Source: https://at-home-in.de/agb-2/
Timestamp: 2020-07-08 09:59:32+00:00

Document:
AGB – at home in…
GESCHÄFTSBEDINGUNGEN DER FIRMA AT HOME IN,
INHABERIN CLAUDIA OTTERBECK
wir danken für das Vertrauen, welches Sie uns mit dem Auftrag zur Vermittlung der von Ihnen gewünschten Reiseleistungen erweisen. Wir setzen unsere ganze Kraft und Erfahrung ein, um Sie bestens zu beraten und Ihren Vermittlungsauftrag zur Ihren vollen Zufriedenheit abzuwickeln. Hierzu helfen klare Vereinbarungen über die beiderseitigen Rechte und Pflichten. Diese Vereinbarung wird zwischen der Firma at home in, Claudia Otterbeck, Trüffelweg 20c, 70599 Stuttgart als Reisevermittler (nachstehend „at-home-in” abgekürzt) und Ihnen als dem Reisevermittlungskunden (nachstehend „Kunde“ abgekürzt) in Form dieser Geschäftsbedingungen getroffen. Diese werden, soweit wirksam vereinbart, Inhalt des zwischen Ihnen und uns mit Ihrem Ver¬mittlungsauftrag zustande kommenden Reisevermittlungsvertrages.
1.	Vertragsschluss, Anzuwendendes Recht, Rechtsverhältnis zum vermittelten Unternehmen
1.1. Mit der Erteilung des Vermittlungsauftrags, der ausschließlich schriftlich mit unserem Buchungsformular erfolgen kann, kommt zwischen at-home-in und dem Kunden der Reisevermittlungsvertrag als Geschäftsbesorgungsvertrag zustande.
1.2. Die Rechte und Pflichten von at-home-in und dem Kunden ergeben sich aus den vertraglich getroffenen Vereinbarungen, hilfsweise aus den gesetzlichen Vorschriften der §§ 675, 631 ff. BGB.
1.3. Für die Rechte und Pflichten des Kunden gegenüber dem Vertragspartner der vermittelten Leistung gelten ausschließlich die mit diesem getroffenen Vereinbarungen, insbesondere – soweit wirksam vereinbart – dessen Geschäftsbedingungen.
1.4. Der Kunde wird weiter darauf hingewiesen, dass ein allgemeines, gesetzliches Rücktrittsrecht vom Vertrag mit dem vermittelten Unternehmen im Regelfall nicht besteht und das vermittelte Unternehmen im Rücktrittsfalle Rücktritts(Storno-)kosten oder die volle Bezahlung verlangen kann. Der Abschluss einer Reiserücktrittskostenversicherung wird dringend empfohlen.
2.	Auskünfte, Hinweise
2.1. Bei der Erteilung von Hinweisen und Auskünften haftet at-home-in im Rahmen des Gesetzes und der vertraglichen Vereinbarungen für die richtige Auswahl der Informationsquelle und die korrekte Weitergabe an den Kunde.
2.2. Ein Auskunftsvertrag mit einer vertraglichen Hauptpflicht zur Auskunftserteilung kommt nur bei einer entsprechenden ausdrücklichen Vereinbarung mit at-home-in zustande.
2.3. Für die Richtigkeit erteilter Auskünfte haftet at-home-in § 675 Abs. (2) BGB nicht, es sei denn, dass ein besonderer Auskunftsvertrag abgeschlossen wurde.
2.4. Ohne ausdrückliche Vereinbarung ist at-home-in nicht verpflichtet, den jeweils billigsten Anbieter der gewünschten touristischen Leistung zu ermitteln und anzubieten.
2.5. at-home-in weist darauf hin, dass nach den gesetzlichen Vorschriften (§ 312 Abs. (2) Ziff. 4, § 312g Abs. 2 Satz 1 Ziff. 9 BGB) bei Verträgen über Reiseleistungen nach § 651a BGB (Pauschalreiseverträge und Verträge, auf die die §§ 651a ff. BGB analog angewendet werden) und Verträgen zur Freizeitbetätigung, die einen spezifischen Termin oder Zeitraum vorsehen, und die im Fernabsatz (Briefe, Kataloge, Telefonanrufe, Telekopien, E-Mails, über Mobilfunkdienst versendete Nachrichten (SMS) sowie Rundfunk und Telemedien) abgeschlossen wurden, kein Widerrufsrecht besteht sondern lediglich die gesetzlichen Rücktritts- und Kündigungsrechte, insbesondere das Rücktrittsrecht gemäß § 651i BGB. Ein Widerrufsrecht besteht jedoch, wenn der Vertrag über Reiseleistungen nach § 651a außerhalb von Geschäftsräumen geschlossen worden ist, es sei denn, die mündlichen Verhandlungen, auf denen der Vertragsschluss beruht, sind auf vorhergehende Bestellung des Verbrauchers geführt worden; im letztgenannten Fall besteht ein Widerrufsrecht ebenfalls nicht.
