Source: https://www.researchgate.net/publication/224899256_Practical_Approaches_to_Family-friendly_Medical_Studies
Timestamp: 2016-02-08 02:44:16+00:00

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Practical Approaches to Family-friendly Medical Studies (PDF Download Available)
Article Practical Approaches to Family-friendly Medical Studies Hubert Liebhardt Hubert Liebhardt Universität Ulm Message author Remove suggestion Johanna Niehues Johanna Niehues Remove suggestion Joerg M Fegert Joerg M Fegert Universität Ulm Message author Remove suggestion University Hospital Ulm, Department of Child and Adolescent Psychiatry/Psychotherapy, Ulm, Germany. GMS Zeitschrift fü medizinische Ausbildung 04/2012; 29(2):Doc32. DOI: 10.3205/zma000802 Source: PubMed ABSTRACT Based on the pilot study carried out by the Office of the Dean of the Medical University of Ulm on the family-friendliness of the organisation of medical education in Ulm, this paper describes concrete measures that were designed at the university or have been partly implemented already.
More flexibility and customization are essential characteristics and prerequisites of a family-friendly medical school as part of university education structures. Flexibility and customization can be achieved by designing lesson plans and study regulations so that both childcare is assured and that in emergencies, help can be quickly offered with a minimum of bureaucracy.
More flexibility includes, amongst other things, adequate means for the individual to compensate for missed compulsory attendances and examination dates. The necessary shift in thinking and the willingness to cooperate on behalf of the management and teaching staff can be supported through the audit for family-friendliness “berufundfamilie” (job and family) or “familiengerechte hochschule” (family-friendly university), as well as strategic management tools of family-friendly corporate policies.
Supporting mechanisms such as effectively networked advice services, course progression monitoring based on data, providing a parents’ passport with a cross-semester training contract, creating more interaction between student-parents or other students through a parent community or by study pairings and finally, reliable information on and compliance with the maternity leave rules for pregnant and breastfeeding medical students can help safeguard successful studying with children. Get notified about updates to this publication Follow publication Download full-text Full-text DOI: · Available from: Joerg M Fegert Share Click to see the full-text of: Article: Practical Approaches to Family-friendly Medical Studies 8.5 MB See full-text Page 1 Praktische Ansätze für ein familienfreundlichesMedizinstudiumZusammenfassungAufderGrundlagederdurchdasStudiendekanatMedizinderUniversitätUlmdurchgeführtenPilotstudiezurfamilienfreundlichenStudienorgani-sation der medizinischen Ausbildung in Ulm werden in diesem Beitragkonkrete Maßnahmen, die an der Universität konzipiert bzw. zum Teilbereits umgesetzt wurden, beschrieben.FlexibilisierungundIndividualisierungsinddabeiwesentlicheMerkmaleund Voraussetzungen eines familienfreundlichen Medizinstudiums imRahmenuniversitärerAusbildungsstrukturen.FlexibilitätundIndividua-lisierung können dadurch erreicht werden, dass Stundenpläne undStudienordnungen so gestaltet werden, dass sowohl Kinderbetreuunggesichert ist, als auch in Notfällen schnell und unbürokratisch Hilfeangeboten werden kann.ZurFlexibilisierunggehörenu.a.adäquate,individuelleKompensations-möglichkeiten von Anwesenheitspflicht und Prüfungsterminen. DafürerforderlicheBewusstseinsveränderungundKooperationsbereitschaftenbeimFührungs-undLehrpersonalkönnendurchdasAuditzurFamilien-freundlichkeit „berufundfamilie“ bzw. „familiengerechte hochschule“,sowieeinstrategischesManagementinstrumenteinerfamilienbewusstenUnternehmenspolitik, gefördert werden.UnterstützendeInstrumente,wieeineffektivvernetztesBeratungswesen,ein datengestütztes Studienverlaufsmonitoring, die Ausgabe eines El-ternpassesmiteinemsemesterübergreifendenAusbildungsvertrag,dieSchaffung von mehr Austausch zwischen studierenden Eltern bzw. an-deren Studierenden durch eine Elterncommunity bzw. durch Lerntan-dems und schließlich die verlässliche Aufklärung und Einhaltung derMutterschutzregelungen für schwangere und stillende Medizinstuden-tinnen flankieren ein gelingendes Studium mit Kind(ern).Hubert LiebhardtJohanna NiehuesJörg M. Fegert1111 Universitätsklinikum Ulm,Kinder- undJugendpsychiatrie /Psychotherapie, Ulm,DeutschlandSchlüsselwörter: Karriereplanung, Familienforschung,Familienfreundlichkeit, Medizinstudium, VereinbarkeitEinleitungIm vorliegenden Beitrag werden konkrete Maßnahmenbeschrieben,dieaufderGrundlagederUlmerPilotstudiezum Medizinstudium mit Kind(ern) [1] und der Baden-Württemberg Studie zum familienfreundlichen Studiumin der Medizin [2], [3], [4] in Kooperation mit dem Kom-petenznetzLehreBaden-Württembergwww.medizin-bw.de)[5]undimAuftragdesMinisteriumsfür Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württem-berg entwickelt und exemplarisch an der Universität Ulmkonzipiert und zum Teil bereits umgesetzt wurden.Trotz hoher curricularer und familiärer Belastungen istein Medizinstudium mit Kind(ern) durchaus realisierbar[6], [7]. Es müssen allerdings verbindliche und nachvoll-ziehbareLösungsansätzezurFlexibilisierungdesCurricu-lums und Kompensation von Lehr- und Prüfungsleistun-gen gegeben sein. Konkrete Maßnahmen, die einerdringenden Umsetzbarkeit bedürfen, sind dafür unteranderemdieSensibilisierungderstudierendenElternfür(http://universitäre Beratungsleistungen, eine individuelle undflexiblePlanungdesSemestersinFormvonindividuellenStudien- und Familienleistungen, ein individuelles Ver-laufsmonitoring [8], [9], die Verlegung der Pflichtkurse indie Kernarbeitszeit sowie die Ausweitung der Öffnungs-zeiten der Kinderbetreuungseinrichtungen. In summa:dasStudiummussindividualisierterundflexiblergestalt-bar werden.Auch der wissenschaftliche Beirat für Familienfragenbeim Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauenund Jugend widmet in der 2. Auflage des Gutachtens„Ausbildung, Studium und Elternschaft“ der Hochschul-medizin ein Kapitel und weist mit Dringlichkeit daraufhin, dass mehr familienfreundliche Maßnahmen im Ge-sundheitswesen erforderlich sind [10]. Im Gesundheits-wesen,insbesonderefürdiedringendeNachwuchsförde-rung in der Medizin, sind die Weichen für die Familien-freundlichkeit und die Vereinbarkeitsfrage bereits in dermedizinischenAusbildungzustellen[11].DiePolitik,dasHochschulmanagement und die Universitätsmedizin in1/16 GMS Zeitschrift für Medizinische Ausbildung 2012, Vol. 29(2), ISSN 1860-3572ForschungsarbeitThis is the original (German) version.The translated (English) version starts at p. 9.OPEN ACCESSFamilienmedizin Page 2 Deutschland sind gleichermaßen gefordert, durch denAusbau von Serviceleistungen, vor allem auch im letztenDrittel des Medizinstudiums, verlässliche, flexible undindividuelleLösungenanzubieten[12].Auchindeneuro-päischen Nachbarländern werden die Schwierigkeitenbezüglich Vereinbarkeit von Arztberuf und Familie disku-tiert [13], [14], [15], [16].Auditierung„Familienfreundlichkeit“Seit 2008 sind die Universität als auch das Universitäts-klinikumUlmnachdemAudit„familiengerechtehochschu-le“ bzw. „berufundfamilie“ der berufundfamilie gGmbHderHertiestiftung(http://www.berufundfamilie.de)zerti-fiziert sowie 2011 reauditiert worden. Erste Erfahrungenin Ulm zeigen, dass die Auditierung kontinuierliche Be-wusstseinsveränderungen angestoßen hat, auch wennnochnichtallegeplantenMaßnahmenzurVerbesserung,beispielsweisederKinderbetreuungsinfrastruktur,umge-setzt werden konnten (http://www.uniklinik-ulm.de/struktur/karriere/stellenangebote/audit-beruf-und-familie.html). Die Auditierung bringt sowohl die universi-täre Leitungsebene als auch die betroffenen Eltern, obStudierende oder Mitarbeitende, in eine günstigere Aus-gangslage, konzeptuelle Umsetzungen zu ermöglichen,unterstützendeMaßnahmenzuformulierenbzw.entspre-chende