Source: http://www.deutschestextarchiv.de/book/view/estor_rechtsgelehrsamkeit01_1757?p=757
Timestamp: 2019-02-20 22:07:50+00:00

Document:
wenn eines andern henne ein ei, welches meine
henne geleget hat, ausbrütet, gehöret das küch-
lein zu der ausbrütenden henne, Besold im the-
sauro practico unter dem worte: henne.
Es können nicht minder die besserungen hirhervon den bes-
gezogen werden, welche sowohl durch die natur,
als auch den fleiß und beides zugleich bei lehn-
und andern gütern befindlich sind, wovon unten
bei den erblichen und den zinß-gütern zu handeln
Wem das ufer gehöret, dem gehöret auch derwem der
des ufers,
amvachs, nun gehöret solches nach Schilters und
Beyers meinung dem landesherrn; also auch der
anwachs des ufers, Thomasius am a. o. s. 130,
imgleichen der aus- und anwurf der flüsse; ferner
der grund und boden des ausenbleibenden, oder
einen andern gang suchenden stromes, Zink am
a. o. § 331, § 354, § 357.
Wem der fluß gehöret, dem stehet gleichfallsimgleichen
die insel ge-
die insel zu; folglich kan er solche zu den domainen
zihen, oder sie sonst nuzen und gebrauchen. Di-
ses hat das fürsten-recht, welches der Teutsche
könig Adolph 1293 auf dem fürsten tage zu Nürn-
berg gehalten hat, auf ansuchen des grafen Rai-
nalds, zu Geldern, also ausgesprochen. Die
urkunde davon stehet in der repraesentatione
reipubl. Germ. s. 620, imgleichen beim Ditmar
henne geleget hat, ausbruͤtet, gehoͤret das kuͤch-
lein zu der ausbruͤtenden henne, Beſold im the-
ſauro practico unter dem worte: henne.
Es koͤnnen nicht minder die beſſerungen hirhervon den beſ-
ſerungen.
gezogen werden, welche ſowohl durch die natur,
und andern guͤtern befindlich ſind, wovon unten
bei den erblichen und den zinß-guͤtern zu handeln
Vom anwachſe des ufers.
Wem das ufer gehoͤret, dem gehoͤret auch derwem der
amvachs, nun gehoͤret ſolches nach Schilters und
Beyers meinung dem landesherrn; alſo auch der
anwachs des ufers, Thomaſius am a. o. ſ. 130,
imgleichen der aus- und anwurf der fluͤſſe; ferner
der grund und boden des auſenbleibenden, oder
einen andern gang ſuchenden ſtromes, Zink am
Von den inſeln.
Wem der fluß gehoͤret, dem ſtehet gleichfallsimgleichen
die inſel ge-
die inſel zu; folglich kan er ſolche zu den domainen
zihen, oder ſie ſonſt nuzen und gebrauchen. Di-
ſes hat das fuͤrſten-recht, welches der Teutſche
koͤnig Adolph 1293 auf dem fuͤrſten tage zu Nuͤrn-
berg gehalten hat, auf anſuchen des grafen Rai-
nalds, zu Geldern, alſo ausgeſprochen. Die
urkunde davon ſtehet in der repraeſentatione
reipubl. Germ. ſ. 620, imgleichen beim Ditmar
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[745/0757] von dem eigentume und deſſen ꝛc. wenn eines andern henne ein ei, welches meine henne geleget hat, ausbruͤtet, gehoͤret das kuͤch- lein zu der ausbruͤtenden henne, Beſold im the- ſauro practico unter dem worte: henne. § 1844 Es koͤnnen nicht minder die beſſerungen hirher gezogen werden, welche ſowohl durch die natur, als auch den fleiß und beides zugleich bei lehn- und andern guͤtern befindlich ſind, wovon unten bei den erblichen und den zinß-guͤtern zu handeln ſeyn wird. von den beſ- ſerungen. Vom anwachſe des ufers. § 1845 Wem das ufer gehoͤret, dem gehoͤret auch der amvachs, nun gehoͤret ſolches nach Schilters und Beyers meinung dem landesherrn; alſo auch der anwachs des ufers, Thomaſius am a. o. ſ. 130, imgleichen der aus- und anwurf der fluͤſſe; ferner der grund und boden des auſenbleibenden, oder einen andern gang ſuchenden ſtromes, Zink am a. o. § 331, § 354, § 357. wem der anwachs des ufers, Von den inſeln. § 1846 Wem der fluß gehoͤret, dem ſtehet gleichfalls die inſel zu; folglich kan er ſolche zu den domainen zihen, oder ſie ſonſt nuzen und gebrauchen. Di- ſes hat das fuͤrſten-recht, welches der Teutſche koͤnig Adolph 1293 auf dem fuͤrſten tage zu Nuͤrn- berg gehalten hat, auf anſuchen des grafen Rai- nalds, zu Geldern, alſo ausgeſprochen. Die urkunde davon ſtehet in der repraeſentatione reipubl. Germ. ſ. 620, imgleichen beim Ditmar im imgleichen die inſel ge- hoͤret? A a a 5
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Zitationshilfe: Estor, Johann Georg: Bürgerliche rechtsgelehrsamkeit der Teutschen. Bd. 1. Marburg, 1757, S. 745. In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/estor_rechtsgelehrsamkeit01_1757/757>, abgerufen am 20.02.2019.

References: § 331
 § 354
 § 357
 § 331
 § 354
 § 357
 § 1844
 § 1845
 § 331
 § 354
 § 357
 § 1846