Source: https://www.schulen-aargau.ch/regelschule/schulorganisation/information-kommunikation/notfall-krisenmanagement/coronavirus-informationen-fuer-schulen-im-aargau/wiederaufnahme-praesenzunterricht
Timestamp: 2020-07-06 01:54:55+00:00

Document:
Kanton Aargau Schulportal - Öffnung obligatorische Schule - Wiederaufnahme Präsenzunterricht
Öffnung obligatorische Schule - Wiederaufnahme Präsenzunterricht
Der Bundesrat hat entschieden, dass ab dem 11. Mai 2020 der Präsenzunterricht an den obligatorischen Schulen wieder vollumfänglich aufgenommen wird.
Grundannahmen Bundesamt für Gesundheit (BAG)
Lernorganisation bei Personalmangel
Der Bundesrat lockerte ab dem 22. Juni 2020 die Massnahmen zum Schutz der Bevölkerung weitgehend und stuft die Coronavirus-Pandemie als besondere Lage ein. Während der Bundesrat Veranstaltungen bis 1000 Personen erlaubt, das Versammlungsverbot im öffentlichen Raum aufhob, bleiben die Abstandregeln (neu 1.5 statt 2 Meter) sowie die Hygieneregeln bestehen.
Öffnung obligatorische Schule - Unterricht an den Volksschulen ab 8. Juni
Aktuell gilt für die Volksschule Aargau die aktuelle Weisung vom 3. Juni 2020. Ab dem 4. Juli tritt die neue Weisung fürs neue Schuljahr in Kraft. Die Dauer der Gültigkeit hängt von der Entwicklung der Coronavirus-Pandemie und den damit verbundenen Massnahmen des Bundesrats oder Bundesparlaments sowie des Kantonsärztlichen Diensts ab. Aktuelle Weisung Volksschule: Unterricht an den Volksschulen ab dem 8. Juni 2020 (03.06.20) (PDF, 6 Seiten, 260 KB)
Mit der Aufhebung der ausserordentlichen Lage hat der Bundesrat auch die Vorgaben zum Schutz der Gruppe besonders gefährdeter Personen aufgehoben. Auch diese können wieder an ihren Arbeitsplatz zurückkehren. Der Arbeitgeber ist aber verpflichtet, die Gesundheit der Arbeitnehmenden mit entsprechenden Massnahmen zu schützen. Es gilt die Fürsorgepflicht der Anstellungsbehörde.
Neue Weisung Volksschule: Unterricht ab dem Schuljahr 2020/21 (29.06.20) (PDF, 33 KB) (öffnet in einem neuen Fenster)
Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre erkranken viel weniger häufig an COVID-19 als Erwachsene. Von allen Erkrankungsfällen machen sie lediglich 1–2 % aus.
Kinder haben meist mildere Verläufe mit wenigen bis keinen Symptomen.
Kinder spielen aus physiologischen Gründen für die Übertragung des Virus keine wesentliche Rolle.
Gemäss den bisherigen Daten und Erfahrungen gibt es im Gegensatz zu den Erwachsenen keine besonders gefährdeten Personengruppen für COVID-19 bei Kindern, bei denen zusätzliche Schutzmassnahmen nötig sind.
Das BAG hält deshalb fest, dass die Schülerinnen und Schüler in der Schweiz den Unterricht ab dem 11. Mai 2020 wieder regulär im Schulhaus bzw. in den Schulzimmern besuchen können. Einzuhalten sind die Hygieneregeln des BAG sowie den Mindestabstand von neu 1.5 Metern gegenüber erwachsenen Personen.
COVID-19: Aktualisierte Grundprinzipien Wiederaufnahme des Präsenzunterrichts an obligatorischen Schulen (5 Seiten, 08.06.2020)
Die Schutzmassnahmen zur Wiederaufnahme des Unterrichts an den Schulen richteten sich nach den schweizweit geltenden Grundprinzipien des Bundesamts für Gesundheit (BAG) zur Wiedereröffnung der obligatorischen Schulen. Die Schutzmassnahmen haben in erster Linie zum Ziel, besonders gefährdete Personen vor einer Ansteckung zu schützen. Die Weisung umfasst folgende Bereiche:
Schulareal und Schulhaus
Lehrpersonen und weiteres Schulpersonal
Der kurze Film des BAG zeigt den Schülerinnen und Schülern, welchen Einfluss das neue Coronavirus auf ihren Schulalltag hat. Er erklärt den Kindern, dass sie sich schützen können und ruft die Regeln zum Händewaschen und Grüssen in Erinnerung.
Plakat BAG: So schützen wir uns: Für die Schülerinnen und Schüler
Die Durchführung des Klassenunterrichts nach Lehrplan ist sicherzustellen. Fehlen personelle Ressourcen vor Ort (Ausfall von besonders gefährdeten Personen), sind Lösungen zu finden, wie der Unterricht nach Lehrplan mit weniger Lehrpersonen umgesetzt werden kann. Es ergeben sich folgende Möglichkeiten:
Einsatz vorhandener Personalressourcen
Einsatz von Stellvertretungen
Einsatz von Studierenden der Pädagogischen Hochschulen
Unterstützung durch das Departement BKS
Beurteilung, Promotion und Übertritte
Leistungstests Checks / Abschlusszertifikat
Klassen- und Schulanlässe
Personalrecht allgemein
Wie sollen die empfohlenen Hygieneregeln umgesetzt werden? (Stand: 29.04.2020)
Alle Personen, die in einem Schulhaus verkehren, sollen die empfohlenen Hygieneregeln des BAG einhalten und in der korrekten Durchführung geschult werden (Hände-, Gegenstands- und Oberflächenhygiene, kein Händeschütteln). Dazu sollen an sensiblen Punkten (Schulhauseingang, Klassen- und Lehrerzimmer, Bibliothek oder ähnlichem) Möglichkeiten zur Handhygiene zur Verfügung stehen. Dabei ist vorwiegend auf die vorhandenen Waschbecken mit Flüssigseifespendern und Einmalhandtüchern abzustellen; wenn dies nicht möglich ist, auch auf Händedesinfektionsmittel. Schülerinnen und Schüler sollten nur in Ausnahmefällen Desinfektionsmittel benutzen.
Was ist hinsichtlich Reinigung und Lüftung zu beachten? (Stand: 29.04.2020)
Oberflächen, Schalter, Fenster- und Türfallen, Treppengeländer sowie WC-Infrastruktur und Waschbecken sollen in regelmässigen Abständen, das heisst mehrmals täglich, gereinigt werden.
In allen Räumlichkeiten ist regelmässig und ausgiebig zu lüften, in den Unterrichtsräumen nach jeder Schulstunde.
Wann müssen Masken oder Handschuhe getragen werden? (Stand: 08.05.2020)
Das präventive Tragen von Masken im Schulhaus oder auf dem Schulareal ist keine sinnvolle Massnahme. Allerdings sollen Masken für gewisse Situationen im Schulhaus zur Verfügung stehen (Person wird im Schulhaus symptomatisch, sie trägt dann eine Maske für den Heimweg oder während einer Warteperiode im Schulhaus). Den öffentliche Schulen wurden für diese Situation vom Kanton ein Grundkontingent an Masken zur Verfügung gestellt.
Das präventive Tragen von Handschuhen ist bis auf den üblichen Gebrauch im Rahmen von Putz- oder Küchentätigkeiten nicht empfohlen.
Gelten die gleichen Schutzmassnahmen für den Kindergarten wie für die Oberstufe? (Stand: 07.05.2020)
Ja. Alle Personen, die in einem Schulhaus verkehren, sollen die empfohlenen Abstands- und Hygie-neregeln einhalten und in der korrekten Durchführung geschult werden (Hände-, Gegenstands- und Oberflächenhygiene, kein Händeschütteln).
Müssen die Kinder untereinander Abstand halten? (Stand: 29.04.2020)
Für die Schülerinnen und Schüler untereinander bestehen keine Abstandsregeln.
Hingegen sollen die Schülerinnen und Schüler gegenüber erwachsenen Personen den Mindestabstand von 2 Metern einhalten und die Hygieneregeln des BAG befolgen.
Aktueller Wissensstand ist, dass Kinder viel weniger an COVID-19 erkranken als Erwachsene. Die Erkrankungswahrscheinlichkeit steigt kontinuierlich mit dem Alter, bleibt jedoch für alle Volksschulkinder auf einem niedrigen Niveau von 1–2 Prozent.
Müssen die Abstandsregeln beim Schulpersonal eingehalten werden? (Stand: 07.05.2020)
Erwachsene sind einem höheren Ansteckungsrisiko unterworfen. Abstandhalten soll als wichtige Regel nebst den Hygienemassnahmen gelten. Das gilt für den Kontakt von Kindern zu Erwachse-nen als auch unter den Erwachsenen, die in der Schule arbeiten.