Finanzierungshilfen zu erhalten.Eine Internetrecherche der Medizin führenden Universi-täten in Deutschland zeigt, dass Universitäten zwar zu66,7%, Universitätsklinika aber nur zu 30,6% auditiertsind.Karriereberatungsstellen(91,7%)bzw.Familienser-vicestellen (83,3%) sind an den Universitäten eher vor-handen als an Universitätsklinika (11,1%) (siehe Abbil-dung1).Auffälligist,dassandenUniversitätenfürKinderaller Altersgruppen zwar vielseitige Betreuungsangebotebestehen, familienfreundliche Maßnahmen, wie z.B.Wiedereinstiegsprogramme,flexibleArbeitszeiten,arbeits-zeitreduzierte Modelle oder Telearbeitsmöglichkeitenaber kaum vorhanden sind. Von den 77 AkademischenLehrkrankenhäusern in Baden-Württemberg haben nurvier Kliniken das Zertifikat „berufundfamilie“ (5,2%); nurvereinzelt werden betriebseigene Kinderbetreuungsstät-ten angeboten (siehe Abbildung 2).Netzwerk „Beratung studierenderEltern“Universitäre Beratung studierender Eltern beschränktsich nicht mehr nur auf die von der Hochschule angebo-tenenDienste,sondernerfährteinezunehmendeAuswei-tunghinzurBedarfsorientierungauchfürEinzelpersonen.Auffällig ist, dass die Hochschule von einer Vielfalt anBeratungsleistungenundZuständigkeitengeprägtist,diefür die Betroffenen oftmals nicht transparent undselbsterklärend sind. Der Beratungsbedarf studierenderEltern oder schwangerer Studentinnen umfasst z.B. eineVielzahl von Themenkomplexen. Themen der BeratungsindFragenzurKinderbetreuung,zucurricularenAngele-genheiten,zurTeilbarkeitdesStudiums,zurStudienfinan-zierung, zu rechtlichen Angelegenheiten, zu Schwanger-schaft und Mutterschutz, sowie zur Wohnungssuche [1],[2], [17], [18], [19].Die entsprechenden Beratungs- wie Entscheidungskom-petenzen und Hilfsangebote liegen zentral bei den jewei-ligen Fachdiensten. Problematisch ist dabei vor allem,dass Beratungsleistungen mit konkreten - aber anderenOrtes lokalisierten - Hilfs- und Dienstangeboten (z.B.Einteilungshilfen, Bescheinigungen) verknüpft sind, wo-durch weite Laufwege entstehen können. Eine zentraleClearing-Stelle, beispielsweise die Verwaltungsstelle derStudiengebühren, könnte die Funktion eines Lotsenübernehmen (siehe Abbildung 3), wobei die Dienstestärker miteinander vernetzt, fachliche Zuständigkeitenklarabgegrenzt,Sprechzeitensynchronisiertundräumli-che Zusammenlegungen punktuell, beispielsweise für„Elternsprechstunden“, ermöglicht werden sollten. DieTransparenzderDienstenachaußensolltegewährleistetsein. Ein in dieser Hinsicht richtungsweisender Familien-service wurde jetzt an der Universität Ulm etabliert, deralsSchnittstellezwischendenverschiedenenuniversitär-en und außeruniversitären Partnern fungiert.Beratung sollte des Weiteren evidenzbasiert erfolgen,wasbedeutet,dassaufderGrundlageempirischerfassterBefunde Entscheidungen zum weiteren Studienverlaufgeschehenmüssen[20].DieimFolgendendargestelltenersten Umsetzungsversuche in der medizinischen Studi-enfachberatung haben sich bereits bewährt, indem dieNachfragenachBeratungsgesprächenzugenommenhat.EmpirischeGrundlagenermöglichenesdabei,Studieren-de mit Kind(ern) bzw. mit Kinderwunsch so zu beratenund ggf. einzuteilen, dass eine Familiengründung schonwährend des Studiums möglich werden kann.DasStudiumderMedizinmiteinemhohenVerschulungs-grad ist sehr starr und unflexibel [1]. Den Studierendenbleiben kaum Spielräume für individuelle zeitliche oderinhaltliche Schwerpunktsetzungen. Die Studienplanungwird auch dadurch erschwert, dass die konkreten Infor-mationenzudenjeweiligenSemestern(z.B.Rotationsplä-ne, Einteilungen) erst kurzfristig bereitgestellt werden.FürdieVereinbarkeitvonStudiumundFamiliesindjedochlängerfristige Planungsabschnitte erforderlich. An derMedizinischen Fakultät in Ulm wird Studierenden mitKind(ern) routinemäßig bereits seit 8 Jahren eine vorge-zogene Kurseinteilung angeboten.StudienverlaufsmonitoringDas Konzept des Studienverlaufsmonitoring [8] be-schreibt ein Instrument zur Begleitung individueller Stu-dienverläufe,dassichandenLebenslagenderStudieren-den orientiert [21] (siehe Abbildung 4).Angelehnt an Pixner [22] wird in Ulm ein IT-gestütztesMonitoring (Notenverwaltungssystem, Online-Anmelde-system Corona) durchgeführt. Eine Beobachtung von2/16 GMS Zeitschrift für Medizinische Ausbildung 2012, Vol. 29(2), ISSN 1860-3572Liebhardt et al.: Praktische Ansätze für ein familienfreundliches Medizinstudium... Page 3 Abbildung 1: Familienfreundliche Maßnahmen an deutschen Medizin führenden UniversitätenStudienverläufendurchdieStudienfachberatungunddieBemessung des Arbeitsaufkommens im Studium sindaufgrund steigender „Verschulung“ des Studiums, derZunahmedesFächerspektrumsinderMedizinausbildung,sowiederraschencurricularenVeränderungennotwendiggeworden.EinsystematischesStudienverlaufsmonitoringkann helfen, die Individualberatung von Studierendenmit Kind(ern) durch die Studienfachberaterinnen und -berater bezogen auf die Komplexität und Vernetztheitder Lebens- und Studiensituation zu verbessern.Beratung sollte eine lebensbegleitende Perspektive ein-nehmen und die Ziel- bzw. „Risikogruppen“ mit ihren be-stimmten Problemlagen stärker berücksichtigen [23].Eine evidenzbasierte Längsschnittberatung bietet hierdenstudierendenElterneinekontinuierlicheSupervisionüberdengesamtenStudienverlaufdurchdieStudienfach-beratung an. Das freiwillige StudienverlaufsmonitoringfürstudierendeElternbasiertaufeinerfundiertenAnalyseder Studienverlaufsdaten (Erfassung von Daten zur Le-benssituation:AngabenzurPerson,AngabenzuKind(ern),Wohnort, Anfahrtsdauer, familiäre und institutionelleKinderbetreuung,bevorzugteKursumfang, Leistungsniveau, kurzfristige, mittelfristigeund langfristige Zeitbudgetplanung u.a.) und beinhaltetsemesterweise ein Begleitgespräch. Der Studienverlauf,darunter ist die Teilnahme an Pflichtlehrveranstaltungenund Prüfungen zu verstehen, wird bedarfsorientiert ge-steuertundindividuellangepasst,sodassdieStudienbe-lastung mit Familienpflichten verträglich ist.Kurszeiten,leistbarerElternpassDer Elternpass ist eine Chipkarte, die allen studierendenEltern zur Verfügung gestellt werden könnte (siehe Abbil-dung 5).Abbildung 5: Elternpass der Universität UlmMit dem Elternpass können der Zugang zu infrastruktu-rellenVergünstigungenundorganisatorischeHilfestellun-generleichtertwerden.UniversitäreDienstleistungenfürFamilien (z.B. Nutzung von Familienparkplätzen, Mitbe-nutzung des Klinikshuttles, elektronische Türöffnung fürFamilienzimmer,AusnahmeregelungenderPrüfungsord-nung,vorgezogeneKursanmeldung,Lerntandem-Vermitt-lung), können in bevorzugter Weise in Anspruch genom-men werden. Dem Elternpass sollte eine detaillierteDarstellung der Sonderbedingungen für studierende El-tern beigelegt werden, welche die Lehrenden und übrigeuniversitäre Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen über diebesondereSituationderstudierendenElternaufklärtundHandlungsrichtlinienzurProblemlösungbietet.Außerdemkönnte bei Konfliktsituationen im Lehrbetrieb ein Eltern-pass helfen, die Rechte von studierenden Eltern klarzu-3/16 GMS Zeitschrift für Medizinische Ausbildung 2012, Vol. 29(2), ISSN 1860-3572Liebhardt et al.: Praktische Ansätze für ein familienfreundliches Medizinstudium... Page 4 Abbildung 2: Familienfreundliche Maßnahmen an Akademischen Lehrkrankenhäusern in Baden-Württembergstellen.FamilienfreundlichwirdeineUniversitäterstdann,wenn Familien auf dem Campus zur Selbstverständlich-keit geworden sind und Studierende mit Kind(ern) nichtmehr als „Bittsteller“ auftreten müssen. Das Konzept„Elternpass“ wird derzeit in den zuständigen Stellen ander Universität Ulm evaluiert und diskutiert.Fakultätsinterner„Ausbildungsvertrag“Als weitere Unterstützung des Studiendekan(at)s kanneinfakultätsinterner„Ausbildungsvertrag“zwischenStu-dierendemundStudiendekan,basiertaufdenDatendesStudienverlaufsmonitorings, abgeschlossen werden. EinAusbildungsvertrag wird jeweils für ein Studienjahr und4/16 GMS Zeitschrift für Medizinische Ausbildung 2012, Vol. 29(2), ISSN 1860-3572Liebhardt et al.: Praktische Ansätze für ein familienfreundliches Medizinstudium... Page 5 Abbildung 3: