Source: https://www.ris.bka.gv.at/JustizEntscheidung.wxe?Abfrage=Justiz&Dokumentnummer=JJT_19940713_OGH0002_009OBA00077_9400000_000&IncludeSelf=True
Timestamp: 2020-02-23 05:53:46+00:00

Document:
RIS - Rechtssätze und Entscheidungstext 9ObA77/94(9ObA78/94) - Justiz (OGH, OLG, LG, BG, OPMS, AUSL)
RS0028312
2Ob500/52 (2Ob501/52); 4Ob115/52; 4Ob103/56; 4Ob143/60; 4Ob148/60; 4Ob9/62; 4Ob25/69; 4Ob60/75; 4Ob64/76; 4Ob23/77 (4Ob24/77 - 4Ob61/77); 4Ob114/77; 4Ob13/81; 9ObA25/87 (9ObA26/87 - 9ObA33/87); 9ObA77/94 (9ObA78/94); 8ObA2025/96v; 8ObA34/03p
AngG §16 IV
Eine regelmäßig in gleicher Höhe gewährte Remuneration, mit der der Angestellte rechnen kann, verliert den Charakter einer freiwilligen Zuwendung, doch ist ein Anspruch nur begründet, wenn er stillschweigend vereinbart wurde oder nach dem Ortsgebrauch besteht und der Dienstgeber nicht bei der Leistung ausdrücklich den freiwilligen und unverbindlichen Charakter der Zuwendung betont hat. Eine Remuneration, auf die ein vertraglicher Anspruch des Dienstnehmers besteht, stellt einen Teil des Entgeltes aus dem Dienstvertrag dar.
Veröff: SZ 25/187
4 Ob 115/52
Entscheidungstext OGH 21.10.1952 4 Ob 115/52
Ähnlich; Veröff: Ind 1953,1 = Arb 5533
4 Ob 103/56
Entscheidungstext OGH 02.10.1956 4 Ob 103/56
4 Ob 143/60
Entscheidungstext OGH 25.10.1960 4 Ob 143/60
4 Ob 148/60
Entscheidungstext OGH 28.02.1961 4 Ob 148/60
4 Ob 9/62
Entscheidungstext OGH 20.02.1962 4 Ob 9/62
Veröff: Arb 7534 = EvBl 1962/394 S 490 = SozM IA/e,449
4 Ob 25/69
Entscheidungstext OGH 20.05.1969 4 Ob 25/69
Veröff: SozM IC,721
4 Ob 60/75
Entscheidungstext OGH 16.12.1975 4 Ob 60/75
nur: Eine regelmäßig in gleicher Höhe gewährte Remuneration, mit der der Angestellte rechnen kann, verliert den Charakter einer freiwilligen Zuwendung, doch ist ein Anspruch nur begründet, wenn er stillschweigend vereinbart wurde oder nach dem Ortsgebrauch besteht und der Dienstgeber nicht bei der Leistung ausdrücklich den freiwilligen und unverbindlichen Charakter der Zuwendung betont hat. (T1) Veröff: IndS 1977 1,1019 = Arb 9427 = ZAS 1977,102 (zustimmend Mayer - Maly) = DRdA 1976,250 (Apathy) = SZ 48/135
4 Ob 64/76
Entscheidungstext OGH 07.07.1976 4 Ob 64/76
Zweiter Rechtsgang zu 4 Ob 60/75; nur T1
Veröff: Arb 9625
nur T1; Veröff: Arb 9942
9 ObA 25/87
Entscheidungstext OGH 01.07.1987 9 ObA 25/87
8 ObA 34/03p
Entscheidungstext OGH 12.06.2003 8 ObA 34/03p
SW: Lohn; Gehalt, periodische Remuneration, besondere Belohnung, Freiwilligkeit, konkludent, Prämie, Zuschuß, Sozialleistung, Vorbehalt, Vergünstigung, Gratifikation, wiederkehrend, Bindung, Übung, Arbeitnehmer, Arbeitgeber
ECLI:AT:OGH0002:1952:RS0028312
JJR_19520702_OGH0002_0020OB00500_5200000_001
Rechtssatz für 6Ob53/68 1Ob262/70 4Ob8...
RS0040726
6Ob53/68; 1Ob262/70; 4Ob88/71; 4Ob107/71; 7Ob274/75; 4Ob127/76; 1Ob737/76; 7Ob677/76; 5Ob705/77; 1Ob702/78; 1Ob502/79; 1Ob751/81; 5Ob625/82; 6Ob548/82; 2Ob676/84 (2Ob677/84); 9ObA77/94 (9ObA78/94); 8Ob2002/96m; 1Ob145/99a; 8Ob106/04b
Im Falle des vertraglichen Kompensationsausschlusses hat eine urteilsmäßige Entscheidung über die aufgerechnete Gegenforderung zu entfallen; die Aufrechnungseinrede ist abzuweisen, ohne daß über den Bestand oder Nichtbestand der Gegenforderung abgesprochen wird.
