Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=MDR%201963,%2044
Timestamp: 2019-06-25 04:42:17+00:00

Document:
Rechtsprechung: MDR 1963, 44 - dejure.org
Weitere Entscheidung unten: BGH, 25.10.1962
BGH, 20.09.1962 - VII ZB 2/62
https://dejure.org/1962,496
BGH, 20.09.1962 - VII ZB 2/62 (https://dejure.org/1962,496)
BGH, Entscheidung vom 20.09.1962 - VII ZB 2/62 (https://dejure.org/1962,496)
BGH, Entscheidung vom 20. September 1962 - VII ZB 2/62 (https://dejure.org/1962,496)
Tipp: Um den Kurzlink (hier: https://dejure.org/1962,496) schnell in die Zwischenablage zu kopieren, können Sie die Tastenkombination Alt + R verwenden - auch ohne diesen Bereich zu öffnen.
NJW 1962, 2252
MDR 1963, 44
c) Wenn - wie hier im Prozessrechtsverhältnis zwischen der Beklagten zu 1 und dem Kläger - ein Rechtsstreit hinsichtlich eines abgrenzbaren Teils übereinstimmend in der Hauptsache für erledigt erklärt wird, ist für die Frage, ob die Berufungssumme erreicht ist, allein der nicht erledigte Teil der Hauptsache maßgebend (st. Rspr.;… vgl. BGH, Beschlüsse vom 12. April 2011 - VI ZB 44/10, VersR 2011, 1155 Rn. 4 mwN; vom 20. September 1962 - VII ZB 2/62, WM 1962, 1225; vom 12. März 1991 - XI ZR 148/90, NJW-RR 1991, 1210 unter II 2 b;… vom 31. Oktober 1991 - IX ZR 171/91, BGHR ZPO § 91a Abs. 1 Satz 1 Streitwert 2;… vom 4. Dezember 2007 - VI ZB 73/06, NJW 2008, 999 Rn. 8).
Diese Auffassung geht mit der Rechtsprechung des BGH einher, wonach Urteile, in denen über den restlichen Teil der Hauptsache und zugleich über die Kosten eines anderweitig erledigten Teils entschieden ist, nur aufgrund der Beschwer in der Hauptsache angefochten werden können (BGH Beschlüsse vom 20. September 1962 - VII ZB 2/62 - MDR 1963, 44 …und vom 17. Mai 1990 - IX ZB 9/90 - BGHR ZPO § 91 a Abs. 1 Satz 1 Streitwert 1).
Nach ständiger Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs erhöhen die anteiligen Prozesskosten nach übereinstimmender Teilerledigungserklärung den (Streitwert und) Wert der Beschwer zwar nicht, solange auch nur der geringste Teil der Hauptsache noch im Streit ist (BGH, Beschluss vom 20. September 1962 - VII ZB 2/62, NJW 1962, 2252, 2253;… zuletzt Beschluss vom 31. März 2011 - V ZB 236/10, NJW-RR 2011, 1026 Rn. 7 m.w.N.).
aa) Nach der ständigen Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs erhöhen die anteiligen Prozesskosten nach übereinstimmender Teilerledigungserklärung (den Streitwert und) den Wert der Beschwer nicht, solange auch nur der geringste Teil der Hauptsache - wie im vorliegenden Fall - noch im Streit ist (BGH, Beschlüsse vom 20. September 1962 - VII ZB 2/62, NJW 1962, 2252, 2253;… vom 17. Mai 1990 - IX ZB 9/90, BGHR ZPO § 91a Abs. 1 Satz 1 Streitwert 1;… vom 31. Oktober 1991 - IX ZR 171/91, BGHR ZPO § 91a Abs. 1 Satz 1 Streitwert 2; vom 15. März 1995 - XII ZB 29/95, NJW-RR 1995, 1089, 1090).
Ein gesonderter Beschluss nach § 91a ZPO ergeht nicht (BGH LM Nr. 5, Nr. 15 = NJW 1962, 2252;… Zöller-Vollkommer, aaO, § 91a ZPO Rn. 54).
BGH, 24.03.1994 - VII ZR 146/93
Zinsen als Hauptanspruch
Nach ständiger Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs sind Zinsen aus einem nicht oder nicht mehr im Streit stehenden Hauptanspruch Hauptforderungen im Sinne des § 4 Abs. 1 ZPO ohne Rücksicht darauf, ob ein anderer Teil des Hauptanspruchs in derselben Instanz noch anhängig ist (Senat, Beschluß vom 12. Dezember 1957 - VII ZR 135/57 = BGHZ 26, 174, bestätigt u.a. durch Beschluß vom 20. September 1962 - VII ZB 2/62 = NJW 1962, 2252 und Beschluß vom 6. August 1981 - III ZR 176/79 = WM 1981, 1092).
