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Timestamp: 2016-10-23 12:03:36+00:00

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5A_495/2013 (17.12.2013)
5A_495/2013 � � Urteil vom 17. Dezember 2013
X.________ (geb. 1960) und Y.________ (geb. 1962) heirateten im Jahr 1986. Sie haben eine vollj�hrige Tochter (geb. 1986).
B.a.�Im Jahr 2007 trennten sich die Parteien. X.________ leitete am 9. November 2010 beim Kreisgericht Werdenberg-Sarganserland ein Eheschutzverfahren ein. Am 15. November 2010 reichte Y.________ ein gemeinsames Scheidungsbegehren nach. Die Ehegatten einigten sich als vorsorgliche Massnahme bis zur Scheidung darauf, dass Y.________ X.________ einen Unterhaltsbeitrag von Fr. 2'000.-- bezahle, was richterlich genehmigt wurde.
B.b.�Am 8. Mai 2012 erging das Scheidungsurteil des Kreisgerichts. Das Gericht verpflichtete Y.________, X.________ f�r die Dauer von vier Jahren ab Rechtskraft des Scheidungsurteils einen nachehelichen Unterhalt von monatlich Fr. 2'000.-- und f�r weitere drei Jahre einen solchen von Fr. 1'000.-- zu zahlen, und es regelte die �brigen Scheidungsfolgen inkl. G�terrecht.
C.a.�Gegen dieses Urteil erhob X.________ Berufung an das Kantonsgericht St. Gallen. Sie ersuchte um Zusprechung des Unterhaltsbeitrags von Fr. 2'000.-- bis zum AHV-Alter von Y.________. Weiter sei die ihr zustehende g�terrechtliche Ausgleichszahlung zu erh�hen. Y.________ schloss auf Abweisung der Berufung und erhob Anschlussberufung. Er verlangte eine Reduktion des Unterhaltsbeitrags auf Fr. 1'640.-- von 1. Oktober 2012 bis 30. September 2014 resp. auf Fr. 930.-- von 1. Oktober 2014 bis 30. September 2017, per Oktober 2014 sei der Ehefrau eine Erh�hung des Arbeitspensums auf 100% zumutbar.
C.b.�Mit Urteil vom 29. Mai 2013 setzte das Kantonsgericht den nachehelichen Unterhalt auf Fr. 1'300.-- fest, geschuldet bis zum Eintritt von X.________ ins ordentliche AHV-Alter. Weiter erh�hte es die g�terrechtliche Ausgleichszahlung geringf�gig und wies im �brigen sowohl Berufung als auch Anschlussberufung ab.
X.________ (Beschwerdef�hrerin) zieht den Unterhaltspunkt (Ziff. 1 des angefochtenen Urteils) mit Beschwerde vom 3. Juli 2013 an das Bundesgericht weiter. Der Beschwerdegegner sei zu verpflichten, ihr monatlich Fr. 2'000.-- zu �berweisen bis zu seinem Eintritt in das ordentliche AHV-Alter. Eventualiter sei die Sache an die Vorinstanz zur�ckzuweisen, damit diese den geb�hrenden Unterhalt nach Art. 125 Abs. 1 ZGB bestimme und neu entscheide. Zudem seien die Kosten- und Entsch�digungsfolgen des vorinstanzlichen Verfahrens (Ziff. 4 und 5) neu zu verlegen, die Angelegenheit hierf�r eventualiter ebenfalls zur�ckzuweisen. Schliesslich sei ihrer Beschwerde aufschiebende Wirkung zu gew�hren.
�Mit Verf�gung vom 4. Juli 2013 hat das Bundesgericht das Gesuch um aufschiebende Wirkung abgewiesen.
Der Beschwerdegegner beantragt in seiner Vernehmlassung vom 28. Oktober 2013 die Abweisung der Beschwerde unter Kosten- und Entsch�digungsfolgen. Die Vorinstanz verzichtete auf eine Vernehmlassung.
