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Timestamp: 2019-10-16 17:09:24+00:00

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Direktversicherung | Finance Office Professional | Finance | Haufe
Bei einer Direktversicherung schließt der Arbeitgeber als Versicherungsnehmer auf das Leben des Arbeitnehmers eine Lebens- bzw. Rentenversicherung ab. Der Arbeitnehmer oder seine Hinterbliebenen sind hinsichtlich der Versorgungsleistungen des Versicherers ganz oder zum Teil bezugsberechtigt. Als Versorgungsleistungen kommen Leistungen der Alters-, Invaliditäts- oder Hinterbliebenenversorgung in Betracht. Die Direktversicherung ist - neben Direktzusage, Unterstützungskasse, Pensionskasse und Pensionsfonds - einer der 5 Durchführungswege der betrieblichen Altersversorgung.
Die Steuerfreiheit von Beiträgen zu einer Direktversicherung ist in § 3 Nr. 63 EStG geregelt. Die Pauschalversteuerung der Beiträge aus Altzusagen erfolgt nach § 40b EStG in der am 31.12.2004 geltenden Fassung.
1 Finanzierung durch Arbeitgeber und/oder ­Arbeitnehmer
Die Versicherungsprämien können aufgebracht werden
vom Arbeitgeber allein (als Arbeitgeberleistungen),
vom Arbeitnehmer allein (durch Gehaltsumwandlung) oder
gemeinsam von Arbeitgeber und Arbeitnehmer.
1.1 Behandlung beim Arbeitgeber
Die vom Arbeitgeber geleisteten Direktversicherungsbeiträge sind als Betriebsausgaben abziehbar.
1.2 Behandlung beim Arbeitnehmer
Die vom Arbeitnehmer finanzierten Beiträge sind als umgewandelter Arbeitslohn zu erfassen. Dabei spielt es keine Rolle, ob es sich um laufende Beiträge oder um einen Einmalbeitrag handelt.
1.3 Aufzeichnungspflichten
Direktversicherungsbeiträge sind zwingend über die Lohnabrechnung im Lohnkonto zu erfassen und über den Buchungsbeleg der Lohnbuchhaltung in die Finanzbuchhaltung zu übernehmen. In die Lohnsteuerbescheinigungen fließen sie nur dann als Bruttobetrag ein, wenn die steuerfreien bzw. pauschalversteuerten Beträge überschritten wurden.
Keine Berücksichtigung bei der Einkommensteuerveranlagung
Der pauschal besteuerte Arbeitslohn und die pauschale Lohnsteuer bleiben bei einer Einkommensteuerveranlagung unberücksichtigt.
2 Unterscheidung zwischen Alt- und Neuverträgen
Bei Direktversicherungen ist zu unterscheiden zwischen Alt- und Neuverträgen. Das entscheidende Datum ist der 1.1.2005.
Alle vorher abgeschlossenen Verträge gelten als Altverträge, für die unter bestimmten Voraussetzungen weiterhin die Pauschalbesteuerung von 1.752 EUR jährlich mit 20 % pauschaler Lohnsteuer nach § 40b EStG in der bis 31.12.2004 geltenden Fassung angewandt werden darf.
Ab dem 1.1.2005 abgeschlossene Verträge gelten als Neuverträge, für die uneingeschränkt § 3 Nr. 63 EStG anzuwenden ist.
Ab dem 1.1.2018 wurde der § 3 Nr. 63 EStG durch das sog. Betriebsrentenstärkungsgesetz erneut geändert. Danach sind die Beiträge des Arbeitgebers für eine Direktversicherung nunmehr bis zu 8 % der Beitragsbemessungsgrenze (West) in der Rentenversicherung steuerfrei (für 2019: 6.432 EUR). Sozialversicherungsfrei sind aber weiterhin nur 4 % der BBG = 3.216 EUR für 2019.
3 Altverträge: Zusagen vor dem 1.1.2005
Mit dem Alterseinkünftegesetz zum 1.1.2005 wurde der § 3 Nr. 63 ESG neu gefasst und die Pauschalbesteuerung bei der Direktversicherung abgeschafft. Die Pauschalierung durfte seit dem nur noch angewandt werden
bei arbeitgeberfinanzierten Altverträgen bzw.
bei Direktversicherung durch Gehaltsumwandlung nur dann, wenn der Arbeitnehmer bis zum 30.6.2005 eine Verzichtserklärung schriftlich abgegeben hatte, in der er auf die Steuerfreiheit nach § 3 Nr. 63 EStG verzichtete.
wenn neben einem "alten" Direktversicherungsvertrag ein "neuer" Vertrag abgeschlossen wird und die bisher erteilte Versorgungszusage nicht um zusätzliche biometrische Risiken erweitert wird. Dies gilt auch, wenn der Vertrag bei einem anderen Versicherungsunternehmen abgeschlossen wurde.
Pauschalbesteuerung sichert Steu...

References: § 3
 § 40
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 § 3
 § 3
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