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Timestamp: 2016-10-22 16:11:04+00:00

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8C_303/2012 (06.12.2012)
Die 1972 geborene S.________ hatte sich bereits in den Jahren 1993 und 2003 bei der Invalidenversicherung zum Leistungsbezug angemeldet und berufliche Massnahmen zugesprochen erhalten. Mit Verf�gung vom 24. Februar 2005 wurde der Anspruch auf eine Invalidenrente bei einem IV-Grad von 25 % verneint.
Am 1. Oktober 2008 meldete sich die Versicherte aufgrund eines am 30. Juli 2008 erlittenen Auffahrunfalls erneut bei der Invalidenversicherung zum Leistungsbezug (Rente) an. Die IV-Stelle des Kantons Aargau t�tigte in der Folge verschiedene Abkl�rungen, zog die Unfallversicherungsakten mit dem Austrittsbericht der Klinik R.________ vom 30. Januar 2009 bei und holte beim Institut X.________ des Spitals A.________ ein polydisziplin�res Gutachten ein, das am 23. Dezember 2009 erstattet wurde. Nach durchgef�hrtem Vorbescheidverfahren verneinte die IV-Stelle mit Verf�gung vom 5. August 2010 den Anspruch auf eine Invalidenrente.
Die hiegegen erhobene Beschwerde, mit welcher S.________ die Zusprechung einer ganzen Invalidenrente beantragte, hiess das Versicherungsgericht des Kantons Aargau mit Entscheid vom 21. Februar 2012 teilweise gut, hob die Verf�gung vom 5. August 2010 auf und sprach der Versicherten vom 1. November 2008 bis 31. M�rz 2009 eine ganze sowie ab 1. April 2009 bis 31. Dezember 2009 eine Dreiviertelsrente zu.
C.a Mit Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten beantragt die IV-Stelle, in Aufhebung des kantonalen Gerichtsentscheides sei die Verf�gung vom 5. August 2010 zu best�tigen. Sie ersucht zudem um Gew�hrung der aufschiebenden Wirkung.
S.________ l�sst auf Abweisung der Beschwerde und des Gesuchs um aufschiebende Wirkung ersuchen. Das Bundesamt f�r Sozialversicherungen verzichtet auf eine Vernehmlassung.
C.b S.________ l�sst ebenfalls Beschwerde f�hren und beantragen, der kantonale Gerichtsentscheid sei insofern aufzuheben, als eine ganze IV-Rente ab 1. April 2009 verneint werde. Er sei insofern zu best�tigen, als ein Anspruch auf eine ganze IV-Rente vom 1. November 2008 bis 31. M�rz 2009 bejaht werde. Die Beschwerdegegnerin habe bei einem IV-Grad von mindestens 70 % ab 1. April 2009 und auch weiterhin eine ganze IV-Rente zu bezahlen. Eventualiter habe diese die Versicherte polydisziplin�r, subeventualiter psychiatrisch abzukl�ren. Ein Schriftenwechsel wurde nicht durchgef�hrt.
Mit Verf�gung vom 29. Juni 2012 hat das Bundesgericht der Beschwerde der IV-Stelle die aufschiebende Wirkung zuerkannt.
2.1 Die Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten kann wegen Rechtsverletzungen gem�ss Art. 95 f. BGG erhoben werden. Das Bundesgericht wendet das Recht von Amtes wegen an (Art. 106 Abs. 1 BGG). Es legt seinem Urteil den Sachverhalt zugrunde, den die Vorinstanz festgestellt hat (Art. 105 Abs. 1 BGG), und kann deren Sachverhaltsfeststellung von Amtes wegen nur berichtigen oder erg�nzen, wenn sie offensichtlich unrichtig ist oder auf einer Rechtsverletzung im Sinne von Art. 95 BGG beruht (Art. 105 Abs. 2 BGG).
