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Timestamp: 2018-02-19 09:40:45+00:00

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Ratgeber | VSH MAKLER AT
Wir liefern Ihnen den Überblick.
Wer macht was? Was muss und was kann versichert werden?
Der gVB ist zur Beratung über alle Versicherungen berechtigt, die dem Aufbau, der Sicherung und der Erhaltung von Vermögen die-nen. Vermitteln darf er jedoch "nur" Lebens- und Unfallversiche-rungen (Ab- und Erlebensversicherungen, fondsgebundene Versi-cherungen; nicht aber Sachversicherungen)! Für Gewerbetreibende, die ihr Gewerbe seit dem 01.01.2009 angemeldet haben, besteht keine Möglichkeit mehr, Sachversicherungsvermittlung als limitiertes Nebengewerbe eintragen zu lassen.
Bei den Finanzinstrumenten gemäß § 1 Z 6 lit. c WAG sind sog. "geschlossene Fonds" (z.B. Schiffsfonds) nicht enthalten! Deren Vermittlung ist gewerblichen Vermögensberatern sowie Kreditinstituten und deren vertraglich gebundenen Vermittlern (siehe entsprechende Ausführungen) vorbehalten.
Bei den "übertragbaren Wertpapieren" (z.B. Aktien, Zertifikate, Schuldverschreibungen, nicht aber Zahlungsmittel) kommt es grundsätzlich nur auf deren Übertragbarkeit an. WPV dürfen daher auch Zertifikate vermitteln, die andere Finanzinstrumente als Derivate enthalten.
Weiterbildungsverpflichtung: 40 Stunden in drei Jahren - ein Verstoß hiergegen kann aufgrund der Annahme der Unzuverläs-sigkeit zum Gewerbeentzug führen (§ 136c GewO).
Der vgV darf - unabhängig davon, ob er als natürliche oder juristische Person tätig ist - nur im Namen und auf Rechnung eines Haftungsträgers auftreten. Er darf sich bei der Ausübung seiner Tätigkeit Mitarbeiter bedienen.
Die Tätigkeit des vgV kann nicht durch weitere Subvermittler (vgV oder Wertpapiervermittler) ausgeübt werden, sondern nur über Angestellte. Die Beschäftigung von freien Mitarbeitern ist daher nicht möglich. Die Angestellten müssen selbst keine Gewerbeberechtigung für die gewerbliche Vermögensberatung aufweisen. Sie müssen jedoch ebenfalls - wie der vgV selbst - in das Register der Finanzmarktaufsicht eingetragen werden.
Wertpapierdienstleistungen gemäß § 4 Abs. 1 i.V.m. § 3 Abs. 2 Z 1 und 3 WAG bezüglich Finanzinstrumente gemäß § 1 Z 6 WAG (Unternehmensbeteiligungen ("geschlossene Fonds") sind keine Finanzinstrumente):
Unternehmensbeteiligungen ("geschlossene Fonds") sind keine Finanzinstrumente!
50.000 € Anfangskapital oder Berufs-/Vermögensschaden-Haftpflichtversicherung ("eigenkapitalersetzende Haft-pflichtversicherung")
Das WPDLU muss - im Gegensatz zur WPF - keiner Anleger-Entschädigungseinrichtung angehören.
Wertpapierdienstleistungen gemäß § 3 Abs. 2 Z 1 und 3 WAG bezüglich Finanzinstrumente gemäß § 1 Z 6 WAG (Unterneh-mensbeteiligungen ("geschlossene Fonds") sind keine Finanzinstrumente):
WPF sind berechtigt, ihre Dienstleistungen EU-weit zu erbringen. Die WPF müssen einen Monat vor dem Tätigwerden der FMA einerseits den Mitgliedstaat, in dem Tätigkeit ausgeübt werden soll, sowie, ob beabsichtigt wird, in diesem Mitgliedstaat vertraglich gebundene Vermittler (aus Österreich) heranzuziehen, mitteilen und andererseits einen Geschäftsplan übermitteln, aus dem insbesondere die beabsichtigten Dienstleistungen, auch Nebendienstleistungen, und/ oder Anlagetätigkeiten hervorgehen. Für WPF bestehen - im Gegensatz zu Wertpapierdienstleistungsunternehmen - keine Umsatzgrenzen. WPF sind nicht berechtigt, Dienstleistungen zu erbringen, die das Halten von Geld, Wertpapieren oder sonstigen Instrumenten von Kunden umfassen, so dass das Unternehmen diesbezüglich zu keiner Zeit Schuldner seiner Kunden werden kann (§ 3 Abs. 5 Z 4 WAG). WPF, die keinen Gewerbeschein als gewerblichen Vermögensberater haben, dürfen keine geschlossenen Fonds vermitteln.

References: § 1
 § 4
 § 3
 § 1
 § 3
 § 1