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Timestamp: 2016-09-27 22:19:44+00:00

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4A_580/2015 (11.04.2016)
4A_580/2015 � � Urteil vom 11. April 2016
Beschwerdef�hrerin und Streitverk�ndungsbeklagte,
vertreten durch Rechtsanw�ltin Flavia Buchli J�rimann,
Kl�gerin und Streitverk�ndungskl�gerin,
vertreten durch Rechtsanwalt Dr. Andrea Br�esch,
Streitverk�ndungsklage; Nebenintervention; Werkvertrag,
Beschwerde gegen das Urteil des Kantonsgerichts von Graub�nden, II. Zivilkammer, vom 10. Dezember 2014.
A.a.�Am 12. Mai 2009 schlossen die B.________ AG (Bestellerin, Kl�gerin, Streitverk�ndungskl�gerin) und die C.________ AG (Unternehmerin, Beklagte, Beschwerdegegnerin) einen Werkvertrag �ber die Erstellung sanit�rer Anlagen im neuen Gewerbehaus der Bestellerin.
A.b.�Am Freitag, 3. Dezember 2010 waren D.________ und E.________ als Monteure der Unternehmerin im Ausstellungsraum des Gewerbehauses mit der Installation sanit�rer Einrichtungen besch�ftigt. Sie nahmen u.a. Anschlussarbeiten in der K�che des Ausstellungsraums vor. Die Monteure verliessen die Baustelle um ca. 15.50 Uhr. Zu diesem Zeitpunkt befand sich bei der Kaltwasserzuleitung zur K�chenarmatur ein offener Rohrausgang, da ein Ausgangsstutzen eines T-St�cks nicht mit einer Verschlusskappe versehen war. Der Ausgangsstutzen sollte am Montag, 6. Dezember 2010 angeschlossen werden.
A.c.�Als F.________, Verwaltungsratspr�sident der Bestellerin, am Sonntag, 5. Dezember 2010 um ca. 16 Uhr das Gewerbehaus der Bestellerin betrat, bemerkte er auf dem Boden des B�ros im Erdgeschoss Wasserlachen. Auf der Suche nach dem Ursprung des Wassers begab er sich ins Obergeschoss, wo er feststellte, dass aus dem offenen Ausgangsstutzen des T-St�cks in der K�che des Ausstellungsraums Wasser austrat. Den Wasseraustritt konnte er durch Schliessen des Kaltwassereckventils unter dem Ausgangsstutzen stoppen. Durch den Wasseraustritt war an Geb�ude und Inventar ein Schaden entstanden.
A.d.�In der Folge meldete die Bestellerin den Schaden ihrer Geb�udeversicherung, der A.________ AG (Geb�udeversicherung, Streitverk�ndungsbeklagte, Beschwerdef�hrerin). Die Geb�udeversicherung stellte sich jedoch auf den Standpunkt, der Schaden sei durch die Unternehmerin verursacht worden, weshalb nicht sie den Schaden zu decken habe. Die Haftpflichtversicherung der Unternehmerin lehnte eine �bernahme des Schadens ebenfalls ab mit dem Argument, ihrer Versicherungsnehmerin k�nne eine Verursachung des Schadens nicht nachgewiesen werden. Sie bestritt, dass die Monteure das Kaltwassereckventil offen zur�ckgelassen h�tten.
B.a.�Nach erfolglos verlaufener S�hneverhandlung reichte die Bestellerin am 26. April 2012 beim Bezirksgericht Pr�ttigau/Davos Klage gegen die Unternehmerin ein und beantragte, diese sei zur Zahlung von Fr. 203'416.35 zuz�glich Mehrwertsteuer und Zins zu verpflichten. Die Bestellerin behielt sich eine "Klageerweiterung bzw. das Nachklagerecht" vor.
Mit der Klage ersuchte die Bestellerin auch um Zulassung einer Streitverk�ndungsklage gegen ihre Geb�udeversicherung. Sie stellte dabei dieselben Rechtsbegehren wie im Hauptprozess, richtete diese aber gegen die Geb�udeversicherung.
B.b.�Mit Verf�gung vom 14. August 2012 liess die Einzelrichterin am Bezirksgericht Pr�ttigau/Davos die Streitverk�ndungsklage zu und erkannte, diese werde zusammen mit der Hauptklage formell in einem Verfahren weitergef�hrt.
Auf Intervention der Geb�udeversicherung hin kam die Einzelrichterin am 5. Oktober 2012 auf ihre Verf�gung zur�ck. Sie legte neu fest, ein Schriftenwechsel im Streitverk�ndungsprozess werde erst nach rechtskr�ftiger Erledigung des Hauptverfahrens eingeleitet. Die Geb�udeversicherung nahm als Nebenintervenientin am Hauptprozess teil.
