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Timestamp: 2020-04-01 08:47:30+00:00

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Jörg Bungart: Konzept und Gesetz „Unterstützte Beschäftigung“ – eine aktuelle Standortbestimmung
Nach langjährigen positiven Erfahrungen einiger Anbieter mit dem Konzept Unterstützte Beschäftigung zur beruflichen Teilhabe von Menschen mit Behinderung wurde Ende 2008 das Gesetz zur Einführung „Unterstützter Beschäftigung“ verabschiedet (§ 38a SGB IX). In der Folge ist zwischen Konzept und Gesetz zu unterscheiden. Inhalte und Prinzipien des Konzepts Unterstützte Beschäftigung können über das Gesetz hinaus zur Weiterentwicklung der Teilhabemöglichkeiten für Menschen mit Behinderung in Zukunft beitragen. Daneben gilt es, die Umsetzung des § 38a SGB IX fachlich-kritisch zu begleiten, um die Qualität der Maß-nahme zu optimieren. In diesem Sinne werden erste Erfahrungen berichtet, analysiert und bewertet sowie Vorschläge zur Weiterentwicklung dargelegt.
Gesetz „Unterstützte Beschäftigung“ / Konzept Unterstützte Beschäftigung / Erst platzieren, dann qualifizieren / Job Coaching / Weiterentwicklung der Eingliederungshilfe / Diskussion zur Umsetzung der Maßnahme Unterstützte Beschäftigung
Das Konzept Unterstützte Beschäftigung
Teilhabemöglichkeiten weiter entwickeln
Umsetzung der Maßnahme „Unterstützte Beschäftigung“ nach § 38a SGB IX
Zur Frage der Definition der Zielgruppe der Maßnahme UB sei verwiesen auf eine Aussage des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales (BMAS): „Der Gesetzgeber hat auf eine präzise, ausgrenzende Definition des Personenkreises – etwa auf den Kreis schwerbehinderter Menschen - verzichtet (§ 38a Absatz 2 SGB IX). Die Rechtsanwendung bleibt (…) einer Konkretisierung durch den Leistungsträger überlassen. Behinderte Jugendliche mit Lernbehinderung zählen somit auch potenziell zur Zielgruppe UB“ (Rombach, 2009, S. 63).
Die Maßnahme UB nach § 38a SGB IX ist unterteilt in zwei Phasen: Die individuelle betriebliche Qualifizierung (InbeQ) mit dem Ziel eines sozialversicherungspflichtigen Arbeitsverhältnisses und eine ggf. erforderliche Berufsbegleitung nach Abschluss eines Arbeitsvertrages. Für die 2-3 Jahre umfassende individuelle betriebliche Qualifizierung (vgl. § 38a Absatz 2 SGB IX) sind in der Regel die Agenturen für Arbeit (neben Renten- und Unfallversicherung sowie Kriegsopferversorgung/-fürsorge) die zuständigen Leistungsträger. Für eine erforderliche Berufsbegleitung (vgl. § 38a Absatz 3 SGB IX) im Rahmen eines sozialversicherungspflichtigen Arbeitsverhältnisses sind in der Regel die Integrationsämter (neben Unfallversicherung und Kriegsopferversorgung/-fürsorge) die zuständigen Leistungsträger. Eine Berufsbegleitung ist aufgrund der überwiegenden Zuständigkeit des Integrationsamtes vor allem für anerkannt schwerbehinderte Menschen und ihnen gleichgestellte behinderte Menschen möglich (vgl. § 2 SGB IX). Nach Auffassung des BMAS sollte diese „rechtliche Hürde kein Problem darstellen, da der Personenkreis, auf den UB zielt, typischerweise zumindest die Voraussetzungen für einen Grad der Behinderung in Höhe von 30 vom Hundert aufweist“ (Rombach, 2009, S. 63). Dies zeigt an, dass ggf. eine entsprechende Anerkennung der Schwerbehinderung bzw. Gleichstellung zu beantragen ist.
Nach Einführung des § 38a SGB IX ist zwischen der gesetzlich verankerten Maßnahme und dem Konzept der Unterstützten Beschäftigung zu unterscheiden. Letzteres ist umfassender. Darauf verweist auch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) in der: „So ist etwa der Ansatz der Unterstützten Beschäftigung, wie in die BAG UB vertritt, weiter als der in § 38a SGB IX“ (Mozet, 2009, S. 9). Das Konzept Unterstützte Beschäftigung zielt auf bezahlte Arbeit in Betrieben des allgemeinen Arbeitsmarktes, auch dann, wenn ein sozialversicherungspflichtiges Arbeitsverhältnis nicht erreicht werden kann.