2.2 Bei den vorinstanzlichen Feststellungen zum Gesundheitszustand und zur Arbeitsf�higkeit der versicherten Person handelt es sich grunds�tzlich um Entscheidungen �ber eine Tatfrage (BGE 132 V 393 E. 3.2 S. 397 ff.), welche das Bundesgericht seiner Urteilsfindung zugrunde zu legen hat (E. 2.1). Die konkrete Beweisw�rdigung stellt ebenfalls eine Tatfrage dar. Dagegen ist die Beachtung des Untersuchungsgrundsatzes und der Beweisw�rdigungsregeln nach Art. 61 lit. c ATSG Rechtsfrage (BGE 132 V 393 E. 3.2 und 4 S. 397 ff.; Urteil 9C_665/2011 vom 21. November 2011 E. 2.2 mit Hinweisen), die das Bundesgericht im Rahmen der den Parteien obliegenden Begr�ndungs- bzw. R�gepflicht (Art. 42 Abs. 2 BGG und Art. 106 Abs. 2 BGG; BGE 133 II 249 E. 1.4.1 und 1.4.2 S. 254) frei �berpr�fen kann (Art. 106 Abs. 1 BGG).
Im angefochtenen Entscheid werden die f�r die Beurteilung des geltend gemachten Rentenanspruchs massgebenden Rechtsgrundlagen zutreffend dargelegt. Es betrifft dies insbesondere die gesetzlichen Bestimmungen und die von der Rechtsprechung entwickelten Grunds�tze zu den Begriffen der Erwerbsunf�higkeit (Art. 7 ATSG) und der Invalidit�t (Art. 4 Abs. 1 IVG in Verbindung mit Art. 8 ATSG), insbesondere bei psychischen Gesundheitssch�den (BGE 131 V 49 E. 1.2 S. 50; 130 V 396 je mit Hinweisen), zum Umfang des Rentenanspruchs (Art. 28 Abs. 2 IVG) und zur Bestimmung des Invalidit�tsgrades mittels Einkommensvergleich (Art. 16 ATSG). Gleiches gilt f�r die im Falle einer Neuanmeldung des Versicherten analog zur Revision anwendbaren Regeln (Art. 17 ATSG; Art. 87 Abs. 3 f. IVV; BGE 133 V 108 E. 5.4 S. 114, 130 V 71 E. 3 S. 73 ff.) sowie f�r die Rechtsprechung zum Beweiswert und zur Beweisw�rdigung medizinischer Berichte und Gutachten (BGE 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 125 V 351 E. 3a S. 352). Darauf wird verwiesen.
Streitig und zu pr�fen ist der Anspruch der Versicherten auf eine Invalidenrente. Dabei gilt es zun�chst die Einschr�nkung in der Arbeitsf�higkeit zu beurteilen.
4.1 Nach W�rdigung der medizinischen Aktenlage stellte das kantonale Gericht fest, dass zur Beurteilung des Gesundheitszustandes und insbesondere der Arbeitsf�higkeit der Versicherten zumindest f�r den Zeitraum ab Begutachtung im Oktober 2009 bis zur angefochtenen Verf�gung vom 5. August 2010 auf das polydisziplin�re, auf internistischen, rheumatologischen und psychiatrischen Untersuchungen basierende Gutachten des Instituts X.________ vom 23. Dezember 2009 abzustellen ist, dem es vollen Beweiswert zuerkannte (BGE 134 V 231 E. 5.1 S. 232). Darin wurden als Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsf�higkeit ein chronisches Zervikozephalsyndrom (ICD-10: M53.0), ein intermittierendes Lumbovertebralsyndrom (ICD-10: M54.5), eine Pangonarthrose rechts posttraumatisch (ICD-10: M17.9) sowie eine chronische Diarrh� festgehalten. Ohne Auswirkung auf die Arbeitsf�higkeit wurden eine Dysthymia (ICD-10: F34.1) sowie akzentuierte Pers�nlichkeitsz�ge (ICD-10: Z73.1) angef�hrt. Gem�ss Expertise ist der Versicherten eine k�rperlich schwere T�tigkeit nicht mehr und eine mittelschwere nur noch eingeschr�nkt zumutbar. F�r k�rperlich leichte, wechselbelastende und vorwiegend sitzend auszuf�hrende T�tigkeiten ist dagegen weder aus rheumatologischer noch aus psychiatrischer Sicht eine Einschr�nkung in der Arbeitsf�higkeit gegeben. Einzig aufgrund der Diarrh� ist infolge eines erh�hten Pausenbedarfes mit einer Leistungsminderung von 30 % zu rechnen.
