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Timestamp: 2020-08-14 11:55:36+00:00

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1. Mal Whirlpool - grandios gescheitert - hobbybrauer.de
1. Mal Whirlpool - grandios gescheitert
Beitrag von zizo » Dienstag 5. April 2016, 15:56
nachdem ich beim ersten Sud durch ein Tuch geseiht habe, wollte ich es nun per Whirlpool probieren.
Kurz: so ganz super war's nicht. Es hat sich zwar ein Kegel gebildet, der aber ziemlich instabil.
Nach 90 min kochen habe ich im Einkocher das Heizwerk ausgemacht.
Danach gewartet, bis die Konvektionsströmungen aufgehört haben. ABER: nach einer halben Stunde hat sich da immer noch was hoch gewallt...
Dann einfach mal Deckel drauf. Nach nochmal einer halben Stunde geschaut und die Strömungen schienen fertig zu sein. Kurz nachdem ich den Deckel abgenommen habe, gings aber wieder los. Nehme an, dass das durch die kalte Luft auf der Oberfläche kam. Was mache ich falsch? Kann ja nicht sein, dass ich dann 2h Nachisomerisierung hab (Ende der Konvektionsströmungen + Whirlpool).
Naja, hab dann nach 1h angefangen den Whirlpool anzudrehen, es gab auch einen Kegel, der war aber halt recht instabil und wurde problemlos beim seitlich absaugen mit eingesaugt. Also doch wieder abgekochtes Tuch...
Beitrag von Alt-Phex » Dienstag 5. April 2016, 16:16
Erstmal schmeisst du den Lappen weg, wir leben doch nicht mehr in der Steinzeit.
Such mal in den üblichen Shops nach "Monofillament Filter", wesentlich besser.
Warten bis dein Einkocher nicht mehr nachheizt, 10-15min sollten da reichen.
Whirlpool andrehen, nicht nur zweimal reühren sondern schon ne gute Minute
lang, damit da Schwung reinkommt. Deckel drauf und 15min warten. Wenn sich
nichts mehr bewegt (dreht), Hahn auf und abseihen. Bißchen was kommt immer
mit, da hilft der oben erwähnte Filter.
Es ist aber auch nicht schlimm wenn etwas Trub mit ins Gärfaß kommt. Soll sogar
gärförderlich sein. Das setzt sich sowieso ab, entweder am Kräusenrand oder mit
der Hefe am Bottichboden.
Beitrag von zizo » Dienstag 5. April 2016, 16:20
danke für die Info. In den WP-Anleitungen steht halt immer "warten bis Konvektionsströmungen aufhören". Hab ich nicht geschafft, dauert ewig.
Zum Monofilament Filter. Warum ist der besser?
Beitrag von masch1 » Dienstag 5. April 2016, 16:24
Beitrag von Sura » Dienstag 5. April 2016, 16:25
Alles richtig. Musst nur immer den Deckel drauflassen. :)
Ansonsten werde ich die letzten paar Liter einfach langsamer. Beim letzten mal ging das aber auch in die Hose, und es kam bei mir auch noch ordentlich Trup mit in den Gäreimer. Ist im Prinzip aber auch nicht so wahnsinnig schlimm. Das muss nicht klar sein. Das setzt sich da sowieso ab und gibt der Hefe eventuell noch ein wenig Nahrung.
Beitrag von inem » Dienstag 5. April 2016, 16:27
Die Konvektion wird auch durch auflegen des Deckels erreicht, der Luftpolster wirkt dabei isolierend. Also 10 min Deckel drauf, dann andrehen und wieder Deckel drauf.
Beitrag von zizo » Dienstag 5. April 2016, 16:29
@masch1: hab ich gemacht, allerdings lag der so gut am Boden an, dass die Flüssigkeit drin geblieben ist. Anheben hat dann zusätzlich den Trubkegel auseinander gerissen. Das nächste Mal kommt ein Draht drum rum, um eine kleine Lücke zu Boden zu lassen.
@Sura: Deckel drauf lassen geht nicht, weil ich von oben am Rand absaugen muss. Mein Einkocher ist ein Erbstück und hat keine Hahn.
Beitrag von zizo » Dienstag 5. April 2016, 16:30
@inem: so werde ichs das nächste Mal machen...
Beitrag von sb11 » Dienstag 5. April 2016, 16:33
zizo hat geschrieben: @masch1: hab ich gemacht, allerdings lag der so gut am Boden an, dass die Flüssigkeit drin geblieben ist. Anheben hat dann zusätzlich den Trubkegel auseinander gerissen.