B.c.�Mit prozessleitender Verf�gung vom 6. Mai 2013 beschr�nkte der Bezirksgerichtspr�sident Pr�ttigau/Davos den Hauptprozess auf Antrag der Geb�udeversicherung auf die Frage, ob die Unternehmerin f�r den der Bestellerin entstandenen Schaden grunds�tzlich haftbar sei.
B.d.�Mit Urteil vom 31. Oktober 2013 (mitgeteilt am 9. Januar 2014) stellte das Bezirksgericht Pr�ttigau/Davos im Sinne eines Zwischenentscheids fest, dass die Unternehmerin f�r den bei der Bestellerin eingetretenen Schaden haftbar sei.
B.e.�Dagegen erhob die Unternehmerin beim Kantonsgericht von Graub�nden Berufung und beantragte, der Zwischenentscheid sei aufzuheben und die Klage sei abzuweisen, soweit darauf einzutreten sei. Sowohl die Bestellerin als auch die Geb�udeversicherung beantragten die Abweisung der Berufung.
Mit Urteil vom 10. Dezember 2014 (schriftlich mitgeteilt am 17. September 2015) hiess das Kantonsgericht von Graub�nden die Berufung gut, hob den Zwischenentscheid des Bezirksgerichts Pr�ttigau/Davos vom 31. Oktober 2013 auf und wies die Klage der Bestellerin ab. Das Kantonsgericht kam zum Schluss, es sei nicht nachgewiesen, dass die Monteure der Unternehmerin beim Verlassen des Gewerbehauses das Kaltwassereckventil offen zur�ckgelassen h�tten. Zudem sei das Nichtanbringen einer Verschlusskappe auf dem Rohrausgang des T-St�cks nicht als Sorgfaltspflichtverletzung zu werten.
Mit Beschwerde in Zivilsachen vom 19. Oktober 2015 beantragt die Geb�udeversicherung dem Bundesgericht, das Urteil des Kantonsgerichts von Graub�nden sei aufzuheben und es sei festzustellen, dass die Unternehmerin f�r den bei der Bestellerin eingetretenen Schaden haftbar sei. Die Sache sei zur materiellen Beurteilung der Forderung der Bestellerin als Kl�gerin gegen die Unternehmerin als Beklagte an das Bezirksgericht Pr�ttigau/Davos zur�ckzuweisen. Die Geb�udeversicherung beantragt zudem, ihrer Beschwerde sei die aufschiebende Wirkung zu erteilen.
Die Unternehmerin als Beschwerdegegnerin beantragt, auf die Beschwerde sei nicht einzutreten, eventualiter sei sie abzuweisen. Sie macht geltend, die Beschwerdef�hrerin sei nicht zur Beschwerde berechtigt.
Die Vorinstanz hat auf Vernehmlassung verzichtet. Die Bestellerin hat sich nicht vernehmen lassen.
Die Beschwerdef�hrerin hat eine Replik, die Beschwerdegegnerin eine Duplik eingereicht.
Mit Pr�sidialverf�gung vom 4. Dezember 2015 wurde der Beschwerde die aufschiebende Wirkung erteilt.
Die Beschwerdegegnerin bestreitet das Beschwerderecht der Beschwerdef�hrerin. Die Beschwerdef�hrerin begr�ndet ihr Beschwerderecht damit, dass sie ein Interesse am Obsiegen der Bestellerin gegen die Unternehmerin (Beschwerdegegnerin) habe; denn im Falle eines Unterliegens werde die Bestellerin ihren Wasserschaden im Streitverk�ndungsprozess gegen sie - die Beschwerdef�hrerin als Geb�udeversicherung - geltend machen.
