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Timestamp: 2020-04-10 20:14:59+00:00

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Rechtsprechung: NJW-RR 1991, 439 - dejure.org
Weitere Entscheidung unten: OLG Hamm, 25.04.1990
https://dejure.org/1990,295
BGH, 13.12.1990 - III ZR 333/89 (https://dejure.org/1990,295)
BGH, Entscheidung vom 13.12.1990 - III ZR 333/89 (https://dejure.org/1990,295)
BGH, Entscheidung vom 13. Dezember 1990 - III ZR 333/89 (https://dejure.org/1990,295)
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Auslegung des Parteiwillens - Geschäftsbesorgungsvertrag - Kündigungsmöglichkeit - Ausschluß - Werbung - Marketing
BGB §§ 164 ff, § 168, § 627
Widerruf einer Vermittlungsvollmacht zur Vermarktung eines Namens, Maklervertrag, erhebliches wirtschaftliches Interesse als Grund zur Abbedingung des Kündigungsrechts wegen Vertrauensstellung, Geschäftsbesorgungsvertrag, Unwiderruflichkeit einer Vollmacht
NJW-RR 1991, 439
MDR 1991, 737
WM 1991, 604
Davon wird insbesondere bei solchen Tatsachen ausgegangen, die den Vertragszweck vereiteln oder erheblich gefährden können (BGH Urteile vom 13. Dezember 1990 - III ZR 333/89 - NJW-RR 1991, 439 und vom 8. Dezember 1989 - V ZR 246/87 - NJW 1990, 975, zu Kaufverträgen).
Die Bestimmung stellt zwar kein zwingendes Recht dar (BGH, Urt. v. 13. Dezember 1990 - III ZR 333/89, NJW-RR 1991, 439, 440;… v. 13. Januar 1993 aaO S. 505;… MünchKomm-BGB/Henssler, aaO § 627 Rn. 36).
Das jederzeitige Kündigungsrecht nach § 627 BGB kann, soweit es besteht - das Berufungsgericht hat offengelassen, ob es sich hier um ein dauerndes Dienstverhältnis mit festen Bezügen im Sinne des in § 627 Abs. 1 BGB genannten Ausnahmefalls handelte -, durch individualvertragliche Vereinbarung abbedungen werden (BGH, Urt. v. 13. Dezember 1990 - III ZR 333/89, WM 1991, 604, 606); denn ein solcher Kündigungsausschluß läßt die Möglichkeit der Kündigung aus wichtigem Grund nach § 626 BGB bestehen, und das reicht zum Schutz der Vertragspartner regelmäßig aus (…MünchKomm-BGB/Schwerdtner 2. Aufl. § 627 Rdnr. 11; RGZ 69, 363, 365; 80, 29, 30; 105, 416 f).
Hierzu bedarf es jedoch des klaren und bestimmten Ausdrucks eines entsprechenden Parteiwillens, dessen Vorhandensein nicht allein aus dem Umstand hergeleitet werden kann, dass im Vertrag eine feste Laufzeit vorgegeben ist (RGZ 80, 29 f; Senat, Urteile vom 13. Dezember 1990 - III ZR 333/89, WM 1991, 604, 606 und vom 5. November 1998 - III ZR 226/97, NJW 1999, 276, 278).
Bei der Annahme von Willkür in diesem Sinne ist Zurückhaltung geboten; in der Regel wird sie nur das Fehlen jeglicher tatsächlicher Anhaltspunkte rechtfertigen können (…BGH, Urt. v. 12.07.1984 - VII ZR 123/83, MDR 1985, 315; vgl. ferner Urteile v.04.10.1988 - VI ZR 7/88 = BGHR ZPO § 138 Abs. 1 Unfalldaten 1 u. v. 13.12.1990 - III ZR 333/89, zur Veröffentlichung in BGHR bestimmt).
