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Timestamp: 2020-02-16 19:59:10+00:00

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§ 7 StVG: Haftung des Halters, Schwarzfahrt
BGH, URTEIL vom 2.11.2015, Az. VI ZR 139/15 Eine Flaftung nach § 7 Abs. 1 StVG entfällt daher, wenn die Fortbewegungsund Transportfunktion des Kraftfahrzeuges keine Rolle mehr spielt und das Fahrzeug nur noch als Arbeitsmaschine eingesetzt wird (vgl. Senatsurteile vom 5. Juli 1988 -VI ZR 346/87, BGHZ 105, 65, 67; vom 23. Mai 1978 -VI ZR 150/76, BGHZ 71, 212, 214, und vom 27. Mai 1975 -VI ZR 95/74, VersR 1975, 945, 946 ; BGH, Urteil vom 13. Dezember 1990 - III ZR 14/90, BGHZ 113, 164, 165) oder bei Schäden, in denen sich eine Gefahr aus einem gegenüber der Betriebsgefahr eigenständigen Gefahrenkreis verwirklicht hat (vgl. Senatsurteil vom 2. Juli 1991 -VI ZR 6/91, BGHZ 115, 84, 87 mwN).
OLG Bamberg, vom 1.11.2015, Az. 4 U 196/14 Halter im Sinne des § 7 StVG ist derjenige, der ein Kfz für eigene Rechnung gebraucht und die für den Gebrauch nötige Verfügungsgewalt über das Fahrzeug hat (BGH, Urteil vom 3.12.1991, VI ZR 378/90, Rz. 18, ständige Rechtsprechung).
AG Ansbach, vom 1.6.2015, Az. 1 C 1724/13 Keine höhere Gewalt stellen wegen ihrer Häufigkeit selbst grobe Regelverstöße dar, so etwa eine Vorfahrtverletzung (BGH VersR 67, 138, vgl. Hentschel, Kommentar zu dem Straßenverkehrsrecht, 40. Auflage, 2009, § 7 StVG Rn. 35).
OLG München, Urteil vom 5.5.2015, Az. 10 U 3673/14 Nachdem unstreitig ein Unfall im Begeg-nungsverkehr stattgefunden hat und keine Partei geltend macht oder geltend machen kann, der Unfall sei durch höhere Gewalt (§ 7 II StVG) verursacht worden und deswegen eine Ersatzpflicht ausgeschlossen, scheitern Ansprüche des Klägers nicht schon daran, dass er vor dem eigentlichen Zusammenstoß der Fahrzeuge zu Fall gekommen ist, eine Ausweich- oder Abwehrhandlung vorgenommen hat, oder weil ihm ein mitwirkendes Fehlverhalten vorzuwerfen wäre (etwa BGH NJW 1968, 249; NJW 1971, 2030; NJW 2005, 2081; NJW 2009, 2605; NJW-RR 2008, 764; KG KGR 2000, 316: für einen Fall des angedeuteten Spurwechsels ohne Fahrzeugberührung; OLG Schleswig OLGR 1998, 4: Gegenverkehr ohne nachgewiesene Fahrfehler; Senat, Beschl. v. 16.03.2012 - 10 U 4398/11 [juris]: das ein Ausweichmanöver möglicherweise auslösende Fahrverhalten stammt von einem nicht in den Zusammenstoß verwickelten Fahrzeug).
BGH, URTEIL vom 2.2.2015, Az. VI ZR 265/14 Eine Haftung nach § 7 Abs. 1 StVG entfällt daher, wenn die Fortbewegungsund Transportfunktion des Kraftfahrzeuges keine Rolle mehr spielt und das Fahrzeug nur noch als Arbeitsmaschine eingesetzt wird (vgl. Senatsurteile vom 5. Juli 1988 - VIZR 346/87, BGHZ 105, 65, 67; vom 23. Mai 1978 - VIZR 150/76, BGHZ 71, 212, 214 und vom 27. Mai 1975 -VI ZR 95/74, VersR 1975, 945, 946 sowie BGH, Urteil vom 13. Dezember 1990 - III ZR 14/90, BGHZ 113, 164, 165) oder bei Schäden, in denen sich eine Gefahr aus einem gegenüber der Betriebsgefahr eigenständigen Gefahrenkreis verwirklicht hat (vgl. Senatsurteil vom 2. Juli 1991 -VI ZR 6/91, BGHZ 115, 84, 87 mwN).