Ungeachtet verschiedener Kritikpunkte, die die BAG UB in mehreren Stellungnahmen im Rahmen der Gesetzgebung – insbesondere zum Ausschreibungsverfahren - deutlich gemacht hat, ist das neue Gesetz ein wichtiger Schritt zur Verbesserung der Teilhabe am Arbeitsleben für Menschen mit besonderem Unterstützungsbedarf. Damit steht ein Angebot flächendeckend zur Verfügung, welches vorher nur in wenigen Regionen umgesetzt werden konnte.
Das Konzept Unterstützte Beschäftigung (supported employment) wurde Ende der 1970er Jahre basierend auf dem „Normalisierungsprinzip“ maßgeblich in den USA entwickelt und dort bereits 1984 gesetzlich verankert.
Der europäische Dachverband für Unterstützte Beschäftigung (European Union of Supported Employment – EUSE; Gründung 1993), in dem die BAG UB seit ihrer Gründung 1994 Mitglied ist, setzt folgende Definition des Konzepts Unterstützte Beschäftigung:
Akquisition eines Arbeits- bzw. Praktikumsplatzes und Erprobung im Betrieb durch direkten Vergleich und fortlaufende „Passung“ von Anforderungen und Fähigkeiten.
Vermittlung in ein passendes Arbeitsverhältnis und, wenn erforderlich, weiteres „training on the job“ durch Anleitung am Arbeitsplatz und Beratung im Betrieb.
Ein Grundsatz des Konzepts Unterstützte Beschäftigung lautet: „Erst platzieren, dann qualifizieren“. Das bedeutet, dass die Unterstützung in einem Betrieb des allgemeinen Arbeitsmarktes den entscheidenden Unterschied zu anderen Unterstützungskonzepten ausmacht und damit ein zentrales Erfolgskriterium ist. Dies schließt nicht aus, erforderliche Schulungs- und Bildungsinhalte auch überbetrieblich zu vermitteln. Ausschlaggebend ist jedoch die Unterstützung im Betrieb, direkt am Arbeitsplatz und unter Einbeziehung der Kollegen sowie Vorgesetzten. Der Bedarf an Unterstützung richtet sich sowohl nach der zu unterstützenden Person als auch nach den betrieblichen Erfordernissen.
Das Konzept der Unterstützten Beschäftigung ist ursprünglich für diesen stark leistungsgeminderten Personenkreis entwickelt worden. Arbeitsplätze ohne das Konzept der Unterstützten Beschäftigung entstehen aus den Anforderungen des Betriebes heraus, umfassen einen bestimmten Leistungs- und Stundenumfang, daran anschließend wird ein dafür geeigneter, entsprechend qualifizierter Arbeitnehmer gesucht. Im Gegensatz dazu geht Unterstützte Beschäftigung vom Menschen aus, (er)findet und gestaltet neue passgenaue (Nischen-) Arbeitsplätze – orientiert an den Fähigkeiten, Wünschen und Potentialen des behinderten Menschen.
Die Aufzählung macht deutlich, wie vielfältig dieser Ansatz genutzt werden kann und dass er sich deshalb nicht auf einen gesetzlich definierten Leistungstatbestand reduzieren lässt. Im Vergleich zur Maßnahme „Unterstützte Beschäftigung“ ist das Konzept der Unterstützten Beschäftigung umfassender und daher zukünftig zur Erweiterung des Wunsch- und Wahlrechts im Bereich Teilhabe am Arbeitsleben zu nutzen. Das beinhaltet auch eine systematische und zielorientierte vertiefte Kooperation zwischen Schulen und nachschulischen Diensten, die bislang nicht flächendeckend existiert. Insgesamt sind die Teilhabemöglichkeiten weiterzuentwickeln, um mehr Menschen die Beschäftigung in einem Betrieb des allgemeinen Arbeitsmarktes, auch „unterhalb“ eines sozialversicherungspflichtigen Arbeitsverhältnisses (z.B. WfbM-Beschäftigte), zu ermöglichen.
Bei dem genannten Personenkreis ist die Teilhabe am Leben in der Gemeinschaft – insbesondere am Arbeitsleben – einerseits durch die Auswirkungen ihrer Behinderung nicht nur vorübergehend „wesentlich eingeschränkt“ (vgl. § 53 SGB XII). Sie sind deshalb zur Überwindung dieser Einschränkungen auf besondere Leistungen und Hilfen angewiesen. Andererseits kommen sie trotz ihrer „wesentlichen Einschränkungen“ aufgrund ihrer individuellen Leistungsentwicklung für eine Erprobung bzw. ein Arbeitsverhältnis in einem Betrieb des allgemeinen Arbeitsmarktes in Frage. Sie können dies jedoch nicht unter den dort üblichen Bedingungen leisten, d.h. ohne dauerhafte finanzielle Förderung und personale Unterstützung (eingeschränkte Wettbewerbsfähigkeit im Vergleich zu anderen ArbeitnehmerInnen). Die Chancen auf berufliche Teilhabe kann also für diese Zielgruppe nur realisiert werden, wenn der Status der Erwerbsunfähigkeit für diese Personen unabhängig von der Wahl des Leistungsanbieters und auch beim Übergang in Betriebe des allgemeinen Arbeitsmarktes bestehen bleibt.
