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Timestamp: 2016-10-22 13:39:21+00:00

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G.________, Beschwerdef�hrer, vertreten durch Rechtsanwalt Rolf Weidmann, Schaffhauserstrasse 146, Postfach W-1155, 8302 Kloten,
A.- G.________ (geboren 1958) wuchs als t�rkischer Staatsangeh�riger in der T�rkei auf, heiratete F.________ (geboren 1951), welche ihm laut t�rkischem Zivilstandsregisterauszug vom 11. Juni 1998 acht Kinder (geboren zwischen 1976 und 1986) gebar.
G.________ reiste am 28. M�rz 1989 in die Schweiz ein und stellte hier ein Asylgesuch. Das Bundesamt f�r Fl�chtlinge (BFF) lehnte das Gesuch am 13. August 1992 ab und wies G.________ gleichzeitig aus der Schweiz weg. Die Ausreisefrist wurde auf den 30. November 1992 festgesetzt.
Am 9. Juli 1992 liess sich G.________ von seiner t�rkischen Ehefrau F.________ scheiden und am 11. September 1992 heiratete er die 34 Jahre �ltere Schweizer B�rgerin B.________ (geboren 1924). Am 15. Januar 1993 erteilte der Kanton Z�rich G.________ eine ordentliche Aufenthaltsbewilligung.
Am 20. September 1995 stellte G.________ ein Gesuch um erleichterte Einb�rgerung. Am 26. November 1996 unterzeichneten er und B.________ eine Erkl�rung, wonach sie beide in einer tats�chlichen, stabilen, ungetrennten ehelichen Gemeinschaft leben. Sie nahmen ferner zur Kenntnis, dass die erleichterte Einb�rgerung nicht m�glich sei, wenn keine tats�chliche eheliche Gemeinschaft mehr bestehe und dass andernfalls die erleichterte Einb�rgerung nachtr�glich nichtig erkl�rt werden k�nne. Am 11. Dezember 1996 erhielt G.________ durch erleichterte Einb�rgerung das Schweizer B�rgerrecht.
Im Fr�hjahr 1997 beantragte G.________ den Familiennachzug f�r sechs seiner acht Kinder aus erster Ehe, welcher am 21. November 1997 wiedererw�gungsweise bewilligt wurde. Sie sind im Besitze einer Niederlassungsbewilligung.
Am 27. November 1997 leitete B.________ beim Friedensrichter das Ehescheidungsverfahren ein. Am 4. Februar 1998 wurde die Ehe geschieden. In der Folge wurde G.________ f�rsorgeabh�ngig. Am 8. Mai 1998 verheiratete er sich in der T�rkei erneut mit seiner ersten Ehefrau, f�r welche er ebenfalls die Einreise in die Schweiz beantragte.
B.- Am 9. April 1999 er�ffnete das Bundesamt f�r Ausl�nderfragen (BFA) ein Verfahren betreffend Nichtigerkl�rung der Einb�rgerung von G.________. Am 29. Juli 1999 erteilte das Departement des Innern des Kantons Aargau die Zustimmung zur Nichtigerkl�rung. Nach Durchf�hrung eines Schriftenwechsels erkl�rte das BFA mit Verf�gung vom 30. April 2001 die erleichterte Einb�rgerung als nichtig. Eine dagegen erhobene Beschwerde wies das Eidgen�ssische Justiz- und Polizeidepartement (EJPD) am 23. Oktober 2001 ab.
C.- Mit Eingabe vom 23. November 2001 hat G.________ gegen den Entscheid des EJPD Verwaltungsgerichtsbeschwerde erhoben mit den Antr�gen, der angefochtene Entscheid sowie die Verf�gung des BFA seien aufzuheben und das Verfahren betreffend Nichtigkeitserkl�rung der erleichterten Einb�rgerung sei definitiv einzustellen. Zudem hat er am 10. Dezember 2001 ein Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege gestellt.
