Source: https://www.fluechtlingsrat-lsa.de/2017/01/newsletter-fluechtlingshilfe-und-antirassistisches-ehrenamt-in-sachsen-anhalt-012017/
Timestamp: 2018-07-19 01:46:30+00:00

Document:
Newsletter »Flüchtlingshilfe und antirassistisches Ehrenamt in Sachsen-Anhalt« 01/2017 – Flüchtlingsrat Sachsen-Anhalt e.V.
Newsletter »Flüchtlingshilfe und antirassistisches Ehrenamt in Sachsen-Anhalt« 01/2017
» 18.03. bis 23.03. Bundesweite Aktionstage des Welcome2stay
» 21.01.: 50 aus Idomeni“ – Bundesweites Vernetzungstreffen in Kassel
» 25.02. Fachtag in Sangerhausen: „angekommen. angenommen?“
» Save the Date! 22.04.2017: Zweites Initiativentreffen der Flüchtlingshilfe
» App: refuShe – An app for refugee women
» Arbeitshilfe: Hinweise für afghanische Flüchtlinge und ihre Berater*innen
» Bericht: Die deutsche Flüchtlingspolitik im Wandel
» Broschüre: Orientierungsleitfaden für Arbeitsmarktintegration
» Broschüre: Recht auf Bildung (2. Auflage)
» Film: Nicht ohne uns! ab 19.01. im Kino
» Infoblatt: Kann ich meine Familie nach Deutschland holen?
» Informationssammlung: Sammelabschiebungen nach Afghanistan – Handeln statt Panik
» Stellungnahme: DIMR zum Familiennachzug
» Studie: Diskriminierungsrisiken für Geflüchtete in Deutschland
» Studie: Verletzte Rechte und verletzte Menschenwürde
» Übersicht: Dokumentation des ersten landesweiten Initiativentreffens am 20.08.2016
» Videos: Ankommen und Zurechtkommen in Deutschland
» Petitionen gegen Abschiebungen nach Afghanistan
» Fördermittelnewsletter Resonanzboden
» Fördermittel für Gewaltschutz in Sammelunterbringungen
» Stellenausschreibung: Mobile Opferberatung Salzwedel
» Stellenausschreibung: Fachkraft für Gewaltschutz
» 20.01. in Halle: Seeing and being seen – Theaterworkshop für Frauen mit Fluchterfahrung
» 11.-12.02. Critical Whiteness Training an der Uni Magdeburg (auch für nicht-Studierende)
» 23.02. Argumentieren gegen Rechts in Wanzleben
» Fortbildungsreihe im ersten Halbjahr 2017: Green Campus
» Januar bis Juni 2017: Konstruktiv in Konflikten – Grundkurs in gewaltfreier Konfliktbearbeitung für Menschen mit Fluchterfahrung
» Brandenburg: Bleiberecht für Opfer rechter Gewalt
» MZ Portrait: Zu Gast
12.01. Hochschulinformationstage Merseburg
12. Januar, 17 Uhr
Hochschulinformationstag in Merseburg
Die Hochschule Merseburg lädt studieninteressierte Flüchtlinge am 12.Januar 2017, 10.00 Uhr zum Hochschulinformationstag auf den Campus nach Merseburg ein. Sie haben die Möglichkeit einen umfassenden Einblick in das Studienangebot der Hochschule zu erhalten, sowie verschiedene Hochschuleinrichtungen (z.B. Labore, Sportanlagen und Wohnheime) zu besichtigen. Weitere Informationen finden Sie im Anhang.
Infoflyer Hochschulinformationstage
18.03. bis 23.03. Bundesweite Aktionstage des Welcome2stay
Aufruf zu bundesweiten Aktionstagen ‚Welcome2stay‘ vom 18. bis zum 23.März 2017
Wir fanden uns im Anschluss an den sogenannten „Sommer der Migration 2015“ zusammen, um gemeinsam eine zivilgesellschaftliche Stimme zu entwickeln. Auf einem Kongress im Juni 2016 einigten wir uns, auf die Kernforderungen nach gleichen sozialen Rechten für alle und dem Recht zu
Aufgrund der aktuellen Situation soll im Mittelpunkt des Aktionstages das Bleiberecht stehen: Die in den letzten Monaten verabschiedeten Asylpakete, in denen so genannte sichere Herkunftsstaaten definiert wurden, haben bereits zu einem massiven Anstieg von Abschiebungen in winterkalte osteuropäische Länder geführt. Die Abkommen mit einigen afrikanischen Staaten, sowie mit Afghanistan lassen weitere Massenabschiebungen in nächster Zeit befürchten. Vermutlich werden in den nächsten Monaten zehntausende Afghan*innen in ein vom Krieg zerstörtes und immer noch von kriegerischen Auseinandersetzungen gekennzeichnetes Land zurückgeschickt.
Warum das Wochenende vom 18. März 2017? An diesem Tag jährt sich die Unterzeichnung des EU-Türkei Deals, der die „Regulierung der Flüchtlingsströme“ zum Ziel hat und so zur Brutalisierung des europäischen Grenzregimes beiträgt.
