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Timestamp: 2018-02-20 13:02:41+00:00

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Jemand Erfahrung mit Zulassung eines Karmann aus Holland? - Karmann-Ghia Forum
Jemand Erfahrung mit Zulassung eines Karmann aus Holland?
Ute Kronemayer
Registriert: Mo Mai 08, 2017 7:48 pm
Beitrag von Ute Kronemayer » Mo Jun 19, 2017 12:37 pm
ich habe mir einen Karmann Ghia in Holland gekauft , privat. Ich habe den Wagen mit einem Anhänger geholt.
Hat jemand Erfahrungen mit der Zulassung in Deutschland. Ich muss zum Tüv , Vollabnahme ....aber bei der Zulassungsstelle hat man mir am Telefon irgendwas erzählt von einer Bescheinigung die ich in Marburg anfordern muss. Das kann 14 Tage dauern.
Hatte schon mal jemand so einen Fall?
Re: Jemand Erfahrung mit Zulassung eines Karmann aus Holland?
Beitrag von Michael Bär » Mo Jun 19, 2017 3:08 pm
da du ihn (von) privat gekauft hast, entfällt erst einmal der grundsätzliche Tüddelkram der Umsatzsteuer, Zoll fällt ohnehin nicht an.
Von sog. "Marburg-Papieren" höre ich zum ersten Mal...
Du benötigst eine Vollabnahme bei TÜV oder Dekra nach §21 StVZO (damals gab es ja noch keine EU-Konformitätsbescheinigungen) und nach Möglichkeit ein Datenblatt des Fahrzeuges (Ausführung, Maße, Gewichte, Leistung etc.) oder - wenn der Prüfer menschlich oder (leider nunmehr selten) oldieaffin und -bewandert ist - eine Kopie eines ausführungsidentischen und baujahrgleichen Fahrzeuges. Natürlich sollte zur Vereinfachung die Serienausrüstung (Reifen, Motor, Vergaser) montiert sein. Und natürlich mängelfrei...
Das wäre erst einmal die grundsätzliche Inverkehrsbringung in Deutschland.
Erst danach kann (aber zum gleichen Termin) die Begutachtung nach § 21c StVZO ("H-Zulassung") erfolgen (bringt ja mehr in die Kasse... )
Zum Straßenverkehrsamt dann mit den Gutachten nach §21 und 21c, der Fahrzeugrechnung (als Eigentumsnachweis) und den ausländischen Papieren, der EVB ("elektronischen Versicherungsbestätigung") der Oldiehaftpflichtversicherung und deinem Personalausweis.
Unbedenklichkeitsbescheinigung aus Flensburg (Diebstahl/Steuerschulden) holt das SVA nunmehr online selbst ein.
Kosten in allem ca. über den Daumen 300-400 Eurönchen.
(der diesen Zeitpunkt immer trotz "Behördenfeinstaubalarms" am meisten genießt...)
Beitrag von Jörn Beutel » Mo Jun 19, 2017 4:31 pm
off topic... kenne nur die Marburger Krankheit
aber Uta, gugst Du bzw rufst Du an.. da steht was von BÜNELUNGSBEHÖRDE, kann also sein das MR für ganz Hessen das macht.
http://www.marburg-biedenkopf.de/auto-v ... laubnisse/
Einzelgenehmigungen/Betriebserlaubnisse
Aufgrund der Richtlinie 2007/46/EG des europäischen Parlamentes und der Neufassung des § 21 der Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung (StVZO) benötigen Fahrzeuge, für die keine EG-Typgenehmigungen existieren, eine behördliche Bestätigung, dass diese Fahrzeuge den geltenden Vorschriften entsprechen, bevor sie zum Straßenverkehr zugelassen werden können.
Diese Einzelgenehmigungen/Betriebserlaubnisse werden im Bundesland Hessen von Bündelungsbehörden (siehe 3.6 ) erteilt.
Auf Antrag wird
für Fahrzeuge eine Betriebserlaubnis auf der Grundlage eines Gutachtens gem. § 21 StVZO (oder § 19 Abs. 2 StVZO),
für Neufahrzeuge eine Einzelgenehmigung auf der Grundlage eines Gutachtens
gem. § 13 EG-Fahrzeuggenehmigungsverordnung (EG-FGV) erteilt.