BGH, URTEIL vom 2.2.2015, Az. VI ZR 265/14 10	c) Dass der Schaden auf einem Privatgelände eingetreten ist, steht, wie das Berufungsgericht zutreffend ausgeführt hat, einer Haftung nach § 7 Abs. 1 StVG grundsätzlich nicht entgegen, denn der Betrieb eines Kraftfahrzeuges im Sinne dieser Norm erfordert nicht seinen Einsatz auf öffentlicher Verkehrsfläche (vgl. Senatsurteil vom 25. Oktober 1994 -VI ZR 107/94, VersR 1995, 90, 92; BGH Urteile vom 7. April 1952 - III ZR 363/51, BGHZ 5, 318, 320; vom 20. November 1980 - III ZR 122/79, VersR 1981, 252, 253, insoweit nicht abgedruckt in BGHZ 79, 26 Rn. 13).
BGH, URTEIL vom 2.2.2015, Az. VI ZR 265/14 12	Der erkennende Senat hat Schäden als vom Schutzzweck des § 7 StVG erfasst angesehen, die bei dem Auswerfen von Streugut aus einem Streukraftfahrzeug (vgl. Senatsurteil vom 5. Juli 1988 -VI ZR 346/87, BGHZ 105, 65) und beim Hochschleudern eines Steins durch ein Mähfahrzeug (Senatsurteil vom 18. Januar 2005 - VI ZR 115/04, VersR 2005, 566) entstanden waren: im ersten Fall, weil das Streugut während der Fahrt verteilt worden sei, sich ein durch den Einsatz im Straßenverkehr mitgeprägtes spezifisches Gefahrenpotential ergebe und sich das Auswerfen des Streuguts von der Eigenschaft des Streuwagens als Kraftfahrzeug und Beförderungsmittel nicht sinnvoll trennen lasse; im zweiten Fall, weil der Unimog mit seiner Motorkraft nicht nur den Antrieb für das Mähwerk gebildet habe, sondern auch auf dem Seitenstreifen entlanggefahren sei und dadurch das Mähfahrzeug fortbewegt habe.
LG Nürnberg, vom 4.0.2015, Az. 8 O 5750/14 Ein Schadensersatzanspruch der Leasinggeberin gegen ihre Leasingnehmerin lässt sich zwar nicht auf § 7 Abs. 1 StVG stützen, da diese Norm nicht das gehaltene Fahrzeug selbst schützt (BGH 7.12.2010 - VI ZR 288/09, r+s 2011, 132).
OLG Nürnberg, vom 2.3.2014, Az. 1 U 1206/13 Demgegenüber wird der Betrieb im Sinne von § 7 StVG unterbrochen, 'wenn das Fahrzeug von der Fahrbahn gezogen und an einem Ort außerhalb des allgemeinen Verkehrs aufgestellt wird' (BGH, 9.1.1959, a.a.O.) oder wenn das Fahrzeug auf einem Privatgrundstück abgestellt ist und dort kein Hindernis für andere Verkehrsteilnehmer darstellt (BGH, 27.05.1975,VI ZR 95/74).
OLG Nürnberg, vom 2.3.2014, Az. 1 U 1206/13 Deshalb entfällt eine Haftung gemäß § 7 StVG, wenn 'die Fortbewegungs- und Transportfunktion des Kraftfahrzeugs keine Rolle mehr spielt' (BGH, 05.07.1988, a.a.O.).
OLG Nürnberg, vom 2.3.2014, Az. 1 U 1206/13 cc) Das OLG Saarbrücken (03.11.2009, 4 U 238/09 = NJW 2010, 945) verneinte eine Haftung des Halters eines als Getränkeausschank konstruierten Anhängers nach § 7 StVG in einem Fall, in dem ein Autofahrer einen Schaden erlitt, weil er im Bereich eines Volksfestes gegen die ausgestellte Klappe des Getränkeausschanks stieß.
BGH, URTEIL vom 2.1.2014, Az. VI ZR 383/12 Die Haftung des Halters aus § 7 Abs. 1 StVG erstreckt sich aber nicht auf Schäden an dem gehaltenen oder dem mit diesem eine Betriebseinheit bildenden Fahrzeug (vgl. Senatsurteil vom 7. Dezember 2010 - VIZR 288/09, BGHZ 187, 379 Rn. 11; Wussow/Fad, Unfallhaftpflichtrecht, 16. Aufl., Kap. 17 Rn. 17; Greger, Haftungsrecht des Straßenverkehrs, 4. Aufl., § 3 Rn. 252; Heß in Bur-mann/Heß/Jahnke/Janker, Straßenverkehrsrecht, 22. Aufl., § 8 StVG Rn. 14).
