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Timestamp: 2016-10-21 13:08:45+00:00

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6B_244/2011 (20.06.2011)
X.________ fuhr am 8. M�rz 2010, um 08.15 Uhr, mit seinem Personenwagen von Murten Richtung L�wenberg. Auf der Bernstrasse in Murten hielt er vor dem "Pick Pay" an. Dort wurde er polizeilich kontrolliert und gebeten, der Polizei mit seinem Wagen auf den Posten in Domdidier zu folgen. Der auf dem Polizeiposten durchgef�hrte Drogenschnelltest ergab ein positives Resultat auf Amphetamine. Zur Bestimmung des Drogengehalts wurde um 10.05 bzw. 10.25 Uhr im Spital in Meyriez eine Blut- und Urinprobe abgenommen. Die Analyse durch das "Centre Universitaire Romand de M�decine L�gale" in Lausanne ergab in Bezug auf Cannabis einen Mittelwert von 6.2 Mikrogramm THC/L. X.________ hatte anl�sslich der polizeilichen Befragung einger�umt, am Tag bzw. Abend vor der Polizeikontrolle Marihuana geraucht zu haben.
Der Polizeirichter des Seebezirks verurteilte X.________ am 22. Oktober 2010 wegen Fahrens in fahrunf�higem Zustand und �bertretung des Bundesgesetzes �ber die Bet�ubungsmittel zu einer bedingt vollziehbaren Geldstrafe von 30 Tagess�tzen � Fr. 30.-- bei einer Probezeit von zwei Jahren und zu einer Busse von Fr. 500.--.
Der Strafappellationshof des Kantons Freiburg wies die Berufung von X.________ gegen den Schuldspruch des Fahrens in fahrunf�higem Zustand mit Urteil vom 23. Februar 2011 ab. Im �brigen stellte es die Rechtskraft des polizeigerichtlichen Urteils fest.
Mit Beschwerde in Strafsachen beantragt X.________, das angefochtene Urteil des Strafappellationshofs des Kantonsgerichts Freiburg sei aufzuheben, und er sei von der Anschuldigung des Fahrens in fahrunf�higem Zustand freizusprechen. Eventualiter sei die Sache zur Wiederaufnahme des Beweisverfahrens und neuen Entscheidung an die Vorinstanz zur�ckzuweisen.
Der Beschwerdef�hrer r�gt eine Verletzung des Anspruchs auf rechtliches Geh�r (Art. 29 Abs. 2 BV, Art. 6 EMRK), einen Verstoss gegen das Willk�rverbot, das Gebot von Treu und Glauben und den Vertrauensschutz (Art. 9 BV, Art. 5 Abs. 3 BV) sowie eine Verletzung des Grundsatzes "in dubio pro reo" (Art. 32 Abs. 1 BV). Daf�r, dass bei ihm am Morgen des 8. M�rz 2010 Anzeichen von Fahrunf�higkeit bestanden h�tten, fehle der Nachweis. Er habe die ihn vor Ort kontrollierenden und den Drogenschnelltest anordnenden Polizeibeamten zu den Umst�nden der Kontrolle nicht befragen k�nnen. Sein diesbez�glicher Antrag sei von der Vorinstanz in antizipierter Beweisw�rdigung abgelehnt worden. Eine Konfrontation habe nicht stattgefunden. Die auf dem Polizeiposten (als Dolmetscherin) zugezogene Polizeibeamtin habe den Anzeigerapport nicht aufgrund eigener Wahrnehmungen, sondern alleine gest�tzt auf die Aussagen der ihn kontrollierenden Polizisten verfasst. Dieser Rapport k�nne daher nicht als Beweis f�r die behaupteten Anzeichen von Fahrunf�higkeit herangezogen werden. Aus dem Umstand, dass ihn die vor Ort kontrollierenden Polizisten im eigenen Wagen nach Domdidier fahren liessen, m�sse aufgrund von Treu und Glauben geschlossen werden, dass keine Auff�lligkeiten seinerseits feststellbar gewesen seien, die auf eine Fahrunf�higkeit hingewiesen h�tten. Der Drogenschnelltest, die Blutentnahme und die Sicherstellung von Urin seien mithin widerrechtlich erfolgt und deren Analyse nicht verwertbar (Beschwerde, S. 4.f., 6 f.).
