Source: https://www.korunaceska.cz/de/ueber-uns/personen/der-vorstand/193-deutsch
Timestamp: 2020-08-10 21:20:32+00:00

Document:
Deutsch - Koruna Česká
Die Ehrenmitglieder Beitragsanzahl: 7
Seit 2015 erteilt die Böhmische Krone auf ihren Generalversammlungen den herausragenden Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens, die der Partei nahe stehen und sich um die Verbreitung unserer Gedanken besonders verdient gemacht haben, die Ehrenmitgliedschaft.
Unsere gewählten Vertreter Beitragsanzahl: 5
Senatoren Beitragsanzahl: 2
Bürgermeister und Gemeinderäte Beitragsanzahl: 3
Neuigkeiten Beitragsanzahl: 2
Die Böhmische Krone (monarchistische Partei Böhmens, Mährens und Schlesiens), wurde unter dem Namen „Die Royalistische Bewegung BK“ im Herbst 1990 während des Treffens der Freunde des Böhmischen Königreichs im Realistischen Theater in Prag-Smíchov gegründet. Dieses Treffen wurde von einer oppositionellen Gruppe namens „Kinder Böhmens“ initiiert. Diese Gruppe veröffentlichte im Frühling 1988 ein Manifest, in welchem sie die Wiedererrichtung des Böhmischen Königreichs forderte. Die damaligen kommunistischen Machthaber haben dieses Manifest im regimetreuen Blatt „Rude Pravo“ mit dem Ziel abdrucken lassen, die Opposition bei der Öffentlichkeit gänzlich zu diskreditieren. Das Ergebnis war, wie in so vielen ähnlichen Fällen, genau das Gegenteil. Das Manifest, das inmitten einer bleiernen Zeit der sogenannten Normalisierung nach der Wiedererrichtung des Königreichs Böhmen rief, konnte nicht ohne positiven Anklang bleiben.
Nachdem das totalitäre Regime gescheitert war, konstituierte sich eine royalistische Bewegung mit einem konkreten Programm und dem klarem Vorhaben, den tschechischen Staat zu einer parlamentarischen Monarchie umzugestalten. Zur Gründung dieser Bewegung wurden wir nicht nur wegen einer gewisserweise traditionalistischen Denkweise und Achtung des tschechischen Staates bewogen, sondern auch wegen der festen Überzeugung, dass die moderne europäische parlamentarische Monarchie die bestmögliche Staatsform darstellt.Sie vermag einerseits die breitesten Bürgerrechte sicherstellen, wie sie zugleich aber die natürliche, die Mehrschichtigkeit und Mannigfaltigkeit des Lebens widerspiegelnde, Struktur der Gesellschaft erhalten kann.
Wir sind eine bürgerliche, interkonfessionelle und für alle gleichgesinnten Bürger offene Partei. Wir stehen für traditionelle, aus dem Kulturerbe der Antike, des Christentums und des Judentums, gewonnene Werte. Wir stehen sowohl dem Sozialismus, wie auch seinem Weggefährten, dem Liberalismus, kritisch gegenüber. Gleichfalls ist uns deutlich bewusst, dass die Idee einer parlamentarischen Monarchie Parteien und politischen Strömungen übergreifend ist.
Ein wichtiger und legitimer Schritt zu einer Wiedererrichtung des Königreichs Böhmen würde dann entweder eine Volksabstimmung sein, in welcher sich die Mehrheit der Bürger für die Wiedererrichtung des Königreichs aussprechen würde oder die Errichtung desselben mittels einer Änderung der Verfassung durch das Parlament.
Die Monarchie stellt eine der zwei Varianten der gegenwärtig bestehenden demokratischen Staatsformen des westlichen, lateinischen Europas dar, zu dem unser Land seit mehr als 1000 Jahrengehört. Durch eine Wiedererrichtung des Königreichs Böhmen möchten wir, ohne übertriebenen Pathos, in der tschechischen Gesellschaft einen eher kulturell orientierten Patriotismus und die mit ihm verbundenen moralischen Werte rehabilitieren. Obwohl wir uns als die in der Geschichte geistig verankerten Traditionalisten verstehen, sind wir fest davon überzeugt, dass unsere Partei keine von der Vergangenheit träumende Gruppierung ist, sondern im Gegenteil – in einem vom Sozialismus und Republikanismus heruntergewirtschafteten, gesellschaftlich ideenlosem Europa stellen wir eine ehrgeizige politische Partei des 21. Jahrhunderts dar.
Dabei sind wir für die Zusammenarbeit mit allen, die eine tiefe positive Beziehung zu unserem Land hegen, offen – unsere monarchistische Gesinnung stellt dabei keinerlei Hindernisse dar.
Geschichte der Böhmischen Krone – Monarchistische Partei Böhmens, Mährens und Schlesiens
Im Jahre 1918 begann in den Böhmischen Kronländern eine mehr als achtzig Jahre lang dauernde Ära der Unterdrückung des Monarchismus. In den Folgejahren war es nicht mehr möglich, sich öffentlich zu einer monarchistischen Gesinnung zu bekennen, weil man sonst gemäß Abschnitt III des Gesetzes Nr. 50/1923 Sb. (Republikschutzgesetz) mit harten Strafen rechnen musste. Diese betrafen sowohl eventuelle Versuche einer Verfassungsänderung, welche die republikanische Staatsform in Frage stellte, als auch eine Unterstützung der Mitglieder des Herrscherhauses oder einer in Eigenregie durchgeführten Errichtung eines nicht mit der offiziellen (d.h. dem sog. Tschechoslowakismus verpflichteten) Geschichtsschreibung übereinstimmenden Denkmals, verhängt wurden. Trotzdem ist es möglich, zumindest teilweise, eine monarchistische Gesinnung bei zahlreichen öffentlich tätigen Persönlichkeiten aufzuspüren. Zu ihnen zählen einige rechtsorientierte Politiker der Tschechoslowakischen Volkspartei, welche ein Naheverhältnis zur Zeitschrift Čech hatten, namentlich deren Herausgeber Josef Florian, der Journalist Ladislav Jehlička (der später von den Kommunisten in einem Scheinprozess als Angeklagter der sog. Grünen Internationale verurteilt wurde), der Bischofs von Rožňava, Mons. Michal Bubnič, der verschiedenste repressive Eingriffe der damaligen tschechoslowakischen Regierung erdulden musste, und zweifelsohne auch Jaroslav Durych, ein großer Schriftsteller der Zwischenkriegszeit.
Nach 1938 sind selbstverständlich auch diese, mit dem Monarchismus sympathisierenden Stimmen verstummt - mehr als 50 Jahre.
Die Geschichte der modernen monarchistischen Bewegung in den Böhmischen Ländern fing erst am Ende der kommunistischen Ära, im Frühjahr 1988, an. Am 28. Mai desselben Jahres veröffentlichte eine unabhängige, um den Dissidenten Petr Placák versammelte Gruppe, die sich selbst „Kinder Böhmens“ nannte, im damaligen Kommunistenblatt Rudé právo (Rotes Recht) einen Text mit dem Titel Manifest der Kinder Böhmens. Die damalige Zensur hatte keine klare Idee, welche Stellung sie zu diesem Artikel einnehmen sollte, schließlich ließ sie aber den größten Teil des Artikels doch in der Hoffnung abdrucken, dass sich die Autoren dadurch selbst blamieren würden. Dieses Vorhaben schlug fehl, sodass die Kinder Böhmens in der Öffentlichkeit bekannt wurden und demnach mit ihrer Unterstützung rechnen konnten.
In dem Manifest, das in seiner vollständigen Fassung erst in Nummer 20 der illegalen Zeitschrift Informationen über die Charta 77 erschien und zu dessen 28 Unterzeichnern zahlreiche bekannte Regimegegner und Vertreter des sog. Undergrounds zählten (zu erwähnen sind zumindest Ivan Martin Jirous oder Jáchym Topol), erklärten die Kinder Böhmens ein ununterbrochenes Weiterbestehen des Königreichs Böhmen und forderten dessen faktische Erneuerung. Weitere Artikel dieses Manifestes riefen nach der Rückerstattung der dem Landesadel und den Kirchen beschlagnahmten Güter, des Weiteren machten sie mit viel Nachdruck auf die Probleme der durch die kommunistische Rücksichtslosigkeit stark beschädigten Umwelt aufmerksam. Die letztgenannte Stellungnahme führte dazu, dass die Kinder Böhmens von bestimmten Politologen als „Ökomonarchisten“ bezeichnet werden. Man kann ebenfalls nicht außer Acht lassen, dass das Manifest derart anarchistische Ansätze besitzt, dass es in mancher Hinsicht wie ein Scherz wirkt. Petr Placák erklärte dies später mit der Äußerung, dass er nach ,,einer beliebigen Idee suchte um sie dann zu vertreten, vorausgesetzt, dass sie den kommunistischen Machthabern möglichst fremd und verwegen vorkommt.“ Gleichzeitig lag aber den Kindern Böhmens der Monarchiegedanke zweifelsohne sehr nah am Herzen, weil diese Staatsform in den Böhmischen Kronländern eine erwiesene bewährte Tradition darstellt. Nach dem Erscheinen des Manifests haben sich die Kinder Böhmens in den Jahren 1988/1989 in organisierten oppositionellen Aktivitäten intensiv engagiert. Zahlreiche Mitglieder dieser Bewegung wurden aus diesem Grund vom damaligen Regime schikaniert und verfolgt.
Mit der Erneuerung der Demokratie ergab sich für die tschechischen Monarchisten die Möglichkeit, als eine institutionalisierte politische Bewegung die Wiedererrichtung des Königreichs Böhmen zu fordern. Mit diesem Ziel luden die Vertreter der Kinder Böhmens am 25. November 1990 Monarchiebefürworter ins Realistische Theater zu Prag ein, wo noch in selben Jahr die Royalistische Bewegung Böhmische Krone gegründet wurde. Gleichzeitig wurde auch der I. Vorstand zusammengestellt, geleitet von Dr. Dalibor Stejskal, dessen Mitglied auch Petr Placák war.
Als politische Partei wurde die Bewegung am 28. 8. 1991 eingetragen. Im Dezember 1991 fand dann ebenfalls die erste Generalversammlung der Böhmischen Krone statt. Wegen eines spontanen Mitgliederzulaufs wuchs die Bewegung relativ schnell an, bereits Ende desselben Jahres zählte sie mehr als 300 registrierte Mitglieder. Aus diesem Grund erwies es sich als notwendig, sobald wie möglich eine feste organisatorische Struktur ins Leben zu rufen. Bis Anfang 1992 hat die Böhmische Krone sechs Fachsektionen eingerichtet, deren Aufgabe es war, das politische Leben der Bewegung zu organisieren. Des Weiteren wurde im Februar desselben Jahres die Mährische Landesorganisation gegründet.
