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Timestamp: 2020-01-20 12:57:57+00:00

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Kapitalstrafsachen / Tötungsdelikte | Rechtsanwalt & Fachanwalt für Strafrecht | Wiesbaden
RECHTSANWALT FÜR KAPITALSTRAFSACHEN / TÖTUNGSDELIKTE IN WIESBADEN
Der Begriff Kapitalstrafsachen stammt aus dem Lateinischen (caput=der Kopf). Es geht also um Delikte, die „den Kopf kosten“ können.
Auch wenn derzeit eine Reform der Tötungsdelikte und insbesondere des sogenannten Mordparagraphen, § 211 StGB, diskutiert wird, geht es nach derzeit geltender Rechtslage am häufigsten um die Straftatbestände
Bei allen Straftatbeständen geht es um den Tod eines Menschen. Dennoch klaffen die Rechtsfolgen der einzelnen Straftatbestände erheblich auseinander.
Das Gesetz sieht bei Mord, § 211 StGB, die Verhängung der lebenslangen Freiheitsstrafe vor. Ein Totschlag, § 212 StGB, wird demgegenüber mit Freiheitsstrafe nicht unter fünf Jahren bestraft während bei einer fahrlässigen Tötung, § 222 StGB, sogar die Verhängung einer Geldstrafe in Betracht kommt.
Entgegen einer weit verbreiteten Ansicht ist nicht jede geplante Tötung eines Menschen ein Mord. Das Verhältnis der Straftatbestände Mord und Totschlag zueinander ist Gegenstand einer Vielzahl von juristischen Diskussionen.
Allgemeinverständlich wird man vereinfacht sagen können, dass eine vorsätzliche Tötung in aller Regel zunächst als Totschlag, § 211 StGB, zu werten ist.
Ein Mord, § 211 StGB, liegt demgegenüber nur dann vor, wenn bei der Tötung besondere Merkmale, die sogenannten Mordmerkmale erfüllt sind.
Diese werden – ebenfalls vereinfacht – unterschieden nach besonderen Motiven des Täters wie
– Mordlust
– zur Befriedigung des Geschlechtstriebs
– Habgier
– sonstige niedrige Beweggründe
– um eine andere Straftat zu ermöglichen oder zu verdecken
oder der Art der Ausführung oder Begehungsweise
Im Falle der Verurteilung kommt der Unterscheidung zwischen Mord und Totschlag angesichts der weit auseinander fallenden Strafrahmen (lebenslang oder Freiheitsstrafe ab 5 Jahren) eine einzigartige Bedeutung zu.
Umso wichtiger ist es, sich in solchen Verfahren von Anfang an die Unterstützung eines erfahrenen Verteidigers zu sichern.

References: § 211
 § 211
 § 212
 § 222
 § 211
 § 211