Netzwerkmodell beratender DiensteAbbildung 4: Studienverlaufsmonitoringim Bedarfsfall auch über einen längeren Zeitabschnitt(Studienabschnittsplanung)vereinbart.MitlängerfristigenAusbildungsverträgenerhaltenStudierendeeinedefinitivePlanungssicherheitfürdenStudienverlaufbeispielsweisefür Famulaturen, Praktika, Doktorarbeit oder familiäreAngelegenheiten (z.B. Kinderbetreuungswechsel mitPartneroderGroßeltern,Schuleintrittsphase).Sonderkon-ditionen für studierende Eltern sind jedoch nur im Ein-klangmitdemGleichbehandlungsgrundsatzzuvertreten,denn Anforderungen an Anwesenheitspflicht oder Prü-fungsleistungen müssen für alle Studierenden gleicher-maßen gelten.Mutterschutzrichtlinien undAufklärungsarbeitUnsere Studien [1], [2] haben gezeigt, dass die Universi-täten und die Universitätsklinika in Baden-Württembergbisher keine standardisierten Mechanismen oder Bera-tungsangebote zur Einhaltung des gesetzlichen Mutter-schutzes für studierende Eltern in der Medizin haben,auch wenn der Gesetzgeber klare Vorgaben zu Mutter-schutzbestimmungen im Studium erwartet (§ 3 Abs. 1,§ 6 Abs. 1 des Gesetzes zum Schutz der erwerbstätigenMutter (Mutterschutzgesetz - MuSchG) und § 15 Abs. 1bis 3 des Bundeselterngeld- und Elternzeitgesetzes(BGBl)). In Zukunft sollten alle Studentinnen zu Beginnund im Laufe ihres Studiums über die Gefährdungen inder Schwangerschaft bzw. Stillzeit im medizinischen Be-5/16 GMS Zeitschrift für Medizinische Ausbildung 2012, Vol. 29(2), ISSN 1860-3572Liebhardt et al.: Praktische Ansätze für ein familienfreundliches Medizinstudium... Page 6 Abbildung 6: Meldeverfahren bei schwangeren PJ-Studentinnenreich aufgeklärt werden [24] z.B. Gefahrenstoffe inpraktischen Übungen. Für schwangere Studentinnen imPraktischenJahrhatdasUniversitätsklinikumUlmbereitseinanalogesVerfahrenzudemfürschwangereÄrztinnenentwickelt (siehe Abbildung 6).KritischbetrachtetwerdendiegesetzlichenMutterschutz-bestimmungen vom Deutschen Ärztinnenbund, denn siesprächeneinpauschalesTätigkeitsverbotausundließenkeine individuelle Risikoreduktion zu [10], was teilweiseauch für medizinische Praktika zutrifft. Im Falle derSchwangerschaft einer Studentin sollte daher, um einezurigideundüberzogeneAuslegungdesMutterschutzeszu verhindern, eine universitäre Schwangerschaftsbera-tung evtl. in Kooperation mit der Schwangerschaftsbera-tungsstelle der Stadt Ulm erfolgen, in der auch über dierelevanten Gefährdungsbeurteilungen für jeden Arbeits-bereichaufgeklärtwird.DieseliegendemUniversitätskli-nikum als Ressource vor. Eine systematische Aufklärungdurch die Studienfachberatung erfolgt über die jährlichzentral organisierte Sicherheitsbelehrung und -beratungundanhandeinesLeitfadenszuMutterschutzbestimmun-gen. Eine Informationsplattform (Lernplattform Moodle)mitInformationenzuLimitationeninderAusbildungdurchdasgesundheitlicheRisikoinderSchwangerschaftstehtStudierenden und Lehrenden zur Verfügung (https://www.lernplattform.medizin.uni-ulm.de/moodle).ElterncommunityStudierende Eltern kämpfen oftmals mit Kontaktverlustzu Kommilitoninnen und Kommilitonen, wobei dies starkvon der Individualitätund der jeweiligen Lebenssituationder einzelnen Person abhängig ist [1]. Gründe hierfürliegen einerseits in der Einschränkung des „typischenStudentenlebens“ und den durch die Familiengründungverursachten Rückzug auf familiäre Pflichten. Anderer-seits finden die Studierenden mit Kind(ern), meist älteralsderDurchschnittallerMedizinstudierenden[1],weni-gerAnschlussandiejüngeren,inderRegelzeitStudieren-den und werden durch die Familienphase aus ihrer ur-sprünglichenStudierendenkohorteabgetrennt,wennsiezueinemspäterenZeitpunktdasStudiumwiederaufneh-men. Familienorientierte Lerngruppen entwickeln sicheher im universitär-familiären Umfeld, beispielsweisedurch Begegnungen am Rande der Kinderkrippe beimAbholen oder Bringen des Kindes/der Kinder [1].DieEntwicklungeiner„Elterncommunity“istbeispielswei-sedenkbardurchBildungeines„UniUlm-Familiennetzes“,das als Begegnungsstätte von Studierenden aber auchAngestelltenmitKind(ern)dienenkönnte.ZudemkönntenVeranstaltungen für Familien an der Universität angebo-ten werden („UniUlm-FamilyDay“). Eine Elterncommunitykönnte auch dazu beitragen, die soziale Einbindung andasuniversitäreLebenzuverbessernundBarrierenauchvon Studierenden ohne Kinder abzubauen.NebenfamilienorientiertenVeranstaltungenistderAufbaueinerInternet-Begegnungsstättewünschenswert.AufderLernplattform Moodle wurde für Medizinstudierende mitKind(ern) ein Chatforum eingerichtet, auf der der Aus-tauschunterStudierendenmitKind(ern)oderStudieren-den mit Kinderwunsch gefördert wird.Lerntandembörse: Lernbegleitungin den ÜbergängenEine kritische Studienphase stellen Übergänge dar, diebei studierenden Eltern durch eine mögliche Unterbre-chung des Studiums oder nach einer Berufsausbildungaufgrund der Familienphase zustande kommen. DerEinstieg in ein akademisches Studium mit den universi-tären Lehr- und Lernformen ist insbesondere für Studie-rende, die eine andere berufliche Ausbildung vor demStudiumabsolvierthaben[1],[2],eineschwierigePhase,vor allem auch dann, wenn bereits Kinder vorhandensind.StudierendenElternsolltedahereineLernbegleitungin solchen Wiedereinstiegsphasen angeboten werden.Denkbar sind Lerntandems zwischen Studierenden mitund ohne Kind(er). Selbstorganisierte studentischeLerngruppensindsehrzeitintensivunderforderntermin-licheAbsprachen,diestudierendeElternbeieinergröße-ren Lerngruppe nicht einhalten können. Das Modell„Lerntandem“ hätte den Vorteil, dass Termine zwischenzwei Personen leichter vereinbar sind, die Tandems flexi-belkoordiniertwerdenkönnenundauchüberdasLernenhinaus sich gemeinsam die Aufgaben im Studium geteiltwerden können. Idealerweise wäre das Ergebnis eineWin-Win-Situation für beide Seiten. Das Konzept „Lern-tandem“ ist derzeit noch nicht realisiert.Informationsplattform fürAusbildungsstättenWird im Internet mit http://www.google.de nach demStichwort „Studieren mit Kind“ gesucht, so finden sichca. 187.000 Ergebnisse, eine Reihe von privaten Bera-tungsinitiativen neben den Informationsangeboten derHochschulen,StudentenwerkeundMinisterien.Einschlä-gige Webseiten sind in Abbildung 7 zusammengefasst.6/16 GMS Zeitschrift für Medizinische Ausbildung 2012, Vol. 29(2), ISSN 1860-3572Liebhardt et al.: Praktische Ansätze für ein familienfreundliches Medizinstudium... Page 7 Abbildung 7: Einschlägige Webseiten für Studierende mitKind(ern) [25.02.2011]Alle aufgeführten Internetplattformen informieren dieZielgruppe „Studierende mit Kind(ern)“ rund um die Ver-einbarkeit von Studium und Familie mit Themen zur Fi-nanzierung und staatliche Förderung, zur Kinderbetreu-ung, zum Beratungswesen sowie zu gesetzlichen Rege-lungen (z.B. Beurlaubung, Fristverlängerungen). SpeziellfürdieMedizinbietenViaMedici(http://www.thieme.de/viamedici/medizinstudium/studium_kind/)undvereinzel-te Medizinische Fakultäten, z.B. Berlin, Hannover,Frankfurt, Köln, Ulm ausführliche Informationen zumMedizinstudiummitKindan.DieGoogle-Suchergebnisse[8.070 Treffer, 25.02.2011] nach „Medizinstudium mitKind“verweisenmehrfachaufdieInitiativederUniversitätUlm und deren Publikationen.In Kooperation mit dem Ministerium für Wissenschaft,Forschung und Kunst Baden-Württemberg soll bis Juli2011eineInternetplattformzumStudierenmitKind(ern)in den Gesundheits- und Naturwissenschaften speziellfür die Zielgruppen „Ausbildungseinrichtungen und Leh-rende“aufderGrundlagederbereitsbestehendenminis-teriellen Studierendeninformationsplattformwww.studieren-mit-kindern.de/)aufgebautwerden.Inhal-te der Plattform umfassen die medizinisch-naturwissen-schaftlichen Besonderheiten, die zu beachten sind (u.a.Mutterschutzbestimmungen und Gefährdungen in derSchwangerschaft,Gefährdungsbeurteilungeneines(klini-schen) Praktikums, z.B. Stationsarbeit, OP-Betrieb). Au-ßerdem sollen Fragen zur curricularen und rechtlichenAusgestaltung eines familienfreundlichen Lehr- und For-schungsbetriebs erörtert werden, denn vor allem in derMedizin, wo meist das zeitintensive Studium mit For-schungsaktivitätenimRahmeneinerDoktorarbeitkombi-niert wird, braucht es flexible und individuelle Lösungen,dieaufeinerPlattformexemplarischbeschriebenwerdenkönnen.