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Timestamp: 2018-02-25 11:26:18+00:00

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Richterordnung Schwarzwälder Schweißhunde
Der Aussagewert einer jeden Prüfung steht und fällt mit der Leistungsfähigkeit, mit der praktischen Erfahrung und dem Fachwissen der Richter.
Aus diesem Grund ist es wichtig, verantwortungsbewussten und objektiv urteilenden Richternachwuchs heranzubilden; sowie ernannte Richter fortzubilden.
Die Ausbildung der Richteranwärter und Fortbildung der Richter wird durch die folgende Ordnung für das Richterwesen geregelt.
Berechtigung zum Heranbilden von Richteranwärtern
(1) Für das Ausbilden der Richteranwärter ist ein erfahrener Richter als Sachbearbeiter für das Richterwesen zu bestellen. Er koordiniert und überwacht die Ausbildung der Richteranwärter und die Fortbildung der Richter.
Als Richteranwärter kann registriert werden, wer
(1) Die nachstehenden Voraussetzungen erfüllt:
a. Mindestens drei Jahre Mitgliedschaft im Verein. Über Ausnahmen entscheidet die Vorstandschaft (z.B. anerkannte Richter des JGHV)
b. Mindestens über 36 Monate im Besitz eines gültigen, gelösten Jagdscheines einschließlich Jugendjagdschein ist.
c. Einen selbstausgebildeten Hund erfolgreich auf einer Jugendsichtung, Vorprüfung und Hauptprüfung geführt hat. Über Ausnahmen entscheidet die Vorstandschaft.
Ein bereits von einem anderen Führer auf einer unter (c) aufgeführten Prüfung erfolgreich geführter Hund gilt nicht als selbst ausgebildet.
(2) Richteranwärter kann nur werden, wer nach Überzeugung der unter §1 (1) aufgeführten Person die persönlichen und charakterlichen Voraussetzungen erbringt, ein sachlich richtiges und objektives Urteil ohne Ansehen der Person zu fällen und zu begründen.
(3) Richteranwärter müssen aktive Jäger und Schweißhundführer sein.
(1) Der Richteranwärter erhält nach der Registrierung den Richteranwärterausweis mit der Satzung und der Ordnung für das Richterwesen. Eine Tätigkeit als Richteranwärter vor wirksamer Registrierung wird nicht anerkannt.
(2) die Namen der neuen Richteranwärter werden in der Vereinszeitschrift veröffentlicht.
(3) die Registrierung des Richteranwärters ist nur vorläufig und wird erst gültig, wenn innerhalb von vier Wochen nach Veröffentlichung kein Widerspruch eingelegt wird. Die Vorstandschaft entscheidet endgültig über den Widerspruch.
a. Der Richteranwärter muss im Besitz der für seine Ausbildung relevanten gültigen Prüfungsordnung und der aktuellen Rahmenrichtlinien sein und muss sich mit deren Inhalt vertraut machen.
b. Der Richteranwärter muss in mindestens zwei Jugendsichtungen, zwei Vorprüfungen und in einer Hauptprüfung unter verschiedenen Prüfungsleitern praktizieren.
c. Der Richteranwärter ist nachweislich mindestens einmal in die Vorbereitung und Abwicklung je einer Jugendsichtung und Vorprüfung einzubinden.
(2) Ablauf eines Praktikums
a. Einer Richtergruppe dürfen max. 2 Richteranwärter zugeteilt werden. Dem Richteranwärter ist bei jeder Prüfung ein Richterbuch auszuhändigen. Alle Richterbücher sind bis zur Ernennung zum Richter vom Richteranwärter aufzubewahren.
b. Der Richteranwärter muss eine Gruppe von mindestens zwei Hunden während der gesamten Prüfungen begleiten und über diese berichten.
c. Der jeweilige Prüfungsleiter hat sich während der gesamten Prüfungen intensiv dem Richteranwärter zu widmen. Unter anderen sind PO-Bestimmungen, die Urteilsfindung sowie die Prüfungstechnik und insbesondere die gezeigten Anlagen bzw. Leistungen der Hunde zu erörtern.
d. Sobald ein Arbeitsgang abgeschlossen ist, muss der Richteranwärter nach Aufforderung durch den Prüfungsleiter der Richtergruppe als erster seine Beobachtungen vortragen, ein Urteil über die Arbeit fällen und begründen.
e. Im Rahmen des offenen Richtens muss der Richteranwärter nach abschließender Besprechung der Richtergruppe, auf jeder Prüfung mindestens einmal vor der Corona eine wertende Darstellung der Arbeit eines Hundes abgeben. Gleiches gilt für die Beurteilung bei der Feststellung besonderer Verhaltensweisen und körperlicher Mängel.
