Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=OLG%20Brandenburg&Datum=14.08.2001&Aktenzeichen=9%20WF%20118/01
Timestamp: 2019-08-17 16:03:02+00:00

Document:
OLG Brandenburg, 14.08.2001 - 9 WF 118/01 - dejure.org
https://dejure.org/2001,6340
OLG Brandenburg, 14.08.2001 - 9 WF 118/01 (https://dejure.org/2001,6340)
OLG Brandenburg, Entscheidung vom 14.08.2001 - 9 WF 118/01 (https://dejure.org/2001,6340)
OLG Brandenburg, Entscheidung vom 14. August 2001 - 9 WF 118/01 (https://dejure.org/2001,6340)
Tipp: Um den Kurzlink (hier: https://dejure.org/2001,6340) schnell in die Zwischenablage zu kopieren, können Sie die Tastenkombination Alt + R verwenden - auch ohne diesen Bereich zu öffnen.
Vergütung des Verfahrenspflegers; Anspruch auf Ersatz der Aufwendungen des Verfahrenspflegers; Betreuungsrecht; Ermittlung des Kindeswillens
AG Lübben, 11.06.2001 - 30 F 323/00
FGPrax 2001, 240
FamRZ 2002, 626
Indes ist anerkannt, dass die Dokumentation des Zeitaufwands so gestaltet sein muss, dass der geltend gemachte Vergütungsanspruch auf Plausibilität überprüft werden kann (vgl. OLG Brandenburg FGPrax 2001, 240 = FamRZ 2002, 626; FPR 2002, 280; OLG Zweibrücken FamRZ 2002, 627).
Die Auffassung, dass Gespräche mit den Eltern nicht zum Aufgabenkreis des Verfahrenspflegers gehören oder allenfalls äußerst restriktiv zuzulassen seien (…so: Kammergericht, FamRZ 2000, S. 1300; OLG Brandenburg, FamRZ 2001, S. 1541 f. und FamRZ 2002, S. 626), ist abzulehnen.
Die in Rechtsprechung und Literatur teilweise vertretene Auffassung, dass Gespräche mit den Eltern nicht zum Aufgabenkreis des Verfahrenspflegers gehören oder allenfalls äußerst restriktiv zuzulassen seien (…so: Kammergericht, FamRZ 2000, S. 1300; OLG Brandenburg, FamRZ 2001, S. 1541 f. und FamRZ 2002, S. 626), ist danach ebenso abzulehnen wie die Auffassung, dass im Rahmen der Tätigkeit eines Verfahrenspflegers Gespräche mit dem Jugendamt, der das Kind betreuenden Kindergärtnerin oder der das Kind unterrichtenden Lehrerin grundsätzlich ausgeschlossen seien.
Sie dienen auch der Abgeltung allgemeiner Bürokosten, wozu etwa neben Miete, Mietnebenkosten und Fortbildungskosten auch die Kosten für Büroausstattung und Büromaterial, mithin auch für Schreibpapier und Briefumschläge gehören (vgl. Brandenburgisches OLG FGPrax 2001, 240, 241; Schleswig-Holsteinisches OLG ZEV 1997, 202, 203;… HK-BUR/Knieper/Mahr, Betreuungs- und Unterbringungsrecht § 1 BVormVG Rdnr. 7;… Damrau/Zimmermann, Betreuungsrecht 3. Aufl. § 1835 Rdnr. 23 Stichwort "Schreibpapier, Ordner";… Soergel/Zimmermann, BGB 13. Aufl. § 1835 Rdnr. 8;… Erman/Holzhauer, BGB 10. Aufl. § 1836 Rdnr. 13;… Bienwald, Betreuungsrecht 3. Aufl. Rdnr. 165 vor § 65 ff FGG;… Palandt/Diederichsen, BGB 61. Aufl. § 1835 Rdnr. 15 und § 1836 Rdnr. 21; a.A: AG Mühldorf Rpfleger 1993, 154, 155 betreffend Aktendeckel und Telefongebühren; LG Paderborn Rpfleger 1993, 19, 21).
Die in Rechtsprechung und Literatur teilweise vertretene Auffassung, dass Gespräche mit den Eltern nicht zum Aufgabenkreis des Verfahrenspflegers gehören oder allenfalls äußerst restriktiv zuzulassen seien (…so: Kammergericht, FamRZ 2000, S. 1300; OLG Brandenburg, FamRZ 2001, S. 1541 f. und FamRZ 2002, S. 626), ist danach ebenso abzulehnen wie die Auffassung, dass im Rahmen der Tätigkeit eines Verfahrenspflegers Gespräche mit dem Jugendamt oder sonstigen Einrichtungen oder Bezugspersonen grundsätzlich ausgeschlossen seien.
2000, 177; OLG Frankfurt FamRZ 2002, 335; FamRZ 1999, 1293; OLG Braunschweig FamRZ 2001, 776; OLG Rostock FamRZ 2002, 969; OLG Brandenburg FamRZ 2001, 692; FamRZ 2002, 626 und FamRZ 2001, 1541).
OLG Naumburg, 05.05.2003 - 8 WF 51/03
Umfang von Vergütung und Aufwendungsersatz für Verfahrenspfleger
Zu diesem Zweck hatte sie das Interesse des Kindes zu erkennen und dem Kind - an Stelle seiner gesetzlichen Vertreter und ähnlich einem Verfahrensbevollmächtigten - in dem Verfahren zur Seite zu stehen; die Verfahrenspflegerin hatte also den Willen des Kindes zu erforschen und diesen dem Gericht zu übermitteln (vgl. OLG Brandenburg, FGPrax 2001, 240, 241 m.w.N.).
Dabei ist der Aufwand und diejenige Tätigkeit zu vergüten, die zur Erfüllung der dem Verfahrenspfleger übertragenen Aufgabe erforderlich waren (KG Berlin KGR 2001, 383, OLG Brandenburg FamRZ 2002, 626).
Dabei ist der Aufwand und diejenige Tätigkeit zu vergüten, die zur Erfüllung der dem Verfahrenspfleger übertragenen Aufgabe erforderlich waren ( KG Berlin KGR 2001, 383, OLG Brandenburg FamRZ 2002, 626 ).
OLG Köln, 17.05.2002 - 4 WF 49/02
AG Andernach, 26.09.2008 - 7 F 508/06

References: § 1
 § 1835
 § 1835
 § 1836
 § 65
 § 1835
 § 1836