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Timestamp: 2018-02-20 03:39:48+00:00

Document:
Gläubigeranfragen Inkassounternehmen
Thema: Gläubigeranfragen Inkassounternehmen
Inkassounternehmen, die als Gläubigervertreter auftreten, erhalten bei unserem Amtsgericht kein Auskünfte in Nachlasssachen.
Denn nach § 10 Abs.2 FamFG können sich die Beteiligten durch Inkassounternehmen nicht vertreten lassen.
Wie sehen das die anderen Rechtspfleger so?
07.02.2018, 14:56 #2
Eure Position halte ich in Anbetracht des § 357 FamFG für überdenkenswert.
Auch eine Vollmacht an ein Inkassounternehmen ist eine Vollmacht.
07.02.2018, 15:05 #3
Sehe es so wie #2.
§ 10 Abs. 2 FamFG betrifft ja die Bevollmächtigung von Beteiligten.
Ein Gläubiger mit Titel, der ein Inkassounternehmen beauftragt, ist nur ein Dritter, der ein rechtliches Interesse an Akteneinsicht im Sinne von § 13 Abs. 2 FamFG geltend macht (machen kann).
Die Akteneinsicht an einen (eben gerade nicht am Verfahren beteiligten!!!) Gläubiger oder dessen Vertreter erfolgt nach § 13 II FamFG.
§ 10 spricht von der Vertretung von Beteiligten im FGG-Verfahren. Wie man auf die Idee kommen kann, der Gläubiger oder dessen bevollmächtigtes Inkassounternehmen seien ein Beteiligter im Nachlassverfahren, muss man mir mal erklären.
Ergo: Eure "Ansicht" ist m.E. völlig falsch.
09.02.2018, 11:14 #5
Zu schreiben an:
in o. g. Nachlasssache wird aufgrund Ihrer Anfrage vom um Darlegung sowie Einreichung von Nachweisen (Vorlage eines Titels, Vollmacht,Rechnungen in Kopie etc.) bzgl. des rechtlichen Interesses an der Mitteilung der Erben/der Beteiligten gebeten gemäß § 13 Absatz 2 FamFG.
09.02.2018, 11:30 #6
Wie #2 und #5, nicht die Frage der Vertretung ist das Problem, sondern wie weit man geht beim Nachweis des berechtigten Interesses.
09.02.2018, 11:57 #7
Mir fehlen da wirklich die Worte!
09.02.2018, 13:32 #8
Das hilft hier aber auch nicht weiter...
12.02.2018, 09:51 #9
Da aber (wie erwähnt) die Worte fehlen, ist dann auch nichts mehr zu erwarten.
12.02.2018, 10:59 #10
Manchmal ist nichts zu sagen viel deutlicher, als etwas zu sagen.
Und Cromwell hat nach meiner Erfahrung sonst immer viel, Gutes und Richtiges zu sagen.
Eigentlich ist spätestens nach #4 ja alles gesagt bzw. es fehlt an einer Begründung des Treadstarters, warum man die dortige Ansicht vertritt.

References: § 10
 § 357

§ 10
 § 13
 § 13

§ 10
 § 13