1.1.�Angefochten sind Fr. 30'000.-- �bersteigende verm�gensrechtliche Nebenfolgen eines kantonal letztinstanzlichen Ehescheidungsurteils (Art. 72 Abs. 1, Art. 74 Abs. 1 lit. b, Art. 75 Abs. 1, Art. 90 BGG). Die Beschwerdef�hrerin ist gem�ss Art. 76 Abs. 1 BGG zur Beschwerde berechtigt. Die Beschwerdefrist (Art. 100 Abs. 1 BGG) ist ebenfalls eingehalten, womit die Beschwerde in Zivilsachen grunds�tzlich zul�ssig ist.
1.2.�In rechtlicher Hinsicht sind bei der Beschwerde in Zivilsachen alle R�gen gem�ss Art. 95 f. BGG zul�ssig. Unter Vorbehalt des Bereichs der verfassungsm�ssigen Rechte wendet das Bundesgericht das Recht von Amtes wegen an (Art. 106 Abs. 1 BGG). Es kann die Beschwerde daher auch aus andern als den geltend gemachten Gr�nden gutheissen oder den Entscheid mit einer Begr�ndung best�tigen, die von jener der Vorinstanz abweicht (zu den Voraussetzungen der Motivsubstitution BGE 136 III 247 E. 4 S. 252 mit Hinweis).
�Hingegen ist das Bundesgericht grunds�tzlich an den von der Vorinstanz festgestellten Sachverhalt gebunden (Art. 105 Abs. 1 BGG). Diesbez�glich kann einzig vorgebracht werden, er sei offensichtlich unrichtig festgestellt worden (Art. 97 Abs. 1 BGG) oder er beruhe auf einer anderen Rechtsverletzung im Sinne von Art. 95 BGG. Hierf�r gilt das strenge R�geprinzip (Art. 106 Abs. 2 BGG; BGE 134 II 244 E. 2.2 S. 246; 133 II 249 E. 1.4.2 S. 254).
Die Vorinstanz ging f�r die Berechnung des Unterhaltsbeitrags von den nachfolgend dargestellten finanziellen Verh�ltnissen der Parteien aus.
2.1.�Die Beschwerdef�hrerin verdiene gegenw�rtig in einem 80%- Pensum monatlich Fr. 3'050.-- (netto, inkl. Anteil 13. Monatslohn). Der Beschwerdegegner weise demgegen�ber ein monatliches Einkommen von Fr. 8'600.-- (netto, inkl. Anteil 13. Monatslohn, ohne Spesen) auf. Der monatliche Bedarf der Beschwerdef�hrerin betrage Fr. 4'350.-- (Grundbetrag Fr. 1'230.--, Wohnkosten Fr. 1'310.--, Krankenkassenpr�mie Fr. 340.--, allgemeine Risikoversicherungen Fr. 50.--, Berufsauslagen Fr. 520.--, Steuern Fr. 600.--, Vorsorgeunterhalt Fr. 300.--) und derjenige des Beschwerdegegners Fr. 3'680.-- (Grundbetrag Fr. 1'230.--, Wohnkosten Fr. 1'310.--, Krankenkassenpr�mie Fr. 340.--, Steuern Fr. 800.--).
�Die Vorinstanz korrigierte damit das Urteil der ersten Instanz insofern, als der Bedarf der Beschwerdef�hrerin von Fr. 4'120.-- auf Fr. 4'350.-- angehoben wurde.
2.2.�Die Vorinstanz erwog sodann in Best�tigung der ersten Instanz, dass vorliegend von einer lebenspr�genden Ehe auszugehen sei. Die Parteien h�tten bis zu ihrer Trennung im Jahre 2007 beinahe 20 Jahre zusammen gelebt, sie h�tten eine klassische Rollenteilung gew�hlt und die Beschwerdef�hrerin habe erst 2002 (als die Tochter 16 Jahre alt war) wieder eine Arbeit aufgenommen. In Anbetracht aller Umst�nde sei der Beschwerdef�hrerin daher - anders als die erste Instanz dies vorgesehen habe - eine Ausdehnung ihrer jetzigen Arbeitst�tigkeit auf 100% nicht mehr zuzumuten. Es sei vielmehr auf ihr tats�chliches Einkommen von Fr. 3'050.-- abzustellen.
