Source: http://exploredoc.com/doc/9117782/rahmenpromotionsordnung
Timestamp: 2018-11-16 05:41:07+00:00

Document:
Nichtamtliche Lesefassung des JSL
Rahmenpromotionsordnung der Albert-Ludwigs-Universität vom 27. März 2015 (Amtliche Bekanntmachungen Jg. 46,
Nr. 16, S. 104–117) in der Fassung der Ersten Änderungssatzung vom 28. Januar 2016 (Amtliche Bekanntmachungen Jg. 47, Nr. 2, S. 10–13)
Rahmenpromotionsordnung der Albert-Ludwigs-Universität
Aufgrund von § 38 Absatz 4 Satz 1 des Gesetzes über die Hochschulen in Baden-Württemberg (Landeshochschulgesetz – LHG) vom 1. Januar 2005 (GBl. S. 1) in der Fassung des Gesetzes vom 1. April 2014
(GBl. S. 99) hat der Senat der Albert-Ludwigs-Universität in seiner Sitzung am 25. März 2015 die nachstehende Satzung beschlossen.
Der Rektor hat seine Zustimmung am 27. März 2015 erteilt.
§ 2 Promotionsrecht und Doktorgrade
§ 3 Zweck und Formen der Promotion
§ 4 Promotionsausschuss
§ 5 Gutachter/Gutachterinnen, Prüfer/Prüferinnen und Betreuer/Betreuerinnen
§ 7 Annahme als Doktorand/Doktorandin
§ 8 Eröffnung des Promotionsverfahrens
§ 10 Dissertation
§ 12 Nichtbestehen und Wiederholung der mündlichen Prüfung
§ 13 Gesamtprädikat der Promotion
§ 14 Vollzug der Promotion und Urkunde
§ 15 Publikation der Dissertation
§ 16 Rücktritt von der mündlichen Prüfung
§ 17 Rücknahme und Widerruf der Zulassung zur Promotion; Ungültigkeit von Promotionsleistungen
§ 18 Entziehung des Doktorgrades
§ 19 Einsichtnahme in die Prüfungsunterlagen
§ 20 Verfahrensmängel und Widerspruch
§ 21 Aufbewahrung der Prüfungsunterlagen
§ 22 Ombudsverfahren
§ 23 Doktoranden- und Doktorandinnenkonvent
§ 24 Promotion in gemeinsamer Betreuung mit anderen Hochschulen
Diese Rahmenpromotionsordnung enthält Regelungen zur Sicherung der Qualität des Promotionswesens
an der Albert-Ludwigs-Universität sowie Vorgaben für die Ausgestaltung der Promotionsordnungen der
Fakultäten. Die Fakultäten haben ihre Promotionsordnungen bis 30. September 2015 an deren Vorgaben
anzupassen. Die Rahmenpromotionsordnung enthält keine unmittelbar für das Promotionsverfahren in
den Fakultäten geltenden Regelungen. Soweit die Rahmenpromotionsordnung keine abschließenden
Vorgaben macht, können die Promotionsordnungen der Fakultäten weitere Aspekte des Promotionsverfahrens regeln.
(1) Das Promotionsrecht liegt bei den Fakultäten.
(2) Von den Fakultäten der Albert-Ludwigs-Universität werden im Wege ordentlicher Promotion insbesondere die nachfolgend aufgeführten Doktorgrade verliehen:
Doktor der Theologie (Doctor theologiae – Dr. theol.)
Doktor der Rechte (Doctor juris – Dr. jur.)
Doktor der Wirtschaftswissenschaften (Doctor rerum politicarum – Dr. rer. pol.)
Doktor der Philosophie (Doctor philosophiae – Dr. phil.)
Doktor der Medizin (Doctor medicinae – Dr. med.)
Doktor der Zahnmedizin (Doctor medicinae dentariae – Dr. med. dent.)
Doktor der Naturwissenschaften (Doctor rerum naturalium – Dr. rer. nat.)
10. Fakultät für Umwelt und Natürliche Ressourcen
11. Technische Fakultät
Doktor der Ingenieurwissenschaften (Doktor-Ingenieur – Dr.-Ing.)
(3) Die Fakultäten können nach Maßgabe ihrer Promotionsordnungen für Abschlüsse im Rahmen von
Promotionsstudiengängen alternativ auch den Grad eines Doctor of Philosophy (Ph.D.) verleihen.
(4) Die Fakultäten können an Persönlichkeiten, die hervorragende wissenschaftliche, technische oder
künstlerische Leistungen auf einem von der betreffenden Fakultät vertretenen Gebiet erbracht haben, als
seltene Auszeichnung den Grad eines Doktors ehrenhalber (Doctor honoris causa – Dr. h.c. beziehungsweise Doktor ehrenhalber – Dr. e.h.) nach § 25 verleihen. Die Promotionsordnungen der Fakultäten regeln, ob der Grad mit einem Fachzusatz gemäß Absatz 2 verliehen wird.
(5) Alle akademischen Grade gelten für Frauen und Männer gleichermaßen. Sie können von Frauen
auch in der entsprechenden weiblichen Form geführt werden.
(1) Die Promotion dient dem Nachweis der Befähigung zu vertiefter wissenschaftlicher Arbeit auf einem
in den Promotionsordnungen der Fakultäten ausgewiesenen Fachgebiet. Sie beruht auf einer selbständigen wissenschaftlichen Arbeit (Dissertation) und einer mündlichen Prüfung, zu deren Gegenständen die
Dissertation gehört.
(2) Promotionen können im Rahmen eines von einer oder mehreren Fakultäten verantworteten Promotionsstudiengangs (Doktoranden- und Doktorandinnenkolleg) beziehungsweise eines sonstigen anerkannten Programms der strukturierten Doktoranden- und Doktorandinnenausbildung (beispielsweise Graduiertenkolleg oder Graduiertenschule) oder außerhalb eines solchen Promotionsstudiengangs oder strukturierten Promotionsprogramms durchgeführt werden. Näheres ist in den Promotionsordnungen der Fakultäten oder den jeweiligen Promotionsprogrammen geregelt. Die Promotionsordnungen der Fakultäten
haben auch die Durchführung von Promotionen zu gewährleisten, die fakultäts- oder hochschulübergreifende Forschungsthemen zum Inhalt haben.
(3) Die Promotionsordnungen der Fakultäten regeln die Höchstdauer der Promotion einschließlich der
Rechtsfolgen einer Fristüberschreitung. Personen, die zu einem Promotionsstudiengang der AlbertLudwigs-Universität zugelassen sind, werden als Promotionsstudierende immatrikuliert. Andere Personen, die eine Dissertation anfertigen wollen und als Doktorand/Doktorandin angenommen sind, müssen
sich beim Studierendensekretariat als Doktorand/Doktorandin registrieren lassen; sie können auf Antrag
als Promotionsstudierende immatrikuliert werden.
(1) Für die Organisation des Promotionsverfahrens, insbesondere für die Entscheidung über die Annahme als Doktorand/Doktorandin, die Bestellung der Betreuer/Betreuerinnen, die Eröffnung des Promotionsverfahrens, die Bestimmung der Gutachter/Gutachterinnen, die Bestellung der Mitglieder der Prüfungskommission, die Überwachung der zügigen Durchführung des Promotionsverfahrens einschließlich
der Dokumentation der Anzahl der Doktoranden/Doktorandinnen der Fakultät sowie für alle durch diese
Rahmenpromotionsordnung zugewiesenen Aufgaben ist der Promotionsausschuss zuständig. Die Zuständigkeiten des/der Vorsitzenden des Promotionsausschusses im Übrigen bleiben unberührt.
(2) Die Fakultäten regeln die Besetzung des Promotionsausschusses. Zur Gewährleistung der Beschlussfähigkeit sollen Stellvertreter/Stellvertreterinnen für die Mitglieder des Promotionsausschusses
bestellt werden. Den Vorsitz führt ein Professor/eine Professorin. Die Amtszeit der Mitglieder beträgt mindestens zwei Jahre; eine Wiederbestellung ist zulässig. Näheres regeln die Promotionsordnungen der
(3) Der Promotionsausschuss berät und beschließt in der Regel in einer ordnungsgemäß einberufenen
und geleiteten Sitzung; er tagt nichtöffentlich. Der Promotionsausschuss ist beschlussfähig, wenn sämtliche Mitglieder ordnungsgemäß geladen wurden und die Mehrheit der Mitglieder anwesend und stimmberechtigt ist. Beschlüsse können auch im schriftlichen oder elektronischen Verfahren gefasst werden,
