Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=BSG&Datum=19.04.2011&Aktenzeichen=B%2013%20R%2055/10%20R
Timestamp: 2019-06-19 10:33:36+00:00

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BSG, 19.04.2011 - B 13 R 55/10 R - dejure.org
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BSG, 19.04.2011 - B 13 R 55/10 R (https://dejure.org/2011,5765)
BSG, Entscheidung vom 19.04.2011 - B 13 R 55/10 R (https://dejure.org/2011,5765)
BSG, Entscheidung vom 19. April 2011 - B 13 R 55/10 R (https://dejure.org/2011,5765)
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Rentenberechnung; Gesamtleistungsbewertung; Bewertung von beitragsfreien Zeiten; Hochschulausbildung; Fachschulausbildung; Verfassungsmäßigkeit
§ 58 Abs 1 S 1 Nr 4 SGB 6, § 64 SGB 6, §§ 64 ff SGB 6, § 66 Abs 1 Nr 2 SGB 6, § 71 Abs 1 S 2 SGB 6 vom 21.07.2004
Regelungen zur Begrenzung des Gesamtleistungswerts für Anrechnungszeiten wegen Schul- und Hochschulausbildung nach § 74 S. 4 in Verbindung mit § 263 Abs. 3 SGB VI sind verfassungsgemäß; Verfassungsmäßigkeit der Gesamtleistungsbewertung von beitragsfreien Zeiten der Schul- und Hochschulausbildung in der gesetzlichen Rentenversicherung
Im Rahmen der sog begrenzten Gesamtleistungsbewertung werden gemäß § 74 S 4 SGB VI in der hier maßgeblichen, ab 1.1.2005 geltenden Fassung des RVNG vom 21.7.2004 (BGBl I 1791) Zeiten einer Schul- oder Hochschulausbildung grundsätzlich nicht mehr bewertet (vgl zur Verfassungsmäßigkeit Senatsurteil vom 19.4.2011 - B 13 R 55/10 R - Juris RdNr 26 ff) .
Darüber hinaus geht der Kläger mit keinem Wort auf das Urteil des BSG vom 19.4.2011 (B 13 R 55/10 R - Juris) ein, wonach die Begrenzung des Gesamtleistungswerts für Anrechnungszeiten wegen Schul- und Hochschulausbildung durch § 74 S 4 iVm § 263 Abs. 3 SGB VI (jeweils idF des RVNG vom 21.7.2004, BGBl I 1791) weder gegen Art. 14 Abs. 1 noch gegen Art. 3 Abs. 1 GG und auch nicht gegen das Sozialstaatsprinzip (Art. 20 Abs. 1 iVm Art. 28 Abs. 1 GG) verstößt.
Die Ausbildung ist vorwiegend dem Bereich der Eigenverantwortung des Einzelnen zuzuordnen, deren besondere Honorierung dem System der Rentenversicherung jedenfalls nicht immanent ist, weil es grundsätzlich an den Eintritt in das Arbeitsleben anknüpft (vgl. BSG, Urteil vom 19. April 2011, B 13 R 55/10 R).
Erforderlich ist die Auswertung und die inhaltliche Auseinandersetzung mit bereits ergangener höchstrichterlicher Rechtsprechung zu dem aufgeworfenen Problemkreis (ua mit den vom Kläger selbst erwähnten Senatsurteilen vom 13.1.2008 - B 13 R 77/07 R - und 19.4.2011 - B 13 R 55/10 R) und die substantiierte Darlegung, dass und aus welchen Gründen weiterer Klärungsbedarf bestehen soll.

References: § 58
 § 64
 § 66
 § 71
 § 74
 § 263
 § 74
 § 74
 § 263
 Art. 14
 Art. 3
 Art. 28