Source: https://berichte.morphosys.de/2015/konzernlagebericht/corporate-governance-bericht
Timestamp: 2017-11-19 00:44:48+00:00

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Erklärung zur Unternehmensführung und Corporate-Governance-Bericht | MorphoSys Geschäftsbericht 2015
Erklärung zur Unternehmensführung gemäß § 289a HGB für das Geschäftsjahr 2015
Die Einhaltung von Verhaltensregeln und Gesetzen wird bei MorphoSys insbesondere durch folgende konzernweit gültigen Dokumente sichergestellt: einen Verhaltenskodex, ein Compliance-Handbuch sowie ergänzende interne Richtlinien.
Der Code of Conduct von MorphoSys legt die fundamentalen Prinzipien und die wichtigsten Richtlinien und Handlungsweisen für das Verhalten im Geschäftsleben fest. Gerade in geschäftlichen, rechtlichen oder ethischen Konfliktsituationen dient er Mitarbeitern und Führungskräften von MorphoSys als wertvolle Hilfe­stellung. Zudem stärkt der Code of Conduct transparente und schlüssige Managementprinzipien sowie das Vertrauen der Finanzmärkte, Geschäftspartner, Mitarbeiter und der Öffentlichkeit in das Unternehmen. Die Einhaltung des Code of Conduct wird sorgfältig überwacht. Die konzernweite Umsetzung des Verhaltenskodex wird vom Code-of-Conduct-Komitee begleitet. Auch der Code of Conduct selbst wird regelmäßig überprüft und – soweit erforderlich – angepasst. Der Code of Conduct kann im Internet unter Medien und Investoren – Corporate Governance heruntergeladen werden.
Das Compliance-Handbuch beschreibt das bei MorphoSys implementierte Compliance Management System, das einerseits die Einhaltung aller gesetzlichen Vorschriften gewährleisten soll, andererseits aber auch hohe ethische Standards implementiert, die sowohl für die Geschäftsleitung als auch für jeden Mitarbeiter verpflichtend sind. Die Gesamtverantwortung für das Compliance Management System liegt beim Vorstand, der hierüber dem Prüfungsausschuss und dem Aufsichtsrat regelmäßig Bericht erstattet. Der Vorstand hat dabei in Wahrnehmung seiner Compliance-Verantwortung die entsprechenden Aufgaben auf verschiedene Funktionen bei MorphoSys übertragen.
Der Compliance Officer überwacht die Schnittstellen der einzelnen Compliance-Säulen innerhalb von MorphoSys und passt bei Bedarf die bestehende Compliance-Organisation der Gesellschaft in Abstimmung mit dem Vorstand an. Der Compliance Officer erstattet dem Vorstandsvorsitzenden zudem regelmäßig Bericht über alle relevanten Entwicklungen in der Compliance-Organisation der Gesellschaft.
Der Compliance Officer wird in seinen Aufgaben von einem Compliance-Komitee unterstützt, das sich in regelmäßigen Abständen trifft, um Compliance-Themen zu besprechen. Das Compliance-Komitee dient somit als Schnittstelle zwischen den unterschiedlichen bei MorphoSys mit dem Thema Compliance befassten Arbeitsbereichen und ermöglicht die Identifikation und Diskussion sämtlicher relevanter Themen der individuellen Compliance-Säulen. Auf dieser Basis überprüft der Compliance Officer die Einhaltung des Compliance Management Systems und den Compliance-Status von MorphoSys in regelmäßigen Abständen.
Im Corporate-Governance-Bericht sind weiterführende Informationen zum Compliance Management System bei MorphoSys aufgeführt.