wenn kein Mitglied widerspricht und mindestens zwei Drittel der Mitglieder mitwirken. Bei prüfungsrechtlichen Entscheidungen sowie insbesondere bei der Entscheidung über die Entziehung des Doktorgrades
sind Stimmenthaltungen, geheime Abstimmungen und Stimmrechtsübertragungen nicht zulässig.
(4) Die Mitglieder des Promotionsausschusses und ihre Stellvertreter/Stellvertreterinnen sind zur Verschwiegenheit verpflichtet, soweit Prüfungsangelegenheiten betroffen sind oder die Pflicht zur Verschwiegenheit besonders beschlossen worden ist. Die Pflicht zur Verschwiegenheit schließt die Geheimhaltung der Beratungsunterlagen ein; sie besteht nach Beendigung der Mitgliedschaft im Promotionsausschuss fort.
(5) Der Promotionsausschuss kann in widerruflicher Weise die Erledigung bestimmter Aufgaben auf den
Vorsitzenden/die Vorsitzende oder dessen/deren Stellvertreter/Stellvertreterin übertragen; dies gilt nicht
für Entscheidungen über die Annahme als Doktorand/Doktorandin, die Rücknahme und den Widerruf der
Annahme als Doktorand/Doktorandin, die Ungültigkeit von Promotionsleistungen, die Entziehung des
Doktorgrades sowie über Widersprüche. Sofern die Promotionsordnungen der Fakultäten dies regeln,
kann der Promotionsausschuss beschließende Ausschüsse für Entscheidungen gemäß §§ 17 und 18
bilden. Im Rahmen ihrer Zuständigkeit entscheiden die beschließenden Ausschüsse selbständig an Stelle
des Promotionsausschusses.
(6) Der Promotionsausschuss ist Behörde im Sinne des Verwaltungsverfahrensrechts und des Verwaltungsprozessrechts.
(1) Als Gutachter/Gutachterinnen über eine Dissertation (Referenten/Referentinnen) und Prüfer/Prüferinnen in der mündlichen Prüfung können grundsätzlich bestellt werden: Hochschullehrer/Hochschullehrerinnen, Honorarprofessoren/Honorarprofessorinnen, außerplanmäßige Professoren/Professorinnen, entpflichtete Professoren/Professorinnen, Professoren/Professorinnen im Ruhestand
sowie Privatdozenten/Privatdozentinnen der betreffenden Fakultät. Die Promotionsordnungen der Fakultäten können vorsehen, dass vom Promotionsausschuss auf Antrag auch hauptberuflich an der betreffenden Fakultät wissenschaftlich tätige Arbeitsgruppenleiter/Arbeitsgruppenleiterinnen mit einer besonderen Befähigung zu wissenschaftlicher Arbeit oder andere hauptberuflich dort tätige Wissenschaftler/Wissenschaftlerinnen, die im Rahmen von Wettbewerben mit wissenschaftlicher Begutachtung ausgezeichnet wurden, als Gutachter/Gutachterinnen und Prüfer/Prüferinnen in Promotionsverfahren bestellt
werden können. Voraussetzung hierfür ist, dass die besondere Befähigung zu wissenschaftlicher Arbeit
durch eine Dissertation von herausragender Qualität oder eine mindestens gleichwertige wissenschaftliche Arbeit und eine externe Begutachtung durch eine anerkannte Einrichtung zur Forschungsförderung
(2) Die Promotionsordnungen der Fakultäten können vorsehen, dass darüber hinaus auch Mitglieder
anderer Fakultäten der Albert-Ludwigs-Universität oder anderer in- oder ausländischer Hochschulen oder
Mitarbeiter/Mitarbeiterinnen wissenschaftlicher Forschungseinrichtungen als Gutachter/Gutachterinnen
und Prüfer/Prüferinnen bestellt werden können. Bei interdisziplinären beziehungsweise fakultätsübergreifenden Dissertationen sollen auch Mitglieder anderer Fakultäten als Gutachter/Gutachterinnen und Prüfer/Prüferinnen bestellt werden. Die Voraussetzungen gemäß Absatz 1 gelten hierbei sinngemäß. In jedem Promotionsverfahren muss mindestens ein Gutachter/eine Gutachterin die Voraussetzungen gemäß
Absatz 1 Satz 1 erfüllen. Werden mehr als zwei Gutachter/Gutachterinnen bestellt, müssen diese mehrheitlich Mitglieder der Albert-Ludwigs-Universität sein; die Promotionsordnungen der Fakultäten können
hiervon abweichende Regelungen treffen.
(3) Die Fakultäten sollen für die Dauer der Promotion eine Betreuung sicherstellen. Betreuer/Betreuerinnen können nur Personen sein, die gemäß Absatz 1 oder 2 als Gutachter/Gutachterinnen
(4) Die Promotionsordnungen der Fakultäten sehen die Benennung eines/einer verantwortlichen Betreuers/Betreuerin vor; dieser/diese soll als Erstgutachter/Erstgutachterin bestellt werden. Die Promotionsordnungen der Fakultäten können auch kooperative Formen der Betreuung zulassen. Sie regeln die
Ausgestaltung des Betreuungsverhältnisses und sehen den Abschluss einer Promotionsvereinbarung
zwischen dem/der beziehungsweise den zukünftigen wissenschaftlichen Betreuern/Betreuerinnen und
dem/der zukünftigen Doktoranden/Doktorandin vor. Die schriftliche Promotionsvereinbarung, die erst mit
der Annahme als Doktorand/Doktorandin wirksam wird, umfasst folgende Mindestinhalte:
dem Dissertationsprojekt und der Lebenssituation des Doktoranden/der Doktorandin angepasste,
jeweils fortzuschreibende Zeitpläne für regelmäßige Betreuungsgespräche und Sachstandsberichte,
die bei Abgabe der Dissertation festzulegenden Begutachtungszeiten.
(5) Scheidet ein/eine als Betreuer/Betreuerin bestellter/bestellte Hochschullehrer/Hochschullehrerin oder
Privatdozent/Privatdozentin aus der Fakultät aus, kann er/sie die damit verbundenen Rechte und Pflichten bis zu drei Jahren nach seinem/ihrem Ausscheiden weiter wahrnehmen; in begründeten Fällen kann
diese Frist vom Promotionsausschuss auf höchstens fünf Jahre verlängert werden.
(1) Voraussetzung für die Zulassung zur Promotion ist, dass der Bewerber/die Bewerberin
einen qualifizierten Abschluss
eines Masterstudiengangs an einer deutschen Hochschule,
eines Studiengangs an einer deutschen Universität, Pädagogischen Hochschule oder Kunsthochschule mit einer mindestens vierjährigen Regelstudienzeit oder
eines auf einem grundständigen Studiengang aufbauenden Studiengangs an einer deutschen Universität, Pädagogischen Hochschule oder anderen Hochschule mit Promotionsrecht
nicht bereits in demselben wissenschaftlichen Fach an einer anderen Fakultät oder Hochschule als
Doktorand/Doktorandin angenommen beziehungsweise zur Promotion zugelassen ist und nicht bereits in demselben wissenschaftlichen Fach an einer Hochschule eine entsprechende Doktorprüfung
nicht unwürdig zur Führung des Doktorgrades im Sinne der gesetzlichen Bestimmungen ist.
(2) Die Fakultäten können in ihren Promotionsordnungen als weitere Zulassungsvoraussetzungen gemäß § 38 Absatz 4 Satz 2 Landeshochschulgesetz insbesondere festlegen:
den Nachweis bestimmter Prüfungsergebnisse in dem abgeschlossenen Hochschulstudium,
den Nachweis einer bestimmten fachspezifischen Abschlussprüfung,
die Zulassung zu einem Promotionsstudiengang,
die Aufnahme in ein strukturiertes Promotionsprogramm.
