Source: http://bundestag.github.io/gesetze/b/binschuo2008anh_x/
Timestamp: 2018-11-17 05:28:09+00:00

Document:
Nationale Sonderbestimmungen (Anhang X zur Binnenschiffsuntersuchungsordnung) (BinSchUO2008Anh X)
BGBl I: 2008, 2450 [Anlageband S. 683 - 770]
Fährzeugnis
Gültigkeitsdauer des Fährzeugnisses
Kennzeichnung der Fähren
Fährkörper
Nachweis der Intakt- und Leckstabilität
Festigkeit des Wagendecks
Nachweis der Intaktstabilität für Gierseilfähren
Berechnung, Konstruktion und technische Zulassung der Seil- und Kettenanlagen
Übergangsbestimmungen für Fähren, die schon in Betrieb sind und Gültigkeit der bisherigen Fährzeugnisse
Schiffskörper und Schwimmfähigkeit im Leckfall
Stabilität und höchstzulässige Zahl der Fahrgäste
Freibord und Sicherheitsabstand
Sondervorschriften für kleine Fahrgastschiffe zur Beförderung von
max.12 Fahrgästen
Stabilität und Auftrieb
Freibord, Verschlusszustand
Antrieb, Kraftstoffsystem
Schutz vor Überbordfallen und Wiedereinstiegsmittel
Anker- und Schleppausrüstung
Fahrtauglichkeitsbescheinigungen
Schwimmfähigkeit im Leckfall
Intaktstabilität und höchstzulässige Zahl der Fahrgäste
Fahrgasträume und -bereiche
Dienstanweisung Nr. 1:
Berechnungsgrundlagen für Hochseilanlagen der Gierfähren auf Wasserstraßen
Dienstanweisung Nr. 2:
Berechnungsgrundlagen für Gierfähren, die nicht an einer Hochseilanlage befestigt sind sowie für Querseilfähren (Kahnseilfähren, Seilfähren und Kettenfähren)
Muster Nr. 1:
Muster des Abnahmeprotokolls für die Prüfung der Seilausrüstung von seil- und kettengebundenen Fähren
Muster Nr. 2:
Muster des Abnahmeprotokolls für kleine Fahrgastschiffe zur Beförderung von max. 12 Fahrgästen
Teil I - Fähren
Kapitel 1 - Sondervorschriften für Fähren, Allgemeines
„Länge (L WL )“ die in der Ebene der größten Einsenkung gemessene Länge des Fährkörpers ohne Berücksichtigung der Landeklappen;
a) § 15.01 Nr.3 gilt nicht,
b) befinden sich die Verkehrsflächen, die für die Nutzung durch Personen mit eingeschränkter Mobilität vorgesehen sind, auf freiem Fährdeck und ist dieser über ausreichend breite Landeklappen zugänglich, so müssen nur die dafür vorgesehenen Plätze den Anforderungen aus § 15.01 Nr. 4 entsprechen,
c) Landeklappen sind als Sammelflächen nach § 15.06 Nr. 8 geeignet, wenn die Festigkeit und Stabilität nachgewiesen wird und die Landeklappen durch Absperrvorrichtungen wie Schwenkbalken, Geländer oder Absperrketten gesichert sein. Die Absperrvorrichtungen müssen deutlich sichtbar gekennzeichnet sein und mindestens die Festigkeitsanforderungen nach DIN EN 711, Ausgabe März 1995 erfüllen,
d) Landstege nach § 15.06 Nr. 12 können durch mindestens zwei gegenüberliegende Landeklappen ersetzt werden, wenn diese dafür geeignet sind,
e) Toiletten nach § 15.06 Nr. 17 sind nur erforderlich, wenn beim Übersetzverkehr von einem Ufer zum anderen die Fahrtdauer 10 Minuten übersteigt,
f) ein zweites unabhängiges Antriebssystem nach § 15.07 ist für seil- und kettengebundenen Fähren sowie Kahnfähren nicht erforderlich,
g) Einrichtungen zum Sammeln und Entsorgen von häuslichen Abfällen nach § 15.14 sind erforderlich, wenn Toiletten nach Buchstabe e an Bord vorhanden sind.
Kapitel 2 - Bau, Einrichtung und Ausrüstung von Fähren
Bei Fähren in Pontonform darf der Abstand der Kollisionsschotte vom vorderen oder hinteren Lot 0,04 L WL nicht unterschreiten und 0,04 L WL + 1 m nicht überschreiten.
