Source: https://www.blv.admin.ch/blv/de/home/das-blv/auftrag/one-health/coronavirus.html
Timestamp: 2020-04-05 05:16:03+00:00

Document:
Kann das neue Coronavirus via Lebensmittel übertragen werden?
Eine Übertragung des neuen Coronavirus durch Lebensmittel oder Trinkwasser auf den Menschen ist bis jetzt nicht bekannt. Beachten Sie dennoch die hygienischen Grundregeln im Umgang mit Lebensmitteln, siehe www.sichergeniessen.ch. So kann anderen Erkrankungen vorgebeugt werden.
Soll man Gemüse und Früchte desinfizieren z.B. mit Javelwasser, um sich vor einer Ansteckung mit dem Corona-Virus zu schützen?
Eine Übertragung des neuen Coronavirus durch Lebensmittel auf den Menschen ist bis jetzt nicht bekannt. Beachten sie dennoch die hygienischen Grundregeln im Umgang mit Lebensmitteln, siehe www.sichergeniessen.ch. So können anderen Erkrankungen vorgebeugt werden. Auf keinen Fall sollten chemische Mittel verwendet werden, um Lebensmittel zu waschen und dekontaminieren. Die Mittel und deren Rückstände können ein unnötiges, gesundheitliches Risiko darstellen, wenn sie nicht fachgerecht angewendet werden.
Dürfen Nahrungsergänzungsmittel mit Angaben zu Schutz vor einer Infektion mit dem neuen Coronavirus bzw. einer Heilwirkung oder Linderung im Erkrankungsfall angepriesen werden?
Nein! Nahrungsergänzungsmittel sind Lebensmittel und keine Arzneimittel. Schutz- oder Heilversprechen in Zusammenhang mit COVID–19 Erkrankungen sind daher nicht zulässig.
Allfällige gesundheitsbezogene Anpreisungen bei Nahrungsergänzungsmitteln sind nur zulässig, wenn wissenschaftliche Studien diese belegen und die gesundheitsbezogene Angabe bewilligt wurde. Es gibt zurzeit keine wissenschaftlichen Studien, die eine Wirksamkeit eines Nahrungsergänzungsmittels gegenüber dem neuen Coronavirus zeigen. Angaben auf Lebensmitteln oder Nahrungsergänzungsmitteln, die auf deren besonderen gesundheitlichen Wert in Verbindung mit COVID-19 hinweisen, sind daher grundsätzlich verboten.
Gebrauchsgegenstände und andere Alltagsgegenstände
Kann das Coronavirus über Spielzeuge oder andere Alltagsgegenstände übertragen werden?
Eine Übertragung des neuen Coronavirus durch Spielwaren, Werkzeuge, Computer, Kleidung oder Schuhe ist bis jetzt nicht bekannt. Auf trockenen Oberflächen sind Coronaviren im Allgemeinen nicht besonders stabil. Eine wissenschaftliche Studie über die Beständigkeit des neuartigen Coronavirus auf unterschiedlichen Oberflächen zeigt, dass die Viren auf Oberflächen wohl eine bestimmte Zeit infektiös bleiben, diese aber nur vernachlässigbar zu einer Ausbreitung des Virus beitragen. Wichtig:
Welche Gegenstände dürfen in Verkaufsläden noch angeboten werden?
Gegenstände des täglichen Bedarfs dürfen in Verkaufsläden weiterverkauft werden. Dazu gehören zum Beispiel:
körperpflegende Kosmetik (Pflegelotion, Pflegecreme und Lippenpflegemittel)
Zahn- und Mundpflegemittel (Zahnpasta und Zahngel)
Seifen, Shampoings, Duschgels
Hygieneprodukte wie Windeln, Zahnbürsten, Binden, Tampons
Putzmittel, Spülmittel und Waschmittel
Welche Gegenstände dürfen in Verkaufsläden nicht mehr angeboten werden?
Gegenstände, welche nicht dem täglichen Bedarf der Bevölkerung dienen, dürfen in Verkaufsläden nicht mehr verkauft werden. Dazu gehören zum Beispiel:
Dekorative Kosmetik (Haarfärbeprodukte, Parfüm, Schmink- und Abschminkmittel, Abdeckstifte, Wimperntusche, Lippenstifte, Nagellack)
Andere Textilien wie Bettbezüge, Duvets, Kissen
Tischtücher und Stoffservietten
Motorrad und Fahrradausrüstungen
Babyartikel ausser Windeln, Pflegeartikeln und Nuggis
Geschirr, Küchenutensilien und Pfannen
Bei stark durchmischten Angeboten ist eine Sperrung des Zugangs zu nicht mehr zum Verkauf erlaubten Sortimentsteilen oder deren Abdeckung durch Folien vorzunehmen. Aus Gründen der Verhältnismässigkeit ist eine Abgrenzung nicht angezeigt, wenn in einem Regal Produkte des täglichen Bedarfs als auch andere Güter nebeneinander angeboten werden (z.B. körperpflegende und dekorative Kosmetik).