Die Anzahl erwachsener Personen, die sich gleichzeitig in einem Schulzimmer aufhalten, ist mit Blick auf das Einhalten der Abstandsregeln möglichst tief zu halten.
Müssen während den Pausen und auf dem Schulweg besondere Vorkehrungen getroffen werden? (Stand: 07.05.2020)
Auf dem Schulareal ist auf das Teilen von Essen und Trinken zu verzichten. Die Hygieneregeln sollen eingehalten werden. Ansonsten sind grundsätzlich keine weiteren Vorkehrungen zu treffen. Wo es die Situation verlangt, können die grossen Pausen allenfalls gestaffelt abgehalten oder auch getrennte Aufenthaltsrayons geschaffen werden.
Welche Schutzmassnahmen gelten für die Schülerinnen und Schüler im öffentlichen Verkehr und wer ist dafür verantwortlich? (Stand: 07.05.2020)
Wenn Schülerinnen und Schüler auf dem Schulweg öffentliche Verkehrsmittel nutzen, gelten die diesbezüglichen Schutzbestimmungen der Betreiber des öffentlichen Verkehrs.
Der Schulweg liegt in der Verantwortung der Eltern. Sollten in den öffentlichen Verkehrsmitteln besondere Schutzmassnahmen gelten, müssen die Eltern um deren Einhaltung besorgt sein (zum Beispiel Schutzmasken beschaffen).
Es gilt die Schulpflicht. Wenn Eltern die Kinder nicht mit den öffentlichen Verkehrsmitteln fahren lassen wollen, müssen sie selber um eine Alternative besorgt sein. Wenn aufgrund der Distanz zumutbar, sollen die Schülerinnen und Schüler von ihren Eltern dazu angehalten werden, zu Fuss oder mit dem Velo den Schulweg zu bewältigen.
Sind Einschränkungen für Eltern auf dem Schulareal vorzusehen? (Stand: 03.06.2020)
Alle erwachsenen Personen auf dem Schulareal halten untereinander sowie gegenüber Schülerinnen und Schülern wann immer möglich einen Mindestabstand von 2 Metern ein und befolgen die Hygieneregeln. Dies gilt auch für die Eltern. Weitere Einschränkungen sind nicht vorzusehen.
Welche Hygienemassnahmen gelten für schulergänzende Betreuungsangebote (Hort, Mittagstisch)? (Stand: 03.06.2020)
Es gelten die gleichen Schutzmassnahmen wie im Schulbetrieb.
Für die Mahlzeitenausgabe an Schülerinnen und Schüler sollten zusätzlich zu den Schutzmassnahmen in der Schule besondere Hygienemassnahmen eingehalten werden:
Schutzeinrichtungen für das auszugebende Essen und das bedienende Personal (zum Beispiel Plexiglasscheiben).
Falls diese Massnahmen nicht umsetzbar sind, sollte in Erwägung gezogen werden, dass die Kinder für einen gewissen Zeitraum Selbstverpflegung von zu Hause mitbringen.
In welchen Situationen sind Schutzscheiben angezeigt? (Stand: 07.05.2020)
Es gilt: Je näher und länger Personen beieinander sind, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit einer Übertragung. Das neue Coronavirus wird hauptsächlich bei engem und längerem Kontakt übertragen. Das heisst konkret: bei weniger als 2 Metern Abstand während mehr als 15 Minuten. (vgl. Erläuterungen zur aktuellen COVID-19-Verordnung 2 des Bundesrats).
Schutzscheiben sollen dann zum Zug kommen, wenn der Schutz einer besonders gefährdeten Per-son gewährleistet werden muss oder wenn die Abstandsregeln zu den Schülerinnen und Schülern über längere Zeit nicht ausreichend eingehalten werden können. Je nach örtlichen Verhältnissen und pädagogischem Bedarf kann dies bei der individuellen Unterstützung von Schülerinnen und Schülern der Fall sein (Heilpädagogik, Logopädie, Lernberatung). In diesen Fällen kann beispielsweise ein Besprechungstisch mit einer Schutzscheibe versehen werden.
Eine Schutzscheibe gewährt nur in Kombination mit dem Einhalten der Hygienemassnahmen und Lüftungsregelungen ausreichenden Schutz.
Mit Ausnahme von Schutzmasken sind allfällige Schutzeinrichtungen durch die Gemeinde zu beschaffen (vgl. § 53 Abs. 2 des Schulgesetzes)
Eine Person (Schüler, Schülerin, Schulpersonal) hat Krankheitssymptome wie Husten (trockener Reizhusten), Halsschmerzen, Kurzatmigkeit und/oder Fieber, Fiebergefühl, Muskelschmerzen. Was ist zu tun? (16.06.2020)
Es gilt der Grundsatz, dass Kinder mit Krankheitssymptomen von den Eltern zu Hause behalten werden.
Die Eltern nehmen Kontakt auf mit dem Hausarzt und befolgen dessen Anweisungen. Der Hausarzt entscheidet, ob und wo ein Test auf das Coronavirus gemacht werden soll. Das BAG empfiehlt sofortiges Testen bei Krankheitssymptomen, die auf COVID-19 hinweisen.
Falls ein Kind wegen Symptomen nach Hause geschickt wird, müssen vorgängig die Eltern informiert werden. Dabei empfiehlt die Lehrperson den Eltern, die Kontaktaufnahme mit dem Hausarzt. Der Hausarzt gibt Anweisungen und entscheidet, ob ein Test gemacht wird. Das BAG empfiehlt sofortiges Testen bei Krankheitssymptomen, die auf COVID-19 hinweisen.
Es gilt das Testergebnis abzuwarten, je nach Ergebnis ist das Vorgehen anders.
Die Eltern informieren die Lehrperson über die Anweisungen des Hausarztes, resp. über das Ergebnis einer allfälligen Testung.
Die Eltern informieren die Lehrperson über die Krankheit des Kindes.
Die Schulleitung informiert das Departement BKS, wenn ein Kind oder eine erwachsene Person an COVID-19 erkrankt ist. Das weitere Vorgehen wird besprochen.
Was ist zu tun, wenn eine Person (Schüler, Schülerin, Schulpersonal) an COVID-19 erkrankt? (26.05.2020)
Wenn an einer Schule ein positiv getesteter Fall von COVID-19 auftritt, hat die Schulleitung unverzüglich die Abteilung Volksschule, Sektion Schulaufsicht, telefonisch oder am Wochenende per Mail (sa.volksschule@ag.ch) zu kontaktieren und über die Situation zu informieren. Gemeinsam wird das weitere Vorgehen festgelegt.
Die erkrankte Person wird durch das Contact Tracing Center kontaktiert und weitere Kontaktpersonen bestimmt. Der Kantonsärztliche Dienst des Kantons Aargau (KAD) bietet Personen, die sich neu mit COVID-19 infiziert haben, ein umfassendes Dienstleistungspaket namens CONTI an.
Eine Lehrperson lebt im gleichen Haushalt oder war intim mit einer Person, die positiv auf COVID-19 getestet wurde. Was ist zu tun? (18.05.20)
Falls im selben Haushalt lebende Angehörige einer Lehrperson positiv auf COVID-19 getestet werden, wird sich der Kantonsärztliche Dienst bei der erkrankten Person melden und für enge Kontaktpersonen die Quarantäne anordnen. Die Lehrperson informiert die Schulleitung und steht, solange sie gesund ist, für Aufträge der Schulleitung, die von zu Hause aus erledigt werden können, zur Verfügung. Die Lohnfortzahlung bleibt bestehen, da es sich um eine durch die Behörden angeordnete Abwesenheit handelt.
Wie werden Lehrpersonen geschützt, die zu den besonders gefährdeten Personengruppen gehören? (21.04.20)
Der Arbeitgeber/die Anstellungsbehörde ist grundsätzlich in der Pflicht, besonders gefährdete Personen von zu Hause aus arbeiten zu lassen, wenn nötig durch eine angemessene Ersatzarbeit.
Besonders gefährdete Lehrpersonen erfüllen die Aufträge der Schulleitung während des Fernunterrichts von zu Hause aus. Ist dies gar nicht möglich, werden sie von der Anstellungsbehörde unter Lohnfortzahlung beurlaubt.
Wie ist die Meldepflicht bei Krankheit? Besteht während der Corona-Gefährdungslage eine Sonderregelung? (18.05.2020)
Es besteht diesbezüglich keine Sonderregelung. Die Lehrperson muss der Schulleitung sofort Meldung über die Erkrankung machen und sich abmelden. Ebenfalls gemeldet werden muss, wenn der COVID-19-Test positiv ausgefallen ist oder der Kantonsärztliche Dienst (www.ag.ch/conti) eine Quarantäne angeordnet hat.
Besteht eine Meldepflicht für besonders gefährdete Lehrpersonen? (23.03.20)
Ja, es ist Sache der besonders gefährdeten Lehrperson, diesen Umstand gegenüber der Schulleitung bekannt zu machen. Die Anstellungsbehörde darf den Gesundheitszustand der Mitarbeitenden nicht systematisch erfragen. Die Angaben werden streng vertraulich behandelt.
