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Timestamp: 2016-06-29 03:34:28+00:00

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WDSF - Delfinarien & Politik Aktuell
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- 2016 - EU-Parlament für die Freiheit der Delfine - WDSF und ProWal Demo in Brüssel
Eck in seiner Rede auf der Demo zum Thema von rund 300 gehaltenen Delfinen in europäischen Delfinarien : „Es ist an der Zeit, diesen Skandal zu beenden. Von heute an wird im Europäischen Parlament die Abschaffung der Delfinarien und die Freiheit für Delfine betrieben. Dafür werde ich mich einsetzen.“ Stefan B. Eck ist seit 2014 Abgeordneter im Europäischen Parlament und Gründungsmitglied der "MEPs for Wildlife“ sowie Vizepräsident der "Intergroup on the Welfare and Conservation of Animals". Seine Hauptanliegen sind Tierschutz, Tierrecht und Umweltschutz.
Im deutschen Bundestag scheiterte im Jahr 2013 ein Antrag von Bündnis90/Die Grünen die „Haltung von Delfinen beenden“ an den Stimmen der damaligen Regierungskoalition von CDU/CSU und FDP. Ein Antrag der Piraten im NRW-Landtag zum „Verbot der Haltung von Delfinen“ wurde von der Regierungskoalition mit Grünen und SPD im Oktober 2014 abgelehnt.
- 2014 - NRW - "Verbot der Haltung von Delphinen" gescheitert NRW-Grüne und SPD haben am 29. Oktober 2014 den Antrag der Piraten "Verbot der Haltung von Delphinen" abgelehnt, obwohl die Bundestagsfraktion der Grünen im Jahr 2013 ebenfalls einen Antrag auf Beendigung der Delfinhaltung gestellt hatte
29.10.2014 - Delfinhaltung im Duisburger Zoo wird nicht verboten (WAZ)29.10.2014 - WDR 2 - Interview mit Jürgen Ortmüller vom WDSF - Delfinarium Duisburg und Piratenantrag29.10.2014 - Piraten wollen Delfine im Zoo verbieten (WDR 2) 28.10.2014 - Verbot der Haltung von Delfinen wird von SPD und Bündnis90/Die Grünen im NRW-Landtag abgelehnt (02elf)27.10.2014 - Duisburg - Was wird aus dem Delfinarium? (WDR TV)
Seit 2002 ist der Tierschutz als Staatsziel im Grundgesetz verankert. Leider wurde dieses Staatsziel bis heute nicht bei der Gefangenschaftshaltung der Cetacea (Wale und Delfine) erreicht.
In § 20a des Grundgesetzes heißt es:
Hier: Interview durch die Organisation PETA mit dem Landtagsabgeordneten und tierschutzpolitischen Sprecher von NRW-Bündnis90/Die Grünen Martin-Sebastian Abel Stellungnahme des WDSF
(WDSF - 13.10.2014) Politik ist oft ein Trauerspiel. Mit der angekündigten NRW-Landtagsablehnung des Antrags der Piraten, die Delfinhaltung im Duisburger Zoo zu beenden, tun sich die Grünen wahrlich keinen Gefallen! Der NRW-Landtagsabgeordnete Martin-Sebastian Abel in dem Interview: "Die Mindestanforderungen regelt der Bund. Wir haben als Land keine rechtliche Möglichkeit die Haltung einer Tierart in einem Zoo zu untersagen."Das sehen wir vom WDSF anders. Der § 68 NRW-Landschaftsgesetz besagt, dass "die Tiere so gehalten werden, dass den biologischen und den Erhaltungsbedürfnissen der jeweiligen Art Rechnung getragen wird, insbesondere (!) die jeweiligen Gehege nach Lage, Größe, Gestaltung und inneren Einrichtungen verhaltensgerecht ausgestaltet sind...". Weiter gibt es eine gesetzliche Anordnungsmöglichkeit (§ 68 (3)): "Wenn sich entsprechend dem Stand der Wissenschaft die Anforderungen an die Haltung von Tieren in Zoos nachträglich ändern, kann die untere Landschaftsbehörde die erforderlichen Anordnungen treffen."Der "Stand der Wissenschaft" hat sich durch die vom WDSF initiierte wissenschaftliche Stellungnahme von PD Dr. Christian Schulze von der Ruhr-Universität Bochum bezüglich der Delfinhaltung geändert (s. Link unten); auch wenn diese wissenschaftliche Stellungnahme von den Delfinarienbefürwortern strikt abgelehnt wird. Die Landesregierung mit den Grünen hat Sorge, dass der Zoo Duisburg bei einer entsprechenden Anordnung zur Beendigung der Delfinhaltung mit einer Klage reagiert. (O-Ton des grünen Staatssekretärs Peter Knietsch gegenüber dem WDSF-Geschäftsführer Jürgen Ortmüller). Angst ist aber auch in der Politik kein guter Ratgeber und der offensichtliche Fraktionszwang der Grünen gegenüber der NRW-SPD, welche die Delfinhaltung befürwortet, auch nicht! Die beabsichtigte Grünen-Ablehnung des Piratenantrag ist nach all den eigenen (guten) Anträgeauf Bundestagsebene ein Armutszeugnis und die negative Darstellung von politischen Nebenschauplätzen der Piraten durch Martin-Sebastian Abel ebenso. Wissenschaftliche Stellungnahmen von PD Dr. Christian Schulze (Ruhr-Universität Bochum) § 68 Landschaftsgesetz NRWÖffentliche Sitzung am 29.10.2014 im NRW-LandtagAntrag der Piraten "Verbot der Haltung von Delphinen" - 04.09.2014 - Delfinhaltung beenden und gegen Taiji- und Färöer-Delfintreibjagden protestieren - Bärbel Höhn (Bündnis 90/Die Grünen) im Interview mit dem Geschäftsführer des Wal- und Delfinschutz-Forum (WDSF) Bärbel Höhn im Interview mit dem Geschäftsführer des Wal- und Delfinschutz-Forum (WDSF) am 04.09.2014 auf dem Campus Symposium der Fachhochschule BiTS in Iserlohn
Bärbel Höhn war bis 2005 Umweltministerin in Nordrhein-Westfalen. Sie ist seit 15.01.2014 als Bundestagsabgeordnete Vorsitzende des Bundestagsausschusses für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit. Die Delfinjagd in Japan bezeichnet sie als grausam und es sei gut, dagegen zu protestieren. Politische Boykottmaßnahmen gegen Japan und die Färöer-Inseln hält sie mit entsprechender Unterstützung von Mehrheiten für möglich; ebenso gut begründete Boykottmaßnahmen durch NGO's. Zur Beendigung der Delfinhaltung in Deutschland müsse in einem langen Weg (Anm.: aufgrund der politischen Verhältnisse) auf Bundesebene eine rechtliche Grundlage geschaffen werden, meint Höhn. Das Problem sei derzeit, dass der zuständige Bundesminister von der CSU ist und aus Bayern kommt und sich gerade dort das zweite Delfinarium (in Nürnberg) befindet. Auf jeden Fall müsse das Säugetiergutachten zur Delfinhaltung nochmals überarbeitet werden, wie es kürzlich der NRW-Umweltminister Johannes Remmel in einem Brief an den CSU-Bundesminister gefordert hat. Aus rechtlicher Sicht könne man nicht einfach eine Schließung des Delfinarium in Duisburg anordnen, aber der Duisburger Zoo müsse endlich seine Zahlen (Anm.: medizinische Berichte etc.) auf den Tisch legen, wie bereits mehrfach gefordert. Am 17. Oktober 2014 findet die Hautpverhandlung über die Klage des Wal- und Delfinschutz-Forum gegen den Zoo Duisburg vor dem Verwaltungsgericht Düsseldorf statt, diese politisch geforderte Akteneinsicht zu gewähren. Frau Höhn geht davon aus, dass der aktuelle Antrag der NRW-Piratenpartei im Landtag, die Delfinhaltung zu beenden, keine Mehrheit finden wird. Der Prozess zur Delfinarienschließung brauche einen langen Atem. Dieser Prozess sei jetzt aber durch Johannes Remmel angestoßen worden. Am Ende würden Veränderungen allerdings im Wesentlichen von NGO's bzw. Tierschutzorganisationen bewirkt. Ohne diesen Druck würde sich in der Politik nichts bewegen, meint Bärbel Höhn.
