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Timestamp: 2016-10-22 05:30:05+00:00

Document:
Pr�sidentin Leuzinger, Bundesrichter Seiler und nebenamtlicher Richter Weber; Gerichtsschreiber Traub
R.________, 1957, Beschwerdef�hrer, vertreten durch F�rsprecher Thomas Zbinden, Cit� Bellevue 6, 1707 Freiburg,
Der 1957 geborene R.________, der aufgrund seiner Erwerbst�tigkeit als Bauarbeiter bei der Firma A.________ AG obligatorisch bei der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (SUVA) gegen die Folgen von Unf�llen versichert war, erlitt am 16. August 2002 einen Verkehrsunfall. Das von ihm - resp., gem�ss Polizeirapport, von seinem Bruder - gelenkte Fahrzeug kollidierte mit einem entgegenkommenden Fahrzeug. Die medizinische Erstbehandlung erfolgte durch einen Arzt der UNO-Truppen in einem Milit�rspital in Kosovo. Dieser diagnostizierte ein Schleudertrauma. Eine R�ntgenuntersuchung ergab keine Verletzung der Hals-, Brust- oder Lendenwirbels�ule. Am folgenden Tag wurde R.________ bereits aus der Behandlung entlassen. Am 20. August 2002 fand die medizinische Erstbehandlung in der Schweiz bei Dr. G.________, Allgemeine Medizin FMH, statt. Dr. G.________ diagnostizierte eine Commotio cerebri, ein Distorsionstrauma der Halswirbels�ule nach Frontalkollision sowie eine Kontusion der Brustwirbels�ule. Der untersuchende Arzt berichtete von einem theatralischen Gebaren des Versicherten "mit starkem verbalen Ausdruck von Schmerzen". Eine radiologische Untersuchung im Spital und Pflegeheim des Bezirks X.________ ergab keine Hinweise auf traumatische oss�re L�sionen im Bereich von Hals- und Brustwirbels�ule. SUVA-Kreisarzt Dr. B.________ diagnostizierte am 10. Oktober 2002 eine Brust- und R�ckenprellung bei degenerativen Ver�nderungen der Halswirbels�ule. Aktuell sei noch ein leichtes Lendenwirbelsyndrom mit funktionellen Einschr�nkungen, aber ohne neurologische Ausf�lle, feststellbar. Dr. G.________ berichtete am 3. Oktober 2002 von R.________ als einem ziemlich schmerzempfindlichen Patienten, der Angst vor einem weiteren Unfall auf der Baustelle habe. Vom 4. Dezember 2002 bis zum 29. Januar 2003 hielt sich R.________ in der Klinik Y.________ auf. Dort wurden im neurologischen Bereich, bis auf geringe Beeintr�chtigungen im Gleichgewichtssystem, keine St�rungen festgestellt und eine neuropsychologische Untersuchung nicht als indiziert betrachtet. Aus psychosomatischer Sicht konnte keine St�rung von Krankheitswert festgestellt werden. Ab dem 10. M�rz 2003 bestand eine Arbeitsf�higkeit von 50 % und ab dem 24. April 2003 eine solche von 100 %. In der Folge nahm R.________ seine Arbeit nur zu 50 % (halbtags) auf. SUVA-Kreisarzt Dr. B.________ betrachtete den Status quo sine ab Mitte Mai 2003 wieder als gegeben und erinnerte daran, dass die Halswirbels�ule degenerative Ver�nderungen aufweise. Der Hausarzt Dr. G.________ f�hrte aus, dass es R.________ angesichts des Krankheitsverlaufs nicht mehr m�glich sei, seine Arbeit als Bauarbeiter wieder aufzunehmen (Bericht vom 29. Juni 2003). Am 20. Mai 2003 k�ndigte die Arbeitgeberin das Arbeitsverh�ltnis per 31. August 2003.
