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Timestamp: 2016-10-23 01:31:51+00:00

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4A_483/2014 (25.11.2014)
4A_483/2014 � � Urteil vom 25. November 2014
A.a.�Mit Arbeitsvertrag vom 19. November 2001 stellte die A.________ AG (Beklagte, Beschwerdef�hrerin) B.________ (Kl�ger, Beschwerdegegner) als stellvertretenden Gesch�ftsf�hrer und Verkaufsleiter an. Der Lohn setzte sich aus einem Fixum (Grundlohn) von brutto Fr. 11'500.--, einem 13. Monatslohn in der H�he des 1,5-fachen Grundlohns und einem Jahresbonus von Fr. 25'000.-- bei Erreichung eines Deckungsbeitrages von Fr. 1'800'000.-- zusammen.
Am 29. Oktober 2003 offerierte die Beklagte dem Kl�ger unter dem Titel "Aufhebung/K�ndigung des Arbeitsvertrages vom 19. November 2001" mit Hinweis auf dessen neue Budgetverantwortung neu ein Fixum von Fr. 100'000.-- (12 x Fr. 8'333.35) sowie einen Bonus von Fr. 60'000.-- bei Erreichen eines Deckungsbeitrages von Fr. 500'000.--, von Fr. 80'000.-- bei Erreichen eines Deckungsbeitrages von Fr. 600'000.-- und von Fr. 100'000.-- bei Erreichen eines Deckungsbeitrages von Fr. 800'000.--. Ab 1. Januar 2004 bezog der Kl�ger einen Monatslohn von Fr. 8'333.35, ab 2005 zus�tzlich einen 13. Monatslohn in gleicher H�he. Am 29./30. Juni 2004 vereinbarten die Parteien f�r das Jahr 2004 zus�tzlich zum vereinbarten Jahresgehalt eine Pr�mie von netto Fr. 25'000.--.
Am 29. September 2008 k�ndigte die Beklagte das Arbeitsverh�ltnis per 31. Dezember 2008.
A.b.�Gest�tzt auf den Arbeitsvertrag vom 19. November 2001 forderte der Kl�ger von der Beklagten vorerst f�r die Jahre 2004 bis 2008 Fr. 242'915.60 an (Grund-) Lohn nach. In der Folge machte er im Sinne einer Alternativbegr�ndung Bonusanspr�che f�r die Jahre 2004 bis 2008 von Fr. 340'000.-- geltend. Am 16. Oktober 2009 betrieb der Kl�ger die Beklagte �ber einen Betrag von Fr. 400'000.-- zuz�glich 5 % Zins ab 17. Oktober 2009. Die Beklagte erhob Rechtsvorschlag.
B.a.�Mit Klage vom 4. Dezember 2009 beim Bezirksgericht Weinfelden verlangte der Kl�ger im Wesentlichen, die Beklagte sei zur Zahlung von Fr. 388'338.70 brutto zuz�glich Zins und Betreibungskosten, eventuell zur Zahlung von Fr. 289'587.79 brutto zuz�glich Zins und Betreibungskosten zu verpflichten. Die Forderung basierte auf den f�r die Jahre 2004 bis 2008 geltend gemachten Boni f�r die Erreichung der vereinbarten Zielvorgaben (Deckungsbeitr�ge) abz�glich die zu viel ausbezahlten 13. Monatsl�hne und zuz�glich Fr. 25'000.-- (drei Monatsl�hne f�r die Monate Januar bis M�rz 2009).
Das Bezirksgericht f�hrte ein Beweisverfahren durch und holte ein Gutachten zur H�he der massgeblichen Deckungsbeitr�ge ein. Gest�tzt auf dieses Gutachten sch�tzte es mit Entscheid vom 1. Oktober 2013 die Klage teilweise und verpflichtete die Beklagte, dem Kl�ger Fr. 368'338.70 (brutto) zuz�glich Zins zu 5 % auf Fr. 250'000.-- seit dem 28. Februar 2009 sowie auf Fr. 118'338.70 seit dem 25. November 2009 zu bezahlen.
B.b.�Gegen diesen Entscheid reichte die Beklagte am 8. November 2013 Berufung beim Obergericht des Kantons Thurgau ein und beantragte im Wesentlichen die Aufhebung des angefochtenen Entscheids und die Abweisung der Klage. Der Kl�ger beantragte Abweisung der Berufung und erhob Anschlussberufung mit dem Begehren, die erstinstanzliche Kostenverteilung sei aufzuheben und der Beklagten s�mtliche Kosten und Entsch�digungen aufzuerlegen.
Das Obergericht erkl�rte mit Entscheid vom 1. April 2014 die Anschlussberufung als unbegr�ndet und die Berufung als teilweise begr�ndet. Es sch�tzte die Klage teilweise und verpflichtete die Beklagte, dem Kl�ger Fr. 288'338.70 zuz�glich 5 % Zins auf Fr. 250'000.-- seit dem 28. Februar 2009 sowie auf Fr. 38'338.70 seit dem 25. November 2009 zu bezahlen. Die Beklagte sei berechtigt, die von ihr abzuf�hrenden Sozialversicherungsbeitr�ge vom zugesprochenen Betrag in Abzug zu bringen, sofern sie nachweise, dass diese tats�chlich geschuldet und bezahlt worden seien. Entgegen der Erstinstanz war das Obergericht der Auffassung, es k�nne nicht ohne Weiteres auf die Ergebnisse des Gutachtens abgestellt werden, weil der Experte den Umsatz, den Wareneinkauf (variable Kosten) und somit den Deckungsbeitrag f�r die gesamte Sparte (Fenster/T�ren/Parkett/Laminat) berechnet habe und darin auch die nicht (jedenfalls nicht ohne weitere Abkl�rungen) dem Kl�ger zurechenbare Anteile enthalten seien. Aufgrund einer W�rdigung von den vom Gutachten best�tigten Teilaspekten, namentlich der eindeutig dem Kl�ger zurechenbaren Ums�tze, der von der Beklagten mit der Klage eingereichten Tabellen mit Soll/Ist-Vergleichen und unter Ber�cksichtigung eines herabgesetzten Beweismasses (�berwiegende Wahrscheinlichkeit) bzw. in Anwendung von Art. 42 Abs. 2 OR, ermittelte es die Deckungsbeitr�ge selber.
