Source: https://ask-steuerberatung.de/steuervorteile-fuer-arbeitgeber-und-arbeitnehmer/
Timestamp: 2020-01-28 12:01:59+00:00

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Steuervorteile für Arbeitgeber und Arbeitnehmer | ASK Steuerberatung
1. Steuer- und sozialversicherungsfreie Sachbezüge (Gutscheine) bis 44€/Monat
2. Steuer- und sozialversicherungsfreie oder pauschalbesteuerte Fahrtkostenerstattung (inkl. BahnCard100 und Job-Ticket)
3. Steuer- und sozialversicherungsfreie Privatnutzung betrieblicher Computer und Handys, Smartphones, Notebooks, Tablets (§ 3 Nr. 45 EStG)
4. Firmenwagen mit privater Nutzung
5. Steuer- und sozialversicherungsbefreite Arbeitgeberbeiträge zur betrieblichen Altersvorsorge
6. Steuerfreie Arbeitgeberleistungen zur Gesundheitsförderung (§ 3 Nr. 34 EStG)
7. steuer- und sozialversicherungsfrei gewährter Kindergartenzuschuss durch den Arbeitgeber (§ 3 Nr. 33 EStG)
8. Steuerfreie Sonn-, Feiertags- und Nachtzuschläge (3b EStG)
9. steuerbegünstigte Mahlzeitengestellung durch den Arbeitgeber
10. Steuer- und sozialversicherungsfreie Gestellung von Getränken
11. steuer- und sozialversicherungsfreie/ pauschalbesteuerte Erholungsbeihilfen (z.B. für eine Kur)
12. pauschalversteuerte kostenlose oder vergünstigte Übereignung von Computer, EDV inkl. Zubehör
13. pauschalversteuerte bzw. anteilig steuer- und sozialversicherungsfreie Erstattung von Internetzugangskosten durch den Arbeitgeber
14. steuer- und sozialversicherungsfreie Erstattung von Umzugskosten
15. steuer- und sozialversicherungsfreie Belegschafts- oder Personalrabatte
16. steuer- und sozialversicherungsfreie Betriebsveranstaltungen
17. zinslose oder zinsverbilligte Arbeitgeberdarlehen
18. steuer- und sozialversicherungsfreie Erstattung für Heimarbeitsplatzkosten
19. steuer- und sozialversicherungsfreie Trinkgelder
20. Mitarbeiterbeteiligungsmodelle (§ 3 Nr. 39 EStG)
21. steuer- und sozialversicherungsfreie Betreuung von Kindern und pflegebedürftigen Angehörigen bei betrieblicher Mehrarbeit (§ 3 Nr. 34a EStG)
22. Abfindungen steuerlich optimieren
23. nebenberufliche pädagogische und pflegende Tätigkeiten (Übungsleitersteuerfreibetrag § 3 Nr. 26 EStG)
24. Ehrenamtssteuerfreibetrag für gemeinnützige, mildtätige oder kirchliche Nebentätigkeiten (§ 3 Nr. 26a EStG)
Als Sachbezug ist hier die nicht in Geld bestehende Zuwendung des Arbeitgebers gemeint. Ein
Sachbezug liegt u.a. auch vor, wenn
der Arbeitgeber dem Arbeitnehmer einen Gutschein über einen in Euro lautenden Höchstbetrag zuwendet oder
der Arbeitgeber dem Arbeitnehmer das Recht einräumt, auf Kosten des Arbeitgebers an einer Tankstelle auf Kosten des Arbeitgebers zu tanken oder
Gutscheine für Sachbezüge können beispielsweise sein:
Fitnesskursgebühren (Achtung: nur bei monatlicher Zahlung).
Prepaid-Kreditkarten (Achtung: Barabhebung-, Dispo-, Überweisungsfunktion muss deaktiviert werden. Analog des Job-Tickets fällt Bereitstellungs- bzw. Setup-Gebühr nicht unter die 44€-Grenze).
Es ist grundsätzlich nach der BFH-Rechtsprechung egal, ob ein Gutschein vorher gewährt wird oder eine vorher genehmigte Kostenerstattung durch den Arbeitgeber nach Verauslagung durch den Arbeitnehmer nach dem Kauf erfolgt.
Kein Sachbezug, sondern steuerpflichtiger Arbeitslohn, liegt immer dann vor, wenn der Arbeitnehmer anstelle des Sachbezuges Barlohn fordern kann. Dies gilt auch dann, wenn der Arbeitgeber den Umtausch in Bar nicht schriftlich ausschließt.
Anbei eine Musterformulierung:
Vereinbarung über eine Sachzuwendung gemäß § 8 Abs. 2 Satz 11 EStG
(Name und Anschrift des Arbeitgebers)
(Vor- und Nachname, Anschrift des Arbeitnehmers)
Der Mitarbeiter erhält von Arbeitgeber monatlich das Recht, bei
Waren und Dienstleistungen bis zu einem Wert von 44 Euro zu erwerben bzw. in Anspruch zu
nehmen. Eine alternative Auszahlung in Barlohn oder ein Weiterverkauf sind ausgeschlossen.
