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Timestamp: 2017-12-14 08:25:41+00:00

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Tacheles Rechtsprechungsticker KW 24/2016 | Rechtsanwalt König in Göttingen für Strafrecht Arbeitsrecht Sozialrecht Ausländerrecht Rechtsanwalt in Göttingen für Strafrecht Arbeitsrecht Sozialrecht Ausländerrecht
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1. 1 Landessozialgericht Hamburg, Beschluss v. 27.05.2016 – L 4 AS 160/16 B ER – rechtskräftig
2. Das Aufenthaltsrecht des Kindes – und damit auch dasjenige seiner Eltern – gilt nach dem ausdrücklichen Wortlaut der Vorschrift ("beschäftigt gewesen ist") auch für die Kinder ehemaliger Wanderarbeitnehmer.
1. 2 Landessozialgericht Berlin-Brandenburg, Beschluss v. 03.03.2016 – L 29 AS 404/16 B ER – rechtskräftig
Zur Ablehnung von Mietschulden – Anordnungsgrund nicht glaubhaft gemacht
Baldige Wohnungs- bzw. Obdachlosigkeit droht noch nicht bereits dann, wenn eine Kündigung vorliegt und der Vermieter eine Räumungsklage – wie hier – lediglich angedroht hat.
1. 3 Landessozialgericht Nordrhein-Westfalen, Beschluss v. 18.03.2016 – L 7 AS 580/16 B ER – rechtskräftig
Zur Übernahme von Energieschulden – § 22 Abs. 8 SGB II – minderjährige Kinder im Haushalt – Folgenabwägung – Rechtsschutzbedürfnis im Eilverfahren – Entstehung der Verbindlichkeiten wurde von der Mutter grob fahrlässig verschuldet – keine Anwendung des Kopfteilprinzips bei der Feststellung der Darlehensbelastung
1. Schulden iSd § 22 Abs. 8 SGB II sind in aller Regel auf ein Fehlverhalten des Leistungsberechtigten zurückzuführen, allein ein solches steht einer Schuldenübernahme daher nicht entgegen (BSG, Urteil vom 17.06.2010 – B 14 AS 58/09 R).
3. Ein Anordnungsgrund ist nicht zu verneinen, weil die Antragstellerin zumutbare Selbsthilfemöglichkeiten nicht genutzt hätte (hierzu ausführlich Beschluss des Senats vom 18.08.2014 – L 7 AS 1289/124 B ER).
4. Nach der Rechtsprechung des BSG (BSG, Urteil vom 18.11.2014 – B 4 AS 3/14 R) ist ein Darlehen zur Deckung von Mietschulden unabhängig vom Kopfteilprinzip gleichmäßig auf diejenigen Personen aufzuteilen, die aus dem Mietvertrag verpflichtet sind. Dieser Grundsatz ist entsprechend auf die hier streitigen Energieschulden anzuwenden
Rechtstipp: ebenso im Ergebnis: Sächsisches LSG, Beschluss vom 24.02.2015 – L 2 AS 1444/14 B ER
2. 1 SG Berlin, Beschluss v. 02.06.2016 – S 167 AS 7009/16 ER
Zum rechtswidrigem Eingliederungsvereinbarungsverwaltungsakt – aufschiebende Wirkung – Verhandlungsphase
Rechtstipp: ebenso im Ergebnis: SG Berlin, Beschluss vom 20.05.2015 – S 206 AS 7996/15 ER, n.v.; SG Stuttgart, 21.05.2014 – S 18 AS 2698/14 ER und SG Dortmund, Beschluss vom 08.04.2015 – S 35 AS 594/15 ER
2. 2 Sozialgericht Berlin, Urteil v. 20.05.2016 – S 37 AS 14517/15 – Berufung zugelassen
2. 3 Sozialgericht Berlin, Urteil v. 27.05.2016 – S 37 AS 22238/15 – Berufung zugelassen
Werden ergänzend zu Nebeneinkommen aus kurzzeitiger Beschäftigung und Arbeitslosengeld nach § 136 SGB 3 SGB 2-Leistungen bezogen, ist neben dem tatsächlichen Nebeneinkommen nur das um dieses Einkommen bereinigte Arbeitslosengeld – ungeachtet des tatsächlichen Zuflusses – auf die SGB 2-Leistungen anzurechnen. ( so auch Durchführungshinweisen der BA (DA 11.67).
