Source: http://geschaeftsbericht-2015.gfk.com/geschaeftsbericht-2015/konzernlagebericht/wirtschaftsbericht/
Timestamp: 2018-05-23 12:36:10+00:00

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Wirtschaftsbericht | GfK Germany
Die Matrixorganisation von GfK besteht aus zwei weltweit verantwortlichen Sektoren mit Produktverantwortung sowie sechs Regionen, in denen das lokale Geschäft geführt wird. Auf diese Weise verbinden wir ein globales Produktangebot mit einer optimalen Betreuung weltweit tätiger Kunden. Gleichzeitig können wir das Potenzial regionaler Märkte maximal ausschöpfen.
Die GfK Gruppe erstellt ihren Konzernabschluss nach den International Financial Reporting Standards (IFRS). Die Finanzdaten für die Sektoren und Regionen stammen aus unserem Management-Informationssystem.
Für die interne Steuerung der beiden Sektoren verwendet GfK die finanziellen Leistungsindikatoren Umsatz sowie angepasstes operatives Ergebnis/Marge. Diese Ergebnisgröße wird auch von einigen Wettbewerbern verwendet.
GfK ist überzeugt, dass die Erläuterungen zur Geschäftsentwicklung anhand des angepassten operativen Ergebnisses die Interpretation des Geschäftsverlaufs der GfK Gruppe erleichtern und die Aussagefähigkeit im Vergleich zu anderen großen Marktforschungsunternehmen erhöhen. Wenn im Folgenden vom Ergebnis die Rede ist, ist daher das angepasste operative Ergebnis gemeint. Die Marge weist das Verhältnis des angepassten operativen Ergebnisses zum Umsatz aus.
Ein weiterer wichtiger Indikator ist die Entwicklung des Auftragsbestands für das aktuelle Geschäftsjahr in Relation zum erwarteten Jahresumsatz. Diese Kennzahl – genannt Umsatz­abdeckungsgrad – wird monatlich auf Basis der tatsächlich noch ausstehenden Umsatzlegung ermittelt und vom Management von GfK zeitnah überwacht. In der Regel sind bereits im ersten Quartal rund die Hälfte der geplanten Jahresumsätze als gesicherte Aufträge gebucht.
Allerdings ergibt sich zwischen den beiden Sektoren ein differenzierteres Bild: Im panelbasierten Sektor Consumer Choices erfolgen die Vertragsverlängerungen größtenteils in den ersten drei Monaten des Geschäftsjahres. Teilweise werden hier aber auch Verträge abgeschlossen, die eine kontinuierliche und mehrjährige Datenerhebung vorsehen. Wegen der größeren Gewichtung der Ad-hoc-Studien im Sektor Consumer Experiences und des geringeren Anteils an kontinuierlicher Datenerhebung zeigt dieser Sektor über das Gesamtjahr einen eher gleichmäßigen Verlauf an Auftragseingängen. Das angepasste operative Ergebnis ermitteln wir wie folgt:
Ermittlung des angepassten Operativen Ergebnisses 1)
Millionen Euro 2014 2015 Veränderung in %
Operatives Ergebnis 68,0 104,2 + 53,2
Abschreibungen auf Geschäfts- und Firmenwerte 59,5 39,4 – 33,7
Planmäßige Abschreibungen 7,4 4,9 – 33,9
Wertminderungen 8,4 3,4 – 59,5
Wertaufholungen – 4,4 – 4,0 – 9,1
Erträge und Aufwendungen aus Unternehmenskäufen und Übernahmetransaktionen 1,0 – 8,7 –
Erträge und Aufwendungen aus Reorganisations- und Optimierungsprojekten 17,1 22,8 + 33,5
Personalaufwendungen aus anteilsbasierter Vergütung 1,0 1,9 + 88,7
Ergebnis aus der Währungsumrechnung 1,1 2,2 + 96,1
Erträge und Aufwendungen aus Einmaleffekten und anderen außergewöhnlichen Sachverhalten 19,7 21,4 + 8,6
Hervorgehobene Posten gesamt 110,9 83,4 – 24,7
Angepasstes operatives Ergebnis 178,8 187,6 + 4,9
1) Rundungsdifferenzen möglich
Wenn im Weiteren von der Zahl der Mitarbeiter oder Beschäftigten die Rede ist, werden diese grundsätzlich als Summe der Vollzeitstellen angegeben. Teilzeitstellen werden hierfür in anteilige Vollzeitstellen umgerechnet.
Die in den Ausführungen zur Geschäftsentwicklung der GfK Gruppe ausgewiesenen Zahlen sowie prozentualen Veränderungsraten sind auf Basis der Werte in Tausend Euro errechnet worden. Entsprechend sind Rundungsdifferenzen möglich.
Im Rahmen der globalen Strategie wurden weiterhin übergreifende Funktionsbereiche im Bereich Sonstige zusammengefasst.
Die erwähnten Unternehmen sind mit ihrem Kurznamen genannt. Der Teil „Weitere Informationen“ des Geschäftsberichts enthält ein Verzeichnis aller genannten Unternehmen mit ihren vollständigen Namen.
2.2 GfK Gruppe: Zurück auf dem Wachstumspfad
Im Jahr 2015 erzielte die GfK Gruppe einen Umsatz in Höhe von 1.543,4 Millionen Euro. Er lag um 6,2 Prozent über dem Umsatz des Vorjahres. Das organische Wachstum betrug 1,1 Prozent, Währungseinflüsse steuerten 5,0 Prozent zum Anstieg bei, und aus Akquisitionen resultierte ein Zuwachs um 0,1 Prozent.
Entwicklung der Ertragslage 1)
Millionen Euro 2014 2014 ohne Goodwill-Impairment 2015 2015 ohne Goodwill-Impairment Veränderung (ohne Goodwill-Impairment) in %
Umsatzerlöse 1.452,9 1.452,9 1.543,4 1.543,4 +6,2
Umsatzkosten -990,6 -990,6 -1.061,9 -1.061,9 +7,2
Bruttoergebnis vom Umsatz 462,3 462,3 481,5 481,5 +4,1
Vertriebs- und allgemeine Verwaltungskosten -301,0 -301,0 -302,2 -302,2 +0,4
Sonstige betriebliche Erträge 7,8 7,8 19,8 19,8 +153,4
Sonstige betriebliche Aufwendungen -101,2 -41,7 -94,9 -55,5 +33,2
EBITDA 202,2 202,2 231,2 231,2 +14,4
in % vom Umsatz 13,9 13,9 15,0 15,0 -
Angepasstes operatives Ergebnis 178,8 178,8 187,6 187,6 +4,9
in % vom Umsatz 12,3 12,3 12,2 12,2 -
Hervorgehobene Posten -110,9 -51,4 -83,4 -44,0 -14,3
Operatives Ergebnis 68,0 127,5 104,2 143,6 +12,6
in % vom Umsatz 4,7 8,8 6,7 9,3 -
Beteiligungsergebnis 4,0 4,0 2,0 2,0 -49,4
EBIT 71,9 131,4 106,2 145,6 +10,7
in % vom Umsatz 5,0 9,0 6,9 9,4 -
Sonstiges Finanzergebnis -24,4 -24,4 -18,3 -18,3 -25,0
Ergebnis aus laufender Geschäftstätigkeit 47,6 107,1 87,9 127,3 +18,9
Steuern auf das Ergebnis aus laufender Geschäftstätigkeit -28,2 -28,2 -47,2 -47,2 +67,2
Steuerquote in % 59,3 26,3 53,7 37,0 -
Konzernergebnis 19,4 78,9 40,7 80,1 +1,6
Den Anteilseignern der Muttergesellschaft zuzurechnen 5,9 65,4 36,8 76,2 +16,6
Den Minderheitsanteilseignern zuzurechnen 13,5 13,5 4,0 4,0 -70,7
Ergebnis je Aktie (unverwässert) in Euro 0,16 1,79 1,01 2,09 +16,8
Die Umsatzkosten stiegen prozentual in ähnlichem Ausmaß wie der Umsatz. Sie betrugen 1.061,9 Millionen Euro, was einem Anstieg um 7,2 Prozent entspricht. Das Bruttoergebnis vom Umsatz stieg als Folge davon um 4,1 Prozent und erreichte 481,5 Millionen Euro.
Die Vertriebs- und allgemeinen Verwaltungskosten blieben nahezu auf Vorjahresniveau. Nach einem Anstieg um lediglich 0,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahr betrugen sie im Jahr 2015 302,2 Millionen Euro. Die Summe aus Umsatzkosten und Vertriebs- und allgemeinen Verwaltungskosten ist um 5,6 Prozent und somit in geringerem Maße angestiegen als der Umsatz.
Ein wichtiger Bestandteil der Umsatzkosten sowie der Vertriebs- und allgemeinen Verwaltungskosten sind die Personalkosten. Sie sind im Vorjahresvergleich um 8,6 Prozent auf 765,9 Millionen Euro gestiegen. Auch die Personalkosten unterliegen in erheblichem Maße dem Einfluss der Währungskursentwicklung. Mehrere für die GfK Gruppe wichtige Währungen gewannen im Jahr 2015 stark an Wert gegenüber dem Euro, so zum Beispiel der US-Dollar um 20 Prozent, der chinesische Renminbi um 17 Prozent, der Schweizer Franken um 14 Prozent und das britische Pfund um 11 Prozent. Damit stiegen die Kosten, die im entsprechenden Land in diesen Währungen anfielen, in Euro umgerechnet analog an. Der Anstieg der Beschäftigtenzahl fiel mit 0,8 Prozent oder 105 Personen auf 13.485 Personen am Jahresende 2015 eher moderat aus. Da der relative Anstieg der Personalkosten leicht über dem des Umsatzes lag, betrug die Personalkostenquote, die das Verhältnis der Personalaufwendungen zum Umsatz ausdrückt, 49,6 Prozent (Vorjahr: 48,5 Prozent).
Das Ergebnis hat GfK um 8,7 Millionen Euro oder 4,9 Prozent auf 187,6 Millionen Euro gesteigert. Die Marge – also das Verhältnis von Ergebnis zu Umsatz – betrug 12,2 Prozent (Vorjahr: 12,3 Prozent).
Die sonstigen betrieblichen Erträge wuchsen um 12,0 Millionen Euro auf 19,8 Millionen Euro. Die Ursache für diesen Anstieg ist ein Ertrag im Zusammenhang mit dem Abgang von Minderheitsbeteiligungen in Höhe von 12,0 Millionen Euro. Am 23. November 2015 haben GfK und The NPD Group, Inc., USA, ihre Überkreuzbeteiligungen und Zusammenarbeit im Consumer-Choices-Bereich beendet und eine neue vertragliche strategische Partnerschaft geschlossen. Zuvor war The NPD Group direkt oder indirekt mit einem geringen Prozentsatz an diversen vollkonsolidierten GfK-Tochterunternehmen beteiligt. GfK hatte Beteiligungen mit maßgeblichem Einfluss an mehreren Tochterunternehmen des NPD-Konzerns gehalten, die aus Sicht der GfK Gruppe assoziierte Unternehmen waren, sowie eine Gewinnbeteiligung an bestimmten Geschäftsaktivitäten. Die Entflechtung resultierte in der Beendigung aller gegenseitigen Beteiligungen.
Ferner ist in den sonstigen betrieblichen Erträgen ein Gewinn aus dem Verkauf einer Immobilie durch die GfK Switzerland in Höhe von 1,1 Millionen Euro enthalten. Die Währungsgewinne gingen von 3,0 Millionen Euro im Vorjahr auf 2,3 Millionen Euro zurück.
Nachdem die Währungsverluste in den sonstigen betrieb­lichen Aufwendungen um 0,4 Millionen Euro auf 4,5 Millionen Euro gestiegen sind, ergeben sich per Saldo Währungsverluste von 2,2 Millionen Euro aus operativem Geschäft in Fremdwährung (Vorjahr: 1,1 Millionen Euro).