Veröff: EvBl 1969/17 S 42 = JBl 1970,251 = SZ 41/68
1 Ob 262/70
Entscheidungstext OGH 10.12.1970 1 Ob 262/70
Ähnlich; Beisatz: Gilt auch für eine unzulässige Kompensationseinrede. (T1) Veröff: RZ 1971,86 = SZ 43/229
4 Ob 88/71
Entscheidungstext OGH 12.10.1971 4 Ob 88/71
Veröff: Arb 8915 = SozM IV,413 = ZAS 1974,11 (zustimmend Böhm)
4 Ob 107/71
Entscheidungstext OGH 11.01.1972 4 Ob 107/71
Veröff: ZAS 1973,56 (kritisch Kramer)
7 Ob 274/75
Entscheidungstext OGH 15.01.1976 7 Ob 274/75
Beisatz: Hier: Verneinung der Kompensabilität wegen § 7 DHG. (T2)
1 Ob 502/79
Entscheidungstext OGH 13.06.1979 1 Ob 502/79
1 Ob 751/81
Entscheidungstext OGH 13.01.1982 1 Ob 751/81
Beisatz: Hier: Fehlende Gegenseitigkeit. (T3)
2 Ob 676/84
Entscheidungstext OGH 12.02.1985 2 Ob 676/84
ECLI:AT:OGH0002:1968:RS0040726
JJR_19680605_OGH0002_0060OB00053_6800000_003
Rechtssatz für 6Ob175/71 7Ob142/71 8Ob...
RS0039468
6Ob175/71; 7Ob142/71; 8Ob333/71 (8Ob334/71, 8Ob335/71); 5Ob658/76; 1Ob806/76; 6Ob650/78; 2Ob536/78; 7Ob585/78; 4Ob571/78; 7Ob592/80 (7Ob593/80); 6Ob509/81; 5Ob764/81; 5Ob1004/85; 1Ob615/87; 3Ob9/89; 9ObA77/94 (9ObA78/94); 8ObA2319/96d; 9ObA65/98v; 2Ob51/01s; 6Ob112/01s; 9ObA252/00z; 7Ob294/01p; 1Ob130/02b; 5Ob38/03d; 5Ob61/03m; 10Ob6/07s; 1Ob8/07v; 2Ob71/07s; 7Ob187/08p; 5Ob218/10k; 5Ob38/14w; 10Ob38/15h
Die Wirkung einer durch den Zwischenantrag begehrten Feststellung muss über den konkreten Rechtsstreit hinausgehen; diese Wirkung muss dem Vorbringen des Antragstellers bzw aus der ganzen Sachlage heraus klar erkennbar sein (Fasching, Kommentar zu den Zivilprozessgesetzen, III, 133/134).
6 Ob 175/71
Entscheidungstext OGH 25.06.1971 6 Ob 175/71
Veröff: MietSlg 23652
7 Ob 142/71
Entscheidungstext OGH 01.09.1971 7 Ob 142/71
Veröff: EvBl 1972/10 S 14
8 Ob 333/71
Entscheidungstext OGH 21.12.1971 8 Ob 333/71
5 Ob 658/76
Entscheidungstext OGH 07.09.1976 5 Ob 658/76
1 Ob 806/76
Entscheidungstext OGH 16.03.1977 1 Ob 806/76
Vgl auch; Beisatz: Das für Feststellungsklagen geforderte rechtliche Interesse für Zwischenfeststellungsanträge ist gleichwohl, wenn auch in anderer Form, nachzuweisen. (T1)
6 Ob 650/78
Entscheidungstext OGH 22.06.1978 6 Ob 650/78
2 Ob 536/78
Entscheidungstext OGH 22.06.1978 2 Ob 536/78
Vgl; Beis wie T1; Veröff: SZ 51/96 = JBl 1980,323 (Ballon)
7 Ob 585/78
Entscheidungstext OGH 08.06.1978 7 Ob 585/78
nur: Die Wirkung einer durch den Zwischenantrag begehrten Feststellung muss über den konkreten Rechtsstreit hinausgehen. (T2)
5 Ob 764/81
Entscheidungstext OGH 15.03.1983 5 Ob 764/81
5 Ob 1004/85
Entscheidungstext OGH 19.03.1985 5 Ob 1004/85
3 Ob 9/89
Entscheidungstext OGH 24.05.1989 3 Ob 9/89
8 ObA 2319/96d
Entscheidungstext OGH 27.03.1997 8 ObA 2319/96d
9 ObA 65/98v
Entscheidungstext OGH 19.08.1998 9 ObA 65/98v
2 Ob 51/01s
Entscheidungstext OGH 05.04.2001 2 Ob 51/01s
6 Ob 112/01s
Entscheidungstext OGH 16.05.2001 6 Ob 112/01s
nur: Die Wirkung einer durch den Zwischenantrag begehrten Feststellung muss über den konkreten Rechtsstreit hinausgehen; diese Wirkung muss dem Vorbringen des Antragstellers bzw aus der ganzen Sachlage heraus klar erkennbar sein. (T3)
Beisatz: Reicht die Bedeutung der Feststellung über den konkreten Rechtsstreit nicht hinaus, besteht kein Bedürfnis nach selbständiger urteilsmäßiger Feststellung des präjudiziellen Rechtsverhältnisses, weil die in den Entscheidungsgründen vorgenommene Beurteilung zur Erledigung des konkreten Rechtsstreites ausreicht und sich in ihm erschöpft. (T4)
7 Ob 294/01p
Entscheidungstext OGH 17.04.2002 7 Ob 294/01p
1 Ob 130/02b
Entscheidungstext OGH 11.06.2002 1 Ob 130/02b
Auch; Beisatz: Voraussetzung für die Zulässigkeit eines Zwischenfeststellungsantrags nach § 236 Abs 1 ZPO - der auch von der beklagten Partei gestellt werden kann (§ 259 Abs 2 ZPO) - ist, dass das festzustellende Rechtsverhältnis für die Entscheidung in der Hauptsache präjudiziell ist und dass die Bedeutung der Feststellung über den konkreten Rechtsstreit hinausreicht. (T5)
Beisatz: Hier: Bestehen eines Fischereirechts. (T6)
Auch; nur T2; Veröff: SZ 2003/21
5 Ob 61/03m
Entscheidungstext OGH 08.04.2003 5 Ob 61/03m
10 Ob 6/07s
Entscheidungstext OGH 05.06.2007 10 Ob 6/07s
1 Ob 8/07v
Entscheidungstext OGH 26.06.2007 1 Ob 8/07v
7 Ob 187/08p
Entscheidungstext OGH 27.11.2008 7 Ob 187/08p
5 Ob 38/14w
Entscheidungstext OGH 30.06.2014 5 Ob 38/14w
10 Ob 38/15h
Entscheidungstext OGH 02.09.2015 10 Ob 38/15h
ECLI:AT:OGH0002:1971:RS0039468
JJR_19710625_OGH0002_0060OB00175_7100000_001
Rechtssatz für 4Ob35/79 4Ob34/81 4Ob1/...
