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Timestamp: 2019-07-17 01:35:12+00:00

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BAG, 14.12.2004 - 1 AZR 504/03 - dejure.org
BAG, 14.12.2004 - 1 AZR 504/03
https://dejure.org/2004,320
BAG, 14.12.2004 - 1 AZR 504/03 (https://dejure.org/2004,320)
BAG, Entscheidung vom 14.12.2004 - 1 AZR 504/03 (https://dejure.org/2004,320)
BAG, Entscheidung vom 14. Dezember 2004 - 1 AZR 504/03 (https://dejure.org/2004,320)
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Gesellschafterhaftung für Vergütungsansprüche in der Insolvenz - Anspruch auf Nachteilsausgleich - Entlassung im Sinne von § 113 Abs. 3 BetrVG
Gesellschafterhaftung für Vergütungsansprüche in der Insolvenz
Anforderungen an die Darlegung einer Berufungsbegründung; Haftungsdurchgriff der Gesellschaftsgläubiger auf die Gesellschafter einer Gesellschaft mit beschränkter Haftung (GmbH) wegen "existenzgefährdenden Eingriffs" ; Folgen einer Eröffnung des Insolvenzverfahrens über das Vermögen einer Gesellschaft ; Zahlungsansprüche gegen sämtliche am Gemeinschaftsbetrieb beteiligten Arbeitgeber bei Vorliegen eines Gemeinschaftsbetriebes ; Auswirkungen der Durchführung einer geplanten Betriebsänderung ohne des vorherigen Versuchs eines Interessenausgleichs mit dem Betriebsrat; Voraussetzungen für einen Anspruch auf Nachteilsausgleich; Haftung der Gesellschafter einer GmbH ; Entziehung von Vermögen aus der Gesellschaft durch die Gesellschafter der Gesellschaft
Kein Haftungsdurchgriff wegen Existenzgefährdung nach Eröffnung des Insolvenzverfahrens über die GmbH
Betriebsverfassungsrecht; Schadensersatz; Prozessrecht; Gesellschaftsrecht - Gesellschafterhaftung bei "existenzgefährdendem Eingriff"; Nichtanwendung der Haftungsgrundsätze in der Insolvenz; "Entlassung" iSv. § 113 Abs. 3 BetrVG; Vergütungsansprüche im Gemeinschaftsbetrieb; Anforderungen an die Berufungsbegründung
Insolvenzrecht - Insolvenz: Keine Gesellschafterhaftung für Vergütungsansprüche einzelner Gläubiger
Haftungsdurchgriff auf Gesellschafter in der Insolvenz
Zusammenfassung von "Anmerkung zur Entscheidung des BAG vom 14.12.2004, 1 AZR 504/03 (Keine Durchgriffshaftung wegen 'existenzgefährdenden Eingriffs' nach Eröffnung des Insolvenzverfahrens)" von Rechtsanwalt/Betriebswirt (BA) Henning Schröder, original erschienen in: GmbHR 2005, 987 - 991.
ArbG Bonn, 23.10.2002 - 5 Ca 4123/02
ArbG Bonn, 20.06.2003 - 5 Ca 4123/02
LAG Köln, 20.06.2003 - 4 Sa 128/03
BAGE 113, 121
NJW 2005, 2172
ZIP 2005, 1174
MDR 2005, 1302
NZA 2005, 818
BB 2005, 2193
DB 2005, 1578
NZG 2005, 628
Eine Benennung der verletzten Rechtsnormen ist nicht erforderlich (BAG 11. Februar 2004 - 7 ABR 33/03 - AP ArbGG 1979 § 94 Nr. 3 = EzA ArbGG 1979 § 94 Nr. 4, zu II 1 der Gründe; für die gleich lautenden Anforderungen an die Berufungsbegründung im Urteilsverfahren vgl. BAG 14. Dezember 2004 - 1 AZR 504/03 - NZA 2005, 818, zu I 1 der Gründe mwN, auch zur Veröffentlichung in der Amtlichen Sammlung vorgesehen).
Die entsprechende Grundsatzfrage ist inzwischen durch das Urteil des Bundesarbeitsgerichts vom 14. Dezember 2004 (1 AZR 104/03, ZIP 2005, 1174) geklärt.
Das gilt auch für Altfälle, in denen - wie hier - gemäß Art. 103 EG InsO die Insolvenzordnung mit den dortigen §§ 92, 93 noch keine Anwendung findet (…vgl. Senat aaO; zur Rechtslage gemäß § 93 InsO, vgl. BAG, Urt. v. 14. Dezember 2004 - 1 AZR 104/03, ZIP 2005, 1174).
BAG, 28.05.2009 - 2 AZR 223/08
Berufung - Anforderung an die Berufungsbegründung
Andernfalls ist das Rechtsmittel unzulässig (vgl. BAG 11. März 1998 - 2 AZR 497/97 - BAGE 88, 171; 14. Dezember 2004 - 1 AZR 504/03 - BAGE 113, 121; BGH 25. November 1999 - III ZB 50/99 - BGHZ 143, 169, 171; 13. November 2001 - VI ZR 414/00 - NJW 2002, 682, 683; 18. Dezember 2003 - I ZR 195/01 - NJW-RR 2004, 1002; 18. Oktober 2005 - VI ZB 81/04 - NJW-RR 2006, 285).
