Source: https://www.mein-grundeinkommen.de/news/35KJ62FI7SuyCeqs2oqyEc
Timestamp: 2017-07-22 02:47:40+00:00

Document:
Neue Umfrage: Deutschland will Grundeinkommen! | Debatte | News | Mein Grundeinkommen
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Bedingungsloses Grundeinkommen? Geld vom Staat, einfach weil man lebt? Ohne jede Gegenleistung? Was vor wenigen Jahren noch als wilde Utopie galt, ist jetzt Thema ernsthafter politischer Diskussionen. Wir wollten wissen: Was denken die Menschen in Deutschland tatsächlich darüber? Wer würde dann noch arbeiten gehen? Und wie verändern sich die Zukunftspläne der Menschen?
Um diesen Fragen auf den Grund zu gehen, haben wir beim Meinungsforschungsinstitut YouGov eine Befragung in Auftrag gegeben. An der Online-Umfrage nahmen 2033 Personen teil. Die Ergebnisse sind repräsentativ für die deutsche Bevölkerung ab 18 Jahren und sind –soviel sei bereits verraten – äußerst interessant.
Die Idee kommt in Deutschland gut an
Die Befunde zeigen deutlich: Die Idee des Bedingungslosen Grundeinkommens kommt in Deutschland gut an. 73% der Befragten geben an, die Idee des BGE prinzipiell zu befürworten. Nur 21% lehnen die Idee ab. Dass trotz der allgemeinen Zustimmung noch Diskussionsbedarf besteht, zeigt sich daran, dass 44% der Menschen in Deutschland noch offene Fragen zum Grundeinkommen haben.
Zustimmung über alle parteipolitischen Präferenzen hinweg
Besonders Personen mit niedrigem Einkommen und Bildungsgrad wünschen sich BGE. Alter und Geschlecht der Befragten spielen hingegen keine entscheidende Rolle. Die parteipolitische Präferenz wirkt sich zwar auf den Grad der Zustimmung aus (z.B. bevorzugen Wähler*innen der Partei DIE LINKE ein BGE stärker als Wähler*innen der CDU/CSU). Erstaunlich ist jedoch, dass über alle parteipolitischen Präferenzen hinweg die Zustimmung zum BGE überwiegt.
Vertrauen in die eigene Arbeit, aber nicht in die Arbeit anderer
Mit Blick auf den häufig angebrachten Einwand “Dann geht ja keiner mehr Arbeiten”, kommt die Studie zu interessanten Ergebnissen. Das Vertrauen in die Mitbürger*innen ist gespalten: Die Hälfte der Befragten ist der Meinung, dass die meisten Menschen in einer Grundeinkommens-Gesellschaft nicht mehr arbeiten würden. Im Kontrast dazu gibt eine große Mehrheit der Befragten (82%) an, man selbst wolle mit BGE weiterhin einer Erwerbsarbeit nachgehen. Nur 8% würden mit einem BGE aufhören zu arbeiten. Grundeinkommen fördert Produktivität und Familienleben
Insgesamt wird das BGE als Anstoß zu mehr Produktivität gesehen: So glauben die Befragten, BGE würde ihnen zu mehr Selbstbestimmung verhelfen (26%) sowie mehr Zeit für die Familie beziehungsweise eine Familiengründung (25%) ermöglichen. Außerdem versprechen sich viele von einem BGE beruflichen Antrieb. So gibt ein Teil an, sich im Falle einer Umsetzung eine ähnliche Tätigkeit unter besseren Arbeitsbedingungen zu suchen (20%), in Weiterbildung zu investieren (19%) sowie die berufliche Selbstständigkeit zu wagen (17%). Lediglich 11% würden sich erstmal eine Auszeit nehmen. Wachsende Zustimmung in Politik und Gesellschaft
Mit der gesellschaftlichen Debatte um Grundeinkommen in der Schweiz und in Deutschland fordern zunehmend auch prominente Politiker*innen und führende Ökonom*innen öffentlich die Einführung eines bedingungslosen Grundeinkommens. Neben dem ehemaligen Ministerpräsidenten Thüringens, Dieter Althaus (CDU), Linke-Franktionschefin Katja Kipping und dem Bundestagsabgeordneten Hans-Christian Ströbele (Grüne) sprechen sich unter anderem auch Götz Werner (Gründer der Drogeriemarktkette dm), Timotheus Höttges (Vorsitzender der Deutschen Telekom AG) sowie SAP-Vorstand Bernd Leukert für ein Grundeinkommen in Deutschland aus. Ströbele plant, das Grundeinkommen sogar zum zentralen Thema der Grünen im Bundestagswahlkampf zu machen.
Hinweis: Die verwendeten Daten beruhen auf einer Online-Umfrage der YouGov Deutschland GmbH, an der 2033 Personen zwischen dem 18.05.2016 und 20.05.2016 teilnahmen. Die Ergebnisse wurden gewichtet und sind repräsentativ für die deutsche Bevölkerung ab 18 Jahren. Hier findest du das Video der Pressekonferenz und der Verlosung des 43.-45. Grundeinkommens am 7. Juni 2016.
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am 10.7.2017, um 1:07 Uhr
BGE JA für fast Alle - jedoch nicht für Millionäre !!!!!!!!! Letztere sollten vielmehr das BGE mit- finanzieren .
