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Timestamp: 2016-10-25 01:38:51+00:00

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I 609/06 (10.09.2007)
T.________, 1975, Beschwerdef�hrerin, vertreten durch F�rsprecher Bruno Habegger, Brauihof 2, 4900 Langenthal,
Die 1975 geborene T.________, ihre beiden Kinder (geboren 1997 und 2000) und zwei weitere Personen waren am 31. Juli 2003 als Beifahrer im vom Ehemann der Ersteren gelenkten Auto auf der Autobahn unterwegs, als ein rechts aus der Autobahneinfahrt kommender Personenwagen ins Schleudern geriet, gegen die Mittelleitplanke prallte und von dort in entgegengesetzter Fahrtrichtung mit dem Auto der Familie T.________ zusammenstiess. Das Kantonsspital X.________, Notfallstation, diagnostizierte bei T.________ gleichentags eine Thoraxkontusion. Vom 2. bis 26 M�rz 2004 war die Versicherte im Spital Y.________ hospitalisiert. Am 23. Juli 2004 meldete sie sich bei der Invalidenversicherung zum Leistungsbezug (Berufsberatung, Arbeitsvermittlung, medizinische Eingliederungsmassnahmen, Rente) an. Zur Abkl�rung der Verh�ltnisse holte die IV-Stelle diverse Arztberichte ein. Zudem zog sie zwei Abkl�rungsberichte Haushalt und Hilflosenentsch�digung vom 1. Juli 2005 bei, die gest�tzt auf eine Erhebung vom 28. Juni 2005 bei der Versicherten zu Hause erstellt wurden. Mit Verf�gung vom 12. Juli 2005 verneinte die IV-Stelle den Anspruch auf eine Hilflosenentsch�digung. Mit Einsprache vom 11. August 2005 beantragte die Versicherte die Ausrichtung einer Hilflosenentsch�digung; es seien die Ergebnisse des MEDAS-Gutachtens abzuwarten und im vorliegenden Verfahren zu integrieren. Am 29. August 2005 gab die National-Versicherungs-Gesellschaft (Haftpflichtversicherer) in Absprache mit der IV-Stelle ein MEDAS-Gutachten in Auftrag, das am 13. Juni 2006 erstattet wurde. Mit Entscheid vom 13. Oktober 2005 wies die IV-Stelle die Einsprache ab, da kein Anspruch auf Hilflosenentsch�digung bestehe.
Hiegegen reichte die Versicherte beim Verwaltungsgericht des Kantons Bern Beschwerde ein und beantragte die Aufhebung des Einspracheentscheides sowie die R�ckweisung der Sache zur Neubeurteilung an die IV-Stelle. Weiter verlangte sie, es sei das MEDAS-Gutachten abzuwarten. Das kantonale Gericht wies mit Verf�gung vom 16. Dezember 2005 das Sistierungsbegehren und mit Entscheid vom 16. Mai 2006 die Beschwerde ab.
Mit Verwaltungsgerichtsbeschwerde beantragt die Versicherte, in Aufhebung des kantonalen Entscheides sei die Sache zur Neubeurteilung an die IV-Stelle zur�ckzuweisen. Sie reicht neu das MEDAS-Gutachten der Dres. med. M.________, Chefarzt, Facharzt f�r Neurologie/Allgemeine Medizin FMH/Psychiatrie und Psychotherapie FMH, sowie A.________, Spezialarzt FMH f�r Rheumatologie/Innere Medizin, vom 13. Juni 2006 ein.
Am 28. Juli 2006 legt die Versicherte einen Bericht des Spitals R.________, Zentrum f�r Psychiatrie und Psychotherapie, vom 17. Juli 2006 auf.
Am 1. Januar 2007 ist das Bundesgesetz �ber das Bundesgericht vom 17. Juni 2005 (BGG; SR 173.110) in Kraft getreten (AS 2006 1205, 1243). Damit wurden das Eidgen�ssische Versicherungsgericht und das Bundesgericht in Lausanne zu einem einheitlichen Bundesgericht (an zwei Standorten) zusammengef�gt (Seiler/von Werdt/G�ngerich, Bundesgerichtsgesetz [BGG], Bern 2007, S. 10 Rz. 75) und es wurde die Organisation und das Verfahren des obersten Gerichts umfassend neu geregelt. Dieses Gesetz ist auf die nach seinem Inkrafttreten eingeleiteten Verfahren des Bundesgerichts anwendbar, auf ein Beschwerdeverfahren jedoch nur dann, wenn auch der angefochtene Entscheid nach dem Inkrafttreten dieses Gesetzes ergangen ist (Art. 132 Abs. 1 BGG). Da der kantonale Gerichtsentscheid am 16. Mai 2006 und somit vor dem 1. Januar 2007 erlassen wurde, richtet sich das Verfahren nach dem bis 31. Dezember 2006 in Kraft gestandenen Bundesgesetz �ber die Organisation der Bundesrechtspflege (OG) vom 16. Dezember 1943 (vgl. BGE 132 V 393 E. 1.2 S. 395).
