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Timestamp: 2018-04-26 07:21:04+00:00

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- Bek. d. BMU v. 23.6.2012 – RS I 6 – 13831-3/1 –
Nach § 7 Abs. 2 Nr. 1 des Atomgesetzes (AtG) in der Fassung der Bekanntmachung vom 15. Juli 1985 (BGBl. I S. 1565), das zuletzt durch Artikel 5 Absatz 6 des Gesetzes vom 24. Februar 2012 (BGBl. I S. 212) geändert worden ist, darf eine Genehmigung nach § 7 AtG u.a. nur erteilt werden, wenn die für die Errichtung, Leitung und Beaufsichtigung des Betriebs der Anlage verantwortlichen Personen die hierfür erforderliche Fachkunde besitzen.
Gemäß § 3 Abs. 1 Nr. 4 der Atomrechtlichen Verfahrensverordnung (AtVfV) in der Fassung vom 3. Februar 1995 (BGBl. I S. 180), die zuletzt durch Artikel 4 des Gesetzes vom 9. Dezember 2006 (BGBl. I S. 2819) geändert worden ist, sind in dem Antrag auf Erteilung einer Genehmigung oder Teilgenehmigung nach § 7 AtG insbesondere auch Angaben beizufügen, die eine Prüfung der Fachkunde der für die Errichtung, Leitung und Beaufsichtigung des Betriebs der Anlage verantwortlichen Personen ermöglichen.
Als Grundlage für die Prüfung der vom Antragsteller gemäß § 7 Abs. 2 Nr. 1 AtG und § 3 Abs. 1 Nr. 4 AtVfV beizubringenden Angaben zur erforderlichen Fachkunde der für die Errichtung, Leitung und Beaufsichtigung des Betriebs der Anlage verantwortlichen Personen dient den für den Vollzug des Atomgesetzes zuständigen Genehmigungs- und Aufsichtsbehörden der Länder die ”Richtlinie für den Fachkundenachweis von Kernkraftwerkspersonal" vom 24. Mai 2012 (GMBl 2012, S. 611). In Ziffer 2 dieser Richtlinie wird verlangt, dass Inhaber bestimmter Funktionen in einem Kernkraftwerk zur Wahrnehmung ihrer Tätigkeit nachweisen müssen, dass sie u.a. eine Fachkundeprüfung gemäß Ziffer 3 der Richtlinie bestanden haben.
Die Anforderungen an den Inhalt dieser Fachkundeprüfung und an die Prüfungsdurchführung waren bisher in der „Richtlinie für den Inhalt der Fachkundeprüfung des verantwortlichen Schichtpersonals in Kernkraftwerken" vom 8. Januar 1996 festgelegt.
Die in dieser Richtlinie in den Ziffern 4 und 5 spezifizierten und von bestimmten Funktionsinhabern im Kernkraftwerk nachzuweisenden kerntechnischen Grundlagen und anlagenspezifischen Kenntnisse wurden dem aktuellen Stand von Wissenschaft und Technik angepasst. In ihrem einleitenden Teil wurde die Richtlinie mit der aktuellen Fassung der „Richtlinie für den Fachkundenachweis von Kernkraftwerkspersonal“ harmonisiert.
Bei der Neufassung der Richtlinie sind die Genehmigungs- und Aufsichtsbehörden der Länder und die Gesellschaft für Anlagen- und Reaktorsicherheit mbH beteiligt worden. Die Betreiber und die kerntechnische Kursstätte wurden über die aktualisierte Richtlinie informiert.
Die für den Vollzug des Atomgesetzes zuständigen Genehmigungs- und Aufsichtsbehörden der Länder und das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit sind im Länderausschuss für Atomkernenergie – Hauptausschuss – am 14. Juni 2012 übereingekommen, die ”Richtlinie für den Inhalt der Fachkundeprüfung“ in der Fassung vom 24. Mai 2012 in Genehmigungs- und Aufsichtsverfahren für Kernkraftwerke bei der Auswahl und Beurteilung der Prüfungsthemen sowie als Grundlage für die Erstellung der Prüfungsfragen und für die Prüfungsdurchführung einheitlich anzuwenden. Sie tritt am 2. Januar 2013 in Kraft.
Diese Richtlinie gebe ich hiermit bekannt. Sie ersetzt die Fassung der Richtlinie vom 8. Januar 1996.
(Stand: 24. Mai 2012)
Diese Richtlinie findet Anwendung bei der Auswahl und Beurteilung der Prüfungsthemen und der Erstellung der Prüfungsfragen für die schriftliche und die mündliche Fachkundeprüfung von Schichtleitern, Schichtleitervertretern und Reaktorfahrern gemäß Ziffer 3 der Richtlinie für den Fachkundenachweis von Kernkraftwerkspersonal vom 24. Mai 2012.
Diese Richtlinie legt die Haupt- und Teilgebiete für die erforderlichen kerntechnischen Grundlagen und anlagenspezifischen Kenntnisse fest. Bezüglich der anlagenspezifischen Kenntnisse beschränkt sich die Richtlinie auf allgemeine Vorgaben zu Kernkraftwerken mit Leichtwasserreaktoren.
In Ziffer 4 dieser Richtlinie für den Inhalt der Fachkundeprüfung sind die Prüfungsthemen für die schriftliche und mündliche kerntechnische Grundlagenprüfung aufgeführt.
In Ziffer 5 dieser Richtlinie sind die Prüfungsthemen für die schriftliche und mündliche anlagenspezifische Prüfung aufgeführt.
Die Prüfungsthemen für die schriftliche anlagenspezifische Prüfung wählt der Antragsteller oder der Genehmigungsinhaber aus; er erstellt auch die zugehörigen Prüfungsfragen. Die zuständige Genehmigungs- oder Aufsichtsbehörde ist über die Prüfungsthemen und die Prüfungsfragen zu unterrichten.
Für die mündliche anlagenspezifische Prüfung erfolgt die Auswahl der Prüfungsthemen und die Erstellung der Prüfungsfragen durch den Antragsteller oder den Genehmigungsinhaber im Einvernehmen mit der zuständigen Genehmigungs- oder Aufsichtsbehörde.
Die Prüfungskandidaten müssen die erforderlichen Kenntnisse und Fähigkeiten entsprechend ihrem jeweiligen Aufgabenbereich haben, um
die Anlagen bei Normalbetrieb (ungestörter Leistungs- und Nichtleistungsbetrieb) sicher betreiben zu können,
einen Anomalen Betrieb und Störfälle erkennen zu können sowie die erforderlichen Maßnahmen unter Beachtung der Festlegungen des Betriebshandbuchs zuverlässig einleiten zu können,
auslegungsüberschreitende Ereignisse erkennen zu können sowie die erforderlichen Maßnahmen unter Beachtung der Festlegungen des Betriebshandbuchs und des Notfallhandbuchs zuverlässig einleiten zu können.
