Source: https://ausschreibungen-deutschland.de/539527_Neubau_IfL_-_Fachplaner_TragswerksplanungReferenznummer_der_Bekanntmachung_2019_Leipzig
Timestamp: 2019-05-21 22:07:54+00:00

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Öffentliche Ausschreibung Leipzig 2019 Neubau IfL - Fachplaner Tragswerksplanung Referenznummer der Bekanntmachung: 162_LIL_01-2019-0002 2019-05-13
Neubau IfL - Fachplaner Tragswerksplanung Referenznummer der Bekanntmachung: ...
Neubau IfL - Fachplaner Tragswerksplanung Referenznummer der Bekanntmachung: 162_LIL_01-2019-0002
Kontaktstelle(n): Peter Kraus
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Hauptadresse: www.ifl-leipzig.de
Andere: Forschungseinrichtung/Institut
Neubau IfL - Fachplaner Tragswerksplanung
Referenznummer der Bekanntmachung: 162_LIL_01-2019-0002
Leistungen im Leistungsbild Tragwerksplanung gem. § 51 HOAI 2013 für den Neubau des Leibniz-Instituts für Länderkunde e. V. auf dem Wilhelm-Leuschner-Platz in 04109 Leipzig.
Am Leibniz-Institut für Länderkunde erforschen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler räumliche Strukturen und aktuelle raumwirksame Entwicklungen bis hin zu den theoretischen und historischen Grundlagen der Regionalen Geographie; der Fokus liegt auf Mittel- und Osteuropa sowie auf Deutschland. In einem eigenen Schwerpunkt entwickelt das Institut neue Formen der Visualisierung von geographischem Wissen und untersucht deren Wirkungsweisen.
Das IfL wurde 1907 als Museum für Länderkunde gegründet, beheimatet war es im alten Grassimuseum am damaligen Königsplatz - nur einen Steinwurf entfernt von dem Ort, an dem das Institut jetzt ein neues Haus bekommen soll. Ein solcher Standort in der Innenstadt ist angesichts der vielen Kooperationspartner des IfL, d. h. der Universität und anderer Forschungseinrichtungen, essentiell. Und schon lange reicht der Platz nicht mehr aus für die stetig wachsenden Sammlungen der Institutsbibliothek und des Archivs für Geographie im IfL.
Der Freistaat Sachsen hat im Sommer 2017 die Baufläche auf dem Wilhelm-Leuschner-Platz von der Stadt Leipzig gekauft. Damit bietet sich für das Institut, das einen Teil dieses Grundstücks bekommen wird, die einzigartige Gelegenheit für eine Rückkehr in die Leipziger Innenstadt. Um dem Standort, dem IfL und den stadtgeschichtlichen und städtebaulichen Anforderungen gerecht zu werden, hat das IfL von 08/2018-01/2019 einen 2-phasigen, offenen Realisierungswettbewerb nach RPW 2013 durchgeführt. Den Wettbewerb gewonnen hat der Entwurf des Büros Henchion Reuter Architekten. Um mit der Umsetzung des Siegerentwurfs rasch beginnen zu können, schreiben wir die nachfolgend beschriebenen Leistungen aus und freuen uns auf einen fachkundigen und leistungsfähigen Partner. Die Baufertigstellung und Übergabe an das IfL sind aktuell für 01/2023 geplant.
Gegenstand des VgV-Verfahrens sind Planungsleistungen der Leistungsphasen 1-6 sowie Besondere Leistungen für die LPH 8 und LPH 9 zum Leistungsbild Tragwerksplanung gemäß § 51 HOAI, zur Errichtung des neuen Institutsgebäudes mit Bibliothek des Leibniz-Instituts für Länderkunde auf dem südlichen Baufeld des Wilhelm-Leuschner-Platzes in Leipzig.
Hinweise zur Aufgabe: Auf dem Baufeld sollen perspektivisch noch eine weitere Forschungseinrichtung sowie Wohnungen gebaut werden.