2.2 Im Hinblick darauf, dass die Verwaltungsgerichtsbeschwerde am 3. Juli 2006 der Post zu Handen des Eidgen�ssischen Versicherungsgerichts �bergeben wurde, ist Art. 132 Abs. 2 OG anwendbar, obwohl der angefochtene Entscheid vom 16. Mai 2006 datiert und somit vor dem Inkrafttreten der Gesetzes�nderung ergangen ist. Die massgebliche �bergangsbestimmung (lit. c von Ziff. II der Gesetzes�nderung vom 16. Dezember 2005) erkl�rt bisheriges Recht f�r die im Zeitpunkt des Inkrafttretens beim Eidgen�ssischen Versicherungsgericht anh�ngigen Beschwerden f�r anwendbar. Das trifft hier nicht zu (BGE 132 V 393 E. 1.2 S. 395).
Es ist aufgrund der Vorbringen in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde zu pr�fen, ob der angefochtene Gerichtsentscheid in der Anwendung der massgeblichen materiell- und beweisrechtlichen Grundlagen Bundesrecht verletzt (Art. 104 lit. a OG), einschliesslich einer allf�lligen rechtsfehlerhaften Tatsachenfeststellung (Art. 105 Abs. 2 OG). Hingegen hat eine freie �berpr�fung des vorinstanzlichen Entscheides in tats�chlicher Hinsicht (alt Art. 132 lit. b OG) ebenso zu unterbleiben wie eine Pr�fung der Ermessensbet�tigung (alt Art. 132 lit. a OG) nach den Grunds�tzen zur Angemessenheitskontrolle. Auch besteht (entgegen alt Art. 132 lit. c OG) Bindung an die Parteiantr�ge, handelt es sich doch nicht um eine Abgabestreitigkeit (Art. 114 Abs. 1 OG; BGE 132 V 393 E. 2.2 S. 396 mit Hinweis).
3.1 Streitig und zu pr�fen ist letztinstanzlich einzig noch, ob die Versicherte dauernd auf lebenspraktische Begleitung angewiesen ist und deswegen Anspruch auf eine Hilflosenentsch�digung leichten Grades hat. Andere Tatbest�nde der Hilflosigkeit werden letztinstanzlich nicht mehr geltend gemacht und sind auf Grund der Akten auch nicht erf�llt.
Die Versicherte verlangt die R�ckweisung der Sache an die IV-Stelle zur Neubeurteilung, wobei das MEDAS-Gutachten vom 13. Juni 2006 zu ber�cksichtigen sei.
3.2 Die Vorinstanz hat die Bestimmungen �ber den Begriff der Hilflosigkeit (Art. 9 ATSG), den Anspruch auf Hilflosenentsch�digung im Allgemeinen (Art. 42 Abs. 1 IVG) und bei Angewiesenheit auf lebenspraktische Begleitung (Art. 42 Abs. 3 IVG; Art. 37 Abs. 3 lit. e in Verbindung mit Art. 38 Abs. 1 IVV, je in der seit 1. Januar 2004 geltenden Fassung) sowie die Rechtsprechung zum Beweiswert eines Abkl�rungsberichts an Ort und Stelle im Sinne von Art. 69 Abs. 2 IVV f�r die Beurteilung der Hilflosigkeit (BGE 130 V 61 ff. mit Hinweisen) zutreffend dargelegt. Darauf wird verwiesen.
