Source: https://www.arbeitsrechte.de/bildschirmarbeitsverordnung/
Timestamp: 2020-05-26 23:44:55+00:00

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Bildschirmarbeitsverordnung (BildscharbV) - Arbeitsrecht 2020
Home Bildschirmarbeitsverordnung (BildscharbV): Was regelt sie?
Das Bundesarbeitsministerium (BMAS) erwirkte im Dezember 2016 eine Änderung der Arbeitsstättenverordnung (ArbStättV). Die bis dahin bestehende Bildschirmarbeitsverordnung ist nun Teil der ArbStättV. Dieser Ratgeber bezieht sich auf die ehemalige Verordnung.
Die Digitalisierung der Arbeitswelt schreitet stetig voran. Dies hat zur Folge, dass immer mehr Menschen ihren Job fast ausschließlich vor einem Monitor am Arbeitsplatz erledigen. Die Richtlinien dazu finden sich in der Bildschirmarbeitsverordnung (kurz BildscharbV). Entsprechend dem Arbeitsschutzgesetz soll der Bildschirmarbeitsplatz so gestaltet sein, dass er die Gesundheit der Arbeitnehmer berücksichtigt und sicher ist.
Die Bildschirmarbeitsverordnung dient dem Gesundheitsschutz von Arbeitnehmern.
Bereits seit 1996 trägt die „Verordnung über Sicherheit und Gesundheitsschutz bei der Arbeit an Bildschirmgeräten“ dafür Sorge, dass gewisse Standards eingehalten werden, welche die Gesundheit der Arbeitnehmer schützen sollen. Diese drehen sich unter anderem um die Bildschirmgeräte an sich, aber auch um die Anforderungen an den Arbeitsplatz sowie die Gestaltung der auszuübenden Tätigkeiten.
Kurz & knapp: Bildschirmarbeitsverordnung (BildscharbV)
An wen richtete sich die BildscharbV?
Arbeitnehmer, die ausschließlich an Bildschirmgeräten arbeiten, wurden bis Dezember 2016 durch die BildscharbV besonders geschützt. Mittlerweile ist die Verordnung Teil der Arbeitsstättenverordnung (ArbStättV) und existiert daher an und für sich nicht mehr.
Welche Pflichten kamen dem Arbeitgeber gemäß BildscharbV zu?
Der Arbeitgeber hatte gemäß Bildschirmarbeitsverordnung dafür Sorge zu tragen, dass die zu nutzenden Geräte, die Tätigkeit an sich sowie der Arbeitsplatz gewissen Standards des Arbeitsschutzes entsprechen.
Was regelte die Bildschirmarbeitsverordnung außerdem?
Die Arbeit an Bildschirmgeräten musste gemäß BildscharbV regelmäßig durch Pausen oder weniger belastende Tätigkeiten unterbrochen werden.
Dieser Ratgeber verschafft Ihnen einen guten Überblick über den Anwendungsbereich des umgangssprachlich auch als Bildschirmarbeitsplatzverordnung oder Bildschirmplatzverordnung bezeichneten Regelwerks. Erläutert wird, welche Pflichten Arbeitgeber gemäß BildscharbV einhalten müssen und wie der Arbeitsalltag aussehen sollte, um die Arbeitssicherheit am Bildschirmarbeitsplatz zu gewährleisten.
Wo findet die Bildschirmarbeitsverordnung Anwendung?
Wozu ist der Arbeitgeber laut Bildschirmarbeitsverordnung verpflichtet?
Wie sollte die Gestaltung des Arbeitsalltags gemäß BildscharbV aussehen?
Für wen gilt die Bildschirmarbeitsplatzverordnung?
Grundsätzlich gilt die Bildschirmarbeitsverordnung in jeglichen Betrieben oder Unternehmen, in denen die Mitarbeitet einer dauerhaften Tätigkeit an Bildschirmgeräten nachgehen.
Von einem Bildschirmgerät kann der BildscharbV zufolge bei einem „Bildschirm zur Darstellung alpha-numerischer Zeichen oder zur Grafikdarstellung“ ausgegangen werden. Dabei ist das Verfahren der Darstellung (Plasma, LCD o. ä.) nebensächlich.