Zur Überprüfung dieser Kenntnisse und Fähigkeiten durch die schriftliche und mündliche Fachkundeprüfung sind in angemessenem Umfang Prüfungsaufgaben aus diesen Gebieten zu stellen.
Schichtleiter und ihre Vertreter müssen einen guten Gesamtüberblick über das Kernkraftwerk und das Zusammenwirken der verschiedenen Systeme haben und in der Lage sein, bei Störungen und Störfällen den Anlagenzustand durch systematisches Vorgehen zu ermitteln. Ferner müssen sie einen guten Gesamtüberblick über die ihren Tätigkeitsbereich betreffenden administrativen und organisatorischen Regelungen besitzen.
Daher sind für die Fachkundeprüfung von Schichtleitern und Schichtleitervertretern alle unter den Ziffern 4 und 5 aufgeführten Prüfungsthemen (Teilgebiete) geeignet. Von Reaktorfahrern wird demgegenüber eine genaue Kenntnis des von ihnen gesteuerten und überwachten Bereichs der Reaktoranlage und der erforderlichen Schalthandlungen erwartet, wobei sie mögliche Rückwirkungen anderer Bereiche auf die von ihnen überwachten Systeme abschätzen können müssen. Für die Fachkundeprüfung von Reaktorfahrern sind daher vornehmlich die fett gedruckten Prüfungsthemen (Teilgebiete) unter den Ziffern 4 und 5 geeignet.
Die Bezeichnung einzelner Systeme und ihre Aufnahme in die Liste der Prüfungsthemen zu den anlagenspezifischen Kenntnissen wurden auf der Grundlage der allgemeinen Auslegung von Kernkraftwerken mit Siedewasser- und Druckwasserreaktoren in der Bundesrepublik Deutschland vorgenommen. Aufgrund davon abweichender anlagenspezifischer Verhältnisse in dem jeweiligen Kernkraftwerk, in dem die Prüfungskandidaten eingesetzt werden sollen, können Änderungen der Prüfungsthemen zu den anlagenspezifischen Kenntnissen erforderlich werden.
Die Fachkundeprüfung wird entsprechend der Prüfungsordnung unter Ziffer 3 der „Richtlinie für den Fachkundenachweis von Kernkraftwerkspersonal“ durchgeführt.
Die kerntechnische Grundlagenprüfung soll nicht nur auf den reinen Kenntnisnachweis sondern insbesondere im mündlichen Teil auf das Verständnis von Zusammenhängen der in Ziffer 4 dieser Richtlinie angegebenen Haupt- und Teilgebiete ausgerichtet sein.
Die anlagenspezifische Prüfung dient dem Nachweis ausreichender anlagenspezifischer Kenntnisse und der Fähigkeiten, die für die sichere Führung der Anlage sowie die zur Gewährleistung der Sicherheit bei sicherheitstechnisch bedeutsamen Ereignissen erforderlichen Maßnahmen festlegen und durchführen oder veranlassen zu können.
Die mündliche anlagenspezifische Prüfung wird in Form eines Fachgesprächs zwischen den Mitgliedern der Prüfungskommission und dem Prüfungskandidaten abgewickelt. Prüfungsaufgaben, die die Beschreibung von Vorgängen aus den Bereichen Normalbetrieb, Anomaler Betrieb, Störfälle und auslegungsüberschreitende Ereignisse zum Gegenstand haben, sollen von dem Prüfungskandidaten in Form einer Diagnose des Anlagenzustandes durch Interpretation der jeweils vorgegebenen Meldungen, Signale und Anzeigen in der Warte sowie durch mündliche Beschreibung der beabsichtigten Maßnahmen von Hand und der erwarteten automatischen Maßnahmen der Systeme beantwortet werden.
Sind im Verlauf der mündlichen Fachkundeprüfung Betriebsabläufe, Details des Aufbaus und des Zusammenwirkens von Systemen sowie Schalthandlungen (z.B. auf der Warte) zu beschreiben, so stehen dem Prüfungskandidaten hierbei die gleichen Unterlagen zur Verfügung, die auch während des Schichtbetriebs als Arbeitsmittel verwendet werden (z.B. Betriebshandbuch, Notfallhandbuch, Systemschaltpläne, Blindschaltbilder der Notsteuerstelle, Checklisten, sonstige Betriebsanweisungen).
Die Ausbildungsvoraussetzungen und die Aufgaben von Schichtleitern und Reaktorfahrern sind unterschiedlich; daher werden das Niveau und der Detaillierungsgrad der in Fachkundeprüfungen zu stellenden Fragen und der gegebenen Antworten für diese beiden Personengruppen in der Regel verschieden sein. Von Schichtleitern und Schichtleitervertretern können in stärkerem Maße als von Reaktorfahrern genauere Kenntnisse von Hintergründen und Zusammenhängen erwartet werden. Der Antragsteller oder Genehmigungsinhaber hat Prüfungsfragen, die den speziellen Gegebenheiten im jeweiligen Kernkraftwerk Rechnung tragen, für die anlagenspezifische Fachkundeprüfung auszuarbeiten.
In der mündlichen anlagenspezifischen Prüfung sollen vor allem Fragen zum Normalbetrieb, Anomalen Betrieb, Störfällen und auslegungsüberschreitenden Ereignissen gestellt werden.
Dabei sind auch Vorgehensweisen und Maßnahmen beim Nichtleistungsbetrieb zu berücksichtigen. Darüber hinaus sollen u.a. auch Fragen zu administrativen und organisatorischen Regelungen sowie gegebenenfalls zu erforderlichen Kenntnissen im Strahlenschutz gestellt werden.
