Source: http://jagdaufseher-brandenburg.de/jagd-allgemein/aus-wald-und-flur/index.php
Timestamp: 2018-04-22 20:07:24+00:00

Document:
Sie sind hier: Startseite » Jagd Allgemein » Aus Wald und Flur....
Diese Broschüre wendet sich an alle, die regelmäßig Waldarbeiten durchführen.
Aktuelles zu Sicherheit und Gesundheitsschutz - Waldarbeit"
greift diese Ergebnisse aus der Forstprävention auf.
Es werden Grundlagen dargestellt, die in der Praxis zu wenig beachtet werden und auch neuere, bereits bewährte Präventionsmaßnahmen aufgezeigt.
Hier können Sie die Broschüre runterladen: > Klick <
Jagdhunde und Wolfsrudel......
Die hohe Mortalität der Jagdhunde bei Konfrontation mit Wolfsrudeln
Ein hochwissenschaftliche Beitrag unseres Freundes L. Schneider beweist, wie positiv wir selbst den abstrusesten Aktionen unserer Tier- und Naturschutzfreunde begegnen:
Jagdkatze Nachsuchen und Stöberjagden in Wolfsgebieten
...lesen Sie hier den vollen Artikel:
Alte Zöpfe abschneiden auch traditionelle Jäger sind reformfähig!
Rechtfertigung der Jagd
...lesen Sie > hier < den vollständigen Bericht von Dr. Wolfgang Lipps
Zulassung von Schalldämpfern in der Jagd
Hier > klicken [1,2 MB] <
Hier können Sie die DJV-Stellungnahme lesen:
..... Jagdhunde
Der Hund ist unverzichtbar für die Jagd. Dennoch birgt das Jagen auch Gefahren für die Vierbeiner. Schneller als man denkt, kann ein Hund im Wald Hautwunden, Zerrungen, Dehnungen oder Knochenbrüche erleiden. Hinzukommen auch Beißereien mit Artgenossen bei einer gemeinsamen Jagd und Wildangriffe. In solchen Situationen ist der Jäger oftmals auf sich alleine gestellt und muss den Hund richtig verarzten können. Natürlich Jagd zeigt, worauf es bei der Ersten Hilfe für Jagdhunde ankommt.
Näheres bitte hier "klicken": Erste Hilfe
Von der Berufsgenossenschaft:
Was beeinflusst die Sicherheit von Schnittschutzhosen?
Schnittschutzhosen stellen ein wesentliches Element der Persönlichen Schutzausrüstung (PSA) dar. Sie sollen ihren Träger bei einem Unfall mit der Motorsäge vor schwerwiegenden Schnittverletzungen bewahren oder diese zumindest spürbar verringern.
Näheres können Sie hier weiterlesen:
Anforderungen an Schnittschutzhosen
Nur gucken, nicht anfassen.....
In der Brut- und Setzzeit gilt:
Der gut getarnte Nachwuchs von Reh und Hase verbringt natürlicherweise die ersten Tage mutterseelenallein im hohen Gras regungs- und nahezu geruchlos. Nur zum Säugen erscheint die Mutter. Was beim Menschen ein Fall fürs Jugendamt wäre, bietet in der Natur optimalen Schutz vor Fressfeinden wie dem Fuchs. Die Elterntiere beobachten ihren Nachwuchs in der Brut- und Setzzeit übrigens meist aus sicherer Entfernung, um keine Räuber anzulocken. In Sachen Nachwuchspflege ist Tier eben nicht gleich Mensch. Bei ungewöhnlichen Beobachtungen sollte man sich direkt an einen Jäger in der Nähe wenden. Dieser kann die notwendigen Maßnahmen ergreifen.
....aus einem Revier in Brandenburg
Besonderheiten des Revieres mehrere Bungalowanlagen (Wochenendhäuser) die natürlich oft nur am Wochenenden bewohnt sind.
Dann werden die Katzen gefüttert und ansonsten sich selbst überlassen!
