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Timestamp: 2018-08-19 04:38:53+00:00

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Gemeindebaureglement (GBR) - PDF
Gemeindebaureglement (GBR)
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1 Gemeinde Neuenegg Revision der Ortsplanung Gemeindebaureglement (GBR) Inhalt: Einleitung A Geltungsbereich B Nutzungsvorschriften C Baupolizeiliche Vorschriften D Besondere Baurechtliche Ordnungen E Gestaltungsvorschriften F Schutzvorschriften G Schlussbestimmungen Anhang : Messweise Anhang : Inventar der historischen Verkehrswege der Schweiz Anhang : Sachregister Anhang : Bernisches Einführungsgesetz zum ZGB (Nachbarrecht/Bauten und Pflanzungen). November 0 BERZ HAFNER + PARTNER AG Raum Verkehr Umwelt Fliederweg 0, Postfach 575, 000 Bern Telefon , Fax _9_GBR.docx
2 Gemeinde Neuenegg Gemeindebaureglement
3 Gemeinde Neuenegg Gemeindebaureglement Einleitung Zu Inhalt und Aufbau des Baureglements: - Die kursiv (schräg) geschriebene Kommentarspalte auf der rechten Seite gibt Aufschluss über Sinn und Zweck der Vorschrift oder verweist auf verwandte Regelungen. - Nebst dem Gemeindebaureglement gelten im Bauwesen zahlreiche andere Bestimmungen des eidgenössischen und kantonalen Rechts. Diese übergeordneten Bestimmungen werden im Gemeindebaureglement nicht wiederholt. Mit Hilfe des Stichwortverzeichnisses im Anhang lassen sich die Wichtigsten auffinden. - Detailbestimmungen zu Messweisen sind ebenfalls im Anhang zu diesem Baureglement geregelt. Ist Ihr Bauvorhaben baubewilligungspflichtig? Welche Unterlagen müssen Sie zusammenstellen? Welche weiteren Abklärungen müssen Sie treffen? Wenden Sie sich mit Ihren Fragen an die Gemeindeverwaltung. Eine frühzeitige Kontaktnahme lohnt sich.
5 Gemeinde Neuenegg Gemeindebaureglement Inhaltsverzeichnis Seite A Geltungsbereich Art. Grundordnung B Nutzungsvorschriften Art. Wohnzonen W, W Art. Dorfzone DZ Art. Kernzone K Art. 5 Wohn- und Arbeitszonen WA, WA Art. 6 Arbeitszone A, A Art. 7 Zone für öffentliche Nutzungen ZöN Art. 8 Zone für Sport- und Freizeitanlagen ZSF 5 Art. 9 Grünzone 5 Art. 0 Zone für Bahnbauten und anlagen 5 Art. Landwirtschaftszone 6 Art. Weilerzone WeZ 6 C Baupolizeiliche Vorschriften 7 Art. Masse 7 Art. Grenzabstand für An- und Nebenbauten 8 Art. 5 Grenzabstand für unterirdische Bauten 8 Art. 6 Grenzabstand für Tiefbauten 8 Art. 7 Grenzabstand von Zonengrenzen 8 Art. 8 Unterschreitung des Grenzabstandes 8 Art. 9 Gebäudeabstand 9 Art. 0 Bauabstand von öffentlichen Strassen, Fuss- und Radwegen 9 Art. Gewässerabstand 9 D Besondere baurechtliche Ordnungen 0 Art. Bestehende Überbauungsordnungen UEO 0 Art. Zone mit Planungspflicht ZPP 0 Art. ZPP Nr. Dorfkern 0 Art. 5 ZPP Nr. Zilmatt Art. 6 ZPP Nr. Grabmatt Art. 7 ZPP Nr. Gartenstrasse Art. 8 ZPP Nr. 5 Leuelenmoos, Gebiet A und B Art. 9 ZPP Nr. 6 Ortskern Thörishaus 5 Art. 0 ZPP Nr. 7 Bodenweid 6 Art. ZPP Nr. 8 Thörishaus Sensematt 6
6 Gemeinde Neuenegg Gemeindebaureglement Art. ZPP Nr. 9 Thörishaus Gummenstrasse 7 Art. ZPP Nr. 0 Wassermatt 8 Art. ZPP Nr. Strite 0 Art. 5 ZPP Nr. Neuhus Art. 6 ZPP Nr. Sunnhalde West Art. 7 ZPP Nr. Freizeitzentrum Thörishaus Art. 8 ZPP Nr. 5 Denkmal 5 E Gestaltungs- und Umweltvorschriften 6 Art. 9 Baugestaltung allgemein 6 Art. 0 Dachform Hauptgebäude 6 Art. Dachausbau 8 Art. Dachaufbauten / Dachflächenfenster 7 Art. Attikageschoss 7 Art. Flachdachbegrünung 8 Art. 5 Abweichung von Dachgestaltungsvorschriften 9 Art. 6 Aussenraumgestaltung 8 Art. 7 Terrainveränderungen Stützmauern 8 Art. 8 Reklame 9 Art. 9 Energie 9 F Schutzvorschriften 0 Art. 50 Ortsbildschutzgebiet 0 Art. 5 Baudenkmäler 0 Art. 5 Archäologisches Schutzgebiet, Bodenfunde Art. 5 Landschaftsschutzgebiet Art. 5 Historische Verkehrswege der Schweiz (IVS) Art. 55 Fuss- und Wanderwege Art. 56 Bauen in Gefahrengebieten Art. 57 Gefahrengebiet G Schlussbestimmungen Art. 58 Planungsausgleich Art. 59 Ersatzabgaben Abstellplätze Art. 60 Widerhandlung Art. 6 Inkrafttreten, Aufhebung bestehender Vorschriften 5
7 Gemeinde Neuenegg Gemeindebaureglement A Geltungsbereich Grundordnung Art. Das Gemeindebaureglement bildet zusammen mit Anhängen und, dem Zonenplänen Siedlung, Landschaft und Naturgefahren die baurechtliche Grundordnung der Gemeinde. Überbauungsordnungen und andere besondere Nutzungsvorschriften gehen dem Gemeindebaureglement vor. Zusammen mit den Richtplänen Verkehr, Landschaft und Vernetzungsprojekt Neuenegg sowie den übergeordneten eidgenössischen und kantonalen Vorschriften im Bau-, Planungs- und Umweltbereich bilden sie die Grundlage für das Bauen, die Entwicklung und den Schutz des Gemeindegebietes oder Teilen davon. B Nutzungsvorschriften Wohnzonen W/W Dorfzone DZ Art. Wohnzonen sind in erster Linie für die Wohnnutzung bestimmt. Zugelassen sind zudem nicht störende Betriebe, sowie kleinere emissionsarme Geschäfte und Dienstleistungen mit geringem Publikumsverkehr. Es gilt die Empfindlichkeitsstufe ES II. Art. Die Dorfzone bezweckt die verdichtete Nutzung unter Wahrung des traditionellen Dorfcharakters im Nahbereich des Ortskerns. Zugelassen sind Wohnnutzungen sowie mässig störende Betriebe. Es gilt die Empfindlichkeitsstufe ES III. Arbeitsnutzungen wie z.b. Büros, Arztpraxen, Coiffeurbetriebe oder Künstlerateliers sind zugelassen, sofern sie sich baulich gut einordnen und weder durch ihren Betrieb noch durch den verursachten Verkehr störend wirken können. Zugelassen sind mässig störende Gewerbe wie Dienstleistungsbetriebe, emissionsarme Werkstätten und Produktionsbetriede welche die Wohnnutzung nicht wesentlich beeinträchtigen.
