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Timestamp: 2017-11-24 14:07:22+00:00

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Nahtlosigkeit - Ersatz-Reha - ggfs. neue Diagnose - Seite 2 - Erwerbslosen Forum Deutschland (ELO-Forum)
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05.02.2017, 16:05 #26
AW: Nahtlosigkeit - Ersatz-Reha - ggfs. neue Diagnose
gehe noch mal kurz in einen früheren Beitrag zurück, um dir dazu Aufklärung zu geben welche Bedeutung die von dir beschriebenen Inhalte deines Reha-Berichtes haben sollen / werden.
3. Der Widerruf (Entbindung der Schweigepflicht für DRV, MDK und zwei meiner Fachärzte) werde ich morgen per Einschreiben/Rückschein an den ÄD schicken. Dort habe ich lediglich zwei Berichte beigefügt, einen meiner Fachärztin aus Nov. und einen vom Krankenhaus (arbeitsunfähig entlassen) aus Mai 2016.
Wie du schon festgestellt hast (an Hand der aktuellen Einladung) wurde damit ein "Aktenlage-Gutachten" erstellt, es ist nun ziemlich "müßig" sich darüber aufzuregen, dass man dieses "Gutachten" VOR der Aussteuerung (eigentlich) noch gar nicht machen darf ...
Man wird es dir dann begründen, es sei ja NUR in deinem Interesse alles rechtzeitig zu erledigen, damit du dann deinen Bescheid und dein Geld bekommen kannst ... aktuell brauchst du einer Einladung noch gar nicht zu folgen und könntest dich ganz offiziell mit deiner AU entschuldigen.
Noch zahlt die KK dein Geld und deine Aussteuerung erfolgt ja nur wenn du BIS dahin auch weiterhin AU bist ... ansonsten kann ich mich meiner Vorschreiberin nur anschließen, du solltest nicht alleine zum Termin gehen ...
4. Den Reha-Bericht halte ich erstmal zurück, weil ich nicht weiß, wie ich ihn "lesen" soll. Dort steht: "Die berufl. Leistungsfähigkeit für die zuletzt ausgeübte Tätigkeit wie auch für den allgemeinen Arbeitsmarkt ist insgesamt sowohl qualitativ als auch quantitativ nicht wesentlich eingeschränkt (A & B > 6h).
Das bedeutet "auf deutsch", dass du relativ uneingeschränkt ALLES machen KANNST was es am "allgemeinen Arbeitsmarkt" gibt und zwar VOLLZEIT ... denn im Renten-Recht bedeutet mehr als 6 Stunden Erwerbsfähigkeit = Vollzeit .
Die gesundheitlichen Einschränkungen die zu beachten wären, sollten in der "Leistungs-Beurteilung" = "positives Leistungsbild / negatives Leistungsbild" zu finden sein, das sind üblicherweise die ersten 2 Seiten vom Reha-Bericht.
Wo dann angekreuzt sein sollte, was du uneingeschränkt oder eingeschränkt machen kannst / sollst bei beruflicher Tätigkeit ...
Kurz nochmal: Ich habe die Reha nach 2 Wochen abgebrochen und wurde arbeitsunfähig entlassen.
Ist das denn erwähnt im Bericht, dass die Reha abgebrochen wurde und aus welchen Gründen ... zumindest die genannte Aufenthaltsdauer muss ja Auskunft dazu geben können, dass die geplante Reha-Zeit nicht erfolgte ...
AU-Entlassung sagt alleine gar nichts dazu aus, ob das Reha-Ergebnis positiv oder negativ zu werten ist, das bedeutet nur, dass man dich nicht "am nächsten Tag schon zur Arbeit schicken wollte" ... denn über die Fortführung einer AU hat ja danach wieder ein behandelnder Arzt zu entscheiden ...
Als Beispiel wurde ich nur deswegen AU entlassen, weil ich die vorhandene Tätigkeit NICHT mehr ausüben sollte (bisherige Tätigkeit = UNTER 3 Stunden), hatte aber ansonsten auch nicht viel Bedeutung, denn am "allgemeinen Arbeitsmarkt" (6 und mehr Stunden im Bericht) sollte ich auch weiter Vollzeit arbeiten können ... ich brauchte eben "nur" einen anderen Arbeitsplatz ...
Bei mir wurde das noch klar unterteilt, weil ich vor 1961 geboren bin und eventuell noch Anspruch auf eine BU-Rente (von der DRV) hätte haben können ... die wurde aber später auch abgelehnt ...
Zwischendurch ist erwähnt im Bericht: Frau x könne zurzeit noch keine Angaben darüber machen, ob sie in der Lage sei, nach Beendigung der Rehabilitation eine vergleichbare berufliche Tätigkeit aufzunehmen.
Na-Ja, da wiederholt man deine persönliche "Ansicht" dazu, das belegt ja nicht, dass man das (aus medizinischer Sicht) in der Reha-Klinik genauso eingeschätzt haben möchte ...
In meinem Reha-Bericht standen auch viele solcher "Ansichten /Angaben" von mir drin, trotzdem war man in der Klinik (ohne besondere Begründungen dafür) der Meinung das wären ja alles nur meine persönlichen (subjektive Einschätzung) Empfindungen und keine "Tatsachen"-Feststellungen der Reha-Klinik ...
Ich hatte das ja schon als "besondere Gnade" anzusehen, dass ich anschließend nicht direkt ins CallCenter an meinen Arbeitsplatz zurück musste ...
Obwohl doch mein Bezugs-Therapeut nicht wirklich nachvollziehen konnte / wollte warum ich da nicht mehr hin WILL und KANN, hat man sich dann "durchgerungen" mir das wenigstens zu ersparen mit der AU-Entlassung ... mein weiteres berufliches und gesundheitliches Schiksal hat dort allerdings dann auch Niemanden mehr interessiert ...
Wenn der ÄD der AfA dich Leistungsfähig unter 15 Wochenstunden (= unter 3 Stunden täglich) gesehen hätte, dann gäbe es (vermutlich) keine Einladung, um das "Gutachten" zu besprechen, dann bekommt man in der Regel nur ein Schreiben mit der Aufforderung eine Reha oder EM-Rente zu beantragen und das innerhalb 1 Monat nachzuweisen.
Den Akut-Klinik-Bericht kennst du ja sicher besser, den du beim ÄD eingereicht hast, ich gehe mal im Moment davon aus, dass man dich "Vollzeit Leistungsfähig" sieht und du dich dazu äußern sollst, "was du dir nun so vorstellst beruflich" ...
Diese Frage würde ich dann zurück geben und die Beratung einfordern, man habe doch sicher den Überblick wo du am örtlichen Arbeitsmarkt (Tagespendelbereich) eine Stelle finden kannst, die deiner Leistungsfähigkeit (gemäß ÄD) entsprechen würde ...
