Source: http://rechtsanwalt-muenchen.net/2011/06/
Timestamp: 2013-05-23 06:20:52+00:00

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Urteile gibts: Wann schläft ein Richter?
Humor, Aphorismen 6 Kommentare »
Urteile gibt es: Wann schläft ein Richter?
Auszüge aus dem BVerwG-Urteil vom 13.6.2001, Az.5 B 105/00:
“Der ehrenamtliche Richter H war unfähig, der Verhandlung zu folgen, weil er über einen längeren Zeitraum ununterbrochen die Augen geschlossen hatte und – wie durch seine Körperhaltung, nämlich Senken des Kopfes auf die Brust und ruhiges tiefes Atmen sowie “Hochschrecken” – zum Ausdruck kam, offensichtlich geschlafen hat.” Zur Glaubhaftmachung dieses Vortrags hat die Beklagtenvertreterin auf einen Vermerk des ihr zur Ausbildung zugewiesenen Rechtsreferendars Bezug genommen, der an der mündlichen Verhandlung teilgenommen hatte und in seinem Vermerk anmerkt, “dass während nahezu der gesamten Verhandlung der ehrenamtliche Richter einnickte. Er schien der Verhandlung nicht zu folgen”.
Aus diesen mitgeteilten Beobachtungen, die weder hinsichtlich der Dauer des behaupteten Einnickens bestimmt sind noch sich inhaltlich decken und die vom Klägervertreter der ebenfalls an der mündlichen Verhandlung teilgenommen hat, nicht bestätigt werden, lässt sich aber, selbst wenn sie zuträfen, noch nicht sicher darauf schließen, dass der bezeichnete Richter tatsächlich über einen längeren Zeitraum geschlafen hat und der mündlichen Verhandlung nicht folgen konnte.
Das Schließen der Augen über weite Strecken und das Senken des Kopfes auf die Brust beweist allein nicht, dass der Richter schläft. Denn diese Haltung kann auch zur geistigen Entspannung oder zwecks besonderer Konzentration eingenommen werden (vgl. BVerwG Buchholz 310 § 138 Ziff. 1 VwGO Nr. 17; BVerwG, Buchholz 310 § 133 VwGO Nr. 63, S. 44; BFH, BFH/NV 1986; 468 und BFH/NV 1999, 1491).
Deshalb kann erst dann davon dann ausgegangen werden, dass ein Richter schläft oder in anderer Weise “abwesend” ist, wenn andere sichere Anzeichen hinzukommen, wie beispielsweise tiefes, hörbares und gleichmäßiges Atmen oder gar Schnarchen oder ruckartiges Aufrichten mit Anzeichen von fehlender Orientierung (BVerwG, Buchholz 310 § 133 VwGO Nr. 63, S.44 und Buchholz 310 §138 Ziff. 1 BVG VwGO Nr. 17; BFH, BFH/NV 1999, 1491).
Derartige Beweisanzeichen hat die Beschwerde nicht in ausreichendem Maße vorgetragen. Ruhiges und tiefes Atmen kann ebenfalls ein Anzeichen geistiger Entspannung oder Konzentration sein, insbesondere dann, wenn es für andere nicht hörbar erfolgt, denn gerade dies kann darauf schließen lassen, dass der Richter den Atmungsvorgang bewusst kontrolliert und nicht schläft.
Auch das „Hochschrecken“ des Richters hat die Beschwerde nicht näher geschildert, vor allem nicht dargelegt, dass er nach dem „Hochschrecken“ einen geistig desorientierten Eindruck gemacht habe. „Hochschrecken“ allein kann auch darauf schließen lassen, dass es sich lediglich um einen die geistige Aufnahme des wesentlichen Inhalts der mündlichen Verhandlung nicht beeinträchtigenden Sekundenschlaf gehandelt hat.