*   Nutzlast
mittlere Höhe der Ladung über Deck
mittlere Höhe des Massenschwerpunktes über Deck
mittlere Höhe des Schwerpunktes der Windangriffsfläche der Ladung über Deck
*   Personen
*   Lastkraftwagen mit Ladung
*   Personenkraftwagen ohne Personen
*   Großvieh
a) Fähre ausschließlich mit Personen in ungünstigster Aufstellung beladen,
b) Fähre einseitig mit Landfahrzeugen in ungünstigster Aufstellung beladen, wobei der noch zur Verfügung stehende Platz der belasteten Seite, bis zur Fährmitte, mit kleineren Landfahrzeugen und Personen aufzufüllen ist,
c) Fähre ausschließlich mit Landfahrzeugen in ungünstigster Aufstellung beladen,
d) Fähre mit dem schwersten Landfahrzeug nach § 1.01 Nr. 17 beladen,
e) Fähre bis an die Grenze der Tragfähigkeit beladen.
a) bei Belastung der Fähre ausschließlich mit Personen,
aa) die höchstzulässige Personenzahl,
bb) die Verdrängung (m
3                               ),
b) bei Belastung der Fähre mit Personen, Landfahrzeugen oder sonstigen Lasten,
aa) die höchstzulässige Personenzahl
bb) die Tragfähigkeit in Tonnen (t),
cc) das zulässige Gesamtgewicht eines Landfahrzeugs in Tonnen (t),
dd) das zulässige Gesamtgewicht des schwersten Landfahrzeugs in Tonnen
ee) die zulässige Achslast einer Einzelachse und einer Doppelachse von
Landfahrzeugen in Tonnen (t),
ff) Militärlastenklasse.
Kapitel 3 - Zusätzliche Anforderungen an seil- und kettengebundene Fähren
a) einer seitlichen Verschiebung der Landfahrzeuge und Personen nach Nummer 5,
b) des Windwiderstandes nach Anhang II § 15.03 Nr. 5,
c) einer seitlichen Anströmung und
d) eines Restwasserstandes auf dem Boden des Fährkörpers nach Nummer 8 einen Winkel von 5° nicht überschreitet. Gierseilfähren mit Hilfsantrieb sind mit halbgefüllten Brennstofftanks zu rechnen. Der Nachweis ist in Form einer graphischen Hebelarmbilanz zu erbringen. Dabei sind für mindestens drei angenommene Beladungszustände nach Nummer 4 und mindestens drei Fließgeschwindigkeiten nach Nummer 6 die krängenden Hebelarme in Metern nach der Formel
*            *   h
kr                                    =
*   · [(
q                                    +
G                                    -
W                                   ) · (
T                                    -
T                                    · tan α) +
W                                    +
Z                                   ]
*            *   g · D
a                                    =
μ                                    ·
MF                                    +
MG                                   ) · sin
φ                                    -
T                                    +
*            *   W
*   der Widerstand aus Queranströmung bei Neigungswinkeln von 0° bis 11°
in Kilonewton (kN),
*   der Gefällewiderstand in Kilonewton (kN),
*   der Windwiderstand in Kilonewton (kN) nach Anhang II § 15.03 Nr. 5,
*   der senkrechte Abstand des Angriffspunktes des Gierseils von der
Wasserlinie im Ausgangszustand in Metern (m),
*            *   B
*   der horizontale Abstand des Angriffspunktes des Gierseils von Mitte
Schiff in Metern (m),
*            *   α
*   der Winkel des Gierseils am Schiff gegen die Horizontale,
*            *   M
*   das Winddruckmoment in Kilonewtonmeter (kNm) nach Anhang II § 15.03
*   das Moment aus der Verschiebung der Zuladung nach Nummer 5 in
Kilonewtonmeter (kNm),
*            *   g
*   die Erdbeschleunigung 9,81 in Meter durch Sekundenquadrat (m/s
2                                   ),
*            *   D
*   die Wasserverdrängung in Tonnen (t),
*            *   μMF
*   die vertikale Auswanderung des Formschwerpunkts in Metern (m),
*            *   MG
*   die metazentrische Höhe, verringert um den Abzug für freie Oberflächen
entsprechend Nummer 8 in Metern (m),
*            *   φ
*   der Krängungswinkel der Gierseilfähre und
*            *   Δh
*   die direkte Verminderung der Stabilitätshebelarme durch Queranströmung
Der Nachweis ausreichender Intaktstabilität bei Neigungen nach Unterstrom ist erbracht, wenn die Krängung der Gierseilfähre unter Berücksichtigung der Beladungszustände und der krängenden Einflüsse nach Nummer 2 Satz 1 einen Winkel φ zul , der sich aus der Beziehung
*   tan φ
zul                              =
ergibt, nicht überschreitet. Darin ist:
*   φ
der Grenzwinkel,
*   H - T
der Abstand des tiefsten Punkts des Fährdecks bis zur Wasserlinie bei φ = 0°, der bei Krängung der Fähre nach Unterstrom zuerst zu Wasser kommt in Metern (m),
der Tiefgang bei dem zu untersuchenden Beladungsfall in Metern (m) und
die Breite der Gierseilfähre in Höhe des Decks an der Stelle, wo das Maß H angenommen wurde, in Metern (m).