Mit dem Aufruf zu Aktionen an diesem Tag reihen wir uns ein, in einen europaweiten Protest gegen das brutale Grenzregime und den Kampf für Bewegungsfreiheit, sowie das Recht auf Ankommen und Bleiben. So ruft auch das Hotel City Plaza in Athen zu Aktionen auf. Das Hotel City Plaza wurde vor einem halben Jahr besetzt und dient seit dem als siebenstöckiges, selbstverwaltetes Zuhause für Geflüchtete und Ort des
Antirassismus und der Solidarität. (Hier findet Ihr den Aufruf: http://solidarity2refugees.gr/international-call-city-plaza-18-march-european-day-action/)
Um unsere Aktionen zu koordinieren und uns über Aktionsformen und Handlungsansätze auszutauschen, einander zu inspirieren und zu ermutigen, laden wir zu einer Arbeitskonferenz am 14. Januar 2017 von 12 – 17 h in die Musa in Göttingen ein
(http://welcome2stay.org/de/2016/12/18/welcome2stay-arbeitskonferenz-14-01-2017-in-goettingen/)
Welcome2Stay Arbeitskonferenz 14.01.2017 in Göttingen » Welcome2stay
The European system of exclusion is getting more and more brutal. Germany is going ahead with more and more deportations – Let us raise our voice together! Join the nationwide days of action for a right to stay and equal social rights for everyone from 18th to 23rd of March. Show your solidarity, your struggles and your visions of a society in which migration does not pose a threat.
Welcome2Stay is calling for these nationwide action days. We are a network of various groups and organisations working in the field of antiracism, self-organisation of migrants and welcoming initiatives. Following the so called “Summer of migration 2015” we came together to develop a common civic voice and on a congress in June 2016 we agreed on two core demands for equal social rights and the right to come, to go
Now we want to spring into action and express our common demands. The action days are supposed to raise attention to the voice of this solidary society. They are supposed to show that the practical application of these demands is already happening in many places. They are also supposed to take a stance against the current rightward shift in society and against the trend of authoritarian kicking down. It does not matter if street action, demo, neighbourhood party or information booth: Take a stand. Show your work, show your struggles and show your visions. Get creative and above all send us videos, reports and pictures of it. We put together a team for the central organisation and coordination of the various activities on these action days. It will be also responsible for public relations and for any other questions. For all of this there will be also a big conference in Göttingen on the 14th January (see below).
Due to the current situation the focus of the action days will be on the right to stay. The adopted asylum packages, which state the so called safe countries of origin, led to a massive increase of deportations to ice-cold eastern European countries. After the conclusion of agreements with some African states as well as with Afghanistan we fear further mass deportations in the near future. Probably in the next few months
Why did we choose the weekend of 18th March 2017? On this day will be the anniversary of the ratification of the EU-Turkey deal. The objective of this deal was the “regulation of refugees’ flows”, which is contributing to the brutalisation of the European border regime.
With this call for the 18th March we are joining the Europe-wide protests against the brutal boarder regime and struggle for freedom of movement as well as the right to come and stay. Also the Hotel City Plaza in Athens is calling for action. This 7 floor hotel was squatted half a year ago and serves since then as a self-administrated home for refugees and as a place of antiracism and solidarity. (Here you can find
We invite you to our conference on 14th January 2017 fro 12 till 5 pm at Musa in Göttingen. We invite you to coordinate our actions and to exchange views on our forms and approaches of action. We invite you to inspire and encourage each other. We invite you to our conference ( Welcome2Stay Arbeitskonferenz 14.01.2017 in Göttingen » Welcome2stay)
ومنذ ذلك تخدم العمارة سبعة الطوابق كمنزل يُسكن وينظَّم من قبل اللاجئين
(http://solidarity2refugees.gr/international-call-city-plaza-18-march-european-day-action/)
لتنسيق أفعالنا وتبادل عن أنواع الأفعال والأهداف ونلهم بعضنا بعضاً ندعو
إلى مؤتمر في ال14 يناير\ كانون الثاني. سيتم تصريح الموقع والوقت
http://welcome2stay.org/de/2016/12/18/welcome2stay-arbeitskonferenz-14-01-2017-in-goettingen/
Appel aux journées d’actions « welcome2stay » du 18 au 23 mars 2017 dans toute l’Allemagne Pour le droit de venir, de partir et de rester
Pour coordonner nos actions, pour parler de différentes formes d’actions et d’approches et pour nous inspirer et encourager mutuellement nous invitons à une conférence de travail le 14 janvier 2017 entre 12 et 17 heures à la Musa à Göttingen (Welcome2Stay Arbeitskonferenz 14.01.2017 in Göttingen » Welcome2stay)
21.01.: 50 aus Idomeni“ – Bundesweites Vernetzungstreffen in Kassel
Samstag, den 21. Januar in der Zeit von 11:00 bis etwa 17:00 Uhr
im DGB-Haus, Spohrstr. 6-8, 34117 Kassel.
Für diesen Termin haben sich die meisten von Euch entschieden. Bis jetzt angemeldet sind Vertreter*innen aus Darmstadt, Hamburg, Heidelberg, Mainz, Mannheim, Marburg, Münster, Osnabrück, Potsdam sowie vom Niedersächsischen und Sächsischen Flüchtlingsrat.
Wer noch weitere Vorschläge hat, schicke die bitte an stefan.wilker@gmx.de. Renate und ich würden hier in Osnabrück die Sitzung etwas vorstrukturieren, wenn Euch das recht ist.
Aus meiner Sicht wäre es zudem sinnig, wenn möglichst viele Initiativen einen kurzen Bericht über ihre bisherige Arbeit vor Ort und ihre Pläne und Ideen für die lokale und bundesweite Weiterarbeit vor dem Treffen über die Liste verschicken würden. Das würde uns in Kassel etwas Zeit sparen.
Das DGB-Haus ist in gut fünf Minuten vom Hauptbahnhof aus zu Fuß zu erreichen (siehe angehängte PDF-Datei). Die meisten von Euch werden am Bahnhof Kassel-Wilhelmshöhe ankommen. Von dort kommt man mit der RegioTram (RT 5 – Richtung Auestadion) in fünf Minuten zum Hauptbahnhof. Außerdem fahren noch verschiedene Regionalbahnen sowie die Buslinie 52 (Richtung Sandershausen) dieselbe Strecke.
