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Timestamp: 2020-02-29 01:56:01+00:00

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BFH, 18.04.2012 - II R 51/11 - dejure.org
BFH, 18.04.2012 - II R 51/11
https://dejure.org/2012,15264
BFH, 18.04.2012 - II R 51/11 (https://dejure.org/2012,15264)
BFH, Entscheidung vom 18.04.2012 - II R 51/11 (https://dejure.org/2012,15264)
BFH, Entscheidung vom 18. April 2012 - II R 51/11 (https://dejure.org/2012,15264)
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Anwendung des § 16 Abs. 2 GrEStG bei Erwerbsvorgängen i. S. des § 1 Abs. 2a GrEStG - Änderung des Gesellschafterbestands - Teilweise Rückübertragung - Anzeige eines Erwerbsvorgangs nach § 1 Abs. 2a GrEStG
Anwendung des § 16 Abs. 2 GrEStG bei Erwerbsvorgängen i.S. des § 1 Abs. 2a GrEStG; Änderung des Gesellschafterbestands; Teilweise Rückübertragung; Anzeige eines Erwerbsvorgangs nach § 1 Abs. 2a GrEStG
Anwendung des § 16 Abs. 2 GrEStG bei Erwerbsvorgängen i.S. des § 1 Abs. 2a GrEStG - Änderung des Gesellschafterbestands - Teilweise Rückübertragung - Anzeige eines Erwerbsvorgangs nach § 1 Abs. 2a GrEStG
§ 1 Abs 2a GrEStG 1997 vom 20.12.2001, § 16 Abs 2 GrEStG 1997, § 16 Abs 5 GrEStG 1997, § 18 GrEStG 1997, § 19 GrEStG 1997
GrEStG §§ 1, 16, 18, 19
Rückgängigmachung eines Erwerbsvorgangs nach § 1 Abs. 2a GrEStG
GrESt-Festsetzung bei Rückübertragung von Anteilen am Gesellschaftsvermögen auf den "alten" Gesellschafter
GrEStG § 1 Abs. 2 Buchst. a); GrEStG § 16 Abs. 2
Anwendung des § 16 Abs. 2 GrEStG bei Erwerbsvorgängen i.S. des § 1 Abs. 2a GrEStG
Gesellschafterwechsel und die Anzeige des Erwerbsvorgangs nach dem GrEStG
Erwerbsvorgänge i. S. d. § 1 Abs. 2a GrEStG
Teilrückabwicklung einer Kommanditanteilsübertragung
Grunderwerbsteuer bei Rückübertragung von Gesellschaftsanteilen
deloitte.com , S. 3 (Kurzinformation)
Anwendung des § 16 Abs. 2 GrEStG bei teilweiser Rückgängigmachung von Erwerbsvorgängen i.S.d. § 1 Abs. 2a GrEStG
Grunderwerbsteuer bei teilweisem Rückerwerb eines Kommanditanteils
Rückgängigmachung von Gesellschafterwechseln
Änderungen im Grunderwerbsteuerrecht
Kurznachricht zu "Wegfall der Grunderwerbsteuer - Voraussetzungen für die Rückgängigmachung von Erwerbsvorgängen" von RA/StB/FASteuerR Hans-Christoph Graessner und Dipl.-Jurist Francis B. El Mourabit, original erschienen in: NWB 2012, 3012 - 3017.
Kurznachricht zu "Anmerkung zum Urteil des BFH vom 18.04.2012, Az.: II R 51/11 (Anwendung des § 16 Abs. 2 GrEStG bei Erwerbsvorgängen i.S.d. § 1 Abs. 2a Gr EStG)" von RA/StB Michael Adolf, original erschienen in: GmbHR 2012, 922 - 928.
Kurznachricht zu "Anmerkung zum Urteil des BFH vom 18.04.2012, Az.: II R 51/11 (GrESt-Festsetzung bei Rückübertragung von Anteilen am Gesellschaftsvermögen auf den "alten" Gesellschafter" von RA/FASteuerR/StB Dr. Stefan Behrens, original erschienen in: BB 2012, 2096 - 2100.
