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111 Pli 11 I'~'I. Interpellation Luca Tenchio und Mitunterzeichnende betreffend - PDF
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Alwin Friedrich Schmidt
1 111 Pli 11 I'~'I Stadt Chur Antwort des Stadtrates an den Gemeinderat Nr.66/ Interpellation Luca Tenchio und Mitunterzeichnende betreffend Auswirkungen der Finanzmarktkrise auf die Pensionskasse der Angestellten der Stadt Chur Am 8. November 2007 beschloss der Gemeinderat für die Pensionsversicherung des Personals der Stadt Chur (PVSC) eine Abkehr von der bisherigen Vollversicherung hin zu einer erweiterten teilautonomen Versicherungslösung (Geschäft Nr. 46/2007). Das bedeutet, dass die Pensionsversicherung nur noch die Risiken versichern lässt, während die Altersguthaben künftig selbst bewirtschaftet werden. Von der gegenwärtigen Finanzmarktkrise sind sämtliche Pensionskassen betroffen. Die Auswirkungen für die PK Stadt Chur sind gemäss heutigem Kenntnisstand geringer als bei anderen Vorsorgeeinrichtungen und günstiger als die Marktentwicklung. Die Kasse ist nach wie vor voll ausfinanziert. Allerdings reduzierte sich der Deckungsgrad in diesem Jahr von % auf mittlerweile ca %. Zu den einzelnen Fragen: 1. Welches sind die Auswirkungen der Krise auf die Pensionskasse der Angestellten der Stadt Chur? 1.1 Allgemeines Anfangs 2008 betrug das von der PVSC selbst verwaltete Vermögen Fr. 180 Mio. Davon entfallen Fr. 164 Mio. auf Vorsorgekapitalien der aktiven Versicherten und Rückstellungen für Vorsorgeverpflichtungen sowie Fr. 16 Mio. auf Wertschwankungsreserven. Der Deckungsgrad betrug per 1. Januar %. Am 30. September 2008 lag er noch bei rund %. Für die Bewirtschaftung des Vorsorgekapitals hat die Pensionsversicherung vier Anlagepartner. Das Einzelreporting sowie das Reporting der konsolidierten Werte erfolgt mit mo-2 Seite 2 von 7 natlichen Berichten. Die UBS führt im Auftrage der Pensionsversicherung das Global Custody, d.h. eine Art konsolidierte Anlagebuchhaltung über alle Mandate. 1.2 Anlagestrategie der PVSC Die Versicherungskommission nimmt Ihre Führungsfunktion im Bereich der Kapitalanlagen wahr, indem sie in einem Anlagereglement die Anlagestrategie wie folgt definiert hat: Anlagekategorie Ziel- Band- BW2* Vergleichs-I ndex struktur breite Max. (Benchmark) Nominalwerte: 100 % Obligationen CHF, Darlehen, Liquidität Obligationen in Fremdwährungen Swiss Bond 45% % (100 %) Index Domestic AAA-BBB (TR) 10 % 8-15 % (20 %) Citigroup WGBI ex Switzerland Aktien: 50% Schweiz 10 % 7-18 % (30 %) SPI Ausland 15 % 7-18 % (25 %) MSCI World ex Switzerland Immobilien-Fondsl 20% % 50% SWX Immofonds (-Beteiligungen) Index (Ausland: max. 50 %) (Wohnanteil: mind. 50 %) * Verordnung vom 18. April 1984 über die berufliche Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenvorsorge (BW 2) Für einzelne Anlagekategorien ist ein Vergleichsindex definiert (Benchmark, vgl. auch Zift. 1.3). Die langfristige Zielrendite beträgt 4.3 %, die Ziel-Wertschwankungsreserven sind aufgrund der Anlagestrategie mit 11 % des Vorsorgekapitals berechnet und festgelegt worden. Die definierte Anlagestrategie und die Bedingungen des Anlagereglements werden periodisch überprüft.3 Seite 3 von Vergleich der Anlagerendite der PVSC zur Benchmark und zu anderen Vorsorgeeinrichtungen Die nachfolgende Tabelle