Source: http://mao-projekt.de/BRD/NRW/DET/Paderborn_Kreis.shtml
Timestamp: 2017-07-27 14:38:18+00:00

Document:
Kreis Paderborn - Materialien zur Analyse von Opposition
Lokales Material aus dem Kreis Paderborn wurde bisher allein von der DKP und dem KBW ausgewertet, wobei weitere teilweise vorliegende Dokumente des KBW aus Paderborn bisher nicht erfasst werden konnten.
Einleitend für diese wie immer unvollständige Dokumentenauswertung tritt die ADF auf (vgl. 7.12.1968), in der vermutlich die illegale KPD aktiv ist, die auch die Gründung der DKP mit betreibt, welche dann auch sofort über die ADF Paderborn berichtet (vgl. 3.4.1969) und dann wiederholt aus den Gebieten des heutigen Kreises Paderborn (vgl. 26.6.1969, 14.8.1969, 2.2.1970, 5.2.1970, 19.2.1970, 11.4.1970, 16.5.1970). Später veröffentlicht die DKP ihr 'DKP Sprachrohr' (vgl. Apr. 1971, Feb. 1972, Nov. 1974).
Die KPD/ML scheint die Sympathien der Paderborner Jugendgruppe (vgl. 26.1.1969) bald eingebüßt zu haben, denn es konnten bisher keine weiteren Spuren dieser aufgefunden werden. Evtl. handelte es sich um die FNL (vgl. 24.11.1969).
Das damalige gesellschaftliche Klima wird anhand der kirchlichen Träger von Studierendenheimen beleuchtet (vgl. 1.2.1971).
Neben den Bauernprotesten (vgl. 9.2.1971, 4.5.1974) erregt vor allem die Gründung der Gesamthochschule (GHS) Paderborn (vgl. Feb. 1972) die Aufmerksamkeit der Linken (vgl. 1.8.1972).
An der GHS Paderborn bildet sich dann eine kommunistische Hochschulgruppe, die sich nach der hier vorliegenden Übersicht zunächst mit dem KBB solidarisiert (vgl. 18.9.1972) und nach der Gründung des KBW dessen örtliche Vertretung bildet.
Zunächst aber kommt es in Paderborn zu verschiedenen Streiks, einerseits im Kleinbetrieb Hecker (vgl. 28.2.1973, 28.3.1973, Juni 1973), andererseits aber auch im Hellawerk, gemeinsam mit demjenigen in Lippstadt (vgl. 16.7.1973, 19.7.1973, 28.7.1973, Aug. 1973, 3.8.1973, 15.9.1973).
Nachdem Paderborn wiederum als Sitz kirchlicher Institutionen Erwähnung findet (vgl. 24.9.1973), erfolgt die Schilderung der Aufbaubemühungen des KBW am Ort anhand der Verkaufsberichte seines Zentralorgans (vgl. 24.10.1973, 7.11.1973, 12.1.1974), und der Aktionen der mittlerweile drei Gruppen (vgl. 8.12.1973, 1.5.1974), von denen die Hochschulgruppe gar bundesweite Initiativen innerhalb der KBW-Gruppen übernimmt (vgl. 25.12.1973, 2.1.1974) und vermutlich auch den AStA der GHS unterstützt (vgl. 8.3.1975).
Bald erfolgt die Gründung einer Ortsaufbaugruppe des KBW in Paderborn (vgl. Okt. 1974), die allerdings zumindest zunächst nicht nur für den Kreis Paderborn, sondern auch für benachbarte Kreise zuständig ist, wie sich anhand der Kämpfe bei Seibel Erwitte (vgl. 8.3.1975, 10.3.1975, 3.4.1975, 7.4.1975, 1.5.1975) sowie des auch für Augustdorf zuständigen Soldaten- und Reservistenkomitees (SRK – vgl. 21.4.1975) zeigt. Von diesem ist allerdings in der Folge nur noch wenig zu vernehmen (vgl. 2.1.1976).
Wegen des Streiks bei Hella kommt es zum Prozess gegen spanische Beschäftigte (vgl. 15.11.1974). Weitere als politisch verstandene Prozesse richten sich wiederholt gegen die Paderborner Anhänger des KBW, die sich der ihnen verfügbaren Agitationsmittel freimütig, wie in den Fällen von Günther Routhier oder Hans-Jürgen Remiszko lokale Ressourcen bei Beschlagnahme zentraler nutzend, und natürlich allzeit diskussionsbereit bedienen (vgl. 30.11.1974, 29.9.1975), sich aber sowohl Raumverboten (vgl. 30.1.1975) als auch Hausverboten und Aushangverboten (vgl. 11.2.1975, 13.10.1975, 5.11.1975) ausgesetzt sehen, allerdings auch wiederholt die behördliche Anmeldung auslassen (vgl. 10.12.1975), was bei der spontanen Spaniendemonstration zum Prozess führt (vgl. 2.10.1975, 28.9.1976).
Anlässlich des Erwitter Konfliktes scheint auch die KPD in Paderborn aktiv zu werden (vgl. 14.4.1975, 30.4.1975), wo der KBW seine örtlichen Formationen um eine gegen den §218 erweitert (vgl. 12.2.1976, 21.2.1976, 26.5.1976), welche ebenfalls ohne Anmeldung agitiert und daher Buße üben muß (vgl. 2.8.1975), dann gar noch dem kirchlichen Raumverbot unterliegt.
Während auch die DKP nun eine Hochschulgruppe gründet (vgl. Nov. 1975 Dez. 1975, Jan. 1976, Feb. 1976), die zumindest dem AStA des Westfalenkollegs verbunden scheint (vgl. 16.12.1975), publiziert der KBW Paderborn eine unregelmäßig erscheinende Ortsbeilage zu seinem Zentralorgan, der 'Kommunistischen Volkszeitung' (KVZ – vgl. 14.1.1976, 5.2.1976, 11.2.1976, 18.3.1976, 8.4.1976, 29.4.1976, 13.5.1976, 20.5.1976, 3.6.1976, 10.6.1976, 24.6.1976, 1.7.1976, 9.7.1976, 15.7.1976, 22.7.1976, 1.8.1976, 11.8.1976, 26.8.1976, 9.9.1976, 22.9.1976), in der zahlreiche Veranstaltungen des KBW, des KSB oder des §218-Komitees angekündigt werden (vgl. 29.1.1976, 11.6.1976, 22.6.1976, 7.7.1976, 9.7.1976, 14.7.1976, 16.7.1976, 9.8.1976, 12.8.1976, 17.8.1976) und sowohl aus den örtlichen großen Metallbetrieben Benteler, Claas, Hella und Nixdorf sowie vom Westfalenblatt und aus einem Fotolabor, aus GEW und GDED, aber auch von den Schülern, den Studenten den Arbeitslosen sowie den verschiedenen politischen Prozessen (vgl. 5.3.1976, 14.4.1976, 9.9.1976, 22.9.1976, 28.9.1976), denen sich auch eine Broschüre (vgl. 5.4.1976) widmet, berichtet wird.
Tatsächliche Massenproteste in Paderborn scheinen sich allerdings jenseits der Agitation des im Nachhinein kommentierenden KBW zu ereignen (vgl. 9.6.1976), der sich eher auf seinen zahllosen Veranstaltungen, von denen mit einer frühen Ausnahme (vgl. 30.1.1975) keine Teilnehmerzahlen verlautbart werden, im Sektierertum zu schulen scheint. Selbst offenkundige Umweltskandale vermag der KBW nicht zur Auslösung von größeren aufrührerischen Aktivitäten zu nutzen, scheitert dann auch mit seiner Kandidatur zu den Bundestagswahlen 1976 (vgl. 9.9.1976).
Zum vorläufigen Schluss dieser Darstellung ist offenbar auch der KB in Paderborn präsent (vgl. 9.11.1978, 10.12.1979).
In Nordrhein-Westfalen bestehen, soweit bisher bekannt wurde, örtliche Gruppen des Aktions- und Wahlbündnisses an 44 Orten, und zwar in …, Paderborn-Wiedenbrück, …".
In NRW gründet sich, nach eigenen Angaben, ein Landesverband der KPD/ML mit den 5 Ortsgruppen Essen, Duisburg, Solingen, Köln und Düsseldorf nach einer erfolgreich durchgeführten 'Roter Morgen' Leserversammlung:"
Die fünf Ortsgruppen wählten ihre Vertreter, die sich zu einer kollektiven Leitung zusammenschlossen. Der anwesende Genosse einer Paderborner Jugendgruppe wurde beauftragt, den Kontakt zu anderen mit der KPD/ML sympathisierenden Jugendgruppen aufzunehmen".
