Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=V%20ZR%20122/50
Timestamp: 2020-02-19 14:24:30+00:00

Document:
BGH, 08.02.1952 - V ZR 122/50 - dejure.org
BGH, 08.02.1952 - V ZR 122/50
https://dejure.org/1952,64
BGH, 08.02.1952 - V ZR 122/50 (https://dejure.org/1952,64)
BGH, Entscheidung vom 08.02.1952 - V ZR 122/50 (https://dejure.org/1952,64)
BGH, Entscheidung vom 08. Februar 1952 - V ZR 122/50 (https://dejure.org/1952,64)
Tipp: Um den Kurzlink (hier: https://dejure.org/1952,64) schnell in die Zwischenablage zu kopieren, können Sie die Tastenkombination Alt + R verwenden - auch ohne diesen Bereich zu öffnen.
Haftung aus einem Landpachtvertrag der Erbengemeinschaft - Anforderungen an die ausschließliche Zuständigkeit der Landwirtschaftsgerichte - Anspruch auf Herstellung in Natur - Anspruch auf Herstellung des wirtschaftlichen Zustandes
BGHZ 5, 105
NJW 1952, 619
DB 1952, 309
aa) Das Recht des Geschädigten, die Herstellungskosten statt der Herstellung zu verlangen, ist mit der herrschenden Meinung als Ersetzungsbefugnis des Gläubigers (facultas alternativa) zu verstehen (vgl. BGH, Urteile vom 8. Februar 1952 - V ZR 122/50, BGHZ 5, 105, 109; vom 27. Juni 2018 - XII ZR 79/17, NZM 2018, 717; vom 27. April 1967 - II ZR 74/65, VersR 1967, 897;… vom 28. Februar 2018 - VIII ZR 157/17, NJW 2018, 1746 Rn. 26;… Staudinger/Schiemann [2017], BGB § 249 Rn. 215;… BeckOGK/Looschelders, BGB, 01.12.2018, § 364 Rn. 21;… BeckOK/Flume, BGB, 01.11.2018, § 249 Rn. 383;… MünchKomm-BGB/Krüger, 8. Aufl., § 262 Rn. 10), weil nicht von vornherein mehrere Leistungen geschuldet werden, sondern der Gläubiger nur berechtigt ist, anstelle der einen geschuldeten Leistung eine andere mit der Folge zu setzen, dass fortan nur diese letztere Erfüllung ist (BGH, Urteil vom 8. Februar 1952 aaO S. 109).
a) Der auf Geldersatz gerichtete Schadensersatzanspruch nach § 249 S. 2 BGB ist seiner Funktion nach ein Herstellungsanspruch (so schon BGHZ 5, 105, 109; allgemeine Meinung).
In diesen Fällen ist Geldersatz die gemäß § 249 BGB geschuldete Form der Naturalrestitution (BGHZ 5, 105, 109; allgemeine Meinung).
Aus den Gründen: Bei Beschädigung eines Kraftfahrzeugs ist es weithin üblich ..., daß sich der Geschädigte um die Beseitigung des Schadens ... bemüht und von dem Schädiger nach § 249 Satz 2 BGB den dazu erforderlichen Geldbetrag verlangt ..., eine besondere Art des Herstellungsanspruchs (vgl. BGHZ 5, 105, 109; 30, 29, 30).
Für eine solche Lösung besteht indessen keine gesetzliche Grundlage (…vgl. zu § 32 ZPO: BGH Urt. v. 11. Februar 1980, II ZR 259/78, WM 1980, 825; bei Teilzuständigkeit des Landwirtschaftsgerichts: BGHZ 5, 105, 106 ff.;… allgemein: Stein/Jonas/Schumann, ZPO 20. Aufl. Einl. Rdn. 295 und § 1 Rdn. 10 f. m. w. Nachw.;… a. M. Rosenberg/Schwab, Zivilprozeßrecht 13. Aufl. § 9 IV, § 36 VI 2; LG Köln NJW 1978, 329 [LG Köln 23.11.1977 - 13 S 187/77]; dagegen zu Recht Flieger NJW 1979, 2603 [VG Karlsruhe 13.03.1978 - V - 135/77]).
