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Timestamp: 2018-01-17 18:17:39+00:00

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Finanzamt Freiburg-Stadt - Wann bin ich verpflichtet, ELSTER zu nutzen?
Wann bin ich verpflichtet, ELSTER zu nutzen ?
Die Umsatzsteuer-Voranmeldung, der Antrag auf Dauerfristverlängerung, die Anmeldung der Sondervorauszahlung und die Zusammenfassende Meldung, sowie die Lohnsteuer-Anmeldung und die Anmeldung über den Steuerabzug nach § 50a EStG müssen bereits seit dem Jahr 2005 elektronisch übermittelt werden. Für die Kapitalertragsteueranmeldung gilt die Verpflichtung seit dem Jahr 2009.
Seit dem 01.01.2013 müssen Umsatzsteuervoranmeldungen, Lohnsteueranmeldungen, Anträge auf Dauerfristverlängerung und Anmeldungen der Sondervorauszahlung elektronisch authentifiziert übermittelt werden.
Die elektronische Übermittlung ist bisher schon gesetzlich vorgeschrieben gewesen, konnte aber auch nicht-authentifiziert erfolgen.
Ab dem Veranlagungszeitraum 2011 sind Unternehmen verpflichtet, auch ihre Jahressteuererklärungen auf elektronischem Weg an das Finanzamt zu übermitteln. Die Grundlagen hierfür wurden durch das Gesetz zur Modernisierung und Entbürokratisierung des Steuerverfahrens (Steuerbürokratieabbaugesetz) und das Jahressteuergesetz 2010 geschaffen.
Personen, die Gewinneinkünfte erzielen, sind zur elektronischen Übermittlung ihrer Einkommensteuererklärung verpflichtet. Dies gilt auch für die Anlage EÜR (Einnahmeüberschussrechnung), wenn der Gewinn nach § 4 Abs. 3 Einkommensteuergesetz ermittelt wird.
(§ 13, § 13a, § 14, § 14a Einkommensteuergesetz),
(§ 15, § 16, § 17 Einkommensteuergesetz) und
(§ 18 Einkommensteuergesetz).
Die Pflicht zur elektronischen Übermittlung greift nicht, wenn daneben Einkünfte aus nichtselbständiger Arbeit mit Steuerabzug erzielt werden und die positive Summe der Einkünfte, die nicht dem Steuerabzug vom Arbeitslohn zu unterwerfen waren, sowie die positive Summe der Progressionseinkünfte jeweils den Betrag von 410 € nicht übersteigen.
Die elektronische Übermittlung ist aber auch in diesen Fällen möglich und bietet auch hier viele Vorteile, die die Steuererklärung auf Papier nicht leisten kann.
Für beschränkt Steuerpflichtige ist die elektronische Übermittlung der Einkommensteuererklärung nur über das ELSTER-Onlineportal möglich.
Unabhängig vom Vorliegen von Gewinneinkünften besteht die gesetzliche Verpflichtung zur elektronischen Übermittlung auch für:
Feststellungserklärungen für nach dem 31.12.2010 beginnende Feststellungszeiträume.
Die elektronische Übermittlung von Erklärungen zur gesonderten und einheitlichen Feststellung mit mehr als 500 Beteiligten ist derzeit aus technischen Gründen noch nicht möglich.
Für Wirtschaftsjahre, die nach dem 31. Dezember 2011 beginnen, sind auch Bilanzen sowie Gewinn- und Verlustrechnungen elektronisch zu übermitteln. Rechtsgrundlage hierfür ist § 5b EStG.
Idealerweise werden Steuererklärungen authentifiziert, also vollkommen papierlos übermittelt.
Das hierfür erforderliche Softwarezertifikat erhalten Sie kostenlos nach einer Registrierung im ElsterOnline-Portal.
Bitte beachten Sie, dass dieser Prozess einige Tage in Anspruch nimmt.
Um einen reibungslosen Ablauf zu gewährleisten, empfehlen wir, die Registrierung frühzeitig vorzunehmen
Mit Ausnahme der Kapitalertragsteueranmeldungen, der Körperschaftsteuererklärungen und der Feststellungserklärungen können Steuererklärungsdaten derzeit zwar auch noch ohne Authentifizierung elektronisch übermittelt werden. Bei Jahressteuererklärungen ist jedoch die zusätzliche Einreichung der ausgedruckten und unterschriebenen komprimierten Steuererklärung erforderlich.

References: § 50
 § 4
 § 13
 § 14
 § 14
 § 16
 § 17
 § 5