Source: https://www.finanzverwaltung.nrw.de/de/alphabetische-begriffserklaerung-zum-kindergeld
Timestamp: 2017-12-18 06:57:28+00:00

Document:
Kindergeldglossar | FINANZVERWALTUNG
Kindergeldglossar
Hier finden Sie Informationen zum Kindergeld in alphabetischer Reihenfolge
Arbeitsuche / ohne Arbeitsplatz
Au-Pair-Verhältnis im Ausland
Aufhebung der Kindergeldfestsetzung
Auszahlung des Kindergeldes an andere
Ausführungen hierzu finden Sie unter Auszahlung des Kindergeldes an Andere
Bitte adressieren Sie Ihre Schreiben zum Kindergeld an:
Bitte geben Sie dabei stets Ihre LBV-Personalnummer an.
Unsere Öffnungszeiten für Besucher sind:
Di u. Do 13:00 - 15:00 Uhr
Aufgrund Ihrer bestehenden Mitteilungs- und Mitwirkungspflicht müssen Sie bestimmte Änderungen in den Verhältnissen Ihrer Familienkasse mitteilen.
Hierzu gehören beispielsweise das Ende einer Ausbildung oder Aufnahme einer Erwerbstätigkeit nach Abschluss einer Ausbildung Ihres Kindes, Auszug eines Kindes aus Ihrem Haushalt und vieles mehr.
Leider sind nicht alle Änderungen in den Verhältnissen an dieser Stelle aufzählbar.
Alle Sachverhalte, die anzeigen sind, finden Sie in der Ziffer 2 des Merkblattes Kindergeld.
Bitte teilen Sie diese Änderungen Ihrer Familienkasse im LBV zeitnah mit, denn so helfen Sie, eine mögliche Rückforderung von Kindergeld zu vermeiden bzw. zu verringern.
Der Kindergeldanspruch ist an bestimmte Altersgrenzen gebunden.
Ist Ihr Kind arbeitsuchend gemeldet, ist die Kindergeldzahlung in der Regel nur bis zu Vollendung des 21. Lebensjahrs möglich.
In allen anderen Fällen endet der Anspruch auf Kindergeld grundsätzlich mit Vollendung des 25. Lebensjahres (s. auch Berechnung des Lebensalters).
Es gibt allerdings Ausnahmen von den genannten Altersgrenzen; sie bestehen bei einer Verlängerung des Kindergeldes oder bei Kindern mit Behinderung.
Die Voraussetzungen für den Kindergeldanspruch sind sehr vielfältig und hier an dieser Stelle leider nicht darstellbar.
Bitte haben Sie daher Verständnis dafür, wenn ich an dieser Stelle nur auf das aktuelle Merkblatt Kindergeld verweise. Das Merkblatt finden Sie hier.
Kindergeld wird nur auf schriftlichen Antrag gewährt. Bitte benutzen Sie dafür den Antrag auf Kindergeld einschließlich notwendiger Anlage Kind zum Kindergeldantrag.
Bitte fügen Sie Ihrem Antrag passende Nachweise bei.
Ausführungen hierzu finden Sie unter Änderungen in den Verhältnissen.
Ist Ihr Kind bei einer Agentur für Arbeit im Inland nachweisbar arbeitsuchend gemeldet und steht es nicht in einem Beschäftigungsverhältnis, erhalten Sie bis zur Vollendung des 21. Lebensjahres Ihres Kindes Kindergeld.
Hat Ihr Sohn vor Vollendung des 21. Lebensjahres den gesetzlichen Grundwehr- oder Zivildienst abgeleistet, wird für diese Zeit das Kindergeld über das 21. Lebensjahr hinaus weitergezahlt (s. auch Verlängerung des Kindergeldes).
Sprachaufenthalte im Ausland zählen nur dann zur Berufsausbildung, wenn der Erwerb der Fremdsprachenkenntnisse nicht Ihrem Kind allein überlassen bleibt, sondern Ausbildungsinhalt und Ausbildungsziel von einer fachlich autorisierten Stelle vorgegeben wird. Dies wird erfüllt z.B. durch Besuch einer allgemeinbildenden Schule, eines Colleges oder einer Universität.
In allen anderen Fällen, insbesondere bei Auslandsaufenthalten im Rahmen eines Au-pair-Verhältnisses, ist die Anerkennung als Ausbildung nur bei Vorliegen bestimmter Voraussetzungen möglich. Dies ist dann der Fall, wenn Ihr Kind an einem theoretisch systematischen Sprachunterricht teilnimmt und dieser Unterricht mindestens 10 Stunden in der Woche umfasst. Das Leben bzw. Lernen in einer Gastfamilie zählt nicht als ein solcher Unterricht.
Wenn die Voraussetzungen für einen Anspruch auf Kindergeld nicht (mehr) erfüllt sind, erfolgt eine Aufhebung der Kindergeldfestsetzung.
Diese Aufhebung wird Ihnen dann in Form eines Bescheides schriftlich mitgeteilt.
Der Bescheid informiert Sie u.a. darüber, warum ein Anspruch nicht besteht.
Soweit Ihnen Kindergeld für Zeiten gezahlt worden ist, für die nunmehr kein Anspruch mehr besteht, müssen Sie das zu viel gezahlte Kindergeld zurückzahlen.
Zu einer kindergeldrechtlichen Ausbildung bzw. Berufsausbildung gehört im Wesentlichen ein/eine
an einer allgemein- oder berufsbildenden öffentlichen oder auch privaten Schule, wenn der Unterricht nach staatlich genehmigten Lehrplänen erfolgt,
Betriebliche Ausbildung (auch duale Ausbildung),
Referendariat oder eine sonstige Zeit als Beamtenanwärter,
Offiziersanwärter bei der Bundeswehr,
Studium (Universität, Fachhochschule oder sonstige Hochschule), wenn Ihr Kind als ordentlicher Vollzeitstudent immatrikuliert ist und das Studium einen bestimmten beruflichen Abschluss zum Ziel hat,
Sprachaufenthalt oder Au-Pair-Verhältnis im Ausland.
Es gibt natürlich noch weitere Ausbildungsmaßnahmen.
Aufgrund der Vielzahl kann an dieser Stelle allerdings keine abschließende Aufzählung erfolgen.
Soweit Sie dazu Fragen haben, können Sie sich gerne an die Familienkasse wenden.
Wenn Ihr Kind wegen eines fehlenden Ausbildungsplatzes eine Berufsausbildung nicht beginnen oder fortsetzen kann, kann bis zur Vollendung des 25. Lebensjahres ein Anspruch auf Kindergeld bestehen.
Voraussetzung ist, dass es Ihrem Kind trotz ernsthafter Bemühungen nicht gelungen ist, eine Berufsausbildung zu beginnen oder fortzusetzen (hierzu zählt auch der freiwillige Wehrdienst).