Man kann sagen, dass die Böhmische Krone in den ersten Jahren ihrer Existenz im Zentrum der Aufmerksamkeit der Medien und Politiker, sowie zahlreicher auf Geschichte fokussierter Vereine stand. Einer aus der letztgenannten Gruppe war der genealogische Verein Herold, der später mit der Böhmischen Krone verschmolz. Der Abgeordnete Jiří Payne (damals Demokratische Bürgerpartei - ODS) hat zum Beispiel mit der Böhmischen Krone die Problematik des Abgeordneteneides hinterfragt. Die Böhmische Krone pflegte enge Kontakte mit dem Klub engagierter Parteiloser (KAN) wie auch mit der Demokratischen Bürgerallianz. Die Kontakte mit KAN wurden später zu einer regelrechten Zusammenarbeit, die bis heute andauert. Die weitaus besten Beziehungen hatte die Böhmische Krone aber zu der Christlich-demokratischen Partei (KDS), mit der sie im Januar 1993 einen Vertrag über die politische Partnerschaft abschloss und im Laufe der Jahre 1993-1995 bei zahlreichen öffentlichen Aktivitäten eng zusammenwirkte. Der KDS-Obmann Václav Benda nahm mehrmals an den Sitzungen des Vorstands der Böhmischen Krone teil, im Gegenzug dazu entsandte die KDS bestimmte Monarchisten in ihre Parteigremien. In den oben genannten Jahren war die Böhmische Krone die erste politische Partei, welche die Einführung des St. Wenzeltages als Nationalfeiertag, wie auch die Rückgabe der verstaatlichten Kirchengüter forderte.
Leider tauchten gerade in den ersten Existenzjahren auch erste Probleme auf, die in der ersten Parteikrise in den Jahren 1995/1996 mündeten. Zu ihren Begleiterscheinungen zählte eine gewisse Ernüchterung der zuvor aktiven Mitglieder, das oft chaotische Ablösen der Mitglieder des Vorstands, die untröstliche finanzielle Lage der Partei wie auch, dass Petr Placáks einen Schlussstrich zog, weil er sich mit dem weitgehenden Verlust der provokativ scherzhaften Züge, die der von ihm gegründeten Bewegung Kinder Böhmens eigen waren, innerlich nicht abfinden konnte. Diese Krise konnte in den Jahren 1997-1999 teilweise überwunden werden, als mit dem Hause von Habsburg-Lothringen, wie auch mit zahlreichen militärgeschichtlichen Vereinen Kontakt aufgenommen wurde. Gleichzeitig wurde der Name der Bewegung auf Böhmische Krone, eine monarchistische Bewegung Böhmens, Mährens und Schlesiens geändert, sodass sie im Jahre 2000 mit frischen Kräften wieder auf der Szene erscheinen konnte. Zu den finanziellen Problemen, die zu jener Zeit die Existenz der Partei selbst gefährdeten, gesellten sich Meinungsverschiedenheiten die weiteren Vorgehensweisen wie auch die substanziellen Fragen der politischen Orientierung betreffend, die durch ein damals weiterhin zu breites Wirkungsfeld und zugleich ein nicht geklärtes politisches Programm hervorgerufen wurden. Zu den positiven Ereignissen dieser Zeit gehört zweifelsohne die Gründung der schlesischen Landesorganisation. Zugleich wurde aber ersichtlich, dass die Mitgliedschaft in der Bewegung zahlreiche falsche Adelige und Ritter anlockte.
Der neue Vorstand, welcher von Milan Schelinger geleitet wurde, traf die Entscheidung, eine Transformation der damals heterogenen Bewegung in eine konforme politische Partei vorzunehmen - dieser Vorschlag wurde allerdings bereits 1997 gemacht. Dies geschah tatsächlich in den Jahren 2001-2003, wobei der ganze Prozess am 29. 11. 2003 in der XII Generalversammlung beschlossen wurde, wo ebenfalls ein neuer Vorstand mit Václav Srb als Obmann gewählt worden war. Seitdem trägt die Partei den Namen Böhmische Krone, eine monarchistische Bewegung Böhmens, Mährens und Schlesiens. Zugleich wurde ebenfalls die organisatorische Struktur gründlich umgestaltet, es wurde die Mandatsdauer des Vorstands (das den vorherigen Vorstand ersetzte) auf vier Jahre verlängert, es wurden Landesverbände und Landeshauptleute eingesetzt.
Die Jahre 2004 – 2009 können in der Geschichte der Böhmischen Krone als sehr erfolgreich bezeichnet werden. Es wurden zahlreiche Ortsverbände gegründet, die Mitgliederbasis aktivierte sich infolge der regelmäßigen Teilnahme der Böhmischen Krone an den Wahlen (in den Jahren 2002 – 2016 nahm sie an allen Wahlen teil) und sie nahm zahlenmäßig immer weiter zu. Ein großer Erfolg waren die Kommunalwahlen im Jahre 2006, wo die Partei über 31.000 Stimmen und somit auch mehrere Mandate erreichte. Dank dem Obmann Václav Srb gelang es der Partei, sich von allen Angehörigen falscher Ritterorden und von angeblichen Adeligen zu trennen. Nach dem Veltruber Aufruf 2007 bekannte sich die gesamte Böhmische Krone zu dem legitimistischen Programm. Die Frage der Thronfolge war nämlich bis zu diesem Zeitpunkt immer noch nicht eindeutig geklärt. Ab 2008 wird jeden 28. Oktober der Monarchistische Lauf veranstaltet, dessen Ziel ist es, die Öffentlichkeit auf bestimmte falsche Mythen über die Entstehung des selbstständigen tschechoslowakischen Staates aufmerksam zu machen und die Monarchie als eine moderne alternative Staatsform vorzustellen.
Leider machten sich bereits am Ende dieser Zeitspanne die Symptome einer neuen Stagnation, ja sogar eines Verfalls bemerkbar. Manche Mitglieder verfielen erneut in Lethargie, sodass ein Teil der frisch gegründeten Regionalverbände ihre Tätigkeit aufgab. Da sämtliche Erfolge der Böhmischen Krone grundsätzlich auf der Opferbereitschaft und auf der Begeisterung ihrer Mitglieder basierten, musste sich die oben erwähnte Entwicklung in den Wahlergebnissen widerspiegeln. Es zeigte sich bereits während der Regionalwahlen im Jahre 2008, markanter jedoch in den Parlament- und Kommunalwahlen im Jahre 2010, wobei bei beiden Wahlen die Böhmische Krone einen Stimmenverlust erlitt.
Dieser Misserfolg hing allerdings zweifelsohne mit dem Aufschwung der oppositionellen innenparteilichen Strömungen und Fraktionen zusammen. Im Jahre 2010 erreichten die Schmähungen einiger mährischer Mitglieder gegen den Vorstand ihren Höhepunkt. Dies hatte zur Folge, dass der zahlenmäßig starke Brünner Verband es ablehnte, an den Kommunalwahlen teilzunehmen. Später traten die meisten Mitglieder dieses Verbandes aus und gründeten darauhin das Monarchistenbündnis Brünn. Die Beziehungen zu dieser politischen Gruppierung haben sich jedoch bald normalisiert, sodass gegenwärtig das Bündnis und die Krone in zahlreichen Fragen zusammenarbeiten.
Als noch gefährlicher erwies sich für die Partei eine andere Fraktion, die sich ebenfalls im Jahre 2010 formiert und radikalisiert hat. Es handelte sich um diejenigen Parteimitglieder, unter denen die stark nationalistischen Akzente, die mit einem aggressiven Bestehen auf dem traditionellen Katholizismus verbunden waren, ein Gefallen fanden. Auch diese Gruppierung (seit März 2011 bezeichnete sie sich selbst als sog. Konservative Plattform) griff um den Jahreswechsel 2010/2011 wiederholt die damalige Parteiführung an. Die Situation eskalierte im Oktober 2011, als sich die Versammlungen der mährischen und schlesischen Monarchisten für selbstständige Landesverbände erklärten, wobei sie sich mit mehreren Forderungen, darunter auch den Rücktritt des Obmanns Srba, an den Vorstand wandten. Darauf reagierte der Vorstand mit der Äußerung, dass diese Versammlungen keine Landesverbände sein könnten, weil sie nicht ordentlich einberufen wurden und die Teilnahme selektiv war. Trotzdem war es bereit, über die vorgelegten Einwände und Forderungen weiter zu diskutieren. Die Konservative Plattform versuchte zum letzten Mal ihre Anforderungen während der XX Generalversammlung durchzusetzen, die Abstimmung fiel aber zu ihren Ungunsten aus. Unmittelbar darauf traten fast alle schlesischen Monarchisten aus, die dann mit einigen anderen Plattformangehörigen die Vereinigung MONOS gründeten, die ihre Angriffe gegen die Böhmische Krone von außen fortsetzten.
Es steht außer jedem Zweifel, dass der Austritt eines Teiles der aktiven Mitglieder die Böhmische Krone stark beeinträchtigte. Mit Abstand gesehen, scheint es jedoch wahrscheinlich gewesen zu sein, dass es zu solcher oder ähnlicher Krise früher oder später kommen musste. Die Böhmische Krone entstand als eine Art Integrationsplattform, mit dem Ziel, so viele monarchistische Gruppierungen wie möglich zu vereinigen. Dies war nur soweit denkbar, als sie als eine breite Bewegung tätig war, die nur marginal an der Politik teilnahm. Allerdings zeigte sich dieses Modell als langfristig nicht lebensfähig, schädlich und im Endeffekt die gesamte Parteiaktivitäten beeinträchtigend. Dies geschah insbesondere in den Fällen, wo die innerparteiliche Opposition starke Neigungen zum Fanatismus vorwies, wie sie auch kaum bereit war, sich den demokratischen Mechanismen der Partei unterzuordnen. Abschließend kann deshalb gesagt werden, dass, auch wenn die Umstände dieser Sezession ohne Zweifel schmerzhaft waren, langfristig kein anderes Szenario in Frage kommen konnte und dieses Geschehen im Endeffekt zur Vereinigung des Parteikerns wesentlich beitrug.
