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Timestamp: 2019-10-16 12:36:25+00:00

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Veröffentlichungsdatum:04.09.2012 Inkrafttreten01.09.2012 FundstelleBrem.ABl. 2012, 556
Zitiervorschlag: "Bachelorprüfungsordnung der Hochschule Bremen für den Internationalen Studiengang Technische und Angewandte Biologie (Fachspezifischer Teil) vom 7. Februar 2012 (Brem.ABl. 2012, 556)"
juris-Abkürzung: T/AngBioIStudBacfPO BR
Fundstelle: Brem.ABl. 2012, 556
Die Rektorin der Hochschule Bremen hat am 17. August 2012 gemäß § 110 Absatz 3 des Bremischen Hochschulgesetzes (BremHG) in der Fassung der Bekanntmachung vom 9. Mai 2007 (Brem.GBl, S. 339), zuletzt geändert durch Artikel 8 des Gesetzes vom 22. Juli 2010 (Brem.GBl. S. 375), den fachspezifischen Teil der Bachelorprüfungsordnung der Hochschule Bremen für den Internationalen Studiengang Technische und Angewandte Biologie in der nachstehenden Fassung genehmigt. Soweit in dieser Ordnung nichts anderes geregelt ist, gilt der Allgemeine Teil der Bachelorprüfungsordnungen der Hochschule Bremen vom 11. Oktober 2011 (Brem.ABl. S. 1457) (AT-BPO) in der jeweils gültigen Fassung.
(1) Die Regelstudienzeit beträgt sieben Semester. Sie beinhaltet ein Auslandsstudium (integriertes Auslandsstudium), bestehend aus einem theoretischen Studiensemester und einem praktischen Studiensemester, die Bachelorarbeit und das Kolloquium.
(2) Der Beginn des integrierten Auslandsstudiums ist nur dann zulässig, wenn im 1., 2., 3. und 4. Semester mindestens 90 Leistungspunkte erreicht worden sind.
(1) Das Studium enthält ein integriertes Auslandsstudium im nicht-deutschsprachigen europäischen und außereuropäischen Ausland. Die Durchführung sowohl des theoretischen Studiensemesters als auch des praktischen Studiensemesters im außereuropäischen Ausland ist insbesondere notwendig, wenn die Studierenden dort Fähigkeiten und Kenntnisse erwerben, die eine im Curriculum des Internationalen Studiengangs Technische und Angewandte Biologie aufgezeigte Ergänzung darstellen und im innereuropäischen Ausland in dieser Form nicht erworben werden können. Dies gilt insbesondere für das Studium bzw. die praxisorientierte Bearbeitung (praktisches Studiensemester) außereuropäischer Ökosysteme, Floren- oder Faunenelemente, Nutzung pflanzlicher Ressourcen in den Tropen und Subtropen. Im Wahlpflichtbereich Industriebiologie soll der Aufenthalt im (außer-) europäischen Ausland zum einen das Studienangebot methodisch wie inhaltlich komplementieren, zum anderen sollen die Studierenden sich fachlich an den Besonderheiten der lokalen Biotechnologieindustrie orientieren.
(2) Das integrierte Auslandsstudium findet in der Regel im fünften und sechsten Semester statt. Es beinhaltet ein theoretisches Studiensemester und ein mindestens 18-wöchiges praktisches Studiensemester. Das praktische Studiensemester kann nur in begründeten Härtefällen ausnahmsweise im Inland durchgeführt werden. Der Prüfungsausschuss entscheidet.
(3) Die Inhalte des praktischen Studiensemesters orientieren sich am späteren außeruniversitären Berufsbild der Studierenden. Im Wahlpflichtbereich Industriebiologie kommen hierfür insbesondere Unternehmen, Forschungseinrichtungen und Behörden aus den Bereichen Nahrungsmittel- und Pharmaindustrie, der Umwelttechnik oder der naturstoffverarbeitenden Industrie in Frage, in denen zum Beispiel Inhalte aus der Laborpraxis oder dem Betriebsmanagement erlernt werden können. Im Wahlpflichtbereich Umweltbiologie sind zum Beispiel Umweltbehörden, Schutzgebietsverwaltungen, Ingenieurbüros, Umweltbildungseinrichtungen oder Nichtregierungsorganisationen (NGO) geeignet. Hier sollen zum Beispiel Inhalte der Labor- und Freilandpraxis, der Umweltbildung, des Umweltrechts, der Landschaftsplanung oder des Umweltmanagements erlernt werden.
