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Timestamp: 2020-08-10 05:44:40+00:00

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Zusammenfassung Hopfen Stopfen - Seite 3 - hobbybrauer.de
Zusammenfassung Hopfen Stopfen
Re: Zusammenfassung Hopfen Stopfen
Beitrag von §11 » Freitag 2. Dezember 2016, 13:57
Laut Schuster/ Weinfurtner/ Narziss sind ja die primaeren Hopfenaromastoffe der Gruppe der Mono- und Sesquiterpene nur sehr schlecht in Wasser loeslich, dafuer aber wasserdampffluechtig. Der Grund warum sie beim Kochen floeten gehen. Beide sind aber in Bier, auf Grund des Ethanol und CO2 Gehalts loeslich.
Laut der oben genannten Autoren sind nur die Oxidationsprodukte der Terpene wasserloeslich, das sind vor allem Epoxide und Alkohole. Diese sind dann wasserloeslich und viel, viel weniger Empfindlich was das Austreiben mit Wasserdampf angeht, da sie in der geloesten Form sehr stabil sind. Das ist der Wirkmechanismus den wir bei der Vorderwuerzehopfung ausnutzen.
DIe Oxidation kann an zwei Stellen stattfinden, zum einen bereits vor dem Einsatz des Hopfens bei der Lagerung. Hier nehmen die Oxidationsprodukte um den 10-50 fachen Wert zu, bevor es zum typischen Alterungsgeschmack kommt. Zum anderen werden die Terpene beim Kochen bzw. bei der Vorderwuerzehopfung oxidiert. Hier ist der Trick eine Oxidation herbeizufuehren und die Produkte zu loesen bevor die Terpene mit dem Wasserdampf die Wurze Richtung Bruedenabzug verlassen. Hier spielt die Menge der Hopfengabe und die Verteilung in der Wuerze eine grosse Rolle (hier hat uebrigens Extrakt auf Grund der super Verteilung einen erheblichen Nachteil).
Nun aber zum eigentlichen Punkt, naemlich dem Stopfen. Muesste das nicht heissen man koennte die Oelaromen auch dadurch besser stabilisieren in dem man die Terpene vorher oxidiert? Entweder in dem man Hopfen altert (das machen Belgier zum Teil, wobei hier mehr aus empirischer Erfahrung als aus wissenschaftlichen Hintergrund) oder in dem man mit einem Hopfenaufguss (bei moderaten Temperaturen um die 70C um Isomerisierung zu vermeiden) statt Hopfen benutzt?
Wird Zeit das ich mein Equipment wieder in Ordnung become....
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Beitrag von Bori » Samstag 10. Juni 2017, 00:08
Der Thread ist schon tot, ich hab grad zufällig reingelesen.
Nur eine Bemerkung.
Terpene sind lipophil, also nicht so super in Wasser löslich, das ist wahr.
Allerdings ist jeder Pfefferminztee voll von Monoterpenen und jeder Kamillentee mit Sesquiterpenen, die wir sehr gut und intensiv schmecken. Es reicht eben eine sehr geringe Menge Terpene aus, um geschmacklich oder geruchlich einen deutlichen Unterschied zu machen.
Wenn man diese Stoffe oxidiert, kommen halt andere Aromen raus.
Interessant wäre ein Versuch, einen Sud in zwei Teile zu teilen und den einen mit Beginn der Hauptgärung zu stopfen und den anderen Teil nach abgeschlossener Gärung.
Und blind verkosten. Wäre interessant, ob man da einen Unterschied schmeckt
Beitrag von Boludo » Samstag 10. Juni 2017, 00:58
Da wird man garantiert einen Unterschied schmecken.
Beitrag von Bori » Samstag 10. Juni 2017, 09:00
Das ist die Frage, die mit dem Versuch beantwortet werden soll. Im Prinzip würde der Hopfen, der ZU BEGINN der Hauptgärung dazu gegeben wird ja auch vom entstehenden Alkohol,extrahiert werden. Genauso wie der Hopfen, der erst gegeben wird, wenn der Alkoholgehalt fast maximal,ist.
Der Unterschied wäre nur das "Abdampfen" der Aromastoffe während der Gärung, das "Raustragen" des Aromas durch den CO2-Austrag.