8 Gemeinde Neuenegg Gemeindebaureglement Kernzone K Art. Die Kernzone umfasst den gestalterisch empfindlichen, historisch gewachsenen Ortskern. Zugelassen sind Dienstleistungsbetriebe, Verkaufsgeschäfte, Gastgewerbe, Wohn- und Bürobauten sowie mässig störende Gewerbebetriebe. Untersagt sind reine Lagerbetriebe und Tankstellen. Für Bauvorhaben in der Kernzone ist die Bauvoranfrage bei der Gemeindebaupolizei empfohlen. Zur Beurteilung der Baugesuche von Neubauten zieht die Baupolizei eine Fachinstanz zu. 5 Es gilt die Empfindlichkeitsstufe ES III. Die Kernzone soll ein traditionelles Nebeneinander von typischen Kernnutzungen wie Verkauf, publikumsorientierte Dienstleistungen, Gastwirtschaft, kleingewerblicher Produktion und Wohnen ermöglichen. Durch die Nutzungseinschränkungen sollen der Charakter des Ortskerns und die Qualität des Wohnens geschützt werden. Wohn- und Arbeitszone WA, WA Art. 5 Die Wohn- und Arbeitszone ist für die Wohnnutzung und die mässig störende Arbeitsnutzung bestimmt. Es gilt die Empfindlichkeitsstufe ES III. Zugelassen sind mässig störende Gewerbe wie Dienstleistungsbetriebe, emissionsarme Werkstätten und Produktionsbetriebe welche die Wohnnutzung nicht wesentlich beeinträchtigen. Arbeitszone A, A Art. 6 Die Arbeitszone ist für die Arbeitsnutzung bestimmt. Wohnnutzungen sind ausschliesslich für das betriebsnotwendig an den Standort gebundene Personal zulässig. 5 Es gilt die Empfindlichkeitsstufe ES IV.
9 Gemeinde Neuenegg Gemeindebaureglement Zone für öffentliche Nutzungen ZöN Art. 7 Zonen für öffentliche Nutzungen sind für öffentliche oder im öffentlichen Interesse liegende Bauten und Anlagen bestimmt. Für die einzelnen Zonen gelten folgende Zweckbestimmungen und Empfindlichkeitsstufen: Bez. Zweckbestimmung Grundzüge der Überbauung, Gestaltung ES A B Kirche, Pfarrhaus, Sigristenhaus, Aufbahrungshalle, Toilettenanlage, Friedhofareal Schul- und Sportanlage Dorf, Zivilschutzanlage, Parkplätze Erneuerung und Erweiterung der bestehenden Bauten unter Berücksichtigung der schützenswerten Bauten und der empfindlichen Umgebungssituation. Für Neubauten: GA: 5m GL: 5m GH: 7m Erneuerung und Erweiterung der bestehenden Bauten und Anlagen. Für Neubauten: GA: 5m GL: 70m GH: m C Friedhof Erneuerung und Erweiterung der bestehenden D E F H I K L Schul- und Sportanlage Au, Zivilschutzanlage, MZG, Parkplätze Zivilschutzanlage, Parkplätze Werkhof TBA Kant. Bern Allzweck- platz/parkplatz Schul- und Sportanlage Thörishaus, Zivilschutzanlage, Parkplätze Schulanlage Bramberg, Dorfplatz, Entsorungsstelle, Zivilschutzanlage Schulanlage Süri inkl. Aussenanlagen Friedhofanlage. Für Neubauten: -geschossig, GA: 5m GL: 5 GH: m Erneuerung und Erweiterung der bestehenden Bauten und Anlagen. Für Neubauten: GA: 5m GL: 70m GH: 0m Erneuerung und Erweiterung der Bauten und Anlagen möglich. Für Neubauten: GA: 5m GL: 5 GH: 7m Erneuerung und geringe Erweiterung. Für Neubauten: GA: 5m GL: 5 GH: 7m Ein -geschossiger Kleinbau, GA: 5m, Grundfläche: max. 0m, GH: m Erneuerung und Erweiterung der bestehenden Bauten und Anlagen. Für Neubauten: kga: 5m m GL: 0m GH: Erneuerung und Erweiterung des Hauptgebäudes und der Aussenanlagen Für Neubauten gelten die Masse der W. Gebäudeabstand, Gebäudelänge und breite arealintern frei. Erneuerung und Erweiterung des Hauptgebäudes und der Aussenanlagen. Für Neubauten gelten die Masse der W. Gebäudeabstand, Gebäudelänge und breite arealintern frei. II II II II III III III III II II
10 Gemeinde Neuenegg Gemeindebaureglement 5 M Kompostieranlage Bauten und Anlagen zur Kompostierung der Grünabfälle Neubauten: -geschossiger Zweckbau, GA: m, GL: 0m, GH: 5m, GB: 0m N Schiessanlage Erneuerung und Erweiterung der bestehenden O P Jugendhaus mit Aussenanlagen Lagerplatz für Geschiebe und Holzschnitzel Bauten. Für Neubauten: GA: m GL: 5 GH: 7m Erneuerung und Erweiterung der bestehenden Bauten und Anlagen. Für Neubauten: GA: m GL: 5 GH: 5m Zwischenlagerung von Geschiebe aus Geschieberückhaltebecken und Sandfängen sowie Holzschnitzel III IV III Zone für Sportund Freizeitanlagen ZSF Art. 8 In den einzelnen Zonen für Sport und Freizeitanlagen gelten folgende Bestimmungen: Bez. Zweckbestimmung Grundzüge der Überbauung, Gestaltung ES ZFS I Pfadfinderheim Erneuerung und Erweiterung der bestehenden Bauten und Anlagen. Für Neubauten: -geschossig, GA: m GH: 7m GL: 0m III Grünzone Art. 9 Die Grünzone ist eine Freihaltezone im Sinne des Baugesetzes. Es sind nur unterirdische Bauten, Kinderspielplätze und Bauten, die für die Pflege der Grünzone notwendig sind, zugelassen. Grünzonen sind naturnah zu gestalten (Natur- und Magerwiesen, Hecken, standortheimische Einzelbäume etc). Bestehende Bauten dürfen unterhalten werden. Grünzonen gliedern die Siedlung, halten Grünräume im Ortsinnern frei, dienen dem Umgebungsschutz von Baudenkmälern oder der Freihaltung wichtiger Ortsansichten und Aussichtslagen. Für bestehende Bauten gilt die gesetzliche Besitzstandsgarantie. (Art. BauG) Zone für Bahnbauten und -anlagen Art. 0 Die Zone für Bahnbauten und -anlagen umfasst Bauten und Anlagen der Bahnunternehmung. Für den Bau und die Nutzung von nicht bahnbetriebsnotwendigen Bauten gelten die Bestimmungen für die Wohn- und Arbeitszone WA. Dazu gehören die Infrastrukturanlagen (Geleise, Station, Umschlagsflächen). Das Eisenbahngesetz regelt abschliessend Bauten und Anlagen, die ganz oder überwiegend dem Bau und Betrieb der Bahn dienen. (Art. 8 EBG)
11 Gemeinde Neuenegg Gemeindebaureglement 6 Landwirtschaftszone Art. In der Landwirtschaftszone richten sich die Nutzung und das Bauen nach den Vorschriften des eidgenössischen und des kantonalen Rechts. Es gilt die Empfindlichkeitsstufe ES III. Für die Landwirtschaftszone gelten keine baupolizeilichen Masse. Die Gebäudemasse werden im Einzelfall entsprechende den Bedürfnissen aufgrund der einschlägigen Normen der Forschungsanstalt Tänikon (sog. FAT-Normen) im Baubewilligungsverfahren festgelegt. Weilerzone WeZ Art. Die Weilerzone dient der Erhaltung der traditionell entstandenen Siedlungsstruktur und der massvollen Nutzung der bestehenden Bauvolumen Landwirtschaftliche Bauten und Nutzungen sind zulässig. Sie richten sich nach den Bestimmungen der Landwirtschaftszone (Art. GBR). Innerhalb landwirtschaftlicher Kleinsiedlungen erlaubt die Zone eine grosszügigere Nutzung innerhalb der bestehenden Gebäude als dies in der Landwirtschaftszone möglich ist. Im Weiteren zugelassen sind Wohnnutzungen sowie nur mässig störende Gewerbe- und Dienstleistungsnutzungen, soweit sie sich in bestehende Gebäude integrieren lassen. Wohnraum kann nur in Hauptbauten geschaffen werden. Abbruch und Wiederaufbau sind zulässig. 5 Sofern innerhalb des bestehenden Volumens keine geeigneten Raumreserven vorhanden sind, sind einmalige Erweiterungen im Umfang von max. 0% der bestehenden BGF zulässig. 6 Der Dachausbau ist zulässig, wenn sich die Räume in gestalterisch befriedigender Weise belichten lassen. 7 Neue An- und Nebenbauten für Nebennutzungen sind zugelassen, sofern sie sich dem Hauptgebäude gestalterisch unterordnen. 8 Das traditionelle Erscheinungsbild der Bauten und der ortsprägende Charakter der Aussenräume sind zu wahren. 9 Bei Bauvorhaben und bei der Umgestaltung von Aussenräumen wird eine Voranfrage bei der Gemeinde empfohlen. 0 Es gilt die Empfindlichkeitsstufe ES III. Immissionen und Störungen aus der Landwirtschaft sind zu dulden.