2. 5 Sozialgericht Chemnitz, Urteil v. 25.05.2016 – S 35 AS 3984/14 – Berufung zugelassen
Grundsicherung für Arbeitsuchende – Einkommensberücksichtigung und -berechnung – selbstständige Arbeit – Einkommenssteuernachzahlung ist Betriebsausgabe
Zur Anordnung der aufschiebenden Wirkung einer Klage gegen eine Eingliederungsvereinbarung – Rechtschutzbedürfniss – Dauer des Eingliederungsverwaltungsaktes – Bewerbungskosten – Maßnahme – Eingliederungsverwaltungsakt im Ganzen rechtswidrig
2. 7 Sozialgericht Aachen, Urteil v. 19.05.2016 – S 2 AS 305/15
4. 1 Landessozialgericht Nordrhein-Westfalen, Beschluss v. 06.06.2016 – L 20 SO 249/16 B ER – und – L 20 SO 250/16 B – rechtskräftig
Keine Leistungen nach dem SGB XII für bulgarische Staatsangehörige , wenn Sie nicht voll erwerbsgemindert im Sinne des § 43 SGB VI ist, sondern nach § 8 Abs. 1 SGB II erwerbsfähig – Nahtlosigkeitsregelung – § 44a Abs. 1 S. 7 SGB II ordne auch nicht nur eine bloß vorläufige Leistungspflicht i.S.d. § 43 SGB I an
Die Erwerbsfähigkeit der Leistungsberechtigten werde so lange fingiert, bis der Träger der anderen Leistung seine Zuständigkeit anerkannt habe oder über seinen Widerspruch entschieden worden sei (Bezugnahme auf Knapp in jurisPK-SGB II, 4. Auflage 2015, §44a Rn. 70 ff. m.w.N.; BSG, Urteil vom 02.04.2014 – B 4 AS 26/13 R).
4. 2 Hessisches Landessozialgericht, Beschluss v. 10.09.2015 – L 4 SO 225/14
Beschwerde vom BSG abgelehnt (BSG, 24.02.2016 – B 8 SO 103/15 B ).
Grabpflegekosten gehören nicht mehr zu den Kosten der Bestattung gemäß § 74 SGB XII ( vgl. BSG, Urteil v. 25. August 2011 – B 8 SO 20/10 R -).
Rechtstipp: im Ergebnis ebenso: LSG NRW, Beschluss v. 21.09.2006 – L 20 B 63/06 SO NZB
4. 3 Landessozialgericht Baden-Württemberg, Beschluss v. 06.06.2016 – L 2 SO 1902/16 ER-B
4. 4 Landessozialgericht Baden-Württemberg, Beschluss v. 11.04.2016 – L 2 SO 1151/16 ER-B
zu BFH , Urteil vom 04.02.2016 – III R 17/13
Berlin – Das Deutsche Institut für Menschenrechte kritisiert die im Entwurf des Integrationsgesetzes vorgesehene Änderung des § 29 Abs. 1 Nr. 4 Asylgesetz, die zu einer fundamentalen Beschneidung des Asylrechts führen könnte. Diese Regelung wurde nachträglich in den Entwurf aufgenommen und ist von der Bundesregierung bislang nicht öffentlich erwähnt worden.
12. Anmerkung zu: BGH 3. Zivilsenat, Urteil vom 31.03.2016 – III ZR 267/15 – Autor: Dr. Christiane Padé, Ri'inSG
3. Werden der Bewilligungsbescheid und der darin erklärte Schuldbeitritt nach Maßgabe der §§ 44 ff. SGB X aufgehoben, entfällt im Verhältnis zum Leistungserbringer der Rechtsgrund für Zahlungen des Sozialhilfeträgers. Wird der Bewilligungsbescheid mit Wirkung für die Vergangenheit zurückgenommen (§ 45 Abs. 2, 4 SGB X), sind bereits geleistete Zahlungen nach § 812 Abs. 1 Satz 2 Alt. 1 BGB auszugleichen (Bestätigung und Fortführung des Senatsurteils vom 07.05.2015 – III ZR 304/14 – BGHZ 205, 260).

References: § 22
 § 22
 § 136
 § 43
 § 8
 § 44
 § 43
 §44
 § 74
 § 29
 BGH 
 § 812