Welche Lehrpersonen sind besonders gefährdet? (Stand: 29.04.2020)
Als besonders gefährdete Personen gelten Personen ab 65 Jahren sowie erwachsene Personen mit einer ärztlich attestierten Erkrankung gemäss Anhang 6 der COVID-19-Verordnung 2 des Bundesrats. Die Liste in Anhang 6 ist nicht abschliessend und es ist jeweils der aktuellste Stand zu beachten. Eine klinische Beurteilung der Gefährdung im Einzelfall bleibt vorbehalten.
Dürfen besonders gefährdete Lehrpersonen im Schulhaus arbeiten? (Stand: 03.06.2020)
Besonders gefährdete Lehrpersonen dürfen vor Ort arbeiten, falls im Kontakt mit anderen Personen der Mindestabstand von 2 Metern jederzeit eingehalten werden kann. Ansonsten müssen sie von zu Hause aus arbeiten.
Zwischen besonders gefährdeten Lehrpersonen, die freiwillig vor Ort arbeiten, und der Schule kann eine schriftliche Erklärung aufgesetzt werden. Diese Erklärung kann wie folgt lauten: "Die Lehrper-son bestätigt mit ihrer Unterschrift, die Weisung des Departements BKS vom 3. Juni 2020 und die Grundprinzipien zur Wiederaufnahme des Präsenzunterrichts des BAG gelesen und verstanden zu haben." Dieser Erklärung müssen die Weisung des BKS und die Grundprinzipien des BAG beigelegt werden.
Gehört jede Person mit Bluthochdruck oder Diabetes zu den besonders gefährdeten Personen? (Stand: 29.04.2020)
Nein. Nur bestimmte Formen einer Krankheitskategorie sind ausschlaggebend dafür, ob eine Person besonders gefährdet ist. In Anhang 6 der COVID-19-Verordnung 2 des Bundesrats sind diese Kategorien anhand medizinischer Kriterien präzisiert. Diese Liste ist nicht abschliessend. Eine klinische Beurteilung der Gefährdung im Einzelfall bleibt vorbehalten. Das BAG führt Anhang 6 laufend nach.
Müssen erwachsene Personen sowie Schülerinnen und Schüler, die mit einer an COVID-19 erkrankten Person im gleichen Haushalt leben, zu Hause bleiben? (Stand: 03.06.2020)
Ja. Erwachsene Personen sowie Schülerinnen und Schüler, die mit einer Person im gleichen Haushalt leben, die an COVID-19 erkrankt ist, arbeiten und lernen von zu Hause aus, da sie selber während dieser Zeit ansteckend werden könnten (Quarantäne). Die betroffenen Personen halten sich an die Anweisungen des Kantonsärztlichen Diensts (KAD). Grundsätzliche Informationen zur Isolation und Quarantäne finden sich auf der entsprechenden Webseite des Bundesamts für Gesundheit (BAG).
Gelten besondere Bestimmungen für erwachsene Personen sowie Schülerinnen und Schüler, die mit einer besonders gefährdeten Person im gleichen Haushalt leben? (Stand: 29.04.2020)
Erwachsene Personen sowie Schülerinnen und Schüler, die mit einer besonders gefährdeten Person im gleichen Haushalt leben, arbeiten grundsätzlich regulär an der Schule beziehungsweise besuchen den regulären Unterricht. Im Einzelfall ist die Einschätzung der behandelnden Arztperson zu berücksichtigen.
Sind für gesunde Schülerinnen und Schüler, die mit besonders gefährdeten Personen in einem Haushalt leben, besondere Vorkehrungen zu treffen? (Stand: 29.04.2020)
Das Miteinander der Kinder im schulischen Setting wird nicht als enger Kontakt definiert und ist für eine Übertragung des Virus anders einzuschätzen als der enge Kontakt unter häuslichen Bedingungen. Individuelle Schutzlösungen sind demnach allenfalls zu Hause angezeigt. In der Schule kann gegebenenfalls vermehrt Rücksicht auf die besondere Situation der Kinder und Jugendlichen genommen werden.
Was gilt für Schülerinnen und Schüler mit Vorerkrankungen? (Stand: 29.04.2020)
Schülerinnen und Schüler mit einer Vorerkrankung gelten als nicht besonders gefährdet. Sie besuchen den Unterricht regulär an ihrer Schule. Sie halten sich dabei wie bisher an die für sie gewohnten krankheitsbezogenen Schutzmassnahmen. Krankheitsbezogene Schutzmassnahmen bedeuten beispielsweise, dass Schülerinnen und Schüler mit Asthma weiterhin Allergene vermeiden und mittels Medikamenten die Entzündung hemmen. Oder für Schülerinnen und Schüler mit Diabetes bedeuten krankheitsbezogene Schutzmassnahmen, dass sie Traubenzucker mit sich tragen und im Schulzimmer allenfalls eine kleine Flasche Süssgetränk deponiert ist.
Wie ist mit Personen zu verfahren, die Angst vor einer Ansteckung geltend machen? (Stand: 29.04.2020)
Schulpersonal, das gemäss COVID-19-Verordnung 2 nicht besonders gefährdet ist, ist verpflichtet, regulär zur Arbeit zu erscheinen.
Wie können besonders gefährdete Lehrpersonen eingesetzt werden? (Stand: 03.06.2020)
Besonders gefährdete Lehrpersonen können weiterhin Verantwortung für den Unterricht übernehmen, auch wenn sie von zu Hause aus arbeiten (vgl. nachstehende Frage).
Der Einsatz im Schulhaus ist möglich, wenn die Schutzbestimmungen konsequent eingehalten werden können. Der Mindestabstand von zwei Metern bei interpersonellen Kontakten muss jederzeit gewährleistet sein. Für Situationen, in denen der Mindestabstand nicht eingehalten werden kann, erfolgt der Schutz durch eine Schutzscheibe. Unter diesen Voraussetzungen ist die Arbeit mit kleinen Lerngruppen oder im Halbklassenunterricht möglich. Allenfalls kann ein Rollentausch mit einer Lehrperson für besondere Förderung in Betracht gezogen werden.
Auf Anordnung des Arbeitgebers müssen Lehrpersonen eine zeitlich begrenzte Änderung des Arbeitsorts oder der Tätigkeit in Kauf nehmen, wenn aussergewöhnliche Umstände vorliegen.
Wie können besonders gefährdete Lehrpersonen weiterhin Verantwortung für den Unterricht übernehmen? (Stand: 07.05.2020)
Besonders gefährdete Lehrpersonen sind arbeitsfähig. Mit Ausnahme des Aufgabenbereichs "Unterrichten und Erziehen" können sie sämtliche in den Berufsfeldern umschriebenen Aufgaben erfüllen (vgl. §§ 35–38 der Verordnung über die Anstellung der Lehrpersonen).
Die Lehrpersonen können somit hauptverantwortlich für ihren Unterricht bleiben. Da sie von zu Hause aus oder an einem Arbeitsplatz im Schulhaus arbeiten, der sämtlichen Schutzmassnahmen gemäss aktueller COVID-19-Verordung 2 des Bundesrats (Art. 10c) gerecht wird, ist für die Durch-führung des Unterrichts im Klassenzimmer jedoch eine zusätzliche Person erforderlich, welche die Klasse beaufsichtigt und anleitet. Die besonders gefährdete Lehrperson plant den Unterricht und bespricht die Unterrichtsvorbereitung mit der für die Durchführung des Unterrichts verantwortlichen Person. Nach Bedarf bietet sie Beratung zu Umsetzungsfragen an. Sie kann sich über digitale Medien in den Unterricht einschalten und so mit einzelnen Schülerinnen und Schülern oder mit Gruppen kommunizieren. Sie kontrolliert und beurteilt die Arbeitsergebnisse.
Wie kann der Unterricht bei Ausfall von besonders gefährdeten Lehrpersonen organisiert werden? (Stand: 07.05.2020)
Die Durchführung des Klassenunterrichts nach Lehrplan ist sicherzustellen. Fehlen personelle Ressourcen vor Ort (Ausfall von besonders gefährdeten Personen), sind Lösungen zu finden, wie der Unterricht nach Lehrplan mit weniger Lehrpersonen umgesetzt werden kann. Dies erfordert allenfalls eine Gewichtung der pädagogischen Aufgaben: Klassenunterricht wird stärker gewichtet als die besondere Förderung. Allenfalls muss auf Halbklassenunterricht und je nach dem auch auf nicht promotionswirksame Wahlfächer verzichtet werden.
