Source: http://gav-service.ch/Contract.aspx?stellaNumber=355010&versionName=5&show=archive
Timestamp: 2020-08-08 23:46:43+00:00

Document:
GAV für das Maler- und Gipsergewerbe im Kanton Baselland - GAV-Service.ch
ca. 750 (2009)
Gilt für alle Betriebe und Betriebsteile, die Maler- und Gipserarbeiten ausführen oder ausführen lassen und zum Berufsbild des Malers oder Gipsers (vgl. Art. 1.2.2 und 1.2.3) gehören.
D.h. Maler, Kundenmaler, Dekorationsmaler, Restaurator, Bauernmaler, Tapezierer (ohne Dekoration), Beizer, Vergolder, Stein- und Holzimitator, Ablauger, Spritzer und Plastiker, Strassenmarkierer (vgl. Art. 1.2.2).
D.h. Gipser, Verputzer, Stukkateur, Grundeur, Trockenbauer (Leichtbausysteme), Fassadenisoleur (vgl. Art. 1.2.3).
Gilt für sämtliche Arbeitgebenden und Arbeitnehmenden, einschliesslich der Gruppenführer und Vorarbeiter, jedoch mit Ausnahme des kaufmännischen Personals und der Berufsangehörigen in höherer leitender Stellung, wie zum Beispiel Geschäftsführer.
Für Maler- und Gipser-Lernende gelten folgende Bestimmungen des GAV: Art. 20.3.2 (Vollzugskostenbeitrag); Art. 28.2 (Ferien); Art. 31 (Feiertage); Art. 45.1 (Überkleider). Im Übrigen ist bezüglich der Lernenden Anhang 2 zu beachten.
Der GAV gilt bis zum 31.12.2014 als fest vereinbart und kann von jeder Vertragspartei mit eingeschriebenem Brief unter Einhaltung einer Kündigungsfrist von mindestens sechs Monaten gekündigt werden. Erfolgt keine Kündigung durch eine der Vertragsparteien, so läuft der GAV jeweils ein Jahr weiter.
Paritätische Kommission für das Maler- und Gipsergewerbe Baselland
061 927 64 02
info@kmu.org
Vorarbeiter / Baustellenleiter CHF 5'500.--
Gelernte, berufstüchtige Maler mit eidgenössischem Fähigkeitszeugnis
-im 1. Jahr nach der Lehre CHF 4'150.--
-im 2. Jahr nach der Lehre CHF 4'300.--
-im 3. Jahr nach der Lehre CHF 4'550.--
-mit mehr als 3 Jahren Berufserfahrung CHF 4'800.--
Maler mit eidgenössischem Berufsattest
-im 1. Jahr nach der Lehre CHF 4'050.--
-im 2. Jahr nach der Lehre CHF 4'150.--
-im 3. Jahr nach der Lehre CHF 4'250.--
-mit mehr als 3 Jahren Berufserfahrung CHF 4'400.--
Maler-Hilfsarbeiter / nach vollendetem 19. Altersjahr CHF 4'000.--
Gipser:
Vorarbeiter CHF 5'750.--
Gelernte, berufstüchtige Gipser mit eidgenössischem Fähigkeitszeugnis
-im 1. Jahr nach der Lehre CHF 4'350.--
-im 2. Jahr nach der Lehre CHF 4'750.--
-im 3. Jahr nach der Lehre CHF 4'950.--
-mit mehr als 3 Jahren Berufserfahrung CHF 5'250.--
Gipser mir eidgenössischem Berufsattest
-im 1. Jahr nach der Lehre CHF 4'300.--
-im 2. Jahr nach der Lehre CHF 4'350.--
-im 3. Jahr nach der Lehre CHF 4'450.--
-mit mehr als 3 Jahren Berufserfahrung CHF 4'750.--
Giper-Hilfsarbeiter / nach vollendetem 19. Alterjahr CHF 4'300.-
Die Berufsgruppen der Gipser haben zusätzlich zum Mindestlohn Anspruch auf eine Gipser-Zulage in der Höhe von CHF 60.-- /Monat.
