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Timestamp: 2020-04-02 19:33:31+00:00

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BGH, 21.05.1959 - III ZR 7/58 - dejure.org
BGH, 21.05.1959 - III ZR 7/58
https://dejure.org/1959,1352
BGH, 21.05.1959 - III ZR 7/58 (https://dejure.org/1959,1352)
BGH, Entscheidung vom 21.05.1959 - III ZR 7/58 (https://dejure.org/1959,1352)
BGH, Entscheidung vom 21. Mai 1959 - III ZR 7/58 (https://dejure.org/1959,1352)
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NJW 1959, 1629
MDR 1959, 734
DVBl 1959, 623
DÖV 1959, 942
a) Zwar ist es richtig, dass ein Beamter, der aufgrund einer ihn bindenden Weisung einer vorgesetzten Stelle eine - objektiv - rechtswidrige Maßnahme trifft, nicht amtspflichtwidrig handelt (ständige Rechtsprechung z.B. Senatsurteile vom 21. Mai 1959 - III ZR 7/58, NJW 1959, 1629, 1630; vom 16. Dezember 1976 - III ZR 3/74, NJW 1977, 713; vom 7. Februar 1985 - III ZR 212/83, NVwZ 1985, 682, 683 …und vom 11. Dezember 2008 - III ZR 216/07, VersR 2009, 930 Rn. 5).
Allerdings teilt der Senat nicht die Auffassung der Vorinstanz, die davon ausgegangen ist, der Erlass vom 31. März 2006 habe eine Weisung dargestellt, die eine Haftungsverlagerung von den Kommunen als örtliche Ordnungsbehörden auf das beklagte Land bewirkt habe (vgl. dazu z.B. Senatsurteile vom 21. Mai 1959 - III ZR 7/58, NJW 1959, 1629, 1630; vom 16. Dezember 1976 - III ZR 3/74, NJW 1977, 713; vom 7. Februar 1985 - III ZR 212/83, NVwZ 1985, 682, 683 …und vom 11. Dezember 2008 - III ZR 216/07, VersR 2009, 930 Rn. 5).
Liegt eine solche bindende Weisung vor, trifft die Haftung die Anstellungskörperschaft des anweisenden Beamten, die durch die Erteilung der Weisung zugleich die Verantwortung für die Gesetzmäßigkeit des Verwaltungshandelns übernimmt (st. Rspr. des BGH, vgl. grundlegend: BGH, NJW 1959, 1629 f.; im Anschluss: BGH NJW 1977, 713/714 - betrifft Weisungen des Bundesministers für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten an die Einfuhrstelle; BGH NVwZ-RR 1991, 171 - betrifft Weisung des Berliner Senators für Bau- und Wohnungswesen; BGH…, Beschluss vom 11.12.2008, III ZR 216/07, zitiert nach juris Rn. 5;… vgl. auch: Palandt/Sprau, BGB, 72. Aufl., § 839 Rn. 30).
Eine Remonstrationspflicht des Angewiesenen kommt in Betracht, wenn die Ausführung der Weisung erkennbar den Strafgesetzen zuwiderlaufen würde (BGH, NJW 1977, 713 mit Verweis auf: BGH, NJW 1959, 1629), was hier nicht der Fall war.
BGH, 15.08.2019 - III ZR 18/19
Remonstrationspflicht als Amtspflicht hinsichtlich Obliegenheit eines Beamten …
Ein Beamter, der aufgrund einer ihn bindenden Weisung einer vorgesetzten Stelle eine - objektiv - rechtswidrige Maßnahme trifft, handelt nicht amtspflichtwidrig (st. Rspr.;… s. nur Senat, Urteile vom 16. April 2015 - III ZR 333/13, BGHZ 205, 63 Rn. 18; vom 7. Februar 1985 - III ZR 212/83, NVwZ 1985, 682, 683; vom 16. Dezember 1976 - III ZR 3/74, NJW 1977, 713 und vom 21. Mai 1959 - III ZR 7/58, NJW 1959, 1629, 1630;… Beschluss vom 11. Dezember 2008 - III ZR 216/07, NVwZ-RR 2009, 363 Rn. 5;… s. auch BeckOGK/Dörr aaO Rn. 170, 478, 599; jew. mwN).
