Source: https://bayrvr.de/2016/09/09/bmi-91-331-asylantraege-18-143-easy-registrierungen-im-august-2016/
Timestamp: 2019-05-25 19:17:08+00:00

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Insgesamt 4.837 (Vormonat: 4.225) Anträge wurden von Staatsangehörigen der sechs Westbalkanstaaten Albanien, Bosnien-Herzegowina, Kosovo, Mazedonien, Montenegro und Serbien gestellt; das sind 5,3 Prozent aller in Deutschland gestellten Asylanträge.
Hauptherkunftsländer im August 2016 im Vergleich zu Vormonaten:
Zum Vergleich: Juni 2016 Juli 2016 August 2016
1. Syrien 24.605 22.574 26.281
2. Afghanistan 15.109 16.229 19.880
3. Irak 10.060 9.175 11.639
4. Iran 3.068 3.640 3.829
5. Pakistan 1.840 1.913 2.341
6. Nigeria 1.776 1.515 2.246
7. Eritrea 1.876 1.819 2.065
8. Albanien 1.534 1.599 1.845
9. Russ. Föderation 1.835 1.607 1.776
10. Ungeklärt 1.217 1.292 1.687
Gesamt 91.331 89.703 1.628
Syrien 26.281 26.209 72
Afghanistan 19.880 19.840 40
Irak 11.639 11.574 65
Iran 3.829 3.808 21
Pakistan 2.341 2.321 20
Nigeria 2.246 2.240 6
Eritrea 2.065 2.046 19
Albanien 1.845 1.634 211
Russ. Föderation 1.776 1.729 47
Ungeklärt 1.687 1.678 9
Die Zahl der Asylerstanträge im August 2016 (89.703) stieg damit gegenüber dem Vorjahresmonat (33.447) um 168,2%. Gegenüber dem Vormonat (72.984) stieg die Zahl der Asylerstanträge um 22,9%. Hauptherkunftsländer waren Syrien, Afghanistan und Irak.
Die Zahl der Asylfolgeanträge im August 2016 (1.628) sank im Vergleich zum Vorjahresmonat (2.975) um -45,3% und stieg gegenüber dem Vormonat (1.470) um 10,7%. Hauptherkunftsländer waren Serbien, Mazedonien und Albanien.
Im August 2016 hat das Bundesamt über die Anträge von 57.058 Personen (Vorjahresmonat: 16.769, Vormonat: 53.008) entschieden. 14.460 Personen (25,3%) wurde die Rechtsstellung eines Flüchtlings nach dem Abkommen über die Rechtsstellung der Flüchtlinge vom 28.02.1951 (Genfer Flüchtlingskonvention) zuerkannt. Darunter waren 167 Personen (0,3%), die als Asylberechtigte nach Art. 16a GG anerkannt wurden, sowie 14.293 Personen (25,0%), die Flüchtlingsschutz nach § 3 AsylG i.V.m. § 60 Abs. 1 AufenthG erhielten.
Im August 2016 erhielten 21.661 Personen (38,%) nach § 4 AsylG subsidiären Schutz im Sinne der Richtlinie 2011/95/EU.
Darüber hinaus hat das Bundesamt im August 2016 bei 1.290 Personen (2,3%) Abschiebungsverbote nach § 60 Abs. 5 oder Abs. 7 Satz 1 des AufenthG festgestellt.
Abgelehnt wurden die Anträge von 12.886 Personen (22,6%). Anderweitig erledigt (z.B. durch Dublin-Verfahren oder Verfahrenseinstellungen wegen Rücknahme des Asylantrages) wurden die Anträge von 6.761 Personen (11,8%).
In der Zeit von Januar bis August 2016 haben insgesamt 577.065 Personen in Deutschland Asyl beantragt, davon 564.506 als Erstanträge und 12.559 als Folgeanträge. Gegenüber dem Vergleichszeitraum im Vorjahr (256.938 Personen) bedeutet dies eine Erhöhung um 124,6%.
