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Timestamp: 2019-01-24 12:08:52+00:00

Document:
Einladung (19.9.18) nach dem Teilhabechancengesetz 2019; Firma "QEU" | Erwerbslosenforum Deutschland
Einladung (19.9.18) nach dem Teilhabechancengesetz 2019; Firma "QEU"
Stichworte 19.9.18 2019; einladung firma teilhabechancengesetz
es geht schon los, die ersten stehen in den Startlöchern, bekam nun dies (übrigens: bin gerade 58 geworden):
bitte kommen Sie am 19.9.18 um 9h in die/das QEU (+Adresse Berlin). (...)
Information und Angebot zur unmittelbaren Arbeitsaufnahme bzw. zur Integration in den Arbeitsmarkt nach dem Teilhabechancengesetz ab Januar 2019.
Die Integration auf dem ersten Arbeitsmarkt icon_pause: typisches Berliner Durchschnittsdeutsch-) ist Ihr und unser erstes Ziel. Das JC möchte Sie individuell unterstützen, Ihre vielfältigen Ressourcen zu erkennen und weiterzuentwickeln. Daher möchte ich Sie zu einem Einzelgespräch am 19.9. bei der QEU gGmbH einladen. Diese individuelle Beratung hat für Sie den Vorteil, dass konkret auf Ihre Wünsche gleich vor Ort eingegangen werden kann.
Die Mitarbeiter/innen des JC stehen Ihnen während Ihres Termins (Wow: korrekter Genitiv! ) zur Verfügung und beantworten gerne Ihre Fragen. Nähere Informationen enthält beigefügter Flyer.
Dies ist eine Einladung nach § 59 SGB II in Verbindung mit § 309 Abs. 1 SGB III. (...)
Unter bestimmten Voraussetzungen können notwendige Reisekosten erstattet werden. (...)
Bringen Sie auch Ihren Personalausweis mit.
(dazu RfB)
"Flyer" enthält:
-QEU Qualifizierungsgesellschaft für Energie- und Umwelttechnik gGmbH, Gemeinnützige Bildungseinrichtung. DQS - zertifiziert nach DIN ISO 29990 und AZAV.-
Eignungsfeststellung zur unmittelbaren Arbeitsaufnahme oder zur Integration von Langzeitarbeitslosen in den Arbeitsmarkt nach Teilhabechancengesetz ab Januar 2019.
Anerkannte Maßnahme nach § 45 SGB III. (aber ohne Angabe einer Maßnahme-Nr., -K.)
1. Orientierungsgespräch mit Teilnehmern
2. Einzelcoaching, 2 Wochen 4h/Tag = 40h
3. Berufliche Orientierung, 2 Wochen 4h/Tag = 40h
4. Berufliche und persönliche Stabilisierung sowie Kontakte mit Arbeitgebern, 2 Wochen 8h/Tag = 80h.
Dazu Praktikum 160h / 320h.
Die Maßnahme schafft durch individuelle Beratung, Orientierung und Förderung die Grundlagen, um mit den Instrumenten des neuen Teilhabechancengesetz ab Januar 2019 Langzeitarbeitslosen eine langfristige Perspektive auf dem Arbeitsmarkt zu eröffnen bzw. die Teilnehmer direkt in den 1. Arbeitsmarkt einmünden zu lassen.
Langzeitarbeitslose mit derzeit geringen Chancen zur Aufnahme einer Beschäftigung am 1. Arbeitsmarkt.
Die Maßnahmedauer wird individuell festgelegt, sie beträgt zwischen 10 und 14 Wochen. Coaching und berufliche Orientierung sind dabei als Teilzeitangebot konzipiert. Das betriebliche Praktikum wird abhängig von der gewählten Berufsausrichtung und der persönlichen Eignung 1 oder 2 Monate durchgeführt.
Interessenten/innen können bei erfüllten Voraussetzungen nach dem SGB III mit Aktivierungs- u. Vermittlungsgutschein gefördert werden.
(Flyer Ende)
So. Da kommt ja einiges auf mich zu! Da Vorladung mit RfB, muss ich natürlich hin. Kennt schon jemand die "QEU gGmbH"? Deren Homepage ist sehr spärlich, sagt aber, dass sie 25 Jahre Erfahrung hätten in beruflicher Qualifikation vielfältigster Art, Weiterbildungsmaßnahmen, etc. gGmbH: seit 25 Jahren in Gründung? (und sowas wird dann zertifiziert??)
Deren Bereiche sind eher handwerklicher Ausrichtung:
Sicherheitsfachkraft, Elektrotechnik-Mechatronik, Lagerlogistik, Kaufmännische Bildung, Maler/Lackierer, Handwerk/Facility-Management, Metallbearbeitung.
