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Timestamp: 2015-03-05 04:03:26+00:00

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Gewerbesteuer-Hebesatz mit Steuerrechner
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Den Gewerbesteuerhebesatz benötigen Sie zur Berechnung der Gewerbesteuer. Die Gewerbesteuer können Sie mit unserem kostenlosen Gewerbesteuerrechner einfach online berechnen. Die Gewerbesteuerberechnung berücksichtigt alle Hinzurechnungen und Kürzungen sowie den Gewerbesteuer-Freibetrag.
Gewerbesteuer Hebesatz Inhaltsverzeichnis
Überblick Gewerbesteuerhebesätze in Deutschland
Gewerbesteuer als Standortfaktor
Gewerbesteuer Hebesatz Rechner Stadt / Gemeinde
Gewerbeertrag Euro
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Wichtiger Hinweis: Bitte prüfen Sie vor der Berechnung, ob Sie der Gewerbesteuerpflicht unterliegen. Viele Freiberufler bezahlen unnötigerweise Gewerbesteuer.
Hier erhalten Sie einen Überblick über die Gewerbesteuerhebesätze 2011, 2012, 2013 und 2014 in Deutschland nach Bundesländern, Landkreisen und Gemeinden.
BundeslandAnzahlGemeindenSteuersatzØMin.Max.﻿"Baden-Württemberg"1400,0400400Baden-Württemberg1099346,4265430Bayern2056333,2230490Berlin1410,0410410Brandenburg419316,6200450Bremen2417,5395440Hamburg1470,0470470Hessen426335,5250460Mecklenburg-Vorpommern805304,9200465Niedersachsen1010353,5280460Nordrhein-Westfalen397430,4300520Rheinland-Pfalz2306355,0300900Saarland52400,4360450Sachsen468386,3275460Sachsen-Anhalt220332,0233450Schleswig-Holstein1116327,1235450Thüringen913327,1200500
Hier finden Sie außerdem:
Einen Vergleich der Realsteuer-Hebesätze 2011 sowie
die Gewerbesteuerhebesätze 2012
Top Gewerbesteuer Hebesatz
Die Gewerbesteuer wird auf Grundlage des nach Einkommensteuer bzw. Körperschaftsteuer ermittelten Gewinns berechnet. Hierbei müssen jedoch noch spezielle Hinzurechnungen und Kürzungen nach dem Gewerbesteuergesetz vorgenommen werden, wie z.B. Schuldzinsen erhöhen den Gewerbeertrag. Der Gewerbeertrag wird mit der Gewerbesteuermesszahl von 3,5 Prozent multipliziert. Der so ermittelte Gewerbesteuer-Messbetrag wird dann noch mit dem Gewerbesteuerhebesatz multipliziert. Das Ergebnis ist die Gewerbesteuer.
Für die Gewerbesteuerberechnung können Sie unseren Gewerbesteuer-Rechner verwenden
Wenn Sie Fragen zum Gewerbesteuergesetz haben, dann finden Sie die Antworten auf Zweifels- und Auslegungsfragen in den Gewerbesteuerrichtlinien.
Hier finden Sie Informationen zur Gewerbesteuererklärung, wie z.B. Pflichten, Fristen und zur elektronischen Abgabe von Steuererklärungen ...
Außerdem bieten wir Ihnen eine einfach zu bedienende Buchhaltungssoftware für Freiberufler und Selbständige. Top Gewerbesteuer Hebesatz
Für die Gewerbesteuer ist neben der Rechtsform auch der Standort zu berücksichtigen. Denn die Höhe der Gewerbesteuer hängt von der Gemeinde ab, die den Gewerbesteuerhebesatz selbst festgelegt. Die Gewerbesteuer steht den Gemeinden zu. Mit dem Gewerbesteuerhebesatz konkurrieren die Gemeinden um die Standortwahl der Unternehmen. Als Standort sollten Sie also eine Gemeinde mit möglichst niedrigen Hebesätzen auswählen. Der Gewerbesteuerhebesatz muss mindestens 200% betragen.