Dem steht nicht entgegen, daß in Individualverträgen nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs allein der Vereinbarung eines bestimmten Zeitraums für die Tätigkeit des Dienstverpflichteten noch nicht der - außerhalb des Anwendungsbereichs des AGB-Gesetzes ohne weiteres mögliche - Ausschluß des außerordentlichen Kündigungsrechts nach § 627 BGB entnommen werden kann, es hierzu vielmehr des klaren und bestimmten Ausdrucks eines entsprechenden Parteiwillens bedarf (vgl. Senatsurteil vom 13. Dezember 1990 - III ZR 333/89 - NJW-RR 1991, 439, 440).
Bei der Annahme von Willkür in diesem Sinne ist Zurückhaltung geboten; in der Regel wird sie nur das Fehlen jeglicher tatsächlicher Anhaltspunkte rechtfertigen können (…vgl. Sen.Urt. v. 23.04.1991 - X ZR 77/89, NJW 1991, 2707, 2709 u. v. 01.10.1991 - X ZR 31/91;… s. auch BGH, Urt. v. 12.07.1984 - VII ZR 123/83, MDR 1985, 315;… v. 02.10.1988 - VI ZR 7/88, BGHR ZPO § 138 Abs. 1 - Unfalldaten 1; v. 13.12.1990 - III ZR 333/89, NJW-RR 1991, 439 = LM Nr. 11 zu § 627 BGB).
Eine Rechtspflicht, den Vertragspartner über alle Umstände aufzuklären, die für dessen Entscheidung von Bedeutung sein können, besteht zwar nicht allgemein (BGH, Urteil vom 13. Juli 1983 - VIII ZR 142/82, ZIP 1983, 1073, 1075; vom 15. April 1997 - IX ZR 112/96, WM 1997, 1045, 1047), wohl aber dann, wenn er eine solche Mitteilung aufgrund der konkreten Gegebenheiten nach der Verkehrsauffassung erwarten durfte (BGH, Urteil vom 2. März 1979 - V ZR 157/77, NJW 1979, 2243; vom 13. Dezember 1990 - III ZR 333/89, WM 1991, 604, 606).
Eine derartige Pflicht, deren Verletzung eine arglistige Täuschung begründen kann, hat die Rechtsprechung aus den konkreten, zwischen den Parteien bestehenden Rechtsbeziehungen dann hergeleitet, wenn das Verschweigen von Tatsachen insbesondere im Hinblick auf eine mögliche Vereitelung des Vertragszwecks gegen Treu und Glauben verstoßen würde und der Erklärungsgegner die Mitteilung der verschwiegenen Tatsache nach der Verkehrsauffassung erwarten durfte (…vgl. BGH, Urt. v. 13.7.1988 - VIII ZR 224/87, NJW 1989, 763, 764; Urt. v. 13.12.1990 - III ZR 333/89, NJW-RR 1991, 439, 440).
BGH, 18.10.1995 - VIII ZR 149/94
Rechtsnatur der Zustimmung zur Vertragsübernahme
BayObLG, 14.03.1996 - 2Z BR 121/95
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OLG Köln, 13.06.2000 - 24 U 103/99
OLG Köln, 18.10.1999 - 12 W 47/99
Kündigungsrecht bei Geschäftsbesorgungsverträgen mit Dienstvertragscharakter
LG Köln, 10.10.2008 - 7 O 3/05
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Räumungsklage nach mehrfacher Kündigung; Verwirkung eines Anspruchs auf Räumung …
OLG Hamm, 25.04.1990 - 31 U 4/90
https://dejure.org/1990,6887
OLG Hamm, 25.04.1990 - 31 U 4/90 (https://dejure.org/1990,6887)
OLG Hamm, Entscheidung vom 25.04.1990 - 31 U 4/90 (https://dejure.org/1990,6887)
OLG Hamm, Entscheidung vom 25. April 1990 - 31 U 4/90 (https://dejure.org/1990,6887)
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Ausgleich zwischen Mitbürgen im Verhältnis der Höchstbeträge
NJW 1991, 297
NJW-RR 1991, 439 (Ls.)
ZIP 1990, 1550

References: § 168
 § 627
 § 627
 § 627
 § 627
 § 626
 § 627
 § 138
 § 627
 § 138
 § 627
 § 145