Dabei ist immer § 140 SGB III zu beachten ... den solltest du dir schon mal gründlich durchlesen, denn dazu wirst du bei der AfA ganz sicher nicht informiert ...
Genau diese "Rest-Leistungsfähigkeit" und eventuelle Einschränkungen dabei sollen ja mit dir besprochen werden, medizinische Daten und gesundheitliche Einzelheiten gehen die Arbeitsberater dabei NICHTS an ...
Vielleicht möchte man auch direkt eine EGV mit dir abschließen, die solltest du dann schnell einstecken und zur Prüfung mit nach Hause nehmen, aktuell bist du noch offiziell AU und darfst es auch sein, da brauchst du noch keine Verträge zu deiner beruflichen Eingliederung abschließen ...
Generell ist davon abzuraten mehr als notwendig zu sagen und irgendwelche Unterlagen ungeprüft zu unterschreiben ... je mehr dazu "gedrängelt" wird, umso vorsichtiger solltest du werden ... es gibt NICHTS (außer dem regulären Formular-Antrag) was man (sofort) unterschreiben nüsste, um ALGI bekommen zu können nach der Aussteuerung ...
10.02.2017, 12:39 #27
ich brauche eure Hilfe. Doppeloma, dir noch einmal danke für die ausführliche Information.
Ich komme gerade von der AfA, sozialmedizinische Beurteilung, Teil B. Lt. Leistungsbild bin ich voll einsatzfähig. Lt. Pkt. 1 (Integrationsrelevante Funktionseinschränkungen) ist eine verminderte Belastbarkeit gegeben (was auch immer das heißen mag). Mehr als 6 Stunden.
Die Frage ist jetzt: Kann ich gegen dieses Gutachten Widerspruch einlegen? Ich habe lediglich Teil B von der Arbeitsvermittlerin erhalten, Teil A soll ich gegen Vorlage des Personalausweises direkt beim ÄD abholen (der sitzt in einer anderen Stadt – und das ist umständlich für mich, aber was soll’s).
Ich habe bis jetzt keinen Bescheid erhalten (mit einer Rechtsgrundlage). Ich bin noch nicht ausgesteuert (das passiert zum 28.02.2017) und die Arbeitsvermittlerin wollte mit mir Einsatzmöglichkeiten besprechen (im Job). Ich habe das abgeblockt mit dem Hinweis, dass ich derzeit noch krankgeschrieben bin. Kann mir daraus ein Strick gedreht werden (hinsichtlich der Mitwirkungspflicht)?
Ein Reha-Antrag läuft. Da ich die Reha im Dezember nach 2 Wochen abgebrochen habe, habe ich einen Antrag auf Ersatz-Reha gestellt, der sich bei der DRV in Prüfung befindet. Die Krankenkasse hat mir mitgeteilt (schon vor ein paar Monaten), dass die Reha (sollte sie nicht erfolgreich sein) in einen Rentenantrag umgewandelt werden kann.
Vielleicht sollte ich auch jetzt einfach aufgeben. Dieser Riesen-Stress belastet mich mehr als ich jetzt gebrauchen kann.
Liebe Grüße an euch alle, meera
10.02.2017, 12:57 #28
Die Frage ist jetzt: Kann ich gegen dieses Gutachten Widerspruch einlegen?
Leider ist ein Widerspruch nicht möglich, war bei mir genauso!
Ich habe bis jetzt keinen Bescheid erhalten (mit einer Rechtsgrundlage). Ich bin noch nicht ausgesteuert (das passiert zum 28.02.2017)
dann kommt auch jetzt noch kein Bescheid!
ALG1 wird immer am Monatsendegezahlt, bei dir wäre das am 31.3.2017
und die Arbeitsvermittlerin wollte mit mir Einsatzmöglichkeiten besprechen (im Job). Ich habe das abgeblockt mit dem Hinweis, dass ich derzeit noch krankgeschrieben bin. Kann mir daraus ein Strick gedreht werden (hinsichtlich der Mitwirkungspflicht)?
Was stand denn auf deine Einladung zum heutigen Termin?
Bei mir stand drauf, dass man über die Stellungnahme des ÄD (Gutachten) mit mir reden wolle. Also sind da keine Vermittlungsgespräche zulässig! Ich habe da auch kein Wort dazu gesagt.
Die versuchen es doch immer wieder!
Mach dir gleich Gesprächsnotizen dazu und alles schön abheften für später.
Warst du allein dort oder konntest du einen Beistand mitnehmen?
Sowas ist immer gut, denn es kann sein beim nächsten Termin sitzen 2 SBs da !!!
Dann hast du ja etwas zeit, mach dich damit nicht verrückt!
Das wollen die doch nur, du sollst einknicken und die sparen deine dir rechtmäßig zustehende Kohle
Nein das solltest du nicht, es geht hier auch um dein Recht und bisher hast du alles eingereicht was dafür notwendig ist!
10.02.2017, 19:15 #29
Hatte ich mir ja schon gedacht (hast du eine Kopie von Teil B bekommen?), dass ein "Gutachten" nach Aktenlage bereits erstellt wurde, was "verminderte Belastbarkeit" nun für Auswirkungen auf deine Vermittlung haben soll wäre ja (für die SB) etwas konkreter zu beschreiben gewesen.
Ist es körperliche Belastbarkeit oder psychische Belastbarkeit, das macht ja einen Unterschied in vielen Tätigkeitsbereichen, daran sieht man wieder wie wenig "sinnvoll" und verwertbar solche "Aktenlage-Gutachten" sind.
Nein, das ist eine ärztliche Stellungnahme und kein amtlicher Bescheid, dagegen kann man keinen Widerspruch einlegen, das ginge erst gegen einen Ablehnungs-Bescheid zum ALGI, aber der ist ja nicht zu erwarten wenn man dich für Voll "Leistungsfähig" hält.
Den Teil A kannst du auch schriftlich (DIREKT an den ÄD schreiben) anfordern, lege eine Ausweis-Kopie dazu und schick das per "Übergabe-Einschreiben", den Teil A darf der Arbeitsvermittler ja gar nicht bekommen, also war das soweit schon richtig, dass du den nur vom ÄD bekommen kannst.
Ich habe bis jetzt keinen Bescheid erhalten (mit einer Rechtsgrundlage). Ich bin noch nicht ausgesteuert (das passiert zum 28.02.2017) und die Arbeitsvermittlerin wollte mit mir Einsatzmöglichkeiten besprechen (im Job).
Habe ich ja richtig vermutet, trotzdem hättest du lieber Beratung dazu einfordern sollen, wie ich es dir oben schon beschrieben habe ...
Ich habe das abgeblockt mit dem Hinweis, dass ich derzeit noch krankgeschrieben bin. Kann mir daraus ein Strick gedreht werden (hinsichtlich der Mitwirkungspflicht)?
