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Timestamp: 2016-06-30 06:42:06+00:00

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Rechtsprechung: 1 BvR 1254/07 - dejure.org
Rechtsprechung BVerfG, 11.03.2008 - 1 BvR 2074/05, 1 BvR 1254/07 Volltextver�ffentlichungen (14)
Art. 2 Abs. 1 GG; Art. 1 Abs. 1 GG; Art. 8 EMRK; � 14 Abs. 5 HSOG; � 184 Abs. 5 LVwG SH; � 483 Abs. 3 StPOAutomatisierte Erfassung von Kraftfahrzeugkennzeichen; informationelle Selbstbestimmung (Schutzbereichser�ffnung bei einem "Trefferfall"; Eingriff; Vorbehalt des Gesetzes; Bestimmtheit; Erfordernis ausdr�cklicher Zweckbestimmung; Normenklarheit); verfassungskonforme Auslegung (Grenzen); Verh�ltnism��igkeit; gemischte Dateien (pr�ventive Zwecke; repressive Zwecke)
M�glichkeit einer automatisierten Erfassung von Kraftfahrzeugkennzeichen zum Zweck eines Abgleichs mit dem polizeilichen Fahndungsbestand; Gewinnung von pers�nlichkeitsrelevanten Informationen �ber einzelne Fahrten oder Zusammenstellung von Informationen �ber mehrere Einzelfahrten zu einem Bewegungsprofil; Erf�llung von verfassungsrechtlichen Anforderungen durch Benennung des Zwecks einer automatisierten Erfassung von Kraftfahrzeugkennzeichen; Nutzung der automatisierten Kennzeichenerfassung zur Feststellung der Identit�t des Halters eines Kraftfahrzeugs; Heimlichkeit einer staatlichen Ermittlungsma�nahme auf �ffentlichen Stra�en und Pl�tzen oder im �ffentlichen Verkehrsraum
Wird zitiert von ... (144) BVerfG, 02.03.2010 - 1 BvR 256/08 VorratsdatenspeicherungMa�geblich ist hierf�r insbesondere, ob die Ma�nahmen eine gro�e Streubreite haben und Dritte auch zuf�llig erfassen k�nnen (vgl. BVerfGE 109, 279 ; 113, 348 ; 120, 378 ).Darlegungen, durch die sich die Beschwerdef�hrer selbst einer Straftat bezichtigen m�ssten, sind damit zum Beleg der Selbstbetroffenheit nicht erforderlich (vgl. BVerfGE 109, 279 ; 113, 348 ; 120, 378 ).
BVerfG, 20.04.2016 - 1 BvR 966/09 BKA-GesetzAlle angegriffenen Befugnisse sind zudem am Grundsatz der Normenklarheit und Bestimmtheit zu messen, der der Vorhersehbarkeit von Eingriffen f�r die B�rgerinnen und B�rger, einer wirksamen Begrenzung der Befugnisse gegen�ber der Verwaltung sowie der Erm�glichung einer effektiven Kontrolle durch die Gerichte dient (vgl. BVerfGE 113, 348 ; 120, 378 ; 133, 277 ; stRspr).
AG Brandenburg, 22.01.2016 - 31 C 138/14 Keine Video�berwachung des Nachbargrundst�cks!Eine �berwachung mittels einer Kamera verletzt grunds�tzlich das allgemeine Pers�nlichkeitsrecht gem�� Art. 2 Abs. 1 in Verbindung mit Art. 1 Abs. 1 GG in seiner Auspr�gung als Grundrecht auf informationelle Selbstbestimmung (BVerfG, Beschluss vom 12.08.2010, Az.: 2 BvR 1447/10, u.a. in: DAR 2010, Seiten 574 f.; BVerfG, Beschluss vom 11.08.2009, Az.: 2 BvR 941/08, u.a. in: NJW 2009, Seiten 3293 f.; BVerfG, Urteil vom 11.03.2008, Az.: 1 BvR 2074/05, u.a. in: NJW 2008, Seiten 1505 ff.; BVerfG, Beschluss vom 23.02.2007, Az.: 1 BvR 2368/06, u.a. in: NVwZ 2007, Seiten 688 ff.; LG Potsdam, Urteil vom 29.05.2015, Az.: 1 S 35/12, u.a. in: BeckRS 2015, Nr.: 17524 unter Bezugnahme auf das Urteil des AG Brandenburg an der Havel vom 06.07.2012 zu dem Az.: 34 C 97/11; LG Potsdam, Urteil vom 22.04.2009, Az.: 13 S 9/09, u.a. in: BeckRS 2010, Nr.: 09078; St�ber, NJW 2015, Seiten 3681 ff.; Neuner, JuS 2015, Seiten 961 ff.; Elzer, NJW -, Seiten 3537 ff.; Reinhold, NJW 2009, Seiten 1787 f.).Das Recht auf informationelle Selbstbestimmung tr�gt Gef�hrdungen und Verletzungen der Pers�nlichkeit Rechnung, die sich f�r den Einzelnen, insbesondere unter den Bedingungen moderner Datenverarbeitung, aus informationsbezogenen Ma�nahmen ergeben (BVerfG, Beschluss vom 12.08.2010, Az.: 2 BvR 1447/10, u.a. in: DAR 2010, Seiten 574 f.; BVerfG, Beschluss vom 11.08.2009, Az.: 2 BvR 941/08, u.a. in: NJW 2009, Seiten 3293 f.; BVerfG, Urteil vom 11.03.2008, Az.: 1 BvR 2074/05, u.a. in: NJW 2008, Seiten 1505 ff.; BVerfG, Beschluss vom 23.02.2007, Az.: 1 BvR 2368/06, u.a. in: NVwZ 2007, Seiten 688 ff.; BVerfG, BVerfGE 115, Seiten 320 ff.; BVerfG, BVerfGE 115, Seiten 166 ff.; BVerfG, BVerfGE 113, Seiten 29 ff.; BVerfG, BVerfGE 65, Seiten 1 ff.; LG Potsdam, Urteil vom 29.05.2015, Az.: 1 S 35/12, u.a. in: BeckRS 2015, Nr.: 17524 mit Bezugnahme auf das Urteil des AG Brandenburg an der Havel vom 06.07.2012 zu dem Az.: 34 C 97/11; LG Potsdam, Urteil vom 22.04.2009, Az.: 13 S 9/09, u.a. in: BeckRS 2010, Nr.: 09078).Dieses Recht flankiert und erweitert den grundrechtlichen Schutz von Verhaltensfreiheit und Privatheit; es l�sst ihn schon auf der Stufe der Pers�nlichkeitsgef�hrdung beginnen (BVerfG, Urteil vom 11.03.2008, Az.: 1 BvR 2074/05, u.a. in: NJW 2008, Seiten 1505 ff.; AG Brandenburg an der Havel, Urteil vom 06.07.2012, Az.: 34 C 97/11).Sie k�nnen dar�ber hinaus mit anderen Datensammlungen zusammengef�gt werden, wodurch wiederum vielf�ltige Nutzungs- und Verkn�pfungsm�glichkeiten entstehen (BVerfG, Urteil vom 11.03.2008, Az.: 1 BvR 2074/05, u.a. in: NJW 2008, Seiten 1505 ff.; BVerfG, BVerfGE 115, Seiten 320 ff.; BVerfG, BVerfGE 65, Seiten 1 ff.; AG Brandenburg an der Havel, Urteil vom 06.07.2012, Az.: 34 C 97/11).Dadurch k�nnen weitere Informationen erzeugt und so Schl�sse gezogen werden, die sowohl die grundrechtlich gesch�tzten Privatinteressen des Betroffenen beeintr�chtigen als auch anschlie�ende Eingriffe in seine Verhaltensfreiheit nach sich