Source: https://bildhauerbeierlein.wordpress.com/2015/11/01/steinmetz-augsburg-friedhof-alle-leistungen-des-steinmetz-und-steinbildhauerhandwerks/
Timestamp: 2017-06-25 12:20:34+00:00

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Steinmetz Augsburg, Friedhof, Alle Leistungen des Steinmetz- und Steinbildhauerhandwerks | Bildhauer
Steinmetz Augsburg, Friedhof, Alle Leistungen des Steinmetz- und Steinbildhauerhandwerks
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▧ Adresse:
Westfriedhof mit Krematorium, Stadtberger Straße 80a, 86157 Augsburg,
Nordfriedhof, Talweg 2, 86154 Augsburg,
Neuer Ostfriedhof, Zugspitzstraße 104, 86163 Augsburg,
Alter Ostfriedhof, Kurt-Schumacher-Straße 57, 86165 Augsburg,
Neuer Friedhof, Haunstetten Hopfenstraße 11, 86179 Augsburg,
Alter Friedhof Haunstetten, Bgm.-Widmeier-Straße 55, 86179 Augsburg,
Friedhof Göggingen, Von-Cobres-Straße 19, 86199 Augsburg,
Friedhof Inningen, Oktavianstraße 25, 86199 Augsburg,
Friedhof Bergheim, Remigiusgasse 1, 86199 Augsburg,
▧ Friedhofsplan: Steinmetz Augsburg, Friedhof.pdf
▧ Öffnungszeiten: 1. März–2. November: 07:00–20:00 Uhr, 3. November–Ende Februar: 08:00–17:00 Uhr
▧ Anfahrt mit dem Auto: Steinmetz Augsburg, Friedhof
▧ Parkplatze: Steinmetz Augsburg, Friedhof
▧ Einfahrten zum Nordfriedhof: Steinmetz Augsburg, Friedhof
▧ Termine: Steinmetz Augsburg, Friedhof
▧ Friedhofsverwaltung: Telefonnummern
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Fragen und Antworten zu: Steinmetz Augsburg, Friedhof
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Auszug aus der Friedhofssatzung Augsburg
vom 17.01.2012 (ABl. vom 10.02.2012, S. 22)
Änderungssatzung/en
Stadt Augsburg vom
Bestimmung/en
08.01.2013 25.01.2013, S. 26 § 7 Abs. 1 26.01.2013
Die Stadt Augsburg erlässt aufgrund der Art. 23 und 24 Abs. 1 Nr. 1 und Nr. 2 und Abs. 2 der Gemeindeordnung für den Freistaat
Bayern in der Fassung der Bekanntmachung vom 22.08.1998 (GVBl. S. 796, BayRS 2020-1-1-I) folgende
§ 6 Ausführungen von Arbeiten gegen Entgelt
§ 8 Vorbehaltene Arbeiten
§ 11 Reihengrabstätten
§ 12 Familiengrabstätten
§ 13 Maße und Belegung von Familiengräbern
§ 14 Aschenstätten
§ 15 Aschenstätten unter Bäumen
§ 16 Ruhegemeinschaftsanlagen
§ 17 Memoriam Garten
§ 18 Ehrengräber
V. Gestaltung der Familiengräber und Familienaschenstätten
§ 20 Verpflichtung zur Herrichtung und Pflege der Grabstätten
§ 21 Material
§ 22 Allgemeine Gestaltungsvorschriften
§ 23 Genehmigungserfordernis
§ 24 Gutachterkommission
§ 25 Standsicherheit, Unterhalt, Lagern und Wiederverwendung
§ 26 Denkmalschutz
VII. Leichen- und Aussegnungshallen, Trauerfeiern
§ 27 Benutzung der Leichen- und Aussegnungshallen
§ 28 Alte Rechte
§ 29 Ausnahmen
Diese Satzung gilt für folgende im Gebiet der Stadt Augsburg gelegenen und von ihr verwalteten Friedhöfe:
a) Westfriedhof
b) Nordfriedhof
c) Alter Ostfriedhof
d) Neuer Ostfriedhof
e) Alter Haunstetter Friedhof
f) Neuer Haunstetter Friedhof
g) Gögginger Friedhof
h) Inninger Friedhof
i) Bergheimer Friedhof
Die Friedhöfe sind öffentliche Einrichtungen der Stadt Augsburg. Sie dienen der Bestattung aller Gemeindeeinwohner oder der
Personen, die ein Recht auf Beisetzung in einer bestimmten Grabstätte besitzen. Die Stadt Augsburg kann die Bestattung
anderer Personen genehmigen.
(1) Jeder Friedhof, Friedhofsteile und einzelne Grabstätten können aus wichtigem öffentlichem Interesse geschlossen oder
entwidmet werden.
Durch die Schließung wird nur die Möglichkeit weiterer Beisetzungen ausgeschlossen; durch die Entwidmung verliert der
Friedhof die Eigenschaft als öffentliche Bestattungseinrichtung.
Die Absicht der Schließung, die Schließung selbst und die Entwidmung sind jeweils öffentlich bekannt zu machen.
(2) Die Stadt kann die Schließung verfügen, wenn keine Rechte auf Bestattung entgegenstehen bzw. die Entwidmung verfü-
gen, wenn alle Nutzungsrechte und Ruhefristen abgelaufen sind.
(3) Soweit zur Schließung oder Entwidmung Nutzungsrechte im Einvernehmen mit den Berechtigten abgelöst werden sollen,
werden ersatzweise entsprechende Rechte sowie Umbettungen in andere Grabstätten auf Kosten der Stadt eingeräumt.
(1) Die Friedhöfe sind während der festgesetzten und an den Friedhofseingängen bekannt gegebenen Zeiten für den Besuch
(2) Die Stadt kann das Betreten von Friedhöfen oder einzelnen Friedhofsteilen aus besonderem Anlass vorübergehend
(1) Jeder Besucher hat sich auf den Friedhöfen der Würde des Ortes entsprechend und ferner so zu verhalten, dass kein
anderer gefährdet, geschädigt oder mehr als nach den Umständen unvermeidbar behindert oder belästigt wird.
Die Anordnungen des Friedhofspersonals sind zu befolgen.
(2) Auf den Friedhöfen ist insbesondere nicht gestattet
a) Tiere mitzuführen (ausgenommen Blindenhunde),
b) die Wege mit Fahrzeugen und Sportgeräten aller Art zu befahren. Das gilt nicht für Handwagen, Rollstühle und Kinderwagen
