Source: http://relevancy.bger.ch/php/aza/http/index.php?lang=de&zoom=&type=show_document&highlight_docid=aza%3A%2F%2F03-06-2002-6A-15-2002
Timestamp: 2016-10-25 06:44:29+00:00

Document:
6A.15/2002 (03.06.2002)
Bundesamt f�r Strassen, Abteilung Strassenverkehr, Bern, beschwerdef�hrendes Amt,
Entzug des F�hrerausweises; medizinische Abkl�rung der
Eignung zum F�hren von Motorfahrzeugen, hat sich ergeben:
A.- R.________, geboren 1978, erwarb im Mai 1997 seinen F�hrerausweis der Kategorie B. Mit Verf�gung vom 9. Juni 1999 wurde ihm der F�hrerausweis f�r die Dauer von zwei Monaten entzogen, weil er am 25. April 1999 ein Motorfahrzeug in angetrunkenem Zustand mit einer minimalen Blutalkoholkonzentration von 0,92 Gewichtspromille gelenkt hatte. Wegen �berschreitens der innerorts zul�ssigen H�chstgeschwindigkeit von 50 km/h um 20 km/h wurde er mit Verf�gung vom 10. Februar 2000 zum Besuch von einem Tag Verkehrsunterricht verpflichtet.
Am 18. Februar 2001 f�hrte R.________ seinen Personenwagen um ca. 0400 Uhr bzw. um ca. 0710 Uhr von Biel nach Grenchen und wieder zur�ck nach Biel in nicht fahrf�higem Zustand, d.h. unter Drogeneinfluss und zum zweiten Mal innert 22 Monaten in angetrunkenem Zustand. Die beim Institut f�r Rechtsmedizin der Universit�t Bern (IRM) in Auftrag gegebenen chemisch-toxikologischen Untersuchungen ergaben, dass R.________ zum Zeitpunkt der Verkehrskontrolle unter dem kombinierten Einfluss von Amphetamin, MDMA (Methylendioxymethamphetamin), Cannabis und Trinkalkohol stand. Aufgrund der Tatsache, dass R.________ unter dem kombinierten Einfluss dieser Substanzen am Strassenverkehr teilgenommen hatte, empfahl das IRM dringend die Abkl�rung seiner Fahreignung durch die Administrativbeh�rde.
B.- Mit Strafmandat vom 14. Juni 2001 wurde R.________ vom Untersuchungsrichteramt I Berner Jura-Seeland wegen Widerhandlungen gegen das Bet�ubungsmittelgesetz sowie F�hrens eines Personenwagens unter Drogeneinfluss und in angetrunkenem Zustand zu einer bedingt aufgeschobenen Strafe von 20 Tagen Gef�ngnis (Probezeit 3 Jahre) und einer Busse von Fr. 1'000.-- verurteilt. R.________ erhob gegen dieses Strafmandat keinen Einspruch, sodass es in Rechtskraft erwuchs.
Mit Verf�gung vom 5. September 2001 entzog das Strassenverkehrs- und Schifffahrtsamt des Kantons Bern R.________ den F�hrerausweis f�r Motorfahrzeuge in Anwendung von Art. 16 Abs. 3 lit. b und Art. 17 Abs. 1 lit. d SVG (SR 741. 01) auf die Dauer von 15 Monaten. Im Rahmen dieses Administrativverfahrens hatte das Strassenverkehrs- und Schifffahrtsamt R.________ um Einreichung eines �rztlichen Zeugnisses zwecks Abkl�rung der Fahreignung ersucht. In dem lediglich aus einem Formular bestehenden Arztzeugnis vom 19. Juni 2001 f�hrte der Hausarzt von R.________ im Wesentlichen aus, es liege keine Drogensucht im Sinne des Gesetzes vor.