1.-Nach Art. 100 Abs. 1 lit. c OG ist die Verwaltungsgerichtsbeschwerde auf dem Gebiet des Schweizer B�rgerrechts nur ausgeschlossen, wenn es sich um die Erteilung oder Verweigerung der Bewilligung f�r die ordentliche Einb�rgerung handelt. Daraus folgt umgekehrt, dass die Verwaltungsgerichtsbeschwerde zul�ssig ist, wenn es um die erleichterte Einb�rgerung geht und damit auch, wenn der Widerruf einer solchen zur Beurteilung steht (BGE 120 Ib 193, nicht publizierte E. 1). Die Eingabe des Beschwerdef�hrers erf�llt die Formvorschriften von Art. 108 Abs. 2 OG und richtet sich gegen einen anfechtbaren Departementsentscheid (Art. 98 lit. b OG). Auf die fristgerecht (Art. 106 Abs. 1 OG) eingereichte Beschwerde ist daher einzutreten. Das Bundesgericht �berpr�ft den Sachverhalt und das Bundesrecht frei (Art. 104 lit. a und b sowie Art. 105 Abs. 1 OG).
2.- a) Der Beschwerdef�hrer r�gt eine Verletzung des Rechtsverz�gerungsverbots. Gem�ss Art. 29 Abs. 1 BV hat jede Person in Verfahren vor Gerichts- und Verwaltungsinstanzen Anspruch auf Beurteilung innert angemessener Frist. Ein Verfahren wird dann �ber Geb�hr verz�gert, wenn der Entscheid nicht binnen der Frist getroffen wird, welche nach der Natur und dem Umfang der Sache sowie nach der Gesamtheit der �brigen Umst�nde als angemessen erscheint (BGE 117 Ia 193 E. 1c S. 197; 125 V 188 E. 2a S. 191/192), wobei auch mit dieser R�ge der Instanzenzug ausgesch�pft werden muss (Art. 102 OG; BGE 123 II 145 E. 3 S. 152; 121 II 72 E. 1f S. 77; vgl. 119 Ia 237). Es trifft zu, dass das Verfahren vor dem BFA recht lange dauerte (Er�ffnung am 9. April 1999, Verf�gung am 30. April 2001). Im vorinstanzlichen Verfahren hat der Beschwerdef�hrer zwar beanstandet, dass w�hrend der langen Verfahrensdauer keine Beweismassnahmen erhoben wurden, er hat aber keine Rechtsverz�gerungsr�ge erhoben, so dass f�r die R�ge, das erstinstanzliche Verfahren sei �ber Geb�hr verz�gert worden, der Instanzenzug nicht ausgesch�pft ist.
Der Beschwerdef�hrer kann bei dieser Sachlage vor Bundesgericht nur eine Verz�gerung des oberinstanzlichen Verwaltungsverfahrens oder des gesamten Verfahrens vor beiden Verwaltungsbeh�rden r�gen. Das Verfahren vor dem EJPD wurde indessen z�gig durchgef�hrt (Beschwerdeeingang am 1. Juni 2001, Beschwerdeentscheid am 23. Oktober 2001), und es kann auch nicht mit Erfolg behauptet werden, die gesamte Verfahrensdauer vor den beiden Verwaltungsinstanzen von zweieinhalb Jahren verletze die Bundesverfassung, zumal der Beschwerdef�hrer w�hrend des Verfahrens in der Schweiz bleiben konnte und deshalb die Natur der Sache keinen besonders raschen Entscheid erforderte.
b) Der Beschwerdef�hrer r�gt eine Verletzung weiterer Verfahrensrechte. Er macht eine Missachtung von Art. 6 Ziff. 1 EMRK (das Recht auf ein faires Verfahren), eventuell auch eine Verletzung von Art. 29 Abs. 1 BV (gleiche und gerechte Behandlung) sowie von Art. 29 Abs. 2 BV (Anspruch auf rechtliches Geh�r) geltend.
aa) Was die R�ge der Verletzung von Art. 29 Abs. 1 BV anbelangt, erhebt er diese nur eventuell und legt auch in keiner Weise dar, inwiefern diese Bestimmung verletzt sein k�nnte. Darauf ist deshalb nicht einzutreten.
