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Timestamp: 2020-07-13 11:25:07+00:00

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vatersein.de - Forum 13. Juli 2020, 13:25:06
Autor Thema: Unterhalt bei Praktikum (Gelesen 25165 mal)
« Antwort #125 am: 27. Juni 2019, 17:23:24 »
Wenn du zu damit zufrieden bist und es für dich gerecht ist, dann passt es ja :-)
Bin mal gespannt wie die Gegenseite reagieren wird. Ich hoffe du enthälst uns dann nicht vor.
Wahrscheinlich kommt wieder ein Jammerbrief der KM, dass ihr armes Kind ja nun das Praktikum abbrechen muss, weil du Schuft nicht zahlst und sie ja nicht zahlen kann, weil sie ja nur auf dem Papier ein höheres Einkommen hat ;-)
« Antwort #126 am: 27. Juni 2019, 17:31:46 »
Wenn Dein persönliches Erscheinen angeordnet war, dann melde die Kosten ruhig an.
Deine Anwältin kann, wenn sie aus einem anderen Ort war, auch bei kurzer Anreise Abwesenheitsgeld und Fahrtkostenersatz ansetzen. In der Regel ist das aber nicht erstattungsfähig (Du hättest ja auch einen Anwalt am Ort des Gerichts nehmen können) und bleibt bei Dir alleine hängen. Also entweder sie stellt es Dir direkt in Rechnung oder verzichtet einfach darauf.
Ansonsten bleibt alles bei den genannten Hausnummern :-)
« Antwort #127 am: 28. Juni 2019, 11:17:10 »
Zitat von: midnightwish am 27. Juni 2019, 17:23:24
Naja, meine aktuell bezifferte Restschuld - zuzüglich der 200,-€ wresultierend aus dem Berechnungsfehler der Richterin ;o) - habe ich zwischenzeitlich beglichen. Die Gegenseite haben wir davon (wohlwollend) in Kenntnis gesetzt. Jetzt heißt es warten...
Ich werde auf jeden Fall weiterberichten. Nicht zuletzt auch, weil die Unterhaltsgeschichte ja spätestens im September (vermutlich) in eine neue Runde geht.
Unsere Tochter wird - wenn alles glatt läuft - Ihr Studium der Theaterpädagogik(??) beginnen. So zumindest der allseits kundgetane Plan...
In Sachen Zufriedenheit bin ich hin und her gerissen.
Ich gehe weiterhin davon aus, dass wir hier vor dem Ergebnis dessen liegen, was die KM ins Rollen gebracht hat. Ich unterstelle aktuell weiterhin, dass alles was hier von der Gegenseite getan wurde (Unterstellungen, Vorwürfe, Hinhalten und/ oder verweigern von Infos usw,. die Handschrift der KM trägt.
Aus finanzieller Sicht muß es die Tochter jetzt "ausbaden"... (und am Ende wohl auch ich, weil vermutet werden darf, dass die KM dies argumentativ gegen mich ausspielt....)
Edith: das (alles) soll aber jetzt nicht heißen, das ich zunächst nicht doch zufrieden mit dem Urteil bin...
« Letzte Änderung: 28. Juni 2019, 11:27:46 von Kakadu59 » Gespeichert
« Antwort #128 am: 30. Juli 2019, 10:42:55 »
es wäre ja fast zu schön gewesen (um wahr zu sein)....
Heute kam ein Schreiben meiner RA.-in mit einem Begleitschreiben der gegn. Rättin:
In der Fam.-sache .../... lege ich hiermit namens und in bereits vorliegender Vollmacht gegen den Beschluß des Amtsgerichtes XY, Außenstelle XYZ -Familiengerichtvom 18.06.2019, zugestellt am 24.06.2019
Eine Begründung fehlt aktuell.
In einem weiteren Schreiben der Gegenseite an das Gericht wird um Benennung des Verfahrenswertes gebeten.. und das obwohl es mehrfach im Urteil beziffert ist....
Es geht also in die II . Instanz...
« Letzte Änderung: 30. Juli 2019, 10:50:35 von Kakadu59 » Gespeichert
« Antwort #129 am: 30. Juli 2019, 11:54:56 »
hätte man ja eigentlich hoffen können, dass die Geschichte mal durch ist.
