorzeitige Erteilung der Niederlassungsbewilligung, was das Migrationsamt am 5. Oktober 2011, am 24. Februar 2012 und am 28. Juni 2012 ablehnte. A.________ focht die Verf�gung vom 28. Juni 2012 bei der Sicherheitsdirektion an.
�Zwischen 14. Juli 2011 (Angabe von D.________) und 9. Mai 2012 oder 15. Juni 2012 (Angaben von A.________) hoben die Ehegatten den gemeinsamen Haushalt auf.
Am 31. Mai 2013 beantragte A.________ die Verl�ngerung ihrer Aufenthaltsbewilligung, wobei sie "verheiratet" und "getrennter Haushalt" angab. Das Migrationsamt teilte A.________ am 7. Mai 2013 mit, es beabsichtige, die Aufenthaltsbewilligung nicht zu verl�ngern, da die Ehe weniger als drei Jahre gedauert habe und auch keine wichtigen pers�nlichen Gr�nde vorl�gen, welche einen weiteren Aufenthalt in der Schweiz erforderlich machen w�rden.
�A.________ machte mit Stellungnahme vom 5. Juni 2013 geltend, D.________ habe sie im M�rz 2011 misshandelt, was eine �rztliche Behandlung und eine zweiw�chige Arbeitsunf�higkeit nach sich gezogen habe. Dies und das konfliktreiche Verh�ltnis zwischen ihrem Sohn und ihrem Ehemann habe schliesslich zur Trennung gef�hrt.
�Am 29. Juli 2013 wies das Migrationsamt das Gesuch um Verl�ngerung der Aufenthaltsbewilligung ab und wies A.________ aus der Schweiz weg. Die Sicherheitsdirektion vereinigte die Rekursverfahren betreffend vorzeitige Erteilung der Niederlassungsbewilligung und betreffend Verl�ngerung der Aufenthaltsbewilligung und wies die Rekurse am 19. Dezember 2013 ab. Mit Urteil vom 2. April 2014 best�tigte das Verwaltungsgericht des Kantons Z�rich den Entscheid der Sicherheitsdirektion in den beiden Hauptpunkten, hob ihn indessen insoweit auf, als A.________ die unentgeltliche Rechtspflege verweigert worden war.
A.________ erhebt am 21. Mai 2014 Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten beim Bundesgericht mit den Antr�gen, das angefochtene Urteil aufzuheben und das Migrationsamt anzuweisen, ihr die Aufenthaltsbewilligung zu verl�ngern; eventuell sei die Sache zu erg�nzender Abkl�rung an das Verwaltungsgericht zur�ckzuweisen, wobei sie und ihr Sohn anzuh�ren seien. A.________ beantragt die Gew�hrung der unentgeltlichen Rechtspflege mit Rechtsanwalt Marc Spescha als unentgeltlichem Rechtsbeistand.
�Das Verwaltungsgericht und die Sicherheitsdirektion verzichten auf eine Vernehmlassung. Das Bundesamt f�r Migration beantragt die Abweisung der Beschwerde.
�Mit Pr�sidialverf�gung vom 26. Mai 2014 ist der Beschwerde antragsgem�ss aufschiebende Wirkung zuerkannt worden.
1.1.�Das angefochtene Urteil wurde als Endentscheid von einer letzten kantonalen Gerichtsinstanz in einer Angelegenheit des �ffentlichen Rechts erlassen, weshalb die Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten grunds�tzlich offen steht (vgl. Art. 82 lit. a, Art. 86 Abs. 1 lit. d, Art. 90 BGG). Gem�ss Art. 83 lit. c Ziff. 2 BGG ist die Beschwerde unzul�ssig gegen Entscheide auf dem Gebiet des Ausl�nderrechts betreffend Bewilligungen, auf die weder das Bundesrecht noch das V�lkerrecht einen Anspruch einr�umt.
