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Timestamp: 2019-11-14 06:36:20+00:00

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Wichern Diakonie Frankfurt Oder - Uncategorised
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Unternehmen / Finanzen / Satzung
Unternehmen der wichern Diakonie Frankfurt (Oder)
Mitglieder des Aufsichtsrates 2014-2018 wichern intern UnternehmenOrganigrammVorstand & Aufsichtsrat
Wichern stellt sich vor
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Am 5. Dezember 2014 wurde unser Aufsichtsrat entlastet und verabschiedet. Am 6. Dezember wurde ein neuer gewählt.
Ulrich Junghanns (3. von rechts) Vorsitzender, Unternehmensberater Renate Bauer 1. stellvertretende Vorsitzende, Sozialarbeiterin Wolfgang Pohl 2. stellvertretender Vorsitzender, Wirtschaftsberater Christoph Bruckhoff Superintendent i.R. Dr. Andreas Eichler Generalsekretär a.D. Kirsten Ettmeier Unternehmerin Dr. Marcus Flinder Rechtsanwalt Falko Hoppe Vorstand Hans-Jürgen Rosenberg Geschäftsführer i.R. Nicht alle Mitglieder kamen zum Fototermin. Außerdem ist links Frau Rost, Assistentin des Vorstandes, und vorne links Matthias Kube, hauptamtlicher Vorstand, zu sehen.
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Wichern transparent
Transparenzseiten - was bedeutet das? An dieser Stelle können Sie Einsicht in die Ergebnisse der Wirtschaftsprüfer nehmen für die Wichern Diakonie Frankfurt (Oder) e.V., Gronenfelder Werkstätten gGmbH, Wichern Wohnstätten und Soziale dienste gGmbH, Wichern-Pflegedienste gGmbH und aufwind gGmbH.
Dienstleistungs-, Beratungs- und Begegnungszentrum Luisenstraße 22, 15230 Frankfurt (Oder) ...zur KarteKoordination bürgerschaftliches Engagement Lienaustraße 1, 15230 Frankfurt (Oder) ...zur KarteSchuldner- und Insolvenzberatung Franz-Mehring-Straße 20, 15230 Frankfurt (Oder) ...zur KarteAnsprechpartner Servicewohnen für Senioren Luisenstraße 22, 15230 Frankfurt (Oder) ...zur Karte Integrationskindergarten »Hilde Coppi« Rosengasse 1, 15230 Frankfurt (Oder) ...zur Karte
Geschäftsführung Luisenstraße 22, 15230 Frankfurt (Oder) ...zur KarteHospiz »Regine Hildebrandt Haus« Kantstraße 35, 15230 Frankfurt (Oder) ...zur KarteDiakoniestation Luisenstraße 22, 15230 Frankfurt (Oder) ...zur Karte
Geschäftsführung und Leitung Luisenstraße 22, 15230 Frankfurt (Oder) ...zur KarteKontakt- und Beratungsstelle Alexej-Leonow-Straße 2a, 15236 Frankfurt (Oder) ...zur Karte
Geschäftsbereichsleitung Hilfen für Menschen mit kognitiven Beeinträchtigungen Luisenstraße 22, 15230 Frankfurt (Oder) ...zur KarteBeratungs- und Begegnungsstätte »Peitzer Acht« Paul-Feldner-Straße 6, 15230 Frankfurt (Oder) ...zur Karte Wohnstätte »Bergstraße« Bergstraße 163, 15230 Frankfurt (Oder) ...zur KarteWohnstätte »Humboldtstraße« Humboldtstraße 11, 15230 Frankfurt (Oder) ...zur Karte Wohnstätte »Gutshaus« Gronenfelder Weg 22, 15234 Frankfurt (Oder) ...zur KarteWohnstätte »Alfred-Blochwitz-Haus« Luisenstraße 22, 15230 Frankfurt (Oder) ...zur KarteWohnstätte »Kießling Eck« Humboldtstraße 16, 15230 Frankfurt (Oder) ...zur KarteWohnstätte »Kliestow« Lebuser Straße 1, 15234 Frankfurt (Oder) ...zur KarteWohnstätte »Dr.-Ursula-Sellschopp-Straße« Dr.-Ursula-Sellschopp-Straße 7, 15234 Frankfurt (Oder) ...zur KarteTagesstätten Luisenstraße 22, 15230 Frankfurt (Oder) ...zur KarteGeschäftsbereichsleitung Psychosoziale Hilfen Luisenstraße 22, 15230 Frankfurt (Oder) ...zur KarteWohnstätte »Siedlerweg« Siedlerweg 17, 15236 Frankfurt (Oder) ...zur KarteWohnstätte »Arche« Lienaustraße 1a, 15230 Frankfurt (Oder) ...zur KarteTagesstätte Ars Vivendi Berendsstraße 1, 15232 Frankfurt (Oder) ...zur KarteStationäre Wohngruppen »Westhaus« Dr.-Ursula-Sellschopp-Straße 1, 15234 Frankfurt (Oder) ...zur KarteAmbulant Betreutes Wohnen Berendsstraße 1, 15232 Frankfurt (Oder) ...zur KarteKontakt- und Beratungsstelle Franz-Mehring-Straße 20, 15230 Frankfurt (Oder) ...zur Karte
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Interne Serviceleistungen Personal, Finanzen & ITÖffentlichkeitsarbeitTechnik Mitarbeiter Login
Personal, Finanzen, IT
Die Abteilung Personal, Finanzen und IT ist der zentrale Dienstleistungsbereich für die Wichern Diakonie und deren Tochtergesellschaften. Die Abteilung übernimmt zentrale und administrative Aufgaben in den Bereichen Personal, Rechnungswesen, Controlling und IT. Alle Tätigkeitsfelder und Angebote der Wichern Diakonie Frankfurt (Oder) finden hier ihre Bündelung, hier laufen die Fäden zusammen.
Geschäftsführerin und GeschäftsbereichsleiterinPetra HerrmannTelefon: 0335 5 55 67 05E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!lle EntgeltwesenSimone AckermannTelefon: 0335 5 55 67 73E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!leiter Personal/Finanzen/ITSven-Olaf KrebsTelefon: 0335 5 55 67 54E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!erin Personal/LohnHeike FingerTelefon: 0335 5 55 67 17E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!erin LeistungsabrechnungAndrea MüllerTelefon: 0335 5 55 67 26E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!erin FinanzbuchhaltungHeike NowakTelefon: 0335 5 55 67 16E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!ung ITDieter KotrembaTelefon: 0335 5 55 67 11E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
Die Stabsstelle Öffentlichkeitsarbeit ist dem Verein zugeordnet. Die Inhaberin ist verantwortlich für die Öffentlichkeitsarbeit des Vereins und seinen Tochtergesellschaften.
Renate WitzlebenTelefon: 0335 5 55 67 51mobil: 0160 8470211E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
Bereich Technischer Dienst/Hauswirtschaft
Der Bereich Technik ist ein Arbeitsbereich der Wichern Wohnstätten und Soziale Dienste gGmbh. Insgesamt sind neun Mitarbeitende beschäftigt. Verantwortungsbereiche: Instandhaltung, Betreuung/Wartung haustechnischer Anlagen, mechanischer und elektronischer Brandschutz, Fuhrpark, hauswirtschaftlicher Bereich: Schneiderei
LeiterBurkhard FingerTelefon: 0335 5 55 67 27mobil: 0170 5 72 71 47E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
Satzung des Vereins Wichern Diakonie Frankfurt (Oder) e.V.
