Source: http://www2.lubw.baden-wuerttemberg.de/public/abt2/dokablage/oac_13/vo/3/83270000068.htm
Timestamp: 2018-11-18 08:59:35+00:00

Document:
3.27.068 Pfaffental
Verordnung des Landratsamtes Tuttlingen über das Landschaftsschutzgebiet "Pfaffental" auf Gemarkung Geisingen vom 24. Januar 1994 (Mitteilungsblatt Geisingen vom 02.02.1994).
Aufgrund von § 22, § 58 Abs. 3 und 4 und § 64 Abs. 1 Nr. 2 des Naturschutzgesetzes (NatSchG) vom 21. Oktober 1975 (Gesetzblatt S. 654), zuletzt geändert durch das Biotopschutzgesetz vom 19. November 1991 (Gesetzblatt S. 701), wird verordnet:
Die in § 2 näher bezeichnete Fläche auf dem Gebiet der Stadt Geisingen wird zum Landschaftsschutzgebiet erklärt. Das Landschaftsschutzgebiet führt die Bezeichnung "Pfaffental".
(1) Das Landschaftsschutzgebiet hat eine Größe von rd. 57,5 ha.
(2) Das Schutzgebiet umfaßt folgende Landschaftsteile:
Das Schutzgebiet umfaßt das Pfaffental sowie das Hinterried und schließt folgende Landschaftsteile ein:
Auf Gemarkung Aulfingen;
Gewann Pfaffental.
Auf Gemarkung Gutmadingen:
Auf Gemarkung Kirchen-Hausen:
Pfaffental, Hinterried, Auf Wässemer, Hasenäcker sowie teilweise Gemeindewald Distrikt II, Geisinger Länge und Untere Mooshalde.
(3) Die Grenzen des Schutzgebietes sind in einer Übersichtskarte im Maßstab 1 : 25 000 und in Karten im Maßstab 1 : 5 000 grün eingetragen. Die Karten sind Bestandteil der Verordnung. Die Verordnung mit Karten wird beim Landratsamt Tuttlingen, Bahnhofstraße 100, - Umweltamt -, 78532 Tuttlingen zur kostenlosen Einsicht durch jedermann während der Dienststunden niedergelegt. Beim Bürgermeisteramt der Stadt Geisingen liegt ebenfalls eine Ausfertigung auf.
Wesentlicher Schutzzweck ist die Erhaltung dieses abgelegenen Wiesentals als Lebensraum für gefährdete Lebensgemeinschaften und Vorkommen gefährdeter Arten sowie zur Erhaltung seines Erholungswertes für die Allgemeinheit.
1. Errichtung von baulichen Anlagen i.S. der Landesbauordnung in der jeweils geltenden Fas­sung oder der Errichtung gleichgestellte Maßnahmen;
8. Anlage oder Veränderung von Flugplätzen;
9. Betrieb von Motorsport sowie von motorgetriebenen Schlitten;
10. Aufstellen von Wohnwagen oder Verkaufsständen außerhalb der zugelassenen Plätze und das mehrtägige Zelten oder Abstellen von Kraftfahrzeugen außerhalb des dafür vorgesehenen Bereiches;
14. Beseitigung oder Änderung von wesentlichen Landschaftsbestandteilen;
15. außerhalb von eingerichteten und gekennzeichneten Feuerstellen Feuer anzumachen oder zu unterhalten.
(3) Die Erlaubnis ist zu erteilen, wenn die Wirkungen der in § 4 genannten Art nicht zur Folge hat oder solche Wirkungen durch Auflagen oder Bedingungen abgewendet werden können. Sie kann mit Auflagen, unter Bedingungen, befristet oder widerruflich erteilt werden, wenn dadurch erreicht werden kann, daß die Wirkungen der Handlungen dem Schutzzweck nur unwesentlich zuwiderlaufen.
2. für die ordnungsgemäße Ausübung der Jagd;
3. für die ordnungsgemäße Unterhaltung der Straßen, Wege, Plätze und Gewässer, ausgenommen Maßnahmen nach § 5 Abs. 2 Nr. 14;
(1) Von den Vorschriften dieser Verordnung kann die untere Naturschutzbehörde nach § 63 Naturschutzgesetz Befreiung erteilen.
1. entgegen § 22 Abs. 3 NatSchG i.V.m. § 4 dieser Verordnung Handlungen vornimmt, die den Charakter des Gebietes verändern oder dem besonderen Schutzzweck zuwiderlaufen;
Diese Verordnung tritt am Tage nach ihrer Verkündigung in Kraft.
Tuttlingen, den 24. Januar 1994

References: § 22
 § 58
 § 64
 § 2
 § 4
 § 5
 § 63
 § 22
 § 4