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Timestamp: 2019-03-21 04:36:53+00:00

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BGH, 25.11.2004 - I ZR 49/02 - dejure.org
BGH, 25.11.2004 - I ZR 49/02
UrhG §§ 20, 20a, 137h Abs. 2; BGB § 242
Auslegung eines Kooperationsvertrages zweier inländischer Unternehmen bezüglich einer Filmproduktion; Fehlen einer ausdrücklichen, die Inhaberschaft des Rechts an direkten Satellitensendungen betreffenden Regelung; Maßgeblicher Zeitpunkt für die Vertragsauslegung; Verteilung der Darlegungs- und Beweislast für vom Wortlaut des Vertrags abweichende Regelungen; Gesetzliche Regelung der Verwertungsrechte an direkten Satellitensendungen
§§ 2 Abs. 1 Nr. 6, 20a, 137h Abs. 2 UrhG
UrhG § 20 § 20a § 137h Abs. 2; BGB § 242
Berechtigung zur Verwertung eines Films durch Ausstrahlung via Satellit bei Abschluss des Filmproduktionsvertrages im Jahr 1983
Auslegung eines Filmproduktionsvertrages in Bezug auf Satellitensendungen
NJW-RR 2005, 687
GRUR 2005, 320
MMR 2005, 235
ZUM 2005, 315
afp 2005, 174
a) Entgegen der Ansicht des Berufungsgerichts liegen die Voraussetzungen einer - gegenüber einer Vertragsanpassung wegen Störung der Geschäftsgrundlage vorrangigen (vgl. BGH, Urteile vom 25. November 2004 - I ZR 49/02, NJW-RR 2005, 687 unter A I 2 c;… vom 3. Februar 2012 - V ZR 23/11, juris Rn. 14;… vom 17. Mai 2018 - VII ZR 157/17, NJW 2018, 2469 Rn. 36; jeweils mwN) - ergänzenden Vertragsauslegung (§ 157 BGB) vor.
Der Senat kann die gebotene ergänzende Vertragsauslegung, die in erster Linie dem Tatrichter obliegt, selbst vornehmen, weil weitere tatsächliche Feststellungen nicht notwendig sind und es auch keiner Ermittlung von Erfahrungswissen oder Verkehrssitten bedarf (vgl. BGH, Urteile vom 25. November 2004 - I ZR 49/02, aaO; vom 18. Februar 2000 - V ZR 334/98, NJW-RR 2000, 894 unter II 3; jeweils mwN).
Entgegen der Ansicht des Berufungsgerichts könnten die Voraussetzungen einer - gegenüber der vom Berufungsgericht ebenfalls in Erwägung gezogenen und abgelehnten Vertragsanpassung wegen Störung der Geschäftsgrundlage vorrangigen (vgl. BGH, Urteile vom 25. November 2004 - I ZR 49/02, NJW-RR 2005, 687 unter A I 2 c;… vom 3. Februar 2012 - V ZR 23/11, juris Rn. 14;… vom 17. Mai 2018 - VII ZR 157/17, NJW 2018, 2469 Rn. 36; jeweils mwN) - ergänzenden Vertragsauslegung (§ 157 BGB) vorliegen.
Der Senat kann eine ergänzende Vertragsauslegung, die in erster Linie dem Tatrichter obliegt, allerdings nicht selbst vornehmen, weil - anders als in den Verfahren VIII ZR 7/18 und VIII ZR 66/18 (Urteile vom heutigen Tag; jeweils zur Veröffentlichung bestimmt) - weitere für die Ermittlung des hypothetischen Willens der Vertragsparteien erforderliche tatsächliche Feststellungen notwendig sind (vgl. BGH, Urteile vom 25. November 2004 - I ZR 49/02, aaO; vom 18. Februar 2000 - V ZR 334/98, NJW-RR 2000, 894 unter II 3; jeweils mwN).
Der Senat kann die gebotene ergänzende Vertragsauslegung, die in erster Linie dem Tatrichter obliegt, selbst vornehmen, weil weitere tatsächliche Feststellungen nicht notwendig sind und es auch keiner Ermittlung von Erfahrungswissen oder Verkehrssitten bedarf (vgl. BGH, Urteile vom 25. November 2004 - I ZR 49/02, NJW-RR 2005, 687 unter A I 2 c; vom 18. Februar 2000 - V ZR 334/98, NJW-RR 2000, 894 unter II 3; jeweils mwN).
BGH, 06.10.2006 - V ZR 20/06
Erhöhung des Erbbauzinses bei Koppelung an den Grundstückswert
b) Bei der ergänzenden Vertragsauslegung ist darauf abzustellen, was die Parteien bei einer angemessenen Abwägung ihrer Interessen nach Treu und Glauben vereinbart hätten, wenn sie den von ihnen nicht geregelten Fall bedacht hätten (siehe nur BGH, Urt. v. 25. November 2004, I ZR 49/02, NJW-RR 2005, 687, 690 m.w.N.).
BGH, 26.06.2014 - III ZR 299/13
Ergänzende Vertragsauslegung einer telekommunikationsrechtlichen …
Die Ansicht des Berufungsgerichts wird nicht durch das von ihm in Bezug genommene Urteil des I. Zivilsenats des Bundesgerichtshofs vom 25. November 2004 (I ZR 49/02, NJW-RR 2005, 687) gestützt.
