Source: http://www.steuerlinks.de/steuli-216.html
Timestamp: 2018-02-18 01:19:00+00:00

Document:
SteuLi-Ausgabe 216 - 20.03.2009
234 - 20.12.2009
233 - 05.12.2009
232 - 20.11.2009
231 - 05.11.2009
230 - 20.10.2009
229 - 05.10.2009
228 - 20.09.2009
227 - 05.09.2009
226 - 20.08.2009
225 - 05.08.2009
224 - 20.07.2009
223 - 05.07.2009
222 - 20.06.2009
221 - 05.06.2009
220 - 20.05.2009
219 - 05.05.2009
218 - 20.04.2009
217 - 05.04.2009
216 - 20.03.2009
215 - 05.03.2009
214 - 20.02.2009
213 - 05.02.2009
212 - 20.01.2009
211 - 05.01.2009
Start > Steuerlinks-Newsletter > Archiv 2009 > 216 - 20.03.2009
Online-Ausgabe Nr. 216 vom 20.03.2009
Die E-Mail-Ausgabe ging an 27.283 Empfänger
Einzelheiten zum sog. Kinderbonus
Neuregelung der Kraftfahrzeugsteuer für Pkw ab 1.7.2009
Berufsstand wächst auf mehr als 84.000 Steuerberater
Werden Sie Steuerberater! Werden Sie Steuerberaterin!
Auch Auslandsspenden grundsätzlich abzugsfähig - Umfangreiche Mitwirkungspflichten der Spender!
Das „Bürgerentlastungsgesetz Krankenversicherung“ muss seinem Titel gerecht werden
Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz: Aktueller Stand
Aktualisierte Allgemeine-Monatslohnsteuertabelle 2009
Basiszins für das vereinfachte Ertragswertverfahren nach § 203 Abs. 2 BewG
Bewertung einer lebenslänglichen Nutzung oder Leistung für Stichtage ab 1.1.2007 bis 31.12.2007 und ab 1.1.2008 bis 31.12.2008
Bewertung der landwirtschaftlichen Nutzung für Zwecke der Erbschaft-/Schenkungsteuer
Jetzt umschulden und Geld sparen
Bezahlen Sie für alte Kredite noch hohe Zinsen?
Haben Sie mehrere Gläubiger, denen Sie Geld schulden?
Schluss damit! Jetzt einfach umschulden mit dem Kreditexperten Bon-Kredit.
Nutzen Sie die aktuell noch niedrigen Zinsen. Bezahlen Sie alte Darlehen zurück und profitieren Sie von bedeutend niedrigeren monatlichen Raten an nur eine Stelle.
Jetzt kostenlos Kreditantrag zur Umschuldung stellen (hier klicken)
So einfach funktioniert Ihre Umschuldung:
1. Kostenloses Kreditangebot von Bon-Kredit anfordern
2. Und fertig. Die kostenlose Umschuldung Ihrer Altkredite übernehmen wir für Sie.
Holen Sie sich jetzt Ihr 100% kostenloses Angebot zur Umschuldung von Bon-Kredit.
Mit dem Gesetz zur Sicherung von Beschäftigung und Stabilität in Deutschland vom 2.3.2009 (BGBl. 2009 I S. 416) wurde § 66 Abs. 1 Einkommensteuergesetz (EStG) geändert. Gemäß dem neu eingefügten Satz 2 wird für jedes Kind, für das im Kalenderjahr 2009 mindestens für einen Kalendermonat ein Anspruch auf Kindergeld besteht, für das Kalenderjahr 2009 ein Einmalbetrag in Höhe von 100 € ("Kinderbonus") gezahlt.
Für den Einmalbetrag nach § 66 Abs. 1 Satz 2 EStG (nachstehend nur noch als "Einmalbetrag" bezeichnet) gelten grundsätzlich alle Vorschriften, die auch für das - festgesetzte und im Allgemeinen monatlich gezahlte - steuerliche Kindergeld maßgebend sind. Er hat die Wirkung einer einmaligen Erhöhung des nach § 66 Abs. 1 Satz 1 EStG bestehenden Kindergeldanspruchs für einen Kalendermonat.
