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Timestamp: 2019-05-20 07:11:05+00:00

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xayriel | 9erblog
16. Mai 2019 von xayriel
Langjährige Leser erinnern sich vielleicht noch an Susi, meine kongeniale Schwangerschaftsvertretung in einem früheren Job.
Sie hinterließ mir kürzlich folgenden Kommentar (Auszug): „Versuch beim nächsten Job weniger Jobinterna hier im Blog zu veröffentlichen. Vor allem ,wenn du dich darüber aufregst,dass ich EINE Sache weitergetragen habe, aber du hier Emails von S. aus XYZ [geändert zwecks Anonymisierung] veröffentlichst.“
Es ist ein himmelweiter Unterschied, ob ich in einem anonymen Blog anonymisiert aus Emails zitiere, um Facetten menschlicher Verhaltensweisen zu zeigen, ohne tatsächlich geschäftsrelevante Informationen zu veröffentlichen, oder ob ich ausplaudere, welche Kollegen wie viel verdienen.
Und dass du, liebe Susi, mir damit auch noch ein schlechtes Gewissen machen möchtest, zeigt, dass du absolut nichts begriffen hast.
Deine Kommentare wurden von mir als Spam markiert und werden dies auch weiterhin.
Troll in Zukunft woanders, du bist hier nicht erwünscht!
Getaggt mit bekloppt, Email, Susi, Troll
4. Mai 2019 von xayriel
Wirklich viel mehr kann ich derzeit nicht sagen.
Nachdem ich bei der Studienanmeldung bei hochschulstart.de erfahren habe, dass Bewerbungen erst ab dem 2.5.2019 möglich sind, habe ich mir den Termin im Kalender vermerkt.
Der 2.5.2019 kam, ich wollte mich bewerben, wurde aber direkt auf die Homepage der lokalen Uni verwiesen. Nun gut, als alter Internetpionier ringt mir eine weitere Registrierung nur ein müdes Lächeln ab. Klick, Klick, Check. Registrierung durch.
Jetzt die Bewerbung. Dazu muss ich die Stammdaten von Hochschulstart.de eingeben. Und erhalte die Fehlermeldung, dass die Daten in der Hochschulstart-DB nicht vorhanden sind.
Habe ich die Sachen aus Faulheit und zur Fehlervermeidung direkt von der Homepage per Copy&Paste auf die Uni-Homepage übertragen.
Ich habe es noch 2x probiert, habe einen anderen Browser genommen, habe die Daten händisch eingegeben – das Ergebnis ist überall gleich.
OK, also ein Ticket beim Tech-Support gezogen und die Sache erstmal auf Eis gelegt.
Am nächsten Tag kam vom Tech-Support das OK, die Anmeldung funktionierte, ich vervollständigte meine Bewerbung. So weit, so gut.
Bis es zum Punkt „Zweitstudium“ kam.
3% aller Studienplätze pro Jahrgang sollen maximal für Zweitstudiengänge zugänglich sein.
Die Vergabe von Zweitstudiengängen erfolgt anhand eines Punktesystems. Erststudiengangnote: je besser, desto Punkte.
Wissenschaftlicher Ansatz: je bedeutender, desto Punkte.
Soziale Härte: je schlimmer, desto Punkte.
Banaler Berufswechsel: Hahahaha!
Es wird in einem nachrangigen Verfahren berücksichtigt, ob man Familie hat und Kinder, Erziehungs- oder Pflegezeiten.
An sich wollte ich den wissenschaftlichen Aspekt nicht ins Feld führen, weil ich denke, dass die Argumente irgendwie doch zu schwammig sind und es bestimmt einen Haufen Leute gibt, die das schon angegangen sind, und es am Ende eh niemanden interessiert und überhaupt, wer denkt schon an Informatik.
Doch dann dachte ich mir, wie viele Bekloppte (durchaus positiv gemeint) mag es geben, die sich das trockene Feld der Informatik geben, um dann im nicht minder trockenen Feld der Psychologie zu forschen?
Wer „spricht“ wirklich die unverständliche Techniksprache der Administratoren, und kann gleichzeitig die emotionalen Auswirkungen einordnen?