Q: Revolutionärer Weg Nr.5,Solingen 1970,S.56; Roter Morgen,Hamburg Feb. 1969,S.14; MLPD-ZK:Geschichte der MLPD,I.Teil,Stuttgart 1985,S.30 u. 61
Die DKP gibt die Nr.1 der Ausgabe NRW ihrer 'Unsere Zeit' (UZ) heraus (vgl. 10.4.1969). U.a. wird ADF in Salzkotten, Büren und Paderborn-Wiedenbrück erwähnt.
Q: Unsere Zeit NRW Nr.1,Essen 3.4.1969
Die DKP gibt die Nr.13 des Regionalteils NRW ihrer 'Unsere Zeit' (UZ) heraus (vgl. 19.6.1969, 3.7.1969). Berichtet wird u.a. über den Kreis Büren.
Die DKP gibt die Nr.20 des Regionalteils NRW ihrer 'Unsere Zeit' (UZ) heraus (vgl. 7.8.1969, 21.8.1969). Berichtet wird u.a. über die ADF in Paderborn-Wiedenbrück.
Q: Unsere Zeit NRW Nr.20,Essen 14.8.1969
Das Innenministerium NRW berichtet vermutlich aus dieser Woche:"
Die Brandstiftung im Mädchengymnasium in Paderborn Ende November 1969 wurde von der dortigen 'Föderation Neue Linke', deren Abkürzung FNL bezeichnenderweise der der südvietnamesischen 'Nationalen Befreiungsfront' entspricht, als eine 'verzweifelte Kurzschlußreaktion einzelner' bezeichnet, über die man sich in einer 'Gesellschaft, die auch nur halbwegs fortschrittliche Kräfte verteufelt und verketzert' nicht wundern dürfe."
Q: Innenministerium NRW:Extremismusberichte an den Landtag oder Landesbehörden 1970,Düsseldorf 1970,S.16
Die DKP berichtet vermutlich aus dieser Woche über ein Berufsverbot (BV):"
Die Lehramtsanwärter der Staatlichen Bezirksseminare für das Lehramt an Realschulen in Bielefeld, Paderborn und Dortmund setzen sich in einem Schreiben an den Kultusminister von Nordrhein-Westfalen für ihren Kollegen Karl-Heinz Henne ein und fordern eine Entscheidung über seine Berufung ins Beamtenverhältnis."
Q: Unsere Zeit Nr.7,Essen 12.2.1970,S.4
Die DKP bringt die Nr.6 ihrer 'Unsere Zeit' (UZ) heraus (vgl. 29.1.1970, 12.2.1970). Gestreikt wurde an den höheren Schulen auch in Paderborn.
Die DKP gibt die Nr.8 des Regionalteils NRW ihrer 'Unsere Zeit' (UZ) heraus (vgl. 12.2.1970, 26.2.1970). Veranstaltungen werden angekündigt u.a. von der DFU in Paderborn.
Die DKP gibt die Nr.15 des Regionalteils NRW ihrer 'Unsere Zeit' (UZ) heraus (vgl. 4.4.1970, 18.4.1970). Berichtet wird u.a. aus Henglarn im Kreis Büren.
Die DKP gibt die Nr.20 des Regionalteils NRW ihrer 'Unsere Zeit' (UZ) heraus (vgl. 9.5.1970, 23.5.1970). In Ostwestfalen habe die DKP 12 neue Gruppen und Stützpunkte. Der Stützpunkt Paderborn arbeitet u.a. in der Mau Mausiedlung.
Der AStA der Ruhr-Universität Bochum (RUB - vgl. 11.2.1971) berichtet vermutlich aus dieser Woche:"
GEMISCHTBELEGUNG EIN POLITIKUM!
Die Studenten des Pariser Vororts Nanterre hatten es satt, täglich Eingriffe in ihre intimsten Lebensbereiche hinzunehmen und mit Kündigungen rechnen zu müssen, nur weil sie die Nacht mit ihren Freundinnen oder Freunden zugebracht hatten.
Und deshalb packten sie eines Nachts im April 1968 (vgl. Apr. 1968,d.Vf.) ihre Koffer und zogen einfach um: Studenten in das Heim für Studentinnen - und Studentinnen in das Heim für Studenten.
Am nächsten Tag alarmierten die Heimleitungen die Polizei, es kam zu Prügeleien und was daraus erwuchs war nichts weniger, als die französische Studentenrevolte des Mai 1968.
Zu Beginn letzter Woche (vgl. 1.2.1971,d.Vf.) fand dasselbe in Marburg statt - nur, die Herrschenden haben gelernt, haben nicht die Polizei geholt und alles so gelassen, wie es die Studenten wollten.
DIE TOLLE LYDIA
Das heißt, die Herrschenden Marburgs haben gelernt; - nicht so in Bochum. Da gibt es z.B. ein Studentenheim mit Namen 'Hegge Kolleg'. Träger ist die Hegge-Gemeinde mit Sitz in Paderborn. Nach Auskunft der Frau Oberin, Lydia Blank, die dort das Sagen hat, ist die Heggegemeinde eine 'pia unio'. Wen wunderts dann schon, daß Oberin Lydia eine Hegge-Bewohnerin rausklagen wollte, nur weil diese mit ihrem Verlobten im Heim eine ganze Nacht zugebracht hat."
Die KPD/ML-ZB berichtet aus Schleswig-Holstein (vgl. 9.2.1971) und:"
Auch in Paderborn demonstrierten am Dienstag 8 000 Bauern aus Ostwestfalen."
Q: Kommunistischer Nachrichtendienst Nr.12,Bochum 13.2.1971,S.8
Der DKP Kreisverband Paderborn/Lippstadt gibt vermutlich im April sein 'DKP - Sprachrohr' - Nachrichten für das Amt Atteln Nr.2 (vgl. Feb. 1972) heraus.
Q: DKP Sprachrohr Nr.2,Paderborn 1971
Die IGBE (vgl. 1.3.1972) berichtet vermutlich aus dem Februar über die GHS:"
1972 fünf Neugründungen in NRW geplant.
Bis 1975 wird sich die Zahl der Studenten einschließlich der Studierenden an Fachhochschulen (FHS,d.Vf.) in Nordrhein-Westfalen auf 194 000 Personen erhöhen. Die Zahl der deutschen Studenten an wissenschaftlichen Hochschulen des Landes hat sich in den letzten Zehn Jahren verdoppelt. Den stärksten Zugang erfuhren die Pädagogischen Hochschulen (PH,d.Vf.) des Landes, deren Studentenzahl sich in den letzten zehn Jahren verdreifachte und zur Zeit 23 000 Personen umfaßt.
Nordrhein-Westfalen ist das erste Bundesland das alle mit der Gründung von Gesamthochschulen verbundenen Detailfragen in einem umfassenden Gesamthochschulunterrichtungsgesetz in Angriff nehmen will. Fünf neue Gesamthochschulen sollen in Duisburg, Essen, Paderborn, Siegen und Wuppertal am 1.August 1972 gegründet … werden. Mit den fünf neuen Gesamthochschulen will Nordrhein-Westfalen erreichen, daß bis 1975 rund 34 700 zusätzliche Studienplätze geschaffen werden."
Q: Einheit Nr.5,Bochum 1.3.1972,S.5
Der DKP Kreisverband Paderborn/Lippstadt gibt vermutlich im Februar sein 'DKP - Sprachrohr' - Nachrichten für das Amt Atteln Nr.1 (vgl. Apr. 1971, Nov. 1974) heraus.
Q: DKP Sprachrohr Nr.1,Paderborn 1972
Der Kommunistische Studentenverband (KSV - vgl. 25.10.1972) der KPD berichtet aus NRW vom politischen Mandat (vgl. Bochum und Essen jeweils 22.6.1972, NRW Sept. 1972):"
Ja, Mitwirken darf man an der kapitalistischen Ausbildung allemal - sich ihr entgegenstellen aber nicht! Das NRW-Kapital hat nämlich mit den Unis viel vor; während die Bundesregierung den Etat des Ministers für Wissenschaft und Forschung drastisch kürzt, erhöht NRW den Etat für den Auf- und Ausbau neuer Hochschulen um 85%! - seit Anfang August arbeiten die Gesamthochschulen (GHS,d.Vf.) in Essen, Paderborn, Duisburg, Wuppertal, Siegen - in Bonn, Köln, Düsseldorf, Münster, Aachen, Bielefeld, Dortmund sind weitere 'Gesamthochschulbereiche' geplant. Der Ausbau der Hochschulen - mit dem Ziel, die Qualifikation der im Ruhrgebiet arbeitenden Fachkräfte den Bedürfnissen der die Stahlindustrie tendenziell ablösenden Chemie-, Petro- und Autoindustrie anzupassen, hat möglichst reibungslos zu erfolgen. Politische Radikalität gehört nicht zu der erwünschten Qualifikation. Die Behinderung oder Verzögerung dieser Maßnahmen der regionalen Planung durch den Zusammenschluß der Studenten um die fortschrittlichen ASten, das Entstehen eines weiteren 'Unruheherds' in der ohnehin durch den Kampf der Arbeiter gegen die Rationalisierungswelle im Ruhrkohlebergbau (RAG - IGBE-Bereich,d.Vf.) und in der Stahlindustrie (IGM-Bereich,d.Vf.) erschütterten Region soll mit allen Mitteln verhindert werden!"