3.	Einreisevorschriften, Visa, Bescheinigungen
3.1. Der Kunde ist gehalten, sich über Einreise-, Visa-, Zoll- und Gesundheitsvorschriften – unabhängig von einer etwaigen Hinweispflicht von at-home-in – selbst zu erkundigen. at-home-in ist bei Kunden, welche keinen deutschen Staatsangehörigen oder staatenlos sind, grundsätzlich nicht zur Auskunftserteilung oder Beratung verpflichtet. Die Nichterteilung von Visa oder Falschauskünfte von dritter Seite berechtigten den Kunde nicht zum Rücktritt vom Vermittlungsvertrag, bzw. vom vermittelten Vertrag, soweit hierbei nicht eine schuldhafte Verletzung von Aufklärungs-pflichten von at-home-in (mit)ursächlich war.
3.2. Die Beschaffung von Visa erfolgt durch uns nur bei ausdrücklichem Auftrag des Kunden. Im Falle der Annahme eines solchen Auftrages kann at-home-in ohne besondere Vereinbarung die Erstattung der ihr entstehenden Aufwendungen, insbesondere für Telekommunikationskosten und – in Eilfällen – der Kosten von Botendiensten oder einschlägiger Serviceunternehmen verlangen. at-home-in kann für die Tätigkeit selbst eine Vergütung fordern, wenn diese vereinbart ist oder die Tätigkeit den Umständen nach nur gegen entsprechende Vergütung geschuldet war.
3.3. at-home-in haftet nicht für die rechtzeitige Erteilung und den rechtzeitigen Zugang notwendiger Visa, soweit at-home-in die Verzögerung nicht zu vertreten hat. Die Regelung in Ziffer 3.1., letzter Satz, gilt entsprechend.
3.4. Für die Beschaffung sonstiger Bescheinigungen, Unterlagen, Zeugnisse usw. gelten 3.1. und 3.2 entsprechend.
4.	Reiseunterlagen
4.1. Sowohl den Kunden, wie auch at-home-in trifft die Pflicht, Vertrags- und Reiseunterlagen des vermittelten Reiseunternehmens, die dem Kunden durch at-home-in ausgehändigt wurden, insbesondere Buchungsbestätigungen, Flugscheine, Hotelgutscheine, Visa, Versicherungsscheine und sonstige Reiseunterlagen auf Richtigkeit und Vollständigkeit, insbesondere auf die Übereinstimmung mit der Buchung und dem Vermittlungs-auftrag zu überprüfen.
4.2. Der Kunde ist verpflichtet, at-home-in über dem Kunden erkennbare Fehler, Abweichungen, fehlende Unterlagen oder sonstigen Unstimmigkeiten unverzüglich zu unterrichten. Kommt der Kunde dieser Pflicht nicht nach, so kann eine Schadensersatzverpflichtung von at-home-in bezüglich eines hieraus dem Kunden entstehenden Schadens nach den gesetz-lichen Bestimmungen über die Schadensminderungspflicht (§ 254 BGB) eingeschränkt oder ganz ausgeschlossen sein. Eine Schadensersatzverpflichtung des Reisevermittlers entfällt vollständig, wenn die in 4.1 bezeichneten Umstände für ihn nicht erkennbar waren.
5.	Informationen über die ausführende Fluggesellschaft bei Flugbuchungen
5.1. at-home-in wird den Kunden bei vermittelten über die Identität der ausführenden Fluggesellschaft entsprechend der EU-Verordnung Nr. 2111/2005 unterrichten.