Ein Gewerbebetrieb mit Sitz in Frankfurt unterliegt einem Gewerbesteuerhebesatz von 460%. Für einen Gewerbebetrieb in Eschborn gilt nur ein Gewerbesteuerhebesatz von 280%. Das würde eine Gewerbesteuerersparnis von 6,3% bzw. 6.300 Euro bedeuten:
Gewerbeertrag: 100.000 Euro x Steuermesszahl: 3,5% x
Fall 1: x Hebesatz Eschborn: 280% -> Gewerbesteuer = 9.800 Euro Fall 2: x Hebesatz Frankfurt: 460% -> Gewerbesteuer = 16.100 Euro
Bei einem Existenzgründer kommt der Gewerbesteuer im ersten Jahr i.d.R. keine große Bedeutung zu, da die Gewinn oftmlas noch unter dem Gewerbesteuerfreibetrag von 24.500 Euro liegt. Für die Folgejahre aber spielt die Frage der Gewerbesteuer und damit der Gewerbesteuerhebesatz eine wichtige Rolle.
Um die Unterschiede bei den Gewerbesteuerhebesätzen zu verdeutlichen folgende Statistik:
In Nordrhein-Westfalen gab es im Jahr 2006
782 Gemeinden mit einem Gewerbesteuerhebesatz von 200 bis 299%.
10.722 Gemeinden hatten einen Gewerbesteuerhebesatz von 300 bis 399%.
763 Gemeinden hatten einen Gewerbesteuerhebesatz von 400 bis 499%.
Steuertipp: Gewerbesteuer sparen mit dem richtigen Standort von Gewerbeimmobilien
Mit einer Gewerbeimmobilie am richtigen Standort lassen sich mehrere Tausend Euro Gewerbesteuer sparen. Daher sollten Sie den Hebesatz Ihrer Gemeinde und der umliegenden Gemeinden vergleichen. Oftmals kann durch ein Umzug in andere Büroräume durch die Gewerbesteuerersparnis die Miete finanziert werden. In den Gemeinden mit niedriger Gewerbesteuer ist außerdem die Gewerbemiete oftmals auch niedriger. Sie müssen aber auch nicht gleich komplett umziehen, sondern können auch nur einen Teil Ihres Betriebes in andere Gewerberäume auslagern. Dann wird der Gewinn auf die verschiedenen Betriebsstätten aufgeteilt. Der (Gewerbe-)Steuermessbetrag wird in die auf die jeweiligen Gemeinden aufgeteilt. Das gilt auch dann, wenn sich eine Betriebsstätte über mehrere Gemeinden erstreckt oder innerhalb des Erhebungszeitraums von einer Gemeinde in eine andere verlegt wurde ( § 28 Absatz 1 GewStG). Maßstab für die Zerlegung des Gewerbesteuermessbetrages ist in der Regel das Verhältnis der Arbeitslöhne aller Betriebsgemeinden zu den Arbeitslöhnen der jeweiligen Betriebsgemeinde (im Erhebungszeitraum). So können Sie immerhin einen Teil der Gewerbesteuer einsparen.
Weitere Informationen zur Gewerbesteuer finden auf Finanzwissenschaft.org
Wenn Sie Fragen zu unserer Webseite Gewerbebesteuer-Hebesatz haben, dann senden Sie uns bitte eine E-Mail an: Gewerbesteuerhebesatz@Cyberlab-gmbh.de
Steuerblog zur Gewerbesteuer
Direktsuche: Steuertipps in Zusammenarbeit mit: Dipl.-KaufmannMichael SchröderSteuerberaterwww.steuerschroeder.de
Weitere Informationen:Die Linke will freie Berufe in die Gewerbesteuerpflicht einbeziehenAlle selbstständigen Tätigkeiten sollen in Zukunft von der Gewerbesteuer erfasst werden. Eine Ausnahme soll es nur für die Land- und Forstwirtschaft geben, fordert die Fraktion Die Linke in einem Antrag (18/3838 [PDF]). Die Einbeziehung der freien Berufe, die bisher nicht gewerbesteuerpflichtig sind, stärke die Einnahmen der Städte und Gemeinden und werde helfen, die Hebesätze zu stabilisie...Alle selbstständigen Tätigkeiten sollen in Zukunft von der Gewerbesteuer erfasst werden. Eine Ausnahme soll es nur für die Land- und Forstwirtschaft geben, fordert die Fraktion Die Linke in einem Antrag (18/3838 [PDF]). Die Einbeziehung der freien Berufe, die bisher nicht gewerbesteuerpflichtig sind, stärke die Einnahmen der Städte und Gemeinden und werde helfen, die Hebesätze zu stabilisieren, erwartet die Fraktion. Es müsse durch die Ausweitung der Steuerpflicht nicht zu einer höheren steuerlichen Belastung kommen. Es soll einen angemessenen Freibetrag geben. Außerdem bleibe bei Einbeziehung in die Gewerbesteuer grundsätzlich die Möglichkeit, Gewerbesteuerzahlungen an die Gemeinde mit der Einkommensteuerschuld zu verrechnen.
