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VGH Bayern, 05.02.2007 - 22 N 06.2838 - dejure.org
VGH Bayern, 05.02.2007 - 22 N 06.2838
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VGH Bayern, 05.02.2007 - 22 N 06.2838 (https://dejure.org/2007,11700)
VGH Bayern, Entscheidung vom 05.02.2007 - 22 N 06.2838 (https://dejure.org/2007,11700)
VGH Bayern, Entscheidung vom 05. Februar 2007 - 22 N 06.2838 (https://dejure.org/2007,11700)
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Wasserschutzgebiet; räumlicher Geltungsbereich; Bestimmtheitsgrundsatz; weitere Schutzzone III B; flächenmäßige Ausdehnung eines Wasserschutzgebiets; Erforderlichkeit der Festsetzung eines Wasserschutzgebiets;; unterirdisches Einzugsgebiet; Mächtigkeit und Dichtigkeit
Voraussetzungen für die Festsetzung eines Wasserschutzgebiets; Verletzung der Grasnarbe bei Verschwinden des Grasbewuchses; Einbeziehung von Grundstücken in ein Wasserschutzgebiet
Das Wohl der Allgemeinheit erfordert die Festsetzung eines Wasserschutzgebietes zum Schutz des Grundwassers, wenn das genutzte Grundwasservorkommen schutzwürdig und schutzbedürftig und ohne unverhältnismäßige Beeinträchtigung der Rechte anderer auch schutzfähig ist (vgl. zu diesen die Erforderlichkeit bestimmenden Kriterien VGH Bad.-Württ., Urteil vom 21.12.1982 - 5 S 1359/81 -, DVBl 1983, 638; Urteil vom 24.03.1986 - 5 S 2831/84 -, NVwZ 1987, 241; Urteil vom 13.12.1996 - 8 S 1757/96 -, ZfW 1998, 312; Urteil vom 23.06.1997 - 8 S 374/97 -, ZfW 1998, 436; Beschluss vom 05.08.1998 - 5 S 1906/97 -, NVwZ 1999, 1249 = ZfW 2000, 138; Urteil vom 21.11.2001 - 8 S 940/01 - juris; BayVGH, Urteil vom 26.06.2002 - 22 N 01.2626 -, ZfW 2003, 219; Urteil vom 13.06.1996 - 22 N 93.2863 -, BayVBl 1997, 111 [bestätigt durch BVerwG, Beschluss vom 30.09.1996 - 4 NB 31.96 -u.a., NVwZ 1997, 887]; Urteil vom 15.09.2005 - 22 N 05.1126 , ZfW 2007, 235; Urteil vom 13.10.2006 - 22 N 06.1247 -, juris; Urteil vom 27.10.2006 - 22 N 04.1544 -, ZfW 2008, 112; Urteil vom 05.02.2007 - 22 N 06.2838 -, ZfW 2008, 158; Urteil vom 15.09.2005 - 22 N 05.1126 , ZfW 2007, 235; OVG Rheinland-Pfalz, Urteil vom 09.03.2000 - 1 C 12087/98 -, ZfW 2000, 243; Urteil vom 08.05.2008 - 1 C 10511/06 - juris [bestätigt durch BVerwG, Beschluss vom 28.10.2008 - 7 BN 4.08 -, juris]; Hess. VGH, Urteil vom 24.11.2006 - 7 N 1420/05 -, ZUR 2007, 156; Niedersächsisches OVG, Urteil vom 04.10.1995 - 2 K 2/94 -, UPR 1996, 312; Urteil vom 28.05.2002 - 7 KN 75/01 -, OVGE MüLÜ 49, 371;… Czychowski/Reinhardt, WHG, 9. Aufl. 2007, § 19 Rn. 10;… Bulling/Finkenbeiner/Eckardt/Kibele, WG Bad.-Württ., § 24 Rn. 41).
Es ist deshalb nicht zu beanstanden, wenn sich die Wasserrechtsbehörde bei einer näheren Abgrenzung des Schutzgebiets und seiner Zonen mit wissenschaftlich fundierten, in sich schlüssigen Schätzungen begnügt (BayVGH, Urteil vom 26.06.2002 - 22 N 01.2626 -, ZfW 2003, 219; Urteil vom 13.10.2006 - 22 N 06.1247 -, juris; Urteil vom 27.10.2006 - 22 N 04.1544 -, ZfW 2008, 112; Urteil vom 05.02.2007 - 22 N 06.2838 -, ZfW 2008, 158; Urteil vom 20.05.2009 - 22 N 07.1775 -, juris; OVG Rheinland-Pfalz, Urteil vom 09.03.2000 - 1 C 12087/98 -, ZfW 2000, 243; Urteil vom 08.05.2008 - 1 C 10511/06 - juris [bestätigt durch BVerwG, Beschluss vom 28.10.2008 - 7 BN 4.08 -, juris]; VGH Bad.-Württ., Urteil vom 23.06.1997 - 8 S 374/97 -, ZfW 1998, 436;… Czychowski/Reinhardt, WHG, 9. Aufl. 2007, § 19 Rn. 14).
