Source: https://fsm-uckermark.blogspot.com/2012/07/stoppt-die-beschneidung-von-kindern-aus.html?showComment=1496451238943
Timestamp: 2019-05-22 02:53:59+00:00

Document:
Kirche des Fliegenden Spaghettimonsters Deutschland Gemeinde Uckermark: Stoppt die Beschneidung von Kindern aus religiösen Gründen!
Rituelle Beschneidung eines Kindes durch einen muslimischen Arzt in einem deutschen Universitätsklinikum. Es bestand keine Vorhautverengung.
Bild: Matthias Schreiber
Diese Aufforderung, eine Avazzpetition zu unterzeichnen, erreichte mich gestern. Ich war begeistert, denn wenn Avazz sich eines Themas annimmt, erzeugt das mächtigen Druck. Leider war es aber nur ein Bürgerpetion, die momentan noch nicht 200 Unterschriften hat. Heute bekam ich die Aufforderung eine zweite Bürgerpetition, allerdings nicht so gut ausformuliert und noch weniger unterzeichnet, in gleicher Sache zu unterschreiben. Das Thema ist also längst nicht aus der öffentlichen Diskussion, wie es unsere Regierung bei ihrer Ankündigung, die religiöse Beschneidung legalisieren zu wollen, wohl im stillen gehofft hatte.
Es stimmt optismistisch, dass sich neben den vielen Stimmen, die Religion höher achten als Kinderrechte, auch welche melden, die das nicht tun.
Die Deutsche Gesellschaft für Kinderchirurgie hat klar festgestellt:
Gerade Kinderchirurgen, die nicht einwilligungsfähige Kinder mit Einwilligung ihrer Eltern operativ behandeln, müssen hier strenge und klare Maßstäbe ansetzen. Nur die elterliche Einwilligung zu einer Operation, die dem Kind nach Abschätzen des Nutzen und des Risikos medizinisch zum Wohle gereicht, ist rechtswirksam. Dieser Sachverhalt ist aber bei der Beschneidung kleiner Knaben ohne Einwilligungsfähigkeit außerhalb der medizinischen Indikation nicht erfüllt.
Dabei geht es in keinem Falle um die Diskriminierung von Religions-gemeinschaften, die die Zirkumzision bei nicht einwilligungsfähigen Knaben regelhaft praktizieren, sondern vielmehr um ärztliche Ethik.
Nun hält die Kinderhilfe die Regierungspläne für einen "Blankoscheck für religiös motivierte Kindesmisshandlungen". Focus titelt: Rabbiner gegen Kinderschützer. Von denen wird, wie neulich bei Anne Will zu sehen, behauptet, es gäbe keinerlei Komplikationen bei der Beschneidung und für Juden sei der Verzicht auf Beschneidung von Babies undenkbar. Beides entsprach entweder schrecklichem, disqualifizierendem Unwissen oder war einfach gelogen. Komplikationen sind vielseitig und gut dokumentiert. Die Häufigkeit liegt immerhin bei 14 bis 69%. Da wundert es nicht, wenn auch in religiösen Kreisen bereits über Sinn und Unsinn der Beschneidung diskutiert wird. Es gibt nicht nur bereits schon lange vor dem Kölner Urteil die Bewegung "Juden gegen Beschneidung", jetzt haben sogar Juden vor der Deutschen Botschaft in New York für das Urteil demonstiert. Auch Muslime sind in Bewegung.
Die Macht und der Einsatz der religiösen Lobbyverbände für die Beschneidung ist allerdings enorm. Die Financal Times Deutschland schreibt: Nach Informationen der FTD hat allein der in der Schweiz lebende jüdische Multimillionär Edi Gast 10 Mio. Euro gezahlt, um gegen das Beschneidungsurteil vorzugehen. Jüdische und islamische Verbände prüfen zudem die Option, einen weiteren Beschneidungsfall durch eine Selbstanzeige eines Arztes vor Gericht zu bringen und notfalls bis zum Bundesverfassungsgericht nach Karlsruhe zu klagen.
