Source: https://rechtsanwalt-und-mietrecht.de/nebenkosten-betriebskosten-mietrecht/
Timestamp: 2018-08-14 21:41:49+00:00

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Die Zahlungen neben der Grundmiete haben inzwischen ein beträchtliches Ausmaß angenommen. Berechtigt ist von einer „zweiten Miete“ die Rede.
Im allgemeinen Sprachgebrauch hat sich der Ausdruck „Nebenkosten“ eingebürgert. Er wird in einem sehr weiten Sinn verstanden. Insbesondere sind „Nebenkosten“ die Betriebskosten, das Umlageausfallwagnis und sonstige Vergütungen und Zuschläge.
Das Gesetz verwendet den Begriff der Nebenkosten nur in § 41 Abs. 1 S. 2 GKG.
Der Begriff der „Betriebskosten“ ist in § 556 Abs. 1 S. 2 BGB und § 1 Abs. 1 S. 1 BetrKV enthalten. Betriebskosten sind die Kosten, die dem Eigentümer (Erbbauberechtigten) durch das Eigentum am Grundstück (Erbbraurecht) oder durch den bestimmungsmäßigen Gebrauch des Gebäudes (oder der Wirtschaftseinheit), der Nebengebäude, Anlagen, Eirichtungen und des Grundstückes laufend entstehen, § 556 BGB und § 1 BetrKV.
Betriebskosten werden in § 2 BetrKV dann auch im Einzelnen genannt Ein Blick in das Gesetz lohnt. Die einzelnen Kosten werden im Gesetzestext noch über die nachstehende Übersicht hinaus detailliert beschrieben:
die Kosten des Betriebs der zentralen Heizungsanlage einschließlich der Abgasanlage,
die Kosten des Betriebs der zentralen Brennstoffversorgungsanlage,
die Kosten des Betriebs der eigenständig gewerblichen Lieferung von Wärme
die Kosten der Reinigung und Wartung von Etagenheizungen und Gaseinzelfeuerstätten,
die Kosten des Betriebs der eigenständig gewerblichen Lieferung von Warmwasser,
die Kosten der Reinigung und Wartung von Warmwassergeräten,
die Kosten verbundener Heizungs- und Warmwasserversorgungsanlagen bei zentralen Heizungsanlagen
die Kosten bei der eigenständig gewerblichen Lieferung von Wärme
die Kosten bei verbundenen Etagenheizungen und Warmwasserversorgungsanlagen entsprechend Nummer 4 Buchstabe d und entsprechend Nummer 2, soweit sie nicht dort bereits berücksichtigt sind;
die Kosten des Betriebs der Gemeinschafts-Antennenanlage,
die Kosten des Betriebs der mit einem Breitbandnetz verbundenen privaten Verteilanlage, ferner die laufenden monatlichen Grundgebühren für Breitbandanschlüsse;
Das Umlageausfallwagnis ist das Wagnis einer Einnahmenminderung, die durch einbringliche Rückstände von Betriebskosten oder nicht umlegbarer Betriebskosten infolge Leerstehend von Raum, der zur Vermietung bestimmt ist, einschließlich der uneinbringlichen Kosten einer Rechtsverfolgung auf Zahlung entsteht, § 25 a NMV 1970.
Nur im Geltungsbereich der NMV ist das Umlageausfallwagnis anwendbar.
Auch Zuschläge und Vergütungen sind gesetzlich nur in der NMV 1970 vorgesehen.

References: § 41
 § 556
 § 1
 § 556
 § 1
 § 2
 § 25