Mit Beschwerde in Zivilsachen beantragt die Beschwerdef�hrerin dem Bundesgericht, der Entscheid des Obergerichts des Kantons Thurgau vom 1. April 2014 sei aufzuheben und es sei die Klage vom 4. Dezember 2009 abzuweisen. Eventualiter sei der Entscheid aufzuheben und die Angelegenheit zur Neubeurteilung an die Vorinstanz zur�ckzuweisen. Alles unter Kosten- und Entsch�digungsfolge f�r die beiden kantonalen Verfahren und das Beschwerdeverfahren zu Lasten des Beschwerdegegners. Ausserdem stellte sie den Verfahrensantrag, der Beschwerde sei die aufschiebende Wirkung zuzuerkennen.
Der Beschwerdegegner tr�gt auf Abweisung der Beschwerde und des Verfahrensantrags an. Das Obergericht verzichtete auf eine Vernehmlassung sowie auf eine Stellungnahme zum Gesuch um aufschiebende Wirkung.
Mit Pr�sidialverf�gung vom 14. Oktober 2014 wurde das Gesuch um Gew�hrung der aufschiebenden Wirkung abgewiesen.
1.1.�Mit Beschwerde in Zivilsachen k�nnen Rechtsverletzungen nach Art. 95 und 96 BGG ger�gt werden. Das Bundesgericht wendet das Recht von Amtes wegen an (Art. 106 Abs. 1 BGG). Es ist somit weder an die in der Beschwerde geltend gemachten Argumente noch an die Erw�gungen der Vorinstanz gebunden; es kann eine Beschwerde aus einem anderen als dem angerufenen Grund gutheissen oder eine Beschwerde mit einer von der Argumentation der Vorinstanz abweichenden Begr�ndung abweisen. Mit Blick auf die Begr�ndungspflicht der Beschwerdef�hrerin (Art. 42 Abs. 1 und 2 BGG) behandelt es aber grunds�tzlich nur die geltend gemachten R�gen, sofern die rechtlichen M�ngel nicht geradezu offensichtlich sind; es ist jedenfalls nicht gehalten, wie eine erstinstanzliche Beh�rde alle sich stellenden rechtlichen Fragen zu untersuchen, wenn diese vor Bundesgericht nicht mehr vorgetragen werden (BGE 140 III 86 E. 2 S. 88 f., 115 E. 2 S. 116). Eine qualifizierte R�gepflicht gilt hinsichtlich der Verletzung von Grundrechten und von kantonalem Recht. Das Bundesgericht pr�ft eine solche R�ge nur insofern, als sie in der Beschwerde pr�zise vorgebracht und begr�ndet worden sind (Art. 106 Abs. 2 BGG; BGE 136 I 49 E. 1.4.1 S. 53).
1.2.�Das Bundesgericht legt seinem Urteil den Sachverhalt zugrunde, den die Vorinstanz festgestellt hat (Art. 105 Abs. 1 BGG). Es kann die Sachverhaltsfeststellung der Vorinstanz nur berichtigen oder erg�nzen, wenn sie offensichtlich unrichtig ist oder auf einer Rechtsverletzung im Sinne von Art. 95 BGG beruht (Art. 105 Abs. 2 BGG). �berdies muss die Behebung des Mangels f�r den Ausgang des Verfahrens entscheidend sein (Art. 97 Abs. 1 BGG). Die beschwerdef�hrende Partei, welche die Sachverhaltsfeststellungen der Vorinstanz anfechten will, muss klar und substanziiert aufzeigen, inwiefern die ger�gten Feststellungen bzw. die Unterlassung von Feststellungen offensichtlich unrichtig sind oder auf einer Rechtsverletzung im Sinne von Art. 95 BGG beruhen (vgl. BGE 133 II 249 E. 1.4.3 S. 254; 133 III 350 E. 1.3 S. 351, 393 E. 7.1 S. 398, 462 E. 2.4 S. 466). Soweit die beschwerdef�hrende Partei den Sachverhalt erg�nzen will, hat sie zudem mit Aktenhinweisen darzulegen, dass sie entsprechende rechtsrelevante Tatsachen und taugliche Beweismittel bereits bei den Vorinstanzen prozesskonform eingebracht hat (Urteile 4A_214/2008 vom 9. Juli 2008 E. 1.2, nicht publ. in: BGE 134 III 570; 4A_470/2009 vom 18. Februar 2010 E. 1.2).
F�r das im Jahr 2009 eingeleitete erstinstanzliche Verfahren galt noch das fr�here Verfahrensrecht, also die Thurgauische Zivilprozessordnung (Art. 404 Abs. 1 ZPO). F�r das Verfahren vor Obergericht war indessen die Schweizerische Zivilprozessordnung anwendbar, da der erstinstanzliche Entscheid erst nach Inkrafttreten der ZPO er�ffnet wurde (Art. 405 Abs. 1 ZPO).