4.1.1 Die auf einen den Anforderungen gen�genden Abkl�rungsbericht an Ort und Stelle (Art. 69 Abs. 2 IVV) gest�tzten Feststellungen einer gerichtlichen Vorinstanz �ber das Vorliegen oder Nicht-Vorliegen bestimmter Einschr�nkungen in bestimmten Lebensverrichtungen sind - analog zu medizinischen Angaben �ber gesundheitliche Beeintr�chtigungen bzw. �ber das noch vorhandene funktionelle Leistungsverm�gen (BGE 132 V 393 E. 3.2 S. 398) oder �ber das Vorliegen von Einschr�nkungen im Haushalt (Urteil des Eidg. Versicherungsgerichts I 693/06 vom 20. Dezember 2006, E. 6.3) - Sachverhaltsfeststellungen, welche vom Bundesgericht nur in den genannten Schranken (E. 2 hievor) �berpr�ft werden. Rechtsfrage ist hingegen die richtige Auslegung und Anwendung des Rechtsbegriffs der Hilflosigkeit (Urteil des Bundesgerichts I 639/06 vom 5. Januar 2007, E. 4.2).
4.1.2 Im Falle einer Beeintr�chtigung der geistigen Gesundheit stellt der Abkl�rungsbericht an Ort und Stelle (Art. 69 Abs. 2 IVV) ein geeignetes Beweismittel f�r die Bemessung der Einschr�nkung der betroffenen Personen dar. Stimmen jedoch die Ergebnisse der Abkl�rung an Ort und Stelle nicht mit den �rztlichen Feststellungen der Behinderungen im gewohnten T�tigkeitsbereich �berein, so haben Letztere in der Regel mehr Gewicht als die an Ort und Stelle durchgef�hrte Abkl�rung (SVR 2005 IV Nr. 21 S. 81 E. 5.1.1, I 249/04; AHI 2004 S. 137, I 311/03; Urteil des Bundesgerichts I 211/05 vom 23. Juli 2007, E. 11.1.1).
4.2 Das Administrativverfahren vor der IV-Stelle, welches zur Verf�gung und - im Bestreitungsfall - zum Einspracheentscheid f�hrt, wie auch der kantonale Sozialversicherungsprozess sind vom Untersuchungsgrundsatz beherrscht (Art. 43 Abs. 1, Art. 61 lit. c ATSG). Danach haben IV-Stelle und Sozialversicherungsgericht den rechtserheblichen Sachverhalt von Amtes wegen festzustellen. Diese Untersuchungspflicht dauert so lange, bis �ber die f�r die Beurteilung des streitigen Anspruchs erforderlichen Tatsachen hinreichende Klarheit besteht. Der Untersuchungsgrundsatz weist enge Bez�ge zum - auf Verwaltungs- und Gerichtsstufe ebenfalls in gleicher Weise geltenden - Prinzip der freien Beweisw�rdigung (Art. 61 lit. c in fine ATSG; Ueli Kieser, ATSG-Kommentar, Z�rich/Basel/Genf 2003, N 26 zu Art. 43) auf (einschliesslich die antizipierte Beweisw�rdigung; vgl. BGE 131 I 153 E. 3 S. 157, 124 V 90 E. 4b S. 94; SVR 2005 MV Nr. 1 S. 1 E. 2.3, M 1/02): F�hrt die pflichtgem�sse, umfassende und sachbezogene Beweisw�rdigung (BGE 125 V 351 E. 3a S. 352) den Versicherungstr�ger oder das Gericht zur �berzeugung, der Sachverhalt sei hinreichend abgekl�rt, darf von weiteren Untersuchungen (Beweismassnahmen) abgesehen werden. Ergibt die Beweisw�rdigung jedoch, dass erhebliche Zweifel an Vollst�ndigkeit und/oder Richtigkeit der bisher getroffenen Tatsachenfeststellungen bestehen, ist weiter zu ermitteln, soweit von zus�tzlichen Abkl�rungsmassnahmen noch neue wesentliche Erkenntnisse zu erwarten sind (Urteil des Bundesgerichts I 86/07 vom 29. M�rz 2007, E. 3).
5.1 Der Anspruch auf Hilflosenentsch�digung wegen Bedarfs an lebenspraktischer Begleitung ist nicht auf Menschen mit Beeintr�chtigung der psychischen oder geistigen Gesundheit beschr�nkt. Es ist durchaus m�glich, dass auch andere Behinderte einen solchen Bedarf geltend machen k�nnen. Zu denken ist insbesondere an hirnverletzte Menschen (erw�hntes Urteil I 211/05, E. 2.2.3; Rz. 8042 des vom BSV herausgegebenen Kreisschreibens �ber Invalidit�t und Hilflosigkeit in der Invalidenversicherung [KSIH] in der seit 1. Januar 2004 g�ltigen Fassung; zu Art. 38 IVV: vgl. die Erl�uterungen des BSV in AHI 2003 S. 327 f.).