Vorbemerkung (Lediglich aus Gründen der Lesefreundlichkeit wird im Text ausschließlich die männliche Form verwendet.) Der Verein wurde im Jahr 1903 als "Evangelisches Fürsorgeheim für Mädchen e. V." gegründet und führt seit 1992 den Namen "Wichernheim Frankfurt an der Oder e. V.". Am 2. Juli 1990 erlangte der Verein durch Eintragung im Vereinsregister die Rechtsfähigkeit. Die Satzung wurde zuletzt auf einer außerordentlichen Mitgliederversammlung am 27. Februar 1999 geändert. Die Mitgliederversammlung am 27.03.2010 hat eine grundlegende Strukturveränderung und Neufassung der Satzung beschlossen und die Änderung des Namens in »Wichern Diakonie Frankfurt (Oder) e.V.«.
§ 1 - Name, Sitz, Rechtsform, Geschäftsjahr (1) Der Verein führt den Namen "Wichern Diakonie Frankfurt (Oder) e. V.". (2) Er hat seinen Sitz in Frankfurt (Oder) und ist im Vereinsregister beim Amtsgericht Frankfurt (Oder) unter der Nummer VR 27 eingetragen.(3) Das Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr. § 2 - Zweck und Aufgaben des Vereins; Verbandszugehörigkeit (1) Die Arbeit des Vereins versteht sich als Teil des diakonischen Auftrages, den Jesus Christus seiner Kirche gegeben hat. Der Verein ist verpflichtet, den Geist des Evangeliums in allen seinen Einrichtungen und Diensten lebendig zu erhalten und unmittelbare Hilfe für Menschen auszuüben, die in unterschiedlicher Weise der Hilfe bedürftig sind.(2) Der Verein errichtet und unterhält zur Erfüllung seiner Aufgaben Einrichtungen und Dienste für Wohnen, Arbeit sowie der Jugend- und Gesundheitshilfe, für die Aus- und Fortbildung und andere soziale Dienste für hilfebedürftige Menschen.(3) Der Verein bietet in seinen Einrichtungen Seelsorge, Gottesdienste, Andachten und andere kirchliche Veranstaltungen an.(4) Der Verein fördert die Inklusion von Menschen mit Behinderungen und psychischen Erkrankungen in Kirche und Gesellschaft. Er wirbt für seine gesamten Aufgaben durch Information, Veranstaltungen und Öffentlichkeitsarbeit.(5) Der Verein fördert ehrenamtliches Engagement.(6) Der Verein begleitet direkt oder über Tochter- und Beteiligungsgesellschaften Menschen in ambulanten, teilstationären und stationären Einrichtungen und Diensten bietet Pflegeleistungen an bietet Beratungsdienste an kann Bildungs-, Freizeit- und Jugendhilfeeinrichtungen betreiben und bietet offene Hilfen an. Alle Aufgaben, die den vorgenannten Angeboten dienen, können vom Verein ebenfalls übernommen werden.(7) Der Verein ermöglicht direkt oder über Tochter- und Beteiligungsgesellschaften die Begleitung von Menschen mit Behinderungen und psychischen Erkrankungen im Arbeitsmarkt. Dazu kann er Werkstätten für behinderte Menschen betreiben Integrationsfirmen aufbauen die berufliche Integration durch den Betrieb ambulanter und beratender Dienste im Bereich Arbeit und berufliche Bildung unterstützen. (8) Der Verein kann weitere Unternehmen zur Verwirklichung steuerbegünstigter Zwecke gründen oder sich an bestehenden Unternehmen beteiligen, solange dies den Hauptzwecken des Vereins direkt oder indirekt dient.(9) Ferner ist Zweck des Vereins die Beschaffung von Mitteln gemäß § 57 Nr. 1 Abga-benordnung (AO) zur Förderung der in Abs. 1 genannten Zwecke durch andere steuerbegünstigte Körperschaften, wobei vorrangig die Tochter- und Beteiligungs-gesellschaften des Vereins gefördert werden sollen. Die Fördertätigkeit geschieht unter anderem durch die Beschaffung und Weitergabe von Spenden, Schenkungen, Vermächtnissen und sonstigen Zuwendungen Dritter sowie die begünstigte Überlassung von Personal sowie Finanz- und Sachmitteln an steuerbegünstigte Körperschaften zu deren steuerbegünstigten Zwecken. Die Begünstigten können aus der Zuwendung von Mitteln nach § 58 Nr. 1 AO keinen Rechtsanspruch auf weitere Förderung gegen den Verein herleiten.(10) Zweck des Vereins ist außerdem die Beschaffung von Mitteln zur Weiterleitung an Beteiligungsgesellschaften im Rahmen des § 58 Nr. 2 AO. Voraussetzung der Wei-terleitung ist, dass die Beteiligungsgesellschaften einen oder mehrere der in Abs. 1 festgelegten Zwecke verfolgen. (11) Zweck des Vereins ist schließlich die Überlassung von Räumen, die dem Verein gehören, gemäß § 58 Nr. 4 AO an Tochter- und Beteiligungsgesellschaften zur Nutzung für deren steuerbegünstigte Zwecke.(12) Der Verein ist entsprechend der Grundordnung der Evangelischen Kirche in Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz ein Werk dieser Kirche und steht unter deren Schutz und Fürsorge.(13) Der Verein ist über das Diakonische Werk Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz e. V. dem Diakonischen Werk der Evangelischen Kirche in Deutschland und damit einem anerkannten Spitzenverband der Freien Wohlfahrtspflege angeschlossen. § 3 - Steuerbegünstigte Zwecke (1) Der Verein ist selbstlos tätig und verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige, mildtätige und kirchliche Zwecke im Sinne des Abschnitts "Steuerbegünstigte Zwecke" der Abgabenordnung. Unter Beachtung dieser Vorschriften ist der Verein zu allen Geschäften und Maßnahmen berechtigt, die der Erreichung oder Förderung des Vereinszwecks dienen.(2) Die Mittel des Vereins dürfen nur für die satzungsgemäßen Zwecke verwendet werden. Die Mitglieder erhalten keine Zuwendungen aus den Mitteln des Vereins. (3) Es darf niemand durch Ausgaben, die dem Zweck des Vereins fremd sind oder durch unverhältnismäßig hohe Vergütungen begünstigt werden. § 4 - Erwerb der Mitgliedschaft (1) Mitglieder des Vereins können natürliche und juristische Personen werden.(2) Über die Aufnahme in den Verein entscheidet der Aufsichtsrat aufgrund eines schriftlichen Aufnahmeantrages durch Beschluss.