�Angesichts ihres Bedarfs von Fr. 4'350.-- resultiere abz�glich des Eigeneinkommens von Fr. 3'050.-- ein nachehelicher Unterhaltsbeitrag von monatlich Fr. 1'300.--. Dieser sei bis zum Eintritt der Beschwerdef�hrerin in das AHV-Alter geschuldet.
3.1.�Die Beschwerdef�hrerin r�gt zusammengefasst, die Vorinstanz habe zu Unrecht ihren (um den Vorsorgebedarf erweiterten) Grundbedarf mit dem "geb�hrenden Unterhalt" gem�ss Art. 125 Abs. 1 ZGB gleichgesetzt. Mit dem Unterhaltsbeitrag von Fr. 1'300.-- habe ihr die Vorinstanz n�mlich lediglich die Differenz vom erweiterten Grundbedarf zu ihrem Eigeneinkommen zugesprochen. Angesichts des von der Vorinstanz festgestellten Gesamteinkommens von Fr. 11'650.-- (Ehefrau Fr. 3'050.--, Ehemann Fr. 8'600.--) und dem Gesamtbedarf von Fr. 8'030.-- (Ehefrau Fr. 4'350.--, Ehemann Fr. 3'680.--) resultiere aber ein monatlicher �berschuss von Fr. 3'620.--, welcher mit der vorinstanzlichen L�sung voll und ganz beim Beschwerdegegner verbleibe. Durch das Absehen von einer �berschussbeteiligung werde ihr die Fortf�hrung der ehelichen Lebenshaltung, worauf sie unter dem Titel des geb�hrenden Unterhalts Anspruch habe, verweigert. Sinngem�ss findet sie dies um so stossender, als sie mit ihrem Rechtsbegehren (Unterhaltsbeitrag von Fr. 2'000.--) nur gerade einen �berschussanteil von Fr. 700.-- geltend gemacht habe, womit dem Beschwerdegegner immer noch viel mehr verbleibe. �berdies habe ihr die Vorinstanz (auf den Zeitraum bis Ende September 2014 bezogen) sogar weniger zugesprochen, als was der Beschwerdegegner anerkannt habe (Fr. 1'640.--). Die Vorinstanz habe es unterlassen, Feststellungen zur ehelichen Lebenshaltung (und damit zum geb�hrenden Unterhalt) zu treffen. Diese habe ihr Ermessen eindeutig unsachgem�ss angewendet. Die Beschwerdef�hrerin r�gt damit eine Verletzung von Art. 125 Abs. 1 ZGB.
�Der Beschwerdegegner vertritt demgegen�ber in seiner Vernehmlassung vom 28. Oktober 2013 die Ansicht, das Kantonsgericht habe den geb�hrenden Unterhalt der Beschwerdef�hrerin auf Fr. 4'350.-- festgesetzt, was der tats�chlich gepflegten ehelichen Lebenshaltung entspreche. Der Unterhaltsbeitrag sei somit richtig ermittelt worden.
3.2.�Ist einem Ehegatten nicht zuzumuten, dass er f�r den ihm geb�hrenden Unterhalt unter Einschluss einer angemessenen Altersvorsorge selbst aufkommt, so hat ihm der andere einen angemessenen Beitrag zu leisten (Art. 125 Abs. 1 ZGB). Es gilt dabei der Grundsatz, dass nach einer Ehescheidung jeder Ehegatte - soweit immer m�glich - f�r seinen Unterhalt selbst zu sorgen hat (Aussch�pfung der sog. Eigenversorgungskapazit�t). Ein Unterhaltsbeitrag ist dann gerechtfertigt, wenn der eine Ehegatte seine durch die Ehe allenfalls beeintr�chtigte wirtschaftliche Selbst�ndigkeit nicht erreichen kann und der andere Teil gen�gend leistungsf�hig ist, um die Differenz zwischen der (ungen�genden) Eigenversorgungskapazit�t und dem geb�hrenden Unterhalt zu decken (BGE 137 III 102 E. 4.2.3.1 S. 111; 132 III 598 E. 9.1 S. 600 mit Hinweisen).