bb) Art. 6 Ziff. 1 EMRK ruft er im Zusammenhang mit dem Gesuch um aufschiebende Wirkung an. Er meint, aus dem Anspruch auf ein faires Verfahren das Recht auf aufschiebende Wirkung seiner Beschwerde ableiten zu k�nnen, weil ihn der sofortige Vollzug des angefochtenen Entscheids sehr hart treffe und das Bundesgericht als erste gerichtliche Instanz entscheide. Mit dem vorliegenden Entscheid in der Sache wird indessen das Gesuch um aufschiebende Wirkung gegenstandslos, so dass dar�ber nicht entschieden werden muss. Im �brigen gilt Art. 6 EMRK gem�ss der Kommission f�r Einb�rgerungsangelegenheiten nicht (Nachweise bei Ruth Herzog, Art. 6 EMRK und kantonale Verwaltungsrechtspflege, Diss. Bern 1995, S. 284 und 287, welche die Ansicht der Kommission jedoch nicht teilt).
cc) Der Beschwerdef�hrer sieht eine Verletzung von Art. 29 Abs. 2 BV darin, dass ihm nie die M�glichkeit geboten worden sei, pers�nlich zum Verfahren Stellung zu beziehen.
Insbesondere ein Indizienprozess, welcher ihn zudem besonders hart treffe, setze die pers�nliche Kenntnis der betroffenen Personen voraus. Es gehe vorab um die Frage, ob seine Erkl�rung vom 26. November 1996, wonach er damals in einer ehelichen Gemeinschaft gelebt habe, zutreffe oder nicht. Da diese Frage weitgehend vom damaligen Willen der Parteien abhange, sei seine m�ndliche Aussage von besonderer Bedeutung. Der Beschwerdef�hrer ruft in diesem Zusammenhang kein Verfahrensgesetz an, welches ihm einen Anspruch auf m�ndliche Anh�rung einr�umen w�rde. Unabh�ngig von den Verfahrensordnungen gew�hrleistet Art. 29 Abs. 2 BV einen Mindestanspruch auf rechtliches Geh�r (BGE 121 I 230 E. 2b S. 23; 119 Ib 12 E. 3b S. 16 mit Hinweisen). Dieser umfasst indessen nach der Rechtsprechung des Bundesgerichts nicht auch den Anspruch, in Verwaltungsverfahren m�ndlich angeh�rt zu werden (BGE 122 II 464 E. 4c S. 469 mit Hinweisen).
Schriftlich hat er sich wiederholt zu allen wesentlichen Fragen �ussern k�nnen. Die R�ge ist daher unbegr�ndet. Im �brigen trifft zwar zu, dass sein Wille anl�sslich der Erkl�rung vom 26. November 1996 von Bedeutung ist. Dieser kann aber durch �usserungen im damaligen Zeitzusammenhang, insbesondere im Rahmen des Scheidungsverfahrens und auch durch sein �briges Verhalten zuverl�ssiger ermittelt werden als durch eine m�ndliche Einvernahme im heutigen Zeitpunkt.
dd) Der Beschwerdef�hrer macht weiter geltend, er habe im Verwaltungs- und Verwaltungsbeschwerdeverfahren wiederholt die Einvernahme von B.________ und einiger unmittelbarer Nachbarn als Zeugen beantragt. Diese Antr�ge seien abgelehnt worden. Deswegen sei der Sachverhalt ungen�gend festgestellt (Art. 104 lit. b OG) und sein Anspruch auf rechtliches Geh�r verletzt worden.
Der Anspruch auf rechtliches Geh�r verlangt unter anderem, dass angebotene Beweise abzunehmen sind. Davon darf aber im Sinne einer vorweggenommenen (antizipierten) Beweisw�rdigung abgesehen werden, wenn aufgrund bereits abgenommener Beweise der rechtlich erhebliche Sachverhalt f�r gen�gend gekl�rt erachtet wird und deshalb die Annahme zul�ssig ist, die rechtliche �berzeugung w�rde durch weitere Beweiserhebungen nicht �ndern (BGE 122 V 157 E. 1d S. 162; 119 Ib 492 E. 5b/bb S. 505 f. mit Hinweisen).
