Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=6%20U%2049/04
Timestamp: 2019-09-16 07:30:49+00:00

Document:
OLG Bamberg, 03.06.2005 - 6 U 49/04 - dejure.org
https://dejure.org/2005,2751
OLG Bamberg, 03.06.2005 - 6 U 49/04 (https://dejure.org/2005,2751)
OLG Bamberg, Entscheidung vom 03.06.2005 - 6 U 49/04 (https://dejure.org/2005,2751)
OLG Bamberg, Entscheidung vom 03. Juni 2005 - 6 U 49/04 (https://dejure.org/2005,2751)
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Anspruch auf Zahlung des restlichen Architektenhonorars; Anforderungen an die Darlegung der Rüge unterbliebener gerichtlicher Hinweise; Schriftformerfordernis beim Architektenvertrag; Kündigung eines Architektenvertrages wegen zerrütteten Vertrauensverhältnisses durch ...
Schriftformerfordernis bei stufenweiser Beauftragung
HOAI § 4 § 15
Schriftform des § 4 HOAI auch bei Beauftragung weiterer Vertragsstufen?
Anwendbarkeit von § 4 HOAI bei stufenweiser Beauftragung (IBR 2005, 550)
LG Coburg, 12.10.2004 - 12 O 847/02
BauR 2005, 1372 (Ls.)
Nach einer Meinung ist eine Honorarabrede nur wirksam, wenn sie gleichzeitig mit der Beauftragung der Architektenleistungen erfolgt (OLG Braunschweig, BauR 2007, 903, 904; OLG Bamberg, MDR 2006, 19 ;… Korbion/Mantscheff/Vygen, HOAI, 6. Aufl., § 4 Rdn. 24 und 34; Werner, BauR 1992, 695, 698).
Danach gilt: Bei einer stufenweisen Beauftragung des Architekten in Form eines Vorvertrages, der erst dann zu weitergehenden Honoraransprüchen führt, wenn eine gesonderte, zusätzliche Beauftragung erfolgt, ist § 4 HOAI auf jeden Abschnitt stufenweiser Beauftragung gesondert anzuwenden und für jeden stufenweisen Abruf einer Leistungsphase auch die Schriftform zu verlangen (vgl. OLG Bamberg in MDR 2006, 19 und Werner, BauR 1992, 695, 698).
OLG Düsseldorf, 18.05.2006 - 6 U 109/05
Wirksamkeit des Gesellschafterbeschlusses einer Aktiengesellschaft im …
(1) Seine Stellung als Gesellschafter hat der Kläger aufgrund des am 6. Dezember 2001 zwischen ihm und der Beklagten nach § 55 Abs. 1 und 2 GmbHG geschlossenen Übernahmevertrages erworben (nicht - wie es der Senat in seinen Urteilen vom 25. März 2004, I-6 U 209/03, und 29. April 2004, I-6 U 49/04, irrtümlich angenommen hat - durch die Gesellschaftervereinbarung vom 6. Dezember 2001, Urkunde A.Prot. 2001, Nr. 139, = Anlage B 1).
Spätestens seit dem Senatsurteil vom 29. April 2004 (6 U 49/04) bedurfte es keines Hinweises zur Beweislast mehr.
Der Streitwert wird hier - anders als in den Sachen I-6 U 209/03 und I-6 U 49/04 - maßgeblich beeinflusst durch den Wert des Geschäftsanteils des Klägers.
Auch das Oberlandesgericht Bamberg (OLGR 2005, 530) ist der Auffassung, § 4 HOAI und das Schriftformerfordernis seien gesondert auf jeden Abschnitt der stufenweisen Beauftragung anwenden.

References: § 4
 § 15
 § 4
 § 4
 § 4
 § 4
 § 55
 § 4