Source: http://relevancy.bger.ch/php/aza/http/index.php?lang=de&zoom=&type=show_document&highlight_docid=aza%3A%2F%2F19-04-2013-1B_539-2012
Timestamp: 2016-10-22 08:54:03+00:00

Document:
1B_539/2012 (19.04.2013)
Firma X.________ Ltd., Beschwerdef�hrerin,
vertreten durch Rechtsanw�lte Dieter Hofmann und Oliver Kunz,
vertreten durch Rechtsanw�lte Dr. Balz Gross und Dr. Claudio Bazzani,
Gest�tzt auf eine Strafanzeige der Firma X.________ Ltd. (nachfolgend: Gesellschaft) vom 13. April 2007 er�ffnete die Staatsanwaltschaft des Kantons Zug, II. Abteilung, Strafuntersuchungen gegen Y.________ und Z.________.
Mit Beschluss vom 9. Juni 2011 trat das Obergericht des Kantons Zug, Justizkommission, Strafrechtliche Kammer, auf eine Beschwerde von A.________ gegen die von der Staatsanwaltschaft des Kantons Zug am 16. Dezember 2010 verf�gte (Teil-)Einstellung der Strafuntersuchungen nicht ein. Das Obergericht verneinte die Beschwerdelegitimation des Rechtsuchenden. Privatkl�gerin und Strafanzeigerin sei die Gesellschaft. Eine von dieser gegen den Nichteintretensentscheid erhobene Beschwerde wies das Bundesgericht mit Urteil vom 9. Januar 2012 ab, soweit es darauf eintrat (Verfahren 1B_433/2011).
Am 29. September 2011 stellte die Staatsanwaltschaft auch die Strafuntersuchung gegen die Beanzeigten wegen ungetreuer Gesch�ftsbesorgung und Veruntreuung bzw. Urkundenf�lschung und Geldw�scherei ein. Eine von der Gesellschaft dagegen erhobene Beschwerde wies das Obergericht des Kantons Zug, I. Beschwerdeabteilung, mit Urteil vom 26. Juli 2012 ab.
Das Obergericht beantragt die Abweisung der Beschwerde, soweit darauf einzutreten ist. Die Staatsanwaltschaft hat auf eine Vernehmlassung ausdr�cklich verzichtet. Von Z.________ ging keine Vernehmlassung ein.
Auf entsprechendes Gesuch von Y.________ hin (und nach Einholen einer Stellungnahme der Beschwerdef�hrerin) forderte das Bundesgericht die Beschwerdef�hrerin mit prozessleitender Verf�gung vom 25. Oktober 2012 auf, als Sicherstellung f�r eine allf�llige Parteientsch�digung des Gesuchstellers den Betrag von Fr. 2'500.-- (bis am 15. November 2012) bei der Gerichtskasse zu hinterlegen. Nach Eingang dieser Sicherstellung setzte das Bundesgericht dem Gesuchsteller die Frist zur Beantwortung der Beschwerde (auf den 3. Dezember 2012) neu an. Er beantragt mit Stellungnahme vom 3. Dezember 2012, auf die Beschwerde sei nicht einzutreten; eventualiter sei sie abzuweisen. Die Beschwerdef�hrerin replizierte am 3. Januar 2013.
Am 18. Februar 2013 (nach Abschluss des Schriftenwechsels) teilten die Rechtsvertreter der Beschwerdef�hrerin dem Bundesgericht mit, dass sie ihre Klientin fortan nicht mehr vertreten w�rden.
Wie sich aus den nachfolgenden Erw�gungen ergibt, kann offen bleiben, ob die Beschwerdelegitimation der Beschwerdef�hrerin erstellt ist. Auch die �brigen Sachurteilsvoraussetzungen von Art. 78 ff. BGG geben zu keinen Vorbemerkungen Anlass.