ziehen k�nnen (BVerfG, Urteil vom 11.03.2008, Az.: 1 BvR 2074/05, u.a. in: NJW 2008, Seiten 1505 ff.; BVerfG, Beschluss vom 13.06.2007, Az.: 1 BvR 1550/03, u.a. in: NJW 2007, Seiten 2464 ff.; BVerfG, BVerfGE 115, Seiten 320 ff.; BVerfG, BVerfGE 113, Seiten 29 ff.; BVerfG, BVerfGE 65, Seiten 1 ff.; AG Brandenburg an der Havel, Urteil vom 06.07.2012, Az.: 34 C 97/11).Der mit solchen technischen M�glichkeiten einhergehenden gesteigerten Gef�hrdungslage entspricht der hierauf bezogene Grundrechtsschutz (BVerfG, Urteil vom 11.03.2008, Az.: 1 BvR 2074/05, u.a. in: NJW 2008, Seiten 1505 ff.; BVerfG, BVerfGE 115, Seiten 320 ff.; BVerfG, BVerfGE 113, Seiten 29 ff.; BVerfG, BVerfGE 65, Seiten 1 ff.; AG Brandenburg an der Havel, Urteil vom 06.07.2012, Az.: 34 C 97/11).Insofern gibt es unter den Bedingungen der elektronischen Datenverarbeitung keine schlechthin - also ungeachtet des Verwendungskontextes - belanglosen personenbezogen Daten mehr (BVerfG, Urteil vom 11.03.2008, Az.: 1 BvR 2074/05, u.a. in: NJW 2008, Seiten 1505 ff.; BVerfG, Beschluss vom 13.06.2007, Az.: 1 BvR 1550/03, u.a. in: NJW 2007, Seiten 2464 ff.; BVerfG, BVerfGE 65, Seiten 1 ff.; AG Brandenburg an der Havel, Urteil vom 06.07.2012, Az.: 34 C 97/11).Auch entf�llt der grundrechtliche Schutz nicht schon deshalb, weil die betroffene Information (z.B. das Hinaus- oder Hineingehen aus bzw. in ein Haus) �ffentlich vom Nachbargrundst�ck aus ggf. auch zu sehen w�re (BVerfG, Urteil vom 11.03.2008, Az.: 1 BvR 2074/05, u.a. in: NJW 2008, Seiten 1505 ff.; AG Brandenburg an der Havel, Urteil vom 06.07.2012, Az.: 34 C 97/11).Auch wenn der Einzelne sich "nur" aus seinem Haus begibt, sch�tzt das Recht der informationellen Selbstbestimmung dessen Interesse, dass die damit verbundenen personenbezogenen Informationen nicht im Zuge automatisierter Informationserhebung zur Speicherung mit der M�glichkeit der Weiterverwertung erfasst werden (BVerfG, Urteil vom 11.03.2008, Az.: 1 BvR 2074/05, u.a. in: NJW 2008, Seiten 1505 ff.; BVerfG, Beschluss vom 23.02.2007, Az.: 1 BvR 2368/06, u.a. in: NVwZ 2007, Seiten 688 ff.; AG Brandenburg an der Havel, Urteil vom 06.07.2012, Az.: 34 C 97/11; St�ber, NJW 2015, Seiten 3681 ff.; Neuner, JuS 2015, Seiten 961 ff.; Elzer, NJW -, Seiten 3537 ff.; Reinhold, NJW 2009, Seiten 1787 f.).Der Kl�ger muss jedoch nur solche Beschr�nkungen seines Rechts hinnehmen, die auf einer verfassungsm��igen gesetzlichen Grundlage beruhen (BVerfG, Urteil vom 11.03.2008, Az.: 1 BvR 2074/05, u.a. in: NJW 2008, Seiten 1505 ff.; BVerfG, Beschluss vom 13.06.2007, Az.: 1 BvR 1550/03, u.a. in: NJW 2007, Seiten 2464 ff.; BVerfG, BVerfGE 115, Seiten 320 ff.; BVerfG, BVerfGE 113, Seiten 348 ff.; BVerfG, BVerfGE 109, Seiten 279 ff.; BVerfG, BVerfGE 100, Seiten 313 ff.; OLG M�nchen, Beschluss vom 13.02.2012, Az.: 20 U 4641/11, u.a. in: CR 2012, Seiten 335 f.; LG Berlin, Beschluss vom 08.12.2014, Az.: 65 S 384/14; AG Brandenburg an der Havel, Urteil vom 06.07.2012, Az.: 34 C 97/11).Mit in den Blick zu nehmen ist dabei auch die Pers�nlichkeitsrelevanz der Informationen, die durch eine weitergehende Verarbeitung und Verkn�pfung von erfassten Informationen gewonnen werden k�nnen (BVerfG, Urteil vom 11.03.2008, Az.: 1 BvR 2074/05, u.a. in: NJW 2008, Seiten 1505 ff.; BVerfG, BVerfGE 115, Seiten 320 ff.; BVerfG, BVerfGE 65, Seiten 1 ff.; AG Brandenburg an der Havel, Urteil vom 06.07.2012, Az.: 34 C 97/11).Informationserhebungen gegen�ber Personen, die den Eingriff durch ihr Verhalten aber nicht veranlasst haben, sind grunds�tzlich von h�herer Eingriffsintensit�t als anlassbezogene (BVerfG, Urteil vom 11.03.2008, Az.: 1 BvR 2074/05, u.a. in: NJW 2008, Seiten 1505 ff.; BVerfG, BVerfGE 115, Seiten 320 ff.; BVerfG, BVerfGE 113, Seiten 348 ff.; BVerfG, BVerfGE 113, Seiten 29 ff.; BVerfG, BVerfGE 109, Seiten 279 ff.; BVerfG, BVerfGE 107, Seiten 299 ff.; BVerfG, BVerfGE 100, Seiten 313 ff.; AG Brandenburg an der Havel, Urteil vom 06.07.2012, Az.: 34 C 97/11).Werden somit ggf. Personen, die nicht den geringsten Erhebungsanlass gegeben haben, dem Wirkungsbereich einer Video�berwachung unterzogen, k�nnen von dieser Video�berwachung evtl. sogar allgemeine Einsch�chterungseffekte ausgehen, die zu Beeintr�chtigungen des Kl�gers bei der Aus�bung seiner Grundrechten f�hren k�nnen (BVerfG, Urteil vom 11.03.2008, Az.: 1 BvR 2074/05, u.a. in: NJW 2008, Seiten 1505 ff.; BVerfG, BVerfGE 113, Seiten 29 ff.; BVerfG, BVerfGE 65, Seiten 1 ff.; AG Brandenburg an der Havel, Urteil vom 06.07.2012, Az.: 34 C 97/11).Die Unbefangenheit des Verhaltens wird n�mlich insbesondere im Privatbereich eines Hausgrundst�cks gef�hrdet, wenn - so wie hier - ein st�ndiges Gef�hl des �berwachtwerdens durch die Videokameras der hiesigen Beklagten entsteht (BVerfG, Urteil vom 11.03.2008, Az.: 1 BvR 2074/05, u.a. in: NJW 2008, Seiten 1505 ff.; BVerfG, BVerfGE 115, Seiten 320 ff.; BVerfG, BVerfGE 107, Seiten 299 ff.; BGH, Urteil vom 16.03.2010, Az.: VI ZR 176/09, u.a. in: NJW 2010, Seiten 1533 f.; OLG M�nchen, Beschluss vom 13.02.2012, Az.: 20 U 4641/11, u.a. in: CR 2012, Seiten 335 f.; LG Detmold, Urteil vom 08.07.2015, Az.: 10 S 52/15, u.a. in: ZD 2015, Seiten 530 f.; LG Potsdam, Urteil vom 29.05.2015, Az.: 1 S 35/12, u.a. in: BeckRS 2015, Nr.: 17524; LG Potsdam, Urteil vom 22.04.2009, Az.: 13 S 9/09, u.a. in: BeckRS 2010, Nr.: 09078; LG Bonn, NJW-RR 2005, Seiten 1067 ff.; LG