Ihr Kind kann auch dann berücksichtigt werden, wenn ihm bereits ein Ausbildungsplatz zugesagt wurde, es aber den Ausbildungsplatz aus schul-, studien- oder betriebsorganisatorischen Gründen erst zu einem späteren Zeitpunkt antreten kann. Hierzu zähl beispielsweise bei einem Studium der jeweils feststehende Semesterbeginn.
Kindergeld steht Ihnen ab dem Zeitpunkt zu, ab dem Ihr Kind sich ernsthaft um einen Ausbildungsplatz bemüht. Dabei muss das Kind jeweils den nächstmöglichen Ausbildungsbeginn anstreben.
Die vorgenannten Bemühungen sind nachzuweisen durch z.B. Bewerbungen/Absagen oder Registrierung bei der Arbeitsagentur als ausbildungsplatzsuchendes Kind etc.
Haben Sie als Antragsteller eine ausländische Staatsangehörigkeit, müssen spezielle Voraussetzungen erfüllt sein (Rechtsgrundlage: § 62 Absatz 2 EStG).
Bei einer Staatsangehörigkeit aus dem Bereich der Europäische Union, des Europäischen Wirtschaftsraumes sowie bestimmter Vertragsstaaten sind besondere Zuständigkeiten zu beachten. Es ist dann möglich, dass für Sie eine Familienkasse der Bundesagentur für Arbeit zuständig ist.
Auszahlung des Kindergeldes an Andere (Abzweigung)
Kindergeld kann bei Vorliegen bestimmter Voraussetzungen an Ihr Kind ausgezahlt (=abgezweigt) werden, wenn es einen eigenen Haushalt hat (Rechtsgrundlage: § 74 Absatz 1 Satz 1 EStG).
Einen Antrag auf Abzweigung, der von Ihrem Kind auszufüllen wäre, finden Sie hier.
Die Auszahlung des Kindergeldes ist auch an eine andere Stelle möglich (z.B. an einen Sozialhilfeträger, ein Jugendamt, an die Agentur für Arbeit) und zwar dann, wenn diese Stelle Ihrem Kind Unterhalt/Leistungen gewährt (Rechtsgrundlage: § 74 Absatz 1 Satz 4 EStG).
In beiden Fällen, also bei beantragter Auszahlung entweder an Ihr Kind oder an eine andere Stelle, sind stets Ihre Unterhaltspflichten bzw. tatsächlichen Unterhaltszahlungen für das Kind zu prüfen.
Behinderung, Kinder mit Behinderung
Berechnung des Lebensalters (Lebensaltersberechnung)
Berechtigtenbestimmung-/wechsel
Wenn die Behinderung Ihres Kindes bereits vor dem 25. Lebensjahr eingetreten ist, kann ein Anspruch auf Kindergeld ohne altersmäßige Beschränkung bestehen.
Die Voraussetzungen hierfür sind umfangreich.
Nicht zu einer Behinderung zählt eine Krankheit Ihres Kindes, da dann die Dauer in der Regel begrenzt und abschätzbar ist. Eventuell liegt dann eine Erkrankung vor.
Zunächst ist die Behinderung nachzuweisen, vorrangig durch einen Feststellungsbescheid oder Ausweis über die Eigenschaft als schwerbehinderter Mensch oder ansonsten durch eine ärztliche Bescheinigung des behandelnden Arztes.
Darüber hinaus muss die Behinderung ursächlich dafür sein, dass sich Ihr Kind nicht selbst unterhalten kann.
Dies ist beispielsweise der Fall, wenn im Feststellungsbescheid oder Ausweis das Merkmal „H“ (=Hilflos) eingetragen ist oder
Ihr Kind in einer Behindertenwerkstatt oder vollstationär in einer Behinderteneinrichtung untergebracht ist oder
Grundsicherungsleistungen nach dem SGB XII im Alter bzw. bei Erwerbsminderung erhält.
Weiterhin darf Ihr Kind nicht in der Lage sein, sich selbst zu unterhalten.
Hierbei sind alle Einnahmen, die Ihr Kind erzielt, sowie Leistungen von dritter Seite zu berücksichtigen.
Zu den Einnahmen zählen sowohl steuerpflichtige als auch steuerfreie Leistungen.
Zu den steuerfreien Leistungen/Leistungen Dritter gehören beispielsweise
Arbeitslosengeld und Arbeitslosengeld II („Hartz 4“)
Einnahmen aus einem „Mini-Job“
Geldgeschenke und Unterhaltsleistungen, die nicht von den Eltern stammen
und viele andere Leistungen.
Aufgrund der Vielzahl der möglichen Leistungen kann an dieser Stelle leider keine abschließende Aufzählung erfolgen.
Möchten Sie Kindergeld für Ihr Kind beantragen, finden Sie hier die dafür notwendigen Antragsvordrucke. Bitte fügen Sie Ihrem Antrag passende Nachweise bei.
Ein Lebensjahr ist immer mit Ablauf des Tages vollendet, der dem jeweiligen Geburtstag vorangeht (Rechtsgrundlage: § 108 Absatz 1 Abgabenordnung und § 187 Absatz 2 Bürgerliches Gesetzbuch).
Damit liegt die Vollendung eines Lebensjahres immer einen Tag vor dem eigentlichen Geburtstag.
Ihr Kind ist am 01.07.1991 geboren.
Am 30.06.2016 vollendet es sein 25. Lebensjahr.
Liegt keine Behinderung und auch keine Verlängerung vor, kann Kindergeld nur bis 30.06.2016 gezahlt werden.
Es wird stets nur einem Elternteil (Berechtigten) das Kindergeld gezahlt (Rechtsgrundlage: § 64 EStG).
Wenn Sie zusammen mit dem anderen Elternteil und dem Kind in einem gemeinsamen Haushalt leben, können Sie als Eltern untereinander wählen, wer das Kindergeld erhalten soll (sogenannte Berechtigtenbestimmung).
Mit „Elternteile“ sind nicht nur leibliche Eltern gemeint, sondern es können auch Stief-, Pflege- oder Großelternteile sowie Lebenspartner sein, sofern die besonderen Voraussetzungen wie z.B. die Haushaltsaufnahme des Kindes erfüllt sind.
Leben Sie mit dem anderen Elternteil des Kindes nicht zusammen, muss nach Maßgabe des § 64 EStG in der Regel die Familienkasse entscheiden, welchem Elternteil das Kindergeld zu zahlen ist.
In erster Linie ist hierbei maßgeblich, ob Ihr Kind in einen elterlichen Haushalt aufgenommen ist.
Lebt Ihr Kind danach im Haushalt eines Elternteils, erhält dieser Elternteil das Kindergeld (Rechtsgrundlage: § 64 Absatz 2 Satz 1 EStG). Eine Berechtigtenbestimmung der Eltern untereinander ist dann nicht möglich.
