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Timestamp: 2020-03-31 03:00:38+00:00

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BGH, 07.05.1992 - I ZR 176/90 - dejure.org
https://dejure.org/1992,1052
BGH, 07.05.1992 - I ZR 176/90 (https://dejure.org/1992,1052)
BGH, Entscheidung vom 07.05.1992 - I ZR 176/90 (https://dejure.org/1992,1052)
BGH, Entscheidung vom 07. Mai 1992 - I ZR 176/90 (https://dejure.org/1992,1052)
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Werbende Ankündigung - Werbung - Versandhandel - Werbegeschenke - Psychologischer Kaufzwang - Übertriebenes Anlocken - Wettbewerbswidrigkeit - Wettbewerb
Glücksball-Festival
Psychologischer Kaufzwang; übertriebenes Anlocken
NJW-RR 1992, 1192
MDR 1992, 1140
GRUR 1992, 621
a) Die beanstandete Werbung ist dem Bereich der Wertreklame zuzurechnen, deren Besonderheit darin besteht, daß dem Kunden zu Werbezwecken eine geldwerte Vergünstigung gewährt wird, indem ihm im Zusammenhang mit dem Abschluß eines Geschäfts eine Ware oder Leistung unentgeltlich oder jedenfalls verbilligt überlassen wird (vgl. BGH, Urt. v. 7.5.1992 - I ZR 176/90, GRUR 1992, 621, 622 = WRP 1992, 644 - Glücksball-Festival;… Urt. v. 15.2.1996 - I ZR 1/94, GRUR 1996, 778, 780 = WRP 1996, 889 - Stumme Verkäufer;… Urt. v. 26.3.1998 - I ZR 231/95, GRUR 1998, 1037, 1038 = WRP 1998, 727 - Schmuck-Set, m.w.N.;… Köhler/Piper, UWG, 2. Aufl., § 1 Rdn. 192).
Werbegeschenke sind grundsätzlich zulässig (…vgl. BGH, Urt. v. 23.2.1989 - I ZR 138/86, GRUR 1989, 366, 367 = WRP 1990, 28 - Wirtschaftsmagazin;… Urt. v. 12.10.1989 - I ZR 155/87, GRUR 1990, 44, 45 = WRP 1990, 266 - Annoncen-Avis;… Urt. v. 29.4.193 - I ZR 92/91, GRUR 1993, 774, 776 = WRP 1993, 758 - Hotelgutschein; Urt. v. 7.5.1992 - I ZR 176/90, GRUR 1992, 621, 622 = WRP 1992, 644 - Glücksball-Festival;… Urt. v. 17.11.1994 - I ZR 193/92, GRUR 1995, 165, 166 = WRP 1995, 192 - Kosmetikset).
Denn es ist mit den guten Sitten im Wettbewerb nicht zu vereinbaren, daß der umworbene Verbraucher verleitet wird, seine Kaufentscheidung statt nach Preiswürdigkeit und Qualität der angebotenen Ware danach zu treffen, ob ihm beim Kauf besondere zusätzliche Vergünstigungen gewährt werden (BGH GRUR 1992, 621, 622 - Glücksball-Festival).
Dabei hat das Landgericht zutreffend berücksichtigt, daß es Kunden nach allgemeiner Erfahrung eher unangenehm ist, im geschäftlichen Verkehr lediglich nicht unerhebliche geldwerte Vorteile entgegenzunehmen, ohne von dem normalen Leistungsangebot Gebrauch zu machen (vgl. BGH, Urt. v. 07.05.1992 - I ZR 176/90, GRUR 1992, 621, 622 = WRP 1992, 644 - Glücksball-Festival).
Denn es ist mit den guten Sitten im Wettbewerb nicht zu vereinbaren, daß der umworbene Verbraucher verleitet wird, seine Kaufentscheidung statt nach Preiswürdigkeit und Qualität der angebotenen Ware danach zu treffen, ob ihm beim Kauf besondere zusätzliche Vergünstigungen gewährt werden (BGH, Urt. v. 7.5.1992 - I ZR 176/90, GRUR 1992, 621, 622 = WRP 1992, 644 - Glücksball-Festival).
Das ist gegebenenfalls mit den Grundsätzen des Leistungswettbewerbs nicht vereinbar, in dem die Mitbewerber ihre wettbewerbsrechtliche Stellung jeweils mit der Qualität und/oder der Preiswürdigkeit ihrer Erzeugnisse und Leistungen erreichen sollen (vgl. hierzu: BGH WRP 1998, 727, 728 "Schmuck-Set"; BGH GRUR 1993, 774, 776 "Hotelgutschein"; BGH GRUR 1992, 621, 622 "Glücksball-Festival"; BGH GRUR 1968, 649, 651 "Rocroni-Ascher";… Baumbach/Hefermehl, Wettbewerbsrecht, 22. Auflage 2001, § 1 UWG Rdn. 93 m.w.N.).
Das aber ist mit den Grundsätzen des Leistungswettbewerbs nicht vereinbar, in dem die Mitbewerber ihre wettberwerbliche Stellung jeweils mit der Qualität und/oder Preiswürdigkeit ihrer Erzeugnisse und Leistungen erreichen sollen (vgl. BGH WRP 1998, 727/728 - "Schmuck-Set"; BGH GRUR 1993, 774/776 - "Hotelgutschein" - BGH GRUR 1992, 621/622 - "Glücksball-Festival" - BGH GRUR 1968, 649/651 - "Rocroni-Ascher" - Baumbach/Hefermehl, a.a.O., Rdn. 93 zu § 1 UWG mit weiteren Nachweisen).
OLG Hamm, 01.12.1998 - 4 U 164/98
Wettbewerbswidrigkeit einer Werbung unter dem Gesichtspunkt des übertriebenen …
Nach gefestigter höchstrichterlicher Rechtsprechung sind Geschenke an Kunden zu Werbezwecken dann wettbewerbswidrig, wenn von der Vergünstigung eine so starke Anziehungskraft ausgeht, daß der Verbraucher verleitet wird, seine Kaufentscheidung statt nach Preiswürdigkeit und Qualität der angebotenen Ware danach zu treffen, ob ihm beim Kauf besondere zusätzliche Vergünstigungen gewährt werden (vgl. z. B. BGH, WRP 1992, 644 - Glücksball-Festival).
OLG München, 28.09.1999 - Lw U 3095/99

References: § 1
 BGH 
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