- Streit im NRW-Landtag wegen Delfinhaltung
Delfinarien: Piraten stellen Verbotsantrag (WDR)Hier: Veröffentlichte Stellungnahmen anlässlich der Landtags-AnhörungHier: Video-Aufzeichnung der Experten-Anhörung
Hier: Wortprotokoll der NRW-Landtagsanhörung "Verbot der Haltung von Delphinen"
Pressemeldungen zum neuen Säugetiergutachten
09.05.2014 - Besseres Leben für Giraffe, Eisbär & Co (Thüringer Zeitung)06.05.2014 - Delfine gewöhnen sich ein (Bayerischer Rundfunk)06.05.2014 - Duisburger Delfinarium trennt Delfinfamilie (Hannover Zeitung)
Pressemeldungen zur NRW-Landtagsanhörung "Haltung von Delfinen beenden"
21.05.2014 - Tierschützer vor den Wahlen stinksauer auf Politik (Yahoo Nachrichten)07.05.2014 - Ministerium stellt neues Säugetiergutachten vor - Massive Kritik von Tierschutz-Organisationen (ots/newsaktuell)04.05.2014 - Einer flog übers Affenhaus - Psychopharmaka in Zoos - Duisburger Zoo-Chef widerspricht sich (Die Welt)02.05.2014 - "Klatsch, klatsch - hurra" schadet den Delfinen nicht - Tierschützer erwägen juristische Schritte (ots/dpa)29.04.2014 - Piraten fordern das Ende von Delfinarien in NRW (Die Welt)28.04.2014 - Tierschützer kritisieren Anhörung (Kölner Stadtanzeiger)28.04.2014 - Tierschützer klagen an - "Größter Delfinfriedhof Europas" in Duisburg (Focus)28.04.2014 - Experten-Anhörung im Landtag- Droht Delfin-Shows in Duisburg das Aus? (Bild)28.04.2014 - NRW-Landtagsanhörung zur Delfinhaltung – Eklat um SPD-Sachverständigen (02elf Abendblatt)25.04.2014 - Entscheidung zu Delfinhaltung in Duisburg kommt wohl erst im Herbst (DerWesten)
Entscheidung zu Delfin-Haltung in Duisburg kommt wohl erst im HerbstEntscheidung zu Delfin-Haltung in Duisburg kommt wohl erst im Herbst | WAZ.de - Lesen Sie mehr auf:http://www.derwesten.de/staedte/duisburg/entscheidung-zu-delfin-haltung-in-duisburg-kommt-wohl-erst-im-herbst-id9274344.html#plx127289622
25.04.2014 - Rot-grün soll endlich Farbe zur Delfinhaltung bekennen - Tierschützer drohen mit Wahl-Boykott-Aufruf (ots/newsaktuell)04.03.2014 - WDSF überreicht SPD-NRW 2.000 kritische Stimmen wegen Ablehnung von Delfinarien-Stopp (Facebook)19.02.2014 - Ministerpräsidentin Hannelore Kraft hat keine Zeit für Tierschützer – Streit im Landtag (Politik Express)14.02.2014 - Sturm der Entrüstung gegenüber NRW-SPD nach ablehnender Haltung zur Delfinarienschließung (Focus)
Hinweis:Während der NRW-Anhörung behauptete der Duisburger Zoo-Direktor Achim Winkler als Sachverständiger, dass in England sämtliche 30 Delfinarien aus Gründen der Unwirtschaftlichkeit geschlossen hätten. Diese Aussage ist falsch, wie nachfolgender Brief des "Houses of Commons Information Office (Informationsbüro des Unterhauses)" vom 28.04. bzw. 30.4.2014 beweist:
Dear Mr xxxxx I cannot confirm that UK dolphinarium were closed ‘only because of the inefficiency’. The recommendations relating to the keeping of cetaceans in zoos and aquaria were laid out in the department of environment report. This position remains, as in the most recent edition of the Secretary of State’s Standards of Modern Zoo Practice published in 2012. You will have to read the reports to find the recommendations and reasons. Kind Regards Rob House of Commons Information Office House of Commons London SW1A 0AAPhone: 020 7219 4272Email: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! Web: www.parliament.uk
Vorläufige Übersetzung eines ersten Schreibens vom 28.04.2014:Sehr geehrter Herr xxxxx
Vielen Dank fuer Ihre Anfrage.Das Informationsbuero des Unterhauses liefert Informationen ueber die Arbeit, die Mitgliedschaft und die Geschichte des Unterhauses.In 1985, nach erhoehten Besorgnissen von verschiedenen Tierschuetzern und Umweltschutz gruppen ueber die Pflege von Waltieren in Gross - Britannien , hat das damals genannte Amt fuer den Umweltschutz, jetzt ein Teil des DEFRA, die Biologinnen, Doktor Margaret Klinowska und Doktor Susan Brown beauftragt, die Haltungen von Tieren in Zoos und Aquriums zu erforschen und zu ueberpruefen.Ihr Bericht, der 1986 veroeffentlicht wurde, ist hier zu sehen:www.marineanimalwelfare.com/Steering.htmDer Bericht ordnete Empfehlungen an fuer das zukuenftige Wohlbefinden und normale Haltung fuer Waltiere in Gross - Britannien die 1993 realisiert worden ist. Das letzte Delphinarium schloss in Gross - Britannien 1993 bei dem die letzten 3 weiblichen Delfine in europaeischen Anlagen verlegt worden sind. Es hat seitdem keine gefangenen Delfine oder Wale in Gross - Britannien gegeben, gefolgt sind der Schliessung der letzten 3 Anlagen : Marineland ( Morecambe), Brighton Dolphinarium , Windsor Safari Park und Flamingoland ( Malton).Nach der Veroeffentlichung der neuen Richtlinien, wurden keine weiteren oeffentlichen Ergaenzungen oder Sanktionen zugefügt, aus Respekt für die Fürsorge von gefangen gehaltenden Waltieren in Gross - Britannien.Dies wurde in einer offiziellen Reaktion von dem Minister des Umweltschutz im Mai 2007 bestaetigt , in dem er sagte:" Zur Zeit gibt es keine gefangen gehaltene Waltiere in Gross -Britannien und es hat keine mehr gegeben seit Anfang 1990, ausser mit dem Zweck zur Rehabilitation. Obwohl es nicht verboten ist Waltiere in diesem Lande zu halten, das Zoo Gesetz 1981 bezweckt sicher zu stellen das, wenn es Waltiere geben sollte fuer die Zuschaustellung der Allgemeinheit , das dieses Unternehmen amtlich zugelassen werden muss und das es sehr strikte Massnahmen geben muss um die Tiere entsprechend zu behandeln mit Fürsorge ihrer Gesundheit und Wohlbefinden. Diese Norm ist angeordnet nach dem Masstab vom modernen Zoo im Bereich des Aussenministers und ist somit eine Ergaenzung des Gesetztes ueber die Gefangenschaft von Waltieren. Noch dazu sind alle Waltiere unter dem Tierschutz Pakt 2006. Wir haben daher keine Plaene ein Gesetz zu übertragen das untersagt Waltiere in der Gefangenschaft zu halten .Diese Position verbleibt somit mit der Folge, das hinsichtlich jeder zukuenftigen Darstellung von Waltieren in Gross Britannien folgendes gesagt werden kann:" Waltiere wurden seit Jahren schon nicht mehr in englischen Zoos oder Aquariums gehalten . Die Hauptreferenzen/Gründe sind Klinowska und Browns Berichte uber Dolphinarias".Auch wenn in Gross Britannien keine Waltiere ( Wale, Delfine und Schildkroeten) seit 1993 in Gefangenschaft gehalten worden sind , gibt es trotzdem kein Gesetz das dieses in Zukunft verhindert .Weitere Informationen ueber die Schliessungen von Dolphinarias in Gross - Britannien sind auf diesen Webseiten zu finden: ://www.marineanimalwelfare.com/.../UK%20Dolphinaria.htm...://www.marineconnection.org/.../captivity_captive_free.htmlIch hoffe Ihnen geholfen zu haben Mit besten GruessenRob
Ebenso ist die Aussage der deutschen Zoo-Direktoren mit Delfinarien in einem veröffentlichten Grundsatzpapier zum Film "Die Bucht" falsch, dass es noch nie Delfine aus Japan in Deutschland gegeben habe. In einem Bericht der Westfälischen Nachrichten vom 28.10.2009 werden die Zoo-Chefs zitiert: "Dabei, so das Papier, stamme kein einziges Tier in den Delfinarien der Europäischen Union aus Japan oder aus anderen vergleichbaren Delfintreibjagden."
Tatsächlich aber wurden im Neunkircher Zoo in den Jahren 1978/79 Delfine aus Japan gehalten:"Die ersten drei „Neunkircher“ Delfine starben durch Infektionen, Besitzer Frank kaufte drei neue – Olli, Taiji und Blecky. Stolze 3,10 Meter war der größte, soll, so Backes, angeblich der größte Delfin in der der Bundesrepublik gewesen sein. Jedes der Tiere, die aus Japan kamen, kostete inklusive Transport damals 60 000 Mark", schreiben sol.de-online am 21.04.2014 und die Saarbrücker Zeitung am 29.04.2014.Einer der Delfine wurde gar auf den Namen "Taiji" getauft und kam nach der Schließung des Delfinariums im Neunkircher Zoo letztendlich in das Delfinarium in Hassloch/HolidayPark, wo er am 14.5.1990 starb (Database: U.S. Marine Mammal Inventory).
- Sachverständige der NRW-Parteien bei der öffentlichen NRW-Landtags-Anhörung am 28. April 2014 zum Thema "Verbot der Haltung von Delphinen" aufgrund eines Antrags der Piratenpartei NRW:
SPD: - Achim Winkler (Vorstand Zoo Duisburg) - Wolfgang Rades (Vogelparkleiter im Vogelpark Herborn bis 2015 - seit 2015 zoologischer Direktor des Loro Parque (Teneriffa) Bündnis90/Die Grünen: - Karsten Brensing (WDC) - Dr. Christoph Maisack (Deutsche Juristische Gesellschaft für Tierschutz­recht) Piratenpartei: - Nicolas Entrup (Shifting Values e.U./Österreich) - Dr. Tanja Breinig (Meeresbiologin PETA Deutschland - People for the Ethical Treatment of Animals ) CDU: - Theo Pagel (Kölner Zoodirektor) - Katrin Baumgartner (Tierärztin Zoo Nürnberg) FDP: - Jörg Adler (Direktor Allwetterzoo Münster) - Vincent Janik (Scottish Ocean Institute) Da sich die SPD, die CDU und die FDP Sachverständiger "bedienen", die sich bisher schon eindeutig für eine Delfinhaltung ausgesprochen haben und die teilweise von Zoos bezahlt werden, liegt die Hoffnung nun ausschließlich auf Bündnis90/Die Grünen und den Piraten in der Landesregierung. Antrag der Piratenpartei NRW (Neufassung mit Unterstützung des Wal- und Delfinschutz-Forum WDSF): http://www.wdsf.eu/images/_wdsf_texte/Piraten.pdf Die betreffenden Parteien in NRW (und darüber hinaus) werden erheblichen politischen Schaden davon tragen, wenn sie dem Antrag der Piraten nicht zustimmen bzw. sich nicht dafür einsetzen, dass das letzte NRW-Delfinarium in Duisburg geschlossen wird. Ein Boykottaufruf für die Kommunalwahlen und die Europawahl am 25. Mai 2014 gegenüber den ablehnenden Parteien (voraussichtlich SPD, CDU und FDP) wird folgen. Der WDSF-Boykottaufruf zur Bundestagswahl 2013 gegenüber der FDP aufgrund ihrer Haltung zugunsten der Haltung von Delfinen in Gefangenschaft erreichte mehr als 1 Million Facebook-Nutzer, die erheblich dazu beigetragen haben, dass die FDP im Bundestag politisch abgestraft wurde und dem Deutschen Bundestag nicht mehr angehört.
