Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=BSG&Datum=16.07.2014&Aktenzeichen=B%203%20KR%202/13%20R
Timestamp: 2019-10-19 08:35:29+00:00

Document:
BSG, 16.07.2014 - B 3 KR 2/13 R - dejure.org
https://dejure.org/2014,16998
BSG, 16.07.2014 - B 3 KR 2/13 R (https://dejure.org/2014,16998)
BSG, Entscheidung vom 16.07.2014 - B 3 KR 2/13 R (https://dejure.org/2014,16998)
BSG, Entscheidung vom 16. Juli 2014 - B 3 KR 2/13 R (https://dejure.org/2014,16998)
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Krankenversicherung; häusliche Krankenpflege; An- und Ablegen eines Verbandes (hier Gilchristverband)
§ 37 Abs 2 S 1 Halbs 2 SGB 5 vom 26.03.2007, § 37 Abs 4 SGB 5, § 37 Abs 46 S 2 SGB 5, § 92 Abs 1 S 1 SGB 5, § 92 Abs 1 S 2 Nr 6 SGB 5
SGB V § 37 Abs. 2; SGB V § 92 Abs. 1 S. 2 Nr. 6
Kostenerstattung für häusliche Krankenpflege durch die gesetzliche Krankenversicherung; An- und Ablegen eines Gilchristverbandes
Häusliche Krankenpflege - und der Verbandswechsel
SG Leipzig, 22.01.2010 - S 8 KR 76/08
LSG Sachsen, 23.05.2012 - L 1 KR 48/10
NZS 2014, 869
Das BSG hat für solche Pflegemaßnahmen den Begriff der verrichtungsbezogenen krankheitsspezifischen Pflegemaßnahme geprägt (…BSG SozR 3-2500 § 37 Nr. 3; vgl auch BSG Urteil vom 16.7.2014 - B 3 KR 2/13 R - vorgesehen für SozR 4-2500 § 37 Nr. 12 - Gilchristverband) .
Die Parallelität und Gleichrangigkeit der Ansprüche gegen die Krankenkasse und die Pflegekasse kommt auch in der Vorschrift des § 13 Abs. 2 SGB XI zum Ausdruck, wonach die Leistungen der häuslichen Krankenpflege nach § 37 SGB V unberührt bleiben (vgl auch BSG Urteil vom 16.7.2014 - B 3 KR 2/13 R - vorgesehen für SozR 4-2500 § 37 Nr. 12 - Gilchristverband) .
Klarstellend hat die Rechtsprechung zur Abgrenzung von krankheitsspezifischen verrichtungsbezogenen Pflegemaßnahmen den Begriff der "reinen Grundpflege" geprägt ( BSG Urteil vom 16. Juli 2014, - B 3 KR 2/13 R mwN).
Eine Kostenerstattung nach § 37 Abs. 4 SGB V kommt hier ebenfalls nicht in Betracht, da diese Bestimmung nur eingreift, wenn die Krankenkasse ihre Leistungspflicht bejaht, aber eine Kraft für die häusliche Krankenpflege nicht stellen kann oder Grund besteht, davon abzusehen (…vgl. hierzu Padé, in: jurisPK-SGB V, 2. Aufl. 2012, § 37 SGB V Rn. 77f.; a.A. wohl BSG 16.7.2014 - B 3 KR 2/13 R, juris Rn. 34).
Unter Berücksichtigung der praktischen Erfordernisse und des Wirtschaftlichkeitsgebots ist § 37 Abs. 4 SGB V in Verbindung mit § 6 Abs. 6 HKP-RL daher dahin auszulegen, dass die Krankenkasse die Kosten einer selbstbeschafften Pflegekraft auch zu übernehmen hat, solange sie noch keine Entscheidung über die Genehmigung getroffen hat und deshalb eine Pflegekraft nicht gestellt hat (BSG 16.7.2014 - B 3 KR 2/13 R, juris Rn. 30).
Das Bundessozialgericht hat in der Entscheidung vom 16.7.2014 (B 3 KR 2/13 R, Gilchrist-Verband, zitiert nach juris) nochmals zusammenfassende Ausführungen zur Abgrenzung der Leistungen der Pflegeversicherung und der Behandlungssicherungspflege gemacht (Unterstreichungen durch das erkennende Gericht).
LSG Berlin-Brandenburg, 29.03.2019 - L 1 KR 466/17
Häusliche Krankenpflege - Kostenerstattung - Selbstbeschaffung
Soweit sich aus § 6 Abs. 6 der Hauskrankenpflege-Richtlinie ergibt, dass die ärztlich verordneten Leistungen der häuslichen Krankenpflege auch für die Zeit vor der Vorlage der Verordnung bei der Krankenkasse zu gewähren sind, ist das zwar grundsätzlich auch auf den Kostenerstattungsanspruch aus § 37 Abs. 4 SGB V entsprechend anwendbar (BSG v. 16. Juli 2014 - B 3 KR 2/13 R - juris Rn 34).

References: § 37
 § 37
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 § 92
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 § 37
 § 92
 § 37
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 § 13
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 § 6
 § 6
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