Source: https://digital.zlb.de/viewer/fulltext/15621944/1/
Timestamp: 2020-02-20 08:05:07+00:00

Document:
URN: https://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:kobv:109-opus-173653
https://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:kobv:109-opus-173653
Nichtoffener Wettbewerb für Architekten in Zusammenarbeit mit Landschaftsarchitekten Erweiterung Kopernikus-Oberschule Berlin Steglitz-Zehlendorf Auslobung
Herausgeber und Wettbewerbsdurchführung Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt Abteilung Städtebau und Projekte Referat II D Brückenstraße 6 10179 Berlin Wettbewerbsausschreibung Nanna Sellin-Eysholdt, Dipl.-Ing. Architektur Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt Auswahlverfahren und Wettbewerbe, II D 11 mit Birgit C. Dietsch, Architektin Digitale Bearbeitung Birgit C. Dietsch Titelbild Birgit C. Dietsch Druck A & W Druck, Berlin
Inhaltsverzeichnis Anlass und Ziel............................................................................7 Teil 1 Verfahren............................................................................9
1.1 1.2 1.3 1.4 1.5 1.6 1.7 1.8 1.9 1.10 1.11 1.12 1.13 1.14 1.15 1.16 1.17 1.18 Auslober, Nutzer, Bauherr......................................................................9 Art des Verfahrens................................................................................9 Richtlinien für Planungswettbewerbe....................................................9 Wettbewerbsteilnehmer.......................................................................10 Preisgericht und Vorprüfung................................................................11 Ausgabe der Wettbewerbsunterlagen .................................................14 Abgabe der Wettbewerbsarbeiten.......................................................14 Ortsbesichtigung und Rückfragen ........................................................15 Verzeichnis der Wettbewerbsunterlagen.............................................15 Geforderte Leistungen.........................................................................16 Beurteilungsverfahren und Vorprüfung................................................17 Preise und Anerkennungen................................................................18 Weitere Bearbeitung............................................................................18 Eigentum und Urheberrecht................................................................19 Verfassererklärung..............................................................................19 Bekanntmachung des Ergebnisses / Ausstellung der Arbeiten...........19 Haftung und Rückgabe........................................................................19 Zusammenfassung der Termine..........................................................21
Teil 2 Situation und Planungsvorgaben .................................23
2.1 2.2 2.3 2.4 2.5 2.6 Städtebauliche Situation............................................................................23 Historische Entwicklung.......................................................................26 Wettbewerbsbereich.....................................................................26 Technische Infrastruktur........................................................................28 Erschließung und Verkehr....................................................................29 Planungsrecht.......................................................................................30
Teil 3 Wettbewerbsaufgabe.......................................................33
3.1 3.2 3.3 3.4 3.5 3.6 3.7 3.8 3.9 3.10 3.11 3.12 Kopernikus-Oberschule.......................................................................33 Planungsumfang..................................................................................33 Städtebaulich-architektonische Zielsetzung........................................34 Funktionale Anforderungen..................................................................35 Freiflächen / Außenanlagen..................................................................37 Erschließung / Stellplätze.......................................................................38 Energieeffizienz / Nachhaltigkeit / Ökologische Zielsetzung....................38 Baukosten / Wirtschaftlichkeit................................................................39 Barrierefreies Bauen..............................................................................40 Baurechtliche Vorschriften, Normen und Richtlinien..........................41 Raum- und Funktionsprogramm..........................................................41 Beurteilungskriterien des Preisgerichts.................................................42
Teil 4 Anhang.............................................................................43
4.1 4.2 Digitaler Anhang...................................................................................43 Quellenangaben..................................................................................52
Erweiterung Kopernikus-Oberschule / Anlass und Ziel
Gegenstand des Wettbewerbs ist die Erweiterung der Kopernikus-Oberschule am Standort Lepsiusstraße in Berlin Steglitz-Zehlendorf zu einer 6-zügigen integrierten Sekundarschule mit gymnasialer Oberstufe. Dazu soll auf dem Schulgrundstück ein Erweiterungsbau und eine Einfeld-Sporthalle im Modulsystem mit der Option der mittelfristigen Ergänzung um zwei weitere Hallenteile entstehen. Die Kopernikus-Oberschule ist seit 1988 nach Schließung des Mittelstufenzentrums am Ostpreußendamm auf zwei Standorte aufgeteilt. Am Wettbewerbsstandort in der Lepsiusstraße, der gemeinsam mit der Dunant-Grundschule genutzt wird, befindet sich die Mittelstufe, während die gymnasiale Oberstufe in der Dessauerstraße in Lankwitz untergebracht ist. Durch die vorgesehene Erweiterung sollen Mittelstufe und gymnasiale Oberstufe der KopernikusOberschule am Standort Lepsiusstraße wieder zusammengefasst werden. Die derzeitige Schülerzahl von rund 700 Schülern wird inklusive der Schüler der gymnasialen Oberstufe in Lankwitz auf ca. 900 Schüler ansteigen. Der Standort Dessauerstraße soll nach dem Umzug der Oberstufe aufgegeben werden. Das Raumprogramm für die 6-zügige integrierte Sekundarschule umfasst eine Gesamt-Nutzfläche (NF) von 6.235 m², davon sind im Rahmen der Erweiterung ca. 2.100 m² für das Schulgebäude sowie ca. 650 m² für die Einfeld-Sporthalle neu zu erstellen. Ca. 4.100 m² des Raumprogramms sollen in den bestehenden Schulgebäuden (Hauptgebäude von 1909 und Erweiterungsgebäude von 1977) untergebracht werden. Die Schulerweiterungsflächen beinhalten neben Allgemeinen Unterrichtsräumen und dem Verwaltungsbereich auch den Mehrzweckbereich mit Mensa/Cafeteria. Die Bestandsgebäude sollen insbesondere hinsichtlich der Rettungswegesituation ertüchtigt werden. Im Außenbereich sind ca. 6.400 m² Freiflächen zu planen. Ziel des Verfahrens ist ein architektonisch anspruchsvoller Entwurf, der sowohl der schwierigen städtebaulichen Situation als auch der besonderen Aufgabenstellung bei der erneuten Zusammenführung von Mittel- und Oberstufe gerecht wird. Die Erweiterungsbauten sollen die Aspekte des energieoptimierten Bauens berücksichtigen und unter engen Terminvorgaben realisierbar sein. Die Maßnahme soll in 3 Bauabschnitten durchgeführt werden. Für die Baumaßnahme sind Gesamtkosten nach DIN 276 in Höhe von 12,0 Millionen Euro vorgegeben. Diese Kostenobergrenze ist zwingend einzuhalten. Mit dem Bau der Maßnahme soll in 2014 begonnen werden. Die Fertigstellung ist für 2017 vorgesehen.
Erweiterung Kopernikus-Oberschule / Teil 1 Verfahren
Teil 1 Verfahren 1.1 Auslober, Nutzer, Bauherr
Auslober, Bauherr Land Berlin, vertreten durch die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt Abteilung Hochbau, V A Fehrbelliner Platz 2 10707 Berlin Bedarfsträger Land Berlin, vertreten durch das Bezirksamt Steglitz-Zehlendorf von Berlin Abtl. Bildung, Kultur, Sport und Bürgerdienste Schloßstraße 37 12163 Berlin Durchführung und Gesamtkoordination des Wettbewerbs Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt Abteilung Städtebau und Projekte Referat II D Brückenstraße 6 10179 Berlin-Mitte Nanna Sellin-Eysholdt Tel.: +49 (0)30 9025 2039 Fax: +49 (0)30 9025 2535 E-Mail: nanna.sellin-eysholdt@senstadt.berlin.de mit: Birgit C. Dietsch Architektin Marienhöher Weg 43 a 12105 Berlin Tel.: +49 (0)30 75 51 83 53 E-Mail: Wettbewerb_KopernikusOS@bcd-planung.de
Die Auslobung erfolgt als nichtoffener Wettbewerb für Architekten in Zusammenarbeit mit Landschaftsarchitekten. Das gesamte Verfahren ist bis zum Abschluss anonym. Kommunikation Die Wettbewerbssprache ist Deutsch. Die Kommunikation mit den Teilnehmern erfolgt über E-Mail.
Dem Wettbewerb liegen die Richtlinien für Planungswettbewerbe (RPW 2008) sowie das Rundschreiben SenStadt VI A Nr. 06 / 2009 (Einführung der RPW 2008) zugrunde, sofern nachstehend nichts anderes aufgeführt ist.
Die Architektenkammer Berlin wirkt vor, während und nach dem Wettbewerb beratend mit; sie registriert den Wettbewerb. Mit der Registrierung wird bestätigt, dass die Auslobungsbedingungen der Richtlinie entsprechen. Die besonderen Bestimmungen für öffentliche Auftraggeber (RPW 2008, § 9 RPW) sind anzuwenden. Der Wettbewerb wird bei der Architektenkammer Berlin unter der Registrier-Nr. AKB-2012-24 geführt. Einverständnis Jeder Teilnehmer, Preisrichter, Sachverständige, Vorprüfer und Gast erklärt sich durch seine Beteiligung bzw. Mitwirkung am Verfahren mit den vorliegenden Teilnahmebedingungen und der Anwendung der Richtlinien für Planungswettbewerbe (RPW 2008) einverstanden. Verlautbarungen jeder Art über Inhalt und Ablauf vor und während der Laufzeit des Wettbewerbsverfahrens, einschließlich der Veröffentlichung der Wettbewerbsergebnisse, dürfen nur über die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, II D, abgegeben werden. Datenschutz Jeder Teilnehmer, Preisrichter, Sachverständige, Vorprüfer, Gast und Auftragnehmer willigt durch seine Beteiligung bzw. Mitwirkung am Verfahren ein, dass seine personenbezogenen Daten im Zusammenhang mit o.g. Wettbewerb bei der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt in Form einer automatisierten Datei geführt werden. Diese Einwilligung gemäß § 6 des novellierten Bundesdatenschutzgesetzes ist auf der Verfasser- bzw. auf der Zustimmungserklärung zu bestätigen. Eingetragen werden Name, Anschrift, Telefon, Bankverbindung, Beauftragung im Wettbewerb, Kammermitgliedschaft, Berufsbezeichnung. Nach Abschluss des Verfahrens können auf Wunsch diese Daten gelöscht werden (durch Vermerk auf der Verfassererklärung bzw. durch Mitteilung an den Auslober). Vergabekammer Öffentliche Aufträge, die gemäß den Vergabevorschriften der EU vergeben werden müssen, unterliegen einem Rechtsschutzverfahren. Für die öffentlichen Auftraggeber des Landes Berlin wird dieses Verfahren vor der Vergabekammer des Landes Berlin geführt. Vergabekammer des Landes Berlin Martin-Luther-Str. 105 10825 Berlin Tel. +49(030) 9013 8316, Fax. +49(030) 9013 7613
Zur Teilnahme am Wettbewerb wurden neben 1 gesetzten Teilnehmer 11 Bewerbergemeinschaften aus Architekten und Landschaftsarchitekten entsprechend der Ankündigung im EU-Amtsblatt vom 3.10.2012 in einem vorgeschalteten Bewerbungsverfahren (Teilnahmewettbewerb gemäß RPW und VOF) durch ein vom Preisgericht unabhängiges Auswahlgremium ausgewählt. Abweichend von § 3, Abs. 2 der RPW 2008 werden die Namen der Wettbewerbsteilnehmer nicht in der Auslobung aufgeführt; sie werden jedoch den Wettbewerbsteilnehmern in einem gesonderten Schreiben mitgeteilt.
