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Timestamp: 2019-11-20 14:54:14+00:00

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Ladungssicherung bei Einsatz von PKW-Anhängern / PKW Anhänger von Kröger Fahrzeugbau - Anhänger günstig kaufen
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Ladungssicherung bei Einsatz von PKW-Anhängern
das Verteilen der Güter auf der Ladefläche
das Festlegen der geeigneten Ladungssicherung
die Auswahl geeigneter Hilfsmittel zur Ladungssicherung
die Auswahl, Qualifizierung und Unterweisung der Fahrer
die Auswahl, Qualifizierung und Unterweisung des Verladepersonals
Häufig hört man im Radio, dass vor Ladungsteilen auf der Fahrbahn gewarnt wird und liest in den Medien, daß durch verlorene Ladungsteile erhebliche Sach- oder Personenschäden entstanden sind.
In der Praxis hört man oft Aussagen wie: "Ich fahre schon 20 Jahren so und es ist noch nie etwas passiert." oder: "Das ist so schwer, das bewegt sich nicht." Durch diese Aussagen soll häufig mangelhafte Ladungssicherung gerechtfertigt werden oder sie geschehen einfach aus Unwissenheit. Besser wäre es, sich mit den gesetzlichen und technischen Bestimmungen vertraut zu machen und die physikalischen Gesetze zu verstehen.
Physikalische Bedingungen beim Transport auf Straßen
Für den Straßentransport von Gütern gibt es kein klares gesetzliches Regelwerk für die technische Ausrüstung von Fahrzeugen und es werden keine Vorgaben genannt, die konkret zu einer "verkehrssicheren" Sicherung von Ladung führen.
Der Gesetzgeber gibt lediglich einen sehr allgemeinen Rahmen vor:
§ 22 der Straßenverkehrs-Ordnung. Absatz 1 StVO "Die Ladung einschließlich Geräte zur Ladungssicherung sowie Ladeeinrichtungen sind so zu verstauen und zu sichern, dass sie selbst bei Vollbremsung oder plötzlicher Ausweichbewegung nicht verrutschen, umfallen, hin- und herrollen, herabfallen oder vermeidbaren Lärm erzeugen können. Dabei sind die anerkannten Regeln der Technik zu beachten."
§ 23 StVZO "Der Fahrzeugführer ist dafür verantwortlich, dass seine Sicht ... nicht durch die ... Ladung, Geräte oder den Zustand des Fahrzeugs beeinträchtigt wird. Er muss dafür sorgen, dass das Fahrzeug, der Zug oder das Gespann sowie die Ladung ... vorschriftsmäßig ist und dass die Verkehrssicherheit des Fahrzeugs durch die Ladung ... nicht leidet."
§ 30 Abs. 1 StVZO "Fahrzeuge müssen so gebaut und ausgerüstet sein, dass ihr verkehrsüblicher Betrieb niemanden schädigt oder mehr als unvermeidbar gefährdet
§ 31 Absatz 2 StVZO "Der Halter darf die Inbetriebnahme nicht anordnen oder zulassen, wenn ihm bekannt ist oder bekannt sein muss, dass ... die Ladung ... nicht vorschriftsmäßig ist oder dass die Verkehrssicherheit des Fahrzeugs durch die Ladung ... leidet."
§ 412 Abs. 1 HGB "Soweit sich aus den Umständen oder der Verkehrssitte nicht etwas anderes ergibt, hat der Absender das Gut beförderungssicher zu laden, zu stauen und zu befestigen (verladen) sowie zu entladen. ..."
VDI-Richtlinien 2700 ff. Als Standardwerk der Ladungssicherung wird mittlerweile die Richtlinienreihe VDI 2700 ff. angesehen. Der VDI (Verein Deutscher Ingenieure e.V.) hat auch einen Ausbildungsnachweis Ladungssicherung entworfen, mit dem die erfolgreiche Teilnahme an einer Ausbildung zur Ladungssicherung auf Straßenfahrzeugen und die Kenntnis der vermittelten Inhalte dokumentiert wird.
Die VDI 2700 ff. gilt als anerkannte Regel der Technik und beschreibt somit die anerkannten Standards zur Ladungssicherung. Die Richtlinie wird im Streitfall als maßgebende Richtlinie vor Gericht herangezogen. Das heißt, die Richtlinie hat Gesetzescharakter!! Das Oberlandesgericht Koblenz hat entschieden, dass die VDI-Richtlinie 2700 als "objektiviertes Sachverständigengutachten" allgemein zu beachten ist.
