Source: https://www.vra-mv.de/service
Timestamp: 2019-03-26 09:05:55+00:00

Document:
Service | Versorgungswerk der Rechtsanwälte in Mecklenburg-Vorpommern
Auf dieser Seite haben wir Ihnen zur weitergehenden Information rund um das Versorgungswerk und Ihre Mitgliedschaft zusammengestellt. Beachten Sie bitte, dass vertrauliche Informationen wie die Mitgliederrundschreiben und der Geschäftsbericht nur Mitgliedern des Versorgungswerks der Rechtsanwälte in Mecklenburg-Vorpommern zur Verfügung stehen. Das Login besteht als Benutzer aus dem ersten Buchstaben des Vornamens sowie dem vollständigen Nachnamen und als Passwort fungiert Ihre Mitgliedsnummer.
Was tut das Versorgungswerk für mich?
Das Versorgungswerk sichert in erster Linie Ihre Altersvorsorge, aber auch die Grundsicherung Ihrer Familie für den Fall, dass Sie früh versterben oder berufsunfähig sind. Darüber hinaus kann das Versorgungswerk Unterstützung bei Reha-Maßnahmen gewähren und zahlt ein Sterbegeld.
Bin ich verpflichtet, Mitglied im Versorgungswerk Mecklenburg-Vorpommern zu werden?
Unser Versorgungswerk ist die gesetzlich vorgesehene Einrichtung zur Altersvorsorge für die selbständigen und angestellten Rechtsanwälte in Mecklenburg-Vorpommern. Wenn Sie in der Rechtsanwaltskammer Mecklenburg-Vorpommern zugelassen und bei Zulassung bisher nicht älter als 45 Jahre sind, werden Sie Pflichtmitglied im Versorgungswerk. In diesem Fall erhalten Sie von uns Unterlagen, damit wir die Daten, die wir für Ihre Mitgliedschaft benötigen, erheben können. Alternativ können Sie den Erhebungsbogen auf dieser Webseite herunterladen, ausfüllen und an uns zurückschicken.
Ich bin angestellter Rechtsanwalt, was bedeutet das für mich?
Als angestellter Rechtsanwalt sind Sie automatische zunächst bei der Deutschen Rentenversicherung gesetzlich rentenversichert. Außerdem werden Sie Mitglied des Versorgungswerkes und zahlen 2/10 des für Sie maßgebenden Pflichtversicherungsbeitrages gem. § 158 Abs. 1 SGB VI, wenigstens aber den Mindestbeitrag gem. § 24 Abs. 5 der Satzung (s. Beiträge) .
Sie können aber als angestellter Rechtsanwalt einen Antrag auf Befreiung von der Versicherungspflicht in der gesetzlichen Rentenversicherung stellen. Dazu verwenden Sie den im Downloadbereich abgelegten Antrag. So verhindern Sie, dass Sie sowohl in die gesetzliche Rentenversicherung als auch in das Versorgungswerk der Rechtsanwälte MV einzahlen.
Was, wenn ich nicht Mitglied im Versorgungswerk sein möchte?
Es gibt nur wenige Möglichkeiten, sich von der Pflichtmitgliedschaft im Versorgungswerk befreien zu lassen. Dazu zählen insbesondere die Aufrechterhaltung der Mitgliedschaft in einem anderen Versorgungswerk, sofern Sie eine Angestelltentätigkeit in M-V ausüben. Sind Sie als selbstständiger Rechtsanwalt in M-V tätig, erfolgt eine Anrechnung der Beiträge, die von Ihnen an das andere Versorgungswerk entrichtet werden. Hierüber sind entsprechende Nachweise zu führen. Näheres in der Satzung § 8.
Ich ziehe weg. Kann ich Mitglied bleiben?
