Source: https://issuu.com/riscontrol/docs/vm_2018_02_web
Timestamp: 2020-07-12 14:24:28+00:00

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Der Versicherungsmakler 02 2018 by risControl - Issuu
Paradigmenwechsel im Versicherungsvertrieb Interview mit Dr. Klaus G. Koban, MBA, Leiter des Arbeitskreises Recht des Fachverbandes der Versicherungsmakler
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Bleib fit for 2018 Von Christoph Berghammer
DSVG und IDD-Richtlinie Natürlich hat man schon gehört, was kommt und man kann auch schon einiges über die Materie lesen. Nicht zuletzt auf der Webseite des Fachverbandes. Das Thema ist komplex und lässt niemanden in unserem Berufsstand kalt. Nachlesen ist gut. Besser ist es, wenn man einen Guide hat, einen, der einem sozusagen an der Hand nimmt und durch den Gesetzesdschungel führt. Der Fragen beantwortet, auf Abwege, generelle Vorschriften, Risiken und Gefahren hinweist. Ja, Gefahren! Denn die Strafbestimmungen der IDD-Richtlinie sind nicht zu unterschätzen. Und diesen Guide gibt es! Der Fachverband hat mit der Wirtschaftberatungskanzlei KPMG die Maklerplattform „Fit for 2018“ unter der Initiative von Dr. Klaus Koban (Arbeitskreisleiter Recht) ins Leben gerufen. Bereits im Dezember letzten Jahres startete die Aktion und gemeinsam mit zahlreicher Unterstützung der Fachgruppen konnten die erforderlichen 300 Anmeldungen bis Mitte Jänner erreicht werden. „Fit for 2018“ bietet die Möglichkeit, sich auf künftige, gesetzliche Änderungen und regulatorische Herausforderungen lebensnah vorzubereiten. Der Fachverband empfiehlt jedem Mitglied, sich bei der Plattform anzumelden und sich „Fit for 2018“ zu machen. Denn das Strafausmaß bei etwaigen Verstößen ist beachtlich. Die Umsetzung der EU-Datenschutzgrundverordnung tritt mit 25. Mai 2018 in Kraft und bringt existentielle Veränderungen der Arbeitsprozesse mit sich. Um unsere Mitglieder auf die neuen datenschutzrechtlichen Regeln der DSGVO (Datenschutzgrundverordnung) vorzubereiten, hat der Fachverband einen Kurzleitfaden herausgebracht – zugeschnitten auf unsere Branche. Dieser Leitfaden soll unse-
rer Kollegenschaft in einem kurzen Überblick die wesentlichen Punkte näherbringen, die zu Erfüllung aller Pflichten notwendig sind. Diese äußerst hilfreiche To-Do-Liste sollte jedem Versicherungsmakler vertraut sein. Viele sind schon gut auf die Veränderungen vorbereitet. Die Menge der Änderungen wird bewältigbar sein, dennoch müssen wir unsere Hausaufgaben machen. Zwar gibt es noch immer keine Information darüber, wie die Ausgestaltung der IDD-Vertriebsrichtlinie erfolgen soll, doch spätestens im Oktober werden wir es wissen. Wir sind guten Mutes, dass wir durch unseren Einsatz und unsere Arbeit im Dienste der Kollegenschaft ein positives Ergebnis erreichen werden. Die auf uns zukommende Weiterbildungsverpflichtung ist, meiner Meinung nach, keine besondere Herausforderung, sondern eine Selbstverständlichkeit. Selbstverständlich deswegen, weil wir unsere Kunden nur dann umfassend beraten und betreuen können, wenn wir uns permanent den rechtlichen Veränderungen anpassen. Eine sich immer rascher entwickelnde IT-Technologie und das steigende Lebenserwartungsalter der Bevölkerung bieten große Chancen für Versicherungsmakler und Berater. Wir haben uns zeitgerecht vorbereitet und holen unsere Kunden dort ab, wo ihr Bedarf am größten ist. Studien zeigen, dass junge Menschen bereits heute an ein Leben im Alter denken und sich der Notwendigkeit eines langfristigen, persönlichen Finanz- und Vorsorgeplans bewusst sind. Auch wenn sich in den nächsten Jahren der Versicherungsproduktemarkt verändern wird und einige Unternehmen heute schon an Online-Lösungen feilen, zeigt sich eines: Ein persönliches Gespräch, eine lebensnahe, persönliche Beratung von Mensch zu Mensch über eine individuelle Vorsorgelösung, wird einem Online-Abschluss immer noch vorgezogen. Die Weiterempfehlung ist sehr oft ausschlaggebend für die Wahl des Versicherungsmaklers. Daher lasst uns weiterempfehlbar sein. Bleibt fit for 2018!
Editorial 03 Bleib fit for 2018 06 Auf ein Neues
News & PERSONALIA 07 07 08 08 08 09 09 10 10 10 11 11 12 12 13 13
MARKT 26 26 28 28 29 30 30 31 32 33 34 35 35 38
Mobilitätsbarometer Drohnenversicherung online Mehr Investitionen in private Vorsorge Weiterbildung Arbeitsessen Wirtschaftskriminalität steigt weltweit auf Allzeithoch Leichtes Wachstum Verkauf an Phönix Immobilieninvestments dominieren Crowdfunding Europäisches Altersvorsorgeprodukt Studie über Berufseinsteiger Zahl der Insolvenzen geht zurück Digitale Beratung jetzt noch einfacher EU-Datenschutz-Grundverordnung naht
Neuer Vorstand Türkei Geschäft Vorstandsvorsitzender Auszeichnung Tirol und Vorarlberg Koordinatorin Wien Neu im Vorstand Wechsel in der Landesdirektion Niederländischer Sherlock Vorstandsressort Finanzen Neuer CEO in Kroatien Geschäftsleitung Hans Glaser-Ausstellung Neuer Regionalleiter Leiter Bankenkooperation Vorstand
TOP-THEMA 22 IDD-Umsetzung in der Zielgeraden 24 Datenschutz: Fit im Jahr 2018?
FACHVERBAND & REGIONALES 14 Smarteste Versicherungsmaklerin gewählt 14 Seminare & Termine 16 16. Informationstag
Interview 18 Paradigmenwechsel im Versicherungsvertrieb 36 Mit Herz und Verstand in die Zukunft 46 Der selbstständige Student
KOLUMNE & KOMMENTAR 42 Aus der Praxis 44 Alles was Recht ist
Auf ein Neues Von Christian Proyer, Chefredakteur
Die erste Ausgabe unserer Zeitschrift im neuen Layout ist bei unserer Leserschaft gut angekommen. Wir bedanken uns für die zahlreichen Glückwünsche und warten bei der zweiten Ausgabe gleich mit noch mehr Veränderungen auf. Die Zeitschrift des Fachverbandes soll für alle Mitglieder ein Informationsmedium sein. Daher haben wir einige Rubriken eingeführt, die ein fixer Bestandteil des Magazins werden. „Aus der Praxis“ erzählen zukünftig Versicherungsmaklerinnen und Versicherungsmakler, um ihre Erfahrungen mit gewerberechtlichen Prüfungen, mit Weiterbildungsveranstaltungen oder juristische Erfahrungen mit anderen Kollegen zu teilen. Im ersten Teil der Serie berichteten die Inhaber eines Wiener Versicherungsmaklerbüros im Interview über ihre Erfahrungen mit der MA 59. In der dritten Ausgabe unserer Zeitschrift werden Sie erstmals die Rubrik „Klare Worte“ kennenlernen. Hierzu laden wir Versicherungsmakler und Versicherungsunternehmen zu einem runden Tisch, um sich über spezielle Fragen auszutauschen. Im Laufe der Jahre werden wir so alle für die Versicherungsmakler wichtigen Themen behandeln. Die erste Runde startet in der Ausgabe 3/2018 mit dem Thema Rechtsschutzversicherung. Aber nicht nur über inhaltliche Neuigkeiten können wir berichten, auch seitens des Verlages gibt es einiges mitzuteilen. Wir sind seit vielen Jahren am Markt tätig und wissen über die oft verwirrenden Varianten der Postzustellungen. Im Sommer sind wir gewöhnt, dass viele unserer Leser plötzlich unbekannt verzogen sind und die Zeitschriften an unseren Verlag retourniert werden. Die meisten Leser sind im Herbst wieder an ihrer alten Adresse erreichbar. Die Postzustellung funktioniert und bei Adressänderungen gehen wir diesen nach und korrigieren die Dateien. Das zu den Produkten, die wir neben der Zeitschrift „Der Versicherungsmakler“ in unserem Hause versenden. Nun hat uns die Fachgruppe die Adressen für das neue Verlagsprodukt übermittelt und schon nach einigen Tagen sind etliche Exemplare wieder bei uns gelandet – wegen unvollständiger, alter oder falscher Adressen. Die Telefone in unserer Adressabteilung stehen seither auch nicht mehr still und viele, sehr viele, möchten ihre Zustel-
ladresse korrigiert bzw. verändert haben. Wir würden Ihnen, liebe Leserschaft, gerne diesen Dienst anbieten, jedoch können nur Sie selbst Änderungen von Namen, Anschriften oder Straßenbezeichnungen im Gewerbeinformationssystem Austria (GISA) vornehmen. Nur wenn diese Daten korrekt sind, können wir Ihnen eine Zustellung unserer Verlagsprodukte gewähren. Bereits im März 2015 wurden insgesamt 14 dezentrale Register zum neuen GISA zusammengefasst, unter anderem auch das Versicherungsvermittlerregister. Seit 26. März 2018 ist die Übergangsfrist zur Eintragung der GISA-Zahl auf Papieren, Schriftstücken und auch auf Homepages und allen relevanten Geschäftsunterlagen abgelaufen. Die Gewerbebehörde ist verpflichtet, das Vorhandensein der GISA-Zahl bei etwaigen Prüfungen zu kontrollieren. Aufgrund von Erfahrungsberichten empfehlen wir, dies wirklich zu beachten. Der Teufel steckt im Detail! Können Sie sich erinnern? Wir haben seit Jänner dieses Jahres eine neue Regierung und einige der altbekannten Ministerien wurden umbenannt. So auch das Bundesministerium für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft. Dieses Ministerium war in der Vergangenheit als die Beschwerdestelle für Konsumenten in ihren Geschäftsbedingungen anzugeben. Seit Jänner ist das Ministerium für Digitalisierung und Wirtschaftsstandorte zuständig. Denken Sie daran, diese Ve r ä n d e r u n g ebenfalls in IhBereits im März 2015 wurden ren Geschäftsinsgesamt 14 dezentrale Register unterlagen zu zum neuen GISA zusammengefasst, berichtigen. unter anderem auch das
Versicherungsvermittlerregister.
Neuer Vorstand VAV Versicherung
Die VAV Versicherung hat mit Dipl. oek. Sven Rabe einen neuen Vorstandsvorsitzenden. Dr. Norbert Griesmayr hat seine Vorstandstätigkeit mit Ende März 2018 beendet. Griesmayr war seit dem Jahr 2000 Vorstandsvorsitzender und hat die VAV in diesen 18 Jahren erfolgreich geführt. In seine Ära fallen unter anderem Meilensteine wie die gänzliche Erneuerung der versicherungstechnischen Informationstechnologie, die Etablierung des Online-Vertriebs und der Gewinn zahlreicher Auszeichnungen und Preise als Versicherer mit exzellentem Preis-Leistungs-Verhältnis. „Wir danken Dr. Griesmayr für seine langjährige Vorstandstätigkeit, in der er die VAV maßgeblich geprägt und mit unternehmerischer Weitsicht und Dr. Norbert Griesmayr großem persönlichen Engagement als feste Größe im österreichischen Markt und erfolgreichen Teil der VHV Gruppe etabliert hat“, erklärt Uwe H. Reuter, Aufsichtsratsvorsitzender der VAV und Vorstandsvorsitzender der VHV Gruppe. „Auch in Zukunft wollen wir
auf die Expertise von Dr. Griesmayr für die VAV nicht verzichten. Ich werde daher der Hauptversammlung vorschlagen, ihn zum Aufsichtsrat der Gesellschaft zu wählen“, so Reuter Dipl. oek. Sven Rabe weiter. Zu seinem Nachfolger wurde Dipl. oek. Sven Rabe berufen. Der 45-Jährige in Hannover gebürtige Deutsche ist bereits seit 2009 im Vorstand der VAV und hat in den letzten Jahren sukzessive wichtige Verantwortungsbereiche – weit über die des FiDr. Norbert nanzvorstandes Griesmayr: „Die VAV hinaus – überist ein wunderbares nommen. Davor war Rabe für die Unternehmen und fit VHV Gruppe, für die Zukunft. Ich bin die Konzernmutsehr glücklich darüber, ter mit Sitz in meine Arbeit als Hannover, tätig. Vorstandsvorsitzender Gemeinsam mit jetzt abschließen und in Dipl.-Ing. Chriseine neue Rolle schlüpfen tian Sipöcz (39) zu können. Ich bleibe der wird er ab April VAV und der VHV Gruppe das Unterneheng verbunden.“ men leiten.
Türkei Geschäft Talanx
In der Türkei hat die Talanx Tochter „HDI Sigorta“ einen Marktanteil von 2,5 Prozent. Der Konzern will sein Engagement am türkischen Markt nun verstärken. Geplant ist eine Übernahme von 99,4 Prozent der Anteile an der Liberty Sigorta A.S., der türkischen Sachversicherungsgesellschaft der US-amerikanischen Liberty Mutual Gruppe. Die Akquisition in der Türkei, auf die sich beide Unternehmen geeinigt haben, ermöglicht es
der Talanx, ihre Präsenz in einem der Kernmärkte der Gruppe zu stärken. Die Transaktion bedarf noch der Zustimmung der relevanten Aufsichtsbehörden und soll im ersten Halbjahr 2018 abgeschlossen werden. HDI Sigorta operiert seit 2006 im türkischen Markt für Sachversicherungen. Die Gesellschaft bietet Versicherungsleistungen über ihre 305 Mitarbeiter, neun regionale Standorte und mehr als 1.350 Versicherungsmakler und -agenten sowie 1.200 Bankfilialen an. Im Jahr 2016 betrug das Bruttoprämienvolumen von HDI Sigorta 261 Millionen Euro.
Mag. Hermann Fried hat mit 1. April den Vorsitz des Vorstandes der slowakischen Konzerngesellschaft Komunálna poist’ovňa übernommen. Der bisherige Vorstandsdirektor der Wiener Städtischen Versicherung übernimmt zudem die neue Koordinationsstelle Krankenversicherung für die Vienna Insurance Group. Mag. Hermann Fried, geboren 1964 in Wien, studierte Betriebswirtschaft und ist Experte im Bereich Krankenversicherung. Bevor er im Jahr 1998 in die Wiener Städtische Versicherung eintrat, war er unter anderem für den
Hauptverband der österreichischen Sozialversicherungsträger und den NÖ Gesundheits- und Sozialfonds tätig. NebenMag. Hermann Fried beruflich war Mag. Fried wissenschaftlicher Leiter des Ludwig Boltzmann Instituts für Gesundheitsökonomie sowie Experte für Krankenversicherung im Zukunftsforum des Bundeskanzleramts.
Auszeichnung Prok. Mag. Michaela Attermeyer wurde zur „Pension Personality of the Year“ der DACH Region gekürt. Die Auszeichnung wurde im Rahmen des „Institutional Investor Swiss, German & Austrian Summit“ verliehen. Sie verantwortet seit 2006 den Bereich Veranlagung der VBV-Pensionskasse AG. Michaela Attermeyer ist eine ausgewiesene Spezialistin in Sachen Asset-Liability-Management, innovativer Veranla-
gung und Weiterentwicklung der Systeme, Strukturen und Prozesse. Ihr aktuelles Augenmerk liegt auf innovativen ESG- und Nachhaltigkeitsstrategien. Als Mitglied in den Investment Advisory Boards mehrerer nationaler und internationaler Immobilienfonds und -gesellschaften wirkt sie maßgeblich an deren Strategie mit, insbesondere auch an deren Strategien im Bereich Umwelt, Soziales und Governance.
Tirol und Vorarlberg VAV Versicherung
Wolfgang Pfauser ist neuer Regionalleiter Tirol/Vorarlberg im Maklerund Agenturvertrieb bei der VAV Versicherungs-AG. Der gebürtige Innsbrucker bringt über 11 Jahre Erfahrung in der Versicherungsbranche mit und war zuletzt im Key Account KMU mit Schwerpunkt Baubranche bei Steinmayr & CO Insurance Brokers tätig. Davor sammelte er umfangreiche Erfahrung im Innen- und Außendienst bei verschiedenen Versicherungsmaklern und Versicherungsunternehmen. Wolfgang Pfauser: „Die VAV steht für innovative Produkte zu dauerhaft günstigen Preisen. Ich freue mich
daher besonders darauf, diesen Erfolgsweg gemeinsam mit unseren unabhängigen Vertriebspartner weiterzugehen und diese bestmöglich dabei Wolfgang Pfauser zu unterstützen.“ Privat liebt es Wolfgang Pfauser die Welt zu erkunden und auf Reisen zu sein. Wenn der musikalische Innsbrucker einmal nicht unterwegs ist verbringt er seine Freizeit am liebsten beim Sport.
