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Timestamp: 2019-11-14 16:17:26+00:00

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BVerwG, 25.11.1982 - 2 C 12.81 - dejure.org
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BVerwG, 25.11.1982 - 2 C 12.81 (https://dejure.org/1982,208)
BVerwG, Entscheidung vom 25.11.1982 - 2 C 12.81 (https://dejure.org/1982,208)
BVerwG, Entscheidung vom 25. November 1982 - 2 C 12.81 (https://dejure.org/1982,208)
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Rechtmäßigkeit der Rückforderung zuviel gezahlter Dienstbezüge - Rückzahlung von Anwärterbezügen inklusive Sonderzahlungen nach dem Entlassungszeitpunkt - Fortwirken eines Zahlungsanspruchs des Beamten auf Grund der aufschiebenden Wirkung eines Widerspruchs - ...
Rechtmäßigkeit der Rückforderung zuviel gezahlter Dienstbezüge; Rückzahlung von Anwärterbezügen inklusive Sonderzahlungen nach dem Entlassungszeitpunkt; Fortwirken eines Zahlungsanspruchs des Beamten auf Grund der aufschiebenden Wirkung eines Widerspruchs; ...
VG Karlsruhe, 13.10.1978 - III 124/78
VGH Baden-Württemberg, 24.04.1979 - IV 6/79
VGH Baden-Württemberg, 26.04.1979 - IV 6/79
BVerwG, 15.10.1979 - 6 B 80.79
NJW 1983, 2042
DÖV 1983, 898
Der Senat schließt sich insoweit der zu einer vergleichbaren Fallkonstellation ergangenen Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts an (vgl. BVerwG, Urteil vom 25.11.1982 - BVerwG 2 C 12.81 -, juris Rn 14 m. w. N.).
Der Umstand, dass der Kläger nach dem Entlassungszeitpunkt (Ablauf des 28.7.20.. ) weiterbeschäftigt worden war, hatte den Zeitpunkt des Ausscheidens aus dem Beamtenverhältnis auf Widerruf nicht hinausgeschoben (vgl. BVerwG, Urteil vom 25.11.1982, a. a. O., Rn 14 m. w. N.).
Der Senat kann insoweit ebenso wie das Bundesverwaltungsgericht offen lassen, ob und inwieweit ein "faktisches Beamtenverhältnis" als Rechtsgrundlage für die Fortzahlung von Bezügen im Recht des öffentlichen Dienstes anzuerkennen ist (vgl. BVerwG, Urteil vom 25.11.1982, a. a. O., Rn 15 m. w. N.; Urteil vom 13.6.1985 - BVerwG 2 C 56.82 -, juris Rn 23; vgl. ebenso Hess. VGH, Beschluss vom 3.11.2009 - 1 A 1443/09.Z -, juris Rn 2;… für das Wehrdienstverhältnis bejahend Scherer/Alff/Poretschkin, Soldatengesetz, 9. Aufl. 2013, § 1 Rn 29).
Denn die Bejahung des Bestehens eines "faktischen Beamtenverhältnisses" würde jedenfalls voraussetzen, dass der Wille aller Beteiligten dahin ging, ein Beamtenverhältnis zu begründen (vgl. BVerwG, Urteil vom 25.11.1982, a. a. O., Rn 15; Hess. VGH…, Beschluss vom 3.11.2009, a. a. O., Rn 2).
Sie beruhten auf einem Rechtsgrund, dessen Wegfall im Sinne des § 820 Abs. 1 Satz 2 BGB nach dem Inhalt des Rechtsgeschäfts als möglich angesehen worden und der tatsächlich weggefallen war (vgl. BVerwG, Urteil vom 25.11.1982, a. a. O., Rn 16 m. w. N.;… Urteil vom 13.6.1985, a. a. O., Rn 24).
weiterhin Dienst geleistet hatte, hat die Beklagte nicht veranlassen müssen, eine weitergehende Billigkeitsentscheidung zu treffen (vgl. BVerwG, Urteil vom 25.11.1982, a. a. O., Rn 19).
