Source: https://www.hebis.de/de/1cocktail/cocktail_druck.php?ausgabe=2004-2
Timestamp: 2020-08-05 06:58:32+00:00

Document:
HeBIScocktail - Druckausgabe 2004-2
Ausgabe: 2004-2
in diesem Frühjahrs-HeBIScocktail dreht sich (fast) alles um die "Winds of Change", vulgo "Luft der Veränderung". Die war nicht nur beim diesjährigen Bibliothekskongress in Leipzig zu spüren. Auch in der Verbundzentrale weht uns der (fiktive) Wind kräftig um die Nase: Die Arbeiten am Verbundportal laufen auf Hochtouren (nein, Elektra muss keine Trauer tragen), die neue LVO trat am 1.2. in Kraft und die damit einhergehende Gebühren-Verrechnung wird systemseitig bereits umgesetzt, sprich: alle (positiven) Bestellvorgänge werden schon saldiert. Wir haben ein "Fernleih-Log" eingeführt und den FTP-Server "aufgeräumt". Ausführliche Informationen dazu und zu vielen anderen Verbund-Themen finden Sie in den jeweiligen Beiträgen.
Bei soviel Wind braucht man eine Atempause! Die letzten Berichte von der New-York-Studienreise und der "Mir babbele Hessisch"-Kurs (für Mainhattan-ites ein Muß) bieten Gelegenheit zum Luft holen.
Ergebnis der Umfrage bei NutzerInnen der HeBIS-Verbundkataloge
Im Herbst vergangenen Jahres hatten wir hier auf den HeBIS-Seiten eine Online-Umfrage durchgeführt mit der wir herausfinden wollten, welche HeBIS-Katalogteile Ihnen bekannt sind und wie stark diese Katalogteile von ihnen genutzt werden.
Darüber hinaus hatten wir nach Ihren Wünschen bezüglich einer Ausweitung/Verbesserung unseres Angebots gefragt.
In der folgenden Aufstellung können Sie einen Überblick über das Ergebnis der Umfrage gewinnen.
Für uns ergibt sich aus der Auswertung der Angaben (insbesondere aus der Zusammenstellung der Freitext-Anmerkungen) als vorrangiges Ziel die bessere Integration der HeBIS-Katalogmodule (OPAC mit und ohne Zeitschriften, HeBIS-Retro, Elsevier Science direct, Weitere Online-Zeitschriften und Datenbanken). Bekanntheitsgrad und Nutzungsfrequenz deuten darauf hin, dass hier ein grosser Nachholbedarf besteht.
Das für die nahe Zukunft geplante "HeBIS-Portal" (s. dazu auch den nächsten Artikel in dieser Ausgabe) soll u.a. diese Integration leisten und damit Suchmöglichkeiten in allen Katalogteilen sowie allen weiteren Datenressourcen unter einer (wann immer möglich) gemeinsamen Suchmaske anbieten.
Neben den verbesserten Suchoptionen wurde besonders häufig eine Verbesserung der Ausleih- bzw. Fernleihmöglichkeiten von den TeilnehmerInnen der Umfrage angemahnt. Leider steht die föderale Struktur der Bundesrepublik (Kulturhoheit der Länder) dem in vielfacher Weise entgegen. Allerdings ist im Rahmen des schon erwähnten "HeBIS-Portals" auch die Möglichkeit zur Beschaffung von Literatur aus den anderen Bibliotheksverbünden per Online-Fernleihe geplant.
Online-Umfrage 2003 zum HeBIS-Verbundkatalog
An der Umfrage haben insgesamt 589 Personen teilgenommen.
Die Eingangsfrage "Kennen Sie den HeBIS-Verbundkatalog" wurde von 542 (= 92 %) Teilnehmern bejaht und von 47 (=8 %) verneint. Die letztgenannte Personengruppe hat dann auch - wie im Fragebogen vorgegeben - nur noch die Fragen zur Herkunft beantwortet (14 - 16).
Bei den 4 Eingangsfragen, die auf den Bekanntheits- und Nutzungsgrad der HeBIS-Katalogmodule zielten, gab es folgendes Ergebnis:
Nutzung der Katalogmodule
HeBIS-VK mit Zeitschriftenaufsätzen
Weitere Online-ZS u. Datenbanken
Ausweitung des Angebots an elektronischen Publikationen
nach Publikationsarten:
Online-Zeitschriften 80,7 %
Online-Aufsätze 76,1 %
Online-Bücher 37,6 %
Angebot eines Alert-Service gewünscht
Ja, wenn kostenlos
Ja, auch wenn kostenpflichtig
Gesamt Ja-Stimmen 81,3 %
Bei den folgenden Fragen 8 - 10 und 13 (Aufwertung der Datenbankinhalte und der Recherchemöglichkeiten) ergab sich diese Wunschreihenfolge:
Inhaltsangaben für Bücher und Datenbanken, Abstracts bei Zeitschriftenaufsätzen - z.B. wie bei Amazon
Sachliche Suchmöglichkeit nach Online- Zeitschriften-Ausfsätzen (auch bei grosser Treffermenge)
Klassifikatorischer Einstieg für die Literatursuche
Einschränkung der Suche auf Publikationen in bestimmten Sprachen
Bei den Fragen 11 - 12 (graphische Kennzeichnung / Anwendung der Suchfilters) zeigt sich Verbesserungsbedarf bei der Präsentation der Funktion Suchfilter und der graphischen Kennzeichnung der Publikationsarten:
Möglichkeit der Einschränkung bekannt
Möglichkeit der Einschränkung nicht bekannt
Graphische Kennzeichnung verständlich
Graphische Kennzeichnung nicht verständlich
Status, Herkunft und Studienrichtung der Befragten
Darmstadt/Wiesbaden, StB Mainz
Zusammenfassung der häufigsten Wünsche/Forderungen aus dem Freitextfeld des Fragebogens
alle Publikationen transparent/übersichtlich in einem Katalog nachweisen / vernetzen (Portal) - unabhängig vom Erscheinungsjahr (HeBIS-Retro)
einheitliche Suchmaske
(Möglichkeit zur) Beschränkung der Ergebnisanzeige auf sofort verfügbare/ausleihbare Bestände / Volltexte
Vernetzung / Zusammenschluss / Links mit/zu anderen Katalogen / Verbünden / Datenbanken
Fernleih-Bestellungen aus Nicht-HeBIS-Bibliotheken / anderen Verbünden ermöglichen
Bestellungen im lokalen Bibliothekssystem aus Verbundkatalog ermöglichen
Optimierung der Fernleihe (Präsentation, Nutzung, Umfang, Verlauf, Dauer)
HeBIS goes Elektra goes HeBIS
Als am 19. Februar 2004 Frau Magin-Weeger (Geschäftsleitung Sisis) und Herr Dugall den Lizenz- und Kooperationsvertrag zum Einsatz von Sisis-Elektra als Verbundportal unterschrieben hatten, ging eine langjährige Suche nach einer bewährten Plattform für eine Digitale Bibliothek des Verbundes zu Ende. Die Entscheidung zum Einsatz dieses Produktes fiel auf der Sitzung des Verbundrates am 27. November 2003.
Mehrere Ziele sollen mit dem Einsatz der Digitalen Bibliothek erreicht werden:
eine google-ähnliche Suche über eine Vielzahl verschiedener Datenquellen
eine thematische eingegrenzte Suche z.B. innerhalb eines Fachgebietes
direkter Zugang zu lizenzierten Online-Objekten
Ausleihe, Fernleihe, verbundübergreifende Fernleihe
Informationsdienste über Neuerwerbungen und über neue Zeitschriftenbände
Wie immer bei solchen komplexen Aufgaben kann eine vorhandene Software nie alle Anforderungen abdecken. Insofern ist der oben genutzte Begriff "Kooperationsvertrag" dahingehend wörtlich zu nehmen, dass zum Erreichen unserer Ziele Sisis, Verbundzentrale und Bibliotheksdatenverarbeitung die noch fehlende Funktionalität gemeinsam entwickeln müssen.
Dazu konzipierten wir eine sog. HeBIS-Schnittstelle, die folgende Aufgaben übernimmt:
Authentifizierung von Nutzern über verschiedene externe Instanzen (z.B. LBS , CBS oder Uni- und FH-Accounts)
Steuerung der Anzeige von verfügbaren Materialien
Initiierung von Diensten der LBS, so z.B. Bestellungen und Verlängerungen
Initiierung von Diensten des CBS wie HeBIS-interner und verbundübergreifende Fernleihe
Das ganze Projekt, das auf unserer Seite durch Herrn Reh (HRZ Ffm) geleitet wird, ist sehr ambitioniert. Aber so hat Look Costers, der damalige Leiter der PICA-Stiftung, auch über unser Vorhaben geurteilt, innerhalb von 12 Monaten mit HeBIS-Pica in Produktion gehen zu wollen. Und wir hatten es gemeinsam in 9 Monaten geschafft.
Unter der URL http://dibi.rz.uni-frankfurt.de können Sie die Entwicklung unseres Projektes beobachten. Dies bedeutet natürlich auch, dass gelegentlich bei Tests von neuen Funktionen mit unerwarteten Ergebnissen gerechnet werden sollte.
von links: Hanspeter Schneider (BDV), Rolf-Dieter Saevecke (HZK), Berndt Dugall (Leiter des HeBIS-Verbundes), Frau Magin-Weeger (Sisis)
Den Dubletten ein Ende
Zur Vereinfachung der Datenbankpflege wurde ein Programm erstellt, das die Bereinigung von Dubletten auf einfache Art und Weise ermöglicht. Es macht die aufwändige Benachrichtigung anderer Bibliotheken in den meisten Fällen unnötig und sorgt dafür, dass Dubletten bald nach ihrer Entdeckung aus der Datenbank verschwinden können.
Das Programm zur Umlenkung dubletter Datensätze besteht aus einem Skript mit zwei neuen Funktionen für die WinIBW (Version 2.4) sowie einem Programm, das im HeBIS-Zentralsystem läuft und die Datenbank in festgelegten Zeitabständen nach markierten Sätzen absucht und diese dann umlenkt.
Das macht das Umlenkprogramm
vergleicht die Inhalte der Kategorien in beiden Datensätzen
mergt die im Zielsatz nicht vorhandenen Kategorien
löscht die im Zielsatz gleichen Kategorien mit gleichem Inhalt
fügt andere Inhalte gleicher Kategorien an durch Hinzufügen in die Kategorie, durch Wiederholung der Kategorie, durch Hochzählen der Kategorie
löst reziproke Verknüpfungen und erstellt sie neu am Zielsatz, sofern dort nicht schon vorhanden
ersetzt alle Verknüpfungen der direkt hierarchisch untergeordneten Datensätze (bei Schriftenreihen und mehrbändigen Werken) durch die PPN des Zielsatzes
Das macht das Umlenkprogramm nicht
vergleicht nicht die Inhalte von Namens- und Körperschaftskategorien. Da Personen und Körperschaften an zu vielen unterschiedlichen Stellen eingetragen werden können (wegen Reihenfolge der Auflistung, Interpretation der Funktion etc.), müssen Sie die Kontrolle dieser Einträge selbst übernehmen.
Das Umlenkprogramm funktioniert nicht
bei unterschiedlichen Materialarten in Quell- und Zielsatz (Kategorie 0500 Pos. 1 ungleich)
bei unterschiedlichen Satzarten in Quell- und Zielsatz (Kategorie 0500 Pos. 2 ungleich)
bei b-Sätzen (Zeitschriften)
bei gesperrten Datensätzen (v-Status)
wenn die Erscheinungsjahre in Ziel- und Quellsatz unterschiedlich sind
Zum Markieren eines dubletten Datensatzes müssen zwei Funktionen ausgeführt werden:
Funktion 1: Zielsatz bestimmen
Mit dieser Funktion markiert man den Datensatz, der in der Datenbank bestehen bleiben soll. Sie wird zuerst ausgeführt.