end                              =
· φ zul
die Summe der krängenden Hebelarme in Metern (m),
*   φzul
der Grenzwinkel nach obiger Beziehung und
der aufrichtende Hebelarm in Metern (m).
kr                              =
· [( W q + W G + W W ) · ( B T · tan α - H T ) + M W + M Z ]
*   g · D
a                              =
· φzul
*   57,3
zu berechnen. Die Definition der einzelnen Summanden und Faktoren entspricht der Definition in Nummer 2; für W q ist jedoch nur der Wert für 0° Neigung einzusetzen.
*            *   Z
1                                    = (0 · P
F                                   ) + (0 · P
P                                   ) (Gierseilfähre leer),
2                                    = (0,5 · P
F                                   ) + (1 · P
P                                   ) (halbe Zuladung),
3                                    = (  1 · P
P                                   ) (ganze Zuladung)
Z                              = Z
n                              · e
*   Z
das Gewicht der Zuladung Z 2 oder Z 3 in Tonnen (t),
den größten seitlichen Verschiebungsweg der Zuladung aus der Mittellängsachse der Gierseilfähre in Metern (m).
Sind die Schrammborde so gesetzt, dass eine seitliche Verschiebung der Landfahrzeuge nicht möglich ist, so ist nur die seitliche Verschiebung der Personen nach der Formel M Z = P P · e in die Rechnung einzusetzen.
a) Niedrigwasserstand (NW),
b) Mittelwasserstand (MW) und
c) Hochwasserstand (HW)
a) der Restfreibord auf der Oberstromseite mindestens 0,10 m und bei
b) Gierseilfähren mit zusätzlichem wasserdichten Deckaufsatz auf der Oberstromseite mindestens 0,10 m, jedoch nicht weniger als die größte Höhe des Deckaufsatzes über dem Fährdeck,
R                              = H - TS
der Restfreibord in Metern (m),
die Seitenhöhe bis zum tiefsten Punkt des Fährdecks in Metern (m),
*   TS
die Aufstauhöhe in Metern (m).
a) bei Belastung der Gierseilfähre ausschließlich mit Personen,
b) bei Belastung der Gierseilfähre mit Personen, Landfahrzeugen oder sonstigen Lasten,
bb) die Tragfähigkeit in Tonnen (t) einschließlich 45 Personen,
ff) Militärlastenklasse,
Kapitel 4 - Übergangs- und Sonderbestimmungen für Fähren
Unbeschadet der Nummern 2 bis 4 müssen Fähren, die den Vorschriften dieses Anhangs nicht vollständig entsprechen, den nach erstmaliger Erteilung ihres Fährzeugnisses oder einer anderen Verkehrszulassung in Kraft getretenen Vorschriften gemäß den in nachstehender Tabelle aufgeführten Übergangsbestimmungen angepasst werden. In der Tabelle bedeuten
*   – „N.E.U.“:
Die Vorschrift gilt nicht für Fähren, die schon in Betrieb sind, es sei denn, die betroffenen Teile werden ersetzt oder umgebaut, d. h., die Vorschrift gilt nur für Neubauten sowie bei Ersatz oder bei Umbau der betroffenen Teile oder Bereiche. Werden bestehende Teile durch Austauschteile in gleicher Technik und Machart ersetzt, bedeutet dies keinen Ersatz „E“ im Sinne dieser Übergangsbestimmungen.
*   – „Erteilung oder Erneuerung des Fährzeugnisses“:
Die Vorschrift muss bei der Erteilung oder der nächsten Erneuerung der Gültigkeitsdauer des Fährzeugnisses, die auf den 30. Dezember 2008 folgt, erfüllt sein. Endet die Gültigkeitsdauer des Fährzeugnisses zwischen dem 30. Dezember 2008 und einen Tag vor 30. Dezember 2009, so gilt diese Vorschrift erst ab dem 30. Dezember 2009 verpflichtend.
