Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=OLG%20K%C3%B6ln&Datum=12.06.2012&Aktenzeichen=19%20U%20189/11
Timestamp: 2019-06-26 19:20:26+00:00

Document:
OLG Köln, 12.06.2012 - 19 U 189/11 - dejure.org
https://dejure.org/2012,31697
OLG Köln, 12.06.2012 - 19 U 189/11 (https://dejure.org/2012,31697)
OLG Köln, Entscheidung vom 12.06.2012 - 19 U 189/11 (https://dejure.org/2012,31697)
OLG Köln, Entscheidung vom 12. Juni 2012 - 19 U 189/11 (https://dejure.org/2012,31697)
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ZPO § 519 Abs. 1; ZPO § 233; ZPO § 85 Abs. 2
Voraussetzungen für eine Wiedereinsetzung in den vorigen Stand wegen Versäumung der Berufungsfrist; Anforderungen an die Büroorganisation eines Rechtsanwalts bei Übermittlung fristwahrender Schriftsätze per Telefax
LG Bonn, 10.10.2011 - 9 O 429/10
Liegt ein dermaßen offensichtlicher Fehler an solch prominenter Stelle wie unmittelbar unter der Gerichtsbezeichnung, die der Rechtsanwalt ohnehin kontrollieren muss, vor, kann er sich nicht mehr darauf verlassen, dass seine Mitarbeiterin den Schriftsatz gleichwohl ordnungsgemäß an die richtige Telefaxnummer versendet (vgl. OLG Oldenburg, NJW 2007, 1698; OLG Köln, Beschluss vom 12. Juni 2012 - 19 U 189/11, juris Rn. 17;… Musielak/Grandel, ZPO, 12. Aufl., § 233 Rn. 50; siehe hierzu auch BGH, Beschluss vom 26. Mai 1994 - III ZB 35/93, NJW 1994, 2300;… Münch KommZPO/Gehrlein, 4. Aufl., § 233 Rn. 69).
Dies gilt umso mehr, als der fristgebundene Schriftsatz am letzten Tag der Frist erstellt wurde und nur bei korrektem Faxversand rechtzeitig bei Gericht eingehen konnte (vgl. OLG Oldenburg NJW 2007, 1698;… Musielak/Grandel, ZPO, 12. Aufl., § 233, Rn. 50 sowie OLG Köln, Beschluss vom 12.06.2012 - 19 U 189/11).
Der Rechtsanwalt muss sich bei Unterzeichnung einer Rechtsmittelschrift gewissenhaft davon überzeugen, dass sie zutreffend adressiert ist (vgl. BGH , NJW-RR 1993, 254; NJW-RR 1998, 1218; NJW 1998, 908; NJW-RR 2012, 694; vgl. auch Senat, Beschluss vom 12.06.2012 - 19 U 189/11 - juris).

References: § 519
 § 233
 § 85
 § 233
 § 233
 § 233
 BGH