Funktion 2: Quellsatz umlenken
Im zweiten Schritt benutzt man diese Funktion. Sie fügt im zu löschenden Datensatz in der Kategorie 0500 an 3. Position ein "k" ein sowie die Umlenkkategorie 1698 mit dem Inhalt "Umlenkung nach:!PPN!"
Der Datensatz bleibt im Editiermodus stehen, so dass Sie noch Veränderungen am Quellsatz vornehmen können (z. B. Einträge löschen, die nicht in den Zielsatz übernommen werden sollen).
Tipp: Es bietet sich in diesem Fall an, mit zwei nebeneinander stehenden Fenstern zu arbeiten. In einem Fenster öffnet man den Zielsatz, im anderen den Quellsatz. So hat man immer einen guten Überblick über die verschiedenen Kategorien in beiden Datensätzen.
Die WinIBW wird im Laufe des Frühlings mit zahlreichen Verbesserungen neu ausgeliefert. Das Umlenken-Skript wird dann auch bereits vorinstalliert sein. Bis dahin muss die Installation aber individuell (oder zentral bei Verwendung eines Applikationsservers) in der WinIBW 2.4 vorgenommen werden.
Sie finden das Skript zusammen mit einer Installationsanleitung auf dem HeBIS-FTP-Server.
Eine ausführliche Beschreibung mit zahlreichen Hinweisen, worauf Sie achten müssen, finden Sie im Handbuch-Kapitel "Dubletten", das demnächst in einer überarbeiteten Version veröffentlicht wird.
Das Programm zum Umlenken von Dubletten wird in den nächsten Tagen im HeBIS-Produktionssystem aktiviert. Wir werden Sie rechtzeitig über die entsprechenden Mailinglisten informieren.
Neue HeBIS-Teilnehmer
Wir freuen uns sehr, dass seit dem 1. Januar 2004 zwei weitere Bibliographien ihre Daten in der HeBIS-Datenbank erfassen und damit ihre Vorgängersysteme erfolgreich abgelöst haben. Als neue HeBIS-Teilnehmer begrüßen wir:
die Hessische Bibliographie (ELN 4053, ILN 61) (als hessisches Gemeinschaftsunternehmen)
die Bibliographie der deutschen Sprach- und Literaturwissenschaft (ELN 4054, ILN 62) (BDSL, deren Redaktion an der STUB Frankfurt beheimatet ist).
Für die Hessische Bibliographie wurde bereits auch ein Grossteil der Altdaten migriert und nach HeBIS überführt, für die BDSL steht dies im Laufe des Jahres noch an. Hier arbeitet das Lokalsystem Frankfurt noch an entsprechenden Schnittstellenvorgaben.
Die besonderen Bedürfnisse der Bibliographien haben einige Formatanpassungen erforderlich gemacht. Neu eingeführt wurden für beide Bibliographien Normdaten für deren individuelle Klassifikationssysteme sowie für das Schlagwortsystem der Hessischen Bibliographie. Diese Normdaten sind zu erkennen an
Kategorie 005, Pos. 2 = f : Schlagwort Hessische Bibliographie
Kategorie 005, Pos. 2 = h : Notation Hessische Bibliographie
Kategorie 005, Pos. 2 = i : Notation der BDSL
Die Verknüpfungen zu den Normdaten in den Titeldatensätzen werden über folgende Kategorien realisiert:
5350 Klassifikation der Hessischen Bibliographie
5351 Klassifikation der BDSL
5580 Schlagwörter der Hessischen Bibliographie
Im Bereich der Titeldaten sind außerdem neue Kategorien zur Aufnahme der Identnummern der Altdaten geschaffen worden:
2223 ID-Nummer der Hessischen Bibliographie
2224 ID-Nummer der BDSL
In Zusammenarbeit mit dem Redaktionsteam der BDSL hat die Verbundzentrale zudem ein Pilotprojekt zur Verknüpfung von Rezensionen mit den darin rezensierten Werken gestartet. Damit soll eine inhaltliche Anreicherung des VerbundOPAC realisiert werden. Die BDSL erfasst traditionell viele Rezensionen, und mit der Einspielung der Altdaten werden viele Tausend solcher Aufnahmen in die HeBIS-Datenbank kommen. Wir werden dann die entstehenden Verknüpfungsstrukturen untersuchen und feststellen, ob diese zuverlässig im VerbundOPAC darstellbar sind. (Möglicherweise ergeben sich durch die Komplexität der Datenstrukturen hier noch Probleme.) Für die Verknüpfung zwischen Rezension(en) und rezensiertem Werk wurden ebenfalls neue Kategorien eingerichtet (4261 bzw. 4262); diese sind aber noch nicht zur allgemeinen Benutzung freigegeben. Sobald festgestellt werden kann, dass das Datenmodell einwandfrei funktioniert, werden wir eine detaillierte Anleitung zur Erfassung von Rezensionen veröffentlichen und damit den Startschuss zur allgemeinen Nutzung geben.
Noch ein Hinweis zur Erschließungstiefe: alle an HeBIS teilnehmenden Bibliographien kennen Besonderheiten der Formal- und Sacherschließung; bei der Formalerschließung gehen sie teilweise sogar deutlich über den von RAK definierten Mindeststandard hinaus und erfassen z.B. auch mehr als 3 Autoren oder alle an einem Werk beteiligten Personen. Damit werden zusätzliche Sucheinstiege geschaffen, die dem gesamten Verbund bzw. unseren Nutzern zur Verfügung stehen und letztlich eine Serviceverbesserung bedeuten. Bitte löschen Sie solche über RAK hinausgehende Informationen also keinesfalls aus den Titelaufnahmen heraus!
Auch bei Dublettenbereinigungen ist darauf zu achten, dass alle Informationen in den Zieldatensatz übernommen werden, vor allem auch die Klassifikations- und Schlagwortdaten der Bibliographien.
Wir wünschen allen Mitarbeitern der Hessischen Bibliographie sowie den beiden Redaktionsteams von Hessischer Bibliographie und BDSL viel Erfolg bei Ihrer weiteren Arbeit!
Neue Kategorie für alte Drucke
Bei einigen Teilnehmern tauchte der Wunsch auf, auch Identnummern aus Bibliographien für Alte Drucke erfassen und suchen zu können, wie z.B. ID-Nummern aus dem VD 16 oder
Es gibt daher ab sofort eine neue Kategorie: 2035.
In diesem Feld können die Nummern folgendermaßen erfasst werden:
2035 VD16 12345
2035 VD17 223344
Suchbar sind die Nummern mit dem neuen Suchschlüssel "ALD", der auch im uebergeordneten Suchschluessel "NUM" enthalten ist. Als Suchbegriff muss immer auch der "Vorspann" (VD16, VD17) mit eingegeben werden, egal, ob mit oder ohne Blank.
In der Vollanzeige wird der Inhalt des Feldes angezeigt, eingeleitet durch das Label "Bibliographischer Nachweis:".
Wenn Sie Nummern aus weiteren Verzeichnissen erfassen wollen, sagen Sie uns kurz Bescheid, damit wir eine allgemein gültige Abkürzung als Einleitung der Nummern abstimmen können.
FernleihLog - Informationen zum Leihverkehr
Warum das FernleihLog?
Weblogs finden im bibliothekarischen Arbeitsalltag immer mehr Anklang. Sie sind ziemlich praktisch. Darüber wurde schon viel berichtet, erzählt, geschrieben und vorgetragen.
Und sicher kennen viele von Ihnen "netbib", das bibliothekarische Weblog in Deutschland. Und inzwischen auch das hessische "HeBlog", in dem immer wieder die neuesten Meldungen zu hessischen Bibliotheken zu lesen sind.
Auf den HeBIS-Internetseiten gibt es neu ein Weblog für Meldungen rund um die Fernleihe, das FernleihLog, das wir als zentrale Dienstleistung für den Leihverkehr in Deutschland zur Verfügung stellen möchten.
Wir waren die Mehrfacharbeit leid, die wir mit den Leihverkehrsmeldungen hatten: eine E-Mail kommt aus der LV-Liste, sie wird weitergeleitet in die verbundinterne Liste, die Meldung wird auf den HeBIS-Internetseiten eingetragen. Umgekehrtes Prozedere, wenn wir selbst Schließzeiten oder Ähnliches zu vermelden haben. Die Resonanz aus den anderen Verbünden zeigt, dass man dort ähnliche Probleme hat.
Ein Weblog bot sich in diesem Fall geradezu an:
es geht schnell und ist einfach zu füttern
jeder, der Nachrichten zu vermelden hat, kann sie selbst eintragen
das Mailen an zig verschiedene Listen entfällt, und wenn man auf verschiedenen Listen subskribiert ist, gibt's auch keine Mails mehr doppelt
wer über einen RSS-Reader verfügt, bei dem landen Nachrichten aus dem Leihverkehr direkt auf dem Schreibtisch (bzw. auf dem Desktop).
Sie können sich gezielt über eine Region informieren (möglich über die Auswahl von "Kategorien" in der rechten Spalte)
Sie können auch alte Nachrichten nachlesen, weil die Infos archiviert werden (Auswahl "Archiv" in der rechten Spalte).
Außerdem können Sie gezielt nach Infos suchen, dazu gibt es eine einfache Freitextsuche in der rechten Spalte.
Um Nachrichten einstellen zu können, genügt eine einmalige Anmeldung mit einem Nickname und einem Passwort.
Und die Mailinglisten?
Alle Diskussionen über fernleihspezifische Themen im HeBIS-Verbund werden natürlich weiter über die Liste hebis-fl laufen. Da diese jedoch nicht archiviert wird, sollte man Meldungen, die man später vielleicht auch noch mal nachlesen möchte, ins FernleihLog eintragen.
Damit können die Benachrichtigungen an die überregionale Fernleihliste (LV-Liste) entfallen. Jeder weiß nun, dass Meldungen dort abgelegt werden und kann im FernleihLog nachlesen.
Mit der LV-Liste verhält es sich ähnlich wie mit der hebis-fl-Liste: Diskussionen über die Liste, Meldungen ins FernleihLog.
Information abholen oder Information bekommen?
Viele werden einwenden, dass man mit einer Mailingliste ja alles direkt auf den Schreibtisch bekommt, ohne sich auf eine Internetseite einloggen zu müssen. Gegen dieses Argument gibt es in den Weblogs sog. RSS-Feeds. RSS ist ein Format zum XML-basierten Datenaustausch. Mehr zu diesem Thema erfahren Sie auf der Webseite "RSS kurzgefasst".
Um es wirklich kurz zu machen: Mit Hilfe eines kleinen Tools werden alle Weblogs, die man lesen möchte, in bestimmten Zeitabständen nach neuen Meldungen abgesucht - ganz so wie Ihr Mailprogramm in bestimmten Abständen auf Ihrem Mailserver nach neuen Nachrichten schaut. Gibt es neue Meldungen in Ihren favorisierten Weblogs, zeigt Ihnen das Tool (je nach Software) die Überschrift und einen Teil des Textes an - mit Link auf die ganze Meldung auf der Homepage des Weblogs.
Das ist fast so, als hätten Sie eine Zeitung abonniert, die täglich frisch auf Ihrem Frühstückstisch liegt.
Deswegen ist es keine Frage, ob Informationen holen oder bekommen. Sie haben die Wahl: Mal kurz auf der Webseite des FernleihLogs vorbeischauen - oder sich per RSS-Reader die neuesten Meldungen gesammelt auf den Bildschirm holen.
Eine Übersicht über RSS-Reader gibt es hier:
Ich persönlich benutze "Feedreader" und bin damit sehr zufrieden.
Das "NewsMonster" von Mozilla ist im Prinzip eine sehr gute Idee, weil er im gewohnten Umfeld von Mozilla-Mailclient und -Browser arbeitet. Leider dauert der Programmaufbau ewig, wenn "NewsMonster" aktiviert ist. Deshalb werde ich mal die nächsten Releases davon abwarten.
Mit den anderen Readern habe ich keinerlei Erfahrungen.
Wir würden uns freuen, wenn sich das FernleihLog etablieren würde und für Sie alle zu einem wertvollen Informationsmittel werden würde.