Nach Auffassung des Beschwerdef�hrers soll die Einvernahme von B.________ und einiger Nachbarn - gleich wie die m�ndliche Einvernahme seiner eigenen Person - den Beweis erbringen, dass er im Zeitpunkt der Erkl�rung vom 26. November 1996 noch in ehelicher Gemeinschaft mit seiner damaligen Frau lebte. Dazu liegen die Einvernahme von B.________ im Scheidungsverfahren sowie ihre Schreiben vom 17. April 1998, vom 6. Mai 1999 und vom 6. August 2001 bei den Akten sowie schriftliche Erkl�rungen der Nachbarn. Es ist bei dieser Sachlage nicht zu beanstanden, wenn die Vorinstanzen auf die beantragten Zeugeneinvernahmen verzichteten. Der Beschwerdef�hrer macht zwar geltend, die Ausf�hrungen im Rahmen des Scheidungsverfahrens seien im Hinblick auf die Scheidung gemacht worden, wo der Nachweis der tiefen Zerr�ttung erbracht werden musste; sie seien im vorliegenden Verfahren, wo es um die Voraussetzungen der Einb�rgerung und deren Nichtigerkl�rung gehe, nicht unbesehen zu �bernehmen, zumal andere Themenbereiche massgebend seien, welche damals nicht behandelt worden seien. Der Beschwerdef�hrer und seine fr�here Ehefrau haben sich indessen ihre zwar kurzen, aber aussagekr�ftigen Ausf�hrungen im Scheidungsverfahren anrechnen zu lassen. Sie konnten sich zu diesen im vorliegenden Verfahren auch wiederholt �ussern. Sie haben keinen Anspruch darauf, je nach dem Zweck des Verfahrens im Hinblick auf dessen gew�nschtes Ergebnis unterschiedliche Aussagen zu machen. Wie zu zeigen sein wird, gen�gen die eingereichten Beweismittel, um die sich stellenden Rechtsfragen zu beantworten.
September 1952 �ber Erwerb und Verlust des Schweizer B�rgerrechts (in der Fassung vom 23. M�rz 1990 [B�G; SR 141. 0]) kann ein Ausl�nder nach der Eheschliessung mit einer Schweizer B�rgerin ein Gesuch um erleichterte Einb�rgerung stellen, wenn er insgesamt f�nf Jahre in der Schweiz gewohnt hat, seit einem Jahr hier wohnt und seit drei Jahren in ehelicher Gemeinschaft mit der Schweizer B�rgerin lebt. Nach dem Wortlaut und Wortsinn der Bestimmung m�ssen s�mtliche Voraussetzungen sowohl im Zeitpunkt der Gesuchseinreichung als auch anl�sslich der Einb�rgerungsverf�gung erf�llt sein.
Fehlt es insbesondere im Zeitpunkt des Entscheids an der ehelichen Gemeinschaft, darf die erleichterte Einb�rgerung nicht ausgesprochen werden. Der Begriff der "ehelichen Gemeinschaft" stammt zwar aus dem Zivilgesetzbuch (Art. 159 Abs. 1 ZGB). Nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung, welche sich auf die Literatur st�tzt, unterscheidet sich der Begriff der ehelichen Gemeinschaft im Sinn von Art. 27 und 28 B�G aber von demjenigen des ZGB (BGE 121 II 49 E. 2b S. 51 mit Hinweis auf die Lehre). Das Bundesgericht geht davon aus, dass eine eheliche Gemeinschaft im Sinn des B�rgerrechtsgesetzes nicht nur das formelle Bestehen einer Ehe, sondern das Vorliegen einer tats�chlichen Lebensgemeinschaft voraussetzt. Eine solche Gemeinschaft kann nur bejaht werden, wenn der gemeinsame Wille zu einer stabilen ehelichen Gemeinschaft intakt ist (BGE 121 II 49 E. 2b S. 52). Ein Hinweis auf den fehlenden Willen der Ehegatten, die eheliche Gemeinschaft aufrecht zu erhalten, kann der Umstand sein, dass kurze Zeit nach der Einb�rgerung das Scheidungsverfahren eingeleitet wird. Der Gesetzgeber wollte dem ausl�ndischen Ehegatten einer Schweizer B�rgerin die erleichterte Einb�rgerung erm�glichen, um die Einheit des B�rgerrechts der Ehegatten im Hinblick auf ihre gemeinsame Zukunft zu f�rdern (vgl. Botschaft des Bundesrats zur �nderung des B�G vom 27. August 1987, BBl 1987 III 310).