Die Festsetzung und Zahlung des Einmalbetrages setzt voraus, dass im Kalenderjahr 2009 für mindestens einen Kalendermonat des Kalenderjahres 2009 ein Anspruch auf Kindergeld nach §§ 62 ff. EStG besteht. Der Anspruch auf den Einmalbetrag besteht auch dann, wenn ein Anspruch auf Kindergeld für einen Kalendermonat im Kalenderjahr 2009 bestand, aber zum Zeitpunkt der Verkündung des Gesetzes oder im Zeitpunkt der Auszahlung wegen Wegfalls der Anspruchsvoraussetzungen kein Kindergeldanspruch mehr gegeben ist. Tritt der Anspruch auf Kindergeld erst zu einem späteren Zeitpunkt im Kalenderjahr 2009 ein (z.B. Geburt eines Kindes im November 2009), ist ebenfalls ein Anspruch auf den Einmalbetrag gegeben.
Ein gesonderter Antrag auf Festsetzung und Auszahlung des Einmalbetrages ist grundsätzlich nicht erforderlich.
2. Zusammentreffen mehrerer Ansprüche
Der Einmalbetrag wird je Kind nur einmal festgesetzt und gezahlt. Insoweit ist insbesondere bei einem Berechtigten- oder Familienkassenwechsel sicherzustellen, dass es nicht zu Doppelzahlungen kommt.
Sind bzw. waren für ein Kind mehrere Anspruchsberechtigte im Kalenderjahr 2009 kindergeldberechtigt, so wird der Einmalbetrag gegenüber dem Anspruchsberechtigten festgesetzt und ausgezahlt, der vor der Auszahlung zuletzt kindergeldberechtigt war. Der andere Anspruchsberechtigte hat insoweit unter bestimmten Voraussetzungen einen zivilrechtlichen Ausgleichsanspruch.
Der Einmalbetrag bedarf einer Festsetzung (§ 70 Abs. 1 EStG).
Liegt bereits für den Kalendermonat, dem der Einmalbetrag zuzuordnen ist, eine positive Kindergeldfestsetzung vor, ist diese Festsetzung nach § 70 Abs. 2 Satz 1 EStG zu ändern. Von der Erteilung eines schriftlichen Änderungsbescheides kann abgesehen werden (§ 70 Abs. 2 Satz 2 EStG). Die Bekanntgabe der geänderten Festsetzung erfolgt konkludent durch die Auszahlung des Einmalbetrages.
In allen anderen Fällen (z.B. Neufestsetzung) ist die Erteilung eines schriftlichen Bescheides erforderlich. In den Bescheiden ist der Einmalbetrag gesondert auszuweisen.
Ist eine positive Kindergeldfestsetzung aufzuheben, ist zu prüfen, ob für den Kindergeldberechtigten für mindestens einen Kalendermonat im Kalenderjahr 2009 der Anspruch auf Kindergeld bestehen bleibt. Ist dies nicht der Fall, muss die Aufhebung auch den Einmalbetrag umfassen.
4. Zahlung des Einmalbetrages
Der Einmalbetrag soll durch eine einmalige Erhöhung des Auszahlungsbetrages gezahlt werden. Im Rahmen der Überweisung ist hinsichtlich des Einmalbetrages unter Verwendungszweck zusätzlich der Hinweis "Kinderbonus" aufzunehmen.
In Fällen der Abzweigung (§ 74 Abs. 1 EStG) ist wie folgt zu verfahren:
Wird das Kindergeld an das Kind abgezweigt, erhält das Kind auch den Einmalbetrag. Gleiches gilt, wenn das Kindergeld an eine dritte Person abgezweigt wird.
Wird das Kindergeld hingegen an einen Sozialleistungsträger abgezweigt, ist der Einmalbetrag aufgrund des Gesetzes zur Nichtanrechnung des Kinderbonus (Art. 5 des Gesetzes zur Sicherung von Beschäftigung und Stabilität in Deutschland vom 2.3.2009, BGBl. 2009 I S. 416) nicht an den Sozialleistungsträger, sondern unmittelbar an den Kindergeldberechtigten zu zahlen.
