Source: https://www.landkreis-ludwigsburg.de/de/soziales-jugend-familie/pflege-senioren/altenpflegeberufe-im-landkreis/
Timestamp: 2020-04-01 08:29:41+00:00

Document:
Pflegeberufe im Landkreis - Landratsamt Ludwigsburg
Menschen brauchen Pflege. Und deshalb braucht die Pflege Menschen, die durch eine qualifizierte Ausbildung dazu beitragen können, pflegebedürftige Menschen in ihrer Alltagsbewältigung zu unterstützen.
Pflege hat Zukunft - ob als erste Ausbildung nach dem Schulabschluss oder als Wiedereinstieg in das Berufsleben. Weil es immer mehr Menschen mit Pflegebedarf gibt, gehören die Pflegeberufe zu den Dienstleistungsbranchen der Zukunft.
Der Landkreis erarbeitet mit den Pflegeschulen, den Trägern der praktischen Ausbildung sowie weiteren Beteiligten Konzepte zur zukunftsfähigen Versorgung der Bevölkerung.
Pflegeberufe im Landkreis Ludwigsburg 669 KB
Kurzübersicht und Info zu Pflegeberufen im Landkreis Ludwigsburg
Alltagsbetreuer*innen sind in Stationären Pflege-Einrichtungen, in Tages- und Nachtpflegeeinrichtungen, in Kurzzeitpflegeeinrichtungen, Seniorenwohnanlagen sowie in der häuslichen Pflege tätig. Sie erbringen eine pflegenahe Dienstleistung und eine qualifizierte Alltagsbegleitung für die Bewohner bzw. die Gäste. Die Alltagsbetreuer*innen werden von Fachkräften angeleitet.
Seit dem Jahr 2008 gibt es verschiedene Ausbildungsmodelle und damit auch verschiedene Abschlussbezeichnungen (z.B. Alltagsbetreuer*in, Alltagsbegleiter*in, Betreuungskräfte, Servicekraft).
Unterschiedlich je nach Ausbildungsangebot.
Im Rahmen der Berufsfachschule für Alltagsbetreuung dauert die Ausbildung zwei Jahre. Der Schulleiter kann im Einzelfall Bewerber, die einen anderen einschlägigen Bildungsgang besucht haben oder einschlägige praktische Vorerfahrungen nachweisen, in das zweite Ausbildungsjahr aufnehmen.
Die Mindestqualifikation orientiert sich nach den Richtlinien des § 43b SGB XI. Danach muss eine Qualifizierungsmaßnahme zumindest aus drei Modulen bestehen (Basiskurs, Betreuungs-praktikum und Aufbaukurs) und hat einen Gesamtumfang von mindestens 160 Unterrichtsstunden sowie einem zweiwöchigen Betreuungspraktikum.
Voraussetzung für die Aufnahme in die Berufsfachschule für Alltagsbetreuung sind:
Bewerber mit und ohne Hauptschulabschluss,
der Nachweis ausreichender deutscher Sprachkenntnisse,
eine ärztliche Bescheinigung über die gesundheitliche Eignung zur Ausübung des Berufes, Praktikumsvertrag mit dem Ausbildungsträger (Stationäre Einrichtungen der Altenhilfe, der Behindertenhilfe und Krankenpflege).
Voraussetzungen für die Mindestqualifikation nach den Richtlinien des § 43b SGB XI sind:
Empathie- und Beziehungsfähigkeit,
psychische Stabilität, Fähigkeit zur Reflexion des eigenen Handelns, Fähigkeit sich abzugrenzen u.a.
Ausbildungsziel in der Berufsfachschule für Alltagsbetreuung:
Die Ausbildung vermittelt Kenntnisse, Fähigkeiten und Fertigkeiten für die begleitende Unterstützung von Menschen, die bei Alltagsverrichtungen und der Gestaltung des persönlichen Lebensumfeldes Hilfe benötigen. Schüler/innen ohne Hauptschulabschluss erwerben diesen mit bestandener Abschlussprüfung.
Ausbildungsziel für die Mindestqualifikation nach den Richtlinien des § 43b SGB XI: Den zu Betreuenden soll durch mehr Zuwendung, zusätzliche Betreuung und Aktivierung eine entsprechende Wertschätzung entgegengebracht sowie der Austausch mit anderen Menschen und die Teilhabe am Leben in der Gemeinschaft ermöglicht werden.
Ausbildungsinhalte in der Berufsfachschule für Alltagsbetreuung:
Ca. zwei Fünftel theoretische Ausbildung in der Berufsfachschule für Alltagsbetreuung (z.B. haushaltsnahe Dienstleistung, Aktivierung, rechtliche Rahmenbedingungen)
Ca. drei Fünftel praktische Ausbildung im Ausbildungsbetrieb.
Ausbildungsinhalte bei der Mindestqualifikation nach den Richtlinien des § 43b SGB XI: 100 Stunden Basiskurs Betreuungsarbeit in Stationären Pflege-Einrichtungen (z.B. Grundkennt-nisse in den Bereichen Kommunikation, Demenzerkrankungen, Pflege und Pflegedokumentation). Zwei Wochen Betreuungspraktikum und 60 Stunden Aufbaukurs in der Betreuungsarbeit in einer Stationären Pflege-Einrichtung (z.B. Vertiefen der Kenntnisse, Rechtskunde, Beschäftigungsmöglichkeiten und Freizeitgestaltung für Menschen mit Demenzerkrankungen)
Es lässt sich keine einheitliche Vergütung darstellen. Die Berufsfachschule empfiehlt eine monatliche Vergütung zwischen 300 € und 400 €. Fragen Sie beim Ausbildungsbetrieb nach.