Dr. Simon Moroney, Vorsitzender des Vorstands, ist zuständig für Strategie und Planung; Compliance & Qualitätssicherung; Interne Revision; Personalwesen; Business Development & Portfolio-Management; Recht; die Koordinierung der einzelnen Vorstandsbereiche; die Vertretung des Vorstands gegenüber dem Aufsichtsrat
Dr. Marlies Sproll, Forschungsvorstand, ist zuständig für Entwicklungspartnerschaften & Technologieentwicklung; ZielmolekülZielmolekül: Angriffspunkt für therapeutische Intervention, etwa auf der Oberfläche von kranken Zellen (auch: Target)- und Antikörperforschung; Proteinchemie; Alliance Management; Intellectual Property
Der Aufsichtsrat der MorphoSys AG besteht zum 31. Dezember 2015 aus sechs Mitgliedern, die die Geschäftsleitung des Vorstands überwachen und ihn beraten. Der gegenwärtige Aufsichtsrat besteht aus fachlich qualifizierten Mitgliedern, die die Kapitaleigner der MorphoSys AG vertreten. Herr Dr. Gerald Möller als Vorsitzender des Aufsichtsrats koordiniert dessen Arbeit, leitet die Aufsichtsratssitzungen und nimmt die Belange des Aufsichtsrats nach außen wahr. Alle Mitglieder des Aufsichtsrats sind unabhängig im Sinne des Kodex und verfügen über langjährige Erfahrung in der Biotechnologie- und Pharmabranche. Sie wurden ordnungsgemäß von den Aktionären im Rahmen der Hauptversammlung gewählt. Der Vorsitzende des Aufsichtsrats ist kein ehemaliges Mitglied des Vorstands der MorphoSys AG. Mit Ablauf der ordentlichen Hauptversammlung 2015 endete die reguläre Amtszeit der bisherigen sechs Aufsichtsratsmitglieder. Daher wurden in der ordentlichen Hauptversammlung 2015 sechs Aufsichtsratsmitglieder wieder bzw. neu in den Aufsichtsrat gewählt. Die genaue Zusammensetzung des Aufsichtsrats und seiner Ausschüsse ist nachfolgender Tabelle zu entnehmen.
12 Tabelle Zusammensetzung des Aufsichtsrats bis zur Beendigung der ordentlichen Hauptversammlung 2015
Erst­ernennung
Dr. Gerald Möller Vorsitzender 1999 2015
Dr. Geoffrey Vernon Stellvertretender Vorsitzender 1999 2015
Dr. Walter Blättler Mitglied 2007 2015
Dr. Daniel Camus Mitglied 2002 2015
Dr. Marc Cluzel Mitglied 2012 2015
Karin Eastham Mitglied 2012 2015
unabhängiger Finanzexperte Vorsitzender Mitglied
13 Tabelle Zusammensetzung des Aufsichtsrats seit der Beendigung der ordentlichen Hauptversammlung 2015
und Ernennungsausschuss
Dr. Gerald Möller Vorsitzender 1999 2018
Dr. Frank Morich Stellvertretender Vorsitzender 2015 2017
Karin Eastham Mitglied 2012 2018
Klaus Kühn Mitglied 2015 2017
Dr. Marc Cluzel Mitglied 2012 2018
Wendy Johnson Mitglied 2015 2017
Der Vorstand informiert den Aufsichtsrat zeitnah und umfassend schriftlich sowie in den Aufsichtsratssitzungen über die Planung, die Geschäftsentwicklung und die Lage des Konzerns einschließlich des Risikomanagements sowie über Fragen der Compliance. Bei wesentlichen Ereignissen wird gegebenenfalls eine außerordentliche Aufsichtsratssitzung einberufen. Der Aufsichtsrat wird vom Vorstand in Strategie und Planung sowie in alle Fragen von grundlegender Bedeutung für das Unternehmen eingebunden. Zusätzlich zu den regulären Aufsichtsratssitzungen findet einmal jährlich ein weiteres Strategie-Treffen zwischen Vorstand und Aufsichtsrat statt, in dem insbesondere die strategische Ausrichtung von MorphoSys besprochen wird. Die Geschäftsordnung des Vorstands sieht für bedeutende Geschäftsvorgänge Zustimmungsvorbehalte zugunsten des Aufsichtsrats vor. Nähere Informationen zur Zusammenarbeit von Vorstand und Aufsichtsrat und zu wichtigen Beratungsthemen im Geschäftsjahr 2015 sind im Bericht des Aufsichtsrats zu finden.
