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1 Übernahmerecht Universität Wien 26. Mai 2011 RA Dr. Mario Gall - ppt herunterladen
Veröffentlicht von:Poldi Neer
Präsentation zum Thema: "1 Übernahmerecht Universität Wien 26. Mai 2011 RA Dr. Mario Gall"— Präsentation transkript:
1 Übernahmerecht Universität Wien 26. Mai 2011 RA Dr. Mario Gall 2
2 Inhalt –Ausnahmen von der Angebotspflicht –Entscheidungspraxis der ÜbK 3
3 Ausnahmen von der Angebotspflicht –Konzept: formelle Kontrollschwelle – materielle Ausnahmen –Offenlegung des Sachverhaltes gegenüber der ÜbK –§ 24 ÜbG: –Keine faktische Kontrollerlangung (mangelnde Beherrschungsmöglichkeit) –kein faktischer Kontrollwechsel –Ratio: kein Bedarf nach Konzerneingangsschutz –§ 25 ÜbG: –Echter Kontrollwechsel –Interessenabwägung spricht gegen Angebotspflicht –Volkswirtschaftliche Interessen, private Einzelinteressen etc. –Abfederung durch Auflagen/Bedingungen 4
4 Ausnahmen von der Angebotspflicht/2 –Mitteilungspflicht an die ÜbK (§ 24 ÜbG) –Anzeigepflicht an die ÜbK (§ 25 ÜbG) –Frist: jeweils 20 Börsetage ab Kontrollerlangung bzw Kontrollwechsel 5
5 Ausnahmen nach § 24 ÜbG –Generalklausel (§ 24 Abs 1 ÜbG): –kontrollierende Beteiligung vermittelt faktisch keinen beherrschenden Einfluss oder –Rechtsträger der den Einfluss ausüben kann, wechselt nicht = keine Änderung des Gefährdungspotenzials –Aber: Beherrschungsmöglichkeit genügt, Ausübung nicht Voraussetzung –Deklarative Aufzählung von Tatbeständen (§ 24 Abs 2 und 3 ÜbG) 6
6 Ausnahmen nach § 24 ÜbG/Forts –Keine Kontrollerlangung (Abs 2) –Majorisierung durch Drittaktionär (Z 1) –Mindestens gleich hohe Anzahl an Stimmrechten –Majorisierung durch HV-Präsenz (Z 2) –Keine HV Mehrheit bei üblicher HV Präsenz –Beschränkung durch Höchststimmrecht (Z 3) –Einschränkende Auslegung (75% Beteiligung?) 7
7 Ausnahmen nach § 24 ÜbG/Forts –Kein Kontrollwechsel (Abs 3) –Umstrukturierung im Konzern und in kontrollierenden Gruppen (Z 1 und 2) –Verschmelzungen im Konzern –Vergesellschaftung von Syndikaten –Übertragung auf PS (Z 3) –Beherrschender Einfluss durch bislang kontrollierend Beteiligte –Gruppenbildung und –auflösung (Z 4) –zB Auflösung eines Unterordnungssyndikates 8
8 Auflösung eines Syndikates Zielgesellschaft AB Auflösung des Syndikats 35 % 17 % 9
9 Ausnahmen nach § 25 ÜbG –Ausnahme trotz materiellen Kontrollwechsels –Volkswirtschaftliche oder private Interessen –Taxative Aufzählung –Mittelbarer Kontrollerwerb (Z 1) –Kontrollerweb als Nebeneffekt –Buchwert der unmittelbaren Beteiligung an der Zielgesellschaft weniger als 25% des Nettoaktivvermögens des erworbenen Rechtsträgers 10
10 Ausnahme bei mittelbarem Kontrollerwerb Zielgesellschaft A Holding Erwerb von 100% 70 % 30% Free Float 11