5.2 Ziel der lebenspraktischen Begleitung ist es, den Eintritt der versicherten Person in ein Heim nach M�glichkeit hinauszuschieben oder zu verhindern. Massgebend ist einzig, dass sie sich nicht in einem Heim aufh�lt (Art. 38 Abs. 1 IVV; erw�hntes Urteil I 211/05, E. 5). Nicht erforderlich ist, dass die lebenspraktische Begleitung durch fachlich qualifiziertes oder speziell geschultes Betreuungspersonal erbracht wird (Rz. 8047 KSIH).
5.3 Nach Rz. 8053 KSIH ist die lebenspraktische Begleitung regelm�ssig, wenn sie �ber eine Periode von drei Monaten gerechnet im Durchschnitt mindestens 2 Std. pro Woche ben�tigt wird. Diese Verwaltungsweisung ist sachlich gerechtfertigt sowie gesetzes- und verordnungskonform (erw�hntes Urteil I 211/05, E. 6). Sie stellt auch keine Verletzung des Gebots der rechtsgleichen Behandlung (Art. 8 Abs. 1 BV), des Diskriminierungsverbots (Art. 8 Abs. 2 BV), des Willk�rverbots (Art. 9 BV) oder des Bundesgesetzes �ber die Beseitigung von Benachteiligungen von Menschen mit Behinderungen dar (BehiG; SR 151.3; Urteil des Bundesgerichts I 735/05 vom 23. Juli 2007, E. 5.3.1).
5.4.1 Rz. 8050 KSIH betrifft die lebenspraktische Begleitung im Rahmen der Erm�glichung des selbstst�ndigen Wohnens (vgl. Art. 38 Abs. 1 lit. a IVV). Sie ist notwendig, damit der Alltag selbstst�ndig bew�ltigt werden kann, und liegt vor, wenn die betroffene Person auf Hilfe bei mindestens einer der folgenden T�tigkeiten angewiesen ist: Hilfe bei der Tagesstrukturierung; Unterst�tzung bei der Bew�ltigung von Alltagssituationen (z.B. nachbarschaftliche Probleme, Fragen der Gesundheit, Ern�hrung und Hygiene, einfache administrative T�tigkeiten etc.); Anleitung zur Erledigung des Haushalts sowie �berwachung/Kontrolle.
5.4.2 Diese vom BSV vorgenommene Konkretisierung der Anwendungsf�lle der lebenspraktischen Begleitung ist grunds�tzlich sachlich begr�ndet sowie gesetzes- und verordnungskonform. Die Begleitung zur Erm�glichung des selbstst�ndigen Wohnens (Art. 38 Abs. 1 lit. a IVV) erstreckt sich auf die Haushaltsarbeiten (erw�hntes Urteil I 211/05, E. 9).
5.5 Bei der lebenspraktischen Begleitung nach Art. 38 Abs. 1 lit. a IVV ist neben der indirekten auch die direkte Dritthilfe zu ber�cksichtigen. Demnach kann die Begleitperson die notwendigerweise anfallenden T�tigkeiten auch selber ausf�hren, wenn die versicherte Person dazu gesundheitsbedingt trotz Anleitung oder �berwachung/Kontrolle nicht in der Lage ist (erw�hntes Urteil I 211/05, E. 10).
6.1 Im Rahmen von Art. 105 Abs. 2 OG ist die M�glichkeit, im Verfahren vor dem Bundesgericht neue Beweismittel geltend zu machen, weitgehend eingeschr�nkt. Nach der Rechtsprechung sind nur jene neuen Beweismittel zul�ssig, welche die Vorinstanz von Amtes wegen h�tte erheben m�ssen und deren Nichterheben eine Verletzung wesentlicher Verfahrensvorschriften darstellt (BGE 121 II 97 E. 1c S. 99, 120 V 481 E. 1b S. 485, je mit Hinweisen; Urteil des Bundesgerichts I 1020/06 vom 20. Januar 2007, E. 3.2). Unzul�ssig und mit der weit gehenden Bindung des Bundesgerichts an die vorinstanzliche Sachverhaltsfeststellung gem�ss Art. 105 Abs. 2 OG unvereinbar ist es darum, neue tats�chliche Behauptungen und neue Beweismittel erst im letztinstanzlichen Verfahren vorzubringen, obwohl sie schon im kantonalen Beschwerdeverfahren h�tten geltend gemacht werden k�nnen und - in Beachtung der Mitwirkungspflicht - h�tten geltend gemacht werden m�ssen (so genannte unechte Noven). Solche (versp�tete) Vorbringen sind nicht geeignet, die tats�chlichen Feststellungen der Vorinstanz als mangelhaft im Sinne von Art. 105 Abs. 2 OG erscheinen zu lassen (in BGE 126 V 237 nicht publizierte E. 1b, ver�ffentlicht in SVR 2001 AHV Nr. 6 S. 19, H 297/99).