In der Berufsfachschule für Alltagsbetreuung besteht Schulgeld- und Lernmittelfreiheit. Materialkosten sind teilweise zu tragen.
Für die Mindestqualifikation nach den Richtlinien des § 43b SGB XI werden Kursgebühren fällig (ca. zwischen € 900 und € 1.500).
Die Berufsfachschule für Alltagsbetreuung kann nur bei ausreichender Schülerzahl einen Ausbildungsgang anbieten.
Altenpflegehilfe für Nicht-Muttersprachler
Altenpflegehelfer*innen sind in stationären Pflege-Einrichtungen, in Krankenhäusern, in Tages- und Nachtpflegeeinrichtungen, in Kurzzeitpflegeeinrichtungen, Seniorenbegegnungsstätten, Seniorenwohnanlagen, Rehabilitationseinrichtungen, geriatrischen Zentren, sowie in der häuslichen Pflege tätig. Sie arbeiten unter der Anleitung einer Pflegefachkraft.
Die Ausbildung beginnt mit einem Unterrichts- und einem nachfolgenden Praxisblock. Anschließend finden die schulische Ausbildung an zwei Schultagen und die praktische Ausbildung in den Ausbildungseinrichtungen statt.
Abschluss: Staatlich geprüfte Altenpflegehelferin, staatlich geprüfter Altenpflegehelfer.
Nachweis der gesundheitlichen Eignung zur Ausübung des Berufs durch ein ärztliches Zeugnis
Es muss mit einer von der Schule genehmigten Ausbildungsstelle (stationäre Pflege-Einrichtung oder ambulanter Pflegedienst) ein Ausbildungsvertrag abgeschlossen werden.
Die Ausbildung vermittelt berufliche Kenntnisse, Fähigkeiten und Fertigkeiten, um bei der Betreuung, Versorgung und Pflege gesunder und kranker älterer Menschen mithelfen zu können. Sie befähigt dazu, in der stationären, teilstationären, ambulanten und offenen Altenhilfe vor allem pflegerische und soziale Aufgaben unter Anleitung einer Pflegefachkraft wahrzunehmen. Neben der beruflichen Ausbildung geht es um die Verbesserung der deutschen Sprachkenntnisse.
Theoretischer Unterricht an der Berufsfachschule für Altenpflegehilfe mit praktischen Übungen, z.B. Pflege gesunder und kranker alter Menschen, Unterstützung bei der Lebensgestaltung alter Menschen, Altenpflege als Beruf.
Der Träger der praktischen Ausbildung hat dem Auszubildenden eine angemessene Vergütung zu zahlen. In der Regel ist diese Vergütung in einem Tarifvertrag geregelt. Im Folgenden wird die Ausbildungsvergütung nach dem TVAöD besonderer Teil Pflege (= Tarifvertrag für Auszubildende des öffentlichen Dienstes) dargestellt. Im Allgemeinen entspricht die Ausbildungsvergütung der Altenpflegehilfe dem 1. Ausbildungsjahr der Altenpflegeausbildung.
Während der einjährigen Ausbildung werden derzeit 1.140,69 € monatlich bezahlt, zuzüglich möglicher Jahressonderzahlungen (Stand 02/2020).
Für die Ausbildungszeit steht jedem Auszubildenden eine Praxisanleitung in der Einrichtung zur Verfügung. Diese hat die Aufgabe die praktische Ausbildung zu begleiten. Die Lehrkraft der Berufsfachschule für Altenpflegehilfe besucht den Schüler regelmäßig in der Einrichtung und gewährleistet somit den Theorie-Praxis-Transfer.
Eingangsvoraussetzung für Hauptschulabsolventen in die 3-jährige generalistische Pflegeausbildung
Aufnahme in das 2. Ausbildungsjahr der 3-jährigen Altenpflegeausbildung nach Beratung möglich.
Altenpflegehelfer*innen sind in Stationären Pflege-Einrichtungen, in Krankenhäusern, in Tages- und Nachtpflegeeinrichtungen, in Kurzzeitpflegeeinrichtungen, Seniorenbegegnungsstätten, Seniorenwohnanlagen, Rehabilitationseinrichtungen, geriatrischen Zentren sowie in der häuslichen Pflege tätig. Sie arbeiten unter der Anleitung einer Pflegefachkraft.
Abschluss: Staatlich anerkannte Altenpflegehelferin, staatlich anerkannter Altenpflegehelfer
Bei ausländischen Bewerbern, die ihren Schulabschluss nicht an einer deutschen Schule erworben haben, sind ausreichende deutsche Sprachkenntnisse erforderlich.