�Auf die (vorzeitige) Erteilung der Niederlassungsbewilligung ausserhalb des Familiennachzugs besteht gem�ss Art. 34 Abs. 2 und 3 AuG (SR 142.20) kein Anspruch; das vorinstanzliche Urteil wird in diesem Punkt indessen auch nicht angefochten.
�Gegenstand der Beschwerde bildet einzig der Entscheid der Vorinstanz, die Aufenthaltsbewilligung nicht zu verl�ngern. Die Beschwerdef�hrerin, welche die Aufenthaltsbewilligung im Familiennachzug gest�tzt auf Art. 42 Abs. 1 AuG erhalten und weniger als drei Jahre mit ihrem Ehemann zusammengelebt hatte, kann sich auf Art. 50 Abs. 1 lit. b AuG (nachehelicher H�rtefall) berufen. Die Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten ist zul�ssig.
1.2.�Die �brigen Sachurteilsvoraussetzungen geben zu keinen Bemerkungen Anlass. Auf die frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde (vgl. Art. 42 und Art. 100 Abs. 1 BGG) der nach Art. 89 Abs. 1 BGG legitimierten Beschwerdef�hrerin ist einzutreten.
2.1.�Mit der Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten kann eine Rechtsverletzung nach Art. 95 und Art. 96 BGG ger�gt werden. Das Bundesgericht wendet das Recht von Amtes wegen an (Art. 106 Abs. 1 BGG), doch pr�ft es, unter Ber�cksichtigung der allgemeinen R�ge- und Begr�ndungspflicht (Art. 42 Abs. 1 und 2 BGG; vgl. BGE 134 II 244 E. 2.1 S. 245 f.), grunds�tzlich nur die geltend gemachten R�gen, sofern die rechtlichen M�ngel nicht geradezu offensichtlich sind (BGE 140 III 115 E. 2 S. 116; 133 II 249 E. 1.4.1 S. 254). Aufgrund der Rechtsanwendung von Amtes wegen ist das Bundesgericht weder an die in der Beschwerde geltend gemachten Argumente noch an die Erw�gungen der Vorinstanz gebunden; es kann eine Beschwerde aus einem anderen als dem angerufenen Grund gutheissen, und es kann eine Beschwerde mit einer von der Argumentation der Vorinstanz abweichenden Begr�ndung abweisen (BGE 139 II 404 E. 3 S. 415). Hinsichtlich der Verletzung von Grundrechten, einschliesslich solcher, die sich aus V�lkerrecht ergeben, gilt eine qualifizierte R�gepflicht (Art. 106 Abs. 2 BGG; BGE 139 I 229 E. 2.2 S. 232).
2.2.�Das Bundesgericht legt seinem Urteil den von der Vorinstanz festgestellten Sachverhalt zugrunde (Art. 105 Abs. 1 BGG). Es kann die Sachverhaltsfeststellung der Vorinstanz von Amtes wegen berichtigen oder erg�nzen, wenn sie offensichtlich unrichtig ist oder auf einer Rechtsverletzung im Sinn von Art. 95 BGG beruht (Art. 105 Abs. 2 BGG). "Offensichtlich unrichtig" bedeutet dabei "willk�rlich" (BGE 140 III 115 E. 2 S. 116). Die beschwerdef�hrende Partei kann die Feststellung des Sachverhalts unter den gleichen Voraussetzungen beanstanden, wenn die Behebung des Mangels f�r den Ausgang des Verfahrens entscheidend sein kann (Art. 97 Abs. 1 BGG). Eine entsprechende R�ge ist substanziiert vorzubringen (vgl. E. 2.1 am Ende).
3.1.�Neue Tatsachen und Beweismittel d�rfen nur so weit vorgebracht werden, als erst der Entscheid der Vorinstanz dazu Anlass gibt (Art. 99 Abs. 1 BGG). Unzul�ssig sind damit neue Tatsachen und Beweismittel, die bereits der Vorinstanz h�tten vorgelegt werden k�nnen (BGE 136 III 123 E. 4.4.3 S. 129). Diese Regel betrifft ausschliesslich "unechte Noven", d.h. Tatsachen, die sich vor dem angefochtenen Urteil ereignet haben.