Wieviel das ausmacht wäre interessant, d.h. Brauche ich zum Stopfen weniger Hopfenmasse nach der Hauptgärung als wenn ich beim Anstellen schon stopfe? Das müsste sogar messbar sein. Gut, nicht für uns...
Beitrag von Johnny H » Samstag 10. Juni 2017, 09:34
Bori hat geschrieben: [...]
Biotransformation von Hopfen und Koriander
Ich habe es nicht mehr genau im Kopf, auf welche Stoffe welche Charakteristiken zutreffen, aber es gibt prinzipiell
a) Aromakomponenten, die aufgrund geringer Löslichkeit / hohem Dampfdruck während der Gärung leichter ausgetrieben werden,
b) Aromakomponenten, die aufgrund guter Löslichkeit eher im Bier verbleiben, und
c) Aromakomponenten, die aufgrund von Biotransformation durch die Hefe ihren Charakter ändern
Beitrag von Bori » Samstag 10. Juni 2017, 09:55
Danke für die Verlinkungen, das werde ich mir mal,im Einzelnen antun.
Nur noch mal zur Klärung. Mein Hauptpunkt war, dass man Terpene nicht ungestraft oxidieren kann ohne dass die ihren Geschmack dramatisch ändern. Wenn wir HopfenAromen im Bier haben wollen, müssen wir zu unterschiedlichen Zeiten hopfen. Weil zu unterschiedlichen Zeiten unterschiedliche Dinge mit dem Hopfen passieren:
Beim Lagern nehmen die alphasäuren ab UND die Terpene
Beim Kochen isomerieren die Alphas und die Terpene fliegen raus, die verdampfen einfach und oxidieren nur minimal.
Beim Stopfen lösen sich die Terpene im werdenden Jungbier und
Die Hefen basteln an den Stoffen auch noch rum
Die Terpene zu oxidieren heißt eine Stabilisierung des Geschmacks, ja. Aber Pfefferminze schmeckt nur nach Minze, wenn auch Menthol drin ist.
Noch ein Beispiel: Limonen oxidiert zu Carvon. Limonen hat einen Citrusgeruch, Carvon -je nach Isomerie- schmeckt entweder nach Krauseminze oder Kümmel.
Beitrag von Johnny H » Samstag 10. Juni 2017, 10:01
Du hast recht. Genaugenommen habe ich noch vergessen:
d) Aromakomponenten, die oxidativ verändert werden, was man sich z.B. bei der Vorderwürzehopfung zunutze macht
Beitrag von DerDallmann » Montag 3. Juli 2017, 15:02
xBmt zum Thema Hopfenstopfen im Sack vs. lose.
Ihr werdet nicht erraten, was dabei rausgekommen ist?! :D
http://brulosophy.com/2017/07/03/loose- ... t-results/
Beitrag von §11 » Montag 3. Juli 2017, 16:45
Montag 3. Juli 2017, 15:02
Lass mich raten, wie immer ist es vollkommen egal was man tut.
Beitrag von §11 » Montag 3. Juli 2017, 16:49
Gott sei dank gibt es aber auch wissenschaftliche Untersuchungen die eine deutliche Sprache sprechen
http://www.hopsteiner.de/fileadmin/rede ... I_2012.pdf
Beitrag von Alt-Phex » Montag 3. Juli 2017, 17:05
Das ist mal wieder die typische Herangehensweise wehalb deren Experimente keinen Wert haben.
Da knallen die Vollhonks, für so einen Versuch, ne fette Portion von dem Hopfen 1min vor kochende in den Topf.
Beitrag von Johnny H » Dienstag 4. Juli 2017, 17:12
Montag 3. Juli 2017, 17:05
NAME	AMOUNT	TIME	USE	FORM	ALPHA %
Azacca	6 g	30 min	First Wort	Pellet	13.7
Azacca	14 g	15 min	Boil	Pellet	13.7
Azacca	60 g	1 min	Boil	Pellet	13.7!!!
