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Timestamp: 2016-10-24 01:49:29+00:00

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2A.443/2001 (16.05.2002)
Beschwerdef�hrer, vertreten durch Rechtsanwalt Dr. Arnold Weber, Waisenhausstrasse 14, 9000 St. Gallen,
Kantonale Verwaltung f�r die direkte Bundessteuer Glarus, Hauptstrasse 11, 8750 Glarus,
A.S.________ kaufte am 12. November 1997 von der X.________ AG, deren Alleinaktion�r er ist, s�mtliche Aktien der Y.________ AG zum Preis von 305'412 Franken. Am 12. Januar 1999 meldeten sich A.S.________ und B.S.________ an ihrem Wohnort in Z.________ (GL) nach Australien ab.
Am 20. Oktober 1999 nahm die Steuerverwaltung des Kantons Glarus eine Sonderveranlagung des Ehepaars S.________ vor: Nach ihrer Auffassung waren die Aktien der Y.________ AG "unterpreislich" verkauft worden, wodurch es zu einer verdeckten Gewinnaussch�ttung an den Alleinaktion�r in der H�he von Fr. 138'400.-- gekommen sei. Dieses ausserordentliche Einkommen unterliege - nachdem die Steuerpflicht des Ehepaars S.________ mit dessen Wegzug aus der Schweiz geendet habe - f�r 1997 einer Jahressteuer, welche f�r die direkte Bundessteuer Fr. 7'259.-- ausmache.
Die hiergegen erhobene Einsprache wies die Steuerverwaltung des Kantons Glarus mit Entscheid vom 11. Februar 2000 ab. Erfolglos blieb auch die Beschwerde an das Verwaltungsgericht des Kantons Glarus, welches die Veranlagung mit Urteil vom 4. September 2001 best�tigte.
In der Steuererkl�rung 1999/2000 deklarierten die Ehegatten S.________
D. einen Verm�gensertrag aus Wertschriften von Fr. 1'695.-- f�r das Jahr 1997 und von Fr. 421'789.-- f�r das Jahr 1998. Aus dem Wertschriftenverzeichnis war ersichtlich, dass A.S.________ als Alleinaktion�r der X.________ AG und der Y.________ AG im Jahr 1998 Dividenden in der H�he von 280'000 bzw. 140'000 Franken bezogen hatte. Die Steuerverwaltung des Kantons Glarus betrachtete diese Zahlungen von insgesamt Fr. 420'000.-- als ausserordentliches Einkommen; sie unterwarf dieses einer Jahressteuer f�r 1999 (recte: 1998), wobei die direkte Bundessteuer Fr. 43'866.90 betrug (Verf�gung vom 2. M�rz 1999).
Die hiergegen erhobene Einsprache wies die Steuerverwaltung des Kantons Glarus mit Entscheid vom 18. Mai 1999 ab, weil die Dividendenaussch�ttung 1998 v�llig von der bisherigen Dividendenpraxis abweiche und deshalb als ausserordentliches Einkommen der Jahressteuer unterliege. Diesen Entscheid sch�tzte das Verwaltungsgericht des Kantons Glarus am 4. September 2001 auf Beschwerde hin.
Die Kantonale Verwaltung f�r die direkte Bundessteuer, das Verwaltungsgericht des Kantons Glarus und die Eidgen�ssische Steuerverwaltung schliessen auf Abweisung der Verwaltungsgerichtsbeschwerden.
Die beiden Verfahren 2A.443/2001 und 2A.444/2001 betreffen die gleichen Beteiligten. Sie beruhen auf zusammenh�ngenden Sachverhalten, wobei sich (teilweise) die gleichen Rechtsfragen stellen. Wegen ihres engen Zusammenhangs sind die Verfahren zu vereinigen (Art. 24 BZP in Verbindung mit Art. 40 OG).