(3) Die Ablehnung der Aufnahme durch den Aufsichtsrat bedarf keiner Begründung. § 5 - Beendigung der Mitgliedschaft (1) Die Mitgliedschaft endet durch freiwilligen Austritt durch Ausschluss aus dem Verein bei natürlichen Personen mit dem Tod bei juristischen Personen auch durch Eröffnung des Insolvenzverfahrens bezie-hungsweise Ablehnung des Antrags auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens mangels Masse oder durch Löschung beziehungsweise Auflösung. (2) Der Austritt erfolgt durch schriftliche Erklärung gegenüber dem Aufsichtsrat. Er wird mit Zugang der Erklärung wirksam, befreit das Mitglied aber nicht von seiner Verpflichtung zur Zahlung der Mitgliedsbeiträge für das laufende Geschäftsjahr.(3) Der Ausschluss eines Mitglieds kann nach dessen Anhörung vom Aufsichtsrat beschlossen werden, sofern das Mitglied gegen den Vereinszweck verstoßen hat. Der Beschluss des Aufsichtsrats ist mit einer Begründung schriftlich niederzulegen und dem Mitglied zuzustellen. Innerhalb eines Monats nach Zustellung kann das Mitglied die Mitgliederversammlung anrufen. Diese kann durch einen mit einer Stimmenmehrheit von zwei Dritteln der anwesenden Mitglieder zu fassenden Beschluss, bei welchem das Mitglied kein Stimmrecht hat, den Beschluss des Aufsichtsrates bestätigen; unterbleibt eine solche Bestätigung, so wird der Beschluss des Aufsichtsrates unwirksam. Der Ausschluss befreit das Mitglied nicht von seiner Verpflichtung zur Zahlung der Mitgliedsbeiträge für das laufende Geschäftsjahr. § 6 - Mitgliedsbeiträge (1) Der Verein erhebt einen Mitgliedsbeitrag. Es werden abgestufte Mitgliedsbeiträge erhoben. (2) Näheres regelt die Beitragsordnung, die von der Mitgliederversammlung verabschiedet wird. § 7 - Vereinsorgane (1) Organe des Vereins sinda) die Mitgliederversammlungb) der Aufsichtsratc) der Vorstand.(2) Die Mitglieder des Aufsichtsrates und des Vorstandes sind während der Ausübung ihrer Ämter und auch nach ihrem Ausscheiden aus dem Verein oder aus ihren Ämtern zur Verschwiegenheit über alle Angelegenheiten verpflichtet, die ihrem Wesen oder ihrer Bezeichnung nach vertraulich oder für den Verein von wirtschaftlicher Bedeutung sind. § 8 - Mitgliederversammlung (1) Die Mitgliederversammlung ist das höchste Organ des Vereins.(2) Jedes Mitglied hat in der Mitgliederversammlung eine Stimme. Juristische Personen werden jeweils durch ihren gesetzlichen Vertreter oder durch einen schriftlich bevollmächtigten Vertreter vertreten. Natürliche Personen können sich ausnahmsweise durch ein anderes schriftlich bevollmächtigtes Vereinsmitglied vertreten lassen. Ein Mitglied darf höchstens ein anderes Vereinsmitglied vertreten.(3) Der Aufsichtsratsvorsitzende ist zugleich Vorsitzender der Mitgliederversammlung. Die Mitgliederversammlung ist von dem Vorsitzenden - im Verhinderungsfall durch seinen Stellvertreter - mindestens einmal jährlich einzuberufen und zu leiten.(4) Eine außerordentliche Mitgliederversammlung ist von dem Vorsitzenden einzuberufen, wenn es das Interesse des Vereins erfordert sowie dann, wenn es von mindestens einem Drittel der Mitglieder schriftlich unter Angabe des zu beratenden Gegenstandes verlangt wird.(5) Die Mitgliederversammlung ist mit einer Frist von mindestens drei Wochen unter Mitteilung der Tagesordnung, des Tagungsortes und des Beginns der Versammlung einzuberufen. Im Falle einer außerordentlichen Mitgliederversammlung kann die Frist durch den Vorsitzenden nach seinem Ermessen auf bis zu einer Woche abgekürzt werden, sofern der Grund für die Einberufung dies erforderlich macht. Die Einladung hat schriftlich an sämtliche Mitglieder zu erfolgen. Bei der Berechnung der Ladungsfrist werden der Tag der Absendung der Einladung und der Tag der Mitgliederversammlung nicht mitgezählt.(6) Bei einer beabsichtigten Satzungsänderung ist der Wortlaut der Änderung mit der Einladung zu versenden.(7) Die Mitgliederversammlung ist ungeachtet der Anzahl der erschienenen Mitglieder beschlussfähig, wenn sie frist- und formgerecht einberufen worden ist.(8) Jedes Mitglied kann bis spätestens drei Tage vor einer Mitgliederversammlung beim Vorsitzenden des Aufsichtsrates schriftlich die Ergänzung der Tagesordnung beantragen. Der Versammlungsleiter hat zu Beginn der Mitgliederversammlung die Tagesordnung entsprechend zu ergänzen. Über diese Anträge und über die Anträge auf Ergänzung der Tagesordnung, die erst in der Mitgliederversammlung gestellt werden, beschließt die Mitgliederversammlung. (9) Die Mitglieder des Vorstandes nehmen an der Mitgliederversammlung ohne Stimmrecht teil. Sie sind stimmberechtigt, wenn sie Vereinsmitglieder sind.(10) Über die Beschlüsse der Mitgliederversammlung ist ein Protokoll anzufertigen, das vom Vorsitzenden der Mitgliederversammlung und vom Protokollführer zu unterzeichnen ist. Das Protokoll wird den Vereinsmitgliedern innerhalb von vier Wochen nach der Mitgliederversammlung zugeschickt. § 9 - Zuständigkeiten der Mitgliederversammlung (1) Die Mitgliederversammlung ist zuständig für alle ihr durch Gesetz und diese Satzung zugewiesenen Aufgaben. Insbesondere ist sie zuständig für diea) Wahl, Abberufung und Entlastung der Mitglieder des Aufsichtsratesb) Wahl des Vorsitzenden des Aufsichtsratesc) Entgegennahme des Jahresberichts des Vorstandes und des Aufsichtsrates sowie des vom Aufsichtsrat festgestellten und von dem Abschlussprüfer geprüften Jahresabschlussesd) Festsetzung der Höhe und Fälligkeit etwaiger Mitgliedsbeiträge (§ 6 Absatz 2)e) Entscheidung über die Anrufung eines Mitglieds gegen einen vom Aufsichtsrat gefassten Beschluss über seinen Ausschluss (§ 5 Absatz 3)f) Änderungen der Satzungg) Beschlussfassung über die Auflösung des Vereinsh) Abgabe von Empfehlungen an den Aufsichtsrati) Beschlussfassung über Aufwandsentschädigung für Mitglieder des Aufsichtsrats.