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Timestamp: 2020-02-21 04:02:49+00:00

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Falken-Apotheke Hannover (Versand möglich), aktuelle Bestands-Info
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Thema: Falken-Apotheke Hannover (Versand möglich), aktuelle Bestands-Info
28.11.2017, 13:02 #1
Die Falken-Apotheke in Hannover versendet Blüten & Co. deutschlandweit versandkostenfrei per DHL nach Vorlage eines gültigen BTM-Rezeptes.
In dringenden Fällen ist für 5 € Versandkostenanteil auch Express-Versand möglich!
Wenn das Rezept vorliegt, vorab hinfaxen oder -mailen.
Bei weiteren Fragen einfach anrufen.
Geändert von Wonder Woman (31.12.2019 um 14:09 Uhr)
Daniela aka Wonder Woman
28.11.2017, 16:02 #2
moepens
Gibt es nicht eine PZN für unverarbeitete Cannabisblüten? Was ist dann der Unterschied bei der Abrechnung?
Und könnte nicht theoretisch die Preisbildung nach § 5 AMPreisV durch eigenen Import (Einzelimport nach § 73 Absatz 3 AMG) umgangen werden? Das würde die Blüten sehr günstig machen.
Ich will die Apotheke keinesfalls angreifen! Es gibt ja genug Patienten die Schwierigkeiten haben überhaupt engagierte Apotheker zu finden und das ist für die mal eine gute News.
Edit: Die ersten zwei Fragen haben sich geklärt, habe die Formeln zur Berechnung gefunden - durch die unverarbeiteten Blüten ergibt sich nicht wirklich ein preislicher Vorteil.
Geändert von moepens (28.11.2017 um 21:24 Uhr)
28.11.2017, 18:50 #3
Das ist mal eine positive Entwicklung!
Wie sieht das konkret aus, ich bekomme bspw. kommende Woche ein BtM-Rezept über 20 Gramm Bedrolite, Genehmigung meiner KK liegt vor, aber meine Apotheke hier kann frühestens Ende Dezember liefern.
Also die Falkenapotheke jetzt schon anrufen, Reservieren lassen, Praxis faxt das BtM-Rezept und schickt es direkt an die Falkenapotheke? Die schickt mir dann das Bedrolite, mit eventuellen Versandkosten? Wer bezahlt die? Wenn ich, dann wie?
Gruß, Martin Otto
28.11.2017, 21:57 #4
Zitat von moepens
Ja, denn wenn ich bin sicher, die Falken-Apotheke hat alle Möglichkeiten durchgerechnet.
Wenn ich es richtig verstanden habe, betrifft der § 5 AMPreisV nur alles an Cannabinoiden, was von der Apotheke weiterverarbeitet wird (z. B. gegrindet und in Einzeldosen verpackt gem. NRF).
Der § 4 AMPreisV ist gültig für die Blüten.
Und der § 73 AMG Abs. 3 bezieht sich leider nur auf Fertigarzneimittel - und Blüten zählen leider zu den Rezepturarzneimitteln.
Zitat von Martin Otto
Ja, anrufen, reservieren lassen und Kostenübernahmebestätigung an die Apotheke faxen. Ob Dein Arzt oder Du selbst das Rezept vorerst faxt und dann per Post hinschickt, wird egal sein. Die Versandkosten musst Du zahlen, denn die wird die Kasse kaum übernehmen.
28.11.2017, 23:14 #5
Anscheinend ist ja momentan § 4 AMPreisV bei größeren Mengen teurer als § 5 AMPreisV, trotz der Verarbeitung - total unlogisch. Nur bei kleinen Mengen ist § 4 ein paar Euro günstiger.
Sicher @ Fertigarzneimittel?
Einzelimporte sind Humanarzneimittel, die in Deutschland keine Zulassung besitzen und von Apotheken unter Einhaltung besonderer Vorgaben nach Arzneimittelgesetz aus anderen Ländern importiert werden können.
