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Timestamp: 2017-11-22 18:23:48+00:00

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Minenwerferoffizier
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Grenadier während Studium?
Stiglitz antwortete auf da0ni0els Thema in: Allgemeines
Willkommen im Forum da0ni0el! Eine Militärkarriere als Inf Grenadier lässt sich – wie jede andere Funktion auch – problemlos mit einem Studium vereinbaren. Peter Spuhler würde dem sicher zustimmen. Unter Umständen muss der ein oder andere WK verschoben werden oder aber man muss im Semester einen Teil des Stoffs im Selbststudium aufarbeiten. So oder so sollte ein zukünftiger Inf Grenadier nicht vor "aufwändigen" Problemen zurückschrecken. Ich wünsche dir viel Erfolg bei deiner Rekrutierung!
Stiglitz folgt jetzt dem Inhalt: Körpergrösse / Sehschärfe und Minenwerferkanonier 4. Januar
Rekrutierig Januar 2017
Stiglitz antwortete auf straight_ons Thema in: Frauen in der Armee
Herzlich Willkommen im Forum! Dass du trainierst wird sich mit Sicherheit auszahlen. Insbesondere beim Einbeinstand kann durch Training sehr viel erreicht werden (beachte dabei den genauen Ablauf bezüglich Augen schliessen und Kopf-in-den-Nacken legen). Beim Medizinballstossen kommt es neben der Kraft sicher auch auf die Technik an. Versuche, den Ball in einem 45Grad Winkel zu werfen. Sprich nicht direkt nach vorne sondern eher in die Höhe. Beim Standweitsprung gilt dasselbe;mit der Technik holt man viel raus. Dabei ist die Schwungbewegung der Arme entscheidend (du musst deine Arme und damit deinen Oberkörper beim Absprung nach vorne werfen). Auf Youtube und sonstigen Seiten findest du mit Sicherheit nützliche Anleitungen. Da diese beiden Disziplinen von der Technik abhängen kann es gut sein, dass dein Ergebnis an der Aushebung ein wenig tiefer ist als beim Training, da du nervös sein wirst. Umgekehrt dürfte es beim Rumpfkrafttest und beim Pendellauf sein. Diese sind reine Willensfragen. Mit der Motivation an der Aushebung alles zu geben, kann viel erreicht werden. Der Pendellauf ist für den Aushebungsoffizier auch die "interessanteste" Disziplin, da erstens die Ausdauer in der Armee wichtiger ist als die Kraft und er zweitens etwas über den Willen/die Motivation des Stellungspflichtigen erzählt. Wenn dein Ziel Infanterist ist, musst du dir keine Sorgen machen. Die Infanterie ist der grösste Verband, ergo benötigt sie auch die meisten Rekruten. Der Aushebungsoffizier nimmt daher gerne Freiwillige um die vielen Plätze zu besetzen. Das Sportzeichen ist (faktisch) nicht Voraussetzung (aber natürlich schadet es auch nicht ). In der Infanterie finden sich auch Leute mit unter 60 Sportpunkten. Von daher dürfte deiner Wunschfunktion nichts im Wege stehen. Hinderungsgründe können natürlich die medizinische Untersuchung ("Überraschungen" gibt es leider immer wieder) oder dein Beruf sein. Als Koch, Mechaniker oder jemand mit technischer Ausbildung bist du in den gleichartigen Militärfunktionen sehr gefragt. Dann gewinnt ein gutes Sportresultat wieder an Gewicht, da die erreichen Punkte deine Verhandlungsbasis beim Aushebungsgespräch bilden. Ich wünsche dir viel Erfolg bei deiner Rekrutierung!
RS nicht angetretten. Was passiert nun?
