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Timestamp: 2016-10-25 17:34:08+00:00

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4A_369/2014 � � Urteil vom 10. November 2014
Werkvertrag, M�ngel,
Beschwerde gegen das Urteil des Handelsgerichts des Kantons Z�rich vom 8. Mai 2014.
Die B.________ AG (Kl�gerin, Beschwerdegegnerin) ist eine Aktiengesellschaft mit Sitz in U.________. Sie vertreibt und vermarktet Produkte aus dem Bereich der Sicherheitstechnik. Die A.________ AG (Beklagte, Beschwerdef�hrerin) hat ihren Sitz in V.________ und bezweckt die F�hrung einer Unternehmung f�r Hoch-, Tief- und Strassenbau.
Die Kl�gerin beauftragte die Beklagte mit Werkvertrag vom 31. Juli 2008 bzw. 23. September 2008 mit der Ausf�hrung der Baumeisterarbeiten f�r einen Neubau, der nach Fertigstellung als Firmensitz der Kl�gerin dienen sollte. Sp�ter machte die Kl�gerin verschiedene Werkm�ngel geltend, insbesondere, die Bewehrungs�berdeckung (Abstand zwischen der Oberfl�che der Armierung und der Betonoberfl�che) entspreche im Sockelgeschoss nicht den vertraglichen Vorgaben, und weiter, die Qualit�t der Oberfl�chen des Sichtbetons sei ungen�gend. Zudem monierte sie weitere kleinere M�ngel wie Ausbr�che, Risse, Abplatzungen und einen Wassereintritt.
Mit Klage vom 8. Mai 2012 bzw. ge�nderten Begehren gem�ss Replik beantragte die Kl�gerin dem Handelsgericht des Kantons Z�rich:
"1. Die Beklagte sei zu verpflichten, der Kl�gerin die Kosten der Ersatzvornahme mit CHF 556'897.00 zu bevorschussen, zur Finanzierung folgender Arbeiten bzw. Abdeckung folgender Kosten.
- Nachbesserung der ungen�genden Bewehrungs�berdeckung im Sockelgeschoss, gem�ss Sanierungsvorschlag von Dr. C.________ vom 27. September 2011 [...].
Eventualiter sei die Beklagte zu verpflichten, der Kl�gerin den Minderwert der Baute�
zufolge�
der ger�gten M�ngel "ungen�gende Beton�berdeckung Sockelgeschoss" mit CHF 369'380.-- zu verg�ten, zuz�glich Zins zu 5 % seit 4. Mai 2010.
- Nachbesserung der Oberfl�chen Sichtbeton gem�ss dem gest�tzt auf einen gemeinsamen Rundgang vom 5. Juli 2011 erstellten Dokument "Sichtbetonkosmetik und Sichtbetonoberfl�chenbehandlung" [...].
Eventualiter sei die Beklagte zu verpflichten, der Kl�gerin den Minderwert der Baute zufolge der ger�gten M�ngel am Oberfl�chensichtbeton mit CHF 177'156.-- zu verg�ten, zuz�glich Zins zu 5 % seit 4. M�
Nachbesserung�der mit Schreiben vom 2. Dezember 2011 und 15. Dezember 2011 [...] ger�gten M�ngel gem�ss noch zu erarbeitendem Sanierungskonzept.
- Kosten Architekt/Ingenieur f�r Submission, Bauleitung und Abnahme der Nachbesserungsarbeiten.
- Kosten Vorbereitungs- und Wiederherstellungsarbeiten, so insbesondere die Kosten f�r die R�umung und die Wiederinstallation der Arbeitsr�ume im Zuge der Nachbesserung der Oberfl�chen Sichtbeton.
2. Der Kl�gerin sei aufzugeben,
- die Nachbesserung gem�ss Ziff. 1 innert zweier Jahre, gerechnet ab dem Eingang der Vorschusszahlung durch die Beklagte vorzunehmen,
- den Vorschuss ausschliesslich f�r die Finanzierung der Nachbesserung gem�ss Ziff. 1 zu verwenden, und
- innert 30 Tagen nach Ablauf der 2-Jahresfrist gegen�ber der Beklagten �ber die Kosten der Nachbesserung abzurechnen und ihr einen allf�lligen �berschuss zur�ckzuerstatten.