1.1 Der Anspruch auf rechtliches Geh�r ist in Art. 29 Abs. 2 BV verankert. Danach haben die Parteien Anspruch darauf, mit rechtzeitig und formg�ltig angebotenen Beweisantr�gen und Vorbringen geh�rt zu werden, soweit diese erhebliche Tatsachen betreffen und nicht offensichtlich beweisuntauglich sind. Ein Verzicht auf die Abnahme von weiteren Beweisen ist zul�ssig, wenn sich das Gericht aufgrund der bereits erhobenen Beweise seine �berzeugung gebildet hat und ohne Willk�r in vorweggenommener Beweisw�rdigung annehmen kann, dass die abgelehnten Beweisantr�ge nichts an seiner �berzeugung zu �ndern verm�gen (BGE 134 I 140 E. 5.3; 131 I 153 E. 3). Willk�r in der Beweisw�rdigung liegt gem�ss Art. 9 BV vor, wenn die Beh�rde in ihrem Entscheid von Tatsachen ausgeht, die mit der tats�chlichen Situation in klarem Widerspruch stehen oder auf einem offenkundigen Fehler beruhen (BGE 135 I 313 E. 1.3; 135 II 356 E. 4.2.1; je mit Hinweisen).
1.2 Nach Art. 5 Abs. 3 BV handeln staatliche Organe und Private nach Treu und Glauben. Art. 9 BV gew�hrleistet jeder Person den Anspruch darauf, von den staatlichen Organen ohne Willk�r und nach Treu und Glauben behandelt zu werden. Beh�rdliches Verhalten, das berechtigtes Vertrauen des B�rgers verletzt, verst�sst unmittelbar gegen die Verfassungsgarantie (vgl. BGE 103 Ia 505 E. 1). Der verfassungsrechtliche Vertrauensschutz setzt ein Verhalten oder eine �usserung der Beh�rde voraus, die gegen�ber einer bestimmten Person eine Vertrauensgrundlage schafft. Nach der Rechtsprechung verleiht der Grundsatz von Treu und Glauben einer Person unter gewissen Voraussetzungen Anspruch auf Schutz des berechtigten Vertrauens in beh�rdliche Zusicherungen oder sonstiges, bestimmte Erwartungen begr�ndendes Verhalten der Beh�rden (vgl. BGE 131 II 627 E. 6.1; 129 I 161 E. 4.1 je mit Hinweisen).
1.3 Aus der in Art. 32 Abs. 1 BV und Art. 6 Ziff. 2 EMRK verankerten Unschuldsvermutung wird die Rechtsregel "in dubio pro reo" abgeleitet. Als Beweisw�rdigungsregel besagt sie, dass sich der Strafrichter nicht von einem f�r den Angeklagten ung�nstigen Sachverhalt �berzeugt erkl�ren darf, wenn bei objektiver Betrachtung Zweifel bestehen, ob sich der Sachverhalt so verwirklicht hat (vgl. BGE 127 I 38 E. 2a). Inwiefern das Sachgericht den Grundsatz "in dubio pro reo" als Beweisw�rdigungsregel verletzt hat, pr�ft das Bundesgericht nur unter dem Gesichtspunkt der Willk�r (BGE 127 I 28 E. 2a).