Für § 249 Satz 1 und 2 BGB haben das Reichsgericht (RGZ 126, 401, 403 m.w.Nachw.) und ihm folgend der Bundesgerichtshof (BGHZ 5, 105, 109 f.) entschieden, daß die rechtskräftige Abweisung einer Klage auf Naturalrestitution wegen Fehlens einer Ersatzpflicht auch für den Anspruch auf Geldersatz Rechtskraft schafft.
aa) Der Zahlungsanspruch nach § 249 Satz 2 BGB ist nur eine besondere Form des Herstellungsanspruchs gemäß § 249 Satz 1 BGB (RGZ 71, 212, 214; 126, 401, 403; BGHZ 5, 105, 109; 30, 29, 30) und daher nach der Konzeption des Gesetzes von der Möglichkeit einer Wiederherstellung der beschädigten Sache abhängig (RG I IRR 1933 Nr. 1405; RG JW 1937, 3223, 3224 re.; für den Regelfall wohl ebenso BGH Urteil vom 21. Januar 1965 - II ZR 49/63 = LM BGB § 251 Nr. 11 = MDR 1965, 456 - im entscheidenden Punkt dort nicht abgedruckt; Bötticher VersR 1966, 301, 305 f.;… Staudinger/Medicus, BGB 12. Aufl. § 249 Rdn. 214, 219 ff. m. w. Nachw.; Schiemann, Argumente und Prinzipien bei der Fortbildung des Schadensrechts S. 205 ff., 214 f.;… BGB-RGRK 12. Aufl. § 249 Rdn. 14).
Eine Verweisung kommt nur wegen des prozessualen Anspruchs in ganzen, nicht dagegen wegen eines einzelnen Klagegrundes in Betracht (s. BGHZ 5, 105, 107 und 13, 145, 153 f. sowie BGH Urteil vom 8. Dezember 1970 - VI ZR 174/68 - LM ZPO § 276 a.F. Nr. 26; BVerwGE 18, 181, 182 f.; 22, 45, 46 f.).
Der Bundesgerichtshof hat in ständiger Rechtsprechung die Auffassung vertreten, daß dann, wenn nur für einen von mehreren Klagegründen der Rechtsweg vor den ordentlichen Gerichten gegeben ist, für eine Verweisung an eine andere Gerichtsbarkeit kein Raum bleibt (BGHZ 5, 105, 107; 13, 145, 153;… BGH Urt. v. 8. Dezember 1970 - VI ZR 174/68, NJW 1971, 564; v. 31. Januar 1984 - RiZ (R) 3/83, NJW 1984, 2531, 2533).
BGH, 26.05.1954 - VI ZR 129/53
BVerwG, 09.04.1964 - II C 47.63
BAG, 14.07.1961 - 1 AZR 291/60
Gewerkschaft - Angehörigkeit des Richters - Prozeß des DGB - Schadenersatz in …
BGH, 08.02.1963 - Ib ARZ 28/63
BGH, 21.05.1954 - V ZR 4/53
Zuständigkeit des Landwirtschaftsgerichts
LAG Hessen, 05.07.1990 - 9 Sa 36/90
Statthaftigkeit der Berufung ; Zuständigkeit des Arbeitsgerichts; Begriff des …
OLG München, 12.01.2007 - 34 SchH 16/06
BGH, 04.07.1968 - IX ZB 196/68
BGH, 05.06.1953 - V ZR 127/52

References: § 249
 § 364
 § 249
 § 262
 § 249
 § 249
 § 249
 § 32
 BGH 
 § 1
 § 9
 § 36
 § 249
 § 249
 § 249
 BGH 
 § 251
 § 249
 § 249
 BGH 
 § 276
 BGH