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Timestamp: 2019-08-24 07:57:41+00:00

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BGH, 26.03.1962 - II ZR 151/60 - dejure.org
BGH, 26.03.1962 - II ZR 151/60
https://dejure.org/1962,163
BGH, 26.03.1962 - II ZR 151/60 (https://dejure.org/1962,163)
BGH, Entscheidung vom 26.03.1962 - II ZR 151/60 (https://dejure.org/1962,163)
BGH, Entscheidung vom 26. März 1962 - II ZR 151/60 (https://dejure.org/1962,163)
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Zahlung von Schmiergeldern an einen Vertreter des anderen Vertragsteils - Bevorzugung bei der Vergabe von Aufträgen - Der Beweis des ersten Anscheins - Zuwendungen an Organe, sonstige gesetzliche Vertreter oder Angestellte, um eine Bevorzugung beim Abschluss von Verträgen zu erzielen - Grundsätze des geschäftlichen Anstandes - Kaufmännische gute Sitte
NJW 1962, 1099
MDR 1962, 546
GRUR 1962, 466
VersR 1962, 551
DB 1962, 634
Aus Rechtsgründen nicht zu beanstanden und von den Parteien in der Revisionsinstanz auch nicht angegriffen sind die im einzelnen näher ausgeführten Feststellungen des Berufungsgerichts zur Sittenwidrigkeit der maßgeblichen Beteiligung der Beklagten zu 2 und 3 an dem objektiv unzulässigen Vertriebssystem der Beklagten zu 1. Für den subjektiven Tatbestand der Sittenwidrigkeit genügt die Kenntnis der tatsächlichen Umstände, die das Sittenwidrigkeitsurteil begründen (vgl. Sen.Urt. v. 26. März 1962 - II ZR 151/60, NJW 1962, 1099, 1101;… BGH, Urt. v. 25. November 1987 - IVb ZR 96/86, NJW 1988, 1965, 1967).
Der Bundesgerichtshof hat diesen Rechtssatz schon in der Vergangenheit als eine Regel verstanden, die Ausnahmen zuläßt, und daher in einzelnen Entscheidungen persönliche Willensmomente aufgrund eines Anscheinsbeweises bejaht (…vgl. BGH, Urt. v. 12. November 1957 - VIII ZR 31l/56, NJW 1958, 177; v. 26. März 1962 - II ZR 151/60, NJW 1962, 1099, 1100 [BGH 26.03.1962 - II ZR 151/60]; v. 20. März 1967 - VIII ZR 288/64, NJW 1967, 1222, 1223; v. 7. Februar 1974 - VII ZR 93/73, NJW 1974, 795, 796).
Hinsichtlich der Sittenwidrigkeit genügt es, wenn sich der Vorsatz auf die tatsächlichen Umstände bezieht, die dem Sittenwidrigkeitsurteil zugrunde liegen (BGH vom 26.3.1962, II ZR 151/60 - NJW 1962, 1099; BGH vom 13.9.2004, II ZR 276/02 - NJW 2004, 3706).
Der Bundesgerichtshof (26. März 1962 - II ZR 151/60 - Rn. 10) nehme an, dass nach der Lebenserfahrung heimliche Zuwendungen an Vertreter die Abmachung zu Ungunsten des Geschäftsherrn zu beeinflussen pflegen.
Zwar verstößt die Vereinbarung über die Zahlung von Schmiergeld gegen die guten Sitten und führt zur Nichtigkeit entsprechender Absprachen nach § 138 Abs. 1 BGB (st. Rspr., vgl. BGH, Urteile vom 26. März 1962 - II ZR 151/60 = NJW 1962, 1099 [BGH 26.03.1962 - II ZR 151/60] und vom 14. Dezember 1972 - II ZR 141/71 = NJW 1973, 363;… Krüger-Nieland/Zöller in RGRK-BGB, 12. Aufl., § 138, Rdnr. 177), jedoch stellt sich hier die vereinbarte Zahlung an die Mutter des L. nicht als "Schmiergeld"-Abrede dar.
Bei der Beweiswürdigung wird das Berufungsgericht gegebenenfalls auch die Regeln über die Beweiserleichterung des Beweises des ersten Anscheins mit in die Erwägungen einzubeziehen haben (vgl. RGZ 161, 229, 233; BGH, Urteil vom 26. März 1962 a.a.O. S. 1100).