(2) Beschlüsse zur Änderung der Satzung des Vereins bedürfen einer Mehrheit von zwei Dritteln und Beschlüsse zur Auflösung des Vereins einer Mehrheit von drei Vierteln der abgegebenen gültigen Stimmen. Im Übrigen entscheidet die Mitgliederversammlung mit der einfachen Mehrheit der abgegebenen gültigen Stimmen. Stimmenthaltungen werden nicht mitgezählt. Eine separate Aufhebung von § 2 Absatz 1 dieser Satzung ist nicht möglich.(3) Es wird grundsätzlich offen abgestimmt, sofern kein Mitglied geheime Abstimmung beantragt und die Mitgliederversammlung dies beschließt. Wahlen werden geheim durchgeführt, wenn dies ein Mitglied beantragt. § 10 - Aufsichtsrat (1) Der Aufsichtsrat besteht insgesamt aus mindestens fünf und maximal neun Mitgliedern, die von der Mitgliederversammlung für die Dauer von vier Jahren gewählt werden.(2) Wiederwahl ist zulässig. Ein Mitglied des Aufsichtsrates kann vor Ablauf der Wahlperiode nur aus wichtigem Grund abberufen werden. (3) Der Aufsichtsrat wählt aus seiner Mitte für die Dauer seiner vierjährigen Wahlperiode bis zu zwei stellvertretende Vorsitzende.(4) Aufsichtsratssitzungen sind, sofern nichts anderes beschlossen wird, grundsätzlich vertraulich und nicht öffentlich. Die Vorstandsmitglieder nehmen an den Sitzungen des Aufsichtsrats mit beratender Stimme teil, sofern der Aufsichtsrat deren Teilnahme zu einzelnen Tagesordnungspunkten nicht ausschließt. Weiterhin können durch den Vorsitzenden des Aufsichtsrates oder dessen Stellvertreter Vertreter aus dem Kreis der Nutzer von Leistungsangeboten des Vereins oder deren Angehörige, Vertreter der Mitarbeiter, leitende Angestellte des Vereins oder Personen mit besonderer Fachkunde zur Teilnahme an Aufsichtsratssitzungen mit beratender Stimme hinzugezogen werden.(5) Die Mitglieder des Aufsichtsrates sollen in der Regel Vereinsmitglieder sein. Sie dürfen nicht zugleich Mitglieder des Vorstands sein. Sie dürfen in keinem Beschäftigungsverhältnis zum Verein oder zu einer Gesellschaft oder Einrichtung stehen, an der der Verein beteiligt ist oder die er betreibt.(6) Die Mitglieder des Aufsichtsrats sind ehrenamtlich tätig, ihnen werden Auslagen und Aufwendungen erstattet. Die Zahlung einer pauschalen Aufwandsentschädigung ist zulässig. Sie haften gegenüber dem Verein nur für solche Schäden, die durch vorsätzliche oder grob fahrlässige Pflichtverletzungen ihrerseits entstanden sind.(7) Die Mitglieder des Aufsichtsrates können nur durch schriftliche Erklärung zurücktreten. Scheidet ein Mitglied vorzeitig aus, so kann der Aufsichtsrat an seine Stelle für den Rest der Amtszeit des ausgeschiedenen ein neues Mitglied berufen, um dadurch die bisherige Zahl der Mitglieder des Aufsichtsrates wiederherzustellen. Macht der Aufsichtsrat davon keinen Gebrauch, so wählt die nächste ordentliche Mitgliederversammlung ein neues Mitglied. Sinkt durch das Ausscheiden eines Mitglieds die Anzahl der Aufsichtsratsmitglieder unter fünf, so muss der Aufsichtsrat sich unverzüglich durch Berufung für den Rest der Amtszeit ergänzen. Ein durch den Aufsichtsrat berufenes Mitglied bedarf der Bestätigung durch die nächste ordentliche Mitgliederversammlung. § 11 - Einberufung und Beschlussfassung des Aufsichtsrates (1) Der Aufsichtsrat tritt nach Bedarf, in der Regel jedoch vierteljährlich zusammen. Er wird von dem Vorsitzenden - im Verhinderungsfall durch einen Stellvertreter - unter Einhaltung einer Frist von mindestens zwei Wochen schriftlich unter Angabe von Tagesordnung und Tagungsort eingeladen. In Eilfällen kann die Frist auf drei Tage verkürzt werden. Bei der Berechnung der Frist werden der Tag der Absendung der Einladung und der Tag der Sitzung nicht mitgezählt. Der Aufsichtsrat muss unverzüglich einberufen werden, wenn es von mindestens drei seiner Mitglieder unter Angabe des zu beratenden Gegenstandes schriftlich bei dem Vorsitzenden beantragt wird.(2) Der Aufsichtsrat ist beschlussfähig, wenn er ordnungsgemäß (auch per Telefax oder E-Mail) einberufen wurde und mindestens vier seiner Mitglieder, darunter der Vorsitzende oder ein Stellvertreter, anwesend sind. Der Aufsichtsrat entscheidet mit einfacher Stimmenmehrheit der anwesenden Mitglieder. Bei Stimmengleichheit gibt die Stimme des Vorsitzenden beziehungsweise - im Verhinderungsfall - eines Stellvertreters den Ausschlag.(3) Ist der Aufsichtsrat nicht beschlussfähig, so hat der Vorsitzende - im Verhinderungsfall ein Stellvertreter - unverzüglich eine neue Sitzung mit derselben Tagesordnung und einer Ladungsfrist von einer Woche auf einen Zeitpunkt einzuberufen der längstens vier Wochen nach der Sitzung, in der keine Beschlussfähigkeit gegeben war, liegen darf.(4) Ausnahmsweise kann der Vorsitzende - im Verhinderungsfall ein Stellvertreter - den Mitgliedern des Aufsichtsrates bestimmte Punkte zur Beschlussfassung im schriftlichen Verfahren (auch per Telefax oder E-Mail) übersenden. Dies ist nur zulässig, wenn kein Aufsichtsratsmitglied diesem Verfahren widerspricht. Die Antworten der Mehrheit der Aufsichtsratsmitglieder müssen innerhalb einer Woche nach Versand der Anfrage bei dem Vorsitzenden - im Verhinderungsfall bei einem Stellvertreter - vorliegen. Das Ergebnis der Beschlussfassung und die Beteiligung daran sind in das Protokoll der nächsten Sitzung aufzunehmen.(5) Über jede Sitzung ist ein Protokoll anzufertigen, das den Tag der Sitzung, die Namen der Anwesenden und die gefassten Beschlüsse enthalten muss. Das Protokoll ist von dem Sitzungsleiter und dem Protokollführer zu unterzeichnen und allen Mitgliedern des Aufsichtsrates binnen vier Wochen nach der Sitzung in Abschrift zuzusenden. Über die Genehmigung des Protokolls ist in der folgenden Sitzung zu beschließen. § 12 - Aufgaben und Zuständigkeiten des Aufsichtsrates (1) Der Aufsichtsrat berät den Vorstand bei seiner Arbeit. Er wirkt daraufhin, dass Beschlüsse der Mitgliederversammlung umgesetzt werden und überwacht die Ge-schäftsführung des Vorstands. Er greift jedoch nicht in die unmittelbare Führung der laufenden Geschäfte ein.