(3) Schriftlicher Bericht des Richteranwärters und Bestätigung auf dem Ausweis
a. Nach der Prüfung hat der Richteranwärter in seinem schriftlichen Richteranwärterbericht über alle teilnehmenden Hunde seiner Gruppe zu berichten, wobei alle Arbeiten beschrieben werden müssen. Aus der Beschreibung soll das Urteil zu ersehen sein, welches eingehend zu begründen ist. Der Richteranwärter muss insgesamt über mindestens vier Hunde je Prüfungsart (Jugendsuche, Vorprüfung) und über min. eine Hauptprüfung berichten.
b. Über jede Prüfung ist innerhalb von zwei Wochen ein Richteranwärterbericht doppelt zu erstellen und mit dem Richteranwärterausweis an den Prüfungsleiter zu senden. Ein kommentiertes Exemplar schickt der Prüfungsleiter an den Richteranwärter zurück.
c. Die Bestätigung auf dem Richteranwärterausweis durch den Prüfungsleiter, darf erst nach Vorlage des Richteranwärterberichts erfolgen. Beim verspäteten Eingang des Berichts ohne vorherige Absprache mit dem Prüfungsleiter kann die Bestätigung der Prüfung verweigert werden.
d. Der Prüfungsleiter überprüft zeitnah den Bericht und gibt den Bericht und seine Stellungnahme zum Richteranwärter ab. Danach werden Bericht und Stellungnahme an den Sachbearbeiter für das Richterwesen des Vereins, der Richteranwärterausweis mit dem kommentierten Exemplar des Berichts dem Richteranwärter übersandt.
(4) Teilnahme des Richteranwärters an Richterfortbildungsveranstaltungen, weitere Aufgaben.
a. Der Richteranwärter muss nach der Registrierung an mindestens zwei Richterfortbildungen teilnehmen und sich diese auf seinem Richteranwärterausweis bestätigen lassen.
b. Der Verein kann dem Richteranwärter weitere, über den Rahmen dieser Ordnung hinausgehende, Auflagen machen.
(5) Aufgaben des Sachbearbeiters für das Richterwesen während der Ausbildung
a. Der Sachbearbeiter für das Richterwesen ist dafür verantwortlich, dass der Antrag auf Registrierung vollständig ausgefüllt und mit allen erforderlichen Anlagen eingereicht wird.
b. Er überprüft nach jeder Anwärtertätigkeit den Bericht des Richteranwärters auf Ordnungsmäßigkeit und Schlüssigkeit und ergreift gegebenenfalls unter Einbindung des Prüfungsleiters und des Richteranwärters geeignete Maßnahmen. Der Sachbearbeiter überprüft den Bericht formell und inhaltlich. Etwaige Beanstandungen der Arbeit oder des Verhalten des Richteranwärters oder Unstimmigkeiten bei der Stellungnahme des Prüfungsleiters sind den betreffenden Personen evtl. auch schriftlich, durch den Sachbearbeiter zeitnah mitzuteilen.
c. Der Antrag zur Ernennung zum Richter muss spätestens 48 Monate nach der Registrierung als Richteranwärter beim Sachbearbeiter eingereicht werden.
1. Der Richteranwärterausweis
2. Die Richteranwärterberichte
3. Die Beurteilungen der Prüfungsleiter
4. Der Nachweis über die Teilnahme an mindestens zwei Richterfortbildungen
d. Wird der Antrag auf Ernennung des Richteranwärters zum Richter abschlägig beschieden so ist dies dem Richteranwärter mit entsprechender Begründung zeitnah schriftlich mitzuteilen.
(1) Nach Eingang des Antrags auf Ernennung zum Richter hat der Richteranwärter an einer Sachkundeprüfung teilzunehmen.
(2) Alle Prüfungen werden gleichzeitig an vom Verein festgelegten Terminen durchgeführt. Die Anzahl der Prüfungstermine richtet sich nach dem Bedarf. Die Prüfungen müssen nach Ablauf der Antragsfrist für die Ernennung zum Richter stattfinden. Die Termine sind vom Verein zu veröffentlichen.
(3) Der Sachbearbeiter für das Richterwesen beruft für jede Prüfung 3 Prüfer und bestimmt daraus den Vorsitzenden.
(4) Der Sachbearbeiter für das Richterwesen bestätigt den Richteranwärtern den Prüfungstermin und Prüfungsort.
(5) Prüfungsablauf
• Der Sachbearbeiter für das Richterwesen koordiniert die Zusammenstellung eines Fragenkatalogs und stellt zu jedem Termin 100 Fragen zu einem Fragebogen zusammen.