Warum ist bei Grossverteilern der Verkauf von gewissen Gegenständen verboten?
Die Situation in der Schweiz wird als ausserordentliche Lage eingestuft. Das Leben der Bevölkerung muss sich auf das Notwendigste eingeschränkt werden, um unnötige Kontakte und Ansammlungen zu vermeiden. Als Alternative bieten sich Onlineshops an. Zudem wäre es ein unfairer Marktvorteil für diesen «gemischten» Detailhandel, wenn «reine» Spielwaren- oder Kleiderläden etc. ein Verkaufsverbot einhalten müssen.
Dürfen E-Zigaretten Shops geöffnet bleiben?
E-Zigaretten inklusive Kartusche und Liquid sind Gegenstände des täglichen Bedarfs und dürfen daher weiter in Verkaufsstellen angeboten werden. Da E-Zigaretten-Shops überwiegend E-Zigaretten inklusive Kartusche und Liquid anbieten, dürfen sie offenbleiben, solange sie Empfehlungen des Bundesamtes für Gesundheit (BAG) betreffend Hygiene und sozialer Distanz einhal-ten. Dazu müssen insbesondere:
Die Griffe von Verkaufswagen und Einkaufskörben, sowie Touchscreens, welche im Bereich des Self-Check-out verwendet werden, sind täglich mit Seife oder herkömmlichen Reinigungsmitteln zu reinigen.
Die Anzahl von Personen, welche sich gleichzeitig in einem Verkaufslokal aufhalten dürfen, ist abhängig von der Grundfläche des Lokals. Als Richtwert kann von einer Person je 10 m2 ausgegangen werden. Bei kleineren Geschäften sind die örtlichen Gegebenheiten zu beachten, wobei vor allem die Vorgaben betreffend sozialer Distanz einzuhalten sind.
Müssen private Schwimmbäder geschlossen werden?
Private Bäder, die der Öffentlichkeit nicht zugänglich sind, dürfen weiterhin benützt werden. Die Empfehlungen des BAG sind dabei zu beachten.
Lebensmittelproduktion – Herstellungsbetriebe, inkl. Kantinen und Take Away
COVID-19: Lebensmittelproduktion – Herstellungsbetriebe, inkl. Kantinen und Take-Aways (PDF, 134 kB, 24.03.2020)
Gibt es bei der Lebensmittelproduktion spezifische Massnahmen, die getroffen werden müssen?
Der Arbeitgeber ist verpflichtet, die Empfehlungen des Bundesamtes für Gesundheit betreffend Hygiene und sozialer Distanz einzuhalten. Aus Sicht der Lebensmittelsicherheit müssen keine spezifischen Massnahmen getroffen werden. Die Hygienekonzepte, die im Rahmen der Selbstkontrolle implementiert sind, reichen bei konsequenter Anwendung aus.
Was muss ich beachten, wenn ein/eine Mitarbeiter/in krank geworden ist?
An COVID-19 erkrankte Personen gehören nicht in einen Lebensmittelbetrieb, sondern haben die Anweisungen des Arztes zu befolgen. Personen, die einen engen Kontakt mit der bestätigten erkrankten Person hatten, befolgen die aktuellen Empfehlungen des BAG. Als enger Kontakt gilt, wenn man zu einer erkrankten Person länger als 15 Minuten weniger als 2 Meter Abstand hält. Die beste Schutzmassnahme in einem Betrieb bieten die allgemeinen Hygieneregeln und Verhaltensregeln des Bundesamtes für Gesundheit «so schützen wir uns»: https://bag-coronavirus.ch/
Müssen Mitarbeitende jetzt systematisch Masken und Handschuhe tragen?
Es müssen aus Sicht der Lebensmittelsicherheit keine spezifischen zusätzlichen Massnahmen getroffen werden. Die Hygienekonzepte, die im Rahmen der Selbstkontrolle implementiert sind, reichen bei konsequenter Anwendung aus. Der Arbeitgeber ist aber verpflichtet, die Empfehlungen des Bundesamtes für Gesundheit betreffend Hygiene und sozialer Distanz einzuhalten.
Müssen Betriebskantinen geschlossen werden?
Betriebskantinen müssen nicht geschlossen werden, sofern sie nicht öffentlich zugänglich sind und Ansammlungen von mehr als 5 Personen verhindert werden kann. Des Weiteren sind die Empfehlungen des Bundesamtes für Gesundheit betreffend Hygiene und sozialer Distanz einzuhalten. In grossen Betriebskantinen dürfen selbstverständlich auch mehr als 5 Personen gleichzeitig essen, wenn die Distanzvorgaben eingehalten werden können.
