Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=BSG&Datum=19.11.1996&Aktenzeichen=1%20RK%2015/96
Timestamp: 2019-07-16 13:35:35+00:00

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BSG, 19.11.1996 - 1 RK 15/96 - dejure.org
https://dejure.org/1996,293
BSG, 19.11.1996 - 1 RK 15/96 (https://dejure.org/1996,293)
BSG, Entscheidung vom 19.11.1996 - 1 RK 15/96 (https://dejure.org/1996,293)
BSG, Entscheidung vom 19. November 1996 - 1 RK 15/96 (https://dejure.org/1996,293)
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Keine Erstattung der Kosten für ohne Rezept selbstbeschaffte Arzneimittel
Heilmittel - Selbstbeschaffen - Kostenerstattung - Verordnung
SG Berlin, 23.05.1995 - S 76 KR 661/94
BSGE 79, 257
NJW 1997, 2475
NZS 1997, 325
Die Regelung des Arztvorbehalts greift bei vertragsärztlichen Verordnungen von nichtärztlichen Leistungen (vgl zB BSGE 79, 257 = SozR 3-2500 § 13 Nr. 13;… BSGE 80, 181 = SozR 3-2500 § 13 Nr. 14 = Juris RdNr 14, 16;… BSGE 109, 116 = SozR 4-2500 § 125 Nr. 7, RdNr 13;… BSGE 109, 122 = SozR 4-2500 § 42 Nr. 1, RdNr 21;… zur Inanspruchnahme von Leistungen im EU-Ausland vgl BSG SozR 4-2500 § 13 Nr. 3 LS 1).
Das hat der Senat dem systematischen Zusammenhang von § 15 Abs. 1 mit §§ 31, 32, 73 Abs. 2 Nr. 7 SGB V entnommen (BSG, Urteil vom 19. November 1996 - 1 RK 15/96 -, BSGE 79, 257 = SozR 3-2500 § 13 Nr. 13;… Urteil vom 13. Juli 2004 - B 1 KR 33/02 R - SozR 4-2500 § 13 Nr. 3).
Für den Bereich der Arznei- und Heilmittel hat der insoweit zuständige 1. Senat des Bundessozialgerichts (BSG) entschieden, daß ein Leistungsanspruch nicht gegeben ist, wenn das Mittel nicht vertragsärztlich verordnet worden ist (Urteil vom 19. November 1996 - 1 RK 15/96 - BSGE 79, 257 = SozR 3-2500 § 13 Nr. 13).
Bei Verschreibungen außerhalb der vertragsärztlichen Versorgung finden diese Bestimmungen keine Anwendung, so daß an dieser Stelle auf die später noch zu erörternde Frage nicht eingegangen zu werden braucht, ob durch die ärztliche Bestellung der Vakzine das in der Rechtsprechung des Senats aufgestellte Erfordernis der ärztlichen Verordnung (BSGE 79, 257 = SozR 3-2500 § 13 Nr. 13) als erfüllt angesehen werden kann.
Mit Rücksicht auf diese Sicherungsfunktion ist sie Voraussetzung für die Kostenerstattung bei Privatpatienten (vgl zB § 6 Abs. 1 Nr. 2 der Beihilfevorschriften des Bundes - BhV - zuletzt neu bekanntgegeben: GMBl 1995, 470; § 4 Abs. 3 der Musterbedingungen in der Krankheitskostenversicherung - MB/KK - Veröffentlichungen des Bundesaufsichtsamtes für das Versicherungswesen 1976, 437) und für die Vergütung des Apothekers bei Kassenpatienten (…vgl nochmals BSGE 77, 194, 202 f = SozR 3-2500 § 129 Nr. 1 S 9 f), so daß ohne sie auch im Falle des Systemversagens eine Leistungspflicht der gesetzlichen Krankenkasse ausscheidet (BSGE 79, 257 = SozR 3-2500 § 13 Nr. 13).
Das hat der Senat dem systematischen Zusammenhang des § 15 Abs. 1, der §§ 31, 32 und des § 73 Abs. 2 Nr. 7 SGB V entnommen (BSGE 79, 257, 260 = SozR 3-2500 § 13 Nr. 13 S 65 f) und auf vergleichbare Bestimmungen im Beihilferecht und in den Musterbedingungen für die private Krankenversicherung hingewiesen (…BSGE 86, 66, 70 f = SozR 3-2500 § 13 Nr. 21 S 91).