sowie Dienstfahrzeuge. Gewerbetreibenden ist die Benutzung der Wege im Rahmen ihrer Zulassung
(§ 6) erlaubt. Außergewöhnlich Gehbehinderten kann das Befahren der Wege durch die Friedhofsverwaltung gestattet
c) Abraum und Abfälle außerhalb der dafür bestimmten Stellen abzulagern bzw. von außerhalb des Friedhofs hierher zu
d) die Friedhofsanlagen und -gebäude, die Wege und die Grabstätten zu verunreinigen oder zu beschädigen, Einfriedungen
und Hecken zu übersteigen und Rasenflächen, soweit sie nicht als Wege dienen, Grabstätten und Grabeinfassungen
zu betreten,
e) an Sonn- und Feiertagen oder in der Nähe einer Bestattung Arbeiten auszuführen,
f) Waren aller Art und gewerbliche Leistungen anzubieten, Sammlungen durchzuführen, sowie Druckschriften zu verteilen,
g) Werbung jeder Art zu treiben,
h) private Sitzgelegenheiten aufzustellen.
i) zu lärmen und zu spielen, zu essen und zu trinken sowie zu lagern,
j) die Erstellung und Verwertung von Film-, Ton-, Video- und Fotoaufnahmen, außer zu privaten Zwecken.
Die Stadt kann Ausnahmen zulassen, soweit sie mit dem Zweck des Friedhofs und seiner Ordnung vereinbar sind.
(3) Das Aufsichtspersonal kann Personen, die diesen Vorschriften trotz Ermahnung zuwiderhandeln, aus dem Friedhof verweisen.
(4) Totengedenkfeiern und andere nicht mit einer Bestattung zusammenhängende Veranstaltungen bedürfen der Genehmigung.
Diese ist mindestens sieben Tage vorher zu beantragen.
Ausführungen von Arbeiten gegen Entgelt
(1) Bildhauer, Steinmetze, Kunstschmiede, Gärtner, Bestatter und sonstige Gewerbetreibende bedürfen für gewerbliche
Tätigkeiten auf den Friedhöfen der vorherigen Zulassung durch die Stadt, die gleichzeitig den Umfang der Tätigkeiten
(2) Zuzulassen sind Gewerbetreibende, die
b) selbst oder deren fachliche Vertreter die Meisterprüfung abgelegt haben oder in die Handwerksrolle eingetragen sind
oder über eine gleichwertige Qualifikation verfügen und
c) eine entsprechende Berufshaftpflichtversicherung nachweisen können.
(3) Die Zulassung erfolgt durch Zulassungsbescheid. Hat die Stadt über den Antrag auf Zulassung nicht innerhalb einer Frist
von drei Monaten entschieden, gilt die Zulassung als erteilt. Die Frist beginnt mit dem Eingang der vollständigen Unterlagen.
Das Zulassungsverfahren kann über eine einheitliche Stelle nach dem Bayerischen Verwaltungsverfahrensgesetz
(BayVwVfG) abgewickelt werden. Die Zulassung ist jährlich zu erneuern.
In Ausnahmefällen können Einzelfallzulassungen erteilt werden.
(4) Die zugelassenen Gewerbetreibenden haben für jeden Bediensteten bei der Stadt Augsburg einen Ausweis zu beantragen.
Die Zulassung und die Bedienstetenausweise sind auf Verlangen dem Friedhofspersonal jederzeit vorzuzeigen.
(5) Die Gewerbetreibenden und ihre Bediensteten haben die Friedhofssatzung und die dazu ergangenen Regelungen zu
beachten. Die Gewerbetreibenden haften für alle Schäden, die sie oder ihre Bediensteten im Zusammenhang mit ihrer
Tätigkeit auf den Friedhöfen schuldhaft verursachen.
(6) Unbeschadet § 5 Abs. 2 Buchstabe e) dürfen gewerbliche Arbeiten auf den Friedhöfen nur während der von der Stadt
festgesetzten Zeiten durchgeführt werden. Hierzu dürfen die Friedhofswege mit geeigneten Fahrzeugen im Schritttempo
befahren werden. Nacharbeiten und Ausbesserungen größeren Umfangs an Grabmalen dürfen in den Friedhöfen nicht
durchgeführt werden. In den Fällen des § 4 Abs. 2 sind gewerbliche Arbeiten ganz untersagt.
(7) Die für Arbeiten erforderlichen Werkzeuge und Materialien dürfen auf den Friedhöfen nur vorübergehend und nur an
Grabstellen gelagert werden, an denen sie nicht behindern. Anfallender Erd- und Pflanzenabraum ist entweder aus dem
Friedhof zu entfernen oder aber getrennt nach Materialien in die Betriebshöfe zu bringen.
(8) Wer ohne Zulassung gewerbsmäßige Arbeiten verrichtet, kann aus dem Friedhof verwiesen werden.
(9) Zugelassene Gewerbetreibende, die trotz schriftlicher Abmahnung gegen die Friedhofssatzung, insbesondere gegen die
Vorschriften der Absätze 4 bis 9 verstoßen oder bei denen die Zulassungsvoraussetzungen des Abs. 2 ganz oder teilweise
nicht mehr gegeben sind, kann die Stadt die Zulassung auf Zeit oder auf Dauer durch schriftlichen Bescheid entziehen.
Bei einem schwerwiegenden Verstoß ist eine Abmahnung entbehrlich.
(10) Gewerbetreibende mit Niederlassung in einem Mitgliedstaat der Europäischen Union oder in einem anderen Vertragsstaat
des Abkommens über den Europäischen Wirtschaftsraum, die im Inland nur vorübergehend tätig sind, haben die Aufnahme
ihrer Tätigkeit auf dem Friedhof anzuzeigen. Die Gewerbetreibenden haben für jeden Bediensteten bei der Stadt einen
Ausweis zu beantragen. Die Bedienstetenausweise sind dem Friedhofspersonal auf Verlangen vorzuweisen. Abs. 1 –
4; Abs. 9 finden keine Anwendung.