Da mag es mancher geradezu aussichtslos finden, wenn ich euch nach meinem Einstieg ins Thema jetzt noch bitte, die oben genannte Petition zu unterstützen. Ab 200 Unterzeichnern wird diese Petition einer mehrere Millionen umfassenden Community zur Unterzeichnung vorgelegt, damit diese anschließend dem Bundestag übergeben werden kann. So wird vielleicht doch noch was Großes daraus. Fraglich bleibt allerdings, ob der klare Wille des Volkes für unserer Regierung überhaupt von irgendwelchem Interesse ist. Schon jetzt haben laufende Umfragen, zwar nicht repräsentativ aber klar im Ergebnis, gezeigt, 3/4 der Bevölkerung sind gegen die Weiterführung des Brauchs der Beschneidung.
Alice Flohh 7/21/2012 8:35 PM
Da werden sich die "Beschneidungs"-Freude sicher freuen!
Die Seite http://www.pflegewiki.de/index.php?title=Spezial:Anmelden&returnto=Komplikationen+der+Beschneidung
Wurde und wird immer wieder versucht zu löschen!
(Die haben auch "schöne" Bilder)
Anonym 7/25/2012 2:56 PM
Alice Flohh 7/27/2012 7:41 AM
Die Landeskirche FSM Lippe schliest sich dem Verbot
der "Beschneidungen" an! (Punkt!!)
Alice Flohh 7/27/2012 8:32 AM
Auch wenig beachtet!
Wir, die Landeskirche FSM, sind die einzigste
Kirche, die "Beschneidungen" ablehnen!
Wir können uns doch nicht auf ein Buch berufen, in dem
"Und wenn jemand bei einem Manne liegt, wie man beim Weibe liegt, so haben beide eine Greuelthat verübt; mit dem Tode sollen sie bestraft werden, Blutschuld haftet auf ihnen."
gefordert wird!
Sollen wir nun denn den Volker Beck steinigen?
Aber Zwangs"Beschneiden" würden wir ihn schon
lassen? In einigen Momenten?!
NEIN! Dafür sind wir zuviel Menschenfreund!
Auch Beckfreund!
Ist Volker Beck aber auch Menschenfreund, gar Kinderfreund?
Wird sich der "Menschenrechtler" Beck einmal
von Argumenten umstimmen lassen?
Nein sicher nicht! Der nimmt sogar eine Gewichtung der
Bücher Mose vor!
Dies ist richtig, jenes nicht! Wie es ihm gefällt!
Ekelhaft, diese Religion!
Aber ekelhafter sind deren Ausleger!
Bruder_Spaghettus 7/27/2012 10:46 AM
Ich habe die obige Petition nicht unterzeichnet. Nicht nur, weil mir pfadfinderische Islamkritik irgendwie suspekt ist, auch, weil der Text viel zu lang und für mich teilweise unverständlich ist.
Die in meinem Post verlinkten sind deutlich besser geeignet.
Was Beck anbelangt gibts aber klare Zustimmung.
Alice Flohh 7/27/2012 1:52 PM
Glaubt niemals einem "Menschenrechtler"!
Der "Menschenrechtler" Volker Beck, zensiert wahrscheinlich nicht nur mich!
Aber mich ganz sicher!
Beiträge von "Aventin" werden nicht angezeigt!
Soviel zu "Menschenrechtlern"
Alice Flohh 7/27/2012 2:03 PM
Nur zur Beachtung!
Anonym 8/09/2012 2:17 AM
Liebe Landeskirche FSM Lippe,
danke für die informative Auflistung und das mutige Bekenntnis zum Vorrang der körperlichen Unversehrtheit vor Tradition oder Dogmatik. Ja, die nicht medizinisch begründete Beschneidung muss weg, ganz weg.
