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Timestamp: 2017-10-17 05:44:08+00:00

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Aktualisiert: vor 22 Stunden 4 Minuten
Die Kehrseite des Neugeschäfts
Mo, 10/16/2017 - 08:00
Die "Zeitschrift für Versicherungswesen" hat in ihrer aktuellen Ausgabe wieder eine Menge an Kennzahlen zur privaten Krankenversicherung für das Jahr 2016 veröffentlicht. Diese lassen unter anderem Rückschlüsse auf die Geschäftsstrategie in Sachen Neugeschäftsorientierung zu.
So listet die Zeitschrift beispielsweise das Neugeschäft von Vollversicherten auf, jedenfalls soweit die Versicherer entsprechende Zahlen lieferten. Das war bei sieben der untersuchten 31 Krankenversicherer mit Vollversicherungsgeschäft nicht der Fall.
Debeka verbucht Großteil des Neugeschäfts
Die 24 Gesellschaften mit Angaben berichten zusammen über 210.000 Neuversicherte. Allein 80.000 davon entfallen auf Marktführer Debeka. Hansemerkur verzeichnete über 23.000, Signal über 20.000 und Continentale über 18.000 neue vollversicherte Personen. Auch die Huk-Coburg schaffte es noch deutlich über 10.000. Doch viele Versicherer hatten nur drei-, in einem Fall sogar nur eine zweistellige Zahl an Neuzugängen.
Gewinner im Markt sind die beitragsstarken Unternehmen, dies belegt auch eine Korrelationsanalyse. Das Neugeschäft geht also vor allem zu bekannten Marken.
Wachstumsstärke geht nicht immer mit hohen Abschlusskostenquote einher
Vermuten könnte man, dass diese Versicherer auch mit besonders hohen Abschlusskostenquoten zu kämpfen haben. Das Gegenteil ist der wachstumsstärkeren Versicherer haben sogar eine leicht geringere Abschlusskostenquote, die im Durchschnitt bei 6,7 Prozent der Jahresbeitragseinnahme liegt. Bei der wachstumsschwächeren Hälfte der Versicherer sind dagegen 7,6 Prozent zu verzeichnen.
Allerdings muss man berücksichtigen, dass mit Debeka, Huk-Coburg und Landeskrankenhilfe (LKH) drei Gesellschaften zu den wachstumsstärkeren gehören, die mit außerordentlich niedrigen Kostensätzen wohl aufgrund ihres Vertriebssystems aufwarten können - zwischen 1,3 Prozent bei der LKH und 4,4 Prozent bei der Debeka, das sind Spitzenwerte im Marktvergleich. Man könnte vorsichtig schlussfolgern, dass man sich Wachstum vor allem mit einem günstigen Vertriebssystem leisten kann. Sonst kann es schnell richtig teuer werden, wie als Beispiel die Hansemerkur zeigt: Den Platz zwei beim Zugewinn an Versicherten erkauft sich das Unternehmen mit einer deutlich überdurchschnittlichen Abschlusskostenquote von 11,9 Prozent.
Auch bei den Verwaltungskosten hilft Größe und damit auch der Neugewinn an Versicherten. Die Verwaltungskostenquoten der wachstumsstärkeren Versicherer sind - allerdings nicht signifikant - geringer als diejenigen der wachstumsschwächeren Anbieter.
Neuer Chef für Darag Italia
Mo, 10/16/2017 - 07:39
Der Run-off-Versicherer Darag hat die Ernennung von Tullio Ferrucci zum CEO von Darag Italia bekannt gegeben.
Er war zuvor in verschiedenen Führungspositionen sowohl in der Versicherungsbranche als auch in der Unternehmensberatung tätig, unter anderem als Generaldirektor der Sace BT, einer Start-up-Versicherungsgesellschaft sowie kaufmännischer Leiter der Rom-Niederlassung von Euler Hermes. Er begann seine Karriere als Produktmanager bei Henkel.
Das Unternehmen betrachtet Italien als einen seiner Kernmärkte. Nach der Übernahme von Ergo Assicurazioni 2016 sollen die dortigen Geschäftsaktivitäten ausgeweitet und von Ferrucci vorangetrieben werden, so die Darag in einer Pressemitteilung.