(1) Anzahl und Form der abzulegenden Modulprüfungen regelt Anlage 1. Die Prüfungsleistungen werden neben den in § 7 Absatz 2 AT-BPO genannten Formen auch in Form des bewerteten Praktikumprotokolls (BPP) erbracht. Ein bewertetes Praktikumprotokoll ist ein formalisierter Arbeitsbericht über Laborexperimente oder Untersuchungen und Experimente im Gelände. Im Protokoll werden Versuchs- bzw. Untersuchungsziel, Versuchsaufbau bzw. eingesetzte Methoden und Ergebnisse dargestellt und im Zusammenhang mit der Ausgangsfragestellung beurteilt. In der Regel werden die Experimente in Arbeitsgruppen (bis zu drei Studierende) durchgeführt und Gruppenprotokolle erstellt.
(2) Die Studierenden können für alle Prüfungsleistungen nach Absatz 1 außer für Klausuren, mündliche Prüfungen und Referate Themen vorschlagen. Die Prüfungsleistungen nach Absatz 1 mit Ausnahme der Klausur können auch durch eine Gruppe von Studierenden in Zusammenarbeit angefertigt werden (Gruppenarbeit). Die Gruppengröße soll in der Regel drei Personen nicht überschreiten.
(3) Anzahl, Art und Umfang der in den Modulen zu erbringenden Studienleistungen regelt Anlage 1. Studienleistungen nach § 6 AT-BPO werden in Form von
kurzen schriftlichen Arbeiten unter Aufsicht (Kurzklausuren),
kurzen mündlichen Prüfungen (Kurzkolloquien),
kurzen Hausarbeiten (,Essays‘),
Kurzpräsentationen,
Praktikumprotokollen,
praktischen Ausarbeitungen,
Eine Kurzklausur ist eine Klausur im Sinne von § 7 Absatz 2 Nummer 1 AT-BPO. Abweichend beträgt die Bearbeitungszeit für eine Kurzklausur zwischen 15 Minuten und 60 Minuten.
Ein Kurzkolloquium ist eine mündliche Prüfung im Sinne von § 7 Absatz 2 Nummer 2 AT-BPO. Abweichend soll die Prüfungszeit für einen Prüfling zwischen 5 Minuten und 15 Minuten betragen.
Eine kurze Hausarbeit (Essay) ist eine Hausarbeit im Sinne von § 7 Absatz 2 Nummer 4 AT-BPO. Die Arbeit soll in der Regel einen Umfang von 5 maschinengeschriebenen Seiten nicht übersteigen.
Eine Kurzpräsentation ist eine Präsentation im Sinne von § 7 Absatz 2 Nummer 7 AT-BPO. Abweichend soll die Dauer der Präsentation zwischen 5 Minuten und 20 Minuten betragen.
Ein Praktikumprotokoll ist ein formalisierter Arbeitsbericht über Laborexperimente oder Untersuchungen und Experimente im Gelände. Im Protokoll werden Versuchs- bzw. Untersuchungsziel, Versuchsaufbau bzw. eingesetzte Methoden und Ergebnisse dargestellt und im Zusammenhang mit der Ausgangsfragestellung beurteilt. In der Regel werden die Experimente in Arbeitsgruppen (bis zu vier Studierende) durchgeführt und Gruppen- oder Einzelprotokolle erstellt.
Eine praktische Ausarbeitung ist ein Arbeitsergebnis, das aus einer eigenständigen und vertieften praktischen Auseinandersetzung mit einem Problem aus dem Stoffzusammenhang der betreffenden Lehrveranstaltung resultiert (zum Beispiel eine mittels EDV erstellte Karte, ein Herbarium, eine zoologische Sammlung, ein chemisches oder physikalisches Experiment, eine Fotodokumentation). Die Ausarbeitung enthält in der Regel einen angemessenen schriftlichen Erläuterungsbericht.
Ein Poster ist die Vorstellung eines theoretischen oder praktischen Arbeitsergebnisses in schriftlicher, plakativer Form (in der Regel im DIN A 1- oder DIN A 0-Format). Der Prüfling soll nachweisen, dass er einen bestimmten Fragenkomplex unter Anwendung von geeigneten Layout- und Drucktechniken einem Publikum in angemessener Weise vermitteln kann. Die Studienleistung enthält eine kurze mündliche Erläuterung des Arbeitsergebnisses vor einem Auditorium.
