Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=LSG%20Niedersachsen-Bremen&Datum=02.11.2007&Aktenzeichen=L%206%20AS%20664/07
Timestamp: 2019-06-26 03:06:01+00:00

Document:
LSG Niedersachsen-Bremen, 02.11.2007 - L 6 AS 664/07 ER - dejure.org
LSG Niedersachsen-Bremen, 02.11.2007 - L 6 AS 664/07 ER
https://dejure.org/2007,15273
LSG Niedersachsen-Bremen, 02.11.2007 - L 6 AS 664/07 ER (https://dejure.org/2007,15273)
LSG Niedersachsen-Bremen, Entscheidung vom 02.11.2007 - L 6 AS 664/07 ER (https://dejure.org/2007,15273)
LSG Niedersachsen-Bremen, Entscheidung vom 02. November 2007 - L 6 AS 664/07 ER (https://dejure.org/2007,15273)
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SGG § 86 Abs. 2; SGB II § 7 Abs. 1 S. 2 Nr. 2; SGB II § 284 Abs. 1; SGB II § 8 Abs. 2; EG Art. 12
D (A), Grundsicherung für Arbeitssuchende, vorläufiger Rechtsschutz (Eilverfahren), einstweilige Anordnung, Unionsbürger, Arbeitssuche, Diskriminierungsverbot, Vorwegnahme der Hauptsache, Folgenabwägung
Vorläufiger Rechtsschutz im sozialgerichtlichen Verfahren, Vorwegnahme der Hauptsacheentscheidung beim EU-Rechtsvereinbarkeit des Leistungsausschlusses für arbeitssuchende Unionsbürger
SG Hannover, 24.08.2007 - S 50 AS 1663/07
Durch vorläufige Gewährung der Leistung wird die Entscheidung in der Hauptsache nicht vorweggenommen, weil die Leistungen nur darlehensweise gewährt werden (vgl. hierzu LSG Niedersachsen-Bremen, Beschluss vom 02.11.2007, L 6 AS 664/07 ER;OVG Bremen, Beschluss vom 05.11.2007, S 1 B 252/07).
Der zweite Senat des LSG Nordrhein-Westfalen (…Beschluss v. 02.12.2013 - L 2 AS 1726/13 B, juris, Rn. 33 f.) und vor ihm der sechste Senat des LSG Niedersachsen-Bremen (Beschluss v. 02.11.2007 - L 6 AS 664/07 ER) und der 16. Senat des Bayrischen Landessozialgerichts (Beschluss v. 22.12.2010 - L 16 AS 767/10 B ER) weisen daher im Zusammenhang mit dem Leistungsausschluss nach § 7 Abs. 1 S.2 Nr. 2 SGB II zu Recht auf die Notwendigkeit einer umfassenden Gesamtwürdigung der Folgen für die Beteiligten hin: Es ist zwar regelmäßig damit zu rechnen, dass die betreffende Person im Falle eines nicht bestehenden Leistungsanspruchs nach der Klärung der Rechtslage durch den EuGH nicht in der Lage sein wird, die SGB II-Leistungen zurückzuzahlen, im Verhältnis zu einer Gefährdung des Existenzminimums muss diese Erwägung jedoch - auch im Hinblick auf die zitierte Rechtsprechung des BVerfG - im Eilverfahren zurücktreten und die umfassende Klärung der Sach- und Rechtslage dem Hauptsacheverfahren vorbehalten bleiben.
LSG Berlin-Brandenburg, 12.06.2008 - L 29 B 215/08
Freizügigkeit; schwedischer Staatsangehöriger; Folgenabwägung
Der Senat ist daher der Auffassung, dass entsprechend der Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichtes (BVerfG) in diesem Fall eine Folgenabwägung vorzunehmen ist (die Möglichkeit einer Folgenabwägung in einem solchen Fall ebenfalls bejahend: Beschluss des Landessozialgerichts Niedersachsen-Bremen vom 02. November 2007, Aktenzeichen L 6 AS 664/07 ER, dokumentiert in Juris).

References: § 86
 § 7
 § 284
 § 8
 Art. 12
 § 7
 EuGH