3.1.�Es ist unbestritten, dass massgebliche Grundlage f�r die Beurteilung der Klageforderung die arbeitsvertragliche Regelung gem�ss Offerte der Beschwerdef�hrerin vom 29. Oktober 2003 ist, die ab Januar 2004 galt und mit der ein im Vergleich zur fr�heren Regelung tieferer Fixlohn und andererseits h�here variable Lohnbestandteile vereinbart wurden.
3.2.�Unbestritten blieb auch die Feststellung der Vorinstanz, die Parteien seien davon ausgegangen, dass die Bonusberechnung gest�tzt auf die dem Beschwerdegegner zurechenbaren, d.h. von ihm verantworteten Ums�tze erfolgen solle und nicht auf der Basis aller Ums�tze der ganzen Abteilung des Beschwerdegegners (T�ren, Fenster, Parkett, Laminat). Schliesslich wird auch die grunds�tzliche Berechnungsweise der einzelnen Deckungsbeitr�ge - n�mlich, dass von den einzelnen Bruttoums�tzen (Rechnungen) die Erl�sminderungen und die variablen Kosten abzuziehen sind - nicht ger�gt.
3.3.�Die Vorinstanz (so wie auch die Erstinstanz) qualifizierte den vereinbarten Bonus als Provision (Art. 322b OR). Dabei ging sie davon aus, mangels anderer Vereinbarung sei die Beschwerdef�hrerin verpflichtet gewesen, dem Beschwerdegegner gem�ss Art. 322c Abs. 1 OR j�hrlich eine Abrechnung unter Angabe der bonuspflichtigen Gesch�fte zu �bergeben. Wenn nicht ein Anteil am Umsatz vereinbart sei, seien auch die Abz�ge zu spezifizieren. Die Abrechnung der Beschwerdef�hrerin h�tte somit im Einzelnen die dem Beschwerdegegner zurechenbaren Gesch�fte, die Ums�tze, die Erl�sminderungen, die variablen Kosten und die Deckungsbeitr�ge umfassen m�ssen. Die Beschwerdef�hrerin habe aber w�hrend der Dauer des Arbeitsverh�ltnisses keine solche Abrechnungen erstellt. Auch dies wird nicht ger�gt. Die Beschwerdef�hrerin bem�ngelt aber die von der Vorinstanz aus Art. 322c Abs. 1 OR gezogenen Schl�sse hinsichtlich der Beweisanforderungen.
F�r den Bonusanspruch tr�gt der Arbeitnehmer die Beweislast. Bewiesen werden m�ssen nur behauptete Tatsachen, die gen�gend bestritten sind. Die Vorinstanz hat wiederholt festgestellt, die Beschwerdef�hrerin habe massgebliche Eckwerte f�r die Berechnung der Deckungsbeitr�ge - namentlich hinsichtlich der von den Ums�tzen abzuziehenden Erl�sminderungen und der variablen Kosten - nicht rechtzeitig gen�gend substanziiert. Konkret wies sie diesbez�glich darauf hin, im (erstinstanzlichen) Beweisverfahren habe die Beschwerdef�hrerin beispielsweise auf die Aufforderung zur Edition vollst�ndiger Soll/Ist-Vergleiche solche (wenn auch nicht vollst�ndig) eingereicht, welche bereits der Beschwerdegegner in den Prozess eingef�hrt hatte und welche die Beschwerdef�hrerin ihrerseits aber bestritten habe, obwohl die Zahlen in ihr System geflossen und die gemeldeten Ums�tze Basis ihrer Rechnungen gebildet h�tten. Oder sie habe bloss Jahresgesamtsummen f�r den Einkauf (variable Kosten) und den Verkauf sowie sieben Schadenpositionen angegeben, ohne irgendeine Zahl auch nur ansatzweise zu erkl�ren. Aufgrund der von ihr angenommenen ungen�genden Substanziierung stellte die Vorinstanz verschiedentlich auf die vom Beschwerdegegner in den von diesem mit der Klageschrift gelieferten Tabellen (Soll/Ist-Vergleiche) enthaltenen Betr�ge ab. Ausserdem st�tzte sie sich zum Teil auf eine Sch�tzung gem�ss Art. 42 Abs. 2 OR.
Die Beschwerdef�hrerin r�gt eine Verletzung von Art. 8 ZGB und Art. 42 Abs. 2 OR. Sie behauptet, das Obergericht habe seinem Entscheid vom 1. April 2014 ein bundesrechtswidriges Beweismass zugrunde gelegt und die Beweislast umgekehrt. Dies, indem es davon ausgegangen sei, ohne eine von der Arbeitgeberin erstellte Abrechnung gem�ss Art. 322c OR sei "der Beweis �ber Bestand und Umfang der Boni naturgem�ss (...) kaum zu erbringen", weshalb eine Herabsetzung des Beweismasses, zumindest auf das Beweismass der �berwiegenden Wahrscheinlichkeit gerechtfertigt sei. Die zitierte Aussage der Vorinstanz beinhalte auch eine offensichtlich unrichtige und aktenwidrige Feststellung des Sachverhalts. Die Beschwerdef�hrerin ist grunds�tzlich der Auffassung, sie habe "s�mtliche daf�r (gemeint: f�r eine Expertise) erforderlichen Unterlagen, Informationen und elektronischen Daten dem Experten zur Verf�gung" gestellt. Der Beweis k�nne daher jederzeit durch Expertise erbracht werden. H�tte der Experte aufgrund der vorhandenen Unterlagen und Angaben keine Expertise erstellen k�nnen, h�tte er dies feststellen und den Auftrag zur�ckgeben m�ssen. Die Vorinstanz habe faktisch eine Beweislastumkehr vorgenommen. Eine solche w�re aber - wenn �berhaupt - nur denkbar bei der Verweigerung der Auskunfterteilung oder Rechnungslegung i.S. von Art. 322c OR trotz einer im Rahmen einer Stufenklage ergangenen dahinzielenden Verurteilung. Vorliegend habe der Beschwerdegegner aber gerade keine Stufenklage gemacht. Da klar gewesen sei, dass jede von ihr erstellte Abrechnung vom Beschwerdegegner ohnehin nicht akzeptiert worden w�re, habe sie im Beweisverfahren mitgewirkt und in "Absprache und mit ausdr�cklicher Zustimmung des Bezirksgerichts Weinfelden" alle Buchhaltungs- und Projektunterlagen zur Einsicht durch den Experten vorgelegt.