3. Die Beklagte sei zu verpflichten, der Kl�gerin die Expertisekosten des Ingenieurb�ros E.D.________ AG in H�he von CHF 11'000.00 zu verg�ten.
4. Es sei davon Vormerk zu nehmen, dass die Kl�gerin sich weitere Klagen gegen die Beklagte vorbeh�lt, so insbesondere:
a) Klage auf Verg�tung der Kosten der Ersatzvornahme, soweit diese Kosten den von der Beklagten geleisteten Vorschuss �bersteigen.
b) Klage auf Ersatz von Mangelfolgesch�den, so insbesondere im Zusammenhang mit Produktivit�tseinbussen, welche der Kl�gerin durch die Nachbesserung entstehen.
c) Klage im Zusammenhang mit der ungen�genden Bewehrungs�berdeckung von Betonbauteilen im Erdgeschoss und den Obergeschossen.
Klage im Zusammenhang mit den ger�gten M�ngeln 'Ausbauchungen St�tzen' und 'Versetzgenauigkeit Br�stung'
5. Alles unter Kosten- und Entsch�digungsfolge zulasten der Beklagten."
Die Kl�gerin verk�ndete in ihrer Klageschrift drei weiteren in das Bauvorhaben involvierten Unternehmen (der F.________ ag, der G.________ GmbH und der H.________ AG) den Streit. Von der Streitverk�ndung wurde Vormerk genommen. Die Streitberufenen traten nicht in den Prozess ein.
Am 8. Mai 2014 f�llte das Handelsgericht folgendes Urteil:
"1. Die Beklagte wird verpflichtet, der Kl�gerin CHF 309'568.-- zu zahlen als Bevorschussung der Kosten f�r die Behebung der folgenden Werkm�ngel:
a) ungen�gende Bewehrungs�berdeckung im Sockelgeschoss
b) mit Schreiben vom 2. Dezember 2011 ger�gte M�ngel, namentlich:
- Alle Geschosse: Ausbr�che an den Schwellen vor dem Aufzug im Treppenhaus
- 1. OG B�ro: Holzeinlage in Decke
- UG Personaleingang: mangelhaft ausgef�hrte Deckenstirne
Im dar�ber hinausgehenden Umfang wird Ziffer 1 des Rechtsbegehrens abgewiesen.
2. Die Beklagte wird sodann verpflichtet, der Kl�gerin CHF 4'000.-- als Ersatz der Gutachterkosten zu zahlen. Im dar�ber hinausgehenden Betrag wird Ziffer 3 des Rechtsbegehrens abgewiesen.
3. Die Kl�gerin wird verpflichtet, nach Durchf�hrung der M�ngelbehebung �ber die Kosten und den von der Beklagten erhaltenen Kostenvorschuss abzurechnen und einen allf�lligen �berschuss an die Beklagte zur�ckzuerstatten. Sie wird verpflichtet, den gesamten Kostenvorschuss zur�ckzuerstatten, sofern die M�ngelbehebung oder die Abrechnung nicht innert zwei Jahren nach Leistung des Vorschusses durchgef�hrt ist.
"1. Der angefochtene Entscheid sei aufzuheben, soweit die Beschwerdef�hrerin zur Bevorschussung eines Betrags von CHF 304'500.00 f�r die Behebung der ungen�genden Bewehrungs�berdeckung im Sockelgeschoss verpflichtet wird (Dispositiv Ziffer 1 lit. a).
Soweit das Bundesgericht in der Sache selbst entscheidet, sei der von der Beschwerdef�hrerin zu bezahlende Betrag zur Bevorschussung f�r die Behebung der ungen�genden Bewehrungs�berdeckung im Sockelgeschoss auf CHF 102'600.00 festzusetzen.
2. Der angefochtene Entscheid sei aufzuheben, soweit die Beschwerdef�hrerin zur Zahlung eines Betrags von CHF 4'000.00 als Ersatz der Gutachterkosten verpflichtet wird (Dispositiv Ziffer 2 erster Satz).
Soweit das Bundesgericht in der Sache selbst entscheidet, sei der von der Beschwerdef�hrerin zu bezahlende Ersatz f�r Gutachterkosten auf CHF 1'000.-- festzusetzen.
4. Unter Kosten- und Entsch�digungsfolgen (zzgl. MWST) zulasten der Beschwerdegegnerin."
�Die Kl�gerin beantragt, die Beschwerde abzuweisen. Die Vorinstanz verzichtete auf eine Vernehmlassung.