*   **§ und Nummer**
*   1.02
*   2.01 Nr. 4
Fährdecks
N.E.U., spätestens bei Erteilung oder Erneuerung des Fährzeugnisses nach dem 30. Dezember 2029
*   2.02
Nachweis Intakt- und Leckstabilität
N.E.U., spätestens bei Erteilung oder Erneuerung des Fährzeugnisses nach dem 30. Dezember 2049
*   2.05
N.E.U., spätestens bei Erneuerung des Fährzeugnisses
*   2.07 Nr. 1
Festigkeitsanforderungen an Absperrvorrichtungen
*   3.02
Nachweis Intaktstabilität für Gierseilfähren
*   3.04 Nr. 3
Nachweis der ausreichenden Festigkeit durch Berechnung
*   3.05
Abnahme, Prüfungen und Abnahmeprotokoll
*   3.06
*   3.07
Falls die Anwendung der in diesem Kapitel genannten Bestimmungen nach Ablauf der Übergangsbestimmungen praktisch schwer ausführbar ist oder unzumutbar hohe Kosten verursacht, kann die Untersuchungskommission aufgrund von Empfehlungen des Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung Abweichungen von diesen Vorschriften gestatten. Diese Abweichungen sind in das Fährzeugnis einzutragen.
Teil II - Barkassen
Kapitel 5 - Sondervorschriften für Barkassen
a) mit Kiellegung nach dem 1. Juli 2001 oder
b) die zu diesem Zeitpunkt nicht zur Beförderung von Fahrgästen zugelassen waren.
a) die zur Beförderung von Fahrgästen in Zone 1 oder 2 zugelassen ist, muss abweichend von Anhang II § 15.02 Nr. 2 durch wasserdichte Schotte so unterteilt sein, dass das vollbesetzte und ausgerüstete Fahrzeug nach dem Fluten einer beliebigen wasserdichten Abteilung in aufrechter Schwimmlage schwimmfähig bleibt,
b) die nur zur Beförderung von Fahrgästen in Zone 3 oder 4 zugelassen ist, braucht die Forderungen bezüglich der Lage des Innenbodens nach Satz 1, des Entwässerungssystem nach Satz 2 und der Schotteinteilung nach Satz 3 Buchstabe a nicht zu erfüllen, wenn durch wasserdichte Hohlräume, durch fest angebrachte Auftriebskörper oder in anderer geeigneter Weise bei vollbesetztem und ausgerüstetem Fahrzeug sowie mit Wasser gefüllter Plicht ein ausreichender Auftrieb verbleibt und die Barkasse in aufrechter Schwimmlage schwimmfähig bleibt. Ein ausreichender Auftrieb ist gegeben, wenn im Endzustand der Flutung die tiefste Stelle der Bordwand mindestens 0,10 m und jede ungesicherte Öffnung mindestens 0,40 m über dem Wasserspiegel liegt.
Kapitel 6 - Übergangs- und Sonderbestimmungen für Barkassen
Teil III - Kleine Fahrgastschiffe
Kapitel 7 - Sondervorschriften für kleine Fahrgastschiffe zur Beförderung von maximal 12 Fahrgäste
Im Sinne dieses Anhangs ist: „kleines Fahrgastschiff,“ ein Fahrgastschiff, das zur Beförderung von nicht mehr als 12 Fahrgästen gebaut und eingerichtet ist.
Die Zentralstelle Schiffsuntersuchungskommission/Schiffseichamt kann von den Bestimmungen dieser Verordnung Ausnahmen zulassen, soweit dadurch die Sicherheit der Fahrgäste und der Schifffahrt nicht beeinträchtigt wird. Die Zentralstelle Schiffsuntersuchungskommissi- on/Schiffseichamt kann eine von § 7 Abs. 1 der Binnenschifferpatentverordnung abweichende Qualifikation des Schiffsführers und die Qualifikation des zweiten Besatzungsmitglieds bestimmen; Näheres regeln die §§ 8.16 und 9.16. Die Einhaltung der in den folgenden Kapiteln zugelassenen Ausnahmen kann durch ein Abnahmeprotokoll nach Muster 2 zu diesem Anhang eines von der Zentralstelle Schiffsuntersuchungskommission/Schiffseichamt anerkannten Sachverständigen für kleine Fahrgastschiffe nachgewiesen werden.
