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Timestamp: 2016-10-27 12:59:14+00:00

Document:
2. avanex Versicherungen AG, Z�richstrasse 130, 8600 D�bendorf,
Der 1957 geborene S.________ war als Systemanalytiker bei der X.________ AG t�tig und dadurch bei der Visana Versicherungen AG (nachfolgend: Visana) obligatorisch gegen Unfallfolgen versichert. Am 10. Juni 2009 liess er der Visana �ber die Arbeitgeberin melden, er habe sich am 23. Mai 2009 bei einer Motorradfahrt an der rechten Schulter verletzt. Im Spital Y.________, welches der Versicherte am 24. Mai 2009 erstmals aufgesucht hatte, wurde eine traumatische Rotatorenmanschettenruptur diagnostiziert und am 15. Juni 2009 durch Dr. med. W.________, Leitender Arzt an der Klinik Z.________, eine Schulterarthroskopie (mit offener Naht der Rotatorenmanschette, Bizepsstenodese und Acromioplastik) durchgef�hrt (Spitalberichte u.a. vom 16. und 29. Juni 2009). Mit Verf�gung vom 15. September 2009 verneinte die Visana ihre Leistungspflicht mit der Begr�ndung, das Ereignis vom 23. Mai 2009 sei nicht geeignet gewesen, eine Rotatorenmanschettenruptur zu verursachen. Die diagnostizierten Verletzungen st�nden somit nicht in einem �berwiegend wahrscheinlichen Kausalzusammenhang zum besagten Ereignis. Daran hielt die Visana mit Einspracheentscheid vom 25. November 2009 fest, wobei sie sich namentlich auf das von ihr eingeholte Aktengutachten des Dr. med. G.________, Orthop�dische Chirurgie FMH, vom 2. November 2009 st�tzte.
S.________ und sein Krankenpflegeversicherer, die avanex Versicherungen AG (nachfolgend: avanex), reichten hiegegen je Beschwerde ein. Das Kantonsgericht Basel-Landschaft vereinigte die beiden Verfahren. Der Versicherte legte eine Stellungnahme des Dr. med. W.________ vom 3. Februar 2010 zum Gutachten des Dr. med. G.________ auf. Dieser �usserte sich dazu in der von Visana eingeholten Stellungnahme vom 15. M�rz 2010. Mit Entscheid vom 22. September 2010 hiess das Kantonsgericht die Beschwerden gut, hob den Einspracheentscheid vom 25. November 2009 auf und stellte fest, dass die Visana f�r die Folgen der am 23. Mai 2009 erlittenen unfall�hnlichen K�rpersch�digung die gesetzlichen Leistungen zu erbringen habe.
Die Visana f�hrt Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten mit dem Rechtsbegehren, der vorinstanzliche Entscheid "sei insoweit aufzuheben, als die Beschwerdef�hrerin die Leistungspflicht bis zur Vornahme der diagnostischen Schulterarthroskopie (SAS) anerkennt".
S.________ und die avanex schliessen je auf Abweisung der Beschwerde. Das Bundesamt f�r Gesundheit verzichtet auf eine Vernehmlassung.
Vorab ist auf die teilweise Anerkennung einer Leistungspflicht gem�ss Antrag und Begr�ndung der Beschwerde einzugehen.