Beschwerde ohne Begründung dient wohl erst mal zur Fristwahrung. Eine ausführliche Begründung muss da wohl noch erfolgen.
« Antwort #130 am: 07. August 2019, 12:28:23 »
Bezüglich der -zunächst ohne Begründung - kurz vor Fristende eingereichten Beschwerde der Gegenseite (Tochter):
Gibt es für die Begründung eine Frist?
Wenn ja, innerhalb welcher Frist müßte die Begründung bei Gericht erfolgen?
An welche Gerichtsbarkeit wird die Begründung eingereicht: an das hiesige Fam.-Gericht oder nächsthöhere Instanz -> OLG?
« Antwort #131 am: 07. August 2019, 13:53:43 »
Mit Einlegung der Beschwerde ist das Beschwerdegericht zuständig.
Zur Begründung siehe § 65 FamFG
« Antwort #132 am: 07. August 2019, 15:01:55 »
Hi @Inselreif,
was ist ein "Beschwerdegericht"?
Das Fam.-gericht, welches den Beschluß gefaßt hat oder die nächsthöhere Instanz (OLG)
« Antwort #133 am: 07. August 2019, 18:27:34 »
die Frist für die Beschwerde ist in § 63 FamFG geregelt.
Wo die Beschwerde einzulegen ist regelt § 64 FamFG
.... (1) 1Die Beschwerde ist bei dem Gericht einzulegen, dessen Beschluss angefochten wird.
2Anträge auf Bewilligung von Verfahrenskostenhilfe für eine beabsichtigte Beschwerde sind bei dem Gericht einzulegen, dessen Beschluss angefochten werden soll.
In § 65 ist die Beschwerdebegründung geregelt:
(2) Das Beschwerdegericht oder der Vorsitzende kann dem Beschwerdeführer eine Frist zur Begründung der Beschwerde einräumen.
Die Beschwerde ist - anders als zurzeit die Berufung - innerhalb der Beschwerdefrist beim erstinstanzlichen Gericht einzulegen, § 64 Abs. 1 FamFG. Die Einlegung des Rechtsmittels beim OLG wahrt die Frist nicht. Ein beim OLG eingelegtes Rechtsmittel ist unverzüglich an das erstinstanzliche Gericht weiterzuleiten. Für die Wahrung der Beschwerdefrist ist der Zeitpunkt des Eingangs bei diesem Gericht maßgeblich. Achtung: Verzögerungen wirken sich zum Nachteil des Beschwerdeführers aus.
Deshalb ist (aus meiner Sicht) in Deinem Fall das Familiengericht auch das Beschwerdegericht.
« Antwort #134 am: 07. August 2019, 19:22:35 »
Das Beschwerdegericht ist das Gericht, das über die Beschwerde entscheidet. Also das OLG. Das andere ist "das Gericht, dessen Beschluss angefochten wird". :-)
« Antwort #135 am: 02. September 2019, 22:38:53 »
Zitat von: Kakadu59 am 26. Juni 2019, 17:08:09
Die Kostenentscheidung (gemäß §243 FamFG) mit 1/4 zu 3/4 zu meinen Gunsten ist auch absolut in Ordnung für mich.
Hi Inselreif,
könnte Kakadu in der Beschwerdeinstanz daran noch was drehen? Gerechtfertigt wäre es ja.
« Antwort #136 am: 03. September 2019, 14:50:52 »
Das Beschwerdegericht kann den Beschluss (inkl. Kostenverteilung) aufheben und neu fassen. Aber nur, wenn es die Beschwerde nicht verwirft, was wir ja hoffen.
Also müsste Kakadu aktiv werden und Anschlussbeschwerde einlegen. Das geht aber vorneweg nur, wenn wir über mehr als 200 Euro Beschwer reden, also 800 Euro Gesamtkosten. Und dann ist die Frage, wie entscheidet das Rechtsmittelgericht und welche Kosten der 2. Instanz werden ihm aufgrund dieser Entscheidung auferlegt. Dann sind am Ende 100 Euro gewonnen und dafür 300 investiert oder so...