4. Kerntechnische Grundlagen
Größen, Einheiten, Symbole
Erklärung der für die Kerntechnik wesentlichen Größen einschließlich der zugehörigen Symbole und Einheiten
Aufbau des Atoms, radioaktiver Zerfall
Aufbau und Bausteine des Atoms, Ordnungszahl und Massenzahl
Begriffe „Isotope“, „Nuklid“, „Isobare“, „Isotone“, „Isomere“, „Neutron“, „Proton“, „Elektron“, „?-Quant“
Arten ionisierender und nichtionisierender Strahlung (a-,
ß-, ?-, n-Strahlung)
Veränderungen im Kern und zugehöriger Energieumsatz bei a-, ß-, ?-, und n-Zerfall
Zerfallsgesetze, Nuklidkarte, Zerfallsreihen
Wechselwirkung radioaktiver Strahlung mit Materie
Wechselwirkungen von a- und ß-Strahlung mit Materie, qualitative Angaben zur Abschirmung
Wechselwirkung von ?-Strahlung mit Materie (Energieumsatz, Sekundärstrahlung, Streustrahlung), qualitative Angaben zur Abschirmung
Wechselwirkung von Neutronen mit Materie (Streuung, Einfang, Spaltung), qualitative Angaben zur Abschirmung
Qualitativer Zusammenhang zwischen Temperatur und kinetischer Energie des Neutrons
Begriffe „schnelle Neutronen“, „thermische Neutronen“
Vorgang der Kernspaltung; Bindungsenergie; Energiebilanz bei der Spaltung
Wirkungsquerschnitte für Kernspaltung und deren Abhängigkeit von der Neutronenenergie
Begriffe „Spaltprodukt“, „Aktivierungsprodukt“
Häufigkeitsverteilung der Spaltprodukte
Brutprozesse
Aufzählung der wichtigsten spalt- und brütbaren Nuklide
Prompte und verzögerte Neutronen (Begriff, Entstehung, Bedeutung für die Steuerbarkeit des Reaktors, Angaben über die Anteile verzögerter Neutronen bei den wichtigsten spaltbaren Nukliden)
Multiplikationsfaktoren (Art, Bedeutung)
Reaktivität (Zusammenhang mit Multiplikationsfaktor), Moderator, Reflektor, Kühlmittel (Wirkung, Materialien)
Begriffe „unterkritisch“, „kritisch“, „prompt kritisch“, „Reaktorperiode“, „relative Flussänderungsgeschwindigkeit“, „Verdopplungszeit“, „stabile Periode“
Erläuterung der in der 4-Faktorenformel beschriebenen Zusammenhänge und deren Erweiterung auf den realen Reaktor
Änderungen der Neutronenflussdichte bei oder in der Nähe des kritischen oder prompt kritischen Zustandes
Qualitative Angaben zur Reaktorperiode oder zur relativen Flussänderungsgeschwindigkeit
Begriffe „stationär“, „instationär“, „Übergangsverhalten“
Zusammenhang zwischen Neutronenflussdichte und Reaktorleistung
Einfluss von Dichteänderungen des Moderators und Reflektors auf den Neutronenfluss
Qualitative Angaben zur Verteilung der Neutronenflussdichte über dem Kern und in der Nähe eines Brennelements und eines Steuerelements
Über- und Untermoderation
Abhängigkeit der Reaktivität von:
Brennstofftemperatur, Kühlmitteldichte und Moderatordichte (Dampfblasen), Borkonzentration
Reaktorleistung, Moderatortemperatur und Moderatordruck
Steuerstabwirksamkeit
Abhängigkeit der Reaktivitätskoeffizienten vom Abbrand und von der Borkonzentration
Qualitative Aussagen zum Betriebsverhalten über und unter dem kritischen Zustand und in verschiedenen Leistungsbereichen
Xenonvergiftung (Begriff, Aufbauprozess über Spaltprodukte, Abhängigkeit von Neutronenflussdichte und Art der Laständerung, Zeitverhalten, Einfluss auf Reaktivität), Xenonschwingungen
Einfluss der Gifte (gezielt eingesetzte abbrennbare und nicht abbrennbare Absorber) auf die Neutronenflussdichte und ihre Verteilung
Möglichkeiten der Steuerung des Reaktors
abbrennbare Gifte
Steuerelemente, Kühlmittelumwälzung (Dampfblasengehalt), Borkonzentration
Einfluss von MOX-Brennelementen auf Neutronenflussdichte, Steuerstabwirksamkeit, Xenonvergiftung
Neutronenflussdichtemessverfahren
Möglichkeiten der Kernüberwachung des unterkritischen oder kritischen Reaktors
Reaktivitätsbilanz (qualitativ), Abschaltreserve
Neutronenquelle (Aufbau, Zweck, Wirkung)
und Thermohydraulik
Begriffe „Enthalpie“, „Entropie“, „Wärmekapazität“, „Wärmestromdichte“, „Kelvin Temperaturskala“
Eigenschaften von Wasser, Nassdampf, Sattdampf, Heißdampf; Erkennung dieser Zustände; Umgang mit dem h-s- und T-s-Diagramm, Drosselung, Expansion; Kreisprozess im Wärmekraftwerk. Zustandsänderung von siedendem Wasser bei Druckänderungen
Mechanismen der Wärmeübertragung; Wärmeübergang von Metall auf Wasser oder Dampf, von Wasser auf Dampf. Kondensation, Wasserschläge, Wärmeübertragungsvermögen von Wärmetauschern
Siedeabstand, Sieden, Blasensieden, Filmsieden
Wärmeleitung im Brennstoff und Wärmeübergang vom Brennstoff ins Kühlmittel (qualitativ); Temperaturverlauf im Brennstab und Kühlmittel, axiale Verläufe von Kühlmittel- und Hüllrohrtemperatur im Reaktorkern
Begriffe „kritische Heizflächenbelastung“, „Heißstelle“, MASL, DNB-Verhältnis
Mechanismen und qualitative Aufteilung der Energiefreisetzung (Wärmeerzeugung)
im Brennstoff
im Moderator
im Kühlmittel
in den Kerneinbauten
in der Abschirmung
während des Betriebs und nach dem Abschalten, je nach Art der Strahlung und in Abhängigkeit von der Reaktorleistung in der vorausgegangenen Betriebsphase
Abhängigkeit der Nachzerfallsleistung von der Zeit und vom Abbrand
Naturumlauf (einphasig, zweiphasig), Grenzen des Naturumlaufs, zweiphasiger Energietransport