Hunde werden (weil sie ja die Freiheit brauchen) einfach in die Natur entlassen! Die kommen ja immer wieder, wenn auch nicht gleich dann eben später die tun ja nichts und wollen nur spielen!
Jagdjahr 2007/2008
Mehrere Katzen mit Halsband in der Lebendfalle gefangen und zum Tierheim gebracht.
Sechs Risse mit Verdacht auf wildernde Hunde, einmal zwei Hunde auf frischer Tat ertappt und im Tierheim abgeliefert, Anzeige erstattet.
Die gleichen Hunde noch dreimal eingefangen und den Besitzer jedes Mal darüber informiert und über die Umstände und Folgen aufgeklärt, bevor die Hunde dem Tierheim überstellt wurden.
Jagdjahr 2008/2009
Fünf Risse mit Verdacht auf wildernde Hunde, dreimal zwei Hunde (die aus 2007/2008) auf frischer Tat ertappt und im Tierheim abgeliefert, Anzeige erstattet.
Die gleichen Hunde noch sechsmall eingefangen und den Besitzer jedes Mal darüber informiert und über die Umstände und Folgen aufgeklärt, bevor die Hunde dem Tierheim überstellt wurden.
Im Januar 2009 hetzten beide Hunde eine Ricke in einen Kulturzaun und wurden dabei von mir gestellt, als sie dem noch lebenden, im Zaun festhängenden Tier die Decke abzogen. In der Folge endete die Sache für die Hunde, wie die Ricke final, da ein Fangen der Hunde eine zu große Gefahr für den Jagdaufseher bedeutete. Es erfolgte die Einbeziehung der Polizei und die Information an den Besitzer, inklusive Übergabe der beiden toten Hunde.
Jagdjahr 2009/2010
Zwei Risse mit dem Verdacht wildernder Hunde, viermal einen freilaufenden Hund beim Hetzen von Rehwild beobachtet, denselben Hund zweimal dem Tierheim übergeben.
Jagdjahr 2010/2011
Ein Schäferhund mix als ständiger Ausreißer im Revier unterwegs. Neunmal eingefangen und dem Besitzer übergeben mit dem Versuch des klärenden Gesprächs. Siebenfache Beobachtung des Hundes beim Hetzen von Rehwild. Zwei Risse gefunden mit dem Verdacht wildernder Hund.
Den Hund einmal am gehaltenen Stück im Kulturzaun erwischt, den Bock erlöst und den Hund dem Tierheim überstellt und den Fall zur Anzeige gebracht. Sechs Tage später derselbe Hund am frisch gerissenen Kitz angetroffen, nachdem Anwohner darüber informiert hatten. Finales Ende für den Hund einhergehend mit Information an die Polizei und Erstatten einer Anzeige gegen den Besitzer, Übergabe des toten Hundes.
In dem o.g. Zeitraum wurden 96 Katzen mit Lebendfangfallen gefangen und dem Tierheim überstellt!
Die freuen sich schon wenn der Kollege sich nähert!
Grundsetzliches zum "Jagdschutz":
Rechtliche Regelung des Bundes:
BJagdG § 23 Inhalt des Jagdschutzes
Rechtliche Regelung Brandenburg:
BbgJagdG §38 Inhalt des Jagdschutzes, Pflicht zur Ausübung des Jagdschutzes
nur funktionssichere und zugelassene Waffen verwenden,
Waffen nie auf Menschen richten,
Munition getrennt aufbewahren und vor Verwechslung schützen,
Vertrauensperson über Ihren Aufenthalt informieren,
jagdliche Einrichtungen regelmäßig jedoch mindestens jährlich kontrollieren und ggf. instandsetzen,
Umgang mit den Waffen:
Eine Schusswaffe immer so handhaben, als ob sie geladen und entsichert sei!
Pistole oder Revolver in einem Holster (nicht in Jacken- oder Hosentasche stecken).
Waffen im Auto ungeladen und in spezieller Halterung transportieren
Schusswaffen dürfen nur während der tatsächlichen Jagdausübung geladen sein.
Vorsicht bei gestochenen Waffen!
