Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=I%20ZR%20184/15
Timestamp: 2019-06-26 05:15:37+00:00

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Rechtsprechung: I ZR 184/15 - dejure.org
https://dejure.org/2017,54469
BGH, 14.12.2017 - I ZR 184/15 (https://dejure.org/2017,54469)
BGH, Entscheidung vom 14.12.2017 - I ZR 184/15 (https://dejure.org/2017,54469)
BGH, Entscheidung vom 14. Dezember 2017 - I ZR 184/15 (https://dejure.org/2017,54469)
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Ersatz der für eine Abmahnung erforderlichen Aufwendungen
Beseitigungsanspruch einer Verbraucherzentrale gegen den Verwender von gem. §§ 307 bis 309 BGB unwirksamen AGB
Versicherer müssen ihre Kunden über die Verwendung unwirksamer Klauseln aufklären
Darauf kann ein Beseitigungsanspruch nach § 8 Abs. 1 S. 1 Alt. UWG gestützt werden, der auch der klagenden XXX als qualifizierter Einrichtung nach § 8 Abs. 3 Nr. 3 UWG zusteht (BGH WRP 2018, 434 Rn 41 f. - Klauselersetzung m.w.N.).
Die entscheidungserheblichen rechtlichen Probleme haben mit den zitierten höchstrichterlichen Entscheidungen, insbesondere BGH WRP 2018, 434 - Klauselersetzung, eine Klärung gefunden, so dass der Sache weder grundsätzliche Bedeutung zukommt noch die Sicherung einer einheitlichen Rechtsprechung eine Entscheidung durch den Bundesgerichtshof erfordert.
Diese Ansprüche setzen gleichfalls voraus, dass eine bereits in der Vergangenheit eingetretene Beeinträchtigung noch fortdauert (vgl. BGH, Urteil vom 14. Dezember 2017 - I ZR 184/15, GRUR 2018, 423 Rn. 25 = WRP 2018, 436 - Klauselersetzung).
Wie der Bundesgerichtshof entschieden hat (GRUR 2018, 423 [BGH 14.12.2017 - I ZR 184/15] - Klauselersetzung, Rn 51), steht auch einem Verbraucherschutzverband als Anspruchsberechtigter gemäß § 8 III Nr. 3 UWG grundsätzlich ein Beseitigungsanspruch aus § 8 I 1 UWG zu, der - soweit die allgemeinen Voraussetzungen für einen solchen Anspruch erfüllt sind - auch auf die Beseitigung der hervorgerufenen Irreführung bei den betroffenen Kunden gerichtet sein kann.
Das Ziel der Richtlinie besteht im Schutz der Kollektivinteressen der Verbraucher durch zu ihrem Schutz berufene öffentliche Stellen (vgl. Erwägungsgrund 10 sowie Art. 1, 2 und 3 der Richtlinie 2009/22/EG; BGH, Urteil vom 14. Dezember 2017 - I ZR 184/15, GRUR 2018, 423 Rn. 51 = WRP 2018, 434 - Klauselersetzung).
Erforderlich sind die Abmahnkosten, die tatsächlich entstanden sind und nach Lage des Falls aus der Perspektive des Abmahnenden objektiv notwendig waren (BGH, Urteil vom 14. Dezember 2017 - I ZR 184/15 -, juris).
Allerdings sind die Ansprüche nach dem UKlaG und lauterkeitsrechtliche Ansprüche nebeneinander anwendbar; der Gesetzgeber geht ersichtlich von einem gleichwertigen Nebeneinander der Anspruchssysteme des UKlaG und des UWG aus (BGH GRUR 2018, 423 Rn. 48 - Klauselersetzung).
Dies ergibt sich nicht nur daraus, dass das Gesetz für die jeweiligen Ansprüche unterschiedliche Zuständigkeitsregeln vorsieht, die Verjährungsfristen sich unterscheiden und auch die Rechtsfolgen nur teilweise übereinstimmen (BGH GRUR 2018, 423 - Klauselersetzung).
