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Timestamp: 2016-10-21 16:46:53+00:00

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5A_615/2013 (02.12.2013)
5A_615/2013 � � Urteil vom 2. Dezember 2013
Kindes- und Erwachsenenschutzbeh�rde KESB Basel-Stadt (vormals Jugendschutzkammer Basel-Stadt),
X.________ (geb. 1967) und Y.________ (geb. 1967) sind die unverheirateten Eltern von Z.________ (geb. 2006). In den Jahren nach der Geburt lebten sie als Familie in zwei gegen�berliegenden Wohnungen im selben Haus in F.________, wobei die Kindsmutter X.________ haupts�chlich zu Z.________ schaute. Die Mutter ist alleinige Sorgerechtsinhaberin.
B.a.�Im Januar 2009 wurde X.________ infolge einer psychischen Krise notfallm�ssig hospitalisiert. Es folgten bis Mai 2011 mehrere Suizidversuche und sechs weitere, teils mehrmonatige, freiwillige Hospitalisationen und f�rsorgerische Unterbringungen.
B.b.�Anfang 2011 trennte sich Y.________ von X.________ und zog in der Folge mit Z.________ in die N�he von G.________, nachdem er eine Obhuts�bertragung an sich selbst beantragt hatte.
B.c.�Die Abteilung Kindes- und Jugendschutz Basel (AKJS) beantragte gegen�ber der zust�ndigen Jugendschutzkammer, der Mutter sei die elterliche Obhut zu entziehen. X.________ stimmte am 25. Juli 2011 einer vorl�ufigen Unterbringung des Kindes beim Kindsvater zu.
C.a.�Mit Entscheid vom 23. November 2011 entzog die Jugendschutzkammer Basel-Stadt der Mutter (definitiv) die Obhut �ber Z.________ und platzierte das Kind vorsorglich beim Vater.
C.b.�Am 16. Dezember 2011 ernannte die Jugendschutzkammer Rechtsanwalt A.________ zum Kindesvertreter von Z.________. Weiter beauftragte diese die Universit�ren Psychiatrischen Kliniken Basel (UPK) mit einem kinderpsychologischen Gutachten �ber Z.________ sowie einem forensisch-psychiatrischen Gutachten �ber X.________. Die Gutachten wurden am 5. Mai 2012 resp. 21. Mai 2012 erstattet.
C.c.�Am 23. Mai 2012 entschied die Jugendschutzkammer (Ziff. 1) :
�"F�r Z.________ wird in Anwendung von Art. 310 des Zivilgesetzbuches (ZGB) der Obhutsentzug angeordnet und er bleibt beim Vater untergebracht."
�Einem allf�lligen Rekurs gegen diesen Entscheid entzog die Jugendschutzkammer die aufschiebende Wirkung (Ziff. 2).
D.a.�X.________ erhob am 25. Juni 2012 Rekurs an das Departement f�r Wirtschaft, Soziales und Umwelt des Kantons Basel-Sta dt. Sie beantragte, die Obhut sei bei ihr als Mutter und Sorgerechtsinhaberin zu belassen und Z.________ sei dauerhaft wieder bei ihr unterzubringen. Die Jugendschutzkammer, die AKJS, der Vertreter des Kindes und der Kindsvater verlangten die Abweisung des Rekurses. Am 2. Oktober 2012 ersuchte X.________ um Einholung eines erg�nzenden Kurzgutachtens der UPK �ber sich.
D.b.�Mit Schreiben vom 8. Januar 2013 �bermittelte das Departement f�r Wirtschaft, Soziales und Umwelt den Rekurs zur Weiterbehandlung als Beschwerde an das Appellationsgericht des Kantons Basel-Stadt als Verwaltungsgericht, welches nach dem am 1. Januar 2013 in Kraft getretenen neuen Kindesschutzrecht fortan zust�ndig war.
D.c.�Am 15. Mai 2013 f�hrte das Appellationsgericht eine m�ndliche Verhandlung durch. Die Anw�lte der Eltern, des Kindes sowie ein Vertreter der Kindes- und Erwachsenenschutzbeh�rde (KESB; per 1. Januar 2013 wurden die beh�rdlichen Aufgaben der AKJS an diese transferiert) hielten je einen Parteivortrag. Alle Beteiligten hielten an ihren Antr�gen fest.