�Der Arbeitsvertrag der Beschwerdef�hrerin mit der E.________ AG vom 28. Januar 2014 kann nicht ber�cksichtigt werden. Dieses Beweismittel h�tte der Vorinstanz vorgelegt werden k�nnen, nachdem bereits die Sicherheitsdirektion im Entscheid vom 19. Dezember 2013 die berufliche Integration der Beschwerdef�hrerin thematisiert hatte.
3.2.�Tatsachen oder Beweismittel, welche sich auf das vorinstanzliche Prozessthema beziehen, sich jedoch erst nach dem angefochtenen Entscheid ereignet haben oder entstanden sind, k�nnen von vornherein nicht durch das angefochtene Urteil veranlasst worden sein (Urteile 2C_1102/2013 vom 8. Juli 2014 E. 2.3; 2C_833/2011 vom 6. Juni 2012 E. 1.2 mit Hinweis). Diese so genannten "echten Noven" sind im bundesgerichtlichen Verfahren in jedem Fall unzul�ssig (BGE 139 III 120 E. 3.1.2; 133 IV 342 E. 2.1 S. 344).
�Die Verf�gung des Gemeindeamts der Direktion der Justiz und des Innern des Kantons Z�rich vom 8. April 2014 betreffend Aufnahme ins Schweizer B�rgerrecht von B.________, die zugeh�rige Meldebest�tigung f�r Stadtb�rger des Personenmeldeamts vom 17. April 2014 sowie die von B.________ zuhanden des Rechtsvertreters verfasste Erkl�rung vom 20. Mai 2014 sind daher unbeachtlich.
4.1.�Gem�ss Art. 42 Abs. 1 AuG haben ausl�ndische Ehegatten von Schweizerinnen und Schweizern Anspruch auf Erteilung und Verl�ngerung der Aufenthaltsbewilligung, wenn sie mit diesen zusammenwohnen. Nach Aufl�sung der Ehe oder der Familiengemeinschaft besteht der Anspruch des Ehegatten auf Erteilung und Verl�ngerung der Aufenthaltsbewilligung weiter, wenn die Ehegemeinschaft mindestens drei Jahre gedauert hat und eine erfolgreiche Integration besteht (Art. 50 Abs. 1 lit. a AuG) oder wichtige pers�nliche Gr�nde einen weiteren Aufenthalt in der Schweiz erforderlich machen (Art. 50 Abs. 1 lit. b AuG). Wichtige Gr�nde im Sinn von Art. 50 Abs. 1 lit. b AuG k�nnen namentlich vorliegen, wenn die Ehegattin oder der Ehegatte Opfer ehelicher Gewalt wurde oder die Ehe nicht aus freiem Willen geschlossen hat oder die soziale Wiedereingliederung im Herkunftsland stark gef�hrdet erscheint (Art. 50 Abs. 2 AuG). Die Aufz�hlung dieser Gr�nde ist nicht abschliessend (BGE 136 II 1 E. 5.3).
�Die Ehegemeinschaft mit D.________ bestand vom 14. April 2010 bis l�ngstens am 15. Juni 2012, so dass ein Anspruch aus Art. 50 Abs. 1 lit. a AuG ausser Betracht f�llt. Streitig ist, ob ein nachehelicher H�rtefall im Sinn von Art. 50 Abs. 1 lit. b AuG vorliegt.
4.2.�Die Vorinstanz erwog, der Aufenthalt in der Schweiz ab dem 16. Januar 2005 stehe in keinem Zusammenhang mit der zweiten Ehe der Beschwerdef�hrerin und k�nne daher keine Ber�cksichtigung finden. Auch die voreheliche Beziehung mit D.________ k�nne nicht ber�cksichtigt werden, weil die Beschwerdef�hrerin damals noch verheiratet gewesen sei und mit ihrem Sohn in einer eigenen Wohnung gelebt habe. �berdies k�nnte in jedem Fall nicht von einer sehr langen Ehe gesprochen werden, welche den weiteren Verbleib in der Schweiz erforderlich machen w�rde.