Neue Struktur auf dem FTP-Server
Ein FTP-Server hat ein bisschen etwas von einer WG: Es sammeln sich im Lauf der Zeit eine Menge Dinge an, von denen man ab einem bestimmten Zeitpunkt nicht mehr genau weiss, wer sie eigentlich mitgebracht hat, warum sie dort liegen, wo sie liegen, und ob sie noch gebraucht werden. Und das, was man selbst gerade braucht, ist i.d.R. nicht unbedingt dort, wo man es vermutet hat.
Als WG wird man es evtl. mit einer Aufräumaktion versuchen, aber beim FTP-Server hat man eine bessere Möglichkeit: Man zieht einfach um. Was noch praktischer ist: Die neue, wohlgeordnete FTP-Umgebung bekommt den angestammten Platz (ftp.hebis.de), und die alten Verzeichnisse und Dateien werden verschoben und sind (derzeit noch) unter dem Verzeichnis "old" zu finden.
Die BDV und die VZ haben bereits all das in die neue Umgebung umgetopft, was weiterhin gebraucht wird.
Allerdings mit einer Einschränkung: Der FTP-Server soll in Zukunft keine Archiv-Funktion mehr haben, sondern dem Austausch von Dateien dienen, die für die tägliche Arbeit gebraucht werden.
Um der allmählichen Anhäufung veralteter Daten etwas vorzubeugen, werden im Verzeichnis "tmp" in Zukunft alle Dateien gelöscht, die älter als vier Wochen sind.
Archiviert bzw. auf Dauer verfügbar gemacht werden die Dateien auf unseren Web-Seiten (www.hebis.de)
Das bedeutet, dass z.B. die Protokolle der Arbeitsgruppen nur in der Zeit auf dem FTP-Server liegen, in der sie unter den Mitgliedern abgestimmt bzw. bearbeitet werden. Sobald sie verabschiedet wurden, müssen sie an unsere Internet-Redaktion gemeldet werden.
Wir hoffen, dass sich alle HeBIS-WG-Bewohner im neuen FTP-Habitat gut zurechtfinden. Weitere Anregungen oder Wünsche sind natürlich jederzeit willkommen.
Neues Feld 155: Offizieller Name der Körperschaft
schon seit längerer Zeit wird angestrebt, ein neues Feld in MAB GKD für den offiziellen Namen der Körperschaft mit allen dazugehörigen Bestandteilen einzuführen. Nun ist es soweit: seit 1. März 2004 kann testweise in der ZDB im Feld 155 der offizielle Name der KS bzw. des Kongresses mit allen dazugehörigen Bestandteilen ohne die von RAK-WB vorgeschriebenen Veränderungen erfasst werden.
Das Feld dient vorrangig der besseren Suchbarkeit von Körperschaften und Kongressen durch bibliothekarisch nicht vorgebildete BenutzerInnen. Es soll nur dann besetzt werden, wenn dadurch ansonsten nicht vorhandene Sucheinstiege geboten werden können. Es dient nicht dazu, andere. nicht RAK-gerechte Verweisungsformen zu transportieren. In bestehenden Datensätzen, in denen die vorgesehene Namensform bereits im Feld 250 vorhanden ist, soll nicht rückwirkend korrigiert werden. Beim Anlegen eines neuen Datensatzes soll - soweit nach RAK-WB eine Verweisung nicht zwingend vorgeschrieben ist - künftig vorrangig Feld 155 besetzt werden.
Das Feld ist fakultativ und wiederholbar und soll wie folgt besetzt werden:
155 "offizieller Name der Körperschaft" 1 * "Bemerkung" 2
1 z.B. ohne Umwandlung in eine unselbständige Ansetzung, ohne Abtrennung des
Ortsnamens und/oder Hinzufügen als Ordnungshilfe, ohne Wegfall bestimmter
2 z.B. Datierungen, Zeit- und Sprachangaben
150 Universität <Frankfurt, Main>
155 Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main
150 Städtische Werke <Kassel>
155 Städtische Werke Aktiengesellschaft Kassel *ab 2000
155 Städtische Werke GmbH Kassel *bis 1999
150 Kolpingfamilie <Orb>
155 Kolpingfamilie Bad Orb
Dieses neue Feld 155 (MAB 802) wird nicht vor August 2004 im Datentausch zur Verfügung stehen. Erst mit dem von DDB angekündigten Gesamtdatenabzug der GKD im August wird das Feld in alle Verbünde zurückgeliefert. Bis dahin wird auch für HeBIS eine den ZDB-Daten entsprechende Erfassung, Anzeige und Indexierung (Suche wie weitere Namensformen) vorbereitet. Detaillierte Praxisregeln, die dann auch in ZETA veröffentlicht werden, sind derzeit noch in Arbeit.
Umsetzung der neuen Leihverkehrsordnung in der hessischen Leihverkehrsregion
Das Land Hessen hat inzwischen die neue Leihverkehrsordnung (LVO) zum 1.2.2004 in Kraft gesetzt (Staatsanzeiger für das Land Hessen Nr.5 / 2004 vom 2.2.2004, S. 594-600 / www.staatsanzeiger-hessen.de). Damit hat das Land Hessen den empfehlenden Beschluss der KMK-Amtschefkonferenz vom 18./19.9.2003 zur neuen LVO umgesetzt und vollzogen. Auch in den übrigen 15 Bundesländern wurde die neue LVO inzwischen in Kraft gesetzt bzw. sie steht kurz davor. Mit der neuen LVO finden die langjährigen Bemühungen um eine aktuelle, den heutigen Notwendigkeiten angepasste Regelung des deutschen Leihverkehrs ihren Abschluss.
Den Text der LVO-Hessen finden Sie auch online im HeBIS-Web-Angebot, ebenso den Text der KMK-LVO-Empfehlung (beide im Format PDF).
Eine Zusammenfassung der wichtigsten Änderungen der neuen LVO gegenüber der bisherigen Fassung von 1993 haben wir im HeBIScocktail 4/2003 veröffentlicht (Rubrik Mitteilungen der Verbundzentrale: "Neue LVO in den Startlöchern")
Aus Anlass der Inkraftsetzung der LVO für Hessen hat der HZK alle in Hessen zum LV zugelassenen Bibliotheken direkt angeschrieben und über die aktuelle Situation seit dem 1.2.2004 informiert, insbesondere auch über die neue Kostensituation.
Nachfolgend sind die wichtigsten Punkte, die es künftig zu beachten gilt, nochmals zusammengestellt:
Die regionalen LV-Zentralen bleiben zuständig für die Organisation des LV in ihrer Region. (§ 4 + Anlage)
Die Zulassung/Teilnahme am Leihverkehr wird geregelt in § 2 + Anlage 1 "Kriterienkatalog für die Prüfung von Zulassungsanträgen zur Teilnahme am Deutschen Leihverkehr":
Die Teilnahme einer Bibliothek am Leihverkehr beginnt mit der Aufnahme in die amtliche Leihverkehrsliste des Landes Hessen und erlischt mit der Streichung aus dieser Liste. Die Leihverkehrsliste wird beim Hessischen Zentralkatalog geführt. Über Aufnahme, Änderungen und Streichungen entscheidet der HZK (mit Benachrichtigungspflicht an das zuständige Ministerium).
Der HZK wird auf der Grundlage der geänderten Zulassungskriterien die bisherige amtliche Leihverkehrsliste (s. Anl. 5 der LVO-Hessen) überprüfen und sich bei notwendigen Änderungen mit den betroffenen Bibliotheken direkt in Verbindung setzen.
Vorrangiges Bestellprinzip ist die Online-Bestellung auf Basis von Datenbanken mit Bestandsnachweis und Verfügbarkeitskontrolle (§§ 6, 7, 10). Für die Bibliotheken der hessischen Leihverkehrsregion bedeutet dies die Präferenzbestellung über das HeBIS-Verbundsystem.
Sofern Online-Bestellungen nicht möglich sind, können Bestellungen auch konventionell erfolgen, z.B. über Datenbankausdrucke oder das Leihscheinformular der LVO 1993 (der "rote Leihschein" bleibt in der vorliegenden Fassung übergangsweise weiterhin gültig).
Klargestellt ist, dass im Regelfall für jede physische Medieneinheit künftig eine eigene Bestellung erforderlich ist (§ 10). Auf dieser Basis erfolgt auch die Kostenberechnung (gilt sowohl für die Auslagenpauschale nach § 19,1 als auch für die Verrechnungspauschale nach § 19,3).
Lieferungen erfolgen immer an die bestellende Bibliothek. Das gilt auch dann, wenn der technische Vorgang der Bestellaufgabe durch den Benutzer erledigt wurde. (§ 13)
Geregelt wird dieser Komplex in der LVO-KMK in § 19 und Anlage 5 "Kosten im Deutschen Leihverkehr". Das Land Hessen hat diese Regelung inhaltlich übernommen, allerdings formal abweichend: Die Anlage 5 wurde sinnentsprechend integriert in einen entsprechend umformulierten § 19 und in einen Erlass an den HZK vom 14.1.2004 betr. "Verrechnung zwischen den Teilnehmern am Leihverkehr" (s.u.). (Hinweis: Als neue Anl. 5 der LVO-Hessen wurde die bisher gültige Leihverkehrsliste aufgenommen, die allerdings nur eine Momentaufnahme sein kann). Die Verbindlichkeit der Kostenregelung ergibt sich aus § 3, Ziffer 6 der LVO-Hessen ("Die am Leihverkehr teilnehmenden Bibliotheken sind verpflichtet, ......6. die Kostenregelung gem. § 19 anzuwenden").
a. Verhältnis: Benutzer - nehmende Bibliothek:
Der Benutzer zahlt bei Bestellaufgabe (sowohl elektronisch als auch konventionell) und unabhängig vom Erfolg der Bestellung eine Auslagenpauschale pro physischer Medieneinheit an die nehmende Bibliothek.
(Die Höhe der Auslagenpauschale kann von den Unterhaltsträgern frei festgelegt werden. Für die wissenschaftlichen Bibliotheken im Geschäftsbereich des HMWK sind dies gem. VwKostO-MWK, GVBL I vom 23.12.2003 = 1,50 Euro. Dies entspricht dem Regelfall in den anderen Bundesländern).
b. Verhältnis: Nehmende Bibliothek - Gebende Bibliothek - Verbundzentralen:
Hier trifft die neue LVO eine grundlegende Änderung gegenüber der bisherigen Praxis.
Zwischen den beteiligten Bibliotheken und Verbundzentralen findet nämlich jetzt eine Kostenverrechnung statt, sofern zwei Bedingungen erfüllt sind:
Es muss sich um eine Online-Bestellung handeln, die über die regionalen Verbundsysteme gelaufen ist und die außerdem zu einer Lieferung durch eine gebende Bibliothek geführt hat ("Erfolgsprämie").
Wegen der länderübergreifenden Verrechnung hat die KMK in der Anlage 5 zur LVO-KMK den Rahmen für ein Kostenmodell festgelegt mit folgenden Eckpunkten (gilt entsprechend auch für die LVO-Hessen):
Zur aktuellen Situation hinsichtlich der Verrechnungspauschalierung in der hessischen Leihverkehrsregion ist Folgendes zu sagen:
Mit Erlass vom 14.1.2004 (II 2 B - 451/40 - 56-8) hat das Hessische Ministerium für Wissenschaft und Kunst den HZK wie folgt ermächtigt:
"Mit Inkrafttreten der Leihverkehrsordnung errichtet der HZK für alle teilnehmenden Bibliotheken gem. der Leihverkehrsliste für die Region Hessen treuhänderisch ein Verrechnungskonto ein. Darauf werden die für jede Online-Bestellung, die von einer Bibliothek positiv erledigt wird, zu zahlenden Beträge von 1,50 Euro (bzw. entsprechende Verrechnungseinheit) vereinnahmt. Für jede positiv erledigte Online-Bestellung (d.h. pro ausgelieferte physische Medieneinheit/Kopie) erhält die gebende Bibliothek einen Betrag in Höhe von 1,20 Euro gutgeschrieben. Wenn die Verrechnung innerhalb der Leihregion Hessen erfolgt, erhält der HZK pro positiv erledigter Bestellung 0,30 Euro. Bei einer Verrechnung mit anderen Verbünden reduziert sich dieser Betrag auf 0,15 Euro, weitere 0,15 Euro sind zugunsten der Verbundzentrale der Lieferbibliothek zu verbuchen. Die notwendigen Regularien mit den anderen Verbundzentralen hinsichtlich der Einzelheiten des Verfahrens einschließlich Zahlungs- und Verrechnungszeiträume sind vom HZK verbindlich festzulegen."