�Soweit die Festsetzung von Unterhalt in Frage steht, ist zu beachten, dass der Sachrichter in verschiedener Hinsicht auf sein Ermessen verwiesen ist (Art. 4 ZGB; BGE 127 III 136 E. 3a S. 141). Bei der �berpr�fung solcher Entscheide �bt das Bundesgericht eine gewisse Zur�ckhaltung. Es greift nur ein, wenn die kantonale Instanz von dem ihr zustehenden Ermessen falschen Gebrauch gemacht hat (BGE 128 III 161 E. 2c/aa S. 162; 132 III 97 E. 1 S. 99).
�Vorliegend hat die Vorinstanz festgestellt, dass das gegenw�rtige Erwerbseinkommen der Beschwerdef�hrerin nicht ausreiche, um ihren Bedarf zu decken. Gleichzeitig befand sie, es sei ihr nicht zuzumuten, ihr heutiges Arbeitspensum von 80 % auf 100 % zu erh�hen. Dies ist nicht zu beanstanden. Infolge der Unzumutbarkeit einer Ausdehnung der Arbeitst�tigkeit hat die Vorinstanz sodann korrekterweise den Unterhaltsbeitrag nicht nur f�r eine �bergangsfrist zugesprochen (wobei noch auf die Frage einzugehen sein wird, ob der Anspruch bis zu ihrem oder bis zu seinem AHV-Alter besteht; vgl. E. 5 hiernach).
3.3.�F�r die Berechnung des nachehelichen Unterhalts bei lebenspr�genden Ehen, wie sie hier unbestrittenermassen vorliegt, ist gest�tzt auf Art. 125 ZGB in drei Schritten vorzugehen: In einem ersten Schritt ist der geb�hrende Unterhalt eines jeden Ehegatten zu ermitteln. Dieser kn�pft an den in der Ehe zuletzt, d.h. bis zur Aufhebung des gemeinsamen Haushalts gelebten Standard (zuz�glich scheidungsbedingter Mehrkosten) an, auf dessen Fortf�hrung bei gen�genden Mitteln beide Teile Anspruch haben. Der dergestalt ermittelte geb�hrende Unterhalt bildet gleichzeitig die Obergrenze des Unterhaltsanspruchs. Reichen die vorhandenen Mittel nicht aus, um diesen Standard aufrecht zu erhalten, haben beide Ehegatten Anspruch auf den gleichen Lebensstandard. Nur wenn die Scheidung nach einer langen Trennungszeit, worunter in aller Regel eine Dauer von zehn Jahren oder mehr zu verstehen ist, ausgesprochen wird, ist grunds�tzlich auf die Situation des unterhaltsberechtigten Gatten w�hrend dieser Zeit abzustellen.
�Kann der zuletzt gelebte Standard nicht zuverl�ssig ermittelt werden und steht fest, dass die Ehegatten w�hrend der Ehe das verf�gbare Einkommen f�r den laufenden Unterhalt verbraucht haben oder weist der Unterhaltsschuldner nicht nach, dass die Ehegatten tats�chlich Ersparnisse anh�ufen konnten, oder aber wenn die scheidungsbedingten Mehrkosten oder neue Bedarfspositionen die bisherige Sparquote neutralisieren, kann die Methode des erweiterten Existenzminimums mit �berschussverteilung zu einer ad�quaten Konkretisierung des zuletzt gemeinsam gelebten Standards bzw. der zufolge scheidungsbedingter Mehrkosten nach dem Gleichbehandlungsgrundsatz von den Ehegatten und Kindern anteilsm�ssig zu tragenden reduzierten Lebenshaltung f�hren und f�r die Bezifferung des allf�llig geschuldeten nachehelichen Unterhaltsbeitrages herangezogen werden (zum Ganzen: BGE 137 III 102 E. 4.2.1 S. 106 ff.).