Folgende Strategien können verfolgt werden:
Einsatz vorhandener Personalressourcen (Lehrpersonen für Teamteaching, Förderangebote, alternative Lernorte, nicht promotionswirksame Wahlfächer oder Praktika)
Einsatz von Studierenden der Pädagogischen Hochschule
Einsatz von Assistenzpersonen zur Beaufsichtigung
Wie können Lehrpersonen für Teamteaching, besondere Förderung und Wahlfächer zu Gunsten des Klassenunterrichts eingesetzt werden? (Stand: 29.04.2020)
Die Lehrpersonen dieser Angebote (Teamteaching, Deutsch als Zweitsprache, Heilpädagogik, Begabtenförderung, alternative Lernorte, nicht promotionswirksame Wahlfächer und Praktika, allenfalls auch Logopädie) behalten ihre Anstellung, es werden ihnen aber andere pädagogische Aufgaben zugewiesen. Dies kann die Führung einer Klasse oder eines Fachs sein oder die Durchführung des Unterrichts in Zusammenarbeit mit einer besonders gefährdeten Lehrperson, die von zu Hause aus arbeitet (vgl. Frage "Wie können besonders gefährdete Lehrpersonen weiterhin Verantwortung für den Unterricht übernehmen?")
Wie können Assistenzpersonen eingesetzt werden? (Stand: 29.04.2020)
Assistenzpersonen können Klassen oder Lerngruppen beaufsichtigen und begleiten, die selbständig an Lernaufträgen arbeiten, oder wie bisher Lehrpersonen oder einzelne Schülerinnen und Schüler unterstützen. Sie dürfen nicht als Stellvertretung für eine Lehrperson eingesetzt werden und keine Hauptverantwortung für eine Klasse oder Lerngruppe übernehmen.
Assistenzpersonen konnten in den vorangehenden Phasen eher wenig eingesetzt werden und stehen jetzt allenfalls für vermehrte Einsätze bereit. Es gilt zu beachten, dass Assistenzpersonen nur für Aufgaben eingesetzt werden, für die sie qualifiziert und ermächtigt sind. So darf ihnen beispielsweise die Anordnung von Disziplinarmassnahmen nicht übertragen werden.
Wie können Studierende der Pädagogischen Hochschulen eingesetzt werden? (Stand: 29.04.2020)
Studierende können für das Unterrichten von Klassen eingesetzt werden, deren Lehrpersonen von zu Hause aus arbeiten, oder von Klassen, die mit einer Parallelklasse verbunden sind. Die Studierenden arbeiten eng mit den jeweiligen Lehrpersonen zusammen.
Gibt es eine Stellenbörse für Studierende? (Stand: 29.04.2020)
Schulleitungen können ihre Stelleninserate an die Pädagogische Hochschule FHNW senden. Die Inserate werden dann auf der Stellenplattform für die Studierenden publiziert.
E-Mail: studienadministration.ph@fhnw.ch
Wie soll vorgegangen werden, wenn Lehrpersonen nicht über die nötigen Qualifikationen verfügen, um eine gewünschte Funktion vorübergehend übernehmen zu können? (Stand: 29.04.2020)
Kurzfristig können Lehrpersonen für Funktionen eingesetzt werden, für die sie nicht über die dafür nötigen Qualifikationen, aus Sicht der Schulleitung aber über die nötigen Fähigkeiten zur Übernahme der geforderten Aufgaben verfügen. Die Anstellung erfolgt mit Lohnabzug (§ 9 Abs. 2 LDLP).
Lehrpersonen, welche eine Funktion übernehmen, für welche sie nicht über die nötigen Qualifikationen verfügen, können mit Hilfe eines Coachings und einer sorgfältigen Einführung im für sie neuen Auftrag unterstützt werden. Diese Unterstützung kann zum Beispiel durch eine Lehrperson erfolgen, welche von zu Hause aus arbeitet und über die nötigen Qualifikationen/Erfahrungen verfügt.
Können Stellvertretungen für besonders gefährdete Personen eingesetzt werden? (Stand: 07.05.2020)
Ja. Um den Präsenzunterricht sicherzustellen, können für besonders gefährdete Lehrpersonen ab 65 Jahren oder mit ärztlichem Attest Stellvertretungsressourcen beantragt werden.
Besonders gefährdete Lehrpersonen sind arbeitsfähig. Sie müssen von zu Hause aus oder unter konsequenter Einhaltung der Schutzmassnahmen im Schulhaus arbeiten.
Was ist bei Abwesenheitsmeldungen im Zusammenhang mit besonders gefährdeten Lehrpersonen, für die eine Stellvertretung beantragt wird, in ALSA zu beachten? (04.05.20)
Für die Abwesenheitsmeldung ist die spezifische Abwesenheitsart "Schutz besonders gefährdete Person COVID-19" zu verwenden. Der Abwesenheitsmeldung ist das notwendige Attest oder Arztzeugnis anzufügen.
Können weiterhin Zivildienstleistende eingesetzt werden? (Stand: 29.04.2020)
Zivildienstleistende können wie bis anhin an der Schule eingesetzt werden, zum Beispiel für Betreuungsaufgaben oder für die Unterstützung einzelner Schülerinnen und Schülern. Sie dürfen nicht als Stellvertretung für eine Lehrperson eingesetzt werden und keine Hauptverantwortung für eine Klasse oder Lerngruppe übernehmen.
In welcher Form und nach welcher Stundentafel findet der Unterricht statt? (Stand: 29.04.2020)
Seit Montag 11. Mai 2020 findet der Unterricht in gewohnter Art und Weise in den Klassenzimmern und gemäss den geltenden Stundentafeln statt. Die Phase des Fernunterrichts ist abgeschlossen. Mischformen von Präsenz- und Fernunterricht sowie Anpassungen der Stundentafeln sind nicht vorgesehen. Ist das Einhalten der Stundentafeln aufgrund von Personalmangel nicht möglich und beeinflusst die Betreuungssituation zu Hause, müssen die Eltern frühzeitig über allfällige Stundenplanänderungen informiert werden.
Findet Halbklassenunterricht statt? (Stand: 07.05.2020)
Ja, der Halbklassenunterricht findet wie bisher gemäss Stundenplan statt. Fehlen personelle Res-sourcen vor Ort (Ausfall von besonders gefährdeten Personen), kann auf Halbklassenunterricht verzichtet werden.
Findet der Instrumentalunterricht statt? (Stand: 07.05.2020)
Ja, der Instrumentalunterricht findet regulär vor Ort statt. Es gelten die gleichen Bestimmungen wie für den Unterricht in den Klassen. Die Lehrperson hat den Mindestabstand von zwei Metern gegen-über den Schülerinnen und Schülern wenn immer möglich einzuhalten. Auch die Hygieneregeln des BAG sind einzuhalten. Gleiches gilt für den Ensembleunterricht.
Können Kinder und Jugendliche für die Begabtenförderung Musik angemeldet werden, auch wenn in diesem Frühjahr kein mCheck4 stattgefunden hat? (Stand: 29.04.2020)
Ja. Die Aufnahme für diese Schülerinnen und Schüler ist provisorisch und gilt für das 1. Semester des Schuljahres 2020/21. Im Herbst finden voraussichtlich die mChecks wieder statt. Die Schülerinnen und Schüler, die dann den mCheck4 bestehen, können definitiv für das Schuljahr 2020/21 angemeldet werden.
Findet die Logopädietherapie statt? (Stand: 07.05.2020)
Ja, die Logopädietherapie findet statt. Es gelten die gleichen Bestimmungen wie für den Unterricht in den Klassen. Die therapeutische Fachperson hat den Mindestabstand von zwei Metern gegen-über den Schülerinnen und Schülern wenn immer möglich einzuhalten. Auch die Hygieneregeln des BAG sind einzuhalten. Gleiches gilt für Gruppentherapien. Bei besonders gefährdeten Personen muss der Mindestabstand von zwei Metern bei interpersonellen Kontakten jederzeit gewährleistet sein. Für Situationen, in denen der Mindestabstand nicht eingehalten werden kann, erfolgt der Schutz durch eine Schutzscheibe.
Findet der Berufswahlunterricht statt? (Stand: 29.04.2020)
Der Berufswahlunterricht findet regulär statt. Schülerinnen und Schüler, die noch über keine schulische oder berufliche Anschlusslösung verfügen, melden sich wie gewohnt bei der Berufsberatung ask! oder bei der zentralen Anlaufstelle Wegweiser.
Findet der kirchliche Religionsunterricht in den Schulräumen der Volksschule statt? (Stand: 07.05.2020)
Ja. Dabei gilt es, die kantonalen und die Schutzmassnahmen der jeweiligen Schulen sowie die COVID-19-Verordnung 2 des Bundesrats einzuhalten. Dies sind insbesondere das konsequente Befolgen der Hygieneregeln sowie das Einhalten eines Mindestabstands von zwei Metern zwischen Lehrpersonen beziehungsweise Erwachsenen untereinander sowie zwischen diesen und den Schülerinnen und Schülern. Eine vorgängige Absprache mit der örtlichen Schulleitung ist diesbezüglich zwingend nötig.
