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Timestamp: 2019-02-16 17:11:53+00:00

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Beim Schwarzfahren erwischt. Bin minderjährig. Inkasso und Rechtsanwalt wurde eingeschaltet was soll
12.1.2016 Thema abonnieren Zum Thema: Brief Mahnung Rechtsanwalt BGB
Frage vom 12.1.2016 | 21:58
Hallo ich bin minderjährig(14) und wurde beim Schwarzfahren erwischt. Ich bin einige Wochen darauf zur VAG gegangen um dort meine Strafe zu bezahlen. Mir wurde gesagt, dass ein Inkassobüro eingeschaltet wurde und ich warten soll. Es kam dann ein Brief von einem Inkassobüro in dem Stand das es die letzte Mahnung ist, die Strafe zu zahlen, dabei war es der erste Brief der mir geschickt wurde und mir wurde ja gesagt, dass ich warten soll. Ich habe mich daraufhin im Internet erkundigt und erfahren, dass sie nicht berechtigt sind ein erhöhtes Beförderungsgeld von Minderjährigen zu fordern. Ich habe den Brief deshalb ignoriert. Fast ein Monat danach ist ein Brief von einem Rechtsanwalt gekommen. Beide Briefe wurden meinem Namen zugestellt. Ich weiß nicht was ich tun soll...
-- Editier von 2idi am 12.01.2016 23:34
Brief Mahnung Rechtsanwalt BGB
Antwort vom 12.1.2016 | 23:48
Philosoph (13765 Beiträge, 6160x hilfreich)
Eltern wissen bescheid ?
Antwort vom 13.1.2016 | 14:52
Student (2139 Beiträge, 1354x hilfreich)
Falls ein gelber Brief vom Gericht kommt, muss man diesen öffnen und dem gerichtlichen Mahnbescheid widersprechen.
Das sollte man tunlichst nicht versäumen.
Den Brief vom Rechtsanwalt darf man gerne ignorieren. Der spekuliert auf Unwissenheit des Schuldners.
Antwort vom 13.1.2016 | 17:22
Unparteiischer (9520 Beiträge, 2188x hilfreich)
Gleichwohl könnten die Eltern auch dem Anwalt zurückschreiben, die Forderung ablehnen und darauf verweisen, dass du erst 14 bist.
Möglicherweise erledigt sich dann die Sache. Ansonsten wird die Sache ganz sicher routinemäßig bei Gericht eingereicht.
Antwort vom 13.1.2016 | 22:37
Die Sache geht bestimmt nicht vor Gericht
Der reguläre Fahrpreises ist zu entrichten
Zweckgebundene Überweisung an die Anwälte
Den Anwälten durch ein Elternteil schriftlich mitteilen das der Sohn minderjährig ist und die über den Fahrpreis hinausgehende Forderung zurückgewiesen wird
Quelle : Wiki
Rechtliche Situation bei Kindern und Jugendlichen
Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren können, da sie nicht oder nur beschränkt geschäftsfähig sind, im Fall des Schwarzfahrens nicht vom Verkehrsunternehmen zu Zahlung des erhöhten Beförderungsgeldes gezwungen werden, soweit das Beförderungsverhältnis zivilrechtlicher Natur ist. Kinder unter 7 Jahren können einen entgeltlichen Beförderungsvertrag nicht (§ 104, § 105 BGB), Jugendliche im Alter zwischen 7 und 18 Jahren nicht wirksam ohne Zustimmung der Eltern (§ 106, § 107 BGB) abschließen. Ist die Fahrt nicht bereits von einer (auch konkludenten) Einwilligung gedeckt (z. B. wenn der Weg zur Schule regelmäßig mit Bus oder Bahn erfolgt – was aber nur bei Fahrten mit gültigem Fahrschein anzunehmen ist) und erfolgt keine nachträgliche Genehmigung, so ist ein Vertrag, auf den sich das Beförderungsunternehmen berufen könnte, wegen § 108 BGB nicht wirksam zustande gekommen.[25]
Ein Bereicherungsanspruch kommt dagegen in Betracht, § 812 Abs. 1 Satz 1, 1. oder 2. Alt., § 818 BGB, ebensowie ein deliktischer Anspruch wegen Verletzung eines Schutzgesetzes, § 823 Abs. 2 BGB i.V.m. § 265a StGB (siehe „Flugreisefall"). Dass der Schaden bzw. der Wert der Bereicherung an die Höhe des erhöhten Beförderungsgeldes heranreicht, ist zu bezweifeln – beweisen muss dies in jedem Fall das Verkehrsunternehmen. Die Eltern selbst sind zum Schadensersatz jedenfalls dann nicht verpflichtet, wenn sie ihrer Aufsichtspflicht entsprochen haben, § 832, § 823 BGB i.V.m. § 265a StGB. Vertraglich haften sie ebenso wenig wie die Kinder und Jugendlichen.
Da die Verkehrsunternehmen nicht auf diesen Umstand hinweisen und auch bei Kindern und Jugendlichen mit den üblichen Methoden das erhöhte Beförderungsentgelt erheben (1. Mahnung, 2. Mahnung, Inkassobüro, Rechtsanwalt, gerichtliches Mahnverfahren mit der Möglichkeit zum Widerspruch), zahlen die Kinder und Jugendlichen oder Eltern oft bereitwillig ohne Rechtsgrund.
Antwort vom 14.1.2016 | 00:10
Soll ich jetzt einfach abwarten???
Antwort vom 14.1.2016 | 06:50
Heiliger (21413 Beiträge, 14510x hilfreich)
Ich würde dir empfehlen, zu deinen Eltern zu gehen. Da sie es ja schon wissen. und diese sollen dem Anwalt schreiben, dass du minderjährig bist, keine Erlaubnis für die Schwarzfahrt hattest und nichts bezahlt wird außer Briefporto und dem regulären Ticket-Preis. Parallel würde ich genau das dann auch überweisen.
Und mache das nicht zu häufig. Denn wenn du das ständig machst, helfen dir weder Minderjährigkeit noch deine Eltern noch irgendwie weiter.
Antwort vom 14.1.2016 | 22:14
Zitat (von 2idi):
Geh zu den Eltern
Die sollen einen Brief an die Anwälte schreiben das Du minderjährig bist und deshalb nur der reguläre Fahrpreis nachbezahlt wird. Weitere Kosten werden zurückgewiesen
Die Eltern sollen sich trotzdem auf 1 oder 2 weitere Bettelbriefe einstellen
Inkasso/Anwalt wegen Schwarzfahren
Brief vom Anwalt (fürs Schwarzfahren)
Inkassso eingeschaltet, obwohl Rechtsanwalt eingeschaltet?
Rechtsanwalt/Inkasso ohne Mahnung
Inkasso eingeschaltet ohne vorab Mahnung
Schwarzfahren: Inkasso ohne Mahnung?
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References: § 105
 § 107
 § 108
 § 812
 § 818
 § 823
 § 265
 § 832
 § 823
 § 265