Source: https://www.50hertz.com/de/Netz/Netzentwicklung/ProjekteanLand/NetzverstaerkungRoehrsdorfWeidaRemptendorf
Timestamp: 2019-09-23 05:34:40+00:00

Document:
Röhrsdorf – Weida – Remptendorf
Start/Netz/Netzentwicklung/Projekte an Land/Netzverstärkung Röhrsdorf – Weida – Remptendorf
Netzverstärkung Röhrsdorf – Weida – Remptendorf: Halbzeit für die Infotour am Abschnitt West
Nach fünf Stationen in Grochwitz (bei Schleiz), Pörmitz, Niederpöllnitz, Wiebelsdorf und Schleiz zog das Team von 50Hertz eine erste Zwischenbilanz. Zahlreiche Anlieger und Eigentümer erkundigten sich nach dem konkreten Verlauf der künftigen Trasse. Dabei kamen viele technische Themen zur Sprache. Häufig gestellt wurde die Frage nach dem Baustart und dem Bauabla...
Die bestehende, rund 100 km lange 380-kV-Freileitung verläuft vom Umspannwerk (UW) Röhrsdorf (Stadt Chemnitz) über das UW Weida (Landkreis Greiz) zum UW Remptendorf (Saale-Orla-Kreis). Ebenfalls werden durch die Bestandsleitung die Landkreise Zwickau, Altenburger Land und die Stadt Gera berührt. Der heutige Verlauf ist relativ geradlinig von Osten nach Südwesten.
Im Nahbereich der Freileitung befinden sich partiell bebaute Gebiete. Vereinzelt werden derzeit sowohl Wohn- als auch Gewerbebebauungen sowie Kleingärten überspannt. Letzteres betrifft vor allem den Abschnitt zwischen Röhrsdorf und Weida. Ansonsten ist das Umfeld der Freileitung überwiegend landwirtschaftlich und durch eingestreute kleinere Waldflächen geprägt. Auf längeren Abschnitten verlaufen mehrere 110-kV-Freileitungen verschiedener Regionalnetzbetreiber sowie der DB Energie GmbH parallel oder in unmittelbarer Nähe der Freileitung.
Das Vorhaben wurde in zwei Genehmigungsabschnitte unterteilt:
Östlicher Abschnitt: UW Röhrsdorf – UW Weida
Westlicher Abschnitt: UW Weida – UW Remptendorf
Genehmigungsbehörde ist die Bundesnetzagentur.
Nach dem Netzausbaubeschleunigungsgesetz (NABEG) stellt 50Hertz zunächst einen Antrag auf Bundesfachplanung. Dazu wird ein Antrag nach §6 NABEG erarbeitet, in dem bereits zahlreiche umweltfachliche und technischen Untersuchungen durchgeführt werden. Ziel der Bundesfachplanung ist es, einen geeigneten Trassenkorridor zwischen Anfangs- und Endpunkt mit einer Breite von 500 m bis 1.000 m für das nachfolgende Planfeststellungsverfahren festzulegen.
Für den östlichen Abschnitt Röhrsdorf – Weida hat 50Hertz am 19. Dezember 2016 den Antrag nach § 6 NABEG auf Bundesfachplanung gestellt. Die Bundesnetzagentur hat anschließend zur öffentlichen Antragskonferenz am 21. Februar 2017 in Altenburg eingeladen. Am 12. April 2017 veröffentlichte die Bundesnetzagentur den Untersuchungsrahmen.
Die Unterlagen nach § 8 NABEG zur Bestimmung eines geeigneten Trassenkorridors legte 50Hertz am 26. März 2019 der Bundesnetzagentur vor.
Für den westlichen Genehmigungsabschnitt zwischen den Umspannwerken Weida und Remptendorf stellte 50Hertz am 26. September 2016 den Antrag auf Bundesfachplanung. Am 22. November 2016 führte die Bundesnetzagentur eine öffentliche Antragskonferenz zur Bestimmung des Untersuchungsrahmens durch. Auf der Basis dieser Anhörung legte die Bundesnetzagentur mit Datum vom 19. Dezember 2016 den Untersuchungsrahmen für den Leitungsabschnitt fest. Der Untersuchungsrahmen wurde veröffentlicht.
Für die vollständigen Unterlagen nach § 8 NABEG erklärte die Genehmigungsbehörde am 27. April 2018 die Vollständigkeit und führte dann vom 9. Mai bis 9. Juli 2018 die Behörden- und Öffentlichkeitsbeteiligung (§ 9 NABEG) durch. Im Rahmen dieser formalen Beteiligungsphase gingen 63 Stellungnahmen von Trägern öffentlicher Belange und Privatpersonen ein. Der folgende Erörterungstermin fand am 25. September 2018 in Schleiz statt.
Am 19. Dezember 2018 traf die Bundesnetzagentur ihre Entscheidung zum Trassenkorridor (§ 12 NABEG) im Abschnitt West und schloss damit die Bundesfachplanung in diesem Abschnitt ab.
Vor Antragstellung auf Bundesfachplanung hat 50Hertz in verschiedenen Veranstaltungen im Rahmen der frühen Öffentlichkeitsbeteiligung Hinweise der lokalen Verwaltungen und Fachbehörden sowie Anlieger gesammelt. Diese wurden bereits bei der Erstellung der Antragsunterlagen berücksichtigt. Dazu gehörten unter anderem Konferenzen mit allen vier Kreisverwaltungen und den Städten Gera und Chemnitz im Untersuchungsgebiet, zwei Workshops mit Umweltverbänden und Umweltbehörden zu Untersuchungsmethodik und Kartierungskonzept, vier Infomärkte für interessierte Anlieger in Schleiz, Limbach-Oberfrohna, Crimmitschau und Gößnitz (6.-14.09.2016) und verschiedene lokale Konsultationen. Auf Länderebene tagte regelmäßig eine länderübergreifende Arbeitsgruppe, in der unter anderem die Fachministerien aus Sachsen und Thüringen vertreten sind.
Für die Phase der Planfeststellung plant 50Hertz, an der bewährten Kombination aus Behördenkonferenzen und öffentlichen Veranstaltungen festzuhalten.
Mehr Informationen zum Verfahren finden Sie hier.
Für beide Abschnitte des Vorhabens stehen die Anträge zur Bundesfachplanung online als digitaler Planungsordner zur Verfügung. Für den digitalen Planungsordner steht ein Reader bereit. Alternativ können auch pdf-Dokumente genutzt werden. Mit Klick auf die abschnittsbezogenen Anträge gelangen Sie zum jeweiligen Projektserver.
Unterlagen zur Bundesfachplanung nach § 8 NABEG zum Planungsabschnitt Röhrsdorf – Weida (Abschnitt Ost)
Unterlagen zur Bundesfachplanung nach § 8 NABEG zum Planungsabschnitt Weida – Remptendorf (Abschnitt West)
Antrag Bundesfachplanung nach § 6 NABEG (Abschnitt Ost): Abschnitt Röhrsdorf – Weida
Antrag Bundesfachplanung nach § 6 NABEG (Abschnitt West): Abschnitt Weida – Remptendorf

References: §6
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