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Timestamp: 2019-10-20 17:29:40+00:00

Document:
Landesrecht BW VOAPLandw | Landesnorm Baden-Württemberg | Gesamtausgabe | Verordnung des Ministeriums für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz über die Durchführung von Abschlussprüfungen in den Ausbildungsberufen der Landwirtschaft (VOAPLandw) vom 17. November 2008 | gültig ab: 05.12.2008
§ 1 - § 4 1. ABSCHNITT - Prüfungsgegenstand und Vorbereitung...
§ 1 - Prüfungsgegenstand
§ 2 - Bekanntgabe der Prüfungszeiträume und Prüfungstermine
§ 3 - Anmeldung und Zulassung zur Prüfung
§ 5 - § 11 2. ABSCHNITT - Durchführung der Prüfung
§ 12 - § 15 3. ABSCHNITT - Bewertung der Prüfungsleistungen...
§ 16 - § 16 4. ABSCHNITT - Wiederholungsprüfung
§ 17 - § 19 5. ABSCHNITT - Schlussbestimmungen
Amtliche Abkürzung: VOAPLandw
Ausfertigungsdatum: 17.11.2008
Fundstelle: GBl. 2008, 414
die Durchführung von Abschlussprüfungen in den Ausbildungsberufen der Landwirtschaft
(VOAPLandw)
Stand: letzte berücksichtigte Änderung: § 4 aufgehoben durch Verordnung vom 16. Juni 2017 (GBl. S. 310)
Verordnung des Ministeriums für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz über die Durchführung von Abschlussprüfungen in den Ausbildungsberufen der Landwirtschaft (VOAPLandw) vom 17. November 2008 05.12.2008
Eingangsformel 05.12.2008
1. ABSCHNITT - Prüfungsgegenstand und Vorbereitung der Prüfung 05.12.2008
§ 1 - Prüfungsgegenstand 05.12.2008
§ 2 - Bekanntgabe der Prüfungszeiträume und Prüfungstermine 05.12.2008
§ 3 - Anmeldung und Zulassung zur Prüfung 05.12.2008
§ 4 - (aufgehoben) 13.07.2017
2. ABSCHNITT - Durchführung der Prüfung 05.12.2008
§ 5 - Gliederung der Prüfung 05.12.2008
§ 6 - Prüfungsaufgaben 05.12.2008
§ 7 - Nichtöffentlichkeit 05.12.2008
§ 8 - Leitung, Geschäftsführung und Niederschrift 05.12.2008
§ 9 - Ausweispflicht und Belehrung 05.12.2008
§ 10 - Täuschungshandlungen und Ordnungsverstöße 05.12.2008
§ 11 - Rücktritt, Nichtteilnahme 05.12.2008
3. ABSCHNITT - Bewertung der Prüfungsleistungen und Feststellung des Prüfungsergebnisses 05.12.2008
§ 12 - Bewertung 05.12.2008
§ 13 - Ergebnisniederschrift, Mitteilung über Bestehen oder Nichtbestehen 05.12.2008
§ 13a - Feststellung der Prüfungsergebnisse bei Abschlussprüfungen für behinderte Menschen gemäß § 66 BBiG 22.11.2014
§ 14 - Bescheid über nicht bestandene Prüfung 05.12.2008
§ 15 - Zeugnis und Urkunde 05.12.2008
4. ABSCHNITT - Wiederholungsprüfung 05.12.2008
§ 16 - Wiederholungsprüfung 05.12.2008
5. ABSCHNITT - Schlussbestimmungen 05.12.2008
§ 17 - Prüfungsunterlagen 05.12.2008
§ 18 - Übergangsvorschrift 05.12.2008
§ 19 - Inkrafttreten und Außerkrafttreten 05.12.2008
Es wird nach Anhörung des Berufsbildungsausschusses verordnet auf Grund von:
§ 47 Abs.1 Satz 1 und Abs. 2 des Berufsbildungsgesetzes (BBiG) vom 23.März 2005 (BGBl. I S. 931),
§ 2 Abs.1 Nr. 2 und § 4 Abs. 1 der Berufsbildungsgesetz- Zuständigkeitsverordnung (BBiG-ZuVO) vom 3. Juli 2007 (GBl. S. 342):
Prüfungsgegenstand ist die Feststellung der beruflichen Handlungsfähigkeit (§ 1 BBiG) in einem anerkannten Ausbildungsberuf der Landwirtschaft. Die notwendigen beruflichen Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten sind gemäß der jeweiligen Ausbildungsordnung nachzuweisen.
