Source: https://revosax.sachsen.de/vorschrift/10426.7
Timestamp: 2020-08-05 14:18:01+00:00

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Vollzitat: Abendgymnasien- und Kollegverordnung vom 8. September 2008 (SächsGVBl. S. 555, 599), die zuletzt durch Artikel 2 der Verordnung vom 10. Juni 2020 (SächsGVBl. S. 288) geändert worden ist
(1) 1Diese Verordnung gilt für die Abendgymnasien und Kollegs in öffentlicher Trägerschaft im Freistaat Sachsen. 2Die §§ 2 bis 8 und 10 Absatz 2 sowie die Abschnitte 3, 4 und 6 mit Ausnahme des § 19 Absatz 2 Satz 2 finden auf als Ersatzschulen staatlich anerkannte Abendgymnasien und Kollegs entsprechende Anwendung.
(2) Die Kollegs führen die Zusatzbezeichnung „Institut zur Erlangung der Hochschulreife“.2
2Absatz 3 Satz 3 gilt entsprechend.
(7) 1Die Aufnahme erfolgt zum Beginn eines Schuljahres. 2Es entscheidet der Schulleiter durch schriftlichen Bescheid.3
für Bewerber gemäß § 2 Absatz 1 Satz 2 ein Nachweis über Sprachkenntnisse als Grundlage für die Anerkennung gemäß § 7a Absatz 1 Satz 2.
2In einem früheren Schulverhältnis erhobene Daten können übernommen werden. 3Für die Verarbeitung der Daten nach Satz 1 Nummer 7 muss die Einwilligung des Bewerbers gemäß Artikel 9 Absatz 1 und 2 Buchstabe a in Verbindung mit Artikel 6 Absatz 1 Satz 1 Buchstabe a und Artikel 7 der Verordnung (EU) 2016/679 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 27. April 2016 zum Schutz natürlicher Personen bei der Verarbeitung personenbezogener Daten, zum freien Datenverkehr und zur Aufhebung der Richtlinie 95/46/EG (ABl. L 119 vom 4.5.2016, S. 1, L 314 vom 22.11.2016, S. 72), in der jeweils geltenden Fassung, und den ergänzenden Vorschriften des Sächsischen Datenschutzdurchführungsgesetzes vom 26. April 2018 (SächsGVBl. S. 198), in der jeweils geltenden Fassung, vorliegen.4
(1) 1Schüler, deren Herkunftssprache nicht die deutsche Sprache und nicht die unterrichtete erste oder zweite Fremdsprache ist und für die die Belegung einer zweiten Fremdsprache eine besondere Härte darstellt, können auf Antrag bis zum Abschluss der Einführungsphase eine schriftliche Feststellungsprüfung in der Herkunftssprache ablegen. 2Schüler gemäß § 2 Absatz 1 Satz 2 können auf Antrag anstelle der schriftlichen Feststellungsprüfung die Herkunftssprache als zweite Fremdsprache anerkennen lassen. 3Die Anerkennung setzt den Nachweis eines dem Realschulabschluss vergleichbaren Schulabschlusses voraus. 4Die Entscheidung trifft der Schulleiter.
(2) 1Voraussetzung für die Durchführung der Feststellungsprüfung gemäß Absatz 1 Satz 1 ist, dass die Schulaufsichtsbehörde über geeignete Prüfer verfügt. 2Ein Rechtsanspruch auf das Ablegen der Feststellungsprüfung besteht nicht. 3Die Feststellungsprüfung ersetzt den Unterricht in der zweiten Fremdsprache. 4Die Note der Feststellungsprüfung tritt an die Stelle der Jahresnote der zweiten Fremdsprache am Ende der Einführungsphase.
(3) 1Die Termine für die Feststellungsprüfung gemäß Absatz 1 Satz 1 werden jährlich landeseinheitlich von der obersten Schulaufsichtsbehörde vorgegeben. 2Ein Schüler, der aus wichtigem Grund an der Prüfungsteilnahme verhindert ist, kann die Feststellungsprüfung zu einem späteren von der obersten Schulaufsichtsbehörde vorgegebenen Termin nachholen. 3Über das Vorliegen eines wichtigen Grundes entscheidet der Schulleiter.
(4) 1Die Dauer der Feststellungsprüfung gemäß Absatz 1 Satz 1 beträgt 180 Minuten. 2Die Aufgabenstellungen erfolgen in der Herkunftssprache. 3Überprüft wird die Sprachkompetenz in der Herkunftssprache. 4Die Bewertung erfolgt durch einen von der Schulaufsichtsbehörde bestimmten Prüfer. 5Sie richtet sich nach den für die Realschulabschlussprüfung geltenden Anforderungen. 6Das Ergebnis der Feststellungsprüfung wird in einer ganzen Note gemäß § 23 Absatz 1 Satz 1 der Schulordnung Gymnasien Abiturprüfung ausgedrückt. 7Sofern die Feststellungsprüfung mit der Note „mangelhaft“ oder „ungenügend“ bewertet wurde, kann sie einmal wiederholt werden. 8Die Wiederholung der Feststellungsprüfung ist einmal möglich. 9Benutzt der Schüler bei der Feststellungsprüfung ein unerlaubtes Hilfsmittel oder versucht er auf andere Weise zu täuschen, ist die Feststellungsprüfung als nicht bestanden zu erklären.6
