Source: https://www.ris.bka.gv.at/Dokument.wxe?Abfrage=Justiz&Rechtssatznummer=RS0014076&SkipToDocumentPage=True&SucheNachRechtssatz=True&SucheNachText=False&ResultFunctionToken=cc42a2a0-4b65-4c34-a1f0-cd299c49a11b&Dokumentnummer=JJR_19770303_OGH0002_0070OB00006_7700000_002
Timestamp: 2019-12-12 01:06:59+00:00

Document:
RIS - 7Ob6/77 7Ob63/78 7Ob26/... - Rechtssatz - Justiz (OGH, OLG, LG, BG, OPMS, AUSL)
Rechtssatz für 7Ob6/77 7Ob63/78 7Ob26/...
RS0014076
7Ob6/77; 7Ob63/78; 7Ob26/79; 3Ob586/89; 1Ob518/95; 9ObA144/02w; 7Ob55/02t; 8Ob47/03z; 9ObA147/03p; 6Ob179/04y; 9Ob52/10b; 2Ob117/10k; 9ObA51/10f; 2Ob92/11k; 7Ob199/14m; 2Ob20/15b; 9Ob64/17b; 3Ob224/18i
Es reicht aus, wenn die Willenserklärung in den Machtbereich des Adressaten gelangt ist, selbst wenn sie dieser persönlich nicht erhalten hat. Es genügt vielmehr, dass der Adressat die Möglichkeit hatte, die Erklärung zur Kenntnis zu nehmen.
7 Ob 63/78
Entscheidungstext OGH 09.11.1978 7 Ob 63/78
7 Ob 26/79
Entscheidungstext OGH 19.04.1979 7 Ob 26/79
3 Ob 586/89
Entscheidungstext OGH 13.12.1989 3 Ob 586/89
nur: Es reicht aus, wenn die Willenserklärung in den Machtbereich des Adressaten gelangt. (T1)
Veröff: SZ 62/202 = RZ 1990/80 S 199 = WoBl 1992,64
1 Ob 518/95
Entscheidungstext OGH 25.04.1995 1 Ob 518/95
Auch; nur T2; Beisatz: Hier: Ein Erhöhungsbegehren nach § 12 Abs 3 MRG wurde vom allein vertretungsbefugten Geschäftsführer des Unternehmenserwerbers entgegengenommen. (T2)
Auch; nur: Es genügt vielmehr, dass der Adressat die Möglichkeit hatte, die Erklärung zur Kenntnis zu nehmen. (T3)
Beisatz: Der Zugang (hier: eines Einschreibbriefes) im rechtlichen Sinn erfolgt bereits durch die objektive Möglichkeit, sich vom Inhalt des Schriftstücks Kenntnis zu verschaffen. (T4)
7 Ob 55/02t
Entscheidungstext OGH 12.06.2002 7 Ob 55/02t
8 Ob 47/03z
Entscheidungstext OGH 12.06.2003 8 Ob 47/03z
9 ObA 147/03p
Entscheidungstext OGH 25.02.2004 9 ObA 147/03p
6 Ob 179/04y
Entscheidungstext OGH 15.12.2004 6 Ob 179/04y
Beisatz: Hier: Kündigung eines Dauerschuldverhältnisses. (T5)
9 ObA 51/10f
Entscheidungstext OGH 30.03.2011 9 ObA 51/10f
Beisatz: Die Beweislast für den Zugang trägt grundsätzlich der Absender. (T6)
Beisatz: Der „OK‑Vermerk“ eines Telefax‑Sendeberichts macht keinen (Anscheins‑)Beweis für den Zugang beim Empfänger. (T7)
Beisatz: Hat jemand mit dem Eingang rechtsgeschäftlicher Erklärungen zu rechnen, hat er auch im Sinn einer Obliegenheit sicherzustellen, dass ihn diese erreichen. So ist beispielsweise von Unternehmern zu erwarten, dass sie stets Empfangsvorkehrungen treffen. Desgleichen hat der Empfänger die mangelnde oder mangelhafte Bereitschaft zur Entgegennahme eines Telefax zu vertreten. (T8)
ECLI:AT:OGH0002:1977:RS0014076
JJR_19770303_OGH0002_0070OB00006_7700000_002

References: OGH 
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 § 12
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 OGH 
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