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Timestamp: 2020-02-24 06:06:37+00:00

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BGH, 28.06.1999 - II ZR 272/98 - dejure.org
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BGH, 28.06.1999 - II ZR 272/98 (https://dejure.org/1999,421)
BGH, Entscheidung vom 28.06.1999 - II ZR 272/98 (https://dejure.org/1999,421)
BGH, Entscheidung vom 28. Juni 1999 - II ZR 272/98 (https://dejure.org/1999,421)
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Finanzplankredit - Kredit - Eigenkapital - Eigenkapitalersatz - Haftung - Unterkapitalisierung - Darlehen - Gesellschaft - Gesellschafter - Einlage
Keine Haftung nach Eigenkapitalersatzrecht bei nicht eingezahlten "Finanzplankrediten"
Finanzplankredit und Eigenkapitalersatzrecht
BGB §§ 607, 610, 775 Abs. 1 Nr. 1; GmbHG §§ 19, 30, 31, 32a und 32b, 58
Auslegung, Beurkundung, Darlehen, Gesellschaftsrecht, Gründung, Satzung, Satzungsänderung
GmbHG §§ 32a, 19, 30, 31, 32b, 58; BGB §§ 607, 610, 775 Abs. 1 Nr. 1
Einordnung und Bindungswirkung sog. Finanzplankredite
Zusammenfassung von "Nachschußpflicht von GmbH-Gesellschaftern für sog. Milestone Payments im Insolvenzfall?" von RA Dr. Johannes Weisser, LL.M., original erschienen in: GmbHR 2004, 1370 - 1375.
BGHZ 142, 116
NJW 1999, 2809
ZIP 1999, 1263
NZI 1999, 410
WM 1999, 1568
BB 1999, 1672
DB 1999, 1647
NZG 1999, 880
NZG 1999, 999 (Ls.)
Deshalb wird die Begründung eines selbständigen Rechts der Gläubiger bei einem Rangrücktritt stets miterklärt (…Fleischer, Finanzplankredite und Eigenkapitalersatz im Gesellschaftsrecht, 1995, S. 291 f; ders. DStR 1999, 1774, 1779; Duss, AG 1974, 133, 134, 135; Pesch, WM 1998, 1609 ff;… im Ergebnis ebenso Ulmer/Habersack, GmbHG, 2. Aufl., Anh. § 30 Rn. 184; vgl. auch BGH, Urteil vom 8. März 1982 - II ZR 86/81, WM 1982, 507, 509; Urteil vom 28. Juni 1999 - II ZR 272/98, BGHZ 142, 116, 121;… Beschluss vom 1. März 2010, aaO; a.A. insbesondere auf der Grundlage eines pactum de non petendo K. Schmidt in FS Goerdeler, 1987, 487, 500; ders. ZIP 1999, 1241, 1247; Bitter, ZIP 2013, 2, 5;… Scholz/Bitter, GmbHG, 11. Aufl., Anh. § 64 Rn. 368, aber einschränkend aaO Rn. 369).
Der Wirksamkeit der Kündigung einer solchen konzernintern getroffenen Vereinbarung stehen weder die Grundsätze des Eigenkapitalersatzrechts noch diejenigen des sog. Finanzplankredits entgegen (vgl. BGH, 28. Juni 1999, II ZR 272/98, BGHZ 142, 116).
(1) Allerdings hat der Senat entschieden, dass Gesellschafter einer Publikumsgesellschaft, einer GmbH & Co. KG oder einer GmbH sich verpflichten können, neben ihrer Einlage der Gesellschaft ein Darlehen zu gewähren, das je nach Ausgestaltung der Abreden einlageähnlichen Charakter haben und ggf. die Pflicht begründen kann, auch bei einer Verschlechterung der Vermögensverhältnisse der Gesellschaft das Darlehensversprechen zu erfüllen (sog. "Finanzplankredit", BGH, Urteil vom 28. Juni 1999 - II ZR 272/98, BGHZ 142, 116, 121; vgl. auch BGH…, Beschluss vom 1. März 2010 - II ZR 13/09, DStR 2010, 1245 Rn. 6).
Wie sich aus § 19 Abs. 2 und 3 GmbHG ergibt, bedarf es für den Erlass der Einlagepflicht, dem materiell die Aufhebung einer einlageähnlichen Darlehenszusage entspricht, einer Kapitalherabsetzung nach § 58 GmbHG, die jedenfalls gegen den Willen der Gläubiger der Gesellschaft nicht durchgeführt werden kann (BGH, Urteil vom 28. Juni 1999 - II ZR 272/98, BGHZ 142, 116, 121 mwN; krit. zu diesem Begründungsansatz K. Schmidt, ZIP 1999, 1241, 1250).
