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Timestamp: 2019-11-19 03:08:49+00:00

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Markteintrittsbarrieren auf dem russischen Markt für die ...
von Natalja Funikov (Autor)
1 Theoretische Grundlage der Markterschließung
1.1.2 Formen des Markteintritts
1.1.2.1 Exporte
1.1.2.2 Vergabe von Lizenzen und Know-how-Verträgen
1.1.2.3 Joint Venture
1.1.2.4 Eigene Tochtergesellschaft
1.2 Markteintrittsbarrieren
1.2.1 Länderrisiken
1.2.1.1 Politische Risiken
1.2.1.2 Wirtschaftliche Risiken
1.2.2 Protektionistische Markteintrittsbarrieren
1.2.3 Ökonomische Markteintrittsbarrieren
2 Analyse der Risiken in der Russischen Föderation
2.1 Russland -allgemeine Daten
2.2 Politische Risiken
2.2.1 Innenpolitische Situation in der Russischen Föderation
2.2.1.1 Politik- und Kurswechsel
2.2.1.2 Innere Unsicherheiten
2.2.1.3 Kulturelle Unterschiede
2.2.1.4 Mangelhafte Infrastruktur
2.2.1.5 Probleme hinsichtlich des Rechtsschutzes
2.2.2 Außenpolitische Situation in der Russischen Föderation
2.2.2.1 Konfliktpotential im postsowjetischen Raum
2.2.2.2 Konfliktpotential in der globalen Welt
2.2.2.3 Kein Fortschritt beim WTO-Beitritt
2.3 Wirtschaftspolitische Risiken in der Russischen Föderation
2.3.1 Wirtschaftliche Lage
2.3.2 Entwicklung der Kaufkraft
2.3.3 Konsumentenverhalten
2.3.4 Risiko einer staatlichen Entnahme
2.3.5 Wechselkursrisiken
2.3.6 Konvertierungsrisiko
2.3.7 Transferrisiken
3 Markteintrittsbarrieren bei Exporten in die Russische Föderation
3.1 Güterrisiken
3.1.1 Absatzrisiko
3.1.2 Abnahmerisiko
3.1.3 Transportrisiko
3.1.4 Haftungsrisiko
3.1.5 Zahlungsrisiko
3.2 Protektionistische Markteintrittsbarrieren
3.2.1 Tarifäre Protektion in der Russischen Föderation
3.2.1.1 Zollverkehrsarten
3.2.1.2 Zollabgaben
3.2.1.3 Befreiungen und Vergünstigungen
3.2.2 Nicht-tarifäre Protektion in der Russischen Föderation
3.2.2.1 GOST-R-Zertifikat
3.2.2.2 Sanitär-epidemiologisches Gutachten
3.2.2.3 Brandschutzzertifikat
3.2.2.4 Produktregistrierung
3.2.2.5 Verpackungs- und Markierungsvorschriften
3.2.2.6 Vorschriften zu Exportbegleitpapieren
4.2 Ergebnisse der Unternehmensbefragung
4.2.1 Der Aufbau des Fragebogens
4.2.2 Der Verlauf der Befragung
4.2.3 Ergebnisse und Auswertung
Anhang A: Ergänzende Abbildungen zum Text
Abb. 1: Markteintrittsstrategien im internationalen Marketing
Abb. 2.: Prognose über die Entwicklung der Löhne und Renten
Abb. 3: Entwicklung der Einzelhandelsumsätze
„Die Aktivitäten der deutschen Konzerne aus Energiewirtschaft, Automobilbau oder Telekommunikation in meinem Land gehen regelmäßig durch die Medien.
Aber mindestens eben so wichtig ist das Engagement der vielen hundert mittelständischen Firmenchefs, die aus Deutschland nach Russland kommen. Sie bringen nicht nur Kapital, Hightech und modernste Marketingmethoden mit. Sie repräsentieren auch eine ganz besondere Art von Unternehmertum: Denn sie verbinden Tradition im besten Sinne sowie soziale Verantwortung mit zeitgemäßem und zukunftsfähigem Wirtschaften. Damit sind sie dem wachsenden russischen Mittelstand ein besonders wertvoller Partner.“
(Michail S. Gorbatschow, der letzte Präsident der UdSSR, 2003)
Große multinationale Unternehmen haben keine besonderen Schwierigkeiten beim Eintritt in einen Markt. Sie lassen sich von spezialisierten Firmen Marktanalysen erstellen, beauftragen in Russland ansässige und schon erfahrende internationale Anwaltskanzleien mit der Gründung einer Niederlassung, eine Maklerfirma mit der Suche nach Immobilien, einen Headhunter mit der Personalbeschaffung und eine Wirtschaftsprüfungsgesellschaft mit der Einrichtung der Buchführung. Anders als diese Unternehmen verfügen die KMUs über begrenzte Mittel; gleichzeitig ist für sie jedoch die Erschließung neuer Märkte oft wichtiger als für Großunternehmen. Für einige KMUs kann das internationale Geschäft „going global“ zur Existenzgrundlage werden, da der einheimische Markt zurzeit wenig Absatzchancen bietet. So müssen diese Unternehmen den Einstieg in die internationalen Aktivitäten nach selbst gewählten Kriterien planen und gestalten.
Diese Diplomarbeit richtet sich daher an alle diejenigen, die zurzeit darüber nachdenken oder kurz davor stehen, den Sprung nach Russland zu wagen - vor allem an mittelständische Unternehmen. Man soll aber nicht außer Acht lassen, dass ausländische Unternehmen bei Geschäften mit Russland mit erheblichen Schwierigkeiten konfrontiert sind, die ihre Vorhaben nicht selten zum Scheitern bringen.
Dir vorliegende Diplomarbeit setzt sich mit den Markteintrittsbarrieren näher auseinander, erforscht den politischen, wirtschaftlichen und rechtlichen Hintergrund für die unternehmerische Tätigkeit in der Russischen Föderation bietet eine detaillierte Darstellung der Regelungen der russischen Wirtschaft und liefert an manchen Stellen Empfehlungen aus der Praxis.
Der Aufbau dieser Arbeit wurde entsprechend der obigen Zielsetzung gestaltet. Die Gliederung weist vier Hauptteile aus. Im Anschluss an Kapitel 1, das die theoretische Grundlage für die Formen der unternehmerischen Tätigkeit im Ausland und damit verbundene Markteintrittsbarrieren und Risiken zum Inhalt hat, folgt im Kapitel 2 die Analyse der allgemeinen Risiken in der Russischen Föderation, die für einen erfolgreichen Markteintritt unabdingbar ist. Im Kapitel 3 werden die Markteintritts­barrieren speziell für die Markterschließungsform „Exporte“ untersucht. Die Untersuchungen werden im Kapitel 4 mit einem Fazit und einem Einblick in die nächste mögliche Marktbearbeitungsform abgeschlossen.
Die vorliegende Arbeit stützt sich weiterhin auf eine Umfrage, welche die Erfahrungen und Lösungen von im Bereich Markterschließung in Russland tätigen Unternehmen darlegt. Die Beschreibung des Verlaufs der Umfrage sowie die Umfrageergebnisse befinden sich in dem Unterkapitel 4.2. Das Fragebogenformular ist im Anhang B zu finden.
Ich hoffe, meinen Lesern anhand der vorliegenden Lektüre interessante Erkenntnisse und Impulse bereitzustellen sowie ihnen Mut zu machen, sich auf einen der spannendsten und chancenreichsten Märkte der Gegenwart einzulassen.
Unternehmen engagieren sich auf internationalen Märkten, wenn sie feststellen, dass sie ihre Ziele nicht mehr ausschließlich durch den Inlandsverkauf verwirklichen können. Bei einem solchen Engagement befinden sich Unternehmen bereits auf dem Weg zur Internationalisierung.1 Markteintritt, Markterschließung sowie Internationalisierung sind Begriffe, die in dieser Diplomarbeit synonym verwendet werden und stellen einen Bereich der Distributionspolitik dar. Diese umfasst alle plangemäßen Entscheidungen und Maßnahmen, die dazu dienen Kundenkontakte herzustellen, Kaufhandlungen zu ermöglichen und den Transfer von Produkten und Dienstleistungen in den Verfügungs­bereich der Käufer oder Verwender zu bewirken. Dabei geht es um die Festlegung der Absatzkanäle oder Absatzwege, durch die eine Leistung vom Hersteller zum End­verbraucher gelangt.2
1.1.2 Form des Markteintritts
Da die Bearbeitung von Auslandsmärkten mit erheblichen Investitionen und Risiken verbunden ist, zählen die Aufgaben der Distributionspolitik zu den strategischen Entscheidungen.3 Die Optionen des Markteintritts können danach differenziert werden, ob der Wertschöpfungsschwerpunkt im Stammland des expandierenden Unternehmens oder im Zielland liegt. Findet die Wertschöpfung schwerpunktmäßig im Ausland statt, so kann weiter danach unterschieden werden, ob das betrachtete Unternehmen Direktinvestitionen, also Kapitaltransfer, im Ausland tätigt oder nicht. Insofern lässt sich die Internationalisierungsform Export als eine marktmäßige Transaktionsform charakterisieren, bei der der Wertschöpfungsschwerpunkt im Inland liegt.
Die Gründung von Tochtergesellschaften und die hundertprozentige Akquisition bestehender Unternehmen stellen das Gegenteil dar. Hier handelt es sich um eine direktinvestierte Eintrittsstrategie mit Wertschöpfungsschwerpunkt im Ausland.