3.4.�Vor Bundesgericht wiederholt die Beschwerdef�hrerin ihren bereits im kantonalen Verfahren gestellten Antrag, ihr sei ein nachehelicher Unterhalt in der H�he von Fr. 2'000.-- zuzusprechen. Diesem Begehren ist dann stattzugeben, wenn dieser Betrag zur Sicherung ihres "geb�hrenden Unterhalts" (E. 3.2 f.) notwendig ist.
�Die erste Instanz befand, aufgrund der lebenspr�genden Ehe, dem Einkommensgef�lle und dem Alter der Parteien rechtfertige sich die Zusprechung eines Unterhaltsbeitrags im Sinne eines Aufstockungsunterhalts; nur so k�nne die Ehefrau ihren geb�hrenden Unterhalt decken und den w�hrend der Ehe gef�hrten Lebensstandard aufrechterhalten. Angemessen sei dabei ein Betrag von Fr. 2'000.--, welcher f�r vier Jahre geschuldet sei. F�r die Zeit danach hielt es die erste Instanz f�r zumutbar, dass die Beschwerdef�hrerin ihre Arbeit auf 100 % ausdehne, weshalb der Unterhaltsbeitrag danach zu reduzieren sei. Die erste Instanz bezifferte dabei den geb�hrenden Unterhalt nicht. Aus dem Kontext wird aber deutlich, dass die Vorinstanz davon ausging, die Beschwerdef�hrerin ben�tige bei ihrem aktuellen Einkommen den f�r die ersten vier Jahre zugesprochenen nachehelichen Unterhalt, um den ehelichen Lebensstandard weiterf�hren zu k�nnen. Sie veranschlagte mithin den geb�hrenden Unterhalt unausgesprochen auf Fr. 5'050.-- (Fr. 3'050.-- Eigeneinkommen bei 80 % + Fr. 2'000.-- Unterhaltsbeitrag).
�Die Beschwerdef�hrerin zog dieses Urteil an die Vorinstanz weiter, weil ihr dieser Unterhalt unbefristet resp. bis zu ihrem Eintritt in das Rentenalter zuzusprechen sei. Sie f�hrte dabei aus, sie verlange nicht mehr als Fr. 2'000.--, "auch wenn ihr geb�hrender Unterhaltsanspruch h�her anzusetzen w�re".
3.5.�Die Vorinstanz pr�fte die Unterhaltsfrage neu. Sie berichtigte einige Positionen des Bedarfs der Parteien und befand, dass es der Beschwerdef�hrerin nicht zuzumuten sei, ihre Erwerbst�tigkeit �ber das heutige 80 %-Pensum hinaus auszudehnen (vorstehend E. 2). Auf die eigentlich massgebende Frage des zuletzt gelebten ehelichen Standards ging die Vorinstanz dann aber nicht ein.
�Zwar spricht die Vorinstanz im Zusammenhang mit dem als Berechnungsgrundlage verwendeten Betrag von Fr. 4'350.-- auch von "geb�hrendem Unterhalt". Wie vorstehend aufgezeigt wurde (E. 2.1), stellt dieser Wert aber nichts anderes dar, als das um einen Vorsorgebeitrag erweiterte Existenzminimum der Beschwerdef�hrerin. Der �berschuss verbleibt beim Beschwerdegegner. Die Vorinstanz hat vorliegend also offensichtlich keine �berschussteilung im Sinne der erl�uterten Rechtsprechung (vorstehe nd E. 3.3) vorgenommen. Sie hat aber auch keine konkreten Feststellungen zur letzten gemeinsamen Lebenshaltung der Parteien - welche bei mittleren und guten finanziellen Verh�ltnissen regelm�ssig deutlich h�her liegt, als der blosse Bedarf - getroffen, auf deren Grundlage sich der nacheheliche Unterhalt h�tte berechnen lassen k�nnen. Die Beschwerdef�hrerin r�gt damit zurecht, dass die Vorinstanz ihren "geb�hrenden Unterhalt" nicht ermittelt habe.