Die Beschwerdef�hrerin r�gt eine Verletzung des bundesrechtlichen Grundsatzes "in dubio pro duriore" bzw. von Art. 324 Abs. 1 i.V.m. Art. 319 Abs. 1 StPO. Es k�nne keine Rede davon sein, dass es mit grosser Wahrscheinlichkeit nicht zu einer strafrechtlichen Verurteilung der angezeigten Personen kommen w�rde.
2.1 Der Grundsatz "in dubio pro duriore" fliesst aus dem Legalit�tsprinzip (Art. 5 Abs. 1 BV und Art. 2 Abs. 1 StPO i.V.m. Art. 319 Abs. 1 und Art. 324 Abs. 1 StPO; BGE 138 IV 86 E. 4.2 S. 91; 186 E. 4.1 S. 190; je mit Hinweisen). Er bedeutet, dass eine Einstellung durch die Staatsanwaltschaft grunds�tzlich nur bei klarer Straflosigkeit bzw. offensichtlich fehlenden Prozessvoraussetzungen angeordnet werden darf. Bei der Beurteilung dieser Frage verf�gen die Staatsanwaltschaft und die Vorinstanz �ber einen gewissen Spielraum, den das Bundesgericht mit Zur�ckhaltung �berpr�ft. Hingegen ist (sofern die Erledigung mit einem Strafbefehl nicht in Frage kommt) Anklage zu erheben, wenn eine Verurteilung wahrscheinlicher erscheint als ein Freispruch (BGE 138 IV 86 E. 4.1.1 S. 90 f.; 186 E. 4.1 S. 190; 137 IV 219 E. 7.1-7.2 S. 226 f.). Falls sich die Wahrscheinlichkeiten eines Freispruches oder einer Verurteilung in etwa die Waage halten, dr�ngt sich in der Regel, insbesondere bei schweren Delikten, ebenfalls eine Anklageerhebung auf (BGE 138 IV 86 E. 4.1.2 S. 91; 186 E. 4.1 S. 190).
2.2.1 Nach den Ergebnissen der Untersuchung h�tten die Beschwerdef�hrerin und der private Verfahrensbeteiligte 2 am 7. Dezember 2001 einen Vertrag abgeschlossen, welcher die Rechte und Pflichten des Verfahrensbeteiligten 2 als Arbeitnehmer und Gesch�ftsf�hrer der Beschwerdef�hrerin regelte. Dieser habe sich verpflichtet, ab 7. Januar 2002 zu 100 % als Gesch�ftsf�hrer der Beschwerdef�hrerin t�tig zu sein, sich w�hrend dieser Zeit mit allen Kr�ften f�r die Entwicklung und Expansion ihres Klientenstammes einzusetzen, seine bisherigen Klienten und Kontakte f�r die Beschwerdef�hrerin zu gewinnen und diese in keiner Weise zu konkurrenzieren. Dem Gesch�ftsf�hrer sei im Gegenzug unter anderem eine Gewinnbeteiligung von 33 % zugesichert worden.
Die Untersuchung habe ergeben, dass die Beschwerdef�hrerin in diesem Zusammenhang wegen angeblicher Vertragsverletzungen weltweit mehrere Zivil- und Strafverfahren einleiten liess. Eine Klientin der Beschwerdef�hrerin (nachfolgend: Klientin) sei in den B�rsengang (IPO, "Initial Public Offering") einer britischen �l- und Gasentwicklungsgesellschaft (nachfolgend: �lgesellschaft) impliziert gewesen. Soweit die Beschwerdef�hrerin dem Verfahrensbeteiligten 2 vorwerfe, pers�nlich Rechnung an die Klientin gestellt und von ihr Geld bezogen zu haben (welches angeblich der Beschwerdef�hrerin zustehe), erweise sich der Vorwurf offensichtlich als unbegr�ndet.
