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Timestamp: 2016-10-28 04:32:17+00:00

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8C_150/2015 {T�0/2} � � Urteil vom 6. November 2015
Die 1960 geborene A.________ war seit 1. Oktober 1999 im Umfang von 60 % als Sachbearbeiterin bei der B.________ t�tig, als sie sich am 20. Dezember 2011 unter Hinweis auf ein Burnout durch Mobbing bei der Invalidenversicherung zum Leistungsbezug anmeldete. Die IV-Stelle des Kantons Z�rich nahm erwerbliche und medizinische Abkl�rungen vor. Unter anderem gest�tzt auf ein durch die Personalvorsorge C.________ in Auftrag gegebenes Gutachten der Frau Dr. med. D.________, FMH Psychiatrie und Psychotherapie, vom 3. September 2012, verneinte sie mit Verf�gung vom 22. August 2013 einen Leistungsanspruch.
Die von der Personalvorsorge C.________ und A.________ hiergegen erhobene Beschwerde wies das Sozialversicherungsgericht des Kantons Z�rich mit Entscheid vom 23. Januar 2015 ab.
A.________ l�sst dagegen Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten f�hren und beantragen, in Aufhebung des vorinstanzlichen Entscheids und der Verf�gung vom 22. August 2013 seien ihr die gesetzlichen Leistungen der Invalidenversicherung, insbesondere ab 1. April 2012 eine ganze Rente, mindestens eine Dreiviertelsrente, zuzusprechen.
Die IV-Stelle schliesst auf Abweisung der Beschwerde. Die beigeladene Personalvorsorge C.________ verzichtet ebenso wie das Bundesamt f�r Sozialversicherungen auf eine Vernehmlassung. Mit einer weiteren Eingabe vom 17. September 2015 nimmt die Versicherte zur zumutbaren Arbeitsf�higkeit im Lichte der mit BGE 141 V 281 ge�nderten und pr�zisierten Rechtsprechung gem�ss BGE 130 V 352 erg�nzend Stellung und h�lt an den gestellten Antr�gen fest.
2.1.�Im angefochtenen Entscheid sind die Bestimmungen und Grunds�tze zu den Begriffen Invalidit�t und Erwerbsunf�higkeit, zur Aufgabe von Arzt und �rztin bei der Invalidit�tsbemessung sowie zur Beweisw�rdigung, namentlich bez�glich �rztlicher Berichte und Gutachten, zutreffend dargelegt. Hervorzuheben ist, dass die Beurteilung sozialversicherungsrechtlicher Leistungsanspr�che verl�sslicher medizinischer Entscheidungsgrundlagen bedarf. Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob dieser f�r die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden ber�cksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Beurteilung der medizinischen Zusammenh�nge und der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen des Experten begr�ndet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1 S. 232 mit Hinweis).
2.1.1.�Das Bundesgericht hat sich im Leiturteil BGE 141 V 281 einl�sslich mit der Rechtsprechung zu anhaltenden somatoformen Schmerzst�rungen (BGE 130 V 352) und damit vergleichbaren psychosomatischen Leiden (vgl. BGE 140 V 8 E. 2.2.1.3 S. 13 f.) befasst. Es entschied, die �berwindbarkeitsvermutung aufzugeben und das bisherige Regel/Ausnahme-Modell durch einen strukturierten normativen Pr�fungsraster zu ersetzen. Es ist zu pr�fen, ob und welche Auswirkungen diese Rechtsprechungs�nderung auf den hier zu beurteilenden Fall hat.
2.1.2.�Bei der Absch�tzung der Folgen aus den diagnostizierten gesundheitlichen Beeintr�chtigungen nimmt zuerst der Arzt Stellung zur Arbeitsf�higkeit. Seine Einsch�tzung ist eine wichtige Grundlage f�r die anschliessende juristische Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistung der versicherten Person noch zugemutet werden kann (BGE 141 V 281 E. 5.2.1 mit Hinweisen S. 306). Im Hinblick auf die Beurteilung, ob eine anhaltende somatoforme Schmerzst�rung - oder ein vergleichbares psychosomatisches Leiden - invalidisierend wirkt, z�hlen als�
Tatsachenfeststellungen, welche das Bundesgericht nur eingeschr�nkt �berpr�fen kann, alle Feststellungen der Vorinstanz, die auf der W�rdigung von �rztlichen Angaben und Schlussfolgerungen betreffend Diagnose und Folgenabsch�tzung beruhen. Als�
Rechtsfrage�frei �berpr�fbar ist hingegen, ob und in welchem Umfang die �rztlichen Feststellungen anhand der rechtserheblichen Indikatoren auf Arbeitsunf�higkeit (Art. 6 ATSG) schliessen lassen (BGE 141 V 281 E. 7 S. 308 f.) und ob die allgemeinen rechtlichen Beweiswertkriterien gem�ss BGE 134 V 231 E. 5.1 S. 232 eingehalten sind (vgl. BGE 141 V 281 E. 10.1.1 S. 309 f.).