Der geltend gemachte Anspruch des Klägers ergibt sich mangels Intransparenz der verwendeten Regelung in Ziffer 1.4 AUB 2010 auch nicht aus §§ 3 Abs. 1, 3 a, 8 Abs. 1, Abs. 3 Nr. 3 UWG (vgl. hierzu BGH, Urteil vom 14.12.2017, Az. I ZR 184/15, zitiert nach juris, Tz. 40 ff.).
Hinzu kommt, dass alle abgemahnten Abnehmer das Bier - wie die unstreitig stattgefundenen Verletzungshandlungen Anfang Juni 2016 zeigen - von der Klägerin in der alten Aufmachung bezogen haben und deshalb - ein rechtstreues Verhalten der Klägerin unterstellt (vgl. BGH, Beschluss vom 29. September 2016 - I ZB 34/15 [unter III 3 c, l und f]; s.a. Urteil vom 14. Dezember 2017 - I ZR 184/15 - Klauselersetzung [unter B I 1 c bb (1)]; Beschluss vom 11. Oktober 2017 - I ZB 96/16 [unter III 3 a aa, cc, dd und gg]) - von dieser bereits über die sich aus dem Urteil des Oberlandesgerichts München ergebenden Folgen unterrichtet worden waren.
https://dejure.org/2016,48092
BGH, 22.11.2016 - I ZR 184/15 (https://dejure.org/2016,48092)
BGH, Entscheidung vom 22.11.2016 - I ZR 184/15 (https://dejure.org/2016,48092)
BGH, Entscheidung vom 22. November 2016 - I ZR 184/15 (https://dejure.org/2016,48092)
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§ 164 VVG, § 307 BGB, § 5 UWG, § 2 UKlaG, § 4 Abs. 1 ZPO, §§ 2, 13 RVG, Nr. 2300, Nr. 7002 VV-RVG, § 12 Abs. 4 UWG
§ 164 VVG, § 4 Abs 1 ZPO
Streitwertfestsetzung: Klage eines Verbraucherschutzverbandes gegen die Verwendung bestimmter Formularklauseln in Lebensversicherungsverträgen
Festsetzung des Streitwertes für das Nichtzulassungsbeschwerdeverfahren im Rahmen der Klage einer Verbraucherzentrale gegen AGB-Klauseln eines Versicherungsanbieters
BGB § 307; UWG § 5; VVG § 164
VersR 2017, 507
Im Einzelfall kann bei einer herausragenden Bedeutung der Praxis für die betroffenen Verkehrskreise der Streitwert höher angesetzt werden, wenn die Entscheidung für die gesamte Branche von wesentlicher Bedeutung ist (vgl. BGH, Beschluss vom 22.11.2016, Az. I ZR 184/15, Rz. 16, nach juris, m.w.N.).
Dies gilt nicht nur für die Fälle des Verbots von gesetzwidrigen Allgemeinen Geschäftsbedingungen (§ 1 UKlaG), sondern auch für eine im Hinblick auf eine verbraucherschutzgesetzwidrige Praxis im Sinne des § 2 UKlaG erhobene Verbandsklage (…Bestätigung von BGH, Beschlüsse vom 7. Mai 2015 - I ZR 108/14, aaO; vom 22. November 2016 - I ZR 184/15, VersR 2017, 507 Rn. 16 …und vom 10. April 2018 - VIII ZR 247/17, aaO Rn. 35).
Diese Erwägungen gelten nicht nur für die Fälle des Verbots von gesetzwidrigen Allgemeinen Geschäftsbedingungen (§ 1 UKlaG), sondern auch für eine - wie im Streitfall - im Hinblick auf eine verbraucherschutzgesetzwidrige Praxis im Sinne des § 2 UKlaG (hier § 2 Abs. 2 Satz 1 Nr. 1 Buchst. a UKlaG) erhobene Verbandsklage (…BGH, Beschlüsse vom 7. Mai 2015 - I ZR 108/14, aaO; vom 22. November 2016 - I ZR 184/15, VersR 2017, 507 Rn. 16;… vom 10. April 2018 - VIII ZR 247/17, aaO Rn. 35).
Das Aktenzeichen des Bundesgerichtshofs lautet: I ZR 184/15.

References: § 8
 § 8
 BGH 
 § 8
 § 8
 Art. 1

§ 164
 § 307
 § 5
 § 2
 § 4
 § 12

§ 164
 § 4
 § 307
 § 5
 § 164
 § 2
 § 2
 § 2