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Timestamp: 2017-03-30 09:45:32+00:00

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Veröffentlicht von:Svenja Gebers
Ohne offenes Wissen keine informationelle SelbstbestimmungGlobal Challenges III - Global Commons Open Access – ohne Alternative für Bildung und Wissenschaft Open Access - der Beitrag der Wissenschaft zu den immateriellen Gemeingütern Open Access - ohne Alternative für Bildung und Wissenschaft – aber auch nicht für die Informationswirtschaft Rainer Kuhlen Universität Konstanz, HU-Berlin, Universität Helsinki 2
Inhalt – Themen Ausgangspunkt Versorgungs-kriseSelbsthilfe der Wissenschaft Open Access Deklarationen Grün und Gold und die Informations- wirtschaft ?? Wem gehört eigentlich Wissen? Geistiges Eigentum Wissen-schafts-freiheit Modelle Schluss
Ausgangspunkt Versorgungskrise
Kommerzielles AngebotVersorgungskrise Kommerzielles Angebot 6
Sicht der BibliothekenVersorgungskrise Sicht der Bibliotheken Seit vielen Jahren leiden die Bibliotheken unter der „Zeitschriftenkrise", in der Form, dass sie sich nicht nur einem stetigen Anstieg der Anzahl von Zeitschriftentiteln, sondern auch einem strukturellen Anstieg der Zeitschriftenpreise zwischen 7 bis 15% pro Jahr gegenübersehen. “The price differences between commercial and non-profit publications do not reflect an underlying difference in quality as measured by citation rate” (Bergstrom & Bergstrom, 2006)
Sicht der Bibliotheken und NutzerVersorgungskrise Sicht der Bibliotheken und Nutzer 8
Sicht der Bibliotheken und NutzerVersorgungskrise Sicht der Bibliotheken und Nutzer 9
Sicht der Bibliotheken und NutzerVersorgungskrise Sicht der Bibliotheken und Nutzer 10
Sicht der Bibliotheken und NutzerVersorgungskrise Sicht der Bibliotheken und Nutzer 11
Klassisches Verwertungsmodell der Wissenschaftsverlageüber Steuergelder finanziert über Steuergelder finanziert nutzt personelle und technische Infrastruktur über Steuergelder finanziert stellt Wissen in Werken dar Stellt Werke i.d.R. kostenlos den Verlagen bereit Autor/Urheber in Bildung und Wissenschaft über Steuergelder finanziert zahlt für Publi-kation oft Druckzuschüsse über Steuergelder finanziert sekundärer Retailmarkt Commons öffentlich finanziert privat angeeignet über Steuergelder finanziert Peer Review durch Wissenschaftler über Steuergelder finanziert primärer Verlaufsmarkt: Bibliotheken tritt i.d.R. alle Verwertungs-rechte den Verlagen ab b Werke werden von Verlagen auf-bereitet und öffentlich zugäng-lich gemacht In Anlehnung an: Open Access - die Revolution im wissenschaftlichen Publizieren? Vortrag von Dr. Rafael Ball im Rahmen des FZJ-Kolloquiums am 30. April 2003
Versorgungskrise Neue Modelle vonnöten Die bisher angebotenen Geschäftsmodelle führen dazu, dass die Bibliotheken einen immer geringeren Anteil des ständig wachsenden Artikelangebotes aus Zeitschriften ihren Benutzern schnell und umkompliziert bereitstellen können. Ein wachsender Anteil der Zeitschriftenliteratur wird mit den bisherigen Geschäftsmodellen nicht im direkten Zugriff angeboten werden können. Deshalb ist es erforderlich, neue Geschäftsmodelle zu entwickeln, die es den Bibliotheken ermöglichen, ihren Benutzern eine große Literaturvielfalt bei bezahlbaren Kosten anzubieten, und den Verlagen ermöglichen, die Zeitschriften aus den Erlösen finanzieren zu können. 13
Selbsthilfe der Wissenschaft
Selbsthilfe Reaktionen auf Serial Crisis – Eigeninitiative aus der Wissenschaft mit „kommerzieller“ Vermarktung „without profiteering“ Aktion von Michael Rosenzweig, einem prominenten Ökologen an der University of Arizona, der 1984 mit dem britischen Verlag Chapman & Hall die Zeitschrift ‘Evolutionary Ecology’ ins Leben gerufen hatte. Damals bezahlten die Bibliotheken unter den weltweit 400 Abonnenten 100 Dollar und Einzelabonnenten 35 Dollar für den Jahrgang.
