Source: http://www.chocholous.at/isoeva.htm
Timestamp: 2018-01-19 11:45:03+00:00

Document:
Sicherheitstechnische Betreuung und Arbeitsplatzevaluierung
gesetzliche und andere Informationen
IsoEva ist ein Programmsystem zur Unterstützung der Sicherheitstechnik und der Evaluierung von Arbeitsplätzen. Es stützt sich auf das Arbeitnehmerschutzgesetz aus 1995. Dieses ASchG wurde auf Grund des Beitrittes Österreichs zur EG in einigen Teilen novelliert und der EG - Richtlinie 89/391 EWG über die Durchführung von Maßnahmen zur Verbesserung der Sicherheit und des Gesundheitsschutzes der Arbeitnehmer bei der Arbeit" angepaßt. Gegenüber dem bis 31.12.94 geltenden ASchG trat als wesentliche Neuerung in Kraft, daß der Unternehmer verpflichtet ist, in dieser Frage selbst aktiv zu werden und die Aktivitäten zu dokumentieren. Im Groben umfaßt dies folgende Hauptpunkte :
es ist eine Beschreibung der im Betrieb vorhandenen Arbeitsplätze anzulegen,
es ist festzuhalten, welche Gefahren sich an den einzelnen Arbeitsplätzen ergeben können und
welche Maßnahmen ergriffen werden, um diese Gefahren hintanzuhalten.
Das vorliegende Programmsystem unterstützt den Betriebsinhaber oder seine Beauftragten dabei, diese Tätigkeiten teilweise automatisiert durchzuführen und auszuwerten. Dabei stützen sich die Programme auf eine darunterliegende relationale Datenbank, in der sämtliche gesammelten Daten abgelegt, miteinander unterschiedlich verknüpft und ausgewertet werden.
Der EDV-kundige Benutzer hat Zugriff auf die in der Datenbank gespeicherten Daten, es steht ihm frei, neue, betriebseigene Auswertungen zu den vorhan-denen hinzuzufügen und seine eigene Auswertungsdatenbank zu erstellen. Auf Grund von Rücksichtnahmen auf Gewährleistungsfragen ist es dem Benutzer nicht möglich, in die vorhandenen Programm- und Datenstrukturen einzugreifen und diese zu verändern oder anzupassen.
Wenden Sie sich entweder an unsere Sicherheitsfachkraft Dipl.Ing. Dr.techn. Johann Chocholous oder an Gerhard F. Jilovec . Wir bieten sicherheitstechnische Beratung und führen gerne die Evaluierung für Sie durch.
Evaluierungstermine nach ASchG, Stand per Jänner 1997
mehr als 250 AN
151-250 AN
101-150 AN
51-100 AN
11-50 AN
1-10 AN
Pflicht zur allgemeinen Evaluierung seit/ab
Pflicht zur Arbeitsstoff-Evaluierung seit/ab
Pflicht zur Mutterschutz-Evaluierung seit/ab
Präventivdienste seit/ab
1.4.1983 (ANSchG) bzw. 1.1.1995
Fertigstellung und Dokumentation
Arbeitsstoffe, gefährliche
Gefahrenevaluierung, Auszug aus dem ASchG
§ 40(1) ASchG
Gefährliche Arbeitsstoffe sind explosionsgefährliche, brandgefährliche und gesundheitsgefährdende Arbeitsstoffe sowie biologische Arbeitsstoffe, sofern nicht die Ermittlung gemäß ASchG § 41 ergeben hat, daß es sich um einen biologischen Arbeitsstoff der Gruppe 1 ohne erkennbares Gesundheitsrisiko für die Arbeitnehmer handelt.
§ 41(2) ASchG
Arbeitgeber müssen die Eigenschaften der Arbeitsstoffe ermitteln und gefährliche Arbeitsstoffe nach Ihren Eigenschaften gemäß § 40 einstufen. Für die Definition von explosionsgefährlichen, brandgefährlichen und gesundheitsgefährdenden Stoffen sind die Bestimmungen des Chemikaliengesetzes bzw. der Chemikalienverordnung zu beachten.
§67(2) ASchG
Arbeitgeber sind verpflichtet, Bildschirmarbeitsplätze ergonomisch zu gestalten. Es dürfen nur Bildschirmgeräte, Eingabe- oder Datenerfassungsvorrichtungen sowie Zusatzgeräte verwendet werden, die dem Stand der Technik und den ergonomischen Anforderungen entsprechen. Es sind geeignete Arbeitstische bzw. Arbeitsflächen und Sitzgelegenheiten zur Verfügung zu stellen.
§ 4 Ermittlung und Beurteilung der Gefahren, Festlegung der Maßnahmen
Arbeitgeber sind verpflichtet, die für die Sicherheit und Gesundheit der Arbeitnehmer bestehenden Gefahren zu ermitteln und zu beurteilen. Dabei sind insbesondere zu berücksichtigen:
Bei der Ermittlung und Beurteilung der Gefahren sind auch besonders gefährdete oder schutzbedürftige Arbeitnehmer zu berücksichtigen. Insbesondere ist zu ermitteln und zu beurteilen, inwieweit sich an bestimmten Arbeitsplätzen oder bei bestimmten Arbeitsvorgängen spezifische Gefahren für Arbeitnehmer ergeben können, für die ein besonderer Personenschutz steht.
