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Timestamp: 2016-02-14 20:50:47+00:00

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Das Konto ist eine zweiseitige Rechnung des Kreditinstituts zur Erfassung von Forderungen und Verbindlichkeiten, die aus der Geschäftsbeziehung zwischen dem Kreditinstitut und dem Kunden entstehen. Das Konto zeigt Bestände und Veränderungen dieser Bestände durch Gut- bzw. Lastschriften.
- für das Kreditinstitut: Erhalt von Geldern zur Verwendung im Kreditgeschäft, Abwicklung von Krediten, Erträge durch Provisionen, Gebühren und Sollzinsen. - für den Kunden: Verminderung der Bargeldhaltung, Teilnahme am bargeldlosen Zahlungsverkehr, Zinserträge, Inanspruchnahme weiterer Bankdienstleistungen Einrichtung eines Kontos (Abschluss eines Kontovertrages):
Der Kontovertrag kommt durch zwei übereinstimmende Willenserklärungen zustande. Der Kunde beantragt die Eröffnung eines Kontos (1. Willenserklärung) und das Kreditinstitut nimmt diesen Antrag an (2. Willenserklärung). Kontoverträge werden in der Regel schriftlich geschlossen, damit sich das Kreditinsitut rechtlich absichern kann. Inhalt des Eröffnungsantrags:
Ein Kontovertrag enthält: genaue Bezeichnung des Kontos Bezeichnung der Kontoart Angaben zur Person des Kontoinhabers Angaben nach § 8 Geldwäschegesetz (Konto für eigene oder fremde Rechnung) Einbeziehung der AGB (Allgemeine Geschäftsbeziehungen) und evtl. Sonderbedingungen Unterschrift des Antragstellers Vermerke zur Legitimation (§ 154 AO) und Bearbeitungsvermerk der Bank Privatpersonen müssen ihre Einwilligung zur Datenübermittlung an die Schufa (Schufa-Klausel) geben (Nur bei Eröffnung eines KK-Kontos). Kontovollmachten werden auf gesonderten Formblättern festgehalten. Kontoinhaber:
Zum Abschluss eines Kontovertrages sind Rechtsfähigkeit und Geschäftsfähigkeit erforderlich. Nicht voll geschäftsfähige natürliche Personen (z.B. Minderjährige) können ohne Zustimmung ihrer gesetzlichen Vertreter keine Konten eröffnen (da eine Kontoeröffnung auch zu Benachteiligungen führen kann, § 107 BGB). Kontoinhaber können natürliche Personen, juristische Personen, Firmen und Personenvereinigungen sein. Gemäss § 154 Abgabenordnung (AO) müssen sich die Kreditinstitute Gewissheit über den Namen und die Anschrift des Kontoinhabers verschaffen. Zweck: Niemand darf auf einen falschen oder erdichteten Namen für sich oder einen Dritten ein Konto eröffnen. Kontoinhaber:
Vor- und Zuname Patrick Wolf
Privatkunden, die nicht rechtsfähige Personenvereinigungen vertreten
Konto auf den Name der Vereinigung oder auf den Namen des Vertreters mit Zusatz Peter Paul, Sonderkonto Klassenfahrt
Konto als Gemeinschaftskonto auf die Beteiligten
Erbengemeinschaft Franz und Ingrid Reim
Firmenkunden, die als Einzelfirmen eingetragen sind
Firmenbezeichnung laut Handelsregister
Spedition Myers, Inh. Mike Myers
Beglaubigter Handelsregisterauszug und persönliche Legitimation der kontoeröffnenden Person
Firmenkunden als:
DVD-Direct GmbH, Muster AG, Taxigenossenschaft e.G., FC Celle e.V. Beglaubigter Auszug aus dem jeweiligen öffentlichen Register und die persönliche Legitimation der kontoeröffnenden Person Firmenkunden als Personenhandels-gesellschaften- OHG- KG Firmenbezeichnung laut Handelsregister
Muster OHG, Mertens KG, Sievers & Co., Sanierungen
Firmenkunden als Personen des öffentl. Rechts
Genaue Bezeichnung des Konoinhabers Gemeinde Winsen -Amtskasse-
Existenznachweis in Form von Gesetzen, Satzungen usw. sowie die persönliche Legitimation der kontoeröffnenden Person
Arztpraxen, Rechtsanwaltskanzleien
Arztpraxis Dr. Gohlke und Dr. Wolf
Legitimation der einzelnen Gesellschafter und Vorlage des Gesellschaftsvertrages Partnergesellschaften