Stiglitz antwortete auf DonNon10s Thema in: Rekrutenschule
Vorab: Solltest du dir Sorgen um deine Gesundheit machen, lasse dich vor dem Beginn der RS von einem Arzt und dem Kreiskommando deines Heimatkantons beraten. Unter Umständen wirst du zu einer zweiten medizinischen Abklärung aufgeboten. Das Militär hat kein Interesse daran, kranke/verletzte Menschen im Dienst "kaputt" zu machen. Wenn du nicht einrückst, wirst du als erstes zur Einvernahme durch den Untersuchungsrichter (UR) der Militärjustiz aufgeboten. Solltest du zu dieser nicht erscheinen, wirst du polizeilich vorgeführt. Der UR klärt den Sachverhalt ab, weshalb du nicht eingerückt bist. Sollte es keine Rechtfertigungsgründe dafür geben, muss unterschieden werden: a) Du willst keinen Militärdienst leisten = Militärdienstverweigerung (Art. 81 MStG). Diese wird grundsätzlich mit Freiheitsstrafe bis 18 Monate bestraft. Grund dafür ist, dass gemäss Art. 81 Abs. 1bis MStG eine Geldstrafe oder gemeinnützige Arbeit bei gleichzeitigem Ausschluss aus der Armee als Strafe nicht möglich ist. Wer sich aber öffentlich (vor dem Militärgericht) dazu bekennt, keinen Dienst leisten zu wollen, muss konsequenterweise aus der Armee ausgeschlossen werden. Es kommt hier in aller Regel zu einer Verhandlung vor dem Militärgericht. In älteren Entscheiden liegt das Strafmass bei ca. 6 Monaten unbedingt (der Länge einer RS). Einen Strafregistereintrag gibt es ebenfalls (auch im zivilen einsehbar). Zudem musst du ab diesem Zeitpunkt Wehrpflichtersatzabgabe leisten. b) Du wolltest zwar nicht Einrücken, aber du willst noch Militärdienst leisten = Militärdienstversäumnis (Art. 82 MStG). Der Unterschied zu a) Militärdienstverweigerung liegt darin, dass der Täter in der Zukunft noch Militärdienst leisten will, diesen einen Dienst aber bewusst versäumt hat. Die Gründe dafür sind grundsätzlich irrelevant (keine Lust, bereits Ferien gebucht usw.). Der Täter wird mit Geldstrafe bis 180 Tagessätzen bestraft. In der Praxis erfolgt eine Verurteilung per Strafbefehl direkt durch den UR (keine Gerichtsverhandlung). Dazu kommt ein Strafregistereintrag (auch im zivilen einsehbar). c) Du bist nicht eingerückt, weil du nicht aufgepasst hast = fahrlässiges Militärdienstversäumnis (Art. 83 MStG). Der Unterschied zu b) Militärdienstversäumnis liegt darin, dass der Täter nicht mit Absicht (Vorsatz) nicht eingerückt ist sondern seinen Dienst "vergessen" hat / eine Pflichtverletzung begangen hat. Die meisten Anwendungsfälle sind hier das zu späte Erscheinen beim Einrücken (verschlafen) oder das Einrücken erst am Folgetag ("falsch im Kalender eingetragen"). Die Strafe ist Busse (im leichten Fall nur Bestrafung durch den Kadi). Es gibt keinen Strafregistereintrag. Natürlich ist dieses Vorgehen nicht in Stein gemeisselt und es wird immer auf den Einzelfall abgestellt. So besagt z.B. Art. 84 Abs. 1 lit. c MStG, dass der Täter, welcher im Zeitpunkt des Nichteinrücken dienstuntauglich (UT) war, in jedem Fall nur mit Busse bestraft wird (ausser der Täter wäre zudem auch einrückungsunfähig = transportunfähig). Die Beurkundung der Diensuntauglichkeit kann dabei auch nachträglich erfolgen.
