Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=NJW+2017,+958
Timestamp: 2018-12-11 01:21:48+00:00

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BGH, 06.12.2016 - X ZR 117/15 - dejure.org
BGB §§ 651c Abs. 1, 651d Abs. 1
§ 638 Abs. 4 BGB, § 651c Abs. 1 BGB, § 651f BGB, § 651c BGB, § 326 BGB, § 651d Abs. 1 BGB, § 91 Abs. 1 ZPO
§ 651c Abs 1 BGB, § 651d Abs 1 BGB
Reisevertrag: Verlust des Anspruchs auf den Reisepreis bei Verletzung des Reisenden bei einem Verkehrsunfall während des Transfers vom Flughafen zum Hotel
Risiko des Reiseveranstalters bzgl. des Nichterhalts des vereinbarten Reisepreises; Begründung eines Reisemangels durch die Verletzung des Reisenden; Unmöglichkeit der Inanspruchnahme weiterer Reiseleistungen durch den Reisenden aufgrund der Verletzung; Verkehrsunfall während des Transfers vom Flughafen zum Hotel; Verlust des gesamten Anspruchs des Reiseveranstalters auf den Reisepreis
Unfallverletzung des Reisenden beim Transfer vom Flughafen zum Hotel ist Reisemangel!
Unverschuldeter Unfall beim Hoteltransfer - Reisemangel?
Unfall bei Pauschalreise: Geisterfahrer ist Reisemangel
Reiserecht - Reiseveranstalter muss nach unverschuldetem Unfall beim Hoteltransfer Reisepreis erstatten
Reiseveranstalter muss auch nach unverschuldetem Unfall beim Hoteltransfer den Reisepreis erstatten
Anspruch des Reisenden auf Erstattung des Reisepreises bei Verletzung durch einen Verkehrsunfall während des Transfers zum Hotel
spiegel.de (Pressemeldung, 06.12.2016)
Veranstalter muss nach Unfall Reisepreis erstatten
Was Reisende, die eine Pauschalreise mit Transfer zum Hotel gebucht haben, wissen sollten
Welche Pflichten hat ein Reiseveranstalter und wann liegt ein Reisemangel vor?
Verkehrsunfall bei Pauschalreise
NJW 2017, 958
MDR 2017, 509
VersR 2017, 1284
Dabei trägt der Reiseveranstalter unabhängig von der Ursache des Fehlers grundsätzlich die Gefahr des Gelingens der Reise und hat auch ohne Verschulden für den Erfolg und die Fehlerfreiheit der Gesamtheit der Reiseleistungen einzustehen (s. nur BGH, Urt. v. 06.12.2016 - X ZR 117/15 = NJW 2017, 958 = RRa 2017, 665 Rz. 6 mwN).
Indes ist nach der Rechtsprechung des BGH (s. Urt. v. 06.12.2016, a.a.O. Rz. 10;… v. 11.01.2005 - X ZR 163/02 = NJW 2005, 1420 = RRa 2005, 112, Rz. 18) eine Begrenzung der reisevertraglichen Gewährleistung in Bezug auf solche Umstände geboten, in denen sich Risiken verwirklichen, die der Reisende im täglichen Leben ebenfalls zu tragen hat.
Damit wird dem Schutzzweck der reisevertraglichen Gewährleistung Rechnung getragen, ebenso wie es im Schadensersatzrecht anerkannte Lehre entspricht, dass die Schadensersatzpflicht durch den Schutzzweck der Norm begrenzt wird (BGH, Urt. v. 6.12.2016, NJW 2017, 958, 959).

References: § 638
 § 651
 § 651
 § 651
 § 326
 § 651
 § 91

§ 651
 § 651
 BGH