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Timestamp: 2017-02-21 18:59:29+00:00

Document:
HENSCHE Arbeitsrecht: 10 Sa 142/07
AGB, Allgemeine Geschäftsbedingungen, Fortbildungskosten, Rückzahlungsklausel
Arbeitsgericht Dessau, Urteil vom 25.01.2007, 10 Ca 150/06
Ak­ten­zei­chen: 10 Sa 142/07 10 Ca 150/06 ArbG Des­sau Verkündet am: 06 09.2007
Jus­tiz­beschäftig­te als Ur­kunds­be­am­tin der Geschäfts­stel­le
LAN­DES­AR­BEITS­GERICHTSACHSEN-AN­HALT
IM NA­MEN DES VOL­KES! UR­TEIL
- Kläge­rin, Wi­der­be­klag­te und Be­ru­fungs­be­klag­te -
- Be­klag­te, Wi­derkläge­rin und Be­ru­fungskläge­rin -
we­gen Rück­zah­lung von Fort­bil­dungs­kos­ten
hat die 10. Kam­mer des Lan­des­ar­beits­ge­richts Sach­sen-An­halt auf die münd­li­che Ver­hand­lung vom 6. Sep­tem­ber 2007 durch den Rich­ter am Ar­beits­ge­richt als Vor­sit­zen­den und die eh­ren­amt­li­che Rich­te­rin und den eh­ren­amt­li­chen Rich­ter als Bei­sit­zer für Recht er­kannt:
Die Be­ru­fung der Be­klag­ten und Wi­derkläge­rin ge­gen das Ur­teil des Ar­beits­ge­richts Des­sau vom 25. Ja­nu­ar 2007 - 10 Ca 150/06 - wird auf ih­re Kos­ten zurück­ge­wie­sen.
Tat­be­stand: Die Par­tei­en strei­ten, so­weit für das Be­ru­fungs­ver­fah­ren noch von Be­deu­tung, über die Rück­zah­lung von Aus­bil­dungs­kos­ten.
Die Kläge­rin und Wi­der­be­klag­te (fort­an: Kläge­rin) war bei der Be­klag­ten und Wi­derkläge­rin (im Fol­gen­den: Be­klag­te) seit dem 18. Ja­nu­ar 2002 auf­grund des schrift­li­chen Ar­beits­ver­tra­ges vom 19. De­zem­ber 2001 (BI.. 5 bis 8. d. A.) zunächst ent­spre­chend ih­rer Be­rufs­aus­bil­dung als Büro­kauf­frau zu ei­nem Brut­to­mo­nats­ent­gelt von 2.600,- DM (= 1.329,36 €) zuzüglich 200,- DM als Leis­tungs­lohn bei der 40-St­un­den­wo­che beschäftigt. Zu­letzt be­trug das Ar­beits­ent­gelt 1.329,36 €. In § 14 des Ar­beits­ver­tra­ges ist ei­ne drei­mo­na­ti­ge Frist zur Gel­tend­ma­chung von Ansprüchen aus dem Ar­beits­ver­trag ver­ein­bart.
Die Par­tei­en schlos­sen am 26. Sep­tem­ber 2003 ei­nen „Fort­bil­dungs­ver­trag mit Rück­zah­lungs­klau­sel für ge­werb­li­che Ar­beit­neh­mer der GmbH" (BI.. 132 f d.. A..), der von der Be­klag­ten vor­for­mu­liert wur­de, oh­ne das die Kläge­rin hier­auf Ein­fluss neh­men konn­te. Die­ser lau­tet wört­lich:
„Zwi­schen wird fol­gen­der Fort­bil­dungs­ver­trag mit Rück­zah­lungs­klau­sel als Zu­satz zum be­ste­hen­den Ar­beits­ver­trag an­ge­nom­men
§11. Die Ar­beit­neh­me­rin nimmt in der Zeit vom 26 09.2003 —30.10.2004 an ei­nem Lehr­gang mit dem Aus­bil­dungs­ziel Be­triebs­wir­tin (HWK) 28 — WE teil.
2. Die Par­tei­en sind sich darüber ei­nig, dass die Teil­nah­me auf ei­ge­nen Wunsch der Ar­beit­neh­me­rin im In­ter­es­se ih­rer be­ruf­li­chen Fort- und Wei­ter­bil­dung er­folgt und den In­ter­es­sen der Fir­ma ent­spricht.
§21. Die Fir­ma stellt der Ar­beit­neh­me­rin die Lehr­gangs­kos­ten, be­ste­hend aus 3100,00 € Lehr­gangs­gebühr und 260,00 € Prüfungs­gebühr zur Verfügung.
2. Die Fir­ma wird die Ar­beit­neh­me­rin für die Zeit der Aus­bil­dung frei­stel­len Der Aus­bil­dungs­plan ist An­la­ge des Ver­tra­ges Die Fir­ma wird die Ar­beit­neh­me­rin 50 % der Werk­ta­ge un­ter Fort­zah­lung der Bezüge frei­stel­len. Die an­de­ren 50 der Aus­bil­dungs­ta­ge nimmt die Ar­beit­neh­me­rin Ur­laub.
3. Die Kos­ten zur Ver­pfle­gung, Un­ter­brin­gung und Fahrt­kos­ten wer­den von der Ar­beit­neh­me­rin ge­tra­gen.
§ 3Hat die Fir­ma die Be­zah­lung obi­ger Kos­ten über­nom­men, so ist die Ar­beit­neh­me­rin zur Rück­zah­lung der Bezüge und Lehr­gangs-kos­ten ver­pflich­tet, wenn sie das Ar­beits­verhält­nis kündigt oder wenn sie sei­tens der Fir­ma aus ei­nem von der Ar­beit­neh­me­rin zu ver­tre­ten­den Grund gekündigt wird Für je ei­nen Mo­nat der Beschäfti­gung nach En­de des Lehr­gangs wer­den 1/60 des ge­sam­ten Rück­zah­lungs­be­tra­ges er­las­sen."
Ge­gen­stand der Aus­bil­dung wa­ren Volks­wirt­schafts­leh­re; Be­triebs­wirt­schafts­leh­re, Per­so­nal­ma­nage­ment und Recht mit ei­ner Ge­samt­aus­bil­dungs­dau­er von 500 St­un­den zuzüglich Prüfungs­stun­den (Auf­stel­lung gemäß An­la­ge zum Fort­bil­dungs­ver­trag, Bl 134 d A.).
Die Be­klag­te stell­te die Kläge­rin da­nach für ins­ge­samt 32 Ta­ge von der Ar­beits­leis­tung un­ter Fort­zah­lung des ver­ein­bar­ten Ar­beits­ent­gelts frei, von de­nen sie 16 Ta­ge auf den Jah­res­ur­laubs­an­spruch an­rech­ne­te. Am 26 No­vem­ber 2004 leg­te die Kläge­rin vor der Hand­werks­kam­mer die Fort­bil­dungs­prüfung mit dem an­er­kann­ten Ab­schluss Be­triebs­wir­tin HWK ab (Prüfungs­zeug­nis, Bl. 135 d A.; Ur­kun­de, BI 136 d A ). Die­ser Ab­schluss des Be­triebs­wir­tes des Hand­werks ver­mit­telt den Nach­weis von Führungs­kom­pe­tenz und be­triebs­wirt­schaft­li­cher Hand­lungs­wei­se. Er eröff­net die Möglich­keit, un­ter An­rech­nung bis­he­ri­ger Leis­tun­gen ein fünf­s­e­mest­ri­ges kaufmänni­sches FH-Stu­di­um mit dem Ab­schluss „Ba­che­lor of Arts" (Un­ter­neh­mensführung) an der Fach­hoch­schu­le in
Ko­ope­ra­ti­on mit dem Eu­ropäischen In­sti­tut für post­gra­dua­le Bil­dung der Tech­ni­schen Uni­ver­sität zu ab­sol­vie­ren Des Wei­te­ren ist er bun­des­weit an­er­kannt.
