Source: http://www.regierung.mittelfranken.bayern.de/aufg_abt/abt3/abt31503.htm
Timestamp: 2017-08-21 08:32:14+00:00

Document:
0911 52700 34
(Flugmodelle, unbemannte Luftfahrtsysteme)
0911 52700 31
(Feuerwerke, Fesselballone, Kinderluftballone)
Unbemannte Fluggeräte (Unbemannte Luftfahrtsysteme und Flugmodelle - „Drohnen“)
Am 07.04.2017 ist die Verordnung zur Regelung des Betriebs von unbemannten Fluggeräten vom 30. März 2017 in Kraft getreten. Durch diese Verordnung wurde der Betrieb von unbemannten Luftfahrtsystemen und Flugmodellen neu geregelt. Diese Regelungen geben insbesondere auch die rechtlichen Rahmenbedingungen für den Betrieb von Multikoptern („Drohnen“) vor. Ausführliche Informationen zur Rechtslage, z. B. auch einen Entscheidungsbaum für die Planung von Drohneneinsätzen finden Sie auf folgenden Websites:
www.sicherer-drohnenflug.de
http://www.bmvi.de/SharedDocs/DE/Artikel/LR/151108-drohnen.html?nn=12830
Informationen zum Kenntnisnachweis und eine Liste der nach § 21d Luftverkehrs-Ordnung (LuftVO) anerkannten Stellen finden Sie unter:
http://www.lba.de/DE/Luftfahrtpersonal/Unbemannte_Fluggeraete/ UAV_Vorbereitung.html?nn=569540
Zusätzliche Kurzinformation für den Bereich des Luftamts Nordbayern:
Für den Betrieb von unbemannten Fluggeräten mit einer Startmasse bis 5 Kilogramm Startmasse ohne Verbrennungsmotor oder Raketenantrieb am Tag in einer Entfernung von weniger als 1,5 Kilometern von der Begrenzung von Flugplätzen wird keine Aufstiegserlaubnis des Luftamts benötigt. Bei diesem erlaubnisfreien Betrieb müssen alle luftrechtlichen Regelungen, die für unbemannte Fluggeräte anwendbar sind, insbesondere die Betriebsverbote des § 21b Luftverkehrs-Ordnung beachtet werden.
Für den Betrieb von unbemannten Luftfahrtsystemen (nicht von Flugmodellen) über 5 bis 10 Kilogramm Startmasse oder jeden Gewichts in einer Entfernung von weniger als 1,5 km zu der Begrenzung von Flugplätzen kann von der durch Allgemeinverfügung der Regierung von Mittelfranken - Luftamt Nordbayern - vom 15.09.2016 erteilten Allgemeinerlaubnis zum Aufstieg von unbemannten Luftfahrtsystemen Gebrauch gemacht werden, wenn der Betreiber eine in der Verfügung vorgegebene Erklärung abgibt. Auch wenn von einer durch Allgemeinverfügung oder Individualbescheid erlassenen Allgemeinerlaubnis zum Aufstieg von unbemannten Luftfahrtsystemen Gebrauch gemacht wird, gelten die Betriebsverbote des § 21b Luftverkehrs-Ordnung uneingeschränkt.
Von den Betriebsverboten des § 21b Luftverkehrs-Ordnung können in begründeten Fällen Ausnahmen zugelassen werden. Das Formular für Anträge auf Ausnahmezulassungen enthält ausführliche Informationen dazu, in welchem Umfang derzeit Ausnahmen in Bayern zugelassen werden.
Die Gemeinsamen Grundsätze des Bundes und der Länder zur Anwendung der Betriebsvorschriften für unbemannte Fluggeräte befinden sich derzeit in Überarbeitung. Es ist vorgesehen, die in Bayern geltenden Allgemeinverfügungen nach Veröffentlichung der Neufassung dieser Gemeinsamen Grundsätze an diese anzupassen. Anschließend werden an dieser Stelle entsprechende Informationen eingestellt. Wenn Sie von den Regelungen betroffen sind, empfehlen wir Ihnen daher, sich regelmäßig auf unserer Website über den Sachstand zu informieren.
Informationen zu Kontrollzonen, Flugbeschränkungsgebieten und Flugplätzen für Nutzer der durch Allgemeinverfügung erteilten Allgemeinerlaubnis zum Aufstieg von unbemannten Luftfahrtsystemen
