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Timestamp: 2018-11-13 18:56:10+00:00

Document:
791-87
Verordnung über das Naturschutzgebiet „Felsbachtal“
Fundstelle: Amtsblatt 1992, S. 441
Auf Grund des § 19 des Gesetzes über den Schutz der Natur und die Pflege der Landschaft (Saarländisches Naturschutzgesetz - SNG) vom 31. Januar 1979 (Amtsbl. S. 147), geändert durch Gesetz vom 8. April 1987 (Amtsbl. S. 569)[1], verordnet das Ministerium für Umwelt - Oberste Naturschutzbehörde:
(1) Das im Folgenden näher bestimmte Gebiet mit einer Größe von ca. 11 ha wird zum Naturschutzgebiet erklärt; es trägt die Bezeichnung Naturschutzgebiet „Felsbachtal“.
(2) Das Naturschutzgebiet liegt in Homburg-Jägersburg zwischen dem Websweiler Hof und dem Brückweiher. Es umfasst folgende Grundstücke:
Gemarkung Jägersburg,
die Flurstücke Nr. 1891/2, 1275, 1276, 1276/2, 1277 bis 1287, 1287/2, 1288 bis 1296, 1296/2, 1297 bis 1301, 1301/2, 1302, 1303, 1304, 1304/2, 1305 bis 1312, 1312/2, 1313, 1314, 1314/2, 1315, 1316, 1317, 1317/2, 1318 bis 1323
sowie Teile der Flurstücke Nr. 1891, 1876/4, 1869/7, 1880, 1877, 1878 und 2370/13.
(3) Das Naturschutzgebiet ist in dem anliegenden [2] Kartenausschnitt gekennzeichnet sowie in der Katasterkarte Maßstab 1:1.000 mit roter Randsignatur dargestellt. Die Katasterkarte wird im Ministerium für Umwelt - Oberste Naturschutzbehörde -, Hardenbergstraße 1, 66119 Saarbrücken, archivmäßig verwahrt. Eine weitere Ausfertigung befindet sich bei der unteren Naturschutzbehörde beim Landkreis in Homburg. Die Karte kann bei den genannten Behörden während der Dienststunden von jedermann eingesehen werden.
Schutzzweck ist die Erhaltung und Entwicklung eines naturnahen Bachtals mit auf nährstoffarme Nassstandorte angewiesenen Lebensgemeinschaften, welche in unserer Kulturlandschaft selten und in ihrem Bestand bedroht sind. Die für den Naturraum Homburger Becken charakteristisch ausgeprägten feuchten Laubmischwaldgesellschaften und die Lebensgemeinschaften Weiden-Faulbaum-Gebüsch, Seggenried, Hochstaudenflur und Pfeifengraswiese bieten in ihrer Vernetzung einer Vielzahl von Pflanzen und Tieren, darunter seltenen und gefährdeten, einen geeigneten Lebensraum.
keine Beweidung durchgeführt wird,
eine Mahd erst ab dem 1. Juli eines jeden Jahres erfolgt;
in der Bachaue keine Nutzung erfolgt,
die Randzonen der Bachaue einzelstammweise unter Förderung der natürlich auf diesem Standort vorkommenden Baumarten genutzt werden,
nicht standortgerechte Bestände endgenutzt werden,
ein Totholzanteil von mindestens 6 Bäumen der verschiedenen Baumarten pro ha verbleibt;
Arbeiten zur Unterhaltung und Instandsetzung rechtmäßig bestehender baulicher Anlagen, Einrichtungen und Gewässer in der Zeit vom 1. Oktober bis 15. Februar; bei Gefahr im Verzug gilt diese Fristbeschränkung nicht.
(2) Die oberste Naturschutzbehörde kann im Einzelfall in Absatz 1 aufgeführte zulässige Handlungen für unzulässig erklären, wenn deren Ausübung den Schutzzweck gefährdet.
(3) Die oberste Naturschutzbehörde kann im Einzelfall von Maßgaben nach Absatz 1 für eine bisher rechtmäßig durchgeführte Nutzung Ausnahmen zulassen, wenn deren weitere Ausübung den Schutzzweck nicht gefährdet; § 34 Abs. 2 Saarländisches Naturschutzgesetz bleibt unberührt.
(1) Für das Naturschutzgebiet wird ein Pflege- und Entwicklungsplan von der obersten Naturschutzbehörde oder der von ihr beauftragten Stelle erstellt; auf Waldflächen ist dies die für Forstplanung zuständige Behörde der Landesforstverwaltung [3] .
(3) Auf Flächen des Staats- und Körperschaftswaldes nach § 3 Abs. 1 und 2 Saarländisches Waldgesetz werden Pflege- und Entwicklungsmaßnahmen vom Forstamt [4] im Rahmen der Jahreswirtschaftspläne durchgeführt.
(4) Als Pflege- und Entwicklungsmaßnahme gelten auch die Beseitigung von den Schutzzweck störenden baulichen Anlagen, Wegen, Gewässern oder sonstigen Einrichtungen ohne rechtlichen Bestandsschutz sowie Schutzmaßnahmen gegen schädliche Einwirkungen auf das Naturschutzgebiet, wenn dem Missstand nicht durch eine Anordnung nach § 30 [5] Abs. 4 Saarländisches Naturschutzgesetz abgeholfen werden kann.
Zuständig ist insoweit das Ministerium für Umwelt.
Die Forstämter wurden durch § 1 des Gesetzes zur Errichtung eines Landesforstbetriebs - BS- Nr. 790- 1 - aufgehoben. Gemäß § 2 Abs. 2 dieses Gesetzes sind die Aufgaben der Forstplanungsanstalt auf den Landesforstbetrieb übergegangen. Die Aufgaben der Forstämter sind gemäß § 3 Abs. 1 dieses Gesetzes auf das Ministerium für Umwelt als Forstbehörde übergegangen. Bei der Erledigung seiner diesbezüglichen Aufgaben kann sich das Ministerium des Landesforstbetriebs bedienen.

References: § 19
 § 34
 § 3
 § 30
 § 1
 § 2
 § 3