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Timestamp: 2019-12-11 07:01:41+00:00

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Dötsch/Pung/Möhlenbrock (D/P/M), Kommentar zum KStG und ... / 7.4 "Von den Bezügen iSd Abs 1, die bei der Ermittlung des Einkommens außer Ansatz bleiben" | Steuer Office Gold | Steuern | Haufe
Dötsch/Pung/Möhlenbrock (D/P/M), Kommentar zum KStG und ... / 7.4 "Von den Bezügen iSd Abs 1, die bei der Ermittlung des Einkommens außer Ansatz bleiben"
§ 8b Abs 5 (vorher: Abs 7) KStG idF vor dem sog Korb II-Gesetz regelte ein pauschaliertes BA-Abzugsverbot für "Dividenden aus Anteilen an einer ausl Gesellschaft, die nach einem DBA oder nach § 8b Abs 4 und 5 KStG (aF) von der KSt befreit sind". Da nach Verw-Auff der Dividendenbegriff des jeweiligen DBA zu Grunde zu legen war, wurden auch vGA, Liquidationsgewinne und Kap-Rückzahlungen erfasst. Dies gilt uE jedoch nicht für einen Hinzurechnungsbetrag nach § 10 AStG, da dieser keine Einnahme idS darstellt.
Durch das sog Korb II-Gesetz v 22.10.2003 (BGBl I 2003, 2840) ist der Anwendungsbereich des § 8b Abs 5 KStG auch auf Inl-Dividenden ausgedehnt worden und bezieht sich damit mit Geltung ab dem VZ 2004 (also auch bereits für in einem abw Wj 2003/2004 vereinnahmte Dividenden) auf alle Bezüge iSd § 8b Abs 1 KStG, egal ob diese von einer inl oder einer ausl Kö stammen (s Tz 375ff).
Das FG Ddf (s Urt v 15.05.2018, EFG 2018, 1474, Rev-Az: I R 19/18) geht uE zutr davon aus, dass die Pauschalierung der nabzb BA auch dann greift, wenn ein wirtsch Verein keine Eink aus Gew, sondern Eink aus KapV erzielt.
Mit der Ersetzung des früheren Worts "Dividenden" durch das Wort "Bezüge iSd Abs 1" stellte der Gesetzgeber des UntStFG klar, dass die Pauschalierungsregelung auch auf vGA anzuwenden ist. GlA s Gosch (in Gosch, 3. Aufl, § 8b Rn 471), s Herlinghaus (in R/H/N, § 8b KStG Rn 473) und s Frotscher (in F/D, § 8b KStG Rn 540). Ebenfalls hierzu s Watermeyer (GmbH-StB 2002, 108, 112), s Schwedhelm/Olbing/Binnewies (GmbHR 2002, 1157, 1159), s Linklaters Oppenhoff & Rädler (DB 2002 Beil Nr 1, 10) und s Neu/Watermeyer (DStR 2002, 2101, 2102). Nach Ansicht von Schmidt/Hageböke (IStR 2002, 150) verstößt die rückwirkende Anwendung des § 8b Abs 5 KStG idF des UntStFG ab dem 01.01.2001 gegen das Rückwirkungsverbot. In voller Höhe stpfl GA nach § 8b Abs 1 S 2ff KStG (hierzu s Tz 64ff) oder § 8b Abs 4 KStG (hierzu s Tz 245ff) werden jedoch nicht von § 8b Abs 5 KStG erfasst.
