Source: http://betrug-online.info/
Timestamp: 2016-12-04 20:15:50+00:00

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Publiziert am 28. Januar 2003 von Michael Holdcroft	Betrogen, viel Geld verloren, und jetzt soll man auch noch ein Krimineller sein!
von R. Wachsmuth
Am Beispiel der Betrugsmasche “ Nigeria Connection “ soll nachfolgend untersucht werden, ob sich der Betroffene, obwohl er eigentlich ein Opfer ist, möglicherweise sogar selbst strafbar gemacht hat.
Der Artikel wendet sich an den interessierten juristischen Laien.
Die unter dem Stichwort “ Nigeria Connection “ bekannte Betrugsmasche weist viele Variationen auf. Im Kern geht es aber immer um dasselbe Szenario. Man erhält Post oder eine Email von einer Person aus Afrika. Beliebt sind Länder wie Nigeria, Ghana und Südafrika. Die Geschichte die man liest ist zu schön um wahr zu sein. Ein hoher Angestellter einer Bank oder einer Firma aus dem Öl-Business oder gleich der Sohn eines bekannten Diktators meldet sich. Man berichtet von Millionen US Dollar, die einsam und verlassen auf einem Konto einer obskuren Bank in Afrika liegen. Mal ist der Inhaber des Kontos verstorben und dessen Erben sind nicht auffindbar, mal handelt es sich um Schwarzgelder aus illegalen Geschäften längst verstorbener Diktatoren oder man muß dieses Geld vor Rebellen retten, die damit ja sonst nur Waffen kaufen um arme schwarze Kinder zu erschießen.
Ganz direkt wird mitgeteilt, daß der Absender plant, sich das Geld in irgendeiner Form illegal anzueignen und nach Europa zu schaffen um es dort zu investieren. Und genau da kommt der gutgläubige Empfänger ins Spiel. Man benötigt sein Bankkonto als Zwischenkonto. Das Geld wird an ihn überwiesen und dann überweist er einfach das Geld an einen Dritten, oder es kommt jemand persönlich vorbei um das Geld abzuholen. Für diese Dienstleistung will man ihn selbstverständlich großzügig an den Millionen teilhaben lassen.
Natürlich gibt es dieses Geld gar nicht. Auch will niemand wirklich auf ein Konto Millionen überweisen. Wenn sich der Empfänger auf dieses Geschäft einlässt wird er sehr schnell erfahren, daß er selbstverständlich eine Vorleistung erbringen muß. I. d. R. soll er mehrere 1000 Euro als Überweisungsprovision zahlen damit die Sache mal ins Rollen kommt. Das ist schließlich nur eine kleine Gefälligkeit, wenn man einmal bedenkt, daß er bald Millionär ist. Manchmal muß man auch mehr tun. Z. B. muß man sich fälschlicherweise als Erbe des verblichenen Millionärs ausgeben. Auf jeden Fall muß man Geld zahlen. Es versteht sich von selbst, daß dieses Geld dann weg ist und sich einige Kleinganoven in Afrika auf Kosten des „Geleimten“an einer Strandbar einen Whisky genehmigen.
Aber was tut man da eigentlich, wenn man diese Dienstleistung erbringt und sich bereit erklärt, sein Konto und eigenes Kapital zur Verfügung zu stellen? Um sich die Dimension des Handelns einmal klarzumachen wollen wir hypothetisch unterstellen, daß die Geschichte von den Millionen nicht erstunken und erlogen ist, sondern wahr. Denn das glaubt man ja auch, wenn man sich auf das angebotene Geschäft einlassen würde.
Nach deutschem Recht teilt einem der nette Mann aus Afrika mit, daß er eine Straftat begehen will und man soll dabei tatkräftig mitwirken. Je nach dem welche Geschichte erzählt wird handelt es sich dabei um eine Unterschlagung, oder einen Betrug, oder um eine Untreue zum Nachteil der Berechtigten an dem Geld.
Wenn man einem solchen Täter zu dessen Straftat Hilfe leistet; und genau darum geht es ja in dem Geschäft das einem angeboten wird; dann ist man entweder Mittäter einer Straftat oder aber zumindest Gehilfe einer Straftat. Zu denken ist zuerst an eine Mittäterschaft (§ 25 StGB). Und darum geht es hier. Kennzeichnend für eine Mittäterschaft ist unter anderem der gewollte Tatbeitrag und der Anteil am Erfolg der Tat. Auch ist von Bedeutung, welche Einwirkungsmöglichkeiten auf den Ablauf der Tat der Einzelne hat und ob er die Tat als eigene Tat begehen will. Wenn man nun bedenkt, daß man häufig einen Anteil von 30% und mehr an der ergaunerten Geldsumme erhalten soll und die Straftat ja eigentlich ohne die eigene Mithilfe nicht erfolgreich beendet werden kann, dann kann durchaus auch angenommen werden, daß man sich bereiterklärt Mittäter einer Unterschlagung oder eines Betruges oder einer Untreue zum Nachteil der Berechtigten an dem Geld zu werden. Denn eins ist sicher: In erster Linie will man selber Millionär werden.
Nun kann man einwenden, daß das ganze ja in Nigeria oder Ghana, also in Afrika, spielt. Aber darauf kommt es gar nicht an. Zum einen kann man ohne weiteres unterstellen, daß solche Geschäfte, welche bei uns als Unterschlagung, Betrug etc. definiert werden auch in diesen Ländern strafbar sind.
Zum anderen gilt das deutsche Strafrecht auch für solche Taten, die im Ausland begangen werden, wenn die Tat im Ausland mit Strafe bedroht ist und der Täter zur Zeit der Tat Deutscher war. Aber letztlich bewegt man sich gar nicht aus Deutschland weg. Deshalb bestimmt § 9 StGB das deutsches Strafrecht anwendbar ist, weil der Tatort der hier zu untersuchenden Handlung (Zurverfügungstellung des Bankkontos, Überweisung von Geld und andere Unterstützungshandlungen) ja immer in Deutschland liegt.
Wir können also als Zwischenergebnis festhalten, daß derjenige, der an die Geschichte glaubt, sein Konto zur Verfügung stellt und auch sonst tatkräftig durch die Überweisung eigener Gelder zum Zwecke der Finanzierung der Straftat mithilft, um die ergaunerten Millionen nach Europa zu schaffen, entweder Mittäter einer Straftat sein will, oder zumindest Gehilfe, und mit diesem kriminellen Vorsatz auch handeln will.
