Source: https://www.umwelt-online.de/recht/natursch/laender/srl/jagd.htm
Timestamp: 2018-12-12 15:31:26+00:00

Document:
umwelt-online-Demo: SJG - Saarländisches Jagdgesetz - Gesetz zur Erhaltung und jagdlichen Nutzung des Wildes - Saarland (1)
SJG - Saarländisches Jagdgesetz
Gesetz zur Jagd und zum Wildtiermanagement
-Saarland -
(Amtsbl. S. 638; ...; 15.02.2006 S. 474; 05.04.2006 S. 726 06; 21.11.2007 S. 2393 07; 19.03.2014 S. 118 14; 13.10.2015 S. 712 15)
Gesetzeszweck; Jagdbehörden
§ 1 Gesetzeszweck 06 14
(1) Ziel dieses Gesetzes ist es, im Rahmen des Bundesjagdgesetzes die wild lebenden Tiere als wesentlichen Bestandteil der Natur in ihrer natürlichen Vielfalt zu bewahren und zu fördern.
die jagdlichen Interessen mit öffentlichen Belangen, insbesondere mit denen der Land-, Fischerei- und Forstwirtschaft, des Tier- und Naturschutzes, der Landschaftspflege und der naturverträglichen Erholung auszugleichen,
(3) Die Jagd ist nur in Form anerkannter Jagdmethoden und unter Beachtung tierschutzrechtlicher Grundsätze sowie der in Artikel 20a des Grundgesetzes verankerten Verantwortung für die natürlichen Lebensgrundlagen und für die Tiere zulässig. Sie hat aus vernünftigem Grund zu erfolgen. Aus vernünftigem Grund geschieht die Jagdausübung insbesondere dann, wenn sie
als nachhaltige naturnahe Landnutzung das erlegte Wild ganz oder in wesentlichen Teilen der menschlichen Nutzung zuführt,
der Schadensvorbeugung oder -abwehr zugunsten der Landnutzungen dient,
der Vorbeugung und Bekämpfung von Tierseuchen oder
§ 1a Tierarten 14
§ 2 Jagdhoheit; Jagdbehörden 06 07 14
(2) Oberste Jagdbehörde ist das Ministerium für Umwelt und Verbraucherschutz.
(3) Untere Jagdbehörden sind die Landkreise, der Regionalverband Saarbrücken und die Landeshauptstadt Saarbrücken.
(5) In den Eigenjagdbezirken der staatlichen Forstverwaltung und in von dieser angepachteten Jagdbezirken werden mit Ausnahme der §§ 5, 15, 18 und 24 des Bundesjagdgesetzes sowie der §§ 3, 14, 38 und 49 Abs. 4 die Befugnisse der Jagdbehörden von der Forstbehörde ( § 43 Abs. 1 des Landeswaldgesetzes) wahrgenommen.
§ 3 Gestaltung der Jagdbezirke 07
(1) Die Abrundung von Jagdbezirken erfolgt
durch Vertrag zwischen den Jagdgenossenschaften oder den Eigentümern von Eigenjagdbezirken oder
von Amts wegen durch Verfügung der obersten Jagdbehörde.
Einem Vertrag nach Nummer 1, der die Voraussetzungen für eine Abrundung erfüllt, ist der Vorrang vor einer Verfügung der Jagdbehörde nach Nummer 2 einzuräumen. Dabei ist besonders auf eine sinnvolle Gestaltung des Lebensraumes für das Wild und auf ökologische Belange zu achten. Bei der Abrundung soll die Gesamtgröße der Jagdbezirke möglichst wenig verändert werden.
(2) Ein Abrundungsvertrag bedarf der Zustimmung der betroffenen Jagdpächter und der obersten Jagdbehörde. Die Zustimmung der obersten Jagdbehörde ist zu versagen, wenn die Abrundung zur ordnungsgemäßen Jagdpflege und Jagdausübung nicht notwendig ist.
(3) Eine Abrundung kann von der obersten Jagdbehörde verfügt werden, wenn sie für die ordnungsgemäße Jagdpflege und Jagdausübung unbedingt erforderlich ist. Bei verpachteten Jagdbezirken darf eine Abtrennung im Rahmen einer Abrundung erst mit Ablauf des Pachtvertrages erfolgen.
(4) Verändert sich die Fläche eines gemeinschaftlichen Jagdbezirkes während der Laufzeit eines Jagdpachtvertrages, so ist der Pachtzins der Flächenveränderung anzupassen. Wird eine Fläche einem Eigenjagdbezirk angegliedert, so hat deren Eigentümer gegen den Eigentümer des Eigenjagdbezirkes einen Anspruch in Höhe des ortsüblichen Jagdpachtzinses. Abweichende Vereinbarungen sind zulässig und bedürfen der Schriftform.
(5) Die außerhalb eines Jagdbezirkes liegenden Grundflächen einer Gemeinde sind benachbarten Jagdbezirken anzugliedern. Zuständig für die Angliederung ist die Jagdbehörde.
§ 4 Befriedete Bezirke; Ruhen der Jagd 06

References: § 1

§ 1

§ 2
 § 43

§ 3

§ 4