Ich würde mich über das BGE freuen und trotzdem weiterarbeiten.
am 24.8.2016, um 18:52 Uhr
Ich habe mal was von 1000 Euro gehört welche unsere Bundesregierung da mal in einer Studie errechnet hat.\nFür 1000 Euro kann man nicht wirklich große Sprünge machen, also würde ich schon noch arbeiten gehen.\nNur wie ich unsere Politiker kenne wird das BGE glatt mit dem Lohn verrechnet so das ich am Ende (wenn ich über 1000 verdiene) nichts davon habe.\nDas BGE MUSS zusätzlich zum Lohn kommen. Dann würden auch mehr Leute weiterarbeiten und das zusätzliche Geld geht wieder in die Wirtschaft .\nDie meisten werden d as zusätzliche Geld nicht unters Kopfkissen parken sondern sich Sachen gönnen:\nzB. Urlaub der sonnst nicht drinn war, öfters mal Essen oder Kino gehen.\nDadurch würden vieleicht auch neue Jobs entstehen.
Diego von Bezeroy
am 21.8.2016, um 14:04 Uhr
Generell eine gute Sache ! Würde die Bunderegierung nich so viel Geld verschwenden und sich bereichern, könnten alle Deutschen ein Einkommen von 1200 € aus staatlichen Gewinnen erhalten ... Ich finde aber, dass mein Projekt, das VOLKSHAUS, keine Beachtung findet - obwohl dadurch fast alle Deutschen Familien zu einen eigenen Haus kommen... INFO: info@diamantpartner.de
André am 6.8.2016, um 14:22 Uhr
Hedon und Klaus haben aus meiner Sicht die richtigen Argumente aufgeführt. Und bedingungslos bedeutet für mich auch, dass dem Millionär dieses BGE auch zusteht. Wir sind oft zu schnell dabei und wollen bestimmten Bevölkerungsgruppen Faulheit unterstellen. Wenn man dann selbst durch Krankheit und ungünstige Lebensumstände in eine ungünstigere finanzielle Lage kommt und obendrein aufgrund des Alters nur sehr geringe Chancen zur finanziellen Sanierung sieht, fängt man an anders zu denken. Also: Es gibt verdammt viele Menschen in Deutschland, die trotz BGE weiter arbeiten wollen. Die meißten Menschen bringen gern etwas in die Gemeinschaft ein. Ich bin auch der Überzeugung, dass Deutschland dadurch nicht in finanzielle Schieflage geraten würde. Aber wie schon zuvor angedeutet: Wenn das einfache Volk unabhängiger wäre, könnte man es nicht mehr so billig abspeisen. Die führenden in Land und Bund müssten mehr Leistung im Sinne des Volkes erbringen.
am 4.8.2016, um 16:25 Uhr
Ich würde gerne mal wissen, an wem die Befragung durchgeführt wurde und wie repräsentativ sie wirklich ist. Wurden z. B. auch erzkonservative bayrische Dörfler, oder konvserative Mittelschichtler, die kein Problem damit haben, für ihre Karriere kleine Kinder für 8 Stunden am Tag in Kitas zu schicken, oder ostdeutsche AfD-Wähler befragt oder nur moderne Großstädter? ... um es ein bisschen zu überspitzen.\n\nIch bin jedenfalls auch zu 100% dafür, es gibt finde ich keine andere Alternative, wenn wir zu einer wirklich freien und gerechten Welt kommen wollen, wo alle ihre Potentiale entfalten können, in Ruhe und stressfrei leben können und nicht in erster Linie Arbeitnehmer sind, nicht mehr erpressbar sind. Wo wir uns um die wichtigen Dinge kümmern können und vielleicht würden dann die einfachen, ehrlichen, nützlichsten Arbeiten mit der Zeit wieder besser bezahlt werden, auf die heute die Mehrheit runterguckt._\nAus dem Hamsterrad rauskommen. Mehr Gerechtigkeit erlangen. (Schließlich besitzen 1% der Deutschen 30% des Kapitals und 10% besitzen 60% usw., von diesem Ungleichewicht und den Finanzmarktregeln sind wir doch v. a. in diesem Hamsterrad.)
am 4.7.2016, um 10:55 Uhr
Bin auch der Meinung, dass heutzutage die Unsicherheit auf dem Arbeitsmarkt viele Paare, die generell den Kinderwunsch nicht ablehnen, lange hin und her Überlegen lässt, ob sie sich auf ein Kind einlassen. Zumindest das bisher Erreichte möchte man nicht aufgeben. Viele Frauen, die nach der Auszeit, auch wenn es sich nur um ein Jahr handelt, werden nicht mehr auf der ursprünglichen Stelle beschäftigt, sondern müssen andere Positionen annehmen, die nicht dem entsprechen, was sie gelernt haben. Unterforderungen oder Überforderungen macht sich breit, in den Abteilungen, in denen sie landen, werden sie nicht unterstützt, weil sie als Fehl am Platz angesehen werden. Es ist traurig, solche Zustände zu beobachten. Deshalb wäre es schön, in solch einer Situation auf das Grundeinkommen zurück greifen zu können.
am 15.6.2016, um 9:19 Uhr
Ich bin auf jeden Fall dafür. Dann könnte ich als alleinerziehende Mama endlich weniger Arbeiten und mehr Zeit mit meinem 3 Jährigen Sohn verbringen. Schließlich will der Staat das wieder mehr Kinder geboren werden, aber heutzutage kann man es sich kaum noch leisten wenn man im Monat allein schon 500€ Kinderbetreungskosten bezahlen muss damit man überhaupt erst mal zur Arbeit gehen kann.\nWir machen uns selbst kaputt, weil uns gar nichts anderes übrig bleibt um ein Halbwegs Sorgenfreies Leben zu führen.