1.1.�Nach Art. 81 Abs. 1 ZPO kann die streitverk�ndende Partei ihre Anspr�che, die sie im Falle des Unterliegens gegen die streitberufene Person zu haben glaubt, beim Gericht, das mit der Hauptklage befasst ist, geltend machen. Mit der Erhebung einer Streitverk�ndungsklage k�nnen Anspr�che verschiedener Beteiligter in einem einzigen Prozess - statt in sukzessiven Einzelverfahren - behandelt werden (BGE 139 III 67 E. 2.1 S. 71). Der Prozess erweitert sich dadurch zu einem Gesamt- bzw. Mehrparteienverfahren, in dem sowohl �ber die Leistungspflicht des Beklagten (Hauptprozess) als auch �ber den Anspruch der unterliegenden Partei gegen�ber einem Dritten (Streitverk�ndungsprozess) befunden wird (BGE 139 III 67 E. 2.1 S. 71; Urteil 4A_375/2015 vom 26. Januar 2016 E. 5.3.2, zur Publikation vorgesehen). Zu beurteilen sind zwei je selbst�ndige Klagen (Urteil 4A_375/2015 vom 26. Januar 2016 E. 5.3.2, zur Publikation vorgesehen). Die Erweiterung zu einem Gesamtverfahren �ndert nichts daran, dass mit der Haupt- und Streitverk�ndungsklage je eigene Prozessrechtsverh�ltnisse begr�ndet werden mit unterschiedlichen Parteikonstellationen und Rechtsbegehren (BGE 139 III 67 E. 2.1 S. 71 mit Hinweisen). Die Streitverk�ndungsbeklagte ist mithin im Hauptprozess nicht Hauptpartei (TANJA DOMEJ, in: Kurzkommentar Schweizerische Zivilprozessordnung, 2. Aufl. 2014, N. 14 zu Art. 82 ZPO; NINA J. FREI, Interventions- und Gew�hrleistungsklagen im Schweizer Zivilprozess, 2004, S. 138 f.; TARKAN G�KSU, in: Brunner/ Gasser/Schwander [Hrsg.], Schweizerische Zivilprozessordnung, Kommentar, 2011, N. 22 zu Art. 81 ZPO; DANIEL SCHWANDER, in: Sutter-Somm und andere [Hrsg.], Kommentar zur Schweizerischen Zivilprozessordnung, 2. Aufl. 2013, N. 26 zu Art. 82 ZPO; RAINER WEY, Die Streitverk�ndungsklage, in: Haftpflichtprozess 2010, 2010, S. 62 und 72; ROGER ZUBER/BALZ GROSS, in: Berner Kommentar, 2012, N. 41 Art. 81 ZPO). Die Streitverk�ndungsbeklagte kann aber als Nebenintervenientin am Hauptprozess teilnehmen (DOMEJ, a.a.O., N. 14 zu Art. 82 ZPO; LORENZ DROESE, Die Streitverk�ndungsklage nach Art. 81 f. ZPO, SZZP 2010 S. 307 f.; FREI, Interventions- und Gew�hrleistungsklagen, a.a.O., S. 140;�
dieselbe, in: Basler Kommentar, Schweizerische Zivilprozessordnung, 2. Aufl. 2013, N. 47 zu Art. 81 ZPO; G�KSU, a.a.O., N. 22 zu Art. 81 ZPO; WEY, a.a.O., S. 72; ZUBER/GROSS, a.a.O., N. 15 zu Art. 81 ZPO). Dies hat die Beschwerdef�hrerin nach den verbindlichen Feststellungen der Vorinstanz getan.
1.2.�Zur Beschwerde in Zivilsachen ist nach Art. 76 Abs. 1 BGG berechtigt, wer vor der Vorinstanz am Verfahren teilgenommen hat oder keine M�glichkeit zur Teilnahme erhalten hat (lit. a), und durch den angefochtenen Entscheid besonders ber�hrt ist und ein schutzw�rdiges Interesse an dessen Aufhebung oder �nderung hat (lit. b). Nebenintervention ist eine Teilnahmeform, die das Teilnahmeerfordernis des Art. 76 Abs. 1 lit. a BGG erf�llt (Urteile 4A_258/2012 vom 8. April 2013 E. 1.1; 4A_360/2012 vom 3. Dezember 2012 E. 1; 4A_398/2008 vom 18. Dezember 2008 E. 1.1, nicht publ. in: BGE 135 III 185). Die Beschwerdef�hrerin ist mit ihren Antr�gen vor der Vorinstanz unterlegen, was nach Art. 76 Abs. 1 lit. b BGG eine weitere Voraussetzung f�r ihr Beschwerderecht ist.