�Die Beschwerdef�hrerin habe nicht glaubhaft dartun k�nnen, Opfer ehelicher Gewalt geworden zu sein. Insbesondere habe sie es trotz der expliziten Aufforderung der Vorinstanz unterlassen, die Ereignisse zu schildern, welche nach ihrer Darstellung zu den �rztlich attestierten Verletzungen gef�hrt h�tten. Die Sicherheitsdirektion sei nicht gehalten gewesen, die Beschwerdef�hrerin oder deren Sohn pers�nlich zu befragen.
�Weitere Gr�nde, die einen Verbleib in der Schweiz erforderlich machen w�rden, w�rden nicht geltend gemacht und seien auch nicht ersichtlich. Insbesondere erscheine die soziale Wiedereingliederung in der Ukraine nicht gef�hrdet, denn die Beschwerdef�hrerin sei regelm�ssig ferienhalber dorthin gereist, besitze dort ein Haus und habe im Rahmen eines Fernstudiums einen Universit�tsabschluss erworben. Es l�gen somit keine wichtigen pers�nlichen Gr�nde im Sinn von Art. 50 Abs.1 lit. b AuG i.V.m. Art. 50 Abs. 2 AuG vor.
�Die Beschwerdef�hrerin macht geltend, die Vorinstanz habe den Sachverhalt offensichtlich unrichtig festgestellt und willk�rlich das Vorliegen eines nachehelichen H�rtefalls verneint.
5.1.�Die �usserst belastende eheliche Situation und die Gewaltt�tigkeit des Ehemannes sei vor den kantonalen Beh�rden durch ein �rztliches Zeugnis zu Handen der Polizei vom 7. M�rz 2011 belegt worden. Die Vorinstanz w�re verpflichtet gewesen, den Tathergang durch entsprechende Nachfragen zu erh�rten oder - wie wiederholt beantragt - die Beschwerdef�hrerin m�ndlich anzuh�ren.
5.1.1.�Zum Beweis, dass eheliche Gewalt stattgefunden habe, legte die Beschwerdef�hrerin ein Arbeitsunf�higkeitszeugnis sowie ein �rztliches Zeugnis zu Handen der Polizei, beide datiert am 7. M�rz 2011, ins Recht. Darin bescheinigt Dr. F.________, Allgemeine Medizin FMH, die Patientin stehe wegen Unfalls in seiner Behandlung und sei vom 7. M�rz 2011 bis 20. M�rz 2011 zu 100 % arbeitsunf�hig. Sie sei am vergangenen Samstag (also dem 5. M�rz 2011) vom Ehemann an mehreren Orten geschlagen worden. Als Befunde werden "Oberfl�che Wunde R�cken mit Verschorfung" und "Multiple H�matome an Beinen und Armen" genannt. Die Beurteilung lautet "Multiple H�matome am ganzen K�rper nach T�tlichkeit." Auf die Aufforderung des Migrationsamts vom 24. Juni 2013, allf�llige weitere Unterlagen einzureichen, welche die behauptete eheliche Gewalt dokumentieren w�rden, antwortete die Beschwerdef�hrerin am 19. Juli 2013, sie habe die eheliche Gewalt nicht nur behauptet, sondern in ad�quater Weise belegt. Sie habe keine Strafanzeige eingereicht, was indessen f�r den Nachweis der erlittenen Gewalt keine Voraussetzung sei.