Gest�tzt auf das Gutachten des Instituts X.________ ging die Vorinstanz von einer 70 %igen Arbeitsf�higkeit in einer leidensangepassten T�tigkeit ab Begutachtungsdatum (Oktober 2009) aus. Zudem erwog sie, selbst wenn im Zeitpunkt der Begutachtung im Institut X.________ eine somatoforme Schmerzst�rung vorgelegen h�tte, was allerdings mittels Screening f�r Somatisierungsst�rungen getestet und verneint worden sei, w�re in Anwendung der rechtsprechungsgem�ssen Kriterien von deren �berwindbarkeit auszugehen. So fehle es bereits an einer psychischen Komorbidit�t von erheblicher Schwere, Auspr�gung und Dauer. Dies ist nicht zu beanstanden.
4.2 Die Einwendungen der Versicherten verm�gen zu keinem andern Ergebnis zu f�hren. Sie sind nicht geeignet die Sachverhaltsfeststellung der Vorinstanz als offensichtlich unrichtig und die Beurteilung als bundesrechtswidrig erscheinen zu lassen. Insbesondere sind keine konkreten Indizien gegeben, die gegen die Zuverl�ssigkeit des im Rahmen des Verwaltungsverfahrens eingeholten und den rechtsprechungsgem�ssen Anforderungen gen�genden Gutachtens des Instituts X.________ sprechen (BGE 137 V 210 E. 1.3.4 S. 227; 125 V 351 E.3b/bb S. 353). Entgegen der Versicherten sind die in der Zusatzuntersuchung im Gutachten des Instituts X.________ enthaltenen Testwerte f�r sich allein nicht aussagekr�ftig, vielmehr sind sie in die Gesamtbeurteilung eingeflossen. Auch die allgemeine Kritik an der Validit�t der SOMS-Testung (Screening f�r Somatisierungsst�rungen) �ndert nichts. �berdies hat das Bundesgericht verschiedentlich festgehalten, dass eine Dysthymie nach der im gebr�uchlichen ICD-Klassifikationssystem enthaltenen Umschreibung eine chronische depressive Verstimmung ist, die weder schwer noch hinsichtlich einzelner Episoden anhaltend genug ist, um die Kriterien einer schweren, mittelgradigen oder leichten rezidivierenden depressiven St�rung zu erf�llen; daher sei sie in der Regel nicht invalidisierend (SVR 2008 IV Nr. 8 S. 23, I 649/06 E. 3.3.1 mit Hinweisen; vgl. auch SVR 2011 IV Nr. 17 S. 44, 9C_98/2010 E. 2.2.2; Urteil 8C_842/2011 vom 16. Oktober 2011 E. 4.3.1 mit Hinweisen). Ausnahmen k�nnten vorliegen, wenn eine Dysthymie zusammen mit einer ernsthaften Pers�nlichkeitsst�rung auftritt. Die im Konsiliargutachten festgehaltenen akzentuierten Pers�nlichkeitsz�ge (St�rungen im Selbstwert) (ICD-10:Z73.1) gen�gen daf�r jedenfalls nicht. Anhaltspunkte f�r eine Pers�nlichkeitsst�rung wurden verneint. Entgegen der Versicherten vermag auch die Beurteilung des Externen Psychiatrischen Dienst Y.________ vom 23. Februar 2010 nichts zu �ndern. Eine offensichtlich unrichtige Sachverhaltsfeststellung ist damit nicht erstellt. Zum einen wurde sie in Unkenntnis des Gutachtens des Instituts X.________ abgegeben, zum andern stellt die darin zus�tzlich zur somatoformen Schmerzst�rung diagnostizierte mittelgradige depressive Symptomatik entgegen der Versicherten rechtsprechungsgem�ss keine relevante psychische Komorbidit�t dar (SVR 2011 IV Nr. 57 S. 171, 8C_958/2010 E. 6.2.2.2; SVR 2012 IV Nr. 18 S. 81, 9C_418/2010 E. 5.3.4; Urteil 9C_302/2012 vom 13. August 2012 E. 4.3.2). Indem die Vorinstanz bei dieser Ausgangslage in antizipierter Beweisw�rdigung von weiteren medizinischen Abkl�rungen absah, hat sie kein Bundesrecht verletzt.