Die Stellung von Nebenparteien im bundesgerichtlichen Verfahren und deren prozessuale Befugnisse im Verh�ltnis zu den Hauptparteien regelt das BGG - anders als das OG (vgl. Art. 53 Abs. 1 OG) - indessen nicht (vgl. Urteil 4A_398/2008 vom 18. Dezember 2008 E. 1.1.1, nicht publ. in: BGE 135 III 185). Der BZP, dessen Vorschriften nach Art. 71 BGG subsidi�r sinngem�ss anwendbar sind, regelt zwar in Art. 15 die Intervention. Diese Bestimmung ist aber auf das Klageverfahren vor Bundesgericht als einziger Instanz (vgl. Art. 1 Abs. 1 BZP) und nicht auf das Rechtsmittelverfahren zugeschnitten, was sich bereits daran zeigt, dass im bundesgerichtlichen (Rechtsmittel-) Verfahren anders als in Art. 15 Abs. 1 BZP vorgesehen eine Nebenintervention nicht mehr m�glich ist (Urteil 4A_213/2008 vom 29. Juli 2008 E. 2). Wie unter dem OG war daher vor dem Inkrafttreten der ZPO auch unter dem BGG f�r die Stellung von Nebenparteien das kantonale Recht massgebend (vgl. Urteil 4A_398/2008 vom 18. Dezember 2008 E. 1.1.3, nicht publ. in: BGE 135 III 185). Unter der Geltung der ZPO bestimmt nun diese die prozessuale Stellung und die prozessualen Befugnisse von Nebenparteien - mithin auch von Nebenintervenienten - im bundesgerichtlichen Verfahren (so auch JACQUES HALDY, in: Bohnet und andere [Hrsg.], CPC, Code de proc�dure civile comment�, 2011, N. 4 zu Art. 76 ZPO; ERNST STAEHELIN/SILVIA SCHWEIZER, in: Sutter-Somm und andere [Hrsg.], Kommentar zur Schweizerischen Zivilprozessordnung, 3. Aufl. 2016, N. 2 zu Art. 76 ZPO; anders DOMEJ, a.a.O., N. 3 zu Art. 74 ZPO [die allerdings von der Zul�ssigkeit der Nebenintervention im bundesgerichtlichen Verfahren ausgeht]; vgl. auch BGE 138 III 537 E. 1 S. 539 [bei Eintretensfrage nur Pr�fung von Art. 76 BGG], wo die Vorinstanz aber die beschwerdef�hrende Mutter als Hauptpartei behandelt hatte und sich gerade die Frage stellte, ob sie Haupt- oder Nebenpartei sei).
1.3.�Nach Art. 76 Abs. 1 ZPO kann die intervenierende Person zur Unterst�tzung der Hauptpartei alle Prozesshandlungen vornehmen, die nach dem Stand des Verfahrens zul�ssig sind, insbesondere alle Angriffs- und Verteidigungsmittel geltend machen und auch Rechtsmittel ergreifen. Somit kann die Streitverk�ndungsbeklagte, die als Nebenintervenientin am Hauptprozess teilnimmt, grunds�tzlich ein Rechtsmittel einlegen (FREI, Interventions- und Gew�hrleistungsklagen, a.a.O., S. 157; G�KSU, a.a.O., N. 24 zu Art. 82 ZPO). Stehen die Prozesshandlungen der intervenierenden Person aber mit jenen der Hauptpartei im Widerspruch, so sind sie im Prozess unbeachtlich (Art. 76 Abs. 2 ZPO). Die Nebenintervenientin kann folglich kein Rechtsmittel ergreifen, wenn die Hauptpartei sich der Beschwerde widersetzt oder das Urteil akzeptiert, mithin ausdr�cklich oder konkludent den Verzicht auf die Einlegung eines Rechtsmittels erkl�rt (BGE 138 III 537 E. 2.2.2 S. 541).
Vor diesem Hintergrund erwog das Bundesgericht im soeben zitierten BGE 138 III 537, in dem es um eine Klage auf Anfechtung der Vaterschaftsanerkennung ging, das Rechtsmittel der Nebenintervenientin (Mutter) sei "zum Scheitern verurteilt" gewesen ("vou� � l'�chec"), weil die Hauptpartei (Kind) selbst weder eine Beschwerde gegen die Zulassung der Klage durch das erstinstanzliche Gericht noch ein Rechtsmittel gegen den best�tigenden Entscheid des Kantonsgericht ergriffen habe. In der Lehre wurde diese Erw�gung so verstanden, dass der Umstand des Nichtergreifens eines Rechtsmittels durch die Hauptpartei als Verzicht auf dessen Einlegung qualifiziert werde und dass die Nebenintervenientin folglich kein Rechtsmittel einlegen k�nne, wenn die Hauptpartei ihrerseits kein Rechtsmittel ergreift (vgl. DOMEJ, a.a.O., N. 8 zu Art. 76 ZPO; FamPra.ch 2012 S. 1168).