Als Restaurant eröffne ich neu einen Take-Away Service. Was muss ich beachten?
Erfolgen Anpassungen in der Betriebsstruktur, zum Beispiel Neuausrichtung als Imbissbetrieb, so muss diese Veränderung der kantonalen Vollzugsbehörde gemeldet werden. Ein angepasstes Selbstkontrollkonzept muss implementiert werden und der Betrieb muss der Tätigkeit entsprechend eingerichtet sein. Solche Einrichtungen müssen die Anforderungen der COVID-19-Verordnung 2 respektieren und die Empfehlungen des Bundesamtes für Gesundheit betreffend Hygiene und sozialer Distanz einhalten. Die Anzahl der anwesenden Personen ist entsprechend zu limitieren, und Menschenansammlungen sind zu verhindern. Es dürfen keine Sitzplätze angeboten werden. Sitzgelegenheiten auch Aussensitzplätze sind zu sperren.
Wo erhalte ich als Lebensmittelbetrieb oder Einzelhandelsbetrieb Unterstützung bei Fragen zu COVID-19?
Bei Herausforderungen und Problemen auf Grund der ausserordentlichen Situation kontaktieren die Lebensmittelbetriebe ihre zuständigen kantonalen Lebensmittelvollzugsbehörden.
Müssen im Offenverkauf spezielle Massnahmen getroffen werden? Müssen z.B. Früchte, Gemüse oder Brot vollständig verpackt oder desinfiziert werden?
Nein, die Hygienekonzepte gemäss Lebensmittelrecht genügen. Es gibt keine Hinweise, dass Lebensmittel bei der Übertragung des neuen Coronavirus eine wichtige Rolle spielen.
Muss man an der Kasse Handschuhe tragen, wenn mit Bargeld bezahlt wird?
Nein. Es müssen jedoch die Empfehlungen des Bundesamtes für Gesundheit betreffend Hygiene und sozialer Distanz eingehalten werden. Auch darf nicht unmittelbar nach dem Kassieren mit Lebensmitteln umgegangen werden, sofern keine Händereinigung vorgängig erfolgt.
Ein Weltladen verkauft Lebensmittel (Reis, Teigwaren, Schokolade, Kaffee, Honig, etc.) und Gegenstände (Kerzen, Kleidung, etc.) müssen die Regale, die nicht Lebensmittel beinhalten geräumt werden?
Kleine Läden: Waren für den täglichen Bedarf und andere stehen oft nebeneinander im gleichen Regal. Eine Absperrung von Waren für den nicht täglichen Bedarf wäre nur mit unverhältnismässigem Aufwand zu realisieren. Sie muss deshalb nicht erfolgen.
Grössere Geschäfte mit verschiedenen Abteilungen/Regalen: Alle Bereiche mit Waren für den nicht täglichen Bedarf müssen abgesperrt werden.
Vollzug des Lebensmittelrechts
Werden weiterhin Lebensmittelinspektionen durchgeführt? Wenn ja wo (Produktionsbe-triebe, Supermärkte, Take-Aaway)
Lebensmittelinspektionen durch die kantonalen Vollzugsorgane werden weiterhin risikobasiert durchgeführt.
Die Eindämmung der Corona-Epidemie ist für den Bundesrat vordringlich. Ziel seiner Massnahmen ist es, weitere Übertragungen des Coronavirus von Mensch zu Mensch, wo immer möglich, zu verhindern. Zu diesem Zweck sind Kontakte zwischen Personen ausserhalb des Wohn- und Familienverbandes auf das Unerlässliche zu begrenzen und Ansammlungen von Menschen sind zu vermeiden.
Die Betreuung und Versorgung von Tieren ist tierschutzrelevant und darum auch in der gegenwärtigen Situation sicherzustellen. Das bedeutet, dass Tierhalterinnen und Tierhalter ihren gesetzlichen Pflichten bezüglich Pflege, Betreuung und Versorgung inkl. regelmässige Bewegung und Beschäftigung der Tiere, für die sie Verantwortung haben, nachkommen müssen.
Die Eindämmung des Coronavirus ist nur möglich, wenn sich alle Personen an die Vorgaben des Bundesamts für Gesundheit halten. Die Auskünfte des BLV erläutern die BAG-Vorgaben im Bereich «Tierhaltung und Umgang mit Tieren». Der Bund setzt auf Ihr Verständnis und ist auf die Mitwirkung der gesamten Bevölkerung angewiesen.