Insgesamt sanken die sonstigen betrieblichen Aufwendungen um 6,2 Millionen Euro auf 94,9 Millionen Euro. Dieser Rückgang resultiert aus mehreren gegenläufigen Bewegungen: Einerseits lag das Goodwill-Impairment bei 39,4 Millionen Euro und somit um 20,1 Millionen Euro unter dem Vorjahreswert. Die Ursache für diese Wertminderung lag in angepassten Wachstumsaussichten in den Regionen Zentral Osteuropa/META sowie Süd- und Westeuropa. Andererseits stiegen die Wertminderungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen von 1,8 Millionen Euro im Vorjahr auf 24,0 Millionen Euro im Jahr 2015. Darin sind Wertminderungen in Höhe von 20,0 Millionen Euro enthalten, die im Zusammenhang mit der Einstellung der netzwerkbasierten Entwicklungstätigkeiten im Bereich Mobile Insight/Location Insight sowie zweier Module der digitalen Analyse-und Produktionsplattform CPIMS/NEO stehen.
Auch die in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthaltenen Personalaufwendungen sind angestiegen: Sie lagen im Vorjahr bei 10,8 Millionen Euro und betrugen im Jahr 2015 14,5 Millionen Euro. Hierbei handelte es sich überwiegend um Abfindungen, die im Zusammenhang mit Reorganisationsprojekten stehen.
Aufwendungen, die im Zusammenhang mit den 2012 aufgedeckten Unregelmäßigkeiten bei einer türkischen Tochter­gesellschaft entstanden und bei denen es sich insbesondere um Rechts- und Beratungskosten handelt, sind in Höhe von 1,3 Millionen Euro in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten. Im Vorjahr waren in diesem Zusammenhang Aufwendungen in Höhe von 12,1 Millionen Euro angefallen, die größtenteils aus Steuernachzahlungen und Strafzuschlägen bestanden hatten. Für laufende Gerichtsverfahren und Sozialversicherungsrisiken waren im Vorjahr Aufwendungen in Höhe von 5,9 Millionen Euro angefallen; sie betrugen 2015 lediglich 0,2 Millionen Euro.
Die Summe der hervorgehobenen Posten betrug 83,4 Millionen Euro. Bereinigt um die Goodwill-Abschreibung hätten die hervorgehobenen Posten 44,0 Millionen Euro betragen – ein Rückgang um 7,3 Millionen Euro nach ebenfalls um die Goodwill-Abschreibung bereinigten 51,4 Millionen Euro im Vorjahr.
Auch hinsichtlich der Entwicklung der hervorgehobenen Posten ergibt sich ein heterogenes Bild. Während die Zu- und Abschreibungen auf aufgedeckte stille Reserven aus der Kaufpreisallokation wie auch die Erträge und Aufwendungen aus Unternehmens­käufen und Übernahmetransaktionen um 7,1 beziehungsweise 9,7 Millionen Euro zurückgingen, erhöhten sich die Erträge und Aufwendungen aus Reorganisations- und Optimierungsprojekten um 5,7 Millionen Euro. Dasselbe gilt für die Personalaufwendungen aus anteilsbasierter Vergütung (um 0,9 Millionen Euro höherer Aufwand), das Ergebnis aus der Währungsumrechnung (um 1,1 Millionen Euro höherer Aufwand) sowie die Erträge und Aufwendungen aus Einmaleffekten und anderen außergewöhn­lichen Sachverhalten, die um 1,7 Millionen Euro auf einen Aufwand von 21,4 Millionen Euro gestiegen sind.
Im letztgenannten Posten sind die oben erwähnten Wertminderungen auf die Entwicklungen im Bereich Mobile Insight/Location Insight und Teile der Software CPIMS/NEO in Höhe von 20,0 Millionen Euro enthalten sowie als positive Einflüsse die Reduktion der Aufwendungen im Zusammenhang mit den Vorfällen in der Türkei um 10,8 Millionen Euro und der Aufwendungen für Gerichtsverfahren und Sozialversicherungsrisiken um 5,7 Millionen Euro. Schließlich wird hier auch der Ertrag aus dem Immobilienverkauf in der Schweiz in Höhe von 1,1 Millionen Euro ausgewiesen.
Der Rückgang der Zu- und Abschreibungen auf aufgedeckte stille Reserven aus der Kaufpreisallokation betrifft sowohl die planmäßigen Abschreibungen, die um 2,5 Millionen Euro auf 4,9 Millionen Euro zurückgegangen sind, als auch die Wertminderungen (3,4 Millionen Euro versus 8,4 Millionen Euro im Vorjahr). Wertaufholungen fielen in ähnlicher Höhe wie im Vorjahr an (4,0 Millionen Euro; 2014: 4,4 Millionen Euro).
Die Erträge und Aufwendungen aus Unternehmenskäufen und Übernahmetransaktionen sind durch den bereits erläuterten Ertrag in Höhe von 12,0 Millionen Euro aus dem Abgang von Minderheitsbeteiligungen positiv. Sie betrugen 8,7 Millionen Euro (Vorjahr: Aufwand von 1,0 Millionen Euro). Darüber hinaus enthält der Posten hauptsächlich Kosten im Zusammenhang mit dem für das erste Halbjahr 2016 geplanten Verkauf des Marktforschungsgeschäfts im Bereich Pflanzenschutz und Tiergesundheit.
Innerhalb des Nettoaufwands aus Reorganisations- und Optimierungsprojekten, der um 5,7 Millionen Euro auf 22,8 Millionen Euro gestiegen ist, dominieren die Aufwendungen für Abfindungen. Sie sind von 10,8 Millionen Euro auf 13,9 Millionen Euro gestiegen. Die sonstigen Reorganisationskosten stiegen um 2,3 Millionen Euro auf 2,7 Millionen Euro. Sie beinhalten Wertminderungen, Beratungskosten und andere Nebenkosten aus der Straffung und Optimierung von Geschäftsgebieten bei ausgewählten Tochtergesellschaften.
Das operative Ergebnis ist um 36,2 Millionen Euro auf 104,2 Millionen Euro gestiegen. Bereinigt um den Aufwand aus der Goodwill-Abschreibung hätte es 143,6 Millionen Euro betragen, nach ebenfalls bereinigten 127,5 Millionen Euro im Vorjahr. Dies entspräche einem Anstieg von 12,6 Prozent.
Die Abschreibungen gingen um 5,2 Millionen Euro auf 125,1 Millionen Euro zurück. Ohne die Reduktion des Goodwill-Impairments um 20,1 Millionen Euro auf 39,4 Millionen Euro wären sie um 14,9 Millionen Euro angestiegen. Dieser Anstieg wird verursacht durch die bereits erwähnten Wertminderungen auf Mobile Insight/Location Insight und CPIMS/NEO in Höhe von 20,0 Millionen Euro und einen Anstieg der planmäßigen operativen Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sach­anlagen als Folge verstärkter Investitionstätigkeit um 1,5 Millionen Euro auf 58,4 Millionen Euro. Gegenläufig wirkten der Rückgang der planmäßigen Abschreibungen auf aufgedeckte stille Reserven im Rahmen der Kaufpreisallokation um 2,5 Millionen Euro auf 4,9 Millionen Euro und der Impairments auf diese Vermögens­werte um 5,0 Millionen Euro auf 3,4 Millionen Euro.
Das Beteiligungsergebnis ging vor allem aufgrund des Ergebnisses aus assoziierten Unternehmen um 2,0 Millionen Euro auf 2,0 Millionen Euro zurück. Im Zusammenhang mit der Restrukturierung eines assoziierten Teilkonzerns sind einmalige Verluste in Höhe von 1,9 Millionen Euro angefallen. Darüber hinaus musste eine Beteiligung an einem assoziierten Unternehmen um 2,2 Millionen Euro wertberichtigt werden. Diese negativen Einflüsse konnten durch die Verbesserungen im vereinnahmten Ergebnis der übrigen assoziierten Unternehmen um 1,8 Millionen Euro nicht ganz kompensiert werden.
Nach einem Anstieg um 34,2 Millionen Euro betrug das EBIT im Berichtsjahr 106,2 Millionen Euro. Nach Eliminierung des Goodwill-Impairments in beiden betrachteten Jahren hätte das EBIT 145,6 Millionen Euro betragen und wäre um 14,1 Millionen Euro oder 10,7 Prozent gewachsen.
Das EBITDA, das nicht durch die Goodwill-Abschreibung beeinflusst ist, stieg um 14,4 Prozent oder 29,0 Millionen Euro auf 231,2 Millionen Euro. Der Anstieg des EBITDA ist höher als der Anstieg des um die Goodwill-Abschreibung bereinigten EBITs, da die im EBIT enthaltenen Abschreibungen, die zur Ermittlung des EBITDA hinzugerechnet werden, um 14,9 Millionen Euro über denen des Vorjahres lagen.
Das sonstige Finanzergebnis verbesserte sich im Vergleich zum Vorjahr deutlich. Der Aufwand betrug per Saldo 18,3 Millionen Euro nach 24,4 Millionen Euro im Vorjahr. Alle Komponenten des Finanzergebnisses haben sich positiv entwickelt: Das Zinsergebnis verbesserte sich um 2,8 Millionen Euro auf einen Nettoaufwand von 16,6 Millionen Euro, der finanzielle Währungsaufwand ging um 1,1 Millionen Euro auf 2,4 Millionen Euro zurück, und das übrige Finanzergebnis verbesserte sich um 2,2 Millionen Euro und weist nun per Saldo einen Ertrag von 0,7 Millionen Euro aus.
Das Ergebnis aus laufender Geschäftstätigkeit stieg von 47,6 Millionen Euro auf 87,9 Millionen Euro. Eliminiert man die Goodwill-Abschreibungen, zeigt es einen Anstieg um 18,9 Prozent von 107,1 Millionen Euro im Vorjahr auf 127,3 Millionen Euro im Berichtsjahr.
Die rechnerische Ertragsteuerquote betrug 53,7 Prozent (Vorjahr: 59,3 Prozent). Beide Quoten sind stark beeinflusst durch das jeweilige Goodwill-Impairment, denn daraus entsteht kein Steueraufwand oder -ertrag bei gleichzeitiger Reduktion des Vorsteuerergebnisses. Die bereinigten Steuerquoten würden im Jahr 2014 26,3 Prozent und im Jahr 2015 37,0 Prozent betragen.
Der Steueraufwand des Vorjahres war positiv beeinflusst durch die Neueinschätzung der Realisierbarkeit steuerlicher Verlustvorträge bei einer US-amerikanischen Tochter aufgrund einer Verbesserung der geplanten steuerlichen Ergebnisse und durch die Einrichtung einer steuerlichen Organschaft in Frankreich, was in Summe 16,2 Millionen Euro ausgemacht und die Steuerquote um 15,1 Prozentpunkte verbessert hatte.
Das Konzernergebnis der GfK Gruppe belief sich auf 40,7 Millionen Euro im Vergleich zu 19,4 Millionen Euro im Vorjahr. Ohne den Einfluss durch die Goodwill-Abschreibung in beiden Jahren hätte das Konzernergebnis 80,1 Millionen Euro betragen, was einem Anstieg um 1,6 Prozent entsprochen hätte. Das den Minderheitsanteilseignern zuzurechnende Konzernergebnis, das durch die Goodwill-Abschreibungen nicht beeinflusst ist, ist trotz des Anstiegs des Konzernergebnisses um 70,7 Prozent gesunken.
Der Grund hierfür liegt ganz überwiegend in der oben beschriebenen Transaktion zur Entflechtung der Überkreuzbeteiligungen mit The NPD Group, Inc., USA. Bei konstanter Aktienanzahl trägt dies auch zu einer Verbesserung des Ergebnisses je Aktie bei, das von 0,16 Euro auf 1,01 Euro wuchs. Bereinigt um die Goodwill-Abschreibungen beträgt es 2,09 Euro nach 1,79 Euro im Vorjahr, was einem Anstieg um 16,8 Prozent entspricht.
2.3 Vermögens- und Kapitalsituation
Im Vergleich zum Vorjahr stieg die Bilanzsumme der GfK Gruppe um 74,9 Millionen Euro oder 4,2 Prozent auf 1.842,3 Millionen Euro. Die Hauptursache hierfür ist die Schwäche des Euro im Verhältnis zu anderen für die GfK Gruppe wichtigen Währungen wie dem US-Dollar und dem britischen Pfund. Dies zeigt sich unter anderem in der Entwicklung der Geschäfts- oder Firmenwerte. Sie erhöhten sich um 1,3 Millionen Euro auf 774,0 Millionen Euro, obwohl die Geschäfts- oder Firmenwerte durch das Goodwill-Impairment um 39,4 Millionen Euro und um weitere 6,9 Millionen Euro durch die Umgliederung in die zur Veräußerung bestimmten Vermögenswerte aufgrund des eingeleiteten Verkaufs des Bereichs Pflanzenschutz und Tiergesundheit zurückgingen. Der beschriebene Rückgang wurde durch eine Zunahme durch Kapitalkonsolidierungsvorgänge in Höhe von 3,1 Millionen Euro und insbesondere durch den währungskursbedingten Anstieg um 44,5 Millionen Euro überkompensiert. Dieser währungskursbedingte Anstieg wird ergebnisneutral in die sonstigen Rücklagen gebucht.