BGH, 04.03.2008 - KZR 36/05
Entgegennahme von Lotterien und Wetten im Wege des Postwettgeschäfts
Dieser Regelungsplan ist lückenhaft, weil er die teilweise Substituierung der Briefpost durch Telefax und E-Mail nicht berücksichtigt (vgl. BGH, Urt. v. 25.11.2004 - I ZR 49/02, GRUR 2005, 320, 322 = WRP 2005, 359 - Kehraus, zur ergänzenden Auslegung eines Filmproduktionsvertrags im Hinblick auf die neue Übertragungsform der direkten Satellitensendung).
OLG Köln, 13.12.2018 - 28 U 6/18
Rücktritt vom Hofübergabevertrag - so nicht!
Zugleich sind mit Treu und Glaube und der Verkehrssitte auch objektive Maßstäbe zu berücksichtigen (BGH, BGHZ 90, 69, 77), wobei stets auf den hypothetischen Parteiwillen zum Zeitpunkt des Vertragsschlusses und nicht auf den der Feststellung der Vertragslücke abzustellen ist (BGH, NJW-RR 2005, 687, 689).
OLG Köln, 26.06.2013 - 13 U 160/11
In der Regel ist sie darauf zurückzuführen, dass die Parteien an einen bestimmten regelungsbedürftigen Punkt nicht gedacht haben, dass sie eine Regelung für nicht erforderlich hielten oder dass sich die bei Vertragsschluss bestehenden wirtschaftlichen oder rechtlichen Verhältnisse nachträglich geändert haben (ständige Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs, NJW 2002, 2310; NJW-RR 2005, 687; NJW-RR 2008, 562;… Palandt, 72. Aufl. 2013, § 157 BGB, Rdn. 3).
Der Fall liegt insofern nicht anders als der der Entscheidung des BGH vom 25.11.2004 (NJW-RR 2005, 687) zugrunde liegende Sachverhalt, in dem es um die Ausfüllung einer Regelungslücke hinsichtlich der Rechte an einer satellitengestützten Verbreitung von Fernsehsendungen ging, die zur Zeit des ursprünglichen Vertrages technisch noch nicht bekannt und daher in dem Vertrag naturgemäß noch nicht geregelt war.
Die Regelungslücke als "planwidrige Unvollständigkeit" kann auch darauf beruhen, dass sich die bei Vertragsschluss bestehenden wirtschaftlichen oder rechtlichen Verhältnisse nachträglich geändert haben (vgl. etwa BGH, NJW-RR 2005, 687, Tz. 85;… Palandt/Ellenberger, BGB, 70. Aufl., § 157 Rdnr. 3;… MünchKommBGB/Busche, 6. Aufl., § 157 Rdnr. 42 m.w.Nachw.).
(2) Bei der danach erforderlichen Ergänzung des Vertragsinhalts ist darauf abzustellen, was redliche und verständige Parteien in Kenntnis der Regelungslücke nach dem Vertragszweck und bei sachgemäßer Abwägung ihrer beiderseitigen Interessen nach Treu und Glauben vereinbart hätten, wenn sie den von ihnen nicht geregelten Fall bedacht hätten (vgl. BGH, NJW-RR 2005, 687, Tz. 86; NJW-RR 2008, 562, Tz. 15, jeweils m.w.Nachw.).
OLG Düsseldorf, 16.09.2013 - U (Kart) 46/12
Höhe des Entgelts für die Überlassung von Teilnehmerdaten an einen …
Für die so vorzunehmende Auslegung ist nicht auf den Zeitpunkt der Feststellung der Vertragslücke, sondern auf den des Vertragsschlusses abzustellen (vgl.: BGH, Urteil vom 25.11.2004 - I ZR 49/02, NJW-RR 2005, 687, 689 m.w.N.;… Ellenberger , a.a.O.).
OLG Düsseldorf, 11.09.2013 - U (Kart) 27/12
Nachforderung eines Entgelts für die Bereitstellung von Teilnehmerdaten von …
OLG Düsseldorf, 11.09.2013 - U (Kart) 26/12
Nachzahlungsbegehren einer Teilnehmernetzbetreiberin bzgl. des Entgelts für die …
OLG Karlsruhe, 13.07.2010 - 19 U 109/09
Grundsätze zur Auslegung einer Baubeschreibung nebst Leistungsverzeichnis; …
OLG München, 01.04.2010 - 6 U 4021/00
Urheberrecht: Ergänzende Auslegung eines Film-Koproduktionsvertrages aus dem …
OLG Düsseldorf, 03.01.2006 - 23 U 113/05
Vertragsauslegung: Zur Anwendbarkeit einer Werklohnanpassungsklausel bei …
LAG Schleswig-Holstein, 12.09.2007 - 6 Sa 113/07
Beendigung eines Arbeitsverhältnisses infolge Befristung mit Ablauf des …
LG Duisburg, 19.12.2007 - 7 T 227/07
Stundung von Verfahrenskosten zum Zwecke einer Restschuldbefreiung i.R.e. …
LG Stuttgart, 22.03.2012 - 25 O 328/11
Fehlende Angabe zur Ablehnung der Fortsetzung des Mietverhältnisses auf Grund …
SG Braunschweig, 16.05.2008 - S 17 AS 870/06
Kostenregelung bei einer Eingliederungsvereinbarung durch Auslegung

References: § 242
 § 20
 § 20
 § 137
 § 242
 § 157
 BGH 
 § 157
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