Das hat mit "Mitwirkungspflicht" wenig zu tun, im Moment musst du bei der AfA (eigentlich) noch gar nicht "mitwirken", denn du bist offiziell noch der KK deine "Mitwirkung" schuldig und die bedeutet "gesünder" zu werden ...
Überlegungen zur "beruflichen Zukunft" kann man natürlich schon theoretisch anstellen wenn klar ist, dass man da in gut 2 Wochen ernsthafter drüber nachdenken muss ... weil die AfA dann dabei deine "Mitwirkung " erwarten darf.
Ein Reha-Antrag läuft. Da ich die Reha im Dezember nach 2 Wochen abgebrochen habe, habe ich einen Antrag auf Ersatz-Reha gestellt, der sich bei der DRV in Prüfung befindet.
Da wird abzuwarten sein wie die DRV dazu entscheiden wird, weiß die AfA dazu Bescheid, dass noch ein Reha-Antrag läuft bei der DRV ???
Die Krankenkasse hat mir mitgeteilt (schon vor ein paar Monaten), dass die Reha (sollte sie nicht erfolgreich sein) in einen Rentenantrag umgewandelt werden kann.
Das steht IMMER auf den Reha-Anträgen, dass ein Reha-Antrag auch in einen EM-Renten-Antrag "umgedeutet" werden KANN , man beachte die Wortwahl, die Entscheidungen dazu trifft aber die Rentenkasse.
Keineswegs jede abgelehnte oder "nicht erfolgreiche" Reha wird aber umgewandelt, wie es die KK gerne hätten, um noch Krankengelder bei der DRV zurück fordern zu können.Das ist oft genug nur "Wunschdenken" der KK ...
Was meinst du damit, was willst du "aufgeben", brauchst du kein ALGI nach der Aussteuerung oder willst du diese Reha nicht mehr (dann musst du den Antrag zurück nehmen, das darfst du aber NICHT wenn die KK dich dazu aufgefordert hat) ...
Ich verstehe schon wie dich das gerade "schlaucht" aber das ist erst der Anfang, du kannst einfach EM-Rente beantragen, am ÄD-"Gutachten" wird das zunächst NICHTS ändern ...
Die DRV wird dann vermutlich sehr schnell deine Reha neu anstoßen, denn die wollen ja auch möglichst keine EM-Rente zahlen müssen, es ist leider so, dass dein Befinden Niemanden mehr wirklich interessiert, wenn du länger krank bist und aus dem Krankengeld ausgesteuert wirst.
Die zuständigen Behörden (KK/AfA und DRV) haben eigentlich nur ein Interesse, sie wollen möglichst nicht für dich zahlen müssen.
Bei der AfA musst du generell Vermittlungsbereitschaft zeigen, ob du das für sinnvoll halten willst oder nicht solltest du besser für dich behalten, sonst könnte es wirklich schnell zu deinem Nachteil ausgenutzt werden.
Es werden immer wieder Momente kommen, wo du am liebsten ALLES hinwerfen möchtest, das kann man sich aber meist nicht leisten, wenn man auf das Geld angewiesen ist ... welchen konkreten Weg du selbst jetzt weiter verfolgen willst kannst du allerdings auch nur selber entscheiden ... REHA ODER RENTE, das ist hier die Frage ...
Dann wirst du (wahrscheinlich) trotzdem für DEIN gewähltes Ziel kämpfen müssen ... du wirst hinfallen und immer wieder aufstehen, auch wenn du jetzt glaubst das geht nicht ... bei uns dauerte das alles fast 8 Jahre, ich wünsche dir das nicht ... aber kampflos aufgeben, wird dir auch nicht helfen können irgendwann mal zur Ruhe zu kommen ...
Dein Bescheid wird schon kommen, wie dir geschrieben wurde ist ja noch etwas Zeit bis die AfA zahlen muss ...
12.02.2017, 17:11 #30
die Bewilligung für Alg I hatte ich am nächsten Tag im Kasten (ist also durch). Separat kam ein Schreiben, dass die Nahtlosigkeit abgelehnt ist.
Die AfA weiß nicht, dass ein Reha-Antrag läuft (hab ich vergessen, denen mitzuteilen). Soll ich das tun und wenn ja, wem?
Ich habe eine Fachärztin, die eine EM-Rente bei mir für nicht gegeben hält. Ich fühle mich bei ihr mit meinen gesundheitlichen Einschränkungen nicht gehört. Ich habe am 16.02. den nächsten Termin bei ihr.
Brauche ich einen Facharzt oder reicht ein Hausarzt, um EM-Rente zu beantragen? Sollte ich vorher beim Versorgungsamt prüfen lassen, ob ich schwerbehindert bin? (Als trockene Alkoholikerin kriege ich m.E. einen GdB ... aber ich kenne mich mit dem ganzen Kram nicht aus.)
Die Arztberichte, die ich habe, sind tatsächlich so, dass mich die Einschätzung des ÄD auch nicht wundert. Mein Gefühl ist, dass sich ein Kampf bei diesen Psycho-Diagnosen nicht lohnt. Ich hoffe, ich nerve euch nicht allzu sehr mit meiner Unsicherheit, wie ich weiter vorgehen soll.
Die AfA hat mir mitgeteilt, dass ich "ab sofort" alle Arbeitsunfähigkeiten mitteilen und durch ärztliche Bescheinigungen (§ 311 Drittes Buch SGB) nachweisen muss. Ich müsse weiterhin meine Ärztin informieren, dass sich meine Arbeitsunfähigkeit nun nach den Tätigkeiten richtet, die für mich nach dem ärztlichen Gutachten zur Verfügung stehen.
Nach den Feststellungen des ÄD bin ich nicht länger als 6 Monate leistungsunfähig. Ich kann nach dem ärztlichen Gutachten grds. vollschichtig arbeiten und stehe damit der Arbeitsvermittlung zur Verfügung.
Soll ich mich von der Fachärztin bis 28.02.2017 krankschreiben lassen oder darüber hinaus?
Ich will euch einfach noch mal ein großes Dankeschön sagen ... für all eure Mühe ... und klar, vor allem Doppeloma ... es ist einfach toll, wie sehr du dich bei dieser Thematik eingearbeitet hast und so vielen Menschen hilfst.
Morgen hole ich erstmal den Teil A des Gutachtens vom ÄD.
12.02.2017, 18:41 #31
Brauche ich einen Facharzt oder reicht ein Hausarzt, um EM-Rente zu beantragen? Sollte ich vorher beim Versorgungsamt prüfen lassen, ob ich schwerbehindert bin? (Als trockene Alkoholikerin kriege ich m.E. einen GdB ...
