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Timestamp: 2019-02-17 19:16:41+00:00

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AnlegerPlus News 12/2015 by AnlegerPlus - Issuu
# 12 2015
Börsenpflichtblatt der Börsen Berlin, Düsseldorf, Hamburg, Hannover, München und Stuttgart
# 12 2015 MERKUR BANK KGaA
Wettbewerb wird härter Seite 7
MyDividends-wikifolio
Wachstum gepaart mit Dividende
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Die Börse bleibt für Anleger hochspekulativ Seite 16
Kräftiges Stühlerücken in den Indizes | Neugeschäft auf dem Höchststand | Neue ETFs | Konsolidierung in der Fondsbranche | Triste DAX-Bilanz
Die Depotwerte liefern
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Börsenbilanz 2015 Liebe Leserinnen und Leser, auch wenn das Börsenjahr noch nicht vorüber ist, wollen wir in unserer letzten Ausgabe des Jahres eine erste Bilanz für 2015 ziehen. Per Saldo liegt ein gutes Börsenjahr hinter uns. Der DAX konnte im Jahresverlauf um rund 15 % zulegen, MDAX und SDAX schafften einen Anstieg von mehr als 25 %, den Vogel abgeschossen hat der TecDAX mit einem Zuwachs von über 35 %. Damit liegt der Anstieg aller deutschen Indizes bisher deutlich über dem langjährigen Mittel, das sich im einstelligen Prozentbereich bewegt. DAX-Raketen und Rohrkrepierer Klare Gewinner in der ersten deutschen Börsenliga sind die Titel von adidas, die das Jahr zuvor als großer Verlierer 2014 abschlossen, und Infineon, die im Jahresverlauf mehr als 50 % zulegen konnten. Auf der Verliererseite ragt der Versorgerwert RWE mit einem Abschlag von über 50 % heraus, nicht viel besser mit einem­ Minus von knapp 40 % erging es der Aktie von E.ON. Bei beiden Unternehmen steht das gesamte Geschäftsmodell auf dem Prüfstand, die Lasten aus den Atomkraftwerken drücken. Drittschlechtester Wert ist die VW-Aktie mit einem Minus von über 30 %. Hier steht zwar nicht das Geschäftsmodell zur Disposition, aber die Frage im Raum, wie hoch die Schadensersatzzahlungen aus dem Abgasskandal in den nächsten Jahren ausfallen werden. Zweite Reihe hat es in sich Auch der MDAX hatte im abgelaufenen Jahr einige Kursraketen zu bieten. Gewinner mit einem Kursplus von über 60 % ist Rheinmetall, dicht gefolgt von DMG Mori und Gerresheimer. Auf der Verliererseite finden sich mit Abschlägen von über 20 % die Papiere­ von Leoni und ElringKlinger – beide Automobilzulieferer enttäuschten mit herben Gewinnwarnungen – sowie HUGO BOSS.
Modeaktien waren 2015 sowieso nicht en vogue. Im SDAX führen TOM TAILOR und GERRY WEBER die Verliererliste mit Kursverlusten von rund 60 % an. Doch es gibt auch in diesem Index herausragende Gewinner. Wer hätte Anfang des Jahres gedacht, dass die Koenig & Bauer-Aktie um sage und schreibe 220 % zulegen­könnte? Auch die Aktien von Ströer, PATRIZIA Immobilien und zooplus konnten sich mehr als verdoppeln. And the winner is … Der mit Abstand größte Jahresgewinner kommt aber aus dem TecDAX. Die Aktie von ADVA Optical haussierte um sage und schreibe 270 %, gefolgt von SMA Solar mit knapp 200 % Zuwachs. Die Verliererliste ist hier dünn, LPKF Laser, Manz und AIXTRON verlieren gut ein Viertel ihres Wertes. Auswahl bleibt Trumpf Wir freuen uns, dass es uns 2015 gelungen ist, unseren Lesern mit Empfehlungen wie SMA Solar oder XING (Kursgewinn 2015: 90 %) einige Highflyer vorstellen zu können. Auch im kommenden Jahr wird unser Augenmerk auf aus unserer Sicht unterbewertete Aktien gerichtet sein, denn eines gilt sicher auch 2016: Auf die richtige Aktienauswahl kommt es an! Ich wünsche Ihnen und Ihren Familien ein besinnliches Weihnachtsfest und ein erfolgreiches neues Jahr. Bleiben Sie uns gewogen.
Daniel Bauer stv. Chefredakteur
AnlegerPlusNews 12 2015 3
6	Nebenwerte MediClin AG MERKUR BANK KGaA
10	MyDividends-wikifolio 12	Depot-Contest
Markt & Werte 14 Börsengang Erlebnis Akademie AG 16 Russland Vom Saulus zum Paulus 18 Technische Analyse MDAX & TecDAX
Kräftiges Stühlerücken Die Deutsche Börse wird zum 21. Dezember in den Indizes unter dem DAX einige Änderungen vornehmen. Zahlreiche IPOs des Jahres schaffen den Aufstieg in die Indizes.
Nachdem die Aktien der MAN SE und Kabel Deutschland Holding AG den Prime Standard verlassen haben, erfüllen sie nicht mehr die notwendigen Kriterien für einen Verbleib in den Auswahlindizes der Deutschen Börse. Sie werden daher den MDAX verlassen. Nachfolger sind der Börsenneuling Covestro AG und die Ströer SE. Da Ströer im SDAX notiert ist, wird dort entsprechend ein Platz frei, in den ebenfalls ein Börsenneuling, die Scout24 AG, nachrückt. Aber im SDAX gibt es noch weitere Wechsel, denn die Aktien der Schaeffler AG, der WCM Beteiligungs- und Grundbesitz AG und der Hypoport AG schaffen zum 21. Dezember ebenfalls den Sprung in den SDAX. Dafür verlassen TOM TAILOR, GESCO und SHW den Index.
SdK EXTRA 21 HV-Bericht Borussia Dortmund 22 Realdepot 27 HV-Termine 34 Vergleiche Etienne Aigner AG Hansen Sicherheitstechnik AG
Und auch im TecDAX gibt es eine Änderung. Die Aktien der Manz AG fallen aus dem Index, dafür werden die Aktien der Siltronic­AG in den TecDAX aufgenommen.
Rubriken 3 Editorial
Trotz der Rekordumsätze im dritten Quartal 2015 liegen die akkumulierten operativen Ergebnisse der DAX-30Unternehmen­in diesem Zeitraum deutlich unter dem Vorjahr.
4 Kurzmeldungen 30 Impressum
Der n New ächste s ersc letter 14.0 heint a 1.20 m 1 6
4 AnlegerPlusNews 12 2015
Die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Ernst & Young (EY) hat die Berichte zum 3. Quartal des laufenden Geschäftsjahres aller 30 DAXUnternehmen ausgewertet. Die gute Nachricht zuerst: Beim Umsatz ermittelte­EY einen neuen Rekordwert mit 326 Mrd. Euro. 27 Unternehmen schafften im 3. Quartal eine Umsatzsteigerung­. Doch dieses Umsatzplus sei, so EY, zum Großteil auf Währungseffekte zurückzufüh-
Das 3. Quartal 2015 brachte für 11 DAX Unternehmen einen Gewinnrückgang.
ren. Rechnet man nämlich die im Ausland erzielten Umsätze in Euro um, so ergibt­sich wegen des schwächeren Außenwerts des Euro ein positiver Umsatzeffekt, den EY für das 3. Quartal 2015 auf ca. 10 Mrd. Euro beziffert. In den ersten neun Monaten 2015 machten die Währungseffekte sogar 44 Mrd. Euro aus. Nun zu der schlechten Nachricht: Die Studie fand zudem heraus, dass die kumulierten Ergebnisse aller DAX-30-Gesellschaften im 3. Quartal 2015 gegenüber dem vergleichbaren Vorjahresquartal um 69 % auf 8,5 Mrd. Euro eingebrochen sind. 11 „DAXe“ mussten in diesem Zeitraum einen Gewinnrückgang verzeichnen, die größten davon E.ON, die Deutsche Bank und VW.
Neue ETFs In den vergangenen Wochen kamen in Deutschland einige neue ETFs auf den Markt. Zwei davon stellen wir kurz vor. Der ETF-Anbieter Amundi hat den ETF Amundi MSCI Europe Buyback UCITS ETF (ISIN FR0012805687) neu aufgelegt. Über diesen ETF können Anleger die Strategie umsetzen, auf Unternehmen mit Aktienrückkaufprogrammen zu setzen. Aus dem Universum des MSCI Europe Index investiert der ETF in die Unternehmen mit den höchsten­Buyback Ratios der vergangenen 12 Monate­. Der ausschüttende Amundi ETF verfügt über eine jährliche Gesamtkostenquote von 0,3 %. Auch der Emittent ComStage hat jüngst einen­neuen ETF herausgebracht.
Bild: © igor-fotolia.com
Investment & Strategie
Der ComStage 1 DivDAX UCITS ETF (ISIN DE000ETF9033) bildet die 15 dividendenstärksten Unternehmen (gemessen an der Dividendenrendite) des deutschen Leitindex DAX ab. Dieser ist nach StreubesitzMarktkapitalisierung gewichtet, die Gewichtungsobergrenze jeder Aktie beträgt 10 %. Die jährliche Gesamtkostenquote des ausschüttenden ETFs liegt bei 0,25 %.
Konsolidierung in der Fondsbranche Laut Datendienst Lipper geht die Zahl zugelassener Fonds in Europa weiter zurück. Obwohl das Fondsgeschäft boomt und die Branche neue Rekordzahlen vorzuweisen hat, sinkt die Zahl der in Europa zum Verkauf zugelassenen Fonds beständig. Lipper hat ermittelt, dass im 3. Quartal 2015 453 Fonds neu aufgelegt wurden, dafür aber 646 Fondsprodukte mit
anderen zusammengelegt­oder aufgelöst wurden. Damit setzt sich der Trend rückläufiger Fondszahlen, der seit 2014 im Durchschnitt bei 200 Fonds pro Quartal liegt, weiter fort. Als Grund für diesen Trend nennt der Datendienst­ die Zusammenschlüsse von Fondsgesellschaften in Verbindung mit dem hohen Kostendruck, unter dem die Branche steht.
Auf dem Höchststand Die deutsche Fondsbranche jubelt trotz der stürmischen Aktienmärkte. Wie der Bundesverband Investment (BVI) mitteilte, summiert sich das Neugeschäft der Fondsbranche nach neun Monaten auf 141 Mrd. Euro. Damit wurde ein neuer Höchststand markiert. Die alte Rekordmarke­ stammt aus dem Jahr 2000. Damals wurden­ über das komplette Jahr 123 Mrd. Euro an
Neugeschäft erzielt. Das Neugeschäft im laufenden Jahr verdoppelte sich gegenüber den ersten neun Monaten des Vorjahres. Im September flossen den Fondsgesellschaften 8,8 Mrd. Euro netto an neuen Geldern zu, gegenüber 5,3 Mrd. Euro im September 2014. Insgesamt verwalteten die Fondsgesellschaften Ende September Anlegergelder in Höhe von 2,5 Billionen Euro, 1,3 Billionen Euro davon sind Spezialfonds zuzurechnen. Bei den Publikumsfonds waren im September­Mischfonds besonders beliebt. Mit 1,7 Mrd. Euro flossen in diese Fondsgattung doppelt so viele Gelder wie noch im August­. Aus Aktienfonds wurden nach den Korrekturen an den Börsen im September netto 0,4 Mrd. Euro abgezogen. Rentenfonds konnten ein Plus von 0,7 Mrd. Euro verbuchen, wobei vor allem Rentenfonds mit kurzlaufenden Anleihen, bis zu drei Jahren, gefragt waren. Mit insgesamt 842 Mrd. Euro verwalten Aktienfonds immer noch das größte Vermögen in der Gruppe der Publikumsfonds­.
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Nebenwerte – Unternehmensmeldungen 01 MediClin AG Interessante Krankenhausaktie Einen mehr als souveränen Job liefert der Finanzgeschäftsführer der AsklepiosKliniken, Stephan Leonhardt, ab. Der Krankenhauskonzern erwirtschaftete 2014 mehr als 3 Mrd. Euro bei einer EBITDA-Marge von 10,9 %. Einziger Schönheitsfehler ist die Tatsache, dass das Unternehmen nicht börsennotiert ist. Dies gilt jedoch nicht für eine Konzerntochter, nämlich die MediClin AG (ISIN DE0006595101). Breit aufgestellter Krankenhauskonzern MediClin betreibt bundesweit 49 Einrichtungen. Hierzu zählen Krankenhäuser (Akut-Bereich), Rehakliniken, Pflegeheime und medizinische Versorgungszentren­. Insbesondere im Akut-Bereich hält der Konzern ein medizinisch spezialisiertes Angebot bereit, wie eine Neurochirurgie in Plau am See, zwei Herz-Zentren in Coswig und Lahr oder eine neurologische Frührehabilitation in Lingen. Das medizinische­ Leistungsangebot der Gesellschaft ist quaMediClin (ISIN DE0006595101) 5,00 € 4,50 € 4,00 € 3,50 € 3,00 € 2,50 €
Quelle: yahoo.de | Kurs am 17.12.2015: 4,02 Euro
6 AnlegerPlusNews 12 2015
lifiziert und breit gefächert. Schwerpunkte bilden die Neuromedizin, Psychowissenschaften und die Orthopädie. Darüber hinaus gibt es an einzelnen Standorten besondere Kompetenzen in den Bereichen HNO, Onkologie und Innere Medizin. Profitabel auf Wachstumskurs Nachdem 2013 noch rote Zahlen das Bild geprägt hatten, konnte die Gesellschaft im Geschäftsjahr 2014 einen Konzernumsatz in Höhe von 538 Mio. Euro sowie ein Nachsteuerergebnis von 8,5 Mio. Euro vorweisen. Für das laufende Geschäftsjahr zeichnet sich eine noch bessere Entwicklung ab. So lag der Konzernumsatz nach neun Monaten mit 414 Mio. Euro 2,9 % über dem Vorjahreswert, unter dem Strich steht ein Konzerngewinn von 12,5 Mio. Euro. Im Gesamtjahr 2015 soll der Umsatz auf über 550 Mio. Euro wachsen, das EBIT soll zwischen 19 und 21 Mio. Euro liegen. Daraus ergibt sich unseren Schätzungen zufolge ein Nachsteuerergebnis von rund 15 Mio. Euro. Ansprechende Bilanz Neben der positiven operativen Entwicklung können auch die Bilanzkennzahlen überzeugen. So verfügt das Unternehmen zum 30.09. über ein Eigenkapital von 164 Mio. Euro, die Bilanzsumme liegt bei 335 Mio. Euro. Daraus errechnet sich eine ansprechende Eigenkapitalquote von 49 %. Den Bankverbindlichkeiten von 46 Mio. Euro stehen liquide Mittel in Höhe von 30 Mio. Euro gegenüber. Hinzu kommt, dass die Gesellschaft über eigene Grundstücke und Gebäude im Buchwert von 101 Mio. Euro verfügt, bei denen wir zusätzliche stille Reserven vermuten.
Aktien bei der Asklepios Kliniken GmbH, weitere 35 % hält die ERGO Versicherungsgruppe. Da der AsklepiosGeschäftsführer die MediClin-Beteiligung als strategisches Investment für den Asklepios-Konzern ansieht, halten wir es für denkbar, dass der Großaktionär seinen Anteil in Zukunft weiter ausbaut. Ebenso ist aus unserer Sicht vorstellbar, dass Asklepios­früher oder später auf eine Ausschüttung der Gewinne drängt. Bei dem von uns geschätzten 2015er-Jahresergebnis wären das immerhin gut 0,30 Euro je Aktie. Aktie interessant Alles in allem bietet die MediClin-Aktie eine gute Einstiegschance für konservativ orientierte Anleger. Auf dem derzeitigen Kursniveau von 4,02 Euro wird das Unternehmen mit rund 190 Mio. Euro bewertet. Vor dem Hintergrund der soliden Bilanz- und Aktionärsstruktur sowie den guten Zukunftsaussichten ist diese Bewertung aus unserer Sicht viel zu niedrig. Wer dieser Einschätzung folgt, greift bei Kursen bis 4,20 Euro zu. Das mittelfristige Kursziel siedeln wir bei mindestens 5,50 Euro an, ein Stop-Loss-Limit sollte (-mf) bei 3,25 Euro platziert werden.