2.2.�In intertemporalrechtlicher Hinsicht ist sinngem�ss wie in BGE 137 V 210 (betreffend die rechtsstaatlichen Anforderungen an die medizinische Begutachtung) vorzugehen. Nach diesem Entscheid verlieren gem�ss altem Verfahrensstandard eingeholte Gutachten nicht per se ihren Beweiswert. Vielmehr ist im Rahmen einer gesamthaften Pr�fung des Einzelfalls mit seinen spezifischen Gegebenheiten und den erhobenen R�gen entscheidend, ob ein abschliessendes Abstellen auf die vorhandenen Beweisgrundlagen vor Bundesrecht standh�lt (BGE a.a.O. E. 6 in initio S. 266). In sinngem�sser Anwendung auf die nunmehr materiell-beweisrechtlich ge�nderten Anforderungen ist in jedem einzelnen Fall zu pr�fen, ob die beigezogenen administrativen und/oder gerichtlichen Sachverst�ndigengutachten - gegebenenfalls im Kontext mit weiteren fach�rztlichen Berichten - eine schl�ssige Beurteilung im Lichte der massgeblichen Indikatoren erlauben oder nicht. Je nach Abkl�rungstiefe und -dichte kann zudem unter Umst�nden eine punktuelle Erg�nzung gen�gen (BGE 141 V 281 E. 8 S. 309).
3.2.1.�Das kantonale Gericht stellte fest, das psychiatrische Gutachten vom 3. September 2012, worin eine atypische Depression (ICD-10 F32.8), eine anhaltende somatoforme Schmerzst�rung (ICD-10 F45.4) sowie die Verdachtsdiagnosen einer kombinierten Pers�nlichkeitsst�rung (ICD-10 F61.0) und einer leichten organischen St�rung��� (ICD-10 F06.7) festgehalten worden seien, werfe in diagnostischer Hinsicht Fragen auf. Frau Dr. med. D.________ habe ausgef�hrt, aufgrund der bisherigen Lebensbew�ltigung sei keine Pers�nlichkeitsst�rung zu diagnostizieren. Dies mit dem Hinweis, vielleicht verf�gten die behandelnden �rzte jedoch �ber mehr Informationen, weshalb sie als Gutachterin dennoch eine Pers�nlichkeitsst�rung verdachtsweise diagnostiziert habe. Weiter w�rde die Gutachterin darauf hinweisen, dass nirgends von einem depressiven Affekt die Rede sei, und auch das rege Aktivit�tsniveau der Versicherten spreche gegen das Vorliegen einer depressiven Episode. Als Begr�ndung f�r die trotzdem diagnostizierte atypische Depression habe sie lediglich auf den "Gesamteindruck depressiver Natur" hingewiesen. Die anhaltende somatoforme Schmerzst�rung sei mit einem gewissen Vorbehalt gestellt worden, da die Beschwerdef�hrerin nicht auf eine somatische Begr�ndung der Migr�ne und Kopfschmerzen fixiert sei und der Schmerz keine so zentrale Rolle in ihren Gedanken spiele.
3.2.2.�Die Vorinstanz erwog weiter, das Gutachten verm�ge ebenso wenig hinsichtlich der hieraus abgeleiteten vollst�ndigen Arbeitsunf�higkeit f�r s�mtliche T�tigkeiten zu �berzeugen. Es sei nicht nachvollziehbar, dass etwa die Funktionen Planung, Strukturierung von Aufgaben, Entscheidungs- und Urteilsf�higkeit, Kontakt zu Dritten und Gruppenf�higkeit mittelgradig (die Durchhaltef�higkeit sogar schwer) beeintr�chtigt sein sollen. Der vielseitige, ereignisreiche und auch mit sozialer Interaktion stattfindende Alltag der Versicherten ebenso wie die Planung, Vorbereitung und Pflege erholsamer Ferienzeiten liessen allesamt nicht erkennen, worin die genannten Beeintr�chtigungen bestehen sollten. Die einzige sichtbare Limitation sei, dass sich die Versicherte der Zumutung einer Erwerbsarbeitsstruktur mit den entsprechenden Anforderungen nicht gewachsen f�hle.
