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Beurteilung der Aussenlärmbelastung und Lärmbelastung Garagierung - PDF
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Chantal Lilli Richter
1 Kanton Basel-Landschaft Beurteilung der Aussenlärmbelastung und Lärmbelastung Garagierung Stand: 20. November 2012 / 31. Oktober 2014
2 Inhalt: 1. AUSGANGSLAGE GRUNDLAGEN ANFORDERUNGEN AUSSENLÄRMBELASTUNG STRASSENVERKEHR LÄRMBEURTEILUNG GARAGIERUNG (CARPORT) MASSNAHMEN ZUM LÄRMS CHUTZ... 6 ANHANG 1: MODELLAUFBAU AUSSENLÄRMBEURTEILUNG... I ANHANG 2: ERGEBNISSE AUSSENLÄRMBELASTUNG STRASSENVERKEHR... II ANHANG 3: BERECHNUNG LÄRMEMISSION RAMPE GARAGIERUNG... III S+R/SC S:\Projekte\Zunzgen\74045\03_Berichte\74045_Ber01_Laermbeurteilung_ doc Bearbeitung: Auftragsnummer: Dok-Status: Bericht Verfasser: SC Version / Datum: 31. Oktober 2014 Kontrolle / Freigabe:
3 1. AUSGANGSLAGE Das Quartierplanareal befindet sich an der Hauptstrasse (Kantonsstrasse) im südlichen Gebiet des Ortskerns von Zunzgen. Die bestehenden Gebäude Nrn. 78, 78a und 82 an der Hauptstrasse werden abgebrochen und durch zwei neue Gebäude ersetzt. Ein Gebäude kommt fassadenbündig zum bestehenden Gebäude der Hauptstrasse Nr. 80 zu liegen. Dies bewirkt eine Abschirmung von Lärmemissionen für das zweite, hinterliegende Gebäude und den Aussenraum. Die zwei Neubauten sind über einen Erschliessungstrakt miteinander verbunden. Die Gebäude umfassen jeweils zwei Vollgeschosse und ein Dachgeschoss. Aufgrund des gegen die Hauptstrasse abfallenden Terrains tritt das Untergeschoss im vorderen Bereich des Gebäudes entlang der Strasse in Erscheinung. Die Quartierplanvorschriften bestimmen die Wohnnutzung als Nutzungsart es sind insbesondere Alterswohnungen vorgesehen. Im Untergeschoss sind gemäss Bebauungskonzept Büroräumlichkeiten vorgesehen. Luftbild, Quelle: geoview BL Mit der Neubebauung des Areals wird eine Garagierung ebenerdig erstellt. Diese gilt als neue ortsfeste Anlage gemäss Art. 7 LSV. Entsprechend wird im vorliegenden Bericht eine Beurteilung deren Lärmemission vorgenommen. Beurteilung Aussenlärmbelastung und Lärmbelastung Garagierung Seite 1
4 2. GRUNDLAGEN 2.1 Rechtsgrundlagen Bundesgesetz über den Umweltschutz (USG) vom 07. Oktober 1983 Lärmschutzverordnung (LSV) vom 15. Dezember Berechnungsgrundlagen Digitale Daten der amtlichen Vermessung Daten Architektur-Projekt: Strub Architektur AG (Stand: ) Emissionspegel (Strasse): gem. Angaben Abteilung Lärmschutz ARP BL, gem. LBK 2010 SLIP '08, Software für Lärm-Immissions-Prognosen, Grolimund + Partner AG, Version 6.0c VSS-Norm SN über Lärmimmissionen von Parkierungsanlagen, ANFORDERUNGEN 3.1 Anforderungen gemäss LSV Für Baubewilligungen in lärmbelasteten Gebieten gelten nach Art. 31 LSV folgende Anforderungen: Art. 31 LSV: 1 Sind die Immissionsgrenzwerte überschritten, so dürfen Neubauten und wesentliche Änderungen von Gebäuden mit lärmempfindlichen Räumen nur bewilligt werden, wenn diese Werte eingehalten werden können: a. durch die Anordnung der lärmempfindlichen Räume auf der dem Lärm abgewandten Seite des Gebäudes; oder b. durch bauliche oder gestalterische Massnahmen, die das Gebäude gegen Lärm abschirmen. 2 Können die Immissionsgrenzwerte durch Massnahmen nach Absatz 1 nicht eingehalten werden, so darf die Baubewilligung nur erteilt werden, wenn an der Errichtung des Gebäudes ein überwiegendes Interesse besteht und die kantonale Behörde zustimmt. 3 Die Grundeigentümer tragen die Kosten für die Massnahmen. Es gilt zu berücksichtigen, dass im Kanton Basel-Landschaft der Einbau einer kontrollierten Lüftung nicht als Massnahme im Sinne von Art. 31 Abs. 1 lit. b akzeptiert wird. Die Beurteilung erfolgt gemäss Art. 39 LSV (Ort der Ermittlung) immer am offenen Fenster des lärmempfindlichen Raumes. Für neue ortsfeste Anlagen (Garagierung) gelten folgende Anforderungen: Art. 7 LSV 1 Die Lärmemissionen einer neuen ortsfesten Anlage müssen nach den Anordnungen der Vollzugsbehörde so weit begrenzt werden: a. als dies technisch und betrieblich möglich sowie wirtschaftlich tragbar ist und b. dass die von der Anlage allein erzeugten Lärmimmissionen die Planungswerte nicht überschreiten. Beurteilung Aussenlärmbelastung und Lärmbelastung Garagierung Seite 2