• Der Vorsitzende des Prüfungsausschusses fordert die für seinen Termin erforderlichen Fragebögen beim Sachbearbeiter für das Richterwesen an, die in einem verschlossen und versiegelten Umschlag zugesandt werden. Der Umschlag darf erst unmittelbar vor der Prüfung geöffnet werden. Einem Kandidaten muss die Gelegenheit gegeben werden, sich von der Unversehrtheit des Umschlages zu überzeugen.
• Sämtliche Prüfungen beginnen zur selben Uhrzeit und sind nach max. 3 Stunden zu beenden. Die Fragen werden im „Multiple-Choice“-Verfahren (1 aus 3) beantwortet. Nach Abschluss der Prüfung sind sie sofort anhand einer Musterlösung auszuwerten. Die Prüfung gilt als bestanden wenn min. 60% aller Fragen richtig beantwortet sind.
• Das Ergebnis ist den Kandidaten nach Ende der Auswertung bekannt zu geben. Das Bestehen des Sachkundenachweises ist dem Richteranwärter auf dem Richteranwärterausweis zu bestätigen.
Bei Nichtbestehen ist eine einmalige Wiederholung möglich.
Dokumentation der Prüfungsergebnisse:
Der Ausschuss fertigt nach Durchführung der Prüfung ein kurzes Protokoll mit folgenden Angaben an:
• Datum und Ort der Prüfung
• Name und Richternummer der Prüfer
• Prüfungsergebnis
• Anzahl der bestandenen und nicht bestandenen Kandidaten
• Listenmäßige Aufstellung der bestandenen Kandidaten
Das Protokoll ist von allen Prüfern zu unterschreiben und zusammen mit sämtlichen Fragebögen - auch den nicht benutzten – innerhalb 1 Woche an den Sachbearbeiter für das Richterwesen zu übersenden.
Ernennung zum Richter
(1) Die Richteranwärter können nach vorstehend erfolgter Ausbildung und bestandener Sachkundeprüfung zum Richter ernannt werden.
(2) Anträge auf Ernennung zum Richter sind mit den vollständigen Unterlagen beim Sachbearbeiter für das Richterwesen einzureichen.
(3) Die Ernennung zum Richter erfolgt durch die Vorstandschaft.
(4) Die Ernennung zum Richter ist erst wirksam, wenn innerhalb von vier Wochen nach Veröffentlichung kein Widerspruch eingelegt wird. Danach wird der neu ernannte Richter in die Richterliste des Vereins aufgenommen und erhält den Richterausweis. Über den Widerspruch entscheidet der Vorstand.
Tätigkeit der Richter
(1) Eine Tätigkeit als Richter ist nur möglich, wenn der Richter in der aktuellen Richterliste des Vereins aufgeführt ist
Richter müssen im Besitz eines gültigen Jagdscheines sein
(2) Die Pflichten eines Richters ergeben sich aus seiner besonderen Stellung. Insbesondere werden von ihm verlangt:
• eine genaue Einhaltung der Prüfungsordnung
• vorbildliches Verhalten als Jäger und Hundeführer
• Teilnahme an mindestens einer Richterfortbildungsveranstaltung binnen dre Jahren. Dem Teilnehmer ist eine schriftliche Bescheinigung über die Teilnahme auszustellen.
• statt einer Richterfortbildung ist es möglich, einen noch nicht auf einer Vorprüfung vorgestellten Hund innerhalb von drei Jahren auszubilden und zu führen.
(3) Ist eine unter Abs. (1) und (2) genannten Bedingungen nicht mehr erfüllt, oder kann der Richter den Nachweis über die Teilnahme an einer Richterfortbildung nicht erbringen, ruht die Richtereigenschaft und erlischt nach weiteren 3 Jahren. Das Ruhen der Richtereigenschaft ist in der Vereinszeitschrift zu veröffentlichen, ebenfalls das Wiederaufleben. Die Anerkennung der Richterfortbildungsveranstaltung obliegt dem Sachbearbeiter für das Richterwesen.
(4) Jeder Richter ist gehalten, die mit einer Zusage zum Richten eingegangene Verpflichtung grundsätzlich einzuhalten.
(5) Ein Richter darf keinen eigenen, von ihm ausgebildeten oder gezüchteten Hund richten. Das gilt auch für die Nachkommen der ersten Generation dieser Hunde. Das gleiche gilt für die Nachkommen eines Zuchtrüden (erste Generation). Er darf außerdem keine Hunde von Züchtern und Deckrüdenbesitzern oder Eigentümern richten, die mit ihm bis zum 3 Grad verwandt, verschwägert oder verheiratet sind bzw. waren, oder in Lebensgemeinschaften leben.