Koordinatorin Wien DONAU Brokerline
Bianca Reindl hat die Aufgabe der Koordinatorin in der DONAU Brokerline Wien übernommen. Sie zeichnet damit für 15 Mitarbeiter verantwortlich, die gemeinsam die Vertriebspartner der DONAU in Wien umfassend betreuen. Reindl startete ihre Laufbahn in der Versicherungswirtschaft nach ihrer Matura am Theresianum in Wien im Jahr 2008. Nach ihrer Tätigkeit als geprüfte Vermögensberaterin bei einem Makler hatte sie verschiedene Vertriebspositionen bei einer Versicherung inne. Vor ihrem Einstieg bei der DONAU im März 2017 war sie mehr als drei Jahre lang erfolgreich in der Makler- und Agenturbetreuung bei der Wüstenrot Versicherung aktiv. „Die DONAU hat sich das strategische Ziel gesetzt, als kundenorientiertester Versicherer wahrgenommen zu werden. Für die DONAU Brokerline stehen
die Vertriebspartner als unsere Kunden an erster Stelle. Die professionelle Zusammenarbeit auf Augenhöhe mit unseren Geschäftspartnern zählt zu unseren wichtigsten Anliegen. Mit der spürbaren Steigerung unserer Bianca Reindl Servicequalität und dem Ausbau der persönlichen Beziehung unserer Ansprechpartner vor Ort werden wird das Vertrauen unserer Geschäftspartner in uns weiter stärken“, definiert Bianca Reindl ihren persönlichen Anspruch.
Neu im Vorstand Vienna Insurance Group
Mit 1. Februar 2018 wurde Mag. Liane Hirner für eine fünfjährige Funktionsperiode in den Vorstand der Vienna Insurance Group berufen. Mit ihrem Eintritt in die VIG ist die studierte Betriebswirtin für den Bereich Finanz- und Rechnungswesen verantwortlich. Ab 1. Juli 2018 wird sie die Funktion des Finanzvorstandes von Dr. Martin Simhandl übernehmen. Dr. Simhandl wird, wie ebenfalls bereits mitgeteilt, mit Jahresmitte 2018 auf eigenen Wunsch aus dem Vorstand ausscheiden. „Wir gewinnen mit Mag. Liane Hirner eine sehr erfahrene und geschätzte Steuerberaterin und Wirtschaftsprüferin. Sie hat profunde Kenntnisse im Versicherungsbereich und ist Expertin für die neuen Bilanzierungsstandards nach IFRS 17. Diese bedeuten eine weltweit neue Ära der Rechnungslegung, nach denen wir ab 2021 bilanzieren müssen“, freut sich Prof. Elisabeth Stadler, Generaldirektorin der Vienna Insurance Group, auf die Zusammenarbeit. Mag. Hirner war seit 1993 und zuletzt als Partnerin für PwC tätig. Zu ihren Tätigkeitsbereichen für Versicherungen zählten bisher die Prüfung nach nationalen und internationalen Standards, IFRS-Beratung und Due Dili-
gence Reviews. Ihre langjährigen Erfahrungen hat sie unter anderem in Verbandsfunktionen des Austrian Financial Reporting and Auditing Committees (AFRAC), des österreichischen Versicherungsverbandes als Mitglied Mag. Liane Hirner der Arbeitsgruppe IFRS, des Institutes ö s te r r e i c h i s c h e r Wirtschaftsprüfer (IWP), der „Insurance Working Party“ – der Vereinigung europäischer Wirtschaftsprüfer in Brüssel (Accountancy Europe) und des Fachsenats für Unternehmensrecht und Revision der Kammer der Steuerberater und Wirtschaftsprüfer (KSW) erworben. Mag. Liane Hirner ist verheiratet und hat zwei Söhne. Der Vorstand der VIG besteht ab 1. Februar 2018 aus: Prof. Elisabeth Stadler (CEO), Dr. Martin Simhandl (CFO), Franz Fuchs, Dr. Judit Havasi, Mag. Liane Hirner und Mag. Peter Höfinger.
Wechsel in der Landesdirektion Generali Versicherung
Nach mehr als 40 jähriger erfolgreicher Tätigkeit bei der Generali Versicherung geht Josef Harsch, Leiter des Bereiches unabhängige Vertriebe für die Bundesländern Oberösterreich und Salzburg in den wohlverdienten Ruhestand. Josef Harsch kam 1977 zur damaligen Ersten Allgemeinen in Oberösterreich. 1993 zeichnete er als Gebietsleiter für das Verkaufsgebiet Linz Stifterplatz und später Linz-Land verantwortlich. 2007 übernahm er die Leitung des Makler Partner Service Oberösterreich und seit 2010 trug Harsch als Leiter Unabhängige Vertriebe der Regionaldirektion Mitte wesentlich zum Erfolg dieser Vertriebsschiene bei. Mario Klug wurde zu seinem Nachfolger berufen.
Mario Klug trat 1995 bei der Generali Versicherung im Bereich Leben ein und avancierte Anfang 2000 zum Ve r k a u f s t r a i n e r und Verkaufsförderer in der Sparte Personenversicherung. Seit 2014 ist Mario Klug Klug mit der Verkaufsf örderung Personen für die Unabhängigen Vertriebe der Generali Versicherung in Oberösterreich und Salzburg betraut.
Niederländischer Sherlock Welt
Das deutsch-niederländische Startup „Brightmaven“ hat mit seiner innovativen Dienstleistungssoftware „Sjerlok“ bei der „AXA Startup-Night“ den ersten Preis erhalten. Brightmaven hilft dabei, entwendete Kraftfahrzeuge, Boote, Baumaschinen, aber auch Schmuck mit
Hilfe von künstlicher Intelligenz wiederzufinden. Dabei durchforstet die Software weltweit sämtliche Datenbanken nach dem Diebesgut. Besonders bei Gegenständen mit hohem immateriellen Wert für den Geschädigten ist der digitale „Sjerlok“ höchst interessant. In Österreich bietet Brightmaven seinen digitalen Versicherungsdetektiv für Versicherungsunternehmen, Miet- und Leasingfirmen an.
Vorstandsressort Finanzen Allianz Versicherung
Dipl.Kffr. Eva Meyer-Schipf linger übernahm mit 1. März das Vorstandsressort Finanzen der Allianz Gruppe in Österreich. Sie folgt damit Christina Franz (47), die ihre Karriere innerhalb der Allianz SE fortsetzt. Meyer-Schipflinger studierte an der LMU in München Betriebswirtschaftslehre. Sie ist künftig für Bilanzierung/Rechnungswesen, Controlling, Aktuariat Leben/Kranken sowie das Risikomanagement der
österreichischen Allianz Versicherungsgesellschaften verantwortlich. Nach Abschluss ihres Studiums im Jahr 1996 startete Dipl.Kffr. Eva Meyer-Schipflinger sie ihre Karriere als Steuerberaterin bei KPMG in München. Im Jahr 2001 wechselte sie zur Allianz SE, wo sie die
Leitung des Bereichs „Tax Planning und Reporting“ übernahm. Ihre weiteren Tätigkeitsbereiche waren zweienhalb Jahre „Regional Chief Tax Officer Asia“ in Singapur und danach „Group Planning und Controlling“ in
Deutschland bei der Allianz SE. Anfang 2012 wurde sie zum „Regional Chief Financial Officer“ der Allianz Asia Pacific in Singapur bestellt. Seit 2015 leitete sie das Office des CFO der Allianz Gruppe in München.
Neuer CEO in Kroatien VIG
Die Vienna Insurance Group fusioniert ihre Konzerngesellschaften – die Wiener osiguranje und den Bankenversicherer Erste osiguranje – in Kroatien. Nach Abschluss der Fusion wird es auch einen CEO-Wechsel geben. Walter Leonhartsberger Schrott, seit 2005 für die VIG in Kroatien tätig, wird in den wohlverdienten Ruhestand gehen. Seine Nachfolgerin Jasminka Horvat Martinovic ist seit 2014 Vorstandsmitglied der Wiener osiguranje. Die Mathematikerin und lizenzierte Aktuarin hat im Rahmen ihrer Vorstandstätigkeiten ausgezeichnete Kenntnisse der Versicherungswirtschaft erworben. Im Vorstand wird sie weiterhin für die Bereiche Sachversicherung und Rückversichung sowie für die
IT verantwortlich sein. Neben Jasminka Horvat Martinovic als CEO werden im Vorstand der Wiener osiguranje weiterhin Bozo Saravanja für den Vertrieb und TaJasminka Horvat Martinovic mara Rendic als CFO verantwortlich sein. Snjezana Bertoncelj, die langjährige Generaldirektorin der Erste osiguranje, wird (bei Zustimmung der lokalen Aufsichtsbehörde) in den Vorstand der Wiener osiguranje bestellt und den Bereich Lebensversicherung übernehmen.
Geschäftsleitung twinformatics
Markus Deimel gehört seit Jänner des Jahres zur Geschäftsleitung der twinformatics. Der erfahrene Versicherungsexperte war zuvor in der Viridium Gruppe (vormals Heidelberger Leben Gruppe) als Mitglied des Vorstandes für die drei Lebensversicherungen der Versicherungsgruppe tätig. Davor war Deimel fünfzehn Jahre im Skandia/Old Mutual-Konzern in unterschiedlichen Führungspositionen in Österreich und international zu finden. Nach dem Studium zum Wirtschaftsingenieur, Fachrichtung Versicherungen, hat er seine Karriere bei Allianz Leben und SAP gestartet. Twinformatics ist eine Tochtergesellschaft der Wiener Städtischen Versicherung, der Donau Versicherung und der Vienna Insurance Group und ist das zentrale IT-Systemhaus
der Gruppe. „Die Neuaufstellung der twinformatics als IT-Systemhaus unserer Versicherungsgesellschaften wurde 2017 erfolgreich umgesetzt und dadurch auch die Möglichkeit geschaffen, die Digitalisierungsagenden Markus Deimel weiter voranzutreiben. Jetzt geht es darum, die Zukunft aktiv zu gestalten“, sagt Roland Gröll, Vorstandsdirektor der Wiener Städtischen Versicherung und Donau Versicherung.
Josef Trawöger, ÖBV Vorstandsvorsitzender, Mag.art Hans Glaser, Künstler, Jacqueline Chanton, Kuratorin, Dr. Silvie Aigner, Laudatorin, Astrid Valek, MAS, MBA, Leiterin Marketing und Unternehmenskommunikation, Alexander Czjzek, Musik, Günter Blumthaler, ÖBV Aufsichtsrat
Hans Glaser-Ausstellung ÖBV Versicherung
Mit dem Wiener Künstler Hans Glaser startete die ÖBV in das Ausstellungsjahr 2018. Unter dem Titel DAILY NEWS zeigt Glaser einen repräsentativen Querschnitt seines vielfältigen Schaffens. Basis von DAILY NEWS sind Zeichnungen, deren Motive öffentlichen Printmedien entnommen sind. „Das tägliche Nebeneinander von Abbildungen unterschiedlichen Inhalts wie Liebe, Mord, Mode u.a. inspiriert und fasziniert mich“, erzählt der Künstler. „Mit den Arbeiten dieser Serie thematisiere ich die
Absurdität des Nebeneinanders der täglichen Nachrichten und lasse daraus eine neue Geschichte entstehen.“ Glasers von Experimentierfreude gekennzeichnetes Gesamtwerk, welches Grafik, Bildhauerei, Medien- und Fotokunst umfasst – darunter spezifische Verfahren wie die fotografische Mehrfachbelichtung, Cyanotypie und Stencil-Technik –, spiegelt sein Studium und seine langjährige Lehrtätigkeit u.a. an der Universität für Angewandte Kunst in Wien wider, sowie seine ausgedehnten Reisen in Europa, den USA, Asien und Afrika. Die Ausstellung ist bis 4. Mai 2018 im ÖBV Atrium in Wien zu besichtigen.
Neuer Regionalleiter VAV Versicherung
Martin Kaiser ist seit Anfang Februar neuer Regionalleiter für Oberösterreich/Salzburg im Makler- und Agenturvertrieb bei der VAV Versicherung. Der gebürtige Mühlviertler bringt 20 Jahre Erfahrung in der Versicherungsbranche mit und war zuletzt als Makler- und Agenturbetreuer bei der ERGO Versicherung tätig. Davor sammelte er umfangreiche Erfahrungen im Außendienst bei verschiedenen Versicherungsmaklern und Versicherungsunternehmen. Kaiser übernimmt gemeinsam mit Udo Burggraf die Betreuung unabhängiger Vertriebspartner in der Region Oberösterreich/Salzburg. „Mit Martin
Kaiser haben wir einen ausgewiesenen Versicherungsexperten an Bord. Neben einem gut gepflegten Netzwerk aus Maklern und Agenten bringt er auch umfangreiche Martin Kaiser Erfahrung in der Versicherungsbranche mit. Er stellt somit die optimale Ergänzung in unserem Team dar“, so Joachim Klepp, Leiter im Makler- und Agenturvertrieb der VAV.
Leiter Bankenkooperation VIG
Mag. Harald Londer übernahm mit 1. März 2018 die Leitung des neu geschaffenen Bereichs der Bankenkooperation. Londer wird die strategische und operative Betreuung sowie die Weiterentwicklung der Bankenkooperation innerhalb der gesamten Gruppe koordinieren. In seiner Funktion wird er die Entwicklung und Umsetzung von konzernweiten strategischen Initiativen im Bereich Bankenkooperation steuern. Die Stärkung des Bankversicherungsgeschäfts ist eine wesentliche Zielsetzung der VIG im Rahmen des Managementprogramms „Agenda 2020“. Insbesondere steht hier die Kooperation mit der Erste Group im Fokus. Bereits im Vorjahr wurden die Fusionsprozesse der Bankversicherungsgesellschaften mit den lokalen Allspartenversicherern in Ungarn, der Slowakei, Österreich, Kroatien und Tschechien eingeleitet. Harald Londer studierte Rechtswissenschaften an der Universität Graz und begann seine Berufslaufbahn 1988 in der Grazer Wechselseitigen Versicherung. Seine Expertise im Versicherungsver-
trieb über Banken konnte er sich in mehreren Gesellschaften erarbeiten. Dazu zählen die Funktionen als Bereichsleiter des B a n ke nve r t r i e b s für die Raiffeisen Versicherung innerhalb der UNIQA Gruppe, als VorMag. Harald Londer standsmitglied der HYPO Versicherung innerhalb der GRAWE Gruppe sowie als Leiter des internationalen Geschäfts bei der ERGO Austria International AG. Neben zahlreichen Aufsichtsratsfunktionen in den Tochtergesellschaften der ERGO Austria in Kroatien, Rumänien, Ungarn und der Slowakei war er seit August 2014 auch Vorstandsvorsitzender der ERGO Pojistovna Tschechien. Harald Londer ist verheiratet und hat zwei Kinder.
Vorstand Valida Vorsorgekasse
Mag. Beate Wolf wurde in den Vorstand der Valida Vorsorgekasse, Valida Plus AG, berufen. Sie trat ihre Funktion am 16. Februar 2018 an und folgte damit auf Stefan Teufer, der sich im Oktober 2018 nach langjähriger erfolgreicher beruflicher Tätigkeit in den Ruhestand verabschieden wird. Beate Wolf wird künftig für die Unternehmensbereiche Operative Abwicklung (Kundenservice), IT-Management, Finanzen und Risikomanagement verantwortlich zeichnen sowie gemeinsam mit Mag. Martin Sardelic für die strategische Ausrichtung, die Umsetzung und die Erreichung der Unternehmensziele. Die studierte Handelswissenschaftlerin ist seit 2010 in der RSC Raiffeisen Service Center GmbH in führender Position tätig, seit 2015 fungierte sie als Mitglied der erweiterten Geschäftsführung. „Die Abfertigung Neu ist ein spannendes Themenfeld. Von unseren Services profitieren Arbeitnehmer wie Unternehmer. Die Valida Vorsorgekasse punktet
mit Top-Performance-Werten und höchsten Nachhaltigkeits-Standards in der Veranlagung. Daran gilt es, mit voller Kraft weiter zu arbeiten. Es freut mich besonders, eine VorstandsMag. Beate Wolf funktion in diesem erfolgreichen und führenden Unternehmen übernehmen zu dürfen“, so Wolf. Vorstandsvorsitzender Mag. Martin Sardelic: „Mit Beate Wolf ist es uns gelungen, eine ausgewiesene Expertin für den Bereich Qualitäts- und Prozessmanagement zu gewinnen. Wir sind zuversichtlich, das hohe Niveau unserer Kundenservicierung gemeinsam mit ihr nicht nur halten, sondern künftig auch weiter ausbauen zu können.“
smarteste Versicherungsmaklerin gewählt Wer begleitet Sie richtig versichert in die Zukunft? Wer ist immer mit Rat und Tat für Sie da und unterstützt Sie in allen Lebenslagen? Mit diesen Fragen suchten die Wiener Versicherungsmakler den smartesten bzw. die smarteste VersicherungsmaklerIn des Jahres 2017. Zahlreiche Wiener haben abgestimmt und als klare Wahlsiegerin ist Isabella Kainz-Duchek hervorgegangen. „Ich freue mich, dass in unserer männerdominierten Branche eine Frau die Wahl zum smartesten Versicherungsmakler gewonnen hat und die Kunden von Isabella Kainz-Duchek die besondere Gelegenheit genutzt haben, ihre beliebteste Maklerin vor den Vorhang zu holen. Denn als Versicherungsmaklerin ist sie nicht nur Beraterin, sondern auch Lebensbegleiterin, Problemlöserin und Vertraute ihrer Kunden. Ganz nach unserem Motto: Ihr Versicherungsmakler ist die beste Versicherung“, freut sich Helmut Mojescick, Fachgruppenobmann der Wiener Versicherungsmakler. Die verdiente Gewinne-
rin freut sich über die besondere Auszeichnung und das Wahlergebnis, denn positives Feedback und Kundenzufriedenheit sei der schönste Lohn in diesem Beruf. Damit die smarteste Versicherungsmaklerin Wiens weiterhin rasch an ihr Ziel kommt, stellt ihr die Fachgruppe kostenlos einen Smart vom Autohaus Wiesenthal ein ganzes Jahr lang zur Verfügung. Auch interessierte Mitglieder der Fachgruppe Wien haben die Möglichkeit, zwei Monate lang kostenlos Smart zu fahren.