Q: Dem Volke dienen Nr.1,Dortmund 25.10.1972,S.6
Der Antrag der CDU wurde damit begründet, daß der KBB revolutionäre Gewalt bejahe. Solidaritätsadressen gegen das Verbot, gehen beim KBB in den folgenden Wochen u.a. von folgenden Gruppen und Organisationen ein: SSV (?) Paderborn, und Initiativkomitee für eine Kommunistische Hochschulgruppe (IKfeKHG) Paderborn.
Beim Druckbetrieb Hecker Paderborn (30 Beschäftigte, davon 14 Lehrlinge) beginnt, laut KB Bremen, ein Streik für die Tarifeinhaltung. Der RJVD meldet den Streik erst ab 28.3.1973, die KPD/ML-ZK nennt kein Datum.
Q: Wahrheit Nr.4,Bremen Apr. 1973; Roter Morgen Nr.13,Hamburg 7.4.1973
In Paderborn führen, laut RJ/ML, die 30 Beschäftigten (davon 14 Lehrlinge) bei Hecker Automaten einen Streik durch. Laut KB Bremen begann der Streik am 28.2.1973.
Q: Rebell Nr.4,Tübingen Apr. 1973; Wahrheit Nr.4,Bremen Apr. 1973
Vermutlich im Juni gibt das Regionalkomitee Rhein/Ruhr des KJV der KPD eine Broschüre "Jugendarbeitsschutz - Schutz der Jugend? Schutz der Ausbeutung!" heraus, in der es u.a. heißt:"
Als Reaktion auf die jahrelange Untätigkeit der meisten OJAs der IG-Metall und des DGB - besonders auch in Fragen des Jugendarbeitsschutzes vor allem in Bezug auf Klein- und Mittelbetriebe - gründeten sich in den Jahren 1969, 1970 und 1971 in Nordrhein-Westfalen eine große Zahl (anfangs 30 - 40) Jugendgruppen und Lehrlingszentren (JG bzw. LZ,d.Vf.). In einer Reihe von Städten wie Bochum, Essen, Köln und jüngst in Paderborn fingen die Lehrlinge an zu kämpfen - mit Fragebogenaktionen, Podiumsdiskussionen, Demonstrationen bis hin zum Lehrlingsstreik."
In den Hellawerken Paderborn und Lippstadt beginnt, laut KB und SAG, ein viertägiger Streik von 3 000 Ausländern. Laut KFR des KBW in Dortmund (vgl. 27.8.1973) und Castrop-Rauxel streiken in den Hella Werken (Lippstadt und Paderborn) 4 Tage lang 11 000 deutsche und ausländische Arbeiter und erreichen eine Teuerungszulage (TZL).
Q: Roter Hoesch Arbeiter/Roter Kumpel Extra,Dortmund 27.8.1973,S.2; Roter Hoesch Arbeiter Nr.1,Dortmund Aug. 1973; Klassenkampf Nr.27,Frankfurt Sept. 1973; Der Metallarbeiter Nr.9,Hamburg 26.7.1973
Für die 'Wir wollen alles' (WWA – vgl. 27.7.1973) berichtet die spanische Lucha Obrera (LO – vgl. 18.7.1973) über heute: "KPD-Kader rücken an."
Die KPD/ML gibt ihren 'Roten Morgen' (RM) Nr.29 (vgl. 21.7.1973, 4.8.1973) heraus. Eingegangen wird auch auf die Hella-Werke in Paderborn.
Spartacus Bolschewiki/Leninisten gibt seinen 'Spartacus' Nr.6 (vgl. Mai 1973, Sept. 1973) heraus und berichtet u.a. von Hella Lippstadt und Paderborn.
Q: Spartacus Nr.6,Mainz Aug. 1973
Der Ständige Ausschuß (StA) des ZK des KBW richtet einen "Rundbrief an die Ortsgruppen, zur Kenntnisnahme an die befreundeten Organisationen" (vgl. 16.7.1973, 16.8.1973), in dem es u.a. heißt:"
STREIK BEI DEN HELLAWERKEN IN LIPPSTADT UND PADERBORN (IGM-Bereich,d.Vf.)
Wir wollten natürlich so früh wie möglich die Ortsgruppen unterrichten. Zunächst lag uns aber auch noch kein spezielles Material vor. Als uns dann Material vorlag (Bericht von Dortmunder und von Paderborner Genossen (KSB Paderborn), war es schon nicht mehr sinnvoll einen kurzen Bericht zu schreiben. Deshalb bringen wir auch in diesem Rundbrief keinen Bericht. Was im großen und ganzen geschehen ist, kennt ihr aus den verschiedenen Presseorganen. Es kommt jetzt darauf an, unsere eigenen Berichte und die Berichte in den bürgerlichen Zeitungen, sowie in der UZ (der DKP,d.Vf.) und der Roten Fahne (RF der KPD,d.Vf.) auszuwerten für einen Artikel in der KVZ, der natürlich im September anders aussehen muß als er im Juli hätte aussehen müssen. Hier ist ein Fall, in dem sich die lange Publikationspause negativ ausgewirkt hat."
Es beginnt die zweitägige 3. Sitzung des ZK des KBW (vgl. 7.7.1973, 13.10.1973). U.a. heißt es im protokoll zu den jüngsten Streiks:"
H.: Nicht falschen Dogmatismus. Bei Hella (in Lippstadt und Paderborn,d.Vf.) klassisch gelungen Verbindung herzustellen."
Q: KBW-ZK-N.N.:ZK-Sitzung 15.Sept.,o.O. o.J. (Sept. 1973)
In Dortmund berichtet die KFR des KBW bei Kokerei und Zeche Hansa (vgl. 3.10.1973) vermutlich aus dieser Woche:"
FÜR EIN FREIES JUGENDZENTRUM
Seit längerer Zeit gibt es in Mengede ein Komitee, das sich für Selbstverwaltung im kath. Jugendheim Mengede einsetzt. Das Jugendheim wird vom Kirchenrat in Mengede verwaltet. In der letzten Woche hat sich die Situation dort so zugespitzt, daß es geschlossen wurde und nur noch Gruppen hineindürfen. Aber nicht mehr Jugendliche, die ihren Abend anders als in Pinten verbringen wollen. Der Grund: In dem diesjährigen Haushaltsplan ist eine Lücke von ca. 2. 000 DM entstanden. Der kirchliche Träger, das Erzbistum Paderborn will das Geld nicht mehr aufbringen. In dem Jugendheim würde nicht genug Religion betrieben. Der Kirchenvorstand will das Jugendheim schließen. Ab 1. Januar sollen die Mengeder Jugendlichen, die das Jugendheim bisher benutzten, vor verschlossenen Türen stehen."
Q: Roter Kumpel: Gewerkschaftstag der IGBE: Sanierung für wen? Dortmund, o. J. (1973)
Der Zentrale Ausschuß des Kommunistischen Studentenbundes (KSB) Paderborn des KBW berichtet vom Verkauf der heutigen 'KVZ' Nr.5:"
Von der KVZ Nr.5 wurden nur ca. 120 Stck. verkauft, da der Verkauf schlecht organisiert war und zwei (!) von drei Zellen im Hochschulbereich nicht verkauften."
Q: KSB Paderborn-ZA:KVZ-Verkaufsstatistik,Paderborn o.J. (1973)
Der Zentrale Ausschuß des Kommunistischen Studentenbundes (KSB) Paderborn des KBW berichtet vom Verkauf der heutigen 'KVZ' Nr.6:"
Bei der KVZ Nr.6 wurde der Verkauf besser organisiert und wir konnten alle 150 Stck. verkaufen. Dabei muß allerdings berücksichtigt werden, daß ein organisierter KVZ-Vertrieb vor den Betrieben, vor den Berufsschulen und in der Stadt noch nicht stattfindet. Falls die politische Arbeit verbessert wird, können wir sicherlich noch 100 Stck. mehr verkaufen!"