�Die Beschwerdef�hrerin reichte eine Replik ein.
�Mit Pr�sidialverf�gung vom 24. September 2014 wurde das Gesuch der Beschwerdef�hrerin um Erteilung der aufschiebenden Wirkung abgewiesen.
Das angefochtene Urteil des Handelsgerichts ist ein Endentscheid (Art. 90 BGG) einer Vorinstanz im Sinne von Art. 75 Abs. 2 lit. b BGG. Gegen Entscheide der nach Art. 6 ZPO als einzige kantonale Instanzen urteilenden Handelsgerichte ist die Beschwerde an das Bundesgericht gem�ss Art. 74 Abs. 2 lit. b BGG streitwertunabh�ngig gegeben (BGE 139 III 67 E. 1.2). Da auch die �brigen Sachurteilsvoraussetzungen erf�llt sind, ist - unter Vorbehalt einer hinl�nglichen Begr�ndung (Erw�gung 2) - auf die Beschwerde einzutreten.
�Die Verletzung von Grundrechten und von kantonalem und interkantonalem Recht kann das Bundesgericht nur insofern pr�fen, als eine solche R�ge in der Beschwerde pr�zise vorgebracht und begr�ndet worden ist (Art. 106 Abs. 2 BGG; BGE 138 I 171 E. 1.4; 136 I 65 E. 1.3.1; 134 II 244 E. 2.1/2.2; 133 III 439 E. 3.2 S. 444). Macht die beschwerdef�hrende Partei eine Verletzung des Willk�rverbots von Art. 9 BV geltend, gen�gt es nicht, wenn sie einfach behauptet, der angefochtene Entscheid sei willk�rlich. Sie hat vielmehr anhand der Erw�gungen des angefochtenen Urteils im Einzelnen aufzuzeigen, inwiefern dieses offensichtlich unhaltbar ist (BGE 137 V 57 E. 1.3 S. 60; 134 II 349 E. 3 S. 352). Auf rein appellatorische Kritik am angefochtenen Entscheid tritt das Bundesgericht nicht ein (BGE 136 II 489 E. 2.8; 134 V 138 E. 2.1; 133 II 396 E. 3.1 S. 399).
�Die Beschwerdef�hrerin kann demnach nicht geh�rt werden, soweit sie ihre Argumentation auf einen Sachverhalt st�tzt, der von den verbindlichen Feststellungen der Vorinstanz abweicht, ohne im Einzelnen hinreichend begr�ndete Sachverhaltsr�gen zu erheben.
Die Vorinstanz qualifizierte den von den Parteien geschlossenen Vertrag als Werkvertrag, wobei die Regelung gem�ss Art. 363 OR modifiziert worden sei, insbesondere durch �bernahme der SIA-Norm 118. Dies wird von den Parteien nicht beanstandet.
�Bez�glich des ger�gten Zustands der Oberfl�chen des Sichtbetons verneinte die Vorinstanz das Vorliegen eines Werkmangels, ebenso bez�glich der mit Schreiben vom 15. Dezember 2011 monierten Punkte. Insoweit wies sie deshalb die Klage ab, was unangefochten blieb.
�Hingegen bejahte die Vorinstanz bez�glich der Bewehrungs�berdeckung im Sockelgeschoss und der mit Schreiben vom 2. Dezember 2011 ger�gten Zust�nde das Vorliegen von Werkm�ngeln. F�r die Nachbesserung Ersterer mittels Ersatzvornahme sprach die Vorinstanz der Beschwerdegegnerin einen Vorschuss von Fr. 304'500.--, f�r die Nachbesserung Letzterer einen Betrag von Fr. 5'068.--, insgesamt Fr. 309'568.--, zu (Dispositiv-Ziffer 1). Sodann erkannte sie, die im Zusammenhang mit der Feststellung der ungen�genden Bewehrungs�berdeckung angefallenen (Privat-) Gutachterkosten stellten teilweise einen Mangelfolgeschaden dar. Hierf�r sprach sie der Beschwerdegegnerin einen Betrag von Fr. 4'000.-- zu (Dispositiv-Ziffer 2).
