Source: https://gesetze-in-app.de/InsO/64
Timestamp: 2019-09-23 05:10:27+00:00

Document:
§ 64 InsO: Festsetzung durch das Gericht
§ 65 InsO
BGH, URTEIL vom 4.2.2015, Az. IX ZR 164/14 Vielmehr ist sie im hierfür vorgeschriebenen Verfahren nach § 64 InsO zu ermitteln (BGH, Urteil vom 16. Oktober 2014 - IX ZR 190/13, NZI 2015, 24 Rn. 15).
BGH, URTEIL vom 4.2.2015, Az. IX ZR 164/14 Das Insolvenzgericht setzt in diesem Verfahren die Vergütung und die zu erstattenden Auslagen nach § 64 Abs. 1 InsO verbindlich fest (BGH, Beschluss vom 6. November 2014 - IX ZB 90/12, NZI 2015, 46 Rn. 8).
BGH, URTEIL vom 4.2.2015, Az. IX ZR 164/14 Die spätere Festsetzung der Vergütung nach § 64 InsO durch das Gericht hat lediglich deklaratorische Bedeutung (zu § 85 KO: BGH, Urteil vom 5. Dezember 1991 - IX ZR 275/90, BGHZ 116, 233, 242 f; zu §63 InsO: BGH, Beschluss vom 6. November 2014, aaO).
BGH, BESCHLUSS vom 4.10.2014, Az. IX ZB 90/12 In dem durch einen Antrag des Insolvenzverwalters eingeleiteten Verfahren nach § 64 Abs. 1 InsO, § 8 Abs. 1 Satz 1 InsW wird lediglich der Umfang seines bereits zuvor erwachsenen Anspruchs verbindlich bestimmt (BGH, Urteil vom 5. Dezember 1991 - IX ZR 275/90, BGHZ 116, 233, 242; vom 17. November 2005 - IX ZR 179/04, BGHZ 165, 96, 101, jeweils zu § 85 KO).
BGH, BESCHLUSS vom 4.10.2014, Az. IX ZB 90/12 Bei der Bestimmung der Höhe der Vergütung im Festsetzungsverfahren nach § 64 Abs. 1 InsO können Pflichtverletzungen des Verwalters grundsätzlich nicht zu einer Minderung der Vergütung führen, weil die Vergütung des Insolvenzverwalters tätigkeitsbezogen und nicht erfolgsbezogen ist (BGH, Beschluss vom 6. Mai 2004 - IX ZB 349/02, BGHZ 159, 122, 130; vom 13. Juli 2006 - IX ZB 104/05, BGHZ 168, 321 Rn. 25; zur Vergütung des Rechtsanwalts vgl. BGH, Urteil vom 4. Februar 2010 - IX ZR 18/09, BGHZ 184, 209 Rn. 55).
BGH, BESCHLUSS vom 4.1.2014, Az. IX ZB 32/12 Soweit solche Betroffene in § 64 Abs.3 Satz 1 InsO nicht genannt sind, weist die Norm eine planwidrige Regelungslücke auf.Ihnen muss in analoger Anwendung ein Beschwerderecht zuerkannt werden (BGH, Beschluss vom 20. Dezember 2012, aaO Rn. 9, 13).
BGH, BESCHLUSS vom 4.10.2013, Az. IX ZB 101/11 Die Anknüpfung des Fristlaufs an die öffentliche Bekanntmachung im Internet ohne Veröffentlichung der festgesetzten Beträge (§ 64 Abs. 2 Satz 2 InsO) verletzt nicht den Anspruch des Schuldners auf effektiven Rechtsschutz nach Art. 19 Abs.4, Art. 2 GG in Verbindung mit dem Rechtsstaatsprinzip (BGH, Beschluss vom 12. Juli 2012, aaO Rn. 7).
BGH, BESCHLUSS vom 4.1.2013, Az. IX ZB 175/11 § 64 Abs.3 InsO ist auf die Festsetzung der hier aus der Staatskasse zu zahlenden Vergütung entsprechend anwendbar (BGH, Beschluss vom 14. Oktober 2010 - IX ZB 224/08, ZIP 2010, 2252 Rn. 2).