Mal sehen, was mich älteren Knacker (Fremdsprachenkorrespondent Englisch = kaufmännische Ausbildung) mit chronischem Migräneleiden dort erwartet.
Beim Wort Coaching gehen bei mir Alarmsirenen an!
Fällt Euch schon irgendwas an der Maßnahme auf, irgendwelche Warnungen, Tipps?
Bin nach 2 Jahren eventuell etwas aus der Übung im Kampf..
Danke Euch, K.
Ach so, vielleicht nicht unwesentlicher Nachtrag: z. Zt. gibt es mit mir KEINE EgV! (Würde dann also vor Ort mir neu vorgelegt?)
so wie du das ganze beschrieben hast, kommt mir das ganze eher wie irgendeine Sinnlosmaßnahme vor, wo man dich auf irgendwas weiterbilden möchte. Ich wäre alles andere als begeistert.
So wie ich das ganze verstanden habe, sollen im Rahmen des Teilhabechancengesetzes Arbeitsplätze mit normaler Vergütung angeboten werden, allerdings ohne Ansprüche auf Arbeitslosengeld zu erwerben und mit massiver Förderung der Arbeitgeber. Davon lese ich bei dir überhaupt nichts.
Beziehst du denn seit mindestens 6 Jahren ALG2, was auch eine Voraussetzung wäre, dich dort für 5 Jahre zu parken?
gGmbH: das erste g steht für gemeinnützig, d.h. im Sinne aller, ausgenommen natürlich dem Elo
Hi, Gollum
(Du hast also das Lava-Bad überlebt.. -Sorry, konnte ich mir gerade nicht verkneifen)
6 Jahre: Leider ja.
Mir ist nicht klar geworden, WER der Absender dieser "Einladung" ist.
Das JC oder ist das ein Werbebrief eines Trägers, der sich erfrecht mit Rechtsfolgen zu drohen?
Werbebriefe landen bei mir ungelesen in der Senkrechtablage.
Das kleine "g" in gGmbH verweist nicht auf "in Gründung" sondern gaukelt in manchen Kreisen "gemeinnützig" vor.
Was mir sofort ins Auge sprang:
- Vermittlungsgutscheine müssen vom HE beantragt werden.
- Deren Einlösung erfolgt auf freiwilliger Basis.
Wenn die nicht eingelöst werden, mag der Amigo deines JC-GF - ähem, der Maßnahmeträger (MT) sicher nicht für lau arbeiten.
Bei einer Vorladung mit RFB auf die verlängerte Werkbank des JC (Lokalität des MT) muß (d)ein SB anwesend sein.
Sonst könnte es sich um Mißbrauch der Meldevoraussetzunge handeln.
Meine Linkliste dazu;
- Allgemeine Meldepflicht, Aufzählung der Meldezwecke, § 309 SGB III
- Claus - Rechtsprechung der niedersächsischen Justiz-L 7 AS 1058-13 B-unzulässiger Meldezweck-AG-Messe
Immer wieder gerne versucht und vergleichbar mit Träger-Vorstellungs-Messen:
- Funda - Urteile zu Arbeitgebermesse kein zulässiger Meldezweck
Oder ist das bereits eine Maßnahmezuweisung?
Es ist auch unzulässig, daß die Informationsveranstaltung gleich dem Maßnahmeantritt ist.
Hüte dich vor "Einzelgesprächen", die dir als Maßnahmeantritt ausgelegt werden können.
Solange du nichts angetreten hast, kannst du auch nichts abgebrochen haben.
Im Maßnahme-Abbruch lauert die Sanktionsfalle.
Was du schreibst, hört sich nach altem Wein in neuen Schläuchen an.
Eine Wundertüte, mit der du aus der Statistik geschönt werden sollst und dem Amigo - gGmbh-Träger - sein Auskommen sichern sollst.
Hauptsache, du bist geparkt.
Wie dagegen angegangen werden kann?
Falls du diese Linkliste, die ich gefühlte hundert Mal kopiert und in Fäden mit den selben Problemstellungen wie den deinen eingefügt habe - nicht selbst gefunden hast - here you are:
einem meiner Posts sagte :
dem selben Post sagte :
- Maßnahmenverweigerung lt SG Berlin nicht sanktionierbar Veraltet, basiert auf einem geänderten Paragraphen
und ist nicht (mehr) wasserdicht
Halte das Forum bitte mit Zwischenreports auf dem Laufenden.