Besprechung ist nicht gleich Besprechung „Sind Sie einsam? Sind Sie es leid, allein zu arbeiten? Hassen Sie es, Entscheidungen zu treffen? Dann gehen Sie doch zu einer Besprechung! Dort können Sie:
- sich ausheulen und anderen die „Schuld“ zuweisen
- Verantwortung abwälzen
Den Eindruck könnte man in so mancher Besprechung haben- ich hatte den diese Woche in einer Besprechung zu der ich als Anwalt hinzugebeten wurde. Nichtsagendes Geplänkel, keine wirkliche Strukturierung, Hin- und Herspringen zwischen den Themen, keine eindeutige Zielsetzung, Machtkämpfe in den Reihen, die eigentlich an einem Strang ziehen sollten, teils sogar ein wenig unter der Gürtellinie, keiner war´s und und und…
Kommunikation ist das A und O – aber so muss sie ja ins Leere laufen. Nach 15 Minuten habe ich die Frage gestellt, ob Ziel der Gespräches gegenseitige Schuldzuweisung ist oder lösungsorientiertes Handeln ist? Kurzes Schweigen – man säße hier um das Problem in den Griff zu bekommen. Aha. Erstes und wohl wichtigstes Ziel formuliert- Problemlösung nicht Schuldzuweisung. Erst als dann eine klare Agenda aufgestellt wurde, die wichtigen Gesprächspunkte aufgenommen waren, ein Gesprächsleiter bestimmt war, eine Zeitbestimmung vorlag und alle an einem Strang zogen, klappte es- und zwar richtig gut.
Ein Anwalt ist eben nicht nur dazu da, rechtliche Probleme zu lösen. Er kann auch einfach ab und an als neutrale Person vermitteln.
„Frau Anwältin können Sie nicht ein wenig zaubern?“
Wenn das Amtsgericht München bereits entschieden hat, dass ein Liebeszauber auf eine objektiv unmögliche Leistung gerichtet ist, was würde es dann zu einem Anwaltszauber sagen? Natürlich könnten Anwälte auch jeweils bei Vollmond ein Ritual durchführen- vielleicht Schönfelderseiten über einer Kerze verbrennen und dabei die jeweiligen Paragraphen murmeln und dann mitteilen, ein solches Ritual wäre nicht immer wirksam, wenngleich grundsätzlich geeignet, rechtliche Probleme zu lösen. Nein, Nein, Nein.
Auch Anwälte können keinen Menschen aus der Ferne mit einem Ritual beeinflussen. Erfolg wird das mit diesen Mitteln keinen haben, auch wenn Glaube manchmal Berge versetzen kann. Anwälte sind eben keine Zauberer und Hexen, auch wenn die schwarzen Roben vielleicht manchmal daran erinnern könnten. Aber sie können schlichtweg keinen Geschäftszauber durchführen und alles ist wieder gut. Ebenso wenig wie sie eine Glaskugel haben, um zu wissen wie die Gegenseite 100%ig reagiert. Die „Zauberei“ der Anwälte gründet allenfalls auf einem Beherrschen der rechtlichen Materie, auf einer guten Strategie und einer konsequenten Umsetzung dessen, ohne starr zu sein. Und Gold können sie auch keines spinnen, also sollte die Grundlage eines Anspruches schon vorhanden sein. Aber wenn, dann…
„Nein, zaubern kann ich nicht, aber vielleicht einen zauberhaften Erfolg für Sie erringen.“
Arbeitsrecht- Urlaubsrecht leicht gemacht- Teil 1
4 Werktage: 24 Werktage: 6 Werktage = 4 Wochen Urlaub, 4 Wochen x 4 Arbeitstage- 16 Arbeitstage
3 Werktage = 12 Arbeitstage Urlaub
2 Werktage- 8 Arbeitstage Urlaub
1 Werktag – 4 Arbeitstage Urlaub pro Jahr
So ergibt sich zugunsten des Arbeitnehmers immer, dass er insg. 4 Wochen Urlaub im Jahr hat. Es kommt hierbei auch nicht darauf an, ob der Arbeitnehmer 4 Stunden täglich oder 7 Stunden täglich arbeitet, sondern nur an welchen Tagen er arbeitet. Auch ein Arbeitnehmer der täglich von Montag- Freitag nur 1 Stunde arbeitet hätte deshalb 20 Arbeitstage Urlaub.