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Diese Vereinbarung sollte in der Personalakte aufbewahrt werden.
Bei nachgelagerten Erstattungen, aber auch bei normalen Auszahlungen, empfiehlt es sich auch den entsprechenden (Kauf)Beleg in die Personalakte aufzunehmen.
Liegen Aufmerksamkeiten zu einem besonderen Ereignis (z.B. zur Heirat, Geburtstag, Kindesgeburt) unter 60€ vor, so sind die Aufmerksamkeiten steuer- und sozialversicherungsfrei und fallen auch nicht unter den Sachbezugsgrenze von 44€.
Die Fahrtkostenerstattungen können entweder mit 0,30€/Km oder mit den tatsächlich nachgewiesenen, höheren IST-Kosten.
Der Arbeitgeber kann nur Reisekosten in der Höhe erstatten, wie sie beim Arbeitnehmer als Werbungskosten steuerlich akzeptiert würden. Eine oberhalb den tatsächlichen Kosten erstattete steuerfreie Reisekostenerstattung, ist mit Ausnahme der anhand des pauschalen Kilometerkostensatzes von 0,30€/Km bei tatsächlichen niedrigeren IST-PKW-Kosten, grundsätzlich nicht möglich.
Neben der steuerfreien Erstattung kann es zu einem weiteren Steuervorteil kommen: Liegen beim Arbeitnehmer also keine anderen hohen Werbungskosten vor, weil der Arbeitgeber die Reisekosten erstattet, kann der Arbeitnehmer trotzdem weiterhin den Arbeitnehmer- Werbungskostenpauschbetrag in Höhe von 1.000€ in Anspruch nehmen, obwohl keine Werbungskosten vorliegen.
Höhere Vorteile durch die steuerfreie Reisekostenerstattung entstehen bei der Sozialversicherung, da die Erstattung sozialversicherungsfrei ist.
Trägt der Arbeitgeber die Kosten für Sammelfahrten des Arbeitnehmers zwischen Wohnung und Arbeitsstätte, bleibt der geldwerte Vorteil steuer- und sozialversicherungsfrei, wenn
(1) keine ausreichende Anbindung mit den öffentlichen Verkehrsmitteln besteht.
(2) Die gesamte Organisation muss der Arbeitgeber übernehmen und
(3) eine besondere Rechtsgrundlage, wie eine Betriebsvereinbarung, getroffen wird.
Der Arbeitgeber kann bspw. hierzu ein Fahrzeug selber stellen oder ein Busunternehmen beauftragen.
Unternimmt ein Arbeitnehmer häufige Dienstreisen, so darf der Arbeitgeber auch eine BahnCard100 bezahlen, wenn er dabei günstiger fährt als ohne. Der Arbeitnehmer muss keinen geldwerten Vorteil versteuern. Der Arbeitgeber muss die Günstigerprüfung dokumentieren bzw. nachweisen.
Die Überlassung verbilligter oder kostenloser Fahrkarten (Job-Ticket) führt grundsätzlich zu einem geldwerten Vorteil, der steuer- und sozialversicherungspflichtig ist.
Zulässig und regelmäßig vorteilhaft ist eine Lohnsteuerpauschalisierung mit 15%.
Vorsicht ist bei Jahresfahrscheinen geboten, da diese bei Übergabe des Jahresfahrscheins in einem Monat als zugeflossen gelten und damit regelmäßig nicht unter die 44€-Monatsgrenze fallen. Gerettet werden kann dies, wenn der Arbeitgeber dem Arbeitnehmer die Fahrberechtigungen monatsweise ausgibt oder bei Chipkarten monatsweise eine Freischaltung erfolgt.
Beachte: Der 44€-Sachbezug oder ein verbilligtes Mitarbeiter-Jobticket von Beförderungsunternehmen bis zu 1.080€ ist auf die Entfernungspauschale beim Arbeitnehmer mindernd anzurechnen und reduziert den Steuervorteil.
Lohnsteuer- und sozialversicherungsfrei ist die private Nutzung von betrieblichen Telekommunikationsgeräten und Computern, d.h. der „geldwerte“ Vorteil für eine Privatnutzung muss nicht als Gehaltsbestandteil versteuert werden.
Die Voraussetzung für die Steuerfreiheit ist, dass der Arbeitgeber Eigentümer, Mieter oder Leasingnehmer sein muss und nicht der Arbeitnehmer.
Eine Mitbenutzung durch die Familienmitglieder ist für die Steuerfreiheit unschädlich. Insoweit können Sie Ihren Arbeitnehmern auch mehrere Geräte überlassen.
Internet- oder Festnetzanschlüsse daheim können leider nicht steuerfrei vom Arbeitgeber erstattet werden. Hier greift ggf. eine pauschalisierte Lohnbesteuerung. Etwas Anderes gilt bei Heimarbeitsplätzen.
Die private Nutzung von Firmenwagen ist als geldwerter Vorteil der Lohnsteuer und Sozialversicherung zu unterwerfen.