RS0014154
4Ob35/79; 4Ob34/81; 4Ob1/81 (4Ob2/81); 4Ob126/83; 4Ob80/85; 4Ob1/85; 14Ob204/86; 14Ob123/86 (14Ob124/86, 14Ob125/86); 2Ob64/86; 14ObA54/87 (14ObA55/87 -14ObA61/87); 9ObA25/87 (9ObA26/87 -9ObA33/87); 9ObA9/87; 9ObA142/87; 9ObA196/87; 9ObA76/88; 9ObA141/88; 9ObA266/88; 9ObA101/89; 9ObA241/89 (9ObA242/89); 9ObA294/89; 9ObA11/91; 9ObA206/91; 9ObA212/91; 9ObA10/92; 9ObA66/93; 9ObA77/94 (9ObA/78/94); 9ObA210/94; 9ObA203/94; 8ObA2162/96s; 8ObA270/95; 8ObA141/97m; 9ObA105/97z; 8ObA219/97g; 8ObA1/98z; 8ObA114/98t; 8ObA277/98p; 9ObA290/98g; 9ObA102/99m; 9ObA238/99m; 9ObA167/99w; 8ObA191/98s; 9ObA325/99f; 9ObA57/00y; 9ObA332/99k; 9ObA176/02a; 9ObA238/02v; 8ObA34/03p; 9ObA165/05p; 9ObA179/05x; 8ObA39/07d; 9ObA153/07a; 9ObA113/08w; 9ObA122/10x; 8ObA55/10m; 9ObA104/11a; 9ObA30/12w; 3Ob147/13h; 9ObA121/14f; 9ObA108/16x; 9ObA97/16d; 9ObA34/17s; 9ObA113/16g; 9ObA137/18i
Eine regelmäßige gewährte Zuwendung, mit welcher der Arbeitnehmer rechnen kann, verliert dann den Charakter der Freiwilligkeit und begründet einen Anspruch auf Zahlung, wenn mangels ausdrücklicher Betonung des freiwilligen, unverbindlichen und jederzeit widerruflichen Charakters der Zuwendung ein Entgeltanspruch als stillschweigend vereinbart oder nach Ortsgebrauch als bestehend angenommen werden kann (4 Ob 60/75; SZ 48/135 = Arb 9427 mwN). Entscheidend ist, was der Partner bei sorgfältiger Würdigung dem Erklärungsverhalten entnehmen kann, welchen Eindruck die Arbeitnehmer von dem schlüssigen Verhalten des Arbeitgebers haben mussten, nicht aber das tatsächliche Vorhandensein eines Erklärungswillens auf Seiten des Arbeitgebers (Arb 9430; SZ 46/9; MietSlg 24080; ZAS 1967,139 uva).
4 Ob 35/79
Entscheidungstext OGH 08.05.1979 4 Ob 35/79
Veröff: SZ 52/76 = ZAS 1980,99 = Arb 9786 = RdA 1980,318 (Anm v Kerschner) = SozM IE,157 = Ind 1980,1212
nur: Eine regelmäßige gewährte Zuwendung, mit welcher der Arbeitnehmer rechnen kann, verliert dann den Charakter der Freiwilligkeit und begründet einen Anspruch auf Zahlung, wenn mangels ausdrücklicher Betonung des freiwilligen, unverbindlichen und jederzeit widerruflichen Charakters der Zuwendung ein Entgeltanspruch als stillschweigend vereinbart oder nach Ortsgebrauch als bestehend angenommen werden kann (4 Ob 60/75; SZ 48/135 = Arb 9427 mwN). (T1)
Veröff: ZAS 1983,24 (m Komm von Fischer) = Arb 9997
4 Ob 1/81
Entscheidungstext OGH 16.02.1982 4 Ob 1/81
Beisatz: Gewährung von Zusatzurlaub, obwohl die Voraussetzungen nach § 19 Abs 2 Z 1 lit b/bb DO.A nicht gegeben waren. (T2)
4 Ob 126/83
Entscheidungstext OGH 18.10.1983 4 Ob 126/83
nur: Entscheidend ist, was der Partner bei sorgfältiger Würdigung dem Erklärungsverhalten entnehmen kann, welchen Eindruck die Arbeitnehmer von dem schlüssigen Verhalten des Arbeitgebers haben mussten, nicht aber das tatsächliche Vorhandensein eines Erklärungswillens auf Seiten des Arbeitgebers (Arb 9430; SZ 46/9; MietSlg 24080; ZAS 1967,139 uva). (T3)
Veröff: JBl 1985,632
4 Ob 1/85
Entscheidungstext OGH 18.02.1986 4 Ob 1/85
Veröff: Arb 10493
14 Ob 204/86
Entscheidungstext OGH 16.12.1986 14 Ob 204/86
Auch; nur T1; Beisatz: Hier: Gebührenurlaub am Reformationstag (T4)
Veröff: WBl 1987,101 = Arb 10602 = ZAS 1988,60 (Pfeil)
14 ObA 54/87
Entscheidungstext OGH 15.07.1987 14 ObA 54/87
Auch; Beisatz: Der dem § 863 ABGB zugrundeliegende Vertrauensschutz kommt nämlich nur dann zum Tragen, wenn das Verhalten des AG nicht nur objektiv den Schluss auf einen bestimmten rechtsgeschäftlichen Willen zulässt, sondern wenn die AN auch tatsächlich darauf vertraut haben. (T5)
Veröff: DRdA 1989,33 (W Schwarz)
Entscheidungstext OGH 08.05.1979 9 ObA 25/87
Ähnlich; Veröff: WBl 1987,309
9 ObA 9/87
Entscheidungstext OGH 30.09.1987 9 ObA 9/87
Veröff: JBl 1988,333 (krit Schima)
9 ObA 142/87
Entscheidungstext OGH 16.12.1987 9 ObA 142/87
Beisatz: Dies gilt nicht nur für die Gewährung sondern auch für die Höhe der gewährten Leistung (hier: Gewährung einer Dienstordnungszulage während eines Jahres). (T6)