2.1 Bei den angefochtenen Entscheiden des Verwaltungsgerichts des Kantons Glarus handelt es sich um auf �ffentliches Recht des Bundes gest�tzte letztinstanzliche kantonale Urteile, gegen welche die Verwaltungsgerichtsbeschwerde an das Bundesgericht zul�ssig ist (Art. 146 DBG). Die Beschwerdef�hrer sind als Steuerpflichtige zur Verwaltungsgerichtsbeschwerde legitimiert (vgl. Art. 103 lit. a OG).
2.2 Im Verfahren der Verwaltungsgerichtsbeschwerde kann ein Verstoss gegen Bundesrecht, einschliesslich �berschreitung oder Missbrauch des Ermessens, sowie die unrichtige oder unvollst�ndige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts ger�gt werden (Art. 104 lit. a und lit. b OG). An die Sachverhaltsfeststellung des angefochtenen Entscheids ist das Bundesgericht allerdings dann gebunden, wenn es sich - wie im vorliegenden Fall - bei der Vorinstanz um eine richterliche Beh�rde handelt; vorbehalten bleibt, dass der Sachverhalt nicht offensichtlich unrichtig, unvollst�ndig oder unter Verletzung wesentlicher Verfahrensbestimmungen ermittelt worden ist (Art. 105 Abs. 2 OG).
2.3 Das Bundesgericht wendet im verwaltungsgerichtlichen Beschwerdeverfahren das Bundesrecht von Amtes wegen an. Es ist in der vorliegenden Abgabestreitigkeit weder an die Parteibegehren noch an deren Begr�ndung gebunden (Art. 114 Abs. 1 OG).
Nach Art. 20 Abs. 1 lit. c des Bundesgesetzes vom 14. Dezember 1990 �ber die direkte Bundessteuer (DBG; SR 642.11) unterliegen Ertr�ge aus beweglichem Verm�gen der Einkommenssteuer, so insbesondere auch "Dividenden, Gewinnanteile, Liquidations�bersch�sse und geldwerte Vorteile aus Beteiligungen aller Art...". Zu den geldwerten Leistungen an die Inhaber gesellschaftlicher Beteiligungsrechte sind nach st�ndiger Rechtsprechung des Bundesgerichts namentlich auch Zuwendungen jeder Art an die Aktion�re oder ihnen nahestehende Dritte zu rechnen, f�r die der Empf�nger in einem f�r die Gesellschaftsorgane erkennbaren Ausmass keine angemessene Gegenleistung erbracht hat (BGE 119 Ib 431 E. 2b S. 435; 115 Ib 274 E. 9b S. 279). Massgebend ist dabei ein Drittvergleich: Eine geldwerte Leistung liegt vor, wenn und insoweit sie einem an der Gesellschaft nicht beteiligten Dritten nicht oder nur in wesentlich geringerem Umfang erbracht worden w�re (Urteil 2A.133/1993 vom 3. Februar 1995, in: ASA 64 S. 644 f., E. 2b u. E. 3; BGE 119 Ib 116 E. 2 S. 119 f.; Peter Locher, Kommentar zum Bundesgesetz �ber die direkte Bundessteuer, Therwil/Basel 2001, N 121 zu Art. 20).
3.1 Der Beschwerdef�hrer 1 ist Alleinaktion�r der X.________ AG, von welcher er am 12. November 1997 die Aktien der Y.________ AG zum Preis von Fr. 305'412.-- �bernommen hat. Bei der Y.________ AG handelt es sich um eine Verm�gensverwaltungsgesellschaft, deren Anlageverm�gen sich aus Wertschriften und Edelmetallen zusammensetzt. Die Steuerbeh�rde ermittelte einen Substanzwert von Fr. 443'829.--, basierend auf einem Aktienkapital von Fr. 50'000.--, offenen Reserven von Fr. 301'323.-- und stillen Reserven auf den Wertschriften von Fr. 142'317.--, von denen ein Abzug von 35 Prozent f�r latente Steuern gemacht wurde. Im Vergleich zum tats�chlich f�r die Aktien bezahlten Betrag von Fr. 305'412.-- resultierte ein Unterpreis von Fr. 138'417.--, welcher dem Beschwerdef�hrer 1 beim steuerbaren Einkommen als geldwerte Leistung aus Beteiligung aufgerechnet wurde.