am 15.6.2016, um 0:26 Uhr
..das was passiert. Das Grundeinkommen muss ein so fester Bestandteil wie eine Steuer sein. Wie lange soll noch der Normalverbraucher doppelt und dreifach ausgebeutet werden? Ich hoffe das sich endlich mehr Menschen trauen nicht nur ihren Mund aufzumachen um zu meckern. Unseren Kindern müssen die Augen geöffnet werden, damit sie das wirklich wesentliche am schönen Leben sehen. Nur wenn wir alle frei von Angst, Wut, Hass, Zwang, Zerstörung, Krieg, Hetze, Sitten, Religionen, Aberglaube, Neid, Macht und und und sind, nur dann sich ein GEK lohnen. Ich hoffe das es für alle realisiert wird und vor allen für unsere Kinder und Kindeskinder. Es gibt nichts schöneres als frei zu denken und frei zu handeln, das Leben zu lieben und gutes zu verbreiten. Ihr wisst was ich meine. W.Z!
dirgeis#73
am 14.6.2016, um 14:04 Uhr
Hallo, was Hedon schreibt sehe ich auch so. Ich würde das Grundeinkommen für jeden Menschen super finden. Ich bin schon Rentnerin, hätte es dann etwas leichte mit dem Einkommen auszukommen.\nL.G.
geli1961
am 13.6.2016, um 18:48 Uhr
Das wäre super,da damit auch diejenigen gut leben könnten,die wenig Geld verdienen.Grossverdiener würde ich davon ausschließen.
am 13.6.2016, um 15:36 Uhr
Ich wäre auch dafür.\nSo hätte man weniger Sorgen und weniger Stress
am 12.6.2016, um 19:21 Uhr
Ich bin dafür und würde Teilzeit weiter arbeiten.
am 12.6.2016, um 17:31 Uhr
Also zunächst mal bin ich sehr dafür, einen gesellschaftlichen Wandel herbeizuführen, ob über ein BGE oder irgendwie anders ist mir persönlich egal.\nAber was doch einfach mal erklärt werden sollte ist, wer Nutznieser vom BGE werden würde und wer die Verlierer wären. Das Geld fällt ja nicht vom Himmel, d.h. Arbeit, die heutzutage bspw. von Beamten für die Bearbeitung von Hartz4, Sozialleistungen und Rente erledigt wird, wäre zukünftig unterm BGE überflüssig. D.h. diese würden zunächst mal auf den BGE Satz fallen.\nDass es zukünftig nicht genug arbeit gibt, kann ich mir gut vorstellen. Wenn die Robotik in 10 Jahren soweit ist, werden viele Jobs wegfallen. Hauptsächlich einfach arbeiten. Was früher Menschen am Band gearbeitet haben, machen heutzutage Roboter (sofern es wirtschaftlich rentabel ist).\nWir können uns natürlich über Vollbeschäftigung etc. freuen - ich persönlich würde mich über volle Teilzeitbeschäftigung freuen. 3 Tage die Woche hoch konzentriert und hoch motiviert an die Arbeit gehen. Die restliche Zeit verwenden um sich Gedanken über den Sinn des Lebens zu machen, sich weiter zu entwickeln, fort zu bilden etc. sich um seine Mitmenschen kümmern, seine Kinder erziehen etc...\n\nWenn noch jemand Gedanken zum Thema Nutznieser und Verlierer hat wäre ich froh, etwas darüber zu lesen...
am 11.6.2016, um 2:08 Uhr
ok, das umfrageergebnis ist toll und prinzipiell mutmachend, dennoch habe ich ähnliche zweifel an der übertragbarkeit auf eine art deutsche volksabstimmung wie meine vorredner | bei einer tatsächlichen abstimmung befürchte ich auch hierzulande eher schweizerische resultate..._\nselbst befürworte ich das bge ohne jede einschränkung und ich habe mittlerweile so viel darüber gelesen und gesehen, dass für meine begriffe sinnfälligkeit und finanzierbarkeit nicht ernsthaft bezweifelt werden können | allerdings sehe ich zwei große hürden auf dem weg zu einer realen umsetzung:\nzum einen eine leider immer noch überwiegend eingeschüchterte, verdummte und egomanisch verblendete \"volksmasse\" (getreu dem motto \"ja ich würde dann immer noch arbeiten, aber all meine faulen nachbarn bestimmt nicht, deshalb kann das nie funktionieren\") - in diesem punkt besteht zumindest eine kleine hoffnung, dass eure arbeit die zahl solcher ignoranten im lauf der zeit vermindern möge | das argument von \"Palatinum\" habe ich allerdings nicht verstanden: wieso werden bei dem modell \"nur wenige bevorteilt\"? | ich dachte jeder sollte das bge erhalten, selbst der millionär (auch wenn der wohl nichts damit anfangen kann) | allerdings muss ich meinem vorredner \"Klaus\" wohl leider recht geben, und damit bin ich bei der zweiten hürde, welche wohl auf dauer unüberwindbar bleiben wird: \nein bge ist in Schland politisch nicht gewollt | nicht nur würde dies die gesamte bundesdeutsche sozialverteilungsindustrie auf einen schlag arbeitslos/überflüssig machen, sondern es bestünde mittelfristig die ernste \"gefahr\", dass ein von existenzängsten und sozialen zwängen befreites, selbstbewusster werdendes und erwachendes volk die ganze verlogene und korrupte machtelite zum teufel jagen würde | und genau dies werden jene mit den seit jahrzehnten bewährten mitteln (desinformation, einschüchterung, anti-stimmungsmache etc) selbstverständlich auch weiterhin zu verhindern wissen\nbleibt nur zu hoffen dass ich nicht recht behalte...