Die Be­klag­te benötig­te die­se Qua­li­fi­ka­ti­on der Kläge­rin zur Un­terstützung ih­rer Geschäfts­lei­tung. Dem­ent­spre­chend setz­te sie die Kläge­rin zu­letzt auch als As­sis­ten­tin der Geschäfts­lei­tung ein.
Die Kläge­rin kündig­te das Ar­beits­verhält­nis mit Schrei­ben vom 14. Ju­li 2006 zum 14.. Au­gust 2006 (BI.. 9.. d. A.).. Mit Schrei­ben vom 4. Au­gust 2006 (BI.. 312 d. A..) erklärte die Be­klag­te die Auf­rech­nung mit Vergütungs­ansprüchen der Kläge­rin auf­grund der Rück­zah­lungs­klau­sel un­ter Hin­weis auf die Lehr­gangs- und Prüfungs­kos­ten und noch zu be­zif­fern­de Ent­gelt­fort­zah­lungs­kos­ten
Mit der am 7. De­zem­ber 2006 bei dem Ar­beits­ge­richt Des­sau ei­ge­gan­ge­nen und der Kläge­rin am 12. De­zem­ber 2006 zu­ge­stell­ten Wi­der­kla­ge macht die Be­klag­te die Rück­zah­lung an­tei­li­ger Fort­bil­dungs­kos­ten gel­tend.
Sie ist der An­sicht, die Rück­zah­lungs­ver­ein­ba­rung sei wirk­sam Ins­be­son­de­re wer­de die Kläge­rin durch die Bin­dungs­dau­er von fünf Jah­ren nicht un­an­ge­mes­sen be­nach­tei­ligt Maßgeb­lich für die­se Be­wer­tung sei zum ei­nen, dass die Kläge­rin durch den er­wor­be­nen Ab­schluss aus Be­triebs­wir­tin HWK ei­ne be­son­ders wert­vol­le und bun­des­weit an­er­kann­te Zu­satz­qua­li­fi­ka­ti­on er­wor­ben ha­be und zum an­de­ren, dass die Höhe der über­nom­me­nen Kos­ten für ein klei­nes mit­telständi­sches Un­ter­neh­men wie die Be­klag­te er­heb­lich ins Ge­wicht fal­le.. Auf­grund des Aus­schei­dens ein­und­zwan­zig Mo­na­te nach Ab­schluss der Fort­bil­dung sei die Kläge­rin zur Er­stat­tung von 39/60 der ent­stan­de­nen Kos­ten, die die Be­klag­te mit 4.427,76 € - be­ste­hend aus 3.360,- Lehr­gangs- und Prüfungs­kos­ten so­wie 1,067,76 € Ent­gelt­fort­zah­lungs­kos­ten für 16 Ar­beits­ta­ge, we­gen de­ren Be­rech­nung auf BI. 137 d.. A. Be­zug ge­nom­men wird — be­zif­fert, so dass sich ein Rück­zah­lungs­an­spruch von 2.878,20 er­ge­be.
die Kläge­rin zu ver­ur­tei­len, an die Be­klag­te 2.878,20 nebst Zin­sen in Höhe von fünf Pro­zent­punk­ten über dem Ba­sis­zins­satz seit dem 12. De­zem­ber 2006 zu zah­len. Die Kläge­rin hat be­an­tragt,
Sie hält die ver­ein­bar­te Rück­zah­lungs­klau­sel für un­wirk­sam.
Das Ar­beits­ge­richt hat die Wi­der­kla­ge mit Ur­teil vom 25. Ja­nu­ar 2007, we­gen des­sen Tat­be­stand und Ent­schei­dungs­gründe im Übri­gen gemäß § 69 Abs. 2 ArbGG auf BI.. 216 bis 233 d. A. Be­zug ge­nom­men wird, ab­ge­wie­sen und zur Be­gründung im We­sent­li­chen aus­geführt, dass die ab­sol­vier­te Fort­bil­dung al­len­falls ei­ne Bin­dung von ei­nem Jahr recht­fer­ti­ge. Die ver­ein­bar­te Bin­dungs­dau­er von fünf Jah­ren sei des­halb völlig un­verhält­nismäßig und da­mit we­gen ei­ner un­an­ge­mes­se­nen Be­nach­tei­li­gung im Sin­ne von § 307 Abs. 1 BGB un­wirk­sam Die Auf­recht­er­hal­tung der un­wirk­sa­men Klau­sel im zulässi­gen Um­fan­ge sei gemäß § 306 BGB nicht möglich.
Ge­gen das der Be­klag­ten am 20. Fe­bru­ar 2007 zu­ge­stell­te Ur­teil wen­det sich die - je­weils per Te­le­fax bei dem Lan­des­ar­beits­ge­richt ein­ge­gan­gen - am 19. März 2007 ein­ge­leg­te und am 20. April 2007 be­gründe­te Be­ru­fung.
Un­ter Wie­der­ho­lung und Ver­tie­fung ih­res erst­in­stanz­li­chen Vor­brin­gens ver­tritt die Be­klag­te wei­ter­hin die An­sicht, dass sie von der Kläge­rin die an­tei­li­ge Rück­zah­lung der auf­ge­wen­de­ten Fort­bil­dungs­kos­ten be­an­spru­chen könne.
das Ur­teil des Ar­beits­ge­richts Des­sau vom 25.. Ja­nu­ar 2007 - 10 Ca 150/06 - teil­wei­se ab­zuändern und die Kläge­rin zu ver­ur­tei­len, an die Be­klag­te 2 878,20 € nebst Zin­sen in Höhe von fünf Pro­zent­punk­ten über dem Ba­sis­zins­satz seit dem 12.. De­zem­ber 2006 zu zah­len.
Sie ver­tei­digt das an­ge­foch­te­ne Ur­teil un­ter Wie­der­ho­lung und Ver­tie­fung ih­res erst­in­stanz­li­chen Vor­brin­gens.
We­gen des wei­te­ren Vor­brin­gens wird auf die in zwei­ter In­stanz ge­wech­sel­ten Schriftsätze nebst An­la­gen so­wie die Erklärun­gen zu Pro­to­koll ver­wie­sen.