Quelle: https://www.deutschesapothekenportal...t-nach-73-amg/
Edit: Okay, du hast Recht. Der Paragraf bezieht sich leider tatsächlich auf Fertigarzneimittel. Und die brauchen eine Zulassung, welche Cannabis ohnehin nicht erhalten würde. Die Definition als Fertigarzneimittel nach § 4 (1) AMG könnte juristisch aber zutreffen. Und bei dieser Betrachtungsweise könnte man dann widerum legal nach § 73 (3) importieren ;-) Sind aber nur Gedankenspiele...
Geändert von moepens (28.11.2017 um 23:46 Uhr)
28.11.2017, 23:52 #6
Hallo moepens,
Ich bin die oben erwähnte Frau Staffeldt ;-)
Der §73 nach AMG bezieht sich auf Fertigarzneimittel und macht mir noch ein anderes Problem. Wenn Cannabis nicht einen eigenen Zulassungstatus erhält, sondern als Fertigarzneimittel eingestuft werden würde, dann entfällt zwar das ganze Prüfbrimborium auf Identität, was mich glücklich machen würde.
ABER, und das wäre wieder sehr schlecht für alle Patienten: Ich darf solche nach §73 AMG EINZELimportierten Arzneimittel NICHT vorrätig haben, sondern MUSS es jedesmal für den einzelnen Patienten bestellen und ich muss auch jedesmal mit jedem einzelnen Rezept eine Kostenübernahme bei der jeweiligen Kasse einholen.
Das würde die Liefersituation noch mehr verschlimmern als Sie heute schon ist. Dieser Zustand würde bis zum Erscheinen von Deutscher Ware anhalten. Und da wir ja alle die Ausschreibungsmengen der Cannabisagentur kennen, würden sich alle auf die Deutsche Ware stürzen, die wäre sofort ausverkauft und der Trubel geht von Vorne los. Auch nicht schön.
Wie gesagt, ich habe mir tagelang den Kopf zermartert, als das Gesetz in Kraft trat und wir die Preise von ehemals 69,99 Euro für unseren Ersten Erlaubnisinhaber dann auf die gesetzlichen Preise anheben mussten.
Es gibt keinen legalen Weg drumherum.
Ich für mich, habe entschieden, das ich nicht gegen das Gesetz verstoßen möchte, da ich mir meine Approbation mit Blut, Schweiss und Tränen hart erarbeitet habe und ich davon meinen Lebensunterhalt bestreite.
Aber, und das ist mir wirklich wichtig: Ich tue, was ich nur tun kann. Ich schule Ärzte, ich bin für Patienten da, ich begleite die Kostenübernahmen, ich schule die Polizei, ich netzwerke (Das habe ich vorher nie getan.)
Ich brenne für das Thema und tue wirklich alles, um die Sache voranzubringen. Wonderwoman und andere, die mich kennengelernt haben, können das bestätigen.
Geändert von Merlina (28.11.2017 um 23:55 Uhr)
29.11.2017, 05:43 #7
Hallo Frau Staffeldt!
Zuerst einmal: Ihr Einsatz ist wirklich vorbildhaft! So etwas findet man leider viel zu selten in der deutschen Apothekerschaft (und auch allgemein). Und dass Sie gegen ein Gesetz verstoßen kann nun wirklich niemand erwarten.
Kann es aber nicht sein dass - rein juristisch gesehen - Cannabisblüten sowohl als zugelassenes Rezeptur-, als auch als nicht zugelassenes Fertigarzneimittel angesehen werden können? Dass für beide "Klassifizierungen" also die Voraussetzungen erfüllt sind und sie weiterhin als besser verfügbare Rezeptur- als auch über den Paragrafen zum Einzelimport als Fertigarzneimittel eingekauft werden könnten? Wenn ich mir die Paragrafen so durchlese dann scheint mir das jedenfalls so.
Gut, die Apothekerkammer hat sich klar positioniert. Könnte man aber theoretisch dagegen vorgehen vor diesem Hintergrund? Und wenn ja, wer könnte tätig werden?
