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Timestamp: 2017-06-24 00:01:07+00:00

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Deshalb sollten Sie sich nicht unter Druck setzen lassen und schnellstmöglich einen Strafverteidiger hinzuziehen.IHR STRAFVERTEIDIGER
1. Welche Strafen sieht der Betrug nach § 263 StGB vor?Als Strafrahmen sieht § 263 Abs. 1 StGB für den (einfachen) Betrug Geldstrafe oder Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren vor. Der besonders schwere Fall des Betruges ist in § 263 Abs. 3 StGB geregelt. Für den besonders schweren Fall des Betruges ist als Strafrahmen Freiheitsstrafe von sechs Monaten bis zu zehn Jahren vorgesehen. Der Verbrechenstatbestand des gewerbsmäßigen Bandenbetrugs nach § 263 Abs. 5 StGB kann mit Freiheitsstrafe von einem Jahr bis zu zehn Jahren bestraft werden.
Zu welcher Strafe ein Angeklagter für einen Betrug im Einzelfall verurteilt wird, ist von einer Vielzahl von Faktoren abhängig. Beim Betrug spielen unter anderem Geständnis, Nachtatverhalten, Schadenswiedergutmachung bzw. Täter-Opfer-Ausgleich (TOA) eine Rolle. Deshalb sollten Sie sich vor Äußerung zur Sache und Abgabe eines Geständnisses von einem im Strafrecht tätigen Rechtsanwalt beraten lassen.2. Wann ist ein Betrug nach § 263 StGB gegeben?Der Grundtatbestand des Betruges in § 263 Abs. 1 StGB hat drei Voraussetzungen: Der Täter eines Betruges muss (1.) durch Vorspiegelung falscher Tatsachen oder Entstellung, Unterdrückung wahrer Tatsachen (2.) beim Geschädigten ein Irrtum erregen und (3.) sich oder einem Dritten einen Vermögensvorteil verschaffen.3. Welche besonderen Arten des Betrugs gibt es?Der Straftatbestand des Betruges tritt in verschiedenen Varianten auf:a) Anstellungsbetrug
Strafe Betrug Rechtsanwaltc) Einmietbetrug
Im Gegensatz zum zuvor besprochenen Warenbetrug ist Täter des Warenkreditbetruges ein vermeintlicher Käufer, der unter Vortäuschung seiner Zahlungsfähigkeit und –willigkeit Waren bestellt, sich liefern lässt und schließlich nicht bezahlt.4. Wann liegt ein besonders schwerer Fall des Betruges (§ 263 Abs. 3 StGB) vor?Ein besonders schwerer Fall des Betruges ist bei Verwirklichung eines der Regelbeispiele des § 263 Abs. 3 StGB gegeben. Danach liegt ein besonders schwerer Betrug bei (a)) gewerbsmäßiger oder (b)) bandenmäßiger Begehung, (c)) Herbeiführung eines Vermögensverlusts großen Ausmaßes, (d)) Absicht der Herbeiführung einer Gefahr des Verlustes von Vermögenswerten einer großen Anzahl von Personen, (e)) wenn eine andere Person durch den Betrug in wirtschaftliche Not gebracht wird, (f)) die Stellung oder Befugnis als Amtsträger missbraucht wird oder (g)) ein Versicherungsfall vorgetäuscht wird, vor.a) Beim gewerbsmäßigen Betrug handelt der Täter in der Absicht, sich durch die wiederholte Tatbegehung eine fortlaufende Einnahmequelle von einiger Dauer und einigem Umfang zu verschaffen. Beispiele für den gewerbsmäßigen Betrug sind BaföG-Betrug und Sozialleistungsbetrug.
§ 263 Abs. 3 StGB – besonders schwerer Betrugg) Der besonders schwere Betrug durch Vortäuschen eines Versicherungsfalles setzt zunächst eine Vortat voraus. Durch diese Vortat muss eine Sache von bedeutendem Wert in Brand gesetzt oder durch Legung des Brandes ganz oder teilweise zerstört worden sein. Alternativ ist ein Schiff zum Sinken oder Stranden zu bringen. Ein bedeutender Wert liegt ab 1000 € vor. Weiterhin muss der Täter in der Folge die Versicherung über den Versicherungsfall täuschen.5. Was ist ein gewerbsmäßiger Bandenbetrug gemäß § 263 Abs. 5 StGB?Das Verbrechen eines gewerbsmäßigen Bandenbetruges ist gegeben, wenn der Betrug kumulativ gewerbsmäßig und bandenmäßig (siehe oben) handelnd begangen wird.Tipp vom Strafverteidiger: Schweigen ist Gold! Als Beschuldigter in einem strafrechtlichen Ermittlungsverfahren haben Sie ein umfassendes Schweigerecht. Sie müssen sich nicht belasten und keine Angaben zur Sache machen. Beim Betrug sind viele unterschiedliche Ansätze für eine Strafverteidigung denkbar. Aus diesem Grunde empfehle ich Ihnen zur Vermeidung von Nachteilen die zeitnahe Beauftragung eines im Strafrecht tätigen Rechtsanwalts.Erstberatung?SchnellkontaktRechtsanwalt Strafrecht MünchenSie haben offene Fragen. Sie wissen nicht, ob Sie einen Anwalt benötigen? Im Rahmen der Erstberatung ist eine erste Einschätzung Ihres Falls und der zu erwartenden Kosten möglich. Außerdem kann die weitere Vorgehensweise geklärt werden. Gerne können Sie unter 089/228433-55 kurzfristig einen Termin zur Erstberatung vereinbaren.Telefonisch können Sie mich unter 089/228433-55 erreichen. Oder schreiben Sie mir eine E-Mail.Rechtsanwalt Martin Kämpf ist Fachanwalt für Strafrecht und ausschließlich im Strafrecht sowie Bußgeldverfahren tätig. Weitere Informationen zum Strafverteidiger.Quellennachweis Lichtbild: Eva-Maria Roßmann und Florentine – www.pixelio.deRelated Posts

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