Die Arbeits- und Sozialministerkonferenz (ASMK) hat in diesem Zusammenhang verschiedene Vorschläge zur „Weiterentwicklung der Eingliederungshilfe für Menschen mit Behinderungen“ im November 2008 vorgelegt, die im Verlauf der sich anschließenden Bund-Länder-Gespräche, an denen auch die BAG UB und andere Verbände beteiligt waren, weiter präzisiert und weitgehend auf der ASMK-Konferenz im November 2009 bestätigt wurden[2].
Die Leistungsmöglichkeiten der Eingliederungshilfe für wesentlich behinderte, voll erwerbsgeminderte Menschen zur Teilhabe am Arbeitsleben sind so zu gestalten, dass diese auch außerhalb der Werkstattförderung möglich sind. Darüber hinaus wird angeregt, solche Gestaltungsmöglichkeiten auch in Bezug auf die übrigen Werkstattleistungen (Eingangsverfahren / Berufsbildungsbereich) zu entwickeln. Das BMAS hat erkannt, dass weitere Anstrengungen erforderlich sind, und prüft, inwieweit die Träger der Eingliederungshilfe „anstelle einer Werkstattleistung einen dauerhaften Minderleistungsausgleich erbringen können.“[3] Auch die Bundesarbeitsgemeinschaft der überörtlichen Sozialhilfeträger (BAGüS) kann sich solche Lösungen vorstellen, macht jedoch darauf aufmerksam, dass zuvor noch verschiedene rechtliche und qualitative Fragestellungen zu klären sind.[4] Der ASMK Beschluss im November 2009 stellt hierzu u.a. fest: „Anstelle der heute im SGB IX beschriebenen Leistungen im Eingangs-, Berufsbildungs- und Arbeitsbereich der WfbM werden Leistungsmodule definiert, die der Mensch mit Behinderungen unabhängig vom Ort und Träger der Leistungserbringung - auch in Form eines Persönlichen Budgets - in Anspruch nehmen kann. Die Leistung kann durch anerkannte Werkstätten für behinderte Menschen sowie ‚andere Leistungserbringer’ erbracht werden. Die sozialversicherungsrechtlichen Regelungen und der arbeitsrechtliche Status sind dann unabhängig vom Ort und Träger der Leistungserbringung.“
Diskutiert wird in diesem Zusammenhang ein so genanntes individuelles berufliches Orientierungsverfahren. Noch klärungsbedürftig ist die inhaltliche Ausgestaltung. Zielsetzung des Verfahrens ist zunächst eine breit gefächerte Orientierung für alle Schülerinnen und Schüler mit sonderpädagogischem Förderbedarf im Hinblick auf die Teilhabemöglichkeiten am Arbeitsleben. Das Orientierungsverfahren soll in eine „angemessenen zeitlichen Abstand vor der Schulentlassung“ beginnen. Vorrangiges Ziel ist eine Integration in den allgemeinen Arbeitsmarkt.
„Zur Abklärung von Stärken, Bedürfnissen und Wünschen sollen Praktika vorrangig in Betrieben des allgemeinen Arbeitsmarktes durchgeführt, begleitet und evaluiert werden.