02 MERKUR BANK KGaA Wettbewerb wird härter
Wie ein Fels in der Brandung liegt der Kurs der von uns mehrfach besprochenen Münchener MERKUR BANK KGaA (ISIN DE0008148206) bei rund Solide Aktionärsstruktur Ein weiteres Positivmerkmal bei MediClin­ 6 Euro. Die Zahlen zum dritten Quarist die Aktionärsstruktur. So liegen 52,73 % tal zeigen aber eine nachhaltig positive der insgesamt 47,5 Mio. ausstehenden­ Geschäftsentwicklung­, von der Aktionäre
auch im kommenden Jahr mit einer ansprechenden Dividende belohnt werden sollten. Kreditvolumen steigt Die MERKUR BANK ist gut im Geschäft. Das zeigt sich unter anderem an dem am Neunmonatsende gegenüber dem Jahresbeginn um 13 % gestiegenen Kreditvolumen, das sich mit 784 Mio. Euro bereits der 800-Mio.-Euro-Marke annähert. Das gestiegene Geschäftsvolumen macht sich auch im Ergebnis bemerkbar. Der Gewinn nach den ersten neun Monaten des laufenden Geschäftsjahres lag mit 2,65 Mio. Euro um 9,6 % höher als ein Jahr zuvor. Weitere Erfolge kann die Privatbank bei der Gewinnung neuer Wertpapierkunden im Privatkundenbereich erzielen. Das Depotvolumen lag Ende September mit knapp 200 Mio. Euro 20 Mio. Euro höher als zu Jahresbeginn.
MERKUR BANK (ISIN DE0008148206) 9,00 € 8,00 € 7,00 € 6,00 € 5,00 € 4,00 €
Quelle: yahoo.de | Kurs am 17.12.2015: 5,90 Euro
Gesamtjahr soll erfolgreich enden Nach den ersten neun Monaten des laufenden Geschäftsjahres zeigt sich der persönlich haftende Gesellschafter, Dr. Marcus Lingel, zuversichtlich, das Gesamtjahr erfolgreich abschließen zu können (siehe Interview). Auch für die Zukunft sieht er die Bank gut aufgestellt,
die schwieriger werdende Marktsituation für Banken im Niedrigzinsumfeld gut meistern zu können­. Langfristiges Investment Die Aktie der MERKUR BANK ist ein Investment für langfristig engagierte Anleger. Bei dem derzeitigen Kursniveau von rund 6 Euro bietet das Papier eine Dividendenrendite – gemessen an der 2014er-Ausschüttung von 0,20 Euro je Aktie – von attraktiven 3,3 %. Für das kommende Jahr rechnen wir mit einer moderaten Dividendenerhöhung von 10 % auf dann 0,22 Euro je Aktie MERKUR BANK. Für langfristig orientierte Dividendenjäger ist ein Investment in die Aktie der MERKUR BANK auf dem derzeitigen Kursniveau von 6 Euro daher interessant. Unser langfristiges Kursziel nehmen wir auf 9 Euro zurück, das Stop-Loss-Limit (-mf) bleibt bei 5,50 Euro bestehen.
Sehen Sie hier unser jüngstes Beispiel überwältigender
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AnlegerPlusNews 12 2015 7
Interview mit Dr. Marcus Lingel, MERKUR BANK KGaA „Wir sind auf einem operativ gesunden Wachstumstrend.“ Dr. Marcus Lingel Geschäftsführer der Merkur-Bank Geschäftsführungs GmbH und persönlich haftender Gesellschafter der MERKUR BANK KGaA.
AnlegerPlus: Herr Dr. Lingel, Ihre Bank hat sehr erfreuliche Neunmonatszahlen gemeldet. Wie sehen Sie das Gesamtjahr 2015? Dr. Marcus Lingel: Das Neunmonatsergebnis freut uns natürlich und zeigt, dass wir auf einem operativ gesunden Wachstumstrend sind. Wir merken aber auch, dass sich die unverändert schwierige Zinssituation auf die Zinserträge auswirkt, und erwarten, dass sich daran auf absehbare Zeit nichts ändern wird. Trotz der zunehmenden Konkurrenzsituation im Markt wollen wir den Jahresüberschuss bis zum Ende des Jahres weiter steigern. Das Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit sehen wir 2015 bei über 7 Mio. Euro. Und welche Erwartungen haben Sie an das ko­­mmende Geschäftsjahr? Wir sehen, dass zum einen der Konkurrenzdruck steigt und zum anderen die Zinsmargen sinken. Diese Marktentwicklung wird dazu führen, dass es einen Konsolidierungsprozess im Bankensektor geben wird. Für dieses Szenario sind wir aber sehr gut aufgestellt. Wir werden im kommenden Jahr das Kreditvolumen im Bauträgergeschäft reduzieren, indem wir mehr Engagements ausplatzieren. Dies verschafft uns mehr Spielraum in den Kapitalkennziffern. Das Depotvolumen, das wir nach dem 30.9. auf mittlerweile über 200 Mio. Euro steigern konnten, soll hingegen weiter wachsen.
8 AnlegerPlusNews 12 2015
Sie sprechen von einem Konsolidierungsprozess. Wie kommen Sie zu der Einschätzung? Im Gegensatz zu unserer Bank fahren einige unserer Mitbewerber eine Strategie mit Fristentransformation im Kreditbereich, d. h., langfristig vergebene Kredite werden nur kurzfristig refinanziert. Bei einer Änderung der Marktzinsen werden diese Institute Probleme bekommen. Gleiches gilt für Banken, die verstärkt Eigenhandel im Wertpapierbereich betreiben. Wir sehen uns als konservative Bank, die keinerlei Wertpapiergeschäfte im Namen der Bank tätigt. Sie haben angekündigt, die Dividendenquote mittelfristig anzuheben. Welche Ausschüttung schwebt Ihnen für das Geschäftsjahr 2015 vor? Die Entscheidung über die Dividendenhöhe treffen wir gemeinsam mit dem Aufsichtsrat nach der Vorlage der Bilanz. Ich kann also noch keine konkrete Aussage zur Dividende machen, rechne aber schon mit einem kleinen Schritt nach oben.
Bild: © MERKUR BANK KGaA
Wachstum gepaart mit Dividende MYDIVIDENDS Unternehmen, die in einem Wachstumsmarkt tätig sind und eine konstante Dividendenpolitik verfolgen, gehören zu unserem Favoritenkreis für das AnlegerPlus MyDividendswikifolio. Zu diesen Firmen zählen wir auch den Textilriesen H&M sowie Lindt & Sprüngli.
ie Textilkette H&M (ISIN SE0000106270) steigerte die Verkaufserlöse im Oktober 2015 auf Basis lokaler Währungen um 12 % im Vergleich zum Vorjahr. Damit setzten die Schweden ihren Wachstumskurs fort. H&M erhöhte somit seinen Umsatz bereits zum zehnten Mal im laufenden Geschäftsjahr (Ausnahme August) zweistellig. Die Zahl der Filialen kletterte in den letzten zwölf Monaten um 370 Läden. Weltweit verkauft H&M seine Textilien in zwischenzeitlich 3.807 Filialen. Das Management will die Zahl der Filialen jährlich um 10–15 % erhöhen. Der zweitgrößte Textilkonzern Europas nach der Zara-Mutter Inditex sieht noch viel Wachstum in den Schwellenländern. Vor allem in Asien, Südamerika oder auch Afrika besteht Bedarf nach preisgünstiger Kleidung. Auf der Suche nach neuen Trends Das Thema Onlineverkäufe hat H&M ebenfalls auf seiner Agenda. Bei allem Geschäftssinn verliert H&M aber nie den aktuellen Modetrend aus dem Auge. Seit 2004 gibt es Kooperationen mit internationalen Modeschöpfern wie Karl Lagerfeld­ oder Jimmy Choo. Vor Kurzem wurde Kleidung des französischen Modeschöpfers Pierre Balmain in den Läden und auch online verkauft. Die Käufer standen Schlange vor den H&MFilialen, um Kleidungsstücke aus dieser Kollektion zu ergattern. Auch online kam es zu einem starken Andrang. Die Wachstumsstory geht weiter Der H&M-Gewinn kletterte im letzten Jahr um 17 % auf 19,98 Mrd. Schwedische Kronen (ca. 2,1 Mrd. Euro). Der Umsatz stieg um 17,7 % auf 151,42 Mrd. Schwedische Kronen (15,94 Mrd. Euro). Seinen nächsten Jahresbericht veröffentlicht H&M am 28.1.2016. Zuletzt zahlte H&M eine Dividende­von 9,75 Schwedische Kronen (ca. 1,03 Euro). Die Dividendenrendite liegt beim derzeitigen Aktienkurs von 32,92 Euro bei 3,13 %. Die Hauptversammlung findet am 3.5.2016 statt. Zu den weiteren Marken von H&M gehören auch Monki­, Weekday, Cheap Monday sowie & Other Stories. Die Wachstumsstory ist unseres Erachtens noch lange nicht beendet. Wir haben die Aktie daher Ende November in das AnlegerPlus MyDividends-wikifolio aufgenommen.
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Neu auf unserer Beobachtungsliste Mit der nahenden Weihnachtszeit wird auch wieder mehr Schokolade konsumiert. Zu den internationalen TopUnternehmen zählt die Schweizer Firma Lindt & Sprüngli (ISIN CH0010570759), deren Aktie wir für unser wikifolio auf die Beobachtungsliste setzen. Gleich vorneweg: Die Aktie ist optisch sehr teuer und gehört zu den teuersten Werten an der Börse. So notiert eine (!) Namensaktie aktuell bei rund 66.000 Euro. Aber der Wert war auch noch nie „billig“ zu haben. Die Namensaktie berechtigt zur Teilnahme an der jährlichen Hauptversammlung, auf der auch über die Dividende abgestimmt wird. Hier kommen die Naschkatzen zum Zuge. Auf der Hauptversammlung bedankt sich der Edelschokoladehersteller nämlich bei den Aktionären mit einem Koffer voll Schokolade. Stetige Dividendensteigerung Neben den Namensaktien kann man an der Börse auch Inhaber-Partizipationsscheine erwerben. Diese notieren aktuell bei rund 5.727 Euro. Diese würden wir auch für unser wikifolio vorziehen. Zuletzt zahlte Lindt & Sprüngli eine Dividende in Höhe von 72,50 Schweizer Franken (ca. 67 Euro) an die Inhaber der Partizipationsscheine. Gegenüber dem Vorjahr (65 Schweizer Franken) war dies eine Anhebung um 11,50 %. Die Ausschüttungsquote liegt bei rund 50 % und ist damit sicher nicht zu hoch. Beim aktuellen Kursniveau von 5.727 Euro liegt die Dividendenrendite bei 1,17 %. In den letzten neun Jahren stieg die Dividende von 27,50 auf nun 72,50 Franken, ein Zuwachs um 164 %. Wir rechnen auch im kommenden Jahr mit einer Anhebung der Ausschüttung. Steigender Bedarf nach Schokolade Lindt & Sprüngli ist vor allem bei der hochpreisigen Schokolade weltweit die Nummer 1 mit einem Marktanteil von über 30 %. Analysten trauen diesem Segment ein hohes jährliches Wachstum von 8 % zu. Das Potenzial bleibt hoch. Die Nachfrage nach Schokolade, vor allem auch in den Schwellenländern, sollte langfristig weiter zulegen.
Durch das Bevölkerungswachstum steigt auch die Zahl der Käufer von Schokolade. Ein Chinese isst im Durchschnitt weniger als eine Tafel Schokolade pro Jahr. Die Schweizer verzehren pro Jahr 12 Kilogramm. Lindt & Sprüngli ist nicht zu stoppen Der Umsatz erreichte im letzten Jahr 3,39 Mrd. Schweizer Franken (ca. 3,13 Mrd. Euro), ein Wachstum in Höhe von 17,4 % im Vergleich zum Vorjahr. Der Nettogewinn kletterte um 13,1 % auf 342,6 Mio. Schweizer Franken (ca. 316 Mio. Euro). Das Unternehmen aus Zürich legte auch im ersten Halbjahr 2015 mit seinen Lindor-Kugeln und Schokoladehasen beeindruckende Zahlen vor. Ohne den erstmals konsolidierten Schokoladenhersteller Russell­Stover, der vor allem für seine Pralinen aus dem Film „Forrest Gump“ bekannt ist, schaffte Lindt & Sprüngli in
den ersten sechs Monaten ein organisches Umsatzzuwachs von 9,4 % (Vorjahr: 9,2 %) auf 1,4 Mrd. Schweizer Franken­ (ca. 1,29 Mrd. Euro) bei einem Betriebsergebnis (EBIT) von 90,6 Mio. Schweizer Franken (ca. 83,7 Mio. Euro). Für 2015 rechnete der Konzern zuletzt mit einem organischen Umsatzwachstum­ von 6 % bis 8 %. Der Langfristchart zeigt einen stetigen Aufwärtstrend bei der Aktie. Wir beobachten den Wert und werden die Aktie bei entsprechenden Kursen in das AnlegerPlus MyDividendswikifolio aufnehmen.
Werner W. Rehmet Depotmanager des MyDividends-wikifolios
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LS9GPR
80.509 € Investiertes Kapital
Zertifikatgebühr p. a. Performancegebühr	High Watermark
0,95 % 10,00 % 103,51
High Watermark	103,51 Erstellungsdatum	15.06.15 Indexstand	98,22 Performance seit Emission 2,84 % Performance 1 Jahr	Performance 6 Monate	Performance 3 Monate	1,53 %
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40.378,85 €
69,63 €	87,05 €	9,56 €	38,82 €	50,15 €	25,12 €	113,58 €	62,36 €	42,55 €	36,83 €	32,23 €	50,31 €	42,67 €	116,41 €	154,13 €	71,43 €	85,10 €	15,02 €	244,87 €	20,28 €	54,68 €	10,58 €
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98.294,50 €
-13,56 %	-0,77 %	-48,23 %	9,60 %	-12,75 %	-3,08 %	-6,80 %	12,86 %	8,62 %	-14,95 %	-6,24 %	24,28 %	35,05 %	-8,79 %	-4,69 %	14,53 %	8,16 %	3,64 %	-0,29 %	-21,02 %	1,75 %	-19,03 %
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Startschuss: Das Börsenspiel SdK Trader 2016 hat begonnen Am 1. Dezember ging das „Börsenspiel SdK Trader 2016“ live. Registrierte Anleger (trader2016.sdk.org) mit einem eigenen wikifolio kämpfen seither um die Poleposition. Wer den Start verschlafen hat, ist nicht gleichzeitig aus dem Rennen. Noch bis zum 30. Januar sind Anmeldungen möglich. örsenaltmeister André Kostolany hatte für Anleger einen ganz speziellen Rat: „Für den Erfolg an der Börse braucht es die vier Gs: Geld, Gedanken, Geduld und Glück.“ Glück können Sie beim neuen „Börsenspiel SdK Trader 2016“ selbstverständlich auch gebrauchen. Aber Glück alleine wird wohl nicht reichen, um am Ende des Spiels am 30. September 2016 als Gewinner vom Platz zu gehen. Eine durchdachte Strategie sowie Ausdauer und Besonnenheit sind wichtige Voraussetzungen für eine nachhaltig positive­ Performance. Bei unserem Börsenspiel agieren Anleger quasi als Fondsmanager, denn nur wer ein eigenes, diversifiziertes wikifolio besitzt, darf mitmachen. Mehr als 40.000 Wertpapiere stehen auf der „Social Trading“Plattform wikifolio jedem Teilnehmer zur Verfügung, um seine persönliche Handelsstrategie der Öffentlichkeit darzulegen. Der erfolgreichste Tradingstil wird am Ende gebührend prämiert. Neben Sachgewinnen in einem Gesamtwert von mehr als 3.000 Euro winkt als Hauptpreis das aktuelle iPhone 6 von Apple. Außerdem investiert die SdK Schutzgemeinschaft
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der Kapitalanleger e.V. als Ausrichter des Börsenspiels 10.000 Euro in das Siegerwikifolio­.
Letztendlich darf der maximale Verlust von 25 % während des Gewinnspielzeitraums nicht überschritten werden.
Klare Teilnahmebedingungen Um beim kostenfreien Börsenspiel in die Siegerwertung aufgenommen werden zu können, müssen Anleger einiges beachten:
Interessante Teilnehmer Das Finanzmagazin AnlegerPlus begleitet das Börsenspiel als Medienpartner. An dieser Stelle erfahren Sie regelmäßig, wie es um die teilnehmenden wikifolios steht. Bereits heute möchten wir Ihnen einen kurzen Überblick über die bis dato angemeldeten­wikifolios geben.
Die Gewinnerliste wird über die Berechnung der durchschnittlichen relativen Netto-Tagesperformance nach Abzug der Performancegebühren der einzelnen wikifolios­ ermittelt. Im Siegerranking werden nur jene wikifolios­ erfasst, die über den Gewinnspielzeitraum hinweg mit mindestens der Hälfte des durchschnittlich verfügbaren Kapitals in Aktien, ETFs oder Fonds investiert waren­. Zudem heißt es, nicht alles auf eine Karte zu setzen. Es muss in mindestens zehn unterschiedliche­Wertpapiere investiert worden sein. Etwaige Mini-Positionen zählen dabei nicht mit, zum Zeitpunkt des Kaufes müssen mindestens 2 % des Depotvolumens in das entsprechende Wertpapier fließen.
