Source: https://lsth.bundesfinanzministerium.de/lsth/2020/A-Einkommensteuergesetz/VI-Steuererhebung/2-Steuerabzug-vom-Arbeitslohn-Lohnsteuer/Paragraf-39b/paragraf-39b.html
Timestamp: 2020-08-08 07:05:37+00:00

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LStH 2020 - § 39b …
7In den Steuerklassen V und VI ist die Jahreslohnsteuer zu berechnen, die sich aus dem Zweifachen des Unterschiedsbetrags zwischen dem Steuerbetrag für das Eineinviertelfache und dem Steuerbetrag für das Dreiviertelfache des zu versteuernden Jahresbetrags nach § 32a Absatz 1 ergibt; die Jahreslohnsteuer beträgt jedoch mindestens 14 Prozent des zu versteuernden Jahresbetrags, für den 10.898 Euro übersteigenden Teil des zu versteuernden Jahresbetrags höchstens 42 Prozent, für den 28.526 Euro übersteigenden Teil des zu versteuernden Jahresbetrags 42 Prozent und für den 216.400 Euro übersteigenden Teil des zu versteuernden Jahresbetrags 45 Prozent. 8Für die Lohnsteuerberechnung ist die als Lohnsteuerabzugsmerkmal mitgeteilte oder die nach § 39c Absatz 1 oder Absatz 2 oder nach § 39e Absatz 5a oder Absatz 6 Satz 8 anzuwendende Steuerklasse maßgebend. 99Die monatliche Lohnsteuer ist 1/12, die wöchentliche Lohnsteuer sind 7/360 und die tägliche Lohnsteuer ist 1/360 der Jahreslohnsteuer. 10Bruchteile eines Cents, die sich bei der Berechnung nach den Sätzen 2 und 9 ergeben, bleiben jeweils außer Ansatz. 11Die auf den Lohnzahlungszeitraum entfallende Lohnsteuer ist vom Arbeitslohn einzubehalten. 12Das Betriebsstättenfinanzamt kann allgemein oder auf Antrag zulassen, dass die Lohnsteuer unter den Voraussetzungen des § 42b Absatz 1 nach dem voraussichtlichen Jahresarbeitslohn ermittelt wird, wenn gewährleistet ist, dass die zutreffende Jahreslohnsteuer (§ 38a Absatz 2) nicht unterschritten wird. 13Darüber hinaus kann das Betriebsstättenfinanzamt auf Antrag zulassen, dass bei nach § 1 Absatz 1 unbeschränkt einkommensteuerpflichtigen Arbeitnehmern mit Steuerklasse VI und ohne Freibetrag nach § 39a, die bei dem Arbeitgeber gelegentlich, nicht regelmäßig wiederkehrend beschäftigt werden und deren Dauer der Beschäftigung 24 zusammenhängende Arbeitstage nicht übersteigt, der während der Beschäftigung erzielte Arbeitslohn auf einen Jahresbetrag hochgerechnet und die sich ergebende Lohnsteuer auf den Lohnabrechnungszeitraum zurückgerechnet wird, wobei als Lohnabrechnungszeitraum der Zeitraum vom Beginn des Kalenderjahres bis zum Ende der Beschäftigung gilt. 14Bei Anwendung des Satzes 13 sind auch der im Kalenderjahr in etwaigen vorangegangenen und beendeten weiteren Dienstverhältnissen in der Steuerklasse VI bezogene Arbeitslohn und die darauf erhobene Lohnsteuer einzubeziehen, soweit dort bereits Satz 13 angewandt wurde. 15Voraussetzung für die Anwendung des Verfahrens nach Satz 13 ist zudem, dass der Arbeitnehmer vor Aufnahme der Beschäftigung
Neben dem Arbeitslohn für die Zeit vom 1.1. bis 29.2. von (2 x 2.300 € =) 4.600 €
gehören zum voraussichtlichen Jahresarbeitslohn die Versorgungsbezüge vom 1.3. an mit monatlich 900 €; voraussichtlich werden gezahlt (10 x 900 €) 9.000 €
Der voraussichtliche Jahresarbeitslohn beträgt somit 13.600 €
a) der zeitanteilige Versorgungsfreibetrag und der Zuschlag zum Versorgungsfreibetrag, unabhängig von der Höhe der bisher berücksichtigten Freibeträge für Versorgungsbezüge) (16 % von 10.800 € i Maßgebend ist der erste Versorgungsbezug (900 €) x 12 Monate > § 19 Abs. 2 Satz 4 EStG.) = 1.728 € höchstens 1.200 € zuzüglich 360 € = 1.560 €, davon 10/12) 1.300 €
b) der Altersentlastungsbetrag unabhängig von der Höhe des bisher berücksichtigten Betrags (16 % von 4.600 € = 736 € höchstens 760 €) 736 €
Gesamtabzugsbetrag somit 2.786 €
Der maßgebende Jahresarbeitslohn beträgt somit (13.600 € ./. 2.786 €) 10.814 €
Von dem sonstigen Bezug in Höhe von 5.000 €
ist der Altersentlastungsbetrag in Höhe von 16 %, höchstens jedoch der Betrag, um den der Jahreshöchstbetrag von 760 € den bei Ermittlung des maßgebenden Jahresarbeitslohns abgezogenen Betrag überschreitet, abzuziehen (16 % von 5.000 € = 800 €, höchstens 760 € abzüglich 736 €) 24 €
Der zu versteuernde Teil des sonstigen Bezugs beträgt somit 4.976 €
Der maßgebende Jahresarbeitslohn einschließlich des sonstigen Bezugs beträgt somit (10.814 € + 4.976 €) 15.790 €
Ausdehnung des Lohnsteuer-Jahresausgleichs nach § 42b EStG auf beschränkt steuerpflichtige Arbeitnehmer durch Artikel 2 des Gesetzes zur weiteren steuerlichen Förderung der Elektromobilität und zur Änderung weiterer steuerlicher Vorschriften beabsichtigt. Danach auch Anwendung des permanenten Lohnsteuer-Jahresausgleichs bei beschränkt steuerpflichtigen Arbeitnehmern (§ 39b Abs. 2 Satz 12).
21Sonstige Bezüge, die netto gezahlt werden, z. B. Nettogratifikationen, sind nach § 39b Abs. 3 EStG zu besteuern. 2 R 39b.6 ist mit der Maßgabe anzuwenden, dass bei der Ermittlung des maßgebenden Jahresarbeitslohns der voraussichtliche laufende Jahresarbeitslohn und frühere, netto gezahlte sonstige Bezüge mit den entsprechenden Bruttobeträgen nach Absatz 1 anzusetzen sind. 3Diese Bruttobeträge sind auch bei späterer Zahlung sonstiger Bezüge im selben Kalenderjahr bei der Ermittlung des maßgebenden Jahresarbeitslohns zugrunde zu legen.
BMF vom 14.3.2017 (BStBl I S. 473) zur Ermittlung des steuerfreien und steuerpflichtigen Arbeitslohns nach den DBA und dem Auslandstätigkeitserlass
Stand 1.1.2019 BMF vom 17.1.2019 (BStBl I S. 31)
Stand 1.1.2020 BMF vom . . (BStBl I S. )
Absatz 2 Satz 7 wurde durch Artikel 3 des FamEntlastG ab VZ 2020 geändert.

References: § 39
 § 32
 § 39
 § 39
 § 42
 § 1
 § 39
 § 19
 § 42
 § 39