Die Eindämmung der Corona-Epidemie ist für den Bundesrat vordringlich. Er ist sich bewusst, dass die Epidemie und die zu deren Eindämmung erlassenen Massnahmen des Bundesrates (COVID-19-Verordnung-2) einschneidende Auswirkungen für die Wirtschaft haben. Es sind praktisch alle Branchen betroffen. Aus diesem Grund hat der Bundesrat weitreichende Hilfsmassnahmen für die Wirtschaft beschlossen. Diesbezüglich verweisen wir auf die Pressekonferenz des Bundesrates vom Freitag, 20.3.2020 und die massgeblichen Informationen des SECO. Die Eindämmung des Coronavirus ist nur möglich, wenn sich alle Branchen an die Vorgaben des Bundesamts für Gesundheit halten. Die Auskünfte des BLV erläutern die BAG-Vorgaben im Bereich «Tierhaltung und Umgang mit Tieren». Der Bund setzt auf Ihr Verständnis und ist auf die Mitwirkung aller Branchen und der gesamten Bevölkerung angewiesen.
Hunde / Katzen / andere Heimtiere
Personen, die wegen dem Coronavirus in Quarantäne oder die gar erkrankt und in häuslicher Isolation sind, sollten als Vorsichtsmassnahme den Kontakt zu ihren Haustieren (z.B. Katzen, Hunde, Kaninchen) auf das notwendige Mass beschränken. Die ausreichende Betreuung und Pflege muss aber gewährleistet bleiben. Besonderes Baden von Hunden und Katzen oder anderen Haustieren ist nicht notwendig, Desinfizieren ist nicht sinnvoll.
Sollte das Haustier während der eigenen Quarantänezeit / Isolation erkranken und tierärztliche Hilfe benötigen, ist der Haustierarzt zu kontaktieren und ausdrücklich über die Quarantäne/Isolation im Haushalt zu informieren.
Hunde aus einem Quarantäne- oder Isolationshaushalt sollen durch gesunde Drittpersonen, die weder isoliert sind, noch sich in Quarantäne befinden, nur angeleint an die frische Luft geführt werden, damit sie ihre Bedürfnisse erledigen können. Dabei sind Kontakte mit anderen Menschen und Tieren zu vermeiden. Vor der Übergabe des Hundes an eine Drittperson und nach der Rückgabe des Hundes sollten sich (die möglicherweise) infizierten Tierhaltenden gründlich die Hände waschen und die übrigen empfohlenen Hygienemassnahmen sind einzuhalten (2 Meter Abstand usw.). Für die Übergabe soll der Haushalt der erkrankten Person nicht betreten werden. Dabei geht es primär um die Vermeidung einer Ansteckung zwischen den Personen.
Ist eine Fremdbetreuung durch private Drittpersonen nicht möglich, soll der Hund in einem Tierheim platziert werden. Das Tierheim ist vorgängig über die Quarantäne/Isolation ausdrücklich zu informieren.
Bei zwei Hunden aus Haushalten von mit SARS-CoV-2 infizierten Personen in Hongkong wurden mittels hochempfindlicher Nachweismethoden geringe Mengen von genetischem Material des Virus in Abstrichproben aus Nase und Mundhöhle nachgewiesen. Bei einem der Hunde wurden Antikörper nachgewiesen.
Die Hunde zeigten keine Krankheitssymptome.
Auch bei zwei Katzen aus Belgien respektive Hongkong wurde SARS-CoV-2 nachgewiesen. Die Katzen waren in engem Kontakt mit einer Person, die an COVID erkrankt war. Eine der Katzen entwickelte Symptome, Tests auf Antikörper wurden noch nicht durchgeführt
Das Risiko, dass Haustiere mit dem Coronavirus angesteckt werden können, wird als sehr gering eingeschätzt. Bei den SARS-CoV-2-Nachweisen handelt sich um Einzelfälle, die bei engem Kontakt zwischen Tier und infiziertem Menschen selten auftreten kann.
Es ist wichtig, beim Umgang mit den Tieren die üblichen Hygienemassnahmen wie regelmässiges Händewaschen, kein Gesicht abschlecken lassen etc. konsequent anzuwenden.
Haustiere spielen höchstwahrscheinlich keine Rolle bei der Übertragung der Krankheit. Bisher gibt es keinen wissenschaftlich belegbaren Hinweis auf eine epidemiologisch relevante Infektion von Haustieren durch infizierte Personen.
Es gibt auch keinerlei Hinweise, dass Hunde, Katzen oder andere Haustiere ein Infektionsrisiko für den Menschen darstellen oder eine Rolle bei der Verbreitung des Virus spielen.
Universität Zürich: Informationen für Tierhaltende
In Anbetracht der knappen Versorgungslage mit Diagnostika werden bei Heimtieren momentan keine Tests durchgeführt.