und die Grafik zeigen die Performanceentwicklung des selbst verwalteten Vermögens der pvse im Vergleich zur Benchmark sowie zum es Pensionskassen-Index (vgl. dazu Fussnote 1). PV Stadt Chur Gesamtperformance, Abweichung zur Abweichung zum CS Aktienanteil ca. 25 % Benchmark Pensionskassen-Index % % besser * % besser * Depotwert: 180 Mio. (-4.15%) ( %) % % besser * % besser * Depotwert: 180 Mio. ( %) ( %) * Die Performance des Depots der pvse ist um xx % besser/schlechter als die Benchmark bzw. der es PK Index Neben den in der Tabelle aufgeführten Vergleichsgrössen ist auch der Pictet BVG für die Pensionsversicherung ein Vergleichsmassstab. Die Publica, die Pensionskasse des Bundespersonals, hat im ersten Halbjahr 2008 eine Performance von % erreicht und fällt per Ende Juni 2008 in eine Unterdeckung (Deckungsgrad 30. Juni 2008: 99.5 %). es Pensionskassen Index: Die Daten für den "Credit Suisse Pensionskassen Index" stammen ausschliesslich von autonomen Schweizer Pensionskassen, welche die CS als Global Custodian (Anlageverwaltung und -buchhaltung) gewählt haben. Der Index verlor im ersten Halbjahr % gegenüber dem Stand per 31. Dezember Banque Pictet führt mehrere verschiedene Indizes. Unter anderem auch die beiden Indizien Pictet BVG 25 plus und Pictet BVG 40 plus, welche einen Aktienanteil von 25 beziehungsweise 40 % beinhalten. Auswahl und Gewichtung der Anlagekategorien bei Banque Pictet beruhen nicht auf einer statistischen Optimierung, sondern auf ökonomischen Prinzipien. Es werden ausschliesslich Anlagekategorien berücksichtigt, welche von strategischer Bedeutung sind und für welche breit akzeptierte Indizes existieren. Die Anlagestrategie/Zielstruktur der PVSC ist am ehesten vergleichbar mit dem "Pictet BVG 25 plus Index", welcher den gleichen Aktien- sowie annähernd den gleichen Obligationen- und Immobilien-Anteil ausweist.4 Seite 4 von Q) (.) c: cu E a g Q) a q c:.c... ~ '(5 c: :; Cl c.. ~ "'"')...t co Q) c.. :::l :::l Q) "'"') LL :2 «:2 "'"') «CI) 0 Stand (Ende Monat) > N 0 Q) z 0 -e-depot der PVSC... Benchmark -0-Pictet BVG 25 plus -er-cs Index -e-pictet BVG 40 plus 1.4 Hochrechnung des Deckungsgrads für die PVSC Die BVG-Mindestverzinsung der Altersguthaben der aktiven Versicherten beträgt für das Jahr %. Die technischen Grundlagen der Stadt Chur sind per 1. Januar 2008 aktualisiert worden (technische Zinssätze 3 % %, Umwandlungssatz per 65 von 6.4 %3). Die Mindestverzinsung und die negative Performance von ca. 2-3 % (bis Ende September) vermindern den Deckungsgrad. Aus der Reorganisation der Rückversicherung per 1. Januar 2008 entstehen im laufenden Jahr für die PVSC technische Gewinne und somit Entlastungen des Jahresergebnisses von ca. Fr. 2.1 Mio. (tiefere Risikoprämien, tiefere Verwaltungskosten sowie Rückerstattungen zu viel gebildeter Reserven für Invaliditätsfälle durch Swiss Life). Ausgehend vom Wissensstand per Ende Oktober 2008 dürfte ein Deckungsgrad zwischen 101 % und 103% beibehalten werden können 4. Zusammenfassend kann festgehalten werden, dass auch die Pensionsversicherung der Stadt durch die Kapitalmarktentwicklung negativ betroffen ist. Die Auswirkungen im Quervergleich dürften dank vorsichtiger Anlagestrategie jedoch geringer ausfallen als bei anderen Vorsorgeeinrichtungen und günstiger sein als die Marktentwicklung. 