FG Nürnberg, 18.08.2011 - 4 K 1837/10
BFHE 236, 569
BB 2012, 2096
DB 2012, 1907
BStBl II 2013, 830
NZG 2012, 1440
Die Änderung des Gesellschafterbestandes nach § 1 Abs. 2a Satz 1 GrEStG kann in einem einzelnen Rechtsvorgang oder in Teilakten über einen Zeitraum von längstens fünf Jahren erfolgen (Urteile des Bundesfinanzhofs --BFH-- vom 18. April 2012 II R 51/11, BFHE 236, 569, BStBl II 2013, 830, und vom 16. Mai 2013 II R 3/11, BFHE 242, 169, BStBl II 2013, 963).
BFH, 20.01.2015 - II R 8/13
Soweit eine Anzeigepflicht sowohl nach § 18 GrEStG als auch nach § 19 GrEStG besteht, ist den Zwecken des § 16 Abs. 5 GrEStG schon dann genügt, wenn nur einer der Anzeigeverpflichteten seiner Anzeigepflicht ordnungsgemäß nachkommt (BFH-Urteil vom 18. April 2012 II R 51/11, BFHE 236, 569, BStBl II 2013, 830, Rz 24).
Dazu muss die Anzeige die einwandfreie Identifizierung von Veräußerer, Erwerber und Urkundsperson (§ 20 Abs. 1 Nr. 1 und Nr. 6 GrEStG) sowie der grundbesitzenden Gesellschaft (§ 20 Abs. 2 GrEStG) ermöglichen; ferner müssen der Anzeige in der Regel die in § 18 Abs. 1 Satz 2 bzw. § 19 Abs. 4 Satz 2 GrEStG genannten Abschriften beigefügt werden (BFH-Urteil in BFHE 236, 569, BStBl II 2013, 830, Rz 25).
BFH, 16.05.2013 - II R 3/11
Endgültiger Verlust der Altgesellschaftereigenschaft i. S. des § 1 Abs. 2a Satz 1 …
Die Änderung des Gesellschafterbestandes nach § 1 Abs. 2a Satz 1 GrEStG kann in einem einzelnen Rechtsvorgang oder in Teilakten über einen Zeitraum von längstens fünf Jahren erfolgen (BFH-Urteile vom 18. April 2012 II R 51/11, BFHE 236, 569; vom 27. April 2005 II R 61/03, BFHE 210, 56, BStBl II 2005, 649).
Die sich daraus ergebenden grunderwerbsteuerrechtlichen Folgen können nach der Systematik des GrEStG nur nach Maßgabe des § 16 Abs. 2 GrEStG durch eine Rückübertragung der Anteile vom neuen Gesellschafter auf den vormaligen (Alt-)Gesellschafter beseitigt werden (dazu BFH-Urteil in BFHE 236, 569).
§ 1 Abs. 2a GrEStG kann nicht dahingehend ausgelegt werden, dass eine unmittelbare Übertragung von mindestens 95 % der Anteile nicht steuerbar ist, wenn mittelbar ein Altgesellschafter weiterhin an der Gesellschaft beteiligt bleibt (BFH-Entscheidungen in BFHE 240, 191, Rz 18 f.; in BFHE 237, 244, BStBl II 2012, 917; in BFHE 236, 569, …und vom 17. März 2006 II B 157/05, BFH/NV 2006, 1341).
Soweit eine Anzeigepflicht sowohl nach § 18 GrEStG als auch nach § 19 GrEStG besteht, ist den Zwecken des § 16 Abs. 5 GrEStG schon dann genügt, wenn nur einer der Anzeigeverpflichteten seiner Anzeigepflicht ordnungsgemäß nachkommt (BFH-Urteile vom 18. April 2012 II R 51/11, BFHE 236, 569, BStBl II 2013, 830, und in BFHE 249, 212, BStBl II 2015, 777).