D.d.�Mit Urteil vom 15. Mai 2013 wies das Appellationsgericht die Beschwerde ab. X.________ wurde die unentgeltliche Rechtspflege gew�hrt und sowohl ihre Vertreterin als auch der Kindesvertreter wurden aus der Gerichtskasse entsch�digt. Indes wurde X.________ verpflichtet, dem Kindsvater eine Parteientsch�digung von Fr. 1'792.80 zu entrichten.
Gegen dieses Urteil gelangt X.________ (Beschwerdef�hrerin) an das Bundesgericht. Sie verlangt die kostenf�llige Aufhebung des angefochtenen Urteils. Ihr sei die Obhut �ber ihren Sohn Z.________ zu belassen und er sei ab sofort wieder dauerhaft bei ihr unterzubringen. Eventualiter sei die Angelegenheit zur Neubeurteilung an die Vorinstanz zur�ckzuweisen. Gegebenenfalls sei ihr die unentgeltliche Rechtspflege zu gew�hren.
Die Beschwerdef�hrerin ist ausserdem Mutter von B.________ (geb. 1999) aus einer fr�heren Ehe. Seit der Scheidung im Juli 2011 ist die Obhut �ber B.________ bei dessen Vater. B.________ ist vom vorliegenden Verfahren nicht betroffen.
1.1.�Angefochten ist ein kantonal letztinstanzlicher Endentscheid (Art. 75 Abs. 1, Art. 90 BGG) betreffend Obhutsentzug und Unterbringung eines Kindes (Kindesschutzmassnahme; Art. 310 Abs. 1 ZGB). Damit geht es um eine �ffentlich-rechtliche Angelegenheit in unmittelbarem Zusammenhang mit Zivilrecht (Art. 72 Abs. 2 lit. b Ziff. 6 BGG) ohne Verm�genswert. Die Beschwerdef�hrerin ist gem�ss Art. 76 Abs. 1 BGG zur Beschwerde berechtigt und die Beschwerdefrist ist eingehalten (Art. 100 Abs. 1 BGG). Insofern ist die Beschwerde in Zivilsachen zul�ssig.
1.2.�Mit vorliegender Beschwerde k�nnen Rechtsverletzungen gem�ss Art. 95 f. BGG ger�gt werden. Unter Vorbehalt des Bereichs der verfassungsm�ssigen Rechte wendet das Bundesgericht das Recht von Amtes wegen an (Art. 106 Abs. 1 BGG). Es kann die Beschwerde daher auch aus andern als den geltend gemachten Gr�nden gutheissen oder den Entscheid mit einer Begr�ndung best�tigen, die von jener der Vorinstanz abweicht (zu den Voraussetzungen der Motivsubstitution BGE 136 III 247 E. 4 S. 252 mit Hinweis).
1.3.�Dagegen ist das Bundesgericht an den festgestellten Sachverhalt grunds�tzlich gebunden (Art. 105 Abs. 1 BGG). Diesbez�glich kann einzig vorgebracht werden, er sei offensichtlich unrichtig festgestellt worden (Art. 97 Abs. 1 BGG), wobei "offensichtlich unrichtig" mit "willk�rlich" gleichzusetzen ist, oder er beruhe auf einer anderen Rechtsverletzung im Sinne von Art. 95 BGG (z.B. Art. 29 Abs. 2 BV oder Art. 8 ZGB; BGE 133 II 249 E. 1.2.2 S. 252). Ausserdem muss in der Beschwerde aufgezeigt werden, inwiefern die Behebung der erw�hnten M�ngel f�r den Ausgang des Verfahrens entscheidend sein kann (Art. 97 Abs. 1 BGG). Es gelten strenge Anforderungen an die Beschwerdebegr�ndung (R�geprinzip; vgl. Art. 106 Abs. 2 BGG; BGE 139 I 72 E. 9.2.3.6 S. 96; 133 II 249 E. 1.4.2 f. S. 254 f.).
Die Beschwerdef�hrerin bestreitet, dass die Voraussetzungen f�r einen Obhutsentzug gegeben seien. Andere (mildere) Massnahmen h�tten ausgereicht, um den Kindesschutz zu gew�hrleisten. Soweit sie dabei direkt den erstinstanzlichen Entscheid kritisiert, ist hierauf zum vornherein nicht einzutreten (Art. 75 Abs. 1 BGG).
