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Timestamp: 2020-01-27 03:16:59+00:00

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Tropfende Blumentröge auf dem Balkon sind als unvermeidlich und sozialadäquat vom darunter befindlichen Eigentümer hinzunehmen.
am Mittwoch, 12. August 2015. Veröffentlicht in Wohnungseigentumsrecht
Manchmal sind es auch nur kleine Dinge, die einem Ärger bereiten und wenn dann ein letzter Tropfen das Faß zum überlaufen bringt, ist ein Rechtsstreit unvermeidlich.
Kindesunterhalt: Unterhaltspflicht der Eltern auch während Freiwilligem Sozialen Jahr
am Montag, 03. August 2015. Veröffentlicht in Familienrecht
Immer wieder stellen sich Eltern die Frage, wie lange ein Kind einen Unterhaltsanspruch hat, v.a. wenn nach der Schule z.B. erst ein sogenanntes Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) absolviert wird.
Ausschlagung der Erbschaft - ein Überblick über die Problemstellungen
am Donnerstag, 30. Juli 2015. Veröffentlicht in Erbrecht
I. Ausschlagung für minderjährige Erben:
Wenn ein minderjähriges Kind Erbe wird und die Eltern die Erbschaft (z. B. wegen Überschuldung) ausschlagen wollen, so bedürfen sie hierfür regelmäßig der familiengerichtlichen Genehmigung.
Änderung der Betriebskosten
am Donnerstag, 23. Juli 2015. Veröffentlicht in Mietrecht
Soll der Mieter alle oder einzelne Betriebskosten übernehmen, bedarf dies einer ausdrücklichen und klaren Vereinbarung im Mietvertrag. Eine solche Vereinbarung ist erforderlich, da das Gesetz eigentlich vom Grundsatz her vorsieht, dass mit der Miete sämtliche Kosten für das Grundstück, somit auch die Betriebskosten abgegolten sind.
Architekt muss bei Planung früh Kostenrahmen mit Auftraggeber abklären
am Freitag, 17. Juli 2015. Veröffentlicht in Baurecht
Der BGH hat entschieden, dass ein Architekt grundsätzlich bereit im Rahmen der sogenannten Grundlagenermittlung den wirtschaftlichen Rahmen eines Bauvorhabens mit dem Auftraggeber besprechen und dessen Kostenvorstellungen berücksichtigen muss.
Strafbarkeit wegen Schwarzfahrens
am Mittwoch, 24. Juni 2015. Veröffentlicht in Strafrecht
Grundsätzlich stellt das Schwarzfahren in öffentlichen Verkehrsmitteln einen Straftatbestand dar. § 265 a StGB regelt das "Erschleichen von Leistungen", dort heißt es unter anderem, ...wer die Beförderung durch ein Verkehrsmittel...erschleicht, mit der Absicht, das Entgelt nicht zu entrichten, wird mit Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr oder mit Geldstrafe bestraft. Auch ist der Versuch strafbar.
Der Auskunftsschuldner hat die Untätigkeit des Notars bei der Errichtung eines notariellen Nachlassverzeichnisses zu vertreten
am Mittwoch, 24. Juni 2015. Veröffentlicht in Erbrecht
Ein Pflichtteilsberechtigter kann die Erstellung eines durch einen Notar errichteten Nachlassverzeichnisses nach § 2314 BGB verlangen.
Nach einem Beschluss des Oberlandesgerichts Stuttgart vom 16.02.2015 (= BeckRS 2015, 04184) hat der auskunftspflichtige Erbe die Untätigkeit oder Verzögerungen durch den Notar zu vertreten. Der Auskunftspflichtige hat auf eine zeitnahe Erledigung durch den Notar zu drängen (BGH, NJW - RR 2009 443) und muss notfalls Rechtsbehelfe gegen den untätigen Notar ergreifen oder einen anderen Notar beauftragen.
Unfall bei Bushaltestelle
am Dienstag, 23. Juni 2015. Veröffentlicht in Verkehrsrecht
Steht ein Schulbus mit eingeschalteter Warnblinkanlage in der Haltebucht und wird ein zu dem Schulbus über die Fahrbahn laufender Schüler von einem Pkw erfasst, der mit Tempo 20 km/h am Bus vorbeifährt, muss sich der geschädigte Schüler ein Mitverschulden mit 25 % zurechnen lassen. Der Kraftfahrer muss andererseits in einer solchen Situation mit Personen rechnen, die den Bus noch erreichen wollen und deshalb den direkten Weg über die Straße wählen.