Anonym 8/23/2012 11:42 PM
Quistorp: "Wenn ich es als wohl schwer zu ändernden Fakt aus verschiedenen Grünen anerkenne, dass wohl bei der Lage der Debatte und der Aufregung des Zentralrates der Juden und der Muslime, die mit SChlagworten wie Vertreiben und Verbieten Panikmache gemacht haben,das KÖlner Urteil nicht zu bundesweitem Recht werden wird ,habe ich nur eine Realität beschrieben und mir das nicht gewünscht. ... Ich glaube, das judentum hat in seiner prophetischen udn liberalen Tradition mehr zu bieten als die bisherige BEschneidungsdebatte und der ISlam mit IBn Rushd und ABu Zaid mehr als KOpftuch, Burka, Beschneidungszwänge und gar SCharia in Europa"
Eva Quistorp (August 23, 2012 um 3:27 nachmittags, kommentiert auf dem Blog Schariagegner) windet sich wie ein Aal - und hat schon wieder nicht gesagt, dass sie die rituelle Vorhautamputation nicht will. Sie ist unsachlich genug, dem Sozialpädagogen Jacques Auvergne öffentlich zu unterstellen, ihren Beitrag falsch gelesen zu haben, entkräftet dessen prinzipiell beschneidungsgegnerische Argumente aber mit keiner Silbe.
Theologin Quistorp verbreitet vielmehr einen amorphen Wortschwall aus irgendwelchem reformerischen Potential in den Hochreligionen verwirbelt mit irgendwie bedauernswerten bundesdeutschen Sachzwängen, implizit und wenig zufällig gipfelnd im sinngemäßen Fazit: "An einer Legalisierung der Jungenbeschneidung kommt die BRD nicht vorbei!" Wie öffentlichg bekannt billigt Quistorp auch heute die nicht medizinisch indizierte Beschneidung. Und nichts anderes hat der pazifistische Sozialpädagoge und Beschneidungskritiker der pazifistischen Theologin und Beschneidungsfreundin vorgeworfen.
Die beschneidungsbegünstigende Feministin könnte jetzt entweder so ehrlich sein, wiederholt sinngemäß: "Ja, ich will die MGM, aber nur mit Betäubung!" zu sagen, das ist schließlich die nachweisbare Essenz ihres Essays Wider die postmoderne Religionspolitik, oder aber müsste endlich die Seite wechseln und öffentlich dafür eintreten, dass es in der kulturellen Moderne kein Elternrecht auf operative Mutilation des Kindergenitals gibt, aber eine Pflicht des Staates, dem Kind ein Selbstverständnis, Körperwahrnehmen und Sexualitätserfahren mit unversehrten eigenen Genitalien zu ermöglichen.
Immerhin ist klar, wer hier die Debatte zwischen dem Sozialpädagogen und der Theologin zum Thema Beschneidung gewonnen hat - argumentativ, ethisch und vielleicht schon bald ja auch juristisch.
Bruder_Spaghettus 8/27/2012 2:36 PM
Dein Wort in Monsters Gehörgang.
Anonym 9/09/2012 10:13 AM
Anonym 9/19/2012 8:39 PM
Menschenkette gegen Beschneidung
Mülheim / Köln - Das Kölner Landgericht hat geurteilt, dass die nicht medizinisch begründete Beschneidung eines Jungen eine strafbare Körperverletzung ist, in die Eltern nicht einwilligen können.
Seit drei Monaten erlebt Deutschland eine heftige Debatte zur rituellen Beschneidung an nicht einwilligungsfähigen männlichen Minderjährigen.
Am 21. September werden wir eine Menschenkette bilden und uns Gehör verschaffen.
Wir sind gegen Kinderbeschneidung und laden alle engagierten Menschen ein, am Freitag, den 21. September von 17-19 Uhr auf die Domplatte zu kommen und die Erfahrungen von Betroffenen zu hören.
http://www.muelheimer-freiheit.net/nachrichten.php?ID=6595
Köln, 21. September 2012
Für Kinderrechte – gegen Kinderbeschneidung!