Würde die Geschichte nun tatsächlich wahr sein und alles so laufen wie einem dies versprochen wurde, dann hätte man sich einer gemeinschaftlich begangenen Unterschlagung, eines Betruges oder einer Untreue strafbar gemacht. Und ganz ehrlich, das wollte man ja auch.
Nun werden sie aber einwenden, daß die ganze Geschichte nicht wahr ist und allein dazu diente, den Adressaten der Geschichte zu täuschen um an das Geld des Adressaten zu gelangen. Wenn man aber selber betrogen werden soll, wie kann man dann, obwohl man Opfer ist, sich auch noch strafbar machen? Ist es denn nicht schon schlimm genug, daß man aufgrund dieser Täuschung sein Geld verloren hat?
Einfach gesprochen: Man kann doch wohl nur an einer Straftat teilnehmen, oder zu dieser Hilfe leisten, wenn es diese Straftat auch tatsächlich gegeben hat, und genau darüber wird man doch getäuscht.
Richtig ist daran nur, daß durch die Täuschung bei dem Empfänger ein Irrtum erregt wird.
Der Irrtum über das tatsächliche Vorliegen einer Straftat ist in § 16 StGB geregelt. Einfach ausgesprochen regelt § 16 StGB, daß derjenige nicht mit kriminellem Vorsatz – also strafbar – handelt, der bei der Begehung einer Straftat einen Umstand nicht kennt – also irrt – der zum gesetzlichen Tatbestand dieser vorsätzlichen Straftat gehört.
Was ist damit gemeint? Am besten erklärt man es an einem Beispiel. Ein Jäger will in seinem Garten sein neues Jagdgewehr ausprobieren. Er sucht sich als Ziel eine alte Regentonne vor einer Mauer in seinem Garten aus. Bedauerlicherweise hat sich in dieser Regentonne der Nachbarsjunge versteckt, welcher gerade dabei war, von dem Apfelbaum im Garten des Jägers die Äpfel zu klauen. Der Jäger schießt auf die Tonne und trifft den Jungen tödlich. Das ist natürlich tragisch, aber jedem fällt sofort auf, daß der Jäger niemals einen Menschen töten wollte. Er dachte ja, daß er nur auf seine alte Tonne schießt. Der Jäger irrte also darüber, daß er mit seinem Schuß einen Menschen tötete und objektiv einen Totschlag begeht. Dieser Irrtum kommt dem Jäger zugute. Er hat sich nicht wegen vorsätzlichen Totschlags strafbar gemacht.
Was ist aber mit dem umgekehrten Fall? Wir wandeln das Beispiel einmal ab. Der Jäger sieht wie der Junge die Äpfel von seinem Baum klaut. Er nimmt sein Gewehr und rennt in den Garten. Er vermutet, daß der Junge sich in der Tonne versteckt hat. Er schießt mit seinem Gewehr auf die Tonne und will mit diesem Schuß den Jungen töten. Gott sei Dank hatte sich der Junge bereits aus dem Staub gemacht. Dieser Irrtum soll dem Jäger aber nicht zugute kommen. Er wollte einen Menschen töten und es ist letztlich fir den Jäger Zufall, daß sich niemand in der Tonne versteckt hat. In diesem Fall macht der Jäger sich wegen versuchten Totschlags strafbar. Versucht hat er es allemal. Es hat nur deshalb nicht geklappt, weil der Junge zufällig nicht die Tonne als Versteck gewählt hat.
Genauso ist es aber bei demjenigen, der meint, er müsse einem Afrikaner aus Nigeria oder Ghana dabei helfen, mehrere Millionen US Dollar illegal beiseite zu schaffen. Er will ja diese Straftat gemeinsam mit dem Afrikaner begehen. Für ihn ist es letztlich Zufall, daß er mit seiner Handlung, hier der Zahlung von Geld und der Bereitstellung seines Bankkontos, gar nicht mithilft einen anderen zu betrügen, sondern das er selbst betrogen wird. Er ist im wahrsten Sinne des Wortes der betrogene Betrüger. Da nun aber der versuchte Betrug und die versuchte Unterschlagung strafbar ist, macht er sich, obwohl er eigentlich selbst der Geleimte ist, tatsächlich wegen versuchten Betrugs in Form der eingebildeten Mittäterschaft strafbar.
Nur wenn man nicht als Mittäter eines Betruges etc. angesehen wird, sondern nur als Gehilfe, hat man Glück. Die versuchte Beihilfe zu einem Betrug oder einer Unterschlagung ist nicht strafbar, weil Betrug und Unterschlagung zufällig keine Verbrechen sondern nur Vergehen sind.
Das hilft aber auch nicht viel, denn man begeht auch noch eine eigene Straftat. Neben der Strafbarkeit wegen versuchten Betruges etc. kommt noch eine eigene Strafbarkeit wegen versuchter Geldwäsche nach § 261 StGB in Betracht. Die Zurverfügungstellung des Kontos ist eine Geldwäschehandlung. Das Geld soll ja schließlich außer Landes geschafft werden und das Auffinden des Geldes durch die Berechtigten soll erschwert werden. Auch hier gilt, daß der Irrtum über das tatsächliche Vorliegen einer Straftat gegen Dritte (Unterschlagung, Betrug oder Untreue) den Handelnden nicht privilegiert
Wir können also als weiteres Zwischenergebnis festhalten, daß man sich tatsächlich strafbar machen kann, wenn man auf die Geschichte der “ Nigeria Connection “ hereinfällt und gemäß den Anweisungen der Betrüger handelt, bzw. Geld überweist. Denn mit der Angabe des Kontos und der Geldüberweisung hat man alles getan, was man nach dem gemeinsamen Tatplan zuersteinmal tun muß. Man hat also im Sinne des strafbaren Versuchs nach außen gehandelt.
Stellen wir uns noch einmal vor, daß die Geschichte hypothetisch wahr ist. Was würde eigentlich passieren, wenn tatsächlich 10 oder 20 Millionen US Dollar auf das eigene Bankkonto überwiesen würden, nachdem man vorher selbstverständlich 10.000,00 oder 20.000,00 Euro bezahlt hat.