BGH, URTEIL vom 2.8.2013, Az. VI ZR 95/13 Die Aufwendungen für den Arzt und für die von ihm aufgrund seiner Verdachtsdiagnose eingeleiteten Maßnahmen und auch die Kosten eines von ihm ausgestellten Attestes, das der Geschädigte zur Durchsetzung seiner Ersatzansprüche wegen der vermeintlich erlittenen Personenschäden verwenden will, sind nur entschädigungspflichtig, wenn die angenommene unfallbedingte Körper- oder Gesundheitsverletzung tatsächlich verifiziert wird (teilweise anders KG, NZV 03, 281), weil nur sie und nicht schon der Unfall als solcher gesetzlicher Anknüpfungspunkt für die Haftung gemäß § 7 Abs. 1 StVG, § 823 Abs. 1 BGB ist (OLG Hamm, r+s 2003, 434, 436 ff.; AG Nettetal, SP 2007, 211; AG Bottrop, SP 2008, 147 f.).
VGH München, Beschluss vom 5.6.2013, Az. 4 ZB 12.2339 Hiernach entfällt ein Erstattungsanspruch dort, wo die Fortbewegungs- und Transportfunktion des Kraftfahrzeugs keine Rolle mehr spielt, wie etwa bei Schäden, in denen sich eine Gefahr aus einem gegenüber der Betriebsgefahr eigenständigen Gefahrenkreis verwirklicht hat (vgl. zu § 7 Abs. 1 StVG BGH, U. v. 18.1.2005 - VI ZR 115/04 - NVwZ-RR 2005, 381 f.; U. v. 27.11.2007 - VI ZR 210/06 - NJW-RR 2008, 764 m. w. N.).
BGH, URTEIL vom 4.6.2013, Az. III ZR 250/12 Bei Mäharbeiten der vorliegenden Art sind dabei (insbesondere) die notwendigen Sicherungsvorkehrungen und -maßnahmen zu treffen, um Schäden durch hochgeschleuderte Steine zu vermeiden (Senat aaO), wobei freilich nur solche Schutzvorkehrungen getroffen werden müssen, die unter Berücksichtigung des Gefahrenpotentials mit vertretbarem Aufwand durchgeführt werden können (vgl. BGH, Urteil vom 18. Januar 2005 -VIZR 115/04, NVwZ-RR 2005, 381, 382 zu § 7 StVG).
BGH, URTEIL vom 2.11.2012, Az. VI ZR 316/11 4	Nach Auffassung des Berufungsgerichts, dessen Urteil in juris veröffentlicht ist (LG Köln, Urteil vom 26. Oktober 2011 - 9 S 190/11), steht der Klägerin der geltend gemachte Schadensersatzanspruch aus §7 Abs. 1 StVG, § 115 Abs. 1 WG, § 398 BGB zu.
BGH, URTEIL vom 2.11.2012, Az. VI ZR 316/11 8	2.	Das	Berufungsgericht	ist	auch	zutreffend davon ausgegangen, dass die Klägerin nach § 7 Abs. 1 StVG, § 115 Abs. 1 Nr. 1 WG, § 398 BGB als erforderlichen Herstellungsaufwand (§ 249 Abs. 2 Satz 1 BGB) Ersatz der Mietwagenkosten verlangen kann, die ein verständiger, wirtschaftlich denkender Mensch in der Lage des Geschädigten für zweckmäßig und notwendig halten darf.Nach dem aus dem Grundsatz der Erforderlichkeit hergeleiteten Wirtschaftlichkeitsgebot kann der Geschädigte für die Anmietung eines vergleichbaren Ersatzfahrzeugs von mehreren auf dem örtlich relevanten Markt - nicht nur für Unfallgeschädigte - erhältlichen Tarifen grundsätzlich nur den günstigeren Mietpreis verlangen (vgl. etwa Senatsurteile vom 12. Oktober 2004 -VIZR 151/03, BGHZ 160, 377, 383 f.; vom 11. März 2008 -VI ZR 164/07, NJW 2008, 1519 Rn. 7; vom 14. Oktober 2008 -VI ZR 308/07, VersR 2008, 1706 Rn. 9; vom 12. April 2011 -VI ZR 300/09, VersR 2011, 769 Rn. 10).
LG Paderborn, Urteil vom 3.0.2012, Az. 3 O 170/11 Von einem solchen Kfz geht in der Regel keine der typischen Gefahren aus, vor denen § 7 StVG schützen will (s. OLG Düsseldorf VersR 1996, 1549, 1550).