Ent­schei­dungs­gründe: A. Die an sich statt­haf­te (§§ 8 Abs 2, 64 Abs 1 ArbGG) und nach dem Wert des Be­schwer­de­ge­gen­stan­des zulässi­ge (§ 64 Abs. 2 lit b) ArbGG) Be­ru­fung der Be­klag­ten ist von ihr form- und frist­ge­recht ein­ge­legt und auch be­gründet wor­den (§§ 66 Abs 1 Satz 1, 61 Abs. 6 ArbGG i. V. m. §§ 519, 520 ZPO). Die Mo­nats­frist zur Be­ru­fungs­ein­le­gung
be­gann gemäß § 66 Abs, 1 Satz 2 ArbGG mit der Zu­stel­lung des Ur­teils des Ar­beits­ge­richts Naum­burg am 20. Fe­bru­ar 2007 und en­de­te gemäß § 222 Abs. 1 ZPO i. V. m. § 187 Abs. 1, § 188 Abs, 2 BGB mit Ab­lauf des 20. März 2007. Die Ein­rei­chung der Be­ru­fungs­schrift am 19. März 2007 per Fax genügte zur Frist­wah­rung (vgl. BAG 19. Mai 1999 - 8 AUB 8/99 - AP ZPO § 518 Nr, 72 = NZA 1999, 895, zu 11 1 der Gründe = Rn. 5; BAG 27. März 1996 - 5 AZR 576/94 - AP ZPO § 518 Nr. 67 = NZA 1996, 1115, zu 1 1 der Gründe = Rn, 12). Die Be­gründung der Be­ru­fung er­folg­te eben­falls frist­gemäß. Die Zwei­mo­nats­frist zur Be­gründung en­de­te gemäß § 66 Abs. 1 Satz 1 ArbGG i. V. m. § 222 Abs. 2 ZPO mit Ab­lauf des 20. April 2007, dem Ein­gangs­da­tum der Be­ru­fungs­be­gründung.
B. Die Be­ru­fung ist je­doch nicht be­gründet. Das Ar­beits­ge­richt hat die Wi­der­kla­ge zu Recht und mit zu­tref­fen­der Be­gründung ab­ge­wie­sen. Die Be­klag­te hat ge­gen die Kläge­rin aus dem Fort­bil­dungs­ver­trag vom 26 Sep­tem­ber 2003 kei­nen Rück­zah­lungs­an­spruch. Die Rück­zah­lungs­klau­sel ist we­gen ei­ner un­an­ge­mes­se­nen Be­nach­tei­li­gung der Kläge­rin gemäß § 307 Abs. 1 BGB un­wirk­sam.
I. Die §§ 306 und 307 BGB fin­den auf das Ar­beits­verhält­nis der Par­tei­en An­wen­dung Sie gel­ten auch für Ar­beits­verhält­nis­se, § 310 Abs. 4 Satz 2 BGB. Der Fort­bil­dungs­ver­trag vom 26. Sep­tem­ber 2003 ist aus­weis­lich der aus­drück­li­chen Ver­ein­ba­rung in sei­nem Ein­lei­tungs­teil Teil des Ar­beits­ver­tra­ges ge­wor­den und un­ter­liegt al­lein auf­grund des Zeit­punkts sei­nes Ab­schlus­ses den seit dem 1. Ja­nu­ar 2002 im Bürger­li­chen Ge­setz­buch ge­re­gel­ten Be­stim­mun­gen über die all­ge­mei­nen Geschäfts­be­din­gun­gen, oh­ne dass es ei­nes Rück­griffs auf die Über­g­angs­re­ge­lung des Art. 229 § 5 Satz 2 EGBGB be­darf.
II. Bei den Be­stim­mun­gen der Fort­bil­dungs­ver­ein­ba­rung han­delt es sich um all­ge­mei­ne Geschäfts­be­din­gun­gen im Sin­ne von §§ 306 und 307 BGB.
1. Das folgt noch nicht aus § 305 Abs 1 Satz 1 BGB. Es kann nicht fest­ge­stellt wer­den, dass die Be­klag­te die­sen Text in min­des­tens drei Fällen zur Grund­la­ge von Ver­trags­be­din­gun­gen ge­macht hat (vgl. zu die­ser An­for­de­rung nur. BAG 25. Mai 2005 - 5 AZR 572/04 - AP BGB § 310 Nr. 1 = NZA 2005, 1111, zu V1I1 der Gründe).
2. Die An­wen­dung die­ser Vor­schrif­ten folgt aber aus § 310 Abs. 3 Nr. 2 BGB. Da­nach fin­den die Vor­schrif­ten der § 305c Abs 2 und die § 306 und §§ 307 bis 309 BGB bei Verträgen zwi­schen ei­nem Un­ter­neh­mer und ei­nem Ver­brau­cher auf vor­for­mu­lier­te Ver-
trags­be­din­gun­gen auch dann An­wen­dung, wenn die­se nur zur ein­ma­li­gen Ver­wen­dung be­stimmt sind und so­weit der Ver­brau­cher auf­grund der Vor­for­mu­lie­rung auf ih­ren In­halt kei­nen Ein­fluss neh­men konn­te Die­se Vor­aus­set­zun­gen sind erfüllt
a) Der Ar­beit­neh­mer ist Ver­brau­cher im Sin­ne von § 13 BGB, der Ar­beits­ver­trag mit­hin Ver­brau­cher­ver­trag (vgl BT-Drs. 14/7052, S. 190; BAG 25.. Mai 2005, aaO, zu V. 1 der Gründe, BAG 31.. Au­gust 2005 - 5 AZR 545/04 - AP Arb­ZG § 6 Nr. 8 = NZA 2006, 324, zu 11. 3c der Gründe = Rn. 46)
b) Die Kläge­rin konn­te auf­grund der Vor­for­mu­lie­rung kei­nen Ein­fluss auf den In­halt der Klau­sel neh­men.. Das hat sie im Schrift­satz vom 3 Ja­nu­ar 2007 dar­ge­legt, in dem sie vor­ge­tra­gen hat, dass der Fort­bil­dungs­ver­trag von der Be­klag­ten vor­for­mu­liert und in­so­fern ge­stellt sei. Die­ses Vor­brin­gen hat die Be­klag­te nicht be­strit­ten Es gilt da­mit als zu­ge­stan­den (§ 138 Abs.. 3 ZPO) Im Übri­gen hat das Lan­des­ar­beits­ge­richt in der Kam­mer­ver­hand­lung dar­auf hin­ge­wie­sen, dass es von ei­ner Vor­for­mu­lie­rung im Sin­ne von § 310 Abs. 3 Nr 2 BGB aus­geht. Auch dem ist die Be­klag­te nicht ent­ge­gen­ge­tre­ten. Letzt­lich strei­ten die Par­tei­en hierüber auch nicht.
III. Die Rück­zah­lungs­klau­sel in dem Fort­bil­dungs­ver­trag be­nach­tei­ligt die Kläge­rin un­an­ge­mes­sen im Sin­ne von § 307 Abs. 1 BGB.