Entwicklung der Bilanz 1)
Millionen Euro 31.12.2014 31.12.2015 Veränderung Anteil an Bilanzsumme in %
Langfristige Vermögenswerte 1.231,4 1.221,7 -9,7 66,3
Kurzfristige Vermögenswerte 536,1 620,6 +84,5 33,7
Eigenkapital 705,3 720,5 +15,2 39,1
Langfristiges Fremdkapital 523,8 440,7 -83,1 23,9
Kurzfristiges Fremdkapital 538,3 681,1 +142,8 37,0
Bilanzsumme 1.767,4 1.842,3 +74,9 100,0
Die sonstigen immateriellen Vermögenswerte stiegen um 5,1 Millionen Euro auf 271,8 Millionen Euro an. Den größten Anteil an diesem Zuwachs hat der Aufbau von neuen Panels, wobei die aktivierten Panelaufbaukosten um 14,4 Millionen Euro höher lagen als im Vorjahr. Insgesamt enthalten die sonstigen immateriellen Vermögenswerte Panels mit einem Buchwert von 114,6 Millionen Euro. Der Rückgang der Software um 6,9 Millionen Euro auf 109,1 Millionen Euro liegt unter anderem in der bereits angeführten Abschreibung auf die Entwicklungen im Bereich Mobile Insight/Location Insight und CPIMS/NEO begründet, die zusammen mit den regulären Abschreibungen die Zugänge des Geschäftsjahres überstieg. Außerdem wurden sonstige immaterielle Vermögenswerte in Höhe von 15,1 Millionen Euro in die zur Veräußerung bestimmten Vermögenswerte umgegliedert.
Die Sachanlagen gingen um 10,6 Millionen Euro zurück. Der Hauptgrund hierfür ist der Immobilienverkauf in der Schweiz (–6,5 Millionen Euro). Auch die Anteile an assoziierten Unternehmen nahmen um 11,0 Millionen Euro ab. Ursächlich hierfür waren insbesondere die Entflechtung der Überkreuzbeteiligungen mit The NPD Group und die Umgliederung der Beteiligung an der USEEDS GmbH, Berlin, in die zur Veräußerung bestimmten Vermögenswerte.
Die langfristigen Vermögenswerte fielen insgesamt um 9,7 Millionen Euro auf 1.221,7 Millionen Euro. Die kurzfristigen Vermögenswerte hingegen wuchsen um 84,5 Millionen Euro auf 620,6 Millionen Euro zum Stichtag. Diese Entwicklung setzt sich hauptsächlich aus einem Anstieg der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um 11,6 Millionen Euro, einem Anstieg der flüssigen Mittel um 36,3 Millionen Euro und dem Ausweis der zur Veräußerung bestimmten Vermögenswerte in Höhe von 39,4 Millionen Euro zusammen.
Das Eigenkapital ist um 15,2 Millionen Euro auf 720,5 Millionen Euro gestiegen. Da die Bilanzsumme relativ stärker gestiegen ist, ging die Eigenkapitalquote leicht auf 39,1 Prozent zurück (Vorjahr: 39,9 Prozent). Innerhalb des Eigenkapitals fallen die stark gestiegenen sonstigen Rücklagen auf. Sie liegen um 63,0 Millionen Euro über dem Vorjahreswert, was hauptsächlich aus den Währungskursänderungen des britischen Pfunds und des US-Dollars resultiert. Obwohl der Saldo aus Konzernergebnis, das den Anteilseignern der Muttergesellschaft zuzurechnen ist (36,8 Millionen Euro), und der Ausschüttung (– 23,7 Millionen Euro) positiv ist, sind die Gewinnrücklagen um 10,1 Millionen Euro gesunken. Ebenso sind die Minderheitsanteile am Eigenkapital um 37,7 Millionen Euro gesunken. Beides hängt mit der Entflechtung der Überkreuzbeteiligung mit The NPD Group zusammen, die zum Teil als Eigenkapitaltransaktion abzubilden war.
Das Fremdkapital stieg um 59,6 Millionen Euro auf 1.121,8 Millionen Euro, was sich aus einem Zuwachs des kurzfristigen Fremdkapitals und einem Rückgang des langfristigen Fremdkapitals zusammensetzt.
Das langfristige Fremdkapital sank insgesamt um 83,1 Millionen Euro auf 440,7 Millionen Euro. Dem Rückgang der langfristigen Finanzverbindlichkeiten um 102,9 Millionen Euro stehen unter anderem ein Anstieg der latenten Steuerverbindlichkeiten um 10,9 Millionen Euro und ein Anstieg des langfristigen sonstigen Fremdkapitals um 7,7 Millionen Euro gegenüber.
Der Rückgang der langfristigen verzinslichen Finanzverbindlichkeiten um 102,9 Millionen Euro auf 256,4 Millionen Euro ist im Zusammenhang mit dem Anstieg der kurzfristigen verzins­lichen Finanzverbindlichkeiten um 144,4 Millionen Euro auf 208,2 Millionen Euro zu sehen. Im langfristigen Teil der Finanzverbindlichkeiten war im Vorjahr der Bond in Höhe von 200 Millionen Euro enthalten. Von ihm wurden 13,9 Millionen Euro getilgt; der verbleibende Betrag von 186,1 Millionen Euro wurde in die kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten umgebucht, da er im April 2016 zur Rückzahlung fällig ist. Zur vollständigen Refinanzierung dieses Bonds hat die GfK SE bereits mehrere bilaterale Forward-Bank­darlehen in Höhe von 70 Millionen Euro und Schuldscheindarlehen in Höhe von 130 Millionen Euro mit Laufzeiten zwischen drei und zwölf Jahren abgeschlossen. Die Auszahlungszeitpunkte dieser Finanzierungsinstrumente liegen im Februar und März 2016. Die langfristige Schuldscheinverbindlichkeit erhöhte sich um 75 Millionen Euro. Außerdem wurden langfristige Bank­kredite in Höhe von 25 Millionen Euro aufgenommen. Kurzfristige Bankkredite über 39,6 Millionen Euro wurden bei Fälligkeit getilgt.
Das kurzfristige Fremdkapital ist in Summe um 142,7 Millionen Euro auf 681,1 Millionen Euro gestiegen. Darin ist die bereits erläuterte Zunahme der kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten um 144,4 Millionen Euro enthalten. Die Verpflichtungen aus Auf­trägen in Bearbeitung stiegen um 14,4 Millionen Euro auf 167,0 Millionen Euro. Gegenläufig hierzu gingen die kurzfristigen Rückstellungen um 19,4 Millionen Euro zurück. Der größte Teil hiervon betrifft die türkische Tochtergesellschaft, die nach dem Urteil eines türkischen Finanzgerichts im März 2015 Steuern, Zinsen und Strafen in Höhe von 15,4 Millionen Euro zu zahlen hatte.
2.4 Investitionen und Finanzierung
Für ein innovatives Marktforschungsunternehmen wie GfK sind laufende Investitionen in den Auf- und Ausbau von Panels, in neue Messtechniken und Technologien sowie die hierfür notwendigen neuen Marktforschungsmethoden und die Erweiterung von Produktions- und Auswertungssystemen unabdingbar. Diese Maßnahmen leisten einen entscheidenden Beitrag zur Sicherung des zukünftigen Gruppenerfolgs, da sie die Markteintrittsbarriere für potenzielle Wettbewerber erheblich erhöhen und die Wettbewerbsposition von GfK selbst deutlich stärken.
Entsprechend leistete die GfK Gruppe auch im vergangenen Jahr erhebliche Investitionen. Sie betrugen im Berichtsjahr 108,6 Millionen Euro und damit 8,9 Millionen Euro mehr als im Vorjahr. Nachdem die Investitionen in Sachanlagen wegen des Aufbaus des Fernsehforschungspanels in Brasilien im Vorjahr ungewöhnlich hoch ausgefallen waren, sank der entsprechende Wert um 10,7 Millionen Euro. Die Investitionen in immaterielle Vermögens­werte hingegen sind um 15,7 Millionen Euro auf 67,8 Millionen Euro gestiegen. Der überwiegende Teil hiervon betrifft den Aufbau von Mediennutzungspanels in Brasilien, dem Königreich Saudi-Arabien und Singapur. Die Investitionen aus Akquisitionstätigkeit stiegen um 5,8 Millionen Euro gegenüber dem Vorjahr auf 12,3 Millionen Euro, was unter anderem aus der Übernahme der Norm-Gruppe mit Hauptsitz in Schweden resultiert.
Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit ist im Vergleich zum Vorjahr um 26,0 Millionen Euro auf 170,9 Millionen Euro gesunken. Der Mittelabfluss aus dem Working Capital betrug 21,0 Millionen Euro nach einem Mittelzufluss von 6,5 Millionen Euro im Vorjahr. Die Zahlung von Steuern und Strafen in der Türkei, aber auch der stärkere Aufbau von operativen Forderungen hat diese Entwicklung beeinflusst.
Nach Berücksichtigung der Investitionen in immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen in Höhe von 94,1 Millionen Euro (2014: 89,2 Millionen Euro) ergibt sich ein freier Cashflow von 76,8 Millionen Euro (2014: 107,7 Millionen Euro). Unsere Akquisitionen und sonstigen Finanzinvestitionen konnten dadurch vollständig abgedeckt werden.
An die Aktionäre der GfK SE und an Minderheitsgesellschafter von Tochtergesellschaften wurden Dividenden in Höhe von 31,7 Millionen Euro (Vorjahr: 29,3 Millionen Euro) gezahlt. Trotz einer Netto-Kreditaufnahme in Höhe von 47,7 Millionen Euro (Vorjahr: Netto-Kreditrückzahlung von 28,6 Millionen Euro) resultierte ein insgesamt negativer Cashflow aus Finanzierungstätigkeit von 59,4 Millionen Euro (Vorjahr: 75,5 Millionen Euro). Ursache hierfür sind die ebenfalls im Cashflow aus Finanzierungstätigkeit enthaltenen sonstigen Eigenkapitaltransaktionen aus dem Erwerb von Minderheitenanteilen, insbesondere der Transaktion im Zuge der Beendigung der Überkreuzbeteiligung mit The NPD Group, Inc., USA. Insgesamt betrug die zahlungswirksame Veränderung der liquiden Mittel 35,2 Millionen Euro nach 22,4 Millionen Euro im Vorjahr.
Entwicklung des freien Cashflows und des Cashflows aus Finanzierungstätigkeit 1)
Millionen Euro 2014 2015 Veränderung
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit 196,9 170,9 – 26,0
Investitionen in immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen –89,2 – 94,1 – 4,9
Freier Cashflow vor Akquisitionen, sonstigen Investitionen und Anlagenabgängen 107,7 76,8 – 30,9
Akquisitionen –8,1 – 12,5 – 4,5
Sonstige Finanzinvestitionen –2,4 – 1,9 + 0,5
Anlagenabgänge 0,8 32,3 + 31,5
Freier Cashflow nach Akquisitionen, sonstigen Finanzinvestitionen und Anlagenabgängen 98,0 94,6 – 3,4
Zahlungswirksame Eigenkapitalveränderungen –29,7 – 89,2 – 59,5
Netto-Aufnahme von Finanzkrediten –28,6 47,7 +76,3
Gezahlte Zinsen abzüglich erhaltene Zinsen –17,3 – 17,9 – 0,6
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit –75,5 – 59,4 + 16,1
Zahlungswirksame Ver­änderung der Zahlungsmittel und Zahlungs­mitteläquivalente 22,4 35,2 + 12,8
Die Nettoverschuldung ergibt sich als Saldo aus Zahlungsmitteln und kurzfristigen Wertpapierbeständen abzüglich der zinstragenden Verbindlichkeiten und Pensionsrückstellungen. Sie wuchs im vergangenen Jahr um 6,8 Millionen Euro auf 400,0 Millionen Euro. Einem Anstieg der Bankverbindlichkeiten im Zusammenhang mit der Refinanzierung des im April 2016 zur Rückzahlung fälligen Bonds um 61,8 Millionen Euro steht der Anstieg der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente um 36,3 Millionen Euro und der Rückgang der anderen verzinslichen Verbindlichkeiten um 20,1 Millionen Euro gegenüber, was insbesondere durch die teilweise vorzeitige Tilgung des Bonds in Höhe von 13,9 Millionen Euro verursacht wurde. Auch die Verpflichtungen für künftige Kaufpreiszahlungen aus Akquisitionen und Earn-outs sind um 7,7 Millionen Euro gesunken und betrugen am Bilanzstichtag noch 6,9 Millionen Euro.