Am 21. September werden wir eine Menschenkette bilden: Eltern oder Jugendliche, aus dem Iran oder Irak, aus Afghanistan und aus vielen anderen Ländern weltweit. Wir werden unserer Stimme Gehör verschaffen und zeigen: wir sind Eltern aus den so genannten islamischen Ländern, wo man die Beschneidung aus Tradition, seit vielen Jahrhunderten praktiziert, und wir sind kulturell modern und gegen Kinderbeschneidung. ...
Wir laden alle Medien und alle interessierten Menschen ein, am Freitag den 21. September um 17:00 Uhr nach Köln auf die Domplatte zu kommen und die Erfahrungen von Betroffenen zu hören.
Wir solidarisieren uns mit der Kampagne der Giordano Bruno Stiftung und ihren Partnern und mit allen anderen Kinderrechtsorganisationen, die bis heute und weltweit eine großartige Arbeit für die Kinderrechte und gegen diesen religiös begründeten Angriff auf den Kinderkörper geleistet haben.
Eltern gegen Kinderbeschneidung
http://schariagegner.wordpress.com/2012/09/17/fuer-kinderrechte-gegen-kinderbeschneidung/
Anonym 9/26/2012 12:02 AM
Die Beschneidungs-Regeln sollen nicht im Strafrecht stehen, sondern im Kindschaftsrecht des Bürgerlichen Gesetzbuchs: An die Paragrafen 1631 bis 1631c BGB, die den "Inhalt und die Grenzen der Personensorge" regeln, wird ein Paragraf 1631d angehängt, der klarstellt, dass Eltern unter bestimmten Voraussetzungen in die Beschneidung ihres Sohnes einwilligen können. Wenn diese Voraussetzungen vorliegen, kann die Beschneidung nicht als Körperverletzung bestraft werden und löst auch keine Schadenersatzpflicht aus.
Die genaue Formulierung des geplanten Gesetzes lautet wie folgt: "Die Personensorge umfasst auch das Recht, in eine medizinisch nicht erforderliche Beschneidung des nicht einsichts- und urteilsfähigen männlichen Kindes einzuwilligen, wenn diese nach den Regeln der ärztlichen Kunst durchgeführt wird". Die Ausnahme formuliert der Satz 2: "Dies gilt nicht, wenn durch die Beschneidung auch unter Berücksichtigung ihres Zwecks das Kindeswohl gefährdet ist."
aus: Heribert Prantl: Beschneidung bleibt straffrei
in: Süddeutsche 25.09.2012
Petition gegen Beschneidung BGB § 1631d
Mit solidarischen Grüßen an Blog FSM Uckermark
Anonym 9/28/2012 8:33 PM
Es ist absolut Pervers,ohne medizinischer Indikation, Kindern an den Genitalien zu beschneiden!
Religion als Deckmantel für Perverse,das ist ja nichts Neues ! ! !
Anonym 11/15/2012 5:05 PM
Mittlere Katastrophe: 53 Parlamentarier verspielen die männliche körperliche Unversehrtheit im Allgemeinen und das intakte männliche Genital im Besonderen, indem das Elternrecht auf Beschneidung des männlichen Jugendlichen (14-17 Jahre) legal werden soll. Die verfassungswidrige Ungleichbehandlung mit Mädchen und Frauen ist hierbei offensichtlich, also droht auch noch die Legalisierung der FGM. Lesenswertes schreibt Blog Skydaddy:
Von der Unmöglichkeit, ein verfassungskonformes Gesetz zu erlassen, das die religiöse Beschneidung unmündiger Knaben erlaubt
Eine Gruppe von 53 Bundestagsabgeordneten – darunter Marlene Rupprecht, Rolf Schwanitz, Ute Vogt, Memet Kilic, Ulla Jepke, Raju Sharma und Halina Wawzyniak – haben einen Gesetzentwurf vorgelegt, der die Beschneidung von Jungen ab 14 Jahren erlauben soll, sofern diese einwilligen.