5.1.2.�Nach der Rechtsprechung ist im Rahmen von Art. 50 Abs. 1 lit. b AuG i.V.m. Art. 50 Abs. 2 AuG jede Form ehelicher bzw. h�uslicher Gewalt, sei sie k�rperlicher oder psychischer Natur, ernst zu nehmen. H�usliche Gewalt bedeutet systematische Misshandlung mit dem Ziel, Macht und Kontrolle auszu�ben und nicht eine einmalige Ohrfeige oder eine verbale Beschimpfung im Verlauf eines eskalierenden Streits. Ein Anspruch nach Art. 50 Abs. 1 lit. b AuG wird auch nicht bereits durch eine einmalige t�tliche Auseinandersetzung begr�ndet, in deren Folge die ausl�ndische Person in psychischem Ausnahmezustand und mit mehreren Kratzspuren im Gesicht einen Arzt aufsucht, zumal wenn anschliessend eine Wiederann�herung der Eheleute stattfindet. Die physische oder psychische Zwangsaus�bung und deren Auswirkungen m�ssen vielmehr von einer gewissen Konstanz bzw. Intensit�t sein (BGE 138 II 229 E. 3.2.1 S. 232).
�Das Vorliegen eines wichtigen pers�nlichen Grundes gem�ss Art. 50 Abs. 1 lit. b AuG i.V.m. Art. 50 Abs. 2 AuG ist von der betroffenen Person in geeigneter Weise glaubhaft zu machen, wobei diese eine weitreichende Mitwirkungspflicht trifft. Als Beweismittel f�r h�usliche Gewalt kommen Arztberichte, psychologische oder psychiatrische Gutachten, Berichte von Fachstellen wie Frauenh�usern oder Opferhilfestellen, Polizeirapporte oder Zeugenaussagen in Frage (BGE 138 II 229 E. 3.2.3 S. 235; vgl. auch Art. 77 Abs. 5, 6 und 6bis der Verordnung vom 24. Oktober 2007 �ber Zulassung, Aufenthalt und Erwerbst�tigkeit [VZAE; SR 142.201]).
5.1.3.�Nachdem die Beschwerdef�hrerin dem Migrationsamt ausdr�cklich mitgeteilt hatte, sie besitze keine weiteren Unterlagen, und auch in den beiden Beschwerdeverfahren keine weiteren Nachweise ehelicher Gewalt vorlegen konnte, durfte die Vorinstanz in antizipierter Beweisw�rdigung davon ausgehen, dass sich weitere Abkl�rungen er�brigen. Auf eine Befragung der Beschwerdef�hrerin und B.________ als Zeugen durfte sie aus dem gleichen Grund verzichten (zur antizipierten Beweisw�rdigung vgl. BGE 136 I 229 E. 5.3 S. 236; 134 I 140 E. 5.3).
�Mit dem Arztzeugnis vom 7. M�rz 2011 und dem zugeh�rigen Arbeitsunf�higkeitsattest ist nicht erstellt, dass D.________ der Beschwerdef�hrerin die H�matome zugef�gt hat. Zudem liegt weder eine Strafanzeige vor, noch gibt es sonstige Anhaltspunkte, welche auf Misshandlungen seitens des Ehemannes deuten w�rden. Der Beschwerdef�hrerin ist es nicht gelungen, eheliche Gewalt im Sinn von Art. 50 Abs. 2 AuG glaubhaft zu machen.
5.2.�Die Beschwerdef�hrerin tr�gt vor, es seien Fotos des verletzten R�ckens ihres Sohnes aktenkundig, was ebenfalls auf Gewaltanwendung des Ehemannes gegen ihren Sohn zur�ckzuf�hren sei. Der Bericht des Kinder- und Jugendpsychiatrischen Dienstes des Kantons Z�rich vom 21. Februar 2011 belege, dass die ehelichen Spannungen dem Kindeswohl abtr�glich gewesen seien und die Aufhebung der Familiengemeinschaft notwendig gemacht habe. Die unertr�gliche Beziehungssituation zwischen B.________ und seinem Stiefvater sei relevant f�r die Beurteilung der H�rtefallsituation. Es sei geradezu ihre Pflicht als sorgeberechtigte Mutter gewesen, den gemeinsamen Haushalt zusammen mit ihrem Kind zu verlassen.
