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Timestamp: 2020-02-27 02:38:54+00:00

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BVerwG, 30.11.1984 - 4 C 27.81 - dejure.org
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BVerwG, 30.11.1984 - 4 C 27.81 (https://dejure.org/1984,287)
BVerwG, Entscheidung vom 30.11.1984 - 4 C 27.81 (https://dejure.org/1984,287)
BVerwG, Entscheidung vom 30. November 1984 - 4 C 27.81 (https://dejure.org/1984,287)
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Erweiterung - Landwirtschaftlicher Betrieb - Landwirtschaftsfremder Betriebsteil - Gesamtbetrieb - Bodenertragsnutzung - Prägung
Begriff des landwirtschaftlichen Betriebes in Fällen "gemischter" Tätigkeit; Voraussetzungen für die Privilegierung der Erweiterung eines landwirtschaftlichen Betriebs durch Angliederung eines landwirtschaftsfremden Betriebsteils
VG Freiburg, 04.10.1979 - III 8/79
VGH Baden-Württemberg, 02.07.1980 - III 2294/79
BVerwG, 02.03.1981 - 4 B 180.80
NJW 1986, 741 (Ls.)
NVwZ 1986, 203
DVBl 1985, 395
DVBl 1986, 451
DÖV 1985, 830
ZfBR 1985, 93
Ein nichtlandwirtschaftlicher Betriebszweig wird nur dann von der Privilegierung "mitgezogen", wenn er seinerseits einen Bezug zur Erzeugung und zum Absatz landwirtschaftlicher Güter aufweist (vgl. BVerwG, Urteil vom 30. November 1984 - BVerwG 4 C 27.81 - Buchholz 406.11 § 35 BBauG Nr. 220).
Voraussetzung für ein solches "Mitziehen" ist, dass es sich bei der landwirtschaftsfremden Tätigkeit um eine bodenrechtliche Nebensache handelt (vgl. Urteil vom 19.04.1985 - 4 C 54.82 -, NVwZ 1986, 20 und Urteil vom 30.11.1984 - 4 C 27.81 -, NVwZ 1986, 203 = BRS 42, Nr. 81 und Urteil vom 22.01.2009 - 4 C 17/07 -, juris; vgl. Urteil des erkennenden Senats vom 01.09.1994 - 8 S 86/94 -).
Ist dies der Fall, so kann ein Vorhaben, das diesem Betätigungsbereich dient, im Sinne des § 35 Abs. 1 Nr. 1 BBauG dem landwirtschaftlichen Betrieb auch dann "dienen", wenn dies bei isolierter Betrachtung verneint werden müßte (vgl. Urteil vom 30. November 1984 - BVerwG 4 C 27.81 - ZfBR 1985, 93 = DVBl. 1985, 395).
Der Gesetzgeber will den tatsächlichen Verhältnissen in der Landwirtschaft Rechnung tragen - worauf beispielsweise § 35 Abs. 4 BBauG hinweist - und eine Entwicklung neuer landwirtschaftlich ausgerichteter Betriebsformen nicht verhindern (vgl. Urteil vom 30. November 1984 - a.a.O. -).
Für den vorliegenden Rechtsstreit lassen sich folgende Eingrenzungen gewinnen (vgl. auch Urteil vom 30. November 1984 - a.a.O. -):.
Zur Landwirtschaft im Sinne des § 146 BBauG können auch Stufen der Verarbeitung oder der Veredelung eines landwirtschaftlichen Erzeugnisses gehören (vgl. Urteil vom 30. November 1984 - BVerwG 4 C 27.81 - ZfBR 1985, 93 = DVBl. 1985, 395).
Sie nimmt dann an der Privilegierung des § 35 Abs. 1 Nr. 1 BBauG teil (vgl. Urteil vom 30. November 1984 - BVerwG 4 C 27.81 - ZfBR 1985, 93 = DVBl. 1985, 395; vgl. auch Urteil vom heutigen Tage - BVerwG 4 C 54.82 -).