Dieser Gesetzentwurf ist nicht akzeptabel!
http://skydaddy.wordpress.com/2012/11/13/von-der-unmoglichkeit-ein-verfassungskonformes-gesetz-zu-erlassen-das-die-religiose-beschneidung-unmundiger-knaben-erlaubt/
Die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte (AEMR, Paris 10.12.1948) und das auf ihr beruhende Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland (23.05.1949) richten sich zuallererst an den Menschen als Individuum und nicht, wie in der von Stammesreligion, Rechtspluralismus und Initiationsriten geprägten kulturellen Vormoderne, an den Menschen als Angehörigen eines ethnoreligiösen Kollektivs, (...)
Bruder_Spaghettus 11/15/2012 7:31 PM
Da gebe ich dir und skydaddy in weiten Teilen Recht. Aus pragmatischer Sicht und unter Berücksichtigung der Tatsache, dass Holm Putzke es als recht schwierig betrachtet, diese Angelegenheit vor den BGH zu bringen, würde ich es aber schon als riesigen Erfolg betrachten, wenn es wenigstens zu diesem Ergebnis kommen würde.
Die Chancen dafür sind gering, die Chancen das Alter auf 18 zu setzen, gleich Null.
Ich selbst werde deshalb nicht die geringen Chancen für den Vorschlag ab 14 freizugeben noch mehr verringern, sondern alles dafür tun, dass es wenigsten bis dahin reicht.
Anonym 8/18/2014 5:25 PM
Hannover im September 2014, wird der 70. Deutsche Juristentag verschiedene sogenannte leichte Formen der FGM (weibliche Genitalverstümmelung) bagatellisieren und der Bundesregierung empfehlen zu legalisieren?
Thesen zum Juristentag - Tatjana Hörnle
"6. Genitalverstümmelung:
a) Bei der Auslegung von § 226a StGB ist zu beachten, dass nicht alle Veränderungen an weiblichen Genitalien unter „verstümmeln“ zu fassen sind. Dies ist nicht der Fall, wenn der Eingriff mit der Beschneidung von Jungen vergleichbar ist (etwa wenn nur Vorhaut der Klitoris betroffen ist, ohne Amputationen und weitere Verletzungen)."
http://www.beschneidungsforum.de/index.php?page=Thread&threadID=4763&s=00ab3516abc2ee4af1e588012b4839abcb26f526
Der 70. DEUTSCHE JURISTENTAG (2014) rückt heran und ein Blick in die Thesen der Gutachter und Referenten (Kultur, Religion, Strafrecht – Neue Herausforderungen in einer pluralistischen Gesellschaft) verheißt alles Gute für das Islamische Recht und wenig Gutes für die allgemeinen Menschenrechte. Von Edward von Roy.
http://eifelginster.wordpress.com/2014/08/11/390/
Machen wir Druck dahingehend, dass der Deutsche Juristentag 2014 den sogenannten milden Formen der Mädchenbeschneidung (FGM) kein grünes Licht gibt.
Festzustellen wäre dort zusätzlich, dass auch die MGM nicht in den Begriff des Kindeswohls integrierbar ist. Die oder der Minderjährige (Mensch unter achtzehn Jahren) ist in eine FGM oder MGM nicht einwilligungsfähig. Kinderrechte ins Grundgesetz.
Anonym 9/03/2014 8:54 PM
Jurist Dr. Holm Putzke:
Viele von denen, die die Genitalverstümmelung von Jungen gutheißen und den neuen § 1631d BGB verteidigen, sind inzwischen auch dazu übergegangen, die Genitalverstümmelung von Mädchen zu rechtfertigen. Dazu gehört die Berliner Rechtswissenschaftlerin Tatjana Hörnle, die als These auf dem 70. Deutschen Juristentag (16. bis 19. September 2014 in Hannover) vertreten wird, dass nicht „alle Veränderungen an weiblichen Genitalien unter 'verstümmeln' zu fassen sind“ (http://www.djt.de/fileadmin/downloads/70/djt_70_Thesen_140804.pdf – Seite 23). Aus ihrer Sicht ist das konsequent, denn wer zulässt, dass Jungen die Vorhaut amputiert wird, darf nicht gleichzeitig die Beschneidung der Klitorisvorhaut verbieten. Aber was für ein Preis, um irgendwie die Erlaubnis zu retten, die Vorhaut von Jungen zu amputieren. Dafür werden dann auch gern mal die Genitalien von Mädchen geopfert. Warum nicht auch den Eltern der Christensekte „Zwölf Stämme“ erlauben, ihre Kinder zu schlagen, was diese selbsternannten „Züchtigungsberechtigten“ als Teil ihres bibeltreuen Erziehungskonzepts verstehen (http://www.spiegel.de/schulspiegel/zwoelf-staemme-sekte-zeigt-rtl-reporter-an-a-984059.html)?
