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Timestamp: 2016-10-26 17:15:49+00:00

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126 V 288
126 V 28849. Auszug aus dem Urteil vom 26. Juli 2000 i.S. G. gegen IV-Stelle Bern und Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Art. 28 al. 2 LAI; art. 18 al. 2 LAA: Relativisation de la force obligatoire d'une �valuation de l'invalidit� effectu�e par d'autres assureurs et ent�rin�e par une d�cision entr�e en force. La force obligatoire d'une �valuation de l'invalidit� ent�rin�e par une d�cision entr�e en force d'un assureur-accidents doit �tre relativis�e en ce sens que la fixation diff�rente du degr� d'invalidit� en mati�re d'assurance-invalidit� ne peut �tre remise en cause qu'exceptionnellement et � la condition qu'il existe pour cela des motifs pertinents; une appr�ciation divergente mais soutenable - �ventuellement m�me �quivalente - n'est pas suffisante. Art. 28 al. 2 LAI; art. 18 al. 2 LAA: �l�ments � prendre en consid�ration sur le plan temporel dans le cadre de la coordination de l'�valuation de l'invalidit� dans l'assurance-invalidit� et dans l'assurance-accidents. - Les organes de l'assurance-invalidit� ne sont li�s par l'�valuation de l'invalidit� en mati�re d'assurance-accidents que si cette �valuation proc�de d'une d�cision entr�e en force. - Une fixation du degr� d'invalidit� proc�dant d'une d�cision entr�e en force en mati�re d'assurance-accidents doit aussi �tre prise en consid�ration dans une proc�dure de recours en mati�re d'assurance-invalidit� lorsque l'entr�e en force intervient seulement au cours de la proc�dure de recours, mais post�rieurement au prononc� de la d�cision administrative attaqu�e. Faits � partir de page 289
BGE 126 V 288 S. 289
Art. 28 cpv. 2 LAI; art. 18 cpv. 2 LAINF: Elementi da considerare sotto il profilo temporale nel quadro del coordinamento tra la valutazione nell'assicurazione per l'invalidit� e quella nell'assicurazione contro gli infortuni.
- Gli organi dell'assicurazione per l'invalidit� sono vincolati alla valutazione dell'invalidit� effettuata in materia di assicurazione contro gli infortuni solo se tale valutazione risulta da una decisione passata in giudicato.
- La determinazione del grado d'invalidit� risultante da una decisione passata in giudicato in materia di assicurazione contro gli infortuni dev'essere considerata in una procedura di ricorso in materia di assicurazione per l'invalidit� anche laddove tale decisione sia passata in giudicato soltanto nel corso della procedura ricorsuale, ma posteriormente alla decisione amministrativa impugnata.
BGE 126 V 288 S. 290
A.- Der 1972 geborene G. erlitt am 24. Juni 1989 eine schwere Wirbels�ulenverletzung, als sich der von einem Kollegen gesteuerte Personenwagen �berschlug und auf dem Dache liegend zum Stillstand kam. Nach initialer Tetraplegie mit indessen nahezu vollst�ndiger Regredienz konnte er am 6. Oktober 1989 aus dem Paraplegiker-Zentrum nach Hause entlassen werden. Im Bericht dieser Institution vom 21. Februar 1990 wurden abgesehen von einer leichten Einschr�nkung der Kopfbeweglichkeit und einer gewissen Stand- und Gangunsicherheit des rechten Beines wesentliche Behinderungen im praktischen Leben verneint.
Am 12. Januar 1990 nahm G. seine fr�here T�tigkeit als Hilfsarbeiter in der Firma I. AG wieder auf. Anfang 1992 trat er eine neue Stelle in der Firma S. an. Gut zwei Jahre sp�ter wechselte er in die Bauunternehmung B., wo er w�hrend rund sieben Monaten als Bauhandlanger besch�ftigt war. Anschliessend war G. arbeitslos, bis er auf den 1. Oktober 1996 eine neue Anstellung in der M. AG fand.