Entwicklung der Nettoverschuldung 1)
Millionen Euro 31.12.2014 31.12.2015 Veränderung
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 93,2 129,5 + 36,3
Kurzfristige Wertpapiere und Festgelder 0,9 1,5 + 0,5
Liquide Mittel und kurzfristige Wertpapiere 94,1 130,9 + 36,8
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 188,3 250,1 + 61,8
Pensionsverpflichtungen 64,3 66,4 + 2,0
Verbindlichkeiten aus Finance Lease 0,2 0,1 – 0,1
Andere verzinsliche Verbindlichkeiten 234,5 214,3 – 20,1
Verzinsliche Verbindlichkeiten 487,3 530,9 + 43,6
Nettoverschuldung – 393,1 – 400,0 – 6,8
Die Entwicklung der Relationen aus Nettoverschuldung zu Bilanz- und Finanzkennzahlen ergibt sich durch die leichte Erhöhung der Nettoverschuldung in Kombination mit unserem verbesserten Ergebnis.
Gearing und Verhältnis der Nettoverschuldung zu EBIT, EBITDA, freiem Cash Flow
Gearing (Nettoverschuldung/Eigenkapital) in % 55,7 55,5
Nettoverschuldung/EBIT 5,46 3,77
Nettoverschuldung/EBITDA 1,94 1,73
Nettoverschuldung/Freier Cash Flow 3,65 5,21
2.5 Prognostizierter Geschäftsverlauf
Im Rahmen von „Shape for Growth“ hatten wir klare Prioritäten für das Jahr 2015 gesetzt. Unser Ziel lautete, GfK wieder auf Wachstumskurs zu führen, unsere Produktivität zu steigern und in Organisationsentwicklung, Produktportfolio und Datenintegration zu investieren. Die Umwandlung von Daten in Insights sollte uns helfen, den wachsenden Ansprüchen unserer Kunden in sich immer schneller ändernden Märkten gerecht zu werden. Insgesamt wollten wir im Geschäftsjahr 2015 ein moderates organisches Wachstum erzielen und eine AOI-Marge (angepasstes operatives Ergebnis zum Umsatz) zwischen 12,4 Prozent und 12,8 Prozent erreichen.
Unsere Wachstumsprognose im Rahmen der Konzernberichterstattung 2014 beruhte dabei auf zwei Annahmen: Der Sektor Consumer Choices sollte neue Wachstums- und Margenpotenziale nutzen, stärker als im Vorjahr wachsen und seinen Anteil am Gruppenumsatz erhöhen. Für das Geschäftsfeld Consumer Experiences erwarteten wir keinen Wachstumsbeitrag, auch ein Umsatzrückgang wurde nicht ausgeschlossen. Im Vordergrund stand hier die Transformation des Geschäftsfelds von rein lokalen und weniger profitablen Auftragsforschungsprojekten hin zu profitableren Geschäftsfeldern und digitalen Produkten. Diese Wachstumsprognose haben wir für die Gruppe erreicht.
Nach den ersten elf Monaten des Jahres hatten wir jedoch ein Ergebnis erwirtschaftet, das ein Erreichen des Jahreszielkorridors für die AOI-Marge als nicht mehr hinreichend sicher erschienen ließ. Wir haben daraufhin unser Margenziel am 18. Dezember 2015 mit „im Bereich von 12 Prozent“ neu formuliert. Die Gründe lagen vor allem in der Entwicklung im Oktober und November, zwei Monaten im für uns traditionell wichtigsten Quartal, die hinter den Erwartungen zurückblieben. So konnten die schon zuvor eingetretenen Belastungen durch die Verzögerungen und damit höheren Aufbaukosten der Fernsehforschungsverträge in Brasilien und dem Königreich Saudi-Arabien nicht kompensiert werden. Hinzu kam ein verhaltener Auftragseingang, und damit Umsatz, im Sektor Consumer Experiences. Außerdem wurde beschlossen, die netzwerkbasierten Entwicklungstätigkeiten im Bereich Mobile Insight/Location Insight einzustellen. Dies erfolgte aufgrund technischer Schwierigkeiten, die eine konsistente und kontinuierliche Datenlieferung durch unsere beiden größten Zulieferer verhinderten. Nicht betroffen sind hiervon weitere Entwicklungen zur Nutzung von mobilen Daten, die GfK in breitem Umfang einsetzt und weiterentwickelt. Das Geschäft im Dezember hat sich hingegen sehr positiv entwickelt. Damit konnte ein Teil des Margenrückstands aufgeholt werden. Die Differenz zum unteren Ende der Guidance betrug am Jahresende nur noch 0,2 Prozentpunkte.
Die bis zur Veröffentlichung der Anpassung der Guidance vorliegenden Faktoren und die daraus folgende niedrigere Ausgangsbasis stellen auch für das Geschäftsjahr 2016 ein Risiko dar. Aus diesem Grund wurde auch der Ausblick für das Jahr 2016 angepasst. Die Prognose für das organische Umsatzwachstum oberhalb des Marktes für 2016 blieb unverändert. Für die AOI-Marge hatten wir ein Niveau zwischen 14 und 15 Prozent prognostiziert. Wir gehen nunmehr von einer deutlichen Verbesserung der Marge im Vergleich zu 2015 aus und werden nach Bewertung des Margenrisikos und nach dem Jahresabschluss 2015 eine neue Guidance für 2016 veröffentlichen.
Prognostizierter und tatsächlicher Geschäftsverlauf
Zielgröße: 2015 Prognose Konzernlagebericht 2014 Unterjährige Änderung am 18.12.2015 Stand 31.12.2015
Organisches Umsatzwachstum Moderates organisches Wachstum Unverändert 1,1%
Organisches Umsatzwachstum der Sektoren Consumer Experiences: Consumer Experiences:
Kein Wachstumsbeitrag/Sinken des Umsatzes möglich Unverändert Umsatzrückgang von 1,2%
Consumer Choices: Consumer Choices:
Schnelleres Wachstum als im Vorjahr (2014), Anteil am Gruppenumsatz soll ansteigen Unverändert Umsatzwachstum von 4,3%
Marge (angepasstes operatives Ergebnis zu Umsatz) 12,4% bis 12,8% Im Bereich von 12 % 12,2%
Zielgröße: 2016
Organisches Umsatzwachstum Schneller als der Markt Unverändert Unverändert
Marge (angepasstes operatives Ergebnis zu Umsatz) 14% bis 15% Deutliche Verbesserung der Marge Deutliche Verbesserung der Marge
2.6 Angaben gemäss § 315 ABS. 4 HGB
Die nachfolgenden Angaben geben die Verhältnisse wieder, wie sie am Bilanzstichtag bestanden.
Das Grundkapital der GfK SE (nachfolgend auch Gesellschaft) beträgt zum 31. Dezember 2015 insgesamt 153.316.363,20 Euro. Es ist eingeteilt in 36.503.896 Stückaktien, die auf den Inhaber lauten.
Satzungsmäßige Beschränkungen, die die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffen, gibt es nicht.
Direkte oder Indirekte Beteiligungen am Kapital, die 10 Prozent der Stimmrechte überschreiten
Der GfK-Nürnberg Gesellschaft für Konsum-, Markt- und Absatzforschung e.V., Nürnberg, ist an der GfK SE direkt mit 56,46 Prozent der Stimmrechte beteiligt. Darüber hinaus liegen der Gesellschaft keine Meldungen vor, aus denen ein Anteilsbesitz mit mehr als 10 Prozent der Stimmrechte hervorgeht.
Aktien mit Sonderrechten, die Kontrollbefugnisse verleihen, wurden nicht ausgegeben. Alle Aktien sind mit den gleichen Rechten ausgestattet.
Art der Stimmrechtskontrolle durch am Kapital beteiligte Arbeitnehmer
Die am Kapital der Gesellschaft beteiligten Arbeitnehmer können ihre Stimmrechte, wie andere Aktionäre auch, nach Maßgabe der gesetzlichen Vorschriften und der Satzung unmittelbar ausüben.
Ernennung und Abberufung von Vorstandsmitgliedern sowie Satzungsänderungen
Nach § 84 AktG und § 5 der Satzung der GfK SE werden die Mitglieder des Vorstands vom Aufsichtsrat bestellt. Nach § 5 der Satzung der GfK SE bestimmt der Aufsichtsrat die Zahl der Mitglieder des Vorstands, der aus mindestens zwei Mitgliedern besteht. Der Aufsichtsrat bestellt die Mitglieder des Vorstands für einen Zeitraum von höchstens fünf Jahren. Eine einmalige oder mehrmalige Wiederbestellung für jeweils höchstens fünf Jahre ist zulässig. Der Aufsichtsrat kann ein Vorstandsmitglied zum Vorstandsvorsitzenden und eines oder mehrere zu stellvertretenden Vorsitzenden des Vorstands ernennen. Darüber hinaus gelten die gesetzlichen Vorschriften zur Bestellung und Abberufung von Mitgliedern des Vorstands (§§ 84, 85 AktG).
Nach § 20 der Satzung der GfK SE bedürfen Beschlüsse zur Änderung der Satzung, sofern nicht zwingend gesetzliche Vorschriften entgegenstehen, einer Mehrheit von zwei Dritteln der abgegebenen gültigen Stimmen oder, sofern mindestens die Hälfte des Grundkapitals vertreten ist, der einfachen Mehrheit der abgegebenen Stimmen. In den Fällen, in denen das Gesetz zusätzlich eine Mehrheit des bei der Beschlussfassung vertretenen Grundkapitals erfordert, genügt, sofern nicht durch Gesetz eine andere Mehrheit zwingend vorgeschrieben ist, die einfache Mehrheit des vertretenen Grundkapitals. Die Satzung enthält keine über die gesetzlichen Vorschriften der §§ 133, 179 AktG hinausgehenden Regelungen.
Der Vorstand ist durch Beschluss der Hauptversammlung vom 28. Mai 2015 ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital der Gesellschaft bis zum 27. Mai 2020 durch ein- oder mehrmalige Ausgabe neuer Stückaktien gegen Bar- oder Sacheinlage um insgesamt bis zu nominal 55.000.000,00 Euro zu erhöhen (genehmigtes Kapital). Aktionären steht grundsätzlich ein Bezugsrecht auf die neuen Aktien zu. Die neuen Aktien können auch nach Maßgabe von Art. 9 Abs. 1 lit. c) (ii) SE-Verordnung, § 186 Abs. 5 AktG von einer Bank oder einem Bankenkonsortium mit der Verpflichtung übernommen werden, sie den Aktionären zum Bezug anzubieten (mittelbares Bezugsrecht).