Kapitel 8 - Sonderbestimmungen für Zeesboote
Im Sinne dieses Kapitels ist: „Zeesboot“, ein kleines Fahrgastschiff für die Boddengewässer, das gebaut und eingerichtet ist, um auch durch Segel fortbewegt zu werden.
a) Tagesfahrten unter Segel, ohne Übernachtung, mit maximal 12 Fahrgästen und
b) den Einsatz des Motors als Hilfsantrieb, insbesondere für das Aus- und Einlaufen, bei Flaute oder aufkommendem Starkwind während der Fahrt.
a) der Flutungswinkel im beladenen Zustand mindestens 35° betragen,
b) der dynamische Kenterwinkel im beladenen Zustand mindestens 45° betragen,
c) gemäß der Reffvorschrift, die von dem untersuchenden Sachverständigen zu erstellen ist, der Krängungswinkel im beladenen Zustand ≤ 20° sein.
a) die Freibordhöhen im symmetrischen, beladenen Zustand mindestens 1/17 der größten Länge des Schiffskörpers betragen,
b) die Süllhöhen an offenen Plichten, Luken und beim Kajüteneinstieg mindestens 0,05 m betragen,
c) alle Seeventile unterhalb der Wasserlinie im nach Nummer 6 Buchstabe c gekrängten Zustand mit Kugelhähnen verschließbar sein. Schlauchanschlüsse an diesen Ventilen müssen mit zwei seewassergeeigneten Schlauchschellen nach DIN 3017-3, Ausgabe Oktober 2002 versehen sein,
d) Abgasleitungen gegen das Eindringen von Wasser geschützt sein.
a) Anhang II § 15.07 Nr. 1,
b) das zweite Antriebssystem muss ein Motor sein. Dieser darf aber nur als Hilfsantrieb (z.B. für das Aus- und Einlaufen, bei Flaute oder aufkommendem Starkwind während der Fahrt) genutzt werden,
c) für die maschinenbaulichen Anforderungen Anhang II § 8.01 bis 8.04 und § 8.05 Nr.1 bis 9, Nr. 12, Nr. 13, sowie § 8.07 und § 8.08 sinngemäß.
a) für die höchstzulässige Zahl der Fahrgäste je eine Rettungsweste nach DIN EN 395, Ausgabe Juni 1998 oder DIN EN 396, Ausgabe Juni 1998 oder DIN EN ISO 12402-3, Ausgabe Dezember 2006 oder DIN EN ISO 12402-4, Ausgabe Dezember 2006
b) für jedes Besatzungsmitglied eine automatisch aufblasbare Rettungsweste nach DIN EN 395, Ausgabe Juni 1998 oder DIN EN 396, Ausgabe Juni 1998 oder DIN EN ISO 12402-3, Ausgabe Dezember 2006 oder DIN EN ISO 12402-4, Ausgabe Dezember 2006
a) ein Kompass gemäß Anhang III § 6.02 auf den darin genannten Wasserstraßen,
b) die Geräte und Vorrichtungen, die zum Geben der in der Seeschifffahrtsstraßen-Ordnung und in der Verordnung zu den Internationalen Regeln von 1972 zur Verhütung von Zusammenstößen auf See vorgeschriebenen Sichtzeichen sowie zur Bezeichnung der Fahrzeuge erforderlich sind,
c) einer Funkanlage für die Teilnahme am Binnenschifffahrtsfunk nach den Bestimmungen der Regionalen Vereinbarung über den Binnenschifffahrtsfunk,
d) ein Doppelglas, 7 x 50 oder größerer Linsendurchmesser,
e) die in § 13 Nr. 2 Buchstabe a der Schiffssicherheitsverordnung vorgeschriebenen Seekarten und das Handbuch Seeschifffahrtsstraßen- Ordnung,
f) gekennzeichneter feuerbeständiger Behälter mit Deckel,
g) Seile zum Festmachen,
h) Wurfleine,
i) Bootshaken,
j) Verbandkasten nach DIN 13157, Ausgabe August 1996, der im Bedarfsfall sicher und leicht erreicht werden kann,
k) Plakat mit Hinweisen zur Rettung und Wiederbelebung Ertrinkender,
l) Fender,
m) Handwindmesser,
n) zwei Schöpfgefäße (Eimer).