6.2.2 Nach Art. 42 Abs. 3 Satz 2 IVG und Art. 38 Abs. 2 IVV muss f�r die Annahme einer Hilflosigkeit wegen Bedarfs an lebenspraktischer Begleitung mindestens ein Anspruch auf eine Viertelsrente gegeben sein, wenn nur die psychische Gesundheit beeintr�chtigt ist. Dieses Erfordernis wurde eingef�hrt, um sicherzustellen, dass nur Personen in den Genuss der Hilflosenentsch�digung auf Grund der Notwendigkeit lebenspraktischer Begleitung kommen, die das Rentenverfahren durchlaufen haben, in dessen Rahmen ihr Gesundheitszustand gr�ndlich �berpr�ft wurde (Votum von Frau Bundesr�tin Dreifuss, Amtl. Bull. 2002 S. 760). Psychisch behinderte Versicherte haben mithin keinen Anspruch auf eine Hilflosenentsch�digung auf Grund lebenspraktischer Begleitung, wenn der f�r eine Viertelsrente erforderliche Invalidit�tsgrad von 40 % nicht erreicht wird (vgl. Art. 28 Abs. 1 IVG; erw�hntes Urteil I 735/05, E. 5.3.1).
6.2.3 Der Neurologe Dr. med. G.________ gab im Bericht vom 18. September 2003 an, die Versicherte habe bis heute anhaltende Kopfschmerzen im Vertexbereich und vor allem neurasthene, depressiv gef�rbte Beschwerden, die als posttraumatische Verarbeitungsst�rung durchaus noch akzeptiert werden k�nnten. Die sorgf�ltige neurologische Untersuchung ergebe keinerlei Defizite, auch kein vertebragenes Zervikalsyndrom. Die Kopfschmerzen seien zum Teil wahrscheinlich auch als Konversionssymptom zu deuten. Gem�ss dem Bericht des Spitals Y.________ vom 17. Juni 2004 liess sich f�r die von der Versicherten angegebenen Beschwerden kein somatisch-strukturelles Korrelat finden. Das Spital R.________ stellte im Bericht vom 16. Februar 2005 folgende Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsf�higkeit: 1. posttraumatische Belastungsst�rung (ICD-10: F43.1); 2. depressive Episode schweren Ausmasses mit somatischem Syndrom und psychotischen Symptomen (ICD-10: F32.3); 3. Verdacht auf spezifische Phobien (Claustrophobie, Dunkelheit; ICD-10: F40.2); 4. invalidisierendes chronifiziertes Schmerzsyndrom mit Schmerzen im Bereich des Kopfes nach Autounfall Juli 2003, fortgeschrittene Chronifizierung und negative Beeinflussung auf Diagnose 1.
Gest�tzt auf diese Berichte war davon auszugehen, dass die Versicherte einzig aus psychischen Gr�nden in der Leistungsf�higkeit eingeschr�nkt ist, was denn auch durch das MEDAS-Gutachten vom 13. Juni 2006 best�tigt wird (E. 8 hienach). In diesem Lichte h�tten Verwaltung und Vorinstanz in Nachachtung des Untersuchungsgrundsatzes dieses unter anderem im Hinblick auf die Rentenfrage angeordnete Gutachten abwarten und bei der Beurteilung ber�cksichtigen m�ssen (E. 4.2 und 6.2.2 hievor und 8.2 hienach), zumal die davor durchgef�hrten Abkl�rungen nicht rechtsgen�glich waren (E. 7.2 hienach). Das letztinstanzlich aufgelegte MEDAS-Gutachten vom 13. Juni 2006 stellt mithin kein unzul�ssiges Beweismittel dar.
6.3 Letztinstanzlich legt die Beschwerdef�hrerin zudem den von ihr am 3. Juli 2006 angeforderten Bericht des Spitals R.________ vom 17. Juli 2006 auf.
Das Spital R.________ hat �ber die Versicherte bereits am 16. Februar 2005 einen Bericht erstattet (E. 6.2.3 hievor und E. 7.1.1 hienach). Sie macht in keiner Weise geltend, dass sie einen weiteren Bericht nicht bereits im Rahmen des kantonalen Beschwerdeverfahrens bis zum Entscheid vom 16. Mai 2006 h�tte einverlangen und einbringen k�nnen (vgl. E. 6.1 hievor). Der Bericht des Spitals R.________ vom 17. Juli 2006 ist unter diesen Umst�nden ein unzul�ssiges Novum und damit vorliegend unbeachtlich.