Finden die Kurse in heimatlicher Sprache und Kultur (HSK) in den Schulräumen der Volksschule statt? (Stand: 07.05.2020)
Ja. Dabei gilt es, die kantonalen und die Schutzmassnahmen der jeweiligen Schulen sowie die CO-VID-19-Verordnung 2 des Bundesrats strikte einzuhalten. Dies sind insbesondere das konsequente Befolgen der Hygieneregeln sowie das Einhalten eines Mindestabstands von zwei Metern zwischen Lehrpersonen beziehungsweise Erwachsenen untereinander sowie zwischen diesen und den Schü-lerinnen und Schülern. Eine vorgängige Absprache mit der örtlichen Schulleitung ist diesbezüglich zwingend nötig.
Findet der freiwillige Schulsport statt? (Stand: 03.06.2020)
Eine Wiederaufnahme des freiwilligen Schulsports erfolgt ab dem 8. Juni.
Finden die Instruktionen der Zahnprophylaxe wieder statt? (Stand: 07.05.2020)
Aufgrund der ausserordentlichen Situation der Coronavirus-Pandemie soll die Priorität in der Volksschule bis zum Ende des Schuljahrs 2019/20 auf dem Unterricht und der Förderung der Schülerinnen und Schüler liegen. Deshalb finden in den noch verbleibenden Schulwochen des Schuljahrs keine Instruktionen zur Zahnprophylaxe mehr statt. Ab dem neuen Schuljahr 2020/2021 können diese Instruktionen wieder regulär durchgeführt werden. Dies unter dem Vorbehalt weiterer Beschlüsse des Bundesrats oder des Parlaments aufgrund der Entwicklung der Coronavirus-Pandemie.
Die Bibliothek der Gemeinde befindet sich im Schulhaus oder auf dem Schulareal. Darf die Bibliothek geöffnet werden? (Stand: 03.06.2020)
Ja. Falls es sich um eine öffentlich zugängliche Bibliothek handelt, muss der Zugang von schulexternen Personen kontrolliert werden. Es gilt das branchenspezifische Schutzkonzept für Museen, Bibliotheken und Archive unter COVID-19.
Welche Lehrplanziele gelten? (Stand: 07.05.2020)
Grundsätzlich gelten alle Zielsetzungen des gültigen Lehrplans für die Volksschule des Kantons Aargau (Lehrplan 2000), wobei aufgrund der besonderen Situation mit Blick auf die Umsetzung der Schutzmassnahmen vorläufig nicht an allen Lehrplanzielen gearbeitet werden kann.
Wird erwartet, dass die Schülerinnen und Schüler die Lehrplanziele erreichen? (Stand: 29.04.2020)
Die Schülerinnen und Schüler haben einen sehr unterschiedlichen Lernstand. Einige Schülerinnen und Schüler können die Lehrplanziele im Schuljahr 2019/20 möglicherweise nicht vollständig erreichen. Es ist daher sinnvoll, die verbleibende Schulzeit bis zu den Sommerferien zur gezielten individuellen Förderung zu nutzen und dafür zu sorgen, dass der Anschluss an die nachfolgenden schulischen Angebote möglichst gut gewährleistet ist.
Was gilt es im Fach Bewegung und Sport zu beachten? (Stand: 03.06.2020)
Der Unterricht soll sich an den Zielsetzungen des Lehrplans "Bewegung und Sport" orientieren. Die Kinder müssen grundsätzlich mindestens zwei Meter Abstand zu Lehrpersonen haben. Es gilt: Je näher und länger Personen beieinander sind, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit einer Übertragung. Das neue Coronavirus wird hauptsächlich bei engem und längerem Kontakt übertragen. Das heisst konkret: bei weniger als 2 Metern Abstand während mehr als 15 Minuten. (vgl. Erläuterungen zur aktuellen COVID-19-Verordnung 2 des Bundesrats). Die Hygieneregeln des BAG sind einzuhalten.
Für den Sportunterricht kann dies vorläufig bedeuten:
Die Förderung in den Bereichen "Laufen, Springen, Werfen" (Leichtathletik), "Spielen", "Spiel und Sport im Freien" oder "Bewegen, Darstellen, Tanzen" ist der Förderung im Bereich "Balancieren, Klettern, Drehen" (Geräteturnen) vorzuziehen.
Mit der Wiedereröffnung der Schwimmsportanlage ist eine Förderung im Bereich "Spiel und Sport im Wasser" spätestens ab dem 8. Juni 2020 wieder möglich.
Was gilt es im Gestalten (Bildnerisches Gestalten, Werken, Textiles Werken) zu beachten? (Stand: 07.05.2020)
Der Unterricht soll sich an den Zielsetzungen des Lehrplans in den Gestaltungsfächern orientieren. Auf den Wahlfachunterricht Werken resp. TW kann verzichtet werden, wenn es die personellen Ressourcen der Schule notwendig machen. Die Schülerinnen und Schüler sollen gegenüber der Lehrperson den Mindestabstand von 2 Metern einhalten. Es gilt: Je näher und länger Personen beieinander sind, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit einer Übertragung. Das neue Coronavirus wird hauptsächlich bei engem und längerem Kontakt übertragen. Das heisst konkret: bei weniger als 2 Metern Abstand während mehr als 15 Minuten. (vgl. Erläuterungen zur aktuellen COVID-19-Verordnung 2 des Bundesrats). Die Hygieneregeln des BAG sind einzuhalten.
Für den Unterricht in den Gestaltungsfächern kann dies vorläufig bedeuten:
Kinder lernen einfache Verfahren kennen, die ohne direkte Hilfestellung der Lehrpersonen erlernbar sind.
Kindern können vermehrt selbstständig einfache Techniken ausprobieren, eigene Ideen einbringen, Skizzen entwerfen, Informationen sammeln, experimentieren und reflektieren.
Es kommen keine Werkzeuge und Maschinen zum Einsatz, welche die Kinder noch nicht mit der notwendigen Sicherheit bedienen und die bei falscher Anwendung zu Verletzungen führen können.
Schülerinnen und Schüler tauschen Werkzeuge möglichst wenig untereinander aus. Werkzeuge werden nach dem Gebrauch wie gewohnt durch die Schülerinnen und Schüler fachgerecht gereinigt.
Es wird nicht nur in den Werkräumen, sondern nach Möglichkeit auch im Freien gearbeitet.
Was gilt es im Hauswirtschaftsunterricht zu beachten? (Stand: 07.05.2020)
Der Unterricht soll sich an den Zielsetzungen des Lehrplans orientieren. Auf den Wahlfachunterricht Hauswirtschaft kann verzichtet werden, wenn es die personellen Ressourcen der Schule notwendig machen. Die Schülerinnen und Schüler sollen gegenüber der Lehrperson den Mindestabstand von 2 Metern einhalten. Es gilt: Je näher und länger Personen beieinander sind, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit einer Übertragung. Das neue Coronavirus wird hauptsächlich bei engem und längerem Kontakt übertragen. Das heisst konkret: bei weniger als 2 Metern Abstand während mehr als 15 Minuten. (vgl. Erläuterungen zur aktuellen COVID-19-Verordnung 2 des Bundesrats). Die Hygieneregeln des BAG sind einzuhalten.
Für den Unterricht in Hauswirtschaft gilt es vorläufig zu beachten:
Die Förderung kann in allen Bereichen des Fachs "Ernährung und Gesundheit" sowie "Ökologie und Ökonomie" stattfinden.
Die bedeutsamen Erfahrungen während des Fernunterrichts sollen im Hauswirtschaftsunterricht einfliessen (Lehrplanbezug: Arbeitsplanung, Essverhalten, Konsum, Essgewohnheiten, Angebot und Nachfrage u.a.).
Schülerinnen und Schüler lernen einfache Verfahren kennen, die ohne direkte Hilfestellung der Lehrpersonen erlernbar sind (Lehrplanbezug: Lernen im Hauswirtschaftsunterricht, Arbeitsorganisation etc.).
Der Zubereitung von Esswaren wird bezüglich Hygiene besondere Beachtung geschenkt, warme Speisen werden gemeinsam zubereitet, auf kalte Speisen wird verzichtet oder jede Schülerin, jeder Schüler bereitet die kalten Speisen für sich selbst zu. (Lehrplanbezug: Grundtechniken Zubereitungsarten)
Der Reinigung der Küche in Zusammenarbeit mit den Schülerinnen und Schülern wird besondere Beachtung geschenkt.
Im Rahmen von Putz- oder Küchentätigkeiten sind Handschuhe zu tragen.
Weiter ist zu berücksichtigen (vgl. Grundsätze des BAG zu "Schulergänzende Betreuung, Hort, Schulzmittag"):
keine Essenselbstbedienung (keine Buffets mit Selbstbedienung)
keine eigene Besteckbedienung
nicht aus dem gleichen Gefäss essen (Gemüsedips, Fondue etc.)