Ohne einen Facharzt der dich (wenn möglich) schon langjährig behandelt und vor allen Dingen bereit ist dich vollumfänglich zu unterstützen im Kampf um EM-Rente wird es schwer werden...
Und wenn du sagst das dein Facharzt bei dir selbige gar nicht erst für gegeben hält also der Meinung ist du bist nicht so Erwerbsgemindert das es für eine Rente reicht dann wird sich diese Meinung eventuell mehr oder weniger in seinem Befundbericht wiederfinden welchen die DRV von ihm ja anfordern wird...
Eine mögliche Schwerbehinderung spielt für die DRV in der Entscheidung um EM-Rente so gut wie keine Rolle abgesehen davon das diese ja auch nicht von heute auf morgen vom Versorgungsamt entschieden wird.
14.02.2017, 08:59 #32
Der ÄD schreibt: „Es besteht ein vollschichtiges Leistungsvermögen für Tätigkeiten auf dem Arbeitsmarkt unter Beachtung qualitativer Leistungseinschränkungen.“ In Teil A benennen sie zwei Diagnosen (von vier) und stützen sich auf eine „rezidivierende depressive Störung als mittelgradige Episode“.
Binge Eating ist offenbar für den ÄD nicht arbeitseinschränkend, denn diese Diagnose lassen sie ganz unter den Tisch fallen. Ich habe mich entschieden, mich nicht zu ärgern. Ich persönlich fühle mich nicht arbeitsfähig, aber das darf ich der AfA nicht sagen (denn ab 01.03. ist Alg I).
Mein Plan: Ich bitte die Fachärztin um eine Krankschreibung bis 28.02. Danach werde ich keine Termine mehr bei ihr wahrnehmen, immerhin ist sie 2,5 h mit dem Zug von hier entfernt.
Soll ich die AfA darüber informieren, dass eine Reha beantragt ist? Ich bin noch gar nicht sicher, ob ich diese antreten will.
Die Krankenkasse hat mich zu der Reha aufgefordert, aber nun bin ich ja Ende Februar ausgesteuert. Könnte ich rein theoretisch Anfang März den Reha-Antrag zurückziehen?
Ich habe in den letzten Jahren in verschiedenen Städten gearbeitet und seit ca. sieben Jahren habe ich obige gesundheitliche Einschränkungen. Sie haben dazu geführt, dass ich zum Teil im Job völlig zusammengeklappt bin. Kein Facharzt kennt mich leider über Jahre, da ich immer nur kurzfristig Ärzte hatte und dann wieder weggezogen bin. Ich denke, einen Antrag auf EM-Rente macht keinen Sinn. Meine Ärztin im Januar dazu: „Frau …, so weit würde ich jetzt nicht gehen!“ Tja.
14.02.2017, 10:29 #33
Würde eine reha machen dort werden nochmals deine genauen Einschränkungen festgelegt, ectl auch auf teilerwerbsfähig gestellt(3-6 Stunden)
Schaden kann es daher nicht.
Wichtig sind wie ist deine Arbeitsweise festgelegt? Nur leichte Tätigkeiten oder doch leicht bis mittelschwer ? ect.
Und eben die Einschränkungen....
Bei mir darf ich zwar vollschichtig (utopisch in meinen Augen als Schmerzpatient)
aber nur sitzend und leichte Tätigkeiten, nur Tagschicht, kein Zeitdruck, keine getakteten Arbeiten, nix schwer heben,bücken,Leitern ect.....
Faktisch nix zu finden , der Job müsste erst noch erfunden werden.
13.04.2017, 22:16 #34
Habe dein Thema nun doch selbst wiedergefunden, hast ja noch gar nicht zur weiteren Entwicklung geschrieben ???
Na immerhin, wenigstens bekommst du dein Geld wie es dir zusteht, wenn man das nicht nach "Nahtlosigkeit" (wegen Aussteuerung aus dem Krankengeld) macht, warum wird dann überhaupt gezahlt, was schreibt man dir denn sonst noch so (vermutlich wieder völlig OHNE Rechtsgrundlagen dafür zu benennen), aktuell ist erst mal nur wichtig, dass dein ALGI gezahlt wird.
Verstehe ich nicht warum du das nicht mitgeteilt hast, zumindest im Gesundheitsfragebogen wird doch auch danach gefragt (meiner Erinnerung nach), das kannst du auch dem SB im nächsten Gespräch mitteilen, noch besser wäre ein schriftlicher Nachweis dazu, den du in Kopie abgeben kannst (weitere Kopie als Empfangsbestätigung abstempeln lassen).
Dazu hattest du ja früher schon geschrieben, dass du dich bei deinen Fachärzten nicht besonders gut betreut und "aufgehoben" fühlst, letztlich haben die eigenen Ärzte zwar nicht viel Einfluss bei der DRV wenn es um EM-Rente geht, aber OHNE ihre Unterstützung wirst du noch weniger Erfolg damit haben können.
Gerade bei deinen Krankheitsbildern (ich meine bei denen die du schon VOR der Reha als Diagnosen hattest) passen Fachärzte natürlich immer (zusätzlich) besser als "nur" der Hausarzt der dich AU schreibt und sonst auch nicht viel "Therapie" betreibt ...
Brauche ich einen Facharzt oder reicht ein Hausarzt, um EM-Rente zu beantragen?
Du brauchst vor Allem Ärzte die auf DEINER Seite sind dabei und nicht solche, die dir schon selbst davon "abraten" den Antrag überhaupt zu stellen, mit vorwiegend psychischen Problemen ist es (meist) angebracht auch beim Facharzt (Psychiater) in regelmäßiger Behandlung zu sein.
Den Antrag stellen kannst du auch alleine, dafür musst du keinen Arzt bemühen und das hat auch kein Arzt zu bestimmen, ob du den stellst oder nicht ...
In der Regel werden die aber (von der DRV) angeschrieben und sollen sich dazu äußern wie sie deinen Gesundheitszustand und deine Leistungsfähigkeit / Belastbarkeit im Berufsleben so einschätzen würden ...das hast du nicht viel davon wenn deine Ärzte dann meinen und an die DRV schreiben du brauchst keine EM-Rente ...
Die DRV weicht aber auch gerne von dieser "Regel" ab und schreibt die eigenen Ärzte überhaupt nicht an, darum reicht man lieber schon aussagefähige Arztberichte und (bei deinen Ärzten festgestellte) Diagnosen mit ein bei der Antragstellung.
Was willst du da beifügen können was die DRV überzeugen könnte, wenn deine Ärzte nicht mal meinen, dass du eine EM-Rente bekommen solltest ???
Sollte ich vorher beim Versorgungsamt prüfen lassen, ob ich schwerbehindert bin? (Als trockene Alkoholikerin kriege ich m.E. einen GdB ... aber ich kenne mich mit dem ganzen Kram nicht aus.)