Zwischen diesen Formen liegen die kooperativen Transaktionsformen, die auch als neue Formen der Internationalisierung bezeichnet werden. Diese haben den Wertschöpfungsschwerpunkt im Ausland. Sie unterscheiden sich hinsichtlich des jeweils damit verbundenen Kapitaltransfers. Während Lizenzen4, Know-how-Verträge5 und Franchising6 keine Kapitalverlagerung voraussetzen, sind Joint Ventures stets mit Direktinvestitionen im Ausland verbunden. Das Spektrum der Internationali­sierungsform ist in Übersicht 1 - in Anlehnung an Meissner - in Form eines Typenbandes dargestellt.7
Distributions Systeme entwickeln sich aufgrund der jeweiligen Unternehmensziele und sich ändernden Marktbedingungen. Dies kann dazu führen, dass ein Distributionssystem in einem konkreten Markt verschiedene Entwicklungsstufen durchläuft. Bei multi­nationalen Strukturen sollte am Anfang über folgende Punkte, wie Planungs- und Infor­mationssysteme, Abstimmung der absatzpolitischen Instrumente, Rechnungslegung, etc., nachgedacht werden.8 Außerdem beeinflussen die Entscheidungen über internatio­nale Distributionskanäle die Preise für die Endverbraucher. In einigen Fällen können die Preise gesenkt werden, wenn sich der Faktor Marketing-Agenturen aus dem Kanal eliminieren lässt. Andererseits kann der Ausschluss dieser Organisationen auch eine Preiserhöhung zur Folge haben, da die übrigen Kanalmitglieder bestimmte Aktivitäten nach einer solchen Eliminierung nicht mehr effizient durchführen können. Schließlich können die Beziehungen zwischen Exporteur und Marketingorganisationen zu schwer­wiegenden Problemen führen.
Der Interessenkonflikt ist die grundlegende Problemquelle. Die verkaufende Organisa­tion will möglichst viel bei möglichst geringer Spanne verkaufen. Im Gegensatz dazu will das für den Wiederverkauf einkaufende Marketingunternehmen die eigenen Gewin­ne maximieren. Dieser Konflikt wird durch die komplizierten Beziehungen zwischen Unternehmen aus verschiedenen Kulturen, Gesellschaften, politischen Systemen usw. verschärft. Generell sind jedoch Bereiche gemeinsamer Interessen weitaus größer als die Konflikte.
Die bei den Distributionskanälen verfolgte Politik steht im Zusammenhang mit den Produktentscheidungen. Bei der ersten Entscheidung geht es darum, ob das Unter­nehmen seine eigene Produktionsstätte aufbauen will oder auf dem noch nicht eroberten Markt seine fertigen Produkte möglichst erfolgreich absetzen will. Je nach Eintrittsform des Unternehmens unterscheiden sich die weiteren Entscheidungen stark voneinander und somit auch die Eintrittsbarrieren, Risiken und Chancen. Um eine richtige Entscheidung bezüglich der Eintrittsform zu treffen, müssen die zukünftigen Ände­rungen örtlicher Verhaltensweisen und die strukturellen Änderungen der Distribution prognostiziert werden. Aufgrund großer Entfernungen und eingeschränkter Verfügbar­keit zuverlässiger Daten kann dies schwierig sein.9
Das Management sollte immer darum bemüht sein, den besten internationalen Distribu­tionskanal auszuwählen. Das heißt konkret den, der am ehesten geeignet ist, die Zielkunden voll zufrieden zu stellen, und der dem gesamten internationalen Marketing- Mix10 am besten entspricht.11 Im Folgenden werden Markterschließungsformen erläutert.
Im Rahmen der Erschließung eines ausländischen Marktes über Exporte werden Leistungen an einen Abnehmer im Gastland verkauft, ohne dass ein Unternehmen über Kapital-, Management- oder Technologietransfer direkt auf dem ausländischen Markt präsent ist. Bei Exporten wird der Absatz der Produkte direkt und eigenständig mit den jeweiligen Geschäftspartnern über marktbezogene Transaktionen durchgeführt. Dies gilt gleichermaßen für die Erschließung über Vertriebsgesellschaften und Produktions­gesellschaften.
Bei Exporten sind die beiden Grundtypen indirekter und direkter Export zu unterscheiden, wobei die Einschaltung eines Zwischenhändlers als Abgrenzungs­kriterium heranzuziehen ist. Beim indirekten Export werden selbständige Zwischen­händler auf inländischen oder auf ausländischen Märkten beauftragt. Ein direkter Kontakt mit den Abnehmern oder sonstigen Institutionen des Gastlandes findet i. d. R. nicht statt. Das exportierende Unternehmen benötigt dabei nur geringe Kenntnisse über das osteuropäische Land und ist vom Marktgeschehen fast isoliert. Da der indirekte Export keinen Markteitritt i. S. d. Arbeit darstellt, beschränken sich die folgenden Ausführungen auf den Direktexport.
Beim Direktexport werden in der Fachliteratur zwei Kategorien unterschieden: mit Direktinvestitionen und ohne Direktinvestitionen. Ein Direktexport ohne Direktinvestitionen liegt vor, wenn ein Unternehmen von einem inländischen Standort aus ohne Einschaltung von Zwischenhändlern die Belieferung osteuropäischer Handelsvertriebe, Absatzhelfer oder Endabnehmer durchführt.12 Direktexport mit Direktinvestitionen ist z. B. ein Gemeinschaftsunternehmen, wobei das deutsche Unternehmen mit einem eigenen Vertriebsstützpunkt im Zielmarkt vertreten ist.13 Die Vorteile direkter oder indirekter Exporte ohne Direktinvestitionen zur Erschließung osteuropäischer Märkte liegen in ihrer hohen Flexibilität im Hinblick auf eine schnelle und risikolose Anbahnung und den Abbruch von Geschäftsbeziehungen.14 Die Kosten für den Abbruch z. B. aufgrund einer Verschlechterung der politischen oder wirtschaftlichen Rahmenbedingungen sind im Vergleich zu anderen Markter­schließungsformen mit Direktinvestitionen in beiden Fällen gering. Ein weiterer Vorteil der Erschließung über Exporte ohne Investitionen besteht in der Möglichkeit einer risikolosen Informationssammlung und des Erwerbs erster Erfahrungen mit den jewei­ligen Gastlandbedingungen. Aufgrund einer durch das jeweilige Management einer Unternehmung subjektiv wahrgenommenen sozio-kulturellen Distanz, werden demnach am Anfang einer internationalen Aktivität weniger risikoreiche Formen gewählt, um erst nach Sammlung von Erfahrungen mit den Rahmenbedingungen im Exportland zu solch risikoreichen Formen wie Gemeinschaftsunternehmen und vollständigen Vertriebsgesellschaften überzugehen.15
Diesen Vorteilen steht eine Reihe von Nachteilen gegenüber. Die Waren können bei Exporten in einfacher Form in erster Linie aufgrund von Transportzeiten oder Verzöge­rungen bei der Zollabfertigung zu einer nicht termingerechten Belieferung der Ab­nehmer im Gastland führen.16 Dadurch entstehen preisliche Nachteile gegenüber den im Gastland hergestellten Konkurrenzwaren. Unzureichende Kontrollmöglichkeiten stellen ein weiteres Problem für die Durchführung von Exporten dar: Das exportierende Unter­nehmen ist nicht selbst im Gastland präsent und hat damit kaum Möglichkeiten, die vertragsgerechte Verwendung der Produkte durch die ausländische Abnehmer zu kontrollieren.17
Es wurde festgestellt, dass Exporte ohne Direktinvestitionen geeignete internationale Lernerfahrungen sein können, durch die Unternehmen oft zunehmend in anspruchs­ vollere und engagierte Varianten des internationalen Marketings geführt werden, wie z. B. die Errichtung einer Fertigungsstätte im Ausland.18
Eine weitere vergleichbar risikolose und nicht mit hohen Direktinvestitionen19 verbundene Markterschließungsform stellen Verträge über Vergabe von Lizenzen und Know-how sowie Franchising dar.
Unter Lizenzvergabe versteht man die kommerzielle Einräumung von Teilrechten an gewerblichen Schutzrechten20 mittels eines Vertrags gegen Entgelt. Dabei exportiert der Lizenzgeber keine materielle Ware, sondern ein immaterielles Recht. Diese Eintritts­form wird bei Produkten gewählt, die Serviceleistungen vor Ort bedürfen, z. B. bei technologieintensiven Produkten oder wenn der Lizenzgeber nicht über das für die Gründung einer eigenen Niederlassung erforderliche Kapital verfügt. Der Lizenzgeber muss zunächst eine unverwechselbare, vermarktbare Marke oder einzigartige Innova­tion besitzen. Um mit dieser Markteintrittsstrategie einen neuen Markt zu bearbeiten, braucht der Einsteiger weniger Marktinformationen sowie Vorfinanzierungsmittel als bei anderen Markteintrittsvarianten. Damit ist das Risiko eines Scheiterns dieser Marktaktivität geringer als bei anderen Markteintrittsformen.
Voraussetzungen für eine Lizenzvergabe ist das Vorhandensein verwertbarer und durchsetzbarer gewerblicher Schutzrechte. Leider existieren nicht in allen Ländern einschlägige Marken- und Patentrechtsgrundlagen und die Möglichkeiten einer Durch­setzung gewerblicher Schutzrechte. Unterschiedliche Kulturen haben - abgesehen von der Gesetzgebung - häufig auch ein völlig anderes Verhältnis zu geistigem Eigentum. Dies sollte man vor dem Markteintritt überprüfen und falls möglich sollten die entsprechenden Schutzrechte beim Markenregister oder Patentamt beantragt werden.