R.________ reichte am 8. Oktober 2001 Beschwerde bei der Rekurskommission des Kantons Bern f�r Massnahmen gegen�ber Fahrzeugf�hrern ein mit dem Rechtsbegehren, die Verf�gung des Strassenverkehrs- und Schifffahrtsamtes des Kantons Bern vom 5. September 2001 sei aufzuheben und der F�hrerausweis sei nur auf die Dauer von zwei Monaten zu entziehen; eventualiter sei die Sache zur Neubeurteilung sowie zur Vornahme weiterer Abkl�rungen an die Vorinstanz zur�ckzuweisen. Die Rekurskommission des Kantons Bern f�r Massnahmen gegen�ber Fahrzeugf�hrern wies die Beschwerde mit Entscheid vom 7. November 2001 kostenf�llig ab.
C.- Gegen diesen Entscheid f�hrt das Bundesamt f�r Strassen (ASTRA) Verwaltungsgerichtsbeschwerde an das Bundesgericht mit dem Antrag, der angefochtene Entscheid sei aufzuheben und es sei die Sache an das Strassenverkehrs- und Schifffahrtsamt des Kantons Bern zur medizinischen Abkl�rung der Eignung von R.________ zum F�hren von Motorfahrzeugen im Sinne von Art. 14 Abs. 2 lit. c SVG zur�ckzuweisen.
1.- a) Der angefochtene Entscheid der Rekurskommission des Kantons Bern f�r Massnahmen gegen�ber Fahrzeugf�hrern ist eine auf das Strassenverkehrsrecht des Bundes gest�tzte letztinstanzliche kantonale Verf�gung, welche der Verwaltungsgerichtsbeschwerde an das Bundesgericht unterliegt (Art. 97 Abs. 1 OG in Verbindung mit Art. 5 Abs. 1 VwVG sowie Art. 98 lit. g OG, Art. 24 Abs. 2 SVG). Dem ASTRA steht das Beschwerderecht kraft gesetzlicher Erm�chtigung zu (Art. 24 Abs. 5 lit. c SVG). Die Eingabe erfolgte innert gesetzlicher Frist (Art. 24 Abs. 6 SVG). Auf die Beschwerde ist daher einzutreten.
b) Mit der Verwaltungsgerichtsbeschwerde kann die Verletzung von Bundesrecht einschliesslich der �berschreitung oder des Missbrauchs des Ermessens ger�gt sowie eine unrichtige und unvollst�ndige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts geltend gemacht werden (Art. 104 lit. a und b OG). Nicht �berpr�fen kann das Bundesgericht grunds�tzlich die Angemessenheit des angefochtenen Entscheides (Art. 104 lit. c OG). Gem�ss Art. 105 Abs. 2 OG ist das Bundesgericht an die Feststellung des Sachverhaltes gebunden, wenn eine richterliche Beh�rde wie die Rekurskommission des Kantons Bern f�r Massnahmen gegen�ber Fahrzeugf�hrern (BGE 121 II 127 E. 2) als Vorinstanz den Sachverhalt nicht offensichtlich unrichtig, unvollst�ndig oder unter Verletzung wesentlicher Verfahrensvorschriften festgestellt hat. An die Begr�ndung der Begehren ist es nicht gebunden (Art. 114 Abs. 1 OG).
2.- Das beschwerdef�hrende Amt f�hrt unter Bezugnahme auf die bundesgerichtliche Rechtsprechung aus, ein regelm�ssiger, aber kontrollierter und m�ssiger Haschischkonsum erlaube f�r sich allein noch nicht den Schluss auf fehlende Fahreignung. Ob diese gegeben sei, k�nne ohne Angaben �ber die Konsumgewohnheiten des Betroffenen, namentlich �ber H�ufigkeit, Menge und Umst�nde des Cannabiskonsums und des allf�lligen Konsums weiterer Bet�ubungsmittel und/oder von Alkohol sowie zu seiner Pers�nlichkeit, insbesondere hinsichtlich Verbindung oder Trennung von Drogenmissbrauch und Strassenverkehr, nicht beurteilt werden. Die Pr�fung des Einflusses einer Sucht auf die Fahrf�higkeit sowie die Feststellung einer eigentlichen Drogenabh�ngigkeit erforderten demnach besondere Kenntnisse, die in aller Regel den Beizug von Spezialisten und damit die Anordnung eines gerichtsmedizinischen Gutachtens bedingen w�rden. Der Verzicht auf eine spezial�rztliche Begutachtung rechtfertige sich nur ausnahmsweise, etwa in F�llen offensichtlicher, schwerer Drogenabh�ngigkeit.