Die Allgemeinerlaubnis zum Aufstieg von unbemannten Luftfahrtsystemen gilt nicht in Gebieten mit Flugbeschränkungen nach § 11 LuftVO. Im kontrollierten Luftraum, insbesondere in Kontrollzonen (Luftraum „D“), darf die Erlaubnis nur nach erteilter Flugverkehrskontrollfreigabe der zuständigen Flugverkehrskontrollstelle genutzt werden. Für Kontrollzonen an internationalen Verkehrsflughäfen mit DFS-Flugplatzkontrolle, dazu zählt auch der Verkehrsflughafen Nürnberg, gilt eine Sonderregelung der DFS Deutsche Flugsicherung GmbH, die Sie unten unter Links finden. Anhand der nachfolgend eingestellten Dateien im gpx-Format können die Inhaber von solchen Erlaubnissen für den Bereich Nordbayern prüfen, ob der zu nutzende Luftraum innerhalb einer Kontrollzone (CTR) oder einem ab Grund eingerichteten Gebiet mit Flugbeschränkungen (ED-R) liegt. Unabhängig davon bedarf der Betrieb von unbemannten Luftfahrtsystemen in einer Entfernung von weniger als 1,5 km von der Begrenzung von Flugplätzen oder Flughäfen der Zustimmung der Luftaufsicht oder Flugleitung. Auch hier stellen wir Ihnen eine gpx-Datei zur Verfügung, anhand derer die entsprechenden Abstandsbereiche festgestellt werden können.
Die gpx-Dateien können z. B. im BayernAtlas (www.geoportal.bayern.de/bayernatlas) oder in einem GPS-Gerät hochgeladen und dann eingesehen werden.
Die Dateien stehen für den Download im zip-Format bereit.
CTR_ANSBACH (zip-Datei)
CTR_GRAFENWOEHR(zip-Datei)
CTR_HOF(zip-Datei)
CTR_ILLESHEIM (zip-Datei)
CTR_NUERNBERG (zip-Datei)
ED_R_23_GRAFENRHEINFELD (zip-Datei)
ED_R_136_GRAFENWOEHR_SECTOR_A (zip-Datei)
ED_R_136_GRAFENWOEHR_SECTOR_B (zip-Datei)
ED_R_135_HAMMELBURG (zip-Datei)
ED_R_137_HOHENFELS_SECTOR_A (zip-Datei)
ED_R_137_HOHENFELS_SECTOR_B
ED_R_139_WETTZELL (zip-Datei)
ED_R_134_WILDFLECKEN (zip-Datei)
1,5 km-Abstände zu Flugplätzen in Nordbayern Stand 07/2017 (zip-Datei)
Antragsformular Modellflug (PDF-Dokument)1
Antragsformular Modellflug auf Flugplätzen (PDF-Dokument)1
Erklärung zur Nutzung der Erlaubnis zum Aufstieg von unbemannten Luftfahrtsystemen nach Allgemeinverfügung (barrierefreies PDF-Dokument)
Formular für Anträge auf Ausnahmezulassungen (barrierefreies PDF-Dokument)
Antragsformular Einzelerlaubnis unbemannte Luftfahrtsysteme (PDF-Dokument)1
Drachen, Kinderluftballone, Himmelslaternen
Das Steigenlassen von Drachen und Kinderballonen oder das Betreiben von Schirmdrachen ist in einer Entfernung von weniger als 1,5 Kilometern von der Begrenzung von Flugplätzen verboten. Eine Liste der hiervon betroffenen Landeplätze finden Sie hier: Liste der Flugplätze und Segelfluggelände in Nordbayern. Das Luftamt Nordbayern kann auf Antrag Ausnahmen von diesem Verbot zulassen, wenn von dem Aufstieg des Drachens oder der Kinderballone keine Gefahren für die öffentliche Sicherheit und Ordnung ausgehen. Der Antrag kann formlos unter Angabe von Ort und Zeitraum des Aufstiegs, sowie der Anzahl der Drachen oder Ballone gestellt werden. Das Steigenlassen von Drachen und Schirmdrachen bedarf darüber hinaus auch in einer Entfernung von mehr als 1,5 Kilometern von der Begrenzung von Flugplätzen einer Erlaubnis, wenn sie mit einem Seil von mehr als 100 Metern Länge gehalten werden.
Bei Aufstieg einer großen Anzahl von Kinderluftballonen sollte zudem die für die Flugsicherung zuständige Stelle der Deutschen Flugsicherung GmbH informiert werden.
Nach § 18 Abs. 5 der Verordnung über die Verhütung von Bränden (VVB) ist es in Bayern verboten, unbemannte Ballone, Himmelslaternen oder vergleichbare Flugkörper steigen zu lassen, bei denen die Luft mit festen, flüssigen oder gasförmigen Brennstoffen erwärmt wird. Von diesem Verbot kann keine Ausnahme zugelassen werden. Die Erteilung einer luftrechtlichen Erlaubnis für diese Flugkörper ist daher in Bayern nicht möglich.
§ 20ff Luftverkehrs-Ordnung (LuftVO)
Allgemeinverfügung zur Erteilung der Erlaubnis von unbemannten Luftfahrtsystemen (PDF-Dokument)
Kurzinformation über die Nutzung von unbemannten Luftfahrtsystemen
Bekanntmachung der DFS zu Flugverkehrskontrollfreigaben an internationalen Verkehrsflughäfen
Bekanntmachung der ACG zu Flugverkehrskontrollfreigaben an Regionalflugplätzen
Zuverlässigkeitsüberprüfung nach § 7 LuftSiG
Modellflugzeuge, Raketen, Feuerwerke, Fesselballone, Kinderluftballone, unbemannte Luftfahrtsysteme
Vollzug des Gesetzes zum Schutz gegen Fluglärm
Bauvorhaben in der Nähe von Flugplätzen, Luftfahrthindernisse
Zuletzt geändert am 31.07.2017.

References: § 21
 § 21
 § 21
 § 21
 § 11
 § 18

§ 20
 § 7