Jost Haberland Architekt Berlin Nadja Letzel Architektin Berlin Jan Spreen Architekt München Henrike Wehberg-Kraft Landschaftsarchitektin Berlin
Sven Fröhlich Architekt Berlin Marc Richter Architekt Berlin
Christine Würger Referat für Grundsatzangelegenheiten der Schularten, Schulentwicklungsplanung Referatsleiterin Schulentwicklungsplanung Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Wissenschaft Berlin Hermann-Josef Pohlmann Abteilung Hochbau Referatsleiter Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt Berlin Cerstin Richter-Kotowski Bezirksstadträtin für die Abteilung Bildung, Kultur, Sport und Bürgerdienste Bezirksamt Steglitz-Zehlendorf von Berlin
Jörg Meyer Referat für Grundsatzangelegenheiten der Schularten, Schulentwicklungsplanung Referat Schulentwicklungsplanung Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Wissenschaft Berlin Gerd Meyer Abteilung Ministerielle Angelegenheiten des Bauwesens Referatsleiter Technisch/Wirtschaftl. Prüfung und Genehmigung von Verkehrsanlagen u. Ingenieurbauwerken Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt Berlin
Norbert Schmidt Bezirksstadtrat für die Abteilung Soziales und Stadtentwicklung Bezirksamt Steglitz-Zehlendorf von Berlin Sachverständige Andrea Schich Abteilung Hochbau Referat V A Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt Berlin Bernd Kramm Abteilung Hochbau Referat V A Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt Berlin Gerhard Wilmsmann Abteilung Hochbau Referat V A Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt Berlin Uwe Dechène Abteilung Ministerielle Angelegenheiten des Bauwesens Projektvorbereitung und -Prüfung Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt Berlin Bernd Wolff Abteilung Sport Senatsverwaltung für Inneres und Sport Berlin Knut Kardacki Abteilung Ministerielle Angelegenheiten des Bauwesens Oberste Bauaufsicht Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt Berlin Jörg Weese Abteilung Bildung, Schule, Sport und Bürgerdienste Planungsbeauftragter Bezirksamt Steglitz-Zehlendorf von Berlin Dr. Andreas Ruck Abteilung Jugend, Gesundheit, Umwelt und Tiefbau Leiter des Umwelt- und Naturschutzamtes Bezirksamt Steglitz-Zehlendorf von Berlin Peter Schrage-Aden Abteilung Jugend, Gesundheit, Umwelt und Tiefbau Klimaschutzbeauftragter Bezirksamt Steglitz-Zehlendorf von Berlin
Sabine Lappe Abteilung Soziales und Stadtentwicklung Leiterin des Stadtplanungsamtes Bezirksamt Steglitz-Zehlendorf von Berlin Martin Müller-Ettler Abteilung Jugend, Gesundheit, Umwelt und Tiefbau Leiter des Tiefbau- und Landschaftsplanungsamtes Bezirksamt Steglitz-Zehlendorf von Berlin Monika Osteresch Abteilung Jugend, Gesundheit, Umwelt und Tiefbau Fachbereich Grünflächen Bezirksamt Steglitz-Zehlendorf von Berlin Marion Schulz-Sasse Abteilung Stadt- und Freiraumplanung Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt Berlin Meike Clasen Abteilung Ministerielle Angelegenheiten des Bauwesens Barrierefreies Bauen Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt Berlin Monika Faust-Ketzner Abteilung Städtebau und Projekte Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt Berlin Bernd Geisler Schulleiter Kopernikus-Oberschule Andreas Wolff Stellvertretender Schulleiter Kopernikus-Oberschule Peter Ostendorff Abteilung Städtebau und Projekte Referatsleiter Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt Berlin Inge Schmidt-Rathert Abteilung Städtebau und Projekte Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt Berlin Vorprüfung Birgit Dietsch Architektin, Berlin Birgit Wolf Architektin, Berlin
Kostenprüfung Vorprüfung Energieeffizienz Gäste
N.N. Diplom-Ingenieur, Berlin N.N. Diplom-Ingenieur, Berlin Peter Kever Architektenkammer Berlin Referat Wettbewerbe und Vergabe Mitglieder der BVV Stglitz-Zehlendorf
Die Auslobungsunterlagen stehen ab dem 30.10.2012 den Teilnehmern (nach Erhalt eines Passwortes) zum Download zur Verfügung. Die Auslobungsbroschüre wird am 31.10.2012 per Post an die Teilnehmer versendet. Die Modelleinsatzplatte wird zeitgleich mit dem Rückfragenprotokoll versandt.
Die Arbeiten müssen spätestens am 11.12.2012, 17.00 Uhr in der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt Referat Wettbewerbe und Auswahlverfahren Brückenstraße 6 (Jannowitz Center) 10179 Berlin Raum Nr. 4.026 eingegangen sein (es gilt nicht das Datum des Poststempels). Die Wettbewerbspläne sind gerollt in einer eckigen Versandbox einzureichen. Das Modell ist bis zum 18.12.2012, 17:00 Uhr an gleicher Stelle einzureichen. Das Modell ist in transportgerechter und wieder verwendbarer Verpackung einzureichen. Der Verfasser trägt die Verantwortung, dass die geforderten Leistungen am 11.12.2012 bzw. am 18.12.2012 (Modell), jeweils 17:00 Uhr vorliegen. Die Wettbewerbsarbeiten sind zur Wahrung der Anonymität in verschlossenem Zustand ohne Absender oder sonstigen Hinweis auf den Verfasser, aber mit der Kennzahl und dem Vermerk „Erweiterung Kopernikus-Oberschule“ einzureichen. Bei Zustellung durch Kurierdienst ist der Empfänger als Absender anzugeben. Kennzeichnung der Arbeiten Die Wettbewerbsarbeiten sind in allen Stücken nur durch eine gleichlautende
Kennzahl zu bezeichnen. Sie ist aus sechs arabischen Ziffern zu bilden und in einer Größe von 1 cm Höhe und 4 cm Breite auf jedem Blatt und Schriftstück in der rechten oberen Ecke anzubringen. Der Wettbewerbsverfasser hat die Verfassererklärung mit seiner Anschrift in einem verschlossenen und undurchsichtigen Umschlag mit der gleichen Kennzahl abzugeben, mit der er seine Wettbewerbsarbeit gekennzeichnet hat. Dieser Umschlag ist gleichzeitig mit der Wettbewerbsarbeit abzugeben. Die Verfassererklärung ist nicht in digitaler Form einzureichen.
Ortsbesichtigung Datum: 05.11.2012 Uhrzeit: 11:00 Uhr Treffpunkt: Kopernikus-Oberschule Sekretariat im 1. OG Lepsiusstraße 24-28 12163 Berlin Rückfragen Rückfragen zur Auslobung können schriftlich gestellt werden. Sie müssen bis zum 9.11.2012, 11:00 Uhr bei folgender E-Mail-Adresse eingegangen sein: Wettbewerb_KopernikusOS@bcd-planung.de Bei den Rückfragen ist auf die entsprechenden Teilziffern der Ausschreibung, auf die sie sich beziehen, Bezug zu nehmen. Ein Rückfragenkolloquium findet nicht statt. Die Beantwortung der Rückfragen erfolgt in Abstimmung mit dem Preisgericht. Die Zusammenstellung aller eingereichten Fragen und deren Beantwortung wird den Beteiligten zugesandt und ist Bestandteil der Ausschreibung.
Unterlagen des Wettbewerbs sind: o die vorliegende Auslobung o die Zusammenstellung der Rückfragen und Antworten o Digitale Anlagen (vollständiges Verzeichnis siehe Teil 4 Anhang), u.a. die im Folgenden aufgeführten Planunterlagen und Dokumente: o Lageplan, u.a. als .dwg/dxf-Datei o Vermesserplan als .dwg-Datei o Luftbild als .jpg-Datei o Raumprogramm als .pdf- Datei o Einsatzplatte Modell mit Bestandsgebäuden Hinweis Jeder Teilnehmer des Verfahrens verpflichtet sich, die vorliegenden digitalisierten Daten und Pläne nur für die Beteiligung am Verfahren zu nutzen. Daten, die im Rahmen der Bearbeitung als Zwischenprodukte anfallen und nicht an den Auslober abgegeben werden, sind nach Abschluss des Wettbewerbes zu löschen.