am 10.6.2016, um 20:31 Uhr
VORSICHT bei der Interpretation von Umfrageergebnissen! Die Aussage, die Ergebnisse seien repräsentativ für die deutsche Bevölkerung, ist sachlich falsch. Ergebnisse können nicht repräsentativ sein, sondern nur Stichproben. Man spricht dann von einer repräsentativen Stichprobe, wenn die Anteile von Subgruppen in der Stichprobe (bezüglich Alter, Geschlecht, Bildungsstand, Einkommen u.a.) ihren Anteilen in der Bevölkerung entsprechen. Da die Antworten hier gewichtet wurden, kann die Stichprobe nicht repräsentativ im o.g. Sinne gewesen sein. Das muss der Aussagekraft jedoch erstmal noch keinen Abbruch tun, da es bei der Gewichtung ja gerade darum geht, das Antwortverhalten von Gruppen ihrem Anteil an der Gesamtbevölkerung gemäß abzubilden.\nDaraus zu schließen, dass die Ergebnisse generalisiert (d.h. auf die Gesamtbevölkerung übertragen) werden können, ist aber NICHT zulässig, was vor allem an der Natur von Online-Umfragen liegt. Bei Online-Umfragen ist es grundsätzlich unmöglich, Zufallsstichproben zu erheben, sodass eine Selbstselektion der Stichprobe stattfindet: Personen, die das Thema wichtig finden, werden sich 1. eher auf den Link klicken, um an der Umfrage teilzunehmen und 2. die Umfrage eher beenden und werden somit in der Endstichprobe überrepräsentiert sein._\nIch hoffe, dass die Darstellungen auf mangelnder Kenntnis über Erhebungsmethoden beruhen und keine bewusste Irreführung sind! Das würde mein Vertrauen in Äußerungen zu Aspekten, mit denen ich mich so gar nicht auskenne, ziemlich beeinträchtigen...
am 10.6.2016, um 18:09 Uhr
Wenn wir das Existenzminimum (ab 2016 8.652 pro / 721 € pro Monat), das schon heute jedem Bundesbürger per Steuerfreibetrag oder Grundsicherung (ALG 2, Grundsicherung im Alter etc.) zusteht ab morgen direkt an die gleichen Bürger auszahlen, kostet das den Staat keinen Cent extra (für Kinder wäre das BGE dann natürlich analog etwas niedriger).\n\nWenn wir gleichzeitig das Soziokulturelle Existenzminimum bei ca. 1080 € (aktuelle Pfändungsfreigrenze) zzgl. GKV festmachen, hätte jede(r) einzelne einen gesetzlichen Anspruch darauf. Um das Soziokulturelle Existenzminimum aber auch tatsächlich zu erhalten, wäre noch der Nachweis der Bedürftigkeit erforderlich (unter Beibehaltung des Individualprinzips; weiterhin kein Zwang zu Arbeit oder anderen Gegenleistungen).\n\nOberhalb der 1050 € gäbe dann nur noch Leistungen für Menschen mit Sonderbedarfen (chronisch Kranke, Menschen mit körperlichen und geistigen Handicaps). Diese Leistungen wären im Einzelfall zu beantragen und zu überprüfen, bevor sie den Anspruchsberechtigten gewährt würden.\n\nDie Finanzierung eines Bedingungslosen Grundeinkommens (BGE), z.B. in Form einer Negativen Einkommensteuer (Negative Income Flat Tax, NIFT), ist ein volkswirtschaftliches Nullsummenspiel und kostet keinen Cent.\n\nEine Negative Einkommensteuer würde nicht nur auf Löhne (Arbeit), sondern auch auf Leistungslose Gewinne (»arbeiten lassen«) erhoben. Bei 50 % schließt sie die Einkommensschere von Löhnen und Gewinnen. Bei einem jährlichen Volkseinkommen von 2096 Mrd. fallen bei Grenzsteuersatz 50 % 1048 Mrd. im Jahr an. Das BGE von 1080 Euro monatlich ist bei 80,8 Mio. Einwohnern so aus den Primär-Einkommen finanziert.\n\nDer Schweizer Ökonom Peter Ulrich erläutert in einem Interview, wie die Ausschüttung eines BGE an alle Bürger finanziert und bewerkstelligt werden kann:\nhttps://youtu.be/_5nPV7GKfIc?t=5m12s\n\nDarüber hinaus lässt sich eine Negative Einkommensteuer zur Finanzierung des BGE auch mit einer Konsum- bzw. Verbrauchsteuer zur Finanzierung der übrigen Staatsausgaben und dem Abbau der Staatsschulden mittels Abbau privater Vermögen kombinieren:\nhttps://www.youtube.com/watch?v=SV0Pg5ZMk14&feature=youtu.be&t=37m21s
am 10.6.2016, um 13:37 Uhr
Das Problem ist aber bei allen Modellen bisher das gleiche. Die Mehrheit wird nicht für ein System stimmen, welches nur wenige bevorteilt. Es muss also ein Modell her, welches allen einen Vorteil bringt. Also ein echtes bedinungsloses Grundeinkommen und nicht nur ein bedingungsloses Mindesteinkommen.\nDies wäre ein Ansatz, wie man das bewirken könnte: http://skeptain.de/politik/so-geht-bedingungsloses-grundeinkommen\n\nSo wäre die Zustimmung innerhalb der Bevölkerung deutlich größer, da auch die Nutznießer im Grunde alle wären.