Das Problem habe ich mit meinem Tortenring auch immer. Kannst ja mal berichten, ob das mit dem Draht geklappt hat.
Beitrag von El Gordo » Dienstag 5. April 2016, 17:00
Einkocher ist immer schwierig, der heizt lange nach.
Ich würde in dem Fall einfach die Heizung ausmachen, Deckel drauf und nach 20 min von oben her mit Schlauch abziehen und alles durch den Sputnik Filter oder Monofillament Filter lassen. Das meiste sollte dann ziemlich klar kommen. Den Rest kann man dann ja vollends in den Filter kippen.
Beitrag von holledauer » Mittwoch 6. April 2016, 07:15
Arbeitest du mit Pellets oder mit Hopfendolden?
Beitrag von Bulli » Mittwoch 6. April 2016, 08:58
zizo hat geschrieben: Hallo Alt-Phex,
die von dir geschilderten Probleme ("Anleitung trifft auf Realität") hatte ich auch...
Da du von oben abziehst (mache ich auch) kannst du dir den WP sparen, der Trub/Hopfen setzt sich nach einer Weile so oder so am Boden des Topfs ab. WP/Trubkegel bringt nur Vorteile, wenn du seitlich per Hahn ablässt, dass dir der ganze Schmodder nicht schon zu Beginn mit rausläuft. Gegen Ende zerfällt dir aber eh der Trubkegel.
Ich mache es so, wie El Gordo/Stefan schon erwähnt hat: Heizung aus, Deckel drauf, nach ca. 15 - 20 min dann von oben abziehen und durch einen Monofilamentfilter.
Den letzten halben Liter (mit dem ganzen Schmodder drin) kannst Du mit absaugen oder einfach verwerfen.
Der zum Schluß mit angesaugte Hopfen verstopft aber irgendwann den Filter und es braucht dann eine ganze Weile, bis der letzte Rest durch den Filter ist. Ich belasse daher den letzten ca. halben Liter im Kocher und verwerfe ihn.
Den Filter nach Benutzung in einem Topf in heißem Wasser auskochen. Trockenen lassen. Fertig.
Den WP mache ich inzwischen nur noch zum Spass, weil der Kegel so schön aussieht
Beitrag von Scarabeo » Mittwoch 6. April 2016, 10:56
für die besonders geizigen die garnichts Umkommen lassen wollen. Ich schütte den Bodensatz mit Trubkegel in ein hihes Becherglas. Ein Stückchen Frischhaltefolie drüber und stehen lassen. Da setzt sich noch schön was ab und man hat rund 1 ltr. Sud gerettet. In der 20 ltr. Klasse sind das immerhin 5 % der Ausbeute oder 2 0,5 ltr. Buddel.
Beitrag von -CK_AKS- » Mittwoch 6. April 2016, 11:35
Manche Ideen unter Hobbybrauern sind schon echt krass... -Du könntest Schwabe oder Schotte sein .
@Sebastian: Ist Dein Einkocher isoliert?
Beitrag von Alt-Phex » Mittwoch 6. April 2016, 12:03
Ich benutze ein feinmaschiges Edelstahl-Küchensieb und einen Edelstahl Eimer.
Den letzten Schmodder giesse dann durch das Sieb, da bleibt erstaunlich viel
drin hängen. Der Rest der trüben Soße geht dann durch den Monofillament
Filter ins Gärfaß. So kann ich auch nochmal 1-2L retten.
Beitrag von zizo » Montag 11. April 2016, 14:34
sorry für die lange Pause. Musste übers Wochenende meinem 2. Hobby frönen - dem Campen ;-)
@Martin: mit Pellets
@Christian: nein, der Einkocher selber nicht, aber ich binde immer eine alte Isomatte drum rum.
@all: werde mir mal so einen Monofilament-Filter besorgen und dann einfach weiter probieren. Aber nochmal, warum ist der soviel besser, als mein ausgekochtes Tuch?
Beitrag von DerWelcherDurstHat » Donnerstag 14. April 2016, 18:01
masch1 hat geschrieben: Wenn der Trubkegel schön sichtbar ist bekommt er ein Schalung in Form eines Tortenringes
Wie stellst Du denn den Tortenring hinein, ohne den Kegel zu zerstören? Die gleiche Frage stellt sich mir auch beim Schwanenhals
Und eigentlich soll man die Sachen ja schon während des Kochens reinstellen, zur Desinfektion.
