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Timestamp: 2020-02-18 02:59:13+00:00

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BSG, 14.05.1992 - 6 RKa 41/91 - dejure.org
https://dejure.org/1992,96
BSG, 14.05.1992 - 6 RKa 41/91 (https://dejure.org/1992,96)
BSG, Entscheidung vom 14.05.1992 - 6 RKa 41/91 (https://dejure.org/1992,96)
BSG, Entscheidung vom 14. Mai 1992 - 6 RKa 41/91 (https://dejure.org/1992,96)
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Krankenversicherung - Großgerätemedizin - Besetzung - Sozialgerichtsverfahren - Berufsfreiheit - Anspruch auf Mitbenutzung - Gesetzliche Regelung - Bestimmtheitsgebot - Großgeräteplanung
SG Stuttgart, 14.02.1990 - S 14a Ka 1457/89
LSG Baden-Württemberg, 24.04.1991 - L 5 Ka 788/90
LSG Baden-Württemberg, 12.11.1991 - L 5 Ka 788/90
BSGE 70, 285
NJW 1993, 814 (Ls.)
NZS 1993, 127
Der Umfang des parlamentarischen Regelungsvorbehalts richtet sich nach der Intensität, mit der die Grundrechte des Regelungsadressaten durch die jeweilige Maßnahme betroffen sind (vgl BVerfGE 98, 218, 252 mwN; ebenso zB BSGE 70, 285, 292, 306 f = SozR 3-2500 § 122 Nr. 3 S 11, 26, ohne Weiterführung der insoweit strengeren Maßstäbe von BSGE 67, 256, 266 f = SozR 3-2500 § 92 Nr. 1 S 12 f).
Darüber hinaus fehlt auch anderen Gremien der vertragsärztlichen Selbstverwaltung die eigene Rechtsmittelbefugnis gegen die von ihrem Verwaltungshandeln abweichenden nachfolgenden Entscheidungen, ohne daß deshalb ihre Eigenschaft als Selbstverwaltungsorgane in Zweifel zu ziehen wäre (vgl - aus jeweils unterschiedlichen Erwägungen - für Prüfungs- und Zulassungsausschüsse BSG ebenda;… für Landesausschüsse in der Bedarfsplanung BSGE 81, 207, 208 f = SozR 3-2500 § 101 Nr. 2 S 8 f; vgl auch für das frühere Recht der Großgeräteplanung BSGE 70, 285, 300 f = SozR 3-2500 § 122 Nr. 3 S 20;… für den Bewertungsausschuß BSGE 73, 131, 133 = SozR 3-2500 § 85 Nr. 4 S 20;… BSGE 78, 191, 194 = SozR 3-2200 § 368i Nr. 1 S 5).
Demgemäß hat der Senat den Begriff "beachten" im Zusammenhang mit der Großgeräteplanung des (inzwischen aufgehobenen) § 122 SGB V im Sinne von "als verbindlich zugrunde legen" definiert, während dem Verb "berücksichtigen" nur der Bedeutungsinhalt beigemessen worden ist, daß Gesichtspunkte in Betracht gezogen werden müssen und eine sachliche Auseinandersetzung mit ihnen zu erfolgen hat, aber nach pflichtgemäßer Abwägung davon abgewichen werden darf (so BSGE 70, 285, 296 = SozR 3-2500 § 122 Nr. 3 S 15).
Erwägungen, die Erbringung dieser Leistungen in einer Zweigpraxis über das Merkmal der Versorgungsverbesserung an etwaige Verhältniszahlen zu knüpfen, interpretieren Gesichtspunkte der Großgeräteplanung (vgl § 122 SGB V idF des Gesundheits-Reformgesetzes bzw des Gesundheitsstrukturgesetzes sowie die Großgeräte-Richtlinie-Ärzte aF; siehe hierzu BSGE 70, 285 = SozR 3-2500 § 122 Nr. 3) bzw der Bedarfsplanung in die Ermächtigungsvoraussetzungen des § 24 Abs. 3 Ärzte-ZV hinein, die dort gerade keine Berücksichtigung gefunden haben.
Als berufswahlnahe Regelung hat der erkennende Senat auch die gesetzliche Zulassungssperre für über 55 Jahre alte Ärzte angesehen (…BSGE 73, 223, 226 = SozR 3-5520 § 25 Nr. 1 S 4; vgl ferner - betr Großgeräte-Standortplanung - BSGE 70, 285, 303 f = SozR 3-2500 § 122 Nr. 3 S 22 f).
Streitverfahren über die Anerkennung als Belegarzt betreffen Angelegenheiten der Vertragsärzte im Sinne des § 12 Abs. 3 S 2 SGG (Anschluss an BSG vom 14.5.1992 - 6 RKa 41/91 = BSGE 70, 285 = SozR 3-2500 § 122 Nr. 3; Aufgabe von BSG vom 15.5.1991 - 6 RKa 11/90).
Seit dem Urteil des Senats vom 14.5.1992 (BSGE 70, 285 = SozR 3-2500 § 122 Nr. 3) ist geklärt, dass sich an der aus der verwaltungsmäßigen Zuständigkeit der KÄV folgenden Zuordnung zu den Angelegenheiten der Vertragsärzte iS des § 12 Abs. 3 Satz 2 SGG nichts dadurch ändert, dass die KÄV im Einvernehmen mit den Verbänden der Krankenkassen zu entscheiden hat.
