Source: http://www.gomopa.net/Finanzforum/steuerberatung-und-steueroptimierung/arbeitszimmer-1390.html
Timestamp: 2013-12-12 19:37:50+00:00

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Arbeitszimmer - Steuerberatung & Steueroptimierung - Finanznachrichten
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ist seit 1996 nur noch in eingeschränktem maße steuerlich absetzbar, es sei denn, das Arbeitszimmer bildet den Mittelpunkt der gesamten betrieblichen und beruflichen Betätigung. (s. § 4 Abs. 5 Nr. 6b letzter Halbsatz http://www.steuernetz.de/gesetze/estg/20011220/p4.html )
Zitat	Der Bundesfinanzhof hat sich in drei Entscheidungen (vom 13. November 2002 VI R 82/01, VI R 104/01 und VI R 28/02) mit der Frage befasst, wann das häusliche Arbeitszimmer eines Außendienstmitarbeiters den Mittelpunkt der gesamten Betätigung i.S.d. § 4 Abs. 5 Satz 1 Nr. 6b Satz 3 Halbsatz 2 des Einkommensteuergesetzes bildet, so dass der Abzug der Kosten nicht eingeschränkt ist.
Maßgeblich ist der inhaltliche (qualitative) Schwerpunkt einer beruflichen Betätigung. Es kommt darauf an, ob der Steuerpflichtige in seinem häuslichen Arbeitszimmer diejenigen Handlungen vornimmt und Leistungen erbringt, die für den von ihm ausgeübten Beruf wesentlich und prägend sind. Die für diese Prüfung erforderliche Würdigung aller Umstände des Einzelfalles ist in erster Linie Aufgabe der Finanzgerichte. Dem zeitlichen (quantitativen) Umfang der Nutzung des häuslichen Arbeitszimmers kommt im Rahmen dieser Würdigung lediglich eine indizielle Bedeutung zu; dabei schließt das zeitliche Überwiegen der außerhäuslichen Tätigkeit einen unbeschränkten Abzug der Aufwendungen nicht von vornherein aus. Nach diesen Grundsätzen bildet das häusliche Arbeitszimmer einer Produkt- und Fachberaterin, deren Tätigkeit den Feststellungen des Finanzgerichts zufolge wesentlich durch die Arbeit im Außendienst geprägt ist, auch dann nicht den Mittelpunkt ihrer beruflichen Betätigung, wenn die zu Hause verrichteten Tätigkeiten zur Erfüllung der beruflichen Aufgaben unerlässlich sind (Az. VI R 82/01 http://www.bundesfinanzhof.de/www/entscheidungen/2003.3.26/6R8201.html ).
Dagegen kann bei einem Verkaufsleiter, der zur Überwachung von Mitarbeitern und zur Betreuung von Großkunden auch im Außendienst tätig ist, das häusliche Arbeitszimmer gleichwohl Mittelpunkt im Sinne der Abzugsbeschränkung sein, wenn dort die für den Beruf wesentlichen Leistungen (hier: Organisation der Betriebsabläufe) erbracht werden (Az. VI R 104/01 http://www.bundesfinanzhof.de/www/entscheidungen/2003.3.26/6R10401.html ).
Im Falle eines Ingenieurs, dessen Tätigkeit durch die Erarbeitung theoretischer, komplexer Problemlösungen im häuslichen Arbeitszimmer geprägt ist, kann dieses schließlich auch dann Mittelpunkt der beruflichen Betätigung sein, wenn die Betreuung von Kunden im Außendienst ebenfalls zu seinen Aufgaben gehört (Az. VI R 28/02 http://www.bundesfinanzhof.de/www/entscheidungen/2003.3.26/6R2802.html ). Zitieren
Quelle:Bundesfinanzhof Art des Dokuments: Urteil Datum: 26.02.2003 Aktenzeichen: VI R 160/99 Vorinstanz:	FG Hessen Art des Dokuments: Urteil Datum: 06.10.1999 Aktenzeichen: 7 K 5068/98 Schlagzeile:
Arbeitsräume im Keller können als sog. "außerhäusliche" Arbeitszimmer unbegrenzt abzugsfähig sein
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Im Streitfall bewohnte eine angestellte Steuerassistentin eine im zweiten Obergeschoss eines Mehrfamilienhauses gelegene Drei-Zimmer-Wohnung. Zu dieser Wohnung gehörte auch ein elf qm großer Abstellraum im Keller. Im Streitjahr mietete die Klägerin im selben Haus von einem anderen Vermieter zwei weitere, zusammenhängende Kellerräume an. Diese nutzte sie als Arbeitszimmer, und zwar zur Vor- und Nachbereitung ihrer beruflichen Tätigkeit, für Literaturarbeiten und zu Studienzwecken. Die Dauer der Nutzung betrug den Angaben der Klägerin zufolge wöchentlich 15 Stunden. Die Kellerräume waren mit drei Regalen, einem Schreibtisch, Bürostuhl, Teppich, Beleuchtung, PC nebst Drucker und Radio ausgestattet. Die Richter des Bundesfinanzhof erkannten die Kosten in voller Höhe an, da es sich um ein "außerhäusliches" Arbeitszimmer handelt, das nicht unter die Abzugsbeschränkung fällt. Entscheidend stellten sie dabei darauf ab, dass die Kellerräume nicht zur privat genutzten Wohnung gehörten, sondern zusätzlich angemietet wurden und zudem nicht unmittelbar an die Privatwohnung angrenzten. Wichtig:
Arbeitszimmer in Kellerräumen sind nicht generell unbegrenzt abzugsfähig. Gehört ein Raum zur privat genutzten Wohnung oder zum Wohnhaus des Steuerpflichtigen ist er nach der Auffassung des Bundesfinanzhofs in die häusliche Sphäre eingebunden und damit kein "außerhäusliches" Arbeitszimmer. Gleiches gilt bei unmittelbarer räumlicher Nähe zur Privatwohnung.
Quelle: Steuerrspar-Urteile.de 27/2003
..vor allem ist`s im Keller viel kühler im Sommer, ohne Klimanalge etc.!! Zitieren
Zitat	Wenn es um das Arbeitszimmer in Privaträumen geht, haben Bundesbürger immer wieder Probleme mit ihrem Finanzamt. Dabei liegen alle Punkte auf der Hand, die für die Beurteilung und für die steuerliche Würdigung des Arbeitszimmers ausschlaggebend sind.
Ein Arbeitszimmer dient dem Zweck der Erzielung von Einkünften, wobei es unerheblich ist, ob diese durch selbstständige oder nicht selbstständige Arbeit erzielt werden. Das Zimmer muss nahezu ausschließlich für berufliche beziehungsweise gewerbliche Zwecke benutzt werden. Hierzu gehören beispielsweise auch Fortbildungsmaßnahmen, die der beruflichen Qualifikation nutzen. Darüber hinaus muss der Raum zum häuslichen Bereich gehören. Gleichzeitig muss aber eine Trennung vom Wohnbereich vorliegen. Diese Trennung muss jedoch eindeutig sein: Eine Arbeitsecke innerhalb allgemein genutzter Räume zählt genauso wenig wie etwa eine durch einen Paravent abgetrennten Bereich eines sonst anderweitig genutzten Raumes. Ein Arbeitszimmer auf dem Speicher oder im Keller ist hingegen zulässig.