Ein Behinderten- oder Schwerbehinderten-Grad (GdB) interessiert die DRV dabei nicht sonderlich, es gibt Schwerstbehinderte mit GdB 100 und mehreren Merkzeichen, die Vollzeit arbeiten an einem geeigneten Arbeitsplatz.
Als trockene Alkoholikerin bekommst du keinen GdB, das ist doch keine Einschränkung die dich im Alltag ernsthaft behindert am "normalen" Leben teilzunehmen, es gibt genug Leute die (aus tausend anderen Gründen) ohne Alkohol leben und auch sehr gut klar kommen damit.
Es hindert dich auch nicht (mehr) eine Arbeit aufzunehmen, zumal das beim VA ohnehin kein Eintscheidungskriterium darstellt, ich darf dir versichern, dass ich mich damit ziemlich gut auskenne, was beim Versorgungsamt anerkannt wird (als Beeinträchtigung / Behinderung im alltäglichen Leben).
Folgekrankheiten von Suchtkrankheiten werden gewertet, wie andere Erkrankungen der gleichen Art auch, da macht es keinen Unterschied woraus die mal entstanden sind, es zählen NUR die Auswirkungen auf dein Leben, die wirklich einschränkend sind, ohne dass du was daran ändern könntest.
Mein deutlicher Hinweis bezieht sich darauf, dass mein Männe deswegen noch NIE einen GdB bekommen hat, wer aktiver Trinker ist mag da vielleicht andere Ansprüche haben (den wird es aber wenig interessieren einen solchen Antrag zu stellen, vermute ich mal) aber als trockner Alkoholiker sieht man dich dadurch konkret nicht (mehr) als "behindert" an.
Im Gegenteil, die DRV-Gutachter hat Männes Offenheit zu dieser Vergangenheit nicht besonders beeindruckt, sie verlangten, dass er mehr und höher dosiert BTM-Medikamente einnimmt, die er eigentlich (wegen der potenziellen und bei ihm erhöhten Sucht-Gefahr) gar nicht nehmen dürfte, dann könne er auch ohne Schmerzen Vollzeit arbeiten.
Ich fand das damals ziemlich dreist von einem "Arzt", der es eigentlich besser wissen sollte, in allen seinen medizinischen Unterlagen ist vermerkt, dass er trockener Alkoholiker ist, weil das eben bei vielen medizinschen Behandlungen und Medikamenten beachtet werden muss.
In seinem GdB ist allerdings KEIN "Anteil" dafür enthalten, er ist ja dadurch auch nicht (mehr) besonders eingeschränkt (er kann inzwischen sehr gut auf Alkohol verzichten, schon seit über 20 Jahren), sondern durch seine komplexe Schmerzproblematik die vorwiegend aus nachweisbaren, massiven orthopädischen Problemen stammt und über viele Jahre (auch durch die beruflichen Belastungen) chronisch geworden ist.
Dann hast du auch gegen das "Aktenlage"-Gutachten nichts als Gegenwehr in der Hand, es würde auch aktuell nichts ändern, der Reha-Bericht erklärt dich ja auch für Vollzeit Erwerbsfähig, mit "relativ geringen" Einschränkungen bei der Vermittlung.
Habe ich mir doch gedacht, dass da noch was gefehlt hat, das hast du hoffendlich NICHT deinen Ärzten mitgeteilt oder gar vorgelegt, die AfA hat sich NICHT in deine Behandlungen einzumischen und deinen Ärzten auch keine Vorschriften zu machen, worauf sie dich noch AU schreiben dürfen.
Das ÄD-"Gutachten" (oder Mitteilungen der AfA, ohne Rechtsgrundlagen für deinen Arzt) geht wiederum deine Ärzte GAR NICHTS an, wenn du das nicht willst und die AU sollst du sowieso NICHT mehr bei der AfA abgeben ... KEINE AU zur AfA, wofür auch immer.
§ 311 SGB III ist die "eingebaute Falle" (in Vorbereitung von § 146 SGB III), darf aber nach einer Aussteuerung gar nicht mehr angewendet werden, denn du würdest ja nach 6 Wochen Leistungsfortzahlung (bei Abgabe einer AU) gar kein Krankengeld mehr bekommen, wenn die AfA dann danach das ALGI (wegen AU) einstellt.
§ 311 SGB III Anzeige- und Bescheinigungspflicht bei Arbeitsunfähigkeit
Besonders interessant, dass darin (SGB III) auch schon wieder ganz frisch gesetzlich "herumgewerkelt" wurde ...
Das genügt ja für den Anspruch auf ALGI nach der Aussteuerung (gemäß § 145 SGB III ), wenn du länger als 6 Monate leistungsgemindert "begutachtet" wurdest, "Leistungs-UNFÄHIG" kann ja nicht sein, wenn man dich vermitteln will, mit deinem "Restleistungsvermögen" ...
Natürlich auch darüber hinaus, ohne AU (die wenigstens bei der KK vorliegt) durchgehend, brauchst du dir noch weniger Hoffnung auf eine EM-Rente machen, die Aussichten sind aktuell schon so schlecht genug ... wenn du keine AU mehr hast, bist du "GESUND" ...
Der AfA wird es nicht gelingen dich ernsthaft in Arbeit zu vermitteln, lass dich nicht verrückt machen von denen, fordere die Beratung ein, welche Möglichkeiten man sieht am örtlichen Arbeitsmarkt dich unterzubringen gemäß § 140 SGB III musst du noch längst nicht "Alles" machen ...
Selbst ZAF sind auf Ü 50 nicht mehr besonders "scharf", wenn es so viele Angebote geben würde, müsstest du doch schon etliche VV (Vermittlungs-Vorschläge) bekommen haben inzwischen ...
Es ist Aufgabe der Arbeitsberater sich darum Gedanken zu machen (zunächst mal im Tagespendel-Bereich und NICHT direkt bundesweit) und nicht (nur) deine.
Die tun immer so, als hätten sie ein "Füllhorn" von Arbeitsangeboten, dabei sind sie nicht mal in der Lage Gesündere und Jüngere wirklich wieder in gute Arbeit zu bringen.
Hast du es bekommen und bist du nun klüger geworden, inzwischen ist schon Mitte April und in Arbeit "vermittelt" bist du immer noch nicht ... mal wieder "Alles heiße Luft" ...
Nun mal noch zu deinem letzten Beitrag aus Mitte Februar ... wie die Zeit vergeht und immer noch arbeitslos ...
Letztlich kann es dir egal sein wie viele Diagnosen da nun richtig drin stehen, das ist NUR intern für die AfA verwendbar und nicht mal die DRV interessiert sich dafür, dein SB darf die Diagnosen überhaupt nicht zur Kenntnis bekommen.