(3) Ausländische Studienabschlüsse bedürfen der Anerkennung durch den Promotionsausschuss. Voraussetzung für die Anerkennung ist die Feststellung der Gleichwertigkeit mit den erforderlichen inländischen Studienabschlüssen. Bei der Entscheidung über die Gleichwertigkeit sind die von der Kultusministerkonferenz und der Hochschulrektorenkonferenz gebilligten Äquivalenzvereinbarungen sowie Absprachen im Rahmen von Hochschulpartnerschaften zu beachten. Bei Zweifeln an der Gleichwertigkeit kann
die Zentralstelle für ausländisches Bildungswesen gehört werden. Kann die Gleichwertigkeit eines ausländischen Studienabschlusses nicht festgestellt werden, weil einzelne Studien- und Prüfungsleistungen
nicht nachgewiesen wurden, kann der Bewerber/die Bewerberin zur Promotion zugelassen werden, wenn
die fehlenden Studien- und Prüfungsleistungen aufgrund der Bewertungsvorschläge der Zentralstelle für
ausländisches Bildungswesen im Rahmen eines Eignungsfeststellungsverfahrens nachgeholt werden
können und das Eignungsfeststellungsverfahren erfolgreich absolviert wird; die Dauer des Eignungsfeststellungsverfahrens soll zwei Semester nicht überschreiten. Näheres kann in den Promotionsordnungen der Fakultäten geregelt werden.
(4) Besonders qualifizierte Absolventen/Absolventinnen von Bachelor- und Staatsexamensstudiengängen, die nicht unter Absatz 1 Nr. 1 Buchstabe b fallen, können unter besonderen Voraussetzungen zur
Promotion zugelassen werden. Näheres regeln die Promotionsordnungen der Fakultäten mit der Maßgabe, dass als besonders qualifiziert nur solche Absolventen/Absolventinnen gelten, die zu den besten fünf
Prozent der Absolventen/Absolventinnen ihres Studiengangs aus den vergangenen sechs Semestern
(5) Besonders qualifizierte Absolventen/Absolventinnen von Diplomstudiengängen einer Fachhochschule, einer Berufsakademie oder der Notarakademie Baden-Württemberg können vom Promotionsausschuss zur Promotion zugelassen werden, wenn sie in einem Eignungsfeststellungsverfahren nachweisen, dass sie in dem für die Dissertation vorgesehenen Fachgebiet grundsätzlich in gleichem Maße, wie
dies bei Absolventen/Absolventinnen nach Absatz 1 vorausgesetzt wird, zu wissenschaftlicher Arbeit
befähigt sind. Die Zulassung zum Eignungsfeststellungsverfahren setzt voraus, dass der Bewerber/die
Bewerberin mindestens zu den besten fünf Prozent der Absolventen/Absolventinnen seines/ihres Studiengangs aus den vergangenen sechs Semestern gehört und dass ein Hochschullehrer/eine Hochschullehrerin, ein außerplanmäßiger Professor/eine außerplanmäßige Professorin oder ein Privatdozent/eine
Privatdozentin der betreffenden Fakultät die Zulassung befürwortet und sich zur Betreuung der Dissertation bereiterklärt. Art und Dauer des Eignungsfeststellungsverfahrens werden in den Promotionsordnungen der Fakultäten geregelt; die Dauer soll zwei Semester nicht überschreiten.
(6) Abweichend von Absatz 1 Nr. 1 können Bewerber/Bewerberinnen, die an der Albert-LudwigsUniversität im Studiengang Humanmedizin oder Zahnmedizin eingeschrieben sind und den Ersten Abschnitt der Ärztlichen Prüfung beziehungsweise die zahnärztliche Vorprüfung bestanden haben, an der
Medizinischen Fakultät vorläufig zur Promotion zum Doktor der Medizin oder zum Doktor der Zahnmedizin zugelassen werden. Die Promotionsordnung der Medizinischen Fakultät kann hierfür den Nachweis
bestimmter Prüfungsergebnisse und weiterer Voraussetzungen vorsehen.
(1) Wer die Anfertigung einer Dissertation beabsichtigt und die Zulassungsvoraussetzungen nach § 6
erfüllt, soll zum frühestmöglichen Zeitpunkt bei der Fakultät, in der das entsprechende Fachgebiet gelehrt
wird, die Annahme als Doktorand/Doktorandin beantragen. Der schriftliche Antrag, in dem das Thema der
Dissertation zu bezeichnen ist, ist an den Promotionsausschuss zu richten. Ist das Thema der Dissertation fachgebietsübergreifend und werden die Fachgebiete in verschiedenen Fakultäten gelehrt, so ist der
Antrag an nur einer der beteiligten Fakultäten zu stellen. Bei einer solchen fakultätsübergreifenden Dissertation wird nur durch eine der beteiligten Fakultäten der entsprechende Doktorgrad verliehen. Die
Festlegung ist von den beteiligten Fakultäten vor der Annahme als Doktorand/Doktorandin zu treffen.
die Nachweise der Zulassungsvoraussetzungen gemäß § 6;
die Promotionsvereinbarung gemäß § 5 Absatz 4 Satz 3;
eine Erklärung, die geltende Promotionsordnung der Fakultät zu kennen;
ein aktueller Lebenslauf mit der Darstellung des persönlichen und beruflichen Werdegangs;
eine Erklärung über laufende oder vorausgegangene Promotionsgesuche; dabei ist anzugeben,
wann, mit welchem Thema und bei welcher Fakultät oder bei welchem Fachbereich die Promotion
beantragt wurde; gegebenenfalls ist anzugeben, aus welchem Grund das Verfahren nicht abgeschlossen wurde, beziehungsweise eine beglaubigte Kopie der Urkunde über einen bereits verliehenen Doktorgrad vorzulegen;
bei Ausländern/Ausländerinnen gegebenenfalls der Nachweis über ausreichende Kenntnisse der
Die Promotionsordnungen der Fakultäten können die Vorlage weiterer Nachweise vorsehen.
(3) Der Promotionsausschuss entscheidet in der Regel innerhalb von drei Monaten, bei Promotionsstudiengängen zum jeweiligen Beginn des Studiengangs über den Antrag. Die Annahme als Doktorand/Doktorandin ist abzulehnen, wenn
die Zulassungsvoraussetzungen gemäß § 6 nicht erfüllt sind,
das in Aussicht genommene Thema der Dissertation nicht in die fachliche Ausrichtung der Fakultät
fällt oder kein Mitglied der Fakultät, das die Voraussetzungen gemäß § 5 Absatz 1 erfüllt, in der Lage
ist, das Dissertationsthema fachlich zu beurteilen,
keines der gemäß § 5 Absatz 1 zuständigen Mitglieder der Fakultät das gewählte Thema für bearbeitungswürdig oder der Vorbildung des Bewerbers/der Bewerberin angemessen hält oder
die Bereitstellung der materiellen Ausstattung zur Durchführung des Arbeitsvorhabens nicht gesichert ist.
Die Entscheidung des Promotionsausschusses ergeht schriftlich und ist im Falle der Ablehnung zu begründen und mit einer Rechtsbehelfsbelehrung zu versehen.
(4) Aus der Annahme als Doktorand/Doktorandin ergibt sich kein Rechtsanspruch auf die Zulassung
zum Promotionsverfahren.
(5) Die Annahme als Doktorand/Doktorandin kann insbesondere widerrufen werden, wenn
die Promotionsvereinbarung (§ 5 Absatz 4 Satz 3) unwirksam oder aufgehoben worden ist,
sich nachträglich Gründe für eine Ablehnung der Annahme als Doktorand/Doktorandin ergeben,
keine Aussicht besteht, dass das Promotionsvorhaben in angemessener Zeit erfolgreich abgeschlossen werden kann, oder
der Doktorand/die Doktorandin gegen die von ihm/ihr in der Promotionsvereinbarung (§ 5 Absatz 4
Satz 3) übernommenen Pflichten in schwerwiegender Weise verstoßen hat.
Ein Widerruf der Annahme als Doktorand/Doktorandin gemäß Satz 1 Nr. 4 darf nur dann erfolgen, wenn
zuvor ein Ombudsverfahren erfolglos durchgeführt und keine neue Betreuungsvereinbarung geschlossen
(6) Mit der Annahme als Doktorand/Doktorandin wird die grundsätzliche Bereitschaft der Fakultät ausgedrückt, eine Dissertation über das beabsichtigte Thema als wissenschaftliche Arbeit zu bewerten. Die