Die Staatsanwaltschaft stelle diesbez�glich weitgehend auf die Aussagen des ebenfalls beanzeigten privaten Beschwerdegegners 1 sowie einer Auskunftsperson ab. Der Beschwerdegegner 1 habe ausgesagt, beim an ihn transferierten Geld (USD 540'000.--) handle es sich um den Anteil der genannten Auskunftsperson an der Schenkung einer dritten Person. Er, der Beschwerdegegner 1, habe den �berwiesenen Betrag auf das Konto einer (ihm wirtschaftlich zuzurechnenden) Gesellschaft (nachfolgend: erste Gesellschaft) �berweisen lassen, da er damals die Interessen der Auskunftsperson vertreten habe. Die Auskunftsperson habe (nach den Erw�gungen der Vorinstanz) gegen�ber der Staatsanwaltschaft ihrerseits entsprechende Aussagen gemacht (vgl. angefochtener Entscheid, E. 3.2-3.3.1).
2.2.2 Das Obergericht setzt sich mit den diesbez�glichen Einw�nden der Beschwerdef�hrerin wie folgt auseinander:
Sie mache geltend, die Glaubw�rdigkeit des privaten Beschwerdegegners 1 werde durch fr�here Falschaussagen bzw. falsche schriftliche eidesstattliche Erkl�rungen massiv beeintr�chtigt. Die Vorinstanz erw�gt, mit den in Deutschland und im angels�chsischen Rechtskreis verbreiteten eidesstattlichen Erkl�rungen ("Affidavits") k�nne beglaubigt werden, dass eine bestimmte Aussage der Wahrheit entspreche. Das schweizerische Recht kenne solche prozessualen Rechtsinstitute nicht, weshalb ihnen auch keine erh�hte Beweiskraft zukomme; sie seien als Parteibehauptungen zu werten. Deshalb sei nicht zu beanstanden, dass die Staatsanwaltschaft nicht ausschliesslich auf die Affidavits abgestellt habe, sondern insbesondere auch auf die Beweisaussagen im Strafuntersuchungsverfahren (angefochtener Entscheid, E. 3.3.2).
Massgeblich sei (nach Ansicht der Vorinstanz), dass die Beschwerdef�hrerin in der Strafanzeige selber geltend gemacht habe, der Verfahrensbeteiligte 2 habe die oben (E. 2.2.1) genannte Klientin privat (und ohne Wissen der Beschwerdef�hrerin) beraten und ein Honorar bzw. weitere Leistungen (in Form von Aktien der genannten �lgesellschaft) erhalten. Selbst wenn dies zutr�fe, l�ge eine Veruntreuung anvertrauter Verm�genswerte aber offenkundig nicht vor, da die fraglichen Verm�genswerte dem Verfahrensbeteiligten 2 nicht anvertraut worden seien. Dar�ber hinaus habe das mit dem Fall betraute Londoner Schiedsgericht am 22. Februar 2010 die Klage der Beschwerdef�hrerin gegen den Verfahrensbeteiligten 2 (betreffend die an den Beschwerdegegner 1 weitertransferierten USD 540'000.--) abgewiesen. Das Gericht habe festgestellt, dass die Zahlung gest�tzt auf eine Schenkung (im Zusammenhang mit dem B�rsengang der in E. 2.2.1 genannten �lgesellschaft) erfolgt sei. Mit Urteil vom 8. Juni 2011 habe der britische High Court of Justice eine von der Beschwerdef�hrerin gegen das Schiedsgerichtsurteil erhobene Beschwerde vollst�ndig abgewiesen. Damit stehe fest, dass der Verfahrensbeteiligte 2 den fraglichen Betrag (USD 540'000.--) der Beschwerdef�hrerin "offensichtlich nicht unrechtm�ssig vorenthalten" habe, weshalb "auch der Tatbestand der ungetreuen Gesch�ftsbesorgung offensichtlich nicht erf�llt" sei (angefochtener Entscheid, E. 3.3.3).