c.) Die Einteilung der Schutzzonen in die Zonen I bis III (vorliegend ohne weitere Unterteilung der Zone III in A und B) und ihre Abgrenzung folgt den hierfür nach guter fachlicher Übung vorgesehenen Grundsätzen und Erfahrungswerten, wie sie beispielsweise in den vom Deutschen Verein des Gas- und Wasserfaches e.V. (DVGW) in Abstimmung mit der Länderarbeitsgemeinschaft Wasser (LAWA) erarbeiteten "Richtlinien für Trinkwasserschutzgebiete", deren I. Teil die Schutzgebiete für Grundwasser zum Gegenstand hat (DVGW-Arbeitsblatt W 101 vom Februar 1995 - nunmehr Juni 2006), aufgeführt sind (VGH Bad.-Württ., Urteil vom 13.12.1996 - 8 S 1757/96 -, ZfW 1998, 312; BayVGH, Urteil vom 05.02.2007 - 22 N 06.2838 -, ZfW 2008, 158; Nds. OVG, Urteil vom 28.05.2002 - 7 KN 75/01 -, OVGE MüLÜ 49, 371; vgl. für Baden-Württemberg auch Verwaltungsvorschrift des Umweltministeriums über die Festsetzung von Wasserschutzgebieten - VwV-WSG - i.d.F. v. 06.05.1996, GABl.
Das in dem Regelwerk konzentrierte Fachwissen erfordert aber seine Berücksichtigung im Einzelfall und legt darüber hinaus nahe, dass Abweichungen begründet werden und sachlich gerechtfertigt sein müssen (vgl. VGH Bad.-Württ., Urteil vom 13.12.1996 - 8 S 1757/96 -, ZfW 1998, 312; BayVGH, Urteil vom 05.02.2007 - 22 N 06.2838 -, ZfW 2008, 158; Nds. OVG, Urteil vom 28.05.2002 - 7 KN 75/01 -, OVGE MüLÜ 49, 371; OVG Rheinland-Pfalz, Urteil vom 27.9.1989 - 10 C 42.88 -, ZfW 1990, 480;… Czychowski/Reinhardt, WHG, 9. Aufl. 2007, § 19 Rn. 18; Salzwedel, ZfW 1992, 397, 404 zur Fassung 1975;… Bulling/Finkenbeiner/ Eckardt/Kibele, WG Bad.-Württ., § 24 Rn. 46f).
Die in Bezug genommenen Unterlagen dürfen die Beschreibung des Geltungsbereichs nicht ersetzen, sondern nur präzisieren (…vgl. BayVGH, U.v. 28.11.2008 - 22 N 05.332 u.a. - juris Rn. 19; U.v. 5.2.2007 - 22 N 06.2838 - ZfW 2008, 158/160;… U.v. 21.12.2004, BayVBl 2005, 629 = juris Rn. 36).
Der Verwaltungsgerichtshof hat hierzu entschieden, dass die grobe Umschreibung auch im Abdruck einer Karte gesehen werden kann (vgl. BayVGH, U.v. 5.2.2007 - 22 N 06.2838 - ZfW 2008, 158/159;… U.v. 18.5.1999 - 9 N 97.2491 - BayVBl 2001, 434 = juris Rn. 55; vgl. auch Böhm/Welsch in Bengl/Berner/Emmerig, LStVG, Art. 51 Anm. 6).
Für die dritte Möglichkeit des Art. 51 Abs. 3 Satz 1 LStVG, also die grobe Umschreibung, kann nichts anderes gelten; die in Bezug genommenen Unterlagen haben insofern nicht ersetzende, sondern lediglich präzisierende Funktion (vgl. BayVGH, U.v. 5.2.2007 - 22 N 06.2838 - ZfW 2008, 158/159).