Nachdem ein erstes Rentenbegehren mit unangefochten in Rechtskraft erwachsener Verf�gung vom 30. Mai 1990 mangels anspruchsrelevanter Invalidit�t abgelehnt worden war, meldete sich G. am 24. Februar 1995 erneut bei der Invalidenversicherung zum Leistungsbezug an. Gem�ss Bericht des Rehabilitationszentrums Y vom 1. Februar 1995 sind eine permanente Teill�hmung und Spastizit�t der rechten Hand mit erschwerter Feinmotorik sowie eine inkomplette spastische L�hmung der Beine mit Beschr�nkung der Gehstrecke und rascher Erm�dbarkeit zu verzeichnen; zudem besteht nebst vermehrtem Harndrang und einer Erschwerung der Darmentleerung ein chronisches Cervikovertebral-Syndrom, welches sich durch belastungsabh�ngige Nackenschmerzen mit BGE 126 V 288 S. 291Ausstrahlungen in die Lendengegend manifestiert; die neurologische Situation habe sich in den letzten Jahren jedoch nicht grunds�tzlich ge�ndert. Die IV-Stelle Bern ermittelte auf Grund der Ergebnisse ihrer Abkl�rungen medizinischer und erwerblicher Art einen Invalidit�tsgrad von 33,68% und verneinte deshalb einen Rentenanspruch mit Verf�gung vom 23. Mai 1997 erneut.
Kurz zuvor hatte die Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (SUVA) mit Verf�gung vom 15. Mai 1997 r�ckwirkend ab 1. Januar 1995 eine Invalidenrente auf der Grundlage einer 20%igen Erwerbsunf�higkeit zugesprochen. Auf Einsprache von G. hin setzte sie den Invalidit�tsgrad mit Einspracheentscheid vom 30. Oktober 1997 auf 40% fest. Dieser ist unangefochten geblieben.
Der Invalidenversicherung waren sowohl die Verf�gung der SUVA vom 15. Mai 1997 als auch deren Einspracheentscheid vom 30. Oktober 1997 mitgeteilt worden. Umgekehrt hatte die IV-Stelle ihre Verf�gung vom 23. Mai 1997 auch der SUVA er�ffnet. Von einer Anfechtung der Erlasse des jeweils anderen Sozialversicherungstr�gers hatten die SUVA wie auch die IV-Stelle abgesehen.
B.- G. hingegen hatte gegen die Verf�gung der SUVA vom 15. Mai 1997 Einsprache und gegen die Rentenverweigerung durch die IV-Stelle vom 23. Mai 1997 Beschwerde erheben lassen. Sein im invalidenversicherungsrechtlichen Verfahren gestelltes Begehren um Zusprechung einer Invalidenrente auf der Basis einer Erwerbsunf�higkeit von mindestens 40% wurde vom Verwaltungsgericht des Kantons Bern mit Entscheid vom 18. September 1998 abgewiesen.
C.- Mit Verwaltungsgerichtsbeschwerde l�sst G. den vor Vorinstanz gestellten Antrag erneuern. Zudem ersucht er um Gew�hrung der unentgeltlichen Verbeist�ndung. Die IV-Stelle schliesst auf Abweisung der Verwaltungsgerichtsbeschwerde. Das Bundesamt f�r Sozialversicherung hat sich nicht vernehmen lassen.
2. a) Wie die Vorinstanz zutreffend dargelegt hat und auch in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde richtig festgehalten wird, stimmt der Invalidit�tsbegriff in der Invalidenversicherung mit demjenigen in der obligatorischen Unfallversicherung (und in der Milit�rversicherung) grunds�tzlich �berein, weshalb die Sch�tzung der Invalidit�t, auch wenn sie f�r jeden Versicherungszweig grunds�tzlich selbstst�ndig vorzunehmen ist, mit Bezug auf den gleichen BGE 126 V 288 S. 292Gesundheitsschaden im Regelfall zum selben Ergebnis zu f�hren hat (BGE 119 V 470 Erw. 2b mit Hinweisen; vgl. auch BGE 123 V 271 Erw. 2a).