9 ObA 196/87
Entscheidungstext OGH 27.01.1988 9 ObA 196/87
9 ObA 141/88
Entscheidungstext OGH 29.06.1988 9 ObA 141/88
Vgl auch; Veröff: RdW 1988,459 = ZAS 1989/22 S 174 (Andeschügen)
Vgl auch; Veröff: WBl 1989,375 = ZAS 1990/18 S 157 (Birkner)
Vgl auch; Beisatz: § 48 ASGG (T7)
Veröff: WBl 1990,144
9 ObA 294/89
Entscheidungstext OGH 08.11.1989 9 ObA 294/89
Beisatz: Auch Wissenserklärung können unter Umständen einen dem Arbeitgeber zuzurechnenden Vertrauenstatbestand schaffen. (Hier: Zeitausgleich durch Gemeinde). (T8)
Vgl auch; nur T1; Beis wie T7; Veröff: RdW 1991,270
Entscheidungstext OGH 23.10.1991 9 ObA 206/91
Auch; nur T1; Beis wie T7; Veröff: ecolex 1992,114
9 ObA 212/91
Entscheidungstext OGH 04.12.1991 9 ObA 212/91
Vgl auch; Beisatz: Hier: An Vermieter direkt ausbezahlter Mietzinszuschuß für Werkswohnung. (T9)
Veröff: Arb 10980 = RdW 1992,245 = JBl 1992,803 = ecolex 1992,259 f
9 ObA 10/92
Entscheidungstext OGH 26.02.1992 9 ObA 10/92
Vgl auch; Beisatz: Hier: Gewährung von Sachbezügen im Rahmen des Fleischereibetriebes des AG; keine Wohlfahrtseinrichtung (§ 48 ASGG) . (T10)
9 ObA 66/93
Entscheidungstext OGH 19.05.1993 9 ObA 66/93
Auch; Beisatz: Hier: Alljährliche Erhöhung des überkollektivvertraglichen Entgelts um den Satz, um den die kollektivvertraglichen Mindestgehälter angehoben wurden. (T11)
Veröff: SozM 1994 2,23
Beisatz: Hier: Erfolgsprämie an ein Vorstandsmitglied einer AG. (T12)
9 ObA 210/94
Entscheidungstext OGH 16.11.1994 9 ObA 210/94
Beisatz: Hier: Erhöhungen von Mietaufwandsentschädigungen der Voest - Alpine AG für einen Pensionisten. (T13)
8 ObA 2162/96s
Entscheidungstext OGH 24.07.1996 8 ObA 2162/96s
Auch; Beis wie T7; Beisatz: Die Bezeichnung der wiederholt - und ohne Widerrufsvorbehalt - gewährten Weihnachtsremuneration als außerordentliche bringt den Widerrufsvorbehalt nicht in einer dem § 863 Abs 1 ABGB entsprechenden, einen jeden Zweifel ausschließenden Weise zum Ausdruck. (T14)
8 ObA 270/95
Entscheidungstext OGH 18.04.1996 8 ObA 270/95
Vgl; Beisatz: Bei mit der Arbeitsleistung eng zusammenhängenden Begünstigungen (zB Bilanzgeld) wird hinsichtlich der Konkludenz ein eher großzügiger Maßstab angewendet; ein solcher ist jedoch bei nur ganz lose mit den Arbeitsleistungen zusammenhängenden Begünstigungen, die erkennbar vorrangig andere Ziele verfolgen, nicht gerechtfertigt (hier: Zuschüsse zu Theaterabonnements und Konzertabonnements durch die Stadt Innsbruck). (T15)
8 ObA 141/97m
Entscheidungstext OGH 18.09.1997 8 ObA 141/97m
nur T3; Beisatz: Hier: Bilanzgeld. (T16)
9 ObA 105/97z
Entscheidungstext OGH 22.10.1997 9 ObA 105/97z
nur T3; Beis wie T9; Beisatz: Irrelevant ist, dass die Zuschüsse der Arbeitgeberin nicht unmittelbar an die Arbeitnehmer, sondern in Form von direkt der Vermieterin erbrachten Leistungen erfolgten, dass sie nicht allen Arbeitnehmern (wohl aber allen, denen vergleichbare Wohnungen zugewiesen wurden) gewährt wurden und dass sie je nach Wohnung unterschiedlich hoch waren. (T17)
Vgl auch; Beisatz: Hier: Die Gewährung eines Mittagessens gegen einen Beitrag von 20 S ist eine vom Bestehen der Wohlfahrtseinrichtung "Personalkantine" unabhängige individuelle Sachleistung des Arbeitgebers und nicht eine nur ganz lose mit der Arbeitsleistung zusammenhängende "entgeltferne" oder besser "verpflichtungsferne", aufgrund konkludenter Vertragsergänzung gewährte Begünstigung, die vom Arbeitgeber im Zusammenhang mit der vom Arbeitnehmer geschuldeten Arbeitsleistung erbracht und nicht nur durch bloße Gewährung, sondern auch durch ausdrücklichen Hinweis durch den Betriebsleiter bei Begründung des jeweiligen Arbeitsverhältnisses Vertragsinhalt wurde. (T18)
8 ObA 1/98z
Entscheidungstext OGH 17.09.1998 8 ObA 1/98z
8 ObA 114/98t
Entscheidungstext OGH 17.09.1998 8 ObA 114/98t