Quelle: Bundeszentralamt für Steuern 11.03.2009
Goldbarren ab 1 Gramm
Wer Sicherheit haben möchte, sollte einen Teil seines Vermögens absichern und Goldbarren kaufen. Goldbarren in den Größen 1, 5, 10, 20, 50, 100 und 250 Gramm sofort lieferbar.
Die "kleinen" Größen sind auch prima geeignet als Geschenk zum Geburtstag oder zu Ostern.
Jetzt Goldbarren mit versichertem Versand kaufen
Ab 1.7.2009 orientiert sich die Höhe der Kraftfahrzeugsteuer für Personenkraftwagen vor allem am Ausstoß von Kohlenstoffdioxid (CO2). Außerdem wird eine befristete Steuerbefreiung für Diesel-Pkw eingeführt, wenn sie die Euro-6-Abgasvorschrift erfüllen. Rechtsgrundlage ist das Gesetz zur Neuregelung der Kraftfahrzeugsteuer und Änderung anderer Gesetze
1. Erstzulassungen ab 1.7.2009
2. Erstzulassungen von 5.11.2008 bis 30.6.2009
3. Erstzulassungen vor dem 5.11.2008
4. Befristete Steuerbefreiung für EURO-6 Fahrzeuge
5. Tabellarische Übersichten
6. Übergang der Ertragshoheit auf den Bund
Für Pkw mit Erstzulassung ab 1.7.2009 wird die Höhe der KraftSt anhand der Kohlendioxidemissionen sowie dem Hubraum neu bemessen. (§ 8 Abs. 1 Nr. 1b KraftStG i.V.m § 9 Abs. 1 Nr. 2b KraftStG). Sie setzt sich wie folgt zusammen:
a) Sockelbetrag abhängig von Antriebsart und Hubraumgröße
- Fremdzünder (Otto/ Wankel): 2,00 EUR je angefangene 100 ccm
- Selbstzünder (Diesel/Elsbett): 9,50 EUR je angefangene 100 ccm
b) CO2-Freibetrag (nicht besteuerter CO2 Ausstoß) bei Erstzulassung
- bis 31.12.2011: 120 g/km
- ab 1.1.2012: 110 g/km (keine Erhöhung für bis dahin zugelassene Pkw)
- ab 1.1.2014: 95 g/km (keine Erhöhung für bis dahin zugelassene Pkw)
c) CO2- Steuersatz über dem „CO2-Freibetrag“:
- 2,00 EUR je g/km
a) Günstigerprüfung
Für Pkw mit Erstzulassung vom 5.11.2008 bis zum 30.6.2009 wird eine Günstigerprüfung zwischen der bisherigen reinen Hubraumbesteuerung und der neuen KraftSt durchgeführt. Diese Prüfung erfolgt von Amts wegen im Anschluss an die Nichterhebung der Steuer nach § 10a Abs. 1 und 2 KraftStG und unter Berücksichtigung von § 9a KraftStG (§ 18 Abs. 4a KraftStG).
Pkw, deren Kraftfahrzeugsteuer nach der Günstigerprüfung weiter nach § 8 Abs. 1 Nr. 1a KraftStG nach dem Hubraum bemessen wird, weil die Günstigerprüfung erfolglos bleibt, werden nach Artikel 4 des Gesetzes ab 1.1.2013 in die neue Systematik überführt.
Für Pkw mit Erstzulassung vor dem 5.11.2008 verbleibt es zunächst bei der bisherigen Hubraumbesteuerung. Auch sie werden ab 1.1.2013 in die neue Systematik überführt.
Für besonders schadstoffarme Diesel-Pkw mit Erstzulassung vom 1.7.2009 bis zum 31.12.2013, die (vorzeitig) ab dem Tag der Erstzulassung die Euro-6-Abgasvorschrift einhalten, wird eine weitere befristete Steuerbefreiung in Höhe von 150 Euro eingeführt. Diese beginnt am Tag der erstmaligen Zulassung und endet, sobald die Steuerersparnis von 150 Euro verbraucht ist.