b) Nach der Rechtsprechung des Eidg. Versicherungsgerichts sind Abweichungen indessen nicht zum Vornherein ausgeschlossen (vgl. BGE 119 V 471 Erw. 2b mit Hinweisen). Nicht als massgeblich zu betrachten ist die Invalidit�tssch�tzung des einen Sozialversicherungstr�gers etwa dann, wenn ihr ein Rechtsfehler oder eine nicht vertretbare Ermessensaus�bung zu Grunde liegt. Ohne Auswirkungen hat der von einem Unfallversicherer angenommene Invalidit�tsgrad auch zu bleiben, wenn dieser bloss auf einem Vergleich beruht (BGE 112 V 175 f. Erw. 2a). Andererseits ist zu beachten, dass eine pr�zise Bestimmung des Invalidit�tsgrades f�r die Belange der Invalidenversicherung nicht immer n�tig ist, gen�gt es wegen der gr�beren Rentenabstufung (nur ganze, halbe und Viertelsrenten) f�r die Leistungsfestsetzung unter Umst�nden doch auch, dass das Erreichen der f�r die H�he des Anspruches ausschlaggebenden Grenzwerte von 40%, 50% oder 66 2/3% eindeutig feststeht oder aber klar ausgeschlossen werden kann (vgl. BGE 119 V 473 Erw. 3d). In solchen F�llen kommt der von den Organen der Invalidenversicherung vorgenommenen Invalidit�tsbemessung f�r andere Sozialversicherungstr�ger nur in beschr�nktem Masse Bedeutung zu.
c) W�hrend nach fr�herer Rechtsprechung der Invalidit�tssch�tzung der SUVA gegen�ber derjenigen der Invalidenversicherung der Vorrang einger�umt wurde, weil die SUVA im Gegensatz zur Invalidenversicherung �ber einen eigenen, gut ausgebauten Apparat zur Abkl�rung und Beurteilung der sich stellenden Fragen verf�ge (BGE 106 V 88 Erw. 2b mit Hinweisen), erkannte das Eidg. Versicherungsgericht in BGE 109 V 23, dass es sich dabei nur um eine Koordinationsregel zuhanden der Durchf�hrungsorgane der Invalidenversicherung handle, eine unterschiedliche gesetzliche Regelung oder Rechtspraxis jedoch ungeachtet des �bereinstimmenden Invalidit�tsbegriffes zu einer abweichenden Invalidit�tsbemessung f�hren k�nne (BGE 109 V 24 Erw. 2a; vgl. auch BGE 112 V 175 f. Erw. 2a). Schliesslich hielt das Gericht in BGE 119 V 468 an seiner Praxis bez�glich des Vorranges der Invalidit�tsbemessung durch die SUVA insoweit nicht weiter fest, als der Vorrang der SUVA damit begr�ndet werde, dass die Anstalt �ber bessere Abkl�rungsm�glichkeiten verf�ge; dies treffe lediglich f�r die medizinisch-theoretische Beurteilung von Gesundheitssch�den BGE 126 V 288 S. 293zu, nicht aber in gleicher Weise hinsichtlich der f�r die Invalidit�tsbemessung massgebenden erwerblichen Auswirkungen von Gesundheitssch�digungen, wo die Invalidenversicherung �ber besondere Einrichtungen verf�ge. Weil die Invalidit�tsbemessung der Invalidenversicherung im konkreten Fall nicht als vertretbar erschien, konnte das Gericht indessen offen lassen, ob die Koordinationsregel unter Umst�nden auch so zu verstehen ist, dass die Unfallversicherung den von der Invalidenversicherung ermittelten Invalidit�tsgrad als massgeblich zu betrachten hat (BGE 119 V 471 ff. Erw. 3). Seither hat das Gericht in Einzelf�llen auch der Invalidit�tsbemessung der Invalidenversicherung den Vorrang gegen�ber derjenigen der Unfallversicherung einger�umt (RKUV 1995 Nr. U 220 S. 107 f.; Pl�doyer 1997/5 S. 61; nicht publizierte Erw. II./1b und c des Urteils BGE 122 V 157).
