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Timestamp: 2019-08-18 22:27:12+00:00

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BGH, 26.01.1988 - VI ZR 120/87 - dejure.org
https://dejure.org/1988,620
BGH, 26.01.1988 - VI ZR 120/87 (https://dejure.org/1988,620)
BGH, Entscheidung vom 26.01.1988 - VI ZR 120/87 (https://dejure.org/1988,620)
BGH, Entscheidung vom 26. Januar 1988 - VI ZR 120/87 (https://dejure.org/1988,620)
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Anspruch auf Schadensersatz wegen unterbliebener Aufklärung über die Risiken eines ärztlichen Eingriffs - Verjährung von Schadensersatzansprüchen aus unerlaubter Handlung - Beseitigung der Hemmung einer Verjährung durch ein Abhilfeverfahren
BGB §§ 210, 852 Abs. 2; BayAGGVG Art. 22 Abs. 1
NJW-RR 1988, 730
MDR 1988, 570
VersR 1988, 718
Verhandlung in diesem Sinne ist jeder Meinungsaustausch über den Schadensfall zwischen dem Berechtigten und dem Verpflichteten, wenn und solange nicht erkennbar jeglicher Schadensersatz abgelehnt wird (BGH, Urt. v. 26. Januar 1988 - VI ZR 120/87, VersR 1988, 718, 719; v. 19. Februar 1991 - VI ZR 165/90, DB 1991, 2183).
Es genügt, dass der angeblich ersatzpflichtige Schädiger erkennen lässt, er werde die Berechtigung des Anspruchs jedenfalls prüfen (Senatsurteil vom 26. Januar 1988 - VI ZR 120/87 - aaO).
Da der Beklagte durch das Schreiben seines Rechtsanwalts vom 30. Januar 1997 selbst an den Kläger herangetreten war und darin Schadensersatzansprüche nicht von vorneherein ablehnte, reichte es im Hinblick auf die Schwere der dem Kläger durch den Beklagten mit einem Messer unstreitig zugefügten Verletzung aus, daß Schadensersatzansprüche seitens des Geschädigten als ernsthaft in Betracht kommend angekündigt wurden und der möglicherweise ersatzpflichtige Schädiger erkennen ließ, er werde die Berechtigung des Anspruchs jedenfalls prüfen (vgl. Senatsurteil vom 26. Januar 1988 - VI ZR 120/87 - aaO).
BGH, 31.10.1991 - XII ZR 212/90
Kein Anspruch auf Beiordnung eines weiteren Anwalts bei mutwillig verursachter …
Wenn das Vertrauensverhältnis zu dem beigeordneten Anwalt durch sachlich nicht gerechtfertigtes und mutwilliges Verhalten der Partei zerstört worden ist und dies die Entpflichtung des Anwalts nach § 48 Abs. 2 BRAO verursacht hat, besteht kein Anspruch auf die Beiordnung eines anderen Rechtsanwalts; ein solches Verlangen ist dann vielmehr rechtsmißbräuchlich (vgl. insbesondere OLG Köln FamRZ 1987, 1168; s.a. OLG Frankfurt MDR 1988, 570; OLG Celle MDR 1960, 846 [OLG Celle 14.06.1960 - 5 W 24/60]; OLG Braunschweig NJW 1962, 256 [OLG Braunschweig 10.11.1961 - 2 W 146/61]).
Auch hier kommt es auf den Zugang des Ablehnungsschreiben an (BGH, Urteil vom 26.01.1988 - VI ZR 120/87 -).
Für die Annahme einer Verhandlung genügt dabei jeder Meinungsaustausch über den Schadensfall, wenn nicht erkennbar die Verhandlung über die Ersatzpflicht oder jeder Ersatz abgelehnt wird (BGH in MDR 1988, 570; OLG Hamm in OLGR 1997, 135;… Palandt, BGB-Kommentar, a.a.O., Rn. 18 zu § 852 m.w.N.).
Es ist bei dem Inhalt eines solchen Gesprächs schon fraglich, ob damit eine "Verhandlung" im Sinne des § 852 Abs. 2 BGB stattgefunden hat, auch wenn dieser Begriff grundsätzlich weit zu fassen ist (vgl. BGH, Urteil vom 26. Januar 1988 - VI ZR 120/87 - VersR 1988, 718 unter II 1 m.w.N.).
statt (vgl. BGH in NJW-RR 1988, 730 [731] = VersR 1988, 718 [719]; OLG Hamm in NJW-RR 1998, 101 [102];… MünchKomm-Grothke, 4. Aufl., BGB § 203 Rdn. 8).
LSG Berlin-Brandenburg, 20.11.2008 - L 3 B 619/08
Beiordnung eines anderen Rechtsanwalts bei bewilligter Prozesskostenhilfe; …
LSG Nordrhein-Westfalen, 02.02.2017 - L 10 SB 417/16
PKH-Verfahren; Entpflichtung eines Rechtsanwalts; Beiordnung eines neuen …
BSG, 29.06.2017 - B 9 SB 1/17 S
LSG Berlin-Brandenburg, 26.02.2013 - L 18 AS 108/13

References: Art. 22
 § 48
 § 852
 § 852
 BGH 
 § 203