Zum Bildschirmarbeitsplatz zählt außerdem nicht nur der Monitor an sich. Vielmehr gehören zusätzliche Geräte, die benötigt werden, um den Bildschirm zu betreiben oder zu benutzen, die unmittelbare Arbeitsumgebung, die Datenerfassungseinrichtungen sowie die genutzte Software laut § 2 BildscharbV dazu. Wie so oft im Arbeitsrecht existieren jedoch auch hier diverse Ausnahmen.
In § 1 der Bildschirmarbeitsverordnung ist außerdem definiert, wann sie keine Geltung findet. Unter anderem heißt es dort:
Schreibmaschinen klassischer Bauart mit einem Display.“
Einen speziellen Fall stellen Notebooks dar. Handelt es sich um ein Bildschirmgerät, welches an mehreren Orten genutzt werden kann – also ein tragbares Gerät ist – und nicht regelmäßig zum Einsatz kommt, so ist es von der Verordnung ausgeschlossen. Wird ein Notebook jedoch benötigt, um der Tätigkeit überhaupt erst nachgehen zu können, greift das Gesetz.
Die Einhaltung der Bildschirmarbeitsverordnung ist Aufgabe des Arbeitgebers.
Laut Bildschirmarbeitsverordnung fällt zunächst einmal die Beurteilung der Arbeitsbedingungen in das Aufgabengebiet des Arbeitgebers (§ 3 BildscharbV). Die gesetzlichen Vorgaben dazu finden sich in § 5 des Arbeitsschutzgesetzes.
Der Arbeitgeber hat beispielsweise die Pflicht, die Bedingungen in Bezug auf Sicherheit und Gesundheit am Bildschirmarbeitsplatz zu überprüfen und anschließend zu beurteilen.
Dabei sollte sein Augenmerk laut § 3 BildscharbV vor allem auf folgenden Aspekten liegen:
denkbare psychische Belastungen
Die wohl wichtigste Aufgabe des Arbeitgebers liegt demnach darin, den Arbeitsschutz bei der Bildschirmarbeit sicherzustellen. Die Anforderungen, welche die Verordnung an Bildschirmarbeitsplätze stellt, befinden sich im Anhang und können in folgende Kategorien unterteilt werden:
Bildschirmgerät und Tastatur: Hier geht es unter anderem darum, dass die Tastatur über eine reflexionsarme Oberfläche verfügt, die Hände auf der Arbeitsfläche davor abgelegt werden können oder dass sich die Beschriftung der Tasten vom Untergrund abhebt. Des Weiteren besagt die Arbeitsplatzverordnung in puncto Bildschirm, dass das Bild nicht flimmern darf und die dargestellten Zeichen deutlich erkennbar sein müssen.
Sonstige Arbeitsmittel: Bei diesem Punkt sieht die Bildschirmarbeitsverordnung einen ergonomischen und standsicheren Stuhl, eine ausreichend große und reflexionsarme Arbeitsfläche und auf Wunsch eine Fußstütze vor.
Arbeitsumgebung: Ausreichend Raum, um eine andere Haltung oder anderweitige Bewegungen ausführen zu können, entsprechende Beleuchtungen, die nicht blenden, eine gewisse Luftfeuchtigkeit und das Vermeiden von Lärm, der durch die benötigten Arbeitsmittel entsteht, fallen laut Bildschirmarbeitsverordnung in diese Kategorie.
Zusammenwirken Mensch – Arbeitsmittel: Hier dreht es sich unter anderem um eine der Tätigkeit entsprechende und benutzerfreundliche Software, die je nach vorhandenen Kenntnissen und Erfahrungen des Mitarbeiters angepasst werden kann. Unwissentlich dürfen diese außerdem nicht durch eine bestimmte Vorrichtung der Software kontrolliert werden (Mitarbeiterüberwachung).
Laut BildscharbV muss der Arbeitgeber seinen Mitarbeitern regelmäßig Untersuchungen der Augen anbieten.
Das Gesetz, welches sich im Arbeitsrecht außerdem mit Arbeitsbedingungen beschäftigt, ist die Arbeitsstättenverordnung. Der Bildschirm­arbeitsplatz wird auch darin thematisiert.