nicht einrücken
Infanterie Führungsstaffelsoldat
Stiglitz antwortete auf lukedukes Thema in: Einheiten
Willkommen im Forum! 1. Kurzfassung: Du betreibst im Team einen Kommandoposten. Das beginnt beim Aufbau (Zeltstadt aufbauen, Kabel für Funk und Strom verlegen, Führungswände erstellen) geht hin bis zum tagelangen Betrieb und endet halt wieder mit dem Abbau. Die Arbeit im Kommandoposten umfasst die Arbeit am Funk, die Verarbeitung und Aufarbeitung der erhaltenen Informationen (Meldezettel, Führungskarten, Kroki usw.) sowie unzähliger Kleinarbeiten für das höhere Kader. Am Ende verlassen sich die Kader bei ihren Entscheidungen auf die Informationen, die du für sie vorbereitet hast. 2. Soweit ich weiss ist der Eagle dass Fahrzeug der Aufklärer. Diese sind zwar auch in Liestal stationiert, ich wüsste aber nicht, wozu deine Funktion den Eagle benötigt. Daher eher nein (könnte mich aber auch irren). P.S.: Der Eagle sieht von aussen "geil" aus aber das wars dann auch schon (laut, wenig Platz, unbequem). 3. Du bist Führungsstaffelsoldat, der einfach noch in den Genuss einer Fahrausbildung C1 kommt. Während der RS wirst du also deine Kameraden auf Befehl hin an den Ausbildungsort fahren, aussteigen und dann eben deiner Hauptaufgabe als Führungsstaffelsoldat nachkommen. Die angesprochene Zweitfunktion im DB ist, soweit ich richtig informiert bin, nur für sehr spezielle Funktionen wie Grenadier relevant wo es sein könnte, dass die Ausbildung (RS) abgebrochen werden muss. In diesem Fall würde man dann in die eingeteilte Zweitfunktion wechseln. 4. Wie Samuel Mittag schon sagte ein super Standort. Gute Schlafräume, modernes Gebäude, viel Platz, PD Stände im Inneren (Ort zur Reinigung des Materials) usw. Zudem direkt in der Stadt und damit gut angeschlossen an ÖV und Ausgangsmöglichkeiten (Restaurants, Bars).
Stiglitz antwortete auf PzSaps Thema in: Rechte & Pflichten eines AdA's
Auszahlung EO Es ist Aufgabe des Leistungsberechtigten (dem Ada), seinen Anspruch auf Erwerbsersatz bei der Ausgleichskasse geltend zu machen (Art. 17 Abs. 1 EOG; SR 834.1). Unterlässt er dies, kann der Arbeitgeber den entsprechenden Erwerbsersatz bei der Ausgleichskasse einfordern, sofern er dem Leistungsberechtigten während der Dauer des Anspruches einen Lohn ausrichtet (Art. 17 Abs. 1 lit. b EOG). In diesem Fall steht nämlich die Entschädigung von Gesetzes wegen dem Arbeitgeber zu. Folglich wird der Erwerbsersatz dem Leistungsberechtigtem durch den Arbeitgeber ausbezahlt (Art. 19 Abs. 2 EOG). Art. 19 Abs. 2 Satz 2 EOG sieht jedoch vor, dass bei besonderen Gründen die Auszahlung an den (nicht selbständig erwerbstätigen) Leistungsberechtigten direkt durch die Ausgleichskasse erfolgt. Die Kriterien für diese Ausnahmeregelung sind mir leider nicht bekannt und stehen auch nicht in der zum EOG