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Timestamp: 2019-10-17 19:42:46+00:00

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BGH, 16.09.1987 - VIII ZR 334/86 - dejure.org
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BGH, 16.09.1987 - VIII ZR 334/86 (https://dejure.org/1987,305)
BGH, Entscheidung vom 16.09.1987 - VIII ZR 334/86 (https://dejure.org/1987,305)
BGH, Entscheidung vom 16. September 1987 - VIII ZR 334/86 (https://dejure.org/1987,305)
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Korken I
§ 823 Abs. 1 BGB, § 377 HGB, Reichweite der Fiktion, Anspruchskonkurrenz, § 254 BGB
Mangelfolgeschaden, Rügeobliegenheit und Eigentumsverletzung (Weinkorkenfall)
Untersuchungs- und Rügepflicht - Rügeobliegenheit - Verletzung - Verlust deliktischer Ansprüche - Schlechtlieferung - Unerlaubte Handlung
BGB § 823; HGB § 377
BGHZ 101, 337
NJW 1988, 52
NJW-RR 1988, 41 (Ls.)
NJW-RR 1988, 90 (Ls.)
MDR 1988, 138
VersR 1988, 52
BB 1987, 2326
JR 1988, 411
Ansprüche aus Vertrags- und aus Deliktsrecht sind jeweils nach ihren Voraussetzungen, ihrem Inhalt und ihrer Durchsetzung selbständig zu beurteilen und folgen ihren eigenen Regeln (BGHZ 46, 140, 141; 101, 337, 344; BGH, Urteil vom 19. Oktober 2004 - X ZR 142/03, NJW-RR 2005, 172, unter 2).
Jeder Anspruch ist nach seinen Voraussetzungen, seinem Inhalt und seiner Durchsetzung selbstständig zu beurteilen und folgt seinen eigenen Regeln (vgl. BGH, Urteile vom 24. Mai 1976 - VIII ZR 10/74, BGHZ 66, 315, 319; vom 16. September 1987 - VIII ZR 334/86, BGHZ 101, 337, 343 f.; vom 12. Dezember 1991 - I ZR 212/89, BGHZ 116, 297, 300 …und vom 13. Juni 2007 - VIII ZR 36/06, BGHZ 172, 315 Rn. 18; jeweils mwN).
b) Das Berufungsgericht hat allerdings offengelassen, ob die Klägerin im Hinblick auf das Ergebnis der Verkostung von Rückhaltemustern am 29. April, 2. Mai und 3. Mai 1988 ihrer Rügepflicht hinreichend nachgekommen (vgl. dazu BGHZ 101, 337, 339) [BGH 16.09.1987 - VIII ZR 334/86] und ob die von der Klägerin erhobene Rüge rechtzeitig erfolgt ist.
Die Vorschriften über die Mängelrüge tragen in erster Linie den Belangen des Verkäufers Rechnung, der davor bewahrt werden soll, sich noch längere Zeit nach der Ablieferung Ansprüchen wegen etwaiger dann nur schwer feststellbarer Mängel ausgesetzt zu sehen, wodurch zugleich dem allgemeinen Interesse an einer raschen Abwicklung der Rechtsgeschäfte im Handelsverkehr entsprochen wird (BGH Urteil vom 27. März 1985 - VIII ZR 75/84 = WM 1985, 834 unter 3 b cc ß; BGHZ 101, 337, 345) [BGH 16.09.1987 - VIII ZR 334/86].
Denn jedenfalls ist diese Vorschrift, wie der VIII. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs in seinem ausführlich begründeten und in BGHZ 101, 337 [BGH 16.09.1987 - VIII ZR 334/86] abgedruckten Urteil vom 16. September 1987 - VIII ZR 334/86 - bereits entschieden hat, auf Deliktsansprüche nicht anwendbar.