Wir dürfen unterstellen, daß weder die Bank noch man selbst besondere Freude an diesem phantastischen Kontostand hätte. Bei der Bank würden vermutlich alle Alarmglocken klingeln. Die Bank würde den Kontoinhaber auffordern einmal genau zu erklären, wie er zu dem unvermuteten Geldsegen gekommen ist. Wenn man vorher schon zigfacher Millionär gewesen ist hat man es wahrscheinlich nicht nötig irgendeinem Unbekannten aus Nigeria bei seinen Machenschafften zu helfen. Auch wird man schwerlich gegenüber der Bank nachweisen können, daß man an das Geld über einen unverhofften Lottogewinn gekommen ist. Man hat auch nicht Lotto gespielt, sondern Unterschlagung, Betrug, Untreue und/oder Geldwäsche!
Die Bank wird also den Verdacht hegen, daß man genau das gemacht hat. Ihre Bank ist gemäß § 6 und § 11 Geldwäschegesetz verpflichtet, derartigen Verdachtsfällen nachzugehen und solche Verdachtsfälle sofort den Strafverfolgungsbehörden zu melden. Man landet unweigerlich auf der Anklagebank.
Die Gefahr, daß die Bank einen den Strafverfolgungsbehörden meldet ist natürlich real nicht vorhanden. Es wird ja niemals Geld auf das Konto überwiesen werden. Die Millionen gibt es ja gar nicht.
Was ist jetzt aber mit der Strafbarkeit wegen versuchter Unterschlagung und versuchtem Betrug in Form der Mittäterschaft oder versuchter Geldwäsche?
Man wird sich leicht vorstellen können, daß die Strafverfolgungsbehörden und auch die Gerichte wenig Interesse an einer Strafverfolgung der durch ihre eigene Dummheit und Gutgläubigkeit bereits erheblich geschädigten betrogenen Betrüger haben werden. Wenn die Strafverfolgungsbehörden denn tatsächlich einmal Kenntnis von derartigen Vorgängen erlangen kann vermutet werden, daß diese Verfahren als Bagatellverfahren eingestellt werden. Dies ist jedoch eine Ermessensentscheidung der Staatsanwaltschaft und ggf. des zuständigen Gerichts.
Der untersuchte Sachverhalt mit seinen jeweiligen Alternativen berührt einige zentrale Probleme der Rechtswissenschaft und der Rechtsprechung, wie etwa die Probleme des „umgekehrten“ Tatbestandsirrtums, der einzelnen Versuchsstadien zur Vorbereitungshandlung, der Abrenzung zwischen Täterschaft u. Teilnahme, der Definition von Tatbestandsmerkmalen etc.. Die Ausführungen dienen nicht dem wissenschaftlichen Diskurs zu diesen Fragen, sondern sollen dem betroffenen Leser mögliche Konsequenzen seines Handelns aufzeigen.
Rüdiger Wachsmuth ist Mitglied der Kanzlei Proft u. Wachsmuth in Köln
Veröffentlicht unter 419 Scam	|
CONGRATULATIONS, YOU ARE A WINNER!!!
Publiziert am 15. Dezember 2002 von Michael Holdcroft	Sollten Sie im E-Mail-Betreff obige Meldung lesen, haben Sie eine neue Art von Betrugs-E-Mail erhalten.
Seit einigen Monaten sind bei uns E-Mails mit angeblichen Lottogewinnen aus Amsterdam angekommen. Zunächst scheinen diese Nachrichten seriöse Mitteilungen zu sein. Aber Vorsicht! Die Glücksgöttin kündigt keine Gewinne an! Wie üblich sind die Versender hinter Ihrem Geld her!
Typische Merkmale sind die Nutzung von Freemail-Adressen, der Vertraulichkeits-Hinweis, das Geld wird von einer Sicherheitsfirma aufbewahrt und der Name “Frank Ubu” (nicht gerade holländisch) deuten auf etwas anderes hin als ein Lottogewinn!
From: GLOBAL CROSSING [mailto:globalcrossing@hotvoice.com]
Sent: Tuesday, July 02, 2002 12:26 PM
To: SW Subject: CONGRATULATIONS, YOU ARE A WINNER!!!
DELOTTO NETHERLANDS SWEEPSTAKES LOTTERY,
BURDENSTRAAT 21B, 2053 DS AMSTERDAM, THE NETHERLANDS.
TEL/FAX: +31 627516921 (Telefon nicht mehr erreichbar!)
REF: EGS/2551256003/04
RE/AWARD NOTIFICATION; FINAL NOTICE.
We are pleased to inform you of the announcement today, 1ST JULY 2002, of winners of the DELOTTO NETHERLANDS SWEEPSTAKE LOTTERY/INTERNATIONAL PROGRAMS held on 31ST OCTOBER 2001, as part of our end of year bonanza.
You have therefore been approved for a lump sum pay out of US$1,200,000.00 in cash credited to file REF NO. EGS/2551256003/04. This is from total prize money of US$20,400,000.00 shared among the seventeen international winners in this category. All participants were selected through a computer ballot system drawn form 25,000 names from The Middle East, Asia, Africa, America, Europe and North America as part of our International Promotions Program, which is conducted annually.
FRANK UBU,
TEL/FAX; +31 627516921
EMAIL: globalcrossing@hotvoice.com
Remember, you must contact your claim agent not later than 12TH JULY 2002. After this date, all funds will be returned as unclaimed.
DELOTTO NETHERLANDS SWEEPSTAKES LOTTERY.
Die zweite E-Mail benutzt ein weniger bekannter irischer Freemail-Anbieter und der Kontaktname ist eher europäisch zu deuten. Diese E-Mail haben wir zwei mal mit gleichen Wortlaut (inklusive Referenznummer!) von verschiedenen Personen erhalten.
Von: werkenbijdelotto6@eircom.net [mailto:werkenbijdelotto6@eircom.net]
Gesendet: Mittwoch, 9. Oktober 2002 14:12
An: KM
Betreff: AWARD NOTIFICATION
REF: WBL/67-B773524441 (bei beiden E-Mails gleich!)
We are pleased to inform you of the announcement today, OCTOBER 9TH. 2002, of winners of the WERKEN BIJ DE LOTTO/ INTERNATIONAL PROGRAMS held on 19TH MAY 2002.