Der Vorstand kann mit Zustimmung des Aufsichtsrats das gesetzliche Bezugsrecht der Aktionäre ausschließen,
(a) wenn die Kapitalerhöhung gegen Bareinlagen erfolgt und der Ausgabebetrag der neuen Aktien den Börsenpreis nicht wesentlich unterschreitet; die Anzahl der nach dieser Ermächtigung unter Ausschluss des Bezugsrechts insgesamt ausgegebenen Aktien darf weder im Zeitpunkt des Wirksamwerdens noch im Zeitpunkt der Ausübung dieser Ermächtigung 10 Prozent des Grundkapitals überschreiten. Auf diese Zahl sind Aktien anzurechnen, die zur Bedienung von Bezugsrechten aus Options- oder Wandelschuldverschreibungen ausgegeben werden oder auszugeben sind, sofern die Schuldverschreibungen während der Laufzeit dieser Ermächtigung in entsprechender Anwendung des Art. 9 Abs. 1 lit. c) ii) SE-Verordnung, § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG unter Ausschluss des Bezugsrechts ausgegeben werden; ferner sind auf diese Zahl Aktien anzurechnen, die während der Laufzeit dieser Ermächtigung aufgrund einer Ermächtigung zur Veräußerung eigener Aktien gemäß Art. 9 Abs. 1 lit c) ii) SE-Verordnung, §§ 71 Abs. 1 Nr. 8, 186 Abs. 3 Satz 4 AktG unter Ausschluss des Bezugsrechts veräußert werden;
(b) zum Erwerb von Sacheinlagen, insbesondere im Rahmen von Unternehmenszusammenschlüssen oder zum (auch mittel­baren) Erwerb von Unternehmen, Beteiligungen an Unternehmen, Unternehmensteilen, Forderungen (z.B. ausstehende Schuldverschreibungen) oder anderen Vermögenswerten gegen Gewährung von Aktien der Gesellschaft;
(c) um die neuen Aktien als Belegschaftsaktien an Arbeitnehmer der Gesellschaft oder verbundener Unternehmen i. S. d. Art. 9 Abs. 1 lit. c ii) SE-Verordnung, §§ 15 ff. AktG auszugeben;
(d) um den Inhabern von im Zeitpunkt der Ausnutzung des genehmigten Kapitals umlaufenden Wandelanleihen oder Optionsscheinen der Gesellschaft oder ihrer Konzerngesellschaften ein Bezugsrecht auf neue Aktien in dem Umfang einzuräumen, wie es ihnen nach Ausübung der Wandel- und/oder Optionsrechte bzw. nach Erfüllung einer Wandlungs- oder Bezugspflicht als Aktionäre zustehen würde;
(e) zum Ausgleich von Spitzenbeträgen, um ein praktikables Bezugsverhältnis zu ermöglichen.
Die Summe aller nach dieser Ermächtigung unter Ausschluss des Bezugsrechts gegen Bar- und Sacheinlagen ausgegebenen Aktien darf insgesamt 20 Prozent des zum Zeitpunkt des Wirksamwerdens dieser Ermächtigung oder, falls dieser Wert geringer sein sollte, des zum Zeitpunkt der Ausübung der Ermächtigung bestehenden Grundkapitals nicht übersteigen, unabhängig davon, aufgrund welcher der vorstehenden Buchstaben (a) bis (e) das gesetzliche Bezugsrecht der Aktionäre ausgeschlossen wird. Auf diese Zahl sind Aktien anzurechnen, die zur Bedienung von Bezugsrechten aus Options- oder Wandelschuldverschreibungen ausgegeben wurden oder auszugeben sind, sofern die Schuldverschreibungen während der Laufzeit dieser Ermächtigung unter Ausschluss des Bezugsrechts ausgegeben werden.
Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats den weiteren Inhalt der Aktienrechte und die Bedingungen der Aktienausgabe festzulegen. Der Aufsichtsrat ist ermächtigt, die Fassung der Satzung entsprechend der jeweiligen Ausnutzung des genehmigten Kapitals oder nach Ablauf der Ermächtigungsfrist zu ändern.
Die bisherige in § 3 Abs. 6 der Satzung dem Vorstand zuvor erteilte Ermächtigung, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital der Gesellschaft durch ein- oder mehrmalige Ausgabe neuer Stückaktien gegen Bar- oder Sacheinlagen um insgesamt bis zu 55.000.000,00 Euro zu erhöhen (genehmigtes Kapital) wurde von der Hauptversammlung mit Beschluss vom 28. Mai 2015 aufgehoben.
Gemäß § 3 Abs. 9 der Satzung ist das Grundkapital um bis zu 21.000.000,00 Euro, eingeteilt in bis zu 5.000.000 neue, auf den Inhaber lautende Stückaktien mit Gewinnanteilberechtigung ab Beginn des Geschäftsjahres ihrer Ausgabe bedingt erhöht (bedingtes Kapital). Die bedingte Kapitalerhöhung dient der Gewährung von Aktien an die Inhaber von Options- und/oder Wandelschuldverschreibungen, die aufgrund der Ermächtigung, welche die Hauptversammlung am 28. Mai 2015 unter Tagesordnungspunkt 8 Buchstabe b) beschlossen hat (siehe unten), von der Gesellschaft oder von einer im unmittelbaren oder mittelbaren Mehrheitsbesitz der Gesellschaft stehenden Gesellschaft gegen bar begeben werden. Die Ausgabe der neuen Aktien erfolgt nach Maßgabe des aufgrund vorbezeichneter Ermächtigung jeweils festzulegenden Options- bzw. Wandlungspreises. Die bedingte Kapitalerhöhung ist nur insoweit durchzuführen, wie von Options- und/oder Wandlungsrechten aus den Schuldverschreibungen Gebrauch gemacht wird bzw. Wandlungspflichten aus den Schuldverschreibungen erfüllt werden und soweit nicht ein Barausgleich gewährt oder eigene Aktien oder aus einem anderen bedingten oder aus einem genehmigten Kapital geschaffene Aktien zur Bedienung eingesetzt werden. Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats die weiteren Einzelheiten der Durchführung der bedingten Kapitalerhöhung festzusetzen.
Das von der Hauptversammlung der Gesellschaft am 16. Mai 2012 seinerzeit geschaffene bedingte Kapital III gemäß § 3 Abs. 9 der Satzung wurde von der Hauptversammlung mit Beschluss vom 28. Mai 2015 aufgehoben.
Der Vorstand ist mit Beschluss der Hauptversammlung vom 28. Mai 2015 (Tagesordnungspunkt 8 Buchstabe b)) ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 27. Mai 2020 einmalig oder mehrmals
› durch die Gesellschaft oder durch im unmittelbaren oder mittel­baren Mehrheitsbesitz der Gesellschaft stehende Gesellschaften („nachgeordnete Konzernunternehmen“) mit Sitz im Inland oder Ausland auf den Inhaber lautende Options- und/oder Wandelschuldverschreibungen im Gesamtnennbetrag von bis zu 250.000.000,00 Euro mit oder ohne Laufzeitbegrenzung („Schuldverschreibungen“) zu begeben und
› für solche von nachgeordneten Konzernunternehmen der Gesellschaft begebene Schuldverschreibungen die Garantie zu übernehmen
und den Inhabern von Schuldverschreibungen Options- oder Wandlungsrechte auf insgesamt bis zu 5.000.000 auf den Inhaber lautende Stückaktien der Gesellschaft nach näherer Maßgabe der jeweiligen Bedingungen der Schuldverschreibungen („Bedingungen“) zu gewähren.
Die Schuldverschreibungen können außer in Euro auch – unter Begrenzung auf den entsprechenden Euro-Gegenwert – in der gesetzlichen Währung eines OECD-Landes begeben werden. Die Ausgabe von Schuldverschreibungen kann auch gegen Sacheinlage, insbesondere zum Zwecke des Erwerbs von Unternehmen, Unternehmensteilen oder Beteiligungen an Unternehmen, erfolgen, sofern dies im Interesse der Gesellschaft liegt und der Wert der Sacheinlage in einem angemessen Verhältnis zum Wert der Schuldverschreibung steht, wobei der nach anerkannten Methoden ermittelte theoretische Marktwert maßgeblich ist.
Den Aktionären steht grundsätzlich ein Bezugsrecht auf die Schuldverschreibungen zu; die Schuldverschreibungen können entsprechend Art. 9 Abs. 1 lit. c) ii) SE-Verordnung, § 186 Abs. 5 AktG auch von einer Bank oder einem Bankenkonsortium mit der Verpflichtung übernommen werden, sie den Aktionären zum Bezug anzubieten. Werden Schuldverschreibungen von einem nachgeordneten Konzernunternehmen ausgegeben, stellt die Gesellschaft die entsprechende Gewährung von Bezugsrechten für die Aktionäre der Gesellschaft sicher.
Der Vorstand ist jedoch ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht der Aktionäre auf die Schuldverschreibungen auszuschließen,
› sofern sie gegen bar ausgegeben werden und der Ausgabepreis den nach anerkannten finanzmathematischen Methoden ermittelten theoretischen Marktwert der Schuldverschreibungen nicht wesentlich unterschreitet; dies gilt jedoch nur insoweit, als die zur Bedienung der dabei begründeten Options- und/oder Wandlungsrechte auszugebenden Aktien insgesamt 10 Prozent des Grundkapitals nicht überschreiten, und zwar weder bezogen auf den Zeitpunkt des Wirksamwerdens noch auf den Zeitpunkt der Ausübung dieser Ermächtigung. Auf diesen Betrag ist der anteilige Betrag des Grundkapitals anzurechnen, der auf Aktien entfällt, die ab dem 28. Mai 2015 aus einem genehmigten Kapital im Wege der Barkapitaler­höhung unter Ausschluss des Bezugsrechts gemäß Art. 9 Abs. 1 lit. c) ii) SE-Verordnung, § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG ausgegeben werden. Außerdem ist auf diesen Betrag der anteilige Betrag des Grundkapitals anzurechnen, der auf die Veräußerung eigener Aktien entfällt, sofern diese während der Laufzeit dieser Ermächtigung unter Ausschluss eines Bezugsrechts gemäß Art. 9 Abs. 1 lit. c) ii) SE-Verordnung, § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG erfolgt,
› um Spitzenbeträge, die sich aufgrund des Bezugsverhältnisses ergeben, vom Bezugsrecht der Aktionäre auf die Schuldverschreibungen auszunehmen,
› soweit es erforderlich ist, um Inhabern von Optionsrechten oder Wandelschuldverschreibungen, die von der Gesellschaft oder deren nachgeordneten Konzernunternehmen ausgegeben wurden oder werden, ein Bezugsrecht in dem Umfang zu gewähren, wie es ihnen nach Ausübung der Rechte bzw. nach Erfüllung von Wandlungspflichten zustände,
› soweit die Ausgabe der Schuldverschreibungen gegen Sacheinlage, insbesondere zum Zwecke des Erwerbs von Unternehmen, Unternehmensteilen, Beteiligungen an Unternehmen, Forderungen (z.B. ausstehende Schuldverschreibungen) oder anderen Vermögenswerten erfolgt, sofern dies jeweils im Interesse der Gesellschaft liegt und der Wert der Sacheinlage in einem angemessenen Verhältnis zum Wert der Schuldverschreibung steht.
Die Ermächtigung zum Ausschluss des Bezugsrechts ist insoweit beschränkt, als nach Ausübung der Options- bzw. Wandlungsrechte die daraufhin auszugebenden Aktien zusammen mit Aktien, die während der Laufzeit dieser Ermächtigung aufgrund eines bestehenden genehmigten Kapitals unter Ausschluss des Bezugsrechts ausgegeben werden, 20 Prozent des zum Zeitpunkt des Wirksamwerdens der Ermächtigung bzw. – falls dieser Wert geringer ist – des zum Zeitpunkt der Ausnutzung der Ermäch­tigung bestehenden Grundkapitals nicht übersteigen dürfen.
Im Falle der Ausgabe von Wandelanleihen erhalten die Inhaber das Recht, ihre Schuldverschreibungen gemäß den vom Vorstand festgelegten Wandelanleihebedingungen in auf den Inhaber lautende Stückaktien der Gesellschaft zu wandeln. Das Wandlungsverhältnis ergibt sich aus der Division des Nennbetrags oder, sofern es die Bedingungen vorsehen, eines unter dem Nennbetrag liegenden Ausgabebetrags einer Teilschuldverschreibung durch den festgesetzten Wandlungspreis für eine Aktie der Gesellschaft und kann auf eine volle Zahl auf- oder abgerundet werden; ferner kann eine in bar zu leistende Zuzahlung und die Zusammenlegung oder ein Ausgleich für nicht wandlungsfähige Spitzen festgesetzt werden. Die Bedingungen können ein variables Wandlungsverhältnis und eine Bestimmung des Wandlungspreises (vorbehaltlich des nachfolgend bestimmten Mindestpreises) innerhalb einer vorgegebenen Bandbreite in Abhängigkeit von der Entwicklung des Börsenkurses der Aktie der Gesellschaft während der Laufzeit der Anleihe vorsehen. Der anteilige Betrag des Grundkapitals, der auf die je Teilschuldverschreibung zu beziehenden Aktien entfällt, darf den Nennbetrag der Teilschuldverschreibungen nicht übersteigen. Art. 9 Abs. 1 lit. c) ii) SE-Verordnung, §§ 9 Abs. 1 und 199 Abs. 2 Aktiengesetz bleiben unberührt.