Analoges gelte f�r die Zahlungen, welche der Verfahrensbeteiligte 2 von weiteren Klienten angeblich erhalten habe. Weder habe die Beschwerdef�hrerin behauptet, noch l�gen Anhaltspunkte daf�r vor, dass zwischen diesen Klienten und ihr ein Mandats- oder Beratungsvertrag abgeschlossen worden w�re. Vielmehr habe die Beschwerdef�hrerin in ihrer Strafanzeige geltend gemacht, der Verfahrensbeteiligte 2 sei privat und ohne ihr Wissen t�tig gewesen und habe pers�nlich Rechnung an die Klientschaft gestellt. Der Tatbestand der Veruntreuung scheide daher auch bei diesem angezeigten Sachverhalt von vornherein aus. Falls der Verfahrensbeteiligte 2 in diesem Zusammenhang tats�chlich hinter dem R�cken der Beschwerdef�hrerin Mandats- oder Beratungsvertr�ge mit Klienten abgeschlossen und die entsprechenden Honorare kassiert h�tte, k�me ungetreue Gesch�ftsbesorgung zwar in Frage, zumal solche Zahlungen nicht Gegenstand des Schiedsgerichtsurteils gebildet h�tten. F�r solche angebliche Zahlungen fehle es indessen offensichtlich an einem Bezug zum Kanton Zug. Im Gegensatz zum oben erw�hnten Transfer (von USD 540'000.--) best�nden bei den beanzeigten weiteren Zahlungen keine Anhaltspunkte daf�r, dass sie auf ein Bankkonto (des Beschwerdegegners 1) in Zug geflossen w�ren. Gegenteiliges mache auch die Beschwerdef�hrerin nicht geltend. Mangels �rtlicher Zust�ndigkeit sei die Strafuntersuchung auch in diesem Punkt zu Recht eingestellt worden (angefochtener Entscheid, E. 3.3.4). Aufgrund der Ergebnisse der Strafuntersuchung scheine es sich vorliegend um eine "rein zivilrechtliche Angelegenheit" zwischen der Beschwerdef�hrerin und dem Verfahrensbeteiligten 2 (im Zusammenhang mit dem in E. 2.2.1 erw�hnten Vertrag vom 7. Dezember 2001) zu handeln (angefochtener Entscheid, E. 3.3.5).
2.2.3 Zur Strafanzeige gegen den privaten Beschwerdegegner 1 erw�gt die Vorinstanz Folgendes:
Ende des Jahres 2005 h�tten der Verfahrensbeteiligte 2 und zwei weitere ehemalige Mitarbeiter bzw. Partner der Beschwerdef�hrerin eine zweite Gesellschaft gegr�ndet. Der Beschwerdegegner 1 habe dargelegt, dass er im Oktober 2006 f�r einen dieser Gesch�ftspartner eine dritte Gesellschaft gekauft, diese umfirmiert und f�r diese ein Bankkonto er�ffnet habe, f�r welches er und der Gesch�ftspartner zeichnungsberechtigt gewesen seien. Die Beschwerdef�hrerin mache geltend, dass eine Vereinbarung vom 9. November 2006 zwischen diesen beiden Gesellschaften bestehe, was der Beschwerdegegner 1 allerdings in Frage stelle. Die Untersuchung habe keine Anhaltspunkte zutage gef�rdert, dass die beiden Gesellschaften dazu gedient h�tten, der Beschwerdef�hrerin unrechtm�ssig vorenthaltene Honorare einzukassieren bzw. beiseite zu schaffen. Insbesondere sei nicht belegt, dass �ber die genannte dritte Gesellschaft der Beschwerdef�hrerin zustehende Honorare abgeflossen w�ren. Auch best�nden keine Indizien daf�r, dass die genannte Vereinbarung vom 9. November 2006 den Zweck verfolgt h�tte, solche Zahlungen von Klienten (an die genannte dritte Gesellschaft) zu "rechtfertigen", welche der Verfahrensbeteiligte 2 und weitere Beteiligte (als Partner bzw. Angestellte der genannten zweiten Gesellschaft) angeblich beraten h�tten (angefochtener Entscheid, E. 3.4).