5.2.1.�Entgegen der Behauptung der Beschwerdef�hrerin beweisen die nicht beglaubigten, undatierten, ohne �rztliches Zeugnis vorgelegten Fotos eines verletzten R�ckens nicht, dass D.________ gegen B.________ gewaltt�tig geworden w�re. Weil die Identit�t der auf den Fotos abgebildeten Person unklar ist, kann daraus nichts abgeleitet werden. Auch der Bericht der Dres. med. G.________ und H.________, Kinder- und Jugendpsychiatrischer Dienst des Kantons Z�rich, vom 21. Februar 2011, enth�lt keine Hinweise auf Gewaltanwendung von D.________ gegen�ber seinem Stiefsohn. Die Untersuchung wurde auf Initiative von D.________ vorgenommen, der Motivationsst�rungen und Konzentrationsprobleme beim damals 17-j�hrigen B.________ abkl�ren lassen wollte. Im Bericht wird festgehalten, es gebe zwar Konflikte in der Familie, indessen werde niemand verbal ausf�llig oder handgreiflich. Wegen der unterschiedlichen Vorstellungen der Eltern betreffend die berufliche Laufbahn des Sohnes wird die r�umliche Trennung von Stiefvater und Stiefsohn empfohlen. Es ist nicht willk�rlich, wenn die Vorinstanz aufgrund dieser Umst�nde eine Gewaltanwendung gegen B.________ durch D.________ ausgeschlossen hat.
5.2.2.�Soweit die Beschwerdef�hrerin geltend macht, die Konflikte zwischen D.________ und B.________ h�tten die Aufhebung der Familiengemeinschaft notwendig gemacht, kann ihr nicht gefolgt werden. Der Sohn B.________ war bereits vollj�hrig, als die Beschwerdef�hrerin (nach ihren eigenen Angaben) den ehelichen Haushalt aufl�ste. Zur Vermeidung von Konflikten zwischen D.________ und B.________ h�tte es gen�gt, f�r Letzteren eine andere Wohnm�glichkeit zu finden. Dass die Beschwerdef�hrerin den Ehemann ebenfalls verliess, liegt in erster Linie im Scheitern der Ehe begr�ndet.
5.3.�Weiter r�gt die Beschwerdef�hrerin, die Vorinstanz habe zu Unrecht ausser Acht gelassen, dass sie - die Beschwerdef�hrerin - von ihrem nunmehr in der Schweiz eingeb�rgerten Sohn "gleichsam gewaltsam" getrennt w�rde, was angesichts der nach wie vor bestehenden, �berdurchschnittlichen Bindung f�r ihr Privat- und Familienleben eine massive Konsequenz darstelle.
�Der Sohn B.________ war im Zeitpunkt des angefochtenen Urteils 20 Jahre alt und damit seit zwei Jahren erwachsen. Inwiefern die r�umliche Trennung von einem erwachsenen Kind aus einer fr�heren Beziehung einen nachehelichen H�rtefall darstellen soll, ist nicht ersichtlich. Die Anrufung des Rechts auf Privat- und Familienleben scheitert daran, dass die Beziehung der Beschwerdef�hrerin zu ihrem Sohn vom Schutzbereich von Art. 8 Ziff. 1 EMRK nicht mehr erfasst ist (BGE 135 I 143 E. 1.3.2 S. 146; zu den Ausnahmen infolge eines besonderen Abh�ngigkeitsverh�ltnisses vgl. BGE 137 I 154 E. 3.4.2 S. 159; 129 II 11 E. 2 S. 14; Urteile 2C_147/2014 vom 26. September 2014 E. 5.4; 2C_546/2013 vom 5. Dezember 2013 E. 4.1). Zudem verf�gte B.________ im Zeitpunkt des angefochtenen Urteils lediglich �ber eine Aufenthaltsbewilligung, so dass er der Beschwerdef�hrerin ohnehin kein Aufenthaltsrecht h�tte vermitteln k�nnen (zu den Voraussetzungen des umgekehrten Familiennachzugs vgl. BGE 135 I 143 E. 1.3).