Die Ausbildung vermittelt Kenntnisse, Fähigkeiten und Fertigkeiten für eine qualifizierte Mitwirkung und Mithilfe bei der Betreuung, Versorgung und Pflege gesunder und kranker älterer Menschen. Die Ausbildung befähigt, unter Anleitung und Kontrolle durch Pflegefachkräfte bei der Durchführung ärztlich veranlasster diagnostischer und therapeutischer Verrichtungen mitzuwirken. Nach Abschluss der Ausbildung erhalten die Schülerinnen und Schüler eine Bescheinigung über die Qualifikation zur Betreuungskraft nach § 43 b SGB XI.
Der Träger der praktischen Ausbildung hat dem Auszubildenden eine angemessene Vergütung zu zahlen. In der Regel orientiert sich diese Vergütung am Tarifvertrag des öffentlichen Dienstes. Im Folgenden wird die Ausbildungsvergütung nach dem TVAöD besonderer Teil Pflege (= Tarifvertrag für Auszubildende des öffentlichen Dienstes) dargestellt.
Im Allgemeinen entspricht die Ausbildungsvergütung der Gesundheits- und Kinderkrankenpflegehilfe dem 1. Ausbildungsjahr der generalistischen Pflegeausbildung.
Während der einjährigen Ausbildung werden derzeit 1.140,69 € monatlich bezahlt, zuzüglich möglicher Jahressonderzahlungen (Stand 02/2020). Wie hoch die Vergütung tatsächlich ausfällt, erfahren Sie beim Ausbildungsträger.
Für die Ausbildungszeit steht jeder/jedem Auszubildenden eine Praxisanleitung in der Einrichtung zur Verfügung. Diese hat die Aufgabe die praktische Ausbildung zu begleiten. Die Lehrkraft der Berufsfachschule für Altenpflegehilfe besucht den Schüler regelmäßig in der Einrichtung und gewährleistet somit den Theorie-Praxis-Transfer.
Aufnahme in das 2. Ausbildungsjahr der 3-jährigen Pflegefachausbildung nach Beratung möglich.
Die notwendigen Theorie- und Praxisstunden werden auf einen längeren Zeitraum aufgeteilt. Dabei sind verschiedene Modelle möglich, z.B. eine Ausbildungsdauer von insgesamt 1,5 Jahren, wobei 30 Wochen theoretischer Unterricht und 52 Wochen praktische Ausbildung stattfinden. Nähere Informationen sind bei den Pflegeschulen erhältlich.
Da Schüler*innen, Auszubildende oder Studenten keine Förderung mittels eines Bildungsgutscheines vom Jobcenter erhalten können, kommt in diesen Fällen evtl. die Ausbildungsförderung durch BAföG (Bundesausbildungsförderungsgesetz) zum Tragen.
Beim Besuch einer berufsqualifizierenden Schule besteht unter Vorliegen der Fördervoraussetzungen die Möglichkeit, beim Landratsamt Ludwigsburg BAföG zu beantragen. Eine Voraussetzung ist, dass bei Ausbildungsbeginn das 30. Lebensjahr noch nicht vollendet wurde (Ausnahmen regelt das Gesetz). Außerdem wird der Besitz der deutschen oder der Staatsangehörigkeit eines der Mitgliedstaaten der Europäischen Union vorausgesetzt. Beim Besuch von Berufsfachschulen wird eine Förderung nur bei notwendiger auswärtiger Unterbringung gewährt.
Unterschieden wird in eine elternabhängige und elternunabhängige Förderung. Elternunabhängiges BAföG erhalten die Personen, die bereits eine 3-jährige Ausbildung absolviert und in diesem Beruf drei Jahre gearbeitet haben. Der Bedarfssatz richtet sich nach bestimmten Parametern und wird individuell berechnet.
BAföG-Stelle Landkreis Ludwigsburg
Personen, die eine betrieblich durchgeführte Altenpflegeausbildung nach dem Altenpflegegesetz absolvieren möchten und nicht per Bildungsgutschein förderfähig sind, haben evtl. die Möglichkeit Berufsausbildungsbeihilfe (BAB) von der Agentur für Arbeit zu beziehen. BAB wird grundsätzlich nur für die erste Berufsausbildung geleistet, in wenigen Fällen kann BAB auch für eine zweite Berufsausbildung gewährt werden. Auszubildende können BAB erhalten, wenn sie während der Berufsausbildung nicht bei den Eltern oder einem Elternteil wohnen können, weil tägliches Pendeln zwischen Ausbildungsstätte und Wohnung der Eltern oder eines Elternteils nicht zumutbar ist. Sind Auszubildende über 18 Jahre alt oder verheiratet bzw. in einer Lebenspartnerschaft verbunden oder haben mindestens ein Kind, können sie auch BAB erhalten, wenn sie in erreichbarer Nähe zum Elternhaus wohnen. Eine Berufsausbildung wird nur dann mit BAB gefördert, wenn die erforderlichen Mittel zur Bestreitung des Lebensunterhalts, für die Fahrtkosten und die sonstigen Aufwendungen nicht anderweitig zur Verfügung stehen. Die Höhe der BAB richtet sich nach der Art der Unterbringung. Eigenes Einkommen der oder des Auszubildenden wird grundsätzlich voll angerechnet. Das der Person, mit der er oder sie verheiratet oder in einer Lebenspartnerschaft verbunden ist und der Eltern nur, soweit es bestimmte Freibeträge übersteigt.