Beitrag von afri » Donnerstag 14. April 2016, 22:14
Desinfektion ist sicher auch noch bei den üblichen WP-Temperaturen >80° halbwegs sichergestellt. Ich warte ab, bis der Trubkegel zu zerfallen droht und lasse den Tortenring dann vorsichtig hineinfallen, das klappt in der Regel problemlos. Das ist üblicherweise dann, wenn nur noch ca. drei Liter Würze auszuschlagen sind. Wenn da dann doch mal der eine oder andere Eiweißklumpen in den Gärbottich gelangt, dann ist das nicht so wild, der sinkt zuverlässig nach unten.
Beitrag von Mystic-G » Dienstag 17. Januar 2017, 13:35
Alt-Phex hat geschrieben: Zum Whirlpool:
Whirlpool andrehen, nicht nur zweimal rühren sondern schon ne gute Minute
nichts mehr bewegt (dreht), Hahn auf und abseihen.
Das spricht dann genau meine Problematik an:
Ich habe letztens bei meinem ersten Whirlpool wie oben beschrieben anständig Drehung gegeben, eigentlich so stark dass der Flüssigkeitskegel aussen schon unten am Topfrand stand (mehr ginge nicht, sonst wäre es übergeschwappt)
Trotzdem war da nix mit 15min warten, weil die Drehung sicher schon nach 2-3 Minuten komplett zum stehen gekommen war und weiteres warten somit nichts mehr nützte.
Ich hab auch nichts im Topf hängen oder stehen, sodass es den Sprudel bremsen würde (Naja, ausser der Hahnstutzen mit Mutter, welcher da ganz unten etwas reinschaut.)
Muss man denn da immer wieder neu andrehen, oder während den 15 Minuten mit der Kelle den Sprudel am laufen halten, oder wie hält man denn die Würze dermassen lange in Bewegung dass sich der gewünschte Trubkegel bildet?
--> aber wird man dadurch nicht einfach den abgesetzten Trub nicht wieder aufwirbeln?
Beitrag von Alt-Phex » Dienstag 17. Januar 2017, 13:47
Mystic-G hat geschrieben: Was mach ich falsch?
Du wartest keine 15min sondern nur 2-3min. Deckel drauf ist auch ganz wichtig.
Beitrag von DerDallmann » Dienstag 17. Januar 2017, 13:54
Die Partikel sammeln sich in der Mitte, währedn die Würze dreht, müssen sich dann aber noch anständig ablagern damit ein halbwegs fester Trubkegel entsteht.
Beitrag von Corky » Dienstag 17. Januar 2017, 13:55
Alt-Phex hat geschrieben: Deckel drauf ist auch ganz wichtig.
Das schreiben ja viele in diesem Thread. Aus meiner Unkenntnis heraus frage ich euch: Was bewirkt das?
Ich habe bei meinem ersten Sud in Unkenntnis den Deckel beim Whirlpool nicht aufgelegt und hatte trotzdem einen Trubkegel.
Beitrag von Bierwisch » Dienstag 17. Januar 2017, 14:06
Durch den Deckel ist die Temperaturverteilung im Topf gleichmäßiger und es gibt weniger Konvektion.
Natürlich kann man, wenn der Whirlpool nicht mehr dreht, abschlauchen - die Zentrifugalkräfte haben dann den größten Teil des Trubs zu einem Kegel am Topfboden aufgeschichtet. Je nach dem, wie schnell und auf welchem Wege man jetzt die Würze aus dem Topf befördert, hält sich der Kegel eine Weile, fällt dann aber am Ende zusammen.
Tortenringe halten einen Teil des Schmodders im Topf, nachgeschaltete Monofilamentfilter filtern den Rest auch noch raus.
Wenn ein kleiner Teil davon mit im Gärbehälter landet, ist das nicht schlimm, das Bier wird trotzdem gelingen.
Beitrag von Mystic-G » Dienstag 17. Januar 2017, 14:11
Ich habe sicher länger gewartet, fand das aber irgendwie unnütz, da der Whirlpool ja gar nicht mehr dreht.
Zudem meinte ich aber mit dieser Aussage: warum dreht bei mir der Whirlpool nur 2-3min und nicht länger wie bei euch?
oder bildet sich der gewünschte Kegel auch genügend wenn der WP nur so kurz dreht?
