Source: http://ljv-sachsen.de/2015/05/23/jv-leipzig/
Timestamp: 2018-06-21 04:46:07+00:00

Document:
JV Leipzig – LJV Sachsen
23.05.2015 (admin)
Bamberger Straße 45
Tel.: 0341-23049866
Mitteilungen des Jagdverbandes Leipzig
Filmprojekt “Waschbär, Nutria & Co. in der Stadt”
von der Oberen Jagdbehörde haben wir jetzt die Bestätigung erhalten, dass unser Filmprojekt “Waschbär, Nutria & Co. in der Stadt” , erfolgreich abgeschlossen ist.
Wir haben den Link zum Film in die Information “Wildtiere und Recht” eingefügt und stellen diese Information für die Öffentlichkeitsarbeit zur Verfügung.
Wildtiere und Recht
Ø Wilde Tiere, die sich in Freiheit befinden, sind herrenlos à § 960 BGB
Ø Die ausschließliche Befugnis sich Wild (§ 2 BJagdG) anzueignen, das Jagdrecht (§ 3 BJG), steht dem Eigentümer an Grund und Boden nur in Jagdbezirken zu à §§ 4 ff. BJagdG
Ø Auf Grundflächen, die zu keinem Jagdbezirk gehören, und in befriedeten Bezirken ruht die Jagd. à § 6 BJagdG
Wo die Jagd ruht, gibt es für Jäger keine Verpflichtung zu jagdlichen Handlungen (Hegeverpflichtung)
Befriedete Bezirke sind:
1. Gebäude,
2. Hofräume und Hausgärten, die an ein Gebäude anschließen,
3. sonstige bebaute Flächen im Geltungsbereich eines Bebauungsplans und Flächen innerhalb eines im Zusammenhang bebauten Ortsteils,
5. Campingplätze,
7. Friedhöfe und andere Bestattungsplätze sowie
8. Zoos und Tiergehege im Sinne des Bundesnaturschutzgesetzes.
Ø Der Eigentümer oder Nutzungsberechtigte eines Grundstückes in einem befriedeten Bezirk darf
Dachse, Füchse, Iltisse, Marderhunde, Minke, Nutrias, Steinmarder, Waschbären sowie Wildkaninchen auch ohne Jagdschein fangen und sich aneignen.
à § 8(3) SächsLJagdG
Ø Er kann, sofern er die erforderliche Sachkunde besitzt, das gefangene Wild unter Beachtung tierschutzrechtlicher Vorschriften und entsprechender Anwendung des § 22 Abs.4 Satz 1 des Bundesjagdgesetzes (Brut- und Setzzeiten) töten.
Ø Sofern er die erforderliche Sachkunde für die Tötung nicht besitzt, muss er einen Jagdscheininhaber oder eine sonstige sachkundige Person damit beauftragen.
Ø Verboten ist à § 19 BJagdG, § 19 SächsLJagdG)
– Schlingen jeder Art, in denen sich Wild fangen kann, herzustellen oder aufzustellen
– Wild zu vergiften oder vergiftete oder betäubende Köder zu verwenden
– die Jagd mit Totschlagfallen auszuüben
Ø Verboten ist, eine gebietsfremde Tierart (Waschbär, Nutria, Mink) in die Natur auszubringen (wieder freizulassen !)à § 40(4) BNatSchG
Eine Zuwiderhandlung kann als Ordnungswidrigkeit mit Geldbuße bis € 10.000,00 geahndet werden à § 69 (3) BNatSchG
Ø Verboten ist die Fütterung des Wildes. à § 27(4) SächsLJagdG
Ausnahmen davon in Notzeit hat der Jagdausübungsberechtigte der Jagdbehörde anzuzeigen. Die Zuwiderhandlung ist nach § 37(1) Ziff. 2 SächsLJagdG als Ordnungswidrigkeit mit bis zu € 5000,00 Geldbuße bewehrt.
Ø Gesetz über die Beseitigung von Tierkörpern, Tierkörperteilen und tierischen Erzeugnissen (Tierkörperbeseitigungsgesetz – TierKBG) § 3 Grundsatz
Tierkörper sind so zu beseitigen, dass
1. die Gesundheit von Mensch und Tier nicht durch Erreger übertragbarer Krankheiten oder toxische Stoffe gefährdet,
2. Gewässer, Boden und Futtermittel durch Erreger übertragbarer Krankheiten oder toxische Stoffe nicht verunreinigt,
3. schädliche Umwelteinwirkungen im Sinne des Bundes-Immissionsschutzgesetzes nicht herbeigeführt,
4. die öffentliche Sicherheit und Ordnung sonst nicht gefährdet oder gestört werden.
Zweckverband für Tierkörperbeseitigung
Tel.:035249 7350
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References: § 960
 § 6
 § 8
 § 22
 § 19
 § 19
 § 40
 § 69
 § 27
 § 37
 § 3