1.4 Gem�ss polizeilichem Anzeigerapport vom 14. M�rz 2010 konnten beim Beschwerdef�hrer anl�sslich der Kontrolle Anzeichen von Drogenkonsum festgestellt werden (act. 5). In der Auftragsbest�tigung zur Entnahme und Analyse vom 8. M�rz 2010 (act. 8, R�ckseite) wies einer der ihn kontrollierenden Polizeibeamten unter der Rubrik "Beobachtungen zur Person" ausdr�cklich auf die blasse bzw. leichenblasse Gesichtsfarbe des Beschwerdef�hrers ("teint bl�me") hin. Die den Anzeigerapport verfassende Polizeibeamtin best�tigte die Wahrnehmungen ihrer Arbeitskollegen zum vermuteten Drogenkonsum des Beschwerdef�hrers anl�sslich ihrer Befragung als Zeugin im Rahmen der Hauptverhandlung vor erster Instanz. Sie habe auf dem Polizeiposten am 8. M�rz 2010 kurz nach der Kontrolle vor Ort selber feststellen k�nnen, dass der Beschwerdef�hrer sehr blass gewesen sei und gl�nzende bzw. w�ssrige Augen gehabt habe (vgl. act. 36, 37 R�ckseite). Entgegen der Auffassung in der Beschwerde verfasste sie den Anzeigerapport folglich nicht nur aufgrund von Schilderungen ihrer Arbeitskollegen, sondern gest�tzt auf eigene Wahrnehmungen. Daf�r, dass ihre Aussagen nicht der Wahrheit entsprechen k�nnten, bestehen keinerlei Anhaltspunkte. Solches macht der Beschwerdef�hrer, welcher anl�sslich der polizeilichen Befragung selber einr�umte, am Tag vor der Polizeikontrolle bzw. einige Stunden zuvor Marihuana konsumiert zu haben, nicht geltend. Die Vorinstanz konnte auf die Aussagen der gerichtlich befragten Polizistin deshalb ohne Willk�r abstellen. Im �brigen wohnten der Beschwerdef�hrer und sein Verteidiger der gerichtlichen Zeugenbefragung der Polizeibeamtin bei. Sie erhielten die Gelegenheit, Erg�nzungsfragen zu stellen, und machten von ihrem Fragerecht Gebrauch (act. 36 R�ckseite, act. 37). Vor diesem Hintergrund war die Vorinstanz nicht gehalten, die vom Beschwerdef�hrer beantragte Einvernahme der ihn vor Ort kontrollierenden Polizeibeamten durchzuf�hren (angefochtenes Urteil, S. 6). Neue sachrelevante Erkenntnisse waren davon nicht zu erwarten. Verletzungen des rechtlichen Geh�rs oder des Konfrontationsrechts sind insoweit nicht erkennbar.
1.5 Aus dem Umstand, dass ihn die vor Ort kontrollierenden Polizisten im eigenen Wagen zum Polizeiposten in Domdidier fahren liessen, kann der Beschwerdef�hrer nichts f�r sich ableiten. Insbesondere ergibt sich daraus entgegen seiner Meinung nicht, dass bei ihm zum Zeitpunkt der Kontrolle keine Auff�lligkeiten feststellbar waren, die auf eine Fahrunf�higkeit hingedeutet h�tten bzw. dass die behaupteten Anzeichen von Fahrunf�higkeit lediglich nachgeschoben wurden, um die beh�rdlichen Massnahmen nachtr�glich zu legitimieren (Beschwerde, S. 8). Die Vorinstanz erw�gt hierzu unter Hinweis auf die Ausf�hrungen im erstinstanzlichen Urteil schl�ssig und mit zureichender Begr�ndung im Sinne von Art. 29 Abs. 2 BV, dass das beanstandete Verhalten der betreffenden Polizeibeamten zwar ungeschickt sei und nicht gutgeheissen werden k�nne, die Beweise dadurch jedoch nicht unverwertbar w�rden. Mit andern Worten l�sst das polizeiliche Vorgehen nach der Vorinstanz nicht den Schluss zu, der Beschwerdef�hrer habe keine Anzeichen von Fahrunf�higkeit aufgewiesen. Inwiefern diese vorinstanzliche Beurteilung des polizeilichen Vorgehens verfassungsrechtlich bestandet werden k�nnte, ist nicht erkennbar. Der Willk�rvorwurf und die unter diesem Titel geltend gemachte Verletzung des Grundsatzes "in dubio pro reo" erweisen sich, soweit �berhaupt rechtsgen�gend begr�ndet (Art. 42 Abs. 2 und Art. 106 Abs. 2 BGG), nicht als stichhaltig. Ebenso wenig dringt der Beschwerdef�hrer mit seiner Berufung auf den Grundsatz von Treu und Glauben bzw. auf den Vertrauensschutz durch. Es fehlt bereits an einer hinreichenden Grundlage des Vertrauens. In der Aufforderung der Polizisten, dem Polizeifahrzeug im eigenen Wagen auf den Polizeiposten zu folgen, liegt kein Verhalten der Straf(verfolgungs)beh�rde, bei welchem sich der Staat behaften lassen m�sste. Von einem verp�nten treuwidrigen Vorgehen seitens der Polizei ("venire contra factum proprium") kann hier entgegen der Beschwerde nicht gesprochen werden.