Informationen zu den Richtlinien der Reihe VDI 2700 sind erhältlich bei: VDI-Gesellschaft Fördertechnik Materialfluss Logistik, Postfach 10 11 39, 40002 Düsseldorf, Die Richtlinien selbst sind erhältlich bei der Beuth Verlag GmbH, Burggrafenstraße 6, 10787 Berlin, Fax: (0 30) 26 01-12 60 (Teuer !!) Wesentlich günstiger gibt es gezielte Erklärungen/ Methoden zur Ladungssicherung und deren richtige Berechnungen durch das Fachbuch "Ladungssicherung, der Leitfaden für die Praxis", erhältlich im Verlag Hendrisch (www.hendrisch.de).
Für die Einhaltung der Bestimmungen sind der Fahrer, der Fahrzeughalter, der Verlader und der Versender gleichermaßen verantwortlich.
Drei Pflichten betreffen nur den jeweiligen Fahrer:
Pflicht zur Einrichtung des Fahrverhaltens auf die Ladung.
Ggf. .Anzeige/Ordnungswidrigkeitsverfahren mit Bußgeld und bis zu drei Punkten in Flensburg.
Bei lediglich Sachschaden: Anzeige/Ordnungswidrigkeitsverfahren mit Bußgeld und bis zu drei Punkten in Flensburg.
Wurden Menschen verletzt oder getötet: Strafanzeige mit Geld- oder ggf. Freiheitsstrafe.
Für Fremdschäden: Haftung im Rahmen des § 823 BGB (Schadenersatz).
Für Eigenschäden: Es kann der § 254 BGB (Mitwirkendes Verschulden) greifen, wodurch die eigenen Ansprüche an die Versicherung gemindert werden können.
Für Ladungsschäden: Haftung bei Beschädigung der Ladung gemäß HGB.
1.) Die formschlüssige Ladungssicherung.
Kreuzlasching
Diagonallasching
Zurrpunkte an PKW-Anhängern
Seit Januar 2001 ist die DIN EN 12640, „Zurrpunkte an Nutzfahrzeugen zur Güterbeförderung (Mindestanforderungen und Prüfung)“ in Kraft. Diese Europäische Norm ist für Lastkraftwagen, Anhänger und einem zulässigen Gesamtgewicht von mehr als 3,5 t bestimmt.
Die DIN EN 12640 definiert einen Zurrpunkt als Befestigungsvorrichtung am Fahrzeug, an der ein Zurrmittel direkt befestigt werden kann. In den Mindestanforderungen schreibt die Norm die Beschaffenheit der Zurrpunkte, ihre Anzahl und Position auf der Ladefläche vor.
<ü> Da PKW-Anhänger grundsätzlich nicht über 3,5 t zulässiges Gesamtgewicht verfügen ist die Ausrüstung mit Zurrpunkten nicht zwingend vorgeschrieben.
Für Deutschland schreiben die Unfallverhütungsvorschriften der Berufsgenossenschaften BGV D 29 (früher VBG12) schon seit dem 01.10.1993 vor, dass gewerblich genutzte Pritschenfahrzeuge und Tieflader mit Verankerungen zur Aufnahme von Zurrmitteln zur Ladungssicherung ausgerüstet sein müssen. Davon ausgenommen sind lediglich Kipper.
Natürlich ist eine ordentliche Ladungssicherung häufig nur möglich, wenn vorhandene Zurrpunkte genutzt werden können, konkret vorgeschrieben ist die Ausrüstung für PKW-Anhänger nicht.
Wir empfehlen Ihnen aber, auch kleinere Anhänger mit mindestens 4 Zurrpunkten (in den Ecken der Bodenplatte) auszurüsten. Es ist dabei auf eine ordentliche Verankerung zu achten.
Sie finden geeignete Zurranker für PKW-Anhänger in diesem Shop
Übrigens: Beim Niederzurren darf der Klauenhaken des Zurrmittels auch in tragende Aufbauteile, z.B. den Längsträger unterhalb der Ladefläche, eingehängt werden.
Ebenso ist es durchaus möglich, mehrere Zurrmittel in einen Zurrpunkt einzuhängen. Allerdings darf der Zurrpunkt dabei nicht überlastet werden und der Haken des Zurrmittels muss im Hakengrund belastet werden – das letztere gilt auch, wenn der Haken in den Längsträger eingehängt wird.
