Source: https://gesetze-in-app.de/MarkenG/30
Timestamp: 2019-05-24 04:05:46+00:00

Document:
5.der Qualität der von ihm hergestellten Waren oder der von ihm erbrachten Dienstleistungen gegen eine Bestimmung des Lizenzvertrages verstößt.
§ 31 MarkenG
BGH, URTEIL vom 4.6.2012, Az. I ZR 31/57 20	Im Übrigen wird auch im gewerblichen Rechtsschutz - ungeachtet der auch dort geführten Diskussion um die Geltung des Abstraktionsprinzips (vgl. etwa Kraßer, Patentrecht, 6. Aufl., §41 II; Gotting, Gewerblicher Rechtsschutz, 9. Aufl., § 27 Rn. 3) - stets davon ausgegangen, dass das dem Lizenznehmer eingeräumte Recht mit der Beendigung des Lizenzvertrags an den Lizenzgeber zurückfällt und dementsprechend die Fortsetzung der Benutzung eine Schutzrechtsverletzung darstellt (vgl. zu dem Patentrecht Osterrieth, Patentrecht, 4. Aufl., Rn. 404; ferner Benkard/Ullmann, Patentgesetz, 10. Aufl., §15 Rn. 203 f.; Busse/Keukenschrijver, Patentgesetz, 6. Aufl., § 15 Rn. 102; für das Marken recht Hacker in Ströbele/Hacker, Markengesetz, 10. Aufl., § 30 Rn. 72; Ingerl/Rohnke, Markengesetz, 3. Aufl., § 30 Rn. 33; Fezer, Markenrecht, 4. Aufl., § 30 MarkenG Rn. 50 f.; E.-l.
BGH, URTEIL vom 4.6.2007, Az. I ZR 93/04 32	Die Bestimmung des § 30 Abs.4 MarkenG stellt jedoch keine materielle, sondern ausschließlich eine verfahrensrechtliche Vorschrift dar (Hacker in Ströbele/Hacker aaO § 30 Rdn. 70; a.A. Plaß, GRUR 2002, 1029, 1030 f.).
BGH, URTEIL vom 4.9.2007, Az. I ZR 24/05 15	b) Im Streitfall kann auch dahinstehen, ob die Markeninhaberin als Lizenzgeberin die Klägerin ausdrücklich oder schlüssig nach § 30 Abs.3 MarkenG oder im Wege der Prozessstandschaft ermächtigt hat, im eigenen Namen Schadensersatzansprüche der Lizenzgeberin geltend zu machen (vgl. hierzu BGHZ 138, 349, 354 - MAC Dog; OLG Hamburg GRUR-RR 2001, 233, 234; Fezer, Markenrecht, 3. Aufl., §30 Rdn. 31; Ingerl/Rohnke, Markengesetz, 2. Aufl., § 30 Rdn. 73).
BGH, URTEIL vom 4.2.2012, Az. I-ZR 137/10 24	bb) Für die Zustimmung nach § 30 Abs.3 MarkenG genügt es, wenn sie mit Rückwirkung bis zu dem Schluss der letzten mündlichen Tatsachenverhandlung erteilt wird (vgl. OLG Stuttgart, GRUR-RR 2002, 381, 382; Ingerl/Rohnke, Markengesetz, 3. Aufl., § 30 Rn. 94).
BGH, URTEIL vom 4.2.2012, Az. I-ZR 137/10 Den Anspruch kann die Klägerin als Lizenznehmerin nach § 30 Abs.3 MarkenG verfolgen und Drittauskunft an sich verlangen, um gegen weitere Verletzer Vorgehen zu können (vgl. BGH, Urteil vom 15. Dezember 1994 -1 ZR 121/92, GRUR 1995, 216, 219 f. = WRP 1995, 320 - Oxygenol II; Büscher in Büscher/Dittmer/Schiwy, Gewerblicher Rechtsschutz Urheberrecht Medienrecht, 2. Aufl., §19 MarkenG Rn. 7; Hacker in Ströbele/Hacker, Markengesetz, 10. Aufl., § 19 Rn. 8).