Geändert von moepens (29.11.2017 um 05:54 Uhr)
30.11.2017, 00:30 #8
Ich verstehe die Hoffnung, die hinter der Frage steht. Ein Fertigarzneimittel muss einen langen Weg zurücklegen, bis es die Zulassung als Fertigarzneimittel erlangt. Unter anderem sehr viele Studien, die die Cannabisblüten mit dem Schnellschuß Gesetz nicht durchlaufen haben. Daher ist es in Deutschland ein Stoff, bzw eine Abgabe als Rezeptursubstanz. Dies gilt auch dann, wenn die Cannabisblüten in Holland einen Zulassungstatus als Fertigarzneimittel haben sollten, was ich aber gerade nicht weiß.
30.11.2017, 04:11 #9
Dass das BfArm die Zulassung als Fertigarzneimittel vergibt und dass dafür natürlich randomisierte, placebokontrollierte Doppelblindstudien nötig sind ist mir schon klar.
Meine Frage war, ob Cannabis sowohl als Rezeptur- als auch als nicht-zugelassenes Fertigarzneimittel nach § 73 (3) importiert werden könnte.
Zur Definition eines Fertigarzneimittels (§ 4 (1) AMG):
(1) Fertigarzneimittel sind Arzneimittel, die im Voraus hergestellt und in einer zur Abgabe an den Verbraucher bestimmten Packung in den Verkehr gebracht werden oder andere zur Abgabe an Verbraucher bestimmte Arzneimittel, bei deren Zubereitung in sonstiger Weise ein industrielles Verfahren zur Anwendung kommt oder die, ausgenommen in Apotheken, gewerblich hergestellt werden. Fertigarzneimittel sind nicht Zwischenprodukte, die für eine weitere Verarbeitung durch einen Hersteller bestimmt sind.
Diese Definition trifft doch jetzt schon auf Cannabis zu.
Die Fragung der Zulassung ist dabei erstmal unerheblich und § 73 (3) AMG bezieht sich explizit auf nicht-zugelassene Fertigarzneimittel:
(3) Abweichend von Absatz 1 Satz 1 dürfen Fertigarzneimittel, die zur Anwendung bei Menschen bestimmt sind und nicht zum Verkehr im Geltungsbereich dieses Gesetzes zugelassen, registriert oder von der Zulassung oder Registrierung freigestellt sind, in den Geltungsbereich dieses Gesetzes verbracht werden, wenn
sie von Apotheken auf vorliegende Bestellung einzelner Personen in geringer Menge bestellt und von diesen Apotheken im Rahmen der bestehenden Apothekenbetriebserlaubnis abgegeben werden,
sie in dem Staat rechtmäßig in Verkehr gebracht werden dürfen, aus dem sie in den Geltungsbereich dieses Gesetzes verbracht werden, und
für sie hinsichtlich des Wirkstoffs identische und hinsichtlich der Wirkstärke vergleichbare Arzneimittel für das betreffende Anwendungsgebiet im Geltungsbereich des Gesetzes nicht zur Verfügung stehen
oder wenn sie in angemessenem Umfang, der zur Sicherstellung einer ordnungsgemäßen Versorgung der Patienten des Krankenhauses notwendig ist, zum Zwecke der vorübergehenden Bevorratung von einer Krankenhausapotheke oder krankenhausversorgenden Apotheke unter den Voraussetzungen der Nummer 2 bestellt und von dieser Krankenhausapotheke oder krankenhausversorgenden Apotheke unter den Voraussetzungen der Nummer 3 im Rahmen der bestehenden Apothekenbetriebserlaubnis zum Zwecke der Verabreichung an einen Patienten des Krankenhauses unter der unmittelbaren persönlichen Verantwortung einer ärztlichen Person abgegeben werden oder sie nach den apothekenrechtlichen Vorschriften oder berufsgenossenschaftlichen Vorgaben oder im Geschäftsbereich des Bundesministeriums der Verteidigung für Notfälle vorrätig zu halten sind oder kurzfristig beschafft werden müssen, wenn im Geltungsbereich dieses Gesetzes Arzneimittel für das betreffende Anwendungsgebiet nicht zur Verfügung stehen. Die Bestellung nach Satz 1 Nummer 1 und die Abgabe der nach Satz 1 in den Geltungsbereich dieses Gesetzes verbrachten Arzneimittel bedürfen der ärztlichen oder zahnärztlichen Verschreibung für Arzneimittel, die nicht aus Mitgliedstaaten der Europäischen Union oder anderen Vertragsstaaten des Abkommens über den Europäischen Wirtschaftsraum bezogen worden sind. Das Nähere regelt die Apothekenbetriebsordnung.