Selbsthilfe Reaktionen auf Serial Crisis – Eigeninitiative aus der Wissenschaft mit „kommerzieller“ Vermarktung „without profiteering“ Dann kam es zu einer feindlichen Übernahme der Aktienmehrheit an Chapman & Hall durch die International Thomson Corporation (ITC), in deren Folge sich das Abonnement um 275 % verteuerte. Nachdem der Verlag Anfang 1998 erneut den Besitzer wechselte und an den holländischen Verlag Wolters-Kluwer verkauft wurde, setzten die neuen Eigner den Bibliothekspreis sofort von 464 auf 777 Dollar herauf und schafften zudem die Individual-Abonnements zu Vorzugspreisen ab. Rosenzweig verließ daraufhin unter Protest mitsamt der 34-köpfigen Redaktion das Unternehmen und gründete ein neues Magazin, ‘Evolutionary Ecology Research’, das er als Internet-only für 374 US-$ (Stand Ende 2004) im Selbstverlag herausgibt und das nun in erster Linie elektronisch vertrieben wird (www.evolutionary-ecology.com); eine Papierversion soll jedoch vorläufig beibehalten werden (dann Internet + print= $444).
Open Access Deklarationen
Bethesda Statement on Open Access PublishingDeklarationen Budapest Open Access Initiative Bethesda Statement on Open Access Publishing Berlin Declaration on Open Access to Knowledge in the Sciences and Humanities 18
Open Access als Leitbild einer offenen InformationsgesellschaftDeklarationen Budapest Open Access Initiative 1. und 2. Dezember 2001 : vom Open Society Institute (OSI) veranstaltetes Treffen in Budapest als aktiver Protest gegen die Kommerzialisierung von Wissen Ziel des Treffens: „to accelerate progress in the international effort to make research articles in all academic fields freely available on the internet“ Open Access als Leitbild einer offenen Informationsgesellschaft
Open Access Deklarationen Budapest Open Access Initiative Die BOAI (Grundsatzerklärung über Strategien zur Realisierung von Open Access) Wesentliches Ziel: „to aid the transition to open access and to make open-access publishing economically self-sustaining“ 20
Open Access Deklarationen Budapest Open Access Initiative Die BOAI (Grundsatzerklärung über Strategien zur Realisierung von Open Acces) Was bedeutet dies für die Nutzer? Freier und kostenloser Zugang zu wissenschaftlichen Fachzeitschriften ohne finanzielle, gesetzliche oder technische Barrieren D. h.: lesen, downloaden, kopieren, verteilen, drucken etc. der Volltexte mit der Möglichkeit, in diesen zu suchen und auch auf diese zu verweisen (=> legale Benutzung)
Open Access Deklarationen Budapest Open Access Initiative Die BOAI (Grundsatzerklärung über Strategien zur Realisierung von Open Acces) Was bedeutet dies für die Wissenschaftler bzw. Autoren? Prinzip der Selbstorganisation von Publikationen durch die Wissenschaft (=> ökonomische Unabhängigkeit) Vorteil: Bedeutungssteigerung der Publikationen durch deutlich vergrößerte Sichtbarkeit und Leserschaft
Berliner Erklärung über offenen Zugang zu wissenschaftlichem WissenOpen Access Deklarationen Berlin Declaration on Open Access to Knowledge in the Sciences and Humanities Berliner Erklärung über offenen Zugang zu wissenschaftlichem Wissen Basiert auf dem Bethesda Statement, der BOAI und der ECHO (European Cultural Heritage Online) Charta unterzeichnet am 22. Oktober 2003 teilnehmende Institutionen: deutsche und europäische, später auch internationale (wie China) Forschungseinrichtungen
Berliner Erklärung über offenen Zugang zu wissenschaftlichem WissenOpen Access Deklarationen Berliner Erklärung über offenen Zugang zu wissenschaftlichem Wissen Definition of an Open Access contribution Establishing open access as a worthwhile procedure requires the active commitment of each and every individual producer of scientific knowledge and holder of cultural heritage. Open access contributions include original scientific research results, raw data and metadata, source materials, digital representations of pictorial and graphical materials and scholarly multimedia material. 24
Berliner Erklärung über offenen Zugang zu wissenschaftlichem WissenOpen Access Deklarationen Berliner Erklärung über offenen Zugang zu wissenschaftlichem Wissen "Die Urheber und Rechteinhaber sichern allen Benutzern unwiderruflich den freien weltweiten Zugang zu und erteilen ihnen die Erlaubnis, das Werk zu kopieren, zu benutzen, zu übertragen und wiederzugeben (und zwar auch öffentlich), Bearbeitungen davon zu erstellen und zu verbreiten und dies alles in jedem digitalen Medium und zu jedem verantwortbaren Zweck, vorausgesetzt die Urheberschaft wird korrekt zum Ausdruck gebracht (die wissenschaftliche Gemeinschaft wird wie bisher die Regeln vorgeben, wie die Urheberschaft korrekt anzugeben ist und was eine verantwortbare Nutzung ist). Darüber hinaus dürfen zum persönlichen Gebrauch eine kleine Anzahl von Ausdrucken erstellt werden." Deutsche Übersetzung: Klaus Graf