BGH, 11.12.2008 - III ZR 216/07
Voraussetzungen der Amtshaftung bei bindender Weisung einer Aufsichtsbehörde
Die Frage, ob ein Beamter, der aufgrund einer ihn bindenden Weisung einer vorgesetzten Stelle eine - objektiv - rechtswidrige Maßnahme trifft, amtspflichtwidrig handelt, wird vom Bundesgerichtshof durchgängig verneint (st. Rspr. seit dem Senatsurteil vom 21. Mai 1959 - III ZR 7/58 = NJW 1959, 1629 f;… siehe auch Staudinger/Wurm, BGB [Neubearbeitung 2007] § 839 Rn. 66 m.w.N.).
Liegt eine solche bindende Weisung vor, trifft die Haftung die Anstellungskörperschaft des anweisenden Beamten, die durch die Erteilung der Weisung zugleich die Verantwortung für die Gesetzmäßigkeit des Verwaltungshandelns übernimmt (st. Rspr. des BGH, vgl. grundlegend: BGH, NJW 1959, 1629 f.; im Anschluss: BGH NJW 1977, 713/714 - betrifft Weisungen des Bundesministers für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten an die Einfuhrstelle; BGH NVwZ-RR 1991, 171 - betrifft Weisung des Berliner Senators für Bau- und Wohnungswesen; BGH…, Beschluss vom 11.12.2008, III ZR 216/07, zitiert nach juris Rn. 5;… vgl. auch: Palandt/Sprau, BGB, 72. Aufl., § 839 Rn. 30;… Kluth, in: Wolff/Bachhof/Stober, Verwaltungsrecht Bd. 2, § 67 Rn. 65).
BGH, 16.12.1976 - III ZR 3/74
Einfuhrstelle - Weisung, § 839 BGB, Amtspflicht, Art. 34 GG, Passivlegitimation
Wie der erkennende Senat in seinem Urteil vom 21. Mai 1959 - III ZR 7/58 = DVBl 1959, 623 ausgesprochen hat, bindet das geltende Recht den Amtsträger grundsätzlich auch dann an die Weisung seines Vorgesetzten, wenn die Verwirklichung dieses Befehls eine Außenpflicht des Staates verletzt, ausgenommen den Fall, daß die Ausführung erkennbar den Strafgesetzen zuwiderlaufen würde.
Befolgt der Angewiesene die ihn bindende Anordnung, so verletzt er seine Amtspflichten nicht (…zust. Rupp, Grundfragen der heutigen Verwaltungslehre, 1965, S. 48, 49;… Bender, Staatshaftungsrecht 2. Aufl. Rdn. 491; Wolff;… VerwR I 9. Aufl. § 64 I b 4 S. 560; abl. Arndt, NJW 1959, 1629).
BGH, 13.03.1967 - III ZR 28/64
Amtsverhältnis eines Bundesministers zur Bundesregierung - Vertrauensverhältnis …
Dann aber entfiel mindestens ein Schuldvorwurf für alle diejenigen Bediensteten, die sich im Rahmen dieser als rechtmäßig betrachteten Anordnung ihrer Bundesregierung hielten (vgl. dazu BGH Urt. v. 21. Mai 1959 - III ZR 7/58 = NJW 1959, 1629; v. 11. Juni 1959 - III ZR 33/58 = VersR 1959, 736).
BGH, 28.10.1965 - III ZR 16/64
Mit einer Bundesanstalt geschlossene Mietverträge und Darlehensverträge als …
Damit verlagerte sich der ihm übertragene Pflichtenkreis und seine Verantwortlichkeit für die Rechtmäßigkeit der Maßnahme in gewissen Grenzen auf die anweisende Dienststelle, deren Auslegung der Vertragsbestimmungen für ihn grundsätzlich maßgebend war (vgl. BGH NJW 1959, 1629).

References: BGH 
 BGH 
 § 839
 § 839
 BGH 
 BGH 
 § 839
 § 67
 § 839
 Art. 34
 § 64
 BGH 
 BGH