Source: https://www.tuhh.de/tuhh/studium/studienangebot/auslaufende-studiengaenge/informatik-ingenieurwesen/praktikantenordnung-1997.html
Timestamp: 2019-05-21 13:49:04+00:00

Document:
TUHH – Studium – Studien­angebot – Auslaufende Studiengänge – Informatik-Ingenieurwesen – Praktikantenordnung 1997
Studiengang Informatik-Ingenieurwesen - Praktikumsordnung 1997
Die Technische Universität Hamburg-Harburg setzt sich dafür ein, mehr Frauen für die technischen Studiengänge zu gewinnen. Die TUHH bittet die Industrie- und Gewerbebetriebe, ihr Anliegen zu unterstützen und bei der Vergabe von Praktikumsplätzen Frauen insbesondere zu unterstützen.
Die Technische Universität Hamburg-Harburg verlangt in § 17 und § 22 ihrer
Diplomprüfungsordnung für Studierende des Informatik-Ingenieurwesens den Nachweis einer vom Praktikantenamt des Studiendekanats für Elektrotechnik und Informationstechnik anerkannten grundlegenden berufspraktischen Tätigkeit von mindestens 8 Wochen Dauer (Grundpraktikum) für das Bestehen der Diplom-Vorprüfung und zusätzlich von einer fachlich ausgerichteten berufspraktischen Tätigkeit von 18 Wochen Dauer (Fachpraktikum) im Hauptstudium.
Das Grundpraktikum soll grundsätzlich vor dem Beginn des Studiums des Informatik-Ingenieurwesens abgeleistet werden.
Das Fachpraktikum darf erst nach erfolgreicher Durchführung des Vordiploms abgeleistet werden.
Anschließend soll es einen allgemeinen Überblick über Einrichtungen, Verfahren und Ablauf der Herstellung, der Prüfung, des Zusammenbaus, der Montage, der Wartung und der Reparatur von Bauelementen, Bauteilen, Baugruppen und Geräten der Informations- und Kommunikationstechnik vermittteln.
Das Fachpraktikum dient dem Ziel, den Studierenden durch die (Mit-)Arbeit an konkreten technischen Aufgaben an die besondere Tätigkeit eines Diplom-Ingenieurs heranzuführen. Er soll sich dabei fachrichtungsbezogene Kenntnisse aus der Praxis aneignen und Eindrücke über seine spätere berufliche Umwelt sammeln. Im Rahmen des Möglichen soll das Fachpraktikum außerdem einen Einblick in die betriebliche Organisation und Führung, das Arbeitsklima und die sozialen Probleme eines Industriebetriebes verschaffen. Die folgenden Übersichten geben unter Berücksichtigung vorgeschriebener Arbeiten und Mindestzeiten Richtlinien für die Durchführung des Grund- und Fachpraktikums.
Es ist ratsam, sich bereits vor Antritt einer praktischen Tätigkeit zu vergewissern, ob in dem Betrieb entsprechende Ausbildungsmöglichkeiten vorhanden sind
b) Handwerkliche Grundausbildung für Informations- und Kommunikationstechniker nach Möglichkeit in einer Lehrwerkstatt:
c) Technologische und elektrische Prüfungen in einer Werkstoff- und Materialprüfstelle:
Widerstände, Kondensatoren, Spulen, Übertrager, Relais, Röhren, Halbleiter, integrierte Schaltungen usw.
e) Zusammenbau, Montage, Prüfung, Wartung und Reparatur von Apparaten und Geräten der Informations- und Kommunikationstechnik in einer Fertigungs- oder Betriebswerkstatt
Ein über das vorgeschriebene Maß von 13 Wochen abgeleistetes Grundpraktikum nach a) bis e) kann nicht auf das Fachpraktikum angerechnet werden!
§ 2.2 Fachpraktikum
Das Fachpraktikum ist in einem informations- und kommunikationstechnischen Bereich einer Industriefirma unter Betreuung erfahrener Fachkräfte abzuleisten:
Berechnung, Konstruktion und
(Planung, Vorbereitung, Kontrolle, Kalkulation)
von Bauelementen, Baugruppen, Apparaten und Geräten der In- formationstechnik
Projektierung, Implementierung und Inbetriebnahme
von Systemen der Informationstechnik (Schaltungen, datenverarbeitende und nachrichtenübertragende Systeme, Netze, Anlagen der Meß-, Steuerungs-, Regelungs- und Prozeßtechnik, Softwaresysteme u.s.w.)
Mitarbeit in Versuchs- und Prüffeldern
oder technisch äquivalente Tätigkeiten.
