Source: http://www.123recht.net/Wassergeldabrechnung,-ich-bin-der-Vermieter-__f281021.html
Timestamp: 2017-03-29 20:52:16+00:00

Document:
Anwalt? Hier lang www.123recht.net Forum Mietrecht Wassergeldabrechnung, ich bin der Vermieter?
Zwerg -----------------
Der Umstand, dass der Mieter Besuch bekommt hat jedoch keinen Einfluss auf die Höhe der Wasserkosten, die ihm auferlegt werden können. Sollte im Mietvertrag eine Pauschale für die Wasserkosten vereinbart worden sein, so können tatsächlich angefallene Kosten gar nicht umgelegt werden. -----------------
Status: Schüler (458 Beiträge, 96x hilfreich)
Status: Student (2636 Beiträge, 1445x hilfreich)
Welches Bundesland ist das denn? Es gibt verschiedene Verordnungen zur Umlage des Wasserverbrauchs, daher müßtest du erst mal in die für dich zuständige gucken.
Status: Praktikant (834 Beiträge, 650x hilfreich)
quote:In Bayern gibt es (noch) keine Regeln für den Einbau von Kaltwasserzählern in Mietwohnungen. Dieser Bestätigung meiner Aussage sowie dem schlagkräftigen Argument "Schmarrn" von weiter oben entnehme ich, dass die Bayern meine Aussage nicht verstehen. Also zur Verdeutlichung: Die Beschreibung des TE ist nicht eindeutig: ist "eine Wohnung mit anhängendem Appartement" nun eine Wohneinheit oder sind es zwei? Bei einer Wohneinheit liegt Untervermietung vor, bei zweien nicht. Klar soweit?
quote:Ergo kann das Apartement keine eigenständige Wohnung sein, wenn keine Verbrauchserfassung vorliegt. Oder es wurde einfach gegen irgendeine Vorschrift verstoßen ?
In Deinem letzten Beitrag ist ja nicht ein Satz richtig. quote:Dieser Bestätigung meiner Aussage sowie dem schlagkräftigen Argument "Schmarrn" von weiter oben entnehme ich, dass die Bayern meine Aussage nicht verstehen. Das war keineswegs eine Bestätigung Deiner Aussage, sondern vielmehr eine Richtigstellung.
quote: Bei einer Wohneinheit liegt Untervermietung vor, bei zweien nicht. Klar soweit? Nein, diese Aussage ist natürlich Unsinn. Du weißt offenbar gar nicht, was Untervermietung ist. Der Fragesteller ist Eigentümer und da kann grundsätzlich keine Untervermietung vorliegen. Nur ein Mieter kann untervermieten.
quote:In Bayern sind keine Wasserzähler vorgeschrieben. Deswegen kann es sein, dass das Apartement mietrechtlich als eigenständige Wohnung gilt. Was hat das eine mit dem anderen zu tun? Ob eine Wohnung eigenständig ist oder nicht, ergibt sich übrigens aus dem Baurecht und nicht aus dem Mietrecht. Einzige Voraussetzung für eine Eigenständigkeit ist eine Abgeschlossenheit, nicht jedoch ein Wasserzähler.
quote:Mietrecht und WEG-Recht gehen nicht immer konform! Das ist richtig, aber was hat das mit der Abrechnung des Wasserverbrauchs zu tun. Außerdem ist hier das WEG-Recht auch wahrscheinlich dann nicht anzuwenden, wenn es sich um zwei getrennte Wohnungen handelt. Und wenn doch, wäre das auch egal, da dem Fragesteller beide Wohnungen gehören.
quote:In anderen Bundesländern hingegen ist die Erfassung des Wasserverbrauchs bei eigenständigen Wohneinheiten vorgeschrieben. Ergo kann das Apartement keine eigenständige Wohnung sein, wenn keine Verbrauchserfassung vorliegt. Ob es sich um eine eigenständige Wohnung handelt, hängt wohl kaum davon ab, ob der Wasserverbrauch separat erfasst wird. Ein Verstoß gegen die Vorschrift zur Erfassung des Wasserverbrauchs hat keinen Einfluss auf die Eigenständigkeit der Wohnung.
Status: Student (2116 Beiträge, 448x hilfreich)
Was meint ihr geht das und wenn ja wie rechne ich das durch. Eigentlich ganz einfach :
quote:Ein Verstoß gegen die Vorschrift zur Erfassung des Wasserverbrauchs hat keinen Einfluss auf die Eigenständigkeit der Wohnung.
Im Übrigen bleibt es dabei, dass der Wasserverbrauch nach den Vereinbarungen im Mietvertrag umgelegt werden muss. Ein Verstoß gegen die Vorschrift zur Erfassung des Wasserverbrauchs führt allerdings dazu, dass man sie künftig einhalten muss mit der Konsequenz, dass in gewissen Bundesländern Wasserzähler einzubauen sind und nach dem Verbrauch abzurechnen ist, der Mietvertrag muss(te) dort entsprechend angepaßt werden. Das wird natürlich erst mal teuer für die TE, muss aber sowieso gemacht werden. Je schneller sie es macht, desto eher ist sie ihr Problem los. Dieser Weg setzt voraus, dass es sich a) um eine eigenständige Wohnung handelt und b) diese sich in einem Bundesland befindet, in dem Verbrauchsabrechnung vorgeschreiben ist.