25.12.1973:
Spätestens in dieser Woche erscheint mit einer Seite DIN A 4 ein Rundbrief "AN ALLE KOMMUNISTISCHEN HOCHSCHULGRUPPEN UND DIE HOCHSCHULKOMMISSION DES KBW: RUNDBRIEF DER KHG-KÖLN/MÖNCHENGLADBACH, KHG-DORTMUND, KSB PADERBORN UND DER ROTEN ZELLEN MÜNSTER
Nationales Treffen der Kommunistischen Hochschulgruppen um die jeweiligen Positionen zum SOZIALEN KAMPF organisiert zu kritisieren und zur größtmöglichen Vereinheitlichung voranzutreiben.
Wann? Am 2.Januar 11 Uhr,
Wo? In Dortmund, AStA-Haus, Stockumer Straße 325 (Telef.: 0231/7552576).
Schickt von allen Kommunistischen Hochschulgruppen gut vorbereitete Vertreter!
Übernachtungsmöglichkeiten bei den Dortmundern. Sagt ihnen aber rechtzeitig Bescheid!
Der Erfolgt hängt u.a. von der Breite der Beteiligten ab!
Im Rahmen der Krise des Imperialismus müssen die Angriffe der Bourgeoisie auf die soziale Lage des gesamten Volkes (damit auch der Studenten) immer schärfer zunehmen. Unsere Stoßrichtung kann nur sein: IN DER KRISE ERST RECHT DEN SOZIALKAMPF FÜHREN!
Besondere Aktualität bekommt der soziale Kampf zusätzlich durch die relative Intensität mit der die Reformisten-Revisionisten die Studenten in die ökonomistische Sackgasse zu locken versuchen.
Sie wollen am 24.Januar einen STERNMARSCH AUF BONN organisieren!
Wenn wir uns gut auf ihre Manöver vorbereiten und den Studenten die richtige Perspektive angeben (auf der Grundlage der taktischen Hauptresolution des KBW, des Aufruhrartikels des Sekretärs und der Krisenartikel in der KVZ) können wir die Initiative übernehmen und die Reformisten durch die Massen in die Isolierung treiben.
Aufgrund des Zirkelwesens der Kommunistischen Hochschulgruppen gibt es gerade bezüglich des sozialen Kampfes mehr oder weniger große Differenzen, die es möglichst auszuräumen gilt.
Folgende Punkte sollen auf dem nationalen Treffen behandelt werden:
1. Bedeutung des sozialen Kampfes als Teil des demokratischen Kampfes gegen den bürgerlichen Staat.
2. Politischer Rahmen in den der soziale Kampf von den Kommunisten gestellt werden muß: Entgegnung auf die politische und ökonomische Krise des BRD-Imperialismus, gegen die Versuche, die Krise auf das Volk abzuwälzen, gegen die Sparmaßnahmen auf dem Rücken des Volkes.
3. Einzelne Momente des sozialen Kampfes: kostendeckende Bafögsätze (unter den Kommunistischen Hochschulgruppen differieren die konkreten Forderungen zwischen 500 und 660 DM!!),
Anhebung der Elternfreibeträge (allerdings wohl auf 1500 DM),
Kampf gegen Mietwucher, gegen Mieterhöhungen und Rausschmisse aus Studentenheimen.
4. Von Land zu Land unterschiedliche Zusatzforderungen bzw. Ansatzpunkte, wo Angriffe auf selbstverwaltete Studentenwerke, d.h. wo Staatseingriffe usw. (bisher).
5. Rolle des sozialen Kampfes und Bewegungen hierzu an den einzelnen Hochschulen.
6. Verhalten zur Refo-Revi-Plänen.
Unsere eigenen Aktions- und Propagandaformen."
Ob dieses Treffen stattfand bleibt fraglich (vgl. 29.12.1973).
Q: KHG Köln/Mönchengladbach, KHG Dortmund, KSB Paderborn, Rote Zellen Münster:Rundbrief:An alle kommunistischen Hochschulgruppen und die Hochschulkommission des KBW,o.O. o.J. (1973)
In Dortmund soll ein bundesweites Treffen der Hochschulgruppen des KBW stattfinden, zu dem mit einem Rundbrief (vgl. 25.12.1973) eingeladen wurde. Allerdings fand kurz zuvor (vgl. 29.12.1973) genau ein solches Treffen statt, so dass das für heute angesagte Treffen evtl. nicht stattfand.
Q: KHG Köln/Mönchengladbach, KHG Dortmund, KSB Paderborn, Rote Zellen Münster: Rundbrief:An alle kommunistischen Hochschulgruppen und die Hochschulkommission des KBW,o.O. o.J. (1973),S.1
Der Zentrale Ausschuß des Kommunistischen Studentenbundes (KSB) Paderborn des KBW berichtet vom Verkauf der heutigen 'KVZ' Nr.1 (vgl. auch 12.1.1974):"
Betrieb: 5 (muß noch verbessert werden!!!) Straße: 56 Schulen: 20 (Ferien, deshalb nur in der Organisation) Hochschule: 50 Kneipe: 15"
Q: KSB Paderborn-ZA:KVZ-Verkaufsstatistik,Paderborn 17.1.1974
Der Zentrale Ausschuß des Kommunistischen Studentenbundes (KSB) Paderborn richtet folgende Korrespondenz an die Redaktion der 'KVZ' des KBW vom Verkauf der 'KVZ' Nr.1 vom 9.1.1974:"
Am Samstag, dem 12.1.1974, verkaufte die Kommunistische Arbeiterinitiative (KAI) die KVZ in der Innenstadt von Paderborn. Es war das 3. Mal, daß wir die KVZ in der Stadt verkauften und diesmal kam es zu einem ähnlichen Vorfall, wie wir in der KVZ schon oft gelesen hatten. Ein Streifenwagen der Polizei erkundigte sich bei einem unserer Verteiler nach der Reisegewerbekarte. Dieser erklärte ihm, daß wir soetwas nicht benötigten, da wir kein Gewerbe betreiben (Wir verkaufen die KVZ nicht, um uns persönlich zu bereichern, sondern um unsere politische Meinung zu verbreiten und verlangen dafür nur den Preis, den wir selber zahlen müssen). Scheinbar genügte dies der Streife nicht, denn kurz darauf erschienen 5-6 Polizisten, die Personalien der KVZ-Verkäufer notierten und eine KVZ beschlagnahmten, indem sie sie einem Genossen aus der Hand rissen.
Während dieser Polizeiaktion versammelte sich eine große Menschenmenge um uns. Da wir auf einen solchen Angriff nicht genügend vorbereitet waren, gelang es uns nur schwer, in der Bevölkerung Diskussionen über die Hintergründe zu entfachen. Anscheinend wurde es aber der Polizei sehr mulmig angesichts der großen Menschenmenge, die sich um sie gebildet hatte, so daß sie sie mit den Sätzen 'Stehen sie hier nicht rum, gehen sie weiter, machen sie hier keinen Auflauf' auseinandertrieben. Eines konnten wir dabei lernen: die Wahrheit über unsere Gesellschaft läßt sich nicht unterdrücken, durch solche Aktionen der Polizei wird sie nur noch weiter ans Tageslicht gezerrt. Wir konnten 56 KVZ verkaufen innerhalb von einer Stunde. Wir werden deshalb noch größere Anstrengungen als bisher beim Verkauf unseres Zentralorgans unternehmen!"
Der KBW gibt seine 'Kommunistische Volkszeitung' (KVZ - vgl. 6.2.1974, 6.3.1974) Nr.4 Gespendet wurde u.a. in Paderborn.
Der KBW gibt seine 'Kommunistische Volkszeitung' (KVZ - vgl. 3.4.1974, 1.5.1974) Nr.8 heraus. U.a. wird die Kommunistische Arbeiterinitiative (KAI) Paderborn erwähnt.
Q: Kommunistische Volkszeitung Nr.8,Mannheim 17.4.1974
Die Kommunistische Arbeiterinitiative (KAI) - Sympathisantenorganisation des KBW - mobilisiert zu einer eigenen Demonstration am 1. Mai in Paderborn. Ca. 100 Demonstranten versammeln sich laut KBW (vgl. 15.5.1974).
Die KPD/ML gibt ihren 'Roten Morgen' Nr.18 (vgl. 27.4.1974, 11.5.1974) heraus und berichtet u.a. über Bauern in Paderborn.
Der KBW (vgl. 30.10.1974) erwähnt seine vermutlich im Oktober bestehende Ortsaufbaugruppe (OAG) Paderborn.