Im Falle der Ausgabe von Optionsanleihen werden jeder Teilschuldverschreibung ein oder mehrere Optionsscheine beigefügt, die den Inhaber nach näherer Maßgabe der vom Vorstand festzulegenden Optionsbedingungen zum Bezug von auf den Inhaber lautenden Stückaktien der Gesellschaft berechtigen. Die Optionsbedingungen können vorsehen, dass der Optionspreis auch durch Übertragung von Teilschuldverschreibungen und gegebenenfalls eine bare Zuzahlung erfüllt werden kann. Das Bezugsverhältnis ergibt sich aus der Division des Nennbetrags oder, sofern es die Bedingungen vorsehen, eines unter dem Nennbetrag liegenden Ausgabebetrags einer Teilschuldverschreibung durch den festgesetzten Optionspreis für eine Aktie der Gesellschaft. Der anteilige Betrag des Grundkapitals, der auf die je Teilschuldverschreibung zu beziehenden Aktien entfällt, darf den Nennbetrag der Teilschuldverschreibungen nicht übersteigen. Soweit sich Bruchteile von Aktien ergeben, kann vorgesehen werden, dass diese Bruchteile nach Maßgabe der Options- bzw. Anleihebedingungen, gegebenenfalls gegen Zuzahlung, zum Bezug ganzer Aktien aufaddiert werden können. Art. 9 Abs. 1 lit. c) ii) SE-Verordnung, §§ 9 Abs. 1 und 199 Abs. 2 Aktiengesetz bleiben unberührt.
Die Bedingungen können das Recht der Gesellschaft vorsehen, im Falle der Wandlung bzw. Optionsausübung nicht neue Aktien zu gewähren, sondern einen Geldbetrag zu zahlen, der für die Anzahl der anderenfalls zu liefernden Aktien dem nicht gewichteten durchschnittlichen Schlusskurs der Aktien der Gesellschaft im Xetra-Handel der Frankfurter Wertpapierbörse (oder in einem entsprechenden Nachfolgesystem) während der zehn Börsenhandelstage vor oder nach Erklärung der Wandlung bzw. der Optionsausübung entspricht. Die Bedingungen können auch vorsehen, dass die Wandelanleihe nach Wahl der Gesellschaft statt in neue Aktien aus bedingtem Kapital auch in neue Aktien aus einem genehmigten Kapital oder in bereits existierende Aktien der Gesellschaft gewandelt werden kann bzw. das Optionsrecht durch Lieferung solcher Aktien erfüllt werden kann.
Die Bedingungen können auch eine Wandlungspflicht zum Ende der Laufzeit (oder zu einem anderen Zeitpunkt) oder das Recht der Gesellschaft vorsehen, bei Endfälligkeit der Wandelschuldverschreibungen (dies umfasst auch eine Fälligkeit wegen Kündigung) den Anleihegläubigern ganz oder teilweise anstelle der Zahlung des fälligen Geldbetrags Aktien der Gesellschaft zu gewähren (Aktienlieferungsrecht).
Der jeweils festzusetzende Options- oder Wandlungspreis für eine auf den Inhaber lautende Stückaktie der Gesellschaft muss mindestens 80 Prozent des durchschnittlichen volumengewichteten Börsenkurses der Aktien gleicher Gattung der Gesellschaft im Xetra-Handel an der Frankfurter Wertpapierbörse (oder einem vergleichbaren Nachfolgesystem) an den letzten zehn Börsenhandelstagen vor dem Tag der Beschlussfassung durch den Vorstand über die Ausgabe der Schuldverschreibungen betragen oder, sofern den Aktionären ein Bezugsrecht auf die Schuldverschreibungen zusteht, mindestens 80 Prozent des durchschnittlichen volumengewichteten Börsenkurses der Aktien gleicher Gattung der Gesellschaft im Xetra-Handel an der Frankfurter Wertpapierbörse (oder einem vergleichbaren Nachfolgesystem) im Zeitraum vom Beginn der Bezugsfrist bis zum dritten Tag vor der Bekanntmachung der endgültigen Konditionen gemäß Art. 9 Abs. 1 lit. c) ii) SE-Verordnung, § 186 Abs. 2 Satz 2 Aktiengesetz (einschließlich) betragen.
In den Fällen einer Options- bzw. Wandlungspflicht oder eines Aktienlieferungsrechts kann der Options- bzw. Wandlungspreis nach näherer Maßgabe der Bedingungen auch unterhalb des oben genannten Mindestpreises (80 Prozent) liegen, muss jedoch zumindest dem durchschnittlichen volumengewichteten Börsenkurs der Aktien gleicher Gattung der Gesellschaft im Xetra-Handel an der Frankfurter Wertpapierbörse (oder einem vergleichbaren Nachfolgesystem) während eines Zeitraums von 15 Börsenhandelstagen vor dem Tag der Endfälligkeit bzw. dem anderen festgelegten Zeitpunkt entsprechen.
Der anteilige Betrag des Grundkapitals der auszugebenden Aktien der Gesellschaft darf den Nennbetrag der Schuldverschreibungen nicht übersteigen. Art. 9 Abs. 1 lit. c) ii) SE-Verordnung, §§ 9 Abs. 1 und 199 Abs. 2 Aktiengesetz bleiben unberührt.
Der Options- bzw. Wandlungspreis kann unbeschadet des Art. 9 Abs. 1 lit. c) ii) SE-Verordnung, § 9 Abs. 1, 199 Abs. 2 Aktien­gesetz aufgrund einer Verwässerungsschutzklausel nach näherer Bestimmung der Bedingungen dann ermäßigt werden, wenn die Gesellschaft bis zum Ablauf der Options- oder Wandlungsfrist unter Einräumung eines Bezugsrechts an ihre Aktionäre das Grundkapital erhöht oder weitere Schuldverschreibungen begibt oder garantiert und den Inhabern schon bestehender Options- oder Wandlungsrechte hierbei kein Bezugsrecht eingeräumt wird. Die Bedingungen können auch für andere Maßnahmen der Gesellschaft, die zu einer wirtschaftlichen Verwässerung des Wertes der Options- bzw. Wandlungsrechte führen können, eine wertwahrende Anpassung des Options- bzw. Wandlungspreises vorsehen. Die Ermäßigung des Options- bzw. Wandlungspreises kann auch durch eine Barzahlung bei Ausübung des Options- bzw. Wandlungsrechts oder bei der Erfüllung einer Options- oder Wandlungspflicht bewirkt werden. In jedem Fall darf der anteilige Betrag am Grundkapital der je Schuldverschreibung zu beziehenden Aktien den Nennbetrag der Schuldverschreibung nicht übersteigen.
Der Vorstand wird ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats unter Beachtung der vorstehenden Vorgaben die weiteren Einzelheiten der Ausgabe und Ausstattung der Schuldverschreibungen und deren Bedingungen festzusetzen bzw. im Einvernehmen mit den Organen des die Schuldverschreibungen begebenden nachgeordneten Konzernunternehmens festzulegen, insbesondere Zinssatz, Art der Verzinsung, Ausgabebetrag, Laufzeit, Stückelung, Verwässerungsschutzbestimmungen, Options- bzw. Wandlungszeitraum sowie Options- bzw. Wandlungspreis.
Der Vorstand wird in jedem Fall sorgfältig prüfen, ob er von der Ermächtigung zur Ausgabe von Schuldverschreibungen unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre Gebrauch machen soll, und wird dies nur dann tun, wenn dies unter Abwägung aller Gesichtspunkte im Interesse der Gesellschaft und ihrer Aktionäre liegt.
Die bisherige Ermächtigung des Vorstands gemäß Beschluss der Hauptversammlung vom 16. Mai 2012, mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 15. Mai 2016 Options- und/oder Wandel­schuldverschreibungen im Gesamtnennbetrag von bis zu 250.000.000,00 Euro zu begeben, ist von der Hauptversammlung mit Beschluss vom 28. Mai 2015 aufgehoben worden.
Mittels Beschluss der Hauptversammlung vom 27. Mai 2014 wurde die Gesellschaft gemäß § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG ermächtigt, eigene Aktien in Höhe von bis zu insgesamt 10 Prozent des zum Zeitpunkt der Beschlussfassung oder, falls dieser Wert geringer ist, des zum Zeitpunkt der Ausübung der Ermächtigung bestehenden Grundkapitals zu erwerben. Auf die erworbenen Aktien dürfen zusammen mit anderen Aktien, die sich im Besitz der Gesellschaft befinden oder ihr nach den §§ 71a ff. AktG zuzurechnen sind, zu keinem Zeitpunkt mehr als 10 Prozent des jeweiligen Grundkapitals entfallen. Die Ermächtigung darf von der Gesellschaft nicht zum Zweck des Handels in eigenen Aktien genutzt werden. Die Ermächtigung gilt bis zum 26. Mai 2019.
Die Ermächtigung kann ganz oder in Teilbeträgen, einmal oder mehrmals, in Verfolgung eines Zweckes oder mehrerer Zwecke durch die Gesellschaft, durch abhängige oder im Mehrheitsbesitz der Gesellschaft stehende Unternehmen oder für ihre oder deren Rechnung durch Dritte ausgenutzt werden.
Der Erwerb von eigenen Aktien erfolgt nach Wahl des Vorstands (i) über die Börse oder (ii) mittels eines an alle Aktionäre gerichteten öffentlichen Kaufangebots bzw. mittels einer öffentlichen Aufforderung zur Abgabe eines solchen Angebots.
(i) Erfolgt der Erwerb der Aktien über die Börse, darf der von der Gesellschaft gezahlte Gegenwert je Aktie (ohne Erwerbsnebenkosten) den Schlusskurs der Aktie im Xetra-Handel (oder einem vergleichbaren Nachfolgesystem) an dem letzten Handelstag vor dem Stichtag um nicht mehr als 10 Prozent über- und nicht mehr als 10 Prozent unterschreiten. Stichtag ist dabei der Tag der endgültigen Entscheidung des Vorstands über das formelle Angebot. Im Falle der Angebotsanpassung tritt an seine Stelle der Tag der endgültigen Entscheidung des Vorstands über die Anpassung.
(ii) Erfolgt der Erwerb über ein öffentliches Kaufangebot bzw. eine öffentliche Aufforderung zur Abgabe eines Kaufangebots, dürfen der gebotene Kaufpreis oder die Grenzwerte der Kaufpreisspanne je Aktie (ohne Erwerbsnebenkosten) den Schlusskurs der Aktie im Xetra-Handel (oder einem vergleichbaren Nachfolgesystem) an dem letzten Handelstag vor dem Stichtag um nicht mehr als 10 Prozent über- oder unterschreiten. Ergeben sich nach der Veröffentlichung eines Kaufangebots bzw. der öffentlichen Aufforderung zur Abgabe eines Kaufangebots erhebliche Abweichungen des maßgeblichen Kurses, so kann das Angebot bzw. die Aufforderung zur Abgabe eines Kaufangebots angepasst werden. In diesem Fall wird auf den Schlusskurs im Xetra-Handel (oder einem vergleichbaren Nachfolgesystem) am Börsentag vor dem Tag vor der Veröffentlichung einer etwaigen Anpassung abgestellt. Das Kaufangebot bzw. die Aufforderung zur Abgabe eines solchen Angebots kann weitere Bedingungen vorsehen. Sofern das Kaufangebot überzeichnet ist bzw. im Fall einer Aufforderung zur Abgabe des Angebots von mehreren gleichwertigen Angeboten nicht sämtliche angenommen werden, kann die Annahme unter insoweit partiellem Ausschluss eines eventuellen Andienungsrechts der Aktionäre nach Quoten erfolgen. Eine bevorrechtigte Annahme geringer Stückzahlen von bis zu 100 Stück zum Erwerb angebotener Aktien je Aktionär kann unter insoweit partiellem Ausschluss eines eventuellen Andienungsrechts der Aktionäre vorgesehen werden. Ebenfalls vorgesehen werden kann eine Rundung nach kaufmännischen Gesichtspunkten zur Vermeidung rechnerischer Bruchteile der Aktien. Die nähere Ausgestaltung des Angebots bzw. einer an die Aktionäre gerichteten Aufforderung zur Abgabe von Verkaufsangeboten bestimmt der Vorstand.