Aktuell zählen wir 51 Anmeldungen, davon­steckt in rund der Hälfte bereits echtes Geld. Das „schwerste“ wikifolio mit einem investierten Kapital von mehr als zwei Millionen Euro ist das „Special Situation“ (ISIN DE000LS9AKJ5). Das Portfolio, dessen Schwerpunkt auf deutschen Nebenwerten liegt, die sich in Sondersituationen befinden, zeigt einen klaren Aufwärtstrend. Auf Sicht von einem Jahr steht ein Kursplus von 24 % für das wikifolio, der maximale Verlust beträgt bisher 18,2 %. Mit „nur“ rund 80.000 Euro Assets Under­ Management (AMU) ist das wikifolio „Logic“ (ISIN DE000LS9HAC6) zwar
deutlich leichter, allerdings aber um ein Vielfaches erfolgreicher, was die Kursentwicklung in den letzten zwölf Monaten angeht. Auf Sicht eines Jahres schoss das wikifolio um stolze 148 % empor. Der bisherige maximale Verlust von 22,4 % läge gerade noch im Bereich des Zulässigen, um die Teilnahmebedingungen des Börsenspiels SdK Trader 2016 zu erfüllen. Die verantwortliche Traderin sucht nach den trendstärksten Werten der Welt, long wie auch short. Trend zu Value und Dividende In Sachen Anlagestrategien kristallisiert sich nach den ersten Anmeldungen ein Trend zu Value und Dividenden heraus. Allein sieben wikifolios haben diese beiden Schlagwörter im Namen. Diese an sich erprobten Investmentstile sind allein aber noch kein Erfolgsgarant. Während das beste wikifolio „SmallCapDividendePlus“ (ISIN DE000LS9DRE5) aus dieser Auswahl einen sehenswerten Jahresgewinn von 35,5 % aufweist, bringt es das wikifolio­
„Rebalancing Value Antizyklisch“ (ISIN DE000LS9FEM1) nur auf einen Gewinn von ca. 3 % – und das bei einem maximalen Verlust von bisher 29,8 %. Doch abgerechnet wird erst zum Schluss des Börsenspiels am 30. September 2016. Bis dahin werden alle Depots sicherlich­noch die ein oder andere heikle­Börsenphase­zu bestehen haben. Mit Spannung werden wir verfolgen und berichten­, wie sich die teilnehmenden wikifolios im Wettstreit mit der Konkurrenz behaupten können und welche Anlagestrategie robust genug ist, um am Ende das Siegertreppchen­nach ganz oben zu erklimmen. Wir wünschen allen Teilnehmern viel Glück beim Börsenspiel und freuen uns auf weiterhin zahlreiche Anmeldungen. Viel Erfolg!
Börsenspiel „SdK Trader 2016“ Das Wichtigste auf einen Blick 1. Dezember 2015: Das Börsenspiel SdK Trader 2016 ist gestartet. Anmeldungen noch möglich! 30. Januar 2016: Anmeldeschluss! Danach sind keine Registrierungen mehr möglich 30. September 2016: Letzter Spieltag Gewinne: Sachpreise im Wert von mehr als 3.000 Euro stehen für H Sie AUPTbereit. PREIS
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„Von draußen, vom Walde komm ich her“ BÖRSENGANG Geschenke hatte das IPO des Event-Unternehmens Erlebnis Akademie AG (ISIN DE0001644565) aus dem Bayerischen Wald nicht parat. Im Gegenteil, das Unternehmen musste bei seinem Börsengang erhebliche Abstriche machen. Die Expansionspläne des Betreibers von sogenannten „Baumwipfelpfaden“ haben dadurch einen deutlichen Dämpfer erhalten.
Trotz dürftiger Nachfrage von Investoren war das Management jedoch nicht bereit, den Ausgabepreis der neuen Aktien von 7,50 Euro zu senken. Dem Unternehmen fließen durch das IPO nun statt der geplanten 5,20 Mio. Euro nur 1,45 Mio. Euro zu, die in die Projektfinanzierung gesteckt werden sollen. Zu dem genannten Ausgabepreis würde das komplette Unternehmen an der Börse mit 11,8 Mio. Euro bewertet. Die bisherigen 1.375.416 Aktien halten die Unternehmensgründer, das Management sowie kleinere Eigentümer (38,4 %). Nach dem IPO befinden sich ca. 40 % der insgesamt 1,6 Mio. Aktien im Streubesitz. Die 27 Hauptaktionäre mit einem Anteil von 58 % am Unternehmen haben sich verpflichtet, bis sechs Monate nach der Erstnotierung­keine Aktien zu verkaufen. Pionier in Europa Die eak entwickelt, baut und betreibt barrierefreie Baumwipfelpfade für besondere Naturerlebnisse und ist mit diesem Geschäft europaweit ein führender Anbieter im naturnahen Freizeit- und Erlebnisbereich (siehe Interview). Auf überwiegend aus Holz gefertigten Pfaden können Besucher die Natur bis zu einer Höhe von 50 Metern über den Wäldern erleben. Zum Angebot gehören außerdem multimediales Infotainment
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und bewegungsorientierte Elemente. Bisher hat das Unternehmen vier Baumwipfelpfade inklusive ergänzender Einrichtungen im Schwarzwald, Bayerischen Wald, auf Rügen und im tschechischen Lipno nad Vltavou errichtet. Solide Eigenkapitalquote Fast eine Million Besucher lockten 2014 die Baumwipfelpfade der eak an. Dadurch kletterte der Umsatz 2014 gegenüber dem Vorjahr um 34 % auf 5,8 Mio. Euro. Das EBIT wuchs um 28 % auf gut 0,4 Mio. Euro. Der operative Cashflow verbesserte sich von 0,4 Mio. auf 2 Mio. Euro. Die Eigenkapitalquote der Gesellschaft lag Ende 2014 bei 41 %. Im laufenden Geschäftsjahr rechnet das Management mit Erlösen von 6,5 Mio. Euro sowie einem Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit von 25.000 Euro. Ein Projekt wird verschoben Mittelfristig will die Gesellschaft ihren Bestand an NaturerlebnisEinrichtungen in Europa auf 10 bis 12 Projekte erhöhen und zusätzlich noch einen großen Naturerlebnispark errichten. „Wir sind ein Wachstumsunternehmen und wollen mit den Finanzmitteln aus dem Börsengang nochmals an Dynamik zulegen“, sagt Finanzvorstand Christoph Blaß. Konkret sollten eigentlich drei neue Baumwipfelpfade im Saarland (Saarschleife), in Johannisbad (Tschechien) und bei Valkenburg in den Niederlanden finanziert werden. Wegen der deutlich geringen IPO-Erlöse­muss das Projekt in den Niederlanden zunächst in die Warteschleife. „Bis 2018 planen wir ein Umsatzwachstum von etwa 16 % pro Jahr – ohne die gute Ertragsentwicklung aus dem Blick zu verlieren.“ Das hatte bereits in den vergangenen Jahren rund
Bild: © Locher Fotodesign
ie Zeichnungsfrist für die Aktien der Erlebnis Akademie AG (eak) endete am 23. November. Angeboten wurden im Rahmen des IPOs insgesamt 687.708 neue Inhaberaktien. Sie stammen vollständig aus einer Kapitalerhöhung. Gezeichnet wurden allerdings lediglich 192.915 Wertpapiere, 31 % durch ein Bezugsangebot für Altaktionäre. Seit dem 9.12.2015 werden die Wertpapiere im m:access der Börse München gehandelt.
90 Investoren überzeugt. „Wir wollen jetzt einem noch größeren Anlegerkreis die Möglichkeit bieten, ökonomisch und ökologisch sinnvoll zu investieren und damit auch einen Beitrag zum nachhaltigen Umgang mit der Natur zu leisten“, begründet Blaß seinen Börsenplan. Unternehmen bereits profitabel Mit seinen naturnahen Freizeitangeboten hat die Erlebnis Akademie­einen attraktiven Nischenmarkt entdeckt, der noch weitgehend konkurrenzlos ist. Das Unternehmen schreibt bereits schwarze Zahlen. Positiv ist zudem, dass mittelfristig eine Dividende in Aussicht gestellt­wird.
Allerdings ist das Wachstumspotenzial nicht allzu groß und finanzstarke Konzerne könnten das Geschäftsmodell vergleichsweise leicht kopieren. Auch angesichts fehlender Größe erscheint die Bewertung doch recht hoch. Ein Manko besteht zudem darin, dass sich die „kleinen“ Alteigentümer nicht zu einer Lock-up-Periode verpflichtet haben. Würde nach dem Börsenstart eine größere Zahl dieser Altaktionäre ihre Papiere verkaufen, könnte das Kursverluste auslösen. Interessierte Anleger sollten deshalb zunächst die Kursentwicklung nach der Notierungsaufnahme abwarten. Thomas Müncher
Interview Christoph­ Blaß Finanzvorstand der Erlebnis Akademie AG.“
AnlegerPlus News: Herr Blaß, warum haben Ihre Baumwipfelpfade so großen Zulauf? Christoph Blaß: Der Weg des Pfades bis zum Turm ist komplett „barrierefrei“ angelegt, so können auch Familien mit Kinderwagen oder Rollstuhlfahrer auf ihm gehen. Oben auf der Plattform kann man dann mit Blick über die Baumwipfel Natur pur genießen. Zudem bieten wir unseren Besuchern didaktisch und medial aufbereitete Hintergrundinfos rund um das Naturereignis. Und an einigen Standorten gibt es noch etwas Nervenkitzel: Über eine mehr als 50 Meter lange Tunnelrutsche gelangen Mutige schnell wieder nach unten. Was kostet Sie der Bau eines neuen Pfades? Die Investitionskosten liegen abhängig von Land und Region zwischen 2,5 Mio. und 5 Mio. Euro. Im Durchschnitt nehmen wir 7,30 Euro für jeden Besucher ein.
Bild: © Erlebnis Akademie AG
Und wie stark wollen Sie in den nächsten Jahren wachsen? Wir wollen unsere Marktposition bei Baumwipfelpfaden in Deutschland und Europa deutlich ausbauen, mit 10 bis 12 Standorten bis 2020. Im Ausland sind Projekte in Holland und Dänemark geplant, vielleicht wird es auch welche in Frankreich und Spanien geben. Außerdem wollen wir in Tschechien einen zweiten Pfad betreiben. Welche Risiken gibt es bei Ihrem Geschäftsmodell? Da wir erst seit 2009 im Markt sind, lässt sich die langfristige Entwicklung des Besucheraufkommens nicht exakt abschätzen. Es könnte vielleicht eher abflachen, als wir bisher geplant haben. Trotz intensiver Recherchen und verschiedener Bewertungsmodelle­wäre auch denkbar, dass ein ausgewählter Standort nicht die erwartete
Performance erzielt. Kurzfristige Risiken sind nie ganz auszuschließen, allerdings wollen wir mit unserem Börsengang vor allem langfristig orientierte Anleger ansprechen. Eine Redensart besagt, die Konkurrenz schläft nicht. Welche Konkurrenten haben Sie in Deutschland und Europa? Es gibt europaweit keinen anderen Anbieter, der mehr als einen Baumwipfelpfad betreibt. Mit unseren vier Pfaden in Betrieb und drei weiteren in drei Ländern mit sehr fortgeschrittenen Planungen genießen wir bisher eine Alleinstellung. Ihre vielen kleineren Altgesellschafter haben sich nicht zu einem Lock-up verpflichtet. Mit welchem Prozentanteil an Verkäufen rechnen Sie selber nach Notierung der Aktien? Einige unserer Altaktionäre begleiten uns bereits seit über zehn Jahren und sind nicht nur langfristig orientierte Anleger, sondern schätzen auch unser Konzept der Naturerlebnis-Einrichtungen in ökonomischer und ökologischer Hinsicht sehr. Wir erwarten deshalb, dass die Mehrheit ihre Anteile halten wird. Warum haben Sie sich dann aber nicht zu einer Haltefrist­verpflichtet? Das wissen wir nicht, da wir diese Aktionäre nur angeschrieben und nicht nachgehakt haben. Nach unserer Überzeugung muss es den Eigentümern selber überlassen bleiben, wie umfangreich und wie lange sie bei uns investiert bleiben. AnlegerPlus News: Für Investoren spielt immer die Frage nach der Ausschüttung eine Rolle. Haben Sie die Zahlung einer Dividende geplant? Ja. Ab dem Geschäftsjahr 2017 oder 2018 sollen unsere Investoren mit Gewinnausschüttungen am Unternehmenserfolg beteiligt werden. Das haben wir in der Vergangenheit schon zweimal gemacht­. Das Interview führte Thomas Müncher.
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Vom Saulus zum Paulus? RUSSLAND In der Ausgabe 2/2015 der Zeitschrift AnlegerPlus hatten wir drei Krisenherde vorgestellt: Griechenland, die Ukraine und Russland. Unser Fazit damals: „Bei den derzeitigen Krisenherden bietet sich lediglich Russland als Investment-Option an“. Bis Mai stieg die russische Börse auch fulminant. Doch dann bröckelten die Kurse. Wie geht es nun weiter?
Der Westen weiß, dass man Russland im neuen Kampf gegen den IS-Terror im Boot haben muss – und folglich sind Frankreich und die USA schon wieder auf Putin zugegangen. Damit könnten Putin und Russland die großen Gewinner der jüngsten geopolitischen Entwicklungen werden. Die Freude über die positive Entwicklung auf der politischen Ebene wehrte an der Börse allerdings nur kurz. Nach der Korrektur im Sommer mit anschließender Erholung im Herbst setzte ab dem 22. November am russischen Aktienmarkt eine heftige Korrektur ein. Angesichts des bis dahin auf Jahressicht immer noch erheblichen Anstieges der russischen Börse von 22 % sind Gewinnmitnahmen zum Jahresende aber auch nicht überraschend. Politische Lage entspannt sich Bei den Anlegern dürfte sich außerdem inzwischen die Erkenntnis durchgesetzt haben, dass sich zwar die geopolitische Situation von Russland 2015 deutlich verbessert hat – aber nicht die wirtschaftliche Lage. Denn die russische Wirtschaft hängt immer noch am Tropf des Öls und anderer Rohstoffe – und die Baisse bei Öl, Gas und fast allen anderen Rohstoffen setzte sich 2015 weiter fort (der Rogers Commodity Index verlor 2015 bisher 29 %). Da sowohl die weltwirtschaftlichen Indikatoren als auch die Entwicklung an den Rohstoffmärkten keine dynamische Trendumkehr für 2016 erwarten lassen, ist in Russland keine Rückkehr zu alten Wachstumsraten zu erwarten. Vielmehr dürfte sich die Rezession dort fortsetzen. Für 2015 rechnen die Ökonomen mit einem Rückgang des russischen BIP zwischen 3,5 bis 4,0 %. Und 2016 erwarten die Experten erneut eine negative Wachstumsrate des BIP von 2,0 %. Aufgrund der Abhängigkeit von den Rohstoffmärkten wird offensichtlich, wo der Hebel für die russische Wirtschaft und den russischen Aktienmarkt liegt: ein Anstieg der Öl- und Gaspreise. Sollte der Ölpreis 2016 endlich seinen Boden finden und nachhal-
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tig nach oben drehen, bietet kein Aktienmarkt so große Chancen wie Russland. Laut einer neuen Studie der HSBC Bank steigt keine Börse nach einem Tiefpunkt des Ölpreises in den darauf folgenden zwölf Monaten stärker an als die russische Börse (im historischen Durchschnitt um fast 50 %). Fazit Der geopolitische Risikofaktor für Russlands Börse, der noch im Februar 2015 ein bedeutendes Problem darstellte, hat sich in den letzten Wochen massiv reduziert. Trotz des negativen Ausblicks auf die Volkswirtschaft 2016 und der schwachen Öl- und Rohstoffpreise hat sich die russische Börse dennoch gut entwickelt. Trotzdem eignet sich Russland nur als spekulative Beimischung für risikobewusste Anleger. Vor einem Einstieg sollte die aktuelle Korrektur abgewartet werden. Daniel Wilhelmi Finanzjournalist für Emerging Markets
ETF-Idee: iShares MSCI Russia ADR/GDR ETF Der ETF spiegelt die Kursentwicklungen der 16 größten russischen Aktien wider, die als American Dep. Receipts (ADR)- oder Global Dep. Receipts (GDR)-Papiere an internationalen Börsen gelistet sind. Öl- und Rohstoffwerte machen über 60 % des Index aus. Es besteht ein Währungsrisiko Euro/US-Dollar. Risikobewusste Anleger sollten nicht mehr als 2 % ihres Depotvolumens investieren. ISIN: Auflage: Gebühr: Fondsvermögen: Performance lfd. Jahr: Performance 3 Jahre:
IE00B5V87390 25.8.2010 0,65 p. a. 151 Mio. US-$ +12,04 % -31,34 % Bild: © Rokfeler - fotolia.com
eine der bedeutenden Weltbörsen erlebte 2015 einen so drastischen Wandel wie Russland. Das hatte seine Gründe: Zuerst sah es auf der geopolitischen Ebene so aus, als ob der neue Ost-West-Konflikt durch die Ukraine-Krise weiter eskalieren würde. Doch nach den schrecklichen Terroranschlägen vom 13. November in Paris hat sich die Stimmung auf der weltpolitischen Bühne gedreht.