12 Gemeinde Neuenegg Gemeindebaureglement 7 C Baupolizeiliche Vorschriften Masse Art. In den einzelnen Nutzungszonen gelten folgende baupolizeilichen Masse: Zone kga gga GH FH GL GB GZ UeZ GFZ W 5.0m 0.0m 7.0m a) 0.0m 5.0m W 6.0m.0m 0.0m.0m 0.0m - 0% WA 5.0m 0.0m 8.0m.0m 5.0m 5.0m - - WA 6.0m.0m.0m.0m 0.0m - - 0% DZ.0m 8.0m 8.0m - 5.0m.0m K.0m 8.0m 9.0m - 5.0m.0m A.0m b) - 8.0m % - A.0m b) -.0m % - a) Bei Bauten am Hang ist talseits eine Mehrhöhe von,0m gestattet. b) innerhalb der Arbeitszone: kga = / GH, mind. aber,0m. Einzelne Abstände werden durch das übergeordnete Recht festgelegt: Von - Nationalstrasse (gemessen ab Strassenachse): 5m - Kantonsstrassen (gemessen ab Fahrbahnrand): 5,0 m - Gemeindestrassen (gemessen ab Fahrbahnrand):,6 m - Wald: 0,0m Waldabstände dienen der Sicherheit (umstürzende Bäume) und dem Schutz des Waldes. Sie können unterschritten werden, wenn die Forstorgane dies zulassen. - Zu erwähnen sind auch die Bestimmungen des Einführungsgesetzes zum Zivilgesetzbuch (EG ZGB). Dort sind gewisse nachbarschaftliche Regelungen wie Pflanzabstände enthalten. kga gga GH FH GL GB GZ UeZ GFZ = kleiner Grenzabstand = grosser Grenzabstand = Gebäudehöhe = Firsthöhe = Gebäudelänge = Gebäudebreite = Geschosszahl = Überbauungsziffer = Grünflächenziffer Die Messweisen der baupolizeilichen Masse sind im Anhang des Baureglementes verbindlich geregelt. Die Definition der Überbauungsziffer richtet sich nach den Vorschriften der Bauverordnung.
13 Gemeinde Neuenegg Gemeindebaureglement 8 Grenzabstand für An- und Nebenbauten Art. Für bewohnte An- und Nebenbauten mit einer maximalen Grundfläche von 0m und einer mittleren Gebäudehöhe von,0m genügt ein allseitiger Grenzabstand,0m. Für unbewohnte An- und Nebenbauten mit einer maximalen Grundfläche von 60m und einer mittleren Gebäudehöhe von,0m genügt ein allseitiger Grenzabstand,0m. Bewohnte An- und Nebenbauten sind zum Beispiel unbeheizte Wintergärten, gedeckte Sitzplätze, Gartenhäuser oder Kleintierställe und Tiergehege. Unbewohnte An- und Nebenbauten sind zum Beispiel Garagen, Geräteschuppen, Velounterstände etc. Grenzabstand für unterirdische Bauten Grenzabstand für Tiefbauten Art. 5 Unterirdische Bauten sind vollständig vom Erdreich überdeckt. Die dadurch entstehende Terrainveränderung darf nirgends den gewachsenen Boden um mehr als,m überragen. Unterirdische Bauten dürfen bis,0m an die Grundstücksgrenze, mit Zustimmung des Nachbarn bis zur Grundstücksgrenze reichen. Art. 6 Bauten und Anlagen welche den Boden nicht überragen wie private Wege, Strassen, Parkplätze haben einen Grenzabstand von 0,5m, Schwimmbecken einen solchen von,0m einzuhalten. Mit Zustimmung des Nachbarn dürfen die in Abs. erwähnten Bauten unmittelbar an der Grenze errichtet werden. Als gewachsenen Boden bezeichnet man das noch unveränderte Terrain. Ist der gewachsene Boden nicht ohne weiteres zu bestimmen (früherer Veränderungen etc.), so gilt Art. 97 BauV und es ist mit der Baupolizeibehörde Kontakt aufzunehmen. Grenzabstand von Zonengrenzen Art. 7 Gegenüber der Landwirtschaftszone sind die Grenzabstände der jeweiligen Nutzungszone einzuhalten. Insofern ein Näher-/Grenzanbaurecht im Grundbuch sichergestellt ist, kann entlang der Sense (zwischen Kantonsstrasse und Senseufer) auf den Grenzabstand zur Landwirtschaftszone verzichtet werden. Unterschreitung des Grenzabstandes Art. 8 Die Nachbarn können unter sich den Grenzabstand ohne Ausnahmebewilligung frei festlegen. Vorbehalten bleibt Art. 9 Abs. GBR.
14 Gemeinde Neuenegg Gemeindebaureglement 9 Gebäudeabstand Art. 9 Der Abstand zweier Gebäude muss mindestens der Summe der dazwischen liegenden für sie vorgeschriebenen Grenzabstände entsprechen. Die Baubewilligungsbehörde kann innerhalb der Dorf- und Kernzone sowie des Ortsbildschutzgebietes im Interesse der Ortsbildpflege und der Erhaltung des Dorfes und Kernzonencharakters einen geringeren Gebäudeabstand bewilligen. Gegenüber Bauten, die aufgrund früheren Rechts einen kleineren Grenzabstand aufweisen, reduziert sich der Gebäudeabstand um das Mass des fehlenden Grenzabstandes. Durch Näherbaurecht kann der Gebäudeabstand bis auf 6,0m, für bewohnte An- und Nebenbauten bis auf,0m und für unbewohnte An- und Nebenbauten bis auf,0m verkürzt werden. Bauabstand von öffentlichen Strassen, Fussund Radwegen Art. 0 Von Basiserschliessungsstrassen müssen Bauten und Anlagen einen Abstand von 5m, gemessen ab Fahrbahnrand, einhalten. Von selbstständigen Fuss- und Radwegen müssen Bauten und Anlagen einen Abstand von m, gemessen ab Wegrand, einhalten. Die Basiserschliessungsstrassen sind im Richtplan Verkehr der Gemeinde dargestellt. Gewässerabstand Art. Entlang der Fliessgewässer gelten zur Sicherung des Raumbedarfs für Massnahmen des Hochwasserschutzes und der ökologischen Funktionsfähigkeit der Gewässer für sämtliche Bauten und Anlagen (inkl. baubewilligungsfreie) folgende Bauabstände: - Sense 0 m - Wileringbach ab Kirchgasse 7m - alle übrigen Fliessgewässer 5m Gegenüber der Ufervegetation ist ein Abstand von mindestens m zu wahren. Für Bauten, die standortgebunden sind und an denen ein öffentliches Interesse besteht, kann die zuständige Behörde abweichende Abstände festlegen. Innerhalb des Bauabstandes ist die natürliche Ufervegetation zu erhalten und eine naturnahe Grünraumgestaltung anzustreben. Die Gewässer sind im Zonenplan dargestellt. Bauten und Anlagen, die weniger als 0,0m von Gewässern erstellt werden, bedürfen einer Wasserbaupolizeibewilligung des kantonalen Tiefbauamtes, selbst wenn an sich keine Baubewilligung nötig wäre. Definition Messweise s. Anhang
15 Gemeinde Neuenegg Gemeindebaureglement 0 D Besondere baurechtliche Ordnungen Bestehende Überbauungsord nungen UEO Art. Als rechtskräftige Überbauungsordnung im Sinne von Art. 88ff BauG gelten: - Überbauungsplan mit Überbauungsvorschriften Freizeitzentrum Thörishaus - Überbauungsplan mit Überbauungsvorschriften Loulemoos - Überbauungsplan mit Überbauungsvorschriften Nr.,. Etappe Dorfkern Neuenegg - Überbauungsplan mit Überbauungsvorschriften Nr.,. Etappe Dorfkern Neuenegg - Überbauungsplan mit Überbauungsvorschriften Nr., Zilmatt - Überbauungsplan mit Überbauungsvorschriften Nr. Grabmatt - Überbauungsplan mit Überbauungsvorschriften Nr. 6 Ortskern Thörishaus - Überbauungsplan mit Überbauungsvorschriften Nr. 7 Bodenweid - Überbauungsplan mit Überbauungsvorschriften Nr. 8 Thörishaus-Sensematt Die gültigen Überbauungsordnungen werden zur besseren Übersicht im Baureglement aufgeführt. Innerhalb ihres Geltungsbereichs gehen sie den Bestimmungen des Baureglements vor. Zone mit Planungspflicht ZPP Art. Für die einzelnen ZPP (Art. 8 GBR) gelten die folgenden Bestimmungen: Gemäss Art. 9 BauG setzt das Bauen in einer Zone mit Planungspflicht eine rechtskräftige Überbauungsordnung voraus, welche vom Gemeinderat erlassen wird. ZPP Nr. Dorfkern Art. Zweck Konzentration der publikumsintensiven Dienstleistungs- und Gewerbebetriebe. Aufwertung des Ortskerns als zentraler und lebendiger Aufenthalts- und Begegnungsort. Sicherstellung einer sorgfältigen Eingliederung von Neubauten in das Ortsbild. Art und Mass der Nutzung Für Neubauten sind in Gebiet A 6'000m und in Gebiet B 5'000m BGF zugelassen.