Die neue Steuerbefreiung in Höhe von 150 Euro beginnt mit der erstmaligen Zulassung, frühestens jedoch am 1.1.2011. Sie greift also im Anschluss an die befristeten Steuerbefreiungen nach § 10a KraftStG.
Die Steuerbefreiung wird für jedes Fahrzeug nur einmal gewährt. (§ 3b Abs. 1 KraftStG)
Sie gilt für den Halter, auf den das Fahrzeug am 1.1.2011 zugelassen ist.
Bei einem Halterwechsel werden noch nicht abgelaufene Steuervergünstigungen dem neuen Halter gewährt (§ 3 b Abs. 4 KraftStG).
Für Fahrzeuge die am 1.1.2011 außer Betrieb gesetzt sind, kommt die Befreiung dem Halter zugute auf den das Fahrzeug danach wieder zugelassen wird. Voraussetzung ist, dass die Zulassungsbescheinigung Teil I am Tag der erstmaligen Zulassung eine emissionsbezogene Schlüsselnummer ausgewiesen hat.
Der frühere Halter kann die Steuerbefreiung nicht für sich beantragen (§ 3 b Abs. 2 KraftStG).
Die Steuerbefreiung nach § 3 b KraftStG endet spätestens am 31.12.2013, unabhängig davon, ob der Betrag von 150 Euro bis dahin verbraucht ist (§ 3 Abs. 3b KraftStG).
Die Steuerbefreiung gilt nicht für Fahrzeuge im Sinne des § 1 Abs. 1 Nummer 4 Satz 1 (Fahrzeuge mit Oldtimer-Kennzeichen und Fahrzeuge mit roten Kennzeichen zur wiederkehrenden Verwendung).
a) Art der Besteuerung
Pkw mit Erstzulassung
Vor 5.11.2008
Ab 5.11.2008
bis 30.6.2009
b) Steuerbefreiungen
Pkw mit Erstzu- lassung
Die Ertragshoheit für die Kraftfahrzeugsteuer geht zum 1.7.2009 auf den Bund über (Artikel 3 des Gesetzes).
Die Verwaltung der Kraftfahrzeugsteuer erfolgt aber bis zum 30.6.2014 im Wege der Organleihe durch die Finanzbehörden der Länder.
Ab 1.7.2009 bis 30.6.2014 werden die Finanzämter als „für die Ausübung der Verwaltung der Kraftfahrzeugsteuer zuständige Behörde“ tätig.
Fragen und Antworten zur Änderung des Kraftfahrzeugsteuergesetzes - Eine Sammlung des Bundesfinanzministeriums
„Neuregelung der Kraftfahrzeugsteuer – Den Klimaschutz im Blick“ – Information des Bundesfinanzministeriums
Gesetzliche Neuregelung für Neuzulassungen; § 10a KraftStG – Information des Bayerischen Landesamts für Steuern
Fachthema Kraftfahrzeugsteuer
Quelle: Bayerisches Landesamt für Steuern, 17.3.2009
Die Zahl der Steuerberater und Steuerberatungsgesellschaften in Deutschland ist im Jahr 2008 um 3,4 Prozent auf jetzt 84.169 gestiegen. Das teilte die Bundessteuerberaterkammer (BStBK) anlässlich ihrer Jahrespressekonferenz am 17.03.2009 in Berlin mit. Die Anzahl der Steuerberaterpraxen wuchs um 812 auf jetzt 47.476 Praxen, wobei der Anstieg bei den Steuerberatungsgesellschaften mit 4,1 Prozent auf nunmehr 7.870 Gesellschaften erneut am deutlichsten ausfiel. Die Selbstständigenquote blieb mit 71,8 Prozent nahezu konstant.
Zur wirtschaftlichen Lage der Steuerberaterbranche teilte BStBK-Präsident Dr. Horst Vinken mit: "Wenn die Krise bei den kleinen und mittleren Unternehmen durchschlägt und die Zahl der Insolvenzen steigt, dann bekommen das auch die Steuerberater zu spüren. Vollkommen eindeutig ist aber, dass der Berufsstand der Steuerberater die Krise aus eigener Kraft bewältigen will und bewältigen wird."