Zur Begründung schreibt die Fraktion, viele Kommunen seien längst nicht mehr in der Lage, die Verhältnisse vor Ort aktiv zu gestalten. Ihre Handlungsfähigkeit sei stark eingeschränkt. „Eine nachhaltige Verbesserung der Situation der Kommunalfinanzen lässt sich nur erreichen, wenn die Einnahmen gestärkt werden“, stellt die Fraktion fest. Daher müsse die Gewerbesteuer zu einer Gemeindewirtschaftssteuer weiterentwickelt werden. Die Beteiligung der Freiberufler an der Steuer sei gerechtfertigt, weil sie ebenfalls die kommunale Infrastruktur in Anspruch nehmen würden.
Quelle: Deutscher Bundestag 29.01.2015, Heute im Bundestag (hib) Nr. 050
Keine Gewerbesteuerbefreiung für ein DialysezentrumEin Dialysezentrum kann die Steuerbefreiungsvorschriften des § 3 Nr. 20 Buchst. b) oder d) GewStG nicht in Anspruch nehmen. Dies hat der 9. Senat des Finanzgerichts Münster mit Urteil vom 25. August 2014 (Az. 9 K 106/12 G) entschieden.
Die Klägerin, die zwei Dialysezentren betreibt, gab keine Gewerbesteuererklärungen ab. Nach einer Außenprüfung vertrat das Finanzamt die Ansicht, dass die Be...Ein Dialysezentrum kann die Steuerbefreiungsvorschriften des § 3 Nr. 20 Buchst. b) oder d) GewStG nicht in Anspruch nehmen. Dies hat der 9. Senat des Finanzgerichts Münster mit Urteil vom 25. August 2014 (Az. 9 K 106/12 G) entschieden.
Die Klägerin, die zwei Dialysezentren betreibt, gab keine Gewerbesteuererklärungen ab. Nach einer Außenprüfung vertrat das Finanzamt die Ansicht, dass die Betriebe gewerbesteuerpflichtig seien und erließ entsprechende Gewerbesteuermessbescheide. Demgegenüber berief sich die Klägerin auf die Steuerfreiheit ihrer Tätigkeit, weil aus Wettbewerbsgründen eine Gleichbehandlung mit Krankenhäusern geboten sei, die vielfach auch Dialysebehandlungen anböten. Außerdem unterhalte sie Einrichtungen zur vorübergehenden Aufnahme pflegebedürftiger Personen, denn während der Dialysebehandlung seien ihre Patienten stets pflegebedürftig.
Das Gericht folgte dieser Argumentation nicht und wies die Klage ab. Für die Klägerin greife keine Befreiungsvorschrift ein. Ihre Dialysezentren seien zunächst nicht als Krankenhäuser im Sinne von § 3 Nr. 20 Buchst. b) GewStG anzusehen, weil sie nicht über die Möglichkeit einer vollstationären Behandlung und einer durchgängigen Vollverpflegung verfügten. Bei der Dialyse handele es sich vielmehr um eine ambulante Behandlung.
Dialysezentren seien auch keine Einrichtungen zur vorübergehenden Aufnahme pflegebedürftiger Personen (§ 3 Nr. 20 Buchst. d) 1. Alt. GewStG). Dies setze einen längerfristigen Aufenthalt der Patienten voraus. Darüber hinaus stehe bei der Dialyse nicht die Pflege im Sinne von Hilfe bei den Verrichtungen des täglichen Lebens, sondern die Behandlung der gestörten Nierenfunktion im Vordergrund. Aus diesem Grund scheitere auch eine Einordnung der Dialysezentren als Einrichtungen zur ambulanten Pflege kranker und pflegebedürftiger Personen (§ 3 Nr. 20 Buchst. d) 2. Alt. GewStG). Dies setze zudem voraus, dass die Pflege und die hauswirtschaftliche Versorgung des Patienten in dessen Wohnung stattfinden.