Übrigens: Eine weitere Pflicht des Arbeitgebers besteht laut Bildschirmarbeitsverordnung darin, den Beschäftigten in regelmäßigen Abständen Untersuchungen der Augen zu offerieren. Je nachdem, wie alt der betroffene Arbeitnehmer ist, sollten die Zeitabstände angepasst werden.
Unter 40 Jahren sind es alle fünf, über 40 alle drei Jahre. Bei Beschwerden, die das Sehvermögen des Mitarbeiters betreffen und auf die Arbeit vor dem Monitor zurückzuführen sind, müssen ebenfalls Untersuchungen angeboten werden.
Sollten gewöhnliche bzw. schon vorhandene Sehhilfen nicht ausreichen, um die Arbeit verrichten zu können, steht Arbeitnehmern außerdem laut Bildschirmarbeitsplatzverordnung eine kostenlose Brille zu.
§ 5 der Bildschirmarbeitsverordnung befasst sich mit dem täglichen Arbeitsablauf. In Bezug darauf hat der Arbeitgeber außerdem folgende Aufgabe:
Der Arbeitgeber hat die Tätigkeit der Beschäftigten so zu organisieren, daß die tägliche Arbeit an Bildschirmgeräten regelmäßig durch andere Tätigkeiten oder durch Pausen unterbrochen wird, die jeweils die Belastung durch die Arbeit am Bildschirmgerät verringern.“
Die Verordnung definiert notwendige Pausen oder andere Tätigkeiten jedoch nicht weiter. Viele Unternehmen setzen daher auf sogenannte „Mischarbeit“. Dabei wechselt sich die Arbeit am Bildschirm mit anderen, weniger belastenden Tätigkeiten ab (z. B. Botengänge, Kundengespräche, etc.).
§ 5 der Bildschirmarbeitsverordnung zufolge sind Pausen und alternative Aufgaben von großer Wichtigkeit.
Natürlich ist dies nicht in jedem Unternehmen möglich. Die in der Bildschirmarbeitsverordnung vorgeschriebenen Pausen sollten möglichst fünf bis zehn Minuten andauern und jede Stunde einmal eingelegt werden. Eine Mittagspause ist ohnehin Pflicht.
Mehrere kurze Pausen bieten sich hier eher an als längere Pausen, damit die oft starre Sitzhaltung und die Fixierung auf den Bildschirm in regelmäßigen Abständen unterbrochen werden.
Der Arbeitsschutz am Bildschirmarbeitsplatz kann grundsätzlich nicht gewährleistet werden, wenn Arbeitnehmer länger als zwei Stunden Tätigkeiten vor dem Monitor ausüben.
Schon gewusst? Eine Bildschirmarbeitsverordnung existiert in Österreich ebenfalls. Dort wird Sie jedoch nicht mit BildscharbV abgekürzt, sondern mit BS-V.
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“Grundsätzlich gilt die Bildschirmarbeitsverordnung in jeglichen Betrieben oder Unternehmen, in denen die Mitarbeitet einer dauerhaften Tätigkeit an Bildschirmgeräten nachgehen”
Wir sind ca. zu 75-80% mit der reinen PC Arbeit beschäftigt (Zeichnungen lesen, Berichte schreiben usw.), die restliche Zeit vermessen wir z.B. Teile, klären Fälle usw..
Kann dieses als Bildschirmarbeitsplatz gewertet werden?
das ist in der Tat ein klassischer Bildschirmarbeitsplatz.
Ich habe ein Bildschirm Arbeitsplatz….Dazu kommt grosse Rücken op…Und durch Sturz einen Bruch einer schraube..Das mir das sitzen enorm erschwert…gdb 40 %….meinem Arbeitgeber hat leider kein Interesse mir einen ergonomischen Tisch zur Verfügung zu stellen…Die Augenpausen gibt es 1 mal am Tag für 10 min…Den Tisch muss ich selbst beschaffen..Der leider von der RV abgelehnt wurde…Ich bin täglich großen schmerzen ausgesetzt…Ohne Medikamente würde ich den Arbeitstag nicht überstehen..Ich leide weil ich ab September eine Befristung bekommen würde..Aber nur wenn ich nicht oft ausfalle…Ich fühle mich ohne es zu übertreiben nicht gerecht behandelt..Da ich sehe..Wie schnell es geht wenn eine Behinderung berücksichtigt wird,wenn eine Förderung von Amt geschieht…Ich da gegen bin nicht vom Amt vermittelt worden…Ich hoffe sie können mir einen Rat geben,ausser mir zu raten eine andere Arbeit mir zu suchen…Ich hab noch nie so ein Arbeitsverhältnis erfahre müssen und werde durch meine Einschränkungen nicht beachtet…Ich würde mich freuen eine Antwort von Ihnen zu erhalten..