Obgleich bei den Regionalwahlen im Jahre 2012 die Böhmische Krone noch teilweise paralysiert war, gelang es ihr trotzdem, ihr Resultat nachzubessern. Dass sich ihre Lage inzwischen voll stabilisieren konnte, zeigte sich dann gänzlich bei den Parlamentswahlen im Jahre 2013, bei welchen die Böhmische Krone das bisher beste Ergebnis bei so einer Art von Wahldurchgang erzielt hatte. Einen weiteren Erfolg verzeichnete die Partei in den Kommunalwahlen im Jahre 2014, wo sie zwar nicht mehr die Ergebnisse von 2006 wiederholen konnte, nichtsdestoweniger gelang es ihr aber, an die 25.000 Stimmen zu sammeln. Eine noch erheblichere Bedeutung, zumindest symbolhaft, hatte der erste teilweise Erfolg der Böhmischen Krone bei den Senatswahlen im selben Jahr, weil in deren Rahmen in Pilsen der erste gemeinsame Kandidat der BK und der ODS, Herr Lumír Aschenbrenner, in den Senat gewählt worden war.
Eine weitere Debatte, vermutliche sogar ernsthafte Meinungsverschiedenheiten, rief die erste direkte Präsidentenwahl hervor. Ein Teil der Mitglieder wollte die Kandidatur Karls VII., Fürst von Schwarzenberg durchsetzen, als Aristokraten und würdigen zeitweisen Staatsoberhaupt, ein anderer Teil der Mitgliederbasis lehnte jedoch aus Prinzip eine Präsidentenwahl als solche ab. Schließlich wurde eine Kompromisslösung getroffen, wobei die Böhmische Krone keinen der Kandidaten unterstützt hat, allerdings veröffentlichte sie vor der Stichwahl eine Erklärung, in der sie konstatierte, dass für sie als Staatsoberhaupt zweifelsohne Fürst von Schwarzenberg durchaus annehmbarer sein würde. Auf der XXIII Generalversammlung im November 2014 kandidierte Václav Srb nicht mehr für den Posten des Parteivorsitzenden, sodass ein neuer Vorstand, mit Petr Nohel als Obmann und Petr Krátký als stellvertretenden Obmann gewählt wurde.
Die immer besser ausfallende Bilanz der Wahlergebnisse bestätigten auch die Regionalwahlen im Jahre 2016, die erneut das bis dato beste Ergebnis für diesen Typ der Wahlen bedeuteten. Dabei handelte sich jedoch um kein schwindelerregendes Wahlresultat. In der neuen politischen Lage, die durch einen Aufschwung der populistischen, antidemokratischen und antizivilisatorischen Bewegungen markiert war, gab der Vorstand für die Wahlen im Jahre 2017 die selbstständige Kandidatur auf. Zusammen mit ihren langfristig befreundeten und politisch ähnlich gesinnten Parteien, der Konservativen Partei und dem Klub engagierter Parteiloser, entschied sie sich, die Partei TOP 09 zu unterstützen, die damals als der im politischen Spektrum am nächsten gelegener Verbündeter die Chance hatte, ins Parlament zu gelangen. Objektiv gesehen fielen die Wahlen nicht ausgesprochen positiv aus, jedoch trugen alle drei Unterstützer wesentlich dazu bei, dass TOP 09 überhaupt ins Abgeordnetenhaus kam.
Die Böhmische Krone zählt zu den ältesten tschechischen politischen Bewegungen, die nach der Wende entstanden sind. Während ihrer Existenz erlebte sie zahlreiche Krisen, innerparteiliche Spannungen, Austritte, Höhen und Tiefen. Wenn wir über die Höhen und Tiefen sprechen, bleibt dies selbstverständlich sehr relativ, weil unser Einfluss auf die gegenwärtige tschechische Politik nicht überschätzt werden darf und es wäre eine Lüge, das Gegenteil zu behaupten.
Vieles ist uns trotzdem gelungen. Unsere Vertreter wurden in die Kommunalgremien gewählt und ein Senator, den wir mit vollem Recht als unseren bezeichnen können, vertritt uns im Parlament der Tschechischen Republik. Wir konnten uns einen festen Platz im politischen Spektrum Tschechiens sichern und wir verfügen über politische Verbündete, mit denen wir in mancher Hinsicht effektiv zusammenwirken. Zurzeit überlegen auch die traditionellen Parlamentsparteien, uns als Partner anzuerkennen.
Alle Krisen der vergangenen 28 Jahre hat die Böhmische Krone erfolgreich überstanden. Dies ist bei den kleineren außerparlamentarischen Parteien in der politischen Szene Tschechiens eher ungewöhnlich. Dadurch haben wir eindeutig bewiesen, dass wir eine Partei sind, die unterschiedliche Ansichten auf die Fragen des politischen Alltags integrieren kann, mit einer gleichzeitigen Wahrung sämtlicher Prinzipien der innerparteilichen Demokratie. Ungeachtet aller Unterschiede, die uns vielleicht trennen, sind wir durch ein gemeinsames Ziel vereint.
Die Böhmische Krone hat sich als eine authentisch konservative Partei profiliert, die auf die Werte der abendländischen christlichen Zivilisation und der tausendjährigen Tradition des tschechischen Staates bauen kann. Die Böhmische Krone vertritt die Prinzipien des Rechtsstaats und der Vertretungsdemokratie, deswegen bekennt sie sich zum Haus Habsburg-Lothringen.
der politischen Partei
Böhmische Krone (monarchistische Partei Böhmens, Mährens und Schlesiens)
Identifikationsnummer: 44266740, Registrierungsnummer beim tschechischen Innenministerium: VSC/1-3275/91,
diskutiert und beschlossen in den Parteigeneralversammlungen.
Letzte Aktualisierung: den 25. November 2017 in Prag.
Böhmische Krone (monarchistische Partei Böhmens, Mährens und Schlesiens) zollt hiermit eine große Anerkennung der ehemaligen oppositionellen Gruppe „Die Kinder Böhmens“, die 1988 ein die Wiedererrichtung des Königreichs Böhmen anforderndes Manifest veröffentlichte. Sie versteht diesen Akt als Beginn der organisierten monarchistisch gesinnten politischen Bewegung in den realen Bedingungen der republikanischen Staatsform Tschechiens wie auch als eine Herausforderung, diese Bewegung fortzusetzen und weiter auszubauen.
Böhmische Krone (monarchistische Partei Böhmens, Mährens und Schlesiens) versteht sich als eine politische Partei, die sich für die Interessen und Rechte derjenigen, die Tschechien als ihr Vaterland ansehen, einsetzt. In ihren Zielen, Grundsätzen und Aktivitäten knüpft sie an die mehr als tausendjährige positive Tradition des tschechischen Staatswesens an, das unabdingbar mit der Existenz der Monarchie und der, auf dem christlichen Glauben basierenden, gesellschaftlichen Moral verbunden ist. Mit verfassungsmäßigen und demokratischen Mitteln steht sie für die Erhaltung, die Vermehrung und den Schutz von allen im Kontext der europäischen Zusammengehörigkeit in der Vergangenheit entstandenen und gegenwärtig entstehenden Kulturwerten, insbesondere denjenigen, die eine gründliche Wahrung der Menschenrechte und Freiheiten, eine hohe gesellschaftliche Moral und individuelle Verantwortung, sowie die politische, ökonomische und soziale Stabilität und Prosperität unterstützen
§ 1 Name und Kurzbezeichnung der politischen Partei
Böhmische Krone (monarchistische Partei Böhmens, Mährens und Schlesiens), Kurzbezeichnung Monarchiste.cz. (nachfolgend „die Partei“ genannt).
§ 2 Sitz
§ 3 Tätigkeitsgebiet
Das Tätigkeitsgebiet der Partei ist das tschechische Staatsgebiet.
§ 4 Zweck der Partei
Politische Tätigkeit gemäß dem Gesetz über die Vereinigung der Bürger zu politischen Parteien und politischen Bewegungen in letztgültiger Fassung (Gesetz Nr. 424/1991 Sb., tschechisches Parteiengesetz).
§ 5 Website
§ 5 Grundsatzprogramm
5.1 Eine staatsbildende, moralisch starke und konsequente politische Partei zu sein;
5.2 die Auffassung der Politik als eines gemeinnützigen Dienstes durchzusetzen, der zur Stabilität und Kohäsion der Gesellschaft beiträgt;
5.3 die Organe und Institutionen der Staatsmacht zweckmäßig umzugestalten;
5.4 die Gewährleistung der Sicherheit Tschechiens und die Steigerung seines internationalen Prestiges anzustreben;
5.5 sich an der moralischen, politischen, juristischen, sozialen und kulturellen Erneuerung der Gesellschaft zu beteiligen;
5.6 sich stets für die Einhaltung der Menschenrechte, der Freiheit und für die Wahrung eines würdigen Lebens aller Menschen einzusetzen;
5.7 die während des tausendjährigen Bestehens des tschechischen Staatswesens entstandenen Werte zu rehabilitieren;
5.8 die Umwelt als unteilbaren Bestandteil unseres Kulturerbes zu verstehen;
5.9 die Gleichberechtigung sowie den Schutz und die Entfaltung aller Formen des Eigentums konsequent durchzusetzen;
5.10 in dem europäischen Integrationsprozess die tschechischen Interessen durchzusetzen;
5.11 sich von den moralischen Prinzipien des Christentums konsequent leiten zu lassen;
5.12 auf dem demokratischen Weg die parlamentarisch-monarchistische Staatsform Tschechiens zu erneuern
Mitgliedschaft, Rechte und Pflichten der Parteimitglieder
§ 6 Bedingungen für den Beitritt
6.1 Jeder Staatsbürger Tschechiens kann unter folgenden Voraussetzungen Mitglied werden:
- nach vollendetem 18. Lebensjahr;
- bei moralischer und strafrechtlicher Unbescholtenheit;
- bei keiner Mitgliedschaft bei einer anderen Partei bzw. Bewegung;
- bei Einverständnis mit den Satzungen und dem Programm der Partei;
- bei Abgabe eines ordentlich ausgefülltem Anmeldeformulars an das Parteigremium;
- ohne Vergangenheit als bezahlter Funktionär der KSČ bzw. SSM oder Angestellter bzw. Beamter der 2. oder der 10. Verwaltung der StB bzw. Angehöriger der Volksmilizen;
6.2 Die Mitgliedschaft beginnt durch Beschluss des Vorstands, nach Zustimmung des zuständigen Landeshauptmanns, ggf. des zuständigen Regionalverbandes, sowie nach Entrichtung des Mitgliedsbeitrags. Der Landeshauptmann bzw. ihm unterstellte Verbände haben binnen 30 Tagen zu dem Antrag Stellung zu nehmen. Bleibt eine Stellungnahme von ihrer Seite aus, kann der Vorstand nach eigenem Ermessen entscheiden.