In dem Neubau werden Büroräume für bis zu 180 Beschäftigte, Besprechungs- und Konferenzräume, Aufenthalts- und Begegnungsflächen und Aufbewahrungsräume für ein geisteswissenschaftliches Forschungsinstitut mit einer sensiblen Balance zwischen hohem Kommunikationsbedarf und konzentrierter Forschungsarbeit realisiert. Hinzu kommt eine öffentliche Bibliothek mit Lesesälen und Arbeitsräumen sowie gesicherte, nicht-öffentliche Kompaktmagazine und Archivräume. (DIN ISO 11799:2015 Information und Dokumentation
- Anforderungen an die Aufbewahrung von Archiv- und Bibliotheksgut und DIN 67700:2017-05 Bau von Bibliotheken und Archiven,
- Anforderungen und Empfehlungen für die Planung sind zwingend zu beachten).
Hinsichtlich der Bibliotheksbereiche sind höhere Deckenlasten zu berücksichtigen sind. Zudem stellt der am Baufeld entlang verlaufende City-Tunnel sowie die vorgesehene Tiefgarage besondere Anforderungen an den Neubau. Ein Kurzgutachten des Ingenieurbüros IMM Maidl & Maidl zum City-Tunnel liegt informativ bei.
Gem. aktuellem Raumprogramm sowie dem Siegerentwurf des Realisierungswettbewerbs ist eine NF 1-6 von 5 792 m2, davon 2 890 m2 für die Bibliothek, umzusetzen. Das Raumprogramm ist bestätigt und liegt ebenso wie die Auslobung zum vorgeschalteten Realisierungswettbewerb nach RPW 2013 zur Objektplanung Gebäude und Innenräume gem. § 34 HOAI mit der vollständigen Aufgabenbeschreibung informativ bei.
Für die Leistungserbringung der Tragwerksplanung beabsichtigt der Auftraggeber eine stufenweise Beauftragung der Leistungsphasen 1-6.
Qualitätskriterium - Name: Qualität des Projektteams / Gewichtung: 30,00
Qualitätskriterium - Name: Technische und Organisatorische Qualität der Herangehensweise / Gewichtung: 40,00
Die Auswahlkriterien nach § 51 VgV werden unter Ziff. III.1) beschrieben.
Die Auswahl der Teilnehmer am Verhandlungsverfahren erfolgt anhand der wirtschaftlichen und finanziellen Leistungsfähigkeit sowie der technischen und beruflichen Leistungsfähigkeit, siehe Ziff. III.1.1) bis III.1.3).
Bei objektiver Gleichheit erfolgt die Auswahl gem. § 75 Abs. (6) VgV per Los.
Es ist eine stufenweise Beauftragung geplant. Folgende Stufen sind vorgesehen:
- erste Stufe: LPH 1-4 wird mit dem Zuschlag beauftragt,
- zweite Stufe: LPH 5,
- dritte Stufe: LPH 6,
- vierte Stufe: Besondere Leistungen LPH 8,
- fünfte Stufe: Besondere Leistungen LPH 9.
Ein Rechtsanspruch auf Abruf der über die LPH 4 hinausgehenden Stufen sowie auf Abruf sämtlicher Besonderer Leistungen besteht nicht. Der Auftraggeber behält sich vor, den Terminrahmen unter II.2.7 bei Weiterbeauftragung anzupassen.
Folgende geforderte Erklärungen und Angaben sind einzureichen:
1) Verbindliche Erklärung im Formular Bewerbungsbogen, dass keine Ausschlussgründe nach § 123 Abs. 1GWB und § 124 Abs. 1 und Abs. 2 GWB vorliegen und dass der Bewerber seiner Verpflichtung zur Zahlung von Steuern, Abgaben oder Beiträgen zur Sozialversicherung nachgekommen ist;
2) Angaben zu wirtschaftlichen und/oder rechtlichen Verknüpfungen zu anderen Unternehmen nach § 36 Abs.1 GWB;
3) Eintragung in ein Berufs-/Handelsregister;
4) allgemeines Unternehmens-Profil als Übersicht ist wünschenswert (kein Ausschlusskriterium).