gehörenden Verordnung (EOV; SR 834.11). Möchtest du also "beide Fliegen erledigen", müsste wohl dein Arbeitgeber dir den (Ferien-)Lohn und den Erwerbsersatz entrichten, da grundsätzlich er es ist, welcher den Erwerbsersatz von der Ausgleichskasse erhält. Unbezahlter Urlaub Sollte dein Arbeitgeber dir unbezahlten Urlaub gewähren, kannst du in dieser Zeit deinen Militärdienst leisten und den EO direkt bei der Ausgleichskasse einfordern (80% deines Lohnes). Anmerkung bezgl. Militärdienst während den bezahlten Ferien Der Arbeitnehmer hat einen Anspruch auf vier Wochen bezahlte Ferien im Jahr; diese dienen der Erholung. So besteht ein Anspruch auf Nachgewährung von Ferienzeit, sollte der Erholungszweck durch Unfall oder Krankheit nicht gewährleistet worden sein. Umgekehrt hat aber auch der Arbeitgeber ein Interesse daran, dass seine Arbeitnehmer sich in den bezahlten Ferien erholen (Stichwort: Betriebssicherheit & Gesundheit am Arbeitsplatz). Leistet der Arbeitnehmer während der Ferien entgeltliche Arbeit für einen Dritten und werden dadurch die berechtigten Interessen des Arbeitgebers verletzt, so kann dieser den Ferienlohn verweigern und bereits bezahlten Ferienlohn zurückverlangen (Art. 329d Abs. 3 OR; SR 220). Damit gleichzusetzen wäre auch ein "freiwilliger" Militärdienst, da in diesem der Erholungszweck mit Sicherheit nicht erfüllt wird. Wohin führt uns das? Wie immer gilt: Wo kein Kläger, da kein Richter. Solange dein Arbeitgeber dir deinen Lohn entrichtet und alle Beteiligten glücklich sind, ist gegen deine Idee nichts einzuwenden. Einziges Problem sehe ich hier mit der erwähnten Betriebssicherheit und der damit verbundenen Haftung. Grundsätzlich muss ein Arbeitgeber zwar nicht sicherstellen, dass seine Arbeitnehmer sich auch wirklich erholen in ihren Ferien. In diesem Fall aber willigt er ein, dich für 2 Wochen in den Militärdienst zu schicken, was nach allgemeiner Auffassung wohl als Gegenteil von Erholung gelten dürfte. Problematisch wird es dann, wenn die Arbeitgeberhaftung greifen muss, weil ein überarbeiteter Arbeitnehmer einen Schaden verursacht hat. Der Arbeitgeber kann sich von dieser nur lossprechen, wenn er u.a. eine sichere Organisation seines Betriebes garantiert. Dass er sehenden Auges seine Arbeitnehmer in den Ferien in den Militärdienst gehen lässt, könnte hierzu im Widerspruch stehen. Im übrigen sei gesagt: Als Arbeitgeber käme für mich ein solches Unterfangen schon aus dem Grunde nicht in Frage, als dass umgekehrt ich von meinem Arbeitnehmer nicht verlangen kann, für seinen Militärdienst einen Teil seiner bezahlten Ferien zu beziehen. Kommt es zum (nachträglichen) Streit zwischen den beiden Parteien, steht der Arbeitgeber auf ziemlich verlorenem Posten, sollte der Arbeitnehmer die "Freiwilligkeit" seines Ferienbezuges plötzlich bestreiten.