Auch sind unter Beteiligung der Bundesagentur für Arbeit auf Länderebene Regelungen zur Umsetzung zu treffen. Hierzu ist auch eine gesetzliche Verankerung dieser neuen Aufgabe der Bundesagentur für Arbeit erforderlich.“
4. Umsetzung der Maßnahme „Unterstützte Beschäftigung“ nach § 38a SGB IX
- Gemeinsame Empfehlung „Unterstützte Beschäftigung“
- Fragen + Antworten
- Beispielhafte Rückmeldungen aus der Praxis
Zur Sicherung der fachlichen Qualität wird seit April 2009 die Gemeinsame Empfehlung „Unterstützte Beschäftigung“ (GE UB; vgl. § 38a SGB IX, Absatz 6) unter Federführung der Bundesarbeitsgemeinschaft für Rehabilitation (BAR) mit den zuständigen Leistungsträgern und verschiedenen Verbänden, u.a. der BAG UB, erarbeitet. Darin geht es neben inhaltlichen Standards auch um die Koordination der Leistungsträger. Die BAG UB bringt insbesondere die langjährigen Praxiserfahrungen sowie die Qualitätskriterien des europäischen Dachverbandes für Unterstützte Beschäftigung (EUSE – European Union of Supported Employment) ein. Die Arbeit dieser Gruppe soll auch nach Fertigstellung der GE UB (voraussichtlich zwischen dem ersten und zweiten Quartal 2010) fort geführt werden, um die zukünftige Umsetzung des § 38a SGB IX unter qualitativen Kriterien zu beobachten. Die GE UB kann einen wichtigen Beitrag dazu leisten, dass in der Praxis der Maßnahme UB die fachlichen Standards in ausreichendem Maße angewendet werden, um an die bisherigen Erfolge der ersten Anbieter der UB anzuknüpfen (z.B. Access und Hamburger Arbeitsassistenz[5]). Gleichzeitig wird es von Bedeutung sein, neue Erfahrungen, z.B. mit weiteren Zielgruppen (wie Menschen mit psychischen Erkrankungen) und der Angebotsgestaltung in strukturschwachen bzw. ländlichen Regionen (z.B. geringere Betriebsdichte, lange Fahrtwege zu den Betrieben sowie eingeschränkte Mobilität durch kaum vorhandenen Öffentlichen Nahverkehr), systematisch auszuwerten, um insgesamt eine erfolgreiche Praxis kontinuierlich aufzubauen und weiter zu entwickeln.
Es hat sich bereits in der Vergangenheit bewährt, dass die Teilnehmenden Erfahrungen in verschiedenen Tätigkeitsfeldern machen, unterschiedliche Betriebsstrukturen kennen lernen und die gewonnenen Erkenntnisse reflektieren. Dies ist eine wesentliche Voraussetzung dafür, dass konkrete Entscheidungs- und Wahlmöglichkeiten vorliegen, um letztendlich den am besten geeigneten Arbeitsplatz zu „finden“. Die Erfahrungen zeigen, dass dazu in der Regel mehrere Praktika in verschiedenen Berufsbereichen erforderlich sind. Daraus lässt sich schlussfolgern, dass die individuelle betriebliche Qualifizierung (InbeQ) keine zeitlich verkürzte Maßnahme sein darf, sondern im Einzelnen ausreichende Erprobungsräume zu ermöglichen sind. Die zeitliche Dauer der InbeQ ist mit bis zu zwei Jahren (plus ggf. Verlängerung um ein Jahr) angegeben. Zwar kann im (eher seltenen) Einzelfall durchaus ein Arbeitsvertrag relativ schnell abgeschlossen werden. Zu hinterfragen ist jedoch, ob dann die Entwicklung der so genannten Schlüsselqualifikationen und Persönlichkeitsmerkmale ausreichend berücksichtigt wurden.
Nach Auffassung der BAG UB benachteiligt diese Regelung insbesondere Bieter „kleiner“ Organisationen, die ein solches Risiko wirtschaftlich kaum tragen können und erschwert bzw. verhindert somit deren Beteiligung am Ausschreibungsverfahren. Insgesamt ist erstaunlich, dass gerade in Zeiten, in denen generell über die gefährdete Liquidität von Unternehmen in der Gesamtwirtschaft und deren Sicherung auch mittels staatlicher Hilfen vielfach diskutiert wird, ausgerechnet Sozialunternehmen eine besondere Liquiditätsbelastung im Rahmen der Ausschreibung eines öffentlichen Auftraggebers zu tragen haben.
Bedingt durch Entscheidungen der Vergabekammern des Bundeskartellamtes konnte in sechs Regionaldirektions-Bezirken (Baden-Württemberg, Nord, Rheinland-Pfalz-Saarland, NRW, Hessen und Sachsen-Anhalt-Thüringen) für insgesamt 46 Agenturen der Zuschlag für die Durchführung der „Unterstützten Beschäftigung“ nicht zum vorgesehenen Termin erteilt werden; nach derzeitiger Einschätzung kann insoweit nicht vor Herbst 2009 von einer endgültigen rechtlichen Klärung ausgegangen werden. Die Frage nach Umsetzung des Rechtsanspruchs auf „Unterstützte Beschäftigung“ in den betroffenen AA (Agenturen für Arbeit) wurde an die BA herangetragen.
Die BA hat ein hohes geschäftspolitisches Interesse, die Beschäftigungschancen von Menschen mit Behinderung im allgemeinen Arbeitsmarkt zu erhöhen. Die bundesweit erfolgreiche Einführung der neuen Leistung Unterstützte Beschäftigung leistet hierfür einen wichtigen Beitrag. Deshalb ist mit dem Einkauf abgestimmt, dass der durch rechtliche Einwendungen verzögerte Einkaufsprozess schnellstmöglich fortgeführt wird. Insbesondere bei (noch) fehlendem Maßnahmeangebot „Unterstützte Beschäftigung“ wird dem geschäftspolitischen Interesse der BA auch durch offensive Nutzung der Leistungsgewährung durch ein Persönliches Budget Rechnung getragen. Im Gesamtergebnis ist wesentlich, dass der Rechtsanspruch auf die Leistung, der sich in dem von den AA festgestellten Bedarf widerspiegelt, vollumfänglich bereits ab dem Jahr 2009 realisiert wird.