Wohnt Ihr Kind in keinem elterlichen Haushalt, z.B. weil es einen eigenen Haushalt hat, erhält derjenige Elternteil das Kindergeld, der dem Kind die höchste Unterhaltsrente (=Barleistung) zahlt (Rechtsgrundlage: § 64 Absatz 3 Satz 1 EStG). Auch hier ist eine Berechtigtenbestimmung der Eltern untereinander nicht möglich.
Ausnahme: Werden gleich hohe Unterhaltsbeträge oder kein Unterhalt gezahlt, können dann ausnahmsweise die Eltern untereinander bestimmen, wer das Kindergeld erhalten soll.
Haben Sie das Kindergeld bezogen und ändern sich die bislang bekannten Verhältnisse, kann es sein, dass Ihnen das Kindergeld nicht mehr zu zahlen ist; es tritt dann ein sogenannter Berechtigtenwechsel ein.
Sie haben bislang mit Ihrer Ehefrau (=Kindesmutter) zusammen mit dem gemeinsamen Kind in einem Haushalt gelebt.
Aufgrund einer Trennung verlässt die Kindesmutter mit dem Kind den bis dahin gemeinsamen Haushalt.
Ab Folgemonat steht nunmehr der Kindesmutter das Kindergeld zu, da sie das Kind in ihren Haushalt aufgenommen hat.
Es ist dann zu prüfen, ob Sie das Kindergeld zurückzahlen müssen.
Bitte informieren Sie Ihre Familienkasse zeitnah über solche Änderungen, denn so helfen Sie mit, eine mögliche Rückforderung von Kindergeld zu vermeiden bzw. zu verringern.
Ausführungen hierzu finden Sie unter Ausbildung.
Hat Ihr Kind ein eigenes Kind und unterbricht es seine Ausbildung, um im Rahmen der Elternzeit sein eigenes Kind zu betreuen, besteht kein Anspruch auf Kindergeld.
Sind Sie ohne Bezüge beurlaubt (hierzu gehört unter anderem auch Elternzeit), wird das Kindergeld im Regelfall weiter gezahlt.
Halten Sie sich während Ihrer Beurlaubung im Ausland auf, muss die Familienkasse prüfen, ob Ihnen weiterhin Kindergeld zusteht.
Bitte teilen Sie daher einen solchen Auslandsaufenthalt Ihrer Familienkasse im LBV stets zeitnah mit, denn so helfen Sie, eine mögliche Rückforderung von Kindergeld zu vermeiden bzw. zu verringern.
Lässt sich Ihr Kind vom Studium beurlauben, wird grundsätzlich das Studium unterbrochen, mit der Folge, dass ein Anspruch auf Kindergeld nicht mehr besteht.
Eine solche Unterbrechung liegt ausnahmsweise dann nicht vor, wenn
entweder in der Beurlaubungszeit eine andere Berufsausbildung durchgeführt wird (z.B. vorgeschriebenes Praktikum) oder
die Beurlaubung wegen Erkrankung erfolgt.
Bitte informieren Sie Ihre Familienkasse zeitnah über eine solche Änderung, denn so helfen Sie mit, eine mögliche Rückforderung von Kindergeld zu vermeiden bzw. zu verringern.
Die Bezügemitteilung informiert Sie stets
darüber, für welches Kind und in welcher Höhe Kindergeld gezahlt wird
über den Zeitpunkt, ab dem die Kindergeldzahlung zunächst wegfällt. Bitte achten Sie daher auch auf das in der Bezügemitteilung angedruckte Wegfalldatum.
Anschaulich wird Ihnen hier der Aufbau einer Musterbezügemitteilung erläutert.
Ein Bundesfreiwilligendienst kann berücksichtigt werden.
Näheres hierzu finden Sie unter Freiwilligendienste.
Die Festsetzung und Zahlung von Kindergeld erfolgt durch die Familienkasse beim LBV ausschließlich nach dem Einkommensteuergesetz.
Das Bundeskindergeldgesetz wird nur durch die Familienkassen der Bundesagentur für Arbeit angewendet.
Datenschutz/Steuergeheimnis
Die Familienkasse hat das Steuergeheimnis zu wahren und darf Informationen an andere Personen/Stellen grundsätzlich nicht weitergeben (Rechtsgrundlage: § 30 Abgabenordnung - AO -).
Eine Ausnahme besteht nur dann, wenn die Übermittlung von Daten notwendig und gesetzlich zulässig ist.
E-Mail an die Familienkasse
Einkommensgrenze/Grenzbetrag
Einkommensteuergesetz (Auszüge)
Erstattung des Kindergeldes
Bitte benutzen Sie für elektronische Anfragen das Kontaktformular.
Beachten Sie hierbei, dass alle Posteingänge, auch elektronische, in der Familienkasse chronologisch abgearbeitet werden.
Die Einkünfte und Bezüge Ihres Kindes durften bis einschließlich Kalenderjahr 2011 einen Grenzbetrag von 8004,- € nicht übersteigen.
Waren die Einkünfte und Bezüge höher, bestand kein Anspruch auf Kindergeld.
Ab dem Kalenderjahr 2012 ist die Einkommensgrenze und damit regelmäßig die Berücksichtigung von Einkünften und Bezügen entfallen.
Ausnahmen gelten für Kinder mit Behinderung.
Hier finden Sie Auszüge aus dem Einkommensteuergesetz.
Ausführungen hierzu finden Sie unter Behinderung, Kinder mit Behinderung
Wenn Sie mit einer schriftlichen Entscheidung der Familienkasse nicht einverstanden sind, können Sie Einspruch einlegen.
Bitte beachten Sie hierbei die Frist für die Einlegung von einem Monat, auf die stets in allen Bescheiden der Familienkasse hingewiesen wird.
Kann Ihrem Einspruch in vollem Umfang abgeholfen werden, werden Sie darüber mit einem Bescheid informiert.
Hat Ihr Einspruch nicht oder nicht in vollem Umfang Erfolg, erhalten Sie eine schriftliche Einspruchsentscheidung.
Das Einspruchsverfahren ist für Sie kostenfrei.
Hat Ihr Kind eine Ausbildung mit einer Prüfung beendet bzw. hat es die Ausbildung abgebrochen, ist neu über den Kindergeldanspruch zu entscheiden.
Über das Ausbildungsende ist ein Nachweis notwendig.
Ausführungen hierzu finden Sie unter Kinder.
Ist Ihr Kind erkrankt, besteht die Möglichkeit, Kindergeld weiter zu zahlen. Dies gilt allerdings nur dann, wenn die Erkrankung in Zusammenhang mit einer Ausbildung, einer Ausbildungsplatzsuche oder einer Arbeitsuche steht. Ihr Kind muss dabei stets bemüht sein, die Ausbildung, Ausbildungsplatzsuche oder Arbeitsuche so schnell wie möglich fortzusetzen bzw. aufzunehmen.