7.1 Mitglieder haben das Recht:
- zugunsten der Partei in dem Bereich zu wirken, der ihnen berufs- bzw. interessenmäßig am Nächsten liegt;
- an den Aktivitäten der Partei sowie an Auf- und Ausbau deren Mitgliederbasis teilzunehmen;
- rechtzeitig über alle Tätigkeiten der Partei und ihre eigenen Aufgaben betreffende Tatsachen informiert zu werden;
- Ebenso steht jedem Parteimitglied das aktive sowie das passive Wahlrecht in alle Gremien der Partei zu, gemäß den in dieser Satzung erwähnten Regeln;
- regelmäßig an den Tagungen jener Parteigremien teilzunehmen, dessen Mitglieder sie sind;
- allen Gremien der Partei ihre eventuellen Anmerkungen bzw. Anregungen mitzuteilen;
- ihre Zugehörigkeit zu einem Ortsverband zu wählen (ein Mitglied kann zu einer Zeit lediglich einem Ortsverband angehören).
7.2 Mitglieder sind verpflichtet:
- die gültigen Gesetze Tschechiens, die Satzung und das Programm der Partei konsequent zu befolgen;
- ihre Unbescholtenheit und den guten Ruf der Partei dauerhaft zu wahren und zu schützen;
- einzelne sich aus den jeweiligen Beschlüssen und Entscheidungen der Parteigremien ergebenden Aufgaben zu erfüllen;
- in den in der Satzung vorgeschriebenen Terminen die Mitgliedsbeiträge zu entrichten;
- ihre Mitgliedslegitimation vor Verlust, Beschädigung oder Missbrauch zu schützen;
7.3 Ein Kandidat für ein gewähltes Parteigremium muss einen Bericht über seine Mitgliedschaft, Funktionen oder sonstigen Dienste in/zugunsten anderen/r gesellschaftlichen Organisationen, Vereinen oder sonstigen politischen Parteien/Bewegungen außerhalb der Partei (und von ihr errichteten Organisationen) erarbeiten. Dieser Bericht muss ebenfalls die Zeit nach 1989 einschließen. Eventuell kann er angeben, dass solche Tatsachen nicht bestehen. Diesen Bericht liest er dann auf der Versammlung bzw. auf der Sitzung des jeweiligen Verbandes seinen Wählern vor und gibt ihn dann zur Archivierung ab. Wird nach der Wahl glaubwürdig festgestellt, dass der Bericht nicht der Wahrheit entspricht oder in wichtigen Punkten unvollständig ist, wird dadurch das bereits erworbene Mandat in Frage gestellt. In solchem Fall muss ein neuer Bericht erarbeitet und auf der nächsten, dem Niveau seiner Funktion entsprechenden, Versammlung oder Sitzung revidiert werden, sonst erlischt das Mandat
§ 8 Ruhen, Erneuerung und Erlöschen der Mitgliedschaft
8.1 Der Vorstand kann die Mitgliedschaft jenes Parteimitglieds ruhen lassen,
- das dies anfordert;
- das zu gegebenen Termin seinen Mitgliedsbeitrag nicht entrichtet hat (bis es dieser Pflicht nachgekommen ist);
- bei dem ein Ausschlussverfahren eröffnet wurde (bis zu dessen Beendigung).
8.2 Über eine Erneuerung der Mitgliedschaft entscheidet der Vorstand auf Antrag des jeweiligen Mitglieds;
8.3 Die Mitgliedschaft erlischt:
- mit dem Tod des Mitglieds;
- mit Entmündigung des Mitglieds;
- wenn das Mitglied sich entscheidet aus der Partei auszutreten in dem Moment, wo es diese Entscheidung dem Parteivorstand mitteilt:
8.4 Der Vorstand kann auf Vorschlag eines anderen Mitglieds oder nach eigenem Ermessen ein Mitglied aus der Partei ausschließen, das:
- gegen die Prinzipien des Monarchismus bzw. gegen die Grundsätze, Interessen, das Programm evtl. auch gegen die Satzung der Partei grob verstößt;
- den guten Namen der Partei grob beeinträchtigt bzw. seinen in der Satzung festgesetzten Pflichten nicht nachkommt;
- zu den in der Satzung festgesetzten Terminen die Mitgliedsbeiträge wiederholt nicht entrichtet;
8.5 Gegen eine Entscheidung des Vorstands über den Ausschluss kann sich das dadurch betroffene Mitglied mittels der Aufsichtskommission zur Generalversammlung bzw. zur außerordentlichen Versammlung berufen. Bei einer solchen Berufung ruht die Mitgliedschaft des auszuschließenden Mitglieds bis zur endgültigen Entscheidung der jeweiligen Versammlung.
8.6 Stellt sich dabei heraus, dass das betroffene Mitglied die für die Entstehung der Mitgliedschaft gemäß § 6.1 ff. erforderlichen Bedingungen nicht erfüllt hat, stellt der Vorstand mittels seines Beschlusses fest, dass die Mitgliedschaft von Anfang an ungültig sei
§ 9 Der Mitgliedsausweis
Der Mitgliedsausweis bestätigt die Zugehörigkeit des Mitglieds zur Partei und bleibt in dessen Eigentum. Im Falle des Ruhens oder des Erlöschens der Mitgliedschaft bzw. bei Ausschluss des Mitglieds aus der Partei muss der Mitgliedsausweis an die Adresse des Sitzes der Partei gesandt oder an ein Vorstandsmitglied persönlich abgegeben werden.
§ 10 Ehrenmitglieder, Ehrenobmann, spendende Sympathisanten und ständige Gäste
10.1 Die Ehrenmitgliedschaft kann vom Vorstand jedem tschechischen Staatsbürger bzw. einem Bürger eines anderen Staates mit dessen Zustimmung erteilt werden; der Ehrenobmann wird von der Generalversammlung gewählt, das Amt eines Ehrenobmanns darf nicht von mehreren Personen zugleich bekleidet werden;
10.2 Sowohl die Ehrenmitglieder als auch der Ehrenobmann verfügen über eine beratende Stimme – ihnen steht das Stimmrecht nicht zu und sie dürfen ebenfalls nicht Mitglieder der gewählten Parteigremien werden;
10.3 Die Ehrenmitgliedschaft ebenso wie der Ehrenobmannschaft kann durch das Parteigremium, das sie erteilt hat, wieder entnommen werden.
10.4 Derjenige, der für die Ziele der Partei steht, gleichzeitig aber nicht wünscht, ein Parteimitglied zu werden, kann einen schriftlichen Antrag stellen und nach Zustimmung des Vorstands den Status eines spendenden Sympathisanten erlangen.
10.5 Ein spendender Sympathisant hat denselben Mitgliedsbeitrag wie die ordentlichen Parteimitglieder zu entrichten, gleichfalls stehen ihm dieselben Rechte und Pflichten mit Ausnahme des Stimmrechts zu. Wird er in ein Parteigremium gewählt, verfügt er dort über eine beratende Stimme.
10.6 Auf die spendenden Sympathisanten werden die Bestimmungen die Mitgliedschaft betreffend angemessen angewendet.
10.7 Der OV-Vorstand, der RV-Vorstand oder der Parteivorstand kann einer beliebigen Person (es muss sich dabei nicht notwendig um Parteimitglieder oder Sympathisanten handeln) den Status eines ständigen Gasts erteilen. Ein ständiger Gast ist berechtigt, an den Sitzungen und an der Tätigkeit jenes Gremiums teilzunehmen, das ihm seinen Status erteilt hat, jedoch nur mit einer beratenden Stimme.
10.8 Für außerordentliche Verdienste um die Verbreitung der monarchistischen Werte kann der Obmann sowohl einem Mitglied, als auch einem Nichtmitglied eine Anerkennungsurkunde ausstellen. Dies kann entweder während ihrer aktiven Wirkung in der Partei, oder in Memoriam erfolgen
§ 11 Ortsverband
(nachfolgend „OV“ genannt) ist die elementare organisatorische Einheit der Partei.
11.1 Der OV entsteht durch Erklärung von mindestens drei Mitgliedern und nachfolgende Bestätigung durch den Vorstand;
11.2 Der OV wirkt und übt seine politische Tätigkeit innerhalb des ihr zugewiesenen Landbezirkes aus;
11.3 Der Ortsverband erlischt durch eine Entscheidung des Vorstands:
- aufgrund eines genehmigten Beschlusses des OV über die Tätigkeitsbeendigung.
- bei Verletzung der Grundsätze des Monarchismus, des guten Namens, des Programms oder der Satzung der BK;
- falls die Anzahl der Mitglieder sechs Monate lang unter 3 liegt.
11.4 Die Sitzung des OV ist das höchste Organ des OV, das:
- von dem OV-Vorstand nach Bedarf einberufen wird, mindestens aber einmal pro Jahr;
- den Obmann, den stellvertretenden Obmann, den Sekretär, ggf. andere OV-Vorstandsmitglieder, bzw. den Vertreter des jeweiligen OV im RV-Vorstand für die nächste Wahlperiode wählt;
- den Vertreter des jeweiligen OV im RV-Vorstand ernennen kann.
11.5 OV-Vorstand:
- leitet die Tätigkeit des OV in seinem Landbezirk;
- bereitet die Unterlagen für die OV-Sitzungen vor;
- übersendet das Protokoll von jeder OV-Sitzung an den Parteivorstand;
- besteht aus dem Obmann, dem stellvertretenden Obmann und dem Sekretär;
- kann ggf. auch mehr Mitglieder haben, wenn dies die OV-Sitzung genehmigt;
- ist verpflichtet, eine Sitzung des jeweiligen OV einzuberufen, falls ihn zumindest ein Drittel der OV-Mitglieder dazu auffordern.
11.6 OV-Obmann:
- ist für den ständigen Ausbau der Aktivitäten des von ihm geführten OV verantwortlich;
- handelt im Namen der Partei in allen, die Tätigkeit des jeweiligen OV betreffenden, Fragen;
- leitet die Sitzungen des OV;
- tritt bei einer Abstimmung im Rahmen einer OV-Sitzung eine Stimmengleichheit auf, entscheidet die Stimme des Obmanns;
- kann ein OV-Mitglied beauftragen, dass er ihn einmalig oder dauerhaft bei den Sitzungen des RV-Vorstands vertritt, solange sich die OV-Sitzung nicht die Befugnis vorbehält, den OV-Stellvertreter in dem RV selbst zu wählen.
11.7 Der stellvertretende OV-Obmann vertritt den OV-Obmann in den vorab verabredeten Kompetenzbereichen;
11.8 OV-Sekretär:
- hält Kontakte zu den anderen OV, dem zuständigen Landeshauptmann und dem Generalsekretär;
- ist für die Erfassung der OV-Mitglieder verantwortlich.