Widerstände in Rohrleitungen, Armaturen und Blendenmessung, Anlagenkennlinie, Pumpenkennlinien von Kolbenpumpen und Kreiselpumpen, Betriebsgrenzen, Kavitation, NPSH
Ausfluss aus unter Druck stehenden Behältern oder Systemen (kalt, heiß), Einphasenströmung (Wasser oder Dampf), Zweiphasenströmung (Wasser und Dampf)
Kritisches Druckverhältnis bei Ausströmvorgängen, kritische Geschwindigkeit, Düse
Einfluss von Lecks auf Systemdruck und Füllstand, Aufschäumvorgänge, grobe Angabe über Ausströmraten bei verschiedenen Zuständen des Mediums
Wärme- und Mengenbilanzen bei gestörten Systemen (Vorgehensweise)
Physikalisches Verhalten von Luft-Wasserdampf-Gemischen, feuchte Luft; h-x-Diagramm
Aufbau von H2-Konzentration in Wasserdampf-Luft-Gemischen und deren Zündgrenzen, Verfahren zur Vermeidung von Zündgrenzen und Abbau von H2 (Dreistoffdiagramm)
Reaktortechnik und der Reaktorsicherheit
Prinzipieller Aufbau eines Kernkraftwerks einschließlich des Kernreaktors
Typischer Aufbau und charakteristische Merkmale von Kernkraftwerken mit
Gefahren bei der Kernenergienutzung (Spaltprodukt-Inventar, unkontrollierte Kritikalität); Risiko
Begriffe „Normalbetrieb“, „Anomaler Betrieb“, „Auslegungsstörfälle“, „auslegungsüberschreitende Ereignisse“
Schutzzielkonzept, Prinzipien des gestaffelten Sicherheitskonzepts
Fehlerarten (Einzelfehler, systematischer Fehler, gemeinsam verursachte Ausfälle, Folgefehler, aktiver Fehler, passiver Fehler)
Sicherheitsprinzipien (inhärente Sicherheit, fail-safe-Prinzip, Redundanz, Diversität, Ruhe- und Arbeitsprinzip, Entmaschung, räumliche Trennung, baulicher Schutz)
Wiederkehrende Prüfungen, zulässige Instandhaltungszeiten)
Grundsätzliche Abläufe bei Ereignissen des Anomalen Betriebs und bei Störfällen
Grundsätzlicher Aufbau und Funktionsweise der Barrieren gegen den Austritt radioaktiver Stoffe in die Anlage und in die Umgebung
Überblick über Aufgaben und typische Funktionsweise wichtiger aktiver und passiver Sicherheitssysteme in Kernkraftwerken mit
Kenntnis der physikalischen Messprinzipien der Instrumentierung von Temperatur-, Druck-, Füllstands-, Durchflussmessungen
Kenntnisse über das Verhalten der Messwertanzeigen bei Fehlern im Meßsystem von Temperatur-, Druck-, Füllstands-, Durchflussmessungen
Grundsätzliche Gesichtspunkte, nach denen Reaktorschutzaktionen erforderlich werden
Anzunehmende typische Ereignisabläufe, die eine Gefährdung
des Personals in der Anlage
der Anlage, einschließlich einer Schädigung des Reaktorkerns
während des Normalbetriebs, des Anomalen Betriebs und bei Störfällen verursachen können; Störfallleitschema; Störfallentscheidungsbaum
Reaktorbetriebskennfeld (SWR); Teillastdiagramm (DWR); Stretchout-Betrieb, Spektral-Shift-Betrieb (SWR)
Gefahren durch direkt und indirekt ionisierende Strahlung, Aufgaben des Strahlenschutzes
Erklärung der für den Strahlenschutz wesentlichen Begriffe, z.B.: Aktivität, spezifische Aktivität, Aktivitätskonzentration, Halbwertszeit, Dosis, Dosisleistung, Äquivalentdosis (Personendosis, Ortsdosis), Körperdosis (Organdosis, effektive Dosis), Halbwertsdicke, Aktivierung, Kontamination, Inkorporation (Inhalation, Ingestion, Submersion)
Aufbau, Funktionsweise, Handhabung und Anwendungsbereich von Strahlungsmessgeräten und -einrichtungen (Ionisationskammer, Proportionalzählrohr, Geiger-Müller-Zählrohr, Szintillationsdetektor, Halbleiterdetektor, Neutronendetektor, Filmdosimeter, Flachglasdosimeter, Albedoneutronendosimeter und elektronische Dosimeter) zur Dosismessung im ?-, ß- und n-Strahlungsfeld und zur Oberflächenkontaminationsmessung bei a- und ß-Strahlung, ?-Spektroskopie
Strahlungsfelder und deren Abschirmung, offene und umschlossene radioaktive Stoffe in der Anlage und der Umgang mit ihnen
Natürliche Strahlenexposition (Quellen, Größe)
Grenzwerte für die Körperdosis beruflich strahlenexponierter Personen, bei besonders zugelassenen Strahlenexpositionen für Schutzmaßnahmen bei Oberflächenkontamination von Arbeitsplätzen und Gegenständen
Grenzwerte für die Strahlenexposition der Bevölkerung und die maximal zulässige Ableitung radioaktiver Stoffe mit Wasser oder Luft
Emissionsüberwachung, Immissionsüberwachung
Wirkung ionisierender Strahlung im menschlichen Körper in Abhängigkeit von der Höhe der Strahlenexposition
Gefährdung durch Inkorporation radioaktiver Stoffe (vorbeugende und nachträgliche Maßnahmen, Belastungen, Messverfahren)
Vorbeugende Maßnahmen gegen die Verschleppung von Kontamination (Körper, Kleidung, Werkzeug, Geräte); Dekontaminationsverfahren, insbesondere Dekontamination des Körpers in hartnäckigen Fällen
Erste Schutzmaßnahmen bis zum Eintreffen des Strahlenschutzpersonals (messtechnische Kontrolle, Sicherungsmaßnahmen, Dekontamination von Personen)
Maßnahmen und Einrichtungen der Personendosis-überwachung, Zeitabstände für Kontrollen der Personendosis sowie der ärztlichen Strahlenschutzuntersuchungen von beruflich strahlenexponierten Personen
Schutzmaßnahmen und Verhalten zur Minimierung der Strahlenexposition bei Einsatz im Sperr- und Kontrollbereich und bei Instandhaltung (Schutzwirkung von Abstand und Arbeitszeit, Abschirmungen, Schutzkleidung, Atemschutz)
Zusammenarbeit mit den Strahlenschutzbeauftragten
