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Timestamp: 2018-01-16 07:34:02+00:00

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| § 8 EStG - Durch das Bonusprogramm der Bahn kann ein geldwerter Vorteil entstehen
§ 8 EStG – Durch das Bonusprogramm der Bahn kann ein geldwerter Vorteil entstehen
Bei Fluggesellschaften sind Kundenbindungsprogramme schon seit langem üblich, bei denen es für die Inanspruchnahme einer Leistung Bonuspunkte gibt. Die können dann in Sachprämien wie Freiflüge, Hotelübernachtungen oder bei besonderen Events eingelöst werden. Auch die Bahn bietet ein solches Prämienmodell für BahnCard-Inhaber unter dem Begriff bahn.bonus an. Die Finanzverwaltung unterscheidet hierbei aus lohnsteuerlicher Sicht zwischen drei Sachverhalten:
1.Resultiert der Bonus aus Privatfahrten und wird er wiederum für diese Zwecke verwendet, liegt kein steuerpflichtiger Vorgang vor.
2.Gleiches gilt, wenn dienstlich gesammelte Punkte ausschließlich für beruflich veranlasste Reisen eingesetzt werden.
3.Werden die auf dienstlichen Fahrten gesammelten Punkte für private Zwecke verwendet, liegt steuerpflichtiger Arbeitslohn vor.
Im dritten Fall ist der Arbeitgeber gemäß § 38 Abs. 1 EStG zum Lohnsteuerabzug verpflichtet. Der Arbeitgeber muss seine Arbeitnehmer darauf hinweisen, dass sie ihm die gewährten Bezüge angeben müssen. Kommen die Arbeitnehmer ihrer Angabepflicht nicht nach, muss der Arbeitgeber ihm bekannte Tatsachen dem Betriebsstättenfinanzamt mitteilen (R 106 Abs. 2 LStR).
Ein Zufluss von Arbeitslohn liegt erst bei Inanspruchnahme und nicht bei Erhalt der Bonuspunkte vor. Hierbei kann der Freibetrag für Sachprämien nach § 3 Nr. 38 EStG von 1.080 EUR in Anspruch genommen werden. Bei Flugprämien übernimmt zumeist der Anbieter pauschal die Steuer nach § 37a EStG.
Praxishinweis: Ersetzt der Arbeitgeber die BahnCard, ist die Erstattung unabhängig von einer Privatnutzung steuerfrei. Voraussetzung ist lediglich, dass die Kosten der BahnCard und der ermäßigten Fahrten unter den Kosten liegen, die ohne die BahnCard angefallen wären. Ähnliches gilt auch für die BahnCard 100. Mit der BahnCard 100 fallen für den Besitzer ein Jahr lang auf beliebig vielen Fahrten keine weiteren Kosten an. Eine steuerfreie Erstattung durch den Arbeitgeber kann erfolgen, wenn die fiktiven Kosten für dienstliche Bahnfahrten den Kaufpreis der BahnCard 100 übersteigen.
FinMin Saarland 24.10.05, 134/05 -S 2334, DStR 05, 2125 und 13.10.04, 114/04 - S 2334, DStR 05, 156, unter www.iww.de, Abruf-Nr. 060596
OFD Hannover 16.11.92, S 2351 - 132 - StH 211, DStR 93, 19
Quelle: Ausgabe 04 / 2006 | Seite 234 | ID 114083
01.05.2007 ·
§ 8 EStG - Vom Mitarbeiter benutzte Payback-Karte des Arbeitgebers führt zu Arbeitslohn

References: § 8

§ 8
 § 38
 § 3
 § 37

§ 8