Der DKP Kreisverband Paderborn/Lippstadt gibt sein 'DKP - Sprachrohr' - Nachrichten für das Amt Atteln (vgl. Feb. 1972) heraus.
Q: DKP Sprachrohr,Paderborn Nov. 1974
In Paderborn informiert der KBW heute beim KVZ-Verkauf auf seinen Stelltafeln zur Krise und auch über den RAF-Hungerstreik. Später kommt es zum Prozeß (vgl. 29.9.1975).
Q: KBW Ortsgruppe Paderborn: Dokumentation. Zur Entwicklung der politischen Entrechtung in Paderborn,Paderborn o. J. (1976),S.7
In Paderborn führt der Kommunistische Studentenbund (KSB) des KBW eine Veranstaltung zur Entrechtung im öffentlichen Dienst, für die er tags zuvor in der Innenstadt warb, trotz Verbot durch die Verwaltung der Gesamthochschule mit 80 Personen im Foyer durch.
Q: KBW Ortsgruppe Paderborn: Dokumentation. Zur Entwicklung der politischen Entrechtung in Paderborn,Paderborn o. J. (1976),S.8
Dem presserechtlich Verantwortlichen des KBW Paderborn, D. Peters, wird heute vom Westfalenkolleg das Aushängen oder Verteilen von Flugblättern untersagt sowie Hausverbot erteilt.
Q: KBW Ortsgruppe Paderborn: Dokumentation. Zur Entwicklung der politischen Entrechtung in Paderborn,Paderborn o. J. (1976),S.9
Der KBW (vgl. 26.3.1975) berichtet, daß für eine heutige Gründungsversammlung des Verbandes Deutscher Studentenschaften (VDS) die folgenden, nicht von MSB und SHB der DKP getragenen ASten eingetreten seien, die sich aber vermutlich nicht durchsetzen konnten (vgl. 20.3.1975), u.a. GHS Paderborn.
Die Ortsaufbaugruppe Paderborn des KBW (vgl. 20.3.1975) berichtet von Seibel Erwitte (vgl. 10.3.1975), daß sich heute 3 000 an der Solidaritätsdemonstration der IG Chemie beteiligen (vgl. 9.3.1975).
Die KPD berichtet zentral (vgl. 19.3.1975):"
KAMPF GEGEN STILLEGUNGEN UND MASSENENTLASSUNGEN!
ARBEITER IN ERWITTE/WESTFALEN BESETZEN ZEMENTWERK SEIBEL!
Die Partei wird den Kampf der Seibel-Arbeiter unterstützen und vor den Zementwerken Ilse und Atlas in Paderborn Solidaritätsaktionen vorbereiten."
Die Ortsaufbaugruppe Paderborn des KBW (vgl. 20.3.1975) berichtet von Seibel vgl. 8.3.1975) bzw. von der KPD, daß heute der unbefristete Streik und die Betriebsbesetzung seitens der 151 Beschäftigten beginnt, die dabei "von Reisekadern der Gruppe Rote Fahne mit Sprüchen versorgt" worden seien.
Eingegangen wird auf Ewers Geseke sowie auf die Paderborner Zementwerke Ilse und Atlas (88 Besch.).
Q: Kommunistische Volkszeitung Nr.11,Mannheim 20.3.1975; KPD-Sonderdruck Kalldorf Stillegung in Kalldorf - 200 Entlassungen in Nürnberg - damit die Profite von Mannesmann stimmen!,o.O. o.J. (1975),S.2; KPD-Büro Bielefeld:Dem Regierungsmai eine Absage!,Bielefeld o.J. (Apr. 1975),S.1; Rote Fahne Nr.11 und 14,Köln 19.3.1975 bzw. 9.4.1975,S.1 bzw. S.5
Der KBW gibt seine 'KVZ' Nr.10 (vgl. 6.3.1975, 20.3.1975) heraus. Aus Paderborn wird berichtet aus einem Betrieb für Laboreinrichtungen.
Der KBW gibt seine 'KVZ' Nr.13 (vgl. 26.3.1975, 10.4.1975) heraus, in der u.a. berichtet wird seitens der OAG Paderborn aus dem CPK-Bereich von Seibel Erwitte und aus dem IGM-Bereich von Demag Kalletal.
Der KBW (vgl. 17.4.1975) berichtet vermutlich aus dieser Woche, daß seine Ortsaufbaugruppe Paderborn in Paderborn für Seibel Erwitte (CPK-Bereich) eine Spendensammlung und Stadtaktionen durchführt.
In Paderborn verteilt die KPD, nach eigenen Angaben, vermutlich in dieser Woche ein Flugblatt zur Solidarität mit Seibel Erwitte (CPK-Bereich).
Der KBW (vgl. 30.4.1975) berichtet vermutlich aus dieser Woche vom Erscheinen der 'Rührt Euch' (vgl. *.*.197*, **.*.197*), der Zeitung seiner Initiative für ein Soldaten- und Reservistenkomitee (SRK) Paderborn / Augustdorf, die u.a. aus der 2./213 in Augustdorf berichtet.
Vermutlich handelt es sich dabei um die Nr.3 für April, die auch aus dem Btl. 212 aus Augustdorf und Detmold berichtet.
Q: Kommunistische Volkszeitung Nr.17 und 22,Mannheim 30.4.1975 bzw. 5.6.1975
Der KBW gibt seine 'KVZ' Nr.16 (vgl. 17.4.1975, 30.4.1975) heraus, in der er u.a. berichtet vom DGB KV Paderborn.
Zum heutigen Arbeitsgerichtsprozeß in Paderborn um die Entlassungen bei Seibel und Söhne Erwitte (CPK-Bereich) rief u.a. die KPD (vgl. 28.4.1975) auf.
Q: KPD:Erwitter! Wie geht es weiter?,o.O. o.J. (Apr. 1975),S.1f
In Erwitte besuchen, laut AB, 15 000 die Kundgebung zur Unterstützung der Arbeiter von Seibel.
Laut der teilnehmenden Ortsaufbaugruppe (OAG) Paderborn des KBW (vgl. 7.5.1975) versammeln sich 6 - 8 000 Menschen, an die 55 'KVZ' konnten verkauft werden.
Die Gruppe Arbeiterstimme (vgl. 26.5.1975) berichtet, dass 5 000 an der Kundgebung teilnahmen.
Q: Arbeiterstimme Nr.2/3,Nürnberg 26.5.1975; Kommunistische Arbeiterzeitung Nr.60,München 4.5.1975; Kommunistische Volkszeitung Nr.18,Mannheim 7.5.1975
Der KBW (vgl. 7.5.1975) berichtet vom 1.Mai in Paderborn, daß seine Genossen im Solidaritätskomitee für Seibel Erwitte mitarbeiten und mit diesem in einem Autokorso mit ca. 120 Personen in 20 PKW zur Kundgebung in Erwitte fuhren.
Der KBW gibt seine 'KVZ' Nr.23 (vgl. 5.6.1975, 19.6.1975) heraus, aus Paderborn berichtet der KSB von der GHS.
02.08.1975:
In Paderborn führt das §218-Komitee einen Informationsstand durch, wofür die presserechtlich Verantwortliche später einen Bußgeldbescheid über 111,90 DM wegen fehlender Anmeldung erhält.
Q: KBW Ortsgruppe Paderborn: Dokumentation. Zur Entwicklung der politischen Entrechtung in Paderborn,Paderborn o. J. (1976),S.15
In Paderborn wird ein KBW-Anhänger zu 300 DM Geldstrafe verurteilt, weil er zur Krise und auch über den RAF-Hungerstreik agitierte und die erschienene Polizei in Diskussionen verwickelte (vgl. 30.11.1974).
Q: KBW Ortsgruppe Paderborn: Dokumentation. Zur Entwicklung der politischen Entrechtung in Paderborn,Paderborn o. J. (1976),S.10
In Paderborn wird die KBW-Ortsgruppe brieflich darauf hingewiesen, dass sie die städtischen Werbesäulen nicht benutzen darf.
Q: KBW Ortsgruppe Paderborn: Dokumentation. Zur Entwicklung der politischen Entrechtung in Paderborn,Paderborn o. J. (1976),S.13
Die DKP Hochschulgruppe Paderborn gibt erstmals ihre 'Arbeiter und Student' (vgl. Dez. 1975) heraus. Berichtet wird u.a. über die Gründung der an der Gesamthochschule (GHS) und dem Westfalenkolleg tätigen Hochschulgruppe, bei der es sich um die sechste Gruppe des Kreisverbandes Paderborn/Lippstadt handele.