Der Bundesfreiwilligendienst ist ein Angebot an Frauen und Männer, sich außerhalb von Beruf und Schule für das Allgemeinwohl zu engagieren – im sozialen, ökologischen und kulturellen Bereich oder im Bereich des Sports, der Integration sowie im Zivil- und Katastrophenschutz. Der BFD soll möglichst vielen Menschen ein Engagement für die Allgemeinheit möglich machen.
Am BFD dürfen alle teilnehmen, die bereits die Vollschulzeitpflicht erfüllt haben, nach oben gibt es keine Altersgrenze. Damit schafft der Bundesfreiwilligendienst die erste geförderte Freiwilligenform auch für ältere Menschen, welche sich sozial für die Gesellschaft engagieren wollen.
Bei den Arbeitszeiten wurde auf die Bedürfnisse der verschiedenen Altersgruppen Rücksicht genommen. Da Jugendliche oft noch keine familiären Verpflichtungen haben, müssen diese den BFD grundsätzlich im Rahmen einer Vollzeitbeschäftigung ablegen, während für Freiwillige über 27 Jahre auch ein Teilzeitdienst von mehr als 20 Stunden wöchentlich möglich ist.
In der Regel dauert der Bundesfreiwilligendienst 12 Monate, mindestens jedoch 6 und höchstens 18 Monate. In Ausnahmefällen kann er bis zu 24 Monate geleistet werden. Der BFD orientiert sich an den gesetzlichen Grundlagen des FSJ.
Im Landkreis Ludwigsburg werden sowohl in ambulanten als auch in stationären Einrichtungen Praktikumstellen für den BFD angeboten. Der BFD bietet die Möglichkeit verschiedene Berufe Pflegebereich kennenzulernen und dadurch die Berufswahl zu erleichtern.
Nähere Informationen zum BFD unter www.bundesfreiwilligendienst.de
Personen, die Leistungen zur Grundsicherung nach dem Zweiten Sozialgesetzbuch beziehen, arbeitslos sind, einen in Deutschland anerkannten Berufsabschluss haben oder drei Jahre beruflich tätig waren (ausgenommen geringfügig Beschäftigte) oder mindestens drei Jahre eigene Kinder betreut haben und bei denen eine berufliche Eingliederung notwendig ist, haben die Möglichkeit beim Jobcenter des Landkreises Ludwigsburg einen Bildungsgutschein zu erhalten.
Förderfähig sind Schulungen bzw. Ausbildungen, für die nach bundes- oder landesrechtlichen Vorschriften eine Ausbildungsdauer von mindestens zwei Jahren festgelegt ist. Im Rahmen des Bildungsgutscheines werden anfallende Kosten (Fahrt-, Lehrgangs-, Kinderbetreuungskosten) übernommen und das Arbeitslosengeld II (ALG II) unter Anrechnung der Ausbildungsvergütung weitergewährt. Bei Alleinerziehenden bleiben der Mehrbedarf für Alleinerziehende und die Leistungen für Kinder weiterhin bestehen. In einer Bedarfsgemeinschaft beziehen die Partnerin/der Partner und die Kinder weiterhin Leistungen.
Kathrin Falke
Tel. 07141 144-42728
Die Einsatzmöglichkeiten nach einer abgeschlossenen Ausbildung im Pflegebereich sind sehr vielfältig. Die folgende Aufzählung von Diensten und Einrichtungen soll Ihnen einen Überblick über mögliche Einsatzbereiche geben.
Förderung der beruflichen Weiterbildung (Agentur für Arbeit und Jobcenter) § 81 (SGB III):
Arbeitnehmer*innen können bei beruflicher Weiterbildung durch Übernahme der Weiterbildungskosten gefördert werden, wenn
Anerkannt wird die Notwendigkeit der Weiterbildung bei Arbeitnehmer*innen wegen fehlenden Berufsabschlusses, wenn sie
nicht über einen Berufsabschluss verfügen, für den nach bundes- oder landesrechtlichen Vorschriften eine Ausbildungsdauer von mindestens zwei Jahren festgelegt ist. Arbeitnehmer*innen ohne einen solchen Berufsabschluss, die noch nicht drei Jahre beruflich tätig gewesen sind, können nur gefördert werden, wenn eine Berufsausbildung oder eine berufsvorbereitende Bildungsmaßnahme aus in ihrer Person liegenden Gründen nicht möglich oder nicht zumutbar ist. Zeiten der Arbeitslosigkeit, der Kindererziehung und der Pflege einer pflegebedürftigen Person mit mindestens Pflegegrad 2 stehen Zeiten einer Beschäftigung nach Satz 1 Nummer 1 gleich. (…)
Der Arbeitnehmerin oder dem Arbeitnehmer wird das Vorliegen der Voraussetzungen für eine Förderung bescheinigt (Bildungsgutschein). Der Bildungsgutschein kann zeitlich befristet sowie regional und auf bestimmte Bildungsziele beschränkt werden. Der von der Arbeitnehmerin oder vom Arbeitnehmer ausgewählte Träger hat der Agentur für Arbeit den Bildungsgutschein vor Beginn der Maßnahme vorzulegen. (…)
Förderfähig sind die Weiterbildungskosten, die durch die Weiterbildung unmittelbar entstehenden
Tel. Frau Weber 07141 144-48608
Tel. Herr Marhoffer 07141 144-48429
Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ)/Jahrespraktikanten
Das FSJ bietet jungen Menschen zwischen 16 und 26 Jahren die Chance, sich mit dem Berufsbild der Pflegefachkraft vertraut zu machen. Durch die Einbettung in das Gesetz zur Förderung von Jugendfreiwilligendiensten (JFDG) besteht eine umfassende gesetzliche Grundlage.