Bei Bewegungsjagden "nicht" stechen.
Kommt der Schütze nicht zum Schuss, Waffe sofort entstechen
Niemals mit gestochener Waffe pirschen.
Bestimmungsgemäße Verwendung der Schusswaffen (z. B: nicht zum Niederdrücken von Zäunen, Aufstoßen von Hochsitzluken oder Erschlagen des Wildes nutzen).
Waffen vor Besteigen und Verlassen des Hochsitzes oder Einsteigen ins Auto entladen!
Jagdausübung:
Schuss erst abgeben, wenn sicher ist, dass niemand gefährdet werden kann.
Jagdleiter benennen, der die erforderlichen Anordnungen für den gefahrlosen Ablauf der Jagd gibt.
An der Jagd unmittelbar Beteiligte müssen sich deutlich farblich von der Umgebung abheben, z. B. durch orange-rote Brustumhänge oder Signalbänder.
Weisungen des Jagdleiters unbedingt befolgen!
Aufgaben des Jagdleiters
(siehe Merkblatt Hinweise zur Planung und Durchführung einer Niederwildjagd und Hinweise zur Planung und Durchführung einer Schalenwildjagd).
Schützen und Treiber vor Beginn der Jagd unterweisen über:
die Bedeutung der Signale,
den Gebrauch der Schusswaffe,
die Zuteilung der Schützen zu den jeweiligen Jagdständen und Festlegung der dazugehörigen Schussbereiche,
Festlegung des Beginns und Beendigung der Jagd,
Festlegung zum Schießen während des Kesseltreibens,
Auswahl der an der Jagd beteiligten Personen.
Sicherer Hochsitzbau:
nur gesundes, entrindetes und kräftiges Holz verwenden,
Zugänge und Stege fachgerecht errichten und mit Einrichtungen gegen Abstürzen von Personen sichern.
Haltegriff am Ein-/ Überstieg in die Kanzel anbringen,
Hölzer, die in den Boden eingelassen werden, vor Fäulnis schützen,
Sprossen an den Leiterholmen sicher befestigen und nach unten hin abstützen,
Beim Umgang mit der Motorsäge persönliche Schutzausrüstung tragen!
Kopfschutz mit Gehör- und Gesichtsschutz,
Sicherheitsschuhe mit schnitthemmender Einlage.
Vor jedem Besteigen eines Hochsitzes Standsicherheit überprüfen.
Verbandsmaterial mitführen.
Drückjagden in Brandenburg
Bewegungsjagden Strecke machen
Wir alle erinnern uns an die kleinen Drückerchen von früher.
Eine Handvoll Treiber möglicherweise mit Hofhund, ein Handvoll Schützen abgestellt um eine Dickung. Die Treiber laut und schnell durch die Reihen und natürlich melden sie jedes gesichtete Tier mit möglichst großer Lautstärke, unterstrichen durch Schreie, Rufe und unter zu Hilfenahme mechanischer Geräte wie Trommeln, Dosen und Trillerpfeifen.
Auch die Folgen dieser Beunruhigungen haben fast alle Jäger schon kennen gelernt und verflucht blitzschnelles Wild, kaum ansprechbar, vorne zu schnell und hinten zu kurz. Am Ende Nachsuchen ohne Ende, schlechte Schüsse mit dem Erfolg kaum verwertbares Wildbret gewonnen zu haben. Unzufriedenen Jagdgäste am Streckenplatz und endlose Diskussionen über die Fehler des Tages.
Es gibt eine ganze Anzahl von Gesellschaftsjagden.
Die unterschiedlichsten Erwartungen und somit auch eine Vielzahl von Methoden.
Hier ist viel Sachkunde, Revierkenntnis und ein gerüttelt Maß an Kenntnis über die Wildbestände notwendig, aber auch ein hoher Anspruch an die Teamfähigkeit und Durchsetzungskraft und auch ein großes diplomatisches Geschick im Umgang mit Menschen Voraussetzung.
Rechtliche Belange der Durchführung von Gesellschaftsjagden