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*Zertifikate sind Schuldverschreibungen. Bei Schuldverschreibungen besteht das Risiko, dass der Emittent – im Falle von wikifolio ist das Lang & Schwarz – seinen Rückzahlungsverpflichtungen nicht mehr nachkommen kann ( =Emittentenrisiko). Wenn dieser Fall eintritt, droht der Totalverlust des investierten Kapitals. Die wikifolio-Schuldverschreibungen unterliegen keiner Einlagensicherung oder Institutsgarantie.
Korrektur stellt die Rally nicht infrage
TECDAX Mitte Oktober des vergangenen Jahres startete beim TecDAX eine weitere massive Rally, die den Index ausgehend von 1.090 Punkten in der Spitze um über 70,00 % nach Norden katapultierte und damit ein neues Rekordhoch nach dem nächsten markierte. iese extreme Aufwärtsbewegung seit Oktober 2014 stoppte zum ersten Mal Anfang Juli im Bereich von 1.840 Punkten. Der anschließende scharfe Einbruch wurde von der Käuferseite allerdings schon bei 1.500 Punkten aufgefangen und eine weitere Kaufwelle initiiert. Sie führte den TecDAX zwar kurzzeitig Ende November über das neue Allzeithoch bei 1.840 Punkten, hatte jedoch nicht die notwendige Durchschlagskraft, um die Hausse auch mittelfristig fortzuführen. Bei 1.890 Punkten ebbte die Kaufwelle Anfang Dezember ab und der Wert bildete ein kleines, bärisches Doppelhoch aus. Diese kurzfristige Trendwendeformation wurde mit dem Rücksetzer unter die schwache Unterstützung bei 1.817 Punkten und dem Bruch einer kurzfristigen Aufwärtstrendlinie aktiviert.
TecDAX (ISIN DE0007203275)
In der Folge fiel der Index unter die Haltemarke bei 1.786 Punkten zurück und bildete damit ein kleines Verkaufssignal aus. Aktuell nimmt der TecDAX Kurs auf die überdurchschnittlich steile mittelfristige Aufwärtstrendlinie, die den Startpunkt der jüngsten Rally im Oktober 2014 mit dem Korrekturtief aus dem August bei 1.500 Punkten verbindet und derzeit auf Höhe der Unterstützung bei 1.691 Punkten verläuft. Ausblick Ungeachtet der kurzfristigen Korrekturbewegung, die den Index seit ein paar Wochen im Griff hat, ist der übergeordnete Aufwärtstrend des TecDAX weiter uneingeschränkt intakt. Bei der aktuellen Gegenbewegung dürfte es sich daher aus charttechnischer Sicht nur um eine kurze Episode innerhalb einer dynamischen, langfristigen Rally handeln, deren Aufwärtspotenzial noch längst nicht ausgereizt ist. Kurzfristig könnte es jetzt zu einem bärischen Rücklauf an die frühere Unterstützung bei 1.786 Punkten kommen, ehe der Index von dort in Richtung der mittelfristigen Aufwärtstrendlinie und der Haltemarke bei 1.691 Punkten korrigieren dürfte. An dieser Stelle hätten die Bullen die Chance, einen Boden auszubilden und die Korrekturbewegung zu beenden. Als Startschuss für eine weitere Aufwärtsbewegung wäre in diesem Zusammenhang ein Ausbruch über den Widerstand bei 1.786 Punkten zu werten. An der früheren Rekordmarke bei 1.840 Punkten sollten sich die Bullen nur kurz aufhalten und direkt auf das Allzeithoch zusteuern. Erst die 1.890-Punkte-Marke dürfte diesen Anstieg kurzzeitig
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(ISIN: DE0007203275)
Quelle: Godmode-Charting, 15.12.2015 Quelle: Godmode-Charting | Kurs am 15.12.2015
stoppen und eine leichte Korrektur auslösen. Gelingt der Käuferseite anschließend auch der Ausbruch über diesen Widerstand, wäre ein weiteres mittelfristiges Kaufsignal gebildet. Ein erstes Ziel für die darauffolgende Kaufwelle liegt bei 1.975 Punkten. Das eigentliche Ziel eines solchen Ausbruchs ist jedoch bereits bei 2.040 Punkten anzusiedeln. Erst auf diesem Niveau sollte man sich auf eine übergeordnete Korrekturphase einstellen, die den Höhenflug des Index vorübergehend einbremsen dürfte. Kann dieses rechnerische Kursziel ebenfalls überschritten werden, sind bereits Zugewinne bis an den Bereich um 2.125 Punkte wahrscheinlich. Sollte der TecDAX dagegen in den kommenden Tagen doch stärker unter die Unterstützungszone von 1.679 bis 1.691 Punkten abverkauft werden, dürfte sich die Korrekturbewegung zeitlich und preislich ausdehnen. In diesem Fall käme es zunächst zu stärkeren Verlusten bis an die Haltemarke bei 1.590 Punkten, ehe sich der Wert wieder in Richtung der 1.691-Punkte-Marke aufmachen dürfte. Wird dieser Bereich anschließend zurückerobert, könnte sich auch der übergeordnete Aufwärtstrend unmittelbar fortsetzen. Ein Ausverkauf unter die 1.590-Punkte-Marke würde dagegen zu einem Verkaufsimpuls bis 1.500 Punkte führen. Thomas May GodmodeTrader.de
Tagesaktuelle Analysen zu den wichtigsten Basiswerten und Märkten sowie Trading-Services für verschiedenste Anlageinteressen finden Sie auf www.godmode-trader.de
MDAX Das Jahr 2015 begann im MDAX mit einem bullischen Paukenschlag, denn bereits im Januar sorgten die Käufer mit dem Ausbruch über das bis dahin gültige Allzeithoch bei 17.203 Punkten für ein starkes Kaufsignal.
er Überwindung des Allzeithochs bei 17.203 Punkten im Januar 2015 folgte eine dynamische Verschärfung der ohnehin steilen Aufwärtsbewegung des Index, die ihn in den folgenden Monaten bis 21.656 Punkte antrieb. Dieses neue Rekordhoch vom 13. April markierte zugleich den Beginn einer mittelfristigen Seitwärtsbewegung, die den Index seither unter Kontrolle hat. Zunächst setzte der Index bis Mitte Juni in einer ersten spürbaren Gegenbewegung an die 19.000-Punkte-Marke zurück, von der aus ein Ausbruchsversuch über die neue Rekordmarke startete. Dieser scheiterte allerdings Anfang August und eine weitere Abwärtsbewegung brach sich Bahn.
MDAX (ISIN DE0008467416)
Nachdem dieser Angriff der Bären im August kurz vor dem Erreichen der 18.000-Punkte-Marke gestoppt worden war, holten die Bullen zum Gegenschlag aus und sorgten mit dem Bruch einer kurzfristigen Abwärtstrendlinie für einen weiteren Kaufimpuls. Dieser führte den MDAX in der Spitze bereits kurz über das Rekordhoch, doch bei 21.679 Punkten endete der Anstieg. Seither dominiert eine weitere Korrekturbewegung, die den Wert zuletzt unter die Unterstützungen bei 20.784 und 20.351 Punkten einbrechen ließ. Erst der jüngste Konter führte den Index aus der unmittelbaren Gefahrenzone. Der Aufwärtstrend seit Ende August ist damit zwar noch nicht beendet, allerdings nähert sich der MDAX mit großen Schritten und trotz des letzten Anstiegs seiner mittelfristigen Aufwärtstrendlinie. Diese sollten die Bullen verteidigen, um sich auch weiterhin die Chance auf einen erneuten Ausbruchsversuch über das bisherige Allzeithoch zu erhalten. Ausblick Derzeit nähert sich der Index von der Unterseite an die Widerstandsmarke bei 20.784 Punkten. An dieser Stelle entscheidet sich anschließend der weitere kurzfristige Verlauf. Denn ein Ausbruch über diese Barriere hätte den unmittelbaren Angriff auf das Rekordhoch zur Folge. Erst dort dürfte eine solche Aufwärtsbewegung gestoppt werden und sich eine mehrwöchige Korrektur anschließen. Sollte den Bullen dagegen auch das Husarenstück gelingen, den MDAX direkt wieder auf neue Höchststände anzutreiben, läge das nächste mittelfristige Ziel der Rally bereits bei 24.000 Punkten.
(ISIN: DE0008467416)
Kurzfristig könnte nach einem Ausbruch über 21.656 Punkte der Bereich um 22.500 Punkte angelaufen werden, ehe sich der langfristige Aufwärtstrend nach einem bullischen Pullback an die aktuelle Rekordmarke in Richtung 24.000 Punkte ausdehnen dürfte. Sollte der MDAX dagegen weiter unter Druck geraten und unter die langfristige Aufwärtstrendlinie auf Höhe von 19.700 Punkten zurückfallen, käme es zu einem Test der Unterstützung bei 19.513 Punkten. Diese Marke könnte den Abverkauf der letzten Tage beenden und von der Käuferseite zur Wiederaufnahme des Anstiegs seit Mitte August genutzt werden. Bricht der Index allerdings auch unter diese Haltemarke ein, würde sich das charttechnische Bild auch im größeren Kontext verdüstern. Denn damit wäre die letzte tragfähige Unterstützung vor dem Septembertief durchbrochen und zunächst mit weiteren Verlusten bis 18.681 Punkten zu rechnen. Zudem wäre auch der Kaufimpuls seit August in diesem Fall neutralisiert und mittelfristig bereits ein Kursrückgang an die zentrale Haltemarke bei 18.072 Punkte möglich. Thomas May GodmodeTrader.de
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SdK EXTRA
Interessensbündelung für Genussrechtsinhaber der EEV AG Die SdK Schutzgemeinschaft der Kapitalanleger e.V. rät Inhabern von Genussrechten und partiarischer Darlehen der EEV AG ihre Forderungen zur Insolvenztabelle anzumelden und Schadensersatzansprüche zu prüfen. ie EEV Erneuerbare Energie Versorgung AG (EEV AG) hat am 26.11.2015 beim Amtsgericht Meppen einen Antrag auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens gestellt. Das Gericht hat dem stattgegeben und den Rechtsanwalt Stefan Denkhaus, Partner der Sozietät BRL Boege Rohde Luebbehuesen (BRL) zum vorläufigen Insolvenzverwalter bestellt. In den zurückliegenden Jahren hatte die die EEV AG bei Kleinanlegern ca. 17 Mio. Euro in Form von Genussrechten und ca. 9 Mio. Euro in Form von so genannten partiarischer Darlehen eingeworben. Damit sollten zwei Projekte (eines
Biomasseheizkraftwerk in Papenburg und das Offshore Windpark Projektes SKUA) finanziert werden. Laut Angaben des vorläufigen Insolvenzverwalters bestehen aktuell­ aus dem Kauf der beiden genannten Projekte noch Verbindlichkeiten in Höhe von ca. 18 Mio. Euro. Aufgrund der Rangfolge befürchtet die SdK im Zuge der Insolvenz sowohl für Genussrechtsinhaber wie auch den Darlehnsgebern hohe Verluste bei ihren Investments. Daher ist es aus Sicht der SdK wichtig, dass die Inhaber von Genussrechten und partiarischen Darlehensforderungen Ihre Interessen bündeln, um eine bestmögli-
che Behandlung im Insolvenzverfahren, vor allem gegenüber anderen Gläubigern, sicherzustellen. Die SdK bietet folgende Serviceleistungen an: • Kostenlose Vertretung auf der Gläubigerversammlung­ • Kostenloser Infodienst über einen (online­) Newsletter unter www.sdk.org/eev • Hilfestellung bei der Forderungsanmeldung zur Insolvenztabelle (nur für SdK Mitglieder) • Prüfung evtl. vorhandener Schadensersatzansprüche (nur für SdK Mitglieder) Anzeige
Als der Nobelpreisträger Friedrich August von Hayek 1976 das Ende des staatlichen Geldmonopols und einen freien Wettbewerb der Währungen forderte, wurde sein Konzept nicht besonders ernst genommen. Heute ist die Entstaatlichung des Geldes in vollem Gang. Digitale Währungen wie Bitcoin kommen ohne Banken und ohne staatliche Regulierung aus. Dieses Buch beschreibt das Konzept des dezentralen, nichtstaatlichen Geldes auf leicht verständliche und anschauliche Weise. Der Autor betrachtet das Zahlungssystem Bitcoin aus Sicht der Wiener Schule der Volkswirtscha. Deren Vordenker wie Hayek, Ludwig von Mises oder Murray Rothbard kritisieren die schädlichen Folgen des »Geldsozialismus« und plädieren für eine freie Marktwirtscha ohne Staatseingriffe. Mit Bitcoin wird ihre Forderung nach freiem Marktgeld Realität. Und die Bitcoin zugrunde liegende Blockchain-Technologie kann noch viel mehr!
Aaron König BITCOIN - Geld ohne Staat Die digitale Währung aus Sicht der Wiener Schule der Volkswirtschaft ISBN 978-3-89879-911-9 208 Seiten | 16,99 € Auch als E-Book erhältlich
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Der Autor Aaron Koenig hat mit seiner Firma Bitfilm zahlreiche Filme für BitcoinStart-ups produziert, organisiert ein Bitcoin-Filmfestival und berät Firmen beim Einsatz von Bitcoin-Technologie. Er ist Diplom-Kommunikationswirt und seit 1994 in der kreativen Internetbranche tätig.
In schwarz-gelber Feierstimmung HV-BERICHT Nachdem die Borussia Dortmund GmbH & Co. KGaA (ISIN DE0005493092) die vergangene Saison gerade noch so retten konnte, befindet sich der Club nun wieder in bester Feierstimmung. Sportlich läuft es rund und auch finanziell sieht Hans-Joachim Watzke noch deutliches Wachstumspotenzial­für den Traditionsverein.
ach der verpassten Qualifikation für die diesjährige Champions League entschied sich die BVBVereinsführung, keinerlei Leistungsträger abzugeben. Damit sollte die Wachstumsgeschichte der letzten Jahre fortgesetzt und nicht eingebremst werden, wie Geschäftsführer Watzke auf der Hauptversammlung am 23.11.2015 vor den versammelten Aktionären­ betonte. Diese Entscheidung trägt bisher positive Früchte, in der Bundesliga liegt Borussia Dortmund schon einige Punkte vor den vermutlich schärfsten Konkurrenten im
Hans-Joachim Watzke, Geschäftsführer
Bild: © Borussia Dortmund GmbH &C. KGaA
Hinblick auf die Qualifikation zur Champions League. Auch im DFB-Pokal und in der Europa League ist die Mannschaft noch voll im Rennen. Watzke unterstrich in diesem Zusammenhang auch den Anspruch, zukünftig wieder Champions League spielen zu wollen, und sah Borussia Dortmund dabei auf einem guten Weg. Finanziell gut aufgestellt Finanziell ist Borussia Dortmund aktuell hervorragend aufgestellt, kaum noch etwas erinnert mehr an die Zeiten, als
der Verein vor zehn Jahren kurz vor dem Abgrund stand. Das Stadion ist wieder in eigenem Besitz und zudem konnten die verbliebenen Schulden komplett getilgt werden. Daneben verfügt Borussia Dortmund auch noch über ein lange Zeit nur von den Bayern proklamiertes Festgeldkonto, das mit über 50 Mio. Euro gut bestückt ist.
Borussia Dortmund (ISIN DE0005493092) 5,00 € 4,50 € 4,00 € 3,50 € 3,00 € 2,50 € 2,00 € 1,50 €
Deutliches Wachstumspotenzial Für die weitere Zukunftsentwicklung zeigte sich das Management durchaus zuversichtlich, da noch ausreichend Wachstumspotenzial ausgemacht wurde. Deutliche Wachstumschancen sah Herr Watzke bei den Erlösen aus der internationalen Vermarktung der Bundesliga. Aber auch beim eigenen Sponsoring hielt er erhebliche Steigerungen für möglich. Positive Impulse erwartet man aus dem Event-Catering im Stadion, das nun in eigener Regie durchgeführt wird. Geschäftsführer Watzke hat aber auch die langfristige Entwicklung im Blick. Wenn der Vertrag mit dem Vermarkter SPORTFIVE 2020 endet, wird Borussia Dortmund Provisionen von rund 20 Mio. Euro einsparen, was nach Aussage von Watzke für die Gewinn- und Verlustrechnung einen Schub darstellt. Umsatzsprung im ersten Quartal Im ersten Quartal des laufenden Geschäftsjahres erzielte Borussia Dortmund eine deutliche Umsatzsteigerung um 28,6 % auf 90,0 Mio. Euro. Neben höheren Einnahmen­im Spielbetrieb und aus der Werbung trugen gestiegene Transfererlöse zu diesem kräftigen Wachstum bei.