Aus meiner Sicht: Ball flach halten und hoffen, dass der Spuk alsbald zu Ende ist.
« Antwort #137 am: 03. September 2019, 16:04:05 »
hatte ein paar Tage ( ) Urlaub. Das wußte auch meine Anwältin.
Mein RA.-in hat mir heute die Begründung zur Beschwerde von der Gegenseite zukommen lassen, welche sie am 29.08.2019 vom Gericht bekam)
Im wesentlichen sind es 3 Punkte auf die die Begründung abgestellt ist:
1.) Wie von meiner Anwältin bereits vermutet geht es um die Zöliakiekosten (Mehrbedarf).
Die wurden ja von der Tochter eingefordert und mit einer (etwas älteren) Studie belegt. Wir hatten seinerzeit gegenargumentiert, dass die Kosten niedriger sind (mit einer aktuelleren Studie -> hier Mehrkosten von um die 80,- €) und damit, dass derartige Nahrungsmittel mittlerweile gängiger Bestandteil verschiedener Supermärkte sind; mit durchaus vergleichbaren Preisen von herkömmlichen Nahrungsmitteln (also ohne wirkliche Mehrkosten). Grundsätzlich haben wir (eventuelle) Mehrkosten nicht in Abrede gestellt.
Ich hatte zwischenzeitlich aber immer wieder meine RA.-in darauf hingewiesen, dass der sog. Zölikiepass aus meiner Sicht keinen wirklichen Nachweis darstellt, weil dort weder der behandelnde Arzt erkennbar ist und aber auch kein entsprechendes Attest vorliegt, der die Krankheit zumindest ansatzweise bestätigt...
Die Richterin hat in Ihrer Bergündung auf die im Nachgang fehlende Auflistung der Mehrkosten durch die Gegenseite diese Mehrkosten nicht anerkannt.
2. Weiterhin wird in der Begründung der Beschwerde das Nichtanerkennen der berufsbedingten Mehrkosten gerügt.
Die Gegenseite wollte 90,- € anerkannt haben. Diese habe wir verneint und allenfalls(!) bei vorhandensein entsprechender nachgewiesener Merkmale auf die 5% Regel verwiesen (dies hätte dann einem Anspruch von 16,- € entsprochen).
Grundsätzlich stand für mich hier die Frage im Raum, ob ein Praktikum überhaupt eine Ausbildung darstellt, aus der sich berufsbedingte Mehrkosten ableiten lassen (-> zust. OLG FFM)
3. Mehrkosten durch Miete.
Hier sieht die Gegenseite ebenfalls Anlass zur Beschwerde: Sie sieht die Mehrkosten von 100,- € als gerechtfertigt an, da sie die Stadt Lörrach als eine der Städte mit den höchsten Mietpreisen sieht. Als Beweis muß eine Studie aus 2016 herhalten wo von F+B Forschung und Beratung die Stadt Lörrach im deutschen Ranking auf Platz 3 steht.
Allerdings ging es erstinstanzlich der Richterin nicht um die Miete schlechthin, sondern:
a) um die Größe des Mietobjektes von 43 m² (hier war die Richterin der Meinung, dass für ein einjähriges Praktikum eine WG durchs anegmessen(er) wäre - sowohl was die Größe betrifft als auch die daraus resultierenden Kosten)
Von unsere Seite wurden übrigens mehrere deutlich günstigere Mietobjekte gefunden und dem Gericht als Beweis vorgetragen)
b) das der geschwärzte Mitvertrag kein geeignetes Beweismittel darstellt... (Die Gegenseite begründet aktuell die Schwärzung im Übrigen erneut damit, dass meine Tochter nichts mit mir zu tun haben wolle)
Meine RA.-in stellt nun (an mich) folgende Fragen, die ich mal in die Runde werfe:
das Praktikum endete ja am 31.08.2019. Weder in der Beschwerdebegründung noch über andere Kanäle habe ich Kenntnis darüber erhalten was meine Tochter zu tun gedenkt oder ggf. schon macht.
Auch müsse ich überlegen, ob angesichts des von der Gegenseite eingeleiteten Beschwerdeverfahrens ich mich - trotz geringer Erfolgsausichten - erneut auf Verwirkung
berufen will.