Da Lizenzverträge mehrere wesentliche Eckpunkte21 enthalten müssen, zeichnen sich diese durch hohe Komplexität aus. Es besteht auch die Gefahr, dass der Lizenznehmer eine falsche Vertriebspolitik auf seinem Markt betreibt und damit der Marke langfristige Schäden zuführen kann. Manchmal wird die Lizenzvergabe nicht als eigene Markt­eintrittsform gewählt, sondern auch als Instrument im Rahmen von Joint Ventures oder bei Gründung einer eigenen Niederlassung eingesetzt, um aus Gründen der Rechts­sicherheit die Frage des Eigentums an gewerblichen Schutzrechten zu klären.22 Die Marktbearbeitungsform „Franchising“ weist viele Ähnlichkeiten mit der Lizenzie­rungsform auf. In beiden Fällen sind ähnliche Voraussetzungen und Motive ausschlag­gebend und es werden hauptsächlich immaterielle Rechte gegen Entgelt übertragen. Beim Franchising wird zusätzlich zu den Nutzungsrechten ein erprobtes Unternehmens­konzept, unter Verwendung bestimmter Namen, Marken, etc., transferiert. Auch hier profitiert der Franchisegeber von der Marktkenntnis des Franchisenehmers und damit von der Abwälzung der zahlreichen Risiken, wogegen der Franchisenehmer den Nutzen eines bewährten und weit verbreiteten Konzeptes ohne Erbringung der entsprechenden Vorleistungen genießt. Noch stärker als bei der Lizenzvergabe ist hier das Image der Marke vom Handeln des Franchisenehmers abhängig.
Deshalb ist eine strikte Kontrolle der Qualität durch den jeweiligen Franchisegeber un­erlässlich. Bei der Errichtung eines Kontrollsystems und Einhaltung einer regelmäßigen Kontrolle der vereinbarten Standards sind kulturelle Unterschiede zu berücksichtigen. So können, z. B. bei einer Anpassung an Marktgegebenheiten und Kundenwünsche, Konflikte zwischen den Franchising-Partnern entstehen, da der Franchisegeber an einer unbedingten Einhaltung von vorgegeben Abläufen interessiert ist.23
1.1.2.2 Joint Venture
In der Literatur findet sich keine einheitliche Abgrenzung in der Begriffsdefinition von Gemeinschaftsunternehmen und Joint Venture.24 In der vorliegenden Arbeit werden die beiden Begriffe synonym verwendet und bedeuten, dass eine von zwei oder mehreren Firmen auf Grundlage einer vertraglichen Vereinbarung gemeinschaftlich einen Betrieb mit Firmensitz im Gastland führen, wobei alle Partnerfirmen an dem neu gegründeten Unternehmen direkt beteiligt sind.25
Bei Gemeinschaftsunternehmen sind in Abhängigkeit von den jeweiligen Beteiligungs­verhältnissen drei unterschiedlichen Kooperationsstufen zu unterscheiden:26
- Minderheitsbeteiligungen,
- Paritätische Beteiligung,
- Mehrheitsbeteiligung.
Bei der Minderheitsbeteiligung werden die wesentlichen Leistungen zur Erschließung eines ausländischen Marktes vom lokalen Partnerunternehmen erbracht. Beim Übergang von einer paritätischen Beteiligung zu einer Mehrheitsbeteiligung werden die Aktivi­täten zur Erschließung des Gastlandes zunehmend in Eigenregie durchgeführt.
Bei einer Akquisition erfolgt der Kauf eines ausländischen Unternehmens, so dass diese Form bezüglich der Eigenständigkeit prinzipiell einer Tochtergesellschaft gleichzu­setzen ist. Betrachtet man die unterschiedlichen Anforderungen an die Gestaltung der Integrationsdimension, so sind Akquisitionen jedoch nur sehr begrenzt mit der eigenständigen Gründung einer Tochtergesellschaft gleichzusetzen. Bei Mehrheits- oder paritätischer Beteiligung an einem Gemeinschaftsunternehmen verfügt das westliche Unternehmen über eingeschränkte Entscheidungs- und Kontrollmöglichkeiten in der Ausgestaltung der Gastlandaktivitäten. Die Durchführung einer Akquisition ist, im Vergleich zum eigenständigen Aufbau einer Tochtergesellschaft, durch die Besonder­heit bezüglich der Ausgestaltung der Integration gekennzeichnet, insofern als das übernommene Gastlandunternehmen über einen Anpassungsprozess in den bestehenden Unternehmensverbund langfristig zu integrieren ist.27 Darüber hinaus erfolgt in Osteuropa die Gründung eines Gemeinschaftsunternehmens mit Mehrheitsbeteiligung des westlichen Partners häufig über eine Teilakquisition des osteuropäischen Partner- unternehmens.28 Neugründungen eines gemeinschaftlich geführten Unternehmens stellen eher die Ausnahme dar.29
Im Vergleich zur eigenständigen Gründung von Tochtergesellschaften bieten Gemein­schaftsunternehmen eine Reihe von Vorteilen. Die Kooperation mit lokalen Partnern erhöht die Akzeptanz bei einheimischen Marktteilnehmern wie Zulieferern, Handels­unternehmen und Banken. Dies gilt insbesondere im Hinblick auf eine gewisse Angst vor „einem Ausverkauf an den Westen“ in der Bevölkerung und auf die Feindlichkeit gegenüber ausländischen Anlegern.30 Durch den Erwerb der Markterkenntnisse von Partnerunternehmen ergibt sich darüber hinaus die Möglichkeit einer schnelleren Markt­erschließung, da der einheimische Geschäftspartner den Zugang zu Rohstoffen, Grund­stücken, Gebäuden sowie qualifizierten Arbeitskräften erleichtern kann.31 Ferner kann die Beteiligung des einheimischen Marktteilnehmers, anstelle der Gründung einer eigenständigen Tochtergesellschaft, die Erledigung der Formalitäten wie Registrierung und Eintragung ins Handelsregister beschleunigen. Als Vorstufe zur Gründung einer eigenständigen Tochtergesellschaft bietet ein Gemeinschaftsunternehmen den Vorteil, zunächst in Kooperation mit russischen Führungskräften den landesspezifischen Füh­rungsstil sowie den Umgang mit einheimischen Mitarbeitern oder mit Beamten kennen zu lernen.32
Die Gefahr von Joint-Ventures liegt darin, dass Firmen ihr Know-how über die gemein­same Tochter indirekt auch dem Joint-Venture-Partner offen legen, der auf anderen Märkten oder in der Zukunft ein potentieller Konkurrent ist.33 Neben den möglichen Interessenkonflikten mit den russischen Partnern sowie Anpassungsproblemen können Schwierigkeiten bei der Führung und Kontrolle auftreten.34 Vor diesem Hintergrund ist die Fragestellung der Partnerwahl von zentraler Bedeutung für eine erfolgreiche Gestaltung der Markterschließung in Russland durch Gründung eines Gemeinschafts­unternehmens. Potentielle Partnerunternehmen sind dabei auf komplementäre Stärken und Schwächen zu prüfen.
Die Akquisition eines einheimischen Unternehmens ist für westlichen Pionierunternehmen eine Möglichkeit zur schnellen Besetzung von Marktpositionen. Gegenüber anderen Unternehmensformen für die Markterschließung können hierdurch Markteintrittsbarrieren abgebaut werden.35 Außerdem sind die Anlaufkosten der Akqui­sition im Vergleich zu Gründung einer Tochtergesellschaft gering.36 Als mit der Akquisition verbundene Risiken sind teilweise ungeklärte Eigentumsfragen sowie un­zureichende Rechnungslegungs- und Bilanzierungsstandards bei der Unternehmens­bewertung zu nennen.37 Oft müssen bei Verhandlungen mit Behörden Arbeitsplatz- und Investitionsgarantien abgegeben werden, die bei veränderten Rahmenbedingungen zu erheblichen Belastungen führen können. Durch persönliche Einstellungen, wie z. B. nationale Ressentiments, kann die Akquisition eines russischen Unternehmens erheblich verzögert bzw. gefährdet werden.38
Diese Übersicht der zentralen Vor- und Nachteile der möglichen Eintrittsformen ver­deutlicht, dass keine der einzelnen Formen als eindeutig vorteilhaft herauszustellen ist. In der ersten Phase der Markterschließung stellt der Eintritt über „Exporte ohne Direkt­investitionen“ eine vergleichsweise risikolose und flexible Möglichkeit dar, erste Infor­mationen und Erfahrungen mit den jeweiligen Rahmenbedingungen und Besonderheiten des Gastlandes zu sammeln. Für den langfristigen Aufbau von Marktanteilen sind Ex­porte jedoch eine vergleichsweise ungeeignete Markterschließungsform. Für eine weite­re differenzierte und umfassende Bearbeitung der einzelnen Märkte sollte man auf Direktinvestitionen nicht verzichten. Bei den weiteren oben beschriebenen Markter­schließungsformen sind die Vor- und Nachteile für jedes Unternehmen individuell ab­zuwägen, sodass man sich für die vorteilhafteste Variante entscheiden kann. Zur Kom­pensation der jeweiligen Nachteile einzelner Markteintrittsformen kann das Unter­nehmen auf eine Kombination verschiedener Markterschließungsformen zurück- greifen.39
1.1.2.2 Eigene Tochtergesellschaft
Zu den wichtigsten Motiven für die Niederlassung sgründung zählt die effiziente Kon­trolle bzw. Steuerung der Aktivitäten auf Auslandsmärkten, die bei den vorhin behan­delten Eintrittsformen nicht vollständig möglich ist. Ein weiterer Grund für die Gründung einer Niederlassung ist die Möglichkeit, Handelshemmnisse, wie z. B. Zölle, zu umgehen und eine stärkere Marktpräsenz zu erreichen. Mithilfe einer eigenen Produktionstochtergesellschaft können die Lieferzeiten erheblich verkürzt und der Servicebedarf schneller erfüllt werden. Kurze Transportwege und die Nutzung der günstigeren lokalen Ressourcen können dazu beitragen, dass der Verkaufspreis im Vergleich zu den Mitbewerbern noch günstiger wird.
