Source: https://www.waldhaus-noschkowitz.de/konzept.php
Timestamp: 2019-11-19 21:56:26+00:00

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Konzeption Haus Noschkowitz
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INDIVIDUELLE – THERAPEUTISCH BEGLEITENDE – HEILPÄDAGOGISCHE INTENSIVBETREUUNG
1. Ausgangssituation und Leitbild
2. Einrichtung und ihre Umgebung - Bedingungen für das tägliche Leben
3. Struktur des Trägers
4.2. Zielgruppe und Kapazität
5. Struktur der Einrichtung
5.1. personelle Strukturen
5.2. räumliche Strukturen
6. Unsere pädagogischen Handlungsebenen
7. Aussagen zu Maßnahmen der Qualitätsentwicklung
8. Zusammenfassung der Angebote
9. So finden Sie uns
Das „Waldhaus Noschkowitz" wurde im Januar 2001 in privater Trägerschaft von Frau Christine Maier eröffnet. Nach ihrem Tod 2004 übernahm der Ehemann Herr Klaus-Dieter Maier die Trägerschaft der Einrichtung.
Frau Sibylle Gierschner übernahm die Einrichtung in langfristiger Übergabe durch Herrn Maier ebenfalls in privater Trägerschaft.
Frau Sibylle Gierschner hat das Konzept der Einrichtung von Beginn an mit erarbeitet und weiterentwickelt. In der Philosophie von Frau und Herrn Maier entstand eine kleine kompetente Einrichtung, welche einen festen Platz in der Jugendhilfelandschaft im Raum Mittelsachsen hat.
In dieser Einrichtung mit ca. 270 m² Wohnfläche sind 4 abgeschlossene Wohneinheiten mit
insgesamt 8 Plätzen entstanden. Die Wohneinheiten unterteilen sich wie folgt:
EG: 3 Einzelzimmer, Bad +2 WC, Küche-Wohnzimmer, Abstellraum, ein Spielzimmer
EG: Einraumwohnung mit Küche und Bad als abgeschlossene Wohnung
1. OG: 2 Einzelzimmer (für Kinder von ca. 6 -10 Jahren), Bad- Kinder, Bad- Erzieher, Küche, Erzieherbüro, Entspannungsraum, Erzieherschlafraum
2. OG: 2 Einzelzimmer (für Jugendliche 12 - 18 Jahre zur schrittweisen Verselbständigung)Küche, Bad, 1 Abstellraum, 1 Besucherraum z.B. für
Alle Angebote beinhalten § 34 in Verbindung mit § 35 a und § 41.
Das heißt, dass unsere Einrichtung ganz individuelle Hilfe anbietet, von intensiver Einzelbetreuung bis zur Verselbständigung.
Außerdem befinden sich im Haus noch ein großer Beratungsraum und ein Verwaltungsbüro.
Ein wesentlicher Teil der Leitungsphilosophie von Frau und Herrn Maier war die Auswahl, Anleitung und ständige Weiterbildung des Fachpersonals. Somit stehen heute dem Heim qualifizierte, hoch motivierte und erfahrene Erzieherinnen zur Verfügung.
Die pädagogischen Kompetenzen, die Belegung und der gute Ruf, den das „Waldhaus Noschkowitz“ sich inzwischen ebenfalls erworben hat, sprechen dafür.
Unser Leitbild: „Die Tür in ein neues Leben – wenn Du das willst!“
W -> wichtige Beziehungen
A -> Ankommen
L -> Lernen von lebenspraktischen Dingen
D -> Distanz
H -> Hilfe zur Selbsthilfe
A -> Anerkennung
U -> Unsere Projekte
S -> Sicherheit N -> Nutzen der Ressourcen und Netzwerke
O -> Orientierung geben
S -> Systemisches Denken und Handeln
C -> Chance geben
H -> Heilpädagogisches Arbeiten
K -> Kreativität
O -> Offenheit
W -> Wertschätzen
I -> Individualität
T -> Therapiebegleitung
Z -> Zusammenarbeit
Nicht gegen den Fehler – sondern für das Fehlende!
2. Unsere Einrichtung in ihrer Umgebung & Bedingungen für das tägliche Leben
Das Waldhaus befindet sich im ländlichen Raum, im kleinen Dorf Noschkowitz, welches zur 2 km entfernten Großgemeinde Ostrau gehört.