Was das Essen in der Mittagspause angeht, gibt es zwei Möglichkeiten: Entweder Ihr bringt Euch selbst etwas mit oder alle, die wollen, ordern sich etwas z.B. bei einem Pizza-Service. Um Details kümmere ich mich vorher noch und teile es rechtzeitig mit. Das Gleiche gilt für die Versorgung mit Getränken.
25.02. Fachtag in Sangerhausen: „angekommen. angenommen?“
„angekommen. angenommen?“- Fachtag zur Arbeit mit Geflüchteten
Sangerhausen. Der Fachtag fragt, wie Angebote der offenen und gemeindlichen Arbeit mit Kindern und Jugendlichen zu gestalten sind, dass das erste „Ankommen“ von Geflüchteten zu einem Miteinander werden kann.
Ziel des Fachtags ist es, vielfältige Impulse zu geben, Erfahrungsaustausch zu ermöglichen, Unterstützungsmöglichkeiten aufzuzeigen und Anregungen zu weiteren Schritten und Lösungen zu geben.
Ort: Jugendkulturzentrum, TheO‘door Speckswinkel 2a 06526, Sangerhausen
Kosten: 10 Euro inkl. Verpflegung; zahlbar vor Ort
Weitere Informationen sind im Flyer zu finden. Anmeldeschluss ist der 13. Februar 2017.
Fon: 0391.534 64 50
Mail: kijupf@ekmd.de
Save the Date! 22.04.2017: Zweites Initiativentreffen der Flüchtlingshilfe
Am 22. April 2017 wird das 2. landesweite Initiativentreffen stattfinden.
Das Treffen wird aller Voraussicht nach in Halle abgehalten, eingeladen sind aber alle Willkommensinitiativen, Ehrenamtsbündnisse und Flüchtlingshelfer_innen aus ganz Sachsen-Anhalt.
Das Treffen soll die Möglichkeit für überregionalen Austausch und Vernetzung bieten, aber auch inhaltliche Schwerpunkte setzen, um gegenseitig von unserem Know-How in den Themenfeldern Flucht und Asyl, sowie freiwilliges Engagement zu profitieren.
Also: Haltet Euch den Termin doch schonmal frei.
Für eine Rückschau auf das erste Treffen stellen wir die Fotos vom August zur Verfügung:
https://www.fluechtlingsrat-lsa.de/2017/01/dokumentation-des-ersten-landesweiten-initiativentreffens-am-20-08-2016/
App: refuShe – An app for refugee women
Die App „RefuShe“ steht in fünf Sprachen (Deutsch, Englisch, Arabisch, Kurdisch, Paschtu) zur Verfügung.
Arbeitshilfe: Hinweise für afghanische Flüchtlinge und ihre Berater*innen
Afghanistan ist für Flüchtlinge nicht sicher – trotzdem hat Deutschland mit Abschiebungen begonnen und setzt auf Abschreckung. Bei aller berechtigten Vorsicht sollte allerdings unter afghanischen Flüchtlingen keine Panik ausbrechen. Behauptungen, die Asylanträge afghanischer Staatsangehöriger seien chancenlos, sind falsch. Einige aktuelle Hinweise.
Bericht: Die deutsche Flüchtlingspolitik im Wandel
Die Zwischenbilanz als PDF
Broschüre: Orientierungsleitfaden für Arbeitsmarktintegration
Anlässlich des Internationalen Tag der Migrantinnen und Migranten am 18.12.2016 präsentierte Brigitte Lawson von der Auslandsgesellschaft Sachsen-Anhalt e.V. den druckfrischen „Orientierungsleitfaden für Angebote der Arbeitsmarktintegration von Migrantinnen und Migranten“. Die Broschüre ist Ergebnis eines breit aufgestellten einjährigen Kooperationsprojektes der AGSA-Servicestelle „Interkulturelle Orientierung / Öffnung, Antidiskriminierung und Diversity Sachsen-Anhalt Nord“ im IQ Landesnetzwerk Sachsen-Anhalt.
Beteiligt an der Entwicklung dieses mehrsprachigen Orientierungsleitfaden waren Vertreterinnen der Agenturen für Arbeit in Sachsen-Anhalt in ihrer Funktion als Beauftragte für Chancengleichheit am Arbeitsmarkt (BCA), Mitarbeitende im Landesnetzwerk IQ Sachsen-Anhalt, Dr. Ernst Stöckmann, Redakteur des Integrationsportals, sowie Projektleitungen von Jobbrücke PLUS und der Landesinitiative Fachkraft im Fokus (FiF), Frau Larissa Heitzmann und Frau Kerstin Mogdans.
Ziel des Leitfadens ist es, Migrantinnen und Migranten die Orientierung beim Einstieg in den Arbeitsmarkt via Broschüre und Online-Angebot zu erleichtern.
Der Orientierungsleitfaden umfasst
– grundlegene Informationen zu den Themen Arbeit/Beschäftigung, Ausbildung und Studium
– Beratungsschritte und Dienstleistungsangebote innerhalb der Agenturen für Arbeit
– Informationen über landesweite Zusatzangebote des Netzwerks IQ, Jobbrücke PLUS und der Landesinitiative Fachkraft im Fokus (FiF)
DE–AR: http://www.agsa.de/medien/dateien/Broschur_BCA_Arabisch_WEB.pdf
DE–EN: http://www.agsa.de/medien/dateien/Broschur_BCA_Englisch_WEB.pdf
Broschüre: Recht auf Bildung (2. Auflage)
Die Neuauflage als PDF
Film: Nicht ohne uns! ab 19.01. im Kino
NICHT OHNE UNS! ab 19.01.2017 im Kino
NICHT OHNE UNS! von Sigrid Klausmann gibt Kindern auf der ganzen Welt eine Stimme. Der Dokumentarfilm nimmt alle seine Protagonisten ernst, hört ihnen zu und versteht ihren eindringlichen Appell und ihre Bitte, die Zukunft mitbestimmen zu wollen. Ob im Slum, im Township, der Metropole oder der Provinz, in der Steppe, dem Regenwald, in der Hochebene, auf dem verschneiten Berg, in der Kleinstadt, dem Flussdelta oder der idyllischen Einöde – Umweltverschmutzung, Klimawandel, Zerstörung des Lebensraums und der Ressourcen sind die universellen Themen. Wie auch die Angst vor Krieg, Katastrophen, Missbrauch und Gewalt alle Kinder ein.