5.1.�Ein Beweis gilt als erbracht, wenn das Gericht nach objektiven Gesichtspunkten von der Richtigkeit einer Sachbehauptung �berzeugt ist. Absolute Gewissheit kann dabei nicht verlangt werden. Es gen�gt, wenn das Gericht am Vorliegen der behaupteten Tatsache keine ernsthaften Zweifel mehr hat oder allenfalls verbleibende Zweifel als leicht erscheinen. Eine Herabsetzung des Beweismasses insbesondere auf �berwiegende Wahrscheinlichkeit setzt voraus, dass ein strikter Beweis nach der Natur der Sache nicht m�glich oder nicht zumutbar ist (BGE 130 III 321 E. 3.2 S. 324, 128 III 271 E. 2b/aa S. 275). Die Herabsetzung des Beweismasses darf im Ergebnis nicht zu einer Umkehr der Beweislast f�hren (Urteil 4A_338/2011 vom 14. Dezember 2011 E. 2.1).
Vorliegend wird ein Erf�llungsanspruch aus Arbeitsvertrag geltend gemacht. Im Hinblick auf dessen Bezifferung und Nachweis kann grunds�tzlich Art. 42 OR analog angewendet werden (BGE 128 III 271 E. 2b/aa S. 275 ff.; Urteile 4A_208/2014 vom 9. Oktober 2014 E. 6.2.2 und 4A_459/2013 vom 22. Januar 2014 E. 5.2.2; je mit Hinweisen). Auch eine Anwendung von Art. 42 Abs. 2 OR setzt aber voraus, dass ein strikter Beweis nach der Natur der Sache nicht m�glich oder nicht zumutbar ist, und die Herabsetzung des Beweismasses darf im Ergebnis nicht zu einer Umkehr der Beweislast f�hren. Die beweispflichtige Partei hat alle Umst�nde, die f�r die Verwirklichung des behaupteten Sachverhalts sprechen, soweit m�glich und zumutbar zu behaupten und zu beweisen (BGE 128 III 271 E. 2b/aa S. 276 f.; Urteile 4A_208/2014 vom 9. Oktober 2014 E. 6.2.2 und 4A_127/2011 vom 12. Juli 2011 E. 6.3; je mit Hinweisen).
5.2.�Wie weit die anspruchsbegr�ndenden Tatsachen inhaltlich zu substanziieren sind, damit sie unter die massgeblichen Bestimmungen des materiellen Rechts subsumiert werden k�nnen, bestimmt das materielle Bundesrecht. Die jeweiligen Anforderungen ergeben sich einerseits aus den Tatbestandsmerkmalen der angerufenen Norm und anderseits aus dem prozessualen Verhalten der Gegenpartei. Tatsachenbehauptungen m�ssen dabei so konkret formuliert sein, dass ein substanziiertes Bestreiten m�glich ist oder der Gegenbeweis angetreten werden kann. Bestreitet der Prozessgegner das an sich schl�ssige Vorbringen der behauptungsbelasteten Partei, kann diese gezwungen sein, die rechtserheblichen Tatsachen nicht nur in den Grundz�gen, sondern so umfassend und klar darzulegen, dass dar�ber Beweis abgenommen werden kann. Auf welchem Weg ein subsumptionsf�higer Sachverhalt erlangt werden soll, bestimmt dagegen das Prozessrecht, das die Frage regelt, in welcher Form und bis zu welchem Zeitpunkt die inhaltlich gen�genden Sachvorbringen in das Verfahren einzuf�hren sind. Dieses entscheidet auch dar�ber, ob eine Erg�nzung der Sachvorbringen aufgrund des Beweisverfahrens zul�ssig ist oder ob bereits die vorg�ngigen Behauptungen so konkret und detailliert sein m�ssen, dass das Beweisverfahren allein noch ihrer �berpr�fung dient (BGE 127 III 365 E. 2.b und c; 108 II 337 E. 3; Urteile 4A_387/2014 vom 27. Oktober 2014 E. 2.2 und 4A_623/2011 vom 10. Februar 2012 E. 2.3, mit Hinweisen).