Unabhängig von einem vorhandenen Maßnahmeangebot „Unterstützte Beschäftigung“ besteht die Möglichkeit, auf Antrag des behinderten Menschen, Leistungen nach § 38a Absatz 2 SGB IX durch ein Persönliches Budget zu erbringen.
Die BAG UB veröffentlicht auf ihrer Homepage[7] Antworten der zuständigen Leistungsträger, des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales (BMAS) oder anderer kompetenter Ansprechpartner auf häufig gestellte Fragen aus der Praxis. Im Folgenden sind die aktuellen Beispiele wieder gegeben:
Antwort BA (10/2009): Ein bestimmtes Format für die Einzelfalldokumentation ist nicht vorgegeben. Es besteht „nur“ die gesetzliche Verpflichtung (nach § 38a Absatz 5 Nr. 4 SGB IX), ein System des Qualitätsmanagements i.S.d. § 20 Absatz 2 Satz 1 SGB IX anzuwenden. Dokumentation ist dabei zentrales Element eines jeden Qualitätsmanagementsystems.
Antwort BA (10/2009): Zur Beantwortung dieser Frage ist es zunächst erforderlich, den "Regel-EGZ" nach § 218 SGB III und den „EGZ für besonders betroffene schwerbehinderte Menschen (EGZ-SB) nach § 219 SGB III“ eindeutig voneinander zu trennen. Der „Regel-EGZ“ nach § 218 SGB III kommt im Hinblick auf die Nachbeschäftigungspflichten nach § 221 Absatz 2 SGB III nicht für befristete Arbeitsverhältnisse in Betracht. Der „Regel-EGZ“ kann auch nicht für ein unbefristetes Arbeitsverhältnis im Anschluss an ein befristetes Arbeitsverhältnis gewährt werden, da hier der Förderungsausschluss nach § 221 Absatz 1 Nr. 2 SGB III greift. Von diesem Förderungsausschluss ist nur der EGZ-SB nach § 219 SGB III ausgenommen (§ 221 Absatz Nr. 2 Satz 2 SGB III). Allerdings ist dabei zu berücksichtigen, dass in diesen Fällen die Vorbeschäftigung nach § 219 Absatz 2 Satz 2 SGB III angemessen zu berücksichtigen ist.
Der Vollständigkeit halber: Es gibt noch eine spezielle EGZ-Regelung für Ältere im § 427f SGB III, die hinsichtlich des Förderungsausschlusses bei Beschäftigung bei einem früheren Arbeitgeber zwar etwas „günstiger“ konditioniert ist (§ 427f Absatz 4 SGB III), bei der hier angesprochenen Fallgestaltung aber zum gleichen Ergebnis führt.
Anmerkung der BAG UB: Die Bundesagentur für Arbeit (BA) will im Regelfall nachfolgende Eingliederungszuschüsse (EGZ) ausschließen, da „Hemmnisse (…) schon durch vorangegangene Unterstützte Beschäftigung ausgeglichen sind"[8]. Diese Annahme entspricht in keiner Weise den praktischen Erfahrungen der bereits seit längerem nach dem Konzept Unterstützte Beschäftigung arbeitenden Dienste (z.B. Hamburger Arbeitsassistenz oder Integrationsbegleitung ACCESS), die auch als Vorbild für den Gesetzesentwurf dienten. Danach waren bei fast allen Vermittlungen EGZ-Mittel mehrjährig erforderlich. Gleichzeitig zeigen die praktischen Erfahrungen, dass auch nach der Vermittlung i.d.R. ein vergleichsweise erhöhter und zweijähriger Begleitungsaufwand im Betrieb zu leisten ist, um das Arbeitsverhältnis ausreichend zu stabilisieren. Somit müssen zukünftig beide Fördermöglichkeiten (EGZ und Begleitung im Arbeitsleben), auch ergänzend zur Verfügung stehen. Es handelt sich schließlich um einen Personenkreis, der ohne ambulante Unterstützung i.d.R. auf die Leistungen einer WfbM angewiesen wäre.