�Die Beschwerdef�hrerin ficht die Verpflichtung zur Leistung von Fr. 5'068.-- f�r die Nachbesserung der mit Schreiben vom 2. Dezember 2011 ger�gten Zust�nde nicht an. Betreffend die ungen�gende Bewehrungs�berdeckung stellt sie das Vorliegen eines Werkmangels nicht in Abrede, sondern richtet ihre Beschwerde einzig gegen die H�he des unter diesem Titel zugesprochenen Vorschusses. Insoweit anerkennt sie einen Betrag von Fr. 102'600.--. Bez�glich des Ersatzes der Parteigutachterkosten anerkennt sie einen Betrag von Fr. 1'000.--.
Bez�glich der Kosten f�r die Nachbesserung der ungen�genden Bewehrungs�berdeckung macht die Beschwerdef�hrerin eine Verletzung der Dispositionsmaxime (Art. 58 ZPO) und der Verhandlungsmaxime (Art. 55 ZPO) geltend.
4.1.�Sie ist der Meinung, die Vorinstanz h�tte zur Bemessung der entsprechenden Nachbesserungskosten nicht auf die Offerte der I.________ AG �ber Fr. 315'000.-- abstellen sollen, sondern auf die von der Beschwerdef�hrerin eingeholte Offerte der J.________ AG �ber Fr. 102'600.--.
�Die Vorinstanz ber�cksichtigte die Offerten der J.________ AG nicht, weil sie sich auf die Verbesserung des Brand- und Korrosionsschutzes beschr�nkten. Der Anspruch der Beschwerdegegnerin - so die Vorinstanz - beschr�nke sich indessen "nicht nur auf die Verbesserung des Brand- und Korrosionsschutzes, sondern auf eine Herstellung des vertraglich vereinbarten Zustandes". Die Beschwerdegegnerin habe Anspruch darauf, dass die Nachbesserung zu einem Zustand f�hre, der in allen seinen Eigenschaften der vertraglich vereinbarten Bewehrungs�berdeckung von 30 mm entspreche - nicht mehr und nicht weniger.
�Die Beschwerdef�hrerin behauptet, aus der Klage und Replik der Beschwerdegegnerin werde deutlich, dass auch nach deren Auffassung eine Bewehrungs�berdeckung von 30 mm ein blosses Mittel zum Zweck sei. Die Klage richte sich nicht auf die Erstellung einer Bewehrungs�berdeckung von 30 mm, sondern auf die Verbesserung des Brand- und Korrosionsschutzes und mithin der Dauerhaftigkeit. Indem die Vorinstanz ihr trotzdem die Kosten f�r die Erstellung einer Bewehrungs�berdeckung von 30 mm zugesprochen habe, habe sie Art. 58 ZPO (Dispositionsmaxime) verletzt.
�Die R�ge ist unbegr�ndet. Die Beschwerdegegnerin beantragte mit ihrem Klagebegehren die Bevorschussung der Kosten f�r die Ersatzvornahme von insgesamt Fr. 556'897.--, im Einzelnen unter anderem die Kosten der "Nachbesserung der ungen�genden Bewehrungs�berdeckung im Sockelgeschoss gem�ss Sanierungsvorschlag von Dr. C.________ vom 27. September 2011 (Beilage 25) ". Im erw�hnten Sanierungsvorschlag von Dr. C.________ vom 27. September 2011 wird das Ziel der Sanierung wie folgt umschrieben: "Im Sockelgeschoss ist die �quivalente Beton�berdeckung von cnom = 30 mm gem�ss Ausf�hrungspl�nen zu erreichen. Zus�tzlich m�ssen die Betonteile die Anforderungen f�r den Feuerwiderstand R60 erf�llen." Gem�ss den verbindlichen Feststellungen der Vorinstanz gab der Ingenieur im Bewehrungsplan f�r aussen liegende Bauteile eine Bewehrungs�berdeckung von 30 mm und f�r innen liegende eine solche von 20 mm vor. F�r die hier massgebenden Bauteile war gem�ss Planung des Ingenieurs eine �berdeckung von 30 mm vorgesehen. Nachdem die Beschwerdegegnerin in ihrem Rechtsbegehren ausdr�cklich die Bevorschussung unter anderem der Kosten gem�ss Sanierungsvorschlag von Dr. C.________ vom 27. September 2011 verlangte und in dem im Rechtsbegehren erw�hnten Sanierungsvorschlag eine Beton�berdeckung von 30 mm gem�ss Ausf�hrungspl�nen anvisiert ist, kann von einer Verletzung der Dispositionsmaxime keine Rede sein, wenn die Vorinstanz bei der Bemessung der Kosten f�r die Nachbesserung der ungen�genden Bewehrungs�berdeckung auf die Offerte der I.________ AG abstellte, die von einer Beton�berdeckung von 30 mm ausging, und nicht von den Offerten der J.________ AG, die sich auf die Verbesserung des Brand- und Korrosionsschutzes beschr�nkten.