16 Gemeinde Neuenegg Gemeindebaureglement 5 Der Um- und Ausbau der Gebäude Dorfstrasse Nr.,, 6 und 6 ist innerhalb der bestehenden Volumen zugelassen. An- und Erweiterungsbauten sind im Umfang von 0% der bestehenden BGF zugelassen. 6 Im Übrigen gelten die Bestimmungen der Kernzone K Art. GBR. Gestaltungsgrundsätze 7 Die Massstäblichkeit der dörflichen Struktur ist zu erhalten. 8 Im Umgang mit Schutzobjekten ist die Kantonale Denkmalpflege beizuziehen. 9 Vom Dorfplatz zur Gartenstrasse wird eine hinterliegende Fussgängerachse geführt. 0 Der Aussenbereich ist funktional klar zu gliedern (öffentlich, halböffentlich, privat). Besonderes Für die architektonische Gestaltung und Gliederung der Bauten und Aussenräume sind der Richtplan und das Richtmodell vom März 99 wegleitend. Empfindlichkeitsstufe: III Bestehende UeO nach Art. 88 BauG Die bestehende UeO bleibt in Kraft, deren Änderung, Aufhebung und der Erlass einer neuen UeO stehen in der Kompetenz des Gemeinderates. ZPP Nr. Zilmatt Art. 5 Zweck Schaffung einer verdichteten Überbauung mit gemischter Nutzung unter Berücksichtigung der empfindlichen Hanglage. Städtebaulicher Zusammenschluss der Dorfbereiche Ost und West. Sichern einer rationellen Erschliessung. Sicherstellung der öffentlichen Langsamverkehrsverbindung Lindenstrasse - Obere Lindenstrasse. 5 Sichern einer qualitätvollen Umgebungs- und Aussenraumgestaltung.
17 Gemeinde Neuenegg Gemeindebaureglement Art und Mass der Nutzung 6 Gebiet A: max. Geschosse, max. Gebäudehöhe (gemessen an südseitiger Fassade): bei Geschossen 8m, bei Geschossen m. BGF: max. 0'000m Im Übrigen gelten die Bestimmungen der Wohnzone W Art. GBR. 7 Gebiet B: Gemäss Wohnzone W Art. GBR; unter Berücksichtigung der Hangsituation sind die Geschosszahlen innerhalb von den Gebäudemassen frei wählbar. 8 Gebiet C: Gemäss Wohn- und Arbeitszone WA Art. GBR. Gestaltungsgrundsätze 9 Die Überbauung erfolgt nach einem einheitlichen Siedlungskonzept unter sorgfältiger Einpassung in die Hanglage. 0 Die Erschliessung erfolgt ab Austrasse mittels sicherer und zweckmässiger Anschlüsse und ist so anzulegen, dass weite Teile autofrei bleiben. Die Autoabstellplätze sind mehrheitlich in unterirdischen Einstellhallen anzuordnen. Sowohl in Ost-West-Richtung als auch in Nord- Süd-Richtung sind durchgehende Langsamverkehrswege mit sinnvollen Anschlüssen an das übergeordnete Wegnetz sicherzustellen. Die Aussenräume sind attraktiv und naturnah zu gestalten. Empfindlichkeitsstufe: Gebiete A/B: II Gebiet C: III Bestehende UeO nach Art. 88 BauG Die bestehende UeO bleibt in Kraft, deren Änderung, Aufhebung und der Erlass einer neuen UEO stehen in der Kompetenz des Gemeinderates. ZPP Nr. Grabmatt Art. 6 Zweck Schaffung einer verdichteten Überbauung unter Berücksichtigung der bestehenden Quartierstrukturen. Sichern der Fuss- und Radwegverbindung Lindenstrasse-Nelkenweg (siehe Richtplan Verkehr). Sichern einer attraktiven und naturnahen Aussenraumgestaltung.
18 Gemeinde Neuenegg Gemeindebaureglement Art und Mass der Nutzung Mass der Nutzung gemäss Wohn- und Arbeitszone WA Art. GBR. Die Gebäudehöhen sind so zu wählen, dass sie sich der bestehenden Quartierstruktur anpassen. 5 Ausnützungsziffer: max Gestaltungsgrundsätze 6 Die bestehende Quartierstruktur ist zu berücksichtigen. 7 Die Überbauung erfolgt nach einem einheitlichen Siedlungskonzept. 8 Die Erschliessung erfolgt über Grabmattweg/obere Lindenstrasse. Besonderes 9 Bei der Konzeption der Neubauten (Stellung, Grundrisse) ist die Lärmbelastung entlang der Staatsstrasse zu beachten. Empfindlichkeitsstufe: III ZPP Nr. Gartenstrasse Art. 7 Zweck Schaffen einer verdichteten Gewerbeüberbauung. Gewährleistung einer guten Eingliederung in das empfindliche Orts- und Landschaftsbild. Sicherstellung der erforderlichen Massnahmen zur Gefahrenbehebung und Schadenminimierung. Art und Mass der Nutzung Zugelassen sind Gewerbe- und Dienstleistungsbetriebe sowie betriebsnotwendiger Wohnraum. Untersagt sind Verkaufsgeschäfte mit einer Nettoladenfläche von mehr als 500m, reine Lagerbetriebe und Tankstellen. 5 Gebäudehöhe: max. 5.0 m ü.m., kga: 6.0m, Überbauungsziffer: 60%, Grünflächenziffer: 0%. Gestaltungsgrundsätze 6 Die Überbauung ist nach einer einheitlichen Architektur zu gestalten. 7 Die Aussenräume sind attraktiv und naturnah zu gestalten.
19 Gemeinde Neuenegg Gemeindebaureglement Besonderes 8 Aufgrund der Einstufung des Gebietes in der Gefahrenkarte (gelbes und blaues Gefahrengebiet) ist bei der Ausarbeitung der UeO nachzuweisen, dass die in Art. 56 und 57 GBR formulierten Auflagen und Bedingungen zur Gefahrenbehebung und Schadenminimierung eingehalten werden können. Empfindlichkeitsstufe: III ZPP Nr. 5 Louelenmoos, Gebiet A und B Art. 8 Zweck Gebiet A und C: verdichtete Gewerbeüberbauung Gebiet B: verdichtete Überbauung mit gemischter Nutzung (Wohnen/Gewerbe). Sichern der Einordnung ins Orts- und Landschaftsbild sowie einer qualitätsvollen Umgebungs- und Aussenraumgestaltung. Sicherstellung der erforderlichen Massnahmen zur Gefahrenbehebung und Schadenminimierung. 5 Sichern einer rationellen Erschliessung (siehe Richtplan Verkehr). Art und Mass der Nutzung 6 Gebiet A und C: Industrie-, Gewerbe- und Dienstleistungsbetriebe, betriebsnotwendiger Wohnraum. 7 Gebiet B: Wohnnutzung, mässig störende Gewerbe- und Dienstleistungsbetriebe. 8 Gebiet A: Gebäudehöhe: m (Mehrhöhe für einzelne Bauten und Bauteile zulässig) Überbauungsziffer: 50% Grünflächenziffer: 0% 9 Gebiet B: BGF Wohnen: max m BGF Arbeiten:max m max. Gebäudehöhe für Gewerbebauten: m 0 Gebiet C: max. Gebäudehöhe für Hauptbauten: 5 m ü.m. Im Übrigen gelten für die Gebiete A und C die Bestimmungen der Arbeitszone A Art. GBR und für das Gebiet B jene der Wohn- und Arbeitszone WA Art. GBR.