Ein Rückgriff auf die Kapazitäten anderer Unternehmen ist möglich. Hierfür ist § 47 VgV Eignungsleihe zu beachten! Vorstehende Eigenerklärungen/Auskünfte sind bei Bewerbergemeinschaften für jedes Mitglied getrennt abzugeben. Sämtliche geforderte Nachweise und Erklärungen sind in deutscher Sprache vorzulegen. Sofern Originaldokumente in einer anderen Sprache verfasst sind, ist mit dem Dokument eine beglaubigte Übersetzung vorzulegen. Bewerber aus EU-Mitgliedstaaten können die vorstehenden Nachweise und Erklärungen in gleichwertiger Form nachweisen, vgl. § 44 VgV.
Geforderte Erklärungen und Nachweise dürfen nicht älter als 6 Monate sein.
Ein Rückgriff auf die Kapazitäten anderer Unternehmen ist möglich. Hierfür ist § 47 VgV Eignungsleihe zu beachten!
1) Nachweis der entsprechenden Berufshaftpflichtversicherungsdeckung (gem. § 45 Abs. 1 Nr. 3 und Abs. 4 Nr. 4 VgV) bzw. bei geringeren Deckungssummen eine zusätzliche Erklärung der Versicherungsgesellschaft über die Bereitschaft einer Erhöhung der Deckungssumme im Auftragsfalle;
2) Verbindliche Erklärung über den Gesamtumsatz des Bewerbers und seinen Umsatz für entsprechende Leistungen im Bereich der Tragwerksplanung gem. § 51 HOAI (2013) in den letzten 3 Geschäftsjahren in Euro gem. § 45 Abs. 1 Nr. 1 und Abs. 4 Nr. 4 VgV.
Zu 1) Berufshaftpflichtversicherung mit Deckungshöhe für Personenschäden von min. 3 000 000 EUR und Sachschäden von min. 3 000 000 EUR (jeweils 2-fach maximiert im Versicherungsjahr).
Zu 2) Mindestanforderung an den Umsatz für entsprechende Leistungen im Bereich der Tragwerksplanung gem. § 51 HOAI (2013): mind. 200 000 EUR (netto) durchschnittlicher Umsatz in den letzten 3 Geschäftsjahren (2016-2018). Sofern die Umsätze für das Jahr 2018 noch nicht abschließend vorliegen, sind die erwarteten Umsatzzahlen anzugeben. Bei Bewerbergemeinschaften werden die Umsätze in Summe gewertet. Nachunternehmer gehen nicht in die Wertung ein (Achtung! Es sei denn es liegt Eignungsleihe nach § 47 VgV vor).
1) Erklärung aus der das jährliche Mittel der vom Bewerber beschäftigten Mitarbeiter, die Anzahl der Führungskräfte sowie die Anzahl an Festangestellten, mit entsprechenden Leistungen im Bereich der Tragwerksplanung gem. § 51 HOAI (2013) betrauten Dipl.-Ingenieuren, Master- und Bachelorabsolventen in den letzten 3 Geschäftsjahren (2016-2018) ersichtlich ist gem. § 46 Abs. 3 VgV. /Hinweis: Mittel der Beschäftigten in den letzten 3 Jahren ist Wertungskriterium;
Bei Bewerbergemeinschaften wird die Beschäftigungszahl in Summe gewertet. Nachunternehmer gehen nicht in die Wertung ein (Achtung! Es sei denn es liegt Eignungsleihe nach § 47 VgV vor).
2) Darstellung von mind. 3 Referenzen nach § 46 Abs. 3 Nr. 1 VgV für vergleichbare Leistungen mit folgenden Angaben:
- Kurzbezeichnung der Referenz,
- Angabe Projektleiter des Bewerbers,
- Art der Nutzung (Bibliothek/Archiv oder vergleichbar)/ist Wertungskriterium,
- Art der Maßnahme (Neubau, Erweiterung, Sanierung/Umbau)/ist Wertungskriterium,
- Projektgröße, durch Angabe der Nutzungsfläche 1-6/ist Wertungskriterium,
- Projektgröße, durch Angabe der anrechenbaren Baukosten Tragwerksplanung (netto)/ist Wertungskriterium,
- Projektzeit; Bauzeit,
- Leistungsumfang des Bewerbers (Angabe der beauftragten und vollständig erbrachten Leistungsphasen 1-6 nach § 51 HOAI 2013/ist Wertungskriterium,
- Benennung des Auftraggebers (Bezeichnung, Anschrift, Ansprechpartner, Telefonnummer),
- Auftraggeber (öffentlich, privat)/ist Wertungskriterium.
