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Timestamp: 2019-07-22 21:04:59+00:00

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﻿ ﻿ BAG – 5 AZR 406/10 | bag-urteil.com
Bundesarbeitsgericht, Urteil vom 17.08.2011, 5 AZR 406/10
Auf die Revision der Beklagten wird das Teilurteil des Landesarbeitsgerichts Berlin-Brandenburg vom 3. Juni 2010 – 15 Sa 166/10 – aufgehoben, soweit es der Berufung des Klägers gegen das Schlussurteil des Arbeitsgerichts Berlin vom 23. September 2009 – 20 Ca 19044/08 – stattgegeben hat, und die Berufung des Klägers zurückgewiesen.
5 AZR 406/10 > Rn 1
5 AZR 406/10 > Rn 2
5 AZR 406/10 > Rn 3
5 AZR 406/10 > Rn 4
5 AZR 406/10 > Rn 5
5 AZR 406/10 > Rn 6
5 AZR 406/10 > Rn 7
5 AZR 406/10 > Rn 8
5 AZR 406/10 > Rn 9
5 AZR 406/10 > Rn 10
5 AZR 406/10 > Rn 11
5 AZR 406/10 > Rn 12
5 AZR 406/10 > Rn 13
5 AZR 406/10 > Rn 14
5 AZR 406/10 > Rn 15
5 AZR 406/10 > Rn 16
5 AZR 406/10 > Rn 17
5 AZR 406/10 > Rn 18
5 AZR 406/10 > Rn 19
5 AZR 406/10 > Rn 20
5 AZR 406/10 > Rn 21
5 AZR 406/10 > Rn 22
5 AZR 406/10 > Rn 23
5 AZR 406/10 > Rn 24
Ergänzungsurteil – Kosten
Bundesarbeitsgericht, Urteil vom 14.12.2011, 5 AZR 406/10 (A)
Der Antrag der Beklagten auf Ergänzung des Urteils vom 17. August 2011 – 5 AZR 406/10 – wird abgewiesen.
Die Beklagte hat die Kosten des Urteilsergänzungsverfahrens zu tragen.
5 AZR 406/10 (A) > Rn 1
5 AZR 406/10 (A) > Rn 2
5 AZR 406/10 (A) > Rn 3
Der Senat hat auf die Revision der Beklagten das Teilurteil des Landesarbeitsgerichts aufgehoben, soweit es der Berufung des Klägers gegen das Schlussurteil des Arbeitsgerichts stattgegeben hat, die Berufung des Klägers zurückgewiesen und ihm die Kosten des Revisionsverfahrens auferlegt (BAG 17. August 2011 – 5 AZR 406/10 – DB 2011, 2550).
5 AZR 406/10 (A) > Rn 4
5 AZR 406/10 (A) > Rn 5
das Schlussurteil des Landesarbeitsgerichts vom 18. August 2010 – 15 Sa 685/09 -, – 15 Sa 1130/09 – und – 15 Sa 166/10 – aufzuheben, soweit es die Kosten des Rechtsstreits betrifft und die Kosten des Berufungsverfahrens dem Kläger zu 82 % und der Beklagten zu 18 % und die Kosten des Verfahrens erster Instanz dem Kläger zu 64 % und der Beklagten zu 36 % aufzuerlegen,
5 AZR 406/10 (A) > Rn 6
5 AZR 406/10 (A) > Rn 7
5 AZR 406/10 (A) > Rn 8
5 AZR 406/10 (A) > Rn 9
I. Der Antrag ist zulässig, insbesondere fristgerecht (§ 321 Abs. 2 ZPO) gestellt, aber unbegründet. Über ihn entscheidet der Senat, wobei an dem Ergänzungsurteil auch Richter teilnehmen können, die an dem Haupturteil nicht mitgewirkt haben (RG 7. November 1892 – VI 125/92 – RGZ 30, 342, 345; Zöller/Vollkommer 29. Aufl. § 321 ZPO Rn. 10; Reichold in Thomas/Putzo 30. Aufl. § 321 ZPO Rn. 4). Nur bei der Ergänzung des Urteilstenors über die Zulassung von Berufung und Revision nach § 64 Abs. 3a, § 72 Abs. 1 Satz 2 ArbGG hat das Gericht unter Hinzuziehung derselben Richter zu entscheiden, die an dem Urteil mitgewirkt haben, weil es sich dabei um eine § 320 Abs. 1 ZPO vergleichbare Auslassung der Urteilsformel handelt (BAG 23. August 2011 – 3 AZR 650/09 – Rn. 26 mwN, NZA 2012, 37).
5 AZR 406/10 (A) > Rn 10
1. Nach § 321 Abs. 1 ZPO ist auf Antrag ein Urteil durch nachträgliche Entscheidung ua. dann zu ergänzen, wenn der Kostenpunkt bei der Endentscheidung ganz oder teilweise übergangen ist. Die Vorschrift dient der Ergänzung eines lückenhaften Urteils, nicht der Richtigstellung eines – vermeintlich – falschen Urteils (allgA, vgl. nur BVerfG 27. April 2000 – 1 BvR 2077/99 – NJW-RR 2000, 1664; BGH 16. Dezember 2005 – V ZR 230/04 – zu II 1 der Gründe, NJW 2006, 1351; Zöller/Vollkommer 29. Aufl. § 321 ZPO Rn. 2; Reichold in Thomas/Putzo 30. Aufl. § 321 ZPO Rn. 1).
5 AZR 406/10 (A) > Rn 11
2. Das Urteil des Senats vom 17. August 2011 (- 5 AZR 406/10 – DB 2011, 2550) enthält im Kostenausspruch keine Entscheidungslücke.
5 AZR 406/10 (A) > Rn 12
Der Senat hat, wie sich aus den Entscheidungsgründen ergibt, bewußt über die die Klage auf Überstundenvergütung betreffenden erst- und zweitinstanzlichen Kosten nicht befunden, weil das Landesarbeitsgericht darüber – ohne den Ausgang des Revisionsverfahrens abzuwarten – in einem rechtskräftigen Schlussurteil vom 18. August 2010 mitentschieden hatte und der Senat daran gebunden war (vgl. BGH 9. April 1956 – II ZR 135/55 – BGHZ 20, 253; 9. November 1977 – VIII ZB 36/77 – WM 1977, 1428; 26. Juni 1986 – V ZB 15/86 – VersR 1986, 1210). Ist ein Teilurteil ohne Kostenentscheidung ergangen, so muss die im Schlussurteil getroffene Kostenentscheidung mit der Berufung oder Revision angegriffen werden, soll sie nicht rechtskräftig werden. Das gegen das Teilurteil eingelegte Rechtsmittel erfasst nicht die Kostenentscheidung des Schlussurteils (noch aA RAG 7. August 1940 – RAG 258/39 – RAGE 23, 289). Dass die Beklagte die Auffassung des Senats nicht teilt, ist ihr unbenommen, aber unerheblich, weil die Urteilsergänzung nach § 321 ZPO nicht der Richtigstellung eines vermeintlich falschen Urteils dient.
5 AZR 406/10 (A) > Rn 13
Siehe auch: Ergänzungsurteil vom 14.12.2011, 5 AZR 406/10 (A)
Pauschalabgeltung,
Das Urteil BAG – 5 AZR 406/10 wird zitiert in:
> BAG, 19.03.2014 – 5 AZR 299/13 (F)
> BAG, 22.02.2012 – 5 AZR 765/10

References: § 321
 § 321
 § 64
 § 72
 § 320
 § 321
 BGH 
 § 321
 § 321
 BGH 
 § 321