Die bereits bekannten Coronaviren von Hund, Katze (canines Coronavirus und felines Coronavirus) und Kalb sind klar von dem aktuell zirkulierenden SARS-CoV-2 zu differenzieren und bergen kein bekanntes Risiko für den Menschen.
Private Betreuung organisieren, wenn nicht möglich Tierheim anfragen.
Das Risiko, dass Haustiere mit dem Coronavirus angesteckt werden können, wird als sehr gering eingeschätzt. Bei einer privaten Betreuung sind im Umgang mit den Tieren die üblichen Hygienemassnahmen wie regelmässiges Händewaschen konsequent anzuwenden. Die wichtigsten Hygienemassnahmen beim Umgang mit Haustieren sind im Merkblatt beschrieben.
Wie sollen sich Haltende von Hunden verhalten, bei denen weder ein Verdacht auf eine Ansteckung noch eine Erkrankung mit dem Covid-19 Coronavirus besteht?
Tierhaltende wenden beim Umgang mit ihrem Tier die üblichen Hygienemassnahmen an. Kontakte der Tierhaltenden mit anderen Menschen sind zu vermeiden. Kontakte zwischen Hunden sind nach aktuellem Wissenstand unproblematisch.
Tierhaltende, die zu den besonders gefährdeten Personen gehören (über 65 Jahre, mit Vorerkrankungen gemäss BAG-Liste) sollten die Hunde nur angeleint an die frische Luft führen und Kontakte mit anderen Menschen vermeiden.
Sind Fledermäuse in der Schweiz eine Gefahr betreffend Übertragung des neuen Coronavirus SARS-CoV-2?
Nein, es besteht keine Gefahr. In Fledermäusen findet man zwar auch in Europa einige Coronaviren. Diese sind aber nicht oder nur entfernt verwandt mit dem neuen Coronavirus SARS-CoV-2.
Vereinshallen Hunde
Vereinshallen und Vereinsplätze für Hunde sind zu schliessen. Die genügende Bewegung der Hunde ist ausserhalb derselben sicherzustellen. Keine Ausnahmen zulässig.
Versorgung / Pflege / Bewegung / Beschäftigung
Die Versorgung der Pferde gemäss Tierschutzgesetzgebung ist sicherzustellen.
Pferde verladen für einen Tagesritt. Ist das noch erlaubt?
Pferde sind grundsätzlich möglichst vor Ort auszureiten, unnötige Transporte sind zu vermeiden.
Pferd soll am 01.04.2020 in einen anderen Stall umziehen (Vertrag erstellt). Ist dies noch möglich?
Beschäftigung von Schulpferden, da Reitunterricht verboten.
Die Versorgung inkl. Beschäftigung der Pferde gemäss Tierschutzgesetzgebung ist sicherzustellen; dafür ist die / der ReitstallbesitzerIn verantwortlich.
Mein Pferd steht im grenznahen Ausland und ist auf meine Betreuung angewiesen (Bewegung, ggf. Medikamente). Falls mir der Grenzübertritt verweigert wird, wie muss ich vorgehen?
Die Ausreise in Nachbarländer richtet sich nach den rechtlichen Vorgaben des jeweiligen Landes. Informationen sind dort einzuholen.
Wenn möglich sollen die Pferde in die Schweiz geholt werden. Für den Import ist ein professionelles Transportunternehmen zu beauftragen. Private grenzüberschreitende Transporte werden zurzeit nicht akzeptiert.
Ansonsten muss die Tierbetreuung vor Ort anderweitig sichergestellt werden.
Vereinshallen Pferdesportvereine
Vereinshallen sind grundsätzlich zu schliessen. Kann ein Pferd nicht anderweitig ausreichend bewegt werden, ist dies ausnahmsweise in einer Vereinshalle zulässig. Dabei ist die Anzahl der Reiter, welche die Halle gleichzeitig benutzen auf das Minimum zu beschränken. Dabei ist sicherzustellen, dass alle Regeln des BAG eingehalten werden, insbesondere das social distancing.
Das Ausreiten der Pferde ist aus Tierwohlgründen zur Sicherstellung einer ausreichenden Bewegung der Pferde erlaubt.
Ausritte sollen möglichst alleine stattfinden, ausser in dringlichen Fällen (Vermeidung von Unfällen bei nervösen Pferden).
Bei der Benutzung von Reitplätzen und Reithallen ist die Anzahl der Reiter, welche die Halle gleichzeitig benutzen, auf das Minimum zu beschränken.
Dabei ist sicherzustellen, dass sowohl im Reitstall, auf dem Reitplatz, in der Reithalle und beim Ausreiten im Gelände, jederzeit alle Regeln des BAG eingehalten werden, insbesondere das social distancing.