Dazu ist es einerseits erforderlich, einen Antrag auf Fortsetzung der Mitgliedschaft im hiesigen Versorgungswerk zu stellen. Andererseits ist im neu aufnehmenden Versorgungswerk die Befreiung von der Pflichtmitgliedschaft zu beantragen. Eine Ausnahme gilt für das Bundesland Bayern. Wer Mitglied der Bayerischen Versorgungskammer wird, muss auch Mitglied der Bayerischen Rechtsanwalts- und Steuerberaterversorgung werden.
Bitte beachten Sie, dass wir seit 2017 einen Mindestbeitrag in Höhe von monatlich 1/10 der allgemeinen Versicherungsabgabe (Stand 2018: EUR 107,88) erheben.
Ich bin Rechtsanwalt und neu in Mecklenburg-Vorpommern. Was bedeutet das?
Sie werden Pflichtmitglied in unserem Versorgungswerk. Sie können aber gleichzeitig Ihre Mitglied im bisherigen Versorgungswerk freiwillig fortsetzen.
Selbstständige Kollegen werden dabei nur auf Antrag in Höhe des Beitrages befreit, den sie an das bisher zuständige Versorgungswerk entrichten.
Wenn Sie in M-V angestellt tätig sind, können Sie einen Antrag auf Befreiung von der Pflichtmitgliedschaft stellen.
Aber informieren Sie sich doch über unsere Leistungsfähigkeit und machen Sie sich selbst ein Bild.
Ich bin Syndikusrechtsanwalt, was nun?
Seit Beginn 2016 haben sowohl angestellte Anwälte als auch Rechtsanwälte, die für nichtanwaltliche Arbeitgeber tätig sind, die Möglichkeit, sich von der Rentenversicherungspflicht befreien zu lassen. Vor der Zulassung als Syndikusrechtsanwalt und der Befreiung sollten Sie sich ausführlich durch unsere Geschäftsstelle über das Vorgehen beraten lassen.
Wie viel muss ich in das Versorgungswerk einzahlen?
Die Beiträge orientieren sich an der jeweils geltenden Beitragsbemessungsgrenze zur gesetzlichen Rentenversicherung. Die selbstständigen Pflichtmitglieder, deren Einkünfte unterhalb der Beitragsbemessungsgrenze liegen, erhalten eine Beitragsfestsetzung auf der Grundlage des Einkommenssteuerbescheides des Vorvorjahres. Zum Beispiel: Für 2018 gilt der Einkommenssteuerbescheid des Jahres 2016.
Unser Versorgungswerk erhebt auf der Grundlage der 11. Satzungsänderung (bekanntgemacht am 14.12.2016) wenigstens einen Mindestbeitrag in Höhe von 1/10 der allgemeinen Versorgungsabgabe (§ 24 Nr. 5 der Satzung). Der Mindestbeitrag beläuft sich auf monatlich EUR 107,88 (Stand: 2018). In Härtefällen kann der Mindestbeitrag für Mitglieder auf Antrag unter bestimmten Voraussetzungen auf bis zu 1/20 gesenkt werden.
Die Mitgliedschaft im Versorgungswerk der Rechtsanwälte endet mit dem Ende der Mitgliedschaft in der Rechtsanwaltskammer, sofern nicht die freiwillige Mitgliedschaft erklärt wird.
Die erworbenen Anwartschaftsrechte bleiben erhalten, es sei denn, eine Erstattung der Beiträge ist noch möglich und wird beantragt (§ 22 der Satzung).
Mindestbeitrag, wie hoch ist er und warum wird er erhoben?
Unser Versorgungswerk erhebt auf der Grundlage der 11. Satzungsänderung (bekanntgemacht am 14.12.2016) einen Mindestbeitrag in Höhe von 1/10 der allgemeinen Versorgungsabgabe (§ 24 Nr. 5 der Satzung). Der Mindestbeitrag beläuft sich auf monatlich EUR 107,88 (Stand: 2018). In Härtefällen kann der Mindestbeitrag für Mitglieder unter bestimmten Voraussetzungen auf Antrag auf bis zu 1/20 gesenkt werden.