Quelle: yahoo.de | Kurs am 17.12.2015: 4,00 Euro
Auf der Ergebnisseite belasteten die Personalkosten und die sonstigen betrieblichen Aufwendungen. Zudem wurde eine Sonderabschreibung in Höhe von 7,5 Mio. Euro auf den Bilanzansatz eines Spielers vorgenommen. Dies führte zu einem negativen EBIT von 5,2 Mio. Euro nach plus 3,8 Mio. Euro im Vorjahr. Den Fokus legt die Geschäftsführung im laufenden Jahr auf das EBITDA, das ganz klar positiv ausfallen soll. Ob das Vorsteuerergebnis im Gesamtjahr positiv ausfällt, konnte Herr Watzke zum aktuellen Zeitpunkt noch nicht endgültig einschätzen. Durch eine etwaige Qualifikation für die Champions League könne dies dann aber spätestens im Folgejahr kompensiert werden­. Die Aktie von Borussia Dortmund verharrt nun schon längere Zeit um die Marke von 4 Euro. Angesichts der finanziell hervorragenden Aufstellung und der berechtigten Hoffnung auf die Qualifikation zur Champions League sollte aber mittelfristig wieder Bewegung nach oben in die Aktie kommen. Thorsten Renner
AnlegerPlusNews 12 2015 21
K d S EPOT
D L A RE
Die Depotwerte liefern Bis Ende November haben alle Unternehmen des SdK Realdepots ihre Zahlen für das dritte Quartal vorgelegt. Diese haben dabei unsere Erwartung erfüllt oder sogar übertroffen. Dennoch gilt es, aufgrund der wachsenden Unsicherheiten an den globalen Finanzmärkten und der politischen Unabwägbarkeiten, die weitere Entwicklung genau im Auge zu behalten.
Unser einziger DAX-Wert im SdK-Realdepot, die K+S AG, hat am 11.11.2015 mit den Zahlen für die ersten neun Monate des Geschäftsjahres 2015 den positiven Trend des ersten Halbjahrs 2015 bestätigt.
te Konzernergebnis nach Steuern betrug nach den ersten neun Monaten des laufenden Jahres 406 Mio. Euro und stieg damit um 36 %. Das bereinigte Ergebnis je Aktie erreichte im gleichen Zeitraum 2,12 Euro nach 1,56 Euro im Vorjahr.
Interessanteste Aktie im DAX Die K+S-Gruppe konnte den Umsatz vom 1.1.2015 bis zum 30.9.2015 um knapp 14 % auf 3,2 Mrd. Euro steigern. Zu diesem erfreulichen Anstieg führte neben höheren Durchschnittspreisen in den beiden Segmenten Salz und Kali vor allem auch der gegenüber dem Euro stärkere US-Dollar. Aufgrund der gegenüber den Vorjahren erzielten Kosteneinsparungen konnte in den ersten neun Monaten das operative Ergebnis (EBIT I) der K+S-Gruppe auf 628 Mio. Euro zulegen und so den Vorjahreswert um rund 23 % übertreffen. Das bereinig-
Trotz des sich in den letzten Wochen abzeichnenden Rückgangs des Preises für Kaliprodukte erwarten wir für das Gesamtjahr gegenüber den Vorjahreszahlen deutliche Steigerungen bei Umsatz und Ergebnis. Für 2015 sollte unserer Einschätzung nach dann eine Dividende in Höhe von 1,10 Euro bis 1,30 Euro je Aktie gezahlt werden können. Wir halten die Aktie aufgrund der bevorstehenden Inbetriebnahme des Kaliabbaus im Legacy-Projektes – dadurch erwarten wir in den kommenden Jahren deutliche Zuwächse bei Umsatz und Ergebnis – für die derzeit interessanteste Aktie im DAX.
22 AnlegerPlusNews 12 2015
Leiden unter Dieselgate Die Porsche Automobil Holding SE als größter Aktionär der Volkswagen AG leidet deutlich unter den Aufwendungen, die VW in Zusammenhang mit dem Einsatz von manipulativer Software in Dieselfahrzeugen hat. Obwohl der Skandal erst Mitte September 2015 aufflog, zeigen sich bereits in den Ergebnissen für die ersten neun Monate 2015 deutliche finanzielle Einbußen. Aufgrund der auf Ebene der VW AG vorzunehmenden Rückstellungen für die diversen Ansprüche in Zusammenhang mit Dieselgate (Schadensersatzklagen, Rückrufaktionen etc.) ging auch bei der Porsche Automobil Holding SE das Periodenergebnis nach Steuern von 2,493 Mrd. Euro im Vorjahreszeitraum auf nun 1,193 Mrd. Euro zurück. Verstärkt hat sich dieser negative Effekt durch die Erhöhung des Anteils an der VW AG zum 30.9.2015 aus. Durch die Übernahme der von SUZUKI gehaltenen rund 0,9 % am Grundkapital der VW AG hält die Porsche Automobil Holding SE nun insgesamt 32,4 % am Grundkapital der VW AG. Die weitere Entwicklung bei der Porsche Automobil Holding SE hängt vor allem von der Aufarbeitung der Dieselgate-Affäre und den damit verbundenen Kosten auf Ebene der VW AG ab. Wir sind zuversichtlich, dass dies mit geringeren Kosten verbunden sein wird, als aktuell von den Marktteilnehmern erwartet. Zeitgleich prüfen wir weiterhin, inwieweit auf Ebene des einzelnen Porsche-Aktionärs und auf Ebene der Porsche Automobil Holding SE eventuell Ansprüche gegen die Tochtergesellschaft VW und Dritte bestehen könnten. Auf Wachstumskurs Die 7C Solarparken AG befindet sich seit dem gelungenen Reverse-Takeover der COLEXON Energy AG auf einem stetigen Wachstumspfad. Dies wird auch in den Umsätzen und Ergebnissen der ersten neun Monate des laufenden Geschäftsjahres 2015 deutlich. 7C Solarparken erwirtschaftete im genannten Zeitraum einen um 83,3 % auf 22,0 Mio. Euro gestiegenen Umsatz (Vj. 12,0 Mio. Euro). Ursächlich für diesen Umsatzzuwachs waren neben dem Reverse-Takeover auch die Zukäufe und von mehreren bestehenden Solaranlagen (Pflugdorf, Stolberg, Glauchau 1 und 3), und die Optimierung der Leistungsfähigkeit bestehender und zugekaufter Anlagen.
Das operative Ergebnis (EBITDA) stieg in den ersten neun Monaten 2015 und stellte sich auf 17,7 Mio. Euro ein. In den letzten Wochen wurden darüber hinaus mehrere Zukäufe bestehender Solaranlagen in Bayern und Sachsen und dazugehöriger Grundstücke zu einem Kaufpreis in Höhe von insgesamt rund 8,9 Mio. Euro vermeldet. Die neu erworbenen Solaranlagen sollen zusammen zukünftig rund 690.000 Euro zum operativen Ergebnis beitragen. Wir gehen aktuell davon aus, dass der Vorstand das für 2017 gesteckte Ziel, den bestehenden Anlagenpark auf eine Gesamtleistung von 100 Megawatt auszubauen, bereits frühzeitig erreichen wird. In Hinblick auf die Beschlüsse der zuletzt in Paris stattgefundenen Klimakonferenz dürfte in ganz Europa in den kommenden Jahren auch ein Festhalten an der Solarförderung nötig sein, um die gesteckten Ziele zu erreichen. Dies sollte auch zukünftig weitere lukrative Investitionschancen für Gesellschaften wie 7C Solarparken eröffnen. Anzeige
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AnlegerPlusNews 12 2015 23
Gewohnt solide Die AGROB Immobilien AG hat auch im dritten Quartal des laufenden Geschäftsjahres die bislang erfolgreiche Geschäftsentwicklung fortgesetzt. Aufgrund der im Branchenvergleich sehr hohen Vermietungsquote von 97,6 % konnten sowohl die Umsatzerlöse als auch die Gesamtleistung gegenüber der Vorjahresperiode um 0,7 % bzw. 1,8 % auf rund 8,2 Mio. Euro bzw. auf rund 8,4 Mio. Euro gesteigert werden. Das Ergebnis nach Steuern konnte in den ersten neun Monaten des laufenden Geschäftsjahres gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum um 13 % auf nahezu 1,6 Mio. Euro verbessert werden. Hierfür waren vor allem erneut die rückläufigen Zinsaufwendungen verantwortlich. Die Verhandlungen mit einem Ankermieter über eine Verlängerung des Mietvertrages wurden inzwischen erfolgreich beendet und der Vertrag wurde bis 2028 verlängert. Vereinbart wurden in diesem Zusammenhang auch Revitalisierungsmaßnahmen, für die Rückstellungen in Höhe von rund 1,1 Mio. Euro gebildet werden müssen. Daher geht der Vorstand nun für 2015 von einem verminderten Jahresüberschuss in Höhe von 1,1 Mio. Euro bis 1,2 Mio. Euro aus. Aus unserer Sicht ist die Gesellschaft weiterhin bestens aufgestellt, was sich u. a. durch die Mietvertragsverlängerung zeigt. Nach Fertigstellung des für ARRI Rental errichteten Gebäudes dürften ab 2016 weitere Umsatz-, und aufgrund weiter rückläufiger Zinsaufwendungen, vor allem auch Ergebnissteigerungen möglich sein. Herausforderndes Umfeld Die OLB Oldenburgische Landesbank AG konnte auch im dritten Quartal 2015 die positive Ergebnisentwicklung des ersten Halbjahres 2015 fortsetzen. Das Vorsteuerergebnis lag per 30.9.2015 mit 42,9 Mio. Euro knapp 40 % über dem Vorjahreszeitraum. Dies ist aufgrund des sehr herausfordernden Umfeldes mit Zinsen auf Rekordtief als sehr erfreulich zu bezeichnen. Das gute Ergebnis ist unter anderem auf eine Sonderausschüttung aus einer Beteiligung in Höhe von 10,3 Mio. Euro zurückzuführen. Dadurch erhöhte sich der Zinsüberschuss auf 183,3 Mio. Euro nach 177,4 Mio. Euro im Vorjahr. Der Provisionsüberschuss verringerte sich hingegen von 53,7 Mio. Euro im Vorjahr auf 50,6 Mio. Euro in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2015. Dies ist vor allem auf die Veräußerung der Tochtergesellschaft Münsterländische Bank Thie & Co. KG zurückzuführen. Der Vorstand weist daraufhin, dass sich in der Regionalbank das Wertpapiergeschäft und somit das Provisionsgeschäft vor allem dank des zunehmenden Mandatsgeschäfts positiv entwickle. Die Kosten gingen ebenfalls aufgrund der Veräußerung der Tochtergesellschaft zurück. Mit einer Kernkapitalquote, einer der entscheidenden Kennziffern von Banken, von 10,6 % lag die OLB deutlich über der ab 2019 gemäß der sogenannten Basel III-Vorschriften geltenden Mindestanforderung von 8,5 %.
24 AnlegerPlusNews 12 2015
Gute Zahlen und Aktienrückkauf Wenn der Vorstand und der Großaktionär der IFA Hotel & Touristik AG die Strategie verfolgen, die Minderheitsaktionäre mit unerwarteten und aus unserer Sicht unnötigen Maßnahmen von einem Investment in der Gesellschaft abzuhalten, zeigt dies weiterhin Wirkung. Nach der bereits erfolgten „unorthodoxen“ Kapitalmaßnahme und dem unserer Meinung nach fragwürdigen Erwerb einer Hotelanlage aus dem Bestand des Großaktionärs folgt nun eine weitere überraschende Meldung: Die Gesellschaft möchte zwischen dem 2.12.2015 bis zum Ablauf des 1.3.2016 insgesamt bis zu 38.460 eigene Aktien der Gesellschaft über die Börse zurückkaufen. Dabei sollen jedoch nicht mehr als 5,20 Euro je Aktie bezahlt werden. Wieso nun aber ein Aktienrückkauf? Schließlich hatte man erst vor gut einem Jahr eine gigantische Kapitalerhöhung zu 4,72 Euro durchgeführt und das Grundkapital damit mal schnell verdreifacht. Und jetzt verwendet die Gesellschaft den Emissionserlös der Kapitalerhöhung zum Rückkauf von Aktien? Offenbar hatte man bei der IFA von Beginn an keinen Plan über die Verwendung des Emissionserlöses aus der Kapitalerhöhung. Diese diente wohl nur dazu, die restlichen Aktionäre zu verwässern. Dieser Plan gelang bekanntlich nicht, da die freien Aktionäre ebenfalls ihre Bezugsrechte wahrgenommen haben. Operativ läuft es bei der IFA unserer Einschätzung nach weiterhin sehr gut. In den ersten neun Monaten des Jahres 2015 konnte der Umsatz gegenüber dem Vorjahr um 6,4 % auf 93,1 Mio. Euro (Vj. 87,5 Mio. Euro) gesteigert werden. Das Nachsteuerergebnis beläuft sich zum 30.9.2015 auf 12,2 Mio. Euro (Vj. 12,0 Mio. Euro). Dies entspricht einem Ergebnis je Aktie von 0,59 Euro. Aktuell kommt der Gesellschaft weiterhin die instabile Lage in vielen Tourismusregionen in Nordafrika und dem Nahen Osten zugute. Ferner wirkt sich auch der starke US-Dollar positiv auf die Erträge aus, da die Hotelanlage in der Dominikanischen Republik in US-Dollar abrechnet. Die Aktie ist aus unserer Sicht fundamental gesehen deutlich unterbewertet. Wir rechnen jedoch weiterhin damit, eventuell noch längere Zeit warten zu müssen, bis sich diese Unterbewertung abbauen wird. Dem Großaktionär und dem Vorstand sei Dank. Was macht Vattenfall? Die Fernheizwerk Neukölln AG hat den Umsatz in den ersten neun Monate aufgrund der kälteren Witterung und der um 16 % gestiegenen Stromerlöse gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 1,6 Mio. Euro oder 8 % auf 23,0 Mio. Euro steigern können. Das EBIT lag per Ende September 2015 mit 6,1 Mio. Euro um 0,5 Mio. Euro (8 %) über dem des Vorjahreszeitraums. Damit befindet sich die Gesellschaft unserer Einschätzung nach auf einem guten Weg, das Ergebnis des Vorjahres deutlich zu übertreffen. Wir rechnen aktuell mit einem Jahresüberschuss in Höhe
von mindestens 5,4 Mio. Euro. Dies dürfte auch eine erneute attraktive Dividendenzahlung mindestens in Höhe des Vorjahres (1,45 Euro/Aktie) ermöglichen. Interessanter erscheint jedoch aktuell die Ad-hoc-Mitteilung vom 18.11.2015. Hierin wird u. a. darüber berichtet, dass sich bei den bereits begonnenen Verhandlungen über die Fortführung des im Juni 2019 auslaufenden Fernwärmebezugsvertrages, der für das Unternehmen von wesentlicher Bedeutung ist, abzeichnet, dass es zu einer deutlichen Erhöhung des zu zahlenden Preises für den Wärmebezug kommen könnte. Dies könnte aus Sicht des Unternehmens zu einer Belastung zukünftiger Gewinne führen. Das Un-
ternehmen lässt jedoch offen, warum die steigenden Bezugspreise für die Wärmeenergie nicht an die Kunden weitergegeben werden können. Aus unserer Sicht könnte dies auch ein erstes Anzeichen dafür sein, dass der Großaktionär Vattenfall, welcher bisher die Wärmeenergie liefert, weitergehende Pläne mit der Gesellschaft haben könnte. Wir halten es nicht für ausgeschlossen, dass Vattenfall im Zuge der Neupositionierung in den kommenden Monaten doch noch einen Versuch der Komplettübernahme der Gesellschaftsanteile wagen wird.