Erfreulich entwickelten sich die Ausbildungszahlen im Jahr 2008: Zum Stichtag 31. Dezember 2008 befanden sich insgesamt 16.852 junge Menschen in der Ausbildung zum/zur Steuerfachangestellten. Damit sind im vergangenen Jahr mehr als 700 neue Ausbildungsplätze geschaffen worden.
Quelle: Bundessteuerberaterkammer, 17.03.2009
Jahresbericht 2008 der Bundessteuerberaterkammer (PDF - 76 Seiten - 656 KB)
Das Netzwerk steuerberaterstern.de sucht weitere Steuerberater.
Aufgrund hoher Mandantenanfragen wird der Vermittlungsservice ausgebaut.
Steuerberaterstern ist ein bundesweiter Online-Steuerberaterverbund für die Mandantenvermittlung. Mandantenanfragen werden generiert und an Steuerberater aus der entsprechenden Region weitergeleitet.
Im Vergleich zur konventionellen Mandantenakquisition ist dies Internetportal für die kontinuierliche Mandantengewinnung wesentlich effektiver und effizienter.
Das Steuerberaternetzwerk findet sehr gute Resonanz und bietet kompetenten Steuerberatern noch die Möglichkeit dem Netzwerk beizutreten. Wer sich von der fairen und risikolosen Vertragsgestaltung überzeugen möchte, kann sich auf www.steuerberaterstern informieren, oder mit dem Link www.steuerberaterstern.de/bewerbung/bewerbung-formular.php direkt, unverbindlich persönliche Unterlagen anfordern.
Eine Broschüre der Bundessteuerberaterkammer informiert Sie über die Anforderungen und über die vielfältigen Facetten, Perspektiven und Chancen, die der Beruf des Steuerberaters bietet.
Broschüre: Werden Sie Steuerberater! Werden Sie Steuerberaterin! (PDF - 32 Seiten - 2 MB)
Leistet ein Steuerpflichtiger einer gesetzlich unterhaltsberechtigten Person Unterhalt, so kann er die Zahlungen bis zu einer bestimmten Höchstgrenze von derzeit € 7 680 steuerlich als so genannte außergewöhnliche Belastung geltend machen. Gesetzlich unterhaltsberechtigt sind Ehegatten untereinander und Verwandte in gerader Linie, allerdings nur dann, wenn sie außerstande sind, selbst für ihren Unterhalt zu sorgen. Zunächst muss ein potentiell Unterhaltsberechtigter also versuchen, seinen Lebensunterhalt durch eigene Erwerbstätigkeit zu sichern (so genannte Erwerbsobliegenheit). Nur wenn das nicht gelingt, muss der Unterhaltsverpflichtete einspringen und kann dann die Zahlungen von seinem Einkommen abziehen. Dabei wird bei Unterhaltszahlungen an Angehörige im Inland nach neuerer Rechtsprechung des Bundesfinanzhofes vermutet, dass diese sich nicht selbst unterhalten können, also z.B. nicht in der Lage sind, eine Erwerbstätigkeit aufzunehmen. Den Finanzämtern soll es erspart werden, zu ermitteln, ob z.B. ein Kind Anspruch auf die Finanzierung einer Zweitausbildung hat oder einem geschiedenen Ehegatten die Aufnahme einer Erwerbstätigkeit zumutbar ist. Für Angehörige, die im Ausland leben, gilt diese Vermutung nach einem Urteil des FG Berlin-Brandenburg vom 6.11.2008 (Aktenzeichen 13 K 13009/08) nicht. Hier gilt die Erwerbsobliegenheit uneingeschränkt. Geklagt hatte ein Steuerpflichtiger, der seiner mit den gemeinsamen 18 und 13 Jahre alten Söhnen in Bosnien-Herzegowina lebenden Ehefrau Unterhalt gewährte. Die Richter befanden, dass es in diesem Fall nicht entbehrlich sei, konkret nachzuweisen, dass und wodurch die Ehefrau an der Aufnahme einer Erwerbstätigkeit gehindert gewesen sei. Das hatte der Kläger nicht getan; seine Unterhaltszahlungen wurden daher steuerlich nicht berücksichtigt.