Kern der Grundsätze zum "Finanzplankredit" ist, dass sich eine Pflicht zur Leistung des Gesellschafters allein nach Maßgabe der zwischen den Gesellschaftern selbst oder zwischen den Gesellschaftern und der Gesellschaft getroffenen Abrede ergeben kann (BGH, Urteil vom 28. Juni 1999 - II ZR 272/98, BGHZ 142, 116, 121 mwN).
Auch das an die D. zu zahlende Darlehen in Höhe von 252.679,00 DM (= 129.192,72 EUR) beruht auf der Absprache in dem Kauf- und Abtretungsvertrag und hat, da die übrigen Gesellschafter gleiche Beträge geleistet haben, einen einlageähnlichen Charakter (vgl. BGH, Urteil vom 28. Juni 1999 - II ZR 272/98, BGHZ 142, 116, 120 f.).
b) Die Regelung der Kündigungsfolgen in der Satzung der GmbH hat korporativen, auch künftige Gesellschafter betreffenden Charakter, weshalb der Senat deren Auslegung durch das Berufungsgericht unbeschränkt nachprüfen kann (BGHZ 116, 359, 364; 142, 116, 143 f.).
(2) Überdies könnte es sich hier um ein sogenanntes Finanzplandarlehen handeln, bei dem ein Kündigungsrecht des Gesellschafters wegen verschlechterter Vermögensverhältnisse ohnehin ausscheidet (vgl. BGH, Urteil vom 28. Juni 1999 - II ZR 272/98, BGHZ 142, 116, 120 f;… vom 20. September 2010 - II ZR 296/08, BGHZ 187, 69 Rn. 28;… Staudinger/Mülbert, BGB, 2015, § 490 Rn. 53a).
Causa societatis kann ein Gesellschafter sich nämlich auch zur Erbringung weiterer Leistungen - etwa zu Sanierungszwecken in Form von Verlustanteilserhöhungen oder verlorenen Zuschüssen oder zu sonstigen freiwilligen finanziellen Zuwendungen wie z.B. einem sogenannten "Finanzplankredit" (Senat, BGHZ 142, 116 ff.;… Urt. v. 19. Dezember 1996 - II ZR 341/95, WM 1997, 576 f.;… MünchKommBGB/Kollhosser aaO § 516 Rdn. 93 m.w.Nachw.; Groh, DStR 1999, 1050, 1051) - verpflichten.
Der Senat hat bereits entschieden, dass auf das erfüllte Finanzplankreditversprechen die Regeln des Eigenkapitalersatzrechts angewandt werden und der Finanzplankredit keine eigenständige Kategorie des Eigenkapitalersatzrechts ist, vielmehr für die Qualifizierung von Darlehen, die auf Grund einer Vereinbarung der Gesellschaft zur Verfügung gestellt wurden, die allgemeinen Grundsätze über eigenkapitalersetzende Leistungen gelten (BGHZ 142, 116, 122).
c) Ein anderes Ergebnis folgt auch nicht aus der Erwägung, dass der BGH in seinem Urteil vom 28. Juni 1999 II ZR 272/98 (BGHZ 142, 116, DStR 1999, 1198) annehme, die Rechtsfigur der Finanzplankredite habe rechtliche Wirkungen nur für Darlehenszusagen, wohingegen nach Darlehensgewährung nur die Rechtsgrundsätze und Vorschriften über eigenkapitalersetzende Darlehen anzuwenden seien (…so L. Schmidt, a.a.O., § 15a Rz. 91;… ab der 19. Aufl. Schmidt/Wacker a.a.O., Rz. 91).
Die Rechtsfolgen der Umqualifizierung beschränken sich demgemäß auf ein Abzugsverbot; eine Pflicht zur Zuführung neuer Eigenmittel ist mit den Eigenkapitalgrundsätzen nicht zu rechtfertigen (BGH-Urteil vom 28. Juni 1999 II ZR 272/98, BGHZ 142, 116, m.w.N.).
OLG Frankfurt, 17.06.2008 - 5 U 138/06
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LG Leipzig, 12.07.2000 - 3 O 5831/99
Freistellung von Aufwendungsersatzansprüchen aus der Verwaltung eines …

References: § 30
 § 64
 § 19
 § 58
 § 490
 § 516
 BGH 
 § 15