Auf Grundlage der Ermittlung und Beurteilung der Gefahren gemäß Abs. 1 und 2 sind die durchzuführenden Maßnahmen zur Gefahrenverhütung festzulegen. Dabei sind auch Vorkehrungen für absehbare Betriebsstörungen und für Not- und Rettungsmaßnahmen zu treffen. Diese Maßnahmen müssen in alle Tätigkeiten und auf allen Führungsebenen einbezogen werden. Schutzmaßnahmen müssen soweit wie möglich auch bei menschlichem Fehlverhalten wirksam sein.
eine Überprüfung und erforderlichenfalls eine Anpassung im Sinne des Abs. 4 hat insbesondere zu erfolgen:
bei Auftreten von Erkrankungen, wenn der begründete Verdacht besteht, daß sie arbeitsbedingt sind.
bei neuen Erkenntnissen des § 3 Abs. 2 und
Bei der Ermittlung und Beurteilung der Gefahren und der Festlegung der Maßnahmen sind erforderlichenfalls geeignete Fachleute heranzuziehen. Mit der Ermittlung und Beurteilung der Gefahren können auch die Sicherheits-fachkräfte und Arbeitsmediziner beauftragt werden.
§ 5 Sicherheits- und Gesundheitsschutzdokumente:
Arbeitgeber sind verpflichtet, in einer der Anzahl der Beschäftigten und den Gefahren entsprechender Weise die Ergebnisse der Ermittlung und Beurteilung der Gefahren sowie die durchzuführenden Maßnahmen zur Gefahrenverhütung schriftlich festzuhalten (Sicherheits- und Gesundheitsschutzdokumente). Soweit dies aus Gründen der Gefahrenverhütung erforderlich ist, ist diese Dokumentation arbeitsplatzbezogen vorzunehmen.
Berücksichtigung des Faktors Mensch bei der Arbeit, insbesondere bei der Gestaltung von Arbeitsplätzen sowie bei der Auswahl von Arbeitsmitteln und Arbeits- und Fertigungsverfahren, vor allem im Hinblick auf eine Erleichterung bei eintöniger Arbeit und bei maschinenbestimmtem Ar-beitsrhythmus sowie auf eine Abschwächung ihrer gesundheitsschädigenden Auswirkungen
Planung der Gefahrenverhütung mit dem Ziel einer kohärenten Verknüpfung von Technik, Arbeitsorganisation, Arbeitsbedingungen, sozialen Beziehungen und Einfluß der Umwelt auf dem Arbeitsplatz
Mit Einführung des ASchG mit 1.1.95 traten auch einige veränderte Berufsbezeichnungen in Kraft. Aus dem bisherigen Sicherheitstechnischen Dienst wurden die Sicherheitsfachkräfte. Deren Aufgaben sind im § 76 ASchG geregelt, die auszugsweise wiedergegeben werden.
Die erforderlichen Fachkenntnisse der Sicherheitsfachkräfte bzw. deren Qualifikationsanforderungen werden im § 74 ASchG und in der darauf beruhenden Durchführungsverordnung (Bundesgesetzblatt 277/95) geregelt. Die Ausbildung zur Sicherheitsfachkraft hat mit einer gesetzlich vorgeschriebenen Prüfung abzuschließen.
Verpflichtungen der Sicherheitsfachkräfte gemäß § 76, ASchG
Sicherheitsfachkräfte haben die Aufgabe, die Arbeitgeber, die Arbeit-nehmer, die Sicherheitsvertrauenspersonen und die Belegschaftsorgane auf dem Gebiet der Arbeitssicherheit und der menschengerechten Arbeitsgestaltung zu beraten und die Arbeitgeber bei der Erfüllung ihrer Pflichten auf diesen Gebieten zu unterstützen.
Arbeitgeber haben den Sicherheitsfachkräften alle zur Erfüllung ihrer Aufgaben erforderlichen Informationen und Unterlagen zur Verfügung zu stellen, insbesondere betreffend die Sicherheits- und Gesundheitsschutzdokumente, Aufzeichnungen und Berichte über Arbeitsunfälle, die Ergebnisse von Messungen betreffend gefährliche Arbeitsstoffe und Lärm sowie sonstigen für die Sicherheit und den Gesundheitsschutz maßgeblichen Messungen und Unter-suchungen. Die Sicherheitsfachkräfte sind gesondert zu informieren, wenn Arbeitnehmer aufgenommen werden oder wenn Arbeitnehmer aufgrund einer Überlassung gemäß § 9 beschäftigt werden, soweit dies zur Erfüllung ihrer Aufgaben erforderlich ist.
Arbeitgeber haben die Sicherheitsfachkräfte und erforderlichenfalls weitere geeignete Fachleute hinzuzuziehen:
in arbeitsphysiologischen, arbeitspsychologischen und sonstigen ergonomi-schen sowie arbeitshygienischen Fragen, insbesondere der Gestaltung der Arbeitsplätze und des Arbeitsablaufes,
bei der Organisation der Unterweisung und bei der Erstellung von Be-triebsanweisungen und
Arbeitgeber haben dafür zu sorgen, daß die Sicherheitsfachkräfte
Weitere gesetzliche Anforderungen:
Erfüllung der Anforderungen aus den sich ändernden technischen Regelwerken
Erfüllung der Anforderungen aus dem Genehmigungsverfahren und der laufenden Überwachung durch die Behörde, Sachverständige etc
Erfüllung der Anforderungen zur Einhaltung des Standes der Sicherheitstechnik nach der Störfallverordnung, Stand der Technik nach anderen Vorschriften

References: § 40
 § 41

§ 41
 § 40

§67

§ 4
 § 3

§ 5
 § 76
 § 74
 § 76
 § 9