Die Visana f�hrt aus, durch den Vorfall vom 23. Mai 2009 sei es, beg�nstigt durch die vorbestehende Rotatorenmanschettenruptur, zu einer vor�bergehenden Beeintr�chtigung des Vorzustandes (m�ssige Instabilit�t bei Klaviertastenph�nomen) am AC-Gelenk rechts gekommen. Dabei handle es sich nicht um eine Diagnose im Sinne einer unfall�hnlichen K�rpersch�digung. Aber die heftige Schmerzsymptomatik und die konsekutive Pseudoparalyse w�rden dadurch erkl�rt. Streng genommen w�re die Visana demnach im Sinne der Abkl�rungen bis inklusive der durchgef�hrten Sonographie zust�ndig, grossz�gigerweise allenfalls inklusive der diagnostischen Schulterarthroskopie (vom 15. Juni 2009), nicht aber f�r den rekonstruierenden Anteil der Operation und dessen Heilbehandlung/Rehabilitation, weil hier unfallfremde L�sionen behandelt worden seien. Die Visana erkl�re sich daher bereit, "die Kosten bis inklusive der Sonographie und der diagnostischen Schulterarthroskopie", nicht aber "f�r den rekonstruierenden Anteil der Operation und dessen Heilbehandlung/Rehabilitation", "als UVG-leistungspflichtige Behandlungen zu �bernehmen".
Im Rahmen der damit umschriebenen Anerkennung einer beschr�nkten Leistungspflicht ist der vorinstanzliche Entscheid nicht angefochten und besteht kein Anlass zu Weiterungen.
Streitig und zu pr�fen ist, ob sich aus der diagnostizierten Rotatorenmanschettenruptur ein Leistungsanspruch aus der obligatorischen Unfallversicherung ergibt. Dabei steht ein Leistungsanspruch aus unfall�hnlicher K�rpersch�digung im Sinne von Art. 9 Abs. 2 lit. f UVV zur Diskussion.
Gem�ss dem - gest�tzt auf Art. 6 Abs. 2 UVG ergangenen - Art. 9 Abs. 2 UVV sind verschiedene K�rpersch�digungen, sofern sie nicht eindeutig auf eine Erkrankung oder eine Degeneration zur�ckzuf�hren sind, auch ohne ungew�hnliche �ussere Einwirkung Unf�llen gleichgestellt. Rotatorenmanschettenrupturen z�hlen zu den in lit. f dieser Bestimmung aufgef�hrten Sehnenrissen (BGE 123 V 43).
Das kantonale Gericht hat die von der Rechtsprechung erarbeiteten Grunds�tze zum Begriff der unfall�hnlichen K�rpersch�digung, insbesondere auch zum Erfordernis eines �usseren Ereignisses, d.h. eines ausserhalb des K�rpers liegenden, objektiv feststellbaren, sinnf�lligen, eben unfall�hnlichen Vorfalles, zutreffend dargelegt (vgl. BGE 129 V 466 E. 2.2 S. 467 und Urteil 8C_158/2007 vom 13. November 2007 E. 3, nicht ver�ffentlicht in: BGE 133 V 642). Gleiches gilt bez�glich des f�r einen Leistungsanspruch nach UVG erforderlichen nat�rlichen Kausalzusammenhangs zwischen dem versicherten Ereignis mit den sich stellenden Beweisfragen (BGE 129 V 177 E. 3 S. 181, auch zum Folgenden). Zu erg�nzen ist, dass es auch eines ad�quaten Kausalzusammenhanges bedarf, welcher aber bei einer organisch objektiv ausgewiesenen Gesundheitssch�digung, wie sie hier zur Diskussion steht, in der Regel ohne weiteres zusammen mit dem nat�rlichen Kausalzusammenhang bejaht werden kann (BGE 134 V 109 E. 2.1 S. 112 mit Hinweis).
Das kantonale Gericht hat erkannt, der Beschwerdef�hrer sei mit seinem Motorrad auf einem Waldweg in einer Kurve geradeaus gefahren und habe wegen eines Baumes sehr stark abbremsen m�ssen. Dabei habe es ihn, da er in diesem Zeitpunkt auf den Pedalen gestanden habe und der Schwerpunkt entsprechend weit oben gewesen sei, "nach vorne �ber den Lenker geschlagen". Er habe sich mit aller Kraft an diesem festgehalten, um nicht nach vorne geschleudert zu werden. Das Erfordernis eines sinnf�lligen (unfall�hnlichen) Vorfalles sei damit erf�llt.