Der Vorstand wird ermächtigt, die aufgrund dieser oder einer früheren Ermächtigung erworbenen eigenen Aktien über die Börse oder über ein Angebot an alle Aktionäre zu veräußern. Der Vorstand wird ferner ermächtigt, die aufgrund dieser Ermächtigung, einer älteren Ermächtigung oder auf sonstige Weise gemäß §§ 71 ff. AktG erworbenen Aktien zu allen gesetzlich zulässigen Zwecken, insbesondere auch zu den folgenden, zu verwenden:
(1) Die Aktien können auch in anderer Weise als über die Börse oder durch Angebot an alle Aktionäre veräußert werden, wenn die Aktien gegen Barzahlung zu einem Preis veräußert werden, der den Börsenpreis von Aktien der Gesellschaft mit gleicher Ausstattung zum Zeitpunkt der Veräußerung nicht wesentlich unterschreitet, wobei als maßgeblicher Börsenkurs im Sinne der vorstehenden Regelung der Mittelwert der Schlusskurse der Aktie der Gesellschaft im Xetra-Handel (oder einem vergleichbaren Nachfolgesystem) während der letzten fünf Börsen­tage vor der Veräußerung der Aktien gilt. In diesem Fall darf die Anzahl der zu veräußernden Aktien insgesamt 10 Prozent des Grundkapitals zum Zeitpunkt des Wirksamwerdens dieser Ermächtigung oder, falls dieser Betrag geringer ist, 10 Prozent des zum Zeitpunkt der Veräußerung der Aktien eingetragenen Grundkapitals der Gesellschaft nicht überschreiten. Auf diese Begrenzung von 10 Prozent des Grundkapitals sind diejenigen Aktien anzurechnen, die während der Laufzeit dieser Ermächtigung in direkter oder entsprechender Anwendung von § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG unter erleichtertem Ausschluss des Bezugsrechts ausgegeben oder veräußert werden. Ferner sind auf diese Begrenzung auf 10 Prozent des Grundkapitals diejenigen Aktien anzurechnen, die zur Bedienung von Schuldverschreibungen mit Wandel- und/oder Optionsrecht ausgegeben wurden oder auszugeben sind, sofern die Schuldverschreibungen während der Laufzeit dieser Ermächtigung in entsprechender Anwendung des § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG unter Ausschluss des Bezugsrechts ausgegeben werden.
(2) Die Aktien können gegen Sachleistung, insbesondere im Rahmen von Unternehmenszusammenschlüssen oder im Rahmen des Erwerbs von Unternehmen, Teilen von Unternehmen oder Unternehmensbeteiligungen oder im Rahmen des Erwerbs von sonstigen Vermögensgegenständen angeboten und auf diese übertragen werden.
(3) Die Aktien können zur Erfüllung von Wandlungs- und/oder Optionsrechten bzw. -pflichten aus oder im Zusammenhang mit Wandel- und/oder Optionsschuldverschreibungen verwendet werden, die von der Gesellschaft oder ihren Konzerngesellschaften ausgegeben werden. Ferner können die Aktien auch im Rahmen einer Wertpapierleihe überlassen werden.
(4) Die Aktien können eingezogen werden, ohne dass die Einziehung oder ihre Durchführung eines weiteren Hauptversammlungsbeschlusses bedarf. Die Einziehung kann auf einen Teil der erworbenen Aktien beschränkt werden. Die Einziehung führt zur Kapitalherabsetzung. Der Vorstand kann abweichend davon bestimmen, dass das Grundkapital bei der Einziehung unverändert bleibt und sich stattdessen durch die Einziehung der Anteil der übrigen Aktien am Grundkapital gemäß § 8 Abs. 3 AktG erhöht. Der Vorstand ist in diesem Fall ermächtigt, die Angabe der Zahl der Aktien in der Satzung anzupassen.
Die vorstehenden Ermächtigungen können einmal oder mehrmals, einzeln oder gemeinsam, umfassend oder bezogen auf Teilvolumina der erworbenen eigenen Aktien, die Ermächtigungen unter (1), (2) und (3) auch durch abhängige oder im Mehrheitsbesitz der Gesellschaft stehende Unternehmen oder auf deren Rechnung oder auf Rechnung der Gesellschaft handelnde Dritte, ausgenutzt werden.
Das Bezugsrecht der Aktionäre auf diese Aktien wird insoweit ausgeschlossen, als diese Aktien gemäß der vorstehenden Ermächtigung unter (1) bis (3) verwendet werden.
Im Falle eines Kontrollwechsels im Rahmen eines Übernahmeangebots können die im Jahr 2011 ausgegebene Unternehmensanleihe, die 2014 neu verhandelte revolvierende Kreditfazilität (Amend to Extend), die in den Jahren 2013 und 2015 aufgenommenen Schuldscheindarlehen sowie verschiedene bilaterale Bankdarlehen fällig gestellt werden. Als Kontrollwechsel ist definiert, wenn eine andere Partei als der GfK-Nürnberg Gesellschaft für Konsum-, Markt- und Absatzforschung e.V. allein oder mit anderen gemeinsam handelnd unmittelbar oder mittelbar das Recht erwirbt, mehr als 50 Prozent der Stimmrechte auszuüben oder mehr als 50 Prozent des Kapitals an der Gesellschaft zu halten. Bei öffentlichen Angeboten zum Erwerb von Aktien der Gesellschaft gelten ausschließlich Gesetz und Satzung einschließlich der Bestimmungen des deutschen Wertpapiererwerbs- und Übernahmegesetzes.
Entschädigungsvereinbarungen für den Fall eines Übernahme­angebots
Entschädigungsvereinbarungen der GfK SE, die für den Fall eines Übernahmeangebots mit den Mitgliedern des Vorstands und den Arbeitnehmern getroffen sind, bestehen nicht.
2.7 Sektoren: Konsumenten und Märkte im Fokus
Mit unseren beiden Geschäftssektoren Consumer Experiences und Consumer Choices halten wir für unsere Kunden weltweit ein umfassendes Angebot an Informations- und Beratungsservices bereit.
Der Sektor Consumer Experiences (CE) untersucht das Verhalten, die Wahrnehmungen und Einstellungen von Verbrauchern. Hier bieten wir unseren Kunden fundierte Antworten auf die Frage, wer warum und wie konsumiert. Um zu verstehen, wie Verbraucher Marken und Services erleben, entwickeln wir beständig neue, wegweisende und teils sehr komplexe Verfahren. Ergänzt werden sie durch erprobte kreative, robuste und flexible Methoden der Marktanalyse.
Der Sektor Consumer Choices (CC) untersucht, was wann und wo konsumiert wird. Hier liegt der Arbeitsschwerpunkt auf der kontinuierlichen Messung von Marktgrößen und -trends. Dabei analysieren wir alle wesentlichen Medien, Absatz- und Informationskanäle.
Auf diese Weise verbinden wir substanzielle Erkenntnisse über Verbraucherentscheidungen und Markttrends mit einem tiefen Wissen über die Treiber dieser Entwicklungen – und das weltweit. Für unsere Kunden, die zumeist in einer Vielzahl von Märkten agieren, liegt in der Kombination dieser beiden Sektoren ein enormer Mehrwert.
GfK nutzt für die interne Steuerung der beiden Sektoren die finanziellen Leistungsindikatoren Marge und Umsatz.
Ergänzt werden die beiden Sektoren um den Bereich Sonstige, in dem zentrale Dienstleistungen von GfK für unsere Tochter­unternehmen und sonstige, in ihrer Bedeutung untergeordnete marktforschungsfremde Leistungen zusammengefasst sind.
Consumer Experiences: Der Sektor Consumer Experiences erzielte im vergangenen Geschäftsjahr einen Umsatz von 859,1 Millionen Euro (+ 4,0 Prozent gegenüber Vorjahr). Davon ist ein organischer Umsatzrückgang von 1,2 Prozentpunkten zu verzeichnen, was aber eine deutliche Verbesserung gegenüber dem Vorjahr darstellt. Währungseffekte trugen mit 5,0 Prozentpunkten zur Umsatzsteigerung bei. Auf das akquisitionsbedingte Wachstum entfielen im Berichtszeitraum 0,2 Prozentpunkte.
Die strategische Neuausrichtung des Sektors Consumer Experiences wurde auch im Jahr 2015 erfolgreich weiter vorangetrieben. Der Anteil an standardisierten, globalen Produkten hat sich im laufenden Geschäftsjahr gegenüber dem Vorjahr von etwa 38 Prozent auf rund 44 Prozent erhöht.
Die fortgesetzte Bereinigung unseres Produktportfolios führte dabei zu leicht rückläufigen Umsätzen. Die gute Umsatzentwicklung in den Wachstumsmärkten Asien und Pazifik, Lateinamerika und Zentral Osteuropa/META konnte den Umsatzrückgang, der vor allem in Nordeuropa zu verzeichnen war, nicht komplett ausgleichen. Belastend für die Umsatzentwicklung in Nordeuropa waren die rückläufige Auftragsentwicklung bei Bestandskunden sowie die durch Kunden initiierte Verlagerung von Aufträgen in andere Regionen. Die Entwicklung in der Region Süd- und Westeuropa hat sich trotz des weiterhin schwierigen gesamtwirtschaftlichen Umfelds stabilisiert und konnte leicht zulegen, während die organische Umsatzentwicklung in Nordamerika nahezu stabil blieb.
Der akquisitionsbedingte Zuwachs war auf den Erwerb von NORM in Schweden und den Niederlanden zurückzuführen. Mit dieser Akquisition haben wir unsere digitale Kompetenz gestärkt und unsere Strategie hinsichtlich Digitalisierung und globaler Produkte unterstützt.
Das Ergebnis mit 58,9 Millionen Euro konnte gegenüber dem Vorjahr um 1,4 Millionen Euro gesteigert werden (+ 2,4 Prozent).
Die operative Ergebnismarge im Geschäftsjahr 2015 war mit 6,9 Prozent nahezu stabil im Vergleich zum Vorjahreswert. Die weitere Optimierung der Prozesse und Kostenstrukturen wirkte sich positiv aus. Gegenläufig machten sich der verhaltene Auftragseingang sowie Sondereffekte in der Region Asien und Pazifik bemerkbar. In einigen asiatischen Ländern war eine Korrektur der Umsatzbewertung notwendig, die sich auch negativ auf die Ergebnismarge ausgewirkt hat.
Effizienzsteigerungen im Sektor Consumer Experiences und die Reorganisation des Bereichs Data & Technology resultierte in einer Anpassung des Personalbestands im abgelaufenen Geschäftsjahr auf 5.892 Mitarbeiter (Vorjahr: 6.229 Mitarbeiter).
Consumer Experiences: Wichtige Kennziffern 1)
Umsatz 826,0 859,1 4,0
Wachstum durch Akquisition 0,2
Organisches Wachstum – 1,2
Währungseffekte 5,0
Angepasstes operatives Ergebnis 57,6 58,9 2,4
Wachstum durch Akquisition – 0,6
Organisches Wachstum – 1,5
Währungseffekte 4,6
Marge in % 7,0 6,9 – 0,1 2)
Mitarbeiter 6.229 5.892 – 5,4
2) Prozentpunkte
Consumer Choices: Im Jahr 2015 konnte der Sektor seinen Umsatz erneut deutlich um 57,5 Millionen Euro ausbauen (+ 9,2 Prozent Gesamtwachstum). Dabei betrug das organische Umsatzwachstum 4,3 Prozentpunkte. Währungseffekte trugen mit einem Anteil von 5,0 Prozentpunkten zur Umsatzsteigerung bei.
Mit Ausnahme der Region Süd- und Westeuropa entwickelte sich der Umsatz aller Regionen positiv. Insbesondere die Region Lateinamerika erzielte durch die ersten Umsätze im Bereich der TV-Quotenmessung mit führenden Fernsehsendern in Brasilien ein deutliches Umsatzplus. In der Region Zentral Osteuropa/META trugen vornehmlich Russland und die Türkei zu unserem Umsatzwachstum bei.