Beitrag von §11 » Dienstag 17. Januar 2017, 14:36
Wichtig ist bei Whirlpool das die komplette Fluessigkeit in Rotation kommt. Bei "Teetassen- Effekt" gibt es zwei Phasen. Erst, solange Ihr anschiebt, bewegen sich alle Partikel und die Wuerze nach aussen. Die Zentrifugalkraft tut ihre Arbeit. In dem Moment wo Ihr aufhoert stellt sich aber ein anderes Phaenomen ein, betrachtet man die Druckverteilung entlang einer Ebene von der Topfwand zur Topfmitte, so ist der Druck an der Wand hoeher als in der Mitte. Ein Grund dafuer ist der Wirbel selbst, denn jedem duerfte klar sein das nun ueber dem Boden am Topfrand mehr Fluessigkeit (in der Hoehe) steht als in der Mitte. Ergo gibt es hier auch mehr Druck. Was passiert wenn irgendwo mehr Druck ist und irgenwo weiniger Druck? klar, die Druecke gleichen sich aus. Das ist analog zum Wind der entsteht zwischen einem Hochdruck- und Tiefdruckgebiet. Um den Druck auszugleichen stroemt nun Wuerze vom Topfrand zur Topfmitte un nimmt dabei Partikel mit. Diese Druckdifferenz ist am staersten am Topfboden ausgebildet, da hier am meisten Fluessigkeit (Druck = GewichtskraftxFlaeche) ueber dem Boden steht. Entsprechend ist an der Oberflaeche der Druck ueberall gleich, naemlich Atmosphaeren Druck.
Wuerde jetzt nur Wuerze vom Topfrand zur Topfmitte stroemen, dann waere am Topfrand irgendwann keine Wuerze mehr. Logisch. Deshalb gleicht sich diese Stroemung ueber einen sekundaeren Wirbel (diesmal in horizontaler Richtung) aus. D.h. die Wuerze stroemt vom Topfrand zur Mitte, da nach oben und an der Oberflaeche wieder zum Topfrand. So weit so gut. Nun haben aber die Partikel eine bestimmte Masse. D.h. in der Mitte muss die Stroemung "stark" genug sein die Partikel mit ihrer Masse ebenfalls zur Oberflaeche zu befoerdern. Gelingt das nicht, bleiben die Partikel in der Mitte liegen. Der Trubkegel bildet sich aus. Je langsamer nun dieses System rotiert, desto "leichtere" Partikel warden in der Mitte abgelagert.
Damit duerfte aber auch klar sein das dieser Vorgang Zeit braucht, naemlich so viel Zeit wie es braucht bis sich dieses System (ueberigens das exakt gleiche passiert in Gewittern, ebenfalls Aufwinde und Abwinde (down burst)) beruhigt und sich damit der Kegel ausbildet. Zudem entstehen noch sekundaere Wirbelsysteme die die Kegelbildung stoeren. Abhilfe schafft da ein Ring in der Mitte (nach Prof. Denk auch Denk'sche Ringe genannt).
Fazit --> Zeit lassen bis die Konvektion stoppt und dann wieder Zeit lassen bis sich der Whirlpool beruhigt
Beitrag von Mystic-G » Dienstag 17. Januar 2017, 14:47
Danke für die Ausführliche Physikalische Erläuterung. Jedoch wurde dabei wieder meine eigentliche Frage umgangen.
(vielleicht drücke ich mich zuwenig klar aus... )
§11 hat geschrieben: Fazit --> [...] Zeit lassen bis sich der Whirlpool beruhigt
Meine Frage lautet: ist es normal, das sich mein Whirlpool trotz maximalem Anschub schon innert 2-3 Minuten wieder beruhigt hat?
Wenn ja, warum reden da alle von Zeit lassen, wenn der ganze Spuk ja schon so schnell wieder vorbei ist?
Was bringt es, nach dem beruhigen des Whirlpools (was bei mir def. nach 5min der Fall ist) noch 10 Minuten in die stehende Suppe zu glotzen? Nur noch warten bis sich der Kegel verdichtet um die Stabilität beim Sudablassen zu verbessern?
Beitrag von §11 » Dienstag 17. Januar 2017, 14:54
Mystic-G hat geschrieben: Danke für die Ausführliche Physikalische Erläuterung. Jedoch wurde dabei wieder meine eigentliche Frage umgangen.
