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Timestamp: 2019-05-23 02:51:12+00:00

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§ 10 UStG: Bemessungsgrundlage für Lieferungen, sonstige Leistungen und innergemeinschaftliche Erwerbe
1.bei dem Verbringen eines Gegenstands im Sinne des § 1a Abs. 2 und des § 3 Abs. 1a sowie bei Lieferungen im Sinne des § 3 Abs. 1b nach dem Einkaufspreis zuzüglich der Nebenkosten für den Gegenstand oder für einen gleichartigen Gegenstand oder mangels eines Einkaufspreises nach den Selbstkosten, jeweils zum Zeitpunkt des Umsatzes;
2.bei sonstigen Leistungen im Sinne des § 3 Abs. 9a Nr. 1 nach den bei der Ausführung dieser Umsätze entstandenen Ausgaben, soweit sie zum vollen oder teilweisen Vorsteuerabzug berechtigt haben. Zu diesen Ausgaben gehören auch die Anschaffungs- oder Herstellungskosten eines Wirtschaftsguts, soweit das Wirtschaftsgut dem Unternehmen zugeordnet ist und für die Erbringung der sonstigen Leistung verwendet wird. Betragen die Anschaffungs- oder Herstellungskosten mindestens 500 Euro, sind sie gleichmäßig auf einen Zeitraum zu verteilen, der dem für das Wirtschaftsgut maßgeblichen Berichtigungszeitraum nach § 15a entspricht;
3.bei sonstigen Leistungen im Sinne des § 3 Abs. 9a Nr. 2 nach den bei der Ausführung dieser Umsätze entstandenen Ausgaben. Satz 1 Nr. 2 Sätze 2 und 3 gilt entsprechend.Die Umsatzsteuer gehört nicht zur Bemessungsgrundlage.
1.Lieferungen und sonstige Leistungen, die Körperschaften und Personenvereinigungen im Sinne des § 1 Abs. 1 Nr. 1 bis 5 des Körperschaftsteuergesetzes, nichtrechtsfähige Personenvereinigungen sowie Gemeinschaften im Rahmen ihres Unternehmens an ihre Anteilseigner, Gesellschafter, Mitglieder, Teilhaber oder diesen nahestehende Personen sowie Einzelunternehmer an ihnen nahestehende Personen ausführen,
2.Lieferungen und sonstige Leistungen, die ein Unternehmer an sein Personal oder dessen Angehörige auf Grund des Dienstverhältnisses ausführt,wenn die Bemessungsgrundlage nach Absatz 4 das Entgelt nach Absatz 1 übersteigt; der Umsatz ist jedoch höchstens nach dem marktüblichen Entgelt zu bemessen. Übersteigt das Entgelt nach Absatz 1 das marktübliche Entgelt, gilt Absatz 1.
BGH, vom 0.9.1967, Az. VII ZR 3/71 Jedoch hat der zivilrechtliche Begriff des Entgelts, der vom steuerlichen Entgeltsbegriff (§ 10 Abs. 1 UStG 1967) streng zu trennen ist, durch die Änderung des Umsatzsteuersystems keine Änderung erfahren (BGHZ 58, 292, 295; 60, 199, 201, 202).
BGH, URTEIL vom 2.3.2004, Az. VI ZR 109/03 Für den Streitfall kam es deshalb nicht darauf an, ob solche Fahrzeuge üblicherweise nach §10 UStG regelbesteuert, nach §25a UStG differenzbesteuert oder von Privat und damit umsatzsteuerfrei angeboten werden (vgl. BT-Drucks. 14/7752 S. 24; s. auch LG Magdeburg, aaO; LG Oldenburg, NJW 2003, 3494 f.; LG Bochum, aaO; AG Brandenburg, NZV 2003, 389; AG Papenburg, NJW 2003, 2617; AG Erkelenz, ebenda; AG Essen, NZV 2003, 535 f.; Heß, NZV 2004, 1, 4 ff.; Schirmer, aaO, S. 22 f.).