Tz. 384
"Bezüge iSd Abs 1" sind (ihrer Art nach) auch Dividenden, die nach einem DBA befreit sind. Dass es insoweit nicht der zusätzlichen StBefreiung nach § 8b Abs 1 KStG bedürfte, ist kein Argument gegen die Anwendung der Pauschalierung der nabzb Ausgaben gem § 8b Abs 5 KStG. Diese ergibt sich uE aus § 8b Abs 5 iVm § 8b Abs 1 KStG iVm § 20 Abs 1 Nr 1 und 2 EStG. GlA s Beschl des BFH v 22.09.2016 (BFH/NV 2017, 324), s Urt des FG Ddf v 16.09.2014 (EFG 2015, 155), s Urt des FG Köln v 31.08.2016 (EFG 2016, 1997, Rev-Az: I R 72/16), s Urt des FG München v 13.03.2017 (EFG 2017, 942), s Kahlenberg (IWB 2017, 197, 199 und ISR 2017, 153), s Kollruss (IStR 2015, 868), s Hielscher (BB 2015, 1000), s Frotscher (in F/D, § 8b KStG Rn 542ff), s Gosch (in Gosch, 3. Aufl, § 8b Rn 483), s Stangl (Beihefter zu DStR 4/2013, 8, 13), s Heurung/Engel/Seidel (DB 2010, 1551, 1553), s Bruschke (DStZ 2012, 813, 816), s Schnitger (in Sch/F, 2. Aufl, § 8b KStG Rn 78), s Teiche (DStR 2014, 1737, 1741) und s Watermeyer (in H/H/R, § 8b KStG Rn 189). Hierzu auch s Weiss (DK 2017, 174, 175; Ubg 2017, 671, 672 und GmbHR 2017, 839), s Hagemann/Kahlenberg/Cloer (BB 2017, 2711, 2717), s Böhmer/Mundhenke (ISR 2017, 206, 207) und s Forchhammer (EFG 2017, 943). Die Anwendung des § 8b Abs 5 KStG setzt von seinem Wortlaut nicht voraus, dass sich die StBefreiung aus § 8b Abs 1 KStG ergibt (s Tz 386). Es handelt sich um eine Maßnahme der innerstaatlichen Gewinnermittlung, die der Anwendung des DBA-Schachtelprivilegs nachgelagert ist. Ein anderes Ergebnis lässt sich uE, entgegen der Auff von Stangl/Hageböke (Ubg 2010, 651, 653), auch nicht aus dem Urt des BFH v 23.06.2010 (BStBl II 2011, 129 [s Tz 48]) ableiten, denn dort ging es um die Hinzurechnung der Einnahmen nach § 8b Abs 1 KStG iRd § 8 Nr 5 GewStG. IRd § 8b Abs 5 KStG geht es jedoch um die Pauschalierung der Ausgaben, die mit den Einnahmen iSd § 8b Abs 1 KStG zusammenhängen. Insoweit ist uE die Auff von Stangl/Hageböke (aaO) auch unzutr, dass es sich bei § 8b Abs 5 KStG nicht um die Hinzurechnung von nabzb BA, sondern um eine partielle Versagung der St-Freistellung von Dividenden handelt. Diese Argumentation ist uE nur im Hinblick auf § 8b Abs 3 S 1 KStG (s Tz 177) zutr, da hier, im Gegensatz zu § 8b Abs 5 KStG, die Pauschalierung von einer Nettogröße vorgenommen wird. Ein Wahlrecht des Stpfl, die für ihn günstigere Regelung (§ 8b KStG mit der Folge der Anwendung des § 8b Abs 5 KStG oder DBA-Freistellung mit der Folge der Anwendung des § 3c Abs 1 EStG) in Anspruch zu nehmen, besteht uE nicht (s Tz 19). GlA s Beschl des BFH v 22.09.2016 (BFH/NV 2017, 324), s Urt des FG Köln v 31.08.2016 (EFG 2016, 1997, Rev-Az: I R 72/16) und s Kollruss (IStR 2015, 868, 872). AA s Herlinghaus (in R/H/N, § 8b KStG Rn 81), s Hageböke (IStR 2009, 473), s Watermeyer (GmbH-StB 2009, 220, 225), s Schönfeld (IStR 2010, 658, 660) und s Lorenz (IStR 2009, 437...
Unternehmen und ihre Berater vor der Umsetzung der E-Bilanz – Startschuss für die Vorbereitungen ist gefallen

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