(11) Die gewerbliche Tätigkeit auf den Friedhöfen kann unabhängig von einer Zulassungspflicht untersagt werden,
a) wenn der Inhaber in einem schwerwiegenden Fall oder wiederholt eine strafbare Handlung oder eine Zuwiderhandlung
gegen die Bestimmungen der Friedhofssatzung begangen hat
b) wenn persönliches Verhalten des Inhabers die Untersagung im öffentlichen Interesse angezeigt erscheinen lässt
c) wenn Beschäftigte des Betriebes Widerrufsgründe im Sinne der Buchstaben a) und b) verwirklichen und sich der Betriebsinhaber
weigert, den Beschäftigten von einer weiteren Tätigkeit auszuschließen.
(1) Die Ruhezeit beträgt für Leichen sowie für Aschen 15 Jahre, für Leichen von Kindern bis zum vollendeten 6. Lebensjahr
jedoch 6 Jahre.
Für den Memoriamgarten (§ 17) gelten Ruhezeiten von 10 Jahren für Leichen und Aschen bzw. von 4 Jahren für Leichen
von Kindern bis zum vollendeten 6. Lebensjahr.
(2) Die Ruhezeit beginnt am Tag der Bestattung. Die Stadt kann Ruhezeiten bei Vorliegen zwingender Gründe für bestimmte
Friedhöfe oder Friedhofsteile verlängern oder verkürzen.
(3) Vor Ablauf der Ruhezeit darf eine Grabstätte nicht aufgelassen oder wieder belegt werden, soweit diese Satzung nicht
Ausnahmen zulässt.
Vorbehaltene Arbeiten
Die folgenden Arbeiten in den Friedhöfen dürfen nur vom Friedhofspersonal ausgeführt werden:
a) das Aufbahren der Leiche, das Schließen und spätere Befördern des Sarges
b) die Feuerbestattung und das Beisetzen von Leichen und Aschen
c) das Aufheben und Zufüllen der Grabstätte
d) erstmaliges Herrichten der Grabstätte (Aufschüttung des Grabhügels, Bereiten der Raseneinfassung), sofern dies nicht
durch einen zugelassenen Gärtnereibetrieb geschieht und der Friedhofsverwaltung vorher angezeigt wird
e) das Ausgraben und Umbetten von Leichen sowie von Leichen- und Aschenresten
f) das Ausbrechen alter Fundamente und die Erstellung neuer Fundamente.
(2) Umbettungen sind genehmigungspflichtig und erfolgen nur auf Antrag und bei Vorliegen eines wichtigen Grundes. Antragsberechtigt
ist bei Umbettungen
a) aus Familiengräbern oder Familienaschenstätten der Grabrechtsinhaber
b) aus Reihengräbern oder Reihenaschenstätten jeder Angehörige des Verstorbenen.
(3) Die Kosten der Umbettung trägt der Antragsteller. Dieser hat auch Ersatz für die Schäden zu leisten, die an benachbarten
Grabstätten und Anlagen durch eine Umbettung zwangsläufig entstehen.
(5) Leichen und Aschen zu anderen als zu Umbettungszwecken auszugraben, bedarf einer behördlichen oder richterlichen
(1) Die Grabstätten bleiben Eigentum der Stadt Augsburg. An ihnen können Rechte nur nach Maßgabe dieser Satzung erworben
c) Reihenaschenstätten (Reihenurnenplätze)
d) Familienaschenstätten (Urnenplätze)
e) Aschenstätten (Urnenplätze) in Gemeinschaftsanlagen
f) Aschenstätten unter Bäumen
g) Ruhegemeinschaftsanlagen (Urnengemeinschaftsgräber)
h) Memoriam Garten (gärtnerisch angelegte Grabanlagen für Urnen- und Erdbeisetzungen)
i) Ehrengräber
(3) Für Art und Größe sowie für die Anordnung der Grabstätten innerhalb der Grabfelder sind die von der Stadt getroffenen
Festsetzungen in den Belegungsplänen und in jedem Einzelfall verbindlich.
(4) Es besteht kein Anspruch auf Vergabe, Verlängerung oder Wiedererwerb von Nutzungsrechten an einer der Lage nach
bestimmten Grabstätte oder auf die Unveränderlichkeit der Umgebung.
(1) Reihengrabstätten für Erdbestattungen werden der Reihe nach belegt und erst im Todesfalle für die Dauer der Ruhezeit
abgegeben. Hier werden keine Grabrechte gewährt.
(2) Es werden eingerichtet
a) Reihengrabfelder für Verstorbene bis zum vollendeten 6. Lebensjahr
b) Reihengrabfelder für Verstorbene ab dem vollendeten 6. Lebensjahr.
Ausnahmen können bei gleichzeitig verstorbenen Familienangehörigen zugelassen werden.
(3) In jedem Reihengrab darf nur eine Leiche beigesetzt werden. Ausnahmen können bei gleichzeitig verstorbenen Familienangehörigen
zugelassen werden. Ein Reihengrab kann nicht in ein Familiengrab umgewandelt werden.
(4) Reihengräber bilden oberirdisch durchgehende Rasenflächen. Das Herrichten und das Instandhalten sind ausschließlich
der Stadt vorbehalten. Absatz 5 Satz 2 bleibt unberührt.
(5) Es sind nur von der Stadt gelieferte und von ihr gesetzte Denkzeichen zugelassen. Vor den Denkzeichen ist den Angehö-
rigen die Anlage von Pflanzbereichen in der Breite des Denkzeichens und einer Länge von 60 cm erlaubt.
§ 19 Abs .1 und § 20 Abs. 4 -6 gelten entsprechend.
(6) Nach Ablauf der Ruhezeit wird ein Hinweis auf die damit verbundene Pflicht zur Abräumung von Denkzeichen und ggf.
des Pflanzbereiches im Amtsblatt der Stadt bekannt gemacht. Drei Monate nach dieser Bekanntmachung erfolgen Abräumung
und entschädigungsfreie Verwertung durch die Stadt.
(1) Familiengräber sind Grabstätten zur Erdbestattung und Aschenbeisetzung, an denen auf Antrag ein Nutzungsrecht für