5.1 Was den Zeitraum vor der Begutachtung im Institut X.________ im Oktober 2009 betrifft, hielt die Vorinstanz fest, vor dem Hintergrund, dass die Gutachter des Instituts X.________ nach dem Unfall eine h�hergradige Arbeitsunf�higkeit als nachvollziehbar und den genauen Verlauf anhand der Aktenlage retrospektiv als nicht sicher beurteilbar bezeichneten und aufgrund der Tatsache, dass die Haus�rztin Dr. med. E.________ ab Unfalldatum vom 30. Juli 2008 bis 11. Januar 2009 eine 100 %ige Arbeitsunf�higkeit attestierte, sei unter Ber�cksichtigung von Art. 88a Abs. 2 IVV ab 1. November 2008 von einer 100%igen Arbeitsunf�higkeit auszugehen. Weiter f�hrte sie aus, zwischen der psychiatrischen Beurteilung im Institut X.________ (Oktober 2009) und derjenigen des Psychiaters Dr. med. H.________ vom 14. Januar 2009 (die im Rahmen der station�ren Rehabilitation in der Klinik R.________ vom 1. Dezember 2008 bis 10. Januar 2009 erfolgte) bestehe insbesondere betreffend die Beurteilung der Arbeitsf�higkeit eine Diskrepanz. Im Rahmen der Beweisw�rdigung stellte sie dann f�r die Zeit bis zur Begutachtung im Institut X.________ auf den Bericht des Dr. med. H.________ vom 14. Januar 2009 und die darin enthaltene Beurteilung der Arbeitsf�higkeit (40 % in einer leichten T�tigkeit) ab. Sie begr�ndete dies u.a. damit, dass zwar die M�glichkeit bestehe, dass bereits im Zeitpunkt der Untersuchung bei Dr. med. H.________ im Januar 2009 keine bzw. keine derart schwergradige, die Arbeitsf�higkeit der Versicherten beeinflussende psychische St�rung vorgelegen habe. Von einer damals mit �berwiegenden Wahrscheinlichkeit fehlenden IV-rechtlichen psychischen St�rung k�nne jedoch nicht gesprochen werden. Nachdem es sich bei dessen Bericht um einen voll beweiskr�ftigen Arztbericht handle, keine weiteren Berichte von psychiatrischen Fach�rzten vorhanden seien und es bei psychischen St�rungen schwierig sei, f�r einen zur�ckliegenden Zeitraum die Arbeitsf�higkeit zuverl�ssig zu beurteilen, sei zu Gunsten der Versicherten auf diesen Bericht und die darin enthaltene Arbeitsf�higkeit abzustellen. Unter Ber�cksichtigung der dreimonatigen Frist von Art. 88a Abs. 1 IVG ging sie ab der Beurteilung bei Dr. med. H.________ am 10. Januar 2009 (ab April 2009) bis zur Begutachtung im Institut X.________ Mitte Oktober 2009 (bis Ende Dezember 2009) von einer 40 %igen Arbeitsf�higkeit in einer leichten T�tigkeit aus.
5.2 Die IV-Stelle r�gt zum einen eine Verletzung von Bundesrecht durch die Vorinstanz, indem diese f�r den Beginn eines allf�lligen Rentenanspruchs f�lschlicherweise die Revisionsbestimmungen angewandt und den Rentenbeginn auf den 1. November 2008 festgesetzt habe. Zum andern sieht sie eine Bundesrechtswidrigkeit insofern gegeben, als sich das kantonale Gericht f�r den relevanten Zeitpunkt ab 1. April 2009 (Anmeldung Oktober 2008) auf den Bericht des Dr. med. H.________ vom 14. Januar 2009 abst�tzte und das Vorliegen einer invalidisierenden psychischen Gesundheitssch�digung bejahte.
