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Timestamp: 2019-08-22 02:00:28+00:00

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Rechtsprechung: 19 U 70/10 - dejure.org
Weitere Entscheidungen unten: OLG Köln, 26.11.2010 | KG, 20.01.2011
https://dejure.org/2010,3569
OLG Frankfurt, 03.11.2010 - 19 U 70/10 (https://dejure.org/2010,3569)
OLG Frankfurt, Entscheidung vom 03.11.2010 - 19 U 70/10 (https://dejure.org/2010,3569)
OLG Frankfurt, Entscheidung vom 03. November 2010 - 19 U 70/10 (https://dejure.org/2010,3569)
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Umfang der Aufklärungspflicht des Anlageberaters oder Anlagevermittlers über die Höhe von Rückvergütungen
LG Frankfurt/Main, 22.02.2010 - 21 O 189/08
Dies hat der 19. Zivilsenat des Oberlandesgerichts Frankfurt in seinem Urteil vom 03.11.2010 (19 U 70/10, zit. nach juris, Rn. 44) zutreffend angenommen.
In Einklang mit den Urteilen des 19. Zivilsenats des Oberlandesgerichts Frankfurt vom 30.6.2010 (19 U 20/2010) und vom 03.11.2010 (19 U 70/10, zit. nach juris, Rn. 37) weist der erkennende Senat darauf hin, dass es zum Zeitpunkt des Beratungsgesprächs (September 2003) keine Rechtsprechung gab, auf die sich die Beklagte mit ihrer Ansicht stützen könnte, Rückvergütungen seien nicht zu offenbaren.
Denn die Ersatzpflicht setzt allein voraus, dass die Inanspruchnahme eines Rechtsanwalts erforderlich und zweckmäßig war (so zutreffend für einen Parallelfall: 19. Zivilsenat des OLG Frankfurt, Urt. v. 03.11.2010, 19 U 70/10, zit. nach juris, Rn. 59, unter Hinweis auf BGH NJW 2004, 444, 446).
Insofern fehlt es an einer Darlegung, dass der Beratungsfehler auf einem vorsätzlichen Verhalten der Beklagten bzw. ihrer Mitarbeiter beruht (vgl. insofern OLG Frankfurt am Main, Urteil vom 3. November 2010, 19 U 70/10, zit. nach juris, Rn. 56f.;… Urteil vom 19. November 2010, 17 U 29/10, zit. nach juris, Rn. 77f.).
Dass das Darlehen bzw. Zahlungen auf dieses noch nicht fällig sind, führt dabei zu keiner Änderung, da der Zedent jedenfalls mit einer Verbindlichkeit belastet ist (vgl. OLG Frankfurt am Main, Urteil vom 3. November 2010, 19 U 70/10, zit. nach juris, Rn. 53).
Dabei ist auch zu berücksichtigen, dass der konkrete Aufwand für die anwaltliche Tätigkeit im Hinblick auf den Zedenten allenfalls von durchschnittlichem Umfang war, da die Kanzlei des Bevollmächtigten des Zedenten eine Vielzahl von Verfahren ähnlicher Art betreibt (vgl. dazu OLG Frankfurt am Main, Urteil vom 3. November 2010, 19 U 70/10, zit. nach juris, Rn. 60).
Dabei ist auch zu berücksichtigen, dass der konkrete Aufwand für die anwaltliche Tätigkeit im Hinblick auf den Zedenten allenfalls von durchschnittlichem Umfang war, da die Kanzlei des Bevollmächtigten des Zedenten gerichtsbekannt eine Vielzahl von Verfahren ähnlicher Art betreibt (vgl. dazu OLG Frankfurt am Main, Urteil vom 3.11.2010, 19 U 70/10 - bei juris).
Insofern fehlt es an einer Darlegung, dass der Beratungsfehler auf einem vorsätzlichen Verhalten der Beklagten bzw. ihrer Mitarbeiter beruht (vgl. insofern OLG Frankfurt am Main, Urteil vom 3.112010, 19 U 70/10 - bei nach juris; Urteil vom 19.11.2010, 17 U 29/10 - bei juris).
Dabei ist auch zu berücksichtigen, dass der konkrete Aufwand für die anwaltliche Tätigkeit im Hinblick auf die Kläger allenfalls von durchschnittlichem Umfang war, da die Kanzlei des Bevollmächtigten der Kläger gerichtsbekannt eine Vielzahl von Verfahren ähnlicher Art betreibt (vgl. OLG Frankfurt vom 3.11.2010 19 U 70/10, JURIS).
Zwar wird vorhandenes Geld erfahrungsgemäß angelegt und nahm die Rechtsprechung in der Vergangenheit häufig Zinssätze von mindestens 2% an (vgl. BGH NJW 2012, 2266 Tz. 18; OLG Frankfurt, Urteil vom 3.11.2010 - 19 U 70/10 - juris Rn. 55).