Mit Verf�gung vom 27. Mai 2003 stellte die SUVA ihre Leistungen (Taggeld, Heilbehandlung) mit Wirkung ab dem 18. Mai 2003 ein. R.________ erhob Einsprache gegen die verf�gte Leistungseinstellung. In einem von Dr. G.________ verfassten Bericht vom 5. September 2003 wurden die Schmerzen im Halswirbels�ulenbereich als unfall- und die Schmerzen im Bereich der Lendenwirbels�ule als krankheitsbedingt bezeichnet. Am 9. Januar 2003 kam Dr. S.________, Facharzt f�r Chirurgie bei der Abteilung Versicherungsmedizin der SUVA, zum Schluss, dass der Verlauf der k�rperlichen Beschwerden schon lange nicht mehr erkl�rt werden k�nne. Per exclusionem sei daher ein psychosomatisches Problem anzunehmen. Am 16. Januar 2004 wies die SUVA die Einsprache ab.
Mit Eingabe vom 29. April 2004 erhob R.________ Beschwerde beim Verwaltungsgericht des Kantons Freiburg. Im Rahmen dieses Verfahrens legte der Versicherte ein beim �rztlichen Begutachtungsinstitut GmbH Basel (im folgenden: ABI) eingeholtes Gutachten vom 17. Mai 2004 ins Recht. Im neurologischen Teilgutachten kommt Dr. E.________ zum Schluss, dass der Stellenwert des Unfalls f�r die Arbeitsunf�higkeit schwierig einzuordnen sei. Laut psychiatrischer Teilexpertise des Dr. U.________ bestehe an sich keine Einschr�nkung der Arbeitsf�higkeit. Aufgrund der Anpassungsst�rung sei die Leistungsf�higkeit jedoch zu 20 % eingeschr�nkt. Insgesamt kommt das ABI zum Schluss, dass die objektiven Befunde an der Halswirbels�ule �berwiegend wahrscheinlich in einem nat�rlichen Kausalzusammenhang mit dem Unfall vom 16. August 2002 st�nden. Die unfallfremden Faktoren seien zu 50 % an der Entwicklung des gesundheitlichen Zustands beteiligt. In seiner Stellungnahme zum Gutachten des ABI hielt Dr. S.________ an seiner Beurteilung fest, dass keine Leistungspflicht der SUVA mehr gegeben sei. Ohne fundierte k�rperliche Diagnose (speziell im neurologischen Bereich) gebe es keine rationale Begr�ndung f�r eine Einschr�nkung der Arbeitsf�higkeit.
R.________ f�hrt Verwaltungsgerichtsbeschwerde mit den Rechtsbegehren, es sei ihm mit Wirkung ab dem 19. Mai 2003 eine Invalidenrente zuzusprechen; eventuell sei die Sache zur Bestimmung der gesetzlichen Leistungen an die Vorinstanz zur�ckzuweisen. �berdies beantragt der Versicherte, die SUVA sei dazu zu verhalten, ihm Gutachterkosten in H�he von Fr. 13'000.- nebst 5 % Zins ab dem 17. August 2004 zu erstatten.
1.1 Strittig ist, ob nach dem Zeitpunkt des Fallabschlusses am 18. Mai 2003 noch eine Leistungspflicht des Unfallversicherers besteht. Das am 1. Januar 2003 in Kraft getretene ATSG ist vollumf�nglich anwendbar.
1.2 Das kantonale Gericht hat die Rechtsprechung zu dem f�r die Leistungspflicht des Unfallversicherers vorausgesetzten nat�rlichen Kausalzusammenhang im Allgemeinen (BGE 119 V 337 Erw. 1) und bei Schleudertraumen der Halswirbels�ule oder �quivalenten Verletzungsmechanismen im Besonderen (BGE 119 V 340 Erw. 2b/aa; RKUV 2000 Nr. U 359 S. 29) zutreffend dargelegt. Darauf wird verwiesen. Entsprechendes gilt f�r die von der Judikatur entwickelten Grunds�tze zum Erfordernis des ad�quaten Kausalzusammenhanges im Allgemeinen (BGE 125 V 461 Erw. 5a mit Hinweisen) sowie insbesondere bei psychischen Unfallfolgen (BGE 115 V 133) und bei den Folgen eines Unfalles mit Schleudertrauma der Halswirbels�ule oder �quivalenten Verletzungen ohne organisch nachweisbare Funktionsausf�lle (BGE 117 V 359).