Reitställe und Pferdepensionen dürfen keine Ausritte organisieren (Halle und Gelände).
Reiter, die sich an einem Pferd «beteiligen» dürfen dies weiter (unter den unter «Reiten» genannten Bedingungen) tun.
Reitschulen fallen unter die öffentlichen Einrichtungen, die für das Publikum zu schliessen sind (Freizeitbetriebe) bzw. unter die verbotenen Veranstaltungen nach Art. 6 Abs. 1 und 2 COVID-19-Verordnung 2. Folglich ist auch der Einzelunterricht untersagt.
Ausstallen und Verlad von Geflügel (Legehennen, Masttiere). Braucht es Vorkehrungen ausser Staubmasken und Ausstallungskleidung?
Das Einsammeln von Geflügel zur Schlachtung (Masttiere) oder gegebenenfalls zur Tötung (Legehennen) gehört zu den weiterhin durchzuführenden Massnahmen in den Tierhaltungen. Ein Ausbleiben hätte negative Konsequenzen auf den Tierschutz und die Lebensmittelproduktion. Vorsichtsmassnahmen und eine Reduktion des Personals auf die notwendige Anzahl sind einzuhalten.
Gemäss Art. 10 c Covid-19-Verordnung 2 sind keine besonders gefährdeten Arbeitnehmende einzusetzen. Umschreibung besonders gefährdete Arbeitnehmende in Art. 10b COVID-19-Verordnung 2.
Die Branche hat dazu unter der Federführung des Aviforum ein Merkblatt erstellt.
Merkblatt Geflügel: Organisations- und Vorbeugemassnahmen Covid-19 (PDF, 736 kB, 25.03.2020)
Dürfen Bienenvölker noch verkauft und zum neuen Besitzer verbracht werden?
Jeglicher Handel, der eine Ansammlung von Menschen mit sich bringt, ist untersagt (Märkte, etc.). Der individuelle «Punkt zu Punkt» Handel – unter Einhaltung der Vorgaben des BAG – ist momentan noch möglich. Lediglich in diesem Sinne ist auch der Handel mit Bienenvölkern erlaubt.
Darf bzw. muss ein Imker seinen imkerlichen Tätigkeiten in der aktuellen Situation noch nachgehen?
Tierhalter müssen grundsätzlich weiter ihre Tiere betreuen. Demnach müssen auch Imker ihren imkerlichen Tätigkeiten zur Pflege ihrer Bienenvölker, soweit für die Gesundheit und das Wohlergehen der Tiere, die Tierseuchenüberwachung und die Lebensmittelsicherheit erforderlich, weiter nachgehen. Die allgemeinen Anweisungen und die Empfehlungen zu Hygienemassnahmen des BAG sind einzuhalten. Soweit möglich, hat ein Imker alleine zu arbeiten. Wenn dies nicht möglich ist, ist insbesondere genügend Abstand zu halten.
Veranstaltungen / Kurse / Trainings (alle Tiere)
Schlachtviehmärkte, Viehmärkte, Schafannahmen, Fressermärkte
Schlachtviehmärkte, Viehmärkte, Fressermärkte und Schafannahmen sind verboten. Es gibt keine überwiegenden öffentlichen Interessen, welche die Durchführung dieser Veranstaltungen gebieten (sind nicht unerlässlich für die Grundversorgung, da alternative Organisation möglich). Daher keine Ausnahmebewilligung gemäss Art. 7 COVID-19-Verordnung 2.
Hundeschule / -kurse / Erziehungskurse
Verboten, auch Einzelunterricht.
Verboten. Die Fristen werden durch die kantonalen Veterinärdienste verlängert.
Betriebe (alle Tiere)
Haben Pferdebesitzende das Recht den Pensionsstall, in dem ihr Pferd steht, zu betreten? Darf sie / er reiten füttern, pflegen etc. je nach Vertrag?
Die Pferde müssen gemäss Tierschutzgesetzgebung bewegt werden. Der Tierhalter und Pferdebesitzer resp. eine damit beauftragte Person (z.B. Reitbeteiligung) hat zu diesem Zweck zu jeder Zeit Zutritt zum Stall.
Dabei ist mit organisatorischen Massnahmen sicherzustellen, dass sowohl im Reitstall, auf dem Reitplatz, in der Reithalle und beim Ausreiten im Gelände, jederzeit alle Regeln des BAG eingehalten werden, insbesondere das social distancing.
Soweit möglich, haben die Pensionsställe die Fütterung und Pflege der Pferde sicherzustellen.
«Reiterstübli» und ähnliches sind geschlossen.