eine bestimmte Dauer (Nutzungszeit) verliehen und deren Art, Lage und Größe im Benehmen mit dem Erwerber bestimmt
wird, soweit die tatsächliche Friedhofsbelegung dies zulässt. Erwerb, Verlängerung und Wiedererwerb des Nutzungsrechts
sind nur für das gesamte Familiengrab möglich. Die Stadt kann Erwerb, Verlängerung und Wiedererwerb von Nutzungsrechten
ablehnen, insbesondere wenn die Schließung (§ 3) beabsichtigt ist. Das Nutzungsrecht steht nur einer Person
(2) Das Nutzungsrecht wird für die Dauer von mindestens 10 Jahren und längstens auf die Dauer von 25 Jahren erworben.
Eine Verlängerung ist möglich. Nach einer Bestattung ist es mindestens für die Dauer der Ruhezeit zu verlängern.
Das Nutzungsrecht entsteht jeweils erst nach Aushändigung der Graburkunde und Zahlung der fälligen Gebühr.
Die Übertragung des Nutzungsrechts an Dritte ist mit Zustimmung der Stadt zulässig.
(3) Eine Beisetzung darf nur stattfinden, wenn die Ruhezeit die Dauer des Nutzungsrechts nicht übersteigt. Dies gilt auch für
Umbettungen.
(4) Der Erwerber des Nutzungsrechts soll schon bei der Verleihung des Nutzungsrechts für den Fall seines Ablebens aus
dem im Satz 2 genannten Personenkreis einen Nachfolger im Nutzungsrecht bestimmen und ihm das Nutzungsrecht
durch einen Vertrag übertragen, der erst im Zeitpunkt des Todes des Übertragenden wirksam wird. Wird bis zum Ableben
des Nutzungsberechtigten keine derartige Regelung bzw. keine letztwillige Verfügung (Testament) getroffen, geht das
Nutzungsrecht in nachstehender Reihenfolge auf die Angehörigen des verstorbenen Nutzungsberechtigten mit deren Zustimmung
a) auf den überlebenden Ehegatten, und zwar auch dann, wenn Kinder aus einer früheren Ehe vorhanden sind
b) auf leibliche sowie Adoptivkinder
d) auf die Enkel in der Reihenfolge der Berechtigung ihrer Väter und Mütter
h) auf die nicht unter a) bis g) fallenden Erben
i) auf Verlobte
j) auf den Lebenspartner.
Steht das Nutzungsrecht danach mehreren Personen gleichberechtigt zu, sollen diese sich einigen, wer von ihnen zur
Ausübung des Nutzungsrechts im eigenen Namen berechtigt sein soll. Können sie keine Einigung erzielen, geht das Nutzungsrecht
innerhalb der einzelnen Gruppen b) bis d) und f) bis h) mit dessen Zustimmung auf den jeweils Ältesten über.
(5) Jeder Rechtsnachfolger hat das Nutzungsrecht unverzüglich nach Erwerb auf sich umschreiben zu lassen.
Die Bestimmungen des Abs. 4 gelten hier entsprechend.
(6) Mit dem Erwerb des Nutzungsrechts erkennt der Nutzungsberechtigte die Bestimmungen der Friedhofssatzung an.
Er hat im Rahmen der Friedhofssatzung und der dazu ergangenen Regelungen das Recht, sich selbst und Dritte im Familiengrab
bestatten zu lassen.
(7) Aus dem Nutzungsrecht ergibt sich die Pflicht zur Herrichtung und zur Pflege der Grabstätte (§ 19). Es besteht keine
Pflicht zur Errichtung eines Grabmales.
(8) Auf das Nutzungsrecht an unbelegten Grabstätten kann jederzeit, an teilbelegten Grabstätten erst nach Ablauf der letzten
Ruhezeit verzichtet werden. Ein Verzicht ist nur für die gesamte Grabstätte möglich.
(9) Das Nutzungsrecht kann durch die Stadt entzogen werden, wenn die Grabstätte nicht den Vorschriften entsprechend
angelegt oder in der Unterhaltung gröblich vernachlässigt wird bzw. wenn auf das Grab entfallende Kosten nicht bezahlt
werden, soweit andere behördliche Maßnahmen keinen Erfolg hatten.
(10) Auf den Ablauf des Nutzungsrechts wird der jeweilige Nutzungsberechtigte schriftlich – falls er nicht bekannt oder nicht
ohne weiteres zu ermitteln ist, durch eine öffentliche Bekanntmachung im Amtsblatt und durch einen Hinweis auf der
Grabstätte – hingewiesen. Der Nutzungsberechtigte ist verpflichtet, die Grabstätte bis spätestens sechs Monate nach Erlöschen
des Grabrechts abzuräumen. Kommt er dieser Pflicht nicht nach, kann die Stadt dies auf seine Kosten veranlassen
und über die entfernten Gegenstände entschädigungslos verfügen.
(11) Nach Erlöschen des Grabrechts und nach Ablauf der Ruhezeiten kann die Stadt über die Grabstätte anderweitig verfü-
Maße und Belegung von Familiengräbern
(1) Familiengräber werden als einfache oder mehrfache Grabstätten angelegt.
(2) Ein einfaches Familiengrab hat als oberirdisch anzulegende Fläche eine Länge von 2,00 m und eine Breite von 0,80 m.
Ein zweifaches Familiengrab hat als oberirdisch angelegte Fläche eine Länge von 2,00 m und eine Breite von 2,00 m.
Mehrfachgräber haben die entsprechenden mehrfachen Breitenmaße. Bezugslinie für das Längenmaß ist die Hinterkante
des Grabdenkmals. Abweichungen von diesen Maßen werden von der Stadt Augsburg in begründeten Fällen festgesetzt,
insbesondere bei Gräbern in Sonderlagen und aus gestalterischen Gründen.
(3) Die Zahl der zulässigen Erdbestattungen richtet sich nach Größe und Tiefe des Grabes. In einem einfachen Familiengrab
können regelmäßig bis zu zwei Bestattungen unabhängig von der Ruhezeit erfolgen sowie zusätzlich bis zu vier Aschen