Hauptherkunftsländer von Januar-August 2016 (im Vgl. zu 2015):
Jan-Aug 2015 Jan-Aug 2016
1. Syrien 55.587 225.713
2. Afghanistan 13.120 100.572
3. Irak 13.629 78.989
4. Iran 2.699 19.660
5. Ungeklärt 4.117 14.718
6. Albanien 38.245 11.778
7. Pakistan 4.183 11.585
8. Eritrea 6.039 11.443
9. Russische Föderation 3.895 8.855
10. Nigeria 3.977 8.545
Die Erst- und Folgeanträge bei den Hauptherkunftsländern von Januar-August 2016:
Gesamt 577.065 564.506 12.559
Syrien 255.713 224.632 1.081
Afghanistan 100.572 100.265 307
Irak 78.989 78.426 563
Iran 19.660 19.456 204
Ungeklärt 14.718 14.575 143
Albanien 11.778 10.393 1.385
Pakistan 11.585 11.404 181
Eritrea 11.443 11.301 142
Russische Föderation 8.855 8.198 657
Nigeria 8.545 8.455 90
Die Zahl der Asylerstanträge im bisherigen Jahr 2016 (564.506) stieg damit gegenüber dem Vorjahreszeitraum (231.302) um 144,1%. Hauptherkunftsländer waren Syrien, Afghanistan und Irak.
Die Zahl der Asylfolgeanträge im bisherigen Jahr 2016 (12.559) sank im Vergleich zum Vorjahreszeitraum (25.636) um -51,0%. Hauptherkunftsländer waren Serbien, Albanien und Mazedonien.
In den ersten acht Monaten 2016 hat das Bundesamt 392.833 Entscheidungen getroffen. Dies ist ein Anstieg um 157,1% gegenüber dem Zeitraum Januar bis August 2015 (152.777 Entscheidungen).
Insgesamt 170.803 Personen (45,8%) wurde die Rechtsstellung eines Flüchtlings nach dem Abkommen über die Rechtsstellung der Flüchtlinge vom 28.02.1951 (Genfer Flüchtlingskonvention) zuerkannt. Darunter waren 1.212 Personen (0,3%), die als Asylberechtigte nach Art. 16a GG anerkannt wurden, sowie 178.591 Personen (48,9%), die Flüchtlingsschutz nach § 3 AsylG i.V.m. § 60 Abs. 1 AufenthG erhielten.
Weitere 60.954 Personen (15,5%) erhielten subsidiären Schutz nach § 4 AsylG i.S.d. Richtlinie 2011/95/EU. Darüber hinaus hat das Bundesamt in den ersten acht Monaten 2016 bei 4.446 Personen (1,1%) Abschiebungsverbote gemäß § 60 Abs. 5 und 7 Satz 1 AufenthG festgestellt.
Abgelehnt wurden die Anträge von 95.692 Personen (24,4%). Anderweitig erledigt (z.B. durch Dublin-Verfahren und Verfahrenseinstellungen wegen Rücknahme des Asylantrages) wurden die Anträge von 51.938 Personen (13,2%).
Ende August 2016 lag die Zahl der noch nicht entschiedenen Anträge bei 567.479, davon 551.720 als Erstanträge und 15.759 als Folgeanträge (Vormonat 526.276 anhängige Verfahren; zum 30.08.2015: 276.617 anhängige Verfahren). Das Bundesamt nimmt derzeit viele Asylanträge von Personen an, die bereits 2015 eingereist sind, die jedoch zeitnah keinen Asylantrag stellen konnten. Es ist beabsichtigt, bis Ende September allen Menschen, die 2015 nach Deutschland kamen, die Möglichkeit zum Asylantrag gegeben zu haben.
Im Monat August 2016 wurden im EASY-System 18.143 Zugänge von Asylsuchenden registriert (Juli 16.160, Juni: 16.335, Mai: 16.281, April: 15.941, März: 20.608, Februar 2016: 61.428, Januar 2016: 91.671). Die Hauptherkunftsländer waren:
August 2016 Insgesamt 18.143
1. Syrien 2.281
2. Afghanistan 2.137
3. Eritrea 1.357
4. Irak 1.236
5. Nigeria 913
Von Januar bis August 2016 wurden im EASY-System 256.567 Zugänge von Asylsuchenden registriert. Die Hauptherkunftsländer waren:
Jan. bis Aug. 2016 Insgesamt 256.567
1. Syrien 79.357
2. Afghanistan 43.073
3. Irak 40.567
4. Iran 10.430
5. Russ. Föderation 7.048
BMI, Pressemitteilung v. 09.09.2016

References: Art. 16
 § 3
 § 60
 § 4
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