LG Paderborn, Urteil vom 3.0.2012, Az. 3 O 170/11 28Dementsprechend entfällt eine Haftung nach § 7 Abs. 1 StVG in den Fällen, in welchen die Fortbewegungs- und Transportfunktion des Kraftfahrzeugs keine Rolle mehr spielt, was der Fall ist, wenn ein Fahrzeug aus dem Verkehr herausgenommen und in eine Werkstatthalle verbracht wird, um dort als Instandsetzungsgegenstand behandelt zu werden (vgl. OLG Düsseldorf, NJW-RR 2011, 318-321).
LG Paderborn, Urteil vom 3.0.2012, Az. 3 O 170/11 Denn wird bei einem in der Werkstatt befindlichen Kraftfahrzeuge der Zündschlüssel gedreht und der Motor in Gang gesetzt und dient dieses Anlassen allein der Überprüfung oder Ermittlung von Mängeln an dem Fahrzeug, begründet dies keinen Betrieb des Kraftfahrzeugs (LG Saarbrücken ZfS 2007, 18; zitiert von König in Hentschel/König/Dauer, Straßenverkehrsrecht, 60. Auflage, § 7 StVG, Rn. 10).
BGH, URTEIL vom 2.5.2011, Az. VI ZR 191/10 Die zur Reinigung und Wiederherstellung der gefahrlosen Benutzbarkeit der Straße erforderlichen Aufwendungen sind daher grundsätzlich vom Schädiger nach § 7 Abs. 1 StVG, § 249 Abs. 2 BGB zu ersetzen (vgl. Senatsurteil vom 6. November 2007 -VI ZR 220/06, aaO Rn. 7; OLG Brandenburg, Urteil vom 4. November 2010 -12 U 53/10, juris Rn. 4).
BGH, URTEIL vom 2.5.2011, Az. VI ZR 184/10 Die zur Reinigung und Wiederherstellung der gefahrlosen Benutzbarkeit der Straße erforderlichen Aufwendungen sind daher grundsätzlich vom Schädiger nach § 7 Abs. 1 StVG, § 249 Abs. 2 BGB zu ersetzen (vgl. Senatsurteil vom 6. November 2007 -VI ZR 220/06, aaO Rn. 7; OLG Brandenburg, Urteil vom 4. November 2010 -12 U 53/10, juris Rn. 4).
AG Duisburg, Urteil vom 4.5.2011, Az. 53 C 1009/10 Anspruchsberechtigt im Rahmen von § 7 Abs. 1 StVG ist sowohl der Eigentümer als auch der berechtigte Besitzer (z.B. Mieter) (BGH, NJW 1981, 161, Urt. v. 18.11.1980, VI ZR 215/78; KG Berlin, VRS 111, 402, Beschl. V. 06.12.2005,
LG Münster, Urteil vom 3.3.2011, Az. 01 S 128/10 Er müsste also selbst aufgrund der Betriebsgefahr nach § 7 StVG dem Unfallgegner gegenüber ersatzpflichtig sein (vgl. BGH a.a.O.).
BGH, URTEIL vom 2.11.2010, Az. VI ZR 288/09 7	a)	Das Berufungsgericht meint unter Hinweis auf ein Urteil des Senats vom 22. März 1983 und eine im Schrifttum vertretene Auffassung, im Fall der Beschädigung eines geleasten Fahrzeugs könne der vom Halter verschiedene Eigentümer des Kraftfahrzeugs den Leasingnehmer als dessen Halter aus § 7 StVG in Anspruch nehmen (vgl. Senatsurteil vom 22. März 1983 -VIZR 108/81, BGHZ 87, 133, 138; Greger, Haftungsrecht des Straßenverkehrs, 3. Aufl., §7 StVG Rn. 218; Wussow/Baur, Unfallhaftpflichtrecht, 15. Aufl., Kap. 17 Rn. 31, 95).
BGH, URTEIL vom 3.9.2010, Az. IV ZR 279/08 21	Diesem	Verständnis ist jedoch mit Einführung einer selbständigen Gefährdungshaftung für - auch mit dem Zugfahrzeug verbundene - Anhänger nach § 7 StVG, dem damit einhergehenden Wegfall des früheren § 3 Abs. 2 Kfz Pf IW zu dem 31. Dezember 2002 (vgl. BT-Drucks. 14/8770, S. 9, 18) und der oben zitierten Fassung des § 10a Abs. 2 AKB a.F. zu dem 30. September 2003 jede Grundlage entzogen (vgl. BT-Drucks. 14/7752, S. 29; Lang/Stahl/Suchomel, NZV 2003, 441, 443; Wilms, DAR 2008, 671, 672; a.A. OLG Hamburg, DAR 2008, 649, 650).