(2) Dem Aufsichtsrat obliegen die ihm durch diese Satzung zugewiesenen Aufgaben. Insbesondere ist er zuständig für:a) Berufung und Abberufung der Vorstandsmitglieder sowie Abschluss, Änderung und Kündigung ihrer auf die Vorstandstätigkeit bezogenen Dienstverträgeb) Erlass und Änderung einer Geschäftsordnung/Dienstanweisung für den Vorstand und Beschlussfassung zu den nach der Geschäftsordnung/Dienstanweisung zu-stimmungsbedürftigen Geschäftenc) Geltendmachung von Ersatzansprüchen, die dem Verein gegen Vorstandsmitglieder zustehend) Feststellung des geprüften Jahresabschlusses und Beschlussfassung über die Verwendung des Jahresergebnisses. e) Wahl und Beauftragung des Abschlussprüfers, wobei der Aufsichtsrat besondere Prüfungsschwerpunkte vereinbaren kannf) Beratung und Beschlussfassung über einzelne Angelegenheiten, die von grund-sätzlicher Bedeutung für den Verein sindg) Entlastung des Vorstandes(3) Beim Abschluss von Vorstandsverträgen nach Absatz 2 lit. a), bei der Durchsetzung der Ansprüche nach Absatz 2 lit. c) und bei der Beauftragung nach Absatz 2 lit. e) vertritt der Vorsitzende des Aufsichtsrates - im Verhinderungsfall ein Stellvertreter - den Verein. (4) Unter Beachtung seiner Gesamtverantwortung kann der Aufsichtsrat aus seiner Mitte für bestimmte Aufgaben/Zuständigkeiten beratende Ausschüsse bilden.(5) Der Aufsichtsrat gibt sich eine Geschäftsordnung, in welcher er seine Arbeitsweise näher regelt. § 13 - Vorstand (1) Der Vorstand besteht aus einem Mitglied oder mehreren Mitgliedern, die vom Auf-sichtsrat berufen und abberufen werden.(2) Die Abberufung ist - unbeschadet etwaiger Ansprüche des Vorstandsmitgliedes aus einem Dienstvertrag - jederzeit möglich.(3) Die Mitglieder des Vorstandes sind in der Regel hauptamtlich für den Verein tätig. Sie erhalten für ihre Tätigkeit im Rahmen eines Dienstvertrages ein Entgelt, dessen Höhe vom Aufsichtsrat festgesetzt wird. § 14 - Vertretung und Geschäftsführung (1) Der Vorstand vertritt den Verein gerichtlich und außergerichtlich im Sinne von § 26 BGB. Jedes Vorstandsmitglied ist alleinvertretungsberechtigt.(2) Jedes Vorstandsmitglied kann durch Beschluss des Aufsichtsrates von den Beschränkungen des § 181 BGB für Rechtsgeschäfte mit anderen steuerbegünstigten Körperschaften befreit werden. Außerdem kann jedes Vorstandsmitglied durch Be-schluss des Aufsichtsrates für ein konkretes Rechtsgeschäft von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit werden.(3) Der Vorstand führt die Geschäfte des Vereins unter Beachtung der Gesetze, der Satzung, der Beschlüsse der Mitgliederversammlung und des Aufsichtsrates sowie unter Beachtung kaufmännischer Grundsätze und Sorgfalt in eigener Verantwortung.(4) Sind mehrere Vorstandsmitglieder bestellt, so werden die genauen Aufgaben des Vorstands sowie die Aufgabenverteilung im Rahmen einer Geschäftsordnung für den Vorstand geregelt. § 15 - Auflösung des Vereins (1) Ein Beschluss über die Auflösung des Vereins kann nur in einer zu diesem Zweck einberufenen Mitgliederversammlung gefasst werden. Der Auflösungsbeschluss der Mitgliederversammlung bedarf einer Mehrheit von drei Vierteln der abgegebenen gültigen Stimmen.(2) Im Falle der Auflösung oder Aufhebung des Vereins oder bei Wegfall seiner steuer-begünstigten Zwecke fällt das nach Abwicklung der Verbindlichkeiten verbliebene Vereinsvermögen an das Diakonische Werk Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz e. V., das es ausschließlich und unmittelbar für gemeinnützige, mildtätige oder kirchliche Zwecke zu verwenden hat. § 16 - Übergangsregelung (1) Die vorliegende Satzung mit den darin enthaltenen Änderungen der Satzung in der Fassung vom 24. Februar 1999 wurde in der Mitgliederversammlung des Vereins am 27. März 2010 beschlossen. Sie tritt mit der Eintragung der Satzungsänderungen in das Vereinsregister in Kraft.(2) Bis zum Inkrafttreten der neuen Satzung werden die Geschäfte des Vereins in seiner bisherigen Organisations- und Führungsverfassung erledigt.(3) Die Mitgliederversammlung wählt bereits vor dem Inkrafttreten der neuen Satzung die Mitglieder des ersten Aufsichtsrates. In der Einladung zu dieser Mitgliederversammlung ist gesondert auf den Wahlvorgang hinzuweisen und es ist zu verdeutlichen, dass es sich um einen Vorratsbeschluss handelt. Der erste Aufsichtsrat ist verpflichtet, unmittelbar nach dem Inkrafttreten der neuen Satzung eine erste Sitzung abzuhalten, in welcher die Bestellung des Vorstandes gemäß § 13 Abs. 1 der neuen Satzung vorgenommen wird.
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Biografie & Chronik
Der Verein selbst ist Träger der Integrationskindertagesstätte »Hilde Coppi«, der Schuldner- und Insolvenzberatung und koordiniert das bürgerschaftliche Engagement. Dazu gehören der ehrenamtliche Hospizdienst und ehrenamtliche Tätigkeiten in anderen Bereichen. Grundlage unseres diakonischen Handelns in Praxis und Politik ist das christliche Menschenbild. Jeder Mensch hat als Gottes Ebenbild eine Würde, die in allen Lebensbezügen unbedingt geachtet werden muss. Menschen, die in unterschiedlicher Weise der Hilfe bedürftig sind, erhalten in den verschiedenen sozialen Dienstleistungsbereichen der Wichern Diakonie professionelle Hilfe und qualifizierte Begleitung. Zum Selbstverständnis des Vereins gehört die Wertschätzung und Akzeptanz jedes Hilfesuchenden, unabhängig vom Grad seiner Behinderung, seiner Pflegebedürftigkeit, dem Ausmaß seiner Probleme und seines persönlichen Glaubens oder seiner Weltanschauung. Der Verein und seine Gesellschaften sind Mitglied im Diakonischen Werk Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz e.V.