Eine verbundübergreifende Fernleihe auf Basis des künftigen HeBIS-Verbundportals (SISIS-Elektra) ist im HeBIS-Verbund voraussichtlich erst zum Ende des Jahres möglich. Damit ist die Grundlage für eine Kostenverrechnung von extern positiv erledigten Fernleihbestellungen vorerst nicht gegeben.
In der Praxis wird der HZK daher ab Inkrafttreten der hessischen LVO zunächst nur die verbundinternen HeBIS-Ausleihvorgänge verrechnen nach folgendem Verfahren:
Alle positiv erledigten HeBIS-Online-Fernleihbestellungen werden mit gebender und nehmender Bibliothek systemseitig registriert. Zu einem noch festzulegenden Zeitpunkt (voraussichtlich einmal jährlich am Anfang des Jahres, also erstmalig voraussichtlich Anfang 2005) werden die dokumentierten Ausleihvorgänge zwischen gebenden und nehmenden Bibliotheken systemseitig saldiert und pro Bibliothek ein Netto-Soll bzw. ein Netto-Haben ermittelt. Auf dieser Grundlage stellt der HZK an die Netto-Soll-Bibliotheken Rechnungen aus, die auf das treuhänderische Verrechnungskonto des HZK eingezahlt werden müssen. Von diesen Einnahmen werden die anteiligen 0,30 Euro zugunsten des HZK abgezogen und die verbleibende Summe an die Netto-Haben-Bibliotheken gem. Verrechnungsanteil vom HZK überwiesen (hierzu werden wir zu gegebener Zeit noch die Konto-Nr. der Verbundbibliotheken abfragen). Die Basisdaten (= dokumentierte einzelne Ausleihvorgänge) werden zu Revisionszwecken elektronisch archiviert.
Aus Gründen der Gleichbehandlung hatten wir in dieses verbund-interne Verrechnungsverfahren auch Bibliotheken aus anderen Bundesländern einbezogen, die zwar verbund-extern sind, aber über spezielle Zugangs-ID und Passwort zur HeBIS-Online-Fernleihe (nehmend) unmittelbar zugelassen worden waren.
Als Reaktion hierauf akzeptierten ca. Zweidrittel dieser externen Bibliotheken die Kostenberechnung. Die ablehnenden Stellungnahmen und Löschanträge der HeBIS-Zugangskennungen kamen fast nur von größeren LV-Bibliotheken, die nicht nur nehmend, sondern auch gebend an der Fernleihe teilnehmen, was bei der aktuellen HeBIS-Nutzung durch externe Bibliotheken (nur nehmend) nicht verrechnet werden kann. Diese Verrechnungsmöglichkeit ist erst mit Einführung der verbund-übergreifenden Online-Fernleihe durch Verlinkung aller Verbundsysteme gegeben. Als Konsequenz aus dieser Situation wurde uns angekündigt, wieder auf den Bestellversand per "roten Leihschein" zurückgreifen zu wollen, was so keinesfalls in unserem Interesse liegt und auch nicht in der Intention der neuen LVO.
Wir haben uns daher entschlossen, bis zum gemeinsamen Einsatz der verbundübergreifenden Online-Fernleihe auf eine Kostenberechnung bei den externen HeBIS-Nehmerbibliotheken zu verzichten und deren Zugangskennungen bis dahin aktiv zu halten. Mit Einsatz der verbundübergreifenden Fernleihe werden wir in Absprache mit den übrigen Verbundsystemen eine Direktteilnahme externer Bibliotheken an der HeBIS-Online-Fernleihe allerdings nicht mehr anbieten.
Sofern Sie Rückfragen zur neuen Leihverkehrsordnung und deren praktische Umsetzung in der hessischen Leihverkehrsregion haben, wenden Sie sich bitte direkt an mich oder an meine Kolleginnen in der HeBIS-Verbundzentrale, Frau Bröckerhoff (Tel. 069/212-39659 / E-Mail: broeckerhoff@stub.uni-frankfurt.de) bzw. Frau Körfer (Tel. 069/212-39658 / E-Mail: koerfer@stub.uni-frankfurt.de).
Im Übrigen werden wir im Oktober/November ein Leihverkehrstreffen in Frankfurt organisieren, bei dem die bisherigen Erfahrungen mit der neuen LVO ausgetauscht werden können und hoffentlich auch erste praktische Erkenntnisse aus der verbund-übergreifenden Online-Fernleihe.
Unabhängig hiervon bieten wir seit Kurzem auch ein einschlägiges Informationsforum, das "FernleihLog", zum regionalen und überregionalen Erfahrungsaustausch an. Es handelt sich um ein Angebot der HeBIS-VZ an alle "Fernleih-Aktivisten" bundesweit. Der Vorteil liegt in der einfachen und sehr effizienten Nutzung als Nachrichtenbörse zur Fernleihpraxis. Das WebLog kann sowohl aktiv für eigene Meldungen als auch passiv zur Information über fremde Aktivitäten genutzt werden. Weitere ausführliche Informationen dazu können Sie im Artikel "FernleihLog - Informationen zum Leihverkehr" in dieser Ausgabe nachlesen.
10 Jahre Pica an der UB Gießen
Am 14. März 1994 ging an der UB Giessen die Ausleihe mit dem Lokalsystem LBS 3.2 von PICA in Betrieb, zwei Wochen später folgte die UB Marburg. Dieser Schritt war so folgenreich und positiv, dass ich mit dieser Mail daran erinnern möchte.
Die Umstellung stellte für diese Bibliotheken einen Sprung von der DV-Steinzeit auf den damals aktuellsten Stand dar: bis dahin war das Ausleihsystem HEBIS-LEIH im Einsatz, das in seinen Grundlagen Anfang der 70er Jahre entwickelt worden war. Nur die Datenerfassung mit Lochstreifen war Anfang der 80er Jahre auf Terminalbetrieb zu einem Datensammelgerät umgestellt worden. Lokal waren nur die Bewegungsdaten verfügbar, sie wurden täglich per Modem und Telefonleitung an das KGRZ Giessen geschickt, wöchentlich ein Mal wurden Mahnungen und Listen erstellt. Das ist erst 10 Jahre her!
Die anderen Bibliotheken in Hessen, die ihre Ausleihe DV-gestützt betrieben, hatten seit Mitte der 80er Jahre ihre Systeme auf BIBDIA umgestellt, stets begleitet von der "AG Bibliotheksdatenverarbeitung des Unterausschuss Hochschulautomation des Landesautomationsausschusses" - alle diese im Namen genannten Gremien mussten nacheinander befragt werden. Da sich die Umstellung auf Grund der hohen Kosten über Jahre hinzog, erfolgte für Giessen und Marburg Ende 1992 zunächst eine neue EU-weite Ausschreibung, die bis kurz vor die Auftragsvergabe gediehen war.
Die Entscheidung für das PICA-Lokalsystem war erst möglich und naheliegend, nachdem der Verbund sich im Frühjahr 1993 für PICA als Nachfolgesystem von HEBIS-KAT entschieden hatte und somit die Randbedingungen sich wesentlich geändert hatten.
Problem für die UBs Giessen und Marburg war, dass die alten Geräte von der Lieferfirma nach ca 10 Jahren Laufzeit aus der Wartung genommen worden waren und die Ersatzteilversorgung nur noch durch das Ausschlachten von Altgeräten erfolgen konnte. Die Bibliotheken konnten nicht warten, bis der Verbund in Betrieb ging. In Giessen waren sogar schon Tests im Gange, die Ausleihe provisorisch auf Allegro in einem PC-Netz umzustellen.
Im Sommer 1993 entwickelten PICA ein Konzept, wie die Systeme in Giessen und Marburg auch ohne die Online-Kopplung an ein Verbundsystem schon einmal mit der Ausleihe in Produktion gehen konnten: die Titeldaten aus HEBIS-KAT wurden bei PICA umgesetzt und mit den Ausleihdaten aus dem Ausleihsystem zusammengeführt, soweit die Buchnummern erfasst waren. Für den Rest wurden Lokale Titelaufnahmen erzeugt, die im Wesentlichen aus Signatur und Buchnummer bestanden.
Es gab einen sehr knappen Zeitplan, der von allen Seiten präzise eingehalten wurde. Schulungen in Leiden und das Studium von originalsprachlichen niederländischen Dokumenten gehörten dazu - beides hatte auch seinen Reiz. Vor allem die guten und intensiven Kontakte zu den PICA-Mitarbeitern, ohne formelle Hürden, führten zu dem Erfolg. Stellvertretend sei hier Dingeman van Nies genannt, der auf PICA-Seite das Projekt leitete.
Die Erleichterung war groß, als die Systeme im März 1994, in Giessen nach nur kurzer Schließzeit (ab Mittwoch, den 9.3.) in Betrieb gingen, mit einigen Abenteuern beim Weg, die Daten über Magnetbänder unterschiedlichster physischer Formate zusammenzuführen.
Die Produktion begann also über ein Jahr vor dem Verbundsystem. Daran erinnern noch die ILNs in HeBIS, die internen Bibliotheksnummern: die Nummern 204 und 205 waren unsere Nummern im PICA-System in Leiden. Diese wurden von beiden UBs beibehalten, auch als HeBIS in Betrieb ging und bei den anderen Bibliotheken die Zählung mit der ILN 1 begann.
Die Datenmigration der UB Giessen war sehr hilfreich bei der Mitarbeit an der Migration von HEBIS-KAT nach PICA oder später bei der Bibdia-AG, die die Umstellung der Bibdia-Ausleihsysteme nach PICA begleitete.
Der Start mit dem Lokalsystem von PICA war der Beginn eines erfolgreichen Konzepts: die Einrichtung eines Online-Katalogs in 1995 war ein wichtiger Schritt hierzu. Der Katalog basierte damals noch auf Telnet-Sitzungen, das WWW war gerade erst im entstehen.
Die Kopplung von Online-Katalog und Ausleihsystem für Vormerkungen und Verlängerungen sowie die Magazinbestellungen waren weitere Meilensteine, ebenso die Einführung einer Web-Oberfläche. In Hessen wenig bekannt scheint mir, dass die Online-Kopplung zwischen Verbundsystem und Lokalsystemen alles andere als selbstverständlich war. Bei PICA war dies durch die Kopplung von Lokal- und Verbundsystem weit vor anderen Systemen der Fall.
Wenn ich etwa im Rahmen der Unterrichtsvorbereitung für Praktikanten die Kataloge von Lokalsystemen in den USA oder andere Systeme in Deutschland ansehe so ist mein Eindruck, dass der OPC4 das Beste ist, was derzeit an Online-Katalogen geboten wird. Viele Probleme, über die man sich ärgert, sind hausgemacht durch Eigenheiten bei den hessischen Datenstrukturen.
Nicht dass es nichts zu verbessern gäbe: lokal werden sowohl in den hessischen Bibliotheken als auch im GBV immer wieder Zusatzfunktionen selbst entwickelt, die man sich von PICA direkt wünscht. Auch der Weg für Verbesserungswünsche oder Fehlermeldungen an PICA scheint mir zu bürokratisch zu sein. Das war anfangs anders.
Zur Perspektive mit LBS4: Die Konzeption für den OPC4 war bereits Mitte der 90er Jahre in Dokumenten von PICA dargestellt worden. Es hat einige Jahre gedauert, bis er in Produktion ging. Es gibt also Hoffnung, dass es in dem Teil, den die Benutzer nicht sehen, im LBS4, einen ebensolchen Schritt vorwärts gibt, auch wenn er deutlich später kommt als ursprünglich angenommen.