20 Gemeinde Neuenegg Gemeindebaureglement 5 Gestaltungsgrundsätze Im Gebiet B sind entlang der nördlichen Grenze der Parzellen 57 nur Wohnbauten anzuordnen. Freistehende Einfamilienhäuser sind nicht zugelassen. Besonderes Beim Wileringbach ist für Hochbauten gemessen ab der nördlichen Parzellengrenze ein minimaler Gewässerraum von 9m einzuhalten. Aufgrund der Einstufung des Gebietes in der Gefahrenkarte (gelbes und teilweise blaues Gefahrengebiet) ist bei der Ausarbeitung der UeO nachzuweisen, dass die in Art. 56 und 57 GBR formulierten Auflagen und Bedingungen zur Gefahrenbehebung und Schadenminimierung eingehalten werden können. Empfindlichkeitsstufe: Gebiet A und C: VI Gebiet B: III ZPP Nr. 6 Ortskern Thörishaus Art. 9 Zweck Gewährleistung einer funktionalen und städtebaulich ansprechenden Entwicklung des Ortskerns. Aufwertung des Ortskerns als Begegnungsort. Verbesserung der Verkehrssicherheit für Fussgänger und Radfahrer. Koordination der Planung und Realisierung mit der Gemeinde Köniz. Art und Mass der Nutzung 5 Verkauf, Dienstleistungen, mässig störende Gewerbebetriebe sowie Wohnungen. 6 Für Neubauten sind insgesamt 9 00m BGF zugelassen. 7 Im Übrigen gelten die Bestimmungen der Kernzone K Art. GBR. Gestaltungsgrundsätze 8 Für die architektonische Gestaltung der Bauten sowie Gliederung und Gestaltung der Aussenräume ist das Richtprojekt (inkl. Modell) wegleitend. 9 Der westliche Rand des Dorfkerns ist als klarer baulicher Abschluss zur Autobahn zu gestalten. Der Rand der Bebauung ist auf den Hangverlauf abzustimmen.
21 Gemeinde Neuenegg Gemeindebaureglement 6 0 In unmittelbarer Nähe zum Schulhaus ist ein grosszügiger Dorfplatz zu gestalten. Für die Umgestaltung der Sensemattstrasse ist eine enge Koordination mit der Gemeinde Köniz sicherzustellen. Empfindlichkeitsstufe: III Bestehende UeO nach Art. 88 BauG Die bestehende UeO bleibt in Kraft, deren Änderung, Aufhebung und der Erlass einer neuen UEO stehen in der Kompetenz des Gemeinderates. ZPP Nr. 7 Bodenweid Art. 0 Zweck Schaffen einer verdichteten Wohnüberbauung. Gewährleistung der Verkehrssicherheit, insbesondere für Schulkinder. Sichern einer attraktiven und naturnahen Umgebungs- und Aussenraumgestaltung. Sicherstellung einer zweckmässigen Erschliessung. Art und Mass der Nutzung 5 Gemäss Wohnzone W Art. GBR; max m BGF. Gestaltungsgrundsätze 6 Bei der Gestaltung der Bauten ist auf ein einheitliches Siedlungsbild Wert zu legen. 7 Der Übergang zur angrenzenden Arbeitszone A ist so zu gestalten, dass die Wohnüberbauung vor schädlichen Immissionen geschützt ist. Empfindlichkeitsstufe: II Bestehende UeO nach Art. 88 BauG 8 Die bestehende UeO bleibt in Kraft, deren Änderung, Aufhebung und der Erlass einer neuen UEO stehen in der Kompetenz des Gemeinderates ZPP Nr. 8 Thörishaus - Sensematt Art. Zweck Realisierung einer Überbauung mit gemischter Nutzung. Sicherstellung des Lärmschutzes. Sichern einer rationellen Erschliessung (siehe Richtplan Verkehr). Sichern einer attraktiven und naturnahen Aussenraumgestaltung.
22 Gemeinde Neuenegg Gemeindebaureglement 7 Art und Mass der Nutzung 5 Art und Mass der Nutzung gemäss den Bestimmungen WA Art. GBR. 6 Ausnützungsziffer: max Gestaltungsgrundsätze 7 Die Erschliessung erfolgt nach einem einheitlichen Konzept. 8 Mit der Gestaltung der Aussenräume ist eine intensive, naturnahe Durchgrünung zu gewährleisten. Besonderes 9 Bei der Konzeption der Neubauten (Stellung, Grundrisse) ist die Lärmbelastung entlang der SBB- Linie und der Sensemattstrasse zu beachten. Empfindlichkeitsstufe: III ZPP Nr. 9 Thörishaus - Gummenstrasse Art. Zweck Schaffung einer verdichteten Wohnüberbauung unter Berücksichtigung der empfindlichen Hangsituation. Sichern einer zweckmässigen Erschliessung (siehe Richtplan Verkehr). Gestaltung einer ansprechenden Dorfeingangssituation. Sichern einer qualitätsvollen Umgebungs- und Aussenraumgestaltung. 5 Einhaltung der Bestimmungen der eidg. Lärmschutzverordnung (LSV). Art und Mass der Nutzung 6 Gemäss Wohnzone W GBR bzw. WA Art. GBR. 7 Entlang der Freiburgstrasse sind Wohn- und mässig störende Arbeitsnutzungen zugelassen. Das übrige Gebiet dient der reinen Wohnnutzung. 8 Ausnützungsziffer: max Gestaltungsgrundsätze 9 Sorgfältige Einpassung der Neubauten in die Hanglage. 0 Erhaltung der Bestockung entlang der Gummenstrasse. Für die Erhaltung der Aussicht ab der Gummenstrasse müssen im Bereich der Parzelle 87 zumindest partielle Durchblicke gewährleistet werden.
23 Gemeinde Neuenegg Gemeindebaureglement 8 Der bestehende Sandsteinkeller und der Einzelbaum (Parzelle 999) sind wenn möglich zu erhalten. Sie können in die Gestaltung öffentlicher Aussenräume (z.b. Spiel- und Aufenthaltsflächen) einbezogen werden. Besonderes Entlang der Freiburgstrasse sind die Planungswerte der Lärmempfindlichkeitsstufe III auf einer Breite von m überschritten (Parzelle 87 und 05). Innerhalb dieses Streifens mit Planungswert-Überschreitung können folgende Nutzungen realisiert werden: - Gewerberäume ohne spezielle Lärmschutzauflagen - Wohnnutzungen, wenn zwischen den offenen Fenstern lärmempfindlicher Wohnräume und der Freiburgstrasse mit geeigneten Massnahmen eine Schallpegeldifferenz von 5 dba erzielt wird. Die Einhaltung dieser Bestimmung ist im Baugesuch nachzuweisen. Empfindlichkeitsstufe: III ZPP Nr. 0 Wassermatt Art. Zweck Sicherstellen einer verdichteten Überbauung in Zentrumsnähe. Sichern einer zweckmässigen Erschliessung (siehe Richtplan Verkehr). Sicherstellung der öffentlichen Fuss- und Veloverbindung (siehe Richtplan Verkehr). Sichern einer qualitätsvollen Umgebungs- und Aussenraumgestaltung und harmonische Gestaltung des neu gebildeten Ortsrandes Richtung Osten. 5 Schutz des Grundwasserträgers. 6 Renaturierung des Oelebachs. Art und Mass der Nutzung 7 Gemäss Wohnzone WA bzw. W Art. GBR. 8 Vom Dorfzentrum her bis auf die Höhe der Parzelle 66 sind Wohn- sowie mässig störende Arbeitsnutzungen zulässig. Das übrige Gebiet dient der reinen Wohnnutzung. 9 Ausnützungsziffer (AZ): max. 0.8; AZ-Bonus für Gewerbenutzungen: plus 0..