Im Teil B sollten aber wenigstens die bestehenden Einschränkungen konkreter benannt werden, wie soll denn dein Vermittler sonst wissen können, was dir gesundheitlich zumutbar ist ???
Ich kenne mich nicht aus mit deiner Esstörung und welche Einschränkungen / Ausschlüsse es da für bestimmte berufliche Tätigkeiten gibt, bei Depressionen aller Art sollte man zumindest nicht im Schicht-Dienst / Nachtschicht, OHNE Stress (HA-HA) und NICHT mit ständig wechselnden Einsatz-Orten und Tätigkeiten (ZAF) konfrontiert werden.
Zumindest was in der Richtung hätte in deiner Leistungs-Einschätzung (Teil B) stehen müssen für den SB, mit solchem unklaren "Wischi-Waschi" (es gibt Einschränkungen ????) kann doch kein Mensch was anfangen.
Wer wird dich dann weiter (nahtlos) AU schreiben ???
Hättest du längst tun müssen (die AfA dazu informieren, dass ein Reha-Antrag läuft, vielleicht hätte man dich sogar erst mal in Ruhe gelassen), hast du immer noch keine Entscheidung zu diesem Reha-Antrag, kann ja auch sein die DRV lehnt ab, schon wieder eine Reha zu bewilligen, zumal du die Letzte vorzeitig abgebrochen hast und die ist ja noch gar nicht so lange her ...
Ich habe in den letzten Jahren in verschiedenen Städten gearbeitet und seit ca. sieben Jahren habe ich obige gesundheitliche Einschränkungen. Sie haben dazu geführt, dass ich zum Teil im Job völlig zusammengeklappt bin. Kein Facharzt kennt mich leider über Jahre, da ich immer nur kurzfristig Ärzte hatte und dann wieder weggezogen bin.
Dann solltest du erst recht versuchen mal "sesshaft" zu werden, der ständige Ortswechsel hat dich ja beruflich auch nicht voran gebracht und gesünder bist du davon auch nicht geworden, von den früheren Ärzten kann man aber die Unterlagen anfordern lassen, dann haben es die "Nachfolger" auch leichter deine Krankengeschichte nachzuvollziehen.
Ich denke, einen Antrag auf EM-Rente macht keinen Sinn. Meine Ärztin im Januar dazu: „Frau …, so weit würde ich jetzt nicht gehen!“ Tja.
Du musst aufhören dich nur danach zu richten was dir Ärzte (und auch fremde Menschen sonst) so empfehlen, du kannst NUR für dich selbst und dein Empfinden und Leben versuchen die richtigen Entscheidungen zu treffen und dann KÄMPFE, egal wie schwer es wird und wie lange es dauern könnte ...
Jetzt erst mal RUHIGE Ostertage für dich und alle User hier
von der Doppeloma
14.04.2017, 15:39 #35
Ich habe nur einen HA und meine Em-Rente durch bekommen. Der DRV-Versicherungsältester hat mir gesagt, dass die meisten Leute die Em beantragen oder die Verlängerung wünschen, haben keinen Facharzt sondern nur einen HA.
16.04.2017, 12:49 #36
Liebe Doppeloma und alle anderen,
erst mal vielen Dank für die ausführlichen Informationen.
Es mischt sich jetzt vielleicht Altes mit Neuem, noch mal ganz kurz zum Stand der Dinge: Der ÄD findet, dass ich zu 100 % einsatzbereit bin (Nahtlosigkeit wurde abgelehnt). Das habe ich so akzeptiert und mich für Alg I entschieden, das mir bereits bewilligt wurde. Eine Rente strebe ich nicht an.
Mein Problem im Moment ist: ich habe beim ersten Gespräch mit der SB mich breitquatschen lassen, für die bundesweite Stellenvermittlung zur Verfügung zu stehen. Wie komme ich am besten da raus?
Hinzu kommt, dass ich eingewilligt habe, auch als Sekretärin/Geschäftsleitungsassistenz tätig zu sein, obwohl ich Redaktionsasssistenz bin - und man kann sich leicht ausmalen, dass der Einsatzbereich einer Sekretärin dehnbar bis zum Geht-nicht-mehr ist. Was kann ich da machen?
Ich bin nach 1,5 Jahren Krankheit nicht deswegen gesund, weil ich ausgesteuert wurde. Ich habe mich meiner äußerst engagierten SB willig gegenüber gezeigt, habe aber definitiv noch Einschränkungen (darauf bist du, liebe Doppeloma, in deiner Antwort ja schon eingegangen). Kurz und gut: Ich bin nicht gesund, derzeit wieder krankgeschrieben und habe eine Höllenangst, mich wieder bei der SB zu melden. Einen Beistand habe ich nicht. Eine Fachärztin auch nicht und ich weiß nicht, ob ich mit diesen Punkten mich beispielsweise an einer höheren Stelle beschweren kann.
Im Grunde ist es so: ich habe euch so verstanden, dass es gegen die Entscheidung des ÄD keine Möglichkeit gibt, Einspruch einzulegen (da der ÄD ja nicht einen Bescheid versendet). Die lustige Reha, die ich für zwei Wochen besucht habe (im Dezember 2016), ist ja ebenfalls mal eben der Meinung, dass ich beruflich voll einsatzfähig bin. Die Fachärztin, die ich mit 2,5 Stunden Fahrtzeit von hier aufgesucht habe, hat mir erst später signalisiert, dass sie mich nicht für arbeitsfähig hält (was mir jetzt nichts mehr nützt). So wie ich es sehe, gibt es auf der gesundheitlichen Schiene keine Chance, von der AfA mit Milde behandelt zu werden ...
Warum sollten sie auch? Die wollen mich ja loswerden; letztes Mal wollte die SB mir schon eine Maßnahme aufdrücken ... so nach dem Motto: Wissen Sie eigentlich, wie Sie sich richtig bewerben? (weiß ich) ... oder Sprachen oder EDV ... (hab ich prinzipiell auch einen okayen Stand).
LG an euch alle und schöne Ostern, meera (bereit zu kämpfen, aber auch irgendwie echt keinen Bock, meine Energien an so was rauszupulvern ... muss aber wohl ...)
16.04.2017, 16:49 #37
Liegt Dir das Gtachten des ÄD vor? Da stehen doch sicher einschränkungen drin, sowas wie kein Kundenverkehr, nicht lange stehen, keine Schicht usw. Das muss Deine SB bei der Vermittlung berücksichtigen.
Wegen Sekretariat würde ich mir auch nicht soviel sorgen machen. Sich bewerben heisst ja noch lange nicht, dass man eingestellt wird. Und wenn Du die erforderlichen kenntnisse nicht hast, wird Dich kein Arbeitgeber einstellen.
Und wegen bundesweit: AUch da gilt Bewerbung heisst nicht Einstellung. Warum sollte ein Arbeitgeber am anderen Ende der Republik Dich einstellen, wenn es vor Ort genug Bewerber für die Stelle gibt?