In formeller Hinsicht macht der Beschwerdef�hrer eine Verletzung des rechtlichen Geh�rs geltend. Die �rztlichen Beurteilungen des SUVA-Arztes Dr. S.________ vom 9. Januar und 12. Juli 2004 seien ihm nicht zug�nglich gemacht worden. Bei diesen Beurteilungen handelt es sich aber nicht um Gutachten oder Berichte anstaltsinterner �rzte, die den Beschwerdef�hrer selber untersucht haben, sondern - vor allem, was das lite pendente verfasste Schriftst�ck betrifft (vgl. BGE 114 V 237) - letztlich um Parteibehauptungen der Beschwerdegegnerin. Im �brigen hat die Beschwerdegegnerin die �rztliche Beurteilung des Dr. S.________ vom 9. Januar 2004 in ihrem Einspracheentscheid doch zu einem nicht unwesentlichen Teil w�rtlich wiedergegeben. Wenn der Beschwerdef�hrer diesen Bericht nach Erhalt des Einspracheentscheides integral einsehen wollte, so h�tte er, der bereits damals durch seinen Rechtsschutzversicherer vertreten war, ihn ohne Probleme von der SUVA in Kopie anfordern k�nnen. Demgem�ss kann nun nicht nachtr�glich eine Verletzung des rechtlichen Geh�rs behauptet werden. Dasselbe gilt bez�glich der �rztlichen Beurteilung des Dr. S.________ vom 12. Juli 2004. Die Vorinstanz hat dieses Dokument der damaligen Rechtsvertreterin des Beschwerdef�hrers am 10. September 2004 zugestellt; diese hat von der ihr er�ffneten M�glichkeit, Gegenbemerkungen anzubringen, am 8. Oktober 2004 Gebrauch gemacht. Der Einwand der Verletzung des rechtlichen Geh�rs ist somit auch hier nicht stichhaltig.
3.1 Aufgrund des ausgewiesenen Unfallhergangs sowie der initial aufgetretenen Beschwerden ist - wenn auch nicht mit Sicherheit, so doch mit dem relevanten Beweismass der �berwiegenden Wahrscheinlichkeit (BGE 126 V 360 Erw. 5b) - davon auszugehen, dass der Beschwerdef�hrer beim Unfall vom 12. August 2002 ein Schleudertrauma der Halswirbels�ule erlitten hat. Die Frage, ob f�r die vom Versicherten nach dem 18. Mai 2003 geltend gemachten Beschwerden die nat�rliche Kausalit�t gegeben sei - dabei gen�gt es, wenn das Unfallereignis zumindest eine Teilursache der geltend gemachten Beschwerden bildet (BGE 121 V 329 Erw. 2a) -, kann vorliegend offen bleiben, da, wie weiter unten dargelegt wird, der ad�quate Kausalzusammenhang nicht gegeben ist.
3.2 Entsprechend verh�lt es sich mit Bezug auf die weitere Frage, ob ein leichtes Sch�deltrauma stattgefunden habe. Die Vorinstanz stellte fest, es best�nden keine Hinweise f�r bleibende Sch�den im Rahmen einer leichten traumatischen Hirnverletzung, obwohl der behandelnde Hausarzt Dr. G.________ aus den Angaben des Versicherten auf das Vorliegen einer Commotio cerebri (Gehirnersch�tterung) schloss. Nach Lage der Akten l�sst sich dies zwar, wie von Dr. S.________ am 12. Juli 2004 zutreffend vermerkt, nicht nachweisen. Weder im Bericht des Spitals O.________ in Kosovo noch im �rtlichen Polizeibericht ist eine Ohnmacht des Beschwerdef�hrers belegt. Damit scheidet ein leichtes Sch�deltrauma aber nicht ohne weiteres aus; Umstand und Dauer einer allf�lligen Bewusstlosigkeit spielen im Zusammenhang mit der Frage nach dem Vorliegen von Hirnleistungsst�rungen keine ausschlaggebende Rolle (BGE 117 V 378 Erw. 3d). Mangels ad�quaten Kausalzusammenhangs der geklagten Beschwerden mit dem Unfallereignis kann die Frage des Vorhandenseins einer Commotio cerebri letztlich aber ebenfalls offen gelassen werden.