am 10.6.2016, um 9:52 Uhr
Die politische Klasse in D will das bGE nicht. Sie wäre selbst betroffen, was dann alles an Diäten, Tantiemen usw. wegfiele. Die Mehrheit der Hausausweise des Deutschen Bundestages ist in den Händen von Lobbyisten.\nKeine der Parteien in D hat das Thema bGE auf dem Plan. Für einen Volksentscheid wird das deutsche Volk, der Souverän, wohl noch immer für unmündig gehalten. Ich sehe aus diesen Rahmenbedingungen schwarz für die Einführung des bGE in D.\nMan lernt nicht von Österreich in Bezug auf die Entwicklung eines zukunftsfähigen Rentensystems, welches fast den Charakter eines b 85%-igen GE trägt, man lernt nicht von den Niederlanden oder Schweden, was ein menschenwürdiges Gesundheitssystem angeht - eine Gesundheitsindustrie ist einträglicher.\nWie gelingt es also, eine konzertierte Aktion für das bGE in D zu initiieren?\nDie Kategorien \"schöpferische Arbeit\", \"soziale Tätigkeit\" und \"Einkommen aus Arbeit\" sind m.E. wissenschaftlich nicht ausreichend bearbeitet, um hieraus zur Begründung eines bGE zu kommen.
Dnsieker
am 9.6.2016, um 18:17 Uhr
Meiner Meinung nach würden viel mehr langzeitarbeitslose wieder arbeiten gehen.Da sich Arbeit wieder lohnen würde. Wenn ein ungelernte Familienvater als allein verdienen 1600 Euro nachhause bringt und als hartz 4 Empfänger 2100 bekommt warum soll er morgens aufstehen? Mit dem grundeinkommen hätte er 2600€ .Da lohnt es sich arbeiten zu gehen.die Idee ist klasse ._\nIch würde auch weiter in meinem Job bleiben mit dem grundeinko momentan zusätzlich ist das doch mal der gerechte ausgleich zu denen die keine Lust haben.
am 9.6.2016, um 15:43 Uhr
Meiner Meinung nach wird das BGE dafür sorgen, dass die Menschen deutlich weniger krank sind und so auch hier zu einer finanziellen Entlastung führen!
am 9.6.2016, um 14:53 Uhr
Das Grundeinkommen ist für mich eine solidarische Teilhabe an der Gesellschaft.\nEine Entlastung für Familien, da es den Eltern Zeiträume gibt für ihr Kinder, da die Grundsicherung gewährleistet ist.
am 9.6.2016, um 14:20 Uhr
Die Idee von Sonja (7.6.2016) gefällt mir gut. Mit diesem Personenkreis (Rentner und Erwerbsunfähige mit Bezügen unter 1000 € ) könnte man beginnen. So wie ich selber mit 73 Jahren noch nebenbei arbeiten muß,\num meine Rente, die unterm Existenzminimum liegt, aufzufüllen, geht es sicherlich vielen anderen auch.\nEs wäre wirklich eine Erleichterung, mal etwas kürzer zu treten, denn wie lange man gesundheitlich fit ist, ist ja ungewiß!
am 8.6.2016, um 23:51 Uhr
Grundeinkommen= Menschenrecht. Mehr gibt es darüber meinserseits nichts zu sagen!
am 8.6.2016, um 23:12 Uhr
Mir persönlich würde ein BGE für die Dauer von ca. 3 Jahren gerade sehr dabei weiterhelfen, von eiem unbefriedigenden Job wegzukommen und nochmal was ganz Neues zu lernen... Weiter unten hat Valentin ein paar Punkte genannt, die ich auch befürchten würde, wenn es bei uns ein BGE gäbe. Zitat: \"...dass der Sozialstaat abgebaut wird und nicht mehr nach den wirkliche Bedürfnissen derjenigen geschaut wird, die ihre Existenz sichern müssen: es lässt sich schwer ein pauschaler Betrag finden, weil allein die Mieten in verschiedenen Städten unterschiedlich hoch sind. - dass bestimmte (soziale/künstlerische) Arbeit entwertet wird, weil dann erwartet wird, dass man sie schlecht oder gar nicht bezahlt verrichtet (\"ihr habt doch das Grundeinkommen!\") - dass der Arbeitsmarkt flexibilisiert wird, d.h. Arbeitsschutz etc. aufgeweicht wird, mit Verweis aufs bGE. - dass Gelder dann an anderer Stelle (Bildung etc.) fehlen.\" Zitat Ende.\nAuch befürchte ich, dass das kapitalistische System auch dann weiter zuschlägt und Mieten und Dienstleistungen sich stark verteuern würden. Um eine Gesellschaft zu \"bauen\", in der es gerecht und menschenfreundlich zugeht, bedarf es m.E. noch diverser anderer Änderungen. Mal frei herumgesponnen würde ich sagen, niemand dürfte ein Recht darauf haben, seine x. Million auf Kosten anderer zu horten, solange es so viele soziale Projekte gibt, die wegen ein paar Tausend Euro um ihre Existenz bangen müssen. Und wie war das noch gleich damals... diese Indianerweisheit? In stark verkürzter Fassung: erst wenn alles kaputt und zu Tode ausgebeutet ist, werden manche merken, dass man Geld nicht essen kann.
masclaro
am 8.6.2016, um 22:59 Uhr
Ich finde Grundeinkommen dann gut, wenn man im Gegenzug dafür etwas für das soziale Gemeinwohl tut. Also für ein Minimum an Wochenstunden an Schulen, im Krankenhaus, in der Altenpflege, Flüchtlingsheim usw. mithilft und sich so sein Grundeinkommen auch \"verdient\". Wenn jeder beiträgt, ist auch allen geholfen.