Werden Genitalverstümmelungen an Mädchen in Deutschland bald legalisiert?
https://de-de.facebook.com/TaskForceFGM
Der 70. DEUTSCHE JURISTENTAG (2014) arbeitet an der Legalisierung der weiblichen Genitalverstümmelung (FGM Typ Ia und IV nach der Klassifikation der WHO). Das ist zu verhindern wie jede Zwangsbeschneidung oder Wunschbeschneidung an weiblichen oder männlichen Minderjährigen unter achtzehn Jahren. Von Edward von Roy.
Anonym 9/13/2014 8:26 PM
Danke für das Berichten,
neben Tatjana Hörnle gibt es 2014 leider einen zweiten skandalösen Versuch, die FGM Typ Ia oder IV zu legalisieren. Professor Ringel nämlich ist ebenfalls abzustoppen, der die "milde Sunna" in Kindeswohl und Personensorge integriert wissen will, was für ihn bedeuten muss, § 1631d BGB im Sinne des Kinderverstümmelns an Jungen UND MÄDCHEN geschlechtsneutral umzuformulieren:
Eine Kindeswohlgefährdung kann nach den vorgenannten Ausführungen nur für die sehr extremen Formen der weiblichen Genitalbeschneidung angenommen werden. …
Anderes gilt jedoch für die weniger eingriffsintensiven Formen der Beschneidung weiblicher Genitalien. Insbesondere die „milde Sunna“ ist als religiös motivierte Beschneidung mit dem positiven Aspekt der Schaffung religiöser Identität verbunden. …
bonner 11/28/2014 6:35 PM
Warum sollte es keine "Juden gegen Beschneidung" geben? In den USA gibt es "Jews for Allah" und im Deutschland des Jahres 1933 gab es den "Deutschen Vortrupp", eine jüdische Organisation, die die NSDAP unterstützte. Verrückte gibt es immer und überall.
Maßgeblich für die jüdische Religion ist die Tora, die erklärt "Am acchten Tag soll man das Fleisch seiner Vorhaut beschneiden." Ein Verbot der Beschneidung zu diesem Zeitpunkt wäre folglich gleichbedeutend mit einem Verbot der jüdischen Religion. Gerade ein Staat, der in der Vergangenheit auch unbeschnittene Männer ermordet hat, weil ihre Großväter beschnitten waren, sollte sich davor hüten.
Bruder_Spaghettus 11/28/2014 7:25 PM
Ein Verbot der Beschneidung wäre die Herstellung der richtigen Reihenfolge bei der Wertung von Geboten. Weltliche (Gesetze wie die Menschenrechte und da das Recht auf die Unversehrtheit des Körpers) über religiösen.
Anonym 5/14/2015 11:38 PM
Anonym 2/03/2017 6:04 PM
26. Januar 2017, die Genitalverstümmelung an männlichen Kindern ist lautloses Thema im Deutschen Bundestag. Petitionen per Sammelübersicht, Abstimmung ohne Aussprache, die Worte § 1631d BGB oder Beschneidung fallen nicht
[ Plenarprotokoll; Film von 8:35 min ]
128. Sitzung am Donnerstag, dem 26. Januar 2017, 11:30 Uhr – öffentlich
f)–j)
Beratung der Beschlussempfehlungen des Petitionsausschusses: Sammelübersichten 400, 401, 402, 403 und 404 zu Petitionen
Drucksachen 18/10885, 18/10886, 18/10887, 18/10888, 18/10889
[ Dazu hier; auch im Kommentarbereich ]
https://schariagegner.wordpress.com/2016/10/29/beschneidung-schadet-dem-kindeswohl-bei-jungen-und-maedchen/
Ob Mädchen oder Junge: keine Beschneidung unter achtzehn.