14 Tabelle Sitzungsteilnahme der Aufsichtsratsmitglieder
Telefonisch Telefonisch
Telefonisch Telefonisch Telefonisch
persönlich anwesend telefonische Teilnahme
Der Wissenschafts- und Technologieausschuss berät den Aufsichtsrat in Fragen der firmeneigenen Medikamenten- und Technologieentwicklung und bereitet die entsprechenden Beschlüsse des Aufsichtsrats vor. Mitglieder des Wissenschafts- und Technologieausschusses waren bis zum 8. Mai 2015 die Herren Dr. Walter Blättler (Vorsitzender) und Dr. Marc Cluzel. Mitglieder des Wissenschafts- und Technologieausschusses sind seit dem 8. Mai 2015 die Herren Dr. Marc Cluzel (Vorsitzender) und Dr. Frank Morich sowie Frau Wendy Johnson.
Mit dem Deutschen Corporate Governance Kodex (der „Kodex“) wurde ein Standard für eine transparente Kontrolle und Steuerung von Unternehmen etabliert, der sich insbesondere an den Interessen der Aktionäre orientiert. Viele der im Kodex enthaltenen Grundsätze zur Unternehmensführung werden bereits seit langer Zeit bei MorphoSys gelebt. Einzelne Themen betreffend die Corporate Governance bei der MorphoSys AG werden in der Erklärung zur Unternehmensführung gemäß § 289a HGB näher dar-gestellt; diese enthält insbesondere die jährliche Entsprechenserklärung, relevante Angaben zu Unternehmensführungspraktiken und eine Beschreibung der Arbeitsweise von Vorstand und Aufsichtsrat. Ergänzende Ausführungen finden Sie in diesem Corporate-Governance-Bericht.
Der Aufsichtsrat der MorphoSys AG hat insgesamt sechs Mitglieder. Im Hinblick auf die internationale Ausrichtung der Gesellschaft hält der Aufsichtsrat eine Quote von mindestens zwei nicht deutschen oder über besondere internationale Erfahrungen verfügende Mitglieder des Aufsichtsrats für einen angemessenen Anteil im Sinne der Diversität. Diese Quote ist derzeit erfüllt.
Die vom Aufsichtsrat in der Geschäftsordnung niedergelegte Regelung zur Altersgrenze von 75 Jahren wird derzeit berücksichtigt. Der Aufsichtsrat kann davon aber im Einzelfall eine Ausnahme beschließen.
FRAUENQUOTE FÜR AUFSICHTSRAT, VORSTAND UND DIE ­BEIDEN FÜHRUNGSEBENEN UNTERHALB DES VORSTANDS
Der Aufsichtsrat hat im Juli 2015 folgende Frauenquote für den Aufsichtsrat und den Vorstand beschlossen:
Der Aufsichtsrat der MorphoSys AG hat insgesamt sechs Mitglieder, davon zwei weibliche Mitglieder. Das derzeitige Verhältnis der Frauenrepräsentanz im Aufsichtsrat der Gesellschaft liegt somit über 30 % und beträgt 33,33 %. Der Aufsichtsrat beabsichtigt, dieses Verhältnis in Zukunft beizubehalten.
Der Vorstand der MorphoSys AG hat insgesamt vier Mitglieder, davon ein weibliches Mitglied. Das derzeitige Verhältnis der Frauenrepräsentanz im Vorstand der Gesellschaft liegt somit unter 30 % und beträgt 25 %. Der Aufsichtsrat beabsichtigt, dieses Verhältnis in Zukunft beizubehalten.
Der Vorstand hat im Juli 2015 folgende Frauenquote für die beiden Führungsebenen unterhalb des Vorstands beschlossen:
Die erste Führungsebene unterhalb des Vorstands (Senior Management Group) bestand zum Zeitpunkt der Beschlussfassung aus 20 Mitgliedern, davon sieben weibliche Mitglieder. Das Verhältnis der Frauenrepräsentanz in der ersten Führungsebene unterhalb des Vorstands der Gesellschaft lag somit über 30 % und betrug zum Zeitpunkt der Beschlussfassung 35 %. Der Vorstand beabsichtigt, ein Verhältnis von mindestens 30 % in Zukunft beizubehalten.