Von den Teilnehmern werden folgende Leistungen erwartet: Geforderte Leistungen in Papierform bzw. Modell 1. Lageplan M 1:500 mit Darstellung der Gesamtsituation, Baukörper (mit Ausweisung der Erweiterungsflächen für die Dreifeld-Sporthalle), Freiflächenkonzeption, Erschließung, PKW- und Fahrradabstellplätze 2. EG-Grundriss von Schulgebäude und Sporthalle M 1:200 mit Darstellung der Freiflächen einschließlich der äußeren Erschließung 3. Weitere Grundrisse im M 1:200 4. Zum Verständnis des Entwurfs erforderliche Schnitte und Ansichten M 1:200 5. Fassaden- bzw. Systemschnitt M 1:20 mit Teilansicht. Der Informationsgehalt dieses Schnittes soll annähernd dem eines Schnittes im M 1:50 entsprechen; beispielhaft zur Vermittelbarkeit von Materialität, Gestaltqualität und zur Berechnung der Kosten 6. Prüfpläne, maßstäblich (gefaltet) - ein Satz der verlangten Grundrisse und Schnitte mit Eintragung - der Raumbezeichnungen (mit farblicher Kennzeichnung ent sprechend Raumprogramm) - der für die Berechnung notwendigen Maße - der Raumgrößen 7. Berechnungen auf Formblättern (Formblatt A Raumprogramm und Formblatt B Gebäudekennwerte, s. 4.1.9 Formblätter). Der Rechenweg für alle Berechnungen ist nachvollziehbar auf den Prüfplänen darzustellen (Neubauteil). - Überbaute Fläche - Nutzfläche in der Aufschlüsselung gemäß Raumprogramm - Brutto-Grundfläche BGF a - Brutto-Rauminhalt BRI a (V) - Verhältnis Brutto-Grundfläche a / Nutzfläche (BGFa / Nutzfläche) - Verhältnis Brutto-Rauminhalt a / Nutzfläche (BRIa / Nutzfläche) - Gebäudehüllfläche A - Verhältnis A/V. 8. Erläuterungsbericht (getrennt von den Plänen, max. 4 DIN A 4 Seiten) zu den Hochbaumaßnahmen: - Erläuterung und Begründung des Entwurfskonzepts - Aussagen zu Konstruktion und Materialien - Aussagen zur Wirtschaftlichkeit - Aussagen zur Nachhaltigkeit und Energieeffizienz - Angaben zum barrierefreien Bauen 9. Baubeschreibung in Anlehnung an DIN 276 für Kostengruppen 300, 400 und 500 10. Verzeichnis der eingereichten Unterlagen 11. Verfassererklärung (s. 4.1.9 Formblätter) 12. Modell M 1:500 Als verbindliche Form der Arbeit gilt der Papierausdruck. Zusätzlich geforderte Leistungen in digitaler Form Zusätzlich sind folgende Leistungen in digitaler Form auf CD-Rom zu erbringen (für Vorprüfung, Ergebnisprotokoll und Veröffentlichung): – die Präsentationspläne als Windows-kompatible .tif-Datei(en) in einer Auflösung von bevorzugt 300dpi (ggf. LZW-komprimiert)
– die Präsentationspläne als pdf-Datei(en) mit eingebundenen Pixeldarstellun gen in einer Auflösung von bevorzugt 300dpi. – die geforderten Leistungen nach Nr. 6 (Prüfpläne) als CAD-Datei im Format .dwg oder .dxf (AutoCAD, Version 2000 oder tiefer) oder .mcd (Vectorworks, Version 10 oder tiefer) oder ArchiCad, Version 7 oder tiefer. Hinweise zu den geforderten digitalen Leistungen „Offene“ Dateien aus Layout-Programmen (z.B. InDesign, QuarkExpress, Illustrator etc.) können nicht berücksichtigt werden. Bildmaterial, das nicht im genannten Windows-kompatiblen .tif-Format vorliegt, kann nicht berücksichtigt werden. Die CD-ROM selbst trägt als Titel nur die sechsstellige Kennzahl, mit der auch die schriftlichen Pläne gekennzeichnet werden (z.B. 123456). Die darauf gespeicherten Dateien dürfen ebenfalls nur mit der sechsstelligen Kennzahl gekennzeichnet werden und keine Hinweise auf die Verfasser enthalten. Die einzelnen Dateien auf der CD-ROM müssen wie folgt benannt werden: Der erste Teil des Dateinamens ist die sechsstellige Kennzahl, danach folgt ein Unterstrich und anschließend der eigentliche Dateititel, gefolgt von der Formatangabe, z.B. „tif“. Beispiele: - Lageplan: 123456_lageplan.tif - Grundrisszeichnung Erdgeschoss: 123456_grundriss_eg.pdf - Prüfpläne: 123456_pruefplan_eg.dwg In den Dateinamen dürfen keine Leer- und Sonderzeichen vorkommen. Die CD-ROM ist für Windows-kompatiblen PC zu erstellen. Macintosh-Formate können grundsätzlich nicht verwendet werden. Allgemeine Hinweise Jeder Teilnehmer darf nur eine Arbeit ohne Variante einreichen. Gemäß RPW § 5 Abs. 2 werden Darstellungen, die über die in der Auslobung geforderten Leistungen hinausgehen oder gegen bindende Vorgaben des Auslobers verstoßen, von der Vorprüfung ausgesondert. Farbige Darstellungen sowie erläuternde Skizzen sind zugelassen. Für die Präsentation der Wettbewerbsarbeiten stehen pro Wettbewerbsteilnehmer max. zwei 2 m hohe Rolltafeln mit einer Hängefläche von 1,96 m (Breite) x 1,46 m (Höhe) zur Verfügung. Ausschlusskriterien / Verstoß gegen bindende Vorgaben Es werden keine bindenden Vorgaben im Sinne der RPW 2008 § 5 Abs. 1 und § 6 Abs. 2 formuliert. Wettbewerbsbeiträge, die während der Laufzeit des Wettbewerbs veröffentlicht werden, verstoßen gegen die in § 1 Absatz 4 und § 6 Absatz 2 RPW 2008 geforderte Anonymität und sind von der Beurteilung auszuschließen.
Das Beurteilungsverfahren ist unter § 6 Abs. 2 der RPW 2008 sowie in der Anlage IV der RPW 2008 dargestellt. Ergänzend gilt Folgendes: Die eingereichten Arbeiten werden entsprechend RPW 2008, Anlage III vorgeprüft. Bei der Erfüllung dieser Aufgabe können die
Sachverständigen zur Unterstützung der Vorprüfer hinzugezogen werden. Dem Preisgericht werden die Ergebnisse der Vorprüfung als Entscheidungshilfe zur Verfügung gestellt, die Beurteilung der Arbeiten bleibt dem Preisgericht vorbehalten.
1.12 Preise
Die Wettbewerbssumme (RPW 2008 § 7 Absatz 2) ist auf der Basis des § 34 und § 39 HOAI (i.d. Fassung v. 18.8.2009) ermittelt. Für Preise stehen insgesamt 40.500,- Euro (netto) zur Verfügung. Vorgesehen ist folgende Aufteilung: 1. Preis 2. Preis 3. Preis 18.000,- € 13.500,- € 9.000,- €
Das Preisgericht gibt eine schriftliche Empfehlung für die weitere Bearbeitung der Wettbewerbsaufgabe. Es ist beabsichtigt, die Leistungsphasen 2 bis 5 sowie Teile (2 v.H.) der Leistungsphase 8 gemäß HOAI §§ 33 und 38 zu beauftragen sowie bei der Beauftragung der Bietergemeinschaft zwei gesonderte Verträge abzuschließen. Die Beauftragung erfolgt stufenweise. Die Beauftragung der jeweils nächsten Stufe kann nur beim Vorliegen der haushaltsrechtlichen Voraussetzungen gem. ABau Teil II, Punkt 23 erfolgen. Ein Rechtsanspruch auf Beauftragung dieser Leistungen besteht nicht. Voraussetzung ist, dass die Ausführung der ausgewählten Arbeit innerhalb der Kostenobergrenze möglich ist. Im Falle einer weiteren Bearbeitung werden durch den Wettbewerb bereits erbrachte Leistungen des Wettbewerbsteilnehmers bis zur Höhe des zuerkannten Preises oder Anerkennung nicht erneut vergütet, wenn der Wettbewerbsentwurf in seinen wesentlichen Teilen unverändert der weiteren Bearbeitung zugrunde gelegt wird (RPW 2008 § 8 Absatz 2). Ein Verhandlungsverfahren im Anschluss an den Wettbewerb mit allen Preisträgern wird nur durchgeführt, wenn der Auftraggeber vom Votum des Preisgerichts abweicht. Im Regelfall wird der Auftraggeber nur mit dem ersten Preisträger über die Auftragsvergabe verhandeln. Für Architekten, die nicht Mitglieder der Berliner Architektenkammer sind, gilt §6 Bau- und Architektenkammergesetz in der neuesten Fassung (http://www.akberlin.de/publicity/ak/internet.nsf/tindex/de_berufsrecht.htm). Bei ausländischen Wettbewerbsteilnehmern wird die Hinzuziehung eines Kontaktbüros für die weitere Bearbeitnung empfohlen.
Kunst am Bau Gemäß den Ausführungen in der Allgemeinen Anweisung für die Vorbereitung und Durchführung von Bauaufgaben Berlins (Anweisung Bau) ist beabsichtigt, für diese Baumaßnahme Mittel für „Kunst am Bau“-Maßnahmen bereitzustellen. Die Ausschreibung dieser Leistung soll in einem gesonderten Verfahren erfolgen.
Die eingereichten Unterlagen der mit Preisen und Anerkennungen ausgezeichneten Wettbewerbsarbeiten werden Eigentum des Auslobers. Das Urheberrecht und das Recht der Veröffentlichung der Entwürfe bleiben dem Verfasser erhalten (RPW 2008 § 8 Abs. 3). Der Auslober ist berechtigt, die zu Beurteilung zugelassenen Arbeiten nach Abschluss des Wettbewerbs ohne weitere Vergütung zu dokumentieren, auszustellen und (auch über Dritte) zu veröffentlichen. Die Namen der Verfasser werden dabei genannt.
Durch ihre Unterschrift in der Verfassererklärung versichern die Wettbewerbsteilnehmer, dass sie die geistigen Urheber der Wettbewerbsarbeiten, gemäß den Wettbewerbsbedingungen teilnahmeberechtigt, mit einer Beauftragung zur weiteren Bearbeitung einverstanden und zur fach- und termingerechten Durchführung in der Lage sind. Die Verfassererklärung befindet sich als Formblatt im Ordner „4.1.9_ Formblätter“ der digitalen Anlagen.
Das Ergebnis des Wettbewerbs wird (unter Vorbehalt der Prüfung der Teilnahmeberechtigung) den Teilnehmern, deren Arbeit mit einem Preis oder Anerkennung ausgezeichnet wird, unmittelbar nach der Entscheidung des Preisgerichts mitgeteilt, allen anderen durch Übersendung des Preisgerichtsprotokolls mitgeteilt und der Öffentlichkeit über die Presse bekanntgegeben sowie angekündigt unter: www.stadtentwicklung.berlin.de/aktuell/wettbewerbe Die zur Beurteilung zugelassenen Wettbewerbsarbeiten werden mit den Namen der Verfasser, der Mitarbeiter und Sonderfachleute, den Preisen und Anerkennungenn, der Aufnahme in die engere Wahl und dem Preisgerichtsprotokoll öffentlich ausgestellt. Eröffnung, Ort und Dauer der Ausstellung werden den Wettbewerbsteilnehmern und der Presse bekannt gegeben (RPW 2008 § 8 Abs.1).
Für die Beschädigung oder den Verlust der eingereichten Arbeiten haftet der Auslober nur im Fall nachweisbar schuldhaften Verhaltens. Die nicht prämierten Arbeiten von in Berlin ansässigen Teilnehmern können zu einem Zeitpunkt, der
den Wettbewerbsteilnehmern rechtzeitig mitgeteilt wird, bei der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt – II D – abgeholt werden. Die nicht in Berlin ansässigen Büros werden nach Ausstellung der Wettbewerbsarbeiten schriftlich bzw. per Mail angefragt, ob Interesse an einer Rücksendung ihrer Wettbewerbsunterlagen besteht. Die Rücksendung erfolgt nur auf Bestätigung und nur dann, wenn die Unterlagen in transportgerechter und wieder verwendbarer Verpackung eingereicht wurden. Werden die Arbeiten innerhalb der genannten Fristen nicht zurückgefordert, so geht der Auslober davon aus, dass die betreffenden Teilnehmer das Eigentum an ihren eingereichten Wettbewerbsunterlagen aufgegeben haben und wird dann mit diesen Unterlagen nach seinem Belieben verfahren.
Versand der Ausschreibungsunterlagen Ortsbesichtigung Rückfragen bis Rückfragenbeantwortung per email Abgabe der Arbeiten Abgabe des Modells Preisgerichtssitzung 17:00 Uhr 17:00 Uhr 11:00 Uhr 11:00 Uhr 31.10.2012 05.11.2012 09.11.2012 15.11.2012 11.12.2012 18.12.2012 10.01.2013
Erweiterung Kopernikus-Oberschule / Teil 2 Situation und Planungsvorgaben
Teil 2 Situation und Planungsvorgaben 2.1 Städtebauliche Situation
Der Wettbewerbsstandort befindet sich im Südwesten von Berlin im Ortsteil Steglitz des Bezirkes Steglitz-Zehlendorf von Berlin. Er befindet sich westlich der Schloßstraße in einem überwiegend von gründerzeitlichem Geschosswohnungsbau geprägten Gebiet. Das Wettbewerbsgrundstück ist Teil einer Gemeinbedarfsfläche im nördlichen Teil des Blockes, der durch die Lepsiusstraße im Osten, die Treitschkestraße im Norden sowie die Gritznerstraße im Westen begrenzt wird. Im Süden grenzt der Block an die Schildhornstraße, die als Teil der übergeordneten Verkehrsplanung der 70er Jahre im Osten mit der Joachim-Tiburtius-Brücke die Schloßstraße sowie die Autobahn A 103 quert und im Westen in den Autobahnabzweig Steglitz übergeht, der im weiteren Verlauf als Tunnel durch die Bebauung Schlangenbader Straße führt. In den östlich angrenzenden Blöcken sind die Großstrukturen der Warenhäuser entlang der Schloßstraße prägend.
