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Timestamp: 2019-05-20 23:33:43+00:00

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§ 26a StPO: Verwerfung eines unzulässigen Ablehnungsantrags
Verwerfung eines unzulässigen Ablehnungsantrags
1.die Ablehnung verspätet ist,
2.ein Grund zur Ablehnung oder ein Mittel zur Glaubhaftmachung nicht oder nicht innerhalb der nach § 26 Absatz 1 Satz 2 bestimmten Frist angegeben wird oder
3.durch die Ablehnung offensichtlich das Verfahren nur verschleppt oder nur verfahrensfremde Zwecke verfolgt werden sollen.
§ 27 StPO
BGH, BESCHLUSS vom 1.7.2015, Az. Im Verwaltungsprozess wie auch im Zivilund Strafprozess (siehe § 26a StPO) gerät in solchen Fällen unzulässiger Ablehnungsgesuche die Beteiligung des abgelehnten Richters mit Art. 101 Abs. 1 Satz 2 GG nicht in Konflikt, weil die Prüfung keine Beurteilung des eigenen Verhaltens voraussetzt und deshalb keine Entscheidung in eigener Sache erfolgt (vgl. BVerfGK 13, 72, 79; BVerfG, Beschluss vom 11. März 2013 - 1 BvR 2853/11 Rn. 30).
LSG München, Urteil vom 2.5.2015, Az. 8 SO 50/13 An die Offensichtlichkeit des Rechtsmissbrauchs sind (vgl. dazu die Einschätzung des Gesetzgebers in § 26a StPO, BVerfG NJW 2005, 3410) strenge Maßstäbe anzulegen.
OLG Bamberg, Beschluss vom 5.2.2013, Az. Ss OWi 1451/12 Dies gilt auch für die Anwendung des § 26a I Nr. 3 StPO (vgl. BGH, Beschluss vom 02.04.2008 - 5 StR 129/07 = wistra 2008, 267; BGH, Beschluss vom 10.04.2008 - 4 StR 443/07 = NStZ 2008, 523, 524).
OLG Bamberg, Beschluss vom 5.2.2013, Az. Ss OWi 1451/12 Nur bei strenger Beachtung der tatbestandlichen Voraussetzungen des § 26a StPO gerät die Mitwirkung des abgelehnten Richters nicht in Konflikt mit der Verfassungsgarantie des Art. 101 I 2 GG, weil dann die Prüfung keine Beurteilung des eigenen Verhaltens des abgelehnten Richters voraussetzt und deshalb keine echte Entscheidung in eigener Sache ist (BVerfG a. a. O.; BGH a. a. O.).
OLG Bamberg, Beschluss vom 5.2.2013, Az. Ss OWi 1451/12 Im Falle einer schlichten Fehlanwendung kommt dann auch eine Überprüfung der Ablehnungsentscheidung durch das Rechtsbeschwerdegericht nach Beschwerdegrundsätzen in Betracht, in deren Rahmen auch die anderen in § 26a I StPO genannten Ablehnungsgründe mit herangezogen werden können (BGH, Beschluss vom 08.07.2009 - 1 StR 289/09 = wistra 2009, 446; Beschluss vom 02.04.2007 - 5 StR 129/07 = wistra 2008, 267; Beschluss vom 13.07.2006 - 5 StR 154/06 = wistra 2006, 426).

References: § 26

§ 27
 § 26
 Art. 101
 § 26
 § 26
 § 26
 Art. 101
 BGH 
 § 26