5.3 Mit der IV-Stelle erweist sich die Festsetzung des Rentenbeginns auf den 1. November 2008 als bundesrechtswidrig. Entgegen der Vorinstanz setzt die Anwendung von Art. 88a Abs. 2 IVV n�mlich voraus, dass bei Eintritt der anspruchsbeeinflussenden �nderung bereits eine rentenbegr�ndende Invalidit�t vorgelegen haben muss, mithin ein Rentenanspruch entstanden war (Urteil 8C_551/2008 vom 13. No-vember 2008 E. 3.3). Dies ist vorliegend nicht der Fall. Zwar war der Versicherten gem�ss rentenablehnender Verf�gung vom 24. Februar 2005 (Invalidit�tsgrad von 25 %) ihre angestammte T�tigkeit als Pflegeassistentin nicht mehr in vollem Umfang zumutbar gewesen; mit leichten, vorwiegend sitzenden T�tigkeiten, ohne starke k�rperliche Belastungen h�tte sie jedoch bis zum Unfallereignis vom 30. Juli 2008 ein rentenausschliessendes Einkommen erzielen k�nnen. Gem�ss dem seit dem 1. Januar 2008 (5. IV-Revision) geltenden Art. 29 Abs. 1 IVG entsteht der Rentenanspruch - sofern die entsprechenden Anspruchsvoraussetzungen (Art. 28 Abs. 1 IVG) gegeben sind - fr�hestens sechs Monate nach Geltendmachung des Leistungsanspruchs nach Art. 29 Abs. 1 ATSG. Art. 28 Abs. 1 IVG setzt dabei voraus, dass die versicherte Person w�hrend eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 Prozent arbeitsunf�hig (Art. 6 ATSG) gewesen ist (lit. b) und nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 Prozent invalid (Art. 8 ATSG) ist (lit. c). Somit best�nde nach dem Unfall vom 30. Juli 2008 unter Ber�cksichtigung des Wartejahres ein allf�lliger Rentenanspruch fr�hestens ab August 2009.
5.4 Im Gutachten des Instituts X.________, dem mit der Vorinstanz voller Beweiswert zukommt (vgl. E. 4.2), wurde die Frage nach der retrospektiven Beurteilung der Arbeitsf�higkeit f�r angepasste T�tigkeiten dahingehend beantwortet, dass nach dem Unfall eine h�hergradige Arbeitsunf�higkeit nachvollziehbar, der genaue Verlauf retrospektiv aufgrund der Akten aber nicht sicher beurteilbar sei. F�r die Zeit nach Ablauf der station�ren Rehabilitation in R.________ vom 10. Januar 2009 gingen die Gutachter von den ihrerseits in der Expertise beschriebenen Einschr�nkungen aus. Sie wichen dabei von der Einsch�tzung des Psychiaters Dr. med. H.________ ab, was sie damit begr�ndeten, dass sich dessen Krankheitsbild aktuell nicht mehr nachweisen liesse. Auch schienen die Eingangskriterien f�r eine Pers�nlichkeitsst�rung nicht erf�llt. M�glicherweise sei die Diagnostik im Januar 2009 durch das damals vorliegende, eigenanamnestische schwer depressive Symptombild verzerrt worden. Indem die Vorinstanz bei dieser Ausgangslage zu Gunsten der Versicherten auf die Beurteilung der Arbeitsf�higkeit durch den behandelnden Psychiater Dr. med. H.