b) Im Zeitpunkt der Erkl�rung vom 26. November 1996 und der Einb�rgerungsverf�gung vom 11. Dezember 1996 war der Beschwerdef�hrer noch mit B.________ verheiratet und sie wohnten in der gleichen Wohnung. Dies ergibt sich aus ihren Erkl�rungen sowie den Schreiben der Nachbarn. Die damalige Ehefrau leitete das Ehescheidungsverfahren knapp ein Jahr sp�ter am 27. November 1997 ein. Das EJPD vertritt im angefochtenen Entscheid die Auffassung, bei den beiden habe bereits im Jahre 1996 der Wille gefehlt, die eheliche Gemeinschaft aufrecht zu erhalten. Der Beschwerdef�hrer macht demgegen�ber geltend, der Scheidungswille sei bei der Ehefrau erst nach der Einb�rgerungsverf�gung im Zeitpunkt entstanden, als er seine Kinder aus erster Ehe in die Schweiz geholt habe. Bis zu diesem Zeitpunkt habe die eheliche Gemeinschaft bestanden.
F�r ihren Schluss haben die Vorinstanzen die Scheidungsakten beigezogen. Dem Protokoll des Instruktionsrichters l�sst sich Folgendes entnehmen: B.________ antwortete auf die Frage, weshalb sie geheiratet habe, sie habe sich lange gegen diese Heirat gewehrt, aber ihr Mann habe sie immer wieder gedr�ngt, und so sei sie halt in das Ganze hineingeraten.
Er sei vorher Asylbewerber gewesen, vielleicht h�tte er ohne Heirat ausreisen m�ssen. Auf die Frage, ob es richtig sei, dass sie bei der Heirat mitgemacht habe, damit er in der Schweiz bleiben k�nne, erwiderte sie, das m�sse sie heute wohl zugeben. Der Beschwerdef�hrer seinerseits tat sich schwer mit der Frage, weshalb er B.________ geheiratet habe. Er vertrat die Meinung, dies sei einfach eine normale Heirat gewesen, und er sehe in der Erkundigung nach dem Grund derselben keinen Sinn. B.________ f�hrte zur Ehe aus, diese sei zwei Jahre lang gut gegangen, im dritten Jahr, also 1995 h�tten die Probleme begonnen und danach habe die Ehe nicht mehr funktioniert. Auf die Frage, ob die Ehe gerade so lange gedauert habe, bis ihr Mann den Schweizer Pass habe erhalten k�nnen, antwortete sie, jedenfalls habe er diesen jetzt. Bez�glich der Eheschwierigkeiten entgegnete B.________, sie verst�nden sich einfach nicht mehr. Hinzu komme, dass vor kurzer Zeit die sechs Kinder ihres Mannes in die Schweiz gekommen seien, welcher Belastung sie nicht mehr gewachsen sei. Mit diesen Aussagen stehen die Schreiben von B.________ nicht im Widerspruch. Sie betonte schriftlich immer wieder, sie habe mit dem Beschwerdef�hrer keine Scheinehe gef�hrt, die Ehe sei im Anfangsstadium durchaus normal gewesen und wenn sie schliesslich die Scheidung beantragt habe, dann vorab, weil sie die sechs Kinder im Haushalt nicht ertragen habe.
Gest�tzt auf diese Aussagen und andern Beweismittel durfte die Vorinstanz annehmen, die Ehe sei insbesondere seitens des Beschwerdef�hrers von Anfang an vorab wegen des Bleiberechts abgeschlossen worden und es habe bereits im Jahre 1996, also im Zeitpunkt der unterschriftlichen Erkl�rung der Eheleute, der massgebliche Wille zur Aufrechterhaltung der ehelichen Gemeinschaft gefehlt. Ebenso wenig ist die Schlussfolgerung zu beanstanden, der Beschwerdef�hrer sei im Jahre 1996 nicht dem Wohl und dem Fortbestand der Ehe verpflichtet gewesen, sondern habe seine Einb�rgerung verfolgt.
Zwar hat m�glicherweise der Nachzug der sechs unm�ndigen Kinder den �usseren Anlass gegeben, dass B.________ das Scheidungsverfahren etwas weniger als ein Jahr nach der Einb�rgerung eingeleitet hat, doch bestehen erhebliche Zweifel, ob die eheliche Gemeinschaft nicht bereits vorher schon nicht mehr intakt gewesen war. Zudem ist die Feststellung nicht zu beanstanden, der Beschwerdef�hrer habe die Einleitung des Verfahrens mit dem Kindernachzug provoziert.