Dies gibt Anlass zur Pr�zisierung der Rechtsprechung. Eine Hauptpartei kann grunds�tzlich zwar auch konkludent den Verzicht auf die Einlegung eines Rechtsmittels erkl�ren, was eine Anfechtung durch die Nebenintervenientin ausschliesst (so in BGE 138 III 537). Entscheidend f�r die Beurteilung, ob ein Verzicht vorliegt, sind jeweils die Umst�nde des konkreten Falls. Der blosse Umstand, dass die Hauptpartei gegen ein Urteil kein Rechtsmittel ergreift, bedeutet alleine aber noch keinen Verzicht mit der Folge, dass ein Rechtsmittel durch die Nebenintervenientin ausgeschlossen w�re (so auch CORNELIA D�TWYLER, Gew�hrleistungs- und Interventionsklage nach franz�sischem Recht und Streitverk�ndung nach schweizerischem und deutschem Recht im internationalen Verh�ltnis nach IPRG und Lugano-�bereinkommen unter Ber�cksichtigung des Vorentwurfs zu einer schweizerischen Zivilprozessordnung, 2005, S. 7; DOMEJ, a.a.O., N. 8 zu Art. 76 ZPO; G�KSU, a.a.O., N. 6 und 15 zu Art. 76 ZPO; MAX GULDENER, Schweizerisches Zivilprozessrecht, 1979, S. 308 Fn. 15; E. STAEHELIN/SCHWEIZER, a.a.O., N. 10 zu Art. 76 ZPO; ZUBER/GROSS, a.a.O., N. 8 und 20 zu Art. 76 ZPO; vgl. auch FABIENNE HOHL, Proc�dure civile, Tome I: Introduction et th�orie g�n�rale, 2001, N. 578).
1.4.�Vorliegend hat die Bestellerin als Hauptpartei zwar selbst keine Beschwerde gegen das vorinstanzliche Urteil eingereicht. Es sind indessen keine Umst�nde ersichtlich, die darauf hindeuten w�rden, dass die Bestellerin sich der Beschwerde der Nebenintervenientin widersetzen w�rde oder sie konkludent den Verzicht auf die Einlegung einer Beschwerde erkl�rt h�tte. Damit ist die Beschwerde (auch) nach Art. 76 Abs. 1 ZPO zul�ssig und die Beschwerdef�hrerin zur Beschwerde in Zivilsachen berechtigt.
1.5.�Da auch die �brigen Sachurteilsvoraussetzungen erf�llt sind, ist - unter Vorbehalt einer hinreichenden Begr�ndung (Art. 42 Abs. 2 und Art. 106 Abs. 2 BGG) - auf die Beschwerde einzutreten.
Die Beschwerdef�hrerin r�gt eine Verletzung ihres rechtlichen Geh�rs durch die Vorinstanz. Diese habe zu Unrecht den Verweis auf die schriftlichen Pl�doyernotizen, die sich in den erstinstanzlichen Akten bef�nden, als ungen�gende Begr�ndung der Berufungsantwort erachtet und die Notizen unber�cksichtigt gelassen.
2.1.�Die Vorinstanz hielt mit Verweis auf die bundesgerichtliche Rechtsprechung zu den Begr�ndungsanforderungen fest, die berufungsbeklagte Partei habe in der Berufungsantwort selbst aufzuzeigen, aus welchen Gr�nden der Berufung nicht gefolgt werden k�nne. Die Argumentationsketten m�ssten sich dabei aus der Rechtsschrift selbst ergeben; es sei nicht Aufgabe des Gerichts, die Argumentation der jeweiligen Partei im Sinne eines Puzzles in verschiedenen anderen Schriftst�cken zusammenzusuchen. Soweit die Streitverk�ndungsbeklagte sich mit einem Verweis auf fr�here Vorbringen begn�ge und ihre Ausf�hrungen, Argumente und R�gen, die sie vor der ersten Instanz vorgetragen habe, ohne Wiederholung in ihre Berufungsantwort aufnehmen wolle, gen�ge diese den Begr�ndungsanforderungen nicht.
2.2.�Entgegen der Ansicht der Beschwerdef�hrerin gelten die Anforderungen an die Begr�ndung einer Berufung sinngem�ss auch f�r die Berufungsantwort (Urteile 5A_660/2014 vom 17. Juni 2015 E. 4.2; 5A_438/2012 vom 27. August 2012 E. 2.4; vgl. auch Urteil 4A_258/2015 vom 21. Oktober 2015 E. 2.4.2; so in Bezug auf die Beschwerdeantwort im bundesgerichtlichen Verfahren auch BGE 140 III 115 E. 2 S. 116). Begr�nden im Sinn von Art. 311 Abs. 1 ZPO bedeutet aufzuzeigen, inwiefern der angefochtene Entscheid fehlerhaft sei (BGE 138 III 374 E. 4.3.1 S. 375; Urteile 4A_258/2015 vom 21. Oktober 2015 E. 2.4.1; 4A_271/2015 vom 29. September 2015 E. 8.2). Dieser Anforderung gen�gt nicht, lediglich auf die vor erster Instanz vorgetragenen Vorbringen zu verweisen, sich mit Hinweisen auf fr�here Prozesshandlungen zufriedenzugeben oder den angefochtenen Entscheid in allgemeiner Weise zu kritisieren (BGE 138 III 374 E. 4.3.1 S. 375). Ungen�gend sind auch blosse Verweise auf Vorakten (Urteile 5A_209/2014 vom 2. September 2014 E. 4.2.1; 4A_252/2012 vom 27. September 2012 E. 9.2.1; 5A_438/2012 vom 27. August 2012 E. 2.2 mit Hinweisen). Die Vorinstanz hat daher das rechtliche Geh�r der Beschwerdef�hrerin nicht verletzt, indem es die schriftlichen Pl�doyernotizen aus dem erstinstanzlichen Verfahren unber�cksichtigt gelassen hat. Die R�ge ist unbegr�ndet.