7.1.1 Das Spital R.________ f�hrte im Bericht vom 16. Februar 2005 aus, die Beschwerdef�hrerin sei wegen ihrer Behinderung dauernd und regelm�ssig auf lebenspraktische Begleitung angewiesen. In den Alltagsverrichtungen m�sse sie vor allem ausserhalb ihrer Wohnung von einer vertrauensw�rdigen Bezugsperson begleitet werden. Sei sie allein zu Hause, leide sie unter grossen Angstzust�nden, brauche Medikamente. Sie k�nne den Haushalt nicht mehr selbstst�ndig f�hren. Diese Aufgabe werde mehrheitlich von ihrem Ehemann und ihrer Schwester �bernommen. Weiter sei die Versicherte ausserhalb des Hauses auf Drittpersonen angewiesen. Therapien seien nur zu Zeiten m�glich, in denen sie durch ihren Ehemann gebracht werden k�nne.
7.1.2 Im Abkl�rungsbericht Hilflosenentsch�digung an Ort und Stelle vom 1. Juli 2005, auf welchen Verwaltung und Vorinstanz abgestellt haben, wurde hinsichtlich des selbstst�ndigen Wohnens ausgef�hrt, bei den Haushaltsarbeiten m�sse die Versicherte nicht angeleitet werden, weshalb diesbez�glich keinerlei Hilfe n�tig sei. Bez�glich der Begleitung f�r Verrichtungen und Kontakte ausserhalb der Wohnung wurde dargelegt, einmal im Tag gehe die Versicherte allein zur Schwester. Alle 14 Tage absolviere sie Psycho- und Physiotherapie, was einen Zeitaufwand von 10 bis 15 Min. pro Weg ergebe. Seit dem Unfall sei sie nicht mehr zum Coiffeur gegangen; die Haare seien einmal von einer Kollegin geschnitten worden. Andere Termine ausser Haus habe sie nicht. Selten mache sie mit dem Ehemann einen Spaziergang. Regelm�ssige Anwesenheit einer Drittperson zur Verhinderung einer dauernden Isolation von der Aussenwelt sei nicht erforderlich. Gesamthaft betrage der Zeitaufwand f�r lebenspraktische Begleitung 16 Min. pro Woche; die Hilfe werde vom Ehemann geleistet.
7.2 Nach dem Gesagten besteht eine erhebliche Diskrepanz zwischen dem Bericht des Spitals R.________ vom 16. Februar 2005 und dem Abkl�rungsbericht an Ort und Stelle vom 1. Juli 2005 hinsichtlich des Bedarfs an lebenspraktischer Begleitung. Bez�glich des Letzteren fehlt zudem das vorgeschriebene Visum bzw. eine Stellungnahme des Regionalen �rztlichen Dienstes (RAD; vgl. Rz. 8144 KSIH und AHI 2003 S. 329; erw�hntes Urteil I 211/05, E. 11.1.2 und 11.2.2). Unter diesen Umst�nden h�tten IV-Stelle und Vorinstanz nicht unbesehen auf den Abkl�rungsbericht an Ort und Stelle vom 1. Juli 2005 abstellen d�rfen (E. 4.1.2 und 4.2 hievor).