Sie können von einem Anwalt für Arbeitsrecht prüfen lassen, welche Ansprüche Sie gegenüber Ihrem Arbeitgeber haben und wie Sie diese durchsetzen können.
Krasniqi meint
wir sind die [von der Redaktion editiert].
Wir sind eine Alarmempfangsstelle und sorgen für die Sicherheit unserer Kunden.
Könnten Sie mir vielleicht bei den Voraussetzungen für einen Bildschirmarbeitsplatz nennen.
1. November 2017 um 10:40
Hallo Krasniqi,
die Voraussetzungen für einen Bildschirmarbeitsplatz finden Sie in der Arbeitsstättenverordnung (ArbStättV).
ich arbeite seit 16 Jahren als CAD/CAM Programmierer am PC ca. 10h pro Tag.
Seit geraumer Zeit habe ich immer tränende und brennende Augen. Auch extreme Müdigkeit hat sich eingestellt. Ich fragte meinen Chef, ob ich einen neuen Monitor bekommen könnte, da der jetzige 9 Jahre alt ist. Er meinte, dass ich eher zum Optiker gehen sollte als einen neuen Monitor zu bekommen.
Wie lange ist die “Standzeit” eines Monitors, bis dieser ersetzt werden muss ? Gibt es da Vorschriften?
Eventuelle ist ja jetzt meine Sehkraft über die Zeit schon so stark beeinträchtigt aufgrund des alten Monitors. Kann mir da jemand Auskunft geben, ob mein Chef mir einen neuen Monitor bereitstellen muss ?
Wie ich in vorherigen Beiträgen gelesen habe, muss meine Chef mir ja eine Brille komplett bezahlen, falls ich eine benötige, ist dies richtig ?
die Konsequenzen hängen von den Ergebnissen der Untersuchung ab. Ist die gesundheitliche Einschränkung durch die Arbeit verursacht und hätte vermieden werden können, kann der Arbeitgeber durchaus zur Haftung für die Kosten herangezogen werden. Dies sollten Sie jedoch im Vornherein mit Arzt. Versicherung und Arbeitgeber besprechen.
Anton Sch. meint
mir stellt sich eine Frage bei der Bildschirmarbeitsplatzbrille, wer trägt die Kosten des Gutachtens nach G37 beim Augenarzt ?
Der Augenarzt möchte eine Kostenübernahmebescheinigung vom Arbeitgeber haben.
Der Arbeitgeber hingegen kennt ein solches Vorgehen nicht und verneint eine solche Kostenübernahme.
sollte Ihr Arbeitgeber sich von den rechtlichen Vorschriften nicht davon überzeugen lässt seinen Pflichten nachzukommen können Sie sich an das Arbeitsamt oder einen Anwalt für Arbeitsrecht wenden.
ich habe einen reinen PC-Arbeitsplatz.
Mittlerweile benötige ich jedes Jahr einen Korrektur meiner Arbeitsplatzbrille. Bisher habe ich alle Kosten selber getragen. Ist der AG tatsächlich verpflichten diese Kosten zu übernehmen? Wenn ja, wo genau steht das?
Ein weiteres Problem, ich habe nur eine sehr kleine Dachluke zum Lüften und zur Beleuchtung. Mein Hausarzt hat mir eine Tageslicht Lampe empfohlen. Wie kann ich meinen AG von dieser Anschaffung überzeugen? Eine Arbeitszeitverschiebung bringt nichts, da ich zur Zeit auch unter akuten Schlafproblemen leide.