1) Bürgerliches Gesetzbuch (BGB)
2) Bundesjagdgesetz (BJagdG)
3) Landesjagdgesetz (LJagdG)
4) Fleischhygienegesetz (FLHG)
a) Fleischhygiene-Verordnung (FLHV)
5) Unfallverhütungsvorschriften
a) VSG 4 Jagd
b) VSG 1.1 Allgemeine Vorschrift für Sicherheit und
c) VSG 2.3 Leitern und Tritte
6) Tierschutzgesetz
7) Brandenburgisches Straßengesetz (BbgStrG)
Der Haustierabschuss
- ein emotionales Thema
Die Mitglieder des JaBbg e.V. haben in einer Umfrage ihre Erfahrungen zum Thema Haustierabschuss im Zuge des Jagdschutzes zusammengetragen.
Gefragt war nicht nur das Verhalten im Dienstrevier sondern auch das der Nachbarreviere.
1. Hunde Hunde sind zwar ein Thema (gerade in der Nähe von Ballungsgebieten).
Es herrscht aber die Einstellung vor, dass eher die Halter als denn die Hunde dafür verantwortlich sind.
Hier wird dann eher der Rechtsweg eingeschlagen als der Finger krumm gemacht!
Die Beunruhigung der Reviere durch uneinsichtige Hundehalter nimmt zu (auch hier in Abhängigkeit vom allgemeinen Nutzerdruck).
2. Katzen Katzen sind offensichtlich kein Thema mehr. Die Reviere mit einem angemessenen Niederwildbesatz haben mehr mit Prädatoren (Räuber) zu tun als mit den 2, 3 Hauskatzen.
Hier tut sich Waschbär und Marderhund besonders hervor.
Keiner der Mitglieder des JaBbg hat in den letzten Jahren in Brandenburg einen Hund getötet.
Aus einigen Gegenden Brandenburgs wurde allerdings gemeldet, dass das Aussetzen von Jungkatzen im Frühjahr merklich zunimmt! Die Überlebenschance dieser Katzen ist in freier Wildbahn sehr gering! Abgesehen von dem Umstand der Tierquälerei ist ein derartiges Verhalten sehr unverständlich.
Der in Brandenburg zur Verfügung stehende Rechtsweg wird als Gut angesehen.
BbgJagdG § 26 Sachliche Gebote und Verbote
Was durch freilaufende Hunde durchaus der Fall ist!
BbgNatSchG § 38 Allgemeiner Schutz wild lebender Tier- und Pflanzenarten
LWaldG Bbg § 15 Allgemeines Betretungs- und Aneignungsrecht
HundehV Bbg § 2 Führen von Hunden
(1) Wer Hunde außerhalb des befriedeten Besitztums führt, muss körperlich und geistig die Gewähr dafür bieten, jederzeit den Hund so beaufsichtigen zu können, dass Menschen, Tiere oder Sachen nicht gefährdet werden. Der Hundeführer hat den Hund ständig zu beaufsichtigen und sicher zu führen.
Was grundsätzlich für jeden Jagdhund zutrifft!!
Sowie die Kommunalen Verordnungen.
Als Jagdhund wird ein Hund bezeichnet, der dem Menschen in der heutigen Zeit dem Jäger im weitesten Sinne als Gehilfe bei der Jagd dient. Unter dem Begriff Jagdhund wird heute dabei eine Gruppe von Haushunderassen zusammengefasst, die verschiedenste jagdliche Einsatzgebiete repräsentieren kann. Die modernen Jagdhunde werden in Stöberhunde, Vorstehhunde, Apportierhunde, Schweißhunde, Erdhunde und nordische Hunde eingeteilt.
Der die jeweilige(n) Rasse(n) betreuende Zuchtverein muss Mitglied im Jagdgebrauchshundverband e.V. sein. Dieser nimmt nur Zuchtvereine auf, die Hunderassen züchterisch betreuen, welche nach Herkunft und Eignung weidgerechtem Jagen in Deutschland dienen können und für die es einen international anerkannten Rassestandard gibt.