Neben dem bereits erwähnten Auftrag in Brasilien profitiert der Bereich Media Measurement von weiteren Fernsehforschungsaufträgen in Singapur, Marokko und im Königreich Saudi-Arabien, die 2016 zusätzlichen Umsatz generieren werden. Weiteres wesentliches Neugeschäft konnte mit einem Auftrag für die Radioreichweitenmessung in Malaysia gesichert werden. Außerdem sind die ersten Erfolge beim GfK-Crossmedia-Link-Panel hervorzuheben. So konnten wir in Indonesien und Brasilien bereits erste Umsätze im abgelaufenen Geschäftsjahr erzielen, während in Russland ab 2016 Umsätze generiert werden. Dieses Panel ermöglicht die ganzheit­liche Messung von TV, Print und Online inklusive mobiler Internetnutzung durch tiefe Nutzungsanalysen der einzelnen Medien und ihrer Beziehungen zueinander.
Im Bereich Point of Sales Measurement erzielten wir ein geringes einstelliges Umsatzwachstum, wobei sich ein differenziertes Bild auf Warengruppenebene ergab: Die Warengruppen Telekommunikation, Informationstechnologie, Automotive und Haushaltskleingeräte trugen zu einer positiven Entwicklung bei, wohingegen Unterhaltungselektronik und Haushaltsgroßgeräte aufgrund eines niedrigeren Auftragseingangs von asiatischen Kunden unter Vorjahr abschlossen. Hervorzuheben ist das überdurchschnittliche, zweistellige Wachstum bei Geomarketing-Lösungen in Deutschland und Trends-&-Forecasting-Lösungen für Kunden der Finanzbranche in den USA. Auch das GfK Hospital Panel ist mit einem ersten Auftrag in Deutschland gestartet.
Das Ergebnis des Sektors Consumer Choices lag mit 145,0 Millionen Euro um 7,3 Millionen Euro über dem Vorjahr (2014: 137,7 Millionen Euro). Die Marge lag – bedingt durch Investitionen in neueste Technologie für unsere Produktionssysteme und Aufwendungen für den internationalen Ausbau des Fernsehforschungsgeschäfts – mit 21,3 Prozent um 0,8 Prozentpunkte unter dem Vorjahr.
Zum 31. Dezember 2015 betrug der Mitarbeiterstand 5.828 (Vorjahreswert: 5.327). Dieses Plus von 501 Mitarbeitern resultiert aus der Konsolidierung der neu geschaffenen Organisation Data & Technology (produktnahe Softwareentwicklung) unter dem Dach des Sektors Consumer Choices, dem bereits erwähnten Aufbau des Fernsehforschungsgeschäfts in Brasilien und im Königreich Saudi-Arabien sowie dem Kapazitätsausbau in unseren Global-Service-Centern.
Consumer Choices: Wichtige Kennziffern 1)
Umsatz 623,6 681,1 9,2
Wachstum durch Akquisition 0,0
Organisches Wachstum 4,3
Angepasstes operatives Ergebnis 137,7 145,0 5,3
Organisches Wachstum – 2,1
Währungseffekte 7,4
Marge in % 22,1 21,3 – 0,8 2)
Mitarbeiter 5.327 5.828 9,4
Sonstige: Der Umsatz des Bereichs Sonstige lag im Berichtszeitraum bei 3,2 Millionen Euro und ist damit in etwa auf dem Vorjahresniveau (2014: 3,3 Millionen Euro). Die Ergebnisunter­deckung des Bereichs war für 2015 mit 16,4 Millionen Euro vergleichbar mit dem Vorjahr (2014: – 16,4 Millionen Euro). Im Bereich Sonstige fasst GfK im Zuge der globalen Strategie zunehmend die Aufwendungen für übergreifende Funktionsbereiche der Verwaltung und Administration (Corporate Functions) zusammen. Hierzu wird in IT-Hardware und -Software sowie Prozessoptimierungen investiert, um das Geschäft besser zu steuern und effizienter aufzustellen.
Durch die in diesem Zusammenhang auf Konzernebene anfallenden Leitungskosten (sogenannte Stewardship Expenses) ist zu erwarten, dass auch zukünftig eine Unterdeckung im Bereich Sonstige zu verzeichnen sein wird.
Im Jahr 2015 verringerte sich die Zahl der Mitarbeiter im Bereich Sonstige um 60 Personen auf 1.765 Mitarbeiter (2014: 1.825 Mitarbeiter). Im Wesentlichen ist der Rückgang auf die Umgliederung in der produktnahen Softwareentwicklung (Data & Technology) aus dem Bereich Sonstige in den Sektor Consumer Choices begründet.
sonstige: wichtige kennziffern 1)
Umsatz 3,3 3,2 – 4,0
Organisches Wachstum – 14,7
Währungseffekte 10,7
Angepasstes operatives Ergebnis – 16,4 – 16,4 0,1
Organisches Wachstum 0,5
Währungseffekte – 0,4
Mitarbeiter 1.825 1.765 – 3,3
2.8 Regionen: Weltweit nah an unseren Kunden
Mit ihren Tochterunternehmen ist die GfK Gruppe in über 100 Ländern aktiv. Geografisch haben wir unser Geschäft in den sechs Regionen Nordeuropa, Süd- und Westeuropa, Zentral Osteuropa/META (Mittlerer Osten, Türkei, Afrika), Nordamerika, Lateinamerika sowie Asien und Pazifik organisiert. Dabei waren die Wachstumsregionen Lateinamerika, Zentral Osteuropa/META und Asien und Pazifik im vergangenen Geschäftsjahr weiterhin von hoher Bedeutung: Mit 25 Prozent des Gesamtumsatzes erhöhte sich ihr Umsatzanteil leicht gegenüber dem Vorjahr. In allen drei Regionen ist ein erfreuliches organisches Wachstum zu verzeichnen. Allerdings wirkten sich Währungseffekte in den Regionen Zentral Osteuropa/META und Lateinamerika negativ auf das Gesamtwachstum aus.
Nordeuropa: Die Region ist mit einem Anteil von 37 Prozent des Gesamtumsatzes weiterhin die umsatzstärkste Region. Der Gesamtumsatz in Höhe von 575,6 Millionen Euro blieb im Jahr 2015 mit einer leichten Erhöhung um 0,1 Prozent nahezu stabil. Der Rückgang beim organischen Wachstum von 3,1 Prozent, der hauptsächlich auf einen Umsatzrückgang in Großbritannien zurückzuführen ist, konnte durch Akquisitionen (0,2 Prozent durch NORM) und durch positive Währungseffekte von 3,0 Prozent kompensiert werden.
nordeuropa: wichtige kennziffern 1)
Umsatz 574,9 575,6 0,1
Organisches Wachstum – 3,1
Währungseffekte 3,0
Mitarbeiter 3.511 3.570 1,7
Süd- und Westeuropa: Nach rückläufiger Umsatzentwicklung in den Vorjahren konnten wir in Süd- und Westeuropa den Umsatz leicht um 0,6 Prozent auf 267,0 Millionen Euro erhöhen. Das organische Wachstum von 0,4 Prozent ist vor allem auf die gute Entwicklung in Belgien und Spanien zurückzuführen. Ein zusätzliches Umsatzwachstum in Höhe von 0,2 Prozent wurde durch die Akquisition von NORM erreicht.
süd- und westeuropa: wichtige kennziffern 1)
Umsatz 265,4 267,0 0,6
Organisches Wachstum 0,4
Währungseffekte 0,0
Mitarbeiter 1.946 1.893 – 2,7
Zentral Osteuropa/META: Im Geschäftsjahr 2015 wurde erneut ein starkes organisches Umsatzwachstum von 6,6 Prozent erzielt. Ungünstige Währungseffekte haben diesen Effekt überkompensiert. Mit 126,5 Millionen lag der Umsatz leicht unter Vorjahresniveau.
zentral osteuropa/meta: wichtige kennziffern 1)
Umsatz 127,5 126,5 – 0,8
Organisches Wachstum 6,6
Währungseffekte – 7,3
Mitarbeiter 3.474 3.490 0,4
Nordamerika: Mit 321,0 Millionen Euro wuchs unser Umsatz in Nordamerika um beachtliche 22,1 Prozent. Das organische Wachstum in der Region lag 2015 mit 2,4 Prozent deutlich über dem Vorjahr (2014: – 1,6 Prozent), was auch auf eine Verbesserung unserer Vertriebsprozesse zurückzuführen ist. Positive Währungseffekte waren mit 19,6 Prozent zu verzeichnen.
nordamerika: wichtige kennziffern 1)
Umsatz 263,0 321,0 22,1
Organisches Wachstum 2,4
Währungseffekte 19,6
Mitarbeiter 1.071 1.041 – 2,8
Lateinamerika: In Brasilien haben wir im Geschäftsjahr 2015 mit der Datenlieferung für das Fernsehpanel begonnen. Dieses Neugeschäft ist ganz wesentlich für unser organisches Umsatzwachstum von 18,7 Prozent verantwortlich. Allerdings wirkten sich Währungseffekte – vor allem in Brasilien – in Höhe von –7,7 Prozentpunkten negativ aus. In der Gesamtbilanz haben wir einen Umsatz von 67,9 Millionen Euro erarbeitet, was einem Gesamtwachstum von 11,0 Prozent entspricht.
lateinamerika: wichtige kennziffern 1)
Umsatz 61,2 67,9 11,0
Organisches Wachstum 18,7
Währungseffekte – 7,7
Mitarbeiter 1.079 1.202 11,4
Asien und Pazifik: In dieser Region haben wir im Geschäftsjahr 2015 einen Umsatz von 185,4 Millionen Euro und damit ein organisches Wachstum von 4,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr erwirtschaftet. Hervorzuheben sind erfreuliche Umsatzzuwächse in Japan, Australien und China. Das Gesamtwachstum von 15,2 Prozent wurde durch Währungseffekte von 10,8 Prozentpunkte positiv beeinflusst.
asien und pazifik: wichtige kennziffern 1)
Umsatz 161,0 185,4 15,2
Organisches Wachstum 4,4
Währungseffekte 10,8
Mitarbeiter 2.300 2.289 – 0,5
wesentliche veränderungen in der gfk gruppe
Unternehmen Investitionsanlass Anteilsveränderung in Prozent Sektor Region
NORM Research & Consulting AB Akquisition Von 0 auf 100 Consumer Experiences Nordeuropa
Norm Research & Consulting B.V. Akquisition Von 0 auf 100 Consumer Experiences Süd- und Westeuropa
YouEye Inc. Anteils­erhöhung Von 0 auf 22,22 Consumer Experiences Nordamerika
GfK Retail and Technology GmbH Anteils­erhöhung Von 95 auf 100 Consumer Choices Nordeuropa
GfK LATINOAMERICA HOLDING, S.L. Anteils­erhöhung Von 67,6 auf 100 Consumer Choices Süd- und Westeuropa
GfK Retail and Technology Asia Holding B.V. Anteils­erhöhung Von 89,48 auf 100 Consumer Choices Süd- und Westeuropa
GfK Marketing Services K.K. Anteils­erhöhung Von 84,21 auf 95 Consumer Choices Asien und Pazifik
GfK Retail and Technology Argentina S.A. Anteils­erhöhung Von 95,1 auf 98,3 Consumer Choices Lateinamerika
ENCODEX Inter­national GmbH Anteils­erhöhung Von 95 auf 100 Consumer Choices Nordeuropa
NPD Intelect,L.L.C. Desinvestition Von 25 auf 0 Consumer Choices Nordamerika
Oz Toys Marketing Services Pty. Ltd. Desinvestition Von 25 auf 0 Consumer Choices Asien und Pazifik
Sports Tracking Europe B.V. Desinvestition Von 25 auf 0 Consumer Choices Süd- und Westeuropa
Incoma GfK Anteils­erhöhung Von 85 auf 100 Consumer Experiences Zentral Osteuropa/META
GfK CR Japan Anteils­erhöhung Von 86 auf 100 Consumer Experiences Asien und Pazifik

References: § 315
 § 84
 § 5
 § 5
 § 20
 Art. 9
 § 186
 Art. 9
 § 186
 Art. 9
 Art. 9
 § 3
 § 3
 § 3
 Art. 9
 § 186
 Art. 9
 § 186
 Art. 9
 § 186
 Art. 9
 Art. 9
 Art. 9
 § 186
 Art. 9
 Art. 9
 § 9
 § 71
 § 186
 § 186
 § 8