Der Kläger hat gegen das Urteil Revision eingelegt, so dass in letzter Instanz der Bundesfinanzhof in München zu entscheiden haben wird.
Quelle: Finanzgericht Berlin-Brandenburg, 02.03.2009
Bisher konnten Spenden an ausländische Einrichtungen nicht als Sonderausgaben geltend gemacht werden. Spenden an eine deutsche gemeinnützige Einrichtung konnten schon bisher in der Einkommensteuererklärung als Sonderausgabe geltend machen werden, bei Spenden an ausländische Einrichtungen war das anders, jedenfalls bisher.
Jetzt hat der Europäische Gerichtshof (EuGH, Urteil vom 27.1.2009, Az. C-318/07) entschieden: Auch Sach- und Geldspenden an ausländische Einrichtungen sind als Sonderausgaben abzugsfähig! Die Richter begründen dies mit der Kapitalverkehrsfreiheit (Art. 56 EG-Vertrag).
Voraussetzung für den Abzug: Der ausländische Spendenempfänger ist gemeinnützig im Sinne des deutschen Rechts. Dies zu überprüfen, ist natürlich aufwendig. Der EuGH weist daher bei der Überprüfung dem Spender umfangreiche Mitwirkungspflichten zu.
Die Finanzämter können vom Steuerpflichtigen alle Belege verlangen, die ihnen für die Beurteilung der Frage notwendig erscheinen, ob die Voraussetzungen für die Abzugsfähigkeit der Ausgaben nach den einschlägigen Rechtsvorschriften erfüllt sind und der verlangte Abzug dementsprechend gewährt werden kann. Es verstößt nicht gegen den Grundsatz der Verhältnismäßigkeit, den Mitgliedstaat des Spenders dazu zu verpflichten, die Erfüllung der an inländische gemeinnützige Einrichtungen gestellten Anforderungen zu überprüfen oder überprüfen zu lassen, sobald ein Steuerpflichtiger die Abzugsfähigkeit seiner Spenden an Einrichtungen geltend macht, die in einem anderen Mitgliedstaat ansässig sind.
Quelle: Bundesverband der Lohnsteuerhilfevereine e.V. (BDL), 18.03.2009
Der Bund der Steuerzahler (BdSt) fordert den Gesetzgeber auf, die parlamentarischen Beratungen zum „Bürgerentlastungsgesetz Krankenversicherung“ zu nutzen, um Nachbesserungen vorzunehmen. So ist das geplante Streichen der Absetzbarkeit von weiteren Vorsorgeaufwendungen, wie die zur Arbeitslosenversicherung, verfassungsrechtlich bedenklich. Dr. Karl Heinz Däke, Präsident des BdSt: „Es ist zu befürchten, dass ein Verfassungsproblem durch ein nächstes abgelöst wird“. Nach Auffassung des BdSt kann die im Regierungsentwurf vorgesehene Bemessung der steuerlich anrechenbaren Krankenkassenbeiträge wesentlich vereinfacht werden.
Der Bund der Steuerzahler weist in diesem Zusammenhang darauf hin, dass die Umsetzung des Bundesverfassungsgerichtsbeschlusses vom 13.2.2008 (Az. 2 BvL 1/06) kein Geschenk an den Steuerzahler ist. Es erfolgt vielmehr die überfällige Korrektur, weil die derzeitige Besteuerung in Sachen Versorgungsaufwendungen dem Leistungsfähigkeitsprinzip entsprach - und damit ist die Besteuerungspraxis ungerecht. Es ist steuersystematisch geboten, eigene Vorsorgeaufwendungen des Steuerzahlers von der Einkommensteuer freizustellen. Der Gesetzesentwurf ist diesbezüglich mangelhaft.
