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Timestamp: 2020-02-21 16:22:17+00:00

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§ 261 ZPO: Rechtshängigkeit
1.während der Dauer der Rechtshängigkeit kann die Streitsache von keiner Partei anderweitig anhängig gemacht werden;
2.die Zuständigkeit des Prozessgerichts wird durch eine Veränderung der sie begründenden Umstände nicht berührt.
BGH, URTEIL vom 3.3.2013, Az. XII ZR 23/12 20	aa) Der im deutschen Prozessrecht gemäß § 261 Abs.3 Nr. 2 ZPO geltende Grundsatz, dass eine einmal begründete Zuständigkeit des Gerichts auch dann erhalten bleibt, wenn die sie begründenden Umstände im Laufe des Rechtsstreits wegfallen (perpetuatio fori, BGH Urteil vom 26. April 2001 - IX ZR 53/00 - NJW 2001, 2477, 2478 mwN), ist nach ganz herrschender Meinung in Rechtsprechung und Schrifttum auch auf die internationale Zuständigkeit anwendbar (BGHZ 188, 373 = NJW 2011, 2515 Rn. 23 mwN).
BGH, URTEIL vom 2.1.2013, Az. VI ZR 45/12 hindernis der anderweitigen Rechtshängigkeit gemäß § 261 Abs.3 Nr. 1 ZPO eine negative Prozessvoraussetzung (vgl. zu Art. 21 EuGVÜ BGH, Urteile vom 9. Oktober 1985 - IVb ZR 36/84, NJW 1986, 662; vom 20. November 2003 -1 ZR 294/02, BGHZ 157, 66, 68 zu Art. 31 Abs. 2 CMR; OLG Stuttgart, OLGR 2001, 288, 289).
BGH, URTEIL vom 2.2.2011, Az. XI ZR 48/10 23	aa) Der im deutschen Prozessrecht gemäß § 261 Abs.3 Nr. 2 ZPO geltende Grundsatz (BGH, Urteil vom 26. April 2001 -IXZR 53/00, WM 2001, 1078, 1079 mwN), dass eine einmal begründete Zuständigkeit des Gerichts auch dann erhalten bleibt, wenn die sie begründenden Umstände im Laufe des Rechtsstreites wegfallen (perpetuatio fori), ist nach ganz herrschender Meinung in Rechtsprechung und Schrifttum (vgl. OLG Köln, Urteil vom 16. Dezember 2008 - 9 U 47/07, juris Rn. 68; LAG Düsseldorf, EuZW 2008, 740, 742; Saenger/Dörner, ZPO, 4. Aufl., EuGWO Art. 2 Rn. 4; Zöller/Geimer, ZPO, 28. Aufl., Anh.
BGH, BESCHLUSS vom 4.5.2009, Az. III ZB 75/08 Spätere Veränderungen, wie z.B. ein Umzug ins Ausland oder vom Ausland ins Inland, sind damit - genauso wie es § 261 Abs.3 Nr. 2 ZPO für die Zuständigkeit des Prozessgerichtes im Verfahren des ersten Rechtszugs vorsieht - grundsätzlich unerheblich (vgl. nur BGH, Beschluss vom 3. Mai 2006 -VIIIZB 88/05- NJW 2006, 2782, 2783; Urteil vom 27. März 2008 - VII ZR 76/07 - BGHReport 2008, 763, 764; Zöller/Lückemann, ZPO, 27. Aufl., §119 GVG, Rn. 14; Münch-KommZPO/Zimmermann, 3. Aufl., § 119 GVG, Rn. 9; Musielak/Wittschier, ZPO, 6. Aufl., § 119 GVG, Rn. 19, jeweils m.w.N.).
BGH, BESCHLUSS vom 4.2.2009, Az. IX ZR 150/05 8	4.	Seine	internationale	Zuständigkeit	durfte	das	kanadische	Gericht	aus deutscher Sicht mit Recht schon im Hinblick auf § 261 Abs.3 Nr. 2 ZPO annehmen (vgl. BGHZ 141, 286, 291; Zöller/Geimer, aaO § 328 Rdn. 140).
