Source: https://steuer.ninja/2020/03/04/
Timestamp: 2020-04-04 05:44:45+00:00

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Steuer.Ninja > 2020 > März > 04
Alkoholbedingter Unfall – Haftpflichtversicherung kann Geld zurückfordern!
Hat ein Autofahrer aufgrund seiner Alkoholisierung einen Unfall verursacht, so kann dessen Kfz-Haftpflichtversicherung Zahlungen an den Unfallgegner bis zu 5.000 EUR zurückverlangen. Der Anscheinsbeweis dafür, dass ein Unfall durch die Alkoholisierung …
Kosten der Wärmelieferung nach Umstellung auf Fernwärme und Weiterleitung von Wasserrechnungen der Stadtwerke als Bestandteil der Abrechnung
Die Klägerin, die Wohnungsvermieterin des Beklagten ist, verlangt Nachzahlung von Heiz- und Wasserkosten. Der Mietvertrag der Parteien sieht – unter Verweis auf die Anlage 3 zu § 27 der II. Berechnungsverordnung – formularmäßig vor, dass der Mieter die…
Vollständige Rückabwicklung eines Neuwagenkaufs
Wurde eine Rückabwicklungsvereinbarung wegen Mangelhaftigkeit des Fahrzeugs zwischen den Vertragsparteien geschlossen, so ergibt sich ein Anspruch auf vollständige Rückabwicklung des Vertrages, wenn die Auslegung ergibt, dass dies von den Parteien ausd…
Schadensregulierung – sechs Wochen dürfen es schon sein!
Für die Schadensregulierung eines durchschnittlichen Verkehrsunfalls ist der Haftpflichtversicherung ein Zeitraum zur Überprüfung von vier bis sechs Wochen einzuräumen, bevor die Erhebung der Klage geboten ist. Schließlich ist bei der Inanspruchnahme d…
Wechselnde Einsatzorte: Arbeitnehmer zahlt Fahrkosten
Grundsätzlich muss ein Arbeitnehmer die Aufwendungen für Fahrten von seinem Wohnort zur regelmäßigen Arbeitsstätte – auch bei wechselnden Einsatzorten – selber tragen. Sofern der Arbeitnehmer seinen Fahrtkostenanspruch mit dem Gleichbehandlungsgrundsat…
Meniskusschäden als Berufskrankheit für Dachdecker
Meniskusschäden bei Dachdeckern berechtigen zum Bezug einer Unfallrente, da deren berufliche Tätigkeit die Schädigung der Kniegelenke verursacht. Im vorliegenden Fall wurde einem Dachdecker, der nach 30 jähriger Berufstätigkeit starke Kniebeschwerden …
Bei 19 °C liegt ein Mietmangel vor!
Sofern regelmäßig eine Raumtemperatur von lediglich 19 °C zu erreichen ist, so liegt ein Mangel vor, der den Mieter zur Minderung Mietzinses in Höhe von 5 % berechtigt. Im vorliegenden Fall erbrachte die Heizungsanlage nicht die nach DIN 4701 erforderl…
Zustimmungsersetzung – Versetzung eines Mandatsträgers
Die betriebsübergreifende Versetzung eines Mandatsträgers iSv. § 103 Abs. 1 BetrVG bedarf nach § 103 Abs. 3 BetrVG der Zustimmung des Betriebsrats. Das Beteiligungsverfahren nach § 103 Abs. 3 BetrVG geht demjenigen zur Versetzung nach § 99 Abs. 1 und A…
Verlängerung der Mietpreisbremse kurz vor dem Abschluss
Die Mietpreisbremse soll verlängert und verschärft werden: Das hat der Bundestag am 14. Februar 2020 angesichts eines anhaltend angespannten Wohnungsmarktes beschlossen. Der Bundesrat berät am 13. März abschließend über das Gesetz. Bis längstens Ende 2…
Stiefkindadoption ohne Trauschein
Auch unverheiratete Paare sollen künftig Stiefkinder adoptieren dürfen. Das hat der Bundestag am 13. Februar 2020 beschlossen. Der Bundesrat gibt zu dem Gesetzesbeschluss am 13. März 2020 sein abschließendes Votum. Stabile Partnerschaft Voraussetzung V…
Mitarbeiterdarlehen und die sofortige Gesamtfälligkeit bei Beendigung des Arbeitsverhältnisses
Auf vorformulierte Vertragsbedingungen wie vorliegend über ein Mitarbeiterdarlehen finden nach § 310 Abs. 3 Nr. 2 BGB sowohl § 305c Abs. 2 BGB, § 306 BGB als auch §§ 307 bis 309 BGB selbst dann Anwendung, wenn diese Vertragsbedingungen nur zur einmalig…
Stellplatzmietvertrag und die Eigentumsübertragung – wer ist der Vermieter?