Deshalb hat das Karl-Bräuer-Institut des Bundes der Steuerzahler in seiner aktuellen Studie zur Absetzbarkeit von Kranken- und Pflegeversicherungsbeiträgen einen eigenen Vorschlag vorgelegt. Um Vorsorgeaufwendungen systemgerecht und gleichzeitig mit geringem administrativen Aufwand zu berücksichtigen, sollen die tatsächlich geleisteten Beiträge bis zu bestimmten Höchstbeträgen als Sonderausgaben von der Besteuerung freigestellt werden. Die Anwendung von gleichen Höchstsätzen sowohl für privat als auch für gesetzlich versicherte Steuerzahler gewährleistet die Gleichbehandlung. Karl Heinz Däke: „Das Bundesverfassungsgericht hat einen klaren Auftrag formuliert. Jetzt gilt es, diesen Auftrag gewissenhaft zu erfüllen.“
Quelle: Bund der Steuerzahler 19.03.2009
Sonderinformation 56 - Sonderausgabenabzug von Beiträgen zur Kranken- und Pflegeversicherung (PDF - 26 Seiten - 490 KB
Der Rechtsausschuss des Deutschen Bundestages hat am 18.3.2009 einer veränderten Fassung des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes ("Gesetz zur Modernisierung des Bilanzrechts" ? BilMoG) zugestimmt. Erfahren Sie alle Änderungen hier.
Der Bundesfinanzhof (BFH) hat mit Urteil vom 26. Februar 2009 II R 69/06 entschieden, dass die Schenkung eines zum Teil von der Familie selbst bewohnten Hauses in Bezug auf diesen Teil schenkungsteuerfrei ist, wenn ein Ehegatte dem anderen Ehegatten seinen Miteigentumsanteil an dem Grundstück schenkt. Damit ist der BFH nicht der Auffassung der Finanzverwaltung gefolgt, die bei nicht ausschließlicher Nutzung eines Hauses zu eigenen Wohnzwecken die Steuerbefreiung insgesamt versagt.
Quelle: Bundesfinanzhof, 18.03.2009
BFH-Urteil vom 26. Februar 2009 II R 69/06
von 0,00 EUR bis 10.019,99 EUR und bis zu 6 Kinderfreibeträgen (PDF - 335 Seiten - 5 MB)
Berücksichtigt sind die Änderungen aufgrund des Gesetzes zur Sicherung
und Stabilität in Deutschland vom 2. März 2009 (BGBl I 2009 S. 416).
Hier auf Rechnung bestellen
BMF-Schreiben vom 09.03.2009 - IV C 4 - S 2221/07/0007 - (2009/0158048) - (PDF - 3 Seiten - 38 KB)
Anwendung des BFH-Urteils vom 28. August 2008 - VI R 52/07 -
BMF-Schreiben vom 12.03.2009 (PDF - 1 Seite - 70 KB)
Unter Bezugnahme auf das Ergebnis der Erörterungen mit den obersten Finanzbehörden der Länder und mit dem Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie wird zur Anwendung des Fünften Vermögensbildungsgesetzes in der Fassung der Bekanntmachung vom 4. März 1994 (BGBl. I S. 406, BStBl I S. 237), zuletzt geändert durch Artikel 2 des Gesetzes vom 7. März 2009 (BGBl. I S. 451) - VermBG - auf ab 2009 angelegte vermögenswirksame Leistungen Stellung genommen.
BMF-Schreiben vom 16.03.2009 (PDF - 104 Seiten - 33 KB)
BMF-Schreiben vom 17.03.2009 (PDF - 1 Seite - 39 KB)
Das BMF-Schreiben stellt die Vervielfältiger zusammen, mit denen der Kapitalwert lebenslänglicher Nutzungen/Leistungen nach § 14 Abs. 1 BewG für Stichtage ab 1. Januar 2007 bis 31. Dezember 2007 und ab 1. Januar 2008 bis 31. Dezember 2008 berechnet wird, wenn ein Erwerber einen Antrag nach Artikel 3 des Erbschaftsteuerreformgesetzes auf rückwirkende Anwendung des am 1. Januar 2009 in Kraft getretenen Erbschaftsteuer- und Bewertungsrechts gestellt hat.
