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Timestamp: 2019-09-18 15:53:59+00:00

Document:
BetonFBAusbV
Verordnung über die Berufsausbildung zum Betonfertigteilbauer und zur Betonfertigteilbauerin
Auf Grund des § 4 Absatz 1 des Berufsbildungsgesetzes, der durch Artikel 232 Nummer 1 der Verordnung vom 31. Oktober 2006 (BGBl. I S. 2407) geändert worden ist, in Verbindung mit § 1 Absatz 2 des Zuständigkeitsanpassungsgesetzes vom 16. August 2002 (BGBl. I S. 3165) und dem Organisationserlass vom 17. Dezember 2013 (BGBl. I S. 4310) verordnet das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie im Einvernehmen mit dem Bundesministerium für Bildung und Forschung:
Gegenstand, Dauer
und Gliederung der Berufsausbildung
§ 6 Schriftlicher Ausbildungsnachweis
§ 7 Ziel und Zeitpunkt
§ 8 Inhalt
§ 9 Prüfungsbereiche
§ 10 Prüfungsbereich Herstellen von Schalungen und Bewehrungen
§ 11 Prüfungsbereich Herstellen und Prüfen von Beton
§ 12 Ziel und Zeitpunkt
§ 14 Prüfungsbereiche
§ 15 Prüfungsbereich Betonfertigteilherstellung
§ 16 Prüfungsbereich Betontechnologie und Oberflächengestaltung
§ 17 Prüfungsbereich Betonfertigteile
§ 18 Prüfungsbereich Wirtschafts- und Sozialkunde
§ 19 Gewichtung der Prüfungsbereiche und Anforderungen für das Bestehen der Abschlussprüfung
§ 20 Bestehende Berufsausbildungsverhältnisse
Anlage: Ausbildungsrahmenplan für die Berufsausbildung zum Betonfertigteilbauer und zur Betonfertigteilbauerin
Abschnitt 1: Gegenstand, Dauer und Gliederung der Berufsausbildung
Der Ausbildungsberuf des Betonfertigteilbauers und der Betonfertigteilbauerin wird nach § 4 Absatz 1 des Berufsbildungsgesetzes staatlich anerkannt.
(2) Die im Ausbildungsrahmenplan genannten Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten sollen so vermittelt werden, dass die Auszubildenden die berufliche Handlungsfähigkeit nach § 1 Absatz 3 des Berufsbildungsgesetzes erlangen. Die berufliche Handlungsfähigkeit schließt insbesondere selbständiges Planen, Durchführen und Kontrollieren ein.
berufsprofilgebende Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten sowie
integrativ zu vermittelnde Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten.
Die Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten werden in Berufsbildpositionen als Teil des Ausbildungsberufsbildes gebündelt.
(2) Die Berufsbildpositionen der berufsprofilgebenden Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten sind:
Einbauen von Betonfertigteilen und Betonwaren sowie
Herstellen von Spannbetonfertigteilen.
(3) Die Berufsbildpositionen der integrativ zu vermittelnden Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten sind:
Die Ausbildenden haben spätestens zu Beginn der Ausbildung auf der Grundlage des Ausbildungsrahmenplans für jeden Auszubildenden und für jede Auszubildende einen Ausbildungsplan zu erstellen.
(1) Die Auszubildenden haben einen schriftlichen Ausbildungsnachweis zu führen. Dazu ist ihnen während der Ausbildungszeit Gelegenheit zu geben.
(2) Die Ausbildenden haben den schriftlichen Ausbildungsnachweis regelmäßig durchzusehen.
Abschnitt 2: Zwischenprüfung
(2) Die Zwischenprüfung soll am Ende des zweiten Ausbildungsjahres stattfinden.
die im Ausbildungsrahmenplan für die ersten drei Ausbildungshalbjahre genannten Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten sowie