Die zweite Führungsebene unterhalb des Vorstands (Führungskräftegruppe ohne Senior Management Group) bestand zum Zeitpunkt der Beschlussfassung aus 48 Mitgliedern, davon 19 weib­liche Mitglieder. Das Verhältnis der Frauenrepräsentanz in der zweiten Führungsebene unterhalb des Vorstands der Gesellschaft lag somit über 30 % und betrug zum Zeitpunkt der Beschluss­fassung 39,59 %. Der Vorstand beabsichtigt, ein Verhältnis von mindestens 30 % in Zukunft beizubehalten.
17 Tabelle Anteilsbesitz
(„DIRECTORS’ DEALINGS“)
18 Tabelle Meldepflichtige Wertpapiergeschäfte (2015)
Die Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats sind verpflichtet, Maßnahmen zu unterlassen, die zu Interessenkonflikten mit ihren bei der MorphoSys AG ausgeübten Funktionen führen könnten. Derartige Transaktionen oder Nebentätigkeiten des Vorstands sind unverzüglich gegenüber dem Aufsichtsrat offenzulegen und bedürfen seiner Genehmigung. Der Aufsichtsrat wiederum hat die Hauptversammlung über auftretende Interessenkonflikte und deren Behandlung zu informieren. Im Geschäftsjahr 2015 sind keine Interessenkonflikte aufgetreten.
Durch Beschluss der Hauptversammlung vom 19. Mai 2011, der durch Beschluss der Hauptversammlung vom 23. Mai 2014 ersetzt wurde, ist MorphoSys in Übereinstimmung mit § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG zum Rückkauf eigener Aktien in Höhe von bis zu insgesamt 10 % des bestehenden Aktienkapitals ermächtigt. Die Ermächtigung kann ganz oder teilweise, einmal oder mehrmals, für die im Ermächtigungsbeschluss festgelegten Zwecke durch die Gesellschaft oder eine dritte Partei für Rechnung der Gesellschaft ausgeübt werden. Es liegt im Ermessen des Vorstands, den Rückkauf über die Börse, durch ein öffentliches Angebot oder durch eine öffentliche Ausschreibung durchzuführen.
Im April 2015 hat MorphoSys auf der Basis der Ermächtigung aus dem Jahr 2014 insgesamt 88.670 eigene Aktien zurückgekauft. Es ist vorgesehen, die eigenen Aktien für ein langfristiges Leistungs-anreizprogramm für den Vorstand und die Senior Management Group zu verwenden. Im Einklang mit dieser Ermächtigung können die Aktien jedoch auch zu allen anderen gesetzlich zulässigen Zwecken genutzt werden.
Im Bereich Informationstechnologie stand das Berichtsjahr 2015 im Fokus von IT-Sicherheit und Optimierung der IT-Infrastruktur. Mit einer ausführlichen, mehrstufigen Sicherheitsprüfung durch externe IT-Sicherheitsexperten wurde die gesamte IT-Infrastruktur auf Schwachstellen und Angriffsvektoren für Cyber-Angriffe geprüft. Das Ergebnis bestätigte, dass die IT-Sicherheit bei MorphoSys auf dem neuesten Stand der Technik ist. Identifizierte Optimierungspotenziale haben zur Umsetzung weiterer Verbesserungsmaßnahmen geführt.
Neben den technischen Sicherheitskontrollen ist das Verhalten der Mitarbeiter für eine umfassende IT-Sicherheit entscheidend. Im Rahmen einer Kampagne zur IT-Sicherheit, der so genannten IT Security Awareness Campaign, wurden die Mitarbeiter mit vielfältigen Aktionen für das Thema sensibilisiert.
Im Bereich R&D wurde im Berichtsjahr die Software- und Datenbanklösung zur Unterstützung der unternehmensspezifischen Arbeitsabläufe und Technologien in der Antikörperselektion, Charakterisierung und Produktion weiterentwickelt. Die Softwarelösung beruht auf der industrieweit eingesetzten Software Genedata Biologics und ermöglicht es MorphoSys, aus der technologiebedingt großen Anzahl von Antikörpermolekülen den vielversprechendsten und differenziertesten Medikamentenkandidaten schnell und zuverlässig zu identifizieren.
