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Timestamp: 2019-11-17 03:20:00+00:00

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Untreue | Rechtslupe
Nach § 266 Abs. 1 StGB macht sich straf­bar, wer gegen eine ihm oblie­gen­de Ver­mö­gens­be­treu­ungs­pflicht ver­stößt und hier­durch dem Ver­mö­gen des Treu­ge­bers einen Nach­teil zufügt. Der Tat­er­folg der Untreue ist durch einen Ver­gleich des gesam­ten betreu­ten Ver­mö­gens vor und nach der pflicht­wid­ri­gen Hand­lung unter wirt­schaft­li­chen Gesichts­punk­ten zu prü­fen . Nach der
Der Finanz­vor­stand einer Akti­en­ge­sell­schaft ver­letzt sei­ne Treue­pflicht dadurch, dass er ent­ge­gen der Sorg­falt eines ordent­li­chen und gewis­sen­haf­ten Geschäfts­lei­ters (§ 93 Abs. 1 Satz 1 AktG) sowie unter Ver­stoß gegen das han­dels­recht­li­che Gebot der Voll­stän­dig­keit und Rich­tig­keit der Buch­füh­rung (§ 239 Abs. 2 HGB) dar­an mit­wirkt, dass Ver­mö­gens­ge­gen­stän­de durch inhalt­lich fal­sche Buchungs­vor­gän­ge aus der
Die in § 266 Abs. 1 StGB vor­aus­ge­setz­te Ver­mö­gens­be­treu­ungs­pflicht folgt für den Stadt­käm­me­rer bzw. den (Ober-)Bürgermeister schon aus die­sem Amt. Ihnen obliegt es auf­grund ihres Amtes im Rah­men ihrer jewei­li­gen Tätig­keit, die Finanz­wirt­schaft der Stadt gemäß den gesetz­lich gere­gel­ten Haus­halts­be­stim­mun­gen selbst­stän­dig zu füh­ren, alle für eine geord­ne­te Finanz­wirt­schaft erfor­der­li­chen Maß­nah­men zu
Spe­ku­la­ti­ons­ge­schäf­te aus der Stadt­kas­se
Der Bun­des­ge­richts­hof hat die Ver­ur­tei­lung der ehe­ma­li­gen Pforz­hei­mer Ober­bür­ger­meis­te­rin und der Stadt­käm­me­rin wegen Untreue auf­ge­ho­ben. Das Land­ge­richt Mann­heim hat die ange­klag­te Stadt­käm­me­rin W. wegen Untreue in fünf Fäl­len zu einer Gesamt­frei­heits­stra­fe von zwei Jah­ren und die Ober­bür­ger­meis­te­rin A. wegen Untreue in drei Fäl­len zu einer Gesamt­frei­heits­stra­fe von einem Jahr und
Ver­jäh­rung bei der Untreue
Für das Ver­ge­hen der Untreue nach § 266 Abs. 1 StGB gilt nach § 78 Abs. 3 Nr. 4 StGB eine Ver­jäh­rungs­frist von fünf Jah­ren und eine abso­lu­te Ver­jäh­rungs­frist von zehn Jah­ren. Die den Lauf der Ver­jäh­rung in Gang set­zen­de Been­di­gung tritt beim Straf­tat­be­stand der Untreue mit dem end­gül­ti­gen Ver­mö­gens­ver­lust ein . Bun­des­ge­richts­hof,
Mit der Bedeu­tung des kom­mu­nal­recht­li­chen Spe­ku­la­ti­ons­ver­bots für die Pflicht­wid­rig­keit im Sin­ne von § 266 StGB bei dem Umgang mit haus­halts­recht­li­chen Bin­dun­gen unter­lie­gen­dem Ver­mö­gen hat­te sich aktu­ell der Bun­des­ge­richts­hof zu befas­sen: Eine Ver­mö­gens­be­treu­ungs­pflicht ist gege­ben, wenn den Täter eine inhalt­lich beson­ders her­aus­ge­ho­be­ne Pflicht zur Wahr­neh­mung frem­der Ver­mö­gens­in­ter­es­sen trifft, im Rah­men derer
Untreue – und das gewerbs­mä­ßi­ge Han­deln des Gehil­fen
Nach dem Regel­bei­spiel des § 266 Abs. 2 i.V.m. § 263 Abs. 3 Satz 2 Nr. 1 Alter­na­ti­ve 1 StGB liegt ein beson­ders schwe­rer Fall der Untreue in der Regel vor, "wenn der Täter … gewerbs­mä­ßig … han­delt". Der Geset­zes­wort­laut spricht gegen die Annah­me eines Regel­bei­spiels, wenn nicht der Täter, son­dern aus­schließ­lich der Gehil­fe
