Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=2%20WD%2010.12
Timestamp: 2019-03-21 19:03:37+00:00

Document:
BVerwG, 29.11.2012 - 2 WD 10.12 - dejure.org
Disziplinarmaßnahme gegen einen Soldaten wegen außerdienstlicher Körperverletzungen (hier: Schlagen auf Kopf und Oberkörper); Möglichkeit der Milderung der Disziplinarmaßnahme durch eine selbstverschuldete Trunkenheit und dadurch bewirkter verminderter Schuldfähigkeit
TDG Süd, 07.12.2011 - G S 2 VL 41/10
Die Kontinuität von Spitzenleistungen unter den Belastungen des laufenden Verfahrens dokumentiert ebenso wie eine Leistungssteigerung, dass der Soldat die durch die Dienstpflichtverletzungen begründeten Zweifel an seiner charakterlichen Integrität und fachlichen Eignung durch besonders korrekte Pflichterfüllung ausräumen will (vgl. BVerwG, Urteil vom 29. November 2012 - 2 WD 10.12 - juris Rn. 48).
Eine Nachbewährung (BVerwG, Urteil vom 29. November 2012 - 2 WD 10.12 - Rn. 48.) ist mangels einer Leistungssteigerung aber nicht feststellbar.
Denn das Verfahren als solches wirkt bereits belastend und ist deshalb mit pflichtenmahnenden Nachteilen verbunden, die nach dem Verhältnismäßigkeitsgrundsatz das Sanktionsbedürfnis mindern können (…vgl. BVerwG, Urteile vom 17. Juni 2003 - 2 WD 2.02 - NZWehrr 2004, 83 ff. und juris Rn. 18…, vom 26. September 2006 - 2 WD 2.06 - BVerwGE 127, 1 , vom 13. März 2008 - 2 WD 6.07 - juris Rn. 116…, vom 22. Oktober 2008 - 2 WD 1.08 - juris Rn. 122…, vom 4. Mai 2011 - 2 WD 2.10 - juris Rn. 47…, vom 6. September 2012 - 2 WD 26.11 - Rn. 39 f. m.w.N. sowie vom 29. November 2012 - 2 WD 10.12 - Rn. 62).
Der frühere Soldat hat damit zwar überdurchschnittliche Leistungen erbracht, sie jedoch nach Begehung des Dienstvergehens nicht gesteigert, sodass, anders als vom Truppendienstgericht angenommen, keine Nachbewährung als klassischer Milderungsgrund vorliegt (vgl. BVerwG, Urteil vom 29. November 2012 - 2 WD 10.12 - juris Rn. 48).
Denn das Verfahren als solches wirkt bereits belastend und ist deshalb mit pflichtenmahnenden Nachteilen verbunden, die nach dem Verhältnismäßigkeitsgrundsatz das Sanktionsbedürfnis mindern können (…vgl. BVerwG, Urteile vom 17. Juni 2003 - 2 WD 2.02 - NZWehrr 2004, 83 ff. und juris Rn. 18; vom 26. September 2006 - 2 WD 2.06 - BVerwGE 127, 1 ;… vom 13. März 2008 - 2 WD 6.07 - juris Rn. 116;… vom 22. Oktober 2008 - 2 WD 1.08 - juris Rn. 122;… vom 4. Mai 2011 - 2 WD 2.10 - Buchholz 450.2 § 58 WDO 2002 Nr. 6 Rn. 47…, vom 6. September 2012 - 2 WD 26.11 - juris Rn. 39 f. m.w.N. sowie vom 29. November 2012 - 2 WD 10.12 - juris Rn. 62).
Mangels einer deutlichen Leistungssteigerung im Vergleich der Beurteilungen vor und nach dem Dienstvergehen liegt allerdings keine Nachbewährung (vgl. BVerwG, Urteil vom 29. November 2012 - 2 WD 10.12 - juris Rn. 48) vor.
Zwar kann eine überlange Verfahrensdauer, die einen Verstoß gegen die Gewährleistung einer Verhandlung innerhalb angemessener Frist durch Art. 6 EMRK begründet, einen Milderungsgrund bei pflichtenmahnenden Disziplinarmaßnahmen darstellen (…vgl. BVerwG, Urteile vom 4. Mai 2011 - 2 WD 2.10 - Buchholz 450.2 § 58 WDO 2002 Nr. 6 Rn. 47 sowie vom 29. November 2012 - 2 WD 10.12 - juris Rn. 62).