Annahme als Doktorand/Doktorandin verpflichtet die Fakultät zur wissenschaftlichen Betreuung des Doktoranden/der Doktorandin. Dem Doktoranden/Der Doktorandin wird mindestens ein Betreuer/eine Betreuerin (§ 5 Absatz 4 Satz 1) zugewiesen. Die Promotionsordnungen der Fakultäten sollen eine Regelung vorsehen, wonach nach Ablauf einer bestimmten Frist überprüft wird, ob die Promotion fortgeführt
(7) Die Fakultäten stellen sicher, dass der Doktorand/die Doktorandin mit den Regeln guter wissenschaftlicher Praxis vertraut gemacht wurde.
(1) Die Eröffnung des Promotionsverfahrens setzt voraus, dass der Doktorand/die Doktorandin die in § 6
genannten Zulassungsvoraussetzungen weiterhin erfüllt. Der Antrag auf Eröffnung des Promotionsverfahrens (Begutachtung der Arbeit und mündliche Prüfung) ist schriftlich an die gemäß der Promotionsordnung der betreffenden Fakultät zuständige Stelle zu richten. Dem Antrag sind folgende Unterlagen beizufügen:
der Bescheid über die Annahme als Doktorand/Doktorandin gemäß § 7 Absatz 3 Satz 3;
die Promotionsvereinbarung gemäß § 5 Absatz 4 Satz 3 in der aktuellen Fassung;
die gemäß der Promotionsordnung der Fakultät vorgesehene Anzahl von Exemplaren der Dissertation;
eine Erklärung über frühere oder laufende Promotionsgesuche unter Angabe von Ort, Datum, Hochschule und Thema der Dissertation sowie gegebenenfalls eine beglaubigte Kopie der Urkunde über
einen bereits verliehenen Doktorgrad;
eine eidesstattliche Versicherung gemäß der Anlage zu dieser Rahmenpromotionsordnung;
ein von dem Doktoranden/der Doktorandin unterzeichnetes Exemplar der von der Fakultät zur Verfügung gestellten Belehrung über die Bedeutung und die strafrechtlichen Folgen der eidesstattlichen
im Falle einer Gruppenarbeit ein von dem Doktoranden/der Doktorandin verfasster Bericht über den
Ablauf der Zusammenarbeit, Angaben zum individuellen Beitrag des Doktoranden/der Doktorandin
zu der Gemeinschaftsarbeit, ferner Angaben über Namen, akademische Grade und Anschriften der
an der Gruppenarbeit beteiligten Personen sowie Auskunft darüber, ob und gegebenenfalls welche
der Personen bereits ein Promotions- oder Habilitationsverfahren beantragt oder abgeschlossen und
dabei Teile der vorgelegten Gemeinschaftsarbeit benutzt haben;
im Falle der Durchführung eines Promotionsstudiums oder der Teilnahme an einem strukturierten
Promotionsprogramm Nachweise über die erbrachten Leistungen;
10. gegebenenfalls eine vollständige Liste der wissenschaftlichen Publikationen und der wissenschaftlichen Vorträge;
11. gegebenenfalls der Nachweis der promotionsvorbereitenden Studien oder der Erfüllung weiterer
(2) Der Antrag kann nur einmal durch schriftliche Erklärung zurückgenommen werden. Die Rücknahme
ist ausgeschlossen, wenn bereits ein Gutachten bei der zuständigen Stelle vorliegt oder seit Bestellung
der Gutachter/Gutachterinnen beziehungsweise der Prüfungskommission mehr als vier Wochen verstrichen sind.
(3) Ein den Erfordernissen des Absatzes 1 entsprechender Antrag kann nur zurückgewiesen werden,
wenn einer der gesetzlichen Gründe vorliegt, aus denen der Doktorgrad entzogen werden könnte. Die
Entscheidung hierüber trifft der Promotionsausschuss.
(4) Über die Zulassung zum Promotionsverfahren entscheidet der Promotionsausschuss. Der Promotionsausschuss kann die Entscheidung über Anträge, die keine besonderen Schwierigkeiten aufweisen,
auf den Vorsitzenden/die Vorsitzende übertragen. Der Doktorand/Die Doktorandin erhält über die Zulassung einen schriftlichen Bescheid. Wird die Zulassung abgelehnt, ist die Entscheidung schriftlich zu begründen und dem Doktoranden/der Doktorandin mit einer Rechtsbehelfsbelehrung zuzustellen.
(1) Die Promotionsprüfung wird von einer Prüfungskommission abgenommen, die vom Promotionsausschuss in der Regel bei der Entscheidung über die Zulassung zum Promotionsverfahren bestimmt wird.
Mindestens die Hälfte der Mitglieder der Prüfungskommission muss der den Doktorgrad verleihenden
Fakultät angehören. Die Promotionsordnung der Fakultät für Biologie kann vorsehen, dass als Mitglieder
der Fakultät im Sinne von Satz 2 auch diejenigen Hochschullehrer/Hochschullehrerinnen der Medizinischen Fakultät sowie diejenigen an der Medizinischen Fakultät hauptberuflich tätigen außerplanmäßigen
Professoren/Professorinnen und Privatdozenten/Privatdozentinnen gelten, denen vom Promotionsausschuss der Fakultät für Biologie die Promotionsberechtigung erteilt wurde.
(2) Die Prüfungskommission besteht in der Regel aus den Gutachtern/Gutachterinnen und mindestens
einem/einer weiteren Prüfer/Prüferin für die mündliche Prüfung. Den Vorsitz der Prüfungskommission
führt ein vom Promotionsausschuss bestelltes Mitglied; dieses soll der Gruppe der Hochschullehrer und
Hochschullehrerinnen angehören. Der/Die verantwortliche Betreuer/Betreuerin der Dissertation kann
nicht Vorsitzender/Vorsitzende sein.
(3) Die Prüfungskommission berät und entscheidet in nichtöffentlicher Sitzung. Ihre Beschlüsse sind in
einem Protokoll aktenkundig zu machen.
(4) Die Mitglieder der Prüfungskommission sind verpflichtet, über Tatsachen Stillschweigen zu bewahren, die ihnen in nichtöffentlicher Sitzung bekanntgeworden sind, es sei denn, dass eine Tatsache bereits
offenkundig ist oder ihrer Bedeutung nach keiner Geheimhaltung bedarf. Verschwiegenheitspflichten
aufgrund des Dienst- oder Arbeitsverhältnisses bleiben unberührt.
(5) Soweit die Promotionsordnungen der Fakultäten dies vorsehen, kann der Promotionsausschuss die
Aufgaben der Prüfungskommission wahrnehmen; Absatz 1 Satz 1, Absatz 2 Satz 3 und Absätze 3 und 4
(1) Die Dissertation muss die Befähigung des Doktoranden/der Doktorandin zu selbständiger vertiefter
wissenschaftlicher Arbeit belegen und einen beachtlichen Beitrag zum Fortschritt des wissenschaftlichen
Erkenntnisstandes darstellen.
(2) Die Dissertation ist in der Regel in deutscher Sprache abzufassen. Abweichungen und Ausnahmen
können in den Promotionsordnungen der Fakultäten geregelt werden. Wird die Dissertation in einer
Fremdsprache abgefasst, ist grundsätzlich eine Zusammenfassung in deutscher Sprache beizufügen.
(3) Die Dissertation ist als Monographie abzufassen. Die Promotionsordnungen der Fakultäten können
abweichend davon auch die Einreichung mehrerer zusammenhängender wissenschaftlicher Arbeiten des
Doktoranden/der Doktorandin (kumulative Dissertation) zulassen. Die zu einer kumulativen Dissertation
zusammengefassten Arbeiten des Doktoranden/der Doktorandin, von denen mindestens zwei in begutachteten, international anerkannten Fachzeitschriften publiziert oder zur Publikation angenommen sein
müssen, müssen unter einer gemeinsamen wissenschaftlichen Fragestellung entstanden sein. Der Doktorand/Die Doktorandin muss bei mindestens einer dieser Arbeiten einen wesentlichen Beitrag geleistet