- Delfinarien sind Auslaufmodelle (DerWesten) - Ermittlungsverfahren gegen Tierarzt Hartmann (vormals Duisburger Zoo)
WDSF/Hagen - April 2014 - Der für die Führung des Zuchtbuchs von Delfinen (Cetacea) innerhalb des Europäischen Erhaltungszuchtprogramm (EEP) mitverantwortliche Veterinär Cornils Erik van Elk hat selbst gegenüber der Bundesregierung bei der Bundestagsanhörung im Mai 2013 keine vollständige Einsichtnahme in die Zuchtbücher gewährt. Gegen einen weiteren Verantwortlichen des EEP, Veternär Manuel Garcia Hartmann, hat die Schweizer Staatsanwaltschaft im letzten Jahr wegen "mehrfacher fahrlässiger Tierquälerei" einen Strafbefehl erwirkt, weil zwei Delfine in seiner Verantwortung im Delfinarium des Connyland-Vergnügungsparks aufgrund einer Antibiotika-Vergiftung zu Tode kamen. "In Hartmann's Amtszeit (Anm.: im Duisburger Zoo) fällt auch der Verlust von drei jungen Delfinen, die nach ihrer Geburt durch eine Viruserkrankung dahingerafft wurden", so die Neue Ruhr-Zeitung/Neue Rhein-Zeitung. Darüber hinaus starb in seiner Amtszeit ein erwachsener Großer Tümmler und ein Flussdelfin in Duisburg. Inzwischen arbeitet Hartmann seit 2008 für das Marineland Delfinarium in Antibes/Frankreich. Dort starben seit 2009 drei Delfine lt. Ceta-Base. Im Tiergarten Nürnberg hat das Wal- und Delfinschutz-Forum (WDSF) nach einer fachbiologischen Analyse von mehr als 5.000 Seiten der tiermedizinischen Berichte dokumentiert, dass die Delfine fortlaufend mit hohen Dosierungen von Valium (Diazepam), Antibiotika und rund 30 weiteren Medikamenten behandelt wurden. Begründung der Medikamentengabe in den tiermed. Berichten: "Nervosität, Unruhe, schlechte Mitarbeit, schlechtes Fressverhalten, zur Beruhigung vor Untersuchungen und Transporten, Aggressionen und Streit, Nervosität wegen Baulärms und Unwohlsein." Valium weist nach einer Verabreichung von mehr als einer Woche ein hohes Suchtpotential auf und wird i.d.R. als chirurgisches Notfallmedikament eingesetzt Der Zoo Duisburg war bisher nicht bereit, Akteneinsicht in die tiermed. Berichte zu gewähren. In diesem Zusammenhang ist eine Klage des WDSF vor dem Verwaltungsgericht Düsseldorf anhängig. Es ist jedoch auch im Duisburger Delfinarium zu vermuten, dass die Delfine mit den genannten Medikamenten ebenfalls fortlaufend behandelt werden. Zum Thema von mdst. 60 Delfin-Todesfälle im Duisburger Zoo: Das Magazin der Spiegel hat in einem Bericht im Jahr 1997 insg. "47 verschlissene Delfine" dokumentiert. Das NRW-Umweltministerium hat dem WDSF im Jahr 2011 in den letzten 20 Jahren 15 verstorbene Delfine bestätigt, davon alleine neun Delfinbabys. Von 26 Delfingeburten haben lediglich sieben bis heute überlebt. Das Delfinarium im Duisburger Zoo dürfte somit mit über 60 verstorbenen Delfinen seit Bestehen der größte Delfinfriedhof Europas sein. Die Delfinarienbesitzer haben es bisher versäumt, Vorsorge für den verhaltensgerechten Verbleib der Delfine bei einer Schließung von Delfinarien zu treffen. Das EEP-Delfinarium in Harderwijk ist inzwischen nicht zuletzt aufgrund der Delfinarienschließung in Münster mit über 30 Delfinen völlig überfüllt. Es wäre angebracht, entsprechende Vorsorge auf einer gesetzlichen Grundlage zu schaffen und die Delfine, die i.d.R. nicht ausgewildert werden können, verhaltensgerecht unterzubringen, wie es bereits § 68 des Landschaftsgesetzes NW fordert. Das WDSF schlägt seit Jahren eine Verbringung der Delfine bei Schließung von Delfinarien in einer menschenbetreuten Meereslagune vor, wobei die Delfine keiner kommerziellen Nutzung unterliegen dürfen. Ebenso besteht die sinnvolle Forderung nach einem Nachzuchtverbot, zumal die Population des Großen Tümmler nicht gefährdet ist. Der Bildungsauftrag der beiden deutschen Zoos mit Delfinarien in Nürnberg und Duisburg gilt als nicht erfüllt, zumal der Schwerpunkt der Delfinpräsentation auf Show ausgelegt ist. Warum muss im Duisburger Delfinarium bei fast jeder Vorstellung ein Kleinkind in einem von einem Delfin gezogenen Boot mit hoher Geschwindigkeit durch das Becken gezerrt werden? Warum dürfen die Delfine anschließend, mit einem gewissen Übertragungsrisiko von Bakterien, von diesen Kleinkindern betatscht werden? Aufgrund der katastrophalen finanziellen Situation der Zoo Duisburg AG ist der Zoo faktisch pleite. Jetzt musste die alljährliche (!) Subvention der Stadt Duisburg von bisher schon alljährlich 2,2 Mill. Euro auf rund 3,8 Mill. Euro für 2013 angehoben werden, nachdem die RWE-Bezuschussung von jährlich 1 Mill. Euro seit 2013 entfallen ist und der Zoo mehr als 100.000 Besucher verloren hat. Das wird sich in den Folgejahren nicht ändern, obgleich die Stadt Duisburg mit ihrer immensen Verschuldung unter Haushaltsaufsicht steht. Warum bezieht der Zoo-Direktor Achim Winkler (lt. Bilanz 2012) ein alljährliches Bruttogehalt von 147.082 Euro (2012) bei einer Pensionsrückstellung von weiteren 509.406 Euro (Stand 31.12.2012)? Stände es nicht auch in der Verantwortung des Aufsichtsrats der Zoo Duisburg AG, diese finanzielle Katastrophe zu stoppen? Es darf bezweifelt werden, dass die Bezuschussung durch die Stadt Duisburg dem EU-Recht entspricht. Auch den Bürgern der Stadt Duisburg ist kaum noch zuzumuten, einen Zoo, der auch der umliegenden Konkurrenz nichts mehr entgegen zu setzen hat, weiterhin über die kommunalen Abgaben mitzufinanzieren. Daten zum Delfinarium Duisburg finden sich auf der WDSF-Homepage: http://www.wdsf.eu/index.../delfinarien/delfinarium-duisburg
- WDSF kündigt Wahlboykott der SPD zu Europa- und Kommunalwahlen an
WDSF - 04.03.2014 - WDSF überreicht SPD-NRW 2.000 kritische Facebook-Stimmen gegen SPD-Ablehnung von Delfinarien-Stopp (Facebook)Das WDSF hat dem tierschutzpolitischem Sprecher der SPD-NRW, Frank Börner MdL, am 04. März 2014 im Anschluss an ein kontroverses, aber auch weitgehend konstruktives, Gespräch die auf der Facebook-Seite der SPD-NRW rund 2.000 kritischen Stimmen zur Ablehnung der Beendigung der Delfinhaltung im NRW-Landtag übergeben.