Dies ist auch unter dem Aspekt von Bedeutung, dass die in der Ausschreibung erzielten – z.T. deutlich unterschiedlichen – Monatspauschalen, direkte Auswirkungen auf die Höhe des Persönlichen Budgets haben, wenn ein/e Teilnehmer/in einen anderen Anbieter als den per Ausschreibung ausgewählten nutzen möchte. Die entscheidende Frage lautet: Ist es zulässig, dass die im Ausschreibungsverfahren erzielten Pauschalen, die auf der spezifischen Kostenstruktur des Anbieters basieren, maßgeblich für die individuelle Bedarfsermittlung beim Persönlichen Budget (PB) sind? In Einzelfällen sind nach Informationen der BAG UB durchaus höhere Vergütungen beim PB im Vergleich zum Ausschreibungsverfahren in der entsprechenden Region verhandelt worden. Dies entspricht der gesetzlichen Anforderung an die Leistungsträger, Persönliche Budgets so zu „bemessen, dass der individuell festgestellte Bedarf gedeckt wird und die erforderliche Beratung und Unterstützung erfolgen kann.“ (SGB IX § 17 Absatz 3) Die Möglichkeit in begründeten Fällen höhere Beträge als in den vergleichbaren Sachleistungen auszuhandeln ist also durchaus auch gesetzlich gegeben, wird aber in der Praxis dadurch eingeschränkt, dass die Leistungsträger die „Soll-Bestimmung“ des § 17 (Persönliche Budgets sollen die Höhe bisheriger Leistungen nicht überschreiten) bislang i.d.R. sehr restriktiv auslegen (Deckelung der Beträge).
Die BAG UB hat - in Kooperation mit bewährten Anbietern der UB - zum Thema fachliche Standards zwischen Mai und Oktober 2009 parallel zum Start der Maßnahme UB vier Fachtage zur „Einführung in das Konzept Unterstützte Beschäftigung“ mit jeweils 40-50 Teilnehmenden an bundesweit verschiedenen Standorten durchgeführt. Wir wollen dieses Angebot im Jahr 2010 fortsetzen. Die BAG UB engagiert sich darin, die Standards Unterstützter Beschäftigung an alle Interessierten weiter zu geben, nicht zuletzt auch mittels unserer berufsbegleitenden Weiterbildung „Integrationsberatung nach dem Konzept Unterstützte Beschäftigung“ (der 10. Kurs seit 1998 startete im September 2009).
Zur Sicherung der fachlichen Qualität kann zukünftig die Anwendung der Gemeinsamen Empfehlung „Unterstützte Beschäftigung“ (s.o.) nach § 38a SGB IX Absatz 6 eine besondere Rolle spielen. In diesem Zusammenhang ist auch zu beachten, wie die Zugänge zur Maßnahme UB durch die Leistungsträger gesteuert werden und inwieweit bestehende Bedarfe zu decken sind.
Bei den Antworten zu „Art der Behinderung“ kann der vergleichsweise hohe Anteil der Menschen mit Lern- bzw. geistiger Behinderung (71%) aufgrund der allgemeinen Zielsetzung der Maßnahme UB („Mehr Menschen mit Behinderung sollen die Möglichkeit haben, außerhalb von WfbM zu arbeiten“) grundsätzlich als erwartungsgemäß bezeichnet werden[10].
Ähnlich wie bei „Art der Behinderung“ (s.o.) können die Verteilungsschwerpunkte bei „Alter“ (bis 24 Jahre: 65,8%[12]) und „Schulbesuch“ (Sonderschule: 65,0%[13]) aufgrund der allgemeinen Zielsetzung der Maßnahme UB grundsätzlich als erwartungsgemäß bezeichnet werden.
Bei der Kategorie „bisher höchste berufliche Qualifikation der Teilnehmenden“ ist der relativ hohe Anteil an Teilnehmenden mit einer Helfer- bzw. Werkerausbildung (18,8%) eher überraschend. Offenbar ist es nicht gelungen, mit dieser Qualifikation allein ein sozialversicherungspflichtiges Arbeitsverhältnis aufzunehmen. Sollte es sich um (mehrheitlich) überbetriebliche Abschlüsse handeln, könnte dies auch ein Hinweis auf den Stellenwert betrieblicher Qualifizierungen/Ausbildungen sein. Hier sind weitere Erkenntnisse zu sammeln und auszuwerten.
Schulabgänger/innen, eine im Rahmen der Gesetzesinitiative UB auch vom Bund immer wieder ausdrücklich genannte Zielgruppe, sind bisher eher untergeordnet vertreten (8,3%). Der überwiegende Anteil der Teilnehmenden war zuvor arbeitslos (44,5%). Interessant wäre es zu wissen, wie lange die Arbeitslosigkeit im Durchschnitt dauerte und welche vorherige berufliche/schulische Station besucht wurde. Immerhin 22% haben zuvor eine andere berufsvorbereitende Maßnahme absolviert, die offensichtlich nicht zur Integration in den allgemeinen Arbeitsmarkt geführt hat. Ob sich die genannten beiden Zahlenwerte zukünftig verkleinern, bleibt abzuwarten, wäre jedoch denkbar, wenn sich UB für viele Personen als die „passendere“ Maßnahme im Vergleich zum bisherigen Angebot etabliert.