c.) Die Einteilung der Schutzzonen in die Zonen I bis III und ihre Abgrenzung folgt den hierfür nach guter fachlicher Übung vorgesehenen Grundsätzen und Erfahrungswerten, wie sie beispielsweise in den vom Deutschen Verein des Gas- und Wasserfaches e.V. (DVGW) in Abstimmung mit der Länderarbeitsgemeinschaft Wasser (LAWA) erarbeiteten "Richtlinien für Trinkwasserschutzgebiete", deren Teil I. die Schutzgebiete für Grundwasser zum Gegenstand hat (DVGW-Arbeitsblatt W 101), aufgeführt sind (VGH Bad.-Württ., Urteil vom 13.12.1996 - 8 S 1757/96 -, ZfW 1998, 312; BayVGH, Urteil vom 05.02.2007 - 22 N 06.2838 -, ZfW 2008, 158; Nds. OVG, Urteil vom 28.05.2002 - 7 KN 75/01 -, OVGE MüLÜ 49, 371; vgl. für Baden-Württemberg auch Verwaltungsvorschrift des Umweltministeriums über die Festsetzung von Wasserschutzgebieten - VwV-WSG - i.d.F. v. 06.05.1996, GABl.
Das in dem Regelwerk konzentrierte Fachwissen erfordert aber seine Berücksichtigung im Einzelfall und legt darüber hinaus nahe, dass Abweichungen begründet werden und sachlich gerechtfertigt sein müssen (vgl. VGH Bad.-Württ., Urteil vom 13.12.1996 - 8 S 1757/96 -, ZfW 1998, 312; BayVGH, Urteil vom 05.02.2007 - 22 N 06.2838 -, ZfW 2008, 158; Nds. OVG, Urteil vom 28.05.2002 - 7 KN 75/01 -, OVGE MüLÜ 49, 371; OVG Rheinland-Pfalz, Urteil vom 27.09.1989 - 10 C 42.88 -, ZfW 1990, 480;… Czychowski/Reinhardt, WHG, 9. Aufl. 2007, § 19 Rn. 18; Salzwedel, ZfW 1992, 397, 404 zur Fassung 1975;… Bulling/Finkenbeiner/Eckardt/Kibele, WG Bad.-Württ., § 24 Rn. 46 f).
VGH Bayern, 16.11.2009 - 22 ZB 08.2165
Wasserrechtliche Anordnungen; Freiland-Gänsehaltung; Umsetzung von Verboten einer …
Der Verwaltungsgerichtshof hat diese Regelungen bereits in einem Normenkontrollverfahren überprüft und für rechtmäßig gehalten (BayVGH vom 5.2.2007 ZfW 2008, 158).
Dies setzt eine möglichst geschlossene Grasnarbe voraus (vgl. hierzu BayVGH vom 5.2.2007, a.a.O.), was bei Einzelflächen von über 0, 5 m² und erst recht bei einer Gesamtfläche von über 100 m² offensichtlich nicht mehr der Fall ist.
Zweifel daran, dass das Verbot einer flächigen Verletzung der Grasnarbe im Wasserschutzgebiet rechtmäßig ist, bestehen - wie oben ausgeführt - nicht (vgl. BayVGH vom 5.2.2007, a.a.O.).
VGH Bayern, 24.10.2007 - 22 N 05.2524
Wasserschutzgebiet; Erforderlichkeit der Festsetzung; Schutzbedürftigkeit; …
Die Festsetzung eines Wasserschutzgebiets ist dann erforderlich i.S. von § 19 Abs. 1 Nr. 1 WHG, wenn sie vernünftigerweise geboten ist, um eine Beeinträchtigung der Eignung des in Anspruch genommenen Grundwassers für Trinkwasserzwecke zu vermeiden und entsprechende Restrisiken weiter zu vermindern (ständige Rechtsprechung, vgl. zuletzt BayVGH vom 5.2.2007 Az. 22 N 06.2838).
Die Erforderlichkeit der Festsetzung eines Wasserschutzgebiets ist anhand von Schutzwürdigkeit, Schutzbedürftigkeit und Schutzfähigkeit des Trinkwasservorkommens zu beurteilen (ständige Rechtsprechung, vgl. zuletzt BayVGH vom 5.2.2007 Az. 22 N 06.2838).
Dieser Beurteilung des zuständigen Wasserwirtschaftsamts kommt aufgrund seiner Stellung als kraft Gesetzes eingerichteter Fachbehörde (Art. 75 Abs. 2 Satz 1 BayWG) und aufgrund seiner Erfahrungen nach einer jahrzehntelangen Bearbeitung eines bestimmten Gebiets besondere Bedeutung zu (ständige Rechtsprechung, vgl. zuletzt BayVGH vom 5.2.2007 Az. 22 N 06.2838).