Absender der Einladung ist das JC! (Offizieller Briefkopf. Habe den Text der Einladung + Anlage-Flyer des MT abgetippt-)
Allerdings stammt sie nicht von meinem bisherigen SB, Mann, Team 737 (der sich 2 Jahre relativ still hielt), sondern einer mir bisher unbekannten Frau S., Team 727.S
und wenn man dich dann 5 Jahre in der Maßnahme dauerberieselt und dich auf sonstwas "weitergebildet" hat, schickt man dich wahrscheinlich mit 63 in die geminderte Frührente. Dann kannst du nach 5 Jahren Bewerbungstraining als Bewerbungspapst Hesse & Schrader literarisch beerben. Ironie off
Richtig! Du sagst es!
Mal ein paar Basics runterbet:
Die Einladung darf nicht der Beginn der Maßnahme sein, da Meldeaufforderung.
Da Meldeaufforderung, muss ein Mitarbeiter des JCs anwesend sein.
Informationsfluss ist hier festgelegt: In Deine Richtung. Punkt.
Du informierst also niemanden über Klingonen, Teddys oder auch nur die Uhrzeit.
(Das gilt ganz besonders, wenn Tante/Onkel fremd und vom MT ist.
Das gilt ganz, ganz besonders, wenn fremder Onkel/Tante Süßigkeiten anbietet.)
Ein Praktikum mit 320 h könnte gegen den § 45 SGB III verstoßen.
Ein unentgeltliches Praktikum kann jederzeit abgelehnt werden.
Von Bürgerarbeit/VVs und ähnlichem ist die Branche der "Energieberatung" (von mir aus auch Umwelt-Irgendwas) bekannt und wenig empfehlenswert.
In der Regel geht es um das Abgreifen staatlicher Mittel, z. B. Eingliederungszuschüsse u. s. w.
Vermuten würde ich, dass man Dir das Jahr 2019 mit all seinen kolossalen Beschäftigungsmöglichkeiten biggrin vor die Nase hält, damit Du bei einer Standard-Sinnlosmaßnahme zugreifst.
Aber vielleicht fliegen da ja gebratene Täubchen durch die Gegend.
laut Teilhabechancengesetz sollen Arbeitsplätze für 5 Jahre öffentlich gefördert werden. Ich lese jedoch nur Maßnahmeinhalte. Irgendwas stimmt hier nicht. Oder versucht dich QEU in so eine Beschäftigung zu vermitteln? Und falls das eventuell aus Altersgründen nicht mehr hinhaut, gibt es als Ausgleich dafür 5 Jahre Bewerbungstraining und Probearbeiten? Prost Mahlzeit dann. Ich dachte, dieses Gesetz wäre eine gigantische Subvention für ZAF, CC & Co. Aber anscheinend gehts noch schlimmer.
Das ist ein bisschen wie der Derivatenhandel, der zum Bankencrash führte.
Eine Sinnlosmaßnahme, in der man kostenlos arbeiten soll, um sich (vielleicht, eventuell, möglicherweise) für einen Job zu empfehlen, bei dem der Arbeitnehmer das Geld (des Staates) mitbringt.
Eine zeitgenössische Matroschka des ganz konkreten Arbeitsmarktwahnsinns.
-> Die Lage ist hoffnungslos, aber nicht ernst. (Rheinische Nachkriegsweisheit)
(Im Ernst würde ich gerne, aber wie könnte man das ernst nehmen?)
Ich habe erfahrung mit diesem Verein gemacht.
Es ist zwar 10. Jahre her und war eine 2. Jährige Umschulung
(mit IHK Prüfung usw.) zum Zerspanungsmechaniker,
doch ich Versuche dir meine Eindrücke mal zu Vermitteln.
Die Meister und Ausbilder waren fähige Leute, das Klima
zwischen den Schüler und Ausbilder war Positiv und Menschen würdig.
Mir ist klar das sich in 10. Jahren vieles ändern kann und eine Umschulung
was komplett anderes ist, als was dir da aufgebrummt werden soll.
Versteh mich jetzt nicht falsch, ich halte null von Sinnlos
Abzockermaßnahmen, aber aus meiner Erfahrung und Sichtweise ist
dieser Verein nicht mit Abzockerträger wie Nestor und Mikro Partner usw.
Was ich mit meinem Erfahrungsbericht sagen will ist folgendes,
du wirst wahrscheinlich nicht solche Horror Geschichten bei der Abwher
erleben wie bei den Üblichen Abzocker Trägern, es sei denn die haben
sich um 180° gedreht.
das Problem ist aber, dass der TE mittlerweile 58 ist und nach Umschulung Ü60 sein würde. Welcher Arbeitgeber würde solch einen betagten Berufsanfänger wohl noch eine Chance geben?