Die Erwirtschaftung der Rentenanwartschaften erfolgt auf der Grundlage eines Kapitaldeckungsverfahrens. Das bedeutet, aus den Abgaben erfolgt nach Abzug der Kosten für die Verwaltung der Mitglieder, die Kapitalanlage. Hieraus werden dann die Rentenanwartschaften erwirtschaftet. Der Mindestbeitrag wird erhoben, um zu gewährleisten, dass die für jedes Mitglied entstehenden Verwaltungskosten wenigstens zu einem Teil aus seinen eigenen Abgaben refinanziert werden. Im Übrigen würden diese Kosten nämlich vollständig auf die Abgaben der zahlenden Kollegen umgelegt werden, die dann nicht zum Kapitalstock zur Erwirtschaftung ihrer Anwartschaften werden.
Wenn Sie Fragen haben, rufen Sie uns gerne an oder schreiben uns eine Email:
+49 (0) 385 760 60 0
info@vra-mv.de
Antrag auf Befreiung von der Versicherungspflicht für Rechtsanwälte und Syndikusrechtsanwälte
Antrag auf Befreiung von der Versicherungspflicht im Wege der Erstreckung
DRV-Antrag im Wege der Erstreckung
Datenschutzhinweise - Information nach Art. 13, 14 DSGVO
Einladung Mitgliederversammlung 26.09.2018
Wahlausschreiben für die Wahl der Vertreterversammlung
Dreizehnte Änderung der Satzung
Rechtsanwaltsversorgungsgesetz, Stand 12/2017
Satzung des Versorgungswerkes der RA M-V Stand 01/2018
1. Buchstabe Vorname und Nachname
Umlaute sind auszuschreiben
Ihr Name ist: Max Mustermann
Ihr Benutzername: mmustermann
Ihre vollständige Mitgliedsnummer
Beispiel: 12345/67
Die zentrale Aufgabe des Versorgungswerkes der Rechtsanwälte in Mecklenburg-Vorpommern ist es, seinen Mitgliedern eine lebenslange Altersrente zu erwirtschaften, die in monatlichen Beträgen ausgezahlt wird. Voraussetzung hierfür ist die Zahlung der Beiträge/Versorgungsabgaben für mindestens 60 Monate.
Das Vorhandensein einer privaten Altersvorsorge, etwa einer Kapitallebensversicherung, ist kein ausreichender Grund für eine Befreiung von der Pflichtmitgliedschaft. Unter welchen Bedingungen Sie kein Pflichtmitglied mehr sind, entnehmen Sie bitte der Satzung oder den FAQ.
Es besteht keinerlei Rechtsbeziehung zwischen dem Versorgungswerk und Ihrem Arbeitgeber. Eine Rechtsbeziehung besteht nur zwischen dem Mitglied und dem Versorgungswerk. Jedes angestellt tätige Mitglied ist deshalb selbst dafür verantwortlich, dass das Versorgungswerk die Beiträge sowie alle erforderlichen Informationen und Unterlagen rechtzeitig und vollständig erhält.
Die Rechtsaufsicht obliegt dem Justizministerium Mecklenburg-Vorpommern, das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit führt die Versicherungsaufsicht.
Siehe Zulassungsverzicht
Eine Befreiung von der gesetzlichen Rentenversicherungspflicht ist für angestellt tätige Mitglieder möglich, damit sie aufgrund der Pflichtmitgliedschaften in der gesetzlichen Rentenversicherung und dem Versorgungswerk nicht doppelt Beiträge abführen müssen.