Lehrperson isst an separatem Tisch (Mindestabstand 2 Meter)
Was gilt es im Musikunterricht zu beachten? (Stand: 07.05.2020)
Der Unterricht soll sich an den Zielsetzungen des Lehrplans orientieren. Auf den Wahlfachunterricht Chor kann verzichtet werden, wenn es die personellen Ressourcen der Schule notwendig machen. Die Schülerinnen und Schüler sollen gegenüber der Lehrperson den Mindestabstand von 2 Metern einhalten. Es gilt: Je näher und länger Personen beieinander sind, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit einer Übertragung. Das neue Coronavirus wird hauptsächlich bei engem und längerem Kontakt übertragen. Das heisst konkret: bei weniger als 2 Metern Abstand während mehr als 15 Minuten. (vgl. Erläuterungen zur aktuellen COVID-19-Verordnung 2 des Bundesrats). Die Hygieneregeln des BAG sind einzuhalten.
Wie sollen im Kindergarten die Abstandsregeln zu den Kindern eingehalten werden? (Stand: 07.05.2020)
Der Unterricht soll sich an den Zielsetzungen des Lehrplans für den Kindergarten orientieren. Kinder untereinander sollen möglichst normal spielen, lernen und sich bewegen können. Zur Lehrperson müssen die Kinder wenn immer möglich den Mindestabstand von zwei Metern einhalten. Es gilt: Je näher und länger Personen beieinander sind, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit einer Übertra-gung. Das neue Coronavirus wird hauptsächlich bei engem und längerem Kontakt übertragen. Das heisst konkret: bei weniger als 2 Metern Abstand während mehr als 15 Minuten. (vgl. Erläuterun-gen zur aktuellen COVID-19-Verordnung 2 des Bundesrats).
Für den Unterricht im Kindergarten kann dies vorläufig bedeuten:
Vertraute Regeln und Rituale durch neue Begrüssungs-, Hygiene- und Abstandsrituale ergänzen.
Die Lehrplan-Richtziele "Einfühlungsvermögen und Rücksichtnahme weiterentwickeln" sowie "Selbstständiges Handeln und Selbstvertrauen weiterentwickeln" hoch gewichten.
Erfahrungen und Errungenschaften aus dem Fernunterricht auch im Kindergartenraum nutzen (Videoanleitungen, Anregungen zu Selbsttätigkeit usw.).
Den Platz der Kindergartenlehrperson in Kreissequenzen von den Kindern abheben.
Für den direkten Kontakt mit einzelnen Kindern eine "Schaltersituation" (zum Beispiel mit Schutzscheibe) schaffen und damit an die Erfahrungen anknüpfen, welche die Kinder zurzeit im Alltag machen.
Freie Sequenzen:
Die vertrauten Zonen für die Kinder (Puppenstube, Bauecke, Spieltisch etc.) und die Zone für die Lehrperson sind auf ihre räumliche Distanz zueinander zu prüfen. Wenn der Mindestabstand nicht eingehalten werden kann, sind die Zonen neu auszurichten.
Bewegungszonen ("Strassen") markieren, auf denen die Kinder in den Räumlichkeiten zirkulieren.
Plätze im Freien vermehrt nutzen.
Kinder ermuntern und befähigen, einander beim Basteln, Lernen, Konfliktlösen usw. gezielt zu unterstützen (Peer-Einflüsse nutzen).
Empfangs- und Verabschiedungszeit
Mit Eltern besprechen, dass Kinder Kleider tragen, die sie weitgehend selbst an- und ausziehen können.
Mit den Kindern organisieren, dass sie sich beim An- und Ausziehen gegenseitig helfen können.
Wie kann der Lernstand der Schülerinnen und Schüler ermittelt werden? (Stand: 29.04.2020)
Die Lehrpersonen erkennen aufgrund ihrer Erfahrung und den Kontakten mit den einzelnen Schülerinnen und Schülern gut, wo diese nach der Fernlernphase leistungsmässig und bezüglich Lernmotivation stehen und können die Unterrichtsprogramme entsprechend individuell anpassen. Die Aufgabensammlung Mindsteps kann die Lehrpersonen bei der Standortbestimmung und individuellen Förderung unterstützen. Mindsteps steht den Aargauer Schulen kostenlos zur Verfügung.
Können für Schülerinnen und Schüler, die dem Fernunterricht nicht folgen konnten, zusätzliche Ressourcen beantragt werden? (19.05.2020)
Ja. Für den Zeitraum bis zu den Sommerferien 2020 können Förderangebote für Schülerinnen und Schüler mit grossen Stofflücken aus dem Fernunterricht eingerichtet werden. Dafür erforderliche Ressourcen sind telefonisch bei der zuständigen Fachperson Schulaufsicht zu beantragen, sofern folgende Voraussetzungen kumulativ erfüllt sind:
Die Anzahl der Schülerinnen und Schüler, die dem Fernunterricht nicht zu folgen vermochten, ist plausibel belegt (Fallbeschreibungen oder Fallschilderungen).
Alle Lektionen der Grundausstattung und die Zusatzlektionen soziale Belastung sind vollumfänglich eingesetzt (Nachweis durch ALSA-Auszug).
Für die Förderangebote sind Lehrpersonen bestimmt, die im Präsenzmodus unterrichten (Assistenzpersonen können nicht eingesetzt werden).
Beurteilung, Promotion, Übertritte
Welche Regelungen gelten für die Beurteilung im Kindergarten und das Ausstellen des Einschätzungsbogens? (Stand: 29.04.2020)
Wie bisher gilt auch für das Schuljahr 2019/20, dass die verantwortliche Lehrperson jeder Schülerin und jedem Schüler im Kindergarten einmal im Jahr einen Einschätzungsbogen ausstellt. Für die Beurteilung im Schuljahr 2019/20 gelten dieselben Grundsätze wie in der Primarschule und der Oberstufe: Die Lehrperson stützt sich auf die Belege (zum Beispiel individuelle Arbeiten, Zeichnungen, Beobachtungsbögen, Selbsteinschätzungen, Tonaufnahmen, Fotos von Werkarbeiten etc.), die vom Beginn des Schuljahrs vom 12. August 2019 bis zum 13. März 2020 vorhanden waren und die allenfalls ab dem 11. Mai 2020 bis zum Ende des Schuljahrs dazukommen. Belege aus der Phase des Fernunterrichts sollen nicht in die Beurteilung im Einschätzungsbogen einfliessen. Für die Einschätzungen kann gestützt auf § 5 Abs. 2 der Verordnung über die Laufbahnentscheide (SAR 421.352) die Leistungsentwicklung während der Phase des Fernunterrichts berücksichtigt werden.
Unter Bemerkungen erfolgt der Eintrag "Coronavirus-Pandemie: Eingeschränkter Unterricht vom 16. März 2020 bis 10. Mai 2020".
Wird am Ende des Schuljahrs 2019/20 in der Primarschule und der Oberstufe ein promotionswirksames Jahreszeugnis ausgestellt? (Stand: 29.04.2020)
Ja. Für die Noten im Jahreszeugnis des laufenden Schuljahrs werden alle Beurteilungsbelege berücksichtigt, die vom Beginn des Schuljahrs vom 12. August 2019 bis zum 13. März 2020 vorhanden waren und die ab dem 11. Mai 2020 bis zum Ende des Schuljahrs dazukommen. Das in § 5 Abs. 3 der Verordnung über die Laufbahnentscheide geregelte minimale Erfordernis bezüglich Beurteilungsbelege "pro Schulhalbjahr und Fach" kommt dabei nicht zur Anwendung. Zur Ermittlung der einzelnen Zeugnisnoten beziehungsweise der Begründung eines Laufbahnentscheids kann gestützt auf § 5 Abs. 2 der Verordnung über die Laufbahnentscheide (SAR 421.352) die Leistungsentwicklung während der Phase des Fernunterrichts berücksichtigt werden.
Alle Promotionsentscheide werden aufgrund des Jahreszeugnisses gefällt. Unter Bemerkungen erfolgt der Eintrag "Coronavirus-Pandemie: Eingeschränkter Unterricht vom 16. März 2020 bis 10. Mai 2020".
Muss der Eintrag unter Bemerkungen im Einschätzungsbogen Kindergarten beziehungsweise im Jahreszeugnis (Hinweis auf eingeschränkten Unterricht) im LehrerOffice für jede Schülerin / jeden Schüler von Hand vorgenommen werden? (Stand: 29.04.2020)
Nein. Wird am Ende des Schuljahrs im LehrerOffice der Einschätzungsbogen Kindergarten oder das Jahreszeugnis Primarschule oder Oberstufe erstellt, erscheint für alle Schülerinnen und Schüler unter Bemerkungen automatisch der Eintrag "Coronavirus-Pandemie: Eingeschränkter Unterricht vom 16. März 2020 bis 10. Mai 2020".