Seminare & TERMINE Ab dieser Ausgabe veröffentlichen wir Terminankündigungen für Seminare, Veranstaltungen und Workshops der Fachgruppen der einzelnen Bundesländer. Die Möglichkeit zur Anmeldung und weitere
Informationen zu den Seminaren & Terminen finden Sie beim jeweiligen Veranstalter. Sollten Sie Informationen für zukünftige Ankündigungen haben, bitten wir um die Zusendung an die Redaktion.
Fachgruppe der Versicherungsmakler Niederösterreich Datum
D&O und Managerrechtsschutz
Der Lebenslauf eines Versicherungsvertrages
Grundschulung für Innendienstmitarbeiter
Update OGH-Entscheidungen
Fachgruppe der Versicherungsmakler Oberösterreich Datum
Bildungsakademie für Innendienstmitarbeiter: Haushalt- und Eigenheimversicherung
WIFI Linz, Wiener Str. 150 | 4020 Linz
Bildungsakademie für Innendienstmitarbeiter: Lebens- und Unfallversicherung
Bildungsakademie für Innendienstmitarbeiter: Krankenversicherung, Basiswissen Sozialversicherung
Bildungsakademie für Innendienstmitarbeiter: Kündigungsrecht
Fachgruppe der Versicherungsmakler Wien Datum
Rechtsschutz für Fortgeschrittene
WKW, Schwarzenbergplatz 14 | 1040 Wien
Gesprächsrunde mit dem Obmann
Geldwäsche für Versicherungsmakler
Haftungen und kein Ende
15.10.2018 -13.11.2018
Rechtswissen für den Versicherungsmakler
Helvetia Versicherung, Hoher Markt 10-11 | 1010 Wien
Jungmaklertag
FACHVERBAND & REGIONALES I 15
16. Informationstag Hauptthema des 16.Informationstages der Wiener Versicherungsmakler Ende Februar in den Sofiensälen waren Bildung, Bildungsreform, Weiterbildung und Allgemeinbildung sowie die Generationen X, Y und Z.
Also Themen, die seit Generationen unsere Gesellschaft beschäftigen. Die Veranstaltung wurde auch heuer in den Sophiensälen in Wien mit viel Branchenprominenz, zelebriert „Wir reden seit Jahrzehnten über Allgemeinbildung – dabei sollten wir schon längst von Überlebensbildung sprechen. Es genügt nicht, dass die Versicherungswirtschaft immer innovativere Produkte gestaltet und individuell auf die Bedürfnisse der Kundengruppen eingeht. Oder können wir das Rad noch ein wenig runder machen? Wichtig ist, Kinder und Jugendliche bereits in den Schulen für Versicherungsschutz und private Vorsorge zu sensibilisieren. In den letzten Jahren haben wir es allerdings geschafft, das Thema Versicherung für die junge Generation unattraktiv zu machen. Sowohl als Dienstleister wie auch als Arbeitgeber. Die Frage, die wir uns deshalb stellen müssen: Wie machen
wir Versichern für die kommenden Generationen wieder ‚smart‘?“, eröffnete Helmut Mojescick, Fachgruppenobmann der Wiener Versicherungsmakler, den traditionellen Informationstag der Wiener Versicherungsmakler. Die Begrüßungsworte kamen diesmal vom Präsidenten der Wirtschaftskammer Wien, Walter Ruck, vom Spartenobmann Information und Consulting der Wirtschaftskammer Wien, Martin Heimhilcher, und vom Fachverbandsobmann Christoph Berghammer, MAS. Universitätsprofes-
sor Christian Scholz erklärte in seinem Vortrag, wie wichtig der Generation Z Sicherheit und feste Strukturen seien und wie unterschiedlich ihre Wertvorstellungen zu den Generationen X und Y sind. Er erklärte auch, dass die Generation Z extrem realistisch sei und sie lieber heute 100 Euro ausgebe als in 30 Jahren 105 Euro zu haben. Das Podiumsgespräch mit Dr. Peter Thirring, CEO der Donau Versicherung, Werner Panhauser, Vertriebsvorstand von Helvetia Versicherung und Wiener Fachgruppenobmann Helmut Mojescick zum Thema Generationen war geprägt von der Übereinstimmung, dass es nicht mehr genüge, jede Information im Netz verfügbar zu machen. Die Botschaft müsse auch leicht verständlich sein. Für die Versicherungsbranche bedeutet das, die Ansprüche der jungen Generation besser verstehen zu lernen und richtig darauf zu reagieren. Bestseller-Autor und Lehrer Niki Glattauer las aus seinem Buch „Best of Schule“ und beleuchtete dabei mit viel Galgenhu-
mor die Diskussion zum österreichischen Schulsystem. Das Schulsystem sollte mit einigen Traditionen brechen – aber nicht der Informationstag. Daher war eines der Highlights die traditionelle Verleihung des Hammurabi-Preises. Über die Siegerstatue aus Bronze, die von Fachgruppenobmann-Stv. Mag. Wilhelm Hemerka übergeben wurde, freute sich heuer Mag. Dr. Stefanie Gusenleitner, die für ihre Einreichung „Die vorvertragliche Anzeigepflicht des Versicherungsnehmers“ zusätzlich 2.000 Euro Preisgeld erhält. Die Arbeit widmet sich unter anderem der Frage, welche Konsequenzen bei verschuldeter oder unverschuldeter Anzeigepflichtverletzung entstehen können. Die Einreichungen von Dr. Felix Kernbichler (Vertragsschutz in der Insolvenz) und Maximilian Feldmann, B.A. (Der Nutzen von Dienstleistungsmarketing zur Imageverbesserung von österreichischen Banken im business-to-customer Bereich) wurden mit je 1.000 Euro prämiert.
Paradigmenwechsel im Versicherungsvertrieb Dr. Klaus G. Koban, MBA Geschäftsführer Koban Südvers Group Austria, Leiter des Arbeitskreises Recht des Fachverbandes der Versicherungsmakler, Universitätslektor und Autor zahlreicher Publikationen hat mit uns über den bevorstehenden Paradigmenwechsel im Versicherungsvertrieb gesprochen.
Die bevorstehenden regulatorischen Veränderungen haben massive Auswirkungen auf den Versicherungsvertrieb, Sie sprechen sogar von einem Paradigmenwechsel. Koban: Es ist ein Paradigmenwechsel, denn bisher herrschte das Prinzip von Deregulierung und Liberalisierung. IDD und DSGVO bringen nun eine Vielzahl neuer Regeln und eine „Aufsicht“ des Versicherungsvertriebs durch Versicherer und die Versicherungsaufsichtsbehörde. Herausforderungen die zu bewältigen sind, wenn man seine Hausaufgaben macht?
Koban: Der gesamte Vertriebsprozess wird neuen regulatorischen Standards unterzogen. Seitens des Vertriebes sind viele Hausaufgaben zu erledigen, sowohl die Umsetzung der IDD, aber auch die Umsetzung der DSGVO betreffend. Der Fachverband der Versicherungsmakler hat sich als Unterstützung in dieser Umbruchphase dazu entschlossen, der Kollegenschaft alle wichtigen Informationen in einer Lernplattform zur Verfügung zu stellen. In Kooperation mit der Wirtschaftskanzlei KPMG hat der Fachverband die Lernplattform „fitfor 2018“ initiiert um ein Tool zu schaffen, in dem alle relevanten Informationen zusammengefasst sind. Mittels eines Selbstchecks/ Assessment können Versicherungsmakler ihr Wissen testen und den Umsetzungsbedarf erarbeiten. Sie erhalten entsprechende Lösungsvorschläge für ihr Büro. Im Informationsbereich/ Wissenscenter werden notwendige Werkzeuge zur Umsetzung der regulatorischen Änderungen (Gesetzestexte, Checklisten, Musterprozesse, Textbausteine, usw.) enthalten sein. Konkrete Arbeitshilfen & Templates zur Umsetzung der regulatorischen Anforderungen stehen zum Download bereit. Was kann man Versicherungsmakler im Moment empfehlen? Koban: Allen Versicherungsmaklern würde ich die Nutzung der Lernplattform „fitfor 2018“ (fitfor2018.kpmg.at) ans Herz legen. Dort sind alle relevanten Informationen über die Bereiche der Datenschutzgrundverordnung, den Beratungsprozess, der Aus- und Weiterbildung, das Beschwerdemanagement aber auch Fragen zur Produktentwicklung und dem Marketing abgebildet. Die Kosten der Teilnahme an der Plattform sind gering und werden zudem in einigen Fachgruppen finanziell gefördert. Wenn man die angebotenen Tools durcharbeitet, schließt man mit einer Zertifizierung ab und kann der Behörde gegenüber nachweisen, dass man sich für die Hausaufgaben fit gemacht hat. Die Herausforderungen sind bewältigbar, man muss aber sowohl seinen Vertriebsprozess, als auch die Büroorganisation
den neuen Anforderungen anpassen. Es gibt auch bereits einige Softwareanbieter, die mit technischer Unterstützung den administrativen Aufwand erleichtern und den erforderlichen Gegebenheiten anpassen. So gibt es z.B. bei einem prominenten Softwarehersteller, ein auf Versicherungsmakler abgestimmtes Beispiel-Verarbeitungsregister, WKO Vorlagen für Meldungen bei Verstößen und automatisch erstellte Vorlagen für das Auskunftsrecht. Weiters können Einwilligungserklärungen als Vorlagen hinterlegt werden und es werden neue Lösch-, Versteck- und Anonymisierungsverfahren umgesetzt. Weiters muss für alle Mitarbeiter des Versicherungsmaklers ein Schulungskonzept erstellt werden. Der jeweilige Geschäftsführer und Eigentürmer des Versicherungsmaklerbüros muss gewährleisten, dass alle seine Mitarbeiter, welche im Kundenkontakt stehen, im Ausmaß von mindestens 15h, nach einschlägigen, zertifizierten Lehrgängen, geschult werden. Die Schulungen müssen zudem dokumentiert und erfasst werden, um einer etwaigen Prüfung der Gewerbebehörde standhalten zu können. Bedarf wird es auch sicherlich im Beschwerdemanagement geben. Jedes Versicherungsmaklerbüro muss eine Beschwerdeanleitung für Mitarbeiter haben. Beschwerden müssen dokumentiert und ein entsprechendes Beschwerdebearbeitungskonzept für die Es ist auch davon Mitarbeiter erauszugehen, dass die stellen werden Behörden die Einhaltung Eine Fülle von der Regelungen und neuen AufgaBestimmungen strenger ben also, die auf überprüfen werden. uns zukommen. Für kleinere U n te r n e h m e n (EPUs) wird es nicht leicht sein, diese Aufgaben zu bewältigen. Daher ist auch ein massiver Zugang zu Maklervereinigungen bzw. Vollkonsolidierungen zu beobachten. Wo sehen Sie noch Veränderungen auf den Vertrieb zukommen? Koban: Bisher konnte der Versicherungsvertrieb mit relativ wenig Verwaltungsaufwand betrieben werden. Nun wird es zu massiven administrativen Verwaltungsmehraufwand für Versicherer und Versicherungsvermittler kommen. Obwohl einige Regularien, wie das Datenschutzgesetz 2000, oder das Beratungsprotokoll bisher auch schon umzusetzen gewesen wären, wurde dies von Fall zu Fall eher un-
terschiedlich konsequent gehandhabt. Nunmehr steigt der Druck auf die Umsetzung, da das Strafausmaß massiv gestiegen ist. Es ist auch davon auszugehen, dass die Behörden die Einhaltung der Regelungen und Bestimmungen strenger überprüfen werden. Es wird auch weiterhin die Gewerbebehörde als primäre Aufsichtsbehörde für Versicherungsvermittler fungieren. Sie wird zuständig sein für die Einhaltung der gewerberechtlichen Vorschriften, für die Zulassung zum Beruf, aber auch für die Einhaltung der Vorschriften für Aus--und Weiterbildung, sowie die Dokumentations- und Informationsverpflichtungen. Die Versicherungsaufsichtsbehörde wird aber zusätzlich für das Verhalten – den Versicherungsvertrieb - im Markt generell und für den Produktgenehmigungsprozess zuständig sein. In beiden Bereichen spielt dies für den Versicherungsmakler eine Rolle, denn er muss grundsätzlich auch die gesetzlichen und aufsichtsrechtlichen Bestimmungen einhalten. Im Produktentwicklungsprozess kann er auch Produkthersteller oder Co-Manufactorer sein, hier hat dann die Versicherungsaufsichtsbehörde Prüfungshoheit. Die Einhaltung der datenschutzrechtlichen Vorschriften überprüft die Datenschutzbehörde, diese wurde durch die DSGVO mit stärkeren Kontrollrechten – die Datenschutzbehörde kann in Zukunft auch Inspektionen durchführen – ausgestattet. Wird es zu Veränderungen im Vergütungssystem kommen? Koban: Faktum ist: die Aufgaben, die wir als Versicherungsmakler zu erfüllen haben, werden im Vertriebsprozess aber auch im Produktentwicklungsprozess intensiver und mehr. In Wirklichkeit kommt auf die Versicherungsmakler ein Mehr an Personal- und Verwaltungsaufwand und damit auch Kosten zu. Es
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ist nicht einzusehen, dass das zu Lasten der Versicherungsmakler geht. Das wird durch die IDD auch so nicht gesehen. Vielmehr sieht die IDD vor, dass der Versicherungsmakler neben der Provision sehr wohl zusätzliche andere Honorierungen bekommen kann, so z.B. in Form einer Bonifikation oder sonstiger Incentives. Voraussetzung ist allerdings, dass im Sinne der Transparenz dies dem Versicherungskunden offengelegt wird. Macht es noch Spaß Versicherungsmakler zu sein? Koban: Es wird noch mehr Spaß machen, da es noch professioneller wird. Wir werden einfach Versicherungsmakler und Beratertätigkeit nicht mehr en passant betreiben können. Es wird ein hochprofessioneller Beratungsberuf werden. Die Wertigkeit des Berufsstandes wird steigen. Durch die Wir werden einfach stärkere TransVersicherungsmakler und parenz wird es Beratertätigkeit nicht notwendig sein, mehr en passant betreiben dem Kunden können. klar zu machen,
welche Dienstleistungen wir für ihn erbringen und welchen Mehrwert unsere Tätigkeit hat. Ein positiver Paradigmenwechsel? Koban: Ja, wenn die Versicherungsmakler massiv darauf achten, dass die Regeln des Berufsstandes eingehalten werden und die Anforderungen der IDD und der DSGVO professionell umgesetzt und gelebt werden. Die Standesvertretung hat viele Instrumentarien eingeführt die der Professionalisierung des Berufsstandes dienen, wie z. B. die Standesregeln der Versicherungsmakler, die Rechts- und Disziplinarkommission, sowie die Rechts- und Schlichtungsstelle. Es sollte nicht darüber diskutiert werden, ob wir uns mit massiven Belastungen auseinandersetzen müssen, sondern wir sollten lieber darüber reden wie wir die Probleme lösen können. Wesentlich dabei ist auch zu beachten, dass es für alle Versicherungsunternehmen und Versicherungsvermittler die gleichen Spielregeln am Markt geben muss. Auch die Statusklarheit müsste wiedereingeführt werden. Schade ist nur, dass nicht alle Betroffenen am österreichischen Markt diese Sicht teilen. Wir danken für das Gespräch.
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IDD-UMSETZUNG IN DER ZIELGERADEN Ende Februar hat der Ministerrat eine Regierungsvorlage für ein Versicherungsvertriebsrechts-Änderungsgesetz 2018 verabschiedet. Eingebracht vom Finanzminister. Das gilt als die innerstaatliche Umsetzung der IDD (Insurance Distribution Directive) im Bereich der Versicherungsaufsichtsgesetzes und des Versicherungsvertriebsgesetzes. Die entsprechende Vorlage des Wirtschaftsministeriums zur IDD – Umsetzung wird wohl erst im 2. Quartal dieses Jahres erfolgen.
