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Timestamp: 2018-01-24 03:59:55+00:00

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BVerfG, 09.08.1995 - 1 BvR 2263/94, 1 BvR 534/95, 1 BvR 229/95 - dejure.org
BVerfG, 09.08.1995 - 1 BvR 2263/94, 1 BvR 534/95, 1 BvR 229/95
Verfassungsbeschwerden betreffend den Widerruf der Zulassung zur Rechtsanwaltschaft nach einer Tätigkeit für das Ministerium für Staatssicherheit
Verfassungsmäßigkeit des Gesetzes zur Prüfung von Rechtsanwaltszulassungen, Notarbestellungen und Berufungen ehrenamtlicher Richter
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Zum Widerruf der Anwaltszulassung früherer inoffizieller Mitarbeiter des Staatssicherheitsdienstes
Rechtsanwalt - Notarbestellung - Zulassung - Widerruf - DDR - Staatssicherheitsdienst
AGH Thüringen, 27.06.1994 - EGH 1/94
AGH Thüringen, 27.06.1994 - EGH 2/94
AGH Sachsen, 11.08.1994 - BerGH 27/92
BGH, 21.11.1994 - AnwZ (B) 50/94
BVerfG, 25.02.1997 - 1 BvR 2263/94
BVerfGE 93, 213
NJW 1996, 709
MDR 1996, 201
NJ 1996, 137
AnwBl 1996, 104
Dies beruht - neben dem auch mit Blick auf den Bestimmtheitsgrundsatz relevanten (vgl. BVerfG, Beschl. v. 9.8.1995, 1 BvR 2263/94 u.a., BVerfGE 93, 213, juris Rn. 55, m.w.N.;… BayVerfGH, Entsch. v. 7.2.2006, Vf. 69-VI-04, NVwZ 2006, 1284, juris Rn. 29) Umstand, dass Eingriffsmaßnahmen auf der Grundlage des § 4 Abs. 2 HmbPolDVG a.F. eine erhebliche Eingriffsintensität aufweisen können (hierzu noch eingehend unter 2. b] bb]) - auf Folgendem:.
29 Das aus dem Rechtsstaatsprinzip herzuleitende Bestimmtheitsgebot verlangt vom Normgeber, die Rechtsvorschriften so genau zu fassen, wie dies nach der Eigenart der zu ordnenden Lebenssachverhalte mit Rücksicht auf den Normzweck möglich ist (vgl. BVerfG, Urteil vom 17. November 1992 1 BvL 8/87 BVerfGE 87, 234 ; Beschlüsse vom 9. August 1995 1 BvR 2263/94 und 229, 534/95 BVerfGE 93, 213 und vom 18. Mai 2004 2 BvR 2374/99 BVerfGE 110, 370 ).
Die Voraussetzungen dieser Regelung, die keinen begründeten verfassungsrechtlichen Zweifeln unterliegt (…Beschluß des Senats vom 9. Januar 1995 - NotZ 12/93 - BGHR RNPG § 6 Amtsenthebung 1 und Anwendbarkeit 1 = NJ 1995, 388, 389; vgl. BVerfG, Beschluß vom 9. August 1995 - 1 BvR 2263/94, 1 BvR 229 und 534/95 - zur Verfassungsmäßigkeit von § 1 Abs. 1 RNPG), sind in der Person der Antragstellerin erfüllt.
Durch die Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts zur Anwendung des § 1 Abs. 1 RNPG (Beschluß vom 9. August 1995 - 1 BvR 2263/94, 1 BvR 229 und 534/95 - EuGRZ 1996, 42) sind diese Rechtsprechungsgrundsätze als solche nicht in Frage gestellt worden; lediglich die konkrete Anwendung in zwei Einzelfällen ist als unzureichend beanstandet worden.
Das Gebot fallbezogener, insbesondere das Prinzip der Verhältnismäßigkeit wahrender Würdigung (vgl. BT-Drucks. 12/2670 S. 10; BVerfG, Beschluß vom 9. August 1995 - 1 BvR 2263/94, 1 BvR 229 und 534/95) schließt die Annahme aus, daß die Mitwirkung an politischen Strafsachen oder an Strafsachen mit politischem Hintergrund generell schon einen Verstoß gegen die Grundsätze der Menschlichkeit oder der Rechtsstaatlichkeit bedeutete.
