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Timestamp: 2020-04-10 00:23:23+00:00

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BGH, 18.10.1994 - XI ZR 237/93 - dejure.org
https://dejure.org/1994,296
BGH, 18.10.1994 - XI ZR 237/93 (https://dejure.org/1994,296)
BGH, Entscheidung vom 18.10.1994 - XI ZR 237/93 (https://dejure.org/1994,296)
BGH, Entscheidung vom 18. Januar 1994 - XI ZR 237/93 (https://dejure.org/1994,296)
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Kontenwahrheit - Geldwäsche
Keine Kontosperre bei Auseinanderfallen von materieller und formeller Berechtigung
Voraussetzungen einer Kontosperre
AO (1977) § 154; GeldwäscheG § 8
Geldwäschegesetz; keine Kontosperre nach § 154 Abs. 3 AO bei Abweichung von der materiellen Kontenwahrheit
Materielle Kontenwahrheit für § 154 AO unerheblich; Verhältnis § 154 Abs. 3 AO zu 8 GwG
LG Bielefeld, 18.05.1993 - 21 O 67/93
OLG Hamm, 08.11.1993 - 31 U 132/93
BGHZ 127, 229
NJW 1995, 261
NJW-RR 1995, 240 (Ls.)
ZIP 1994, 1926
WM 1994, 2270
BB 1995, 62
DB 1995, 423
Nach den sonach maßgeblichen zivilrechtlichen Grundsätzen ist Inhaber eines Kontos und Gläubiger des darauf eingezahlten Betrages, wer nach dem erkennbaren Willen des Kunden im Zeitpunkt der Kontoeröffnung Gläubiger des Guthabens werden sollte (BGH, Urteile vom 18. Oktober 1994 - XI ZR 237/93 - BGHZ 127, 229 und vom 18. Januar 2005 - X ZR 264/02 - NJW 2005, 980).
Aus wessen Mitteln auf ein Konto eingezahlte Gelder stammen, ist für die Frage der Forderungsinhaberschaft gegenüber der Bank ebenso unerheblich wie der Umstand, ob auf dem Konto Geldbeträge verbucht wurden, die steuerlich möglicherweise einem Dritten - dem Bevollmächtigten - zuzuordnen sind (BGH, Urteil vom 18. Oktober 1994 a.a.O. m.w.N.).
Nach den sonach maßgeblichen zivilrechtlichen Grundsätzen ist Inhaber eines Depots oder Kontos und Gläubiger des darauf eingezahlten Betrages, wer nach dem von der Bank erkennbaren Willen des Kunden im Zeitpunkt der Kontoeröffnung Gläubiger des Guthabens werden sollte (BGH, Urteile vom 18. Oktober 1994 - XI ZR 237/93 - BGHZ 127, 229 und vom 18. Januar 2005 - X ZR 264/02 - NJW 2005, 980).
Soweit es entscheidungserheblich sein sollte, wer Inhaber des Kontos Nr. 2062388 bei der Beklagten gewesen ist, wird das Berufungsgericht die Einwände der Revision gegen seine entsprechende Feststellung zu berücksichtigen haben (vgl. dazu BGH, Urt. v. 18. Oktober 1994 - XI ZR 237/93, NJW 1995, 261 f; v. 12. Dezember 1995 - XI ZR 15/95, WM 1996, 249, 250).
Ihr ist bereits Genüge getan, wenn diejenigen, die gegenüber der Bank auftreten, dies unter ihrem richtigen Namen und ihrer richtigen Anschrift tun (BGHZ 127, 229, 233 f.).
Die Regelung stellt auf die formale Kontenwahrheit ab (vgl. Urteil des Bundesgerichtshofs vom 18. Oktober 1994 XI ZR 237/93, BGHZ 127, 229;… Halaczinsky, Die Haftung im Steuerrecht, 3. Aufl. 2004, Rz 203; a.A. Blesinger, Haftung und Duldung im Steuerrecht, S. 66).
Dass das eingezahlte Geld angeblich von Frau L1 stammte, ist insoweit unbeachtlich - vgl. BGH, Urteil vom 18. Oktober 1994 - XI ZR 237/93 -, BGHZ 127, 229 (231) -.
Soweit sich die Klin. auf ein Urteil des Bundesgerichtshofs (BGH) vom 18.10.1994 XI ZR 237/93 (Neue Juristische Wochenschrift - NJW - 1995, 261) berufe, gehe dies ins Leere, weil dort ein anderer Fall entschieden sei.
Aus dem Urteil des BGH vom 18.10.1994 XI ZR 237/93 (…a.a.O.) ergebe sich, dass diese Vorschrift ausschließlich die formale Kontenwahrheit gewährleisten solle.
Dass das darauf eingezahlte Geld angeblich von der Mutter stammte, ist insoweit ebenso unbeachtlich - vgl. BGH, Urteil vom 18. Oktober 1994 - XI ZR 237/93 -, BGHZ 127, 229 (231) - wie der Umstand, dass die Mutter eine Kontovollmacht besaß (vgl. Bl. 65 und 68 der Gerichtsakte) und gegebenenfalls auch das Sparbuch selbst in Besitz hielt.
Die Inhaberschaft eines Bankkontos bestimmt sich maßgeblich nach dem erkennbaren Willen desjenigen, der das Konto einrichtet (ständige Rechtsprechung des BGH, z.B. Urteil vom 18. Oktober 1994, XI ZR 237/93, BGHZ 127, 229, 231; Urteil vom 2. Februar 1994, IV ZR 51/93, NJW 1994, 931).
Unabhängig von dem Vorstehenden ist vorliegend nach Auffassung des Senats jedoch entscheidend, dass eine etwaige (echte) Treuhand die alleinige Kontoinhaberschaft und damit die Gläubigerstellung des Klägers gegenüber der TCMB in Bezug auf das dortige Bankguthaben nicht in Frage stellt (vgl. BGH, Urteil vom 18. Oktober 1994, a.a.O., m.w.N.).
Unter Berücksichtigung der besonderen Umstände des Einzelfalles ist zu prüfen, wer nach dem erkennbaren Willen des die Einzahlung Bewirkenden Gläubiger der Bank werden sollte (vgl. Senatsurteile vom 10. Oktober 1989 - XI ZR 117/88 = WM 1990, 537, 538 und vom 18. Oktober 1994 BGHZ 127, 229, 231 m.w.N.).
VG Magdeburg, 24.08.2017 - 6 A 925/15
Rückforderung von Ausbildungsförderungsleistungen wegen fehlerhafter …

References: § 154
 § 8
 § 154
 § 154
 § 154
 BGH