BGH, BESCHLUSS vom 4.6.2012, Az. IX ZB 42/10 7	Die Anknüpfung des Fristlaufs an die öffentliche Bekanntmachung im Internet ohne Veröffentlichung der festgesetzten Beträge (§ 64 Abs. 2 Satz 2 InsO) verletzt nicht den Anspruch der Schuldnerin auf effektiven Rechtsschutz nach Art. 19 Abs.4, Art. 2 GG in Verbindung mit dem Rechtsstaatsprinzip (vgl. dazu BGH, Beschluss vom 10. November 2011 - IX ZB 165/10, WM 2011, 2374 Rn. 16 ff).
LG Essen, Beschluss vom 2.5.2011, Az. 7 T 716/10 Ein Gläubiger, der eine Forderung zur Tabelle angemeldet hat, ist daher grundsätzlich ebenfalls gemäß § 64 Abs.3 S. 1 InsO beschwerdebefugt, selbst wenn die Forderung bestritten wird (BGH, Beschluss vom 07.12.2006, IX ZB 1/04).
LG Düsseldorf, Beschluss vom 4.2.2011, Az. 25 T 36/11 Allerdings setzt § 64 InsO voraus, dass es sich bei dem Vergütungsanspruch um eine Masseforderung gemäß § 54 Nr. 2 InsO handelt (LG Duisburg Beschluss vom 20.05.2010 - 7 T 105/10 - Duisburg ZInsO 2010, 1663; Smid jurisPR-InsR 3/2010 An. 3).
AG Duisburg, Beschluss vom 3.3.2010, Az. 62 IN 145/09 § 64 Abs.1 InsO abweichende Auffassung des Bundesgerichtshofs, die Vergütung des vorläufigen Insolvenzverwalters könne, wenn das Insolvenzverfahren nicht eröffnet worden sei, nicht vom Insolvenz-gericht festgesetzt werden, sondern der vorläufige Insolvenzverwalter sei wegen seines materiell-rechtlichen Vergütungsanspruchs gegen den Schuldner auf den ordentlichen Rechtsweg zu verweisen (BGH, Beschluss vom 3. 12. 2009 – IX ZB 280/08, NZI2010, 98f.= ZIP 2010, 89f.= ZInsO 2010, 107 f.), ist unzutreffend.
BGH, BESCHLUSS vom 4.10.2009, Az. IX ZB 173/08 5	1. In der Rechtsprechung des Senats ist geklärt, dass bei Vergütungsfestsetzungsbeschlüssen gemäß § 64 InsO die Rechtsmittelfrist auch dann durch öffentliche Bekanntmachung (§ 9 Abs.3 InsO) gegenüber den Verfahrensbeteiligten in Lauf gesetzt werden kann, wenn in der Bekanntmachung -wie in §64 Abs. 2 Satz2 Flalbsatz 1 InsO zu dem Schutze der Antragsteller zwingend bestimmt ist - die festgesetzten Beträge nicht veröffentlicht waren (BGH, Beschl. v. 4. Dezember 2003 - IX ZB 249/02, ZIP 2004, 332).
BGH, BESCHLUSS vom 2.9.2002, Az. IX ZB 53/02 b) Auch eine entsprechende Anwendung des § 64 Abs.3 InsO auf die Entscheidung über die Gewährung eines Vorschusses ist nicht geboten (ebenso - außer dem vorlegenden Oberlandesgericht - Blersch aaO Rn. 27; Frankfurter Kommentar zur InsO/Lorenz, 3. Aufl. §9 InsVV Rn. 18; MünchKomm-InsO/Nowak, aaO Rn. 14; a.M. - außer dem Oberlandesgericht Zweibrücken, aaO - LG Stuttgart ZlnsO 2000, 621, 622; Eickmann, aaO §9 Rn. 19; Hess, InsVV 2. Aufl. § 9 Rn. 7; Smid, InsO 2. Aufl. An. zu § 9 InsVV; Nerlich/ Römermann/Delhaes, InsO § 64 Rn. 9; Gottwald/Last, Insolvenzrechts-Hand-buch 2. Aufl. § 126 Rn. 50; nur für Insolvenzverwalter auch Haarmeyer ZlnsO 2001, 938, 941 f; Keller, Vergütung und Kosten im Insolvenzverfahren Rn. 173).

References: § 65
 § 64
 § 64
 § 64
 § 85
 §63
 § 64
 § 8
 § 85
 § 64
 § 64
 Art. 19
 Art. 2
 § 64
 Art. 19
 Art. 2
 § 64
 § 64
 § 54
 § 64
 § 64
 §64
 § 64
 §9
 §9
 § 9
 § 9
 § 64
 § 126