Wenn dem TE noch etwas helfen würde, irgendetwas wo er schon eine berufliche Basis hat und diese Bereiche werden durch QEU nicht abgedeckt. Außerdem klingt die Umsschreibung in der Einladung nicht nach Umschulung, sondern eindeutig nach Sinnlosmaßnahme.
Und was hat so eine Maßnahme mit dem Teilhabechancengesetz zu tun, wo zumindest sofort Arbeitsplätze zur Verfügung stehen sollten? Meiner Meinung nach garnichts.
Ich habe tatsächlich den Verdacht, daß man bei ihm die Verheißungen des Teilhabechancengesetz als Lockmittel einsetzt, ihn in eine sinnlose Maßnahme zu drücken, wie schon von Ozymandiaz vermutet.
Ich möchte hier keine Panik machen ABER!
Es riecht sehr stark nach:
Für sehr arbeitsmarktferne Menschen wird mit einem neuen § 16i SGB II ein neues Instrument "Teilhabe am Arbeitsmarkt" eingeführt. Dieses Instrument richtet sich an Personen, die für mindestens sieben Jahre in den letzten acht Jahren Leistungen nach dem SGB II (Arbeitslosengeld II) bezogen haben und in dieser Zeit nicht oder nur kurz selbstständig oder abhängig beschäftigt waren. Damit sie eine Chance auf dem Arbeitsmarkt haben, gibt es folgende Förderung:
Quelle: https://www.bmas.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2018/teilhabechancengesetz.html
Für Arbeitgeber -> Privatwirtschaft, also nix mit "zusätzlich" -> kostenlose Arbeitnehmer die während der Arbeit auch die Verfolgungsbetreung ("Coaching"), des JC genießen dürfen.
Hier Link zu Referentenentwurf als PDF auf Seite des BMAS:
https://www.bmas.de/SharedDocs/Down...echancengesetz.pdf?__blob=publicationFile&v=3
Gute Nacht Deutschland.......
es riecht nicht nur danach, sondern es ist definitiv das von dir erwähnte Projekt für LZA ab 2019.
Nur das in diesem Falle wohl nur Verfolgungsbetreuung zum Zuge kommt. Von einem normal bezahlten Arbeitsplatz ist hier nichts zu lesen oder höchstens in der Form, es könnte so einer eventuell herausspringen.
Das g bei einer gGmbh steht nicht für gemeinnützlich, sondern für gemeingefährlich. Sozialer Arbeitsmarkt, was soll das für ein Unfug sein? Jede Firma ist nur an Geld interessiert - in Form von Rendite oder wie bei einer gGmbH an Subventionen. Die achsoschöngefärbte Arbeitslosigkeitsstatistikfälschung geht also in die nächste Runde - in Form von Sinnlomaßnahmen, Billigjobs, Coaching etc. ... nur mit anderen Namen.
Auf seine Pseudo-Scheinhilfe würde ich k*cken. Ich hoffe sehr, man kann das Unheil bei dir und den nachfolgenden Leuten wie gewohnt abwenden.
@hartzerkaese: Wir haben auch so einen gGmbH-Laden in der Nähe. Das ist ein Ableger der AfA und des Jobcenters. Die zahlen noch nicht einmal Fahrtkosten zum Vorstellungsgespräch. So viel zur Gemeinnützigkeit...
Für diese " Vorbereitungen " seitens des Jobcenters durch das Jobcenter dürften die ab 2019 in erster Linie bereits angedrohten
Zusatzparagrafen 16e und 16i / SGB II
des Bildungs- / und Teilhabegesetzes ursächlich sein.
Hier will man somit schon mal im Vorfeld Langzeitarbeitslose in so weit " fit " machen, um sie gegen ihren Willen ab 2019 an gierige Arbeitnehmer auf Wunsch mit bis zu 75 % Förderzuschüssen an Lohnkosten verhökern zu können . Die geplante Entgeltstruktur richtet sich dabei aber abseits jeglicher Taifvereinbarungen schlicht am Mindestlohn von derzeit 8,84 Euro.
Kurz und knackig : ab 2019 können sich selbst unsere armen Menschenhändler der Zeitarbeit an die Arbeitsagenturen wenden, wenn sie zwangszugewiesene Arbeitskräfte zum Mindest- / statt Tariflohn gemäss IGZ / DGB-BAP benötigen, und das ganze dann noch mit satten Fördergeldern von der Bundesagentur für Ausbeutung und Versklavung für einen Zeitraum der Knechtung bis zu 5 Jahren fast für lau.