Das vom Beschwerdegegner eingereichte Arztzeugnis erscheine nicht geeignet f�r die Beurteilung der Frage, ob bei ihm eine Drogensucht vorliege oder nicht. Zwar enthalte es Angaben �ber eine am 18. Juni 2001 durchgef�hrte Urinprobe, die bez�glich Opiaten, Kokain, Benzodiazepinen, Barbituraten, Methadon und anderen Substanzen negativ verlaufen sei. Trotz der Bedenken erweckenden Angaben des Beschwerdegegners �ber seinen Cannabiskonsum anl�sslich der polizeilichen Anhaltung enthalte es keine Angaben �ber dessen Konsumgewohnheiten. Die Frage nach der Fahreignung in Ziffer 4b des Formulars sei gar nicht beantwortet worden.
Dar�ber hinaus fehlten sowohl im �rztlichen Zeugnis als auch in dem anscheinend vom Hausarzt in Auftrag gegebenen Befund des "VioLab" Biel vom 19. Juni 2001 jegliche Angaben �ber einen allf�llig in der Zwischenzeit get�tigten MDMA- oder Amphetaminkonsum des Beschwerdegegners, was angesichts der Feststellungen im Bericht des IRM unverst�ndlich sei.
Ob beim Beschwerdegegner eine offensichtliche, schwere Drogenabh�ngigkeit vorliege, welche einen Verzicht auf eine spezial�rztliche Begutachtung rechtfertigen w�rde, sei aufgrund der Akten nicht ersichtlich. Hingegen best�nden nicht auszur�umende Zweifel daran, dass der Beschwerdegegner nicht ein weiteres Mal unter dem Einfluss von Drogen oder sogar demjenigen von Drogen kombiniert mit Alkohol in verkehrsgef�hrdender Weise ein Motorfahrzeug lenken werde.
Diese Zweifel erg�ben sich aus den folgenden Umst�nden: Aufgrund der vom IRM festgestellten THC-COOH-Konzentration von 113 ng/ml sei davon auszugehen, dass es sich bei ihm nicht nur um einen Gelegenheitskonsumenten handle, was er auch selber zugebe. Hinzu komme, dass er, ebenfalls nach seinen eigenen Angaben, vor der fraglichen Fahrt bereits im Kanton Solothurn wegen Bet�ubungsmittel-Widerhandlungen verzeigt worden sei. Namentlich die Umst�nde, die zur Er�ffnung des Administrativmassnahmeverfahrens gef�hrt h�tten, w�rden Zweifel daran wecken, dass der Beschwerdegegner das F�hren eines Motorfahrzeuges und den Konsum von Alkohol und/oder Drogen voneinander trennen k�nne. Vor seiner Abfahrt von Biel nach Grenchen am Morgen des 18. Februar 2001 um 0400 Uhr habe er 9 dl Bier und 1 dl Champagner konsumiert. Um 0430 Uhr habe er trotz des vorg�ngig getrunkenen Alkohols noch einen Joint geraucht, dies im Wissen, dass er nachher wieder zur�ck nach Biel fahren w�rde. Zu welchem Zeitpunkt er die vom IRM festgestellten Amphetamine eingenommen habe, lasse sich anhand der Akten nicht mehr ermitteln. Es stehe aber fest, dass der Beschwerdegegner mit seiner Fahrt unter dem kombinierten Einfluss der nachgewiesenen Substanzen eine �usserst gef�hrliche Situation geschaffen habe.
Aufgrund dieser Umst�nde h�tte sich die Vorinstanz nicht einfach darauf beschr�nken d�rfen, den Fall unter dem Gesichtspunkt des Warnungsentzugs zu beurteilen. Sie h�tte sich auch nicht damit begn�gen d�rfen, gest�tzt auf das unvollst�ndige Arztzeugnis von der Fahreignung des Beschwerdegegners auszugehen. Vielmehr h�tte sie ein verkehrsmedizinisches und -psychologisches Gutachten anordnen m�ssen zur Abkl�rung der Frage, ob der Beschwerdegegner in der Lage sei, Drogenkonsum und Strassenverkehr ausreichend zu trennen, beziehungsweise ob die Gefahr bestehe, dass er ein weiteres Mal im Rauschzustand am motorisierten Strassenverkehr teilnehmen werde. Indem die Vorinstanz auf die Anordnung eines solchen Gutachtens verzichtet habe, habe sie Bundesrecht verletzt.