Mo, 10/16/2017 - 06:30
Versicherungsbetrug: Die Mehrheit ist ehrlich
Mo, 10/16/2017 - 06:00
Für die Mehrheit der Deutschen ist Versicherungsbetrug kein Bagatelldelikt. Laut einer aktuellen Umfrage von Statista in Zusammenarbeit mit Yougov kommt er für 78 Prozent nicht in Frage. Allerdings haben fünf Prozent ihren Versicherer schon einmal betrogen und zehn Prozent darüber nachgedacht.
Nach Schätzungen der Schaden- und Unfallversicherer verursachen Versicherungsbetrüger jedes Jahr einen wirtschaftlichen Schaden in Höhe von vier bis fünf Milliarden Euro. Diese Schätzungen werden von einer Sonderauswertung des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) gestützt, nach der rund neun Prozent der gemeldeten Schäden in der Kraftfahrt-, Haftpflicht- und Sachversicherung Ungereimtheiten aufweisen.
Schadenmeldungen, die nicht stimmig sind
Diese so genannten Dubiosschäden sind Schadenmeldungen, die nicht stimmig sind: Häufig passt die Schadenschilderung nicht zum Schadenbild, die Betroffenen machen widersprüchliche Angaben oder reichen manipulierte Kaufbelege ein.
Laut der Statista-Umfrage glauben die Befragten, dass der Betrug bei der privaten Haftpflichtversicherung am ehesten funktioniert, gefolgt von der Hausratversicherung. Unterhaltungs- und Haushaltselektronik sind dabei die Versicherungsgegenstände, bei denen die Befragten einen Betrug am ehesten für vertretbar halten.
Fintechs: Ende des Wachstums ist nicht in Sicht
Fr, 10/13/2017 - 07:10
Fintech-Gründungen haben seit 2015 ein Plus von 32 Prozent hingelegt. In den ersten neun Monaten 2017 konnten die Start-ups nach Angaben der Fintech-Studie von Comdirect 579 Millionen Euro an Kapital einsammeln. Damit liegt die Höhe des Venture Capitals bereits jetzt fast auf dem Niveau des gesamten Vorjahres von 624 Millionen Euro. 2016 gingen jede Woche drei neue Fintech-Start-ups an den Start. Insgesamt waren es 141 Neugründungen.
Entwicklung normalisiert sich
Auch das Investitionsvolumen steigt offensichtlich langsamer an. Denn 2014 und 2015 hatten sich die Venture-Capital-Investitionen gegenüber dem Vorjahr jeweils mindestens verdoppelt. 2016 nahmen sie um rund 40 Prozent gegenüber dem Vorjahr zu. 2017 wird der prozentuale Anstieg jedoch deutlich darunter bleiben. Der Anteil am Gesamtmarkt für Venture Capital ist leicht gesunken, wie die Studie aufzeigt.
So floss 2017 bislang jeder vierte Euro an Venture Capital in Fintech-Start-ups. Im Vorjahr waren es noch 30 Prozent. Doch Arno Walter, Vorstandsvorsitzender von Comdirect, ist zuversichtlich. "Die große Fintech-Euphorie mag vorbei sein, ein Ende des Wachstums ist jedoch nicht in Sicht", sagt er. Aus seiner Sicht normalisiert sich der Fintech-Sektor eher auf hohem Niveau. Zudem verbünden sich Fintechs inzwischen nicht nur mit Banken und Versicherern, sondern auch mit anderen Unternehmen, um neue Geschäftsmodelle zu implementieren oder weiterzuentwickeln.
Besonders schnelles Wachstum der Insurtechs
Der Blick auf die Geschäftsideen der Fintechs zeigt, dass sie im Bereich Finanzierung am aktivsten sind: Die 154 Start-ups aus diesem Bereich konnten 2016 und 2017 insgesamt 28 Prozent des gesamten Fintech-Investitionsvolumens auf sich vereinen, etwa mit Crowdfunding, Crowdinvesting oder Vergleichsplattformen. Besonders schnell wachsen vergleichsweise die Insurtechs aus dem Versicherungsbereich. Hier gibt es 73 im Markt aktive Start-ups. Das entspricht einer Zunahme um 70 Prozent gegenüber 2015. Proptechs kommen mit 178 Start-ups derzeit nur auf 13 Prozent des gesamten Fintech-Venture-Capitals.
Dieser Beitrag erschien zuerst auf Springer Professional
Kfz-Versicherung: Gute Produktidee preisgekrönt
Fr, 10/13/2017 - 07:00
Wieder Hochsaison für Autoversicherer: Um zum 30. November noch wechseln zu können, prüfen derzeit Millionen Kunden ihren Kfz-Schutz. Was viele dabei aber vergessen, ist der Schutz ihrer persönlichen Dinge im Auto.