das Erfahren von Gemeinschaft, die Möglichkeit die Gesellschaft mitzugestalten,
Das FSJ dauert in der Regel 12 Monate und beginnt am 1. August oder am 1. September eines Jahres. Die Mindestdauer beträgt 6 Monate, die Höchstdauer beträgt 18 Monate, in Ausnahmefällen bis zu 24 Monaten. Das FSJ kann auch zwischen verschiedenen Einrichtungen aufgeteilt werden, Auslandseinsätze sind ebenfalls möglich. Wichtig ist, dass die verschiedenen Möglichkeiten rechtzeitig mit dem jeweiligen Träger abgeklärt werden.
Das FSJ wird ganztägig als überwiegend praktische Tätigkeit in gemeinwohlorientierten Einrichtungen, insbesondere in Einrichtungen der Wohlfahrtspflege, der Kinder- und Jugendhilfe, einschließlich der Einrichtungen für außerschulische Jugendbildung und Einrichtungen für Jugendarbeit oder der Gesundheitspflege und kulturellen Einrichtungen (Einsatzstellen) geleistet.
zum Teil Unterkunft und Verpflegung bzw. Geld dafür,
Bildungstage und Begleitseminare,
Jahresurlaub, mindestens 25 Tage bei einem 12-monatigen Einsatz,
ein qualifiziertes Arbeitszeugnis,
eine beitragsfreie Versicherung in der gesetzlichen Kranken-, Renten-, Unfall-, Arbeitslosen- und Pflegeversicherung,
die Zeit des Dienstes wird bei der Altersvorsorge (Rente) angerechnet,
Kindergeld und alle daran geknüpften staatlichen und tariflichen Folgeleistungen.
Das FSJ bietet somit eine Möglichkeit, beispielsweise den Beruf der Pflegefachfrau/des Pflegefachmannes kennenzulernen, um dadurch eine Entscheidung für die Berufswahl treffen zu können.
In manchen Einrichtungen ist es möglich, den Arbeitsbereich der Pflege kennenzulernen, auch in Form von Jahrespraktika. Im Landkreis Ludwigsburg werden sowohl in ambulanten als auch in stationären Einrichtungen Praktikumstellen für FSJ oder Jahrespraktikanten angeboten.
Nähere Informationen zum FSJ unter www.pro-fsj.de und www.fsj-baden-wuerttemberg.de
Gesundheits- und Krankenpflegehelfer*innen sind in der stationären und ambulanten Pflege tätig. Das Einsatzgebiet ist sehr vielfältig. In Krankenhäusern, Tages- und Nachtpflegezentren, in Kurzzeitpflegeeinrichtungen, Rehabilitationszentren, Seniorenheimen sowie in der häuslichen Pflege im Rahmen der ambulanten Pflege auf einer Sozialstation sind Einsätze möglich.
Abschluss: Staatlich geprüfte Gesundheits- und Krankenpflegehelferin, staatlich geprüfter Gesundheits- und Krankenpflegehelfer
Gute Deutschkenntnisse in Wort und Schrift (B2-Nachweis)
Die Ausbildung befähigt, unter Anleitung und Kontrolle durch Pflegefachkräfte bei der Durchführung ärztlich veranlasster diagnostischer und therapeutischer Verrichtungen mitzuwirken.
Unterstützung bei der Körperpflege, Mobilisation, prophylaktische Maßnahmen, Hilfestellung beim Anrichten der Mahlzeiten, Unterstützung bei der Nahrungsaufnahme, Unterstützung bei der Ausscheidung u.a. sowie die Assistenz einer Pflegefachkraft bei der Durchführung ärztlich angeordneter therapeutischer und diagnostischer Maßnahmen.
Grundsätzlich ist eine Ausbildung in Teilzeit möglich. Alle Informationen dazu erhalten Sie bei den Pflegeschulen.
Hilfreiche Fähigkeiten und Eigenschaften der Auszubildenden
Die im Folgenden dargestellten Eigenschaften wurden von Schüler*innen der Berufsfachschule für Altenpflege der Mathilde-Planck-Schule zusammengetragen.
zusammenhängend und verknüpft denken können (erst denken, dann handeln)
mit allen Sinnen beobachten können (waches Auge, aufmerksam zuhören)
beherzt anpacken und handeln können
gute Umgangs- und Benimmformen
gepflegt aussehen, damit die Bewohner nicht möglicherweise Abstand nehmen (Körpergeruch, lange Fingernägel, Schmuck ist Verletzungsgefahr)
sich für das Wohl der Bewohner interessieren und sich der Verantwortung bewusst sein
selbstbewusst und couragiert sein, erkennen wann man selbst Unterstützung benötigt
Fehler eingestehen können
mit den Persönlichkeiten verschiedener Menschen und den Eigenheiten zurechtkommen
Kritik als Möglichkeit der Weiterentwicklung ansehen
eigene Wahrnehmung gut beschreiben können
nach der Arbeit abschalten können
bei Unsicherheit zuerst fragen, dann handeln
Teamfähigkeit (nicht nur erwarten sondern leben)
Flexibilität (z.B. Schichttausch etc.)