5 2 Die Vollzugsbehörde gewährt Erleichterungen, soweit die Einhaltung der Planungswerte zu einer unverhältnismässigen Belastung für die Anlage führen würde und ein überwiegendes öffentliches, namentlich auch raumplanerisches Interesse an der Anlage besteht. Die Immissionsgrenzwerte dürfen jedoch nicht überschritten werden. 3.2 Lärmempfindliche Räume gemäss LSV Lärmempfindliche Räume werden in Art. 2 Abs. 6 LSV definiert: Art. 2 Abs. 6 LSV : Lärmempfindliche Räume sind: a. Räume in Wohnungen, ausgenommen Küchen ohne Wohnanteil, Sanitärräume und Abstellräume; b. Räume in Betrieben, in denen sich Personen regelmässig während längerer Zeit aufhalten, ausgenommen Räume für die Nutztierhaltung und Räume mit erheblichem Betriebslärm. 3.3 Grenzwerte gemäss LSV In der Quartierplanung wird die Lärmempfindlichkeitsstufe (LES) in Absprache mit der Lärmschutzfachstelle entsprechend der Nutzungsart festgelegt. Da in der vorliegenden Quartierplanung Wohnnutzung geplant ist, wird das Areal der LES II zugewiesen. Für die Aussenlärmbelastung sind dementsprechend gemäss Art. 31 LSV sowie Anhang 3 der LSV die Immissionsgrenzwerte, für die Lärmbelastung der Garagierung die Planungswerte massgebend: Belastungsgrenzwerte für Strassenverkehrslärm gem. Anhang 3 LSV: Empfindlichkeitsstufe Planungswert Immissionsgrenzwert Alarmwert gemäss Art. 43 LSV Lr in db(a) Lr in db(a) Lr in db(a) Tag Nacht Tag Nacht Tag Nacht I II III IV Lr = Belastungsgrenzwert 4. AUSSENLÄRMBELASTUNG STRASSENVERKEHR Erläuterungen zum Modell: siehe Anhang 1 Die massgebenden Immissionsgrenzwerte (IGW) der LES II (60 db / 50 db) werden, wie in den folgenden Abbildungen dargestellt, an der lärmzugewandten Ostfassade sowie an den nahe der Lärmquelle liegenden Messpunkten der Südfassade überschritten. Die Überschreitungen sind nachts in etwa gleich hoch wie am Tag. Entlang der Ostfassade sind im Erd- und den Obergeschossen Überschreitungen von 3 bis 6 db vorhanden. Die Überschreitungen an den strassennahen Empfangspunkten der Südfassade liegen zwischen 2.5 und 4.5 db. Die weiteren Empfangspunkte weisen keine Immissionsgrenzwertüberschreitungen auf. Das der Quartierplanung zugrunde liegende Bebauungskonzept sieht für das Untergeschoss Büronutzungen vor (z.b. Spitex). Für Büronutzungen gelten am Tag 5 db höhere Grenzwerte (65 db) Beurteilung Aussenlärmbelastung und Lärmbelastung Garagierung Seite 3
6 und die Nachtwerte sind nicht massgebend. In der vorliegenden Lärmbeurteilung, insbesondere den Auswertungen der Berechnungsergebnissen, ist die Büronutzung berücksichtigt. Die südlichen, nahe der Strasse liegenden Empfangspunkte weisen Grenzwertüberschreitungen auf. Durch die seitliche Verglasung der Balkone kann die Lärmbelastung für die dahinterliegenden Empfangspunkte an der Südfassade reduziert werden, womit die Grenzwerte eingehalten sind. Detaillierte Resultate sowie weitere Werte können Anhang 2 entnommen werden. Überschreitung IGW Tag Modellansicht aus Südost Überschreitung IGW Nacht Legende: Überschreitungen: bis 1 db 1 bis 3 db > 3 db Modellansicht aus Südost Beurteilung Aussenlärmbelastung und Lärmbelastung Garagierung Seite 4