1. Nach § 307 Abs.. 1 Satz 1 BGB ist ei­ne for­mu­larmäßige Ver­trags­be­stim­mung un­an­ge­mes­sen, wenn der Ver­wen­der durch ein­sei­ti­ge Ver­trags­ge­stal­tung miss­bräuch­lich ei­ge­ne In­ter­es­sen auf Kos­ten sei­nes Ver­trags­part­ners durch­zu­set­zen ver­sucht, oh­ne von vorn­her­ein auch des­sen Be­lan­ge hin­rei­chend zu berück­sich­ti­gen und ihm ei­nen an­ge­mes­se­nen Aus­gleich zu gewähren.. Die Fest­stel­lung ei­ner un­an­ge­mes­se­nen Be­nach­tei­li­gung setzt ei­ne wech­sel­sei­ti­ge Berück­sich­ti­gung und Be­wer­tung recht­lich an­zu­er­ken­nen­der In­ter­es­sen der Ver­trags­part­ner vor­aus. Bei die­sem Vor­gang sind auch grund­recht­lich geschütz­te Rechts­po­si­tio­nen zu be­ach­ten Zur Be­ur­tei­lung der Un­an­ge­mes­sen­heit ist ein ge­ne­rel­ler, ty­pi­sie­ren­der, vom Ein­zel­fall los­gelöster Maßstab an­zu­le­gen. Im Rah­men der In­halts­kon­trol­le sind da­bei Art und Ge­gen­stand, Zweck und be­son­de­re Ei­gen­art des je­wei­li­gen Geschäfts zu berück­sich­ti­gen.. Zu prüfen ist, ob der Klau­sel­in­halt bei der in Re­de ste­hen­den Art des Rechts­geschäfts ge­ne­rell und un­ter Berück­sich­ti­gung der ty­pi­schen In­ter­es­sen der be­tei­lig­ten Ver­kehrs­krei­se ei­ne un­an­ge­mes­se­ne Be­nach­tei­li­gung des Ver­trags­part­ners er­gibt (vgl. BAG 4. März 2004 - 8 AZR 196/03 - AP BGB § 309 Nr 3 = NZA - 8 -
2004, 727, zu 111..2 der Gründe = Rn. 56; BAG 11 April 2006 - 9 AZR 610/05 - AP BGB § 307 Nr. 16 = NZA 2006, 1042, zu II3d der Gründe = Rn. 23).
2. Rück­zah­lungs­ab­re­den für Aus- und Fort­bil­dungs­kos­ten be­nach­tei­li­gen den Ar­beit­neh­mer nicht ge­ne­rell un­an­ge­mes­sen. Nach der vor Gel­tung der §§ 305 ff. BGB zur all­ge­mei­nen In­halts­kon­trol­le von Rück­zah­lungs­klau­seln er­gan­ge­nen ständi­gen Recht­spre­chung des Bun­des­ar­beits­ge­richts wa­ren ein­zel­ver­trag­li­che Ver­ein­ba­run­gen, nach de­nen sich ein Ar­beit­neh­mer an den Kos­ten ei­ner vom Ar­beit­ge­ber fi­nan­zier­ten Aus­bil­dung zu be­tei­li­gen hat, wenn er vor Ab­lauf be­stimm­ter Fris­ten aus dem Ar­beits­verhält­nis aus­schei­det, grundsätz­lich zulässig (BAG 24 Ju­ni 2004 - 6 AZR 383/03 - AP BGB § 6111 Aus­bil­dungs­bei­hil­fe Nr 34 = NZA 2004, 1035, zu 11 2 der Gründe = Rn. 20 mwN). Dar­an ist auch un­ter der Gel­tung der §§ 305 ff BGB fest­zu­hal­ten (BAG 11 April 2006, aaO, zu 113e der Gründe = Rn 24, Lak­ies, AR-Blat­tei SD AGB-Kon­trol­le Nr 35, Rn. 369)
a) Aus­nahms­wei­se können je­doch der­ar­ti­ge Zah­lungs­ver­pflich­tun­gen we­gen ei­ner übermäßigen Be­ein­träch­ti­gung der ar­beits­platz­be­zo­ge­nen Be­rufs­wahl­frei­heit des Ar­beit­neh­mers (Art. 12 Abs 1 Satz 1 GG) un­wirk­sam sein, So muss ei­ner­seits ei­ne Rück­zah­lungs­ver­pflich­tung bei verständi­ger Be­trach­tung ei­nem bil­li­gens­wer­ten In­ter­es­se des Ar­beit­ge­bers ent­spre­chen und an­de­rer­seits der Ar­beit­neh­mer mit der Fort­bil­dungs­maßnah­me ei­ne an­ge­mes­se­ne Ge­gen­leis­tung für die Rück­zah­lungs­ver­pflich­tung er­hal­ten ha­ben. Die für den Ar­beit­neh­mer zu­mut­ba­ren Bin­dun­gen sind nach der Recht­spre­chung vor Gel­tung der §§ 305 ff BGB auf Grund ei­ner Güter- und In­ter­es­sen­abwägung nach Maßga­be des Verhält­nismäßig­keits­grund­sat­zes un­ter Her­an­zie­hung al­ler Umstände des Ein­zel­fal­les zu er­mit­teln (BAG 5. De­zem­ber 2002 - 6 AZR 539/01 - AP BGB § 611 Aus­bil­dungs­bei­hil­fe Nr. 32 = NZA 2003, 559, zu 2 der Gründe = Rn. 15). Das In­ter­es­se des Ar­beit­ge­bers, der sei­nem Ar­beit­neh­mer ei­ne Aus- oder Wei­ter­bil­dung fi­nan­ziert, geht da­hin, die vom Ar­beit­neh­mer er­wor­be­ne Qua­li­fi­ka­ti­on möglichst lang­fris­tig für sei­nen Be­trieb nut­zen zu können (BAG 19. Fe­bru­ar 2004 - 6 AZR 552/02 - AP BGB § 611 Aus­bil­dungs­bei­hil­fe Nr. 33, zu 2a aa der Gründe = Rn. 24). Die­ses grundsätz­lich be­rech­tig­te In­ter­es­se ge­stat­tet es dem Ar­beit­ge­ber, als Aus­gleich für sei­ne fi­nan­zi­el­len Auf­wen­dun­gen von ei­nem sich vor­zei­tig ab­keh­ren­den Ar­beit­neh­mer die Kos­ten der Aus­bil­dung ganz oder zeit­an­tei­lig zurück­zu­ver­lan­gen. Die be­rech­tig­ten Be­lan­ge des Ar­beit­ge­bers sind ge­gen das In­ter­es­se des Ar­beit­neh­mers ab­zuwägen, sei­nen Ar­beits­platz oh­ne Be­las­tung mit Kos­ten frei wählen zu können. Die Abwägung hat sich ins­be­son­de­re dar­an zu ori­en­tie­ren, ob und in­wie­weit der Ar-
beit­neh­mer mit der Aus- oder Fort­bil­dung ei­nen geld­wer­ten Vor­teil er­langt, al­so in­wie­weit durch die Bil­dungs­maßnah­me der Markt­wert sei­ner Ar­beits­kraft erhöht wird (ständi­ge Recht­spre­chung, BAG 16. März 1994 - 5 AZR 339/92 - AP BGB § 611 Aus­bil­dungs­bei­hil­fe Nr, 18 = NZA 1994, 937, zu 111.1 der Gründe = Rn 62; vgl. zum Gan­zerr BAG 11. April 2006, aaO, zu 113e aa der Gründe = Rn. 25, Lak­ies, aaO, Rn. 374). Ei­ne Kos­ten­be­tei­li­gung ist dem Ar­beit­neh­mer um­so eher zu­zu­mu­ten, je größer der mit der Bil­dungs­maßnah­me ver­bun­de­ne be­ruf­li­che Vor­teil ist. Die Ge­gen­leis­tung für die durch die Rück­zah­lungs­klau­sel be­wirk­te Bin­dung kann dar­in lie­gen, dass der Ar­beit­neh­mer durch die Fort-und Wei­ter­bil­dungs­maßnah­me ei­ne Qua­li­fi­ka­ti­on erhält, die ihm auf dem all­ge­mei­nen Ar­beits­markt oder bei sei­nem ge­genwärti­gen