5.3.�Vor diesem Hintergrund erweisen sich die Einw�nde der Beschwerdef�hrerin als unbehelflich:
5.3.1.�Im Kern geht es darum, wie detailliert der Provisionsanspruch zu behaupten und zu bestreiten ist. W�hrend das Bezirksgericht offenbar annahm, es gen�ge, bestimmte Provisionsbetr�ge zu behaupten und w�rden diese ebenso allgemein bestritten, seien sie vom Gutachter unmittelbar gest�tzt auf dessen Einsicht in die Buchhaltung zu ermitteln. Demgegen�ber ging die Vorinstanz vom Inhalt der materiellen Abrechnungspflicht gem�ss Art. 322c OR aus, die eine Spezifizierung der dem Beschwerdegegner zurechenbaren Gesch�fte, der Erl�sminderungen und der variablen Kosten verlangt (E. 3.3 hiervor). Und sie verlangte, dass die Beschwerdef�hrerin diese Eckwerte im Rahmen ihrer Bestreitung h�tte substanziieren m�ssen.
Das ist nicht zu beanstanden. Kommt die Arbeitgeberin ihrer Abrechnungspflicht, die unabh� ngig davon besteht, ob deren Erf� llung mittels der von der Beschwerdef�hrerin erw�hnten Stufenklage eingeklagt wird, nicht nach, kann der Arbeitnehmer seine Provisionsforderung in der Regel nicht weiter substanziieren. Es ist dann an der Arbeitgeberin, die eingeklagten Forderungen substanziiert zu bestreiten, wozu nachvollziehbare Angaben zu den Berechnungsfaktoren geh�ren. Das Bundesgericht hat auch im Zusammenhang mit der insofern vergleichbaren Abrechnungspflicht des Beauftragten (Art. 400 Abs. 1 OR) Anforderungen an die prozessuale Substanziierung gesch�tzt, die sich auf die materiellen Grunds�tze der Abrechnungspflicht abst�tzten (Urteil 4A_459/2013 vom 22. Januar 2014 E. 5.2.2). Von einer unzul�ssigen Umkehr der Beweislast kann nicht die Rede sein.
Soweit die Vorinstanz im konkreten Einzelfall eine ungen� gende Substanziierung feststellte, geht die Beschwerdef� hrerin nicht darauf ein und hat es daher mangels R�ge sein Bewenden (vgl. im Einzelnen E. 6.3 und 6.4).
5.3.2.�Wie erw�hnt (vorne E. 5.2) entscheidet das Prozessrecht dar�ber, ob eine Erg�nzung der Sachvorbringen aufgrund des Beweisverfahrens zul�ssig ist oder ob bereits die vorg�ngigen Behauptungen so konkret und detailliert sein m�ssen, dass das Beweisverfahren allein noch ihrer �berpr�fung dient. Die Beschwerdef�hrerin geht allenfalls davon aus, es w�re nach dem im Beweisverfahren anwendbaren thurgauischem Prozessrecht (vgl. E. 2) zul�ssig, den massgeblichen Sachverhalt durch das Gutachten noch zu erg�nzen. Sie legt aber mit keinem Wort dar, woraus sich dies ergeben soll. Sofern ihre Einw�nde in diesem Sinn zu verstehen sind, ist auf die R�ge nicht einzutreten (vgl. E. 1.1).
5.3.3.�Die Vorinstanz hat nicht allgemein das Beweismass gesenkt. Sie hat nur in Bezug auf einzelne untergeordnete Berechnungsfaktoren eine Sch�tzung gem�ss Art. 42 Abs. 2 OR vorgenommen. Ob dies zul�ssig war, ist nachfolgend im Sachzusammenhang zu pr�fen.
5.3.4.�Die Aussage der Vorinstanz, mangels Abrechnung der Arbeitgeberin gem�ss Art. 322c OR sei "der Beweis �ber Bestand und Umfang der Boni naturgem�ss (...) kaum zu erbringen", beinhaltet schliesslich entgegen der Beschwerdef�hrerin auch keine willk�rliche Tatsachenfeststellung. Aus dem Zusammenhang der vorinstanzlichen Ausf�hrungen ergibt sich, dass die Vorinstanz vielmehr eine rechtliche W�rdigung vornahm in dem Sinn, dass der an sich beweisbelastete Arbeitnehmer ohne eine Abrechnung der Arbeitgeberin gem�ss Art. 322c OR seinen Anspruch nicht substanziiert behaupten und demgem�ss auch nicht beweisen kann.
Die Beschwerdef�hrerin r�gt eine Verletzung von Art. 183 und insbesondere Art. 188 Abs. 2 ZPO durch das Abstellen auf ein nicht vollst�ndiges und nicht schl�ssiges Gutachten und den Verzicht auf die Erg�nzung des Gutachtens oder dessen Ersatz durch ein Obergutachten. Die Vorinstanz selbst habe das vorliegende Gutachten als nicht schl�ssig erachtet, weshalb sie es "in Eigenregie verbessert " habe. Es gehe nicht an, dass ein Gericht ein Gutachten lediglich als "Arbeitspapier " betrachte und die ihm passenden "Erkenntnisse" daraus ber�cksichtige, andere Aspekte aber unbeachtet lasse. Wenn es n�tig sei, dass ein Gericht so vorgehe, k�nne das Gutachten nicht vollst�ndig klar und schl�ssig sein. Daher h�tte nicht darauf abgestellt und stattdessen ein Erg�nzungs- oder Obergutachten eingeholt werden m�ssen.
6.1.�Ein Gutachten unterliegt wie jedes Beweismittel der freien richterlichen Beweisw�rdigung, die das Bundesgericht auf Willk�r hin �berpr�ft (vgl. E. 1.2). In Fachfragen darf das Gericht nur aus triftigen Gr�nden von einem Gerichtsgutachten abweichen. Es hat zu pr�fen, ob sich auf Grund der �brigen Beweismittel und der Vorbringen der Parteien ernsthafte Einw�nde gegen die Schl�ssigkeit der gutachterlichen Darlegungen aufdr�ngen. Erscheint ihm die Schl�ssigkeit eines Gutachtens in wesentlichen Punkten als zweifelhaft, hat das Gericht n�tigenfalls erg�nzende Beweise zur Kl�rung dieser Zweifel zu erheben. Das Abstellen auf eine nicht schl�ssige Expertise bzw. der Verzicht auf die gebotenen zus�tzlichen Beweiserhebungen kann gegen das Verbot willk�rlicher Beweisw�rdigung verstossen (BGE 138 III 193 E. 4.3.1 S. 198 f. mit Hinweisen).