BGH, URTEIL vom 4.2.2012, Az. I-ZR 137/10 50	b) An diesem Ergebnis ändert es nichts, dass die Markeninhaberin der Rechtsverfolgung durch die Klägerin nach § 30 Abs.3 MarkenG zugestimmt und sie ermächtigt hat, die Markenrechte im eigenen Namen geltend zu machen und durchzusetzen (vgl. BGH, GRUR 2008, 614 Rn. 15 - ACERBON).
BGH, URTEIL vom 4.2.2012, Az. I-ZR 137/10 Auch wenn der Lizenznehmer nach § 30 Abs.3 MarkenG zur Rechtsverfolgung ermächtigt ist, muss er Zahlung an den Markeninhaber verlangen (vgl. BGH, GRUR 2007, 877 Rn. 32 - Windsor Estate; Ingerl/Rohnke aaO § 30 Rn. 99).
BGH, URTEIL vom 3.9.2015, Az. I ZR 173/14 Der neue Rechtsinhaber kann ohne Zustimmung des Lizenznehmers nicht in den Lizenzvertrag eintreten (Fezer, Markenrecht, 4. Aufl., §30 MarkenG Rn. 41; Ingerl/ Rohnke, MarkenG, 3. Aufl., § 30 Rn. 113; vgl. auch BGH, Urteil vom 23. März 1982 - KZR 5/81, BGHZ 83, 251, 256 bis 258 - Verankerungsteil).
BGH, Urteil vom 4.1.2002, Az. I ZR 195/99 Hierbei ist jedoch der Vorrang des (individuellen) kennzeichen- und namensrechtlichen Sonderrechtsschutzes vor dem (kollektiven) Schutz vor Irreführung zu beachten (vgl. Ingerl/ Rohnke aaO § 27 Rdn. 12; Fezer aaO § 30 MarkenG Rdn. 51; Baumbach/Hefer-mehl, UWG, 22. Aufl., § 3 Rdn. 261 ff.; Großkomm.UWG/Lindacher,
LG Köln, Urteil vom 3.3.2009, Az. 84 O 189/08 Zur Geltendmachung des eigenen Schadensersatzanspruchs aus der Verletzung des dinglichen Lizenzrechts bedarf der Lizenznehmer nicht der Zustimmung des Markeninhabers (vgl. zu dem Vorstehenden: Fezer, Markenrecht, § 30 MarkenG, Rn. 33; Ströbele/Hacker, Markengesetz, 7. Auflage, § 30 Rn. 90).
OLG München, Urteil vom 4.9.2015, Az. 29 U 803/15 § 30 Abs. 2 Nr. 2 MarkenG ist auf den im Markengesetz nicht geregelten Fall des Verstoßes eines Verbandmitglieds gegen die in der Markensatzung geregelten Bedingungen für die Markenbenutzung der Kollektivmarke entsprechend anwendbar (BGH GRUR 2003, 242, 244 und 1. Leitsatz - Dresdner Christstollen).
OLG München, Urteil vom 4.1.2013, Az. 6 U 1497/12 § 30 Abs.3 MarkenG, insofern sie berechtigt ist, gegen weitere Verletzer in der beim Beklagten endenden Lieferkette vorzugehen (vgl. BGH GRUR 1995, 216, 219 f. – Oxygenol II).

References: § 31
 §41
 § 27
 §15
 § 15
 § 30
 § 30
 § 30
 § 30
 § 30
 § 30
 §30
 § 30
 § 30
 § 30
 § 30
 §19
 § 19
 § 30
 § 30
 § 30
 §30
 § 30
 § 27
 § 30
 § 3
 § 30
 § 30
 § 30
 § 30
 BGH