Das 3000 m² große dazugehörige Grundstück befindet sich am Waldweg zum Noschkowitzer Wald, an einem Tiergehege, zwischen Auen, Wiesen und einem Reitplatz.
Auf dem Grundstück selbst ist ein größeres Nebengebäude, welches für verschiedene Projekte genutzt wird, unter anderem für Bastelarbeit in der Kinderwerkstatt.
Die Gemeinde Ostrau mit ihrem dörflichen Charakter ist mit dem Fahrrad oder in 30 Gehminuten gut zu erreichen.
Im Ort gibt es ein Gewerbegebiet, 2 Supermärkte, Sportplätze- und Hallen, Bibliothek, Fachgeschäfte, Agenturen, Gaststätten sowie zwei Geldinstitute.
In Ostrau selbst befinden sich eine Grundschule und ein Kindergarten.
Im Umkreis der Gemeine gibt es mehrere Mittelschulen, mit welchen wir in einem engen Kontakt stehen.
In der nahegelegenen Kreisstadt Döbeln, ca. 10 Autominuten (geringfügiger Busverkehr) befinden sich weitere Alternativen (Bad, Kino, Disco, Sportstätten usw.) für die Freizeitgestaltung.
Ostrau befindet sich an der Bahnstrecke Chemnitz - Riesa. Anschlussverbindungen nach Leipzig und Dresden sind gegeben.
In Döbeln kann u.a. das Bildungswerk ASG für benachteiligte Jugendliche sowie die
Musikschule mit den vielseitigen und individuellen Förderungsmöglichkeiten genutzt werden.
Die ärztliche und zahnärztliche Betreuung für unsere Kinder und Jugendlichen ist in Ostrau und Döbeln möglich.
Fachärzte befinden sich im Landkreis.
Psychologisch, therapeutische Angebote nutzen wir in den Kliniken Mittweida-Chemnitz, Leipzig, und Dresden, sowie die Psychotherapeutischen Praxen in Döbeln und Rabenstein. Auch mit dem SPZ Riesa und Chemnitz haben wir eine gute Kooperation.
Eine Erziehungshilfeschule (1. - 6. Klasse) befindet sich in Schweikershain, ca. eine ½ Stunde von Noschkowitz entfernt. Eine weiterführende Erziehungshilfeschule befindet sich in Brand-Erbisdorf.
Mit der Schule für geistig Behinderte in Döbeln arbeiten wir im Bedarfsfall eng zusammen.
Für die Kinder und Jugendlichen mit Lernbehinderung ist der Besuch der Förderschule in Roßwein, Waldheim und Döbeln möglich.
Mit allen Schulen besteht eine enge Kooperation. Gemeinsam entwickeln wir mit den Kinder/Jugendlichen und Lehrern Verhaltens- und Lernpläne, die zur Bewältigung des Schulalltags beitragen.
In Döbeln gibt es weiterhin ein Berufsschulzentrum, eine private Berufsschule, Ausbildungsstätten für Integrationsmaßnahmen. In Zusammenarbeit mit dem Arbeitsamt Döbeln werden mit unseren Jugendlichen gezielte weiterführende Ausbildungsmaßnahmen ausgesucht und durchgeführt.
Frau Christine Maier ist am 18. Mai 2004 gestorben.
Damit entstand sofort die Notwendigkeit zu tiefgreifenden Entscheidungen.
Das Heim wird ganz im Sinne von Frau Maier weitergeführt.
Die Trägerschaft und Geschäftsführung übernimmt ab 1.6.2004 ihr Mann, Herr Klaus-Dieter Maier, (Dipl. Ing.(FH))
Die Erlaubnis für den Betrieb wurde ihm vom Sächsischen Landesamt für Familie und Soziales erteilt. Die pädagogische Leitung des "Waldhaus Noschkowitz" übernimmt die langjährige Vertreterin von Frau Maier, Frau Gierschner.
Langfristige Übergabe der Trägerschaft von Herrn Maier an Frau Gierschner.
01.03. 2017 Übernahme der Einrichtung in privater Trägerschaft durch Frau Sibylle Gierschner.