§ 12 Regionalverband
(nachfolgend „RV“ genannt)
12.1 Der Regionalverband entsteht durch Erklärung von mindestens drei Ortsverbänden und nachfolgende Bestätigung durch den Parteivorstand;
12.2 übt seine politische Tätigkeit in den Landesbezirken aus, die den ihm unterstellten OV zustehen;
12.3 kann durch eine Erklärung dieser Tatsache durch den Vorstand aufgelöst werden:
- aufgrund eines durch den RV angenommen Beschlusses;
- bei Verstoß gegen die Grundsätze des Monarchismus, des guten Namens, des Programms oder der Satzung;
- wenn die Gesamtzahl seines OV unter 3 sinkt.
12.4 Die RS-Versammlung ist das höchste Organ der RV, sie wird durch den RV-Vorstand nach Bedarf einberufen;
12.5 RV-Vorstand:
- leitet die Tätigkeit des RV in seinem Landbezirk;
- bereitet die Unterlagen für die RV-Sitzungen vor;
- übersendet das Protokoll von jeder RV-Sitzung an den Parteivorstand;
- setzt sich automatisch aus allen Obleuten der ihm unterstellten OV während deren Mandate in den jeweiligen OV zusammen, falls der betroffene OV nicht anders entscheidet;
- wählt aus ihren Reihen einen RV-Obmann.
12.6 RV-Obmann:
- ist für den ständigen Ausbau der Aktivitäten des von ihm geführten RV verantwortlich;
- handelt im Namen der Partei in allen die Tätigkeit des jeweiligen RV betreffenden Fragen;
- tritt bei einer Abstimmung im Rahmen einer RV-Sitzung eine Stimmengleichheit auf, entscheidet die Stimme des Obmanns;
- ist verpflichtet, eine Sitzung des jeweiligen RV einzuberufen, falls ihn wenigstens ein Drittel der zu seinem RV gehörenden OV dazu auffordern.
§ 13 Landesverband
(nachfolgend „LV“ genannt)
13.1 Der LV ist eine höhere organisatorische Einheit, die ihre politische Tätigkeit in den historischen Böhmischen Ländern - in Böhmen, Mähren und Schlesien ausübt; bei Bedenken über die ländliche Angehörigkeit eines OV zu dem jeweiligen historischen Land wird diese vom Vorstand bestimmt. Der LV setzt sich aus allen zu dem jeweiligen Land angehörenden OV der BK zusammen.
13.2 Entstehung und Erlöschen des LV
- ein LV entsteht durch diesbezügliche Erklärung in einem Vorstandsbeschluss, vorausgesetzt, dass es in dem betroffenen Land wenigstens einen OV gibt;
- ein LV hört ebenfalls durch diesbezügliche Erklärung in einem Generalversammlungsbeschluss auf zu bestehen, bzw. in dem Fall, wo es in dem betroffenen Land keinen OV mehr gibt.
13.3 Die LV-Versammlung ist das höchste Organ des LV, das
- bei Bedarf einberufen wird;
- den Bericht des Hauptmanns, ggf. auch die Berichte der Obleute einzelner OV verabschiedet;
- den Beschluss über die Entfaltung der politischen und sonstigen Tätigkeiten auf dem Gebiet seines Landbezirkes in Zusammenklang mit dem Programm und Satzung der Partei verabschiedet;
- seinen Hauptmann in dem Jahr, in welchem die Generalversammlung stattfindet, bei Bedarf auch zwischen zwei Wahlversammlungen, wählt. Wird in diesem Wahljahr von dem LV kein Hauptmann gewählt, kann dies von demjenigen Teil der Generalversammlung getan werden, der den jeweiligen LV vertritt; in der Zeitspanne zwischen zwei Generalversammlungen kann der Hauptmann zeitweise durch den Vorstand kooptiert werden.
13.4 LV-Hauptmann
- ist für den ständigen Ausbau der Aktivitäten des von ihm geführten LV verantwortlich;
- handelt im Namen der Partei in allen die Tätigkeit des jeweiligen LV betreffenden Fragen;
- beruft die LV-Versammlung ein und leitet sie;
- tritt bei einer Abstimmung im Rahmen einer LV-Versammlung eine Stimmengleichheit auf, entscheidet die Stimme des Obmanns;
- des Weiteren ist er verpflichtet, eine LV-Versammlung einzuberufen, falls mindestens ein Drittel der LV-Mitglieder es anfordern;
- kann für bestimmte Gebiete seine Befugnisse auf die von ihm ernannten Vertreter delegieren;
- die Landeshauptleute Böhmens, Mährens und Schlesiens werden für die Dauer ihrer Mandate Mitglieder des Parteivorstands
§ 14 Generalversammlung
14.1 Die Generalversammlung ist das höchste Organ der Partei, das
- einmal pro Jahr einberufen wird;
- für eine vierjährige Wahlperiode diejenigen Mitglieder des Parteivorstands wählt, die nicht von einem anderen Organ oder von der Aufsichtskommission gewählt werden;
- bei Bedarf einen beliebigen Mitglied des Parteivorstands oder der Aufsichtskommission abberufen und gleichzeitig der Parteivorstand zu einer Änderung der Satzung bevollmächtigen kann. Dies geschieht grundsätzlich in einer außerordentlichen Lage (insbesondere bei erwarteter Änderung der Legislative oder bei einer bedeutenden Entwicklung der politischen Situation);
- bestätigt auf der einer Kooptation unmittelbar nachfolgenden Sitzung die kooptierten Mitglieder des Vorstands in ihren Funktionen; dies bezieht sich jedoch nicht auf die Ernennung des Generalsekreatärs;
- entscheidet durch Zustimmung von drei Fünftel der Anwesenden Parteimitglieder über eventuelle freiwillige Auflösung der Partei bzw. über deren Zusammenschluss mit einer anderen politischen Partei/Bewegung oder über eine Änderung deren Rechtsform;
14.2 Die Generalversammlung genehmigt:
- das Programm, die Ziele, die Aufgaben der Partei, ihre Satzung sowie deren Änderungen;
- den Bericht des Obmanns über die Tätigkeit der Partei sowie den Bericht der Aufsichtskommission;
- die Geschäfts- und Wahlordnung.
14.3 Die Beschlüsse der nationalen Generalversammlung sind für alle Parteimitglieder und -gremien verbindlich;
14.4 Die außerordentliche Versammlung verfügt über dieselben Befugnisse wie die Generalversammlung und darf einberufen werden, falls darüber der Vorstand, die Generalversammlung entscheidet bzw. wenn mindestens eine Hälfte der OV dies beantragt.
14.5 Abstimmung in den Parteitagen
- über ein aktives Wahlrecht (die Möglichkeit bei der Generalversammlung zu wählen) verfügen lediglich diejenigen Parteimitglieder, die am Tag der Versammlung keinen Mitgliedsbeitrag schulden;
- über ein passives Wahlrecht (die Möglichkeit gewählt zu werden) verfügen lediglich diejenigen Parteimitglieder, die am Tag der Versammlung keinen Mitgliedsbeitrag schulden und zugleich für diese Wahl von wenigstens einem OV nominiert wurden und sind mit der Kandidatur einverstanden
§ 15 Vorstand
15.1 Der Vorstand ist ein exekutives und satzungsmäßiges Organ der Partei, das:
- in den Zeitspannen zwischen zwei Versammlungen die Tätigkeit der gesamten Partei leitet;
- für seine Arbeit in der von ihm zusammenberufenen Generalversammlung verantwortlich ist;
- der Generalversammlung bzw. der außerordentlichen Versammlung Vorschläge der wichtigen Dokumente vorlegt;
- sich auf Anregung des Parteiobmannes bzw. mindestens eines Drittels der Mitglieder des Vorstands (sämtliche Sitzungen des Vorstands sind öffentlich und jedes ordentliche Parteimitglied ist dazu berechtigt, an diesen Tagungen teilzunehmen) vereint;
- alle Parteimitglieder und -sympathisanten sowie alle OV, RV und LV erfasst;
- Entstehen, Ruhen, Wiederaufnahme und Erlöschen der Mitgliedschaft, Entstehung und Auflösung der einzelnen OV, RV und LV erklärt;
- den Zuständigkeitsbereich der einzelnen OV, RV und LV eingrenzt und diesen, falls notwendig, regelt;
- für die Mandatsdauer einen Verwalter und einen Generalsekretär ernennt und deren Zuständigkeit und Pflichten definiert.
15.2 Der Parteivorstand als ein kollektives Organ verfügt über folgende Befugnisse:
- die Partei gegenüber Dritter zu vertreten, die Verhandlungen zu führen und im Namen der Partei zu entscheiden;
- die Sekretariate und sonstige zur Tätigkeit der Partei notwendige Organe einzurichten;
- die Arbeitsverträge mit Angestellten der Partei abzuschließen und zu kündigen und über deren Belohnung zu entscheiden;
- jedes beliebige Mitglied auf die Versammlung aller Gremien der OV, RV oder LV zu entsenden;
- die Kandidaten vorzuschlagen und zu bestätigen, über die endgültige Zusammensetzung der Kandidatenlisten für alle Typen der Wahlen zu entscheiden;
- die Höhe der Mitgliedsbeiträge zu ändern;
- über die Art und Weise der Teilnahme an den Versammlungen zu entscheiden;
- die Verantwortlichkeit der Mitglieder und der ständigen Gäste einzugrenzen, deren Pflichten festzusetzen sowie ihnen konkrete Aufgaben aufzuerlegen;
- die Zahl der stellvertretenden Obleute, deren Reihenfolge und Zuständigkeiten festzusetzen, solange dies von der Generalversammlung nicht geregelt wurde;
- in ihre Reihen andere Personen zu kooptieren und deren Zuständigkeiten festzusetzen;
- sowohl Parteimitglieder, als auch außerhalb der Partei stehenden Personen in die Fachkommissionen zu ernennen; jedoch immer mit derer vorläufigen Zustimmung;
- eine Ergänzung des Vorstands während einer Wahlperiode kann ein beliebiger OV in dem Protokoll aus dessen Sitzung vorschlagen. Ein neues Mitglied kann durch eine Entscheidung des Vorstands kooptiert werden
§ 16 Mitglieder des Parteivorstands
16.1 Parteiobmann
- vertritt die BK selbstständig in allen Angelegenheiten, die als Rechtsgeschäfte gelten. Die dazu erforderlichen Dokumente unterschreibt er, indem er zu dem vorgedruckten bzw. vorgeschriebenen Parteinamen und seinem Namen und Funktion seine Unterschrift, ggf. auch einen Stempelabdruck hinzufügt.