3.2.3.�Sodann hat das kantonale Gericht zwar den Bericht der behandelnden Dr. med. E.________, Facharzt f�r Psychiatrie und Psychotherapie, und lic. phil. F.________, Psychologe FSP, vom 6. M�rz 2012 in die Beweisw�rdigung miteinbezogen, seine Feststellungen bez�glich Arbeitsf�higkeit indessen ebenfalls nicht darauf abgest�tzt, weil darin "eine volle Berentung f�r angezeigt" erachtet worden sei, damit sich die Versicherte die n�tige Zeit f�r die Stabilisierung und Genesung nehmen k�nne, was jedoch der Zust�ndigkeitsaufteilung zwischen medizinischer Beurteilung und rechtsanwendender Anspruchspr�fung deutlich widerspreche und nur mit der �rztlichen auftragsrechtlichen Vertrauensstellung erkl�rt werden k�nne.
3.3.1.�Das Gericht hat zutreffend erkannt, dass die psychiatrische Expertise vom 3. September 2012 hinsichtlich des Anspruchs an eine fach�rztlich einwandfreie Diagnosestellung nicht gen�gt, wenn Frau Dr. med. D.________ die (mit Vorbehalt) gestellte Diagnose einer anhaltenden somatoformen Schmerzst�rung einzig damit begr�ndet, dass die Beschwerdef�hrerin seit Kindheit an Migr�ne und Kopfschmerzen ohne somatischen Befund leide, welche sie nach deren Zunahme neurologisch habe abkl�ren wollen, der aufgesuchte Facharzt ihr aber gesagt haben soll, er sei der falsche Arzt. Dies spreche gem�ss Frau Dr. med. D.________ f�r eine somatoforme Schmerzst�rung wie auch die Tatsache, dass die Schmerzen vermehrt bei emotionaler Belastung aufgetreten seien; als weniger spezifisch wird die Tatsache erw�hnt, dass die Versicherte nicht auf eine somatische Begr�ndung der Schmerzen fixiert sei sowie der Schmerz keine so zentrale Rolle in ihren Gedanken spiele. Es ist nicht zu beanstanden, wenn das kantonale Gericht die gutachterlichen Darlegungen �ber das dadurch eingeschr�nkte Leistungsverm�gen nicht als zuverl�ssige Entscheidgrundlage erachtete, wobei die Gutachterin in ihrer erg�nzenden Stellungnahme vom 31. Oktober 2012 die Arbeitsf�higkeit einzig durch die depressive Symptomatik und nicht durch die Schmerzproblematik beeintr�chtigt sah. Nach den Feststellungen der Vorinstanz hielt die Expertin Dr. med. D.________ fest, es sei kein depressiver Affekt vorliegend, verneinte unter Hinweis auf das rege Aktivit�tsniveau eine depressive Episode und gelangte einzig mit der Begr�ndung eines depressiven Gesamteindrucks zur Diagnose einer atypischen Depression, die jedoch nach der ICD-10-Klassifikation nicht als eigenst�ndige Diagnose aufgef�hrt ist, sondern unter F32.8 (sonstige depressive Episoden) kodiert werden muss. Eine fach�rztlich schl�ssig ausgewiesene, invalidisierende psychische St�rung hat die Vorinstanz hieraus zu Recht nicht abgeleitet. Es fehlen zum einen Angaben dar�ber, worauf sich die Diagnose in klassifikatorischer Hinsicht gem�ss ICD-10 F32.8 st�tzt und woraus sich der ihrer Ansicht nach massgebende "Gesamteindruck depressiver Natur" ergibt. Zum andern wird die vollst�ndige Arbeitsunf�higkeit in der angestammten und in leidensadaptierten T�tigkeiten mit der depressiven Symptomatik begr�ndet, die zur Arbeitsunf�higkeit aufgef�hrten Beeintr�chtigungen (E. 3.2.2 hievor) jedoch nicht in einen nachvollziehbaren Sachzusammenhang mit der Diagnose gestellt. Auch unter Ber�cksichtigung der neuen Rechtsprechung h�lt damit das Gutachten den daran gestellten Anforderungen ebenso wenig stand wie der �rztliche Bericht des Dr. med. E.________ und des lic. phil. F.________ vom 6. M�rz 2012.