4.1. gesetzliche Grundlage
Regelleistungsangebot: § 34, § 34 in Verbindung mit § 35a SGB VIII
§ 35 a und § 41 SGB VIII
Zielgruppe: Betreuungsalter 6 – 21 Jahre Jungen und Mädchen
Kinder und Jugendliche mit Lernbeeinträchtigung
Kinder und Jugendliche mit Bindungsstörungen und Aufmerksamkeitsdefizit
Kinder und Jugendliche mit Persönlichkeits- bzw. Verhaltensstörungen
Kinder und Jugendliche mit seelischen Störungen und intellektuellen Einschränkungen
Kinder und Jugendliche mit Anzeichen zu Suchterkrankungen
Es werden Kinder und Jugendliche aus gescheiterten Pflegeverhältnissen, Adoptivfamilien und Betreuungsformen der Jugendhilfe, im Alter von 6 – 21 Jahren, alters- u. geschlechtsgemischt in unsere Einrichtung betreut. Dabei spielt die Konfession keine Rolle.
4.3. Unsere Ziele
Kindern und Jugendlichen ein zu Hause zu geben, verlässliche Bezugspersonen zu sein, um sie zu fordern, zu fördern und damit eine selbständige Lebensführung erwerben. Von Beginn an, werden die Kinder und Jugendlichen in dem Hilfeplanprozess einbezogen, mit ihnen Ziele erarbeitet, Wünsche formuliert und sie werden durch uns bewusst angeleitet, ihre eigenen Ressourcen zu erkennen und auszubauen.
Handlungsstrategien, zur Erreichung unseres Zieles:
Wir wollen die, im § 34 SGB VIII festgelegte Ziele umsetzen und damit die Kinder und Jugendlichen auf die, im Hilfeplan festgelegten Perspektiven fördern und fordern.
Handlungsschritte sind dazu:
Psychische, physisch und soziale Stabilisierung im neuen Umfeld
bewußte Steuerung des Beziehungsaufbaues zu den Klienten, als Arbeitsgrundlage für einen gelingenden Alltag
Werte und Normen entwickeln und durch „Vorleben“, Gespräche und Reflexion einen positiven Umgang erleben und ein Vertrauensfundament für das Leben in der Gemeinschaft schaffen
Erarbeitung neuer und Training von bereits erlernten Fähigkeiten durch lebenspraktische Aufträge und Selbstwertsteigerung
Bereitschaft zur Selbständigkeit und Selbstbestimmung beim Wohnen, bei der Lebensplanung, sozialer Interaktion und der Freizeitgestaltung fördern und steuern
Erkennen der eigenen Impulsivität und Möglichkeiten der Steuerung
Erlernen der überschaubaren Geldeinteilung
Vermeidung von Überforderungen durch ausgewogenen Wechsel von Belastung und Freizeit
gesundheitliche Überwachung und gesundheitsfördernde Erziehung
Annahme von Hilfeangeboten durch Ärzte, Therapeuten und systemische Berater
Hilfe bei schulischer Integration und Ausbildung
soziale Anamnese: z.B. durch Biographiearbeit, Genogramm – zum Annehmen der eigenen Lebensgeschichte
intensive Zusammenarbeit mit den Eltern zur Förderung der Entwicklung ihrer Kinder und Stärkung der Erziehungskompetenzen und Fähigkeiten im Umgang mit ihren Kindern
Fachkräfte: 7 sozialpädagogische Fachkräfte = 6,25 VZÄ + Leitung
Anteilig: Beratung / Supervision/ Fortbildung
Heimleitung: Staatlich anerkannte Heilpädagogin, Systemischer Berater u. Therapeut (SG)
Vertretung: Staatlich anerkannte Heilerziehungspfleger mit heilpäd.Zusatzqualifikation, Praxisanleiter
Gruppenerzieher: Dipl.-Soz.Arb./Soz.Päd, Heilpädagogen, staatl. anerk. Erzieher u. Bachelor of Arts Pädagogik, Syst. Berater (i.A.), Fachpädagoge für Psychotraumatologie (bestätigt durch DIPT Köln) und Fachkraft für tiergestützte Therapie und Förderung,
anteilig: Hauswirtschaft, Verwaltung, Hausmeister
Die Leiterin, Frau Sibylle Gierschner, besitzt eine über 20jährige Erfahrung als Erzieherin.
Sie verfügt über mehrere spezielle Fortbildungen zur Heimerziehung z. B. Gesprächsführung, systemische Teamführung und Leitungsmanagement. Sie ist staatlich anerkannte Heilpädagogin, systemische Beraterin und systemischen Therapeutin (zertifiziert durch SG Berlin).
