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Timestamp: 2019-12-06 11:53:20+00:00

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BAG – 2 AZR 57/17
Eigenkündigung des Arbeitnehmers – Klagefrist
Bundesarbeitsgericht, Urteil vom 21.09.2017, 2 AZR 57/17
Auf die Revision der Beklagten wird das Urteil des Landesarbeitsgerichts Berlin-Brandenburg vom 6. September 2016 – 19 Sa 953/16 – aufgehoben.
2 AZR 57/17 > Rn 1
2 AZR 57/17 > Rn 2
2 AZR 57/17 > Rn 3
2 AZR 57/17 > Rn 4
2 AZR 57/17 > Rn 5
2 AZR 57/17 > Rn 6
2 AZR 57/17 > Rn 7
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2 AZR 57/17 > Rn 10
2 AZR 57/17 > Rn 11
2 AZR 57/17 > Rn 12
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2 AZR 57/17 > Rn 15
2 AZR 57/17 > Rn 16
2 AZR 57/17 > Rn 17
2 AZR 57/17 > Rn 18
2 AZR 57/17 > Rn 19
2 AZR 57/17 > Rn 20
2 AZR 57/17 > Rn 21
2 AZR 57/17 > Rn 22
c) Das Interesse des Arbeitgebers an einer schnellen Klärung auch der Wirksamkeit einer Eigenkündigung des Arbeitnehmers erlaubt kein anderes Verständnis der §§ 4, 7 KSchG (aA LAG Köln 29. Juni 2006 – 5 Sa 377/06 – Rn. 22). Der Gesetzgeber hat Streitigkeiten über andere Beendigungstatbestände als arbeitgeberseitige Kündigungen ebenfalls nicht der Klagefrist des § 4 Satz 1 KSchG unterworfen, obwohl das Bedürfnis nach einer schnellen Klärung grundsätzlich ebenso bestünde. So unterfallen dem Anwendungsbereich des § 4 Satz 1 KSchG zB weder die Anfechtung eines Arbeitsvertrags (aA KR/Friedrich/Klose 11. Aufl. § 4 KSchG Rn. 27) noch die Wirksamkeit einer Aufhebungsvereinbarung. Für die Befristungskontrollklage gilt die spezielle Norm des § 17 TzBfG.
2 AZR 57/17 > Rn 23
2 AZR 57/17 > Rn 24
2 AZR 57/17 > Rn 25
2 AZR 57/17 > Rn 26
2 AZR 57/17 > Rn 27
2 AZR 57/17 > Rn 28
2 AZR 57/17 > Rn 29
2 AZR 57/17 > Rn 30
2 AZR 57/17 > Rn 31
2 AZR 57/17 > Rn 32
2 AZR 57/17 > Rn 33
2 AZR 57/17 > Rn 34
2 AZR 57/17 > Rn 35
2 AZR 57/17 > Rn 36
2 AZR 57/17 > Rn 37
2 AZR 57/17 > Rn 38
2 AZR 57/17 > Rn 39
2 AZR 57/17 > Rn 40
2 AZR 57/17 > Rn 41
aa) Die Stellungnahme bescheinigt keinen medizinischen Befund. Sie beschränkt sich auf die Angabe, man gehe fest davon aus, es habe am 6. März 2015 bei der Klägerin „krankheitsbedingt keine Geschäftsfähigkeit“ vorgelegen. Dabei handelt es sich nicht um einen medizinischen Sachverhalt, sondern um die sich aus einem solchen möglicherweise ergebende Rechtsfolge, deren Voraussetzungen das Gericht ggf. festzustellen hat (vgl. BGH 18. Mai 2001 – V ZR 126/00 – zu II 1 c der Gründe). Anders als bei der gem. § 5 Abs. 1 EFZG vorgesehenen ärztlichen Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung kennt das Gesetz keine „ärztliche Geschäftsunfähigkeitsbescheinigung“. Welche medizinischen Umstände betreffend den Geisteszustand der Klägerin am 6. März 2015 gegeben waren, ergibt sich aus der ärztlichen Stellungnahme vom 9. September 2015 jedoch nicht.
2 AZR 57/17 > Rn 42
2 AZR 57/17 > Rn 43
2 AZR 57/17 > Rn 44
2 AZR 57/17 > Rn 45
2 AZR 57/17 > Rn 46
2 AZR 57/17 > Rn 47
cc) Welchen Beweiswert das Landesarbeitsgericht den angenommenen „Auffälligkeiten“ in den Schreiben der Klägerin an die Beklagte vom 6. März 2015, 11. März 2015 und 8. April 2015 in Bezug auf einen Ausschluss ihrer freien Willensbestimmung zugeschrieben hat, ist ebenfalls weder ausgeführt noch – ohne medizinische Sachkenntnis – objektiv ersichtlich. Auf eine vorhandene eigene Sachkunde hat sich das Landesarbeitsgericht nicht berufen.
2 AZR 57/17 > Rn 48
2 AZR 57/17 > Rn 49
2 AZR 57/17 > Rn 50
2 AZR 57/17 > Rn 51
2 AZR 57/17 > Rn 52
2 AZR 57/17 > Rn 53
Koch Niemann Rachor
Nielebock Sieg
Eigenkündigung des Arbeitnehmers,
BGB § 104 Nr. 2
BGB § 105
ZPO § 261 Abs. 3
Das Urteil BAG – 2 AZR 57/17 wird zitiert in:
> BAG, 07.02.2019 – 6 AZR 75/18
> BAG, 28.06.2018 – 2 AZR 436/17
> BAG, 26.04.2018 – 3 AZR 738/16
> BAG, 25.04.2018 – 2 AZR 611/17

References: § 4
 § 4
 § 4
 § 17
 BGH 
 § 5
 § 104
 § 105
 § 261