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Timestamp: 2020-03-30 23:37:20+00:00

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﻿ Bundesgerichtshof verhandelt am 14.05.2020 über die Weitergeltung der Mindest- und Höchstsätze der HOAI - TSP Theißen Stollhoff & Partner mbB
Bundesgerichtshof verhandelt am 14.05.2020 über die Weitergeltung der Mindest- und Höchstsätze der HOAI
Die Auffassungen in der Rechtsprechung zu den Folgen der Entscheidung des EuGH vom 04.07.2019 – Rs. C-377/17 – auf das jetzige Preisrecht der HOAI bis zur Novellierung sind derzeit uneinheitlich:
Einerseits wird die Auffassung vertreten, dass das Preisrecht der HOAI bis zur Novellierung der HOAI zwischen Privaten weiterhin uneingeschränkt anzuwenden ist (vgl. OLG München, Beschluss vom 08.10.2019; KG, Beschluss vom 19.08.2019 – 21 U 20/19; OLG Hamm, Urteil vom 23.07.2019 – 21 U 24/18, Revision beim BGH anhängig – VII ZR 174/19; OLG Naumburg, Urteil vom 13.04.2017 – 1 U 48/11; KG, Urteil vom 01.12.2017 – 21 U 19/12; LG Stuttgart, Beschluss vom 16.11.2018 – 28 O 375/17; Landesberufungsgericht für Architekten, Architektinnen, Stadtplaner und Stadtplanerinnen, Beschluss vom 01.08.2018 – 6s E 46/18).
Nach anderer Ansicht soll dagegen das Preisrecht der HOAI nicht mehr gelten (vgl. OLG Schleswig, Urteil vom 25.10.2019 – 1 U 74/18; LG München I, Beschluss vom 24.09.2019 – 5 O 13187/19; LG Bonn, Urteil vom 18.09.2019 – 20 O 299/16; OLG Düsseldorf, Urteil vom 17.09.2019 – 23 U 155/18; KG, Urteil vom 13.09.2019 – 7 U 87/18; OLG Celle, Urteil vom 14.08.2019 – 14 U 198/18, Revision beim BGH anhängig – VII ZR 205/19; OLG Celle, Urteil vom 23.07.2019 – 14 U 182/18; OLG Celle, Urteil vom 17.07.2019 – 14 U 188/18, Nichtzulassungsbeschwerde beim BGH anhängig – VII ZR 179/19; LG Dresden, Beschluss vom 08.02.2018 – 6 O 1751/15; LG Baden-Baden, Beschluss vom 07.05.2019 – 3 O 221/18).
Das OLG Hamm hat mit Urteil vom 23.07.2019 wegen der gegenteiligen Entscheidungen des OLG Celle die Revision beim BGH zugelassen. Das Revisionsverfahren wird dort unter dem Aktenzeichen VII ZR 174/19 geführt. Der BGH hat nun einen Verhandlungstermin für den 14.05.2020, 9.00 Uhr, anberaumt. Es steht zu erwarten, dass der BGH wohl in der zweiten Jahreshälfte 2020 über die Fortgeltung bzw. Nichtfortgeltung der Mindestsätze der HOAI bis zur Novellierung entscheiden wird.
Parallel werden vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) die notwendigen Anpassungen der HOAI und der zugrundeliegenden Ermächtigungsgrundlage für die HOAI, dem Gesetz zur Regelung von Ingenieur- und Architektenleistungen, vorbereitet. In dem anstehenden Rechtsetzungsverfahren sollen, abgesehen von den verbindlichen Honorarsätzen, die übrigen Vorgaben der HOAI soweit wie möglich beibehalten werden. Verschiedene Fragen zur Ausgestaltung im Detail befinden sich derzeit in der Diskussion. Es ist davon auszugehen, dass die notwendigen Anpassungen noch in diesem Jahr umgesetzt werden.
Den Sachbericht zum Verfahrensstand beim BGH finden Sie hier.
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References: EuGH 
 BGH 
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 BGH 
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