Seit mehreren Jahren arbeitet sie intensiv mit Leitungs-, Fall- und Teamsupervision.
Alle sozialpädagogischen Mitarbeiter nehmen mit dem gesamten Team an monatlichen Supervisionen teil.
In wöchentlichen Teamsitzungen werden alle Probleme besprochen, erzieherische Strategien werden reflektiert und individuell weiterentwickelt. Jeder Mitarbeiter erhält durch die pädagogische Leiterin wöchentliche Einzelanleitung.
Helferkonferenzenwerden bei Bedarf in der Klinik Mittweida/Chemnitz/Leipzig angeregt und organisiert. Diese werden von den behandelten Neurologen, Psychologen bzw. Therapeuten geführt.
Gezielte Fortbildungen helfen den pädagogischen Mitarbeitern, weitere spezifische Erfahrungen zu sammeln.
Wichtige Grundvoraussetzungen für die Arbeit in unserer Einrichtung sind:
Von allen Mitarbeitern liegt bei Beginn des Arbeitsvertrages das erweiterte Führungszeugnis vor, welches durch den Träger der Einrichtung auf die gesetzlichen Bestimmungen geprüft wird.
Ohne Vorlage des Führungszeugnisses kommt kein Arbeitsvertrag zustande. Der Träger sichert eine termingerechte Überprüfung.
Raumverteilung: 7 Einzelzimmer für Kinder und Jugendliche
3 Küchen, 3 Bäder + 3 Toiletten, 1 Gemeinschaftsraum, 2 Büros, 2 Abstellräume, 1 Besucherzimmer, 1 Spiel- Therapiezimmer
1 Entspannungsraum, Kinderwerkstatt, Fahrradraum,
Die sozialpädagogische Wohngruppen verteilt sich mit 8 Plätzen:
Gruppentrennung am Nachmittag
Eine Gruppe: 4 Kinder / Jugendliche (1. OG und 2. OG)
Eine Gruppe: 4 Kinder / Jugendliche (EG und Einraumwohnung)
Im Internet unter: www.waldhaus-noschkowitz.de befinden sich die Grundrisse des Hauses.
6. Unsere pädagogischen Handlungsebene
Unsere Hilfe erfolgt in drei Phasen:
-> 1. Phase: Aufnahme, Integration und Ankommen – Dauer bis 6 Monate
Inhalt: - Absprachen und vernetztes Handeln mit den am Hilfeprozess beteiligten Personen vor der Aufnahme
- Einsicht in die Anamnese des aufzunehmenden Kindes und Prüfung des Settings
- Einbeziehung der Gruppe bei Entscheidung zur möglichen Aufnahme
- soziale Diagnostik und Anamnese
- Beziehungsaufbau als Grundstein der täglichen Arbeit
- Erstellung einer individuellen und ressourcenorientierten Förderplanung
- bedarfsorientierte Hilfestellung zur Bewältigung der neuen Lebenssituation und lebenspraktische Unterstützung im Alltag
- Erarbeitung und Training von individuellen normgerechten Strukturen mit dem Kind/Jugendlichen
- Raum für Gesprächsbedarf durch tägliche individuelle Einzelbetreuungszeiten - Beziehungsarbeit
- Notwendigkeit der schulischen oder betrieblichen Ausbildung erkennen, wenn nötig diese organisieren und einen Beginn schaffen bzw. wenn bereits vorhanden - fortführen
2. Phase: Förderphase durch lebenspraktische, pädagogische, heilpädagogische und systemische Arbeit – Dauer je nach Hilfeplanung
Inhalt: - Unterstützung und Motivation zu einer sinnvollen Freizeitgestaltung in der Einrichtung und außerhalb, wobei das bestehende Netzwerk
genutzt und ständig erweitert wird
- gemeinsame Gestaltung von erlebnispädagogisch orientierten Angeboten
- Hilfe in besonderen Situationen (Krisenintervention, Unklarheiten im Alltag und Unstimmigkeiten in der Gruppendynamik)
- Raum für Gesprächsbedarf durch festgeschriebene tägliche individuelle Betreuungszeiten - Beziehungsarbeit
- Normen im gegenseitigen Umgang erarbeiten, Trainieren und automatisieren
- Erarbeitung und Einsatz von individuellen Förderplänen und Zielplänen zur Verhaltenssteuerung
- Organisation von Facharzt- und Therapiebesuchenund deren Begleitung
- intensives Sozial- und Freizeitprogramm unter Einbeziehung des Kindes oder des Jugendlichen
3. Phase: Verselbständigung und Trennung – Dauer je nach Hilfeplanung
Inhalt: - gemeinsames Erarbeiten der Selbständigkeit, Steuerung der Übernahme von Eigenverantwortung
- Zuteilung der vorhandenen Gelder und intensive Finanzplanung mit den Jugendlichen
- gemeinsamer Besuch von Ämtern und Institutionen
- Prozess: Rückkehr ins Elternhaus steuern und begleiten bzw. in eigenen Wohnraum
- Raum für Gesprächsbedarf - auch nach Auszug aus der Einrichtung
- gemeinsames Planen und Begleitung der Zukunft der Jugendlichen
Die individuelle Konkretisierung der Hilfeplanung erfolgt im Team und mit den Kind/ Jugendlichen durch Erstellen von Teilzielen, welche ständig überprüft werden.