Erinnerungen aus Chroniken, Akten und Zeitungen
Am 15. Februar 1903 wurde das Fürsorgeheim der Frauenhilfe zu Frankfurt a.O. gegründet. Voraussetzung war das Inkrafttreten des Fürsorgeerziehungsgesetzes vom Jahre 1900 auf Veranlassung der Provinzialbehörde. Pastor Blochwitz (1869 – 1948) war der Gründungsvater und sein Motto »Niemand und Nichts aufgeben« gehört noch heute zur Philosophie des Vereins und seiner gemeinnützigen Gesellschaften. Schulentlassene Mädchen, die im Zuge der Industrialisierung der Städte (Berlin) an den Rand der Gesellschaft gerieten, keinen sozialen Halt mehr fanden oder in ihren Familien mißbraucht wurden, fanden hier in strenger Ordnung ein Zuhause und wurden zur Wäscherin, Weißnäherin, Plätterin oder Köchin ausgebildet. Auf dem Landgut kam die Viehhaltung und die Arbeit in der Landwirtschaft dazu. Die Frauen gingen dann nach ca. 2 Jahren in »Stellung«. Der 2. Weltkrieg zerstörte nicht nur einen Teil der Häuser, er brachte auch neue Arbeit für den Verein. Kinder, die von ihren Eltern getrennt oder schon Kriegswaisen waren, wurden nun von den Schwestern betreut. Schulpflichtige Kinder gingen dann noch eine kurze Zeit von der Einrichtung aus in die staatlichen Schulen. Doch bald kamen sie in staatliche Heime oder wurden an Familien vermittelt, bzw. fanden ihre Eltern wieder. Zurück blieben Kinder, die, nach damalig herrschender Auffassung, intellektuell nicht in der Lage waren, eine Schule zu besuchen. So begann die Arbeit mit Menschen mit einer geistigen Behinderung. 1989 begann für den Verein eine Zeit vielfältigen Umbruchs in baulicher, struktureller und inhaltlicher Hinsicht. Heute trägt der Verein und seine drei Tochtergesellschaften nach wie vor Verantwortung für Menschen mit einer geistigen oder mehrfachen Behinderung. Andere Arbeitsfelder sind hinzugekommen: Kinderbetreuung, Schuldnerberatung, Hauskrankenpflege und die Hospizarbeit. In der Abteilung Psychosoziale Hilfen leisten die Mitarbeitenden Begleitung und Unterstützung in der Suchthilfe und in der Gemeindepsychiatrie. Die anerkannte Werkstatt für Menschen mit Behinderung bietet unterschiedlichste Arbeitsplätze.
1903, 15. Februar Pastor Alfred Blochwitz gründet das Fürsorgeheim des Vereins Frauenhilfe zu Frankfurt a. O., 30 Plätze — (aus: Chronik) 1909 Einweihung der Lehrküche um 1909 »Unsere Zöglinge dürfen nur kleine Ausgaben selbständig von ihrem Lohn bestreiten, für Ausgaben über 3,- Mark müssen sie die Erlaubnis der Anstalt einholen ... Zum Tanzen dürfen die Mädels niemals allein gehen; wenn die Herr- schaft ein Vergnügen mitmacht und das Mädchen dorthin mitnimmt, so darf dasselbe unter dieser Aufsicht wohl tanzen, aber streng verboten ist es, die Mädchen allein oder mit ihresgleichen auf den Tanzboden gehen zu lassen ...« — (aus: Vorschriften der Anstaltsleitung für die im Dienst stehenden Zöglinge) 1909 »Die körperliche Züchtigung, welche mittels eines Rohrstockes in Gegenwart des Anstaltsleiters oder seines Vertreters durch eine weibliche Person zu vollstrecken ist, besteht regelmäßig in höchstens 10 Hieben. In besonders schweren Straffällen kann bis zu 15 Hieben geschritten werden.« — (aus: »Über die zur Aufrechterhaltung der Ordnung und zur Erzwingung des Gehorsams gegen schulentwachsene weibliche Zöglinge ...«, 23. April 1909, der Landesdirektor der Provinz Brandenburg) 1911 Landgut Gronenfelde wird erworbe 1913 »Einen Höhepunkt im Anstaltsleben konnte gestern das in der Luisenstraße gelegene Fürsorgeheim des Vereins Frauenhilfe festlich begehen. Die neu gebaute, 300 Menschen fassende Anstaltskirche, de- ren malerischen Anblick man von dem Grünen Weg und der Bergstraße hat, konnte eingeweiht werden.« — (aus: Frankfurt Oder-Zeitung, 12. Juni 1913) 1914 »Die einfache Außenfassade läßt auch nicht im geringsten ahnen, welche unermeßliche Arbeit hinter den Mauern geleistet wird. Die Lage des Heims ist geradezu eine ideale. Der praktische, weitschau- ende Blick des Stifters der Anstalt hat dafür gesorgt, daß sie nie durch Neubauten eingeengt werden kann, daß ihr Luft und Licht für immer gesichert sind. Wenn man durch den freundlichen Eingang auf den Hof tritt, wird jeder, der etwas Sinn für Naturschönheit hat, von dem wundervollen Ausblick gefangen genommen. Die Gebäude liegen hart am Höhenrand und das Auge kann ungehindert durch das Tal am Klin- gegraben zur Oderniederung streifen. Wie wundervoll liegst du, liebes Frankfurt, an der Oder eingebettet und welch reizvolles Bild bieten deine Abhänge mit den schmucken Gebäuden und den Tausenden von Bäumen!« — (aus: Frankfurt Oder-Zeitung, 5. Mai 1914) 1914 Platz für 150 Mädchen 14 - 21 Jahre, 7 Abteilungen oder Fami - lien, eingeteilt nach körperlicher und moralischer Verfassung, »31 Er- ziehungsschwestern«, eine Diakonisse-Hausmutter, einen Hausvater – für die landwirtschaftliche Abteilung.« — (aus: Das Fürsorgeheim des Vereins Frauenhilfe zu Frankfurt (Oder), 1914) 1928 »Fünfundzwanzig Jahre besteht jetzt dieses gesegnete und weitbekannte Werk, das schon über 2.500 jungen gefährdeten Mädchen neue Lebensziele verschafft hat. Die Anstalt ist in Fachkreisen der Kirche, Wohlfahrtspflege und Justiz besonders dadurch bekannt, daß ihr Leiter Pfarrer Blochwitz, es in seltener Weise verstanden hat, die alten Grundsätze treuer Jesusliebe mit in jeder Beziehung modernen Methoden der Anstaltsleitung zu vereinen.« — (aus: Oder-Zeitung, 27. September 1928) 1928 »Da unser Sekretär erkrankt ist und die eine der beiden Büro- schwestern auf Urlaub sich befindet, sehe ich mich außerstande, die zeitraubende, und erfahrungsgemäß unnütze Arbeit der Ausfüllung des umfangreichen Fragebogens auszuführen. Durch Fragebögen und deren Ausfüllung und nachträgliche Bearbeitung meist seitens sol- cher Personen, die wenig Verständnis für unsere Arbeit haben, wird die praktische Fürsorgeerziehung nicht gefördert.« — (aus: Brief von Pastor Blochwitz an den Landesdirektor der Provinz Brandenburg, 20. Juli 1928) 1931 »Der Pflegegeldsatz für die in den Provinzial-Erziehungs- anstalten untergebrachten Minderjährigen wird mit Wirkung vom 1. April 1931 ab einheitlich auf täglich 3,81 RM je Zögling fest- gesetzt.