d) An der hinsichtlich der Invalidit�tsbemessung koordinierenden Funktion des einheitlichen Invalidit�tsbegriffes in den verschiedenen Sozialversicherungszweigen ist festzuhalten. Auch der Entwurf vom 27. September 1990 zu einem Bundesgesetz �ber den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG) sieht in Art. 22 f�r die Unfall-, die Milit�r- und die Invalidenversicherung einen einheitlichen Invalidit�tsbegriff vor. Nicht weiter rechtfertigen l�sst es sich hingegen, der Invalidit�tsbemessung des einen Sozialversicherungstr�gers ungeachtet der diesem im Rahmen seiner Abkl�rungen zur Verf�gung stehenden M�glichkeiten und deren effektiven Ausnutzung im konkreten Fall generell mehr Gewicht beizumessen. Zur Frage nach einem allf�lligen Vorrang der Invalidit�tsbemessung eines bestimmten Versicherers enth�lt auch der Entwurf des ATSG keine Regelung. Die Einr�umung solcher Priorit�ten birgt die Gefahr in sich, dem Verwaltungshandeln eines Versicherers weit �ber dessen Interessenbereich hinaus reichende Auswirkungen zu verleihen, was zu einem Missverh�ltnis zwischen der diesem zustehenden Entscheidungsbefugnis und den von ihm ausgel�sten Konsequenzen f�hren k�nnte.
Dennoch ist danach zu trachten, unterschiedliche Invalidit�tsannahmen verschiedener mit demselben Fall befasster Versicherer zu vermeiden. Die Einheitlichkeit des Invalidit�tsbegriffes entbindet die verschiedenen Sozialversicherungstr�ger zwar nicht davon, die Invalidit�tsbemessung in jedem einzelnen Fall selbstst�ndig durchzuf�hren. Keinesfalls d�rfen sie sich ohne weitere eigene Pr�fung mit der blossen �bernahme des von einem andern Versicherer festgelegten Invalidit�tsgrades begn�gen. Eine derart weitgehende BGE 126 V 288 S. 294Bindungswirkung w�re nicht zu rechtfertigen. Es geht indessen auch nicht an, dass die Invalidit�t in den einzelnen Sozialversicherungszweigen v�llig unabh�ngig von allenfalls schon getroffenen Entscheiden anderer Versicherer festgelegt wird. Zumindest rechtskr�ftig abgeschlossene Invalidit�tssch�tzungen d�rfen nicht einfach unbeachtet bleiben. Vielmehr m�ssen sie als Indiz f�r eine zuverl�ssige Beurteilung gewertet und als solches in den Entscheidungsprozess erst sp�ter verf�gender Versicherungstr�ger miteinbezogen werden. Dies verlangt auch nach gewissen Mitwirkungsrechten des durch eine verf�gungsm�ssige Festlegung der Invalidit�t in einem Sozialversicherungsbereich tangierten andern Versicherers. Im Unfallversicherungsrecht wird diesem Schutzbed�rfnis ausdr�cklich entsprochen, indem Art. 129 Abs. 1 UVV vorsieht, dass die Verf�gung eines Versicherers oder einer andern Sozialversicherung, welche die Leistungspflicht des andern Versicherers ber�hrt, auch diesem andern Versicherer zu er�ffnen ist (Satz 1), und dieser die gleichen Rechtsmittel ergreifen kann wie die versicherte Person (Satz 2). Macht er von der M�glichkeit, den Entscheid der andern Versicherung anzufechten, obschon ihm dieser ordnungsgem�ss er�ffnet worden ist, nicht Gebrauch, hat er diesen grunds�tzlich gegen sich gelten zu lassen (RKUV 1998 Nr. U 305 S. 432). Zumindest wird er sich die Vermutung der Richtigkeit der bereits vorhandenen Invalidit�tsbemessung entgegenhalten lassen m�ssen. Eine abweichende Festlegung der Invalidit�t kann in solchen F�llen nur noch ganz ausnahmsweise in Frage kommen, wobei gegebenenfalls an deren Begr�ndung strenge Anforderungen zu stellen sind. Nicht zul�ssig ist es, eine an sich vertretbare Ermessensaus�bung durch den zuerst verf�genden Versicherer ohne Vorliegen triftiger Argumente durch einen andern - unter Umst�nden ebenfalls vertretbar erscheinenden - Ermessensentscheid zu ersetzen. Anlass f�r ein Abweichen von einer bereits rechtskr�ftigen Invalidit�tssch�tzung eines andern Versicherers k�nnten hingegen, nebst den bereits in Erw. 2b aufgef�hrten, von der bisherigen Rechtsprechung anerkannten Gr�nden, �usserst knappe und ungenaue Abkl�rungen sowie kaum �berzeugende oder nicht sachgerechte Schlussfolgerungen bieten.