Telefonisch erreichen Sie unsere Servicestelle montags bis freitags von 07:00 Uhr bis 14:00 Uhr unter:
06421 405-1721 – Frau Käding
06421 405-1722 – Frau Kömpf
Sofern Sie telefonisch den Stand der Bearbeitung Ihres Antrages erfahren möchten, halten Sie bitte die letzten 4 Ziffern der Fahrgestellnummer des betreffenden Fahrzeugs bereit.
1. Antragsformular ausfüllen und unterschrieben
per Fax (06421 405-1696) oder per E-Mail übermitteln.
Dem Antrag sind folgende Unterlagen (Originale werden nicht benötigt) beizufügen:
(Zur Eintragung einer Gasanlage bitte 3.10 beachten!)
Sämtliche vom Sachverständigen/technischen Dienst erstellten Gutachten ggf. mit Anlagen
Evtl. bereits vorhandene Zulassungsbescheinigungen/Fahrzeugscheine (auch ausländische)
Personalausweiskopie oder Kopie des Reisepasses.
Bitte achten Sie bei der Übermittlung per E-Mail darauf, dass die Größe der E-Mail 10 MB nicht übersteigt.
Es ist auch nicht notwendig die betreffenden Dokumente farbig einzuscannen.
Bei der Übersendung von Original-Dokumenten beachten Sie bitte, dass die Rücksendung der Unterlagen aus
Kostengründen lediglich per Standardbrief und nicht per Einschreiben erfolgt.
2. Gebühren in Höhe von 39,80 € bezahlen; folgende Zahlungsarten stehen zur Auswahl:
Beitrag von Michael Bär » Mo Jun 19, 2017 4:41 pm
Gut, dass meine väterlichen Vorfahren vor über hundert Jahren aus Hessen ausgewandert sind nach Westfalen...
Lange hieß es ja bei euch auch noch TÜH (Technisches ÜberwachungsAmt Hessen)
Formal genügt dennoch das Gutachten nach §21 StVZO von TÜV/Dekra auch der Richtlinie 2007/46/EG, denn die Organisationen prüfen ja im hoheitlichen Auftrag!
Aber 40 Euronen pro Vorgang summieren sich...
Hassiae lanificaeque
Beitrag von Ute Stoeger » Di Jun 20, 2017 7:20 am
erstmal: Gratulation!
Ich habe mein Schätzchen vor drei Jahren auch in den Niederlanden privat gekauft -
TÜV habe ich dann hier bei der Werkstatt um die Ecke machen lassen + H Gutachten. Dann bin ich einfach zur Zulassungsstelle mit allen Unterlagen (TÜV, H Gutachten, Versicherungsnachweis, Kaufvertrag, Abmeldungsnachweis aus Holland), dort sagte man mir, ich muss das Auto vorführen (was mir nicht klar war). Also Kontakt zur Versicherung, dann wieder zur Zulassungsstelle und Kurzkennzeichen geholt- nächster Anlauf mit Auto: diesmal fehlte ein Datenblatt des Fahrzeuges, also zum TÜV, dort ein Datenblattausdruck für ca. 40 Euro erhalten und wieder zur Zulassungsstelle. Dann ging alles schnell, kurzer Blick aufs Auto und ich hatte meine Schilder.
Keiner erwähnte etwas von 'Marburg-Papieren'.
Beitrag von Uwe Bolik » Di Jun 20, 2017 7:42 am
Ich gehe auch davon aus, dass Du die Unterlagen vorab nach Marburg schicken muss... bei uns Hessen ist ja alles ein wenig komplizierter.
.. auf der anderen Seite ist es ja eine lösbare Formalität.
Am einfachsten denke ich wäre es Du rufst bei der Zulassung bzw. in Marburg an.
Beitrag von Ute Kronemayer » Di Jun 20, 2017 12:32 pm
Ich hatte auch in Marburg angerufen...es kommt darauf an was der TÜV mir für Papiere mitgibt....ich denke es geht um das Datenblatt
(wie heute die COC Papiere ) ...ich hoffe, dass ich dieses Datenblatt auch vom TÜV bekomme.
Die Abmeldung von Holland ist auf dem Postweg , ich hoffe ich kann Donnerstag zum TÜV fahren ...Kurzkennzeichen hole ich mir vorab, die EVB der Versicherung habe ich schon für Kurzkennzeichen und H-Kennzeichen dann.