NICHT OHNE UNS! ist Teil des langjährigen, weltumspannenden und nachhaltigen Projekts „199 kleine Helden“, das das Ziel verfolgt Kindern und Jugendlichen aus jedem Teil der Erde, aus jedem Land dieser Welt, durch Kurzfilme eine Stimme zu geben und so gegen die Angst vor dem Fremden anzugehen.
Infoblatt: Kann ich meine Familie nach Deutschland holen?
Informationssammlung: Sammelabschiebungen nach Afghanistan – Handeln statt Panik
Am 14. Dezember fand die erste Sammelabschiebung nach Afghanistan statt. In den nächsten Wochen und Monaten sollen weitere folgen.
Angst und Panik müssen wir gemeinsam begegnen und den jungen Menschen zur Seite stehen. Hier ein paar Hinweise, was getan werden kann:
1. Die aktualisierten Informationen gegen Angst klären junge Flüchtlinge darüber auf, wer betroffen ist und was – auch bei einem abgelehnten Asylantrag – getan werden kann.
Zu den Informationen gegen Angst (deutsch): http://www.w2eu.info/germany.en/articles/germany-deportation-afghanistan.en.html?file=tl_files/doc/Germany/201611-Against%20the%20fear-Afghanistan_DE.pdf
Zu den Informationen gegen Angst (dari): http://www.w2eu.info/germany.en/articles/germany-deportation-afghanistan.en.html?file=tl_files/doc/Germany/201611-Against%20the%20fear-Afghanistan_DARI.pdf
2. Für Alle die am Ende des Jahres 18 werden und für die noch keinen Asylantrag gestellt wurde, sollte schnellstmöglich geprüft werden ob ein Antrag erfolgen muss.
Zur Arbeisthilfe Asylantragsstellung: http://www.b-umf.de/images/2016_07_05_Arbeitshilfe_Asylverfahren_UMF.pdf
3. Für alle Afgahnen, deren Asylantrag rechtskräftig abgelehnt wurde, 18 Jahre werden oder bereits Volljährig sind sollten Möglichkeiten der Aufenthaltssicherung geprüft werden, etwa durch die Ausbildungsduldung, der Bleiberechtsregelung oder die Härtefallkommission. Zudem sollte dafür gesorgt werden, dass diese weiterhin Ansprechpartner haben.
Zur Arbeitshilfe Ausbildungsduldung: http://www.einwanderer.net/fileadmin/downloads/tabellen_und_uebersichten/ausbildungsduldung.pdf
Zur Arbeitshilfe Bleiberechtsregelung: http://www.einwanderer.net/fileadmin/downloads/___25a/__25a.pdf
4. Kommt es zu Abschiebungsversuchen muss schnell reagiert werden. Dabei gibt es durchaus Erfolge:
Mehrere Afghanistan-Abschiebungen konnten durch Eilverfahren gestoppt werden. Eine Kontaktaufnahme zu den Landesflüchtlingsräte kann ebenfalls sehr hilfreich sein, da hier oft Erfahrung mit Abschiebungen besteht.
Zur Pressemitteilung des BVerfG: http://www.bundesverfassungsgericht.de/SharedDocs/Pressemitteilungen/DE/2016/bvg16-094a.html
Zu den Landesflüchtlingsräten: https://www.fluechtlingsrat.de/
Stellungnahme: DIMR zum Familiennachzug
Der Gesetzgeber hat im Rahmen des so genannten Asylpakets II im Februar dieses Jahres beschlossen, dass der Familiennachzug für Menschen, die etwa aus Syrien nach Deutschland geflohen sind und nach Abschluss des Asylverfahrens einen sogenannten subsidiären Schutzstatus erhalten, für zwei Jahre pauschal ausgesetzt werden soll (§ 104 Absatz 13
Aufenthaltsgesetz). Betroffen sind davon Menschen, denen im Herkunftsstaat Folter, die Todesstrafe oder ernste Gefahr für Leib oder Leben infolge eines bewaffneten Konflikts drohen kann, weshalb sie auch eine Aufenthaltserlaubnis erhalten. Allerdings ermöglicht der bislang in der Praxis nicht angewandte Paragraph 22 Satz 1 Aufenthaltsgesetz eine Aufnahme aus völkerrechtlichen, sprich menschenrechtlichen Gründen.
Um einen Überblick über die Diskriminierungsrisiken für Geflüchtete in Deutschland zu bekommen, hat die Antidiskriminierungsstelle des Bundes (ADS) Beschäftigte und Ehrenamtliche in Migrations- und Flüchtlingsberatungen, Jugendmigrationsdiensten und weiteren Organisationen der Flüchtlingshilfe befragt. Insgesamt haben sich mehr als 250 Organisationen beteiligt. Daneben wurden 20 exemplarische qualitative Interviews mit Geflüchteten geführt, um individuelle Diskriminierungserfahrungen miteinzubeziehen. Befragt wurden Personen mit Bleibeperspektive, die bereits mindestens 4 Monate und maximal 4 Jahre in Deutschland leben. Die Befragungen geben Hinweise darauf, wo Diskriminierungsrisiken vorhanden sind und welche Unterstützung Geflüchtete und Initiativen benötigen.