Die Klägerin sei auch nicht aus Gründen der Wettbewerbsneutralität von der Gewerbesteuer zu befreien. Der Gesetzgeber überschreite die verfassungsrechtliche Grenze seiner Gestaltungsfreiheiten nicht, wenn er ambulante Behandlungseinrichtungen wie Dialysezentren steuerlich schlechter stelle als Krankenhäuser.
Der Senat hat die Revision zum Bundesfinanzhof wegen grundsätzlicher Bedeutung zugelassen.
Quelle: FG Münster, Mitteilung vom 15.12.2014 zum Urteil 9 K 106/12 vom 25.08.2014
Quelle: Newsletter 12/2014Kein Gewerbesteuererlass bei gewerblicher ZwischenvermietungKein Gewerbesteuererlass bei gewerblicher Zwischenvermietung
Die Belastungen aus der Hinzurechnung der Mieten/Pachten für weitervermietete/-verpachtete Immobilien sind Folge der Objektsteuer und rechtfertigen keinen Gewerbesteuererlass.
Die X-GmbH pachtete von einem Dritten für zunächst 20 Jahre 2 Hotels. Diese betrieb die GmbH nicht selbst, sondern überließ die Gebäude einem ...Kein Gewerbesteuererlass bei gewerblicher Zwischenvermietung
Die X-GmbH pachtete von einem Dritten für zunächst 20 Jahre 2 Hotels. Diese betrieb die GmbH nicht selbst, sondern überließ die Gebäude einem Unternehmer im Wege der Unterpacht zur Nutzung. Bei der Ermittlung des Gewerbeertrags berücksichtigte das Finanzamt u. a. Hinzurechnungen wegen geleisteter Pachtzahlungen und setzte entsprechend den Gewerbesteuer-Messbetrag und die Gewerbesteuer fest.
Den Antrag der GmbH, die Gewerbesteuer und Körperschaftsteuer aus Billigkeitsgründen teilweise zu erlassen, lehnte das Finanzamt ab. Das Finanzgericht gab dagegen der Klage teilweise statt.
Der Bundesfinanzhof widerspricht dem Finanzgericht. Er lehnt mit dem Finanzamt die Voraussetzungen für einen Billigkeitserlass ab.
Bei den gewerbesteuerlichen Hinzurechnungen der Miet- und Pachtzinsen handelt es sich der Sache nach um Betriebsausgabenabzugsbeschränkungen, die dazu führen können, dass bei einem niedrigen Gewinn oder einem Verlust Gewerbesteuer zu zahlen ist, die den Gewinn aufzehrt oder im Verlustfall sogar die Vermögenssubstanz des Unternehmens angreift. Hierbei handelt es sich jedoch um eine Belastungsfolge, die dem Objektsteuercharakter der Gewerbesteuer entspricht. Damit entsprechen die Hinzurechnungen den gesetzgeberischen Wertungen und können grundsätzlich keinen Erlass der Gewerbesteuer aus sachlichen Billigkeitsgründen rechtfertigen. Dies gilt auch für die durch das Unternehmensteuerreformgesetz 2008 geschaffene Rechtslage.
Die Tätigkeit gewerblicher Zwischenvermieter als solche kann daher nicht zu einem Steuererlass wegen sachlicher Unbilligkeit führen. Denn gewerbliche Zwischenvermieter unterscheiden sich im Kern nicht von anderen Betrieben, die mit hohem Fremdkapitaleinsatz arbeiten und ertragsschwach sind. Die Ertragsschwäche dieser Unternehmen beruht auf den speziellen Strukturen des jeweiligen Marktes und den dort herrschenden konjunkturellen Verhältnissen. Die aus der Kombination von Ertragsschwäche und Hinzurechnungshöhe resultierende Gewerbesteuerlast ist bei der Objektsteuer unvermeidlich angelegt und daher nicht durch einen Billigkeitserlass zu korrigieren.