4.1 Zwischen dem Unfallereignis vom 16. August 2002 und der Einstellung der Leistungen durch die SUVA am 18. Mai 2003 liegen bloss neun Monate. Im Hinblick auf die Beurteilung des ad�quaten Kausalzusammenhangs zwischen der gesundheitlichen Beeintr�chtigung und dem versicherten Unfall fragt sich daher, ob die Pr�fung nicht verfr�ht vorgenommen worden sei. Bei Schleudertraumen oder schleudertrauma�hnlichen Verletzungen der Halswirbels�ule und bei Sch�del-Hirntraumen lassen sich die massgebenden Kriterien grunds�tzlich erst nach Abschluss des unfallbedingten Heilungsprozesses beurteilen und nicht, solange von einer Fortsetzung der �rztlichen Behandlung noch immer eine Besserung erwartet werden kann (Urteile C. vom 15. M�rz 2005, U 380/04, Erw. 4.2, K. vom 11. Februar 2004, U 246/03, Erw. 2.4, und A. vom 6. November 2001, U 8/00, Erw. 3). Da im Zeitpunkt der Leistungseinstellung indes keine �rztliche Behandlung mehr im Gange war, von welcher eine Besserung des Gesundheitszustandes erwartet werden konnte, durfte die SUVA im Mai 2003 zum Fallabschluss schreiten.
4.2.1 Beschwerdegegnerin und Vorinstanz sind bei der Ad�quanzbeurteilung nach BGE 115 V 133 (insbesondere 140 Erw. 6c/aa) vorgegangen, w�hrend der Beschwerdef�hrer die Rechtsprechung gem�ss BGE 117 V 366 Erw. 6a angewandt haben will. Letztere besagt, dass f�r die Beurteilung des ad�quaten Kausalzusammenhangs zwischen einem Unfall mit Schleudertrauma der Halswirbels�ule und in der Folge eingetretenen Beschwerden - im Gegensatz zu den bei psychischen Fehlentwicklungen relevanten Kriterien gem�ss BGE 115 V 140 Erw. 6c/aa - auf eine Differenzierung zwischen physischen und psychischen Komponenten verzichtet wird, weil es nicht entscheidend ist, ob Beschwerden medizinisch eher als organischer und/oder psychischer Natur bezeichnet werden (BGE 117 V 367 Erw. 6a in fine).
4.2.2 Bei der Beurteilung der Ad�quanz von organisch nicht (hinreichend) nachweisbaren Unfallfolgesch�den ist rechtsprechungsgem�ss (BGE 127 V 103 Erw. 5b/bb mit Hinweisen) wie folgt zu differenzieren: Zun�chst ist abzukl�ren, ob die versicherte Person beim Unfall ein Schleudertrauma der Halswirbels�ule, eine dem Schleudertrauma �quivalente Verletzung (SVR 1995 UV Nr. 23 S. 67 Erw. 2) oder ein Sch�del-Hirntrauma erlitten hat. Ist dies nicht der Fall, gelangt die Rechtsprechung gem�ss BGE 115 V 140 Erw. 6c/aa zur Anwendung. Ergeben die Abkl�rungen, dass die versicherte Person eine der soeben erw�hnten Verletzungen erlitten hat, muss beurteilt werden, ob die zum typischen Beschwerdebild einer solchen Verletzung geh�renden Beeintr�chtigungen (vgl. dazu BGE 119 V 337 Erw. 1, 117 V 360 Erw. 4b) zwar teilweise vorliegen, im Vergleich zur psychischen Problematik aber ganz in den Hintergrund treten. Trifft dies zu, sind f�r die Ad�quanzbeurteilung ebenfalls die in BGE 115 V 140 Erw. 6c/aa f�r Unf�lle mit psychischen Folgesch�den aufgestellten Grunds�tze massgebend; andernfalls erfolgt die Beurteilung der Ad�quanz gem�ss den in BGE 117 V 366 Erw. 6a und 382 Erw. 4b festgelegten Kriterien (BGE 123 V 99 Erw. 2a). Die Ad�quanz des Kausalzusammenhangs ist also im Sinne von BGE 123 V 99 Erw. 2a unter dem Gesichtspunkt einer psychischen Fehlentwicklung nach Unfall zu beurteilen, wenn die psychische Problematik bereits unmittelbar nach dem Unfall eindeutige Dominanz aufweist. Wird die Rechtsprechung gem�ss BGE 123 V 99 Erw. 2a in einem sp�teren Zeitpunkt angewendet, ist zu pr�fen, ob im Verlauf der Entwicklung vom Unfall bis zum Beurteilungszeitpunkt die physischen Beschwerden gesamthaft nur eine sehr untergeordnete Rolle gespielt haben und damit ganz in den Hintergrund getreten sind. Nur wenn dies zutrifft, ist die Ad�quanz nach der Rechtsprechung zu den psychischen Unfallfolgen (BGE 115 V 133) zu beurteilen (RKUV 2002 Nr. U 465 S. 437).