Auch; nur T3; Beis wie T5, Beisatz: Hier: Die gewährten Ersatzfreizeiten für Rufbereitschaft fanden in den Arbeitszeitlisten und in der Lohnverrechnung keinen Niederschlag sondern schienen als normale Arbeitszeiten auf. Die Arbeitnehmer sind daher nicht als redliche Erklärungsempfänger anzusehen, sodaß eine betriebliche Übung ausscheidet. (T19)
8 ObA 277/98p
Entscheidungstext OGH 22.12.1998 8 ObA 277/98p
9 ObA 290/98g
Entscheidungstext OGH 23.12.1998 9 ObA 290/98g
nur T3; Beisatz: Hier: Gewährung einer Ergebnisbeteiligung (Gewinnbeteiligung). (T20)
9 ObA 102/99m
Entscheidungstext OGH 09.07.1999 9 ObA 102/99m
Vgl auch; nur T3; Beis wie T5; Beisatz: Die Betriebsübung führt auch dann zur Ergänzung des Einzelvertrages, wenn kein Verpflichtungswille des Arbeitgebers vorliegt. Entscheidend ist, was der Arbeitnehmer unter sorgfältiger Würdigung aller Umstände dem Erklärungsverhalten entnehmen konnte. (T21)
Beisatz: Hier: Gewährung einer ergänzenden Todfallsabfertigung an Witwen. (T22)
9 ObA 238/99m
Entscheidungstext OGH 15.09.1999 9 ObA 238/99m
9 ObA 167/99w
Entscheidungstext OGH 01.09.1999 9 ObA 167/99w
8 ObA 191/98s
Entscheidungstext OGH 25.11.1999 8 ObA 191/98s
Auch; nur: Entscheidend ist, was der Partner bei sorgfältiger Würdigung dem Erklärungsverhalten entnehmen kann, welchen Eindruck die Arbeitnehmer von dem schlüssigen Verhalten des Arbeitgebers haben mussten. (T23)
Beisatz: Warteten Arbeitnehmer jeweils die Genehmigung des Arbeitgebers vor Inanspruchnahme der regelmäßig vor jedem Feiertag gewährten zusätzlichen Freizeit ab, obwohl die Inanspruchnahme dieser Freizeit als Recht - anders als etwa bei Gewährung zusätzlichen Entgeltes oder Urlaub - nicht der Mitwirkung des Arbeitgebers bedurft hätte, kann daraus nicht ein einzelvertragliches Recht der Arbeitnehmer auf diese Freizeit auch in Zukunft erschlossen werden. (T24)
9 ObA 325/99f
Entscheidungstext OGH 16.02.2000 9 ObA 325/99f
Beisatz: Wie oft derartige Entgelte ausgezahlt werden müssen, damit von einer konkludenten Anspruchsbegründung ausgegangen werden kann, lässt sich nicht allgemein beantworten. Eine zweimalige vorbehaltlose Auszahlung wurde schon als ausreichend erkannt. (T25)
Vgl auch; nur T1; Beisatz: Die Betonung der Freiwilligkeit anlässlich einer wiederholt gewährten Leistung bedeutet nur, dass die Zuwendung auf den ursprünglich freiwilligen Entschluss des Arbeitgebers zurückgeht; es wird damit nur die Unterscheidung zu den kollektivvertraglich geschuldeten Leistungen zum Ausdruck gebracht, nicht aber der Vorbehalt der Unverbindlichkeit und Widerruflichkeit. (T26)
nur T3; Beisatz: Hier: Die Höhe der jährlichen Sonderzahlung war von den jährlich zu führenden Verhandlungen abhängig, sodass die Dienstnehemr nicht darauf vertrauen konnten, der Arbeitgeber wolle sich auch für die Zukunft zu einer Zahlung in einer bestimmten Höhe verpflichten. (T27)
9 ObA 165/05p
Entscheidungstext OGH 23.11.2005 9 ObA 165/05p
9 ObA 179/05x
Entscheidungstext OGH 22.02.2006 9 ObA 179/05x
nur T3; Beisatz: Hier: Gewährung einer bestimmten Anzahl von freien Tagen durch den Arbeitgeber. (T28)
8 ObA 39/07d
Entscheidungstext OGH 11.10.2007 8 ObA 39/07d
nur: Entscheidend ist, was der Partner bei sorgfältiger Würdigung dem Erklärungsverhalten entnehmen kann, welchen Eindruck die Arbeitnehmer von dem schlüssigen Verhalten des Arbeitgebers haben mussten. (T29)
9 ObA 153/07a
Entscheidungstext OGH 28.11.2007 9 ObA 153/07a
Vgl auch; Beis wie T12; Beisatz: Hier: Bonuszahlungen an einen leitenden Angestellten. (T30)