am 8.6.2016, um 20:03 Uhr
Auch wenn ich eure Idee gut finde ein Grundeinkommen zu verlosen, finde ich die Idee ein staatliches Grundeinkommen einzuführen überhaupt nicht gut! Obwohl ich es als junger Vater, der mit einem relativ geringem Gehalt klar kommen muss gut gebrauchen könnte, bin ich trotzdem dagegen.\nIch finde die Menschen sollten für eine staatliche Leistung auch eine Gegenleistung erbringen. Ich persönlich glaube auch nicht, dass ein bedingungsloses Grundeinkommen langfristig finanzierbar wäre. Von wo soll das bitte kommen? Nur weil die ganzen anderen Sozialleistungen wegfallen würden heißt es nicht, dass der Staat dafür genug Geld hätte. Und es wäre unfair besser verdienende und Reiche dafür stärker zur Kasse zu bitten.\nFrüher oder später würden die Steuern steigen müssen und die Menschen hätten wieder genauso wenig oder viel in der Tasche. Die Menschen, die den Staat jetzt schon ablocken und nie gearbeitet haben und auch nicht arbeiten werde (z.B. zugezogene Familien mit mehreren Kindern die keiner Arbeit nachgehen, sondern nur die Hand aufhalten und plötzlich ein Haus besitzen). Und ich Frage mich, warum kann ich mir das nicht leisten, obwohl ich arbeite? So kann es nicht funktionieren. Versteht mich nicht falsch, ich bin selbst vor vielen Jahren eingewandert und habe mir den Allerwertesten aufgerissen um legal Geld zu verdienen und dem Staat nicht auf der Tasche zu liegen. Grundeinkommen vielleicht. Bedingungslos auf gar keinen Fall!!! Deutschland ist sowieso schon für Sozialschmarotzer viel zu attraktiv. Man sollte es nicht noch schlimmer machen. Ohne klare Regeln und Pflichten wird es nicht gehen. In diesem Sinne, verlost es weiter. Und jeder nicht mit seinem Job nicht glücklich ist, der sollte den Mut haben zu kündigen und auf Kosten des Staates eine Umschulung machen oder versuchen sich was eigenes aufzubauen. Kein Hartz4 Kind muss später Hartz4 bekommen. Jedes ist seines Glückes Schmied.
am 8.6.2016, um 18:36 Uhr
Wenn die Mehrheit der Deutschen wirklich glücklich mit ihrem Job sind, sehe ich keinen Grund warum das BGE nicht klappen sollte. Diejenigen arbeiten vielleicht ja jetzt schon mit dem Hintergrund, dass ihnen die Arbeit Spaß macht. Die Notwendigkeit Geld zu verdienen steht dann sicherlich hinten an.\n\nDas einzige \"Problem\" was ich sehe, wäre, dass es zu Massenkündigungen kommen könnte, weil wiederrum andere mit ihrem Job total unglücklich sind und lieber etwas anderes machen würden -oder eben, nachdem sie dieser Beschäftigung nachgegangen sind, erstmal gar nichts machen wollen.\n\nNur sollte das BGE sozial gerecht sein. Die die bereits genug Geld haben, brauch nicht auch noch BGE und der Mittelstand (zu dem ich mich, aktuell selbstständig, zähle) darf keinesfalls noch stärker belastet werden. Die sinnlosen Schulungsprogramme für Hartz4 Empfänger sollten eingestellt werden -ich meine die, wo sich die Firmen die Taschen mit füllen und die tatsächliche Vermittlungsquote dauerhaft unter 10% liegt.\nWas ich aktuell für die GKV im Monat abtreten darf ist unglaublich viel, wenn zwischendurch mal die Auftragslage hinkt.\nIch bin mir sicher für viele wäre das BGE eine Befreiung.
am 8.6.2016, um 17:16 Uhr
vielleicht ist besser, wenn alle es bekommen, aber die mehr haben unbedingt stärker an die Finanzierung hinein gezogen werden müssen. Eigentum vom Grund & Boden- Immobilien & andere elementare Bedürfnisse der Menschen sollte begrenzt werden, jede musste das mindeste bekommen bzw. besitzen können/dürfen bis Lebensende & danach soll es an der Gemeinschaft zurück fließen sonst werden einige alles an sich reißen können und weiter vererben stärker als heute, so wird der Grundeinkommen niemanden viel nutzen ! oder ?
am 8.6.2016, um 16:55 Uhr
Wow scheinbar geht's den Deutschen deutlich schlechter als den Schweizern ;)
am 8.6.2016, um 16:34 Uhr
Wirklich interessante Ergebnisse und eine super gute Idee, so eine Umfrage durchführen zu lassen.\n\nNach 3 1/2 Jahrzenten professioneller sozialer Arbeit meine Sicht: Auch für nicht wenige Familien, die schon seit Jahrzehnten und über Generationen hinweg irgendwie nicht mehr aus Sozialhilfe bzw. HartzIV rauskommen, wären endlich mehr Gerechtigkeit. Wenn alle die gleiche finanzielle Ausgangsbasis haben, ist es etwas völlig anderes, als seit ewigen Zeiten von diesen uralten und überholten bürokratischen Strukturen, von oft gefühlter Willkür abhängig zu sein. Wenn ich mir mitunter anschaue, wie teuer solche Bürokratie ist, die Antragsbearbeitung, die Kontrolle, ist, wäre es schön, damit was anderes anfangen zu können. Manchmal läuft es so: ALG2-Antrag, Antrag auf Unterhaltsvorschuß, Kindergeldantrag, Elterngeldantrag. Wenn Eltern behindert evtl. auch noch Antrag auf Eingliederungshilfe. Wieviele Sachbearbeiter binden da eigentlich wieviel Geld. Das könnte man prima für das Grundeinkommen verwenden und in vernünftige sozialpädagogische Arbeit, damit Menschen endlich aus ihren Jahrzehntelangen Abhängigkeiten rauskommen.