7 5. LÄRMBEURTEILUNG GARAGIERUNG (CARPORT) Mit der Umsetzung der Quartierplanbebauung wird eine neue Garagierung mit ca. 17 Stellplätzen realisiert. Die Rampe (Zu- und Wegfahrt) der Garagierung gilt als neue ortsfeste Anlage gemäss Art. 7 LSV und ist entsprechend betreffend Lärmemission zu beurteilen. Die Garagierung wird in das gegen Westen hin ansteigende Terrain eingebettet. Das der Quartierplanung zugrunde liegende Bebauungskonzept sieht daher eine ebene Rampe ohne Steigung vor. Die Lärmimmission durch die Garagierung liegt am neuen Gebäude deutlich unter dem massgebenden Planungswert (vgl. Anhang 3). Da benachbarte Gebäude weiter weg liegen und jene entlang der Hauptstrasse der LES III zugewiesen sind, werden die Grenzwerte auch hier eingehalten. Situation beurteilter Empfangspunkt (rot) für Lärmemission Garagierung Beurteilung Aussenlärmbelastung und Lärmbelastung Garagierung Seite 5
8 6. MASSNAHMEN ZUM LÄRMSCHUTZ Lärmtechnische Massnahmen auf dem Ausbreitungsweg, wie beispielsweise Lärmschutzwände, sind aus ortsbildschützerischen Gründen nicht möglich und zu wenig wirkungsvoll. Die Lage des neuen Gebäudes wird aufgrund des Ortsbildes definiert, indem die Fassadenfront des Gebäudes Nr. 80 fortgesetzt wird. Eine Abweichung in der Lage des Gebäudes zwecks Lärmschutzes ist aus ortsbildschützerischen Gründen nicht möglich. Aufgrund der Anforderungen des Denkmalschutzes muss das neue Gebäude stattlich in Erscheinung treten. Die Raumanordnungen im Gebäude können daher nur teilweise auf die Lärmsituation angepasst werden. Daher sind im Rahmen des Baugesuchsverfahrens bei der Abteilung Lärmschutz des Amtes für Raumplanung (ARP) Ausnahmen für eine Belüftung über ein Fenster mit Grenzwertüberschreitung zu beantragen. An der Besprechung vom hat die Abteilung Lärmschutz festgehalten, dass die Ausnahmen für drei Zimmer der Ostfassade und ein Zimmer der Südfassade im Dachgeschoss gestützt werden, sofern eine kontrollierte Lüftung (Minergie- Standard) eingebaut wird. Mit der seitlichen Verglasung der Balkone an der Südfassade der Hauptbaute A kann die Belüftung von südlich orientierten Räumen an einem Fenster ohne Grenzwertüberschreitung sichergestellt werden. Beurteilung Aussenlärmbelastung und Lärmbelastung Garagierung Seite 6
9 ANHANG 1: MODELLAUFBAU AUSSENLÄRMBEURTEILUNG Mit dem Programm für die Berechnung von Lärm-Immissions-Prognosen (SLIP'08) wurde ein Modell mit folgenden Inhalten erzeugt: Situation Modell Die Werte der Modellberechnung wurden durch eine Handrechnung unter Berücksichtigung der Abstandsdämpfung verifiziert. Beurteilung Aussenlärmbelastung und Lärmbelastung Garagierung Seite I
10 ANHANG 2: ERGEBNISSE AUSSEN LÄRMBELASTUNG STRASS ENVER- KEHR Legende: IGW ES II überschritten (60 db / 50 db) Büronutzung (65 db / nicht massgebend) Überschreitung bis 1 db Überschreitung 1 bis 3 db Überschreitung > 3 db Empfangspunkt Geschoss Lr Tag [db] Differenz zu IGW Tag [db] Lr Nacht [db] Differenz zu IGW Nacht [db] 1_Nord_1 DG _Nord_1 OG _Nord_1 EG _Nord_1 UG _Ost_1 DG _Ost_1 OG _Ost_1 EG _Ost_1 UG _Ost_2 DG _Ost_2 OG _Ost_2 EG _Ost_2 UG _Ost_3 DG _Ost_3 OG _Ost_3 EG _Ost_3 UG _Ost_4 DG _Ost_4 OG _Ost_4 EG _Ost_4 UG _Süd_1 DG _Süd_1 OG _Süd_1 EG _Süd_1 UG _Süd_2 DG _Süd_2 OG _Süd_2 EG _Süd_2 UG _Süd_3 DG _Süd_3 OG _Süd_3 EG _Ost_1 OG _Ost_1 EG _Ost_1_A DG _Ost_2 OG _Ost_2 EG _Süd_1 OG _Süd_1 EG _Süd_1_A DG Beurteilung Aussenlärmbelastung und Lärmbelastung Garagierung Seite II
11 ANHANG 3: BERECHNUNG LÄRMEMISSION RAMPE GARAGIERUNG Beurteilung Aussenlärmbelastung und Lärmbelastung Garagierung Seite III
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 Art. 31
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 Art. 2
 Art. 2
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