Artikel 38.5, Zusatzvereinbarung 2017
Maler- Vorarbeiter Als Maler- Vorarbeiter werden alle Arbeitnehmenden bezeichnet und/oder entsprechend eingestuft, welche eine anerkannte Vorarbeiterschule SMGV mit Erfolg absolviert haben und die vom Arbeitgebenden als solche anerkannt und eingesetzt sind. Bisher vom Arbeitgebenden eingesetzte Vorarbeiter behalten diesen Status.
Gelerne, berufstüchtige Maler Als gelernte, berufstüchtige Maler gelten sämtliche Arbeitnehmenden, die gemäss Art. 38 des Bundesgesetzes über die Berufsbildung (SR 412.10) die Lehrabschlussprüfung als Maler bestanden haben und im Besitz des eidgenössischen Fähigkeitszeugnisses sind. Arbeitnehmende mit anderen Lehrabschlüssen gelten nicht automatisch als gelernte Maler. Für gelernte, berufstüchtige Maler im 1., im 2. und im 3. Jahr nach der Berufslehre gelten tiefere Mindestlöhne.
Gipser-Vorarbeiter Als Gipser- Vorarbeiter werden alle Arbeitnehmenden bezeichnet und/oder entsprechend eingestuft, welche eine anerkannte Vorarbeiterschule SMGV mit Erfolg absolviert haben und die vom Arbeitgebenden als solche anerkannt und eingesetzt sind. Bisher vom Arbeitgebenden eingesetzte Vorarbeiter behalten diesen Status.
Gelernte, berufstüchtige Gipser Als gelernte, berufstüchtige Gipser gelten sämtliche Arbeitnehmenden, die gemäss Art. 38 des Bundesgesetzes über die Berufsbildung (SR 412.10) die Lehrabschlussprüfung als Gipser bestanden haben und im Besitz des eidgenössischem Fähigkeitszeugnisses sind. Arbeitnehmende mit anderen Lehrabschlüssen gelten nicht automatisch als gelernte Gipser. Für gelernte, berufstüchtige Gipser im 1., im 2. und im 3. Jahr nach der Berufslehre gelten tiefere Mindestlöhne.
Gipser mit Attest Gipser mit Attest sind Arbeitnehmer, die nach dem Berufsbildungsgesetz eine zweijährige berufspraktische und berufskundige Grundausbildung mit eidgenössischem Berufsattest erfolgreich abgeschlossen haben oder im Rahmen der vorgängigen Pilotausbildungen eine analoge Ausbildung erfolgreich durchlaufen haben. Für Gipser mit Attest im 1., im 2. und im 3. Jahr nach der Grundausbildung gelten tiefere Mindestlöhne.
- generelle Lohnerhöhung um 0.5% (brutto; keinen Anspruch haben Arbeitnehmende im Malergewerb mit Monatslohn CHF 6‘000.-- (brutto) oder höher, bzw. im Gipsergewerbe mit Monatslohn CHF 6‘500.-- oder höher)
- individuelle Lohnanpassungen um insgesamt 0.2% (brutto)
Einmal-Lohnzahlung in der Höhe von CHF 300.-- (brutto). Diese ist bis spätestens 31. August 2017 auszurichten.
Den GAV unterstellten Arbeitnehmenden seit dem 1. Januar 2017 gewährte Lohnanpassungen können an diese Einmal-Lohnzahlung vollumfänglich angerechnet werden.
Lohnanpassungen werden von den Vertragsparteien einmal pro Jahr auf den 1. Januar des folgenden Jahres in einer besonderen Vereinbarung gemeinsam geregelt.
Artikel 11; Zusatzvereinbarung 2015
Den Arbeitnehmenden wird ein 13. Monatslohn ausbezahlt (8.33% der kumulierten Monats-Grundlöhne, ohne Zuschläge, Zulagen und Entschädigungen).
Primär Kompensation durch Freizeit gleicher Dauer.
Ist eine Kompensation bis Ende März des Folgejahres nicht möglich, sind die Überstunden mit einem Lohnzuschlag von 25% auszuzahlen.