Im Juli 2012 wurde seitens der EU – Kommission der erste Entwurf einer neuen Versicherungsvertriebs – Richtlinie präsentiert – und war damals wild umstritten. Nunmehr geht die IDD – Umsetzung, nach Jahren intensiver Verhandlungen und auch eines sehr engagierten, konsequenten und alle Entscheidungsträger umfassenden Expertise – Beitrages der österreichischen Versicherungsmakler, in die Zielgerade. Mit einigen zeitlichen Verzögerungen in der Schlussphase: Sowohl was die europaweite Umsetzungsfrist als auch die nationale Umsetzung betrifft. Das Europäische Parlament hat am 1. März dieses Jahres einer Verschiebung der IDD – Umsetzung bis zum 1. Juli mit deutlicher Mehrheit zugestimmt. Dieser Vorschlag zur Fristerstreckung war von den Versicherungsunternehmen und den Versicherungsmaklern gleichermaßen mit Erleichterung aufgenommen worden. Seit dem 19. März ist alles klar: Die IDD- Verschiebung wurde im Amtsblatt der EU veröffentlicht. Damit ist die rückwirkende Verschiebung auch formaljuristisch fixiert. Auch die Verschiebung der Anwendung der IDD – Regeln bis zum 1. Oktober 2018 ist unter Dach und Fach. Gemäß dieser nunmehr amtlich veröffentlichten Änderungsrichtlinie müssen die Mitgliedstaaten nun bis zum 1. Juli 2018 die erforderlichen Rechts- und Verwaltungsvorschriften veröffentlichen, um der IDD nachzukommen. Auch für die praktische Anwendung des neuen Vertriebsreglements ist es bei dem bereits bekannten neuen Stichtag geblieben: „Die Mitgliedstaaten wenden diese Vorschriften spätestens ab dem 1. Oktober 2018 an“, heißt es im Amtsblatt der EU. Die Umsetzung in österreichisches Recht hat aktuell folgenden Status. Am 28. Februar 2018 hat der Ministerrat die Regierungsvorlage für eine Versicherungsvertriebsrechts – Änderungsgesetz 2018 (VersVertrRÄG 2018) verabschiedet. Dieser Schritt gilt als innerstaatliche Umsetzung der IDD im VAG (Versi-
cherungsaufsichtsgesetz) und im VersVG. Er wurde vom Finanzministerium erarbeitet und von Finanzminister Löger dem Ministerrat vorgelegt. Bereits am 14. März ist er im parlamentarischen Finanzausschuss behandelt und mit der Mehrheit der Regierungsparteien beschlossen worden. In diesem Zusammenhang ist zu differenzieren: Das VersVertrRÄG dient der heimischen Umsetzung der IDD soweit sie Versicherungsunternehmen sowie Rückversicherer betrifft. Aber selbstverständlich haben einige Bestimmungen des Entwurfes Auswirkungen generell auf den Vertrieb von Versicherungsprodukten – also auch auf die Vermittler. Die gesonderten und spezifischen Vorschriften für die Tätigkeit selbständiger Versicherungsvermittler – somit auch der Versicherungsmakler – ist hierzulande das Wirtschaftsministerium zuständig. Dabei geht es unter anderem um die Implantation der IDD in der Gewerbeordnung, im Maklergesetz und im BWG (Bankwesengesetz). Seitens des diesbezüglich federführenden Ministeriums liegt noch keindiesbeFinanzminister Hartwig Löger züglicher Begutachtungsentwurf vor. Im Fachverband der Versicherungsmakler geht man davon aus, dass ein entsprechender Entwurf erst im Mai oder Juni dieses Jahres zur Begutachtung veröffentlicht werden wird. Zurück zum Versicherungsvertrieb. Der vorliegende Gesetzesentwurf in Sachen Versicherungsvertriebsrecht enthält Bestimmungen zu den Themenbereichen Produktfreigabeverfahren bei den Assekuranzen, verpflichtende Beratung, Standardisierung von Kundeninformationsblättern, Regeln für Versicherungsanlageprodukte und den elektronischen Bereich im Versicherungsvertrieb. Dem „Vortrag an den Ministerrat“ seitens des Finanzministers (das ist gleichsam der Motivenbericht des Ressorts zum VersVertrRÄG) ist unter anderem zu entnehmen:
• Vor der Vermarktung neuer Versicherungsprodukte sind diese einem unternehmensinternen Produktfreigabeverfahren zu unterziehen. Ziel ist es sicherzustellen, dass die Produkte den Bedürfnissen ihres Zielmarktes entsprechen. Versicherungsunternehmen haben zudem dafür Sorge zu tragen, dass Versicherungsprodukte auch tatsächlich an den festgelegten Zielmarkt vertrieben werden. • Dem Vertrieb von Versicherungen wird künftig verpflichtend eine Beratung vorausgehen. Versicherungsunternehmen haben die Wünsche und Bedürfnisse ihrer Kunden zu ermitteln und aus den Angeboten ihrer Produktpalette, die zur Befriedigung der Wünsche und Bedürfnisse geeignet sind, das beste Angebot zu empfehlen. Österreich macht damit von einem Mitgliedstaatenwahlrecht Gebrauch, über die Mindesterfordernisse der Richtlinie hinauszugehen. Der Finanzminister weist ausdrücklich darauf hin, dass diese Qualitätsoffensive auf eine gemeinsame Initiative der österreichischen Versicherungswirtschaft – Versicherungsunternehmen, Versicherungsagenten und Versicherungsmakler – zurückgeht. Ein Beratungsverzicht kann künftig nur auf ausdrücklichen Wunsch des Kunden erfolgen. Seit dem 19. März ist alles klar: • Um VersiDie IDD- Verschiebung wurde im cherungsnehAmtsblatt der EU veröffentlicht. Damit ist die rückwirkende merinnen und Verschiebung auch formaljuristisch Versicherungsfixiert. Auch die Verschiebung der nehmern kurz Anwendung der IDD – Regeln bis und prägnant zum 1. Oktober 2018 ist unter Dach und Fach.
die wichtigsten Produktinformationen zur Verfügung zu stellen und den Vergleich zwischen unterschiedlichen Angeboten zu erleichtern, besteht künftig die Verpflichtung zur Aushändigung eines standardisierten Kundeninformationsblattes. • Für Versicherungsanlageprodukte (d.h. für die fonds- und indexgebundene, aber auch für die klassische kapitalbildende Lebensversicherung und die prämienbegünstigte Zukunftsvorsorge) werden besondere Regelungen zum Schutz vor Interessenskonflikten und erweiterte Informationspflichten geschaffen. Insbesondere ist der Kunde mittels einer Kennzahl über die Auswirkungen der Kosten und Gebühren zu informieren („Reduction in Yield“). • Die Vermittlung von Versicherungsverträgen über das Internet soll durch eine wesentliche Vereinfachung der elektronischen Kommunikation zwischen Versicherungsunternehmen und ihren Kunden forciert werden. Damit wird ein wesentlicher Beitrag zur Senkung der Verwaltungskosten für Unternehmen gesetzt und der effiziente Zugang zu Versicherungen erleichtert. Auch die Beratung kann online erfolgen. Soweit wichtige Eckpunkte aus Sicht des Ministeriums. Der Fachverband der Versicherungsmakler hat jüngst in einer Mitgliederinformation zum VersVertrRÄG 2018 festgestellt: „In den für die Versicherer und deren Vertriebsmitarbeiter geltenden Regelungen sollen im Wesentlichen die Bestimmungen der IDD und relativ wenigen Abweichungen im nationalen Recht verankert werden. Die Definition von Versicherungsanlageprodukten etwa gleicht praktisch wortident dem IDD – Text, die Regelungen zur Vergütung bei Versicherungsanlageprodukten orientiert sich ebenfalls am Basistext der IDD.“ Auch beim Thema Weiterbildung halte sich die Regierungsvorlage an die 15 – Stunden – Verpflichtung pro Jahr und gehe nicht darüber hinaus. In einem Bericht des Finanzausschusses des Nationalrates, der sich – wie erwähnt am 14. März mit der Vorlage beschäftigte, heißt es sinngemäß, die bereits erwähnte Regierungsvorlage diene auch der Umsetzung eines vorrangigen Zieles der IDD, nämlich der Herstellung einheitlicher Wettbewerbsbedingungen für sämtliche Vertriebskanäle und die Gewährleistung eines einheitlichen Schutzniveaus für Versicherungsnehmer, unabhängig davon, für welchen Vertriebskanal sie sich entscheiden(„levelplayingfield“). Das ist die Verwirklichung eines strukturpolitischen Zieles, das die Versicherungsmakler schon seit vielen Jahren verfolgen…
Datenschutz: Fit im Jahr 2018? Der Countdown läuft: Nur mehr wenige Wochen bis zum Inkrafttreten verschärfter Datenschutzbestimmungen. Die Versicherungsbranche steht im Fokus.
Die Regelungsflut im Versicherungssektor nimmt in den letzten Jahren vehement zu und erreicht mit der Versicherungsvertriebsrichtlinie (Insurance Distribution Directive/IDD) und mit der EU-Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) im Jahr 2018 eine neue Dimension. Unabhängig der Unternehmensgröße werden durch diese geänderten Rahmenbedingungen auch Versicherungsmakler vermehrt in die regulatorische Verantwortung genommen. Für die Betroffenen ist die ausreichende Vorbereitung aufgrund der Bürokratie, Dokumentationspflichten und gesetzlichen Einschränkungen eine große Herausforderung. Viele Versicherungsmakler sehen sich daher mit Ungewissheit hinsichtlich der weiteren Vorgehensweise konfrontiert. Mit der speziell für Versicherungsmakler ausgearbeiteten Umsetzungsplattform „Fit für 2018“ zeigt KPMG die richtige Vorgehensweise und Prioritätensetzung, um die Herausforderungen nach DSGVO, IDD & Co effizient und problemlos zu meistern.
latorischen Anforderungen stehen zum Download bereit. Über die interaktive Lernplattform kann das notwendige Wissen zielgerichtet durch Micro-Lerneinheiten mit digitalen Lernkarten aufgebaut werden. Anschließend ist im Zuge einer sogenannten Übungseinheit eine Vertiefung durch szenariobasierte Dialoge und Lernfragen möglich. Für die Auflockerung zwischendurch bietet das Quiz die Möglichkeit zur spielerischen Auseinandersetzung mit regulatorischen Lerninhalten. Nutzer der Lernplattform können ihr Wissen über ein interaktives Online-Spiel im „Quizduell“-Format festigen. Ein Highscore zeigt den aktuellen Wissensstand im Vergleich zu allen anderen Spielern. Jedes Modul wird je nach Themenbereich, DSGVO, IDD & Geldwäsche-Prävention, in Unterbereiche gegliedert. So stehen für den Themenbereich DSGVO zB Lernfragen für den Bereich Betroffenenrechte und Datenschutzverstöße oder Templates für das Datenverarbeitungsverzeichnis zur VerfüDas Wissenscenter bietet das gung. Für die notwendige Werkzeug zur VersicherungsUmsetzung der regulatorischen vertriebsrichtliÄnderungen (Gesetzestexte, nie (IDD) gibt es Musterprozesse, Templates, Checklisten und Textbausteine).
Aufbau der Plattform Inhaltlich ist die Plattform in vier interaktive Module gegliedert. Mit dem Regulatory Impact Assessment wird individualisiert und anonym ermittelt, wie weit die momentane Geschäftsorganisation des Versicherungsmaklers in den relevanten regulatorischen Themen von den zukünftigen Änderungen entfernt ist. Aus dem Ergebnis werden individualisierte Lernempfehlungen abgeleitet und automatisch vorgeschlagen. Dadurch ist für den Versicherungsmakler ein Wissensvergleich mit dem Branchendurchschnitt möglich. Das Wissenscenter bietet das notwendige Werkzeug zur Umsetzung der regulatorischen Änderungen (Gesetzestexte, Musterprozesse, Templates, Checklisten und Textbausteine). Konkrete Arbeitshilfen und Templates zur Umsetzung der regu-
beispielsweise Musterprozesse zur Produktvergütung oder Produktberatung. Nach erfolgreicher Bearbeitung aller Module innerhalb jedes Themenbereichs erhält der Teilnehmer ein Zertifikat. Zudem muss im End-Assessment eine Mindestpunktanzahl erreicht werden. So werden die Nutzer bei einer vollständigen Durcharbeitung und erfolgreichen Absolvierung aller modularen Elemente bestmöglich auf die regulatorischen Anforderungen vorbereitet. Im Veranstaltungskalender stehen aktuelle Informationen zu Events sowie ein Newsfeed zur Verfügung. Details zum Wissenscenter Mit Ende März wird das erste Modul der Plattform, das Wissenscenter für DSGVO, freigeschaltet. Die Dokumente im Wissenscenter sind auf die Bedürfnisse von Versicherungsmaklern zugeschnitten. So stehen beispielsweise folgende Templates bereit: Vorlage für ein Datenverarbeitungsverzeichnis mit Leitlinie zur Befüllung | Prozess für die Bestellung eines Datenschutzbeauftragten Mit dem Regulatory Impact | Leitlinie zur Assessment wird ermittelt, wie Durchf ührung weit die Geschäftsorganisation einer Datendes Versicherungsmaklers in den schutzfolgeabregulatorischen Themen von den zukünftigen Änderungen entfernt ist.
Über die interaktive Lernplattform kann das notwendige Wissen zielgerichtet durch MicroLerneinheiten mit digitalen Lernkarten aufgebaut werden.
schätzung mit Template zur Befüllung | Mustervertrag für die Zusammenarbeit mit einem Auftragsverarbeiter Über das Wissenscenter werden zudem eine Leitlinie sowie die notwendigen Schritte bereitgestellt, um sich bis 25. Mai 2018 als Versicherungsmakler bestmöglich auf die DSGVO vorzubereiten. Infografiken geben einen schnellen und prägnanten Überblick über die wichtigsten Themenbereiche. Weitere Vorgehensweise Die weiteren Module werden Schritt für Schritt freigeschaltet. Das Assessment, sowie die Lernplattform für DSGVO werden als nächste Module Ende April folgen. Ab Juni werden voraussichtlich die Themenbereiche IDD und Geldwäsche-Prävention starten, da diese stark mit Umsetzungsinitiativen in der nationalen Gesetzgebungsbestimmung verknüpft sind. Die Umsetzungsplattform ist zu einem einmaligen Lizenzpreis von € 610,- zzgl. USt. unter www.fitfor2018.kpmg.at erhältlich. Vereinzelt haben ausgewählte Fachgruppen-Mitglieder jetzt sogar noch die Chance auf eine Kaufförderung mittels Rabatten.
Mobilitätsbarometer gungen mit 89, 85 und 81 Prozent wie in den Vorjahren in allen Bundesländern sowie in allen Berufs- und Einkommensgruppen die Spitzenplätze. Größere regionale Abweichungen sind lediglich beim Punkt „sonstige Besorgungen“ zu beobachten. Hier verwenden die Wiener zu 74 Prozent das Auto, während in den Bundesländern Oberösterreich und Salzburg der Wert bis zu 87 Prozent steigt. Im Bundesschnitt verwenden 59 Prozent das Auto für Urlaubsreisen und 58 Prozent für Arbeitsplatzfahrten. 16 Prozent der ÖsterreicherInnen chauffieren ihre Kinder in die Schule, wobei dies mit 29 Prozent besonders häufig in Tirol und Vorarlberg geschieht. Bei „Mein Auto ist für mich….“ entscheiden sich 46 Prozent dafür, es als Transportmittel für Freizeit und Beruf zu sehen. Für 30 Prozent ist der Wagen unverzichtbar für Arbeitsplatzfahrten, für 16 Prozent ein reines Freizeitvergnügen und für acht Prozent ein reines Arbeitsmittel. Auffallend ist, dass für eine sehr hohe Quote von 55 Prozent der Arbeiter das Auto unverzichtbar für Arbeitsplatzfahrten ist. Rabe: „Das Einkommen mag bei Freizeitfahrten eine Rolle spielen. Bei beruflich bedingten Autofahrten ist das offensichtlich nicht der Fall. Wer mit dem Auto fahren muss, der fährt, und das unabhängig von der Höhe des Haushaltsbudgets.“
Das Mobilitäts-Barometer ist so etwas wie ein TrendScout zum Thema Mobilität. Die VAV Versicherung untersucht in regelmäßigen Abständen das Mobilitätsverhalten der Österreicher.