3.- a) Gem�ss Art. 14 Abs. 2 lit. c SVG darf der F�hrerausweis nicht erteilt werden, wenn der Bewerber dem Trunke oder anderen die Fahrf�higkeit herabsetzenden S�chten ergeben ist. Wird nachtr�glich festgestellt, dass die gesetzlichen Voraussetzungen zur Erteilung nicht oder nicht mehr bestehen, ist der F�hrerausweis zu entziehen (Art. 16 Abs. 1 SVG). Ein solcher Sicherungsentzug dient gem�ss Art. 30 Abs. 1 der Verordnung �ber die Zulassung von Personen und Fahrzeugen zum Strassenverkehr (VZV; SR 741. 51) der Sicherung des Verkehrs vor Fahrzeuglenkern, die aus medizinischen oder charakterlichen Gr�nden, wegen Trunksucht oder anderen S�chten oder wegen einer anderen Unf�higkeit zum F�hren von Motorfahrzeugen nicht geeignet sind. In solchen F�llen, namentlich wenn die Fahreignung wegen Trunksucht oder anderen Suchtkrankheiten aufgehoben ist, wird der F�hrerausweis gem�ss Art. 17 Abs. 1bis SVG auf unbestimmte Zeit entzogen.
b) Der Sicherungsentzug wegen Trunksucht oder anderer Suchtkrankheiten wird gem�ss Art. 14 Abs. 2 lit. c i.V.m. Art. 17 Abs. 1bis SVG auf unbestimmte Zeit angeordnet und mit einer Probezeit von mindestens einem Jahr verbunden.
Nach Ablauf der Probezeit kann der Ausweis bedingt und unter angemessenen Auflagen wieder erteilt werden; in der Regel wird hief�r der Nachweis der Heilung durch eine mindestens einj�hrige kontrollierte Abstinenz verlangt. Der Sicherungsentzug greift damit tief in den Pers�nlichkeitsbereich des Betroffenen ein. Nach der Rechtsprechung ist daher eine genaue Abkl�rung der pers�nlichen Verh�ltnisse und insbesondere der Trinkgewohnheiten bzw. der Konsumgewohnheiten anderer Drogen des Betroffenen in jedem Fall und von Amtes wegen vorzunehmen. Das Ausmass der notwendigen beh�rdlichen Nachforschungen, namentlich die Frage, ob ein medizinisches Gutachten eingeholt werden soll, richtet sich nach den Umst�nden des Einzelfalles und liegt im pflichtgem�ssen Ermessen der Entzugsbeh�rde. Bei Drogensucht ist die Entzugsbeh�rde in aller Regel verpflichtet, ein gerichtsmedizinisches Gutachten einzuholen. Ein Verzicht auf eine spezial�rztliche Begutachtung ist nur ausnahmsweise, etwa in F�llen offensichtlicher, schwerer Drogenabh�ngigkeit, gerechtfertigt (BGE 127 II 122 E. 3b; 126 II 185 E. 2a und 361 E. 3a; 120 Ib 305 E. 4b, je mit Hinweisen).