Diskriminierungsrisiken für Geflüchtete
Studie: Verletzte Rechte und verletzte Menschenwürde
Die bisherige europäische Abschottung gegenüber Flüchtlingen ist gescheitert. Weder Stacheldrahtzäune und Mauern auf dem Balkan noch die militärische Aufrüstung der Grenzschutzorganisation Frontex haben verhindern können, dass sich hunderttausende Flüchtlinge über die gefährlichsten Wege und unter den unmenschlichsten Umständen auf den Weg nach Europa gemacht haben und noch machen.
http://www.bildungswerk-boell.de/sites/default/files/verletzte_rechte_web.pdf
Übersicht: Dokumentation des ersten landesweiten Initiativentreffens am 20.08.2016
Am 20.08.2016 lud der Flüchtlingsrat Sachsen-Anhalt zum ersten landesweiten Treffen der Willkommensbündnisse, antirassistischen Initiative , Unterstützer_innen aus der Flüchtlingshilfe und anderen Akteuren nach Magdeburg ein.
Unter den vielen Ergebnissen und Fazits des Treffens und der einzelnen Workshops stand der Wunsch nach weiteren regelmäßigen, überregionalen Treffen, die weniger Inhalte mit größerer Tiefe behandeln.
In Vorbereitung auf das nächste Treffen am 22.04.2017 stellen wir hier eine Fotodokumentation bereit:
Die Fotodokumentation als PDF
Folien des Einstiegvortrags
Videos: Ankommen und Zurechtkommen in Deutschland
In diesem Video zeigen wir, worauf man achten muss, um in Deutschland besser zurechtzukommen. Wir erzählen, wie man in verschiedenen Lebensbereichen Probleme und Schwierigkeiten vermeidet: bei Ämtern, bei Arztbesuchen, im Alltag. Wir erzählen außerdem einiges über das Zusammenleben in Deutschland.
Wir hoffen, dass mit diesem Video es Menschen leichter fallen wird, in Deutschland ein neues zu Hause zu finden.
Arabisch: https://www.youtube.com/watch?v=8zIIiqriQ9c
Englisch: https://www.youtube.com/watch?v=t5UGKNHnw0M
Französisch: https://www.youtube.com/watch?v=AI2OuXwtywk
Petitionen gegen Abschiebungen nach Afghanistan
Aufgrund der derzeitigen »Anstrengungen« von Bundes- und Landesinnenminister_innen, Menschen ins unsichere Afghanistan abzuschieben, teilen wir gerne die folgenden Petitionen:
Fördermittelnewsletter Resonanzboden
Der erste Fördermittelnewsletter des Projekts Resonanzboden für 2017:
Fördermittel Newsletter Resonanzboden 2017/1
Fördermittel für Gewaltschutz in Sammelunterbringungen
Geflüchtete Kinder und ihre Familien sollten möglichst kurz in Not- und Gemeinschaftsunterkünften untergebracht werden. Während ihres Aufenthalts müssen sie vor Missbrauch und Gewalt geschützt werden. Zudem benötigen sie Zugang zu Spiel- und Lernangeboten. Daher fördert die Bundesinitiative „Schutz von Frauen und Kindern in Flüchtlingsunterkünften“ von UNICEF und dem Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) bundesweit 75 weitere Projekte durch Koordinationsstellen für Gewaltschutz. Freie, kommunale und private Träger von Flüchtlingsunterkünften können sich ebenso wie Einrichtungen der Landesträgerschaft vom 4. Januar bis zum 10. Februar 2017 am Interessenbekundungsverfahren beteiligen. Die Initiative startete im Jahr 2016 mit der Förderung von 25 Koordinationsstellen bundesweit.
Das BMFSFJ fördert jede Koordinationsstelle mit jährlich 40.000 Euro. Als Leitlinie für die Erstellung und Umsetzung von Schutzkonzepten in den Einrichtungen dienen die im Juli von UNICEF, dem Bundesfamilienministerium und weiteren Partnern veröffentlichten Mindeststandards. Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig betont: „Frauen und Kinder vor Gewalt und Missbrauch zu schützen, ist unsere Pflicht. Wir dürfen den Schutz der Schwächsten nicht aus den Augen verlieren. Ich freue mich deshalb, dass wir unsere Bundesinitiative mit UNICEF in Flüchtlingsunterkünften erweitern und die Zahl der Koordinatorenstellen vervierfachen“.
Alle Informationen zum Interessenbekundungsverfahren finden Sie hier: http://www.gewaltschutz-gu.de/
Stellenausschreibung: Mobile Opferberatung Salzwedel
BERATER*IN BEI UNSERER MOBILEN BERATUNG FÜR OPFER RECHTER GEWALT IN SALZWEDEL GESUCHT
Stelle ab 1. März 2017 zu besetzen
Vorbehaltlich der Finanzierung ist in unserem Projekt „Mobile Beratung für Opfer rechter Gewalt“ ab dem 1. März 2017 eine Stelle als Berater*in in Salzwedel zu besetzen. Das Team der Mobilen Opferberatung besteht aus sieben Berater*innen, die ausgehend von drei Anlaufstellen aufsuchend Betroffene rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt in Sachsen-Anhalt beraten und unterstützen.