Darmstadt, NZM 2000, Seite 360; LG Berlin, Grundeigentum 1991, Seite 405; AG Dinslaken, Urteil vom 05.03.2015, Az.: 34 C 47/14, u.a. in: ZD 2015, Seiten 531 f.; AG Brandenburg an der Havel, Urteil vom 06.07.2012, Az.: 34 C 97/11; AG N�rtingen, Urteil vom 05.01.2009, Az.: 10 C 1850/08, u.a. in: NJW-RR 2009, Seiten 377 f.; AG Berlin-Charlottenburg, MM 2004, Seiten 77 f.; AG Aachen, NZM 2004, Seiten 339 f.; AG Berlin-Wedding, WuM 1998, Seiten 342 f.; AG Berlin-Lichtenberg, WuM 2008, Seite 331 = NJW-RR 2008, Seiten 1693 ff.).Das aber ist aber gerade bei der seriellen Erfassung von Informationen in gro�er Zahl (wie z.B. durch das Filmen mittels Kamera) grunds�tzlich immer der Fall (BVerfG, Urteil vom 11.03.2008, Az.: 1 BvR 2074/05, u.a. in: NJW 2008, Seiten 1505 ff.; AG Brandenburg an der Havel, Urteil vom 06.07.2012, Az.: 34 C 97/11).Die Intensit�t der individuellen Grundrechtsbeschr�nkung kann ferner durch die M�glichkeit einer heimlichen Vornahme der Ma�nahme erh�ht sein (BVerfG, Urteil vom 11.03.2008, Az.: 1 BvR 2074/05, u.a. in: NJW 2008, Seiten 1505 ff.; AG Brandenburg an der Havel, Urteil vom 06.07.2012, Az.: 34 C 97/11).Eine solche Ma�nahme stellt sich aber selbst als eine neuartige Eingriffsm�glichkeit mit potentiell hoher Pers�nlichkeitsrelevanz dar (BVerfG, Urteil vom 11.03.2008, Az.: 1 BvR 2074/05, u.a. in: NJW 2008, Seiten 1505 ff.; AG Brandenburg an der Havel, Urteil vom 06.07.2012, Az.: 34 C 97/11).Die besondere Schlagkraft und Eingriffsintensit�t eines derartigen Observationsmittels entsteht sowohl aus der Vervielfachung der Zahl der m�glichen Erfassungsvorg�nge (BVerfG, Urteil vom 11.03.2008, Az.: 1 BvR 2074/05, u.a. in: NJW 2008, Seiten 1505 ff.; BVerfG, BVerfGE 115, Seiten 320 ff.; BVerfG, BVerfGE 107, Seiten 299 ff.; AG Brandenburg an der Havel, Urteil vom 06.07.2012, Az.: 34 C 97/11) gegen�ber den bisherigen technischen M�glichkeiten als auch aus den durch die Automatisierung und Vernetzung erm�glichten verbesserten Bedingungen f�r eine effektive und zudem ggf. heimliche Datenerfassung und Datenverarbeitung (BVerfG, Urteil vom 11.03.2008, Az.: 1 BvR 2074/05, u.a. in: NJW 2008, Seiten 1505 ff.; AG Brandenburg an der Havel, Urteil vom 06.07.2012, Az.: 34 C 97/11).Insbesondere durch l�ngerfristige oder weitr�umig vorgenommene Videoerfassungen sind n�mlich Eingriffe von erheblichem Gewicht m�glich, wenn z.B. detaillierte Informationen �ber das Bewegungsverhalten einer Person gewonnen und mit weiteren Informationen verkn�pft werden, aus denen sich etwa erschlie�en l�sst, zu welchem Zweck eine Person sich �ber einen l�ngeren Zeitraum zu einem jeweiligen Ort begibt, mit wem sich diese Person getroffen und was sie dort unternommen hat, so dass sich die Intensit�t des Eingriffs sogar derjenigen der Erstellung eines detaillierten Pers�nlichkeitsbilds ann�hern kann (BVerfG, Urteil vom 11.03.2008, Az.: 1 BvR 2074/05, u.a. in: NJW 2008, Seiten 1505 ff.; BVerfG, BVerfGE 65, Seiten 1 ff.; AG Brandenburg an der Havel, Urteil vom 06.07.2012, Az.: 34 C 97/11).Die Herstellung von Bildnissen einer Person, insbesondere die optische und/oder optisch-elektronische Aufzeichnung auf entsprechenden Ger�ten - noch dazu im privaten Bereich (Wohnumfeld) wie hier - stellt n�mlich grunds�tzlich einen Eingriff in das von Art. 1 und 2 GG grundrechtlich gesch�tzte allgemeine Pers�nlichkeitsrecht des davon betroffenen Kl�gers und seiner Familie dar (BVerfG, Beschluss vom 12.08.2010, Az.: 2 BvR 1447/10, u.a. in: DAR 2010, Seiten 574 f.; BVerfG, Beschluss vom 11.08.2009, Az.: 2 BvR 941/08, u.a. in: NJW 2009, Seiten 3293 f.; BVerfG, Urteil vom 11.03.2008, Az.: 1 BvR 2074/05, u.a. in: NJW 2008, Seiten 1505 ff.; BVerfG, Beschluss vom 23.02.2007, Az.: 1 BvR 2368/06, u.a. in: NVwZ 2007, Seiten 688 ff.; BVerfG, BVerfGE 115, Seiten 320 ff.; BVerfG, BVerfGE 115, Seiten 166 ff.; BVerfG, BVerfGE 113, Seiten 29 ff.; BVerfG, BVerfGE 65, Seiten 1 ff.; BGH, Urteil vom 21.10.2011, Az.: V ZR 265/10, u.a. in: NJW-RR 2012, Seiten 140 f.; BGH, Urteil vom 16.03.2010, Az.: VI ZR 176/09, u.a. in: NJW 2010, Seiten 1533 ff.; BGH, NJW 1995, Seiten 1955 ff.; LG Potsdam, Urteil vom 29.05.2015, Az.: 1 S 35/12, u.a. in: BeckRS 2015, Nr.: 17524 mit Bezugnahme auf das Urteil des AG Brandenburg an der Havel vom 06.07.2012 zu dem Az.: 34 C 97/11; AG Berlin Lichtenberg, Grundeigentum 2005, Seiten 435 ff.).In Rechtsprechung und Lehre ist insofern n�mlich anerkannt, dass die Installation von Kameras, mit deren Hilfe eine gezielte �berwachung eines Privatgrundst�cks bewerkstelligt werden kann, einen erheblichen Eingriff in das aus Art. 1 und 2 GG hergeleitete allgemeine Pers�nlichkeitsrecht darstellt (BVerfG, Urteil vom 11.03.2008, Az.: 1 BvR 2074/05, u.a. in: NJW 2008, Seiten 1505 ff.; BVerfG, Beschluss vom 13.06.2007, Az.: 1 BvR 1550/03, u.a. in: NJW 2007, Seiten 2464 ff.; BGH, NJW 1995, Seiten 1955 ff.; Oberster Gerichtshof von Wien, Entscheidung vom 28.03.2007, Az.: 6 Ob 6/06k, u.a. in: Medien und Recht 2007, Seiten 127 ff.; OLG K�ln, NJW 2009, Seite 1827 = NZM 2009, Seite 600; KG Berlin, WuM 2008, Seite 663 = Grundeigentum 2008, Seite 1625; OLG D�sseldorf, WuM 2007, Seiten 83 f. = NJW 2007, Seiten 780 f. = NZM 2007, Seite 166; OLG Karlsruhe, NJW 2002, Seiten 2799 f. = VersR 2002, Seiten 590 f.; OLG K�ln, NJW 2005, Seiten 2997 ff. = NZM 2005, Seiten 758 ff.; OLG Karlsruhe, WuM 2000, Seiten 128 ff. = OLG-Report 