Source: http://www.fremdesindfreunde.de/vereinssatzung
Timestamp: 2019-07-20 10:30:54+00:00

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Vereinssatzung Fremde sind Freunde e.V. – Fremde sind Freunde e.V.
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Vereinssatzung Fremde sind Freunde e.V.
Der Verein führt den Namen „Fremde sind Freunde”, hat seinen Sitz in Aßlar und ist in das Vereinsregister eingetragen. Das Geschäftsjahr des Vereins entspricht dem Kalenderjahr.
Der Verein verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige und mildtätige Zwecke im Sinne des Abschnitts „Steuerbegünstigte Zwecke” der Abgabenordnung. Zweck des Vereins ist im Sinne des § 52 Abs. 2 Nr. 10 AO die Förderung, Betreuung und Unterstützung für politisch, rassisch oder religiös Verfolgte, für Flüchtlinge, Asylbewerber, Kriegs- und Katastrophenopfer und Menschen in Notsituationen, insbesondere die infolge ihres körperlichen, geistigen oder seelischen Zustands oder aus wirtschaftlichen Gründen im Sinne des § 53 AO auf die Hilfe anderer angewiesen sind. Zwecke des Vereins sind insbesondere auch das Eintreten für Menschenrechte; die Förderung von Begegnung und Toleranz zwischen ortsansässigen Einwohnern und Flüchtlingen; Unterstützung von Menschen, die aus Gründen des Geschlechts verfolgt sind oder die ihre Heimat aus Gründen von Naturkatastrophen oder wegen von Menschen geschaffener unzumutbarer Bedingungen verlassen; Beratung und Unterstützung von unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen; die Förderung der Selbstorganisation und der Interessenvertretung von Flüchtlingen und Asylbewerber und deren Verbesserung der sozialen, schulischen, kulturellen und politischen Situation; Maßnahmen zur Verbesserung der Lebenssituation.
Es ist unser Ziel, Menschen die aus Ihren Herkunftsländern flüchten zu unterstützen, zu betreuen und damit verbundene Lebenshilfe zu leisten. Die Arbeit mit und an den oben genannten Menschen betrifft auch diejenigen Personen, die bereits in Deutschland leben und einen Migrationshintergrund besitzen.
Menschen jeder Nationalität werden gefördert, unterstützt und betreut. Sie sollen auch angeregt werden, sich im Sinne der Nächstenliebe gegenseitig zu unterstützen und sich diakonisch und sozial zu betätigen. Der Verein erfüllt seine Zwecke auch durch Information und Beratung der oben genannten Menschen, durch Schaffung von Kommunikationsmöglichkeiten (z.B. Deutschkurse), durch Begegnungen von Einheimischen und Flüchtlingen bzw. Asylbewerber, durch die Vernetzung und Integration der oben genannten Menschen in Vereinen, durch öffentliche Veranstaltungen oder private Treffen, Freizeiten, Tagungen, Studienreisen und Seminare und durch die Beratung und Vermittlung im Bezug auf die jeweilige schulische und berufsbezogene Perspektive. Die Veranstaltungen können Vortrags-, Informations- oder Kulturcharakter haben. Daneben werden besondere Aktionen durchgeführt bzw. an solchen teilgenommen, wie z.B. Sport- oder Kulturveranstaltungen und gemeinsamen Ausflügen. Hauptzielgruppe des Vereins sind Menschen mit Migrationshintergrund sowie ehrenamtliche Mitarbeiter. Für die verschiedenen Arbeitsbereiche werden qualifizierte Mitarbeiter angelernt und eingearbeitet. Diese Maßnahmen werden insbesondere durch einen Sozialpädagogen bzw. Sozialarbeiter begleitet. Besonderer Stellenwert hierbei: Qualifikationen wie Sozialkompetenz und Fachkompetenz der Mitarbeiter und Nachhaltigkeit hinsichtlich ihrer Arbeit . Zusätzlich werden Mitglieder des Vereins die Flüchtlinge (insbesondere in Absprache und enger Zusammenarbeit mit den jeweiligen Sozialarbeitern bzw. Verantwortlichen) in deren Einrichtung und Unterkunft besuchen und betreuen. Es werden auch missionarische und diakonische Projekte unterstützt.
3.Verbindung zur Kirche
“Fremde sind Freunde” legt Wert auf Zusammenarbeit mit den christlichen Kirchen, Freikirchen und Gemeinschaften. Der Verein selbst ist an keine kirchliche Organisation gebunden und versteht sich als ein überkonfessionelles Organ. Dem Ziel des Vereins entsprechend sollten sich Haupt- und Ehrenamtliche und andere Teilnehmer der Veranstaltungen in einer christlichen Gemeinde aktiv betätigen.
4. Verbindung zu anderen Institutionen
“Fremde sind Freunde” legt Wert auf Zusammenarbeit mit spezifischen Kooperationspartnern bezüglich der Klientel.