Für die Ermittlung des geldwerten Vorteils für die Privatnutzung eines Firmenwagens gibt es zwei Möglichkeiten:
die pauschale so genannte 1%-Regelung (monatlich 1% des Listenherstellerbruttopreises zuzüglich monatlich 0,03% pro Entfernungskilometer für Fahrten zwischen Wohnung und Arbeitsstätte oder ggf. zuzüglich 0,002% pro Entfernungskilometer für jede tatsächliche Familienheimfahrt),
Fahrtenbuchmethode: Ermittlung der tatsächlichen Kfz-Kosten und Aufteilung anhand eines Fahrtenbuchs.
Inwieweit ein Steuervorteil durch einen Firmenwagen erzielt werden kann, ist abhängig von dem Ausmaß der privaten Nutzung, der Ermittlung (Fahrtenbuch oder 1%-Regel) und kann nur im Einzelfall beurteilt werden.
Wenn ein Firmenwagen ausschließlich für betriebliche Fahrten gestellt wird, sollte ein Ausschluss der Privatnutzung arbeitsrechtlich vereinbart werden.
Bitte beachten Sie, dass bereits eine Privatnutzung grundsätzlich vorliegt, wenn der Firmenwagen für Fahrten zwischen Wohnung und Arbeitsstätte genutzt wird.
Arbeitgeber können ihre Arbeitnehmer durch Zusage einer betrieblichen Altersvorsorge (z.B. Versorgungsrente bei Erreichen eines bestimmten Alters) mehr an ihr Unternehmen binnen.
Die Möglichkeiten einer betrieblichen Altersversorgung sind mannigfaltig und es empfiehlt sich einen Versicherungsexperten, welcher sich auf Altersvorsorgeberatung spezialisiert hat, hinzuzuziehen.
Grundsätzlich gibt es fünf verschiedene Durchführungswege der betrieblichen Altersvorsorge: die Direktzusage (Pensionszusage) und die Zusage über eine Unterstützungskasse unmittelbar durch den Arbeitgeber, die Pensionskasse, Pensionsfonds und Direktversicherungen als mittelbare Altersvorsorgewege. Die betriebliche Altersvorsorge kann „arbeitgeberfinanziert“, „arbeitnehmerfinanziert“ und „mischfinanziert“ werden.
Davon unabhängig hat seit 1. Januar 2002 jeder pflichtversicherte Arbeitnehmer einen Anspruch gegen seinen Arbeitgeber, Teile seines Gehalts wie Urlaubs- oder Weihnachtsgeld in eine betriebliche Altersversorgung umzuwandeln. Dies nennt man Entgeltumwandlung.
Der Arbeitgeber kann für seine Arbeitnehmer für das Kalenderjahr 2016 bis zu 4 % vom Bruttogehalt des Arbeitnehmers steuer- und sozialversicherungsfrei als Beiträge zu einer Direktversicherung, Pensionskasse, Unterstützungskasse oder Pensionsfonds einzahlen.
Maximal können jedoch für Besserverdiener nur 2.976 € jährlich bzw. 248 € monatlich steuer- und sozialversicherungsfrei für eine Versorgungszusage im Wege des Pensionsfonds, der Pensionskasse und der Direktversicherung gemäß § 3 Nr. 63 EStG genutzt werden.
Wurde die Versorgungszusage nach dem 31.12.2004 erteilt, erhöht sich der vorstehende Freibetrag um weitere 1.800€ p.a.. Hierbei ist zu beachten, dass diese 1.800€ zwar steuerfrei aber nicht mehr sozialversicherungsfrei sind.
Die erzielbaren Steuervorteile sind also:
Der Arbeitgeber kann die geleisteten Beiträge als Betriebsausgaben abziehen, was wiederum zu einer Steuersenkung führt.
Der Arbeitnehmer kann durch Gehaltsumwandlung Teile seines steuerpflichtigen Gehalts unter Nutzung der vorstehenden Steuerfreibeträge in steuerfreies Einkommen in Höhe der Arbeitnehmereinzahlungen in die betriebliche Altersvorsorge umwandeln.
Ein weiterer Steuervorteil kann dadurch entstehen, wenn der Höchstbetrag nicht in früheren Jahren ausgeschöpft wurde, kann er bei Beendigung des Arbeitsverhältnisses nachträglich für die letzten 6 Jahre bis zur Ausschöpfung der Jahreshöchstbeträge in Anspruch genommen werden.
Für umlagefinanzierte Pensionskassen gilt ein verringerter Höchstbetrag von nur 2% ohne die Erhöhung um weitere 1.800€.
Voraussetzung für die Steuerbefreiung ist u.a. ein bestehendes erstes Arbeitsverhältnis; hierbei kann es sich auch um ein geringfügiges Beschäftigungsverhältnis oder eine Aushilfstätigkeit handeln.
Durch eine steuerfreie Übertragung des ehelichen Versorgungsausgleichs an den Ehegatten kann ein Steuervorteil erzielt werden, so dass hierdurch der Versorgungsfreibetrag gemäß § 19 Abs. 2 EStG zweimal genutzt werden kann. Ein weiterer Steuervorteil kann sich daraus ergeben, wenn der Versorgungsbeginn des Ehegatten früher liegt, da der Versorgungsfreibetrag jährlich bis 2040 abnimmt.