You have therefore been approved for a lump sum pay out of US$1,500,000.00 in cash credited to file REF NO. REF: WBL/67-B773524441. This is from total prize money of US$22,500,000.00 shared among the fifteen international winners in the category C. All participants were selected through a computer ballot system drawn from 30,000 names from Australia, New Zealand, America, Asia, Europe,USA and North America as part our International Promotions Program, which is conducted annually.
Your fund is now deposited with a Finance and Security House and insured in your name. Due to the mix up of some numbers and names, we ask that you keep this award strictly from public notice until your claim has been processed and your money remitted to your account.
To begin your claim, please contact your claims officer immediately:
JANSEN DAVIS
EUROLITE BV,
TEL: 31 205241510 (Nur Voicemail)
FAX: 31 205241590
EMAIL:eurolitebv13@yahoo.com (Freemail)
For due processing and remittance of your prize money to a designated account of your choice. Remember, you must contact your claims officer not later than OCTOBER 14TH, 2002. After this date, all funds will be returned as unclaimed. All correspondences to Mr. Jansen Davis,either by fax or email, should have this email sent along with it and also, your email address to which this email is sent, should be clearly and boldly written in your response.
NOTE: In order to avoid unnecessary delays and complications, please remember to quote your reference number in every one of your correspondences with your officer. Furthermore, should there be any change of your address, do inform your claims officer as soon as possible.
www.werken-bij-delotto.net (Nicht erreichbar!)
N.B. Any breach of confidentiality on the part of the winners will result to disqualification. Please do not reply this mail.
Einer der Empfänger meldete sich bei der Eurolite BV und erhielt folgende E-Mail zurück.
Von: JANSEN DAVIS [mailto:eurolitebv13@yahoo.com]
Gesendet: Mittwoch, 9. Oktober 2002 16:06
Betreff: REQUIREMENTS
WE ARE IN RECEIPT OF YOUR CLAIMS FILE, WITH REFERENCE NUMBER REF WBL/67-B773524441
BE INFORMED THAT WE HAVE IN OUR POSSESSION INSTRUMENTS OF PAYMENT FOR THE SUM OF US$1,500,000.00 TO YOU.
PLEASE FILL THE ATTACHED FORM AND SEND BACK EITHER BY FAX OR BY EMAIL.
YOU WILL ALSO BE REQUIRED TO PAY A FEE OF E 2,950.00 (TWO THOUSAND NINE HUNDRED AND FIFTY EUROS ONLY), OR IT’S EQUIVALENT IN YOUR LOCAL CURRENCY.
THIS PAYMENT IS TO COVER TRANSFER CHARGES, INSURANCE OF VITAL DOCUMENTS LIKE PRIZE CLAIMS CERTIFICATE, RECEIPT OF TRANSFER OF YOUR FUNDS TO YOUR ACCOUNT VIA COURIER SERVICE HANDLING AND OPENING OF ACCOUNT CHARGES (EUROLITE BV WILL NOT BE HELD RESPONSIBLE FOR THESE CHARGES). NOTE THAT YOUR TOTAL PRIZE CLAIM OF USD1, 500,000.00 HAS BEEN INSURED TO THE REAL VALUE AND AS SUCH CANNOT BE DEDUCTED FROM. THIS IS IN ACCORDANCE WITH ARTICLE 44 SUBSECTIONS 144 OF THE NETHERLANDS LOTTERY COMMISSIONS GAMING REGULATIONS AS AMENDED IN THE 1996 CONSTITUTION. THIS IS TO PROTECT CLIENTS (WINNERS) AND TO AVOID MISAPPROPRIATION OF FUNDS.
A CERTIFICATE OF PRIZE CLAIM AND SOME VITAL DOCUMENT WILL BE SENT TO YOU VIA COURIER SERVICE IMMEDIATELY TRANSFER OF YOUR FUNDS IS EFFECTED.
NOTE THAT THE FUNDS WILL BE TRANSFERRED WITHIN 24HRS AFTER THE RECEIPT OF ALL THE REQUIREMENTS.
FOREIGN SERVCE MANAGER
EUROLITE BV.
PHONE:31-619-676795
FAX:31-205-241510
www.eurolitebv.net
Wie Sie sehen, erscheint hier zum ersten mal eine Aufforderung, einen Geldbetrag in Höhe von 2.950,00 Euro zu zahlen. Erst wenn alle Formalitäten erledigt sind, können die 1.500.000,00 USD ausbezahlt werden.
Der Vorschlag, die 2.950,00 Euro einfach von der Gewinnsumme abzuziehen, wird mit folgender E-Mail beantwortet.
Gesendet: Montag, 14. Oktober 2002 21:21
ATTNDEAR SIR,
AS STATED IN MY PREVIOUS MAIL TO YOU, IT IS AGAINST THE NETHERLANDS GAMING BOARD TO DEDUCT FROM WINNERS PRIZE. THE NETHERLANDS GAMING BOARD IS THE ORGAN THAT CONTROLS LOTTO COMPANIES IN MY COUNTRY AND WE OPERATE, BASED ON THEIR POLICY. THEIR REASON BASED ON THIS POLICY IS TO PROTECT WINNERS DUE TO THE OCCURENCES IN THE PAST IN A STUTIATION WERE CLAIMS AGENTS IN THE PAST COLLECT MORE THAN THE REQUIRED FEE FROM WINNERS BASED ON GRATIFICATION. UPON THE REALIZATION OF THIS BY THE GAMING BOARD; THAT WAS WHY THIS POLICY WAS ENFORCED TO CURB THESE PRACTICES. IN REGARDS TO THIS I BELEIVE YOU UNDERSTAND ME PERFECTLY WELL.
HOWEVER, I WILL ADVISE YOU TRY AND RAISE THE FUNDS FOR THE PAYMENT OF YOUR FEE IN ORDER NOT TO DELAY THE COLLECTION OF YOUR FUNDS
Eurolitebv.net und .org sind auf Register.com gehostet. Eurolitebv.com ist eine Geocities gehostete Domain. Der .com-Domain ist von einem gewissen Carric Beard aus Texas registriert worden. Was er damit zu tun hat, ist nicht zu ermitteln.