BGH, URTEIL vom 2.9.2010, Az. VI ZR 286/09 Vielmehr kann, worauf die Revision der Beklagten zu 1 und 2 im Ausgangspunkt zutreffend hinweist, auch von einem auf dem Seitenstreifen einer Autobahn stehenden Kraftfahrzeug (vgl. König in Hentschel, Straßenverkehrsrecht, 40. Aufl., § 7 StVG Rn. 8) und von einem nach einem Unfall liegen gebliebenen Kraftfahrzeug bei bereits ordnungsgemäß abgesicherter Unfallstelle noch eine Betriebsgefahr ausgehen (vgl. Senatsurteile vom 9. Januar 1959 -VI ZR 202/57, BGHZ 29, 163, 165 ff.; vom 25. Oktober 1994 - VI ZR 107/94, VersR 1995, 90, 92 und vom 16. April 1996 -VIZR 79/95, VersR 1996, 856, 857; Kaufmann in Geigel, Der Haftpflichtprozess, 25. Aufl., Kap. 25 Rn. 58).
LG Dortmund, Urteil vom 3.8.2010, Az. 21 O 210/09 Der Unfall war aber unter diesen Umständen für ihn nicht unabwendbar i.S. d. § 7 StVG, weil ein besonders sorgfältiger, den Anforderungen dieser Vorschrift gerecht werdender Kraftfahrer die Autobahnrichtgeschwindigkeit eingehalten hätte (vgl. OLG Hamm Urteil vom 10.01.2000 Az: 6 U 191/99).
LG Bielefeld, Urteil vom 3.11.2009, Az. 6 O 563/09 Der Schaden ist daher 'bei dem Betrieb' eines Kraftfahrzeuges im Sinne des § 7 Abs. 1 StVG erfolgt (vgl. BGH, MDR, 2005 684).
BGH, URTEIL vom 2.10.2009, Az. VI ZR 58/08 Die Auffassung, der nicht haltende Fahrer eines Kraftfahrzeugs müsse sich die einfache Betriebsgefahr gemäß § 7 Abs. 2 StVG a.F. zurechnen lassen, widerspricht der gefestigten Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs, von der abzuweichen kein Anlass besteht (vgl. BGH, Urteil vom 20. Dezember 1962 - III ZR 1/62 -VersR 1963, 380, 382; vgl. auch Senatsurteil BGHZ 173, 182, 188; Staudin-ger/Schiemann (2005), §254 BGB Rn. 11 f. m.w.N.).
BGH, URTEIL vom 2.10.2009, Az. VI ZR 64/08 Die Auffassung, der nicht haltende Fahrer eines Kraftfahrzeugs müsse sich die einfache Betriebsgefahr gemäß § 7 Abs. 2 StVG a.F. zurechnen lassen, widerspricht aber der gefestigten Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs, von der abzuweichen kein Anlass besteht (vgl. BGH, Urteil vom 20. Dezember 1962 - Ill ZR 1/62- VersR 1963, 380, 382; vgl. auch Senatsurteil BGHZ 173, 182, 188; Staudinger/Schiemann (2005), § 254 BGB Rn. 11 f.m.w.N.).
LG Köln, Urteil vom 3.7.2009, Az. 9 S 93/09 Der Fahrer, der mit Erfolg die Unabwendbarkeit des Unfalls geltend machen will, muss sich wie ein 'Idealfahrer' verhalten haben (vgl. nur BGH NJW 1992, 1684, 1685 m.w.N. zu § 7 Abs. 2 StVG a.F.).
LG Mönchengladbach, Urteil vom 5.4.2009, Az. 11 O 240/08 Diese Kosten fallen im Rahmen eines Anspruches nach § 7 StVG in den Schutzbereich der verletzten Norm (vgl. BGH NJW 2006, 1065 sowie Palandt-Heinrichs, BGB, 66. Aufl., § 249 Rdnr. 38).
BGH, BESCHLUSS vom 2.3.2008, Az. VI ZR 229/07 Nach gefestigter Rechtsprechung (vgl. Senatsurteil BGHZ 71, 212) ist das Befüllen eines Heizöltanks, wenn es mittels einer mit der Motorkraft des Tanklastzuges betriebenen, auf diesem befindlichen Pumpe erfolgt, zwar nicht stets dem 'Betrieb' (§ 7 Abs. 1 StVG) des Tanklastzuges zuzurechnen, es gehört aber zu dem 'Gebrauch' des Fahrzeuges i.S.v. von § 10 Abs. 1 AKB (Senatsurteil BGHZ 75, 45) und löst deswegen nach § 3 Nr. 1 PflVG a.F. den Direktanspruch des geschädigten Dritten gegen den Haftpflichtversicherer des Schädigers aus.