Das wärs erst mal. Irgendwelche Ideen oder Fragen?
Wie immer Danke schon mal.
Edth: wir haben 4 Wochen Zeit eine Erwiderung auf die Begründung zu verfassen....
« Letzte Änderung: 03. September 2019, 16:13:07 von Kakadu59 » Gespeichert
« Antwort #138 am: 03. September 2019, 16:45:19 »
Nachträgliches Edith zum vorherigen Beitrag:
dies fettte Textpassage ist (nat.) unvollständig jetzt in blau komplettiert
das Praktikum endete ja am 31.08.2019. Weder in der Beschwerdebegründung noch über andere Kanäle habe ich Kenntnis darüber erhalten was meine Tochter zu tun gedenkt oder ggf. schon macht. Es stellt sich also die Frage, was meine Tochter nunmehr macht und ob überhaupt noch Unterhaltsanspruch besteht.
Kann die ggf weiterführende Unerhaltssituation überhaupt im Zuge des Beschwerdeverfahrens verhandelt werden, wenn studiumsbedingt weiterhin (und damit höherer) Unterhaltsanspruch besteht bzw. geltend gemacht wird?
Eigentlich wollte ich erstmal diese aktuell Unterhaltssache beenden und dann "weitersehen"
« Antwort #139 am: 03. September 2019, 17:35:55 »
ich denke, dass sich nach dem Ende des Praktikums eine neue Baustelle auftut.
Deine Tochter ist verpflichtet ihre Bedürftigkeit nachzuweisen. Dazu müsste sie ein neues Praktikum, einen Ausbildungsplatz oder den Beginn eines Studiums nachweisen bzw. im Moment schlicht und ergreifend ankündigen.
Sollte sich dann eine Übergangsphase bis Mitte Oktober ergeben, dann würde ich darauf nicht herumreiten, aber wenn es überhaupt keine Mitteilung gibt, dann gibt es auch kein Geld.
Das größte Problem ist nach wie vor Deine Tochter. Meiner Meinung nach hat sie gar keine Vorstellung, was eigentlich abläuft. Vermutlich erklärt Mama wie böse Papa ist und wie sie sich doch so aufopfernd um die Tochter kümmert. Deine Tochter unterschreibt dafür Vollmachten.
In Ermangelung anderer Möglichkeiten würde ich einen kurzen Brief an den Anwalt der Tochter schreiben mit der Bitte um Auskunft, was die Tochter jetzt macht und ggf. persönliche Übergabe des Briefes an die Tochter. Sollte auch der Anwalt der Tochter keinen Kontakt zur Tochter haben, dann würde ich das mit dem Brief lassen und die Frage wie es denn nun weitergeht einfach an den Anwalt stellen.
« Antwort #140 am: 04. September 2019, 09:10:04 »
ich habe auch die Befürchtung, dass die Mutter Kontakt von dir zur Tochter unterbinden möchte, damit du nicht auch deinen Standpunkt rüberbringen kannst. Du könntest ihr natürlich einen Brief schreiben, indem du ihre Adresse mithilfe einer Meldeauskunft ermittelst. Du könntest ihr anbieten einfach mal in einem Cafe miteinander zu reden, muss ja auch gar nicht um Unterhalt gehen. Dann siehst du von wem der Wunsch nach Kontaktabbruch kommt.
Selbst wenn es von ihr ausgeht, ist sie einfach zu jung um zu verstehen, was da gerade geschieht.
« Antwort #141 am: 04. September 2019, 10:06:57 »
dass die ganze Sache die eindeutige Handschrift der KM trägt ist (mir) schon sehr lange bewußt und hatte ich auch hier schon geschrieben.
Ich hatte auch schon mal angedeutet/ umrissen (anderer Faden?), was der Hintergrund der Geschichte ist bzw. dessen Verlauf (Mißbrauchsvorwürfe).
Es wurde ja von der Gegenseite immer mal wieder angedeutet "...das ich ja wohl wüßte, warum meine Tochter absolut(!!) keinen Kontakt zu mir wolle". Da es an keiner Stelle und zu keiner Zeit Mißbrauch jedweder Art gegeben hat, ist (mir) völlig klar, wer von der Gegenseite hier die Fäden in der Hand hat (KM).