Beiträge, auch Versorgungsabgaben genannt. Grundsätzlich ist der Regelpflichtbeitrag nach der gesetzlichen Beitragsbemessungsgrenze zu zahlen. Mitglieder, deren Einkommen unterhalb der Beitragsbemessungsgrenze liegen, zahlen auf Antrag und Nachweis ihres Einkommens des Vorvorjahres (Bsp. 2016 für 2018) durch Vorlage des Einkommensteuerbescheides einen entsprechend geringeren Beitrag. Es ist zusätzlich möglich, über den Pflichtbeitrag hinausgehende freiwillige Beiträge zu leisten. Zurzeit liegt die Grenze bei 100% über dem Beitrag, der sich aus der Beitragsbemessungsgrenze ergibt. Seit 2017 wird ein Mindestbeitrag in Höhe von 01/10 des Beitrages nach der Beitragsbemessungsgrenze erhoben (Stand 2018: 107,88 €). In Härtefällen ist für Pflichtmitglieder die Absenkung auf bis zu 1/20 möglich. Näheres siehe Satzung § 24 – 26 und Härtefallregelung.
Die Beitragsbemessungsgrenze ist eine Richtgröße der Sozialversicherung, die jährlich neu bestimmt wird. Sie definiert die Höchstgrenze, bis zu der ein Einkommen für Zahlungen der Sozialversicherung herangezogen werden kann. Der Teil des Einkommens, der darüber liegt, bleibt bei der Beitragsberechnung außer Acht. 2018 liegt die Beitragsbemessungsgrenze für die gesetzliche Rente in Mecklenburg-Vorpommern bei monatlich 5.800 Euro.
Mit Aushändigung der Zulassungsurkunde sind Sie kraft Gesetzes Pflichtmitglied im Versorgungswerk. Wer zuvor nach der Referendarszeit arbeitslos gemeldet war, wurde automatisch in der gesetzlichen Rentenversicherung pflichtversichert. Diese Pflichtversicherung erlischt mit dem Beginn einer freiberuflichen Tätigkeit. Im Falle einer Anstellung als Rechtsanwalt bleibt diese Versicherung jedoch zunächst bestehen. Das betroffene Mitglied kann aber einen Befreiungsantrag stellen.
Für selbstständige Berufsanfänger gibt es in den ersten drei Jahren die Möglichkeit, den Beitragssatz auf Antrag auf 7,5/10 herabsetzen zu lassen. Der bei Ablauf der Dreijahresfrist zuletzt erklärte Beitragssatz gilt als künftige Versorgungsabgabe. Eine Änderung des Beitragssatzes ist danach nicht mehr zulässig.
Die Regelungen zur Berufsunfähigkeit im Versorgungwerk entsprechen nicht denen der gesetzlichen Rentenversicherung oder der Berufsunfähigkeitsversicherung der privaten Lebensversicherungen. Da das Versorgungswerk auf Mindestversicherungszeiten (Satzung § 14 Abs. 1 S. 1) und Gesundheitsprüfungen verzichtet, schützt es die Mitgliedergemeinschaft des Versorgungswerks vor sog. „ungünstigen Risiken“, indem es auf einen weitergehenden Berufsunfähigkeitsbegriff zurückgreift, den das Landesrecht und die Satzung bestimmt: Mitglieder erhalten auf Antrag eine Berufsunfähigkeitsrente, wenn sie infolge eines körperlichen Gebrechens oder wegen Schwäche ihrer körperlichen oder geistigen Kräfte zur Ausübung des Rechtsanwaltsberufes unfähig sind und deshalb ihre gesamte berufliche Tätigkeit einstellen. Die Entscheidung über die Berufsunfähigkeit trifft der Vorstand auf der Grundlage ärztlicher Gutachten. Weiteres siehe Satzung § 14.
Die erfreuliche Tatsache, dass die Menschen in Deutschland länger leben, hat bekanntermaßen Auswirkungen auf die Rentensysteme, auch auf das Versorgungswerk: Dies wird derzeit mit einem Renteneinstiegsalter von 67 Jahren in der Satzung des Versorgungswerks berücksichtigt.