Das Ergebnis der aktuellen Studie, präsentiert im März 2018: Das Auto bleibt weiterhin das wichtigste Verkehrsmittel für uns Österreicher. 72 Prozent unternehmen mindestens ein Mal pro Woche eine Autofahrt. Sven Rabe, designierter Vorstandsvorsitzender der VAV: „Das Mobilitätsbarometer zeigt über die Jahre für die Autonutzung sehr stabile Werte. Auch der unterschiedliche Intensitätsgrad der Nutzung von Stadt- und Landbewohnern, Berufstätigen und Nichtberufstätigen und niedrigen und höheren Einkommensgruppen ist im Langzeitvergleich kaum Schwankungen unterworfen. Das liegt am Zeitbudget, das für Mobilität zur Verfügung steht, und am Angebot alternativer Verkehrsmittel. Das beste Beispiel sind berufstätige Menschen, die in kleineren vom öffentlichen Verkehr wenig erschlossenen Gemeinden leben, und daher ihre gesamte Lebensorganisation per Auto erledigen.“ Bei der Frage „Für welche Fahrten verwenden Sie ein Auto?“ belegen Einkaufen, Freizeitaktivitäten und sonstige Besor-
Drohnenversicherung online wienerstaedtische.at/drohnencheck einen Drohnencheck eingeführt. „Drohnenbesitzer können mit Hilfe des Drohnenchecks rasch die nötigen Informationen einholen und unkompliziert eruieren, ob für ihr Flugobjekt Versicherungspflicht besteht. Wenn ja, kann ganz einfach der passende Schutz gewählt und online abgeschlossen werden“, erklärt Vorstandsdirektorin Doris Wendler. Gedeckt werden bei dem Produkt, Personen und Sachschäden, sowie die darauf entstehenden Schadenersatzansprüche und Vermögensschäden bei einer Versicherungssumme von 1,5 Mio. Euro. Halter und berechtigte Benutzer erhalten auch eine Europa Deckung.
Bis zu 100.000 Drohnen schwirren in Österreich bereits herum. Genauere Zahlen gibt es nicht, weil viele Drohnen nicht angemeldet sind – oftmals aus Unwissenheit, wie eine Umfrage der Wiener Städtischen ergeben hat.
So weiß mehr als ein Viertel aller Drohnenbesitzer über die Genehmigungspflichten nicht Bescheid. Faktum ist, dass viele Modelle registriert, versichert und von der zuständigen Behörde Austro Control bewilligt werden müssen. Um Licht ins Dunkel zu bringen, hat die Wiener Städtische als Orientierungshilfe auf ihrer Website
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mehr Investitionen in private Vorsorge Das Bewusstsein der Österreicher für private Vorsorge steigt. In der konkreten Vorsorgeplanung macht sich dies jedoch noch nicht immer bemerkbar, erklärt Kurt Molterer, Vorstandsvorsitzender der Nürnberger Versicherung Österreich.
Das Linzer Market-Institut hat im Auftrag der Nürnberger-Versicherung eine repräsentative Umfrage unter tausend Österreichern zur privaten Vorsorge durchgeführt. Dabei zeigte sich, dass knapp zwei Drittel der Befragten davon ausgeht, später mit der staatlichen Pension allein, nicht das Auslangen für die Erhaltung des Lebensstandards zu finden. Vor allem die Jüngeren bis 29 Jahre wollen in Zukunft mehr Geld für die Vorsorge aufwenden. Derzeit liegt die monatliche Investitionshöhe in der privaten Vorsorge bei knapp 40 Prozent der Befragten zwischen 50 und 150 Euro. Rund 25 Prozent – darunter vermehrt Ältere – legen monatliche mehr als 200 Euro zur Seite.
Risikoabsicherung und Kombi-Tarife
Jeder Zweite bewertet eine zusätzliche Risikoabsicherung in der Altersvorsorge als „sehr wichtig“. Dabei war für die Befragten der Wunsch nach Absicherung auf die einzelnen Risiken relativ gleich verteilt: Unfall 57 Prozent, Pflege 55 Prozent, Ableben 52 Prozent und Berufsunfähigkeit 47 Prozent. Im Hinblick auf eine langfristige Vorsorge sind vor allem kostenfreie Änderungen und Ergänzungen wie Vertragsänderungen, Prämienänderungen oder Zuzahlungen ein Thema. Die Studie zeigt jedenfalls, dass sich die Menschen immer stärker mit dem Thema der privaten Altersvorsorge auseinandersetzen, erklärt Molterer. Einigen Nachholbedarf sieht Molterer bei der Kombination von Anspartarifen mit Biometrie-Zusätzen. „Eine langfristige Altersvorsorge wird erst in Kombination mit der Sparzielsicherung und der entsprechenden Pflegevorsorge zu einem umfassenden Vorsorgekonzept“, so Molterer resümierend.
Weiterbildung Auf Kompetenzvermittlung statt reiner Produktwerbung setzt die R+V Österreich laut Geschäftsführer Dr. Martin Beste.
Auf Kompetenzvermittlung statt reiner Produktwerbung setzt die R+V Österreich laut Geschäftsführer Dr. Martin Beste: „Maklern mittels praxisorientierter Schulungen essentielles Know-how zu vermitteln und ihnen damit auch Wettbewerbsvorteile bei der Bestandssicherung wie auch dem Ausbau ihres Firmenkundengeschäftes zu verschaffen, erachten wir als die wertvollste Investition in eine erfolgreiche Zukunft“. Daher lädt der Versicherer zu WKO-zertifizierten Expertentagen in drei Bundesländern. Die Seminarveranstaltungen beschäftigen sich mit Kredit- und Produkthaftpflichtversicherung und der Warenkredit- und Kautionsversicherung. Spartenleiter Dipl. BW Philipp Dierig wird einen Überblick über Wesen und Inhalt dieses Versicherungszweigs geben sowie
deren existentielle Bedeutung für kleinund mittelständische Unternehmen. Zentrale Themen werden dabei das Risiko des Forderungsausfalls und die Absicherung der Unternehmensliquidität sein. Im Haftpflichtteil referieren Spartenleiter Mag. Rainer Hörmann und Produkthaftungsspezialist und Rechtsanwalt Hon. Prof. Dr. Andreas Eustacchio über haftungs- und versicherungsrechtliche Standards im Bereich der Dr. Martin Beste Produzenten- und Produkthaftung bei KMUs und erörtern neue Versicherungstrends der Betriebshaftpflichtversicherung. Die Anmeldung und nähere Informationen finden Sie auf www. e v e n t s - r uv. a t .
Arbeitsessen Im Jahre 1947 wurde der Verband der Versicherungsmakler, heute unter der Abkürzung VÖVM bekannt, gegründet. Die Gründungsmitglieder waren Versicherungsmakler, die sich auf die Beratung und Versicherung von Großrisiken konzentrierten und ihre gemeinsamen Interessen, die auch heute im Mittelpunkt der Verbandsarbeit stehen, gegenüber anderen Marktteilnehmern und der Versicherungswirtschaft bestmöglich vertreten wissen wollten.
Vor mehr als zehn Jahren wurde das Profil des Verbandes gestärkt und unteranderem die Marke DIE 100 eingeführt. Seit Jahren lädt der Verein mehrmals im Jahr zu „Arbeitsessen“ ins Palais Eschenbach ein um mit hochkarätigen Keynotespeakern aktuelle Themen zu präsentieren und diskutieren.Bei der Jänner Veranstaltung konnte Andrea Stürmer, CEO Zürich Versicherung, gewonnen werden. Unter dem Titel „Gemeinsam erfolgreich in einer digitalisierten Welt“ betonte sie, dass die Digitalisierung eine der Andrea Stürmer größten Herausforderungen der Versicherungswirtschaft darstelle und die Innovationen dieser Branche die nächsten Jahre beherrschen werde. Wer hier „falsch abbiegt, wird verlieren.“ Dabei steht die Digitalisierung, die im privaten Umfeld noch stärker an Bedeutung gewinnt als im B2B-Bereich, im Spannungsfeld mit einem sich ändernden Kundenverhalten. Die Kundenerwartungen sind durch Erfahrungen aus anderen Branchen geprägt und Schnelligkeit, Einfachheit und Transparenz spielen dabei eine große Rolle. 2018 nimmt zusätzlich der Druck zur Regulierung des Geschäftslebens großen Einfluss auf die Branche. Wichtig sei es laut Stürmer, dass die Prozesse im Versicherungsbereich alles nachbilden müssen, was den Kunden etwas wert ist. Kein Trend sei dabei zu ignorieren. Gerade der als traditionell betrachtete Versicherungssektor könnte von Jungunternehmern und Start-ups als große Chance wahrgenommen werden, um Kommunikation und Vertrieb zu revolutionieren und sich auf dem Markt auszubreiten. Die Zürich Versicherung hat sich seit den Tagen von Züritel in den 90er-Jahren immer mit den Möglichkeiten der aktuellsten Kundenkommunikation befasst. Über viele Zwischenstationen wurde seitdem eine Reihe von Tools und Anbindungen speziell auch für Versicherungsmakler geschaffen. Die weitere Prozessanpassung wird in zwei Richtungen verlaufen: „analog“ mit Bezug auf Beratung und Beziehungsmanagement und „digital“ zur Effizienzsteigerung bei allen Geschäftsprozessen. „Analog“ bedeutet speziell das Aufrechterhalten der regionalen Maklerbetreuung und des Underwriting im Firmengeschäft. Die digitale Entwicklung konzentriert sich auf die Gestaltung digitaler Services und die Optimierung der Zusammenarbeit durch automatisierte Prozesse.
Mehr Infos auch unter www.dialog-leben.at MARKT I 29
Wirtschaftskriminalität steigt weltweit auf Allzeithoch nalität gestiegen ist“, erklärt Kristof Wabl, Senior Manager bei PwC Österreich. Mit dem verstärkten Bewusstsein sind auch die Investitionen in ihre Bekämpfung gestiegen. 17 Prozent der Befragten sagen, dass sie in ihrem schwerwiegendsten Fall in etwa die gleiche Summe für Ermittlungen und/oder Maßnahmen ausgaben. 41 Prozent gaben an, mindestens das Doppelte des Verlusts durch Cyberkriminalität für Untersuchungen und andere Maßnahmen ausgegeben zu haben. Trotz weit verbreiteter Kenntnisse und Meldungen im Zusammenhang mit Wirtschaftskriminalität gibt es immer noch blinde Flecken: 46 Prozent der Befragten geben an, dass ihr UnterKristof Wabl nehmen keine Risikoeinschätzung im Bereich Wirtschaftskriminalität durchgeführt hat. Darüber hinaus ist der Prozentsatz derer, die angeben, ein Unternehmensethik- und Compliance-Programm zu haben, von 82 auf 77 Prozent gesunken. „Während Technologie in der Überwachung und Aufdeckung eine wichtige Rolle spielt, sind menschliche Initiativen oft wirkungsvoller als die Investition in zusätzliche Technik“, erklärt Wabl dazu.
Rund die Hälfte aller Unternehmen (49%) weltweit wurden in den vergangenen zwei Jahren Opfer von Wirtschaftskriminalität.
Die Zahl der gemeldeten Betrugsfälle stieg um 13 Prozent und erreichte damit ein Allzeithoch, wie die Studie „Global Economic Crime and Fraud Survey“ von PwC zeigt. Afrika (62%), Nordamerika (54%) und Lateinamerika (53%) berichten über die meisten Vorfälle im Bereich Wirtschaftskriminalität. Für die Studie wurden 7.200 Teilnehmer in 123 Ländern befragt. Unterschlagung (45%) ist die häufigste Art von Wirtschaftskriminalität, gefolgt von Cyberkriminalität (31%), Verbraucherbetrug (29%) und geschäftlichen Fehlverhalten (28%). Die größte Zahl der Wirtschaftskriminellen kommt aus den eigenen Reihen. Der Anteil der internen Betrüger stieg um sechs Prozent auf insgesamt 52 Prozent. 24 Prozent der Vorfälle wurden der eigenen Unternehmensleitung zugeschrieben. 40 Prozent der Betrugsfälle gehen auf externe Täter zurück. Ein großer Teil davon (68%) sind sogenannte „Frenemies“ (kommt von Friend und Enemie) der Organisation, wie z.B. Vertreter, externe Dienstleister, Lieferanten und Kunden. Investitionen der Unternehmen steigen „Wir können einen Anstieg der gemeldeten Fälle nicht mit einem tatsächlichen Anstieg von Wirtschaftskriminalität gleichsetzen. Die Studie macht allerdings deutlich, dass das Bewusstsein in Unternehmen im Zusammenhang mit Wirtschaftskrimi-
Leichtes Wachstum VVO Versicherungsverband Österreich
Die ersten Berechnungen für das Geschäftsjahr 2017 zeigen in allen Versicherungssparten außer der Lebensversicherung ein geringes Wachstum. Insge-
samt vermerkt die österreichische Versicherungswirtschaft im vergangenen Jahr ein Wachstum der Prämieneinnahmen um 0,3 Prozent auf 17,1 Milliarden Euro. Die gesamten Versicherungsleistungen des Jahres 2017 beliefen sich auf 14,2 Milliarden Euro – das ist ein Minus von 3,0 Prozent im Vergleich zum Vor-
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Prof. Dr. Louis NormanAudenhove, Generalsekretär des österreichischen Versicherungsverbandes VVO, und Generaldirektor KR Mag. Dr. Othmar Ederer, Präsident des VVO
jahr“, so Prof. Dr. Louis Norman-Audenhove, Generalsekretär des österreichischen Versicherungsverbandes VVO. Mit einem Rückgang von 5,1 Prozent beläuft sich das Prämienvolumen der Lebensversicherung 2017 auf rund 5,8 Milliarden Euro. Die laufenden Prämien sanken mit einem Aufkommen von 5,0 Milliarden Euro um 1,7 Prozent. Bei der prämienbegünstigten Zukunftsvorsorge bestehen mittlerweile bei den heimischen Versicherungsunternehmen rund 1,3 Millionen Verträge, das Prä-
mienvolumen daraus beläuft sich auf rund 0,9 Milliarden Euro. Die Einmalerläge verzeichneten mit einem Prämienvolumen von 0,8 Milliarden Euro ein Minus von 20,8 Prozent. Das Krankenversicherungssegment weist im Jahr 2017 ein voraussichtliches Plus von 3,7 Prozent mit einem Gesamtprämienvolumen von 2,1 Milliarden Euro auf. Die Leistungen nahmen um 5,2 Prozent auf 1,4 Milliarden Euro zu. Auch in der Sparte Schaden-Unfallversicherung konnte ein Wachstum verzeichnet werden. Das Prämienvolumen der Schaden-Unfallversicherung (inklusive Kfz-Haftpflichtversicherung) wuchs 2017 auf 9,2 Milliarden Euro an und zeigt somit eine Steigerung von 3,2 Prozent. Die Leistungen in der Schaden-Unfallversicherung liegen mit 6,1 Milliarden Euro auch im Jahr 2017 auf hohem Niveau. Im Vergleich zum Vorjahr stiegen die Leistungen in der Schaden-Unfallversicherung um 8,6 Prozent. Prognose 2018 Für heuer wird in der Schaden-Unfallversicherung ein Zuwachs von ca 3,1 Prozent auf 9,4 Milliarden Euro prognostiziert. In der Krankenversicherung liegen die ersten Prognosen bei einem Prämienwachstum von rund 3,7 Prozent auf 2,2 Milliarden Euro. In der Lebensversicherung wird es auch heuer keinen Zuwachs geben, die ersten Schätzungen liegen bei einer Verringerung um rund 3,2 Prozent auf ca 5,6 Milliarden Euro. Nach den ersten vorläufigen Prognosen wird das Gesamtprämienaufkommen um 1 Prozent auf rund 17,3 Milliarden Euro ansteigen.
Verkauf an Phönix Die Standard Life hat sich von ihrer Versicherungssparte getrennt.
Ein halbes Jahr nach der Fusion mit dem Vermögensverwalter Aberdeen verkauft der Konzern seine Versicherungssparte um kolportierte 3,7 Mrd. Euro an Phönix. Gail Izat, CEO von Standard Life: „Da Standard Life Deutschland mit der Betriebsstätte in Österreich eine
Zweigniederlassung der Standard Life Assurance Limited ist, gehen die Geschäfte dieses Unternehmens nach Abschluss der Transaktion auf Phönix über. Phönix bekennt sich voll und ganz zum europäischen Business. Die rechtliche Eigentümerschaft ändert sich – dennoch werden wir weiterhin als Standard Life auf dem deutschen Markt agieren. Makler und Kunden werden unverändert von den gleichen Produkten, Investments, Prozessen, Angeboten und Ansprechpartnern profitieren.“
MARKT I 31
Immobilieninvestments dominieren Crowdfunding Laut aktuellen Daten des Crowdfunding- und Crowdinvesting-Vergleichsportals „CrowdCircus.com“ konnten die österreichischen Crowdfunding-Plattformen im letzten Jahr 28,8 Millionen Euro einsammeln, was einen Anstieg gegenüber 2016 von 46,8 Prozent bedeutet. Rund die Hälfte des investierten Geldes floss dabei in die Finanzierung von Immobilienprojekten.