Ich hatte auch schon mit dem Gedanken gespielt (werde ich wohl auch machen), die Tochter auf die aktuelle Lebenssituation anzusprechen. Ein Angebot hatte ich ja schon Ende 2017 gemacht. Darauf hat meine Tochter allerdings nicht reagiert.
Die Praktikumszeit ist ja mit dem 31.08.2019 beendet. Somit dürfte ja auch der Aufenthalt am Praktikumsort Geschichte sein und Töchting wieder zu Hause wohnen.
Aktuell müßte meine Tochter ja ein Studium begonnen haben (zumindest aber die Immatrikulation müßte erfolgt sein) So zumindest der an vieler Stelle kommunizierte Plan der Tochter über die Schriftsätze Ihrer RÄttin.
« Antwort #142 am: 12. September 2019, 12:30:04 »
Sodele, es gibt Neues, aber wenig Gutes...
ich hatte vorgestern ein Gespräch mit meiner RA.-in und bin über die Infos, die ich erhalten habe wenig begeistert (in einem Punkt sogar ziemlich entsetzt)....
Folgende Punkte wurden ja in der Begründung der Beschwerde von der gegenseite moniert (ich kopiere der Einfachheit halber einfach mal die Kurzfassung aus meinem Beitrag #137):
Zitat von: Kakadu59 am 03. September 2019, 16:04:05
1.) Wie von meiner Anwältin bereits vermutete geht es um die Zöliakiekosten (Mehrbedarf).
Hier ging es dann tatsächlich um den geschwärzten Mietvertrag, der so von der Ricterin nicht anerkannt wurde (Name/ Adresse des Vermieters nicht lesbar, Name und Adresse des Mieters und des angemieteten Objektes nicht lesbar - da alles unkenntlich gemacht.
Das Gespräch mit der Anwältin ergab folgendes (ich gebe hier zunächst die Meinung meiner Anwältin wieder):
Meine Anwältin hat in Sachen Zöliakie die Ablehnung der Kosten durch die Richterin nicht nachvollziehen können, da ja von unserer Seite ein (Teil)zugeständnis erfolgte.
Meine Anwältin sieht hier tatsächlich zu Recht einen Beschwerdegrund und im Grunde auch zweitinstanzlich eine Anrechnung der Kosten als sehr wahrscheinlich
Meine Anwältin ist der Meinung, dass wegen fehlender Begründung durch die Gegenseite eine Anrechnung von Berufsbedigten Mehrkosten nicht erfolgen könne...
Zur Erinnerung: Bezüglich der Mehrkosten hatten wir auf max 5% abgestellt, wenn "hierfür entsprechende Gründe vorliegen würden und diese aufgezeigt und belegt werden"
Hier gibt es wohl das Hauptproblem:
Zu Recht hat die Richterin bezüglich des "geschwärzten" Mietvertrages diesen nicht anerkannt....
zweitinstanzlich (also vor dem OLG) werden die Karten komplett neu gemischt und quasi alles scheint wieder offen.
Während ich die zweitinstanzliche Anerkenntnis der Kosten unter Pkt 1 noch nachvollziehen kann (und ich mich etwas über die Richterin am Familiengericht ärgere)
habe ich bei Pkt 2 und 3 richtige Bauchschmerzen.
Mein Anwältin sagte nämlich, das es jetzt durch aus möglich sei, dass der (erstinstanzlich geschwärzte) Mietvertrag nunmehr zweitinstanzlich in der ungeschwärzten (also komplett lesbaren) Version aus dem Zylinder gezaubert werden kann und somit als nachträglicher Beweis anerkannt werden und voll in die Urteilsfindung am OLG einfließen könne.
Wenn das stimmt, bin ich darüber mehr als entsetzt...
Tochter (vermutlich aber die KM) hat ja immer wieder erklärt, dass sie nichts mit mir zu tun haben will und keine(!!) Kontakte zu mir wünscht. Der Mietvertrag wurde ja seinerzeit ausschließlich in der geschwärzten Version vorgelegt um eine Kontaktaufnahme durch mich mit der Tochter zu verhindern....