Auch im Berichtsjahr 2015 aktualisierte MorphoSys turnusmäßig seine Dokumentation des bestehenden internen Kontroll- und Risikomanagementsystems zur Aufrechterhaltung einer angemessenen internen Kontrolle der Finanzberichterstattung. Dies stellt das Vorhandensein aller Kontrollen sicher, um Finanzzahlen so genau und korrekt wie möglich berichten zu können. Das COSO (Committee of Sponsoring Organizations of the Treadway Commission) definiert das entsprechende COSO-Rahmenwerk („Internal Control – Integrated Framework“). Dies ist die am häufigsten verwendete Basis für interne Kontrollen über Finanzberichterstattung, die auch von MorphoSys verwendet wird.
Die Konzernabschlüsse durchlaufen eine hohe Zahl von Erstellungs-, Prüfungs- und Kontrollprozessen, um diese zeitnah an den Markt sowie die Anteilseigner berichten zu können. Dies geschieht anhand eines mit der Unternehmensleitung abgestimmten Plans, für den auch die entsprechenden Ressourcen intern wie extern bereitgestellt werden. Um die Korrektheit der gemeldeten Finanzkennzahlen sowie der dahinter liegenden Ausführung aller Buchhaltungsprozesse sicherzustellen, hat MorphoSys ein striktes Vieraugenprinzip implementiert. Weiterhin gewährleisten eine Reihe von Vorschriften und Richtlinien die strikte Trennung von Planung, Buchung und Ausführung bei Finanztransaktionen. Bei allen eingesetzten IT-Systemen wird diese Funktionstrennung durch entsprechende Rechtevergabe sichergestellt. Die Einhaltung und Umsetzung dieser Richtlinien wird neben der Effektivität und Effizienz der Buchhaltungsprozesse regelmäßig durch externe Dienstleister überprüft. Bei der jüngsten Prüfung im Berichtsjahr wurde unwesentlicher Handlungsbedarf identifiziert. Entsprechende Maßnahmen zur Behebung sind in Planung, deren Umsetzung im nächsten Jahr erneut kontrolliert wird.
Für die Wahl des Abschlussprüfers der Gesellschaft unterbreitet der Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats dem Aufsichtsrat einen Wahlvorschlag. Im Rahmen der Hauptversammlung 2015 wurde die PricewaterhouseCoopers AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft zum Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2015 bestellt. Als Nachweis seiner Unabhängigkeit hat der Abschlussprüfer gegenüber dem Aufsichtsrat eine Unabhängigkeitserklärung abgegeben. Leitende Prüfer des vorliegenden Konzernabschlusses waren die Herren Dietmar Eglauer und Bodo Kleinschrod. Informationen über weitere Beratungs-, Bestätigungs- und Bewertungsleistungen der PricewaterhouseCoopers AG für die MorphoSys AG für das Geschäftsjahr 2015 finden Sie im Anhang unter Ziffer 7.1.
In den „Relevanten Angaben zu Unternehmensführungspraktiken“ sind die grundlegenden Mechanismen des Compliance Management System bei MorphoSys dargestellt. Zusätzlich zu diesen Ausführungen zeigt Abbildung 17 die Verantwortlichkeiten innerhalb der Compliance-Organisation.
Innerhalb des Compliance Management System nimmt die Interne Revision eine bedeutende Rolle ein. Aufgabe der Internen Revision ist es, den MorphoSys-Konzern mit einem systematischen und einheitlichen Ansatz zur Bewertung und Verbesserung der Effektivität des Risikomanagements sowie der Steuerungs- und Kontrollfunktionen bei der Erfüllung der gesetzten Ziele zu unterstützen. Das Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsunternehmen KPMG wurde auch 2015 für die Interne Revision und die Prüfungsdurchführung zum Co-Sourcing-Partner bestellt.
Im Verlauf des Jahres 2015 wurden vier Prüfungen erfolgreich durchgeführt. Einige Handlungsfelder wurden identifiziert und entsprechende Korrekturen wurden eingeleitet bzw. durchgeführt. Bei Beanstandungen wurden entsprechende Gegenmaßnahmen im Berichtsjahr eingeleitet. Der Prüfplan der Internen Revision für 2016 sieht vier Prüfungen vor.