BGH, BESCHLUSS vom 4.7.2008, Az. X ARZ 105/08 Dieser übergeordnete Grundsatz, wie er in § 261 Abs.3 Nr. 2 ZPO niedergelegt ist (vgl. BGHZ 173, 47 Tz. 10; BGH, Beschl. v. 16.01.1962 - III ARZ 123/62, NJW 1963, 585, 586, zur Gerichtsstandsvereinbarung nach Rechtshängigkeit), beansprucht erst recht Geltung im Verfahren nach § 36 ZPO, das gerade dazu bestimmt ist, die alsbaldige Beschäftigung des zuständigen Gerichts mit der Sache selbst zu ermöglichen (vgl. BGHZ 71, 69, 74).
LG Bochum, Urteil vom 3.6.2003, Az. 13 O 79/03 Unterlassung der Benutzung des Zeichens 'A' im Zusammenhang mit Regenschirmen, Sonnenschirmen, rohem oder teilweise bearbeitetem Glas, Glaswaren, Porzellan und Steingut, Bekleidungsstücken und Kopfbedeckungen verlangt, steht der Zulässigkeit der Klage der Einwand der anderweitigen Rechtshängigkeit (§ 261 Abs.3 Nr. 1 ZPO) entgegen, weil derselbe Unterlassungsanspruch bzgl.dieser Waren bereits mit dem Klageantrag zu 1. in dem Verfahren 13 O 68/03 LG Bochum geltend gemacht worden ist und die Klage insoweit ebenfalls abgewiesen worden ist.
BGH, Urteil vom 4.3.1999, Az. IX ZR 263/97 Insoweit gilt aus deutscher Sicht § 261 Abs.3 Nr. 2 ZPO ebenfalls spiegelbildlich (ebenso MünchKomm-ZPO/Gottwald, aaO Rdnr. 65; Zöller/Geimer, aaO Rdnr. 124; Baumbach/Lauterbach/Hartmann, ZPO 57. Aufl. § 328 Rdnr. 16 a.E.; vgl. auch BGHZ 34, 134, 140).
BGH, BESCHLUSS vom 3.9.1996, Az. XII ARZ 13/96 Soweit die beiden Verfahren den Kindesunterhalt zu dem Gegenstand haben, betreffen sie denselben Streitgegenstand (vgl. OLG Düsseldorf FamRZ 1994, 1535; Thomas/Putzo ZPO 19. Aufl. § 261 Rdn. 13) mit der Folge, daß dem später rechtshängig gewordenen Prozeß ein von Amts wegen zu beachtendes Prozeßhindernis entgegensteht (§ 261 Abs.3 Nr. 1 ZPO).
BGH, BESCHLUSS vom 3.2.1988, Az. IVb ARZ 6/88 3 (bejahend etwa Thomas/Putzo ZPO 15. Aufl. § 621 An. 4 b; Zöller/Philippi ZPO 15. Aufl. § 621 Rdn. 89) - jedenfalls gemäß § 261 Abs.3 Nr. 2 ZPO an sich aus (vgl. BGH Beschluß vom 19. Dezember 1975 - I ARZ 579/75 = NJW 1976, 626 m.N.;
BGH, URTEIL vom 1.9.1987, Az. II ZR 21/87 12 Einrede der Rechtshängigkeit (§ 261 Abs.3 Nr. 1 ZPO) jedenfalls dann zur Seite steht, wenn eine Rechtskrafterstreckung stattfände (vgl. BGHZ 78, 1, 7 m.w.N.).
BGH, URTEIL vom 5.9.1987, Az. V ZR 182/86 Gegen die Gefahr, womöglich nicht nur von der Klägerin, sondern auch von der Mutter der Parteien mit einem Prozeß überzogen zu werden, ist die Beklagte schließlich dadurch geschützt, daß sie dann die Einrede der Rechtshängigkeit (§ 261 Abs.3 Nr. 1 ZPO) oder - nach rechtskräftigem Abschluß eines Prozesses - die Einrede der Rechtskraft erheben könnte (BGHZ 78, 1, 7; Senatsurt.