Artikel 27 und 41
Nachtarbeit (20 - 06 Uhr) 100% Lohnzuschlag
Sonn- und Feiertagsarbeit 100% Lohnzuschlag
Samstagsarbeit 50% Lohnzuschlag
Artikel 24.9.2 und 42
Mittagsentschädigung bei auswärtiger Arbeit CHF 15.--
Fahrzeugentschädigung, mit ausdrücklichem Einverständnis des Arbeitgebers:
- Personenwagen CHF -.60/km
- Motorrad CHF -.35/km
- Motorfahrrad CHF -.20/km
Werkzeugentschädigung für Gipser CHF 100.--/Monat
Artikel 43, 44, 45 und Anhang 5: Artikel 3 - 5
Den Arbeitnehmenden und Lernenden im überjährigen Arbeitsverhältnis sind pro Jahr vom Arbeitgeber kostenlos zwei Überkleider abzugeben.
Artikel 45.1
Grundsatz: 5 Tage-Woche (Montag bis Freitag; am Samstag darf nur in dringenden, begründeten Einzelfällen mit schriftlicher Bewiligung durch die Paritätische Kommission gearbeitet werden.)
Jahresarbeitszeit (brutto: inkl. Ferien, Feiertage usw.): 2'148h
Durchschnittliche Arbeitszeit: 179h/Monat, 41.25h/Woche, 8.25h/Tag
Bandbreite wöchentliche Arbeitszeit mind. 35h bis max. 47.5h.
Jahres-Netto-Sollstunden: Jahresarbeitszeit minus lohnzahlungspflichtige Absenzen gemäss Art. 24.6.
Ferienanspruch pro rata temporis
Jugendliche Arbeitnehmende bis zum vollendeten 20. Altersjahr und Lernende 25 Arbeitstage (5 Wochen)
Ab erreichtem 20. Altersjahr 23 Arbeitstage (4.6 Wochen) 9.7%
Ab erreichtem 50. Altersjahr 28 Arbeitstage (5.6 Wochen) 12.07%
Ab erreichtem 58. Altersjahr 33 Arbeitstage (6.6 Wochen) 14.54%
Heirat Arbeitnehmenden 1 Tag
Heirat eigener Kinder 1 Tag
Tod des Ehegatten, eines Kindes oder eines Elternteils 3 Tage
Tod von Grosseltern, Schwiegereltern, Schwiegersohn, Schwiegertochter oder Geschwistern:
- in Hausgemeinschaft mit Arbeitnehmendem 3 Tage
- ansonsten 1 Tag
Vorprüfung Rekrutenschule 1 Tag
Umzug 1 Tag pro 3 Jahre
Pflege kranker, in Hausgemeinschaft lebender Familienmitglieder bis 3 Tage
Neujahr, Karfreitag, Ostermontag, 1. Mai, Auffahrt, Pfingstmontag, 1. August, Weihnachten (25. Dezember), Stephanstag (26. Dezember)
Die Arbeitgebenden sind gehalten, die berufliche Aus- undWeiterbildung ihrer Mitarbeitenden im Rahmen der betrieblichen Möglichkeiten und Bedürfnisse zu fördern und die hiefür erforderliche Zeit zur Verfügung zu stellen, unter Berücksichtigung der Möglichkeiten einer Finanzierung der Lohnausfälle im Rahmen von Leistungen der Paritätischen Kommission (Art. 20 GAV).
Anhang 1 Artikel 4
- Leistung: 80% des Bruttolohns, während 730 Tagen pro Krankheitsfall; 1 Karenztag.
- Prämien Maler: Die ersten 2.5% des AHV-pflichtigen Lohns hat der Arbeitgebende zu bezahlen; darüber liegende Prämien bezahlt der Arbeitnehmende, aber höchstens bis zur Höhe Prämienanteil Arbeitgebende; über 5% zu gleichen Teilen.
- Prämien Gipser: 2% des AHV-pflichtigen Lohns zu Lasten des Arbeitnehmenden.
- Leistung: Versicherung gegen Berufs- und Nichtberufs-Unfälle gemäss UVG (Suva). Bei Unfällen, die durch Unfallversicherung gedeckt sind, hat der Arbeitnehmende für den Unfalltag und die 2 darauf folgenden Tag Anspruch auf 80% des Lohns.
- Prämien: Berufsunfallvesicherung zu Lasten Arbeitgebende; Nichtberufsunfallversicherung zu Lasten Arbeitnehmende.