5.4.�Die Beschwerdef�hrerin moniert, die Vorinstanz habe die voreheliche Beziehungszeit seit Fr�hjahr 2008 willk�rlich nicht ber�cksichtigt, was im Widerspruch zur bundesgerichtlichen Rechtsprechung stehe. Zudem sei ihre Anwesenheit seit Januar 2005 integrationswirksam. Sie - die Beschwerdef�hrerin - sei in sprachlicher und erwerblicher Hinsicht �berdurchschnittlich integriert; seit dem 24. M�rz 2014 habe sie eine Anstellung auf unbestimmte Zeit und erziele dabei ein j�hrliches Grundgehalt von Fr. 58'000.--.
5.4.1.�Bei der Auslegung von Art. 50 Abs. 1 lit. b AuG ist entscheidend, ob die pers�nliche, berufliche und famili�re Eingliederung der betroffenen ausl�ndischen Person bei einer R�ckkehr in ihre Heimat als stark gef�hrdet zu gelten h�tte, und nicht, ob ein Leben in der Schweiz einfacher w�re und - aus welchen Gr�nden auch immer - vorgezogen w�rde. Ein pers�nlicher, nachehelicher H�rtefall setzt aufgrund der gesamten Umst�nde eine erhebliche Intensit�t der Konsequenzen f�r das Privat- und Familienleben voraus, die mit der Lebenssituation nach dem Dahinfallen der abgeleiteten Anwesenheitsberechtigung verbunden sein muss (BGE 139 II 393 E. 6 S. 403; 138 II 229 E. 3.1 S. 232; 137 II 345 E. 3.2.3 S. 350). Hat der Aufenthalt nur k�rzere Zeit gedauert und wurden keine engen Beziehungen zur Schweiz gekn�pft, l�sst sich der Anspruch auf weiteren Verbleib nicht begr�nden, wenn die erneute Integration im Herkunftsland keine besonderen Probleme bereitet (BGE 138 II 229 E. 3.1 S. 232 mit Hinweis auf die Botschaft zum AuG vom 8. M�rz 2002, BBl 2002 3709, 3754 Ziff. 1.3.7.6).
5.4.2.�Die Beschwerdef�hrerin hat sich seit dem 16. Januar 2005 rechtm�ssig in der Schweiz aufgehalten. Von den gut neun Jahren bis zum angefochtenen Urteil vom 2. April 2014 entf�llt ein (kleinerer) Teil auf die aufschiebende Wirkung eingelegter Rechtsmittel. Die Aufenthaltsdauer in der Schweiz ist nicht als kurz zu werten, indessen auch nicht als so lang, dass eine R�ckkehr in die Ukraine deswegen unzumutbar w�re. Im �brigen wird nicht klar, was die Beschwerdef�hrerin aus der Tatsache ableiten will, dass sie und D.________ vor der Heirat bereits eine Beziehung gef�hrt und anscheinend teilweise zusammen gewohnt haben. Im Urteil 2C_678/2011 vom 22. Februar 2012 E. 3.4, welches die Beschwerdef�hrerin anf�hrt, ging es um die Frage, ob das Ableben des Ehegatten der ausl�ndischen Person vor Ablauf der Dreijahresfrist nach Art. 50 Abs. 1 lit. a AuG einen nachehelichen H�rtefall darstellt. Wenn in jener Konstellation mitber�cksichtigt wurde, dass die �berlebende Ehefrau bereits vor der Eheschliessung eine intensive, mehrj�hrige Beziehung mit dem nunmehr verstorbenen Ehegatten gef�hrt hatte, kann daraus f�r den vorliegenden Fall nichts abgeleitet werden, weil hier die Ehe aus anderen Gr�nden geendet hat. Eine l�ngere, �ber die gelebte Ehegemeinschaft hinausgehende Aufenthaltsdauer in der Schweiz kann (in Verbindung mit anderen Faktoren) allenfalls relevant sein f�r die Frage, ob die soziale Wiedereingliederung im Herkunftsland stark gef�hrdet w�re. Dies ist hier nicht der Fall. Die Beschwerdef�hrerin pflegt nach wie vor Kontakte zur Ukraine und besitzt dort nach eigenen Angaben eine Wohnung. Aufgrund ihrer Ausbildung und beruflichen T�tigkeit in der Schweiz d�rfte ihr, die im Zeitpunkt des angefochtenen Urteils knapp 40 Jahre alt war, eine Wiedereingliederung keine gr�sseren Schwierigkeiten bereiten.