Die Arbeitsgemeinschaft berufsständischer Versorgungseinrichtungen (ABV) hat 2007 neue sogenannte Sterbetafeln für die Versicherungsmathematik berechnen lassen, die auf den tatsächlichen Sterbefällen aller Versorgungswerke in den letzten Jahren beruhen. Diese ergeben, dass die Lebenserwartung der Mitglieder berufsständischer Versorgungswerke um mehrere Jahre über der Lebenserwartung der deutschen Gesamtbevölkerung liegt. Zudem steigt sie mit jedem Geburtenjahrgang um mehr als einen Monat an. Dies stellt das Versorgungswerk vor allem für die jüngeren Jahrgänge vor neue Herausforderungen.
Die Renten können angepasst und erhöht werden. Die Mitgliedersammlung (künftig: Vertreterversammlung) entscheidet jährlich darüber, ob und in welchem Umfang dies geschieht. Grundlage der Entscheidung ist insbesondere die Leistungsfähigkeit des Versorgungswerkes. Dabei werden vor allem die Prognosen zur Kapitalmarktentwicklung, die gestiegene Lebenserwartung (Biometrie / Biostatistik) und die dadurch verlängerten Rentenlaufzeiten sowie aktuell die sukzessive Absenkung vom Rechnungszins berücksichtigt.
Der Mitgliedsbeitrag ist auf Grundlage von Einkünften in Höhe der jeweils geltenden Beitragsbemessungsgrenze zu entrichten. Der Nachweis über das Einkommen erfolgt bei Selbstständigen durch Vorlage des Einkommensteuerbescheides des Vorvorjahres, Berufsanfänger können unter Berücksichtigung des Mindestbeitrages ihr Einkommen schätzen. Angestellte weisen ihr Einkommen durch die Vorlage einer vom Arbeitgeber ausgestellten Bescheinigung über das Arbeitsentgelt für den Beitragszeitraum nach.
Das Versorgungswerk kommt seinen Leistungsversprechen allein mit den Beiträgen seiner Mitglieder im Rahmen eines Kapitaldeckungsverfahren anhand von anerkannten Grundsätzen der Versicherungsmathematik nach. Die Versicherungsmathematik definiert die Wahrscheinlichkeiten von Lebenserwartung, vorzeitigem Tod und Berufsunfähigkeit der Mitglieder, setzt sie in Beziehung mit dem Kollektiv der Mitglieder mit ihren jeweiligen, individuellen Risiken und ihren jeweiligen Beiträgen und den erwirtschafteten und erwarteten Erträgen aus den Kapitalanlagen.
Bei signifikant zurückgehenden Einkünften durch unvorhergesehene und unverschuldete Gründe (z.B. Krankheit), kann das Mitglied beantragen, dass seine auf Grundlage des Einkommenssteuerbescheides des Vorvorjahres festgesetzten Beiträge auf bis zu 1/20 der allgemeinen Versorgungsabgabe ermäßigt werden Satzung § 24 Abs. 5.
Hinterbliebenenrenten werden als Witwenrenten, Witwerrente, Vollwaisenrenten und Halbwaisenrenten gewährt, wenn das Mitglied zum Zeitpunkt des Todes Anspruch auf Altersrente oder Anwartschaft auf Berufsunfähigkeitsrente hatte oder Alters- oder Berufsunfähigkeitsrente bezog. Sie belaufen sich auf: 60 vom Hundert der Rente, die das Mitglied bei seinem Ableben bezog oder bezogen hätte im Falle von Witwen/Witwern. Die Halbwaisenrente beläuft sich auf 10 vom Hundert, bei Vollwaisen 20 vom Hundert der Rente, die das verstorbene Mitglied bezog oder bezogen haben würde.
Eine Kapitalabfindung der Rentenansprüche ist mit Ausnahme für Witwen/Witwer und Kleinstrentner siehe Satzung § 23 nicht vorgesehen.