beigesetzt werden. Weitere Erdbestattungen sind jeweils nach Ablauf der Ruhezeit zugelassen. Für Mehrfachgräber gilt
dies entsprechend.
Aschenstätten
a) Reihenaschenstätten
b) Familienaschenstätten
c) Aschenstätten in Mauernischen und in anonymen Gemeinschaftsanlagen
d) Aschenstätten unter Bäumen (§15)
e) Ruhegemeinschaftsanlagen (§16)
f) Memoriam Garten (§17)
g) Familiengräbern
h) Ehrengrabstätten
(2) Reihenaschenstätten werden der Reihe nach belegt und erst im Todesfalle für die Dauer der Ruhezeit zur Beisetzung
einer Asche abgegeben.
(3) Familienaschenstätten sind Aschengrabstätten, bei denen auf Antrag ein Nutzungsrecht für die Dauer von mindestens
10 Jahren (Nutzungszeit) verliehen und deren Art, Lage und Größe im Benehmen mit dem Erwerber bestimmt wird,
soweit die tatsächliche Friedhofsbelegung dies zulässt. In einer Familienaschenstätte können unabhängig von der Ruhezeit
bis zu 4 Aschen beigesetzt werden. Weitere Aschenbeisetzungen sind jeweils nach Ablauf der Ruhezeit zugelassen.
(4) Wird das Grabrecht an einer Familienaschenstätte nach Ablauf des Nutzungsrechts nicht wiedererworben oder verlängert,
so ist die Stadt nach Ablauf der längstdauernden Ruhezeit berechtigt, die Urnen zu entfernen und auf einer anonymen
Gemeinschaftsanlage beizusetzen.
(5) In anonymen Gemeinschaftsanlagen werden Urnen der Reihe nach beigesetzt. Diese Grabstätten werden nicht gekennzeichnet.
Sie werden vergeben, wenn dies dem Willen des Verstorbenen entspricht oder auf Verlangen der bestattungspflichtigen
(6) Soweit sich aus der Satzung nichts anderes ergibt, gelten die Vorschriften für Reihen- und Familiengräber entsprechend.
(7) Familienaschenstätten in Grabfeldern haben eine oberirdisch anzulegende Fläche mit einer Länge von 1 m und eine
Breite von 0,80 m.
(8) Die Beisetzung der Urne erfolgt in einer Tiefe von mindestens 0,60 m.
Aschenstätten unter Bäumen
(1) Aschenstätten unter Bäumen können in Form von Gemeinschaftsbestattungsplätzen (Gemeinschaftsbäumen) oder
Bestattungsplätzen für Familien (Familienbaum) belegt werden.
(2) An jedem Baum des Aschenstättenfeldes sind fünf Urnenbaumgrabstätten, in Form von Bodenhülsen kreisförmig um
den Baum, eingerichtet. In jeder Urnenbaumgrabstätte können zwei Urnen übereinander beigesetzt werden. Die Reservierung
einer Urnengrabstätte für einen hinterbliebenen Ehegatten ist zulässig.
(3) Für die Beisetzung sind nur biologisch abbaubare Urnen zugelassen. Umbettungen der Urnen sind deshalb ausgeschlossen.
(4) Eine individuelle Grabpflege wie auch die Anbringung von Grabschmuck oder Aufstellung von Grablichtern ist nicht
(5) Grabdenkmale jeglicher Art sind ausgeschlossen. Auf der 25 x 25 cm großen Abdeckplatte der Bodenhülsen ist die
Anbringung der Namen der Verstorbenen sowie von religiösen Symbolen zulässig.
(6) Die Bäume im Bereich der Aschenstätten sind soweit möglich zu erhalten. Bei Verlust eines Baumes oder notwendiger
Entfernung des Baumes wegen Krankheit oder Schäden ist eine möglichst gleichwertige Ersatzpflanzung vorzunehmen.
(7) Im Übrigen gelten die Vorschriften über Aschenstätten gemäß § 14 entsprechend.
Ruhegemeinschaftsanlagen
(1) Ruhegemeinschaftsanlagen sind Urnengemeinschaftsgräber, die nur als Gesamtpaket mit einem Grabmal und einer
Grabpflege erworben werden können.
(2) Sie werden erst im Todesfalle für die Dauer der Ruhezeit zur Beisetzung einer Asche abgegeben.
(1) Memoriam Garten ist der Begriff für gärtnergepflegte Grabfelder, in denen sowohl Urnen- und Erdbeisetzungen stattfinden
(2) Die Gräber können nur als Gesamtpaket mit einem Grabmal und einer Grabpflege erworben werden.
(3) Sie werden erst im Todesfall für die Dauer der Ruhezeit zur Beisetzung abgegeben.
(1) Die Zuerkennung, die Anlage und die Unterhaltung von Ehrengräbern (einzeln oder in geschlossenen Feldern) obliegt
ausschließlich der Stadt. Das Nähere regelt eine Geschäftsanweisung.
(2) Gräber nach dem Gräbergesetz vom 29.01.1993 obliegen der Obhut der Stadt. Die einzelnen Gräberfelder sind einheitlich
zu gestalten. Das Niederlegen von Gebinden ist gestattet.
GESTALTUNG DER FAMILIENGRÄBER UND FAMILIENASCHENSTÄTTEN
(1) Jede Grabstätte ist – unbeschadet der besonderen Anforderungen der §§ 20 bis 22 – so zu gestalten und an die Umgebung
anzupassen, dass die Würde des Friedhofs in seinen einzelnen Teilen und in seiner Gesamtanlage gewahrt ist.
(2) Der Nutzungsberechtigte hat benachbarte Bäume im Umfeld seiner Grabstätte zu dulden.
Verpflichtung zur Herrichtung und Pflege der Grabstätten
(1) Grabstätten müssen binnen sechs Monaten nach dem Erwerb des Nutzungsrechts bzw. nach einer Beisetzung gärtnerisch
angelegt sein und während der Dauer des Nutzungsrechts in gutem Pflegezustand gehalten sowie dauernd verkehrssicher
unterhalten werden. Dabei sind die in § 13 Abs. 2 und § 14 Abs. 7 festgelegten Maße einzuhalten.