Open Access – Allgemeine PrinzipienDeklarationen Open Access – Allgemeine Prinzipien Open-access (OA) literature is digital, online, free of charge, and free of most copyright and licensing restrictions. OA removes price barriers (subscriptions, licensing fees, pay-per-view fees) and permission barriers (most copyright and licensing restrictions. OA is compatible with copyright, peer review, revenue (even profit), print, preservation, prestige, career-advancement, indexing, and other features and supportive services associated with conventional scholarly literature. The primary difference is that the bills are not paid by readers and hence do not function as access barriers. Peter Suber -
Publikationsformen im Open-Access-ParadigmaGrün und Gold Publikationsformen im Open-Access-Paradigma Golden road Primärpublikation in speziellen Open-Access-Zeitschriften bzw. in hybriden Zeitschriften (halb freie, halb gebührenpflichtige Nutzung) hybrid: wenn Autoren nach OA publizieren, dann frei wenn nicht, dann gebührenpflichtige Nutzung)
Grün und Gold Golden road 29
Grün und Gold Golden road 30
Publikationsformen im Open-Access-ParadigmaGrün und Gold Publikationsformen im Open-Access-Paradigma Green road Sekundärpublikation (nach/oder ohne eine Embargofrist) in Open-Access-Repositories – bislang in erster Linie von den Bibliotheken betrieben Wirtschaft zuständig für Technik und Bereitstellung – Bibliotheken für Contentaufbereitung/Metadaten könnte Public-Private-Geschäftsmodell werden
Green road - RepositoriesGrün und Gold Green road - Repositories 32
Green road - RepositoriesGrün und Gold Green road - Repositories 33
Green road - RepositoriesGrün und Gold 34
Grün und Gold Viele mit Embargo-Fristen zwischen 3 Monaten und 5 Jahren (Ulmer-Verlag) 35
OA – DAS Modell? für die Verlagswirtschaft?für die Produktiven selber? für die Nutzer und für die allgemeine Öffentlichkeit bzw. die Volkswirtschaft im Ganzen?
und die Informations-wirtschaft?
Informations-wirtschaftKommerzielle Reaktionen auf Open Access 38
Informations-wirtschaftKommerzielle Reaktionen auf Open Access 39
Kommerzielle Reaktionen auf Open AccessInformations-wirtschaft Kommerzielle Reaktionen auf Open Access Open Choice bei Springer
Informations-wirtschaftKommerzielle Reaktionen auf Open Access Verdichteter Hinweis Springer Science+Business Media vereinbarte Oktober 2008 Kauf von BioMed Central Group (www.biomedcentral.com) Open Choice bei Springer Springer Science + Business Media experimentiert derzeit mit einem Open Choice Modell. Springer bietet wissenschaftlichen Autoren an, gegen eine Publikationsgebühr von ca. $3000 ihren Artikel in einer (peer-review-qualitätsgesicherten, copyright-geschützten, über SpringerLink nachgewiesenen) Open-access-Zeitschrift zu veröffentlichen (in der also die Nutzung für den Leser kostenlos ist). Für den jeweiligen Verlag ist das auf jeden Fall ein Gewinn-Szenario – entweder bezahlen die Autoren oder die Subskribenten.
Kommerzielle Reaktionen auf Open AccessInformations-wirtschaft Kommerzielle Reaktionen auf Open Access 42
Kommerzielle Reaktionen auf Open AccessInformations-wirtschaft Kommerzielle Reaktionen auf Open Access Skepsis von Seiten der Verlagswirtschaft - STM – Brussel Declaration Auch Modell für Verlagswirtschaft? 43
Kommerzielle Reaktionen auf Open AccessInformations-wirtschaft Open Access bei Elsevier Elsevier Science ermöglicht Open Access unter bestimmten Auflagen Fachautoren von Elsevier dürfen seit Juni 2004 nicht nur die noch nicht begutachtete Pre-Print-Version ihrer Artikel ohne Genehmigung des Verlags auf ihre Instituts-Homepage stellen, sondern künftig auch die vom Verlag freigegebene Endfassung. Unter drei Bedingungen: Das Druckbild darf nicht dem Original-Layout des Zeitschriftenartikels entsprechen, der Beitrag muss mit der Zeitschrift verlinkt sein, und die Platzierung auf der Instituts-Homepage darf nicht kommerziellen Zwecken dienen. Extrakosten entstehen dem Autor nicht. 44