haben; keine der eingereichten Arbeiten darf Gegenstand einer anderen Dissertation eines laufenden
oder abgeschlossenen Promotionsverfahrens des Doktoranden/der Doktorandin sein. Es ist eine ausführliche Darstellung voranzustellen, die eine kritische Einordnung der Forschungsthemen und wichtigsten
Erkenntnisse aus den Publikationen in den Kontext der wissenschaftlichen Literatur zum Thema sowie
gegebenenfalls die Würdigung des individuellen eigenen Beitrags des Doktoranden/der Doktorandin sowie des Beitrags der weiteren Autoren/Autorinnen der einzelnen Publikationen vornimmt. Im Falle gemeinsamer Forschungsarbeit muss die individuelle Leistung des Doktoranden/der Doktorandin deutlich
abgrenzbar und bewertbar sein. Näheres regeln die Promotionsordnungen der Fakultäten.
(4) Die Dissertation muss ein Titelblatt, ein Inhaltsverzeichnis, eine Zusammenfassung sowie ein ausführliches Verzeichnis der verwendeten Quellen und Literatur enthalten. Die Promotionsordnungen der
Fakultäten können vorsehen, dass auch eine bereits veröffentlichte Arbeit als Dissertation eingereicht
werden kann, mit der Maßgabe, dass seit deren Erscheinen in der Regel nicht mehr als drei Jahre vergangen sein dürfen.
(5) Jeder Gutachter/Jede Gutachterin hat dem Promotionsausschuss in der Regel vier Monate nach
seiner/ihrer Bestellung zum Gutachter/zur Gutachterin ein schriftliches, begründetes Gutachten vorzulegen. Die Promotionsordnungen der Fakultäten können nähere Regelungen vorsehen.
(6) Die Gutachter/Gutachterinnen prüfen, ob die vorgelegte Dissertation als Promotionsleistung angenommen werden kann, abgelehnt werden muss oder zur Umarbeitung zurückzugeben ist. Sie beurteilen
die wissenschaftliche Leistung in ihren schriftlichen Gutachten und vergeben für eine anzunehmende
Arbeit folgende Prädikate:
Die Promotionsordnungen der Fakultäten können Regelungen zur Vergabe von Zwischennoten vorsehen. Die Fakultäten stellen sicher, dass das Prädikat „summa cum laude“ nur für eine exzellente Leistung
vergeben wird. Ist die Arbeit als eine an erheblichen Mängeln leidende, insgesamt ungenügende Leistung
abzulehnen, lautet die Note „insufficienter“ beziehungsweise „non sufficit“ oder „non probatum“ oder „non
rite“.
(7) Nach Eingang sämtlicher Gutachten wird die Dissertation zusammen mit den Gutachten mindestens
zwei Wochen lang während der Vorlesungszeit beziehungsweise mindestens drei Wochen lang während
der vorlesungsfreien Zeit im Dekanat zur Einsicht ausgelegt; die Promotionsordnungen der Fakultäten
können eine Auslage in elektronischer Form vorsehen. Die Auslagefrist soll vier Wochen nicht überschreiten. Die Promotionsordnungen der Fakultäten können eine Fristverkürzung in bestimmten Fällen vorsehen. Der/Die Vorsitzende des Promotionsausschusses benachrichtigt die in Promotionsverfahren prüfungsberechtigten Mitglieder der Fakultät schriftlich oder elektronisch über Ort und Zeit der Auslage. Diese zur Einsichtnahme Berechtigten haben das Recht, bis zum Ende der Auslagefrist schriftlich Einspruch
gegen die Annahme, Ablehnung oder Bewertung der Dissertation einzulegen. Der Einspruch ist innerhalb
einer Woche nach Einlegung schriftlich zu begründen. Die Promotionsordnungen der Fakultäten können
vorsehen, dass nur Hochschullehrer/Hochschullehrerinnen und habilitierte hauptberuflich an der AlbertLudwigs-Universität tätige Akademische Mitarbeiter/Akademische Mitarbeiterinnen einspruchsberechtigt
sind. Die Promotionsordnungen der Fakultäten können ferner vorsehen, dass dem Doktoranden/der Doktorandin die Gutachten vor und während der Auslage mit der Möglichkeit zur Stellungnahme bekanntgegeben werden. Die Stellungnahme ist mit auszulegen. Die Promotionsordnungen der Fakultäten können
vorsehen, dass die Dissertation und die Gutachten zusätzlich zur Auslage im Dekanat einer aus Hochschullehrern/Hochschullehrerinnen der Fakultät gebildeten Lesekommission zur Stellungnahme vorgelegt
(8) Haben die Gutachter/Gutachterinnen übereinstimmend die Annahme der Dissertation vorgeschlagen, so ist sie damit angenommen, sofern kein Einspruch eingelegt wurde. Haben die Gutachter/Gutachterinnen übereinstimmend die Ablehnung der Dissertation vorgeschlagen, so ist sie damit abgelehnt, sofern kein Einspruch eingelegt wurde. Weichen die Gutachten hinsichtlich ihrer Empfehlung für
eine Annahme oder Ablehnung oder Umarbeitung der Dissertation oder für deren Bewertung um mehr als
eine Notenstufe voneinander ab oder spricht sich ein seitens der Lesekommission oder im Rahmen der
Auslagefrist nach Absatz 7 erfolgter Einspruch gegen die Annahme oder Ablehnung aus, so bestellt der
Promotionsausschuss nach Anhörung des Doktoranden/der Doktorandin einen weiteren Gutachter/eine
weitere Gutachterin. Dieser/Diese weitere Gutachter/Gutachterin soll sein/ihr Gutachten innerhalb von
zwei Monaten vorlegen. Unter Berücksichtigung der Empfehlung dieses weiteren Gutachtens entscheidet
der Promotionsausschuss, ob die Dissertation angenommen oder abgelehnt wird. Die Promotionsordnungen der Fakultäten können hiervon abweichende Regelungen vorsehen.
(9) Die Promotionsordnungen der Fakultäten können vorsehen, dass dem Doktoranden/der Doktorandin
im Hinblick auf die Veröffentlichung Auflagen zur Überarbeitung seiner/ihrer Dissertation gemacht werden
und das Promotionsverfahren erst abgeschlossen wird, wenn diese Auflagen erfüllt sind.
(10) Wird die Annahme der Arbeit als Dissertation abgelehnt, so ist das Promotionsverfahren erfolglos
beendet. Über die Ablehnung erhält der Doktorand/die Doktorandin einen schriftlichen Bescheid des
Promotionsausschusses, der zu begründen und mit einer Rechtsbehelfsbelehrung zu versehen ist. In
diesem Fall kann der Doktorand/die Doktorandin mit einer Arbeit über ein anderes Thema nur einmal und
nicht vor Ablauf eines Jahres die erneute Eröffnung des Promotionsverfahrens beantragen. Wird auch
diese Arbeit abgelehnt, so ist die Doktorprüfung endgültig nicht bestanden.
(1) In der mündlichen Prüfung soll der Doktorand/die Doktorandin seine/ihre Fähigkeit zur mündlichen
Erörterung wissenschaftlicher Probleme nachweisen. Zu den Gegenständen der mündlichen Prüfung
gehört die Dissertation. Die Promotionsordnungen der Fakultäten regeln Art und Inhalt sowie Sprache,
Dauer, Bewertung, Nichtbestehen und Wiederholung der mündlichen Prüfung.
(2) Die mündliche Prüfung findet in der Regel nach Annahme der Dissertation statt. Sie soll spätestens
ein Jahr nach der Annahme stattfinden. Der Termin der mündlichen Prüfung ist rechtzeitig bekanntzugeben; in begründeten Ausnahmefällen kann der Zeitraum zwischen Bekanntgabe und mündlicher Prüfung
weniger als eine Woche betragen.
(3) Über die wesentlichen Gegenstände und Ergebnisse der mündlichen Prüfung ist ein Protokoll zu
führen. Das Protokoll ist von den Prüfern/Prüferinnen sowie gegebenenfalls von den Beisitzern/Beisitzerinnen zu unterzeichnen.