Entgegen der Auffassung des Finanzgerichts sind bei gewerblichen Zwischenvermietern Billigkeitsmaßnahmen daher nicht generell schon wegen der besonderen Art ihrer Geschäftstätigkeit, sondern nur nach Lage des einzelnen Falls zu erwägen. Ein Erlass ist im Einzelfall geboten, wenn die Gewerbesteuer bei einer über mehrere Jahre dauernden Verlustperiode nicht aus dem Ertrag, sondern aus der Substanz geleistet werden muss und dies (im Zusammenwirken mit anderen Steuerarten) zu existenzgefährdenden oder existenzvernichtenden Härten führt. Die Besteuerung ist aber nicht unverhältnismäßig und verstößt nicht gegen die Eigentumsgarantie, wenn in einem einzelnen Jahr ein Verlust oder nur ein geringer Gewinn erwirtschaftet wird und infolge der Hinzurechnungen trotz Verlusts Gewerbesteuer zu zahlen ist oder die Zahllast den Gewinn übersteigt.Gewerbesteuerkürzung bei der Beteiligung an einer Grundstücks-GbRGewerbesteuerkürzung bei der Beteiligung an einer Grundstücks-GbR
Das Halten einer Beteiligung an einer grundstücksverwaltenden Gesellschaft bürgerlichen Rechts, ohne dass dies zu weiteren Erträgen führt, ist für die Gewerbesteuerkürzung unschädlich.
Eine GmbH & Co. KG (KG) war an 4 Gesellschaften bürgerlichen Rechts (GbR) beteiligt, welche grundstücksverwaltende Immo...Gewerbesteuerkürzung bei der Beteiligung an einer Grundstücks-GbR
Eine GmbH & Co. KG (KG) war an 4 Gesellschaften bürgerlichen Rechts (GbR) beteiligt, welche grundstücksverwaltende Immobiliengesellschaften waren und Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung erzielten. Diese Einkünfte wurden auf der Ebene der KG in Einkünfte aus Gewerbebetrieb umqualifiziert. Die KG betrachtete die GbR-Beteiligungen als unschädlich für die sog. erweiterte Gewerbesteuerkürzung. Das Finanzamt ging jedoch davon aus, dass es sich bei der KG um eine Beteiligungsgesellschaft handelt und versagte die Kürzung des Gewerbeertrags.
Das sieht das Finanzgericht anders und gibt der Klage der KG statt. Denn das Halten einer Beteiligung an einer vermögensverwaltenden Grundstücks-GbR durch eine gewerblich geprägte KG schließt die erweiterte Kürzung des Gewerbeertrags nicht aus. Entscheidend war der Umstand, dass die KG für die Übernahme der Geschäftsführung bei der GbR kein Entgelt erhielt und auch keine anderen schädlichen Nebentätigkeiten ausgeübt worden sind. Da die Kürzungsvorschrift aber auf Erträge abstellt, ist eine weitere Tätigkeit als solche nicht schädlich, solange hieraus keine Erträge zufließen.
Auch sei für die erweiterte Gewerbesteuerkürzung nicht auf das zivilrechtliche Eigentum an den Grundstücken abzustellen. Vielmehr ist hierfür ebenfalls die ertragsteuerliche Zurechnung der Wirtschaftsgüter zum Betriebsvermögen der KG relevant. Damit beschränkt sich die Tätigkeit der KG auf die Verwaltung eigener Grundstücke.Fußballschiedsrichter sind nicht gewerbesteuerpflichtigMit Urteil vom 18. Juli 2014 (Az. 1 K 2552/11) hat das Finanzgericht Rheinland-Pfalz entschieden, dass ein Fußballschiedsrichter selbst dann, wenn er international (und nicht nur national) tätig ist, keine gewerbesteuerpflichtige Tätigkeit ausübt. Die Finanzverwaltung hat gegen dieses Urteil inzwischen Rechtsmittel beim BFH eingelegt (Az. X B 123/14).
Der Kläger war in den drei Streitjahre...Mit Urteil vom 18. Juli 2014 (Az. 1 K 2552/11) hat das Finanzgericht Rheinland-Pfalz entschieden, dass ein Fußballschiedsrichter selbst dann, wenn er international (und nicht nur national) tätig ist, keine gewerbesteuerpflichtige Tätigkeit ausübt. Die Finanzverwaltung hat gegen dieses Urteil inzwischen Rechtsmittel beim BFH eingelegt (Az. X B 123/14).