Zusammenhang von Betriebssicherheit und Arbeitssicherheit
Arbeitssicherheitsgerechtes Verhalten
Gesetzliche Grundlagen der tätigkeitsbezogenen Arbeitssicherheit und Vorschriften und Regeln, die für die Arbeitssicherheit von Bedeutung sind
Charakteristische Gefahren bei Arbeiten und Maßnahmen zur Vermeidung von Unfällen
Verantwortliche Personen für Maßnahmen der Arbeitssicherheit
Aufgaben des Sicherheitsbeauftragten und der Sicherheitsfachkräfte
Grundsätzliche Maßnahmen und Verfahren bei Instandhaltungsarbeiten (Arbeitserlaubnisverfahren mit Sicherheitsmaßnahmen), elektrische und verfahrenstechnische Freischaltungen
Maßnahmen bei Unfällen und Personenschäden, insbesondere bei Strahlenunfällen, Grundlagen der Brandverhütung und Brandbekämpfung in Kernkraftwerken, Verhalten bei Bränden, Grundzüge der Brandmeldung
Brandschutzkonzept, Brandlast (Beispiele)
Zweckbestimmung (§ 1)
Genehmigungsvoraussetzungen (§ 7 Abs. 2 AtG)
Genehmigungspflichtige Veränderungen der Anlage oder ihres Betriebs (§ 7 Abs. 1 AtG, § 4 Abs. 2 AtVfV)
Zutrittsbefugnis der Beauftragten der Aufsichtsbehörde (§ 19 Abs. 2 AtG)
Grundsätzliche Kriterien, nach denen sicherheitstechnisch bedeutsame Ereignisse gemeldet werden (AtSMV)
Wesentliche Regelungen der StrlSchV wie
Vermeidung unnötiger Strahlenexposition und Dosisreduzierung (§ 6)
Strahlenschutzbeauftragte und Strahlenschutzverantwortliche, sowie deren Stellung und Pflichten (§§ 31 bis 33) einschließlich Strahlenschutzbeauftragte mit eingeschränktem Entscheidungsbereich
Strahlenschutzanweisung (§ 34)
Auslegung oder Aushang der StrlSchV (§ 35)
Strahlenschutzbereiche und Zutritt zu Strahlenschutzbereichen (§§ 36 und 37)
Unterweisung (§ 38)
physikalische Strahlenschutzkontrolle (§§ 40 bis 44)
Beschäftigungsverbote und Beschäftigungsbeschränkungen
Schutz von Bevölkerung und Umwelt (§§ 46 und 47)
Emissions- und Immissionsüberwachung (§ 48)
Maßnahmen bei sicherheitstechnisch bedeutsamen Ereignissen (§ 51)
Vorbereitung der Schadensbekämpfung bei sicherheitstechnisch bedeutsamen Ereignissen (§ 53)
berufliche Strahlenexposition (§§ 54 bis 56)
Erfordernis der arbeitsmedizinischen Vorsorge (§ 60)
Werkstoffkunde/ Chemie
Werkstoffe für Leichtwasserreaktoren, Strahlenbeständigkeit der Werkstoffe, Korrosionsbeständigkeit
Kühlmittelreinigung und –aufbereitung (chem. Fahrweisen
DWR,SWR; Bor- und Lithiumkonditionierung)
Korrosionsfördernde Stoffe und Bedingungen (z.B. Säuren, Wasserstoff)
Anlagenspezifische Kenntnisse (SWR, DWR)
Gebäude und Gebäudeausrüstung
Anordnung und Aufgabenstellung für die Gebäude, Zugänge, Lage der Systeme und Komponenten in den Gebäuden
Aufgabenstellung und Funktionsweise der sicherheitstechnisch wichtigen Gebäudeausrüstungen (z.B. Schleusen, Fluchttüren, Feuerschutztüren, Feuermelde- und Brandbekämpfungseinrichtungen, Rauchabzüge, Einrichtungen am Kontrollbereichseingang)
Gebäudedruckabsicherungen (z.B. MH-Dachklappen)
Anordnung von Fluchtwegen, Sammelräumen, Verkehrswegen, Notzugängen, Zäunen und Überwachungseinrichtungen
Begehbarkeit von Räumen in der Anlage bei Betrieb oder Stillstand des Reaktors
Örtliche Lage von Feuerlöscheinrichtungen, Entqualmung
Nukleares Dampferzeugungssystem
Aufgabenstellung, Funktionsweise, Anordnung und Aufbau der wichtigsten Komponenten (z.B. Brennelemente, Neutronenquellen, Kerninstrumentierung, Steuerelemente einschließlich der Antriebe, Dampfwasserabscheider (SWR), Dampftrockner (SWR), Umwälzpumpen (SWR), Deckeldichtung mit Leckageüberwachung)
Aufgabenstellung, Funktionsweise, Anordnung und Aufbau: Druckhalte- und Abblasesystem (DWR), Dampferzeuger (DWR), Rohrleitungen, Hauptkühlmittelpumpen (DWR), Zwangsumwälzpumpen (SWR), Abschlussarmaturen, Sicherheitsventile und Abblaseventile (DWR), Sicherheits-/Entlastungsventile (SWR); Auslegungsdaten und Betriebsdaten
Energiequellen und -senken, Energietransport im Leistungsbetrieb, bei abgeschaltetem Reaktor mit Zwangsumlauf oder im Naturumlauf
Prinzip und Funktionsweise (Steuerstabregelung, Druckregelung, Füllstandsregelung, Umwälzregelung (SWR), Kühlmitteltemperaturregelung (DWR), Leistungsverteilungsregelung (DWR), Leistungsregelung)
Einwirkungen der Regelungen auf die Systeme, Einleitung von Abhilfemaßnahmen bei Fehlfunktionen
Betriebsarten (Hand, Automatik) und Funktionen (Grenzen der Regelung, Maximalwerte, Verriegelungen), übergreifende Regelfunktionen zwischen Reaktorregelung und Regelung des Wasser-Dampf-Kreislaufs
Aufgabenstellung, Funktionsweise, Überprüfung auf Funktionsbereitschaft, Anregekriterien
Steuerelementantriebe
Aufgabenstellung und Funktionsweise der Steuerelementantriebe, der Schnellabschaltung und des Schnellabschaltsystems (SWR), Anordnung der Komponenten in den Gebäuden, Überprüfung auf Funktionsbereitschaft, Einleitung von Abhilfemaßnahmen bei Fehlfunktionen
Fahrgeschwindigkeit und Einfallzeiten (DWR) oder Einschießzeiten (SWR) der Steuerelemente
Reaktorschutz-system
Aufgabenstellung, Aufbau, Funktionsweise und Logik, Überwachung auf Betriebsbereitschaft und Funktionsbereitschaft, Erkennung von Störungen, Möglichkeiten von Eingriffen, Rücksetzungen
Anregekriterien verschiedener Reaktorschutzmaßnahmen, Interpretation des Anlagenzustandes