Daher mit dem positiven Blick auf weitere Jahre mit PICA!
Mit dem "Gießener OPUS-PICA-Button" in einem Schritt von OPUS nach PICA
Elektronische Publikationen der Justus-Liebig-Universität Gießen, insbesondere elektronische Dissertationen, werden mit der OPUS-Software aus Stuttgart einfach und effizient verwaltet. So kann z. B. ein Promovend seine Dissertation über ein Online-Formular anmelden und die Dissertation als PDF-File automatisch auf den Publikations-Server laden. Im Online-Formular werden die sogenannten Metadaten erhoben, die die Dissertation beschreiben. Nach erfolgreicher Prüfung durch Mitarbeiterinnen der Universitätsbibliothek wird die Dissertation dann per "Knopf-Druck" mittels eines Buttons veröffentlicht.
Damit die elektronische Dissertation auch im Katalog nachgewiesen ist, muss sie noch in der WinIBW aufgenommen werden. An dieser Stelle ging es allerdings bisher nicht so einfach weiter, da die OPUS-Software keine Anbindung an PICA anbietet. Der "Gießener OPUS-PICA-Button" soll hier Abhilfe schaffen, indem nach einem weiteren Klick die Metadaten im PICA Kategorienschema dargestellt werden. Die Daten können nun einfach in die WinIBW kopiert werden. Dies bedeutet eine nicht unerhebliche Zeitersparnis und vermeidet Eingabefehler.
Der "Gießener OPUS-PICA-Button" wird allen Interessierten OPUS-Anwendern in Hessen über den HeBIS-FTP-Server zum Download angeboten. Hinweise zur Funktionalität und Nutzung des Buttons sowie den Link zum Download finden Sie auf den HeBIS-Webseiten. Bei weiteren Fragen stehe ich gern zur Verfügung.
Zusammenarbeit der Giessener Elektronischen Bibliothek (GEB) mit dem externen Verlag VVB Laufersweiler
Das Einstellen von elektronischen Dokumenten ist an der UB Giessen für die AutorInnen kostenlos. Dies und die für die PromovendInnen in den meisten Fällen unproblematische OPUS-Software sowie die schnelle Erledigung veranlasst immer mehr Autoren, ihre Dissertationen elektronisch zu veröffentlichen.
Eine nicht unerhebliche Anzahl von PromovendInnen gibt allerdings der Veröffentlichung über einen Verlag den Vorzug. Wir haben in Giessen 2 Verlage, die elektronische Dissertationen veröffentlichen; das ist zum einen die VVB Laufersweiler, auf die ich näher eingehen möchte, und die DVG Service GMBH, eine Eigeninitiative der Deutschen Veterinärmedizinischen Gesellschaft
Der Laufersweiler-Verlag bietet auf seiner Homepage für die Veröffentlichung von Dissertationen eine Kombination "Verlagsdruck + PDF Onlineveröffentlichung über die UB" an. Der/die AutorIn zahlt eine Veröffentlichungspauschale von 51,00 €; in dieser Pauschale ist die ISBN-Registrierung, die Bibliotheksregistrierung und der Versand der gedruckten Exemplare enthalten. Pro gedrucktem Band werden dem/der AutorIn dann ca. 6.00 € - je nach Umfang der Veröffentlichung - berechnet. Im Folgejahr der Veröffentlichung haben die AutorInnen das Recht, bei der VG Wort einen Autorenzuschuss in Höhe von ca. 360.00 € (2003) zu beantragen.
Die AutorInnen übermitteln dem Verlag eine PDF- oder WORD-Version ihrer wissenschaftlichen Veröffentlichung. Der VVB Laufersweiler übernimmt dann selbsttätig das Einstellen der Dissertation in die GEB über das Internet. Die gedruckten 4 Exemplare, die die UB benötigt, werden der UB zusammen mit der Abgabe-Erklärung vorbeigebracht. Nach erfolgreicher Überprüfung und Einstellung in die GEB bringt der Verlagsbeauftragte die unterschriebene Abgabeerklärung direkt an das zuständige Dekanat.
Für die GEB bedeutet die Zusammenarbeit mit dem Verlag eine nicht unerhebliche Arbeitsersparnis, da selten Korrekturen nötig werden; es wird einfach auf der Frontpage der GEB im Feld "Quelle" zum Verlag verlinkt. Käuflich erwerben kann man die Dissertationen dann übrigens beim VVB Laufersweiler für 24.90 €.
Pica - Ausleihmodul OUS in der Universitätsbibliothek Mainz im Einsatz
Am 29. März 2004 begann das Pica-Zeitalter auch in der Ausleihe der Universitätsbibliothek Mainz. Erwartungsvoll und teilweise etwas angespannt sahen Benutzung, Fachbibliothek Medizin und EDV-Abteilung den ersten Öffnungsstunden mit neuem Ausleihsystem entgegen. Nach fünf Öffnungstagen konnten wir feststellen: Die Migration ist erfolgreich verlaufen! Die befürchteten Schlangen an der Ausleihtheke blieben aus, das System stürzte beim ersten Belastungstest im Routinebetrieb nicht ab und kleinere Fehler konnten schnell behoben werden. Der nächsten Stufe der Belastungsprobe in der Einführungswoche zum Sommersemester am 19.04.2004 sehen wir nun etwas gelassener entgegen.
Die Kollegen und Kolleginnen in der Benutzung haben sich souverän auf die gegenüber dem Vorgängersystem veränderte Bedienung eingestellt. Ihre Bereitschaft und Offenheit, mit der sie sich auf OUS eingelassen haben, kann nicht als selbstverständlich angesehen werden, da sie mit dem Vorgängersystem Bibdia ein System verlassen mussten, das bei der Unterstützung sowohl der Ausleihe als auch der aktiven und passiven Fernleihe als zuverlässig, komfortabel und bedienerfreundlich anerkannt war.
Die Vorbereitungen zur Umstellung der Ausleihe von Bibdia auf Pica-OUS hatten im April 2003 mit der Konstituierung der lokalen OUS-AG begonnen. Bei der Vorbereitung der Migration erforderten zwei Themen besonders große Aufmerksamkeit:
die Erarbeitung von Konkordanzen für die Zentralbibliothek mit eindeutiger Zuordnung aller vorkommenden Signaturstrukturen zu Standorten und den dazu gehörigen Ausleihbedingungen (über 150 Einträge) und
die Frage nach der Übernahme der Mediennummern von Zeitschriftenbänden in OUS mit oder ohne Verknüpfung zum Zeitschriftentitel.
Das im vergangenen Jahr im Verbund thematisierte Problem doppelt vergebener Buchnummern war für die Einführung von OUS dank engagierter Reparaturmaßnahmen in der Katalogisierung und in der Ausleihe kein Problem.
Zu Beginn des Jahres 2004 wurden der Migrationstermin und in diesem Zusammenhang die Schließung der Ausleihe auf den 22.-26. März 2004 festgelegt; damit begann die "heiße Phase" der Migrationsvorbereitungen. Zunächst wurden umfangreiche Funktionstests durchgeführt und bisher unentdeckte Fehler behoben. Es folgten
die Entwicklung von Lösungskonzepten für die passive Fernleihe, die in der UB Mainz mit dem Fernleihmodul des Systems Bibdia komfortabel automatisiert war,
die Initialisierung des Ausleihmoduls OUS und
die Installation des Datensicherungsverfahrens auf dem Produktionssystem sowie
die abschließende Erstellung der Schulungsunterlagen für Ausleihe und Fernleihe.
Die traditionelle Schließung der Mainzer UB am Rosenmontag konnte genutzt werden, um die für die Generierung der Banddatensätze auf dem Produktionssystem erforderliche Unterbrechung des Online-Update vollständig in die dienstfreie Zeit zu legen.
Der März begann mit der Schulung der Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen in der Zeit vom 1.-19.03.04. Geschult wurde in Gruppen von maximal fünf Personen, in der Regel vormittags mit Übungsmöglichkeiten am Nachmittag.
In der Woche vor Schließung der Ausleihe wurde mit der Migration der Mediendaten begonnen, in der Schließzeit folgten dann die Migration der Benutzerdaten und aller Bewegungsdaten.
Die PCs der mit OUS arbeitenden Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen wurden neu konfiguriert und erhielten neue Drucker. Rechtzeitig standen auch die aus Gründen des Datenschutzes erforderlichen verschlüsselten Netzverbindungen zwischen Mitarbeiter-PC und Anwendungsserver zur Verfügung.
Für die Woche, in der die Ausleihe geschlossen war, hatte die Benutzung eine Notausleihe und die Rücknahme von Medien im Handbetrieb organisiert.
Für die Migration wurden
ca. 628.000 Bände offline aus der lokalen LBS-Datenbank erzeugt,
aus Bibdia übernommen wurden
ca. 405.000 Bände,
ca. 39.000 Nutzer, davon ca. 2.000 Bibliotheken,
ca. 42.000 Ausleihen,
ca 1.300 Vormerkungen und
ca. 5.400 Gebührenfälle.
Zum erfolgreichen Gelingen dieses Projektes haben viele Kollegen und Kolleginnen in der Zentralbibliothek der UB Mainz einerseits und in "HeBIS-Land" andererseits beigetragen; für die vielen guten Tipps und Hilfestellungen möchten wir uns ganz besonders bei allen hessischen Kollegen und Kolleginnen bedanken.
Beschlüsse der 21. AG Alphabetische Katalogisierung
Nachdem bereits im Januar 2004 die ersten Neuregelungen für die verbundweite Katalogisierung in Kraft gesetzt wurden, konnte die AG Alphabetische Katalogisierung auf ihrer Sitzung Ende Januar 2004 die gesamte Liste der eingebrachten Vereinfachungsvorschläge durcharbeiten und über diese entscheiden.
Um für die Neuregelung die größtmögliche Zustimmung zu erreichen und auch die Auswirkungen auf die Benutzungsseite zu berücksichtigen, wurde die Liste der angenommenen und abgelehnten Vorschläge der AG Benutzung vorgelegt. Sie hat in ihrer Sitzung am 16. März 2004 alle Entscheidungen gebilligt, so dass ab sofort das zweite Paket mit Neuregelungen veröffentlicht werden kann.
Die wichtigsten ab April 2004 geltenden Neuregelungen betreffen die Fußnoten:
Keine Fußnotenverknüpfungen mehr bei Monographien
In den Kategorien 4241 - 4244 werden ab sofort keine Verknüpfungen mehr angebracht. Die Hinweise auf parallele, frühere/spätere Ausgaben oder zur größeren/kleineren Einheit werden nur noch in Textform eingetragen. In den Fällen, in denen RAK Nebeneintragungen für andere Titelfassungen vorsieht, wird der Titel zusätzlich in 326X erfasst.
Die bestehenden Verknüpfungen werden in einem maschinellen Lauf gelöst.
Diese Regelung gilt nicht für Aufsätze (o-Sätze), Schriftenreihen (d-Sätze) und Zeitschriften (b-Sätze)!!!
Zusammenfassung der meisten Fußnoteninhalte in 4201
Die meisten Hinweise in den Fußnoten können ab sofort in die Kategorie 4201 (Unaufgegliederte Fußnote) eingetragen werden. Lediglich einige wichtige Hinweise wie Hochschulschriftenvermerk, Hinweise auf andere Ausgaben, Nebentitel, Paralleltitel oder Systemvoraussetzungen sollen bei Neuaufnahmen in die dafür vorgesehenen Kategorien geschrieben werden.
Weitere Neuregelungen betreffen z. B.
die Reduktion der obligatorisch zu besetzenden Kodes in Kategorie 114x
den Verzicht auf die Kategorien 1300/4021, d. h. der Reprintvermerk darf jetzt auch in Kategorie 4020 erfasst werden
die vorlagegemäße Ansetzung von Titeln mit/ohne Bindestrich im Englischen
den Verzicht auf die Änderung von 0500 an 3. Position in "a" bei Bestellkatalogisaten
Die betroffenen Kapitel des HeBIS-Handbuchs werden nach und nach angepasst.