SdK Realdepot Wertpapier WKN	Kaufdatum	Anzahl	Kaufkurs	Kaufsumme	in Euro	in Euro
Gold-Zack AG i.I. Wandelanleihe	Fernheizwerk Neukölln AG	AGROB Immobilien AG. Vz. K+S AG	RENK AG	IFA Hotel & Touristik AG***	GAG Immobilien AG	OLB Oldenburgische Landesbank AG	7C Solarparken AG	Porsche Automobil Holding SE	Essanelle Hair Group AG Nachbesserungsrechte	Griechenland Strip**
768683	576790	501903	KSAG88	785000	613120	586353	808600	A11QW6	PAH003	-	A0LN5U
13.04.11	19.10.11	26.06.12	30.07.13	10.03.14	19.05.14	02.06.14	25.06.14	03.07.15	01.09.15	28.03.11	22.07.11
100	200	800	350	100	3000	100	300	4000	150	500	5
*8,30	30,50 8,20 22,72 85,49 6,53 59,00 21,29 1,76 60,44 0,00 *79,40
8.300,00 6.099,00 6.560,00 7.952,00 8.549,00 19.590,00 5.900,00 6.387,00 7.040,00 9.065,25 0,00 3.970,00
Kurs am	Gesamtwert	Veränderung 17.12.2015	17.12.2015	in % in Euro	in Euro
*12,05	34,50 14,20 24,15 101,51 4,70 56,50 17,80 2,27 49,32 0,00 *17,87
12.050,00 6.900,00 11.360,00	8.452,50 10.151,00 14.100,00 5.650,00 5.340,00 9.080,00 7.398,00 0,00 893,50
45,18 13,13 73,17 6,29 18,74 -28,02 -4,24 -16,39 28,98 -18,39 -77,49
angefallene Transaktionskosten: 830,88 Euro | Stückzinsen: -44,30 Euro | Zinsen (Verrechnungskonto): 23,01 Euro | abgeführte Steuern: 6.766,51 Euro Kontostand: 30.235,35 Euro | Gesamtdepotwert: 128.376,86 Euro	Depotveränderung: + 28,38 %
Anmerkung Stückzinsen = Saldo aus gezahlten und erhaltenen Stückzinsen | Startkapital am 27.1.2011 = 100.000,00 Euro | Depotveränderung = nach Transaktionskosten, aber vor Steuern *Angaben in %; **Der Griechenland Strip enthält insgesamt 21 Wertpapiere, welche im Zuge des Zwangsumtausches für fünf alte Griechenlandanleihen (A0LN5U) eingebucht wurden. ***Erwerb der Aktien erfolgte in zwei Tranchen: 19.5.2014 1000 Aktien zu 10,16 Euro je Aktie, 27.11.2014 2000 Stück zu 4,72 Euro je Aktie im Rahmen einer Kapitalerhöhung.
Hinweise auf potenzielle Interessenkonflikte Die das SdK Realdepot verwaltenden Personen und zur Erstellung des nebenstehenden Artikels beteiligten Personen halten Aktien der Emittenten. Ferner halten die Schutzgemeinschaft der Kapitalanleger e.V. und Mitglieder des SdK Vorstands, welche nicht an der Erstellung dieser Ausgabe mitgewirkt haben, Aktien der Emittenten. Wir weisen darauf hin, dass Mitarbeiter, Sprecher und/oder Mitglieder der Schutzgemeinschaft der Kapitalanleger e.V. und/oder diesen nahestehende Dritte Wertpapiere der Emittenten halten können. Diese waren jedoch nicht in die Erstellung des Artikels eingebunden und verfügten über keinerlei Informationen über dessen Publikation. Diese Information stellt keine Beratung im Sinne des Wertpapierhandelsgesetzes und weder Angebot noch Aufforderung zum Kauf, Halten oder Verkauf von Finanzinstrumenten des Emittenten dar. Geschäfte mit Finanzinstrumenten sind generell mit Risiken verbunden, die bis hin zum Totalverlust des eingesetzten Vermögens und in bestimmten Fällen auch zu einem Verlust über das eingesetzte Vermögen hinaus führen können. Die historische Wertentwicklung ist nicht notwendigerweise ein Hinweis auf zukünftige Resultate. Die verwendeten Parameter und die verwendeten Inhalte stellen die persönliche Meinung der Autoren dar. Haftungsausschluss Der Haftungsausschluss der Kapital Medien GmbH (Seite 30) gilt für Beiträge der SdK entsprechend. Die Nutzung der Informationen erfolgt insofern auf eigenes Risiko des Nutzers. Der Leser sollte in jedem Fall vor Entscheidung über eine Geldanlage eine anleger- und anlagegerechte Beratung bei einem hierauf spezialisierten Anbieter in Anspruch nehmen. Eine Aktualisierung des Beitrags für die Zukunft findet nicht statt.
AnlegerPlusNews 12 2015 25
Das Jahressonderheft von AnlegerPlus erscheint am 19. Dezember 2015
AnlegerLand ’16 jetzt online bestellen Bestellen Sie das Sonderheft AnlegerLand für 4,50 Euro unter: www.AnlegerLand.de
Standpunktthema: Bargeldverbot „Bargeld ist altmodisch und überholt.“
Erwin Huber Landtagsabgeordneter der CSU und Vorsitzender des Wirtschaftsausschusses im Bayerischen Landtag
„Diktatur wird billiger.“
Professor Dr. Gerald Mann Professor für VWL und Studienleiter Bachelor an der FOM Hochschule in München, zum Thema Bargeldverbot
„Bitcoin bietet die Möglichkeit, Geld ohne Staat zu betreiben.“
Aaron Koenig Unternehmer und Buchautor
Schwarzbuch Börse 2015
AnlegerLand ’16 – Gastbeiträge zum Thema Bargeldverbot, Mobile Payment und Bitcoin von: Erwin Huber, Landtagsabgeordneter der CSU und Vorsitzender des Wirtschaftsausschusses im Bayerischen Landtag, Dr. Gerald Mann, Professor für VWL und Studienleiter Bachelor an der FOM Hochschule in München, Dr. Jürgen Moormann,
Professor für Bankbetriebslehre an der Frankfurt School of Finance & Management sowie Aaron Koenig, Unternehmer und Buchautor.
26 AnlegerPlusNews 12 2015
Zudem informiert das Magazin über interessante Investmentthemen und Marktentwicklungen.
HV-Termine Dezember 2015 – Juni 2016 Stand: 7.12.2015, ohne Gewähr; eine aktuelle HV-Terminliste finden Sie unter www.sdk.org/hauptversammlung.php. SdK Mitglieder können diese auch unter 089 2020846-0 telefonisch anfordern.
Dezember 18.12.15
18.12.15	18.12.15	18.12.15	18.12.15
(ab 18.12.2015) Berlin
Capitol Resources Energy AG
innovation.punks AG
QUESTOS AG
Berlin Lichtenau Köln Mannheim München Leinfelden-E. Augsburg Darmstadt Hamburg
Januar Bremen
April 01.04.16
Merzig Weimar Berlin
Mandarin Capital AG
RTL Group S.A
METRO AG	Aurubis AG
Stuttgart Halle/Westfalen
Sindelfingen München München Düsseldorf Jena Hamburg Frankfurt/Main
München Frankfurt/Main
Essen München Hannover Kapfenberg Nürnberg München Frankfurt/Main Nürnberg Lübeck München Delbrück Gummersbach
AnlegerPlusNews 12 2015 27
Frankfurt/Main Essen Hamburg Stuttgart Wiesbaden
Mai 03.05.16
Hannover Baden Baden München Aschaffenburg München Bietigheim-B.
Leinfelden-E. Bielefeld
Hannover Rückversicherung SE
Berlin Ludwigsburg Ulm Meiningen Mannheim Luxemburg Brilon Frankfurt/Main
28 AnlegerPlusNews 12 2015
Amberg Essen Kassel Kulmbach Fürth Ingolstadt Frankfurt/Main
Fürth Köln
Berlin Wetzlar Hamburg
Köln Düsseldorf Berlin Mönchengladbach
PWO - Progress-Werk Oberkirch AG
Köln Düsseldorf Augsburg Stuttgart Offenburg Stuttgart Kassel Darmstadt
Hamburg Frankfurt/Main Wiesbaden
CEWE STIFT.KGAA
Heilbronn Berlin
(bis 23.6.2016)
n.b. Fürstenfeldbruck Braunschweig Hannover Berlin Freudenstadt Jena Hannover
Hamburg Hamburg Bad Überkingen
München Bremerhaven Berlin Hamburg
Sto SE & Co. KG aA
Ludwigsburg München Venlo München
Halle Düsseldorf London Schrobenhausen
MPH AG
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Ihre Geldspende rettet Leben! DKMS gGmbH Spendenkonto: KSK Tübingen IBAN: DE68 6415 0020 0004 4443 32 BIC: SOLADES1TUB AnlegerPlusNews 12 2015 29
Verlag: Kapital Medien GmbH • Hackenstraße 7b • 80331 München Tel: 089 2020846-20 • Fax: 089 2020846-21 E-Mail: info@kapitalmedien.de • Internet: www.kapitalmedien.de Amtsgericht München - HRB 188639 • Steuernummer 143/153/30727 ISSN 2191-5091 Pflichtblatt an den Börsen: München, Berlin, Düsseldorf, Stuttgart, Hamburg, Hannover Geschäftsführer: Daniel Bauer, Harald Rotter Herausgeber: Kapital Medien GmbH Redaktion: Chefredakteur: Harald Rotter Stellv. Chefredakteur: Daniel Bauer Autoren dieser Ausgabe: Daniel Bauer, Maximilian Fischer (-mf), Wolfgang Hagl, Eleonora Kovalevska, Thomas May (BörseGo AG), Thomas Müncher, Werner W. Rehmet, Thorsten Renner, Harald Rotter, Daniel Wilhelmi Lektorat: Katja Utermöller-Staege Grafik, Layout, Produktion: Aneta Klimek, Natalia Solodovnikova, Melanie Kraus Redaktionsschluss: 17.12.2015 Bildnachweise: Titelseite: © diez-artwork - Fotolia.com Realdepot: emu-coffee@fotolia.com Kontakt: Kapital Medien GmbH (Redaktion AnlegerPlus) • Hackenstraße 7b • 80331 München Fax: 089 2020846-21 • E-Mail: redaktion@anlegerplus.de Anrufe an Mitglieder der Redaktion können nicht weitergeleitet werden. Hierfür bitten wir um Verständnis. Copyright: Alle Rechte vorbehalten. Die Rechte für sämtliche Inhalte liegen bei der Kapital ­Medien GmbH. Sämtliche Inhalte sind nur für die private Nutzung bestimmt. Eine Vervielfältigung und Verbreitung ist nur mit Zustimmung der Kapital Medien GmbH zulässig. Die Veröffentlichung von Leserbriefen behält sich die Redaktion vor, ebenso, diese in gekürzter Form unter Angabe der vollständigen Adresse zu veröffentlichen. Keine Anlageberatung, wichtige Hinweise: Unsere Beiträge dienen nur zu Informationszwecken und haben keinen Bezug zu den spezifischen Anlagezielen, zur finanziellen Situation oder zu bestimmten Notwendigkeiten jedes einzelnen Empfängers. Unsere Publikationen sollen Informationen zur Verfügung stellen, um Anleger zu unterstützen, ihre eigenen Investitionsentscheidungen zu treffen, jedoch nicht um jedem Investor spezifische Anlageberatung zur Verfügung zu stellen. Folglich können die Finanzinstrumente, die hierin behandelt werden, und etwaige Empfehlungen, die hierin ausgesprochen werden, möglicherweise nicht für alle Investoren geeignet sein: Leser müssen sich ihr eigenes unabhängiges Urteil hinsichtlich der Eignung solcher Investitionen und Empfehlungen angesichts ihrer eigenen Anlage­ ziele, Erfahrung, der Besteuerungssituation und Finanzlage bilden. Die Kapital Medien GmbH hält die verwendeten Informationen und Quellen für zuverlässig. Jedoch kann die Kapital Medien GmbH keine Garantie hinsichtlich der Genauigkeit, Zuverlässigkeit und Vollständigkeit solcher Informationen übernehmen. Die verwendeten Informationen unterliegen fortwährenden Veränderungen ohne vorherige Benachrichtigung; sie können unvollständig oder zusammengefasst sein und es können möglicherweise nicht alle wesentlichen Informationen hinsichtlich der Unternehmen enthalten sein.
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3.	Bei der SdK und/oder einem mit der SdK verbundenen Unternehmen bestehen Verbindungen zum Emittenten (Vertretung im Aufsichtsrat o.ä.). 4.	Die SdK und/oder verbundene Unternehen haben sonstige bedeutende finanzielle Interessen in Bezug auf den Emittenten. Mögliche Interessenkonflikte in Bezug auf an der Erstellung des Beitrags beteiligte 5.	6.