Leider besteht mit der SPD (noch) kein Konsens über das Ende des Duisburger Delfinariums. Wir sind uns allerdings sicher, dass wir gemeinsam mit über einer Million in Vereinen und Verbänden organisierten Tierschützern und weiteren von Millionen Tierfreunden in Deutschland nach jahrelanger Vorarbeit die Beendigung der Delfinhaltung herbeiführen werden. Dies ist aufgrund der sehr kritischen öffentlichen Meinung zum Thema nur noch eine Frage der Zeit. Selbst eine Handvoll lobbyistischer (Un-)Sachverständiger wird an diesem Ziel nichts ändern können.Wir haben die SPD-NRW darauf aufmerksam gemacht, dass wir bei Beibehaltung der ablehnenden Haltung, die Delfinhaltung zu beenden, zur Kommunal- und Europawahl am 25. Mai 2014 zum Wahlboykott der SPD aufrufen werden, zumal die SPD bereits bei der gleichlautenden Bundestagsanhörung im Mai 2013 eine ablehnende Haltung dokumentiert hat. Die FDP, die den Bundestagsantrag von Bündnis90/Die Grünen, die Delfinhaltung zu beenden, ebenfalls abgelehnt hatte, wurde nach einem entsprechenden Boykott-Aufruf zur Bundestagswahl bereits politisch abgestraft. Ein vorausgegangenes Gespräch am 04. März im NRW-Umweltministerium mit Herrn Staatssekretär Knitsch (Bündnis90/Die Grünen) und mehreren Bereichsleitern verdeutlichte die erforderliche Überprüfung des Delfinariums im Zoo Duisburg aufgrund vom WDSF dargestellter Mängel. Die anwesende Bereichs-Leiterin der zuständigen Fachaufsichtsbehörde (LANUV), Dr. Marita Langewische, wurde noch während des Gesprächs vom Ministerium mit der Überprüfung beauftragt. Das WDSF konnte allerdings auch nachweisen, dass Langewische mit Delfinarienbefürwortern sympathisiert.
Sehr geehrter Herr Börner, wie uns die Bezirkregierung mitteilt, hat die Stadt Duisburg bereits eine Verpflichtung, die städtischen Zuschüsse jährlich zu reduzieren ("ab 2013 um 50.000 jährlich - ansteigend auf 200.000 € p.a. ab 2018 ff."). Hier handelt es sich um die Konsolidierungsmaßnahme mit der Ziffer 7-000025, Herr Börner. Sollte diese Maßnahme seitens der Stadt Duisburg nicht wie geplant umgesetzt werden können, hat der Rat der Stadt Duisburg im Rahmen der Haushaltsfortschreibung eine oder mehrere Kompensationsmaßnahmen zu beschließen. Da die Maßnahme bereits für 2013 nicht wie geplant vollzogen wurde, weil statt 2,2 Mio. p.a. für 2013 insg. rund 3,7 Mio. Zuschuss aufgrund eines erneuten Besucherrückgangs erforderlich war, ist die Bezirksregierung im Rahmen eines verpflichtenden Haushaltscontrolling darüber zu unterrichten. Das Wal- und Delfinschutz-Forum (WDSF) wird überprüfen, ob dies geschehen ist und Akteneinsicht nehmen.Es sollte dem Rat der Stadt Duisburg auch bekannt sein, dass Freizeiteinrichtungen wie Zoos "freiwillige Leistungen" darstellen, deren Umfang bei den Kommunen auf ein Minimum zu reduzieren ist. Eine Ausweitung des bestehenden städtischen Zuschusses ist ebenso mit der Bezirksregierung abzustimmen. Hier werden wir dienstaufsichtlich prüfen lassen, ob dies geschen ist.Im Hinblick auf die bereits beschlossenen Maßnahmen der "konsequenten Haushaltsdisziplin und Haushaltskonsolidierung", die ganz offensichlich nicht eingehalten werden, empfehlen wir als WDSF dringend die kostenintensive Delfinhaltung im Zoo Duisburg aufzugeben. Das jährliche Gehalt des Zoo-Vorstands Achim Winkler von über 140.000 € und die ihm bewilligte Pensionszusage von über 500.000 € wäre u.E. in die Konsolidierungsmaßnahmen einzubeziehen. Darüber hinaus besteht ein umfangreicher Instandhaltungsbedarf, der z.Zt. aufgrund der desolaten finanziellen Lage der Zoo Duisburg AG nicht erfüllt wird.Eine Schwalbe macht noch keinen Sommer und ein Besucherandrang an einem schönen Wochenende noch keine Rettung des Zoos. Der Rat der Stadt Duisburg steht in der Verantwortung, eine weitere Verschuldung des Zoos zu vermeiden. Wir werden dies intensiv begleiten.Mit freundlichen GrüßenJürgen Ortmüller Geschäftsführer des Wal- und Delfinschutz-Forum www.wdsf.de
- 11.02.2014 - Delfinarien: Piraten stellen Verbotsantrag (WDR)
(WDSF 06.01.2014) In einem persönlichen Gespräch im NRW-Landtag in Düsseldorf zwischen der stellv. Fraktionsvorsitzenden der NRW-Piraten Simone Brand, dem politischen Geschäftsführer der Piratenpartei NRW, Jens Ballerstädt-Koch, und WDSF-Geschäftsführer Jürgen Ortmüller wurde vereinbart, den bisherigen Antrag der Piraten zum "Verbot der Haltung von Delphinen" auszuweiten und zu konkretisieren. Die Piraten bekräftigten ihre Forderung, die Delfinhaltung zu verbieten und übergangsweise die verhaltensgerechte Ausgestaltung des Duisburger Delfinariums zu realisieren. Nach der Schließung des Delfinariums sollen die Meeressäuger in einer menschenbetreuten Meeresbucht auf Kosten der Delfin-Besitzer untergebracht werden. Weiterhin soll Tierschutzorganisationen wie dem WDSF die uneingeschränkte Akteneinsicht in die tiermedizinischen Berichte gewährt werden, weil auch für Duisburg vermutet wird, dass die Delfine ebenso wie in Nürnberg fortlaufend mit Psychopharmaka und Antibiotika behandelt werden. Die katastrophale finanzielle Situation des Zoo Duisburg soll Inhalt einer weiteren Kleinen Anfrage im NRW-Landtag durch die Piraten werden, um im Fall einer Insolvenz des Zoos das Überleben der vorhandenen Tiere bei gleichzeitigem sofortigen Stopp von Neuzugängen und Nachzuchten zu gewährleisten. Das WDSF fordert weiter, die Zoos in eine Pflegestation für kranke und verletzte Tiere bedrohter Arten umzufunktionieren, um diese dann nach Genesung, soweit möglich, auszuwildern. Gegenüber dem Landtagsabgeordneten der Grünen NRW Fraktion, Sebastian Abel, äußerte das WDSF in einem weiteren gestrigen Gespräch die Hoffnung, dass der Antrag der Piraten nicht am Fraktionszwang der Grünen scheitert und diese in der Plenumssitzung ab 19. Februar 2014 einer mit dem WDSF abgestimmten Neuformulierung des Antrags der Piraten zustimmen. Das WDSF wird ebenfalls die SPD auffordern, dem für den Tierschutz wichtigen Antrag zu folgen. WDSF-Geschäftsführer Jürgen Ortmüller: "Das Land Nordrhein-Westfalen muss mit der von SPD und Grünen geführten Landesregierung delfin- und tierschutzfreundlich werden, um auch Vorbild für die bisher im nationalen Delfinschutz untätige Bundesregierung mit CDU/CSU und SPD zu werden. Tierschützer haben bei der letzten Bundestagswahl bereits die FDP abgestraft, die sich zusammen mit CDU/CSU im Mai 2013 im Bundestag für die weitere Gefangenschaft von Delfinen in Delfinarien ausgesprochen hatte. Der Wahlboykott-Aufruf durch das WDSF gegenüber der FDP, der von Sea Shepherd-Gründer Paul Watson positiv kommentiert wurde, erreichte im September 2013 mehr als 1 Million Facebook-Nutzer. Alle Parteien in den Ländern und dem Bund sollten sich gut überlegen, ob sie der Delfinarienlobby weiterhin nach dem Mund reden wollen. Tierschützer haben sich nicht nur zu einer ernstzunehmenden Gemeinschaft, sondern zu einer Bewegung entwickelt, die nicht mehr zu stoppen ist."