�Vor diesem Hintergrund erweist sich die Unterhaltsfestsetzung durch die Vorinstanz als bundesrechtswidrig.
3.6.�Es bleibt somit zu pr�fen, ob das Bundesgericht in der Sache selbst entscheiden kann oder die Sache zu neuer Beurteilung an die Vorinstanz zur�ckzuweisen ist (Art. 107 Abs. 2 Satz 1 BGG). Die erste Instanz hatte zwar (indirekt) den geb�hrenden Unterhalt ermittelt (E. 3.4). Da die Vorinstanz aber Korrekturen beim Bedarf vornahm, kann nicht mehr ohne weiteres vom von der ersten Instanz angenommenen ehelichen Lebensstandard ausgegangen werden.
�Der Beschwerdegegner teilt in seiner Vernehmlassung mit, dass er den von der Vorinstanz ermittelten (erweiterten) Bedarf der Beschwerdef�hrerin f�r korrekt erachte. Er setzt diesen Betrag (Fr. 4'350.--) mit der zuletzt gelebten ehelichen Lebenshaltung gleich. Weiter bezieht er sich explizit auf die bundesgerichtliche Rechtsprechung in BGE 134 III 145; 134 III 577 und behauptet, die Umst�nde f�r eine Anwendung dieser Rechtsprechung seien vorliegend nicht gegeben.
�Indes kann er aus dieser Rechtsprechung nichts zu seinen Gunsten ableiten, h�lt diese doch gerade fest, dass in F�llen, in welchen Ehepaare mehr oder weniger ihr gesamtes Einkommen f�r den laufenden Unterhalt eingesetzt haben, die Methode der h�lftigen �berschussteilung zur Ermittlung des geb�hrenden Unterhalts herangezogen werden kann. Der Beweis eines Sparanteils h�tte vorliegend dem Beschwerdegegner oblegen (vgl. vorstehend E. 3.3 zu BGE 137 III 102; Art. 8 ZGB). Er hat nun aber, soweit ersichtlich, weder im Verfahren vor Bundesgericht noch im kantonalen Berufungsprozess je vorgebracht, dass die Parteien einen Teil des Einkommens gespart h�tten. Dem angefochtenen Urteil l�sst sich ebenso wenig ein Hinweis auf eine allf�llige Sparquote entnehmen. Mithin hat der Beschwerdegegner nicht bewiesen, dass bei den Parteien ein Sparanteil zu ber�cksichtigen gewesen w�re. Es ist davon auszugehen, dass das ganze Einkommen in den laufenden Unterhalt investiert wurde, womit die Methode der h�lftigen �berschussteilung herangezogen werden konnte. Die Beschwerdef�hrerin verlangt nun allerdings keine h�lftige �berschussbeteiligung, sondern lediglich einen nachehelichen Unterhalt von Fr. 2'000.--, waseinen kleineren Anteil des �berschusses beinhaltet und ihr zuzusprechen ist.
�Entsprechend ist der angefochtene Entscheid in Bezug auf den nachehelichen Unterhalt aufzuheben. Der der Beschwerdef�hrerin geschuldete nacheheliche Unterhalt ist auf Fr. 2'000.-- festzusetzen.
Angesichts des Ausgangs vorliegenden Verfahrens wird die sodann erhobene R�ge der Besch werdef�hrerin, die Dispositionsmaxime sei verletzt worden, gegenstandslos.
5.1.�Schliesslich beanstandet die Beschwerdef�hrerin, dass der Unterhaltsbeitrag bis zu ihrem Eintritt in das AHV-Alter (letztmals November 2024; in diesem Monat, Eintritt in das 64. Altersjahr gem�ss Art. 21 Abs. 1 lit. b AHVG) befristet wurde. Da sich die finanzielle Leistungsf�higkeit des unterhaltspflichtigen Beschwerdegegners zu diesem Zeitpunkt nicht reduziere, seien ihr die Unterhaltsbeitr�ge bis zu dessen obligatorischem AHV-Alter (letztmals Januar 2027, in diesem Monat, Eintritt in das 65. Altersjahr gem�ss Art. 21 Abs. 1 lit. a AHVG) zuzusprechen.