Der Kläger war in den drei Streitjahren hauptberuflich selbständig tätig. Daneben wurde er als Fußballschiedsrichter sowohl bei nationalen (u. a. Fußball-Bundesliga) als auch bei internationalen (u. a. Weltmeisterschaften, Europameisterschaften, Champions League) Wettbewerben eingesetzt. Nach einer Außenprüfung vertrat das Finanzamt (FA) die Auffassung, dass Schiedsrichter, die nicht nur national, sondern auch international für die UEFA oder die FIFA oder in anderen ausländischen Ligen eingesetzt würden, aus ihrer gesamten Schiedsrichtertätigkeit Einkünfte aus Gewerbebetrieb i. S. d. § 15 Einkommensteuergesetz (EStG) erzielen würden. Das Finanzamt ging dementsprechend von gewerbesteuerpflichtigen Gewinnen des Klägers aus.
Nach erfolglosem Einspruchsverfahren erhob der Kläger Klage.
Das Finanzgericht folgte der Auffassung des Klägers und gab der Klage mit Urteil vom 18. Juli 2014 (Az. 1 K 2525/11) statt. Das Gericht war der Auffassung, dass der Kläger mit seinen Einkünften als Fußballschiedsrichter nicht der Gewerbesteuer unterliege, weil er sich nicht - wie nach § 15 Abs. 2 Satz 1 EStG erforderlich - am allgemeinen wirtschaftlichen Verkehr beteiligt habe. Er sei nicht "am Markt" tätig geworden, da ein "Markt" für Fußballschiedsrichter nicht existiere. Fußballschiedsrichter würden vielmehr in den einzelnen Wettbewerben (Bundesliga, Welt- und Europameisterschaften usw.) durch die jeweils ausschließlich zuständigen - nationalen (DFB) und internationalen (FIFA, UEFA) - Verbände für die Leitung von Spielen nominiert. Die Möglichkeit, seine Leistung einem anderen Abnehmer anzubieten, bestehe für einen Fußballschiedsrichter von vornherein nicht. Es fehle damit unbeschadet der Tatsache, dass für die Leitung eines Fußballspiels eine Vielzahl von Schiedsrichtern in Betracht komme, an einem weiteren wesentlichen Merkmal eines "Marktes", nämlich der Existenz mehrerer (potenzieller) Abnehmer für die angebotene Leistung. Auch soweit der Kläger international für mehrere Abnehmer (Verbände) tätig geworden sei, komme darin keine Teilhabe an einem Marktgeschehen zum Ausdruck. Diese Fußballverbände seien ebenfalls keine Marktteilnehmer, denn sie träten nicht zueinander in Wettbewerb. Insofern unterscheide sich die Tätigkeit des Fußballschiedsrichters grundlegend z. B. von derjenigen des international tätigen Tennisschiedsrichters, der nicht von einem Verband, sondern von den jeweiligen - als Marktteilnehmer untereinander konkurrierenden - Turnierveranstaltern beauftragt werde.
Die Tätigkeit des Klägers entspreche auch im Übrigen nicht dem Bild einer unternehmerischen Marktteilnahme. So müsse ein Fußballschiedsrichter seine Vergütung nicht - wie im Verhältnis zwischen Unternehmer und Auftraggeber üblich - mit den jeweiligen Verbänden im Einzelnen aushandeln, sondern erhalte für die Leitung von Spielen feste Aufwandsentschädigungen (z. B. für die Leitung eines Spiels der 1. Bundesliga derzeit 3.800 Euro vom DFB). Ferner seien die Bedingungen, unter denen er tätig werde, durch die Statuten des jeweiligen Verbands im Einzelnen verbindlich geregelt. Des Weiteren würden sportliche Vergehen der Schiedsrichter im Zuständigkeitsbereich des DFB z. B. nicht durch die ordentlichen Gerichte, sondern von den Rechtsorganen des DFB geahndet, was ebenfalls die Ansicht des Klägers bestätige, dass Schiedsrichter nicht in markttypischer Weise, sondern in einem "streng reglementierten und nach außen geschlossenen System" tätig würden. Anders als die meisten "normalen" Gewerbetreibenden benötige ein Fußballschiedsrichter auch kein eigenes Personal und keinen eingerichteten Geschäftsbetrieb, um seiner Tätigkeit nachgehen zu können. Darüber hinaus könne er den Erfolg seiner Tätigkeit nicht durch marktübliche Aktivitäten (Werbung, Preisnachlässe u. ä.) beeinflussen.
Quelle: FG Rheinland-Pfalz, Pressemitteilung vom 29.09.2014 zum Urteil 1 K 2552/11 vom 18.07.2014 (nrkr - BFH-Az.: X B 123/14)
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References: § 28
 § 3
 § 3
 § 3
 § 15
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