________ abstellte, hat sie Bundesrecht verletzt (BGE 125 V 351 E. 3 S. 352 ff.). Zum einen kennt das Sozialversicherungsrecht den Beweisgrundsatz "in dubio pro assicurato" nicht (BGE 129 V 472 E. 4.2.1 S. 477 mit Hinweisen; Urteil 8C_588/2007 vom 27. August 2008 E. 11.2 mit Hinweisen). Liesse sich der Sachverhalt nicht mit �berwiegender Wahrscheinlichkeit feststellen, h�tte diejenige Partei die Beweislast zu trage, die aus dem unbewiesen gebliebenen Sachverhalt Recht ableiten wollte, mithin die Versicherte selbst (BGE 117 V 261 E. 3b S. 264 mit Hinweisen; 8C_35/2011 vom 24. Mai 2011 E. 5.2). Zum andern �ussert sich das beweiskr�ftige Gutachten des Instituts X.________ zur Arbeitsf�higkeit in der vorliegend relevanten Zeit, setzt sich mit der abweichenden Einsch�tzung des Psychiaters Dr. med. H.________ auseinander und begr�ndet die abweichende Beurteilung nachvollziehbar. Es beruht auf einer Begutachtung Mitte Oktober 2009. Entgegen der Vorinstanz kann dabei nicht von einer Beurteilung f�r einen weit zur�ckliegenden Zeitraum gesprochen werden. Zudem schreibt Dr. med. H.________ lediglich von einer Tendenz zur Chronifizierung resp. somatoformen Schmerzverarbeitung, sieht die F�rsterkriterien nur teilweise erf�llt und verweist gleichzeitig auf etliche psychosoziale und damit invalidit�tsfremde Belastungsfaktoren. Sodann stellt die diagnostizierte Dysthymie keine relevante psychische Komorbidit�t dar (vgl. E. 4.2 vorstehend). Selbst wenn somit auf den Bericht des Dr. med. H.________ abgestellt werden k�nnte, w�re das Vorliegen einer invalidisierenden psychischen Gesundheitssch�digung zu verneinen. Damit ist f�r die relevante Zeit ab Ende August 2009 ebenfalls eine Arbeitsf�higkeit von 70 % f�r leichte, wechselbelastende T�tigkeiten gegeben.
Zu pr�fen bleibt die zu Recht anhand der Einkommensvergleichsmethode erfolgte Invalidit�tsbemessung.
6.1.1 Bei der Ermittlung des ohne Gesundheitsschaden erzielbaren hypothetischen Valideneinkommens ging die Vorinstanz in Best�tigung der Verwaltung davon aus, dass die Versicherte im Gesundheitsfall weiterhin als Pflegeassistentin im Gesundheits- und Sozialwesen t�tig w�re. Dies ergab ein Einkommen von Fr. 56'747.- im Jahr (LSE-Tabellenl�hne 2008, TA1, Gesundheits- und Sozialwesen, Frauen, Niveau 4, angepasst an die �bliche Arbeitszeit).
Wie die Vorinstanz richtig erwog, setzt die Ber�cksichtigung einer im Gesundheitsfall mutmasslich erfolgten beruflichen Weiterentwicklung konkrete Anhaltspunkte daf�r voraus, dass die versicherte Person einen beruflichen Aufstieg und ein entsprechend h�heres Einkommen auch tats�chlich realisiert h�tte, w�re sie nicht invalid geworden. Bloss theoretische Aufstiegsm�glichkeiten oder Karriereschritte sind rechtsprechungsgem�ss nur dann beachtlich, wenn sie mit hoher Wahrscheinlichkeit eingetreten w�ren (RKUV 2006 Nr. U 568 S. 67 E. 2.1.2; AHI 1998 S. 171 E. 5a). Auch gen�gen blosse Absichtserkl�rungen nicht, um eine nicht weiter konkretisierte berufliche Ver�nderung anzunehmen und das Valideneinkommen auf einen entsprechend angepassten Wert festzusetzen (SVR 2002 IV Nr. 21 S. 63 f. E. 3b). Die Absicht, beruflich weiterzukommen, muss durch konkrete Schritte wie Kursbesuche, Aufnahme eines Studiums, Ablegung von Pr�fungen usw. kundgetan worden sein (BGE 96 V 29; RKUV 2006 Nr. U 568 S. 65; Urteil 8C_210/2012 vom 27. April 2012 E. 3.1).