Ein Durchgangszimmer kann nur dann zum Arbeitszimmer werden, wenn der Weg durch dieses Zimmer auf den Balkon oder ins Schlafzimmer führt. Bei Prüfungen kontrolliert das Finanzamt auch, ob der verbleibende Wohnraum überhaupt zur privaten Nutzung ausreicht. Ist dies nicht der Fall, wird von einer Doppelnutzung des Zimmers ausgegangen und die Anerkennung als Arbeitszimmer verweigert.
Mieten Sie eigene Räumlichkeiten für ein Arbeitszimmer zusätzlich zur Wohnung, handelt es sich um ein Büro, dessen Kosten Sie zu 100 Prozent absetzen können. Grundsätzlich können alle für das Arbeitszimmer anfallenden Kosten abgesetzt werden, wenn das Zimmer "im Mittelpunkt der gesamten beruflichen und betrieblichen Tätigkeit" steht. Hierzu gehören auch die Heiz-, Strom und andere Nebenkosten, die anteilig auf Basis der Quadratmeterzahl berechnet und abgesetzt werden Bis zur Höchstgrenze absetzen
Dabei muss nicht unbedingt der Zeitaufwand im Vordergrund stehen. So kann beispielsweise in einem Arbeitszimmer die Vorbereitung und Planung einer Tätigkeit durchgeführt werden, die Arbeiten werden aber - mit höherem Zeitaufwand - im Außendienst abgeschlossen. Dann kann es sein, dass das Finanzamt davon ausgeht, dass die im Arbeitszimmer durchgeführten Arbeiten für Ihren beruflichen Erfolg entscheidend sind und die Fiskusleute Ihr Arbeitszimmer steuerlich anerkennen.
Sollte dies nicht der Fall sein, so können Sie immerhin noch Kosten bis zu einer Höchstgrenze von derzeit 1250 Euro geltend machen. Dafür müssen Sie eine der beiden folgenden Voraussetzungen erfüllen: Sie verbringen mehr als die Hälfte Ihrer gesamten Arbeitszeit in dem häuslichen Arbeitszimmer. Oder für Ihre berufliche Tätigkeit steht kein anderer auswärtiger Arbeitsplatz zur Verfügung. Gerade für Inhaber kleinerer Ladengeschäfte ist der zweite Aspekt interessant. Da im Geschäft kein Platz vorhanden ist, werden viele Verwaltungsaufgaben von zu Hause erledigt. Damit sind die Voraussetzungen erfüllt, und Sie können Auslagen bis zu 1250 Euro steuerlich geltend machen. Aber aufgepasst: Die 1250-Euro-Marke ist als Höchstbetrag zu verstehen, den Sie nur mit Belegen bis zu dieser Grenze geltend machen können. Es handelt sich also nicht um eine Pauschale
Wird ein Arbeitszimmer von einer zweiten Person - beispielsweise dem Lebensgefährten - mitgenutzt, sind die Kosten nur einmal absetzbar. Wenn Sie und Ihr Partner beide lediglich die Voraussetzungen zur Absetzung von 1250 Euro erfüllen, müssen Sie diesen Betrag untereinander aufteilen.
Welche Kosten können nun genau abgesetzt werden?Grundsätzlich können die so genannten Raumkosten und die Ausstattungskosten abgesetzt werden. Bei den Raumkosten werden alle Kosten des laufenden Jahres addiert, wobei auch Voraus- oder Nachzahlungen berücksichtigt werden. Zu den Raumkosten gehören Miete, Gebäudeabschreibungen, Hypothekenzinsen, Mietnebenkosten und sonstige für die Wohnung anfallenden Kosten. http://www.manager-magazin.de/geld/artikel/0,2828,368989,00.html Zitieren
Beiträge: 24 940
05.11.2006, 09:51
Zitat	Steuerrecht - Arbeitszimmer
Per Anfang 2007 ist das häusliche Arbeitszimmer nur noch sehr eingeschränkt steuerlich absetzbar. Voraussetzung für die Absetzbarkeit ist, dass das häusliche Arbeitszimmer der Mittelpunkt einer beruflichen Tätigkeit ist.
Da bislang jährlich für das eigene Arbeitszimmer EUR 1.250.- abgesetzt werden konnten, künftig aber nicht mehr, werden bereits jetzt Streitigkeiten prognostiziert, was der Mittelpunkt der beruflichen Tätigkeit ist.
RECHTLEGAL - Newsticker	Zitieren
Seit dem 1.1.2007 sind Aufwendungen für ein häusliches Arbeitszimmer nur noch dann als Werbungskosten oder Betriebsausgaben absetzbar, wenn das Arbeitszimmer den "Mittelpunkt der gesamten betrieblichen und
beruflichen Betätigung darstellt." In diesem Fall sind die Kosten wie bisher in unbegrenzter Höhe absetzbar.
Nach der Neuregelung können Lehrer, Schulleiter, Richter, Außendienstmitarbeiter, Orchestermusiker, Arbeitslose, Auszubildende, Mütter in Elternzeit, Personen mit einer selbstständigen Nebentätigkeit, Arbeitnehmer mit Teilzeitbeschäftigung, Arbeitnehmer mit Einsatzwechseltätigkeit oder Fahrtätigkeit, ein häusliches Arbeitszimmer
nicht mehr steuerlich geltend machen.
- Bei Lehrern bildet die Vor- und Nachbereitung des Unterrichts eine untrennbare Einheit mit der Erteilung des Unterrichts. Sie müssen ihren Unterricht zu Hause vor- und nachbereiten, weil ihnen dafür der Schulträger die entsprechenden Räumlichkeiten nicht zur Verfügung stellt. Auch werden ihnen die Kosten für das häusliche Arbeitszimmer nicht vom Dienstherrn erstattet.
- Damit ist das Arbeitszimmer "pflichtbestimmter Aufwand" für Lehrer.
- Die Abschaffung der steuerlichen Anerkennung der Arbeitszimmerkosten
ist ein Verstoß gegen das objektive Nettoprinzip, nach welchem Erwerbseinkommen nur nach Abzug der Erwerbskosten besteuert werden darf.
Wegen der Abschaffung des häuslichen Arbeitszimmers ist derzeit bereits
ein Musterverfahren vor dem Finanzgericht Rheinland-Pfalz anhängig
(Aktenzeichen: 3 K 1132/07).
Weitere Informationen gibt es im Beitrag "In welchen Fällen ist ab 2007
ein Arbeitszimmer absetzbar?" auf Steuerrat24 - link hier
Quelle: Newsletter www.steuerlinks.de Zitieren
Das häusliche Arbeitszimmer ist seit einer gesetzlichen Neuregelung, die im Januar 2007 in Kraft trat, nicht mehr von der Steuer absetzbar. Das Finanzgericht Rheinland-Pfalz hatte über diese Neuregelung zu entscheiden. Die Richter wiesen die Klage eines Lehrer-Ehepaares ab, die ihr häusliches Arbeitszimmer von der Einkommensteuer absetzen wollten.
Die Kläger sind beide Lehrer und nutzen in ihrem Einfamilienhaus jeweils ein AZ. In den Vorjahren hatte das Finanzamt die von den Klägern insoweit geltend gemachten Werbungskosten bei den Einkünften aus nichtselbständiger Arbeit berücksichtigt.