LG Köln, Urteil vom 2.0.2008, Az. 5 O 344/07 17Denn eine – unterstellte – Beschädigung des klägerischen Fahrzeugs beim Mähen des Banketts mit Hilfe des am Unimog befestigten Vorbaukreiselmähers wäre zwar 'bei dem Betrieb' eines Kraftfahrzeuges i.S.d.§ 7 Abs. 1 StVG erfolgt (vgl. BGH, MDR 2005, 684), eine Haftung des beklagten Landes würde aber gemäß § 17 Abs.3 StVG gleichwohl ausscheiden.
BGH, URTEIL vom 2.10.2007, Az. VI ZR 210/06 In diesem Fall fehlt es an dem im Rahmen der Gefährdungshaftung erforderlichen Zurechnungszusammenhang, weil die Schädigung nicht mehr eine spezifische Auswirkung derjenigen Gefahren ist, für die die Haftungsvorschrift den Verkehr schadlos halten will (vgl. OVG Münster NZV 1995, 125, OLG Karlsruhe VRS 83, 34; OLG Saarbrücken NZV 1998, 327; Grüneberg NZV 2001, 109, 112; Hentschel/König, Straßenverkehrsrecht, 39. Aufl., §7 Rn. 10, Janiszewski/Jagow/Burmann, Straßenverkehrsrecht, 19. Aufl., § 7 StVG Rn. 13).
BGH, URTEIL vom 2.10.2007, Az. VI ZR 220/06 Der Schadensbegriff des § 7 StVG entspricht dem des BGB (BGHSt 29, 132, 135; BGH, Urteil vom 20. Dezember 2006 -IVZR 325/05-VersR 2007, 200, 201; Hentschel, Straßenverkehrsrecht, 39. Aufl., § 7 Rn. 26; Schneider, MDR 1989, 193, 194 ff.).
LG Duisburg, Urteil vom 5.2.2007, Az. 2 O 522/03 28Höhere Gewalt im Sinne des § 7 Abs. 2 StVG ist ein betriebsfremdes, von außen durch elementare Naturkräfte oder durch Handlungen dritter Personen herbeigeführtes Ereignis, das nach menschlicher Einsicht und Erfahrung unvorhersehbar ist, mit wirtschaftlich erträglichen Mitteln auch durch äußerste, nach der Sachlage vernünftigerweise zu erwartende Sorgfalt nicht verhütet oder unschädlich gemacht werden kann und auch nicht wegen seiner Häufigkeit in Kauf zu nehmen ist (BGHZ 62, 351).
BGH, URTEIL vom 3.11.2006, Az. IV ZR 325/05 16	(2) Ein solcher Versicherungsfall war mit dem Auslaufen von Öl aus dem Fahrzeug und der dadurch bedingten Verschmutzung der Straße eingetreten, denn dieser Sachverhalt war geeignet, Ansprüche aus § 7 StVG gegen den Kläger zu begründen; es kommt mithin nicht darauf an, ob in der Haftpflichtversicherung - wie in der Sachversicherung (BGHZ 113, 359 ff.) - Rettungskosten auch dann zu ersetzen sind, wenn ein Versicherungsfall noch nicht eingetreten ist, aber unmittelbar bevorsteht (vgl. Senatsbeschluss vom 29. September 2004 - IV ZR 162/02 -VersR 2005, 110).
AG Aachen, Urteil vom 2.9.2006, Az. 10 C 160/06 23Im Übrigen kommen Schadensersatzansprüche des Beklagten aus den Gefährdungshaftungsnormen der § 7 Abs. 1 StVG (vgl. hierzu OLG Frankfurt/Main SVR 2006, 340) bzw. § 2 HaftpflichtG (vgl. hierzu OLG Köln a. a. O.) mangels Vorliegens der Tatbestandsvoraussetzungen nicht in Betracht.
AG Düsseldorf, Urteil vom 4.5.2006, Az. 51 C 1003/06 Auch bei Misslingen des Entlastungsbeweises gemäß § 7 Abs. 2 StVG beseitigt die Schuld des Wartepflichtigen in der Regel die Mithaftung des Berechtigten (BGH VR 63, 163).
LG Arnsberg, vom 5.3.2006, Az. 2 O 233/04 Adäquat ist ein Umstand, der im Allgemeinen, nicht nur unter besonders eigenartigen, unwahrscheinlichen Umständen Schaden stiftet ( BGH VersR 66, 291; Jagusch / Hentschel, Straßenverkehrsrecht, 38. Auflage, § 7 StVG, Rn. 11), nicht ein solcher, der vorher vernünftigerweise nicht in Betracht gezogen werden konnte ( Jagusch / Hentschel, Straßenverkehrsrecht, 38. Auflage, § 7 StVG, Rn. 11).