@hh:quote:Du weißt offenbar gar nicht, was Untervermietung ist. Der Fragesteller ist Eigentümer und da kann grundsätzlich keine Untervermietung vorliegen. Nur ein Mieter kann untervermieten. Ich meinte die Definition aus §573a BGB
, "Wohnraum innerhalb der vom Vermieter selbst bewohnten Wohnung". Dieser Passus greift, sofern das Apartement keine eigenständige Wohnung ist. Es handelt sich anscheinend um eine WEG, und der Verwalter dürfte die lokalen Vorschriften zur Verbrauchserfassung kennen. Wenn Verbrauchserfassung vorgeschrieben ist und das Apartement keine eigene hat, ist das ein ziemlich starkes Indiz dafür, dass jedenfalls aus WEG - Sicht das Apartement keine eigenständige Wohnung ist. Das wäre dann wohl auch die baurechtliche Seite. Mit dem oben genannten Paragraphen kann die TE dem Mieter dann mit einer entsprechend verlängerten Frist kündigen und einen neuen Mietvertrag aufsetzen, in dem der Verbrach nach ihren Wünschen geregelt ist.
Status: Praktikant (787 Beiträge, 289x hilfreich)
quote:War das jetzt endlich verständlich?
von quiddje am 06.01.2011 08:13 Selbstverständlich... Es handelt sich um eine Ansammlung von Versatzstücken, die in ihrer Gesamtheit nur eine Wertung verdienen: dummes Geschwätz, resultierend aus völliger Ahnungslosigkeit. In der Sache richtet sich die Kostenumlage, soweit beriets zutreffend dargestellt, nach den Vereinbarungen des Mietvertrags. Gibt es keine Vereinbarung über den Umlageschlüssel, ist - auch dieses war hier schon zu lesen - nach Wohnfläche oder nach erfasstem Verbrauch anzurechnen. (In Worten: Punkt)
Damit ist die Frage des Umlageschlüssels vollständig geklärt. Die Abgeschlossenheit einer Wohnung, Untermietverhältnisse oder die erleichterte Kündigung nach § 573a BGB
haben damit nicht das geringste zu tun. -----------------
Hamburgische Bauordnung zum Thema "Wohnung":quote:(4) Jede Wohnung muss einen eigenen Wasserzähler haben. In Hamburg ist das Apartement entweder keine Wohnung (dann greift § 573a BGB
) oder es liegt ein Verstoß gegen die Bauordnung vor und die Wohnung ist mit einem Wasserzähler nachzurüsten (Kosten trägt Vermieter und kann die mit jährlich 11% auf Mieter umlegen).
LautHamburger Mieterverein gilt: quote:Ist eine Inklusivmiete vereinbart, kann der Vermieter verlangen, dass für das Wasser zukünftig Vorauszahlungen geleistet werden, über die jährlich abgerechnet wird. Die Inklusivmiete muss dann aber auch entsprechend gesenkt werden. Damit ist die Frage des Umlageschlüssels in meinen Augen nicht vollständig geklärt. Der Vermieter will nach Wasseruhr umlegen, der Mieterbund unterstützt ihn darin - na ja, bis zum Bundesgerichtshof hat sich offenbar noch kein Mieter dagegen gewehrt.
quote:Ein Verstoß gegen die Vorschrift zur Erfassung des Wasserverbrauchs führt allerdings dazu, dass man sie künftig einhalten muss mit der Konsequenz, dass in gewissen Bundesländern Wasserzähler einzubauen sind und nach dem Verbrauch abzurechnen ist, der Mietvertrag muss(te) dort entsprechend angepaßt werden. Das wird natürlich erst mal teuer für die TE, muss aber sowieso gemacht werden. Es ist nett, dass Du darauf herumreitest, aber wie kommst Du darauf, dass es sowieso gemacht werden muss? Eine Nachrüstpflicht für Bestandswohnungen gibt es nur in Hamburg und Mecklenburg-Vorpommern. Die Nachrüstung ist eine Modernisierung, die mit 11% Mieterhöhung
pro Jahr auf den Mieter umgelegt werden kann. Auf die Abrechnung für die Vergangenheit hat das keinen Einfluss. Außerdem dürfte ein verstoß gegen die Landesbauordnung in diesem Punkt auch keinen Einfluss auf die mietvertraglichen Vereinbarungen haben.
quote:Ich meinte die Definition aus §573a BGB, "Wohnraum innerhalb der vom Vermieter selbst bewohnten Wohnung". Dieser Passus greift, sofern das Apartement keine eigenständige Wohnung ist. Das ist wahr, aber mit Untervermietung hat der § 573a nichts zu tun, jedenfalls wird darin nicht definiert, was eine Untervermietung ist. Der § 573a BGB würde hier übrigens auch greifen, wenn die beiden Wohnungen abgeschlossen sind. Außerdem greift der § 573a BGB auch für normale Vermietungen und nicht nur bei Untervermietungen und es geht darin nur um die erleichterte Kündigung, nicht jedoch um irgendwelche Nebenkosten.