Was ist wenn der Arbeitnehmer wöchentlich unregelmäßig arbeitet, z.B. 26 Wochen nur fünf Tage die Woche und 26 Wochen nur vier Tage die Woche? In diesem Fall muss die Arbeitszeit auf das Jahr bezogen werden.
Es sind zunächst die Jahresarbeitstage zu ermitteln. Vorliegend 26 x 5 -130 + 26 x 4- 104 = 234 Arbeitstage.
Insgesamt hat ein Jahr bezogen auf 52 Wochen zu einer Wochenarbeitszeit von 6 Tagen ( 52 x 6) insg. 312 Arbeitstage und hierauf 24 Urlaubstage.
Nun werden die persönlichen Arbeitstage durch die Gesamtarbeitstage Jahr geteilt und mit 24 multipliziert, um die Urlaubstage zu ermitteln. 234 : 312 x 24 = 18 Urlaubstage.
Hierbei sind im Übrigen Bruchteile von Urlaubstagen, die mindestens einen halben Tag ergeben, auf volle Urlaubstage abzurunden. Ergibt sich bei der Berechnung z.B. 18,6 Urlaubstage so hätte der Arbeitnehmer Anspruch auf 19 Urlaubstage.
Jungendliche und Schwerbehinderte haben einen Mehranspruch auf Urlaub.
Jugendliche, die zu Beginn des Kalenderjahres noch keine 16 Jahre alt sind, haben Anspruch auf 30 Werktage Mindesturlaub pro Jahr. Jugendliche, die zu Beginn des Kalenderjahres noch keine 17 Jahre alt sind haben Anspruch auf 27 Werktage pro Jahr. Jugendliche, die zu Beginn des Kalenderjahres noch keine 18 Jahre als sind, haben Anspruch auf 25 Werktage Urlaub pro Jahr, vgl. § 19 Abs.2 JArbSchG.
Schwerbehinderte Arbeitnehmer haben gem. § 125 Abs.1 SGB IX Anspruch auf einen bezahlten zusätzlichen Urlaub von einem Urlaubstag im Jahr pro Arbeitstag in der Woche. Bei einer 5-Tage-Woche also fünf zusätzliche Urlaubstage im Urlaubsjahr.
Kann dem Arbeitnehmer mehr oder weniger Urlaub gegeben werden? Vertraglich kann zu Gunsten des Arbeitnehmers von dem gesetzlichen Mindesturlaub immer abgewichen werden. Der Arbeitgeber kann dem Arbeitnehmer also einzelvertraglich auch 30 Tage Urlaub gewähren. Der gesetzliche Mindesturlaub, 20 Tage bei einer 5-Tage-Woche darf an nie unterschritten werden.
Wann besteht erstmal der Anspruch auf Urlaub? Gemäß § 4 BurlG wird der volle Urlaubsanspruch, gesetzlich 24 Werktage bei einer sechs-Tage-Woche, erstmals nach dem sechsmonatigen Bestehen des Arbeitverhältnisses durch den Arbeitnehmer erworben, sogenannte Wartezeit.
Wenn der Arbeitnehmer noch keine sechs Monate beschäftigt ist, hat er zwar keinen Anspruch auf die vollen 20 Werktage bei einer 5-Tage-Woche, aber gem. § 5 Abs. 1 a BUrlG hat er für jeden vollen Beschäftigungsmonat – nicht Kalendermonat- Anspruch auf 1/12 des Jahresurlaubs. Der Arbeitnehmer hat dann also auch Anspruch auf Teilurlaub. Wenn folglich ein Arbeitnehmer erst am 01.August eines Jahres in Vollzeit, fünf Tage Woche, tätig ist, hat er am 01.Dezember des Jahres noch nicht Anspruch auf 20 Werktage Urlaub, aber er kann vom 01.August bis zum 01.Dezember pro Monat, 4 x 1,66 Tage Urlaub, insg. 6,64 – 7 Tage Urlaub, verlangen. Zu beachten ist, dass gem. § 5 Abs.2 BUrlG, Bruchteile von Urlaubstagen, die mindestens einen halben Tag ergeben, auf volle Urlaubstage aufzurunden sind.