8.1 Im MEDAS-Gutachten vom 13. Juni 2006 wurden als Hauptdiagnosen (mit Einschr�nkung der zumutbaren Arbeitsf�higkeit) folgende psychiatrische Diagnosen gestellt: Status nach Autounfall (Frontalkollision) auf der Autobahn am 31. Juli 2003; unmittelbar darauf akute Belastungsreaktion (ICD-10: F43.0); konsekutiv: posttraumatische Belastungsst�rung (ICD-10: F43.1); depressive Episode schweren Ausmasses mit psychotischen Symptomen (ICD-10: F32.3); kombinierte Angstst�rung mit spezifischen Phobien (Auto fahren, Agoraphobie, Verfolgungs�ngste) und Panikst�rung (ICD-10: F41.8); Verdacht auf anhaltende somatoforme Schmerzst�rung (ICD-10: F45.4), sich verzahnend mit Verdacht auf Medikamenten-unterhaltenen chronischen Kopfschmerzen bei chronischem Analgetika-Abusus; Verdacht auf gemischte dissoziative Symptome (motorische Ungeschicklichkeit/Taubheitsgef�hl in der rechten oberen Extremit�t, ICD-10: F44.7). Folgende Nebendiagnosen (ohne wesentliche Einschr�nkung der Arbeitsf�higkeit) wurden gestellt: 1. Somatische Diagnosen: chronisches Schmerzsyndrom am Sch�deldach (ICD-10: G44.3) bei/mit Status nach Autounfall am 31. Juli 2003 ohne Sch�delkontusion, Analgetikaabusus, normalem Sch�del-CT 12/2003; leichtes Cervikalsyndrom mit reaktiven Tendomynosen Schulterg�rtel (ICD-10: M54.2) bei/mit: Status nach Autounfall am 31. Juli 2003 mit Thoraxkontusion, leichter Fehlhaltung mit geringen segmentalen Bewegungsst�rungen, radiologisch inklusive Funktionsaufnahmen unauff�llig 10/2004 (Verlaufskontrolle wegen Schwangerschaft nicht m�glich); 2. neurologische Diagnosen: Frontalkollision am 31. Juli 2003 mit: Anpassungsst�rung sowie anhaltender Angst- und depressiver Reaktion; chronische Kopfschmerzen, wahrscheinlich im Rahmen einer somatoformen Schmerzst�rung, zudem Verdacht auf analgetikainduzierte Komponente; 3. neuropsychologische Diagnosen: Status nach Autounfall am 31. Juli 2003; kognitive Leistungsschwankungen und -einschr�nkungen, in der Untersuchung Auspr�gung im Bereich von leicht bis mittelschwer schwankend, weitgehend als Begleitsymptome der psychischen St�rung und wahrscheinlich teilweise medikamentenbedingt (Analgetika-/Tranquilizer-Abusus); 4. weitere somatische Diagnosen: Status nach Appendektomie, Ovarialzystenoperation und Operation eines Handgelenkganglions rechts; Nikotinabusus. Weiter wurde im MEDAS-Gutachten ausgef�hrt, die Versicherte leide an einer ausgepr�gten psychischen St�rung einschliesslich gewisser psychosenaher Symptome, die bisher therapieresistent geblieben sei. Aus neuropsychologischer Sicht seien die festgestellten kognitiven Funktionseinschr�nkungen nebst einem Medikamenteneinfluss weitgehend als Begleitsymptome der psychischen St�rung zu interpretieren. Rein somatisch bestehe aus rheumaorthop�discher und neurologischer Sicht keine Einschr�nkung f�r eine ausserh�usliche Erwerbst�tigkeit und f�r Arbeiten im Haushalt. Aus psychiatrischer Sicht sei die Versicherte zur Zeit f�r jegliche ausserh�usliche Erwerbst�tigkeit vollkommen arbeitsunf�hig. Wegen der Angstsymptomatik seien ausserh�usliche T�tigkeiten wie Einkaufen sowie zu Hause Arbeiten mit dem Messer wegen der Gefahr von Schnittverletzungen erheblich beeintr�chtigt. Unter Ber�cksichtigung weiterer Angaben der Versicherten �ber Befindlichkeitsst�rungen bestehe aus psychiatrischer Sicht grob gesch�tzt eine Arbeitsf�higkeit im Haushalt von 50 % mit vollst�ndigem Ausschluss von T�tigkeiten mit erh�htem Gefahrenpotential; darin enthalten seien die Beeintr�chtigungen aus neuropsychologischer Sicht. Anzumerken sei, dass eine exaktere Absch�tzung der Einschr�nkung ohne entsprechende Abkl�rung vor Ort nicht m�glich sei.
8.2 Aus diesem Gutachten ergibt sich, dass die Versicherte einzig auf Grund der psychischen Problematik in der Leistungsf�higkeit eingeschr�nkt ist. Insbesondere bestehen keine Anhaltspunkte f�r eine organisch nachweisbare Hirnverletzung (vgl. E. 5.1 hievor). Auch die Versicherte geht einzig von einer psychischen Beeintr�chtigung aus. Demnach setzt der Anspruch auf eine Hilflosenentsch�digung auf Grund eines Bedarfs an lebenspraktischer Begleitung voraus, dass der f�r eine Viertelsrente erforderliche Invalidit�tsgrad von 40 % erreicht wird (Art. 42 Abs. 3 Satz 2 IVG und Art. 38 Abs. 2 IVV).
