Source: http://www.thomasblechschmidt.de/tag/entscheidung/
Timestamp: 2020-01-23 19:34:26+00:00

Document:
Entscheidung | Thomas Blechschmidt – Political author
John Locke, Two Tracts on Government, Tract I, Section 29, Absatz 29,
Tract I, Section 29, Absatz 29,
It is as certain, then, that the magistrate hath an absolute command over all the actions of men whereof they themselves are free and undetermined agents, as that beyond this he hath no authority, and therefore though he cannot enforce religion, which they never had the liberty to give up to another’s injunctions, yet all things which they had a power to do or omit, they have made him the judge, when, where, and how far they ought to be done, and are obliged to obey.
Nun dürfte sicher sein, dass die Obrigkeit ein absolutes Anordnungsrecht über alle Handlungen der Menschen hat, bezüglich derer jene selbst freie und unbeschränkte Agenten sind. Darüber hinaus hat sie keinerlei Autorität und kann eben deshalb kein Bekenntnis erzwingen, da jene niemals die Freiheit hatten, diese Entscheidung den Anordnungen eines anderen zu übertragen. Denn über alle Angelegenheiten, welche betreffend jene eine Macht hatten zu handeln oder zu gestatten, haben jene sie zum Richter erhoben und sich verpflichtet zu gehorchen, wann, wo und wie weit sie zu Handeln gehalten sind.
Absatz 29absoluteabsolutesactionsAgentenagentsAngelegenheitenAnordnungenAnordnungsrechtauthorityAutoritätBekenntnisbetreffendbeyondbezüglichcertaincommandDarüberenforceEntscheidungerhobenerzwingenfreefreieFreiheitgehaltengehorchengestattengive uphandelnHandlungenhinausinjunctionsJohn LockejudgekeinerleilibertyMachtmagistratemenMenschenobeyobligedObrigkeitomitoughtpowerReligionRichterSection 29selbstsicherthemselvesthereforeTract ITwo Tracts on Governmentübertragenunbeschränkteundeterminedverpflichtetwhereof
TToG II § 108
§ 108. Thus we see, that the Kings of the Indians in America, which is still a pattern of the first ages in Asia and Europe, whilst the inhabitants were too few for the country, and want of people and money gave men no temptation to enlarge their possessions of land, or contest for wider extent of ground, are little more than generals of their armies; and though they command absolutely in war, yet at home and in time of peace they exercise very little dominion, and have but a very moderate sovereignty, the resolutions of peace and war being ordinarily either in the people, or in a council. Though the war itself which admits not of plurality of governors naturally devolves the command into the King’s sole authority.
§ 108. Wir erkennen, in Amerika, welches heute eine Blaupause der frühen Zeiten in Asien und Europas liefert, sind die Könige der Indianer wenig mehr als Generäle ihrer Heere. Solange die Einwohnerzahl im Verhältnis zum Land zu gering ist und der Mangel an Bevölkerung und Geld die Menschen nicht in verleitet, ihren Landbesitz zu vergrößern oder um eine weitere Ausdehnung des Gebiets zu kämpfen. Obwohl sie im Krieg die absolute Macht besitzen, üben sie zu Hause und in Friedenszeiten eine wirklich sehr unbedeutende Herrschaftsbefugnis aus und haben nur eine sehr beschränkte Souveränität. Die Entscheidung über Frieden und Krieg liegt in der Regel entweder beim Volk oder bei einem Rat liegt. Der Krieg selbst, der eine Vielfalt von Oberkommandierenden nicht zulässt, überträgt die Macht naturgemäß der alleinigen Autorität des Königs.