c) Voraussetzung f�r den Sicherungsentzug gem�ss Art. 14 Abs. 2 lit. c i.V.m. Art. 17 Abs. 1bis SVG ist das Vorliegen einer Sucht. Trunksucht wird bejaht, wenn der Betreffende regelm�ssig so viel Alkohol konsumiert, dass seine Fahrf�higkeit vermindert wird, und er diese Neigung zum �berm�ssigen Alkoholgenuss durch den eigenen Willen nicht zu �berwinden vermag (BGE 126 II 361 E. 3a). Nach der neueren Rechtsprechung des Bundesgerichts ist bei Personen, bei denen die Blutalkoholkonzentration 2,5 und mehr Gewichtspromille betr�gt, eine medizinische Fahreignungsuntersuchung anzuordnen, auch wenn sie w�hrend der letzten f�nf Jahre vor der aktuellen Trunkenheitsfahrt keine einschl�gige Widerhandlung begangen haben. Denn wer eine derart hohe Blutalkoholkonzentration aufweist, verf�gt �ber eine so grosse Alkoholtoleranz, dass in aller Regel auf eine Alkoholabh�ngigkeit geschlossen werden muss (BGE 126 II 185 E. 2d und e). Dasselbe gilt f�r einen Lenker, der ein erstes Mal mit mindestens 1,74 Gewichtspromille gefahren ist und sich rund ein Jahr sp�ter wiederum angetrunken, mit einer Blutalkoholkonzentration von mindestens 1,79 Promille ans Steuer gesetzt hat (BGE 126 II 361 E. 3c).
Drogensucht wird nach der Rechtsprechung bejaht, wenn die Abh�ngigkeit von der Droge derart ist, dass der Betroffene mehr als jede andere Person der Gefahr ausgesetzt ist, sich ans Steuer eines Fahrzeugs in einem - dauernden oder zeitweiligen - Zustand zu setzen, der das sichere F�hren nicht mehr gew�hrleistet (BGE 127 II 122 E. 3c; 124 II 559 E. 2b; 120 Ib 305 E. 3c, je mit Hinweisen).
Im Interesse der Verkehrssicherheit setzt die Rechtsprechung den regelm�ssigen Konsum von Drogen der Drogenabh�ngigkeit gleich, sofern dieser seiner H�ufigkeit und Menge nach geeignet ist, die Fahreignung zu beeintr�chtigen.
4.- a) Das Strassenverkehrs- und Schifffahrtsamt des Kantons Bern forderte den Beschwerdegegner am 7. Juni 2001 gest�tzt auf die Verzeigung wegen F�hrens eines Personenwagens unter Einfluss von Drogen sowie eventuell in angetrunkenem Zustand auf, innert zehn Tagen ein Arztzeugnis einzureichen, das sich zu seiner Fahreignung �ussern sollte.
Mit Schreiben vom 19. Juni 2001 best�tigte der Hausarzt, dass beim Beschwerdegegner keine Drogensucht vorliege; alle durchgef�hrten Urinproben - auch hinsichtlich Cannabis - h�tten ein negatives Ergebnis gezeigt. Die Frage betreffend die Fahreignung des Beschwerdegegners liess er hingegen unbeantwortet.
Nach Abschluss der strafrechtlichen Beurteilung verf�gte die Administrativbeh�rde ohne weitere Abkl�rungen hinsichtlich der Fahreignung des Beschwerdegegners einen 15-monatigen Warnungsentzug. Diesen Entscheid sch�tzte die Vorinstanz.
b) Nach der Rechtsprechung erlaubt ein regelm�ssiger, aber kontrollierter und m�ssiger Haschischkonsum f�r sich allein noch nicht den Schluss auf eine fehlende Fahreignung (BGE 127 II 122 E. 4b; 124 II 559 E. 4d und e).
Ob diese gegeben ist, kann ohne Angaben �ber die Konsumgewohnheiten des Betroffenen, namentlich �ber H�ufigkeit, Menge und Umst�nde des Cannabiskonsums und des allf�lligen Konsums weiterer Bet�ubungsmittel und/oder von Alkohol, sowie zu seiner Pers�nlichkeit, insbesondere hinsichtlich Drogenmissbrauch im Strassenverkehr, nicht beurteilt werden (BGE 124 II 559 E. 4e und 5a). Ein die momentane Fahrf�higkeit beeintr�chtigender Cannabiskonsum kann hingegen Anlass bieten, die generelle Fahreignung des Betroffenen durch ein Fachgutachten n�her abkl�ren zu lassen (BGE 127 II 122 E. 4b mit Hinweis).
c) Im konkreten Fall war die momentane Fahrf�higkeit des Beschwerdef�hrers durch �berm�ssigen Konsum von Alkohol in Kombination mit Bet�ubungsmitteln beeintr�chtigt.