DIA-AM ist in der hier erfassten Gruppe und zum jetzigen Zeitpunkt die Ausnahme als ein der UB „vorgelagertes“ diagnostisches Instrumentarium (bei 13% der Teilnehmenden).
Bei der Frage nach den Mitteln, mit denen ein Interessen- und Fähigkeitsprofil der Teilnehmenden erstellt wird, zeigt sich die große Bandbreite der eingesetzten Methoden, angefangen vom persönlichen Gespräch bis hin zu standardisierten Testinstrumentarien. Ob sich hier bestimmte Verfahren besonders „bewähren“, ist ggf. zukünftig zu prüfen.
Die Antworten auf die Frage, ob es gelingt, die erforderlichen Qualifizierungsplätze in den Betrieben i.d.R. innerhalb der geforderten 8 Wochen zu akquirieren, verweisen auf z.T. unterschiedliche Erfahrungen. Einerseits gelingt vielfach die Akquisition von Qualifizierungsplätzen innerhalb von 8 Wochen, zumal, wenn ausreichende Firmenkontakte bestehen. Andererseits wird der Zeitraum z.B. abhängig von Art und Schwere der Behinderung und der Branche als zu kurzfristig beschrieben. Hier scheint einerseits eine ausreichende zeitliche Flexibilität in Abstimmung mit dem Leistungsträger von Bedeutung zu sein. Andererseits ist ein zu „weit“ ausgedehnter Zeitraum vor der betrieblichen Platzierung in Frage zu stellen, da die Qualifizierung im Betrieb gerade das besondere Erfolgsmerkmal im Konzept UB ist. Allerdings ist die Bezeichnung „Orientierungsphase“ zu hinterfragen, da auch die „Qualifizierungsphase“ grundsätzlich der Orientierung dient. Orientierung und Qualifizierung sind fachlich nicht eindeutig zu trennen und beinhalten auch immer wieder diagnostische Aspekte im Verlauf der betrieblichen Erprobung. Es ist aber sicher zu stellen, dass die individuelle Qualifizierung zunehmend auf den am besten geeigneten Arbeitsplatz auszurichten ist.
Offenbar gelingt es in der Mehrheit in Orientierung an den Teilnehmerfähigkeiten „passende“ Qualifizierungsplätze zu akquirieren. Schwierigkeiten sind z.T. branchenspezifisch, werden der Art der Behinderung zugeordnet oder sind aufgrund unzureichender Mobilität der Teilnehmenden bzw. ÖPNV-Angebote in der Region begründet. Betont wird, dass Betriebe ggf. zu wechseln sind, wenn die Rahmenbedingungen nicht passen - genau dies ist Bestandteil des Konzepts UB. Deutlich wird auch, dass z.T. Betriebe von Methoden und Zielsetzungen der UB noch besser zu überzeugen sind.
Bei der Frage, wo „hauptsächlich der Qualifizierungsbedarf der Teilnehmenden gesehen wird“, verweist die Vielfalt der angegebenen Qualifizierungsfelder (Fach-. Methoden-, Sozial- und Personalkompetenzen) zum einen auf den besonderen und individuell unterschiedlichen Unterstützungsbedarf der Zielgruppe. Zum anderen macht sie die Herausforderung für die Fachkräfte zur optimalen Gestaltung von Art und Umfang der Unterstützung deutlich.
Bei den Angaben zur „Begleitung und Unterstützung im Betrieb (Job Coaching)“ liegen erwartungsgemäß unterschiedliche Bewertungen vor. Auf der einen Seite wird Job Coaching sowohl von den Teilnehmenden als auch den Betrieben als wichtig und hilfreich erfahren. Dies betrifft auch die so genannten „Paten“, d.h. unterstützende KollegInnen im Betrieb. Auf der anderen Seite zeigt sich z.B. ein Beratungsbedarf der Paten im Umgang mit Behinderung. Manche Betriebsstrukturen scheinen weniger geeignet für die Zielgruppe UB zu sein bzw. müssten erheblich angepasst werden. Dies lässt sich wohl nicht immer realisieren. Das „Ausloten“ von Passungsmöglichkeiten ist Aufgabe des Job Coaches. Job Coaches müssen z.T. noch eine entsprechende Methodik (weiter-) entwickeln. Betriebe müssen sich z.T. auf die Methode Job Coaching einstellen. Grundsätzlich ist zu erwarten, dass in beiden Bereichen zunehmend eine positive Routine erarbeitet wird. Für Job Coaches stehen entsprechende Weiterbildungsangebote der BAG UB bereit.