Bei Schülerinnen und Schülern, die nach dem 10. Mai 2020 den Unterricht in der Schule nicht besuchen, weil in ihrem Haushalt eine an COVID-19 erkrankte Person lebt, nimmt die verantwortliche Lehrperson zusätzlich von Hand einen entsprechenden Eintrag unter Bemerkungen vor (empfohlener Eintrag: "Von … bis … abwesend vom Unterricht in der Schule aufgrund Quarantäne").
Inwiefern kann die Leistungsentwicklung während der Phase des Fernunterrichts bei der Ermittlung der Zeugnisnote berücksichtigt werden? (Stand: 29.04.2020)
Die Zeugnisnote basiert auf den Beurteilungsbelegen, die vom Beginn des Schuljahrs am 12. August 2019 bis zum 13. März 2020 vorhanden waren und die ab dem 11. Mai 2020 bis zum Ende des Schuljahrs dazukommen. Die Gewichtung dieser Belege liegt im pflichtgemässen Ermessen der Lehrperson.
Hat eine Lehrperson beobachtet, dass eine Schülerin / ein Schüler während der Phase des Fernunterrichts eine positive Entwicklung in einem Fach- oder Kompetenzbereich gemacht hat, kann sie diese Lernnachweise nutzen, um die Beurteilungsbelege aus der Phase des regulären Präsenzunterrichts bei der Ermittlung der Zeugnisnote angemessen zu gewichten. Dieser professionelle Ermessensspielraum soll es der Lehrperson ermöglichen, eine Zeugnisnote zu setzen, die den Leistungsstand der Schülerin / des Schülers möglichst gut zum Ausdruck bringt.
Ob die Leistungsentwicklung während des Fernunterrichts für die Gewichtung der promotionsrelevanten Belege aus der Phase des regulären Präsenzunterrichts berücksichtigt wird, entscheidet die Lehrperson. Massgebend dabei ist einerseits, inwiefern aussagekräftige Lernnachweise vorhanden sind, welche eine entsprechende Entwicklung während des Fernunterrichts nachzeichnen. Andererseits soll der Grundsatz gelten, dass aufgrund der speziellen Situation keine Nachteile für die Schülerinnen und Schüler entstehen.
Worauf ist bei der Wiederaufnahme des regulären Unterrichts in Bezug auf den Förder- und Beurteilungsprozess besonders zu achten? (Stand: 29.04.2020)
Bei der Wiederaufnahme des regulären Unterrichts ist es wichtig, dass die Lehrperson ihre Leistungserwartungen überprüft. Sie berücksichtigt dabei, dass die Lernziele während der Phase des Fernunterrichts nicht in gewohntem Umfang bearbeitet werden konnten, dass die Unterstützung der Schülerinnen und Schüler beim Lernen zuhause sehr unterschiedlich erfolgte und die Leistungsunterschiede in der Klasse tendenziell zugenommen haben. Gleichzeitig stützt sie sich auf ihre Beobachtungen und Einschätzungen zur Lernentwicklung der Schülerinnen und Schüler während des Fernunterrichts. Bevor summative Beurteilungen durchgeführt werden, die in das Jahreszeugnis einfliessen, soll eine Standortbestimmung in geeigneter Form sowie eine ausreichende Lern- und Förderphase mit formativen Rückmeldungen erfolgen (vgl. Antwort zu "Wie soll der Lernstand der Schülerinnen und Schüler ermittelt werden?")
Wie erfolgt die Förderung und Beurteilung derjenigen Schülerinnen und Schüler, die nach dem 10. Mai 2020 den Unterricht in der Schule nicht besuchen können, weil sie sich in Selbstquarantäne befinden? (Stand: 29.04.2020)
Bei Schülerinnen und Schülern, die den Präsenzunterricht nicht besuchen, weil in ihrem Haushalt eine an COVID-19 erkrankte Person lebt, ist jeweils zwischen der Schule und der Schülerin / dem Schüler beziehungsweise den Eltern zu vereinbaren, wie und in welchem Umfang die Lernziele durch die Schülerin / den Schüler bearbeitet werden und wie die Begleitung und Unterstützung durch die Lehrperson erfolgt. Für diese Schülerinnen und Schüler gelten betreffend Beurteilung und Promotion wie auch betreffend Lehrplanziele die folgenden Regelungen:
Beim Lernen in Quarantäne können die Unterrichtsinhalte des Lehrplans kaum im gewohnten Umfang bearbeitet werden. Im Zentrum sollen die Bildungsziele und Inhalte der Kernfächer Deutsch, Mathematik und Realien sowie zusätzlich der Fremdsprachen stehen. Ergänzend sollen daneben individuell und der Situation angepasst auch Inhalte der Fächer Musik, Gestalten, Hauswirtschaft, Bewegung und Sport sowie fachübergreifende Themen in das Lernprogramm einfliessen.
Beim Lernen in Quarantäne ist auf promotionswirksame Leistungsbeurteilungen zu verzichten. Zur Ermittlung der einzelnen Zeugnisnoten beziehungsweise der Begründung eines Laufbahnentscheids kann gestützt auf § 5 Abs. 2 der Verordnung über die Laufbahnentscheide (SAR 421.352) die Leistungsentwicklung berücksichtigt werden.
Für die Noten im Jahreszeugnis des laufenden Schuljahrs 2019/20 werden alle Beurteilungsbelege berücksichtigt, die vom Beginn des Schuljahrs am 12. August 2019 bis zum 13. März 2020 vorhanden waren und die ab dem 11. Mai 2020 bis zum Ende des Schuljahrs im Rahmen des regulären Unterrichts in der Schule dazukommen. Das in § 5 Abs. 3 der Verordnung über die Laufbahnentscheide geregelte minimale Erfordernis bezüglich Beurteilungsbelege "pro Schulhalbjahr und Fach" kommt dabei nicht zur Anwendung.
Die Promotionsentscheide werden aufgrund des Jahreszeugnisses gefällt. Unter Bemerkungen erfolgt der Eintrag "Coronavirus-Pandemie: Eingeschränkter Unterricht vom 16. März 2020 bis 10. Mai 2020".
Können für die Note im Jahreszeugnis Beurteilungsanlässe berücksichtigt werden, die während des regulären Unterrichts durchgeführt wurden, aber erst in der Phase des Fernunterrichts von der Lehrperson beurteilt und mit den Schülerinnen und Schülern besprochen werden konnten? (Stand: 29.04.2020)
Ja. Entscheidend ist, zu welchem Zeitpunkt der Beurteilungsanlass durchgeführt wurde. Fällt die Durchführung in die Phase des regulären Unterrichts, kann der entsprechende Beurteilungsbeleg für die Note im Jahreszeugnis berücksichtigt werden. Fand die Durchführung des Beurteilungsanlasses während der Phase des Fernunterrichts statt, wird der Beleg nicht für die Note im Jahreszeugnis berücksichtigt.
Wie erfolgt der Übertritt vom Kindergarten in die Primarschule auf das kommende Schuljahr 2020/21? (Stand: 29.04.2020)
Das Übertrittsverfahren vom Kindergarten in die Primarschule bleibt unverändert: Die verantwortliche Kindergartenlehrperson gibt im 2. Halbjahr des 2. Kindergartenjahrs aufgrund der vorhandenen Belege und je nach Entwicklungsstand des Kinds eine Empfehlung für den Übertritt in die 1. Klasse der Primarschule oder in die Einschulungsklasse ab. Dabei soll der Grundsatz gelten, dass aufgrund der speziellen Situation der Coronavirus-Pandemie keine Nachteile für die Schülerinnen und Schüler entstehen.
Wie erfolgt der Übertritt von der Primarschule in die Oberstufe (Bezirks-, Sekundar-, Realschule) auf das kommende Schuljahr 2020/21? (Stand: 29.04.2020)
Das Übertrittsverfahren von der Primarschule in die Oberstufe ist bereits abgeschlossen: Die verantwortliche Lehrperson hat ihre Übertrittsempfehlung abgegeben, die sich auf den Zwischenbericht der 6. Klasse sowie auf die weiteren Kriterien gemäss Verordnung über die Laufbahnentscheide an der Volksschule stützt (Selbstständigkeit, Problemlösefähigkeit, Auffassungsgabe, Entwicklungsprognose).
Wie erfolgt der ordentliche, prüfungsfreie Übertritt von der Bezirks- und Sekundarschule an die Mittel- und Berufsmittelschulen auf das kommende Schuljahr 2020/21? (Stand: 29.04.2020)
Für den Übertritt an die Mittel- und Berufsmittelschulen gelten die ordentlichen Regelungen. Der Übertritt erfolgt wie bisher aufgrund der Noten des Zwischenberichts am Ende des 1. Semesters der Abschlussklasse (provisorische Aufnahme) beziehungsweise des Jahreszeugnisses am Ende der Abschlussklasse (definitive Aufnahme).