Im Moment weiß ich mir nicht anders zu helfen, als Sie um Rat zu bitte.
Ich möchte zu einer guten Einigung mit meinem AG kommen.
in § 3 Absatz 1 des Arbeitsschutzgesetzes heißt es: “Der Arbeitgeber ist verpflichtet, die erforderlichen Maßnahmen des Arbeitsschutzes unter Berücksichtigung der Umstände zu treffen, die Sicherheit und Gesundheit der Beschäftigten bei der Arbeit beeinflussen […].” Dazu zählt normalerweise auch der Schutz des Augenlichtes. In Absatz 3 des gleichen Paragraphen heißt es weiterhin: “Kosten für Maßnahmen nach diesem Gesetz darf der Arbeitgeber nicht den Beschäftigten auferlegen.” Demzufolge müsste Ihr Arbeitgeber in der Regel für die Kosten Ihrer Arbeitsplatzbrille aufkommen. Einen Rat in Bezug auf Ihre generelle Situation am Arbeitsplatz erhalten Sie von einem Anwalt für Arbeitsrecht.
ich arbeite in der Verkehrsüberwachung (“Blitzer”). Mein Arbeitsplatz ist ein VW-Bus T5. Dort habe ich einen Monitor zur Überwachung der jeweiligen Messstelle sowie einen Laptop zur Auswertung der anfallenden Datensätze. Findet die Bildschirmarbeitsverordnung hier Anwendung?
die Regelung zu Bildschirmarbeitsplätzen in der Arbeitsstättenverordnung gilt nicht in Fahrzeugen, in denen mit Bildschirmgeräten hantiert wird.
30. Juni 2018 um 7:21
Da „Fahren“ nicht die Hauptaufgabe des Arbeitnehmers ist, sondern lediglich zum „Erreichen des Arbeitsplatzes“ genutzt wird, handelt es sich um einen klassischen Bildschirmarbeitsplatz.
Ein weiteres Beispiel ist eine Kanalreinigungsfirma, die mit ferngesteuerten Maschinen Kanäle überprüft. Der Arbeitnehmer erreicht im Fahrzeug seine Arbeitsstelle, seine Tätigkeit jedoch übt er an einem Bildschirm aus.
Bildschirme in Fahrzeugen im rechtlichen Sinne sind Navigationsgeräte, Fahrgastüberwachungssysteme (Öffentlicher Verkehr) und bspw. Fahrkartenautomaten mit Display in Sichtweite.
ist es ok, wenn der Arbeitgeber darauf besteht, dass die stündliche “Bildschirmpause” von meiner Tagespausenzeit (Frühstück+Mittagspause) abgezogen wird? Oder sind diese Pausen abseits der Pausenzeiten zu behandeln?
ob es sich um bezahlte oder unbezahlte Pausen handelt, hängt auch von der Arbeitszeit ab. Lesen Sie mehr zum Thema bezahlte Pausen.
stimmt es das ein Toilettengang schon als eine Bildschirmpause gewertet werden kann? dies wird von unserem AG so bestimmt….( oder halt Kaffee holen) und wir arbeiten definitiv 8 stunden nur am pc und haben keine andere Möglichkeit.
eine Bildschirmpause ist die Pause, die auf Grund und zum Zweck der Erholung vom Monitor gemacht wird. Toiletten- oder Kaffeepausen als solche zu werten ist nicht immer zulässig.
arbeite im Callcenter, reine Bildschirmarbeit. Bei uns gibt es für uns Teilzeitbeschäftigte (30Std./Woche) für 6Std. arbeiten, 14 Minuten sogenannte Nacharbeitszeit. Während dieser Zeit kann man zur Toilette, einen Kaffee holen etc.