Längst fahren neben Handtasche mit Bargeld, EC-Karten und Ausweisen auch Smartphone, Tablet und andere persönliche Gegenstände im Auto mit. Damit steigt im Ernstfall, etwa bei Unfällen, Einbruchdiebstahl oder Autodiebstahl auch das Schadenrisiko. „Persönliche Gegenstände im Auto sind meist lückenhaft abgesichert“, sagt Ronny Knoll von der Ammerländer Versicherung.
Einschränkungen bei versicherten Sachen wie Bargeld
So gilt der Schutz von Kfz-Versicherungen nicht für lose Gegenstände im Wagen, sondern nur für fest verbaute Fahrzeugteile. Viele bauen im Ernstfall daher auf ihre Hausratversicherung. Zwar fallen Gegenstände im Auto meist noch in die Kategorie Hausrat, der Schutz der Standard-Policen hat aber klare Grenzen. Ein Beispiel ist die Klausel „Diebstahl aus dem Kfz“. Hier gibt es häufig Einschränkungen bei versicherten Sachen (zum Beispiel Bargeld, elektronische Geräte), Geltungsbereich und Entschädigungshöhe.
Hier setzt zum Beispiel die Ammerländer Versicherung mit ihrer neuen privaten Autoinhaltsversicherung an. Seit Juli können Privatkunden beruflich und privat genutzte Gegenstände im Wageninneren versichern – auch im Dienstwagen. Darunter fallen auch Bargeld, Smartphones, Tablet oder Navi, selbst wenn sie offensichtlich im Wageninneren liegengelassen werden. Auch die Kosten für die Wiederbeschaffung von Geldkarten und Ausweisen werden gedeckt. Zu den versicherten Gefahren zählen unter anderem Diebstahl aus dem Auto, Diebstahl des Wagens sowie Unfälle (auch eigenverschuldet). Der Schutz gilt rund um die Uhr. Bei einer Versicherungssumme von 2.000 Euro beträgt der Jahresbeitrag 49,90 Euro, bei 4.000 Euro umfasst er 99 Euro.
Preiswürdiger Kundennutzen
Damit ergänzten die Leistungen den Schutz bislang üblicher Policen, so die Experten des Versicherers. Vergleichbare Angebote habe es bislang nur für Gewerbekunden gegeben. Deshalb wurde das neue Produkt nun ausgezeichnet. Beim "Innovationspreis der Assekuranz" erhielt die private Autoinhaltsversicherung in der Kategorie „Kundennutzen“ die Auszeichnung „Bronze“. Gewürdigt werden neuartige, kundenorientierte Produktneuheiten. Der Preis wurde dieses Jahr zum vierten Mal vom Versicherungsmagazin und dem Analysehaus Morgen & Morgen verliehen.
Vermittlerregister: Da waren's nur noch 224.462
Fr, 10/13/2017 - 06:36
Die Zahlen der registrierten Versicherungsvermittler- und -berater weisen weiterhin nur in eine Richtung: nach unten. 224.462 Personen waren am 1. Oktober 2017 bei den Industrie und Handelskammern registriert. Das sind 1.154 weniger als im Vorquartal. Seit Jahresbeginn nahm die Zahl der Vermittler um 3.827 ab.
Zum 1. Oktober waren im Versicherungsvermittler-Register 143.855 erlaubnisfreie gebundene Versicherungsvertreter verzeichnet. Das sind 3.727 weniger als zu Beginn des Jahres. Die positive Entwicklung der Versicherungsmaklerzahlen setzte sich im dritten Quartal nicht fort. Aktuell sind 46.781 Makler registriert, ein Schwund von 55 gegenüber dem Vorquartal. Auch die Zahl der Versicherungsvertreter mit Erlaubnis ging um 73 Personen auf 29.687 zurück.
Die Gruppe der produktakzessorischen Vermittler wuchs leicht um 26 auf 3.822 Personen. Im Vergleich zum 1. Juli ist die Zahl der registrierten Versicherungsberater um vier Personen auf 317 gesunken.