11 Ausnahmen nach § 25 ÜbG/Forts –Sanierung (Z 2) –Volkswirtschaftliche Sinnhaftigkeit –Angebotspflicht fragwürdig –Voraussetzungen: –Sanierungsbedarf –Sanierungsabsicht –Erwerb zur Sicherung von Forderungen –Unbeabsichtigter oder vorübergehender Kontrollwechsel (Z 3) –Vorübergehende oder unbeabsichtigte Überschreitung und unverzügliche Rückgängigmachung –Tatsachenirrtum –Keine Ausübung der Kontrolle 12
12 GZ 2009/1/1-36, STRABAG SE Sachverhalt: –An der STRABAG SE waren folgende Kernaktionäre beteiligt: Hans Peter Haselsteiner Gruppe (HPH Gruppe) 25,65% Raiffeisen/UNIQA 25% plus 1 Aktie Rasperia 25% plus 1 Aktie –Die drei Aktionäre waren über einen Syndikatsvertrag verbunden, demzufolge die drei Gesellschafter die STRABAG SE gemeinsam kontrollieren (Gleichordnungssyndikat). Die Beschlussfassung im Syndikat bedarf weitgehend der Einstimmigkeit. –Die von Rasperia gehaltenen Aktien der STRABAG SE waren zugunsten von Rechtsträgern verpfändet, die den übrigen zwei Syndikatspartnern nahe stehen. 13
13 GZ 2009/1/1-36, STRABAG SE 1) Ausgangslage HPH Gruppe Raiffeisen /UNIQA Rasperia Strabag SE 25,65% 25% % + 1 (verpfändet) Syndizierung 14
14 GZ 2009/1/1-36, STRABAG SE Sachverhalt/Forts.: –Der Sicherungsfall ist eingetreten und Raiffeisen/UNIQA bzw die HPH Gruppe bauten ihre Beteiligung durch Übereignung der verpfändeten Aktien auf 41,85% und HPH Gruppe auf 33,15% aus. Rasperia behielt eine einzige Namensaktie und verblieb im Syndikat, jedoch als weiterhin gleich berechtigter Syndikatspartner. Zudem wurde Rasperia eine Option auf Rückerwerb der ursprünglichen Beteiligung eingeräumt. 15
15 GZ 2009/1/1-36, STRABAG SE 2) Nach Pfandverwertung HPH Gruppe Raiffeisen /UNIQA Rasperia Strabag SE 33,15% 41,85% 1 Aktie plus call option Syndizierung 16
16 GZ 2009/1/1-36, STRABAG SE/Forts. Leitsätze: –Der Austritt eines Syndikatspartners aus einem Einstimmigkeitssyndikat stellt grundsätzlich einen Kontrollwechsel dar (§ 22a Z 3 ÜbG). –Bereits ein starkes Auseinanderfallen von wirtschaftlichem Risiko und Einfluss mittels Stimmrecht kann einen Kontrollwechsel bewirken (Umgehungsschutz). –Bei Ausscheiden aus einem Syndikat ist dennoch kein Pflichtangebot zu stellen, wenn das Ausscheiden Folge einer Sicherungsverwertung ist und eine anderweitige Verwertung nicht möglich ist (§ 25 Abs 1 Z 2 2. Fall ÜbG per analogiam). –Eine Privilegierung ist aber dann nicht möglich, wenn bei Sicherheitseinräumung bereits von einer Verwertung durch Erwerb des Sicherungsnehmers auszugehen ist. –Eine Befreiung wegen Schlagendwerden einer Besicherung ist aber idR nur unter Auflagen möglich (Stimmrechtsbeschränkung, Beteiligungsabbau, Wahl von Minderheitenvertretern in den Aufsichtsrat) 17
17 Ausnahmen nach § 25 ÜbG/Forts –Schenkung, Erbgang und Scheidung (Z 4) –Mittelbare Übertragung an Angehörige (Z 5) –Squeeze-out statt Pflichtangebot (Z 6) –Squeeze-out binnen 5 Monaten ab Kontrollerlangung Herunterladen ppt "1 Übernahmerecht Universität Wien 26. Mai 2011 RA Dr. Mario Gall"
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References: § 24
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