Source: http://www2.lubw.baden-wuerttemberg.de/public/abt2/dokablage/oac_12/vo/4/4173.htm
Timestamp: 2018-12-11 18:48:09+00:00

Document:
4.173 Stettener Weinberg
Verordnung des Regierungspräsidiums Tübingen über das Naturschutzgebiet »Stettener Weinberg« vom 14. September 1990 (GBl. v. 09.11.1990, S. 326).
Auf Grund von §§ 21, 58 Abs. 2 und § 64 Abs. 1 Nr. 2 des Gesetzes zum Schutz der Natur, zur Pflege der Landschaft und über die Erholungsvorsorge in der freien Landschaft (Naturschutzgesetz ‑ NatSchG) vom 21. Oktober 1975 (GBl. S. 654, ber. 1976, S. 96), geändert durch das Gesetz zur Bereinigung des baden-württembergischen Ordnungswidrigkeitenrechts vom 6.Juni 1983 (GBl. S. 199) und von § 22 Abs. 2 und § 33 Abs. 2 Nr. 4 Landesjagdgesetz in der Fassung vom 20. Dezember 1978 (GBl. 1979 S. 12, ber. S. 116) wird verordnet:
Die in § 2 näher bezeichnete Fläche auf dem Gebiet der Stadt Haigerloch, Zollernalbkreis, wird zum Naturschutzgebiet erklärt. Das Naturschutzgebiet führt die Bezeichnung »Stettener Weinberg«.
(1) Das Naturschutzgebiet hat eine Größe von ca. 27,84 ha. Es umfaßt folgende Flurstücke:
· a) auf Gemarkung Stetten: Flst.Nr. 1096 teilweise und 1168/2 teilweise;
· b) auf Gemarkung Owingen: Flst.Nr. 3599/3 teilweise (Weg), 3600/1 teilweise (Weg), 3600/3 (Weg), 3882 teilweise, 3911, 3914 und 3918 sowie die innerhalb des Naturschutzgebietes verlaufenden Wege, soweit sie nicht einzeln aufgeführt sind.
(2) Die Grenzen des Naturschutzgebietes sind in einer Flurkarte des Regierungspräsidiums Tübingen vom 23. Januar 1989 im Maßstab 1:2500, kombiniert mit einer Übersichtskarte im Maßstab 1:25000, gekennzeichnet und rot angelegt. Die Karte ist Bestandteil der Verordnung. Die Verordnung mit Karte wird beim Regierungspräsidium Tübingen in Tübingen und beim Landratsamt Zollernalbkreis in Balingen auf die Dauer von drei Wochen, beginnend am achten Tag nach Verkündung dieser Verordnung im Gesetzblatt, zur kostenlosen Einsicht durch jedermann während der Sprechzeiten öffentlich ausgelegt.
Der wesentliche Schutzzweck ist die Erhaltung eines vielfältig strukturierten Landschaftsteiles des mittleren Eyachtales mit der daran gebundenen extensiven landwirtschaftlichen Nutzung als Lebensraum für gefährdete und geschützte Tier‑ und Pflanzenarten sowie als kulturhistorisches Relikt. Von besonderer ökologischer und landschaftsästhetischer Bedeutung sind hierbei:
1. die Halbtrockenrasen und Wacholderheiden;
2. die Flachmoore und Quellsümpfe;
3. die Waldsäume;
4. die Feldhecken und Einzelbäume.
11. das Schutzgebiet mit Kraftfahrzeugen aller Art, Fahrrädern, Rasen-Skiern und ähnlichen Freizeitgegenständen zu befahren;
16. Luftfahrzeuge aller Art einschließlich Modellflugzeuge zu starten oder zu landen.
2. für die ordnungsgemäße landwirtschaftliche Nutzung in der bisherigen Art und im bisherigen Umfang mit der Maßgabe, daß der Weidebetrieb nur mit Schafen erfolgt und innerhalb des Schutzgebietes keine Nachtpferche errichtet werden;
3. für die ordnungsgemäße forstwirtschaftliche Nutzung einschließlich der Holzbringung in der bisherigen Art und im bisherigen Umfang mit der Maßgabe, daß die ökologisch wertvollen Waldsäume erhalten und dauerwaldartig gepflegt werden;
4. für das Ski- und Schlittenfahren (ohne Motorkraft) im ortsüblichen Umfang, ausgenommen organisierte Veranstaltungen (z. B. Skirennen);
Pflege- und Entwicklungsmaßnahmen zur Sicherung des Schutzzweckes können von der höheren Naturschutzverwaltung - für die Waldbereiche einvernehmlich mit der Forstverwaltung - in einem Pflegeplan, bei Bedarf durch Einzelanordnungen im Rahmen der Verordnung festgelegt werden.
(1) Ordnungswidrig im Sinne des § 64 Abs.1 Nr. 2 NatSchG handelt, wer in dem Naturschutzgebiet vorsätzlich oder fahrlässig eine der nach § 4 und § 5 Nr. 2 bis 5 verbotenen Handlungen vornimmt.
TÜBINGEN, den 14. September 1990 .

References: § 64
 § 22
 § 33
 § 2
 § 64
 § 4
 § 5