Wie viel Urlaubsanspruch hat der Arbeitnehmer wenn er generell innerhalb der ersten sechs Monaten nach Beschäftigungsbeginn wieder ausscheidet? Gem. § 4 BUrlG hat der Arbeitnehmer Anspruch auf den vollen Urlaubsanspruch erstmalig nach sechsmonatigem Bestehen des Arbeitsverhältnisses erworben. Gemäß § 5 Abs. 1 Nr.b BUrlG hat der Arbeitnehmer aber grundsätzlich ebenfalls Anspruch auf ein Zwölftel des Jahresurlaubs für jeden vollen Beschäftigungsmonat. Wenn also der Arbeitnehmer am 15.12. seine Tätigkeit beginnt und am 20.01. des Folgejahres wieder ausscheidet, so hat er einen vollen Beschäftigungsmonat gearbeitet. (15.12- 15.01.) Die Berechnung geht wie zuvor. Der Mindesturlaub bei einer 5-Tage-Woche beträgt 20 Urlaubstage. 20 : 12 – 1,66 Tage pro Monat- also 2 Tage Urlaubsanspruch.
Kann der Arbeitnehmer festlegen, wann er Urlaub nimmt? Grundsätzlich kann der Arbeitnehmer nicht eigenmächtig festlegen wann er Urlaub nimmt, sondern er muss bei dem Arbeitgeber einen Urlaubsantrag stellen und den Urlaub durch den Arbeitgeber genehmigen lassen.
Keinesfalls darf sich ein Arbeitnehmer selbst beurlauben. Genehmigt sich ein Arbeitnehmer eigenmächtig Urlaub so verletzt er seine arbeitsvertraglichen Pflichten und muss mit einer ordentlichen, ja sogar fristlosen verhaltensbedingten Kündigung rechnen.
Aber auch der Arbeitgeber kann Urlaub nicht nach Gutdünken erteilen. In § 7 Abs. 1 BUrlG ist geregelt, dass der Arbeitnehmer die Urlaubswünsche des Arbeitnehmers zu berücksichtigen hat. Der Arbeitgeber kann einen Urlaubswunsch des Arbeitnehmers allerdings verweigern, wenn dringende betriebliche Belange dem entgegen stehen oder Urlaubswünsche anderweitiger Arbeitnehmer, wenn die gleichzeitige Beurlaubung beider Arbeitnehmer aus betrieblichen Gründen nicht möglich sind. Dann muss der Arbeitnehmer die sozialen Belange beider Arbeitnehmer untereinander abwägen unter Berücksichtigung z.B. des Alters, der Betriebszugehörigkeit oder schulpflichtiger Kinder. Der sozial schutzwürdigere Arbeitnehmer hat dann Vorrang betreffend seines Urlaubsantrags.
Der Arbeitgeber muss grundsätzlich zügig über den Urlaubsantrag des Arbeitnehmers entscheiden und berücksichtigen, dass Urlaub grundsätzlich zusammenhängend gewährt werden soll. Entscheidet der Arbeitgeber über den Urlaub nicht, so muss der Arbeitnehmer notfalls bei dem zuständigen Arbeitsgericht auf Urlaubserteilung klagen. Dies geht in eiligen Fällen auch druch den Erlass einer einstweiligen Verfügung.
Hat der Arbeitgeber die Möglichkeit einmal gewährten Urlaub einfach wieder zu widerrufen? Nein, hat der Arbeitgeber den Urlaub gewährt, so kann er diesen nicht einfach widerrufen- er ist grundsätzlich an seine Urlaubserteilung gebunden. Allerdings gibt es auch Ausnahmefälle, wenn der Arbeitnehmer seinen Urlaub noch nicht angetreten hat und für den Widerruf dringende betriebliche Erfordernisse bestehen. In meiner Praxis habe ich einen solche Fall allerdings noch nie erlebt. Trotz allem dürfte ein Arbeitnehmer den widerrufen Urlaub, den er noch nicht angetreten hat, dann allerdings nicht eigenmächtig nehmen, sondern müsste im Zweifelsfall ebenfalls per einstweiliger Verfügung den Urlaubsanspruch klären lassen. Wenn der Urlaub aber bereits angetreten ist, so kann der Arbeitgeber diesen nicht widerrufen- der Arbeitnehmer kann gelassen seinen Urlaub weiter führen.
