Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=NZM%202019,%20350
Timestamp: 2019-12-08 15:12:44+00:00

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BGH, 22.02.2019 - V ZR 136/18 - dejure.org
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BGH, 22.02.2019 - V ZR 136/18 (https://dejure.org/2019,7586)
BGH, Entscheidung vom 22.02.2019 - V ZR 136/18 (https://dejure.org/2019,7586)
BGH, Entscheidung vom 22. Februar 2019 - V ZR 136/18 (https://dejure.org/2019,7586)
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§ 1004 Abs. 1 BGB, §§ ... 195, 199 BGB, § 26 Abs. 3 des Nachbarrechtsgesetzes Baden-Württemberg (NRG BW), § 23 NRG BW, § 62 Abs. 1 Alt. 2 ZPO, § 747 Satz 2, § 1008 BGB, § 923 BGB, § 1004 BGB, § 1004 Abs. 2 BGB, § 910 Abs. 2 BGB, § 902 Abs. 1 Satz 1 BGB, § 903 BGB, § 910 BGB, § 199 BGB, § 195 BGB, Art. 229 § 6 Abs. 4 EGBGB, § 199 Abs. 1 BGB, § 26 Abs. 3 NRG BW, § 26 Abs. 1 NRG BW, §§ 11 bis 18 NRG BW, §§ 8 bis 10 NRG BW, §§ 194 ff. BGB, Art. 124 EGBGB, § 1004 Abs. 1 Satz 1 BGB, Art. 1 Abs. 2 EGBGB, Art. 74 Abs. 1 Nr. 1 GG, § 12 Abs. 2, 3 NRG BW, § 16 Abs. 3 NRG BW, § 23 Abs. 1, 2 NRG BW, § 35 NRG BW, § 25 NRG BW, § 34 NRG BW, Art. 122, Art. 111, Art. 183 EGBGB, Art. 122 EGBGB, § 97 Abs. 1 ZPO
EGBGB Art. 124; BGB §§ 195, 199, 1004; NRG BW § 26 Abs. 3
Keine Unverjährbarkeit des Anspruchs auf Zurückschneiden von Ästen gemäß nachbarrechtlicher Vorschriften
Verjährung des Anspruchs des Grundstückseigentümers auf Zurückschneiden herüberragender Äste
Zurückschneiden herüberhängender Äste verjährt in drei Jahren!
Überhängende Äste vom Nachbargrundstück und die Verjährung
Rückschnitt verjährt doch
Anspruch auf Zurückschneiden herüberragender Äste
Der Anspruch auf Rückschnitt überhängender Äste verjährt nach drei Jahren
Nachbargesetz von Baden-Württemberg schließt Verjährung des Anspruchs des Grundstückseigentümers auf Zurückschneiden von Ästen nicht aus - Regelmäßige Verjährungsfrist von drei Jahren gilt
Verjährungsfrist für Unterlassungsanspruch bei herüberragenden Ästen beträgt drei Jahre
AG Ravensburg, 18.10.2017 - 10 C 254/17
LG Ravensburg, 26.04.2018 - 1 S 178/17
NJW-RR 2019, 590
MDR 2019, 608
NZM 2019, 350
Richtig ist zwar, dass der Landesgesetzgeber nicht dem Nachbarn Rechte nehmen kann, die sich aus § 1004 Abs. 1 BGB ergeben (Senat, Urteil vom 22. Februar 2019 - V ZR 136/18, NZM 2019, 350 Rn. 22).
Das Selbsthilferecht ist, wie auch der Beseitigungsanspruch, nach dem Wortlaut des § 910 Abs. 2 BGB nur ausgeschlossen, wenn die Zweige die Benutzung des Grundstücks nicht beeinträchtigen (zur Anwendbarkeit von § 910 Abs. 2 BGB auf den Beseitigungsanspruch vgl. Senat, Urteil vom 14. November 2003 - V ZR 102/03, BGHZ 157, 33, 39; Urteil vom 28. November 2003 - V ZR 99/03, NJW 2004, 603, 604 zu hinübergewachsene Baumwurzeln; Urteil vom 26. November 2004 - V ZR 83/04, NZM 2005, 318; Urteil vom 22. Februar 2019 - V ZR 136/18, NJW-RR 2019, 590 Rn. 10).