Stiglitz antwortete auf ABC-Ks Thema in: Wiederholungskurs aka WK
Nur der Richtigkeit halber: Art. 65 MStG ahndet Verbrechen oder Vergehen gegen eine Wache. Im Bett liegen bleiben ist, wie du gesagt hast, mit grösster Wahrscheinlichkeit ein Verstoss gegen den Dienstbefehl und damit eine Nichtbefolgung von Dienstvorschriften (Art. 72 MStG). Wurde ihm konkret befohlen, wo er wann zu sein hat könnte u.U. Ungehorsam (Art. 61 MStG) vorliegen. So oder so wäre es ein leichter Fall (=disziplinarische Bestrafung) und das Strafmass würde wohl bei beiden Tatbeständen gleich ausfallen. Mit der Verschleuderung von Material (Art. 73 MStG) hast du recht. Auch hier würde ein leichter Fall vorliegen. Sorry für den Klugscheisserkommentar, deinen Beitrag würde ich ansonsten so unterschreiben;) @ABC-K: Im Moment kannst du nichts machen. Der Kdt kann gegen dich ein Disziplinarstrafverfahren eröffnen. Dabei kann er dich mit Verweis, Ausgangssperre, Busse (bis 500.-) oder Arrest (bis 5d; u.U. bis 10d bei Antrag an Bat Kdt) bestrafen. Ob und wie du bestraft wirst, hängt neben den erfüllten Tatbeständen (Art. 72 MStG sicher, Art. 73 MStG je nach Schaden) und deinem Verschulden von deiner bisherigen Leistung im WK (Beurteilung durch Zfhr) und deiner Aussage bei der Einvernahme durch den Kdt ab. In dieser Aussage hast du die Möglichkeit, den Sachverhalt aus deiner Perspektive dem Kdt mitzuteilen. Ob du deine Schuld einsiehst und Reue zeigst oder eben nicht, fliesst ebenfalls in das Strafmass mit ein. Sollte der Kdt eine Disziplinarstrafe aussprechen, so kannst du innerhalb von 24h (5d bei Eröffnung unter 24h vor WK-Ende) eine schriftliche und kostenlose Disziplinarbeschwerde beim Bat Kdt einreichen (Art. 206 MStG). Der Bat Kdt darf die Strafe nicht verschärfen; er kann diese gleich lassen oder in eine mildere Form (z.B. Ausgangssperre statt Arrest) umwandeln. Den Rechtsweg nach der Disziplinarbeschwerde (gibt es nur bei Arrest oder Busse über 300.-) lasse ich hier weg; dies wäre eine Beschwerde beim Militärappellationsgericht = Gerichtsverhandlung (inkl. Gerichtskosten). Mein Tipp an dich: Siehe deinen Fehler ein (was würde dein Chef sagen, wenn du um 09:00 Uhr bei der Arbeit am schlafen wärst und sein Material auf den Boden wirfst?), akzeptiere eine allfällige Strafe und reiss dich in Zukunft zusammen.
Bis welchem Alter muss man die WK's absolviert haben?+Anteil Ersatzpflicht
Stiglitz antwortete auf lukaskuns Thema in: Wiederholungskurs aka WK
Für Mannschaftsgrade dauert die Dienstpflicht bis zum 34. Altersjahr. Für in Formationen eingeteilte Wehrpflichtige besteht die Pflicht zur Zahlung von Ersatzabgaben bis zum 34. Altersjahr. Trittst du deinen Auslandurlaub an, wird die Ersatzabgabe für die Anzahl Jahre, welche du keinen Dienst leisten wirst, provisorisch vorbezogen. Als Berechnungsgrundlage dient das erwartete Einkommen während deines Auslandaufenthaltes. Der Auslandsurlaub wird nicht bewilligt, wenn diese Abgaben nicht bezahlt wurden. Die Ersatzabgabe beträgt 3 % des taxpflichtigen Einkommens (vor Steuern!), mindestens aber 400 Franken. Bisher hast du schätzungsweise 140-150 Diensttage geleistet (145d RS + 3d Rekrutierung). Für 100-149 Diensttage wird die Ersatzabgabe um 20% reduziert; für 150-199 um 30% usw. (=pro weitere 50d sind jeweils 10% weniger zu zahlen). Du kannst die Diensttage je nach Alter bei deiner Rückkehr nachholen und dann den bezahlten Wehrpflichtersatz zurückfordern. Dazu musst du unbedingt alle erhaltenen Formulare aufbewahren. Achtung: Für Auslandschweizer gelten besondere Regeln. Ich empfehle dir, mit dem Kreiskommando deines Kantons Kontakt aufzunehmen und dich beraten zu lassen. Je nach Alter, Anzahl Diensttagen und Dauer deines Auslandaufenthaltes variiert der Sachverhalt.