6.2.�Als triftigen Grund f�r sein Abweichen hat das Obergericht angef�hrt, dass der Gutachter selber einen Vorbehalt angebracht und darauf verwiesen habe, dass er einerseits Ums�tze ber�cksichtigt habe, die aufgrund einer Referenz auf den Rechnungen dem Beschwerdegegner zurechenbar waren, dar�ber hinaus aber auch Ums�tze aus Fenster-T�ren-Projekten ohne Vertreterreferenz. Entsprechend habe der Experte ausgef�hrt, dass das Gericht hier im Rahmen seiner rechtlichen Beurteilung eine Aufteilung der Ums�tze vorzunehmen habe zwischen dem Beschwerdef�hrer und C.________. Genau dies hat die Vorinstanz getan. Sie hat zuerst in rechtlicher Hinsicht dargelegt, massgeblich f�r die Bonusberechnung seien die vom Beschwerdegegner verantworteten Ums�tze und nicht die Ums�tze der ganzen Abteilung (vgl. E. 3.2 hiervor). Gest�tzt auf diese Abgrenzung hat sie dann dem Gutachten jene Ums�tze entnommen, die aufgrund einer Referenz in den Rechnungen/Abrechnungen dem Beschwerdegegner zugeordnet werden konnten. Dabei hielt sie fest, die Ums�tze gem�ss den Soll/Ist-Vergleichen des Beschwerdegegners und seinen Angaben in der Klageschrift seien durch das Gutachten best�tigt worden. In Bezug auf die Berechnung der Ums�tze l�gen keine Anhaltspunkte f�r Fehler des Experten vor. Die Beschwerdef�hrerin kritisiert diese Vorgehensweise zwar (dazu nachfolgend), legt aber nicht dar, dass die dem Gutachten konkret entnommenen Ums�tze auf willk�rlicher Beweisw�rdigung beruhten. Insbesondere r�gt sie auch nicht die Feststellung der Vorinstanz, dass sie die vom Gutachter ermittelten Umsatzzahlen im vorinstanzlichen Verfahren stillschweigend akzeptiert und lediglich die davon vorzunehmenden Abz�ge (Erl�sminderungen, variable Kosten) bem�ngelt habe. Sie macht nur geltend, die Vorinstanz widerspreche sich "in geradezu diametraler Weise", wenn sie Fehler des Experten negiere, zuvor aber festgestellt habe, dieser habe f�lschlicherweise den Deckungsbeitrag auf die ganze Sparte bzw. Abteilung des Beschwerdegegners berechnet. Dieser Einwand ist offensichtlich unbehelflich, denn die Vorinstanz bezog die von ihr festgestellte Fehlerfreiheit klar auf die gutachterliche Feststellung der Umsatzzahlen als solche und nicht auf die anschliessende Berechnungsweise des dem Beschwerdegegner zurechenbaren Deckungsbeitrags.
6.3.�Die Vorinstanz wich sodann in Bezug auf die von den Ums�tzen abzuziehenden Erl�sminderungen vom Gutachten ab. Der Experte zog jeweils ein Prozent Skonto und 1 % wegen WIR-Erl�sminderung ab. Bez�glich des Skonto-Abzugs �bernahm die Vorinstanz den Ansatz der Expertise. Hingegen verzichtete sie auf einen pauschalen Abzug f�r WIR-Erl�sminderungen, weil die Beschwerdef�hrerin nicht rechtzeitig substanziiert habe, sie erleide tats�chlich solche Erl�sminderungen und es durchaus m�glich sei, dass sie von ihr akzeptierte WIR-Betr�ge ohne Verlust f�r die Bezahlung ihrer Lieferanten einsetzen k�nne. Es bestehe sodann kein Anlass, weitere Abz�ge vorzunehmen, da die Beschwerdef�hrerin solche nicht substanziiert habe. Insbesondere fehlten Anhaltspunkte f�r Rabattgew�hrungen nach erfolgter Rechnungsstellung, Debitorenverluste und -ausst�nde. Die Beschwerdef�hrerin k�nne sich diesbez�glich auch nicht auf die Expertise berufen, denn es sei nicht Sache des Gutachters, die Provisionsabrechnung anstelle des Arbeitgebers zu machen.
Wie bereits erw�hnt (E. 5.3.1) setzt sich die Beschwerdef�hrerin mit diesen konkreten Begr�ndungen der einzelnen Minderungspositionen nicht auseinander. Es liegt daher keine gen�gende R�ge (E. 1.1) vor. Darauf ist nicht weiter einzugehen.