24 Gemeinde Neuenegg Gemeindebaureglement 9 Gestaltungsgrundsätze 0 Muss zum Schutz des Grundwassers teilweise oder ganz auf eine Unterkellerung verzichtet werden, - kann zur Kompensation die Gebäudehöhe um max..5m erhöht werden. - können zur Parkierung ebenerdige, eingeschossige Einstellhallen erstellt werden. Die Länge dieser Bauten kann von dem im GBR festgeschriebenen Mass abweichen. Die Integration der Bauten in die Quartierstruktur ist aufzuzeigen. Kellergeschosse oder eingeschossige Einstellhallen, welche zum Schutz des Grundwassers den fertigen Boden überragen, zählen nicht als Geschoss im Sinne von Art. 9 Anhang GBR. Auf Flachdächern kann ein Attikageschoss errichtet werden. Es muss mindestens -seitig um.5m von der darunter liegenden Fassade zurückversetzt sein. Die bestehende Quartierstruktur ist zu berücksichtigen. Gegenüber den Parzellen 9, 66 und 9 ist für Hauptbauten allseitig ein minimaler Grenzabstand von 0m einzuhalten. Auf der Parzelle 07 dürfen Hochbauten bis max. m an die östliche Abgrenzung der ZPP heranreichen. Der Oelebach muss renaturiert werden. Der Freihaltebereich des Oelebachs ist in die Aussenraumgestaltung zu integrieren. 5 Auf eine rücksichtsvolle Gestaltung des Übergangs zwischen der neuen Siedlung und der offenen Landschaft Richtung Osten ist zu achten. Besonderes 6 Zusammen mit der Erarbeitung der UeO muss ein Gutachten erstellt werden, welches die notwendigen Massnahmen zum Schutz des Grundwassers aufzeigt. 7 Die Breite des Freihaltebereichs für den Oelebach beträgt 0m. Empfindlichkeitsstufe: III
25 Gemeinde Neuenegg Gemeindebaureglement 0 ZPP Nr. Strite Art. Zweck Sicherstellen eines einheitlichen Überbauungsmusters, welches sich in die Landschaft integriert. Harmonische Gestaltung des neu gebildeten Ortsrandes. Sichern einer qualitätsvollen Umgebungs- und Aussenraumgestaltung. Sicherstellung der erforderlichen Massnahmen zur Gefahrenbehebung und Schadenminimierung. 5 Sichern einer zweckmässigen Erschliessung. Art und Mass der Nutzung 6 Gemäss Wohnzone W Art. GBR. 7 Ausnützungsziffer: max Gestaltungsgrundsätze 8 Auf Flachdächern kann ein Attikageschoss errichtet werden. Das Attikageschoss muss von der nach Süden orientierten Längsfassade mindestens um.0m gegenüber der Fassade des darunter liegenden Vollgeschosses zurück versetzt sein. 9 Sorgfältige Einpassung der Neubauten in die Hanglage. 0 Auf eine rücksichtsvolle Gestaltung der Übergänge zwischen der neuen Siedlung und der offenen Landschaft. Besonderes Aufgrund der Einstufung des Gebietes in der Gefahrenkarte (Rutschung, gelbes Gefahrengebiet) muss zur Gefahrenbehebung und Schadensminimierung bei der Ausarbeitung der Überbauungsordnung und des Baugesuchs sowie bei der Projektausführung ein Geotechniker beigezogen werden. Empfindlichkeitsstufe: II
26 Gemeinde Neuenegg Gemeindebaureglement ZPP Nr. Neuhus Art. 5 Zweck Sicherstellung eines einheitlichen Überbauungsmusters, welches sich in die Landschaft integriert. Harmonische Gestaltung des neu gebildeten Ortsrandes. Sicherung einer attraktiven Umgebungs- und Aussenraumgestaltung. Sicherstellung der erforderlichen Massnahmen zur Gefahrenbehebung und Schadenminimierung. Art und Mass der Nutzung 5 gemäss Wohnzone W Art. bzw. Art. GBR. 6 Ausnutzungsziffer: max Gestaltungsgrundsätze 7 Auf ein einheitliches Erscheinungsbild ist Wert zu legen. Stellung der Bauten, Dachgestaltung, Farbgebung und Materialwahl sind aufeinander abzustimmen und passen sich in das Siedlungs- und Landschaftsbild ein. 8 Einheitliche Dachgestaltung mit Flachdächern oder flachgeneigte Pultdächern bis max. 6 a.t. 9 Die Fristlinie muss bei flachgeneigten Pultdächern Ost-West orientiert sein. 0 Auf Flachdächern kann ein Attikageschoss errichtet werden. Das Attikageschoss muss von der nach Süden orientierten Längsfassade mindestens um.0m gegenüber der Fassade des darunter liegenden Vollgeschosses zurückversetzt sein. Auf eine rücksichtsvolle Gestaltung der Übergänge zwischen der neuen Siedlung und der offenen Landschaft ist zu achten. Terraingestaltung Aufschüttungen und Abgrabungen sind auf das notwendige Minimum zu beschränken. Terrassierungen und Stützmauern dürfen eine Höhe von.5 m nicht überschreiten. Die sichtbaren Teile der Stützmauern sind in Ortbeton oder in Naturstein (aus dem Alpenraum) auszuführen
27 Gemeinde Neuenegg Gemeindebaureglement Naturgefahren Die Überbauung Neuhus befindet sich teilweise in einem Gefahrengebiet. Um der Gefahr von Hangrutschungen vorzubeugen und das Risiko möglicher Schäden zu minimieren, müssen innerhalb des bezeichneten Gefahrengebietes die Bauten und technischen Anlagen mit baulichen Massnahmen gesichert werden. Im Rahmen des Baubewilligungsverfahrens sowie bei der Ausführung von Geländeanschnitten ist ein Geotechniker beizuziehen. Empfindlichkeitsstufe: II ZPP Nr. Sunnhalde West Art. 6 Zweck Schaffung einer verdichteten Terrassenhaus- Überbauung mit hoher Wohnqualität. Sicherstellung einer optimalen Eingliederung in die empfindliche Südhanglage. Sicherstellung einer flächensparenden, rationellen Erschliessung sowie einer qualitätvollen Umgebungsund Aussenraumgestaltung. Sicherstellung der öffentlichen Fusswegverbindung Sonnhalde - Flüestrasse. Art und Mass der Nutzung 5 Wohnnutzung gemäss W Art. GBR. 6 Maximal bewohnte Terrassenstufen. 7 kga: 5m, gga: 0m, Gebäudehöhe: 7m, Gebäudebreite (hangparallel, s. Art. BauV): 50m, Gebäudelänge (Falllinie, s. Art. BauV): 5m. 8 Gebäudestaffelung in der Falllinie: Rücksprung min. m. 9 Ausnützungsziffer: max Gestaltungsgrundsätze 0 Bei der Gestaltung ist eine einheitliche Architektursprache (Farbgebung, Materialwahl) anzustreben. Sorgfältige Einpassung der Neubauten in die Hanglage: Terrainveränderungen sind auf ein Minimum zu beschränken; seitlich dürfen nicht mehr als Vollgeschosse über dem gewachsenen Terrain liegen. Die Parkplätze der BewohnerInnen sind in einer
28 Gemeinde Neuenegg Gemeindebaureglement Einstellhalle anzuordnen. Bei der Aussenraumgestaltung ist auf einen rücksichtsvollen Übergang in die umgebende Landschaft (Wald, Siedlungsrand) zu achten. Ersatzordnung Wird keine Terrassensiedlung erstellt, kann auf die Ausarbeitung einer Überbauungsordnung verzichtet werden. Als Ersatzordnung gelten die Bestimmungen der Wohnzone W Art. GBR. Empfindlichkeitsstufe: II ZPP Nr. Freizeitzentrum Thörishaus Art. 7 Zweck Schaffung einer Campinganlage für Dauer-, Saisonund Durchgangscamper. Integration der Freizeitanlage in die empfindliche Uferlandschaft. Sicherung eines Erschliessungskorridors und einer öffentlichen Langsamverkehrsverbindung in Ost-West- Richtung. Integration der bestehenden Wohnnutzung in die Freizeitanlage, inkl. begrenzter Ausdehnung der Nutzungsmöglichkeiten. 5 Sicherstellung der erforderlichen Massnahmen zur Gefahrenbehebung und Schadenminimierung. Art und Mass der Nutzung 6 Ca. 5% der Fläche für Bauten und Anlagen zum Betrieb des Campingplatzes: Gastgewerbe, Verkauf und Gemeinschaftseinrichtungen (u.a. Sanitäranlagen, Spielplatz); Masse gemäss Wohnzone W Art. GBR. 7 Ca. 85% der Fläche für Campingbauten wie Wohnwagen, Mobilheime und Zelte: davon ca. /6 für Dauercamper, ca. /6 für Saisonplätze und ca. /6 für Passantenplätze. 8 Die Beibehaltung der bestehenden Wohnnutzung auf Parzelle 0 ist zulässig. Eine partielle Umnutzung zu Gastgewerbezwecken ist gestattet. An- und Erweiterungsbauten sind im Rahmen von 0% der bestehenden BGF möglich. Gestaltungsgrundsätze 9 Die Gemeinschaftseinrichtungen sind an zentraler, gut erreichbarer Lage zu positionieren.