Im Vergleich zu den anderen bietet die Niederlassungsgründung den höchsten Schutz vor Know-How-Abfluss vom Stammunternehmen. Außerdem sind die Auslandsmärkte aufgrund der günstigen Lohnkosten interessant. Die Gründung eigener Auslands­gesellschaft ist im Vergleich zu anderen Eintrittsformen am kostenintensivsten, was vor allem für die KMU eine große Schwierigkeit darstellt. Höherer Einsatz von Kapital bedeutet auch ein höheres finanzielles Risiko, das sich natürlich auch auf das Gesamt­unternehmen erstreckt. Die Gründung einer Auslandsgesellschaft kann ebenfalls durch den 100%igen Kauf eines inländischen Unternehmens oder durch eine Neugründung erfolgen. Abgesehen von dieser Entscheidung muss über Standort und Rechtsform des Unternehmens entschieden werden. Bei dem letzteren ist das Gesellschaftsrecht des jeweiligen Landes relevant. Die Informationen über Investitionsbeschränkungen sind ebenso wichtig wie der Schutz der ausländischen Investitionen. In manchen Ländern ist der Beteiligungsanteil des lokalen Partners vorgeschrieben, wodurch die 100%ige Niederlassung nicht möglich ist. Ein weiteres Problem ist die Bewältigung des schwierigen Spannungsfeldes von Stammhaus- und Niederlassungsinteressen. Die Gründung einer Auslandsgesellschaft ist aufgrund der hohen Direktinvestitionen sorgfältig zu planen, dabei sind eine Kosten-Nutzen-Analyse sowie eine Machbarkeits­studie durchzuführen. Darüber hinaus erfordern Niederlassungsgründungen in fremden Zielmärkten in jedem Fall eine hohe individuelle und organisationale Lernbereitschaft. Der Niederlassungsgründer sollten sich nicht blind auf einheimischen Berater verlassen, sondern parallel eigene Recherchen durchführen.
Um ein umfassendes Bild der Eintrittsbarrieren zu liefern, wird in dieser Diplomarbeit auf die Analyse der Markteintrittsbarrieren für erweiterte Markteintrittsformen, wie Management-Verträge, Gründung von Gemeinschaftsunternehmen sowie Auslands­tochtergesellschaft verzichtet. Stattdessen konzentriert sich diese Arbeit auf die Betrachtung von Exporten ohne Direktinvestitionen.
Bevor auf die für beiden Eintrittsformen typischen Risiken eingegangen wird, muss der Begriff Markteintrittsbarriere allgemein definiert werden und das Gastland Russland aus verschiedenen Blickwinkeln untersucht werden.
Unter Marktbarrieren versteht man die Gesamtheit aller Bedingungen, deren Erfüllung zum Eintritt in einen Ländermarkt und zur bedarfsgerechten Marktbearbeitung erfor­derlich ist. Eintrittsbarrieren führen also für die etablierten Anbieter zu Preisspielräu­men auf einzelnen Ländermärkten, die aufrechterhalten werden können, solange die für Neueinsteiger entstehenden Kosten bei der Überwindung der Marktbarrieren größer sind, als die durch den Preis beeinflussten Ertragschancen auf diesem Markt.40 Markt­eintrittsbarrieren können dabei aus einer Vielzahl von Gründen relevant werden. Sie lassen sich in41:
- Länderrisiken,
- protektionistische oder
ökonomische Markteintrittsbarrieren unterscheiden.
Eine besonders relevante Gruppe von Marktbarrieren bilden die sog. Länderrisiken. Dabei handelt es sich um unternehmerische Risiken, welche sich aus unsicheren poli­tischen, wirtschaftlichen und sozialen Verhältnissen eines anderen Staates ergeben.
Länderrisiken werden von bestimmten Institutionen analysiert und zu so genannten Länderindizes, wie z. B. dem BERI42, zusammengefasst.43
Sie resultieren aus der innen- und außenpolitischen Situation eines Landes. Die außen­politischen Risiken basieren auf der Zugehörigkeit zu politischen Bündnissen bzw. auf dem kriegerischen Verhalten gegenüber anderen Ländern. Dagegen sind innenpolitische Risiken das Ergebnis der Lösungsmethoden der Auseinandersetzungen zwischen dem einzelnen Bürger und den staatlichen Institutionen sowie den Bürgern untereinander.44
1.2.1.2 Wirtschaftspolitische Risiken
Wirtschaftliche Risiken sind vorwiegend makroökonomischen Charakters und lassen sich nicht losgelöst von politischen Risiken analysieren.45 Dazu zählen staatliche Eingriffe in die Wirtschaft wie Beschlagnahmung bzw. Enteignung von Gütern. Die zeitgemäßen Risiken dieser Gruppe sind Konvertierungsrisiken, Wechselkursrisiken und Transferrisiken. Diese sind von der Bonität des Schuldners unabhängig und stellen damit keine Zahlungsrisiken dar.46 Schließlich können Marktbarrieren auch verhalten­bedingte Ursachen haben. Sie können aus Kundenverhalten resultieren, wenn z. B. inländische Leistungsangebote von Nachfragern bevorzugt werden. Abneigungen gegen bestimmte Zielländer können dann als interne Barrieren den Eintritt in den Ländermarkt verhindern.47
Protektionistische Ursachen für Markteintrittsbarrieren entstehen durch tarifäre und nicht-tarifäre Handelshemmnisse, die von Staaten zum Schutz der heimischen Wirt­schaft bzw. einzelner Wirtschaftszweige auf gebaut werden. Regelmäßig werden z. B. Zölle von Staaten gezielt eingesetzt, um die heimische Wirtschaft vor unerwünschter ausländischer Konkurrenz zu schützen.48 Da viele tarifäre Handelshemmnisse durch frühere GATT- bzw. WTO-Verhandlungen reduziert werden konnten, haben ins­besondere nicht-tarifäre Handelshemmnisse in den vergangenen Jahren stark an Bedeu­tung gewonnen. Generelle Einfuhrverbote, Kontingentierung, local-content-Vor- schriften49 oder divergierende technische Normen beschränken auf vielen Länder­märkten die Bearbeitungsmöglichkeiten für ausländische Anbieter.50
Als Beispiele für ökonomische Eintrittsbarrieren gelten Betriebskostenvorteile etablier­ter Wettbewerber, Kapitalerfordernisse beim Markteinstieg oder Wechselkosten von einem Anbieter zu einem anderen. Betriebskostenvorteile entstehen, wenn ein Anbieter eine Absatzmenge anhäufen konnte, die ihm Kostenvorteile gegenüber einem neu eintretenden Wettbewerber verschaffen. Die Kostennachteile führen bei Nachzüglern zu geringeren Deckungsbeiträgen, welche die Rendite eines Markteintritts nachhaltig schmälern können. Anhaltspunkte für das Eintrittsrisiko sind das Ausmaß, in dem die Rendite der Markteintrittsinvestition in Abhängigkeit von externen Faktoren, wie Preisniveau und politische Veränderungen, schwankt oder der Grad der Gefährdung des Unternehmens bei Misserfolgen des Markteintritts.51
Im Rahmen dieser Diplomarbeit wird auf die Ausführung von ökonomischen Risiken verzichtet und der Fokus nur auf Länderrisiken und auf protektionistische Markt­eintrittsbarrieren gelegt.
Leider werden die Erschließungsaktivitäten auf wachsenden Märkten viel zu oft überstürzt und ohne eine grundlegende analytische Vorbereitung vorgenommen, mit der Folge, dass nach einem Eintritt in ausländische Märkte erwartete Gewinne nicht erzielt werden können oder unerwartet hohe Kosten entstehen. Neben einer unzureichenden Planung mangelt es vielen Unternehmen an entscheidungsrelevanten Informationen, auf die sie eine strategische Planung aufbauen können.
In diesem Zusammenhang wird der russische Markt als Beispiel herangezogen. Dieses Land ist für viele deutsche Unternehmen von großer Bedeutung, denn seit dem Ende der Sowjetunion im Jahre 1991 lockt die Russische Föderation, wie kaum ein anderes Land, mit umfangreichem Absatzpotential und stetigem Wachstum.52
Neben den Chancen zeichnet sich das Erschließungsland auch durch zahlreiche Risiken und Markteintrittsbarrieren, wie Rechtsunsicherheit durch staatliche Eingriffe in die Wirtschaft, einen unentwickelten Finanz- und Bankensektor, Zwiespältigkeit der institutionellen Rahmenbedingungen, komplizierte Zollvorschriften, etc., aus.53 Es ist zwar nicht möglich das Risiko eines Scheiterns im Ausland gänzlich zu eliminieren, doch kann es durch eine konsequente Auswertung von Informationen und eine rechtzeitige Einleitung von Gegenmaßnahmen reduziert werden. Der erste Schritt hierfür ist die Beschaffung zuverlässiger Informationen über das Zielland und seine Marktteilnehmer. Im folgenden Kapitel werden die allgemeinen Daten über den Staat kurz aufgeführt. Danach wird auf die wichtigsten Länderrisiken bei einem Auslandsengagement in Russland und auf Risikoreduzierungsmaßnahmen eingegangen, die für Unternehmen, die auf diesem Markt tätig werden möchten, hilfreich sind.