weiterhin Dienst geleistet hatte, hat die Beklagte - wie schon ausgeführt wurde - weder veranlassen müssen, eine weitergehende Billigkeitsentscheidung zu treffen noch dem Kläger für die geleisteten Dienste eine Abfindung oder Entschädigung zu gewähren (vgl. BVerwG, Urteil vom 25.11.1982, a. a. O., Rn 19;… a. A. Scherer/Alff/Poretschkin, a. a. O., § 1 Rn 26, für den hier nicht vorliegenden Fall, dass von vornherein kein wirksames Wehrdienstverhältnis begründet und das Wehrdienstverhältnis nicht durch arglistige Täuschung, Drohung oder Bestechung erschlichen worden ist).
Das faktische Leisten von Diensten scheidet als Behaltensgrund aus, wenn Bezüge für die Beteiligten ohne weiteres erkennbar allein aufgrund der verfahrensrechtlichen Fiktion eines fortdauernden Dienstverhältnisses gezahlt werden, die durch die aufschiebende Wirkung des gegen die Entlassungsverfügung geführten Angriffs bedingt ist (BVerwG, NJW 1983, 2042).
Während der aufschiebenden Wirkung faktisch geleistete Dienste sind vielmehr im Rahmen des § 12 Abs. 2 Satz 3 BBesG zu berücksichtigen, demzufolge von der Rückforderung aus Billigkeitsgründen ganz oder teilweise abgesehen werden kann (BVerwG, NJW 1983, 2042).
Dieser vorläufige Rechtsgrund entfällt mit rechtskräftigem Abschluss des Klageverfahrens rückwirkend (Urteil vom 25. November 1982 a.a.O. …und Beschluss vom 16. Januar 1992 a.a.O.).
Die Klägerin haftet damit gemäß § 820 Abs. 1 BGB i.V.m. § 818 Abs. 4 BGB verschärft, d.h. sie kann sich nicht mehr auf den Wegfall der Bereicherung gemäß § 818 Abs. 3 BGB berufen (vgl. Urteil vom 25. November 1982 a.a.O. m.w.N. …und Beschlüsse vom 16. Januar 1992 a.a.O. …und vom 20. März 1998 a.a.O.).
8 Allerdings kann in außergewöhnlich gelagerten Fällen auch bei verschärfter Haftung eine Berufung auf den Wegfall der Bereicherung durch den Verbrauch der wegen der aufschiebenden Wirkung fortgezahlten Bezüge zum Lebensunterhalt zu berücksichtigen sein, wenn besondere Umstände nach Treu und Glauben es verbieten, diesen Umstand unberücksichtigt zu lassen (vgl. Urteile vom 13. Oktober 1971 BVerwG 6 C 137.67 Buchholz 232 § 87 BBG Nr. 48 und vom 25. November 1982 a.a.O. m.w.N…, Beschluss vom 16. Januar 1992 a.a.O.).
Dies folgt aus der verschärften Haftung gemäß § 820 Abs. 1 BGB (Urteil vom 25. November 1982 a.a.O. m.w.N.).
Dafür kommt es entscheidend auf die Lage im Zeitpunkt der Rückabwicklung an, aber nicht auf die Lage in dem Zeitraum, für den die Zahlung geleistet worden ist (stRspr., vgl. Urteil vom 25. November 1982 a.a.O. m.w.N.).
Er ist vielmehr gehalten, sich bei Unklarheiten und Zweifeln durch Rückfragen bei der auszahlenden Kasse oder der anweisenden Stelle Gewissheit darüber zu verschaffen, ob eine Zahlung zu Recht erfolgt ist (BVerwG vom 25.11.1982 Buchholz 235 § 12 BBesG Nr. 2 = DÖV 1983, 898 = NJW 1983, 2042 = BayVBl. 1983, 105 m.w.N.;… BVerwG vom 28.6.1990 a.a.O.; BVerwG vom 19.11.1996 Az 2 B 42/96; BVerwG vom 29.4.2004 Buchholz 235 § 12 BBesG Nr. 31; vgl. auch BayVGH vom 21.4.2005 Az. 14 ZB 04.2617; BayVGH vom 31.5.2001 Az. 3 B 96.2446;… BayVGH vom 5.7.1996 a.a.O.;… ThürOVG vom 16.2.1999 a.a.O.).