29 Gemeinde Neuenegg Gemeindebaureglement 0 Bei der Aussenraumgestaltung ist auf einen rücksichtsvollen Übergang in die umgebende Landschaft (Flussufer, Wald) zu achten. Die Campinganlage ist mit einheimischen Bäumen und Sträuchern zu durchgrünen. Erschliessung Die Erschliessungsanlagen sind zweckmässig und flächensparend anzulegen. Das Areal wird von Westen mittels einer privaten Erschliessungsstrasse erschlossen, welche mit der bestehenden Einmündung (Zufahrt Liegenschaft Freiburgstrasse Nr., Wegverbindung Sensebrücke) abzustimmen ist. Für den Fall einer Siedlungserweiterung im Südosten ist durch die Campinganlage ein Erschliessungskorridor frei zu halten. In Ost-West-Richtung ist ein durchgehender öffentlicher Langsamverkehrsweg mit sinnvollen Anschlüssen an das übergeordnete Wegnetz sicherzustellen. Besonderes 5 Aufgrund der Einstufung des Gebietes in der Gefahrenkarte (gelbes und teilweise rotes Gefahrengebiet) ist bei der Ausarbeitung der UeO bzw. Baugesuch nachzuweisen, dass die in Art. 56 und 57 GBR formulierten Auflagen und Bedingungen zur Gefahrenbehebung und Schadenminimierung eingehalten werden können. Empfindlichkeitsstufe: II Bestehende UeO nach Art. 88 BauG 6 Die bestehende UeO bleibt in Kraft, deren Änderung, Aufhebung und der Erlass einer neuen UEO stehen in der Kompetenz des Gemeinderates.
30 Gemeinde Neuenegg Gemeindebaureglement 5 ZPP Nr. 5 Denkmal Art. 8 Zweck Realisierung einer Wohnüberbauung, unter Berücksichtigung der exponierten Lage unterhalb des Denkmals. Harmonische Gestaltung der neu gebildeten Ortsränder. Sichern einer attraktiven und naturnahen Umgebungs- und Aussenraumgestaltung. Sicherung der Pflege der Hecke am nördlichen Rand. 5 Sichern einer zweckmässigen Erschliessung. Art und Mass der Nutzung 6 Gemäss Wohnzone W Art. bzw. Art. GBR. 7 Ausnützungsziffer: max Gestaltungsgrundsätze 8 Bauten sind sorgfältig ins Landschaftsbild einzufügen. 9 Auf ein einheitliches Erscheinungsbild ist Wert zu legen. Stellung der Bauten, Dachgestaltung, Farbgebung und Materialwahl sind aufeinander abzustimmen und passen sich in das Siedlungs- und Landschaftsbild ein. 0 Einheitliche Dachgestaltung mit Flach-, Pult- oder Satteldächern. Die Fristlinie muss bei Pult- und Satteldächern Ost-West orientiert sein. Entlang der nördlichen Parzellengrenze ist zum Schutz der Hecke ein 8m breiter Streifen auszuscheiden. Dieser Streifen ist extensiv zu bewirtschaften und von jeglichen Bauten und Anlagen freizuhalten. Die Hecke ist sachgerecht zu pflegen. Empfindlichkeitsstufe: II
31 Gemeinde Neuenegg Gemeindebaureglement 6 E Gestaltungs- und Umweltvorschriften Baugestaltung allgemein Dachform Hauptgebäude Art. 9 Bauten und Anlagen sind so zu gestalten, dass zusammen mit ihrer Umgebung eine gute Gesamtwirkung entsteht. Nebenbauten haben sich gestalterisch dem Hauptgebäude unterzuordnen. Mit der Baueingabe sind alle Unterlagen einzureichen, welche eine vollständige Beurteilung der Gesamtwirkung erlauben. Art. 0 Für Hauptgebäude sind folgende Dachformen zugelassen: Zone zulässige Dachform Ausserhalb Ortsbildschutzgebiet K/DZ Bei bewohnten Hauptgebäuden sind nur Dächer mit gleichen Neigungswinkeln von min. 0 und max. zugelassen Zur Beurteilung der Gesamtwirkung sind insbes. zu berücksichtigen: - die prägenden Elemente und Merkmale des Strassen-, Orts- und Landschaftsbildes, - Standort, Stellung, Form, Proportionen und Dimensionen der Bauten und Anlagen, - die Gestaltung, Materialisierung und Farbgebung von Fassaden und Dächern, - die Gestaltung der Umgebung, insbesondere des Vorlandes und der Begrenzung gegen den öffentlichen Raum, - die Aspekte der Sicherheit für Frauen, Kinder, alte und behinderte Menschen, - die Gestaltung und Anordnung der Erschliessungsanlagen, Abstellplätze und Eingänge. Die Dachlandschaft ist für das Ortsbild von entscheidender Bedeutung. In den besonders empfindlichen Dorfteilen wird deshalb an den traditionellen Dachformen festgehalten. Innerhalb des Ortsbildschutzgebietes sind ausschliesslich symmetrische Satteldächer erlaubt. W/W WA/WA A /A LW Satteldach, Walmdach, Pultdach Flachdach Innerhalb Ortsbildschutzgebiet (Umgebung Kirche) W/DZ zugelassen sind: symmetrische Satteldächer; Neigungswinkel von min. 0 und max.
32 Gemeinde Neuenegg Gemeindebaureglement 7 Dachausbau Art. Der Einbau von Wohn- und Arbeitsräumen im Dachraum ist zulässig. Auf Flachdächern kann ein Attikageschoss erstellt werden. Die Details zu Attikageschossen regelt der Gemeinderat in der Gemeindebauverordnung. Dachaufbauten/ Dachflächenfenster Art. Dachaufbauten und Dachflächenfenster sind zugelassen, sofern sie gestalterisch gut in der Dachfläche integriert sind. Die Gesamtlänge von Dachaufbauten und Dachflächenfenster darf zusammen nicht mehr als / der Fassadenlänge des darunterliegenden Vollgeschosses aufweisen. Dachaufbauten und Dachflächenfenster dürfen nicht näher als,0m an eine Firstlinie/Gratlinie oder an ein Nachbargebäude heranreichen. Ausnahme: bei Dachreiter muss zur Firstlinie kein Abstand eingehalten werden. Bei der Anordnung der Dachaufbauten und Dachflächenfenster ist auf eine gute Integration in die Dachfläche zu achten. Dächer und Dachlandschaften sind für das Ortsbild sehr sensibel. Es kann daher sein, dass nur eine bestimmte Art oder Grösse von Fenstern eingebaut werden kann, was wiederum Einschränkungen für die Nutzung hat. Attikageschoss Art. Auf Flachdächern kann über der maximalen Gebäudehöhe ein Attikageschoss von maximal,0m Höhe erstellt werden. Dieses muss von der darunterliegenden Fassade allseitig um,5m zurückversetzt sein (Ausnahme: Treppenhäuser, Lift, Vordächer bis zu jeweils einem Viertel der Fassadenlänge). Auf der Attika sind Rauch- und Lüftungskamine, Oblichter und Energiegewinnungsanlagen gestattet. Liftaufbauten sind zugelassen bis zu einer Höhe von,m gemessen ab oberkant Flachdach des obersten Normalgeschosses Sofern in Gefahrengebieten mit mittlerer Gefährdung aufgrund von Massnahmen zum Schutz vor Naturgefahren die Gesamtgebäudehöhe (Gebäudehöhe + Höhe Attikageschoss) bei Gewerbebauten nicht ausreicht, um ein gewerblich genutztes Attikageschoss zu realisieren, kann die gemäss Abs. definierte Höhe des Attikageschosse um max. m erhöht werden.