Übungsaufgaben sind seitens der Lehrenden vorbereitete Aufgaben insbesondere aus den Bereichen Mathematik, Statistik, EDV, Chemie oder Physik, die auf eine bestimmte Problemlösung nach vorgegebenen Regeln abzielen. Sie enthalten in der Regel keine formalen Elemente einer wissenschaftlichen Arbeit wie zum Beispiel Einleitung oder Diskussion, können aber Erläuterungen enthalten.
(2) Das Thema der Bachelorarbeit kann ohne Anrechnung eines Prüfungsversuchs einmal innerhalb des ersten Drittels der Bearbeitungszeit zurückgegeben werden.
(3) Der schriftliche Teil der Bachelorarbeit ist in mindestens drei maschinengeschriebenen, gebundenen Exemplaren und einmal auf Datenträger einzureichen.
(4) Die Frist zur Bearbeitung der Bachelorarbeit beträgt neun Wochen.
Die Gesamtnote der Bachelorprüfung errechnet sich zu 85% aus dem Durchschnitt der Modulnoten nach Anlage 1, zu 12% aus der Note der Bachelorarbeit und zu 3% aus der Note des Kolloquiums. Die Gewichtung der Module für die Bildung der Durchschnittsnote regelt Anlage 1.
(1) Diese Prüfungsordnung tritt mit Wirkung vom 1. September 2012 in Kraft. Sie gilt erstmals für Studierende, die bei oder nach Inkrafttreten dieser Prüfungsordnung ihr Studium an der Hochschule Bremen aufnehmen.
(2) Mit Inkrafttreten dieser Ordnung tritt die Bachelorprüfungsordnung für den Internationalen Studiengang Technische und Angewandte Biologie vom 23. März 2004 (Brem.ABl. 2005 S. 345), die zuletzt durch Ordnung vom 3. Juli 2007 (Brem.ABl. 2009 S. 467) geändert wurde, außer Kraft.
Bremen, den 17. August 2012
Studienleistung (SL)
Modul 1.1 Formenvielfalt Tiere/ Pflanzen I
Animal and Plant Diversity I
Formenvielfalt Tiere I
Formenvielfalt Pflanzen I
Modul 1.2 Chemie des Lebens I
Chemistry of Life I
Chemie des Lebens I
Modul 1.3 Einführung in die Mikrobiologie
Modul 1.4 Chemie des Lebens II
Chemie des Lebens II
Modul 1.5 Mathematik
Modul 2.1 Formenvielfalt Tiere/Pflanzen II
Animal and Plant Diversity II
Formenvielfalt Tiere II
Formenvielfalt Pflanzen II
Modul 2.2 Umweltbiologie I: Stoff- und Energieflüsse
in biologischen Systemen
Environmental Biology I: Material and Energy Flow in
Stoff- und Energieflüsse in biologischen Systemen
Modul 2.3 Einführung in die Genetik und die
Introduction to Formal and Molecular Genetics
Genetik, Molekulargenetik
Modul 2.4 Biotechnologie I: Biochemie und
Biotechnology I: Biochemistry and Cell Biology
Modul 2.5 Englisch
Referat oder Klausur,
Modul 3.1 Biotechnologie II: Einführung in
biotechnologische Verfahren - Upstream Prozesse
Biotechnology II: Introduction to Biochemical Engineering
Einführung in biotechnologische Verfahren - Upstream Prozesse
Modul 3.2 Umweltbiologie II: Angewandte Botanik
Environmental Biology II: Applied Botany
Modul 3.3 Umweltbiologie III: Angewandte Zoologie
Environmental Biology III: Applied Zoology
Modul 3.4 Biotechnologie III: Molekularbiologie und Immunologie
Biotechnology III: Molecular Biology and Immunology
Modul 3.5 Englisch und Projektmanagement
English and Project Management
Modulbezogene Übung*
Modul 4.1 Wahlpflichtmodul I Schwerpunkt1) Compulsory Modul Choice I
Pflichtveranstaltung Wahlpflichtmodul
Modul 4.2 Wahlpflichtmodul II Schwerpunkt1) Compulsory Modul Choice II
Modul 4.3 Wahlpflichtmodul III1) Compulsory Modul Choice III
Modul 4.4 Wahlpflichtmodul IV1) Compulsory Modul Choice IV
Modul 4.5 Wahlpflichtmodul V1) Compulsory Modul Choice V
Modul 5.1 Auslandsvorbereitung - Interkulturelle