Sind die Noten im Zwischenbericht beziehungsweise Jahreszeugnis gesetzt, entscheidet das übliche rechnerische Verfahren über den Übertritt. Ein Spielraum besteht bei der Ermittlung der Zeugnisnote, da die Gewichtung der einzelnen Beurteilungsbelege (Prüfungen, aussagekräftige Arbeiten, mündliche Leistungen) im pflichtgemässen Ermessen der Lehrperson liegt. Dabei ist auch die Leistungsentwicklung angemessen zu berücksichtigen.
Werden die Checks P5, S2 und S3 durchgeführt? (Stand: 15.05.2020)
Der Check P5 wird verschoben und findet in der 6. Klasse zwischen dem 24. August und 11. September 2020 statt (Planung vom 7. Mai 2020; übersteuert durch Weisung BKS vom 29. April 2020).
Der Check S2 kann ab dem 11. Mai bis zum 11. September 2020 abgeschlossen werden. Ergebnisse von Tests, die bis zum 3. Juli 2020 abgeschlossen worden sind, stehen bereits ab dem 31. Juli 2020 zur Verfügung.
Der Check S3 ist für das Schuljahr 2019/20 abgesagt. Der nächste Check S3 findet im Frühling 2021 statt.
Ab wann stehen die Ergebnisse des Check S2 zur Verfügung? (15.05.2020)
Die Ergebnisse aller Tests, die bis am 3. Juli 2020 abgeschlossen worden sind, werden bereits am 31. Juli 2020 zurückgemeldet. Da die Schülerinnen und Schüler die Ergebnisse den Lehrstellenbewerbungen beilegen, ist ein Abschluss der Tests bis 3. Juli 2020 empfohlen.
Die Ergebnisse der Tests, die bis am 11. September 2020 durchgeführt werden, stehen ab dem 25. September 2020 zur Verfügung.
Wie wird das Abschlusszertifikat ausgestellt? (Stand: 29.04.2020)
Die Schülerinnen und Schüler der 3. Klasse der Oberstufe erhalten ein Abschlusszertifikat ohne Teilzertifikat Check S3. Falls sie das Wahlfach Projekte und Recherchen besucht haben und die Projektarbeit abschliessen konnten, erhalten sie ein Teilzertifikat Projektarbeit. Auf dem Abschlusszertifikat und den Teilzertifikaten wird mit einer Fussnote mittels vorgegebenem Text auf die besondere Situation der Corona-Pandemie hingewiesen.
Welche Veranstaltungen und Anlässe dürfen stattfinden? (03.06.2020)
Schulreisen, Exkursionen oder Klassenlager können stattfinden. Dabei sind wo immer möglich individuelle Verkehrsmittel (Velo, private Reiseunternehmen oder Anreise zu Fuss) zu nutzen.
Ebenso sind Schulanlässe und -veranstaltungen mit bis zu 300 Personen unter Einhaltung der Schutzmassnahmen sowie der Möglichkeit zur Rückverfolgung sämtlicher teilnehmenden Personen erlaubt. Wenn Kontakte mit weniger als zwei Metern Distanz nicht ganz zu vermeiden sind, muss die Nachverfolgung der Personen möglich sein. Das bedeutet, dass von den Teilnehmenden an Schulanlässen Vorname, Nachname und Telefonnummer zu erfassen, aufzubewahren und nach vierzehn Tagen wieder zu löschen sind. (Vgl. Art. 6e der COVID-19-Verordnung 2 des Bundesrats)
Ab dem 8. Juni 2020 sind Veranstaltungen bis 300 Personen auch an den Volksschulen wieder erlaubt. Müssen zum Beispiel Schulabschlussanlässe deshalb zwingend stattfinden? (03.06.2020)
Nein, die Schulen vor Ort entscheiden eigenverantwortlich, ob Anlässe wie Schulabschlussfeiern etc. stattfinden oder nicht. Allenfalls wurden Anlässe bereits in den vergangenen Wochen abgesagt oder der Aufwand zur Umsetzung der vom Bund verlangten Massnahmen wie zum Beispiel das Führen von Präsenzlisten wird als zu gross erachtet.
Was muss bei der Abgabe und Konsumation von Esswaren und Getränken im Rahmen von schulischen Anlässen beachtet werden? (03.06.2020)
Keine Stehplätze. Konsumationen erfolgen ausschliesslich sitzend
Wie soll mit Koordinationssitzungen, Besprechungen und Arbeitsgruppen innerhalb des Schulteams umgegangen werden? (03.06.20)
Wenn Besprechungen mit physischer Präsenz durchgeführt werden, sind die Räumlichkeiten so einzurichten, dass die Zwei-Meter-Distanz zwischen den erwachsenen Personen eingehalten werden kann.
Wie soll mit schulinternen Veranstaltungen / Weiterbildungen umgegangen werden? (08.06.2020)
Die Veranstaltungsverantwortlichen entscheiden über die Durchführung. Sie stellen sicher, dass die Vorgaben des BAG (Abstand von mindestens 2 Meter, Hygienevorschriften, Nachvollziehbarkeit der Teilnehmenden) eingehalten werden.
Können bei grösseren Personalausfällen Überstunden angeordnet werden? (12.03.20)
Wie wird mit geplanten Abwesenheiten (zum Beispiel Dienstaltersgeschenke, Wochenendverlängerungen) von Lehrpersonen umgegangen? (08.04.20)
Wenn eine Stellvertretung vertraglich verpflichtet wurde, besteht ein Anspruch auf Lohnzahlung, und es ist grundsätzlich nicht möglich, von einem Dienstaltersurlaub oder einem unbezahlten Urlaub "zurückzutreten".
Unter Berücksichtigung der gesetzlichen Bestimmungen, der Stellvertretungsressourcen beziehungsweise der vertraglichen Verpflichtungen und dem Grundsatz der Gleichbehandlung aller Lehrpersonen kann die Anstellungsbehörde einem Gesuch zur Verschiebung des Dienstaltersurlaubs oder der Aufhebung eines unbezahlten Urlaubes jedoch zustimmen. Voraussetzung ist, dass der geltende Vertrag mit der Stellvertretung im gegenseitigen Einvernehmen (und ohne Druck!) aufgehoben wird. Für Fragen zur Abwicklung steht der Personaldienst Lehrpersonen zur Verfügung.
Kann die Schulleitung anordnen, dass Pensensaldis abgebaut oder Ferien bezogen werden? (20.03.20)
Grundsätzlich ist die Schulleitung/die Anstellungsbehörde berechtigt, den Lehrpersonen, die nicht ihrer regulären Tätigkeit nachkommen können, andere zumutbare Tätigkeiten zuzuweisen.
Wenn keine andere zumutbare Arbeit vorhanden ist, kann die Schulleitung/die Anstellungsbehörde den Abbau von Überzeit anordnen (im Bereich des Pensensaldos).
Der Bezug von Ferien kann ebenfalls angeordnet werden.
Wie ist das Vorgehen im Zusammenhang mit dem Ausfall von Einsätzen im Rahmen der Schulzahnprophylaxe, der Hausaufgabenhilfe oder der Schulsozialarbeit? (19.03.20)
Da es sich hierbei nicht um kantonale Anstellungsverhältnisse handelt, sind für Fragen im Zusammenhang mit dem Ausfall von Einsätzen als Fachkraft die jeweilige Anstellungsbehörde vor Ort zu kontaktieren.
Erhalten am Coronavirus erkrankte Lehrpersonen, die ihre Arbeit nicht mehr verrichten können, trotzdem Lohn? (13.03.20)
Haben Lehrpersonen einen Lohnanspruch, wenn sie nach ihren Ferien nicht zurück in die Schweiz reisen beziehungsweise den Arbeitsort nicht erreichen können? (13.03.20)
Wie ist die Lohnfortzahlung bei der Betreuung kranker Kinder und pflegebedürftiger Angehöriger geregelt? (19.03.20)
Haben Lehrpersonen Anspruch auf Lohn, wenn sie auf behördliche Anordnung (nicht von Arbeitgeber) zu Hause oder anderswo in Quarantäne bleiben müssen (zum Beispiel Abriegelung einzelner Gebiete)? (12.03.20)
Arbeitnehmende, die sich in Isolation oder Quarantäne begeben, erhalten vom Kantonsärztlichen Dienst eine schriftliche Bestätigung der angeordneten Massnahmen.
Haben Lehrpersonen Anspruch auf Lohn, wenn auf Grund einer Massnahme (gestützt auf das Epidemiengesetz) eine Schule geschlossen werden muss? (19.03.20)
Schulleitungen, Behördenmitglieder, Lehrpersonen und Eltern können sich an die Abteilung Volksschule, Sektion Schulaufsicht wenden.
Zu den Kontaktpersonen (öffnet in einem neuen Fenster)
Zuständige Person der Sektion Schulaufsicht (öffnet in einem neuen Fenster)

References: § 53
 § 5
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 § 5
 § 5
 § 5
 Art. 6