Die Erkrankung müssen Sie durch ein ärztliches Attest des behandelnden Arztes nachweisen. Dabei muss stets u.a. das voraussichtliche Ende der Erkrankung bescheinigt werden.
Bitte informieren Sie Ihre Familienkasse zeitnah über die Erkrankung, denn so helfen Sie mit, dass eine Entscheidung möglichst schnell erfolgen kann.
So können auch mögliche Rückforderungen vermieden oder verringert werden.
Eine erstmalige Berufsausbildung oder ein Erststudium wird stets wichtig, wenn Ihr Kind eine Erwerbstätigkeit ausübt (vgl. Ausführungen zur Erwerbstätigkeit).
Eine erstmalige Berufsausbildung liegt vor, wenn sie in einem geregelten Ausbildungsgang erfolgt und durch eine staatliche oder staatlich anerkannte Prüfung abgeschlossen wird.
Hierzu zählen beispielsweise betriebliche Ausbildungen (=Lehre), Ausbildungen im Gesundheits- oder Sozialwesen oder im öffentlichen Dienst usw.
Allerdings kann nach aktueller Rechtsprechung des Bundesfinanzhofs auch ein weiterführender und aufbauender Ausbildungsabschnitt möglicherweise noch zur erstmaligen Berufsausbildung gehören.
Das ist dann der Fall, wenn zwischen den Abschnitten ein enger sachlicher und enger zeitlicher Zusammenhang besteht.
Ein sachlicher Zusammenhang liegt vor, wenn die nachfolgende Ausbildung Ihres Kindes sich auf dieselbe Berufssparte oder denselben fachlichen Bereich bezieht.
Die Voraussetzungen für einen zeitlichen Zusammenhang sind erfüllt, wenn Ihr Kind die weitere Ausbildung zum nächst möglichen Zeitpunkt aufnimmt bzw. aufnehmen möchte.
Ein Erststudium wird durch eine Hochschulprüfung abgeschlossen, also z.B. mit Diplom, Bachelor, 1. Staatsexamen.
Aber auch hier kann ein weiterführendes Studium noch zum Erststudium zählen, und zwar ebenfalls dann, wenn zwischen den Studiengängen ein enger sachlicher und zeitlicher Zusammenhang besteht (vgl. dazu oben).
So kann beispielsweise ein nach dem ersten Hochschulabschluss weiterführendes Masterstudium oder ein Referendariat noch zum Erststudium bzw. zur erstmaligen Berufsausbildung gehören.
Aber auch in solchen Fällen gilt: Bitte informieren Sie Ihre Familienkasse stets zeitnah über den Abschluss eines ersten Ausbildungsabschnitts oder eines ersten Studiums. Denn so helfen Sie mit, dass eine Entscheidung über einen eventuell noch weiter bestehenden Anspruch auf Kindergeld möglichst schnell erfolgen kann.
Auch können so mögliche Rückforderungen vermieden oder verringert werden.
Der Abschluss einer allgemein bildenden Schule (z.B. Abitur) oder eines Praktikums ist dagegen kein Abschluss einer erstmaligen Berufsausbildung.
Eine mögliche Erwerbstätigkeit Ihres Kindes hat dann keine Auswirkung.
Wenn Sie nicht sicher sind, ob noch eine erstmalige Berufsausbildung oder ein Erststudium vorliegt, fragen Sie bitte bei Ihrer Familienkasse nach; sie hilft Ihnen gerne weiter.
In bestimmten Fällen ist es möglich, dass das Ihnen zustehende Kindergeld an eine andere Stelle zu erstatten = zu zahlen ist (Rechtsgrundlage: § 74 Absatz 2 EStG). Diese Stellen können Sozial- oder Jugendhilfeträger sein.
Eine Erstattung von Kindergeld ist dann möglich, wenn ein solcher Träger Ihnen oder Ihrem Kind eine Leistung gewährt (z.B. Grundsicherungsleistung) und Kindergeld bei dieser Leistung nicht angerechnet wird.
Ab dem Kalenderjahr 2012 ist eine Erwerbstätigkeit Ihres Kindes zu prüfen.
Hat Ihr Kind eine erstmalige Berufsausbildung oder ein Erststudium abgeschlossen und geht es anschließend einer Erwerbstätigkeit mit mehr als 20 Stunden pro Woche nach, besteht kein Anspruch auf Kindergeld. Besonderheiten gelten für Kinder mit Behinderung.
Zu der vorgenannten Erwerbstätigkeit gehören beispielsweise
Nichtselbständige Arbeitnehmer,
Selbständige sowie
gewerblich tätige.
Übt Ihr Kind dagegen eine geringfügige Beschäftigung („Mini-Job“) aus oder steht es in einem Ausbildungsdienstverhältnis, hat dies keine Auswirkung auf Ihren Kindergeldanspruch.
Wurde noch keine erstmalige Berufsausbildung oder noch kein Erststudium abgeschlossen, ist eine mögliche Erwerbstätigkeit unabhängig vom Umfang unbeachtlich und wirkt sich somit ebenfalls nicht auf Ihren Anspruch aus.
Bitte informieren Sie Ihre Familienkasse zeitnah über eine Erwerbstätigkeit Ihres Kindes, denn so helfen Sie, eine mögliche Rückforderung von Kindergeld zu vermeiden bzw. zu verringern.
Freiwilligendienste und freiwillige Tätigkeiten
Freiwilliger Wehrdienst ab 01.07.2011
Ausführungen hierzu finden Sie unter Ausbildungsplatzsuche.
Eine Festsetzung ist immer dann erforderlich, wenn darüber entschieden wird, ob Sie Anspruch auf Kindergeld haben, z.B. wenn Sie Kindergeld beantragen. Eine solche Festsetzung, die für Sie sowohl positiv als auch negativ sein kann, wird in der Regel als Bescheid gefertigt und Ihnen zugesandt (s. auch Aufhebung der Festsetzung).
Kommen Sie als Kindergeldberechtigter Ihren Mitwirkungspflichten nicht nach und werden dadurch die Voraussetzungen für einen Kindergeldanspruch nicht nachgewiesen, muss die Familienkasse Ihren Kindergeldantrag ablehnen.
Wurde Ihnen bereits in der Vergangenheit das Kindergeld gezahlt, muss rückwirkend die Festsetzung des Kindergeldes aufgehoben werden (s. hierzu Aufhebung der Festsetzung).
Dies hat zur Folge, dass das dann zu viel gezahlte Kindergeld von Ihnen zurückzufordern ist.