Hinsichtlich der Einsch�tzung des Bedarfs an lebenspraktischer Begleitung stimmt das MEDAS-Gutachten vom 13. Juni 2006 weder mit dem Bericht des Spitals R.________ vom 16. Februar 2005 noch mit dem Abkl�rungsbericht an Ort und Stelle vom 1. Juli 2005 �berein (E. 7.1 hievor). Gem�ss dem MEDAS-Gutachten ist eine erneute Abkl�rung an Ort und Stelle erforderlich.
Die IV-Stelle hat demnach unter Ber�cksichtigung des Ergebnisses des MEDAS-Gutachtens vom 13. Juni 2006 die Rentenfrage zu pr�fen und bei allf�lliger Rentenzusprechung �ber den Anspruch auf Hilflosenentsch�digung neu zu befinden (vgl. E. 6.2.2 f. hievor).
Im Hinblick auf das weitere Vorgehen ist zu ber�cksichtigen, dass auch die im Haushalt t�tigen Versicherten der Schadenminderungspflicht unterliegen. Die Auswirkungen des Gesundheitsschadens auf die Einsatzf�higkeit sind durch geeignete organisatorische Massnahmen und die Mithilfe der Familienangeh�rigen - denen dadurch keine unverh�ltnism�ssige Belastung entstehen darf - m�glichst zu mildern. Diese Mithilfe geht weiter als die ohne Gesundheitsschaden �blicherweise zu erwartende Unterst�tzung (nicht publ. E. 8 des Urteils BGE 130 V 396, ver�ffentlicht in SVR 2005 IV Nr. 6 S. 21, I 457/02; SVR 2006 IV Nr. 25 S. 85 E. 3.1, I 3/04). Geht es um die Mitarbeit von Familienangeh�rigen, ist stets danach zu fragen, wie sich eine vern�nftige Familiengemeinschaft einrichten w�rde, sofern keine Versicherungsleistungen zu erwarten w�ren (Urteil des Eidg. Versicherungsgerichts I 228/06 vom 5. Dezember 2006, E. 7.1.2). Keinesfalls darf aber unter dem Titel der Schadenminderungspflicht die Bew�ltigung der Haushaltt�tigkeit in einzelnen Funktionen oder insgesamt auf die �brigen Familienmitglieder �berw�lzt werden mit der Folge, dass gleichsam bei jeder festgestellten Einschr�nkung danach gefragt werden m�sste, ob sich ein Familienmitglied finden l�sst, das allenfalls f�r eine ersatzweise Ausf�hrung der entsprechenden Teilfunktion in Frage kommt (Urteil des Eidg. Versicherungsgerichts I 681/02 vom 11. August 2003, E. 4.4).
Die obsiegende Beschwerdef�hrerin hat Anspruch auf eine dem Aufwand entsprechende Parteientsch�digung zulasten der IV-Stelle (Art. 159 Abs. 1 und 2 in Verbindung mit Art. 135 OG), welche auch die Gerichtskosten zu tragen hat (Art. 134 zweiter Satz OG [in der von 1. Juli bis 31. Dezember 2006 in Kraft gestandenen Fassung] in Verbindung mit Art. 156 Abs. 1 und Art. 135 OG).
In Gutheissung der Verwaltungsgerichtsbeschwerde werden der Entscheid des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 16. Mai 2006 und der Einspracheentscheid vom 13. Oktober 2005 aufgehoben, und die Sache wird an die IV-Stelle des Kantons Bern zur�ckgewiesen, damit sie, nach erfolgter Abkl�rung im Sinne der Erw�gungen, �ber den Anspruch auf Hilflosenentsch�digung neu verf�ge.
Die IV-Stelle des Kantons Bern hat der Beschwerdef�hrerin f�r das letztinstanzliche Verfahren eine Parteientsch�digung von Fr. 1'200.- (einschliesslich Mehrwertsteuer) zu bezahlen.
Das Verwaltungsgericht des Kantons Bern wird �ber eine Parteientsch�digung f�r das kantonale Verfahrenentsprechend dem Ausgang des letztinstanzlichen Prozesses zu befinden haben.

References: BGE 
 Art. 132
 Art. 132
 Art. 132
 Art. 132
 BGE 
 Art. 37
 Art. 38
 Art. 69
 Art. 61
in fine
 Art. 43
 BGE 
 Art. 38
 Art. 38
 Art. 38
 Art. 105
 Art. 105
 Art. 105
 BGE 
 Art. 42
 Art. 38
 Art. 28
 Art. 38
 BGE 
 Art. 135
 Art. 156
 Art. 135