3. a) Im Zeitpunkt, in welchem die IV-Stelle die angefochtene Rentenverf�gung vom 23. Mai 1997 erliess und damit den Invalidit�tsgrad auf gut 33% veranschlagte, lag noch keine rechtskr�ftige Invalidit�tssch�tzung der SUVA vor. Die mit deren Verf�gung vom 15. Mai 1997 ausgel�ste Rechtsmittelfrist war noch nicht abgelaufen BGE 126 V 288 S. 295und tats�chlich hat der Versicherte am 12. Juni 1997 dagegen auch rechtzeitig Einsprache erhoben. Unter diesen Umst�nden konnte der von der SUVA ermittelte Invalidit�tsgrad von 20% f�r die IV-Stelle im Rahmen ihrer eigenen Invalidit�tsbemessung keine verbindliche Wirkung entfalten. Auch bestand f�r die IV-Stelle kein Interesse an einer Anfechtung der Verf�gung der SUVA vom 15. Mai 1997, da sie selbst von einer h�heren Invalidit�t ausging, sodass die abweichende Einsch�tzung der SUVA ohnehin nicht geeignet gewesen w�re, ihre Leistungspflicht zu beeinflussen. Die IV-Stelle war demnach im Zeitpunkt, als sie die streitige Rentenverf�gung vom 23. Mai 1997 erliess, nicht an einen von einem andern Sozialversicherungstr�ger bereits rechtskr�ftig bestimmten Invalidit�tsgrad gebunden oder sonst wie eingeschr�nkt. Vielmehr stand es ihr zu, die Invalidit�t unabh�ngig von den Erkenntnissen der SUVA festzusetzen. Insbesondere konnte von ihr angesichts ihrer damals bereits weit fortgeschrittenen Erhebungen auch nicht erwartet werden, mit ihrem Entscheid bis zum rechtskr�ftigen Abschluss des unfallversicherungsrechtlichen Verfahrens zuzuwarten.
b) Anl�sslich der �berpr�fung der Rentenverf�gung der IV-Stelle vom 23. Mai 1997 durch das kantonale Gericht war der als Abschluss des Einspracheverfahrens neu gef�llte Entscheid der SUVA vom 30. Oktober 1997, in welchem diese einen Invalidit�tsgrad von 40% angenommen hatte, indessen bereits in Rechtskraft erwachsen. Die Vorinstanz, welche davon Kenntnis hatte, durfte diesen Entscheid nicht einfach ausser Acht lassen, sondern war verpflichtet, dessen allf�llige Auswirkungen auf die Invalidit�tsbemessung im Invalidenversicherungsbereich zu kl�ren. Diesbez�glich stellte sie zun�chst zwar zutreffend fest, dass die SUVA die erwerblichen Verh�ltnisse eingehend gepr�ft und es, entgegen der in der Duplik der IV-Stelle vertretenen Auffassung, nicht bei einer rein medizinisch-theoretischen Beurteilung der Unfallfolgen habe bewenden lassen. Dennoch befand sie unmittelbar darauf, die grosse Streubreite der von den beiden Sozialversicherungen ermittelten Werte des Validen- und Invalideneinkommens rechtfertige es, die sich stellende Rentenfrage einzig und allein danach zu pr�fen, ob der im Invalidenversicherungsbereich rentenbegr�ndende Invalidit�tsgrad von mindestens 40% eindeutig nicht erreicht wird. Indem sie in der Folge die f�r die Invalidit�tsbemessung wesentlichen Faktoren des Validen- und Invalideneinkommens unabh�ngig von den Erkenntnissen der SUVA und zumindest teilweise auch abweichend von den Annahmen der IV-Stelle selbstst�ndig neu bestimmte, wurde der BGE 126 V 288 S. 296Bedeutung des im Unfallversicherungsbereich bereits rechtskr�ftig festgelegten Invalidit�tsgrades nicht Rechnung getragen. Von der Sch�tzung der Invalidit�t durch die SUVA h�tte sich das kantonale Gericht nur l�sen d�rfen, wenn es daf�r gewichtige Gr�nde h�tte anf�hren k�nnen.
