Source: https://www.wettbewerbe-aktuell.de/ergebnis/umgestaltung-der-hengebach-78431
Timestamp: 2019-08-19 10:07:08+00:00

Document:
Ergebnis: Umgestaltung der Hengebachstraße in Heimbach
Umgestaltung der Hengebachstraße	, Heimbach/ Deutschland
wa-2024536
Planer; Landschaftsarchitekten/innen und/oder Stadtplaner/innern sowie Verkehrsplaner/innen
Verfasser: Dipl.-Ing. Frank Flor · Dipl.-Ing. Jörg Homann
Dipl.-Ing. Götz Klose · Prof. Burkhard Wegener
Mitarbeiter: Carmen Hollander · Judith Rechenmacher
Mitarbeiter: Sabelo Jeebe · Kristine Isahakyan
Begrenzter Wettbewerb (gem. RPW 2013) mit anschließendem Verhandlungsverfahren nach VgV 2016
Die Stadt Heimbach lobt diesen freiraumplanerischen Wettbewerb zur Umgestaltung der Hengebachstraße aus. Ziel ist es, die beengte Ortsdurchfahrt funktional und gestalterisch aufzuwerten sowie die Aufenthaltsqualität zu erhöhen.
Die Stadt Heimbach unterliegt den für viele ländlich geprägte Räume typischen strukturellen Problemen, wie einem Bevölkerungsrückgang und einem dadurch bedingten Verlust an Kaufkraft. Der Strukturwandel wird in der historisch geprägten Ortsmitte von zunehmendem Leerstand in der Hengebachstraße demonstrativ abgebildet. Zudem fehlt es der Ortsdurchfahrt an Aufenthaltsqualität, die die historische Charakteristik vor dem landschaftlich reizvollen Hintergrund hervorhebt. Gleichzeitig ist Heimbach ein äußerst attraktives touristisches Ziel.
Die Entwicklungen in der Stadt Heimbach erforderten Reaktionen und so wurde im Jahr 2012 zunächst ein Entwicklung- und Handlungskonzept erstellt, welches im Jahr 2015 durch das Integrierte Handlungskonzept Heimbach (InHK) fortgeschrieben wurde. Der Umbau der Ortsdurchfahrt Hengebachstraße ist ein Projektbaustein aus dem InHK Heimbach.
Somit wird für die Realisierung des Projektes im Rahmen dieses Wettbewerbs ein Konzept gesucht, das die gestalterischen und funktionalen Defizite der Ortsdurchfahrt sowie der angrenzenden Flächen und Räume unter gleichzeitiger Berücksichtigung der Verkehrsfunktion behebt und eine repräsentative Ortsmitte herausbildet. Insgesamt soll die Hengebachstraße als Ortsmitte ein nachhaltiges und repräsentatives Gesamtbild erhalten, das die Potentiale hervorhebt und die Nutzungen sowie die Anforderungen vereint.
20/07/2018 S138 - - Dienstleistungen - Wettbewerbsbekanntmachung - Nicht offenes Verfahren
Deutschland-Heimbach: Stadtplanung und Landschaftsgestaltung
2018/S 138-316036
Kontaktstelle(n): Erich Schmidt, Stabsstelle Stadtentwicklung, Tourismus und Kultur
Telefon: +49 244680831
E-Mail: erich.schmidt@heimbach-eifel.de
Fax: +49 244680888
Hauptadresse: www.heimbach-eifel.de
Die Auftragsunterlagen stehen für einen uneingeschränkten und vollständigen direkten Zugang gebührenfrei zur Verfügung unter: www.vergaben-wirtschaftsregion-aachen.de
Begrenzter Wettbewerb (gem. RPW 2013) zur „Umgestaltung der Hengebachstraße“ in Heimbach mit anschließendem Verhandlungsverfahren nach VgV 2016
Die im Nationalpark Eifel gelegene Kleinstadt Heimbach hat für ihren Kernbereich im Jahr 2012 ein Integriertes Handlungskonzept fertiggestellt und entwickelt dieses kontinuierlich fort. Ausschlaggebend war die zunehmende Präsenz in der historisch geprägten Ortsmitte von Leerständen an der Ortsdurchfahrt Hengebachstraße und die dadurch hervorgerufenen negativen Auswirkungen auf das Ortszentrum. Heimbach unterliegt den für viele ländlich geprägten Räumen typischen strukturellen Problemen wie einem Bevölkerungsrückgang und einem Verlust der Kaufkraft. Zudem fehlt der Ortsmitte Aufenthaltsqualität, die die historische Charakteristik vor dem landschaftlich reizvollen Hintergrund hervorhebt. Trotz ihrer zentralen Lage hat die Hengebachstraße primär eine Verkehrsfunktion und weist zudem städtebauliche Missstände wie eine beengte räumliche Situation auf, die Gefahrenstellen mit sich bringt.