Reicht diese Zeit, 14 Minuten in 6 Stunden als Pausenzeit aus?
eine Bildschirmpause wird mit 5 bis 10 Minuten pro Stunde Bildschirmarbeit gerechnet. Nacharbeitszeit ist eine Pauschale, die für die benannten Tätigkeiten verwendet wird. Ob diese als Bildschirmpause gewertete werden kann, ist fraglich.
wir haben leztes Jahr eine neue Telefonanlage bekommen. Unser Arbeitsplatz in der Telefonzentrale besteht aus zwei 28″ Monitoren, Computer, Tastatur und Maus. Auf Monitor 1 ist die Telefonvermittlung und auf Monitor 2 ist ein SAP- Programm zum heraussuchen der entsprechenden Sachbearbeiter. Wir sind zwei Mitarbeiter 58 + 60 Jahre (Schwerbehindert). Bis zu diesem Tage hatten wir noch nicht mit SAP gearbeitet. Unser Arbeitgeber sagt das ist ein Mischarbeitsplatz und kein Bildschirmarbeitsplatz.
Meine Frage, was ist ein Bildschirmarbeitsplatz?
ein Bildschirmarbeitsplatz ist allgemein ein Arbeitsplatz, bei dem die Tätigkeit ausschließlich an Bildschirmgeräten stattfindet. Ist die Arbeit so organisiert, dass die Tätigkeiten am Bildschirm von Tätigkeiten ohne Blickkontakt zum Bildschirm abgewechselt werden, handelt es sich in der Regel um einen Mischarbeitsplatz. Die genauen arbeitsrechtlichen Kriterien kann Ihnen nur ein Anwalt für Arbeitsrecht genau darlegen.
Was ist ein Computerarbeitsplatz?
Was ist ein Mischarbeitsplatz?
ein Computerarbeitsplatz ist ein Arbeitsplatz, bei dem die gesamte Tätigkeit über einen Computerbildschirm erfolgt.
Ein Mischarbeitsplatz ist ein Arbeitsplatz, bei dem der Bildschirm nur gelegentlich zum Einsatz kommt, weil dieser nicht für alle Aufgaben benötigt wird.
ich arbeite vorwiegend am Laptop, würde aber sagen, das ich einen Mischarbeitsplatz habe, da auch andere Tätigkeiten zu meinen Aufgaben. gehören
Ich arbeite an einem Laptop (14 Zoll Bildschirm), der nicht für den ortsveränderlichen Gebrauch bestimmt ist. Nun wurde mir über Bekannte gesagt, das das so gar nicht erlaubt wäre, das es einen zusätzlichen Monitor für den Arbeitsplatz geben müssten. Stimmt das und wenn ja, wo kann ich das nachlesen?
im § 3 der Bildschirmarbeitsverordnung ist festgelegt, dass die Umstände angemessen und der Gesundheit nicht abträglich sein müssen. Ein 14-Zoll-Bildschirm könnte als zu klein bemängelt werden.
Melanie E. meint
wie ist das mit Multi-Monitor-Setup, also der Nutzung von zwei Bildschirmen.
30. Juli 2018 um 8:18
ein für ein Multi-Monitor-Setup gelten dieselben regeln, da es sich ebenfalls um einen Bildschirmarbeitsplatz handelt.
2. August 2018 um 14:12
ich habe eine ergänzende Frage zum Thema 2 Monitore. Müssen diese die gleiche Auflösung und größe vorweisen? Oder könnte mein Arbeitgeber einen 23 Zoll Monitor neben einen 19 Zoll Monitor stellen. Gibt es diesbezüglich Regelungen?
16. August 2018 um 17:12
eine derartige Regelung besteht unseres Wissens nach nicht.
Auch ich habe eine Frage zu den Monitoren. Im Gesetz wird von gewissen Standards gesprochen. Gibt es eine konkrete Mindestgröße für Monitore, auf die man derzeit einen Anspruch hat? Ich habe einmal gehört, dass mittlerweile mindestens 21″ angemessen seien.
die notwendige Bildschirmgröße ist immer vom Arbeitsplatz abhängig und wird individuell bemessen.
29. August 2018 um 22:14
Wer prüft, ob die Bildschirmarbeitsplatz Verordnung vom Arbeitgeber eingehalten wird? Simone
die Einhaltung der Bildschirmarbeitsverordnung wird in der Regel nicht gesondert kontrolliert. Verstöße können bei den Ämtern für Arbeitsschutz angezeigt werden.
31. August 2018 um 15:54
ich wollte Nachfragen, ob ein Arbeitgeber auch eine Vorschrift für Schriftgrößen erfüllen muss, oder ob die Firmen dies für sich entscheiden können?
eine solche Vorschrift ist uns nicht bekannt.