(2) Grabhügel dürfen nicht höher als 20 cm sein; Grabeinfassungen durch Pflanzen sind so zu pflegen, dass eine Höhe von
40 cm nicht überschritten wird. Sonstige Bepflanzungen sollen die Höhe von 2 m nicht überschreiten.
(3) Nicht zugelassen ist
a) Grabstätten mit Sand, Kies oder ähnlichem zu bestreuen sowie mit künstlichem Rasen oder ähnlichen Belägen auszulegen.
Ausnahmen können im Einzelfall zugelassen werden, wenn es im näheren Umfeld der Grabstätte Bezugsfälle
gibt, die Grabstätte nicht mehr als zu einem Drittel bedeckt werden soll und ein gärtnerischer Gestaltungsplan vorliegt.
b) Kunststoffe und andere nicht verrottbare Werkstoffe in Kränzen, Gebinden oder Gestecken o. ä. für den Grabschmuck
c) das Schmücken von Urnennischen.
(4) Kleinzubehör wie Blumentöpfe, Grablichter, u. ä. aus nicht verrottbarem Material sind aus dem Friedhof wieder zu entfernen
oder in den zur Abfalltrennung bereitgestellten Behältern zu entsorgen.
(5) Die Friedhofsverwaltung kann nicht zugelassene Ausstattungsgegenstände (Abs. 4 und 5) und unansehnlich gewordenen
Grabschmuck nach vorheriger erfolgloser Aufforderung an den Verfügungsberechtigten entfernen und entschädigungslos
(6) Wird eine Grabstätte nicht ordnungsgemäß angelegt, hergerichtet oder gepflegt, hat der Verfügungsberechtigte auf
schriftliche Aufforderung der Stadt die Grabstätte innerhalb einer im Einzelfall festzusetzenden, angemessenen Frist in
Ordnung zu bringen. Ist der Verfügungsberechtigte nicht bekannt oder nicht ohne weiteres zu ermitteln, genügt eine öffentliche
Bekanntmachung im Amtsblatt und ein vierwöchiger Hinweis auf der Grabstätte.
GRABMALE AUF FAMILIENGRÄBERN UND FAMILIENASCHENSTÄTTEN
(1) Für Grabmale dürfen vorbehaltlich anderweitiger Regelungen in den nachfolgenden Vorschriften nur Natursteine sowie
Holz und geschmiedetes oder gegossenes Metall sowie – soweit künstlerisch gestaltet – Beton, Glas und Email verwendet
werden; nicht zugelassen sind Mauerwerk, Kunststoffe, Aluminium oder Imitationen.
(2) Grabeinfassungen sind aus lebenden Pflanzen oder aus Naturstein herzustellen. Gold, Silber und Farben sind nur bei
Inschriften und Ornamenten zulässig.
(1) Die Grabmale unterliegen in ihrer Gestaltung, Bearbeitung und Anpassung an die Umgebung lediglich den allgemeinen
Anforderungen (§ 19 Abs. 1, § 21).
(2) Die Höchst- und Mindestmaße sind in den nachfolgenden Absätzen dieses Paragraphen geregelt. Grabmale aus Naturstein
werden jedoch bis zu einer Stärke von 15,5 cm zugelassen, wenn es sich nachweislich um nachbearbeitete Gebrauchtsteine
handelt. Bei Grabmalen aus Naturstein sind Sockel bis zur Höhe von 15 cm zulässig.
(3) Auf Familiengräbern sind stehende Grabmale zulässig bis zu folgenden Ausmaßen:
a) auf Einfachgräbern: bis zu 0,85 m² Ansichtsfläche
b) auf Doppelgräbern: bis zu 1,80 m² Ansichtsfläche
c) die Breite des Grabmals darf jedoch die oberirdisch angelegte Fläche der Grabstätte und die Höhe von 2,00 m nicht
d) auf Gräbern in Sonderlagen oder auf größeren Mehrfachgräbern werden die Maße im Einzelfall festgelegt. Grabmale
aus Naturstein müssen mindestens 18 cm stark sein.
e) Der Unterbau beim Setzen von Steineinfassungen sog. Unterzüge (Beton-Holz-Ziegelstürze) darf in seinen Ausma-
ßen maximal die Grabesbreite zuzüglich die halbe Wegbreite auf beiden Seiten haben.
(4) Auf Familienaschenstätten sind Grabmale bis zu folgenden Größen zulässig:
a) bei stehenden Grabmalen bis zu einer Ansichtsfläche von 0,45 m² bei einer Mindeststärke von 16 cm,
b) bei liegenden Grabmalen bis zu einer Ansichtsfläche von bis zu 0,35 m² bei einer Mindeststärke von 8 cm.
In begründeten Einzelfällen können Grabmale bis zu einer Ansichtsfläche von bis zu 0,80 m² bei einer Mindeststärke
von 8 cm zugelassen werden.
c) die Breite des Grabmals darf die oberirdisch angelegte Fläche nicht überragen,
d) auf Gräbern in Sonderlagen werden die Maße entsprechend dem Umfeld und der Bedeutung im Einzelfall festgelegt.
(5) Grababdeckplatten und Grabplatten sind zugelassen.
(6) Ausnahmen können nach Anhörung der Gutachterkommission (§ 24) zugelassen werden; bei dieser Entscheidung sind
der künstlerische Wert und die Einfügung in die nähere Umgebung zu berücksichtigen.
(1) Die Errichtung, die Entfernung und jede Veränderung von Grabmalen, von Steineinfassungen, von sonstigen baulichen
Anlagen, sowie die gärtnerische Gestaltung nach § 20 Abs.3 Buchstabe a bedarf der vorherigen Zustimmung der Stadt.
Diese hört vor einer Entscheidung die Gutachterkommission (§ 24). Die Anträge sind durch die Nutzungsberechtigten
über einen der auf den städtischen Friedhöfen zugelassenen Betrieb zu stellen.
(2) Den Anträgen sind dreifach beizufügen
a) der Entwurf mit Vorderansicht und Grundriss oder Seitenansicht im Maßstab 1 : 10, mit Angabe der Bemaßung des
Materials, der Bearbeitung und der Form des Grabmals sowie mit der Anordnung der Schrift, der Ornamente und