2.1.�Der angefochtene Entscheid erging am 15. Mai 2013. Daher kommen die am 1. Januar 2013 in Kraft getretenen neuen Bestimmungen des Kindesschutzrechts zur Anwendung (Art. 314 Abs. 1 ZGB i.V.m. Art. 14 Abs. 1, Art. 14a SchlT ZGB; vgl. Bundesgesetz vom 19. Dezember 2008 zum Erwachsenenschutz, Personenrecht und Kindesrecht, AS 2011 725). Die materiellen Voraussetzungen f�r den Entzug der elterlichen Obhut und f�r die Unterbringung Minderj�hriger richten sich nach Art. 310 Abs. 1 ZGB (vgl. Botschaft zum Erwachsenenschutz, Personenrecht und Kindesrecht, BBl 2006 7001 ff., S. 7102). In diesem Artikel wurde im Rahmen der Gesetzesrevision lediglich die Terminologie ge�ndert (Kindesschutzbeh�rde anstatt Vormundschaftsbeh�rde). Es ist an die bisherige Rechtsprechung anzukn�pfen (vgl. auch Urteil 5A_463/2013 vom 26. September 2013 E. 6.1).
2.2.�Nach Art. 310 Abs. 1 ZGB hat die Kindesschutzbeh�rde, wenn einer Gef�hrdung des Kindes nicht anders begegnet werden kann, dieses den Eltern wegzunehmen und in angemessener Weise unterzubringen. Die Gef�hrdung muss darin liegen, dass das Kind in der elterlichen Obhut nicht so gesch�tzt und gef�rdert wird, wie es f�r seine k�rperliche, geistige und sittliche Entfaltung n�tig w�re. Unerheblich ist, auf welche Ursachen die Gef�hrdung zur�ckzuf�hren ist: Sie k�nnen in den Anlagen oder in einem Fehlverhalten des Kindes, der Eltern oder der weiteren Umgebung liegen. Desgleichen spielt keine Rolle, ob die Eltern ein Verschulden an der Gef�hrdung trifft. Massgebend sind die Verh�ltnisse im Zeitpunkt der Entziehung. Alle Kindesschutzmassnahmen m�ssen erforderlich sein (Subsidiarit�t), und es ist immer die mildeste Erfolg versprechende Massnahme anzuordnen (Proportionalit�t); diese sollen elterliche Bem�hungen nicht ersetzen, sondern erg�nzen (Komplementarit�t). Die Entziehung der elterlichen Obhut ist daher nur zul�ssig, wenn andere Massnahmen ohne Erfolg geblieben sind oder von vornherein als ungen�gend erscheinen (zum Ganzen Urteil 5A_701/2011 vom 12. M�rz 2012 E. 4.2.1, in: FamPra.ch 2012 S. 821 mit weiteren Hinweisen).
2.3.�Die Vorinstanz hielt fest, die Beschwerdef�hrerin sei im Zeitraum vom 19. Januar 2009 bis zum 5. Mai 2011 insgesamt sieben Mal in den UPK hospitalisiert worden, wobei die Aufenthalte teilweise mehrere Wochen respektive gar mehrere Monate gedauert h�tten. Sie habe in diesem Zeitraum vier Suizidversuche unternommen, nachdem es bereits fr�her zu zwei Suizidversuchen gekommen sei. Die Vorinstanz ging sodann auf die erstinstanzlichen Erw�gungen zum forensisch-psychiatrischen Gutachten vom 21. Mai 2012 ein. Demnach sei bei der Beschwerdef�hrerin - unter anderem - eine Pers�nlichkeitsst�rung vom Borderline-Typ diagnostiziert worden. Es zeige sich bei ihr anamnestisch die deutliche Tendenz zu impulsiven Handlungen ohne Ber�cksichtigung von Konsequenzen in Form von Suizidversuchen und selbstverletzenden Handlungen als Reaktion auf emotionale Krisen bei �berforderungserleben und Partnerkonflikten. Seit ihrem letzten Suizidversuch im April 2011 befinde sie sich unter der etablierten psychiatrischen Medikation und in Anbetracht der aktuell gegebenen Alltagsstruktur mit ambulant-psychiatrischen Behandlungsterminen, festen Besuchswochenenden mit den S�hnen, niederschwelliger Tagesstrukturierung und aktuell fehlender Partnerschaft in einem psychisch stabilen Zustandsbild. Bei einer einj�hrigen psychischen Stabilit�t k�nne bei einer Borderline-Pers�nlichkeitsst�rung jedoch nicht von einer stabilen Remission gesprochen werden. Erneute impulsive, suizidale oder selbstverletzende Handlungen, welche das Kindeswohl gef�hrden k�nnen, seien nicht auszuschliessen. In der Vergangenheit sei es der Beschwerdef�hrerin nur eingeschr�nkt gelungen, Krisensituationen vorauszusehen und eine suffiziente l�sungsorientierte Strategie aufzugreifen. Mit ihrem Psychiater habe sie nun einen Krisenplan ausgearbeitet.