Im Jahre 2006 beantragten die Kläger bei dem FA für das Jahr 2007 jeweils einen Freibetrag für ein häusliches AZ in Höhe von je 1.250.- Euro auf der Lohnsteuerkarte einzutragen. Das wurde mit der Begründung abgelehnt, dass nach dem Steueränderungsgesetz 2007 ab dem Veranlagungszeitraum 2007 eine Abzugsfähigkeit nur gegeben sei, wenn das AZ den Mittelpunkt der gesamten betrieblichen und beruflichen Betätigung darstelle. Diese Voraussetzungen seien bei den Klägern aufgrund ihrer Tätigkeit in der Schule nicht erfüllt. Nach der ständigen Rechtsprechung des Bundesfinanzhofs stelle das häusliche AZ eines vollzeitbeschäftigten Lehrers an einer Schule nicht den Mittelpunkt seiner gesamten beruflichen Tätigkeit dar.
Die Klage hatte keinen Erfolg. Das FG Rheinland-Pfalz führte u.a. aus, dass die Nichteintragung eines Freibetrages für ein AZ in Höhe von jeweils 1.250.- Euro auf den Lohnsteuerkarten 2007 nicht rechtswidrig gewesen sei. Nach der gesetzlichen Neuregelung seien Aufwendungen für ein häusliches AZ nur noch dann berücksichtigungsfähig, wenn das AZ den Mittelpunkt der gesamten betrieblichen und beruflichen Betätigung bilde. Das FG folge der ständigen Rechtsprechung des BFH, wonach das häusliche AZ eines in Vollzeit beschäftigten Lehrers in aller Regel nicht den Mittelpunkt seiner gesamten betrieblichen und beruflichen Tätigkeit darstelle. Es bestünden zwar gewisse Zweifel, ob das Steueränderungsgesetz 2007 mit dem allgemeinen Gleichheitsgrundsatz des Art. 3 Grundgesetz vereinbar sei. Nach Ansicht des FG Rheinland-Pfalz hält sich die entsprechende Gesetzesänderung gerade noch im Rahmen des dem Gesetzgeber eröffneten Gestaltungsspielraums, denn im Bereich des Steuerrechts habe der Gesetzgeber bei der Auswahl des Steuergegenstandes und bei der Bestimmung des Steuersatzes einen weit reichenden Entscheidungsspielraum.
Zwar seien Lehrer arbeits- oder dienstrechtlich verpflichtet, ihren Unterricht vor- und nachzubereiten, wobei es sich dabei um Tätigkeiten handele, die ein Lehrer im häuslichen Bereich verrichten müsse, wenn ihm in der Schule kein entsprechender Raum zur Verfügung stehe. Dafür lasse sich aber für den Regelfall nicht ohne Weiteres der Schluss ziehen, dass hierfür zwangsläufig pflichtbestimmte Aufwendungen für ein vom privaten Bereich getrenntes AZ anfallen würden, weil die Tätigkeiten ausschließlich nur in einem solchen Raum ausgeübt werden könnten. Sie könnten vielmehr auch in sonstigen Räumen oder einer "Arbeitsecke" verrichtet werden. Andererseits führe ein zusätzlicher Raum eines AZ insgesamt zu einer Steigerung der Wohnqualität, die hierfür getätigten Aufwendungen stellten - anders als etwa die Fahrten zur Arbeitsstätte - keine unausweichlichen Ausgaben dar.
(FG Rheinland-Pfalz, vom 17.02.2009, Az. 3 K 1132/07) Zitieren
15.05.2009, 04:59
Häusliches Arbeitszimmer - Einspruch!
Machen Sie die Kosten für Ihr häusliches Arbeitszimmer geltend. Lehnt das Finanzamt den Abzug ab, heben Sie gegen den Steuerbescheid Einspruch ein. Beantragen Sie ein Ruhen des Verfahrens. Dazu können Sie sich auf folgende Verfahren berufen:
FG Thüringen, Az. 4 K 351/07 FG Rheinland-Pfalz, Az. 13 K 110/07 FG Düsseldorf, Az. 14 K 2056/08 110/07 Zitieren
FG Münster hält Neuregelung zum häuslichen Arbeitszimmer teilweise für verfassungswidrig – BVerfG soll Klärung schaffen
Der Erste Senat des Finanzgerichts Münster hält die ab dem Jahr 2007 geltende Regelung zum Abzug von Werbungskosten für ein häusliches Arbeitszimmer wegen eines Verstoßes gegen den allgemeinen Gleichheitsgrundsatz zumindest teilweise für verfassungswidrig. Er hat nach eigenen Angaben das zugrunde liegende finanzgerichtliche Verfahren ausgesetzt und die Frage der Verfassungswidrigkeit der Regelung des § 4 Abs. 5 Satz 1 Nr. 6b Satz 2 EStG dem Bundesverfassungsgericht vorgelegt (Beschluss vom 08.05.2009, Az.: 1 K 2872/08 E). Zitieren
BMF: Fiskus akzeptiert vorerst Freibetrag für Arbeitszimmer von Lehrern und vergleichbaren Berufsgruppen
Lehrer und vergleichbare Berufsgruppen können ihr Arbeitszimmer vorerst wieder steuerlich geltend machen und damit sofort ihre Steuerlast senken. Finanzämter müssen es zunächst akzeptieren, wenn die voraussichtlichen Kosten für das heimische Büro in Höhe von maximal 1.250 Euro als Freibetrag auf der Lohnsteuerkarte eingetragen werden. Das geht aus einem am 06.10.2009 verschickten Schreiben des Bundesfinanzministeriums (BMF) an die Ämter hervor (Az.: IV A 3 - S 0623/09/10001 2009/0650100). Betroffene Arbeitnehmer haben bei Anträgen dann sofort mehr Geld in der Tasche, tragen aber auch das Risiko einer Nachzahlung. >> mehr > Beck-Aktuell Zitieren
Bundesverfassungsgericht - Beschluss vom 6. Juli 2010 – 2 BvL 13/09 –
Mit dem Jahressteuergesetz 1996 wurde in § 4 Abs. 5 Satz 1 Nr. 6b EStG die steuerliche Berücksichtigung von Aufwendungen für ausschließlich betrieblich oder beruflich genutzte häusliche Arbeitszimmer als Betriebsausgaben oder Werbungskosten erstmals eingeschränkt. Eine Ausnahme vom grundsätzlich geregelten Verbot des Abzugs solcher Aufwendungen galt danach dann, wenn die betriebliche oder berufliche Nutzung des Arbeitszimmers mehr als 50 % der gesamten betrieblichen und beruflichen Tätigkeiten betrug oder wenn für die betriebliche oder berufliche Tätigkeit kein anderer Arbeitsplatz zur Verfügung stand. Eine unbeschränkte Abzugsmöglichkeit war darüber hinaus nur noch zugelassen, wenn das Arbeitszimmer den Mittelpunkt der gesamten betrieblichen und beruflichen Tätigkeit bildete. Das Bundesverfassungsgericht hat in