Wiederkehrende Prüfungen gemäß Betriebshandbuch
Aufgabenstellung und Funktionsweise einschließlich Gebäudeabschluss, Anordnung der Komponenten und Systeme im Sicherheitsbehälter, Einleitung von Abhilfemaßnahmen bei Fehlfunktionen, Auslegungsgrenzwerte des Sicherheitsbehälters, Implosionsdruck, Berstdruck
Unterdruckhaltung, Wärmeabfuhr aus dem Sicherheitsbehälter, H2-Kontrolle, Inertisierung (SWR), gefilterte SHB-Druckentlastung
Anordnung der Gebäudeabschlussarmaturen (DWR) oder Durchdringungsarmaturen (SWR) in den einzelnen Systemen
Einfluss des Durchdringungsabschlusses (SWR) oder Gebäudeabschlusses bzw. Sicherheitseinschlusses (DWR) auf die Reaktorhilfsanlagen
Instrumentierung und Gefahrenmeldeanlage
Aufgabenstellung der Instrumentierung der aktiven und passiven Sicherheitssysteme und der zugehörigen Gefahrenmeldungen (Klasse I, S), Störfallinstrumentierung, Messmethoden
Auslegungsgrenzen des Messsystems
Reaktorhilfs- und Nebenanlagen
Aufgabenstellung, Funktionsweise, Anordnung der Komponenten in den Gebäuden, Interpretation der Messwerte zur Erkennung des Betriebszustandes, mögliche Betriebsweisen, Einfluss der jeweiligen Betriebsweise auf anschließende Systeme, Einleitung von Abhilfemaßnahmen bei Fehlfunktionen
Aufgabenstellung, Funktionsweise, Anordnung der Komponenten im Gebäude, Auslegungsgrenzen und Betriebsdaten, Aufgabenstellung der Regelungen/Begrenzungen, Interpretation der Messwerte zur Erkennung des Betriebszustandes, mögliche Betriebsweisen, Einfluss der jeweiligen Betriebsweise auf angeschlossene Systeme, Einleitung von Abhilfemaßnahmen bei Fehlfunktionen
Konventionelle Nebenanlagen
Aufgabenstellung, Funktionsweise, Anordnung der Komponenten in den Gebäuden, Aufgabenstellung der Instrumentierung
Aufgabenstellung, Funktionsweise, Anordnung der wichtigsten Komponenten in den Gebäuden, Interpretation der Messwerte zur Erkennung des Betriebszustandes, mögliche Betriebsweisen, Einfluss der jeweiligen Betriebsweise auf anschließende Systeme, Einleitung von Abhilfemaßnahmen bei Fehlfunktionen
Aufgabenstellung, Funktionsweise, Anordnung der Komponenten im Gebäude, Anregekriterien für die Inbetriebnahme der verschiedenen Notstromerzeugungsanlagen mit gesicherten Schienen, Überblick über die sicherheitstechnisch wichtigen Notstromverbraucher, Einleitung von Abhilfemaßnahmen bei Fehlfunktionen
Überblick über die Eigenbedarfsversorgung und deren wichtigste Verbraucher sowie die Netzanschlüsse
Generator mit Hilfssystemen, im Hinblick auf Störungen, die Rückwirkungen auf die Reaktoranlage haben können; Blockschutz
Einrichtungen zur Beherrschung auslegungsüberschreitender Ereignisse
Aufgabenstellung, Funktionsweise, Anordnung der Komponenten in den Gebäuden der Systeme zur Durchführung von Notfallmaßnahmen
Warte und Nebenleitstände
Räumliche Aufteilung, Ausrüstung und Belegung der Warte und Notsteuerstelle (Teilsteuerstelle) mit Systemen und Geräten
Bedienung und Anwendungsbereich der auf der Warte, Notsteuerstelle (Teilsteuerstelle) und in ihren Nebenräumen befindlichen Informations-, Kommunikations- und Dokumentationseinrichtungen
Erläuterung des Anlagenkennzeichnungssystems
Aufbau der Reaktorschutztafel auf der Warte und Notsteuerstelle (Teilsteuerstelle), Bedeutung der Betätigungselemente und der Instrumentierung
Diagnose des Anlagenzustandes unter Einbeziehung der Weitbereichsanzeige, Störfallinstrumentierung und Reaktorschutztafel
Aufgabenstellung und Lage der Nebenleitstände
Bedeutung der Markierungen, Anzeige-, Signal- und Betätigungseinrichtungen, Zuordnung zu den jeweiligen Systemen oder Komponenten, Bedeutung, Handhabung und Bedingungen zur Betätigung der Schlüsselschalter, Bildschirmtechnik
Störungen in Wartenanzeigen/Messwertanzeigen (Ausfall/Teilausfall) und Gegenmaßnahmen
Aufbau der Gefahrenmeldeanlage
Aufgaben der verschiedenen Rechneranlagen, soweit diese für den Betrieb von Bedeutung sind, Erläuterung der Eingriffe der Rechneranlagen in den Betrieb der Gesamtanlage
Interpretation von Rechnerprotokollen und Bildschirmanzeigen
Abbrandzyklus, Beladestrategien, Brennelementwechsel, Abbrand
Erläuterung wichtiger Betriebsparameter, deren Verlauf und Fahrweisen nach Betriebshandbuch für den Stillstand (Nichtleistungsbetrieb, ¾ Loop), beim An- und Abfahren aus verschiedenen Betriebszuständen und bei Leistungsbetrieb einschließlich Betriebstransienten
Maximal zulässige Temperaturraten und -differenzen beim An- und Abfahren auch im Hinblick auf Thermoschock und Sprödbruch
Ermittlung des jeweiligen DNB-Verhältnisses bzw. des MASL während des Betriebs
Erläuterung des anlagenspezifischen Reaktorbetriebskennfeldes (SWR) oder anlagenspezifischen Teillastdiagramms (DWR)
Erläuterung der Betriebsvorgänge einzelner Systeme nach dem Betriebshandbuch einschließlich wiederkehrender Prüfungen, Schaltung von Systemen für den Prüfbetrieb
Durchführung von Schalthandlungen zur Herstellung der Eigenbedarfsversorgung
Interpretation der Messgrößen und Messwertveränderungen der Instrumentierung, die zur Erkennung des Anlagenzustandes erforderlich sind, einschließlich dem Erkennen von Fehlfunktionen einzelner Systeme