aufsuchende Beratung und Unterstützung von Betroffenen rechter, rassistischer, homo-/transfeindlicher und antisemitischer und Gewalt, sowie deren sozialen Umfelds und von Zeug*innen
Arbeit mit Gruppen potenziell Betroffener und mit Kooperationspartner*innen
abgeschlossenes (Fach-)Hochschulstudium der Sozialen Arbeit/ Sozialpädagogik, Sozialwissenschaft, Psychologie oder eine vergleichbare Qualifikation
Berufs- und/oder Beratungserfahrung
Erfahrung in der Arbeit mit Gruppen potenziell Betroffener politisch rechts motivierter Gewalt
Kenntnisse u.a. in den Themenfeldern Rassismus, Antisemitismus, extreme Rechte, Sozialdarwinismus, LGBTTIQ-Feindlichkeit
wünschenswert: Kenntnisse im Bereich der Opferhilfe, rechtliche und traumapsychologische Grundlagen
kommunikative Kompetenz, Teamfähigkeit, zeitliche Flexibilität, Belastbarkeit und persönliches Engagement
fundierte Kenntnisse in mindestens einer Fremdsprache
Kenntnisse in Microsoft-Office-Standardprogrammen und Nutzung digitaler Medien
Es handelt sich um eine Teilzeitstelle (30 WSt). Die Vergütung erfolgt in Anlehnung an TV-L EG 10. Der Arbeitsort ist Salzwedel. Die Stelle ist zunächst bis zum 31. Dezember 2017 befristet. Eine Weiterbeschäftigung über den 31.12.2017 hinaus wird angestrebt.
Wir möchten besonders Migrant*innen, Schwarze Menschen sowie People of Color zu einer Bewerbung ermutigen.
Ihre vollständigen und aussagekräftigen Bewerbungsunterlagen senden Sie bitte bis zum 31. Januar 2017 ausschließlich per E-Mail an: arndt@mobile-opferberatung.de. Für Rückfragen steht Ihnen die Projektleiterin der Mobilen Opferberatung, Antje Arndt, unter Tel. 0345/2267100 zur Verfügung.
http://www.miteinander-ev.de/index.php?page=19&modaction=detail&modid=642
Stellenausschreibung: Fachkraft für Gewaltschutz
· Leitung aller Programmaktivitäten im Fachbereich Gewaltschutz bei IRC Deutschland, einschl. der Anpassung von Materialien und Medien (Leitfäden, Handbücher, Präsentationen, etc.) sowie der Durchführung von Fortbildungs- und Beratungsmaßnahmen. Dies beinhaltet neben der beruflichen Förderung Einzelner auch die Stärkung institutioneller Kapazitäten von Partnerorganisationen.
· Aufbau und Pflege eines Netzwerks von strategischen Partnern, einschl. von Behörden auf kommunaler, Landes- und Bundesebene sowie zivilgesellschaftlichen Akteuren.
· Regelmäßiger Austausch mit anderen Fach- und Funktionskräften von IRC, insbesondere dem Regionalteam in Europa und der Violence Prevention Research Unit (VPRU).
· (Weiter)Entwicklung der Strategie für den Fachbereich Gewaltschutz im Rahmen der integrierten Gesamtstrategie für IRC Deutschland.
· (Weiter)Entwicklung und Anwendung von geeigneten Methoden und Instrumenten zur Planung, Analyse und Verbesserung von Wirkung.
· Aktive Mitwirkung in fachlich relevanten Koordinierungsforen.
· Aufbau und Pflege von Beziehungen zu staatlichen, privatwirtschaftlichen, akademischen und anderen zivilgesellschaftlichen Einrichtungen und Personen, von denen IRC Deutschland als Schlüsselakteur beim Gewaltschutz von Flüchtlingen in Deutschland wahrgenommen werden möchte.
· Beteiligung an Initiativen zur strategischen Beeinflussung von Entscheidungen in Politik und Verwaltung, um den Schutz von Flüchtlingen vor Gewalt zu verbessern.
· Beteiligung an der Umsetzung der Kommunikationsstrategie von IRC Deutschland zur Stärkung von Wahrnehmung und Einfluss im öffentlichen Raum.
· Beitrag zur Entwicklung von Projektskizzen, -anträgen und -berichten.
· Identifizierung und Bewertung von Möglichkeiten zur Einwerbung externer Fördermittel mit Bezug zum Fachbereich Gewaltschutz.
· Muttersprachliche Beherrschung der deutschen Sprache in Wort und Schrift, sehr gute Englischkenntnisse
· Ein abgeschlossenes einschlägiges Hochschulstudium, z.B. mit Master oder Diplom in Sozialarbeit, Psychologie, Pädagogik, Rechtswissenschaften oder ähnlichen Bereichen
· Erfahrung im deutschen NGO-Sektor und / oder öffentlichen Dienst
· 5 Jahre Berufserfahrung in den Bereichen Soziale Arbeit oder humanitäre Arbeit mit erkennbarem Schwerpunkt auf Gewaltschutz (insb. für Kinder und Frauen)
· Fundierte Kenntnisse und solides Verständnis international bewährter Ansätze und Konzepte zum Schutz der Rechte von Kindern und Frauen, insb. dem Schutz vor Gewalt
· Gute Kenntnisse der einschlägigen Rechtsgrundlagen auf internationaler, nationaler und sub-nationaler Ebene (z.B. Asylrecht, Sozialrecht)
· Umfassende Kenntnisse zu Auftrag und Arbeit der wichtigsten Akteure im Bereich Gewaltschutz
· Weitreichende Erfahrung in der Planung und Durchführung von Fortbildungs- und Beratungsmaßnahmen zur Förderung individueller und institutioneller Kapazitäten, vorzugsweise in Deutschland
· Bereitschaft zum und Freude am erfolgreichen Arbeiten im Team sowie in einer anspruchsvollen, dynamischen, multikulturellen Umgebung
· Ausgezeichnete kommunikative Fähigkeiten
· Vorkenntnisse in der Entwicklung von Projektanträgen von Vorteil
Deputy Country Representative | Stellv. Landesdirektor
International Rescue Committee (IRC) – Deutschland gGmbH
T +49 (0)176 6283 7656 | Skype: Sierralima_79 | Email: Stefan.Lehmeier@Rescue.org
20.01. in Halle: Seeing and being seen – Theaterworkshop für Frauen mit Fluchterfahrung
on 20. January
time 13.30 – 17.00 pm
at “ Grüne Villa“, Am Treff 4, 06124 Halle/Saale
Date: 20.Janvier
Temps: 13:30 – 17:00 heure
Data: 20. Janeiro
Hora: 13.30 – 17.00 horas
11.-12.02. Critical Whiteness Training an der Uni Magdeburg (auch für nicht-Studierende)
+++ bitte anmelden – begrenzte Plätze +++
Wir, das Bündnis Studierende gegen Rechts laden zu einem Anti-Rassismus-Training mit Merih Ergün und Ute von Essen von Phoenix e.V. ein:
» Unsicherheit, Rassismus und ein Mangel an Kommunikation prägen auch heute noch die Beziehungen zwischen Mitgliedern der weißen Mehrheitsgesellschaft und denen, die vermeintlich als Ausländer, Migranten oder Angehörige einer anderen Kultur identifiziert werden.