Gewisse Maßnahmen zur Gesundheitsförderung kann der Arbeitgeber seinen Arbeitgebern lohnsteuer- und sozialversicherungsfrei bis zu 500€ p.a. erstatten (Freibetrag). Beim Arbeitgeber sind die Kosten uneingeschränkt als Betriebsausgabe abzuziehen.
Wenn Sie Ihren Arbeitnehmern mehr als 500€ p.a. zukommen lassen, ist dies für die ersten 500€ steuerunschädlich, nur unterliegt der darüberhinausgehende Betrag grundsätzlich der Lohnsteuer und Sozialversicherungspflicht. Eine pauschalisierte Lohnversteuerung ist leider nicht möglich.
Ist der Betrag von 500€ überschritten, so tritt eine Steuer- und Sozialversicherungspflicht nur dann nicht ein, wenn die gesundheitsfördernde Maßnahme im ganz überwiegenden Interesse des Arbeitgebers ist (z.B. bei Fitnessvoraussetzung für eine Pilotentätigkeit). Damit bleibt diese Ausnahme tatsächlich eine Ausnahme.
Um die Erstattung pro Kopf bei Gruppenleistungen zu erhalten, teilen Sie die Gesamtkosten der Sachzuwendung durch die Anzahl der teilnehmenden Mitarbeiter.
allgemeine Vermeidung von Mangel- und Fehlernährungen sowie Vermeidung von Übergewicht (z.B. Ernährungsberatung)
Stressbewältigung und Entspannung (z.B. Führungskräftetraining zur Konfliktbewältigung, autogenes Training, Meditations-, Tai Chi-, Qigong-Kurse)
Einschränkung des Suchtmittelkonsums (z.B. allgemeine Förderung des Nichtrauchens)
Welche Maßnahmen genau unter § 20, 20a SGB V fallen, können Sie im Leitfaden „Leitfaden Prävention“ auf der Internetseite des GKV-Spitzenverbandes nachlesen.
Die Gesundheitsförderung kann sowohl als Barzuschuss als auch als Sachzuschuss (z.B. Kurse/Massagen im Betrieb) erfolgen.
Wichtig für Arbeitgeber ist die Dokumentation über die zweckgebundene Steuerbefreiung, also bitte immer Rechnung, Quittung oder Eigenbeleg durch den Mitarbeiter geben lassen und in der Personalakte ablegen. Bei Gruppenleistungen muss der Arbeitgeber bspw. eine Teilnehmerliste führen.
Nicht begünstigt ist die Übernahme von Mitgliedsbeiträgen zu Sportvereinen oder Fitnessstudios. Hiervon ausgenommen ist jedoch z. B. ein Rückenschulungskurs im Fitnessstudio (Zweckgebundenheit der Gesundheitsförderung).
Mitgliedsbeiträge zu Sportvereinen oder Fitnessstudios können bei monatlicher Zahlung ggf. als Sachbezug unter 44€ steuerfrei vom Arbeitgeber übernommen werden (s.o.).
Die Steuerbegünstigung gilt auch für Selbständige und Unternehmer, die als natürliche ebenfalls an der Gesundheitsförderung teilnehmen können.
Der Arbeitgeber kann seinen Arbeitnehmern lohnsteuer- und sozialversicherungsfrei einen Zuschuss zum Kindergartengeld zahlen. Dies gilt auch bei Kitas oder Tagesmüttern.
Das schöne hierbei ist, dass keine betragsmäßige Begrenzung hinsichtlich der Steuerfreiheit existiert. Auch welcher Elternteil das Kindergartengeld zahlt, ist belanglos.
Der Originalbeleg/-rechnung muss beim Arbeitgeber als Nachweis vorliegen. Eine Rechnungskopie oder ein Kontoauszug reicht nicht aus.
Sollte der Kindergartenzuschuss im Arbeitsvertrag geregelt sein, ist dies für die Steuerfreiheit laut BFH schädlich. In den Arbeitsverträgen sollten Sie immer aus steuerlichen Gründen eine Freiwilligkeitsvorbehaltsklausel aufnehmen, um nicht eine arbeitsrechtliche Verpflichtung durch „betriebliche Übung“ zu begründen.
Für tatsächlich geleistete Sonn-, Feiertags- und Nachtarbeit können folgende Zuschläge lohnsteuer- und sozialversicherungsfrei ausgezahlt werden:
Zur Grundvergütung, die die Bemessungsgrundlage für die Zuschläge bildet, gehören:
Im Umkehrschluss gehören nicht zur Grundvergütung:
Liegt kein Stundenlohn vor, ist das Grundgehalt in eine Stundenvergütung umzurechnen (Monatsgehalt geteilt durch die Summe der Wochenarbeitszeit x 4,35).
Besserverdiener sollen nicht in den Genuss der steuer- und sozialversicherungsfreien Zuschläge kommen, weswegen an einem Stundengrundlohn ab 25 €/h zwar die Steuerfreiheit erhalten bleibt, jedoch die Sozialversicherungsfreiheit wegfällt. Ab 50 €/h entfällt auch die Steuerfreiheit komplett.