Der Beschwerdegegner konsumierte nach eigenen Angaben am fraglichen Tag nach 9 dl Bier und 1 dl Champagner einen Joint, dies im Wissen darum, dass er nachher noch bzw. wieder ein Motorfahrzeug f�hren w�rde. Zudem war er bereits 22 Monate vorher wegen Fahrens in angetrunkenem Zustand angehalten worden, weshalb ihm der F�hrerausweis f�r die Dauer von zwei Monaten entzogen worden war. Auch wegen Verstosses gegen das Bet�ubungsmittelgesetz war er zuvor schon verzeigt worden. Zudem hatte er anl�sslich der polizeilichen Ermittlungen im Zusammenhang mit seinen Verfehlungen vom 18. Februar 2001 eingestanden, seit ungef�hr einem Jahr t�glich Marihuana zu konsumieren, pro Monat ca. 30 Joints, d.h. rund 15 g Marihuana. Die chemisch-toxikologischen Untersuchungen des IRM stellten �ber die vom Beschwerdegegner angegebenen Drogen hinaus den Konsum weiterer Drogen (Amphetamin, MDMA) fest. Im Weiteren wurde im Gutachten der Verdacht auf eine starke Gew�hnung des Beschwerdegegners an die konsumierten Drogen ge�ussert und abschliessend dringend eine �berpr�fung seiner Fahreignung durch die Administrativbeh�rde empfohlen.
Dass die Administrativbeh�rde aufgrund der ihr im Juni 2001 bekannten Umst�nde - vom bzw. von den zwei Gutachten des IRM hat sie wohl erst nach Zustellung der Strafakten Mitte Juli 2001 erfahren - abkl�ren liess, ob der Beschwerdegegner drogenabh�ngig sei, ist selbstredend nicht zu beanstanden. Wenn das Strassenverkehrs- und Schifffahrtsamt aber eine solche Abkl�rung f�r erforderlich hielt, h�tte es, wie das beschwerdef�hrende Amt zu Recht geltend macht, sich nicht mit dieser �rztlichen Best�tigung begn�gen d�rfen.
Der Hausarzt machte darin insbesondere keine Angaben dar�ber, seit wann der Beschwerdegegner von ihm betreut worden war (Frage 1 auf dem Formular). Zudem h�tte dem Amt auffallen m�ssen, dass auf dem vorgedruckten Formular "�rztliches Zeugnis betr. Fahreignung nach Drogenkonsum" auch die Frage nach der Fahreignung unbeantwortet blieb.
Erst recht h�tte das Strassenverkehrs- und Schifffahrtsamt nach Erhalt des IRM-Gutachtens vom 10. April 2001 betreffend die chemisch-toxikologischen Untersuchungen Anlass genug gehabt, an der Fahreignung des Beschwerdegegners ernsthaft zu zweifeln und der dringenden Empfehlung des IRM zur Einholung eines entsprechenden Fachgutachtens nachzukommen.
Unter den oben genannten Umst�nden erweisen sich die Abkl�rungen der Administrativbeh�rden als offensichtlich unvollst�ndig. Nicht erst die Vorinstanz, sondern schon das Strassenverkehrs- und Schifffahrtsamt h�tte ein verkehrsmedizinisches und -psychologisches Gutachten durch ein spezialisiertes Institut anordnen m�ssen - dies sp�testens nach Erhalt des Gutachtens des IRM vom 10. April 2001 durch die Zustellung der Strafakten Mitte Juli 2001. Zu diesem Zeitpunkt h�tte es auch unverz�glich pr�fen m�ssen, ob die Voraussetzungen f�r die vorsorgliche Abnahme des F�hrerausweises gegeben gewesen w�ren. Indem sowohl das Strassenverkehrs- und Schifffahrtsamt als auch die Vorinstanz auf die Einholung eines Fachgutachtens verzichteten, haben sie ihre Ermittlungspflicht verletzt (vgl. BGE 127 II 122 E. 4b; 120 Ib 305 E. 4d und 5a). Die Beschwerde erweist sich somit als begr�ndet.
d) Die Dauer des Warnungsentzugs von f�nfzehn Monaten ist unbestritten. Sollte die Abkl�rung des Sachverst�ndigen ergeben, dass beim Beschwerdegegner kein Eignungsmangel vorliegt und deshalb ein Sicherungsentzug nicht erforderlich ist, bleibt es beim angefochtenen Entscheid.