quote:Es handelt sich anscheinend um eine WEG, und der Verwalter dürfte die lokalen Vorschriften zur Verbrauchserfassung kennen. Wie kommst Du denn darauf? Es gibt nicht den geringsten Anhaltspunkt dafür, dass es sich hier um eine WEG handelt. Es würde mich sogar überraschen wenn das so wäre.
quote:Mit dem oben genannten Paragraphen kann die TE dem Mieter dann mit einer entsprechend verlängerten Frist kündigen und einen neuen Mietvertrag aufsetzen, in dem der Verbrach nach ihren Wünschen geregelt ist. Ich habe erhebliche Zweifel, ob der § 573a BGB auch für eine Änderungskündigung missbraucht werden darf. quote:Das gilt natürlich auch, wenn das Ganze zum Beispiel in Bayern ist, entscheidend ist hier, ob die Wohnung mietrechtlich eine eigene Wohnung ist. Das ist nicht entscheidend, da der § 573a BGB auch dann angewendet werden kann, wenn die Wohnung eigenständig ist.
quote:In Hamburg wäre die fehlende Wasseruhr einfach nur ein starkes Indiz dafür, dass das Apartement zur Wohnung der TE gehört. Das ist natürlich Unsinn. Auch in Hamburg dürfte es noch eine Vielzahl von eigenständigen Wohnungen geben, bei denen sich der Eigentümer nicht an die Nachrüstpflicht gehalten hat.
Zitat:In Hamburg ist das Apartement entweder keine Wohnung (dann greift § 573a BGB) oder es liegt ein Verstoß gegen die Bauordnung vor und die Wohnung ist mit einem Wasserzähler nachzurüsten (Kosten trägt Vermieter und kann die mit jährlich 11% auf Mieter umlegen).
Zitat:Damit ist die Frage des Umlageschlüssels in meinen Augen nicht vollständig geklärt.
Zitat:Ich habe seinerzeit eine Mietvertragsänderung bekommen, dass eben anch dem Einbau der Wasseruhren nach Verbrauch abgerechnet werde und ich dem zustimmen solle. Ich weiß halt von niemandem, der nicht zugestimmt hätte, so einen müsste man mal finden und fragen, was denn daraus geworden ist.
Zitat:Also lautete meine Frage, um welches Bundesland es sich überhaupt handelt.
Zitat:Die nächste Frage wäre dann, ob es eine eigene Wohnung ist oder beide Wohnungen als eine Wohneinheit mit zwei Haushalten zu sehen sind.[7quote]
quote:Eine Zustimmung des Mieters wäre gar nicht erforderlich gewesen. Das haben die nur gemacht, um im Vorfeld schon abzusichern, daß es später bei der Abrechnung kein großes Trara gibt.
quote:Ich finde es immer wieder erstaulich das sich in Foren immer mal im Ton vergriffen wird. Das ist selten der Grund für Löschungen.
quote:besargte Wohnungen Das hat allerdings schon was.
Ansonsten (keine Pauschalabrechnung vorausgesetzt) erfolgt die Abrechnung nach § 556a BGB
, also nach Wohnfläche. Die Gesamtwohnfläche beträgt 170qm. Der Mieter der kleinen Wohnung muss daher 45/170-tel der gesamten Wasserkosten tragen. Es spielt dabei keine Rolle, wieviel er tatsächlich verbraucht hat. Dass das im Einzelfall zu sehr unfairen Ergebnissen führen kann, spielt ebenfalls keine Rolle. Auch wenn Du beweisen könntest, das seine Freundin dort wohnt, würde das an den vom Mieter zu tragenden Kosten in so einem Fall nichts ändern.
Dabei sollte die Mitteilungspflicht nach § 556a Abs. 2 BGB
nicht vergessen werden, was auch dazu führt, dass eine verbrauchsabhängige Abrechnung frühestens für den Abrechnungszeitraum 2012 möglich ist, wenn in diesem Jahr ein Wasserzähler eingebaut wird. Außerdem möchte ich der Vollständigkeit halber darauf hinweisen, dass für die Verbrauchserfassung nur geeichte Wasserzähler verwendet werden dürfen, d.h. die Wasserzähler müssen nach 6 Jahren gewechselt oder neu geeicht werden.
quote: Das hat allerdings schon was ist einer der Löschungsgründe......
die ein Bepelzter sich selbst schafft. -----------------
oh je, jetzt wird es lustig... -----------------
Wassergeldabrechnung, ich bin der Vermieter? Mietrecht Forum 123recht.net © 2017 QNC GmbH

References: §573
 § 573
 § 573
 §573
 § 573
 § 573
 § 573
 § 573
 § 573
 § 573
 § 556
 § 556