3.2 Die Beschwerdef�hrer sind der Meinung, es sei falsch, den Verkehrswert der gekauften Aktien nach deren Substanzwert zu bestimmen. Es h�tte vielmehr massgeblich auf den Ertragswert abgestellt werden m�ssen, der angesichts von geringen Gewinnen in den letzten Gesch�ftsjahren niedrig sei. Zudem h�tten bei der Verkehrswertberechnung Risiko und latente Steuern ber�cksichtigt werden sollen. Indessen entspricht die Vorgehensweise der Kantonalen Verwaltung f�r die direkte Bundessteuer der Wegleitung der Eidgen�ssischen Steuerverwaltung zur Bewertung von Wertpapieren ohne Kurswert (Ausgabe 1995), wonach bei reinen Verm�gensverwaltungsgesellschaften der Substanzwert massgebend ist (Rz. 46). Dies ist sachgerecht, denn der Wert einer solchen Gesellschaft h�ngt von ihren Anlagen ab, hier namentlich dem Wertschriftenportefeuille, welches zum jeweiligen Kurswert der enthaltenen Wertschriften an Dritte ver�ussert werden k�nnte. Auf den Ertragswert kommt es nicht an, was - f�r reine Verm�gensverwaltungsgesellschaften - auch der Meinung von Helbling entspricht, auf dessen Ausf�hrungen zur Bedeutung des Ertragswerts die Beschwerdef�hrer zu Unrecht verweisen (vgl. Carl Helbling, Unternehmensbewertung und Steuern, 9. Auflage, D�sseldorf 1998, S. 210). Des Weiteren hat die Steuerverwaltung die latente Steuerlast auf den nicht versteuerten Reserven ber�cksichtigt. Aus welchem Grund schliesslich bei einer Verm�gensverwaltungsgesellschaft noch einem Unternehmerrisiko Rechnung getragen werden m�sste, ist nicht ersichtlich und wird von den Beschwerdef�hrern auch gar nicht begr�ndet. Zwar kann der Wert der Anlagen Schwankungen unterliegen, doch in beide Richtungen, wobei sich kotierte Wertschriften jedenfalls zum jeweiligen Kurswert ver�ussern lassen.
3.3 Nach dem Gesagten sind die Einw�nde unbegr�ndet, welche die Beschwerdef�hrer gegen die Bewertung der verkauften Aktien erheben. Die Vorinstanz hat zu Recht angenommen, dem Beschwerdef�hrer 1 sei von der X.________ AG eine geldwerte Leistung im Betrag von 138'417 Franken ausgerichtet worden.
4.1 Es stellt sich weiter die Frage, ob diese geldwerte Leistung, welche auf dem Kaufvertrag vom 12. November 1997 beruht, im Rahmen der ordentlichen Veranlagung in der Steuerperiode 1999/2000 zu erfassen ist, oder einer Sonderveranlagung unterliegt. Letzteres ist der Fall, wenn die Voraussetzungen von Art. 47 DBG erf�llt sind. Gem�ss dieser Bestimmung unterliegen "Kapitalgewinne nach Art. 18 Abs. 2 DBG, Kapitalabfindungen f�r wiederkehrende Leistungen, Eink�nfte aus Lotterien oder lotterie�hnlichen Veranstaltungen, Entsch�digungen f�r die Aufgabe oder Nichtaus�bung einer T�tigkeit oder f�r die Nichtaus�bung eines Rechtes", die bei Beendigung der Steuerpflicht oder bei einer Zwischenveranlagung nicht oder noch nicht f�r eine volle Steuerperiode als Einkommen besteuert worden sind, gesamthaft einer vollen Jahressteuer zu dem Satz, der sich f�r diese Eink�nfte allein ergibt.