Bisheriger Antrag der Piraten Partei NRW "Verbot der Haltung von Delphinen"Überarbeiteter Änderungsantrag in Kooperation mit dem WDSF "Verbot der Haltung von Delphinen"
- Öffentliche Anhörung zum Bundestagsantrag von Bündnis90/Die Grünen "Haltung von Delfinen beenden" am 15.05.2013
hier: Antwort der Bundesregierung zur Anfrage der Grünen zum Thema Delfintherapie Untenstehend (nach dem Beitrag "Streit um 16 Delfine in deutschen Zoos") veröffentlichen wir anlässlich der Bundestagswahl am 22. September 2013 eine WDSF-Wahlempfehlung und Stellungnahmen der Parteien und von Politikern zum Thema der umstrittenen Delfinhaltung in Deutschland. Streit um 16 Delfine in deutschen Zoos im Bundestag(Bundestagsbericht)
Öffentliche Meinung uninteressant für CDU/CSU und FDP WDSF beanstandet Verstoß gegen das Tierschutzgesetz
Mehr als eine Million organisierter Tierschützer und Millionen von Tierfreunden stehen damit hinter der Forderung, die Delfinhaltung zu beenden. Die Regierungsparteien von CDU/CSU und FDP sowie die SPD ignorieren die Stimmen aus der Bevölkerung und berufen sich auf Sachverständige der Zoo-Lobby. Das WDSF wird speziell zur Bundestagswahl über soziale Netzwerke, mit Medienmitteilungen und Kampagnen auf die Ignoranz der betreffenden Parteien und Bundestagsabgeordneten zum Tierschutz für die intelligenten Meeressäuger hinweisen, zumal der Tierschutz seit 2002 im Grundgesetz als Staatziel aufgenommen wurde. In der Woche ab dem 10.06.2013 will der Ausschuss für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz seine Beschlussempfehlung bekannt geben. Das Ergebnis stand allerdings aufgrund der bereits am 16.05.2013 veröffentlichten Pressemitteilungen der Mehrheitsparteien CDU/CSU und FDP und der abgegebenen Stimmen zum 05.06. aller Parteien bereits fest. Der Antrag wurde im Deutschen Bundestag am 28.06.2013 mit den Stimmen von CDU/CSU und FDP abgelehnt. Die SPD enhielt sich, Grüne und Linke stimmten dafür.
- Die SPD enthält sich (nicht wählbar) - Bündnis90/Die Grünen und Die Linke stimmen gegen eine Delfinhaltung (wählbar) Undine Kurth (Bündnis90/Die Grünen) in einer Pressemitteilung vom 05.06.2013: "Tierquälerei in deutschen Delfinarien geht weiter. Schwarz-Gelb lehnt Ende der Delfinhaltung ab. BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN werden in der kommenden Legislaturperiode einen neuen Anlauf unternehmen, in Deutschland die tierquälerische Haltung von Delfinen zu beenden." Pressemitteilungen der Bundestagsparteien zur Anhörung des Antrags von Bündnis90/Die Grünen "Haltung von Delfinen beenden"
Das Gutachten von Priv.-Doz. Dr. Schulze war die einzige unabhängige wissenschaftliche Grundlage des Bundestagsantrags die "Haltung von Delfinen beenden". Sämtliche der nachfolgenden für die Bundestagsanhörung bestellten Pro-Delfinarien-Gutachter durch die jeweiligen Bundestagsparteien CDU/CSU, FDP und SPD werden entweder von den Zoos als Mitarbeiter bezahlt und/oder "forschen" in einem direkten bzw. mittelbaren Zusammenhang auch für die Zoos.
Das WDSF bemängelt bei der Delfinhaltung einen eindeutigen Verstoß gegen § 2 Nr. 2 TierSchG. Dementsprechend hat, "wer ein Tier hält, betreut oder zu betreuen hat, die Möglichkeit des Tieres zu artgemäßer Bewegung nicht so einzuschränken, dass ihm Schmerzen oder vermeidbare Leiden oder Schäden zugefügt werden." WDSF-Geschäftsführer Jürgen Ortmüller: "Die außergewöhnlich hohe Todesrate und die Jungsterblichkeitsrate (insg. 35 Delfine in Nürnberg und über 60 Meeressäuger in Duisburg) und die fortlaufende Behandlung mit Psychopharmaka, Antibiotika und über 30 anderen nachgewiesenen Medikamenten lässt darauf schließen, dass die Delfine unter Stress und akutem Bewegungsmangel leiden. Damit liegt ein Verstoß gegen das Tierschutzgesetz vor. Es ist Aufgabe der Tierschutzbeauftragten der Bundestagsfraktionen, die u.a. auch Ausschussmitglieder des Bundestagsausschusses für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz sind, gegen diese Verstöße unter Hinzuziehung der Staatsanwaltschaft einzuschreiten, zumal es sich um Straftaten handelt, die nach § 17 TierSchG mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder mit Geldstrafe bestraft werden."