3 Vorbehalt der Übergangsregelung bis Vorsorge Aktuell, 39/2008: Gemäss den Erhebungen der Complementa Investment-Controlling AG betrug der gewichtete Deckungsgrad der teilnehmenden Pensionskassen per Ende August 2008: %, (per 1. Januar 2008: %).5 Seite 5 von 7 2. Wurden in diesem Zusammenhang (Vorsichts-)Massnahmen ergriffen? Wenn ja, welche? Die Versicherungskommission diskutiert an jeder Sitzung die Quartalsrapporte zur Anlagenund Performance-Entwicklung und erteilt der Geschäftsstelle Aufträge und Weisungen. Folgende Massnahmen hat die Versicherungskommission im Jahr 2008 beschlossen bzw. veranlasst: Massnahmen Ziel Stand der Aufträge 1. Überarbeitung der Günstigeres Verhält- Anpassungen des Anlage- Anlagestrategie nis Rendite / Risiko reglements beschlossen. Umsetzung per 1. Januar Zusammenstellung Genaue Erfassung Bericht der UBS vom 7. Mai 2008 aller Engagements des Engagements; an die Versicherungskommission bei der UBS Beurteilung des spe- abgegeben und besprochen. ziellen Risikos Keine Sofortmassnahmen. 3. Erhebung von Beurteilung der Bericht erhalten, Versicherungs- Engagements bei Betroffenheit und kommission informiert. Lehmann Brothers des Risikos aus Keine weiteren Massnahmen nötig. Lehmann Anlageprodukten 4. Aufgabe der Erhöhung der Beschluss der Versicherungskom- Ermächtigung zur Sicherheit mission, im eigenen vertraglichen Ausleihung von Gestaltungsbereich auf Security Wertpapieren im Lending zu verzichten. Besitz der PK (Se- Umsetzung per 23. September curity Lending) Zu den einzelnen Massnahmen: 1. Überarbeitung der Anlagestrategie Die Überarbeitung der Anlagestrategie war bereits für 2008 geplant, da die Kündigung der Vollversicherung bei der Swiss Life Rentenanstalt eine Ausweitung des Anlagevolumens bei der Pensionsversicherung bewirkte. Die Arbeit wurde durch Spezialisten (Complementa AG, St. Gallen) begleitet, die Anpassung des Anlagereglements von der Versicherungskommission am 23. September 2008 genehmigt. 2. Engagements gegenüber der UBS und Lehman Brothers Die Engagements in einzelnen Anlagekategorien oder gegenüber einzelnen Banken lassen sich häufig nicht mehr unmittelbar erkennen. Neben den überschaubaren Direktanlagen bestehen via Fonds eine Vielzahl von indirekten Anlage- und Beteiligungsvarian-6 Seite 6 von 7 ten. Deshalb wurde veranlasst, dass die UBS über das gesamte Wertschriftendepot hinweg das Gesamtengagement an UBS und Lehmann Brothers zusammenfasst: a) Ergebnis der Überprüfung der UBS-Engagements: - Abgesehen vom Security Lending (siehe unten) bestehen nur in sehr geringem Ausmass direkte Forderungen gegenüber der UBS. Die Direktanlagen in Form von UBS-Aktien und Barmitteln bei der UBS betragen ca. Fr. 40' In Bezug auf indirekte Anlagen ist die UBS Emittent von Produkten in Fonds von rund Fr. 226'000.--, was rund 0.8 Promille des Vermögens der PVSC ausmacht. - Die im Depot verwahrten Wertschriften der Pensionsversicherung Chur bleiben Eigentum der Pensionsversicherung und würden im Konkursfall an die Pensionsversicherung ausgeliefert bzw. auf ein anderes Depot übertragen 5. - Die UBS wurde - insbesondere auch aufgrund der Intervention durch den Staatvon Seiten der Versicherungskommission bis auf weiteres als vertrauenswürdig eingestuft, so dass die laufenden Vertragsbeziehungen nicht unterbrochen werden. b) Ergebnis der Überprüfung des Engagements bei Lehmann Brothers: - Bei Lehmann Brothers bestehen bzw. bestanden keine direkten Anlagen. - Die in indirekten Anlagen im Depot der PVSC enthaltenen Lehmann-Produkte erreichten einen Betrag von ca. Fr. 45' bzw Promille des Vermögens der PVSC. Dieser Kapitalverlust verringert die Jahresperformance entsprechend um %6. 