Sofern keine arbeits- oder tarifrechtliche Vereinbarung Nacht-, Feier- und Sonntagszuschläge vorschreibt, kann der Arbeitgeber die steuerfreien Zulagen freiwillig zahlen, ist hierzu jedoch grundsätzlich nicht verpflichtet.
Sofern in Ihrer Branche Tarifverträge gelten, so sind diese bevorzugt anzuwenden. Eine tarifbedingte Überschreitung der vorstehenden steuerfreien Zulagen führt in Höhe der Überschreitung zu steuer – und sozialversicherungspflichtigen Einkommen.
Nicht genutzte Freibeträge an einem Arbeitstag können aufgrund der stundenweisen Betrachtung nicht auf andere Stunde des Arbeitstages übertragen werden.
Weitere Besonderheiten können sich bei Auswärtstätigkeit und den bundesweiten und internationalen Feiertagsregelungen ergeben. Ist Ihre Auswärtstätigkeit nur mit einer kurzfristigen Abwesenheit verbunden, so gelten weiter die Feiertagsbestimmungen am Ort der ersten Arbeitsstätte.
Fällt ein Feiertag auf einen Sonntag, so sind nur die obengenannten Feiertagszuschläge steuerfrei. Eine Erhöhung des Zuschlages für den Sonntag kommt nicht in Betracht.
Wird an Sonn- und Feiertagen auch nachts gearbeitet, erhöhen Nachtzuschläge die Sonn- und Feiertagszuschläge.
Auch durch Teilnahme an Geschäftsessen, durch vergünstigte Essensbereitstellung in Kantinen und die Ausgabe von Essensgutscheinen kann der Arbeitgeber seinen Arbeitnehmern einen Steuervorteil zukommen lassen.
Mahlzeiten sind alle warmen und kalten Speisen und Lebensmittel, die den Arbeitnehmern zur Verköstigung gestellt werden.
Kleine Pausensnack bspw. auf Fortbildungen sind gemäß Rechtsprechung nicht als eine Mahlzeit aufzufassen.
Die Regelungen zur Mahlzeitengestellung sind vielschichtig:
Wenn ein Mitarbeiter an Geschäftsessen mit Kunden teilnimmt oder wenn der Arbeitgeber bei unvorhergesehener Mehrarbeit den Arbeitnehmern eine Pizza oder ähnliches bestellt (z.B.: die Mitarbeiter müssen länger arbeiten, weil der Server oder eine Maschine ausgefallen ist) muss die Mahlzeit nicht als Lohnbestandteil versteuert werden, weil die Mahlzeitengestellung im ganz überwiegenden Interesse des Arbeitgebers ist.
Arbeitstägliche Essensgestellungen in Kantinen etc. oder auch Mahlzeiten auf Auswärtstätigkeiten (z.B. Frühstück im Hotel) können mit dem meist günstigeren amtlichen Sachbezugswert versteuert werden,
wenn die Mahlzeiten in einer Gaststätte oder Fremdkantine eingenommen werden, die vom Arbeitgeber in bar oder in sonstiger Weise vertraglich bezuschusst werden,
der Wert des Essensgutscheins pro Mittag oder Abendessen nicht mehr als 6,20 € beträgt, und
nur ein Essensgutschein pro Kalendertag mit der Gaststätte genutzt werden darf,
keine Barauszahlung des Essensgutscheins möglich ist und
keine Auswärtstätigkeit vorliegt (hier greift die Verpflegungsmehraufwandspauschale).
Es wird regelmäßig ein niedriger Sachbezugswert anstelle des tatsächlichen Mahlzeitenwerts besteuert. Kostet also das vom Arbeitgeber bezahlte Mittagessen beispielsweise 30€, so muss der Arbeitnehmer nur 3,10€ versteuern.
Der den Sachbezugswert übersteigende Betrag ist also eine steuer- und sozialversicherungsfreie Zuwendung des Arbeitgebers.
Belohnungsessen sind mit dem tatsächlichen Essenswert zu versteuern, sofern sie nicht unter Nutzung der 44€-Sachbezugsgrenze wiederum steuer- und sozialversicherungsfrei sind (hierzu darf die 44€-Freigrenze jedoch noch nicht bereits ausgeschöpft sein).
Bei Mahlzeitengestellungen im Rahmen einer Auswärtstätigkeit kann der Ansatz des „geringen“ amtlichen Sachbezugswertes nur vorgenommen werden, wenn die Abwesenheitszeiten weniger als 8h pro Tag beträgt.
Bei Mahlzeitengestellungen im Rahmen einer Auswärtstätigkeit mit Abwesenheitszeiten > 8h/Tag können die Verpflegungsmehraufwandspauschalen steuer- und sozialversicherungsfrei erstattet werden, die dann pro gestellter Mahlzeit entsprechend gekürzt werden.
Getränke, wie z.B. Kaffee, Wasser, Säfte, Limonade, Cola oder Tee, die der Arbeitgeber seinen Arbeitnehmern unentgeltlich oder verbilligt überlässt, sind als Aufmerksamkeiten steuer- und sozialversicherungsfrei.