Guten.Tag. Hier.meine.Frage:
Ich mache eine Umschulung zur Verwaltungsfachangestellten dh Bildschirmarbeit. Wir haben im Klassenraum jeder einen Pc aufgebaut den wir nutzen können, individuelle Accounts gibt es nicht und wir sind alle auf dem gleichen Netzwerk unterwegs. Jetzt das Beste – der Pc verfügt nicht über einen Virenschutz oder Scanner. Dh die Pcsticks die uns gegeben wurden um Bücher einzusparen werden auf diesen unsicheren Servern genutzt und sollen dann zuhause genutzt werden. Das ist mir Viren technisch zu gefährlich daher frage ich mich, ob der Arbeitgeber/Schulungsträger nicht dazu verpflichtet ist seine Rechner mit einem Virenschutzprogramm zu versehen.
Ich habe eine Frage zum Arbeitsplatz.
Ich habe eine neue Stelle angefangen und wollte mich erkundigen, ob es zulässig, ein Großraumbüro im 2 UG auf Dauer einzurichten.
Es besteht nur ein Notausgang nach Außen durch einen Lichtschacht.
Es befindet sich auch keine Klimaanlage in dem Raum.
Des weiteren befindet sich in dem Raum auch die Betriebseinrichtung für einen Aufzug. ( Lärmbelastung ) !
Freu mich auf eine aussagekräftige Antwort auf meine Frage.
Kerstin B. meint
Ich bin bei einem Postdienstleister beschäftigt. Von 16.00 Uhr bis ca 23.00 Uhr besteht die Tätigkeit ausschließlich darin, ununterbrochen Anschriften wie PLZ und Straße am PC einzugeben. Während der Zeit gibt es eine Pause von 30 Minuten und zu einem späteren Zeitpunkt nochmals eine kurze Pause von höchstens 10 Minuten. Ist das rechtens?
meine momentane tägliche Arbeitszeit beträgt neun Stunden. In dieser Zeit werden Zahlen und Kurzzeichen vom Papier mit den Zahlen und Kurzzeichen auf dem Bildschirm verglichen. In der Stunde ca. 40 Belege. Sind alle Belege abgeglichen, werden die Papierbelege den automatisch ausgedruckten Papieren zu sortiert, weg gebracht und dann geht es weiter mit den nächsten Belegen. In dieser Zeit gibt es die normale Mittagspause, Raucher müssen für die Rauchpause ausstechen, für Privatgespräche gilt das selbe.
Handelt es sich bei dieser Tätigkeit um einen reinen Bildschirmarbeitsplatz, oder könnte der Arbeitgeber das Sortieren der Belege als abwechslungsreiche Tätigkeit anführen?
gibt es Fristen, innerhalb derer ein Arbeitgeber ein gemeldetes Problem beheben muss?
ich arbeite in einem Grossraumbüro mit ca. 30 Bildschirmarbeitsplätzen ( mit Drucker, Scanner ) und sehr hoher Geräuschkulisse. Die Arbeit besteht darin, dass wir am Schalter Dienstleistungen annehmen und unter Akkord am Pc abarbeiten. Zusätzlich gibt es noch ” Postbearbeitungsplätze” ,welche sich nur mit Pc arbeit ( außer den Weg zum Gemeinschaftsdrucker) bearbeiten lassen. Es gibt auch noch ” Telefonauskunft” , welche 5-6 Stunden am Stück ist.
Da wir wöchentlich zwischen den 3 Aufgaben rotieren , wollte ich fragen , ob in diesem Fall die Bildschirmpausen dann auch gelten ?
ich bin Staplerfahrer und seit neuesten haben wir feste Bildschirme im Stapler
diese uns den Auftrag erteilen.
Diese sind fest verankert, direct 30-40 cm je nach Körpergröße des Staplerfahrers, rechts vorm Kopf.
Können Sie mir mitteilen was unser Arbeitgeber bei solchen Arbeitsplätzen einzuhalten hat?