Verschiedene „Kulturen“, „Rassen“, „Ethnien“, „Religionen“? „Schwarze“, „Weiße“, „People of Color“? “Deutsche” und “Ausländer” – “Wir” und “die anderen”? Was wissen wir über „die anderen“ und was über „uns selbst“? Was ist „erlernt“, was ist „wahr“ und was „Konstruktion“? Was ist eine „weiße Identität“ in einer „multikulturellen Welt“? Was hindert und was fördert unsere Begegnungen?
Zu diesem Wochenendseminar laden wir Menschen aus der weißen Mehrheitsgesellschaft ein. Ziel ist es, eigene Prägungen und eigenes Verhalten zu reflektieren, die Geschichte und die Wirkungsweise des Rassismus näher kennen zu lernen und gemeinsam an Strategien für eine Kultur der Verständigung und Begegnung zu arbeiten.
Eine durchgehende Teilnahme an allen zwei Seminartagen ist unbedingt erforderlich. Das Training lebt vom Interesse und der Eigenmotivation der Teilnehmer*innen am Thema Rassismus. Es ist kein Methodenseminar, das Handwerkszeug zum Thema Rassismus für eigene Trainings vermittelt. «
—-> Anmeldung und Rahmen:
Da wir einen geringen Eigenanteil von ca. 5 € erheben müssen und die Anzahl der Teilnehmenden begrenzen ist, bitten wir um eine verbindliche Anmeldung an bsgr.md@web.de. Wir würden uns freuen, wenn Du ein paar kurze Worte zu deiner Motivation hinzufügen würdest. Alle Kosten (inklusive Verpflegung) sind in den ca. 5 Euro enthalten.
Das Seminar findet am Samstag, den 11.02. von 9.30 bis 20.30 Uhr
und am Sonntag, den 12.02. von 09.30 bis 18.30 Uhr statt.
Finanzieren und verwirklichen können wir dieses Seminar nur mit der freundlichen Unterstützung von „Arbeit und Leben“ und dem „Studierendenrat der Otto-von-Guericke Universität Magdeburg“.
23.02. Argumentieren gegen Rechts in Wanzleben
Projekt Gemeinsam engagiert – Qualifizierung von Ehrenamtlichen in
der Flüchtlingshilfe in Sachsen-Anhalt und Thüringen
Sehr geehrte Ehrenamtliche und Interessierte,
wir möchten Ihnen, den ehrenamtlich Tätigen in der Flüchtlingshilfe in Sachsen-Anhalt und Thüringen,
qualifizierend zur Seite stehen. In diesem Sinne laden wir Sie im Rahmen des
Projektes „Gemeinsam engagiert“ ganz herzlich ein zu unserer Veranstaltung mit dem
„Argumentieren gegen Rechts“
Termin 23. Februar 2017, 17:00 – 20:00Uhr
Veranstaltungsort Gemeindesaal der Kirchengemeinde Wanzleben,
Kirchgang 9a, 39164 Wanzleben
Ken Kupzok, freiberuflicher Trainer der Erwachsenenbildung und Begleiter von
Lern- und Veränderungsprozessen, VIERFÄLTIG Halle (Saale)
Teilnahme und Verpflegung sind kostenfrei
Flüchtlingshilfe des evangelischen Kirchenkreises Egeln
Für eine optimale Vorbereitung der Veranstaltung bitten wir Sie um eine kurze Anmeldung Ihrer Teilnahme unter
hans-ekkehard.stieglitz@kirchenkreis-egeln.de
moussa@diakonie-ekm.de
Bei Rückfragen stehe ich Ihnen sehr gern zur Verfügung:
Frau Rabah-Melodie Moussa
Projektkoordinatorin „Gemeinsam engagiert“
Fortbildungsreihe im ersten Halbjahr 2017: Green Campus
Auch im ersten Halbjahr 2017 finden im Rahmen unsere Green Campus Seminare wieder spannende Weiterbildungen statt.
Den Web-Flyer mit ausführlichen Informationen findet ihr hier: http://www.boell-sachsen-anhalt.de/wp-content/uploads/2017/01/Green-Campus.web_final-bearbeitet.pdf
Weitere Informationen zu den Einzelveranstaltungen folgen in Kürze.
Anmeldungen bitte an: planung{at}boell-sachsen-anhalt.de
Januar bis Juni 2017: Konstruktiv in Konflikten – Grundkurs in gewaltfreier Konfliktbearbeitung für Menschen mit Fluchterfahrung
Der Grundkurs findet in deutscher Sprache statt und richtet sich an (ehemals) Geflüchtete, die konstruktive Wege der Konfliktbearbeitung kennenlernen möchten. Teilnahmevoraussetzungen sind daher Kenntnisse in Deutsch (Niveau B1) sowie Interesse und Engagement für den konstruktiven Umgang mit Konflikten. Weitere Informationen finden Sie im beiliegenden Flyer, es wäre schön, wenn Sie Interessierte darauf aufmerksam machen könnten, vielen Dank!