Die Feststellung, wer im konkreten Fall der gesetzliche Richter ist, soll möglichst ohne Schwierigkeiten getroffen werden können (BSGE 70, 285, 287 = SozR 3-2500 § 122 Nr. 3 S 5;… BSGE 79, 105, 106 = SozR 3-2500 § 80 Nr. 2 S 11; Senatsurteil vom 1. Juli 1998 - B 6 KA 11/98 R -).
Anderenfalls hinge die Feststellung des gesetzlichen Richters von der vorherigen Lösung tatsächlicher oder rechtlicher Streitfragen unter Bewertung unübersichtlicher Interessenlagen ab, was im Rahmen der Anwendung von Besetzungsregeln gerade vermieden werden muß (vgl BSGE 70, 285, 287 = SozR 3-2500 § 122 Nr. 3 S 5; Senatsurteil vom 1. Juli 1998 - B 6 KA 11/98 R -).
Für die Frage, welches Recht der Prüfung der Begründetheit des mit der kombinierten Anfechtungs- und Verpflichtungsklage geltend gemachten Anspruchs zugrunde zu legen ist, wenn nach Erlaß des Verwaltungsaktes bzw nach Erhebung der Klage Rechtsänderungen eingetreten sind, ist auf den für die Verpflichtungsklage maßgebenden Zeitpunkt, also grundsätzlich auf den Zeitpunkt der letzten mündlichen Verhandlung, abzustellen (ständige Rechtsprechung;… BSGE 43, 1, 5 = SozR 2200 § 690 Nr. 4;… BSGE 68, 47, 48 = SozR 3-2500 § 159 Nr. 1; BSGE 70, 285, 289 = SozR 3-2500 § 122 Nr. 3;… zum maßgebenden Zeitpunkt bei der Anfechtungsklage siehe zuletzt BSG - Urteil vom 20. April 1993 - SozR 3-1500 § 54 Nr. 18).
Sie seien in dieser Auffassung durch das Urteil des Senats vom 14. Mai 1992 - 6 RKa 41/91 - bestätigt worden.
Der Senat hat hierzu mit Urteil vom 14. Mai 1992 (BSGE 70, 285 ff = SozR 3-2500 § 122 Nr. 3) entschieden, daß sich der Genehmigungsvorbehalt für Großgeräteleistungen auf eine ausreichende gesetzliche Ermächtigungsgrundlage, nämlich § 122 SGB V in der ab dem 1. Januar 1989 geltenden Fassung des GRG, stützen kann und sich seine Zulässigkeit aus der Zielsetzung und dem Regelungszusammenhang dieser Vorschriften ergibt.
Die für die Großgeräteplanung maßgebliche Vorschrift des § 122 SGB V wurde unter anderem in Reaktion auf das Urteil des Senats vom 14. Mai 1992 (BSGE 70, 285 = SozR 3-2500 § 122 Nr. 3) auch in verfahrensrechtlicher Hinsicht modifiziert.
Mit dem Abstellen auf das Datum des 15. Mai 1992 auf der Tatbestandsseite der Norm wird an die Entscheidung des Senats vom 14. Mai 1992 (BSGE 70, 285 = SozR 3-2500 § 122 Nr. 3) angeknüpft, durch die die bis dahin bestehende Rechtsunsicherheit im Bereich der Großgeräteplanung beseitigt worden war (so Bericht des BT-Ausschusses für Gesundheit, BT-Drucks 12/3937 S 13, zu Art. 1 Nr. 41 Buchst c).
§ 135 Abs. 2 Satz 1 SGB V genügt auch dem Erfordernis, daß der Regelung vernünftige Erwägungen des Gemeinwohls zugrunde liegen müssen und der Grundsatz der Verhältnismäßigkeit gewahrt sein muß, wobei die Gemeinwohlbelange, die den Eingriff rechtfertigen sollen, um so gewichtiger sein müssen, je nachhaltiger die Freiheitsbeschränkung wirkt und je stärker die Berufsausübung oder gar der Zugang zum Beruf reglementiert wird (BSGE 70, 285, 302; 76, 59, 63, jeweils mwN).
BSG, 28.01.1998 - B 6 KA 77/96 R
Zulässigkeit - Anfechtungsklage - Kassenärztliche Vereinigung - …
Vertragsarzt - Verordnungsausschluß von Sprechstundenbedarf - Zuständigkeit - …
BSG, 29.01.1997 - 6 RKa 21/96
Anspruch eines Arztes auf Erstattung kernspintomographischer Leistungen im …
LSG Schleswig-Holstein, 23.11.1999 - L 6 KA 18/99
Anerkennung als Belegarzt an einer Klinik hinsichtlich Erreichbarkeit
LSG Hessen, 27.11.1996 - L 7 Ka 579/95
LSG Hessen, 27.11.1996 - L 7 Ka 1165/95
Krankenversicherung; Abrechnung; Genehmigung; Gynäkologe; Zytologie; …
LSG Sachsen, 19.03.1996 - L 1 B 5/95
Verpflichtung zur Übernahme der außergerichtlichen Kosten; Überprüfbarkeit einer …
LSG Niedersachsen, 13.12.1995 - L 5 Ka 42/92
Besetzung; Gericht; Kassenarzt; Vertragsarzt; Formbedürftigkeit; Krankenkasse; …

References: § 122
 § 92
 § 101
 § 122
 § 85
 § 368
 § 122
 § 122
 § 122
 § 122
 § 24
 § 25
 § 122
 § 12
 § 122
 § 122
 § 12
 § 122
 § 80
 § 122
 § 690
 § 159
 § 122
 § 54
 § 122
 § 122
 § 122
 § 122
 § 122
 Art. 1

§ 135