Anders als die gesetzliche Rentenversicherung arbeitet das Versorgungswerk nach dem Kapitaldeckungsverfahren: Nicht die berufstätigen Rechtsanwälte finanzieren die im Ruhestand befindlichen Leistungsempfänger, sondern die Beiträge eines jeden Mitglieds bilden über die Dauer der Zugehörigkeit zum Versorgungswerk einen Kapitalstock. Dieser ist gemeinsam mit den zusätzlich vom Versorgungswerk erwirtschafteten Kapitalerträgen die Grundlage für die Leistungen im Ruhestand. Erwirtschaftet das Versorgungswerk an den Kapitalmärkten mehr als den Rechnungszins, können mit dem Überzinsertrag die Anwartschaften und Renten einer Dynamisierung unterworfen werden. Das bedeutet, dass die Leistungen des Versorgungswerks von den Entwicklungen am Kapitalmarkt abhängig sind. Die aktuell sehr geringen Kapitalmarktzinsen beeinflussen derzeit die Entwicklung der Leistungsfähigkeit aller berufsständischen Versorgungswerke und verringern die Möglichkeit zur Dynamisierung der Renten.
Mitglieder, die aufgrund der Betreuung eines eigenen Kindes über keine anwaltlichen Einkünfte verfügen, können für einen Zeitraum von bis zu drei Jahren ab Geburt des Kindes eine verringerte Versorgungsabgabe oder eine vollständige Beitragsfreistellung beantragen.
Kinderbetreuungszeiten werden für die Berechnung einer Berufsunfähigkeitsrente nach Maßgabe von Satzung § 14 Abs. 3 S. 3. berücksichtigt.
Bei der Berechnung der Altersrente finden sie keine Berücksichtigung, da diese sich aus den erworbenen Anwartschaften der eingezahlten Beiträge errechnet.
Pflichtmitglieder sind auch im Falle einer Krankheit an die Beitragsfestsetzung gebunden, es sei denn, es liegt ein sogenannter Härtefall vor.
Mitglieder, die in einer gesetzlichen Krankenkasse versichert sind und aufgrund ihrer Mitgliedschaft im Versorgungswerk von der Versicherungspflicht in der gesetzlichen Rentenversicherung befreit sind, können bei ihrer Krankenkasse bei Bezug von Krankengeld einen Antrag auf Übernahme der Beiträge zum Versorgungswerk stellen, die sonst an die gesetzliche Rentenversicherung zu entrichten wären.
Für eingetragene Lebenspartnerschaften gibt es bisher keine Hinterbliebenenregelungen.
Unser Versorgungswerk erhebt auf der Grundlage der 11. Satzungsänderung (bekanntgemacht am 14.12.2016) einen Mindestbeitrag in Höhe von 1/10 der allgemeinen Versorgungsabgabe (§ 24 Nr. 5 der Satzung). Der Mindestbeitrag beläuft sich auf monatlich EUR 107,88 (Stand: 2018). In begründeten Härtefällen kann auf Antrag der Mindestbeitrag für Mitglieder unter bestimmten Voraussetzungen auf bis zu 1/20 gesenkt werden.
Das Versorgungswerk unterscheidet zwischen freiwilliger und Pflichtversicherung. Voraussetzung ist in jedem Fall die Zulassung als Rechtsanwalt. Mehr dazu in den FAQ.
Die Versorgungsabgaben an das Versorgungswerk sind monatlich nachträglich, und zwar bis zum 10. des folgenden Monats zu entrichten. Die erste Abgabe wird fällig für den Monat, in dem Sie Mitglied des Versorgungswerkes werden.
Wer als Beamter, Berufssoldat, Soldat auf Zeit oder aus einem beamtenähnlichen Dienstverhältnis (Referendare) ohne Anspruch auf Versorgung ausscheidet und Pflichtmitglied des Versorgungswerks wird, hat Anspruch auf Nachversicherung beim Versorgungswerk. Das heißt, das Mitglied wird von seinem vormaligen Dienstherren so gestellt, als sei es von Anfang an Mitglied im Versorgungswerk gewesen. Dazu muss der Dienstherr auf Antrag die Beiträge für die Dauer des Dienstverhältnisses nachzahlen. Dieser Antrag muss innerhalb eines Jahres nach Beendigung des Referendariats gestellt werden. Liegt ein Antrag auf Aufschub zur Durchführung der Nachversicherung vor, gilt eine 2-Jahresfrist.
