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Timestamp: 2016-10-21 11:35:17+00:00

Document:
2F_5/2011 (10.02.2011)
2F_5/2011
Aufsichtskommission �ber die Anw�ltinnen und Anw�lte des Kantons Basel-Stadt, c/o Appellationsgericht.
Einleitung eines Anwaltsdisziplinarverfahrens,
Revisionsgesuch gegen das Urteil des Schweizerischen Bundesgerichts 2C_848/2010 vom 3. November 2010.
Die Aufsichtskommission �ber Anw�ltinnen und Anw�lte des Kantons Basel-Stadt lehnte es am 27. Juli 2009 ab, gest�tzt auf eine Anzeige von X.________ und Y.________ ein Disziplinarverfahren wegen behaupteter mangelhafter anwaltlicher Mandatsf�hrung und Rechnungsstellung gegen einen Advokaten zu er�ffnen. Auf die gegen diesen Entscheid erhobene Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten trat das Bundesgericht mit Urteil 2C_848/ 2010 vom 3. November 2010 im Verfahren gem�ss Art. 108 BGG nicht ein; die Beschwerde erwies sich als offensichtlich unzul�ssig, weil den Beschwerdef�hrern die Beschwerdelegitimation im Sinne von Art. 89 Abs. 1 lit. b und c BGG fehlte. Das mit Gerichtsurkunde versandte Urteil haben sie am 16. November 2010 entgegengenommen.
Mit vom 30. Januar 2011 datierter, am 3. Februar 2011 zur Post gegebener Eingabe erkl�ren X.________ und Y.________, das bundesgerichtliche Urteil sei in Revision zu ziehen.
Massgeblich f�r die Revision eines bundesgerichtlichen Urteils ist nicht die eidgen�ssische Zivilprozessordnung, welche die Gesuchsteller an erster Stelle erw�hnen (Art. 1 ZPO e contrario); die Revision eines Entscheids des Bundesgerichts kann nur verlangt werden, wenn einer der in Art. 121 ff. BGG erw�hnten Revisionsgr�nde erf�llt ist sowie form- und fristgerecht geltend gemacht wird.
Soweit die Gesuchsteller sich auf die Revisionsgr�nde von Art. 121 BGG berufen wollen, kann auf das Gesuch schon wegen Versp�tung nicht eingetreten werden, h�tten solche Gr�nde gem�ss Art. 124 Abs. 1 lit. b BGG doch innert 30 Tagen nach der Er�ffnung der vollst�ndigen Ausfertigung des Urteils vom 3. November 2010 geltend gemacht werden m�ssen. Die Vorbringen im Revisionsgesuch sind aber auch sonst nicht zu h�ren:
In einem Revisionsgesuch ist darzulegen und zu begr�nden, inwiefern mit dem angefochtenen Urteil ein Revisionsgrund gesetzt worden sein soll (vgl. Art. 42 Abs. 2 BGG). Dabei muss die Begr�ndung sachbezogen sein, d.h. die Gesuchsteller haben sich mit den massgeblichen Entscheidgr�nden des Urteils, dessen Revision beantragt wird, auseinanderzusetzen und darzulegen, inwiefern gerade in Bezug auf diese Entscheidgr�nde ein Revisionsgrund vorliege. Das Bundesgericht ist mit seinem Urteil vom 3. November 2010 auf die Beschwerde vom 30. Oktober/2. November 2010 der heutigen Gesuchsteller nicht eingetreten, weil es ihnen die Beschwerdelegitimation unter Hinweis auf die Besonderheiten des Anwaltsaufsichtsverfahrens generell abgesprochen hat. Was sie nun in ihrem Revisionsgesuch anf�hren, ber�hrt diese Nichteintretensbegr�ndung in keiner Weise. Das Revisionsgesuch ist, soweit �berhaupt rechtzeitig eingereicht, mangels formgerechter Begr�ndung unzul�ssig, und es ist darauf ohne Schriftenwechsel (vgl. Art. 127 BGG) nicht einzutreten.
Dem Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege ist in Anwendung von Art. 64 Abs. 1 BGG bereits wegen Aussichtslosigkeit des Revisionsgesuchs nicht zu entsprechen; ohnehin haben die Gesuchsteller keine Belege �ber ihre finanziellen Verh�ltnisse vorgelegt. Damit sind die Gerichtskosten entsprechend dem Verfahrensausgang den Gesuchstellern zu gleichen Teilen unter solidarischer Haftung aufzuerlegen (Art. 66 Abs. 1 erster Satz und Abs. 5 BGG). F�r die Festsetzung der Gerichtsgeb�hr ist namentlich ihrer Art der Prozessf�hrung Rechnung zu tragen (Art. 65 Abs. 1 BGG).
Das Bundesgericht beh�lt sich vor, weitere Eingaben �hnlicher Art in Anwaltsaufsichtssachen unbeantwortet abzulegen.
Die Gerichtskosten von Fr. 1'500.-- werden den Gesuchstellern je zur H�lfte unter solidarischer Haftung auferlegt.
Dieses Urteil wird den Gesuchstellern, dem Gesuchsgegner und der Aufsichtskommission �ber die Anw�ltinnen und Anw�lte des Kantons Basel-Stadt schriftlich mitgeteilt.

References: Art. 108
 Art. 89
e contrario
 Art. 121
 Art. 121
 Art. 124
 Art. 42
 Art. 127
 Art. 64