Artikel 50, 51 und 52
Vaterschaftsurlaub 1 Tag bezahlt
Mutterschatsurlaub gemäss Bundesgesetz über Mutterschaftsversicherung; erbringt die EO nach Niederkunft keine Leistungen, dann während max. 8 Wochen Lohnfortzahlungsplicht des Arbeitgebenden.
Artikel 33 und 55
% des Lohns
Kaderschulen 100%
WK bis zu 4 Wochen 100%
Vorzeitiger Altersrücktritt «RESOR»:
- Der Kollektivvertrag für die vorzeitige Pensionierung im westschweizerischen Ausbaugewerbe (KVP) sowie das Stiftungsreglement in der Verantwortung der RESOR Stiftung mit Sitz imWallis bildet einen integrierten Bestandteil des vorliegenden GAV für das Maler- und Gipsergewerbe im Kanton Baselland und ist für alle unterstellten Firmen per 1. Januar 2011 bindend.
- Art. 57.1 GAV tritt nur in Kraft, wenn die Finanzierbarkeit der Leistungen gemäss KVP (Stand 2. Juni 2003) Art. 11 bis Art. 15 mit maximal einem Prozent Arbeitgeberbeitrag und maximal einem Prozent Arbeitnehmerbeitrag gemäss Art. 7 im KVP (Stand 2. Juni 2003) gewährleistet ist.
Arbeitgebende:
- Mitglied Vertragspartei 0.9% der AHV-pflichtigen Lohnsumme
- Anschlussvertrag CHF 500.-- (Grundgebühr) + 1% AHV-pflichtige Lohnsumme des Vorjahrs
Arbeitnehmende 0.9% des AHV-pflichtigen Lohns
Lernende CHF 5.--/Monat
Zur Verhinderung einer Diskriminierung (Nicht-Anstellung bzw. Beendigung des Arbeitsverhältnisses) von älteren Arbeitnehmenden , welche gemäss Art. 28.1.2 oder Art. 28.1.3 GAV einen erhöhten Ferienanspruch haben, findet zur Sicherstellung der Lohnansprüche für diesen erhöhten Ferienanspruch ein Lastenausgleich über die Ausgleichskasse (Art. 7 GAV) statt.
Der Arbeitgebende trifft alle nötigen Massnahmen zum Schutze von Leben und Gesundheit des Arbeitnehmenden. Arbeitgebende und Arbeitnehmende wirken in der Gesundheitsvorsorge und Unfallverhütung zusammen. Der Arbeitgebende informiert den Arbeitnehmenden über die Gesundheitsvorsorge und Unfallverhütung. Die Paritätische Kommission kann über spezielle Gesundheitsvorkehrungen oder -massnahmen Reglemente erlassen.
Protokollvereinbarung betreffend Lernende
Die Vertragsparteien schliessen hiermit folgende Protokollvereinbarung ab, welche integrierender Bestandteil des GAV für das Maler- und Gipsergewerbe Baselland ist.
1. Die Lehrverhältnisse werden gemäss Berufsbildungsgesetz durch den Lehrvertrag geordnet.
2. Der vertragsschliessende Arbeitgebendenverband verpflichtet sich schuldrechtlich gegenüber dem Arbeitnehmendenverband, jährliche Richtlinien zu Handen der Lehrmeister und des Kantonalen Amtes für Berufsbildung und Berufsberatung über folgende Gegenstände herauszugeben:
- Lernendenlöhne;
- Zulagen;
- Krankentaggeldversicherung.
3. Dem Lernenden ist es überdies untersagt, während der Freizeit Berufsarbeiten für Dritte auszuführen (Schwarzarbeit).
4. Der vertragsschliessende Arbeitgebendenverband verpflichtet sich schuldrechtlich gegenüber dem Arbeitnehmendenverband, dass für die Lernenden der Vollzugskostenbeitrag gemäss Art. 20.3.2 GAV gesamthaft an die Paritätische Kommission entrichtet wird.
Während der Probezeit (1. Monat, max. 3 Monate) 7 Tage
Im 1. Dienstjahr 2 Wochen
Im 2. und 3. Dienstjahr 1 Monat
e) weil die andere Partei schweizerischen obligatorischen Militärdienst, Zivilund Zivilschutzdienst, Militärischen Frauendienst oder Rotkreuzdienst leistet oder eine nicht freiwillig übernommene gesetzliche Pflicht erfüllt.