Dabei ist grundsätzlich davon auszugehen, dass bei Veränderung von Besoldungsmerkmalen (z. B. Wegfall von Zulagen wegen Änderung der Verwendung des Beamten) den Beamten eine erhöhte Sorgfaltspflicht trifft (siehe BVerwG vom 25.11.1982 a.a.O.).
Dieser Umstand kann allenfalls im Rahmen einer Billigkeitsentscheidung gemäß § 12 Abs. 2 Satz 3 BBesG von Bedeutung sein (BVerwG vom 21.12.1960 Buchholz 232 § 87 BBesG Nr. 6 = DVBl 1961, 336; BVerwG vom 23.11.1965 Az. 6 C 14.63;… BVerwG vom 21.4.1982 a.a.O.; BVerwG vom 25.11.1982 a.a.O.).
Die gemäß § 12 Abs. 2 Satz 3 BBesG zu treffende Billigkeitsentscheidung hat dabei die Aufgabe, eine allen Umständen des Einzelfalles gerecht werdende, für die Behörde zumutbare und für den Bereicherten tragbare Lösung zu ermöglichen, bei der auch Alter, Leistungsfähigkeit und sonstige Lebensverhältnisse des Herausgabepflichtigen eine maßgebende Rolle spielen (BVerwG vom 20.10.1965 ZBR 1966, 181; BVerwG vom 9.12.1976 Buchholz 232 § 158 BGB Nr. 31;… BVerwG vom 21.4.1982 a.a.O.; BVerwG vom 25.11.1982 a.a.O.).
Insoweit kommt es nicht entscheidend auf die Lage des Beamten in dem Zeitraum, für den die Überzahlung geleistet worden ist, sondern auf dessen Lage im Zeitpunkt der Rückabwicklung an (vgl. hierzu BVerwG vom 7.12.1960 BVerwGE 11, 283/289; BVerwG vom 14.3.1963 BVerwGE 16, 2/8; BVerwG vom 20.10.1965 Buchholz 232 § 87 BGB Nr. 25; BVerwG vom 23.10.1968 BVerwGE 30, 296/301; BVerwG vom 9.12.1976 Buchholz 232 § 158 BGB Nr. 31; BVerwG vom 25.11.1982 a.a.O.;… BVerwG vom 21.9.1989 a.a.O.; BVerwG vom 27.1.1994 NVwZ 1995, 389).
Schon das faktische Leisten von Diensten scheidet als Behaltensgrund aus, wenn Bezüge für die Beteiligten ohne weiteres erkennbar allein aufgrund der verfahrensrechtlichen Fiktion eines fortdauernden Dienstverhältnisses gezahlt werden, die durch die aufschiebende Wirkung des gegen die Entlassungsverfügung geführten Angriffs bedingt ist (BVerwG, NJW 1983, 2042; BGH…, Urteil vom 4. März 2015 - RiZ(R) 3/14, NVwZ-RR 2015, 782 Rn. 36).
In solchen Fällen stellt sich das vollständige oder teilweise Absehen von der Rückforderung gleichsam als "Gegenleistung" für die erbrachten Dienste dar (BVerwG, NJW 1983, 2042).
Das gilt auch hier, zumal es für die Billigkeitsentscheidung auf die Lage im Zeitpunkt der Rückabwicklung ankommt (BVerwGE 109, 365, 370 f.; BVerwG, Buchholz 232 § 87 BBG Nr. 48 S. 49; BVerwG, NJW 1983, 2042, 2043; ZBR 1990, 80, 81;… Buchholz 240 § 12 BBesG Nr. 33 Rn. 11 mwN).
vgl. BVerwG, Urteil vom 25. November 1982 - 2 C 12.81 -, NJW 1983, 2042 (…Juris Rn. 14) m.w.N.; Schnellenbach, Beamtenrecht in der Praxis, 6. Aufl. 2005, Rn. 701.