Ich denke, es mag Wissenschaftler geben, die an der jeweils anderen Seite Interesse zeigen, aber nur Interesse reicht in diesem Fall nicht. Man muss schon mit beiden Beinen richtig tief in der Materie stecken.
Und keine Gummistiefel tragen.
So werde ich also dieses Wochenende einen Text verfassen, der die Synergieeffekte der beiden Gebiete möglichst effektiv vereint. Dazu kommen Argumente, warum ausgerechnet ich die beste aller möglichen Wissenschaftlerinnen für dieses Thema bin. Ein wenig gewürzt mit meinem familiären Background und in der Hoffnung, dass der Gesamteindruck die Summe der Einzelteile bei weitem übertrifft.
Komme ich damit nicht durch, stehe ich ab Herbst bei der Arbeitsagentur wieder auf der Gehaltsliste und darf mich auf olle IT-Jobs bewerben.
Und sind wir doch mal ehrlich: DAS will niemand von uns!
Getaggt mit Begründung, Informatik, Zweitstudium, Interesse, Argumente
18. April 2019 von xayriel
Nach langem Hin und Her habe ich mich entschlossen, meinem Leben eine neue Wendung zu geben und in meinem fortgeschrittenen Alter noch mal zu studieren. In Anbetracht meiner sozialen Situation ist das leider nicht mehr ganz so unkompliziert wie damals mit 18 Jahren. Obwohl, so im Nachhinein betrachtet war das auch alles andere als unkompliziert, aber dazu auf Hallo Dunkelheit mehr.
Aktuell die zwei größten Schwierigkeiten sind die Finanzierung und das Auffinden meines Abizeugnisses. Immerhin ist mein Abschluss schon zarte *huuuust* 23 Jahre her.
Herrje, so ausgeschrieben wird mir immer mehr bewusst, wie alt ich schon bin. Wie soll das erst beim Studienanfang werden, wenn ich von lauter jungen Hüpfern umgeben bin?
Wie auch immer, ich geh mal mein Abizeugnis suchen 🙂
Getaggt mit Abitur, Bewerbung, Finanzierung, Neuanfang, Studienstart, Studium
Getaggt mit Abzug, Aufschlag, Grundmiete, Miete, Mieterhöhung, Mietspiegel, Spannenwerte
22. Dezember 2018 von xayriel
Mein Abend mit dem Windows Media Player (WMP).
Unser Standard-Freeware-Brenner weigerte sich aus unbekannten Gründen, die von meinem Mann in monatelanger, liebevoller Kleinarbeit zusammengestellte Weihnachtsmusik-CD ordentlich zu brennen. Dies wurde leider erst festgestellt, als die insgesamt 7 CDs per Post unterwegs waren. Da mein Mann heute den Abend verplant ist und wir morgen die allerletzte Chance haben, die Werke pünktlich zu Weihnachten an den Mann/die Frau zu bringen, habe ich ihm zugesagt, die CDs erneut zu brennen. Soweit, so unkompliziert.
Ich wählte den WMP als Brenner, ich hab den da und der kann das, hat er behauptet. Die MP3-Liste liegt in einem nicht der Medienbibliothek zugehörigen Ordner, was bereits das erste Problem ist, da ich dem WMP nicht direkt mitteilen kann, dass ich diese Musik hören möchte. Per Drag&Drop kann ich zumindest eine Wiedergabeliste erstellen, allerdings in etwas krummer Reihenfolge.
Da mein Mann die Tracks händisch nummeriert hatte, konnte ich diese danach sortieren. Beim Export in die Brennliste ging diese Reihenfolge allerdings verloren, so dass ich alles händisch neu sortieren muss. Aber na gut. Nach der Sortierung konnte ich brennen, was auch funktionierte, bis die CD automatisch ausgeworfen werden sollte. Durch ein kleines mechanisches Problem geht das bei dem Laufwerk nicht mehr und WMP quittierte dies mit einem Komplettabsturz. Selbst der Task Manager brachte keine Abhilfe. Also Rechnerneustart. 60 Sekunden später war ich wieder einsatzfähig. Der WMP hatte alles vergessen, rief allerdings beim Reimport für einige Titel neue Medieninformationen ab, die nicht mit den unsrigen übereinstimmten. Ich korrigierte die Infos händisch, exportierte in die Brennliste, stellte die korrekte Ordnung her, nahm den Haken aus der Option „nach dem Brennen CD automatisch auswerfen“ und legte los.