4.2 Das Verwaltungsgericht nahm an, mit dem Umzug der Beschwerdef�hrer nach Australien habe deren Steuerpflicht in der Schweiz geendet und auf der geldwerten Leistung sei eine Jahressteuer geschuldet. Es st�tzte sich dabei auf die Meinung von Duss/Sch�r, gem�ss welcher die Aufz�hlung der Eink�nfte, die gem�ss Art. 47 Abs. 1 DBG einer Sonderveranlagung unterliegen, nicht abschliessend ist, sondern nur beispielhaften Charakter hat. Die genannten Autoren begr�nden dies damit, dass Art. 47 Abs. 1 DBG gleich auszulegen sei wie Art. 18 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 14. Dezember 1990 �ber die Harmonisierung der direkten Steuern der Kantone und Gemeinden (StHG; SR 642.14), dessen Aufz�hlung als nicht abschliessend gelte. Ferner verweisen sie auf das Gebot der Besteuerung nach der wirtschaftlichen Leistungsf�higkeit und auf Art. 218 DBG, wo beim Wechsel eines Kantons von der Vergangenheits- zur Gegenwartsbemessung "ausserordentliche Eink�nfte" allgemein der Jahressteuer unterworfen und insbesondere auch aperiodische Verm�gensertr�ge ausdr�cklich genannt werden (Marco Duss/Daniel Sch�r, in: Martin Zweifel/Peter Athanas [Hrsg.], Kommentar zum Schweizerischen Steuerrecht, Band I/2a: Bundesgesetz �ber die direkte Bundessteuer, Basel 2000, N 7 zu Art. 47).
Diese Argumente sind jedoch nicht �berzeugend:
4.3.1 Im fr�heren Recht war es Art. 43 des Bundesratsbeschlusses �ber die Erhebung einer direkten Bundessteuer (BdBSt), der die Bemessungsl�cke bei Aufh�ren der Steuerpflicht mittels einer Jahressteuer schloss. Diese Bestimmung war selektiv auf bestimmte Objekte ausgerichtet und wurde als abschliessend verstanden (Heinz Masshardt, Kommentar zur direkten Bundessteuer, 2. Auflage, Z�rich 1985, N 3 zu Art. 43 BdBSt). Im Kreisschreiben Nr. 7 vom 26. April 1993 "Zur zeitlichen Bemessung der direkten Bundessteuer bei nat�rlichen Personen" hat die Eidgen�ssische Steuerverwaltung denn auch festgehalten, der Unterschied zwischen der fr�heren und der heutigen Rechtslage bestehe darin, dass zus�tzlich zu den schon bisher in Art. 43 BdBSt angef�hrten Kapitalgewinnen aus Ver�usserung, Verwertung oder buchm�ssiger Aufwertung eine Reihe weiterer ausserordentlicher Eink�nfte der besonderen Jahressteuer bei Aufh�ren der Steuerpflicht unterworfen w�rden (so bereits die Mitteilung der Eidgen�ssischen Steuerverwaltung "Neuerungen bei der direkten Bundessteuer aufgrund des DBG", in: ASA 61 S. 22 f.). Von einer Ausdehnung auf unbestimmte weitere ausserordentliche Eink�nfte ist jedoch nicht die Rede. Von der herrschenden Lehre wird die Aufz�hlung der Steuerobjekte im Gesetz denn auch als abschliessend qualifiziert (Locher, a.a.O., N 6 zu Art. 47; Peter Agner/Angelo Digeronimo/Hans-J�rg Neuhaus/Gotthard Steinmann, Kommentar zum Gesetz �ber die direkte Bundessteuer, Erg�nzungsband, Z�rich 2000, N 2a zu Art. 47; Markus Reich, Zeitliche Bemessung [nat�rliche und juristische Personen, inkl. �bergangsregelung] in: Ernst H�hn/Peter Athanas [Hrsg.], Das neue Bundesrecht �ber die direkten Steuern, Bern 1993, S. 325).