�In einem Bericht vom 10. Mai 2013 schildere der behandelnde Psychiater Dr. C.________, der Zustand der Beschwerdef�hrerin habe sich weiter stabilisiert. Sie k�nne leichte emotionale Krisen deutlich besser bew�ltigen und sei in der Lage, sich die n�tige Selbstf�rsorge zu geben. Sie plane die gemeinsamen Wochenenden mit den Kindern mit grosser Sorgfalt, wende sich mit grosser F�rsorge dem j�ngeren Sohn (Z.________) zu und schaue zu seinem Wohl. Derzeit sei keine Depressivit�t feststellbar. Aufgrund der erreichten psychischen Stabilit�t k�nne davon ausgegangen werden, dass sie mittlerweile in der Lage sei, ganz zu ihrem j�ngeren Sohn zu schauen. Wie die Vorinstanz weiter ausf�hrt, habe die Beschwerdef�hrerin an der Verhandlung berichtet, sie gehe weiterhin einmal w�chentlich f�r eine Stunde zu Dr. C.________ in die Therapie und nehme noch Medikamente, habe diese aber reduzieren k�nnen. Sie sei weniger m�de und viel aktiver geworden. Sie habe sodann Unterlagen ins Recht gelegt, wonach sie eine einj�hrige Ausbildung mit acht Unterrichtslektionen pro Woche absolviere. Hierf�r erhalte sie ein Stipendium und ein Coaching des Arbeitsintegrationszentrums des Amts f�r Wirtschaft und Arbeit.
�Schliesslich befand die Vorinstan z, von der Einholung eines erg�nzenden Gutachtens k�nne abgesehen werden. Es sei in den vergangenen beiden Jahren zu einer sehr erfreulichen Stabilisierung in der gesundheitlichen und der pers�nlichen Situation der Beschwerdef�hrerin gekommen. Trotz belastender Situationen gerade im Zusammenhang mit dem Obhutsverfahren, habe sie nicht mehr station�r in der Klinik behandelt werden m�ssen. Auch sei ihr gelungen, ihren beruflichen Wiedereinstieg in Angriff zu nehmen. An den Wochenenden �be sie ihre Mutterrolle engagiert und kompetent aus. Indes sei zu ber�cksichtigen, dass sie derzeit in einem Setting lebe, in welchem sie sich ganz auf sich und ihre Situation und Entwicklung konzentrieren k�nne. Die Wochenenden mit Z.________ k�nne sie sorgf�ltig planen und vorbereiten. Diese M�glichkeiten h�tte sie nicht mehr, wenn sie alleinverantwortlich f�r Z.________ sorgen m�sste. Da die Gutachter den Vorbehalt gemacht h�tten, dass angesichts der derzeit ver�nderten Alltagssituation nicht mit ausreichender Sicherheit gesagt werden k�nne, ob sie im Rahmen der Verantwortungs�bernahme als Mutter nicht erneut in eine emotionale Krise geraten k�nnte, bleibe ein nicht unerhebliches Risiko des Scheiterns. Vor dem Hintergrund dieser Ungewissheit �ber den Ausgang einer vollst�ndigen �bernahme der Verantwortung f�r Z.________ sei eine Kindeswohlgef�hrdung zu bejahen. Demnach sei der Obhutsentzug gem�ss Art. 310 Abs. 1 ZGB gerechtfertigt.