Ein nur in sehr beschränkten Fällen nutzbarer Steuervorteil ist der steuer- und sozialversicherungsfreie Zuschuss von bis zu 600€/p.a. als Erholungsbeihilfe. Der Zuschuss kann bar oder als Sachbezug (z.B. Bezahlung der Unterbringung) gewährt werden.
Interessanter sind zumeist die steuerpflichtigen Erholungsbeihilfen, die mit dem günstigen Pauschalsteuersatz von 25% begünstigt besteuert werden können.
Als Unterstützung sind Erholungsbeihilfen immer dann steuerfrei, wenn
sich ein Arbeitnehmer zur Wiederherstellung seiner Arbeitsfähigkeit einer Kur unterziehen muss (daneben muss die Kur Anforderungen der Finanzverwaltung erfüllen) oder
sie zur Abwendung drohender oder bereits eingetretener Gesundheitsschäden einer typischen Berufskrankheit dienen (Die Berufskrankheit muss also typisch für den ausgeübten Beruf sein, z.B. Staublunge).
Steuerpflichtige Erholungsbeihilfen können mit einem festen Steuersatz von 25% pauschal begünstigt und ohne große Auflagen versteuert werden, wenn
sie der Erholung oder Kräftigung der Gesundheit des Arbeitnehmers dienen (z.B. Erholungsurlaub, Erholungsaufenthalte) und
die Gewährung entweder zwei Monate vor oder zwei Monate nach dem eigentlichen Erholungsurlaub erfolgt und
Die Pauschalsteuer ist vom Arbeitgeber zu tragen, kann aber auch auf den Arbeitnehmer abgewälzt werden.
Der Steuervorteil ist umso größer, je mehr der individuelle Einkommensteuersatz des Arbeitnehmers oberhalb der 25% liegt.
Die pauschalisierte Lohnsteuer ist grundsätzlich nicht auf die Einkommensteuer beim Arbeitnehmer anzurechnen.
Überträgt der Arbeitgeber dem Arbeitnehmer kostenlos oder vergünstigt (also Schenkung oder vergünstigter Verkauf)
– Computer, Notebooks, Tablets
– EDV-Zubehör (Drucker, Fax, Modem, Router, Monitor etc.)
so liegt insoweit ein zu versteuernder geldwerter Vorteil vor, der vom Arbeitgeber als Arbeitslohn ohne Sozialversicherungsabzug mit 25% pauschalversteuert werden kann.
Die Pauschalisierung setzt nicht voraus, dass die dem Arbeitnehmer übereigneten Gerätschaften auch später beruflich genutzt werden.
Die Pauschalisierung setzt nicht voraus, dass die dem Arbeitnehmer übereigneten Gerätschaften oder der bezahlte Internetzugang auch beruflich genutzt werden.
Wenn der Arbeitnehmer seinen privaten Internetzugang jedoch auch beruflich nutzt, kann der Arbeitgeber dem Arbeitnehmer steuer- und sozialversicherungsfrei die anteiligen Internetkosten als Aufwandsersatz auszahlen.
Zu Erinnerung: Die Privatnutzung von Firmen-Handys führt hingegen zu keiner Besteuerung (siehe oben).
Wenn der Erstattungsbetrag weniger als 50€/Monat beträgt, müssen Sie keine Rechnungsnachweise vorhalten. Der Arbeitgeber muss lediglich in seiner Personalakte eine entsprechende Erklärung aufbewahren. Diese Vereinbarung kann z.B. wie folgt gestaltet werden:
Vereinbarung zur Lohnsteuer Pauschalisierung der Barzuschüsse für den privaten Internetzugang
mit 25% gemäß § 40 Abs. 2 Nr. 5 Satz 2 EStG
Hiermit versichere ich, dass mir für meinen privaten Internetzugang monatliche Kosten in Höhe
von _____ Euro entstehen. Ich werde meinen Arbeitgeber unverzüglich unterrichten, sobald
meine Aufwendungen den angegebenen Betrag unterschreiten.
Es ist demnach bei Nichtüberschreitung der 50€/Monat egal, ob ggf. der Internetvertrag auf den Ehegatten lautet.
Der Arbeitgeber kann Umzugskosten lohnsteuer- und sozialversicherungsfrei erstatten, wenn eine berufliche Veranlassung vorliegt. Eine berufliche Veranlassung liegt immer dann vor, bei:
Anordnung einer Rufbereitschaft
Wieviel Umzugskosten kann der Arbeitgeber lohnsteuer- und sozialversicherungsfrei erstatten?
Sie können entweder die nachstehenden Pauschbeträge ohne Nachweis oder belegmäßig nachweislichen IST-Kosten ansetzen, wenn die IST-Kosten die Pauschbeträge übersteigen.
Für ledige Arbeitnehmer 730€
Für verheiratete Arbeitnehmer 1.460€
Für jedes Kind jeweils 322€ zusätzlich
Transportkosten (z.B. Spedition oder Miet-Lkw)
Unterrichtskosten und Nachhilfe für die Kinder (per Einzelnachweis oder Pauschale, höchst und anteilige Erstattungsgrenzen beachten)
Trinkgelder/Verpflegung für die Möbelpacker und andere Helfer
fachgerechtes Anbringen und Ändern von Vorhängen und Gardinen (jedoch nicht die Anschaffungskosten dieser Gegenstände).
