Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=BAG&Datum=20.02.2001&Aktenzeichen=3%20AZR%2021/00
Timestamp: 2020-01-21 20:37:05+00:00

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BAG, 20.02.2001 - 3 AZR 21/00 - dejure.org
https://dejure.org/2001,3992
BAG, 20.02.2001 - 3 AZR 21/00 (https://dejure.org/2001,3992)
BAG, Entscheidung vom 20.02.2001 - 3 AZR 21/00 (https://dejure.org/2001,3992)
BAG, Entscheidung vom 20. Februar 2001 - 3 AZR 21/00 (https://dejure.org/2001,3992)
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Anspruch auf eine betriebliche Erwerbsunfähigkeitsrente bei Daimler-Benz; Gewährung von Leistungen der betrieblichen Altersversorgung nach Maßgabe einer vereinbarten Versorgungsordnung (VO Daimler Benz); Voraussetzungen eines Anspruchs auf betriebliche ...
BetrAVG § 1 (Wartezeit) § 1 (Invaliditätsrente)
ArbG Bremen, 10.03.1998 - 4a Ca 4084/97
ArbG Bremen, 11.08.1999 - 4a Ca 4084/97
ArbG Bremen, 11.08.1999 - 4a Ca 4085/97
LAG Bremen, 11.08.1999 - 2 Sa 186/98
NZA 2002, 351 (Ls.)
a) Anspruchsausschließende Wartezeiten sind grundsätzlich zulässig (BAG 7. Juli 1977 - 3 AZR 570/76 - BAGE 29, 227, 230 f., zu I 2 der Gründe; 19. Dezember 2000 - 3 AZR 174/00 - AP BetrAVG § 1 Wartezeit Nr. 24 = EzA BetrAVG § 1 Wartezeit Nr. 1, zu 2 der Gründe; 20. Februar 2001 - 3 AZR 21/00 - EzA BetrAVG § 1 Wartezeit Nr. 2, zu II 1 b der Gründe;… Kemper in Kemper/Kisters-Kölkes/Berenz/Bode/Pühler BetrAVG § 1b Rn. 116 f.).
Eine solche Regelung ist auch im Hinblick auf § 1b Abs. 1 Satz 5 BetrAVG zulässig (BAG 20. Februar 2001 - 3 AZR 21/00 - EzA BetrAVG § 1 Wartezeit Nr. 2, zu II 1 b und 2 der Gründe).
Sieht der Arbeitgeber davon ab, die Voraussetzungen der Erwerbs- oder Berufsunfähigkeit selbst festzulegen, will er damit in der Regel den sozialversicherungsrechtlichen Sprachgebrauch übernehmen (vgl. BAG 20. Februar 2001 - 3 AZR 21/00 - zu I 1 der Gründe, EzA BetrAVG § 1 Wartezeit Nr. 2; 14. Dezember 1999 - 3 AZR 742/98 - zu I 1 a der Gründe, AP BetrAVG § 1 Invaliditätsrente Nr. 12 = EzA BetrAVG § 1 Invalidität Nr. 2) .
Auch ist grundsätzlich davon auszugehen, dass ein Arbeitgeber, der in einer Pensionszusage Begrifflichkeiten aus dem Sozialversicherungsrecht verwendet, das sozialversicherungsrechtliche Begriffsverständnis und damit auch die hierzu ergangene Rechtsprechung übernehmen will (vgl. BAG 20. Februar 2001 - 3 AZR 21/00 - zu I 1 der Gründe; 14. Dezember 1999 - 3 AZR 742/98 - zu I 1 a der Gründe) .
BAG, 14.12.2010 - 3 AZR 939/08
Übernehmen die Betriebspartner einen im Sozialversicherungsrecht gebräuchlichen Rechtsbegriff, ohne dessen Voraussetzungen selbst festzulegen, legen sie regelmäßig den Sprachgebrauch des Sozialversicherungsrechts zugrunde (vgl. BAG 20. Februar 2001 - 3 AZR 21/00 - zu I 1 der Gründe, EzA BetrAVG § 1 Wartezeit Nr. 2) .
