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Timestamp: 2016-10-26 11:27:52+00:00

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8C_782/2010 (09.12.2010)
A.a Der 1965 geborene, als Aussendienstmitarbeiter in der Papierbranche t�tig gewesene Z.________ meldete sich erstmals am 22. Januar 1998 unter Hinweis auf einen Bandscheibenvorfall bei der Invalidenversicherung zum Leistungsbezug an. Die IV-Stelle des Kantons St. Gallen gew�hrte berufliche Massnahmen in Form einer Umschulung zum Informatik-Techniker TS, welche Z.________ Ende 2000 erfolgreich abschloss, womit er rentenausschliessend beruflich eingegliedert war.
A.b Z.________ meldete sich am 26. Januar 2005 erneut zum Leistungsbezug bei der Invalidenversicherung an, da er an den Folgen eines am 12. Januar 2004 erlittenen Schleudertraumas leide. Die IV-Stelle kl�rte die beruflichen und medizinischen Verh�ltnisse ab, holte diverse Arztberichte ein und gab ein polydisziplin�res Gutachten beim medizinischen Begutachtungsinstitut A.________ in Auftrag, welches am 21. Mai 2008 erstellt wurde. Gest�tzt hierauf und auf eine Stellungnahme ihres Regionalen �rztlichen Dienstes (RAD; vom 8. Juli 2008) schloss die IV-Stelle die Arbeitsvermittlung ab, da der Versicherte in der angestammten und in einer leidensadaptierten T�tigkeit vollst�ndig arbeitsf�hig sei (Verf�gung vom 11. Juni 2009). Sie verneinte sodann mit Verf�gung vom 12. Juni 2009 einen Rentenanspruch.
Die gegen die Verf�gungen vom 11. und 12. Juni 2009 erhobenen Beschwerden des Z.________ mit den Antr�gen auf Gew�hrung von Eingliederungsmassnahmen und Zusprechung einer ganzen Invalidenrente sowie erg�nzenden medizinischen Abkl�rungen, wies das Versicherungsgericht des Kantons St. Gallen unter Vereinigung beider Verfahren mit Entscheid vom 10. August 2010 ab.
Mit Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten l�sst Z.________ beantragen, der vorinstanzliche Entscheid sowie die Verf�gungen vom 11. und 12. Juni 2009 seien aufzuheben und die Sache sei zur neuen Abkl�rung und Beurteilung im Sinne der Zusprache von beruflichen Massnahmen sowie einer Invalidenrente an die Verwaltung zur�ckzuweisen. Eventuell habe das Bundesgericht zus�tzliche medizinische Abkl�rungen, insbesondere die Vornahme eines neuropsychologischen Gutachtens, anzuordnen und hernach berufliche Eingliederungsmassnahmen sowie subsidi�r eine Invalidenrente zuzusprechen, und zwar "prim�r eine volle Invalidenrente, hilfsweise eine solche zu zwei Dritteln, subsidi�r eine h�lftige Invalidenrente und h�chstvorsorglicherweise eine Viertelsrente". Ferner wird um unentgeltliche Rechtspflege ersucht.
Streitig ist der Anspruch auf Leistungen der Invalidenversicherung in Form von Rente und beruflichen Massnahmen. Die Vorinstanz hat die zur Beurteilung des Leistungsanspruchs einschl�gigen Rechtsgrundlagen und die dazu ergangene Judikatur zutreffend dargelegt. Darauf wird verwiesen.
3.1 Nach den im Wesentlichen gest�tzt auf das - als beweiskr�ftig und ausschlaggebend erachtete - Gutachten des medizinischen Begutachtungsinstituts A.________ (vom 21. Mai 2008) getroffenen, letztinstanzlich nur im Rahmen von Art. 105 Abs. 2 BGG �berpr�fbaren Tatsachenfeststellungen der Vorinstanz (BGE 132 V 393 E. 3.2 S. 397 f.) ist der Beschwerdef�hrer aufgrund der �rztlichen Diagnosen einer Schmerzverarbeitungsst�rung (ICD-10: F54), eines persistierenden zervikozephalen Symptomenkomplexes (ICD-10: M54.2) bei einem HWS-Distorionstrauma (ICD-10: S13.4) sowie einem Status nach Diskushernien-Operation LWK5/S1 1997 mit aktuell feststellbarer leichten Wurzelirritation S1 bei Rezidivhernie (ICD-10: G54.4) und einem Nikotinabusus (ICD-10: F17.2), sowohl in seiner bisherigen T�tigkeit als Informatik-Techniker als auch f�r s�mtliche k�rperlich leichten bis intermittierend mittelschweren T�tigkeiten vollst�ndig arbeitsf�hig.