« — (aus: Der Landesdirektor der Provinz Brandenburg, 28. April 1931) 1936 »Betrifft: Unfruchtbarmachung durch Strahlenbehandlung ... 5. Verordnung zur Ausführung des Gesetzes zur Verhütung erbkranken Nachwuchses vom 25. Februar 1936 ... 1) Für die Unfruchtbarmachung durch Strahlenbehandlung kommen Frauen über 38 Jahre ohne besondere Einschränkung in Betracht.« — (aus: Der Reichs- und Preußische Minister des Innern, 15. April 1936 (IV A 2261 II/1079) 1945 »Nun im Fürsorgeheim angekommen, fand die Schwester zwar keine Trümmer vor, aber es war noch mit sowjetischen Soldaten besetzt. Das Fürsorgeheim war ja schon seit Mitte Januar 1945 Kaserne. Zuerst für die deutschen Soldaten und als die Sowjetmacht mit ihren Soldaten Frankfurt (Oder) besetzte, zogen diese dort ein. Nur das Pfarrhaus war leer, aber vollkommen ausgeraubt oder was noch an Möbeln und derglei- chen da war, zertrümmert. Im ersten Dachstuhl hatte ein Artilleriegeschoß bis in die untere Etage gehend ein großes Loch gerissen, so daß man in den freien Himmel blicken konnte. Auch hatten Leute einige Bretter über das große Loch gelegt, um für sich Möbel aus dem Haus zu bergen und sich anzueignen. Die großen Möbel waren stehen geblieben, aber auch beschädigt. Außerdem war das Vorderhaus gerade von den So- wjets geräumt worden, aber auch vollkommen ausgeräumt bis auf ganz wenige Möbelstücke, auch woandershin verschleppt, die man später wiederfand. Jedenfalls war ganz schön geplündert worden, Fensterflügel herausgenommen oder Scheiben zertrümmert und was dergleichen noch mehr Untaten begangen war.« — (aus: Erinnerungen von Schwester Irene Herthum, 1983) Mai 1947 Umbenennung in »Wichernheim«, Johann Hinrich Wichern (1808 – 1881) – Initiator der »Inneren Mission« 1957 »Jedes Kind wird im Heim individuell behandelt. ›Sehen Sie, dieser Junge wurde uns wegen seiner Bockigkeit gebracht. Jetzt be- treut er in rührender Weise ein Kätzchen und ist völlig umgewandelt.‹« — (aus: Potsdamer Kirche, 24. September 1957) 1953 Pastor Maier schreibt an LAFIM: »Dach des Wichernheimes so kaputt, dass neu renovierte Wände im Haus zerstört wurden, Ko- stenvoranschlag: 28.359,- DM« 1954 104 Plätze belegt, Kapazität 120, 10 Kinder sollen von der Stadt rausgenommen werden in ein städtisches Kinderheim. September 1954 33 Alte, 23 Jugendliche, 80 Kinder, 2,70 Mark, Zuschuß für die Alten (nicht kostendeckend) Ende 1953/54 Landgut/Viehbestand: 3 Kühe, 1 Jungsau, 9 Ferkel, 9 Kühe, 7 Jungvieh, 4 Sauen, 4 Mastschweine, 22 Ferkel, 50 Hühner 1955/56 »sehr strenger Winter, zu Ostern dem Personal nur 50,- DM Gehalt ausgezahlt.« — (aus: Akte 1953 – 1961 beim LAFIM-Landes- ausschuß für Innere Mission) 1986 »Wieder waren am vergangenen Sonnabend, diesmal bei schönstem Sommerwetter, viele Leute zum Landgut Gronenfelde ge- wandert oder gefahren, mehr des Erlebnisses als der Dinge wegen, die da aus dem vielfältigen Programm der arbeitstherapeutischen Tätigkeit im Wichernheim angeboten wurden. Das ist ja kein Markt im ursprünglichen Sinne des Wortes, mehr ein Fest fröhlicher Be- gegnung, und im Vordergrund der Angebote stehen das Miteinander der geistig behinderten Heimbewohner und Mitarbeiter des Wich- ernheimes und Gästen sowie die Information über die Arbeit ...« — (Märkische Union, 21/22. Juni 1986 »4. Gronenfelder Topfmarkt«) 1989 it der feierlichen Übergabe wurde am 8. Oktober im Landgut Gronenfelde, einer Außenstelle des Frankfurter Wichernheimes, ein Projekt fertig und in Dienst gestellt, das bereits einige Jahre von sich reden machte: Die »Grüne Scheune« ... »Wir haben hier erstens Sonderwohnformen für einen bestimmten Kreis von Menschen mit Behinderungen geschaffen, zweitens wird hier eine Keramikwerkstatt Bewohnern unseres Wichernheimes ebenso wie Behinderten, die in der Stadt in ihren Elternhäusern leben, 15 geschützte Arbeitsplätze bieten, und drittens wird in einem Wintergarten, der allein etwa ein Drittel des Gebäudes umfaßt, Sonnenenergie passiv genutzt werden können.« — (Neuer Tag, 1989) 1990 2. Juli, Umbenennung in: Wichernheim Frankfurt an der Oder e. V 1991 Gründung der Gronenfelder Werkstätten gGmb 1996 Einweihung und Eröffnung der neuen Werkstätten auf dem Gelände des Landgutes – Gronenfelder Werkstätten gGmb 1997 verheerender Brand in der Luisenstraße, größte Katastrophe in der Geschichte des Vereins, acht Frauen fanden den Tod, mehrere Ge- bäude wurden vernichtet, an anderen entstand hoher Sachschaden 2000 Neubau Luisenstraße, Einweihung des »Alfred-Blochwitz- Haus« durch die Sozialministerin Dr. Regine Hildebrand Einweihung der Arche, Wohnstätte für chronisch mehrfachgeschädigte Abhängigkeitskranke 2000 Gründung der Wichern-Wohnstätten und soziale Dienste gGmbH, Gründung der Wichern-Pflegedienste gGmbH; Übernahme der Trägerschaft Diakoniestation, Schuldnerberatungsstelle, Aus- siedlerberatung 2001 Einweihung des Hospiz »Regine-Hildebrandt-Haus« durch die Namensgeberin 2003 Einweihung des Um- und Anbaus der Wohnstätte »Gutshaus« auf dem Landgut Gronenfeld 2003 Übernahme der Trägerschaft der integrativen Kindertages- stätte »Hilde Coppi«; Eröffnung der Beratungsstelle »Peitzer Acht« für Menschen mit einer geistigen Behinderung 100 jähriges Bestehen des Vereins Wichernheim Frankfurt an der Oder e.V. 2004 Erwerb der Stadtvilla in der Humboldtstraße 11 in Frankfurt (Oder) für Arbeit im stationär betreuten Wohnen 2005 Beginn der Sanierung und Umbau des Altbaus in der Luisenstraße 21 – 24. Nutzung: Dienstleistungsbereich des Vereins wie Geschäftsführungen, Verwaltung, Finanzbuchhaltun 2006 Die Gronenfelder Werkstätten werden Träger des Wildparks in Frankfurt (Oder) - Rosengarten, der Arbeitsbereich beginnt mit 9 Arbeits- plätzen für Menschen mit einer Behinderung 1. Markt »Advent bei Wichern« am 1. Advent auf dem Landgut Gro- nenfelde 2007 Der Verein beginnt als Träger mit der Arbeit des ehrenamtlichen Hospizdienstes 25. Topfmarkt auf dem Landgut Gronenfelde Eröffnung des Café »Luise« in der Luisenstraße in Frankfurt (Oder), Arbeitsbereich für Menschen mit Behinderungen der Gronenfelder Werkstätten Eröffnung des Dienstleistungs, Beratungs- und Begegnungszentrum (DBBZ) im ehemaligen Altbau in der Luisenstraße Koordinatorenstelle für ehrenamtlich Mitarbeitende eingerichtet 2. Markt »Advent bei Wichern« am 1. Advent in der Luisenstraße Das ausgebaute Dachgeschoss des Integrationskindergartens »Hilde Coppi« wird eingeweiht – mit 85 Kindern ist die Kita voll belegt 2008 1. Januar, die gemeinsame Tochtergesellschaft »aufwind« gGmbH des Wichern Diakonie Frankfurt (Oder) und der »Samariteranstalten Fürstenwalde« wird gegründet. Sie übernimmt die Aufgaben der ambulanten Begleitung, Beratung und Assistenz für Menschen mit geistiger Behinderung im Land Brandenburg. 