Aus der Sicht der WissenschaftOA – DAS Modell? Aus der Sicht der Wissenschaft
Aus der Sicht der WissenschaftOA – DAS Modell? Aus der Sicht der Wissenschaft Alle Argumente sprechen (theoretisch und objektiv) für Open Access Senkung von Transaktionskosten Volkswirtschaftlicher Nutzen durch freie (auch gebührenfreie) Nutzung Höherer Verbreitungsgrad Höherer Zitierungsgrad der Arbeiten und höherer Impact-Faktor der OA-Medien Höhere Publikationswahrscheinlichkeit für jüngere Wissenschaftler Aber:
Aus der Sicht der WissenschaftOA – DAS Modell? Aus der Sicht der Wissenschaft Die Argumente sprechen für Open Access - aber: Die objektiven Gründe zählen – zumindest für eine geraume Zeit – im Wissenschaftssystem nicht unbedingt Das gegenwärtige kommerzielle Publikationssystem ist ein Hierarchie-, Reputations- und damit Macht-Sicherungsinstrument für bestehende kontraproduktiv gewordene Wissenschaftsstrukturen Reklamiert wird weiterhin von vielen Wissenschaftlern das exklusive persönliche Eigentum auch an dem mit öffentlichen Mitteln unterstützt produzierte Wissen Ebenso wird von vielen zur Wissenschafts- und Publikationsfreiheit nicht nur das OB, Wann und Wie, sondern auch das Wo gezählt
OA – DAS Modell? Wäre es finanzierbar? weltweit etwa wissenschaftliche Zeitschriften pro Jahr etwa 2 Millionen Artikel. Bei dem derzeit von kommerziellen OA-Anbietern (z.B. Springer Choice) verlangten Preis pro Artikel von ca. $ 3.000, müssten also weltweit etwa $ 6 Milliarden aufgebracht werden, damit alles, was in wissenschaftlichen Zeitschriften publiziert wird, entsprechend OA-Prinzipien genutzt werden kann. Unter PLOS-Politik ca. 3 Milliarden Bei durchgängigem OA sicher noch niedriger
Kosten sowieso etwas anderes als NutzenOA – DAS Modell? Kosten oder Nutzen? Kosten sowieso etwas anderes als Nutzen Der volkswirtschaftliche Nutzen eines freien Zugriffs auf das publizierte Wissen übersteigt den Gewinn der privatwirtschaftlichen Nutzung von Wissen um ein Vielfaches.
Wie weit reicht Wissenschaftsfreiheit ? Wem gehört Wissen?OA – DAS Modell? Reklamiert wird weiterhin von vielen Wissenschaftlern das exklusive persönliche Eigentum auch an dem mit öffentlichen Mitteln unterstützt produzierte Wissen Ebenso wird von vielen zur Wissenschafts- und Publikationsfreiheit nicht nur das OB, Wann und Wie, sondern auch das Wo gezählt Wie weit reicht Wissenschaftsfreiheit ? Wem gehört Wissen? besitzstandwahrend-konservativ? nicht mehr zeitgemäß? Entwicklung behindernd?
Wem gehört eigentlich Wissen?
InformationsprodukteWem gehört Wissen? Ideen, Fakten, Theorien, … sind grundsätzlich frei (können auch nicht für sich geschützt werden) Geschützt sind die Werke, sofern sie Ideen, Fakten, Theorien, … in einer wahrnehmbaren und kommunizierbaren Form darstellen Ein Schutz über das Urheberrecht bezieht sich nicht auf die Werke in ihrer materiellen Gestalt, sondern nur auf die Werke, sofern sie Ideen, Fakten, Theorien transportieren Wissen Informationsprodukte
Wem gehört Wissen? In juristischer Hinsicht ist es eindeutig, „....that ideas and facts of themselves cannot be protected“ aber „the architecture or structure or way in which they are presented can be. It is therefore not enough to point to ideas or facts ... that are to be found in HBHG [das Gral-Buch] and DVC [das da-Vinci-Code-Buch von Brown].“ It must be shown that the architecture or structure is substantially copied.“ 54
Wem gehört Wissen? Übernahme von Ideen erlaubt, wenn sie zur Entwicklung neuer eigenständiger Werke führen Der Vorwurf des Plagiatswurde letztlich zurückgewiesen. Die Entlehnungen bzw. wörtliche Wiedergaben einiger Stellen aus Browns Buch rechtfertige in einer fiktionalen Umgebung nicht den Vorwurf der Copyright-Verletzung. Es seien, legitimerweise nur einige Ideen und „Fakten“ übernommen worden. Judge Peter Smith J hat in seiner Urteilsbegründung selber einen geheimen Code über kursiv geschriebene Buchstaben eingebaut - gelöst unter:
Wissen ist frei und frei verfügbar.Wem gehört Wissen? Wissen ist frei und frei verfügbar. Wissen, in der klassischen Formulierung von Thomas Jefferson, eignet sich nicht für Eigentum.
ein Gemeingut? Allmende-Gut?Wem gehört Wissen? Wissen kann niemandem gehören, ebenso wenig wie die Luft niemandem gehören kann Wissen ein Commons, ein Gemeingut? Allmende-Gut? Verfügbar ist Wissen allerdings nur dann, wenn man Zugriff auf die Wissen repräsentierenden Informationsprodukte hat.