Q: Arbeiter und Student Nr.1,Paderborn Nov. 1975
In Paderborn setzt der Hausmeister an der Mensa der naturwissenschaftlich-technischen Fachbereiche der GHS die neue Hausordnung um, indem er Plakate gegen den §218 abreißt und den Büchertisch des KSB des KBW gewaltsam umwirft.
Q: KBW Ortsgruppe Paderborn: Dokumentation. Zur Entwicklung der politischen Entrechtung in Paderborn,Paderborn o. J. (1976),S.12
Die DKP Hochschulgruppe Paderborn gibt ihre 'Arbeiter und Student' Nr.2 (vgl. Nov. 1975, Jan. 1976) heraus.
Q: Arbeiter und Student Nr.2,Paderborn Dez. 1975
In Paderborn führt die KBW-Ortsgruppe Agitationsstände gegen die auf der morgigen Ratssitzung anstehende Erhöhung der Müllgebühren durch. Gegen acht Teilnehmer werden Bußgelder verhängt.
Q: KBW Ortsgruppe Paderborn: Dokumentation. Zur Entwicklung der politischen Entrechtung in Paderborn,Paderborn o. J. (1976),S.13; KVZ-Ortsbeilage Paderborn Nr.7,Paderborn 11.2.1976,S.3
Die DKP berichtet aus Paderborn:"
NEUER ASTA-VORSITZENDER AM WESTFALENKOLLEG
Aufgrund der Tatsache, daß der bisherige AStA-Sprecher Reiner Pogarell, am 19.12.1975 sein Studium am Westfalenkolleg abschloß, wurde auf der AStA-Sitzung am 16.12.1975 Johannes Picht einstimmig, einschließlich der Stimmen des MSB Spartakus, zum neuen AStA-Vorsitzenden gewählt."
Q: Arbeiter und Student Nr.1,Paderborn Jan. 1976,S.1
Die DKP Hochschulgruppe Paderborn gibt ihre 'Arbeiter und Student' Nr.1 (vgl. Dez. 1975, Feb. 1976) heraus. Im Leitartikel wird eine "Bilanz der VDS Aktionstage" (vgl. 1.-3.12.1975) gezogen, in der es im Abschnitt "Die Gegner und Spalter der VDS-Aktion", der sich wesentlich gegen den RCDS der CDU richtet, zum KSV der KPD heißt:"
Als Gegner und Spalter der VDS-Aktionen auf der Grundlage des Aufrufs erwiesen sich Rechte und Maoisten. … Auch der 'KSV', der wie der RCDS die Linie 'Kanonen statt Butter' propagiert, reißt keinen Studenten mehr vom Hocker."
Berichtet wird bundesweit von den VDS-Aktionstagen und auch aus Paderborn vom Westfalenkolleg (vgl. 16.12.1975).
Q: Arbeiter und Student Nr.1,Paderborn Jan. 1976
02.01.1976:
Es erscheint eine Ausgabe der 'Rührt Euch' des Soldaten- und Reservistenkomitees (SRK) Paderborn / Augustdorf.
Q: KVZ-Ortsbeilage Paderborn Nr.2,Paderborn 14.1.1976,S.5f
Die KBW Ortsgruppe Paderborn gibt die 'KVZ-Ortsbeilage Paderborn' Nr.2 (vgl. 5.2.1976) heraus. Berichtet wird über die derzeit 6 781 Arbeitslosen im Arbeitsamtsbezirk Paderborn, vor allem aus dem Bau-, Metall und Angestelltenbereich, während bei Benteler Überstunden gemacht und bei Hella teilweise in Zwölfstundenschichten gearbeitet werde. Zum neuen Jahr wird in "Gute Vorsätze" auf die Empfehlungen der Verbraucherzentrale zum Auskommen mit geringem Einkommen eingegangen.
Q: KVZ-Ortsbeilage Paderborn Nr.2,Paderborn 14.1.1976
Die KBW Ortsgruppe Paderborn will heute im HOT eine Veranstaltung gegen den §130a und die Erhöhung der Kommunaltarife durchführen.
Q: KVZ-Ortsbeilage Paderborn Nr.2,Paderborn 14.1.1976,S.5
Die DKP Hochschulgruppe Paderborn gibt ihre 'Arbeiter und Student' Nr.2 (vgl. Jan. 1976) heraus.
Q: Arbeiter und Student Nr.2,Paderborn Feb. 1976
Die KBW Ortsgruppe Paderborn gibt die 'KVZ-Ortsbeilage Paderborn' (vgl. 14.1.1976, 11.2.1976) heraus. Berichtet wird von der Forderung der GEW und der Bezirksschülervertretung nach Einstellung aller arbeitslosen Lehrer, wobei auch auf das Reismann-Gymnasium, das Goerdeler-Gymnasium und die Bonifatius-Hauptschule eingegangen wird.
Q: KVZ-Ortsbeilage Paderborn,Paderborn 5.2.1976
Die KBW Ortsgruppe Paderborn gibt die 'KVZ-Ortsbeilage Paderborn' Nr.7 (vgl. 5.2.1976, 18.3.1976) heraus. Berichtet wird aus dem Arbeitamtsbezirk Paderborn: "Arbeitslosenquote kletterte im Januar von 5,9 auf 6,4 Prozent" sowie von Bussgeldbescheiden (vgl. 10.12.1975) und einer Anklage wegen der Solidarität gegen den spanischen Faschismus (vgl. 2.10.1975).
Q: KVZ-Ortsbeilage Paderborn Nr.7,Paderborn 11.2.1976
Das Komitee gegen den §218 Paderborn will heute in den Hester Stuben eine Veranstaltung "Die Entscheidung liegt bei uns!" zur Vorbereitung der Aktionen am 21.2.1976 durchführen.
Q: KVZ-Ortsbeilage Paderborn o. Nr. und 7,Paderborn 5.2.1976 bzw. 11.2.1976,S.5 bzw. S.4
In Paderborn will das Komitee gegen den §218 um 11 Uhr ab Hauptpost eine Demonstration durchführen.
Q: KVZ-Ortsbeilage Paderborn Nr.7,Paderborn 11.2.1976,S.4
In Paderborn wird ein Student in einem Routhier-Prozeß zu 320 DM Geldstrafe und acht Monaten auf Bewährung verurteilt (vgl. 14.4.1976, 9.9.1976).
In Paderborn wird dem KBW in einem Schreiben des Rechtsamts die beantragte Nutzung der Westernstraße für Agitationsstände untersagt.
Q: KBW Ortsgruppe Paderborn: Dokumentation. Zur Entwicklung der politischen Entrechtung in Paderborn,Paderborn o. J. (1976),S.13f
Bei Hella Paderborn findet, laut KBW, ein Warnstreik statt.
Q: KBW Ortsgruppe Paderborn: Dokumentation. Zur Entwicklung der politischen Entrechtung in Paderborn,Paderborn o. J. (1976),S.3
Die KBW Ortsleitung Paderborn gibt die 'KVZ-Ortsbeilage Paderborn' Nr.7 (vgl. 11.2.1976, 8.4.1976) heraus. Berichtet wird im Leitartikel "Katastrophaler Raummangel an den Paderborner Schulen!", wobei u.a. eingegangen wird auf die Grundschule Elsen , die Grundschule St. Kilian und die Grundschule Sande, die Hauptschulen Bonifatius, Busdorf, Georg, Heinrichshauptschule, Josefschule und Hauptschule Elsen, aber auch auf die Gymnasien. Es erscheint ein Interview mit einem italienischen Lehrer, dessen Tochter nach Paderborn zur Mutter zog und dann verschwand. Von Seibel Erwitte erscheint ein Auszug aus der 'Solidaritätsstimme' (vgl. 10.3.1976).
Q: KVZ-Ortsbeilage Paderborn Nr.11,Paderborn 18.3.1976
Die KBW Ortsgruppe Paderborn gibt vermutlich in dieser Woche eine "Dokumentation. Zur Entwicklung der politischen Entrechtung in Paderborn" heraus, in der zum nächsten Routhier-Prozeß am 14.4.1976 aufgerufen und vom letzten Paderborner Routhier-Prozeß am 5.3.1976 berichtet wird. Angeklagt ist im neuen Prozeß aber auch ein Artikel über Hans-Jürgen Remiszko (vgl. 17.7.1974) in der KVZ Nr.16/1974. Hierzu wird ein Artikel aus der KVZ 28/1974 nachgedruckt.