3.2.1 Dass das kantonale Gericht im Rahmen freier Beweisw�rdigung (Art. 61 lit. c ATSG) der im Gutachten des medizinischen Begutachtungsinstituts A.________ vom 21. Mai 2008 in Ber�cksichtigung der relevanten Vorakten und der geklagten Beschwerden und aufgrund eines multidisziplin�ren, spezial�rztlichen Konsensus attestierten vollst�ndigen Arbeitsf�higkeit beweism�ssig ausschlaggebendes Gewicht beigemessen hat, ist mit Blick auf die vorinstanzlich vollst�ndige und inhaltlich korrekte Darlegung der medizinischen Aktenlage sowie deren sorgf�ltige und objektive Pr�fung (vgl. BGE 132 V 393 E. 4.1 S. 400) weder offensichtlich unrichtig noch willk�rlich oder sonstwie bundesrechtswidrig.
3.2.2 Soweit der Beschwerdef�hrer letztinstanzlich vorbringt, auf das Gutachten des medizinischen Begutachtungsinstituts A.________ k�nne nicht abgestellt werden, da den Experten der Austrittsbericht der Klinik X.________ vom 25. April 2005 nicht vorgelegen habe, trifft zwar zu, dass dieser im Gutachten nicht aufgelistet wurde. Die Vorinstanz hat jedoch einl�sslich und zutreffend begr�ndet, weshalb der Expertise dennoch Beweiskraft zukommt und deren Schl�ssigkeit dadurch nicht in Frage gestellt ist: Die Experten des medizinischen Begutachtungsinstituts A.________ setzten sich ebenfalls eingehend mit den im Bericht der Klinik X.________ in diagnostischer Hinsicht aufgef�hrten kognitiven Einschr�nkungen, die der Beschwerdef�hrer gest�tzt auf den Bericht der Klinik X.________ geltend macht, auseinander, da neuropsychologische Funktionsst�rungen bereits im Bericht der Klinik Y.________ vom 22. Juni 2004 festgehalten wurden, welcher den Gutachtern zur Verf�gung stand. Relevante neuropsychologische Defizite wurden aber im Rahmen der gutachterlichen Untersuchung ausgeschlossen, wobei Inkonsistenzen bei der Anamneseerhebung (Angabe von persistierenden kognitiven Defiziten) und der neurologischen Untersuchung aufgefallen seien. Das Ausmass der Beschwerden und die subjektiv eingeschr�nkte Leistungsf�higkeit konnte nicht objektiviert werden, sodass aus psychiatrischer Sicht von einer psychischen �berlagerung in Form einer Schmerzverarbeitungsst�rung (ICD-10: F54; ohne Einfluss auf die Arbeitsf�higkeit) ausgegangen wurde.
Unter diesen Umst�nden kann nicht gesagt werden, das Gutachten des medizinischen Begutachtungsinstituts A.________ sei in Unkenntnis wesentlicher medizinischer Vorakten erstellt worden. Dies gilt auch in Bezug auf den beschwerdef�hrerischen Einwand des fehlenden Beizugs der Unfallakten durch die Gutachter, denn der Beschwerdef�hrer legt auch nicht ansatzweise dar, inwiefern die fraglichen Berichte Diagnosen und Befunde enthalten sollen, die geeignet w�ren, zumindest Zweifel an der Beurteilung der Experten des medizinischen Begutachtungsinstituts A.________ zu wecken. Indem die Vorinstanz auf das Gutachten des medizinischen Begutachtungsinstituts A.________ abstellte, hat sie demnach weder den Untersuchungsgrundsatz (Art. 61 lit. c ATSG) noch andere bundesrechtliche Beweisgrunds�tze verletzt. Ebenso wenig wurde die vorinstanzliche Sachverhaltsfeststellung in Verletzung der Regeln �ber die antizipierte Beweisw�rdigung (dazu im Einzelnen: SVR 2001 IV Nr. 10 S. 28, I 362/99 E. 4, mit Hinweisen) getroffen, weshalb sie f�r das Bundesgericht verbindlich ist (Art. 105 Abs. 1 BGG) und namentlich weitere Beweismassnahmen (in Form der beantragten neuropsychologischen Begutachtung) ausser Betracht fallen.