2.4.�Die Beschwerdef�hrerin f�hrt hiergegen aus, sie bestreite nicht, dass sie in der Vergangenheit gesundheitliche Probleme gehabt habe. Seit �ber zwei Jahren sei sie aber psychisch stabil, womit sie die von den Gutachtern f�r eine Remission als massgebend bezeichnete Zeitdauer erreicht habe. Gem�ss kinderpsychologischem Gutachten vom 5. Mai 2012 w�re eine Kindeswohlgef�hrdung nur zu bejahen, wenn sie erneut suizidale Handlungen vorn�hme, was aufgrund der erreichten Stabilit�t ausgeschlossen werden k�nne. Auch ihr Psychiater habe best�tigt, dass sie in der Lage sei, die Obhut wieder zu �bernehmen. �berdies h�tten sich sowohl die Sozialarbeiterin der AKJS, welche das Gesuch um Obhutsentzug urspr�nglich gestellt habe, D.________, als auch die AKJS/KESB ab dem Zeitpunkt der Verhandlung vor der Jugendschutzkammer am 23. November 2011 gegen einen Obhutsentzug und f�r den Erlass von milderen Massnahmen ausgesprochen. Die Vorinstanz setze sich dar�ber hinweg und habe den Sachverhalt in verschiedener Hinsicht aktenwidrig zu ihren Lasten dargestellt. Der urspr�nglich von den Vorinstanzen behauptete Grund f�r einen Obhutsentzug (Suizidalit�t, psychische Instabilit�t) sei entfallen. Die beiden Gutachten werden von der Beschwerdef�hrerin per se nicht beanstandet.
2.5.�Auf die Frage, ob die Gutachter die Beschwerdef�hrerin aufgrund ihrer gesundheitlichen Situation als in der Lage erachten w�rden, ihren Sohn Z.________ in Obhut zu nehmen (in Ber�cksichtigung von unterst�tzenden Massnahmen wie Tagesheim, Familienbegleitung etc.) antworteten diese (forensisch-psychiatrisches Gutachten der UPK vom 21. Mai 2012 S. 38 f.) :
�"Wie bereits erw�hnt, l�sst sich bei einj�hriger psychischer Stabilit�t bei einer Borderline Pers�nlichkeitsst�rung nicht von einer stabilen Remission sprechen, sodass erneute impulsive, suizidale oder selbstverletzende Handlungen, welche das Kindswohl gef�hrden k�nnen, nicht auszuschliessen sind. Zudem stellt sich derzeit bei der Expl. eine, im Gegensatz zu Krisenzeiten, ver�nderte Alltagssituation dar, sodass nicht mit ausreichender Sicherheit gesagt werden kann, ob die Expl. bei Konflikten / in einer Trennungssituation mit einem festen Partner oder in [sic] Rahmen der Verantwortungs�bernahme als Mutter erneut in eine emotionale Krise geraten k�nnte."
�Entgegen der Behauptung der Beschwerdef�hrerin l�sst sich dem Gutachten somit nicht entnehmen, dass bei der Beschwerdef�hrerin kein R�ckfallrisiko mehr bestehe. Zwar anerkannten die Gutachter eine Stabilisierung der Beschwerdef�hrerin. Gleichzeitig betonten sie, dass aktuell die fr�heren Ausl�ser f�r ihr selbstsch�digendes Handeln fehlen (Partnerschaftskonflikte, �berforderungssituation als Mutter). Ebensowenig kann ihr gefolgt werden, wenn sie postuliert, dass eine solche Gefahr zumindest nach zwei Jahren der Stabilit�t verneint werden m�sse. So f�hrten die Gutachter an anderer Stelle explizit aus, dass auch bei einer stabilen Remission (stabiles psychisches Zustandsbild �ber eine Dauer von zwei Jahren)�
zus�tzlich eine Risikoanalyse von klinischer Bedeutung�sei. Als Risikofaktoren f�r vollendete Suizide g�lten unter anderem impulsive Handlungsmuster, Depressionen und Selbstverletzungen, was bei der Beschwerdef�hrerin vorliege (S. 36 f.). Auf die Risikoanalyse geht die Beschwerdef�hrerin nicht ein.