Es darf keine Person durch Ausgaben, die dem Zweck der Körperschaft fremd sind, oder durch unverhältnismäßig hohe Vergütungen begünstigt werden. Mitglieder erhalten keine Zuwendungen aus Mitteln des Vereins, außer im Falle einer hauptamtlichen Beschäftigung ein vom Vorstand festgesetztes Gehalt, das eine Vergütung, die für eine vergleichbare Tätigkeit im öffentlichen Dienst nach BAT gezahlt wird, nicht überschreiten soll. Die Mitglieder der Organe des Vereins, sowie mit Aufgaben zur Förderung des Vereins betraute Mitglieder, haben gegenüber dem Verein einen Anspruch auf Ersatz, der in Zusammenhang mit ihrer Amtsausübung entstandenen Aufwendungen (§ 670 BGB) im Rahmen der Beschlüsse des Vorstandes und im Rahmen der finanziellen Leistungsfähigkeit des Vereins. Eine Ehrenamtspauschale (§ 3 Nr. 26 a EStG) in Form pauschalen Aufwendungsersatzes oder einer Tätigkeitsvergütung kann geleistet werden.
§ 5 Handlungsgrundlage
Die Handlungsgrundlage des Vereins beruht auf „Christlicher Nächstenliebe“. Die Mitarbeit muss in direkter Verbindung mit einem Herz für die Arbeit und der damit verbundenen Liebe für die Menschen in der jeweiligen Notsituation stehen. Diese Grundlagen sind für die Mitglieder verbindlich.
1. Mitglieder können nur Männer und Frauen ab 18 Jahren werden, die den Verein hauptamtlich oder ehrenamtlich zu fördern bereit sind, die Handlungsgrundlage des § 5 als für sich verbindlich anerkennen und sich verpflichten, die Interessen des Vereins und seiner Mitglieder in einem gegenseitigen Vertrauensverhältnis zu wahren und zu stützen.
2. Die Mitglieder erklären sich bereit, einen Mitgliedsbeitrag zu entrichten.
3. Die Mitgliedschaft setzt einen schriftlichen Aufnahmeantrag an den Vorstand voraus. Der Vorstand beschließt über diesen mit einfacher Mehrheit. Über diese Entscheidung ist das Mitglied unter Hinweis auf die satzungsmäßigen Rechte und Pflichten schriftlich zu unterrichten.
4. Jedes Mitglied hat Sitz und Stimme in der Mitgliederversammlung sowie aktives und passives Wahlrecht.
5. Die Mitglieder haben keinen Anspruch auf einen Anteil am Vermögen oder Eigentum des Vereins, auch nicht bei dessen Auflösung.
6.1 durch Tod; oder durch Austritt, der dem Vorstand schriftlich angezeigt werden muss und sofort wirksam wird.
6.2 durch Ausschluss durch Vorstandsbeschluss aus wichtigem Grund. Ein solcher ist besonders gegeben, wenn ein Mitglied sich erheblicher Verstöße gegen die Vereinsinteressen schuldig macht oder nicht mehr zur Handlungsgrundlage steht.
6.3. durch Streichung von der Mitgliederliste. Diese kann der Vorstand beschließen,
– wenn das Mitglied ins Ausland verzieht;
– wenn das Mitglied unentschuldigt an drei Mitgliederversammlungen nicht teilnimmt.
1. Die finanziellen Mittel zur Deckung der Kosten werden durch Mitgliedsbeiträge und Spenden aufgebracht. 2. Um den Verein Publik zu machen, betreiben die Mitglieder Öffentlichkeitsarbeit. Der Verein und die Spendenakquisition werden insbesondere durch Infovorträge bei verschiedenen Veranstaltungen und durch Rundbriefe vorgestellt und beworben. Ebenso werden Flyer hergestellt und besonders bei speziellen Veranstaltungen bzw. im Umfeld der Mitglieder weitergegeben.
3. Der Verein betreibt an der angemeldeten Vereinsadresse ein Büro. Die verschiedenen Vereinstätigkeiten werden jedoch insbesondere in angemieteten bzw. unentgeltlich zur Verfügung gestellten Räumlichkeiten durchgeführt und stattfinden [z.B. Räumlichkeiten der ortsansässigen Gemeinde (Sporthallen), Kirchengemeinde oder freikirchlichen Gemeinde (Jugendräume für Freizeitaktivitäten, geeignete Räume für Sprachkurse)]. Insbesondere Flüchtlinge werden auch in den jeweiligen Einrichtungen besucht und betreut.
1. Der Vorstand besteht aus einem Vorsitzenden, einem stellvertretenden Vorsitzenden und dem Schriftführer. Die Vorstandsmitglieder werden von der Mitgliederversammlung auf die Dauer von vier Jahren gewählt, sie bleiben bis zu einer ordentlichen Neuwahl im Amt. Wiederwahl ist möglich.