Die individuellen Förderpläne ermöglichen uns, die Kinder und Jugendlichen in ihren Ressourcen zu fördern und zu stärken.
Die Dokumentation der Leistung und deren Auswertung ist ein fester Bestandteil der pädagogischen Arbeit.
-> Einbeziehen aller Verantwortlichen: Sorgeberechtigte, Jugendamt, Team, Leitung, Therapeuten, Schule, ggf. Arbeitsamt, Gruppe und Kind bzw. Jugendlicher
-> gemeinsame Entscheidung zur möglichen Aufnahme nach Sichtung der Unterlagen und der individuellen Geschichte unter Einbeziehung des momentanen Gruppensettings
-> ausführliche soziale Anamnese und ressourcenorientiertes Kennenlernen
-> Einbeziehung in den Hilfeprozess
-> gemeinsames Erarbeiten von Hilfsinstrumenten z.B. Schulwertungen, Verbindungshefte, Reflektionsbögen u.a.
-> regelmäßige Absprachen und Rufbereitschaft
-> gemeinsames Erarbeiten von Regeln und Normen
-> Einfordern von Überprüfungen der Schulform
-> Hilfe bei der Bewältigung von schulischen Anforderungen: Hausaufgabenerledigung und Vorbereitung des Schulalltages und damit Erfüllen der Schulpflicht
-> partnerschaftliche Zusammenarbeit als Grundlage zum Wohle ihres Kindes
-> Übergabe von Verantwortlichkeiten im Hilfeprozess
-> Einbeziehung bei Entscheidungen, die ihr Kind betreffen
-> Einfordern und Hilfe in ihrer Elternrolle
-> Stärken ihrer Erziehungskompetenzen
-> Reflektionsbogen, Verbindungshefte für Beurlaubungen, welche die Eltern führen und als Grundlage des Auswertungsgespräches dienen
-> Möglichkeit der Soforthilfe wird über eine Rufbereitschaft gegeben
-> Einbeziehung in den Notfallplan in der Krise
-> Angebot zum Besuch und Übernachtung der Eltern in der Einrichtung
-> Steuerung von medizinisch/ therapeutischen Angeboten, je nach individuellen Bedarf
-> gezielte Steuerung der Gesundheitserziehung: z.B. gesunde Ernährung, Körperpflege, Zahnpflege, Bewegung, witterungsbedingte Bekleidung, Entspannungsangebote, Einleitung von Anträgen zur Frühförderung
-> Einleiten von unserem Notfallplan in Krisensituationen
-> Nutzen des bestehenden Netzwerkes aus ambulanten und stationären Hilfen
-> gezielter Umgang mit pubertierenden Jugendlichen nach dem Arbeitskonzept zur Sexualaufklärung
-> mit dem Kind/ Jugendlichen gemeinsames Erarbeiten von Möglichkeiten nach Neigungen und Interessen
-> Nutzen der regionalen Angebote
-> Erlernen von sinnvollen selbstbestimmten Beschäftigungen, zur Bewältigung von Entwicklungsschritten
-> Einbeziehung der Kinder und Jugendlichen bei der Ferien- und Wochenendbeschäftigung
-> Hilfe bei der Bewältigung von Entwicklungsschritten und Entwicklung von einer sinnvollen Freizeitbeschäftigung
-> positives Erleben von Natur und Umwelt (z.B. Erlebnispädagogik, Gartenarbeit, Tierprojekt, Kinderwerkstatt)
-> Beziehungsaufbau zu den Klienten als Grundlage der gemeinsamen Arbeit
-> Entwicklung von lebenspraktischen Fähigkeiten und Fertigkeiten, um ein selbständiges Leben führen zu können z.B. Umgang mit Finanzen, Behördengänge, Selbstversorgung, Haushaltsführung, Schule bzw. Ausbildung, Therapie- und Arztbesuche
-> ständige Prozessüberprüfung in der individuellen Förderung
-> Steuerung des individuellen Beziehungsaufbaus außerhalb der Einrichtung
-> Hilfe beim Umgang mit positiven Erlebnissen, Freude, Lob und Anerkennung sowie mit Trauer, Wut, Aggression und Angst
-> Förderung der emotionalen, sozialen, körperlichen und kognitiven Entwicklung
-> Bereitstellen von entwicklungsfördernden Materialien (z.B. Spielzeug, Spiele, Sportgeräte, Bastelmaterial)
-> ständiges Rufbereitschaftssystem für Mitarbeiter - versichert eine gute Beratung zu dienstlichen Fragen im kleinen Team und vermittelt Beistand in schwierigen Situationen in maximal von 20 Minuten. Diese Sicherheit trägt maßgeblich zur Deeskalation im Vorfeld bei.