BMF-Schreiben vom 17.03.2009 IV C 2 - S 3104/09/10001 (PDF - 1 Seite - 39 KB)
Anlage 1 zum BMF-Schreiben (PDF - 2 Seite - 94 KB)
Anlage 2 zum BMF-Schreiben (PDF - 2 Seite - 94 KB)
BMF-Schreiben vom 18.03.2009 IV C 2 - S 3015/0 (PDF - 1 Seite - 39 KB)
Anlage 1 zum BMF-Schreiben (PDF - 7 Seiten - 212 KB)
Zum Urteil im Volltext (BFH vom 18. Dezember 2008 V R 55/06 )
Aufgabe des Plans, dass der grundstückseinbringende Alleineigentümer seine Beteiligung an der erwerbenden Gesamthand aufgibt oder verringert, ist ein rückwirkendes Ereignis i.S. von § 175 Abs. 1 Satz 1 Nr. 2 AO
Zum Urteil im Volltext (BFH vom 10. Dezember 2008 II R 55/07 )
Steuerbefreiung der Grundstücksübertragung unter Ehegatten bei gemischter Nutzung des Hauses
Zum Urteil im Volltext (BFH vom 26. Februar 2009 II R 69/06 )
Keine Tarifbegünstigung gemäß § 32c EStG 1996 des Übernahmegewinns nach §§ 4 ff. UmwStG 1995 - Gewerbesteuer bei Vermögensübergang auf eine Personengesellschaft
Zum Urteil im Volltext (BFH vom 09. Januar 2009 IV B 27/08 )
Zum Urteil im Volltext (BFH vom 09. Dezember 2008 VII R 47/07 )
Nachweis eines niedrigeren gemeinen Werts
Zum Urteil im Volltext (BFH vom 03. Dezember 2008 II R 19/08 )
Zum Urteil im Volltext (BFH vom 26. November 2008 IX R 67/07 )
Festschreibung der Verwendungsreihenfolge in § 28 Abs. 4 KStG 1996 ist europarechtskonform - Beseitigung einer steuerlichen Doppelbelastung des ausgeschütteten Gewinns einer Kapitalgesellschaft im Anrechnungsverfahren
Zum Urteil im Volltext (BFH vom 26. November 2008 I R 56/05 )
Sperrbetrag gemäß § 50c EStG 1997 bei sog. Doppelumwandlungsmodell - Keine verfassungswidrige Rückwirkung - Missbrauchsabwehr durch den Gesetzgeber
Zum Urteil im Volltext (BFH vom 12. November 2008 I R 77/07 )
Die Steuerberaterprüfung ist vor allem wegen der zahlreichen und komplexen Prüfungsinhalte gefürchtet.
Dieses Buch zeigt Ihnen, wie Sie die schwierige Steuerberaterprüfung – schriftlich als auch mündlich - zielsicher bestehen. Das auf Sie zugeschnittene Gedächnis- und Lerntraining hilft Ihnen das äußerst umfangreiche Fachwissen für die Prüfung leicht verfügbar zu halten. So lernen Sie an Fachbeispielen Ihr Erinnerungsvermögen auf- und auszubauen, Fachtexte schneller zu lesen und wie Sie Ihren mündlichen Vortrag völlig frei halten.
3. Auflage 2009. 144 Seiten, Gabler ISBN 978-3-8349-1532-0, EUR 29,90
Das Werk setzt daher Schwerpunkte bei
- den Gestaltungsmöglichkeiten über Leasing, Sale & Lease back oder mezzanienes Kapital,
- dem bilanziellen Risikomanagement,
- den Planungsperioden und ihrer Gestaltung,
- beim Verständnis für übergreifende Strukturen im Zahlenwerk und
gibt wertvolle Hinweise, um Belege strategisch richtig zu buchen.
Eine fallorientierte Darstellung mit Excel Tools macht das Werk besonders praxisnah und verständlich.

References: § 203
 § 66
 § 66
 § 66
 § 70
 § 9
 § 10
 § 9
 § 8
 § 10
 § 3
 § 1
 § 10
 EuGH 
 § 14
 § 175
 § 32
 § 28
 § 50