1.6 Zusammenfassend sind die Einw�nde des Beschwerdef�hrers, der Drogenschnelltest sowie die Blut- und Urinprobe seien widerrechtlich erlangt worden und deren Analysen nicht verwertbar, unbehelflich.
Der Beschwerdef�hrer macht geltend, nicht unter Cannabiseinfluss gefahren zu sein. Das Zustandekommen der Ergebnisse der chemisch-toxikologischen Untersuchung h�tte deshalb im Einzelnen, d.h. in Bezug auf Transport, Lagerung, Bearbeitung der Reagenzien und Zustand der verwendeten Laborger�te, abgekl�rt werden m�ssen. Die Vorinstanz habe die diesbez�glichen Beweisantr�ge des Beschwerdef�hrers abgewiesen. Ihre antizipierte Beweisw�rdigung sei willk�rlich und verstosse gegen die Unschuldsvermutung (Beschwerde, S. 11 ff.).
2.1 Die Vorinstanz erw�gt, dem Beschwerdef�hrer sei im Spital Meyriez eine Blut- und Urinprobe abgenommen worden, welche dem "Centre Universitaire Romand de M�decine L�gale" in Lausanne �bergeben und dort mittels anerkannter Methode ausgewertet worden sei. Die Analyse habe den Konsum von THC-haltigen Bet�ubungsmitteln best�tigt und ergeben, dass keine weitere Drogen konsumiert worden seien. Es sei ein Mittelwert von 6.2 �g/L THC nachgewiesen worden. Der Beschwerdef�hrer habe anl�sslich seiner polizeilichen Befragung und der Hauptverhandlung vor erster Instanz einger�umt, am Vorabend der Kontrolle einen Joint geraucht zu haben. Der modus operandi der Blut- und Urinentnahme und der anschliessenden Analysen weise keine Unregelm�ssigkeiten auf. Dass der Drogenschnelltest auf Amphetamine angeschlagen habe, m�ge an der Schmerzmitteleinnahme des Beschwerdef�hrers (Dolospedifen, act. 9) liegen. Dass solche in dessen Blut nicht mehr nachgewiesen h�tten werden k�nnen, sei m�glicherweise darauf zur�ckzuf�hren, dass Amphetamine im Blut schneller abgebaut w�rden als THC. Jedenfalls wecke dieser Umstand keine Zweifel an der korrekten Durchf�hrung der Blut- und Urinanalyse. Die Beweisantr�ge des Beschwerdef�hrers �ber die Kl�rung des genauen Ablaufs der Untersuchung (Lagerung, Transport der Reagenzien, Analysemethode) seien deshalb abzuweisen.
2.2 Inwiefern diese antizipierte Beweisw�rdigung willk�rlich sein sollte bzw. gegen die Unschuldsvermutung verstossen k�nnte, ist nicht ersichtlich. Die Vorinstanz w�rdigt den �usseren Ablauf der Blut- und Urinentnahmen im Spital Meyriez, die �bergabe der entsprechenden Proben an das Centre Universitaire Romand de M�decine L�gale und die dortige Durchf�hrung der Analysen. Gest�tzt darauf gelangt sie zum Schluss, dass keine Anhaltspunkte f�r Unregelm�ssigkeiten in Bezug auf den Untersuchungs- oder Analyseablauf bestehen. Dieser Schluss ist verfassungsrechtlich nicht zu beanstanden. Dies gilt umso mehr, als der Beschwerdef�hrer den Konsum von Marihuana am Vorabend der Fahrt selber eingestand und im Spital Meyriez zur gleichen Zeit bei keinen anderen Personen Blut- oder Urinproben auf Anordnung der Kantonspolizei Freiburg abgenommen wurden. �berdies wird im toxikologischen Gutachten direkt Bezug auf diese Proben genommen (act. 11), wobei die Gutachter die Methode zur Auswertung der Blut- und Urinprobe schl�ssig und nachvollziehbar erl�utern. Unter diesen Umst�nden bestand bzw. besteht keinerlei Anlass, am korrekten Zustandekommen der Untersuchungsergebnisse zu zweifeln und die Untersuchungsabl�ufe im Einzelnen (in Bezug auf den Transport der Proben, ihrer Lagerung, Bearbeitung etc.) zu �berpr�fen. Die Vorinstanz durfte die Beweisantr�ge des Beschwerdef�hrers daher ohne Willk�r und ohne Verletzung der Unschuldsvermutung in antizipierter Beweisw�rdigung abweisen.