Weil mich die Umstände gehörig nervten, suchte ich nach einem Freeware-Brenner. Fand den Deep Burner, den ich in der Vergangenheit bereits erfolgreich verwendet habe. Stellte sich heraus, mein Mann verwendet den auch und Deep Burner kommt mit der Playlist nicht klar, bricht bei mir an genau der gleichen Stelle ab. Also doch wieder WMP.
Ich importierte, transferierte zur Brennliste, checkte die Sortierung und ab dafür. Brennen gelang. Ich wollte gleich die nächste CD brennen, wechselte den Datenträger und startete den Brennvorgang. WMP quittierte dies mit einem neuerlichen Komplettabsturz. Oh Freude. Spätestens jetzt machten sich meine SSD-Festplatte und die Flasche Wein neben mir bezahlt. Ich überprüfte jede CD nach dem Brennen auf ihre Kooperationsfähigkeit und stellte fest, dass eine Scheibe diese verweigerte.
Ich checkte nochmal den Rest und nahm dafür meinen uralten CD-Player, der aber immerhin schon MP3 kann – wenn er gut gelaunt ist. Manchmal braucht er mehrere Abläufe, um seine gute Laune zu finden, generell, nicht nur bei diesen CDs. Ich traue aber mittlerweile unseren Rechnern nicht mehr, zu oft haben sie mir in der Vergangenheit Fehler angezeigt.
Also Workaround basteln: CD brennen, WMP schließen, CD wechseln, WMP neu starten, Wiedergabeliste aussuchen, in die Brennliste kopieren, brennen. Repeat.
Nach 4 derart erfolgreich gebrannten CDs bekam ich bei der 5. eine Fehlermeldung. „WMP kann einige Dateien nicht brennen. Klicken Sie auf das Symbol neben den Dateien, um das Problem zu analysieren.“ Klar, gerne, nur sind da keine Symbole. Ich betete mittlerweile, dass der Wein noch ne Weile reicht. Ich startete den WMP zweimal neu, löschte Wiedergabe- und Brennliste, wechselte den Datenträger, fluchte laut, unternahm einen letzten Versuch und plötzlich startete der Brennvorgang doch, obwohl ich nichts anderes als zuvor gemacht habe.
Einstein hatte wohl Unrecht.
Jetzt nur noch eine CD schaffen, dann alle bedrucken, die Booklets ausdrucken und zurechtschneiden. Bin gespannt, was da noch passiert. Stay tuned!
P.S.: Mir wurden permanent Fehlermeldungen angezeigt, dass der Brennvorgang nicht passte, oder das irgendwas nicht gelesen werden konnte. Am Ende prüfte ich alle CDs mittels WinAmp und bekam genau 7 funktionierende Scheiben heraus.
Diese habe ich bedruckt, dazu das Booklet ausgedruckt, ein wenig geschnippelt und jetzt haben wir – hoffentlich – 7 funktionierende Weihnachts-CDs. Nach guten 5 Stunden.
Hab ja sonst nix an einem Freitagabend zu tun.
Getaggt mit brennen, burner, CD, Musik, Weihnachten, Windows Media Player, WMP
11. Dezember 2018 von xayriel
Nach dem Unfall vor zwei Wochen passierte erstmal nicht viel. Letzte Woche war ein TÜV-Gutachter der gegnerischen Versicherung da, vermaß und fotografierte erneut alles, machte hin und wieder ein gewichtiges Gesicht und verkündete am Ende, dass es wohl sehr wahrscheinlich auf einen wirtschaftlichen Totalschaden hinauslaufen würde. Ich fand das gar nicht schön, denn erstens ist das Auto erst etwas mehr als 4 Jahre alt und zweitens seit einem Jahr abbezahlt. Mir jetzt schon wieder eine neue Karre suchen zu müssen, gefiel mir gar nicht.