15. Februar, 105jähriges Bestehen des Wichernheim Frankfurt an der Oder e.V. 26. Topfmarkt auf dem Landgut Gronenfelde 10 Jahre Ladenwerkstatt der Gronenfelder Werkstätten 3. Markt »Advent bei Wichern« 1. Ausgabe »Wichern-Info« 2009 27. Topfmarkt auf dem Landgut Gronenfelde Das Bistro »Kobel« im Wildpark wird eröffnet. Arbeitsbereich der Gronenfelder Werkstätten für Menschen mit Behinderungen. Im Gebäude befinden sich auch die neuen Sozialräume für Beschäftigte. »Der Laden« der Gronenfelder Werkstätten zieht in das Zentrum von Frankfurt (Oder), in die Straße Halbe Stadt 5. 4. Markt »Advent bei Wichern« 2010 1. Januar, die Wichern-Wohnstätten und Soziale Dienste gGmbH bildet die Abteilung psychosoziale Hilfen. Darunter gehören die Bereiche Suchthilfe und die Gemeindepsychiatrie, ein neues Dienstleistungsangebot, das Menschen mit chronischen oder vorübergehenden psychischen Erkrankungen begleitet. 27. März, die Mitgliederversammlung beschließt die Namensänderung des Vereins in »Wichern Diakonie Frankfurt (Oder)« e.V. Die Wohnstätte »Turmhaus« zieht in die Humboldtstraße 16, »Kießling-Eck«. »Servicewohnen für Senioren« ist ein neues Angebot des Vereins. Satzungsänderung, Auflösung des Vorstandes, Gründung eines Aufsichtsrates und Berufung eines hauptamtlichen Vorstandes. n der Wichern Diakonie arbeiten 420 Mitarbeitende, 150 Bewohner leben in den Wohnstätten der Behindertenhilfe, 115 Klienten werden von der »aufwind« gGmbH betreut, 70 Klienten von der Gemeindepsychiatrie, 421 Beschäftigte mit Behinderungen arbeiten in der Gronenfelder Werkstätten gGmbH, die Diakoniestation betreut 150 Patienten, im Hospiz sind 13 Menschen zu Gast, die Schuldnerberatung begleitet 962 Schuldner, 16 Menschen stationär und 8 ambulant betreut die Suchthilfe und 85 Kinder besuchen die Kita »Hilde Coppi« – fast 2000 Menschen werden durch die Mitarbeitenden der Dienstleistungsbereiche der Wichern Diakonie begleitet. 85 ehrenamtliche Mitarbeiter unterstützen die soziale Arbeit
Johann Hinrich Wichern wurde am 21.04.1808 in Hamburg geboren. 1832 besteht er sein theologisches Examen und wird im gleichen Jahr Mitglied im »Männlichen Besuchsverein«, der eine ganzheitliche Stadtmissionsarbeit entwickeln will. Die sozialen Nöte explodieren zu dieser Zeit in der großen Hafenstadt. Zahlenmäßig gehört inzwischen die Hälfte der Gemeinde zum hungernden Proletariat. Besonders die Kinder sind vor Verarmung, Verwahrlosung und Tod bedroht. Das missionarisch-diakonische Handeln wird für Wichern zum Mittelpunkt seines Lebens. Am 25. Februar 1833 hält er vor über tausend Hörern eine mitreißende Rede. Er ruft auf zur Gründung einer »Anstalt zur Rettung für verwahrloste Kinder« und bittet um Geld und Hilfsgüter. Im September stellt Wichern sein Konzept und das Modell im überfüllten Auktionssaal der Börsenhalle vor und findet in herausragenden Persönlichkeiten aus dem Hamburger Bürgertum große Unterstützung. Bereits im Oktober 1833 beginnt er mit der Arbeit am »Rauhen Haus« in Hamburg und betreut im Frühjahr 1834 schon 14 Jungen aus bedrückenden Verhältnissen. Das »Rauhe Haus« ist die Urzelle des bekannten Rettungshauses, das weit über Deutschland bekannt ist und dessen Vorsteher Johann Hinrich Wichern bis zum Ende seines Lebens war. 1850 stehen bereits dreizehn Häuser auf dem Gelände.
"Nur der kann sich der Not in ihrer ganzen Breite entgegenstellen, der den Mut hat zur ersten kleinen Tat."
"Der Pietist mit der fröhlichen, weltoffenen Seele."
Johann Hinrich Wichern reist als Redner und Publizist durch Deutschland und stellt das Modell des Rettungshauses vor. Die sozialen Missstände nehmen zu. Kinderarbeit, 14-Stundentag, Prostitution, Verwahrlosung gehören in der Zeit der ersten industriellen Revolution zu den sich ebenfalls entwickelnden sozialen Brüchen. Auf dem historischen Kirchentag 1848 in Wittenberg hält Wichern eine bis heute überlieferte flammende Rede für die Integration der diakonischen Inneren Mission in die offizielle Kirche.Danach wird der »Ausschuß für die Innere Mission gegründet« und es entstehen die ersten Vereine für Innere Mission in Deutschland. Der König von Preußen, Friedrich Wilhelm IV., ruft den Theologen und Vorsteher des Rauhen Hauses 1857 nach Berlin ins Innenministerium und Konsistorium und überträgt ihm die Aufgabe, das Gefängniswesen zu reformieren. 1858 betreibt Wichern das Entstehen des Johannisstifts in Berlin, ein Bruderhaus, dessen Aufgabe die Jugenderziehung und die Arbeit mit den Familien von Strafgefangenen und den Entlassenen dient. Getreu seinem Leben als Menschenfischer hält Johann Hinrich Wichern 1871 in Berlin seine letzte große Rede »Die Mitarbeit der evangelischen Kirche an den sozialen Fragen der Gegenwart«. Ab 1872 übernimmt er wieder die direkte Leitung des Rettungshauses in Hamburg. Sein Lebensabend ist am 7. April 1881.»Der Pietist mit der fröhlichen, weltoffenen Seele.« So nannte der Sozial- politiker Friedrich Naumann (1860 - 1919) den Bahnbrecher der Inneren Mission. Doch es war nicht so sehr seine schwärmerische Frömmigkeit und auch nicht die Leichtigkeit, sondern sein tiefer Glaube und das Erkennen einer Aufgabe, einer Vision, der er Zeit seines Lebens all sein Wissen und seine Kraft gewidmet hat. Er hat die offizielle Kirche geöffnet für ihre Aufgabe, das soziale Elend nicht nur zu sehen, sondern auch zu Handeln – ein ihr immanentes diakonisches Ziel.
* aus: Johann Hinrich Wichern, Hans Steinhacker, hännsler-Taschenbuch 1998** ebendaQuelle ebenda
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