Gleiches gilt, wenn die im Anschluss an den Unfall auftretenden psychischen St�rungen nicht zum typischen Beschwerdebild eines Traumas der Halswirbels�ule geh�ren. Erforderlichenfalls ist vor der Ad�quanzbeurteilung zu pr�fen, ob es sich bei den geklagten psychischen Beeintr�chtigungen um Symptome des erlittenen Traumas oder aber um eine selbst�ndige (sekund�re) Gesundheitssch�digung handelt, wobei f�r die Abgrenzung insbesondere Art und Pathogenese der St�rung, das Vorliegen konkreter unfallfremder Faktoren oder der Zeitablauf von Bedeutung sind (RKUV 2001 Nr. U 412 S. 80; Urteil P. vom 30. September 2005, U 277/04, Erw. 2.1 und 2.2).
4.2.3 Aufgrund der medizinischen Akten sind keine organischen Befunde nachgewiesen, welche die geklagten massiven Beschwerden (Kopf-, Nacken- und Kreuzschmerzen) zu erkl�ren verm�chten. Schon der den Beschwerdef�hrer behandelnde Hausarzt Dr. G.________ wies am 3. Oktober 2002 darauf hin, dass es sich beim Beschwerdef�hrer um einen ziemlich schmerzempfindlichen und �ngstlichen Patienten handle. Gem�ss Bericht der Klinik Y.________ vom 21. Februar 2003 waren bei Austritt keine direkten Unfallfolgen mehr nachweisbar; insbesondere aus neurologischer Sicht k�nnten, bis auf eine geringe Beeintr�chtigung im Gleichgewichtssystem, keine Beeintr�chtigungen festgestellt werden. SUVA-Kreisarzt Dr. B.________ nahm an, Mitte Mai 2003 sei der Status quo ante eingetreten (Bericht vom 8. Mai 2003). Gleichzeitig vermerkte Dr. B.________ nicht organische Waddell-Symptome. Dr. G.________ stellte in seinem Bericht vom 29. Juni 2003 eine zunehmende Fixierung des Beschwerdef�hrers auf sein Leiden fest. In dem vom Beschwerdef�hrer eingeholten Gutachten des ABI vom 17. Mai 2004 wird die Arbeitsunf�higkeit aus neurologischer Sicht zwar als unfallkausal bezeichnet. Belege oder eine nachvollziehbare Begr�ndung sind jedoch in der neurologischen und neuropsychologischen Teilbegutachtung nicht enthalten. Vielmehr wird festgehalten, dass sich die Exploration schwierig gestalte; die klinischen Untersuchungsbefunde und auch das spontane Bewegungsverhalten st�nden in einem gewissen Kontrast zum subjektiv geltend gemachten massiven Leidensdruck. In der Untersuchungssituation gebe es deutliche Zeichen der funktionellen �berlagerung mit positiv gepr�ften Waddell-Zeichen. Dies sind Indizien f�r eine nicht-organische Pathologie (vgl. Stebler/Putzi/Michel, Lumbale R�ckenschmerzen - Diagnostik, in: Schweiz Med Forum Nr. 9, 2001, S. 205 ff., insbesondere S. 207), welche die Annahme st�tzen, dass keine organischen Ursachen f�r die vom Beschwerdef�hrer geklagten Leiden vorhanden sind. Sind mindestens drei der