Diese Vorschrift betrifft über ihren Wortlaut hinaus nicht nur den Rückerwerb des Eigentums an einem veräußerten Grundstück, sondern auch Erwerbsvorgänge nach § 1 Abs. 2a GrEStG (vgl. BFH-Urteil vom 18. April 2012 II R 51/11, BFHE 236, 569, BStBl II 2013, 830).
Sie ist auf einen Erwerbsvorgang nach § 1 Abs. 2a GrEStG anzuwenden, wenn Anteile am Gesellschaftsvermögen vom neuen Gesellschafter auf den alten Gesellschafter ganz oder teilweise zurückübertragen werden und infolgedessen ein Übergang von mindestens 95 % der Anteile am Gesellschaftsvermögen im Ergebnis nicht mehr gegeben ist (BFH-Urteil in BFHE 236, 569, BStBl II 2013, 830).
BFH, 11.06.2013 - II R 52/12
Anwendung des § 16 Abs. 2 GrEStG bei Erwerbsvorgängen i. S. des § 1 Abs. 3 GrEStG
Die nach dem Urteil des Bundesfinanzhofs (BFH) vom 18. April 2012 II R 51/11 (BFHE 236, 569) maßgebenden Rechtsgrundsätze für die Anwendung des § 16 Abs. 2 GrEStG auf Erwerbsvorgänge i.S. des § 1 Abs. 2a GrEStG seien auch auf Erwerbsvorgänge i.S. des § 1 Abs. 3 GrEStG anzuwenden.
Die im BFH-Urteil in BFHE 236, 569 für Erwerbsvorgänge i.S. des § 16 Abs. 2 GrEStG entwickelten Grundsätze seien auf den Steuertatbestand des § 1 Abs. 3 GrEStG wegen seiner von § 1 Abs. 2a GrEStG abweichenden Ausgestaltung des Steuertatbestands nicht übertragbar.
Die Voraussetzungen des § 16 Abs. 2 Nr. 1 GrEStG sind bei Erwerbsvorgängen nach § 1 Abs. 2a GrEStG bereits dann erfüllt, wenn aufgrund eines Anteilsrückerwerbs innerhalb von zwei Jahren seit Entstehung der Steuer für diesen Erwerbsvorgang die in § 1 Abs. 2a GrEStG bestimmte Grenze von 95 % der Anteile am Gesellschaftsvermögen nicht mehr erreicht wird (BFH-Urteil in BFHE 236, 569).
Die Grundsätze des BFH-Urteils II R 51/11 zu § 1 Abs. 2 a GrEStG sind für Anteilsübertragungen nach § 1 Abs. 3 GrEStG entsprechend anzuwenden.
Gemäß BFH-Urteil vom 18.04.2012 (II R 51/11, BFH/NV 2012, 1390) sei eine Teilrückübertragung von Geschäftsanteilen mit dem Ergebnis der Unterschreitung der 95 v. H. Grenze für die Erfüllung der Tatbestandsvoraussetzungen des § 16 GrEStG ausreichend.
Auch aus dem BFH-Urteil vom 18. April 2012 (II R 51/11, BFH/NV 2012, 1390) ergebe sich keine andere rechtliche Wertung.
Zwar hat im Streitfall keine wirksame Anfechtung des Anteilsübertragungsvertrages stattgefunden (vgl. dazu Punkt 1), aufgrund des Aufhebungsvertrages vom 10. Februar 2010 ist die Klage jedoch unter Berücksichtigung der Grundsätze des BFH-Urteils vom 18. April 2012 (II R 51/11, BFH/NV 2012, 1390) begründet (vgl. Punkt 2).
Unter Berücksichtigung der Grundsätze des BFH-Urteils vom 18. April 2012 (II R 51/11) hält es der Senat für ausreichend, wenn der Anteilsübergang nur teilweise rückgängig gemacht wird.