Geduld mit anderen und mit sich selbst
Pflegefachfrauen und Pflegefachmänner sind in stationären Pflege-Einrichtungen, in Krankenhäusern, in Tages- und Nachtpflegeeinrichtungen, in Kurzzeitpflegeeinrichtungen, Seniorenbegegnungsstätten, Seniorenwohnanlagen, Rehabilitationseinrichtungen, geriatrischen Zentren sowie in der häuslichen Pflege tätig.
Schulische Vorbedingungen:
Hauptschulabschluss oder ein gleichwertiger Bildungsabschluss und eine mindestens zweijährige Berufsausbildung oder
Hauptschulabschluss und anerkannter Abschluss einer Ausbildung in der Krankenpflegehilfe oder Altenpflegehilfe, Nachweis der gesundheitlichen Eignung zur Ausübung des Berufs durch ein ärztliches Zeugnis und
Es muss mit einer Ausbildungsstelle ein Ausbildungsvertrag abgeschlossen werden.
Ausländische Bewerber, die ihren Schulabschluss nicht an einer deutschen Schule erworben haben, müssen den Schulabschluss durch das Regierungspräsidium anerkennen lassen.
Außerdem sind ausreichende deutsche Sprachkenntnisse erforderlich.
Die Ausbildung zur Pflegefachfrau bzw. zum Pflegefachmann soll die Kenntnisse, Fähigkeiten und Fertigkeiten vermitteln, die zur selbstständigen und eigenverantwortlichen Pflege einschließlich der Beratung, Begleitung und Betreuung von Menschen aller Altersstufen erforderlich sind:
Die Erhebung und Feststellung des individuellen Pflegebedarfs und Planung der Pflege
Analyse, Evaluation, Sicherung und Entwicklung der Qualität in der Pflege
Unterstützung der zu Pflegenden bei der Erhaltung und Wiederherstellung der eigenständigen Lebensführung
Erhaltung, Wiederherstellung und Förderung individueller Fähigkeiten der zu pflegenden Menschen im Rahmen von Rehabilitationskonzepten
Einleitung lebenserhaltener Sofortmaßnahmen bis zum Eintreffen der Ärztin/des Arztes
Begleitung Sterbender nach dem aktuellen pflegewissenschaftlichen und medizinischen Standard
Darüber hinaus soll die Ausbildung dazu befähigen, mit anderen in den Pflegeberufen tätigen Personen zusammenzuarbeiten und diejenigen Verwaltungsarbeiten zu erledigen, die in unmittelbarem Zusammenhang mit den Aufgaben in der Pflege stehen.
Der Unterricht findet an einer staatlichen oder staatlich anerkannten Pflegeschule statt und hat einen Umfang von mindestens 2100 Stunden. Die Unterrichtsstunden verteilen sich auf verschiedene Themenbereiche:
Der überwiegende Teil ist die praktische Ausbildung in den Ausbildungsbetrieben.
Um eine Ausbildung zur Pflegefachfrau bzw. zum Pflegefachmann zu beginnen, muss ein Ausbildungsvertrag abgeschlossen werden. Dazu muss der Kontakt zu einem Träger der praktischen Ausbildung (TPA) aufgenommen werden. Träger der praktischen Ausbildung können sein:
Einrichtungen der stationären Langzeitpflege (Pflegeeinrichtungen/Pflegeheime)
Einrichtungen der ambulanten Akut- und Langzeitpflege (Ambulante Pflegedienste)
Einrichtungen der stationären Akutpflege (Krankenhäuser)
Der TPA ist verantwortlich für die Durchführung der praktischen Ausbildung einschließlich ihrer Organisation. Die TPA haben einen Kooperationsvertrag mit einer Pflegeschule geschlossen. Vor Beginn der Ausbildung muss der Ablauf der dreijährigen Ausbildung inklusive aller praktischen Pflichteinsätze, der Schul- und ggf. Urlaubsphasen geplant sein. Diese Planung wird im Ausbildungsjahr 2020 von den Pflegeschulen im Landkreis Ludwigsburg übernommen. Erst wenn die Planung abgeschlossen ist, kann der Ausbildungsvertrag unterzeichnet werden.