(http://Curriculare und rechtlicheAbwägungenCurriculareProblemefürstudierendeElternergebensichdurch den hohen Verschulungsgrad und den starrenWochenstundenplan. Veranstaltungen oder PrüfungenandenRändernderKernzeiten(9.00-16.00Uhr)erschwe-ren die Organisation der Kinderbetreuung. Zwei DrittelderbefragtenstudierendenElternwünschenVormittags-unterricht [1], [2]. Klinische Blockpraktika sind meist alsganztägige und nicht in Teilzeit absolvierbare Praktikaorganisiert.Zeitlichisolierte,ohneanPflichtveranstaltun-genangebundeneVorlesungenerschwerendasStudiumgenausowie stundenweise freie Zeitfenster im Tagesver-lauf. Meist vorklinische Kurse finden durch die festste-henden Versuchsaufbauten an wechselnden Wochenta-gen im Rotationsprinzip statt und machen Kinderbetreu-ungschwererrealisierbar.KurspläneundEinteilungslistenwerden knapp vor Semesterbeginn veröffentlicht. Wün-schenswert ist eine Bekanntgabe zum Ende des Vorse-mesters. Eine vor allem für den theoretischen Unterrichtgeeignete Methode, ist der Einsatz von webbasiertemLernen. An der Universität Ulm werden mittlerweile viel-fachVorlesungsaufzeichnungenangefertigt,diezugangs-beschränkt über die Lernplattform Moodle zugänglichsind.DieinderStudienordnungvorgegebeneSemesterreihen-folgeundZugangsvoraussetzungenzuLehrveranstaltun-gen verzögern u.U. das Studium, wenn Eltern nicht alleVeranstaltungen in der vorgegebenen Reihenfolge imvollen Umfang absolvieren können. Die vorgeschriebeneMindestanwesenheitspflicht bringt studierende Eltern,gerade in Notfallsituationen, z.B. bei Krankheit des Kin-des, in Schwierigkeiten. Eine alternative Lösung sindKompensationsmöglichkeiten in Form von Nachholmög-lichkeitenvonFehlterminenoderPrüfungsleistungen.DieFehlzeitregelung im Praktischen Jahr mit maximal 20Fehltagen berücksichtigt nicht die Krankheitstage fürKinder, wie im SGB Fünftes Buch §45 für versicherungs-pflichtige Beschäftigte vorgeschrieben (10 Tage bzw. 20Tage bei Alleinerziehenden). Schließlich sind die nicht-universitärenAusbildungsteile(Pflegepraktikum,Famula-tur) nur in den Semesterferien und nicht in Teilzeit absol-vierbar (ÄAppO §6,1 und §7,4).FazitDie Stichworte eines familienfreundlichen CurriculumssindFlexibilisierungundIndividualisierungvonStudienab-läufen. Verschiedene flankierende Maßnahmen erleich-tern die Vereinbarkeit von Medizinstudium und Familie,ohne die inhaltlichen Studienanforderungen für studie-rendeElternzuminimieren.NebenderVerbesserungderInfrastruktur der Beratungsdienste mit verlässlichen In-strumenten,wie.z.B.Elternpass,Studienverlaufsmonito-ring, Ausbildungsvertrag etc., und der Kommunikations-struktur studierender Eltern (z.B. Elterncommunity viaInternet,Lerntandems)solltendieWochenstundenplänemodifiziert werden. Alternativgruppen in Kernzeiten,idealerweisevormittags,solltenroutinemäßigangebotenwerden. Eine frühzeitige Bekanntgabe von Rotationsplä-nen macht eine Planung der Vereinbarkeit verlässlich.EineKompensationsregelungfürFehlzeitenoderPrüfungs-leistungenerhöhtdieFlexibilitätundsollteindenStudien-ordnungen explizit benannt werden. Schließlich ist dasAuditzurFamilienfreundlichkeitsehrzuempfehlen,wenndie Bildungsträger in der Universitätsmedizin eine Be-wusstseinsänderung, die auch an die traditionellen Rol-lenverteilungen rüttelt, zulassen möchte.7/16 GMS Zeitschrift für Medizinische Ausbildung 2012, Vol. 29(2), ISSN 1860-3572Liebhardt et al.: Praktische Ansätze für ein familienfreundliches Medizinstudium... Page 8 InteressenkonfliktDie Autoren erklären, dass sie keine Interessenkonflikteim Zusammenhang mit diesem Artikel haben.Literatur1. Liebhardt H, Fegert JM. Medizinstudium mit Kind:Familienfreundliche Studienorganisation in der medizinischenAusbildung. Lengerich: Pabst Sciences Publisher; 2010.2. Niehues J, Prospero K, Liebhardt H, Fegert JM.FamilienfreundlichkeitimMedizinstudiuminBaden-Württemberg.ErgebnisseeinerStudie.GMSZMedAusbild.2012;29(2):Doc33.DOI: 10.3205/zma0008033. Liebhardt H. Wie können Medizinstudium und Arztberuffamilienfreundlicher werden? 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Ergebnisse der 18.Sozialerhebung des Deutschen Studentenwerks. Bonn/Berlin:Hochschul-Informations-System; 2008.19.Middendorff E, Weber S. Studentischer Bedarf an Service- undBeratungsangeboten-AusgewählteempirischeBefunde.ZBeratStudium. 2006;1:53-58.20.Winteler A, Forster P. Wer sagt, was gute Lehre ist?Evidenzbasiertes Lehren und Lernen. Hochschulwes.2007;55:102-109.21.Kurscheid C. Das Problem der Vereinbarkeit von Studium undFamilie. Eine empirische Studie zur Lebenslage KölnerStudierender. Münster: LIT-Verlag; 2005.22.Pixner J. IT-gestütztes Monitoring von StudienverlaufsdatenErfahrungenausdemPilotprojekt.In:JägerM,SandersS(Hrsg).Modularisierung und Hochschulsteuerung - AnsätzemodulbezogenenMonitorings.Hannover:Hochschul-Informations-System; 2009. S.43-50.23.Sixt A, Weber PC. Beratung in lebensbegleitender Perspektive.Neue Herausforderungen für Hochschuleund Beratung. Z BeratStud. 2007;2:7-12.24.Meier-GräweU.Modellprojekt"StudierenundForschenmitKind":Abschlussbericht.Gießen:Justus-Liebig-UniversitätGießen;2008.Korrespondenzadresse:Dr. Hubert LiebhardtUniversitätsklinikum Ulm, Kinder- undJugendpsychiatrie/Psychotherapie, Steinhövelstraße 5,89075 Ulm, Deutschland, Tel.: +49 (0)731/500-61648,Fax: +49 (0)731/500-61796hubert.liebhardt@uniklinikum-ulm.deBitte zitieren alsLiebhardt H, Niehues J, Fegert JM. Praktische Ansätze für einfamilienfreundliches Medizinstudium. GMS Z Med Ausbild.2012;29(2):Doc32.DOI: 10.3205/zma000802, URN: urn:nbn:de:0183-zma0008020Artikel online frei zugänglich unterhttp://www.egms.de/en/journals/zma/2012-29/zma000802.shtmlEingereicht: 15.03.2011Überarbeitet: 25.07.2011Angenommen: 22.09.2011Veröffentlicht: 23.04.2012Copyright©2012 Liebhardt et al. Dieser Artikel ist ein Open Access-Artikel undsteht unter den Creative Commons Lizenzbedingungen(http://creativecommons.org/licenses/by-nc-nd/3.0/deed.de).Erdarfvervielfältigt, verbreitet und öffentlich zugänglich gemacht werden,vorausgesetzt dass Autor und Quelle genannt werden.8/16 GMS Zeitschrift für Medizinische Ausbildung 2012, Vol. 29(2), ISSN 1860-3572Liebhardt et al.: Praktische Ansätze für ein familienfreundliches Medizinstudium... Page 9 Practical Approaches to Family-friendly Medical StudiesAbstractBased on the pilot study carried out by the Office of the Dean of theMedical University of Ulm on the family-friendliness of the organisationof medical education in Ulm, this paper describes concrete measuresthat were designed at the university or have been partly implementedalready.More flexibility and customization are essential characteristics andprerequisites of a family-friendly medical school as part of universityeducation structures. Flexibility and customization can be achieved bydesigning lesson plans and study regulations so that both childcare isassured and that in emergencies, help can be quickly offered with aminimum of bureaucracy.Moreflexibilityincludes,amongstotherthings,adequatemeansfortheindividual to compensate for missed compulsory attendances and ex-amination dates. The necessary shift in thinking and the willingness tocooperate on behalf of the management and teaching staff can besupported through the audit for family-friendliness “berufundfamilie”(job and family) or “familiengerechte hochschule” (family-friendly uni-versity),aswellasstrategicmanagementtoolsoffamily-friendlycorpor-ate policies.Supportingmechanismssuchaseffectivelynetworkedadviceservices,course progression monitoring based on data, providing a parents’passportwithacross-semestertrainingcontract,creatingmoreinterac-tion between student-parents or other students through a parent com-munity or by study pairings and finally, reliable information on andcompliance with the maternity leave rules for pregnant and breastfeed-ing medical students can help safeguard successful studying with chil-dren.Hubert LiebhardtJohanna NiehuesJörg M. Fegert1111 University Hospital