Ar­beit­ge­ber be­ruf­li­che Möglich­kei­ten eröff­net, die ihm zu­vor ver­schlos­sen wa­ren. Auch Fort­bil­dungs­maßnah­men können für den Ar­beit­neh­mer von geld­wer­tem Vor­teil sein, der ei­ne Bin­dung recht­fer­ti­gen kann, sei es, dass er bei sei­nem bis­he­ri­gen Ar­beit­ge­ber die Vor­aus­set­zun­gen ei­ner höhe­ren Vergütung erfüllt oder sich die er­wor­be­nen Kennt­nis­se auch an­der­wei­tig nutz­bar ma­chen las­sen.. Dem­ge­genüber schei­det ei­ne Kos­ten­be­tei­li­gung des Ar­beit­neh­mers in der Re­gel aus, wenn die Fort­bil­dung nur in­ner­be­trieb­lich von Nut­zen ist oder le­dig­lich der Auf­fri­schung vor­han­de­ner Kennt­nis­se oder der An­pas­sung die­ser Kennt­nis­se an vom Ar­beit­ge­ber ver­an­lass­te neue­re be­trieb­li­che Ge­ge­ben­hei­ten dient (vgl. BAG 5.. De­zem­ber 2002, aaO, zu 2 der Gründe = Rn. 16)
b) Nach die­sen Grundsätzen kann nicht zwei­fel­haft sein, dass ei­ne Rück­zah­lungs­klau­sel für die im Streit­fall auf­ge­wen­de­ten Fort­bil­dungs­kos­ten grundsätz­lich zulässig war. Die Kläge­rin hat durch den Ab­schluss der Be­triebs­wir­tin HWK so­wohl ei­nen geld­wer­ten Vor­teil als auch be­ruf­li­che Vor­tei­le er­langt, oh­ne dass es in­so­weit dar­auf ankäme, ob sie hier­durch bei der Be­klag­ten auf­grund des „Auf­stiegs" zur As­sis­ten­tin der Geschäfts­lei­tung ei­ne höhe­re Vergütung er­zielt hat. Die Be­klag­te hat ein­ge­hend auf­ge­zeigt, dass die Fort­bil­dung mit dem an­er­kann­ten Ab­schluss nicht nur in­ner­be­trieb­lich von Nut­zen war und auch nicht le­dig­lich der Auf­fri­schung vor­han­de­ner Kennt­nis­se oder der An­pas­sung die­ser Kennt­nis­se an vom Ar­beit­ge­ber ver­an­lass­te oder zu ver­tre­ten­de neue­re be­trieb­li­che Ge­ge­ben­hei­ten dient, denn dies würde ei­ne Kos­ten­be­tei­li­gung der Kläge­rin aus­sch­ließen (vgl. nur: BAG 5. De­zem­ber 2002, aaO, Rn. 16). Viel­mehr können die er­wor­be­nen zusätz­li­chen Kennt­nis­se der Volks­wirt­schafts­leh­re, der Be­triebs­wirt­schafts­leh­re, des Per­so­nal­ma­nage­ments und des Rechts frag­los auch bei an­de­ren Ar­beit­ge­bern ein­ge­setzt wer­den und erhöhen da­mit auch die Chan­cen auf dem Ar­beits­markt, weil der Ar­beit­neh­mer sich
mit die­ser Zu­satz­qua­li­fi­ka­ti­on aus dem Kreis po­ten­ti­el­ler Mit­be­wer­bern her­aus­hebt, die le­dig­lich ei­ne büro­kaufmänni­sche Aus­bil­dung ha­ben. Des Wei­te­ren ermöglicht die­se Fort­bil­dung die wei­te­re Qua­li­fi­zie­rung durch ein FH-Stu­di­um.
c) Die Un­an­ge­mes­sen­heit der streit­ge­genständ­li­chen Rück­zah­lungs­klau­sel er­gibt sich hier aber dar­aus, dass sie hin­sicht­lich der Bin­dungs­dau­er zu weit ge­fasst ist.
aa) Auch bei be­ruf­li­chen Vor­tei­len für den Ar­beit­neh­mer müssen Fort­bil­dungs- und Bin­dungs­dau­er in ei­nem an­ge­mes­se­nen Verhält­nis ste­hen.. Die Höhe der Ar­beit­ge­ber­auf­wen­dun­gen und die Qua­lität der er­wor­be­nen Qua­li­fi­ka­ti­on hängen re­gelmäßig von der Dau­er der Fort­bil­dung ab (BAG 21. No­vem­ber 2001 - 5 AZR 158/00 - AP BGB § 611 Aus­bil­dungs­bei­hil­fe Nr.. 31 = NZA 2002, 551, zu 1.2b bb der Gründe = Rn 39) Ob­wohl ge­ra­de die Dau­er der Fort­bil­dung ein star­kes In­diz für die Qua­lität der er­wor­be­nen Qua­li­fi­ka­ti­on ist, kann im Ein­zel­fall auch bei kürze­rer Fort­bil­dung ei­ne verhält­nismäßig lan­ge Bin­dung ge­recht­fer­tigt sein, wenn der Ar­beit­ge­ber ganz er­heb­li­che Mit­tel auf­wen­det oder die Teil­nah­me an der Fort­bil­dung dem Ar­beit­neh­mer über­durch­schnitt­lich große Vor­tei­le bringt (BAG 15. De­zem­ber 1993 - 5 AZR 279/93 - AP BGB § 611 Aus­bil­dungs­bei­hil­fe Nr 17 = NZA 1994, 835, zu 112 b der Gründe = Rn 42).
bb) Zur Be­mes­sung der zulässi­gen Dau­er kann auch wei­ter­hin auf die Recht­spre­chung des Bun­des­ar­beits­ge­richts vor Gel­tung der §§ 305 ff BGB zurück­ge­grif­fen wer­den.
(1) Da­nach ist bei ei­ner Fort­bil­dungs­dau­er von bis zu ei­nem Mo­nat oh­ne Ver­pflich­tung zur Ar­beits­leis­tung un­ter Fort­zah­lung der Bezüge ei­ne Bin­dungs­dau­er von höchs­tens sechs Mo­na­ten zulässig (BAG 5.. De­zem­ber 2002, aaO, zu 5. der Gründe = Rn. 20 ff); bei ei­ner Fort­bil­dungs­dau­er von bis zu zwei Mo­na­ten ei­ne einjähri­ge Bin­dung (BAG 15. De­zem­ber 1993, aaO, zu 11,2 b der Gründe = Rn., 42); bei ei­ner Fort­bil­dungs­dau­er von drei bis vier Mo­na­ten ei­ne zweijähri­ge Bin­dung (BAG 6. Sep­tem­ber 1995 - 5 AZR 241/94 - AP BGB § 611 Aus­bil­dungs­bei­hil­fe Nr. 23 = NZA 1996, 314, zu 5 der Gründe = Rn. 33 ft); bei ei­ner Fort­bil­dungs­dau­er von sechs Mo­na­ten bis zu ei­nem Jahr kei­ne länge­re Bin­dung als drei Jah­re (BAG 23.. Fe­bru­ar 1983 - 5 AZR 531/80 - AP BGB § 611 Aus­bil­dungs­bei­hil­fe Nr. 6, zu 11 und 111 der Gründe = Rn., 26 ft; BAG 11. April 1984 - 5 AZR 430/82 - AP BGB § 611 Aus­bil­dungs­bei­hil­fe Nr. 8 = NZA 1984, 288, zu 11.3 der Gründe = Rn, 20; BAG 23. April 1986 - 5 AZR 159/85 - AP BGB § 611 Aus­bil­dungs­bei­hil­fe Nr. 10 = NZA 1986, 741, zu 11.,1 der Gründe = Rn. 16 ff) und bei ei­ner mehr als zweijähri­gen Dau­er von fünf Jah­ren
(BAG 19, Ju­ni 1974 - 5 AZR 299/73 - AP BGB § 611 Aus­bil­dungs­bei­hil­fe Nr. 1, zu 1 1 a der Gründe = Rn. 15; BAG 12 De­zem­ber 1979 - 5 AZR 1056/77 - AP BGB § 611 Aus­bil­dungs­bei­hil­fe Nr. 4, zu 11.2 der Gründe = Rn. 31 ft).
