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Timestamp: 2020-07-05 08:25:55+00:00

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BGH, 31.05.2016 - VI ZR 465/15 - dejure.org
https://dejure.org/2016,19738
BGH, 31.05.2016 - VI ZR 465/15 (https://dejure.org/2016,19738)
BGH, Entscheidung vom 31.05.2016 - VI ZR 465/15 (https://dejure.org/2016,19738)
BGH, Entscheidung vom 31. Mai 2016 - VI ZR 465/15 (https://dejure.org/2016,19738)
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§ 833 Satz 1 BGB, § 254 Abs. 1 BGB, § 823 BGB, § 840 Abs. 3 BGB, § 254 BGB, § 254 Abs. 1, § 823 Abs. 1 BGB, § 562 Abs. 1, § 563 Abs. 1 Satz 1 ZPO
§ 254 Abs 1 BGB, § 823 Abs 1 BGB, § 833 S 1 BGB, § 840 Abs 3 BGB
Bissverletzung - Haftung
Schadenersatzbegehren nach einem Hundebiss; Adäquate Mitursächlichkeit der typischen Tiergefahr des Hundes des Geschädigten bei der Schadensentstehung; Anspruchsminderung wegen mitwirkender Tiergefahr
Anspruchsminderung wegen mitwirkender Tiergefahr bei Bissverletzung in Folge eines Hundekampfes
Labrador gegen Golden Retriever
Anspruchskürzung wegen mitwirkender Tiergefahr? - Bestätigung von RÜ 2016, 75
NJW 2016, 2737
MDR 2016, 1017
VersR 2016, 1068
JR 2017, 291
Es bedarf aber immer einer wertenden Gesamtbetrachtung aller Umstände des konkreten Einzelfalls (BGH, Urteil vom 31.05.2016, Az.: VI ZR 465/15, u.a. in: NJW 2016, Seiten 2737 f.; BGH, Urteil vom 27.10.2015, Az.: VI ZR 23/15, u.a. in: NJW 2016, Seiten 1589 f.; BGH, Urteil vom 04.04.2014, Az.: V ZR 275/12, u.a. in: NJW 2015, Seiten 468 ff.).
aa) Ist für die Entstehung eines Schadens auch die Tiergefahr des eigenen Tieres des Geschädigten mitursächlich, so muss sich der Geschädigte dies entsprechend § 254 Abs. 1 BGB mindernd auf seinen Anspruch aus § 833 Satz 1 BGB anrechnen lassen (st. Rspr. vgl. BGH, Urteil vom 31. Mai 2016 - VI ZR 465/15, juris, Rn. 9 m.w.N.).
Eine typische Tiergefahr äußert sich nach gefestigter höchstrichterlicher Rechtsprechung (vgl.: BGH, Urt. v. 31 .05.2016 - VI ZR 465/15 -, juris; mit zahlreichen weiteren Nachweisen) in einem der tierischen Natur entsprechenden unberechenbaren und selbstständigen Verhalten.
Nach höchstrichterlicher Rechtsprechung (vgl.: BGH, Urt. v. 31. Mai 2016 - VI ZR 465/15- , zitiert nach juris, m. w. N.) muss sich der Geschädigte die Tiergefahr seines eigenen Tiers entsprechend § 254 Abs. 1, § 833 S. 1 BGB mindernd auf seinen Anspruch aus § 833 BGB anrechnen lassen, wenn für die Entstehung des Schadens auch die Tiergefahr des eigenen Tiers mitursächlich war.
Eine typische Tiergefahr äußert sich nach ständiger Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs in einem der tierischen Natur entsprechenden unberechenbaren und selbständigen Verhalten (BGH, Urteil vom 31. Mai 2016, VI ZR 465/15, juris Rn. 9).
Damit hat sich in der Bissverletzung die von beiden Hunden ausgehende Tiergefahr adäquat mitursächlich verwirklicht (vgl. auch BGH, Urteil vom 31. Mai 2016, VI ZR 465/15, juris Rn. 12).
Etwas anderes würde nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs nur dann gelten, wenn keinerlei eigene Energie des Hundes des Beklagten an dem Geschehen beteiligt gewesen wäre, sich seine Rolle also auf seine bloße Anwesenheit auf der Wiese als "geführter Hund" beschränkt hätte (BGH, Urteil vom 31. Mai 2016, VI ZR 465/15, juris Rn. 9 mwN, Rn. 12).
auch aus eigenem Verschulden haftete (BGH, Urteil vom 31.05.2016, VI ZR 465/15, bei juris Rn.
OLG Hamm, 10.05.2019 - 9 U 8/18
Tiergefahr; Hund
Damit hat sich in jedem Fall die typische Tiergefahr auch des Hundes der Beklagten verletzungsursächlich ausgewirkt (vgl. dazu BGH, VersR 2016, 1068, dort Rn. 12 bei juris;… Senat, Beschluss v. 28.05.2013 - I-9 U 13/13, zitiert nach juris, dort Rn. 3;… OLG München, Urteil v. 12.12.2018 - 20 U 1474/18, zitiert nach juris, dort Rn. 13 f.;… ferner allgemein nur Palandt/Sprau, BGB, 78. Aufl., § 833, Rn. 7 m. w. Nachw.).

References: § 833
 § 254
 § 823
 § 840
 § 254
 § 254
 § 823
 § 562
 § 563

§ 254
 § 823
 § 833
 § 840
 § 254
 § 833
 § 254
 § 833
 § 833
 § 833