absoluteabsolutelyAmericaAmerikaAnspruchArbeitarmiesAsiaAsienausAusdehnung des GebietsauthorityAutoritätBesitzBevölkerungBlaupausecommandcommoncommonwealthcommunitycompactcontestcouncildevolvesdominionEigentumEinwohnerzahlenlargeEntscheidungexerciseforceFreedomFreiheitFriedenszeitenGeldGemeinbesitzGemeinschaftGemeinwesenGenerälegeneralsGesellschaftGesetzGewährgovernedgovernmentgovernorHeereHerrschaftHerrscherIndianerIndiansinhabitantsJohn LockejurisdictionjusticekämpfenKingsKönigeKrieglaborlawlaw of naturelawfulLeutelibertyMachtmagistrateMangelmankindMenschheitmoderatemoneynackte GewaltNaturgesetzNaturrechtObrigkeitordinarilypatternpeacepeoplepluralitypoliticpolitischpositivpossessionpowerprivatprivatepropertyRatreasonRechtrechtmäßigRechtmäßigkeitRechtsprechungRegelRegentschaftRegierenRegierungresolutionsrightrohe GewaltrulesocietiessocietySouveränitätsovereignsovereigntytemptationTToG II § 108Two Treatises of GovernmentübenüberträgtunbedeutendevergrößernverleitetVernunftVertragVielfaltviolenceVolkwantwarwider extent of ground
TToG II § 91
§ 91. For he being supposed to have all, both legislative and executive power in himself alone, there is no judge to be found, no appeal lies open to anyone, who may fairly, and indifferently, and with authority decide, and from whose decision relief and redress may be expected of any injury or inconveniency, that may be suffered from the Prince, or by his order: So that such a man, however entitled, Czar, Grand Seignior, or how you please, is as much in the state of nature, with all under his dominion, as he is with the rest of mankind:
For wherever any two men are, who have no standing rule, and common judge to appeal to on earth, for the determination of controversies of right betwixt them, there they are still in the state of nature43, and under all the inconveniencies of it, with only this woeful difference to the subject, or rather slave of an absolute Prince: That whereas, in the ordinary state of nature, he has a liberty to judge of his right, and according to the best of his power, to maintain it; now, whenever his property39 is invaded by the will and order of his monarch, he has not only to appeal, as those in society ought to have, but as if he were degraded from the common state of rational creatures, is denied a liberty to judge of, or to defend his right; and so is exposed to all the misery and inconveniencies, that a man can fear from one, who being in the unrestrained state of nature, is yet corrupted with flattery, and armed with power.
§ 91. Da man bei ihm unterstellt, er besäße alle Macht, legislative wie exekutive, ausschließlich und aus sich selbst heraus, ist kein Richter auffindbar, keine Berufung steht offen, niemand der ehrlich, unparteiisch und mit Machtbefugnis entscheidet, und von dessen Entscheidung Hilfe und Befreiung von Unrecht und Entschädigung für Unannehmbarkeit erwartet werden kann, die seitens des Fürsten oder auf seine Anordnung zu hinzunehmen wären. So eine Person, egal unter welchem Titel, ob Zar, Grandseigneur oder sonst wie, ist gegenüber allen, die unter seiner Herrschaft stehen, genauso im Naturzustand wie in Bezug auf den Rest Menschheit.
Überall, wo zwei Menschen existieren, die kein stehendes Gesetz und keinen gemeinsamen Richter auf Erden haben, den sie zur Entscheidung ihrer Rechtsstreitigkeiten anrufen können, befinden sich diese Menschen im Naturzustand. Mit all dessen Unannehmbarkeiten, nur mit dem bedauerlichen Unterschied für den Untertan oder vielmehr den
Sklaven eines absoluten Fürsten:
Während dieser nämlich im normalen Naturzustand die Freiheit hat über sein Recht zu urteilen und soweit seine Macht reicht, es zu durchzusetzen, hat er jetzt, sooft durch Willen oder auf Befehl des Monarchen sein Eigentum39 beeinträchtigt wird, weder keinerlei Berufung, wie sie die Mitglieder einer Gesellschaft hätten. Stattdessen wird ihm, als wäre er aus dem allgemeinen Zustand vernünftiger Wesen erniedrigt, die Freiheit verweigert, nach seinem Recht zu urteilen und es zu verteidigen.
Er wird selbst all dem Elend, allen den Nachteilen ausgesetzt, die der Mensch von einem anderen nur befürchten kann, welcher im unbeschränkten Naturzustand mit Macht ausgestattet und obendrein durch Schleimerei verdorben ist.