2. Der Vorstand ist beschlussfähig, wenn mindestens zwei Drittel seiner Mitglieder anwesend sind. Auf Antrag haben Abstimmungen in geheimer Wahl zu erfolgen.
3. Die Vorstandssitzungen werden vom Vorsitzenden, im Verhinderungsfalle oder auf Wunsch des Vorsitzenden von einem seiner Stellvertreter, schriftlich, unter Angabe der Tagesordnung mit einer Einladungsfrist von mindestens einer Woche einberufen und geleitet.
4. Über jede Vorstandssitzung ist ein Protokoll von einem der anwesenden Vorstandsmitglieder zu führen und von diesem und dem Leiter der Vorstandssitzung zu unterschreiben.
5. Der Verein wird gerichtlich und außergerichtlich durch den Vorsitzenden, den stellvertretenden Vorsitzenden und dem Schriftführer vertreten. Jedes Vorstandsmitglied vertritt den Verein einzeln. Dem gemäß § 26 BGB vertretungsberechtigten Vorstand obliegt die Geschäftsleitung, die Ausführung der Vereinsbeschlüsse und die Verwaltung des Vereinsvermögens. Er hat zu veranlassen, dass über die Einnahmen und Ausgaben sowie über das Vereinsvermögen ordnungsgemäß Buch geführt wird. Der Mitgliederversammlung hat er einen Rechenschaftsbericht zu erstatten. 6. Ein Vorstandsmitglied darf eine hauptamtliche Beschäftigung im Verein annehmen und bekommt dafür ein vom Vorstand festgesetztes Gehalt, das eine Vergütung, die für eine vergleichbare Tätigkeit im öffentlichen Dienst nach BAT gezahlt wird, nicht überschreiten darf. Der Vorstand hat in einer seiner Vorstandssitzungen über dieses Beschäftigungsverhältnis und Gehalt zu befinden und mit einfacher Mehrheit abzustimmen.
1. Jährlich findet eine Hauptversammlung statt. Die Hauptversammlung beschließt über:
b) den Rechnungsbericht des Kassenwartes
2. Außerordentliche Versammlungen sind einzuberufen, wenn das Interesse des Vereins es erfordert:
b) wenn mindestens 1/5 der aktiven Mitglieder dies schriftlich unter Angabe des Zweckes und der Gründe verlangen.
3. Die Mitglieder des Vereins wählen durch einfache Mehrheit in der Mitgliederversammlung einen Schriftführer-/in (dieses Amt darf auch ein Vorstandsmitglied übernehmen) und einen Schatzmeister. Die Rechte und Pflichten eines Schatzmeister-/in ergeben sich aus § 26 BGB. Beide Ämter sind nicht an eine bestimmte Laufzeit gebunden und können auf Wunsch der Amtsinhaber bzw. des Vorstandes während einer Mitgliederversammlung neu gewählt werden.
4. Die Mitgliederversammlungen werden vom Vorsitzenden, im Verhinderungsfalle von einem seiner Stellvertreter, schriftlich, unter Angabe der Tagesordnung, mit einer Einladungsfrist von mindestens einer Woche, einberufen und geleitet.
5. Bei Beschlussfassung entscheidet die Mehrheit der erschienenen Mitglieder, bei Stimmengleichheit die Stimme des Vorsitzenden. Auf Antrag haben Abstimmungen in geheimer Wahl zu erfolgen. Satzungsänderungen und der Beschluss über die Auflösung des Vereins bedürfen einer Mehrheit von mindestens 3/4 der erschienenen Mitglieder. Derartige Beschlüsse bedürfen einer Mitgliederversammlung, zu der schriftlich unter Angabe des Wortlauts der geplanten Satzungsänderung bzw. unter Hinweis auf die geplante Auflösung des Vereins einzuladen ist.
6. Über die Beschlüsse der Mitgliederversammlung ist ein Protokoll, von einem jeweils auf Vorschlag des Sitzungsleiters von der Mitgliederversammlung dazu zu bestimmenden Mitglied zu führen und von diesem und dem Leiter der Mitgliederversammlung zu unterschreiben.
Der Verein kann außenstehende Personen, die geeignet und bereit sind, die Vereinsarbeit zu fördern, in einen Beirat berufen. Die Berufung erfolgt durch den Vorstand auf Beschluss der Mitgliederversammlung. Die Mitglieder des Beirats haben in der Versammlung beratende Stimme.
Bei Auflösung oder Aufhebung des Vereins oder bei Wegfall steuerbegünstigter Zwecke fällt das Vereinsvermögen an eine andere steuerbegünstigte Körperschaft zwecks unmittelbar und ausschließlich gemeinnütziger oder mildtätiger Verwendung. Die Liquidatoren werden durch einfache Mehrheit gewählt.

References: § 52
 § 53

§ 5
 § 5
 § 26
 § 26