Einzig Eurolitebv.net ist mit relevanten Inhalten belegt. Sie bieten folgende Dienstleistungen an:
Abwicklung von Versicherungsanprüchen
Abwicklung von Erbenansprüchen
Auszahlung von Lotteriegewinnen
Verwaltung von Stipendien
Wir haben versucht Kontakt mit Eurolite BV und der Lottofirma (Werken bij de Lotto) aufzunehmen – bisher ohne Erfolg. Entweder gibt es ein Voicemailsystem, das die Gespräche annimmt, oder die Gesellschaft ist nicht erreichbar.
Die ganze Sache ist äußerst dubios und wir empfehlen Ihnen solche Gewinnmeldungen einfach zu ignorieren.
Haben Sie bereits ein solche E-Mail erhalten? Oder sind Sie darauf eingegangen? Wir sind interessiert an weiteren Fällen. Melden Sie sich einfach per E-Mail. Wie immer können wir Ihnen absolute Vertraulichkeit zusichern.
Es herrscht die Meinung vor, dass alle Ausländer Geld haben
Publiziert am 25. November 2002 von Michael Holdcroft	Hallo Herr Holdcroft
Haben Sie besten Dank für Ihr E-mail. Beigefügt übersende ich Ihnen die von mir erwähnten Email aus Nigeria und „Umgebung“. Diese haben in der letzten Zeit enorm zugenommen, es vergeht kaum eine Woche, dass ich nicht einige davon bekomme. Mich wunder nur, woher die Leute meine Mail-Adresse haben, denn ich habe noch nie auf ein solches mail geantwortet. Evtl. kommen diese alle aus der gleichen Quelle. Damit Sie diese beigefügten mails lesen können, habe ich diese ins Word umkopiert.
Ich war in den Jahren 77 bis 78 in Nigeria und anschliessend ebenfalls 2 Jahre in Liberia. Dabei habe ich die Feststellung gemacht, dass die Leute in Nigeria viel emotionaler und auch aggressiver reagieren. Eine scheinbare völlige Harmonie in gemütlicher Runde kann schlagartig in offene Feindseligkeit umschlagen. Die in diesen Ländern durch alle Schichten vorherrschende Korruption trägt sicher dazu bei in Form von Kriminalität sich auch ein Stück vom „Kuchen“ abzuschneiden. Dies insbesondere bei den Leuten die nicht in der Lage sind die „Hand“ aufzuhalten.
Erstaunlich war und ist, dass selbst die öffentlichen Hinrichtungen von Kriminellen nicht abschreckend wirkten sondern eher zu einem Volksfest ausarteten.
In Liberia wurden wir von unserem eigenen Houseboy bestohlen, aber erst nachdem wir alles zusammengepackt hatten für die Abreise. Vorher hätte er ja seine Stelle riskiert. Ich glaube, das Problem liegt auch darin, dass die Ordnung durch die Polizei nicht hergestellt werden kann, da diese selbst durch die geringe Bezahlung weitgehend korrupt ist.
Insbesondere in Liberia wurde ich öfters von der Polizei auf der Strasse angehalten mit der Bemerkung „where is my day“. Das kostete dann jeweils 5 USD. Bei Nichtbezahlung hätte man sicher irgendetwas am Auto gefunden und wenn es nur ein verschmutzter Blinker war und dann wäre dies viel teuerer gekommen.
Ein Baustellenleiter, der die Unterwasserarbeiten nach einem Tauchgang kontrollierte setzte sich in der Badehose ins Auto und fuhr zurück auf die Baustelle. Dabei wurde er von der Polizei angehalten. Da er keine Papiere dabei hatte kam er gleich ins Gefängnis und wurde später dem Lokalsrichter vorgeführt. Da er aber nicht korrekt gekleidet war, er konnte ja nicht, denn er hatte ja nur die Badehose, bekam er zusätzlich eine hohe Geldbusse aufgebrummt. Alle Argumentation half hier nichts. Es herrscht die Meinung vor, dass alle Ausländer Geld haben. Aus diesem Grunde sind wir auch nie selbst Auto gefahren, denn bei einem Unfall wären wir so oder so Schuld gewesen.
Wenn ich einen Vergleich zu meinen Auslandseinsätzen in Südostasien machen soll, so kann ich sagen, dass natürlich auch dort – wie überall- Kriminalität vorhanden ist. Aber es läuft „gesitteter“ ab und nicht so mit brutaler Gewalt wie in Westafrika.
Veröffentlicht unter Erfahrungsberichte	|
Joshua and 25 Million US Dollar
Publiziert am 25. November 2002 von Michael Holdcroft	Sehr geehrter Herr Holdcroft,
vielen Dank für Ihre Ausführung im Internet, was das Thema Nigeria Connections betrifft. Ich habe mir das sehr gut durchgelesen. Auch ich bin von solchen Leuten angeschrieben worden.
Mich kontaktierte jemand namens Joshua. Er hatte uns angeboten 25. Mil. US Dollar auf unser Konto zu überweisen und er persönlich teilte mir mit, und das hatte mich etwas verwundert, das doch einer meiner Vorfahren Schiller heißt und tatsächlich wusste derjenige das und dieser Herr Schiller sollte angeblich bei einem Flugzeugunglück ums Leben gekommen sein.
Ich sollte dann Kontakt mit einem Anwalt aufnehmen. Dem Barister Bassey Udo. Dieser Mr. Barister hatte dann freundlicherweise dies Bassey in einem Brief so zwar mit E geschrieben und dem anderem Brief mit Y und dann mal wieder ganz anders.
Diesen Mann hatte ich dann angerufen. Natürlich da haben Sie vollkommen recht, möchte jeder gerne für 25 Mil. US Dollar mal eben 5 Mil. Dollar locker einstreichen und macht sich zuerst Gedanken und fragt sich, wieso machen die das.
Wollen die Geld waschen, was auch immer machen die da eigentlich? Nun gut, nachdem ich den Anwalt dann angerufen habe, und ich immer merkwürdige Geräusche hörte, habe ich immer das Gefühl gehabt, das dieser Joshua neben ihm gestanden hat.
Er teilte mir dann mit, das ist überhaupt kein Problem. Ganz persönliche Dokumente müssten unterzeichnet werden. Diese Dokumente würde man mir zuschicken.