Ulm,Department of Child andAdolescentPsychiatry/Psychotherapy,Ulm, GermanyKeywords: Career planning, family research, career-family balance,medical educationIntroductionIn this paper, concrete measures are described whichweredevelopedandpartlyimplementedattheUniversityof Ulm on the basis of the Ulm pilot study on StudyingMedicine with a Child [1] and the Baden-WürttembergstudyonFamily-friendlyMedicalStudies[2],[3],[4].Thiswas done in cooperation with the teaching competencenetworkBaden-Württemberg(http://www.medizin-bw.de)[5] and on behalf of the Ministry for Science, Researchand the Arts of Baden-Württemberg.Despite high curriculum and family responsibilities, at-tendingmedicalschoolwithchildrenisquitefeasible[6],[7]. However, it requires binding and verifiable solutionsto improve the flexibility of the curriculum and for com-pensating for missed teaching and examinations. Con-crete measures that require an urgent implementationare,amongstotherthings,makingstudentparentsawareof university advice services, individual and flexibleplanning of the semester in the form of individualisedstudy and family services, individual course monitoring[8], [9], moving the compulsory attendance courses tocore working hours and extending the opening hours ofchildcare facilities. In a word, studying must be designedto suit individuals and to be more flexible.The scientific Advisory Council for Family Affairs at theFederalMinistryforFamilyAffairs,SeniorCitizens,Womenand Youth has dedicated a chapter to university levelmedical studies in their second edition of the report“Training, Studying and Parenting” and points out theurgentneedformorefamily-friendlypoliciesinhealthcare[10]. In healthcare, the issues of family-friendliness andcompatibility must be tackled at the undergraduate levelto support the urgently needed young scientists in medi-cine [11]. Politics, university management and medicalschools in Germany are equally called upon to offer reli-able, flexible and individual solutions by expanding ser-vices, especially in the last third of medical studies [12].Germany’sneighboursarealsodiscussingthedifficultiesof reconciling a career in medicine and family [13], [14],[15], [16].9/16GMS Zeitschrift für Medizinische Ausbildung 2012, Vol. 29(2), ISSN 1860-3572Research articleThis is the translated (English) version.The original (German) version starts at p. 1.OPEN ACCESSmedicine Page 10 Auditing Family-friendlinessSince 2008, the University and the University Hospital ofUlm have been certified, and re-certified in 2011, by theaudit “familiengerechte hochschule” and “berufundfam-ilie” through the berufundfamilie gGmbH of the Hertiefoundation(http://www.berufundfamilie.de).Initialexper-iencesinUlmshowthatcontinuousauditinghasinitiatedcontinuouschangesinthinking,evenifnotalltheplannedmeasures for improvements, such as the childcare infra-structure,have been implementedwww.uniklinik-ulm.de/struktur/karriere/stellenangebote/audit-beruf-und-familie.html). The auditing puts both theuniversity structures and the affected parents, whetherstudents or employees, into a more favourable startingposition which allows new concepts to be implemented,supportivepoliciestobeformulatedandaccesstoappro-priate funding.A web-search of leading medical universities in Germanyshows that although 66.7% of universities are audited,only30.6%ofuniversityclinicsare.Careeradvicecentres(91.7%) and family service offices (83.3%) are more fre-quently available at universities than university clinics(11.1%) (see Figure 1).It is noticeable that while universities offer varied careservices for children of all age groups, family-friendlymeasures such as re-entry programs, flexible workinghours, reduced working hours, distance working optionsarerarelyinplace.Ofthe77academicteachinghospitalsin Baden-Württemberg, only four received the certificate“berufundfamilie”(5.2%)andin-housechildcarefacilitiesare offered only infrequently (see Figure 2).yet(http://Figure 2: Family-friendly measures at academic teachinghospitals in Baden-WürttembergAdviceNetworkforStudentParentsUniversity advice services for student parents are nolongerrestrictedonlytoservicesofferedbytheuniversitybutincreasinglymovingtowardsneeds-basedapproachesfor individuals. It is noticeable that universities are char-acterised by a multitude of advice services and respons-ibilities that are often not transparentor self-explanatory10/16 GMS Zeitschrift für Medizinische Ausbildung 2012, Vol. 29(2), ISSN 1860-3572Liebhardt et al.: Practical Approaches to Family-friendly Medical Studies... Page 11 Figure 1: Family friendly measures at universities offering medicine degreesfor users. The advice needs of pregnant students or stu-dent parents for example include a variety of topics.Subjectstouchuponquestionsaboutchildcare,curricularmatters,studyinginchunks,studyfinance,legalmatters,pregnancyandmaternityaswellashousing[1],[2],[17],[18], [19].The responsibility for advice and support services anddecisions about these lie centrally with the respectivedepartments. The problem is that advice services are of-tenlinkedwithconcretesupportandserviceofferswhichare often located elsewhere (such as course selectionsupport, certificates), which can result in long walkingdistances. A central clearing office, for example the ad-ministrative centre for tuition fees, could take on a roleascentralcoordinator(seeFigure3)whichshouldenablenetworkingtheservicesmoreclosely,definingprofession-alresponsibilitiesmoreclearly,synchronisingofficehoursand merging offices at a given locality, for example ofparent advice sessions. It should be ensured that theservices are transparent to people outside the adminis-tration. A ground-breaking family service of this naturehasnowbeenestablishedattheUniversityofUlm,whichacts as an interface between the various university andexternal partners.In addition, advice should be evidence-based, whichmeans that advice on the further progression of studiesmustbegivenonthebasisofempiricalfindings[20].Thefirst attempts at implementation shown in the followinghave already proven themselves in medical studies asthedemandforadvicesessionshasincreased.Anempir-ical foundationmakes it possible to advise students withchildren or wishing to have children in selecting a coursechoice that will perhaps enable them to start a familywhile studying.Medical studies with its low degree of course choices isvery rigid and inflexible [1]. Students have little scope forsettingindividualpriorities,bothregardingthetimingandcontent. The course design is complicated further by thefact that specific information for each semesters (suchas rotation schedules or course lists) are provided onshort notice. For the compatibility of family and studies,long-term planning however is required. At the Faculty ofMedicine in Ulm students with children have routinelybeen offered advance course scheduling for the past 8years.Monitoring Study ProgressionThe concept of monitoring course progression [8] de-scribes a tool which supports individual study paths,based on the real-life conditions of students [21] (seeFigure 4).Based on Pixner [22], IT-based monitoring is used in Ulm(results management system, the online registrationsystem Corona). Monitoring the courses progressionthroughthe academicadviceservicesandassessingthestudyworkloadhasbecomenecessaryduetothedecreas-ing course flexibility in medical school, increases in therange of subjects and rapid changes in the curriculum.11/16 GMS Zeitschrift für Medizinische Ausbildung 2012, Vol. 29(2), ISSN 1860-3572Liebhardt et al.: Practical Approaches to Family-friendly Medical Studies... Page 12 Figure 3: Network model of advice servicesFigure 4: Monitoring Study ProgressionSystematic course progression monitoring may help toimprove individual advice for students with childrenthrough degree course managers with regard to thecomplexity and interconnectedness of life and studies.Advice should be given a lifelong perspective and thetargetor“riskgroups”andtheirspecificproblemsshouldbe taken into greater