Im Grundgesetz kommt der Begriff des geistigen Eigentums nicht vorGeistiges Eigentum Im Grundgesetz kommt der Begriff des geistigen Eigentums nicht vor schlicht vergessen ? politisch intendiert? oder damals noch kein Problem?
So steht es im GrundgesetzGeistiges Eigentum So steht es im Grundgesetz Das Eigentum und das Erbrecht werden gewährleistet. Inhalt und Schranken werden durch die Gesetze bestimmt. (2) Eigentum verpflichtet. Sein Gebrauch soll zugleich dem Wohle der Allgemeinheit dienen. (3) Eine Enteignung ist nur zum Wohle der Allgemeinheit zulässig. Sie darf nur durch Gesetz oder auf Grund eines Gesetzes erfolgen, das Art und Ausmaß der Entschädigung regelt. Die Entschädigung ist unter gerechter Abwägung der Interessen der Allgemeinheit und der Beteiligten zu bestimmen. Wegen der Höhe der Entschädigung steht im Streitfalle der Rechtsweg vor den ordentlichen Gerichten offen.
Instituts- und BestandsgarantieGeistiges Eigentum Eigentumsgarantien werden vom Grundgesetz an sich als unaufgebbarer Anspruch auch gegenüber dem Gesetzgeber gegeben. Das Recht auf Eigentum ist ein Grundrecht, und zwar ein individuelles, nicht institutionelles Grundrecht gegenüber dem Staat. Der Staat kann in keinem Fall das Recht auf Eigentum und den Schutz dieses Eigentums gänzlich verweigern oder gar aus dem Rechtekanon streichen. Instituts- und Bestandsgarantie
Geistiges Eigentum Aber Die Garantie ist kein unbedingter Freibrief auf jede auch nur denkbare Verwertungsmöglichkeit. Wegen Sozialbindung auch des geistigen Eigentums keine allumfassende Verwertungszusicherung Wenn eine Verwertungsform die sozialen Belange der Nutzung von publizierten Werke so weit einschränken würde, dass von einem Nutzen für die Allgemeinheit (Gemeinwohlpostulat) nicht mehr oder nur noch sehr eingeschränkt die Rede sein kann, kann eine solche Verwertungsform vor dem Grundgesetz nicht stand halten.
Frei-/Spielräume für den Gesetzgeber?Geistiges Eigentum Frei-/Spielräume für den Gesetzgeber? zwischen schutzrecht-orientierten und nutzerorientierten Urheberrecht Sowohl individuelle Urhebersicht als auch institutionalisierte Verwertersicht Sowohl der individuelle Nutzen als auch der Nutzen für die Gemeinschaft als Ganze
Frei-/Spielräume für den Gesetzgeber?Geistiges Eigentum Frei-/Spielräume für den Gesetzgeber? Nach BVerfG müssen Inhalt und Schranken des Eigentums erst durch das Gesetz selbst bestimmt werden Einen „vorgegebenen und absoluten Begriff des Eigentums“ gibt es nicht. In der Formulierung des Bundesverfassungsgerichts: „Inhalt und Funktion des Eigentums sind der Anpassung an die gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Verhältnisse fähig und bedürftig“. aus BVerfGE 31, 229, 240 – Kirchen- und Schulgebrauch
Frei-/Spielräume für den Gesetzgeber?Geistiges Eigentum Frei-/Spielräume für den Gesetzgeber? Es macht daher keinen Sinn, sich argumentativ auf einen absoluten Schutz des geistigen Eigentums zu beziehen und insbesondere jede gesetzliche Einschränkung dieses Eigentums als Angriff auf das grundgesetzlich geschützte Eigentum oder als Enteignung des geistigen Eigentums und als Staatssozialismus zu kritisieren. Einschränkungen von Eigentum sind sowohl aus dem Grundgesetz möglich, als auch aus der Systematik des Urheberrechts zwingend erforderlich.