BGH, URTEIL vom 5.9.1950, Az. VO PR 66/50 her enthalten (**bruttohöchstpreise').§ 10 Abs. 1 Satz 2 des Umsatzsteuergesetzes vom 29. Mal 1967 (UStG 1967), wonach die Umsatzsteuer nicht zu dem Entgelt gehört, gelte nur für das Steuerrecht und könne nicht auf das Preisrecht übertragen werden, dem der bürgerlich-rechtliche Begriff des Entgelts zugrunde liege (OLG Düsseldorf, Urteile vom 3. November 1970 und 23. März 1971 = Baurecht 1971, 142; OLG Hamm MDR 1972, 31; OLG Nürnberg NJW 1972, 2137; Bekanntmachung des Bundesministers für Wirtschaft in BAnz Nr. 209 vom 7. November 1967; Richtlinien des Bundesschatzministers vom 30. November 1967 in Ministerialblatt des Bundesministers der Finanzen Nr. 35 vom 18. Dezember 1$67 S. 726, 734; Erlaß des Hessischen Ministers des Innern vom 7. Februar 1968 in BB 1968, 317; Häring, Der Architektenvertrag und seine Rechtsprobleme (1969) S. 68; Kühr in Blätter für Grundstücks-, Bau»- und Wohnungsrecht (B1GBW) 1969, 127; Klöne, Architektenhonorar und Mehrwertsteuer, BB 1972, 814; Roth/Gaber/Hartmann, Vertragsrecht/GOA, 9. Aufl«, 1968, § 10 GOA An. 7 (anders wohl 10. Aufl., 1970, S. 364); Rau/Dürrwächter/Flick/Geist, UStG (MWSt) § 14 Rn. 17a; allgemein für Höchstpreisvorschriften: Plückebaum/Malitzky, UStG (MWSt), 10. Aufl. Bd. II § 14 Rn. 15).
BGH, URTEIL vom 3.4.2014, Az. VIII ZR 179/13 Nach diesen Maßstäben stellt - wie auch in der Instanzrecht- sprechung und im Schrifttum überwiegend angenommen wird (zu dem Meinungsstand etwa OLG Hamm, aaO S. 55; Vogler, MwStR 2014, 6, 8) - der im Streit stehende Restwertausgleich des Leasingnehmers ein steuerbares Entgelt im Sinne von § 10 Abs. 1 Satz 2 UStG dar.
BGH, URTEIL vom 3.4.2014, Az. VIII ZR 241/13 41	b)	Nach	diesen	Maßstäben	stellt - wie auch in der Instanzrechtsprechung und im Schrifttum überwiegend angenommen wird (zu dem Meinungsstand etwa OLG Hamm, NJW-RR 2014, 54, 55; Vogler, MwStR 2014, 6, 8) - der im Streit stehende Restwertausgleich des Leasingnehmers ein steuerbares Entgelt im Sinne von § 10 Abs. 1 Satz 2 UStG dar.
BGH, vom 2.8.1984, Az. VI ZR 51/83 Verzugs-, Fälligkeits- und Prozeßzinsen sind entgegen der früher vom Bundesfinanzhof vertretenen Ansicht (vgl. zuletzt Urteil vom 16. Dezember 1971 - BStBl 1972 II S. 508) nicht als Teil des Entgelts für eine Leistung i.S. von § 10 Abs. 1 S. 2 UStG zu behandeln, sondern als Schadensersatz, der nicht der Umsatzsteuer unterliegt (EuGH, Urteil vom 11. Juli 1982, ABI.EG 1982 Nr. C 195, S. 16 = UStR 1982, 159 = MJW 1983, 505).
FG Düsseldorf, Urteil vom 5.8.2009, Az. 1 K 977/06 Zunächst ist darauf zu verweisen, dass die Nichtveröffentlichung des Ermächtigungsantrags der Bundesrepublik Deutschland nicht zur Unanwendbarkeit von § 10 Abs. 5 Nr. 1 UStG führt, da sich aus Art. 27 der 6. EG-Richtlinie keine derartige Veröffentlichungspflicht ergibt (vgl. EuGH-Urteil vom 29.04.2004 Rs. C-17/01 – Sudholz -, EuGHE I 2004, 4243, BStBl II 2004, 806 Rn. 25).
FG Köln, Urteil vom 3.5.2004, Az. 13 K 403/02 Allerdings wurde dem Einspruch der Klägerin, mit dem sie sich generell gegen die Anwendung des § 10 Abs. 5 Nr. 1 UStG (Mindestbemessungsgrundlage) wendete, insoweit stattgegeben, als unter Anwendung des EuGH-Urteils vom 20.5.1993 (BStBl II 1993, 812) die Personalaufwendungen aus der Mindestbemessungsgrundlage herausgenommen wurden.