seinem Urteil vom 7. Dezember 1999 (BVerfGE 101, 297) die Verfassungsmäßigkeit dieser Einschränkung bejaht. Mit dem Steueränderungsgesetz 2007 wurde die Abzugsmöglichkeit weiter eingeschränkt. § 4 Abs. 5 Satz 1 Nr. 6b EStG erlaubt den Abzug der Aufwendungen für ein häusliches Arbeitszimmer sowie die Kosten der Ausstattung nur noch, wenn das Arbeitszimmer den Mittelpunkt der gesamten betrieblichen und beruflichen Betätigung bildet. Der Kläger des Ausgangsverfahrens, der beruflich als Hauptschullehrer tätig ist, nutzte täglich für zwei Stunden ein ausschließlich beruflich genutztes häusliches Arbeitszimmer. Die von ihm beantragte Zuweisung eines Arbeitsplatzes in der Schule zur Vor- und Nachbereitung des Unterrichts war vom Schulträger abgelehnt worden. Das Finanzamt ließ die vom Kläger in seiner Einkommensteuererklärung für das Jahr 2007 geltend gemachten Aufwendungen für das häusliche Arbeitszimmer unberücksichtigt. Die deswegen vor dem Finanzgericht erhobene Klage führte zur Vorlage des Finanzgerichts. Der Zweite Senat des Bundesverfassungsgerichts hat mit einer Mehrheit von 5:3 Stimmen entschieden, dass die Neuregelung in § 4 Abs. 5 Satz 1 Nr. 6b EStG gegen den allgemeinen Gleichheitssatz verstößt, soweit die Aufwendungen für ein häusliches Arbeitszimmer auch dann von der steuerlichen Berücksichtigung ausgeschlossen sind, wenn für die betriebliche oder berufliche Tätigkeit kein anderer Arbeitsplatz zur Verfügung steht. Der Gesetzgeber ist danach verpflichtet, rückwirkend auf den 1. Januar 2007 durch Neufassung des § 4 Abs. 5 Satz 1 Nr. 6b EStG den verfassungswidrigen Zustand zu beseitigen. Die Gerichte und Verwaltungsbehörden dürfen die Vorschrift im Umfang der festgestellten Unvereinbarkeit mit dem Grundgesetz nicht mehr anwenden, laufende Verfahren sind auszusetzen. Der Entscheidung liegen im Wesentlichen folgende Erwägungen zugrunde: Der allgemeine Gleichheitssatz verlangt vom Einkommensteuergesetzgeber eine an der finanziellen Leistungsfähigkeit ausgerichtete hinreichend folgerichtige Ausgestaltung seiner Belastungsentscheidungen. Die für die Lastengleichheit im Einkommensteuerrecht maßgebliche finanzielle Leistungsfähigkeit bemisst sich unter anderem nach dem objektiven Nettoprinzip. Danach sind betrieblich oder beruflich veranlasste Aufwendungen als Betriebsausgaben oder Werbungskosten von der Bemessungsgrundlage abziehbar. Benachteiligende Ausnahmen von dieser Belastungsgrundentscheidung des Einkommensteuergesetzgebers bedürfen eines besonderen sachlichen Grundes, um den Anforderungen des allgemeinen Gleichheitssatzes zu genügen. Daran fehlt es hier. Die im Gesetzgebungsverfahren angeführten fiskalischen Gründe sind nicht geeignet, die Neuregelung vor dem allgemeinen Gleichheitssatz zu rechtfertigen. Das Ziel der Einnahmenvermehrung stellt für sich genommen keinen hinreichenden sachlichen Grund für Ausnahmen von einer folgerichtigen Ausgestaltung einkommensteuerrechtlicher Belastungsentscheidungen dar. Denn dem Ziel der Einnahmenvermehrung dient jede, auch eine willkürliche steuerliche Mehrbelastung. Darüber hinaus verfehlt die Neuregelung das Gebot einer hinreichend realitätsgerechten Typisierung, soweit Aufwendungen für das häusliche Arbeitszimmer auch dann nicht zu berücksichtigen sind, wenn für die betriebliche oder berufliche Tätigkeit kein anderer Arbeitsplatz zur Verfügung steht. Denn der Mangel eines alternativen Arbeitsplatzes, der
sich durch die Vorlage einer Bescheinigung des Arbeitgebers ohne weiteres nachweisen lässt, liefert eine leicht nachprüfbare Tatsachenbasis für die Feststellung der tatsächlich betrieblichen oder beruflichen Nutzung und damit die Möglichkeit einer typisierenden Abgrenzung von Erwerbs- und Privatsphäre. Dagegen ist die Ermittlung und Bestimmung der nach der Neuregelung vom Abzugsverbot ausgenommenen Kosten eines Arbeitszimmers, das den „qualitativen“ „Mittelpunkt“ der gesamten betrieblichen oder beruflichen Tätigkeit bildet, offenkundig aufwendig und streitanfällig. Gemessen an den Zielen des Gesetzes - Vereinfachung, Streitvermeidung und Gleichmäßigkeit der Besteuerung - wird das Abzugsverbot, soweit es die Fallgruppe „kein anderes Arbeitszimmer“ betrifft, den Anforderungen einer realitätsgerechten Typisierung daher nicht gerecht. In Erweiterung der verfassungsrechtlichen Prüfung hat das Bundesverfassungsgericht jedoch entschieden, dass die Ausdehnung des Abzugsverbotes nicht gegen den allgemeinen Gleichheitssatz verstößt, soweit davon nunmehr auch Aufwendungen für ein häusliches Arbeitszimmer erfasst sind, das zu mehr als 50 % der gesamten betrieblichen oder beruflichen Tätigkeit ausschließlich betrieblich oder beruflich genutzt wird. Der Umfang der Nutzung des Arbeitszimmers ist allenfalls ein schwaches Indiz für dessen Notwendigkeit, wenn dem Steuerpflichtigen von seinem Arbeitgeber ein weiterer Arbeitsplatz zur Verfügung gestellt wird. Es fehlt zudem an leicht nachprüfbaren objektiven Anhaltspunkten für die Kontrolle der Angaben des Steuerpflichtigen zum Umfang der zeitlichen Nutzung des Arbeitszimmers. EUGH - zur Entscheidung - Nutzung häuslicher Arbeitszimmer
Jahressteuergesetz 2010 Schreiben aus dem Bundesfinanzministerium Einkommensteuerliche Behandlung der Aufwendungen für ein häusliches Arbeitszimmer nach § 4 Absatz 5 Satz 1 Nummer 6b, § 9 Absatz 5 und § 10 Absatz 1 Nummer 7 EStG; Neuregelung durch das Jahressteuergesetz 2010 vom 8. Dezember 2010 (BGBl. I S. 1768, BStBl I S. 1394)
Hierzu: BMF-Schreiben vom 2. März 2011
Az. IV C 6 – S 2145/07/10002 Stellt das häusliche Arbeitszimmer nicht den gesamten Mittelpunkt der beruflichen Tätigkeit dar, ist entscheidend, dass kein anderer Arbeitsplatz zur Verfügung steht. Dann sind die Kosten bis zu maximal 1250 Euro jährlich weiterhin steuerlich absetzbar.
Aufwendungen für das häusliche Arbeitszimmer sind grundsätzlich zwar nicht steuerlich absetzbar. Bildet das häusliche Arbeitszimmer jedoch den Mittelpunkt der gesamten betrieblichen und beruflichen Betätigung, werden die Aufwendungen in voller Höhe steuerlich berücksichtigt. Steht für die Tätigkeit kein anderer Arbeitsplatz zur Verfügung, sind die Kosten immerhin bis zu 1250 Euro jährlich absetzbar. Wichtig: Das ist kein Pauschbetrag, sondern ein objektbezogener Höchstbetrag, der nur einmal in Anspruch genommen werden darf und gegebenenfalls auf mehrere Nutzer oder Tätigkeiten aufzuteilen ist. Nicht mehr anerkannt werden die Kosten dagegen, wenn ein anderer Arbeitsplatz vorhanden ist, aber die berufliche Tätigkeit zu mehr als 50 Prozent im heimischen Arbeitszimmer erledigt wird.