1999, Seiten 83 f.; OLG Hamm, WM 1991, Seiten 127 ff.; LG Detmold, Urteil vom 08.07.2015, Az.: 10 S 52/15, u.a. in: ZD 2015, Seiten 530 f.; LG Berlin, WuM 2005, Seiten 663 f. = Grundeigentum 2005, Seiten 917 f.; LG Darmstadt, NZM 2000, Seiten 360 f.; LG Berlin, NZM 2001, Seiten 207 f. = ZMR 2001, Seiten 112 f.; LG Berlin, Das Grundeigentum 1991, Seite 405; LG Berlin, NJW 1988, Seiten 346 ff.; AG Brandenburg an der Havel, Urteil vom 06.07.2012, Az.: 34 C 97/11; AG N�rtingen, Urteil vom 05.01.2009, Az.: 10 C 1850/08, u.a. in: NJW-RR 2009, Seiten 377 f.; AG Berlin-Lichtenberg, NJW-RR 2008, Seiten 1693 ff.; AG Winsen, SchAZtg 2007, Seiten 252 f.; AG Berlin-Charlottenburg, MM 2004, Seiten 77 ff.; AG Aachen, NZM 2004, Seiten 339 f.; AG Berlin-Wedding, WuM 1998, Seiten 342 f.; AG Bielefeld, DSB 2006, Nr. 1, Seite 18 = Kriminalistik 2006, Seite 335; AG Berlin-Spandau, WuM 2004, Seiten 214 f.; AG Meldorf, Beschluss vom 11.07.2011, Az.: 83 C 568/11, u.a. in: MDR 2012, Seiten 277 ff.; Horst, in: NZM 2000, Seiten 937 ff.).Die Unbefangenheit des Verhaltens wird insbesondere n�mlich schon dann gef�hrdet, wenn bereits ein Gef�hl des �berwachtwerdens entsteht (BVerfG, Beschluss vom 12.08.2010, Az.: 2 BvR 1447/10, u.a. in: DAR 2010, Seiten 574 f.; BVerfG, Beschluss vom 11.08.2009, Az.: 2 BvR 941/08, u.a. in: NJW 2009, Seiten 3293 f.; BVerfG, Urteil vom 11.03.2008, Az.: 1 BvR 2074/05, u.a. in: NJW 2008, Seiten 1505 ff.; BVerfG, Beschluss vom 23.02.2007, Az.: 1 BvR 2368/06, u.a. in: NVwZ 2007, Seiten 688 ff.; BVerfG, BVerfGE 115, Seiten 320 ff.; BVerfG, BVerfGE 107, Seiten 299 ff.; AG Brandenburg an der Havel, Urteil vom 06.07.2012, Az.: 34 C 97/11).Hiernach stellen die hier von der Beklagten installierte drei Videokameras aber einen erheblichen Eingriff in die Privat- und auch ggf. in die Intimsph�re des Kl�gers und seiner Familie dar (BVerfG, Beschluss vom 12.08.2010, Az.: 2 BvR 1447/10, u.a. in: DAR 2010, Seiten 574 f.; BVerfG, Beschluss vom 11.08.2009, Az.: 2 BvR 941/08, u.a. in: NJW 2009, Seiten 3293 f.; BVerfG, Urteil vom 11.03.2008, Az.: 1 BvR 2074/05, u.a. in: NJW 2008, Seiten 1505 ff.; BVerfG, Beschluss vom 23.02.2007, Az.: 1 BvR 2368/06, u.a. in: NVwZ 2007, Seiten 688 ff.; BVerfG, BVerfGE 115, Seiten 320 ff.; BVerfG, BVerfGE 107, Seiten 299 ff.; Oberster Gerichtshof von Wien, Medien und Recht 2007, Seiten 127 ff.; OLG Karlsruhe, WuM 2000, Seite 128; LG Bonn, NJW-RR 2005, Seiten 1067 ff.; LG Berlin, Grundeigentum 1991, Seite 405; LG Braunschweig, NJW 1998, Seiten 2457 f.; LG Darmstand, NZM 2000, Seiten 360 f.; AG Brandenburg an der Havel, Urteil vom 06.07.2012, Az.: 34 C 97/11; AG N�rtingen, Urteil vom 05.01.2009, Az.: 10 C 1850/08, u.a. in: NJW-RR 2009, Seiten 377 f.; AG Berlin-Lichtenberg, WuM 2008, Seite 331 = NJW-RR 2008, Seiten 1693 ff.; AG Berlin-Charlottenburg, MM 2004, Seiten 77 ff.; AG Aachen, NZM 2004, Seiten 339 f.; AG Berlin-Spandau, WuM 2004, Seiten 214 f.; AG Berlin-Wedding, WuM 1998, Seiten 342 f.; Horst, NZM 2000, Seiten 937 f.).
VG M�nchen, 23.09.2009 - M 7 K 08.3052 Zur Verfassungsm��igkeit des verdeckten Einsatzes automatisierter …Mit Urteil vom 11. M�rz 2008 (1 BvR 2074/05 und 1 BvR 1254/07) erkl�rte das Bundesverfassungsgericht die gesetzlichen Regelungen der L�nder Hessen und Schleswig-Holstein zur automatisierten Kennzeichenerfassung f�r mit dem Grundgesetz unvereinbar und nichtig.Die M�glichkeit, einer Kennzeichenerfassung unterzogen zu werden, besteht praktisch f�r jeden Kraftfahrzeughalter, dessen Fahrzeug auf den Stra�en des betroffenen Bundeslandes unterwegs ist (BVerfG v. 11.3. 2008 - 1 BvR 2074/05 und 1 BvR 1254/07 - Absatz 60).Die automatisierte Kennzeichenerfassung greift aber in den Schutzbereich des Grundrechts auf informationelle Selbstbestimmung nur dann ein, wenn das Kennzeichen nicht unverz�glich mit dem Fahndungsbestand abgeglichen und ohne weitere Auswertung sofort wieder gel�scht wird (BVerfG v. 11.3. 2008 - 1 BvR 2074/05 und 1 BvR 1254/07 - Absatz 62).Zwar kann bereits die Informationserhebung einen Eingriff in den Schutzbereich des Grundrechts darstellen, soweit sie die Informationen f�r die Beh�rden verf�gbar macht und die Basis f�r einen nachfolgenden Abgleich mit Suchkriterien bildet (BVerfG v. 11.3. 2008 - 1 BvR 2074/05 und 1 BvR 1254/07 - Absatz 65 m.w.N.).Zu einem Eingriff in den Schutzbereich des Rechts auf informationelle Selbstbestimmung kommt es daher in den F�llen der elektronischen Kennzeichenerfassung dann nicht, wenn der Abgleich mit dem Fahndungsdatenbestand unverz�glich vorgenommen wird und negativ ausf�llt (sogenannter Nichttrefferfall) sowie zus�tzlich rechtlich und technisch gesichert ist, dass die Daten anonym bleiben und sofort spurenlos und ohne die M�glichkeit, einen Personenbezug herzustellen, gel�scht werden (BVerfG v. 11.3. 2008 - 1 BvR 2074/05 und 1 BvR 1254/07 - Absatz 68).Sie betreffen zum einen die gebotene Normbestimmtheit und Normenklarheit und zum anderen den Grundsatz der Verh�ltnism��igkeit (BVerfG v. 11.3. 2008 - 1 BvR 2074/05 und 1 BvR 1254/07 - Absatz 75).26 Die verfassungsrechtlichen Anforderungen an die Regelungen der Art. 33 Abs. 2 Satz 2 bis 5, 38 Abs. 3 PAG richten sich nach dem Gewicht des Eingriffs, das insbesondere von der Art der erfassten Informationen, dem Anlass und den Umst�nden der Erhebung, dem betroffenen Personenkreis und der Art der m�glichen Verwendung der Daten beeinflusst wird (BVerfG v. 11.3. 