Auch; Beisatz: Zwischen „Unverbindlichkeitsvorbehalten" einerseits und „Widerrufs- bzw Änderungsvorbehalten" andererseits muss unterschieden werden. Unverbindlichkeitsvorbehalte weisen darauf hin, dass eine Leistung freiwillig und ohne Anerkennung einer Rechtspflicht bzw ohne Einräumung eines Anspruchs auf eine zukünftige Leistungserbringung gewährt wird. Auch durch die wiederholte Gewährung soll kein Rechtsanspruch für die Zukunft entstehen. Es soll dem Arbeitgeber von Fall zu Fall überlassen bleiben, neu zu entscheiden, ob und in welcher Höhe er die Leistung weiter gewähren will. Will er dies nicht mehr, so reicht es aus, dass die - ohnehin nicht verpflichtend zu erbringende - Leistung in einem anderen Ausmaß oder überhaupt nicht mehr gewährt wird. Da kein Anspruch des Arbeitnehmers besteht, bedarf es keines Widerrufs durch den Arbeitgeber. Der Widerrufsvorbehalt hingegen setzt einen Anspruch des Arbeitnehmers voraus, der durch den Widerruf wieder vernichtet werden kann. Diese Unterscheidung hat erhebliche rechtliche Konsequenzen bei der Einstellung der Leistung: Während die Ausübung des Widerrufsvorbehalts einer Ausübungskontrolle unterliegt - der Arbeitgeber darf das Gestaltungsrecht nur im Rahmen billigen Ermessens ausüben - findet eine solche Kontrolle bei einer unter Unverbindlichkeitsvorbehalt stehenden Leistung nicht statt, weil es in diesem Fall ohnedies keinen Anspruch des Arbeitnehmers gibt. (T31)
Beisatz: Besteht für das Arbeitsverhältnis kein Kollektivvertrag, ist ein Unverbindlichkeitsvorbehalt hinsichtlich der Sonderzahlungen zulässig. Ist er mit einem Widerrufsvorbehalt kombiniert, bedarf es der Auslegung dahin, ob es für den Arbeitnehmer klar sein musste, dass kein Rechtsanspruch eingeräumt oder mit dem Verweis auf den mangelnden Rechtsanspruch vielmehr nur die Widerruflichkeit bestärkt werden sollte. (T32)
Beisatz: Hier: Gewährung von Sonderzahlungen. (T33)
Bem: Unter Auseinandersetzung mit der Kritik der Lehre an der Zulässigkeit von Unverbindlichkeitsklauseln in Bezug auf Entgeltbestandteile. (T34)
Bem: Siehe auch RS0124521. (T35)
9 ObA 122/10x
Entscheidungstext OGH 26.05.2011 9 ObA 122/10x
8 ObA 55/10m
Entscheidungstext OGH 25.05.2011 8 ObA 55/10m
Vgl auch; Beis ähnlich wie T31 nur: Unverbindlichkeitsvorbehalte weisen darauf hin, dass eine Leistung freiwillig und ohne Anerkennung einer Rechtspflicht bzw ohne Einräumung eines Anspruchs auf eine zukünftige Leistungserbringung gewährt wird, während der Widerrufsvorbehalt einen Anspruch des Arbeitnehmers voraussetzt, der durch den Widerruf wieder vernichtet werden kann. (T36)
9 ObA 104/11a
Entscheidungstext OGH 30.01.2012 9 ObA 104/11a
9 ObA 30/12w
Entscheidungstext OGH 29.03.2012 9 ObA 30/12w
Vgl auch; Beis ähnlich wie T31; Beis ähnlich wie T36; Beisatz: Ob solche Vorbehalte vorliegen, kann naturgemäß nur nach der konkreten Vertragsbeziehung im Einzelfall beurteilt werden und stellt dementsprechend regelmäßig keine erhebliche Rechtsfrage iSd § 502 Abs 1 ZPO dar. (T37)
3 Ob 147/13h
Entscheidungstext OGH 08.10.2013 3 Ob 147/13h
Auch; Beisatz: Hier: Provisionsvereinbarung mit einem Handelsvertreter mit Widerrufsvorbehalt. (T38)
Auch; Beis wie T31; Beis wie T37
9 ObA 34/17s
Entscheidungstext OGH 28.06.2017 9 ObA 34/17s
Beis ähnlich wie T31; Beis wie T26
9 ObA 137/18i
Entscheidungstext OGH 28.03.2019 9 ObA 137/18i
Auch; Beisatz: Hier: Essensbons für Pensionisten (Verlust der Eigenschaft als entgeltnahe Leistung). (T39)
ECLI:AT:OGH0002:1979:RS0014154
JJR_19790508_OGH0002_0040OB00035_7900000_002
Rechtssatz für 4Ob45/81 4Ob93/83 4Ob5/...
RS0021758
4Ob45/81; 4Ob93/83; 4Ob5/85; 4Ob106/85 (4Ob107/85); 14ObA46/87; 9ObA160/87; 9ObA292/88; 9ObA35/91; 9ObA99/91; 9ObA77/94 (9ObA78/94); 8ObA204/95 (8ObA205/95); 8ObA261/95; 8ObA2150/96a; 8ObA2359/96m; 9ObA54/97z; 8ObA217/97p; 8ObA38/99t; 7Ob364/98z; 9ObA10/99g; 9ObA55/00d; 9ObA89/00d; 9ObA183/01d; 8ObA95/01f; 9ObA15/03a; 9ObA127/03x; 3Ob251/07v; 9ObA133/08m; 1Ob190/09m; 9ObA67/18w; 8ObA49/19t
Jene arbeitsrechtlichen Normen, die nicht vom persönlichen Abhängigkeitsverhältnis des Arbeitnehmers ausgehen und den sozial Schwächeren schützen sollen, sind auf den "freien" Dienstvertrag (analog) anwendbar. Frage nach analoger Anwendung allgemeiner Abfertigungsbestimmungen auf den "freien" Dienstvertrag bleibt (hier) dahingestellt.