Berichtet wird aus den Paderborner Großbetrieben, Benteler, Claas, Hella – wo am 18.3.1976 ein Warnstreik stattfand – und Nixdorf, aber auch von den Fahrpreiserhöhungen der PESAG 1974, gegen die 400 Unterschriften gesammelt wurden, von den Schulen und Hochschulen, vom Protest gegen den §218, gegen den 4 500 in Paderborn unterschrieben, vom Hella-Prozeß (vgl. 15.11.1974), von der Solidarität mit dem RAF-Hungerstreik (vgl. 30.11.1974, 29.9.1975), dem Flugblattverteilverbot im Westfalen-Kolleg (vgl. 11.2.1975), von der Gesamthochschule (vgl. 5.11.1975), von der Stadt (vgl. 13.10.1975, 10.12.1975, 16.3.1976), von der Zivilen Einsatzgruppe (EZG) der Polizei, dem §218-Komitee (vgl. 2.8.1975), dessen Mitglieder sogar noch bis zur Bundeswehr in Bad Segeberg belangt wurden, und dem die katholische Kirche die Räume verweigerte, sowie vom KPD-Verbot. Es gibt ein Spendenkonto 'Rechtshilfe'.
Q: KBW Ortsgruppe Paderborn: Dokumentation. Zur Entwicklung der politischen Entrechtung in Paderborn,Paderborn o. J. (1976)
Die KBW Ortsleitung Paderborn gibt die 'KVZ-Ortsbeilage Paderborn' Nr.14 (vgl. 18.3.1976, 29.4.1976) heraus. Berichtet wird von der Tarifrunde im öffentlichen Dienst (ÖDTR), u.a. von GEW und GdED Paderborn, die die Forderung von 135,- DM begrüßt hatten. Ein Artikel schildert "Arbeitslosigkeit und verschärfte Ausbeutung" anhand der im März um 17,2 % auf 6 303 gesunkenen Arbeitslosenzahl im Arbeitsamtsbezirk Paderborn sowie der Überstunden bei Benteler, Hella und Nixdorf.
Q: KVZ-Ortsbeilage Paderborn Nr.14,Paderborn 8.4.1976
In Paderborn findet ein Prozeß gegen drei Mitglieder der Ortsgruppe des KBW statt, die die Tode von Günther Routhier und Hans Jürgen Remiszko in der KVZ Nr. 16/1974 bzw. der KVZ-Ortsbeilage Paderborn Nr. 13/1974 als Mord bezeichnet hatten (vgl. 9.9.1976).
Q: KBW Ortsgruppe Paderborn: Dokumentation. Zur Entwicklung der politischen Entrechtung in Paderborn,Paderborn o. J. (1976),S.2; KVZ-Ortsbeilage Paderborn Nr.14 und 17,Paderborn 8.4.1976 bzw. 29.4.1976,S.4 bzw. S.1ff
Die KBW Ortsleitung Paderborn gibt die 'KVZ-Ortsbeilage Paderborn' Nr.17 (vgl. 8.4.1976, 13.5.1976) heraus. Berichtet wird vom Prozeß am 14.4.1976, geworben für die Dokumentation zur politischen Entrechtung in Paderborn (vgl. 5.4.1976).
Q: KVZ-Ortsbeilage Paderborn Nr.17,Paderborn 8.4.1976
Die KBW Ortsleitung Paderborn gibt die 'KVZ-Ortsbeilage Paderborn' Nr.19 (vgl. 29.4.1976, 20.5.1976) heraus. Berichtet wird über die 4. UNCTAD-Konferenz in Nairobi und einen Kommentar im 'Westfälischen Volksblatt' dazu.
Q: KVZ-Ortsbeilage Paderborn Nr.19,Paderborn 13.5.1976
Die KBW Ortsleitung Paderborn gibt die 'KVZ-Ortsbeilage Paderborn' Nr.20 (vgl. 13.5.1976, 3.6.1976) heraus. Berichtet wird aus dem DruPa-Bereich im Leitartikel "Westfalenblatt: Druckkapitalisten drohen mit Massenentlassungen". festgestellt wird "Noch immer 6 000 arbeitslos" und anläßlich der Stadtratssitzung vom 11.5.1976 heißt es: "Korruption – Zeichen der Fäulnis des Imperialismus".
Q: KVZ-Ortsbeilage Paderborn Nr.20,Paderborn 20.5.1976
Die KBW Ortsleitung Paderborn gibt die 'KVZ-Ortsbeilage Paderborn' Nr.22 (vgl. 20.5.1976, 10.6.1976) heraus. Berichtet wird im Leitartikel "Überstunden: Ein Mittel der Schweissauspressung" von Nixdorf.
Q: KVZ-Ortsbeilage Paderborn Nr.22,Paderborn 3.6.1976
An der heutigen Demonstration der Bürgerinitiative Benhauser Feld in Paderborn gegen die Verlängerung der Westtangente durch das Fischteichgebiet nehmen, laut KBW, 1 000 Menschen teil.
Q: KVZ-Ortsbeilage Paderborn Nr.25,Paderborn o. J. (24.6.1976),S.1
Die KBW Ortsleitung Paderborn gibt die 'KVZ-Ortsbeilage Paderborn' Nr.23 (vgl. 3.6.1976, 24.6.1976) heraus. Der Leitartikel fordert: "Keine Fahrpreiserhöhung bei der PESAG!". Berichtet wird "Claas: Der Expansionskurs liegt fest!". Von der Gesamthochschule (GHS) wird berichtet vom RCDS in "Weg mit dem 'Südring'-AStA!".
Q: KVZ-Ortsbeilage Paderborn Nr.23,Paderborn 10.6.1976
Heute soll in Paderborn eine KBW-Bildungsveranstaltung (vgl. 22.6.1976) in Hesters Stuben, Kilianstraße 2, zum Thema "Imperialismus ist sterbender und faulender Kapitalismus. Gegen Ausbeutung, Expansion und Krieg setzt die Arbeiterklasse den Kampf für den Sozialismus" stattfinden.
Q: KVZ-Ortsbeilage Paderborn Nr.23,Paderborn 10.6.1976,S.6
Heute soll in Paderborn eine KBW-Bildungsveranstaltung (vgl. 11.6.1976) in Hesters Stuben, Kilianstraße 2, zum Thema "Das Militärprogramm der westdeutschen Bourgeoisie und das Militärprogramm der Arbeiterklasse" stattfinden.
Die KBW Ortsleitung Paderborn gibt die 'KVZ-Ortsbeilage Paderborn' Nr.25 (vgl. 10.6.1976, 1.7.1976) heraus. Berichtet wird im Leitartikel "Verlängerung der Westtangente durch Fischteichgebiet: Die Folgen der Gier nach Profit" von der Demonstration der Bürgerinitiative Benhauser Feld am 9.6.1976.
Q: KVZ-Ortsbeilage Paderborn Nr.25,Paderborn o. J. (24.6.1976)
Die KBW Ortsleitung Paderborn gibt die 'KVZ-Ortsbeilage Paderborn' Nr.26 (vgl. 24.6.1976, 9.7.1976) heraus. Berichtet wird im Leitartikel von der MTR bzw. von "Westfälische Metallindustrie (Hella) Paderborn: Keine Zulagenstreichung! Den Lohnkampf konsequent führen!". Das Arbeitsamt habe Zuschüsse an Kapitalisten verteilt, was aber die Jugendarbeitslosigkeit nicht behoben habe.
Q: KVZ-Ortsbeilage Paderborn Nr.26,Paderborn 1.7.1976
Heute sollte in Paderborn eine Berufsverboteveranstaltung des KSB Paderborn des KBW im Hörsaal I der Gesamthochschule am Fürstenweg stattfinden, die aber auf den 14.7.1976 verlegt wird.
Q: KVZ-Ortsbeilage Paderborn Nr.26 und 27,Paderborn 1.7.1976 bzw. 9.7.1976,S.3 bzw. S.5
Heute sollte in Paderborn eine Propagandaveranstaltung des KBW zu den Bundestagswahlen (BTW) zum Thema "Der Befreiungskampf der Völker der Dritten Welt ist eine gewaltige Triebkraft der Weltrevolution" stattfinden, was aber vermutlich nicht geschah (vgl. 16.7.1976).
Q: KVZ-Ortsbeilage Paderborn Nr.26,Paderborn 1.7.1976,S.3
Die KBW Ortsleitung Paderborn gibt die 'KVZ-Ortsbeilage Paderborn' Nr.27 (vgl. 1.7.1976, 8.4.1976) mit einem Leitartikel "20 Jahre KPD-Verbot: Weg mit dem KPD-Verbot!" und dem Aufruf zur Demonstration gegen das KPD-Verbot am 18.8.1976 in Münster heraus. Berichtet wird von der Erhöhung der städtischen Gebühren für Müll, Abwässer, Friedhöfe, Gas und Hallenbad.