(1) Die nach § 4 BBiG-ZuVO zuständige Stelle legt die Prüfungszeiträume und Prüfungstermine fest und gibt diese gemeinsam mit den Anmeldefristen mindestens einen Monat vor Ablauf der Anmeldefrist in geeigneter Weise öffentlich bekannt. Die Prüfungszeiträume und Prüfungstermine sollen zeitlich auf den Ablauf der Berufsausbildung und des Schuljahres abgestimmt sein. Die zuständige Stelle setzt die einzelnen Prüfungstage für die jeweiligen Teilnehmer fest.
(2) Werden für schriftliche Prüfungsbereiche einheitliche, überregionale Aufgaben verwendet, sind dafür entsprechende überregional abgestimmte Prüfungstage festzusetzen.
(1) Die Anmeldung zur Prüfung hat schriftlich nach den von der zuständigen Stelle bestimmten Anmeldefristen und -formularen durch den Ausbildenden mit Zustimmung des Auszubildenden oder durch den Prüfungsbewerber zu erfolgen.
(2) Bei behinderten Personen ist über die in der Prüfung erlaubten Hilfsmittel und die Hilfeleistungen Dritter im Rahmen der Zulassung zu entscheiden (§ 65 BBiG). Die Art der Behinderung ist mit dem Antrag auf Zulassung zur Prüfung nachzuweisen.
(3) Die Zulassung kann von der zuständigen Stelle im Einvernehmen mit dem Prüfungsausschuss bis zum Beginn der Prüfung widerrufen werden, wenn sie durch eine falsche Angabe erschlichen wurde oder nachträglich Tatsachen eintreten oder bekannt werden, die zu einer Versagung der Zulassung geführt hätten.
(4) Örtlich zuständig ist die zuständige Stelle, in deren Bezirk der Prüfungsbewerber ausgebildet wird oder seinen Beruf (oder andere dauernde Tätigkeiten) ausübt oder, sofern er nicht ausgebildet wird und keinen Beruf ausübt, seinen gewöhnlichen Aufenthalt hat. Die für die Ablegung der Prüfung zuständige Stelle gibt dem Antrag eines Prüflings, die Prüfung in einem anderen Bundesland ablegen zu dürfen, erst nach Einvernehmen mit der dort zuständigen Stelle statt.
Die Gliederung der Prüfung erfolgt nach der jeweiligen Ausbildungsordnung.
(1) Der Prüfungsausschuss beschließt auf der Grundlage der jeweiligen Ausbildungsordnung die Prüfungsaufgaben.
(2) Wenn ein eigener Ausschuss die Prüfungsaufgaben überregional erstellt, sind diese vom Prüfungsausschuss zu übernehmen. Der Ausschuss, der die Prüfungsaufgaben erstellt, setzt sich aus Mitgliedern der Prüfungsausschüsse zusammen. Bei den Lehrervertretern kann davon abgewichen werden.
Die Prüfungen sind nicht öffentlich. Vertreter und Vertreterinnen der obersten Landesbehörde und der zuständigen Stellen sowie Mitglieder und stellvertretende Mitglieder des Berufsbildungsausschusses können anwesend sein. Der Prüfungsausschuss kann andere Personen als Gäste zulassen. Diese sind auf ihre Pflicht zur Verschwiegenheit hinzuweisen. An der Beratung über das Prüfungsergebnis dürfen nur die Mitglieder des Prüfungsausschusses beteiligt sein.
(2) Die zuständige Stelle regelt im Einvernehmen mit dem Prüfungsausschuss dessen Geschäftsführung. Die Aufgaben der Geschäftsführung sind:
Sicherstellung der Protokollierung und
Die Prüfungsteilnehmer müssen sich auf Verlangen des Vorsitzes oder der Aufsichtsführung ausweisen. Sie sind vor Beginn der Prüfung über den Prüfungsablauf, die zur Verfügung stehende Zeit, die erlaubten Arbeits- und Hilfsmittel und die Folgen von Täuschungshandlungen, Ordnungsverstößen, Rücktritt und Nichtteilnahme zu belehren.