1. Prävention: Mit den Klienten werden regelmäßig persönliche Krisensituationen präventiv thematisiert. Dabei steht das Anzeigen von möglichen Krisen, Hilfeangebote zur Vermeidung und das Erarbeiten von Lösungsstrategien und alternative Verhaltens- und Handlungsmuster im Mittelpunkt. Mit den Mitarbeiternwerden Deeskalationstechnicken regelmäßig besprochen und reflektiert.
2. Akutsituation: Es wird nach einem festgelegten Handlungsplan gearbeitet. Dieser wird gemeinsam mit dem Kind/ Jugendlichen durchgeführt und die notwendigen Schritte eingeleitet.
3. Aufarbeitung: Nach der Krise wird die Situation mit den Kind/ Jugendlichen reflektiert, im Team besprochen. Es werden die auslösenden Faktoren kommuniziert und gemeinsam Lösungen zur Vermeidung erarbeitet. Es erfolgt eine Information an die Sorgeberechtigten und Jugendamt.
Die Partizipation ist für uns eine pädagogische Strategie, um die Kinder und Jugendlichen bewusst am Hilfeprozess nachhaltig mitwirken zu lassen. Unsere bisherigen Erfolge zeigen uns dies in der Evolution unserer Arbeit.
Im Alltag wird dies umgesetzt bei:
-> Mitbestimmungsrecht bei eigenen Angelegenheiten (z.B. Zimmergestaltung, Bekleidungseinkauf, Einteilung der Taschengelder, Beteiligung am Hilfe- und Förderplan, Erstellen der individuellen Regeln, Gestaltung der Freizeit, Umgangsregelung mit Freunden und Familie, Auswahl der
-> Mitbestimmung in Angelegenheiten, die die Gruppe betreffen (z.B. Gestaltung der Gruppenräume, Erstellen der Gruppenregeln, Freizeit- und Feriengestaltung, Organisation von festlichen Höhepunkten, Speiseplanerstellung, Ämterplan)
-> schriftliche Beschwerden in den Beschwerdebriefkasten, dieser wird durch die Leiterin der Einrichtung täglich entleert und geprüft. Sie entscheidet, ob sofortiger Handlungsbedarf besteht, oder ob zur nächsten Teamberatung die Beschwerde besprochen und reagiert wird.
-> mündliche Beschwerden können innerhalb der täglichen individuellen Betreuungszeiten angebracht werden und werden durch den Erzieher des Vertrauens, nach Absprache und Erlaubnis des Kindes an die Leitung oder an das Team weiter geleitet
-> Das Team oder die Leitung nimmt diese Beschwerden ernst und ergreift weiter notwendige Maßnahmen z.B. individuelle Gespräche, Vermittlung bis hin zu konsequenten bzw. rechtliche Maßnahmen
-> Nutzung der Sprechzeiten bei der Leitung laut Aushang
-> Einbeziehung und Mitbestimmung der Kinder und Jugendlichen bei der Erledigung von alltäglichen Pflichten und Aufgaben
-> Durchführung und Einbeziehung der Kinder und Jugendlichen in die Gruppenrunden und wöchentlichen Reflektionsrunden dabei wird eine Dokumentation geführt
-> Nutzung einer telefonischen Hotline für die Kinder und Jugendlichen mit der pädagogischen Leiterin der Einrichtung, dem Träger der Einrichtung, dem örtlichen Jugendamt und dem Landesjugendamt – Namen und Telefonnummern sind neben dem Kummerkasten angebracht!