Ist dies der Fall, so kann ein Vorhaben, das diesem Betätigungsbereich dient, dem landwirtschaftlichen Betrieb auch dann "dienen", wenn dies bei isolierter Betrachtung verneint werden müßte (vgl. insbesondere Urteil vom 30. November 1984 - BVerwG 4 C 27.81 - Buchholz 406.11 § 35 BauGB Nr. 220 = DVBl 1985, 395 ; Urteil vom 19. April 1985 - BVerwG 4 C 54.82 - Buchholz 406.11 § 35 BBauG Nr. 226 = NVwZ 1986, 200 ; Beschluß vom 23. Juni 1995 - BVerwG 4 B 22.95 - Buchholz 406.11 § 35 BauGB Nr. 312 = BRS 57 Nr. 102).
Der dem Außenbereich weiterhin zukommende Schutz vor wesensfremder Bebauung und die Zielsetzung der Regelungen des § 35 BauGB, den Außenbereich von ihm fremden Belastungen grundsätzlich freizuhalten, - vgl. hierzu bereits BVerwG, Urteil vom 6. Dezember 1967 - 4 C 94.66 -, BRS 18 Nr. 57 - sowie ferner BVerwG, Urteil vom 30. November 1984 - 4 C 27.81 -, BRS 42 Nr. 81 - und BVerwG, Beschluss vom 23. Juni 1995 - 4 B 22.95 -, BRS 57 Nr. 102 - ist durch die vorhandene Bebauung, von deren Fortbestand auszugehen ist, bereits in deutlichem Ausmaß beeinträchtigt.
BVerwG, 23.06.1995 - 4 B 22.95
Annahme einer dienenden Funktion eines zu einem privilegierten Betrieb …
Diese tatsächlichen Feststellungen tragen auf der Grundlage der bisherigen Rechtsprechung des Senats (vgl. insbesondere Urteil vom 30. November 1984 - BVerwG 4 C 27.81 - Buchholz 406.11 § 35 BBauG Nr. 220) die Feststellung des Berufungsgerichts, daß es sich bei der beabsichtigten Nutzung nicht um einen dem Hauptbetrieb dienenden Nebenbetrieb handelt.
Daß das nicht mit dem Gebot, den Außenbereich grundsätzlich von ihm fremden Belastungen freizuhalten (vgl. Urteil vom 30. November 1984 a.a.O.), vereinbar wäre, liegt auf der Hand.
Alle mit der Beschwerde aufgeworfenen Fragen greifen nur einzelne Aspekte heraus, die je für sich gesehen nicht entscheidungserheblich sind, da jedenfalls ein gastronomischer Betrieb der geplanten Art nicht mehr von den Ergebnissen der eigenen landwirtschaftlichen Erzeugung in einer Weise geprägt ist, um noch als betriebswirtschaftlich zugeordneter Teil des landwirtschaftlichen Betriebs aufgefaßt werden zu können (vgl. Urteil vom 30. November 1984 a.a.O.).
VG Karlsruhe, 03.11.1999 - 14 K 1859/99
Anspruch auf Baugenehmigung zur Nutzungsänderung; Nutzung einer als …
OVG Niedersachsen, 16.10.2006 - 1 ME 171/06
Formelle und materielle Illegalität bei Nutzungsuntersagungen
BVerwG, 14.11.1989 - 4 B 194.89
Begriff der "Landwirtschaft" i.S. von § 35 BBauG; Tierhaltung
VG Köln, 03.04.2007 - 14 K 8327/04
Entgeltpflicht für die Entnahme von Wasser aus Gewässern; Vorauszahlungen auf das …
OVG Nordrhein-Westfalen, 25.05.1998 - 7 A 1056/98
Bauplanungsrecht: Zulässigkeit eines Gebäudes für Ferienwohnungen auf einem …
VGH Bayern, 04.01.2000 - 1 B 97.2298
VG Cottbus, 28.08.2018 - 3 L 748/17
BVerwG, 13.05.1991 - 4 B 62.91
VGH Baden-Württemberg, 13.11.1989 - 8 S 1087/89
Landschaftsbaubetrieb im Außenbereich

References: § 35
 § 35
 § 35
 § 146
 § 35
 § 35
 § 35
 § 35
 § 35
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