(OLG Koblenz – 12 U 806/11 – (NZV 2014,31))
Bei Abbruch lebenserhaltender Maßnahmen ohne Patientenverfügung und ohne Genehmigung des Betreuungsgericht besteht nicht nur das Risiko einer Strafbarkeit, sondern auch das Risiko der Erbunwürdigkeit.
am Donnerstag, 18. Juni 2015. Veröffentlicht in Erbrecht
Im konkreten Fall wurde die Erblasserin ab 2003 über eine Magensonde künstlich ernährt. Ihr Krankenzimmer verließ sie nicht mehr und eine Kommunikation war mit der Erblasserin auch nicht mehr möglich. Nach neun Jahren der künstlichen Ernährung unterbrach der testamentarisch als Alleinerbe vorgesehene Ehemann den Verbindungsschlauch der Magensonde, um seine Ehefrau zu erlösen. Das Pflegepersonal stellte die Verbindung wieder her.
Schwarzarbeit: Kein Rückzahlungsanspruch bei mangelhafter Werkleistung
am Donnerstag, 18. Juni 2015. Veröffentlicht in Baurecht
Der BGH hat mit Urteil vom 11.06.2015 (Az: VII ZR 216/14) entschieden, dass dem Besteller bei einem wegen Schwarzarbeit nichtigen Vertrags aus keinem Rechtsgrund ein Rückzahlungsanspruch wegen mangelhafter Werkleistungen des Unternehmers zusteht.
am Donnerstag, 28. Mai 2015. Veröffentlicht in Familienrecht
Nach einem Urteil des BGH (XII ZR 61/13) kann ein Ehegatte, der dem anderen die Aufnahme von Bankkrediten durch die Einräumung von dinglichen Sicherheiten ermöglicht hat, nach dem Scheitern der Ehe Befreiung von diesen Verbindlichkeiten verlangen.
am Mittwoch, 27. Mai 2015. Veröffentlicht in Verkehrsrecht
1. Seine Warnungs- und Besinnungsfunktion kann das Fahrverbot nur erfüllen, wenn es sich in einem angemessenen zeitlichen Abstand zur Tat auf den Täter auswirkt.
2. Davon ist nicht auszugehen, wenn von der Tat bis zur Vorlage beim Rechtsbeschwerdegericht ein Jahr und 8 Monate vergangen sind und dem Betroffenen keine Verfahrensverzögerung anzulasten ist.
(OLG Zweibrücken – 1 Ss Bs 41/13 – (NZV 2014, 479))
Wiederholte Handyverstöße
Die Verhängung eines Fahrverbotes kann sich im Einzelfall auch aus der wiederholten Begehung für sich genommen eher geringfügiger Verstöße ergeben. Auch die wiederholte verbotswidrige Benutzung eines Mobil- oder Autotelefons ist daher im Einzelfall geeignet, die Anordnung eines Fahrverbotes wegen einer beharrlichen Pflichtverletzung zu rechtfertigen.
(OLG Hamm – 3 RBs 256/13 – (ZfS 2014, 111)
am Donnerstag, 21. Mai 2015. Veröffentlicht in Erbrecht
Wenn beispielsweise in einem Testament geregelt wird, dass der überlebende Ehegatte Vorerbe ist und die gemeinsamen Kinder Nacherben, so bedeutet dies beim Tod des ersten Ehegatten, dass die Kinder zunächst nichts aus der Erbschaft erhalten. Aufgrund der Nacherbenregelung geltend die Kinder jedoch nicht als enterbt. Um Pflichtteilsansprüche geltend machen zu können, muss ein Nacherbe deshalb zuerst die Nacherbschaft nach § 2306 BGB ausschlagen. Ohne Ausschlagung besteht kein Pflichtteilsanspruch (OLG Köln, Urteil vom 05.02.2015, BeckRS 2015, 04369).
Heilungsmöglichkeiten bei Kündigung wegen Zahlungsverzugs:
am Freitag, 15. Mai 2015. Veröffentlicht in Mietrecht
Eine außerordentliche fristlose Kündigung wegen Zahlungsverzugs durch den Vermieter kann der Mieter "heilen", wenn er innerhalb bestimmter Fristen die rückständige Miete vollständig bezahlt oder wenn sich eine öffentliche Stelle (JobCenter) zur Befriedigung verpflichtet. Der Räumungsanspruch entfällt gem. § 569 Abs. 3 Ziff. 2 BGB, wenn die offenen Mieten bis zum Ablauf von zwei Monaten nach Eintritt der Rechtshängigkeit eines Räumungsanspruches (seit Zustellung der Räumungsklage) vollständig bezahlt werden.

References: BGH 
 § 265
 § 2314
 BGH 
 BGH 
 § 2306
 § 569