Source: https://die-bav-experten.de/bav-fuer-arbeitnehmer/steuern-an
Timestamp: 2018-10-19 02:45:38+00:00

Document:
Steuerliche Behandlung beim Arbeitnehmer – Die bAV Experten
Durch das Alterseinkünftegesetz (AltEinkG) wurden erneut die gesetzlichen Rahmenbedingungen für die Versteuerung der Beitragszahlung in der Ansparphase zum 01.01.2005 verändert.
Steuerliche Förderung nach § 40b EStG a. F.
Keine Abtretung oder Beleihung
Kapitalgedeckte betriebliche Altersversorgung (keine Umlagenfinanzierung im öffentlichen Dienst
Hinterbliebenenversorgung für Hinterbliebene um engeren Sinne
bAV Rechengrößen 2017
Der bAV Höchst­bei­trag errech­net sich regel­mä­ßig aus 4% der Bei­trags­be­mes­sungs­gren­zen der gesetzlichen Rentenversicherung (GRV). Die Bei­trags­mes­sungs­gren­zen in der Ren­ten­ver­si­che­rung stei­gen im Jahr 2016. Die Bei­trags­be­mes­sungs­grenze West wird 2017 auf EUR 6.350 erhöht, jähr­lich sind dies EUR 76.200. In den neuen Bun­des­län­dern gilt 2016 die Bei­trags­be­mes­sungs­grenze Ost von EUR 5.700 (Monat) bzw. EUR 68.400 (Jahr).
Der bAV Höchst­bei­trag 2017 beträgt EUR 254 (Monat) bzw. EUR 3.048 (Jahr) steuer– und SV-frei (4% der Bei­trags­be­mes­sungs­gren­zen der GRV West), zusätz­lich EUR 1.800 (Jahr) steuerfrei, wenn kein pau­schal ver­steu­er­ter Ver­trag (§ 40b EStG) vor 2005 abge­schlos­sen wurde.
Das Fördervolumen nach § 40b EStG a. F.
Der maximal förderfähige Jahresbeitrag beläuft sich auf 1.752 Euro. Dieser Betrag ist unabhängig von der Zahlungsweise und gilt bspw. auch für Einmalbeiträge. Bei Durchschnittsbildung mehrerer Arbeitnehmer, die in demselben Direktversicherungsvertrag versichert sind, beläuft sich der pauschal zu besteuernde Jahresbeitrag für einzelne Arbeitnehmer auf maximal 2.148 Euro. Im Durchschnitt darf aber für jeden Arbeitnehmer nur ein Jahresbeitrag von 1.752 Euro geleistet werden.
Auf diese Beträge entfällt eine Pauschalsteuer in Höhe von 20 % zzgl. Solidaritätszuschlag und Kirchensteuer. Schuldner der Steuer gegenüber dem Finanzamt ist der Arbeitgeber. Der Arbeitnehmer kann sich aber ebenfalls bereit erklären, die Steuer zu tragen. Der Arbeitgeber kann die geleisteten Beiträge sowie die Pauschalsteuer als Betriebsausgaben geltend machen. Der Arbeitnehmer hingegen braucht die vom Arbeitgeber getragene Pauschalsteuer - die für ihn einen geldwerten Vorteil darstellt - allerdings nicht zu versteuern.
Berechnung des zulässigen Einmalbeitrags nach § 40b EStG a. F.:
Werden Beiträge zu einer Direktversicherung oder einer Pensionskasse nach § 40b EStG a. F. gefördert, kommt die hier aufgeführte Vervielfältigungsregel zur Geltung. Die Anzahl der Kalenderjahre, in denen das Dienstverhältnis zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer bestanden hat, wird mit 1.752 Euro multipliziert. Dieser vervielfältigte Betrag vermindert sich um die nach § 40b EStG a. F. bereits gezahlten Beiträge, die der Arbeitgeber in dem Kalenderjahr, in dem das Dienstverhältnis beendet wird, und in den sechs vorangegangenen Kalenderjahren erbracht hat.
Steuerliche Förderung nach § 10a EStG
Statt der Förderungsmöglichkeit nach § 3 Nr. 63 EStG kann auch die staatliche Förderung gem. § 10a EStG in Anspruch genommen werden. Die Beiträge werden zunächst voll versteuert. Die steuerliche Förderung erfolgt bei der Riester-Rente über Zulagen und Sonderausgaben. Aus diesem Grund werden die Leistungen in der Rentenphase nach § 22 Nr. 5 EStG voll versteuert. Es ist i. d. R. ratsamer, diese Förderungsmöglichkeit im Rahmen einer privaten Vorsorge zu nutzen, um den Rechtsanspruch auf Entgeltumwandlung für steuerlich geförderte Bruttoentgeltumwandlungen nicht zu “blockieren“.
Leistungen nach § 40b EStG a. F.
Leistungen aus nach § 40b EStG a. F. geförderten Beiträgen werden als sonstige Einkünfte nach § 22 EStG versteuert. Einmalige Kapitalleistungen werden i. d. R. steuerfrei ausgezahlt. Lebenslange Renten werden nur mit dem Ertragsanteil besteuert. Da nur die in der Rentenphase anfallenden Erträge besteuert werden, bleiben die in der Anwartschaftsphase erwirtschafteten Erträge steuerfrei. Leistungen aus Zusagen, die bereits im Jahr 2004 oder früher erteilt wurden, ein Vertrag aber erst nach dem 01.01.2005 abgeschlossen, werden jedoch anders besteuert: Kapitalleistungen werden in diesem Fall teilweise steuerpflichtig. Lebenslange Renten werden jedoch weiterhin mit dem Ertragsanteil besteuert.
Leistungen nach § 3 Nr. 63 EStG
Leistungen aus Beiträgen, die nach § 3 Nr. 63 EStG gefördert wurden, sind nach § 22 Nr. 5 EStG voll zu versteuern. Das gilt gleichermaßen für Rentenals auch für Kapitalleistungen. Die Versteuerung einmaliger Kapitalleistungen als Vergütung für mehrjährige Tätigkeit nach § 34 EStG ist nicht möglich. Leistungen aus nicht geförderten Beiträgen werden lediglich mit dem Ertragsanteil nach § 22 Abs. 1 Nr. 3 EStG versteuert. Nicht geförderte Beiträge können sich bspw. ergeben, wenn das Fördervolumen des § 3 Nr. 63 EStG überschritten wird oder aber der Vertrag privat weitergeführt wird.

References: § 40
 § 40
 § 40
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 § 10
 § 3
 § 10
 § 22
 § 40
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 § 22
 § 3
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 § 22
 § 34
 § 22
 § 3