Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=BFH&Datum=09.01.2013&Aktenzeichen=I%20R%2033%2F11
Timestamp: 2019-05-24 08:31:23+00:00

Document:
BFH, 09.01.2013 - I R 33/11 - dejure.org
https://dejure.org/2013,9102
BFH, 09.01.2013 - I R 33/11 (https://dejure.org/2013,9102)
BFH, Entscheidung vom 09.01.2013 - I R 33/11 (https://dejure.org/2013,9102)
BFH, Entscheidung vom 09. Januar 2013 - I R 33/11 (https://dejure.org/2013,9102)
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Bilanzsteuerrechtliche Behandlung von Pfandgeldern bei einem Mineralbrunnenbetrieb; Kein Vollzugsdefizit wegen "faktischer Unmöglichkeit"; Ermittlung der Miteigentumsquote am Leergut-Pool
§ 5 Abs 1 S 1 EStG 1997, § 5 Abs 1 S 1 EStG 2002, § 6 Abs 1 Nr 2 EStG 1997, § 6 Abs 1 Nr 2 EStG 2002, § 6 Abs 1 Nr 3 EStG 1997
Behandlung von Pfandgeldern bei einem Mineralbrunnenbetrieb
Kurznachricht zu "Das Nutzungsrecht bei Mehrrücknahmen durch Mineralbrunnenbetriebe und dessen bilanzielle Behandlung" von RA/StBer/FASteuerR Dr. Wilfried Krieger, original erschienen in: DStR 2014, 1989 - 1994.
Kurznachricht zu ""Kästchendenken" beim Mehrwegleergut im Umsatz- und Ertragsteuerrecht" von RA/StB Dr. Jörg Schothöfer, original erschienen in: DStR 2015, 268 - 273.
BFH, 17.05.2011 - I R 33/11
BFHE 240, 226
BB 2013, 1326
DB 2013, 1090
Ein solcher Ausschluss des Eigentümers liegt z.B. vor, wenn der Herausgabeanspruch des Eigentümers keine wirtschaftliche Bedeutung mehr hat oder nicht mehr besteht (…vgl. z.B. BFH-Urteile vom 8. Juni 1995 IV R 67/94, BFH/NV 1996, 101; vom 9. Januar 2013 I R 33/11, BFHE 240, 226;… BFH-Beschluss vom 29. März 2012 II B 65/11, BFH/NV 2012, 1094).
Dabei ist auf den normalen Verlauf der Dinge abzustellen, d.h. maßgebend ist der für die gewählte Gestaltung typische Verlauf (vgl. BFH-Urteil in BFHE 240, 226, zu Leergutmehrwegsystemen; BFH-Urteil vom 27. November 1996 X R 92/92, BFHE 182, 104, BStBl II 1998, 97).
Dies ist der Fall, wenn eine Forderung entweder rechtlich bereits entstanden ist oder die für die Entstehung wesentlichen wirtschaftlichen Ursachen im abgelaufenen Geschäftsjahr gesetzt worden sind und der Kaufmann mit der künftigen Entstehung der Forderung fest rechnen kann (Urteil des Bundesfinanzhofs --BFH-- vom 9. Januar 2013 I R 33/11, BFHE 240, 226).
Auch von einer wirtschaftlichen Entstehung kann bei einer echten aufschiebenden Bedingung, bei der der Eintritt noch ungewiss ist, nicht ausgegangen werden (BFH-Urteile vom 26. April 1995 I R 92/94, BFHE 177, 444, BStBl II 1995, 594; vom 9. Januar 2013 I R 33/11; vgl. z.B. auch Ellrott/Roscher in Beck Bil-Komm., 8. Aufl., § 247 Rz 77; Kleinle/Dreixler in Herrmann/Heuer/Raupach --HHR--, § 6 EStG Rz 906; Schuster, jurisPR-SteuerR 45/2011, Anm. 3, unter C; Bode, Finanz-Rundschau 2011, 1004).
Die Auslegung eines Steuertatbestandes muss sich jedoch an der materiellen Richtigkeit des Ergebnisses ausrichten; die Verfahrenspraktikabilität ist in erster Linie vom Gesetzgeber bei Erlass des materiellen Tatbestands zu beachten (BFH-Urteil vom 9.1.2013 I R 33/11, BFHE 240, 226).
Bei einer echten aufschiebenden Bedingung kann auch von einer wirtschaftlichen Entstehung, bei der der Eintritt noch ungewiss ist, nicht ausgegangen werden (vgl. BFH-Urteile vom 26. April 1995 I R 92/94, BFHE 177, 444 , BStBl II 1995, 594 ; vom 9. Januar 2013 I R 33/11, BFH/NV 2013, 1326; Schuster, jurisPR-SteuerR 45/2011, Anm. 3, unter C; Bode, Finanz-Rundschau 2011, 1004).

References: § 5
 § 5
 § 6
 § 6
 § 6
 § 247
 § 6