Dabei ist regelmäßig auf die Verkehrsanschauungen eines begrenzten Personenkreises abzustellen, soweit nur dieser durch das Verhalten berührt wird (…Steffen in BGB-RGRK, 12, Aufl. § 826 Rdnr. 15, 22;… Soergel/Hönn, BGB, 11. Aufl. § 826 Rdnr. 8, 26, Mertens in MK, 2. Aufl. § 826 Rdnr. 32-34; zur Maßgeblichkeit des begrenzten Personenkreises auch Sen. Urt. v. 26. März 1962 - II ZR 151/60, NJW 1962, 1099 [BGH 26.03.1962 - II ZR 151/60]).
Ansprüche gegen die Angeklagten ergeben sich daneben aber auch aus § 826 BGB, weil sie - auch insoweit i. S. v. § 830 Abs. 2 BGB gemeinschaftlich handelnd - mit den k. Amtsträgern kollusiv zusammengewirkt haben, um den k. Staat durch die sittenwidrige Vereinbarung der Schmiergeldzahlungen (vgl. hierzu BGH, Urteil vom 8. Mai 1985 - IVa ZR 138/83, BGHZ 94, 268, 272 f.; BGH, Urteil vom 26. März 1962 - II ZR 151/60, NJW 1962, 1099), die in die abgeschlossenen Verträge eingepreist wurden, jedenfalls in Höhe dieser Beträge zu schädigen (…vgl. auch Sprau in Palandt, BGB, 72. Auflage, § 826 Rn. 4, 21;… Ellenberger, ebd., § 138 Rn. 63).
BGH, 10.12.1998 - III ZR 208/97
Kenntnis des Vertreters
Darüber hinaus hätte sich er Beklagte nach § 826 BGB schadensersatzpflichtig gemacht (…siehe nur MünchKomm-BGB/Schramm, 3. Aufl., § 164 Rn. 99;… MünchKomm-BGB/Mertens, 3. Aufl. § 826 Rn. 138 f; vgl. auch BGH, Urteil vom 26. März 1962 - II ZR 121/60 - NJW 1962, 1099, 1100).
Dabei hatte das Berufungsgericht offenbar die Rechtsprechung im Auge, daß eine Schmiergeldvereinbarung grundsätzlich sittenwidrig ist (vgl. dazu BGH, Urt. v. 26. März 1962 - II ZR 151/60, NJW 1962, 1099; v. 14. Dezember 1972 - II ZR 141/91, NJW 1973, 363; v. 25. Juni 1986 - IVa ZR 234/84, WM 1986, 1389, 1390; v. 5. Dezember 1990 - IV ZR 187/89, WM 1991, 645, 646) und daß sich die daraus folgende Nichtigkeit regelmäßig auch auf den durch das Schmiergeld zustande gekommenen Hauptvertrag erstreckt (…BGH, Urt. v. 17. Mai 1988 - VI ZR 233/87, NJW 1989, 26, 27), daß aber etwas anderes gilt, wenn die Schmiergeldzahlung auf den Inhalt des Hauptvertrages keinen Einfluß gehabt haben kann (…BGH, Urt. v. 10. Januar 1990 - VIII ZR 337/88, NJW-RR 1990, 442, 443).
Der Bundesgerichtshof (Urt. v. 26.3. 1962 - II ZR 151/60, NJW 1962, 1099).
LAG Berlin, 30.11.2004 - 3 Sa 1634/04
Herausgabe von Schmiergeldern im öffentlichen Dienst; Bedeutung des Grundsatzes …
BGH, 07.01.1963 - VII ZR 149/61
LAG Niedersachsen, 14.09.2005 - 15 Sa 1610/03
BGH, 14.12.1972 - II ZR 141/71
Nichtiges Geschäft bei Verstoß gegen die guten Sitten - Zuwendungen an Vertreter …
OLG Brandenburg, 02.12.2003 - 6 U 33/03
LAG Köln, 16.11.1995 - 6 Sa 713/95
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BGH, 13.10.1976 - IV ZR 91/75
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OLG Düsseldorf, 13.01.1994 - 10 U 64/93
BAG, 18.08.1982 - 7 AZR 235/80
BGH, 07.01.1963 - VIII ZR 149/61
BGH, 11.07.1962 - VIII ZR 233/61
BGH, 07.10.1961 - VI ZR 248/60

References: BGH 
 § 138
 § 138
 § 826
 § 826
 § 826
 § 826
 § 830
 § 826
 § 138
 § 826
 § 164
 § 826