Source: https://www.betriebsratsberater-berlin.de/arbeits--und-gesundheitsschutz/b.-rechte-des-betriebsrates/5.-arbeitsschutzsystem/aspekte-der-neuausrichtung.html
Timestamp: 2018-11-12 22:47:01+00:00

Document:
Betriebsratsberater-Berlin.de >> Arbeits- und Gesundheitsschutz > B. Rechte des Betriebsrates > 5. Arbeitsschutzsystem >> Aspekte der Neuausrichtung
Welche Neuausrichtung des Arbeitsschutzsystems gab es?
Die Vorgabe von Schutzzielen, die im Betrieb vom Arbeitgeber eigenverantwortlich durch Maßnahmen und Regelungen auszufüllen sind.
Arbeitsschutzgesetz - § 3 Grundpflichten des Arbeitgebers
Dynamischer Gesundheitsschutz, der charakterisiert ist durch Wirksamkeitskontrollen, regelmäßige Verbesserungen und Aktualisierungen
(1) ... Er hat die Maßnahmen auf ihre Wirksamkeit zu überprüfen und erforderlichenfalls sich ändernden Gegebenheiten anzupassen. Dabei hat er eine Verbesserung von Sicherheit und Gesundheitsschutz der Beschäftigten anzustreben.
Eine umfassende Einbindung von Sicherheit und Gesundheit in die betrieblichen Organisationsstrukturen, insbesondere die Aufbau- und Ablauforganisation, d.h. letztlich eine nachhaltige Gestaltung eines Gesundheitsmanagements.
1. für eine geeignete Organisation zu sorgen und die erforderlichen Mittel bereit zu stellen sowie
Die frühzeitige Vorbeugung, die bereits bei der Planung von Arbeit, d.h. vor der Arbeitsaufnahme, ansetzt und Gefährdungen und nicht nur Gefahren ermittelt.
Arbeitsschutzgesetz - § 4 Allgemeine Grundsätze
(1) Der Arbeitgeber hat bei Maßnahmen des Arbeitsschutzes von folgenden allgemeinen Grundsätzen auszugehen:
Eine aktive Beteiligung von Beschäftigten, die nicht nur als Experten für ihre Arbeitsplätze tituliert, sondern auch so behandelt werden, vor allem, indem sie aktiv in den Gesundheitsschutz einbezogen werden.
Im Rahmen der Gefährdungsbeurteilung nach § 5 ArbSchG können auch subjektive Befragungen der Arbeitnehmer, auch durch schriftliche Erhebungsbögen organisiert werden. Insbesondere psychische Probleme, Arbeitsstress u.ä. sind nur schwer messbar und daher ist die Selbsteinschätzung der Arbeitnehmer in diesem Rahmen von großer Bedeutung und kann in entsprechenden Gefährdungsbeurteilungen als Ermittlungsmethode herangezogen werden.
Arbeitsschutzgesetz - § 17 Rechte der Beschäftigten
(1) Die Beschäftigten sind berechtigt, dem Arbeitgeber Vorschläge zu allen Fragen der Sicherheit und des Gesundheitsschutzes bei der Arbeit zu machen. ...
(2) Sind Beschäftigte auf Grund konkreter Anhaltspunkte der Auffassung, dass die vom Arbeitgeber getroffenen Maßnahmen und bereitgestellten Mittel nicht ausreichen, um die Sicherheit und den Gesundheitsschutz bei der Arbeit zu gewährleisten, und hilft der Arbeitgeber darauf gerichteten Beschwerden von Beschäftigten nicht ab, können sich diese an die zuständige Behörde, wenden. ...
Die Präventionsziele sind erweitert worden auf menschengerechte Gestaltung der Arbeit sowie die Gesundheit und das psychische Wohlbefinden.
Arbeitsschutzgesetz - § 2 Begriffsbestimmungen
Die Berücksichtigung aller Arbeitsbedingungen, die eine Gefährdung von Gesundheit und Wohlbefinden verursachen können, was auch psychische und emotionale Belastungen, soziale Beziehungen umfasst.
4. Maßnahmen sind mit dem Ziel zu planen, Technik, Arbeitsorganisation, sonstige Arbeitsbedingungen, soziale Beziehungen und Einfluss der Umwelt auf den Arbeitsplatz sachgerecht zu verknüpfen; ...
Neue Verfahren und Methoden, wie die Gefährdungsbeurteilung.
Arbeitsschutzgesetz - § 5 Allgemeine Grundsätze

References: § 3
 § 4
 § 5
 § 17
 § 2
 § 5