Der Beschwerdef�hrer macht geltend, w�ssrige Augen und ein blasser Teint gen�gten nicht, um bundesrechtskonform einen Anfangsverdacht auszul�sen und auf Anzeichen von Fahrunf�higkeit im Sinne der gesetzlichen Bestimmungen und der bundesgerichtlichen Rechtsprechung zu schliessen (Beschwerde, S. 9 f.).
3.1 Das Verfahren zur Feststellung der Fahrunf�higkeit wird teilweise in Art. 55 Abs. 1-4 SVG und zudem gest�tzt auf Art. 55 Abs. 6, 6bis und 7 SVG sowie durch Ausf�hrungsvorschriften der Bundesversammlung und des Bundesrats bzw. des Bundesamts f�r Strassen (ASTRA) geregelt (vgl. Urteil 6B_954/2008 vom 6. M�rz 2009 E. 3.3; siehe PHILIPPE WEISSENBERGER, Kommentar zum Strassenverkehrsgesetz, Z�rich 2011, Rz 4 zu Art. 55, Rz 19 zu Art. 91 SVG). F�r die Beantwortung der Frage, wann Anzeichen von Fahrunf�higkeit respektive ein entsprechender Anfangsverdacht bestehen, ist die Rechtsprechung zu Art. 91a SVG heranzuziehen (Urteil 6B_196/2010 vom 20. April 2010 E. 1.3.2). Es ist auf die Umst�nde des konkreten Falles abzustellen. Dabei kommen jegliche Indizien in Frage, die einen entsprechenden Verdacht begr�nden k�nnen. Sie k�nnen im - allf�llig verursachten - Unfall oder aber in der Person des Fahrzeuglenkers begr�ndet sein. Die Annahme der Fahrunf�higkeit wegen Drogeneinflusses setzt den Nachweis eines Fahrfehlers nicht voraus. Selbst ein unauff�lliger �rztlicher Untersuchungsbefund schliesst eine Beeinflussung der Fahrf�higkeit nicht aus (BGE 130 IV 32 E. 3.5 mit Hinweis auf die fr�heren "Empfehlungen EJPD/KKJPD"). Als m�gliche Indizien bzw. Verdachtsmomente (die in der Person eines unter Bet�ubungsmittel- oder Arzneimittel stehenden Fahrzeugf�hrers liegen) erscheinen ein berauschter, m�der, euphorischer, apathischer oder sonst wie auff�lliger Zustand desselben (vgl. Ziff. 2.2.1 der Weisungen des ASTRA vom 22. Mai 2008 betreffend Feststellung der Fahrunf�higkeit im Strassenverkehr; YVAN JEANNERET, Les dispositions p�nales de la Loi sur la circulation routi�re (LCR), Berne 2007, Rz 48 zu Art. 91, siehe betreffend die fr�heren "Empfehlungen EJPD/KKJPD" zur Feststellung der Verminderung der Fahrf�higkeit durch Drogen und/oder Medikamente: REN� SCHAFFHAUSER, Grundriss des Schweizerischen Strassenverkehrsrechts, Band III: Die Administrativmassnahmen, 1995, N. 2672 ff.; vgl. auch BGE 130 IV 32 E. 3.3).
3.2 Die Polizei hegte aufgrund der (leichen-)blassen Gesichtsfarbe des Beschwerdef�hrers und seiner gl�nzenden bzw. w�ssrigen Augen den Verdacht, dieser stehe unter Drogeneinfluss. Sie f�hrte deshalb einen Drogenschnelltest durch (vgl. act. 8, R�ckseite, Speicheltest um 08.59 Uhr). Nachdem der Schnelltest positiv ausgefallen war und der Beschwerdef�hrer das Rauchen von Marihuana am Abend vor der Kontrolle eingestanden hatte (act. 6, polizeiliche Befragung, 09.45 Uhr), wurden zur genaueren Abkl�rung Urin- und Blutuntersuchungen angeordnet und durchgef�hrt (vgl. act. 8, R�ckseite, Blut- und Urinproben, 10.05 und 10.25 Uhr). Deren Analyse ergab, dass sich im Zeitpunkt der Probeentnahmen im Blut des Beschwerdef�hrers ein Mittelwert von 6.2 �g/L THC befunden hatte. Der Grenzwert nach Art. 2 Abs. 2 der VRV liegt gem�ss der Verordnung des ASTRA zur Strassenverkehrskontrollverordnung vom 22. Mai 2008 (VSKV-ASTRA) bei 1,5 �g/L THC (vgl. Urteil 6B_136/2010 E. 2.3 vom 2. Juli 2010).
