Source: http://www.dt-ingenieure.de/html/Dichtheitspruefungtechnik.htm
Timestamp: 2020-03-31 19:32:49+00:00

Document:
Dichtheitsprüfung technische Regeln
v Druckprüfung mit Wasser als Prüfmedium
v Druckprüfung mit Luft als Prüfmedium
Zur Überprüfung kompletter Teilnetze im Grundleitungsbereich bietet sich die Prüfung auf Wasserdichtheit nach DIN 1986, Teil 30, an. Die Verfahren nach DIN EN 1610 oder ATV M 143 mit Luftüber- oder –unterdruck sind in den privaten Leitungsnetzen bedingt einsetzbar.
Wie DIN EN 1610, der Prüfabschnitt wird aber bis zur Oberkante des tiefsten Entwässerungsgegenstandes oder bis zur Rückstauebene gefüllt.
Zul. Wasser-zugabe
Tabelle 4: Prüfkriterien der nach §45 zugelassenen Dichtheitsprüfungen mit Wasser
Während der Prüfzeit darf der Druck um einen bestimmten Wert, abh. Vom gewählten Verfahren, abnehmen.
Tabelle 5: Prüfkriterien der nach §45 zugelassenen Dichtheitsprüfungen mit Luft
§ 45 BauO NRW
Da von Abwasseranlagen keine Gefährdung für Grundwasser und Boden ausgehen darf, fordert der § 45 der Landesbauordnung von Nordrhein-Westfalen seit 01.01.1996 eine Dichtheitsprüfung aller privater Abwasserleitungen nach der Errichtung oder Änderung vor. Ausgenommen hiervon sind lediglich Niederschlagswasserleitungen und Leitungen, die in dichten Schutzrohren so verlegt sind, dass austretendes Abwasser aufgefangen wird. Diese Regelungen gelten ebenfalls für bestehende Abwasserleitungen. Die erste Dichtheitsprüfung muss bei bestehenden Hausanschlüssen bei einer baulichen Änderung bis zum 31.12.2015 durchgeführt werden.
v die Abwasserleitung der Ableitung industrieller oder gewerblicher Abwasser dient und vor dem 1. Januar 1990 errichtet wurde;
v die Abwasserleitung der Ableitung häuslicher Abwasser dient und vor dem 01. Januar 1965 errichtet wurde.
Der § 45 der Bauordnung von Nordrhein- Westfalen gibt außerdem konkrete Handlungsvorgaben über das Prüfen von Abwasserleitungen der Grundstücksentwässerung. Neuverlegte Leitungen müssen bei Genehmigung oder Abnahme geprüft werden, bestehende Leitungen bis spätestens Ende 2015. In Wasserschutzgebieten bei vor 1960 erbauten Rohrleitungen und bei Leitungen, die industrielles Abwasser abführen und vor 1990 erbaut wurden, verkürzt sich die Frist sogar bis Ende 2005.
Die Zeiträume für erstmalige Dichtheitsprüfungen müssen in Zusammenhang mit dem Ausbau oder der Instandhaltung des örtlichen Kanalsystems stehen und können in den jeweiligen Ortssatzungen individuell festgelegt werden.
Tabelle 7: Dichtheitsprüfung an Grundleitungen, die industrielles oder gewerbliches Abwasser ableiten
nach DIN 1986, Teil 30 (Fassung 2003)
Grundstücksentwässerungen unterliegen den Bauordnungen der Länder mit Ausnahme von Bayern, wo die Leitungen außerhalb von Gebäuden dem Wasserrecht unterstellt sind. Anschlusskanäle, die nach Abwassersatzung der Grundstücksentwässerungsanlage zugeordnet sind, unterliegen ebenfalls der Bauordnung, auch wenn sie nach der Definition der Abwassersatzung der öffentlichen Abwasseranlage zugehören.
Nach der Landesbauordnung dürfen jegliche bauliche Anlagen die öffentliche Sicherheit, die natürlichen Lebensgrundlagen und somit auch Boden und Grundwasser nicht gefährden (Gewässerschutz). In der DIN EN 1610, dem ATV- DVWK- Arbeitsblatt A 139, der RAL Gütesicherung GZ 961 und der VOB ist die Qualifikation der Unternehmen aufgeführt, wobei die Unternehmer über erforderliche Sachkenntnisse, Fachkräfte und Vorrichtungen verfügen müssen.
Das Wasserrecht betrachtet den Aspekt des Umgangs mit wassergefährdeten Stoffen. Wie bereits erwähnt, sind, nach § 18 b des Wasserhaushaltsgesetzes in Verbindung mit den Landeswassergesetzen, Abwasseranlagen nach den allgemein anerkannten Regeln der Technik zu errichten und zu betreiben. Demnach kann bei Grundleitungen, die außerhalb von Gebäuden liegen, von einer Verpflichtung zur Beauftragung von Fachbetrieben ausgegangen werden.
Somit wären die DIN EN 1610 und das ATV- DVWK Arbeitsblatt A 139, sowohl nach Baurecht, als auch nach

References: §45
 §45

§ 45
 § 45
 § 45
 § 18