? Voraussetzung: Unter einem häuslichen Arbeitszimmer ist ein Raum zu verstehen, der seiner Lage, Funktion und Ausstattung nach in die häusliche Sphäre des Steuerzahlers eingebunden ist und vorwiegend der Erledigung gedanklicher, schriftlicher, verwaltungstechnischer oder organisatorischer Arbeiten dient. Er muss fast ausschließlich zu beruflichen oder betrieblichen Zwecken genutzt werden, eine private Mitbenutzung von unter zehn Prozent ist aber erlaubt. Der Raum gehört zur häuslichen Sphäre, wenn er sich in der privaten Wohnung, dem Wohnhaus oder zumindest innerhalb der gemeinsamen Wohneinheit befindet. Es muss sich aber immer um einen vom übrigen Wohnbereich abgrenzbaren, separaten Raum handeln. Zitieren
Neue Chancen für Durchgangszimmer als Arbeitszimmer
Berufsgruppen, die ein Arbeitszimmer benötigen, scheitern häufig an der Anerkennung der Kosten, weil der Raum privat mitgenutzt wird. Ein neues Urteil des Finanzgerichts Köln lässt die Steuerzahler jetzt hoffen, anteilig Werbungskosten geltend machen zu können. Ein Abzug des häuslichen Arbeitszimmers setzt bisher voraus, dass der Raum nahezu ausschließlich beruflich genutzt wird. Höchstens 10 Prozent private Mitnutzung sind unschädlich. Bei höherem Anteil entfällt der Werbungskostenabzug des Arbeitszimmers vollständig. Das betrifft vor allem geteilte Räume oder Durchgangszimmer. Bereits das Durchqueren des Zimmers um beispielsweise in Wohnzimmer oder Küche zu gelangen, wird als schädliche private Nutzung angesehen. Das Finanzgericht Köln hat jetzt in einem aktuellen Urteil bei gemischter Nutzung des Arbeitszimmers den beruflichen Anteil zum Abzug zugelassen (Urteil vom 19.05.2011, 10 K 4126/09). Das Gericht stützt sich dabei auf die Rechtsprechung des Bundesfinanzhofs, der bereits bei Auslandssprachreisen und für auch privat genutzte Fachbücher eine Kostenteilung zugelassen hat. Beim gemischt genutzten Arbeitszimmer kann ebenso eine Kostenaufteilung in privaten und beruflichen Anteil erfolgen oder der berufliche Anteil schätzungsweise mit 50 Prozent berücksichtigt werden, urteilte das Finanzgericht. Uwe Rauhöft, Geschäftsführer des Neuen Verbandes der Lohnsteuerhilfevereine e.V. sieht eine gute Chance, dass der Bundesfinanzhof im folgenden Revisionsverfahren das Urteil des Finanzgerichts bestätigt. Das Urteil sorgt für mehr Steuergerechtigkeit, betont Rauhöft, weil es Nachteile für viele Steuerpflichtige beseitigt, deren Wohnung nicht besonders groß oder ungünstig zugeschnitten ist. Bisher konnten sie Aufwendungen für Durchgangszimmer und geteilte Räume meist nicht als Werbungskosten absetzen, obwohl sie den Platz für ihre Arbeit benötigen. Wer dagegen ausreichend Räume in seiner Wohnung oder seinem Haus hat oder sich sogar außerhalb einen zusätzlichen Raum anmieten konnte, musste auf den Abzug der Werbungskosten nicht verzichten. Bei Ablehnung der Arbeitszimmerkosten wegen privater Mitnutzung des Raumes sollten betroffene Steuerpflichtige Einspruch einlegen und beim Finanzamt Ruhen des Verfahrens unter Hinweis auf die unter dem Aktenzeichen X R 32/11 anhängige Revision beantragen, empfiehlt der NVL.
Quelle: Neuer Verband der Lohnsteuerhilfevereine e.V. Zitieren
Neues zur Absetzbarkeit des häuslichen Arbeitszimmers
Wann ist ein häusliches Arbeitszimmer abzugsfähig? Elena Schies, Steuerberaterin der Kanzlei Himmelsbach & Sauer, bezieht sich in diesem Zusammenhang auf fünf interessante Urteile zum Thema häusliches Arbeitszimmer. Außerdem geht die Expertin von den Steuerberatern Lahr auf die Grundzüge der Abzugsfähigkeit eines häuslichen Arbeitszimmers ein.
„Die Aufwendungen für ein häusliches Arbeitszimmer sowie die Kosten der Ausstattung dürfen grundsätzlich nicht als Werbungskosten abgezogen werden. Eine Ausnahme gilt, wenn das häusliche Arbeitszimmer ,den Mittelpunkt der gesamten betrieblichen und beruflichen Betätigung’ bildet; dann dürfen die Aufwendungen in voller Höhe steuerlich berücksichtigt werden“, erklärt Elena Schies von den Steuerberatern Lahr. Steht für die betriebliche oder berufliche Tätigkeit "kein anderer Arbeitsplatz" zur Verfügung, sind die Aufwendungen bis zur Höhe von 1.250 EUR je Wirtschaftsjahr oder Kalenderjahr als Werbungskosten abziehbar. Allerdings sei die Auslegung der Voraussetzung "den Mittelpunkt der gesamten betrieblichen und beruflichen Betätigung", gesetzlich nicht geregelt und biete viel Raum für Interpretationsmöglichkeiten, so Elena Schies.
In diesem Zusammenhang wurden in letzter Zeit folgende Urteile veröffentlicht:
Arbeitszimmer für Hochschullehrer
Der volle Werbungskostenabzug wurde angestrebt, da Hochschullehrer an der Universität i.d.R. ein Büro haben und die Ausnahmeregelung "kein anderer Arbeitsplatz" nicht greift. Ein begrenzter Werbungskostenabzug mit 1.250 EUR ist daher nicht möglich. Als Begründung für den vollen Werbungskostenabzug wurde das Argument vertreten, dass das häusliche Arbeitszimmer den Mittelpunkt der beruflichen Tätigkeit des Hochschullehres bildet, weil er dort seine Vorlesungen vorbereitet und Klausuren korrigiert. Dies wurde vom BFH abgelehnt (BFH, Urteil vom 27.10.2011, Az. VI R 71/10). Mittelpunkt der beruflichen Tätigkeit eines Hochschullehres ist der Hörsaal.
Auch hier wurde der volle Werbungskostenabzug angestrebt, da die Ausnaheregelung "kein anderer Arbeitsplatz" nicht greift. Richter haben i.d.R. ein Büro im Gericht. Ebenfalls ist das häusliche Arbeitszimmer eines Richters als Mittelpunkt der gesamten beruflichen Tätigkeit mit der Begründung, dass der Richter in seinem Arbeitszimmer Akten studiert und sich auf Verhandlungen vorbereitet, abgelehnt worden. Der Mittelpunkt der beruflichen Tätigkeit eines Richters ist laut BFH der Gerichtssaal (BFH, Urteil vom 8.12.2011, Az. VI R 13/11).