(4) Die mündliche Prüfung ist universitätsöffentlich, soweit in den Promotionsordnungen der Fakultäten
nichts anderes geregelt ist. Aus wichtigem Grund oder auf Antrag des Doktoranden/der Doktorandin ist
die Öffentlichkeit auszuschließen. Die Öffentlichkeit erstreckt sich nicht auf die Beratung und Bekanntgabe des Prüfungsergebnisses.
(5) Soweit in den Promotionsordnungen der Fakultäten nichts anderes geregelt ist, ist die mündliche
Prüfung in deutscher Sprache abzuhalten.
(6) Die Prüfungskommission, die die mündliche Prüfung abhält, entscheidet im Anschluss an diese in
nichtöffentlicher Sitzung darüber, ob die mündliche Prüfung erfolgreich war, und bewertet sie gemäß § 10
Absatz 6. Besteht die mündliche Prüfung aus mehreren Teilprüfungen, die jeweils von nur einem Prüfer/einer Prüferin abgenommen werden, werden die einzelnen Teilprüfungen von dem/der jeweiligen Prüfer/Prüferin bewertet. Näheres regeln die Promotionsordnungen der Fakultäten.
(7) Die mündliche Prüfung ist nur bestanden, wenn deren Gesamtnote mindestens „rite“ lautet. Sehen
die Promotionsordnungen der Fakultäten Teilprüfungen vor, muss darüber hinaus die Mehrzahl der Teilprüfungen mit mindestens „rite“ bewertet worden sein.
§ 12 Nichtbestehen Wiederholung der mündlichen Prüfung
(1) Ist die mündliche Prüfung nicht bestanden oder gilt sie als nicht bestanden, so erteilt der Promotionsausschuss hierüber einen schriftlichen Bescheid, welcher zu begründen und mit einer Rechtsbehelfsbelehrung zu versehen ist. Die mündliche Prüfung kann einmal binnen eines Jahres nach Bestandskraft
des Prüfungsbescheides wiederholt werden. Der Antrag auf Zulassung zur Wiederholungsprüfung ist
beim Promotionsausschuss frühestens zwei Monate nach Bekanntgabe des Prüfungsbescheides zu stellen.
(2) Das Promotionsverfahren ist erfolglos beendet und die Doktorprüfung endgültig nicht bestanden,
wenn binnen eines Jahres nach Bestandskraft des Prüfungsbescheides ein Antrag auf Wiederholung der
mündlichen Prüfung nicht gestellt wird oder die mündliche Prüfung auch im Wiederholungstermin nicht
bestanden ist. Der Doktorand/Die Doktorandin erhält vom Promotionsausschuss einen entsprechenden
schriftlichen Bescheid, der zu begründen und mit einer Rechtsbehelfsbelehrung zu versehen ist.
(1) Ist die mündliche Prüfung bestanden, so stellt das zuständige Gremium die Gesamtnote der Promotion mit einem der folgenden Prädikate fest:
(2) Das Gesamtprädikat ergibt sich aus den Prädikaten der Dissertation und der mündlichen Prüfungsleistungen. Dabei kommt der Dissertation ein größeres Gewicht zu als den mündlichen Prüfungsleistungen; die Promotionsordnungen der Fakultäten sehen eine ausdrückliche Gewichtung vor.
(3) Die Promotionsordnungen der Fakultäten können nähere Regelungen für die Vergabe des Gesamtprädikats und von Zwischennoten vorsehen.
(4) Im Falle der Durchführung eines Promotionsstudiums oder der Teilnahme an einem strukturierten
Promotionsprogramm kann nach Maßgabe der Promotionsordnungen der Fakultäten für die Berechnung
des Gesamtprädikats die Gesamtnote der mündlichen Prüfung ganz oder teilweise durch die Gesamtnote
der Prüfungsleistungen des Promotionsstudiums beziehungsweise des Promotionsprogramms ersetzt
(5) Die Fakultäten sichern die Transparenz und Qualität der Notenvergabe. Über ihre Maßnahmen zur
Transparenz- und Qualitätssicherung erstellen die Fakultäten alle fünf Jahre einen Bericht, der den anderen Fakultäten zum Zwecke des Erfahrungsaustauschs und der Fortentwicklung ihrer Maßnahmen zur
Qualitätssicherung durch den Prorektor/die Prorektorin für Forschung zugänglich gemacht wird.
(1) Die Promotion wird durch die Aushändigung der Urkunde vollzogen. Die Promotionsurkunde wird mit
dem Siegel der Fakultät beziehungsweise mit dem Universitätssiegel versehen und von dem Rektor/der
Rektorin der Albert-Ludwigs-Universität und dem Dekan/der Dekanin der Fakultät unterzeichnet. Sie enthält neben dem erlangten Grad das Gesamtprädikat der Promotion und den Titel der Dissertation sowie
den Namen und nach Maßgabe der Promotionsordnung der Fakultät auch das Geburtsdatum und den
Geburtsort des/der Promovierten. Als Tag der Promotion wird der Tag der mündlichen Prüfung angegeben. Abweichend von Satz 4 gilt bei Promotionen zum Doktor der Medizin oder zum Doktor der Zahnmedizin das Datum des Zweiten Abschnitts der Medizinischen Prüfung beziehungsweise das Datum der
zahnärztlichen Prüfung als Datum der Promotion, wenn die mündliche Prüfung bereits vollständig vorher
stattgefunden hat. Vor der Aushändigung der Promotionsurkunde hat der Doktorand/die Doktorandin
nicht das Recht, den Doktorgrad zu führen, auch nicht mit einem Zusatz.
(2) Die Promotionsurkunde wird erst ausgehändigt, wenn der Doktorand/die Doktorandin die Pflichtexemplare der Dissertation bei der Fakultät abgeliefert hat oder, soweit die Promotionsordnung der Fakultät dies vorsieht, die Veröffentlichung der Dissertation aufgrund der Vorlage eines wirksamen Verlagsvertrages oder eines wirksamen Veröffentlichungsvertrages mit der Albert-Ludwigs-Universität sichergestellt ist. Die Promotionsordnungen der Fakultäten können außerdem Regelungen vorsehen, wonach die Veröffentlichungspflicht in begründeten Fällen bereits dann als erfüllt angesehen werden kann,
wenn die Dissertation aus patentrechtlichen Gründen der Öffentlichkeit mit zeitlicher Verzögerung zugänglich gemacht wird. Voraussetzung hierfür ist, dass der Doktorand/die Doktorandin seine/ihre Pflichten im Zusammenhang mit der Veröffentlichung im Übrigen vollständig erfüllt hat und die Veröffentlichung
ohne sein/ihr weiteres Zutun erfolgen kann. Die Aushändigung der Promotionsurkunde soll in angemes10
sener Form erfolgen. Bis dahin erhält der Doktorand/die Doktorandin auf Antrag eine vorläufige Bescheinigung über das Bestehen der Doktorprüfung. Diese enthält den Titel und die Bewertung der Dissertation,
die Bewertung der mündlichen Prüfungsleistung sowie die Gesamtbewertung der Promotionsleistungen.
(3) Verfahrensregelungen aufgrund internationaler Vereinbarungen bleiben unberührt.
(1) Der Doktorand/Die Doktorandin hat die Dissertation innerhalb einer Frist von höchstens zwei Jahren
nach Bestehen der mündlichen Prüfung in einer gemäß den Bestimmungen der Promotionsordnung der
betreffenden Fakultät genehmigten Fassung der wissenschaftlichen Öffentlichkeit in angemessener Weise durch Vervielfältigung und Verbreitung zugänglich zu machen; § 14 Absatz 1 Satz 5 gilt entsprechend.
Versäumt der Doktorand/die Doktorandin diese Frist oder versäumt er/sie es, die gemäß Satz 1 erforderliche Genehmigung einzuholen, so erlöschen alle durch die Doktorprüfung erworbenen Rechte; wurde die
Promotionsurkunde bereits ausgehändigt, ist diese einzuziehen. In begründeten Fällen kann die Frist auf
vor deren Ablauf gestellten Antrag vom Promotionsausschuss verlängert werden. Näheres regeln die