Frei-/Spielräume für den Gesetzgeber?Geistiges Eigentum Frei-/Spielräume für den Gesetzgeber? Der Gesetzgeber hat an sich einen großen Spielraum zwischen der Institutsgarantie des Eigentums nach Art. 14 Abs. 1 GG vor allem: „die grundsätzliche Zuordnung des vermögenswerten Ergebnisses der schöpferischen Leistung“ (BVerfGE 31, 229, 241 und der Sozialbindung des Eigentums Nach Art. 14 Abs. 2 GG
Frei-/Spielräume für den Gesetzgeber?Geistiges Eigentum Frei-/Spielräume für den Gesetzgeber? individualisierter Institutsgarantie und institutionalisierter Sozialbindung Heute finden der institutionelle Charakter von Eigentum und die daraus entstehenden Verpflichtung stärkere Berücksichtigung – auch vom BVerfg Vgl. die Abschaffung des Hochschullehrerprivilegs bei der Patentierung – jetzt zugunsten der Institution des erfindenden Hochschullehrers
Frei-/Spielräume für den Gesetzgeber?Geistiges Eigentum Frei-/Spielräume für den Gesetzgeber? Dieser Spielraum wird dadurch gegeben, dass nicht nur durch den zweiten Absatz von Art 14 GG, der auf die Sozialpflichtigkeit bzw. auf das Interesse der Allgemeinheit am Eigentum verweist, Einschränkungen der Verfügung über geistiges Eigentum vorgenommen werden können, sondern dass auch andere Grundrechte für den Umgang mit publiziertem Wissen und Information relevant sind. Wissenschafts- und Informations-/Kommunikationsfreiheit
Frei-/Spielräume für den Gesetzgeber?Geistiges Eigentum Frei-/Spielräume für den Gesetzgeber? Im Ausgleich der Eigentümerinteressen mit dem Wohl der Allgemeinheit liegt laut Bundesverfassungsgericht „die Absage an eine Eigentumsordnung, in der das Individualinteresse den unbedingten Vorrang vor den Interessen der Gemeinschaft hat“. BVerfGE 21, 73, 83; ähnlich BVerfG NJW 1999, 414
Wissens-schaftsfreiheitWissenschaftsfreiheit – Informations-/Kommunikationsfreiheit Wissens-schaftsfreiheit Jeder hat das Recht, seine Meinung in Wort, Schrift und Bild frei zu äußern und zu verbreiten und sich aus allgemein zugänglichen Quellen ungehindert zu unterrichten. Die Pressefreiheit und die Freiheit der Berichterstattung durch Rundfunk und Film werden gewährleistet. Eine Zensur findet nicht statt. (2) Diese Rechte finden ihre Schranken in den Vorschriften der allgemeinen Gesetze, den gesetzlichen Bestimmungen zum Schutze der Jugend und in dem Recht der persönlichen Ehre. (3) Kunst und Wissenschaft, Forschung und Lehre sind frei. Die Freiheit der Lehre entbindet nicht von der Treue zur Verfassung. Inhalt und Schranken der Wissenschaftsfreiheit werden durch die Gesetze bestimmt. Sie bedarf also wie das geistige Eigentum der rechtlichen Ausgestaltung durch den Gesetzgeber.
Wissens-schaftsfreiheitWissenschaftsfreiheit – Informations-/Kommunikationsfreiheit Wissens-schaftsfreiheit Aus der Meinungsfreiheit (als Teil der Wissenschaftsfreiheit entsprechend Art. 5 Abs. 3 GG) wird auch die positive und negative Publikationsfreiheit abgeleitet: „Wissenschaftsfreiheit und Publikationsfreiheit sind untrennbar miteinander verbunden. Wissenschaft ohne Mitteilung ist nicht denkbar" (Lenks 2007, 105). das Recht, die erzielten Forschungsergebnisse nicht zu veröffentlichen (geregelt über § 42 Nr. 2 ArbEG). als Recht, über das Ob, das Wann, das Wo und das Wie der ,seiner Forschungsergebnisse zu entscheiden
Wissens-schaftsfreiheitWissenschaftsfreiheit – Informations-/Kommunikationsfreiheit Wissens-schaftsfreiheit Ist Wissenschafts-/Publikationsfreiheit eingeschränkt, wenn ein Wissenschaftler gezwungen wird, seine Erfindung seiner Hochschule zur Patentierung anzubieten, bevor er sie publizieren kann? wurde lange in der juristischen Literatur als unverzichtbar und grundgesetzlich garantiert angesehen Hintergrund: Abschaffung des Hochschullehrerprivilegs 2002 durch Änderung des Arbeitnehmererfindergesetzes
Wissens-schaftsfreiheitWissenschaftsfreiheit – Informations-/Kommunikationsfreiheit Wissens-schaftsfreiheit übertragbar als Anbietungsverpflichtung auf Publikationen allgemein?
Wissens-schaftsfreiheitWissenschaftsfreiheit – Informations-/Kommunikationsfreiheit Wissens-schaftsfreiheit bislang gibt es keine solche die Verwertung einschränkende Schranke (Schranken regeln eher Nutzungsausnahmen im öffentlichen Interesse) In der angelsächsischen von Copyright-Tradition hat man bezüglich der Anbietungsverpflichtung weniger Probleme. Hier geht man i.d.R. davon aus, dies im Rahmen der „work-made-for-hire doctrine“ zu lösen sei, die dann auch auf Wissenschaft anzuwenden wäre.