�Erstmals in der Replik bringt die Beschwerdef�hrerin vor, die Formulierung von Dr. C.________ "�quivalente Beton�berdeckung von cnom = 30 mm" beschr�nke das Ziel der Sanierung auf eine gleichwertige Beton�berdeckung und heisse nicht, dass diese�
�quivalente�Beton�berdeckung eine St�rke von 30 mm aufweisen m�sse. Sonst - so die Beschwerdef�hrerin - w�re es unsinnig gewesen zu verlangen, dass "zus�tzlich" die Anforderungen der Feuerwiderstandsklasse R60 eingehalten sein m�ssten. Diese Vorbringen sind neu und erfolgen in der Replik versp�tet. Sie k�nnen demnach nicht ber�cksichtigt werden (vgl. Erw�gung 2.2). Ohnehin �bergehen sie, dass Dr. C.________ auf die Ausf�hrungspl�ne verweist und gem�ss den Feststellungen der Vorinstanz der Bewehrungsplan f�r aussen liegende Bauteile eine Bewehrungs�berdeckung von 30 mm vorsieht.
�Mit dem zitierten Rechtsbegehren, in dem sie auf den Sanierungsvorschlag von Dr. C.________ vom 27. September 2011 Bezug nimmt, verlangte die Beschwerdegegnerin im Ergebnis die Bevorschussung der Kosten f�r eine Bewehrungs�berdeckung von 30 mm, wie sie gem�ss den Feststellungen der Vorinstanz vertraglich vorgesehen und geschuldet war. Die Vorinstanz sprach der Beschwerdegegnerin demnach nicht mehr oder anderes zu, als diese verlangt hatte. Ein Verstoss gegen Art. 58 ZPO liegt nicht vor.
4.2.�Die Beschwerdef�hrerin behauptet, es sei unbestritten geblieben, dass mit einer Sanierung gem�ss der Offerte der J.________ AG (Beilage 20) der vertragsgem�sse Zustand hergestellt werde. Indem die Vorinstanz dies �bergangen habe, habe sie den Verhandlungsgrundsatz nach Art. 55 ZPO verletzt.
�Die Argumentation der Beschwerdef�hrerin verf�ngt nicht. Zu der mit der Duplik eingereichten Offerte der J.________ AG vom 14. August 2013 f�hrte die Beschwerdef�hrerin gem�ss ihren eigenen Angaben aus, dass jene eine Verbesserung des Brand- und Korrosionsschutzes an Deckenuntersichten (inkl. Unterz�gen), W�nden und St�tzen zu einem Betrag von Fr. 102'600.-- vorsehe. Damit seien beide Einw�nde der Beschwerdegegnerin gegen die J.________ AG ausger�umt. Andere Gr�nde, weshalb die Arbeiten der J.________ AG nicht geeignet sein sollten, den Brand- und Korrosionsschutz zu verbessern, habe die Beschwerdegegnerin nicht vorgebracht. Der Nachbesserung des Brand- und Korrosionsschutzes durch die J.________ AG stehe damit nichts entgegen. Wenn diese Vorbringen der Beschwerdef�hrerin von der Beschwerdegegnerin mangels Stellungnahme zu den Dupliknoven bzw. Durchf�hrung einer Hauptverhandlung nicht bestritten wurden, ist damit nicht unbestritten geblieben, dass mit einer Sanierung gem�ss der Offerte der J.________ AG der vertragsgem�sse Zustand hergestellt werde. Gem�ss den eigenen Vorbringen der Beschwerdef�hrerin sieht die Offerte der J.________ AG wiederum nur eine Verbesserung des Brand- und Korrosionsschutzes vor, nicht aber eine Verst�rkung der Bewehrungs�berdeckung auf 30 mm. Nun hat aber die Vorinstanz festgestellt, dass eine Bewehrungs�berdeckung von 30 mm vertraglich vereinbart worden sei. Die Beschwerdef�hrerin legt nicht dar, dass diese Feststellung offensichtlich unrichtig w�re; sie ist demnach f�r das Bundesgericht verbindlich (siehe Erw�gung 2.3). Wie die Vorinstanz zutreffend erwog, hat die Beschwerdegegnerin Anspruch auf eine Nachbesserung, die zu einem Zustand f�hrt, der in allen seinen Eigenschaften der vertraglich vereinbarten Bewehrungs�berdeckung von 30 mm entspricht. Die Beschwerdef�hrerin behauptete nicht, die Offerte der J.________ AG habe die Erreichung eines solchen Zustandes zum Ziel, womit dieser die Relevanz abgeht. Da es somit nach der zutreffenden Beurteilung der Vorinstanz nicht entscheiderheblich ist, dass die Offerte der J.________ AG vom 14. August 2013 der Verbesserung des Brand- und Korrosionsschutz dient, wie die Beschwerdef�hrerin in der Duplik geltend machte, spielt es auch keine Rolle, dass die Beschwerdegegnerin diese Behauptung nicht bestritten hat. Eine Verletzung der Verhandlungsmaxime scheidet unter diesen Umst�nden aus.