nur: Jene arbeitsrechtlichen Normen, die nicht vom persönlichen Abhängigkeitsverhältnis des Arbeitnehmers ausgehen und den sozial Schwächeren schützen sollen, sind auf den "freien" Dienstvertrag (analog) anwendbar. (T1); Beisatz: § 1162 b ABGB angewandt. (T2) Veröff: DRdA 1984,442 (Wachter)
4 Ob 5/85
Entscheidungstext OGH 05.02.1985 4 Ob 5/85
nur T1; Beisatz: Grundsätzlich nur die "Nichtschutznormen" anwendbar. (T3) Veröff: EvBl 1985/80 S 403 = RdW 1985,159 = GesRZ 1985,142 = GRURInt 1986,64 = ÖBl 1985,124 (Collin) = Arb 10406
nur T1; Veröff: JBl 1987,332
nur T1; Veröff: Arb 10697 = ZAS 1988/11 S 101
9 ObA 160/87
Entscheidungstext OGH 13.04.1988 9 ObA 160/87
nur T1; Veröff: SZ 61/92
Auch; nur T1; Beisatz: Nicht anzuwenden sind die Vorschriften des Angestelltengesetzes über Kündigungstermine und Kündigungsfristen. (T4)
Vgl auch; Beisatz: Auch nach Inkrafttreten des ArbAbfG ist die Begründung der Entscheidung ZAS 1983/3 weiterhin tragfähig, weil für wichtige Bereiche - insbesondere die Heimarbeit - nach wie vor kein Abfertigungsanspruch besteht. (T5) Beisatz: § 48 ASGG. (T6) Veröff: RdW 1991,300 = ecolex 1991,556
nur T1; Beis wie T4; Veröff: Arb 10954
nur T1; Beisatz: Es bestehen grundsätzlich keine Bedenken gegen die Anerkennung der Möglichkeit spezieller betrieblicher Übungen für die Vorstandsmitglieder oder individueller Übungen für einzelne Vorstandsmitglieder (vgl Wachter, Dienstleistungen am Rande des Arbeitsrechtes, WBl 1991, 81 ff, 86). (T7)
8 ObA 204/95
Entscheidungstext OGH 14.09.1995 8 ObA 204/95
nur T1; Beisatz: Die ständige Rechtsprechung des Obersten Gerichtshofes, dass die Parteien eines auf bestimmte Zeit eingegangenen Arbeitsverhältnisses (zusätzlich) die Möglichkeit einer Kündigung zu einem früheren Termin vereinbaren können, findet auch auf den im freien Arbeitsvertrag uneingeschränkt Anwendung. (T8); Beis wie T6
8 ObA 2150/96a
Entscheidungstext OGH 11.07.1996 8 ObA 2150/96a
Auch; nur T1; Beis wie T2; Beis wie T4; Beisatz: Analoge Anwendung der Kündigungsmodalitäten der §§ 1159, 1159a und b ABGB sowie der §§ 1162 bis 1162d ABGB. Urlaubsentschädigung und Sonderzahlungen gebühren jedoch nicht. (T9) Veröff: SZ 70/52
8 ObA 217/97p
Entscheidungstext OGH 11.12.1997 8 ObA 217/97p
Auch; nur T1; Beisatz: Hier: § 1162b erster Satz ABGB. (T10)
Vgl auch; Beisatz: Im Rahmen eines freien Dienstvertrages ist eine reine Erfolgsentlohnung (Provision) ohne Anspruch auf Entgelt bei rechtmäßig unterbliebener Arbeitsleistung (zB für Krankheit, Urlaub, wichtiger persönlicher Grund ua) keine unzulässige Überwälzung des Unternehmerrisikos. (T11)
9 ObA 89/00d
Entscheidungstext OGH 12.07.2000 9 ObA 89/00d
Vgl auch; Beisatz: Urlaubsaliquotierungen und Sonderzahlungsaliquotierungen finden bei freien Dienstverträgen in der Regel nicht statt. (T12)
Beisatz: Hier: Anwendung des § 1152 ABGB. (T13)
9 ObA 15/03a
Entscheidungstext OGH 25.06.2003 9 ObA 15/03a
Auch; nur T1; Beis wie T9 nur: Analoge Anwendung der Kündigungsmodalitäten der §§ 1159, 1159a und b ABGB sowie der §§ 1162 bis 1162d ABGB. (T14); Beisatz: Da die sondergesetzlichen Tatbestände (hier insbesondere die nur demonstrativ aufgezählten Entlassungsgründe des § 27 AngG) und die hiezu ergangene Rechtsprechung der Konkretisierung des "wichtigen Grundes" nach §1162 ABGB dienen, besteht kein vernünftiger Grund, der eine analoge Anwendung auch dieser Sonderbestimmungen und der darauf bezüglichen Rechtsprechung hindern würde, soweit davon nicht nur ganz arbeitnehmerspezifische Umstände umfasst sind. (T15)
9 ObA 127/03x
Entscheidungstext OGH 21.04.2004 9 ObA 127/03x
Vgl; Beisatz: Jene arbeitsrechtlichen Normen, die gerade den sozial Schwächeren schützen sollen, sind auf den "freien" Dienstvertrag nicht analog anwendbar. (T16)
3 Ob 251/07v
Entscheidungstext OGH 27.02.2008 3 Ob 251/07v
Auch; nur T1; Beis wie T4; Beis ähnlich wie T14; Beisatz: Vorstandsmitglieder sind selbst in der Lage, sich eine standesgemäße Rechts-und Einkommensposition am Verhandlungstisch zu verschaffen. (T17); Beisatz: Hier: Kein Anspruch auf Kündigungsentschädigung wegen der im Anstellungsvertrag vereinbarten, an die Abberufung als Vorstandsmitglied gekoppelten gleichzeitigen Auflösung des Anstellungsvertrags. (T18)
Auch; Beisatz: Die Rechtsprechung wendet jene arbeitsrechtlichen Normen, die nicht von der persönlichen Abhängigkeit des Dienstnehmers ausgehen, auf den freien Dienstvertrag analog an. Andere arbeitsrechtliche Normen (zB über Abfertigung und Urlaub) sind hingegen nicht anwendbar, ebensowenig Regelungen in Kollektivverträgen. (T19)
1 Ob 190/09m
Entscheidungstext OGH 29.01.2010 1 Ob 190/09m
Vgl auch; nur T1; Beis wie T17; Beisatz: Hier: Kündigungsentschädigung im Fall einer Koppelungsklausel. (T20); Veröff: SZ 2010/7
8 ObA 49/19t
Entscheidungstext OGH 18.11.2019 8 ObA 49/19t
ECLI:AT:OGH0002:1981:RS0021758
JJR_19810929_OGH0002_0040OB00045_8100000_003
Rechtssatz für 4Ob5/85 9Ob902/91 9ObA7...