a) den Besitz eines Sportbootführerscheins und ein Praktikum auf einem Zeesboot, das mindestens 90 Fahrtage umfasst, oder
b) den Besitz eines Sportküstenschifferscheines, eines Sportseeschifferscheines oder eines Sporthochseeschifferscheines und ein Praktikum auf einem Zeesboot, das mindestens 30 Fahrtage umfasst.
a) Die Zulassung ist beschränkt auf:
aa) Tagesfahrten unter Segel, ohne Übernachtung, mit höchstens der bei der
Schiffsuntersuchung festgesetzten Anzahl der Fahrgäste und
bb) unter Einsatz des Motors als Hilfsantrieb (z.B. für das Aus- und
Einlaufen, bei Flaute oder aufkommendem Starkwind während der Fahrt).
b) Der Fahrtantritt bei vorherrschender Windstärke von mehr als 5 Beaufort und bei unsichtigem Wetter ist unzulässig.
c) Bei Windstärken von mehr als 4 Beaufort während der Fahrt hat die Besatzung eine zugelassene, automatisch aufblasbare Rettungsweste nach DIN EN 395, Ausgabe Juni 1998 oder DIN EN 396, Ausgabe Juni 1998 oder DIN EN ISO 12402-3, Ausgabe Dezember 2006 oder DIN EN ISO 12402-4, Ausgabe Dezember 2006 anzulegen.
d) Das Betreiben von Kochgeräten, offenen Feuerstellen und Grills an Bord während der Fahrt ist unzulässig.
e) Es ist ein Fahrtenbuch zu führen.
f) Die von dem untersuchenden Sachverständigen erstellte Reffvorschrift ist an Bord mitzuführen.
Kapitel 9 - Sondervorschriften für Taxiboote
Im Sinne dieses Kapitels ist: „Taxiboot“, ein kleines Fahrgastschiff, das der Beförderung zwischen verschiedenen Anlegestellen ohne festen Fahrplan dient und dessen Länge des Schiffskörpers L 12 m nicht überschreitet.
a) die tiefste Stelle der Bordwand mindestens
*            *   in Zone 2
*   0,30 m
*            *   in Zone 3
*   0,20 m
*            *   in Zone 4
*   0,10 m
b) jede ungesicherte Öffnung mindestens
*   0,60 m
*   0,50 m
*   0,40 m
a) ein Restfreibord
*   von 1,00 m
*            *   in den Zonen 3 und 4
*   vom 0,50 m
b) ein Restsicherheitsabstand
*   von 1,30 m
*            *   in Zone 3 und 4
*   von 0,80 m
a) für die höchstzulässige Zahl der Fahrgäste je eine geeignete Rettungsweste nach DIN EN 395, Ausgabe Juni 1998 oder DIN EN 396, Ausgabe Juni 1998 oder DIN EN ISO 12402-3, Ausgabe Dezember 2006 oder DIN EN ISO 12402-4, Ausgabe Dezember 2006
a) der Schiffsführer mindestens ein modifiziertes C2-Patent besitzt und
b) das Taxiboot nur bei Tag und gutsichtigem Wetter fährt und
c) der Steuerstand vom Fahrgastbereich abgetrennt ist und
d) eine der folgenden Bedingungen für das Festmachen erfüllt wird:
aa) der Schiffsführer das Steuerhaus nicht verlassen muss oder
bb) mindestens ein Pollerpaar vom Steuerhaus belegt werden kann oder
cc) die Belegung der Poller automatisch erfolgt oder
dd) eine Vorrichtung zum magnetischen Festmachen des Taxibootes an der
Anlegestelle vorhanden ist
e) die Beschaffenheit der Anlegestelle sicherstellt, dass das festgemachte Taxiboot relativ zur Anlegestelle ruhig liegt und keine gefährlichen vertikalen und horizontalen Eigenbewegungen ausführt und
f) die Anker vom Steuerhaus fallen gelassen werden können und
g) das Ein- und Ausschalten der Lenzpumpe vom Steuerstand oder automatisch über einen Geber erfolgt.
Muster Nr. 1 Muster des Abnahmeprotokolls für die Prüfung der Seil- und Kettenanlagen von seil- und kettengebundenen Fähren *% zu Anhang X § 3.07 Nr. 1
Muster Nr. 2 Muster des Abnahmeprotokolls für kleine Fahrgastschiffe zur Beförderung von maximal 12 Fahrgästen *% zu Anhang X § 7.02 Nr. 2

References: § 15
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 § 1
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 § 7
 § 15
 § 8
 § 8
 § 8
 § 8
 § 6
 § 13
 § 3
 § 7