Ist zur Grundversorgung von Heimtieren geöffnet d. h. zum Verkauf von Futter und medizinischem Verbrauchsmaterial sowie von Material, ohne dass das Leben von Tieren gefährdet ist (z. B. Aquarienpumpe) – keine Tierverkäufe / Tierrücknahmen.
Kein Kontakt zu vorhandenen Tieren (Tierräume nicht betreten; Tiere nicht streicheln).
Petsitter (Betreuung in Hüteinstitution wie z.B. Tagesbetreuung)
Der Betrieb ist für das Publikum zu schliessen (kein Zutritt externer Personen). Der Betrieb kann mit den Hunden weitergeführt werden, deren Besitzer auf eine externe Betreuung angewiesen sind, weil sie z. B. arbeiten müssen. Es sind die nötigen organisatorischen Massnahmen zu ergreifen, damit die Empfehlungen des BAG eingehalten werden können: Übergabe der Tiere im Freien, keine Menschenansammlungen, mindestens 2 Meter Abstand etc.
Hundespazierdienst / -hütedienst, wenn Hund bei Tierhaltenden abgeholt / dorthin zurückgebracht wird und der Hund / die Hunde in den Örtlichkeiten des Hundehütedienstes gehalten werden
Solche Spazierdienste und Hütedienste sind zulässig. (Hund ev. kurz im Auto, sonst nur im Freien oder in den Räumen der Hundesitterin). Auch das Ausführen mehrerer Hunde ist möglich, da es sich dabei weder um eine öffentlich zugängliche Einrichtung noch um eine verbotene Einrichtung handelt (Art. 6 COVID-19-Verordnung 2 nicht betroffen).
Interner Betrieb ist aufrecht zu erhalten, Tierpflege ist sicherzustellen.
Tierheim für Publikum geschlossen. Kontakte mit Kunden (Ferientiere abholen, Tiere bringen, Abgabe Verzichts- und Findeltiere) sind so zu organisieren, dass die Empfehlungen des BAG eingehalten werden können (keine Menschenansammlungen, 2 Meter Abstand etc.). D.h. u.a. Übernahme und Abgabe von Tieren nur ausserhalb des Gebäudes. Aufnahmestopp für Ferientiere, ausgenommen zwingende Gründe (wie Tiere von kranken Tierhaltern, von berufstätigen Personen, die keine andere Lösung finden können).
Tiere von kranken Tierhaltern separat einstallen.
Keine Tiere auf Probe geben und zurücknehmen. Alle Tiere, die auf Probe sind definitiv übergeben.
Verboten. Der Tiersalon fällt nicht unter den Ausnahmekatalog von Art. 6 Abs. 3 der Verordnung 2 über Massnahmen zur Bekämpfung des Coronavirus (COVID-19-Verordnung 2). Öffentlich zugängliche Einrichtungen sind für das Publikum zu schliessen (Art. 6 Abs. 1 COVID-19-Verordnung 2).
Die Hundehalterin kann / muss mit geeigneten Massnahmen dafür sorgen, dass der Hund nicht unter übermässiger Hitze leidet. Dafür gibt es mehrere Möglichkeiten: Spaziergänge am Morgen oder Abend, im Wald, entlang von Bächen. Im Haus für eine kühle Ecke sorgen.
In dringlichen Fällen (Tierwohl) auf Anordnung des Tierarztes und unter Einhaltung der speziellen Vorsichtsmassnahmen (z. B. ohne Tierhalter, Tierübergabe draussen, maximal ein Tier pro Sitzung) erlaubt.
In dringlichen Fällen (Tierwohl) auf Empfehlung des Tierarztes und unter Einhaltung der speziellen Vorsichtsmassnahmen (z. B. ohne Tierhalter, Tierübergabe draussen, maximal ein Tier pro Sitzung) erlaubt.
Hufschmied / Klauenpflegerin / Besamungstechniker/ Schafscherer
Betriebsbesuche durch Hufschmiede / Klauenpflegerinnen, Schafscherer und Besamungstechniker am Standort des Tieres sind zulässig. Die Empfehlungen des BAG sind zu berücksichtigen. Insbesondere sind Menschenansammlungen zu vermeiden und bei der Anwesenheit mehrerer Personen ist ein Abstand von 2 m einzuhalten.
Reitschulen / Reitunterricht (auch Einzelunterricht)
Verboten. Reitschulen fallen unter die öffentlichen Einrichtungen, welche für das Publikum zu schliessen sind (Freizeitbetriebe), bzw. unter die verbotenen Veranstaltungen nach Art. 6 Abs. 1 und 2 COVID-19-Verordnung 2. Folglich ist auch der Einzelunterricht untersagt.