den im Berufsschulunterricht zu vermittelnden Lehrstoff, soweit er den im Ausbildungsrahmenplan genannten Fertigkeiten, Kenntnissen und Fähigkeiten entspricht.
Herstellen von Schalungen und Bewehrungen sowie
Herstellen und Prüfen von Beton.
(1) Im Prüfungsbereich Herstellen von Schalungen und Bewehrungen soll der Prüfling nachweisen, dass er in der Lage ist,
technische Unterlagen anzuwenden,
Schalungsmaterialien auszuwählen und Schalungen herzustellen,
Bewehrungselemente aus Betonstahl herzustellen,
Maßnahmen zur Sicherheit und zum Gesundheitsschutz bei der Arbeit, zum Umweltschutz und zur Qualitätssicherung zu ergreifen und
fachliche Hintergründe aufzuzeigen sowie die Vorgehensweise bei der Durchführung der Arbeitsaufgabe zu begründen.
(2) Der Prüfling soll eine Arbeitsaufgabe durchführen. Während der Durchführung wird mit ihm ein situatives Fachgespräch über die Arbeitsaufgabe geführt.
(3) Die Prüfungszeit beträgt insgesamt fünf Stunden. Das situative Fachgespräch dauert höchstens 15 Minuten.
(1) Im Prüfungsbereich Herstellen und Prüfen von Beton soll der Prüfling nachweisen, dass er in der Lage ist,
Mengen- und Mischungsberechnungen durchzuführen,
Gesteinskörnungen, Zementarten, Zusatzmittel und Zusatzstoffe zu erläutern und
Betonprüfungen zu beschreiben.
Abschnitt 3: Abschlussprüfung
(1) Durch die Abschlussprüfung ist festzustellen, ob der Prüfling die berufliche Handlungsfähigkeit erworben hat.
(2) Die Abschlussprüfung soll am Ende der Berufsausbildung durchgeführt werden.
Die Abschlussprüfung erstreckt sich auf
die im Ausbildungsrahmenplan genannten Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten sowie
Die Abschlussprüfung findet in den folgenden Prüfungsbereichen statt:
Betonfertigteilherstellung,
Betontechnologie und Oberflächengestaltung,
Betonfertigteile sowie
(1) Im Prüfungsbereich Betonfertigteilherstellung soll der Prüfling nachweisen, dass er in der Lage ist,
Werkzeuge und Geräte einzusetzen,
Bewehrungen herzustellen und einzubauen,
Einbauteile einzubauen,
Betone einzubringen und zu verdichten,
Oberflächen zu bearbeiten,
Betonfertigteile zu entschalen,
Betonfertigteile nachzubehandeln,
(3) Die Prüfungszeit beträgt insgesamt acht Stunden. Das situative Fachgespräch dauert höchstens 20 Minuten.
(1) Im Prüfungsbereich Betontechnologie und Oberflächengestaltung soll der Prüfling nachweisen, dass er in der Lage ist,
Gesteinskörnungen, Zementarten, Zusatzmittel und Zusatzstoffe zu erläutern,
Betone mit besonderen Eigenschaften und Sonderbetone zu erläutern,
Betonprüfungen zu beschreiben und
Oberflächenbearbeitung und -gestaltung zu beschreiben.
(1) Im Prüfungsbereich Betonfertigteile soll der Prüfling nachweisen, dass er in der Lage ist,
Betonfertigteile zu zeichnen,
Treppenkonstruktionen zu entwerfen,
die Herstellung von Spannbeton zu beschreiben,
Mängel zu beschreiben und mögliche Ursachen zu erkennen,
Betonfertigteile auszubessern und
Besonderheiten bei der Herstellung von Betonfertigteilen und Betonwaren zu erläutern.
(3) Die Prüfungszeit beträgt insgesamt 60 Minuten.
Betonfertigteilherstellung mit 50 Prozent,
Betontechnologie und
Oberflächengestaltung mit 20 Prozent,
Betonfertigteile mit 20 Prozent,