2.1 Russland - allgemeine Daten
Die Russische Föderation, wie Russland offiziell bezeichnet wird, ist das flächenmäßig größte Land der Welt. Es erstreckt sich über den europäischen und asiatischen Kontinent und umfasst eine Fläche von rund 17.000.000 km2. Demzufolge breitet sich das Land über elf Zeitzonen aus. Russland kann als Staat die meisten Nachbarländer aufweisen. Im Norden Norwegen und Finnland, im Westen grenzt es an Polen, Estland, Lettland, Litauen, Weißrussland und die Ukraine. Georgien, Aserbaidschan und Ka­sachstan liegen an der Südgrenze Russlands. Im Südosten grenzen China, die Mongolei und Nordkorea an. Im Osten verläuft die Grenze zur USA und Japan über einen Teil des Pazifiks, das Beringmeer, das Ochotskische Meer und das Japanische Meer.54 Aufgrund der Ausdehnung ist das Klima in Russland sehr unterschiedlich. Im Norden herrscht polares Klima mit hohen andauernden Temperaturen bis zur -50°. Im Süden herrscht ein subtropisches Klima vor. Im europäischen Teil Russlands herrscht Kontinentalklima mit schneereichen Wintern und heißen Sommern.55 Russland hat viele Bodenschätze - von Steinkohle über Eisenerz bis hin zu Stahl- veredlern.56 Man findet sie sowohl im Ural als auch in Westsibirien. Erdöl und Erdgas gibt es im Wolgagebiet, im Ural, in Nordkaukasien und in Westsibirien. Russland belegt den zweiten Platz in der weltweiten Konkurrenz der erdölfördernden Länder. Auch Gold und Diamanten werden dort gewonnen.57
Russland ist ein Vielvölkerstaat. Ethnische Russen stellen 80 % der Bevölkerung. Rund 20 % sind Angehörige von annähernd 130 verschiedenen Nationalitäten und Völkerschaften mit ebenso vielen Historien, Sprachen, Traditionen, Wertvorstellungen und Geschäftskulturen. Die Religion hat ihren wichtigen Stellenwert, den sie vor der kommunistischen Ära besaß, nahezu zurück erobert. Die größte Religionsgemeinschaft ist die russisch-orthodoxe Kirche, der weit über 70 % der Bevölkerung angehören.58 Die Rolle der Frauen ist auch in der heutigen russischen Gesellschaft zwiespältig. Formal gleichberechtigt, herrschen oft patriarchalisch-traditionelle Denk- und Verhaltensmuster vor. Der Umgang zwischen den Geschlechtern ist unter den jüngeren Russen ungezwungener bei den älteren Generationen. In jungen, dynamischen Unternehmen - vor allem im Dienstleistungsbereich - besetzen selbstbewusste Frauen im Alter von 20 bis 40 Jahren anspruchsvolle Führungspositionen.59 Russland befindet sich seit Anfang der 90er Jahre in einem schwierigen gesellschaft­lichen und wirtschaftlichen Transformationsprozess. Die soziale Lage ist einerseits vom Anstieg der Löhne, Gehälter und Renten wie aber auch der Lebenshaltungskosten gekennzeichnet; andererseits bestehen große Einkommensunterschiede. Die Arbeitslo­senquote ist mit 7,2 % im Jahr 200660 relativ niedrig. Die Lebenserwartung liegt für Männer mit 58,9 Jahren unterhalb des Renteneintrittsalters, für Frauen liegt sie bei 72,4 Jahren61. Die Bevölkerung ging 2006 um 0,34 % auf 142,8 Mio. Einwohner zurück.62 Laut den Angaben der RAN63 leben heute mehr als 75 % der russischen Bevölkerung unter der minimalen Einkommensgrenze.64
Da die vorliegende Studie insbesondere deutsche Unternehmen in Russland ins Auge fasst und sich mit deren Engagement beschäftigt, wurde ein spezieller Abschnitt den deutsch-russischen Wirtschaftsbeziehungen gewidmet.
Die deutsch-russischen Beziehungen haben sich dynamisch und positiv entwickelt. Das gegenseitige Interesse ist groß, ebenso das wachsende Niveau der bilateralen Zusam­menarbeit. Das spiegelt sich u. a. in den jährlichen Regierungskonsultationen und einem regen politischen, wirtschaftlichen und kulturellen Besuchsaustausch wider.
Russland sieht in Deutschland einen führenden Partner und zählt es wirtschaftlich zu seinen wichtigsten europäischen Handelspartnern. Der Handelsumsatz ist 2006 um 30 %f 42,9 Mrd. € gestiegen.65 Diese Tendenz weisen auch die ersten drei Quartale 2007 auf.
Russland exportiert vorwiegend Rohstoffe und ist Deutschlands wichtigster Energi- lieferant, während Deutschland vor allem Fertigwaren und Investitionsgüter ausführt. Deutsche Firmen, darunter zahlreiche mittelständische Unternehmen, haben erhebliche Investitionen in Russland getätigt. Bei den kumulierten Investitionen lag Deutschland im Jahr 2006 mit ca. 9,74 Mrd. USD an vierter Stelle. Im ersten Quartal 2007 belaufen die Investitionen aus Deutschland auf 10,1 Mrd. USD.
Russland wird auch auf absehbare Zeit ein attraktiver Markt für deutsche Unternehmen bleiben. Neben den großen deutschen Energieunternehmen sind vor allem Automobil­hersteller und -zulieferer, Anlagenbauer, Firmen aus dem landwirtschaftlichen Bereich sowie große Handelsketten vertreten. Deutschland hat ein erhebliches Interesse an der Einbindung der Russischen Föderation in die europäischen und weltwirtschaftlichen Strukturen und unterstützt den Transformationsprozess. Die deutschen Unternehmen exportieren vor allem in den Bereichen, wie Kraftfahrzeuge, Maschinen und Anlagen, Baumaterial, Möbel, Konsumgüter sowie landwirtschaftliche Produkte. Es ist zu erwarten, dass Russland auch auf absehbare Zeit ein wichtiger Exportmarkt für Deutschland bleiben wird. Umgekehrt wächst das Interesse russischer Unternehmen an Investitionen in Deutschland.66
2.2 Politische Risiken in der Russischen Föderation
Der Begriff „politisches Risiko“ entzieht sich bis heute einer allgemeingültigen, trans­parenten Definition. Dieser Begriff bedeutet die Eintrittswahrscheinlichkeit negativer Reaktionen der Umwelt auf Maßnahmen der Regierung eines Landes. Dazu zählt man kriegerische Ereignisse, Aufstände oder Revolution, politische Instabilität (Regierungs­wechsel, Politikwechsel), Embargos, Blockaden und Boykott, so dass die Güter nicht vertragsmäßig importiert werden können bzw. dürfen.67 Die im Kapitel 1.2.1 ausge­führte Definition unterscheidet dabei zwischen Gefahren, die von außen kommen und solchen, die innerhalb des Landes entstehen können.
Das folgende Kapitel soll keinesfalls Unternehmen, die planen, auf dem russischen Markt aktiv zu werden, abschrecken, sondern einen Beitrag zur Schaffung von Transpa­renz leisten. Die daraus resultierenden Schlussfolgerungen erleichtern es, das Deckungskonzept zu finden.
Die innenpolitischen Risiken eines Landes ergeben sich aus politischen Aktivitäten bezogen auf die Regelung innerstaatlicher Angelegenheiten. Die Gewährleistung der inneren Sicherheit, Schutz der Bürger vor verfassungswidrigen Taten ist die zentrale Aufgabe der innenpolitischen Maßnahmen. Dieser Tätigkeitsbereich ist für die positive wirtschaftliche Entwicklung eines Landes sowie für die Attraktivität dieses Landes für ausländische Exporteure und Anleger unabdingbar. Zu den weiteren Aufgaben zählt man die Sozial-, Gesundheits- und Bildungspolitik.
Im Weiteren werden die für die Geschäftstätigkeit in Russland relevanten Unsicher­heitsfaktoren der Innenpolitik, wie politische Stabilität, Terrorismus, Kriminalität, Korruption oder übermäßige Bürokratie, behandelt, um zu einer Beurteilung der Stabilität der innenpolitischen Lage in Russland für Exporte zu kommen.
2.2.1.1 Politik-und Kurswechsel
In der Verfassung vom 12.12.1993 wird die Russische Föderation als eine demokra­tische und föderative Republik mit Präsidialsystem deklariert. Sie besteht ab 01.01.2008 aus 84 Föderationssubjekten, die im Art. 65 der Verfassung festgeschrieben sind und gliedern sich in 21 Republiken68, 47 Gebiete69, 8 Regionen70 und 5 autonome Bezirke71, in die gebietsfreien Städte Moskau und St. Petersburg und in die jüdisch autonome Region Birobidshan auf.72
Die Föderationssubjekte besitzen ihre eigenen rechtlichen Spielräume.73 Die Mehrheit der Staatsangelegenheiten liegt im Zuständigkeitsbereich der Russischen Föderation.74 Durch die Unterschiedlichkeit der rechtlichen Freiräume der Föderationssubjekte ge­genüber dem Zentrum, welche von der größten Eigenständigkeit der Republiken bis hin zur geringsten der autonomen Bezirke reicht, spricht man auch von einem „asymmetri­schen Föderalismus“. Art. 80 Abs. 1 der Verfassung der RF besagt, dass das Staats­oberhaupt der Präsident ist. Laut der gesetzlichen Grundlage wird er für vier Jahre gewählt.75 Der Präsident bestimmt in Übereinstimmung mit der Verfassung der Russi­schen Föderation und den Bundesgesetzen die Richtlinien der Innen- und Außenpolitik des Staates.76 Ein und dieselbe Person kann das Präsidentenamt nicht länger als zwei Amtsperioden in Folge innehaben.77 Das Parlament ist ein Zweikammernparlament und besteht aus der Staatsduma und dem Föderationsrat (Art. 95 Nr. 1).78 Seit dem 01.01.2000 ist Wladimir Putin das Staatsoberhaupt der RF.