-> Verbindungshefte zwischen Kinder / Jugendlichen und dem Kontakterzieher
-> Recht auf das Beschwerdemanagement haben Kinder, Jugendliche, Mitarbeiter und Eltern
● Das Konzept des Hauses unterliegt ständiger Überprüfung und wird im Team diskutiert und aktualisiert.
Uns ist es dabei wichtig, auf die ständigen Veränderungen im Bedarf mit Kreativität und Fachlichkeit zu reagieren.
Inhalt der Konzeption des Hauses ist auf der Internetseite der Einrichtung zu finden.
● Um auf die sich ständig verändernden Entwicklungsprozesse zu reagieren, hat sich der Träger der Einrichtung und Leiterin, Frau Gierschner, dem „Jugendhilfenetzwerk Rheinland und Sachsen“ angeschlossen.
Unter der Leitung des Managementlabores Günther Hein werden Grundsätze und Maßstäbe für die Bewertung der Qualität sowie geeignete Maßnahmen zu ihrer Gewährleistung für:
die Prozesse der Gefährdungseinschätzung nach § 8 a,
weiterentwickelt, angewendet und regelmäßig überprüft. Dazu zählen auch Qualitätsmerkmale für die Sicherung der Rechte von Kindern und Jugendlichen in Einrichtungen und ihren Schutz vor Gewalt.
● Wöchentliche Teamsitzungen/Einzelanleitung und monatliche Supervisionen sind für uns Grundlage für eine beständige Kommunikation untereinander.
Ein zielgerichtetes, produktives, gemeinsames Arbeiten ist uns wichtig.
Durch Feedbackprozesse, Transparenz der individuellen Prozesse mit den Klienten und gemeinsames Planen und Reflektieren wird die Teamentwicklung begünstigt.
Die Kreativität, Offenheit und die Hilfsbereitschaft wird in monatlichen Supervisionen und den wöchentlichen Teamsitzungen trainiert, platziert und fördert den Prozess. Dies dient der Entwicklung von Strategien, welche gemeinsam umgesetzt und reflektiert werden.
● Die Leiterin der Einrichtung hat eine 2- jährige berufsbegleitende Fortbildung des Landesjugendamtes „Führen und Leiten von Heimen und sonstigen betreuten Wohnformen“ erfolgreich absolviert und bringt dies in die Arbeit mit dem Team ein.
Aus dieser erfolgreichen Fortbildung hat sich die AG „Heime und sonstige Wohnformen“ gebildet, in der die Leiterin ständiges Mitglied ist.
Der Inhalt dieser AG ist:
Angebotsentwicklung in der Jugendhilfe,
Sozialmanagement als Herausforderung,
Die dort erarbeiteten, wertvollen Erfahrungen sind Teil unserer täglichen Arbeit.
8. Zusammenfassung des Angebotes
° 1 Intensivgruppe § 34, 34 in Verb. m. 35a, 35 a SGB VIII
° Nachbetreuung
in eigenen Wohnraum § 34, 34 in Verb.m.35a, 35a und 41 SGB VIII
Besonderheit unseres Angebotes - Interne Angebote und Möglichkeiten
Professionelles Team aus Sozialpädagogen, Heilpädagogen, Erzieher mit systemischer Beraterausbildung und systemischer Therapeut und Fachpädagoge für Psychotraumatologie (bestätigt durch DIPT Köln) und Fachkraft für tiergestützte Therapie und Förderung (mit Einbeziehung von Keni - Hund der ausgebildeten Erzieherin) mit einer hohen Tranzparenz und Dokumentation
Einzelzimmer mit der Möglichkeit zur Individuellen Ausgestaltung in kleinen Gruppeneinheiten (max. 4 Plätze)
reizarmes Leben auf dem Land (Naturverbundenheit, Kleintierhaltung)
Antiaggressionstraining, gezielte Beschäftigungsangebote
Einzel- u. Erlebnispädagogik (tägliche Einzelbetreuung zur Unterstützung der einzelnen Hilfephasen)
Einzel- und Gruppengespräche (zwei pädagogische Fachkräfte Zertifikatsausbildung in der Gesprächsführung)
Projektangebote unter Einbeziehung aller Jugendlicher (z.B. Snoezelraum, Werkstattarbeit, Internetnutzung, Gartenarbeit, Bewegung u.v.m.)