6.4.�Hinsichtlich der von den Nettoerl�sen (Ums�tze abz�glich Erl�sminderungen) abzuziehenden variablen Kosten (Wareneinkauf/Materialkosten) stellte die Vorinstanz grunds�tzlich auf die vom Beschwerdegegner behaupteten Zahlen ab. Denn die Beschwerdef�hrerin h�tte diese Kosten als den Bonusanspruch mindernde Tatsachen nicht bloss allgemein bestreiten d�rfen, sondern konkret darlegen und beweisen m�ssen. Wie bei den Erl�sen zog die Vorinstanz aber - in impliziter Anwendung von Art. 42 Abs. 2 OR - auch von den Materialkosten pauschal 1 % Skonto ab. Weitere Abz�ge, insbesondere f�r Schadenf�lle, seien mangels Substanziierung durch die Beschwerdef�hrerin nicht vorzunehmen, abgesehen davon, dass ohnehin fraglich sei, ob Schadenf�lle die Deckungsbeitragsprovision �berhaupt mindern k�nnten.
Auch zu diesen Ausf�hrungen �ussert sich die Beschwerdef�hrerin nicht konkret, sodass nicht weiter darauf einzugehen ist.
Ist somit die Vorgehensweise der Vorinstanz in grunds�tzlicher Weise nicht zu beanstanden, ergibt sich f�r die Boni der einzelnen Gesch�ftsjahre was folgt:
7.1.�Bereits vor der Vorinstanz war unbestritten, dass f�r das Jahr 2004 kein Bonusanspruch besteht, weil das Gutachten einen Deckungsbeitrag unter Fr. 500'000.-- ermittelt hatte.
7.2.�F�r die Jahre 2005 und 2006 ermittelte die Vorinstanz Provisionsanspr�che von Fr. 60'000.-- bzw. Fr. 80'000.--. Da sich die Beschwerdef�hrerin zur konkreten Berechnung nicht �ussert, hat es dabei sein Bewenden.
7.3.�Hinsichtlich des Jahres 2007 r�gt die Beschwerdef�hrerin, das Obergericht habe sich mit Hochrechnungen beholfen, weil es davon ausgegangen sei, dass nicht alle n�tigen Unterlagen vorl�gen und das Gutachten nicht tragf�hig sei. Eine solche Hochrechnung und damit eine Sch�tzung nach Art. 42 Abs. 2 OR sei nicht zul�ssig, wenn - wie hier - die richtigen Zahlen ermittelt werden k�nnten.
Die R�ge ist unbegr�ndet. Eine Berechnung wie f�r die Jahre 2005-2007 gest�tzt auf die oben dargestellten Grunds�tze war der Vorinstanz nur f�r den Zeitraum bis Ende August 2007 m�glich, weil die vom Beschwerdegegner zugestandenen variablen Kosten gem�ss ihren Feststellungen vollst�ndig nur bis Ende August 2007 vorgelegen seien. Sie nahm daher einerseits eine Hochrechnung f�r den Zeitraum September bis Dezember 2007 vor und ermittelte so einen Deckungsbeitrag von Fr. 738'571.-- (abz�glich 1 % Skonto). Mit einer Eventualbegr�ndung f�hrte sie aber aus, f�r das Jahr 2007 k�nne auch auf die Zahlen des Experten abgestellt werden, weil die von ihm erhobenen Ums�tze, welche im �brigen auf den Unterlagen der Beschwerdef�hrerin beruhten, alle dem Beschwerdegegner zurechenbar seien (also keine Abgrenzung mit der Abteilung). Korrigiert um die vom Experten vorgenommenen WIR-Abz�ge und den Betrag f�r einen Schadenfall erg�be sich ein Deckungsbeitrag von Fr. 686'882.--. Da beide Deckungsbeitr�ge zwischen Fr. 600'000.-- und Fr. 800'000.-- l�gen, erg�be sich bei der einen oder andern Berechnungsweise ein Bonus von Fr. 80'000.--. Mit dieser Eventualbegr�ndung setzt sich die Beschwerdef�hrerin nicht konkret auseinander, sodass es auch bez�glich das Jahr 2007 bei dem von der Vorinstanz festgestellten Bonus von Fr. 80'000.-- bleibt.
7.4.�F�r das Jahr 2008 ermittelte der Gutachter einen Deckungsbeitrag von Fr. 2'351'692.--, wobei er aber offensichtlich von den Ums�tzen der ganzen Abteilung (vgl. dazu vorne E. 3.2 und 6.2) ausging. Die Vorinstanz st�tzte somit richtigerweise f�r dieses Jahr �berhaupt nicht auf das Gutachten ab, da der Beschwerdegegner seit 1. April 2008 Gesch�ftsf�hrer der D.________ AG in U.________ gewesen sei. Sie nahm aber an, die T�tigkeit f�r die D.________ AG sei im Auftrag der Beschwerdef�hrerin erfolgt. Daf�r spreche, dass der Beschwerdegegner dort als Gesch�ftsleiter t�tig gewesen sei, jedoch bis Ende 2008 das volle Fixgehalt von der Beschwerdef�hrerin erhalten habe und diese ihm mit Schreiben vom 29. September 2008 per 31. Dezember 2008 gek�ndigt und gleichzeitig festgehalten habe, sie sei bereit, ihm "einen neuen Anstellungsvertrag per 1. Januar 2009 mit der Firma D.________ AG zu unterbreiten". Damit habe die weisungsberechtigte Arbeitgeberin dem Beschwerdegegner eine andere T�tigkeit zugewiesen und ihm so verunm�glicht, den vereinbarten Bonus zu verdienen. In analoger Anwendung von Art. 156 OR sowie gest�tzt auf Art. 2 ZGB sei deshalb die Zusprache eines Bonus f�r 2008 gerechtfertigt und dieser werde wie f�r die beiden Vorjahre auf Fr. 80'000.-- festgelegt.