33 Gemeinde Neuenegg Gemeindebaureglement 8 Falchdachbegrünung Art. Ab einer Fläche von 0m sind Flachdächer zu begrünen. Abweichungen von Dachgestaltungs vorschriften Art. 5 Von den Dachgestaltungsvorschriften (Art. 0 bis Art. ) kann abgewichen werden, wenn die Bauherrschaft nachweist, dass dadurch eine bessere architektonische Gesamtwirkung erreicht wird. Eine durch die Baupolizeibehörde bestimmte unabhängige Fachinstanz beurteilt die Einhaltung dieser Voraussetzung. Gerade bei Bauvorhaben an oder im Umfeld von traditionellen Bauten kann es vorkommen, dass die Dachgestaltungsvorschriften einengend wirken und eine bessere Gesamtlösung erschweren. Die Abweichungsmöglichkeit schafft hier Abhilfe. Um die Objektivität und Kontinuität zu gewährleisten, wird auf Kosten der Gesuchsteller eine unabhängige Fachinstanz beigezogen. Als Fachinstanz gelten die kantonale Denkmalpflege, der bernische Heimatschutz oder der Ortsplaner. Aussenraumgestaltung Art. 6 Die Gestaltung der privaten Aussenräume - insbesondere der im öffentlichen Raum wahrnehmbaren Einfriedungen, Vorgärten, Vorplätze und Hauszugänge hat sich nach den ortsüblichen oder vorherrschenden Merkmalen zu richten, welche das Orts-, Quartier- oder Strassenbild prägen. Im weitgehend unüberbauten Gebiet sind es die ortsüblichen im weitgehend überbauten Gebiet die vorherrschenden Merkmale, welche das Orts-, Quartier- und Strassenbild prägen. Mit dem Baugesuch ist ein Aussenraumgestaltungsplan oder eine andere geeignete Darstellung der Aussenräume und deren wesentlichen Gestaltungselementen einzureichen Terrainveränderungen, Stützmauern Art. 7 Terrainveränderungen sind so zu gestalten, dass sie sich in die bestehende Umgebung integrieren und sich dem natürlichen Gelände anpassen. Wenn es die Ortsbildsituation erfordert, kann die Baubewilligungsbehörde eine Staffelung der Stützmauern verlangen.
34 Gemeinde Neuenegg Gemeindebaureglement 9 Reklame Art. 8 Reklamen sind so anzuordnen und zu gestalten, dass sie das Strassen-, Orts- und Landschaftsbild sowie die Verkehrssicherheit nicht beeinträchtigen. Fremdreklamen im Sinne der eidg. Signalisationsverordnung sind auf wichtige Verkehrsachsen und publikumsattraktive Bereiche zu beschränken. Der Gemeinderat kann weitergehende Vorschriften und Richtlinien zum Standort und zur Gestaltung von Fremdreklamen erlassen. Der Artikel dient als Grundlage für die Regelung von Reklamen und Plakaten als Ergänzung zur eidg. Signalisationsverordnung. Energie Art. 9 Die Gemeinde kann Vorschriften sowie Energiekonzepte, Weisungen und Richtlinien für den sorgsamen Umgang mit den Energieressourcen erlassen. Bei grösseren Bauvorhaben kann die Gemeinde die Ausarbeitung eines Energiekonzeptes unter Beizug einer Energiefachstelle verlangen. Wo es technisch und wirtschaftlich vertretbar ist, können zentrale Wärmeversorgungsanlagen und die Verwendung oder der Anschluss bestimmter Energiearten vorgeschrieben werden. Anzustreben sind: - die Verwendung erneuerbarer Energiequellen wie Holz, Sonnenenergie und Umgebungswärme; - die gemeinsame Erstellung von Heizanlagen; - Massnahmen zur Minderung des Energieverbrauchs;
35 Gemeinde Neuenegg Gemeindebaureglement 0 F Schutzvorschriften Ortsbildschutzgebiet Art. 50 Das Ortsbildschutzgebiet bezweckt die Erhaltung des intakten Ortsbildes im Nahbereich der Kirche. An Neu- und Umbauten sowie deren Vorbereiche und der Umgebung werden besonders hohe Anforderungen bezüglich der Erhaltung der charakteristischen Bauweise gestellt. Die Schutzbestimmungen überlagern die einzelnen Nutzungszonen. Es gelten sowohl die Schutzbestimmungen (primär) als auch die Bestimmungen der entsprechenden Nutzungszone (sekundär). Baudenkmäler Art. 5 Das von der kantonalen Fachstelle erstellte und in Kraft gesetzte behördenverbindliche Bauinventar bezeichnet die schützens- und erhaltenswerten Baudenkmäler. Die Massnahmen zu ihrem Schutz und ihrer Erhaltung regelt das kantonale Recht. Betreffen Planungen und Bewilligungsverfahren: - schützenswerte Baudenkmäler oder - erhaltenswerte Baudenkmäler die innerhalb eines Ortsbildschutzperimeters oder Bestandteil einer im Bauinventar aufgenommenen Baugruppe sind, ist die kantonale Denkmalpflege in jedem Fall in das Verfahren einzubeziehen. Das Bauinventar kann auf der Gemeindeverwaltung eingesehen werden. Es erklärt und kommentiert die Schutzwürdigkeit der einzelnen Bauten und deren Umgebung gemäss kantonaler Baugesetzgebung. Schützenswerte Bauten sollen aufgrund ihres besonderen Wertes (Denkmäler) für die Zukunft bewahrt werden. Erhaltenswerte Bauten sollen wegen ihrer ansprechenden und charakteristischen Eigenschaften geschont werden. Bauliche und nutzungsmässige Veränderungen sind möglich, sofern der Schutzzweck nicht beeinträchtigt wird. Im Umgang mit Schutzobjekten empfiehlt es sich, frühzeitig mit der Gemeindeverwaltung bzw. der kantonalen Denkmalpflege Kontakt aufzunehmen, um die Möglichkeiten und Einschränkungen abzuklären, die mit diesen Objekten verbunden sind.
Erschliessungsanlagen, Gewässern, Wäldern und Schutzzonen. 2 Es können rückwärtige Baulinien, die das von Bauten und Anlagen freizuhaltende
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Impressum Gemeinde Udligenswil Datum: 7. Okt. 2016 Büro Telefon E-Mail Ortsplaner Planteam S AG, Luzern 041 469 44 44 luzern@planteam.ch GIS-Dienstleister Planteam S AG, Luzern 041 469 44 44 luzern@planteam.ch
Anhang 4 Zuordnungstabelle
Impressum Gemeinde: Inwil Datum: 16. Januar 2014 Büro Telefon E-Mail Ortsplaner Planteam S AG, Luzern 041 469 44 44 luzern@planteam.ch GIS-Dienstleister Planteam S AG, Luzern 041 469 44 44 luzern@planteam.ch
Bau- und Zonenordnung vom 11. April 2016 Inhaltsverzeichnis Seite 1 ZONENORDNUNG... 1 ART. 1 Zoneneinteilung... 1 ART. 2 Zonenplan... 1 ART. 3 Empfindlichkeitsstufen... 1 2 BAUZONEN... 2 2.1 Kernzone...
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References: Art. 5
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 Art. 12

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