Diese würde eine Steigerung der Leistungen im Vergleich zum Leistungsniveau vor dem Dienstvergehen voraussetzen (BVerwG, Urteil vom 29. November 2012 - 2 WD 10.12 - juris Rn. 48).
Denn das Verfahren als solches wirkt bereits belastend und ist deshalb mit pflichtenmahnenden Nachteilen verbunden, die nach dem Verhältnismäßigkeitsgrundsatz das Sanktionsbedürfnis mindern können (vgl. BVerwG, Urteil vom 29. November 2012 - 2 WD 10.12 - Rn. 61 m.w.N.).
Der Senat berücksichtigt zu seinen Gunsten auch eine Nachbewährung (BVerwG, Urteile vom 29. November 2012 - 2 WD 10.12 - juris Rn. 48 …und vom 16. Februar 2017 - 2 WD 14.16 - Buchholz 450.2 § 38 WDO 2002 Nr. 53 LS und Rn. 40).
Denn das Verfahren als solches wirkt bereits belastend und ist deshalb mit pflichtenmahnenden Nachteilen verbunden, die nach dem Verhältnismäßigkeitsgrundsatz das Sanktionsbedürfnis mindern können (…vgl. BVerwG, Urteile vom 17. Juni 2003 - 2 WD 2.02 - NZWehrr 2004, 83 ff. und juris Rn. 18…, vom 26. September 2006 - 2 WD 2.06 - BVerwGE 127, 1 , vom 13. März 2008 - 2 WD 6.07 - juris Rn. 116…, vom 22. Oktober 2008 - 2 WD 1.08 - juris Rn. 122…, vom 4. Mai 2011 - 2 WD 2.10 - Buchholz 450.2 § 58 WDO 2002 Nr. 6 Rn. 47…, vom 6. September 2012 - 2 WD 26.11 - Rn. 39 f. m.w.N. sowie vom 29. November 2012 - 2 WD 10.12 - Rn. 62).
Für ihn spricht auch eine Nachbewährung (zu den Voraussetzungen: BVerwG, Urteil vom 29. November 2012 - 2 WD 10.12 - juris Rn. 48).
Denn das Verfahren als solches wirkt bereits belastend und ist deshalb mit pflichtenmahnenden Nachteilen verbunden, die nach dem Verhältnismäßigkeitsgrundsatz das Sanktionsbedürfnis mindern können (…vgl. BVerwG, Urteile vom 17. Juni 2003 - 2 WD 2.02 - NZWehrr 2004, 83 ff. und juris Rn. 18; vom 26. September 2006 - 2 WD 2.06 - BVerwGE 127, 1 ;… vom 13. März 2008 - 2 WD 6.07 - Rn. 116;… vom 22. Oktober 2008 - 2 WD 1.08 - juris Rn. 122;… vom 4. Mai 2011 - 2 WD 2.10 - Buchholz 450.2 § 58 WDO 2002 Nr. 6 Rn. 47…, vom 6. September 2012 - 2 WD 26.11 - juris Rn. 39 f. m.w.N. sowie vom 29. November 2012 - 2 WD 10.12 - juris Rn. 62).
Denn das Verfahren als solches wirkt bereits belastend und kann mit pflichtenmahnenden Nachteilen verbunden sein, die nach dem Verhältnismäßigkeitsgrundsatz das Sanktionsbedürfnis mindern können (…vgl. Urteile vom 17. Juni 2003 - BVerwG 2 WD 2.02 - NZWehrr 2004, 83 ff. und juris Rn. 18; vom 26. September 2006 - BVerwG 2 WD 2.06 - BVerwGE 127, 1 ;… vom 13. März 2008 - BVerwG 2 WD 6.07 - Rn. 116;… vom 22. Oktober 2008 - BVerwG 2 WD 1.08 - Rn. 122;… vom 4. Mai 2011 - BVerwG 2 WD 2.10 - a.a.O. Rn. 47 sowie vom 29. November 2012 - BVerwG 2 WD 10.12 - Rn. 62).
Eine Nachbewährung (vgl. BVerwG, Urteil vom 29. November 2012 - 2 WD 10.12 - Rn. 48) ist ebenfalls nicht feststellbar.
Disziplinarverfahren gegen einen Berufssoldaten wegen des unentschuldigten …

References: § 58
 Art. 6
 § 58
 § 38
 § 58
 § 58