Auch wenn z.B. alle Arbeitnehmer des Betriebes an diesen Tagen auf Basis betrieblicher Übung stets nur einen halben Tag arbeiten müssen, kann dem beurlaubten Arbeitnehmer auch nur ein halber Tag Urlaub angerechnet werden. Dies ergibt sich aus dem Gleichbehandlungsgrundsatz.
Der Arbeitgeber kann auf Basis seines Direktionsrechtes auch Betriebsurlaub für den gesamten Betrieb oder Betriebsteile anordnen. Existiert im Unternehmen ein Betriebsrat ist dieser hierbei allerdings zu beteiligen. In der Regel wird dann eine sogenannte Betriebsvereinbarung über den Betriebsurlaub abgeschlossen.
Auch einem Arbeitnehmer, der dann die Wartezeit von sechs Monaten noch nicht erfüllt hat- siehe oben- kann dann Betriebsurlaub gewährt werden. Die Alternative wäre nämlich nur, den Arbeitnehmer während der Betriebsferien weiter zu beschäftigen. Könnte der Arbeitgeber den Arbeitnehmer aber nicht weiter beschäftigen, weil z.B. die Bänder still stehen, so müsste er ihn ohne Urlaubsgewährung und mangelnde Arbeitsmöglichkeit trotz allem bezahlen. In diesen Fällen hat der Arbeitgeber dann allerdings Pech wenn der Arbeitnehmer vor den sechs Monaten ausscheidet, aber bereits mehr Urlaub als ihm zusteht aufgrund der Betriebsferien erhalten hat. Er kann weder den zuviel gezahlten Urlaub noch Urlaubsgeld von dem Arbeitnehmer zurückfordern.
Im Teil 2 zu „Urlaubsrecht leicht gemacht“ werden folgende Fragen beantwortet:
Was ist bei Krankheit während des Urlaubs? Können Urlaubstage auf das nächste Kalenderjahr übertragen werden? Kann der Urlaubsanspruch abgegolten, ausgezahlt werden? Was ist der Unterschied zwischen Urlaubsentgelt und Urlaubsgeld? Was ist wenn ich zuviel Urlaub erhalten habe?
Humor auf dem Regierungspräsidium Kassel
Richtig humorvoll geht es auf der Seite des Regierungspräsidiums Kassel zu:
Ein Sohn fragt seinen Vater: “Kannst du mir erklären, was Politik ist?” Der überlegt und antwortet: “Sieh mal, ich bringe das Geld nach Hause, also bin ich der Kapitalist, deine Mutter verwaltet das Geld, also ist sie die Regierung, der Opa passt auf, dass hier alles seine Ordnung hat, also ist er die Gewerkschaft, unser Dienstmädchen ist die Arbeiterklasse. Wir alle haben nur eins im Sinn, nämlich dein Wohlergehen. Folglich bist du das Volk. Dein kleiner Bruder, der noch in den Windeln liegt, ist die Zukunft. Hast du das verstanden, mein Sohn?”
Der überlegt und bittet seinen Vater, dass er erst noch eine Nacht darüber schlafen möchte. In der Nacht wird der Kleine wach, weil sein Bruder in die Windeln gemacht hat und daher furchtbar brüllt. Da er nicht weiß was er tun soll, geht er in das Schlafzimmer seiner Eltern. Dort liegt aber nur die Mutter und die schläft so fest, dass er sie nicht wecken kann. So geht er in das Zimmer des Dienstmädchens, wo der Vater sich gerade mit derselben vergnügt, während Opa durch das Fenster unauffällig zuschaut. Also beschließt der Junge unverrichteter Dinge schlafen zu gehen. Am nächsten Morgen fragt der Vater seinen Sohn, ob er nun mit eigenen Worten erklären kann, was Politik ist.