Verschiebung der RS
Stiglitz antwortete auf n100os Thema in: Rekrutenschule
Hallo n100o Willkommen im Forum! Grundsätzlich wird die RS in dem Jahr absolviert, indem man das 20. Altersjahr vollendet. In jedem Fall muss sie absolviert werden (d.h. beendet werden!), bevor man das 26. Altersjahr vollendet, ansonsten ist man nicht mehr militärdienstpflichtig (und muss entsprechend Ersatzabgaben zahlen). Ein Gesuch zur Verschiebung deiner RS kannst du schriftlich an das Kreiskommando deines Wohnkantons stellen. Hier findest du eine Liste mit den Adressen: Hier klicken. Das Gesuch ist entsprechend zu begründen. Ein genereller Anspruch auf Verschiebung besteht nicht, meiner Erfahrung nach wird dir aber entgegen gekommen und das Gesuch bewilligt. Ich persönlich rate dir von deinem Plan ab. Meine RS habe ich direkt nach der Matura absolviert und ich bin jetzt am studieren. In den Semesterferien leiste ich jeweils meinen WK. Indem du die RS erst nach dem Studium absolvierst, wirst du alle WK's neben deinem Beruf absolvieren müssen. Das ist zwar an und für sich kein Problem, aber im Studium hast du mit ca. 20 Wochen Semesterferien sicher mehr Zeit dafür. Gönn dir doch eine "Auszeit" nach bestandener Matura in Form der RS und anschliessendem Reisen/Praktikum/Sprachaufenthalt, bevor du für 5 Jahre studieren gehst. Für mich war es eine willkommene Abwechslung und ein gutes Gefühl, vor Beginn des Studiums diese herausfordernde Lebensphase bereits abgehakt zu haben. Ich wünsche dir noch alles Gute bei deiner Planung!
Aushebung abends nachhause?
Stiglitz antwortete auf gogolfs Thema in: Rekrutierung/Aushebung
Während der Rekrutierung unterstehst du dem Militärstrafgesetz (Art. 3 Abs. 1 Ziff. 5 MStG). Das Verlassen der Truppe bzw. Dienststelle ohne Erlaubnis wird mit Geldstrafe bestraft (Art. 82 Abs. 1 lit. c MStG), wobei in leichten Fällen (was meines Erachtens in diesem Fall gegeben wäre) disziplinarische Bestrafung erfolgt (Art. 82 Abs. 2 MStG). D.h. es würde am ehsten eine Busse erteilt (100 - 500 CHF; Art. 198 Abs. 2 lit. b MStG in Verbindung mit Art. 188 lit. a MStG). Solltest du wichtige Gründe haben, um am Abend fernzubleiben, kannst du beim Kreiskommando deines Kantons bzw. bei der auf dem Marschbefehl angebenden Adresse einen entsprechenden Antrag stellen. Ich vermute jedoch, dass bei Gutheissung deiner Begründung die Rekrutierung gleich als solche verschoben wird.
Stiglitz antwortete auf greenhorns Thema in: Rekrutenschule
Danke für deinen Bericht. Eine solche Selbstreflexion ist nicht einfach aber von grossem Wert für dich wie auch für andere! Wie oben schon geschrieben, bestrafen solche Kader sich auf die lange Sicht nur selbst. Ich hoffe sehr, dass mit der WEA insofern eine Besserung kommt, dass alle Kader zuerst eine komplette RS als Soldat durchlaufen. Dir wünsche ich weiterhin alles Gute!
Stiglitz antwortete auf Fuchss Thema in: Wiederholungskurs aka WK
Ich habe noch einen (digitalen) Ordner mit Bildern der Zimmerordnung in Magletsch gefunden von meiner RS. Wenn du die Unterlagen noch benötigst, kann ich dir den Ordner gerne per Mail schicken (PN).