Zur Strafanzeige gegen den Verfahrensbeteiligten 2 sei bereits dargelegt worden, dass kein (in die Zust�ndigkeit der kantonalen Beh�rden fallendes) Verm�gensdelikt ersichtlich sei. Mangels einer verbrecherischen Vortat falle damit auch der Vorwurf der Geldw�scherei gegen�ber dem Beschwerdegegner 1 dahin. Davon abgesehen, sei nicht ersichtlich, inwiefern dieser Beanzeigte durch sein Verhalten (insbesondere �ber die in E. 2.2.1 und oben genannten drei Gesellschaften) die Ermittlung der Herkunft der fraglichen Verm�genswerte vereitelt h�tte. Gem�ss den bei den Untersuchungsakten befindlichen Bankbelegen sei �berdies davon auszugehen, dass nicht der Beschwerdegegner 1, sondern eine dritte Person an der oben genannten dritten Gesellschaft (und ihrem Konto) wirtschaftlich berechtigt gewesen sei. Daran �ndere auch der Umstand nichts, dass der Beschwerdegegner 1 einige Zahlungsauftr�ge f�r das fragliche Konto mitunterzeichnet habe (angefochtener Entscheid, E. 4.2).
Auch der Vorwurf der Urkundenf�lschung gegen�ber dem Beschwerdegegner 1 halte einer �berpr�fung offensichtlich nicht stand. Diesen Vorwurf erhebe die Beschwerdef�hrerin in Zusammenhang mit einer Vereinbarung zwischen der (in E. 2.2.1 genannten) ersten Gesellschaft und einer vierten Gesellschaft. Diese Vereinbarung sei vom Beschwerdegegner 1 angeblich gef�lscht worden, um Ertr�ge aus veruntreuten Geldern aus der ersten Gesellschaft wegzuschaffen. Ausserdem habe der Beanzeigte angeblich das Aktienregister der vierten Gesellschaft gef�lscht bzw. sein R�cktrittsschreiben als Verwaltungsrat dieser Gesellschaft r�ckdatiert. Nach Ansicht der Vorinstanz sei mangels zu verdeckender Straftaten kein Motiv f�r angebliche Urkundenf�lschungen ersichtlich. Dar�ber hinaus handle es sich beim an der vierten Gesellschaft wirtschaftlich Berechtigten nicht um den Beschwerdegegner 1, sondern um eine dritte Person, welche dies (�bereinstimmend mit Ersterem) auch in ihrer Beweisaussage best�tigt habe. Die vom Beschwerdegegner 1 im Untersuchungsverfahren gemachten weiteren Aussagen seien ebenfalls schl�ssig und nachvollziehbar. Insbesondere habe er die Gr�nde dargelegt, weshalb er am 1. August 2006 (und damit nach seinem am 25. Juni 2005 erfolgten Austritt aus der Gesellschaft) die fragliche Vereinbarung mit der vierten Gesellschaft unterzeichnete. Plausibel erscheine auch seine Aussage, die zust�ndige Registrierungsstelle ("Registered BVI Agent") der vierten Gesellschaft sei erst mit Schreiben vom 15. Februar 2007 dar�ber informiert worden, dass es der K�ufer der Gesellschaft unterlassen habe, Gesellschaftsmutationen weiterzuleiten. Anhaltspunkte daf�r, dass der Beschwerdegegner 1 sein R�cktrittsschreiben als Verwaltungsrat der vierten Gesellschaft r�ckdatiert h�tte, l�gen jedenfalls nicht vor. Ebenso wenig w�re nach Ansicht der Vorinstanz ein Motiv f�r eine R�ckdatierung ersichtlich. Insbesondere sei nicht nachvollziehbar, inwiefern der Beanzeigte dabei in der Absicht gehandelt haben k�nnte, die Beschwerdef�hrerin (im Sinne des Urkundenf�lschungstatbestands) am Verm�gen oder an anderen Rechten zu sch�digen (angefochtener Entscheid, E. 4.3).