Die Kündigung des Arbeitsverhältnisses durch den Arbeitgebenden ist imWeiteren missbräuchlich, wenn sie ausgesprochen wird:
a) weil der Arbeitnehmende einem Arbeitnehmendenverband angehört oder nicht angehört oder weil er eine gewerkschaftliche rechtmässige Tätigkeit ausübt;
b) während der Arbeitnehmende gewählter Arbeitnehmendenvertreter in einer betrieblichen oder in einer dem Unternehmen angeschlossenen Einrichtung ist und der Arbeitgebende nicht beweisen kann, dass er einen begründeten Anlass zur Kündigung hatte.
Die Partei, die das Arbeitsverhältnis missbräuchlich kündigt, hat der andern Partei eine Entschädigung auszurichten.
Die Entschädigung wird vom Richter unter Würdigung aller Umstände festgesetzt, darf aber den Betrag nicht übersteigen, der dem Lohn des Arbeitnehmenden für sechs Monate entspricht. Schadenersatzansprüche aus einem anderen Rechtsteil sind vorbehalten.
Wer gemäss diesen Bestimmungen eine Entschädigung geltend machen will, muss gegen die Kündigung längstens bis zum Ende der Kündigungsfrist beim Kündigenden schriftlich Einsprache erheben.
Ist die Einsprache gültig erfolgt und einigen sich die Parteien nicht über die Fortsetzung des Arbeitsverhältnisses, so kann die Partei, der gekündigt worden ist, ihren Anspruch auf Entschädigung geltend machen.Wird nicht innert 180 Tagen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses eine Klage anhängig gemacht, ist der Anspruch verwirkt.
Nach Ablauf der Probezeit darf der Arbeitgebende das Arbeitsverhältnis nicht kündigen:
a)während die andere Partei schweizerischen obligatorischen Militärdienst, Zivil- und Zivilschutzdienst, Militärischen Frauendienst oder Rotkreuzdienst leistet, sowie, sofern die Dienstleistung mehr als elf Tage dauert, während vier Wochen vorher und nachher;
b)während der Arbeitnehmende ohne eigenes Verschulden durch Krankheit oder Unfall ganz oder teilweise an der Arbeitsleistung verhindert ist, und zwar im ersten Dienstjahr während 30 Tagen und ab zweitem bis und mit fünftem Dienstjahr während 90 Tagen;
c)während der Dauer des Bezugs von Taggeldleistungen der obligatorischen Kranken- und Unfallversicherung (730 Tage), sofern der Arbeitnehmende wegen Krankheit oder Unfall zu 100% arbeitsunfähig ist;
d)während der Schwangerschaft und in den 16 Wochen nach der Niederkunft einer Arbeitnehmerin;
e)während der Arbeitnehmende mit Zustimmung des Arbeitgebenden an einer von der zuständigen Bundesbehörde angeordneten Dienstleistung für eine Hilfsaktion im Ausland teilnimmt.
Die Kündigung, die während einer der in Art. 65.1 GAV festgesetzten Sperrfristen erklärt wird, ist nichtig. Ist dagegen die Kündigung vor Beginn einer solchen Frist erfolgt, aber die Kündigungsfrist bis anhin noch nicht abgelaufen, so wird deren Ablauf unterbrochen und erst nach Beendigung der Sperrfrist fortgesetzt.
Gilt für die Beendigung des Arbeitsverhältnisses ein Endtermin, wie das Ende eines Monats oder einer Arbeitswoche, und fällt dieser nicht mit dem Ende der fortgesetzten Kündigungsfrist zusammen, so verlängert sich diese bis zum nächst folgenden Endtermin.
Artikel 64, 65 und 66
Zur Förderung der Zusammenarbeit und zur Sicherung der Durchführung des vorliegenden GAV bestellen die Vertragsparteien eine Paritätische Kommission (PK) in der Rechtsform eines Vereins. Sie setzt sich aus acht Mitgliedern zusammen, nämlich aus vier Vertretern des Maler- und Gipserunternehmer-Verbandes Baselland und drei Vertretern der Gewerkschaft Unia sowie einem Vertreter der Gewerkschaft Syna. Das Reglement der PK (Anhang 3) bildet die Vereinsstatuten.