“Ja” antwortet der Sohn. “Der Kapitalismus missbraucht die Arbeiterklasse, die Gewerkschaft schaut dabei zu, während die Regierung schläft. Das Volk wird vollkommen ignoriert und die Zukunft liegt in der Sch***e. Das, Papi, ist Politik!”
Zeitarbeit: Die wichtigsten Regelung des Tarifwerkes des Interessenverbandes Deutscher Zeitarbeitsunternehmen e.V. und den unterzeichneten Mitgliedsgewerkschaften des DBG für die Zeitarbeitsbranchen im Überblick. Lesen Sie die wichtigsten Inhalte zum Manteltarifvertrag, Entgeldrahmentarifvertrag und Entgelttarifvertrag, die man in der Zeitarbeit kennen sollte:
http://conlegi.de/?p=2703
Ein Anwalt ist ein Mietmaul- allerdings ein selbstständig denkendes, wer hätte es gedacht?
Der Anwalt gibt im Idealfall nicht einfach unüberlegt und unreflektiert die Meinung seines Mandanten wieder, weil dieser das für Recht.
Warum denn nicht, dafür wird er doch gezahlt?
Der Anwalt ist kein unselbstständiger, bloß verlängerter Arm seines Mandanten. Er ist sein Fürsprecher, der seinem Mandanten mit den rechtsstaatlichen Mitteln! zu seinem Recht verhelfen soll. Betonung auf Recht und rechtsstaatliche Mittel.
Die deutsche Rechtsordnung sieht den Rechtsanwalt nämlich als „unabhängiges Organ der Rechtspflege“ und nicht der Rechtsbeugung. Der Anwalt ist natürlich in erster Linie seinem Mandanten verpflichtet, aber gleichsam auch der Rechtsordnung. Ein Anwalt darf nicht bewusst vor Gericht die Unwahrheit vortragen. Natürlich unterliegt der Rechtsanwalt der absoluten Schweigepflicht gegenüber seinem Mandanten, deshalb deckt man über manch Ansinnen des Mandanten auch lieber den Mantel des Schweigens nachdem man diesen ausführlich über alle rechtlichen Gegebenheiten dazu aufgeklärt hat. Aber helfen kann und darf man ihm dabei nicht, unabhängig davon dass ich es auch nicht will.
Im Übrigen ist das schon jeher eine Überzeugung, die Fürsprecher vertreten und der sie sich verpflichtet fühlen, jedenfalls die guten. Bereits im späten Mittelalter wurde im Schwabenspiegel geregelt, dass der Fürsprecher nur den vertreten sollte, der seiner Überzeugung nach recht hatte. Hat zu damaligen Zeit der Fürsprecher bei einem Prozessbetrug mitgeholfen, musste er an den Richter und die geschädigte Partei hohe Strafen zahlen.
Und wer will schon ein Mietmaul ohne selbstständig denkenden Kopf? Dann doch lieber ein Miethirn.
Arbeitsrecht 3 Kommentare »
Mobbing Was ist das eigentlich wirklich? Wie wehrt man sich? Welche Rechte bestehen für das Mobbingopfer?Was ist überhaupt unter Mobbing zu verstehen?
Unter Mobbing, englisch to mob „anpöbeln, angreifen, bedrängen, über jemanden herfallen“, am Arbeitsplatz wird das systematische und wiederholte Anfeinden, Schikanieren und Diskriminieren von Arbeitnehmern untereinander oder durch Vorgesetzte verstanden. Es muss sich um fortgesetzte, aufeinander aufbauende oder ineinander übergreifende Verhaltensweisen handeln. Folglich fällt unter Mobbing nicht ein bloß generelles schlechtes Arbeitsklima oder nur vereinzelnd auftretende Konflikte auf Basis eines konkreten Anlasses. Es muss gleichsam so etwas wie ein übergeordneter Plan der Mobber existieren: Der Arbeitnehmer soll psychisch und physisch so durch stetige Nadelstiche beeinträchtigt werden, dass er aufgrund der ständigen Verletzungen und Angriffe die Firma selbst verlassen will.