4. Zu pr�fen bleibt deshalb, ob triftige Argumente gegen eine �bernahme des von der SUVA ermittelten Invalidit�tsgrades sprechen.
a) Nachdem die IV-Stelle nach der ersten Leistungsverweigerung vom 30. Mai 1990 auf das knapp f�nf Jahre sp�ter neu gestellte Rentengesuch eingetreten ist, bedarf die Frage nach der Glaubhaftmachung einer in der Zwischenzeit eingetretenen Ver�nderung der tats�chlichen Verh�ltnisse an sich keiner weiteren Er�rterung (vgl. BGE 109 V 114 Erw. 2b). Immerhin kann festgehalten werden, dass sich die �berzeugend wirkende Darstellung des Beschwerdef�hrers nicht ohne weiteres von der Hand weisen l�sst. Vielmehr erscheint es nachvollziehbar, dass sich angesichts der erfreulichen Entwicklung in den ersten Monaten nach dem schweren Unfall zun�chst eine gewisse positive Erwartungshaltung eingestellt hatte, deren Rechtfertigung durch den weiteren Genesungsverlauf und die effektiv feststellbare Steigerung der beruflich geforderten F�higkeiten nur teilweise best�tigt worden ist. Der Beurteilung des den Beschwerdef�hrer betreuenden Dr. med. W. vom 25. M�rz 1995, welche mit den Angaben des Kreisarztes der SUVA im Wesentlichen �bereinstimmt, ist zu entnehmen, dass alle k�rperlich schweren T�tigkeiten sowie Arbeiten mit eint�niger Haltung nicht mehr zumutbar sind; behinderungsbedingt ist der Beschwerdef�hrer auf eine leichtere bis mittelschwere Besch�ftigung angewiesen, bei welcher er m�glichst abwechselnd in sitzender und stehender Position eingesetzt wird, nur kurze Strecken gehen und keine schweren Lasten tragen muss; Schwierigkeiten k�nnten sich bei feineren Arbeiten wegen der Funktionseinschr�nkung der rechten Hand ergeben.
b) Der angefochtenen Rentenverf�gung vom 23. Mai 1997 lag die Annahme zu Grunde, der Beschwerdef�hrer h�tte auch ohne den 1989 erlittenen Unfall seine damalige Stelle in der Firma I. AG behalten. Gest�tzt auf Arbeitgeberausk�nfte legte die IV-Stelle deshalb den ohne gesundheitliche Beeintr�chtigung mutmasslich erzielten Verdienst (Valideneinkommen) auf 45'237 Franken fest. Die Vorinstanz stellte sich demgegen�ber auf den Standpunkt, da der Versicherte im Unfallzeitpunkt erst 17 Jahre alt war, h�tte er seine BGE 126 V 288 S. 297T�tigkeit auch ohne den Unfall gewechselt. Sie erachtete es als nachvollziehbar, dass er angesichts seiner k�rperlichen Konstitution eine Schwerarbeit etwa als Gleisbauer in der Firma Z. angenommen h�tte, wo er sich auch tats�chlich beworben hatte, wegen seiner gesundheitlichen Situation aber nicht angestellt worden war. Von dieser Betrachtungsweise ist auch die SUVA ausgegangen, sodass insoweit eine �bereinstimmende Beurteilung vorliegt, welche nicht zu beanstanden ist. Gem�ss Auskunft der Gleisbaufirma vom 8. Juni 1994 h�tte der Beschwerdef�hrer als Gleisarbeiter im Jahre 1994 ein Jahreseinkommen von 51'094 Franken verdient und f�r unregelm�ssige Arbeiten noch mit Zulagen von 1,5% rechnen k�nnen. Der von der SUVA ermessensweise festgelegte Betrag von 51'000 Franken kann unter diesen Umst�nden als realistisch betrachtet und f�r die Belange der Invalidit�tsbemessung als Valideneinkommen eingesetzt werden. Zu Recht sah sich die Vorinstanz denn auch nicht veranlasst, davon abzuweichen.