4.3.�Sowohl die R�ge einer Verletzung von Art. 58 ZPO als auch diejenige eines Verstosses gegen Art. 55 ZPO erweist sich als unbegr�ndet. Das angefochtene Urteil ist in diesem Punkt nicht zu beanstanden.
Die Beschwerdef�hrerin macht weiterhin die �berm�ssigkeit der Nachbesserungskosten geltend.
5.1.�Sie f�hrt aus, der Unternehmer habe das Recht, "eine Alternativl�sung anzubieten". Eine Alternativl�sung sei bei der Frage, ob die Kosten der vertragsgem�ssen Verbesserung im Verh�ltnis zum Nutzen des Bestellers �berm�ssig seien, zu ber�cksichtigen. Sie (die Beschwerdef�hrerin) stehe zwar auf dem Standpunkt, dass mit der Offerte der J.________ AG vom 14. August 2013 der vertragsgem�sse Zustand hergestellt werden k�nne. Selbst wenn dem aber nicht so w�re, h�tte dieses Angebot zumindest als Alternativl�sung bei der Beurteilung der �berm�ssigkeit der Nachbesserungskosten ber�cksichtigt werden m�ssen. Massgeblich sei, ob die Kostendifferenz zur Alternativl�sung durch den Mehrnutzen der vertragsgem�ssen Mangelbeseitigung gegen�ber der Alternativl�sung gerechtfertigt sei. Die Vorinstanz h�tte somit nicht pr�fen m�ssen, welchen Nutzen eine Sanierung der Beschwerdegegnerin bringe und ob f�r diesen Nutzen ein Aufwand von Fr. 304'500.-- gerechtfertigt sei, sondern, welcher Mehrnutzen der Beschwerdegegnerin aus der Sanierung gem�ss ihrem eigenen Vorschlag im Verh�ltnis zur Alternativl�sung der Beschwerdef�hrerin erwachse und ob dieser Mehrnutzen den kostenm�ssigen Mehraufwand rechtfertigen k�nne. Da die Vorinstanz diese Pr�fung nicht vorgenommen habe, sei ihre Entscheidbegr�ndung unhaltbar.
�Konkret behauptet die Beschwerdef�hrerin, eine Bewehrungs�berdeckung von 30 mm zeitige keinen Mehrnutzen, wenn der Brand- und Korrosionsschutz gew�hrleistet sei. Eine Sanierung nach dem Vorschlag der Beschwerdegegnerin habe f�r diese demnach keinen Mehrnutzen gegen�ber der Sanierung nach dem Vorschlag der Beschwerdef�hrerin. Die Mehrkosten von Fr. 201'900.--, mithin eine Kostensteigerung um 197 %, sei offensichtlich �berm�ssig, womit der Entscheid der Vorinstanz auch im Ergebnis unhaltbar sei und gegen Art. 9 BV verstosse.