Belegschafts- oder Personalrabatte liegen vor, wenn Arbeitgeber an Arbeitnehmer eigene Waren bzw. Dienstleistungen kostenlos oder verbilligt abgeben.
Der so gewährte Rabattvorteil gegenüber fremden Dritten ist grundsätzlich ein geldwerter Vorteil, der bis zu einem Betrag von 1.080 € im Jahr steuer- und sozialversicherungsfrei ist, wenn die rabattierten Waren oder Dienstleistungen nicht extra für den Arbeitnehmer hergestellt, erbracht oder vertrieben werden.
Übersteigt der durch die Rabatte gewährte Vorteil 1.080€ p.a., ist der 1.080€ übersteigende Wert steuer- und sozialversicherungspflichtig.
der durchschnittliche Preis des Arbeitgebers, der üblicherweise von Endabnehmern für die entsprechende Ware oder Dienstleistungen gezahlt wird, kann um einen Bewertungsabschlag von 4 % oder
der nachgewiesene Endpreis der günstigste Preis am Markt einschließlich aller Nebenkosten (z.B. aus dem Internet) anzusetzen.
Damit kein steuerpflichtiger Arbeitslohn entsteht, kann der Arbeitgeber
bis zu einem Freibetrag in Höhe von jeweils 110€ pro Teilnehmer je Veranstaltung
die Betriebsveranstaltung muss allen Arbeitnehmer des Betriebes, Betriebsteiles oder Abteilung offenstehen.
ob sie einzelnen Arbeitnehmern individuell zurechenbar sind oder
ob es sich um einen rechnerischen Anteil an den Kosten der Betriebsveranstaltung handelt, die der Arbeitgeber gegenüber Betriebsfremden für den äußeren Rahmen der Betriebsveranstaltung aufwendet.
Kosten für eine Betriebsveranstaltung können beispielsweise sein:
Übersteigen die Kosten 110€ (inklusive Umsatzsteuer) pro Teilnehmer, kann der 110€ übersteigende Betrag mit 25% durch den Arbeitgeber lohnpauschalversteuert werden. Jedoch entfällt insoweit für den Arbeitgeber auch das anteilige Recht auf Vorsteuerabzug.
Wenn Ihr Arbeitnehmer in finanzieller Not ist, kann der Arbeitgeber dem Arbeitnehmer durch Gewährung eines Mitarbeiterdarlehens helfen.
Mitarbeiterdarlehen bis zu einem Darlehensbetrag von 2.600€ können zinsfrei vom Arbeitgeber gewährt werden, ohne dass eine Steuer auf den Zinsvorteil zu zahlen ist.
Sofern ein Mitarbeiterdarlehen größer als 2.600€ zinsfrei oder zinsverbilligt gewährt wird, so ist zur Ermittlung des zu versteuernden geldwerten Vorteils ein Vergleichsangebot einzuholen.
Auch ein Vergleich mit einem Online-Angebot ist statthaft, nur muss hierbei auf die Vergleichbarkeit der mit dem Darlehen getätigten Investition geachtet werden (z.B. Konsumentenkredit, Immobilienfinanzierung, Sicherheitengestellung).
Der Arbeitgeber kann bis zu 10% des Grundlohns zur Abgeltung der vom Arbeitnehmer getragenen Kosten für einen Heimarbeitsplatz ohne Belegnachweise steuer- und sozialversicherungsfrei bezahlen.
Sind die Kosten für den Arbeitsplatz höher, so können diese steuer- und sozialversicherungsfrei ausgezahlt werden, wenn der Arbeitnehmer den belegmäßigen Nachweis für die Höhe dieser Kosten erbringt (R 19.13 Abs. 2 LStR).
Eine gängige Gestaltung ist auch die Vermietung Arbeitszimmer an den Arbeitgeber (BMF-Schreiben vom 13.12.2005).
Arbeitnehmer können Trinkgelder, egal in welcher Höhe, einkommensteuer- und sozialversicherungsfrei vereinnahmen. Es darf jedoch kein Rechtsanspruch auf das Trinkgeld bestehen.
Der Arbeitgeber kann Arbeitnehmer steuer- und sozialversicherungsfrei in Höhe von bis zu 360€ pro Jahr am Unternehmen beteiligen, wenn diese Beteiligungsmöglichkeit allen Arbeitnehmern angeboten wird, die zumindest 1 Jahr im Unternehmen beschäftigt sind.
Die Mitarbeiterbeteiligung kann auch durch Gehaltsumwandlung erfolgen.
Zum einen kann der Arbeitgeber Dienstleistungsunternehmen bezahlen, die den Arbeitnehmer hinsichtlich der Betreuung von Kindern und pflegebedürftigen Angehörigen beraten oder Betreuungspersonen vermitteln. Dieser steuer- und sozialversicherfreie Zuschuss ist der Höhe nach nicht begrenzt.
Zum anderen kann der Arbeitgeber bis zu 600€ für Betreuungsleistungen für Kinder und pflegebedürftige Angehörige steuer- und sozialversicherungsfrei auszahlen.