Mehrheitlich wird über positive Erfahrungen mit der „Gestaltung des so genannten Projekttages“ berichtet und die Sinnhaftigkeit des Angebotes betont. Offenbar gelingt es auch vielfach die Herausforderungen, die in der Heterogenität der Teilnehmerkompetenzen begründet sind, zu bewältigen. Diese Heterogenität wird jedoch auch als Hindernis beschrieben. Hier scheint ein Fachaustausch zur Gestaltung von Projekttagen hilfreich zu sein; die BAG UB wird zukünftig entsprechende Angebote bereit stellen. Deutlich wird zudem, dass z.T. eine sehr intensive Einzelberatung der Teilnehmenden erforderlich und Gruppenarbeit entsprechend zu reduzieren ist. Wichtig erscheint somit eine flexible, d.h. unbedingt individuelle Angebotsgestaltung.
Es werden überwiegend positive Erfahrungen aus der Kooperation mit den Arbeitsagenturen berichtet. Bestehende Kritikpunkte geben der BA Hinweise auf grundsätzliche Verbesserungsmöglichkeiten. Die positiven Erfahrungen können u.a. dahingehend interpretiert werden, dass die Agenturen die neue Maßnahme UB als besonders geeignet betrachten und entsprechend umsetzen. Unabhängig von diesen Befragungsergebnissen machen verschiedene Rückmeldungen von AgenturmitarbeiterInnen deutlich, dass für Menschen mit besonderem Unterstützungsbedarf „endlich mal ein passendes Angebot“ vorliegt.
Auch die abschließenden Bemerkungen zur Umsetzung der Maßnahme UB sind eher positiv. Kritik wird auch hier an einer zu engen Auslegung des Phasenmodells (Orientierung – Qualifizierung – Stabilisierung) geäußert. Dies sollte bei einer zukünftigen Gestaltung des Angebots berücksichtigt werden, ohne den Kern des Konzepts UB zu „verwässern“: Erst platzieren, dann qualifizieren.
- Clever, Peter: Wirtschaft trifft Berufspädagogik. In: W. Seyd u.a. (Hg.): Durch Kooperation zum Erfolg (Fachtagung VAmB der BAG Berufsbildungswerke am 10.2.09 in Essen), Hamburg 2009, S. 37-49
- Mozet, Peter: Unterstützte Beschäftigung nach § 38a SGB IX In: impulse 01 / 2009, Nr. 49, S. 8-9
- Rombach, Wolfgang: Unterstützte Beschäftigung - ein neuer Leistungstatbestand des Rechts der Teilhabe am Arbeitsleben (§ 38a SGB IX). In: Die Sozialgerichtsbarkeit, Ausgabe 02/2009 (SGB 02/09), S. 61-67.
[3] Wolfgang Rombach, BMAS: Rede zu Inklusion im Arbeitsleben von Menschen mit Behinderungen – Positionen des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales anlässlich der Tagung „Arbeiten, wo andere auch arbeiten!“ der Bundesvereinigung Lebenshilfe und des Lebenshilfe-Landesverbandes Bayern am 21.10.08 in Bamberg. Download unter [Zugriff am 12.12.09]: http://www.lebenshilfe.de/wDeutsch/aus_fachlicher_sicht/downloads/arbeiten/Handout-Wolfgang-Rombach.pdf
[4] Bernd Finke, Bundesarbeitsgemeinschaft der überörtlichen Träger der Sozialhilfe (BAGüS): „Werkstätten auf dem Weg zur Inklusion“ anlässlich der Tagung „Arbeiten, wo andere auch arbeiten!“ der Bundesvereinigung Lebenshilfe und des Lebenshilfe-Landesverbandes Bayern am 21.10.08 in Bamberg. Download unter [Zugriff am 12.12.09]: http://www.lwl.org/spur-download/bag/finke_21102008.pdf
[5] ACCESS und Hamburger Arbeitsassistenz stehen hier stellvertretend für andere Anbieter (z.B. NIAB in Fürstenwalde oder die Boxdorfer Werkstatt in Nürnberg), die sich bereits in der Vergangenheit an dem Konzept Unterstützte Beschäftigung orientiert haben, da sie über langjährige Erfahrungen verfügen, ihre Ergebnisse in verschiedenen Veröffentlichungen dokumentiert sind und das BMAS beide Träger als Beispiele „guter“ Praxis immer wieder benennt.

References: § 38
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 § 2
 § 38
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 § 53
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 § 20
 § 218
 § 219
 § 218
 § 221
 § 221
 § 219
 § 219
 § 427
 § 17
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