Natürlich müsste man vorher eine Bearbeitungsgebühr bezahlen vom Anwalt, die sich dann auf 2500 US Dollar belaufen sollte. Für den Kurier sollte man 80 US Dollar bezahlen und für die Versicherung dieser ganzen Angelegenheit noch einmal 1000 Dollar. Eine Logisticfee von 720 Dollar käme dann noch “on top” dazu, so das also eine Gebühr von 4300 US Dollar fällig gewesen wäre. Ich habe den Leuten dann mitgeteilt, das ich natürlich nicht so verrückt bin und 4300 Dollar zu überweisen.
Sollte denn das Geld auf meinem Konto transferiert werden, weil es eine angebliche Erbschaft ist, dann sollten sie es doch einfach von diesem Geld abziehen und dann wäre es doch in Ordnung.
Ich wollte einfach wirklich mal sehen, wie weit die Leute dort gehen. Und auch hier teilte man mir wieder mit, ich sollte auf jeden Fall normalerweise persönlich vorbei kommen um mit diesen Leuten zu reden.
Und natürlich ist mir klar, das mir das viel zu gefährlich ist, dort vorbei zu fahren, keine Frage. Somit habe ich das natürlich nicht gemacht.
Ich habe meinen Kollegen angerufen, der sich im Internet sehr gut auskennt und der letztendlich auf Ihren Brief gestoßen ist, der uns sehr weiter geholfen hat.
Die Telefonnummern zu Ihrer Info von diesem so genannten Anwalt ist 00234 8033076908 Der Faxbriefkopf ist mehr als dürftig. Auch hier habe ich über die Auskunft ermitteln lassen, ob tatsächlich dieser Teilnehmer ein Anwalt ist. Es soll ja tatsächlich sein. Die Telefonnummer hier war 00234 17756684. In Lagos selbstverständlich.
Die E-Mail Adresse auch sehr offiziell im Charakter lautete Bassyudohbassy@lawyer.com. Die E-Mail Adresse von diesem Joshua ist josaluci@hknetmail.com
Ich habe eine weitere Telefonnummer von diesem Rechtsanwalt, was ein Festnetz darstellen soll und zwar ist das die Nummer 00234 1863024. Vielleicht helfen die Telefonnummern weiter, solche Leute Dingfest zu machen.
Was mich sehr verwundert hat, muss ich Ihnen ganz ehrlich gestehen, das die über meine Vergangenheit Bescheid wissen. Das die wissen, wer zu meiner Familie gehört. Und das ist etwas, was mich doch sehr verwundert.
Ich hoffe, Ihnen weiter geholfen zu haben um das Ganze irgendwo zu veröffentlichen.
Ich hoffe es bringt Sie weiter.
BITTE VORSICHT BEI GESCHÄFTEN MIT NIGERIA
Publiziert am 12. November 2002 von Michael Holdcroft	Wirtschaftskriminalität treibt Spitzenblüten
Während es der Wirtschaft in Nigeria schlecht geht, hat die Kriminalität Hochkonjunktur. Immer wieder fallen ausländische Firmen auf die ausgefuchsten Tricks nigerianischer Betrügerbanden rein. Fingierte Staatsaufträge, gefälschte Schecks und Kontrakte sind nur einige der üblen Machenschaften, mit denen die Banden Unternehmern das Geld aus der Tasche ziehen. Geschädigte haben rechtlich kaum eine Chance, da die Beweisführung in der Regel äußerst schwierig ist Die Kammerorganisation empfiehlt deshalb deutschen Unternehmern, Geschäftsanbahnungen mit nigerianischen Firmen kritisch unter die Lupe zu nehmen.
Die Praxis: Deutschen Unternehmen und Privatpersonen flattern verlockende Angebote zur Geschäftsanbahnung mit nigerianischen Partnern ins Haus. Da sich mittlerweile herumgesprochen hat, dass man von solchen Angeboten möglichst die Finger lassen soll, werden die Tricks der Betrügerbanden immer raffinierter. Die Absender solcher Briefe sind Scheinfirmen oder -behörden, Prinzen oder hohe Verwaltungsbeamte. Die Postfächer und Telex- oder Telefaxanschlusse sollen Seriosität vortäuschen. Für den Adressaten ist aber nur schwer zu durchschauen, was wirklich hinter diesen Absender steckt. Gefälschte Dokumente; Briefpapier und nachgedruckte Scheckbücher – alles leicht auf dem nigerianischen Schwarzmarkt zu erhalten – wiegen den Adressaten erst einmal in Sicherheit.
Noch schwieriger wird. es, wenn sich der Unternehmer erst einmal auf ein Angebot eingelassen hat und nach Nigeria reist. Dann ist es keine Seltenheit, dass er tatsächlich in der Zentralbank oder in einem der Ministerien empfangen wird, ohne dass die Verantwortlichen hiervon überhaupt wissen. Dies ist aber keineswegs die Spitze des Eisberges. Drogenkuriere und Schlepperorganisationen bedienen sich oft der gleichen Kanäle um Einladungsanschreiben für diese Anträge zu, erschleichen.
Bei der nigerianischen Regierung hagelte es vor Beschwerden ausländischer und deutscher Unternehmen über dieses kriminelle Vorgehen. Die Reaktion: Nigeria versprach eine nachhaltigere, Verfolgung der Straftaten. Gleichwohl sind die getroffenen Maßnahmen bislang erfolglos geblieben. Vermutlich lässt sich die Polizei entweder von den Verbrechern einschüchtern oder bestechen. Eine Spitzenblüte am Rande: Eine angeblich dem Präsidenten unterstellte Einsatztruppe „Economic Recovery Task Force“ schreibt frühere Betrugsopfer an, um ihnen bei der Schadensbeantragung behilflich zu sein. Die Geschädigten werden dann ‚über neue Vorleistungen, Rechtsanwaltsgebühren und ähnliches mehr ein zweites Mal ausgenommen. Selbst wenn es zu einem Prozess kommt, ist die Beweisführung äußerst schwierig.
Um die Unternehmerschaft zu wappnen, werden nachfolgend die häufigsten Tricks vorgestellt. Doch „Holzauge sein wachsam“: Die Betrüger erfinden ständig neue Varianten.