(2) Die Abschlussprüfung ist bestanden, wenn die Prüfungsleistungen wie folgt bewertet worden sind:
in mindestens drei Prüfungsbereichen mit mindestens „ausreichend“ und
(3) Auf Antrag des Prüflings ist die Prüfung in einem der Prüfungsbereiche „Betontechnologie und Oberflächengestaltung“, „Betonfertigteile“ oder „Wirtschafts- und Sozialkunde“ durch eine mündliche Prüfung von etwa 15 Minuten zu ergänzen, wenn
Ausbildungsrahmenplan für die Berufsausbildung zum Betonfertigteilbauer und zur Betonfertigteilbauerin
(Fundstelle: BGBl. I 2015, 1183 - 1186)
1 Anfertigen und Anwenden technischer Unterlagen
technische Unterlagen, insbesondere Zeichnungen, Stücklisten und Skizzen, anfertigen, auswerten und anwenden
produkt- und prozessrelevante Angaben, insbesondere zu Oberflächen und Materialien, berücksichtigen und dokumentieren
technische Tabellen, Handbücher, Richtlinien und Merkblätter anwenden
Bemaßungen durchführen
2 Herstellen und Einsetzen von Schalungen und Formen
Formen- und Schalungsmaterialien sowie Zubehör unter Beachtung von Eigenschaften, Herstellungsprozessen und Endprodukten auswählen
Be- und Verarbeitungsverfahren auswählen
Schalungen und Formen aus Holz und Kunststoff herstellen, insbesondere nach Plan
Schalungen und Formen, insbesondere aus Holz, Kunststoff und Metall, einsetzen, reinigen und pflegen
Systemschalungen einsetzen
Abgüsse für Betonbauteile herstellen
3 Herstellen und Einbauen von Bewehrungen und Verstärkungen
Bewehrungselemente aus Betonstahl herstellen und einbauen
Matten- und Textilbewehrungen einbauen
Bewehrungen einsetzen, insbesondere aus Edelstahl, Kunststoffen und Fasern
4 Herstellen und Prüfen von Betonen, Vorsatzbetonen und Mörtel
Gesteinskörnungen auswählen, insbesondere nach Eigenschaften und Sieblinien
Zementarten auswählen
Zusatzmittel und Zusatzstoffe verwenden
Betonmischungen herstellen, prüfen und verarbeiten
Betonprüfungen durchführen, insbesondere Prüfkörper herstellen
Betone mit besonderen Eigenschaften und Sonderbetone einsetzen
Mörtel herstellen und verarbeiten
5 Herstellen von Betonfertigteilen und Betonwaren
Einbauteile, Verankerungen und Verbindungsteile sowie Schall- und Wärmedämmstoffe einbauen
Betonbauteile unter Berücksichtigung der Sichtbetonklassen durch Einbringen und Verdichten von Betonen in Formen und Schalungen herstellen
Oberflächen von Betonbauteilen im Frischbetonzustand bearbeiten
Oberflächenvergütungen von Betonbauteilen im Frischbetonzustand durchführen
6 Entschalen, Behandeln, Transportieren und Lagern von
Betonfertigteilen und Betonwaren
Betonbauteile entschalen
Betonbauteile nachbehandeln, prüfen und kennzeichnen
Betonbauteile transportieren und lagern
Betonbauteile verladen
7 Ausbessern von Betonfertigteilen und Betonwaren
Mängel und Schäden feststellen und beurteilen
Materialien zur Ausbesserung auswählen
Teile und Flächen vorbereiten, ausbessern und bearbeiten
8 Gestalten und Behandeln von Oberflächen
Oberflächen von Betonbauteilen gestalten, insbesondere schleifen, strahlen und waschen
Oberflächen behandeln, insbesondere hydrophobieren, imprägnieren und versiegeln
9 Einbauen von Betonfertigteilen und Betonwaren
Befestigungsmittel nach Art, Wirkungsweise und Verwendungszweck auswählen
Betonbauteile versetzen und montieren