(2) Ge­mes­sen an die­sen für den Re­gel­fall ent­wi­ckel­ten Grundsätzen des Bun­des­ar­beits­ge­richts war im Streit­fall ei­ne Bin­dungs­dau­er von al­len­falls zwei Jah­ren ge­recht­fer­tigt. Die Fort­bil­dung der Kläge­rin um­fass­te le­dig­lich 500 St­un­den, von de­nen wie­der­um nur et­wa die Hälf­te auf die gewähr­te Frei­stel­lung ent­fie­len (32 Ar­beits­ta­ge x 8 St­un­den = 256 St­un­den). Die­se 500 St­un­den ent­spre­chen un­gefähr der Ar­beits­zeit von drei Mo­na­ten Auf­grund der An­rech­nung von Ur­laubs­ta­gen ent­sprach die ge­leis­te­te Ent­gelt­fort­zah­lung des Ar­beit­ge­bers aber nur ei­nem An­teil von 25 % der Aus­bil­dungs­zeit. Le­dig­lich un­ter Berück­sich­ti­gung der über­nom­me­nen Lehr­gangs- und Prüfungs­kos­ten ent­spra­chen die ge­leis­te­ten Zah­lun­gen in et­wa drei Brut­to­mo­nats­ent­gel­ten der Kläge­rin.
(3) Ent­ge­gen der Auf­fas­sung der Be­klag­ten recht­fer­tigt die kon­kre­te Kon­stel­la­ti­on auch bei ty­pi­sie­ren­der Be­trach­tungs­wei­se kei­ne länge­re Bin­dungs­dau­er als für den Re­gel­fall vor­ge­se­hen.
(3.1) Die Be­mes­sung der Bin­dungs­frist nach der Dau­er der je­wei­li­gen Bil­dungs­maßnah­me be­ruht nach der bis­he­ri­gen Recht­spre­chung des Bun­des­ar­beits­ge­richts zwar nicht auf rech­ne­ri­schen Ge­setzmäßig­kei­ten, son­dern auf richter­recht­lich ent­wi­ckel­ten Re­gel-wer­ten, die ein­zel­fall­be­zo­ge­nen Ab­wei­chun­gen zugäng­lich sind (BAG 6.. Sep­tem­ber 1995 - 5 AZR 241/94 - AP BGB § 611 Aus­bil­dungs­bei­hil­fe Nr. 23 = NZA 1996, 314, zu 4b der Gründe = Rn 31; BAG 5. De­zem­ber 2002, aaO, zu 3. der Gründe = Rn, 17, BAG 21, Ju­li 2005 - 6 AZR 452/04 - AP BGB § 611 Aus­bil­dungs­bei­hil­fe Nr 37 = NZA 2006, 542, zu 3b der Gründe = Rn. 21).
(3.2) Es sind je­doch kei­ne Umstände er­sicht­lich, die die gel­tend ge­mach­te Bin­dungs­dau­er von fünf Jah­ren recht­fer­ti­gen könn­ten We­der hat die Be­klag­te ganz er­heb­li­che Kos­ten über­nom­men noch hat die Kläge­rin ei­ne her­aus­ra­gen­de Qua­li­fi­ka­ti­on er­wor­ben, die ei­ne sol­che An­nah­me recht­fer­ti­gen könn­te.
(3.2.1) Im Ge­gen­satz zur bis­he­ri­gen, am kon­kre­ten Ein­zel­fall aus­ge­rich­te­ten Recht­spre­chung be­ruht die hier vor­zu­neh­men­de In­halts­kon­trol­le nach dem Recht der all­ge­mei­nen Geschäfts­be­din­gun­gen auf ei­ner ty­pi­sie­ren­den Be­trach­tung der Klau­sel, die oh­ne Rück­sicht auf in­di­vi­du­el­le Be­son­der­hei­ten der Ver­trags­par­tei­en vor­zu­neh­men ist (BAG 11. April
2006, aaO, zu 11,3 f der Gründe = Rn 28; Schmidt, NZA 2004, 1002, 1008; Lak­ies, aaO, Rn, 382).
(3.2.2) Die auf­ge­zeig­ten Kos­ten von 4.427,76 € stel­len kei­nen be­son­ders er­heb­li­chen Auf­wand dar. Sie ent­spre­chen der Größen­ord­nung nach dem Be­trag, der der Ent­schei­dung des BAG vom 5. De­zem­ber 2002 (aaO; dort 3.805,25 €) zu­grun­de ge­le­gen hat und der zur An­er­ken­nung ei­ner Bin­dungs­dau­er von le­dig­lich sechs Mo­na­ten geführt hat. Der Ver­weis der Be­klag­ten, dass es sich bei ihr um ein mit­telständi­sches Un­ter­neh­men han­delt kann schon we­gen der ty­pi­sie­ren­den Be­trach­tungs­wei­se kei­ne Berück­sich­ti­gung fin­den. Der von der Kläge­rin er­wor­be­ne Ab­schluss hat auch nicht zu ei­nem höhe­ren Vergütungs­an­spruch geführt. Nach den von der Be­klag­ten nicht sub­stan­ti­iert an­ge­grif­fe­nen Fest­stel­lung des Ar­beits­ge­richts be­trug die Vergütung der Kläge­rin bei ih­rem Aus­schei­den 1.329,36 € Das ent­spricht ex­akt der bei der Ein­stel­lung ver­ein­bar­ten Grund­vergütung von 2.600,- DM.. Auch die Ver­bes­se­rung der Chan­cen auf dem Ar­beits­markt recht­fer­tigt kei­ne an­de­re Be­ur­tei­lung. In den von dem Bun­des­ar­beits­ge­richt an­er­kann­ten Fällen ei­ner Bin­dungs­dau­er von fünf Jah­ren (BAG 19. Ju­ni 1974 und 12. De­zem­ber 1979, aaO) er­folg­ten Aus­bil­dun­gen, die zum Lehr­amt be­rech­tig­ten und da­mit ei­nen aka­de­mi­schen Ab­schluss ver­mit­tel­ten. Ei­ne sol­che er­heb­li­che Stei­ge­rung der Qua­li­fi­ka­ti­on liegt bei der Kläge­rin nicht vor. Die Be­klag­te trägt selbst vor, dass die ab­sol­vier­te Fort­bil­dung kei­nen aka­de­mi­schen Ab­schluss ver­mit­tel­te, son­dern le­dig­lich die Möglich­keit ei­nes fünf­s­e­mest­ri­gen Auf­bau­stu­di­ums an ei­ner Fach­hoch­schu­le eröff­ne­te. Von über­durch­schnitt­li­chen Vor­tei­len kann da­nach kei­ne Re­de sein Es kann nach al­le­dem des­halb auch nicht zwei­fel­haft sein, dass ei­ne fünfjähri­ge Bin­dungs­dau­er nicht ge­recht­fer­tigt ist und die Kläge­rin da­her un­an­ge­mes­sen be­nach­tei­ligt.