Vielleicht solltest Du Dir auch mal angewöhnen, eine Beistand zu den Terminen mitzunehmen, der Dich davon abhält, Dich in sowas reinquatschen zu lassen.
16.04.2017, 17:29 #38
Das ist ja das Problem: es gibt keine Einschränkungen. Ich glaube, ich stell das Gutachten mal hier ein (ohne Namen, klar). Danke für den Hinweis zu den Firmen - die Sache ist nur, dass zwei Firmen (eine ist bundesweit tätig und 2 Stunden von hier weg, die andere ist 8 Stunden mit dem Zug entfernt) deutlich Interesse an mir gezeigt habe. (Was auch letztlich nix heißt; die Sache ist nur ... abspringen wird schwierig, wenn die wollen und ich nicht.) Jetzt bin ich erstmal raus durch die Krankschreibung. Also: Aufatmen.
Ich will einen Job finden, das ist schon so, aber ich will auch auf meine Grenzen achten ... und das kann ich eben nicht, wenn mir Stellen aufgedrückt werden. Andererseits: Wenn ich Alg I bekomme, muss ich im Zweifel auch etwas dafür tun - und da geht es offenbar nicht um meine Wunschliste, sondern um deren Prioritäten.
LG meera (ich weiß gar nicht, ob ich den Bericht irgendwie später gepostet kriege, stelle mich da eher dämlich an ...)
16.04.2017, 17:34 #39
Du kannst Deine Post noch eine Stunde nachbearbeiten.
Dann bewirb Dich halt, und lass im Vorstellungsgespräch durchblicken, dass Du nicht voll belastbar bist.
Eins ist klar, als Sekki oder Assi muss man schon wenn an voll belastbar ist, Grenzen setzen, sonst brennt an aus in dem Job.
16.04.2017, 18:35 #40
hier ist das Gutachten des ÄD.
16.04.2017, 18:41 #41
Du musst nach unten scrollen und dann auf Anhänge verwalten klicken.
16.04.2017, 18:43 #42
So ... noch ein Versuch, ansonsten lass ich's.
170416 ÄD Teil A und B-ohne Namen.pdf (4,11 MB, 48x aufgerufen)
16.04.2017, 18:48 #43
Na super. Qualitative Leistungseinschränkungen. Heisst auf Deutsch: Du kannst alles, aber eben nicht so gut.
Was soll ein SB damit anfangen?
18.04.2017, 10:46 #44
prinzipiell gehöre ich doch mit Alg I-Bezug auch in der Ressort "Alg I"? Ich weiß es nicht ... vielleicht kann mir jemand von euch helfen.
Ich habe ein paar wichtige und dringende Punkte, die mir am Herzen liegen:
Ich erhalte gerade ein Schreiben von der SB, ob es sich bei meiner derzeitigen AU um eine neue Krankheit handelt. "Sollte es sich um die gleiche Erkrankung (ja, es ist die gleiche Erkrankung) handelt, weshalb Sie von der Krankenkasse ausgesteuert wurden, ist die Einreichung weitere Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen nicht erforderlich."
Ist das richtig so? Was heißt das? Ich bin davon ausgegangen, dass ich bei AU erst mal 6 Wochen Alg I weiter gezahlt bekomme.
Wie kann ich mich dagegen wehren, dass ich bundesweit Angebote bekomme? "Genügt" es, dass ich verheiratet bin und meinen Lebensmittelpunkt hier habe? Oder sollte ich ein Attest einer Fachärztin vorlegen, dass ich für Umzug plus Arbeit (noch) nicht ausreichend belastbar bin?
Könnte ich ggfs. als Beistand meinen Mann mitnehmen? Oder ist das zu "privat" und wird nicht von der SB akzeptiert?
Danke euch ganz doll im Voraus (stresst mich - das Ganze, klar).
19.04.2017, 01:54 #45
habe mir gerade mal den Teil B von deinem "Gutachten" angesehen ist ja erbärmlich, wenn da als Schluss steht, dass die relevanten Einschränkungen "nur für die Arbeitsvermittlung" von Bedeutung sein sollen.
WARUM bitte steht das da dann NICHT drin, der Teil B ist doch für die Arbeitsvermittler gedacht ...
Ich weiß gerade nicht was du damit meinst, was für ein Ressort ALGI, es gibt NUR EIN ALGI und du befindest dich darin im Moment weil du aus dem Krankengeld ausgesteuert wurdest ...
Man meint dich trotzdem "vermitteln" zu können und behauptet die "Nahtlosigkeit" würde nicht gelten für dich ... wirst du aber schnell zu spüren bekommen wie die für dich gilt, wenn du weiterhin AU-Bescheinigungen bei der AfA abgibst ...
Wird doch hier oft genug und sehr deutlich geschrieben, dass man auf KEINEN FALL mehr welche bei der AfA abgeben darf, wenn man aus dem Krankengeld ausgesteuert wurde ... ganz gleich was dir die SB dazu erzählen oder schreiben.
Dann halte dich daran, wenn man dich schon noch darauf aufmerksam macht, das nächste Schreiben wird die Aufhebung des ALGI sein nach § 146 SGB III ...
Du bist aber NICHT im "normalen" ALGI und nach 6 Wochen (Leistungsfortzahlung mit AU-Bescheinigung) wirst du KEIN Geld mehr bekommen, wenn die AfA das ALGI einstellt ... hast du das immer noch nicht verstanden ???
Was glaubst du denn was nach den 6 Wochen dann kommen wird, Krankengeld bekommst du doch nicht mehr wenn die AfA dich dann an die KK abgeben wird ...
Das dürfen die zwar eigentlich nicht aber das heißt ja noch lange nicht, dass sie es nicht versuchen ... du darfst mit deiner "Restleistungsfähigkeit" (lt. ÄD- "Gutachten") NICHT mehr AU sein ...
Hast du dir eigentlich § 140 SGB III schon ein einziges Mal durchgelesen, da steht auch was drin, was den Bereich bundesweiter Vermittlung betrifft.
Es bringt nicht viel dir die Rechtsgrundlagen zu verlinken, wenn du dich dann nicht damit beschäftigst ...
Wie kann ich mich dagegen wehren, dass ich bundesweit Angebote bekomme?
Schau in die Regelungen zur Zumutbarkeit, zunächst mal hat man zu versuchen dich im Tagespendebereich zu vermitteln, es kann ja nicht sein, dass es nur "bundesweite" Angebote gibt für dich, warum hast du denn noch keine VV bekommen, wenn das so einfach wäre ???
Wir sind doch keine Nomaden, die ständig nur der Arbeit hinterher ziehen müssen ... zudem wurde dir ja auch schon bestätigt, dass eine Bewerbung noch längst nicht bedeutet, dass man auch eingeladen oder gar eingestellt wird.