f�nf Waddell-Zeichen positiv, spricht dies f�r eine nicht-nozizeptive (d.h. nicht an der Aufnahme, Weiterleitung und zentralnerv�sen Verarbeitung von noxischen Signalen beteiligte) Schmerzursache (Stebler/Putzi/Michel, a.a.O., S. 207 unten). Fraglich ist �berdies, ob der Beschwerdef�hrer tats�chlich gar keine T�tigkeiten mehr aus�bt und nur noch Spazierg�nge macht, Zeitungen liest, fernsieht und sich dann wieder hinlegt, wie im Gutachten des ABI geschildert wird, wenn gleichzeitig aufgrund der deutlichen Handbeschwielung beidseits sich erkennen l�sst, dass "der Explorand im Alltag gem�ss der medizinisch-theoretisch zumutbaren Arbeitsf�higkeit auch lebt". Insgesamt ist die psychische Beeintr�chtigung, die in Anbetracht der sowohl von SUVA-Kreisarzt Dr. B.________ wie auch gem�ss Gutachten des ABI festgestellten Waddell-Zeichen in Zusammenhang mit psychosozialen Problemen des Beschwerdef�hrers steht, nicht dem Umstand zuzuschreiben, dass beim Unfall �berwiegend wahrscheinlich eine Distorsion der Halswirbels�ule erfolgte. Stattdessen muss angenommen werden, dass die psychische Problematik bereits unmittelbar nach dem Unfall eindeutige Dominanz aufwies; anderswie l�sst sich die Diskrepanz zwischen den subjektiv geklagten Beschwerden und den objektiv feststellbaren Befunden nicht erkl�ren. Sind die aufgetretenen psychischen Probleme nicht bloss Symptome der anl�sslich des Unfalls �berwiegend wahrscheinlich erlittenen Distorsionsverletzung der Halswirbels�ule, sondern als selbst�ndige sekund�re Gesundheitssch�digung zu beurteilen, ist bei der Ad�quanzpr�fung gem�ss den in BGE 115 V 140 Erw. 6c/aa f�r Unf�lle mit psychischen Folgesch�den aufgestellten Kriterien vorzugehen (in diesem Sinne: RKUV 2001 Nr. U 412 S. 79 Erw. 2b; Urteile B. vom 7. August 2002, U 313/01, Erw. 2.2 und B. vom 23. M�rz 2005, U 457/04, Erw. 5.2.).
4.3 Im kantonalen Gerichtsentscheid wird f�r die Ad�quanzbeurteilung von einem mittelschweren Ereignis ausgegangen.
4.3.1 Nicht gefolgt werden kann dem Beschwerdef�hrer, der einen schweren Unfall annehmen will. Die Schwere des Unfalls beurteilt sich prim�r anhand des Unfallgeschehens und nicht nach den erlittenen Verletzungen; nur wenn sich das Unfallgeschehen nicht mehr genau rekonstruieren l�sst, kann dessen Schweregrad anhand der erlittenen Verletzungen erfasst werden (nicht ver�ffentlichtes Urteil S. vom 31. Dezember 1991, U 7/89, Erw. 5a). Entscheidend ist demnach, dass das aktenkundige Unfallgeschehen praxisgem�ss dem mittelschweren Bereich - angrenzend zu den schweren Unf�llen - zuzuordnen ist (zur Kasuistik vgl. RKUV 2005 Nr. U 555 S. 324 Erw. 3.4, 1999 Nr. U 330 S. 122 Erw. 4b/bb).