Als Jagdgebrauchshunde im Sinne des Gesetzes gelten Hunde, die phänotypisch einer Jagdhunderasse zu zuordnen sind, die entsprechend ihrer jagdlichen Zweckbestimmung gezüchtet, ausgebildet, gehalten und geführt werden.
Der jagdlich brauchbare Hund
Die Brauchbarkeit von Jagdgebrauchshunden ist gegeben, wenn sie mindestens eine Prüfung bestanden haben, welche in der Verordnung über die Feststellung der Brauchbarkeit von Jagdgebrauchshunden in Brandenburg (Jagdhundebrauchbarkeitsverordnung JagdHBV)festgelegten jeweiligen Mindestanforderungen erfüllen.
Weiteres können Sie > hier < nachlesen!
Rechtvorschriften zur Gesellschaftsjagd
Zu 1. BGB Unerlaubte Handlungen
§ 823 [Schadensersatzpflicht]
(1) Wer vorsätzlich oder fahrlässig das Leben, den Körper, die Gesundheit, die Freiheit,
das Eigentum oder ein sonstiges Recht eines anderen widerrechtlich verletzt, ist dem
Zu 2. Bundes Jagd Gesetz (BJagdG)
Alle einschlägigen §§ zur Jagdausübung
(1) Wer die Jagd ausübt, muss einen auf seinen Namen lautenden Jagdschein mit sich führen und diesen auf Verlangen den Polizeibeamten sowie den Jagdschutzberechtigten (§ 25) vorzeigen.
Zu 3. Landes Jagd Gesetz Brandenburg (LJagdG Bbg.)
§ 36 Verfolgung kranken oder krankgeschossenen Wildes in befriedeten Bezirken
Zu 4. Fleischhygienegesetz (FLHG)
§ 1 Untersuchungspflicht
§ 4 Anmeldung zur Schlachttier- und Fleischuntersuchung
Kapitel I Schlachttieruntersuchung
Kapitel II Fleischuntersuchung
Kapitel IV - Beurteilung des Fleisches
Kapitel VI - Besondere Hygienevorschriften für erlegtes Haarwild
Zu 5. Unfallverhütungsvorschriften
VSG 4.4
VSG 1.1 Allgemeine Vorschrift für Sicherheit und Gesundheitsschutz
§2 Übertragung von Arbeiten
§3 Unterweisung der Versicherten
Durchführungsanweisung zu § 1
§ 2 Bereitstellen und Benutzen von Leitern, Tritten und Pflückschlitten
§ 3 Schadhafte Leitern und Tritte
Zu 6. Tierschutzgesetz
Zu 7. Brandenburgisches Straßengesetz (BbgStrG)
§ 10 Hoheitsverwaltung
Abwägung zwischen Nottötung oder Versorgung und Rehabilitation
Vor einer Nottötung von Unfallopfern ist abzuwägen, ob ggfs. eine (tierärztliche) Versorgung und anschließende Rehabilitation möglich und sinnvoll ist.
Vorrangiges Ziel der Entscheidung, ob Nottötung oder (tierärztliche) Versorgung und Rehabilitation, muss die rasche Beendigung von Schmerzen und Leiden des betroffenen Tieres sein.
Wenn die Möglichkeit der Nutzung des Wildbrets zum menschlichen Verzehr besteht, ist die rasche Tötung und Verwertung geboten.
BJG § 22a Verhinderung von vermeidbaren Schmerzen oder Leiden des Wildes
(l) Um krankgeschossenes Wild vor vermeidbaren Schmerzen oder Leiden zu bewahren, ist dieses unverzüglich zu erlegen; das gleiche gilt für schwerkrankes Wild, es sei denn, dass es genügt und möglich ist, es zu fangen und zu versorgen.
Wertung der Versorgung und Rehabilitation
Die (tierärztliche) Versorgung und Rehabilitation von hilfsbedürftigen Wildtieren wirft etliche Fragen aus der Sicht des Tierschutzes auf, die hier nicht abschließend diskutiert werden können (siehe z. B. Richter und Hartmann 1993; Bahr 2005; Korbel et al. 2005; Lierz et al. 2005; Kummerfeld et al. 2005; Reineking und Fleet 2005; Richter 2005).
Zusammengefasst kann man feststellen, dass bereits die Handhabung erwachsenen Wildtieren durch den Menschen eine erhebliche Belastung darstellt, die als Leiden zu qualifizieren ist.