Q: KVZ-Ortsbeilage Paderborn Nr.27,Paderborn 9.7.1976
Heute soll in Paderborn eine Veranstaltung des KSB Paderborn des KBW zum Thema "Die bürgerliche Verfassung und der Kampf der Studenten für ihre Rechte!" u.a. zu den Berufsverboten im Hörsaal I der Gesamthochschule am Fürstenweg stattfinden (vgl. 7.7.1976). Aufgerufen wird auch durch den KBW.
Q: KSB Paderborn: Veranstaltung: Die bürgerliche Verfassung und der Kampf der Studenten für ihre Rechte!,Paderborn o. J. (1976); KVZ-Ortsbeilage Paderborn Nr.27,Paderborn 9.7.1976,S.5
Die KBW Ortsleitung Paderborn gibt die 'KVZ-Ortsbeilage Paderborn' Nr.28 (vgl. 9.7.1976, 22.7.1976) mit dem Leitartikel "Die Bildungsreform – eine Maßnahme der imperialistischen Bourgeoisie" heraus. Berichtet wird in "Eine Leuchte der Wissenschaft!" über den Gastdozenten an der Gesamthochschule, Dr. Werner Leinfellner, von der University of Nebraska, USA. Aus dem Arbeitsamtsbezirk Paderborn wird zum Juni kundgetan: "Noch immer 5 000 arbeitslos".
Q: KVZ-Ortsbeilage Paderborn Nr.28,Paderborn 15.7.1976
Heute sollte in Paderborn eine Propagandaveranstaltung des KBW zu den Bundestagswahlen (BTW) zum Thema "Der Befreiungskampf der Völker der Dritten Welt ist eine gewaltige Triebkraft der Weltrevolution" im Bürgerverein auf dem Liboriberg stattfinden (vgl. 9.7.1976), die sich vor allem Azania, Namibia und Zimbabwe widmen soll.
Q: KVZ-Ortsbeilage Paderborn Nr.27,Paderborn 9.7.1976,S.6
Die KBW Ortsleitung Paderborn gibt die 'KVZ-Ortsbeilage Paderborn' Nr.29 (vgl. 15.7.1976, 1.8.1976) heraus. Berichtet wird im Leitartikel "PESAG: Mit Lügen soll die Fahrpreiserhöhung gerechtfertigt werden". Geworben wird für eine KBW-Broschüre "Weg mit der Fahrpreiserhöhung bei der PESAG!" mit 12 Seiten für 30 Pfg., die ebenso wie die 'Peking Rundschau' nicht nur im Ortsbüro, sondern auch Samstags am Agitationszentrum in der Westernstraße erhältlich sei.
Q: KVZ-Ortsbeilage Paderborn Nr.29,Paderborn 22.7.1976
Die KBW Ortsleitung Paderborn gibt die 'KVZ-Ortsbeilage Paderborn' Nr.31 (vgl. 22.7.1976, 11.8.1976) heraus. Berichtet wird im Leitartikel von R. V. aus Schlangen vom "Herbstmanöver der Bundeswehr in Lippe" unter dem Namen 'Weiße Birke 1976' u.a. in Augustdorf und Schlangen. Auch Übungen der NATO-Länder Belgien und Großbritannien stehen in Lippe an. Berichtet wird aus der Landespolizeischule Stukenbrock und vom KPD-Verbot, aufgerufen zur Demonstration dagegen.
Q: KVZ-Ortsbeilage Paderborn Nr.31,Paderborn 1.8.1976
Q: KVZ-Ortsbeilage Paderborn Nr.31,Paderborn 1.8.1976,S.5f
Die KBW Ortsleitung Paderborn gibt die 'KVZ-Ortsbeilage Paderborn' Nr.32 (vgl. 1.8.1976, 26.8.1976) mit einem Leitartikel "'Aufschwung' der Ausbeuterwirtschaft" heraus, der auch auf die wieder gestiegene zahl der Arbeitslosen in der Gegend eingeht. Berichtet wird über die "Kirchliche Lebenshilfe", die Berufsförderlehrgänge für Mädchen anbietet, von den Profiten der Paderborner Brauerei, von den in den Semesterferien arbeitenden Studenten, die u.a. für die Stadtverwaltung tätig werden. Angekündigt wird die öffentliche Schulung der Arbeitshefte 2-3 montags und donnerstags im KBW-Büro.
Q: KVZ-Ortsbeilage Paderborn Nr.32,Paderborn 11.8.1976
Heute soll in Paderborn eine KBW-Veranstaltung zum KPD-Verbot im Bürgerverein stattfinden.
Q: KVZ-Ortsbeilage Paderborn Nr.32,Paderborn 11.8.1976,S.1
Heute soll in Paderborn eine KBW-Bildungsveranstaltung zum Thema "Die 48er Revolution in Deutschland" stattfinden.
Q: KVZ-Ortsbeilage Paderborn Nr.31,Paderborn 1.8.1976,S.2
Heute soll in Münster eine Demonstration gegen das KPD-Verbot stattfinden, zu der auch der KBW Paderborn aufruft.
Q: KVZ-Ortsbeilage Paderborn Nr.31,Paderborn 1.8.1976,S.4
Aufgrund von Zyankalieinleitungen der Hella WMI kommt es in Paderborn, laut KBW (vgl. 9.9.1976), an diesem Wochenende zu einem Fischsterben in der Alme.
Q: KVZ-Ortsbeilage Paderborn Nr.36,Paderborn 9.9.1976,S.4f
Die KBW Ortsleitung Paderborn gibt vermutlich heute die 'KVZ-Ortsbeilage Paderborn' Nr.34 (vgl. 11.8.1976, 9.9.1976) mit einem Leitartikel "Rationalisierung im Krankenhaus" bzw. einer Korrespondenz aus dem Krankenpflegeschülerin aus dem Josefskrankenhaus I in Paderborn heraus. Berichtet wird über den Umsatz von Benteler und zum SPD-Kandidaten für Büren, Karl-Heinz Saxowski erscheint der Artikel "Die SPD versteht das Handwerk der Unterdrückung gut!". Angekündigt wird die öffentliche Schulung des Arbeitshefte 4 montags und donnerstags im KBW-Büro.
Q: KVZ-Ortsbeilage Paderborn Nr.34,Paderborn o. J. (1976)
Heute soll in Paderborn eine Propagandaveranstaltung des KBW zu den Bundestagswahlen (BTW) zum Thema "Das Programm der bürgerlichen Parteien: Reaktion auf der ganzen Linie" im Bürgerverein stattfinden.
Q: KVZ-Ortsbeilage Paderborn Nr.34,Paderborn o. J. (1976),S.2f
In Paderborn sollte die Berufungsverhandlung in den nunmehr vereinigten Routhierprozessen (vgl. 5.3.1976, 14.4.1976) stattfinden, wird aber vertagt.
Q: KVZ-Ortsbeilage Paderborn Nr.29 und 36,Paderborn 22.7.1976 bzw. 9.9.1976,S.4 bzw. S.6
Die KBW Ortsleitung Paderborn gibt die 'KVZ-Ortsbeilage Paderborn' Nr.36 (vgl. 26.8.1976, 22.9.1976) mit einem Leitartikel "Thüsing: Linke können von der Praxis der SPD nicht ablenken!" heraus. Berichtet wird über Wahlkampfbehinderung durch die Polizei beim Anbringen von KBW-Plakaten an einem Bauzaun, über die Steigerung der Jugendkriminalität, die im August insgesamt 5 252 gemeldeten Arbeitslosen im Bezirk, vom durch Hella verursachten Fischsterben in der Alme (vgl. 21.8.1976), vom vertagten Routhierprozess (vgl. 9.9.1976), dem Spanienprozess (vgl. 29.9.1976) und der gescheiterten Unterschriftensammlung für die Bundestagskandidatur in Paderborn, bei der nur etwa 150 anerkannt wurden, nicht aber die von ausländischen Kollegen oder von 13 Einwohnern von Schlangen, so daß die benötigten 200 nicht erreicht wurden.
Q: KVZ-Ortsbeilage Paderborn Nr.36,Paderborn 9.9.1976
Q: Arbeiterkampf Nr.142,Hamburg 13.11.1978,S.2
Der KB gibt seinen 'Arbeiterkampf' (AK) Nr.168 (vgl. 26.11.1979, 14.1.1980) heraus. Berichtet wird von den eigenen Fraktionskämpfen u.a. von der Aufteilung des alten Zentrums. Im neuen Komitee sind u.a. vertreten 2 Genossen aus Paderborn.
Q: Arbeiterkampf Nr.168,Hamburg 10.12.1979
Letzte Änderungen: 21.9.2009

References: §218
 §218
 §218
 §218
 §130
 §218
 §218
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