Azacca	90 g	3 days	Dry Hop	Pellet	13.7
Es ist echt schade, dass diese Leute sich mit einer derartig fragwürdigen Versuchsdurchführung so offensichtlich angreifbar machen und sich in gewisser Weise der Lächerlichkeit preisgeben. Im Grunde genommen sind die Fragestellungen, an die diese Leute sich immer wieder heranwagen, ja durchaus von grundsätzlichem Interesse für Hobby- und Craftbrauer, die oft weder die Zeit noch die Ausrüstung etc. für mehrparametrige Versuche, Parallelsude oder systematische Verkostungen haben. Außerdem ist das Thema Statistik auch nicht ohne, wie ich aus eigener Erfahrung weiß. Es besteht also durchaus großer Bedarf an systematisch durchgeführten Experimenten und Verkostungen, die über das oft geäußerte anekdotische "ich habe das und das gemacht, und meinen Freunden und mir schmeckt es" hinausgeht.
Man kann sich nun fragen, worum es diesen Leuten geht. Reines "Clickbait" und Aufmerksamkeit, um ihre T-Shirts zu verkaufen? So tun sie jedenfalls ihrer Sache (zumindest dem Teil "Wissenschaftlichkeit und Statistik") keinen großen Gefallen! Aber vielleicht geht es auch nur um die Aufmerksamkeit?
Genaugenommen geht dieses Vorgehen sogar nach hinten los: die Resultate widersprechen oft jeder Erfahrung, und irgendwann werden einige Leser, die nicht so genau hinschauen, halt sagen: der ganze Klimbim mit systematischen Versuchsansätzen und Statistik bringt eh nichts - ich verlasse mich besser auf meine Anekdoten und meine Erfahrung!
Durch so was werden dann die systematisch arbeitenden Brauer und Brauwissenschaftler schnell in die Nerd-Ecke gedrängt, und die Statistiker bekommen dann als Folge den üblichen Spruch zu hören.
Beitrag von hopfenbär » Mittwoch 9. August 2017, 15:48
Guter Talk von der Homebrewcon2017
https://s3-us-west-2.amazonaws.com/home ... vely-1.m4v
Das mit der Diacetyl Produktion aufgrund von Hopfenstopfen find ich interessant.
IPA_Brauer
Registriert: Donnerstag 9. November 2017, 21:16
Beitrag von IPA_Brauer » Dienstag 21. November 2017, 22:09
ich stehe kurz vor meinem ersten Sud und habe noch eine Frage zum Thema Hopfenstopfen.
Nachdem ich die Würze abgekühlt habe und die Gärung mit der Hefe angestellt habe, warte ich, bis diese vollständig vorüber ist und gebe dann den Hopfen mit Säckchen hinzu und warte rund fünf Tage darauf, dass die Aromen vollständig abgegeben wurden.
1) Trotz Säckchen, kommen doch auch "größere" Partikel in den Sud, die ich nachher nicht in der Flasche haben möchte, richtig? Sollte ich also nach dem Hopfenstopfen nochmal durch einen Filter umschlauchen und von dort aus erst in Flaschen abfüllen?
2) Die Hefe der Hauptgärung kann (und sollte ich?) durch dieses umschlauchen durch einen Filter ebenfalls entfernen?
3)Nach dem möglichst sanften abfüllen in Flaschen gebe ich dann den Zucker in die Flaschen für die Nachgärung, oder sollte ich diese vorher schon "unterrrühren"?
Beitrag von Boludo » Dienstag 21. November 2017, 22:15
Wenn du mit Säcken stopfst, kommt da nichts raus.
Wenn du eh nochmal filtrieren willst, dann stopf doch gleich ohne Säckchen.
Wie man den Zucker mischt steht hier :
Beitrag von IPA_Brauer » Dienstag 21. November 2017, 22:21
Will ich ja gar nicht, wenn nicht nötig.
Sollte die Hefe der Hauptgärung, die sich im Eimer befindet, denn nicht sowieso herausgefiltert werden?
Und wenn dem so ist, wieso sollte man dann überhaupt jemals Säckchen benutzen, wenn man sowieso filtern "muss" wegen der Hefe?
Beitrag von olibaer » Dienstag 21. November 2017, 22:39
IPA_Brauer hat geschrieben: ↑
Wenn "Hopfenstopfen" deine letzte Frage zum ersten Sud sein sollte, kannst Du dich in Gänze scheisse beraten und begleitend wenig belesen fühlen.