Für den Transport von Motorrädern gibt es spezielle Anhänger, die über eine oder mehrere Standschienen verfügen. Diese Schienen sind als nach oben offenes U-Profil gefertigt und auf der Ladefläche befestigt. In diese Schiene wird das Motorrad mit seinen Rädern geschoben. Hier ist es nun gegen eine seitliche Bewegung formschlüssig gesichert. Die Sicherung gegen eine Bewegung in Längsrichtung erfolgt durch einen vorderen Anschlag. Die seitliche Sicherung erfolgt durch Direktzurren mit pro Motorrad vier 2t Zurrgurten. Die Gurte werden ähnlich einer Diagonalzurrung in entsprechenden Bodenankern eingehängt. Für manche Maschinen kann der Einsatz von speziellen Lenkerzurrgeschirren erforderlich sein.
Ein mit Standschienen und Bodenankern ausgerüsteter Standardanhänger kann auch für den Transport von Motorrädern verwendet werden.
Ab welchem Baujahr müssen bei Anhängern, Zurrösen auf der Ladefläche vorhanden sein, oder wann muß nachgerüstet werden?
Nach den Vorgaben der Berufsgenossenschaft für Fahrzeughaltungen (BGF) aus § 22 der UVV Fahrzeuge, müssen u.A. Neuanhänger über 3,5t zulässige Gesamtgewicht, die ab dem Oktober 1993 gebaut wurden, mit Zurrpunkten ausgerüstet sein. Eine Nachrüstpflicht gibt es nicht und auch die StVZO fordert keine Zurrpunkte.
Wie sichere ich Pkw auf Autotrailern/Autoanhängern?
Die Sicherung von Pkw und leichten Nutzfahrzeugen ist in der Richtlinie VDI 2700 Blatt 8 geregelt. Die Vorgaben sind ziemlich umfangreich und können deshalb hier nicht ausführlich behandelt werden. Grundvoraussetzung für einen sicheren Transport ist nach der Richtlinie ist allerdings ein Transportfahrzeug, das über eine "Ladefläche" aus sog. Fahrbahnelementen (Lochbleche) verfügt. In diese Fahrbahnelemente werden Radvorleger und spezielle Dreipunkt Zurrgurte eingerastet, die die Räder des transportierten Fahrzeugs – und damit das gesamte Fahrzeug – sichern. Die VDI Richtlinie bezieht sich dabei mehr auf den Transport auf LKW-Zügen. Bei PKW-Anhängern genügt es wenn der zu transportierende PKW mit 4 stabilen Zurrgurten im Diagonalverfahren gesichert wird. Zur Umreifung um die Räder gibt es spezielle Gurte. Der Einsatz eines stabilen Anfahrkeils oder von Radstoppelementen vor den Vorderrädern ist sehr sinnvoll.
In der Rubrik Fragen und Antworten, las ich, dass bei einem PKW-Anhänger keine Zurrösen nachgerüstet werden müssen. Wie kann ich aber ordnungsgerecht meine Ladung sichern? Kann ich über die Bordwand gurten? Die Bordwandhöhe beträgt 40 cm
Obwohl es für PKW-Anhänger keine Pflicht zur Ausrüstung mit Zurrpunkten gibt, sollte man seinen Anhänger trotzdem nachrüsten. Im Zubehörhandel werden dafür eine Vielzahl von verschiedenen Zurrpunkten mit unterschiedlichen Belastungen und unterschiedlichen Ausführungen angeboten.
Klemmbretter, korrekt als Zwischenwandverschluss bezeichnet, können nur eine sehr geringe Sicherungskraft aufbringen. Nach Herstellerangabe beträgt die Sicherungskraft eines Zwischenwandverschlusses auf einer Holzbordwand bis zu 320 daN, auf einer Aluminiumbordwand nur bis zu 220 daN. Ausgehend von einem Gleit-Reibbeiwert µ von 0,2 für die Ladung auf Siebdruckboden kann mit einem Zwischenwandverschluss in Fahrtrichtung etwa 400 kg (Aluminiumbordwand) bis etwa 550 kg (Holzbordwand) Ladung gesichert werden. Entgegen der Fahrtrichtung sind das dann etwa 800 kg (Aluminiumbordwand) bis etwa 1.000 kg (Holzbordwand) Ladungsgewicht.
Als Alternative bietet sich hier eine Kopfschlinge an. Dieses System kann, abhängig von den Zurrpunkten und den Zurrwinkeln deutlich mehr Sicherungskraft leisten

References: § 22

§ 23

§ 30

§ 31

§ 412
 § 823
 § 254
 § 22