(1) Unternimmt es ein Prüfungsteilnehmer, das Prüfungsergebnis durch Täuschung oder Benutzung nicht zugelassener Hilfsmittel zu beeinflussen, oder leistet er Beihilfe zu einer Täuschung oder einem Täuschungsversuch, liegt eine Täuschungshandlung vor.
(2) Wird während der Prüfung festgestellt, dass ein Prüfungsteilnehmer eine Täuschungshandlung begeht oder einen entsprechenden Verdacht hervorruft, ist der Sachverhalt von der Aufsichtsführung festzustellen und zu protokollieren. Der Prüfungsteilnehmer setzt die Prüfung vorbehaltlich der Entscheidung des Prüfungsausschusses fort.
(4) Behindert ein Prüfling durch sein Verhalten die Prüfung, sodass diese Prüfung nicht ordnungsgemäß durchgeführt werden kann, ist er vom Aufsichtsführenden von der Teilnahme auszuschließen. Die Entscheidung über die Folgen für den Prüfungsteilnehmer hat der Prüfungsausschuss unverzüglich zu treffen. Absatz 3 gilt entsprechend.
(5) Vor Entscheidungen des Prüfungsausschusses nach den Absätzen 3 und 4 ist der Prüfungsteilnehmer zu hören.
(1) Der Prüfungsbewerber kann nach erfolgter Anmeldung vor Beginn der Prüfung durch schriftliche Erklärung zurücktreten. In diesem Fall gilt die Prüfung als nicht abgelegt. Erfolgt der Rücktritt nach Beginn der Prüfung oder nimmt der Prüfungsbewerber an der Prüfung nicht teil, ohne dass ein wichtiger Grund vorliegt, gilt die Prüfung als nicht bestanden.
(2) Nimmt der Prüfungsbewerber an einem Prüfungstermin nicht teil, werden bereits erbrachte selbstständige Prüfungsleistungen der jeweiligen Ausbildungsordnung anerkannt, wenn ein wichtiger Grund für die Nichtteilnahme vorliegt.
(4) Über das Vorliegen eines wichtigen Grundes und die Anerkennung bereits erbrachter selbstständiger Prüfungsleistungen entscheidet die zuständige Stelle.
(1) Die Prüfungsleistungen nach der Gliederung der jeweiligen Ausbildungsordnung sind wie folgt mit Noten zu bewerten, wobei zur Ermittlung der Noten ein linearer Punkteschlüssel angewandt werden kann:
(2) Bei der Ermittlung von Noten bleibt die zweite Dezimale stets unberücksichtigt.
(1) Über die Feststellung der einzelnen Prüfungsleistungen und Noten ist eine Niederschrift auf den von der zuständigen Stelle erstellten Formularen zu fertigen. Sie ist von den Mitgliedern des Prüfungsausschusses zu unterzeichnen und der zuständigen Stelle unverzüglich vorzulegen.
(2) Dem Prüfungsteilnehmer soll unmittelbar nach Feststellung des Gesamtergebnisses der Prüfung mitgeteilt werden, ob er die Prüfung bestanden oder nicht bestanden hat. Hierüber erhält der Prüfungsteilnehmer eine Bescheinigung. Kann die Feststellung des Prüfungsergebnisses nicht am Tag der letzten Prüfungsleistung getroffen werden, so hat der Prüfungsausschuss diese Feststellung unverzüglich zu treffen und dem Prüfungsteilnehmer mitzuteilen.
Feststellung der Prüfungsergebnisse bei
Abschlussprüfungen für behinderte Menschen gemäß § 66 BBiG
(1) Die Prüfung gliedert sich in Prüfungsteile. Die Prüfungsteile sind jeweils die Gesamtergebnisse der Fertigkeitsprüfung sowie der Kenntnisprüfung.