4.3.2 Die gegenteilige Auffassung von Duss/Sch�r (a.a.O.) widerspricht zudem dem Wortlaut von Art. 47 Abs. 1 DBG, welcher keinerlei Hinweise darauf enth�lt, dass die Aufz�hlung nur als beispielhaft verstanden werden k�nnte. Auch der Vergleich mit der �bergangsordnung f�r den Systemwechsel von der Vergangenheits- zur Gegenwartsbemessung �berzeugt aus zwei Gr�nden nicht: Erstens wird in jenem Fall die Steuerpflicht nicht beendet und das Problem der Verschiebung von Eink�nften in die Bemessungsl�cke stellt sich in allgemeiner Weise. Zweitens unterscheidet sich der Wortlaut von Art. 218 DBG in der Fassung vom 9. Oktober 1998 deutlich von Art. 47 Abs. 1 DBG, indem die "ausserordentlichen Eink�nfte" generell erfasst werden und zus�tzlich in Abs. 3 der beispielhafte Charakter der Aufz�hlung betont wird ("Als ausserordentliche Eink�nfte gelten insbesondere...").
4.3.3 Aus der urspr�nglichen Fassung von Art. 218 DBG (AS 1991 1253) l�sst sich ebenfalls nicht ableiten, die Aufz�hlung von Art. 47 Abs. 1 DBG habe beispielhaften Charakter: Dort war f�r den Wechsel zur Gegenwartsbemessung - neben der Differenzsteuer auf ordentlichen Eink�nften - eine besondere Jahressteuer auf den "ausserordentlichen Ertr�gen" vorgesehen. Zur Umschreibung Letzterer verwies Art. 9 der (urspr�nglichen Fassung der) Verordnung vom 16. September 1992 �ber die zeitliche Bemessung der direkten Bundessteuer bei nat�rlichen Personen (AS 1992 1823) zwar auf die in Art. 47 DBG genannten Eink�nfte (vgl. auch Peter Agner/Beat Jung/Gotthard Steinmann, Kommentar zum Gesetz �ber die direkte Bundessteuer, Z�rich 1995, N 4 zu Art. 218 DBG). Auch wenn dieser Verweis als zu eng gelten muss, weil der Gesetzgeber mit Art. 218 DBG stets "ausserordentliche Ertr�ge" schlechthin erfassen wollte, spricht das jedoch nicht gegen die abschliessende Natur der streitigen Regelung. Art. 47 DBG wird hier bloss mittelbar, in Verbindung mit der einschl�gigen Verordnungsbestimmung angewandt, weshalb f�r seine Auslegung im eigentlichen Anwendungsbereich nicht massgebend sein kann, wenn die Aufz�hlung der ausserordentlichen Eink�nfte, welche gem�ss Art. 9 der Verordnung einer Jahressteuer unterliegen, nicht abschliessend ist. In einem Verfahren betreffend (die urspr�nglich Fassung von) Art. 12 der Verordnung (AS 1992 1824) hat das Bundesgericht denn auch betont, dass die Verh�ltnisse bei einem blossen Wechsel des Systems der zeitlichen Bemessung nicht mit jenen bei Beendigung der Steuerpflicht bzw. bei einer Zwischenveranlagung vergleichbar sind (vgl. Urteil 2A.124/2001 vom 7. Dezember 2001, E. 3.3).
4.3.4 Schliesslich mag der Grundsatz der Besteuerung nach der wirtschaftlichen Leistungsf�higkeit daf�r sprechen, dass s�mtliche ausserordentlichen Eink�nfte der Sondersteuer unterstellt werden; dem ist jedoch entgegenzuhalten, dass f�r eine abschliessende Ordnung Gr�nde der Rechtssicherheit angef�hrt werden k�nnen (Locher, a.a.O., N 7 zu Art. 47 DGB). Es besteht daher kein Anlass, vom Wortlaut der gesetzlichen Regelung, die als abschliessend erscheint, abzuweichen.
4.4 Damit ergibt sich, dass die geldwerte Leistung, welche dem Beschwerdef�hrer 1 im Zusammenhang mit dem Verkauf der Aktien der Y.________ AG ausgerichtet worden ist, nicht mit einer Sondersteuer belegt werden darf.