Der Zeitpunkt der rückwirkenden Aufhebung und damit der Höhe der Rückforderung richtet sich danach, bis wann der Familienkasse letztmalig Nachweise über den Kindergeldanspruch vorliegen.
Ein noch nicht 25 Jahre altes Kind kann berücksichtigt werden, wenn es einen Freiwilligendienst ableistet und dieser Freiwilligendienst bestimmte Voraussetzungen erfüllt (Rechtsgrundlage: § 32 Absatz 4 Satz 1 Nummer 2d Einkommensteuergesetz).
ein freiwilliges soziales oder freiwilliges ökologisches Jahr („FSJ“ oder „FÖJ“)
ein Freiwilligendienst des Europäischen Parlaments bzw. der Union „Erasmus+" oder nach dem Programm für allgemeine berufliche Bildung, Jugend und Sport,
ein anderer Dienst im Ausland nach § 5 Bundesfreiwilligendienstgesetz,
ein entwicklungspolitischer Freiwilligendienst "weltwärts",
ein Freiwilligendienst aller Generationen,
ein Internationaler Jugendfreiwilligendienst und
ein Bundesfreiwilligendienst.
Die Grundlagen der vorgenannten Freiwilligendienste sind festgelegt in speziellen Gesetzen (z.B. Bundesfreiwilligendienstgesetz) oder Richtlinien von Ministerien.
Nur wenn diese dort beschriebenen Voraussetzungen vorliegen, ist der Freiwilligendienst kindergeldrechtlich anzuerkennen.
Zum Nachweis eines Freiwilligendienstes legen Sie bitte eine Bescheinigung des zuständigen Trägers vor.
Andere Freiwilligendienste oder sonstige freiwillige Tätigkeiten, die oben nicht erwähnt werden, erfüllen grundsätzlich nicht die kindergeldrechtlichen Voraussetzungen.
Besonderheiten gelten für einen freiwilligen Wehrdienst.
Leistet Ihr Kind einen freiwilligen Wehrdienst ab, wird grundsätzlich für die ersten vier Monate Kindergeld gezahlt.
Die Voraussetzungen für einen Kindergeldanspruch können auch erfüllt sein, wenn eine Ausbildungsplatzsuche vorliegt.
Zudem ist eine Zahlung von Kindergeld für eine Übergangszeit möglich. Nähere Informationen dazu finden Sie hier.
Haben Sie Nachwuchs bekommen, können Sie bei Ihrer Familienkasse Kindergeld beantragen.
Bitte benutzen Sie dafür den Antrag auf Kindergeld einschließlich notwendige Anlage Kind zum Kindergeldantrag.
Als Nachweis legen Sie bitte eine Kopie entweder der Geburtsbescheinigung oder der Geburtsurkunde bei.
Ein geringfügiges Beschäftigungsverhältnis Ihres Kindes bleibt für den Anspruch auf Kindergeld ohne Auswirkung.
Ein solches Beschäftigungsverhältnis liegt zunächst dann vor, wenn das Arbeitsentgelt aus dieser Beschäftigung regelmäßig 450,- € im Monat nicht übersteigt („Mini-Job“).
Die Voraussetzung ist darüber hinaus auch erfüllt, wenn zwar das Entgelt 450,- € monatlich übersteigt, die Beschäftigung jedoch innerhalb eines Kalenderjahres ab 01.01.2015 auf längstens 3 Monate oder 70 Arbeitstage begrenzt ist.
Ob ein geringfügiges Beschäftigungsverhältnis vorliegt, ist grundsätzlich durch den Arbeitgeber Ihres Kindes zu entscheiden. Der Nachweis erfolgt daher durch eine Bescheinigung des Arbeitgebers.
Wenn Sie von Ihrem Ehepartner oder dem anderen Elternteil Ihres Kindes dauernd getrennt leben, kann es sein, dass Ihnen das Kindergeld nicht mehr gezahlt werden kann (s. hierzu Berechtigtenbestimmung/-wechsel).
Bitte teilen Sie diese Änderung Ihrer Familienkasse im LBV zeitnah mit, denn so helfen Sie, eine mögliche Rückforderung von Kindergeld zu vermeiden bzw. zu verringern.
Wenn Sie in Deutschland nicht unbeschränkt einkommensteuerpflichtig sind, müssen Sie für den Anspruch auf Kindergeld Ihren Wohnsitz oder Ihren gewöhnlichen (=dauernden) Aufenthalt im Inland, d.h. im Bundesgebiet haben.
Auch für Ihr Kind ist die Frage des Wohnsitzes oder gewöhnlichen Aufenthalts wichtig.
Kindergeld kann grundsätzlich nur gezahlt werden, wenn Ihr Kind entweder
im Inland oder
in einem Abkommenstaat
seinen Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt hat.
Liegt ein Fall von Nr. 2. oder 3. vor, kann es sein, dass Kindergeld ausnahmsweise durch die Familienkassen der Bundesagentur zu zahlen ist.
Möchten Sie Kindergeld für ein Stief-, Pflege- oder ein Enkelkind beantragen (s. hierzu Kinder), muss das Kind stets in Ihrem Haushalt aufgenommen sein. Das Kind muss dort die persönliche Versorgung und Betreuung finden und sich bei Ihnen durchgängig aufhalten. Eine bloße Wohnsitzanmeldung bei Ihnen allein genügt daher nicht.
Bitte benutzen Sie für Ihren Antrag auch das Formular Haushaltsbescheinigung.
Auch bei einem leiblichen Kind kann die Frage des Haushaltes entscheidend sein. Dies ist dann der Fall, wenn das Kind einen eigenen Haushalt hat oder bei einem anderen Elternteil wohnt (s. hierzu auch Berechtigtenbestimmung-/wechsel).
Das Kindergeld beträgt ab ab dem Kalenderjahr 2017
für das erste und zweite Kind je 192,- €
für das dritte Kind 198,- € und
für jedes weitere Kind 223,-€.
Möchten Sie wissen, wie hoch das Kindergeld bis einschließlich 2016 war, können Sie die Beträge hier finden.
Kinder (Kindschaftsverhältnisse)
Kontakt zur Familienkasse/Kontaktformular
Anspruch auf Kindergeld kann für folgende Kinder bestehen:
Leibliches Kind (auch adoptiertes Kind)
Kind des Ehegatten oder des eingetragenen Lebenspartners (= Stiefkind), wenn zusätzlich eine Haushaltsaufnahme vorliegt
Pflegekind, wenn zusätzlich eine Haushaltsaufnahme gegeben ist und das Obhutsverhältnis zu den leiblichen Eltern nicht mehr besteht,
Enkelkind, wenn zusätzlich eine Haushaltsaufnahme vorliegt.
Die Kindergeldnummer besteht grundsätzlich aus Ihrer LBV-Personalnummer und dem davor zu setzenden Kürzel „KG“.