Insgesamt agierten auf dem gesamten Crowdfunding-Markt im vergangenen Jahr 18 Plattformen, von denen die fünf umsatzstärksten Plattformen Conda, Dagobertinvest, Home Rocket, Green Rocket und Rendity alleine rund drei Viertel des gesamten Investitionsvolumens abwickelten. Spenden- und belohnungsbasiertes Crowdfunding werden zwar ebenfalls von einigen österreichischen Crowdfunding-Plattformen abgewickelt, nehmen aber nur ein geringes Marktvolumen ein. Neun von zehn Euro flossen in Rendite-fokussierte Schwarmfinanzierungsprojekte und dabei vor allem in Immobilienprojekte. Allein 43 Projekte mit einem Gesamtvolumen von 13,8 Millionen Euro entfielen auf diesen Bereich. Das größte Einzelfundraising-Pro-
jekt des vergangenen Jahres war das Tourismus-Crowdfunding-Projekt „COOEE alpin Hotels“. Mit einem Projektvolumen von mehr als 1,2 Millionen Euro stellte das, von den Ex-Skirennläufern Hermann Maier und Rainer Schönfelder initiierte Projekt, alle anderen Schwarmfinanzierungsprojekte im vergangenen Jahr in den Schatten. Auch in diesem Jahr setzt sich das Marktwachstum fort. So konnten alleine im Januar 2018 3,11 Millionen Euro von heimischen Crowdinvesting-Plattformen eingesammelt werden. Im Vergleich zum Vorjahresniveau entspricht das einem projizierten Marktwachstum von 40,4 Prozent. Einmal mehr standen dabei Immobilien-Crowdinvesting-Projekte im Fokus: Mehr als drei Viertel der Gesamtzuflüsse (2,37 Mio. €) entfielen auf dieses Segment, wie CrowdCircus berichtet. Großes Risiko bei Start-up-Finanzierung Auch wenn die Schwarmfinanzierung insgesamt in Österreich 2017 stark angestiegen ist, ist die Bedeutung für das Start-up-Unternehmen oder für die Mittelstandsfinanzierung noch auf sehr niedrigem Niveau. Ein Grund dafür liegt in der Problematik, dass es sich bei den Crowdfunding-Anteilen meist um nachrangiges Darlehen handelt. Solch ein Darlehen wird im Falle der Liquidation erst dann bedient, wenn alle anderen Forderungen befriedigt wurden. Das bedeutet, dass im Falle der Insolvenz der Schwarm meist immer leer ausgeht. Und das Risiko eines Totalausfalls im Bereich der Start-up-Finanzierung ist sehr hoch. Einer Studie der Hochschule Hamburg zufolge lag die Insolvenzwahrscheinlichkeit von Crowdinvesting-Transaktionen, die außerhalb des Immobiliensektors stattfanden in Deutschland bei rund 20 Prozent und war damit sechsmal höher als für Venture-Capital-Finanzierungen (19,4% vs. 3,0%). Dabei kamen die Forscher zu dem Schluss, dass die Crowdfunding-Unternehmen nicht schlechter, aber kleiner und somit in einer früheren Phase der Unternehmensentwicklung sind, was sie für Investoren risikoreicher macht.
MARKT I 32
Europäisches Altersvorsorgeprodukt ren kann man sowohl Anlageoption als auch Anbieter wechseln; letztgenannter kann seinen Sitz in einem anderen EULand haben. Zieht man in einen anderen EU-Mitgliedstaat, kann man weiter in den Vertrag einzahlen („Portabilität“). Der Verordnungsvorschlag sieht vor, dass eingetragene Versicherungsvermittler berechtigt sind, PEPPs, die sie nicht selbst hergestellt haben, zu vertreiben. Nach Einwänden diverser Stakeholder zum Verordnungsvorschlag der Kommission wurde im Dezember 2017 ein Kompromissvorschlag der estnischen Ratspräsidentschaft veröffentlicht. In diesem wurde sowohl die steuerliche Gleichbehandlung von PEPPs mit nationalen Altersvorsorgeprodukten als auch die Einbeziehung in nationale Förderungen gestrichen. Bis dato haben Hearings zu PEPP im Europäischen Parlament stattgefunden, beschlossen wurde es bis jetzt jedoch noch nicht.
Die Europäische Kommission veröffentlichte Ende Juni 2017 einen ersten Verordnungsvorschlag zur Schaffung eines PEPP (engl. für Pan European Personal Pension Product). Das damit von der Kommission verfolgte Ziel ist, dass mehr EU-Bürger als bisher über eine adäquate Altersvorsorge verfügen. Dabei soll die Abhängigkeit von Banken gesenkt werden, weswegen die Finanzierung über gehandelte Wertpapiere forciert wird. Das PEPP wird als zusätzliche Option zur bestehenden gesetzlichen, betrieblichen und nationalen privaten Altersvorsorge gesehen. Das Besondere an diesem Vorsorgeprodukt ist, dass dem Sparer bis zu 5 Sparoptionen offeriert werden können. Eine Option muss sicherstellen, dass zumindest das eingezahlte Kapital erhalten bleibt. Innerhalb von 5 Jah-
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Studie über Berufseinsteiger sowie ein maßgeschneidertes Angebot und persönliche Empfehlungen. Über die Hälfte befindet Versicherungsverträge für sehr kompliziert und ebenso viele glauben, dass das „Kleingedruckte“ oft dazu führt, dass Versicherungen im Schadensfall nicht oder weniger zahlen. Daraus ergeben sich auch die drei wichtigsten Wünsche: Das Service muss laut den Berufseinsteigern schnell und unkompliziert, die Versicherung stets erreichbar und der Auftritt ansprechend sein. Gefragt nach den Erwartungen an ein Versicherungsprodukt, nannten die Befragten am häufigsten Leistbarkeit, Verständlichkeit Thomas Neusiedler, Vorstand bzw. Transpafür Schaden-Unfall bei Helvetia renz. Mit etwas Österreich, Herbert Kling, Geschäftsführer von Abstand folgt meinungsraum.at, Werner auf den dritten Panhauser, Vorstand für Vertrieb bei Platz, dass die Helvetia Österreich
Welche Ziele, Sorgen und Versicherungsverhalten haben Österreichs Berufseinsteiger? Diese und weitere Fragen hat die Helvetia Versicherung über meinungsraum.at an Österreichs Berufseinsteiger im Alter von 16 bis 35 Jahren gestellt.
Die größten Sorgen der jungen Erwachsenen betreffen unmittelbar die eigene Existenz. Mehr als die Hälfte macht sich Sorgen über die Erschwinglichkeit von Wohnraum, gefolgt von der Leistbarkeit einer eigenen Familie und an dritter Stelle über die eigene Gesundheitsversorgung. Weniger Sorgen machen sich die jungen Erwachsenen über Arbeitsplatz, Besitz und Internetkriminalität. Am entspanntesten sind die 16 bis 20-Jährigen. Ihnen bereiten zwar die Ausbildungskosten mehr Sorgen als den 21 bis 35-Jährigen, ansonsten ist ihr Sorgenniveau aber in allen Bereichen deutlich niedriger. Was sind die wichtigsten Lebensziele? Ein gesunder, finanzieller abgesicherter Lebensabend ist für fast alle das Wichtigste. Eine gute Partnerschaft, Hobbies finanzieren und ausüben folgt auf Rang drei und an letzter Stelle steht ein eigenes Haus oder eine Eigentumswohnung. Reisen, eine steile berufliche Karriere und die eigenen Hobbies sind bei der Generation Z im Alter von 16 bis 20 Jahren deutlich wichtiger als den Millennials zwischen 21 und 35 Jahren. Natürlich wurde auch das Versicherungsverhalten abgefragt. Trotz hoher Online-Affinität schließen junge Erwachsene Versicherungen nach wie vor am liebsten auf klassischen Wegen ab: Zwar informiert sich die Mehrheit gerne online, bei der Vertragsunterzeichnung wird dann aber der persönliche Abschluss dem Online-Abschluss deutlich vorgezogen. Die wichtigste Hilfe bei der Entscheidung für ein Versicherungsprodukt sind unter den Berufseinsteigern Empfehlungen von Kollegen, Freunden oder Familienmitgliedern. Erst danach folgen Online-Vergleichsangebote und unabhängige Berater. Insgesamt ist die Gruppe der Berufseinsteiger auch wenig wechselwillig: Nur ein geringer Prozentteil gibt in der Befragung eine hohe Wechselbereitschaft an. Die wichtigsten Entscheidungsfaktoren für die Auswahl der Versicherung sind für die Berufseinsteiger eine günstige Prämie und die finanzielle Stabilität des Anbieters
Produkte gut an die persönlichen Bedürfnisse angepasst sein müssen. Bei der Frage, welche Risiken in Zukunft versicherbar sein sollten, führen die jungen Leuten die Bereiche Krankheiten mit spontanen Nennungen wie Zähne, Krebs, neue Krankheiten, Burn-out und Gesundheitsschäden durch digitale Geräte sowie Internetkriminalität (Identitäts- und Datendiebstahl, Onlinekäufe, Passwortschutz) an. Auch Umweltschäden, Smart Home-Technik und E-Mobility sind ein großes Thema.
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Zahl der Insolvenzen geht zurück In Österreich nahm die Zahl der Privat- und Firmeninsolvenzen im vergangenen Jahr beträchtlich ab.
Insgesamt verzeichnete der Gläubigerschutzverband Creditreform 13.494 Firmen- und Privatinsolvenzen, was einem Minus von 8,5% entspricht. Die Anzahl der Firmeninsolvenzen betrug im Vorjahr 5.318 und sank damit auf den niedrigsten Wert seit 2002. Dabei gab es nur in Niederösterreich gab es einen Anstieg (+11,5%) bei Unternehmenspleiten. Insgesamt sank die Zahl der Firmeninsolvenzen um 3,9% gegenüber dem Vorjahr. Die unternehmensbezogenen Dienstleistungen verzeichneten die größte Anzahl an Insolvenzen (966) gefolgt vom Handel (946) und dem Bauwesen (927). Die häufigsten Ursachen für Unternehmens-
pleiten sind laut Creditreform, Managementfehler, starker Wettbewerb und Forderungsausfälle. Der größte Insolvenzfall im letzten Jahr war der des weststeirischen Unternehmen SFL-Technologies mit Passiva von 113 Millionen Euro und 186 betroffenen Mitarbeitern. Nicht weit dahinter lag die Pleite der Unternehmensgruppe Wozabal mit Passiva von 110 Millionen Euro und 792 betroffenen Mitarbeitern. Die Zahl der Privatinsolvenzen sank 2017 auf 9.217 und nahm damit um 11,3% ab. Überdurchschnittlich stark war der Rückgang in Burgenland (-14,9%), Oberösterreich (-14,2%), Wien (-13,3%) und Vorarlberg (-12,6%). Rund 12 von 10.000 Erwachsene schlittern in die Privatinsolvenz, wobei Wien am stärksten betroffen ist. Die schwerwiegendsten Gründe für den privaten Konkurs stellen laut Creditreform Arbeitslosigkeit, gescheiterte Selbstständigkeit und der sorglose Umgang mit Geld dar.
Digitale Beratung jetzt noch einfacher Seit Anfang März kooperiert TOGETHER CCA mit riskine, einem Anbieter für digitale Beratung in der Versicherungsbranche.
Die Produkte des Softwarehauses sind über eine riskine-Schnittstelle direkt angebunden. Damit können Makler auf das gesamte Leistungsspektrum des Beratungsassistenten zugreifen und Bedarfsanalysen umfassend und zuverlässig durchführen. Der Ablauf ist einfach und benutzerfreundlich: Makler, die über die Plattform oder CCA9 eine Beratung bei riskine durchführen, erhalten ein automatisch generiertes Deckungskonzept sowie ein detailliertes Beratungsprotokoll. Das Protokoll basiert auf den Vorlagen der WKO und erfüllt alle Dokumentations- und Qualitätserfordernisse gemäß IDD-Richtlinie. Die nahtlose Integration der Schnittstelle erübrigt Anwendern externe Log-in-Vorgänge. Die eingegebenen Datensätze werden ausschließlich in TOGETHER oder lokal beim Makler
gespeichert. Die Datenübernahme aus und nach CCA erfolgt über die integrierte Schnittstelle. Zudem werden bestehende Verträge automatisch berücksichtigt, sofern sie in TOGETHER oder CCA9 angelegt sind. Die vorgeschlagenen Produkte entsprechen somit exakt den Anforderungen des Endkunden. Der gesamte Beratungsvorgang Dr. Ralf Widtmann (Mitte), ist transparent Geschäftsführer von riskine mit den und digital nachTOGETHER CCA Geschäftsführern vollziehbar. Dr. Georg Steinort und Ing. Mag.
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Mit Herz und Verstand in die Zukunft Gerhard Veits, Fachgruppenobmann der Vorarlberger Versicherungsmakler und -berater in Österreich, sieht die Zukunft des Versicherungsmaklers positiv. Wie sich Vorarlberg für die digitale und personale Zukunft rüstet, erfahren wir im Interview.
Das Jahr 2018 bringt einige Herausforderungen. Was sehen Sie auf die Versicherungsbranche zukommen? Veits: Das Jahr ist von der Umsetzung der IDD-Richtlinie, der Geldwäsche und Datenschutzgrundverordnung geprägt. Mit der Plattform „Fit für 2018“ aus dem Hause KPMG haben wir unseren Mitgliedern eine Lösung zur Verfügung gestellt, die es möglich macht, sich mit konkreten Handlungsanleitungen gut aufzustellen. Die Vorarlberger Versicherungsmakler sind seit jeher sehr weiterbildungsinteressiert. Wir organisieren zweimal im Jahr eine Weiterbildungsveranstaltung und haben immer einen sehr regen Zuspruch. Einige Fachgruppen unterstützen die Teilnahme an der „Fit für 2018“-Plattform mit einem finanziellen Zuschuss, auch die Fachgruppe Vorarlberg?
Bei uns in Vorarlberg gibt es bereits einige Büros, in denen die Nachfolge im familiären Umfeld gelöst wurde.
Veits: Vorarlberg hat einerseits eine vergleichsweise geringe Mitgliederzahl und andererseits den geringsten Kammerbeitrag, daher können wir unsere Mitglieder bei dieser Aktion nicht mit finanziellen Mitteln unterstützen. Im Moment sind wir rund 150 Vorarlberger Versicherungsmakler, von denen sich bereits einige auf der Plattform angemeldet haben. Ich gehe davon aus, dass sich die Anzahl der Teilnehmer aus dem Ländle noch erhöhen wird, sobald das „Werk“ fertiggestellt ist und entsprechend beworben wird. Gibt es viele Versicherungsmaklerinnen in Vorarlberg? Veits: Zwar gibt es mehrere Frauen, welche die Makler-Ausbildung und auch die Prüfung positiv abgelegt haben, aber, soweit ich weiß, gibt es im Augenblick
in Vorarlberg nur eine einzige selbstständige Berufskollegin. Bis vor circa zehn Jahren hat es noch eine weitere besonders tüchtige und erfolgreiche Versicherungsmaklerin in Vorarlberg gegeben, die aber bereits in Pension gegangen ist. Ich würde mich sehr freuen, wenn sich mehr Frauen für den Beruf der Versicherungsmaklerin in unserem Bundesland entscheiden würden.
Wie weit sind die Versicherungsmakler dem digitalen Zeitalter angepasst? Veits: Aus meiner Sicht ist es noch ein weiter Weg, bis alle Versicherungsmakler im digitalen Zeitalter ankommen. Man muss beachten, dass viele der Kollegen in Österreich Kleinunternehmer beziehungsweise in Einzelbüros sind. Der Aufwand, sich allen Vertriebskanälen im digitalen Bereich zu öffnen, ist ein großer und erfordert auch technisches Wissen. Es sind sicherlich nicht alle Versicherungsmaklerbüros im Stande, ihre Kunden im digitalen Bereich abzuholen. Viele Unternehmer betreuen ihre Kunden auf die traditionelle Art der persönlichen Beratung. Ich finde es wichtig, den Kunden das zu bieten. Viele wachsen gemeinsam mit ihren Kunden in die digitale Welt. Nachfolgeregelung – ein Thema in Vorarlberg? Veits: Ein Thema wie in ganz Österreich. Die Versicherungsmakler sind eine Berufsgruppe mit einem Durchschnittsalter von über 50 Jahren, daher ist Nachfolge ein spannendes Thema. Bei uns in Vorarlberg gibt es bereits einige BüUnter der Initiative ros, in denen die „Follow me“ werden Nachfolge im Informationen zum Thema familiären Umfeld gelöst wurBetriebsübergabe und de. Wir haben Nachfolge angeboten. zu diesem Thema auch eine Veranstaltung in Kooperation mit dem Österreichischen Versicherungsmaklerring organisiert, die sehr gut besucht war. Unter der Initiative „Follow me“ werden Informationen zum Thema Betriebsübergabe und Nachfolge angeboten. Damit wollen wir unseren Mitgliedern in diesem Bereich ebenfalls mit Hilfestellungen zur Seite stehen. Wir danken für das Gespräch.
Interview I 36
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EU-Datenschutz-Grundverordnung naht denen kundenbezogene Daten verarbeitet werden, ist eine entsprechende regelmäßige Kontrolle und Pflege zu beachten. Für die Daten haftet nämlich nicht der Hersteller von App oder Website, sondern der jeweilige Betreiber. Unter bestimmten Bedingungen soll ein eigener Datenschutzbeauftragter das gesamte Datenschutzkonzept des Unternehmens erstellen, die Organisation des Datenschutzes aufbauen und die Durchführung überwachen. Das ist mit Kosten verbunden, genauso wie der Umstand, dass alle Schritte und Entscheidungen rund um den Datenschutz dokumentiert werden müssen.
Am 25. Mai tritt die EU-DatenschutzGrundverordnung (DSGVO) in Kraft und stellt mit strengen Bestimmungen die Versicherungsbranche vor große Herausforderungen.