Die Beschwerdef�hrerin r�gt weiter eine Verletzung ihres rechtlichen Geh�rs, weil die Vorinstanz mehrere im erstinstanzlichen Verfahren beantragte Expertisen nicht abgenommen habe. Im erstinstanzlichen Verfahren h�tte sich wegen der Gutheissung der Klage die Einholung der Expertisen er�brigt. Die Vorinstanz habe aber die Klage abgewiesen und zur Begr�ndung Annahmen getroffen und hypothetische �berlegungen angestellt, wof�r sie mangels Fachwissen nicht kompetent gewesen sei. Vielmehr h�tte sie dazu die beantragten Expertisen einholen m�ssen.
Die Beschwerdef�hrerin f�hrt selbst aus, dass sie die Beweisantr�ge auf Einholung von verschiedenen Gutachten im erstinstanzlichen Verfahren gestellt hat. Sie macht nicht geltend, dass sie die entsprechenden Antr�ge im vorinstanzlichen Verfahren wiederholt h�tte. Solches ergibt sich auch nicht aus dem festgestellten Prozesssachverhalt. Die Vorinstanz war aber nicht verpflichtet, erstinstanzlich gestellte Beweisantr�ge zu pr�fen und dar�ber zu befinden. Die R�ge der Verletzung des rechtlichen Geh�rs ist unbegr�ndet.
Die Vorinstanz kam nach W�rdigung der Beweise zum Schluss, es sei nicht nachgewiesen, dass die Monteure der Beschwerdegegnerin das Kaltwassereckventil beim Verlassen des Gewerbehauses offen zur�ckgelassen h�tten. Die Beschwerdef�hrerin wirft der Vorinstanz vor, sie habe die Beweise in mehrfacher Hinsicht offensichtlich unrichtig gew�rdigt und die Begr�ndungspflicht verletzt.
4.1.�Die Beschwerdegegnerin stellte den Sachverhalt im kantonalen Verfahren wie folgt dar: Die Monteure h�tten nach durchgef�hrten Installationsarbeiten ein Schr�gsitzventil ge�ffnet und damit Wasserdruck auf das Leitungssystem, an dem zuvor gearbeitet worden sei, gegeben. In der K�che des Ausstellungsraums sei ein Siphon undicht gewesen. Daraufhin sei die Siphondichtung ausgetauscht und anschliessend das Eckventil, welches die Warmwasserzufuhr zur K�chenarmatur regle, ge�ffnet worden, um mit dem ausstr�menden Warmwasser eine Dichtheitspr�fung des reparierten Siphons durchzuf�hren. Daraufhin sei das Warmwassereckventil wieder geschlossen worden und die Monteure h�tten sich vergewissert, dass auch das Kaltwassereckventil geschlossen sei. Da das Installationssystem w�hrend dieser Arbeiten immer unter Druck gestanden habe, h�tte ein offenes Kaltwassereckventil kaum �bersehen werden k�nnen, w�re doch diesfalls un�bersehbar Wasser aus dem sich dar�ber befindenden T-St�ck gespritzt.