2.3.1 Die Beschwerdef�hrerin macht geltend, die Vorinstanz verletze den Untersuchungsgrundsatz bzw. die bundesrechtliche Maxime "in dubio pro duriore", indem sie sich an das Urteil eines Londoner Schiedsgerichtes bzw. an den Rechtsmittelentscheid des britischen High Court of Justice "gebunden" f�hle.
Im angefochtenen Entscheid (E. 3.3.3) wird dargelegt, das fragliche Schiedsgericht habe am 22. Februar 2010 die Klage der Beschwerdef�hrerin gegen den privaten Verfahrensbeteiligten 2 (betreffend die an den privaten Beschwerdegegner 1 weitertransferierten USD 540'000.--) abgewiesen. Mit Urteil vom 8. Juni 2011 habe der britische High Court of Justice eine von der Beschwerdef�hrerin gegen das Schiedsgerichtsurteil erhobene Beschwerde ebenfalls abschl�gig entschieden (vgl. n�her oben, E. 2.2.2). Die Beschwerdef�hrerin bestreitet diese Sachlage nicht. Indem die Vorinstanz die in Grossbritannien ergangenen sachkonnexen Urteile in Zivilsachen bei der Pr�fung mitber�cksichtigte, ob eine strafrechtliche Verurteilung der Beanzeigten in der Schweiz wahrscheinlicher sei als ein Freispruch, verletzte sie das Bundesrecht (vgl. oben E. 2.1) nicht.
2.3.2 Weiter r�gt die Beschwerdef�hrerin, das Obergericht habe die richterliche Begr�ndungspflicht bzw. das rechtliche Geh�r verletzt, indem es sich "nicht ernsthaft" bzw. (teilweise) �berhaupt nicht mit gewissen Vorbringen befasst habe. Dies gelte namentlich f�r die Einw�nde der Beschwerdef�hrerin, wonach die Aussagen des privaten Beschwerdegegners 1 (wegen angeblichen Widerspr�chen zu eidesstattlichen Aussagen) nicht glaubw�rdig seien.
Im blossen Umstand, dass die Vorinstanz die Untersuchungsergebnisse anders interpretiert als die Beschwerdef�hrerin, liegt keine Verletzung von Art. 29 Abs. 2 BV. Das Obergericht legt die wesentlichen Gr�nde dar, weshalb es angesichts der gesamten Beweisergebnisse, darunter die Aussagen des privaten Beschwerdegegners 1 im Untersuchungsverfahren, davon ausgeht, dass eine strafrechtliche Verurteilung der Beanzeigten sehr unwahrscheinlich w�re. Dabei hat sich die Vorinstanz insbesondere mit dem Vorbringen der Beschwerdef�hrerin ausdr�cklich befasst, die Aussagen des privaten Beschwerdegegners 1 wichen von eidesstattlichen Erkl�rungen ("Affidavits") im britischen Verfahren ab (vgl. angefochtener Entscheid, E. 3.3.2). Im �brigen musste sich das Obergericht von Verfassungs wegen nicht mit s�mtlichen appellatorischen Vorbringen der Beschwerdef�hrerin ausdr�cklich und im Einzelnen befassen. Sie legt denn auch nicht dar, inwiefern die Begr�ndung des angefochtenen Entscheides es ihr geradezu verunm�glicht h�tte, den Rechtsweg wirksam zu beschreiten.