Die meisten vermitteln offene Investmentfonds
Die Zahl der bei der DIHK registrierten Finanzanlagenvermittler stieg von Januar bis September 2017 um 392 auf 37.612. Die meisten, nämlich 37.095 befassen sich mit der Vermittlung von offenen Investmentfonds, 9.352 waren für geschlossene Investmentfonds (-129 gegenüber Januar 2017) registriert und 6.358 (-135 gegenüber Januar 2017) für sonstige Vermögensanlagen (Mehrfachnennungen waren hier möglich). 161 Honorar-Finanzanlagenvermittler mit Erlaubnis weist die DIHK-Statistik für den 1. Oktober 2017 aus. Das sind 22 mehr als am 1. Januar.
Zum 1. Oktober 2017 waren insgesamt 49.119 Immobiliendarlehensvermittler mit Erlaubnis im Vermittlerregister( § 34 i GewO) eingetragen. Davon treten 731 als Immobiliendarlehensberater nach § 34i Abs. 5 GewO auf. Am 1. April 2017 betrug ihre Anzahl 44.924 beziehungsweise 1.336 Personen (Stand Januar 2017: 22.180 und 694 Personen).
Grenzwertige Gewinnspiele bei Wefox
Do, 10/12/2017 - 09:24
"Ärgerlich! Finger weg von der angeblichen kostenlosen Handyversicherung für 1 Jahr", schreibt Babette Bati auf Facebook. "Beim Abschluss hieß es, das Handy dürfe nicht älter als 12 Monate sein! Nachdem alles ausgefüllt und abgeschickt ist, kommt eine Mail: Leider kann die Handyversicherung nicht für Ihr Gerät aufgeschaltet werden, da dieses älter als die maximale Frist von sechs Monaten ist. Das ist unseriös und wirkt auf mich, als hätten Sie nur meine Daten abgreifen wollen. Schade!"
Nun hat Wefox wieder zugeschlagen: „Wefox feiert Geburtstag und zahlt 1 Jahr lang all Ihre Versicherungen!*“ heißt es in einer E-Mail an Kunden. Erst im deutlich kleineren Text entdeckt man, dass es sich um ein Gewinnspiel handelt und nur für einen Kunden die Versicherungen bezahlt werden.
Wer auch noch das Sternchen beachtet und die Teilnahmebedingungen – die extern über einen Link aufgerufen werden müssen – liest, stellt fest, dass die Übernahme der Kosten für das Kalenderjahr 2018 auf insgesamt 2.500 Euro beschränkt sind. Gewinnt vielleicht ausgerechnet ein privat Krankenversicherter, dürfte er enttäuscht sein, denn das Unternehmen trägt dann nur einen Bruchteil seiner jährlichen Versicherungskosten.
Zudem scheint das Gewinnspiel gar nicht nur an schon existierende Kunde des Insurtechs zu gehen. Denn als wir am Gewinnspiel teilnehmen wollten, wurde erst einmal gefragt, ob wir schon ein "kostenloses" Konto einrichten wollen.
Gefahr bekannt, aber nicht gleich gebannt
Do, 10/12/2017 - 09:00
Cyber-Attacken nehmen zu – und damit steigt auch die Notwendigkeit, sich vor den finanziellen Folgen zu schützen. Viele Versicherer bieten spezielle Cyberpolicen an – vom kleinen Handwerksbetrieb bis zum großen Konzern gibt es passende Lösungen. Doch viele Unternehmen bleiben passiv. Es gibt zahlreiche Gründe, warum.
Warum werden noch so wenige Unternehmen aktiv?
Nur eine geringe Anzahl deutscher Unternehmen hat heute bereits eine Cyber-Versicherung abgeschlossen. Die Gründe dafür hat Axa gemeinsam mit der Masterstudentin Vanessa Gräber von der Fachhochschule Dortmund untersucht.
Die Studienmacher haben deutschlandweit 66 Geschäftsführer mittelständischer Unternehmen mit einem Jahresumsatz größer 50 Millionen Euro befragt. Die Hälfte von diesen schätzt die Gefährdung des Unternehmens durch Cyberrisiken als stark oder sogar existentiell ein. Zwei Drittel der befragten Unternehmer geben an, sich bereits intensiv mit den negativen Auswirkungen eines Cyber-Angriffs auseinandergesetzt zu haben und sich möglicher Gefahren bewusst zu sein. 33 Prozent geben zu, sich bislang nur wenig oder gar nicht mit dem Thema beschäftigt zu haben.