Im Urteil vom 25. November 1982 (a.a.O., Juris Rn. 15) ist - der Sache nach auf derselben Linie - die Annahme eines "faktischen Beamtenverhältnisses" ausdrücklich abgelehnt worden, weil die Bezüge für die Beteiligten ohne weiteres erkennbar allein aufgrund der verfahrensrechtlichen Fiktion eines fortdauernden Beamtenverhältnisses infolge der aufschiebenden Wirkung eines Rechtsbehelfs gezahlt worden waren.
vgl. BVerwG, Urteil vom 25. November 1982, a.a.O. (…Juris Rn. 15).
vgl. BVerwG, Urteil vom 21. Oktober 1999 - 2 C 11.99 -, BVerwGE 109, 365, 369 f.; Urteil vom 25. November 1982, a.a.O. (…Juris Rn. 17).
vgl. hierzu BVerwG, Urteil vom 21. Oktober 1999 - 2 C 27.98 -, BVerwGE 109, 357 (…Juris Rn. 28); Urteil vom 8. Oktober 1998 - 2 C 21.97 -, DVBl. 1999, 322 (…Juris Rn. 20 f.); Urteil vom 25. November 1982, a.a.O. (…Juris Rn. 18) m.w.N.; Urteil vom 13. Oktober 1971 - VI C 137.67 -, RiA 1972, 97, 100.
Dabei kann ebenso wie in früheren Urteilen (vom 13. Oktober 1971 - BVerwG 6 C 137.67 - und vom 25. November 1982 - BVerwG 2 C 12.81 2 C 12/81]>, m.w.N.) offenbleiben, ob und inwieweit ein "faktisches Beamtenverhältnis" als Rechtsgrundlage für die Zahlung von Bezügen im Recht des öffentlichen Dienstes anzuerkennen ist.
§ 12 Abs. 2 Satz 1 BBesG verweist u.a. auf § 820 Abs. 1 Satz 2 BGB, der im Hinblick auf die rechtlich vorgegebene Vorläufigkeit der einstweiligen Anordnung zu einer Haftung ohne die Möglichkeit der Berufung auf den Wegfall der Bereicherung führt (vgl. auch insoweit das zur aufschiebenden Wirkung der Rechtsbehelfe gegen eine Entlassung ergangene Urteil vom 25. November 1982 - BVerwG 2 C 12.81 - m.w.N.).
Sonstige Umstände, die den Verbrauch der zu Unrecht gezahlten Bezüge ausnahmsweise unter Berücksichtigung des auch im öffentlichen Recht anwendbaren Grundsatzes von Treu und Glauben (§ 242 BGB) als gerechtfertigt erscheinen lassen könnten, vgl. BVerwG, Urteile vom 13.10.1971 - 6 C 137.67 -, a. a. O., vom 25.11.1982 - 2 C 12.81 -, ZBR 1983, 192, und vom 27.1.1994 - 2 C 19.92 -, BVerwGE 95, 94; Fallgruppen bei Schnellenbach, Beamtenrecht in der Praxis, 6. Aufl. 2005, Rn. 734 m. w. N., sind vom Kläger nicht überzeugend dargelegt.
BVerwG, Urteil vom 25.11.1982 - 2 C 12.81 -, a. a. O.; hieran anschließend auch die Senatsrechtsprechung, vgl. OVG NRW, Beschluss vom 19.12.2005 - 1 E 1330/05 -, a. a. O.
in ständiger Rechtsprechung BVerwG, Urteil vom 25.11.1982 - 2 C 12.81 -, a. a. O.
VG Bayreuth, 22.03.2018 - B 5 K 17.195
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VG Lüneburg, 20.11.1997 - 1 A 1/97
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References: § 1
 § 820
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 § 12
 § 820
 § 818
 § 818
 § 87
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 § 12
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 § 87
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 § 158
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