Nutzung eines Büroarbeitsplatzes für Fortbildung Steht dem Arbeitnehmer in einer Einrichtung des Arbeitgebers ein Arbeitsplatz zur Verfügung, ist das grundsätzlich das Aus für den Abzug von Werbungskosten für ein häusliches Arbeitszimmer. Dies wurde nun auch für einen Arbeitnehmer entschieden, der aus beruflichen Gründen eine Fremdsprache erlernte, die Installation des EDV-Sprachkurses auf dem Firmenrechner jedoch verboten war. (BFH, Urteil vom 5.10.2011, Az. VI R 91/10; Abruf-Nr. 114212).
Mittelpunkt der Tätigkeit bei aktiven Rentnern? Die Antwort auf die Frage, ob bzw. wann das häusliche Arbeitszimmer den Mittelpunkt der beruflichen Betätigung bei Rentnern und Pensionären bildet, die nach dem Ausscheiden aus dem Berufsleben noch aktiv sind, hat das FG Niedersachsen gegeben. Für die Beurteilung des Mittelpunktes der beruflichen Betätigung wurden dabei die Einkünfte aus der Rente bzw. aus der Pension nicht berücksichtigt, sondern allein auf die Einkünfte aus der selbstständigen Tätigkeit abgestellt (FG Niedersachsen, Urteil vom 8.11.2011, Az. 12 K 264/09; Abruf-Nr. 120535).
Achtung: Steuerberaterin Elena Schies (Himmelsbach & Sauer Partnerschaft) weist darauf hin, das das Finanzamt gegen die Entscheidung des FG Niedersachsen Revision beim BFH (Az. VIII R 3/12) eingelegt hat. Der BFH prüft nun, ob Einkünfte, denen keinerlei aktive Tätigkeit zugrunde liegt, bei der Ermittlung des Mittelpunkts einbezogen werden müssen.
Pressemitteilung Himmelsbach & Sauer Partnerschaft Zitieren
Viele Selbstständige nutzen einen Teil der Wohnung oder des Hauses für die gewerbliche Tätigkeit. Natürlich ist Ihnen daran gelegen, die Kosten abzusetzen. Bislang galt jedoch: Ein Abzug ist möglich, wenn folgende Kriterien erfüllt sind:
Der betrieblich genutzte Raum muss ein gesondertes Zimmer sein, das durch Wand und Tür vom privaten Wohnraum getrennt ist. Selbst das Durchgangszimmer sieht das Finanzamt kritisch, Raumteiler oder Arbeitsecke sind nicht erlaubt.
Tipp: Haben Sie einen Garten? Dann können Sie ein Blockhaus als Arbeitszimmer, nicht als häusliches Arbeitszimmer, nutzen. Sie können alle Kosten für Kauf, Aufstellung, Einrichtung usw. absetzen.
Sie müssen das häusliche Arbeitszimmer so gut wie ausschließlich betrieblich nutzen. Lediglich 10% private Nutzung sind erlaubt.
Für das häusliche Arbeitszimmer gelten folgende Abzugsbeschränkungen:
Voller Kostenabzug nur, wenn das häusliche Arbeitszimmer den Mittelpunkt Ihrer Tätigkeit bildet.
Steht Ihnen für Büroarbeiten nur das häusliche Arbeitszimmer zur Verfügung, dürfen Sie pro Jahr bis zu 1.250 € der Raumkosten geltend machen.
Was gilt jetzt jedoch für ein Arbeitszimmer, das Sie nicht nur unternehmerisch nutzen. Im letzten Jahr gab es ein Urteil, das neue Möglichkeiten eröffnet.
Darin heißt es: Für einen nur teilweise für die Arbeit genutzten Raum muss eine Aufteilung in einen betrieblichen und einen privaten Anteil möglich sein.
Der konkrete Fall: Ein Selbstständiger nutzte einen Raum sowohl privat als auch geschäftlich. Die private Einrichtung war von der geschäftlichen durch Regale abgetrennt. Das Finanzamt sagte, ein Raum, der mit Sofa, Fernseher und Esstisch ausgestattet ist und zudem einen direkten Zugang zur Terrasse und zur Küche hätte, wäre ein privater Raum. Die Anerkennung als häusliches Arbeitszimmer wurde abgelehnt.
Das Finanzgericht sah dies jedoch anders. Deshalb lohnt es sich auch für Sie, ein solches Arbeitszimmer bei der Steuer anzugeben. Legen Sie gegen einen ablehnenden Steuerbescheid Ihres Finanzamts Widerspruch ein. Kommt es zu einer Änderung durch den BFH, profitieren Sie automatisch.
* Iris Schuler - Onlineredakteurin KomMa-net.de Zitieren
Arbeitnehmer, die im Betrieb des Arbeitgebers keinen festen Arbeitsplatz haben, z. B. Heimarbeiter, Verbandsprüfer oder Reisevertreter (also Arbeitnehmer, die Kunden ihres Arbeitgebers von daheim aus betreuen), unterhalten in ihrer Wohnung häufig ein Büro, Arbeitszimmer bzw. Home-Office. Hier werden Aufgaben im direkten Zusammenhang mit Ihrer Berufstätigkeit ausgeübt.
Räume, die sich in unmittelbarer Nähe zur Wohnung des Arbeitnehmers befinden, von den übrigen Räumen der Wohnung nicht getrennt sind und keine in sich geschlossene Einheit bilden (wie dies zum Beispiel beim Home-Office oder einem häuslichen Arbeitszimmer in der Regel der Fall ist), gelten nicht als Betriebsstätte des Arbeitgebers. Dies selbst dann, wenn der Arbeitnehmer diese Räume dem Arbeitgeber überlässt (vermietet) und der Arbeitnehmer die Räumlichkeit beruflich nutzt. Folglich stellen derartige Räume keine regelmäßige Arbeitsstätte dar. "Das Arbeitszimmer in der Wohnung begründet bereits deswegen keine regelmäßige Arbeitsstätte, weil es sich nicht um eine betriebliche Einrichtung des Arbeitgebers handelt" (OFD Rheinland bzw. OFD Münster vom 29.3.2012).
Quelle: Bundesverband der Lohnsteuerhilfevereine e.V., Zitieren
Der häufige Steuer-Fehler beim Arbeitszimmer – und wie Sie mehr absetzen
Dieser interessante Fall zeigt, wo bei der steuerlichen Abrechnung des Arbeitszimmers zuhause ein häufiger Fehler liegt und wie Sie es richtig machen!
In dem Fall versuchte eine selbstständige Lebensberaterin (Astrologin), neben den anteiligen Kosten für ihr Arbeitszimmer in der Mietwohnung weitere Kosten steuerlich geltend zu machen. Das ist ein häufiger Fehler, den Gründer immer wieder machen, wenn sie zuhause arbeiten: Sie versuchen, anteilige Mietkosten auch für Bad, Küche oder Flur geltend zu machen, weil diese Räume ja auch im Rahmen der selbstständigen Tätigkeit (von Kunden) benutzt würden. Doch regelmäßig machen die Finanzämter und auch die Gerichte einen Strich durch diese Rechnung. So auch in dem Fall der Lebensberaterin: Bei Aufwendungen für Bad, Küche und Flur handele es sich um Haushalts- und Lebenshaltungskosten, die steuerlich irrelevant seien, so die Richter in dem aktuellen Urteil (Finanzgericht Düsseldorf, Urteil vom 4.6.2013, Az. 10 K 734/11 E). So setzen Sie mehr ab!