Erläuterung der automatischen Maßnahmen sowie ggf. weiterer Maßnahmen von Hand auch an Einzelsystemen
Aufgaben des Schichtpersonals bei der Handhabung von Brennelementen und beim Brennelement-Wechsel
Verfahren zur Entscheidungsfindung
Bedienung und Überwachung von Schleusen
Bedienung der Feuerlöscheinrichtungen und Atemschutzgeräte, sonstige Brandbekämpfungsmaßnahmen
Bedienung der Brandschutztafel auf der Warte
Erkennung von und Maßnahmen bei unzulässigen Radiolysegasansammlungen (SWR)
Vorgeschriebene Maßnahmen bei der Abgabe von Abwasser und Fortluft
Besondere Betriebsvorkommnisse
Betriebsstörungen an wichtigen Einrichtungen (SWR)
Erkennung, Auswirkungen und zu ergreifende Maßnahmen bei Betriebsstörungen an folgenden Einrichtungen:
Reaktorregelung, Steuerelementfahrrechner, Schnellabschaltsystem, Reaktorschutzsystem
Reaktordruckbehälter, Druckentlastungs- und -begrenzungssystem, Sicherheitseinschluss
Brennelementelagerbecken
im Hinblick auf den Strahlenschutz: Probeentnahmesystem im nuklearen Bereich, Entlüftungen und Entleerungen aus nuklearen Kreisläufen, Sumpfsystem
Systeme des Wasser-Dampf-Kreislaufs
Betriebsstörungen an wichtigen Einrichtungen (DWR)
Reaktorkühlkreislauf, Hauptkühlmittelpumpen, Druckhalter
Reaktorregelung, Schnellabschaltsystem, Reaktorschutzsystem
im Hinblick auf den Strahlenschutz: Probeentnahmesystem im nuklearen Bereich, Entlüftungen und Entleerungen aus nuklearen Kreisläufen, Anlagenentwässerung, Gebäudeentwässerung
Anomaler Betrieb und Störfälle
Erkennung des jeweiligen Anlagenzustandes und der einzuhaltenden Schutzziele, insbesondere
Kontrolle der Reaktivität
Einschluss der radioaktiven Stoffe
Kontrolle der Sicherheitssysteme auf ihre sicherheitsgerechte Funktion
Erforderliche Maßnahmen zur Sicherstellung der langfristigen Unterkritikalität, der Nachkühlbarkeit des Reaktorkerns und der Integrität der Aktivitätsbarrieren, Zusammenwirken der verschiedenen Sicherheitssysteme bei verschiedenen Anlagenzuständen, Möglichkeiten von Handeingriffen gemäß Betriebshandbuch
Erkennung und Ablauf der unten aufgeführten Störungen und Störfälle, Erläuterung ihrer Auswirkungen auf den Reaktorbetrieb, auf die Anlage und die Umgebung
Vorgehensweise zur Feststellung der Störfallursache, Interpretation von Meldungen der Gefahrenmeldeanlage und der Störfallaufzeichnung zur Ursachenklärung
Maßnahmen zum Abstellen der Störfallursache und ggf. zur Minimierung der Aktivitätsabgabe
Anwendung der störfallbezogenen Betriebsordnungen
In der eigenen Anlage aufgetretene anomale Betriebsabläufe und Störfälle
Störungen der Wärmeerzeugung
reaktivitätssteigernde Störungen
unbeabsichtigtes Ausfahren des wirksamsten Steuerelements oder der wirksamsten Steuerelementgruppe oder -bank bei verschiedenen Betriebszuständen
Herausfallen oder Auswurf eines Steuerelements bei ungünstigen Ausgangszuständen für Leistung, Leistungsverteilung und Reaktivitätszufuhr
fehlerhaftes Zuschalten einer Hauptkühlmittelpumpe (DWR) oder von Zwangsumwälzpumpen (SWR), Hochlaufen von Pumpen
Störungen in der Leistungsregelung
Vorwärmerausfall
reaktivitätssenkende Störungen
Fehleinfahren von Steuerelementen
Fehleinfall von Steuerelementen (DWR)
Störungen der Wärmeabfuhr
reduzierte Kühlung des Reaktorkerns
Störungen der Frischdampfentnahme (Druckregelung)
Turbinenschnellschluss mit und ohne Öffnen der Umleiteinrichtung
Ausfall der Hauptwärmesenke durch unbeabsichtigtes Schließen der Frischdampf-Isolationsventile (SWR) oder Frischdampfabsperrarmaturen (DWR)
Ausfall einer oder mehrerer Hauptkühlmittelpumpen (DWR) oder Umwälzpumpen (SWR)
Störungen der Pumpendrehzahlregelung (SWR)
Ausfall von Speisewasserpumpen
fehlerhaftes Schließen von Regelventilen oder Absperrarmaturen des Speisewassersystems (SWR)
zu starke Kühlung des Reaktorkerns/Unterkühlungstransienten
Kaltwassereinspeisung in das Reaktorkühlsystem aus anschließenden Systemen
Frischdampf-Leitungsleck/Fehlöffnen oder Offenbleiben von Frischdampf-Sicherheitsventilen
fehlerhaftes Öffnen oder Offenbleiben der Umleiteinrichtung
Störungen an der Wärmeabfuhr aus dem Brennelementelagerbecken
Störungen des Kühlmitteldrucks
Erhöhung bzw. Verringerung des Kühlmitteldruckes
Fehler in der Druckregelung
Verlust von Kühlmittel
Verlust von Reaktorkühlmittel innerhalb des Sicherheitsbehälters
Schäden an Dampferzeuger-Heizrohren (DWR)
Bruch einer Reaktorkühlmittel führenden Leitung
Leckagen aus der druckführenden Umschließung des Reaktorkühlmittels und Bruch von Anschlussleitungen, Fehlfunktionen von Armaturen
Verlust von Kühlmittel außerhalb des Sicherheitsbehälters (SWR)
Brüche im Wasser-Dampf-Kreislauf an verschiedenen Positionen auch innerhalb des Sicherheitsbehälters (DWR)
fehlerhaftes Ansprechen oder Offenbleiben von Abblaseregelventilen oder von Sicherheitsventilen oder Abblaseventilen (DWR), fehlerhaftes Öffnen oder Offenbleiben von Sicherheits-/Entlastungsventilen (SWR)
Verlust von Reaktorkühlmittel in anschließende Systeme
Ausfall der Eigenbedarfsversorgung
Notstromfall (kurzzeitig, langandauernd)
Neutronenflussdichteschwingungen
Kriterien für die Aktivierung des Vergiftungssystems bei unterstelltem Ausfall des Schnellabschaltsystems (SWR)
Bruch und Abriss des Schwungrades einer Hauptkühlmittelpumpe (DWR)
