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Timestamp: 2019-05-20 08:04:19+00:00

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BGH, 05.02.1974 - VI ZR 71/72 - dejure.org
https://dejure.org/1974,122
BGH, 05.02.1974 - VI ZR 71/72 (https://dejure.org/1974,122)
BGH, Entscheidung vom 05.02.1974 - VI ZR 71/72 (https://dejure.org/1974,122)
BGH, Entscheidung vom 05. Februar 1974 - VI ZR 71/72 (https://dejure.org/1974,122)
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Amtspflichtverletzung eines Notars - Pflicht zur Einreichung einer Urkunde beim Grundbuchamt - Nichteintragung von Altenteilsrechten - Farhrlässige Unterlassung der Schadensabwendung durch Gebrauch eines Rechtsmittels - Begriff "Rechtsmittel" - Berücksichtigung neuer, nach der letzten mündlichen Verhandlung der Berufungsinstanz eingetretener Tatsachen im Revisionsverfahren - Entgegenstehen schützenswerter Interessen einer Partei
NJW 1974, 639
MDR 1974, 479
DNotZ 1974, 374
VersR 1974, 667
DVBl 1974, 589
Dazu gehören insbesondere auch Gegenvorstellungen, Erinnerungen, Beschwerden und Dienstaufsichtsbeschwerden (BGH NJW 1974, 639 f, 640) oder -hier von Interesse- Verlegungsanträge an die Anstaltsleitung sowie Anträge nach §§ 109, 114 StVollzG.
Dazu gehören außer der förmlichen Beschwerde (§ 15 Abs. 1 Satz 2 BNotO) auch Gegenvorstellungen und Erinnerungen (BGH, Urt. v. 5. Februar 1974 - VI ZR 71/72, NJW 1974, 639, 640; v. 23. Februar 1978 - III ZR 97/76, NJW 1978, 1522, 1523; v. 22. Juni 1982 - VI ZR 268/80, DNotZ 1983, 129, 131; v. 9. November 1989 - IX ZR 261/88, NJW 1990, 1242, 1243) sowie mündliche Vorhaltungen (…Haug, Die Amtshaftung des Notars Rdnr. 220;… ders., in: Seybold/Schippel, § 19 BNotO Rdnr. 99;… Sandkühler, in: Arndt/Sandkühler/Lerch, § 19 BNotO Rdnr. 198).
Für die Fahrlässigkeit im Sinne von § 19 Abs. 1 Satz 3 BNotO i.V.m. § 839 Abs. 3 ZPO gilt nach der Rechtsprechung des Senats ein subjektiver Maßstab: Es ist zu prüfen, ob der Betrofffene die nach den gegebenen Umständen sowie nach seinem Bildungsstand und seiner Geschäftsgewandtheit gebotene Sorgfalt beachtet hat (Senatsurt. v. 9. November 1989 - IX ZR 261/88, NJW 1990, 1242, 1243 m. Anm. Heckschen WuB VIII C. § 53 BeurkG 1.90 u. Heinemann DNotZ 1990, 443; ebenso bereits Urt. v. 5. Februar 1974 - VI ZR 71/72, NJW 1974, 639, 640; v. 22. Juni 1982 - VI ZR 268/80, DNotZ 1983, 129, 131;… zustimmend Haug, in: Seybold/Schippel, § 19 BNotO Rdnr. 101;… Sandkühler, in: Arndt/Sandkühler/Lerch, § 19 BNotO Rdnr. 201; vgl. aber auch BGHZ 113, 17, 25 [BGH 15.11.1990 - III ZR 302/89];… BGH, Urt. v. 7. November 1996 - III ZR 283/95, WM 1997, 177).
Dies hat die Beklagte nicht bestritten (vgl. zur Berücksichtigung neuen tatsächlichen Vorbringens in der Revision, sofern es unstreitig oder seine Richtigkeit offenkundig ist: BGH 5. Februar 1974 - VI ZR 71/72 - zu I 1 der Gründe, AP ZPO § 561 Nr. 3; 11. November 1982 - III ZR 77/81 - zu I der Gründe, BGHZ 85, 288; 9. Juli 2007 - II ZR 62/06 - Rn. 11 mwN, BGHZ 173, 145).
Dazu gehören insbesondere auch Gegenvorstellungen, Erinnerungen, Beschwerden und Dienstaufsichtsbeschwerden ( BGH NJW 1974, 639 f, 640 ) oder -hier von Interesse- Verlegungsanträge an die Anstaltsleitung sowie Anträge nach §§ 109, 114 StVollzG.
Der BGH lehnt im übrigen die Berücksichtigung neuen unstreitigen Vorbringens in der Revisionsinstanz dann ab, wenn schützenswerte Interessen einer Partei entgegenstehen (Urteile vom 17. Dezember 1969 IV ZR 750/68, BGHZ 53, 128; vom 5. Februar 1974 VI ZR 71/72, Deutsches Verwaltungsblatt 1974, 589).
Ausnahmen von diesem Grundsatz sind allenfalls dann zulässig, wenn es sich um Tatsachen handelt, die erst nach Schluss der mündlichen Verhandlung vor dem Berufungsgericht entstanden sind und von der Gegenpartei nicht bestritten oder sonst nicht beweisbedürftig sind (BGHZ 53, 128, 130 ff.; BGH, Urt. v. 5. Februar 1975 - VI ZR 71/72, MDR 1974, 479;… Sen.Urt. v. 2. Dezember 1974 - II ZR 132/73, WM 1975, 134;… Zöller/Heßler, ZPO 28. Aufl. § 559 Rdn. 7 f.;… Musielak/Ball, ZPO 7. Aufl. § 559 Rdn. 7, 10).
Auch die Erinnerung eines Notars an die Erledigung eines Eintragungsantrages ist zwar als "Rechtsmittel" im Sinne dieser Vorschrift anzusehen (BGH, Urt. v. 5. Februar 1974 - VI ZR 71/72, NJW 1974, 639, 640).
Seine Entscheidung kann in der Revisionsinstanz nur daraufhin nachgeprüft werden, ob sie auf grundsätzlich falschen oder offenbar unsachlichen Erwägungen beruht und ob wesentliche Tatsachen unberücksichtigt geblieben sind (BGH, Urt. v. 5. Februar 1974 aaO).
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References: § 19
 § 19
 § 19
 § 839
 § 53
 § 19
 § 19
 BGH 
 § 561
 BGH 
 BGH 
 § 559
 § 559