4.3.2 Die Ad�quanz der psychischen Unfallfolgen ist daher zu bejahen, wenn eines der in BGE 115 V 140 Erw. 6c/aa erw�hnten Kriterien in besonders ausgepr�gter Weise erf�llt ist oder die massgebenden Kriterien in geh�ufter oder auffallender Weise erf�llt sind. Bei der Pr�fung der einzelnen Kriterien sind nur die organisch bedingten Beschwerden zu ber�cksichtigen, w�hrend die psychisch begr�ndeten Anteile, deren hinreichender Zusammenhang mit dem Unfall Gegenstand der Pr�fung bildet, ausgeklammert bleiben. Der Unfall vom 16. August 2002 hat sich weder unter besonders dramatischen Begleitumst�nden ereignet noch ist das Geschehen als besonders eindr�cklich zu werten. Zwar ist aufgrund des Polizeiberichtes und der (in relativ schlechter Qualit�t) bei den Akten liegenden Kopien der Fotografien der am Unfall beteiligten Fahrzeuge auf einen Totalschaden des vom Beschwerdef�hrer gelenkten Fahrzeuges zu schliessen. Gegen eine besondere Eindr�cklichkeit und Schwere des Unfalles spricht aber die nicht notwendig gewordene Spitalbehandlungsbed�rftigkeit. Nach der medizinischen Erstbehandlung durch die KFOR-Einheit, bei welcher keine Beeintr�chtigung von Aktivit�ten und auch keine Anzeichen von akuten Verletzungen des R�ckgrates festgestellt wurden, konnte der Beschwerdef�hrer als ordentlicher Flugpassagier die R�ckkehr in die Schweiz antreten. Eine Distorsionsverletzung der Halswirbels�ule kann nicht per se als schwere Verletzung respektive als Verletzung besonderer Art betrachtet werden. Es bedarf hierzu im Einzelfall einer besonderen Schwere der f�r ein Schleudertrauma typischen Beschwerden oder besonderer Umst�nde, welche das Beschwerdebild beeinflussen k�nnen (Urteile C. vom 28. April 2005, U 386/04, Erw. 5.2, D. vom 4. September 2003, U 371/02, T. vom 6. Februar 2002, U 61/00, und D. vom 16. August 2001, U 21/01; vgl. auch SZS 45/2001 S. 448). Solche Gegebenheiten fehlen hier. Im Arztzeugnis des erstbehandelnden Arztes Dr. G.________ werden keine aussergew�hnlich schweren Symptome geschildert. SUVA-Kreisarzt Dr. B.________ konnte anl�sslich der Untersuchung vom 8. Oktober 2002 auch keine Symptome feststellen, die auf ein besonders schweres Distorsionstrauma der Halswirbels�ule hindeuten w�rden (Bericht vom 10. Oktober 2002). Das Kriterium der Verletzung besonderer Art ist somit als nicht gegeben zu betrachten. Eine ungew�hnlich lange Dauer der auf das k�rperliche Leiden bezogenen �rztlichen Behandlung kann nicht festgestellt werden. Ebenso wenig liegen somatisch bedingte Dauerbeschwerden vor. Der Hausarzt, Dr. G.________, erkannte anl�sslich der Kontrolle vom 27. September 2002, dass es dem Beschwerdef�hrer bereits wesentlich besser gehe, und attestierte eine 50 %ige Arbeitsf�higkeit ab dem 14. Oktober 2002. Am 6. November 2002 berichtete dieser Arzt, der Versicherte habe ab dem 28. Oktober 2002 vollumf�nglich gearbeitet, bis am 4. November 2002 infolge erneuter Schmerzen wiederum eine umfassende Arbeitsunf�higkeit eingetreten sei. Im Rahmen des Aufenthalts in der Klinik Y.________ (4. Dezember 2002 bis 29. Januar 2003) wurden keine nachweisbaren direkten Unfallfolgen mehr festgestellt. Eine auf die somatischen Beschwerden zur�ckzuf�hrende lange andauernde Arbeitsunf�higkeit erscheint ebenso wenig ausgewiesen wie somatisch bedingte Dauerbeschwerden. Eine �rztliche Fehlbehandlung liegt nicht vor. Ein schwieriger Heilungsprozess mit erheblichen Komplikationen ist - bezogen auf die somatischen Beschwerden - ebenfalls nicht auszumachen. Die von der Beschwerdegegnerin mit Wirkung ab dem 18. Mai 2003 verf�gte Leistungseinstellung h�lt somit vor Bundesrecht stand.
4.3.3 Die medizinischen Abkl�rungen der Beschwerdegegnerin reichen aus, um die anspruchsaufhebenden Tatsachen zu belegen. So wurde der Gesundheitszustand des Beschwerdef�hrers im Rahmen seines Aufenthalts in der Klinik Y.________ umfassend beurteilt; danach fand im Mai 2003 eine weitere Untersuchung durch den SUVA-Kreisarzt statt. Nach der Rechtsprechung kommt auch Berichten und Gutachten versicherungsinterner �rzte Beweiswert zu, sofern sie als schl�ssig erscheinen, nachvollziehbar begr�ndet sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre Zuverl�ssigkeit bestehen (BGE 125 V 353 Erw. 3b/ee). Anhaltspunkte f�r eine Voreingenommenheit oder eine Befangenheit gegen�ber dem Beschwerdef�hrer sind, auch bei Anlegung eines strengen Massstabs, weder bei den Beurteilungen der �rzte der Klinik Y.________ noch beim SUVA-Kreisarzt auszumachen. Derweil ist bei den Beurteilungen durch den behandelnden Arzt der Erfahrungstatsache Rechnung zu tragen, dass Haus�rzte mitunter im Hinblick auf ihre auftragsrechtliche Vertrauensstellung im Zweifelsfall eher zu Gunsten ihrer Patienten aussagen (vgl. BGE 125 V 353 Erw. 3b/cc).