Entgegen der Argumentation in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde h�tte es sich demgegen�ber nicht rechtfertigen lassen, auf das in der Gleisbaufirma erreichbare Einkommen als Vorarbeiter von 68'386 Franken oder gar als Gruppenleiter von 73'505 Franken abzustellen, w�re eine Besch�ftigung auf dieser Stufe laut Mitteilung des Betriebes vom 8. Juni 1994 doch - vorhandene Vakanz, Eignung und Weiterbildung des Beschwerdef�hrers vorausgesetzt - fr�hestens ab dem 35. bis 40. Lebensjahr in Frage gekommen. Abgesehen davon h�tten, wie die Vorinstanz zu Recht erkannte, f�r die Annahme der Realisierung einer solchen lediglich hypothetisch in Betracht gezogenen beruflichen Laufbahn konkrete Anhaltspunkte vorliegen m�ssen.
c) Bei der Bestimmung des unter zumutbarem Einsatz trotz Gesundheitssch�digung zu erwartenden Lohnes (Invalideneinkommen) ging die IV-Stelle urspr�nglich von einem Jahresgehalt von 30'000 Franken aus. Dieser Betrag entspricht dem ab 1. Oktober 1996 in der M. AG unter Ber�cksichtigung eines auf 70% reduzierten Leistungsverm�gens tats�chlich erzielten Verdienst und ist im unfallversicherungsrechtlichen Einspracheverfahren auch von der SUVA als f�r den Einkommensvergleich massgebender Invalidenlohn angenommen worden.
In der dem kantonalen Gericht eingereichten Vernehmlassung vertrat die IV-Stelle neu den Standpunkt, da der Beschwerdef�hrer die Firma I. AG aus invalidit�tsfremden Gr�nden freiwillig verlassen habe, obschon ihm die Aufrechterhaltung des Arbeitsverh�ltnisses BGE 126 V 288 S. 298zumutbar gewesen w�re, sei auf das dort trotz Behinderung m�gliche Einkommen von j�hrlich 37'700 Franken abzustellen. Dieser �berlegung schloss sich die Vorinstanz grunds�tzlich an, indem auch sie befand, der Beschwerdef�hrer sch�pfe die ihm verbliebene Restarbeitsf�higkeit nicht voll aus. Ausgehend von den ihr zur Verf�gung stehenden Einkommensangaben der Firma I. AG f�r 1996 bezifferte sie den mutmasslichen Verdienst anders als noch die Verwaltung mit 41'600 Franken.
Mit diesem Vorgehen entfernte sich das kantonale Gericht von den im Einspracheverfahren der SUVA geschaffenen Vorgaben, ohne dies n�her zu begr�nden. Die Argumente f�r die Veranschlagung des trotz Invalidit�t erzielbaren Einkommens auf 41'600 Franken m�gen zwar einleuchtend und im Rahmen eines Ermessensentscheids vertretbar sein. Dies allein gen�gt indessen nicht, um von den der rechtskr�ftigen Invalidit�tssch�tzung der SUVA zu Grunde liegenden Annahmen abzuweichen. Tats�chlich lassen sich kaum plausible Umst�nde anf�hren, welche gegen ein Abstellen auf das vom Beschwerdef�hrer in der M. AG tats�chlich erzielte Gehalt sprechen w�rden. Immerhin ging die IV-Stelle in der angefochtenen Rentenverf�gung vom 23. Mai 1997 selbst noch von diesem Lohn aus. Abgesehen davon erscheint es zumindest auch fragw�rdig, ob der noch junge, flexible und als arbeitswillig geschilderte Beschwerdef�hrer an seiner jetzigen Stelle bleiben w�rde, wenn er bei optimaler Ausnutzung seiner M�glichkeiten anderweitig tats�chlich erheblich mehr verdienen k�nnte.
Der gegen�ber der Annahme der SUVA von der IV-Stelle und der Vorinstanz eingenommene Standpunkt kann unter diesen Umst�nden lediglich als zwar vertretbare - allenfalls sogar gleichwertige - Ermessensaus�bung qualifiziert werden. Er vermag indessen die Bindungswirkung der rechtskr�ftigen Invalidit�tssch�tzung durch die SUVA nicht aufzuheben.
119 V 471,
112 V 175,
123 V 271 suite... ,
119 V 473,
109 V 23,
109 V 24,
119 V 468,
122 V 157,
109 V 114
art. 18 al. 2 LAA,
Art. 129 Abs. 1 UVV

References: Art. 28
 art. 18
 Art. 28
 art. 18

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 Art. 22
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 Art. 129
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Art. 129