(6) Die Absätze (4) und (5) gelten sinngemäß auch für Richteranwärter.
(7) Ein Prüfungsleiter oder Richter darf auf einer Prüfung, auf der er in dieser Funktion tätig ist, keinen eigenen Hund führen.
(8) Die Richtereigenschaft ruht:
a. Solange dem Richter der Jagdschein rechtskräftig entzogen ist
b. Er die Voraussetzung des §7 (1) (a) nicht erfüllt hat.
Bei Verdacht auf Jagdscheinentzug ist der Betroffene gegenüber dem Verein beweispflichtig, dass er über einen gültigen, gelösten Jagdschein verfügt. Kommt er dieser Verpflichtung nicht nach, wird davon ausgegangen, dass der Jagdschein entzogen worden ist.
c. Die Richtereigenschaft / Anwärterschaft ruht, solange gegen den Richter / Anwärter wegen eines Verstoßes gegen die Rahmenrichtlinien des Vereines, Richter- oder Prüfungsordnung ermittelt wird.
d. Die Richtereigenschaft ruht ferner, solange der Richter seinen Verpflichtungen und Verbindlichkeiten gegenüber dem Verein nicht nachkommt oder er binnen der in §4 genannten Frist nicht an den Richterfortbildungsmaßnahmen teilgenommen hat.
e. Wird festgestellt, dass ein Richter gegen die Prüfungsordnung verstoßen hat oder er über unzureichende Kenntnisse der PO verfügt, kann ihm der Vorstand in Absprache mit dem Sachbearbeiter für das Richterwesen auferlegen, binnen einer benannten Frist an einer Richterfortbildung teilzunehmen. Diese wird nicht auf die regelmäßige gem. §7 (2) zu absolvierenden Fortbildungsveranstaltung angerechnet.
(1) Der Formwertrichter muss Leistungsrichter sein.
(2) Formwertrichter und Formwertrichteranwärter werden von der Vorstandschaft ernannt.
(3) Der Formwertrichter durchläuft eine qualifizierte Ausbildung unter der Anleitung erfahrener Formwertrichter, des Zuchtwarts und des Sachbearbeiters für das Richterwesen.
(4) Der Formwertrichteranwärter hat an mindestens zwei verschiedenen Terminen bei der Bewertung von insgesamt mindestens zehn Hunden teilzunehmen.
§4 (2) d. gilt entsprechend.
(1) Bei Verweigerung der Antragstellung durch den Sachbearbeiter für das Richterwesen kann sich der Richteranwärter an den Vorstand wenden, der nach Anhörung der Parteien entscheidet.
(2) Lehnt der Verein eine Ernennung des Richteranwärters ab so ist er durch einen eingeschriebenen Brief mit der begründeten Entscheidung zu informieren
Gegen den Bescheid kann der Richteranwärter Widerspruch einlegen. Dieser muss binnen zwei Wochen nach Zugang der Ablehnung schriftlich bei dem Sachbearbeiter für das Richterwesen eingegangen sein. Über den Widerspruch entscheidet die Vorstandschaft.
(1) Die Richterordnung für den Verein für Schwarzwälder Schweißhunde e.V. tritt am 17.6.2012 in Kraft.
(2) Für Richter, die vor Inkrafttreten dieser Ordnung bereits als Richter des Vereins für Schwarzwälder Schweißhunde e.V. registriert waren, gilt die Richtereigenschaft weiterhin.
(3) RA, die vor Inkrafttreten dieser Ordnung bereits als Richteranwärter registriert waren, beenden ihre Ausbildung nach den bisher gültigen Richtlinien.
(4) Richter des JGHV können nach Teilnahme an einer Jugendsichtung und einer Vorprüfung des Verein Schwarzwälder Schweißhund eV zum Leistungsrichter ernannt werden (Nachtrag aus Hauptversammlung 2015).
Erläuterungen zur Richterordnung
Zu §1 - Berechtigung zum Heranbilden von Richteranwärtern
Der Verein muss einen erfahrenen Richter als Sachbearbeiter für das Richterwesen bestellen.
Dieser erfahrene Richter soll mehrfach erfolgreich einen Hund auf Vorprüfungen und Hauptprüfungen geführt haben. Er muss als Richter mehrfach als Richterobmann eingesetzt worden sein und Erfahrungen in der praktischen Richteranwärterausbildung gesammelt haben. Zu den Erfahrungen aus der Praxis heraus muss der Sachbearbeiter die Eigenschaft besitzen mit großen Engagement neue Richteranwärter zu fördern und unterstützend zu begleiten. Er muss in seinem Umfeld für Fortbildungen sorgen und die Weiterbildung der Richter seines Vereins überwachen.