Name der Partnerschaft, die im Partnerschaftsregister steht
Gehrke & Partner. Steuerberater
Beglaubigter Auszug aus dem Partnerschaftsregister und persönliche Legitimation der kontoeröffnenden Person
Bezeichnung laut Satzung
Kegelclub "Haut sie um"
Vorlage der genehmigten Satzung und Legitimation des Vertreters
Einzelkonto oder Gemeinschaftskonto:
Kreditinstitute unterscheiden zwischen Einzel- bzw. Gemeinschaftskonten. Kontoinhaber eines Einzelkontos ist eine einzelne Person, während Gemeinschaftskonten mehrere Kontoinhaber haben. Es gibt zwei Arten von Gemeinschaftskonten: Kreditaufnahmen und Kontoauflösungen können auch bei Oder-Konten nur gemeinschaftlich vorgenommen werden. Ein Oder-Konto kann von jedem Kontoinhaber in ein Und-Konto umgewandelt werden. Kontovollmachten müssen ebenfalls gemeinsam erteilt werden. Konten zugunsten Dritter:
Konten können auch auf den Namen einer dritten Person eingerichtet werden (z.B. ein Sparkonto auf den Namen des Enkels). Auch hier gibt es zwei Möglichkeiten:
Konten auf den Namen eines Dritten (Existenznachweis durch amtliche Urkunde)
Konten auf Grundlage eines Vertrages zugunsten Dritter
Bei der Kontoeröffnung auf den Names eines Dritten sind zwei Fälle zu unterscheiden:
Der Dritte soll sofort verfügungsberechtigt sein (Legitimation des Antragstellers als auch Legitmation des Dritten bzw. seines gesetzl. Vertreters. Gläubiger ist der Dritte. Verf�gungsrecht soll erst zu einem sp�teren Zeitpunkt auf den Dritten �bergehen (Legitimation des Antragstellers gen�gt). Hieraus ergeben sich jedoch steuerliche Nachteile, da der Antragssteller zwar der Gl�ubiger ist, das Kontoguthaben jedoch nicht freigestellt werden kann. In der Regel wird die Er�ffnung solcher Konten von den KI`s abgelehnt. Bei einem "Vertrag zugunsten Dritter" soll das Geld in der Regel erst mit dem Eintreffen bestimmter, vertraglich festgehaltener Bedingungen auf den Dritten übergehen. Beim Abschluss eines solchen Vertrages genügt die Legitimation des Antragstellers. Der Vertrag kann jederzeit widerrufen werden, es sei denn man hat einen "Vertrag zugunsten Dritter ohne Widerrufsvorbehalt" abgeschlossen. Hier kann der Vertrag folgerichtig nicht widerrufen werden. Treuhandkonten: Diese Konten dienen der Verbuchung von Vermögenswerten, die nicht dem Kontoinhaber gehören. Der Kontoinhaber unterhält das Konto im eigenen Name für fremde Rechnung. Es gibt zwei Arten von Treuhandkonten:
Offene Treuhandkonten: Diese lauten auf den Namen des Treuhändlers mit einem Zusatz, der das Treuhandverhältnis anzeigt.
Verdeckte Treuhandkonten lauten auf den Namen des Treuhändlers ohne Zusatz. Das Treuhandverhältniss ist nicht offensichtlich. Offene Treuhandkonten lassen sich in zwei Typen unterteilen: "Anderkonten" und "Andere offene Treuhandkonten" Anderkonten dürfen nur von Angehörigen bestimmter Berufsgruppen (Notare, Rechtsanwälte, Patentanwälte) eröffnet und geführt werden. Bei der Eröffnung hat der Notar, Rechtsanwalt usw. zu erklären, dass das Konto nicht für eigene Rechnung geführt wird. Der Kontoeröffnende ist bei jeder Kontoeröffnung verpflichtet, den Namen und die Anschrift desjenigen mitzuteilen, für dessen Rechnung er handelt. Er darf eigene Vermögenswerte nicht einem Anderkonto zuführen oder auf einem solchen belassen. Die Bank darf gegen ein Anderkonto weder ein Pfändungs- noch ein Zurückbehaltungsrecht geltend machen. Ansprüche aus Anderkonten sind nicht abtretbar bzw. verpfändbar. Eine Kontovollmacht darf nur einem anderen Rechtsanwalt, Notar, Notar a.D., Patentanwalt, Wirtschaftsprüfer oder Steuerberater erteilt werden. Stirb der Kontoinhaber, so geht die Forderung aus seinem Anderkonto nicht auf die Erben über. Neuer Kontoinhaber wird der von der Landesjustizverwaltung bestellte Abwickler.