3. Kündigung des Security Lending Mit dem Security Lending gibt die Pensionsversicherung der Depotbank (UBS Global Custody) die Möglichkeit, Aktien oder andere Wertpapiere aus dem Depot der Pensionsversicherung an Dritte zu verleihen (Per Mai 2008: ca. Fr. 19 Mio.). Daraus lässt sich für die Pensionsversicherung aktuell ein Ertrag von rund Fr. 24' bis Fr. 30' erzielen. Zu beachten ist aber, dass bei der Ausleihe von Wertschriften temporär das Eigentum an den Wertschriften (einschliesslich der damit verbundenen Rechte) sowie die jeweiligen Ansprüche aus den Wertschriften auf die Bank übergehen. Im Falle einer Insolvenz wäh- 5 Siehe dazu Bestimmungen bei einer Bankeninsolvenz in der Aktenauflage 6 Die PK der Stadt Luzern musste Engagements bei Lehmann Brother für ca. Fr. 8 Mio. oder 0.73 % des gesamten Anlagewerts abschreiben.7 Seite 7 von 7 rend der Ausleihe bilden die Wertschriften daher Teil der Insolvenzmasse. Es besteht kein Anspruch auf Absonderung gemäss Bankengesetz (Bundesgesetz über die Banken und Sparkassen). Die Versicherungskommission hat entschieden, das Security Lending vertraglich in jenen Fällen auszuschliessen, wo die PVSC dies als direkter Vertragspartner durchsetzen kann. 3. Prävention Die PVSC wählte eine vorsichtige Anlagestrategie mit einem geringen Aktienanteil von 25 % sowie mit einem Anteil von 20 % an Immobilienfonds, welche wenig auf Börsenschwankungen anfällig sind. Diese Anlagestrategie wird periodisch überprüft. Fallweise wird ein Anlagespezialist zugezogen, welcher insbesondere die Angemessenheit der Anlagestrategie bezüglich der Risikofähigkeit der PVSC überprüft sowie aufgrund der Anlagestrategie die Höhe der erforderlichen Wertschwankungsreserve berechnet. Die Versicherungskommission intervenierte im laufenden Jahr bei zwei Assetmanagern, bei deren Anlage die ausgewiesene Performance im Vergleich zur Benchmark nicht zufrieden stellend war. Die Mitglieder der Versicherungskommission nahmen im Mai 2008 an einer speziell für die PVSC durchgeführten Schulung betreffend Vermögensverwaltung teil. Chu~ 10. November 2008 Namens des Stadtrates Der Stadtpräsident Christian Boner Aktenauflage - Bestimmungen zu einer Bankeninsolvenz - Anlagereglement der Pensionsversicherung des Personals der Stadt Chur8 Eingereicht an.läs.. S#iC~ d~r 0ßmeinderatssitzung vom ~~ ~7ptem er 2008 //?1/(j;tv ~ ( M. Frauenfelde~, Stadtschrei~r Interpellation betr. Auswirkungen der Finanzmarktkrise auf die Pensionskasse der Angestellten der Stadt Chur Die noch nicht ausgestandene Finanzmarktkrise hat nicht nur verschiedene Banken, sondern auch gewisse Pensionskassen getroffen. Welches sind die Auswirkungen der Krise auf die Pensionskasse der Angestellten der Stadt Chur? Wurden in diesem Zusammenhang (Vorsichts-)Massnahmen ergriffen? Wenn ja, welche? Chur, den 10. September 2008 (' (JA / cat:~o / Ähnliche Dokumente
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 Art. 52
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 Art. 56
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