Wissens-schaftsfreiheitWissenschaftsfreiheit – Informations-/Kommunikationsfreiheit In den USA hat man 2003 versucht zu rütteln: Im so genannten Sabo-Bill von 2003 (Public Access to Science Act), war vorgesehen, an den Ergebnissen öffentlicher finanzierter Forschung erst gar kein Urheberrecht entstehen zu lassen.
Wissens-schaftsfreiheitWissenschaftsfreiheit – Informations-/Kommunikationsfreiheit Wissens-schaftsfreiheit vielleicht doch auch im deutschen UrhR möglich noch einmal die BGH-Entscheidung von 2007 Der BGH hat deutlich gemacht, dass die „Freiheit von Forschung und Lehre … es allerdings nicht [gebietet], dass der Hochschullehrer auch Inhaber der Verwertungsrechte an seinen Forschungsergebnissen zu sein oder zu bleiben hat“ „Die wirtschaftliche Zuordnung von geistigen Leistungen des Hochschullehrers fällt in den Normbereich des Art. 14 Abs. 1 Satz 1 GG, nicht des Art. 5 Abs. 3 GG (vgl. nur BVerfGE 36, 280, 291 = GRUR 1974, 142)“ .
Wissens-schaftsfreiheitWissenschaftsfreiheit – Informations-/Kommunikationsfreiheit Wissens-schaftsfreiheit In der bisherigen Praxis wohl kaum weder Bundesrat noch DFG noch irgendeine andere der Allianzorganisationen auch nicht das Aktionsbündnis Urheberrecht für Bildung und Wissenschaft fordern eine generelle Anbietungsverpflichtungsverpflichtung für die Primärpublikation
Wissens-schaftsfreiheitWissenschaftsfreiheit – Informations-/Kommunikationsfreiheit Wissens-schaftsfreiheit Was aber mit der Sekundärpublikation zugunsten der „Green road“ von Open Access?
Wissens-schaftsfreiheitWissenschaftsfreiheit – Informations-/Kommunikationsfreiheit Wissens-schaftsfreiheit zentrale Frage requested ? oder required? NIH mehr Mut in Richtung required oder für ein institutional mandate ?
Institutionalisierungsformem auf den InformationsmärktenModelle (1) Proprietäre kommerzielle Verwertungsmärkte proprietäre kommerzielle Verwertungsmärkte mit exklusiven kommerziellen Nutzungsrechten Handel mit Informationsobjekten Objekte mit der Konsequenz der vielfältigen Verknappung Urheber-recht Vertrags-Lizenzrecht reklamiert als Private Eigentumsrechte DRM Umwandlung des Urheberrechts in ein Verwerterrecht
Institutionalisierungsformem auf den InformationsmärktenModelle (2) Öffentliche freie Austauschmärkte öffentliche freie Austauschmärkte mit der Default-Nutzung freie Nutzung einfache kommerzielle Nutzungsrechte Kollaboration Austausch Informationsobjekte und Möglichkeit der Entwicklung verbleiben als private Persönlichkeitsrechte Verwertung nach Typ3 freeconomics z.B. über CC-Lizenz (share alike) nach Typ1 Übertragung ins Commons oder
Institutionalisierungsformem auf den InformationsmärktenModelle (3) Freeconomics markets Handel mit Informationsobjekten Objekte nicht mit den Objekten selber Gewinn sondern über „Beiprodukte“ bzw. Quersubventionierung reklamiert als private Eigentumsrechte aber zur Nutzung freigegeben
Institutionalisierungsformem auf den InformationsmärktenModelle (3) Freeconomics markets – Beispiel Google Suchmaschine Google book search …… Informationsobjekte nicht mit den Informationsobjekten selber Gewinn sondern über Werbung und Verkauf von Nutzungsdaten privaten Eigentums-/ Nutzungsrechten aber Verbleib von zur Nutzung freigegeben Ebooks gratis, wenn Werbung im Buch akzeptiert
Institutionalisierungsformem auf den InformationsmärktenModelle (4) commons-based information markets Commons Luft Wasser fossile Brennstoffe der öffentliche Raum Wissen …. Aus: Peter Barnes: Capitalismus 3.0
Institutionalisierungsformem auf den InformationsmärktenModelle (4) commons-based information markets Commons Luft Wasser fossile Brennstoffe der öffentliche Raum Wissen …. ist unveräußerliches Eigentum aller aber private Rechte zu Nutzung des Commons können vergeben werden aber nur über Kompensationsleistungen zugunsten der Allgemeinheit bislang weitgehend private Aneignung der Rechte über Verträge ohne Kompensation des Commons-Eigentum welche G/O-Modelle mit welcher Kompensation?