Fingierte Staatsaufträge
Gefälschte Erdölkontrakte
Erzwungene Vorauslieferungen und Musterschwindel
Gefälschte Schecks und Akkreditive
Erschwindelte Einladungsschreiben und Flugtickets
Gefahren für ausländische Geschäftsbesucher Kammerorganisation warnt
Eine beliebte Masche ist die Ankündigung, dass Regierungsbeamte angeblich blockierte Fonds aus früheren, noch nicht abgerechneten Regierungsgeschäften ins Ausland transferieren wollen; oder es wird vorgegeben, es stünden noch Beträge aus überfakturierten, schon genehmigten Großaufträgen bereit. Damit diese Beträge bei der Zentralbank. mobilisiert werden könnten, sei es -notwendig, Rechnungen ausländischer Firmen unterzuschieben. Den ausländischen Firmen wird dabei eine attraktive Mitbeteiligung von bis zu 30 Prozent des blockierten Betrages versprochen. Dafür müssten sie die notwendigen Unterlagen zur Verfügung stellen und sich verpflichten, die übrigen 70 Prozent des Betrages an die nigerianischen Partner abzugeben. Verlangt werden blankounterschriebenes Briefpapier, leere Rechnungsformulare sowie die Angabe eines Bankkontos zum geplanten Transfer.
Gehen die Angesprochenen darauf ein, machen sie sich eines versuchten Betruges zum Nachteil des nigerianischen Staates strafbar. Dadurch werden sie sofort erpressbar. Wenn sie dann nach Nigeria eingeladen werden und tatsächlich einreisen, finden in Amtsgebäuden scheinbar seriöse Verhandlungen statt. Danach werden Gebühren für alle möglichen Dienstleistungen vorab verlangt, bevor das versprochene Geld fließen kann. Die angeblich offenen Fonds gibt es natürlich nicht. Mit den Blankobriefen fälschen die Betrüger Bankanweisungen zugunsten eigener Konten. Da die Unterschriften auf den Briefen echt sind, kann die angewiesene Bank nicht zur Schadensersatzpflicht wegen Sorgfaltspflichtverletzung herangezogen werden. [zurück zur Liste]
Als Hintergrund: Der nigerianische Staat hat ein Monopol auf dem Erdölhandel. Folglich spielt die öffentliche Hand bei der Verwendung dieser Einnahmen die entscheidende Rolle. Viele ausländische Firmen wissen um die oft sehr einträglichen Staatsaufträge. Ist ihr Vorwissen wenig präzise, können sie leicht zu Opfern von Betrügerbanden werden. Der Trick: In fingierten öffentlichen Ausschreibungen erhält ein anbietendes Unternehmen den „Zuschlag“. Oftmals werden dann in Verhandlungen die unterschiedlichsten Gebühren fällig. Tatsächlich existieren die Staatsaufträge nicht. [zurück zur Liste]
Ein weiterer Nepp: Von angeblichen Vertretern der staatlichen Erdölgesellschaft oder dieser nahestehenden Kommissionären werden Kontakte mit ausländischen Unternehmern angeknüpft. Lukrative Lieferungen außerhalb der OPEC-Quoten werden dabei angeboten. Wiederum findet die Anbahnung ihre Fortsetzung in Schein- vertragsverhandlungen. Hier werden teilweise sogar die Geschäftsräume der staatlichen Erdölgesellschaft genutzt. Auch hier fällt wieder eine angeblich übliche Gebühr in Höhe von mehreren 100 000 US-Dollar bei der Vertragsunter- zeichnung an. Schadenersatzforderungen können wiederum auf Grund des nicht offiziell registrierten Vertrages nicht durchgesetzt werden.
Trick „17“: Nach einer Kontaktaufnahme kommt es zu einem vermeintlichen Geschäftsabschluss. Vor Erlangen des Akkreditivs trifft plötzlich eine dringende Anfrage aus Nigeria ein, die den Exporteur unter Zeitdruck setzt. Es heißt dann: Eine Vorauslieferung müsse unbedingt sofort erfolgen, damit Waren auf einer Messe ausgestellt oder einem wichtigen potentiellen Käufer vorgeführt werden könnten. Da der Exporteur den Großauftrag nicht verlieren möchte, werden Teillieferungen dann oftmals leichtfertig gegen ungedeckte Schecks ausgeführt. Die Vorauslieferung ist jedoch verloren und das große Geschäft lässt für immer auf sich warten. [zurück zur Liste]
Einzelne Betrüger haben sich auf Akkreditivfälschung nigerianischer und ausländischer Formulare spezialisiert. Hierzu behelfen sich die Betrüger eines ganzen Firmennetzes, was vorgibt, dass nicht nur ein echter Vertragspartner vorhanden ist, sondern dass auch eine Bank existiert, die Garantien leistet. Bei „Eingang vorbehalten“ gutgeschriebenen Schecks sollte erst abgewartet werden, ob sie tatsächlich eingelöst werden. Hier hilft die Hausbank weiter: Sie kann eine Scheckbestätigung der bezogenen Bank einholen. In der Regel existiert die bezogene Bank nicht oder die Schecks sind gefälscht
Der nächste Fall: Nach einiger Korrespondenz mit einem potentiellen Geschäftspartner wollen die nigerianischen Betrüger die ausländische Firma besuchen. Hierfür verlangen. sie Einladungsschreiben an die jeweilige Botschaft in Lagos sowie Flugtickets. Auch hier wartet die einladende Firma vergeblich auf die Besucher. Die Einladungsschreiben werden aber von Drogenkurieren und den vorgenannten Betrügerbanden zur Scheckeinlösung benutzt.
Gefahren für ausländische Geschäftsbesucher
Das Letzte: Die nigerianischen Partner verlangen vom ausländischen Partner zur Unterzeichnung angeblicher Millionenaufträge, dass er zur Vertragsunterzeichnung nach Nigeria reise, um bei der jeweiligen Behörde oder dem beurkundenen Notar eine Gebühr von weit über 100.000 US Dollar zu hinterfegen. Um die Seriosität zu unterstreichen, werden gefälschte amtliche Dokumente zugestellt und der Besucher am Flughafen abgeholt. Hier setzen sich ausländische Geschäftsleute echter physischer Gefahr aus. So wurde ein deutscher Geschäftsmann auf der Rückfahrt von vermeintlichen Vertragsverhandlungen von Straßenräuber überfallen. Darüber hinaus gibt es zwei ungeklärte Todesfälle amerikanischer Geschäftsleute, die offenbar nicht zahlen wollten.