Abb. 2: Luftbild mit Eintragung des Wettbewerbsbereiches im M. 1:4.000
Abb. 3: Lageplan mit Eintragung des Wettbewerbsbereiches im M. 1:4.000
Das Wettbewerbsgrundstück befindet sich im Bezirk Steglitz-Zehlendorf, Ortsteil Steglitz. Das Dorf Steglitz ist möglicherweise slawischen Ursprungs und leitet sich von stygl (deutsch: am Berghang) und der im Märkischen häufigen Endung -itz (deutsch: Ansiedlung) ab. Urkundlich erwähnt wurde Steglitz zum ersten Mal im Ortsregister des Landbuch Kaiser Karls IV im Jahr 1375. Die überwiegend dörflichen Strukturen der Siedlung erhielten sich bis in das 19. Jahrhundert. 1802 wurde das Gut und Dorf Stegelitz von dem preußischen Staatsminister Carl Friedrich von Beyme erworben. Nach einem Entwurf von David Gilly wurde das dortige Herrenhaus bis 1804 umgebaut. In der 1. Hälfte des 19. Jahrhunderts wurde die Siedlung Neu-Steglitz im Bereich der heutigen Albrechtstraße begründet. In den 1840er Jahren siedelten sich entlang der Bergstraße Seidenraupenzüchtungen an und Steglitz wurde das Zentrum der preußischen Seidenproduktion. Seit 1838 verlief die erste Bahnlinie Berlins (Berlin-Potsdam) durch Steglitz. 1839 wurde der Bahnhof Steglitz an dieser Strecke eröffnet. Ab 1881 verkehrt in Lichterfelde die von Werner Siemens und Georg Halske gebaute erste elektrische Straßenbahn der Welt (vom Bahnhof Lichterfelde-Ost zur Kadettenanstalt). Stegelitz und Neu-Steglitz schlossen sich 1870 zu Steglitz zusammen. Die Bebauung Friedenaus durch Carstenn sowie die Errichtung der Villenkolonien in Lichterfelde-West und Südende führten auch zu einer regen Bautätigkeit in Steglitz Ende des 19. Jahrhunderts. In den Folgejahren wuchs die Bevölkerung auf über 80.000 Einwohner an. 1920 wurde die größte Landgemeinde Preußens in Groß-Berlin eingemeindet. In den neu geschaffenen 12. Verwaltungsbezirk wurde die Ortsteile Steglitz, Groß-Lichterfelde, Lankwitz sowie die Villenkolonie Südende übergeführt. Seit Beginn des 20. Jahrhunderts, aber insbesondere in den 90er Jahren entwickelte sich die Schloßstraße zwischen Walter-Schreiber-Platz und dem Rathaus Steglitz zu einer überörtlichen Einkaufsstraße mit zahlreichen Geschäften und Warenhäusern. 2001 wurde im Zuge der Bezirksreform Steglitz zum Bezirk Steglitz-Zehlendorf mit den Ortsteilen Steglitz, Lankwitz, Dahlem, Nikolassee, Lichterfelde, Wannsee und Zehlendorf zusammen geschlossen.
Grundstücksgröße Das Wettbewerbsgrundstück wird begrenzt durch die Lepsiusstraße und die Treitschkestraße sowie die Gritznerstraße. Die Gesamtgröße des gemeinsam mit der Dunant-Grundschule genutzten Grundstücks beträgt 19.568 m². Der für den Wettbewerb zu bearbeitende Anteil der Kopernikus-Oberschule beträgt ca. 12.740 m². Eigentum Das Grundstück Lepsiusstraße 24-28 befindet sich im Eigentum des Landes Berlin. Es ist dem Fachvermögen des Bezirksamtes Steglitz-Zehlendorf, Abteilung Bildung, Kultur, Sport und Bürgerdienste, zugeordnet.
Bestandsgebäude und bestehende Nutzung Der von der Kopernikus-Oberschule genutzte westliche Grundstücksteil ist mit einem viergeschossigem Schulgebäude von 1909 bebaut. Der Altbau mit Mittelrisalit und dahinterliegendem repräsentativen Treppenhaus wird hofseitig über den nördlichen Seiteneingang erschlossen. Das Hauptgebäude wurde 1977 durch ein dreigeschossiges Erweiterungsgebäude mit naturwissenschaftlichen Fachräumen und Bibliothek, das mit der Schmalseite zur Treitschkestraße angeordnet ist, ergänzt. Beide Schulgebäude sind mittels eines im Erdgeschoss offenen Übergangs verbunden. Daneben befinden sich auf dem Wettbewerbsgrundstück ein 2-geschossiges Sporthallengebäude mit zwei gestapelten Einfeld-Sporthallen von 1963 sowie das 1996 errichtete Gebäude mit temporären Mobilen Unterrichtsräumen (MUR-Gebäude), in dem u.a. die durch die Dunant- Grundschule und die Kopernikus-Oberschule zurzeit gemeinsam genutzte Mensa untergebracht ist. Am Kreuzungsbereich Lepsiusstraße Ecke Treitschkestraße wurde in den 70er Jahren eine 2-geschossige offene Parkpalette gebaut, deren Zufahrt von der Treitschkestraße erfolgt.
Abb. 4 Übersichtsplan Bestandsgebäude o.M.
Topographie Das Wettbewerbsgrundstück weist in geringem Maß Geländemodulationen auf. Für den Wettbewerb ist das Grundstück als weitgehend eben anzusehen. Die Oberkante Terrain wird mit ca. 44,95 m ü NN (rückwärtiger Eingang Hauptgebäude) angesetzt. Baugrund Der Wettbewerbsbereich liegt geologisch und morphologisch auf der pleistozänen Teltow-Hochfläche, einer Grundmoräne. Der oberflächennahe Schichtaufbau besteht im allgemeinen aus mehrere Meter mächtigem bindigen Sedimenten (Schluff, Geschiebemergel) mit Einlagerungen von Schmelzwassersanden. Aufgrund ihrer Entstehung sind diese Sande in ihrer lateralen und vertikalen Ausbildung sehr heterogen, so dass lokal mit unterschiedlichen Eigenschaften der Bodenschichten (unterschiedliche Korngrößenverteilung von fein bis grob)
zu rechnen ist. In den obersten Metern unter der Geländeoberfläche kann der kalkhaltige Geschiebemergel durch Verwitterung entkalkt und zu Geschiebelehm umgewandelt sein. Oberflächennah sind die natürlichen Sedimente örtlich durch ehemalige Bautätigkeiten gestört. Zur Erkundung und Beurteilung des Baugrundes wurden auf dem Grundstück in 1961 Bohrungen durchgeführt: Diese weisen Sande bzw. Feinsande im Wechsel mit Geschiebelehm (teilweise auch oberflächennah) in unterschiedlichen Mächtigkeiten auf. Örtliche Abweichungen der Sedimentausbildung, Schichtenfolge und -mächtigkeit sind jedoch möglich. Grundwasser Das Grundwasser des Hauptgrundwasserleiters steht im Grundstücksbereich in ungespanntem Zustand an. Die Ermittlung der Grundwasserstände beruht auf der flächenhaften Interpolation von Grundwasserstandswerten, die an Messstellen in der Umgebung des Grundstücks erst seit 1945 durchgeführt werden. Der aus diesen beobachteten Werten für das Grundstück interpolierte höchste Grundwasserstand (HGW) trat im Jahr 1950 auf und betrug ca. NHN + 34,2 m. Im Juni 2012 lag der aktuelle Grundwasserstand im Grundstücksbereich bei etwa NHN +33,6 m. Bodenbelastungen Für das Wettbewerbsgrundstück liegt keine Notierung zum Bodenlastenkataster Berlin vor. Es besteht kein Verdacht auf schädliche Bodenveränderungen und Altlasten. Kampfmittel Nach gegenwärtigem Kenntnisstand bestehen keine konkreten Anhaltspunkte auf das Vorhandensein von Kampfmitteln. Das Vorhandensein von Kampfmitteln im Erdreich kann jedoch nicht völlig verbindlich ausgeschlossen werden. Freiflächen Das Wettbewerbsgrundstück wird gemeinsam mit der Dunant-Grundschule als zum großen Teil versiegelte Pausenfläche genutzt. Südlich des MUR-Gebäudes befindet sich eine Kleinfeld-Sportfläche mit Tartanbelag. Außerhalb der Grundstücksbegrenzung befindet sich an der Südseite der Treitschkestraße ein als Parkanlage ausgewiesener Grünstreifen, der geringe Gestaltungsmerkmale aufweist. Baumbestand Überwiegend an der südwestlichen Grundstücksgrenze befinden sich Baumanpflanzungen und Buschwerk. Es gilt die Verordnung zum Schutz des Baumbestandes in Berlin (Baumschutzverordnung – BaumschVO), zuletzt geändert durch die 4. Verordnung zur Änderung der BaumschVO vom 05.10.2007.
Elektrizität Versorgungsleitungen mit mittleren Spannungsebenen verlaufen entlang der Lepsiusstraße sowie unterhalb des Grünstreifens an der Treitschkestraße. Hausanschlusszuleitungen zum Wettbewerbsgrundstück bestehen im Bereich des Bestandsgebäudes von 1909 sowie beim Fachraumgebäude an der Treitschkestraße.
Fernwärme Eine Hauptversorgungsleitung für Fernwärme verläuft in der Treitschkestraße unterhalb des Grünstreifens. Von dieser geht eine Stichleitung in südlicher Richtung ab, die das Wettbewerbsgrundstück zwischen bestehender Sporthalle und Erweiterungsgebäude kreuzt. Diese Stichleitung wird rückseitig von der Schulhofseite in das Hauptgebäude eingeführt und läuft von dort zur Wohnbebauung an der Schildhornstraße weiter. Die Stichleitung darf nicht überbaut werden; es ist ein Mindestabstand von ca. 30 cm einzuhalten. Bei einer Überbauung der Fernwärmeleitung muss gewährleistet sein, dass die Leitung permanent zugänglich bleibt. Sie kann jedoch im Gebäude oder in einem unterkellerten Bereich verlegt werden. Erdgas Gasleitungen verlaufen entlang der Westseite der Lepsiusstraße sowie auf der Nordseite der Treitschkestraße. Hausanschlusszuleitungen für das Wettbewerbsgrundstück bestehen beim Hauptgebäude an der Lepsiusstraße sowie beim Erweiterungsgebäude von der Treitschkestraße. Trinkwasserversorgung Hauptwasserleitung DN 600 verlaufen straßenmittig unter der Lepsiusstraße sowie als Stichleitung unterlab der Treitschkestraße. Versorgungsleitungen DN 150 verlaufen an der Westeite der Lepsiusstraße sowie der Nordseite der Treitschkestraße. Zuleitungen sind in das Hauptgebäude vorhanden. Abwasser Schmutzwasserkanäle DN 200 befinden sich mit Gefälle nach Norden in der Lepsiusstraße sowie mit Gefälle nach Osten in der Treitschkestraße. Regenwasser Der Regenwasserkanal DN 600 verläuft mit Gefälle zur Schildhornstraße hin in Straßenmitte Lepsiusstraße. Eine Zuleitung DN 350 mit Gefälle zum Regenwasserkanal befindet sich straßenmittig in der Treitschkestraße.