Andere offene Treuhandkonten können für gesetzliche und private Treuhänder eingerichtet werden (Nachlassverwalter, Wohnungsverwalter, Treuhandgesellschaften usw). Das Treuhandkonto muss durch einen entsprechenden Zusatz als ein solches deklariert werden.
Prüfungspflichten bei einer Kontoeröffnung: Bevor ein Konto von dem Kreditinstitut gesetzteskonform eröffnet werden kann, müssen einige Prüfungen durchgeführt werden. Gemäss § 154 AO muss sich der Antragsteller anhand eines amtlichen Lichtbildausweises legitimieren, da niemand Konten auf einen erfundenen oder falschen Namen eröffnen darf. Auch die Bevollmächtigten eines Kontos müssen sich gem. § 154 Abs. 2 legitimieren, da das KI jederzeit in der Lage sein muss, die Bevollmächtigten eines Kontos und deren Anschrift nennen zu können. Mit der Legitimationsprüfung verbinden die KI gleichzeitig die Prüfung der Geschäftsfähigkeit. Die Geschäftsfähigkeit ist die Fähigkeit, Rechte und Pflichten durch Rechtsgeschäfte erwerben zu können. Natürliche Personen sind mit der Vollendung des 18. Lebensjahrs voll geschäftsfähig. Juristische Personen werden durch ihre Organe bzw. Inhaber rechtsgeschäftlich verpflichtet. Ist die Geschäftfähigkeit nicht oder nur beschränkt gegeben, so sind die Kontoverträge unwirksam bzw. schwebend unwirksam. Eröffnet z.B. ein 16-Jähriger ein Girokonto, so ist der Kontovertrag schwebend unwirksam, da der Minderjährige nur beschränkt geschäftsfähig ist. Zur vollen Gültigkeit des Vertrages bedarf es der Unterschrift beider gesetzlichen Vertreter.
Weiterhin muss das Kreditinstitut den wirtschaftlich Berechtigten gem. § 8 GWG feststellen. Handelt der Kontoinhaber nicht für eigene Rechnung, so muss das Kreditinstitut Namen und Anschrift desjenigen erfragen und festhalten, für dessen Rechnung gehandelt wird. Die Annahme des Kontoeröffnungsantrags:
Der Kontoeröffnungsantrag kann von dem Kreditinsititut durch schlüssiges oder ausdrückliches Handeln (Zusendung des Kontoeröffnungsantrags) angenommen werden. Mit Annahme des Eröffnungsantrages durch das Kreditinstitut gilt der Kontovertrag als geschlossen. Kommentare
Durchschnittliche Leserbewertung: Pfändungsschutzkonten, TobiasH, 30.03.2014
Ja, Pfändungsschutzkonten können auch im Onlinebanking innerhalb der Verfügungsgrenzen geführt werden.
Online Banking bei Pfändungsschutzkonten, ankee, 27.07.2012
´gibt es bei Pfändungsschutzkonten auch Online Banking? Gibt es dann nur die Ansicht oder kann der Kunde auch ganz normal überweisungen tätigen?
Eine Frage,, vfler90, 24.09.2010
Also wenn eine GmbH, OHG, KG usw. ein Konto eröffnen und man nimmt an, das die jeweils 2 oder mehr Geschäftsführer, Gesellschafter, Vorstände haben (die allesamt die Firma vertretetn), müssen dann zur Kontoeröffnung jweils alle zusammen unterschreiben oder darf auch einer alleine?
Prima!, BL, 20.09.2007
Echt ne super Seite und ein guter Artikel. Da steht alles drin, was man wissen muss. Sehr übersichtlich und gut gemacht!!! Macht weiter so ihr helft uns Azubis echt !
Notaranderkonto vollmacht, Puppe07, 15.08.2007
Doch das darf der Notar!Einen amtlichbestellten Vertreter kann er bestimmen!
Echt gut gemacht und alles wichtige gut zusammen gefasst!
Notaranderkonto, elgi, 25.05.2007
beim notaranderkonto darf der notar keine vollmacht erteilen, das darf nur die landesjustizverwaltung!!!
Das ist top!, CoBa-Susi, 09.05.2007
Man hat ihr alles Wichtige auf einem Blick.