Das Handbuchkapitels "Mehrbändige Werke" muss völlig neu bearbeitet werden. Daher müssen Sie mit einer längeren Umarbeitungszeit rechnen.
Lösung für die Nachweisprobleme bei e-only-Abonnements
In den letzten Jahren haben viele Bibliotheken die Möglichkeit genutzt, ihre Printabonnements zugunsten der Online-Ausgaben abzubestellen, wovon auch in besonderem Maße Titel aus konsortialen Zeitschriftenpaketen betroffen sind.
Da jährlich an den einzelnen Standorten für die sogenannten Holding-Listen die eigenen Abonnements überprüft und aktualisiert werden müssen und aus erwerbungspolitischen Aspekten ein Überblick über alle gehaltenen Print- und e-only-Abonnements der Teilnehmerbibliotheken unabdingbar ist, tauchte folgendes Problem auf:
Bisher ist nur bei den Print-Zeitschriften durch die Bestandsangabe eindeutig zu erkennen, ob in der Bibliothek ein laufendes Abonnement vorhanden ist. Im Gegensatz dazu werden aus mehreren Gründen bei der Online-Ausgabe diese Bestandsangaben nicht gemacht.
Um die dadurch entstandenen Nachweisprobleme bei e-only-Abonnements zu beheben, hat die AG Elektronische Medien auf Anregung der AG HeBIS-Konsortium dieses Thema behandelt.
Ziel war ein verbundweit einheitlicher Katalogeintrag, an dem zu erkennen sein sollte, ob diese Online-Zeitschrift von einer Bibliothek des jeweiligen Lokalsystems abonniert ist.
In der Sitzung vom 18.2.2004 haben sich alle Mitglieder auf folgendes Verfahren geeinigt:
Alle in einer Bibliothek gehaltenen e-only-Abonnements werden in einer freigestellten Kategorie auf Lokaldatenebene bei der elektronischen Version des Titels mit dem Text "e-only" gekennzeichnet. Allgemein steht es der Bibliothek frei, ob diese dafür einen möglicherweise vorhandenen Lizenzexemplarsatz nutzt oder einen manuell erstellten Lokaldatensatz.
Eine Rückwärtserfassung der bereits vorhandenen e-only-Abonnements wird empfohlen. Die Erledigung dieser Empfehlung richtet sich nach den in der Bibliothek vorhanden Möglichkeiten und Ressourcen.
Über jede weitere darüber hinausgehende Verzeichnung (z.B. an der Print-Ausgabe) muss in den jeweiligen Lokalsystemen bzw. Bibliotheken individuell entschieden werden.
Zu Punkt 3 noch folgende Erläuterung: Der auch diskutierte Hinweis an der Printaufnahme "Fortsetzung s. Internetausg." erspart dem Bearbeiter keineswegs das Aufrufen und die Überprüfung der Online-Ausgabe, falls z.B. von Anfang an nur die Online-Version abonniert wurde.
Dieser Hinweis an dieser Stelle bringt daher keine Arbeitsersparnis, nur erhöhten Pflegeaufwand, da konsequenterweise dieser Vermerk beim Abbestellen der Online-Ausgabe an der Print-Ausgabe auch wieder gelöscht werden müsste.
Die Umsetzung in allen Lokalsystemen wird sicher einige Zeit in Anspruch nehmen, da die Lokaldaten aller e-only-Abonnements korrigiert werden müssen.
Mehr zu diesem Thema finden Sie in dem in Kürze vorliegenden Protokoll der AG Elektronische Medien auf der HeBIS-Homepage.
Revidierte RAK-Musik 2003 im HeBIS-Verbund
Nach ausführlichen Beratungen in einer Arbeitsgruppe von Musikexperten und in der Expertengruppe Formalerschließung sowie nach Abschluss des öffentlichen Stellungnahmeverfahrens hat der Standardisierungsausschuss in seiner Sitzung am 3. Dezember 2003 der revidierten Fassung der RAK-Musik zugestimmt. Inzwischen erfolgte die Veröffentlichung des Regelwerkstextes durch Die Deutsche Bibliothek: er kann entweder kostenlos direkt vom Server der Bibliothek (http://www.ddb.de/professessionell/pdf/rak_musik_2003.pdf) heruntergeladen oder in einer Print-on-Demand-Version zum Preis von € 20 bezogen werden.
Unmittelbar nach ihrer Veröffentlichung wurden die RAK-Musik 2003 auch für den HeBIS-Verbund in Kraft gesetzt. Dabei wurde für die Haupteintragung - für die es weiterhin eine Alternativregel gibt - vorerst die Anwendung der Grundregel empfohlen. Eine endgültige Entscheidung über die Verbundpraxis wird im Rahmen eines Workshops mit Musikkatalogisierern aus den HeBIS-Bibliotheken am 13. Mai 2004 getroffen werden. Zuvor wird Rita Albrecht (HeBIS-Verbundzentrale und Mitglied der Expertengruppe Formalerschließung) den Workshop-Teilnehmern die wichtigsten Neuregelungen der RAK-Musik 2003 vorstellen.
Zur Unterstützung der Katalogisierung von Musikalien bereitet die Verbundzentrale die regelmäßige Einspielung der Deutschen Nationalbibliografie, Reihe M als Fremddatendienst in die HeBIS-Datenbank vor. Außerdem sollen für einige in Hessen ansässige Verlage retrospektive Daten zur Aufarbeitung von Pflichtexemplarstücken von DDB bezogen und eingespielt werden. Leider verzögern sich aber beide Vorhaben dadurch, dass die für die Einspielung von DNB-Daten vorhandene HeBIS-Schnittstelle nicht genutzt werden kann, da für die Katalogisate der Reihe M von DDB abweichende Datenstrukturen geliefert werden.
Hinweis zum Workshop RAK-Musik: Einladung und Programm finden Sie auf unseren WWW-Seiten unter
http://smirnoff.rz.uni-frankfurt.de/bib/termine.php?we_objectID=2885
Wenn Sie zum angesprochenen Personenkreis gehören und teilnehmen möchten, können Sie sich noch bis 23. April 2004 formlos per E-Mail an die Adresse r.albrecht@stub.uni-frankfurt.de mit der Angabe Ihres Namens, Ihrer Dienststelle, Ihres Tätigkeitsbereiches und Ihrer Kommunikationsdaten (Telefon, E-Mail) anmelden. Sie erhalten dann Anfang Mai eine Mail mit der Bestätigung Ihrer Teilnahme, der Bekanntgabe des genauen Veranstaltungsortes (Raum) sowie den Tagungsunterlagen.
Sie erinnern sich: Im Herbst 2003 besuchten 10 hessische BibliothekarInnen eine Woche lang Bibliotheken in New York und Yale. In der letzten Ausgabe des HeBIScocktail wurde über die New York Public Library (NYPL), die NYPL Science, Industry and Business Library und die Yale University Library berichtet. Nachfolgend finden Sie die Berichte über den Besuch an zwei weiteren Bibliotheken (Bobst und Columbia) sowie einem Besuch beim Metropolitan New York Library Council (METRO).
The Columbia University/Butler Library
Der Nachmittag des ersten Programmtages (20.10.03) unserer Studienreise führte uns zur Columbia University (http://www.columbia.edu/cu/lweb/indiv/butler) in Morningside Heights, einem Stadtviertel, das im Süden vom Central Park und im Norden von Harlem begrenzt wird. Der Campus der Universität belegt einen großen Teil dieses Viertels und ist eine Stadt im Stadtteil: Er reicht von der West 112. Straße im Süden bis zur West 123. Straße im Norden und vom Morningside Drive im Osten zum Riverside Drive im Westen; dazwischen verlaufen die 10. Avenue (Amsterdam Avenue) und der Broadway durch den Campus.
Aber nicht nur die Größe des Campus, auch Alter und Tradition dieser Universität sind enorm und für amerikanische Verhältnisse geradezu biblisch: Im Juni 2004 wird die Columbia University 250 Jahre alt und feiert dieses Jubiläum im Verlauf eines akadademisches Jahres mit vielen Veranstaltungen, und der große Auftakt hatte just am Wochenende vor unserem Besuch stattgefunden. Ein stolzes Geburtstagskind feiert seine Erfolge, zu denen auch die Bibliotheken beigetragen haben und beitragen. Wie ein Symbol für diese Wertschätzung wirkt das Foto auf der Titelseite der studentischen Universitätszeitung Columbia Spectator vom 20.10.2003, das als einen Höhepunkt der Festivitäten eine riesige Geburtstagstorte in Form der Low Memorial Library abbildet, der alten Hauptbibliothek der Universität.
Hauptbibliothek des Bibliothekssystem der Columbia University Libraries ist heute die Butler Library. Sie steht der Low Library gegenüber, und zwischen beiden Gebäuden befindet sich der eindrucksvolle Zentralplatz des Campus mit vielen Grünflächen. Wir wurden von Jean Laponce empfangen, dem Fachreferenten für moderne westeuropäische Geschichte und Philosophie und erhielten persönliche Library Reading Cards, die uns zum Besuch der Bibliotheken berechtigten: Columbia University ist eine private Universität und die Bibliotheken sind nicht öffentlich zugänglich. Ein eigenes Büro für Information and Library Privileges legt für Besucher, die nicht zur Community gehören, die persönlichen Nutzungsrechte fest, je nach Anlass und Begründung für den Besuch.
Ree DeDonato, Abteilungsdirektorin der Humanities and History Division, empfing uns im Sitzungssaal und stellte ihre KollegInnen vor, die uns gemeinsam mit ihr einen ersten Überblick gaben: Anice Mills, zuständig für Nutzerschulungen der Undergraduates und Referentin für Geisteswissenschaften und Geschichte, Nancy Friedland, Bibliothekarin für Filmwissenschaft und Medienbearbeitung und Trevor Dawes, Leiter des Informations- und Besucherbüros und der Ausleihe.
Das Bibliothekssystem der Columbia University gehört zu den 10 größten wissenschaftlichen Bibliotheksystemen der USA und umfasst insgesamt 22 Bibliotheken auf dem Campus. Von diesen ist die Butler Library die größte und auch die Zentralbibliothek des Systems. Sie hat exzellente geisteswissenschaftliche und historische Bestände, ebenso Handschriften- und Rarabestände und stellt zentrale Dienstleistungen für die gesamte Community bereit wie z.B. die Rechnungsbearbeitung in der Erwerbung, Direktausleihe aus Beständen anderer Bibliotheken der "Ivy League"-Universitäten und Fernleihe. Zusammen mit AcIS (Academic Information Systems) für die EDV-Infrastruktur, CRIA (Center for Research on Information Access), CCNMTL (Center for New Media Teaching and Learning) und EPIC (Electronic Publishing Initiative at Columbia) bildet sie den Bereich Information Services der Columbia University.
Das Bibliothekssystem gliedert sich organisatorisch in 12 Abteilungen, und die Kooperation untereinander wird gewährleistet durch ständige Querschnitt-Komitees (z.B. zum Webdesign, zum Auskunftsdienst, zu Nutzerschulungen und zur Bestandsentwicklung), an denen sich auch die Abteilungsdirektoren beteiligen und Arbeitsgruppen, die konkrete Fragen diskutieren und ggf. für Entscheidungen in den Komitees vorbereiten.
