Source: http://sl.juris.de/cgi-bin/landesrecht.py?d=http://sl.juris.de/sl/gesamt/NatSGSaarwWadgV_SL_2016.htm
Timestamp: 2019-11-18 07:16:48+00:00

Document:
(1) Das im Folgenden näher bestimmte Gebiet mit einer Größe von ca. 14,4 ha wird zum Naturschutzgebiet erklärt. Es trägt die Bezeichnung Naturschutzgebiet „Saaraue nordwestlich Wadgassen“ (N 6706-303) und ist Teil des Netzes Natura 2000 ( § 31 Bundesnaturschutzgesetz ) als Gebiet von gemeinschaftlicher Bedeutung gemäß der Richtlinie 92/43/EWG des Rates vom 21. Mai 1992 zur Erhaltung der natürlichen Lebensräume sowie der wildlebenden Tiere und Pflanzen (ABl. L 206 vom 22.07.1992 S. 7) in der derzeit geltenden Fassung.
Das Schutzgebiet liegt in der Gemeinde Wadgassen, Gemarkung Wadgassen, westlich der Saarbrücke zwischen der Saar und der BAB 620.
(2) Das Schutzgebiet ist in der anliegenden Übersichtskarte ,[2] die Bestandteil dieser Verordnung ist, durch schwarze Umrandung gekennzeichnet. Die flurstückgenaue Abgrenzung ist in einer Detailkarte 1:2.000 mit Flurstücknummern und Randsignatur, die ebenfalls Bestandteil dieser Verordnung ist, wiedergegeben. Diese Karten und der Verordnungstext werden im Ministerium für Umwelt und Verbraucherschutz - Oberste Naturschutzbehörde -, Saarbrücken, verwahrt. Eine weitere Ausfertigung befindet sich bei der Gemeinde Wadgassen. Verordnungstext und Karten können bei den genannten Stellen eingesehen werden.
des Lebensraumtyps:
Schutzzweck ist zudem die Erhaltung und Entwicklung des Biotopkomplexes aus feuchten Wiesen, Röhrichten, Hochstaudenfluren, Großseggenrieden und Gebüschen feucht-nasser Standorte, welcher zur Vielfalt, Eigenart und Schönheit des Landschaftsbildes beiträgt und einer Vielzahl von teils seltenen und gefährdeten Tier- und Pflanzenarten einen geeigneten Lebensraum bietet.
landwirtschaftliche Bodennutzung und zu diesem Zweck auch das Ausbringen von Pflanzen oder Tieren unter Beachtung des § 3 Absatz 2 und des § 4 Absätze 1 und 2 und unter den Maßgaben, dass keine Beweidung erfolgt, der Uferrandstreifen des Lauterbachs von 10 m je Ufer nicht genutzt wird, keine Nachsaaten vorgenommen werden und eine Mahd auf Flächen ohne Lebensraumtypen erst ab dem 1. Juli durchgeführt wird,
Freilauf von Hunden, sofern es sich um Jagdhunde bei der Nachsuche oder bei Bewegungsjagden oder um Diensthunde im Einsatz, soweit erforderlich, handelt,
Arbeiten zur Unterhaltung von Gewässern in der Zeit vom 15. Juli bis 15. Oktober unter Beachtung des § 4 Absatz 2. Die Arbeiten sind dem Landesamt für Umwelt- und Arbeitsschutz spätestens vier Wochen vor Beginn anzuzeigen. Bei Gefahr im Verzug gelten die Fristen nicht,
Erdarbeiten zur Sicherung, wissenschaftlichen Dokumentation und Bergung von Bodendenkmälern nach § 20 des Saarländischen Denkmalschutzgesetzes vom 19. Mai 2004 (Amtsbl. S. 1498)[3] in der derzeit geltenden Fassung im Einvernehmen mit der Obersten Naturschutzbehörde,
Walzen oder Eggen bis zum 1. April, sofern nicht mehr als 50% der Fläche des Lebensraumtyps behandelt werden.
Walzen oder Eggen bis zum 1. April, sofern nicht mehr als 50% der Fläche des Lebensraumtyps behandelt werden; die Flächenbeschränkung gilt nicht für Maßnahmen zur Beseitigung von Wildschäden.
auf Flächen mit dem Lebensraumtyp 91E0 Erlen-, Eschen- und Weichholzauenwälder die Bewirtschaftung unter Beachtung folgender Maßgaben:
Unzulässig sind alle Veränderungen und Störungen, die das Naturschutzgebiet in den für den Schutzzweck maßgeblichen Bestandteilen erheblich beeinträchtigen können.
Pestizide oder Dünger einzusetzen und Wanderschafherden zu pferchen,
Hunde im Umkreis von 50 Metern um Biberburgen frei laufen zu lassen.
Diese Verordnung tritt am Tag nach ihrer Verkündung im Amtsblatt des Saarlandes in Kraft. Gleichzeitig tritt die Verordnung über das Naturschutzgebiet „Saarwiesen bei Wadgassen“ vom 16. August 1999 (Amtsbl. S. 1321) in der derzeit geltenden Fassung außer Kraft. Auf den in § 1 dieser Verordnung bezeichneten Flächen tritt gleichzeitig die Verordnung über die Landschaftsschutzgebiete im Landkreis Saarlouis vom 31. März 1977 (Amtsbl.1977, S. 405) in der derzeit geltenden Fassung außer Kraft.

References: § 31
 § 3
 § 4
 § 4
 § 20
 § 1