- beruft die Generalversammlung ein und leitet sie, legt ihr seinen Bericht über die Tätigkeit der Partei vor;
- beruft die Sitzungen des Parteivorstands ein;
- tritt bei einer Abstimmung des Parteivorstands eine Stimmengleichheit auf, entscheidet die Stimme des Obmannes;
- kann bei Bedarf seine Befugnisse vollumfänglich oder auch nur teilweise an den Obmannstellvertreter oder auf ein anderes Mitglied des Vorstands delegieren.
16. 2 Parteiobmannstellvertreter
- vertritt die Partei zusammen mit mindestens einem anderen Mitglied des Vorstands in allen Angelegenheiten, die als Rechtsgeschäfte gelten. Die dazu erforderlichen Dokumente unterschreibt er, indem er zu dem vorgedruckten bzw. vorgeschriebenen Parteinamen und seinem Namen und Funktion seine Unterschrift, ggf. auch einen Stempelabdruck hinzufügt;
- vertritt die Partei selbstständig innerhalb des ihm von der Generalversammlung bzw. durch eine Entscheidung des Vorstands eingeräumten Zuständigkeitsbereichs;
- bei Bedarf kann er in Sachen der Führung der Partei bzw. deren Gremien den Parteiobmann vertreten.
16.3 Die Hauptleute für Böhmen, Mähren und Schlesien werden von den Mitgliedern der jeweiligen Gebiete in der Generalversammlung bzw. außerordentlichen Versammlung bzw. in der Versammlung des jeweiligen Landesverbandes gewählt.
16.4 Der Generalsekretär wird nach dessen Ernennung durch den Vorstand zu dessen Mitglied, verfügt jedoch nicht über das Wahlrecht und ihm steht lediglich eine beratende Stimme zu.
16.5 Sonstige Mitglieder des Parteivorstands
- sind für einen von dem Vorstand bestimmten Zeitraum mit verschiedenen Aufgaben beauftragt;
- können ebenfalls auf Vorschlag eines OV, RV, des Landeshauptmanns oder eines Mitglieds des Vorstands durch den Vorstand kooptiert werden
§ 17 Fachkommission
(nachfolgend "FK" genannt) stellt ein von dem Vorstand für eine bestimmte Zeit und für einen bestimmten Zweck ernanntes Beratungsorgan dar; die Anzahl ihrer Mitglieder kann von Fall zu Fall unterschiedlich sein.
§ 18 Aufsichtskommission
(nachfolgend AK) übt die Funktion eines Revisions- und Schiedsorganes der Partei aus. Die AK:
18.1 besteht aus mindestens drei Mitgliedern, die aus ihren Reihen einen für ihre Tätigkeit verantwortlichen Obmann wählen;
18.2 wird von der Generalversammlung für eine im Voraus bestimmte Periode gewählt;
18.3 entscheidet über die ordentlich eingereichten Beschwerden und Streitigkeiten, deren Beschluss jedoch von der Generalversammlung revidiert werden kann;
18.4 legt bei der Generalversammlung Berufungen der Parteimitglieder gegen eventuelle Entscheidungen des Vorstands über Parteiausschluss ein;
18.5 überwacht die Tätigkeit aller Gremien und Mitglieder der Partei, kontrolliert die Erfüllung derer Pflichten;
18.6 ist verpflichtet mindestens einmal jährlich die Parteiwirtschaft zu überprüfen, und zwar vor dem Rechnungsabschluss;
18.7 ihre Mitglieder dürfen zugleich weder Mitglieder des Parteivorstands, noch Parteiangestellte sein
§ 19 Beschlüsse der einzelnen Gremien, Abstimmung und Wahlen
19.1 Sämtliche Parteigremien entscheiden mittels einfacher Mehrheit der abgegebenen Stimmen. Mit Ausnahme der Generalversammlungen sowie der Wahlen in einzelne Funktionen der Partei wird das Umlaufverfahren (per rollam) zugelassen, soweit die Mehrheit der Mitglieder des jeweiligen Gremiums zu dem zu verabschiedenden Beschluss Stellung bezieht;
19.2 Die Organe der Partei sind beschlussfähig insofern ihre Mitglieder über die Sitzung rechtzeitig informiert wurden;
19.3 Bei der Generalversammlung wird als eine angemessene Frist für eine rechtzeitige Information mindestens 30 Tage im Voraus verstanden. Die Information über das Datum und die Uhrzeit der Generalversammlung kann entweder auf der Internetseite der Partei, oder per E-Mail an die Parteimitglieder und an die OV verteilt, bzw. in den gedruckten oder elektronischen Periodika der Partei veröffentlicht werden;
19.4 Alle Abstimmungen sind öffentlich insofern sich das jeweilige Gremium in Bezug auf den gegebenen Fall nicht für eine geheime Abstimmung entscheidet;
19.5 Die Beschlüsse der jeweiligen Parteigremien sind für alle Parteimitglieder verbindlich;
19.6 Die Beschlüsse der höheren Parteigremien sind für alle ihnen untergeordneten Gremien verbindlich;
19.7 Die höheren Parteigremien sind berechtigt, die Beschlüsse der untergeordneten Gremien aufzuheben, wenn diese in Widerspruch zu dem politischen Programm bzw. der Satzung der Partei, ggf. zu den Beschlüssen der übergeordneten Gremien stehen;
19.8 Eine Kumulierung der Funktionen in der gesamten Parteistruktur ist zulässig, wenn die Satzung darüber nicht anders bestimmt;
19.10 In den Angelegenheiten, die als Rechtsgeschäfte gelten, wird die Partei vom Obmann selbstständig vertreten, bzw. kann deren Vertretung von einem beliebigen Obmannstellvertreter gemeinsam mit einem anderen Mitglied des Vorstands übernommen werden.
19.11 Die Mandatsdauer für alle gewählten Parteigremien ist 4 Jahre, ein Mitglied kann auch wiederholt gewählt werden. Ein kooptiertes oder neu gewähltes Mitglied eines Parteigremiums teilt die Dauer seines Mandats mit den restlichen Mitgliedern des Gremiums, in das er kooptiert bzw. nachträglich gewählt wurde
Grundsätze des Parteihaushalts
§ 20 Die Haushaltsgrundsätze
20.1 Die Partei ist eine juristische Person und als solche haftet sie für ihre Verbindlichkeiten mit ihrem gesamten Vermögen. Die Ressourcen der Finanzierung der Partei dürfen die gemäß der einschlägigen Rechtsnorm, d. h. dem Gesetz über die Vereinigung der Bürger zu politischen Parteien und politischen Bewegungen in letztgültiger Fassung (Gesetz Nr. 424/1991 Sb., tschechisches Parteiengesetz) zulässigen Einnahmen sein;
20.2 Der Vorstand ist mit der Verwaltung des gesamten Parteivermögens sowie mit der Ausübung aller der Partei zustehenden Rechte beauftragt. Daraus ergibt sich die Pflicht, der Generalversammlung den Haushaltsbericht vorzulegen. Des Weiteren muss es in jedem Kalenderjahr der dafür zuständigen Staatsbehörde einen Jahresbericht über die Finanzwirtschaft der Partei vorlegen.
20.3 Für die Erfassung der Wirtschaft der Partei ist der Verwalter verantwortlich, der darüber hinaus berechtigt ist, die Mittel der Partei in dem vom Vorstand festgesetzten Umfang anzuwenden.
§ 21 Mitgliedsbeiträge
Die Höhe der Mitgliedsbeiträge wird vom Vorstand durch einen Beschluss bestimmt. Dieser wird auf der Generalversammlung der Partei bekannt gemacht und tritt am Anfang des folgenden Jahres in Kraft. Eine spätere Veröffentlichung auf der Internetseite der Partei, in der Presse oder Mitteilung per E-Mail hat keine aufschiebende Wirkung. Die Mitgliedsbeiträge werden jedes Jahr am 31. März fällig. In begründeten Fällen kann ein Mitglied auf eigenen Antrag oder nach Ermessen des Parteivorstands der Entrichtung der Mitgliedsbeiträge, teilweise oder vollumfänglich, für ein Kalenderjahr oder dauerhaft, entledigt werden.
§ 22 Parteiauflösung und Vermögensabwicklung
22.1 Die Partei kann folgendermaßen aufgelöst werden:
- durch Beschluss einer Generalversammlung bzw. einer außerordentlichen Versammlung;
- durch eine rechtskräftige Entscheidung eines Gerichts über die Auflösung der Partei.
22.2 Entscheidet die Generalversammlung über eine freiwillige Auflösung der Partei, besteht für sie die Pflicht, auf Vorschlag des Vorstands einen Abwickler zu bestimmen, der dann gemäß den derzeit gültigen Rechtsvorschriften vorgehen wird.
22.3 Endet die Vermögensabwicklung mit einem Überschuss, überweist der Abwickler diesen Überschuss gemäß den derzeit gültigen Gesetzen auf die Konten der zuvor bestimmten caritativen Organisatione
Jede Änderung der Satzung erfordert für ihre Geltung die Billigung auf einer Generalversammlung bzw. auf einer außerordentlichen Versammlung und tritt am Tage deren Registrierung bei der dafür zuständigen Staatsverwaltungsbehörde. Alle angenommenen Änderungen müssen der dafür zuständigen Staatsverwaltungsbehörde gemäß den gültigen Vorschriften gemeldet werden.
Prag, den 25. November 2017
für die politische Partei Böhmische Krone (monarchistische Partei Böhmens, Mährens und Schlesiens)
Mgr. Petr Nohel, Ph.D.
Zuletzt aktualisiert: 14. Juli 2019
Warum unterstützen wir den Monarchiegedanken?
Wofür steht eine monarchistische Partei?
Sie steht für die Erneuerung von Tradition, der Rücksicht und der Stabilität unseres Landes.
Warum sind wir der Meinung, dass dafür eine Monarchie besser geeignet ist als eine Republik?