Jetzt(!) nachdem das Praktikum vorüber ist und das Mitobjekt am Praktikumsort aufgegeben wurde kann man ja trefflich den Mietvertrag in seiner ungeschwärzten Version vorlegen....
Ist das tatsächlich so, dass man erstinstanzlich unter Zurückhaltung von Beweisen (hier Schwärzung des Mietvertrages) sich quasi ein Hintertürchen für eine Beschwerde offenhalten kann, weil man (Die RÄttin) ja weiß, dass zweitinstanzlich eine sog. 2. Chance besteht, vollständige Beweise (hier ungeschwärzter Mietvertrag) vorzulegen/ nachzureichen, welche dann mit großer Wahrscheinlichkeit anerkannt werden würden...
Weiterhin könnte die Gegenpartei auf diesem Wege trefflich Kosten (Gerichts- und Anwaltskosten) zu meinen Ungunsten generieren...
Ein weiteres Problem ist der zukünftige Unterhaltsanspruch bezüglich des angedachten Studiums unserer Tochter...
Im Moment habe ich noch keine Infos darüber, wann und wo was meine tochter studieren wird (von den zurückliegenden "ich habe vor-"Ankündigungen mal abgesehen...)
Ich habe sie nochmals persönlich angeschrieben und unter Fristsetzung um entsprechende Auskünfte gebeten...
Wenn bis Fristende keine Info kommt wird es wohl zu einer Widerklage kommen.
Welche Vorschläge und/ oder Ideen habt Ihr Ihr bezüglich der Vorgehensweise?
Für sachdienliche Hinweise bin ich (wie immer) dankbar
« Antwort #143 am: 12. September 2019, 12:53:08 »
ja, das ist wirklich so. In der Beschwerdeinstanz lässt das Familienrecht (im Gegensatz zum allgemeinen Zivilrecht) auch in Familienstreitsachen neue Angriffs- und Verteidigungsmittel ausdrücklich zu (die Spitzfindigkeit, ob die ungeschwärzte Version "neu" ist, hilft da auch nicht weiter).
Zitat von: Kakadu59 am 12. September 2019, 12:30:04
Wenn (was im Familienrecht ja nicht immer gesagt ist) es richtig läuft, dann gibst Du nach Vorlage der ungeschwärzten Version ein sofortiges Anerkenntnis ab (sofern das auch sonst gerechtfertigt ist) und die Gegenseite trägt die Kosten, weil Du ja keinen Anlass zur Klage gegeben hast.
« Antwort #144 am: 12. September 2019, 13:12:20 »
Danke für schnelle melden und den "sachdienlichen Hinweis" mit dem Anerkenntnis.
Im Moment ist es noch so, dass die Gegenseite in ihrem Begründungsschreiben bezügl. der Beschwerde den geschwärzten Mietvertrag weiterhin mit dem Argument verteidigt hat " Tochter wünsche keinen Kontakt zu mir".
Nichtdestrotz fordert Sie die Anerkennung der Beträge wegen "der außergewöhlich hohen Wohnkosten/ Mietkosten am Praktikumsort" (siehe #137)
Noch eine Anschlußfrage:
Du schreibst in #136
Zitat von: Inselreif am 03. September 2019, 14:50:52
[...] Aber nur, wenn es die Beschwerde nicht verwirft, was wir ja hoffen.[...]
Ab wann erkenne ich(oder woher weiß ich) wann dieser Pkt. erreicht ist?
Hat das Anschlußgericht (OLG) der Beschwerde schon stattgegeben, in dem es die Begründung eingefordert hat oder gibt es da einen extra Schriftsatz vom OLG aus dem ich entnehmen kann:
"Sehr geehrter Hr. XYZ, hiermit wird der Beschwerde stattgegeben bzw verworfen"
« Letzte Änderung: 12. September 2019, 13:18:41 von Kakadu59 » Gespeichert
« Antwort #145 am: 12. September 2019, 13:26:00 »
Ich erinnere mich in diesem Verlauf, dass es aber auch Zweifel gab, ob dieser Mietvertrag überhaupt existiert und es sich nicht um eine zusammenkopierte Vorlage handelt. Ist denn überhaupt zweifelsfrei klar, dass die Tochter eine Unterkunft an diesem Ort bezogen hat?