Im Rahmen des 9. Expertentages der Tiroler Versicherungsmakler, lauschten mehr als 120 Tiroler Versicherungsmakler der kontroversen Diskussion zwischen Rechtsexperten Roland Weinrauch, Fachverbandsobmann Christoph Berghammer, MAS und fünf Managern renommierter Versicherungen. Fachgruppenobmann Thomas Tiefenbrunner: „Die Implementierung stellt die Versicherungsmakler vor eine finanzielle und personelle Herausforderung. Die mit 25. Mai in Kraft tretende DSGVO bringt vielzählige grundlegende Veränderungen des Datenschutzes für die Versicherungsbranche mit sich. Gerade für unsere Branche hat die neue Verordnung eine große Relevanz, da hier heikle und teils personenbezogene Daten verarbeitet werden.“ „Der Versicherungsmakler“ stellte den einzelnen Vorständen/Direktoren der Podiumsdiskussion kritische Interviewfragen rund um den Datenschutz, die diese bereitwillig beantworteten. Die DSGVO ändert hinsichtlich der bestehenden Datenschutzrichtlinien in erster Line, dass sich die Dokumentation und die Strafhöhe im Falle eines Verstoßes erheblich erhöhen. Die Informationspflichten bei der Erhebung personenbezogener Daten werden mit Inkrafttreten der Verordnung erheblich erweitert. Kundendaten und Aktivitäten müssen zukünftig noch genauer dokumentiert und dargelegt werden, Matthias Effinger, CEO ARAG SE Direktion für Österreich da es sich großteils um sehr sensible Daten handelt, wie man am Beispiel Gesundheitsdaten erkennen kann. Diese Daten müssen entsprechend gesichert im Maklerunternehmen aufbewahrt werden. Aber auch bei Apps oder Websites, bei
Umsetzung in der Praxis Schwammig formulierte Datenschutzgesetze führen zu einem großen Ermessensspielraum der Behörden. Viele kritische Fragestellungen sind nicht einmal im Detail geklärt. Gleichzeitig drohen enorme Strafen bei Verstößen. Ein Beispiel zeigt Matthias Effinger, CEO – Hauptbevollmächtigter ARAG SE Direktion für Österreich: „Art. 37 DSGVO: Benennung eines Datenschutzbeauftragten Abs. 2: Eine Unternehmensgruppe darf einen gemeinsamen Datenschutzbeauftragten ernennen, sofern von jeder Niederlassung aus der Datenschutzbeauftragte leicht erreicht werden kann. „Das Wort „leicht“ deutet entsprechenden Spielraum an. Solcher Spielraum taucht an verschiedenen Stellen immer wieder auf, u. a. im Bereich der Datenschutzfolgenabschätzung - z. B. mit unpräzisen Begriffen wie „hohes Risiko“, „aktueller Stand der Technik“, oder „alle notwendigen technischen und organisatorischen Maßnahmen““. Umgang mit potenziellen Vorschriftskonflikten Theoretisch können Datenschutzvorschriften mit anderen Vorschriften in Konflikt stehen. Einerseits erfordert der Datenschutz eine schnelle Löschung von nicht mehr benötigten Kundendaten, andererseits gibt es Aufbewahrungspflichten. Effinger äußert sich dazu wie folgt: „Wir sehen das nicht immer als Konflikt – bei der Datenaufbewahrung ist auf den Zweck abzustellen. Gesetzliche Aufbewahrungspflichten sind auf jeden Fall zu wahren und gelten im Rahmen der DSGVO daher als zweckmäßig. Alle darüberhinausgehenden Fristen sind im Sinne des Gebotes der Datenminimierung neu zu bewerten und gegebenenfalls zu reduzieren. Die ARAG hat dazu die einzelnen Prozesse, bei denen persönliche Daten verwendet werden, neu bewertet und ein um-
Wenzel Staub (Vorstandsvorsitzender MUKI), IC Spartenobmann Dietmar Hernegger, Fachverbandsobmann Christoph Berghammer, Fachgruppenobmann Tirol Thomas Tiefenbrunner, Fachgruppengeschäftsführer Tirol Kurt Lorbek, Moderator Ronald Barazon, Matthias Effinger (CEO ARAG), Harald Riener (Vorstandsdirektor DONAU Versicherung), Hermann Fried (Vorstandsdirektor Wiener Städtische Versicherung), Fachverbandsgeschäftsführer Erwin Gisch, Rechtsanwalt Roland Weinrauch
fangreiches Löschkonzept entwickelt. Daten können gegebenenfalls auch länger als die generellen 7 Jahre aufbewahrt werden. Bei einer Versicherung ist dies z. B. der Fall, wenn Schadensfälle länger als 7 Jahre zurückliegen. Dienstzeugnisse von Mitarbeitern müsHarald Riener, Vorstandsdirektor der Donau Versicherung sen 30 Jahre lang ausgestellt werden können.“ In eine ähnliche Kerbe schlägt Harald Riener, Vorstandsdirektor der Donau Versicherung: „Die datenschutzrechtlichen Löschanforderungen und regulatorischen Aufbewahrungspflichten bergen ein Spannungsfeld für Versicherungen. Die Abwägung der Interessen wird dabei bei der DONAU stets sorgfältig vorgenommen. Es wird ein allgemeines Verfahren zur Löschung von
Kundendaten definiert. Verschiedene Aufbewahrungsfristen erfordern es, dass dies nach den momentan vorliegenden Kriterien bewertet wird“. Mit einer straffen Datenschutzorganisation potenWalter Schieferer, ziellen Konflikten Vorstandsvorsitzender Tiroler Versicherung entgegen wirkt die Tiroler Versicherung, deren Vorstandsvorsitzender, Walter Schieferer, sich dazu wie folgt äußert: „Die Tiroler Versicherung implementiert sowohl organisatorische wie auch technische Maßnahmen zur Erfüllung der erforderlichen Dokumentationen. Ebenso werden nicht mehr benötigte Daten unter ständiger Berücksichtigung von Aufbewahrungs- und Verjährungs-
fristen nach den Vorgaben der DSGVO und nationalen Rechtsvorschriften gelöscht. Bei Einhaltung dieser straffen Datenschutzorganisation bestehen unserer Ansicht nach keine Konflikte.“ Die Komplexität der Materie skizziert Hermann Fried, Hermann Fried, Vorstandsdirektor der Wiener Vorstandsdirektor Städtischen Versicherung der Wiener Städtischen wie folgt: „Jede Versicherung steht in einem Spannungsfeld zwischen datenschutzrechtlichen Löschanforderungen und regulatorischen Aufbewahrungspflichten. Für uns bedeutet dies eine nahezu tägliche Interessenabwägung, die wir stets im Sinne des Kunden und unter höchster Sorgfalt vornehmen. So wird zwar von uns ein allgemeines Verfahren zur Löschung von Kundendaten definiert, auf Grund der verschiedensten Aufbewahrungsfristen und möglichen Kombinationen ist die konkrete Durchführung in vielen Fällen individuell nach den momentan vorliegenden Kriterien zu bewerten.“ Wenzel Staub, Vorstandsvorsitzender der MUKI Versicherung weist auf juristische Risiken hin: „Schon bisher sind wir gewohnt, aufgrund unserer Konzession mit den Gesundheitsdaten und weiteren persönliWenzel Staub, Vorstandsvorsitzender der chen Daten unserer muki Versicherung Kunden verantwortungsvoll umzugehen. Dennoch birgt ein so umfangreiches, grundlegend neu geregeltes Rechtsgebiet Unwägbarkeiten und juristische Risiken, insbesondere solange noch keine Kommentarliteratur oder Rechtsprechung vorliegen. Wir sind aber zuversichtlich, dass bei unserer konstruktiven Herangehensweise alle Konflikte im Sinne der Verordnung und der einschlägigen Gesetze gelöst werden können. So sind z. B.
gesetzliche Aufbewahrungspflichten durchaus ein zulässiges Argument zur Ablehnung eines Löschbegehrens. Es muss hier nicht unbedingt ein Konflikt vorliegen, vielmehr ist jeweils unter Berücksichtigung aller weiteren Details wie Auskunft- und Korrekturbegehren sowie Transparenzpflichten abzuwägen.“ Wie organisieren Versicherungen den Datenschutz neu? Welche Vorkehrungen treffen die einzelnen Versicherungen zur Umsetzung der DSVGO? Das Ergebnis: Sie geben ihr Bestes und scheuen in der Regel auch keine damit verbundenen Ausgaben. In diesem Zusammenhang aus der Praxis schildert Alexander Plank, CFO und BO-IT-Verantwortlicher der ARAG-Österreich: „Der Datenschutz hat für uns als Rechtsschutzversicherer einen besonders hohen Stellenwert. Daher wurde auch von Konzernseite schon sehr früh ein internationales Projekt gestartet, um zeitgerecht den Anforderungen der DSGVO zu genügen. Wir haben damit begonnen von einem externen Berater unseren Status quo feststellen zu lassen und Handlungsfelder lokalisiert. Mit der Erstellung eines umfangreichen Verfahrensverzeichnisses wurden die einzelnen Prozessschritte von Datenschutzseite nochmals durchleuchtet und neu bewertet. Für sämtliche Vorgänge gibt es ein Löschkonzept. Unser neu installierter Datenschutzkoordinator arbeitet hier eng mit dem Datenschutzbeauftragten des ARAG Konzerns zusammen. Zudem werden wir von einem externen Experten in Datenschutzfragen begleitet.“ Weitere Maßnahmen sind intensive Schulung der Mitarbeiter und Aktualisierung der technischen Ausstattung und Sicherheitsprozeduren. Unter anderem mit guter Ausund Weiterbildung der Datenschutzbeauftragten auf die DSVGO vorbereitet hat sich die muki Versicherung. Dazu Staub: „Unsere Datenschutzbeauftragte verfügt nach entsprechendem Studium, Aus- und Weiterbildung über umfassendes juridisches wie technisches Know-how, sodass wir hier sehr gut gerüstet sind. Wir haben bereits im vergangenen Jahr begonnen, unsere EDV auf ein neues System zu migrieren; bei der Umsetzung berücksichtigen wir selbstverständlich auch alle Anforderungen, die der Datenschutz bisher und in absehbarer Zeit stellt. So halten wir sämtliche Daten im eigenen System und nicht in fremden Cloudservices vor“. Umfangreiche IT-Erneuerungen nimmt die Wiener Städtische vor, die Fried, wie folgt beschreibt: „Datenschutz nehmen wir schon seit jeher sehr ernst - hier haben wir bereits seit vielen Jahren umfangreiche Vorkehrungen getroffen, die wir in regelmäßigem Abstand Aktualisierungen unterziehen.
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Die Wiener Städtische hat ein großes Programm zur Erneuerung ihrer IT-Landschaft gestartet. Die Anforderungen der DSGVO dabei zu berücksichtigen, fällt naturgemäß etwas leichter als in bestehende alte Anwendungen einzugreifen. Parallel zu den IT-Vorhaben werden wir neben der Bestellung eines Datenschutzbeauftragten auch unser internes Datenschutzmanagement verstärken, um den neuen Anforderungen entsprechend zu begegnen.“ Ähnliches gilt für die Donau Versicherung, die ebenfalls seit vielen Jahren umfassende Vorkehrungen traf. Dazu Vorstandsdirektor Riener: „Innerhalb des Konzerns wurde ein umfassendes Programm zur Erneuerung der IT-Landschaft gestartet. Die Einbindung der Anforderungen der DSVGO ist dabei bereits eingeschlossen. Einhergehend mit der Bestellung eines Datenschutzbeauftragen wird das Datenschutzmanagement verstärkt, um den neuen Anforderungen zu entsprechen.“ Eine etwas andere Situation schildert Schieferer als Chef der Tiroler Versicherung: „Eine Änderung bestehender IT-Systeme ist derzeit nicht erforderlich. Das IT-Datensicherheitsniveau war und ist bereits hoch und entspricht auch weiterhin allen Anforderungen. Die laufende Evaluierung der Sicherheitsstandards von IT-Systemen gehörte schon bislang zur gelebten Praxis. Es werden vorwiegend bestehende Dokumentations- und Prüfmechanismen auf neue Vorgaben adaptiert und Betroffenenrechte sichergestellt.“ Wenn schon Versicherungen mit der DSVGO gefordert sind, kann davon ausgegangen werden, dass der eine oder andere selbstständige Versicherungsvermittler damit etwas überfordert ist. Deshalb stellte „Der Versicherungsmakler“ den einzelnen Versicherungs-Vorständen folgende Frage: „In welcher Form bieten Sie Ihrem externen Vertrieb Unterstützung in der Bewältigung der Anforderungen der DSVGO?“ Diese Frage beantwortet Staub (MUKI Versicherung) wie folgt: „Unser neues EDV-System wird unsere Vertriebspartner auch in dieser Hinsicht besser als bisher unterstützen. Über ihre Mitgliedschaft in der WKO steht ihnen zwar auch dort ein kompetenter Partner zur Verfügung, aber wir setzen nach wie vor auf die partnerschaftliche Beratung unserer Vertriebspartner – gemeinsam müssen wir sicherstellen, dass u. a. ein sicherer Datenaustausch gewährleistet ist, und das geht am besten in unserer jahrzehntelang geübten vertrauensvollen Zusammenarbeit.“ Indessen auf Eigenverantwortung der Versicherungsmakler wies Schieferer (Tiroler Versicherung) hin: „Grundsätzlich gilt es festzuhalten, dass die Verantwortung für die Einhaltung sämtlicher relevanter
Bestimmungen der DSGVO bei den Versicherungsmaklern selbst (als Datenempfänger / Datenverarbeiter) liegt. Eine Verbindung mit den Versicherungsgesellschaften wird hinsichtlich der Erfüllung der Betroffenenrechte nötig sein. Art und Umfang allenfalls notwendiger Unterstützung für Versicherungsmakler werden völlig unterschiedlich ausgeprägt sein; wir werden daher zielgerichteten Support auf Anfrage bieten.“ Die beiden zum VIG-Konzern zählenden Instituten Donau Versicherung und Wiener Städtische, weisen auf die Doppelrolle der Makler – zum einen als Vertreter der Kundeninteressen und zugleich als Partner des Versicherungsunternehmens hin. Fried (Wiener Städtische) beschreibt die Makler-Unterstützung wie folgt: „Makler können zur Verwaltung ihres Vermittlungsgeschäftes die Lösung unserer Dienstleisters tis-cca nutzen. Um Maklern die Vorbereitung zu vereinfachen, bieten wir zusätzlich eine auf die Makler-Bedürfnisse abgestimmte Schulung an - inklusive einer Check-Liste. Darüber hinaus stellen Birgit Eder, Mitglied der Geschäftsführung ARAG wir zeitgerecht unÖsterreich sere Vorlage zum Datenschutzhinweis (Informationspflicht) dem Makler zur Verfügung“. Und fast analog dazu Riener (Donau-Versicherung): „In der Vorbereitung auf die DSVGO wird den Maklern eine abgestimmte Schulung angeboten und zeitgerecht eine Vorlage zum Datenschutzhinweis zur Verfügung gestellt.“ Ebenfalls starke Unterstützung bietet die ARAG. Dazu Birgit Eder, Mitglied der Geschäftsführung ARAG-Österreich: „Wir haben bereits sehr früh mit dem Projekt – DSGVO begonnen und uns insbesondere zur Neufassung der Datenschutzinformation und Darstellung auf dem Versicherungsantrag und unserer Homepage Gedanken gemacht. Die ARAG hat mit etlichen Vermittlern bezüglich datenschutzgerechter Umgestaltung der Eigenanträge Gespräche geführt und unsere Vermittler in Sachen Datenschutzfragen auch rechtlich beraten. Zudem haben wir auf Produktseite mit unserem neuen Cyber-Rechtsschutz vorgesorgt – sollten unsere Firmenkunden im Falle einer Cyber-Attacke mit dem Vorwurf konfrontiert werden, die persönlichen Daten ihrer Kunden unzureichend geschützt zu haben, gibt es zukünftig Versicherungsschutz.“
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AUS DER PRAXIS: Prüfung erfolgreich Lukas Wüst: Wir wurden bereits vor zwei Jahren geprüft, daher war die Situation nichts Neues für uns. Sie kam nur überraschend, so kurz nach Weihnachten. Der Behörde geht es meiner Meinung nach vor allem um die rechtlichen Rahmenbedingungen. Wie zum Beispiel die richtigen Angaben zur Beschwerdestelle in den Dokumenten, da sich das Ministerium im Jänner des heurigen Jahres geändert hat, oder um die korrekten Angaben zur GISA-Zahl. Das sind auch Bereiche, die für die Behörde am leichtesten zu überprüfen sind. Bei Korrekturen und Empfehlungen durch die beiden Prüfer hat man auch die Möglichkeit, fehlende oder zu korrigierende Belege nachzu-
In der ersten Ausgabe haben wir berichtet, wie Amtsrat Wolfgang Weiser von der MA 59 die Thematik Geldwäscherichtlinie sieht und welche Sorgfaltspflichten unbedingt eingehalten werden müssen. Nun können wir aus der Praxis berichten, wie eine Überprüfung durch die MA 59 abläuft. Im Jänner 2018 wurde die Karl Padzold KG, Versicherungsmakler in Wien, geprüft. Christian Koch und Lukas Wüst, zwei der drei Firmeninhaber, erzählen, wie die Prüfung vonstattenging.