Kammerorganisation warnt
Die nigerianischen Betrügerbanden schaden nicht nur den ausländischen Geschäftsleuten, sondern vor allen Dingen ihrem eigenen Land. Die Anzahl Krimineller nimmt ständig zu. Es ist nicht abzusehen, wie und wann das Problem in den Griff zu bekommen ist, Korruption und Betrug entstehen nicht von selbst, sondern müssen einen entsprechenden Nährboden vorfinden. Der Nährboden heißt nicht nur missglückte Staatswirtschaft und zerrüttete Finanzen, sondern auch Armut der Bevölkerung. Die Skrupellosigkeit der Wirtschaftskriminellen hat einen einstmals reichen Staat zerrüttet. Ein Neuanfang ist nur möglich, wenn endlich gegen die Betrügerbanden massiv durchgegriffen wird. So lange dies nicht der Fall ist, sollten Geschäftsanbahnungen mit nigerianischen Firmen kritisch unter die Lupe genommen werden.
Hohe Risiken bei angeblichen Geldgeschäften mit Nigeria!
Publiziert am 19. Juli 1999 von Michael Holdcroft	Seit Jahren habe ich die Machenschaften von afrikanischen Betrügern in der Presse verfolgt. Sicher haben auch Sie davon gehört. Als Empfänger eines solchen Angebotes müssen Sie nichts anderes tun als eine Summe Geld über Ihr Konto laufen zu lassen um angeblich in den Genuß einer beträchtlichen Provision in Millionenhöhe zu kommen. Ich denke, jeder wäre interessiert daran, diesen Geldsegen zu bekommen oder nicht?
Ich staunte nicht schlecht, als ich im vergangenen Sommer ein solches Angebot per Email erhielt. Bis zu diesem Zeitpunkt wußte ich nur, dass die erste Kontaktaufnahme der Betrüger immer ein offiziell aussehender Brief war. Dieses Vorgehen zeigt, dass sich auch Kriminelle mittlerweile die Vorzüge der modernen Technik zunutze machen. Lesen Sie was mir versprochen wurde:
From the Desk of: Dr. SIMONS IKE B.Sc (UNN), MNIN; MCIA
DIRECT TELEPHONE NO: 234-90-405432
FACSIMILE NO: 234-1-7595386
TRANSFER OF US$18.5 MILLION INTO A PERSONAL/COMPANY’S OFFSHORE ACCOUNT
Through the courtesy of business opportunity, I take liberty anchored on strong desire to solicit your assistance on this mutual beneficiary and risk-free transaction with you, which I hope you will give your urgent attention.
We are members of the Contracts Review Committee (CRC), a panel set up by the new democratically elected government of the Federal Republic of Nigeria to review all contracts executed by foreign contractors. We have Eighteen Million, Five Hundred Thousand United States Dollars (US$18.5M) which we have identified as misappropriated and inflated funds from grossly over-invoiced contracts.
We are seeking your assistance to remit this amount into your account or any other nominated account you can provide for us. Your commission will be 25% of the total sum. My colleagues and I will take 70% and the remaining 5% for settling local and foreign expenses as well as taxation.
Please notify us urgently, your acceptance of our proposal. Kindly acknowledge the receipt of this letter by sending to us a copy of this letter by fax and reach us on the telephone number as above. I shall inform you of the modalities for a formal application to secure the necessary approvals for the immediate release of this funds into your account.
Dr. SIMONS IKE
NOTE : PLEASE DO NOT GET BACK TO ME THROUGH THIS EMAIL ADDRESS AS I WILL DISABLE IT IMMEDIATELY AFTER SENDING THIS MESSAGE TO YOU . USE THE ABOVE PHONE/ FAX NUMBERS TO REACH ME THANKS.
Interessant ist der offizielle Sprachstil und das Aussehen dieser Nachricht. Insbesondere auch der Hinweis, dass das „Komitee“ offiziell von der neu gewählten demokratischen Regierung berufen wurde, verleiht diesem Angebot eine offizielles Flair.
Sie verschenken kein Geld. Es ist ein Trick, um an das Geld von Gutgläubigen zu kommen. Sollten Sie ein solches Lockangebot erhalten, gehen Sie auf keinen Fall darauf ein. Unter Umständen kann es auch lebensgefährlich sein.
Daraufhin sprach ich mit der Abteilung Außenwirtschaft bei der Industrie- und Handelskammer in Stuttgart. Wie Sie sich denken können, gibt es eine ganze Palette von Betrügereien, die aus Nigeria stammen. (Sie finden ein Übersicht unter „Vorsicht bei Geschäften mit Nigeria“). Sie teilten mir mit, dass inzwischen betrügerische Angebote auch aus anderen Ländern verschickt werden. Darunter sind auch Südafrika und die Elfenbeinküste vertreten.
An Hand solcher Emails oder Dokumente versucht die IHK Druck auf die nigerianische Regierung auszuüben. Nigeria erleidet einen enormen Vertrauensverlust durch diese Aktivitäten und will gegen die Kriminelle vorgehen. Ob die nigerianische Regierung erfolgreich sein wird, was sicherlich wünschenswert wäre, bleibt abzuwarten.
Sollten Sie ein solches oder ähnliches Angebot per Brief oder Email erhalten, leiten Sie es bitte an uns weiter. Wir veröffentlichen den Inhalt (anonymisiert) auf unserer Website. Die uns bekannten Fällen schicken wir ebenfalls der IHK Stuttgart.
Das Internet bietet allen Beteiligten bisher ungeahnte Möglichkeiten. Dies gilt leider ebenfalls für Betrüger und Kriminelle. Das Vertrauen in eKommerz ist in Europa nicht gerade hoch. Daher ist es wichtig, dass wir uns als Internetunternehmer ein Höchstmaß an Ehrlichkeit und Aufrichtigkeit gegenüber unseren Kunden und Partner im Internet auferlegen.
Das gesamte “Nigeria”-Dokument können Sie auch als PDF-Datei abrufen.
Lernen Sie die verschiedenen Maschen der Betrüger kennen unter “Vorsicht bei Geschäften mit Nigeria“.
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References: § 9
 § 16
 § 16
 § 261
 § 6
 § 11