Das erste und zweite Ausbildungsdrittel:
Die generalistische Pflegeausbildung sieht vor, dass die Auszubildenden einen Einblick in verschiedene praktische Bereiche der Pflege bekommt. Dazu sind Pflichteinsätze in unterschiedlichem zeitlichem Umfang im ersten und zweiten Ausbildungsdrittel vorgesehen:
Orientierungseinsatz beim Ausbildungsträger (mind. 400 Stunden)
Pflichteinsatz in der stationären Langzeitpflege (400 Stunden)
Pflichteinsatz in der ambulanten Akut- und Langzeitpflege (400 Stunden)
Pflichteinsatz in der stationären Akutpflege (400 Stunden)
Pflichteinsatz im pädiatrischen Bereich (mind. 60 Stunden)
Zu Beginn starten die Auszubildenden beim Ausbildungsträger mit einem Orientierungseinsatz beim Träger der praktischen Ausbildung. Bis zum Ende des zweiten Ausbildungsdrittels müssen die Auszubildenden die Pflichteinsätze in den aufgeführten Bereichen absolviert haben. Die Reihenfolge der Einsätze wird vor Ausbildungsbeginn im Ausbildungsplan festgelegt. Im 19. und 20. Monat (bei Teilzeit später) haben die Auszubildenden, die ihren Vertiefungseinsatz in der stationären oder ambulanten Langzeitpflege oder in der Gesundheits- und Kinderkrankenpflege haben, eine Wahlmöglichkeit. Statt dem generalistischen Abschluss kann auch eine Spezialisierung zur/zum Gesundheits- und Kinderkrankenpfleger*in bzw. zur/zum Altenpfleger*in gewählt werden. Das zweite Ausbildungsjahr endet mit einer Zwischenprüfung. Die Zwischenprüfung dient zur rein informativen Ermittlung des Ausbildungsstandes und ist nicht versetzungsrelevant. Ist das Ausbildungsziel gefährdet, wird gemeinsam mit dem Ausbildungsträger, der Pflegeschule und den Auszubildenden über geeignete Maßnahmen zur Sicherung des Ausbildungsziels beraten.
Das letzte Ausbildungsdrittel:
Im letzten Ausbildungsdrittel sind folgende Einsätze vorgesehen:
Pflichteinsatz in einem Bereich der psychiatrischen Versorgung (120 Stunden)
Vertiefungseinsatz beim Träger der Praktischen Ausbildung (500 Stunden)
Weitere, spezialisierte Einsätze (2 x 80 Stunden)
Wenn die Auszubildenden keine Spezialisierung im dritten Ausbildungsjahr gewählt haben, kann der Pflichteinsatz in allen Bereichen der psychiatrischen Versorgung gewählt werden. Während der Vertiefungseinsatz beim Ausbildungsträger absolviert wird, können die beiden flexiblen Einsätze nach den Interessen und möglichen Schwerpunkten der Auszubildenden geplant werden. Wurde eine Spezialisierung im dritten Ausbildungsjahr gewählt, muss bei allen praktischen Einsätzen ein Bezug zur Altenpflege bzw. Gesundheits- und Kinderkrankenpflege erkennbar sein. Zum Ende der Ausbildung ist eine Abschlussprüfung vorgesehen.
Der Träger der praktischen Ausbildung hat dem Auszubildenden eine angemessene Vergütung zu zahlen. Oftmals ist diese Vergütung in einem Tarifvertrag geregelt. Da es in der Pflege noch keinen allgemein verbindlichen Tarifvertrag gibt, kann die Vergütung zwischen den einzelnen Trägern der praktischen Ausbildung unterschiedlich ausfallen.
Im Folgenden werden die Ausbildungsvergütungen nach dem TVAöD besonderer Teil Pflege (West) (= Tarifvertrag für Auszubildende des öffentlichen Dienstes) dargestellt.
Ab dem 1. September 2020 finden Tarifverhandlungen im öffentlichen Dienst statt, eine Anhebung der Ausbildungsvergütungen in der Pflege ist möglich. Zusätzlich sind Jahressonderzahlungen möglich.
Verdienstmöglichkeiten als bereits ausgebildete Pflegefachkräfte finden Sie auf unserer
Homepage www.landkreis-ludwigsburg.de.
Aktuelle Verdienste finden Sie unter diesem Link:
http://oeffentlicher-dienst.info/tvoed/bund/azubi.html.
Jede Pflegeeinrichtung, in der die praktische Ausbildung stattfindet, muss eine Praxisanleitung der Auszubildenden gewährleisten. Die Lehrkräfte der Pflegeschule besuchen die Auszubildenden regelmäßig in der Einrichtung und gewährleistet somit den Theorie-Praxis-Transfer.
Karrierechancen in der Pflege:
Die Chancen als Pflegefachkraft eine Anstellung zu finden, sind sehr gut. In fast allen Bereichen, in denen Pflegekräfte arbeiten, werden neue Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gesucht.
Als Weiterbildung im Sinne beruflicher Weiterqualifizierung bestehen Möglichkeiten in den folgenden Bereichen:
Casemanager im Gesundheits- und Sozialwesen
Außerdem bestehen Möglichkeiten des Studiums im Bereich der Pflege an Hochschulen und Universitäten, wie z.B.
Die Dauer der Ausbildung kann im Umfang der fachlichen Gleichwertigkeit auf Antrag um bis zu zwei Jahre verkürzt werden, wenn eine andere abgeschlossene Berufsausbildung nachgewiesen wird.
Bei einer erfolgreich abgeschlossenen Ausbildung als Altenpflegehelfer*in, Krankenpflegehelfer*in kann die 3-jährige Ausbildungszeit auf Antrag um bis zu einem Jahr verkürzt werden.
Die notwendigen Theorie- und Praxisstunden werden auf einen längeren Zeitraum aufgeteilt. Dabei sind verschiedene Modelle möglich. Die Ausbildungszeit verlängert sich auf maximal fünf Jahre. Einzelheiten erfahren Sie direkt bei den Pflegeschulen.
Der praktische Ausbildungsträger schließt mit den Auszubildenden einen Ausbildungsvertrag und ist verpflichtet, für die gesamte Dauer der Ausbildung (auch während der Schulzeit und den Außeneinsätzen) die Ausbildungsvergütung zu bezahlen.