Es müssen jeweils mindestens drei dieser Tätigkeiten durchgeführt werden. Der Anteil reiner Bildschirmtätigkeit darf nicht mehr als zwei Drittel der Zeit betragen.
Tätigkeiten, die den Richtlinien für den 2. Tätigkeitsabschnitt des Fachpraktikums entsprechen, werden unabhängig von der gewählten Spezialisierung auf das Fachpraktikum angerechnet.
Die Ausbildungsstätte soll für die Ableistung des Grundpraktikums über eine Lehrwerkstatt (oder Lehrecke) verfügen und einen Einblick in moderne Entwicklungs-, Fertigungs- und Prüfverfahren geben können.
(Bundeswehr, Gewerbliche Schulen, Fachgymnasien, Forschungsinstitute, staatliche Institutionen etc.). In Ausnahmefällen können bis zu 3 Wochen Tätigkeit außerhalb der Industrie anerkannt werden.
§ 4.1 Grundpraktikum
§ 4.2 Fachpraktikum
Da die Anfertigung des technischen Berichts als Teil der praktischen Tätigkeit anzusehen ist, ist sie zu deren Anerkennung unerläßlich. Falls aus betrieblichen oder anderen Gründen (Geheimhaltung, Patentanmeldung u.ä.) dem Studierenden der Bericht nicht überlassen werden kann, so ist dies im Zeugnis ausdrücklich zu vermerken und der Erfolg der Tätigkeit ausführlich zu erläutern. Eine Industrietätigkeit der Studierenden, die z.B. in Form einer abgeschlossenen Lehre geleistet wurde, kann auch für das Fachpraktikum angerechnet werden, sofern die dort (§ 2.2) geforderten Tätigkeiten durchgeführt worden sind und (in der Regel durch ein Berichtsheft) belegt werden können.
Neben dem Berichtsheft bzw. dem technischen Bericht ist zur Anerkennung der abgeleisteten praktischen Tätigkeit ein Zeugnis (keine Arbeitsbescheinigung) der Ausbildungsstätte vorzulegen. Dieses Zeugnis muß enthalten:
Diese Angaben muß das Zeugnis auch dann enthalten, wenn keine Fehl- bzw. Urlaubstage zu verzeichnen sind.
besondere Bemerkungen (z.B. Einbehaltung des technischen Berichts, vgl. § 4.2).
Das Praktikantenamt beurteilt anhand der eingereichten Unterlagen, ob die geleistete Tätigkeit den Richtlinien und Vorschriften entspricht. Es behält sich vor, praktische Tätigkeit nicht oder nur teilweise anzuerkennen, die nach Inhalt oder Berichterstattung nicht oder nur teilweise diesen Erfordernissen genügt. Das Ausmaß der Anerkennung wird auf dem Anerkennungsformular vermerkt. Tätigkeitsabschnitte mit einer Dauer unter 4 Wochen werden i.allg. nicht anerkannt.
Praktische Tätigkeit im Ausland wird anerkannt, wenn sie in allen Punkten diesen Richtlinien und Vorschriften genügt. Das Werkberichtsheft für das Grundlagenpraktikum bzw. die technischen Berichte für das Praktikum sind entweder in deutscher, englischer oder französischer Sprache entsprechend § 4.1 bzw. § 4.2 zu führen. Das Zeugnis kann in der Sprache des jeweiligen Landes abgefaßt sein; ist diese jedoch keine der oben aufgeführten, so muß eine beglaubigte Übersetzung vorgelegt werden.
Eine handwerkliche oder technische Berufsausbildung vor dem Studium an der Technischen Universität Hamburg-Harburg wird entsprechend ihrer Art und ihrem Inhalt auf das Grundpraktikum bis zur vollen Höhe von 13 Wochen angerechnet, wenn sie zu einem berufsqualifizierenden Abschluß führte (Gesellen-, Facharbeiter-, Techniker-, Ingenieurprüfung usw.). Für den Fall, daß eine abgeschlossene Ingenieurausbildung an einer Fachhochschule vorliegt, wird das Praxis-Semester - sofern es Teil der Fachhochschulausbildung war - voll auf das Fachpraktikum angerechnet.
Die Anerkennung einer Werkstudententätigkeit auf das Fachpraktikum ist dann möglich, wenn sie in den Rahmen der unter § 2.2 aufgeführten Tätigkeiten fällt und ein vorschriftsmäßig geführter technischer Bericht sowie ein entsprechendes Zeugnis vorgelegt werden. Vor Antritt einer Werkstudententätigkeit ist daher mit dem Betrieb zu klären, ob diese Möglichkeiten gegeben sind.
Sie sind hier:Praktikantenordnung 1997

References: § 17
 § 22

§ 2

§ 4

§ 4
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