Übergeordnete Erschließung Die Schildhornstraße ist aufgrund der in den 70er Jahren durchgeführten Änderungen in der Verkehrsführung eine Ost-West-Verbindung mit hohem Verkehrsaufkommen und Zubringerfunktion zu den Autobahnen. Die Lepsiusstraße verläuft als Nord-Süd-Verbindung zwischen Grunewaldstraße im Süden und Südwestkorso bzw. Blisseestraße im Norden. Erschließung des Wettbewerbsgrundstücks Das Wettbewerbsgrundstück wird über die Treitschkestraße erschlossen. Die Anlieferung erfolgt ebenfalls von der Treitschkestraße aus. ÖPNV Die U-Bahnlinie U 9 (U Bahnhof Rathaus Steglitz – U Bahnhof Osloer Straße) mit dem U-Bahnhof Schloßstraße befindet sich fußläufig zum Wettbewerbsgrundstück. In der Schildhornstraße verläuft die Buslinie 282 (U Breitenbachplatz – Mariendorf, Dardanellenweg) mit der Haltestelle Lepsiusstraße. Entlang der Schloßstraße verkehren zahlreiche Buslinien sowie die Nachtbuslinie N 9 mit Haltestelle am U Bahnhof Schloßstraße.
Flächennutzungsplan Im Flächennutzungsplan von Berlin (Stand: Neubekanntmachung 2009) ist das Wettbewerbsgrundstück als Sonderfläche für Schulbau dargestellt. Bebauungsplan Im geltenden Bebauungsplan XII-215 vom 18.1.1979 ist die nördliche Hälfte des von Lepsiusstraße, Treitschkestraße, Gritznerstraße sowie Schildhornstraße gebildeten Blockes als Sonderfläche für Schule ausgewiesen. Für das Maß der Nutzung ist eine GRZ von 0,4 und eine GFZ von 1,2 bei geschlossener Bauweise ausgewiesen. Dreiseitig umlaufend ist entlang der Straßen eine Baugrenze vorgegeben. In den textlichen Festsetzungen wird die maximale Bebauungstiefe mit 60 m, bezogen auf die Baugrenze, festgelegt. Eine Überschreitung bis an die rückwärtige Grundstücksgrenze kann zugelassen werden, wenn städtebauliche Bedenken und Gründe der Gesundheit oder Sicherheit dem nicht entgegen stehen. Bauordnungsrecht Der Planung ist die Bauordnung des Landes Berlin BauOBln, (www.stadtentw icklung.berlin.de/service/gesetzestexte/de/bauen.shtml) in der aktuellen Fassung zugrunde zu legen. Die Genehmigung des Bauvorhabens erfolgt im vereinfachten Genehmigungsverfahren bei der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt. Denkmalschutz Wettbewerbsbereich/Wettbewerbsgrundstück Für den Wettbewerbsbereich besteht kein Denkmalschutz. Auf dem Wettbewerbsgrundstück besteht Denkmalschutz für das Gebäude der Dunant-Grundschule an der Gritznerstraße. Gritznerstraße 21-23, Gemeinde-Doppelschule Die symetrische Doppelschulanlage wurde 1911-1912 nach Plänen von Hans Heinrich Müller errichtet. Die U-förmige Anlage mit Betonung der Seitenrisalite fasst einen kleinen Vorgarten. Der Zugang zum Gebäude befindet sich im zurückgesetzten 5-geschossigen Hauptflügel. Der südliche der beiden Seitenflügel mit jeweils vier Fensterachsen weist eine Durchfahrt zum Hof auf. Im Erdgeschoss sind durchgängig Rundbogenfenster angeordnet. Die Obergeschosse sind mit einheitlichen Rechteckformaten mit Sprossenteilung versehen. Im Dachgeschoss des Hauptflügels sind unter einer Schleppgaube weitere Räume angeordnet; der Gaubenbereich wird durch eine große, zentral angeordnete Uhr betont. Denkmale der näheren Umgebung Gritznerstraße, Evangelische Patmoskirche Die evangelische Kirche sowie das Gemeindehaus der Evangelischen Kirchengemeinde Matthäus Berlin Steglitz wurden von 1961 – 1964 nach Plänen des Berliner Architekten Peter Lehrecke ausgeführt. Markantes Element ist der freistehende Glockenturm in stilisierter Kreuzform, der in Sichtbeton ausgeführt wurde.
Mietshäuser Schildhornstraße 12, 85A, 86-94 Nahe der Schloßstraße gelegen umfasst das Ensemble Schildhornstraße eine außerordentlich komplette und gut erhaltene Straßenfront von zehn Mietshäuser aus der Entstehungszeit von 1893 - 1903, wie sie in dieser Komplexität mit überliefertem Fassadenschmuck selten geworden ist in Steglitz. Die besondere geschichtliche und städtebauliche Bedeutung dieser geschlossenen einheitlichen Bebauung wird auch durch die Repräsentation der sich in den zehn Jahren der Erbauung ändernden Architekturvorstellungen bei gleichrangiger Behandlung der Bauten (gleiche Traufhöhe in vier Geschossen, Anordnung von Vorderhaus und Seitenflügel auf gleich großen Grundstücken) deutlich. Besonders hervorzuheben das Richtung Schloßstraße am Ende des Denkmalensembles befindliche Mietshaus Schildhornstraße 94, da es hier das einzige auch in seiner Dachform mit steilem Satteldach erhaltene Wohnhaus ist. Ebenfalls im Ursprung erhalten die die Mittelachse flankierenden Erker mit blechgedeckten Zwiebelhauben, im Dachbereich dahinter die Giebel mit separatem Krüppelwalmdächern. Wohnanlage Gritznerstraße Wohnanlage von 1926/27 nach Plänen von Paul Stephanowitz. Wohnblöcke auf unregelmäßigem Straßengeviert. Fassaden mit grobem, gelblichem Naturputz (Weiß- bzw. Buntkiesel) geputzt und durch durchlaufende Gurtgesimse in Fenstersohlbank und Sturzhöhe horizontal gegliedert, Korbbogen-Blendarkaden im EG. Große, jedoch kleinteilige, außenbündige Fenster. Straßenfronten durch vorgesetzte Altane (mit durch Korbbogen geschlossenen Loggien) sowie darüber angeordnete, zurückgesetzte, hohe Giebelflächen in drei versetzte, vertikale Ebenen aufgelöst. Trotz unregelmäßigem Grundstück geschickte achsialsymmetrische Fassadenaufteilung an den Langseiten. Trotz Achsialsymmetrien malerische Baukörpergruppierung. Stilistisch zwischen Rückgriff auf die Architektur „Um 1800“ (Giebel, Vorbauten, Fenster) und Expressionismus (Fensterbänderung) angesiedelt. Dabei durch die mehrschichtige Fassadenstruktur moderner als nach erstem Eindruck. Ferner städtebaulich durch seine hohen Giebel, starke Betonung der Waagerechten, Kleinteiligkeit der Fenster sowie Abwechslungsreichtum offener und geschlossener Partien von prägender Wirkung auf die umliegende Stadtstruktur.
Abb. 5 Denkmalkarte mit Legende
Erweiterung Kopernikus-Oberschule / Teil 3 Wettbewerbsaufgabe
Teil 3 Wettbewerbsaufgabe 3.1 Kopernikus-Oberschule
Mit Schuljahresbeginn 1974/75 nahm die 1.Oberschule Steglitz (1.O Steglitz) als Gesamtschule mit 10 Kerngruppen mit jeweils 30 Schülern im 7. Jahrgang am Ostpreußendamm 108-110 den Schulbetrieb auf. Im Schulgebäude, einem Mittelstufen-Zentrum (MSZ), befanden sich auch ein Jugendfreizeitheim (JFH), die Volkshochschule (VHS) sowie eine Stadtbücherei. In den Folgejahren wurde durch die Aufnahme von weiteren 10 Kerngruppen pro Schuljahr wurde die Schule sukzessive bis auf 1.200 Schüler ausgebaut. Anfang 1988 wurde festgestellt, dass beim Bau des Mittelzstufenzentrum Spritzasbest verwendet worden war. Innerhalb weniger Tage wurde die Schule ausgelagert und zunächst auf drei Standorte verteilt: neben den jetzt noch genutzten Standorten waren der 7. und 8. Jahrgang in einem Schulgebäude in der Plantagenstraße untergebracht. Durch den Umzug der ehemals in der Lepsiusstraße angesiedelten Schmidt-Ott-Schule konnte zum Schuljahr 1988/ 89 die Mittelstufe mit den Jahrgangstufen 7 – 10 wieder in der Lepsiusstraße zusammengeführt werden. Die gymnasiale Oberstufe verblieb jedoch in einem Schulgebäude in der Dessauerstraße in Lankwitz, so dass die KopernikusOberschule seither auf diese beiden Standorte für Mittelstufe und gymnasiale Oberstufe aufgeteilt ist mit der Folge, dass Schüler mit dem Eintritt in die gymnasiale Oberstufe auch in ein anderes Schulgebäude wechseln und Lehrkräfte zwischen den Standorten pendeln müssen. Dennoch war selbst für die 8-zügige Gesamtschule mit Ganztagesbetrieb das Raumangebot in der Lepsiusstraße nicht ausreichend. Anfang der 90er Jahre wurde deshalb ein temporär zu nutzendes Gebäude (Mobile UnterrichtsRäume) mit Mensa und Cafeteria sowie 8 Kerngruppenräumen an der Treitschkestraße errichtet. In den Folgejahren wurde aufgrund des weiteren Zurückgangs der Schülerzahlen eine weitere Verringerung auf eine 6-Zügigkeit durchgeführt. Dadurch wurde es möglich, den Außerunterrichtlichen Bereich (AUB) auch räumlich dem Ganztagsbetrieb einzugliedern. Um jedoch auch wieder eine Zusammenlegung von Mittel- und Oberstufe zu ermöglichen, bestanden Pläne, an einem anderen Standort einen zentralen Neubau für die Kopernikus-Oberschule zu schaffen. An der Kopernikus-Oberschule besteht eine unterrichtliche Schwerpunktsetzung auf die Fächer Deutsch, Englisch/Französisch sowie Mathematik. Die Klassen der Mittelstufe werden von zwei Klassenlehrern geleitet, denen jeweils ein Sonderpädagoge zugeordnet ist. Der Unterricht an der Kopernikus-Oberschule wird im Ganztagesbetrieb durchgeführt, der auch den Außerunterrichtlichen Bereich in den Nachmittagsstunden mit einbezieht. Der Ganztagesunterricht findet bis ca. 16:00 Uhr in den Räumen der Schule statt. Es besteht grundsätzlich Offenheit hinsichtlich des individuellen Bildungsabschlusses am Ende der 10. Klasse. Die Gesamtschule wird den verschiedenen Ansprüchen und unterschiedlichen Voraussetzungen durch eine Differenzierung der Schüler nach Leistung, also durch Leistungsdifferenzierung in unterschiedliche Niveaus, gerecht.