LBV Personalnummer: A01 0000 0
Kindergeldnummer: KG A01 0000 0
Ihre LBV-Personalnummer finden Sie in jedem Schreiben des LBV sowie in Ihrer Bezügemitteilung.
Haben Sie noch keine LBV-Personalnummer, also wenn Sie erst kürzlich in den Dienst des Landes NRW eingestellt worden sind oder Beschäftigte/r der Unikliniken sind, können Sie dies kurz vermerken.
Vollendet Ihr Kind sein 18. Lebensjahr, müssen zusätzliche Voraussetzungen erfüllt sein
Z.B. muss Ihr Kind eine Ausbildung absolvieren oder sich um eine Ausbildung bemühen oder einen anerkannten Freiwilligendienst ableisten und so weiter.
Die Voraussetzungen im Detail können Sie hier nachlesen.
Liegen grundsätzliche Voraussetzungen vor wie z.B. Wohnsitz des Kindes im Inland und in Ihrem Haushalt, wird Kindergeld für ein Kind bis zur Vollendung des 18. Lebensjahres gezahlt, ohne dass beispielsweise eine Ausbildung vorliegen muss.
Treten bis dahin Änderungen ein, teilen Sie dies bitte Ihrer Familienkasse im LBV zeitnah mit, denn so helfen Sie, eine mögliche Rückforderung von Kindergeld zu vermeiden bzw. zu verringern.
Bei bestimmten Voraussetzungen kann ein Kinderzuschlag zum Kindergeld zustehen. Allerdings wird dieser Zuschlag ausschließlich durch die Familienkassen der Bundesagentur für Arbeit gezahlt.
Dies gilt auch für Sie als Bedienstete/r des Landes NRW; das LBV ist daher ausnahmeweise nicht zuständig.
Soweit Sie hierzu weitere Fragen haben, kann Ihnen das Merkblatt Kinderzuschlag weiterhelfen, welches Sie hier finden.
Ansonsten wenden Sie sich bitte stets an die Familienkasse der Bundesagentur für Arbeit, die für Ihren Wohnsitz zuständig ist.
Möchten Sie mit Ihrer Familienkasse Kontakt aufnehmen, gibt es hierfür eine Reihe von Möglichkeiten:
Sie können dafür gerne das Kontaktformular auf der LBV-Hompage benutzen. Das Kontaktformular bietet Ihnen die Möglichkeit unkompliziert Anfragen an uns zu stellen. Ihr Anliegen gelangt direkt zu dem für Sie zuständigen Sachbearbeiter.
Im Service-Center-Telefon helfen wir Ihnen gerne fernmündlich weiter.
Postalisch oder als persönlicher Besucher
Die Anschriften des LBV finden Sie unter Adresse.
Ausführungen hierzu finden Sie unter Altersgrenze und Berechnung des Lebensalters.
Merkblätter Kindergeld
Das aktuelle Merkblatt, in dem Wissenswertes rund um das Thema Kindergeld zusammengefasst ist, halten wir für Sie hier bereit.
Als Antragsteller/Kindergeldempfänger sind Sie verpflichtet, alle Änderungen in den Verhältnissen mitzuteilen sowie auf Verlangen der Familienkasse Angaben zu machen und Bescheinigungen oder sonstige Nachweise einzureichen.
Erfolgt dies nicht, ist es möglich, dass Ihr Antrag auf Kindergeld abgelehnt bzw. bereits gezahltes Kindergeld zurückgefordert werden muss. (weitere Ausführungen dazu finden Sie unter Folgen fehlender Mitwirkung.
Grundsätzlich sind alle Angaben von Ihnen nachzuweisen z.B. durch Schul-/Studienbescheinigung, Ausbildungsvertrag, Haushaltsbescheinigung, Praktikumsvertrag, Bewerbungen um einen Ausbildungsplatz etc.).
Ihre Familienkasse wird Sie gerne darüber informieren, welche Nachweise im Einzelfall benötigt werden.
Informationen dazu erhalten Sie unter Arbeitsuche.
Wurde eine Mitwirkungspflicht verletzt, kann möglicherweise eine Ordnungswidrigkeit vorliegen. Sie kann dann in Betracht kommen, wenn eine Frage entweder nicht, nicht rechtzeitig, unvollständig oder unrichtig beantwortet wurde.
Eine Ordnungswidrigkeit kann mit einer Verwarnung oder sogar mit einer Geldbuße enden.
Ausführungen hierzu halten wir unter Kinder bereit.
Wenn bestimmte Voraussetzungen erfüllt sind, kann ein Praktikum Ihres Kindes als Ausbildung berücksichtigt werden.
Dies ist zunächst der Fall, wenn das Praktikum nach der Ausbildungs- oder Prüfungsordnung vorgeschrieben oder empfohlen ist.
Ein Praktikum kann auch in anderen Fällen zumindest teilweise berücksichtigt werden, und zwar dann, wenn Ihrem Kind Kenntnisse, Fähigkeiten und Erfahrungen vermittelt werden, die als Grundlagen für die Ausübung des angestrebten Berufs geeignet sind.
Die genannten Voraussetzungen sind nachzuweisen.
Ihre Familienkasse informiert Sie gerne über weitere Details.
Hat Ihr Kind seine Abschlussprüfung abgelegt, gilt die Ausbildung grundsätzlich zunächst als beendet.
Auch wenn anschließend eine weitere Ausbildung aufgenommen wird, ist die erfolgte Prüfung eine wichtige Änderung in den Verhältnissen.
Teilen Sie daher die Ablegung der Prüfung bitte stets Ihrer Familienkasse im LBV zeitnah mit, denn so helfen Sie, eine mögliche Rückforderung von Kindergeld zu vermeiden bzw. zu verringern.
Bescheide über Kindergeld enthalten eine Rechtsbehelfsbelehrung, mit der Sie über Ihre Rechte informiert werden.
Sind Sie mit einer Entscheidung zum Kindergeld nicht einverstanden, können Sie innerhalb eines Monats nach Bekanntgabe des Bescheides Einspruch erheben.
Beachten Sie bitte bei einer Rückforderung, dass Sie trotz eines möglicherweise eingelegten Einspruchs das zurückgeforderte Kindergeld fristgemäß zurückzahlen müssen. Ansonsten entstehen Säumniszuschläge.
Rechtsgrundlagen für die Festsetzung, Zahlung und Rückforderung von Kindergeld sind im Wesentlichen das Einkommensteuergesetz - EStG - sowie die Abgabenordnung - AO -.
Ist für einen Zeitraum Kindergeld gezahlt worden, für den kein Anspruch bestand, müssen Sie das zu viel gezahlte Kindergeld in voller Höhe und in einer Summe fristgemäß zurückzahlen.
Über die Rückforderung und die Frist für die Rückzahlung werden Sie mit einem Bescheid schriftlich informiert.