Inves­ti­ti­ons­zu­la­gen­ent­schei­dun­gen – und die Ver­mö­gens­be­treu­ungs­pflicht lei­ten­der Finanz­be­am­ten
Der Bun­des­ge­richts­hof hat den Frei­spruch zwei­er lei­ten­der Finanz­be­am­ter trotz unbe­rech­tig­ter Aus­zah­lung von Inves­ti­ti­ons­zu­la­gen bestä­tigt. Die Staats­an­walt­schaft hat den bei­den Ange­klag­ten, die in den Jah­ren 2003 bis 2005 als lei­ten­de Finanz­be­am­te im Finanz­mi­nis­te­ri­um des Lan­des Meck­­len­burg-Vor­­­pom­­mern unter ande­rem mit Fra­gen der Gewäh­rung von Inves­ti­ti­ons­zu­la­gen für för­de­rungs­wür­di­ge Bau­vor­ha­ben befasst waren, Untreue­hand­lun­gen zur
Ein Ver­mö­gens­nach­teil im Sin­ne von § 266 StGB ist durch einen (Wert-)Vergleich des gesam­ten betrof­fe­nen Ver­mö­gens vor und nach der bean­stan­de­ten Ver­hal­tens­wei­se des ver­mö­gens­be­treu­ungs­pflich­ti­gen Täters zu bestim­men . Maß­geb­lich ist der Ver­gleich des Ver­mö­gens­werts unmit­tel­bar vor und nach den pflicht­wid­ri­gen Ver­hal­tens­wei­sen zu Las­ten des bzw. der betrof­fe­nen Ver­mö­gen . Für
Untreue in der Fonds­ge­sell­schaft – und die Nach­tei­le der Gesell­schaf­ter
In Fäl­len, in denen dem Ver­mö­gen als Kom­man­dit­ge­sell­schaft ver­fass­ter Fonds­ge­sell­schaf­ten und ihrer Gesell­schaf­ter Nach­tei­le zuge­fügt wor­den sind, bedarf es weder für den Schuld­spruch noch für den straf­zu­mes­sungs­re­le­van­ten Schuld­um­fang nähe­rer Fest­stel­lun­gen zu der Anzahl der jeweils betrof­fe­nen Gesell­schaf­ter und dem Umfang ihrer jewei­li­gen Betei­li­gung an den Gesell­schafts­ver­mö­gen. Nach der bis­he­ri­gen Recht­spre­chung
Die Anwen­dung des Untreu­e­tat­be­stands ist auf "kla­re und deut­li­che" Fäl­le pflicht­wid­ri­gen Han­delns zu beschrän­ken; gra­vie­ren­de Pflicht­ver­let­zun­gen las­sen sich nur dann beja­hen, wenn die Pflicht­ver­let­zung evi­dent ist . Aller­dings liegt bei einem Ver­stoß gegen § 93 Abs. 1 Satz 1 AktG stets eine "gra­vie­ren­de" bzw. "evi­den­te" Pflicht­ver­let­zung im Sin­ne die­ser Recht­spre­chung vor. Als
Untreue – und die Nach­teils­zu­fü­gung
Die Nach­teils­zu­fü­gung ist bei der Untreue als Ver­mö­gens­de­likt allein durch einen Ver­gleich des Ver­mö­gens, das der Betreu­te ohne die Pflicht­ver­let­zung des Täters hät­te, mit dem Ver­mö­gen fest­zu­stel­len, über das er infol­ge der Pflicht­ver­let­zung ver­fügt. Dabei ist jeder Vor­teil zu berück­sich­ti­gen, der durch die pflicht­wid­ri­ge Hand­lung erzielt wor­den ist. Zum Ver­mö­gen
Bei nor­ma­ti­ven Tat­be­stands­merk­ma­len genügt die Kennt­nis der die objek­ti­ve Pflicht­wid­rig­keit des Han­delns begrün­den­den Umstän­de für die Begrün­dung des Vor­sat­zes nicht. Der Täter muss zusätz­lich die unter das nor­ma­ti­ve Tat­be­stands­merk­mal zu sub­su­mie­ren­den Sach­ver­halts­ele­men­te in ihrem für die Unrechts­be­grün­dung wesent­li­chen Bedeu­tungs­ge­halt erfasst haben . Dies betrifft etwa das Tat­be­stands­merk­mal der Ver­let­zung der

References: § 266
 § 266
 § 266
 § 78
 § 266
 § 266
 § 263
 § 266
 § 93