Die AG nehmen in der Regel auch lieber Mitarbeiter aus dem näheren Umfeld und wenn die AfA unbedingt möchte, dass du dich auswärts bewirbst, dann stelle gleich (schriftliche) Anträge auf die notwendigen Umzugskosten aus dem Vermittlungs-Budget, da wirst du sicher Begeisterung ernten.
"Genügt" es, dass ich verheiratet bin und meinen Lebensmittelpunkt hier habe?
Die Familienkonstellation ist auf jeden Fall zu beachten, man kann ja nicht immer den Partner direkt mit "verpflanzen" wollen, also Trennungsgeld / Unterkunft (mindestens für die Probezeit) sollte schon drin sein von der AfA wenn du weiter weg arbeiten sollst.
Schlage sie mit den eigenen Waffen, packe sie beim Geld, dann wird das schnell abebben, zumal es ja bisher noch gar keine entsprechenden Angebote schriftlich gegeben hat.
Oder sollte ich ein Attest einer Fachärztin vorlegen, dass ich für Umzug plus Arbeit (noch) nicht ausreichend belastbar bin?
Wozu soll das gut sein, was deine Fachärztin meint hätte den ÄD zu interessieren aber nicht die Vermittler, irgendwie hast du noch nicht verstanden wie der "Hase dort läuft", die Vermittler haben sich NICHT nach deinen Ärzten zu richten, sondern nach dem ÄD-"Gutachten" ...
Wenn deine Ärzte dir bescheinigen, dass du für die Arbeit gar nicht belastbar genug bist ist die Lösung für die AfA gefunden, du bekommst kein ALGI mehr weil du der Vermittlung nicht zur Verfügung stehst.
Es ist DEINE Entscheidung wer dein Beistand sein soll, das hat die SB gar nicht zu interessieren, ob das dein Ehemann ist oder nicht, es ist dein "Beistand" = PUNKT ...
Wenn ein SB deinen Beistand nicht akzeptieren will hat er das schriftlich zu begründen und du kannst den Termin abbrechen wenn dein Beistand nicht dabei sein darf.
Wir waren IMMER gegenseitig als Beistand mit bei den Terminen von der AfA ... es gibt keine gesetzliche Vorschrift die das verbieten würde.
Dein Beistand soll sich "vornehm" zurück halten und "Protokoll" schreiben, dann kann kein SB was dagegen haben und was der aufschreibt geht den SB NIX an ...
05.05.2017, 17:06 #46
folgende Situation: ich beziehe Alg I (und zwar "normales", da mein Antrag auf Nahtlosigkeit abgelehnt wurde) und bin seit rund 3 Wochen krankgeschrieben, Verlängerung um weitere 3 Wochen. Nun erhalte ich von der AfA eine Einladung, um meine "Bewerbungsaktivitäten" zu besprechen.
Hingehen? Oder absagen, da ich mich momentan nicht in der Lage sehe, den Termin wahrzunehmen bzw. AU bin?
Freue mich, wenn mir jemand dazu einen Tipp geben kann.
Ich halte den Druck der SB nicht aus (sie ist sehr aktiv hinsichtlich Stellenangeboten mit Rechtsfolgenbelehrung).
05.05.2017, 21:45 #47
Gib der AfA Deine AU Bescheinigungen ab, der kleine Gelbe.
Bei der AfA Einladung ist eine Bescheinigung dabei, wo Du begründen kannst warum Du den Termin nicht wahrnehmen kannst, diesen ausfüllen und abgeben.
Dann brauchst Du den Termin nicht wahrnehmen.
06.05.2017, 10:22 #48
Hast du den letzten Beitrag von doppeloma nicht gelesen?
06.05.2017, 11:00 #49
die ersten 6 Wochen muss die AfA eh zahlen ob man ausgesteuert ist oder nicht. So wars auch bei mir.Danach wirds natürlich doof......wenns wegen der Krankheit des Austeuerungsgrundes war, wenns ne neue Krankheit ist gehts wieder über ins Krankengeld , selber so gehabt.
11.05.2017, 07:57 #50
ich habe den Termin mit Hinweis auf die AU abgesagt. Danke für eure Rückmeldungen, vor allem 1000 Dank an Doppeloma. Kurzer Rückblick: Der ÄD hat meine Krankheit nicht anerkannt. Die SB schreibt nun:
„Sollte Ihre Erkrankung ab 10.04.2017 im Zusammenhang mit Ihrer bisherigen Erkrankung stehen (ich wurde Ende Februar ausgesteuert, Antrag auf Nahtlosigkeit wurde abgelehnt, ab 01.03.2017 „normales“ Alg I bezogen, ab 10.04.2017 wegen der gleichen Krankheit krank—was die AfA nicht weiß), beachten Sie bitte, dass Sie dem Arbeitsmarkt im Rahmen des ärztlichen Gutachtens (Gutachten nach Aktenlage; der ÄD hat ja Ende Februar entschieden, dass meine Krankheiten offenbar keine Krankheiten sind) zur Verfügung stehen und somit auch den Termin bei der Arbeitsagentur wahrnehmen müssen.
Sollten Sie auch diesen Termin nicht wahrnehmen, gehe ich davon aus, dass es sich bei der Erkrankung seit 10.04.2017 um eine neue Erkrankung handelt und somit die Leistungsfortzahlung bei Arbeitsunfähigkeit nach § 146 SGBIII (bis 6 Wochen) in Kraft tritt. Um finanzielle Nachteile zu vermeiden, nehmen Sie bitte rechtzeitig Kontakt mit Ihrer Krankenkasse auf.“
Da der ÄD der AfA die Krankheiten nicht anerkennt, stehe ich dem Arbeitsmarkt zur Verfügung und muss den Termin bei der SB wahrnehmen, oder?
Die SB hat mir schon jede Menge Arbeitsangebote mit Rechtfolgenbelehrung (auch bundesweit) geschickt und hat angekündigt mich in eine Maßnahme zur Auffrischung meiner EDV- bzw. Englisch-Kenntnisse zu schicken (obwohl ich noch keine einzige Ablehnung wegen fehlender Qualifikationen hatte).
Ich bin grds. daran interessiert, wieder zu arbeiten (wenn’s einen Job gibt … bin 50 und seit rund anderthalb Jahren krank), aber es macht keinen Sinn, einen Job anzunehmen, von dem ich im Voraus weiß, dass ich ihn nicht schaffe. Ich würde noch ein paar Monate Alg I bekommen und möchte ungern mich so von der SB stressen lassen, dass ich mich freiwillig aus dem Leistungsbezug abmelde (denn das ist ja deren Ziel).
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References: § 140

§ 311
 § 146

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 § 145
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