Kurz und knackig : ab 2019 können sich selbst unsere armen Menschenhändler der Zeitarbeit an die Arbeitsagenturen wenden
moin gescheitert,
exakt das befürchte ich auch, zumal der Aspekt der Zusätzlichkeit bis zur Unkenntlichkeit aufgeweicht wird, was ja bisher immer der ideale Angriffspunkt war:
wie in #9 vermute ich, dass fast ausschließlich ZAF und CC neben anderen "Wohlfahrtsinstituten" auf den fahrenden Zug springen werden. Also das Problem der prekären Arbeitsplätze in Deutschland wird durch die aktuelle Regierung noch verschärft, statt eingedämmt.
Dadurch werden bestimmt keine guten und interessanten Arbeitsplätze entstehen. Auch die halbjährliche Einführungsveranstaltung ist natürlich ein Witz. Was die Qualität und die Anforderungen der Arbeitsaufgaben angeht, fürchte ich, hätten wohl eher Stunden bis Tage ausgereicht. Wahrscheinlich dient dieser Zeitraum eher der ausgiebigen Gehirnwäsche.
Naja ich hoffe, der TE zeigt den Leuten am mittwoch so richtig, dass man sich lieber nicht mit Klingonen anlegt.
Ich muss dich korrigieren. Es sind nicht 75% Zuschuss, sondern sogar 100% Zuschuss in den ersten zwei Jahren. Mit jedem weiteren Jahr entfallen jeweils 10% des Zuschusses.
Die 75% Zuschuss gibt es jetzt schon. Einer der Gründe, warum auch offensichtlich nicht willige AN bei den Firmen eingestellt werden. In den Fällen geht es nur um den Mitnahmeeffekt. Klebeeffekt bei ZAF: 13%. Die Meisten sind mit Ablauf der 9 Monate (ab dann gilt Equal-Pay) wieder draußen. Alternativ nach 6 Monaten, denn momentan ist es so, dass wenn für einen AN für 3 Monate Fördergelder beantragt werden, er für 6 Monate beschäftigt werden muss. Nach 6 Monaten werden dann für einen neuen AN Fördergelder beantragt usw.
Da durch die Neuregelung nur die Übernahme des Mindestlohns angedacht ist, wird sie für normale, tarifgebundene Unternehmen weniger attraktiv, da sie die Differenz zum Tariflohn aus eigener Tasche zahlen müssten.
Für ZAF ist die Neuregelung natürlich sehr attraktiv, gerade bei Niedriglohnjobs. So können die AN noch viel günstiger angeboten werden und der Gewinn steigt sogar extrem an. Nicht nur wegen den Fördergeldern, auch nimmt der Verwaltungsaufwand extrem ab, da mit den neuen AN ja für 5 Jahre geplant werden kann. Das alles auf Kosten der Steuerzahler.
Mal ganz davon ab ignorieren viele AN die Tatsache, dass sie teilweise mehr staatliche Unterstützung erhalten als jeder ALG2-Empfänger. Nur um ein Beispiel zu nennen: Wer subventioniert nochmal Theater&Co.? Es gibt viele Sachen die staatlich subventioniert werden, die von Elos nicht in Anspruch genommen werden. Bloß darüber wird nie gesprochen. Dies liegt allerdings sehr wahrscheinlich daran, dass es den meisten Menschen nicht bewusst ist.
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator: 15 Sep 2018
icon_Info:
hier nun mein Bericht vom Termin bei QEU.
Zusammenfassung: chaotisch, lächerlich.
Für mich dennoch SEHR aufschlussreich. Trotz allem bisher hatte ich noch einen winzigen Rest Glauben daran bewahrt, dass es bei der Behörde "Arbeitsagentur / JC" auch um Arbeit geht, also um Vermittlung selbiger. Das habe ich in meinem Fall nun endgültig ad acta gelegt.
Der Reihe nach (und doch so ausführlich, da anschaulich, was so abgeht):
Kurz vor 9h erschien ich also bei QEU. Anmeldung im Sekretariat. Die Frau reagierte überrascht (vielleicht war ich da der einzige, der ihr Guten Morgen sagt?), sie grüßte zurück. Ließ sich meine Einladung zeigen, "ach so, gehen Sie mal dort in den Raum (wie sich später rausstellte, Zimmer des Geschäftsführers), da kümmert man sich um Sie." Im Raum dann ein Typ Mitte 40, schien auch erst'mal verwundert und überfordert.
(Hä? Wunderten sich alle etwa darüber, dass da überhaupt einer kommt? Oder pünktlich? Oder/und die fangen dort alle erst ab 9h an und waren noch nicht wach? Es machten auch alle den Eindruck, dass sie von meinem Termin nichts wüssten.- Vielleicht waren sie dazu auch von meinem freundlich-sachlichen Auftreten und meiner Erscheinung überrascht, das kenne ich aber bereits, ich werde häufig ob meines Äußeren von "blinden" 08/15-Leuten falsch eingeschätzt, was manchmal von Vorteil, manchmal von Nachteil ist, überwiegend aber amüsant.)