5.2. Diese Informationen erfolgt entsprechend den Angaben, die at-home-in vom vermittelten Anbieter der Luftbeförderung erhält. Steht bei der Buchung die ausführende Fluggesellschaft noch nicht fest, wird at-home-in dem Kunden bei der Buchung die Fluggesellschaft mitteilen, die wahrscheinlich den Flug ausführen wird und die tatsächlich den Flug ausführende Fluggesellschaft benennen, sobald sie at-home-in bekannt wird.
5.3. Wechselt die dem Kunden als ausführende Fluggesellschaft genannte Fluggesellschaft, wird at-home-in den Kunden unverzüglich über den Wechsel unterrichten.
5.4. Die gemeinschaftliche Liste über die mit Flugverbot in der Europäischen Union belegten Fluggesellschaften ist über die Internetseite http://air-ban.europa.eu und www.lba.de abrufbar.
6.	Aufwendungsersatz, Bearbeitungsentgelt
6.1. at-home-in ist berechtigt, Anzahlungen entsprechend den Reise- und Zahlungsbestimmungen der vermittelten Unternehmen zu verlangen, soweit diese wirksam vereinbart sind und rechtswirksame Anzahlungsbestimmungen enthalten. Weitergehende Anzahlungen kann at-home-in unter Beachtung der gesetzlichen Bestimmungen insbesondere des § 651 k BGB (Pflicht zur Kundengeldabsicherung bei Pauschalreisen), erheben, wenn insoweit hierzu eine ausdrückliche Vereinbarung getroffen wurde.
6.2. Soweit es den Vorgaben des vermittelten Reiseunternehmens gegenüber at-home-in, insbesondere dem Agenturvertrag zwischen Reiseunternehmen und at-home-in, in gesetzlicher Weise entspricht, ist at-home-in berechtigt, aber nicht verpflichtet, den Preis der vermittelten Leistung ganz oder teilweise für den Kunden zu verauslagen. Bei Pauschalreisen ist hierfür Voraussetzung, dass dies gegen Aushändigung eines gültigen Sicherungsscheins gemäß § 651k BGB geschieht.
6.3. Die Regelung in Ziffer 6.2 gilt entsprechend für Stornokosten (Rücktrittsentschädigungen) und sonstige gesetzlich oder vertraglich begründete Forderungen des vermittelten Reiseunternehmens.
6.4. at-home-in kann Ersatz der ihr für die Vermittlung entstehenden Aufwendungen verlangen, soweit dies vereinbart ist oder er diese den Umständen nach für erforderlich halten durfte.
6.5. Der Anspruch von at-home-in auf Aufwendungsersatz umfasst auch Zahlungen an das vermittelte Reiseunternehmen auf den Reisepreis oder sonstige Zahlungen, soweit diese entsprechend den vorstehenden Bestimmungen in Ziffer 6.2 und 6.3 erfolgt sind.
6.6. Einem Aufwendungsersatzanspruch von at-home-in gegenüber kann der Kunde Ansprüche gegenüber dem vermittelten Reiseunternehmen, insbesondere aufgrund mangelhafter Erfüllung des vermittelten Vertrages, nicht im Wege der Zurückbehaltung oder Aufrechnung entgegenhalten, es sei denn, dass für das Entstehen solcher Ansprüche eine schuldhafte Verletzung von Vertragspflichten von at-home-in ursächlich oder mitursächlich geworden ist oder at-home-in aus anderen Gründen gegenüber dem Reisekunden für die geltend gemachten Gegenansprüche haftet.
7.	Haftung von at-home-in, Reklamationen gegenüber vermittelten Unternehmen
7.1. at-home-in haftet dafür, dass die Vermittlung, insbesondere die Beratung, die Buchungsabwicklung, das Inkasso und die Übermittlung der Reiseunterlagen mit der Sorgfalt eines ordentlichen Kaufmanns vorge¬nommen werden. at-home-in haftet nicht für den Vermittlungserfolg selbst, also nicht dafür, dass ein dem Buchungsauftrag entsprechender Vertrag mit dem touristischen Anbieter zustande kommt.
7.2. at-home-in haftet nicht für die ordnungsgemäße Leistungserbringung der vermittelten Leistungen selbst. Dies gilt nicht, wenn nach den Gesamtumständen der Anschein begründet wird, dass at-home-in eine Gesamtheit touristischer Hauptleistungen Leistungen in eigener Verantwortung erbringen (§ 651 a Abs. 2 BGB).