4.2.�Die Vorinstanz hat erwogen, F.________ (Verwaltungsratspr�sident der Bestellerin) sei am Freitagabend, 3. Dezember 2010, an der K�che im Ausstellungsraum vorbei gekommen, nachdem die Monteure gegangen waren. G.________ (Verwaltungsratsmitglied der Bestellerin) habe am Samstag, 4. Dezember 2010, in Anwesenheit ihres Sohnes verschiedene Arbeiten im B�ro verrichtet, das sich einen Stock weiter unten befinde. Dies wecke gr�sste Zweifel daran, dass das Wasser bereits seit Arbeitsschluss der Monteure am Freitag um 16.00 Uhr ausgeflossen sei, da diesfalls sowohl F.________ als auch G.________ angesichts der Austrittsmenge von bis zu 5 l/min das ausgeflossene Wasser h�tten bemerken m�ssen. Nicht �berzeugend seien auch die Varianten, in welchen die Monteure das Hauptwasserzufuhrventil im Erdgeschoss oder das Schr�gsitzventil im WC Holzlager 3 - das sich wie der Ausstellungsraum im Obergeschoss befindet - geschlossen und dann das Kaltwassereckventil ge�ffnet h�tten, so dass beim �ffnen des Hauptwasserzufuhrventils oder des Schr�gsitzventils zu einem sp�teren Zeitpunkt das Wasser aus dem T-St�ck h�tte austreten k�nnen. Das Schliessen des Hauptwasserzufuhrventils oder des Schr�gsitzventils im Rahmen der Dichtigkeitspr�fung mache keinen Sinn, da daf�r ja gerade Wasser notwendig sei. Bei Schliessen�
nach�der Dichtigkeitspr�fung w�re der Druck im System erstens nicht einfach g�nzlich weggefallen, da sich ja noch Wasser in den Rohren befunden h�tte. W�re zu diesem Zeitpunkt das Kaltwassereckventil ge�ffnet worden, so h�tten die Monteure das austretende Wasser aus dem T-St�ck sofort bemerkt. Zweitens habe es f�r die Monteure keinen Grund gegeben, nach der Dichtigkeitspr�fung am Kaltwassereckventil zu drehen, wenn die Pr�fung ja gerade gezeigt hatte, dass dieses - mangels austretenden Wassers - zugedreht war. Die Unternehmerin bestreite zwar, dass das System �berhaupt unter Druck gestanden habe und dass die Monteure eine Dichtigkeitspr�fung durchgef�hrt h�tten. Gehe man von dieser Version aus, h�tte es f�r die Monteure aber keinen Sinn gemacht, an den Ventilen in der K�che zu drehen, die vor dem 3. Dezember 2010 anerkanntermassen dicht gewesen seien. Selbst wenn die Monteure an den Ventilen gedreht h�tten, um etwa zu pr�fen, ob sie geschlossen seien, w�re nicht erkl�rbar, weshalb nur das Kaltwassereckventil offen gewesen sei, nicht aber das Warmwassereckventil. Zudem mache diesfalls keinen Sinn, dass das Ventil nicht ganz, sondern etwa eine Vierteldrehung ge�ffnet gewesen sei.
4.3.�Das Bundesgericht legt seinem Urteil den Sachverhalt zugrunde, den die Vorinstanz festgestellt hat (Art. 105 Abs. 1 BGG). Es kann die Sachverhaltsfeststellung der Vorinstanz nur berichtigen oder erg�nzen, wenn sie offensichtlich unrichtig ist oder auf einer Rechtsverletzung im Sinne von Art. 95 BGG beruht (Art. 105 Abs. 2 BGG). "Offensichtlich unrichtig" bedeutet dabei "willk�rlich" (BGE 140 III 115 E. 2 S. 117, 264 E. 2.3 S. 266; 135 III 397 E. 1.5). Entsprechende R�gen sind �berdies bloss zul�ssig, wenn die Behebung des Mangels f�r den Ausgang des Verfahrens entscheidend sein kann (Art. 97 Abs. 1 BGG). Die Partei, welche die Sachverhaltsfeststellung der Vorinstanz anfechten will, muss klar und substanziiert aufzeigen, inwiefern diese Voraussetzungen erf�llt sein sollen (BGE 140 III 16 E. 1.3.1 S. 18, 264 E. 2.3 S. 266 mit Hinweisen). Soweit die Partei den Sachverhalt erg�nzen will, hat sie zudem mit Aktenhinweisen darzulegen, dass sie entsprechende rechtsrelevante Tatsachen und taugliche Beweismittel bereits bei den Vorinstanzen prozesskonform eingebracht hat (BGE 140 III 86 E. 2 S. 90). Die beschwerdef�hrende Partei soll in der Beschwerdeschrift zudem nicht bloss die Rechtsstandpunkte, die sie im kantonalen Verfahren eingenommen hat, erneut bekr�ftigen, sondern mit ihrer Kritik an den als rechtsfehlerhaft erachteten Erw�gungen der Vorinstanz ansetzen (BGE 140 III 86 E. 2 S. 89, 115 E. 2 S. 116). Auf eine Kritik an den tats�chlichen Feststellungen der Vorinstanz, die diesen Anforderungen nicht gen�gt, ist nicht einzutreten (BGE 133 II 249 E. 1.4.3 S. 255).