Promotionsordnungen der Fakultäten. Lehnt einer/eine der Gutachter/Gutachterinnen oder der/die Vorsitzende des Promotionsausschusses die für die Veröffentlichung vorgesehene Fassung der Dissertation
ab, entscheidet hierüber der Promotionsausschuss.
(2) Die Anzahl der bei der Fakultät abzuliefernden Pflichtexemplare der Dissertation und der davon der
Universitätsbibliothek Freiburg zur Verfügung zu stellenden Exemplare ist in den Promotionsordnungen
der Fakultäten geregelt. Die bei der Fakultät abzuliefernden Pflichtexemplare der Dissertation müssen auf
alterungsbeständigem, holz- und säurefreiem Papier gedruckt und dauerhaft haltbar gebunden sein.
(3) Näheres zur Erfüllung der Veröffentlichungspflicht regeln die Promotionsordnungen der Fakultäten.
(1) Nimmt der Doktorand/die Doktorandin ganz oder teilweise nicht an der mündlichen Prüfung teil, so
gilt dies als Rücktritt.
(2) Ist der Doktorand/die Doktorandin wegen Krankheit oder aus einem anderen wichtigen Grund gehindert, an der mündlichen Prüfung teilzunehmen, wird der Rücktritt auf schriftlichen Antrag genehmigt. Der
Antrag ist von dem Doktoranden/der Doktorandin unter Angabe des Rücktrittsgrundes und Beifügung
geeigneter Nachweise unverzüglich beim Promotionsausschuss zu stellen. Im Falle einer Erkrankung ist
dem Antrag ein ärztliches Attest, das die für die Beurteilung der Prüfungsunfähigkeit nötigen medizinischen Befundtatsachen enthält, beizufügen.
(3) Wird der Rücktritt vom Promotionsausschuss genehmigt, so wird ein neuer Prüfungstermin festgesetzt. Wird der Rücktritt nicht genehmigt, so gilt die mündliche Prüfung als nicht bestanden.
(1) Ergibt sich vor Aushändigung der Promotionsurkunde, dass der Doktorand/die Doktorandin über eine
Zulassungsvoraussetzung getäuscht hat oder dass wesentliche Zulassungsvoraussetzungen irrigerweise
als gegeben angenommen worden sind, so kann die Zulassung zur Promotion zurückgenommen werden.
Dasselbe gilt, wenn Tatsachen bekannt werden, die nach § 36 Absatz 7 Landeshochschulgesetz eine
Entziehung des Doktorgrades rechtfertigen würden.
(2) Ergibt sich vor Aushändigung der Promotionsurkunde, dass der Doktorand/die Doktorandin bei einer
Promotionsleistung getäuscht hat, so können einzelne oder alle Promotionsleistungen für ungültig erklärt
werden; in schwereren Fällen kann die Zulassung zur Promotion widerrufen werden.
(3) Vor einer Entscheidung nach Absatz 1 oder 2 ist dem Doktoranden/der Doktorandin Gelegenheit zur
Äußerung zu geben. Die Entscheidung ist schriftlich zu begründen und dem Doktoranden/der Doktorandin mit einer Rechtsbehelfsbelehrung zuzustellen.
(1) Die Entziehung des Doktorgrades richtet sich nach § 36 Absatz 7 Landeshochschulgesetz und § 48
Landesverwaltungsverfahrensgesetz.
(2) Waren die Voraussetzungen für die Zulassung zum Promotionsverfahren nicht erfüllt, ohne dass der
Bewerber/die Bewerberin hierüber täuschen wollte, und wird diese Tatsache erst nach Aushändigung der
Promotionsurkunde bekannt, so wird dieser Mangel durch das Bestehen der Doktorprüfung geheilt.
(3) Vor einer Entscheidung über die Entziehung des Doktorgrades ist dem/der Betroffenen Gelegenheit
zur Äußerung zu geben. Die Entscheidung ist schriftlich zu begründen und dem/der Betroffenen mit einer
Rechtsbehelfsbelehrung zuzustellen.
(4) Im Falle der Entziehung des Doktorgrades ist die bereits ausgehändigte Promotionsurkunde einzuziehen.
(5) Die Entziehung des Doktorgrades kann von dem Rektor/der Rektorin mit den nötigen Einzelheiten
allen deutschen Hochschulen mitgeteilt werden, die das Promotionsrecht besitzen.
Der Doktorand/Die Doktorandin hat das Recht, nach Abschluss des Promotionsverfahrens die Prüfungsunterlagen einzusehen.
(1) Mängel des Promotionsverfahrens müssen unverzüglich beim Promotionsausschuss geltend gemacht werden.
(2) Gegen belastende Bescheide, die auf der Grundlage der Promotionsordnung der Fakultät ergehen,
kann der/die Betroffene schriftlich binnen eines Monats nach Bekanntgabe Widerspruch beim Promotionsausschuss einlegen. Über den Widerspruch entscheidet der Promotionsausschuss gegebenenfalls
nach Anhörung der Prüfungskommission.
(3) Für den Widerspruch gelten die Vorschriften der Verwaltungsgerichtsordnung.
(1) Nach erfolgreichem Abschluss des Promotionsverfahrens werden die Prüfungsunterlagen einschließlich der Dissertation zu den Akten der Fakultät genommen.
(2) Wird die Dissertation abgelehnt oder ist die Doktorprüfung endgültig nicht bestanden, so verbleibt die
Dissertation mit sämtlichen Gutachten bei den Akten der Fakultät.
(3) Die Prüfungsunterlagen sind von der Fakultät fünf Jahre aufzubewahren. Nach Ablauf der Aufbewahrungsfrist sind dem Universitätsarchiv die Prüfungsunterlagen gemäß Absatz 1 zu übergeben und die
Prüfungsunterlagen gemäß Absatz 2 anzubieten.
(1) Der Senat bestellt auf Vorschlag des Rektorats aus dem Kreis der entpflichteten beziehungsweise im
Ruhestand befindlichen Professoren/Professorinnen der Albert-Ludwigs-Universität zwei Ombudspersonen sowie deren Stellvertreter/Stellvertreterinnen. Die Amtszeit beträgt drei Jahre; eine Wiederbestellung
ist zulässig. Die Ombudspersonen sollen unterschiedlichen Geschlechts sein und nicht aus derselben
Fakultät kommen; es sollen ein Stellvertreter und eine Stellvertreterin bestellt werden.
(2) Die Ombudspersonen sind Ansprechpartner/Ansprechpartnerin für alle Doktoranden/Doktorandinnen
der Universität sowie für deren Betreuer/Betreuerinnen bei allen Konflikten, die sich aus dem Betreuungsverhältnis und der Arbeit an der Dissertation ergeben. Die Ombudspersonen fungieren als unabhängige und unparteiische Beratungs- und Vermittlungsstelle; sie nehmen keinen Einfluss auf die Bewertung
der erbrachten Leistungen. Die Zuständigkeit anderer Stellen, insbesondere der Promotionsausschüsse
und der Untersuchungskommission zur Sicherung der Redlichkeit in der Wissenschaft, bleibt unberührt.
(3) Die Durchführung des Ombudsverfahrens wird in einer eigenen Satzung geregelt.
(4) Die Promotionsordnungen der Fakultäten können auch die Durchführung eines Ombudsverfahrens
auf Fakultätsebene vorsehen.
(5) Sofern gemäß der Promotionsordnung der betreffenden Fakultät ein Ombudsverfahren auf Fakultätsebene vorgesehen ist, entscheidet der Doktorand/die Doktorandin, ob das Ombudsverfahren durch
die Ombudspersonen der Universität oder diejenigen der Fakultät durchgeführt wird; die Entscheidung
des Doktoranden/der Doktorandin ist unwiderruflich.
(1) Die zur Promotion angenommenen Doktoranden/Doktorandinnen einer Fakultät bilden einen Doktoranden- und Doktorandinnenkonvent. Die Promotionsordnungen der Fakultäten können auch die Bildung
eines gemeinsamen Doktoranden- und Doktorandinnenkonvents vorsehen.
(2) Der Doktoranden- und Doktorandinnenkonvent kann die die Doktoranden/Doktorandinnen betreffenden Fragen beraten und Empfehlungen an die Organe der Universität aussprechen. Dem Doktorandenund Doktorandinnenkonvent werden die Entwürfe für Promotionsordnungen zur Stellungnahme zugeleitet; die Stellungnahme wird den Senatsunterlagen beigefügt. Die Promotionsordnungen der Fakultäten