Echt klasse..., SweetheartJ, 05.03.2007
Super, die ganzen Informationen sind sehr hilfreich, echt tolle darstellung...
klasse, JoeBlack, 07.09.2006
inforeich und für anfänger leicht zu verstehen.
ob selbst ausgedacht oder abgeschrieben kann einem egal sein, sofern der inhalt stimmt.
mgf JoeBlack
fast knowledge zum mitnehmen, bitte..., immortal_technique, 22.03.2006
19:45, ein Tag vor der Klausur, keine Ahnung von irgendwas, 2 von 30 Unterrichtsstunden mitgeschrieben, eine Lösung des Problems:
eure Zusammenfassung :-)
prägnant und präzise, schnell und ohne bla bla - diesen Service kenne ich sonst nur von McDonalds.
Super, melli1901, 12.01.2006
Also die seite ist echt gut. Besser und einfacher zu verstehen als im Unterrricht
super, Ine, 21.10.2005
ist super augearbeitet. weiter so
Super, Bankazubi2004, 10.06.2005
Hat mir weiter geholfen. Fast genau so wie im Unterricht, nur ein bisschen einfacher beschrieben! Vielen Dank!
genau wie im grill....., anna88, 13.04.2005
udn was hilft mir des wenn ich was über geldwäsche wissen will....
Danke, Basti_B, 06.01.2005
DAnke supa ausgearbeitet!!
oi, Blumi, 12.03.2004
Herr Wolf kann allgemein sehr gut abschreiben, sternle! Siehe beitrag zum Ausbildungsverhältnis! hihi! Für nichtwisser eigentlich aber ganz gute Beiträge!
Ich finds total klasse, Contrella, 13.01.2004
Die Seite hat mir wirklich weitergehofen. Sie ist übersichtlich und einfach zu verstehen. Hab viel davon gebrauchen können. Dickes Lob an euch!!!!
Informativ, Brini, 07.01.2004
enthällt die wichtigsten Infos, was ist aber mit Depot-, Spar- und Termingeldkonten?
"Sternle" die Leuchte, Sultan83, 30.12.2003
Da hat die Sternle doch tatsächlich die Endeckung gemacht, das so manches was hier veröffentlicht wird auch anderswo steht!
Sternle liebste, schon mal überlegt das nicht jeder das " Bei mir im System" zuhause hat.
Eure Seite ist echt super. 2-3 Klicks und die gebrauchte Info ist vor der Nase.
Auch wenn ihr euch das alles nicht selbst ausdenkt.. ;-)
Naja, sternle, 07.11.2003
Bei mir im System steht es genausodrin wie hier, also grad abgeschrieben
Super Selbststudiumshilfe, , 18.09.2003
Wer schon mal ein Selbststudium geschrieben hat oder gerade eins schreibt, weiß was man oft für Probleme damit hat. Diese Seite hilft wirklich weiter.
Vertrag zu gunsten dritter ohne wiederrufsvorbehalt, N.A., 06.09.2003
Erstmal, ich find es gut das ihr das so ausführlich gemacht habt, da es oft in Zwischen/Abschlusprüfungen reinkommt.
Verträge zugunsten dritter ohne Wieder- rufsvorbehalt können von den Erben wiederrufen werden, solange der Begünstigter die Schenkung noch nicht angenommen hat - Mühlmeier S.?? kenn ich noch nicht auswendig.
Kontoeröffnung - Reisepass -, N.A., 06.09.2003
Wichtig ist, wenn wir zur Legitimation einen
Reisepass nehmen, brauchen wir "umbedingt" eine Meldebestätigung - nur wenn er einen Dispo möchte was eigendlich der regelfall ist. Auf dem Reisepass ist nämlich keine Adresse eingetragen. Die Meldebestätigung sollte nicht älter als 3 Monate sein. MFG MF
nicht überzeugend, overfiend, 24.01.2003
liest sich ja alles ganz nett, nur: es liest sich wie abgeschrieben. ehrlich: jeder azubi hat fachliteratur daheim -sei es nur ein schulbuch-, da wäre auf so einer homepage doch etwas mehr feingefühl angebracht...
Toll!, Sushi, 18.10.2002
Gefällt mir sehr gut - vorallem die tabellarischen gliederungen! mein vortrag is damit gerettet.
Ganz gut gemacht...., Kleines, 04.06.2002
... aber für den Einstieg eines sog. Saustiftes zu viel Spezialfälle.

References: § 8
 § 107
 § 154
 § 154
 § 154
 § 8