Beitrag von IPA_Brauer » Dienstag 21. November 2017, 22:53
Na dann kann mal wohl sagen, vielen Dank für die Beseitigung meiner letzten Frage mit Deiner sehr präzisen Antwort.
Zuletzt geändert von IPA_Brauer am Dienstag 21. November 2017, 22:54, insgesamt 1-mal geändert.
Beitrag von Alt-Phex » Dienstag 21. November 2017, 22:54
Die Hefe kannst du, als Hobbybrauer, gar nicht rausfiltern. Vergiss diesen Gedankengang vollständig. Frag dich lieber wie denn dann die Nachgärung in der Flasche funktionieren soll, wenn das doch gehen würde ?
Beitrag von DerDerDasBierBraut » Dienstag 21. November 2017, 22:55
Die Hefezellen sind viel zu klein, um sie mit unseren Hobbybrauermethoden zu filtern. Sie sedimentiert weitgehend und sollte beim Umschlauchen / Abfüllen nicht aufgewirbelt oder mit abgesaugt werden.
Wenn du bei deinem ersten Sud unbedingt ein Rezept brauchen möchtest, dass Stopfhopfen erwartet, dann wäre dies mein Weg:
- Nachdem die HG durch ist kommt der Stopfhopfen ohne Säckchen in den Gäreimer. Aber jetzt noch nicht wild rumrühren!
- Nach 24 Stunden haben sich die Pellets aufgelöst und schwimmen als grüner Teppich auf dem Jungbier > vorsichtig mit desinfiziertem Paddel unterrühren
- weitere 4 Tage warten, durch einen Monofilamentfilter in einen zweiten Gärbottich umschlauchen und daraus direkt abfüllen
Wenn du Hopfensäckchen verwendest entfällt der 2. Schritt und du kannst direkt aus dem ersten Gäreimer abfüllen. Dafür ist die Aromaausbeute etwas schlechter. Ob mit Sack oder ohne ist Einstellungssache.
Es gibt Hopfensorten, die man vor Ende der HG (etwa bei 50% Extraktabbau) zugeben kann, damit das Aroma ausgeglichener ist. Citra wäre z.B. ein Kandidat dafür.
Beitrag von Tozzi » Mittwoch 22. November 2017, 01:13
Es gibt wie immer keinen Königsweg.
Stopfen mit Dolden -> Unbedingt in Säckchen packen und beschweren (Edelstahlmuttern, Murmeln, egal was, vorher aber abkochen).
Pellets -> Entweder wie mit Dolden (in beiden Fällen viel Platz im Säckchen lassen, das dehnt sich aus) oder einfach reinwerfen.
"Schummeln", z.B. damit: Hop Aroma Oil
Selber sowas herstellen, also Hopfen Kaltauszug in alkoholischer Lösung herstellen, und zugeben.
Hopfen "Torpedo", also sowas wie die HopRocket und dann rezirkulieren. Hat aber soweit ich weiß hier noch niemand ausprobiert bisher.
Vorteil wäre, dass das wohl in 3 Stunden erledigt ist (geht aber nur mit Dolden und man braucht eine Pumpe)
Pellets setzen sich ab, nachhelfen kann man, wie Jens geschrieben hat, durch vorsichtiges Umrühren mit einem desinfizierten oder abgekochten Löffel, oder man setzt einen Filter ein. Monofilament, oder z.B. diesen hier:
https://www.brewuk.co.uk/md-bouncer-filter.html
https://www.brewuk.co.uk/macdaddy-filter-screen.html
Der blaue Einsatz filtert auch Pellet Partikel raus. Setzt sich aber schnell zu. Insgesamt bin ich zufrieden mit dem Ding, auch wenn es nicht das Gelbe vom Ei ist.
Oder Du machst einen "echten" Cold Crash. Also den Fermenter 3 Tage nach dem Stopfen mit Pellets für mindestens 2 Tage auf -1 bis 0˚C kühlen.
Muss zwingend so kalt sein, 3˚C reichen nicht.
Dann setzt sich alles wirklich gut ab.
"Meinen" Weg hab ich noch nicht gefunden. Ich experimentiere noch.