Da nach § 1 Abs. 3 fingierte Grundstückerwerbe unter bestimmten Voraussetzungen besteuert werden, nicht jedoch gesellschaftsrechtliche Vorgänge, ist es auch bei Erwerbsvorgängen nach § 1 Abs. 3 GrEStG als ausreichend anzusehen sein, wenn innerhalb der Zweijahresfrist des § 16 Abs. 2 GrEStG eine Rückübertragung von Gesellschaftsanteilen erfolgt, so dass die 95 % Schwelle in der Gesamtbetrachtung nicht mehr erreicht ist (vgl. Adolf, Anmerkung zu BFH-Urteil v. 18.4.2012, II R 51/11, GmbHR 2012, 922, 916; Meßbacher-Hönsch, Anmerkung zu BFH-Urteil v. 18.4.2012, II R 51/11, veröffentlich in Juris).
BFH, 03.03.2015 - II R 30/13
Keine Verlängerung der Festsetzungsfrist bei leichtfertiger Verletzung der …
FG Niedersachsen, 12.12.2012 - 7 K 122/09
Grunderwerbsteuer nach Anteilsvereinigung: Kein Rückgängigmachung nach § 16 …
Nach dem Urteil des Bundesfinanzhofs vom 18. April 2012 (II R 51/11) komme es nur darauf an, ob die einschlägigen Verträge innerhalb der in § 18 Absatz 3 GrEStG genannten Frist dem nach § 18 Absatz 5 GrEStG für die Besteuerung zuständigen Finanzamt angezeigt wurden.
Daneben sei auch nach dem Urteil des Bundesfinanzhofs vom 18. April 2012 (II R 51/11) weiterhin Voraussetzung, dass die Anzeige nach §§ 18 Absatz 1 Nr. 1 und 19 Absatz 1 Satz 1 Nr. 6 GrEStG sich - auch inhaltlich - eindeutig an die Grunderwerbsteuerstelle zu richten habe.
Das Finanzamt ist auch bei insoweit fehlenden Angaben in der Lage, sich aufgrund des übrigen Anzeigeinhalts die entsprechenden Informationen aufgrund eigener Ermittlungsmaßnahmen zu verschaffen (so Urteil des Bundesfinanzhofs vom 18. April 2012 II R 51/11, BFHE 236, 569, BFH/NV 2012, 1390 mit weiteren Nachweisen; vgl. auch Beschluss des Bundesfinanzhofs vom 20. Januar 2005 II B 52/04, BFHE 208, 456, BStBl. II 2005, 492).
Im Gegensatz zum Fall des Urteils des Bundesfinanzhofs vom 18. April 2012 (II R 51/11, am angegebenen Ort) hat das beklagte Finanzamt hier innerhalb der zweiwöchigen Anzeigefrist (§ 18 Absatz 3 Satz 1 GrEStG) keine vollständige Kenntnis aller maßgeblichen Umstände erlangt.
BFH, 19.09.2018 - II R 10/16
g) Die vorstehende Auffassung steht nicht im Widerspruch zu der vom FG zitierten Rechtsprechung, wonach eine nach § 1 Abs. 3 GrEStG steuerbare Anteilsvereinigung nach § 16 Abs. 2 Nr. 1 GrEStG in der Weise rückgängig gemacht werden kann, dass das Quantum von 95 % der Anteile an der grundbesitzenden Gesellschaft nach dem Rückerwerb unterschritten wird, und zwar auch dann, wenn nicht sämtliche zunächst übertragenen Anteile zurück übertragen wurden (vgl. BFH-Urteil vom 11. Juni 2013 II R 52/12, BFHE 241, 419, BStBl II 2013, 752, und für den Fall des § 1 Abs. 2a GrEStG BFH-Urteil vom 18. April 2012 II R 51/11, BFHE 236, 569, BStBl II 2013, 830).
BFH, 22.05.2019 - II R 24/16
Rückgängigmachung von Erwerbsvorgängen

References: § 16
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