Pflegehelfer generalistisch
Mit dem Start der generalistischen Pflegeausbildung wird zunächst nur die Fachkraft-Ausbildung reformiert. Die Ausbildung zum Pflegehelfer/zur Pflegehelferin wird auch weiterhin in den zwei Teilbereichen Altenpflege, Gesundheits- und Krankenpflege absolviert.
Qualifizierungschancengesetz - Förderung beschäftigter Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer (Agentur für Arbeit):
Die Suche nach qualifiziertem Personal gestaltet sich in den letzten Jahren zunehmend schwerer. Hinzu kommen Herausforderungen durch neue Technologien und damit veränderte Anforderungen an Fähigkeiten von Mitarbeiter*innen.
Mit den Förderangeboten des so genannten "Qualifizierungschancengesetzes" wurden die bestehenden Fördermöglichkeiten der Bundesagentur für Arbeit ausgebaut. Das Angebot umfasst sowohl berufliche Weiterbildungen, die zu einem Berufsabschluss führen, als auch Anpassungsqualifizierungen in deren Rahmen berufliche Kenntnisse vermittelt werden.
Sofern die Weiterbildung bei einem zertifizierten Träger erfolgt und einen zeitlichen Umfang von mehr als 160 Stunden umfasst, können Zuschüsse zu den Lehrgangskosten, zu zusätzlich entstehenden Weiterbildungskosten (z.B. Fahrtkosten) sowie bei Freistellung der Mitarbeiter*innen ein Arbeitsentgeltzuschuss gewährt werden.
Im Rahmen einer frühzeitigen Beratung kann gemeinsam mit dem Arbeitgeber erarbeitet werden welche Qualifizierung das Unternehmen und die Mitarbeitenden weiterbringt. In diesem Rahmen werden auch die detaillierten Fördermodalitäten besprochen
Schema der Ausbildungswege (grafische Darstellung)
Das Studium vermittelt neben den Inhalten der beruflichen Ausbildung u. a. Kompetenzen zur Steuerung und Gestaltung hochkomplexer Pflegeprozesse, zur Erschließung der neuesten pflegewissenschaftlichen Erkenntnisse und für eine kritisch reflexive Auseinandersetzung mit theoretischem wie praktischem Pflegewissen. Auch die Fähigkeit zur Mitwirkung an der Qualitätsentwicklung gehört dazu.
Im Landkreis Ludwigsburg werden Studiengänge an der evangelischen Hochschule und am Klinikum Ludwigsburg-Bietigheim in Kooperation mit der Paracelsus Medizinischen Privatuniversität Salzburg angeboten.
https://www.eh-ludwigsburg.de/studium/studienangebot/bachelorstudiengaenge/pflege-ausbildungsintegriert-ba/
bzw. https://www.rkh-karriere.de/studium/studium-in-der-pflege/ausbildungsintegriertes-bachelorstudium-pflege/
Die Vergütungen in der Pflege richten sich i.d.R. nach einem Tarifvertrag. In den vorliegenden Beispielen wurde der Tarifvertrag des öffentlichen Dienstes zugrunde gelegt. Im Tarifbereich des TVöD BT-B richtet sich das Gehalt nach einem so genannten Tabellenentgelt.
Die Vergütung setzt sich aus dem Tabellenentgelt des Tarifvertrags und ggf. weiteren Zulagen zusammen. Das Tabellenentgelt wird anhand der Berufserfahrung in der Pflege festgelegt.
Je nach Einsatzbereich wird außerdem noch Schichtzulage, Pflegezulage, Zuschläge für Arbeit an Sonn- und Feiertagen oder für Nachtarbeit zwischen 21:00 und 6:00 Uhr gewährt.
Im November wird eine Jahressonderzahlung in Höhe von
für die Entgeltgruppen 1 - 8: 90 %
für die Entgeltgruppen 9 - 12: 80 %
für die Entgeltgruppen 13 - 15: 60 %
Darüber hinaus erhalten Sie eine betriebliche Altersvorsorge, die fast vollständig vom Arbeitgeber finanziert wird.
Es werden alle 2 Jahre Tarifverhandlungen geführt. Die aktuellen Verdienste finden Sie hier: http://oeffentlicher-dienst.info/tvoed/bund/azubi.html.
Vergütungsbeispiel 1:
Pflegefachmann, keine Leitungsfunktion, Vollzeitstelle
Tabellenentgelt Entgeltgruppe P7, Stufe 3
Zulagen je nach Dienstplan ca.
Vergütungsbeispiel 2:
Pflegefachfrau, Leitungsfunktion, Vollzeitstelle
Tabellenentgelt Entgeltgruppe P8, Stufe 3
3.149,83 €
3.285,85 €
Vergütungsbeispiel 3:
Tabellenentgelt Entgeltgruppe P9, Stufe 3
Vergütungsbeispiel 4:
Pflegefachmann, Pflegedienstleiter, Vollzeitstelle
Tabellenentgelt Entgeltgruppe P12, Stufe 3
4.107,21 €
Die Vergütungsbeispiele wurden durch die Altenhilfe-Fachberatung des Landkreises Ludwigsburg errechnet und sind als Richtwert zu verstehen. Die tatsächliche Vergütung kann abweichen.
Herr Pümpel
Tel.: 07141 144-42013

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 § 81