account [23].Evidence-based longitudinal advice to student parentsoffers continuous supervision across the entire courseof studies through the academic advice services. Volun-tarymonitoringofcourseprogressionforstudentparentsisbasedonathoroughanalysisofthecourseprogressiondata(datagatheringonlivingconditionssuchaspersonaldetails, information about children, location, travel time,family and institutional childcare, course time prefer-ences,feasiblecourse volume,performancelevel, short-, medium- and long-term time budget planning, etc.) andincludes a face to face meeting every semester. Thecourse progression, including participation in the pres-ence-requiredcoursesandexams,isdemand-drivenandindividuallyadjusted so that the studyload is compatiblewith family responsibilities.Parent PassThe parent pass is a chip-card which could be offered toall student parents (see Figure 5).Figure 5: Parent Pass of the University of UlmAparentpasscouldeaseaccesstoinfrastructurebenefitsand organizational assistance. University services forfamilies (e.g. use of family car parks, shared hospital12/16 GMS Zeitschrift für Medizinische Ausbildung 2012, Vol. 29(2), ISSN 1860-3572Liebhardt et al.: Practical Approaches to Family-friendly Medical Studies... Page 13 shuttle, electronic door key to family rooms, derogationof the examinationregulations,early course registration,learning partner matching) could be preferentially ac-cessed.Aparentpassshouldcontainadetailedexplana-tion of the special services offered for student parentsto inform teaching staff and other university employeesabout the specific situation of the student parent and toprovide guidelines for solving issues. In case of conflicts,parent passes could help to clarify the rights of studentparents within the teaching system. A university will onlybefamily-friendlywhenfamiliesoncampushavebecomea normality and students with children no longer have totake the role of petitioners. The concept of a parent passis currently being evaluated and discussed in the appro-priate offices at the University of Ulm.Faculty Internal Training ContractAs a further means of support for the Dean(ery) of Stu-dents, a faculty-internal “training contract” between stu-dentsandthedeancanbe set up,basedupondatafromthe course progression monitoring. A training contractwill be agreed for one academic year and, if necessary,over a longer period (study phase design). By havinglonger-term training contracts, students get planning se-curity for the course progression, for example, clinicaltraining, internships, thesis or family matters (such aschildcareexchangeswithapartnerorgrandparent,schoolentry phase). But special conditions for student parentsare only justifiable if in accordance with the principles ofequalityasrequirementsforattendanceorexaminationsmust apply equally to all students. A first testing phasebegan in 2010.MaternityProtectionGuidelinesandAwareness TrainingOur studies [1], [2] have shown that universities anduniversity clinics in Baden-Württemberg to date have nostandardisedmechanismsoradvisoryservicestoensurethey meet statutory maternity leave for student parentsin medicine, even if the law expects clear guidelines formaternity provision at university (§ 3 Paragraph 1, § 6Paragraph1oftheActfortheProtectofWorkingMothers(Maternity Protection Act - MuSchG) and § 15 Paragraph1to3oftheFederalParentalBenefitsandParentalLeaveAct (BGBI)). In future, all female students should be in-formedaboutthedangersofpregnancyandbreastfeedingin the medical field at the beginning of and during theirstudies [24], for example regarding hazardous materialsin practical exercises. The University Hospital of Ulm hasalready developed such a scheme for pregnant studentsin their internship year (PJ) based on a similar schemefor pregnant doctors (see Figure 6).The German Federation of Female Doctors take a criticalview of the statutory maternity provisions because asthey claim they constitute a general work prohibition,leaving no room for individual risk reduction [10], whichis also true in some cases of medical internships. In thecase of pregnancy, the university should provide preg-nancy advice to prevent an exaggerated and too rigid in-terpretation of maternity protection, perhaps in coopera-tion with the pregnancy advice centre of the City of Ulmwhich also informs about the relevant risk assessmentsforeachemploymentdomain.Thisisaresourceavailabletotheuniversityhospital.Systematictrainingthroughthecourse guidance office is provided each year through acentrallyorganisedsafetyinstructionandguidanceeventand through a guide on maternity provision. An informa-tionplatform(Moodle)withinformationaboutthetraininglimitations through health risks during pregnancy isavailable tostudentswww.lernplattform.medizin.uni-ulm.de/moodle).and teachers (https://Parent CommunityStudent parents often struggle with loss of contact withfellow students to an extent highly dependent on the in-dividualandtheparticularcircumstanceofeachstudent[1]. The reasons for this on the one hand lies in the re-strictionson“typicalstudentlife”andtheretreattofamilyresponsibilities due to the founding of a family. On theother hand, student with children who are usually olderthan the average medical students [1], find it difficult toconnectwiththeyoungerstudentsfollowingthestandardtimetables and are separated from their original studentcohort through the family phase when they resume theirstudies at a later point. Family-oriented learning groupstend to develop more in a university-family environment,for example through meeting people outside the nurserywhen picking up or dropping off children [1].Developing a parent community is conceivable, for ex-ample by forming a “UniUlm family network” which couldserveasameetingplaceforstudentsbutalsoemployeeswith children. In addition, events for families could beoffered at the university (“UniUlm Family Day”). A parentcommunitycouldalsohelpimprovethesocialintegrationinto university life and remove barriers for students withno children.In addition to family-oriented events the creation of aninternet meeting place is also desirable. A chat forum formedicalstudentswithchildrenwassetuponthelearningplatformMoodle,promotingexchangesbetweenstudentswith children or students wanting children.Learning Partner Exchange:Learning Support duringTransitional PhasesThetransitionsarecriticalphasesfacingstudentparentsduetothefamilyphase,eitherthroughpossibleinterrup-tions of studies or following specialisation. Entry to aca-demic studies with its university teaching and learningstylesisespeciallydifficultforstudentswhohavealready13/16 GMS Zeitschrift für Medizinische Ausbildung 2012, Vol. 29(2), ISSN 1860-3572Liebhardt et al.: Practical Approaches to Family-friendly Medical Studies... Page 14 Figure 6: Registration procedures for pregnant PJ studentscompleted some form of professional training previously[1], [2], especially if they already have children. Studentparents should be offered learning support during suchre-entry phases. Study pairings are conceivable betweenstudentswithandwithoutchildren.Self-organisedstudentstudygroupsareverytimeintensiveandrequirematchingtime slots, something student parents within a largerstudygroupcannothandle.Thestudypairingmodelwouldhave the advantage that any appointments are betweentwo people only and thus easier to arrange; the pairingscouldbecoordinatedflexiblyandalsoofferopportunitiesfor share study tasks beyond pure revision. Ideally, theresult would be a win-win situation for both sides. Theconceptoflearningpairingsisnotcurrentlyimplemented.Information Platform for TrainingCentresWhen entering the search terms “Studieren mit Kind”(Studying with a child) on http://www.google.de, approx-imately187,000resultsarereturned,includinganumberof private initiatives in addition to information servicesoffered by universities, student unions and ministries.The relevant websites are summarized in Figure 7.Figure 7: Relevant websites for students with children[25.02.2011]All websites listed inform the