Sie ist zu rechtfertigen, wenn eine nur sehr kurzzeitige und wenig belastende Pflege eine vollständige Wiederherstellung zur Folge haben wird. Eine längere Pflege ist nur dann vertretbar, wenn unter dem Blickwinkel des Artenschutzes ein zusätzlicher Nutzen zu erwarten ist. Das ist nur für ganz wenige Tierarten der Fall. Für Wild mit Jagdzeit (also z. B. Reh, Wildschwein, Fuchs, Hase usw.) trifft es auf keinen Fall zu.
Ziel muss die erfolgreiche Wiederauswilderung sein. Eine dauerhafte Haltung von adult in Menschenhand geratenen Wildtieren stellt hohe Anforderungen, die nur selten tierschutzkonform erfüllt werden können.
Es ist problematisch, wenn menschliches Fürsorgebedürfnis bei der Entscheidung - ob Tötung oder Pflege - im Vordergrund steht.
Tierschutz für Jäger [50 KB]
Nottötung von Wildtieren [30 KB]
(Berlin, 16. Dezember 2014) Keine Heizung und kein heißer Tee- wie schaffen es Wildtiere eigentlich durch den Winter? Sie kennen viele pfiffige Tricks mit denen sie Kälte und Nahrungsmangel trotzen , so Torsten Reinwald Pressesprecher des Deutschen Jagdverbandes.
Wildschweine schätzen beispielsweise ihre Unterwäsche - eine schützende Wollschicht unter den Borsten. Rehe besitzen eine Dauerwelle hohle, gewellte Haare, die für eine wärmende Luftschicht sorgen. In der Winterzeit kann zudem vermehrt beobachtet werden, dass Rehe still und starr auf den Feldern stehen. Was uns unnatürlich vorkommt, ist für das Reh eine raffinierte Überlebensstrategie: Es senkt seine Körpertemperatur und den Herzschlag, bewegt sich möglichst wenig und verbraucht so kaum Kalorien. Igel, Fledermäuse und Murmeltiere schlafen dagegen gleich ganz durch. Erst wenn es wieder wärmer wird, weckt sie eine innere Uhr. Die Wildtiere reagieren in der Winterzeit besonders empfindlich auf Störungen. Der DJV rät daher, bei Spaziergängen auf Wegen zu bleiben.
Spätestens bei den ersten Schneeflocken zeigen sich manche Tierfreunde beunruhigt und glauben, dass die Wildtiere frieren und nicht mehr genügend Futter finden. Sie bringen Brot oder Küchenreste in Parks und an Waldränder. Was viele jedoch nicht wissen, Pflanzenfresser wie Reh und Hirsch können durch gewürzte Speisereste schwere Koliken bekommen. Die Tiere können sogar daran sterben , sagt DJV-Pressesprecher Torsten Reinwald. Allesfresser wie Wildschwein, Fuchs oder Waschbär werden dagegen durch Essensreste in die Nähe von Städten gelockt. Sie verlieren durch das Füttern ihre angeborene Scheu vor dem Menschen. Wenn der Waschbär dann aber die Mülltonne durchwühlt oder die Wildschweinrotte den Garten umgräbt, stehen viele Menschen vor einem hausgemachten Problem.
Übrigens: Das Füttern von Wildtieren in Wald und Feld ist größtenteils verboten. Nur in Ausnahmesituationen - etwa Vereisungen, hohen Schneelagen, extreme anhaltende Kälte und Nahrungsmangel - dürfen nur Jäger und Förster artgerechtes Futter wie Heu für Pflanzenfresser ausbringen. Die Behörde ruft dann eine Notzeit aus. Mit normalen Wintern kommen die Tiere gut zurecht.
Letzte Änderung am Sonntag, 25. März 2018 um 12:56 Uhr.

References: § 23
 §38
 § 26
 § 38
 § 15
 § 2

§ 823

§ 36

§ 1

§ 4

§2

§3
 § 1

§ 2

§ 3

§ 10
 § 22