Source: https://enthinderungsberatung.astafu.de/?page_id=750
Timestamp: 2018-04-25 05:08:26+00:00

Document:
angepasste Leistungen | Beratung für Studierende mit besonderen gesundheitlichen Bedürfnissen des AStA FU Berlin
Allgemeine Informationen über Nachteilausgleiche auf der Webseite der Freie Universität:
http://www.fu-berlin.de/sites/diversitaet-und-lehre/nachteilsausgleiche/
Einschränkungen der Bewegungsfähigkeit können sich als Gehbehinderung, aber auch als Schreibbehinderung auswirken. Bauliche Anpassungen, aber auch die Genehmigung von Zeitzuschlägen oder der Verwendung eines Computers zum Anfertigen von Klausuren können dann erforderlich sein. Hör- und Sehbehinderungen können ebenfalls angepasste Prüfungsbedingungen erfordern, aber auch die Bereitstellung zusätzlicher Studienmaterialien durch die Dozenten/innen. Studierende mit einer Behinderung oder chronischen Erkrankung sind darauf angewiesen, dass die Hochschule ihre individuellen Einschränkungen berücksichtigt. Für die Durchführung von Studium, Prüfungen und Praktika können unterschiedliche organisatorische und finanzielle Hilfen, Nachteilsausgleiche und Modifikationen erforderlich sein.
Angepasste Studienbedingungen müssen bei Hochschulverwaltung, Dozenten und Prüfungsämtern eingefordert werden. Krankheits- oder behinderungsbedingt erforderliche zusätzliche finanzielle Hilfen (individuelle Studienhelfer, technische Hilfsmittel, verlängerte Förderungsdauer nach BAföG, etc.) müssen beim Studentenwerk und bei Sozialleistungsträgern beantragt werden. Die Beratung für behinderte Studierende an der FU Berlin sowie die Beratungsstelle des Studentenwerks Berlin für behinderte und chronisch kranke Studierende bieten hierbei Beratung und Unterstützung an. Chronisch Kranke Angesprochen fühlen sollen sich nicht nur für Studierende mit körperlichen Behinderungen oder Beeinträchtigungen der Sinnesorgane, sondern auch chronisch kranke sowie psychisch kranke Studierende. Chronische Erkrankungen wie z.B. Funktionseinschränkungen der inneren Organe können dazu führen, dass die Betroffenen zeitlich reduziert belastbar sind und dass sie zur Versorgung ihrer Krankheit bestimmte organisatorische Möglichkeiten, wie z.B. einen Ruheraum, an der Hochschule benötigen, ebenso aber ggf. auch angepasste Bedingungen bei Klausuren.
Funktionseinschränkungen des Nervensystems können sich z.B. als Sprachbehinderung auswirken und angepasste Prüfungsbedingungen erfordern. Psychische Erkrankungen können z.B. eine verlängerte Bearbeitungszeit oder den Ausschluss der Öffentlichkeit in Prüfungen erfordern. Studierende mit chronischen Krankheiten und anderen äußerlich nicht sichtbaren Behinderungen sind in besonderem Maße darauf angewiesen, die Verantwortlichen an der Hochschule zunächst auf ihre Einschränkung aufmerksam zu machen, um die erforderliche Unterstützung und die ihrer Krankheit/Behinderung angemessenen Studienbedingungen zu erhalten.
Das BerlinerHochschulgesetz
Das Berliner Hochschulgesetz (BerlHG) bestimmt in § 4 Abs. 7 zu den Aufgaben der Hochschulen:
Die Hochschulen berücksichtigen die besonderen Bedürfnisse behinderter Studenten und Studentinnen sowie von Studienbewerbern und Studienbewerberinnen mit Behinderung und treffen in allen Bereichen die erforderlichen Maßnahmen zur Integration der behinderten Studenten und Studentinnen. Für die Durchführung des Studiums und der Prüfung sind geeignete
Maßnahmen zu treffen, die unter Wahrung der Gleichwer
tigkeit einen Nachteilsausgleich ge-
Unter „Rechte und Pflichten der Studenten und Studentinnen“ regelt § 9 Abs. 2
Jedem Studenten und jeder Studentin mit Behinderung sowie jedem Studienbewerber und je-
der Studienbewerberin mit Behinderung soll die erforderliche Hilfe zur Integration nach § 4
Abs. 7 zur Verfügung gestellt werden.
Zu den Prüfungsleistungen regelt § 31 Absatz 3 BerlHG:
Ein Nachteilsausgleich für Studenten und Studentinnen mit Behinderung zur Anerkennung
gleichwertiger Leistungen in anderer Form oder verlängerter Zeit ist vorzusehen.
§ 44 Abs. 1 BerlHG enthält ein allgemeines Diskriminierungsverbot:
Die Mitglieder der Hochschule sind verpflichtet (…) 3. sich so zu verhalten, dass niemand wegen (…) einer Behinderung oder seines Alters benachteiligt wird.
§ 11 Leistungen bei Behinderungen,

References: § 4
 § 9
 § 4
 § 31

§ 44

§ 11