Beitrag von Boludo » Mittwoch 22. November 2017, 07:11
Bitte nicht diesen Thread mit Fragen zerschießen, die nichts mit Hopfen Stopfen zu tun haben.
Beitrag von Frudel » Mittwoch 22. November 2017, 13:09
Ich habe im Fermentasaurus Doldenhopfen zum Stopfen verwendet,
man braucht nicht unbedingt einen Sack , die Dolden saugen sich voll
und sind min. zu Hälfte ( eher mehr ) eingetaucht.
Ab und an mal gut durchschütteln.
Die Dolden sinken zwar nicht ab , müssen sie auch nicht , das Abfüllen
ins KEG geht mit der Kugel und dem Schlauch problemlos ( zumindest bei mir )
Ich bin nach wie vor der Ansicht dass die Ausbeute extrem unter gesacktem
Hopfen leidet. Die Volumenzunahme bei Doldenhopfen ist immens ,
da braucht es schon einen geilen großen Sack.......
Gehopfte Grüße
Beitrag von IPA_Brauer » Mittwoch 22. November 2017, 13:56
In meiner Theorie würde ich vermuten, dass Du bei dieser Variante das obere (sagen wir) Viertel der Dolden nicht auswäschst, da sie wohl wieder zu ihrem, nicht veränderten Schwerpunkt, nach dem Rühren zurückpendeln.
Ohne in Frage stellen zu wollen, dass auch das schon zu einem besseren Ergebnis führt als Pellets. Vielleicht holt man mit gänzlichem untertauchen noch was raus.
Eventuell muss ich aber auch erstmal anfangen zu brauen, um mitreden und mutmaßen zu dürfen.
Beitrag von Boludo » Mittwoch 22. November 2017, 14:30
Beim Dolden stopfen hat man zwei Möglichkeiten:
Schlechte Aromaausbeute durch das Säckchen oder dadurch, dass sie zu Teil oben schwimmen und nicht eintauchen.
Dazu kommt noch, dass das Lupulin bei den Pellets beim Mahlen aufgeschlossen wird, in den Dolden ist es noch intakt. man sieht dann teilweise die kleinen gelben Kügelchen oben schwimmen.
Daher würde ich nicht mit Dolden stopfen wenn es die Möglichkeit gibt, auf Pellets auszuweichen.
Registriert: Mittwoch 8. März 2017, 20:19
Beitrag von FritzBrause » Donnerstag 30. November 2017, 09:30
- bei Dolden, besser ins Säckchen packen, dann wegen der schlechteren Ausbeute eben etwas mehr nehmen und damit die Dinger untergehen einfach ein paar Glasmurmeln oder ähnliches (vorher abkochen) mit in den Sack geben
- bei Pellets (wie Tozzi sagt) den Cold Crash machen (schadet übrigens auch bei unsgestopfem Bier, dass man klar haben möchte nicht), meiner Erfahrung nach funktioniert das auch bei 3°C noch ganz gut, falls du es nicht so exakt steuern kannst
ansonsten - versuch macht kluch, beim ersten Sud würde ich alles andere als Perfektion erwarten ;)
Viel Spaß und Happy Brewing
70s_man
Registriert: Montag 13. Oktober 2014, 21:55
Beitrag von 70s_man » Montag 5. März 2018, 16:52
zum Thema Stopfen im Sack-> Hat schon jemand eine Damenstrumpfhose probiert?
http://geniesser-willkommen.de/wie-ein ... im-lotto/
Soll angeblich gut funktionieren!
Braubär
Beitrag von DerDallmann » Freitag 22. Juni 2018, 06:21
Ja, ich! Geht ganz gut!