Als ein Baustein der Maßnahmen zur Entwicklung des Ortszentrums soll die Hengebachstraße umgebaut und qualitativ zugunsten eines einladenden Freiraums aufgewertet werden. Ziel des Wettbewerbes ist es somit, ein funktionales und gestalterisches Gesamtkonzept für die Hengebachstraße auf einer Länge von rund 400 m mitsamt der angrenzenden Räume und Plätze zu erhalten. Der zentrale öffentliche Raum ist inklusive der Flächen für die Außengastronomie und unter Berücksichtigung der Verkehrsfunktionen neu auszuformulieren, um das Ortszentrum als Wohn- und Einzelhandelsstandort zu stärken sowie den staatlich anerkannten Luftkurort als touristisches Ziel attraktiver zu gestalten. Im Straßenraum soll dafür zukünftig der Schwerpunkt auf den Fußverkehr auch hinsichtlich des Querschnitts verdeutlicht werden, hierzu gehört u.a. die Reduktion und Neuordnung der Stellplätze entlang der Hengebachstraße.
Die Kostenschätzung beläuft sich auf ca. 1,0 Mio. EUR netto, zur Realisierung sind Fördergelder erforderlich.
Um eine höchstmögliche gestalterische Qualität sicherzustellen, eine angemessene Lösung und ein geeignetes Planungsteam (Objektplanung Freianlagen § 39 HOAI und Verkehrsanlagen § 47 HOAI, LPH 2-5;) zu finden, soll dieser Realisierungswettbewerb durchgeführt werden. Vorgesehen ist ein Wettbewerb nach den Regeln der RPW mit insgesamt etwa 12 Teilnehmenden, der einem Verhandlungsverfahren nach VgV 2016 vorgeschaltet ist.
Zur Auswahl der Teilnehmenden ist dem Wettbewerb ein Bewerbungsverfahren vorgeschaltet. Der Wettbewerb richtet sich an qualifizierte Planer (Landschaftsarchitekten und/oder Stadtplaner sowie Verkehrsplaner, die Erfahrung in der Planung vergl. innerstädtischer Straßen- und Platzräume mit den unter Punkt 7 aufgeführten Kriterien haben. Bei der Bildung einer Arbeitsgemeinschaft ist der bevollmächtigte Vertreter zu benennen. Im Übrigen wird auf die Möglichkeit der Eignungsanleihe gem. § 47 VgV verwiesen.
5) Nachweis oder Eigenerklärung der Bewerber über die Berechtigung des vorgesehenen Verfassers der Wettbewerbsarbeit, die Berufsbezeichnung Landschaftsarchitekt, Stadtplaner oder Verkehrsplaner zu tragen oder in Deutschland unter dieser Bezeichnung tätig zu werden;
6) Nachweis über das Bestehen einer Berufshaftpflichtversicherung gem. § 45 Abs. 1 (3) VgV; Mindestanforderung im Auftragsfall: Deckungssumme für Personenschäden 1,5 Mio. EUR und für sonstige Schäden 1,0 Mio. EUR, jeweils 2-fach maximiert im Versicherungsjahr. Im Falle einer Bewerbergemeinschaft müssen die Unterlagen für jedes Mitglied der Bewerbergemeinschaft einzeln eingereicht werden;
7) Darstellung nach § 46 VgV von mind. 1 eigenverantwortlich erbrachten Referenzprojekt Freianlagen und/oder Verkehrsanlagen (Straßenraum und Platz) mit folgenden Angaben:
— innerstädtischer Straßenraum und innerstädtischer Platz,
— Erbringung der Leistungsphasen 2-5 gem. § 39 HOAI und/oder § 47 HOAI,
— mind. Honorarzone IV gem. § 40 HOAI und/oder § 48 HOAI,
— mind. 1 000 qm
— abgeschl. innerhalb der letzten 5 Jahre (Abschluss LPH 5 zwischen 1.7.2013 und 17.8.2018).
Für den Teilnahmeantrag ist das vorgegebene Bewerbungsformular zu verwenden. Bei fremdsprachigen Dokumenten ist zusätzlich eine Übersetzung in die Verfahrenssprache (deutsch) beizufügen. Eine Eigenübersetzung ist ausreichend. Die Bewerbungsunterlagen sind in einem deutlich gekennzeichneten und verschlossenen Umschlag mit der Aufschrift Bewerbungsunterlagen „Wettbewerb Hengebachstraße in Heimbach“ / Einreichungstermin: 17.08.2018, 12.00 einzureichen.
Für den fristgerechten Eingang der Bewerbung (vgl. Punkt IV.2) ist der Bewerber verantwortlich. Es gilt der Posteingang bei der unter Punkt I.1 genannten Stelle (Stadt Heimbach). Später eingehende Bewerbungen werden nicht berücksichtigt. Die Bewerbungsunterlagen werden nicht zurückgesendet. Von der Teilnahme ausgeschlossen sind Bewerber, die als Einzelner und/oder Mitglied einer Bewerbergemeinschaft mehrere Bewerbungen einreichen oder am Tag der Bekanntmachung angestellter oder freier Mitarbeiter eines Bewerbers/eines Mitglieds einer Bewerbergemeinschaft sind oder die i. S. des § 79 Abs. 2 VgV 2016 bevorzugt sein oder Einfluss haben können.