Der Rechnungszins ist die versicherungsmathematische Rechnungsgrundlage für die Berechnung der künftigen kapitalgedeckten Renten (siehe auch Kapitaldeckungsverfahren) auf Grundlage der aktuellen und künftigen Mitgliederstruktur. Anders als Lebensversicherungen dürfen die berufsständischen Versorgungswerke den Rechnungszins im Rahmen der Selbstverwaltung eigenständig festlegen. Hierfür wird ein Kapitalanlageerfolg angesetzt, das heißt, die Entwicklung des Rechnungszinses ist abhängig von den Entwicklungen an den Kapitalmärkten. Der Rechnungszins ist nicht mit einem Garantiezins zu verwechseln.
Angesichts des sich seit 2008 stark gewandelten Marktumfeldes mit anhaltend niedrigen Zinsen war das Erreichen des ursprünglichen Rechnungszinses von jährlich 4 % aus Sicht des Vorstandes langfristig nicht mehr sicher prognostizierbar. Eine einmalige große Absenkung des Rechnungszinses, z.B. auf 2,5 %, hätte jedoch logischerweise gleichzeitig eine große Absenkung der Anwartschaften bedeutet, ergo weniger Rente bei gleichem Beitrag. Wir haben uns dagegen entschieden und nehmen die Absenkung sukzessive vor. Dies ist uns durch Verwendung der erfreulicherweise zunächst weiterhin noch sehr guten Ergebnisse ohne Einschnitte in die Anwartschaften gelungen. Die Gewinne über dem Rechnungszins wurden zur Aufstockung des Deckungskapitals verwendet, wodurch gleichzeitig der zugrunde zu legende Zinssatz zur Erreichung des für die Anwartschaften notwendigen Kapitals verringert werden konnte (Abflachung der Zinseszinsertragskurve). Aktuell (Stand 2017) befindet sich unser Rechnungszins bei 3,2 %. Weitere Absenkungen sind auch für die Zukunft geplant, da wir vorsorglich davon ausgehen müssen, dass sich die Erwartungen im Hinblick auf Zinserträge mittel- bis langfristig nicht verbessern und sich gleichzeitig unsere Ergebnisse der Kapitalanlagen z.B. durch auslaufende Hochzinsanlagen verschlechtern werden. Vor diesem Hintergrund wird der Vorstand auch weiterhin vorschlagen, die über den Rechnungszins hinausgehenden Gewinne zur Absenkung des Rechnungszinses und nicht für die Erhöhung der jeweiligen Rentenanwartschaften zu verwenden. Sollten sich jedoch zukünftig die Erträge besser gestalten, als bisher konservativ prognostiziert, werden langfristig wieder Dynamisierungen der Anwartschaften und der Renten möglich sein.
Ziel der berufsständischen Vermögensanlage ist eine sichere Kapitalanlage, bei der Sicherheit vor Rendite geht. Deshalb ist die Kapitalanlage des Versorgungswerkes an die Anlageverordnung (Verordnung über die Anlage des Sicherungsvermögens – AnLV) gebunden, die sich an denselben Regeln wie die private Lebensversicherung (§ 54 VAG) orientiert. Um das Risiko zu streuen und jederzeit Liquidität, Rentabilität und Sicherheit der Anlagen zu gewährleisten, werden die Beiträge in unterschiedlichen Investments unter Berücksichtigung ihrer Risikoeinstufung und Liquidierbarkeit angelegt.
Selbstverwaltung bedeutet für das Versorgungswerk, eigenständig über Beiträge und Leistungen des Versorgungswerks zu bestimmen. Dazu wählen die Mitglieder den Vorstand (künftig die Vertreterversammlung). Rechtsgrundlage ist eine Ermächtigung im jeweiligen Kammergesetz des Landes und die auf dieser Grundlage errichtete Satzung.