Die Klägerin ist nicht darauf eingegangen, welche Bedeutung die Verletzung der von ihr ausdrücklich behaupteten Apothekenpflicht für die Leistungspflicht der Krankenkasse haben könnte und wie die Tatsache zu beurteilen ist, daß der Arzneimittelhersteller den Therapieplan aufgestellt hat (…vgl dazu BSGE 80, 181 = SozR 3-2500 § 13 Nr. 14 ) bzw daß eine Verordnung durch den behandelnden Arzt nicht vorliegt (vgl BSGE 79, 257 = SozR 3-2500 § 13 Nr. 13 ).
Ohne vertragsärztliche Verordnung besteht grundsätzlich kein Sachleistungsanspruch der Versicherten gegen die Krankenkassen (BSG, Urteil v. 19.06.1996 - 1 RK 15/96, SozR 3-2500 § 13 Nr. 13 = BSGE 79, 257).
Der Versicherte kann es erst beanspruchen, wenn es ihm in Konkretisierung des gesetzlichen Rahmenrechts des § 31 SGB V vom Vertragsarzt als ärztliche Behandlungsmaßnahme verschrieben wird (vgl. BSG, Urteil vom 19. November 1996 - 1 RK 15/96 -, abgedruckt in SozR 3-2500 § 13 Nr. 13 = BSGE 79, 257).
Es gibt auch im Falle eines Systemversagens keinen sachlichen Grund, die Behandlung des Versicherten mit Arzneimitteln von der ärztlichen Verantwortung freizustellen, also eine Selbstmedikation zu erlauben, und somit den Grundsatz des Arztvorbehaltes zu durchbrechen (so BSG, Urteil vom 19. November 1996 - 1 RK 15/96 - BSG…, Urteil vom 13. Juli 2004 - B 1 KR 33/02 R -, abgedruckt in SozR 4-2500 § 13 Nr. 3 zur Beschaffung ärztlich zu verantwortender Leistungen im Ausland, und BSG, Urteil vom 22. März 2005 - B 1 KR 11/03 R -).
Bei der Ausstellung der Verordnung handelt er kraft der ihm durch das Vertragsarztrecht verliehenen Kompetenzen als Vertreter der Krankenkassen (…BSG, Urteil v. 17.01.1996 - 3 RK 26/94, SozR 3-2500 § 129 Nr. 1 = BSGE 77, 194 ff. m.w.N.); ohne vertragsärztliche Verordnung besteht grundsätzlich kein Sachleistungsanspruch der Versicherten gegen die Krankenkassen (BSG, Urteil v. 19.06.1996 - 1 RK 15/96, SozR 3-2500 § 13 Nr. 13 = BSGE 79, 257).
Der Versicherte kann ein bestimmtes Mittel erst beanspruchen, wenn es ihm in Konkretisierung des gesetzlichen Rahmenrechts vom Vertragsarzt als ärztliche Behandlungsmaßnahme verschrieben wird (BSG SozR 3-2500 § 13 Nr. 13, S. 65 m.w.N.;… Krauskopf, a.a.O., § 73 Rdziff. 25).
Im Übrigen fehlt es für die von der Kläerin selbst beschafften Präparate (Calcium Sondoz forte und Peak Flow, Rechnungen der Charlottenburger W.-Apotheke vom 13. Januar 1995 und 7. November 1995 - Bl. 56 und 62 Verwaltungsakte) überhaupt an einer ärztlichen Verordnung, was einem Kostenerstattungsanspruch ebenfalls entgegensteht (vgl. BSG SozR 3-2500 § 13 Nr. 13).
BSG, 22.04.2010 - B 1 KR 145/09 B
Sozialgerichtliches Verfahren - Zulässigkeit der Revision - mehrere Begründungen …
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LSG Niedersachsen, 23.03.1999 - L 4 KR 153/97
Krankenversicherung - Krankenbehandlung - keine Kostenübernahme bei Fehlen von …

References: § 13
 § 13
 § 125
 § 42
 § 13
 § 15
 § 13
 § 13
 § 13
 § 13
 § 6
 § 4
 § 129
 § 13
 § 15
 § 73
 § 13
 § 13
 § 13
 § 13
 § 13
 § 31
 § 13
 § 13
 § 129
 § 13
 § 13
 § 73
 § 13