Source: https://service.polizei.nrw.de/hinweis?t=missing_persons&id=588&nid=44080
Timestamp: 2020-06-05 23:09:51+00:00

Document:
Eine Anzeige kann schwerwiegende Folgen nach sich ziehen. Wer eine rechtswidrige Tat vortäuscht oder durch wissentlich falsche Angaben einen anderen zu Unrecht verdächtigt, macht sich strafbar (§§ 145d, 164 StGB).
Ebenso kann man sich in bestimmten Fällen durch Nichtanzeige bestimmter geplanter Straftaten, oder durch Begünstigung bzw. vereiteln der Bestrafung eines Täters strafbar machen (§§ 138, 257, 258 StGB)
Bitte beachten Sie die nachfolgenden strafrechtlichen Bestimmungen.
Nach dem Gesetz haben Sie das Recht, Angaben zu verweigern, mit denen Sie sich selbst oder Angehörige der Gefahr der Strafverfolgung aussetzen würden (§§ 52, 55, 57 bzw. 136 StPO)
Antragsdelikte können gemäß §77b StGB nur verfolgt werden, wenn Geschädigte oder deren gesetzlicher Vertreter schriftlich oder zu Protokoll eines Gerichts oder einer Staatsanwaltschaft Strafantrag stellen. Der Strafantrag ist bis zum Ablauf einer Frist von drei Monaten zu stellen. Eine Aufzählung der Antragsdelikte finden Sie hier.
Absolute Antragsdelikte
Hausfriedensbruch (§123 des Strafgesetzbuches)
Verstoß gegen Weisungen während der Führungsaufsicht (§145a des Strafgesetzbuches)
Beleidigung (§185 i. V. m. §194 des Strafgesetzbuches)
Üble Nachrede (§86 i. V. m. §194 des Strafgesetzbuches)
Verleumdung (§187 i. V. m. §194 des Strafgesetzbuches)
Verletzung des persönlichen Lebens- und Geheimbereichs (§201 Abs. 1 und 2, §§202, 203 und 204 i. V. m. §205 des Strafgesetzbuches)
Haus- und Familiendiebstahl (§247 des Strafgesetzbuches)
Unbefugter Gebrauch eines Fahrzeugs (§248b des Strafgesetzbuches)
Entziehung elektrischer Energie (§248c Abs. 4 des Strafgesetzbuches)
Begünstigung (§257 des Strafgesetzbuches)
Vereiteln der Zwangsvollstreckung (§288 des Strafgesetzbuches)
Pfandkehr (§289 des Strafgesetzbuches)
Fischwilderei (§293 i. V. m. §294 des Strafgesetzbuches)
Vollrausch (§323a des Strafgesetzbuches)
Verletzung des Steuergeheimnisses (§355 des Strafgesetzbuches)
Relative Antragsdelikte
Sexueller Missbrauch von Jugendlichen (§182 Abs. 3 des Strafgesetzbuches)
Exhibitionistische Handlungen (§183 des Strafgesetzbuches)
Verletzung des höchstpersönlichen Lebensbereichs durch Bildauf-nahmen (§201a des Strafgesetzbuches)
Verletzung des persönlichen Lebens- und Geheimbereichs §§202a und 202b i. V. m. §205 des Strafgesetzbuches)
Körperverletzung (§223 i. V. m. §230 des Strafgesetzbuches)
Fahrlässige Körperverletzung (§229 i. V. m. §230 des Strafgesetzbuches)
Entziehung Minderjähriger (§235 des Strafgesetzbuches)
Nachstellung (§238 Abs. 1 des Strafgesetzbuches)
Diebstahl und Unterschlagung geringwertiger Sachen (§248a des Strafgesetzbuches)
Entziehung elektrischer Energie (§248c Abs. 1, 2 und 3 des Strafgesetzbuches)
Bestechlichkeit und Bestechung im geschäftlichen Verkehr (§299 i. V. m. §301 des Strafgesetzbuches)
Sachbeschädigung (§303 i. V. m. §303c des Strafgesetzbuches)
Datenveränderung (§303a i. V. m. §303c des Strafgesetzbuches)
Computersabotage (§303b i. V. m. §303c des Strafgesetzbuches)
Merkblatt Privatklagedelikte
Gemäß § 374 Abs.1 Strafprozessordnung können vom Verletzten im Wege der Privatklage bestimmte Straftaten verfolgt werden, ohne dass es einer vorgängigen Anrufung der Staatsanwaltschaft bedarf. Eine Aufzählung der betroffenen Straftaten finden Sie hier.
eine Beleidigung (§§ 185, 186, 187, 188, 189 des Strafgesetzbuches), wenn sie nicht gegen eine der in § 194 Abs.4 des Strafgesetzbuches genannten politischen Körperschaften gerichtet ist.
eine Nachstellung (§ 238 Abs.1 des Strafgesetzbuches) oder
eine Bedrohung (§ 241 des Strafgesetzbuches)
eine Bestechlichkeit oder Bestechung im geschäftlichen Verkehr (§ 299 des Strafgesetzbuches)
eine Straftat nach 323a des Strafgesetzbuches, wenn die im Rausch begangene Tat ein in den Nummern 1 bis 6 genanntes Vergehen ist,
eine Straftat nach den §§ 16, 17, 18, 19, des Gesetztes gegen den unlauteren Wettbewerb,
eine Straftat nach § 142 Abs.1 des Patentgesetzes, § 25 Abs.1 des Gebrauchsmustergesetzes, § 10 Abs.1 des Halbleiterschutzgesetzes, § 39 Abs.1 des Sortenschutzgesetzes, §§ 143 Abs.1, 143a Abs.1 und 144 Abs.1 und 2 des Markengesetzes, § 51 Abs.1 und § 65 Abs.1 des Geschmacksmustergesetzes, den §§ 106, 107, 108 sowie 108b Abs.1 und 2 des Urheberrechtsgesetzes und § 33 des Gesetzes betreffend das Urheberrecht an Werken der bildenden Künste und der Fotografie
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References: §77
 §194
 §194
 §194
 §205
 §294
 §205
 §230
 §230
 §301
 §303
 §303
 §303
 § 374
 § 194
 § 142
 § 25
 § 10
 § 39
 § 51
 § 65
 § 33
 § 49