Sofern er die Scheidung nicht vors�tzlich anstrebte, musste er mindestens wissen und nahm es bewusst in Kauf, dass seine 74-j�hrige Frau als Stiefmutter die sechs ihr unbekannten Kinder aus einem andern Kultur- und Sprachkreis in ihrer Wohnung auf Dauer nicht wird ertragen k�nnen. Daran �ndert nichts, dass B.________ heute nach wie vor Kontakt mit dem Beschwerdef�hrer und seiner Familie hat. Zusammenfassend ist festzuhalten, dass im massgebenden Zeitraum die eheliche Gemeinschaft seitens des Gesuchstellers - gest�tzt auf die angef�hrten Indizien - bloss als eine fiktive und nicht als eine tats�chliche im Sinne von Art. 27 B�G qualifiziert werden muss. Ein sch�tzenswertes Interesse des Beschwerdef�hrers, die Einheit des B�rgerrechts im Hinblick auf eine gemeinsame Zukunft der Ehegatten herzustellen, muss deshalb verneint werden.
4.- a) Nach Art. 41 Abs. 1 B�G kann die Einb�rgerung vom EJPD mit Zustimmung der Beh�rde des Heimatkantons innert f�nf Jahren nichtig erkl�rt werden, wenn sie durch falsche Angaben oder Verheimlichung erheblicher Tatsachen erschlichen worden ist. Das blosse Fehlen der Einb�rgerungsvoraussetzungen gen�gt daher nicht. Die Nichtigerkl�rung der Einb�rgerung setzt vielmehr voraus, dass diese "erschlichen", d.h. mit einem unlauteren und t�uschenden Verhalten erwirkt worden ist.
b) Vorliegend ergibt sich aus den Scheidungsakten und den gesamten Umst�nden, dass die gesetzlichen Voraussetzungen f�r die Nichtigerkl�rung erf�llt sind. Das planm�ssige Vorgehen des Beschwerdef�hrers, das Irref�hren der Beh�rden und m�glicherweise auch seiner geschiedenen Frau sind durch die Scheidungsakten und insbesondere durch den Ereignisablauf belegt. Nachdem der Beschwerdef�hrer in die Schweiz eingereist war, stellte er ein Asylgesuch. Kurz vor dessen absehbarer Ablehnung wurde die Scheidung von seiner t�rkischen Frau, mit welcher er acht Kinder gezeugt hatte, ausgesprochen, und nur zwei Monate sp�ter fand die �berhastete Eheschliessung mit einer 34 Jahre �lteren Schweizerin statt. Diese Verbindung, welche seitens des Beschwerdef�hrers bloss als fiktiv zu gelten hat (E. 3b hievor), wurde aufrecht erhalten, bis die formellen Voraussetzungen f�r die Einb�rgerung gegeben waren. Nur kurze Zeit nach der Einreise der sechs minderj�hrigen Kinder wurde die Ehe geschieden und verheiratete sich der Beschwerdef�hrer erneut mit seiner ersten Ehefrau und beantragte deren Nachzug in die Schweiz.
All diese Ereignisse k�nnen vom Beschwerdef�hrer nicht glaubw�rdig als ein zuf�lliger Geschehnisablauf dargestellt werden. Angesichts der gesamten Abfolge der Ereignisse nicht glaubw�rdig ist namentlich der Einwand des Beschwerdef�hrers, er habe seine erste Frau nur in die Schweiz geholt und in der Folge wieder geheiratet, um jemanden zu haben, der die Kinder betreue, denn nach der Scheidung von seiner zweiten Frau sei er mit seinen sechs Kindern und seiner Arbeit alleine dagestanden. Die Vorinstanz hat mit Grund darauf hingewiesen, dass der Beschwerdef�hrer in der Vergangenheit wiederholt unrichtige oder unvollst�ndige Angaben zu seinen pers�nlichen Verh�ltnissen gemacht hat, wenn ihm dies zur Verfolgung eines bestimmten Zwecks vorteilhaft erschien (Angaben �ber die Anzahl seiner Kinder, seines Zivilstands, seines Aufenthaltsorts u.a.). Sie durfte daher seine Glaubw�rdigkeit in Zweifel ziehen. Im Ganzen gesehen muss dem Beschwerdef�hrer Rechtsmissbrauch vorgeworfen werden, weil er das Rechtsinstitut der Ehe zweckwidrig zur Verwirklichung von Interessen verwendet hat, die dieses Rechtsinstitut nicht sch�tzen will (vgl. BGE 127 II 49 E. 5a S. 56 zu Art. 7 ANAG [SR 142. 20]). Die Vorinstanz hat weder Art. 41 B�G verletzt, noch ihr Ermessen missbraucht oder �berschritten, wenn sie die Nichtigerkl�rung der Einb�rgerung best�tigt hat.