[ Nun zur Beschlussempfehlung des Petitionsausschusses ]
[ Begründung ]
Anl. 2 z. Prot. 18/75
[Seiten 149 bis 151]
Pet 4-18-07-403 [ online als Petition 65714 Familienrecht – Abschaffung oder Änderung des § 1631d BGB vom 14.05.2016 ]
Mit der Petition wird gefordert, das Beschneidungsgesetz (§ 1631d BGB) abzuschaffen oder zu ändern.
[…] Die Eingabe wurde als öffentliche Petition auf der Internetseite des Deutschen Bundestages […] von 126 Mitzeichnern unterstützt und es gingen 38 Diskussionsbeiträge ein.
Zu diesem Thema liegen dem Petitionsausschuss mehrere Eingaben mit verwandter Zielsetzung vor. […]
[…] kommt der Petitionsausschuss zu folgendem Ergebnis:
[…] mit Beschluss vom 19. Juli 2012 […]
[…] Dezember 2012 […] nach den Regeln der äztlichen Kunst […] angemessene Schmerzbehandlung […] umfassende vorherige Aufklärung. Wenn ausnahmsweise das Kindeswohl gefährdet ist, scheidet eine Einwilligung aus.
§ 1631d BGB stellt somit eine ausgewogene Regelung dar, die die Interessen aller Beteiligten in einen angemessenen Ausgleich bringt.
Der Ausschuss hält die geltende Rechtslage für sachgerecht und vermag sich nicht für eine Gesetzesänderung im Sinne der Petition auszusprechen.
Der Petitionsausschuss empfiehlt daher, das Petitionsverfahren abzuschließen, weil dem Anliegen nicht entsprochen werden konnte.
Anonym 5/07/2017 6:34 PM
Deshalb ein klares Nein zu allen medizinisch nicht erforderlichen Genitaloperationen an einem Minderjährigen (d. i. Mensch unter 18 Jahre) - keine Beschneidung unter achtzehn.
Anonym 6/01/2017 10:28 PM
Himmel hilf, die Kleriker kommen!, oder: Fürchterliche Gottesfurcht auf dem Kirchentag 2017
Kirchentagspräsidentin billigt (und ggf. bewirbt) die Mädchenbeschneidung (weibliche Genitalverstümmelung, FGM).
wegen Billigung bzw. Bewerbung der weiblichen Genitalverstümmelung (Female Genital Mutilation, FGM)
wegen Aufruf an Ärzte zur Durchführung der FGM
Prof. Dr. Christina Aus der Au, Theologin, Frauenfeld (TG), Schweiz
Anonym 6/03/2017 2:53 AM
27. Mai 2017 - Kirchentag integriert die Amputation der Schamlippen
(Zitat) Glaubt man dem Pro-Medienmagazin, so hat die Kirchentagspräsidentin Christina Aus der Au in einer Debatte mit Michael Schmidt-Salomon am Rande des #DEKT2017 den moralischen Tiefpunkt ihres Vereins neu ausgelotet:
Anonym 3/29/2018 8:03 PM
:: aus: abgeordnetenwatch ::
# Inneres und Justiz
28. März 2018 – 17:38
ES fordert: Tragt Piratenkopfbedeckungen !!!
Stoppt die Beschneidung von Kindern aus religiösen...
Valentin Abgottspon - Ehrenmitglied der KdFSMD e.V...

References: § 1631
 BGH 
 § 226
 § 1631
 § 1631
 § 1631
 § 1631

§ 1631