Auch der Typ ließ sich erst meine Einladung zeigen und hob dann zu einem Vortrag an, stellt sich nicht mal vor. Ich unterbrach ihn, Wie heißen Sie überhaupt? "Ich heiße O." Plötzlich kam ein weiterer Typ herein, ein "väterlich-wohlwollender, lächelnder älterer Herr", stellte sich auch nicht vor, setzte sich dazu. Sind Sie vom JC? frage ich, denn der Text meiner Einladung besagt ja ausdrücklich, dass auch Mitarbeiter/innen des JC vor Ort sind, die konkret auf meine Wünsche eingehen und gerne meine Fragen beantworten. "Nein, die 3 Damen vom JC sind drüben im Zimmer, ich bin der Geschäftsführer." Macht um seinen Namen erst ein Geheimnis (?), als ich mich nochmal vorstelle, nennt er ihn aber dann. Und lässt O. weiter erzählen, mischt sich aber immer wieder ins Gespräch ein. O. meint zwar, er wisse nichts über meine Person und meine Qualifikation, hat aber eine lange Liste mit Namen mit JC-Kundennummern vor sich liegen, meinen hakt er ab (Ist das bei Euch auch so: ich habe eine BG-Nummer, und eine extra Kunden-Nr.?). O. und GF fragen nach meiner Ausbildung. Fremdsprachenkorr. Welche Sprachen? 4. "Da haben wir nicht so sehr was.." O. stellt dann deren Maßnahme vor. Ich höre zu. Und schreibe mit. 2 Monate bei QEU, 1 Monat in einem Betrieb. Später dann aber, konkreter mit Datum meint er: 3 Wochen bei denen, plus 1 Woche Coaching (mit "Profi", der sich mit mir zusammensetzt und sich mit mir ausdenkt, was ich noch alles machen könnte..), plus 4 Wochen Praktikum.
Sie wären also nicht Arbeitgeber für mich, haben also gar keine konkrete Arbeit, sondern würden bloß vermitteln? frage ich dann forsch. "Ja. Nur diese Maßnahme. Es KÖNNTE aber dadurch eine Arbeitsstelle für Sie abfallen. Natürlich ist es ab 2019 für Unternehmen sehr lukrativ, nach dem Teilhabechancengesetz Mitarbeiter zu 100% finanziert zu bekommen." (da werden wir schon was für Sie finden, sagt er nicht weiter, schwingt aber mit) "Sind Sie nun an der Maßnahme interessiert?" Meine Einladung vom JC lautet 'Information und Angebot zur unmittelbaren Arbeitsaufnahme' und dass Leute vom JC für ein Gespräch vor Ort sind, das möchte ich jetzt führen, antworte ich. "Ja gut." Herr O. begleitet mich zu denen.
2) JC-Paps
Im Raum 1 Mann, offenbar auch "Kunde", und 2 Frauen, die hysterisch-überdreht und total im Stress herumwuseln, weil ihre Geräte gerade nicht funktionieren. Wenigstens stellen die sich mit Namen vor, eine davon Frau S., genannt im Briefkopf meiner Einladung. "Wären Sie damit einverstanden, dass wir das mit dem Herrn zusammen machen, das geht dann schneller." Ich: Nein! Ich möchte ein Einzelgespräch. "Dann warten Sie bitte vor der Tür, oder.." Wusel, wusel. Gehen beide mit mir vor die Tür. "Was ist bei Ihnen denn so?" Verdutzt-ungläubig sehen sie mich an. Gespräch? Wünsche? Wie? Was? Wollen Sie die Maßnahme machen? Ich antworte, das steht so in meiner Einladung. "Zeigen Sie mal her." Frau S. guckt sich ihre eigene Einladung nochmal an. "Äh, ja. Machen Sie das dann mal kurz, Frau A. Und gehen Sie in einen gesonderten Raum." Frau A dort: "Was kann ich für Sie tun?" Ich erwähne nochmal den Text meiner Einladung und dass auf meine Wünsche eingegangen wird. Ich hätte da 3 Wünsche mitgebracht: Beim Zoll, als Datenschutzbeauftragter und als Synchronsprecher. Das Wort 'Zoll' imponiert ihr. "Zoll?" Ja, gerade war auf tagesschau.de ein Bericht, dass der Zoll bundesweit Betriebe kontrolliert und nach Mindestlohnbetrügern, Schwarzarbeit und illegale Beschäftigung fahndet. Und Finanzminister Olaf Scholz will bis 2021 den Personalstab dafür weiter kräftig ausbauen. Da möchte ich gerne mitarbeiten, wenn Sie also dafür eine Vorbereitungsmaßnahme hätten, gerne. (Die Maßnahme bei QEU lehnte ich nirgends direkt ab, sondern betonte ca. 3 Mal, dass so, wie sie mir präsentiert wurde, sie nicht für mich geeignet ist.)