3. Die Rück­zah­lungs­klau­sel ist nicht mit der zulässi­gen Bin­dungs­dau­er auf­recht­zu­er­hal­ten.. Ei­ne gel­tungs­er­hal­ten­de Re­duk­ti­on der zu weit ge­fass­ten Klau­sel schei­det aus.
Un­wirk­sa­me Klau­seln sind grundsätz­lich nicht auf ei­nen mit dem Recht der All­ge­mei­nen Geschäfts­be­din­gun­gen zu ver­ein­ba­ren­den Re­ge­lungs­ge­halt zurück­zuführen. § 306 BGB sieht ei­ne sol­che Rechts­fol­ge nicht vor. Ei­ne Auf­recht­er­hal­tung mit ein­ge­schränk­tem In­halt wäre auch nicht mit dem Zweck der §§ 305 ff. BGB ver­ein­bar Es ist Ziel des Ge­set­zes, auf ei­nen an­ge­mes­se­nen In­halt der in der Pra­xis ver­wen­de­ten All­ge­mei­nen Geschäfts­be­din­gun­gen hin­zu­wir­ken. Dem Ver­wen­dungs­geg­ner soll die Möglich-
keit sach­ge­rech­ter In­for­ma­ti­on über die ihm aus dem vor­for­mu­lier­ten Ver­trag er­wach­sen­den Rech­te und Pflich­ten ver­schafft wer­den Die­ses Ziel ließe sich nicht er­rei­chen, wenn je­der Ver­wen­der von All­ge­mei­nen Geschäfts­be­din­gun­gen zunächst die Gren­ze des­sen über­schrei­ten könn­te, was er zu sei­nen Guns­ten in ge­ra­de noch ver­tret­ba­rer Wei­se ver­ein­ba­ren durf­te. Würde dies als zulässig an­ge­se­hen, hätte das zur Fol­ge, dass der Ver­trags­part­ner des Ver­wen­ders in der Ver­trags­ab­wick­lungs­pra­xis mit über­zo­ge­nen Klau­seln kon­fron­tiert würde. Erst in ei­nem Pro­zess könn­te er dann den Um­fang sei­ner Rech­te und Pflich­ten zu­verlässig er­fah­ren. Wer die Möglich­keit nut­zen kann, die ihm der Grund­satz der Ver­trags­frei­heit für die Auf­stel­lung von All­ge­mei­nen Geschäfts­be­din­gun­gen eröff­net, muss auch das vollständi­ge Ri­si­ko ei­ner Klau­sel­un­wirk­sam­keit tra­gen (BAG 28. Sep­tem­ber 2005 - 5 AZR 52/05 - AP BGB § 307 Nr 7 = NZA 2006, 149, zu 11.6 der Gründe = Rn. 38 ff,. BAG 11 April 2006, aaO, zu II. 4 der Gründe = Rn, 29 f) An­de­ren­falls lie­fe das Trans­pa­renz­ge­bot des § 307 Abs. 1 Satz 2 BGB weit­ge­hend leer (BAG 28. Sep­tem­ber 2005, aaO, zu 11.6a der' Gründe = Rn. 39) Der bis­he­ri­gen Recht­spre­chung des Bun­des­ar­beits­ge­richts zur Auf­recht­er­hal­tung der Klau­sel mit dem zulässi­gen Maß in ent­spre­chen­der An­wen­dung des § 139 BGB (vgl. BAG 6. Sep­tem­ber 1995, aa0,. BAG 5. De­zem­ber 2002, aaO, zu 5a der Gründe = Rn 21) ist mit der Ein­be­zie­hung der Ar­beits­verträge in den An­wen­dungs­be­reich der §§ 305 ff BGB (vgl. § 310 Abs. 4 Satz 2 BGB) die Grund­la­ge ent­zo­gen und kann des­halb nicht mehr an­ge­wandt wer­den (in die­sem Sin­ne auch Schmidt, NZA 2004, 1002, 1010).
4. Ge­setz­li­che Vor­schrif­ten oder richter­recht­li­che Rechts­grundsätze, die nach § 306 Abs. 2 BGB an­stel­le der un­wirk­sa­men Rück­zah­lungs­klau­sel zur An­wen­dung kom­men und ei­nen Rück­zah­lungs­an­spruch be­gründen könn­ten, be­ste­hen nicht. Die durch Richter­recht ent­wi­ckel­ten Maßstäbe sind kei­ne ge­set­zes­ver­tre­ten­den Min­dest­vor­ga­ben, son­dern bloße Ori­en­tie­rungs­hil­fen (Schmidt, NZA 2004, 1002, 1010, a. A.. wohl ErfK/Preis, 7. Aufl.., § 611 BGB Rn. 562).
5. Ei­ne ergänzen­de Ver­trags­aus­le­gung schei­det eben­falls aus.. Durch ei­ne sol­che würde die Re­ge­lung des § 307 BGB un­ter­lau­fen (so zu­tref­fend. Lak­ies, AGB im Ar­beits­recht, Rn 755, a.. A. wohl in­so­weit Schmidt NZA 2004, 1002, 1010).
a) Ei­ne ergänzen­de Ver­trags­aus­le­gung setzt vor­aus, dass der Re­ge­lungs­plan der Par­tei­en in­fol­ge der durch die Un­wirk­sam­keit ei­ner Ver­trags­klau­sel ent­stan­de­nen Lücke ei­ner Ver­vollständi­gung be­darf. Dies ist nur dann an­zu­neh­men, wenn die er­satz­lo­se Strei-
chung der un­wirk­sa­men Klau­sel kei­ne an­ge­mes­se­ne, den ty­pi­schen In­ter­es­sen des AGB-Ver­wen­ders und sei­nes Ver­trags­part­ners Rech­nung tra­gen­de Lösung bie­tet (BAG 12. Ja­nu­ar 2005 - 5 AZR 364/04 - AP BGB § 308 Nr. 1 = NZA 2005, 465, zu 1 der Gründe = Rn. 34; BAG 25. Mai 2005, aaO, zu 11/.8 der Gründe = Rn 33 f) Al­ler­dings recht­fer­tigt nicht je­de Ver­schie­bung der Ge­wich­te zu Las­ten des Ver­wen­ders die An­nah­me ei­ner ergänzungs­bedürf­ti­gen Lücke Ei­ne ergänzen­de Ver­trags­aus­le­gung kann dann in Fra­ge kom­men, wenn sich das Fest­hal­ten am Ver­trag für den Ver­wen­der als un­zu­mut­ba­re Härte im Sin­ne von § 306 Abs 3 BGB dar­stel­len würde. Im Rah­men der ergänzen­den Ver­trags­aus­le­gung ist dann zu fra­gen, was die Par­tei­en ver­ein­bart hätten, wenn ih­nen die ge­setz­lich an­ge­ord­ne­te Un­wirk­sam­keit der Klau­sel be­kannt ge­we­sen wäre (vgl.. BAG 12. Ja­nu­ar 2005 - 5 AZR 364/04 - aaO zur ergänzen­den Ver­trags­aus­le­gung ei­nes ge­gen § 308 Nr. 4, § 307 BGB ver­s­toßen­den un­be­schränk­ten Wi­der­rufs­vor­be­halts für über­ta­rif­li­che Lohn­be­stand­tei­le in ei­nem vor dem 1. Ja­nu­ar 2002 ge­schlos­se­nen For­mu­lar­ar­beits­ver­trag).