Im vorliegenden Fall vermieteten der spätere Kläger und seine Frau als Grundstückseigentümer Stellplätze. Der Kläger erhielt im Jahre 2014 den Miteigentumsanteil seiner Frau übertragen. Die Hausverwaltung erklärte am 4.8.2017 in seinem Namen eine frist…
Schadensersatzspruch wegen Abschaltevorrichtung
Im vorliegenden Fall hatte der spätere Kläger einen SEAT mit einem vom Abgasskandal betroffenen Dieselmotor erworben. Nach Ansicht des Gerichts hat die VW AG den Kläger geschädigt und muss wegen vorsätzlicher sittenwidriger Schädigung haften. Das Unter…
Immobilienkredit mit an Referenzindex geknüpften variablen Zinssatz
Die spanischen Gerichte müssen die Klausel in Hypothekendarlehensverträgen, der zufolge ein variabler Zinssatz auf der Grundlage des Index der spanischen Sparkassen anzuwenden ist, auf Klarheit und Verständlichkeit überprüfen. Wenn die Gerichte diese K…
Der von der Mitwirkung ausgeschlossene BVerfG-Richter
Autor: Rechtslupe 4. März 2020
Ein Mitwirkungsausschluss folgt aus der Beteiligung einer Richterin oder eines Richters an der Sache (§ 18 Abs. 1 Nr. 1 BVerfGG) oder aus einer vorangegangenen Tätigkeit in derselben Sache (§ 18 Abs. 1 Nr. 2 BVerfGG). Die Ausschlussregelung ist als Aus…
Befangenheit, Bundesverfassungsgericht, gesetzlicher Richter, Verwaltungsrecht, Vorbefassung
Angeordnete Erziehungsmaßregeln und Zuchtmittel – und die unbeschränkt eingelegte Revision
Das Revisionsgericht hat auf eine unbeschränkt eingelegte und auch sonst zulässige Revision die vorinstanzlich angeordneten Erziehungsmaßregeln und Zuchtmittel ohne die Beschränkung in § 55 Abs. 1 Satz 1 JGG auch dann auf Rechtsfehler zu überprüfen, we…
Erziehungsmaßregeln, JGG, Revision, Strafprozess, Strafrecht, Zuchtmittel
Mit der Fernbedienung hinterm Steuer
Wird während der Fahrt eine Fernbedienung zur Bedienung eines Navigationsgeräts genutzt, handelt es sich um ein „der Information oder Organisation dienendes elektronisches Gerät“ im Sinne von § 23 Abs. 1a StVO. Mit dieser Begründung hat das Oberlandesg…
Bussgeld, Navigationsgerät, Strafrecht, StVO, Verkehrsrecht
Abtretung einer Darlehensforderung – als typisch stille Einlage
Wird zur Erbringung der Einlage in eine typisch stille Gesellschaft eine Darlehensforderung gegenüber einer Kapitalgesellschaft als Inhaberin des Handelsgewerbes abgetreten, so handelt es sich um einen tauschähnlichen Vorgang, bei dem eine Forderung fü…
Darlehensforderung, Einkommensteuer (Betrieb), Partiarisches Darlehen, Stille Einlage, Typisch stille Einlage
Das nicht begründete Ablehnungsgesuch
Ein Ablehnungsgesuch, das keine Begründung oder lediglich Ausführungen enthält, die zur Begründung der Besorgnis der Befangenheit gänzlich ungeeignet sind, ist offensichtlich unzulässig. Bei offensichtlicher Unzulässigkeit bedarf es keiner dienstlichen…
Befangenheit, gesetzlicher Richter, Richterablehnung, Verwaltungsrecht
Verfassungsbeschwerde gegen Ernennung zum Richter des Bundesverfassungsgericht
Das Bundesverfassungsgericht hat eine Verfassungsbeschwerde gegen die Ernennung von Prof. Dr. Stephan Harbarth zum Richter am Bundesverfassungsgericht nicht zur Entscheidung angenommen. Die Verfassungsbeschwerde wurde nicht zur Entscheidung angenommen …
Bundesverfassungsgericht, Richterernennung, Verfassungsbeschwerde, Verwaltungsrecht
Die für den Fall des Rechtsmittels einer vollbeendeten Personengesellschaft gegen einen Gewinnfeststellungsbescheid entwickelten Auslegungsgrundsätze (sog. Spiegelbildbetrachtung) gelten auch dann, wenn ein entsprechendes Rechtsmittel von der Rechtsnac…
Beizuladende, Finanzgerichtsverfahren, Gewinnfeststellungsbescheid, Klagebefugnis, Kommanditgesellschaft, Personengesellschaft, Rechtsnachfolgerin, Spiegelbildbetrachtung, Steuerrecht, Vollbeendigung
Der vor der Insolvenz ausgeschiedene Gesellschafters einer GmbH & Co. KG – und sein Abfindungsanspruch
Die Abfindungsforderung eines vor der Insolvenz ausgeschiedenen Gesellschafters einer GmbH & Co. KG, deren Auszahlung gegen das Kapitalerhaltungsgebot der §§ 30, 31 GmbHG analog verstoßen würde, ist erst bei der Schlussverteilung nach § 199 InsO zu…
Abfindung, Abfindungsforderung, Einziehung, Gesellschaftsrecht, GmbH & Co. KG, Insolvenzrecht, Insolvenztabelle, Kapitalerhaltungsgebot, Schlussverteilung
Partiarisches Darlehen oder stille Beteiligung?
Einem partiarischen Darlehen sind ‑in Abgrenzung von einer stillen Beteiligung- eine Verlustbeteiligung des Darlehensgebers und eine gemeinsame Zweckverfolgung (§ 705 BGB) fremd. Nach ständiger Rechtsprechung des BFH gehört die Auslegung von Verträgen …
Einkommensteuer (Betrieb), Partiarisches Darlehen, Stille Einlage, Typisch stille Einlage
Die im Strafurteil versehentlich gebildete nachträgliche Gesamtstrafe – und die Revisionsentscheidung
Sind die Voraussetzungen für die Bildung einer Gesamtstrafe gemäß § 55 StGB nicht gegeben, weil einer weiteren vorausgegangenen Verurteilung Zäsurwirkung zukommt, muss die Bildung einer Gesamtstrafe hinsichtlich der beiden Vorverurteilungen demnach dem…
Gesamtstrafe, Gesamtstrafenbildung, Nachträgliche Gesamtstrafenbildung, Revision, Strafrecht, Verböserungsverbot

References: § 27
 § 103
 § 103
 § 103
 § 99
 § 310
 § 305
 § 306
 § 55
 § 23
 § 199
 § 55