Institutionalisierungsformem auf den InformationsmärktenModelle (4) commons-based information markets private Rechte zu Nutzung des Commons über Kompensationsleistungen zugunsten der Allgemeinheit aber unter der irreversiblen Verwaltung eines National Oil Trust (Alaska Permanent Fund - APF) “common heritage rights of ownership of oil” Beispiel Öl 25 % ausgeschüttet an die Einwohner Alaska, ca. $ in 2007
Institutionalisierungsformem auf den InformationsmärktenModelle (4) commons-based information markets Herausforderung mit den Möglichkeiten kommerzieller Nutzung commons-based economy bei materiellen Gütern aber nur einfache Nutzungsrechte übertragen auf commons-based economy bei immmateriellen Gütern Entschädigung an die Öffentlichkeit und
Durchgängiges Open-Access-Publizieren aus der WissenschaftSchluss Perspektiven für Open Access – nicht gegen, aber unabhängig vom Urheberrecht kurzfristig mittelfristig langfristig Sekundärpublikation bzw. institutionelles Mandat entsprechend der „green road“ Hybride Open-Access-Modelle der kommerziellen Informationswirt-schaft wie z.B. Open Choice / Springer Durchgängiges Open-Access-Publizieren aus der Wissenschaft „golden road“
Schluss Perspektiven für Open Access – nicht gegen, aber unabhängig vom Urheberrecht kurzfristig: Fortbestand des klassischen Geschäftsmodells-Modells der Verlagswirtschaft – solange damit verdient werden kann Eher Intensivierung der Urheberrechts zugunsten der kommerziellen Verwertung und der Unterstützung des bisherigen Publikationsmodells
Sekundärpublikationen können auch rechtlich verbindlich gemacht werdenSchluss Perspektiven für Open Access – nicht gegen, aber unabhängig vom Urheberrecht mittelfristig: Bei den kommerziellen Geschäftsmodellen-Modellen dürften hybride Modelle weiter entwickelt werden und sich durchsetzen Sekundärpublikationen können auch rechtlich verbindlich gemacht werden
Schluss Perspektiven für Open Access – nicht gegen, aber unabhängig vom Urheberrecht langfristig: ein Überdenken/ein Infrage stellen des kommerziellen Primats für den Umgang mit Wissen und Information eine (tendenziell vollständige) Entwicklung der Informationswirtschaft in Richtung einer „commons-based-economy“ – Commons, aber mit der Möglichkeit der Vergabe privater Lizenzrechte
Vielen Dank für Ihre AufmerksamkeitFolien unter einer CC-Lizenz auf Diskussion
Fragen Erfahren Sie die Zeitschriftenkrise auch in Ihrem Studium? Erhalten Sie unproblematisch alles publizierte Material, das Sie im Studium brauchen? Halten Sie das klassische Verwertungsmodell der Wissenschaftsverlage für angemessen? Hat es jemals funktioniert? Warum? Warum heute nicht mehr? Halten sie die z.B. in der Berliner Erklärung vertretene Forderung nach freier und kostenloser Nutzung für jedermann für gerechtfertigt?
Fragen 4. Sehen Sie Probleme bei der Erlaubnis zur Veränderung bzw. Weiterbearbeitung publizierter Werke (analog zur open/free software)? 5. Halten Sie die Argumente zugunsten Open Access für überzeugend? Haben Sie Verständnis für die Einwände gegen Open Access? 6. Sollte OA auf Wissenschaft oder sogar nur auf die mit öffentlichen Mitteln unterstützt produzierte) beschränkt sein (die Berliner Erklärung bezieht sich auf Kultur ganz allgemein)? 7. Wer sollen die Kosten für das goldene Open-Access-Modell tragen?
Fragen 8. Sehen Sie eine Chance für ein goldenes public-private-partnership-OA-Modell? 9. Warum sind nach Ihrer Meinung Verlage überwiegend gegen das grüne OA-Modell? 10. Soll der Gesetzgeber, z.B. über das Urheberrecht, das Recht für eine Zweitpublikation nach dem grünen OA-Modell gesetzlich verankern und damit garantieren?
Fragen 11. Sollen Wissenschaftler per Gesetz zu einem Institutional Mandate verpflichtet werden, d.h. sollen sie verpflichtet werden, ihre Arbeiten ihrer Institution zur Zweitveröffentlichung nach OA vorzusehen? 12. Sollte der Gesetzgeber Wissenschaftler sogar zu der Erstpublikation im OA-Modell verpflichten? 13. Sind individuelle und institutionelle Rechte am Eigentum nach Ihrer Einschätzung als gleichwertig anzusehen? Wo gibt es dabei Konflikte? Wie können diese aufgelöst werden? 14. Ist Wissen ein Gemeingut – ein Commons?

References: Art. 14
 Art. 14
 Art. 5
 § 42
 BGH 
 Art. 14
 Art. 5