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Timestamp: 2017-01-25 01:16:46+00:00

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HENSCHE Arbeitsrecht: 7 AZR 112/08
Arbeitsgericht Frankfurt/Main, Urteil vom 14.03.2007 - 6 Ca 7405/06Hessisches
Landesarbeitsgericht, Urteil vom 15.10.07 - 17 Sa 809/07
7 AZR 112/08 17 Sa 809/07 Hes­si­schesLan­des­ar­beits­ge­richt Im Na­men des Vol­kes!
1. Kläger zu 1., Be­ru­fungskläger zu 1. und Re­vi­si­onskläger zu 1.,
2. Re­vi­si­onskläge­rin zu 2. als Al­lein­er­bin und Ge­samt­rechts­nach­fol­ge­rin des ver­stor­be­nen frühe­ren Klägers zu 2., Be­ru­fungsklägers zu 2. und Re­vi­si­onsklägers zu 2.,
3. Kläger zu 3., Be­ru­fungskläger zu 3. und Re­vi­si­onskläger zu 3.,
- 2 - hat der Sieb­te Se­nat des Bun­des­ar­beits­ge­richts auf­grund der Be­ra­tung vom 18. Ja­nu­ar 2012 durch den Vor­sit­zen­den Rich­ter am Bun­des­ar­beits­ge­richt Lin­sen­mai­er, die Rich­te­rin am Bun­des­ar­beits­ge­richt Gall­ner, den Rich­ter am Bun­des­ar­beits­ge­richt Prof. Dr. Kiel so­wie den eh­ren­amt­li­chen Rich­ter Dr. Ger­scher­mann und die eh­ren­amt­li­che Rich­te­rin Gmo­ser für Recht er­kannt:
1. Die Vor­schrif­ten des AGG sind auf den Streit­fall an­zu­wen­den. a) Dem steht nicht ent­ge­gen, dass die ta­rif­li­che Al­ters­gren­ze in § 19 Abs. 1 Satz 1 MTV Nr. 5a von den Ta­rif­ver­trags­par­tei­en am 14. Ja­nu­ar 2005 und da­mit vor In­kraft­tre­ten des AGG am 18. Au­gust 2006 ver­ein­bart wur­de. Die Re­ge­lun­gen des AGG sind auch auf Al­ters­gren­zen an­zu­wen­den, die vor In­kraft­tre­ten des AGG ein­zel­ver­trag­lich oder ta­rif­ver­trag­lich ver­ein­bart wur­den, wenn die Al­ters­gren­ze im Ein­zel­fall erst mit oder nach In­kraft­tre­ten des AGG er­reicht wird. Nur wenn die Al­ters­gren­ze be­reits vor dem 18. Au­gust 2006 er­reicht wur­de, gilt nach § 33 Abs. 1 AGG al­tes Recht (vgl. ausführ­lich BAG 17. Ju­ni 2009 - 7 AZR 112/08 (A) - Rn. 36 ff. mwN, BA­GE 131, 113).
cc) Die Ta­rif­ver­trags­par­tei­en sind mit Blick auf § 19 Abs. 1 Satz 1 MTV Nr. 5a der An­sicht, dass für die Ausübung der Tätig­keit der Pi­lo­ten we­gen der Si­cher­heit der Pas­sa­gie­re und der Be­woh­ner der über­flo­ge­nen Ge­bie­te, aber auch aus Gründen, die die Ge­sund­heit und die Si­cher­heit der Pi­lo­ten selbst be­tref­fen, ei­ne Al­ters­gren­ze von 60 Jah­ren fest­zu­le­gen ist. Die­se Maßnah­me ver­folgt Zie­le, die mit der öffent­li­chen Si­cher­heit und dem Schutz der Ge­sund- - 13 -
bb) Mit § 8 Abs. 1 so­wie § 10 Satz 1 und Satz 2 AGG hat der Ge­setz­ge­ber die Re­ge­lun­gen in Art. 4 Abs. 1 und Art. 6 Abs. 1 Un­terabs. 1 der Gleich­be- - 14 -
(2) Für Ver­kehrspi­lo­ten ist es we­sent­lich, dass sie über be­son­de­re körper­li­che Fähig­kei­ten verfügen, weil körper­li­che Schwächen in die­sem Be­ruf er­heb­li­che Kon­se­quen­zen ha­ben können. Die körper­li­chen Fähig­kei­ten neh­men aus Sicht des Ge­richts­hofs ab ei­nem be­stimm­ten Le­bens­al­ter ab (vgl. EuGH 13. Sep­tem­ber 2011 - C-447/09 - [Prig­ge] Rn. 67, EzA EG-Ver­trag 1999 Richt­li- - 15 -
R. Gmo­ser Ger­scher­mann	m.hensche.de
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References: § 19
 § 33
 § 19
 § 8
 § 10
 Art. 4
 Art. 6
 EuGH