�Aus dem kinderpsychologischen Gutachten vom 5. Mai 2012 geht sodann hervor, dass heute der Vater die Hauptbezugsperson von Z.________ sei, obwohl der Sohn weiterhin auch zur Mutter eine gute Beziehung habe. Er habe sich mit den Umst�nden arrangiert (neuer Wohnort, Tagesheim, Partnerin des Vaters und deren Sohn). Ein unmittelbares Erleben von Handlungen in suizidaler Absicht erreiche in der Regel das Ausmass einer Kindeswohlgef�hrdung. Die R�ckkehr zur Mutter stelle jedenfalls ein erhebliches Entwicklungsrisiko f�r Z.________ dar, falls ein erh�htes Risiko f�r erneute Krisen mit suizidalen Handlungen bestehe. Weiter f�hren die Gutachter aus, auch wenn das Kind die schwierigen Ereignisse in den Jahren 2009 bis 2011 weitgehend gut bew�ltigt habe, sei von einer erh�hten Vulnerabilit�t gegen�ber einem erneuten Hauptbezugspersonenwechsel auszugehen. Die Mutter werde wohl nach einer R�ckkehr von Z.________ zur neuen Hauptbetreuungsperson f�r ihn werden. In einer Krise der Mutter k�me es damit zu einem erneuten Betreuungswechsel, was die Gutachter als Hauptbelastungsfaktor und Entwicklungsrisiko bezeichnen. Diesfalls bestehe ein erhebliches Risiko, dass sich Z.________ von seiner Mutter und seinem Vater im Stich gelassen f�hlen w�rde, da ihn beide nicht ausreichend sch�tzen konnten. Dem Argument der Beschwerdef�hrerin, aus dem Gutachten gehe keine Kindeswohlgef�hrdung hervor - resp. eine solche w�re nur im Falle eines weiteren Suizidversuches gegeben -, kann daher nicht gefolgt werden.
�Entgegen den Vorbringen der Beschwerdef�hrerin l�sst sich den Akten auch nicht entnehmen, dass die AKJS/KESB gegen einen Obhutsentzug eingetreten w�re. D.________ erl�uterte an der Verhandlung der Jugendschutzkammer verschiedene Varianten, wie die Betreuung von Z.________ geregelt werden k�nnte. Einen zuletzt von der Beschwerdef�hrerin selbst ausformulierten Vorschlag (vier halbe Tage und ein ganzer Tag Kindergarten, plus zwei weitere halbe Tage Tagesheim) bezeichnete sie zwar als "realistisch", gab aber im Vorfeld zu bedenken: "Die Umstellung k�nnte zu gross f�r sie (die Beschwerdef�hrerin) sein." (Protokoll der Jugendschutzkammer vom 23. November 2011 S. 8). Der Vertreter der AKJS/KESB, E.________, beantragte in derselben Verhandlung den Entzug der Obhut mit anschliessender Platzierung beim Vater (Protokoll der Jugendschutzkammer vom 23. November 2011 S. 9). Auch im kantonalen Beschwerdeverfahren sprach sich E.________ mit Stellungnahme vom 27. Juli 2012 f�r die Abweisung der kantonalen Beschwerde - und damit f�r die Best�tigung des Obhutsentzugs - aus. An diesem Antrag hielt er im Pl�doyer vor der Vorinstanz vom 15. Mai 2013 fest (Protokoll des Appellationsgerichts vom 15. Mai 2013 S. 7).
2.6.�Zusammengefasst besteht auf der Seite der Beschwerdef�hrerin trotz der Stabilisierung nach wie vor ein Risiko einer weiteren Krise, welche insbesondere dadurch ausgel�st werden k�nnte, dass sie wieder vollumf�nglich f�r Z.________ verantwortlich ist, also wieder der Belastung ausgesetzt ist, welche die fr�heren Krisen mit ausgel�st hat. Im Laufe des kantonalen Verfahrens hat die Beschwerdef�hrerin zudem eine Ausbildung begonnen, welche noch andauert. Danach wird sich die Frage einer Anschlussl�sung/Arbeitssuche stellen. Die Beschwerdef�hrerin selbst steht somit in Ver�nderungsprozessen, welche sie pers�nlich zus�tzlich herausfordern. Das Wohl von Z.________ hingegen w�re gef�hrdet, wenn er aus der heute stabilen Situation herausgerissen und die Obhut quasi versuchsweise wieder der Mutter anvertraut w�rde. Dieser Problematik kann mit anderen (milderen) Massnahmen nicht begegnet werden. Unter den derzeit gegebenen Umst�nden ist es daher nicht zu beanstanden, wenn die Vorinstanz den Obhutsentzug gem�ss Art. 310 Abs. 1 ZGB best�tigt hat.
