Source: https://reflektblog.wordpress.com/2015/11/15/%C2%A7-189a-ugb-nach-dem-raeg-2014/
Timestamp: 2019-07-20 17:14:21+00:00

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§ 189a UGB nach dem RÄG 2014 – Was ist neu? | reflektblog
← Rechnungslegungspflicht nach RÄG 2014 (§ 189 UGB)
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Mit dem RÄG 2014 ist § 189a neu hinzugekommen und enthält Begriffsbestimmungen.
Z1: Unternehmen von öffentlichem Interesse
Neu ist die Aufnahme von Kreditinstituten und Versicherungsunternehmen in den Kreis der „Unternehmen von öffentlichem Interesse“. Nicht mehr als Unternehmen von öffentlichem Interesse gelten Kapitalgesellschaften, deren Aktien/Wertpapiere an einem Wertpapiermarkt außerhalb der EU/des EWR gehandelt werden.
Kapitalmarktorientierte Unternehmen (lit a) können nicht mehr von der Erstellung eines Teilkonzernabschlusses befreit werden. Nur kapitalmarktorientierte Unternehmen müssen im Lagebericht ihr internes Kontroll- und Risikomanagementsystem im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess sowie ihre Vergütungspolitik beschreiben.
Börsennotierte Unternehmen werden noch einmal strenger behandelt: Für sie sind bestimmte Angaben im Lagebericht (§ 243a Abs 1) anzugeben und ein Corporate-Governance-Bericht (§ 243 b) zu erstellen.
Z 2: Beteiligungen
Die Definition von Beteiligungen ist im Wesentlichen unverändert geblieben. Neu ist die ausdrückliche Regelung, dass die Ermittlung der Beteiligungshöhe nach § 244 Abs 4 und 5 zu erfolgen hat.
Z 3: beizulegender Wert
Neu und in der Literatur umstritten ist die Definition des beizulegenden Wertes. Die Ermittlung des beizulegenden Zeitwertes orientiert sich am steuerlichen Teilwert iSd § 6 Z 1 EStG. Daraus folgt, dass bei allen Bewertungsvorgängen der Gesamtkaufpreis des Unternehmens ermittelt werden müsste. In der Literatur wird empfohlen, diese Begriffsdefinition zu unterlassen und stattdessen einen Marktwert oder einen Wiederbeschaffungswert zuzulassen.
Z 4: beizulegender Zeitwert
Z 5: Umsatzerlöse
Der Begriff der Umsatzerlöse umfasst zukünftig auch bestimmte sonstige betriebliche Erträge, soweit es sich um Erträge aus dem Verkauf von Produkten oder Dienstleistungen handelt. Denkbar sind Erlöse aus Vermittlungsleistungen, betrieblichen Erholungsheimen, Patenten und Lizenzen. Erlöse aus Anlagenverkäufen stellen auch zukünftig keine Umsatzerlöse dar, weil es sich bei Anlagevermögen nicht um Erzeugnisse, Waren oder Dienstleistungen handelt.
Z 6: Mutterunternehmen
Z 7: Tochterunternehmen
Z 8: verbundene Unternehmen
Z 9: assoziierte Unternehmen
Bisher konnte ein assoziiertes Unternehmen vorliegen, wenn Anteile an Kapitalgesellschaften und Genossenschaften zumindest iHv 20% vorlagen. Nunmehr stellen diese 20% nur mehr eine Zweifelsregel dar. Unter folgenden Voraussetzungen kann zukünftig ein assoziiertes Unternehmen vorliegen:
Beteiligung iSd Z 2 und
tatsächliche (!) Ausübung eines maßgeblichen Einflusses (ist im Zweifel bei mind 20%iger Beteiligung der Fall)
Z 10: Wesentlichkeit
Bei der Beurteilung der Wesentlichkeit kann die bisherige Praxis beibehalten werden. Hinweise zur quantitativen Beurteilung von Wesentlichkeit siehe weiterhin Winkeljohann/Schellhorn in: Beck’scher Bilanzkommentar).
Z 11: Investmentunternehmen
Praktische Bedeutung hat diese Definition nur insoweit, als Investmentunternehmen keine Kleinstkapitalgesellschaften iSd § 221 Abs 1a sein können.
Z 12: Beteiligungsgesellschaft
Praktische Bedeutung hat diese Definition nur insoweit, als Beteiligungsgesellschaft keine Kleinstkapitalgesellschaften iSd § 221 Abs 1a sein können.
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References: § 198
 § 189
 § 244
 § 6
 § 221
 § 221
 § 189