Das Budget wird überwiegend von der Universität bereitgestellt, jede einzelne Bibliothek muss sich aber auch selbst um Drittmittel bemühen: Die Butler Library z.B. bekommt einen großen Anteil an dauerhaften Stiftungsgeldern. Für die Einwerbung von Sponsorengeldern ist eine eigene Stabsabteilung zuständig, die sich auch um Beziehungen zu den Alumni und deren Einbindung in die Universität kümmert (University Development and Alumni Relations). Für Sponsoren und Alumni werden eigene Programme aufgelegt und bevorzugte Nutzungsbedingungen für die Bibliotheken mit konventionellen und elektronischen Dienstleistungen geboten, bei Stiftungen und Spenden werden die Namen veröffentlicht oder auch Räume oder Einrichtungen nach den Gebern benannt. Einige statistische Angaben runden unseren Eindruck ab:
Bestand: 7,5 Millionen Bände, 5,5 Millionen Titel in Mikroform und nahezu 60.000 Zeitschriften und laufende Veröffentlichungen
Budget: 2001/2002: 15 Millionen $, davon 16 % für elektronische Ressourcen aufgewendet
Nutzung: ca. 1 Million Ausleihen pro Jahr, 255.000 Auskunfts-Anfragen, 45.000 Bände in der gebenden Fernleihe, 25.000 in der nehmenden Fernleihe
Mitarbeiter: 365 , davon 155 Bibliothekare im wissenschaftlichen Dienst; hinzu kommen noch ca. 400 Studierende, die in Teilzeit in Katalogisierung und Ausleihe tätig sind
Die Fort- und Weiterbildung der Mitarbeiter hat einen hohen Stellenwert und wird von einem eigenen Komitee betreut. Gemeinsam mit der entsprechenden discussion group werden Themengebiete vorgeschlagen und die Organisation der Veranstaltungen geplant. Es werden sowohl externe Trainer gebucht, die ins Haus kommen, als auch Fortbildungsreisen unterstützt. Ebenso werden eigene Mitarbeiter zum Durchführen von Schulungen für Kollegen ermutigt. Für diesen Bereich ist ein Budget festgelegt; Kosten für Kurse werden festgesetzt und jedem Mitarbeiter eine bestimmte Summe zum Verausgaben zugestanden, die er auch durch Abhalten eigener Kurse, Vorträge auf Konferenzen etc. erhöhen kann.
Für Nutzerschulungen gibt es ebenfalls ein eigenes Budget. Die Schulungen richten sich überwiegend an Undergraduates. Es werden feste Termine im Studienjahr angeboten, für die Voranmeldung erwünscht ist, Termine nach Verabredung für Einzelne oder Gruppen sind aber auch buchbar. Die Eckpfeiler der Schulungen sind Workshops zur Nutzung des Online-Katalogs, wichtiger Datenbanken und des LibraryWeb, des Portals zu allen digitalen Angeboten der Columbia Libraries. Weiterhin werden auch Kurse für Präsentationstechniken, Bibliographierprogramme und zur Textanalyse angeboten. Die Kurse sind jeweils für 2 Stunden angelegt. Für Graduates werden vertiefende Kurse angeboten.
Im Anschluss an dieses Informationsgespräch gab uns Robert Scott, Leiter des Electronics Text Service, einen Überblick über das Angebot des Bibliothekssystems an elektronischen Ressourcen. Er zeigte uns die wichtigsten Funktionen von CLIO (Columbia`s online catalog), Linklisten zu einzelnen Fachgebieten, die fachlich strukturierte Präsentation von Datenbanken und ausgewählte Suchmöglichkeiten. Eileen McIlvaine, Leiterin der Auskunft und der Reference collection in der Butler Library, machte anschließend mit uns einen Rundgang durch die beeindruckenden Räume des Lesesaals und des Katalogsaals. Die Auskunftsangebote umfassen neben der persönlichen Ansprache am Auskunftsplatz die Anfrage per E-Mail, die Vereinbarung persönlicher Termine zur Beratung und den live-chat "ask us now" Montag bis Freitag nachmittags, der rege wahrgenommen wird.
Ein kurzer Spaziergang über den Campus-Platz bis zur Low Memorial Library in strahlendem Sonnenschein bildet den Abschluss unseres Nachmittags in der Butler Library und wir verabschieden uns herzlich von Jean Laponce, der uns bis zum Ausgang dieser "Stadt in der Stadt" bringt.
Cornelia Geiler, Monika Lerp
The Metropolitan New York Library Council <http://www.metro.org>, kurz METRO genannt, war die letzte der von uns während unserer New York Reise besuchten Einrichtungen. METRO ist ein Bibliotheksverbund, der die 8 Millionen Einwohner von Manhattan, Brooklyn, Queens, Bronx, Staten Island und Westchester County versorgt. Das sind 40 % der Bevölkerung des Staats New York. Im Staat New York gibt es 8 weitere Organisationen dieser Art. Andere Bundesstaaten wie Kalifornien, Illinois, Minnesota, New Jersey, Indiana u.a. haben ähnliche Organisationen. Dem Verbund gehören 270 Bibliotheken mit 1200 Einzelbibliotheken an. Es handelt sich um wissenschaftliche und öffentliche Bibliotheken, aber auch um Spezial-, Krankenhaus-, Firmen-, Schulbibliotheken und Archive. Alle von uns besuchten Bibliotheken gehören zu METRO mit Ausnahme von Yale. Zum Verbund gehören auch 5 Bibliotheksschulen.
METRO wurde 1964 gegründet und ist eine Non-Profit-Organisation mit 15 Mitarbeitern. Manche Aufgaben, z.B. IT-Dienste, sind outgesourct. Sie hat einen Etat von 2,5 Millionen US-Dollar. Davon werden 80 % vom Staat New York gezahlt, 20 % kommen aus Gebühren, Spenden etc.
Jede Bibliothek im Verbund hat ihre eigenen Aufgaben für eine besondere Klientel. METRO hilft den Bibliotheken, ihre Aufgaben zu koordinieren, in juristischen Angelegenheiten, sich technisch weiterzuentwickeln und die Ressourcen bestmöglich auszuschöpfen.
Die teilnehmenden Bibliotheken sind auf einem sehr unterschiedlich hohen Stand. Während z. B. die St. Johns University jedem Studenten einen Laptop zur Verfügung stellt, da die Universität wireless ist, haben kleine Bibliotheken oft nur einen sehr schlechten OPAC oder sogar noch einen Zettelkatalog. Einen gemeinsamen Katalog für den Bereich von METRO gibt es nicht. Ein Leihverkehr innerhalb von METRO ist vorhanden. Die Bibliotheken werden je nach Größe mehrmals wöchentlich oder auch täglich angefahren. Insgesamt circa 540 Stops gibt es pro Jahr. Man kann innerhalb des Systems auch bis zu 20 Kopien pro Bestellung kostenlos aus anderen Bibliotheken des Verbundes anfordern. Die großen Bibliotheken beteiligen sich jedoch nicht daran, da dies eine zu große Belastung darstellen würde.
Die Bibliotheken können bei Problemen online ihre Anfragen an METRO richten. Auf diesem Weg werden 50 % der Anfragen gestellt. Aber nur 30 % der Mitglieder können elektronisch auf die Auskunftsstelle von METRO zugreifen. Im ersten Jahr ist dieser Service kostenlos. Auch Bewerbungen auf Stellen im Bibliothekssystem können online gemacht werden. Mittlerweile gehen 75 % der Bewerbungen auf elektronischem Weg ein. Man kann sich aber auch ganz normal auf ausgeschriebene Stellen oder auch ganz einfach so bewerben. Die Anonymität des Bewerbers bleibt auf jeden Fall gewahrt.
Für die Bibliotheksmitarbeiter werden pro Jahr mehr als 50 Weiterbildungskurse angeboten. Dafür gibt es einerseits Schulungsräume, aber auch Video-Konferenzen und Online-Lernkurse werden angeboten. Die Mitarbeiter von METRO gehen aber auch in die einzelnen Bibliotheken und evaluieren vor Ort die Bedürfnisse, um dann eine individuelle Lösung zu finden. Das kann sowohl Hilfe beim Bestandsaufbau als auch Hilfe bei der Umsetzung von IT-Projekten bedeuten.
Die Aufgaben von METRO umfassen also ein sehr großes Spektrum.
Sylvia von Hilchen
The New York University / Bobst Library
Als erste Bibliothek unserer Reise besuchten wir am 20.10.2003 vormittags die Bobst Library <http://www.nyu.edu/library> der New York University. Diese Universität ist eine der größten privaten Hochschulen der Vereinigten Staaten. 1831 gegründet, hat sie heute ca. 48.000 Studenten und ca. 3100 Vollzeitlehrkräfte. Die Fächer, die man hier studieren kann, decken das ganze Wissenschaftsspektrum von den Geistes- und Sozialwissenschaften über Medizin und Jura bis zur Kunst ab.
Die 14 "Schools and Colleges" sind in sechs Zentren untergebracht, die sich in Manhattan befinden. Der berühmte Washington Square in Greenwich Village, Schauplatz unzähliger Film- und Romanszenen (man denke hier z.B. nur einmal an den Zeichentrickfilm "Fritz the Cat") ist auch der zentrale Platz des Campus, aber letztlich ist ganz New York City eine Erweiterung desselben, wie die Hochschule stolz auf ihrer Website verkündet.
Die Universität hat etliche Bibliotheken mit einem Gesamtbestand von 4,5 Mio. Bänden. Der größte Teil (ca. 3,3 Mio.) befindet sich in der Elmer Holmes Bobst Library am Washington Square, in deren obersten, dem 12. Stock, auch der Präsident der Hochschule und ein Teil der Verwaltung ihre Büros haben.
Das Gebäude, 1973 eröffnet, wurde und wird sukzessive renoviert und erneuert, wie an der eindrucksvollen, sich über mehrere Stockwerke in die Höhe ausdehnenden Eingangshalle zu sehen ist. Jeder Besucher muss eine Schranke mit uniformiertem Wachpersonal passieren und eine gültige "NYU photo ID card" vorzeigen. Für Nicht-Universitätsangehörige ist eine Nutzung der Bibliothek nur mit Empfehlung auf Antrag und gegen Gebühr (75 $ fürs Wintersemester) möglich.
Generell kann auch der Besucher aus Europa sich des Eindrucks nicht erwehren, dass Vitalität und Lebendigkeit öffentlicher Räume in New York City in einem gewissen Gegensatz stehen zur konsequenten Zugangskontrolle privater Räume, zu denen eben auch große Universitätsbibliotheken gehören können.
Für die Nutzer ist das Gebäude jeden Tag 24 Std. offen, wobei der Zugang zu den größtenteils in Freihandbeständen systematisch nach der LoC-Systematik aufgestellten Büchern 119 Stunden in der Woche möglich ist. Wie auch in deutschen Freihandbibliotheken ziehen die Nutzer mit Hilfe der ermittelten Signatur die Bücher aus dem Regal und bringen sie zur Ausleihe.
Wir werden von Frau Angela Carreno, "Collections Coordinator", zu einem fensterlosen, technisch gut ausgestatteten Schulungsraum geführt und mit Informationen versorgt, hiervon einige ausgewählte Zahlen: In der Bobst Library befinden sich 20.210 lfd. Zeitschriften in Papierform, 12.000 in elektronischer Form, bis auf z.Zt. 4 Periodika alle e-only. Die Leser akzeptieren das, so Frau Carreno, derweil die Bibliothekare sich Sorgen um die Archivierung der Inhalte machen. Die Bibliothek gibt etwa 3 Mio. $ jährlich für elektronische Ressourcen aus und ist am " NorthEast Research Libraries consortium (NERL)" beteiligt. Der Zugang zu diesen elektronischen Informationquellen ist campusweit per Kabel möglich, es gibt auch einige kabellose Zugänge, ein Ausbau soll hier erfolgen. Andere Bibliotheken erhalten keinen Zugriff auf elektronisches Material.
Nach diesem sehr informativen Vortrag begrüßt uns Marybeth McCartin vom "Instructional Service" der Bibliothek. Auch hier nur einige ausgewählte Daten: Die Bibliothek führt pro Semester 50 Erstschulungen und 60-80 "Research"-Schulungen als allgemeine Veranstaltungen durch, daneben gibt es noch Schulungen der "Subject specialists". Der Schwerpunkt der in den 2 Mac- und einem PC-Lab durchgeführten Schulungen liegt naturgemäß auf den elektronischen Informationsquellen und ist ergebnisorientiert, d.h. führt beispielhaft von der Suche zu einem ausgedruckten(!) Artikel. Drei Bibliothekare sind für diese Undergraduate-Schulungen zuständig, haben aber noch andere Aufgaben der "Reference Work" und der Auskunft.