43To take away all such mutual grievances, injuries and wrongs, I. e. such as attend men in the state of nature, there was no way but only by growing into composition and agreement amongst themselves, by ordaining some kind of government public, and by yielding themselves subject thereunto, that unto whom they granted authority to rule and govern, by them the peace, tranquility, and happy estate of the rest might be procured. Men always knew that where force and injury was offered, they might be defenders of themselves; they knew that however men may seek their own commodity, yet if this were done with injury unto others, it was not to be suffered, but by all men, and all good means to be withstood. Finally, they knew that no man might in reason take upon him to determine his own right, and according to his own determination proceed in maintenance thereof, in as much as every man is towards himself, and them whom he greatly affects partial; and therefore that strifes and troubles would be endless, except they gave their common consent, all to be ordered by some, whom they should agree upon, without which consent there would be no reason that one man should take upon him to be lord or judge over another, Hooker Eccl.Pol.lib.I.Sect.10.
43Um all diese gegenseitigen Beschwerden, Fehler und Schädigungen zu beseitigen, ich meine solche, die den Menschen im Naturzustand erwarten, gab es keinen anderen Weg, als untereinander zu einem Vertrag und Einigung zu gelangen, eine Art Regierung einzusetzen und sich dieser unterzuordnen, damit durch diejenigen, welchen sie Autorität verliehen zu herrschen und zu regieren, der Friede, die Ruhe und das Glück der Übrigen gesichert werden könnte. Die Menschen wussten immer: Wo Gewalt gebraucht und Unrecht verübt wurde, durften sie ihre eigenen Verteidiger sein. Allen war bewusst: So sehr Menschen auch berechtigt sind, ihr eigenes Wohlergehen anzustreben, es darf dennoch nicht akzeptiert werden, wenn das durch Schädigung anderer geschieht. Stattdessen müssen sich alle Menschen dem mit allen guten Mitteln widersetzen. Endlich wurde klar, vernünftigerweise dürfe sich kein Mensch anmaßen, nach seinem eigenen Recht zu entscheiden und gemäß seiner eigenen Entscheidung zu dessen Behauptung verfahren zu wollen, weil der Mensch für sich selbst und diejenigen, welche er sehr liebt, parteiisch ist. Streit und Unruhe wären deshalb endlos, sofern sie nicht gemeinschaftlich ihre Zustimmung gäben, alle durch einen regiert zu werden, über den sie sich verständigen würden. Ohne diese Zustimmung ist es schlicht unvernünftig, dass ein Mensch auf sich nähme, Herr oder Richter über einen anderen zu sein. Hooker Eccl.Pol.lib.I.Sect.10.
absoluteangenommenAnspruchappealArbeitarmedausgesetztausgestattetauthorityAutoritätbedauerlichenbeeinträchtigtBefehlBefreiungBerufungBesitzbetwixtBevölkerungcommoncommonwealthcommunitycompactcontroversiescorruptedCzardecidedecisiondefenddegradeddenieddeterminationdifferencedominionehrlichEigentumElendentscheidetEntscheidungerniedrigtexecutiveexposedfairlyflatteryforceFreedomFreiheitFürstGemeinbesitzGemeinschaftGemeinwesenGesellschaftGesetzGewährgovernedgovernmentgovernorGrand SeigneurGrand SeigniorHerrschaftHerrscherHilfeinconvenienciesinconveniencyindifferentlyinjuryinvadedJohn Lockejudgejurisdictionjusticelaborlawlaw of naturelawfullegislativeLeutelibertyMachtmagistratemankindMenschheitmiseryMonarchMonarchennackte GewaltNaturgesetzNaturrechtObrigkeitorderpeoplepoliticpolitischpositivpossessionpowerprinceprivatprivatepropertyrationalreasonRechtrechtmäßigRechtmäßigkeitRechtsprechungRechtsstreitigkeitenredressRegelRegentschaftRegierenRegierungreliefRichterrightrohe GewaltruleSchleimereiSklavenslavesocietiessocietySouveränitätsovereignsovereigntystandingstehendessubjectsupposedTToG II § 91Two Treatises of GovernmentUnannehmbarkeitUnannehmbarkeitenunbeschränktenunparteiischUnrechtunrestrainedunterschiedUntertanurteilenverdorbenVernunftvernünftigerverteidigenVertragverweigertviolenceVolkWillWillenwoefulZar

References: § 108

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 § 91

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