Bei Abgabe von mehr als 3 Referenzen ist die Reihenfolge vom Bewerber zu gewichten. Nur die 3 "stärksten" Referenzen gehen in die Bewertung ein.
Jede Referenz muss in Form von aussagekräftigen Bildern und Beschreibungen belegt werden. Hierbei ist die Darstellung je Referenzprojekt auf max. 2 DIN A3-Blätter oder vier DIN A4-Blätter zu beschränken. Die Darstellung soll mindestens ein Foto, Lageplan, Grundriss und Angaben zum statischen System beinhalten. Auf die Erfahrungen hinsichtlich der Tragwerksplanung Bibliothek/Archiv oder vergleichbar sowie auf etwaige Herausforderungen beim Referenzprojekt ist bei den betreffenden Referenzen im Detail einzugehen. Unterlagen, die unaufgefordert eingereicht werden, gehen nicht in die Wertung ein (z. B. Projektbroschüren). Der Auftraggeber behält sich vor, ein Referenzschreiben des jeweiligen Auftraggebers nachzufordern.
Hinweis: Bewertung siehe Prüfungs- und Bewertungsmatrix Stufe - 1!
Gemäß § 75 VgV Abs. 1 und 2: Architekten/Ingenieure.
Die Formblätter "Bewerbungsbogen" und "Referenzformblatt" sind zwingend zu verwenden. Teilnahmeanträge von Bewerbergemeinschaften finden nur Berücksichtigung, wenn gegenüber dem Auftraggeber:
- alle Mitglieder der Bewerbergemeinschaft einschließlich Benennung des bevollmächtigten Vertreters aufgeführt werden,
- alle Mitglieder der Bewerbergemeinschaft die formalen Voraussetzungen gem. dieser Bekanntmachung erfüllen,
- die Mindestanforderungen von der Bewerbergemeinschaft insgesamt erfüllt werden.
Die Mitglieder einer Bewerbergemeinschaft haften gesamtschuldnerisch. Die Leistungsabgrenzung innerhalb der Bewerbergemeinschaft ist darzustellen.
Es ist eine Erklärung über die Bildung der Bewerbergemeinschaft und die gesamtschuldnerische Haftung aller Mitglieder der Bewerbergemeinschaft vorzulegen. Diese Erklärung ist von allen Mitgliedern der Bewerbergemeinschaft rechtskräftig zu unterzeichnen.
Das gesamte Vergabeverfahren sowie sämtliche Bewerber- und Bieterkommunikation erfolgt über die Vergabeplattform www.evergabe.de.
Rückfragen zur Bekanntmachung bzw. den Vergabeunterlagen sind über www.evergabe.de (siehe Ziff. I.1 bzw. I.3) zu senden.
Fragen zum Bewerbungsverfahren und deren Beantwortung werden unter www.evergabe.de rechtzeitig vor Ablauf der Teilnahme- und Angebotsfrist bekanntgemacht.
Der Auftraggeber behält sich das Recht vor, Unterlagen nach § 56 VgV nachzufordern.
Verstöße, die aufgrund der Bekanntmachung oder der Vergabeunterlagen erkennbar sind, müssen spätestens bis zu der in der Bekanntmachung genannten Frist zur Bewerbung oder zur Angebotsabgabe gegenüber dem Auftraggeber gerügt werden (§ 160 Abs. 3 Nr. 2 und Nr. 3 GWB).

References: § 51
 § 51
 § 34
 § 51
 § 75
 § 123
 § 124
 § 36
 § 47
 § 44
 § 47
 § 45
 § 51
 § 45
 § 51
 § 47
 § 51
 § 46
 § 47
 § 46
 § 51
 § 75
 § 56