Danach spricht Daisuke Nakamura, "Collection and Research", zu uns. Sein Thema ist die SFX-Suchmaske, die einen Link zwischen einem in einer Datenbank gefundenen Artikel (Citation) und den von der NYU abonnierten elektronischen Zeitschriften herstellt. Darüberhinaus wird gesucht, ob sich ggf. die Zeitschrift in Papierform in der Bibliothek befindet, und falls nicht, eine Fernleihemaske (Inter Library Loan) bereitstellt, interessanterweise nur für "Graduate"-Studenten und Universitätspersonal.
Nach einem kurzen Rundgang, u. a. durch das Basement, wo für die Studenten Belletristikbestseller bereitgestellt werden, die die Bibliothek nicht kauft, sondern least, ist schon unser erster, informationsreicher Vormittag beendet.
Dr. Thomas Bündgen
Einladung zum Workshop "RAK-Musik 2003"
Kürzlich wurden die "RAK-Musik 2003" veröffentlicht und damit in Kraft gesetzt. Die neuen Regeln werden seitdem auch im HeBIS-Verbund offiziell für die Katalogisierung von Ausgaben musikalischer Werke verwendet.
In einigen Punkten haben sich gravierende Änderungen gegenüber den Vorgängerregeln ergeben; außerdem wurden die neuen RAK-Musik soweit wie möglich an bereits bestehende Bestimmungen der RAK-NBM angelehnt.
Wir möchten Ihnen einen Überblick über die wichtigsten Änderungen geben und mit Ihnen gemeinsam dort, wo nötig, die Anwendung im Verbund diskutieren und festlegen.
Deshalb laden wir alle Musikalienkatalogisierer/innen sehr herzlich zu einem Workshop ein für
in die Universität Frankfurt
10.00 - 10.15 Uhr Begrüßung und organisatorische Hinweise
10.15 - 12.30 Uhr Historie der RAK-Musik 2003; Vorstellung der wichtigsten Neuregelungen und Änderungen
13.30 - 16.00 Uhr Diskussion der im Regelwerk enthaltenen Alternativregeln und Festlegungen für den HeBIS-Verbund; weiterer Regelungs- und Abstimmungsbedarf; Nachnutzung der Deutschen Nationalbibliografie, Reihe M
Referentin: Rita Albrecht, HeBIS-Verbundzentrale
Am Nachmittag wird eine weitere Kollegin der HeBIS-Verbundzentrale für die Protokollführung anwesend sein.
Hinweis: Es handelt sich bei der Veranstaltung nicht um eine Schulung oder Fortbildungsveranstaltung! Vorausgesetzt werden Grundkenntnisse der Materie, Kenntnisse über Vorgängerregelwerke und möglichst ein dienstliches Interesse an der Teilnahme.
Ihre Anmeldung zur Teilnahme erbitten wir formlos per E-Mail an die Adresse r.albrecht@stub.uni-frankfurt.de mit der Angabe Ihres Namens, Ihrer Dienststelle, Ihres Tätigkeitsbereiches und Ihrer Kommunikationsdaten (Telefon, E-Mail). Sie erhalten dann Anfang Mai eine Mail mit der Bestätigung Ihrer Teilnahme als Erinnerung. In dieser Mail werden wir Ihnen auch den genauen Veranstaltungsort (Raum) mitteilen.
HeBIS auf dem 2. Leipziger Kongress für Information und Bibliothek
Vom 23. 26. März hat der 2. Leipziger Kongress für Information und Bibliothek stattgefunden. Auch HeBIS war dort im Rahmen der Firmenausstellung vertreten, zusammen mit den Kollegen des GBV und OCLC|PICA am gemeinsamen Pica-Partner-Stand.
Dort hatten wir selbst die Möglichkeit, an einigen Vorträgen teilzunehmen oder uns bei anderen Kollegen über deren Projekte und Neuerungen zu informieren. Aber hauptsächlich waren wir dort Ansprechpartner für Kolleginnen und Kollegen.
Herr Saevecke hat im Rahmen der AG der Verbundsysteme einen Vortrag: "Die neue Leihverkehrsordnung: Was bleibt? Was ändert sich?" gehalten.
Diesen Vortrag finden können Sie auf unseren Internetseiten im Bereich Fernleihe downloaden (Format: PDF).
HeBIS-Verbundzentrale mit neuen Schulungsangeboten
Immer wieder erreichen die Verbundzentrale Anfragen aus den Verbundbibliotheken, die Sondermaterialien betreffen und oft von Unsicherheit im Umgang mit den Sonderregeln der RAK geprägt sind. Im Zuge der verbundinternen Überlegungen für effizienteres Katalogisieren wurde deshalb auch der Plan ins Auge gefasst, durch entsprechende Schulungsmaßnahmen mehr Sicherheit beim Katalogisieren von Sondermaterialien zu vermitteln und dadurch die Katalogisierung deutlich zu erleichtern.
Über die Mitglieder der HeBIS-Arbeitsgruppe Alphabetische Katalogisierung wurde deshalb Ende 2003 eine Bedarfserhebung in allen Lokalsystemen gemacht. Der Fragebogen gab bereits Themen/Materialien zur Auswahl vor, eröffnete aber auch die Möglichkeit, weitere Themen je nach Bedarf zu ergänzen. Gemeldet werden sollten alle Personen mit Schulungsbedarf und zusätzlich eine Einschätzung dieser Personen bezüglich der Dringlichkeit des Bedarfs.
Der Rücklauf der Meldungen ergab ausgewertet folgende "Hitliste" (berücksichtigt sind nur Themen, für die mindestens eine Person mit Schulungsbedarf gemeldet wurde):
Personen mit Schulungsbedarf Priorität 1
(1 = sehr hoch ... 5 = sehr niedrig)
Nichtbuchmaterialien allg. 53 32 7 10
Tonträger 16 14 2
Unselbstständige Werke 13 4 8
Mikroformen 11 5 4 1
Online-Dissertationen 11 10 1
Noten 10 9
Karten 9 6 1 1
Sekundärformen 8 7 1
Alte Drucke 6 1
Einblattmaterialien 2
Transkription arabischer Titel 2
Ausstellungskataloge und Bildbände 1 1
Online-Publikationen 1 1
WinIBW 1 1
1 Es wurden nicht für alle Personen auch Prioritäten gemeldet.
2 Die grau unterlegten Themen waren bereits vorgegeben, die übrigen wurden bedarfsgerecht ergänzt.
Die Verbundzentrale entschied vor dem Hintergrund dieses Ergebnisses, ihre neuen zentralen Schulungsangebote mit einer zweitägigen Schulung "Nichtbuchmaterialien" zu beginnen, zumal auch die in den Nennungen nachfolgenden Themen größtenteils zu dem Komplex zu rechnen sind. Aus der hohen Zahl an Meldungen für das Thema "Nichtbuchmaterialien allg." wurde geschlossen, dass aktuell das Interesse im Verbund eher an einer breit angelegten Grundschulung besteht und weniger an Spezialschulungen mit entsprechendem Tiefgang in die Thematik. Entsprechend wurde dann auch die Schulung "Nichtbuchmaterialien" konzipiert: Als Überblick über die verschiedenen Materialarten, über die verschiedenen anzuwendenden Regelwerke und deren Abgrenzung sowie über die Unterschiede beim Katalogisieren und in der bibliographischen Beschreibung. Die theoretischen Teile werden durch praktische Beispiele und Übungen illustriert und vertieft werden. Als Referentin hat sich Rita Albrecht (HeBIS-Verbundzentrale) zur Verfügung gestellt, früher lange in der Medienstelle der Stadt- und Universitätsbibliothek tätig und deshalb mit der Materie (noch) gut vertraut. Frau Albrecht ist seit einigen Jahren in der deutschen Standardisierungsarbeit tätig und Mitglied der Expertengruppe Formalerschließung. Davor hat sie auch in der Ad-hoc-AG zur Erschließung elektronischer Ressourcen der AG der Verbundsysteme sowie in der Zeitweiligen Expertengruppe Elektronische Ressourcen bei der Arbeitsstelle für Standardisierung mitgearbeitet.
Wegen des hohen Bedarfs ist geplant, die Schulung mehrfach anzubieten, um möglichst vielen HeBIS-Bibliothekaren die Möglichkeit zur Teilnahme zu geben. Zur Zeit werden zwischen den Lokalsystemen und der Verbundzentrale die genauen Teilnehmerzahlen und Termine abgesteckt. Soweit an einem Standort genügend Teilnehmer zusammen kommen, wird die Schulung direkt vor Ort durchgeführt werden. Sobald sie feststehen, können sie die einzelnen Termine unseren Übersichten im WWW zusammen mit dem Programm der Veranstaltung entnehmen. Anmeldungen sind nur über die jeweiligen Lokalsysteme (Ansprechpartner: Mitglieder der AG Alphabetische Katalogisierung) möglich.
Weitere Schulungen sollen im kommenden Jahr angeboten werden; eine Entscheidung über das konkrete Angebot wird noch in enger Abstimmung mit der AG Alphabetische Katalogisierung erfolgen. Gelöst werden muss vor allem auch die Referentenfrage: trotz einer entsprechenden Nachfrage und Aufforderung seitens der Verbundzentrale ging nur eine einzige Referentenmeldung (für den Bereich RAK-Musik) ein. Das Konzept der neuen Schulungsreihe sieht grundsätzlich eine starke Orientierung an der HeBIS-Praxis neben der Vermittlung von theoretischen Grundlagen vor. Somit kommen Referenten von außerhalb kaum in Frage, weil sie sich in der Regel zu wenig in der HeBIS-Verbundanwendung auskennen. Deshalb werden weiter Kolleginnen und Kollegen mit speziellen Kenntnissen in der Katalogisierung als potentielle Referenten/innen gesucht. Wenn Sie Interesse an einer solchen Referententätigkeit haben, können Sie sich jederzeit bei der Verbundzentrale melden.
Mir babbele Hessisch ...
Ei guude, wie? So grüßt man in unserem schönen Hessenland. Aber wissen Sie auch, was ein Lumbeseckel, ein Rotzlabbe, ein Schnuudedunker oder ein Babbsack ist? Wenn Sie mit einem sicheren "Ja" antworten konnten Glückwunsch (Sie sind bestimmt ein "echter" Hesse)!
Aber auch das kleine Hessenland muss sich der Globalisierung stellen, und da gibt es große sprachliche Hürden! Haben Sie schon einmal versucht, einem ausländischen Gast in Alt-Sachsenhausen oder anderswo auf englisch zu erklären, was eine "beleidischde Lebberworscht" ist? Gell, das sind Herausforderungen ...
Abhilfe schafft da das ultimative Hessisch-Englische Wörterbuch, das in die Aktentasche jedes ausländischen Business-Travellers und natürlich auch in die Hände von Hessen mit ausländischen Gästen gehört. Der Autor (Anonymous) hat es freundlicherweise lizenzfrei (LZI=0) im Internet unter dem Titel "Want to learn Hessian?" bereitgestellt:
http://www.scsy.de/~mas/uploads/Want_to_learn_Hessian.pdf
Den "echten" Hessen können Sie übrigens ganz leicht vom "eingeplackten" unterscheiden: Machen Sie einfach den "Hessetest" mit ihm. Nur 6 Fragen und dann ist alles klar ...
http://www.guude.com/guudeweb/wga-fs.html
Und zuguterletzt: Der Hessische Rundfunk sendet seit März montags zwischen 21.45 und 22.15 Uhr einen wöchentlichen Hessischkurs mit Jürgen Leber bei "Lachen mit Lars" im Hessenfernsehen.
Ganz Eingefleischte können nun auch ihrer Kleinweich-Textverarbeitung Hessisch beibringen. Einfach die folgende Formatvorlage im Vorlagen-Ordner abspeichern und ein neues Dokument damit öffnen ...
Formaddvorlaach Hessisch
(zum Speichern den Link mit der rechten Maustaste anklicken und im Kontextmenü "Link/Ziel speichern unter ..." auswählen)
HeBIScocktail 2/2004 (20. April 2004)
HeBIScocktail 3/2004 erscheint Juli 2004.
Redaktionsschluss: 18. Juni 2004

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