3.3 Das polizeiliche Vorgehen zur Feststellung der Fahrunf�higkeit steht im Einklang mit den gesetzlichen Vorgaben. Aufgrund der festgestellten k�rperlichen Auff�lligkeiten des Beschwerdef�hrers - der (leichen-)blassen Gesichtsfarbe und der gl�nzenden Augen - durften die Polizeibeamten einen Anfangsverdacht haben, ihn deshalb einem Drogenschnelltest zuf�hren (vgl. hierzu Art. 55 Abs. 2 SVG i.V.m. Art. 10 Abs. 2 SKV; siehe Ziff. 2.2.1 der Weisungen des ASTRA vom 22. Mai 2008 betreffend Feststellung der Fahrunf�higkeit im Strassenverkehr) und in der Folge bei fortbestehendem Verdacht Blut- und Urinproben anordnen (Art. 55 Abs. 3 SVG i.V.m. Art. 12 SKV; siehe zur M�glichkeit der direkten Anordnung von Blut- und Urinproben Urteil 6B_196/2010 vom 20. April 2010 E. 1.4.1; vgl. WEISSENBERGER, a.a.O., Rz 10 zu Art. 55). Entgegen dem Daf�rhalten der Verteidigung ist nicht entscheidend, dass sich der Beschwerdef�hrer bei der polizeilichen Anhaltung und Kontrolle nicht in Fahrt befand. Massgeblich ist vielmehr, dass er gefahren war und in seinem Fahrzeug vor dem "Pick Pay" (auf seinen Fahrgast) zwecks Weiterfahrt wartete. Entgegen seiner Auffassung kommt es f�r die Annahme von Anzeichen von Fahrunf�higkeit auch nicht darauf an, dass er weder einen Unfall verursachte noch ein auff�lliges Fahrverhalten an den Tag legte (BGE 130 IV 32 E. 3.5). Massgeblich ist einzig, dass aufgrund der auff�lligen k�rperlichen Symptome des Beschwerdef�hrers auf den Konsum von Drogen geschlossen werden konnte bzw. die Polizisten deswegen ohne Bundesrechtsverletzung einen entsprechenden Anfangsverdacht haben durften, was sie zur Durchf�hrung des Drogenschnelltests sowie zur Anordnung der Blut- und Urinproben berechtigte (vgl. vorstehend E. 3.1). Die Annahme von Anzeichen von Fahrunf�higkeit im Sinne von Art. 55 Abs. 2 und 3 SVG ist vor diesem Hintergrund nicht zu beanstanden.
Der Beschwerdef�hrer bestreitet ein eventualvors�tzliches Handeln. Angesichts der kurzen Wirkungszeit von THC von nur 3 bis 6 Stunden habe er nicht annehmen m�ssen, dass er rund 10� Stunden nach dem Rauchen eines Joints sein Fahrzeug nicht sicher werde f�hren k�nnen. Es k�nne ihm folglich nicht angelastet werden, er habe im Sinne eines Eventualvorsatzes gem�ss Art. 12 Abs. 2 StGB eine Fahrt in fahrunf�higem Zustand in Kauf genommen (Beschwerde, S. 14).
4.1 Wer wegen �berm�dung, Einwirkung von Alkohol, Arznei- oder Bet�ubungsmitteln oder aus anderen Gr�nden nicht fahrf�hig ist, darf kein Fahrzeug f�hren (Art. 31 Abs. 2 SVG; Art. 2 Abs. 1 VRV). Der Konsum von Cannabis ist geeignet, die Fahrf�higkeit zu beeintr�chtigen. Die Fahrunf�higkeit wird bei 1,5 �g/L THC im Blut gesetzlich vermutet (Art. 2 Abs. 2 VRV, Art. 34 VSKV-ASTRA).