Vom Rechtsmittelführer kann nicht mehr an Begründung verlangt werden, als vom Gericht in diesem Punkt selbst aufgewandt worden ist (vgl. insbes. BAG 16. März 2004 - 9 AZR 323/03 - BAGE 110, 45; 14. Dezember 2004 - 1 AZR 504/03 - BAGE 113, 121).
Vom Rechtsmittelführer kann nicht mehr an Begründung verlangt werden als vom Gericht seinerseits aufgewendet (BAG 14. Dezember 2004 - 1 AZR 504/03 - BAGE 113, 121, zu I 2 der Gründe mwN).
Nur diesem gegenüber stehen dem Arbeitnehmer vertragliche Vergütungsansprüche zu, nur dieser kann und muss ggf. die in der Eingruppierung liegende Beurteilung korrigieren (BAG 14. Dezember 2004 - 1 AZR 504/03 - zu II 2 a der Gründe, BAGE 113, 121).
BAG, 25.04.2006 - 3 AZR 50/05
Betriebsrentenanpassung nach Ausgliederung
Vielmehr wird der Senat bei gegebenem Anlass wegen der neueren Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs zur Durchgriffshaftung bei "existenzgefährdenden Eingriffen", der sich das Bundesarbeitsgericht angeschlossen hat (vgl. BGH 17. September 2001 - II ZR 178/99 - BGHZ 149, 10; 24. Juni 2002 - II ZR 300/00 - BGHZ 151, 181; BAG 14. Dezember 2004 - 1 AZR 504/03 - BAGE 113, 121, zu II 2 b der Gründe; 28. Juli 2005 - 3 AZR 463/04 -, zu II 4 a der Gründe), die Voraussetzungen des Berechnungsdurchgriffs zu überprüfen haben.
a) § 93 InsO ist entsprechend auf Forderungen anwendbar, die sich auf eine persönliche Haftung von Mitgliedern juristischer Personen für deren Verbindlichkeiten gemäß den Grundsätzen des Existenz vernichtenden Eingriffs (vgl. BAG ZIP 2005, 1174 [1176 m.w.N.];… Lutter/Hommelhoff, GmbHG, 16. Aufl., § 13 Rn. 21; Lutter/Banerjea, ZGR 2003, 402 [430]; Keßler GmbHR 2002, 945 [950]; Emmerich AG 2004, 423 [428]; Schröder, in Anm. zu BAG GmbHR 2005, 987) oder gemäß den Haftungsprinzipien bei Missbrauch der Rechtsform eines eingetragenen Vereins (dazu unten C.IV.2.b)bb) und cc)) richten.
Diese sprachliche Fassung von § 93 InsO beruht auf einem redaktionellen Versehen des Gesetzgebers und hindert damit nicht, die Vorschrift im Interesse der gleichmäßigen Befriedigung aller Gläubiger sowohl auf gesetzliche Haftungsansprüche gegen Gesellschafter einer Kapitalgesellschaft (vgl. BAG ZIP 2005, 1174 [1176 m.w.N.]; weitere Nachweise unter a); zur Abgrenzung bei vertraglichen Haftungsansprüchen: BGHZ 151, 245 [248 ff.]) als auch auf die persönliche Eintrittspflicht der Mitglieder eines Vereins für die gegen diesen gerichteten Forderungen zu erstrecken.
Nur diesem gegenüber stehen dem Arbeitnehmer vertragliche Vergütungsansprüche zu, nur dieser kann und muss ggf. die in der Eingruppierung liegende Beurteilung korrigieren (BAG 14. Dezember 2004 - 1 AZR 504/03 - BAGE 113, 121, zu II 2 a der Gründe; Wißmann NZA 2001, 409, 411).
Wie bereits der Erste Senat des Bundesarbeitsgerichts im Urteil vom 14. Dezember 2004 (- 1 AZR 504/03 - EzA GmbH-Gesetz § 13 Nr. 4, auch zur Veröffentlichung in der Amtlichen Sammlung vorgesehen, zu II 2 b aa der Gründe) folgt auch der Dritte Senat der neueren Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs.
b) Im vorliegenden Rechtsstreit kann ebenso wie in dem mit Urteil vom 14. Dezember 2004 (- 1 AZR 504/03 - aaO) entschiedenen Fall offen bleiben, ob die Voraussetzungen einer Ausfallhaftung wegen existenzvernichtenden Eingriffs erfüllt sind.
Der Anspruch gegen die Gesellschafter auf Ausgleich der durch den existenzvernichtenden Eingriff entstandenen Nachteile steht in erster Linie der Gesellschaft selbst zu (BAG 14. Dezember 2004 - 1 AZR 504/03 - aaO, zu II 2 b cc der Gründe mwN) und ist bei Insolvenz der Gesellschaft im Interesse der gleichmäßigen Befriedigung aller Gesellschaftsgläubiger vom Insolvenzverwalter durchzusetzen.
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References: § 113
 § 113
 § 94
 § 94
 Art. 103
 § 93
 BGH 
 BGH 
 § 93
 § 13
 § 93
 § 13
 § 613