Falsche Annahme: Für Hacker uninteressant
Viele Axa-Kunden glauben wohl, ihre Daten und Systeme seien nicht interessant genug für einen Cyber-Angriff, so die Erfahrung der Versicherungsexperten. Doch das stimmt nicht. Im Grunde genommen ist jedes Unternehmen mit Schnittstellen zum Internet verwundbar.
Auch in der Untersuchung gab fast jedes zweite Unternehmen (46 Prozent) an, bereits negative Erfahrungen mit Cyber-Angriffen gemacht zu haben. Allerdings sagen auch 84 Prozent, dass die Cyber-Attacke nur geringe Auswirkungen hatte.
Immerhin betreiben aber schon 43 Prozent ein gezieltes Risikomanagement hinsichtlich Cyber-Risiken. Weitere 13 Prozent erklären, dass ein Risikomanagement derzeit implementiert wird, Aber ebenso 43 Prozent setzen laut der Umfrage bislang noch nicht auf ein gezieltes Risikomanagement.
Berufsunfähigkeit: Verweisung bei Absicherung von Auszubildenden
Do, 10/12/2017 - 07:14
Versichert der Versicherer einen Auszubildenden gegen Berufsunfähigkeit für den Fall, dass er gesundheitlich den Ausbildungsberuf künftig nicht mehr ausüben kann, ist die Leistungsprüfung auf den tatsächlich zu erlernenden und auch versicherten Beruf abzustellen.
Ein Verweisungsrecht des Versicherers auf einen dem "Ausbildungsstand" entsprechenden Beruf scheidet wegen Irreführung eines Laien aus. Ein konkreter Verweisungsgrund, wie in der allgemeinen Leistungsprüfung bei ausgelernten Berufen angewandt, muss vorliegen.
Der Bundesgerichtshof stärkte hier die Rechte der Auszubildenden gegenüber den Versicherern.
Den vollständigen Urteilstext (Nr. 2/41) können Sie bei der Versicherungs- und Rentenberatung Rudi & Susanne Lehnert abrufen - Telefon: 09 11/40 51 73 oder E-Mail: kanzlei@berater-lehnert.de
Wie es künftig um die Rente steht
Mi, 10/11/2017 - 08:25
"Unsere Rente ist viel besser als ihr Ruf. Sie ist nämlich gerecht", lautete das Credo von Professor Dr. Bernd Raffelhüschen, Professor für Finanzwissenschaft der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg, bei der Vorstellung des Vorsorgeatlas Deutschland 2017. Der Atlas wurde vom Forschungszentrum Generationenverträge der Universität Freiburg unter Leitung des Wissenschaftlers im Auftrag von Union Investment erstellt.
Das Rentensystem sei leistungsgerecht, weil es ein relatives Einkommensniveau einfriere. "Wer viel zahlt kriegt viel, wer wenig zahlt kriegt wenig und wer durchschnittlich durchs Leben geht, wird auch durchschnittlich durchs Altersleben gehen", lobte Raffelhüschen. Die Ergebnisse des Vorsorgeatlas belegten die Stabilität des Vorsorgesystems über drei Schichten. "Grundlegende Veränderungen sind nicht erforderlich", betonte er. Dies gelte insbesondere für die gesetzliche Rente, die für rund 34 Millionen Versicherte die Basisversorgung darstelle.
Vorsorgeatlas zeigt die Zukunftsaussichten
Der Vorsorgeatlas zeigt, bis auf Regierungsbezirksebene heruntergebrochen, wie es um die Vorsorgesysteme und die zu erwartenden Renten der 20 bis 65-jährigen Deutschen über alle drei Schichten hinweg bestellt ist. Durchschnittlich können die Versicherten eine monatliche gesetzliche Rente von 1.070 Euro erwarten. Dies entspricht einer Ersatzquote von rund 48 Prozent ihres letzten Bruttoeinkommens (Die Ersatzquote gibt den Anteil der Rente gemessen am letzten Bruttoeinkommen wieder). Zur Sicherung des Lebensstandards im Alter sind mindestens 60 Prozent nötig. Zusätzliche Vorsorge ist deshalb notwendig, um den Lebensstandard im Alter zu sichern.
Je jünger die Erwerbstätigen sind, desto weniger können sie sich auf die gesetzliche Rentenversicherung (GRV) verlassen. Während die 50- bis 65-Jährigen mit einer Ersatzquote von 64,1 Prozent alleine mit der GRV ihren Lebensstandard sichern können, kommen die 20- bis 34-Jährigen auf lediglich 38,6 Prozent. Sie müssen deshalb zusätzlich aktiv werden.