wöchentliche Reflexionsrunden als Prozessarbeit
stabiles Netzwerk in Bezug auf : Schulen, Ärzte/Therapeuten, Freizeitmöglichkeiten und kommunikativer Austausch mit anderen Jugendhilfeeinrichtungen im Raum Sachsen
intensive und systemische Elternarbeit durch Gespräche, Einbeziehung, Transparenz und Reflexion
flexibler Einsatz von Fachpersonal, dadurch können Krisensituationen mit hohem Personalaufwand begleitet und überwunden werden (1:1 Betreuung)
pädagogische Programme und tägliche Gestaltungen in der 1:1 Betreuung
überschaubarer, strukturierter, sicherheitsgebender und individueller Tagesablauf
Konsequenz- und Regelprogramme zur Grenzerfahrung, welche gemeinsam mit den Kindern und Jugendlichen erarbeitet wurden und einer Weiterentwicklung unterliegen.
schulische Übungen (Gehirnjogging, Aufarbeitenvon schulischen Anforderungen)
Kompetenzanalyse und Umsetzung der Fähigkeiten
durch gezielte pädagogische, individuelleMethodik werden verhaltenssteuernde Instrumente (z. B. Punktewertungen, tägliche Reflexionen, individuell erarbeitete Regeln und Konsequenzen) eingesetzt
Hygieneerzeihung
Sexualpädagogik - Erarbeitung eines individuellen Arbeitskonzeptes je nach Entwicklungsstand und Auftrag
altersgerechte Erziehung und Anleitung zur individuellen Freizeitgestaltung
Begleitung zu Behörden , Arbeitsamt und Hilfesystemen
Moralentwicklung und deren Förderung
Soziales Lernen durch "Vorleben"
Psychomotorische Förderung durch Sinneswahrnehmungsspiele
Bewegungsimprovisation (Mimik, Gestik, Pantomime)
ganzheitliche Bewegungserziehung (Fangspiele, Tanzen, Trampolin)
Körpererfahrungsübungen zur Stärkung des Selbstbewußtseins
Gestaltungsübungen (Formen, Malen, Modellieren)
Spielpädagogik (Konfliktspiele, Puppenspiele, Theater-u. Vorführspiele, freies Spiel)
Körperwahrnehmungs- und Konzentrationstraining
Entspannungs- und Besinnungsübungen mit Musik
Musische Betätigung (Singen und Musizieren nach Programm)
Gezielte Betätigung im Haushalt, Werkstatt, Garten
Externe Angebote und Möglichkeiten
Ambulante Therapien in Fachambulanzen,Spieltherapie, Ergotherapie, Logopädie, Verhaltenstherapie,Familientherapie, psychotherapeutische Behandlungen in Döbeln, Mittweida, Rabenstein, Oschatz, Leipzig, Dresden und Chemnitz
Umgang mit Tieren, Nutzung des Ostrauer Tierheimes
Autogenes Training durch Kurse der Krankenkassen
Beratung durch Erziehungsberatungsstelle nach Absprache mit dem Jugendamt, Vormund und den Eltern
Integration in Vereine und Jugendclubs in der näheren Umgebung (Feuerwehr, Tanz, Fußball, Judo u.v.m.)
Flexible Auswahl an Mittelschulen, eine Grundschule in der Gemeinde, eine Schule für geistig Behinderte in Döbeln und eine Erziehungshilfeschule in Schweikershain und Brand-Erbisdorf
9. So finden Sie uns:
Unter: www.waldhaus-noschkowitz.de finden Sie im Punkt Kontakt eine Karte unter Google Maps.
Waldhaus Noschkowitz, Waldstrasse 8,
Tel: 034324-26901
Fax:034324-26903
Internet: www.waldhaus-noschkowitz.de
Bank: HypoVereinsbank, IBAN: DE04860200860326420174
Steuer Nr.: 236/224/00596
Träger/Inhaber: Sibylle Gierschner Tel: 0151-14136093
E-Mail: sibylle.gierschner@web.de

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 § 41
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