2008 - 1 BvR 2074/05 und 1 BvR 1254/07 - Absatz 76).Informationserhebungen gegen�ber Personen, die den Eingriff durch ihr Verhalten nicht veranlasst haben, sind daher grunds�tzlich von h�herer Eingriffsqualit�t als anlassbezogene (BVerfG v. 11.3. 2008 - 1 BvR 2074/05 und 1 BvR 1254/07 - Absatz 78).Die Tatsache, dass die automatisierte Kennzeichenerfassung verdeckt und damit heimlich erfolgt, f�hrt ebenfalls zu einer Erh�hung des Gewichts der gesetzgeberischen Freiheitsbeeintr�chtigung (BVerfG v. 11.3. 2008 - 1 BvR 2074/05 und 1 BvR 1254/07 - Absatz 79), da dem Betroffenen durch die Heimlichkeit des Eingriffs ein vorheriger Rechtsschutz verwehrt und ein nachtr�glicher Rechtsschutz zumindest erschwert werden kann.So stellt das Bundesverfassungsgericht ausdr�cklich fest (BVerfG v. 11.3. 2008 - 1 BvR 2074/05 und 1 BvR 1254/07 - Absatz 82), dass, wenn die automatisierte Kennzeichenerfassung lediglich dem Zweck dient, gestohlene Fahrzeuge ausfindig zu machen oder Fahrzeuge ohne ausreichenden Versicherungsschutz, die Pers�nlichkeitsrelevanz vergleichsweise gering ist.Das Bestimmtheitsgebot soll sicherstellen, dass der demokratisch legitimierte Parlamentsgesetzgeber die wesentlichen Entscheidungen �ber Grundrechtseingriffe und deren Reichweite selbst trifft, dass Regierung und Verwaltung im Gesetz steuernde und begrenzende Handlungsma�st�be vorfinden und dass die Gerichte eine wirksame Rechtskontrolle durchf�hren k�nnen (BVerfG v. 11.3. 2008 - 1 BvR 2074/05 und 1 BvR 1254/07 - Absatz 94).Erm�chtigt eine gesetzliche Regelung zu einem Eingriff in das Grundrecht auf informationelle Selbstbestimmung, so hat das Gebot der Bestimmtheit und Klarheit auch die spezifische Funktion, eine Umgrenzung des Anlasses der Ma�nahme und auch des m�glichen Verwendungszwecks der betroffenen Informationen sicherzustellen (BVerfG v. 11.3. 2008 - 1 BvR 2074/05 und 1 BvR 1254/07 - Absatz 96).Fehlt es an einer Zweckbindung, k�nnen erhobene Daten nach ihrer Speicherung Anlass f�r unvorhersehbare Ma�nahmen in der Zukunft schaffen, insbesondere nach ihrer Verkn�pfung mit anderen Daten, etwa nach ihrer Aufnahme auch in Datensammlungen, die sonstigen Zwecken dienen (BVerfG v. 11.3. 2008 - 1 BvR 2074/05 und 1 BvR 1254/07 - Absatz 97).Insoweit f�hrt das Bundesverfassungsgericht aus, dass damit weder der Anlass noch der Ermittlungszweck benannt wird, dem sowohl die Erhebung als auch der Abgleich letztlich dienen soll (BVerfG v. 11.3. 2008 - 1 BvR 2074/05 und 1 BvR 1254/07 - Absatz 99).Das Bundesverfassungsgericht (BVerfG v. 11.3. 2008 - 1 BvR 2074/05 und 1 BvR 1254/07 - Absatz 131 ff.) schlie�t eine derartige dynamische Verweisung nicht grunds�tzlich aus.Es muss erkennbar sein, ob der Zugriff selbst ausschlie�lich oder im Schwerpunkt pr�ventiven oder repressiven Zwecken oder beiden dient (BVerfG v. 11.3. 2008 - 1 BvR 2074/05 und 1 BvR 1254/07 - Absatz 151).Auch dies hat das Bundesverfassungsgericht (BVerfG v. 11.3. 2008 - 1 BvR 2074/05 und 1 BvR 1254/07 - Absatz 143) nicht grunds�tzlich ausgeschlossen, sondern lediglich eine ausdr�ckliche gesetzliche Erm�chtigung gefordert, welche gerade mit Art. 33 Abs. 2 Satz 3 Nr. 2a, 38 Abs. 3 Satz 3 PAG geschaffen wurde.Dieses verlangt, dass der Staat mit dem Grundrechtseingriff einen legitimen Zweck mit geeigneten, erforderlichen und angemessenen Mitteln verfolgt (BVerfG v. 11.3. 2008 - 1 BvR 2074/05 und 1 BvR 1254/07 - Absatz 163).Entsprechende Eingriffsschwellen sind durch eine gesetzliche Regelung zu gew�hrleisten (BVerfG v. 11.3. 2008 - 1 BvR 2074/05 und 1 BvR 1254/07 - Absatz 168).Das Mittel der Kennzeichenerfassung ist nach Auffassung des Bundesverfassungsgerichts (BVerfG v. 11.3. 2008 - 1 BvR 2074/05 und 1 BvR 1254/07 - Absatz 165) zur Verfolgung pr�ventiver und gegebenenfalls repressiver Zwecke jedenfalls insoweit geeignet, als die Erfassung des Kennzeichens die Durchf�hrung weiterer auf die Zweckverfolgung bezogener Ma�nahmen erm�glicht oder erleichtert.Da die automatisierte Kennzeichenerfassung aufgrund der m�glichen Zahl der Erfassungsvorg�nge eine neuartige Reichweite der Beobachtung erm�glicht, ist anzunehmen, dass f�r eine Reihe polizeilicher Ma�nahmen mildere Mittel zudem nicht ersichtlich sind (BVerfG v. 11.3. 2008 - 1 BvR 2074/05 und 1 BvR 1254/07 - Absatz 166).Damit ist die automatisierte Kennzeichenerfassung gerade auf Situationen begrenzt, in denen Umst�nde der konkreten �rtlichkeit oder dokumentierte Lageerkenntnisse �ber Kriminalit�tsschwerpunkte einen Ankn�pfungspunkt geben, der auf gesteigerte Risiken der Rechtsgutgef�hrdung oder -verletzung und zugleich auf eine hinreichende Wahrscheinlichkeit hinweist, dass diesen Risiken mit Hilfe der automatisierten Kennzeichenerfassung begegnet werden kann (BVerfG v. 11.3. 2008 - 1 BvR 2074/05 und 1 BvR 1254/07 - Absatz 175).Erg�nzend verbietet Art. 33 Abs. 2 Satz 5 PAG ausdr�cklich den fl�chendeckenden Einsatz von automatisierten Kennzeichenerfassungssystemen und grenzt dadurch den Umfang der Kennzeichenerfassung ein (BVerfG v. 11.3. 2008 - 1 BvR 2074/05 und 1 BvR 1254/07 - Absatz 171).Eine Begrenzung auf eine stichprobenhafte Durchf�hrung der Ma�nahme ist nach dem Bundesverfassungsgericht (BVerfG v. 11.3. 2008 - 1 BvR 2074/05 und 1 BvR 1254/07 - Absatz 174) lediglich eine beispielhafte M�glichkeit, die Eingriffsintensit�t im Rahmen der Verh�ltnism��igkeit zu begrenzen.
