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Timestamp: 2020-08-14 04:36:01+00:00

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Anlagenzusammenfassung | mein-pv-anwalt.de
6. Juni 2020 22. August 2019 • Sebastian Lange
Das EEG betrachtet jedes PV-Modul grundsätzlich als eine PV-Anlage (vgl. § 3 Nr. 1 EEG). Bei einer kleinen Aufdach-PV-Anlage mit beispielsweise 12 Modulen handelt es sich also – aus der Perspektive des EEG betrachtet – genau genommen um 12 PV-Anlagen.
Allerdings werden, wenn es um die Anwendung bestimmter Vorschriften geht, mehrere gleichartige PV-Anlagen dann doch zusammengefasst und gemeinsam betrachtet. Das Gesetz spricht insoweit von einer „Zusammenfassung mehrerer Anlagen„, umgangssprachlich auch als „Verklammerung“ bezeichnet.
Geregelt ist die Anlagenzusammenfassung in § 24 EEG. Demnach sind die einzelnen Nennleistungen der betreffenden PV-Module unter bestimmten Umständen zu addieren.
Anwendung der Verklammerungsvorschrift
PV-Module sind insbesondere zu verklammern, wenn es darum geht,
ob die 750-kW-Schwelle für die Ausschreibungspflicht überschritten wird oder nicht;
ob die 100-kW-Schwelle für die Marktprämie überschritten wird oder nicht;
welcher Vergütungssatz eine PV-Anlage hat (§ 19 Abs. 1 in Verbindung mit § 48 EEG);
ob die 100-kW-Schwelle für den Mieterstromzuschlag überschritten wird oder nicht.
Voraussetzungen der Anlagenzusammenfassung
Welche PV-Module tatsächlich zu verklammern sind, kann mitunter schwierig zu bestimmen sind. Zwar sind die Voraussetzungen in § 24 Abs. 1 und 2 EEG im Einzelnen genannt. In der Praxis sind treten bei der Anwendung dieser Vorschriften jedoch regelmäßig Fragen auf.
Grundsätzlich zu unterscheiden sind die Freiflächenanlagen, die Gebäude-PV-Anlagen und die PV-Anlagen auf sonstigen baulichen Anlagen.
Für Gebäude-PV-Anlagen und PV-Anlagen auf sonstigen baulichen Anlagen kommt es im Wesentlichen auf die in § 24 Abs. 1 Satz 1 EEG genannten räumlichen und zeitlichen Kriterien an: Werden mehrere PV-Anlagen innerhalb von zwölf Kalendermonaten „auf demselben Grundstück, demselben Gebäude, demselben Betriebsgelände oder sonst in unmittelbarer räumlicher Nähe“ in Betrieb genommen, so sind sie zu verklammern.
Für Freiflächenanlagen kann es zusätzlich auf die in § 24 Abs. 2 EEG genannten Kriterien ankommen.
Unerheblich ist jedenfalls, wem die betreffenden PV-Anlagen gehören (§ 24 Abs. 1 Satz 1 EEG) oder ob die PV-Anlagen über ein und dieselbe Messeinrichtung erfasst werden (§ 24 Abs. 3 Satz 1 EEG). Auch werden Freiflächen-PV-Anlagen in keinem Fall mit Gebäude-PV-Anlagen verklammert (§ 24 Abs. 1 Satz 3 EEG). Ob dies auch für PV-Anlagen auf sonstigen baulichen Anlagen gilt, ist umstritten.
Empfehlung 2017/11 der Clearingstelle EEG | KWKG vom 27.09.2018
„Kann ja mal vorkommen.“ – Wenn die Anlage nicht läuft, wie sie soll.

References: § 3
 § 24
 § 48
 § 24
 § 24
 § 24