Unterricht in einer zweiten Fremdsprache über mindestens vier Jahre an der Oberschule oder dem Gymnasium besucht und mindestens die Note „ausreichend“ im Realschulabschluss oder in dem diesem gleichgestellten Schulabschluss erzielt haben,
(3) 1Für Schüler, die nach § 7a Absatz 1 Satz 1 und 2 einen Antrag auf Anerkennung der Herkunftssprache oder Ablegen der Feststellungsprüfung gestellt haben, kann die Belegung einer zweiten Fremdsprache entfallen. 2Die Entscheidung trifft der Schulleiter.
(5) Schüler am Kolleg wählen aus den Fächern Kunst oder Musik, Sport und Informatik auf der Grundlage des Angebots der Schule mindestens ein Fach.7
(2) 1Das Abendgymnasium und das Kolleg können als zweites Leistungskursfach zusätzlich Chemie und Biologie anbieten. 2Das Fächerangebot bedarf der Genehmigung der Schulaufsichtsbehörde.
(3) Als Leistungskurse können nur die Fächer gewählt werden, in denen der Schüler auch in der Einführungsphase unterrichtet wurde.8
(6) 1§ 14a Absatz 2 gilt entsprechend. 2Für Schüler, die gemäß § 7a Absatz 1 Satz 1 eine Feststellungsprüfung in der Herkunftssprache abgelegt haben oder bei denen gemäß § 7a Absatz 1 Satz 2 die Herkunftssprache als zweite Fremdsprache anerkannt wurde, entfällt die Belegungspflicht für eine weitere fortgeführte Fremdsprache als Grundkursfach.
(7) 1Für hörgeschädigte Schüler kann die Belegung einer weiteren fortgeführten Fremdsprache als Grundkursfach entfallen. 2Sie belegen an Stelle dieses Fachs ein anderes Grundkursfach. 3Die Entscheidung trifft der Schulleiter.9
(5) Am Kolleg dürfen höchstens sechs der einzubringenden Kurshalbjahresergebnisse unter fünf Punkten liegen, davon maximal vier aus Leistungskursen.10
Soweit diese Verordnung nichts anderes bestimmt, gelten § 12 Absatz 5, § 22 Absatz 5 und 6, § 23 Absatz 2 bis 5, §§ 29, 30 Absatz 6, 8, 9 und 11, §§ 32, 40 Absatz 3 Satz 1 und 2, §§ 47, 51 bis 56, 58 bis 63, 65 Absatz 1 bis 4 und 6 sowie § 66 der Schulordnung Gymnasien Abiturprüfung entsprechend mit der Maßgabe, dass die Einführungsphase an die Stelle der Klassenstufe 10 tritt.11
1Für Schüler, die im Schuljahr 2017/2018 in die Jahrgangsstufe 12 eingetreten sind und diese wiederholen, gilt mit Ausnahme des § 23 die Abendgymnasien- und Kollegverordnung vom 8. September 2008 (SächsGVBl. S. 555, 599), die zuletzt durch Artikel 2 der Verordnung vom 25. Juli 2014 (SächsGVBl. S. 411) geändert worden ist, in der am 31. Januar 2017 geltenden Fassung fort. 2Auf Antrag eines Schülers nach Satz 1 findet § 23 in der am 31. Januar 2017 geltenden Fassung Anwendung.12
Die Abendgymnasien- und Kollegverordnung ist zuletzt durch die Verordnung zur Änderung der Abendgymnasien- und Kollegverordnung vom 12. Mai 2017 (SächsGVBl. S. 272) umfassend (mit gestuftem Inkrafttreten) geändert worden; nachfolgende Änderungen werden separat ausgewiesen.
Inhaltsübersicht geändert durch Artikel 2 der Verordnung vom 10. Juni 2020 (SächsGVBl. S. 288)
§ 1 geändert durch Artikel 2 der Verordnung vom 7. Mai 2018 (SächsGVBl. S. 240) und durch Artikel 2 der Verordnung vom 10. Juni 2020 (SächsGVBl. S. 288)
§ 3 geändert durch Artikel 2 der Verordnung vom 10. Juni 2020 (SächsGVBl. S. 288)
§ 4 geändert durch Artikel 2 der Verordnung vom 7. Mai 2018 (SächsGVBl. S. 240) und durch Artikel 2 der Verordnung vom 10. Juni 2020 (SächsGVBl. S. 288)
§ 5 aufgehoben durch Artikel 2 der Verordnung vom 10. Juni 2020 (SächsGVBl. S. 288)
§ 7a geändert durch Artikel 2 der Verordnung vom 7. Mai 2018 (SächsGVBl. S. 240) und durch Artikel 2 der Verordnung vom 10. Juni 2020 (SächsGVBl. S. 288)
§ 14a geändert durch Artikel 2 der Verordnung vom 10. Juni 2020 (SächsGVBl. S. 288)
§ 19 geändert durch Artikel 2 der Verordnung vom 10. Juni 2020 (SächsGVBl. S. 288)
§ 20 geändert durch Artikel 2 der Verordnung vom 7. Mai 2018 (SächsGVBl. S. 240) und durch Artikel 2 der Verordnung vom 10. Juni 2020 (SächsGVBl. S. 288)
§ 23 geändert durch Artikel 2 der Verordnung vom 7. Mai 2018 (SächsGVBl. S. 240)
§ 28 geändert durch Artikel 2 der Verordnung vom 7. Mai 2018 (SächsGVBl. S. 240)
§ 29 geändert durch Artikel 2 der Verordnung vom 7. Mai 2018 (SächsGVBl. S. 240)
Quelle: REVOSax http://revosax.sachsen.de/vorschrift/10426.7 Stand vom 05.08.2020

References: § 19
 § 2
 § 7
 § 2
 § 23
 § 7
 § 7
 § 7
 § 12
 § 22
 § 23
 § 66
 § 23
 § 23

§ 1

§ 3

§ 4

§ 5

§ 7

§ 14

§ 19

§ 20

§ 23

§ 28

§ 29