Service Center Telefon
Steuerpflichtige/Steuerfreie Einnahmen
Wird Kindergeld mit einem Bescheid zurückgefordert und zahlen Sie den Betrag nicht fristgemäß zurück, müssen Sie zusätzlich einen Säumniszuschlag zahlen (Rechtsgrundlage: § 240 AO). Er beträgt 1 Prozent des ausstehenden Kindergeldbetrages, der auf den nächsten durch 50 EUR teilbaren Betrag abgerundet wird.
Der Säumniszuschlag fällt auch dann an, wenn Sie einen Einspruch einlegen.
Sind Sie geschieden, ist bereits ab Zeitpunkt des dauernden Getrenntlebens neu über Ihren Kindergeldanspruch zu entscheiden.
Bitte beachten Sie daher die Ausführungen zum Getrenntleben.
Teilen Sie eine Scheidung in jedem Fall bitte Ihrer Familienkasse im LBV zeitnah mit, denn so helfen Sie, eine mögliche Rückforderung von Kindergeld zu vermeiden bzw. zu verringern.
Das zentrale Service-Center-Telefon beantwortet Ihnen gerne Ihre fernmündlichen Anfragen zum Kindergeld. Sie erreichen es täglich von Montag bis Freitag in der Zeit von 07:00 Uhr bis 16:00 Uhr unter der Telefonnummer 0211/6023-07.
Ausführungen hierzu finden Sie unter Au-Pair-Verhältnis im Ausland.
Informationen dazu erhalten Sie unter Ausländische Staatsangehörigkeit.
Wurde eine Mitwirkungs- oder Anzeigepflicht vorsätzlich verletzt, kann möglicherweise eine Steuerhinterziehung vorliegen. Sie kann dann in Betracht kommen, wenn Sie eine Frage zum Kindergeld entweder nicht, nicht rechtzeitig, unvollständig oder unrichtig beantwortet haben.
Eine Steuerhinterziehung kann mit einer Geldstrafe enden.
Die Höhe der Einnahmen hat ab 2012 nur Auswirkungen bei Kindern mit Behinderung. Dort finden Sie entsprechende Ausführungen.
Informationen dazu erhalten Sie unter Kinder.
Telefonnummer der Familienkasse
Ausführungen hierzu erhalten Sie unter Service Center Telefon.
Informationen dazu finden Sie unter Getrenntleben.
Ihr Kind kann in einer Übergangszeit zwischen bestimmten Abschnitten berücksichtigt werden, wenn diese Übergangszeit nicht mehr als 4 Monate umfasst. Beträgt die Übergangszeit mehr als 4 Monate, liegt von Anfang an keine Übergangszeit vor. Eventuell sind dann die Voraussetzungen für eine Ausbildungsplatzsuche erfüllt, sofern Ihr Kind eine Ausbildung anstrebt.
Eine Übergangszeit bis zu 4 Monaten ist möglich
zwischen 2 Ausbildungsabschnitten (z.B. Beendigung Schulbesuch und Beginn Studium) oder
zwischen einem Ausbildungsabschnitt und der Ableistung des freiwilligen Wehrdienstes (ab Kalenderjahr 2015) oder
zwischen einem Ausbildungsabschnitt und der Ableistung eines anderes Dienstes im Ausland oder
zwischen einem Ausbildungsabschnitt und der Ableistung eines freiwilligen Dienstes.
Die Familienkasse ist angewiesen, regelmäßig zu prüfen, ob die Anspruchsvoraussetzungen für das Kindergeld noch vorliegen oder vorgelegen haben.
Hierzu werden überwiegend im Februar eines jeden Jahres Anschreiben in maschineller Produktion erstellt und versandt. Zum Teil erfolgt eine solche Überprüfung jeweils auch im August.
Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass in einigen wenigen Fällen ein solches Anschreiben auch erstellt werden kann, wenn Sie bereits vorher Unterlagen eingereicht haben.
Es ist dann natürlich nicht notwendig, dass Sie die Erklärung / Unterlagen nochmals einreichen; bitte informieren Sie gleichwohl das LBV darüber per Kontaktformular oder auch formlos schriftlich.
Bei einigen Formularen wird die Unterschrift Ihres Kindes benötigt. Sollte Ihr Kind zum Zeitpunkt des Erhalts des Anschreibens keine Unterschrift leisten können, teilen Sie dies bitte kurz mit. Reichen Sie dann bitte schnellstmöglich die Unterschrift nach.
Wenn Sie Ihren Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt im Ausland haben, besteht im Regelfall nur dann ein Anspruch auf Kindergeld, wenn Sie unbeschränkt einkommensteuerpflichtig sind oder so behandelt werden.
Hat Ihr Kind ebenfalls seinen Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt im Ausland, muss die Familienkasse speziell prüfen, ob noch ein Anspruch auf Kindergeld besteht.
Über weitere Details informiert Sie gerne Ihre Familienkasse.
Verlängerung des Kindergeldes
Hat Ihr Kind eine Behinderung und erzielt es steuerpflichtige oder steuerfreie Einnahmen, sind diese grundsätzlich zu berücksichtigen.
Ob für Sie dann noch ein Anspruch auf Kindergeld besteht, hängt von der Höhe des zur Verfügung stehenden Nettoeinkommens Ihres Kindes ab.
Weitere Informationen stehen für Sie unter Behinderung bereit.
Grundsätzlich ist der Familienstand Ihres Kindes nicht wichtig und muss daher auch nicht von Ihnen mitgeteilt werden.
Hat Ihr verheiratetes Kind eine Behinderung, gelten allerdings besondere Regelungen.
Dann sind auch ein Einkommen des Ehegatten Ihres Kindes oder seine Unterhaltsleistungen gegenüber Ihrem Kind zu berücksichtigen.
Ob für Sie in einem solchen Fall noch ein Anspruch auf Kindergeld besteht, hängt von der Höhe der gesamten Einnahmen Ihres Kindes ab.
Bitte teilen Sie eine Eheschließung oder auch Verpartnerung Ihres Kindes mit Behinderung Ihrer Familienkasse im LBV zeitnah mit, denn so helfen Sie, eine mögliche Rückforderung von Kindergeld zu vermeiden bzw. zu verringern.
Kindergeldansprüche verjähren grundsätzlich nach 4 Jahren.
Soweit Sie für einen längeren Zeitraum rückwirkend Kindergeld beantragen wollen, beachten Sie bitte, dass möglicherweise die Verjährung eingetreten ist.
Sollte bei der Zahlung/Rückzahlung von Kindergeld ausnahmsweise eine Ordnungswidrigkeit oder gar eine Steuerhinterziehung vorliegen, ist eine Rückforderung von Kindergeld durch die Familienkasse über einen längeren Zeitraum möglich.