Präsident W. Putin ist es seit seinem Amtsantritt gelungen, die Lage schrittweise zu stabilisieren. Er sucht nach einer politischen und wirtschaftlichen Modernisierung, die Russlands Stärke nach innen und außen wieder herstellen kann. Putin hat umfassende Veränderungen im Staatsaufbau vorangebracht, die Vereinheitlichung des russischen Rechtsraums vorgenommen, wichtige marktwirtschaftliche Reformen auf den Weg gebracht und damit die Rahmenbedingungen für eine wirtschaftliche Gesundung geschaffen. Immer wieder versuchten Oligarchen und andere Oppositionelle sich in die Politik einzumischen und die Macht der noch relativ instabilen Strukturen an sich zu reißen. Im Kampf gegen sie wurde 2001 das Parteiengesetz79 mit dem Zweck der Reduzierung der zahlreichen politischen Gruppierungen verabschiedet.80 Die Parteienlandschaft ist instabil und auf Personen fixiert.81
Am 02.12.07 gewann Putins Partei „Geeintes Russland“ mit 64,1 % die Parlaments­wahlen und erhielt zwei Drittel der Mandate im Parlament. Die restlichen Sitze wurden unter den Kommunisten (11,6 %) und den beiden kremlnahen Parteien „Gerechtes Russland“ (7,8 %) und „Liberaldemokratische Partei“ (8,2 %) aufgeteilt.82 Wahlbeob­achter berichten auch zahlreiche Rechtsverstöße bei der Wahl.83 Die hohe Wahlbeteili­gung von 63 % zeugte jedoch von wirtschaftlicher und sozialer als auch politischer Stärke und innenpolitischer Stabilität.84 Trotzdem wird die Politik vom W. Putin und seine nicht immer demokratische Vorgehensweise vor allem im Westen scharf kritisiert. Auch in Russland wird er von der Mehrheit der Oberschicht nicht unterstützt. Für die Geschäftstätigkeit in Russland ist es wichtig, dass die Politik stabil und kalkulierbar bleibt. Dies wird bis zu nächsten Wahlen in 2008 der Fall sein. Laut der Verfassung der RF darf der russische Präsident nur zwei Amtsperioden sein Amt bekleiden. Es wird zurzeit viel darüber spekuliert, wie die politische Situation in Russland nach Putins Präsidentschaft aussehen wird. Klar ist, dass W. Putin an der Zukunft seines Heimatslandes sehr viel liegt und er sich auf gar keinen Fall aus der Politik zurückziehen wird. Welchen Amt er danach bekleiden wird, steht noch nicht fest.85, 86
Ziel der inneren Sicherheitspolitik ist einerseits die Abwehr von Gefahren für Individuen, andererseits auch die Sicherstellung der politischen sozialen und wirtschaft­lichen Ordnung. Dieser Begriff bezeichnet nicht nur rechtsstaatliche Maßnahmen, sondern schließt auch Methoden ein, die dazu benutzt werden, rechtsstaatlich frag­würdige Maßnahmen zu legitimieren. Je nach unterschiedlicher Auffassung des Landes sind die Methoden der für die Innere Sicherheit zuständigen Institutionen verschieden.87 Die Sicherheitslage in Russland ist von vielfältigen Problemen geprägt. Diese werden im Zusammenhang mit einem wirtschaftlichen Engagement im Weiteren analysiert und es wird bei einigen Problemen auf mögliche Gegenmaßnahmen hingewiesen.
Dauerkonflikt: Tschetschenien88
Beim Tschetschenien-Konflikt geht es vor allem um die Unabhängigkeitsbestrebungen der Region. Dieses Gebiet spielt für die RF keine unbedeutende Rolle, da die Republik rund 30 Mio. Tonnen Erdölvorräte besitzt und die von Russland kontrollierte Pipeline über tschetschenischem Gebiet verläuft. Unter dem Vorwand der Terroristenbekämp­fung verfolgt die russische Regierung geostrategische Ziele. Russland versuchte in seinen beiden Kriegen gegen Tschetschenien die Konflikte im Kaukasus durch Zer­störung der Siedlungen, Vertreibung und Tötung von Zivilisten zu lösen.
Nach den Tschetschenienkriegen empfinden beide Völker angesichts der vielen Opfer starke Rachegefühle.89 Islamische Fundamentalisten und Waffenhändler haben kein Interesse an einer Beilegung des Konfliktes und fördern das Blutbad noch mehr.
Sieben Jahre nach der Kriegserklärung kommt der Aufbau der Republik mit den Finanzmitteln aus Moskau langsam voran. Trotzdem ist das Leben, geschweige die Ausübung einer Geschäftstätigkeit in Tschetschenien nicht ungefährlich. Dies gilt jedoch nicht in den gleichen Maßen in anderen Regionen.
Kriminalität90
Begünstig durch politische und wirtschaftliche Instabilität, hat sich in Russland die organisierte Kriminalität im wirtschaftlichen Bereich ausgebreitet und fest etabliert. Ihre Einflusssphären sind streng untereinander aufgeteilt. Sie besitzen zentralisierte Verwal­tungen mit untergeordneten Einheiten und haben Verbindungen zu internationalen Netz­werken. Mit diesen Gruppierungen kooperieren korrupten Staatsbeamten.91 Nach Anga­ben des Föderalen Statistischen Dienstes wurden im Jahr 2006 3.855.000 und im Vorjahr 3.555.000 Kriminaldelikte registriert.92 Vor allem nimmt die Kriminalität im Internet zu.93 Von den internationalen Medien wird die ansteigende Kriminalität oft für die Weiterführung eines Kalten Kriegen gegen das ehemalige Reich des Bösen benutzt und nicht als ein logisches Nebenprodukt der schwierigen politischen und wirtschaftlichen Transformation gewertet.
Trotz dieses Anstiegs sind die Rahmenbedingungen für deutsche Unternehmen auf einem akzeptablen Niveau. Man kann vor vielen Deliktformen, wie Diebstählen, durch einfache Sicherheitsregel wirkungsvoll schützen, indem man sein Aufenthaltsort unter den Gesichtspunkten Sicherheit auswählt, sich technische Sicherungen anschafft und auffälliges und aufmerksames Verhalten vermeidet.94
Da die gerichtliche Durchsetzung von Ansprüchen bei Auseinandersetzungen mit russischen Geschäftspartnern sehr schwierig ist, wird schriftlichen Verträgen keine große Bedeutung beigemessen. Als deutsche Firma sollte man trotzdem auf ordnungsmäßige schriftliche Verträge bestehen.95 Russland ist sehr bestrebt die zurzeit herrschenden kriminellen Strukturen zu bekämpfen96 und hat auf diesem Gebiet die Zusammenarbeit mit der EU aufgenommen.97
Bei der Abwicklung von Geschäften in Russland sollte man auf keinen Fall auf dubiose Vorschläge kaum bekannter Geschäftspartner eingehen. Solange man der dortigen organisierten Kriminalität keinen Angriffspunkt liefert, hat man auch nichts zu befürchten. Wenn es doch zu Konflikten mit Kriminellen kommt, sollte man diese ausschließlich auf juristischem Wege lösen.98
Russland ist in den letzten beiden Jahren von Anschlägen verschont geblieben. Die Ve- besserungen sind vermutlich auf den Erfolg der militärischen Einsätze der russischen Sicherheitskräfte zurückzuführen. Nichtsdestotrotz kann in Zukunft nicht ausgeschlos­sen werden, dass russische Metropolen zum Ziel terroristischer Anschläge werden. Vor allen besteht die Gefahr einer Verbindung des islamistischen Extremismus mit den muslimischen ethnischen Gruppen aus dem Brennpunkt Kaukasus.99 Ausländische Separatisten nutzen z. B. die Hilflosigkeit der tschetschenischen Bevölke­rung aus und setzen sie im Fall des russischen Vorgehens gegen die islamistische Welt als Waffe ein. Der Tschetschenienkrieg wurde durchaus aus Quellen der sog.
„Moslembrüder“ finanziert.100 Es gibt jedoch Stimmen, die behaupten, dass die Terroranschläge in Russland einheimischen Ursprungs sind.
Die russische Regierung hat in der Vergangenheit gezeigt, dass sie sich nicht für den Terrorismus anfällig macht, indem sie auf die Forderungen von Terroristen eingeht. Sie nimmt dafür sogar zahlreiche zivile Opfer in Kauf. Im internationalen Kampf gegen den Terrorismus muss Russland aufgrund seiner geografischen Lage zwischen verschiedenen Staaten ausbalancieren. Sobald Russland dabei nur eine Sichtrichtung annimmt, kann es zu terroristischen Attentaten kommen.101
Korruption102 und Bürokratie103
Die Tatsache, dass Russland mit einem hohen Maß an Korruption in Verbindung gebracht wird, hat seine Gründe. So rangiert Russland zusammen mit Gambia, Indonesien und Togo im CPI104 Index 2007 auf dem Platz 121 und rutschte somit im Vergleich zu 2000 um weitere 22 Plätze nach unten.105 Die Korruption erstreckt sich in Russland nicht nur auf den geschäftlichen, sondern auch den privaten Bereich. Korruption und Bürokratie sind die größten Hindernisse für die wirtschaftliche Entwicklung. Viele in Russland schon etablierte Unternehmen sehen die Ausgaben für Korruption als notwendige Betriebsausgaben an und äußern sich nicht öffentlich.106
1Vgl. ALBAUM/ STRANSKOV/ DUERR, „Internationales Marketing und Exportmanagement“, 2001, S. 259.
2 Vgl. SCHEUCH, F., „Marketing“, 2007, S. 271.
3 Vgl. SCHEUCH, F., „Marketing“, 2007, S. 537 ff.
4Vollständige oder teilweise Überlassung von gewerblichen Schutzrechten durch Urheber (Lizenzgeber) an den Lizenznehmer gegen ein Entgelt. Der Lizenzgeber bleibt Eigentümer der Schutzrechte. Der Lizenznehmer darf diese Rechte nur mengenmäßig, zeitlich oder räumlich begrenzt nutzen.