7.3. Bei Reklamationen gegenüber den vermittelten Unternehmen beschränkt sich die Verpflichtung von at-home-in auf die Erteilung aller Informationen und Unterlagen, die für den Kunde hierfür von Bedeutung sind, insbesondere die Mitteilung von Namen und Adressen der gebuchten Unternehmen. Eine Verpflichtung von at-home-in zur Weiterleitung von Reklamationen oder zur Führung weitergehender Korrespondenz besteht nicht.
8.1. Ansprüche des Kunden aus dem Vermittlungsvertrag, die auf der Verletzung des Lebens, des Körpers oder der Gesundheit beruhen, einschließlich vertraglicher Ansprüche auf Schmerzensgeld, die auf einer fahrlässigen Pflichtverletzung von at-home-in oder einer vorsätzlichen oder fahrlässigen Pflichtverletzung eines gesetzlichen Vertreters oder Erfüllungsgehilfen von at-home-in beruhen, verjähren in drei Jahren. Dies gilt auch für Ansprüche auf den Ersatz sonstiger Schäden, die auf einer grob fahrlässigen Pflichtverletzung von at-home-in oder auf einer vorsätzlichen oder grob fahrlässigen Pflichtverletzung eines gesetzlichen Vertreters oder Erfüllungsgehilfen von at-home-in beruhen.
8.2. Alle übrigen Ansprüche aus dem Vermittlungsvertrag verjähren in einem Jahr.
8.3. Die Verjährung nach den vorstehenden Bestimmungen beginnt jeweils mit dem Schluss des Jahres, in dem der Anspruch entstanden ist und der Kunde von Umständen, die den Anspruch begründen und at-home-in als Schuldner Kenntnis erlangt oder ohne grobe Fahrlässigkeit erlangen müsste.
8.4. Schweben zwischen dem Kunden und at-home-in Verhandlungen über den Anspruch oder die den Anspruch begründenden Umstände, so ist die Verjährung gehemmt, bis der Kunde oder at-home-in die Fortsetzung der Verhandlungen verweigert. Die Verjährung tritt frühestens drei Monate nach dem Ende der Hemmung ein.
9.1. Der Reisevermittler weist im Hinblick auf das Gesetz über Verbraucherstreitbeilegung darauf hin, dass er nicht an einer freiwilligen Verbraucherstreitbeilegung teilnimmt. Sofern eine Verbraucherstreitbeilegung nach Drucklegung dieser Vermittlungsbedingungen für den Reisevermittler verpflichtend würde, informiert der Reisevermittler die Verbraucher hierüber in geeigneter Form. Der Reisevermittler weist für alle Verträge, die im elektronischen Rechtsverkehr geschlossen wurden, auf die europäische Online-Streitbeilegungs-Plattform http://ec.europa.eu/consumers/odr/ hin.
9.2. Auf das gesamte Rechts- und Vertragsverhältnis zwischen dem Kunde und dem Reisevermittler findet ausschließlich deutsches Recht Anwendung.
9.3. Der Kunde kann at-home-in nur an deren Sitz verklagen.
9.4. Für Klagen von at-home-in gegen den Kunden ist der Wohnsitz des Kunde maßgebend. Für Klagen gegen Kunde, die Kaufleute, juristische Personen des öffentlichen oder privaten Rechts oder Personen sind, die Ihren Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthaltsort im Ausland haben oder deren Wohnsitz oder gewöhnlicher Aufenthalt im Zeitpunkt der Klageerhebung nicht bekannt ist, wird als Gerichtsstand der Sitz von at-home-in vereinbart.
a) wenn und insoweit sich aus vertraglich nicht abdingbaren Bestimmungen internationaler Abkommen, die auf den Reisevermittlungsvertrag zwischen dem Kunde und at-home-in anzuwenden sind, etwas anderes zugunsten des Kunde ergibt oder
b) wenn und insoweit auf den Reisevermittlungsvertrag anwendbare, nicht abdingbare Bestimmungen im Mitgliedstaat der EU, dem der Kunde angehört, für den Kunde günstiger sind als die vorstehenden Bestimmungen oder die entsprechenden deutschen Vorschriften.
Stuttgart | München, 2003 – 2017

References: § 675
 § 312
 § 651
 § 651
 § 651
 § 651
 § 651