Maßgeblich sind aber stets die Umstände des Einzelfalls, die in einer Gesamtschau aller Handlungen gewürdigt werden muss.
Mehr zu den rechtlichen Möglichkeiten gegen Mobbing lesen Sie auf meinem Beitrag bei Conle§i: http://conlegi.de/?p=2670
Darauf antwortet der Mann: “Das war folgendermassen. Wir wohnten im 13. Stock eines Hochhauses und im ersten Stock wohnte eine reizende Portiers Familie. Die hatten drei Kinder! Es war schrecklich. Die waren so klein geblieben, aber von Natur aus! Der Zwölfjährige war 80cm gross und der 19-jährige 90cm. Ich kam eines Tages hoch zu meiner Frau und sage: ‘Das ist schon was Schlimmes mit den Kindern unserer Portiers Familie’.
‘Ja’, sagt meine Frau, ‘das ist ein richtiges Pyrenäengeschlecht.’
Ich sage: ‘Nein, was du meinst sind Pygmäen!’
‘Nein’, sagt meine Frau, ‘Pygmäen, das ist das was der Mensch unter der Haut hat. Davon kriegt man Sommersprossen!’
‘Nein’, sagt meine Frau, ‘Pigment, darauf haben die alten Römer geschrieben.’
Ich sage: ‘Das ist Pergament!”Nein’, sagt meine Frau, ‘Pergament ist, wenn ein Dichter etwas anfängt und nicht zu Ende macht … ‘
Herr Richter – Sie können sich vorstellen – ich verschluckte mir das Fragment. Ich setzte mich in meinen Lehnstuhl, las Zeitung und plötzlich kam meine Frau, ich dachte jetzt ist sie irrenhausreif, und sagte: ‘Liebling, guck mal was hier steht!’ Sie machte ein Buch auf, zeigte auf eine Textstelle und sagte: ‘Das Sonnendach des Handtäschchens war die Lehrerin des Zuhälters 15.’
Ich nahm das Buch an mich, sah es an und sage: ‘Aber Schatz! Das ist ein französisches Buch und da steht: ‘La Marquise de Pompadour est la Maitresse de Louis XV. Das heisst: Die Marquise von Pompadour war die Mätresse von Ludwig dem 15.’
‘Nein’, sagte meine Frau, ‘das musst du wörtlich übersetzen: La Marquise – Das Sonnendach; Pompadour – Das Handtäschchen; la Maitresse – Die Lehrerin; Louis XV. – Der Zuhälter 15! Ich muss das schliesslich ganz genau wissen, schliesslich habe ich extra für meinen Französischunterricht einen Legionär angestellt!’
Ich sagte: ‘Du meinst einen Lektor.’
‘Nein’, sagte meine Frau, ‘Lektor war der griechische Held des Altertums!’
Ich sagte: ‘Das war Hektor und der war Trojaner.’
‘Nein’, sagte meine Frau, ‘Hektor ist ein Flächenmass!’
Ich sagte: ‘Das ist ein Hektar.’
‘Nein’, sagte meine Frau, ‘Hektar ist der Göttertrank!’
Ich sagte: ‘Das ist der Nektar.’
‘Nein’, sagte meine Frau, ‘Nektar ist ein Fluss in Süddeutschland!’
Ich sagte: ‘Das ist der Neckar.’
Meine Frau sagte: ‘Du kennst wohl nicht das schöne Lied: Bald grase ich am Nektar, bald grase ich am Rhein – das habe ich neulich mit meiner Freundin im Duo gesungen!’
Ich sagte: ‘Das heisst Duett.’
‘Nein’, sagte meine Frau, ‘Duett ist, wenn zwei Männer mit einem Säbel aufeinander losgehen!’
Ich sagte: ‘Das ist ein Duell.’
‘Nein’, sagte meine Frau, ‘Duell ist, wenn eine Eisenbahn aus einem dunklen finsteren Bergloch herauskommt!’
Herr Richter – da habe ich einen Hammer genommen und sie totgeschlagen … ”
Betretenes Schweigen, dann der Richter: “Freispruch! Ich hätte sie schon bei Hektor erschlagen … ”

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 § 125
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