Denn wird - wie im Streitfall - nach übereinstimmender Teilerledigungserklärung durch Urteil zugleich in der Hauptsache und über die Kosten des erledigten Teils entschieden, so ist die Berufung nach der ständigen Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs nur zulässig, wenn der nicht erledigte Teil der Hauptsache die Berufungssumme erreicht (…vgl. Senatsbeschluss vom 4. Dezember 2007 - VI ZB 73/06, VersR 2008, 557 Rn. 8; BGH, Beschlüsse vom 20. September 1962 - VII ZB 2/62, MDR 1963, 44 f.; vom 23. Juli 1981 - III ZR 28/81, JurBüro 1981, 1489 f.;… vom 17. Mai 1990 - IX ZB 9/90, BGHR ZPO § 91a Abs. 1 Satz 1 Streitwert 1;… vom 31. Oktober 1991 - IX ZR 171/91, BGHR ZPO § 91a Abs. 1 Satz 1 Streitwert 2; vom 15. März 1995 - XII ZB 29/95, NJW-RR 1995, 1089, 1090;… vom 28. Februar 2007 - XII ZB 165/06, FamRZ 2007, 893 Rn. 10; OLG Karlsruhe, MDR 1996, 1298; KG…, Beschluss vom 12. November 2009 - 8 W 91/09, zitiert nach juris Rn. 4 jeweils mwN).
Rechtsmittel bei gemischter Kostenentscheidung
Die Kosten des erledigten Teils bleiben für die Beurteilung, ob die Berufungssumme erreicht ist, grundsätzlich außer Betracht (vgl. BGH, Beschluss vom 20. September 1962 - VII ZB 2/62, NJW 1962, 2252, 2253).
Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofes (vgl. weiterhin Beschl. v. 20. September 1962 - VII ZB 2/62, LM § 91 a ZPO Nr. 15 = NJW 1962, 2252 = MDR 1963, 44 = BB 1962, 1178) erhöhen die Kosten des laufenden Rechtsstreits den Streitwert nicht, solange auch nur der geringste Teil der Hauptsache im Streit ist.
An der Nichtberücksichtigung der anteiligen Prozeßkosten nach übereinstimmender Teilerledigungserklärung hat er indessen festgehalten (vgl. Beschl. v. 20. September 1962 aaO; v. 23. Juli 1981 - III ZR 28/81, JurBüro 1981, 1489 m. Anm. Mümmler; v. 20. Dezember 1984 - IX ZR 133/84;… v. 17. Mai 1990 - IX ZB 9/90, BGHR ZPO § 91 a Abs. 1 Satz 1 - Streitwert 1; v. 28. November 1990 - VIII ZB 27/90, WM 1991, 657 = NJW-RR 1991, 509 [BGH 28.11.1990 - VIII ZB 27/90]).
BGH, 23.07.1981 - III ZR 28/81
Rechtmäßigkeit einer Hinzurechnung der entfallenden Kosten auf den Beschwerdewert …
OLG Koblenz, 27.12.1985 - 14 W 753/85
Teilerledigung des Rechtstsreits; Kosteninteresse; Erledigter Streitwert
BGH, 25.10.1962 - VII ZR 57/61
https://dejure.org/1962,638
BGH, 25.10.1962 - VII ZR 57/61 (https://dejure.org/1962,638)
BGH, Entscheidung vom 25.10.1962 - VII ZR 57/61 (https://dejure.org/1962,638)
BGH, Entscheidung vom 25. Januar 1962 - VII ZR 57/61 (https://dejure.org/1962,638)
Tipp: Um den Kurzlink (hier: https://dejure.org/1962,638) schnell in die Zwischenablage zu kopieren, können Sie die Tastenkombination Alt + R verwenden - auch ohne diesen Bereich zu öffnen.