RS0027993
4Ob5/85; 9Ob902/91; 9ObA77/94 (9ObA78/94); 9ObA225/94; 9ObA2044/96w; 9ObA2003/96s; 9ObA68/99m; 1Ob191/02y; 8ObS27/07i; 3Ob251/07v; 8ObS16/08y; 8ObS3/14w; 8Ob142/17s; 9ObA67/18w
ABGB §1151 III
AktG §70
AngG §1 Ic
Aus den durch das Gesetz bestimmten Wesenszügen des Vorstandes einer Aktiengesellschaft ist zu folgern, dass der mit der Organstellung in zeitlicher Hinsicht meistens gekoppelte Anstellungsvertrag des einzelnen Vorstandsmitgliedes mangels persönlicher Abhängigkeit kein Arbeitsvertrag, sondern ein "freier Dienstvertrag" ist, für den gerade das Fehlen der persönlichen Abhängigkeit charakteristisch ist.
Veröff: EvBl 1985/80 S 403 = RdW 1985,159 = GesRZ 1985,142 = Arb 10406 = GRURInt 1986,64 = ÖBl 1985,124 (Collin)
Vgl auch; Veröff: RdW 1991,367 = Arb 10944
Auch; Beisatz: Es bestehen grundsätzlich keine Bedenken gegen die Anerkennung der Möglichkeit spezieller betrieblicher Übungen für die Vorstandsmitglieder oder individueller Übungen für einzelne Vorstandsmitglieder (vgl Wachter, Dienstleistungen am Rande des Arbeitsrechts, WBl 1991,81 ff, 86). (T1)
9 ObA 225/94
Entscheidungstext OGH 21.12.1994 9 ObA 225/94
Veröff: SZ 67/237
9 ObA 2044/96w
Entscheidungstext OGH 29.05.1996 9 ObA 2044/96w
9 ObA 2003/96s
Entscheidungstext OGH 24.04.1996 9 ObA 2003/96s
Auch; Veröff: SZ 69/103
Entscheidungstext OGH 30.06.1999 9 ObA 68/99m
Vgl auch; Beisatz: Bei Vorstandsmitgliedern fehlt es üblicherweise am Tatbestandsmerkmal der wirtschaftlichen Unselbständigkeit. (T2)
8 ObS 27/07i
Entscheidungstext OGH 16.01.2008 8 ObS 27/07i
Vgl; Veröff: SZ 2008/3
Auch; Beisatz: Das Vorliegen eines Abberufungsgrundes muss noch nicht notwendigerweise einen wichtigen Grund für die sofortige Auflösung des Arbeitsverhältnisses aufgrund des Anstellungsvertrags bedeuten. (T3);
Bem: Die Entscheidung enthält Ausführungen zur Sittenwidrigkeit von „Koppelungsklauseln" (Anstellungsvertrag erlischt automatisch mit Widerruf der Bestellung zum Vorstand). (T4)
8 ObS 16/08y
Entscheidungstext OGH 13.11.2008 8 ObS 16/08y
Vgl; Beisatz: Ein Vorstandsmitglied einer Aktiengesellschaft ist keinesfalls Arbeitnehmer, sondern allenfalls nur freier Dienstnehmer. (T5); Veröff: SZ 2014/28
8 Ob 142/17s
Entscheidungstext OGH 29.11.2017 8 Ob 142/17s
freier Dienstvertrag, Angestelltenverhältnis, Aktiengesetz, juristische Person
ECLI:AT:OGH0002:1985:RS0027993
JJR_19850205_OGH0002_0040OB00005_8500000_001
Rechtssatz für 9ObA77/94 (9ObA78/94)
RS0016289
9ObA77/94 (9ObA78/94)
Individuelle bzw betriebliche Übung : Vorstandsmitglieder , Nichtschutznormen , Remunerationserwerb .
ECLI:AT:OGH0002:1994:RS0016289
JJR_19940713_OGH0002_009OBA00077_9400000_001
Entscheidungstext 9ObA77/94(9ObA78/94)
ECLI:AT:OGH0002:1994:009OBA00077.94.0713.000
JJT_19940713_OGH0002_009OBA00077_9400000_000

References: §16
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 § 7
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 § 236
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 § 19
 OGH 
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 OGH 
 § 863
 OGH 
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 § 48
 OGH 
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 § 863
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 OGH 
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 § 502
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 § 1162
 OGH 
 OGH 
 § 48
 OGH 
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 § 1162
 OGH 
 § 1152
 OGH 
 § 27
 §1162
 OGH 
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 §1151
 §70
 §1
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