Source: https://montevideo.diplo.de/uy-de/service/-/1909344
Timestamp: 2018-07-19 07:19:47+00:00

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Eine Einbürgerung ist die Verleihung der deutschen Staatsangehörigkeit durch Hoheitsakt.
Im Regelfall sieht das deutsche Staatsangehörigkeitsrecht Einbürgerungen für Ausländer vor, die ihren gewöhnlichen Aufenthalt in Deutschland haben.
Im Folgenden erhalten Sie einen Überblick, in welchen Fällen die Einbürgerung für Ausländer vom Ausland her möglich ist.
Wiedereinbürgerung ehemaliger Deutscher nach § 13 StAG (Ermessenseinbürgerung)
Personen, die früher die deutsche Staatsangehörigkeit besaßen und sie verloren haben, können wieder eingebürgert werden, wenn ein öffentliches Interesse an ihrer Einbürgerung besteht. Gleiches gilt auch für ihre minderjährigen Kinder.
Bei der Beurteilung des öffentlichen Interesses sind folgende Gesichtspunkte mindestens zu erfüllen:
ausreichende Kenntnisse der deutschen Sprache (Niveau B1)
grundsätzlich Vermeidung von Mehrstaatigkeit
Erfüllen der staatsbürgerlichen Voraussetzungen (Bekenntnis zur freiheitlich demokratischen Grundordnung und Loyalitätserklärung)
zusätzliches staatliches Interesse an der Einbürgerung
Weitere Informationen finden Sie auf der Webseite des Bundesverwaltungsamts.
Erleichterte Einbürgerung für Kinder deutscher Eltern nach § 14 StAG (Ermessenseinbürgerung)
Personen, die nach dem 23.05.1949 und vor dem 01.01.1975 als eheliches Kind einer deutschen Mutter und eines ausländischen Vaters geboren wurden, können unter bestimmten Voraussetzungen eingebürgert werden. Gleiches gilt auch für ihre minderjährigen Kinder.
Ebenso können Personen, die vor dem 01.07.1993 als nichteheliches Kind eines deutschen Vaters und einer ausländischen Mutter geboren wurden, unter bestimmten Voraussetzungen eingebürgert werden, sofern die Anerkennung oder Feststellung der Vaterschaft nach deutschen Gesetzen vor Vollendung des 23. Lebensjahres wirksam erfolgt ist. Auch ihre minderjährigen Kinder können mit eingebürgert werden.
Beherrschen der deutschen Sprache (Niveau C1)
Ablegung eines Einbürgerungstests (erst nach Aufforderung)
Weitere Informationen finden Sie auf der Webseite des Bundesverwaltungsamts:
für eheliche Kinder einer deutschen Mutter und eines ausländischen Vaters
für nichteheliche Kinder eines deutschen Vaters und einer ausländischen Mutter
Wiedereinbürgerung nach Art. 116 Abs. 2 GG (Anspruchseinbürgerung)
Frühere deutsche Staatsangehörige, denen zwischen dem 30.01.1933 und dem 08.05.1945 die Staatsangehörigkeit aus politischen, rassischen oder religiösen Gründen entzogen worden ist, und ihre Nachkommen können sich auf ihre deutsche Staatsangehörigkeit wieder berufen. Bei dauerndem Aufenthalt außer­halb Deutschlands geschieht dies durch Antrag auf Wiedereinbürgerung.
Ein Einbürgerungstest muss nicht durchgeführt werden.
Hinweise zur Anspruchseinbürgerung nach Art. 116 Abs. 2 GG
Wenn Sie einen Antrag auf Einbürgerung stellen möchten, füllen Sie bitte das auf Ihren Fall zutreffende Antragsformular aus und reichen Sie den Antrag mit den begründenden Unterlagen (siehe jeweilige Hinweise des Bundesverwaltungsamts) nach Vereinbarung eines Termins bei der Botschaft ein.
Antrag auf Einbürgerung nach § 13 oder § 14 StAG (Ermessenseinbürgerung)
Antrag auf Wiedereinbürgerung nach Art. 116 Abs. 2 GG (Anspruchseinbürgerung)

References: § 13
 § 14
 Art. 116
 Art. 116
 § 13
 § 14
 Art. 116