Für weitere Hinweise zur Auswahl der Teilnehmenden bitte unbedingt Punkt VI.3 Zusätzliche Angaben berücksichtigen
Landschaftsarchitekten, Stadtplaner, Verkehrsplaner
[f] landschaftsarchitektur, Solingen
— Einbindung in die Umgebung
— Ortsangemessenheit und Maßstäblichkeit
— Gliederung des Straßenraums, Orientierbarkeit und Übersichtlichkeit
Gestaltqualität und funktionale Qualität
— Nutzbarkeit der öffentlichen Flächen (Aufenthaltsqualität, Qualität der Außengastronomie)
— Schnittstellen und Übergänge zu angrenzenden Bereichen
— Verkehrsfunktion für die unterschiedlichen Verkehrsteilnehmer
Realisierbarkeit und Wirtschaftlichkeit in Bau und Betrieb
— Investitions- und Betriebskosten
— Unterhaltungsaufwand und Nachhaltigkeit
— Bauabschnittbildung
Die Wettbewerbssumme für Preise und Anerkennungen beträgt insgesamt 33 500 EUR (inkl. MwSt.). Die Aufteilung der Preisgelder ist wie folgt vorgesehen, wobei das Preisgericht unter Beibehaltung des Gesamtwertes der Preissumme eine abweichende Verteilung beschließen kann (Angaben inkl. MwSt.):
2) Preis: 10 000 EUR
3) Preis: 6 500 EUR
Holger Beck, Landschaftsarchitekt, Grüne-Fraktion Heimbach
Ingrid Bornes, Landschaftsarchitektin, Fachbereich III Planen und Bauen, Stadt Heimbach
Prof. Christl Drey, Architektin und Stadtplanerin, Aachen (angefragt)
Prof. P. Jahnen, Architekt und Stadtplaner, Aachen
Dr.-Ing. Philipp Ambrosius, Verkehrsplaner, Bochum (stellvertretend)
Rebekka Junge, Landschaftsarchitektin, Bochum (stellvertretend)
René Rheims, Landschaftsarchitekt, Krefeld (stellvertretend)
Weitere Hinweise zur Auswahl der Teilnehmenden:
Die Zahl der Wettbewerbsteilnehmer ist insgesamt auf 12 beschränkt. Neben 4 zugeladenen Teilnehmenden (vgl. Punkt IV.1.7) werden weitere 8 Teilnehmende durch das vorgeschaltete Bewerbungsverfahren gemäß den Regelungen der VgV ermittelt. Wenn mehr als 8 Bewerbungen die o.g. Kriterien erfüllen, wählt der Auslober durch Losentscheid die für die Teilnahme am Wettbewerb zugelassenen Bewerber aus. Zusätzlich werden ausreichend Nachrücker ausgelost. Zur Teilnahme an der Losung genügt die Vollständigkeit der Bewerbung sowie die Erfüllung der genannten Eignungskriterien. Die ausgewählten Bewerber werden benachrichtigt. Geloste Nachrücker rücken im Falle einer Absage nach.
Bitte verzichten Sie bei Ihrer Bewerbung auf unnötige Inhalte und Materialien, das vollständig ausgefüllte Bewerbungsformular inkl. der geforderten Anlagen bzw. Nachweise, ist ausreichend.
Die Ausloberin beabsichtigt, unter Würdigung der Empfehlungen des Preisgerichts einen Preisträger mit der Bearbeitung der genannten Leistungen zu beauftragen. Die Auftragsvergabe erfolgt im Verhandlungsverfahren nach dem Wettbewerb (§ 14 (4) 8. VgV), an dem die Preisträger beteiligt werden. Die Eignung entsprechend § 75 VgV ist durch das vollständig ausgefüllte und von dem/den Büroinhaber(n), dem/den Geschäftsführer(n) und/oder dem/den bevollmächtigten Vertreter(n) unterzeichneten Bewerbungsformular einschließlich erforderlicher Nachweise als Anlagen und Benennung von geforderten Referenzen nachzuweisen. Bei Bewerbergemeinschaften sind die Unterschriften sowie die Nachweise von allen Mitgliedern beizufügen. Eine Eignungsleihe gem. § 47 VgV ist grundsätzlich möglich.
Der Auftraggeber behält sich weiterhin vor, den Zuschlag im Rahmen des anschließenden Verhandlungsverfahrens auf das Erstangebot zu erteilen. Zudem behält sich der Auftraggeber eine Verkürzung der Angebotsfrist nach § 17 (7) VgV vor.
Versand der Auslobungsunterlagen: 7.9.2018
Preisgerichtsvorbesprechung und Einführungskolloquium: 2.10.2018
Abgabe der Planunterlagen bis: 6.9.2018
Preisgerichtssitzung: 12.12.2018
Beginn des Verhandlungsverfahrens: Voraussichtlich Februar 2019
E-Mail: VKRhld-K@bezreg-koeln.nrw.deInternet-Adresse: www.bezreg-koeln.nrw.de/brk_internet/vergabekammer

References: § 39
 § 47
 § 47
 § 45
 § 46
 § 39
 § 47
 § 40
 § 48
 § 79
 § 75
 § 47
 § 17