Nachdem Gesagten erweist sich die Beschwerde als unbegr�ndet und ist abzuweisen.
6.1.�Bei diesem Ausgang des Verfahrens wird die unterliegende Beschwerdef�hrerin gem�ss Art. 66 Abs. 1 BGG grunds�tzlich kostenpflichtig; sie hat indessen um Gew�hrung der unentgeltlichen Rechtspflege ersucht. Gem�ss Art. 64 Abs. 1 BGG befreit das Bundesgericht eine Partei, die nicht �ber die erforderlichen Mittel verf�gt, auf Antrag von der Bezahlung der Gerichtskosten und von der Sicherstellung der Parteientsch�digung, sofern ihr Rechtsbegehren nicht aussichtslos erscheint. Wenn es zur Wahrung ihrer Rechte notwendig ist, bestellt das Bundesgericht der Partei einen Anwalt oder eine Anw�ltin (Art. 64 Abs. 2 erster Satz BGG). Praxisgem�ss sind Prozessbegehren als aussichtslos anzusehen, bei denen die Gewinnaussichten betr�chtlich geringer sind als die Verlustgefahren und die deshalb kaum als ernsthaft bezeichnet werden k�nnen; eine Partei soll einen Prozess, den sie auf eigene Rechnung und Gefahr nicht f�hren w�rde, nicht deshalb anstrengen k�nnen, weil er sie nichts kostet (BGE 138 III 217 E. 2.2.4; 129 I 129 E. 2.3.1 S. 135 mit Hinweisen).
�In Anbetracht der Sach- und Rechtslage waren dem Rechtsmittel keine realistischen Erfolgsaussichten beschieden. Die Beschwerdef�hrerin erhebt ausschliesslich Sachverhaltsr�gen, welche das Bundesgericht mit beschr�nkter Kognition �berpr�ft: In den beiden vorangegangenen Beschwerdeverfahren vermochte die Beschwerdef�hrerin weder die geltend gemachte eheliche Gewalt noch die behauptete Gewaltanwendung seitens des Ehemannes gegen�ber ihrem Sohn glaubhaft darzulegen. Vor Bundesgericht gelang es ihr dementsprechend nicht, aufzuzeigen, dass die Sachverhaltsdarstellung der Vorinstanz willk�rlich w�re. Mit Blick darauf erweist sich die Beschwerde als aussichtslos. Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege ist abzuweisen und die (umst�ndehalber reduzierten) Gerichtskosten sind der Beschwerdef�hrerin aufzuerlegen.

References: Art. 82
 Art. 86
 Art. 90
 Art. 83
 Art. 34
 Art. 42
 Art. 50
 Art. 42
 Art. 100
 Art. 89
 Art. 95
 Art. 96
 BGE 
 BGE 
 Art. 95
 Art. 42
 Art. 50
 Art. 50
 Art. 50
 Art. 50
 Art. 50
 Art. 50
 Art. 50
 Art. 50
 Art. 50
 Art. 50
 Art. 77
 BGE 
 Art. 50
 Art. 8
 BGE 
 BGE 
 Art. 50
 Art. 50
 Art. 66
 Art. 64