Sofern eine Handlung die Tatbestände mehrerer anspruchsbegründender Normen erfüllt, treten die daraus resultierenden Ansprüche, soweit sie auf dasselbe Ziel gerichtet sind, grundsätzlich in so genannter echter Anspruchskonkurrenz nebeneinander, mit der Folge, dass jeder Anspruch nach seinen Voraussetzungen, seinem Inhalt und seiner Durchsetzung selbständig zu beurteilen ist und seinen eigenen Regeln folgt (vgl. nur BGH, Urteil vom 19. Oktober 2004 - X ZR 142/03, NJW-RR 2005, 172; Urteil vom 16. September 1987 - VIII ZR 334/86, BGHZ 101, 337, 343 f.).
Hinsichtlich der ebenfalls im Vierten Buch geregelten Rügeobliegenheit unter Kaufleuten (§ 377 HGB) hat der Bundesgerichtshof eine Anwendbarkeit auf deliktische Ansprüche verneint (BGH, Urteil vom 16. September 1987 - VIII ZR 334/86, BGHZ 101, 337, 343 f.).
Für dieses Ergebnis spricht auch, dass es sich bei dem Zusammentreffen von Schadensersatzansprüchen aus Vertragsverletzung und aus unerlaubter Handlung regelmäßig um eine echte Anspruchskonkurrenz handelt mit der Folge, dass jeder Anspruch nach seinen Voraussetzungen, seinem Inhalt und seiner Durchsetzung selbständig zu beurteilen ist und seinen eigenen Regeln folgt (vgl. BGH, Urteile vom 16. September 1987 - VIII ZR 334/86, BGHZ 101, 337, 344; vom 17. Dezember 1991 - I ZR 212/89, BGHZ 116, 297, 300; vom 28. November 1994 - VIII ZR 44/94, IPrax 1996, 124, 125; Senatsurteil vom 17. März 1987 - VI ZR 282/85, BGHZ 100, 190, 201; BGH…, Urteil vom 22. Juli 2014 - KZR 27/13, NJW 2014, 3089 Rn. 53; vom 19. Oktober 2004 - X ZR 142/03, NJW-RR 2005, 172).
BGH, 17.09.2002 - X ZR 248/00
Durch das Unterlassen der Rüge gehen neben den Gewährleistungsansprüchen im eigentlichen Sinne auch Ansprüche aus positiver Vertragsverletzung wegen eines nicht rechtzeitig gerügten Fehlers verloren (BGHZ 101, 337, 340).
Dies entspricht der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofes (BGHZ 101, 337, 339).
Das hat zur Folge, daß jeder Anspruch nach seinen Voraussetzungen, seinem Inhalt und seiner Durchsetzung selbständig zu beurteilen ist und seinen eigenen Regeln folgt (z.B. BGHZ 101, 337).
Wenn auch der mit einer (quasi-)vertraglichen Anspruchsgrundlage konkurrierende Anspruch aus unerlaubter Handlung grundsätzlich seinen eigenen Regeln folgt und deshalb auch der dreijährigen Verjährungsfrist des § 852 BGB unterliegt (BGHZ 9, 301, 302 f; 66, 315, 319; 96, 221, 229; 101, 337, 344), [BGH 16.09.1987 - VIII ZR 334/86]so gilt dies doch nicht, wenn die Möglichkeit des Geschädigten, nach einem Scheitern mit seinem vertraglichen Schadensersatzanspruch die deliktischen Ansprüche geltend machen zu können, dem Zweck einer für den vertraglichen Anspruch geltenden Vorschrift zuwiderlaufen würde.
BGH, 31.05.1989 - VIII ZR 140/88
Hinweispflicht auf Änderung der Beschaffenheit von in laufender …
OLG Nürnberg, 03.08.2011 - 12 U 1143/06
Produkthaftung: Ersatzfähigkeit der bei einer Rückrufaktion entstandenen …
BGH, 09.02.1994 - VIII ZR 282/93
Haftung des Verkäufers wegen schuldhafter Lieferung einer mangelhaften Sache
BGH, 07.02.2006 - VI ZR 164/05
Rechtstellung des Käufers eines Grundstücks

References: § 823
 § 377
 § 254
 § 823
 § 377
 § 852