Mit der Erweiterung des Schulstandortes Lepsiusstraße 24-28 soll die Kopernikus-Oberschule zu einer 6-zügigen integrierten Sekundarschule mit gymnasialer Oberstufe im Ganztagesbetrieb ausgebaut werden. Dazu soll auf dem Schulgrundstück ein Erweiterungsbau und eine Einfeld-Sporthalle im Modulsystem mit der Option der mittelfristigen Ergänzung um zwei weitere Hallenteile entstehen. Im Zuge der Erweiterung soll das nur zur temporären Nutzung
vorgesehene MUR-Gebäude von 1996 sowie die 2-geschossige Parkpalette an der Grundstücksecke Lepsiusstraße / Treitschkestraße abgerissen werden. Das Bestandsgebäude von 1909 soll bezüglich der Rettungswege qualifiziert und, ebenso wie das Erweiterungsgebäude von 1977, hinsichtlich der funktionalen Anforderungen angepasst werden. Die gesamte Baumaßnahme soll in drei Bauabschnitten durchgeführt werden. Der Filialstandort für die gymnasiale Oberstufe an der Dessauerstraße in Lankwitz soll nach Fertigstellung der Erweiterung von der Kopernikus-Oberschule aufgegeben werden. Der Planungsumfang umfasst den Neubau des Erweiterungsgebäudes sowie der Einfeld-Sporthalle der Kopernikus-Oberschule auf der Grundlage des bewilligten Raumprogramms. Dieses geht von einer Gesamt-Nutzfläche (NF) von 6.235 m² für den Schulneubau sowie von einer Nutzfläche von 659 m² für die Einfeld-Sporthalle aus. Das nachzuweisende Raumprogramm kann zu einem großen Teil (ca. 4.200 m²) in den Bestandsgebäuden untergebracht werden. Der Bedarfsträger hat zusammen mit der Schule hierzu eine Vorzugsvariante ausgearbeitet (s. digitale Anlagen im Anhang). Die darüber hinaus zu realisierenden Erweiterungsflächen sehen neben Räumen des Allgemeinen Unterrichts mit 1.400 m², Musikräumen mit 200 m², dem Pädagogischen Bereich und Verwaltung mit 510 m² auch einen Mehrzweckbereich mit Mensa/Cafeteria mit insgesamt 340 m² vor. Die Einfeld-Sporthalle mit einem 15 x 27 m Spielfeld und den entsprechenden Nebenräumen soll auch für den externen Vereinssport zur Verfügung stehen. Die Instandsetzungsarbeiten zur nachhaltigen energetischen Verbesserung des Hauptgebäudes von 1909 soll aus Mitteln des Schulanlagensanierungsprogramms (SSP) finanziert werden. Die Außenanlagen des gemeinsam mit der Dunant-Grundschule genutzten Grundstücks sollen im ausgewiesenen Wettbewerbsbereich teilweise neu erstellt und barrierefrei ausgeführt werden. Altersgemäße Pausenbereiche mit hoher Aufenthaltsqualität sollen ausgebildet werden. Die erforderlichen Aufstell- und Bewegungsflächen der Feuerwehr sind im Rahmen der Planung zu berücksichtigen. Die Planung soll unter dem Aspekt des energieoptimierten Bauens im Sinne eines innovativen energie- und kosteneffizienten Gebäudekonzepts erfolgen. Die Neubau-Maßnahme ist mit einer Unterschreitung um 30 % bezogen auf die ENEV 2009 zu planen. Aussagen zu ökologischen Aspekten und Nachhaltigkeit sollen bereits im Wettbewerbsentwurf gemacht werden. Im Rahmen der Bearbeitung der Vorplanungsunterlagen ist ein ökologisches Gesamtkonzept aufzustellen.
Ziel des Wettbewerbs ist der Entwurf eines städtebaulich und architektonisch anspruchsvollen Erweiterungsbaus, der zusammen mit den Bestandsgebäuden und der Einfeld-Sporthalle ein Gesamtensemble für die Kopernikus-Oberschule schafft, das der schwierigen städtebaulichen Situation gerecht wird. Besonderer Augenmerk liegt auch auf der Bildung eines zentralen Eingangsbereichs, der gemeinsamer Anlaufpunkt für die erneut zusammengeführte Mittelstufe und gymnasiale Oberstufe wird. Der Eingangsbereich zum Gebäude soll der Anzahl an Schülern und Nutzern entsprechend dimensioniert und gestaltet werden. Die Erschließungsstruktur im Innern soll eine gute Orientierbarkeit im Gebäude ermöglichen. Eine sinnvolle Anbindung des Neubaus an die Bestandsgebäude ist vor allem auch hinsichtlich einer barrierefreien Erschließung aller Ebenen zu planen.
Die Einfeld-Sporthalle soll so auf dem Grundstück angeordnet werden, das sie als Modul-Sporthalle die Möglichkeit bietet, mittelfristig zu einer Dreifeld-Sporthalle (27 x 45 m, unterteilbar in 3 Spielfelder à 15 x 27 m) erweitert zu werden. Sie soll neben dem Schulsport auch für den Vereinssport genutzt werden. Für die externen Nutzer ist ein separater Zugang zu planen. Die Möglichkeit einer von der Schule und dem Schulgelände unabhängigen Nutzung ist gewünscht.
Schulgebäude Für das Bestandsgebäude von 1909 und den Erweiterungsbau von 1977 wurde vom Bedarfsträger zusammen mit der Kopernikus-Oberschule ein Belegungsplan erarbeitet, der von Nutzer und Bedarfsträger als Vorzugsvariante gesehen wird. Aufgrund dieser bevorzugten Belegung der Bestandsgebäude ergeben sich die Flächenangaben, die im Erweiterungsbau nachzuweisen sind. Die nachgewiesenen Räume in den Bestandsgebäuden haben teilweise vom Musterraumprogramm abweichende Raumgrößen bzw. sind flächenmäßig abweichend aufgeteilt. Falls Änderungen in der Belegung der Bestandsgebäude vorgenommen werden, sind die betroffenen Räume entsprechend der Vorgaben des Musterraumprogramms (s. Raumprogramm unter 4.1.4) nachzuweisen. Allgemeine Unterrichtsräume Die Allgemeinen Unterrichtsräume sind entsprechend der Vorzugsvariante des Bedarfsträgers zum überwiegenden Teil im Hauptgebäude von 1909 untergebracht. Entsprechend dieser Aufteilung sind weitere zehn Stammklassenräume der Mittelstufe à 60 m² im Erweiterungsgebäude zu planen. Den insgesamt 24 Stammklassenräumen der Mittelstufe sind 6 Gruppenräume sowie 4 Klassenräume der Einführungsphase zugeordnet, die sich ebenfalls im Hauptgebäude befinden. Die Klassen der Mittelstufe werden im Stammklassenprinzip, d.h. mit fester Klassenzuordnung, genutzt. Die Gruppenräume der Oberstufe (Frequenzstärke: 25 Schüler/innen) sowie die Arbeitsplätze befinden sich vorwiegend im Hauptgebäude. Zwei weitere Gruppenräume sind im Erweiterungsbau nachzuweisen. Die Gruppenräume werden variabel, d.h. nicht von festen Klassenverbänden genutzt. Sie werden, ebenso wie die Gruppenräume der Mittelstufe, auch von temporären Lerngruppen im Rahmen der sonderpädagogischen Förderung sowie für Freizeitangebote in Anspruch genommen. Um eine natürliche Belüftung zu gewährleisten, sind Raumtiefen von 7,20 bis 8,40 m nicht zu überschreiten. Bei traditioneller Anordnung der Ausstattung (Frontalunterricht) sind maximale Raumlängen von 9,60 m einzuhalten. Die Mindestraumhöhe für Schulräume beträgt 3 m im Lichten. Die Flächen für Lehrmittel befinden sich zum großen Teil in den Bestandsgebäuden. Der noch erforderliche Lehrmittelraum soll den Klassen-/Gruppenräumen zugeordnet sein. Die Freizeiträume, sowie ein SV-Raum und ein Fitnessraum sind sämtlich im Erweiterungsbereich nachzuweisen. Medien Die Medienräume sind in der Vorzugsvariante sämtlich im Hauptgebäude untergebracht.
Musik und Kunst Die Fachräume Kunst mit Sammlungsraum sind entsprechend der Vorzugsvariante im Hauptgebäude untergebracht. Zwei Fachräume Musik mit angrenzendem Sammlungsraum sind in den Erweiterungsflächen, vorzugsweise in der Nähe des Mehrzweckraumes, nachzuweisen. Mehrzweckraum mit Mensa / Cafeteria Der Mehrzweckraum soll als multifunktionaler Raum (auch als Ersatz für eine Aula) bevorzugt im Erdgeschoss des Neubaus angeordnet werden. Ein Teilbereich des Mehrzweckraumes soll als Essensbereich (abteilbar) für die Mensa/ Cafeteria für ca. 150 Plätze (mit entsprechendem Küchen- und Ausgabenbereich) vorgesehen werden. Im verbleibenden Teil des Mehrzweckraums ist ein Podium bzw. ein bühnenartiger Bereich für Darstellendes Spiel o.ä. vorzusehen. Dieser Bereich soll bei Bedarf mit dem Essensbereich zusammengeschlossen werden können (z.B. für Aufführungen etc.). Die Mensa/Cafeteria soll möglichst einen separaten Zugang und eine direkte Anlieferungsmöglichkeit aufweisen. Für die Küche ist eine lufttechnische Anlage vorzusehen. Pädagogischer Bereich Die Aufenthaltsräume sind in der Nähe der Verwaltung vorzusehen; Teeküchen und Postfächer sind zu integrieren. Die Lehrereinzelarbeitsräume können auch geschossweise aufgeteilt werden. Die Beratungs-/Sozialarbeitsräume sollen nahe am Eingang und der Verwaltung angeordnet sein. Verwaltung Der Verwaltungsbereich und das Sekretariat müssen für schulfremde Personen gut erreichbar sein. Eine Anordnung im Erdgeschoss oder 1. OG ist gewünscht. Die Räume für die Schulleitung und die stellvertretende Schulleitung sind zusammen mit dem Sekretariat (inkl. Teeküche) sowie den Räumen für Mittelstufenleitung und Oberstufenleitung zu einer Raumgruppe zusammenzufassen. Der 1. Hilfe-Raum soll dem Sekretariat direkt zugeordnet werden. Einfeld-Sporthalle 15 x 27 m Halle Die Halle mit einem Spielfeld von 15 x 27 m soll als modulare Sporthalle so vorgesehen werden, dass sie zukünftig zu einer Dreifeld-Sporthalle (27 x 45 m, unterteilbar in 3 Spielfelder 15 x 27 m) erweitert werden kann. Dennoch soll sie als Einfeld-Sporthalle mit den zugehörigen Nebenräumen voll funktionsfähig sein. Das Lichtraumprofil muss 7 m betragen. Zwei unabhängige Fluchtwege (1. und 2. Rettungsweg) sind aus der Halle erforderlich. Belichtung Die Sporthalle soll natürlich belichtet werden. Eine Belichtung über die Längsseiten ist ab 2,00 m über Oberkante Sporthallenboden möglich, stirnseitige Fenster sind zu vermeiden. Aus Kostengründen sollen die Glasflächen auf das zur Belichtung und Belüftung notwendige Minimum beschränkt bleiben. Geeignete Blendschutzmaßnahmen sind vorzusehen. Eine Belichtung über Nord-Sheds ist prinzipiell möglich, falls dies im Kostenrahmen realisierbar ist. Belüftung Die Sporthalle einschließlich der Umkleiden und Wasch-Duschbereiche ist mit einer Belüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung auszustatten.