Auch wenn Küche, Flur oder Bad nicht anteilig absetzbar sind, können Sie trotzdem mehr Steuern sparen, indem Sie – wenn möglich – einfach mehr Räume der Wohnung für die betriebliche Nutzung reservieren. Möglich sind hier z. B.: •Einrichtung eines 2. Büros als Arbeitsplatz für 450-€-Kräfte, •Lagerraum,
•Wartezimmer oder Besprechungsraum, wenn Sie regelmäßig Kundenbesuch haben. .
Wenn ausreichend Fläche für den privaten Bereich übrig bleibt, muss das Finanzamt auch diese Kosten für das zweite betriebliche Zimmer innerhalb der Privatwohnung anerkennen. Die folgende Beispielrechnung zeigt, dass die Steuerersparnis sich sehen lassen kann. Es lohnt sich also, schon bei der Wohnungssuche entsprechend zu planen!
Sie haben eine 120 qm große 5-Zimmer-Wohnung gemietet. Miete inkl. Nebenkosten: 1.400 €. Bisher machen Sie nur ein Arbeitszimmer (15 qm) geltend. Dann sieht Ihre Rechnung zum Beispiel so aus:
Zitat	Miete + Nebenkosten monatl. 1.400 €
Miete + Nebenkosten jährl. 16.800 €
Anteilig für 1 betrieblichen Raum:
15 qm = 12,5 % der Gesamtfläche
Betriebsausgabe: 2.100 €
Ersparnis bei 30%igem Steuersatz: 630 €	Jetzt brauchen Sie für Ihre selbstständige Tätigkeit zusätzlich einen Lagerraum. Dafür räumen Sie ein Zimmer (12 qm), das bisher privat genutzt wurde. Ihr Vorteil sieht dann so aus:
Anteilig für 2 betriebliche Räume:
27 qm = 22,5 % der Gesamtfläche
Betriebsausgabe: 3.780 €
Ersparnis bei 30%igem Steuersatz: 1.134 €
Vorteil: 504 €	* bwr-media.de Zitieren
Grundsätzlich kann nach Maßgabe des Finanzamts ein häusliches Arbeitszimmer nur eingerichtet werden, wenn der Arbeitgeber nachweislich nicht in der Lage ist, entsprechende Räumlichkeiten für die Ausübung der gesamten beruflichen Tätigkeit des Steuerpflichtigen zur Verfügung zu stellen. Dieser Nachweis kann problemlos durch die Bestätigung des Betriebes erfolgen. Denn üblicher Weise bedeutet das Arbeitszimmer im eigenen Heim lediglich die Ergänzung des betrieblichen Arbeitsplatzes. Wer mehr als die Hälfte seiner Arbeitszeit im häuslichen Arbeitszimmer leistet, obwohl Arbeitsräume im Betrieb zur Verfügung stehen, kann demzufolge auch nicht mit der Anerkennung seiner Heim-Ausgaben bei der Einkommensteuer bezüglich Arbeitszimmer rechnen. Für Freiberufler und Selbständige stellt sich die Frage der 50-Prozent-Grenze nicht. Einkommensteuer Arbeitszimmer – Indizien für die Anerkennung
Natürlich muss das heimische Arbeitszimmer auch sachdienlich eingerichtet und von den Privaträumen abgegrenzt sein. Dafür gibt es eine Reihe von Bedingungen, die den Zugang, das Mobiliar und den Grad der Privatnutzung definieren. Dazu kommen Kriterien, nach denen das Finanzamt den Charakter des Raumes einschätzt. Wenn die Wohnung beispielsweise so klein ist, dass der Arbeitsraum zwingend für den Raumbedarf der Bewohner notwendig ist, kann der Fiskus die Anerkennung verwehren. Mehr dazu: Arbeitszimmer steuerlich absetzbar nutzen Eine Teilnutzung für private Zwecke, die 10 % übersteigt, führt ebenfalls zur Aberkennung des Arbeitszimmer-Status. Da eine Couch jedoch erklärter Maßen im Büro stehen darf, ist gegen eine Nutzung als Übernachtungsmöglichkeit für Gäste nichts zu sagen. Im übrigen gelten die Festlegungen des Bundesfinanzministeriums von 1999, nach denen der häusliche Arbeitsraum definiert wird. Freiberufler und Selbstständige können bei der Einkommensteuer das Arbeitszimmer komplett absetzen. Für Angestellte und Zweitjobber gilt weiterhin die Pauschale von 1.250 Euro im Jahr Zitieren
Im ewigen Streit um das Arbeitszimmer gibt es für Steuerzahler neue Hoffnung: Der Bundesfinanzhof beschäftigt sich derzeit mit gleich mehreren Grundsatzfragen zum Thema. Es war die Küchenzeile, die einem Steuerzahler aus Rheinland-Pfalz zum Verhängnis wurde. Der Mann hatte in seiner Zwei-Zimmer-Wohnung ein Arbeitszimmer eingerichtet und dabei entschieden, das Büro in den größeren der beiden Räume zu verlegen. In seiner Steuerklärung zog der Heimarbeiter anteilig Kosten für die Miete seiner Wohnung als Aufwendungen für ein häusliches Arbeitszimmer ab. Dem Finanzamt kam das Spanisch vor und tatsächlich stellte sich heraus, dass in dem vermeintlichen Büroraum auch Herd und Spüle eingebaut sind. Die Steuererstattung wurde gestrichen.
Der Steuerzahler klagte, doch auch vor dem Finanzgericht Rheinland-Pfalz hatte er kein Glück. Das Arbeitszimmer müsse weitgehend beruflich genutzt sein, befanden die Richter. Weil der Steuerzahler es aber zum Kochen zwangsläufig auch privat nutze, sei ein Abzug tabu. Auch eine Aufteilung der Kosten verweigerte das Gericht (Az. 2 K 2331/09). Ob das in Ordnung war, muss jetzt der Bundesfinanzhof (BFH) entscheiden (Az. III R 62/11). „Der Ausgang dieses Verfahrens ist sehr spannend“, kommentiert Thomas Franke, Steuerberater bei der Steuerberatungsgesellschaft Ecovis in Rostock. „Der BFH muss ganz grundsätzlich festlegen, ob er – wie bereits bei den Reisekosten –einen anteiligen Abzug zulässt, auch wenn ein Teil der Kosten privat verursacht ist.“
Home-Office im Trend
Das Urteil dürfte zahlreiche Steuerzahler interessieren. Home-Offices, Telearbeit oder mobile Arbeitsplätze sind nämlich längst keine Seltenheit mehr. Da werden Arbeitsplätze komplett in die heimische Sphäre verlagert, Mitarbeiter greifen von zu Hause aus noch einmal eben auf den Server zu oder sie machen die tagsüber liegen gebliebene Präsentation einfach abends zu Hause fertig. Laut einer Erhebung des High-Tech-Branchenverbands Bitkom arbeitet inzwischen ein Drittel aller befragten Berufstätigen regelmäßig von zu Hause aus. 21 Prozent tun dies täglich, zehn Prozent an mehreren Tagen in der Woche und zwei Prozent an einem Tag pro Woche. Diese Zahlen könnten in Zukunft noch steigen: Einer Studie des Marktforschungsinstituts Vansons Bourne zufolge wollen 59 Prozent der Unternehmen in Deutschland ihre Mitarbeitern flexiblere Arbeitszeiten anbieten.
