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Timestamp: 2019-07-19 17:45:47+00:00

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BFH, 21.10.2010 - IV R 23/08 - dejure.org
https://dejure.org/2010,1758
BFH, 21.10.2010 - IV R 23/08 (https://dejure.org/2010,1758)
BFH, Entscheidung vom 21.10.2010 - IV R 23/08 (https://dejure.org/2010,1758)
BFH, Entscheidung vom 21. Januar 2010 - IV R 23/08 (https://dejure.org/2010,1758)
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Kein Hinzurechnungswahlrecht nach § 5a Abs. 4 Satz 3 EStG 1999 - Gesetzesauslegung
Kein Hinzurechnungswahlrecht nach § 5a Abs. 4 Satz 3 EStG 1999; Gesetzesauslegung
§ 5a Abs 4 S 3 EStG 1999
Kein Hinzurechnungswahlrecht nach § 5a Abs. 4 S. 3 EStG 1999
EStG § 5a Abs. 4 S. 3
Auslegung des Wortes "spätestens" im einführenden Halbsatz des § 5a Abs. 4 S. 3 Einkommensteuergesetz ( EStG ) i.d.F. des Seeschiffahrtsanpassungsgesetzes über ein eigenes Wahlrecht hinsichtlich des Jahres der Hinzurechnung des Unterschiedsbetrags nach S. 1 der Vorschrift
Kein Hinzurechnungswahlrecht nach § 5a Abs. 4 Satz 3 EStG 1999
Kurznachricht zu "Anmerkung zum Urteil des BFH vom 21.10.2010, Az.: IV R 23/08 (Auslegung bei unklarem Gesetzeswortlaut (hier: § 5a EStG a.F.))" von PrHFG Lothar Aweh, original erschienen in: EStB 2011, 106 - 107.
Kurznachricht zu "Anmerkung zum Urteil des BFH v. 21.10.2010 - IV R 23/08 (Auflösung des Unterschiedsbetrags bei Tonnagebesteuerung)" von der Redaktion der StuB, original erschienen in: StuB 2011, 112.
BFHE 231, 544
BStBl II 2011, 277
Gegen seinen Wortlaut ist die Auslegung eines Gesetzes allerdings nur ausnahmsweise möglich, wenn die wortgetreue Auslegung zu einem sinnwidrigen Ergebnis führt, das vom Gesetzgeber nicht beabsichtigt sein kann, oder wenn sonst anerkannte Auslegungsmethoden dies verlangen (z.B. BFH-Urteil vom 21. Oktober 2010 IV R 23/08, BFHE 231, 544, BStBl II 2011, 277, Rz 23, m.w.N.).
Bei der Auslegung einer Norm ist zu berücksichtigen, dass die Wortlautauslegung nur eine von mehreren anerkannten Auslegungsmethoden ist (vgl. BFH-Urteil vom 21. Oktober 2010 IV R 23/08, BFHE 231, 544, BStBl II 2011, 277).
Maßgebend für die Interpretation einer gesetzlichen Vorschrift ist aber nicht nur der reine Wortlaut, sondern entscheidend ist der in ihm zum Ausdruck kommende objektivierte Wille des Gesetzgebers (vgl. BFH-Urteil vom 21. Oktober 2010 IV R 23/08, BFHE 231, 544, BStBl II 2011, 277).
Zur Erfassung des Inhalts einer Norm darf sich der Richter dieser verschiedenen Auslegungsmethoden gleichzeitig und nebeneinander bedienen (vgl. BFH-Urteil vom 21. Oktober 2010, a.a.O.; Geserich, Beihefter zu DStR Heft 31/2011, 59).
Anderenfalls wäre es für den Gesetzgeber angesichts der Schwierigkeit, textlich Eindeutigkeit herzustellen, nahezu unmöglich, sein Regelungsanliegen gegenüber der Rechtsprechung über einen längeren Zeitraum durchzusetzen (BVerfG…, Urteil vom 19.03.2013 - 2 BvR 2628/10, 2 BvR 2883/10, 2 BvR 2155/11 -, BVerfGE 133, 168 - 241, Rn. 66; BAG…, Urteil vom 30.03.2004 - 1 AZR 7/03 -, BAGE 110, 122-134, Rn. 47; BGH…, Beschluss vom 16.05.2013 - II ZB 7/11 -, Rn. 27, juris; BFH, Urteil vom 21.10.2010 - IV R 23/08 -, BFHE 231, 544, BStBl II 2011, 277, Rn. 23).
Ziel jeder Auslegung ist die Feststellung des Inhalts einer Norm, wie er sich aus dem Wortlaut und dem Sinnzusammenhang ergibt, in den sie hineingestellt ist (vgl. BFH-Urteile vom 9. April 2008 II R 39/06, BFH/NV 2008, 1529, und in BFHE 231, 544, BStBl II 2011, 277, jeweils m.w.N.).

References: § 5
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