"Da haben wir jetzt glaube ich nichts. Wir haben keine Erfahrung mit der Maßnahme hier bei QEU. Die Maßnahme ist aber nicht so veränderbar, dass es für SIE passt! Sie soll auf das geplante Teilhabechancengesetz 2019 vorbereiten. Das Gesetz ist noch nicht vom Bundestag beschlossen, wird aber wohl. Geplant ist ein neuer § 16i, der besonders lange Langzeitarbeitslose fördert. (...) Wir wissen also noch gar nicht, wie das Gesetz aussehen wird. Welche Arbeitsstellen es geben wird, ist auch noch unklar. Wir vom JC möchten aber schon jetzt einen Pool von Menschen aufbauen, die dafür infrage kommen und die wir ab Januar 2019 anbieten können. Diese Maßnahme dient auch dazu, Menschen wieder an eine Tagesstruktur heranzuführen, denn jemanden in Arbeit zu vermitteln, der lange aus dem Prozess raus ist, also Mo-Fr regelmäßig rauszugehen, wäre fast fahrlässig!"
BOING ! Aber, Frau A., sage ich, da haben Sie jetzt ja was rausgehauen! Ist es nicht Ziel von BA und JC, Menschen in Arbeit zu bringen? "Nein! Unser Ziel ist es, Menschen in Arbeit zu bringen und in Arbeit zu halten!" Übrigens würde Ihre Kollegin auf sie warten. Sie gibt dann meinem SB Bescheid.
Ende. (9.55h)
Also, beim letzten blieb mir doch echt die Spucke weg! Menschen zu vermitteln, sei fahrlässig? !! Ist das jetzt bundesweit JC-Politik oder nur hier?
Auch typisch: Das Gesetz ist noch nicht, sie wissen nix, wollen aber schonmal vorbereiten, Pool von Leibeigenen aufbauen..
Das kapitalistische System, wie bei Atom, Gentechnik oder Nano: Wir wissen nicht, was wir tun, aber wir fangen schonmal an.
Wie sagte ein Kollege mal: Das einzige Ziel des Kapitalismus ist, den Planeten in Müll zu verwandeln!
Andererseits, bin ich immer noch Optimist und hoffe auf Jurassic Park: Das Leben findet einen Weg.
Mal sehen, was noch kommt. SB wird sich sicher noch mit was anderem bei mir melden.
Ich wünschte, es wäre Nacht oder die BA wäre weg.
also eine reine Sinnlosmaßnahme, wie von vielen schon befürchtet, nur das hier das Teilhabechancengesetz als Möhre verwendet wird, mit der man vor Elo´s Maul hin und her wedelt. Letztlich münden 90% dieser Beschäftigungen dann direkt zu ZAF, CC und Co. zum Mindestlohn.
Es dürfte spannend werden, ob diese Geschichten auf freiwilliger Basis laufen oder Druck mit RFB aufgebaut wird (meine Befürchtung).
Oder 90% - 100% in gar nichts, war bei mir der Fall, mir sind von meinem 16e SGB II Job nur zwei-drei bekannt, die danach Arbeit bekamen, aber was heißt bekamen => Arbeit die sie selber gesucht haben. Und einer bekam eine Umschulung. Ein weiterer wurde danach sogar zeitweise obdachlos. Ansonsten Erfolgsquote = NULL*, bei ca. 20-25 Leuten in 3 Jahren, die in der gleichen Holzwerkstatt wie ich drin waren.
In mindestens einer Ausgabe - eines kostenloses Zeitungswerbeblattes, da waurde unsere gGmbH Werkstatt mal vorgestellt und es wurde gerühmt, welche erfolgereichen Erfolge erzielt wurden - wieviele Leute in existenzsichernde Arbeit dadurch gekommen sind - ich befürchte, es existiert neben unserer Welt noch eine andere, eine Parallelwelt - Stephen King läßt grüßen - denn da wurden dutzende in Arbeit gebracht - deckt sich dummerweise nicht mit meinen Beobachtungen.
Wenigstens hat QUE einen neutralen Namen. Meine Firma - da ist schon der Firmenname ein Manko im Lebenslauf - weil da schon das Wort "Sozialwerk" drinsteht
und was soll an einem 16i Job nun besser sein, als an 1€Job, Bürgerarbeit und in meinem Fall 16e - FZA(?).