(2) Die Prüfungsteile sind in Prüfungsgebiete unterteilt. Die Prüfungsgebiete der Fertigkeitsprüfung sind deren einzelne Aufgaben entsprechend den berufsspezifischen Regelungen. Die Prüfungsgebiete der Kenntnisprüfung entsprechen den Prüfungsgebieten der berufsspezifischen Regelungen.
(3) Selbstständige Prüfungsleistungen im Sinne des § 16 Absatz 2 sind die Prüfungsgebiete nach Absatz 2.
(4) Die Prüfung ist insgesamt nicht bestanden, wenn in den einzelnen Prüfungsteilen (Fertigkeits- und Kenntnisprüfung) nicht mindestens ausreichende Leistungen erbracht sind. Außerdem ist die Prüfung nicht bestanden, wenn ein Prüfungsgebiet mit ungenügend oder zwei Prüfungsgebiete mit mangelhaft bewertet worden sind.
(1) Bei nicht bestandener Prüfung erhalten der Prüfling und gegebenenfalls seine gesetzlichen Vertreter von der zuständigen Stelle einen schriftlichen Bescheid. Der Ausbildende wird über das Ergebnis unterrichtet. Im Bescheid ist anzugeben, welche Prüfungsleistungen in einer Wiederholungsprüfung nicht mehr wiederholt werden müssen.
(1) Über die bestandene Prüfung erhält der Prüfungsteilnehmer von der zuständigen Stelle ein Zeugnis (§ 37 Abs. 2 Satz 1 BBiG) und eine Urkunde.
die Bezeichnung »Zeugnis nach dem Berufsbildungsgesetz «,
Ergebnisse der Prüfungsleistungen und das Gesamtergebnis (Note mit einer Dezimale), soweit ein solches in der Ausbildungsordnung vorgesehen ist,
die Namenswiedergabe oder Unterschrift des Vorsitzes des Prüfungsausschusses und die Unterschrift der beauftragten Person der zuständigen Stelle mit Siegel sowie
das Datum und den Ort des Bestehens der Prüfung.
Die Fachrichtung des Ausbildungsberufs oder prüfungsrelevante Schwerpunkte können aufgeführt werden.
(1) Eine nicht bestandene Abschlussprüfung kann zweimal wiederholt werden. Es gelten die in der Wiederholungsprüfung erzielten Ergebnisse.
(2) Hat der Prüfungsteilnehmer bei nicht bestandener Prüfung in einer selbstständigen Prüfungsleistung mindestens ausreichende Leistungen erbracht, so ist diese auf seinen Antrag hin nicht zu wiederholen, sofern er sich innerhalb von zwei Jahren, gerechnet vom Tage der Feststellung des Ergebnisses der nicht bestandenen Prüfung an, zur dann nächstmöglichen Wiederholungsprüfung anmeldet. Die Bewertung dieser selbstständigen Prüfungsleistung ist im Rahmen der Wiederholungsprüfung zu übernehmen.
(3) Die Prüfung kann frühestens zum nächsten Prüfungszeitraum wiederholt werden.
(4) Die Vorschriften über die Anmeldung und Zulassung zur Prüfung (§ 3) gelten entsprechend.
Abschlussprüfungen, einschließlich von Wiederholungsprüfungen, die vor Inkrafttreten dieser Prüfungsordnung begonnen haben, werden nach den bis zu diesem Zeitpunkt gültigen Vorschriften zu Ende geführt.
Diese Prüfungsordnung tritt am Tag nach ihrer Verkündung in Kraft. Gleichzeitig tritt die Verordnung des Ministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Umwelt über die Durchführung von Abschlussprüfungen in den Ausbildungsberufen der Landwirtschaft vom 6. Februar 1975 (GBl. S.188), zuletzt geändert durch Artikel 1 der Verordnung vom 9. Mai 1996 (GBl. S. 410), außer Kraft.
Stuttgart, den 17. November 2008

References: § 1
 § 4

§ 1

§ 2

§ 3

§ 5
 § 11

§ 12
 § 15

§ 16
 § 16

§ 17
 § 19
 § 4

§ 1

§ 2

§ 3

§ 4

§ 5

§ 6

§ 7

§ 8

§ 9

§ 10

§ 11

§ 12

§ 13

§ 13
 § 66

§ 14

§ 15

§ 16

§ 17

§ 18

§ 19

§ 47

§ 2
 § 4
 § 4
 § 66
 § 16