- Sachverständige der Bundestagsanhörung "Delfinhaltung beenden"
Der Sachverständige Dr. Dag Encke ist ltd. Direktor des Tiergarten Nürnberg. Er promovierte über die speziellen Stoffwechselvorgänge, mit denen sich Zwerghamster in der Dsungarei dem harten Winter in der Steppe anpassen. Über Delfine gibt es es keine wissenschaftlichen Veröffentlichungen von Encke. In seiner Stellungnahme schreibt Encke uninformiert und unsachlich: "Bei der Stellungnahme des Privatdozenten Dr. Christian Schulze handelt es sich nicht um wissenschaftliche Erkenntnisse, sondern um eine singuläre Meinungsäußerung eines offensichtlichen Laien im Tierschutz und der Tierhaltung." Encke bestätigt in seiner Stellungnahme, dass im Duisburger Zoo von 26 Delfingeburten z.Zt. nur sieben überlebt haben. Dabei verschweigt Encke, dass der langjährige Direktor des Duisburger Zoos, Wolfgang Gewalt, im Laufe seiner Dienstzeit bis 1993 2 Sotalias, 3 Weißwale, mindestens 5 Schweinswale, 33 Tümmler, 5 Amazonasfluß-Delphine und 17 Commerson-Delphine importiert hat (also insgesamt 65 Cetacea, s. SPIEGEL aus 1997). Von diesen Importen leben heute nur noch 2 Große Tümmler und 1 Amazonas-Flussdelfin im Duisburger Zoo. Für den Tiergarten Nürnberg gibt Encke 26 verstorbene Große Tümmler (davon 16 Kälber) in seinem Bericht an. Laut Taxon-Report, den das WDSF in Nürnberg eingesehen hat, starben jedoch insgesamt 35 Delfine des Nürnberger Tiergartens zzgl. drei Nachzuchten von transferierten bzw. ausgeliehenen Delfinmüttern im Delfinarium Harderwijk. Andererseits bestätigt Encke, dass aufgrund der vorhandenen Population in Gefangenschaft in den nächsten 100 Jahren keine weiteren Importe aus Wildfängen erforderlich seien.
Eine unsachliche Retourkutsche des u.E. befangenen Berufspsychologen Prof. Onur Güntürkün verbreitete der Tiergarten Nürnberg gegen das delfinhaltungskritische wissenschaftliche Gutachten von Priv.-Doz. Dr. Christian Schulze (beide Ruhr-Universität Bochum).Der Tiergarten Nürnberg veröffentlicht auf seiner Homepage eine weitere "wissenschaftliche" Stellungnahme des türkischen Prof. Onur Güntürkün (Ruhr-Universität Bochum) zu dem Bundestagsantrag der Grünen (Haltung von Delfinen beenden), mit der sich dieser für die Fortführung der Delfinhaltung ausspricht. In seiner Stellungnahme greift Prof. Güntürkün seinen Fakultätskollegen Priv.-Doz. Dr. Christian Schulze (ebenfalls Ruhr-Universität Bochum) für seine fachliche wissenschaftliche Stellungnahme zur Delfinhaltung scharf an und argumentiert völlig unsachlich zum Thema. Die Stellungnahme von Prof. Güntürkün wurde vom Bundestagsausschuss nicht veröffentlicht. Güntürkün ist für den Fakultätsbereich Biopsychologie der Ruhr-Universität tätig. Seine Forschungsschwerpunkte liegen in der Funktion des Denkens, wie er selbst schreibt. Aus seiner beruflichen Vita ergibt sich, dass von Güntürkün keine fachspezifischen Veröffentlichungen über die Delfinhaltung verfügbar sind und er sich nicht schwerpunktmäßig damit befasst hat.
- Pressemitteilung des NRW-Landtagsabgeordneten Martin Sebastian Abel
(Sprecher für Tierschutz im Landtag NRW Bündnis90/De Grünen)
Anm.: Die NRW-Grünen stimmten nur ein Jahr später (2014) gegen den Antrag der Piraten "Verbot der Haltung von Delphinen"
Text: der Pressemitteilung: Delfinarium in Duisburg nicht artgerecht – Zoo muss Konsequenzen ziehen v.lks.: Jürgen Ortmüller (WDSF), Oscar- und Bambi-Preiträger Richard O'Barry (WDSF/EII), A. Morlok (ProWal)
- Veröffentlichungen zum Bundestagsantrag der Grünen "Delfinhaltung beenden"
10.06.2013 - Wer Tiere liebt, muss kompromisslos sein (Westd. Ztg.)10.06.2013 - Schwarz-Gelb stoppt Verbot von Delfinarien (Westd. Ztg.)07.06.2013 - Duisburg ist, wo die Delfine sterben (Stud. Zeitung)05.06.2013 - Keine negative Auswirkung für den Zoo Münster nach Delfinarienschließung (Westf. Nachrichten)05.06.2013 - Zoo Duisburg darf weiter Delfine halten – Bundestag lehnt Verbot ab (DerWesten)05.06.2013 - Tierquälerei in deutschen Delfinarien geht weiter. Schwarz-Gelb lehnt Ende der Delfinhaltung ab (Bündnis90/Die Grünen)21.05.2013 - Zoos wollen Delfine halten (Das Parlament)20.05.2013 - Grüne fordern Verbot der Delfinhaltung (RTL)16.05.2013 - Delfine im Zoo - Bald Vergangenheit auch im Zoo Duisburg? (WDR-Fernsehen)16.05.2013 - Tierschutzbund kritisiert Delfinarien (RP online)16.05.2013 - Die Linke im Bundestag fordert Importstopp für Delfine (scharf links)16.05.2013 - Duisburger Delfine schwimmen ins Ungewisse - (DerWesten)16.05.2013 - Psychopharmaka und enge Becken - (TAZ)16.05.2013 - Warum Duisburgs Delfinarium umstritten ist - (Rheinische Post)16.05.2013 - Delfinhaltung in Deutschland erfolgt unter höchsten Tierschutzstandards (FDP)16.05.2013 - CDU/CSU weiterhin für die Gefangenschaft von Delfinen (CDU/CSU-Bundestagsfraktion)16.05.2013 - Müssen die Delfine Moby & Co. wirklich sterben? (Die Welt)16.05.2013 - Zoo-Chef: 19 tote Delfine in Duisburg - (Rheinische Post)16.05.2013 - Verzicht auf Delfine im Zoo - ein Signal - (Rheinische Post)15.05.2013 - Zoodirektor nennt Bundestag Zahl der toten Tümmler in Duisburg (WAZ)15.05.2013 - Wut auf „Anti-Flipper“-Antrag der Grünen - (Bild-Zeitung)15.05.2013 - Umfrage Delfinhaltung - Was sagen Sie zu dem Antrag der Grünen - (Bild-Zeitung)15.05.2013 - Delfinhaltung auf dem Prüfstand - (Mittelbayerische)15.05.3013 - Antrag gegen Delfinhaltung - Auch Delfinlagune in Nürnberg betroffen (Franken.de)15.05.2013 - Delfinarien beschäftigen auch den Bundestag - (Norbayern.de)15.05.2013 - Delfine im Zoo (WDR-Fernsehen)11.05.2013 - "Haltung von Delfinen beenden" - Öffentliche Anhörung Deutscher Bundestag 15.05.201311.05.2013 - Stellungnahme des WDSF zum Bundestagsantrag "Haltung von Delfinen beenden" - Bundestag11.05.2013 - Stellungnahmen des Tiergarten Nürnberg und anderer Sachverständiger - Deutscher Bundestag22.03.2013 - Duisburg: SPD spricht sich für Erhalt des Delfinariums aus (RP-online)15.03.2013 - Umstrittene Delfinhaltung - Grüne fordern Abschaffung der Delfinarien (WDR-Fernsehen)15.03.2013 - Umstritten: Delfinhaltung im Duisburger Zoo (Textbeitrag WDR-Fernsehen)15.03.2013 - Duisburg: Grüne wollen Delfinhaltung im Zoo verbieten (RP-online)15.03.2013 - Grüne wollen Delfin-Haltung verbieten – Zoo fürchtet "verdeckte Schließung" (DerWesten)14.03.2013 - Bundestag: Grüne fordern Ende der Delfinhaltung in Deutschland (Bündnis90/Die Grünen)14.03.2013 - Delfinhaltung in Deutschland beenden (Undine Kurth MdB - Bündnis90/Die Grünen)27.02.2013 - Grüne fordern Ende der Delfinhaltung in Deutschland (Beate Walter-Rosenheimer-Die Grünen)
26.03.2011 - Tierschützer rufen zum Boykott von CDU/CSU und FDP bei Landtagswahlen auf08.03.2010 - Bärbel Höhn: "Delfinarien schließen"09.07.2010 - Umstrittene Delfinhaltung in Nürnberg - Offener Antwortbrief von Undine Kurth MdB - Bündnis90/Die Grünen31.12.2008 - Bundes-SPD lehnt Delfintherapie ab, will aber keinem ausnahmslosen Importverbot für Delfine zustimmen - WDSF-Wahlempfehlung zur Bundestagswahl 2013
23.09.2013 - Tierfreunde und Umweltschützer froh über FDP-Absturz (ots/dpa)17.09.2013 -Tierschützer „stinksauer auf Leutheusser-Schnarrenberger und die FDP“ - FDP-Boykottaufruf zur Bundestagswahl (Focus online)
Die Parteien wurden vom WDSF bereits im Jahr 2010 um Stellungnahme zum Fortbestand der beiden Delfinarien Duisburg und Nürnberg gebeten (Münster wurde nach WDSF-Intervention Anfang 2013 geschlossen). Eine weitere Anfrage erfolgte direkt an die tierschutzpolitischen Sprecher der Parteien (Antworten s.u.). CDU und FDP bezogen dem WDSF gegenüber keine Stellung! (s.a. Politik 2010: http://www.walschutzaktionen.de/815201.html ). Im Rahmen einer öffentlichen Bundestags-Anhörung am 15. Mai 2013 zum Thema Delfinimportverbot und "Delfinarienhaltung beenden", sprachen sich CDU/CSU, FDP und SPD weiterhin für die Gefangenschaftshaltung von Delfinen und gegen ein Delfinimportverbot aus.
FDP - disqualifiziert! (Anm.: Nach der Bundestagswahl aus dem Deutschen Bundestag ausgeschieden) !!!24.09.2013 - Wahldebakel: FDP scheitert (auch) an Hagener Delfinfreunden (business-on.de)
ÖDP - Qualifiziert (Stellungnahme) - Anm.: Nach der Bundestagswahl 2013 wie bisher nicht im Deutschen Bundestag vertretenPiratenpartei - Teilqualifiziert Der Delfin- bzw. Tierschutz wurde im Wahlprogramm auf Bundestagsebene noch nicht ausführlich thematisiert. In der nachfolgenden Grafik gibt es etliche Einschränkungen. Anm.: Nach der Bundestagswahl 2013 wie bisher nicht im Deutschen Bundestag vertreten. (Nachtrag: Auf NRW-Ebene erfolgt im Jahr 2014 ein Antrag im NRW-Landtag, die Delfinhaltung zu verbieten).Alternative für Deutschland (AfD) - Teilqualifiziert Der Delfin- bzw Tierschutz wurde noch nicht im Wahlprogramm ausführlich thematisiert. Anm.: Als im Jahr 2013 neu gegründete Partei mit knappem Wahlergebnis (4,7%) nach der Bundestagswahl 2013 nicht im Deutschen Bundestag vertreten
Die Violetten - Teilqualifiziert Der Delfin- bzw Tierschutz wurde noch nicht im Wahlprogramm ausführlich thematisiert.Anm.: Nach der Bundestagswahl 2013 wie bisher nicht im Deutschen Bundestag vertreten
- Stellungnahme von Johannes Remmel (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN NRW) vom 20.04.2010 nach einem persönlichen Gespräch mit dem WDSF-Geschäftsführer
Radio58 - Gleich mehrfach bewegend Delfinarien in Deutschland sollen durch fraktionsübergreifende Anträge gestoppt werden 25.01.2010 - Das Leiden von Flippers Artgenossen (DerWesten zur Veranstaltung in Bergisch Gladbach)
- DIE LINKE in NRW zur Haltung von Delfinen in Gefangenschaft
(01.04.2010) Wir freuen uns über die Oscar-Verleihung an den Film "Die Bucht", wodurch die Diskussion um den Schutz der Delfine wieder stärker in den Fokus der Öffentlichkeit gerückt ist.
Pamela StrutzWahlquartier NRWStrategie & ÖffentlichkeitsarbeitKortumstr. 106 - 10844787 Bochum0234/41 74 79 15 Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!">Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
- Mensch Umwelt Tierschutz - Die Tierschutzpartei NRW
Monika ThauMensch Umwelt Tierschutz-Die Tierschutzpartei-
- Stellungnahme der SPD-Fraktion NRW an das WDSF-Kuratorium
Mit freundlichen GrüßenSvenja Schulze
- Fachgespräch über die Delfintherapie im Bundestagsbereich mit Richard O'Barry im Jahr 2007
- Offener Brief des WDSF an Bundeskanzlerin Angelika Merkel (CDU), Herrn Walter Steinmeier (SPD) und Herrn Guido Westerwlle (FDP)
- Parteien äußern sich zum Delfinschutz
17.07.2009 - Die Linke begrüßt Protest gegen Delfinarium Münster 13.05.2009 - Antrag der Grünen-Bundestagsfraktion an den Deutschen Bundestag “Die Gefangenschaft von Delfinen unverzüglich beenden“
WDSF-Aktuell : Demonstration vor dem Duisburger Zoo mit TV-Beitrag	AIDA und HapagLloyd boykottieren weiterhin Walfangland Färöer - TUI Cruises „uneinsichtig“	Tierschützer in Hagen: Zoos sind Auslaufmodelle Mario Barth deckt auf - Tiergarten Nürnberg	Tiergartendirektor Encke raucht im Rauchverbotsbereich der Delfinlagune	Go to Top

References: § 20
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 § 2
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