5.- Die Abkl�rungen der Vorinstanz sind unvollst�ndig.
Dies f�hrt, wenn das Bundesgericht nicht selbst in der Sache entscheidet, zur Aufhebung und R�ckweisung der Sache an die Vorinstanz (Art. 114 Abs. 2 OG). Hat diese als Beschwerdeinstanz entschieden, so kann das Bundesgericht die Sache auch an die Beh�rde zur�ckweisen, die in erster Instanz verf�gt hat. Im vorliegenden Fall erscheint es angebracht, die Sache an das Strassenverkehrs- und Schifffahrtsamt zur�ckzuweisen, das in erster Linie zur Einholung eines medizinischen Gutachtens verpflichtet gewesen w�re. Dabei liegt es im Ermessen dieser Beh�rde, gegebenenfalls gest�tzt auf Art. 35 Abs. 3 VZV vorsorglich einen sofortigen Entzug des F�hrerausweises bis zur Abkl�rung von Ausschlussgr�nden anzuordnen.
Dar�ber wird sie von Amtes wegen zu befinden haben. Obschon der vorsorgliche Entzug in solchen F�llen die Regel bildet (BGE 125 II 396 E. 3), wird hier zu ber�cksichtigen sein, wie sich der Beschwerdegegner in der Zwischenzeit im Strassenverkehr verhalten hat (BGE 127 II 122 E. 5).
Aus diesen Gr�nden ist die Beschwerde gutzuheissen, der angefochtene Entscheid aufzuheben und die Sache an das Strassenverkehrs- und Schifffahrtsamt zur Abkl�rung der Fahreignung des Beschwerdegegners zur�ckzuweisen. Ungeachtet des Ausgangs des Verfahrens wird auf die Erhebung von Kosten verzichtet (Art. 156 Abs. 3 OG). Der obsiegenden Beh�rde wird keine Parteientsch�digung zugesprochen (Art. 156 Abs. 1 und Art. 159 Abs. 2 OG).
6.- Im Hinblick auf die in solchen oder �hnlichen F�llen notwendige Koordinierung der T�tigkeit der Strafverfolgungsbeh�rden einerseits und der F�hrerausweisentzugsbeh�rden andererseits sollte der Kanton Bern daf�r besorgt sein, dass zuk�nftig die vom IRM im Auftrag der Strafverfolgungsbeh�rden erstellten Gutachten unverz�glich an das Strassenverkehrs- und Schifffahrtsamt weitergeleitet werden.
Dar�ber hinaus wird das Bundesamt f�r Strassen (ASTRA) eingeladen, den Erlass entsprechender Empfehlungen zuhanden aller Kantone zu pr�fen.
1.- Die Verwaltungsgerichtsbeschwerde wird gutgeheissen, der Entscheid der Rekurskommission des Kantons Bern f�r Massnahmen gegen�ber Fahrzeugf�hrern vom 7. November 2001 aufgehoben und die Sache zur Abkl�rung der Eignung des Beschwerdegegners zum F�hren von Motorfahrzeugen im Sinne von Art. 14 Abs. 2 lit. c SVG an das Strassenverkehrs- und Schifffahrtsamt des Kantons Bern zur�ckgewiesen.
3.- Dieses Urteil wird den Parteien, der Rekurskommission des Kantons Bern f�r Massnahmen gegen�ber Fahrzeugf�hrern sowie dem Strassenverkehrs- und Schifffahrtsamt des Kantons Bern schriftlich mitgeteilt.

References: Art. 16
 Art. 17
 Art. 14
 Art. 5
 Art. 98
 Art. 24
 Art. 105
 Art. 14
 Art. 30
 Art. 17
 Art. 14
 Art. 17
 Art. 14
 Art. 17
 BGE 
 Art. 35
 Art. 159
 Art. 14