können darüber hinaus vorsehen, dass bei der Beratung von Entwürfen für Promotionsordnungen ein
Mitglied des Vorstands des Doktoranden- und Doktorandinnenkonvents mit beratender Stimme an den
Fakultätsratssitzungen teilnimmt.
(3) Der Doktoranden- und Doktorandinnenkonvent gibt sich eine Geschäftsordnung und wählt einen
Vorstand. Näheres zur Organisation des Doktoranden- und Doktorandinnenkonvents und zum Wahlverfahren für den Vorstand regelt die Geschäftsordnung, die der Doktoranden- und Doktorandinnenkonvent
mit der Mehrheit seiner anwesenden Mitglieder beschließt.
(4) Die Doktoranden- und Doktorandinnenkonvente der Fakultäten können einen gemeinsamen Arbeitsausschuss bilden, dessen Aufgabe die Beratung von Angelegenheiten ist, die die Doktoranden/Doktorandinnen unabhängig von ihrer Fakultätszugehörigkeit betreffen. Der Arbeitsausschuss hat
das Recht, in diesen Angelegenheiten Empfehlungen an die zuständigen Organe der Universität zu richten. Dem Arbeitsausschuss werden die Entwürfe zu Änderungen der Rahmenpromotionsordnung zur
Stellungnahme zugeleitet; die Stellungnahmen des Arbeitsausschusses werden den Senatsunterlagen
beigefügt. Jeder Doktoranden- und Doktorandinnenkonvent entsendet einen Vertreter/eine Vertreterin in
den Arbeitsausschuss; von mehreren Fakultäten gemeinsam gebildete Doktoranden- und Doktorandinnenkonvente entsenden pro Fakultät einen Vertreter/eine Vertreterin. Auf Vorschlag des Prorektors/der
Prorektorin für Forschung kann der Rektor/die Rektorin den Sprecher/die Sprecherin des Arbeitsausschusses zu Beratungsgegenständen im Sinne von Satz 1 zu den Sitzungen des Senats einladen.
(1) Die Durchführung von gemeinsamen Promotionsverfahren mit einer oder mehreren anderen in- oder
ausländischen Hochschulen mit Promotionsrecht erfolgt auf der Grundlage einer Vereinbarung zwischen
der Albert-Ludwigs-Universität und der beziehungsweise den betreffenden Hochschulen. Diese Kooperationsvereinbarung ist von dem Doktoranden/der Doktorandin und auf Seiten der Albert-LudwigsUniversität von dem Betreuer/der Betreuerin, dem/der Vorsitzenden des Promotionsausschusses sowie
dem Rektor/der Rektorin zu unterzeichnen. In der Kooperationsvereinbarung sind insbesondere folgende
Inhalte zu regeln:
die Durchführung der wissenschaftlichen Betreuung des Doktoranden/der Doktorandin,
der Mindestumfang der Forschungsaufenthalte an den Partnerhochschulen,
die Prüfungsmodalitäten einschließlich der zu verwendenden Sprache, der Besetzung der Prüfungskommission und des anzuwendenden Notensystems,
die Modalitäten der Verleihung der Promotionsurkunde,
die Pflicht zur Veröffentlichung der Dissertation,
die Übernahme von Reisekosten.
(2) Vereinbarungen, die die Albert-Ludwigs-Universität mit an deren promotionsberechtigten Hochschulen über gemeinsame Promotionsverfahren trifft, können von den Bestimmungen in §§ 1 bis 18 abweichen, soweit gesetzliche Regelungen nicht entgegenstehen.
(3) Näheres regeln die Promotionsordnungen der Fakultäten.
(1) Über die Verleihung der Ehrendoktorwürde sowie über die Entziehung des Grades eines Doktors
ehrenhalber in entsprechender Anwendung von § 18 entscheidet, soweit nichts anderes bestimmt ist, der
Fakultätsrat im Benehmen mit dem Senat. Näheres zum Ehrenpromotionsverfahren regeln die Promotionsordnungen der Fakultäten.
(2) Die Verleihung der Ehrendoktorwürde soll durch feierliche Aushändigung der Urkunde durch den
Dekan/die Dekanin in Gegenwart der Mitglieder der Fakultät erfolgen. In der Urkunde sind die Verdienste
der zu promovierenden Persönlichkeit zu würdigen.
Diese Rahmenpromotionsordnung tritt am 1. April 2015 in Kraft.
(zu § 8 Absatz 1 Satz 3 Nr. 5)
Die eidesstattliche Versicherung ist in der Regel schriftlich abzugeben. Die Möglichkeit einer Aufnahme
der eidesstattlichen Versicherung zur Niederschrift bleibt unberührt. Die schriftliche Erklärung hat folgenden Wortlaut:
gemäß § 8 Absatz 1 Satz 3 Nr. 5 der Rahmenpromotionsordnung der Albert-Ludwigs-Universität
Bei der eingereichten Dissertation zu dem Thema
handelt es sich um meine eigenständig erbrachte Leistung.
Ich habe nur die angegebenen Quellen und Hilfsmittel benutzt und mich keiner unzulässigen Hilfe
Dritter bedient. Insbesondere habe ich wörtlich oder sinngemäß aus anderen Werken übernommene
Inhalte als solche kenntlich gemacht.
Die Dissertation oder Teile davon habe ich
bislang nicht an einer Hochschule des In- oder Auslands als Bestandteil einer Prüfungs- oder Qualifikationsleistung vorgelegt.
wie folgt an einer Hochschule des In- oder Auslands als Bestandteil einer Prüfungs- oder Qualifikationsleistung vorgelegt:
Titel der andernorts vorgelegten Arbeit:
Name der betreffenden Hochschule:
Jahr der Vorlage der Arbeit:
Art der Prüfungs- oder Qualifikationsleistung:
Die Richtigkeit der vorstehenden Erklärungen bestätige ich.
Die Bedeutung der eidesstattlichen Versicherung und die strafrechtlichen Folgen einer unrichtigen
oder unvollständigen eidesstattlichen Versicherung sind mir bekannt.
Ich versichere an Eides statt, dass ich nach bestem Wissen die reine Wahrheit erklärt und nichts verschwiegen habe.
Änderungssatzungen:
Rahmenpromotionsordnung der Albert-Ludwigs-Universität vom 27. März 2015 (Amtliche Bekanntmachungen
Jg. 46, Nr. 16, S. 104–117)
Erste Änderungssatzung vom 28. Januar 2016 (Amtliche Bekanntmachungen Jg. 47, Nr. 2, S. 10–13):
Diese Änderungssatzung tritt mit Wirkung vom 1. Januar 2016 in Kraft.
Diese Lesefassung wurde mit großer Sorgfalt erstellt. Gleichwohl kann nicht vollständig ausgeschlossen werden,
dass hierbei unbeabsichtigt Fehler unterlaufen sind. Rechtlich verbindlich sind daher allein die in den Amtlichen Bekanntmachungen der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg im Breisgau veröffentlichten Satzungen.
Anlage zum Antrag auf Annahme als Doktorand/Doktorandin
Formvorlage für Erstgutachter - Medizinische Fakultät Heidelberg
Einführungsveranstaltung SS 2016 Master (M.Sc.)
als Dokument - WiSo - Fakultät
Sammeln und Graben für Herrscher und Vaterland
Merkblatt zur Aushändigung nach der Verteidigung
Unterlagen zur Eröffnung des Promotionsverfahrens 2015
Antrag auf Zulassung zum Promotionsverfahren Dr. sc. hum.

References: § 38

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§ 3

§ 4

§ 5

§ 7

§ 8

§ 10

§ 12

§ 13

§ 14

§ 15

§ 16

§ 17

§ 18

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§ 20

§ 21

§ 22

§ 23

§ 24
 § 25
 § 38
 § 6
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 § 5
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 § 5
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 § 7
 § 5
 § 10

§ 12
 § 14
 § 36
 § 36
 § 48
 § 18
 § 8
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