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Timestamp: 2018-07-20 09:08:09+00:00

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Art. 712m cpv. 2, art. 68 CC; nomina dell'amministratore e del portinaio in una comunione di comproprietari per piani e fissazione dell'indennità; esclusione dal diritto di voto.
In virtù del rinvio contenuto nell'art. 712m cpv. 2 CC, la disposizione sull'esclusione dal diritto di voto (art. 68 CC) è anche applicabile all'assemblea dei comproprietari per piani (consid. 3.4).
La nomina di un amministratore non costituisce un interesse privato nel senso dell'art. 68 CC, ma è un atto d'amministrazione interno, cosicché un comproprietario per piani può partecipare ad una risoluzione che riguarda la sua nomina quale amministratore (consid. 3.5).
Costituiscono per contro degli interessi privati nel senso dell'art. 68 CC le risoluzioni concernenti la rimunerazione per l'attività di amministratore (consid. 3.6), la nomina di un portinaio e la rimunerazione della sua attività (consid. 3.7), cosicché il comproprietario per piani interessato è escluso dal diritto di voto in tale risoluzione.
L'esclusione di un comproprietario per piani dal diritto di voto vale anche qualora egli rappresenti un altro comproprietario non escluso dal diritto di voto (consid. 3.8).
I voti espressi in violazione dell'art. 68 CC devono essere considerati non validi e non devono essere contati. La mancata partecipazione all'assemblea non impedisce di prevalersi dell'art. 68 CC (consid. 3.9).
BGE 134 III 481 S. 483
BGE 134 III 481 S. 484
3.3. Die Versammlung der Stockwerkeigentümer hat die Befugnis, den Verwalter zu bestellen und die Aufsicht über dessen Tätigkeit zu
BGE 134 III 481 S. 485
führen (Art. 712m Abs. 1 Ziff. 2 ZGB). Nach Abs. 2 dieser Vorschrift und der entsprechenden Bestimmung in Art. 26 des Reglements der Stockwerkeigentümergemeinschaft finden auf die Versammlung der Stockwerkeigentümer die Vorschriften über die Organe des Vereins und über die Anfechtung von Vereinsbeschlüssen Anwendung.
Gegen die Anwendung von Art. 68 ZGB wird angeführt, dass der Stimmrechtsausschluss insbesondere in kleinen Gemeinschaften, an welchen eine Grossfamilie mit mehreren Stockwerkeinheiten beteiligt sei, zu einer vollständigen Verzerrung der Mehrheitsverhältnisse führen könne (WEBER, Die Stockwerkeigentümergemeinschaft, Diss. Zürich 1979, S. 337). Ausserdem verfolge der Verein einen nicht wirtschaftlichen Zweck, während die Stockwerkeigentümer
BGE 134 III 481 S. 486
eine Objektsgemeinschaft bildeten, welche auf wirtschaftlichen Beziehungen beruhe, indem durch Versammlungsbeschlüsse jeder Einzelne grundsätzlich direkt betroffen werde (WEBER, a.a.O., S. 337; vgl. auch STEINAUER, Les droits réels, Bd. 1, 4. Aufl., Bern 2007, Rz. 1318c S. 459). Schliesslich sei der Stimmrechtsausschluss für den Fall des Ausschlusses eines Mitglieds in Art. 649b Abs. 2 ZGB geregelt, was nicht erforderlich wäre, wenn das Stimmrecht aufgrund von Art. 68 ZGB ohnehin ruhte (STEINAUER, a.a.O., Rz. 1318c S. 459; vgl. auch WEBER, a.a.O., S. 337).
3.5 Was den Beschluss der Stockwerkeigentümerversammlung Ziffer 2 (Neuwahl eines Verwalters) betrifft, ist auf die bundesgerichtliche Rechtsprechung betreffend Wahlen in den Vereinsvorstand hinzuweisen, wonach es sich dabei nicht um Rechtsgeschäfte i.S. von Art. 68 ZGB, sondern um interne Verwaltungsakte handelt (BGE 39 II 479 S. 483; statt vieler HEINI/PORTMANN, Das Schweizerische Vereinsrecht, in: Schweizerisches Privatrecht, Bd. II/5, 3. Aufl., Basel/Genf/München 2005, Rz. 246 S. 114 f., mit Hinweisen). Daher sind auch diejenigen Vereinsmitglieder wahlberechtigt, um deren Ernennung in den Vorstand es geht. Dementsprechend kann auch ein Stockwerkeigentümer an einem Beschluss teilnehmen, welcher seine Wahl zum Verwalter betrifft (MEIER-HAYOZ/REY, a.a.O., N. 75
BGE 134 III 481 S. 487
zu Art. 712m ZGB, N. 90 zu Art. 712q ZGB; WERMELINGER, a.a.O., N. 47 zu Art. 712q ZGB).
3.8 Somit waren C.B. und ihr Ehemann zur Teilnahme an der Wahl des Verwalters, nicht aber an der Wahl des Abwarts sowie am
BGE 134 III 481 S. 488
Beschluss betreffend die Entschädigung berechtigt. Daran ändert auchder Umstand nichts, dass C.B. ihren Ehemann vertrat und dieser alsVertreter der Y. AG handelte. Soweit es um die Vertretung von A.B.geht, waren gemäss Art. 68 ZGB sowohl er als auch seine Ehefrau als seine Vertreterin vom Stimmrecht ausgeschlossen. Im Zusammenhang mit der Vertretung der Y. AG ist auf die bundesgerichtliche Rechtsprechung zu Art. 695 Abs. 1 OR betreffend den Stimmrechtsausschluss bei Déchargebeschlüssen hinzuweisen. Danach ist ein mitder Geschäftsführung einer Aktiengesellschaft betrauter Aktionär vonder Beschlussfassung der Generalversammlung auch ausgeschlossen,soweit er die Stimmen eines nicht an der Geschäftsführung beteiligten Aktionärs vertritt (BGE 128 III 142 E. 3b S. 145). Dies gilt auchfür einen vom Stimmrecht ausgeschlossenen Stockwerkeigentümer, der in Vertretung eines anderen Stockwerkeigentümers abstimmen soll. Somit war A.B. diesbezüglich nicht zur Stimmabgabe berechtigt, unabhängig davon, ob die durch ihn vertretene Y. AG selber vomStimmrecht ausgeschlossen gewesen wäre.
DTF: 127 III 506, 128 III 142
Articolo: art. 68 CC, Art. 712m ZGB, Art. 712m cpv. 2, art. 68 CC, Art. 712q ZGB seguito... , Art. 649b Abs. 2 ZGB, Art. 712m Abs. 1 Ziff. 2 ZGB, Art. 712a-712t ZGB, Art. 695 Abs. 1 OR, Art. 75 ZGB

References: art. 68

BGE 

BGE 

BGE 
 Art. 26
 Art. 68

BGE 
 Art. 649
 Art. 68
 Art. 68

BGE 
 Art. 712
 Art. 712
 Art. 712

BGE 
 Art. 68
 Art. 695
 art. 68
 Art. 712
 Art. 712
 art. 68
 Art. 712
 Art. 649
 Art. 712
 Art. 712
 Art. 695
 Art. 75