BGH, URTEIL vom 5.6.1985, Az. V ZR 56/84 Dagegen, daß der Schuldner etwa mit zwei Prozessen überzogen wird, ist dieser durch die Einrede der Rechtshängigkeit (§ 261 Abs.3 Nr. 1 ZPO) und - nach rechtskräftigem Abschluß des einen Prozesses - durch die Einrede der Rechtskraft geschützt (vgl. BGHZ 78, 1, 7).
BGH, vom 3.1.1985, Az. IX ZR 233/87 b) Das hat aber zur Folge, daß die frühere Rechtshängigkeit ihrer Klage der Schadensersatzklage des Klägers zu 3) gemäß § 261 Abs.3 Nr. 1 ZPO entgegensteht (vgl. BGHZ 78, 1,7; BGH, Urt. v. 12. Juli 1985 - V ZR 56/84,
BGH, URTEIL vom 4.3.1983, Az. I ZR 22/81 Nach ständiger Rechtsprechung steht die Rechtshängigkeit einer Forderung ihrer Aufrechnung in einem anderen Prozeß nicht entgegen, weil die Aufrechnung die Forderung nicht rechtshängig oder anhängig macht und deshalb von § 261 Abs.3 Nr. 1 ZPO nicht erfaßt wird (vgl. BGHZ 57, 242, 243).
BGH, URTEIL vom 3.11.1981, Az. IVa za 282/8 Ebensowenig wie die Beschleunigungsvorschriften den Beklagten daran hindern können, noch in der letzten mündlichen Verhandlung (§ 261 Abs. 2 ZPO) eine Widerklage zu erheben (BGH Urteil vom 12. Februar 1981 - VII ZR 112/8o = NJW 1981, 1217), stehen sie auch einer Klageänderung oder Klageerweiterung durch den Kläger nicht entgegen.
BGH, BESCHLUSS vom 3.10.1979, Az. IV arz 60/79 Die Rechtshängigkeit, die gemeinhin durch die Zustellung der Klageschrift (§§ 261 Abs* 1, 253 Abs. 1 ZPO) oder eines besonderen Schriftsatzes oder durch Geltendmachung in der mündlichen Verhandlung (§ 261 Abs. 2 ZPO) ein-tritt, beginnt in Fällen der vorliegenden Art nach der Auffassung des Senats daher entsprechend den allgemeinen Regeln (Thomas/Putzo, 10. Aufl. § 696 ZPO An. 4), d. h. grundsätzlich nicht ohne die Begründung gemäß § 697 Abs. 1 ZPO (Stein/Jonas/Schlosser, 20. Aufl. § 696 ZPO Rdn. 3; zu dem früheren Rechtszustand vgl. BGH NJW 1975»
BGH, URTEIL vom 1.2.1936, Az. IVb ZR 335/81 Dies entspricht der für den innerstaatlichen Bereich geltenden Regelung des § 261 Abs.3 Nr. 1 ZPO und auch den Grundsätzen, die nach deutscher Rechtsauffassung im internationalen Verfahrensrecht allgemein gelten (BGH, Urteile vom 2. Oktober 1957 - IV ZR 95/57 - NJW 1958, lo3 und vom 2o. März 1964 - V ZR 34/62 - WM 1964, 617; Senatsurteil vom 16. Juni 1982 - IVb ZR 72o/8o - FamRZ 1982, 917 m.w.N.; ebenso schon RGZ 49, 34o, 344 f.).

References: § 261
 BGH 
 § 261
 Art. 21
 Art. 31
 § 261
 Art. 2
 § 261
 §119
 § 119
 § 119
 § 261
 § 328
 § 261
 § 36
 § 261
 § 328
 § 261
 § 621
 § 621
 § 261
 BGH 
 § 261
 § 261
 § 696
 § 697
 § 696
 BGH 
 § 261