Haben Sie jemals über das Ausmaß an Rechten und Privilegien nachgedacht, welches unsere Abgeordneten und Senatoren genießen? Über ihre lebenslange Immunität wie auch über die Möglichkeit, alles Mögliche zu Recht zu erklären, unter der Voraussetzung, dass es eine Mehrheit im jeweiligen Gremium bekommt, selbst wenn die Mehrheit der Staatsbürger, die sich dagegen nicht wehren kann, damit nicht einverstanden sei? Solcherart unbeschränkte Macht bzw. Privilegien besaßen selbst einst die Fürsten oder Grafen nicht. Diese konnten ihre Freiheit, ihre Güter und sogar ihr Leben verlieren, wenn sie ihren Eid oder ihre Pflichten nicht erfüllten. Selbst der König verfügte nie über eine derart uneingeschränkte Macht, willkürlich Gesetze ändern zu können. Setzte er sich mit der bewährten Ordnung und den Freiheiten seiner Untertanen auseinander, musste er mit Widerstand bzw. einem Aufstand rechnen, und das Risiko in Kauf zu nehmen, gestürzt zu werden. Die Gesetze und die Ordnung wurden nicht in Hinsicht auf möglichst schnellen Wohlstand geschlossen, sondern es handelte sich um ein bewährtes System von Regeln, die jahrzehnte- und jahrhundertelang für die Stabilität der Rechtsordnung sorgten. Mittels der Erfahrung, was allgemein als richtig und für das Gewissen als verbindlich empfunden wurde, trug diese Stabilität zum Wohlstand bei. Die Gesetze entwickelten sich, basierend auf neuen Erfahrungen, mit der Zeit, so wie sich auch die Gesellschaft weiterentwickelte.
Frage: Ist Ihnen der Mann auf dem Bild bekannt?
Antwort: Dieser Mann hieß Karl III. als König von Böhmen bzw. Karl I. als Kaiser von Österreich, König von Ungarn, Kroatien, Illyrien und Galizien. Seine Regierungszeit dauerte keine zwei Jahre (1916-18), trotzdem handelte es sich bei ihm um eine selten gewordene Herrscherfigur.
Karl, der Kaiser und König, war ein direkter Nachkomme der heiligen Ludmilla von Böhmen und aller früheren Könige von Böhmen – der Přemysliden, Luxemburger, Jagiellonen und des Georg von Podiebrad. Gleichzeitig war er ein guter Ehemann und Familienvater, stets bemühte er sich, ein ebenso guter Vater seiner Völker zu sein.
Als Heerführer sorgte er im 1. Weltkrieg immer dafür, dass die Zivilbevölkerung vom Kriegsgeschehen möglichst wenig betroffen wird, dass die Verluste an Leben möglichst gering bleiben, nicht nur bei den eigenen Leuten, sondern auch beim Feind. Unter den zeitgenössischen Generälen war er eine Ausnahme, weil seine Befehle nicht nur auf rein militärischer Zweckmäßigkeit beruhten, sondern er ließ sich dabei vor allem von den Prinzipien der christlichen Moral leiten. Und trotzdem war er als Heerführer erfolgreich.
Als Politiker setzte er sich mit seinem Regierungsantritt im Dezember 1916 das Ziel, den Krieg zu beenden und strebte nach einem ehrenhaften Friedensschluss, was ihm aber leider misslang. Er legte großen Wert auf gute Lebensbedingungen der einfachen Menschen und bemühte sich, sie auch während besonders schwieriger Kriegsvorkommnisse zu verbessern, trotz des herrschenden generellen Mangels an allem, Lebensmittel nicht ausgenommen. Er führte die Verhandlungsregeln zwischen den Arbeitgebern und Arbeitnehmern die Arbeitsbedingungen und Löhne betreffend ein, die als eine Art Vorläufer der modernen Tarifverhandlungen verstanden werden können. Außerdem hatte er die weltweit erste funktionsfähige und durch den Staat garantierte Gesundheits-, Kranken- und Rentenversicherung sowie eine allgemeingültige medizinische Pflege eingeführt.
Für die Umsetzung seines Vorhabens, die Habsburgermonarchie in einen Verband gleichberechtigter Staaten mit gemeinsamem Herrscher, gemeinsamer Währung und Wirtschaftsraum, wie auch Außenpolitik und Armee, war jedoch seine Regierungszeit zu kurz. Dieser, wegen des Kriegsgeschehens, immer wieder verlegte Akt entstand erst am 16. Oktober 1918 und seine Umsetzung misslang – eher wegen der Entscheidung der Siegermächte als wegen des Widerstands der betroffenen Völker.
Abgesehen von diesen allgemeinpolitischen Reformbestrebungen gibt es auch nationale Gründe, um Kaiser Karl zu erwähnen. Er lehnte es ab ein Gesetz zu verabschieden, das den Deutschen in Böhmen und Mähren eine Überlegenheit verschaffen hätte und die tschechische Sprache als zweitrangig herabgestuft hätte. Er lehnte es ab, die bisherige Territorialgliederung der böhmischen Länder in tschechische, tschechisch-deutsche und deutsche Bezirke in der Hinsicht zu ändern, dass künftig nur die deutschen und tschechisch-deutschen Bezirke erhalten bleiben sollten, mit Bevorzugung der deutschen Sprache in beiden Arten, ungeachtet des Verhältnisses der dort lebenden Tschechen zu den Deutschen. Er erließ eine Amnestie und setzte die zum Tode verurteilten tschechischen Politiker - Dr. Kramář, Dr. Rašín u. a. frei. Durch sein Völkermanifest vom 17. Oktober 1918, das er am Vortag unterzeichnet hatte, stellte er den Staat der Tschechen als einen gleichberechtigten Teil der Monarchie dar, wie auch die anderen Nationen der österreichischen Reichshälfte. Die Ausrufung des Tschechoslowakischen Staates war tatsächlich jedoch nur ein Zufügen der Slowakei zu dem bereits wieder errichteten tschechischen Staat, was sich jedoch im historischen Kontext nicht als besonders glückliche Lösung erweisen sollte.
Nach dem 1. Weltkrieg wurde der frühere Kaiser und König Karl zum Verbannten, ohne Eigentum und Mittel zur Ernährung seiner großen Familie (Karl und Zita hatten damals bereits sieben Kinder und Zita war erneut schwanger). Trotzdem missbrauchte Kaiser Karl seine frühere Stellung keinesfalls dazu, um Staatsgelder auf private ausländische Konten zu überweisen. Deshalb hatte er im Exil nicht genügend finanzielle Mittel, da ihm die Nachfolgerstaaten zwar alle Güter beschlagnahmt hatten, ohne ihm dafür aber eine Rente zu gewähren. Wegen dieser schwierigen Verhältnisse verschob der an einer Lungenentzündung erkrankte Kaiser und König Karl immer wieder die ärztliche Behandlung und erlag schließlich am 1. April 1922 in seinem Exil auf der Insel Madeira im Alter von 34 Jahren dieser Krankheit.
Trotzdem war er gegenüber seinen Völkern nicht verbittert, im Gegenteil, noch auf dem Sterbebett sagte er: „Ich muss so viel leiden, damit meine Völker wieder zusammenfinden.“ Es lagen ihm dabei insbesondere die Tschechen am Herzen, und ähnlich wie einst der st. Wenzel zu seinem Brudermörder Boleslav sagte: „Gott möge dir das vergeben, Bruder.“, betete Kaiser und König Karl auf dem Sterbebett für das tschechische Volk.
1919 schrieb der französische Schriftsteller Anatole France über Kaiser Karl: „Kaiser Karl war der einzige anständige Mensch, der in diesem Krieg auf einem führenden Posten aufgetaucht ist. Nur leider schenkte man ihm kein Gehör. So wurde eine einmalige Gelegenheit verscherzt.“ 2004 wurde er von Papst Johannes Paul II. seliggesprochen.
Wir sind uns der Tatsache bewusst, dass die gegenwärtige Europäische Union genau wegen jener Grundsätze entstanden ist, die unser Kaiser und König Karl für das Zusammenleben der Nationen in der reformierten Monarchie bestimmt hatte. Somit bekennt sich die Böhmische Krone, eine monarchistische Partei Böhmens, Mährens und Schlesiens zu dem Vermächtnis des Kaisers und Königs Karl. Wir streben dabei aber nicht eine Neubildung Österreich-Ungarns an, sondern es geht uns vielmehr um eine Erneuerung des Königreichs Böhmen. Wir lehnen die EU als solche nicht ab, wenn diese mehr von dem Willen der Völker und Mitgliedstaaten ausginge, als von den Entscheidungen der europäischen Bürokratie und der Zentralbehörden.
Wir wollen einen Staat haben, der das Recht auf Eigentum, seine Nutzung und einen angemessenen Gewinn, genauso wie das Recht auf einen gerechten Lohn und Fürsorge in Krankheit und Alter garantiert. Wir halten uns an die Worte des hl. Paulus: „Wer nicht arbeitet, soll auch nicht essen.“ Wir kennen alternative Lösungen zur Effizienzerhöhung der Gesundheits- und Krankenversicherung, wie z. B. Boni bei Nichterschöpfung der Mittel wie es z. B. bei einer Unfallversicherung möglich ist.
Wie wollen wir das erzielen?
Wir gehen von der Notwendigkeit aus, dass die Gesetze zuerst mit jenen diskutiert werden sollten, die sich später danach richten müssen. Praktisch würde das heißen, die Kompetenzen der Organe der Selbstverwaltung auf sämtliche Bereiche des Lebens zu erweitern. Also nicht nur den Gemeinden und Ländern, sondern auch den fachorientierten Kammern und Gewerkschaften sollte es möglich sein, ihre eigenen Angelegenheiten autonom zu lösen. Daraus ergibt sich eine notwendige Senatsreform - der künftige Senat würde aus Vertretern der Selbstverwaltung – Länder oder Regionen, Fachkammern, Gewerkschaftsbünden, Hochschulen, Kirchen sowie des im Lande niedergelassenen und vom Herrscher ernannten historischen Adels zusammengesetzt sein. Ob auf begrenzte Zeit oder lebenslang hängt lediglich von Ihrer Entscheidung ab, vom Willen der Bürger. Der Senat würde die Gesetze und Verfügungen so gestalten, dass die Vertreter der einzelnen dadurch betroffenen sozialen Gruppen nach der besten und allgemein akzeptablen Lösung suchen könnten. Er würde an das Abgeordnetenhaus verbindliche Empfehlungen weitergeben, die von diesem entweder gebilligt werden müssten, oder, im Fall einer Ablehnung, bliebe der bisherige Zustand erhalten.
Kaiser und König Karl sagte kurz vor seinem Rücktritt von den Regierungsgeschäften: „Die Republik ist zwar eine gute Sache, aber die politischen Parteien werden immer zuerst ihre eigenen Interessen verteidigen und wer steht dann für die Interessen des Staates als Ganzes?“ Die Erfahrung aus der Geschichte lehrt uns, dass eine Machtbeschränkung der gewählten Volksvertreter mittels einer von ihnen unabhängigen Macht, die vererbbar mit dem Staat verbunden ist und über dem Schicksal des Staates auch ihr eigenes Schicksal darstellt, sowohl für das Land, wie auch für seine Bevölkerung, eindeutig nützlich ist.
Abschließend werden Sie uns wohl die Frage stellen: Und wen würden Sie sich demnach als König von Böhmen wünschen?