am 8.6.2016, um 16:25 Uhr
Würden dir die zuviel Geld haben auch bedingungsloses Grundeinkommen bekommen? Das würde mir nicht gefallen.
am 8.6.2016, um 11:57 Uhr
Picassolina
am 8.6.2016, um 8:09 Uhr
ich bin absulut sicher, dass mit dem Grundeinkommen die Eigeninitiative eines jeden Menschen gefördert würde. Es würde überhaupt keinen Einbruch in dem Bestreben, sich zu engagieren; geben. Ganz das Gegenteil würde der Fall sein. Je freier sich ein Mensch fühlt, desto mehr wird er bereit sein, etwas an die Gesellschaft in der er lebt, zurück zu geben. Es würde auch eine neue Hilfsbereitschaft entstehen, weil man sich seiner Existenz sicherer ist und nicht immer die Angst haben muss, dass alles Erarbeitete wieder mit einem Federstrich weg ist. Die Investitionsbereitschaft würde zunehmen, auch aus dem Grund, weil die Angst, wieder vor dem Nichts zu stehen, fehlt._\nICH bin ebenfalls sicher, dass durch ein Grundeinkommen dem Rechtsextremismus der Boden entzogen würde, auf dem er durch Neid und Eifersucht entsteht. Der derzeitige Unterschied zwischen Arm und Reich, der einen wesentlichen Grund für die negativen Auswirkungen auf die Gesellschaft darstellt, würde durch ein einheitliches Grundeinkommen geschlichtet werden. Auch die schrecklichen Auswirkungen der gegenwärtigen Bürokratie hinsichtlich HARTZ IV auf die Lebenshaltung der Bürger würde endlich einmal Einhalt geboten und die Kosten dafür eingespart werden. \nJa, das ist meine Meinung - es würde eine gerechtere, eine konfliktfreiere, eine mit viel grösserem Ehrgeiz ausgestattete Gesellschaft geben, in der es Freude macht, zu leben.
am 7.6.2016, um 20:55 Uhr
Diese Erklärung fand ich bei Wikipedia:Mit Blick auf die Ökonomie wird in diesem Ansatz argumentiert, dass bereits mehr als die Hälfte der Bevölkerung in der modernen Wohlfahrtsgesellschaft von den Einkommen anderer oder von Sozialleistungen abhängig sei. Diese Situation werde sich aufgrund der Altersstruktur weiter verschärfen. Zugleich sinke der Bedarf an Arbeitskräften in der Industrie durch kontinuierliche Rationalisierungsprozesse strukturell weiter.[15] Eine Bindung der sozialen Sicherung an eine immer weiter abnehmende Basis führe zu einer Belastung der betrieblichen Lohnkosten, die die internationale Wettbewerbsfähigkeit der Wirtschaft zunehmend verschlechtere. Auf Seiten des Arbeitgebers sänken durch ein BGE die Lohnnebenkosten und damit die Grenzkosten für neue Arbeitsplätze; durch das gesicherte Existenzminimum nähmen die Fixkosten des Arbeitnehmers ab. Daher wird von einer Senkung der Arbeitslosigkeit und der Anzahl prekär Beschäftigter ausgegangen. Des Weiteren würde auch geringer bezahlte Arbeit wie soziale, helfende Berufe attraktiver; der Sozialstaat sei somit besser finanzierbar.[16] .....Auch ich bin generell dafür. Seit 4 Jahren arbwite ich in einem schlecht bezahlten Job,da ich mit 53 durch betriebsbedingte Kündigung nach 20 Jahren als Sachbearbeiterin der Debitorenbuchhaltung/Collection meinen \"Hut\" nehmen musste. Ich habe danach keine vergleichbare Stellung mehr gefunden. Meine Altersrente schrumpft aus diesem Grund auch massiv (monatl. 1.000,00 € weniger). Mit dem BGE könnte ich meine Wochenstunden reduzieren und mich mehr um meine alten Eltern kümmern (Mutter hat Parkinson m. leichter Demenz)\n\n\nDes Weiteren wird an dem gegenwärtigen Sozialsystem bemängelt, dass es viele Kosten durch die Bürokratie hervorrufe, die zum Beispiel durch nötige Anspruchsprüfungen auf bestimmte Transferleistungen zustande komme. Dem ökonomischen Ansatz zufolge, sollte das BGE solche Aufwände reduzieren. Die somit wegfallenden Kosten würden zum Beispiel in die Finanzierung des Sozialstaates oder anderer Staatsaufgaben investiert werden. Momentan werde hierfür zudem laufend in marktwirtschaftliche Prozesse eingegriffen und die Rahmenbedingungen würden umgestaltet, was zu Ineffizienz und sozialer Ungerechtigkeit führe. Daher würde durch Wegfall von Vergünstigungen das Steuersystem zusätzlich vereinfacht.