5 Ein gegenseitiger Vertrag, wodurch der Know-How-Geber den Vertragsgegenstand (gesetzlich nicht geschützte, jedoch gewerblich nutzbare technische, gewerbliche, kommerzielle bzw. betriebswirtschaftliche Kenntnisse, Methoden, Verfahren usw.) an den Know-How-Nehmer gegen Vergütung übermittelt.
6 Übertragung einer auf dem Markt bereits gut bekannten Handelsmarke an einen Unternehmensgründer (Franchising-Nehmer). Dieser tritt als selbstständiger Unternehmer in die Kette des Franchise-Gebers ein. Er vermarktet gegen Entgelt die lizenzierten Produkte bzw. Dienstleistungen.
7 Vgl. MEISSNER, H. G., Strategisches Internationales Marketing, 1988, S. 47.
8 Vgl. SCHEUCH, F., „Marketing“, 2007, S. 538 ff.
9 Vgl. ALBAUM/ STRANDSKOV/ DUERR, Internationales Marketing und Exportmanagement, 2001, S. 225 ff.
10Abstimmung der operativen Marketing-Instrumente untereinander. Der Marketing-Mix setzt sich aus Produkt-, Kontrahierungs-, Distributions- und Kommunikationspolitik zusammen.
11 Vgl. ALBAUM/ STRANDSKOV/ DUERR, „Internationales Marketing und Exportmanagement“, 2001, S 227 f.
12 Vgl. ROOT, F. R., “Entering International Markets”, 1988, S. 24.
13 Vgl. ROOT, F. R., “Entry strategies for international markets”, 1987, S. 57.
14 Vgl. YOUNG, St., at al., International Market Entry and Development, 1989, S. 26 ff.
15 Vgl. WELCH/ WIEDERSHEIM-PAUL, Initial Export - A Marketing Failure, in: The Journal of Management Studies, 1980, S. 333.
16 Vgl. ROOT, F. R., “Entry Strategies for International Markets”, 1987, S. 70.
17 Vgl. PUES, C., “Markterschließungsstrategien bundesdeutscher Unternehmen in Osteuropa”, S. 91 f.
18 Vgl. ROOT, F. R., “Entry Strategies for International Markets”, 1994, S. 73-75.
1919 Oft wird die Lizenzvergabe auch als Mischform von Export und Direktinvestitionen bezeichnet.
2020 z. B. Handelsmarken, Patente, Urheberrechte oder Gebrauchsmuster.
2121 Umfang der Rechte, Lizenzgebiet, Lizenzgebühren, „Performance Requirements“, Vorgehen im Falle von Marken- oder Patenrechtsverletzungen, Berichtspflichten des Lizenznehmers aber auch Gerichtsstand, Schiedsgerichtsbarkeit usw.
22Vgl. APFELTHALER, G., „Internationale Markteintrittsstrategien - Unternehmen auf Weltmärkten“, 1999, S. 52 ff.
23 Vgl. APFELTHALER, G., „Internationale Markteintrittsstrategien - Unternehmen auf Weltmärkten“, 1999, S. 60 ff.
24 Definitionen wurden verglichen von: u. a. LAMBRECHT H., BETZ K., CORNELSON D.
25 Vgl. BEREKOVEN, L., „Internationales Marketing“, 1985, S.48
26 Vgl. YOUNG, St., at al., International Market Entry and Development, a. a. O, 1989, S. 11ff.
27 Vgl. REINEKE, R.D., “Akkulturation von akquirierten Unternehmen im Ausland” , in: Untersuchung zur unternehmenskulturellen Anpassung, 1989.
28 Vgl. ZENTES, J., “Erfolgreiche Unternehmensführung in Osteuropa”, 1993, S.11.
29 Vgl. CLEMENT, P., „Markterschließungsstrategien bundesdeutscher Unternehmen in Osteuropa“, 1994, S. 88.
30Vgl. KALTHOFF, O., „Erkenntnisse aus der Unternehmensberatung“ , in: Unternehmensführung und Marketing in Osteuropa, 1993,S. 59.
31 Vgl. BEAMISH, P. W., „Joint Venture Performance in LDCs: Partner Selection and Performance“, in: MIR, 1987, S. 28 ff.
32 Vgl. ZENTES, J., “Erfolgreiche Unternehmensführung in Osteuropa”, 1993, S.16 ff.
33 Vgl. Finanzlexikon, Download: 13.10.07, http://www.bwclub.de/fmanzlexikon/i/index.htm.
34 Vgl. BAGO/ KULCSAR, „Experience with the Establishment and Operation of Industrial Joint Ventures “, in: Experience and Prospects, 1990, S. 52 f.
35 Vgl. KALIGIN, T., Optimale Strukturierung von geschäftlichen Aktivitäten in Osteuropa“, in: Wirtschaft und Recht in Osteuropa, 1992, S. 66.
36 Vgl. ROOT, F.R., Entry strategies for International Markets, a. a. O., 1987, S 33.
37 Vgl. MÜLLER/ BLUMENCRON, „Osteuropa: Wer die besten Reformchancen besitzt“, in: Capital, 1990, S. 140 ff.
38 Vgl. NIEMANS, J., „Market-Entry Approaches for Central Europe“, in: Journal of Business Strategy, 1993, S. 29.
39 Vgl. DÖRRENBACHER, H., „Mythos Joint Ventures – Ergebnisse einer empirischen Untersuchung deutsch-sowjetischer Joint Ventures“, in: Osteuropa-Wirtschaft, 1992, S. 138 f.
40Vgl. BAIN, J., „Barriers to the new competition: Their character and consequences in manufacturing industries“, 1956, S. 3.
41 Vgl. SIMON, H., „Markteintrittsbarrieren“, in: Handwörterbuch Export und Internationale
42Unternehmung, 1989, S. 1441.
43BERI: Business Environment Risk Index. Dabei wird aufgrund qualitativer Wirtschaftsdaten (die durch Expertenbefragungen ermittelt werden) und quantitativer Wirtschaftsdaten das Länderrisiko von 50 Ländern erfasst.
44 Vgl. o. V., Börsenlexikon, Download: 20.11.07, http ://de.biz. yahoo. com/boersenlexikon/laenderrisiko.html.
47 Vgl. ALTMANN, J., „Außenwirtschaft für Unternehmen“, 1993, S. 711 f.
48 Vgl. auch MÜLLER, S., „Die Psyche des Managers als Determinante für Exporterfolge: Eine kulturvergleichende Studie zur Auslandsorientierung von Managers aus sechs Ländern“, 1991.
49Vgl. GLISMANN/ HORN, „Tarifäre und nicht-tarifäre Handelshemmnisse“, in: Exporte als Herausforderungen für die deutsche Wirtschaft, 1984, S. 73 ff.
50 Gesetze in einigen Staaten (vorwiegend Entwicklungsländer), die vorschreiben, dass ein bestimmter Anteil der Zulieferteile im eigenen Land gefertigt werden muss.
51 Vgl. BACKHAUS/ BÜSCHKEN/ VOETH, „Internationales Marketing“, 2003, S. 131.
52 Vgl. PORTER, „Globaler Wettbewerb: Strategien der neuen Internationalisierung“, 1986, S.
53Vgl. o. V. „Wachstumsmarkt Russland lockt deutsche Unternehmen an“, in: Handelsblatt vom 29.11.06, Download: 11.11.07, http://www.handelsblatt.com/news/Politik/International/ pv/grid id/1319824/ p/200051/ t/ft/ b/117587 3/default.aspx/wachstumsmarkt-russland-lockt-deutsche-unternehmen-an.html.
54Vgl. BRAND, T., IHK Rhein Neckar (Hrsg.), 2006, Download: 22.10.07, http://www.hik- russland.de/dateien-de/rechtliche-und-steuerliche-rahmenbedingungen.pdf.
55o.V. “Russland”, Meyers - Lexikon - Online, Download: 22.11.07, http://lexikon.meyers.de/meyers/Russland.
56 SARODNICK/ BRENNER, Business-Guide Russland, 2003, S.13.
57 z. B. Vanadium.
58 Vgl. Russland-Aktuell, Download am 14.10.07, http://www.aktuell.ru/russland/lexikon/geographie.
59 KACHCHAROVA, C., „Verhandlungspraxis kompakt“, Bundesagentur für Außenwirtschaft, 2006, www.bfai.de, S. 2.
60 Ebenda, S. 12.
61 Dazu im Vergleich: Im Juli 2007 lag die Arbeitslosenquote bei 5,8 %.
62 Das Renteneintrittsalter liegt in der Russischen Föderation für Männer bei 60 Jahren, für Frauen bei 55 Jahren.
63 Vgl. o. V., Auswärtiges Amt, Download: 18.10.07,
https://www.diplo.de/diplo/de/Laenderinformationen/RussischeFoederation/Wirtschaft.html.
64 Russische Akademie für Wissenschaft
65 Vgl. BRUCE/GLUBOKOVSKAYA, „Markenpositionierung - Wege zur Eroberung der russischen Seele“, in: Marketing Journal, 2007, Download: 16.12.07, http://www.creative- advantage.de/pdf/mj_07-08_07_Russland.pdf.
66Vgl. o. V., „Wirtschaftsindikatoren für die Russische Föderation“, AHK: Delegation und der Verband der Deutschen Wirtschaft in der Russischen Föderation, nach Angaben des Föderalen Dienstes für Statistik, Download:11.12.07, http://russland.ahk.de/fileadmin/user_upload/Dokumente/05LandesInfo/Russland/Wirtschaftsindikatoren RF_Sep_boe.pdf.
