Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=14%20B%2016.769
Timestamp: 2019-04-22 16:53:22+00:00

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VGH Bayern, 12.12.2017 - 14 B 16.769 - dejure.org
VwGO § 42 Abs. 2; BV Art. 141 Abs. 3 Satz 1; BayNatSchG Art. 27 Abs. 1 und 2, Art. 28 Abs. 1 Satz 1, Art. 30 Abs. 2 Satz 1, Art. 33, Art. 34 Abs. 3
§ 42 Abs. 2 VwGO, Art. 33, 34 BayNatSchG
Naturschutzrecht: Sperre in der freien Natur und Mountainbiken | Recht auf Naturgenuss; Sperren in der freien Natur in Bezug auf Privatwege für Mountainbiker; Beschilderung; Drittschützende Wirkung des Art. 34 Abs. 3 BayNatSchG ; Anspruch des einzelnen Erholungsuchenden auf fehlerfreie Ermessensausübung; Klagebefugnis nur bei individueller Betroffenheit des einzelnen Erholungsuchenden (verneint)
Recht auf Naturgenuss; Sperren in der Natur in Bezug auf Privatwege für Mountainbiker; drittschützende Wirkung des Art. 34 Abs. 3 BayNatSchG; Anspruch des einzelnen Erholungsuchenden auf fehlerfreie Ermessensausübung; Klagebefugnis nur bei individueller Betroffenheit des einzelnen Erholungsuchenden
Verpflichtungsklage eines Erholungssuchenden auf naturschutzrechtliche Anordnung der Beseitigung einer Beschilderung in Bezug auf Privatwege für Mountainbiker; Hinreichend konkrete Darlegung der individuellen Betroffenheit durch einen entfernt vom betroffenen Gebiet wohnenden Kläger
Art. 33, Art. 34 Abs. 3 BayNatSchG
Sollte sich der Kläger darauf berufen wollen, er sei von der Schuldnerin zur Prozessführung im eigenen Namen ermächtigt worden, so stünde dem - abgesehen davon, dass eine solche Ermächtigung nicht vorliegt - entgegen, dass eine gewillkürte Prozessstandschaft im Anwendungsbereich von § 42 Abs. 2 VwGO nicht zulässig ist (BVerwG…, Urteil vom 26. Oktober 1995 - 3 C 27/94 -, juris Rn. 19; OVG Saarlouis…, Urteil vom 25. Mai 2016 - 5 K 2029/14 -, juris Rn. 25; OVG Bautzen…, Beschluss vom 27. Oktober 2016 - 4 A 573/14 -, juris Rn. 15; VGH Mannheim…, Urteil vom 15. Dezember 2016 - 2 S 2505/14 -, juris Rn. 28; VGH München, Urteil vom 12. Dezember 2017 - 14 B 16.769 -, juris Rn. 22).
Die in diesem Sinne durch den Gesetzgeber vorgegebene Einschränkung der Klagebefugnis entspricht dem verfassungsrechtlich grundsätzlich unbedenklichen und in § 42 Abs. 2 VwGO normierten Ausschluss von Popularklagen und zieht damit zugleich den Ausschluss der - hier vom Klägerbevollmächtigten geltend gemachten - gewillkürten Prozessstandschaft im Anfechtungsrechtsstreit nach sich (vgl. BayVGH, B.v. 23.6.2017 - 15 ZB 16.920 - und B.v. 12.12.2017 - 14 B 16.769; VG Augsburg, B.v. 27.9.2018 - Au 5 S 18.1579 - alle juris;… Kopp/Schenke, VwGO, 24. Aufl. 2018, § 42 Rn. 60;… Eyermann, VwGO, 15. Aufl. 2018, § 42 Rn. 76).
Die Vorinstanz hat die Klage mangels Klagebefugnis abgewiesen (VGH München, Urteil vom 12. Dezember 2017 - 14 B 16.769 - UPR 2018, 120).

References: § 42
 Art. 141
 Art. 27
 Art. 28
 Art. 30
 Art. 33
 Art. 34

§ 42
 Art. 33
 Art. 34
 Art. 34

Art. 33
 Art. 34
 § 42
 § 42
 § 42
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