3.2.3 Nach dem Gesagten h�lt die gest�tzt auf das polydisziplin�re Gutachten des medizinischen Begutachtungsinstituts A.________ vom 21. Mai 2008 getroffene Feststellung des kantonalen Gerichts einer vollen Arbeitsf�higkeit in der bisherigen und in s�mtlichen k�rperlich leichten bis intermittierend mittelschweren T�tigkeiten, Stand.
3.3 Bei uneingeschr�nkter Arbeitsf�higkeit in der zuletzt ausge�bten T�tigkeit als Programmierer und in jeder leichten bis mittelschweren Erwerbst�tigkeit liegt keine Invalidit�t vor, womit kein Rentenanspruch besteht. Bei diesem Ergebnis hat das kantonale Gericht zu Recht auch den Anspruch auf berufliche Massnahmen abgewiesen. Hinsichtlich des Anspruchs auf Arbeitsvermittlung ist festzuhalten, dass der Beschwerdef�hrer f�r das Finden der ihm zumutbaren T�tigkeiten nicht auf die spezifischen Fachkenntnisse der Invalidenversicherung angewiesen ist, da entsprechende Stellen auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt in gen�gender Anzahl gegeben sind und ihm die �ffentliche Arbeitsvermittlung offensteht, so dass kein Anspruch auf Arbeitsvermittlung besteht (AHI-Praxis 2003 S. 268 ff.).
Die vom Rechtsvertreter des Versicherten beantragte Sistierung des Verfahrens wurde damit begr�ndet, dass mit den involvierten Versicherungen Vergleichsverhandlungen gef�hrt w�rden.
Gem�ss Art. 6 Abs. 1 BZP in Verbindung mit Art. 71 BGG kann das Gericht das Verfahren aus Gr�nden der Zweckm�ssigkeit aussetzen. Mit Blick darauf, dass die Invalidenversicherung an den angestrebten Vergleichsverhandlungen nicht beteiligt ist (telefonische Best�tigung des Rechtsanwaltes vom 2. Dezember 2010), besteht bei dieser Ausgangslage kein Grund, zur Verfahrenseinstellung.
5.1 Das Verfahren ist kostenpflichtig (Art. 65 BGG). Die Gerichtskosten werden dem unterliegenden Beschwerdef�hrer auferlegt (Art. 65 Abs. 4 lit. a in Verbindung mit Art. 66 Abs. 1 BGG).
5.2 Gem�ss Art. 64 Abs. 1 BGG wird einer Partei die unentgeltliche Rechtspflege nur gew�hrt, wenn sie bed�rftig ist und ihr Rechtsbegehren nicht aussichtslos erscheint (zum Erfordernis der Nichtaussichtslosigkeit auch bei der unentgeltlichen Verbeist�ndung: Urteil 8C_258/2009 vom 24. August 2009 E. 7 mit Hinweisen). Das kantonale Gericht hat die Sachverhalts- und Rechtslage einl�sslich dargelegt und seinen Entscheid eingehend begr�ndet. Die erhobenen R�gen vermochten ihn nicht ernsthaft in Zweifel zu ziehen. Dem Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege kann daher zufolge Aussichtslosigkeit der Beschwerde (BGE 129 I 129 E. 2.3.1 S. 135 f.) nicht entsprochen werden.

References: Art. 105
 BGE 
 Art. 6
 Art. 71
 Art. 66
 Art. 64