67 Vgl. o. V., Auswärtiges Amt, Russland, Download: 14.10.07, https://www.diplo.de/diplo/de/Laenderinformationen/RussischeFoederation/Bilateral.htmI.
68Vgl. ALTMANN, J., „Außenwirtschaft für Unternehmen“, 1993, S. 709.
69Adygien, Altai, Baschkortostan, Burjatien, Dagestan, Inguschische, Kabardino-B alkarische, Kalmykjen, Karatschaisch-Tscherkessische, Karelien, Komi, Mari El, Mordwinien, Sacha (Jakutien), Nordossetien - Alania, Tatarstan, Tuwa, Udmurtische Republik, Chakassien, Tschetschenische Republik, Tschuwaschische Republik.
70 Amur, Archangelsk, Astrachan, Belgorod, Brjansk, Wladimir, Wolgograd, Wologda, Woronesch, Iwanowo, Irkutsk, Kaliningrad, Kaluga, Kemerowo, Kirow, Kostroma, Kurgan, Kursk, Leningrad, Lipezk, Magadan, Moskau, Murmansk, Nischni Nowgorod, Nowgorod, Nowosibirsk, Omsk, Orenburg, Orjol, Pensa, Pskow, Rostow, Rjuasan, Samara, Saratow, Sachalin, Swerdlowsk, Smolensk, Tambow, Twer, Tomsk, Tula, Tjumen, Uljanowsk, Tscheljabinsk, Tschita, Jaroslawl.
71Altai, Krasnodar, Krasnojarsk, Primorje, Stawropol, Chabarowsk.
72Aginer Burjaten, Nenzen, Ust-Ordyner Burjaten, Kreis der Chanten und Mansen - Ugra, Kreis der Tschuktschen, Jamal-Nenzen.
73 o. V. „Recht kompakt - Russische Föderation“, Stand: April 2007, www.bfai.de , Download: 24.09.07.
74 Art. 72-73 der Verfassung der Russischen Föderation“, Download: 30.09.07, http://www.constitution.ru/de/part3.htm.
75 Art. 71 der Verfassung der Russischen Föderation“, Download: 30.09.07, http://www.constitution.ru/de/part3.htm.
76 Art. 81 Nr. 1 der Verfassung der Russischen Föderation“, Download: 30.09.07, http://www.constitution.ru/de/part3.htm.
77 Art. 80 Nr. 3 der Verfassung der Russischen Föderation“, Download: 30.09.07, http://www.constitution.ru/de/part3 .htm..
78 Art. 81 Nr. 3 der Verfassung der Russischen Föderation“, Download: 30.09.07, http://www.constitution.ru/de/part3 .htm..
79Art. 95 Nr. 1der Verfassung der Russischen Föderation“, Download: 30.09.07, http://www.constitution.ru/de/part3 .htm..
80 Anerkennung als Partei und Zulassung zu Wahlen erst bei der Mitgliederzahl ab 10.000 und einer Registrierung in mindestens der Hälfte der 88 Föderationssubjekte.
81 o. V. „Lexikon: Russland“, Zeit-Lexikon, Download: 07.12.07, http://www.zeit.de/lexikon/meyers/eintrag?q=Russland.
82 Vgl. o. V. „Lexikon: Russland“, Zeit-Lexikon, Download: 07.12.07, http://www.zeit.de/lexikon/meyers/eintrag?q=Russland.
83 Vgl. o. V., Auswärtiges Amt, „Innenpolitik“, Download: 06.12.07,
84 Vgl. o. V., „Putins „Geeintes Russland“ klarer Wahlsieger“, n24, 2007, Download: 08.12.07, http://www.n24.de/politik/article.php?articleId=172303&teaserId=177853&n24ggl1107.
85 Vgl. o. V., „Putin: Russen stimmen bei Sonntagswahl gegen destruktive Entwicklung“, RIA- NOVOSTI, 2007, Download: 07.12.07, http://de.rian.ru/russia/20071203/90700378.html.
86Vgl. o. V., „Putin: Die Zukunft des starken Mannes Russlands“, Die Presse, 2007, Download:08.12.07, http://diepresse.com/home/politik/345244/index.do?gal=345244&index=8&direct=346969& vl backlink =/home/politik/aussenpolitik/346969/index.do&popup=.
87 Vgl. o. V., „Risk Map 2007: Russland, Kaukasus und Zentralasien“, Manager-Magazin, 2006, Download: 08.12.07, http://www.manager-magazin.de/unternehmen/artikel/0,2828,447478,00.html.
88 Vgl. o. V., „Innere Sicherheit“, Heidelberger Online - Lexikon der Politik, Download:07.12.07, http://www.politikwissen.de/lexikon/inneresicherheit.html.
89 Eine autonome Republik in Russland, liegt im Föderationskreis Südrussland, grenzt im Süden an Georgien, im Osten an die autonome Republik Dagestan, im Westen an die autonome Republik Inguschetien und im Norden an die Region Stawropol. Die meisten Bewohner (nach Volkszählung 2002 1.031.647) sind Tscheschenen. Ihre Religion ist seit 16. Jahrh. Islam. Die Minderheiten haben das Land aufgrund der Kriege verlassen oder deren Folgen ums Leben gekommen. Beim ersten Tschetschenien­Krieg 1994-1996 wollten die russischen Truppen den Massenexodus (300.000 Menschen) der nicht­tschetschenischen Bevölkerung, die sich der Rechtslosigkeit und Kriminalität in Tschetschenien entziehen wollten, stoppen. Der zweite Krieg (1999-2000) verlief unter dem Motto der „Antiterror­Operation“.
90Vgl. HAHNFELD, B., „Kein Blut für Öl“, Netzwerk Friedenskooperative, 2000, Download: http://www.friedenskooperative.de/themen/tsche-38.htm.
91 Die Gesamtheit der in einem bestimmten Gebiet vorgenommen Straftaten. Sie wird in „Registrierten Straftaten“ ausgedrückt.
92 Vgl. BEYER, C., „Organisierte Kriminalität in Russland und der globale Drogenhandel“, Weiltpolotik.net, Download: 11.12.08, http://www.weltpolitik.net/Regionen/Russland%20und%20Zentralasien/Russische%20F%C3%B6deratio n/Grundlagen/Organisierte%20Kriminalit%C3%A4t%20in%20Russland%20und%20der%20globale%20 Drogenhandel.html.
93 Vgl. o. V., Föderaler Russischer statistischer Dienst, „Anzahl der registrierten Verbrechertaten“ Download: 11.12.07, http://www.gks.ru/free_doc/2007/b07_11/11-01.htm.
94 Vgl. PATALONG, F., “Wie russische Chracker deutsche Banken knacken”, Spiegel Online, 2007, Download: 12.12.07, http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0,1518,474675,00.html.
95Vgl. o. V., „Russland 2006“, 2006, Download: 30.09.07, S.44 f.
96Vgl. o. V., „Exportbericht Russland“, Bayerischer Industrie- und Handelskammertag BIHK, 2006, Download: 30.09.07, S. 16.
97 Vgl. o. V., „Putin verspricht verstärkten Kampf gegen Korruption und Kriminalität“, RIA- NOVOSTI, 2007, Download:12.12.07, http://de.rian.ru/russia/20071129/90063729.html.
98 Vgl. o. V., „EU-Russland-Rat: Gemeinsam gegen Kriminalität“. Russland-Aktuell, 2007, Download: 08.12.07, http://www.aktuell.ru/russland/news/eu-russland- rat_gemeinsam_gegen_die_kriminalitaet_18030.html.
99 Vgl. SKWORTZOW, J., “Sicherheit - Ehrlich währt am längsten”, in: So kommen Sie nach Russland - Der Wirtschaftswegweiser für den Mittelstand, 2003, S. 239 f.
100 Vgl., o. V., „Russland 2006“, 2006, Download: 30.09.07, S.44 f.
101Vgl. HALBACH, U., “Russland muslimische Ethien und Nachbarn”, Bundeszentrale für politische Bildung, 2003, Download: 12.12.07, http://www.bpb.de/themen/3JPNKP,0,0,Terror_in_Russland.html.
102 Vgl. THUMANN, M., “Zweierlei Terror”, Zeit, 2001, http://www.zeit.de/2001/39/200139_terror-russland.xml?page=1.
103 Missbrauch eines öffentlichen Amtes, einer Funktion in der Wirtschaft oder eines politischen Mandats zu Gunsten eines Anderen, um zu einem Vorteil für sich unter Vertuschung der Machenschaften zu erlangen.
104 Eine Form der Verwaltung, die durch eine hierarchische Befehlsgliederung, durch klar abgegrenzte Aufgabenstellungen, Befehlsgewalten, Zuständigkeiten und Kompetenzen, durch feste an jeweilige Funktion gekoppelte Bezahlung sowie durch genaue und lückenlose Aktenführung sämtlicher Vorgänge gekennzeichnet ist. Dabei besteht die Gefahr der Ausdehnung der Bürokratie mit immer komplizierter und ineffizienter werdenden Arbeitsabläufen, die das wirtschaftliche Engagement behindern können.
105 CPI, Korruptionswahrnehmungsindex entwickelt von Transparency International und listet im 2007 180 Länder nach dem Grad der bei Amtsträgern und Politikern wahrgenommenen Korruption auf. Die Daten wurden pro Land von mindestens drei voneinander unabhängigen Datenquellen erhoben.
106 Vgl. o. V., „Anhaltende Korruption in Entwicklungsländern verlangt globales Handeln“, Transparency International, 2007, Download: 15.12.07, http://www.mi.brandenburg.de/sixcms/media.php/1069/CPI%202007.pdf.
9783656156116
Natalja Funikov (Autor)

References: Art. 65
 Art. 80
 Art. 72
 Art. 71
 Art. 81
 Art. 80
 Art. 81