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Timestamp: 2020-02-21 02:50:14+00:00

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§ 180 ZPO: Ersatzzustellung durch Einlegen in den Briefkasten
VG München, Beschluss vom 2.10.2014, Az. 8 S 14.4133 Die Zustellung gilt nach § 180 Satz 2 ZPO mit der Einlegung in den zu den Geschäftsräumen gehörenden Briefkasten selbst dann als bewirkt, wenn das Schriftstück außerhalb der gewöhnlichen Geschäftszeiten in den Briefkasten eingelegt wird (vgl. BVerwG B. v. 02.08.2007 - 2 B 20/07 - juris; BGH B. v. 24.04.2007 - AnwZ (B) 93/06 - juris).
OLG Bamberg, Beschluss vom 3.1.2012, Az. Ss OWi 100/12 Im Falle des § 180 ZPO erfordert er deshalb den Beleg für eine objektive Falschbeurkundung des Zustellers in der Weise, dass die Beweiswirkung der Zustellungsurkunde vollständig entkräftet und jede Möglichkeit der Richtigkeit der in ihr niedergelegten Tatsachen ausgeschlossen ist (u. a. Anschluss an BGH NJW 2006, 150 ff. = DAR 2006, 91 ff. und OLG Frankfurt NStZ-RR 2011, 147 f.).
VGH München, Beschluss vom 1.10.2011, Az. 11 CS 11.2413 Ob der Einwurf in den Briefkasten während der Geschäftszeiten der Kanzlei erfolgt, ist im Rahmen des § 180 ZPO keine Voraussetzung für die Wirksamkeit der Zustellung (BGH vom 24.4.2007, AnwZ (B) 93/06).
BGH, URTEIL vom 4.5.2011, Az. III ZR 342/09 (1) In der Rechtsprechung wird überwiegend vertreten, dass eine Ersatzzustellung nach § 180 Satz 1 ZPO durch Einwurf in einen solchermaßen beschränkt zugänglichen Gemeinschaftsbriefkasten erfolgen kann (OLG Frankfurt am Main, NStZ-RR 2010, 349, 350; LSG Nordrhein-Westfalen, Urteil vom 9. Februar 2006 - L 7 VU 28/05, juris Rn. 17; VG München, Beschluss vom 8. Mai 2008 - M 6b S 08.1916, juris Rn. 10, 28; weitergehend: LAG Rheinland-Pfalz, Urteil vom 12. Juli 2005 - 5 Sa 164/05, juris Rn. 14 f, das sogar einen für einen größeren Personenkreis zugänglichen Briefkasten für geeignet hält).
BGH, URTEIL vom 4.5.2011, Az. III ZR 342/09 Wortlaut des § 180 Satz 1 ZPO fordert nicht, dass der Briefkasten oder die ähnliche Vorrichtung allein zur Wohnung oder zu den Geschäftsräumen des Empfängers gehört (OLG Frankfurt am Main aaO).
BGH, BESCHLUSS vom 4.9.2009, Az. IX ZB 248/08 15	aa) Zutreffend geht das Beschwerdegericht davon aus, dass die Ersatzzustellung nach § 180 Satz 1 ZPO voraussetzt, dass die Räume von dem Adressaten tatsächlich als Geschäftsraum genutzt werden (BGH, Urt. v. 19. März 1998 -VII ZR 172/97, ZIP 1998, 862, 863; v. 2. Juli 2008 - IV ZB 5/08, ZIP 2008, 1747, 1748; für die vergleichbare Rechtslage bei der Wohnung vgl. etwa BGH, Urt. v. 14. September 2004 - XI ZR 248/03, NJW-RR 2005, 415).
BGH, BESCHLUSS vom 4.9.2007, Az. VII ZB 31/07 Eine Ersatzzustellung durch Einlegen in den Briefkasten gemäß § 180 Satz 1 ZPO setzt voraus, dass der Zustellungsempfänger die Wohnung, in der der Zustellungsversuch unternommen wird, tatsächlich innehat, also dort seinen Lebensmittelpunkt hat (vgl. BGH, Urteil vom 27. Oktober 1987 -VI ZR 268/86, NJW 1988, 713; Urteil vom 14. September 2004 - XI ZR 248/03, NJW-RR 2005, 415).

References: § 180
 BGH 
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