Die LO sieht ein Ruhegeld nicht für den Fall der "Berufs"- bzw. "Erwerbsunfähigkeit" oder "Invalidität" (zu dem dann regelmäßig möglichen Rückgriff auf die gesetzlichen Voraussetzungen der Berufs- bzw. Erwerbsunfähigkeit nach den §§ 43, 44 SGB VI vgl. BAG 14. Dezember 1999 - 3 AZR 742/98 - zu I 1 a der Gründe, AP BetrAVG § 1 Invaliditätsrente Nr. 12 = EzA BetrAVG § 1 Invalidität Nr. 2; 20. Februar 2001 - 3 AZR 21/00 - zu I 1 der Gründe, EzA BetrAVG § 1 Wartezeit Nr. 2; 5. Juni 1984 - 3 AZR 33/84 - zu III 1 a der Gründe, BAGE 46, 80), sondern allein für den Fall der Dienstunfähigkeit vor.
Können die Voraussetzungen der Versorgungsordnung bis zum Eintritt des Versorgungsfalles aber auch bei Fortbestehen des Arbeitsverhältnisses nicht erfüllt werden, erwirbt der Arbeitnehmer keinen Versorgungsanspruch (vgl. BAG vom 20.02.2001 - 3 AZR 21/00 - a.a.O.).
Der Eintritt des Versorgungsfalles vor Ablauf der Wartezeit schließt hiernach stets die Entstehung eines Vorsorgungsanspruches aus (vgl. BAG vom 20.02.2001 - 3 AZR 21/00 - a.a.O.).
Das Versorgungsstatut, das letztmalig im Jahr 1977 geändert wurde, verwendet weder den Begriff der Invalidität noch die sozialversicherungsrechtlichen Begriffe der Berufs- oder Erwerbsunfähigkeit iSd. §§ 23, 24 AVG in der bis zum 31. Dezember 1991 geltenden Fassung, der §§ 43, 44 SGB VI in der bis zum 31. Dezember 2000 geltenden Fassung (im Folgenden: SGB VI aF; zu dem dann regelmäßig möglichen Rückgriff auf die gesetzlichen Voraussetzungen der Berufs- und Erwerbsunfähigkeit nach den §§ 43, 44 SGB VI aF vgl. BAG 5. Juni 1984 - 3 AZR 33/84 - zu III 1 a der Gründe, BAGE 46, 80; 14. Dezember 1999 - 3 AZR 742/98 - zu I 1 a der Gründe, AP BetrAVG § 1 Invaliditätsrente Nr. 12 = EzA BetrAVG § 1 Invalidität Nr. 2; 20. Februar 2001 - 3 AZR 21/00 - zu I 1 der Gründe, EzA BetrAVG § 1 Wartezeit Nr. 2) oder den Begriff der "Erwerbsminderung" iSd. § 43 SGB VI in der ab dem 1. Januar 2001 geltenden Fassung (im Folgenden: SGB VI nF) .
Dies entspricht der ständigen Rechtsprechung des Bundesarbeitsgerichts, nach der bei der Auslegung der Begriffe der Berufs- und Erwerbsunfähigkeit in Versorgungsbestimmungen regelmäßig von einer Kopplung an das Sozialversicherungsrecht auszugehen ist ( vgl. BAG, Urteil vom 20.02.2001, 3 AZR 21/00, EzA BetrAVG § 1 Wartezeit Nr. 2 m.w.N.; BAG, Urteil vom 11.10.2011, 3 AZR 795/09, EzA § 322 ZPO 2002 Nr. 2).
ArbG Köln, 08.01.2009 - 22 Ca 9333/07
Einordnung von Hausbrandbezugsrechten als Teil der betrieblichen …

References: § 1
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 § 322