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Timestamp: 2019-07-23 06:57:46+00:00

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Steuerschuldner bei der Umsatzsteuer - Lexikon des Steuerrechts | smartsteuer
Steuerschuldner bei der Umsatzsteuer – Lexikon des Steuerrechts
1 Steuerschuldner nach § 13a UStG
1. Steuerschuldner nach § 13a UStG
Steuerschuldner nach § 13a Abs. 1 UStG ist:
der Unternehmer (im Regelfall des § 1 Abs. 1 Nr. 1 UStG und in den Fällen des § 14c Abs. 1 UStG),
der Auslagerer i.S.d. § 4 Nr. 4a Satz 1 Buchst. a Satz 2 UStG, daneben auch das Lagerhalter als Gesamtschuldner.
Die Steuer für die nämlichen Umsätze geht – wenn und soweit diese im Inland steuerbar und stpfl. sind – auf den Leistungsempfänger über.
Der Leistungsempfänger wird damit zum Steuerschuldner. Er ist verpflichtet, die Steuerschuld – unabhängig von einer Rechnung – anzumelden, und ist berechtigt, die angemeldete Steuer – ebenfalls unabhängig von einer Rechnung – als Vorsteuer abzuziehen (§ 15 Abs. 1 Nr. 4 UStG, Abschn. 15.10 UStAE).
Der leistende Unternehmer ist verpflichtet, eine Rechnung zu erteilen. Erteilt er eine Rechnung, so darf er in dieser keine Steuer ausweisen; andernfalls schuldet er die Steuer gem. § 14c Abs. 1 UStG (vgl. Abschn. 14c.1 Abs. 1 Satz 5 Nr. 2, Abschn. 13b.14 Abs. 1 Satz 5 UStAE). In der Rechnung muss er auf den Übergang der Steuerschuldnerschaft hinweisen (§ 14a Abs. 4 UStG). Fehlt die Angabe in der Rechnung, wird der Leistungsempfänger von der Steuerschuldnerschaft aber nicht entbunden (Abschn. 13b.14 Abs. 1 Satz 4 UStAE).
Restaurator R führt im Jahr 2018 Fassadenarbeiten nach alten handwerklichen Grundsätzen aus und firmiert als »Gebäudekünstler«. Für das »Grobe« setzt er Bauunternehmer B ein, der die Gebäude so vorbereitet, dass R sich auf die aufwendigen Feinarbeiten konzentrieren kann. B erteilt dem R ausschließlich Rechnungen, in denen er die USt offen ausweist; R zieht entsprechend die Vorsteuer.
Weist der leistende Unternehmer im Fall des § 13b Abs. 1 Nr. 4, Abs. 2 Satz 2 UStG die Steuer in der Rechnung gesondert aus, wird diese Steuer von ihm als unrichtig ausgewiesene Steuer nach § 14c Abs. 1 UStG geschuldet (Abschn. 13b.14 Abs. 1 Satz 5 UStAE). Damit ist lediglich eine »einfache« Rechnungsberichtigung erforderlich (Abschn. 14c.1 UStAE). Teile der Literatur betrachten diese Frage als noch nicht endgültig geklärt und kommen zu dem – für den Mandanten ungünstigeren und damit für den Berater nicht zu vertiefenden – Ergebnis, dass ein Fall des § 14c Abs. 2 UStG vorliegt und die Berichtigung den erschwerten Bedingungen des Abschn. 14c.2 UStAE Genüge leisten muss.

References: § 13
 § 13
 § 13
 § 1
 § 14
 § 4
 § 14
 § 13
 § 14
 § 14