Die Beiträge zum Versorgungswerk können monatlich auf eines der Konten des Versorgungswerkes überwiesen werden. Möglich und weniger aufwändig für alle Beteiligten ist die Teilnahme am Lastschriftverfahren. Die entsprechende Einzugsermächtigung kann jederzeit formlos widerrufen werden. Hier finden Sie das Mandat zur Teilnahme am SEPA-Lastschriftverfahren.
Ein Syndikus ist ein Rechtsanwalt, der angestellt für einen nicht-anwaltlichen Arbeitgeber arbeitet. Anders als ein Justitiar, der seine Tätigkeit auch ohne Anwaltszulassung ausführen kann, ist ein Syndikus nach deutschem Recht immer bei einer Rechtsanwaltskammer zugelassen und unterhält eine eigene Kanzlei. Syndici dürfen sich seit diesem Jahr von der Pflichtmitgliedschaft in der gesetzlichen Rentenversicherung befreien lassen.
Beim Wegzug aus oder nach Mecklenburg-Vorpommern können die an das bislang zuständige Versorgungswerk gezahlten Beiträge an das künftig zuständige Versorgungswerk übergeleitet werden. Es sei denn, der Kammerwechsel erfolgt von oder nach Berlin und Bayern. Mit diesen Versorgungswerken bestehen keine Überleitungsabkommen. Zudem gilt eine Mitgliedschaft im Versorgungswerk MV in Bayern nicht als Befreiungstatbestand, da alle in Bayern zugelassenen Rechtsanwälte Mitglied in der Bayerischen Rechtsanwalts- und Steuerberaterversorgung sein müssen.
Im Falle einer Ehescheidung werden die während der Ehe erworbenen Versorgungsanwartschaften hälftig auf die Ehegatten aufgeteilt. Das bedeutet, dass im Falle einer Scheidung der geschiedene Partner – auch als Nicht-Rechtsanwalt – eigene Ansprüche gegenüber dem Versorgungswerk erhält.
Zulassungs-/Kammerwechsel
Wer in einem anderen Bundesland als Rechtsanwalt zugelassen wird, kann auf Antrag seine Mitgliedschaft mit allen Rechten und Pflichten freiwillig im Versorgungswerk M-V fortsetzen. Dazu ist eine Befreiung von der Pflichtmitgliedschaft im Versorgungswerk des neuen Bundeslandes nötig. Alternativ kommt eine Überleitung der gezahlten Beiträge (siehe auch Überleitungsabkommen) in Betracht.
Wer den Verzicht auf die Rechte aus der Zulassung zur Anwaltschaft erklärt, kann auf Antrag mit Aufrechterhaltung der Anwartschaften ausscheiden (nur möglich, wenn mindestens 60 Beitragsmonate), die Erstattung von 60 % der von ihm selbst geleisteten Beiträge in Anspruch nehmen (nur möglich, wenn weniger als 60 Beitragsmonate) oder die Mitgliedschaft mit allen Rechten und Pflichten freiwillig im Versorgungswerk M-V fortsetzen.
Wer den Verzicht auf die Rechte aus der Zulassung zur Anwaltschaft gegenüber der Rechtsanwaltskammer M-V erklärt, kann auf Antrag mit Aufrechterhaltung der Anwartschaften ausscheiden (nur möglich, wenn mindestens 60 Beitragsmonate), die Erstattung von 60 % der von ihm selbst geleisteten Beiträge in Anspruch nehmen (nur möglich, wenn weniger als 60 Beitragsmonate) oder die Mitgliedschaft mit allen Rechten und Pflichten freiwillig im Versorgungswerk M-V fortsetzen. Es ist dann allerdings der monatliche Mindestbeitrag von 1/10 zu zahlen (Stand 2018: 107,88 €).

References: § 158
 § 24
 § 8
 Art. 13
 § 24
 § 14
 § 14
 § 24
 § 23
 § 14