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Timestamp: 2020-08-13 14:58:38+00:00

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§ 43 (1) Nr. 2 Durchsuchung einer Person - CopZone
§ 43 (1) Nr. 2 Durchsuchung einer Person
Registriert: Mo 9. Jun 2008, 00:00
Beitragvon Casa1 » Do 24. Feb 2011, 19:56
folgender Fall,
eine Person hat am Bahnhof (kein 30km Bereich) eine Hieb und Stoßwaffe bei sich welche sie nach § 42a WaffG nicht führen darf. Das würde mit einer Owi geahndet werden.
Worauf kann man sich berufen wenn man diese Person durchsucht?
Ist § 43 (1) Nr. 2 möglich. Tatsachen die Annahme rechtfertigen, dass sie Sachen mit sich führt, die sichergestellt werden dürfen.
Da sie die Hieb und Stoßwaffe bei sich führte und diese sichergestellt wurde, kann angenommen werden, dass sie weitere Waffen oder gleichgestellte Gegenstände bei sich trägt.
Reicht das aus um den § 43 zu begründen?
Re: § 43 (1) Nr. 2 Durchsuchung einer Person
Beitragvon Gully » Do 24. Feb 2011, 20:02
woher weiss man denn, dass die person die waffe mit sich führt?
sollte es zB augenzeugen geben, die den pvb berichtet haben, dass sie "unter der jacke der person" eine waffe gesehen haben dann könnte man u.U. den § 43 (1) Nr. 2 BPOLG begründen.
Beitragvon very » Do 24. Feb 2011, 20:02
nein, es ist immer noch keine gute idee, polizei in einem forum lernen zu wollen!
Beitragvon Gully » Do 24. Feb 2011, 20:04
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Beitragvon Scared » Do 24. Feb 2011, 20:05
Keine Ahnung für welches Bundesland du die Info benötigst, aber in Bayern wäre es der Art. 21/II PAG
Beitragvon Gully » Do 24. Feb 2011, 20:06
Scared hat geschrieben: Keine Ahnung für welches Bundesland du die Info benötigst, aber in Bayern wäre es der Art. 21/II PAG
hab jetzt ma anhand des genannten § vermutet, dass der te die bpol meint...
Beitragvon Scared » Do 24. Feb 2011, 20:40
wird auch so sein.
Fürs nächste Mal sollte er ein entsprechendes Gesetz benennen. Macht sich auch in den Klausuren gut
Beiträge: 17414
Beitragvon Controller » Fr 25. Feb 2011, 02:09
Gully hat geschrieben: woher weiss man denn, dass die person die waffe mit sich führt?
Das wäre wirklich schön
wenn man das Ding dann weiter "bequatschen" will
Beitragvon Challenger » Fr 25. Feb 2011, 10:59
Casa1 hat geschrieben: eine Person hat am Bahnhof (kein 30km Bereich) eine Hieb und Stoßwaffe bei sich welche sie nach § 42a WaffG nicht führen darf. Das würde mit einer Owi geahndet werden.
Vielleicht die StPO!?
Beitragvon Gully » Fr 25. Feb 2011, 16:50
Ha. Da fälllt es mir auch auf. Hatte mich jetzt irgendwie irre leiten lassen von einem aehnlichen sv, den wir letztens besprochen hatten. Da ging es um eine person auf dem weg zu einer veranstaltung, die einen gegenstand dabei hatte, der zur gefahrenabwehr sichergestellt werden konnte.... Wenn bereits ein verstoss vorliegt, natürlich repressiv.... Also stpo....
Beitragvon Casa1 » Fr 25. Feb 2011, 17:03
oh ja entschuldigt BpolG
Also diese Person trägt die Hieb und Stoßwaffe sichtbar für alle.
Da noch kein Schadenseintritt eingetreten ist, darf ich doch noch nicht repressiv einschreiten oder?
Und selbst wenn, kann ich doch nicht für die Durchsuchung den § 102 Stpo anwenden, da er keine Straftat begangen hat sondern nur eine OWi.
Also mit welcher Grundlage kann diese Person durchsucht werden?
Da war eben mein Gedanke der § 43 (1) Nr. 2 BpolG.
Beitragvon Kaeptn_Chaos » Fr 25. Feb 2011, 17:06
Und darum sollst du Polizei nicht im Internet lernen.
Du hast offenbar noch keine Kenne von den unterschiedlichen Verdachtsarten und hast von der Transmissionsklausel auch noch nichts gehört.
Und es gibt hier auch kein schwarz und kein weiß, sondern verschiedene Abstufungen, wonach man hier nach StPO aber auch nach PolG agieren könnte.
Frag deinen Ausbilder / Dozenten.
§ 46 OwiG:
JuraForum.de > Gesetze > OWiG > § 46 OWiG - Anwendung der Vorschriften über das Strafverfahren
§ 46 OWiG - Anwendung der Vorschriften über das StrafverfahrenGesetz über
(1) Für das Bußgeldverfahren gelten, soweit dieses Gesetz nichts anderes bestimmt, sinngemäß die Vorschriften der allgemeinen Gesetze über das Strafverfahren, namentlich der Strafprozessordnung, des Gerichtsverfassungsgesetzes und des Jugendgerichtsgesetzes.
(3) Anstaltsunterbringung, Verhaftung und vorläufige Festnahme, Beschlagnahme von Postsendungen und Telegrammen sowie Auskunftsersuchen über Umstände, die dem Post- und Fernmeldegeheimnis unterliegen, sind unzulässig. § 160 Abs. 3 Satz 2 der Strafprozessordnung über die Gerichtshilfe ist nicht anzuwenden. Ein Klageerzwingungsverfahren findet nicht statt. Die Vorschriften über die Beteiligung des Verletzten am Verfahren und über das länderübergreifende staatsanwaltschaftliche Verfahrensregister sind nicht anzuwenden; dies gilt nicht für § 406e der Strafprozessordnung.
(4) § 81a Abs. 1 Satz 2 der Strafprozessordnung ist mit der Einschränkung anzuwenden, dass nur die Entnahme von Blutproben und andere geringfügige Eingriffe zulässig sind. In einem Strafverfahren entnommene Blutproben und sonstige Körperzellen, deren Entnahme im Bußgeldverfahren nach Satz 1 zulässig gewesen wäre, dürfen verwendet werden. Die Verwendung von Blutproben und sonstigen Körperzellen zur Durchführung einer Untersuchung im Sinne des § 81e der Strafprozessordnung ist unzulässig.
Beitragvon nukeomega » Fr 25. Feb 2011, 17:10
Casa1 hat geschrieben: Also diese Person trägt die Hieb und Stoßwaffe sichtbar für alle.
Die Antwort hast du doch schon selbst gegeben...
Casa1 hat geschrieben: ...eine Hieb und Stoßwaffe bei sich welche sie nach § 42a WaffG nicht führen darf. Das würde mit einer Owi geahndet werden.
Schadenseintritt--> Verstoß WaffG
Durchsuchung--> StPO
Und jetzt: Geh wieder lernen

References: § 43
 § 42
 § 43
 § 43
 § 43
 § 43
 Art. 21
 Art. 21
 § 42
 § 102
 § 43

§ 46
 § 46

§ 46
 § 160
 § 406
 § 81
 § 81
 § 42