Gleiches gilt f�r die Dividenden von Fr. 420'000.--, welche der Beschwerdef�hrer 1 im Jahre 1998 von der X.________ AG und der Y.________ AG bezogen hat: Zwar sch�tteten die beiden Unternehmen, gest�tzt auf eine �nderung der bisherigen Dividendenpolitik, erstmals Dividenden aus. Diese Tatsache f�hrt jedoch nicht dazu, dass (wegen Beendigung der Steuerpflicht) eine Jahressteuer zu erheben ist. Im Unterschied zum kantonalen Steuergesetz (vgl. Art. 30 aStG/GL) erfasst das Bundesgesetz �ber die direkte Bundessteuer nicht generell alle ausserordentlichen Eink�nfte, sondern nur die in Art. 47 DBG ausdr�cklich genannten (vgl. oben). Nachdem der vorliegende Sachverhalt von dieser Bestimmung nicht erfasst wird, unterliegen die Dividenden keiner Sonderveranlagung, sondern sind im Rahmen der ordentlichen Veranlagung in der Steuerperiode 1999/2000 zu besteuern.
6.1 Die Vorinstanz ging ohne weiteres davon aus, die Beschwerdef�hrer h�tten die Schweiz am 12. Januar 1999 definitiv verlassen und seien nach Australien ausgewandert; ihre Steuerpflicht sei zu diesem Zeitpunkt erloschen (vgl. Art. 8 Abs. 2 DBG). Nach dem Gesagten w�rde dies dazu f�hren, dass das Einkommen, welches die Beschwerdef�hrer 1997/98 erzielt haben (die vorliegend streitigen Eink�nfte des Beschwerdef�hrers 1 aus seinen Beteiligungen an der X.________ AG und der Y.________ AG eingeschlossen), der direkten Bundessteuer nur f�r einige wenige Tage unterl�ge. Ob dem so ist, kann vorliegend indessen nicht abschliessend beurteilt werden; es ist nicht rechtsgen�gend erstellt, dass der Wohnsitz der Beschwerdef�hrer in Z.________ tats�chlich dahingefallen bzw. durch einen neuen Wohnsitz in Australien ersetzt worden ist.
6.2 F�r die Verlegung des steuerrechtlichen Wohnsitzes gen�gt nicht, die Verbindungen zum bisherigen Wohnsitz zu l�sen; ist ein Wohnsitz begr�ndet worden, so bleibt er grunds�tzlich bis zum Erwerb eines neuen bestehen. Nicht entscheidend ist deshalb, wann der Steuerpflichtige sich an seinem fr�heren Wohnort abgemeldet oder diesen verlassen hat (Agner/Jung/Steinmann, a.a.O., N 2 zu Art. 3 DBG; Xavier Oberson, Droit fiscal suisse, Basel 1998, S. 54; vgl. auch: Masshardt, a.a.O., N 3 zu Art. 4 BdBSt). Vielmehr kommt es darauf an, ob nach den gesamten Umst�nden ein neuer Wohnsitz begr�ndet worden ist, was insbesondere voraussetzt, dass sich der Steuerpflichtige mit der Absicht dauernden Verbleibens an einem andern Ort aufh�lt (vgl. Locher, a.a.O. N 12 ff. zu Art. 3 DBG). Verf�gt er �ber intensive Beziehungen zu mehreren Orten bzw. besteht neben dem neuen Wohnort eine Verbindung zum bisherigen steuerrechtlichen Wohnsitz fort, so ist entscheidend, wo sich nunmehr der Mittelpunkt seiner Lebensinteressen befindet (Urteil 2A.225/1998 vom 29. September 1999, in: Pra 2000 S. 29 f., E. 3a). Hat der Steuerpflichtige die Schweiz verlassen und sich ins Ausland begeben, so muss er die direkte Bundessteuer weiter entrichten, bis er seinen Lebensmittelpunkt nachweisbar ins Ausland verlegt und dort einen neuen Wohnsitz begr�ndet hat (Urteil 2A.388/1998 vom 3. Mai 2000, in: StR 55/2000 S. 514, E. 5a).