Der 3. Punkt dürfte dabei zumindest aktuell der Haken sein. Neben der Verfügbarkeit (allgemein oder bzgl. einer Sorte) wäre die Frage, ob andere cannabinoidhaltige (Fertig-)Arzneimittel als ausreichende Alternative angesehen werden müssen.
Es ist natürlich nur eine kleine Hoffnung und vielleicht kann nur ein Jurist klären, ob es neben der aktuellen Regelung des Imports eine zusätzliche Möglichkeit gibt.
Jedenfalls kann es ja nicht sein, dass jemand leiden muss weil das Medikament für nicht verfügbar ist und die Gesetze dürfen da keine Hürde darstellen.
Geändert von moepens (30.11.2017 um 06:39 Uhr)
30.11.2017, 23:48 #10
Mir wurde auf Anfrage in einer ortsnahen Apotheke erklärt, dass nur große Bestellungen sich für den Kunden rechnen könnten...es wird zwar aus staatlich anerkannten Cannabisagenturen zu medizinischen Zwecken angebaut und nach Deutschland in der Form abgegeben, dass zum Beispiel eine Dünnschichtchromatographie die selben Ergebnisse anzeigen sollte, die auf dem Lieferschein zur (eigentlich schon als geprüftes Rezepturarzneimittel) Ware angegeben werden.
100g oder gar 1000g nach der AmGV quasi erneut zu testen um es "weiter" als Rezepturarzneimittel anbieten zu dürfen, können durch die Arbeitsersparnis im Gegensatz zu zB. nur 10g auch günstiger angeboten werden
In ortsnahen Apotheken kann zu "grösseren" Mengen sicherlich noch verhandelt werden.
Geändert von Wonder Woman (01.12.2017 um 16:50 Uhr) Grund: Umlautdilemma dechiffriert ;-)
01.12.2017, 11:00 #11
Bestands-Update 01.12.17
In der Falken-Apotheke vorrätig sind Pedanios 20/1 und Bedrobinol sowie Reste von Argyle und Penelope.
02.12.2017, 13:31 #12
...das ging ja schnell, kaum bekannt, schon fast ausverkauft.^^ Kein Bakerstreet und P 22/1 mehr...wie schade. So schnell hätte ich nicht mal ein Rezept bekommen. Aber genau das ist ja das Grundproblem, daß die Nachfrage so enorm hoch ist, daß bekannte belieferte Apotheken sofort wieder ausverkauft sind.
Schön, daß es eine so engagierte Apotheke nun auch in meiner Nähe nun gibt. Gute Beratung wäre mir wichtig.
Sobald die Vertragspreise neu ausgehandelt sind und fallen, werde ich auf jeden Fall auf die Falkenapotheke zurückkommen.
@Wonderwoman: weist du da genaueres, wann das sein wird?
Toll wäre es, wenn mehr Apotheken ein regelm. Bestandsupdate ihrer verfügbaren Sorten hier öffentlicht machen würden. (im nicht öffentlichen Bereich, sonst wärs ja sicher gleich verbotene Werbung)
05.12.2017, 12:36 #13
Wenn ich das mache, ist das keine Werbung.
Verfügbarkeit Falken-Apotheke 05.12.17:
Pedanios 20.1
Bedrobinol
11.12.2017, 12:54 #14
Rheumaknochen
habe gerade in Berlin angerufen, da gibt es ebenfalls Apotheken die unsere Medikamente vorrätig haben!! und diese auch versenden!!!
Rezept hin, Rechnung zahlen, per Versand zur Haustür. Hab auch gefragt ob sie an meine Apotheke liefern würden, das wollen sie aber nicht....wahrscheinlich wegen der Gewinnspanne.
11.12.2017, 17:35 #15
Wie sind die Preise denn bei der Berlin Apotheke? Ohne oder mit Aufschlag?
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