5.2.�Vor der Vorinstanz hatte die Beschwerdef�hrerin im Zusammenhang mit der monierten �berm�ssigkeit der Kosten f�r die Behebung der ungen�genden Bewehrungs�berdeckung geltend gemacht, der Nutzen der von der Beschwerdegegnerin geforderten Nachbesserungsarbeiten k�nne die dadurch entstehenden Kosten nicht rechtfertigen. Ausgehend von einer Gesamtbausumme von Fr. 3'275'000.-- w�rde die Nachbesserung der Bewehrungs�berdeckung �ber 45 % der urspr�nglichen Bausumme kosten, was in keinem Verh�ltnis stehe. Die Beschwerdegegnerin sei daher auf die Minderung zu verweisen. Hingegen geht aus dem angefochtenen Urteil nicht hervor und wird von der Beschwerdef�hrerin auch nicht mit Hinweisen auf entsprechende Aktenstellen dargetan, dass sie vor Handelsgericht geltend gemacht h�tte, der Nutzen aus der Sanierung gem�ss dem Vorschlag der Beschwerdegegnerin w�re bereits vollumf�nglich durch die von der J.________ AG zur Verbesserung des Brand- und Korrosionsschutzes offerierten Arbeiten erf�llt, und die Sanierung gem�ss dem Vorschlag der Beschwerdegegnerin bringe mithin keinen Mehrnutzen, der die preism�ssige Differenz rechtfertigen k�nnte. Mangels entsprechender Behauptungen der Beschwerdef�hrerin kann der Vorinstanz auch nicht vorgeworfen werden, solches bei der Frage der �berm�ssigkeit der Nachbesserungskosten nicht ber�cksichtigt zu haben. Der Willk�rvorwurf geht damit ins Leere.
5.3.�Wohl handelt es sich bei der Frage, ob eine Nachbesserung �berm�ssige Kosten verursacht, um eine Rechtsfrage. Der Beschwerdef�hrerin ist insofern unbenommen, eine neue rechtliche Argumentation vorzutragen (vgl. Art. 106 Abs. 1 BGG). Mit Blick auf die bundesgerichtliche Bindung an den vorinstanzlich festgestellten Sachverhalt kann eine solche neue rechtliche Argumentation allerdings von vornherein nur dann Erfolg haben, wenn sie sich auf den festgestellten Sachverhalt st�tzen l�sst. Daran gebricht es vorliegend. Mangels entsprechender Behauptungen fehlt im angefochtenen Urteil eine dahingehende Feststellung, dass die Sanierung gem�ss der Offerte der I.________ AG keinen Mehrnutzen zur von der J.________ AG offerierten Verbesserung des Brand- und Korrosionsschutzes habe. Die auf einen angeblich fehlenden Mehrwert der Sanierung gem�ss der Offerte der I.________ AG aufgebaute Argumentation der Beschwerdef�hrerin entbehrt demnach der tats�chlichen Grundlage und kann vom Bundesgericht nicht ber�cksichtigt werden.
Sodann bringt die Beschwerdef�hrerin vor, sofern f�r die Bezifferung der Bevorschussung der Kosten f�r die Behebung der ungen�genden Bewehrungs�berdeckung im Sockelgeschoss nicht auf die Offerte der J.________ AG abgestellt werde, m�sse die Offerte der K.________ AG (Klagebeilage 26c) massgebend sein.
6.1.�Die Beschwerdegegnerin holte drei Offerten ein, n�mlich diejenige der I.________ AG �ber Fr. 315'000.--, jene der L.________ AG �ber Fr. 293'387.30 und jene der K.________ AG �ber Fr. 269'747.45. Die Beschwerdef�hrerin steht auf dem Standpunkt, es sei nicht nur unbestritten geblieben, sondern auch offensichtlich, dass die Beschwerdegegnerin die Offerte der I.________ AG nur gew�hlt habe, weil es das teuerste Angebot gewesen sei. Demgegen�ber sei f�r die Wahl nicht die Empfehlung des Parteigutachters massgebend gewesen. Indem die Vorinstanz dennoch in der Empfehlung des Parteigutachters einen hinreichenden Grund f�r die Wahl der I.________ AG erblickt habe, habe sie gegen den Verhandlungsgrundsatz verstossen. Auch habe sie den Sachverhalt offensichtlich unrichtig festgestellt, sei doch offensichtlich, dass dieser Grund nicht f�r die Wahl ausschlaggebend gewesen sei und inzwischen (infolge �bernahme der I.________ AG durch die M.________ AG) ohnehin dahingefallen sei. �berdies sei der Entscheid der Vorinstanz willk�rlich.