Zweite Schicht ergänzt die GRV
Auch regional gibt es Unterschiede. Während die Menschen in den östlichen Bundesländern im Schnitt 53,4 Prozent ihres letzten Einkommens mit der GRV ersetzen können, sind es in Süddeutschland weniger als 48 Prozent. Die Ursache dafür sind die höheren Gehälter in den wirtschaftlich starken Gebieten sowie die Beitragsbemessungsgrenze in der GRV.
Der Vorsorgeatlas erfasst
- die "klassischen" Alterssicherungssystemen der ersten Schicht (Gesetzliche Rentenversicherung, Beamtenversorgung, berufsständische Versorgung)
- die Vorsorgewege der zweiten Schicht (Riester-Rente, betriebliche Altersversorgung, Zusatzversorgung des öffentlichen Dienstes)
- sowie das Geld- und Immobilienvermögen der Haushalte (dritte Schicht).
Schutz für das traute Heim
Mi, 10/11/2017 - 08:00
Die Roland Schutzbrief-Versicherung AG hat zwei neue Produkte rund um die häusliche Sicherheit auf den Markt gebracht.
Für Opfer von Einbrüchen, die finanziell und psychisch geschädigt wurden, ist der Schutzbrief "Home Secure" konzipiert. Doch nicht immer ist eine Straftat die Ursache für Probleme rund ums eigene Zuhause: Ob es um ein Wespennest an der Hauswand oder einen Heizungsausfall geht, auch in diesen Fällen ist schnelle Hilfe nötig. Diese will der zweite neue Schutzbrief bieten: "Roland Home Assist".
Kostenloser Sicherheitscheck im Angebot
"Home Secure" bietet schnelle Hilfe bei Einbrüchen: Wird beispielsweise in die eigenen vier Wände eingebrochen, während man auf Reisen ist, organisiert der Versicherer die Rückreise aus dem Ausland. Außerdem sorgt er dafür, dass eine Notsicherung eingebaut wird und bei Bedarf eine psychologische Erstberatung erfolgt. Der Schutzbrief kostet 69 Euro pro Jahr.
Mit dem "Home Assist" erhalten Kunden für 49 Euro im Jahr in Notfallsituationen rund um den Haushalt schnelle Hilfe. Gerade im Winter tauchen häufig Probleme im Haus auf: Fällt beispielsweise die Heizung aus, dann organisiert Roland Schutzbrief einen Heizungsinstallateur-Service. Auch bei verstopften Rohren oder verlorenen Schlüsseln verspricht das Unternehmen schnelle Abhilfe. Es werden nicht nur die entstehenden Kosten erstattet, sondern qualifizierte Mitarbeiter sind auch rund um die Uhr erreichbar, um direkte Hilfe zu gewährleisten.
Um das Sicherheitsgefühl zu Hause zu stärken, bietet der Versicherer in Kooperation mit der Firma Abus seinen Kunden die Möglichkeit, einen kostenlosen Sicherheitscheck durchführen zu lassen. Weitere Informationen zum Thema Sicherheit im Haus sowie zum Sicherheitscheck finden Sie unter www.abus.com/roland-service.
Cyber-Versicherung als neue Sachversicherung des Jahrtausends
Mi, 10/11/2017 - 07:30
Dr. Christoper Lohmann ist seit Mai 2017 Vorstandsvorsitzender der Gothaer Allgemeine Versicherung AG. Versicherungsmagazin sprach mit ihm unter anderem über Cyber-Risiken und das Phänomen, dass viele kleinere Firmen zwar ein Bewusstsein für die Gefahren haben, aber nicht entsprechend handeln.
Laut einer Ihrer Studien sehen rund ein Drittel der KMU Cyber- Risiken als eine der größten Gefahren. Und trotzdem agieren die Firmen nicht entsprechend. Warum?
Christoper Lohmann: Wir haben bei unserer Studie festgestellt, dass die kleinen und mittelständischen Unternehmen Cyber-Risiken höher einschätzen, als dies noch vor zwei Jahren der Fall war. Dies gilt sowohl für die Schwere als auch für die Wahrscheinlichkeit der Risiken. Das Maß an Schutzmaßnahmen, die die Unternehmen ergreifen, ist nicht niedrig, aber leider auch nicht vollständig ausgeprägt. So setzen gut vier Fünftel der Kunden Schutzmaßnahmen ein wie eine Firewall, Virenschutzprogramme oder die Mehrfachdatensicherung, aber eben nicht hundert Prozent.