6.1.2 Die Vorinstanz stellte fest, es fehlten entsprechende konkrete Hinweise daf�r, dass die Versicherte im Gesundheitsfall in einer h�her qualifizierten T�tigkeit, als Pflegeassistentin im Niveau 3, arbeiten w�rde. Die Einwendungen der Versicherten, die bereits im kantonalen Verfahren zutreffend entkr�ftet wurden, verm�gen eine offensichtliche Unrichtigkeit der vorinstanzlichen Sachverhaltsfeststellung beziehungsweise eine diesbez�gliche Rechtsverletzung nicht zu begr�nden, weshalb das Bundesgericht daran gebunden ist (E. 2.1 hievor).
6.2 Bei der Bemessung des hypothetischen Invalideneinkommens ging die Vorinstanz in Best�tigung der Verwaltung vom Totalwert f�r leichte Hilfst�tigkeiten gem�ss LSE 2008, TA1, Frauen, Niveau 4, von Fr. 51'368.- aus. Unter Ber�cksichtigung einer Arbeitsf�higkeit von 70 % ergab dies ein Einkommen von Fr. 35'958.-, was unbestritten ist. Die Versicherte beanstandet einzig, dass kein Abzug vom Tabellenlohn erfolgte und macht einen Abzug in H�he von 15 %, bestehend aus einem Teilzeitabzug von 5 % sowie einem Leidensabzug von 10 %, geltend. Dazu gilt festzustellen, dass bereits in der Beurteilung des medizinischen Zumutbarkeitsprofils enthaltene gesundheitliche Einschr�nkungen nicht zus�tzlich in die Bemessung des leidensbedingten Abzuges einfliessen und so zu einer doppelten Anrechnung desselben Gesichtspunktes f�hren k�nnen (Urteil 8C_75/2008 vom 14. November 2008 E. 4.3). Die Vorinstanz hat der durch die Diarrh� bedingten Einschr�nkung von 30 % dadurch Rechnung getragen, dass sie ein 70 % Pensum in einer angepassten T�tigkeit als zumutbar erachtete. Entgegen der Versicherten besteht aufgrund der Pangonarthrose keine zus�tzliche Einschr�nkung in Bezug auf die zumutbare k�rperlich leichte, wechselbelastende, vorwiegend sitzend auszuf�hrende T�tigkeit. Die im Gutachten aus rheumatologischer Sicht angef�hrten Einschr�nkungen (m�glichst Wechselbelastung, keine Kniebelastung, kein Arbeiten in Hockstellung oder Treppensteigen) beziehen sich vor allem auf mittelschwere k�rperliche T�tigkeiten. F�r einen entsprechenden leidensbedingten Abzug besteht mithin kein Grund. Rechtsprechungsgem�ss gibt es auch keinen Anlass f�r einen Teilzeitabzug bei Frauen (vgl. Urteil 9C_315/2012 vom 18. September 2012). Weitere Gr�nde f�r einen Tabellenlohnabzug sind nicht ersichtlich und werden auch nicht geltend gemacht. Das Invalideneinkommen wurde zu Recht auf Fr. 35'958.- festgelegt.
6.3 Zusammenfassend resultiert aus der Gegen�berstellung des Invalideneinkommens von Fr. 35'958.- mit dem Valideneinkommen von Fr. 56'747.- ein Invalidit�tsgrad von 37 %. Damit besteht kein Anspruch auf eine Invalidenrente.
Die Beschwerde der IV-Stelle ist somit gutzuheissen, w�hrend diejenige der Versicherten abzuweisen ist.
Die Beschwerde der IV-Stelle des Kantons Aargau wird gutgeheissen. Der Entscheid des Verwaltungsgerichts des Kantons Aargau vom 21. Februar 2012 wird aufgehoben und die Verf�gung der IV-Stelle des Kantons Aargau vom 5. August 2010 best�tigt.

References: Art. 95
 Art. 95
 Art. 61
 Art. 106
 BGE 
 Art. 8
 Art. 87
 BGE 
 Art. 88
 Art. 88
 Art. 88
 Art. 29
 Art. 29
 Art. 28
in dubio