Voraussetzung für eine Aufklärung über die Rückvergütungen ist aber, dass der Verkaufsprospekt dem Kläger so rechtzeitig vor der Anlageentscheidung übergeben wird, dass er sich mit seinem Inhalt vertraut machen konnte (…BGH, Urt. v. 08. Mai 2012 - XI ZR 262/10, WM 2012, 1337 ff., juris, BGH, Urt. v. 27. Oktober 2009 - XI ZR 338/08, WM 2009, 2306 Rn. 31 und BGH, Urt. v. 25. September 2007 - XI ZR 320/06, BKR 2008, 199 Rn. 17; OLG Frankfurt, Urt. v. 3. November 2011 - 19 U 70/10, NJOZ 2011, 51 [53]); vgl. auch BGH, Urteil vom 12. Juli 2007 - III ZR 145/06, WM 2007, 1608 Rn. 9 m.w.N.).
Dabei ist auch zu berücksichtigen, dass der konkrete Aufwand für die anwaltliche Tätigkeit im Hinblick auf den Kläger allenfalls von durchschnittlichem Umfang war, da die Kanzlei des Bevollmächtigten des Klägers gerichtsbekannt eine Mehrzahl von Verfahren ähnlicher Art betreibt (vgl. dazu OLG Frankfurt am Main, Urteil vom 3.11.2010, 19 U 70/10 - bei juris).
https://dejure.org/2010,12948
OLG Köln, 26.11.2010 - 19 U 70/10 (https://dejure.org/2010,12948)
OLG Köln, Entscheidung vom 26.11.2010 - 19 U 70/10 (https://dejure.org/2010,12948)
OLG Köln, Entscheidung vom 26. November 2010 - 19 U 70/10 (https://dejure.org/2010,12948)
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Entscheidung über einen Anspruch auf Erteilung eines Buchauszuges durch Teilurteil
LG Bonn, 14.04.2010 - 16 O 73/09
Ein Teilurteil darf - auch in Verbindung mit einem Grundurteil - aber nur ergehen, wenn der weitere Verlauf des Prozesses die Entscheidung unter keinen Umständen mehr berühren kann (Senat, Urteil vom 26.11.2010, 19 U 70/10, juris Rn. 3 ff.; OLG Düsseldorf…, Urteil vom 26.01.2016, 24 U 58/15, juris Rn. 36 m.w.N., auch zum Folgenden).
https://dejure.org/2011,10939
KG, 20.01.2011 - 19 U 70/10 (https://dejure.org/2011,10939)
KG, Entscheidung vom 20.01.2011 - 19 U 70/10 (https://dejure.org/2011,10939)
KG, Entscheidung vom 20. Januar 2011 - 19 U 70/10 (https://dejure.org/2011,10939)
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§ 242 BGB, § 666 BGB, § 677 BGB
LG Berlin, 04.06.2010 - 14 O 634/09
NZG 2011, 553
Eine Vermutung dahin, dass es sich bei einem Mittelverwendungskontrollvertrag grundsätzlich um einen echten Vertrag zugunsten Dritter handelt, besteht allerdings nicht (…Senatsurteil vom 9. November 2017 aaO;… s. auch Palandt/Grüneberg aaO; so aber KG, NZG 2011, 553).
Eine allgemeine Aussage dahin, dass es sich bei einem Mittelverwendungskontrollvertrag grundsätzlich um einen echten Vertrag zugunsten Dritter handele (so aber KG, NZG 2011, 553), wäre verfehlt.
Dazu gehören auch die Informationsansprüche aus § 666 BGB (KG, NZG 2011, 553).
Dabei macht es keinen Unterschied, ob in dem Vertrage selbst ausdrücklich bestimmt ist, dass er zugunsten aller Gesellschafter als Dritten abgeschlossen wurde (…vgl. dazu BGH, Urt. v. 19.11.2009 - III ZR 109/08, Rdn. 2 und 16, juris = BeckRS 2009, 88187;… Urt. v. 19.11.2009 - III ZR 108/08, Rdn. 2 und 19, juris = BeckRS 2009, 88186;… Urt. v. 11.02.2010 - III ZR 11/09, Rdn. 2, juris = BeckRS 2010, 04794) oder ob sich dies erst im Wege der Auslegung ergibt (arg. § 328 Abs. 2 BGB;… vgl. BGH, Urt. v. 21.03.2013 - III ZR 260/11, Rdn. 20, juris = BeckRS 2013, 06431;… OLG Koblenz, Urt. v. 15.01.2016 - 8 U 1268/14, Rdn. 83 ff., juris = BeckRS 2016, 03386; ferner KG, Urt. v. 20.01.2011 - 19 U 70/10, Rdn. 7, juris = BeckRS 2011, 07204).
1.Der zwischen der Emittentin und dem Beklagten geschlossene Service-Vertrag ist rechtlich als Geschäftsbesorgungsvertrag einzuordnen, so dass über § 675 Abs. 1 BGB die Vorschrift des § 666 BGB zur Anwendung gelangt (vgl. KG Berlin, Urteil vom 20.01.2011, 19 U 70/10, Rn. 12 f.; OLG München, Urteil vom 05.06.2013, 20 U 434/13, Rn. 58).

References: BGH 
 BGH 

§ 242
 § 666
 § 677
 § 666
 § 328
 § 675
 § 666