Angaben nach §§ 289 Abs. 4,
315 Abs. 4 HGB sowie erläuternder Bericht des Vorstands nach § 176 Abs. 1 Satz 1 AktG
Am 31. Dezember 2015 betrug das satzungsmäßige gezeichnete Kapital der Gesellschaft 26.456.834,00 Euro, eingeteilt in 26.456.834 auf den Inhaber lautende nennwertlose Stückaktien. Mit Ausnahme der 434.670 von der Gesellschaft gehaltenen eigenen Aktien handelt es sich um stimmberechtigte Inhaberaktien, wobei jede Aktie in der Hauptversammlung eine Stimme gewährt.
Die Befugnisse des Vorstands zur Ausgabe von Aktien ergeben sich aus § 5 Abs. 5 bis Abs. 6e der Satzung der Gesellschaft zum 31. Dezember 2015 und den gesetzlichen Bestimmungen:
aa)	im Fall einer Kapitalerhöhung gegen Bareinlagen, soweit dies zur Vermeidung von Spitzenbeträgen erforderlich ist; oder
bb)	im Fall einer Kapitalerhöhung gegen Sacheinlagen; oder
cc)	im Fall einer Kapitalerhöhung gegen Bareinlagen, soweit die neuen Aktien im Zuge einer Börseneinführung an einer ausländischen Wertpapierbörse platziert werden.
Die insgesamt aufgrund der vorstehenden Ermächtigungen unter Ausschluss des Bezugsrechts bei Kapitalerhöhungen gegen Bar- und/oder Sacheinlagen ausgegebenen Aktien dürfen 20 % des Grundkapitals – berechnet auf den Zeitpunkt des Wirksamwerdens der Ermächtigungen oder der Ausübung der Ermächtigungen, je nachdem, welcher Betrag niedriger ist – nicht überschreiten. Auf die vorgenannte 20 %-Grenze sind anzurechnen (i) nach Wirksamwerden dieser Ermächtigungen unter Bezugsrechtsausschluss veräußerte eigene Aktien (soweit sie nicht zur Bedienung von Ansprüchen von Vorstandsmitgliedern und/oder Mitarbeitern aus Mitarbeiterbeteiligungsprogrammen dienen), (ii) Aktien, die aufgrund sonstiger genehmigter Kapitalia, die zum Zeitpunkt des Wirksamwerdens dieser Ermächtigungen bestehen, unter einem Bezugsrechtsausschluss während der Wirksamkeit dieser Ermächtigungen ausgegeben werden, sowie (iii) Aktien, die zur Bedienung von Wandel- und/oder Optionsschuld­verschreibungen, deren Ermächtigungsgrundlagen zum Zeitpunkt des Wirksamwerdens dieser Ermächtigungen bestehen, während der Wirksamkeit dieser Ermächtigungen auszugeben sind, sofern die Wandel- und/oder Optionsschuldverschreibungen unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre ausgegeben worden sind (soweit sie nicht zur Bedienung von Ansprüchen von Vorstandsmitgliedern und/oder Mitarbeitern aus Mitarbeiterbeteiligungsprogrammen dienen).
aa)	soweit dies zur Vermeidung von Spitzenbeträgen erforderlich ist; oder
bb)	wenn der Ausgabebetrag der neuen Aktien den Börsenkurs der bereits börsennotierten Aktien gleicher Ausstattung zum Zeitpunkt der endgültigen Festlegung des Ausgabebetrages nicht wesentlich unterschreitet und die gemäß oder in entsprechender Anwendung des § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG gegen Bareinlagen unter Ausschluss des Bezugsrechts während der Laufzeit dieser Ermächtigung ausgegebenen Aktien insgesamt 10 % des Grund­kapitals nicht überschreiten, und zwar weder zum Zeitpunkt des Wirksamwerdens noch zum Zeitpunkt der Ausübung dieser Ermächtigung.