Woran machst du fest das sich dein Whirlpool beruhigt hat? Im Grunde hast du zwei Stroemungen, einmal horizontal im Kreis (also um die Topfmitte) und einmal vertical im Kreis. Wenn bei dir innerhalb von 2-3 Minuten beide Stroemungen zum absoluten Stillstand kommen, dann hast du ein anderes Problem. Sind im Topf irgendwelche Einbauten (Laeuterhexe oder so etwas)?
Nimm mal Wasser und eine kleine Handvoll Malz und schau dir das Ganze mal an.
Beitrag von Corky » Dienstag 17. Januar 2017, 14:56
Die Antwort kam doch schon.
DerDallmann hat geschrieben: Die Partikel sammeln sich in der Mitte, währedn die Würze dreht, müssen sich dann aber noch anständig ablagern damit ein halbwegs fester Trubkegel entsteht.
Ohne es gestoppt zu haben, mein Whirlpool hat sich auch keine 15 Minuten gedreht, eher auch so um die drei Minuten.
Beitrag von Mystic-G » Dienstag 17. Januar 2017, 15:00
§11 hat geschrieben: Woran machst du fest das sich dein Whirlpool beruhigt hat?
Also wenn ich in den Topf gucke und sich die Suppe nicht mehr dreht, dann strömt doch nix mehr...
§11 hat geschrieben: Wenn bei dir innerhalb von 2-3 Minuten beide Stroemungen zum absoluten Stillstand kommen, dann hast du ein anderes Problem. Sind im Topf irgendwelche Einbauten (Laeuterhexe oder so etwas)?
Mystic-G hat geschrieben: Ich hab auch nichts im Topf hängen oder stehen, sodass es den Sprudel bremsen würde (Naja, ausser der Hahnstutzen mit Mutter, welcher da ganz unten etwas reinschaut.)
Da ist ausser dem Hahn Stutzen ganz unten nichts drin...
Beitrag von §11 » Dienstag 17. Januar 2017, 15:07
Schau mal hier ob du evtl. am Anfang zu schnell drehst oder ob dein Topf einfach kein gutes Verhaeltnis von Wuerzehoehe zu Durchmesser hat
https://books.google.de/books?id=rlcwl7 ... &q&f=false
Beitrag von Barney Gumble » Donnerstag 2. Februar 2017, 16:15
Auf jeden Fall verdichtet sich da was ohne das noch Rotation auf der Oberfläche sichtbar ist.
Boludos Tipp veranschaulicht das ja grade.
Irgendwie muss halt immer bei Nichtfiltration das Ganze ein Kompromiss, entweder ewig stehenlassen und dann ist vielleicht eine höhere Infektionsgefahr da oder halt a bisserl Eiweißtrub in Kauf nehmen.
Hab früher auch immer filtriert (mit Kunststoff-Käsetuch), gab superklare Würzen, nur ist der wiederum am Ende auch zugesetzt und dem Filterrückstand haben wir als Bier-Geizlinge dann immer mit der Küchenkelle auf die Sprünge geholfen.
Irgendeinen Tod mussde in der Hinsicht sterben.
Mittlerweile ist mir das alles zuviel Stress und es wird auch nur noch siphoniert nach mehroderweniger-Whirlpool (wichtig: Doldenhopfen in den Sack!) und was dann noch unten liegt, kriegen nach einer Nacht Abkühlung und Absetzen meine Frau oder Kinder als Biersaft (dekantiert nochmal abgetrennt)
Beitrag von Bierjunge » Donnerstag 2. Februar 2017, 16:49
Inzwischen lasse ich den ganzen Firlefanz bleiben. Einfach mit schön viel Geduld (min. 15 min nach Flame-out warten) ein anständiger Whirlpool, nochmal min. 15 min warten, und dann direttissima ohn Zusatzgimmicks vom Rand abziehen. Und falls ganz am Ende ein kleines Trubflöckchen mitkommt, was sollst. Immer noch besser als infektionsanfällige Tücher oder Filter.
Hab das erst am letzten Wochenende bei einem Braukurs so gemacht. Selbst alte Hasen staunten, wie schön das klappt:
Beitrag von Kobi » Donnerstag 2. Februar 2017, 17:21
Bierjunge hat geschrieben: Hab das erst am letzten Wochenende bei einem Braukurs so gemacht. Selbst alte Hasen staunten, wie schön das klappt.
Alte Hasen machen einen Braukurs?