kraftschlüssige Verbindungen von Betonbauteilen herstellen
10 Herstellen von Spannbetonfertigteilen
(§ 4 Absatz 2 Nummer 10)
Spannbetonbauweisen unterscheiden
Spannstahl einbauen, vor- und hochspannen
Spannbetonfertigteile betonieren
Spannbetonfertigteile entspannen, entschalen und lagern
Abschnitt B: integrativ zu vermittelnde Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten
Vorschriften des vorbeugenden Brandschutzes anwenden und Verhaltensweisen bei Bränden beschreiben und Maßnahmen zur Brandbekämpfung ergreifen
(§ 4 Absatz 3 Nummer 4) Zur Vermeidung betriebsbedingter Umweltbelastungen im beruflichen Einwirkungsbereich beitragen, insbesondere
Abfälle vermeiden und Stoffe und Materialien einer umweltschonenden Entsorgung zuführen
5 Umgehen mit Gefahrstoffen
(§ 4 Absatz 3 Nummer 5)
Gefahrstoffe erkennen und unterscheiden
berufsspezifische Arbeitsanweisungen beim Umgang mit Gefahrstoffen anwenden
Gefahrstoffe handhaben, lagern und entsorgen
6 Anwenden von Informations- und Kommunikationstechniken
(§ 4 Absatz 3 Nummer 6)
Informationsquellen auswählen und Informationen beschaffen und auswerten
Normen, Vorschriften und Richtlinien anwenden
Betriebsdaten-Informationssysteme handhaben
Daten und Dokumente unter Berücksichtigung des Datenschutzes pflegen, sichern und archivieren
Sachverhalte gegenüber Kunden, Vorgesetzten und im Team situationsgerecht und zielorientiert darstellen
Protokolle und Zeichnungen anfertigen
Konflikte erkennen und zur Konfliktlösung beitragen
eigene Qualifikationsdefizite feststellen und Qualifizierungsmöglichkeiten nutzen
7 Planen und Vorbereiten von Arbeitsabläufen
(§ 4 Absatz 3 Nummer 7)
Arbeitsabläufe, auch im Team, unter Beachtung technologischer, wirtschaftlicher, betrieblicher und terminlicher Vorgaben planen und kulturelle Identitäten berücksichtigen
Werkzeuge, Geräte, Maschinen und technische Einrichtungen prüfen und einrichten und Prozessdaten einstellen
Materialbedarf ermitteln und Materiallisten erstellen
Materialien anfordern, prüfen, transportieren und bereitstellen
8 Bedienen, Reinigen, Pflegen und Warten von Werkzeugen, Geräten, Maschinen und
(§ 4 Absatz 3 Nummer 8)
Sicherheitseinrichtungen auf Funktionsfähigkeit prüfen
Werkzeuge, Geräte, Maschinen und technische Einrichtungen bedienen, reinigen und pflegen
Störungen feststellen und Maßnahmen zur Mängelbeseitigung ergreifen
Maschinendaten in betriebliche Datensysteme einpflegen und auswerten
Werkzeuge, Geräte, Maschinen und technische Einrichtungen auf Verschleiß und Beschädigung sichtprüfen und Wartungsintervalle einhalten
9 Durchführen von qualitätssichernden Maßnahmen,
Dokumentation und Kundenorientierung
(§ 4 Absatz 3 Nummer 9)
betriebliche Qualitätssicherungssysteme anwenden
Einsatzstoffe und -materialien sowie Bauteile auf Verwendbarkeit prüfen
Einsatzfähigkeit von Prüfmitteln feststellen und Prüfverfahren und Prüfmittel auswählen und anwenden
Qualitätsabweichungen feststellen und dokumentieren und Korrekturmaßnahmen einleiten
Kundenwünsche entgegennehmen und prüfen, Aufwand abschätzen und Kunden über Lösungsmöglichkeiten informieren
Kundenbeanstandungen entgegennehmen, beurteilen und Maßnahmen zur Bearbeitung ergreifen

References: § 4
 § 1

§ 6

§ 7

§ 8

§ 9

§ 10

§ 11

§ 12

§ 14

§ 15

§ 16

§ 17

§ 18

§ 19

§ 20
 § 4
 § 1