Es gilt, in Aus­rich­tung am hy­po­the­ti­schen Par­tei­wil­len und am Maßstab von Treu und Glau­ben ei­ne lücken­ausfüllen­de Er­satz­re­ge­lung zu fin­den. Während bei der gel­tungs­er­hal­ten­den Re­duk­ti­on nach der Gren­ze des am Maßstab der §§ 307 ff. BGB zu be­ur­tei­len­den "ge­ra­de noch Zulässi­gen" ge­sucht wird, er­strebt die ergänzen­de Ver­trags­aus­le­gung ei­nen bei­den Sei­ten so­weit wie möglich ge­recht wer­den­den Aus­gleich. Grundsätz­lich sind die Ge­rich­te we­der zu ei­ner gel­tungs­er­hal­ten­den Re­duk­ti­on un­wirk­sa­mer Klau­seln be­rech­tigt noch da­zu, durch ergänzen­de Ver­trags­aus­le­gung an die Stel­le ei­ner un­zulässi­gen Klau­sel die zulässi­ge Klau­sel­fas­sung zu set­zen, die der Ver­wen­der der All­ge­mei­nen Geschäfts­be­din­gun­gen vor­aus­sicht­lich gewählt ha­ben würde, wenn ihm die Un­zulässig­keit der be­an­stan­de­ten Klau­sel be­kannt ge­we­sen wäre (BAG 11.. April 2006, aaO, zu II. 7 der Gründe = Rn 34 ff)
b) Ei­ne ergänzen­de Aus­le­gung der Rück­zah­lungs­klau­sel da­hin ge­hend, dass ei­ne Bin­dungs­dau­er von zwei Jah­ren als ver­ein­bart gilt, würde der Be­klag­ten das Ri­si­ko der un­zulässig zu weit ge­fass­ten Klau­sel vollständig neh­men und ei­ne Ver­trags­hil­fe al­lein zu ih­ren Guns­ten dar­stel­len (Lak­ies, AGB im Ar­beits­recht, Rn. 755). Die Un­wirk­sam­keit der ver­wen­de­ten Klau­sel führt nicht zu ei­ner der­art kras­sen Störung des Gleich­ge­wichts, dass ei­ne ergänzen­de Ver­trags­aus­le­gung zu­guns­ten der Be­klag­ten ge­bo­ten wäre.. Es hätte an ihr ge­le­gen, sich die er­for­der­li­che Kennt­nis über den Um­fang der Zulässig­keit ei­ner Rück­zah­lungs­klau­sel zu ver­schaf­fen.. Da­zu hätte schon des­halb be­son­de­re Ver­an­las­sung be-
stan­den, da schon vor Gel­tung der AGB-Kon­trol­le im Ar­beits­verhält­nis über die §§ 138, 242 BGB durch die Ar­beits­ge­rich­te ei­ne In­halts­kon­trol­le zur zulässi­gen Bin­dungs­dau­er statt­fand und das Bun­des­ar­beits­ge­richt da­zu in ge­fes­tig­ter Recht­spre­chung ent­spre­chen­de Grundsätze auf­ge­stellt hat Nach den von dem Bun­des­ar­beits­ge­richt auf­ge­stell­ten Grundsätzen muss­te die Be­klag­te be­reits im Zeit­punkt der Ver­wen­dung der Klau­sel mit de­ren Un­wirk­sam­keit und dem er­satz­lo­sen Weg­fall gemäß § 306 Abs.. 2 BGB rech­nen (vgl. BAG 12. Ja­nu­ar 2005, aa0, zu 11.1 der Gründe = Rn., 34). Sie konn­te auch nicht mit ver­tret­ba­ren Gründen von der Wirk­sam­keit der Klau­sel aus­ge­hen.
6. Auf­grund der Un­wirk­sam­keit der Rück­zah­lungs­klau­sel war nicht mehr zu ent­schei­den, ob die Be­klag­te den Rück­zah­lungs­an­spruch recht­zei­tig nach Grund und Höhe im Sin­ne von § 14 des Ar­beits­ver­tra­ges gel­tend ge­macht hat.
C. Die Re­vi­si­on war we­gen grundsätz­li­cher Be­deu­tung (§ 72 Abs 2 Nr.. 1 ArbGG) zu­zu­las­sen.
I. Die­se ist dann ge­ge­ben, wenn die Klärung der ent­schei­dungs­er­heb­li­chen Rechts­fra­ge ent­we­der von all­ge­mei­ner Be­deu­tung für die Rechts­ord­nung ist oder we­gen ih­rer tatsächli­chen Aus­wir­kun­gen die In­ter­es­sen zu­min­dest ei­nes größeren Teils der All­ge­mein­heit berührt, Da­bei ist un­ter Rechts­fra­ge ei­ne Fra­ge zu ver­ste­hen, wel­che die Wirk­sam­keit, den Gel­tungs­be­reich, die An­wend­bar­keit oder den In­halt ei­ner Norm zum Ge­gen­stand hat (BAG 23, Ja­nu­ar 2007 9 AZN 792/06 - AP ArbGG 1979 § 72 Nr 66, zu 11 1 der Gründe = Rn. 5).
II. Ge­mes­sen an die­sen Grundsätzen war die ent­schei­dungs­er­heb­li­che Fra­ge der Rückführung der Bin­dungs­dau­er auf das zulässi­ge Maß von all­ge­mei­ner Be­deu­tung Die­se Rechts­fra­ge ist auch klärungs­bedürf­tig, weil sie bis­lang nicht höchst­rich­ter­lich ent­schie­den wur­de Die Ent­schei­dun­gen des Bun­des­ar­beits­ge­richts vom 11 April 2006 (aaO) und 23.. Ja­nu­ar 2007 (aaO), in de­nen so­wohl die gel­tungs­er­hal­ten­de Re­duk­ti­on als auch die ergänzen­de Ver­trags­aus­le­gung ab­ge­lehnt wur­den, be­tra­fen nicht die vor­lie­gen­de Fall­kon­stel­la­ti­on zu den Rechts­fol­gen ei­ner zu lan­gen Bin­dungs­dau­er
RE­VISION ein­ge­legt wer­denDie Re­vi­si­on muss
Bun­des­ar­beits­ge­richt, Hu­go-Preuß-Platz 1, 99084 Er­furt, Fax: (0361) 2636 - 2000
in­ner­halb von zwei Mo­na­ten nach Zu­stel­lung die­ses Ur­teils schrift­lich zu be­gründen.
Die Re­vi­si­ons­schrift und die Re­vi­si­ons­be­gründung müssen von ei­nem bei ei­nem deut­schen Ge­richt zu­ge­las­se­nen Rechts­an­walt un­ter­zeich­net sein.	m.hensche.de
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 § 69
 § 307
 § 306
 § 66
 § 222
 § 187
 § 188
 § 518
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 § 66
 § 222
 § 307
 § 310
 Art. 229
 § 5
 § 305
 § 310
 § 310
 § 305
 § 306
 § 13
 § 6
 § 310
 § 307
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 § 309
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 § 6111
 § 611
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 § 139
 § 310
 § 306
 § 611
 § 307
 § 308
 § 306
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 § 307
 § 306
 § 14
 § 72