BGH, URTEIL vom 4.0.2006, Az. I ZR 83/03 Daneben haftet der Abschleppunternehmer nicht, soweit nicht seine hier nicht interessierende Halterhaftung nach § 7 StVG in Rede steht (vgl. BGHZ 121, 161, 167 f.).
BGH, URTEIL vom 2.11.2005, Az. VI ZR 68/04 Damit verlangt § 7 Abs. 2 StVG a.F., dass der »Idealfahrer« in seiner Fahrweise auch die Erkenntnisse berücksichtigt, die nach allgemeiner Erfahrung geeignet sind, Gefahrensituationen nach Möglichkeit zu vermeiden (vgl. Senat BGHZ 117, 337, 340 ff.).
BGH, URTEIL vom 2.0.2005, Az. VI ZR 115/04 Die Haftung nach § 7 Abs. 1 StVG umfaßt daher alle durch den Kraftfahrzeugverkehr beeinflußten Schadensabläufe und es genügt, daß sich eine von dem Kraftfahrzeug ausgehende Gefahr ausgewirkt hat und das Schadensgeschehen in dieser Weise durch das Kraftfahrzeug mitgeprägt worden ist (vgl. Senatsurteile BGHZ115, 84, 86; 105, 65, 66 sowie BGHZ 113, 164, 165).
BGH, URTEIL vom 2.0.2005, Az. VI ZR 115/04 Nach der Rechtsprechung des erkennenden Senats ist der Schädiger nach dem Zweck des § 7 Abs. 2 StVG a.F. von Schäden freizustellen, die sich auch bei vorsichtigem Vorgehen nicht vermeiden lassen (vgl. Senatsurteil BGHZ 105, 65, 69).
BGH, URTEIL vom 3.5.2003, Az. VIII ZR 161/02 Betreiber einer Stromerzeugungsanlage ist nicht notwendig der Eigentümer der Anlage oder der Eigentümer des Grundstücks, auf dem sich die Anlage befindet, sondern derjenige, dem das Recht zusteht, die Anlage auf eigene Rechnung zu nutzen und der ihre Kosten und Risiken trägt (vgl. Jarass, Bundesimmissionsschutzgesetz, 5. Aufl., § 3 Rdnr. 81 zu dem Begriff des Anlagenbetreibers nach dem BlmmSchG; ferner BGHZ 32, 331, 333 zu dem Begriff des Halters im Sinne von § 7 StVG).
LG Duisburg, Urteil vom 5.8.2002, Az. 7 S 109/03 Bei dieser Sachlage spricht aber der Anscheinsbeweis für eine unfallursächliche Missachtung der sich aus § 7 Abs. 5 StVG ergebenden gesteigerten Sorgfaltsanforderungen der Klägerin (BGH, VersR 82, 672; OLG Koblenz, VersR 94, 361).
BGH, BESCHLUSS vom 4.7.2002, Az. III ZR 277/01 Soweit die Revision des Klägers darauf hinweist, daß neben Ansprüchen aus Amtshaftung gegen die Anstellungskörperschaft auch eine persönliche Ersatzpflicht des Amtsträgers aus anderem Rechtsgrund in Frage kommen kann, so betrifft dies insbesondere Ansprüche gegen den Beamten nach § 7 StVG (etwa wenn der Beamte mit seinem eigenen Pkw eine Dienstfahrt durchführt, vgl. BGHZ 29, 38).
LG Paderborn, Urteil vom 4.0.2002, Az. 5 S 282/01 Mit der Einführung der Gefährdungshaftungstatbestandes § 7 Abs. 1 StVG sollte aber der Geschädigte allein von der Beweisführung eines Verschulden entlastet, nicht aber etwas an dem Grundsatz geändert werden, daß ein selbstverschuldeter Eigenschaden grundsätzlich nicht erstattungsfähig ist (LG Freiburg, NJW 1977, 588 f.).
OLG Düsseldorf, Urteil vom 1.1.2000, Az. 1 U 156/04 Denn die nach der hier einschlägigen Gefährdungshaftungsvorschrift des § 7 Abs. 1 StVG vorgesehene Haftung entspricht ihrem Umfang nach im Ergebnis der Haftung nach § 823 Abs. 1 BGB, auf die der BGH (a.a.O.) Bezug nimmt.