Beitrag von Ute Kronemayer » Di Jun 20, 2017 1:19 pm
ich habe soeben nochmals mit einem Fachmann für Oldtimer von der DEKRA telefoniert.....der sagte zu mir:
wenn das Auto ein Typenschild mit einer ABE Nr. hat ...bräuchte ich auch keine Vollabnahme , und auch nicht alle Unterlagen nach Marburg schicken.
Typenschild mit ABE Nr. ? wo soll das stehen oder sein ? ......ich muss heute Abend das Auto durchsuchen, oder hat jemand ein Tip für mich.
Steht da eine ABE Nr. drauf?
Beitrag von Harald Krause » Mi Jun 21, 2017 5:18 pm
Das Typenschild ist vorne links im Kofferraum.
Beitrag von Michael Bär » Mi Jun 21, 2017 5:27 pm
Da ist aber - zumindest bei frühen Baujahren - keine ABE-Nummer geprägt, mit der Ausnahme bei Standheizungen fakultativ.
Gutachten (wie oben) machen lassen, Kopien nach Marburg schicken, 40 Ocken latzen und "feddig is' die Laube"....
Daumendrück nach Hassia, Ute!
Beitrag von Andreas Bergbauer » Do Jun 22, 2017 1:51 am
Ist das inzwischen nicht mehr so, dass bei Importen der TÜV den (damals so genannten) Fahrzeugbrief ausfüllt und man dann damit zur Zulassungsstelle fährt, um das Auto zuzulassen?
Damit standen bei meinem US-Import die technischen Daten bereits im Brief und die Zulassung war (zusammen mit der Unbedenklichkeitsbescheinigung, dass der Wagen nicht gestohlen ist) eine reine Formsache.
The Times, They are a Changin'.....sagte schon ein heutiger Nobelpreisträger 1963...
Beitrag von Michael Bär » Do Jun 22, 2017 5:06 am
Moin, Andi, der TÜV erstellt nur noch das Gutachten, die Dame (oder der Herr) beim SVA hauen die Daten (nicht immer übertragungsfehlerfrei, leider) in die Tasten und drucken dann die - dann auch maschinenlesbaren - Zul.-Besch. I und II auf Gewebepapier aus.
Beitrag von Christian Wilke » Sa Jun 24, 2017 9:50 am
ich habe gehört, dass bei Importen oft 000 als Schlüsselnummer eingetragen wird.
Was muss man tun, damit die beiden richtigen Schlüsselnummern eingetragen werden?
Woher bekommt man die beiden richtigen Schlüsselnummern?
Beitrag von Andreas Bergbauer » Sa Jun 24, 2017 2:17 pm
Michael Bär hat geschrieben: Moin, Andi, der TÜV erstellt nur noch das Gutachten, die Dame (oder der Herr) beim SVA hauen die Daten (nicht immer übertragungsfehlerfrei, leider) in die Tasten und drucken dann die - dann auch maschinenlesbaren - Zul.-Besch. I und II auf Gewebepapier aus.
Ah, eigentlich auch logisch, mein alter KFZ-Brief aus '93 ist noch vom TÜV mit der Schreibmaschine getippt...die Daten waren vom 1500er Käfer, darum die niedrigere Höchstgeschwindigkeit.
Wenn ich so zurückdenke ist das dann doch schon eine Weile her, kein Wunder, dass der Karmann wieder rostet trotz Restaurierung...
Beitrag von Oliver Brendle » Mo Jun 26, 2017 1:23 pm
Achtung: Auch die scharfe Kante (Der grosse Karmann Ghia 34) heisst im Kurztext nur Karmann Ghia.
z.b (Daten sind teilweise echt quer):
VW 1200 Karmann Ghia (1955 – 1967)
HSN/TSN: 0600/309 | Amtliche Typbezeichnung: „14 (VW KARMANN GHIA)“
VW 1500 Karmann Ghia (1967 – 1970)
39 PS (29 kW) | 1.483 cm³ | Benzin
HSN/TSN: 0600/361 | Amtliche Typbezeichnung: „14 (VW 1500 KARMANN GHIA)“
VW 1500 Karmann Ghia 1500 (1964 – 1970)
44 PS (32 kW) | 1.483 cm³ | Benzin
HSN/TSN: 0600/307 | Amtliche Typbezeichnung: „14 (VW 1500 KARMANN GHIA)“
Ist auch für die Versicherung wichtig!

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 § 13
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