Personen: An der Veröffentlichung des Beitrags beteiligte Personen halten Finanzinstrumente des Emittenten. An der Veröffentlichung des Beitrags beeiligte Personen halten Finanzinstrumente, deren Wertentwicklung von der Wertentwicklung des Emittenten oder von Finanzinstrumenten abhängt, die dieser emittiert hat. 7.	Zwischen an der Veröffentlichung des Beitrags beteiligten Personen und dem Emittenten bestehen Verbindungen (Vertretung im Aufsichtsrat o.ä.). 8.	An der Veröffentlichung des Beitrags beteiligte Personen haben sonstige bedeutende finanzielle Interessen in Bezug auf den Emittenten. Erscheinungsweise: Im monatlichen Rhythmus, per E-Mail im PDF-Format Bezug: Kostenlos Anmeldung: www.anlegerplus.de/news/ Abmeldung: www.anlegerplus.de/news/abbestellen
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30 AnlegerPlusNews 12 2015
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Max Otte, Jens Castner „Erfolgreiches Value-Investieren“
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Die Bedeutung eines gemeinsamen Vertreters bei der Anleihenfinanzierung Das Schuldverschreibungsgesetz bietet die Möglichkeit alle wesentlichen Anleihebedingungen (Laufzeit, Zins, Sicherheiten, Covenants, etc.) zu verändern, sofern bestimmte Quoren und Mehrheiten erreicht werden. Die Praxis zeigt, dass diese Mehrheiten nur erreicht werden, wenn ein gemeinsamer Vertreter („gem.V.“) als unabhängiger Experte das Gesamtkonzept im Interesse der Anleiheinvestoren hinterfragt und eine qualifizierte Stellungnahme abgibt. Daher kommt dem gem.V. eine entscheidende Rolle bei der Änderung von Anleihen zu. Tatsächlich greifen die Kompetenzen eines gem.V. noch deutlich weiter. Der gemeinsame Vertreter nach SchVG Die Aufgaben des gem.V. per Gesetz sind neben der Berichtspflicht (§7 Abs. 2), dem Informationsrecht ggü. dem Emittenten (§7 Abs. 5) auch die Einberufung einer Gläubigerversammlung (§9 Abs. 1) oder deren Vorsitz (§15 Abs. 1). Darüber hinaus können dem gem.V. durch Mehrheitsbeschluss oder direkt in den Anleihebedingungen deutlich weitergehende Aufgaben und Befugnisse zugewiesen werden (§5 Abs. 1, 3). Der gemeinsame Vertreter im Prospekt schafft Vertrauen und Qualität In der Vergangenheit wurde der gem.V. meist nur in konkreten Krisenfällen eingesetzt. In diesen Fällen vertritt dieser die Interessen der Anleiheinvestoren sozusagen als deren Finanzrestrukturierungsberater und ist Verhandlungspartner für den Emittenten, die Banken und sonstige Parteien. Bis zur wirksamen Bestellung eines gem.V. durch eine abstimmungsfähige Gläubigerersammlung vergeht jedoch wertvolle Zeit. Abhilfe dafür schafft die Möglichkeit einer Bestellung des gem.V. bereits direkt in den Anleihebedingungen bei Emission. Damit kann der Emittent seiner Emission auch noch zusätzliche Qualität verschaffen. Durch die Möglichkeit, dem gem.V. weitergehende Aufgaben und Befugnisse zuzuweisen, kann der Emittent den gem.V. bspw. direkt in das Reporting des Unternehmens einbinden und über dessen Berichte bereits während der Laufzeit der Anleihe sicherstellen, dass alle Anleiheinvestoren jederzeit auf dem aktuellen Stand der Unternehmensentwicklung sind. Auch eine Stellungnahme des gem.V. direkt bei der Emission ist denkbar und kann im aktuell eher schwierigen Anleiheum-
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feld zusätzliches Vertrauen schaffen. Im Umkehrschluss bietet der gem.V. selbst dem Emittenten jederzeit eine direkte Kommunikation mit den Anleiheinvestoren. Sollte das Unternehmen dann doch einmal in eine Krise geraten, ist die Lage für die Anleiheinvestoren deutlich transparenter und deren Interessen können signifikant schneller in den Prozess eingebracht werden. Dies wiederum erhöht die Erfolgsaussichten einer Krisenbewältigung und damit die Sicherheit für die Anleiheinvestoren deutlich. Dieses Konzept wurde bspw. bereits von der Pfleiderer AG erkannt und erfolgreich bei der Emission Ihrer € 321 Mio. 2014/2019 Anleihe (WKN A12T17) umgesetzt. Anforderungen Die Einsatzmöglichkeiten des gem.V. sind deutlich vielfältiger als bislang durch die Emittenten genutzt. Letztlich kommt dem gem.V. eine zentrale Rolle in der Zusammenarbeit mit den Anleiheinvestoren als wesentliche Finanzierungspartner zu. Für diese verantwortungsvolle Aufgabe ist es notwendig, das entsprechende Know how und den „richtigen Werkzeugkasten“ mitzubringen. Juristische Kompetenz alleine reicht nicht aus. Wirtschaftliches Verständnis, Analysefähigkeit, Verhandlungsgeschick, Erfahrung und nicht zuletzt Konsensfähigkeit sind zentrale Voraussetzungen für einen erfolgreichen gemeinsamen Vertreter. Nur dieser interdisziplinäre und ganzheitliche Ansatz wird der Aufgabe des gem.V. gerecht. Frank Günther – Managing Director und Markus Held – Director
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Etienne Aigner AG München Bekanntmachung gemäß 14 SpruchG Im Spruchverfahren betreffend die Übertragung der Aktien der Minderheitsaktionäre der Etienne Aigner AG, München, die am 11.11.2015 wirksam wurde, macht Frau Brandl, München, den verfahrensbeendenden rechtskräftigen Beschluss des Landgerichts München I (5 HK O 20284/14) gemäß § 14 SpruchG ohne Gründe wie folgt bekannt: Beschluss In dem Spruchverfahren betreffend der Barabfindung der ausgeschlossenen Minderheitsaktionäre der Etienne Aigner AG an dem beteiligt sind:
1) Jaeckel Jürgen, Osterbühlstraße 7, 93158 Treublitz - Antragsteller 2) Jaeckel Ursula, Osterbühlstraße 7, 93158 Treublitz - Antragstellerin 3) Jaeckel Markus, Spilhofstraße 58, 81927 München - Antragsteller 4) SCI AG, vertreten durch den Vorstand Oliver Wiederhold, Bartholomäus-Arnoldi-Straße 82, 61250 Usingen - Antragstellerin 5) Wiederhold Oliver, Bartholomäus-Arnoldi-Straße 82, 61250 Usingen - Antragsteller 6) Jännert Uwe, Holzweg 101, 40798 Monheim am Rhein - Antragsteller 7) Wurmstich Ralph, Moorstraße 20, 39418 Staßfurt - Antragsteller 8) Höder Thomas, Birkenstraße 6, 83646 Bad Tölz - Antragsteller 9) Hwang Yoo-Jeong, Borstellstraße 1, 12167 Berlin - Antragstellerin 10) Rolle Tobias, Burj Dubai Residences Tower 1, Apt. 2504, PO Box 126230, Vereinigte Arabische Emirate - Antragsteller -
14) SPEZIALWERTE AG, vertreten durch den Vorstand, Zeissweg 8, 59519 Möhnesee - Antragstellerin 15) Luft Bernd, Am Alten Berg 19, 63303 Dreieich - Antragsteller 16) Mayer Gerhard, Stupfericher Weg 26, 76227 Karlsruhe - Antragsteller 17) Schutzgemeinschaft der Kapitalanleger e.V., vertreten durch den Vorsitzenden des Vorstands Hansgeorg Martius, Hackenstraße 7b, 80331 München - Antragsteller 18) Dipl.-Kfm. Stang Lothar, Bad Windsheimer Straße 13, 97215 Uffenheim - Antragsteller 19) JKK Beteiligungs-GmbH, vertreten durch den Geschäftsführer Jochen Knoesel, Ludwigstraße 22, 97070 Würzburg - Antragstellerin 20) Steeg Caterina, Schwanenhof 3, 97070 Würzburg - Antragstellerin Verfahrensbevollmächtigte zu 1 und 2: Rechtsanwälte Jaeckel Markus, Spilhofstraße 58, 81927 München Verfahrensbevollmächtigter zu 8: Rechtsanwalt Roos Stefan, Belgradstraße 9, 80796 München
11) Reimers Gunda, Haydnstraße 9, 12203 Berlin - Antragstellerin -
Verfahrensbevollmächtigter zu 9: Rechtsanwalt Nolle Martin, Hünefeldzeile 5, 12247 Berlin
12) Werner Christian, Hedwig-Dransfeld-Weg 5, 33154 Salzkotten - Antragsteller -
Verfahrensbevollmächtigter zu 11: Rechtsanwalt Reimers Moritz, Haydnstraße 9, 12203 Berlin
13) Mariotti Thomas, General-Mudra-Straße 21, 55252 Mainz-Kastel - Antragsteller -
Verfahrensbevollmächtigte zu 15, 19 und 20: Rechtsanwälte Conzelmann, Lichtentaler Straße 3, 76530 Baden-Baden
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Brandl Evi, Hofmannstraße 9, 81379 München - Antragsgegnerin -
zur Abzinsung der geplanten Nettoerträge erfolge sachgerecht. Namentlich das angewandte (Tax-)CAPM mit dem Ansatz einer über eine arithmetische Mittelwertbildung abgeleiteten Marktrisikoprämie und einem aus einer Peer Group abgeleiteten BetaFaktor stelle sich als sachgerechte Methode zur Ermittlung der Kapitalkosten dar. Der Wachstumsabschlag sei zutreffend ermittelt worden, wobei der Wachstumsbegriff nicht auf die Inflation zu begrenzen sei.
Verfahrensbevollmächtigte: Rechtsanwälte MJP Rechtsanwälte, Maximiliansplatz 12b, 80333 München, Gz: 34/14
Zur Vermeidung einer gegebenenfalls kostspieligen Fortsetzung des Verfahrens schließen die Beteiligten unter Aufrechthaltung ihrer jeweiligen unterschiedlichen Rechtsauffassungen zur Angemessenheit der Barabfindung folgenden
Verfahrensbevollmächtigte zu 17: Rechtsanwälte Dreier & Riedel, Graf-Adolf-Platz 1 – 2, 40213 Düsseldorf
Gemeinsame Vertreterin der nicht selbst als Antragsteller am Verfahren beteiligten ehemaligen Aktionäre (§ 6 SpruchG): Rechtsanwältin Daniela Bergdolt, Nibelungenstraße 84, 80639 München wegen Barabfindung hat das Landgericht München 1 durch den Vorsitzenden Richter am Landgericht Dr. Krenek am 11.11. 2015 beschlossen:
Präambel: Die Hauptversammlung der Etienne Aigner AG vom 31.7.2014 fasste den Beschluss, die Aktien der Minderheitsaktionäre auf die Hauptaktionärin Evi Brandl gegen eine Barabfindung in Höhe von € 190,-- je Stückaktie zu übertragen. Der Beschluss wurde am 6.10.2014 in das Handelsregister eingetragen. Insgesamt 28 Antragsteller – unter anderem Jürgen Jaeckel, Ursula Jaeckel, Dipl.-Jur. Univ. Markus Jaeckel, SCI AG, Oliver Wiederhold, Uwe Jännert, Ralph Wurmstich, Thomas Höder, Tobias Rolle, Spezialwerte AG, JKK Beteiligungs-GmbH und Caterina Steeg – haben ein Spruchverfahren beim Landgericht München I zur Festsetzung einer angemessenen Barabfindung eingeleitet. Zur Begründung berufen sie sich vor allem darauf, die Planung der Umsätze sei aus einer Reihe von Gründen angesichts des Wachstumspotentials bei Luxusartikeln deutlich zu pessimistisch gewesen, während Kostensteigerungen gerade bei sonstigen betrieblichen Aufwendungen und beim Materialaufwand zu hoch in der Planung angesetzt gewesen seien, was auch für die steigend geplanten Personalkosten gelte. Die Ausschüttungsquote müsse auf maximal 40 % reduziert werden. Der Kapitalisierungszinssatz sei deutlich zu hoch angesetzt, weil vor allem die Anwendung des (Tax-)CAPM zur Ermittlung des Risikozuschlags mit einer nach Stehle ermittelten Marktrisikoprämie; eine Erhöhung der Marktrisikoprämie infolge einer Finanz- und Kapitalmarktkrise lasse sich nicht rechtfertigen. Die Peer Group sei nicht repräsentativ. Mit Blick auf die Inflationserwartungen müsse der Wachstumsabschlag erhöht werden. Ebenso müsse das nicht betriebsnotwendige Vermögen vor allem wegen hoher Liquiditätsbestände korrigiert werden. Die Antragsgegnerin hält den in der Hauptversammlung festgesetzten Abfindungsbetrag je Aktie für angemessen. Die Umsatzplanung müsse nicht korrigiert werden, weil die Branchensituation sehr schwierig und wirtschaftliche und politische Rahmenbedingungen im Nahen Osten sowie um die Ukraine die Planung negativ beeinflusst hätten. Der Kapitalisierungszinssatz
Vergleich: I. 1. Die gezahlte Barabfindung von € 190,-- je Stückaktie wird auf € 215,-- je Aktie erhöht. Der Erhöhungsbetrag von € 25,- - ist seit dem Tag der Hauptversammlung, also ab dem 31.7.2014, mit jährlich 5 Prozentpunkten über dem Basiszinssatz zu verzinsen. 2. Die sich aus Ziffer I. 1. ergebenden Zahlungsverpflichtungen sind unverzüglich und unaufgefordert durch die Antragsgegnerin zu erfüllen. Bereits geleistete Zahlungen sind anzurechnen. 3. Die Erfüllung aller sich aus den vorstehenden Regelungen ergebenden Nachzahlungsverpflichtungen ist für die ehemaligen Aktionäre der Etienne Aigner AG kosten-, provisions- und spesenfrei. II. Dieser Vergleich wird mit seiner Feststellung durch Beschluss gemäß § 11 Abs. 4 Satz 2 SpruchG wirksam. Mit der Feststellung ist das gerichtliche Spruchverfahren beendet. Die gemeinsame Vertreterin stimmt dem Vergleich zu und verzichtet auf das Recht zur Fortführung des Verfahrens gemäß § 6 Abs. 3 SpruchG. III. Dieser Vergleich wirkt für alle ehemaligen außenstehenden Aktionäre der Etienne Aigner AG. Er stellt insoweit einen echten Vertrag zugunsten Dritter dar (§§ 328 ff. BGB). IV. Die Antragsgegnerin trägt die gerichtlichen und außergerichtlichen Kosten wie folgt: 1. Die Antragsgegnerin trägt die Gerichtskosten sowie ihre eigenen außergerichtlichen Kosten. 2. Die Antragsgegnerin verpflichtet sich, die außergerichtlichen Kosten aller Antragsteller – mithin auch der anwaltlich nicht vertretenen – nach folgender Maßgabe zu erstatten:
a. Ausgangspunkt ist für alle Antragsteller die Vorschrift des § 31 Abs. 1 RVG, wonach der gerichtliche Geschäftswert von € 200.000,-- unter allen Antragstellern im Verhältnis der Anzahl ihrer Anteile (nicht aller außenstehenden Aktien) aufzuteilen ist. Die Antragsteller teilen dem Gericht – sofern noch nicht geschehen – innerhalb einer Frist von drei Wochen ab Zustellung des Beschlusses mit, wie viele Aktien sie am Tag der Eintragung des Squeeze out-Beschlusses hielten. Erfolgt keine Mitteilung, wird die Anwendung in § 31 Abs. 1 Satz 3 RVG von einer gehaltenen Aktie ausgegangen. Die Regelung über den Mindestgeschäftswert von € 5.000,-- findet Anwendung. Der Vorsitzende wird nach Fristablauf eine Tabelle erstellen und allen Antragstellern übermitteln, wie hoch der für sie in Anwendung von § 31 Abs. 1 RVG der für sie maßgebliche Geschäftswert ist, aus dem die Erstattung der außergerichtlichen Kosten ermittelt wird. Erstattungsfähig ist eine 1,3-Verfahrensgebühr, nachdem eine mündliche Verhandlung nicht stattgefunden hat. Die Antragsgegnerin erstattet gegen Nachweis die durch Entbehrlichkeit des Termins möglicherweise entstehenden Kosten für die Stornierung von Tickets für die Anreise von außerhalb Münchens. b. Die Vorschrift des § 31 Abs. 2 RVG findet keine Anwendung; ein sich selbst vertretender Rechtsanwalt ist berechtigt, die Kostenerstattung – entgegen der in der Rechtsprechung insbesondere des BGH, des OLG München und dieser Kammer vertretenen Auffassung – zu beanspruchen. c. Alle Antragsteller erhalten eine 1,0 Vergleichsgebühr aus einem Vergleichswert von € 53.150,-- (2.126 außenstehende Aktien x € 25,--); dies entspricht einem Betrag von € 1.248,-netto. Die errechneten Beträge sind jeweils zuzüglich der gegebenenfalls darauf entfallenden Umsatzsteuer zu errichten. Hinsichtlich der Umsatzsteuer genügt in der Zahlungsaufforderung des Antragstellers eine Erklärung gem. § 104 Abs. 2 Satz 3 ZPO. Die Antragsteller zu 9), zu 11), zu 12), zu 13), zu 15), zu 16), zu 17) und zu 20) sind nicht zum Abzug von Vorsteuer berechtigt. 3. Die gemeinsame Vertreterin der nicht selbst als Antragsteller am Verfahren beteiligten ehemaligen Aktionäre der Etienne Aigner AG erhält eine Vergütung in Höhe von € 3.864,90 inklusive Gebühren und Auslagen zuzüglich Umsatzsteuer. 4. Die Kostenerstattungsansprüche der Antragsteller und des gemeinsamen Vertreters werden jeweils fällig und zahlbar mit Ablauf von zehn Bankarbeitstagen nach Zugang einer schriftlichen, den Vorgaben dieser Ziffer IV. entsprechenden Gebührenrechnung oder Zahlungsaufforderung des betreffenden Antragstellers bzw. seines Verfahrensbevollmächtigten oder der gemeinsamen Vertreterin (mit Angabe der Bankverbindung, einer Erklärung, ob der Antragsteller zum Vorsteuerabzug berechtigt ist und ggf. Rechnungsnummer und Umsatzsteuernummer). Die Gebührenrechnungen (ausgestellt auf die Antragsgegnerin) bzw. Zahlungsaufforderungen sind direkt bei der Antragsgegnerin über deren Verfahrensbevollmächtigte (MJP Rechtsanwälte, Maximiliansplatz 12 b, 80333 München) einzureichen. Die Antragsteller verzichten bei ordnungsgemäßer Erfüllung ihrer Kostenerstattungsansprüche aus Ziffer IV. auf die Durchführung eines Kostenfestsetzungsverfahrens.
V. 1. Mit der Erfüllung dieses Vergleichs sind alle Ansprüche der Antragsteller und der ehemaligen Aktionäre sowie des gemeinsamen Vertreters der ehemaligen Aktionäre, gleich welcher Art und gleich welchen Rechtsgrunds im Zusammenhang mit dem Spruchverfahren sowie etwaige Ansprüche nach § 327 b Abs. 2 2. Hs. AktG, erledigt und abgegolten. 2. Dieser Vergleich enthält sämtliche Abreden der Beteiligten, die zur Beilegung des Spruchverfahrens getroffen wurden; weitere Absprachen wurden nicht getroffen. Soweit solche noch zu treffen wären, bedürfen sie der Schriftform. Die Antragsgegnerin versichert, dass im Zusammenhang mit diesem Vergleich den Antragstellern und/oder ehemaligen Aktionären der Etienne Aigner AG keine Sondervorteile gewährt, zugesagt, oder in Aussicht gestellt worden sind. 3. Sollte eine Bestimmung dieses Vergleichs unwirksam sein oder werden, wird dadurch die Gültigkeit seiner übrigen Bestimmungen nicht berührt. Statt der unwirksamen Bestimmung gilt die gesetzlich zulässige Regelung, die dem in der unwirksamen Bestimmung zum Ausdruck kommenden Sinn und Zweck wirtschaftlich am Nächsten kommt. 4. Gerichtsstand für etwaige Streitigkeiten aus diesem Vergleich ist München. VI. I. Die Antragsgegnerin verpflichtet sich, diesen Vergleich auf ihre Kosten seinem wesentlichen Inhalt nach unverzüglich in der nächst erreichbaren Ausgabe des elektronischen Bundesanzeigers sowie auf der Internetplattform „AnlegerPlus News“ (www.anlegerplus.de) bekannt zu machen. Falls eine weitere Veröffentlichung erfolgen sollte, wird diese nicht in dem Druckerzeugnis „Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ)“ erfolgen. II. Der Geschäftswert wird auf € 200.000,--, der Gegenstands wert des Vergleichs auf € 53.150,-- festgesetzt.