2.7.�Die Beschwerdef�hrerin r�gt im Zusammenhang mit dem Obhutsentzug auch eine Verletzung von Art. 13 Abs. 1 BV und Art. 8 EMRK. Inwiefern die beiden Bestimmungen durch die vorliegende Anwendung von Art. 310 Abs. 1 ZGB verletzt sein k�nnten, f�hrt sie indes nicht aus, so dass darauf nicht einzutreten ist (E. 1.2).
Angesichts des angeordneten Obhutsentzugs hatte die Vorinstanz damit �ber die Unterbringung von Z.________ zu befinden. F�r den Fall, dass der Obhutsentzug best�tigt wird, lassen sich der Beschwerde keine Eventualantr�ge in Bezug auf die Platzierung von Z.________ entnehmen. Die Beschwerdef�hrerin hat mithin keine Einwendungen gegen eine Unterbringung beim Kindsvater.
�Die Beschwerde ist somit abzuweisen.
Der Vollst�ndigkeit halber ist zu erw�hnen, dass die Vorinstanz ihren Entscheid doppelt begr�ndet hat. Sie st�tzte sich namentlich auf zwei Entscheide des Europ�ischen Gerichtshofs f�r Menschenrechte (EGMR), um darzulegen, weshalb vorliegend die Obhut in jedem Fall dem Vater anzuvertrauen sei. Die Beschwerdef�hrerin r�gt diese Rechtsprechung des Appellationsgerichts als bundesrechtswidrig.
�In den beiden betreffenden F�llen (Urteil Nr. 22028/04 des EGMR vom 3. Dezember 2009 Zaunegger gegen Deutschland; Urteil Nr. 35637/03 vom 2. Februar 2011 Sporer gegen �sterreich) ging es um die Regelung des Sorgerechts nicht verheirateter Eltern in den beiden vorgenannten Staaten. Entgegen der anderslautenden Annahme der Vorinstanz l�sst sich oben genannte Rechtsprechung zum Sorgerecht nicht auf die vorliegend zu beurteilende Fra ge der Obhut �bertragen.
Angesichts der Umst�nde des konkreten Falles werden f�r das bundesgerichtliche Verfahren keine Kosten erhoben (Art. 66 Abs. 1 BGG). Den weiteren Verfahrensbeteiligten sind keine entsch�digungspflichtigen Auslagen entstanden (Art. 68 Abs. 1 BGG). Insofern wird das Gesuch der Beschwerdef�hrerin um unentgeltliche Rechtspflege gegensta ndslos. Im �brigen wird ihr die beantragte unentgeltliche Verbeist�ndung gew�hrt (Art. 64 BGG).
Der Beschwerdef�hrerin wird die unentgeltliche Verbeist�ndung gew�hrt und ihr wird Rechtsanw�ltin Jessica Glanzmann als unentgeltliche Anw�ltin bestellt.
Rechtsanw�ltin Jessica Glanzmann wird aus der Gerichtskasse eine Entsch�digung von Fr. 1'500.-- ausgerichtet.
Dieses Urteil wird der Beschwerdef�hrerin, der Kindes- und Erwachsenenschutzbeh�rde, den weiteren Verfahrensbeteiligten und dem Appellationsgericht des Kantons Basel-Stadt als Verwaltungsgericht schriftlich mitgeteilt.

References: Art. 310
 Art. 90
 Art. 310
 Art. 76
 Art. 95
 BGE 
 Art. 95
 Art. 29
 Art. 8
 BGE 
 Art. 106
 BGE 
 Art. 14
 Art. 14
 Art. 310
 Art. 310
 Art. 310
 Art. 310
 Art. 13
 Art. 8
 Art. 310
 EGMR