3.3.2.�Soweit die Beschwerdef�hrerin die vorinstanzliche Nichtber�cksichtigung des im kantonalen Verfahren eingereichten neueren Berichts des Dr. med. E.________ und des lic. phil. F.________ vom 23. September 2013 r�gt, kann das Bundesgericht mit Blick auf die Rechtsverletzung, die aus der Nichtbehandlung von potenziell entscheidungserheblichen Beweismitteln resultiert, die entsprechenden Aktenst�cke selber w�rdigen und beurteilen, ob die vorinstanzliche Sachverhaltsfeststellung zu korrigieren ist (Art. 105 Abs. 2 BGG; Urteil 8C_492/2013 vom 10. Februar 2014 E. 5.4).
Die im Zuge des kantonalen Gerichtsverfahrens verfasste Stellungnahme verweist in medizinischer Hinsicht auf die Darlegungen im Bericht vom 6. M�rz 2012 und betont schliesslich nochmals die Eigenst�ndigkeit der depressiven Erkrankung sowie den Umstand, dass nicht die Kopfschmerzen im Vordergrund st�nden. Soweit und sofern sich der Bericht �berhaupt auf den massgebenden Verf�gungszeitpunkt bezieht, vermag er die vorinstanzlichen Sachverhaltsfeststellungen in Bezug auf die W�rdigung der medizinischen Akten nicht als offensichtlich unrichtig erscheinen zu lassen.
3.4.�Angesichts dieser letztlich nicht schl�ssigen Angaben zur zumutbaren Restarbeitsf�higkeit l�sst sich der Grad der Arbeitsunf�higkeit auf Grund der vorhandenen medizinischen Unterlagen nicht zuverl�ssig bestimmen, da weder das psychiatrische Gutachten noch die weiteren medizinischen Unterlagen - wie dargelegt - �berzeugend und widerspruchsfrei die attestierte volle Arbeitsunf�higkeit zu begr�nden verm�gen. Bei dieser Aktenlage stellt der vorinstanzliche Verzicht auf zus�tzliche Abkl�rungen eine Verletzung des Untersuchungsgrundsatzes (Art. 61 lit. c ATSG) dar, da damit der rechtserhebliche Sachverhalt in wesentlichen Punkten unvollst�ndig abgekl�rt wurde. Im vorinstanzlichen Entscheid fehlt es an verbindlichen Feststellungen zur Arbeits (un) f�higkeit der Versicherten. Die Sache ist an die Vorinstanz zur�ckzuweisen, damit sie die offenen Fragen zu Diagnosen, Gesundheitszustand und Arbeitsf�higkeit der Versicherten mittels Einholung eines psychiatrischen Obergutachtens veranlasse und gest�tzt darauf neu entscheide. Dabei wird allenfalls - je nach Diagnosestellung - die Rechtsprechung des Bundesgerichts zu anhaltenden somatoformen Schmerzst�rungen und vergleichbaren psychosomatischen Leiden gem�ss BGE 141 V 281 E. 5.2 S. 306 ff. zu ber�cksichtigen sein.
4.1.�Die R�ckweisung der Sache an die Verwaltung oder an das kantonale Gericht zu erneuter Abkl�rung gilt f�r die Frage der Auferlegung der Gerichtskosten wie auch der Parteientsch�digung als vollst�ndiges Obsiegen im Sinne von Art. 66 Abs. 1 sowie Art. 68 Abs. 1 und 2 BGG, unabh�ngig davon, ob sie beantragt und ob das entsprechende Begehren im Haupt- oder im Eventualantrag gestellt wird (BGE 137 V 210 E. 7.1 S. 271 mit Hinweisen).
4.2.�Die unterliegende IV-Stelle tr�gt die Gerichtskosten und bezahlt der Beschwerdef�hrerin eine Parteientsch�digung (Art. 66 Abs. 1 und Art. 68 Abs. 1 BGG).
Die Beschwerde wird teilweise gutgeheissen. Der Entscheid des Sozialversicherungsgerichts des Kantons Z�rich vom 23. Januar 2015 wird aufgehoben. Die Sache wird zu erg�nzender Abkl�rung und neuer Entscheidung an die Vorinstanz zur�ckgewiesen. Im �brigen wird die Beschwerde abgewiesen.
Dieses Urteil wird den Parteien, dem Sozialversicherungsgericht des Kantons Z�rich, der Personalvorsorge C.________ und dem Bundesamt f�r Sozialversicherungen schriftlich mitgeteilt.

References: BGE 
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 BGE 
 Art. 66
 Art. 68
 Art. 68