Beitrag von Bierjunge » Donnerstag 2. Februar 2017, 17:40
...hat mich selber sehr überrascht!
Beitrag von Bjiane » Donnerstag 2. Februar 2017, 18:07
Leider habe ich auch schon richtig Würze weggekippt, weil ein zerfallener Trubkegel mir alles versaut hat.....
Einen Lösungsansatz habe ich versucht: Hopfensäcke . Hat gut geklappt, ich hatte nur sehr wenig Hopfenreste am Würzeboden.....
Allerdings hatte ich nicht so eine gute Ausnutzung des Hopfens, da ich ihn gleich nach dem Kochende herausgenommen habe. Seitdem kippe ich einfach mehr Hopfen rein und gut ist.
Beitrag von Sauhamml Seppl » Donnerstag 2. Februar 2017, 18:20
Wie bereits von diversen vorangegangenen Wortmeldungen erwähnt, wichtig ist der Monofilamentfilter und oder die Hopfensäckchen, die ich persönlich bevorzuge.
Die brutalste, aber einfachste Vorgehensweise ist: Hahn auf, Würze durch den Monofilamentfilter laufen und selbigen austropfen lassen. Funktioniert super und der Hopfen ist auch weg.
Gewiss, ein Andrehen des Trubkegels ist dabei behilflich, zumal sich weniger Feststoffe im Filter einfinden, aber unbedingt erforderlich ist es in der Einkocherklasse nicht.
Bei den Tortenringen ist das - meiner Erfahrung nach - immer so eine Sache. - Meistens liegen diese nicht zu 100% plan am Sudtopfboden auf und lassen dementsprechend Hopfenschlick durchrutschen, was auch wenig begeistert.
Vielmehr sehe ich bei diesem Thema eher die Idee der maximalen Ausnützung: Bin ich bereit auf den einen oder anderen Liter Würze zu verzichten um mich nicht mit Hopfenschlick oder Eiweißtrub herumschlagen zu müssen, oder nicht?
Ich persönlich bin dabei immer etwas gierig und schlage mich lieber damit herum.
Beitrag von Barney Gumble » Freitag 3. Februar 2017, 07:08
Den Tipp mit der Kuchenform, kannte ich noch nicht, finde ich super (muss das nur heimlich machen wegen Regierung..)
Und bei planen Würzekessel müsste man doch einfach nur etwas schweres drauflegen (z. B. volle Plätzchendose ) und dann sollte drunter auch nix durchrutschen oder?
Beitrag von Bierjunge » Montag 13. Februar 2017, 22:07
Mystic-G hat geschrieben: Ich habe letztens bei meinem ersten Whirlpool wie oben beschrieben anständig Drehung gegeben, eigentlich so stark dass der Flüssigkeitskegel aussen schon unten am Topfrand stand (mehr ginge nicht, sonst wäre es übergeschwappt)
Trotzdem war da nix mit 15min warten, weil die Drehung sicher schon nach 2-3 Minuten komplett zum stehen gekommen war und weiteres warten somit nichts mehr nützte.(...)
Corky hat geschrieben: Ohne es gestoppt zu haben, mein Whirlpool hat sich auch keine 15 Minuten gedreht, eher auch so um die drei Minuten.
Ich kann mir echt nicht erklären, was da bei Euch los ist. Sofern Ihr keine winzigen Fingerhüte als Pfannen oder, wie Jan schon schrieb, bremsende Einbauten darin habt.
Heute habe ich mal bewusst darauf geachtet (50 Liter, annähernd quadratisches Höhen-Durchmesser-Verhältnis, Strudel von Hand angedreht). Nach 10 Minuten kreiselte es noch ganz deutlich sichtbar, und selbst nach 15 Minuten war noch eine ganz leichte Kreisbewegung sichtbar.
Beitrag von Corky » Dienstag 14. Februar 2017, 09:13
Bierjunge hat geschrieben: Ich kann mir echt nicht erklären, was da bei Euch los ist. Sofern Ihr keine winzigen Fingerhüte als Pfannen oder, wie Jan schon schrieb, bremsende Einbauten darin habt.
Jetzt ist mein Interesse geweckt. Ich werde beim nächsten Mal den Whirlpool genauer beobachten und mit der Stoppuhr "messen". Aber ob es nun 3, 5 oder 15 Minuten sind... Der Whirlpool macht mir keine Probleme. Das Ergebnis sieht ähnlich aus wie das auf deinem Foto weiter oben.

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