BFH, 18.01.2012 - II R 49/10 Zuteilung der Identifikationsnummer und dazu erfolgte Datenspeicherung mit …a) Das auf dem allgemeinen Pers�nlichkeitsrecht des Art. 2 Abs. 1 i.V.m. Art. 1 Abs. 1 GG beruhende Recht auf informationelle Selbstbestimmung tr�gt Gef�hrdungen und Verletzungen der Pers�nlichkeit Rechnung, die sich f�r den Einzelnen, insbesondere unter den Bedingungen moderner Datenverarbeitung, aus informationsbezogenen Ma�nahmen ergeben (BVerfG-Entscheidungen vom 15. Dezember 1983��1 BvR 209/83 u.a., BVerfGE 65, 1, 41 ff.; vom 12. April 2005��2 BvR 1027/02, BVerfGE 113, 29, 45 f.; vom 4. April 2006��1 BvR 518/02, BVerfGE 115, 320, 341 f.; vom 13. Juni 2007��1 BvR 1550/03 u.a., BVerfGE 118, 168, 183 f., BStBl II 2007, 896, und vom 11. M�rz 2008��1 BvR 2074/05 u.a., BVerfGE 120, 378, 397).Dieses Recht flankiert und erweitert den grundrechtlichen Schutz von Verhaltensfreiheit und Privatheit; es l�sst ihn schon auf der Stufe der Pers�nlichkeitsgef�hrdung beginnen (BVerfG-Entscheidungen in BVerfGE 118, 168, 184, BStBl II 2007, 896, und in BVerfGE 120, 378, 397).Sie k�nnen dar�ber hinaus mit anderen Datensammlungen zusammengef�gt werden, wodurch vielf�ltige Nutzungs- und Verkn�pfungsm�glichkeiten entstehen (BVerfG-Entscheidungen in BVerfGE 65, 1, 42; in BVerfGE 115, 320, 342, und in BVerfGE 120, 378, 397 f.).Dadurch k�nnen weitere Informationen bis hin zu einem teilweise oder weitgehend vollst�ndigen Pers�nlichkeitsbild erzeugt und so Schl�sse gezogen werden, die sowohl die grundrechtlich gesch�tzten Geheimhaltungsinteressen des Betroffenen beeintr�chtigen als auch anschlie�ende Eingriffe in seine Verhaltensfreiheit nach sich ziehen k�nnen, ohne dass der Betroffene die Richtigkeit und Verwendung der gespeicherten Informationen zureichend kontrollieren kann (BVerfG-Entscheidungen in BVerfGE 65, 1, 42; in BVerfGE 118, 168, 184 f., BStBl II 2007, 896, und in BVerfGE 120, 378, 398).Der mit solchen technischen M�glichkeiten einhergehenden gesteigerten Gef�hrdungslage entspricht der hierauf bezogene Grundrechtsschutz (BVerfG-Entscheidungen in BVerfGE 65, 1, 42; in BVerfGE 115, 320, 342, und in BVerfGE 120, 378, 398).Insofern gibt es unter den Bedingungen der elektronischen Datenverarbeitung kein schlechthin, also ungeachtet des Verwendungskontextes, belangloses personenbezogenes Datum mehr (BVerfG-Entscheidungen in BVerfGE 65, 1, 45; in BVerfGE 118, 168, 185, BStBl II 2007, 896, und in BVerfGE 120, 378, 398 f.).Auch wenn der Einzelne sich in die �ffentlichkeit begibt, sch�tzt das Recht auf informationelle Selbstbestimmung dessen Interesse, dass die damit verbundenen personenbezogenen Informationen nicht im Zuge automatisierter Informationserhebung zur Speicherung mit der M�glichkeit der Weiterverwertung erfasst werden (BVerfG-Urteil in BVerfGE 120, 378, 399, m.w.N.).Das Gewicht des Eingriffs wird insbesondere von der Art der erfassten Informationen, dem Anlass und den Umst�nden ihrer Erhebung, dem betroffenen Personenkreis und der Art der m�glichen Verwertung der Daten beeinflusst (BVerfG-Urteil in BVerfGE 120, 378, 401 f.).Von ma�gebender Bedeutung f�r das Gewicht des Grundrechtseingriffs ist zum einen, welche Pers�nlichkeitsrelevanz die Informationen aufweisen, die von der informationsbezogenen Ma�nahme erfasst werden (vgl. BVerfG-Entscheidungen in BVerfGE 115, 320, 347 f., und in BVerfGE 120, 378, 402).Mit in den Blick zu nehmen ist zum anderen die Pers�nlichkeitsrelevanz der Informationen, die durch eine weitergehende Verarbeitung und Verkn�pfung der erfassten Informationen gewonnen werden sollen (BVerfG-Entscheidungen in BVerfGE 65, 1, 45 f.; in BVerfGE 115, 320, 347 f., und in BVerfGE 120, 378, 402).Die Heimlichkeit staatlicher Informationseingriffe betrifft dar�ber hinaus die Gesellschaft insgesamt (BVerfG-Urteil in BVerfGE 120, 378, 402 f.).Informationserhebungen gegen�ber Personen, die den Eingriff durch ihr Verhalten nicht veranlasst haben, sind grunds�tzlich von h�herer Eingriffsintensit�t als anlassbezogene (BVerfG-Entscheidungen in BVerfGE 113, 29, 53; in BVerfGE 115, 320, 354, und in BVerfGE 120, 378, 402).Werden Personen, die keinen Erhebungsanlass gegeben haben, in gro�er Zahl in den Wirkungsbereich einer Ma�nahme einbezogen, k�nnen von ihr auch allgemeine Einsch�chterungseffekte ausgehen, die zu Beeintr�chtigungen bei der Aus�bung von Grundrechten f�hren k�nnen (BVerfG-Entscheidungen in BVerfGE 113, 29, 46 f., und in BVerfGE 120, 378, 402).Die Unbefangenheit des Verhaltens wird insbesondere gef�hrdet, wenn die Streubreite von Ermittlungsma�nahmen dazu beitr�gt, dass Risiken des Missbrauchs und ein Gef�hl des �berwachtwerdens entstehen (vgl. BVerfG-Entscheidungen in BVerfGE 115, 320, 354 f., und in BVerfGE 120, 378, 402).Die Intensit�t des Eingriffs f�r den Grundrechtstr�ger wird auch davon beeinflusst, welche �ber die Informationserhebung hinausgehenden Nachteile ihm aufgrund der Ma�nahme drohen oder von ihm nicht ohne Grund bef�rchtet werden (vgl. BVerfG-Entscheidungen vom 14. Juli 1999��1 BvR 2226/94 u.a., BVerfGE 100, 313, 376; in BVerfGE 115, 320, 347 f.; in BVerfGE 118, 168, 197, BStBl II 2007, 896, und in BVerfGE 120, 378, 403).Die Schwere des Eingriffs nimmt mit der M�glichkeit der Nutzung der Daten f�r Folgeeingriffe in Grundrechte der Betroffenen zu sowie mit der M�glichkeit der Verkn�pfung mit anderen Daten, die wiederum andere Folgema�nahmen ausl�sen k�nnen (BVerfG-Urteil in BVerfGE 120, 378, 403).
BVerfG, 11.08.2009 - 2 BvR 941/08 Einschr�nkbarkeit der informationellen SelbstbestimmungDass die Erhebung derartiger Daten einen Eingriff in das Recht auf informationelle Selbstbestimmung darstellt, entspricht der Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts (vgl. BVerfG, Beschluss vom 17. Februar 2009 - 1 BvR 2492/08 -, Umdruck, S. 26; BVerfGE 120, 378 ; BVerfGK 10, 330 ).Das allgemeine Pers�nlichkeitsrecht gew�hrleistet nicht allein den Schutz der Privat- und Intimsph�re, sondern tr�gt in Gestalt des Rechts auf informationelle Selbstbestimmung auch den informationellen Schutzinteressen des Einzelnen, der sich in die �ffentlichkeit begibt, Rechnung (vgl. BVerfGE 65, 1 ; 120, 378 ; BVerfGK 10, 330 ).Es liegt auch kein Fall vor, in dem Daten ungezielt und allein technikbedingt zun�chst miterfasst, dann aber ohne weiteren Erkenntnisgewinn, anonym und spurenlos wieder gel�scht werden, so dass aus diesem Grund die Eingriffsqualit�t verneint werden k�nnte (vgl. dazu BVerfGE 115, 320 ; 120, 378 ).Diese bedarf jedoch einer gesetzlichen Grundlage, die dem rechtsstaatlichen Gebot der Normenklarheit entspricht und verh�ltnism��ig ist (vgl. BVerfGE 65, 1 ; 120, 378 ; BVerfGK 10, 330 ).