Hier noch ein ganz interessanterikel zum Stopfen:
https://beerandbrewing.com/rethinking-b ... bitterness
Registriert: Samstag 9. Februar 2019, 15:33
Beitrag von Steffen W. » Sonntag 24. März 2019, 21:30
Ich habe gerade ein IPA im Gäreimer. Mein letztes Pale Ale war leider sehr trüb und ich hätte gerne ein klareres Bier. Ich habe gelesen, dass man vor dem Abfüllen mithilfe eines Bierhebers nochmal umschlauchen und das Bier durch einen Filter laufen lassen sollte. Meine Frage ist, soll ich vor oder nach dem Stopfen umschlauchen. Ich benutze einen Hopfenstopfer Hopfenfilter. Gruss Steffen
Beitrag von Boludo » Montag 25. März 2019, 06:52
Versuch lieber einen Cold Crash. Gestopftes Bier Ist extrem oxidationsempfindlich. Umschlauchen kann da sehr schnell spezibraunes Bier draus machen, außer man arbeitet sehr sorgfältig und am besten mit CO2 spülen. Das ist wie bei einem angebissenen Apfel, der sehr schnell braun wird. Die Polyphenole oxidieren durch die noch aktive Polyphenoloxidase. Ascorbinsäure kann dies verhindern, kann aber auf den gesamten Alterungsprozess negative Folgen haben.
Beitrag von Steffen W. » Montag 25. März 2019, 15:16
Okay . Danke für die Info . Aber für ein Cold Crash bräuchte ich einen entsprechen großen Kühler wo der Gäreimer reinpasst . Er sollte ja bri 0 Grad durchgeführt werden oder ? Dafür reicht mein Tiefkühlfach leider nicht aus . Gruss Steffen
Beitrag von Boludo » Montag 25. März 2019, 18:14
Dann versuche es zuerst mal mit Geduld.
Beitrag von Astir » Freitag 8. November 2019, 15:40
Da hier gerade Dauerregen herrscht und der Rest der Familie krank im Bett liegt, hab ich mir spontan etwas Einfaches gebastelt um meinen Stopfhopfen in Zukunft mit CO2 zu fluten bevor ich Diesen in den Gärbehälter gebe. Ich erhoffe mir dadurch etwas den Sauerstoffeintrag etwas zu reduzieren, vielleicht bringt es ja ein kleines Bisschen was. Die Bilder sollten selbst erklärend sein .
Beitrag von Dawnrazor » Freitag 8. November 2019, 15:53
Also dieses Sauerstoff ist das große Schreckgespenst der Hobbybrauer wie mir scheint.
Beitrag von §11 » Freitag 8. November 2019, 16:13
Freitag 8. November 2019, 15:53
Nicht nur der Hobbybrauer
Beitrag von schlupf » Freitag 8. November 2019, 20:33
Ehrlich gesagt, finde ich die Bilder nicht selbsterklärend und ich sehe auch keinen Sinn darin, die Hopfenpellets erst mit ein bisschen CO2 und Druck zu beaufschlagen und sie danach wieder rauszukippen.
Im übrigen ist aller Sauerstoff immernoch da, in die Flasche kommt bloß zusätzlich noch ein ganzes Teil CO2.
Beitrag von afri » Freitag 8. November 2019, 22:24
Astir hat geschrieben: ↑
Freitag 8. November 2019, 15:40
vielleicht bringt es ja ein kleines Bisschen was.
Aber was genau bleibt unklar. Im Ernst, man spült Hopfenpellets mit teuer CO2, um sie dann in Umgebungsluft zum Jungbier zu geben? Erfindungsreich, aber wenig sinnig. Oder es erschließt sich mir der Sinn nur nicht, das kann auch sein.
Beitrag von Boludo » Freitag 8. November 2019, 23:00
Soviel ich weiß wird das in größeren Brauereien auch so gemacht. Der Hopfen wird mit CO2 gespült und unter CO2 Atmosphäre zum Stopfen hinzugeben. Das ist überhaupt nicht so ungewöhnlich und eigentlich sogar ziemlich clever.
Und ja, Oxidation ist einer der größten Feinde, den unser Bier hat. Nur weil viele nicht wissen, wie man so was erkennt, ändert das nichts an der Realität.
Wer mal auf einem Wettbewerb reihenweise oxidierte Hobbybraubiere probieren musste, weiß was wirklich los ist.
gargarmel
Registriert: Donnerstag 7. März 2019, 23:06
Beitrag von gargarmel » Freitag 8. November 2019, 23:47
Für mich sind die Bilder auch nicht selbsterkärend, bzw. wenn, dann würde es keinen Sinn machen. Mit CO2 spülen erfordert das die Luft auch raus kann. Könnte man mit dieser Lösung die Pellets erst in Bier auflösen und dann ins Fass umdrücken?