Was hindert die Kunden, die notwendigen Maßnahmen umzusetzen?
Christoper Lohmann: Wahrscheinlich liegt es an dem noch mangelnden Risikobewusstsein oder der Einschätzung, von derartigen Risiken nicht persönlich betroffen zu sein. Denn ein abstraktes Bedrohungsszenario wird oft ganz anders gesehen als das persönliche. Die Beweggründe sind hier schwer einzuschätzen. Aber eine eigenständige Cyber-Versicherung haben nicht einmal zehn Prozent der KMU-Kunden. Grundsätzlich gilt: Die Bedeutung des Risikos, die Vorsorgemaßnahmen und am Ende der Versicherungsschutz - das passt noch nicht so ganz zusammen.
Mi, 10/11/2017 - 07:00
Innovationspreis der Assekuranz: Die Bilder der Veranstaltung
Di, 10/10/2017 - 07:30
Insgesamt neun innovative Versicherungsprodukte konnte die Jury beim diesjährigen Innovationspreis der Assekuranz, der zum vierten Mal in Folge stattfand, auszeichnen. Hier sind die Bilder der Veranstaltung, die Ende September am Lehrstuhl für Versicherungslehre an der Universität Köln stattfand.
Informationen zum Award und den ausgezeichneten Produkten finden Sie hier.
Vermittler bilden sich fleißig weiter
Di, 10/10/2017 - 07:15
Durchschnittlich rund sechs Stunden haben sich Versicherungsvermittler im Sommerquartal 2017 weitergebildet. Dies zeigt der 3. Quartalsbericht 2017 der Bildungsinitiative "Gut beraten".
Bis zum 30. September 2017 waren 14.391.179 Weiterbildungspunkte der Versicherungsvermittler in der Weiterbildungsdatenbank erfasst. Dies entspricht einem Zuwachs von 7,4 Prozent innerhalb des dritten Quartals 2017 gegenüber dem zweiten Quartal. Im ersten Halbjahr 2017 betrug der Zuwachs 8,3 Prozent. Zwischen Juli und September 2017 investierten die registrierten Vermittler im Durchschnitt fast 1,9 Stunden monatlich in ihre Weiterbildung. Seit Beginn der Initiative im April 2014 haben sich die Vermittler somit durchschnittlich an etwa 10,5 Arbeitstage weitergebildet.
Trotz Urlaubszeit stieg die Zahl der Mitglieder
"Trotz der Urlaubszeit in den Sommermonaten haben die teilnehmenden Vermittler im dritten Quartal 2017 knapp sechs Stunden in ihre Weiterbildung investiert", sagte Dr. Katharina Höhn, geschäftsführendes Vorstandsmitglied des Berufsbildungswerks der Deutschen Versicherungswirtschaft (BWV) e.V. anlässlich der aktuellen Zahlen.
Exakt 129.392 Versicherungsvermittler verfügten zum Ende des Sommerquartals über ein Weiterbildungskonto bei "Gut beraten" - ein monatlicher Zuwachs von durchschnittlich 689 neuen Teilnehmern in diesem Zeitraum. Mit knapp 55 Prozent der teilnehmenden Vermittler sind die 41- bis 60-jährigen weiterhin am stärksten vertreten. Rund 33 Prozent der Teilnehmer gehören zur Altersgruppe der 21- bis 40-jährigen. Die über 61-jährigen machen insgesamt nahezu 13 Prozent der Teilnehmer aus. Das Durchschnittsalter entspricht mit 45 Jahren dem vom DIHK ermittelten gewichteten Durchschnitt aller registrierten Vermittler in Deutschland.
Krankentagegeld: Leistungsfreiheit bei Berufsunfähigkeit
Di, 10/10/2017 - 07:10
Die Leistungsfreiheit des Versicherers wegen vorliegender Berufsunfähigkeit (BU), erfordert eine ärztliche Prognose, die den Befund der Berufsunfähigkeit für die Zukunft "auf nicht absehbare Zeit" feststellt.