Symbole. Ausführungszeichnungen sind einzureichen, soweit es zum Verständnis erforderlich ist,
b) Angaben zur Fundamentierung des Grabmals,
c) Zeichnungen der Schrift, der Ornamente und der Symbole im Maßstab 1 : 1 unter Angabe des Materials, seiner Bearbeitung,
des Inhalts, der Form und der Anordnung, soweit es zum Verständnis erforderlich ist,
d) Angaben über das Material der Einfassung sowie deren Gestaltung und Abmessung. In besonderen Fällen kann die
Vorlage eines Modells im Maßstab 1 : 5 oder das Aufstellen eines Modells in natürlicher Größe auf der Grabstätte verlangt
werden, ebenso Proben des Materials und der vorgesehenen Bearbeitung.
(3) Auf jedem Grabmal ist auf der linken Seitenfläche, vom Betrachter aus gesehen, etwa in Höhe des oberen Drittels die
Nummer des Grabes gut lesbar einzugravieren. Bei Familienaschenstätten und Urnen-Mauernischen erfolgt die Gravur
auf der linken unteren Hälfte der Ansichtsfläche des Denkmals bzw. des Verschlussdeckels der Urnen-Mauernische.
(4) Die nicht zustimmungspflichtigen provisorischen Grabmale sind nur als naturlasierte Holztafeln oder -kreuze zulässig und
dürfen nicht länger als ein Jahr nach der Beisetzung verwendet werden.
(5) Wer ein Grabmal aufstellt oder verändert, muss den zugestimmten Grabmalplan mit sich führen und auf Verlangen dem
Aufsichtspersonal vorzeigen.
(6) Werden Grabmale, Steineinfassungen oder sonstige bauliche Anlagen im Widerspruch zu den Vorschriften dieser Satzung
errichtet oder geändert, so kann die Stadt die teilweise oder vollständige Beseitigung anordnen, wenn nicht auf andere
Weise rechtmäßige Zustände wiederhergestellt werden können.
(7) Die Zustimmung erlischt, wenn das Grabmal, die Steineinfassung oder die sonstige bauliche Anlage nicht binnen eines
Jahres nach der Zustimmung errichtet worden ist.
Die Gutachterkommission (§ 22 Abs. 6, § 23) besteht aus
a) dem Leiter des Fachbereichs Friedhofswesen bzw. dessen Stellvertreter,
b) dem Obermeister der Steinmetz- und Steinbildhauerinnung Nordschwaben,
c) einem weiteren Mitglied dieser Innung,
d) einem Mitglied des Berufsverbandes Bildender Künstler.
e) dem Obermeister der Gartenbaugruppe Augsburg,
f) dem/der Pfleger/in des Friedhofswesens.
Die Gutachter prüfen die eingereichten Grabmalentwürfe und entscheiden nach den Vorgaben der Satzung.
Ihre Entscheidungen sind als Empfehlungen zu verstehen.
Standsicherheit, Unterhalt, Lagern und Wiederverwendung
(1) Die Grabmale sind ihrer Größe entsprechend nach den allgemein anerkannten Regeln des Handwerks („Richtlinien für
das Fundamentieren und Versetzen von Grabdenkmälern“ des Bundesinnungsverbandes des Deutschen Steinmetz-,
Stein- und Holzbildhauerhandwerks in der jeweils geltenden Fassung) so zu befestigen, dass sie dauerhaft standsicher
sind und auch beim Öffnen benachbarter Gräber nicht umstürzen können. Satz 1 gilt für sonstige bauliche Anlagen entsprechend.
(2) Die Grabmale und die sonstigen baulichen Anlagen sind dauernd in verkehrssicherem Zustand zu erhalten. Verantwortlich
dafür ist bei Familiengräbern und Familienaschenstätten der jeweilige Nutzungsberechtigte.
(3) Ist die Standsicherheit von Grabmalen, sonstigen baulichen Anlagen oder Teilen davon gefährdet, ist der für den Unterhalt
verantwortliche Nutzungsberechtigte verpflichtet, unverzüglich Abhilfe zu schaffen. Bei Gefahr im Verzuge kann die
Stadt auf Kosten des Unterhaltsverpflichteten Sicherungsmaßnahmen (z. B. Umlegen von Grabmalen, Absperrungen)
treffen. Wird der ordnungswidrige Zustand trotz schriftlicher Aufforderung der Stadt nicht innerhalb einer jeweils festzusetzenden
Frist beseitigt, ist die Stadt berechtigt, dies auf Kosten des Unterhaltsverpflichteten zu tun oder das Grabmal, die
sonstige bauliche Anlage oder Teile davon zu entfernen. Die Stadt ist nicht verpflichtet, diese Sachen aufzubewahren. Ist
der Unterhaltsverpflichtete nicht bekannt oder nicht ohne weiteres zu ermitteln, genügt eine öffentliche Bekanntmachung
im Amtsblatt und ein vierwöchiger Hinweis auf der Grabstätte. Der Unterhaltsverpflichtete ist für jeden Schaden haftbar,
der durch Umstürzen von Grabmalen oder sonstiger baulicher Anlagen oder durch Abstürzen von Teilen davon verursacht
(4) Vor der Öffnung eines Grabes sind vorhandene Grabmale und Einfassungen – ggf. auch von Nachbargräbern, soweit dies
aus Gründen der Arbeitssicherheit erforderlich ist, – auf Kosten des Bestellers der Bestattung zu entfernen. § 6 Abs. 7 gilt
(5) Die Wiederverwendung abgeräumter Grabmale ist nur zulässig, wenn diese den geltenden Vorschriften entsprechen; sie
bedarf einer erneuten Genehmigung nach § 23.
Grabmale, die künstlerisch oder geschichtlich von besonderem Wert sind oder die als erhaltungswürdige Wahrzeichen aus der
Vergangenheit des Friedhofs zu gelten haben, unterstehen dem besonderen Schutz der Stadt. Sie dürfen ohne Erlaubnis der