Die Heimarbeiter wiederum versuchen, einen Teil ihrer Kosten dem Fiskus in Rechnung zu stellen. „Streitigkeiten rund um das häusliche Arbeitszimmer haben in den vergangenen Jahren enorm zugenommen“, hat Markus Deutsch, Leiter Steuern und Medien beim Neuen Verband der Lohnsteuerhilfevereine, beobachtet. Dass die moderne Arbeitswelt die steuerlichen Regeln zum Arbeitszimmerabzug inzwischen teilweise überholt hat, sei einer der Gründe dafür. „Es gibt viele Arbeitsmodelle, an die der Gesetzgeber damals noch gar nicht denken konnte“, sagt Deutsch.
Völlig neu ist der Streit ums Arbeitszimmer indes nicht. Schließlich gehören die dazugehörigen Normen zu den eher komplizierten im Steuerrecht mit einer Fülle von Einzelfallabgrenzungen. „Es gibt einen riesigen Flickenteppich an Rechtsprechung zum Arbeitszimmer“, bestätigt Steuerberater Franke.
20 anhängige Verfahren
Beinahe sehnsüchtig warten Berater und Steuerzahler daher auf gleich mehrere Grundsatzentscheidungen, die die obersten Steuerrichter in München demnächst fällen müssen. Wer auf den Internetseiten des BFH nach anhängigen Verfahren zum Stichwort Arbeitszimmer sucht, erhält eine Liste mit 20 Aktenzeichen. „Einige dieser Prozesse können durchaus positiv für die Steuerzahler ausgehen“, glaubt Steuerberater Deutsch. Dazu zählen etwa die Fälle, die der BFH in Sachen Telearbeit zu entscheiden hat. Aber eben auch Sachverhalte, in denen Berufliches mit Privatem gemixt wird.
Steuerberater empfehlen Klienten folgendes Vorgehen: „Arbeitnehmer im Home Office sollten grundsätzlich immer alle Kosten in der Steuererklärung ansetzen“, so Deutsch. Streicht das Finanzamt die Aufwendungen, können sie mit Verweis auf ein entsprechendes BFH-Aktenzeichen Einspruch einlegen und das Ruhenlassen des Verfahrens beantragen. Dann bleibt der Fall so lange offen, bis das Gericht in München entschieden hat.
Grundsätzlich können Arbeitnehmer sämtliche Aufwendungen für ihr häusliches Arbeitszimmer von der Steuer absetzen – sofern der Raum den Mittelpunkt ihrer gesamten beruflichen und betrieblichen Tätigkeit bildet. „Sie müssen also mindestens 80, besser 90 Prozent ihrer Arbeitszeit wirklich in dem Zimmer verbringen“, sagt Markus Deutsch. Nutzen sie es seltener, ist der unbegrenzte Steuerabzug tabu.
Immerhin muss der Fiskus aber auch dann einen Höchstbetrag von 1250 Euro akzeptieren, wenn dem Arbeitnehmer für die Tätigkeiten, die er daheim erledigt, kein anderer Arbeitsplatz beim Chef zur Verfügung steht. Klassisches Beispiel dafür sind Lehrer, die zu Hause Klausuren korrigieren und den Unterricht vorbereiten müssen, weil sie in der Schule keinen eigenen Raum dafür haben. Das gilt auch für Außendienstmitarbeiter, die vorrangig beim Kunden im Einsatz sind, ihre Büro-Verwaltung aber zu Hause machen. Richter dagegen oder Professoren, die sich Akten oder Gutachten mit nach Hause nehmen, gehen leer aus: Sie könnten ja auch im Gericht oder an der Uni arbeiten, so der Standpunkt der Finanzämter.
Tipp: Wer sein heimisches Arbeitszimmer an den Chef vermietet, kann ebenfalls die kompletten Kosten ansetzen: als Werbungskosten für Vermietung und Verpachtung. Voraussetzung ist allerdings, dass diese Regelung vorrangig im Interesse des Arbeitgebers ist. Wichtig: Der Mitarbeiter darf in diesen Fällen nicht vergessen, dass er auch die Mieteinnahmen, die er in diesem Fall von seinem Chef erhält, in der Steuererklärung angibt und versteuert.
Das lässt sich alles absetzen
Sofern das Finanzamt den Steeurabzug anerkennt, berücksichtigt es sämtliche Kosten, die für das Arbeitszimmer anfallen. dazu gehören beispielsweise die anteilige Miete oder – bei Eigentum – die Finanzierungskosten und Abschreibungen. Hinzu kommen Betriebskosten wie Strom, Wasser, Heizung oder Ausgaben für Tapeten oder Teppichboden. Auch die Kosten einer Renovierung des Zimmer können abgesetzt werden.
Arbeitsmittel, die der Steuerzahler im Büro nutzt, lassen sich übrigens immer ansetzen – unabhängig davon, ob das Finanzamt ein Arbeitszimmer anerkennt: Das gilt etwa für Computer, Schreibtisch, Stuhl oder Leselampe FOCUS Online (Auszüge)
Der BFH hat derzeit gleich mehrere Chancen, zu dieser Frage grundsätzlich zu klären. Zur Frage der Aufteilbarkeit von privaten und beruflichen Aufwendungen sind derzeit folgende Verfahren anhängig:
Zitat	Az. X R 32/11: Der Steuerzahler nutzt das Arbeitszimmer teilweise als Arbeits- und teilweise als Wohnzimmer.
Az. VIII R 24/12: Der Steuerzahler nutzt das Arbeitszimmer an wenigen Tagen im Jahr für Coachings seiner Klienten. Es ist aber gleichzeitig der Durchgang zum Balkon.
Az X R 1/13: Der Steuerzahler nutzt das Arbeitszimmer für berufliche und private Bürotätigkeiten.
Az. IX R 20/13: Der Steuerzahler nutzt das Büro für die Verwaltung seiner vermieteten Wohnungen und für Tätigkeiten, die keine Gewinne einbringen (Liebhaberei).
Az. VI R 40/12: Reichen bei Telearbeitern zwei Tage Home-Office für den unbegrenzten Abzug
Darüber hinaus liegen weitere interessante Fälle beim BFH:
VI R 53/12: Kann jeder Ehegatte die Kosten für das Arbeitszimmer absetzen, wenn es beide nutzen?
VIII R 10/12 ; X R 26/13: Lassen sich auch Flur, Küche oder Bad anteilig absetzen, wenn das Arbeitszimmer akzeptiert wird?
VI R 11/12: Steht ein anderer Arbeitsplatz auch zur Verfügung, wenn der Steuerpflichtige im Büro zwar tatsächlich keinen eigenen Schreibtisch hat, sich diesen jedoch aufgrund seiner Position verschaffen könnte?
VIII R 8/13: Wann ist das Arbeitszimmer Mittelpunkt der beruflichen Tätigkeit, wenn der Steuerzahler mehrere Tätigkeiten ausübt. Im betreffenden Fall geht es um eine Konzertpianistin, die zu Hause auch Unterricht gibt.	Zitieren
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References: § 4
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 Art. 3
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 EUGH 
 § 4
 § 9
 § 10