Zu §4 – Ausbildung
§4 (2) b. Ablauf des Praktikums entsprechend §4 (2)
Der Richteranwärter muss alle Hunde seiner Gruppe während der gesamten Prüfung begleiten und über diese berichten.
Ein Praktikum wird nur für die Hunde anerkannt, die durchgeprüft worden sind. Nichtbestehen im letzten Prüfungsfach gilt als durchgeprüft.
§4 (3) d. Richteranwärterbericht
Es ist nicht zulässig, Richteranwärter aufzufordern, Inhalte aus dem Richteranwärterbericht zu streichen oder zu verändern. Der Richteranwärterbericht ist in der ersten eingereichten Version zu bewerten. Fehler im Richteranwärterbericht oder Anmerkungen zur Verbesserung des Berichtes sind in dem Exemplar, dass dem Richteranwärter zurückgeschickt wird, zu vermerken. Ein Richteranwärter hat jeden Versuch einer Beeinflussung i. o. Sinne dem Sachbearbeiter für das Richterwesen zu melden.
Der Richteranwärterbericht ist nach den Vorgaben zu erstellen, die mit dem Richteranwärterausweis dem Richteranwärter ausgehändigt werden.
Zu §5 - Sachkundenachweis
§5(5)
Der Sachbearbeiter für das Richterwesen koordiniert die Zusammenstellung eines Fragenkataloges in Abstimmung mit dem Vorstand. Aus diesem Fragenkatalog stellt der Sachbearbeiter für das Richterwesen zu jedem Prüfungstermin 100 Fragen zu einem Fragebogen zusammen.
Die Verwendung von Hilfsmitteln ist beim Sachkundenachweis nicht gestattet.
Hinweise zur Anfertigung von Richteranwärterberichten
Gem. §4 (3) der Ordnung für das Richterwesen
Der Bericht soll übersichtlich und so geschrieben sein, dass der Leser eines Berichtes sich über die Prüfung und die einzelnen Arbeiten der beschriebenen Hunde ein ausführliches und nachvollziehbares Bild machen kann.
Der Bericht ist innerhalb von 2 Wochen nach der Prüfung zu erstellen und in doppelter Ausfertigung (mit einem Beurteilungsformular) dem Leiter der Prüfungsgruppe vorzulegen.
Es wird folgende Reihenfolge und Gliederung vorgeschlagen:
• Name, Anschrift und Richternummer des Richteranwärters
• Name und Anschrift des Sachbearbeiters für das Richterwesen
• Art, Ort und Datum der Prüfung
• Allgemeines zur Prüfung wie:
- Anzahl der gemeldeten Hunde
- Anzahl der Richtergruppen
- Prüfungsgelände
- Wildvorkommen
• Richtergruppe des Anwärters
- Prüfungsleiter, Name und Richternummer
- Mitrichter, Name und Richternummer
- Auflistung der in der Gruppe geführten Hunde, ZB – Nr., Wurfdatum und Namen der Führer
• Beschreibung der Arbeiten der einzelnen Hunde (mit besonderen Umständen) mit schlüssigen Begründungen der vergebenen Prädikate und Noten.
Im Bericht beschreibt der Richteranwärter alle wesentlichen Vorgänge in seiner Prüfungsgruppe. Das bedeutet, dass er allen Dingen bei Ablauf der Prüfung seine ständige Aufmerksamkeit widmen muss. Vor allem muss er alle Anlagen bzw. Leistungen und Verhaltensweisen der Prüflinge, positive wie negative, sorgfältig und lückenlos beobachten, registrieren, daraus sein Urteil bilden und in schriftliche Berichtsform bringen.
Entscheidend ist, dass alle Urteile schlüssig und nachvollziehbar begründet werden. Der Bericht soll die Besonderheiten der Anlagenprüfungen einerseits und der Leistungsprüfungen anderseits als Unterschiede deutlich zum Ausdruck bringen.
Bei Anlagenprüfungen ist auf die Herleitung des Gesamteindrucks Wert zu legen.
Der Prüfungsleiter prüft den Bericht und den sachlichen Inhalt und die Begründungen für die Urteilfindung sorgfältig. Danach schickt er ein kommentiertes Exemplar an den Richteranwärter zurück und das zweite Exemplar mit der Beurteilung des Richteranwärters an den Sachbearbeiter für das Richterwesen.

References: §1
 §7
 §4
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