BFH, 20.12.2011 - II S 28/10 Zuteilung der Identifikationsnummer und dazu erfolgte Datenspeicherung mit …a) Das auf dem allgemeinen Pers�nlichkeitsrecht des Art. 2 Abs. 1 i.V.m. Art. 1 Abs. 1 GG beruhende Recht auf informationelle Selbstbestimmung tr�gt Gef�hrdungen und Verletzungen der Pers�nlichkeit Rechnung, die sich f�r den Einzelnen, insbesondere unter den Bedingungen moderner Datenverarbeitung, aus informationsbezogenen Ma�nahmen ergeben (BVerfG-Entscheidungen vom 15. Dezember 1983��1 BvR 209/83 u.a., BVerfGE 65, 1, 41 ff.; vom 12. April 2005��2 BvR 1027/02, BVerfGE 113, 29, 45 f.; vom 4. April 2006��1 BvR 518/02, BVerfGE 115, 320, 341 f.; vom 13. Juni 2007��1 BvR 1550/03 u.a., BVerfGE 118, 168, 183 f., BStBl II 2007, 896, und vom 11. M�rz 2008��1 BvR 2074/05 u.a., BVerfGE 120, 378, 397).Dieses Recht flankiert und erweitert den grundrechtlichen Schutz von Verhaltensfreiheit und Privatheit; es l�sst ihn schon auf der Stufe der Pers�nlichkeitsgef�hrdung beginnen (BVerfG-Entscheidungen in BVerfGE 118, 168, 184, BStBl II 2007, 896, und in BVerfGE 120, 378, 397).Sie k�nnen dar�ber hinaus mit anderen Datensammlungen zusammengef�gt werden, wodurch vielf�ltige Nutzungs- und Verkn�pfungsm�glichkeiten entstehen (BVerfG-Entscheidungen in BVerfGE 65, 1, 42; in BVerfGE 115, 320, 342, und in BVerfGE 120, 378, 397 f.).Dadurch k�nnen weitere Informationen bis hin zu einem teilweise oder weitgehend vollst�ndigen Pers�nlichkeitsbild erzeugt und so Schl�sse gezogen werden, die sowohl die grundrechtlich gesch�tzten Geheimhaltungsinteressen des Betroffenen beeintr�chtigen als auch anschlie�ende Eingriffe in seine Verhaltensfreiheit nach sich ziehen k�nnen, ohne dass der Betroffene die Richtigkeit und Verwendung der gespeicherten Informationen zureichend kontrollieren kann (BVerfG-Entscheidungen in BVerfGE 65, 1, 42; in BVerfGE 118, 168, 184 f., BStBl II 2007, 896, und in BVerfGE 120, 378, 398).Der mit solchen technischen M�glichkeiten einhergehenden gesteigerten Gef�hrdungslage entspricht der hierauf bezogene Grundrechtsschutz (BVerfG-Entscheidungen in BVerfGE 65, 1, 42; in BVerfGE 115, 320, 342, und in BVerfGE 120, 378, 398).Insofern gibt es unter den Bedingungen der elektronischen Datenverarbeitung kein schlechthin, also ungeachtet des Verwendungskontextes, belangloses personenbezogenes Datum mehr (BVerfG-Entscheidungen in BVerfGE 65, 1, 45; in BVerfGE 118, 168, 185, BStBl II 2007, 896, und in BVerfGE 120, 378, 398 f.).Auch wenn der Einzelne sich in die �ffentlichkeit begibt, sch�tzt das Recht auf informationelle Selbstbestimmung dessen Interesse, dass die damit verbundenen personenbezogenen Informationen nicht im Zuge automatisierter Informationserhebung zur Speicherung mit der M�glichkeit der Weiterverwertung erfasst werden (BVerfG-Urteil in BVerfGE 120, 378, 399, m.w.N.).Das Gewicht des Eingriffs wird insbesondere von der Art der erfassten Informationen, dem Anlass und den Umst�nden ihrer Erhebung, dem betroffenen Personenkreis und der Art der m�glichen Verwertung der Daten beeinflusst (BVerfG-Urteil in BVerfGE 120, 378, 401 f.).Von ma�gebender Bedeutung f�r das Gewicht des Grundrechtseingriffs ist zum einen, welche Pers�nlichkeitsrelevanz die Informationen aufweisen, die von der informationsbezogenen Ma�nahme erfasst werden (vgl. BVerfG-Entscheidungen in BVerfGE 115, 320, 347 f., und in BVerfGE 120, 378, 402).Mit in den Blick zu nehmen ist zum anderen die Pers�nlichkeitsrelevanz der Informationen, die durch eine weitergehende Verarbeitung und Verkn�pfung der erfassten Informationen gewonnen werden sollen (BVerfG-Entscheidungen in BVerfGE 65, 1, 45 f.; in BVerfGE 115, 320, 347 f., und in BVerfGE 120, 378, 402).Die Heimlichkeit staatlicher Informationseingriffe betrifft dar�ber hinaus die Gesellschaft insgesamt (BVerfG-Urteil in BVerfGE 120, 378, 402 f.).Informationserhebungen gegen�ber Personen, die den Eingriff durch ihr Verhalten nicht veranlasst haben, sind grunds�tzlich von h�herer Eingriffsintensit�t als anlassbezogene (BVerfG-Entscheidungen in BVerfGE 113, 29, 53; in BVerfGE 115, 320, 354, und in BVerfGE 120, 378, 402).Werden Personen, die keinen Erhebungsanlass gegeben haben, in gro�er Zahl in den Wirkungsbereich einer Ma�nahme einbezogen, k�nnen von ihr auch allgemeine Einsch�chterungseffekte ausgehen, die zu Beeintr�chtigungen bei der Aus�bung von Grundrechten f�hren k�nnen (BVerfG-Entscheidungen in BVerfGE 113, 29, 46 f., und in BVerfGE 120, 378, 402).Die Unbefangenheit des Verhaltens wird insbesondere gef�hrdet, wenn die Streubreite von Ermittlungsma�nahmen dazu beitr�gt, dass Risiken des Missbrauchs und ein Gef�hl des �berwachtwerdens entstehen (vgl. BVerfG-Entscheidungen in BVerfGE 115, 320, 354 f., und in BVerfGE 120, 378, 402).Die Intensit�t des Eingriffs f�r den Grundrechtstr�ger wird auch davon beeinflusst, welche �ber die Informationserhebung hinausgehenden Nachteile ihm aufgrund der Ma�nahme drohen oder von ihm nicht ohne Grund bef�rchtet werden (vgl. BVerfG-Entscheidungen vom 14. Juli 1999��1 BvR 2226/94 u.a., BVerfGE 100, 313, 376; in BVerfGE 115, 320, 347 f.; in BVerfGE 118, 168, 197, BStBl II 2007, 896, und in BVerfGE 120, 378, 403).Die Schwere des Eingriffs nimmt mit der M�glichkeit der Nutzung der Daten f�r Folgeeingriffe in Grundrechte der Betroffenen zu sowie mit der M�glichkeit der Verkn�pfung mit anderen Daten, die wiederum andere Folgema�nahmen ausl�sen k�nnen (BVerfG-Urteil in BVerfGE 120, 378, 403).