Stiglitz antwortete auf markazzs Thema in: Rekrutenschule
Ziff. 25 Abs. 1 lit. c ODA* "Überschreitung der Landesgrenze" "Es gelten folgende Vorschriften: c. für Urlaubsreisen in Zivil ins Ausland sind keine besonderen Bewilligungen notwendig;" Die Militärversicherung erstreckt sich auf die gesamte obligatorische Dienstzeit, d.h. auch auf den Urlaub (solange du in diesem keiner Erwerbstätigkeit nachgehst). Dementsprechend bist du bei einem Urlaubsaufenthalt im Ausland auch durch die MV gedeckt. *Das Reglement 51.024, Organisation der Ausbildungsdienste (ODA)
Sicherungssoldat Inf RS 5
Stiglitz antwortete auf Smackii-95s Thema in: Rekrutenschule
Es gibt keine SiSo Kompanien. Die SiSo dienen im WK in einer Stabs Kp. Jedes Infanterie-Bataillon besteht aus der Stabs Kompanie, drei Inf Kompanien (Füssel) und der Inf Ustü Kompanie (Mw, ScharfS). Die Stabskompanie liefert und betreibt die Infrastruktur für die Führung des Bataillons (Instandhaltung, Übermittlung, Aufklärung usw.). Damit besteht die Stabskompanie aus vielen verschiedenen Zügen mit unterschiedlichen Funktionen, wobei die wenigsten von der Inf kommen. In der Stabs Kompanie gibt es auch einen Sicherungszug, bestehend aus SiSo. Dieser übernimmt die Nahsicherung des Kommandoposten und führt Zutrittskontrollen durch.
inf rs 5-2
sicherheitssoldat
Vom Einhfw zum Lt
Stiglitz antwortete auf Kaidans Thema in: Militär-Karriere
Eine Möglichkeit wäre sicher, im WK für den Of-Vorschlag zu aspirieren. D.h. du müsstest dich (meist vordienstlich) bei deinem Kp Kdt melden und würdest dann im WK vom Bat geprüft werden ob sie dir den Of-Vorschlag erteilen wollen (der Of-Vorschlag kommt idR vom Br). Anschliessend würdest du den Of LG und die OS absolvieren sowie das Praktikum und den Praktischen Dienst in einer RS leisten. Je nach dem, wie viele Diensttage du noch zu leisten hättest kann es gut sein, dass du einen Teil deiner Ausbildung als freiwillige Dienstage leisten musst. D.h. sie sind zwar besoldet und du kriegst EO aber sie werden dir nicht an deine Dienstzeit angerechnet. In der Regel gibt es für jeden Grad eine Mindestanzahl an noch zu leistenden Diensttage, da sich die Ausbildung ansonsten kaum lohnt. Weitere Bedingungen gibt es nicht wirklich, die Prüfung durch das Bat ist je nach Formation unterschiedlich. Bei uns war es eine Mischung aus schriftlichen Tests, Sport, Marschieren und anderen Übungen. Eine typische Selektionsübung halt, wo es vor allem darum geht zu zeigen, dass man auch wirklich motiviert ist. Ob es im Moment (während der Ausbildung zum Hptfw) die Möglichkeit zum Wechsel gibt bezweifle ich. Natürlich kann man immer einen Antrag stellen, allerdings wird der Schulkdt. wohl kaum begeistert sein. Ich würde dir den ersten Weg empfehlen. Leiste deinen Dienst als Hptfw und absolviere 1-2 WKs. Die Erfahrung die du so sammelst sowie das Wissen über das Rückwärtige werden dir einen riesigen Vorteil bringen bei deinem (allfälligen) Weg zum Offizier.
Stiglitz antwortete auf Pzgrenis Thema in: Rekrutenschule
Ups, hab ich übersehen. Da hast du natürlich Recht, danke! Die Einsendung von Röntgenbilder bezieht sich dann wohl auf Verletzungen, die zwischen Rekrutierung und RS-Start angefallen sind.

References: Art. 81
 Art. 84
 Art. 19
 Art. 65
 Art. 73
 Art. 198
 Art. 188