Etwa zeitgleich mit dem Gutachter trudelte eine Vorladung der Polizei ein, da mir eine Verkehrsordnungswidrigkeit, gemäß § 4 Abs. 1, § 1 Abs. 2, § 49 StVO, vorgeworfen wird.
§ 4 Abs. 1: Der Abstand zu einem vorausfahrenden Fahrzeug muss in der Regel so groß sein, dass auch dann hinter diesem gehalten werden kann, wenn es plötzlich gebremst wird. Wer vorausfährt, darf nicht ohne zwingenden Grund stark bremsen.
§ 1Abs. 2: Wer am Verkehr teilnimmt, hat sich so zu verhalten, dass kein anderer geschädigt, gefährdet oder, mehr als nach den Umständen unvermeidbar, behindert oder belästigt wird.
§ 49: Ordnungswidrig im Sinne des § 24 des Straßenverkehrsgesetzes handelt, wer vorsätzlich oder fahrlässig gegen eine Vorschrift über
1. das allgemeine Verhalten im Straßenverkehr nach § 1 Abs. 2 und
4. den Abstand nach § 4 verstößt.
Dunkel erinnerte ich mich daran, vor Jahren beim ADAC eine Verkehrsrechtsschutzversicherung abgeschlossen zu haben. Also dort angerufen, zwei Anwaltsadressen geben lassen und die mit dem seltsameren Namen ausgesucht. Dort angerufen und es hieß, ich solle einfach mal während der Geschäftszeiten vorbeikommen und alle Unterlagen mitbringen.
Dies tat ich nun heute. Die Kanzlei wird sich um alles in Verbindung mit der Polizei kümmern. Sollte ich allerdings zivilrechtliche Anliegen zu diesem Fall haben, könnte mir offiziell nicht geholfen werden, weil die Kanzlei das gegnerische Taxiunternehmen vertritt.
Warjakla. Von den gefühlt hundertausend Kanzleien in der Stadt such ich mir ausgerechnet die vom Gegner aus. Kannste dir nicht ausdenken.
Nichtsdestotrotz gab die gute Frau am Empfang mir ein paar sehr wertvolle Hinweise. Da jetzt offiziell eine polizeiliche Ermittlung gegen mich läuft, kann sich die Regulierung des Schadens hinziehen, vermutlich bis nach Abschluss des ganzen Verfahrens. Sollte ich aber eine Vollkaskoversicherung haben (yay, hab ich), kann diese erstmal für den Schaden aufkommen. Sollte sich während des Verfahrens meine Unschuld herausstellen, dann kann ich alle zusätzlichen Kosten wie bspw. für einen Ersatzwagen oder die Hochstufung der Schadensfreiheitsklasse von der gegnerischen Versicherung zurückfordern. So müsste ich immerhin nicht die ganze Zeit mit einem kaputten Auto rumfahren.
Halleluja, was für Neuigkeiten.
Zuhause wieder angekommen, griff ich sofort zum Telefon und rief meine Versicherung an. Der nette Hotliner nahm alle meine Daten auf und teilte mir dann mit, dass ich morgen Vormittag einen Anruf erhalten würde von einer Vertragswerkstatt (mein Vertrag hat Werkstattbindung), die mit mir einen Übergabetermin vereinbaren würde. Dabei würde mein Auto vom jetzigen Stellplatz abgeholt und mir gleichzeitig ein Ersatzwagen hingestellt werden. Mein Auto würde mit Originalersatzteilen und 30 Jahren Garantie auf die Reparatur wieder hergestellt. Dies alles komplett kostenfrei für mich, bis auf die Selbstbeteiligung in Höhe von 300€.
Ich führte ein kleines Tänzchen auf, immerhin war mein Auto gerettet. Und sollte ich doch nicht unschuldig sein und ich in der Schadensfreiheitsklasse trotzdem steigen, dann drohe ich mit Versicherungswechsel, da wird es bestimmt wieder einen Nachlass geben – oder eine günstigere Versicherung. Auf jeden Fall alles günstiger als ein komplett neues Auto anzuschaffen.
Getaggt mit ADAC, Anwalt, Auto, Polizei, Taxi, Unfall, Versicherung

References: § 4
 § 1
 § 49

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§ 49
 § 24
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 § 4