@Boludo beziehst du dich auf die HBCON? Sorry, da bin ich nicht unschuldig :-) Ich bin aber genau dadurch erst auf Oxidation aufmerksam geworden. Bleibt die Hoffnung das dass ganz vielen so ergangen ist und 2020 Oxidation nicht mehr das Thema ist :-)
Beitrag von Astir » Samstag 9. November 2019, 01:03
gargarmel hat geschrieben: ↑
Freitag 8. November 2019, 23:47
Für mich sind die Bilder auch nicht selbsterkärend, bzw. wenn, dann würde es keinen Sinn machen. Mit CO2 spülen erfordert das die Luft auch raus kann.
Die Luft kann raus in dem man die „Carbonation cap“ löst wenn sich die Flasche mit CO2 gefüllt hat. Aber bitte nur wenig Druck drauf geben, man hört dann wie Luft entweicht und CO2 einfließt . Das ist ungefähr so wie beim Keg füllen wo ich auch den Druck erst 3-4 mal evakuiere um den Sauerstoff Anteil im Kopfraum, und hier halt in der Flasche, zu reduzieren.
Die Hopfenpellets, so der Plan bleiben dann eine gewisse Zeit unter stark CO2 haltiger Atmosphäre in der Flasche, bevor ich sie aus der Flasche heraus in den Gäreimer schütte.
Ich habe schon häufiger gelesen das Hopfenpellets Sauerstoff einbringen, dies möchte ich etwas reduzieren. Mein letztes IPA mit viel Stopfhopfen war auch etwas oxidiert
Beitrag von gargarmel » Samstag 9. November 2019, 01:35
Du meinst also wirklich Sauerstoff in den Pellets? So viel kann da doch garnicht eingeschlossen sein, rein vom Volumen der Pellets her? Mir macht da der Stopf-Vorgang selbst mehr sorgen. Bei professionellerem Equipment gibt es dann ja Ports um Hopfengaben unter Co2 in den Gärbehälter zu geben. Das dient aber doch dazu, damit man beim Öffnen keinen Sauerstoff einträgt?
Beitrag von Seduceddirtguy » Montag 16. Dezember 2019, 21:19
hat jemand mal hopfen lose im Keg gestopft?
Ich überlegen ob ich einfach ein Verhüterlie aus 300 oder / und 55 Mycrometer Mesch über das Steigrohr ziehe und mit einer Schelle sicher.
Momentag habe ich kleine Beutel gefaltet, das war aber schon beim Stopfen nicht so komfortabel..
Daher würde ich das gerne anders versuchen.
Beitrag von §11 » Montag 16. Dezember 2019, 21:54
Montag 16. Dezember 2019, 21:19
Ich stopfe nur textilfrei
Beitrag von Seduceddirtguy » Montag 16. Dezember 2019, 22:03
Das ganze würde ich natürlich aus Edelstahl mesh bauen..
Beitrag von §11 » Dienstag 17. Dezember 2019, 01:21
Ich hab die Erfahrung im Kleinen (20l) als auch im Großen (35hl) gemacht das der Hopfen, wenn die Hauptgärung am Ende bzw. durch ist, nach dem man auf knapp über Null kühlt, eine dichte, feste Schicht am Boden bildet
Beitrag von Seduceddirtguy » Dienstag 17. Dezember 2019, 11:48
Dienstag 17. Dezember 2019, 01:21
Wäre ja in Ordnung wenn mein Verhüterlie unten dementsprechend geformt ist.
Ich probiere das mal im 15l Fass.
Beitrag von Roger » Dienstag 17. Dezember 2019, 12:50
Montag 16. Dezember 2019, 21:54
Da schaltet sich bei mir das Kopfkino ein....
Beitrag von DerDerDasBierBraut » Dienstag 17. Dezember 2019, 13:34
Dienstag 17. Dezember 2019, 12:50
Alter Hut. "Textilfrei" ist eine übliche Praxis bei den gebürtigen süddeutschen Brauern ...
http://www.lang-braeu.de/typo3temp/pics/7ec2f203d4.jpg
Beitrag von §11 » Dienstag 17. Dezember 2019, 13:51
Dienstag 17. Dezember 2019, 13:34
Da zählt aber keine Versicherung

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