Infoflyer Konstruktiv in Konflikten
(via asyl.net)
So zitiert der Tagesspiegel die SPD-Landtagsabgeordnete Inka Gossmann-Reetz mit der Aussge, dass der Erlass bundesweit einmalig sei (tagesspiegel.de vom 3. Januar 2016). Die Regelung gehe zurück auf einen Beschluss des Landtags vom April 2016, in dem die Landesregierung aufgefordert worden war, ein Bleiberecht für Betroffene von rassistischen, rechtsextremistischen und fremdenfeindlichen Straftaten zu schaffen.
Im Erlass der Landesregierung, der im Internet veröffentlicht wurde, wird zunächst auf die Regelung des § 60a Absatz 2 Satz 2 des Aufenthaltsgesetzes (AufenthG) verwiesen. Danach sind Abschiebungen schon jetzt zwingend auszusetzen, wenn Betroffene als Zeugen in einem Strafverfahren aussagen sollen. Die Entscheidung, ob ihre Anwesenheit für das Strafverfahren notwendig ist, trifft die Staatsanwaltschaft oder das Strafgericht.
Über diese Regelung hinaus sieht der brandenburgische Erlass nun vor, dass die Ausländerbehörden Abschiebungen von Opfern rechter Gewalt auf der Grundlage des § 60a Absatz 2 Satz 3 AufenthG aussetzen sollen. Nach dieser Vorschrift kann ausreisepflichtigen Personen eine Duldung aus dringenden humanitären oder persönlichen Gründen oder erheblichen öffentlichen Interessen erteilt werden. Laut dem Erlass sind diese Kriterien bei Opfern rechter Gewalt regelmäßig erfüllt: So sollten Opfer einer rechtsmotivierten Gewaltstraftat eine Wiedergutmachung erfahren und es soll ihnen Sicherheit und Schutz angeboten werden. Beides sei als dringender humanitärer Grund anzusehen. Darüber hinaus habe das Land Brandenburg „ein erhebliches öffentliches Interesse daran, den mutmaßlichen Tätern der Gewalttat zu verdeutlichen, dass ihrem Opfer durch eine Verfestigung des Aufenthalts Gerechtigkeit widerfährt und das Gegenteil dessen erreicht wird, was die Täter beabsichtigten.“
Aufgrund dieser Vorgaben sollen die Ausländerbehörden in Brandenburg künftig auf dem Ermessenweg mindestens eine Duldung auf der Grundlage des § 60 Absatz 2 Satz 3 AufenthG erteilen. Darüber hinaus kommt auch die Erteilung einer Aufenthaltserlaubnis in Betracht: Da die Ausreise aus rechtlichen Gründen als unmöglich anzusehen sei, könne hier auf der Grundlage des § 25 Absatz 5 Satz 1 AufenthG unmittelbar eine Aufenthaltserlaubnis ausgestellt werden, wenn mit der Ausreise in absehbarer Zeit nicht zu rechnen sei. Regelmäßig erteilt werden soll die Aufenthaltserlaubnis zudem auf dem Ermessensweg, wenn die Betroffenen bereits für einen Zeitraum von 18 Monaten Duldungen hatten (§ 25 Absatz 5 Satz 2 AufenthG).
Der Erlass kann zur Anwendung kommen, wenn ein dringender Verdacht besteht, dass die betroffene Person Opfer einer rechtsmotivierten Gewaltstraftat wurde. Als Gewaltstraftat gelten die Delikte, die in der bundeseinheitlichen Kriminalstatistik genannt werden (Körperverletzungen, versuchte Tötungsdelikte, Brand- und Sprengstoffdelikte, Freiheitsberaubung, Raub, Erpressung, Delikte des Landfriedensbruchs sowie Sexualdelikte). Der Straftat müsse ein gewisses Gewicht zukommen. Dies sei insbesondere der Fall, wenn die Tat erhebliche Folgen für die physische oder psychische Gesundheit oder die Freiheit des Opfers hatte. Zur Beurteilung der Auswirkungen der Tat auf das Opfer können Stellungnahmen von Beratungsstellen herangezogen werden.
Ausgeschlossen von der Regelung sind Personen, die wegen einer vorsätzlichen Straftat verurteilt wurden (analog zu § 60a Absatz 2 Satz 6 AufenthG) oder die Straftaten von erheblicher Bedeutung begangen haben oder eine Gefahr für die Sicherheit und Allgemeinheit darstellen (analog zu § 25 Abs. 3 Satz 3 AufenthG). Weiterhin ausgeschlossen vom Bleiberecht sind Personen, wenn sich im Laufe des Strafverfahrens herausstellt, dass sie die „Opferrolle selbst gewählt bzw. verursacht“ haben.
Link zum Erlass Nr. 08/2016 im Ausländerrecht: Aufenthaltsrecht; Bleiberecht für Opfer rechtsmotivierter Gewaltstraftaten; vollziehbar Ausreisepflichtige – §§ 60a Absatz 2 Satz 3, 25 Absatz 5 AufenthG vom 21. Dezember 2016:
MZ Portrait: Zu Gast
Gazwhan Zaghal, 38, hatte ein tolles Leben, in einem wunderschönen Land – Syrien. Wegen des verheerenden Krieges, beschloss er zu fliehen. Per Facebook hat die MZ ihre Leser dazu aufgerufen, Fragen an den syrischen Geflüchteten zu stellen und erhielt dutzende Zuschriften.
http://angst.mz.de/2016/12/ich-bin-hier-nur-zu-gast/
← Dokumentation des ersten landesweiten Initiativentreffens am 20.08.2016[PRO ASYL] zur Asylstatistik 2016 →

References: § 60
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 § 25
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