Liegt bei Ihrem Kind keine Behinderung vor, erreicht es die gesetzliche Altersgrenze grundsätzlich mit Vollendung seines 25. Lebensjahres.
Ist Ihr Kind arbeitsuchend gemeldet, endet die Altersgrenze bereits mit Vollendung seines 21. Lebensjahres.
Es gibt allerdings für männliche Kinder eine Möglichkeit, die dazu führt, dass das Kindergeld über die jeweilige Altersgrenze hinaus gezahlt (=verlängert) werden kann.
Voraussetzung ist zunächst, dass Ihr Sohn sich in einer Ausbildung oder Übergangszeit befindet oder er arbeitsuchend gemeldet ist.
Die Möglichkeit zur Verlängerung besteht dann, wenn Ihr Sohn entweder
den gesetzlichen Grundwehr- oder Zivildienst ausgeübt oder
sich anstelle des gesetzlichen Grundwehrdienstes freiwillig für die Dauer von nicht mehr als 3 Jahren zum Wehrdienst verpflichtet oder
eine vom gesetzlichen Grundwehr- oder Zivildienst befreiende Tätigkeit als Entwicklungshelfer absolviert hat.
Andere Umstände, z.B. Erkrankung oder sonstige Verzögerungen, führen nicht zu einer Verlängerung über die jeweilige Altersgrenze hinaus.
Auch wenn Ihr Kind also beispielsweise noch studiert, ist die Altersgrenze von 25 Jahren zu beachten.
Wenn Sie in Deutschland nicht unbeschränkt einkommensteuerpflichtig sind, müssen Sie für den Anspruch auf Kindergeld Ihren Wohnsitz oder Ihren gewöhnlichen (=dauernden) Aufenthalt im Inland, d.h. im Gebiet der Bundesrepublik Deutschland, haben.
Auch für Ihr Kind ist die Frage seines Wohnsitzes oder gewöhnlichen Aufenthalts wichtig.
Ihre Familienkasse informiert Sie gerne über Details.
Hält sich Ihr Kind vorübergehend im Ausland auf, z.B. wegen einer Ausbildung, ist durch die Familienkasse zu prüfen, ob Ihr Kind noch seinen Wohnsitz im Inland hat.
Bitte teilen Sie daher einen Auslandsaufenthalt Ihres Kindes Ihrer Familienkasse im LBV stets zeitnah mit, denn so helfen Sie, eine mögliche Rückforderung von Kindergeld zu vermeiden bzw. zu verringern.
Zuständigkeit/Zuständige Familienkasse
Zwischen 2 Ausbildungsabschnitten
Ein Zählkind ist in der Regel ein Kind, für welches zwar dem anderen Elternteil Kindergeld gezahlt wird, allerdings in der Reihenfolge der Geburten den Betrag Ihres eigenen insgesamten Kindergeldanspruchs erhöht.
Sie und Ihre jetzige Ehefrau haben zwei gemeinsame Kinder mit Namen Andreas und Beate.
Ein älteres Kind von Ihnen namens Christine lebt bei der leiblichen Mutter, an die auch das Kindergeld für dieses Kind gezahlt wird.
Bei Ihrer jetzigen Ehefrau zählen nur Ihre zwei gemeinsamen Kinder Andreas und Beate als erstes und zweites Kind. Sie könnte Kindergeld in Höhe von 2 x 190 € = 380 € monatlich erhalten.
Bei Ihnen zählt das eigene Kind Christine in der Reihenfolge der Geburten als erstes Kind (Zählkind) mit. Die zwei gemeinsamen jüngeren Kinder Andreas und Beate zählen dann als zweites und drittes Kind.
Sie könnten nun für die gemeinsamen Kinder Andreas und Beate (1 x 190 €) + (1 x 196 €) = 386 € monatlich erhalten, also 6 € mehr als Ihre Ehefrau.
Über den Zeitpunkt der Zahlungseinstellung des Kindergeldes werden Sie regelmäßig mit einem Bescheid informiert.
Darüber hinaus können Sie stets in Ihrer Bezügemitteilung die voraussichtliche Zahlungseinstellung erkennen. Bitte beachten Sie daher stets das auf der Bezügemitteilung angedruckte Wegfalldatum des Kindergeldes.
Das Kindergeld wird monatlich stets zusammen mit Ihren LBV-Bezügen und daher zu den entsprechenden Zeitpunkten gezahlt.
Die Zahlung des Kindergeldes erfolgt auch dann, wenn Sie ohne Bezüge beurlaubt sind und die sonstigen kindergeldrechtlichen Voraussetzungen vorliegen.
Sind Sie Angehöriger der Universitätsklinken Münster, Düsseldorf, Köln oder Bonn, erhalten Sie neben Ihren Bezügen auch das Kindergeld von dort.
Erhalten Sie als Beamter, Ruhestandsbeamter oder Tarifbeschäftigter Bezüge durch das LBV, ist im Regelfall die Familienkasse des LBV für Sie zuständig.
Diese Zuständigkeit gilt ebenfalls für Beschäftigte der Universitätskliniken Münster, Düsseldorf, Köln und Bonn, auch wenn die Bezüge- und Kindergeldzahlung durch das jeweilige Universitätsklinikum erfolgt. In dieser Hinsicht ist die Familienkasse des LBV für Sie dann als Landesfamilienkasse zuständig.
Ausnahmsweise kann es allerdings sein, dass in allen oben genannten Fällen die Familienkasse der Bundesagentur für Arbeit für Sie zuständig ist und dann von dort das Kindergeld zu zahlen ist.
Dies ist hauptsächlich dann der Fall, wenn Sie als Antragsteller Angehöriger eines Mitgliedsstaates der Europäischen Union, des Europäischen Wirtschaftsraumes oder von Serbien, Montenegro, Bosnien und Herzegowina, Marokko, Tunesien, Algerien, des Kosovo, der Schweiz oder der Türkei sind.
Auch bei anderen Umständen ist die Zuständigkeit der Bundesagentur für Arbeit durchaus möglich. Regelmäßig ist dann die Familienkasse der Bundesagentur für Arbeit für Sie zuständig, in deren Bezirk Sie wohnen.
Im Zweifelsfall wird die Familienkasse des LBV Sie gerne informieren.
Liegen zwischen zwei bestimmten Abschnitten (z.B. Beendigung Schule und Beginn Studium) nicht mehr als 4 Monate, kann Ihr Kind für eine Übergangszeit berücksichtigt werden.
Ist diese Zwischenzeit länger als 4 Monate, liegen eventuell die Voraussetzungen für eine Ausbildungsplatzsuche vor.

References: § 62
 § 74
 § 74
 § 108
 § 187
 § 64
 § 64
 § 64
 § 64
 § 30
 § 74
 § 32
 § 5
 § 240