OVG Rheinland-Pfalz, 21.04.2016 - 7 A 11108/14 Ankn�pfungsverbot; Ausl�nder; Auswahlentscheidung; Ausweiskontrolle; …Dies gilt im Besonderen hinsichtlich der Entscheidungen zur Rasterfahndung (BVerfG, Beschluss vom 4. April 2006 - 1 BvR 518/02 -, BVerfGE 115, 320), zur automatischen Kennzeichenerfassung (BVerfG, Urteil vom 11. M�rz 2008 - 1 BvR 2074/05, u.a. -, BVerfGE 120, 378) und zur Vorratsdatenspeicherung (BVerfG, Urteil vom 2. M�rz 2010 - 1 BvR 256/08, u.a. -, BVerfGE 125, 260).Soweit in den genannten Entscheidungen ein "besonders schwerer Eingriff" (BVerfG…, Urteil vom 2. M�rz 2010 - 1 BvR 256/08, u.a. -, BVerfGE 125, 260 [318] = juris, Rn. 210) und Eingriffe von "erheblichem Gewicht" (BVerfG…, Beschluss vom 4. April 2006 - 1 BvR 518/02 -, BVerfGE 115, 320 [347] = juris, Rn. 93; Urteil vom 11. M�rz 2008 - 1 BvR 2074/05, u.a. -, BVerfGE 120, 378 [407], = juris, Rn. 92) angenommen oder zumindest f�r m�glich gehalten werden, sind die daf�r herangezogenen Erw�gungen auf die Ma�nahmen nach � 22 Abs. 1a BPolG nicht �bertragbar.Neben der hier nicht gegebenen Heimlichkeit der Datenerhebung und Datenverwendung, die eine Steigerung der Eingriffsintensit�t begr�ndet (vgl. BVerfG…, Urteil vom 2. M�rz 2010 - 1 BvR 256/08, u.a. -, BVerfGE 125, 260 [335] = juris, Rn. 241 ff.; Urteil vom 11. M�rz 2008 - 1 BvR 2074/05, u.a. -, BVerfGE 120, 378 [402 f., 406] = juris, Rn. 79, 89;… Beschluss vom 4. April 2006 - 1 BvR 518/02 -, BVerfGE 115, 320 [353] = juris, Rn. 113), werden auch die Auswertungs- und Datenverkn�pfungsm�glichkeiten, die zum Teil Erkenntnisse zum Pers�nlichkeits- und Bewegungsprofil offenbaren k�nnen, zur weiteren Begr�ndung der dort angenommenen hohen Eingriffsintensit�t herangezogen (vgl. BVerfG…, Urteil vom 2. M�rz 2010 - 1 BvR 256/08, u.a. -, BVerfGE 125, 260 [319] = juris, Rn. 211; Urteil vom 11. M�rz 2008 - 1 BvR 2074/05, u.a. -, BVerfGE 120, 378 [403 ff.], = juris, Rn. 80 ff.;… Beschluss vom 4. April 2006 - 1 BvR 518/02 -, BVerfGE 115, 320 [347 f.] = juris, Rn. 96 ff.).Soweit auch die Gefahr, von weiteren Folgeeingriffen betroffen zu werden, f�r eine (weiter) gesteigerte Eingriffsintensit�t herangezogen wird (vgl. BVerfG…, Urteil vom 2. M�rz 2010 - 1 BvR 256/08, u.a. -, BVerfGE 125, 260 [319 f.] = juris, Rn. 212; Urteil vom 11. M�rz 2008 - 1 BvR 2074/05, u.a. -, BVerfGE 120, 378 [403], = juris, Rn. 80;… Beschluss vom 4. April 2006 - 1 BvR 518/02 -, BVerfGE 115, 320 [351] = juris, Rn. 108), ist zu differenzieren.Etwas anderes gilt hingegen, wenn nicht die erhobenen (und gegebenenfalls �berpr�ften) Daten die Grundlage f�r Folgeeingriffe bilden, sondern beispielsweise der Umstand, dass der Betroffene zur Fahndung ausgeschrieben war, und die an sich mit geringer Eingriffsintensit�t in das Recht auf informationelle Selbstbestimmung versehene Datenerhebung allein dazu f�hrt, dass der Betroffene auff�llig wird (in diese Richtung differenzierend auch BVerfG, Urteil vom 11. M�rz 2008 - 1 BvR 2074/05, u.a. -, BVerfGE 120, 378 [403 f.], = juris, Rn. 82, Kennzeichenerfassung zum Zweck, gestohlene Fahrzeuge ausfindig zu machen; a.A. wohl HambOVG…, Urteil vom 13. Mai 2015 - 4 Bf 226/12 -, juris, Rn. 72).Schlie�lich ist auch die Streubreite des Eingriffs zu ber�cksichtigen, die dazu beitr�gt, dass Risiken des Missbrauchs und ein Gef�hl des �berwachtwerdens entstehen (vgl. BVerfG, Urteil vom 11. M�rz 2008 - 1 BvR 2074/05, u.a. -, BVerfGE 120, 378 [402], = juris, Rn. 78;… Beschluss vom 4. April 2006 - 1 BvR 518/02 -, BVerfGE 115, 320 [354 f.] = juris, Rn. 117;… auch BVerfGE Urteil vom 2. M�rz 2010 - 1 BvR 256/08, u.a. -, BVerfGE 125, 260 [318 f., 335] = juris, Rn. 210, 241).
BVerfG, 24.01.2012 - 1 BvR 1299/05 Zuordnung dynamischer IP-Adressena) Das Recht auf informationelle Selbstbestimmung tr�gt Gef�hrdungen und Verletzungen der Pers�nlichkeit Rechnung, die sich unter den Bedingungen moderner Datenverarbeitung aus informationsbezogenen Ma�nahmen ergeben (vgl. BVerfGE 65, 1 ; 113, 29 ; 115, 166 ; 115, 320 ; 118, 168 ; 120, 378 ).Es gibt angesichts der Verarbeitungs- und Verkn�pfungsm�glichkeiten kein schlechthin, also ungeachtet des Verwendungskontextes, belangloses personenbezogenes Datum (vgl. BVerfGE 65, 1 ; 118, 168 ; 120, 378 ; stRspr).Insbesondere ist insoweit zwischen der Erhebung, Speicherung und Verwendung von Daten zu unterscheiden (vgl. BVerfGE 100, 313 ; 115, 320 ; 120, 378 ; 125, 260 ).Auf diese Weise wird das verfassungsrechtliche Gebot der Zweckbindung der erhobenen Information verst�rkt (vgl. BVerfGE 118, 168 ; 120, 378 ).
BAG, 19.02.2015 - 8 AZR 1007/13 Verletzung des allgemeinen Pers�nlichkeitsrechts - Observation durch einen …
OLG Karlsruhe, 01.03.2016 - 12 U 32/16 VG Regensburg, 02.10.2014 - RO 5 K 14.466 Kraftfahrzeug-Zulassung; Einzugserm�chtigung; Recht auf informationelle …
OVG Nordrhein-Westfalen, 11.02.2009 - 13 A 2150/06 OLG Karlsruhe, 13.10.2010 - 2 (6) SsBs 404/10 Verkehrsordnungswidrigkeitenverfahren: Beweiserhebungs- und -verwertungsverbot …
OVG Nordrhein-Westfalen, 16.09.2008 - 13 A 2489/06 Schwimmbecken als ausschlie�lich privat genutzte Einrichtung?
OVG Nordrhein-Westfalen, 11.02.2009 - 13 A 2446/06 OVG Nordrhein-Westfalen, 11.02.2009 - 13 A 976/07 VG Karlsruhe, 14.04.2010 - 3 K 2956/09 Anspruch auf Datenl�schung aus Gewaltt�terdatei der Polizei
OVG Nordrhein-Westfalen, 11.02.2009 - 13 A 977/07 OLG Rostock, 24.02.2010 - 2 Ss OWi 6/10 Verkehrsordnungswidrigkeitenverfahren: Verwertbarkeit von …
VG Karlsruhe, 26.10.2012 - 6 K 1837/12 Wirtschaftsauskunftei - Ank�ndigung der Restschuldbefreiung - Grundrecht auf …
VerfGH Sachsen, 27.08.2015 - 54-IV-14 OVG Niedersachsen, 04.03.2010 - 11 PA 191/09 Zur Verfassungsm��igkeit der Identit�tsfeststellung nach dem SOG ND
StGH Hessen, 08.05.2008 - P.St. 2047 OLG D�sseldorf, 09.05.2008 - 3 VA 4/08 Gew�hrung von Akteneinsicht (hier: an das Sozialgericht) im Wege der Amtshilfe
VerfGH Berlin, 31.05.2013 - VerfGH 174/10 Unbegr�ndete Verfassungsbeschwerde: �bermittlung eines kriminalprognostischen …
OVG Nordrhein-Westfalen, 20.04.2015 - 16 A 1518/11 Pr�judizielle Wirkung einer Entscheidung im In-Camera-Verfahren f�r die …
ArbG Cottbus, 25.11.2014 - 3 Ca 359/14 Haben Sie eine Ergänzung? Oder haben Sie einen Fehler gefunden? Schreiben Sie uns.
Rechtsprechung BVerfG, 09.06.2008 - 1 BvR 1254/07 Volltextver�ffentlichungen (3)
Festsetzung des Gegenstandswerts der anwaltlichen T�tigkeit im verfahren vor dem Bundesverfassungsgericht

References: Art. 2
 Art. 1
 Art. 8
 Art. 2
 Art. 1
 Art. 1
 Art. 1
 Art. 33
 Art. 33
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 Art. 2
 Art. 1
 Art. 2
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