Geräteräume Zur Anordnung der Geräteräume sind Vorschläge zu machen, die auch bei der Erweiterung zur Dreifeld-Sporthalle eine funktionale Lösung bieten. Der Geräteraum soll auf ganzer Länge (bis auf konstruktiv notwendige Stützen) zu öffnen sein. Die lichte Höhe muss 2,50 m, im Durchgangsbereich (Schwingtor) mindestens 2,20 m, betragen. Der Geräteraum muss eine Mindesttiefe von 4,50 m aufweisen. Die Breite von jeweils etwa 9 m ist einzuhalten, um die notwendige Sportgeräteausstattung nach Musterausstattungsprogramm unterbringen zu können. Lehrer-/Schiedsrichterräume Mindestens ein Lehrer-/Schiedsrichterraum soll direkt der Halle zugeordnet sein. Dies gilt insbesondere für den kombinierten Lehrer-/Schiedsrichter-/ Sanitätsraum (Erste Hilfe) auf der Hallenebene. Eine Blickverbindung (Fenster) zur Halle ist erforderlich, die Fensterunterkante soll 1 m über OK Fertigboden liegen. Eine leichte Auffindbarkeit und Erreichbarkeit für die Feuerwehr/ Rettungsdienste muss gewährleistet sein. Für die schulische Nutzung ist es aus Aufsichtsgründen notwendig, dass ein Lehrerraum den Umkleideräumen direkt zugeordnet ist. Die Räume sind mit einer Dusche und einem Handwaschbecken auszustatten. Die lichte Raumhöhe soll mindestens 2,50 m betragen. Umkleideräume Jeweils zwei Umkleideräume sind einem Wasch/Duschraum zugeordnet. In den Umkleideräumen muss die Möglichkeit der Aufstellung von insgesamt 12 m nutzbarer Banklänge vorhanden sein. Die Verkehrsflächen sollen mindestens 1,5 m breit sein bzw. 1,8 m, wenn der Raum zwischen den gegenüberliegenden Bänken als einziger Durchgang dient. Die Verbindung der Umkleideräume zur Halle soll über einen zentralen Erschließungsflur erfolgen. Eine strikte Trennung zwischen „Straßenschuhgang“ und „Turnschuhgang“ wird nicht gewünscht. Alle Umkleideräume sollen natürlich belichtet werden, sowie natürlich be- und entlüftet werden können. Die Umkleideräume sollen die Nutzung barrierefrei ermöglichen, d.h. ausreichende Türöffnungen und Bewegungsflächen sind vorzusehen. Die lichte Höhe der Umkleideräume soll mindestens 2,50 m betragen. Allgemeine Anforderungen Hausanschlüsse / Medien Für den Erweiterungsbau soll ein von den Bestandsgebäuden unabhängiger Hausanschluss vorgesehen werden. Wärmeversorgung Der vorhandene Fernwärmeanschluss der Kopernikus-Oberschule soll für die Naubauten erweitert werden. Ein entsprechend dimensionierter Anschlussraum ist mit einzuplanen.
Im Außenbereich sind nur die durch die Baumaßnahmen beeinträchtigten Freiflächen zu ersetzen und an den neuen Bedarf anzupassen. In den Gesamtbaukosten ist eine zu bearbeitende Fläche von 6.400 m² berücksichtigt. Die geforderten Pausenflächen sollen altersgemäß mit hoher Aufenthaltsqualität gestaltet werden. Für die Cafeteria können entsprechende Außenflächen mit vorgesehen werden.
Aufgrund der vorhandenen Bodenverhältnisse mit Geschiebemergel/-lehm ist die Versickerung auf dem Grundstück selbst aufgrund der eingeschränkten Wasserdurchlässigkeit eher schwierig. Im Hinblick auf die hohen laufenden Betriebskosten bei einer vollständigen Einleitung in das RegenwasserKanalsystem soll zumindest eine Teil-Versickerung auf dem Grundstück überprüft und vorgesehen werden, falls eine vollständige Einleitung auf dem Grundstück selbst nicht möglich ist.
3.6 Erschließung / Stellplätze
Die Erschließung für Fahrzeuge und die Anlieferung soll von der Treitschkestraße erfolgen. Auf dem Wettbewerbsgelände sind 5 PKW-Stellplätze für mobilitätseingeschränkte Nutzer sowie 180 Fahrrad-Stellplätze (Kreuzberger Bügel) auf der Grundlage des gebilligten Raumprogramms sowie der Bauordnung Berlin (BauOBln) mit den ergänzenden Vorschriften (AV Stellplätze) zu planen. Die Feuerwehrzufahrt ist entwurfsabhängig vorzusehen und zu planen. Die erforderlichen Aufstell- und Bewegungsflächen der Feuerwehr sind im Rahmen der Planung zu berücksichtigen.
Bei der Planung sind die Kriterien und Anforderungen der EnEV in der gültigen Fassung zu berücksichtigen und der Nachweis über die Einhaltung der Primärenergieanforderungen in der weiteren Planung zu erbringen bzw. Ausnahmeregelungen zu belegen. Der Einsatz regenerativer Energien wird vorausgesetzt. Gemäß Arbeitsanweisung zur Einführung des Berliner Energiestandards bei Baumaßnahmen im Zuständigkeitsbereich der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt vom 22.7.2012 ist bei Neubauten mit einer Unterschreitung um 30 % bezogen auf die ENEV 2009 zu planen. Hierzu ist ein ökologisches Gesamtkonzept zur Senkung des Energiebedarfs und zum Einsatz erneuerbarer Energien aufzustellen (s. auch Pflichtenheft für die Erreichung eines vorbildlichen energetischen Standards für Baumaßnahmen im Zuständigkeitsbereich der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt Berlin unter Digitaler Anhang / 4.1.7 Richtlinien als pdf). Bei der Entwurfsbearbeitung sind die Planungsprinzipien der Nachhaltigkeit anzuwenden, die eine ausgewogene Beachtung ökologischer, ökonomischer und sozialer Aspekte erfordern. Folgende Ziele hinsichtlich der Nachhaltigkeit sind zu berücksichtigen: Sicherstellung eines geringen Energiebedarfs (Gebäude, Anlagentechnik) Optimierung der Tageslichtnutzung Sehr gute akustische Raumeigenschaften und Sprachverständlichkeit Langfristige und flexible Nutzungsqualität Kosteneffizienz bei Baukosten Minimierung der Betriebskosten Reduktion von Immissionen und Emissionen Klimatische Zonierung der Nutzungsbereiche Gute thermische Qualität, Fugendichtheit und wärmebrückenfreie Konstruktionen der Gebäudehülle Einsatz von Steuerungs- und Regelungsstrategien Einsatz regenerativer Energien.
Im Rahmen der weiteren Planung ist gemäß den wasserwirtschaftlichen Grundsätzen ein Konzept zur Regenwasserbewirtschaftung zu entwickeln. Hierbei soll das Niederschlagswasser möglichst vollständig zurückgehalten, über die belebten Bodenschichten versickert oder genutzt werden. Ökologische Planungskriterien Prinzipien des ökologischen Bauens sind in den „Ökologischen Kriterien für Bauwettbewerbe“ beschrieben (Stand Juli 2007, s. Digitale Anlagen, Punkt 4.1.7). Für die Konstruktion und Bauausführung sollen danach nur Materialien und Bauteile zur Anwendung kommen, die hinsichtlich Gewinnung, Transport, Verarbeitung, Funktion und Beseitigung eine hohe Gesundheits- und Umweltverträglichkeit sowie eine hohe Lebensdauer aufweisen.
Nach der Landeshaushaltsordnung ist der Bauherr verpflichtet, seine Mittel sparsam und wirtschaftlich zu verwenden. Die Wirtschaftlichkeit des Entwurfes ist daher ein entscheidendes Kriterium bei der Beurteilung der Wettbewerbsarbeiten. Dies bezieht sich auf: Baukosten Instandhaltungskosten Kosten des laufenden Betriebs.
Es wird vorausgesetzt, dass bei der Planung umweltfreundliche Baustoffe verwendet und technische Systeme auf ein Minimum reduziert werden (die Verwendungsverbote und -beschränkungen der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt sind zu beachten, s. Anhang). Die Planung hat sich am Prinzip des kostensparenden Bauens zu orientieren. Hierzu sind folgende Kriterien zu berücksichtigen: kompakte, klare und funktionale Grundrissorganisation, Reduzierung der Verkehrsfläche auf ein sinnvolles Maß natürliche Belichtung der Räume Verzicht auf aufwendige Konstruktionen Minimierung der Oberfläche, Kompaktheit Optimierung des Verhältnisses von verglaster zu geschlossener Fassadenfläche Reduktion der Materialwahl, Instandsetzungsfähigkeit, Alterungsfähigkeit des Materials.
Um eine Beurteilung der Wettbewerbsbeiträge unter diesen Gesichtspunkten zu ermöglichen, werden konkrete Aussagen zur Konstruktion und zum Ausbau erwartet. Um die Vergleichbarkeit der Wettbewerbsbeiträge zu gewährleisten, ist dabei – neben der Darstellung des Entwurfsansatzes in Skizzen und Textform – eine Beschreibung der Konstruktion und Materialien (Baubeschreibung in Anlehnung an DIN 276, Kostengruppen 300, 400 und 500, s. 1.10 Geforderte Leistungen) gefordert. Dabei soll auch die baukonstruktive und gebäudetechnische Grundkonzeption beschrieben und dargestellt werden. Hierzu sind konkrete Aussagen zu folgenden Bauteilen zu machen: Konstruktion (Tragsystem, Ausbaustruktur) Gebäudehülle (Fassade, Dach) Technische Gebäudeausrüstung (Heizen und Lüften, Wärmerückgewinnung, Tageslichtnutzung, Beleuchtung).
Um die Vergleichbarkeit der Wettbewerbsbeiträge in Bezug auf die Baukosten zu gewährleisten, werden die Baukosten über ein einheitliches System ermittelt. Auf Grundlage der entwurfsspezifischen quantitativen Daten werden die Baukosten der Kostengruppen 300, 400 und 500 anhand einer überschlägigen Berechnung ermittelt. Für die Umsetzung der Baumaßnahme einschließlich der Außenanlagen ist ein maximaler Gesamtkostenrahmen von 12.000.000,- Euro einschließlich Mehrwertsteuer und Unvorhergesehenes vorgesehen. Diese Summe beinhaltet auch die Kosten des Abrisses der Parkpalette und des MUR-Gebäudes in Höhe von 260.000,- Euro (brutto). Die Bauwerkskosten (Kostengruppe 300 und 400) betragen: Schulgebäude und Einfeld-Sporthalle Kostengruppe 300 und 400 8.540.000,- Euro (brutto)
Darin ist ein Ansatz von 990.000,- Euro (brutto) für die Funktionsanpassung in den Bestandsgebäuden sowie für die Qualifizierung der Rettungswege enthalten. Für Außenanlagen stehen 500.000,- Euro (brutto) zur Verfügung. Die Maßnahmen zur nachhaltigen energetischen Verbesserung des Hauptgebäudes von 1909 sollen aus Mitteln des Schulanlagensanierungsprogramms (SSP) finanziert werden.
