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Timestamp: 2019-05-23 02:47:22+00:00

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BFH Urteil vom 27.09.2017 - XI R 15/15 (veröffentlicht am 29.11.2017) | Finance Office Professional | Finance | Haufe
BFH Urteil vom 27.09.2017 - XI R 15/15 (veröffentlicht am 29.11.2017)
UStG 2005 § 3a Abs. 2, § 18a Abs. 2, 4, 7, 11, § 18b S. 1 Nr. 2, S. 3, § 27a Abs. 1 S. 1; AO § 102 Abs. 1 Nr. 3 Buchst. b, Abs. 3, § 118; StGB § 203 Abs. 1 Nr. 3; BRAO § 43a; BORA § 2; EGRL 112/2006 Art. 43 Nrn. 1-2, Art. 44, 196, 250, 261, 262 Buchst. c, Art. 264 Abs. 1 Buchst. b, d; EGRL 8/2008; EUV 282/2011 Art. 18; EUV 282/2011 Art. 19; EGV 1798/2003 Art. 22, 24, 41 Abs. 1; AEUV Art. 56; GG Art. 12
FG Köln (Urteil vom 15.04.2015; Aktenzeichen 2 K 3593/11; EFG 2015, 1657)
BVerfG (Beschluss vom 31.01.2019; Aktenzeichen 1 BvR 2899/17)
I. Die Klägerin und Revisionsklägerin (Klägerin), eine Rechtsanwaltsgesellschaft mit beschränkter Haftung, erbrachte im II. Quartal 2010 (Meldezeitraum) u.a. sonstige Leistungen aus anwaltlicher Tätigkeit an Unternehmer als Leistungsempfänger, die im übrigen Gemeinschaftsgebiet ansässig sind. Die Klägerin nahm deshalb an, dass gemäß § 3a Abs. 2 des Umsatzsteuergesetzes (UStG) der Ort der Leistung nicht im Inland liege und im Wege der Umkehr der Steuerschuldnerschaft ("reverse charge") die Leistungsempfänger in ihrem Ansässigkeitsstaat die Umsatzsteuer des Ansässigkeitsstaats schulden. Dementsprechend erteilte sie Rechnungen ohne deutsche Umsatzsteuer und sah von deren Abführung ab.
- "Die Erinnerung an die Abgabe der [Zusammenfassenden Meldung] gemäß § 18a UStG für den Meldezeitraum 1. April bis 30. Juni 2010 wird ersatzlos aufgehoben...
- Es wird festgestellt, dass die [Klägerin] von der Pflicht zur Abgabe einer [Zusammenfassenden Meldung] entbunden ist, soweit und solange keine gesetzliche Grundlage vorliegt, die die Verschwiegenheitsverpflichtungen der [Klägerin] angemessen berücksichtigt."
II. Die Revision ist unbegründet; sie ist daher zurückzuweisen (§ 126 Abs. 2 der Finanzgerichtsordnung --FGO--). Das FG ist zu Recht davon ausgegangen, dass die Klägerin gemäß § 18a Abs. 2 UStG zur Abgabe der von ihr angeforderten Zusammenfassenden Meldung verpflichtet war. Dem stand die anwaltliche Pflicht zur Verschwiegenheit nicht entgegen, weil die...

References: § 3
 § 18
 § 18
 § 27
 § 102
 § 118
 § 203
 § 43
 § 2
 Art. 43
 Art. 44
 Art. 264
 Art. 18
 Art. 19
 Art. 22
 Art. 56
 Art. 12
 § 3
 § 18
 § 18