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Timestamp: 2016-10-22 05:32:17+00:00

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114 III 237. Auszug aus dem Entscheid der Schuldbetreibungs- und Konkurskammer vom 8. Februar 1988 i.S. Hoff F. Lee (Rekurs)
D�lai pour intenter l'action de l'art. 242 al. 2 LP. En assignant le d�lai pour intenter l'action de l'art. 242 al. 2 LP, l'office des faillites doit se fonder sur l'�tat de collocation entr� en force. Faits � partir de page 24
BGE 114 III 23 S. 24
A.- Durch Verf�gung des Konkursrichters Biel vom 11. Juni 1987 wurde der am 28. April 1987 er�ffnete Konkurs der W. M. Enicar AG (Biel) mangels Aktiven eingestellt.
Aus dem Konkursinventar mit Datum des 15. Juli 1987 geht hervor, dass Hoff F. Lee - Gl�ubiger und zugleich Verwaltungsrat der Konkursitin - einen Drittanspruch geltend machte, welcher in franz�sischer Sprache w�rtlich wie folgt formuliert wurde: "c) revendications selon contrat de pr�t du 3.10.86 (tous les actifs de la soci�t� sont revendiqu�s par ce contrat)". Ferner ist im Inventar das folgende Pfandrecht festgehalten: "GAGE DE M. HOFF L. LEE (se trouvant dans un local s�par� et ind�pendant des locaux de la st�) - 4605 montres termin�es � Fr. 5.--, 3116 mouvements � Fr. 2.--): sur place priv�e de M. W. Sch. 1 voiture BX 16 RS, BE 32358...".
Am 13. November 1987 setzte das Konkursamt Biel den Vertreter von Hoff F. Lee davon in Kenntnis, dass die Marken der W. M. Enicar AG (Inventar-Position Nr. 341) sowie das Lager und das Mobiliar (Inventar-Positionen Nr. 1 bis 187 und 200 bis 324) gem�ss Art. 260 SchKG an f�nf (von der Konkursverwaltung namentlich erw�hnte) Gl�ubiger abgetreten worden seien. Das Konkursamt setzte Hoff F. Lee Frist zur Klage gem�ss Art. 242 Abs. 2 SchKG und Art. 52 KOV an.
B.- Gegen diese Fristansetzung vom 13. November 1987 beschwerte sich Hoff F. Lee bei der Aufsichtsbeh�rde in Betreibungs- und Konkurssachen f�r den Kanton Bern. Diese wies die Beschwerde mit Entscheid vom 5. Januar 1988 ab und wies das Konkursamt Biel an, Hoff F. Lee die Frist gem�ss Art. 242 Abs. 2 SchKG neu anzusetzen.
C.- Hoff F. Lee erhob gegen diesen Entscheid der kantonalen Aufsichtsbeh�rde Rekurs bei der Schuldbetreibungs- und Konkurskammer des Bundesgerichts, indem er die Aufhebung des angefochtenen Entscheides wie auch der Verf�gung des Konkursamtes Biel vom 13. November 1987 beantragte. Der Rekurrent behauptete, das Konkursamt sei bei der Fristansetzung offensichtlich wider besseres Wissen davon ausgegangen, dass er im Konkurs der W. M. Enicar AG das Eigentum an deren Marken, am Lager BGE 114 III 23 S. 25und am Mobiliar beanspruche. Von allem Anfang an habe er n�mlich ein Pfandrecht an diesen Verm�genswerten geltend gemacht.
Der Rekurs wurde abgewiesen.
2. W�hrend die Art. 106 und 109 SchKG bez�glich der Betreibung auf Pf�ndung das Eigentum und das Pfandrecht eines Dritten ins Auge fassen, verf�gt die Konkursverwaltung nach dem unmissverst�ndlichen Text von Art. 242 Abs. 1 SchKG �ber die Herausgabe von Sachen, welche von einem Dritten als Eigentum angesprochen werden. Der Anspruch, f�r dessen Geltendmachung durch Klage die Konkursverwaltung nach Art. 242 Abs. 2 SchKG dem Dritten Frist anzusetzen hat, bezieht sich somit ausschliesslich auf das Eigentum (vgl. auch Art. 641 Abs. 2 ZGB und Art. 45 KOV) sowie auf Aussonderungsanspr�che, welche von Gesetzes wegen ausdr�cklich anerkannt werden (Art. 201 und 203 SchKG, Art. 401 und 1053 OR, Art. 17 des Bundesgesetzes �ber die Anlagefonds [SR 951.31]). Streitigkeiten, die sich auf beschr�nkte dingliche Rechte beziehen - so zum Beispiel den Umfang der Pfandhaft -, sind demgegen�ber im Kollokationsverfahren gem�ss Art. 250 SchKG auszutragen (BGE 106 III 27 E. 2; GILLIERON, Poursuite pour dettes, faillite et concordat, Lausanne 1985, S. 266 ff., S. 308 f.; AMONN, Grundriss des Schuldbetreibungs- und Konkursrechts, 4. Auflage Bern 1988, S. 320 ff.; S. 358 f.).
Die kantonale Aufsichtsbeh�rde hat zutreffend festgestellt, dass die Kollokation der Forderung (von Fr. 618'439.--) des Rekurrenten und der damit verbundenen Pfandhaft nicht angefochten und damit rechtskr�ftig geworden ist (BGE 110 III 113 E. 1). Diese Kollokation entspricht den Erfordernissen von Art. 60 Abs. 3 KOV und ist unmissverst�ndlich, heisst es doch: "F�r diese Forderung haften 4605 Uhren und 3116 Werke sowie 1 PV BX 16 RS bzw. deren Erl�s gem. Inventar-Nr. 342/343/344." Entgegen der Behauptung des Rekurrenten kann deshalb keine Rede davon sein, dass die Kollokation "in h�chstem Masse unklar" gewesen w�re. Nur wenn der Kollokationsplan keinen unzweideutigen Entscheid �ber den Umfang eines geltend gemachten Pfandrechts enth�lt, kann dies nach Ablauf der Frist noch mit Beschwerde ger�gt werden (BGE 106 III 26 f. E. 2, BGE 105 III 30 f. E. 3, mit Hinweisen); das ist hier nicht der Fall.
106 III 27,
110 III 113,
105 III 30
Art. 106 und 109 SchKG suite... ,
Art. 201 und 203 SchKG,
Art. 401 und 1053 OR,
Art. 60 Abs. 3 KOV

References: BGE 
 Art. 260
 Art. 242
 Art. 52
 Art. 242
 BGE 
 Art. 106
 Art. 242
 Art. 242
 Art. 641
 Art. 45
 Art. 401
 Art. 17
 Art. 250
 Art. 60
 BGE 

Art. 106

Art. 201

Art. 401

Art. 60