Ich wünschte, es wäre Nacht
hartzerkaese sagte :
Was hier "Besser" ist, ist die Tatsache das hier in Privatwirtschat reingepresst wird -> keine "Zusätzlichgkeit" die immer dem 1 € Job in Wege stand.
Und wir reden jetzt auch über die Tatsache, das der Job zu 100% finanziert wird.
Sie soll auf das geplante Teilhabechancengesetz 2019 vorbereiten. Das Gesetz ist noch nicht vom Bundestag beschlossen, wird aber wohl. Geplant ist ein neuer § 16i, der besonders lange Langzeitarbeitslose fördert. (...)
Fast 1:1 bei meinem letzten Termin das selbe gehört
Allerdings hab ich aufgrund meiner aktuellen "gesundheitlichen" Lage dann dankend abgesagt - mit einem nachvollziehbaren Grund. Ich bin nämlich aktuell in einer Maßnahme (mal wieder selbst gesucht), die mir endlich etwas Boden verschafft (kurze Arbeitszeiten, 4 Tage), die geb ich nicht auf, für so einen Versuchballon, um dann wieder bei 0 zu stehen.
Ich bin gespannt wie sich das ganze noch entwickelt - hier bei uns hab ich ne ganze Liste von "Vermittlern", und das ist wohl wie Bingo spielen, zu welchem man geschickt wird . . .
Hmm.. Ich bin negativ beeindruckt..
Nicht nur über den Hasen "Neue Sinnlosmasnahme", der da (noch) ohne gesetzliche Regularien aus dem
Hut gezaubert wird.
Es ist also noch chaotisch, wie es nun weitergehen soll den "Arbeitsdienst" oder gelinde gesagt
"Bürgerarbeit" politisch betrachtet intregrieren und verfestigen zu wollen.
Nun, diese selbstsozialen Masnahmenträger haben zwar beim REZ mit ihren "Intrgrationskonzepten" das Los
erhalten, aber wie nun der Rubel für sich ins Rollen gebracht werden soll, scheint ja noch offen zu sein..
Ich vermute, das sich Nahles und Scheele darüber einig sind, Versuchsballons zu wuppen,
um dies später als Erfolgsaussicht gegenüber der Gesetzgebung verkaufen zu können..
Diese politische Gangart ist mir neu. Meistens wurden zu neuen Masnahmen zuerst die Regularien
dazu beschlossen und dann erst hat sich die Erwerbslosenindustrie auf dem Kuchen des Sozialetat gestürzt..
Hmm.. Ja, bei Scheele muss mann mit allem möglichen rechnen, zumal er sich in HH schon bestens als
Taktiker zu gunsten der Erwerbslosenindustrie bewiesen hat..
Ob Nahles und Scheele nun befürchten, wegen Einführung kommunisticher Strukturen
bezüglich Intregrationsmasnahmen diffamiert zu werden ?
Auf Grund der 2 Jahresförderung zu 100% nicht so weit hergedacht..
Das Ende vom Lied dürfte ja schon bekannt sein.. Fällt die Förderung weg, darf mann sich wieder bei JC
melden, da es für die Stelle schon Nachbesetzung von Vollgeförderten gibt..
Ein Faß ohne Boden, der viel Steuergelder kosten wird und hauptsache das mann in der Politik wieder
verklickern kann, wie toll und um des Bürger besorgt mann ist..
Ätzend anbei, das immer wieder andere dazu als Versuchskaninchien herangezogen werden.
Ich nehme an, das diese Masnahme standardmäßig Repressionsbehaftet ist und anhand, das Profitgierige
Leihbuden nun um "Vollgeförderte" ringen dürfen, nicht vom ESF gefördert wird.. Kann anbei keine Nachhaltigkeit
Sehe ich auch so - wie @OnkelTom, ist alles alter Wein in neuen Schläuchen. Aber: mein SB meinte letzten Monat jedoch ernsthaft, dass er/sie nicht dran glaubt, dass es viele geförderte Jobs in naher Zukunft geben wird*. Mir solls recht sein (hab ich mir still gedacht). Aber anhand des Threads bin ich mir nun doch nicht mehr so sicher.
Und bedauerte ebenfalls, dass es im JobCenterbereich von Blubadiblub (halber Landkreis) - zur Zeit nur etwas mehr als 30 - 1€ Jobber beschäftigt/bewilligt sind. Aber es sind immer noch 30+x zu viel, mir still und leise gedacht habe.

References: § 59
 § 309
 § 45
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 § 16
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