2.3.3 Als Verletzung des rechtlichen Geh�rs und der "Pflicht zur Sachverhaltsermittlung" r�gt die Beschwerdef�hrerin sodann den Umstand, dass die Vorinstanz erwog, f�r einen Teil der beanzeigten Sachverhalte fehle es an der �rtlichen Strafverfolgungszust�ndigkeit der kantonalen Beh�rden. Das Obergericht f�hrt in dem Zusammenhang aus, ein deliktischer Sachbezug zum Kanton Zug bestehe insoweit, als die beanzeigten Zahlungen auf ein hiesiges Bankkonto des privaten Beschwerdegegners 1 flossen (vgl. angefochtener Entscheid, E. 3.3.4, S. 8). In diesen Erw�gungen ist im Ergebnis keine Bundesrechtswidrigkeit ersichtlich, soweit eine entsprechende R�ge �berhaupt ausreichend substanziiert erscheint (vgl. Art. 42 Abs. 2 Satz 1 BGG). Soweit die Beschwerdef�hrerin in diesem Zusammenhang geltend macht, die beanzeigte "Geldw�schereihandlung als solche" sei in der Schweiz erfolgt, verkennt sie, dass die Vorinstanz das Vorliegen einer verbrecherischen Vortat (als Tatbestandsmerkmal der untersuchten Geldw�scherei) mit nachvollziehbarer Begr�ndung verneint hat (vgl. angefochtener Entscheid, E. 3.1-3.3.5). Dass das Obergericht in diesem Zusammenhang weiteren Beweisantr�gen der Beschwerdef�hrerin keine Folge leistete, beruht auf einer willk�rfreien antizipierten Beweisw�rdigung und h�lt vor Art. 29 Abs. 2 BV stand (vgl. angefochtener Entscheid, E. 5.1-5.2).
2.3.4 Die weiteren Vorbringen der Beschwerdef�hrerin haben im vorliegenden Zusammenhang keine �ber das bereits Er�rterte hinausgehende selbstst�ndige Bedeutung. Soweit sich die Beschwerdef�hrerin darauf beschr�nkt, auf ihre Eingaben im vorinstanzlichen Verfahren zu verweisen, ohne sich mit den Erw�gungen des angefochtenen Entscheides inhaltlich auseinanderzusetzen, kann auf die Beschwerde nicht eingetreten werden (vgl. Art. 42 Abs. 2 Satz 1 BGG).
2.3.5 Bei W�rdigung s�mtlicher Umst�nde erscheint im vorliegenden Fall die M�glichkeit einer strafrechtlichen Verurteilung der beanzeigten Personen (im Sinne der in E. 2.1 dargelegten Rechtsprechung) nicht deutlich wahrscheinlicher als ein Freispruch. Ebenso wenig sind willk�rliche Tatsachenfeststellungen der Vorinstanz oder eine Verletzung der Untersuchungsmaxime bzw. des rechtlichen Geh�rs ersichtlich. Die Einstellung der Strafuntersuchung h�lt vor dem Bundesrecht stand.
Die Gerichtskosten sind (dem Ausgang des Verfahrens gem�ss) der Beschwerdef�hrerin aufzuerlegen (Art. 66 Abs. 1 BGG). Diese hat dem anwaltlich vertretenen privaten Beschwerdegegner 1 zudem eine angemessene Parteientsch�digung zu entrichten (Art. 68 BGG). Infolge der von der Beschwerdef�hrerin in der entsprechenden H�he einbezahlten Sicherstellung wird die Parteientsch�digung aus der Bundesgerichtskasse geleistet (Art. 62 Abs. 2 BGG). Dem privaten Verfahrensbeteiligten 2 ist keine Parteientsch�digung zuzusprechen, zumal er sich auf das Beschwerdeverfahren nicht eingelassen hat.
Die Beschwerdef�hrerin hat dem privaten Beschwerdegegner 1 eine Parteientsch�digung von Fr. 2'500.-- (pauschal, inkl. MWST) zu entrichten. Die Parteientsch�digung wird (infolge der Sicherstellung seitens der Beschwerdef�hrerin) aus der Bundesgerichtskasse geleistet.

References: Art. 78
in dubio
 Art. 324
 Art. 319
in dubio
 Art. 2
 Art. 319
 Art. 324
 BGE 
in dubio
 Art. 29
 Art. 42
 Art. 29
 Art. 42