4.4.�Diese Grunds�tze missachtet die Beschwerdef�hrerin �ber weite Strecken. So stellt sie in ihrer Beschwerde den Sachverhalt aus eigener Sicht dar, wobei sie die vorinstanzlichen Feststellungen erweitert oder ab�ndert, ohne dabei eine willk�rliche Feststellung des Sachverhalts zu r�gen. Die entsprechenden Ausf�hrungen m�ssen im bundesgerichtlichen Verfahren unbeachtet bleiben. Zudem beschr�nkt sich die Beschwerdef�hrerin �ber weite Strecken auf appellatorische Kritik. Sie stellt dabei der Version der Vorinstanz ihre eigene Version gegen�ber, ohne sich mit den ausf�hrlichen Erw�gungen der Vorinstanz auseinanderzusetzen. Die Beschwerdef�hrerin verkennt damit, dass das Bundesgericht keine Appellationsinstanz ist, die im Beschwerdeverfahren auch s�mtliche Tatfragen frei pr�fen k�nnte. Entgegen der Ansicht der Beschwerdef�hrerin hat sich die Vorinstanz zudem ausf�hrlich mit den im Prozess vorgebrachten Argumenten befasst. Es kann daher auch von einer Verletzung der Begr�ndungspflicht keine Rede sein. Soweit auf die entsprechende R�ge, die in sehr allgemeiner Form vorgetragen wird, �berhaupt einzutreten ist, ist sie unbegr�ndet.
4.5.�Die Beschwerdef�hrerin bringt in ihrer Beschwerde zahlreiche Gr�nde daf�r vor, dass die Vorinstanz willk�rlich von der Version der Monteure ausgegangen sei, wonach diese eine Dichtigkeitspr�fung durchgef�hrt h�tten. Die Vorinstanz hat indessen auch die Version der Beschwerdef�hrerin (Dichtigkeitspr�fung hat nicht stattgefunden) gepr�ft und kam auch f�r diese Version zum Schluss, es sei nicht nachgewiesen, dass die Monteure der Beschwerdegegnerin das Kaltwassereckventil offen zur�ckgelassen h�tten. Da die Beschwerdef�hrerin nicht nachweist, dass der Vorinstanz bei ihrer W�rdigung der Version ohne Dichtigkeitspr�fung Willk�r vorzuwerfen ist, w�re die Behebung des ger�gten Mangels (Dichtigkeitspr�fung hat entgegen Feststellungen nicht stattgefunden) daher f�r den Ausgang des Verfahrens nicht entscheidend. Auf die entsprechenden R�gen ist nicht einzutreten. Was die Version mit stattgefundener Dichtigkeitspr�fung angeht, so r�gt die Beschwerdef�hrerin, entgegen den willk�rlichen vorinstanzlichen Feststellungen sei das Hauptventil im Erdgeschoss durch die Monteure geschlossen worden. Selbst wenn eine Dichtigkeitspr�fung stattgefunden h�tte und die Monteure dazu das Schr�gsitzventil im WC Lager 3 ge�ffnet h�tten, w�re daher nicht wirklich Druck auf dem Installationssystem gewesen und w�re daher beim �ffnen des Kaltwassereckventils kein oder nur wenig Wasser ausgetreten. Auch hier hat sich die Vorinstanz mit der Version der Beschwerdef�hrerin (Hauptventil Erdgeschoss war geschlossen) befasst. Die vorinstanzliche Erw�gung, wonach der Druck im System bei Schliessen des Ventils im Erdgeschoss nicht einfach g�nzlich weggefallen w�re, solange sich noch Wasser in den Rohren befunden h�tte, ist nicht willk�rlich. Dass die Monteure erst nach Ablassen des Wassers aus den Rohren das Kaltwassereckventil aus Versehen ge�ffnet h�tten, weil sie die Ventile pr�fen wollten, durfte die Vorinstanz ohne Willk�r verwerfen. Dagegen spricht - wie die Vorinstanz ausgef�hrt hat - erstens, dass nur das Kaltwassereckventil ge�ffnet war, nicht aber das Warmwassereckventil; zweitens w�rde, wer ein Ventil schliessen m�chte, bis zum Anschlag drehen und nicht nur eine Vierteldrehung machen. Die R�gen der Beschwerdef�hrerin sind somit unbegr�ndet, soweit darauf einzutreten ist.
Bei diesem Verfahrensausgang wird die Beschwerdef�hrerin kosten- und entsch�digungspflichtig (Art. 66 Abs. 1, Art. 68 Abs. 2 BGG). Die Kl�gerin liess sich nicht vernehmen und stellte keine Antr�ge.

References: Art. 81
 Art. 82
 Art. 81
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 Art. 81
 Art. 81
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 Art. 81
 Art. 76
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 BGE 
 Art. 76
 Art. 53
 BGE 
 Art. 71
 Art. 15
 Art. 1
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 Art. 76
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 Art. 74
 BGE 
 Art. 76
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 Art. 82
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 Art. 76
 Art. 76
 Art. 76
 Art. 76
 Art. 76
 Art. 106
 BGE 
 Art. 311
 Art. 95
 Art. 68