Zulässig. Fällt nicht unter Art. 6 COVID-19-Verordnung 2 (weder Veranstaltung noch öffentlich zugängliche Einrichtung). Übernimmt Tiere unter Einhaltung der Massnahmen (Distanz, Hygiene etc.).
Freiwillige Helfer in Institutionen mit Tieren
Betriebe mit Tieren (z. B. Reithöfe, Tierheime) gehören zu den Einrichtungen, die grundsätzlich für das Publikum zu schliessen sind. Menschenansammlungen sind zu vermeiden und Kontakte zwischen Personen sind möglichst zu reduzieren. Es gelten die Verhaltens-Regeln des BAG. Freiwillige Helfer, dazu gehören auch Kinder und Jugendliche, dürfen daher gegenwärtig in solchen Institutionen nur soweit eingesetzt werden, als sie für die Gewährleistung des Tierwohls unerlässlich sind.
Praxisbetrieb allgemein
Tierarztpraxen sind für die Grundversorgung geöffnet. Sie dürfen aber nur dringliche Eingriffe und Therapien vornehmen (Art. 10a COVID-19-Verordnung 2). Das sind Behandlungen, die mit Blick auf das Tierwohl (notwendige Impfungen) oder aus anderen zwingenden Gründen nicht hinausgeschoben werden können (z.B. Kastration bei Freigängerkatzen, weil unerwünschter Nachwuchs nicht anders verhindert werden kann).
Der tierärztliche Notfalldienst wird aufrechterhalten. Den Tierbesitzern wird empfohlen, mit dem Tierarzt abzusprechen, ob eine Impfung oder eine andere Behandlung hinausgeschoben werden kann.
Grenzübertritt ausländische Tierärzte
Einreise in die Schweiz gemäss Art. 3, Abs. 1, Bst. c COVID-19-Verordnung 2 grundsätzlich zulässig (beruflicher Grund, nur mit Meldebescheinigung)
Ausreise von CH-Tierärzten in Nachbarländer gemäss dortigem Recht.
Hausbesuche Kleintiere und Betriebsbesuche Nutztiere (gilt auch für TAM-Besuche)
Sind unter Berücksichtigung der Schutzempfehlungen generell, d.h. auch in nicht dringlichen Fällen, möglich. Grund ist, dass es dadurch zu keinen Menschenansammlungen kommt und – anders als bei Hausbesuchen für Menschen – kein enger Kontakt zu anderen Menschen nötig ist.
Ist die Ein- und Ausfuhr von lebenden Tieren unter Covid-19- Restriktionen noch möglich?
Das BLV geht davon aus, dass der grenzüberscheitende Verkehr mit lebenden Tieren zurzeit aus logistischen Gründen nur beschränkt möglich ist (es muss wohl mit Staus, Abfertigungsproblemen und Rückweisungen an der Grenze gerechnet werden). Aufgrund dieser praktischen Probleme können allenfalls auch die tierschutzrechtlichen Anforderungen nicht gewährleistet werden. Ein- und Ausfuhren von Tieren sind deshalb soweit möglich zu verschieben. Ansonsten ist vorab im Einzelfall mit dem Bestimmungsland und den Zollbehörden zu klären, ob es aktuell zusätzliche Einschränkungen gibt.
Dies gilt auch für die grenzüberschreitende Sömmerung. In der aktuellen Situation werden die nationalen Massnahmen auf Ebene Regierungen sehr dynamisch angepasst, weshalb Prognosen über die im April oder Mai geltenden Rahmenbedingungen zurzeit nicht möglich sind.
Für gewerbliche Warentransporte in die Schweiz gelten aktuell die «normalen Bedingungen», zusätzliche «Covid19-»Einschränkungen gibt es bisher nicht. Die Vom Bund erlassenen Hygienemassnahmen sind jedoch einzuhalten.
Private Ein- und Ausfuhren (u.a. von Heimtieren und Pferden) sind wegen der für den Personenverkehr geltenden Einschränkungen aktuell nur ausnahmsweise möglich (z.B. anlässlich der Rückreise in die Schweiz mit dem eigenen Hund). Es wird daher grundsätzlich dringend von privaten Ein- und Ausfuhren abgeraten.
Was im Grenzverkehr zur Schweiz gilt finden Sie auf der Webseite der Zollverwaltung
Entscheidend sind die Weisungen der Zollverwaltung – erkundigen Sie sich vorab auf der Webseite der Zollverwaltung.
FAQs zur Coronavirus-Thematik im Lebensmittelbereich
FAQs zur Coronavirus-Thematik im Veterinärbereich
https://www.blv.admin.ch/content/blv/de/home/das-blv/auftrag/one-health/coronavirus.html

References: Art. 6
 Art. 10
 Art. 10
 Art. 7
 Art. 6
 Art. 6
 Art. 6
 Art. 3