Die Kontinuität wird durch das dynastische Prinzip gewährleistet, welches besagt, dass die Macht im Rahmen der Herrscherfamilie vererbt wird. Demnach stellt eine eventuelle Besetzung des böhmischen Throns nach den historischen Gegebenheiten kein Problem dar. Nach den ausschlaggebenden Akten des Nachfolgerechts, wie zum Beispiel der Goldenen Bulle von Sizilien, der Bulle von Karl IV. oder der Pragmatischen Sanktion, hat die Dynastie von Habsburg-Lothringen einen eindeutig berechtigten Anspruch auf den böhmischen Thron, weil ihre Angehörigen die wahren Nachkommen und deswegen auch die Erben der Přemysliden, Luxemburgern und Jagiellonen sind. Abgesehen vom bestehenden Erbrecht auf den böhmischen Thron empfinden wir es als eine gute Entscheidung die Böhmischen Kronländer den Nachkommen jener Dynastie anzuvertrauen, die unser Land vor der preußischen Aggression und vor der nachfolgenden Germanisierung zu verteidigen wusste, wie sie auch gleichfalls die Wiedergeburt unserer Nation und deren wirtschaftlichen sowie kulturellen Aufschwung ermöglichte. Es wäre ebenso gerecht, die Krone dem Nachkommen des letzten Königs von Böhmen anzuvertrauen, dem selig gesprochenen Karl I., der für unser Land, unser Volk und ferner für alle seine Völker so viel Gutes getan hat, und trotzdem völlig mittellos vertrieben wurde. Selbstverständlich müsste der zukünftige Thronfolger die tschechische Sprache beherrschen und eine gute Beziehung zu unserem Volk, unserem Land, zu unserer Kultur und Geschichte haben. Der Vertreter der Dynastie, der zur Übernahme der königlichen Regierung eingeladen werden sollte, ist gegenwärtig der Enkel Karls I., Erzherzog Karl (geb. 1961).
J. Pejřimovský
FÜRSTENTUM UND KÖNIGREICH BÖHMEN
Přemysliden
böhmischer
dynastische Beziehung
des Herrschers
dessen Regierungszeit
1 1 Bořivoj I. 852/855 888/889 885-888 Gründer der Dynastie
2 2 Spytihněv I. 875 915 894-915 Sohn Bořivojs I.
3 3 Vratislav I. ca. 888 921 915-921 Sohn Bořivojs I.
4 4 Wenzel von Böhmen (St. Wenzel) ja ca. 907 935 921-935 Sohn Vratislavs I.
5 5 Boleslav I. ca. 915 972 935-972 Sohn Vratislavs I.
6 6 Boleslav II. ca. 935 999 972-999 Sohn Boleslavs I.
7 7, 10 Boleslav III. neznámo 1037 999-1002, 1003 Sohn Boleslaus II.
8 8 Vladivoj ja neznámo 1003 1002-1003 wahrscheinlich Piaste, Přemyslide mütterlicherseits
9 9, 12, 14 Jaromír ja neznámo 1035 1003, 1004-1012, 1034-1035 Sohn Boleslavs II.
10 11 Boleslaw Chrobry (der Tapfere) IV. 966/967 1025 1003-1004 Piaste, Enkel Boleslavs I.
11 13 Oldřich (Udalrich) ja neznámo 1034 1012-1034 Sohn Boleslavs II.
12 15 Břetislav I. 1002/1005 1055 1035-1055 Sohn Oldřichs
13 16 Spytihněv II. 1031 1061 1055-1061 Sohn Břetislavs I.
14 17 Vratislav II. I. neznámo 1092 1061-1085, 1085-1092 Sohn Břetislavs I.
15 18 Konrad von Brünn I. ca. 1035 1092 1092 Sohn Břetislavs I.
16 19 Břetislav II. ca. 1060 1100 1092-1100 Sohn Vratislavs I. /II.
17 20, 23, 25 Bořivoj II. ca. 1064 1124 1100-1107, 1117-1120 Sohn Vratislavs I. /II.
18 21 Svatopluk von Olmütz ja neznámo 1109 1107-1109 Enkel Břetislavs I.
19 22, 24, 26 Vladislav I. 1070 1125 1109-1117, 1120-1125 Sohn Vratislavs I. /II.
20 27 Soběslav I. ca. 1090 1140 1125-1140 Sohn Vratislavs I. /II.
21 28 Vladislav II. I. 1110 1174 1140-1158, 1158-1172 Sohn Vratislavs I. /II.
22 29, 31, 33 Bedřich ja ca. 1142 1189 1172-1173, 1178-1189 Sohn Vratislavs I. /II.
23 30 Soběslav II. 1128 1180 1173-1178 Sohn Soběslavs I.
24 32, 34 Konrad Otto II. 1135 1191 1182-1191 Urenkel Konrads I.
25 35 Wenzel II. 1137 1192 1191-1192 Sohn Soběslavs I.
26 36, 39 Ottokar Přemysl I. I. ca. 1155 1230 1192-1193, 1197-1230 Sohn Vladislavs I. /II.
27 37 Heinrich Břetislav III. neznámo 1197 1193-1197 Bischof von Prag, Enkel Vladislavs I.
28 38 Vladislav Heinrich III. ca. 1160 1222 1197 Sohn Vladislavs I./II.
29 40 Wenzel I. ca. 1205 1253 1230-1253 Sohn Ottokar I. Přemysl
30 41 Ottokar Přemysl II. ca. 1233 1278 1253-1278 Sohn Wenzels I.
31 42 Wenzel II. 1271 1305 1278, 1283-1305 Sohn Ottokar II. Přemysl
32 43 Wenzel III. 1289 1306 1305-1306 Sohn Wenzels II.
nicht dynastische
dynastický vztah
33 44, 46 Heinrich von Kärnten I. ca. 1265 1335 1306, 1307-1310 Schwiegersohn Wenzels II.
34 45 Rudolf von Habsburg I. 1281 1307 1306-1307 Stiefvater Wenzels III.
35 47 Johann I. 1296 1346 1310-1346 Schwiegersohn Wenzels II.
36 48 Karl I. IV. 1316 1378 1346-1378 Enkel Wenzels II.
37 49 Wenzel IV. řím. král 1361 1419 1378-1419 Sohn Karls I./IV.
38 50 Sigismund I. ja 1368 1437 1419-1437 Sohn Karls I./IV.
39 51 Albrecht I. II. řím. král 1397 1439 1437-1439 Schwiegersohn Sigismunds
40 52 Ladislaus Postumus I. 1440 1457 1440, 1453-1457 Enkel Sigismunds
41 53 Georg von Podiebrad ja 1420 1471 1458-1471 mit dem Herrscherhaus nicht verwandt
gleichzeitig gleichzeitig Matthias I. Corvinus ja 1443 1490 1469-1490 Gegenkönig, mit dem Herrscherhaus nicht verwandt
Jagiellonen
42 54 Vladislav II. 1427 1492 1471-1516 Urenkel Sigismunds
43 55 Ludwig I. 1503 1547 1516-1526 Sohn Vladislavs II.
44 56 Ferdinand I. I. 1503 1564 1526-1564 Schwiegersohn Vladislavs II.
45 57 Maximilian ja II. 1527 1576 1564-1576 Enkel Vladislavs II.
46 58 Rudolf II. II. 1552 1612 1576-1611 Urenkel Vladislavs II.
47 59 Matthias ja ja 1557 1619 1611-1619 Urenkel Vladislavs II.
48 60 Ferdinand II. II. 1578 1637 1617-1637 Urenkel Vladislavs II.
gleichzeitig gleichzeitig Friedrich von der Pfalz 1619-1620 Gegenkönig aus dem Wittelsbacher Haus
49 61 Ferdinand III. III. 1608 1657 1637-1657 Sohn Ferdinands II.
50 62 Ferdinand IV. IV. 1633 1654 1646-1654 Sohn Ferdinands III.
51 63 Leopold I. I. 1640 1705 1657-1705 Sohn Ferdinands III.
52 64 Joseph I. I. 1678 1711 1705-1711 Sohn Leopolds I.
53 65 Karl II. VI. 1685 1740 1711-1740 Sohn Leopolds I.
54 66 Maria Theresia 1717 1780 1740-1780 Tochter Karls II./VI.
gleichzeitig gleichzeitig Karl (III.) 1697 1745 1741-1742 Gegenkönig aus dem Wittelsbacher Haus
Habsburg-Lothringen
55 67 Joseph II. II. 1741 1790 1780-1790 Sohn Maria Theresias
56 68 Leopold II. II. 1474 1792 1790-1792 Sohn Maria Theresias
57 69 Franz I. II. 1768 1835 1792-1835 Sohn Leopolds II.
57 69 Franz I. I. 1768 1835 1792-1835 Sohn Leopolds II.
58 70 Ferdinand V. I. 1793 1875 1835-1848 Sohn Franz´ II./I.
59 74 Franz Joseph I. I. 1830 1916 1848-1916 Enkel Franz´ II./I.
60 72 sel. Karl III. I. 1887 1922 1916-1918 Urenkel Franz´ II./I.
61 Otto 1912 2011 Sohn sel. Karls III./I.
62 Karel 1961 Sohn Ottos
Ferdinand Zvonimir 1997 Sohn Karls
nástupnické právo
Otakar Ryšavý
Tel.: 607 682 856
Stellvertretender Obmann
Tel.: 605 516 666
Michal Sklenička
Tel.: 731 627 429
RNDr. Radim Špaček
Obmann der Böhmischen Krone
Tel.: 603 778 312
JUDr. Petr Krátký
Stellvertretender Obmann der Böhmischen Krone
Tel.: 724 464 351
Svatopluk Novotný
Landeshauptmann Böhmens
Tel.: 776 633 336
MVDr. Jiří Čížek
Landeshauptmann Mährens
Tel.: 702 924 803
Jaroslav Vavříček
Landeshauptmann Schlesiens
Tel.: 603 831 422
Vojtěch Círus
Tel.: 773 942 682
Matěj Čadil
Tel.: 773 626 429
Tel.: 731 732 608
Jindřich Holub
Tel.: 776 771 203
Ing. Libor Novák
Miroslav Pošvář
Theodor Sarkisjan
Samuel Tomek
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Reg.-Nr.: VSC/1-3275/91
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FIO banka: 2301205375 / 2010 (transparentes Konto – Wahlkampf)
Übersicht der in Geld bewertbaren unentgeltlichen Leistungen:
Keine in Geld bewertbaren unentgeltlichen Leistungen wurden von der Partei empfangen.
Obmann der BK: Radim Špaček
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