Der Beschwerdef�hrer beanstandet schliesslich, dass die Vorinstanz die Beschwerdegegnerin nicht zur �bernahme der Kosten des Gutachtens des ABI �ber Fr. 13'000.‑ verpflichtete.
5.1 Gem�ss Art. 61 lit. g ATSG hat die im Verfahren vor dem kantonalen Versicherungsgericht obsiegende Beschwerde f�hrende Person Anspruch auf Ersatz der Parteikosten. Diese werden vom Versicherungsgericht festgesetzt und ohne R�cksicht auf den Streitwert nach der Bedeutung der Streitsache und nach der Schwierigkeit des Prozesses bemessen. Zu den Parteikosten geh�ren neben den Vertretungskosten besondere Auslagen, die f�r Abkl�rungsmassnahmen entstanden sind, welche durch den Versicherer bzw. das kantonale Versicherungsgericht anzuordnen und durchzuf�hren gewesen w�ren, an deren Stelle jedoch durch die Partei veranlasst wurden (Ueli Kieser, ATSG-Kommentar, Art. 61 Rz. 96). Sodann �bernimmt der Versicherungstr�ger gem�ss Art. 45 Abs. 1 ATSG auch die Kosten der nicht von ihm angeordneten Abkl�rungsmassnahmen, wenn diese f�r die Beurteilung des Anspruchs unerl�sslich waren oder Bestandteil nachtr�glich zugesprochener Leistungen bilden. Nach der zu Art. 108 Abs. 1 lit. g UVG (g�ltig gewesen bis zum 31. Dezember 2002) ergangenen, unter der Herrschaft von Art. 45 Abs. 1 und Art. 61 lit. g ATSG weiterhin massgebenden Rechtsprechung hat der Unfallversicherer die Kosten eines vom Versicherten selbst veranlassten Privatgutachtens zu �bernehmen, wenn sich der medizinische Sachverhalt erst aufgrund des im kantonalen Beschwerdeverfahren beigebrachten Untersuchungsergebnisses schl�ssig feststellen l�sst und dem Unfallversicherer insoweit eine Verletzung der ihm nach dem Untersuchungsgrundsatz obliegenden Pflicht zur rechtsgen�glichen Sachverhaltsabkl�rung vorzuwerfen ist. Dem allgemeinen Rechtsgrundsatz entsprechend, wonach eine Partei unabh�ngig von einem allf�lligen Prozesserfolg die von ihr unn�tigerweise verursachten oder verschuldeten Kosten selber zu tragen hat, besteht ein Entsch�digungsanspruch auch dann, wenn der Unfallversicherer in der Sache selbst obsiegt (RKUV 2005 Nr. U 547 S. 222, Erw. 2.1, 2004 Nr. U 503 S. 186 mit Hinweisen; BGE 115 V 62).
5.2 Wie oben dargelegt, st�tzte die SUVA die Leistungseinstellung auf ausreichende Entscheidungsgrundlagen ab. Daher war das Gutachten des ABI, das auch nach der Beurteilung des Beschwerdef�hrers selbst von den bisherigen Ergebnissen nicht wesentlich abweicht, f�r die Entscheidfindung nicht notwendig. Die Beschwerdegegnerin hat deshalb die Kosten f�r die Erstellung des Privatgutachtens nicht zu �bernehmen. Die Verwaltungsgerichtsbeschwerde ist auch in diesem Punkt abzuweisen.

References: BGE 
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in fine
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 Art. 61
 Art. 61
 Art. 45
 Art. 108
 Art. 45
 Art. 61
 BGE