Störfälle bei der Brennelementhandhabung und -lagerung
Auslegungsüberschreitende Ereignisse
Auslegungsgrenzen
Auslegungsgrenzen der für die Sicherheit der Anlage bedeutsamen Systeme und Komponenten, wie z.B. Reaktordruckbehälter, Dampferzeuger, Not- und Nachkühlsystem, Sicherheitsbehälter
Erkennung des jeweiligen Anlagenzustands, Überwachung der Schutzziele und Einleitung von Maßnahmen zur Einhaltung insbesondere folgender Schutzziele
Sicherstellung der Energie- und Medienversorgung
Kenntnisse zu seltenen Ereignissen bzw. Ereignisse mit Mehrfachversagen von Sicherheitseinrichtungen (z.B. ATWS, Station Blackout)
Erkennung von Notfällen und zu ergreifende Maßnahmen, insbesondere
sekundärseitige Druckentlastung und Bespeisung der Dampferzeuger (DWR)
primärseitige Druckentlastung und Bespeisung (DWR)
Einspeisung in den Reaktordruckbehälter zur Sicherstellung der Kernkühlung (SWR)
gefilterte Druckentlastung des Reaktorsicherheitsbehälters einschließlich Probenahme aus dem Reaktorsicherheitsbehälter
Sicherstellung des Gebäudeabschlusses
Wartenzuluftfilterung
Erwartete Wirksamkeiten
Beendigung der Notfallmaßnahmen
Erkennungsmöglichkeiten und Maßnahmen bei Einwirkungen von außen (z.B. Hochwasser, Erdbeben, Flugzeugabsturz, Flächenbrände, Druckwellen aus chemischen Reaktionen, Eindringen toxischer oder explosiver Gase)
Ermittlung der Körperdosis
Messgeräte zur Personendosisüberwachung und deren Handhabung
Funktionsweise und Handhabung der vom Schichtpersonal zu verwendenden Strahlungsmessgeräte
Abgrenzung und Kennzeichnung von Sperrbereichen und Kontrollbereichen sowie Vorschriften für den Zugang
Radiologische Überwachung von Kreisläufen und Räumen (Abluft) sowie der Absaugsysteme
Messgeräte zur Emissions- und Immissionsüberwachung (z.B. Abwasser, Fortluft, Meterologie) mit Anzeige oder Warnung auf der Warte
Gegenmaßnahmen bei steigender Aktivitätsabgabe mit Abwasser oder Fortluft
Ermittlung der „Aktivitätsabgabe über Dach“
Überwachung der Wasserchemie
Überwachung der Chemie der einzelnen Kreisläufe, Störungen der Wasserchemie und deren Einfluss auf den Reaktorbetrieb
Zugangskontrolle und Einwirkungen Dritter
Überwachung des Zugangs zu einzelnen Gebäuden oder Räumen
Kenntnisse über Sicherungsmaßnahmen, die die Tätigkeits- und Aufgabenbereiche des Schichtpersonals berühren
Maßnahmen bei Störmaßnahmen oder sonstigen Einwirkungen Dritter:
Zusammenwirken des Schichtpersonals mit dem Personal der Sicherungszentrale (Objektsicherungsdienst)
anlagentechnische bzw. betriebliche Maßnahmen des Schichtpersonals
Siehe auch Ziffern 5.1.1 und 5.2.1
Vorschriften und administrative Maßnahmen
Behördliche Auflagen und Anordnungen
Übersicht über die den Schichtbetrieb betreffenden behördlichen Auflagen und Anordnungen (genehmigte Aktivitätsgrenzwerte, Reaktorschutzgrenzwerte, Grenzbedingungen für den Betrieb), zulässige Instandsetzungszeiten, vorbeugende Instandhaltung
Maßnahmen bei Gefahr der Verletzung von genehmigten Grenzwerten
Betriebshandbuch, Prüfhandbuch
Aufbau, Inhalt und Handhabung des Betriebshandbuchs einschließlich der Sicherheitsspezifikationen sowie zusätzlich benötigter Pläne, Zeichnungen und Beschreibungen, Übergang vom Betriebshandbuch zum Notfallhandbuch
Kenntnisse über Prinzip, Aufbau und sichere Anwendung von Prozeduren zur ereignis-/schutzzielorientierten Störfallbeherrschung (z.B. Störfallleitschema)
Kenntnisse über Wiederkehrende Prüfungen sicherheitstechnisch wichtiger Systeme anhand des Prüfhandbuchs
Verfahrensweise bei Reaktorschutzprüfung
Personelle Betriebsorganisation
Kenntnis, soweit für den Schichtbetrieb relevant
Wartenordnung und Schichtordnung
Aufgabenbereiche der im Schichtdienst eingesetzten Personen
Weisungsbefugnisse innerhalb der Schicht, Weisungsbefugnisse des Schichtleiters
Weisungsbefugnisse der Führungslinie, der sonstigen Führungskräfte und der Strahlenschutzbeauftragten gegenüber dem Schichtpersonal
Wartenunterlagen
Alarmanlagen im Kernkraftwerk, Alarmmeldungen
Bedeutung der Signale, Verhalten und Maßnahmen bei verschiedenen Alarmen
Kriterien und Zuständigkeiten für die Auslösung von Alarmen
Benachrichtigung interner und externer Stellen
Weitere Betriebsordnungen
Für den Schichtbetrieb wichtige Einzelheiten aus nachstehenden Betriebsordnungen:
Strahlenschutzordung
Wachordnung und Zugangsordnung
Erste-Hilfe-Ordnung
hinsichtlich der Aufgaben und Zuständigkeit des Schichtpersonals (z.B. bei Freischaltung, Normalisierung, Simulation und Freigabe der Arbeiten)
Aufbau, Inhalt und Handhabung des Notfallhandbuchs
Kenntnisse über Prinzip, Aufbau und sichere Anwendung der Prozeduren
zusätzliche Pläne, Zeichnungen und Beschreibungen
Rücksprung vom Notfallhandbuch ins Betriebshandbuch
Entnahmeexemplare
Wirksamkeiten von Notfallmaßnahmen
Einsatz von Schichtpersonal, Karenzzeiten
Schichtübergabe, Schichtbücher, Schlüsselordnung/Schlüsselbücher
Schichtanweisungen, Fachanweisungen
Sicherheitsmanagementsystem (soweit für den Schichtbetrieb relevant), Qualitätssicherung

References: § 7
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 § 3
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 § 7
 § 3
 § 4