Diese Feststellung kann nicht auf Grund einer nachträglichen Untersuchung oder Begutachtung für die Vergangenheit getroffen werden. Jedoch ist jeder ärztliche Befund ausreichend, der ähnlich zu deutende Prognosen enthält, die etwa Ausführungen über die Erwerbsfähigkeit enthalten oder einen unveränderlichen Dauerzustand beschreiben, woraus sich eine BU ableiten könnte.
Der Klage des Versicherungsnehmers wurde vom Oberlandesgericht Düsseldorf stattgegeben.
Den vollständigen Urteilstext (Nr. 1/41) können Sie bei der Versicherungs- und Rentenberatung Rudi & Susanne Lehnert abrufen - Telefon: 09 11/40 51 73 oder E-Mail: kanzlei@berater-lehnert.de
Di, 10/10/2017 - 07:00
Mo, 10/09/2017 - 08:10
Versicherungsberater ohne Rechtsgrundlage? Ministerium gibt Entwarnung
Mo, 10/09/2017 - 08:00
Ein Fehler im Gesetzgebungsverfahren soll Versicherungsberater ihrer Rechtsgrundlage beraubt haben, behauptet Rechtsanwalt Oliver Korn von der GPC Law Rechtsanwaltsgesellschaft aus Berlin. Das würde auch den Vermögensschadenhaftpflichtschutz gefährden, so der Jurist. Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWI) sieht hingegen kein Problem.
Auf Anfrage von Versicherungsmagazin schreibt das BMWI: "Mit Blick auf die Tätigkeit von Versicherungsberatern nach der Umsetzung der Versicherungsvertriebsrichtlinie muss zwischen bestehenden Erlaubnissen und neuen Erlaubnisanträgen unterschieden werden. Bestehende Erlaubnisse sind bestandskräftig. Der Paragraf, der neue Erlaubnisse regelt, tritt am 23. Februar 2018 in Kraft. Die Übergangsregelung des § 156 Absatz 1 der Gewerbeordnung (GewO) stellt auf § 34e GewO "in der bis zum Ablauf des 22. Februar 2018 geltenden Fassung" ab." Erläuternd fasst Philipp Jornitz von der BMWI-Pressestelle zusammen: "Die bestehenden Erlaubnisse gelten fort, für neue gibt es eine Übergangsbestimmung."
Beharren auf Formfehler
Demgegenüber beharrt Rechtsanwalt Korn auf einem Formfehler des Gesetzgebers. So würde die Übergangsbestimmung ebenfalls erst am 23. Februar 2018 in Kraft treten. Grundsätzlich hätte der Gesetzgeber mit dem Gesetz zur Umsetzung der EU-Versicherungsvertriebsrichtlinie IDD einen Fehler gemacht.
Mit der Verkündung des Gesetzes am 28. Juli 2017 habe es einen neuen § 34e GewO in Kraft gesetzt. Damit soll das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie die Versicherungsvermittlerverordnung ändern dürfen. Doch mit dem Inkrafttreten des neuen § 34e GewO sei der alte Paragraf ersetzt worden, der die Rechtsgrundlage für die Versicherungsberater war. Der Schönheitsfehler habe gravierende Folgen. "Denn ohne Rechtsgrundlage hängen die Versicherungsberater in der Schwebe", erläutert Korn. Per Rechtsauslegung darauf zu vertrauen, dass das Ziel des Gesetzgebers nicht der Entzug der Rechtsgrundlage für Versicherungsberater gewesen sei, wäre für die Betroffenen gefährlich. Korn meint, dass der Gesetzgeber das Recht nachbessern müsse.
Versicherungsberater sollten aktiv werden
Der Bundesverband der Versicherungsberater (BVVB) war bisher zu keiner Stellungnahme in der Lage. Demgegenüber beurteilt der Versicherungsmakler Hans John aus Hamburg, Experte für Vermögensschadenhaftpflicht, die Rechtslage ebenso entspannt, wie das BMWI. "Im Hinblick auf bedingungsgemäßen Versicherungsschutz kann es aus unserer Sicht daher nicht zu Problemen kommen", bestätigt Geschäftsführer Marc Hinrichsen. Vorsichtshalber hat der Makler aber seine Produktpartner angeschrieben, um eine "klarstellende Gewissheit einzuholen." Das empfiehlt auch Rechtsanwalt Korn: "Die Versicherungsberater sollten proaktiv handeln und Klärung herbeiführen."
Zugangsvoraussetzungen der PKV in 2017: Wer kann sich privat versichern?

References: § 34
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 § 156
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