Kommunikation (Preparation for Study Abroad -
Auslandsvorbereitung und interkulturelle Kommunikation
* Modulbezogene Übung
Modul 5.2 Studiensemester im Ausland
Modul 6.1 Praxissemester im Ausland
Modul 6.2 Auslandsnachbereitung - Interkulturelle
Evaluation and Presentation of Study Abroad and
Practical Placement Abroad - Intercultural
Auslandsnachbereitung - Interkulturelle Kommunikation
Modul 7.1 Projekt I Konzeption und Projektdesign
Project 1 Concept and Design
Projekt I Konzeption und Projektdesign
Modul 7.2 Projekt II Labor- und Freilandpraxis
Project II Laboratory and Field Studies
Projekt II Labor- und Freilandpraxis
Modul 7.3 Wahlpflichtmodul Schwerpunkt5) Compulsory Modul Choice
Modul 4.6 Biotechnologie IV: Technische
Biotechnology IV: Industrial Microbiology
Modul 4.7 Biotechnologie V: Einführung in
biotechnologische Verfahren - Downstream Prozesse
Biotechnology V: Introduction to Biochemical Engineering -
Einführung in biotechnologische Verfahren - Downstream Prozesse
Modul 4.8 Umweltbiologie IV: Ökosysteme Theorie
Environmental Biology IV: Fundamentais of Ecosystems
Modul 4.9 Umweltbiologie V: Ökosysteme Praxis
Environmental Biology V: Ecosystems Field Work
Modul 4.10 Umweltmikrobiologie
Modul 4.11 Bioinstrumentation - Bioinstrumentation
Modul 4.12 Freies Modul Industriebiologie4) Compulsory Modul Choice Industrial Biology
Klausur, Referat,
Wahlpflichtmodul Industriebiologie
Modul 4.13 Erfassung und Bewertung von
Biodiversität - Registration and Evaluation of
oder mündliche
Erfassung und Bewertung von Biodiversität
Modul 4.14 Freies Modul Umweltbiologie4)
Compulsory Modul Choice Environmental Biology
Wahlpflichtmodul Umweltbiologie
Modul 7.6 Biotechnologie VI: Methoden der
Technischen Mikrobiologie und der
Biotechnology VI Methods of Industrial Microbiology and
Methoden der Technischen Mikrobiologie und der Bioverfahrenstechnik
Modul 7.7 Umweltbiologie VI: Praktischer
Environmental Biology VI: Applied Nature Conservation
Modul 4.16 Facetten der Nachhaltigkeit
Die modulbezogene Übung bezieht sich auf die Fachinhalte.
Es ist eine Auswahl möglich aus der Liste der Wahlpflichtmodule und des Wahlmoduls. Für den Schwerpunkt Industriebiologie sind verpflichtend die Module 4.6 „Biotechnologie IV: Technische Mikrobiologie“ und 4.7 „Biotechnologie V: Einführung in biotechnologische Verfahren - Downstream Prozesse“, für den Schwerpunkt Umweltbiologie sind verpflichtend die Module 4.8 „Umweltbiologie IV: Ökosysteme Theorie“ und 4.9 „Umweltbiologie V: Ökosysteme Praxis“.
Die Studienleistung bezieht sich auf die Lehrveranstaltung Auslandsvorbereitung.
Die Prüfungsleistung wird mit „bestanden“ oder „nicht bestanden“ bewertet.
In den freien Modulen sind Veranstaltungen aus dem fachlichen Kontext der Industrie- oder Umweltbiologie im Umfang von 6 Leistungspunkten aus Lehrangeboten der Hochschule Bremen, anderen deutschen Hochschulen oder Partnerhochschulen im Ausland zu belegen.
Für den Schwerpunkt Industriebiologie ist verpflichtend das Modul 7.6 „Biotechnologie VI: Methoden der Technischen Mikrobiologie und der Bioverfahrenstechnik“, für den Schwerpunkt Umweltbiologie ist verpflichtend das Modul 7.7 „Umweltbiologie VI: Praktischer Naturschutz“.
Bachelorprüfungsordnung der Hochschule Bremen für den Internationalen Studiengang Technische und Angewandte Biologie (Fachspezifischer Teil) vom 7. Februar 2012 01.09.2012
§ 4 - Bachelorarbeit und Kolloquium 01.09.2012

References: § 110
 § 7
 § 6
 § 7
 § 7
 § 7
 § 7

§ 4