5.2.�Das Scheidungsrecht sieht in Art. 125 ZGB keine Befristung des nachehelichen Unterhalts vor. Meist wird der Rentenanspruch bis zum Erreichen des AHV-Alters des Unterhaltspflichtigen festgesetzt. Diese Praxis beruht zum einen auf dem Grundsatz, dass bei der lebenspr�genden Ehe beide Ehegatten Anspruch auf eine vergleichbare Lebenshaltung haben, und zum andern auf der Erkenntnis, dass sich die verf�gbaren Mittel h�ufig verringern, sobald der Leistungspflichtige das Rentenalter erreicht, mit der Folge, dass der w�hrend der Aktivit�tsphase gepflegte Lebensstandard nicht uneingeschr�nkt fortgesetzt werden kann und auch bei fortgef�hrter Ehe sinken w�rde (dazu BGE 132 III 593 E. 7.2 S. 596).
5.3.�Im angefochtenen Urteil hielt die Vorinstanz lapidar fest, ab ihrem Eintritt in das AHV-Alter k�nne die Ehefrau "ihren Unterhalt durch die AHV und die Mittel aus dem Vorsorgeausgleich und dem nachehelichen Vorsorgeaufbau abdecken".
Nach der allgemeinen Lebenserfahrung reduzieren sich die Eink�nfte mit der Pensionierung. Nachdem die Beschwerdef�hrerin mit ihrer heutigen Erwerbst�tigkeit ihren geb�hrenden Unterhalt nicht selbst decken kann, wird dies nach ihrem Eintritt in das AHV-Alter noch weniger der Fall sein. Wie von ihr beantragt, ist ihr der Unterhaltsbeitrag demnach bis zum Eintritt des Beschwerdegegners in dessen AHV-Alter zuzusprechen. Die von der Vorinstanz vorgesehenen Modalit�ten sind beizubehalten (Vorauszahlung, Indexierung).
Zusammengefasst sind die Ziffern 1 Absatz 1 (H�he und Dauer des Unterhalts), 4 (Gerichtskosten) und 5 (Parteientsch�digung) des angefochtenen Urteils aufzuheben.
�Da die Beschwerdef�hrerin obsiegt, sind die Gerichtskosten dem Beschwerdegegner aufzuerle gen (Art. 66 Abs. 1 und Abs. 4 BGG). Er hat die Beschwerdef�hrerin f�r das bundesgerichtliche Verfahren angemessen zu entsch�digen (Art. 68 Abs. 1 BGG). Die Kosten und Entsch�digungen f�r das kantonale Berufungs- und Anschlussberufungsverfahren sind durch das Kantonsgericht neu zu verlegen (Art. 68 Abs. 5 BGG). Eine Neubeurteilung der erstinstanzlichen Kosten- und Entsch�digungsregelung hat die Beschwerdef�hrerin nicht verlangt.
Die Beschwerde wird gutgeheissen. Ziffer 1 Absatz 1 sowie Ziffern 4 und 5 des Urteils des Kantonsgerichts St. Gallen, II. Zivilkammer, vom 29. Mai 2013 werden aufgehoben. Der Beschwerdegegner wird verpflichtet, der Beschwerdef�hrerin einen Unterhaltsbeitrag von Fr. 2'000.-- bis zum Eintritt des Beschwerdegegners ins ordentliche AHV-Alter zu bezahlen.
�Im �brigen wird die Angelegenheit zur Neuverlegung der kantonalen Gerichts- und Parteikosten an das Kantonsgericht zur�ckgewiesen.

References: Art. 125
 Art. 74
 Art. 75
 Art. 90
 Art. 76
 Art. 95
 BGE 
 Art. 95
 BGE 
 Art. 125
 Art. 125
 BGE 
 Art. 125
 BGE 
 BGE 
 BGE 
 Art. 8
 Art. 21
 Art. 21
 Art. 125
 BGE