Für die Behandlung von Streitigkeiten zwischen den Vertragsparteien über die Auslegung und die Anwendung der vorliegenden Bestimmungen ist die Paritätische Kommission arbeitgebenden- und arbeitnehmendenseits auf mindestens je fünf Mitglieder zu erweitern.
Die Paritätische Kommission hat insbesondere folgende Aufgaben und Kompetenzen:
a) die Auslegung des GAV und seiner Zusatzvereinbarungen und Ergänzungsbestimmungen;
b) den Erlass aller für den Vollzug des GAV notwendigen Reglemente und Massnahmen, soweit nicht die Ausgleichskasse hiefür zuständig ist;
c) den Entscheid über die Vertragsunterstellung eines Arbeitgebenden;
d) die Überwachung der Einhaltung der Bestimmungen des GAV;
e) die Anordnung von Kontrollen über die Vertragseinhaltung;
f) die Beurteilung und Ahndung von Einzelverstössen, Ausfällung und Inkasso von Konventionalstrafen;
g) die Verurteilung von fehlbaren Arbeitgebenden zur Bezahlung der den Arbeitnehmenden geschuldeten Beträge, die nicht ausbezahlt wurden, an die Paritätische Kommission. Die Paritätische Kommission schreibt den auffindbaren Arbeitnehmenden ihren Anspruch gut.
h) die Schlichtung von Streitigkeiten;
i) den Entscheid über die Zulassung zum Anschlussvertrag (Überprüfung der Vertragsfähigkeit);
k) die Verwaltung und Verwendung der Vollzugskostenbeiträge;
l) die Vertretung der Vertragsparteien gegenüber Dritten;
m) das Ergreifen aller geeigneten Massnahmen und Rechtsmittel, um die Interessen der Sozialpartnerschaft im Maler- und Gipsergewerbe von Baselland im Sinne einer konsequenten Durchsetzung der vorliegenden Bestimmungen zu wahren.
Artikel 14 und Anhang 3
Die Vertragsparteien stehen auf dem Boden der Koalitionsfreiheit. Durch Vollzug dieses GAV darf die Koalitionsfreiheit (Freiheit der Zugehörigkeit oder Nichtzugehörigkeit zu einem der vertragsschliessenden Verbände) nicht verletzt werden.
Artikel 5 und 64
Für die einzelnen Arbeitgebenden und Arbeitnehmenden gilt die uneingeschränkte Friedenspflicht. Die Vertragsparteien garantieren einander insbesondere, dass ihre Mitglieder gegen die Mitglieder der anderen Partei alle kollektiven Störungen des Arbeitsverhältnisses unterlassen werden. Als solche Störungen gelten namentlich kollektive Arbeitsniederlegung, kollektive Kündigungen oder Massregelungen in Verbindung mit Sperre, Verrufserklärung, schwarze Listen, Boykott, kollektive Weigerung der Ausführung von ins Fach schlagenden Arbeiten ohne Arbeitsniederlegung.
- CHF 20'000.-- bei Lohnsumme ab CHF 100'000.--
- CHF 40'000.-- bei Lohnsumme ab CHF 250'000.--
- CHF 80'000.-- bei Lohnsumme ab CHF 500'000.--
- CHF 100'000.-- bei Lohnsumme ab CHF 1'000'000.--
Sicherheit für die Einhaltung des GAV, insbesondere aber auch als Sicherheit für die Beitragsleistungen an die Ausgleichskasse (Art. 7 GAV).
» GAV für das Maler- und Gipsergewerbe im Kanton Baselland 2010 (214 KB, PDF)
» Zusatzvereinbarung 2015 Maler- und Gipsergewerbe im Kanton Baselland (13 KB, PDF)
» Zusatzvereinbarung 2017 Maler- und Gipsergewerbe Kanton Baselland (19 KB, PDF)

References: Art. 1
 Art. 1
 Art. 1
 Art. 20
 Art. 28
 Art. 31
 Art. 45
 Art. 38
 Art. 38
 Art. 24
 Art. 57
 Art. 11
 Art. 15
 Art. 7
 Art. 28
 Art. 28
 Art. 20
 Art. 65