Ein die persönliche Eignung ausschließender Verstoß gegen die Grundsätze der Menschlichkeit oder Rechtsstaatlichkeit kann deshalb nur bejaht werden, wenn es sich um persönlich schuldhaftes Verhalten von einer gewissen Erheblichkeit handelt (BVerfG, NJW 1996, 709, 711; Senat BGHZ 128, 240, 249 m.w.N.).
Die Entscheidungen des Bundesverfassungsgerichts zur Anwendung des § 1 Abs. 1 RNPG vom 9. August 1995 (NJW 1996, 709 ff.) und zur Anwendung des § 6 RNPG vom 14. Februar 1996 (DNotZ 1997, 165 ff.) stehen den genannten Rechtsprechungsgrundsätzen nicht entgegen.
Dazu gehört insbesondere das Interesse an einer geordneten und leistungsfähigen Rechtspflege als einem überragend wichtigen Gemeinschaftsgut (BVerfG, Beschl. vom 9. August 1995 - 1 BvR 2263/94 u.a. - NJW 1996, 709, 710).
Zum Schutz des Vertrauens in die Funktionsfähigkeit der Rechtspflege, eines überragend wichtigen Gemeinschaftsguts (vgl. BVerfG, Beschl. vom 9. August 1995 - 1 BvR 2263/94 u.a. - NJW 1996, 709, 710), ist die Enthebung der Antragstellerin von ihrem Amt als Notarin unter Abwägung aller für und gegen diese Maßnahme sprechenden Umstände daher geboten.
Das aus dem Rechtsstaatsprinzip abzuleitende Bestimmtheitsgebot verlangt vom Normgeber, die Rechtsvorschriften so genau zu fassen, wie dies nach der Eigenart der zu ordnenden Lebenssachverhalte mit Rücksicht auf den Normzweck möglich ist (vgl. BVerfG, Urteil vom 17. November 1992 - 1 BvL 8/87 - BVerfGE 87, 234 ; Beschlüsse vom 9. August 1995 - 1 BvR 2263/94 u.a. - BVerfGE 93, 213 und vom 18. Mai 2004 - 2 BvR 2374/99 - BVerfGE 110, 370 ).
Der Bestimmtheitsgrundsatz verlangt vom Normgeber, die Rechtsvorschriften so genau zu fassen, wie dies nach der Eigenart der zu ordnenden Lebenssachverhalte mit Rücksicht auf den Normzweck möglich ist (BVerfG, Urteil vom 17. November 1992 - 1 BvL 8/87 - BVerfGE 87, 234 ; Beschlüsse vom 9. August 1995 - 1 BvR 2263/94 und 229, 534/95 - BVerfGE 93, 213 und vom 18. Mai 2004 - 2 BvR 2374/99 - BVerfGE 110, 370 ).
BVerfG, 14.02.1996 - 1 BvR 944/95
Das Bundesverfassungsgericht hat die dafür maßgeblichen Fragen bereits entschieden (vgl. Beschluß des Ersten Senats vom 9. August 1995 - 1 BvR 2263/94 u. a. -).
Sie wird den Anforderungen aus Art. 12 Abs. 1 GG nicht gerecht, die das Bundesverfassungsgericht in seinem Beschluß vom 9. August 1995 (1 BvR 2263/94 u. a.) für die Auslegung und Anwendung des Gesetzes zur Prüfung von Rechtsanwaltszulassungen, Notarbestellungen und Berufungen ehrenamtlicher Richter vom 24. Juli 1992 (BGBl I S. 1386) formuliert hat.
Zur Entlastung ist einzubeziehen, ob die Handlung innerhalb des Systems geboten, zur eigenen Sicherheit erforderlich oder der Loyalität gegenüber der sozialistischen Gesetzlichkeit geschuldet war (vgl. BVerfG, Beschluß vom 9. August 1995 - 1 BvR 2263/94 u. a., Entscheidungsumdruck, S. 42 ff.).
BVerwG, 29.03.2007 - 5 C 22.06
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OVG Nordrhein-Westfalen, 08.07.2015 - 4 E 257/15
Nichtnotwendigkeit des Aussprechens eines Verbots gemäß § 15 Abs. 5 WTG gegenüber …

References: § 4
 § 6
 § 1
 § 1
 § 1
 § 6
 Art. 12
 § 28
 § 15