Rechtskraftwirkung der Verurteilung zu einer Leistung
BGHZ 38, 146
NJW 1963, 49
Ein anderes Ergebnis ergibt sich auch nicht unter Zugrundelegung des Rechtsgedankens, dass eine objektive Unmöglichkeit dann nicht vorliegt, wenn nur die ursprünglich vorgesehene Erfüllungsart undurchführbar geworden ist, die Leistung aber vom Schuldner in anderer Weise erbracht werden kann und die Änderung beiden Parteien zumutbar ist (BGHZ 38, 146, 149 = NJW 1963, 49; OLG München NJW-RR 2005, 616) .
Treten nach Abschluß eines Vertrages Hindernisse auf, die seinem Wirksamwerden (z. B. infolge Versagung behördlicher Genehmigung) oder der vorgesehenen Art der Vertragserfüllung entgegenstehen, so können die Parteien nach Treu und Glauben gehalten sein, in eine Vertragsänderung einzuwilligen, wenn ihnen diese nach der beiderseitigen Interessenlage und dem ursprünglichen vorgesehenen Interessenausgleich zugemutet werden kann (vgl. z. B. BGHZ 38, 146 (149) = NJW 1963, 49; BGHZ 67, 34 (36) = NJW 1976, 1939; BGH, NJW 1967, 830 = WM 1967, 257;… w. Nachw. bei Dürkes, Wertsicherungsklauseln, 9. Aufl., E I 1 Rdnrn. 4 bis 9).
Die Unmöglichkeit der Leistung ist dann zu verneinen, wenn die Verpflichtung des Schuldners in anderer Weise, als ursprünglich vorgesehen, erfüllbar ist und diese andere Art der Erfüllung den Parteien zugemutet werden kann (BGHZ 38, 146, 149).
Eine Unmöglichkeit der Leistung ist vielmehr dann zu verneinen, wenn die Verpflichtung des Schuldners in anderer Weise, als ursprünglich vorgesehen, erfüllbar ist und diese andere Art der Erfüllung dem Schuldner - nach sorgfältiger Abwägung der Interessenlage beider Vertragsteile - zugemutet werden kann (BGHZ 38, 146, 149).
Sie ist nicht gegeben, wenn nur die ursprünglich vorgesehene Erfüllungsart undurchführbar geworden ist, die Leistung aber vom Schuldner in anderer Weise erbracht werden kann und die Änderung beiden Parteien zuzumuten ist (BGH vom 25.10.1962 - VII ZR 57/61 - NJW 1963, 49), d. h., auch eine gegebenenfalls abgeänderte Leistung nicht in Frage kommt (BGH vom 25.06.1976 - V ZR 121/73 - BGHE 67, 34, 36).
Zwar ist in der Rechtsprechung anerkannt, daß Unmöglichkeit der Leistung dann nicht anzunehmen ist, wenn die Verpflichtung des Schuldners in anderer Weise als ursprünglich vorgesehen erfüllbar ist und die andere Art der Erfüllung dem Schuldner zuzumuten ist (vgl. BGHZ 38, 146, 149).
Die Wirkungslosigkeit eines Urteils wegen seines unmöglichen Inhalts beschränkt sich auf die Fälle, in denen das Urteil eine Rechtsfolge ausspricht, die ihrer Art nach dem geltenden Recht unbekannt ist (BGHZ 38, 146, 148) [BGH 25.10.1962 - VII ZR 57/61].
Bis dahin sind die mit dem Klageantrag geltend gemachten Ansprüche noch nicht fällig (Urteil des Senats vom 20. Juni 1962, V ZR 219/60, BGHZ 37, 233, 242/243; Urteil des VII. Zivilsenats vom 25. Oktober 1962, VII ZR 57/61, WM 1962, 1375).
Einer abschließenden Stellungnahme hierzu bedarf es indessen ebensowenig wie zu der weiteren Frage, ob der Übereignungsanspruch nicht auch deshalb als verfrüht abzuweisen wäre, weil die Teilfläche, deren Auflassung der Kläger begehrt, in dieser Form erst vermessen und als selbständiges Grundstück im Grundbuch eingetragen werden müßte (BGHZ 37, 233, 242 [BGH 20.06.1962 - V ZR 219/60]; Urteil vom 25. Oktober 1962, VII ZR 57/61, S. 12 f, WM 1962, 1375, 1377).
BGH, 13.04.1967 - VII ZR 289/64
Koppelung von Mietverträgen mit Möbelkäufen - Schadensersatz wegen entgangener …
BGH, 04.11.1964 - V ZR 151/62

References: § 91
 BGH 
 § 91
 § 91
 § 91
 § 91
 § 91
 § 4
 § 91
 § 91
 § 91
 § 91