Der vorgenannte Kindergartenzuschuss ist regelmäßig großzügiger als diese Befreiung, weil die folgenden sehr restriktiven Voraussetzungen hierfür vorliegen müssen:
Die Betreuung muss aus zwingenden beruflichen Gründen nötig sein. Dies kann beispielsweise sein, wenn ein Arbeitnehmer aufgrund Krankheit von Kollegen oder anderen Arbeitsstunden mehr als seine gewöhnlichen Arbeitszeiten arbeiten muss.
Steuervorteile für Abfindungen basieren auf der sog. Fünftel-Regelung, deren Vorteile sich oft durch gezielte Verschiebung des Zahlungszeitpunktes optimieren lassen.
Die Tarifbegünstigung der Fünftel-Regelung entsteht dadurch, dass der individuelle Steuersatz nicht anhand der gesamten Einkünfte ermittelt wird (mit höheren Einkommen steigt der Steuersatz). Bei der Fünftel-Regelung werden die laufenden Arbeitseinkünfte nur um ein Fünftel der Abfindung erhöht und so der anzuwendende Steuersatz ermittelt.
Dieser zumeist geringere Steuersatz wird dann auf das volle Einkommen, also laufende (Arbeits- )Einkünfte zuzüglich der vollen Abfindung angewandt.
Haben Sie also nur die Abfindungszahlungen in einem Kalenderjahr, so müssen Sie die gesamte Abfindung versteuern mit dem niedrigen Steuersatz, der sich bei nur einem Fünftel der Abfindung ergeben würde.
Eine weitere Gestaltung ist die nachträgliche Ausschöpfung des Höchstbetrags für Versorgungszusagen (betriebliche Altersvorsorge): Wurde der Jahreshöchstbetrag nicht in früheren Jahren voll ausgeschöpft, kann er bei Beendigung des Arbeitsverhältnisses nachträglich für die letzten 6 Jahre bis zur Ausschöpfung der Jahreshöchstbeträge für bereits damals bestehende Versorgungszusagen in Anspruch genommen werden.
Über Steuer- und Sozialversicherungsfreiheit von Einnahmen bis zu 2.400€/p.a. können sich alle nebenberuflichen Helfer freuen, wenn es sich um eine
nebenberufliche Tätigkeiten (d.h. bis zu 14 Wochenstunden)
Gleiches gilt auch für die nebenberufliche
Pflege alter, kranker oder behinderter Menschen (auch Haushaltshilfe, Einkaufen, Hilfe bei Schriftverkehr) und
Eine gängige Gestaltung, bei der der Arbeitnehmer keine Abzüge bei bis zu 7.800€ Jahresbezügen hat, ist die Mini-Job-Variante mit Rentenbefreiungsantrag. Hierbei mindert der Übungsleiterfreibetrag das monatliche Einkommen um 200€ von 650€ auf 450€, so dass für die übrigen 450€ die Geringfügigkeitsgrenze nach Abzug erreicht wird. In diesem Fall zahlt der Arbeitgeber rund 115€ an Knappschaftsbeiträgen neben dem Gehalt.
Kosten für die vorstehenden Tätigkeiten oder ein Verlust können erst dann geltend gemacht werden, wenn sie den Freibetrag in Höhe von 2.400€/p.a. übersteigen. In diesem Punkt ist die Rechtsprechung noch nicht einheitlich, weswegen Sie alle Verluste erst einmal geltend machen sollten.
Eine alternative Gestaltung kann ggf. die Gründung eines gemeinnützigen Vereins sein, der im Spendenwege mehr als nur 2.400€ steuerfrei vereinnahmen kann.
Für nebenberufliche Tätigkeiten im gemeinnützigen, mildtätigen oder kirchlichen Bereich können Jahreseinnahmen bis zu 720€ steuer- und sozialversicherungsfrei bezogen werden.
Eine gängige Gestaltung, bei der der Arbeitnehmer keine Abzüge bei bis zu 6.120€ Jahresbezügen hat, ist die Mini-Job-Variante mit Rentenbefreiungsantrag. Hierbei mindert der Übungsleiterfreibetrag das monatliche Einkommen um 60€ von 510€ auf 450€, sodass für die übrigen 450€ die Geringfügigkeitsgrenze nach Abzug erreicht wird. In diesem Fall zahlt de r Arbeitgeber rund 115€ an Knappschaftsbeiträgen neben dem Gehalt.
Für eine Tätigkeit, für die Sie bereits den Übungsleiterfreibetrag geltend machen, können Sie nicht noch zusätzlich daneben den Ehrenamtsfreibetrag geltend machen. Im Umkehrschluss können Sie beide Freibeträge für unterschiedliche Tätigkeiten für einen Arbeitgeber geltend machen.
Unentgeltliche Überlassung von Computern, Handys, Tablets, Druckern, Fax und Ähnliches können auch für Ehrenämter, die den Ehrenamtssteuerfreibetrag erhalten, steuer- und sozialversicherungsfrei gewährt werden (siehe separaten Punkt).
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References: § 3
 § 8
 § 3
 § 19
 § 20
 § 40