Die Verwaltungsgerichtsbeschwerde muss aus diesen Gr�nden abgewiesen werden. Mit dem Entscheid in der Sache wird das Gesuch um Anordnung der aufschiebenden Wirkung gegenstandslos.
5.- a) Der Beschwerdef�hrer hat in seiner Verwaltungsgerichtsbeschwerde die Abweisung seines Gesuchs um unentgeltliche Rechtspflege nicht oder zumindest nicht mit hinreichender Begr�ndung angefochten und auch kein Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege f�r das bundesgerichtliche Verfahren gestellt. Vielmehr hat er ausdr�cklich darauf verzichtet.
Er hat aber darum ersucht, dass ihm der Kostenvorschuss erlassen werde. Mit Pr�sidialverf�gung vom 27. November 2001 ist sein Gesuch um Erlass des Kostenvorschusses abgelehnt worden, worauf er am 10. Dezember 2001 ein Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege gestellt hat.
b) Das Bundesgericht gew�hrt einer bed�rftigen Partei, deren Rechtsbegehren nicht aussichtslos erscheint, auf Antrag Befreiung von der Bezahlung der Gerichtskosten sowie von der Sicherstellung der Parteientsch�digung (Art. 152 Abs. 1 OG). N�tigenfalls kann ihr ein Rechtsanwalt beigegeben werden (Art. 152 Abs. 2 OG). Der Beschwerdef�hrer hat in seinem Gesuch hinreichend begr�ndet dargelegt, dass er bed�rftig ist. Es kann auch nicht gesagt werden, dass das Rechtsbegehren von vornherein aussichtslos ist. Das Anrufen des Bundesgerichts ist angesichts der grossen Tragweite des Entscheids f�r den Beschwerdef�hrer und angesichts des Umstands, dass das Bundesgericht als erste gerichtliche Instanz entscheidet, verst�ndlich. Schliesslich trifft zu, dass der Beschwerdef�hrer das Verfahren ohne anwaltliche Unterst�tzung kaum h�tte f�hren k�nnen. Bei dieser Sachlage ist das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege gutzuheissen und es ist ihm ein unentgeltlicher Rechtsbeistand zuzuordnen.
1.- Die Verwaltungsgerichtsbeschwerde wird abgewiesen, und der Entscheid des Eidgen�ssischen Justiz- und Polizeidepartements vom 23. Oktober 2001 wird best�tigt.
2.- Das Gesuch des Beschwerdef�hrers um Gew�hrung der unentgeltlichen Rechtspflege wird gutgeheissen, und es wird ihm Rechtsanwalt Rolf Weidmann, Schaffhauserstrasse 146, 8302 Kloten, als Rechtsbeistand beigegeben.
3.- Die Gerichtsgeb�hr von Fr. 2'000.-- wird dem Beschwerdef�hrer auferlegt, indes vorl�ufig auf die Gerichtskasse genommen.
5.- Dieses Urteil wird dem Beschwerdef�hrer und dem Eidgen�ssischen Justiz- und Polizeidepartement schriftlich mitgeteilt.

References: Art. 100
 Art. 108
 Art. 105
 Art. 29
 BGE 
 Art. 6
 Art. 29
 Art. 29
 Art. 29
 Art. 6
 Art. 6
 Art. 6
 Art. 29
 Art. 29
 Art. 27
 Art. 27
 Art. 41
 BGE 
 Art. 7
 Art. 41