Wer aus andern Gr�nden (als Angetrunkenheit) fahrunf�hig ist und ein Motorfahrzeug f�hrt, wird mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder Geldstrafe bestraft (Art. 91 Abs. 2 SVG). Subjektiv ist Vorsatz einschliesslich Eventualvorsatz oder Fahrl�ssigkeit erforderlich (Art. 100 Ziff. 1 Abs. 1 SVG).
Gem�ss Art. 12 Abs. 2 StGB begeht ein Verbrechen oder Vergehen vors�tzlich, wer die Tat mit Wissen und Willen ausf�hrt (Satz 1). Vors�tzlich handelt bereits, wer die Verwirklichung der Tat f�r m�glich h�lt und in Kauf nimmt (Satz 2). Beim Eventualvorsatz strebt der T�ter den Erfolg nicht an, sondern weiss lediglich, dass dieser m�glicherweise mit der willentlich vollzogenen Handlung verbunden ist. Der Eventualvorsatz ist zu bejahen, wenn der T�ter den Erfolg f�r den Fall seines Eintritts in Kauf nimmt und sich mit ihm abfindet, mag er ihm auch unerw�nscht sein (BGE 137 IV E. 1 E. 4.2.3; 133 IV 1 E. 4.1 S. 3 mit Hinweisen).
4.2 F�r die Frage des Eventualvorsatzes ist vom Sachverhalt auszugehen, den die Vorinstanz willk�rfrei festgestellt hat (Art. 105 Abs. 1 BGG). Danach konsumierte der Beschwerdef�hrer am Vorabend vor der Polizeikontrolle wissentlich Marihuana. Er wusste auch um seine M�digkeit nach dem Schichtwechsel, die er mit den Worten einr�umte "Ich war m�de, aber sonst ging es mir gut. Ich arbeitete am Wochenende Nachtschicht und hatte gerade einen Schichtwechsel hinter mir. Die Umstellung ist nicht immer einfach" (angefochtener Entscheid, S. 7). Aus den Akten ergibt sich �berdies, dass der Beschwerdef�hrer in der Nacht vom 7. auf den 8. M�rz 2010 (lediglich) von "12.00 bis 04.00 Uhr" schlief (vgl. act. 8, R�ckseite). Der Beschwerdef�hrer war sich nach den vorinstanzlichen Feststellungen im Klaren, dass das Lenken eines Fahrzeugs unter THC-Einfluss verboten ist. Nach seinen Angaben hatte er denn eigentlich auch nicht vorgehabt, bereits am Montagmorgen wieder ein Auto zu fahren. Dies habe sich jedoch so ergeben. Vor diesem Hintergrund durfte die Vorinstanz ohne Bundesrechtsverletzung darauf schliessen, dass der Beschwerdef�hrer eine Fahrt in fahrunf�higem Zustand in Kauf nahm, zumal er die verschiedenen Elemente kannte, die objektiv seine Fahrunf�higkeit begr�ndeten, er sich also dar�ber im Klaren war, nur einige Stunden vor seiner Fahrt Marihuana konsumiert und nur kurz geschlafen zu haben (vgl. act. 8, R�ckseite) sowie infolge des Schichtwechsels m�de gewesen zu sein. Zus�tzlich l�sst auch die H�he des nachgewiesenen THC-Gehalts in seinem Blut (Mittelwert um das vierfache h�her als der Grenzwert) darauf schliessen, dass der Beschwerdef�hrer noch unter Drogeneinfluss stand, als er sein Fahrzeug lenkte. Dass sich der Beschwerdef�hrer subjektiv fahrf�hig f�hlte, schliesst entgegen seinem Daf�rhalten die Annahme eventualvors�tzlichen Handelns nicht aus. Der angefochtene Entscheid verletzt kein Bundesrecht.

References: Art. 6
 Art. 5
in dubio
 Art. 29
 Art. 9
 Art. 5
 Art. 9
 BGE 
 BGE 
 Art. 32
 Art. 6
in dubio
 BGE 
in dubio
 Art. 29
in dubio
 Art. 106
 Art. 55
 Art. 55
 Art. 55
 Art. 91
 Art. 91
 Art. 91
 BGE 
 Art. 2
 Art. 55
 Art. 10
 Art. 12
 Art. 55
 Art. 55
 Art. 12
 Art. 2
 Art. 34
 Art. 12