Gemäß § 5 Abs. 6b der Satzung ist das gezeichnete Kapital der Gesellschaft um bis zu 6.600.000,00 Euro, eingeteilt in bis zu 6.600.000 auf den Inhaber lautende Stückaktien, bedingt erhöht (Bedingtes Kapital 2011-I). Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur insoweit durchgeführt, als die Inhaber von Optionsscheinen bzw. Wandlungsrechten von bis zum 30. April 2016 durch die Gesellschaft gemäß dem Beschluss der Hauptversammlung vom 19. Mai 2011 begebenen Options- oder Wandelschuldverschreibungen von ihren Bezugsrechten Gebrauch machen oder die zur Wandlung verpflichteten Inhaber der von der Gesellschaft oder deren unmittelbaren oder mittelbaren inländischen oder ausländischen 100 %igen Beteiligungsgesellschaften bis zum 30. April 2016 ausgegebenen Wandelschuldverschreibungen ihre Pflicht zur Wandlung erfüllen. Die neuen Aktien nehmen von Beginn des Geschäftsjahres, in dem sie durch die Ausübung von Wandlungsrechten oder durch die Erfüllung von Wandlungspflichten entstehen, am Gewinn teil.
Gemäß § 5 Abs. 6c der Satzung ist das gezeichnete Kapital der Gesellschaft um bis zu 116.848,00 Euro durch die Ausgabe von bis zu 116.848 Stück neue Stammaktien der Gesellschaft ohne Nennbetrag bedingt erhöht (Bedingtes Kapital 2003-II). Die bedingte Kapitalerhöhung ist nur insoweit durchzuführen, wie die Inhaber der ausgegebenen Wandelschuldverschreibungen von ihren Wandlungsrechten auf Umtausch in Stammaktien der Gesellschaft Gebrauch machen. Die neuen Aktien sind erstmals für das Geschäftsjahr dividendenberechtigt, für das zum Zeitpunkt ihrer Ausgabe noch kein Beschluss der Hauptversammlung über die Verwendung des Bilanzgewinns gefasst worden ist. Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats die weiteren Einzelheiten der bedingten Kapitalerhöhung und ihrer Durchführung festzulegen.
Gemäß § 5 Abs. 6e der Satzung ist das gezeichnete Kapital der Gesellschaft um bis zu 450.000,00 Euro, durch die Ausgabe von bis zu 450.000 Stück neue Stammaktien der Gesellschaft ohne Nennbetrag, bedingt erhöht (Bedingtes Kapital 2008-III). Die bedingte Kapitalerhöhung ist nur insoweit durchzuführen, wie die Inhaber der ausgegebenen Wandel-schuldverschreibungen von ihren Wandlungsrechten auf Umtausch in Stammaktien der Gesellschaft Gebrauch machen. Die neuen Aktien nehmen vom Beginn des Geschäftsjahres an, für das zum Zeitpunkt der Ausübung der Wandlungsrechte noch kein Gewinnverwendungsbeschluss vorhanden ist, am Gewinn teil. Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats die weiteren Einzelheiten der bedingten Kapitalerhöhung und ihrer Durchführung festzulegen.
WESENTLICHE VEREINBARUNGEN DER GESELLSCHAFT,
DIE UNTER DER BEDINGUNG EINES KONTROLLWECHSELS ­INFOLGE EINES ÜBERNAHMEANGEBOTS STEHEN
Nach einem Kontrollwechsel kann jedes Vorstandsmitglied seinen/ihren Anstellungsvertrag kündigen und die ausstehende Festvergütung bis zum Ende der Vertragslaufzeit verlangen. Darüber hinaus werden in einem solchen Fall alle gewährten Aktien­optionen, Wandelschuldverschreibungen und Performance-Aktien mit sofortiger Wirkung unverfallbar und können nach Ablauf der gesetzlichen Wartezeiten bzw. Sperrfristen ausgeübt werden.
Als Kontrollwechsel gelten insbesondere folgende Fälle:
(i) MorphoSys überträgt das Gesellschaftsvermögen im Ganzen oder in wesentlichen Teilen auf ein nicht mit der Gesellschaft verbundenes Unternehmen, (ii) MorphoSys wird mit einer nicht verbundenen Gesellschaft verschmolzen, oder (iii) ein Aktionär oder Dritter hält direkt oder indirekt 30 % oder mehr der Stimmrechte von MorphoSys.

References: § 289
 § 289
 § 71
 § 176
 § 5
 § 186
 § 5
 § 5
 § 5