Gründe: 1. Die Entscheidung über die Feststellung des Vergleichsin halts beruht auf § 11 Abs. 4 SpruchG. 2. Der Geschäftswert war aufgrund von § 74 GNotKG festzusetzen. Der Gegenstandswert des Vergleichs ergibt sich aus dem darin festgelegten Gesamtwert der Erhöhung, der sich aus der Multiplikation der Zahl der außenstehenden Aktien (2.126) mit dem Erhöhungsbetrag von € 25,-- ergibt. Hinsichtlich der wertpapiertechnischen Abwicklung der Nachbesserung erfolgt eine Bekanntmachung in den Wertpapier-Mitteilungen.
München, im Dezember 2015 Evi Brandl
Hansen Sicherheitstechnik AG Präambel: Die Hauptversammlung der Hansen Sicherheitstechnik AG vom 6.8.2013 fasste den Beschluss, die Aktien der Minderheitsaktionäre auf die Hauptaktionärin Kopex S.A. gegen eine Barabfindung in Höhe von € 46,92 je Stückaktie zu übertragen. Der Beschluss wurde am 7.10.2013 in das Handelsregister eingetragen. Insgesamt 70 Antragsteller – unter anderem Evelyne Voge ,Peter Jaeckel, Jür-gen Jaeckel, Ursula Jaeckel, Dipl.-Jur. Univ. Markus Jaeckel, Eckard Stauffen-berg, SdK Schutzgemeinschaft der Kapitalanleger e.V., BGW Beteiligungsge-sellschaft Watenbüttel mbH, Dr. Robert Hillmann, Olaf Neugebauer, Reinhold Zürn, Rose Zürn, Günter Köbler, SCI AG, ABS Aktiengesellschaft für Beteiligungen und Serviceleistungen, Paul und Andrea Köbler, Antje Hillmann, Dr. Cornelia Leimeister, Frank Scheunert, Armin Schulz, Tim-Philipp Hillmann, Thomas Zürn, Dr. Jan-Mathias Kuhr, Coriolix Capital GmbH, Anneliese Arendts, Phila Beteiligungs-AG, Dr. Ulrich Lüdemann, Pegnitz Nürnberger Wohnen AG, Natalia Svinova, Uwe Jännert, JKK Beteiligungs-GmbH, Fintrax Terrain- und Beteiligungs- GmbH & Co. KG, Thomas Mariotti, Christian Behn, Christian Wolff, Dipl.-Ökonom Jörg-Christian Rehling, Equipotential SE, Margarete Hö-derDieckert, BeCon AG, Feros Beteiligungen AG, Tobias Rolle, Milaco GmbH, Pentagon e.V., Reiner Ehlerding, Dr. Franz Wagner, Dr. Alexander Hess, Dipl.-Ökonom Stephan J. Gerken, Schüma GmbH & Co. KG, Jochem Müller, Georg Zerle, Margareta Scherer, Ludwig Zerle, Edwin Zerle, Karl-Walter Freitag, Dipl.-Wirtschaftsinformatiker Dieter Erwin Strobel, Ulrike Mellin, Caterina Steeg, Thomas Lüllemann, Metropol Vermögensverwaltungs- und Grundstücks GmbH – haben ein Spruchverfahren beim Landgericht München I zur Festsetzung einer angemessenen Barabfindung eingeleitet. Zur Begründung berufen sie sich vor allem darauf, die Planung der Umsätze in den einzelnen Ländern sei aus einer Vielzahl von Gründen deutlich zu pessimistisch gewesen und lasse vor allem auch hervorragende Wachstumsperspektiven vor allem in Afrika und eine Expansion nach China unberücksichtigt, während bei den Aufwendungen vor allem die Materialaufwandsquote unplausibel in der Planung angesetzt gewesen seien. Der Einbruch des Finanzergebnisses könne nicht plausibel sein. Im Terminal Value sei der Anstieg der Erfolgskennzahlen angesichts der Entwicklung in der Detailplanungsphase zu niedrig angesetzt. Der Kapitalisierungszinssatz sei deutlich zu hoch angesetzt, weil vor allem die Anwendung des (Tax-)CAPM zur Ermittlung des Risikozuschlages mit einer nach Stehle ermittelten Marktrisikoprämie von 5,5 % und der Außerachtlassung des unternehmenseigenen Beta so nicht zu rechtfertigen sei und auch der Wachstumsabschlag mit Blick auf die Inflationserwartungen zu niedrig angesetzt sei. Die Antragsgegnerin hält den in der Hauptversammlung festgesetzten Abfindungsbetrag je Aktie für angemessen. Die Umsatzplanung müsse nicht korrigiert werden, nachdem gerade auch in Afrika und China erhebliche Risiken bestünden. In Tschechien müsse mit Grubenschließungen gerechnet werden; die Planung des Umsatzwachstums für Polen in den Jahren 2014 und 2015 nach einem Rückgang in 2013 stelle sich als ambitioniert dar. Das nachhaltige Ergebnis beruhe sachgerecht auf im langfristigen Durchschnitt als erzielbar eingestuften Werten. Der Kapitalisierungszinssatz zur Abzinsung der geplanten Nettoerträge erfolge sachgerecht. Namentlich das angewandte (Tax-)CAPM mit dem Ansatz einer über eine arithmetische Mittelwertbildung abgeleiteten Marktrisikoprämie und einem aus einer Peer Group abgeleiteten Beta-Faktor stelle sich als sachgerechte Methode zur Ermittlung der Kapitalkosten und damit des Risikozuschlags dar.
Die Inflationserwartungen seien ebenfalls zutreffend in die Bewertung eingeflossen. Die Beteiligten schließen unter Aufrechthaltung ihrer jeweiligen unterschiedlichen Rechtsauffassungen zur Angemessenheit der Barabfindung und zur Vermeidung einer aufwändigen Fortsetzung des Verfahrens auf Vorschlag des Gerichts folgenden Vergleich : I. 1. Die gezahlte Barabfindung von € 46,92 je Stückaktie wird auf € 53,-- je Aktie erhöht. Der Erhöhungsbetrag von € 6,08 ist seit dem Tag der Hauptversammlung, also ab dem 6.8.2013, mit jährlich 5 Prozentpunkten über dem Basiszinssatz zu verzinsen. 2. Die sich aus Ziffer I. 1. ergebenden Zahlungsverpflichtungen sind unverzüglich und unaufgefordert durch die Antragsgegnerin zu erfüllen. Bereits geleistete Zahlungen sind anzurechnen. 3. Die Erfüllung aller sich aus den vorstehenden Regelungen ergebenden Nachzahlungsverpflichtungen ist für die ehemaligen Aktionäre der Hansen Sicherheitstechnik AG kosten-, provisions- und spesenfrei. II. Dieser Vergleich wird mit seiner Feststellung durch Beschluss gemäß § 11 Abs. 4 Satz 2 SpruchG wirksam. Mit der Feststellung ist das gerichtliche Spruchverfahren beendet. Der gemeinsame Vertreter stimmt dem Vergleich zu und verzichtet auf das Recht zur Fortführung des Verfahrens gemäß § 6 Abs. 3 SpruchG. III. Dieser Vergleich wirkt für alle ehemaligen außenstehenden Aktionäre der Hansen Sicherheitstechnik AG. Er stellt insoweit einen echten Vertrag zugunsten Dritter dar (§§ 328 ff. BGB). IV. Die Antragsgegnerin trägt die gerichtlichen und außergerichtlichen Kosten wie folgt: 1. Die Antragsgegnerin trägt die Gerichtskosten sowie ihre eigenen außergerichtlichen Kosten. 2. Die Antragsgegnerin verpflichtet sich, die außergerichtlichen Kosten aller Antragsteller – mithin auch der anwaltlich nicht vertretenen – nach folgender Maßgabe zu erstatten. a. Ausgangspunkt ist für alle Antragsteller die Vorschrift des § 31 Abs. 1 RVG, wonach der gerichtliche Geschäftswert von € 200.000,-- unter allen Antragstellern im Verhältnis der Anzahl ihrer Anteile (nicht aller außenstehenden Aktien) aufzuteilen ist. Die Antragsteller teilen dem Gericht – sofern noch nicht geschehen – innerhalb einer Frist von drei Wochen ab Zustellung des Beschlusses mit, wie viele Aktien sie am Tag der Eintragung des Squeeze out-Beschlusses hielten. Erfolgt keine Mitteilung, wird in Anwendung von § 31 Abs. 1 Satz 3 SpruchG von einer gehaltenen Aktie ausgegangen. Die Regelung über den Mindestgeschäftswert von € 5.000,-- findet Anwendung. Der Vorsitzende wird nach Fristablauf eine Ta-
belle erstellen und allen Antragstellern übermitteln, wie hoch der für sie in Anwendung von § 31 Abs. 1 RVG der für sie maßgebliche Geschäftswert ist, aus dem die Erstattung der außergerichtlichen Kosten ermittelt wird. b. Die Vorschrift des § 31 Abs. 2 RVG findet keine Anwendung; ein sich selbst vertretender Rechtsanwalt ist berechtigt, die Kostenerstattung – entgegen der in der Rechtsprechung insbesondere des BGH, des OLG München und dieser Kammer vertretenen Auffassung – zu beanspruchen. c. Vertritt ein Beteiligter außer sich selbst noch weitere Antragsteller, so wird für mehr als drei Antragsteller eine Kostenpauschale nur bezahlt, wenn diese die Zahl drei übersteigenden Antragsteller mit mindestens jeweils € 5.000,-- Abfindungswert zum Zeitpunkt der Wirksamkeit des Squeeze-Outs (vorliegend also mindestens jeweils 107 Aktien der Hansen Sicherheitstechnik AG) beteiligt waren. Es handelt sich hierbei um die nachfolgenden Antragsteller, die mit nachfolgender Aktienzahl beteiligt waren: Antragsteller zu 52): 1 Aktie, Antragsteller zu 56): 2.000 Aktien, Antragsteller zu 57) bis 60): je 250 Aktien. Die genannte Beteiligungshöhe dieser Antragsteller zum Zeitpunkt der Wirksamkeit des Squeeze-Outs wurde dem Gericht gegenüber vor Feststellung des Vergleichs durch Bankbestätigung nachgewiesen. Vertritt eine Person mehr als drei Antragsteller, ohne dass diese Voraussetzung des Abfindungswerts von mindestens jeweils € 5.000,-- erfüllt sind, so wird diese nur die Gebühren aus den drei höchsten Einzelwerten abrechnen. d. Die Antragsteller, die ausweislich des Protokolls der mündlichen Verhandlung vom 15.1.2015 im Termin persönlich oder vertreten durch einen Bevollmächtigten anwesend waren, erhalten aus dem für sie maßgeblichen Geschäftswert eine 2,5-Gebühr. Die anderen, nicht anwesenden oder vertretenen Antragsteller erhalten aus dem für sie maßgeblichen Geschäftswert eine 1,3-Gebühr. Alle Antragsteller erhalten eine 1,0 Vergleichsgebühr aus einem Vergleichswert von € 196.243,85 (32.437 außenstehende Aktien x € 6,08); dies entspricht einem Betrag von € 2.013,-- netto. e. Die errechneten Beträge sind jeweils zuzüglich der gegebenenfalls darauf entfallenden Umsatzsteuer zu errichten. Hinsichtlich der Umsatzsteuer genügt in der Zahlungsaufforderung des Antragstellers eine Erklärung gem. § 104 Abs. 2 Satz 3 ZPO. Die Antragsteller zu 9), zu 10), zu 13), zu 17) bis 19), zu 22), zu 25), zu 26), zu 28) bis 34), zu 42), zu 45), zu 64) bis 66) und zu 69) sind nicht zum Abzug von Vorsteuer berechtigt. f. Im Termin anwesende Antragsteller, die ihren Wohn- oder Kanzleisitz außerhalb des Zuständigkeitsbereichs des Landgerichts München I haben, erhalten eine einmalige Reisekostenpauschale von € 150,--. Auch wenn sie mehrere Antragsteller vertreten haben, kann dieser Betrag nur einmal verlangt werden. 3. Der gemeinsame Vertreter der nicht selbst als Antragsteller am Verfahren beteiligten ehemaligen Aktionäre der Hansen Sicherheitstechnik AG erhält eine Vergütung in Höhe von € 5.837,-inklusive Gebühren und Auslagen zuzüglich Umsatzsteuer. 4. Die Kostenerstattungsansprüche der Antragsteller und des gemeinsamen Vertreters werden jeweils fällig und zahlbar mit
Ablauf von fünfzehn Bankarbeitstagen nach Zugang einer schriftlichen, den Vorgaben dieser Ziffer IV. entsprechenden Gebührenrechnung oder Zahlungsaufforderung des betreffenden Antragstellers bzw. seines Verfahrensbevollmächtigten oder des gemeinsamen Vertreters (mit Angabe der Bankverbindung, einer Erklärung, ob der Antragsteller zum Vorsteuerabzug berechtigt ist und ggf. Rechnungsnummer und Umsatzsteuernummer). Die Gebührenrechnungen (ausgestellt auf die Antragsgegnerin) bzw. Zahlungsaufforderungen sind direkt bei der Antragsgegnerin über deren Verfahrensbevollmächtigte [Kancelaria Adwokacka Dr. Jacek Franek, ul. Panieńska 9/13, PL-03-704 Warszawa Polen] einzureichen. Die Antragsteller verzichten bei ordnungsgemäßer Erfüllung ihrer Kostenerstattungsansprüche aus Ziffer IV. auf die Durchführung eines Kostenfestsetzungsverfahrens. V. 1. Mit der Erfüllung dieses Vergleichs sind alle Ansprüche der Antragsteller und der ehemaligen Aktionäre sowie des gemeinsamen Vertreters der ehemaligen Aktionäre, gleich welcher Art und gleich welchen Rechtsgrunds im Zusammenhang mit dem Spruchverfahren sowie etwaige Ansprüche nach § 327 b Abs. 2 2. Hs. AktG, erledigt und abgegolten. 2. Dieser Vergleich enthält sämtliche Abreden der Beteiligten, die zur Beilegung des Spruchverfahrens getroffen wurden. weitere Absprachen wurden nicht getroffen. Soweit solche noch zu treffen wären, bedürfen sie der Schriftform. Die Antragsgegnerin versichert, dass im Zusammenhang mit diesem Vergleich den Antragstellern und/oder ehemaligen Aktionären der Hansen Sicherheitstechnik AG keine Sondervorteile gewährt, zugesagt, oder in Aussicht gestellt worden sind. 3. Sollte eine Bestimmung dieses Vergleichs unwirksam sein oder werden, wird dadurch die Gültigkeit seiner übrigen Bestimmungen nicht berührt. Statt der unwirksamen Bestimmung gilt die gesetzlich zulässige Regelung, die dem in der unwirksamen Bestimmung zum Ausdruck kommenden Sinn und Zweck wirtschaftlich am Nächsten kommt. 4. Gerichtsstand für etwaige Streitigkeiten aus diesem Vergleich ist München. VI. Die Antragsgegnerin verpflichtet sich, diesen Vergleich auf ihre Kosten seinem wesentlichen Inhalt nach (d.h. im Volltext ab der Präambel, jedoch ohne Nennung der Namen der Antragsteller Evelyne Vogel, Peter Jaeckel, Jürgen Jaec-kel, Ursula Jaeckel, Dipl.-Jur. Univ. Markus Jaeckel, Eckard Stauffenberg, BGW Beteiligungsgesellschaft Watenbüttel mbH, Dr. Robert Hillmann, Olaf Neuge-bauer, Paul und Andrea Köbler, Antje Hillmann, Günter Köbler, Tim- Philip Hill-mann, Dr. Jan-Mathias Kuhr, Coriolix Capital GmbH, Anneliese Arendts, Natalia Svinova, Fintrax Terrain- und Beteiligungs GmbH & Co. KG, Thomas Mariotti, Jörg-Christian Rehling, Equipotential SE, Margarete Höder-Dieckert, BeCon AG, Feros Beteiligungen AG, Reiner Ehlerding, Dr. Franz Wagner, Stephan J. Gerken, Jochem Müller, Georg Zerle, Margareta Scherer, Ludwig Zerle, Edwin Zerle,
Dipl.-Wirtschaftsinformatiker Dieter Erwin Strobel, Ulrike Mellin und Tho-mas Lüllemann, ohne Ziffer IV und ohne diesen Klammereinschub) unverzüglich in der nächst erreichbaren Ausgabe des elektronischen Bundesanzeigers sowie auf der Internetplattform „AnlegerPlus News“ bekannt zu machen. Falls eine weitere Veröffentlichung erfolgen sollte, wird diese nicht in dem Druckerzeugnis „Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ)“ erfolgen.
AnlegerPlus News 12/2015
Die neue Ausgabe der AnlegerPlus ist da! Diesmal mit spannenden Beiträgen zu MERKUR BANK KGaA, MediClin AG, Borussia Dortmund GmbH & Co. KGa...

References: § 14
 § 11
 § 6
 § 31
 § 31
 § 31
 § 31
 § 104
 § 327
 § 11
 § 74
 § 11
 § 6
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 § 104
 § 327