Sie kann nicht als gänzlich unerheblich angesehen werden, so dass es keiner Entscheidung bedarf, ob - was der Senat bislang offen gelassen hat - in einem solchen Fall eine Duldungspflicht bestünde (vgl. Senat, Urteil vom 14. November 2003 - V ZR 102/03, BGHZ 157, 33, 39 mwN; Urteil vom 22. Februar 2019 - V ZR 136/18, NJW-RR 2019, 590, Rn. 10).
Der Anspruch des Grundstückseigentümers auf Zurückschneiden herüberragender Äste aus § 1004 Abs. 1 BGB unterliegt im Gegensatz zu dem Selbsthilferecht allerdings der regelmäßigen Verjährungsfrist nach §§ 195, 199 BGB (Senat, Urteil vom 8. Juni 1979 - V ZR 46/78, WM 1979, 1219; Urteil vom 22. Februar 2019 - V ZR 136/18, NZM 2019, 350 Rn. 13 mwN).
Wachsen Äste über eine Grundstücksgrenze hinaus, handelt es sich weder um eine einheitliche Dauerhandlung, die den rechtswidrigen Zustand fortlaufend aufrechterhält und die die Verjährungsfrist deshalb gar nicht in Gang setzt, noch um eine wiederholte Störung, die jeweils neue Ansprüche begründet (vgl. Senat, Urteil vom 22. Februar 2019 - V ZR 136/18, aaO Rn. 15).
Der Anspruch auf Beseitigung der Störung entsteht in dem Zeitpunkt, in dem die Eigentumsbeeinträchtigung (§ 910 Abs. 2 BGB) infolge des Wachstums der Äste einsetzt (vgl. Senat, Urteil vom 8. Juni 1979 - V ZR 46/78, WM 1979, 1219; Urteil vom 12. Dezember 2003 - V ZR 98/03, NJW 2004, 1035, 1036; Urteil vom 22. Februar 2019 - V ZR 136/18 aaO Rn. 15).
Das folgt aus § 910 Abs. 2 BGB, der auch für den Beseitigungsanspruch nach § 1004 Abs. 1 BGB gilt (BGH, Urteil vom 22.02.2019, Az.: V ZR 136/18, u.a. in: NJW-RR 2019, Seiten 590 ff.; BGH, Urteil vom 26.11.2004, Az.: V ZR 83/04, u.a. in: NZM 2005, Seite 318; BGH, Urteil vom 14.11.2003, Az.: V ZR 102/03, u.a. in: BGHZ 157, Seiten 33 ff.).
Ob ein Nachbar ganz unerhebliche Beeinträchtigungen hinnehmen muss, hat der Bundesgerichtshof bislang offengelassen (BGH, Urteil vom 22.02.2019, Az.: V ZR 136/18, u.a. in: NJW-RR 2019, Seiten 590 ff.; BGH, Urteil vom 14.11.2003, Az.: V ZR 102/03, u.a. in: BGHZ 157, Seiten 33 ff.).
VG Würzburg, 10.04.2019 - W 2 K 17.1104
Bewertungsfehler bei der schriftlichen Prüfung der Zweiten Juristischen …
Schließlich prüft nicht zuletzt auch der Bundesgerichtshof eine passive Prozessführungsbefugnis innerhalb der Zulässigkeit (so z.B. in einer nachbarrechtlichen Konstellation BGH, U. v. 22.2.2019 - V ZR 136/18 -, juris Rn. 5-6).

References: § 1004
 § 26
 § 23
 § 62
 § 747
 § 1008
 § 923
 § 1004
 § 1004
 § 910
 § 902
 § 903
 § 910
 § 199
 § 195
 Art. 229
 § 6
 § 199
 § 26
 § 26
 Art. 124
 § 1004
 Art. 1
 Art. 74
 § 12
 § 16
 § 23
 § 35
 § 25
 § 34
 Art. 122
 Art. 111
 Art. 183
 Art. 122
 § 97
 Art. 124
 § 26
 § 1004
 § 910
 § 910
 § 1004
 § 910
 § 1004