Source: http://relevancy.bger.ch/php/aza/http/index.php?lang=de&zoom=&type=show_document&highlight_docid=aza%3A%2F%2F01-05-2015-9C_770-2014
Timestamp: 2016-10-28 04:26:20+00:00

Document:
9C_770/2014 (01.05.2015)
9C_770/2014 {T�0/2} � � Urteil vom 1. Mai 2015
Mit Verf�gung vom 16. Mai 2006 sprach die Kantonale IV-Stelle Wallis der 1960 geborenen A.________ r�ckwirkend ab M�rz 2005 eine ganze Rente der Invalidenversicherung zu. Ende 2006 nahm die Versicherte in B.________/AG Wohnsitz. Mit Revisionsverf�gung vom 26. August 2013 hob die IV-Stelle des Kantons Aargau die bisher ausgerichtete Invalidenrente auf.
Das Versicherungsgericht des Kantons Aargau wies die dagegen erhobene Beschwerde mit Entscheid vom 9. September 2014 ab.
A.________ f�hrt Beschwerde ans Bundesgericht mit dem Antrag auf Weiterausrichtung der ganzen Rente; eventuell sei die Sache zur erg�nzenden medizinischen Abkl�rung an die IV-Stelle zur�ckzuweisen.
Die Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten kann wegen Rechtsverletzung gem�ss den Art. 95 f. BGG erhoben werden. Das Bundesgericht legt seinem Urteil den Sachverhalt zugrunde, den die Vorinstanz festgestellt hat (Art. 105 Abs. 1 BGG), und kann deren Sachverhaltsfeststellung von Amtes wegen nur berichtigen oder erg�nzen, wenn sie offensichtlich unrichtig ist oder auf einer Rechtsverletzung im Sinne von Art. 95 BGG beruht (Art. 105 Abs. 2 BGG; vgl. auch Art. 97 Abs. 1 BGG). Mit Blick auf diese Kognitionsregelung ist aufgrund der Vorbringen in der Beschwerde ans Bundesgericht zu pr�fen, ob der angefochtene Gerichtsentscheid in der Anwendung der massgeblichen materiell- und beweisrechtlichen Grundlagen (u.a.) Bundesrecht verletzt (Art. 95 lit. a BGG), einschliesslich einer allf�lligen rechtsfehlerhaften Tatsachenfeststellung (Art. 97 Abs. 1, Art. 105 Abs. 2 BGG). Hingegen hat unter der Herrschaft des BGG eine freie �berpr�fung des vorinstanzlichen Entscheides in tats�chlicher Hinsicht zu unterbleiben. Ebenso entf�llt eine Pr�fung der Ermessensbet�tigung nach den Grunds�tzen zur Angemessenheitskontrolle.
Die Vorinstanz hat die gesetzlichen Bestimmungen und die von der Rechtsprechung entwickelten Grunds�tze, namentlich diejenigen �ber die Bemessung des Invalidit�tsgrades bei erwerbst�tigen Versicherten nach der allgemeinen Methode des Einkommensvergleichs (Art. 16 ATSG [SR 830.1] in Verbindung mit Art. 28a Abs. 1 IVG; BGE 130 V 343 E. 3.4 S. 348; 128 V 29 E. 1 S. 30; 104 V 135 E. 2a und b S. 136) und die Revision von Invalidenrenten bei wesentlicher �nderung in den tats�chlichen Verh�ltnissen (Art. 17 Abs. 1 ATSG in Verbindung mit Art. 1 Abs. 1 IVG; BGE 134 V 131 E. 3 S. 132; 130 V 343 E. 3.5 S. 349 ff.) zutreffend dargelegt. Hierauf wird verwiesen.
3.1.�Des Weitern hat das kantonale Gericht - wobei es die hievor (E. 1) angef�hrte Kognitionsregelung zu beachten gilt - insbesondere gest�tzt auf das psychiatrisch/orthop�dische Gutachten der MEDAS C.________ vom 24. Mai 2013 zutreffend erkannt, dass die Beschwerdef�hrerin ihre fr�here T�tigkeit als B�ckerei-Mitarbeiterin behinderungsbedingt nicht mehr auszu�ben vermag, hingegen einer leidensangepassten Erwerbst�tigkeit wiederum uneingeschr�nkt nachgehen und damit ein rentenausschliessendes Einkommen erzielen k�nnte. Jedenfalls kann von einer offensichtlich unrichtigen (oder unvollst�ndigen) vorinstanzlichen Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts keine Rede sein (was auch hinsichtlich der antizipierten Beweisw�rdigung gilt, wonach keine erg�nzenden �rztlichen Abkl�rungen erforderlich sind und vom Beizug weiterer medizinischer Akten abgesehen werden kann). In der Beschwerdeschrift werden denn auch in erster Linie blosse Tat- und Ermessensfragen aufgeworfen, welche - wie dargelegt - der freien �berpr�fung durch das Bundesgericht entzogen sind.
3.2.�Dass die gesundheitlichen Verh�ltnisse im massgebenden Zeitraum zwischen der urspr�nglichen Rentenverf�gung vom 16. Mai 2006 und der hier streitigen Revisionsverf�gung vom 26. August 2013 eine leistungsrelevante �nderung erfahren haben, zeigt sich schon anhand der Medikamenteneinnahme: Anl�sslich der Untersuchung im Externen Psychiatrischen Dienst D.________ vom 10. Juli 2007 hatte die Beschwerdef�hrerin erkl�rt, sie k�nne sich nicht vorstellen, ohne Medikamente (vor allem Rivotril) weiter zu existieren. Die behandelnde Psychiaterin Dr. E.________ f�hrte im Verlaufsbericht vom 24. April 2012 denn auch aus, die Versicherte sei eine schwer kranke Patientin, welche ununterbrochen mit hochdosierten Psychopharmaka therapiert werde. Demgegen�ber ergaben die im Rahmen der bidisziplin�ren Begutachtung erhobenen Laborwerte ein anderes Bild. Die von der Beschwerdef�hrerin wiederholt ausdr�cklich angegebenen verschiedenen Analgetika liessen sich nicht nachweisen. Ebenso lagen die beiden Antidepressiva sowie das geltend gemachte Neuroleptikum unterhalb der Nachweisgrenze bzw. im deutlich untertherapeutischen Bereich. Schliesslich konnte Clonazepam (Rivotril) ebenfalls nur unterdosiert festgestellt werden. Die auch in der Laboranalyse zum Ausdruck gelangende gesundheitliche Verbesserung (deutliche Abnahme des Leidensdruckes) wird durch die vorinstanzlich nachgereichten Berichte der Klinik F.________ vom 23. August 2013 und der Psychiatrischen Dienste G.________ vom 4. M�rz 2014 nicht in Zweifel gezogen. Jedenfalls ist die diesbez�gliche einl�ssliche Beweisw�rdigung im angefochtenen Entscheid nicht willk�rlich.
Dieses Urteil wird den Parteien, dem Versicherungsgericht des Kantons Aargau, dem Bundesamt f�r Sozialversicherungen, der Pensionskasse PANVICA und der Ausgleichskasse PANVICA schriftlich mitgeteilt.
Luzern, 1. Mai 2015

References: Art. 95
 Art. 95
 Art. 97
 Art. 105
 Art. 28
 BGE 
 Art. 1
 BGE