6.3 Vorliegend ist zun�chst einmal unklar, inwieweit die Beschwerdef�hrer noch Beziehungen zu ihrem bisherigen Wohnsitz unterhalten: Es erscheint erstaunlich, dass sie unter den gegebenen Umst�nden ans andere Ende der Welt nach Australien auswandern. Der Beschwerdef�hrer 1 hatte die beiden Aktiengesellschaften erst kurze Zeit zuvor �bernommen und die Schulden, welche er f�r diese Akquisition einging, noch nicht getilgt. Er ist nach wie vor als einzelzeichnungsberechtigter Pr�sident und Delegierter des Verwaltungsrats der an seinem bisherigen Wohnsitz in Z.________ domizilierten X.________ AG im Handelsregister eingetragen und d�rfte demnach immer noch als deren Direktor t�tig sein. In dieser Funktion wird er sich, gleich wie in der Eigenschaft als Verwaltungsratspr�sident sowohl der X.________ AG als auch der Y.________ AG, zumindest gelegentlich in Z.________ aufhalten m�ssen. Die Vorinstanz hat es weiter unterlassen, die Lebenssituation der Beschwerdef�hrer in Australien abzukl�ren. Den Akten l�sst sich weder entnehmen, wie sich Wohnverh�ltnisse und berufliche Situation der Beschwerdef�hrer pr�sentieren, noch wie sie ihren Lebensunterhalt finanzieren. Mithin kann zur Zeit nicht beurteilt werden, ob die Beschwerdef�hrer ihren steuerrechtlichen Wohnsitz im Lichte der obigen Ausf�hrungen tats�chlich ins Ausland verlegt haben.
7.1 Die Verwaltungsgerichtsbeschwerden sind daher im Sinne der Erw�gungen gutzuheissen und die Sache an die Kantonale Verwaltung f�r die direkte Bundessteuer zur�ckzuweisen, damit diese die notwendigen Abkl�rungen trifft . Anschliessend hat sie die streitigen Eink�nfte mit der ordentlichen Steuer f�r das Steuerjahr 1999 zu erfassen, wobei die Steuerpflicht der Beschwerdef�hrer nur bis 12. Januar 1999 besteht, falls sie ihren Wohnsitz zu diesem Zeitpunkt nach Australien verlegt haben sollten.
7.2 Entsprechend dem Verfahrensausgang sind die bundesgerichtlichen Kosten dem Kanton Glarus aufzuerlegen, der vorliegend finanzielle Interessen vertreten hat (Art. 156 Abs. 1 und Abs. 2 OG). Zudem sind die Beschwerdef�hrer vom Kanton Glarus f�r das bundesgerichtliche Verfahren zu entsch�digen (Art. 159 Abs. 2 OG).
Die Verwaltungsgerichtsbeschwerden werden im Sinne der Erw�gungen gutgeheissen und die angefochtenen Urteile des Verwaltungsgerichts des Kantons Glarus aufgehoben; die Sache geht an die Kantonale Verwaltung f�r die direkte Bundessteuer zur�ck zum Verfahren im Sinne der Erw�gungen.
Die Gerichtsgeb�hr von insgesamt Fr. 3'000.-- wird dem Kanton Glarus auferlegt.
Der Kanton Glarus hat die Beschwerdef�hrer f�r das bundesgerichtliche Verfahren mit insgesamt Fr. 3'500.-- zu entsch�digen.
Dieses Urteil wird den Beschwerdef�hrern, der Kantonalen Verwaltung f�r die direkte Bundessteuer Glarus und dem Verwaltungsgericht des Kantons Glarus, I. Kammer, sowie der Eidgen�ssische Steuerverwaltung schriftlich mitgeteilt.

References: Art. 40
 Art. 103
 Art. 20
 BGE 
 Art. 20
 Art. 47
 Art. 18
 Art. 47
 Art. 47
 Art. 18
 Art. 218
 Art. 47
 Art. 43
 Art. 43
 Art. 43
 Art. 47
 Art. 47
 Art. 47
 Art. 218
 Art. 47
 Art. 218
 Art. 47
 Art. 9
 Art. 47
 Art. 218
 Art. 218
 Art. 47
 Art. 9
 Art. 12
 Art. 47
 Art. 30
 Art. 47
 Art. 8
 Art. 3
 Art. 4
 Art. 3