LG Bielefeld, Urteil vom 2.4.2007, Az. 6 O 22/06 Hierfür hat der Tatrichter zu klären, ob solche Fahrzeuge üblicherweise auf dem Gebrauchtwagenmarkt nach § 10 UStG regelbesteuert oder nach § 25a UStG differenzbesteuert oder von Privat und damit umsatzsteuerfrei angeboten werden (BGH NJW 2006, 2181).
FG Köln, Urteil vom 3.2.2009, Az. 7 K 2808/07 Denn vor dem Hintergrund des in der Sache 'Glawe' ergangenen EuGH-Urteils vom 5.5.1994 (C-38/93, Slg. 1994, I-1679, BStBl. II 1994, 548) werde bei Glücksspielautomaten mit Geldeinsatz und Gewinnmöglichkeit in Abweichung von der gesetzlichen Vorschrift des § 10 Abs. 1 UStG nur der dem Leistungserbringer (Automatenbetreiber) nach Auszahlung der Gewinne verbleibende Betrag (Unterschiedsbetrag) als Bemessungsgrundlage herangezogen.
FG Köln, Urteil vom 3.2.2009, Az. 7 K 2808/07 Gegen die hinreichend bestimmte Vorschrift des § 10 Abs. 1 UStG sowie die – im Rahmen der Auslegung dieser Norm – in Anlehnung an die Rechtsprechung des EuGH in der Sache 'Glawe' (vgl. EuGH-Urteil vom 5.5.1994 C-38/93, Slg. 1994-I, 1679, BStBl. II 1994, 548) vorgenommene Ermittlung des Entgelts bei Umsätzen aus Glücksspielen mit Gewinnmöglichkeiten anhand des Unterschiedsbetrags zwischen den vereinnahmten und den als Gewinn auszuschüttenden Beträgen bestehen nach Ansicht des Senats keine Bedenken (vgl. etwa auch BFH-Urteile vom 30.1.1997 V R 27/95, BFHE 182, 416, HFR 1997, 423 und vom 20.1.1997 V R 20/95, BFHE 182, 409, HFR 1997, 422; Klenk, in: Rau/Dürwächer/Flick/Geist, UStG, § 4 Nr. 9 Rn 134.3;
FG München, Urteil vom 2.10.2012, Az. 2 K 3380/10 Die deutsche Sonderregelung in § 10 Abs. 5 UStG ist deshalb nicht durch Art. 27 der Richtlinie 77/388/EWG gestützt, wenn das vereinbarte Entgelt zwar marktüblich, aber niedriger als die Mindestbemessungsgrundlage ist (vgl. EuGH-Urteil vom 29. Mai 1997 Rs. C-63/96, Skripalle, Slg. 1997, I-2847, BStBl II 1997, 841).
FG München, Urteil vom 2.10.2012, Az. 2 K 3380/10 Die Ausnahmeregelung des § 10 Abs. 5 UStG ist danach nicht durch die Ratsermächtigung gemäß Art. 27 der Richtlinie 77/388/EWG gedeckt, soweit der fragliche Umsatz zwischen vorsteuerabzugsberechtigten Unternehmen stattfindet, weil auf dieser Stufe keine Steuerhinterziehung oder -umgehung stattfinden kann (vgl. EuGH in UR 2012, 435, Rn. 47).
FG München, Urteil vom 2.8.2014, Az. 2 K 3435/11 Die tatsächlich erhaltene Gegenleistung muss bei den von § 10 Abs. 2 Satz 2 UStG erfassten Umsätzen in Geld ausdrückbar sein (vgl. z.B. EuGH-Urteile vom 23. November 1988, Rs. 230/87, Naturally Yours Cosmetics, Slg. 1988, 6365, vom 2. Juni 1994 C-33/93, Empire Stores, Slg. 1994, I-2329, Rn. 12 und vom 26. September 2013 C-283/12, DStRE 2014, 476, Rn. 38 f.; BFH-Urteil vom 1. August 2002 V R 21/01, BStBl II 2003, 438).

References: § 1
 § 3
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 § 15
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 §10
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 § 14
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 Art. 27
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 EuGH 
 § 4
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 Art. 27
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 EuGH 
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