Es ist deshalb nicht zu beanstanden, wenn sich die Wasserrechtsbehörde bei einer näheren Abgrenzung des Schutzgebiets und seiner Zonen mit wissenschaftlich fundierten, in sich schlüssigen Schätzungen begnügt (…BVerwG, Urt. v. 2.8.2012 - 7 CN 1.11 - NVwZ 2013, 227;… Bad.-Württ., Urt. v. 26.11.2009 - 3 S 140/07 - juris;… Urt. v. 2.12.2009 - 3 S 170/07 - NuR 2010, 659; BayVGH, Urt. v. 5.2.2007 - 22 N 06.2838 - ZfW 2008, 158;… Czychowski/Reinhardt, WHG, 10. Aufl. 2010, § 51 Rn. 45, Gößl, in: Sieder/Zeitler/Dahme/Knopp, WHG AbwAG, § 51 WHG Rn. 46;… Hünnekens, in: Landmann/Rohmer, Umweltrecht, § 51 WHG Rn. 42).
Sie haben in der Regel größeres Gewicht als etwa Expertisen privater Sachverständiger, weil sie nicht nur auf der fachlichen Auswertung wasserwirtschaftlicher oder bodenschutzrechtlicher Fragestellungen im Einzelfall auf theoretischer Basis beruhen (vgl. Entscheidungen des BayVGH vom 06.06.2000 Az. 22 CS 00.1252, vom 05.09.2000 Az. 22 CS 00.2389, vom 18.10.2003 Az. 22 CS 03.679, vom 02.02.2004 Az. 22 B 02.3084, vom 05.02.2007 Az. 22 N 06.2838, vom 03.07.2007 Az. 14 CS 07.966 und vom 30.10.2007 Az. 22 B 06.3236).
VGH Bayern, 28.11.2008 - 22 N 05.332
Wasserschutzgebiet; räumlicher Geltungsbereich; Notwendigkeit einer groben …
Die in Bezug genommenen Unterlagen sollen mit anderen Worten die Beschreibung nicht ersetzen, sondern lediglich präzisieren (vgl. BayVGH vom 21.12.2004, BayVBl 2005, 629/630 und vom 5.2.2007 Az. 22 N 06.2838).
Soweit aus der Sicht des Verordnungsgebers auch mit einer groben Umschreibung in Worten eine hinreichend deutliche und anschauliche Beschreibung der Grenzen des Schutzgebiets nicht erreicht werden kann, bleibt es ihm unbenommen, diese von Gesetzes wegen gebotene grobe Umschreibung der Grenzen des Geltungsbereichs der Verordnung und der einzelnen Schutzzonen durch den Abdruck einer Karte - gegebenenfalls ergänzt durch eine verbale Beschreibung der Lage und Größe - vorzunehmen (vgl. BayVGH vom 18.5.1999, BayVBl 2001, 434 und vom 5.2.2007 Az. 22 N 06.2838), zumal auf diese Weise den Anforderungen des Rechtsstaatsprinzips häufig besser Rechnung getragen werden kann als durch eine wörtliche Umschreibung und dies auch in der Musterverordnung für Wasserschutzgebiete vorgesehen ist.
Ein Normenkontrollantrag des Klägers gegen die WSG-VO wurde mit Urteil des Bayerischen Verwaltungsgerichtshofs vom 5. Februar 2007 (Az: 22 N 06.2838) abgewiesen.
Soweit in der Klagebegründung zum wiederholten Male ausgeführt wird, die Begriffe "Grasnarbe" und "flächige Verletzung der Grasnarbe" seien nicht ausreichend definiert, kann auf die Ausführungen des Bayerischen Verwaltungsgerichtshofs im Normenkontrollurteil vom 5. Februar 2007 (Nr. 22 N 06.2838) verwiesen werden.
VGH Bayern, 05.12.2007 - 22 N 05.194
ausreichende Bemessung des Schutzgebiets
Dieser Beurteilung des zuständigen Wasserwirtschaftsamts kommt aufgrund seiner Stellung als kraft Gesetzes eingerichteter Fachbehörde (Art. 75 Abs. 2 Satz 1 BayWG) und aufgrund seiner Erfahrungen nach einer jahrzehntelangen Bearbeitung eines bestimmten Gebiets besondere Bedeutung zu (ständige Rechtsprechung, vgl. z. B. BayVGH vom 5.2.2007 Az. 22 N 06.2838).
VG Köln, 10.11.2011 - 14 L 1250/11
Verbot der Beweidung als eine notwendige Maßnahme nach § 10 Abs. 1 S.1 BBodSchG

References: § 19
 § 24
 § 19
 § 19
 § 24
 Art. 51
 Art. 51
 § 19
 § 24
 § 19
 § 51
 § 51
 § 51
 § 10