Die Beschwerdef�hrerin r�gt unter Hinweis auf eine Literaturstelle (Felix R. Ehrat, in: Basler Kommentar, Obligationenrecht, 5. Aufl. 2011, N. 5 zu Art. 156 OR), es k�nne grunds�tzlich nicht gest�tzt auf Art. 156 OR von einer treuwidrigen Vereitelung der Erreichung des Bonus ausgegangen werden. Die zitierte Literaturstelle verweist auf das Urteil des Bundesgerichts 4C.278/2004 vom 29. Dezember 2004 E. 3.2, das einen M�klervertrag gem�ss Art. 413 Abs. 1 OR betraf, und f�hrt aus, nur das treuwidrige Verhalten falle in den Regelungsbereich von Art. 156 OR, nicht jedes Vereiteln des Bedingungseintritts. Darauf kann sich die Beschwerdef�hrerin indessen nicht berufen, denn die Abgrenzung zwischen blosser Verhinderung des Bedingungseintritts durch Nichtgenehmigung eines vom M�kler vermittelten Gesch�fts und weitergehendem treuwidrigem Verhalten ist spezifisch f�r die Situation beim M�klervertrag, wo die M�klerentsch�digung aufgrund der Art des Vertrags von einer vom Willen des Auftraggebers abh�ngigen Potestativbedingung abh�ngt, n�mlich dessen Genehmigung des Vertrags. Entsprechend darf der Auftraggeber den vermittelten Vertrag aus beliebigen Gr�nden nicht genehmigen und damit den Bedingungseintritt vereiteln; er darf dies aber nicht mit dem Ziel, die M�klerprovision zu verhindern. Letzteres w�re treuwidrig (im Einzelnen zit. Urteil 4C.278/2004 E. 3.2). Der Bonusanspruch gem�ss dem zwischen den Parteien bestehenden Arbeitsvertrag war aber nicht in dem Sinn von einer im (grunds�tzlichen) Belieben der Beschwerdef�hrerin liegenden Potestativbedingung abh�ngig. Mit dem Einsatz f�r die D.________ AG wurde dem Beschwerdegegner eine andere T�tigkeit an einem andern Arbeitsort zugewiesen. Die Vorinstanz nahm an, die entsprechende Anordnung sei im Rahmen des Weisungsrechts der Arbeitgeberin gelegen und habe also - das wird damit implizit ausgeschlossen - keine eigentliche Vertrags�nderung beinhaltet (zur Abgrenzung vgl. Ullin Streiff/Adrian von Kaenel/Roger Rudolph, Arbeitsvertrag, Praxiskommentar zu Art. 319-362 OR, 2012, Rz. 3 zu Art. 321d OR, S. 240f.; Urteil 4C.155/2005 vom 6. Juli 2005 E. 3.2.1). Das wird von keiner Partei beanstandet. Folgerichtig durfte die Vorinstanz davon ausgehen, die Beschwerdef�hrerin habe durch ihre Weisung weitere Bonusanspr�che des Beschwerdegegners einseitig verhindert. Nachdem der Fixlohn zugunsten h�herer variabler Lohnbestandteile gesenkt worden war, ist es nicht zu beanstanden, wenn die Vorinstanz dem Beschwerdegegner gest�tzt auf Art. 156 OR grunds�tzlich einen Bonusanspruch zubilligte (vgl. auch Adrian Staehelin, in: Z�rcher Kommentar, Obligationenrecht, 4. Aufl. 2006, N. 7 zu Art. 322b OR; Wolfgang Portmann, in: Basler Kommentar, a.a.O., N. 2 zu Art. 322b OR).
Die Beschwerdef�hrerin ist �berdies der Meinung, selbst wenn Art. 156 OR anzuwenden w�re, sei die Zusprechung eines Bonus f�r 2008 rechtswidrig, denn sie beruhe auf blosser Sch�tzung. Konkret r�gt sie das Zugrundelegen der Jahre 2006 und 2007 als Sch�tzungsgrundlage, weil diesbez�glich der vorinstanzlichen Bonusermittlung nicht gefolgt werden k�nne. Nachdem sich ergeben hat, dass der Vorinstanz hinsichtlich der Jahre 2006 und 2007 zu folgen ist, ist dieser Einwand gegenstandslos. Im �brigen legt die Beschwerdef�hrerin nicht dar, weshalb in diesem Fall eine Sch�tzung nicht zul�ssig sein soll. Es fehlt daher bereits an einer gen�genden R�ge. Aber selbst wenn korrekt ger�gt worden w�re, k�nnte der Vorinstanz keine Verletzung von Art. 42 Abs. 2 OR vorgeworfen werden. Es ist offensichtlich, dass hier keine tats�chlichen Deckungsbeitr�ge mehr ermittelt werden konnten, nachdem der Beschwerdegegner nicht mehr im Betrieb t�tig war, und die Voraussetzungen f�r ein Vorgehen nach Art. 42 Abs. 2 OR daher gegeben sind. Auch das Abstellen auf die Resultate der beiden Vorjahre ist nicht zu beanstanden.

References: Art. 42
 Art. 95
 BGE 
 Art. 95
 Art. 95
 BGE 
 BGE 
 Art. 322
 Art. 322
 Art. 42
 Art. 8
 Art. 42
 Art. 322
 Art. 322
 Art. 42
 Art. 42
 Art. 322
 Art. 42
 Art. 322
 Art. 322
 Art. 183
 Art. 188
 Art. 42
 Art. 42
 Art. 156
 Art. 2
 Art. 156
 Art. 156
 Art. 413
 Art. 156
 Art. 319
 Art. 321
 Art. 156
 Art. 322
 Art. 322
 Art. 156
 Art. 42
 Art. 42