Herzliche Grüße. Gerhard
mein Arbeitsgeber zahlt eine Bildschirmarbeitsbrille. Es wurde auferlegt, dass diese Mitarbeiter erhalten, bei denen eine Altersichtigkeit festgestellt wurde und das i.d.R. ab dem 47. LJ. Da ich und andere Kollegen jünger sind und bereits Brillen am Bildschirm tragen, stellt sich die Frage, ob die Übernahme der Kosten tatsächlich auf eine diagnostizierte Altersichtigkeit zu beschränken ist?
Loeffel meint
wer entscheidt ob es ein Bildschirmarbeitsplatz ist? Der Arbeitgeber oder der Betriebsrat? Ich arbeite in einem CallCenter und uns wird erzählt es ist kein Bildschirmarbeitsplatz.
was ein Bildschirmarbeitsplatz ist, regelt die Bildschirmarbeitsverordnung (BildschArbV) in § 2 Abs. 2.
“Beschäftigte im Sinne dieser Verordnung sind Beschäftigte, die gewöhnlich bei einem nicht unwesentlichen Teil ihrer normalen Arbeit ein Bildschirmgerät benutzen.”
(siehe § 2 Abs. 3 BildschArbV)
es ist bei uns zu einer neuen Pausenregelung gekommen.
Die “raucherpause” soll nun täglich nachgearbeitet werden, was natürlich zu Unruhe führt.
Zusätzlich soll nun die 30 min Pause am Stück genommen werden, allerding gibt es bei uns keine ildschirmpausen.
Ist das eine nicht mit dem anderen zu kombinieren z.B anstatt einer Bildschirmpause von 4min pro Stunde einfach eine Rauchen gehen?
Und können Toilettengänge oder Kaffee holen ebenfalls als Bildschirmpause gewertet werden.
Und ist es so das die 30 min Pause nicht gestückelt werden darf in z.B 2*15 min
Hoffe es ist alles verständlich und schon mal vielen Dank im Voraus
Schmitzberger meint
Ich bin in einem Chemiebetrieb als Anlagenfahrer tätig.
Zu meinem Arbeitsbereich gehört auch die Messwarte. Dort werden die Prozessschritte der einzelnen Anlagen überwacht. Für die Überwachung der Anlagen sind Bildschirme in 4er-Blöcken zusammengefasst. d.h.: 2 Bildschirme unten, 2 Oben. Meine Frage ist ob es eine Norm gibt die geschreibt bis zu welcher Höhe die Oberen Bildschirme plaziert sein dürfen um nicht gesundheitliche Probleme (Nackenverspannungen) zu verursachen.
Äffchen meint
Hallo , ich arbeite in einer Arztpraxis an der Anmeldung. Nun wurden die großen Bildschirme ausgetauscht mit einem 13,5″ Monitoe / Laptop.
Ebenfalls muss ich nun im Stehen arbeiten, da die Anmeldung erhöht wurde.
Der blick zum Monitor geht schräg nach unten.
Hemdenmatz meint
kann mir der Arbeitgeber vorschreiben wo ich die Arbeitsplatzbrille anfertigen lasse?
Mein AG hat einen Vertrag mit einer großen deutschen Optikerkette abgeschlossen und möchte das alle Mitarbeiter die Bildschirmbrille dort kaufen.
Der nächste Optiker dieser Kette befindet sich in der nächsten Großstadt und ich habe einen langen Anfarhrtsweg dorthin ca. 60km, Ich bekomme zwar Kilometergeld die Brille muss ich aber in meiner Freizeit anpassen lassen und mit einer Fahrt dorthin ist es ja nicht getan.
Gibt es Vorschriften über die Anzahl Rechner, Monitore, Drucker usw. in einem Raum ?
Unser Büro hat eine Größe von ca. 24 Quadratmetern. Wir arbeiten hier im Durchschnitt mit 2-4 Personen.
In unserem Büro befinden sich 9 Computer, 21 Monitore und ein Laserdrucker. Gibt es Richtlinien über die Anzahl der zulässigen Geräte in einem Büro ?
Ist es erlaubt in den 5-10 Minuten Bildschirmerholungszeit eine Zigarette zu rauchen und auch dann, wenn ich dafür vor die Tür gehen muss also nicht mehr auf dem Firmengelände bin?

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