Barrierefreies Bauen ist als selbstverständliche Qualitätsanforderung gemäß den Grundsätzen des Handbuchs „Barrierefreies Planen und Bauen in Berlin“ (www.senstadt.berlin.de/bauen/barrierefreies_bauen/de/handbuch) sowie der Prinzipien des Handbuchs „Design for all - öffentlicher Freiraum” im Wettbewerb umzusetzen. Für den Wettbewerbsentwurf sind diese Vorgaben im besonderen Maße zu berücksichtigen. Dabei sollen die unterschiedlichen Nutzeranforderungen hinsichtlich motorischer, sensorischer oder kognitiver Art Berücksichtigung finden. Den Funktionsbereichen Erschließung Orientierung / Leitsystem Unterrichtsräume Versammlungsräume Sanitärräume ist besondere Aufmerksamkeit zu schenken. Barrierefreies Bauen ist als ein integrativer Bestandteil der Planung unter Einbeziehung des Eingangsbereiches und der Außenflächen konsequent umzusetzen. Für den Wettbewerbsentwurf ist die barrierefreie, d.h. stufenlose, Erreichbarkeit aller Ebenen (im Bestand sowie die des Erweiterungsgebäudes) eine wesentliche Voraussetzung. Besonderes Augenmerk ist weiterhin auf die selbständige und selbstbestimmte Nutzung dieses öffentlichen Gebäudes zu legen. Für mobilitätsbehinderte Nutzer/innen sind Bewegungsflächen einzuplanen sowie Funktionsbereiche (Behinderten-WC, Garderobe u.a.) die auf kurzen Wegstrecken erreichbar und den entsprechenden Bedarfen der Nutzer/innen-Gruppen angepasst sind z.B. Erreichbarkeit von Bedienelementen, Griffhöhen, Zugänglichkeit u.a.
Die Sporthalle mit allen Nebenräumen soll nutzungsgerecht für mobilitätseingeschränkte Sportler und Besucher, primär für rollstuhlgebundene Personen, barrierefrei nach DIN 18040-1 erschlossen sein. Die Sportflächen sind wie die Umkleide-/Wasch-/Duschräume und die anderen Nebenräume barrierefrei zu planen.
Der Planung sind insbesondere zugrunde zu legen: - Bauordnung Berlin und ergänzende Vorschriften BauOBerlin
http://www.stadtentwicklung.berlin.de/service/gesetzestexte/de/download/bauen/20070607_
- Verordnung über Bauvorlagen, bautechnische Nachweise und das Verfahren im Einzelnen (Bauverfahrensverordnung - BauVerfVO) vom 19. Oktober 2006 - DIN 18024 - Barrierefreies Bauen, Teil 1 und 2 - DIN 18040 - Barrierefreies Bauen, Teil 1 - DIN 18032 - Sporthallen, Teile 1 bis 4 und 6 - DIN 18035 - Sportplätze, Teile 1 bis 4, 6 und 8 - DIN 58125 - Sicherheit im Schulbau - GUV-V S 1 - Unfallverhütungsvorschrift Schulen - Musterrichtlinie über bauliche Anforderungen an Schulen (Rundschreiben SenBauWohn 07/1998) - Rundschreiben 03/2010, SenStadt VI A - Rundschreiben 03/2011, SenStadt VI A - Energieeinspar-Verordnung EnEV 2009 vom 01.10.2009 - Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz (EEWärmeG) vom 07. August 2008 und 1. Gesetz zur Änderung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes vom 11.08.1010 - Verordnung über Arbeitsstätten (ArbStättVO) vom 12. August 2004 Des weiteren sind die im Anhang aufgeführten Richtlinien zu beachten.
bauobln.pdf
3.11 Raum- und Funktionsprogramm
Das Raum- und Funktionsprogramm der Kopernikus-Oberschule und der Einfeld-Sporthalle befinden sich als digitaler Anhang auf der der Ausschreibung beiliegenden DVD.
Städtebau / Stadträumliche Gestaltung / Freiraum Architektonische Gestaltung / Städtebau / stadträumliche Gestaltung Baukörper, Gestaltung, Ablesbarkeit Funktionale / architektonische Qualität des Innenraums Freiraumgestaltung Funktionen Erschließung (außen u. innen) Funktionale Zuordnung Räumliche Qualität Raumzuschnitte, Belichtung, Belüftung Außenraumnutzung, Orientierung Realisierbarkeit Programmerfüllung Nachhaltigkeit und Energieeffizienz Wirtschaftlichkeit von Bau und Betrieb Einhaltung des Kostenrahmens Barrierefreiheit Genehmigungsfähigkeit
4.1.0 Auslobung - Vorliegende Auslobung als .pdf-Datei mit farbigen Abbildungen in 300dpi Auflösung
01_auslobung_kos.pdf
CAD-Dateien - Lageplan auf Grundlage der ALK in verschiedenen Dateiformaten (1:500)
01_Lageplan _kos.dwg/dxf (AutoCAD 2000/02)
Vermesserplan in verschiedenen Dateiformaten (maßstabsunabhängig)
02_Vermesserplan_kos.dwg/dxf (AutoCAD 2000/02)
Bestandspläne Bestandspläne des Hauptgebäudes
01_Hauptgebäude_UG_kos.dwg 02_Hauptgebäude_EG_kos.dwg 03_Hauptgebäude_1. OG_kos.dwg 04_Hauptgebäude_2. OG_kos.dwg 05_Hauptgebäude_3. OG_kos.dwg 06_Hauptgebäude_Straßenansicht_kos.PDF 07_Hauptgebäude_Hofansicht_kos.PDF 08_Hauptgebäude_Schnitt_kos.PDF 09_Hauptgebäude_Schnittansicht_kos.PDF 10_Hauptgebäude_Schnittansicht_kos.PDF
Bestandspläne des Erweiterungsbaus
01_Erweiterungsgebäude_UG_kos.dwg 02_Erweiterungsgebäude_EG_kos.dwg 03_Erweiterungsgebäude_1. OG_kos.dwg 04_Erweiterungsgebäude_2. OG_kos.dwg 05_Erweiterungsgebäude_Ansicht_Schnitt_kos.PDF
Bestandspläne der Sporthalle
01_Sporthalle_EG_kos.dwg 02_Sporthalle_1OG_kos.dwg 03_Sporthalle_Ansicht_kos.PDF 04_Sporthalle_Längsschnitt_kos.PDF 05_Sporthalle_Schnitt_kos.PDF
Vorzugsvariante Bestandgebäude
01_Vorzugsvariante_Bestand_kos.dwg
Lageplan als .pdf-Datei
01_Lageplan_kos.pdf
Vermesserplan als .pdf-Datei
02_Vermesserplan_kos.pdf
Vorzugsvariante Bestandsgebäude als .pdf-Dateien
01_Vorzugsvariante_Bestand_UG_kos.pdf 02_Vorzugsvariante_Bestand_EG_kos.pdf 03_Vorzugsvariante_Bestand_1OG_kos.pdf 04_Vorzugsvariante_Bestand_2OG_kos.pdf 05_Vorzugsvariante_Bestand_DG_kos.pdf
Bebauungsplan als .pdf-Datei
01_BPlan_kos.pdf
Schwarzplan als .jpg-Datei
01_Schwarzplan_kos.jpg
01_Vattenfall_kos.pdf 02_BWB_kos.dwg 03_fernwärme_kos.pdf
01_Funktionsschema_Sporthalle_kos.pdf
01_skizze_rolltafel.tif
01_Raumprogramm_kos.pdff
4.1.5 Vorschriften (als .pdf-Datei) - Verordnung zum Schutze des Baumbestandes (Baumschutzverordnung – BaumSchVO)
01_Baumschutzverordnung.pdf
Vorschriften im Internet
Bauordnung Berlin und ergänzende Vorschriften BauOBerlin (BauOBln) v. 29. September 2005), in Kraft getreten am 1.Februar 2006, zuletzt geändert durch § 9 des Gesetzes vom 7. Juni 2007
Verordnung über Bauvorlagen, bautechnische Nachweise und der Verfahren im Einzelnen (Bauverfahrensverordnung - BauVerfVO) vom 19. Oktober 2006
Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz (EEWärmeG) v. 07. August 2008 und 1. Gesetz zur Änderung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes vom 11.08.1010
http://www.gesetze-im-internet.de/bundesrecht/eeg_2009/gesamt.pdf http://www.bgbl.de/Xaver/start.xav?startbk=Bundesanzeiger_BGBl&bk=Bundesanzeiger_ BGBl&start=//*%5B@attr_id=%27bgbl110s1170.pdf%27%5D
Richtlinien als .pdf Wirtschaftliche Standards des öffentlichen Bauens, Rundschreiben SenBauWohn 1/2002
Pflichtenheft für die Erreichung eines vorbildlichen energetischen Standards für Baumaßnahmen im Zuständigkeitsbereich der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt Berlin
08_Pflichtenheft_SenStadtUm.pdf
09_planungshilfe_energiesparendes_bauen.pdf
Richtlinien über Flächen für die Feuerwehr auf Grundstücken, Bekanntmachung des Ministeriums für Stadtentwicklung, Wohnen und Verkehr vom Oktober 2002
10_richtlinie_ffwg_bbg.pdf
Rundschreiben im Bereich Bauen, Projektvorbereitung und –prüfung Be reich Hochbau, Richtwerte und Standards
Design for all – öffentlicher Freiraum Berlin, Senatsverwaltung für Stadtentwicklung – Kommunikation, 2010
http://www.stadtentwicklung.berlin.de/bauen/barrierefreies_bauen/download/designforall/ Handbuch-Design_for_all_2011.pdf
http://www.nachhaltigesbauen.de/leitfaeden-und-arbeitshilfen/leitfaden-nachhaltigesbauen.htm
GUV-V S 1 - Unfallverhütungsvorschrift Schulen vom Mai 2001 mit Durchführungsanweisungen vom Juni 2002
4.1.9 Formblätter - Verfassererklärung (s. Teil 1 Pkt 1.15)
000000_verfassererklaerung_kos.doc 000000_verfassererklaerung_kos.pdf
000000_raumprogramm_kos.xls
Formblatt Gebäudekennwerte und Flächenermittlung nach Teil 1 Pkt 1.10 (sechsstellige Tarnnummer voranstellen)
000000_Gebäudekennwerte_Flächenermittlung_kos.xls
Bilddokumentation als .jpg-Dateien Luftbild, Stand 2009 als .jpg-Datei
01_luftbild_kos.jpg
Erweiterung Kopernikus-Oberschule / Teil 4 Anhang
Auszug aus der Bilddokumentation
- Eigene Begehungen - Inventarisierungsliste des Landesdenkmalamtes Internet - Internetseite der Kopernikus-Oberschule www.kopernikus.be.schule.de - Internetseite des Bezirksamtes Steglitz-Zehlendorf von Berlin www.berlin.de/ba-steglitz-zehlendorf - Internetseite des Heimatvereins Steglitz e.V. www.heimtverein-steglitz.de - Wikipedia www.wikipedia.de - FIS-Broker (GIS) der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt
Abbildungsnachweis Titelbild: Abbildungen: Fotodokumentation: Birgit C. Dietsch Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt Berlin Birgit C. Dietsch

References: § 9
 § 6
 § 3
 § 5
 § 5
 § 6
 § 1
 § 6
 § 6
 § 7
 § 34
 § 39
 § 8
 §6
 § 8
 § 8
 § 9