am 7.6.2016, um 20:46 Uhr
Ich (19 Jahre) habe in meinem Leben noch nie gearbeitet. Derzeit bin ich arbeitsunfähig und das wird noch eine Weile so bleiben. Danach werde ich Halbzeit arbeiten,verdienen werde ich also sogut wie nichts. Ich führe eigentlich ein normales Leben, ich kann mir eben nur nichts leisten, und genau das wird mich mein Leben lang von der Gesellschaft ausgrenzen. Ich würde gerne ein normales Leben führen, meinen Führerschein machen,ein Auto kaufen,neue Klamotten kaufen,die Möglichkeit Freizeitaktivitäten nachzugehen (Heidepark,Schwimmbad usw, alles kostet Geld).\nIch denke nicht das es fair ist die hart arbeitende Gesellschaft ihr Geld abzuköpfen um mir ein schönes Leben zu machen. Trotzdem wäre ich sehr dankbar wenn ich mir auch ein paar Wünsche im Leben erfüllen könnte ohne im Lotto zu gewinnen.
am 7.6.2016, um 19:58 Uhr
Ansich ja eine tolle Idde, aber wie wird das staatliche grundeinkommen finanziert?
am 7.6.2016, um 16:04 Uhr
Mein Vorschlag an die Politik ein bedingungsloses Grundeinkommen zu ermöglichen,wäre folgender:\nSchrittweise einführen,_\nund dabei mit den Rentnern und Erwerbsunfähigkeitsrentnern anfangen.\nAlle Menschen dieses Personenkreises die eine Rente unter 1.000 € monatlich bekommen,sollten als erste das bedingungslose Grundeinkommen erhalten.\nAll die erniedrigenden Gänge zu den Ämtern würde wegfallen.\nViel Bürokratieaufwand wäre nicht mehr nötig.\nMan könnte sich wieder ein menschenwürdiges Dasein schaffen und würde nicht ,wie zur Zeit,am Rande der Gesellschaft vor sich hin wegetieren,in diesem reichen Deutschland
am 7.6.2016, um 15:14 Uhr
Ich würde auch auf die vielen unterschiedlichen Modelle verweisen - die meisten davon würden eher den reicheren Menschen nutzen und nicht den einkommensschwachen: es ist also keine Überraschung, dass die Idee über alle Parteigrenzen hinweg Zustimmung erfährt. Gefahren könnten sein:\n- dass der Sozialstaat abgebaut wird und nicht mehr nach den wirkliche Bedürfnissen derjenigen geschaut wird, die ihre Existenz sichern müssen: es lässt sich schwer ein pauschaler Betrag finden, weil allein die Mieten in verschiedenen Städten unterschiedlich hoch sind.\n- dass bestimmte (soziale/künstlerische) Arbeit entwertet wird, weil dann erwartet wird, dass man sie schlecht oder gar nicht bezahlt verrichtet (\"ihr habt doch das Grundeinkommen!\")\n- dass der Arbeitsmarkt flexibilisiert wird, d.h. Arbeitsschutz etc. aufgeweicht wird, mit Verweis aufs bGE.\n- dass Gelder dann an anderer Stelle (Bildung etc.) fehlen: dass muss natürlich nicht so sein, allerdings läuft es dann darauf hinaus, dass man Vermögen / Erbschaft / Spekulationen besteuern müsste und dagegen gibt es großen politischen Widerstand von \"oben\".\n- dass das bGE die Fremdenfeindlichkeit begünstigt.\n-- Ich finde bGE prinzipiell sehr interessant, allerdings darf man schon die Frage stellen, wie realistisch es ist, dass sich in einem so konservativen Land wie Deutschland ein Modell durchsetzt, dass sozial gerecht und emanzipatorisch ist.
am 7.6.2016, um 14:30 Uhr
Insgesamt stehe ich einem bedingungslosen Grundeinkommen sehr positiv gegenüber. Dennoch wird es ein großes Sozialexperiment werden, dessen genauen Ausgang niemand exakt vorhersagen kann - erst recht nicht in einem Land wie dem Unsrigen, das offen und nicht abgeschottet ist. So ehrlich muss man dann schon sein.\n\nZudem existieren die verschiedensten Modelle, die sich teils deutlich voneinander unterscheiden. Ein Argument der Gegenseite hat mich zumindest zum Nachdenken angeregt: Durch ein bedingungsloses Grundeinkommen werde sich die Schere zwischen Arm und Reich weiter öffnen. Zumindest dann, wenn alles nur noch über die Mehrwertsteuer finanziert und alle anderen Steuerarten (Einkommensteuer, Körperschaftssteuer etc.) wegfallen würden.\n\nIch bin gespannt, wie sich diese revolutionäre Idee weiterentwickeln wird.
am 7.6.2016, um 13:56 Uhr
Ich bin der festen Überzeugung, das ein bedingungsloses Grundeinkommen die Arbeitswelt revolutionären wird. Warum? 1. Wird es mehr Menschen geben, die den Schritt in die Selbständigkeit wagen. 2. Es wird wenigere innere Kündigungen geben, da sich Personalsuche auf der einen und Jobsuche auf der anderen Seite verändern werden, weg von einem vielleicht gut bezahlten Job und schlechtem Betriebsklima hin zu einer vielleicht weniger gut bezahlten Aufgabe in einem Unternehmen, wo das Klima zum eigenen Wertesystm und Lebensstil paßt. 3. Es wird mehr Männer geben, die Teilzeit arbeiten wollen und dann auch können. 4. Subventionen können abgebaut werden. 5. Altersarmut würde sich verringern 6. Hartz IV und Arbeitslosengeld können abgeschafft werden. Wenn alles aufaddiert wird, werden wir am Ende sehr wahrscheinlich ein Nullsummenspiel haben, die Lebensqualität in Deutschland aber deutlich erhöhen.
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