6.2.�Dr. C.________ empfahl der Beschwerdegegnerin aufgrund seiner Erfahrungen, zur Umsetzung der Arbeiten die I.________ AG beizuziehen. Darauf wies die Beschwerdegegnerin in der Klage hin und gab an, sie werde dieser sachkundigen Empfehlung folgen. Die Beschwerdef�hrerin zitiert aus ihrer Klageantwort, wo sie unter anderem ausf�hrte, offensichtlich sei die Beschwerdegegnerin darauf bedacht gewesen, das teuerste Angebot zu w�hlen. Sie meint, diese Ausf�hrung sei nicht bestritten worden, weshalb die Vorinstanz darauf h�tte abstellen m�ssen. Zu Unrecht: Die Beschwerdegegnerin entgegnete in der Replik auf jene Unterstellung, es m�sse ihr gestattet sein, einen Fachmann ihres Vertrauens beizuziehen, auch wenn dieser nicht der "billigste" sei. Sie beharrte mithin darauf, dass sie die I.________ AG w�hle, weil sie der fachkundigen Empfehlung ihres Privatgutachters vertraue und ihr folgen wolle. Entgegen der Beschwerdef�hrerin kann angesichts dieser Erwiderung keine Rede davon sein, die Beschwerdegegnerin habe anerkannt, bloss das teuerste Angebot zu w�hlen. Eine Verletzung des Verhandlungsgrundsatzes ist demnach nicht dargetan.
�Auch ist jene Behauptung keineswegs "offensichtlich", wie die Beschwerdef�hrerin meint, aber nicht �berzeugend zu erkl�ren vermag. Der Umstand, dass die I.________ AG sp�ter von der M.________ AG �bernommen wurde, �ndert nichts daran, dass diese Firma der Beschwerdegegnerin von ihrem fachkundigen Privatgutachter aufgrund von dessen Erfahrungen empfohlen worden war und diese Empfehlung ausschlaggebend f�r die Wahl der Offerte dieser Firma sein konnte. Weshalb bei dieser Ausgangslage das Urteil der Vorinstanz, das die Empfehlung von Dr. C.________ als sachlichen Grund f�r die Wahl der Offerte der I.________ AG st�tzte, willk�rlich sein soll, zeigt die Beschwerdef�hrerin nicht hinl�nglich auf. Es ist demnach weder eine offensichtlich falsche Sachverhaltsfeststellung noch Willk�r dargetan. Die beiden R�gen erweisen sich als unbegr�ndet, soweit darauf angesichts der strengen Begr�ndungsanforderungen (vgl. Erw�gung 2.1 und 2.3) �berhaupt eingetreten werden kann.
6.3.�Demnach kann der Beschwerde auch kein Erfolg beschieden sein, soweit damit die Festsetzung des Betrags zur Bevorschussung der Behebung der ungen�genden Bewehrungs�berdeckung auf Fr. 237'872.50 (ausgehend von der Offerte der K.________ AG) verlangt wird.
Ein letzter Punkt betrifft die der Beschwerdegegnerin zugesprochenen Kosten des Privatgutachtens im Umfang von Fr. 4'000.--. Die Beschwerdef�hrerin ist der Ansicht, bei diesen Kosten handle es sich nicht um Schadenersatz sondern um Prozesskosten. Entsprechend sei auf die Verteilung dieser Kosten Art. 68 Abs. 5 BGG anwendbar. Sie beantragt eine Neufestsetzung entsprechend dem vom Bundesgericht ge�nderten Verfahrensausgang.
�Wie es sich mit der Meinung der Beschwerdef�hrerin verh�lt, braucht nicht vertieft zu werden. Da es nach dem vorstehend Ausgef�hrten beim angefochtenen Urteil bleibt, und somit der Verfahrensausgang weder gem�ss Hauptantrag noch Eventualantrag ge�ndert wird, besteht f�r das Bundesgericht auch nach der von der Beschwerdef�hrerin vertretenen Meinung von vornherein kein Anlass, die Gutachterkosten neu zu verlegen.

References: Art. 75
 Art. 6
 Art. 74
 BGE 
 Art. 9
 Art. 363
 Art. 58
 Art. 58
 Art. 55
 Art. 58
 Art. 55
 Art. 9
 Art. 106
 Art. 68