target group, students withchildren, about the compatibility of studies and familyissues,withtopicsrangingfromfinancingandgovernmentsupport and childcare to advice services and regulatoryinformation(e.g.studyleave,studyextensions).ViaMedicioffers specialistinformationfor the medicalfield (http://www.thieme.de/viamedici/medizinstudium/studium_kind/) and some medical faculties such as Berlin, Han-nover, Frankfurt, Cologne and Ulm offer detailed inform-ation on studying medicine with children.Multiplesearch results25.02.2011] basedon a search for “MedizinstudiummitKind” link to the initiative by the University of Ulm and itspublications.IncooperationwiththeMinistryofScience,Researchandthe Arts of Baden-Württemberg, an internet platform foron Google[8.070hits,studying with children in the health and natural sciencesis planned for July 2011, specifically designed for thetarget groups “training institutions and teachers” on thebasis of the existing ministerial student information plat-form http://www.studieren-mit-kindern.de/. Content oftheplatformwillincludeaspectsspecifictomedicineandthescienceswhichmustbefollowed(includingmaternityprovisions, hazards during pregnancy, risk assessmentsof (clinical) placements, for example, working on a ward,surgery). In addition it aims to address questions aboutthe curricular and legal forms of family-friendly teachingand research as flexible and individual solutions whichcan be described using examples on a platform areneeded especially in medicine where time-consumingstudiescoincidewithresearchactivitiesaspartofdoctor-al thesis.Curricular and Legal AspectsCurricular problems for students with children arise fromthelackofcourseflexibilityandtherigidweeklyschedule.Lectures or exams at the ends of core hours (9am-4pm)complicate the organisation of childcare. Two thirds ofstudentparentssurveyedwantmorningteaching[1],[2].Clinical block placements are usually organised as a full-time internships which cannot be taken part-time. Tem-porally isolated lectures with no links to attendance-compulsoryeventsaswellashour-longfreetimewindowsduringthedayfurthercomplicatestudy.Mostlypreclinicalcourses are held in rotation on weekdays through fixedlab set-ups, making childcaredifficult to arrange.Courseschedulesandclasslistsarepublishedjustshortlybeforethe semester begins. Making this information availableby the end of previous semester would be preferable.Onemethodparticularlysuitablefortheoreticalinstructionistheuseofweb-basedlearning.AttheUniversityofUlm,lecture recordings are now often made available onMoodle with controlled access.The order of semesters and entry requirements forcourses laid out in the study regulations may delay studyif parents cannot attend all events in the required orderand to the extent required. The prescribed minimum at-tendanceregulationscreateproblemsforstudentparents,especiallyinemergencies,forexampleduetoasickchild.A possible alternative solution would be to enable com-pensating for missed days or exams by attending catch-up opportunities. The regulations on absence during theinternship year allow a maximum of 20 days off sick withno regard to sick children as prescribed in the SGB BookV § 45 employees with obligatory insurance(10 days; 20days for single parents). And finally, the non-academicparts of training (nursing internship, clerkship) can only14/16GMS Zeitschrift für Medizinische Ausbildung 2012, Vol. 29(2), ISSN 1860-3572Liebhardt et al.: Practical Approaches to Family-friendly Medical Studies... Page 15 beabsolvedduringtheholidaysandnotpart-time(ÄAppO§ § 6.1 and 7.4).ConclusionsThekeycharacteristicsofafamily-friendlycurriculumareflexibility and individualisation of study procedures. Vari-ous supporting measures facilitate the compatibility offamilyandmedicalstudieswithoutminimisingthecontentrequirements for student parents. Apart from improvingthe infrastructure of advice services with reliable instru-ments, such as the parent pass, monitoring course pro-gression, training contracts etc. and the communicationstructureofstudentparents(includingweb-basedparentcommunities, learning pairings), the weekly timetableshould be modified and alternative groups should beoffered during core hours as a matter of course, ideallyinthemornings.Earlyannouncementofrotationschemesallow reliable compatibility planning. A compensationscheme for missed events or examinations would in-crease flexibility and should be explicitly stated in thestudyregulations.Finally,theauditforfamily-friendlinessshould be highly recommended if educational medicalinstitutionsaimtoachieveculturechangewhichincludesa shake-up of traditional role distributions.Competing interestsThe authors declare that they have no competing in-terests.References1. Liebhardt H, Fegert JM. Medizinstudium mit Kind:Familienfreundliche Studienorganisation in der medizinischenAusbildung. Lengerich: Pabst Sciences Publisher; 2010.2. Niehues J, Prospero K, Liebhardt H, Fegert JM.FamilienfreundlichkeitimMedizinstudiuminBaden-Württemberg.ErgebnisseeinerStudie.GMSZMedAusbild.2012;29(2):Doc33.DOI: 10.3205/zma0008033. Liebhardt H. Wie können Medizinstudium und Arztberuffamilienfreundlicher werden? Hartmannbund BW aktuell.2010;2(11):4.4.Prospero K, Niehues J, Liebhardt H, Fegert JM. Studie: Zeit fürFamiliengründung während des Medizinstudiums? Ärztin.2010;57(3):15-16.5. Fegert JM, Obertacke U, Resch F, Hilzenbecher M.Medizinstudium: Die Qualität der Lehre nicht dem Zufallüberlassen. Dtsch Arztebl. 2009;7:290-291.6.Liebhardt H, Stolz K, Mörtl K, Prospero K, Niehues J, Fegert JM.Familiengründung bei Medizinerinnen und Medizinern bereitsim Studium? Ergebnisse einer Pilotstudie zurFamilienfreundlichkeit im Medizinstudium an der UniversitätUlm. GMS Z Med Ausbild. 2011;28(1):Doc14. DOI:10.3205/zma000726.7. Liebhardt H, Fegert J M, Dittrich W, Nürnberger F. Medizinstudieren mit Kind. Ein Trend der Zukunft? Dtsch Arztebl.2010;107(34-35):1613-1614.8.Liebhardt H, Stolz K, Mörtl K, Prospero K, Niehues J, Fegert JM.Evidenzbasierte Beratung und Studienverlaufsmonitoring fürstudierende Eltern in der Medizin. Z Berat Stud. 2010;2:50-55.9.Liebhardt H, Stolz K, Mörtl K, Prospero K, Niehues J, Fegert JM.Evidenzbasierte Beratung und Studienverlaufsmonitoring fürstudierende Eltern in der Medizin. Hochschulwesen.2011;59(1):27-33.10.Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend.Ausbildung, Studium und Elternschaft. Analysen undEmpfehlungen zu einem Problemfeld in Schnittpunkt vonFamilien-undBildungspolitik.GutachtendeswissenschaftlichenBeirats für Familienfragen beim Bundesministerium für Familie,Senioren, Frauen und Jugend. Berlin; Bundesministerium fürFamilie, Senioren, Frauen und Jugend; 2011. 2. Auflage.11.Bühren A, Schoeller E. Familienfreundlicher Arbeitsplatz fürÄrztinnen und Ärzte. Lebensqualität in der Berufsausübung.Berlin: Bundesärztekammer, 2010.12.Fegert JM, Niehues J, Liebhardt H. Familienfreundlichkeit in derMedizin. GMS Z Med Ausbild. 2012;29(2):Doc38. DOI:10.3205/zma00080813. CarrP,AshAS,FriedmanRH,ScaramucciA,Barnett,RC,SzalachaL, Palepu A, Moskowitz MA. Relation of family responsibilitiesandgendertotheproductivityandcareersatisfactionofmedicalfaculty. Ann Int Med. 1998;129(7):532-538.14. Cujec B, Oancia T, Bohm C, Johnson D. Career and parentingsatisfaction among medical students, residents and physicianteachers at a Canadian medical school. Can Med Ass J.2000;126(5):637-640.15.Fox G, Schwartz A, Hart KM. Work-family balance and academicadvancement in medical schools. Acad Psych. 2006;30(3):227-234. DOI: 10.1176/appi.ap.30.3.22716. Reed V, Buddeberg-Fischer B. Career obstacles for women inmedicine: an overview. Med Educ. 2001;35(2):139-147.17.Mittring B. Unterstützung und Beratung von Schwangeren undStudierenden mit Kind(ern) in München. In: Cornelißen W, FoxK (Hrsg). Studierenmit Kind. Die Vereinbarkeit von StudiumundElternschaft: Lebenssituationen, Maßnahmen undHandlungsperspektiven. Wiesbaden: Verlag fürSozialwissenschaften; 2007. S.137-147.18. Middendorff E. Studieren mit Kind. Ergebnisse der 18.Sozialerhebung des Deutschen Studentenwerks. Bonn/Berlin:Hochschul-Informations-System; 2008.19. Middendorff E, Weber S. Studentischer Bedarf an Service- undBeratungsangeboten-AusgewählteempirischeBefunde.ZBeratStudium. 