Die Visana anerkennt diese sachverhaltlichen Feststellungen und deren rechtliche W�rdigung nunmehr ausdr�cklich, nachdem sie im kantonalen Verfahren noch die Auffassung vertreten hatte, es fehle am sinnf�lligen Ereignis. Es besteht diesbez�glich kein Anlass zu weiteren Ausf�hrungen.
Umstritten ist, ob die Rotatorenmanschettenruptur bei diesem Ereignis eingetreten, mit anderen Worten nat�rlich kausal auf dieses zur�ckzuf�hren ist. Dabei w�rde f�r die Begr�ndung eines Leistungsanspruchs nach Art. 9 Abs. 2 UVV gen�gen, wenn das Ereignis lediglich Ausl�sungsfaktor des Gesundheitsschadens war (BGE 129 V 466 E. 2.2 S. 467 und erw�hntes Urteil 8C_158/2007 E. 3). Ob ein nat�rlicher Kausalzusammenhang besteht, beurteilt sich nach dem Beweisgrad der �berwiegenden Wahrscheinlichkeit (BGE 129 V 177 E. 3.1 S. 181).
Zur Kausalit�tsfrage haben sich die Dres. med. W.________ (in den Stellungnahmen vom 19. Oktober 2009 und 3. Februar 2010) und G.________ (im Aktengutachten vom 2. November 2009 mit Erg�nzung vom 15. M�rz 2010) ge�ussert. W�hrend der erstgenannte Arzt den nat�rlichen Kausalzusammenhang zwischen dem Ereignis vom 23. Mai 2009 und der Rotatorenmanschettenruptur bejaht, verneint ihn der letztgenannte.
Das kantonale Gericht ist zum Ergebnis gelangt, es sei auf die von Dr. med. W.________ vertretene Auffassung abzustellen. Diese Beurteilung vermag nicht zu �berzeugen. Der Beschwerdef�hrerin kann aber ebenfalls nicht gefolgt werden, soweit sie gest�tzt auf Dr. med. G.________ den nat�rlichen Kausalzusammenhang verneint. Es liegen sich diametral widersprechende Einsch�tzungen zweier Fach�rzte vor. Um auf eine dieser Auffassungen abstellen zu k�nnen, m�sste diese nachvollziehbar und schl�ssig begr�ndet sein, und zwar auch unter Ber�cksichtigung der �brigen medizinischen Akten, einschliesslich der f�r die gegenteilige Meinung vorgebrachten Argumente. Das trifft hier nicht zu. Die bestehenden Widerspr�che werden weder durch den einen noch durch den anderen Facharzt in �berzeugender Weise aufgel�st. Auch die weiteren medizinischen Akten bieten diesen Aufschluss nicht. Damit ist keine verl�ssliche Grundlage f�r die Beurteilung der Kausalit�tsfrage gegeben. Es bedarf weiterer medizinischer Abkl�rung. Die Sache wird an das kantonale Gericht zur�ckgewiesen, damit es ein fach�rztliches (Ober-)Gutachten einholt und anschliessend �ber die Beschwerde, soweit noch streitig (vgl. E. 2 hievor), neu entscheidet. In diesem Sinne ist die Beschwerde gutzuheissen.
Die Kosten des Verfahrens sind je h�lftig von den unterliegenden Beschwerdegegnern zu tragen (Art. 66 Abs. 1 BGG).
Die Beschwerde wird in dem Sinne gutgeheissen, dass der Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversicherungsrecht, vom 22. September 2010, soweit angefochten, aufgehoben und die Sache an die Vorinstanz zur�ckgewiesen wird, damit sie, nach erfolgter Abkl�rung im Sinne der Erw�gungen, �ber die Beschwerde neu entscheide.
Die Gerichtskosten von Fr. 750.- werden je h�lftig den Beschwerdegegnern auferlegt.

References: Art. 9
 Art. 6
 Art. 9
 BGE 
 BGE 
 Art. 9