Christian Koch: Eine unangemeldete Überprüfung der Magistratsabteilung 59 unter der Leitung von Amtsrat Weiser fand in unseren Büroräumlichkeiten in Wien 23 statt. Wie schon bei den letzten Überprüfungen können wir nur wieder bestätigen, dass die Prüfung in einem amikalen Miteinander stattgefunden hat. Es wird sehr auf Details geachtet. Es werden Kundenakte geprüft, die erste Kontaktaufnahme mit den Kunden, der Umgang mit den Kunden, die Auswertung des Kontakts, die Korrespondenz … Auf das Vorhandensein eines Beratungsprotokolls wird besonderes Augenmerk gelegt. Wir können allen Kollegen empfehlen, unbedingt darauf zu achten, ein ordnungsgemäßes Beratungsprotokoll zu führen. Es ist auch immens wichtig, das „Kleingedruckte“ aktuell zu halten. Wichtig ersehen wir auch den offenen Umgang mit dem Prüfer. Überprüfungen sind eher eine Hilfestellung in der Einhaltung aller Formvorschriften als eine Prüfungssequenz mit Strafmöglichkeit.
reichen. Wichtig ist es, den Prüfern mit Freundlichkeit und Offenheit zu begegnen.
Conzeptio Versicherungsmakler KG wurde 2011 von Christian Koch, Uwe Reischer und Lukas Wüst gegründet. Die drei Unternehmensgründer können zusammengerechnet auf fast 50 Jahre Erfahrung im Bereich Vermögensberatung zurückblicken. Die engagierten Versicherungsmakler waren über zehn Jahre für einen österreichischen Finanzdienstleister in Führungspositionen tätig. Zu Beginn ihrer Tätigkeit im Jahre 2012 haben sie die Karl Padzold KG übernommen.
Worauf wurde bei der Prüfung noch besonderer Wert gelegt? Koch: Alle Dokumente des Unternehmens müssen gewisse Formvorschriften erfüllen: Das Beratungsprotokoll muss zu jedem Geschäftsvorgang vorhanden sein, sowie die Vollständigkeit der Maklervollmacht und der Geschäftsbedingungen. Aber auch die Geldwäschebestimmungen müssen erfüllt werden. Hier wurde nach dem eigenen Firmenrating nachgefragt. Wir sind verpflichtet, einmal im Jahr das
Christian Koch, Lukas Wüst und Uwe Reischer
Unternehmen einem internen Geldwäscherating zu unterziehen. Hier haben wir uns an die Fachgruppe der Versicherungsmakler gewandt und die dazu erforderlichen Unterlagen erhalten. Der Fragebogen beinhaltet acht Fragen zum Thema Geldwäscherichtlinien, anhand dieser Fragen sieht man, wie sehr das Unternehmen gefährdet ist.
anzusehen, sondern als Hilfestellung und Aufklärung, um gültige Normen zu erfüllen. Wir danken für das Gespräch.
Wüst: Das Ziel des Gesprächs bzw. der Prüfung scheint nicht zu sein, Strafen auszusprechen, sondern aufzuklären und Formalia zu kontrollieren. Wenn keine gravierenden Mängel gegeben waren, hatten wir nicht den Eindruck gehabt, dass es zu Sanktionen kommen könnte. Koch: Zusammenfassend möchte ich jedem Kollegen empfehlen, Prüfungen nicht als Einbruch in das Unternehmen
Alles was Recht ist Einbruch ist nicht gleich Einbruch! Ein Fall aus der RSS – zusammengestellt von Gerhard Hellwagner & Christian Wetzelberger
Ein Versicherungsmakler brachte folgenden Fall zur Schlichtung: Seine Kundin betreibt einen Lebensmittelladen und hat diesen auch gegen Einbruchsdiebstahl versichert. Dieser ist laut den vereinbarten Bedingungen wie folgt definiert: „3. Einbruchsdiebstahl in ein versperrtes Behältnis liegt vor, wenn ein Täter (…) 3.3. während der Anwesenheit von Personen in die Versicherungsräumlichkeiten gelangt und dort befindliche versperrte Behältnisse aufbricht oder mittels Werkzeugen oder falscher Schlüssel öffnet.“ Die Versicherungsnehmerin begehrte die Deckung für den Diebstahl von € 1.704,34 aus der Registrierkassa des Lebensmittelgeschäftes. Laut ihrer Schadenmeldung vom 1.8.2016 sei die Registrierkassa am 29.7.2016 von einem Täter mit einem Schraubenzieher aufgebrochen worden, während ein weiterer Täter die einzige Angestellte mit einer Bestellung in der Wurstabteilung ablenkte.
Die Spurensicherung ergab keine Einbruchsspuren, die Angestellte gab jedoch in ihrer polizeilichen Aussage zu Protokoll, sie könne sich den Diebstahl nur so erklären, dass der Unbekannte ihr beim Eingeben des Kassencodes zugesehen habe und die Kassa geöffnet habe, während sie vom anderen Täter abgelenkt wurde. Detail am Rande: Laut Aussage der Versicherungsnehmerin bei der Polizei fehlte „das Papiergeld“, bei der Abrechnung stellte sie fest, dass es sich um „€ 1.705,34“ handelt. Dieser Widerspruch konnte im Verfahren nicht aufgeklärt werden. Die mutmaßlichen Täter osteuropäischer Herkunft wurden 3 Tage später gefasst, bei einem der beiden wurde ein Transaktionsbeleg gefunden, € 1.180 wurden demnach bereits als Geldüberweisung in die Heimat transferiert. Die Staatsanwaltschaft führte weitere Ermittlungen wegen des Verdachts des Einbruchsdiebstahles durch – inwieweit dies in der Folge zu einem Strafverfahren führte und ob die Täter verurteilt wurden, ist nicht aktenkundig.
Die Versicherung lehnte die Deckung ab, da kein versicherter Einbruchsdiebstahl vorliege, es seien keine Einbruchsspuren an der Kassa vorhanden. Im Schlichtungsverfahren brachte der Makler für seine Kundin vor, die Registrierkassa sei vom Täter „scheinbar mittels vorher ausgespähtem Code geöffnet“ worden. Das Belegsystem zeige um 12.34 Uhr eine Öffnung der Kassa an, die vom Täter stammen müsse, da kein Verkauf im System aufscheine. Die Täter seien zwischenzeitlich verhaftet worden, ihnen werde ein Einbruchsdiebstahl iSd § 129 StGB vorgeworfen. Daher sei auch der Versicherer aus der Einbruchsdiebstahlversicherung leistungspflichtig. Die Schlichtungskommission ging in ihrer Empfehlung nur mehr davon aus, dass die Kassa mit einem ausgespähten Code geöffnet wurde, nicht – wie in der ursprünglichen Schadensmeldung – mit einem Schraubenzieher. Den Beweis für letzteres hätte die Versicherungsnehmerin zu erbringen. Die Problematik des Falles liege, so die Schlichtungskommission weiter, in der Definition des Einbruchsdiebstahles. Strafrechtlich wurde zB durch das Abheben von Geld mittels eines widerrechtlich erlangten PIN-Codes der Tatbestand des einfachen Diebstahles nach § 127 StGB verwirklicht, ggf. in Tateinheit mit § 241e StGB (Entfremdung unbarer Zahlungsmittel; vgl RS0121847). Der Gesetzgeber hat durch das Straf-
rechtsänderungsgesetz 2015, BGBl. I Nr. 112/2015, § 129 StGB dahingehend geändert, dass auch ein Diebstahl mittels eines widerrechtlich erlangten Zugangscodes unter den Tatbestand des Einbruchsdiebstahles subsumiert wird. Aufgrund der Vertragsfreiheit sei es aber auch möglich, Rechtsbegriffe wie etwa den Einbruchsdiebstahl anders zu definieren als es in § 129 StGB normiert ist. Gemäß Art 1 Pkt. 3.3 der vereinbarten Bedingungen AEB 2008 liege ein Einbruchsdiebstahl in ein versperrtes Behältnis dann vor, wenn der Täter während der Anwesenheit von Personen in die Versicherungsräumlichkeiten gelangt und dort befindliche versperrte Behältnisse aufbricht oder mittels Werkzeugen oder falscher Schlüssel öffnet. Ein ausgespähter Code zur Öffnung der Kasse sei aber nicht (wie etwa ein nachgemachter Schlüssel) unter den Begriff „falscher Schlüssel“ zu subsumieren. Daher liege aus Sicht der Schlichtungskommission kein Einbruchsdiebstahl im Sinne der Bedingungen vor und war der Schlichtungsantrag abzuweisen (RSS-0002-17 = RSS-E 14/17). Alle Empfehlungen der Schlichtungskommission sind auf der Webseite des Fachverbandes (www. wko.at/versicherungsmakler) abrufbar (Menüpunkt Rechtsservice- und Schlichtungsstelle / Empfehlungen der Schlichtungskommission).
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KOLUMNE & Kommentar I 45
Der selbstständige Student Der Kärntner Fachgruppenobmann Franz Ahm ist seit 1993 in der Versicherungsbranche tätig, seit 2003 selbstständig mit der COBIS Vermögensberatung und Versicherungsmakler GmbH. Im September 2016 startete er das Pilotprojekt der flexiblen universitären Weiterbildung mit der Donau-Universität Krems.
Was waren die Gründe für dieses Pilotprojekt? Ahm: Für die Kärntner Versicherungsmakler gibt es drei wichtige Bereiche in ihrer Tätigkeit: Die Einhaltung und Umsetzung der rechtlichen Rahmenbedingungen, die Zufriedenheit und das Image bei ihren Kunden und eine fundierte Ausbildung mit einer ständigen und laufenden Weiterbildung. Wir veranstalten in Kärnten jährlich Workshops und Thementage, eine universitäre Aus- und Weiterbildung hat uns aber noch gefehlt. In diesem Bereich gibt es einige Angebote in Österreich, nur sind die langen Anreisezeiten mit dem Berufsalltag und dem Familienleben nicht immer Im September 2016 bzw. schwer verhaben 16 Kärntner einbar. Daher Versicherungsmakler die haben wir die Idee geboren, Ausbildung begonnen und einen Lehrgang letztes Jahr haben alle nach Kärnten erfolgreich den Lehrgang zu holen. Wir abgeschlossen. haben dafür bei einigen Universitäten angefragt, ob es eine Möglichkeit der flexiblen Weiterbildung im Bereich „akademischer Versicherungskaufmann“ geben würde. Die Kremser Donau-Universität fand Gefallen an unserer Idee und so konnte der Lehrgang mit der Flexibilität, die Hälfte der Vorträge und einige Prüfungen vor Ort in Kärnten stattfinden zu lassen, Realität werden. Im September 2016 haben 16 Kärntner Versicherungsmakler die Ausbildung begonnen und letztes Jahr haben alle erfolgreich den Lehrgang abgeschlossen. Die berufsbegleitende universitäre Weiterbildung hat uns für die Kärntner Versicherungsmakler noch gefehlt und wir sind sehr stolz darauf, dass wir das auf die Beine stellen konnten. Was bedeutet diese Weiterbildung für Sie persönlich?
Ahm: Es ist für mich – und ich bin überzeugt, für jeden, der diese absolviert hat und noch absolvieren wird – eine extreme Bereicherung. Es erweitert den Wissenshorizont, die persönlichen Beziehungen zu den studierenden Kollegen und Kolleginnen und verschafft andere Blickwinkel und somit Herangehensweisen zu alltägliche Themen im Leben eines Versicherungsmaklers. Der Wissenstransfer aus der Weiterbildung in die Praxis und auch umgekehrt ist unverzichtbar – mit dem Vorteil, spezielle Rechtsfragen komplett anders bewerten zu können. Aber auch die soziale Komponente ist enorm wichtig. Die „Kärntner Gruppe“ hat gemeinsam für die vielen herausfordernden Prüfungen gelernt, Fahrgemeinschaften gebildet und in der verbleibenden Zeit LehrgangsinhalEs bilden sich te besprochen Netzwerke, die weit über und durchgeardie Studentenzeit hinaus beitet. Es bilden sich Netzwerke, bestehen, sowohl mit den die weit über die Absolventen, aber auch Studentenzeit mit den hochkarätigen hinaus besteVortragenden, die hen, sowohl mit mehrheitlich aus der den AbsolvenPraxis kommen. ten, aber auch mit den hochkarätigen Vortragenden, die mehrheitlich aus der Praxis kommen. Zusätzlicher Mehrwert ist aber auch eine steigende Motivation, sich im Fach weiterzubilden. Für die studierenden Kollegen ist „Life Long Learning“ mittlerweile nicht nur ein Begriff, denn wir haben uns nach der Abschlussprüfung zum „akademischen Versicherungsmakler“ entschlossen, eine weitere universitäre Vertiefung zu beginnen – nämlich das „kleine Jusstudium“ für Nichtjuristen. Der Lehrgang zum Master of Legal Studies vermittelt breite juristische Fachkompetenz, dieser hat bereits begonnen und wir freuen uns auf eine erfolgreiche Zeit. Weiterbildung mit Mehrwert? Ahm: Auf alle Fälle! Und es hat sich auch eine sehr starke Gruppendynamik gebildet, die sich bereits im täglichen Berufsleben auswirkt. Es wurden bereits einige Synergien zwischen den einzelnen Versicherungsmaklerbüros in Kärnten genutzt. Um diesen Mehrwert auch den anderen Kärntner Ver-
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Lehrgangsleiterin Dr. Arlinda Berisha, Fachverbandsobmann Christoph Berghammer, MAS, Tjasa Zmitek, Sarah Roberts, Peter Tschernutter, Mag. Verena Stroitz, Johannes Rest, Andreea Rebeca Strain, Raphael Gobald, Daniel Szymanski, Marina Granitzer, Alexander Grantner, Claudia Grantner, Sigrid Raneg-Neussl, Marlies Mosgan-Schlatte, Siegfried Trapic, Martin Pirker, Fachgruppenobmann Kärnten Franz Ahm und Organisationsassistentin Ing. Christina Karner
sicherungsmaklern bieten zu können, werden wir dieses Projekt der universitären Weiterbildung im Jahr 2019/20 wiederholen. Dadurch gewährleisten wir auch, dass in den nächsten Jahren das Fachwissen bei den Kärntner Versicherungsmakler eine durchgängige Steigerung erleben wird. Denn dass ist unser USP! Je mehr Wissen und Spezialisierung wir haben, desto besser sind wir in der Beratung bei unseren Kunden. Der Berufstätige wird zum Studenten… Was empfehlen Sie interessierten Versicherungsmaklern? Ahm: Rückblickend kann ich es nur jedem empfehlen! Es war eine Herausforderung, aber im positiven Sinne. Beruf, Familie, Alltag und ein Studium unter einen Hut zu bringen – darauf kann man mit Recht stolz sein. Wenn dieser Lehrgang dann auch noch von einer positiven Gruppendynamik getragen wird, dann macht das auch noch viel Nach 25 Jahren in der Spaß und es Branche ist es eine Freude, wird nicht nur aus einem Studium noch der Aufwand gesehen. Nach so viel alltagstaugliches 25 Jahren in der Wissen ziehen zu können. Branche ist es eine Freude, aus einem Studium noch so viel alltagstaugliches Wissen ziehen zu können. Durch die Ausbildung verändert sich der Blickwinkel und man kann wirklich davon profitieren. Alle Absolventen des Lehrganges sind berufstätig und viele in einigen gesellschaftspolitischen Berei-
chen engagiert. Wie groß die Begeisterung an der Herausforderung des Studiums war und ist, beweist, dass die meisten sich nun einem weiteren Lehrgang widmen. Welche Veranstaltungen gibt es in Kärnten in diesem Bereich noch? Ahm: Es gibt bei den Kärntner Versicherungsmaklern eine große Anzahl von Veranstaltungen, die auch alle gut besucht sind. Für heuer sind einige kleine, aber auch drei große Veranstaltungen geplant. Dazu werden immer hochkarätige Fachvortragende geladen, wie zum BeiEs gibt bei den Kärntner spiel Dr. Ilse HuVersicherungsmaklern ber, ehemalige eine große Anzahl von Vizepräsidentin des OGH, oder Veranstaltungen, die auch auch Univ.-Prof. alle gut besucht sind. Mag. Dr. Eva Palten für einen geplanten Vortrag über das Thema „Schadensfälle – and more!“ – Schadenabwicklung in der Praxis. Im März widmen wir uns auch dem Spezialthema „Cyber Crime“. Dazu werden zwei IT-Unternehmen, Versicherungsmakler und ein Rückversicherer eingeladen, um über das interessante Thema umfassend zu informieren. In Summe bietet die Fachgruppe der Kärntner Versicherungsmakler zehn Veranstaltungen pro Jahr an, welche von der Kollegenschaft sehr gut besucht werden. Wir danken für das Gespräch.
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Aus der Praxis: Interview mit Versicherungsmakler Herbert Schmaranzer
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Der Versicherungsmakler 02 2018

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 § 241
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