Stadt nicht entfernt oder abgeändert werden. Über die Einstufung als Denkmal entscheidet im Zweifelsfalle die Untere Denkmalschutzbehörde.
LEICHEN- UND AUSSEGNUNGSHALLEN, TRAUERFEIERN
Benutzung der Leichen- und Aussegnungshallen
(1) Trauerfeierlichkeiten in den Aussegnungshallen dürfen die von der Stadt festgelegte Höchstdauer nicht überschreiten.
Ausnahmen sind rechtzeitig bei der Verwaltung des jeweiligen Friedhofs zu beantragen. Trauerfeierlichkeiten am offenen
Sarg sind ausgeschlossen.
(2) Jede Musik und jede Gesangsdarbietung auf den Friedhöfen sowie die Benutzung der städtischen Musikinstrumente und
–anlagen in den Feierräumen bedarf der vorherigen Zustimmung der Stadt.
(1) Die beim In-Kraft-Treten dieser Satzung bestehenden Ruhezeiten und die Dauer von bestehenden Grabrechten richten
sich bis zu deren Ablauf nach den bisher geltenden Vorschriften.
Zur Vermeidung unbilliger Härten oder im überwiegenden öffentlichen Interesse können Ausnahmen von dieser Satzung zugelassen
Die Stadt haftet nicht für Schäden, die durch eine nicht satzungsgemäße Benutzung der Friedhöfe, ihrer Anlagen und Einrichtungen
durch dritte Personen oder Tiere entstehen. Ferner ist die Haftung bei Diebstahl und Grabschändung ausgeschlossen.
Die Stadt erhebt für die Benutzung der Friedhöfe und ihrer Einrichtungen Gebühren nach Maßgabe einer besonderen Gebührensatzung.
Mit Geldbuße kann gemäß Art. 24 Abs. 2 Satz 2 der Gemeindeordnung belegt werden, wer vorsätzlich
1. sich als Besucher entgegen § 5 Abs. 1 nicht der Würde des Friedhofs entsprechend verhält, andere gefährdet, schädigt
oder mehr als nach den Umständen unvermeidbar behindert oder belästigt oder die Anordnungen des Friedhofspersonals
2. entgegen § 5 Abs. 2
a) Tiere (außer Blindenhunde) mitführt,
b) die Wege mit Fahrzeugen aller Art oder Sportgeräten unerlaubt befährt,
c) Abraum oder Abfälle außerhalb der dafür bestimmten Stellen ablagert oder von außerhalb in den Friedhof verbringt,
d) den Friedhof und seine Einrichtungen und Anlagen verunreinigt oder beschädigt, Einfriedungen und Hecken übersteigt
und Rasenflächen (soweit sie nicht als Wege dienen), Grabstätten und Grabeinfassungen betritt,
e) an Sonn- und Feiertagen oder in der Nähe einer Bestattung Arbeiten ausführt,
f) Waren aller Art und gewerbliche Leistungen anbietet, Sammlungen durchführt, Druckschriften verteilt oder Werbung
jeder Art treibt.
g) private Sitzgelegenheiten aufstellt,
h) lärmt, isst und trinkt, lagert,
i) Film-, Ton-, Video und Fotoaufnahmen erstellt und verwertet, außer zu privaten Zwecken.
3. entgegen § 5 Abs. 4 Totengedenkfeiern oder andere nicht mit einer Bestattung zusammenhängenden Veranstaltungen
ohne Genehmigung durchführt,
4. entgegen § 6 Abs. 1 Arbeiten gegen Entgelt ohne vorherige Zulassung vornimmt,
5. entgegen § 6 Abs. 3 den Zulassungsbescheid nicht vorzeigt,
6. entgegen § 8 Buchstaben c bis f solche dem Friedhofspersonal vorbehaltenen Arbeiten ausführt,
7. entgegen § 11 Abs. 5 Denkzeichen aufstellt,
8. entgegen § 20 Abs. 1 eine Grabstätte nicht binnen 6 Monaten nach dem Erwerb des Nutzungsrechts bzw. nach einer
Beisetzung gärtnerisch anlegt oder anlegen lässt, sie während der Dauer des Nutzungsrechts nicht im guten Pflegezustand
oder dauernd verkehrssicher hält oder die in § 13 Abs. 2 und § 14 Abs. 7 festgelegten Maße nicht einhält,
9. wer entgegen § 20 Abs. 3 Buchstabe a Grabstätten mit unzulässigem Material bestreut oder mit künstlichem Rasen oder
ähnlichen Belägen auslegt oder keine Ausnahmegenehmigung vorweisen kann, Kunststoffe oder andere nicht verrottbare
Werkstoffe verwendet oder Urnennischen schmückt,
10. entgegen § 23 Abs. 1 Grabmale, Steineinfassungen oder sonstige bauliche Anlagen ohne vorherige Zustimmung errichtet
oder verändert,
11. entgegen § 23 Abs. 3 am Grabmal nicht die Nummer des Grabes anbringt,
12. entgegen § 25 Abs. 2 ein Grabmal oder sonstige bauliche Anlagen nicht in verkehrssicherem Zustand erhält.
13. entgegen § 27 Abs. 2 ohne vorherige Zustimmung der Stadt Musik und Gesangsdarbietungen auf den Friedhöfen abhält,
sowie ohne vorherige Zustimmung der Stadt, städtische Musikinstrumente und –anlagen in den Feierräumen benutzt.
Die Satzung tritt am Tage nach ihrer Veröffentlichung in Kraft. Gleichzeitig tritt die Friedhofssatzung vom 12.07.2000
(ABl. S.137) in der Fassung vom 22.12.2010 (ABl. S. 249) außer Kraft.
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← Die Schriftart Rustikal als zusammenhängender Schriftzug mit zurückgesetzten Verbindungsstegen.	Steinmetz Oberschleißheim, Friedhof, … →

References: § 7
 Art. 23

§ 6

§ 8

§ 11

§ 12

§ 13

§ 14

§ 15

§ 16

§ 17

§ 18

§ 20

§ 21

§ 22

§ 23

§ 24

§ 25

§ 26

§ 27

§ 28

§ 29
 § 5
 § 4

§ 19
 § 20
 § 14
 § 13
 § 14
 § 21
 § 20
 § 23
 § 6
 § 23
 Art. 24
 § 5
 § 5
 § 5
 § 6
 § 6
 § 8
 § 11
 § 20
 § 13
 § 14
 § 20
 § 23
 § 23
 § 25
 § 27