Weiterhin erinnere ich mich, dass die KM doch auch noch nicht vollumfänglich ihr Einkommen dargelegt hatte und es dort einige Fragen gab. Ergab nicht einiges sogar, dass die KM umfangreiches Immobilienvermögen hat? Das wäre dann mein Punkt auf dem ich etwas aufbauen würde, denn dann geht es ja immer noch um die gequotelte Zahlung. Ich meine mich erinnern zu können, dass Du die Zugeständnisse nur gemacht hattest, weil du das Verfahren endlich schließen wolltest und die Tochter eh nicht alle Daten vorlegen konnte.
Wenn jetzt eh wieder alles gemischt wird und auch neue Beweise zugelassen sind, dann würde ich dieses Fass auch noch mal aufmachen.
« Antwort #146 am: 12. September 2019, 13:40:14 »
Zitat von: Kakadu59 am 12. September 2019, 13:12:20
Da kommt ein Beschluss wie in der ersten Instanz und damit ist die zweite Instanz dann auch beendet.
« Antwort #147 am: 12. September 2019, 14:10:46 »
da der (geschwärzte) Mietvertrag als Beweismittel vorgelegt wurde ist die eine Seite. Ob der echt ist eine andere.
Was tatsächlich doof ist und zunächst komisch klingt:
Laut Richterin habe ich keinen Anspruch auf die Vorlage eines vollständigen (ungeschwärzten) Mietvertrages... allerdings hat die Gegenseite eben auch keinen Anspruch auf Anerkenntnis eines solchen geschwärzten (und somit beweisuntauglichen) so die gleiche Richterin im erstinstanzlichen Urteil.
Die Einkommenssituation der KM wurde ja per Teilbeschluß vom 03.01.2018 eingefordert.
Im weiteren Verlauf hat dann die KM tatsächlich alles offengelegt: Steuerbescheid/ Steuererklärung usw.
An Hand der Steuererklärung war ja dann auch erkennbar dass die KM über 3 weiter Immobilien verfügt (neben dem selbstbewohnten Haus).
(Dazu hattest Du @Kasper übrigens in #114 selbst was geschrieben- aber ich räume gerne ein, dass man da den Überblick verlieren kann
Alles in allem war das ja dann auch (u.A.) die rechnerische Grundlage für die in erstinstanzliche Berrechnung des Unterhaltes
« Antwort #148 am: 12. September 2019, 14:36:39 »
Zitat von: Kakadu59 am 12. September 2019, 14:10:46
Die fremden Fälle hat man manchmal nicht wo im Überblick, während ich die Daten meines eigenen Falles auch nach 10 Jahren noch nahezu vollständig herunterbeten kann.
« Antwort #149 am: 12. September 2019, 15:50:11 »
Das Datum ist falsch es muß richtig heißen 03.01.2019
mit der Beschwerde und dem zeitlichen Verlauf (Praktikumsende zum 31.08.2019 ist die neue Baustelle schon eröffnet
Tatsächlich habe ich unsere Tochter noch einmal persönlich angeschrieben und ein Treffen und Gespräch angeboten (also unter Umgehung Ihres Anwaltes). In gleichem Schreiben habe ich (mit Fristsetzung) beleghaft hinterfragt, wie Ihr weiterer beruflicher Werdegang aussieht bzw. ob sie - wie beabsichtigt - ein Studium anfängt (angefangen hat).
Wenn bis zum Stichtag nichts kommt, muß man sehen wie es weiterläuft.
Wir haben einen Monat Zeit auf die Beschwerdebegründung mit einer Beschwerdeerwiderung (ggf mit einer Widerrufsbeschwerde oder Anschlußbeschwerde oderso(?) zu reagieren...)
Ansonsten: es ist wirklich schwer bis unmöglich das Verhalten meiner Tochter einzuordnen/ einzuschätzen. Aus dem Wissen heraus, dass die KM hochmanipulativ ist, ist quasi alles möglich.

References: § 65
 § 63
 § 64
 § 65
 § 64
 §243