2006;1:53-58.20.Winteler A, Forster P. Wer sagt, was gute Lehre ist?Evidenzbasiertes Lehren und Lernen. Hochschulwes.2007;55:102-109.21.Kurscheid C. Das Problem der Vereinbarkeit von Studium undFamilie. Eine empirische Studie zur Lebenslage KölnerStudierender. Münster: LIT-Verlag; 2005.22.Pixner J. IT-gestütztes Monitoring von StudienverlaufsdatenErfahrungenausdemPilotprojekt.In:JägerM,SandersS(Hrsg).Modularisierung und Hochschulsteuerung - AnsätzemodulbezogenenMonitorings.Hannover:Hochschul-Informations-System; 2009. S.43-50.23.Sixt A, Weber PC. Beratung in lebensbegleitender Perspektive.Neue Herausforderungen für Hochschuleund Beratung. Z BeratStud. 2007;2:7-12.24.Meier-GräweU.Modellprojekt"StudierenundForschenmitKind":Abschlussbericht.Gießen:Justus-Liebig-UniversitätGießen;2008.15/16 GMS Zeitschrift für Medizinische Ausbildung 2012, Vol. 29(2), ISSN 1860-3572Liebhardt et al.: Practical Approaches to Family-friendly Medical Studies... Page 16 Corresponding author:Dr. Hubert LiebhardtUniversity Hospital Ulm, Department of Child andAdolescent Psychiatry/Psychotherapy, Steinhövelstraße5,89075Ulm,Germany,Phone:+49(0)731/500-61648,Fax: +49 (0)731/500-61796hubert.liebhardt@uniklinikum-ulm.dePlease cite asLiebhardt H, Niehues J, Fegert JM. Praktische Ansätze für einfamilienfreundliches Medizinstudium. GMS Z Med Ausbild.2012;29(2):Doc32.DOI: 10.3205/zma000802, URN: urn:nbn:de:0183-zma0008020This article is freely available fromhttp://www.egms.de/en/journals/zma/2012-29/zma000802.shtmlReceived: 2011-03-15Revised: 2011-07-25Accepted: 2011-09-22Published: 2012-04-23Copyright©2012Liebhardtetal.ThisisanOpenAccessarticledistributedunderthe terms of the Creative Commons Attribution License(http://creativecommons.org/licenses/by-nc-nd/3.0/deed.en). Youare free: to Share — to copy, distribute and transmit the work, providedthe original author and source are credited.16/16 GMS Zeitschrift für Medizinische Ausbildung 2012, Vol. 29(2), ISSN 1860-3572Liebhardt et al.: Practical Approaches to Family-friendly Medical Studies... Download full-text View other sources Hide other sources ZMA-29-32.pdf Available from Joerg M Fegert · May 29, 2014 Practical Approaches to Family-friendly Medical St... Available from PubMed Central Data provided are for informational purposes only. Although carefully collected, accuracy cannot be guaranteed. The impact factor represents a rough estimation of the journal's impact factor and does not reflect the actual current impact factor. Publisher conditions are provided by RoMEO. Differing provisions from the publisher's actual policy or licence agreement may be applicable. References (28) Cited In (3) Sorted by: Order of availability Order of availability Appearance in publication Source Available from: Stephan Zipfel Article: Approaches to family-friendliness at the Medical Faculty of Tübingen (MFT) Friederike Holderried · Regina Keil-Pilz · Stephan Zipfel [Show abstract] [Hide abstract] ABSTRACT: The feminization of the medical profession, demographic change with an impending shortage of physicians, Generation Y - these issues are new challenges for medical schools in terms of their social responsibility and the training of the next generation of highly qualified scientists. This study, conducted by the University Hospital of Ulm throughout Baden-Württemberg via an online survey provides a valuable data basis which can be used to optimise support activities.
A disproportionately high percentage of students with children in Tübingen must, as an additional challenge, cope with a lower than average monthly income. Students with children need organisational support in this doubly challenging situation. The Dean's Office can provide valuable assistance as an advocate (contact with the departments/institutions), provide organisational help (course guidance, individual support) and infrastructure (childcare/changing rooms, etc.). In Tübingen, high intrinsic motivation (willingness to engage in self-managed care networks) is also found amongst students, something that needs to be integrated into the development of the existing support networks. Full-text · Article · Apr 2012 · GMS Zeitschrift fü medizinische Ausbildung Download Source Available from: Joerg M Fegert Article: Family and Career-conscious Hospitals – Problem Areas and Necessary Steps Jörg M Fegert · Hubert Liebhardt [Show abstract] [Hide abstract] ABSTRACT: This paper aims to describe the wide range of compatibility issues between work in the medical profession and the family. Several topics are intertwined and overlap in some areas.
Family friendliness in curative medicine, healthcare, medical studies and the training, specialisation and CPD of doctors is a key theme in the current debate on the future of health and family policies. The rising proportion of women and changes in the medical community characterise the future of medicine. Topics such as working hours and organisation of work, as well as family support and maternity leave, must be discussed further and in particular regarding employees in the health services. This overview will describe where Germany has issues, what is already being done well in the hospitals but could still be improved. Full-text · Article · Apr 2012 · GMS Zeitschrift fü medizinische Ausbildung Download Source Available from: Joerg M Fegert Article: Family-friendliness in Medical Studies in Baden-Württemberg. Results of a State-wide Study Johanna Niehues · Katrin Prospero · Jörg M Fegert · Hubert Liebhardt [Show abstract] [Hide abstract] ABSTRACT: This paper describes the results of the study on “Family-friendliness of the Medical Studies in Baden-Württemberg” carried out in 2009-2011 by the working group “Family, Time policy and E-Learning” of the University Hospital of Ulm, supported by the Ministry of Science, Research and the Arts of Baden-Württemberg. This state-wide survey of the studying conditions and personal circumstances of medical students with children at the five medical schools in Baden-Württemberg aims to describe existing and necessary factors of family-friendliness. A total of 238 students with children participated in the quantitative online survey conducted during the summer semester 2010 which was based on topics from previous qualitative interviews with student parents.
The data shows that even though founding a family while at university is usually planned, student parents are faced with significant compatibility issues, demonstrating the need for additional measures to individualise course organisation and to make the curriculum more flexible. At the same time, the need to significantly increase information and advisory services alongside the establishment of additional support services for student parents is discernable.
The study contributes to the debate on the family-friendliness of universities and university hospitals and adds practice-oriented approaches to solutions. Full-text · Article · Apr 2012 · GMS Zeitschrift fü medizinische Ausbildung Download View other sources Hide other sources Similar Publications The strategic management of manufacturing networks Marek Szwejczewski, Michael T Sweeney, Alan Cousens Improving Our Understanding of Moderation and Mediation in Strategic Management Research Herman Aguinis, Jeffrey R. Edwards, Kyle J. Bradley Strategic management of next-generation connected life: Focusing on smart key and car–home connectivity Jihoon Hong, Jungwoo Shin, Daeho Lee © 2008&dash;2016 researchgate.net. All rights reserved. About us · Contact us · Careers · Developers · News · Privacy · Terms | Advertising · Recruiting Join for free Log in Email Password Forgot password? Keep me logged in or log in with ResearchGate is the professional network for scientists and researchers. Join for free

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