Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=BFH&Datum=13.09.1988&Aktenzeichen=VIII%20R%20218/85
Timestamp: 2020-01-19 00:14:34+00:00

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BFH, 13.09.1988 - VIII R 218/85 - dejure.org
https://dejure.org/1988,2807
BFH, 13.09.1988 - VIII R 218/85 (https://dejure.org/1988,2807)
BFH, Entscheidung vom 13.09.1988 - VIII R 218/85 (https://dejure.org/1988,2807)
BFH, Entscheidung vom 13. September 1988 - VIII R 218/85 (https://dejure.org/1988,2807)
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FamRZ 1989, 734
BFH, 27.04.2005 - X B 117/04
Klagebefugnis gegen einen Gewinnfeststellungsbescheid
Die vom Kläger angeführten Bedenken in der Literatur (…Seiler in Kirchhof, Einkommensteuergesetz, 5. Aufl., § 26b Rz. 45) gegen die BFH-Rechtsprechung beziehen sich im Übrigen nicht auf die Entscheidung vom 13. September 1988 VIII R 218/85 (BFH/NV 1989, 354), sondern wenden sich vielmehr gegen die Auffassung, dass in Fällen der Zusammenveranlagung der Ehegatte, der den Einkommensteuerbescheid nicht anficht, nicht notwendig hinzuziehen (§ 360 Abs. 3 AO 1977) oder beizuladen ist (§ 60 Abs. 3 FGO) und so unterschiedliche Einkommensteuerfestsetzungen für beide Ehegatten möglich sind.
Die Beschwerde kann auch nicht damit begründet werden, dass das angefochtene Urteil von dem BFH-Urteil in BFH/NV 1989, 354 abweicht.
Die Entscheidung in BFH/NV 1989, 354 ist zwar zu § 180 Abs. 1 Nr. 2 Buchst. a AO 1977 ergangen; dies hindert das FG jedoch nicht, die Rechtsausführungen in diesem Urteil auf einen Gewinnfeststellungsbescheid nach § 180 Abs. 1 Nr. 2 Buchst. b AO 1977 zu übertragen.
B I. Trotz wiederholter Klageeinreichung, nämlich über das FA und beim FG (oben A VII 1), handelt es sich inhaltlich um dieselbe und daher aktenmäßig unter dem ersteren Aktenzeichen verbundene Klage (…vgl. BFH vom 9. August 2001 III R 58/99, BFH/NV 2002, 49; vom 13. September 1988 VIII R 218/85, BFH/NV 1989, 354; FG Hamburg vom 28. Juni 2007 3 K 237/06, EFG 2008, 768, Deutsches Steuerrecht Entscheidungsdienst -DStRE- 2008, 1284 m. w. N.).
Im Übrigen kommt es im vorliegenden Fall nach Auffassung des Senats nicht darauf an, ob es gemäß § 26 Abs. 3 EStG auch genügt, wenn ein Erbe zumindest der seitens der Witwe gewählten Zusammenveranlagung nicht widerspricht (vgl. BFH vom 13. September 1988, VIII R 218/85, BFH/NV 1989, 354, Zeitschrift für das gesamte Familienrecht -FamRZ- 1989, 734 zu II 2 m. Anm. Hardt), so wie auch bei fehlender Unterschrift eines Ehegatten zu Lebzeiten die Wahl der Zusammenveranlagung unterstellt wird (vgl. FG München vom 21. Oktober 2003, 6 K 2834/02, Juris;… BFH vom 30. Oktober 2001, X B 63/01, BFH/NV 2002, 504).
Bei mehrfacher Eintragung des Rechtsmittels oder der Klage sind die Vorgänge unter einem Aktenzeichen zu verbinden (vgl. BFH vom 13. September 1988 VIII R 218/85, BFH/NV 1989, 354; Zeitschrift für das gesamte Familienrecht --FamRZ-- 1989, 736 m. Anm. Hardt).
Unterscheidet sich die erste Ausfertigung eines Urteils von der zweiten lediglich durch den Austausch einer Richterunterschrift, so ist allein das berichtigte Urteil angegriffen (Urteil des Bundesfinanzhofs --BFH-- vom 13. September 1988 VIII R 218/85, BFH/NV 1989, 354).
Ist das Urteil somit durch seine Verkündung (= Bekanntgabe) am 9. Juli 1998 wirksam geworden, kann der Mangel, daß das Urteil eines Kollegialgerichts von einem Richter mitunterschrieben worden ist, der an dem Erlaß des Urteils nicht beteiligt war, selbst dann noch behoben werden, wenn die Revision eine Verfahrensrüge auf diesen Mangel des FG-Urteils gestützt hat (BFH-Entscheidungen vom 12. Juli 1972 VII B 76/70, nicht veröffentlicht --NV--; vom 13. September 1988 VIII R 218/85, BFH/NV 1989, 354, 355, und BGH-Urteile vom 27. Oktober 1955 II ZR 310/53, BGHZ 18, 350, 354, 356, und in NJW 1998, 609, 610).
b) Ob es sich bei zwei durch denselben Kläger erhobenen und gegen denselben Steuerbescheid gerichteten Klagen bei demselben Senat eines Finanzgerichts um ein und dieselbe Klage handelt und bei mehrfacher Eintragung der Klage die Vorgänge unter einem Aktenzeichen (nur) aktenmäßig zu verbinden sind (…so BFH-Beschluss vom 09.08.2001 III R 58/99, BFH/NV 2002, 49; BFH-Urteil vom 13.09.1988 VIII R 218/85, BFH/NV 1989, 354; FG Hamburg, Urteil vom 28.06.2007 3 K 237/06, EFG 2008, 768) oder ob für die zweite Klage gemäß § 17 Abs. 1 Satz 2 Gerichtsverfassungsgesetz (GVG) i. V. m. § 155 FGO das Prozesshindernis der anderweitigen Rechtshängigkeit besteht, das durch eine Verbindung der Verfahren gemäß § 73 Abs. 1 Satz 1 FGO zu beseitigen ist (…so BFH-Beschluss vom 26.05.2006 IV B 151/04, BFH/NV 2006, 2086;… Schallmoser in Hübschmann/Hepp/Spitaler, AO/FGO, § 66 FGO Rz. 31;… Paetsch in Beermann/Gosch, AO/FGO, § 66 FGO Rz. 20) kann vorliegend offen bleiben, da ein Verbindungsbeschluss am 12.11.2014 jedenfalls ergangen ist.
BFH, 18.12.1997 - V R 59/97
Genügt die Revisionsbegründung diesen Anforderungen nicht, darf der BFH nicht prüfen, ob ein Mangel wirklich vorliegt (vgl. BFH-Urteil vom 13. September 1988 VIII R 218/85, BFH/NV 1989, 354).
FG Hamburg, 20.09.2004 - II 421/03
Abgabenordnung: Klagebefugnis eines das Erbe nach der Ehefrau ausschlagenden …

References: § 26
 § 180
 § 180
 § 26
 § 17
 § 155
 § 73
 § 66
 § 66