BGH, URTEIL vom 2.2.1998, Az. VI ZR 30/97 Nach der ständigen Rechtsprechung des erkennenden Senats (vgl. Senatsurteil BGHZ 117, 337, 340 ff. m.w.N.) liegt ein unabwendbares Ereignis im Sinne von § 7 Abs. 2 Satz 1 StVG nicht nur bei absoluter Unvermeidbarkeit des Unfalls vor, sondern auch dann, wenn dieser bei Anwendung der äußersten möglichen Sorgfalt nicht abgewendet werden konnte.
BGH, Urteil vom 2.9.1994, Az. VI ZR 107/94 Gerade von einem stehenden Fahrzeug können, wie der Streitfall zeigt, je nach seinem Standort besonders große Gefahren ausgehen (vgl. BGHZ 29, 163, 167; Greger, StVG 2. Aufl., § 7 StVG Rdn. 81).
BGH, URTEIL vom 4.0.1993, Az. III ZR 189/91 Dies gilt jedoch nicht für die Halterhaftung nach § 7 StVG, die - anders als die Haftung des Kraftfahrzeugführers nach § 18 StVG - nicht durch § 839 BGB verdrängt wird (Senatgurteile BGHZ 50, 271, 273 und vom 13. Dezember 1990 - III ZR 14/90 -VersR 1991, 925, 926).
BGH, URTEIL vom 2.2.1992, Az. VI ZR 62/91 8 Der Begriff des unabwendbaren Ereignisses im Sinne von § 7 Abs. 2 StVG verlangt damit eine sich am Schutzzweck der Gefährdungshaftung für den Kraftfahrzeugbetrieb ausrichtende Wertung (vgl. Senat BGHZ 105, 65, 69).
BGH, URTEIL vom 2.2.1990, Az. VI ZR 115/89 5 scheidet ein Schadensersatzanspruch des Klägers wegen Einwilligung in die Rechtsgutverletzung aus (Senatsurteil BGHZ 71, 339, 340); anderenfalls kommt eine Ersatzpflicht der Beklagten zu 2) und 3) aus § 7 StVG, § 3 PflVG in Betracht.
BGH, Urteil vom 2.8.1989, Az. VI ZR 301/88 Demzufolge hat der Senat entschieden, daß ein Schaden, der dadurch eintritt, daß ein Kraftfahrzeug nur noch als Arbeitsmaschine eingesetzt wird, nicht mehr in den Schutzbereich des § 7 StVG fällt (vgl. BGHZ 71, 212, 214 sowie Senatsurteil vom 27. Mai 1975 - VI ZR 95/74 - VersR 1975, 945, 946).
BGH, Urteil vom 2.5.1989, Az. VI ZR 241/88 Bei der insoweit gebotenen wertenden Betrachtung ist nach der Rechtsprechung des Senats entsprechend dem weiten Schutzzweck des § 7 Abs. 1 StVG das Haftungsmerkmal 'bei dem Betrieb' grundsätzlich weit auszulegen (vgl. BGHZ 37, 311, 315 ff. sowie zuletzt Senatsurteile vom 9. Februar 1988 - VI ZR 168/87 - VersR 1988, 640, 641; vom 19. April 1988 - VI ZR 96/87 - VersR 1988, 641 und vom 5. Juli 1988 - VI ZR 346/87 - VersR 1988, 1053 = für BGHZ 105, 65 vorgesehen).
BGH, URTEIL vom 2.6.1988, Az. VI ZR 346/87 Auf dieser Linie hat der Senat beispielsweise in einem Falle, in dem der Fahrer eines Kraftfahrzeuges zur Rettung seines Lebens einem anderen Kraftfahrzeug ausweichen mußte und dabei ungewollt einen Sachschaden an einem dritten Kraftfahrzeug herbeiführte, die Haftung hierfür nicht etwa mangels der Voraussetzungen des § 7 Abs. 1 StVG, sondern - erst - wegen Unabwendbarkeit des Schadensereignisses i.S. des § 7 Abs. 2 StVG entfallen lassen (Senatsurteil BGHZ 92, 357, 358), und zwar ungeachtet der Frage, ob das aus der Gefahrenlage hervorgegangene schädigende Verhalten nicht sogar rechtmäßig war (vgl. aaO S. 359 f.).
BGH, URTEIL vom 2.6.1988, Az. VI ZR 346/87 Auf dieser Linie hat der Senat beispielsweise in einem Falle, in dem der Fahrer eines Kraftfahrzeuges zur Rettung seines Lebens einem anderen Kraftfahrzeug ausweichen mußte und dabei ungewollt einen Sachschaden an einem dritten Kraftfahrzeug herbeiführte, die Haftung hierfür nicht etwa mangels der Voraussetzungen «des § 7 Abs. 1 StVG, sondern - erst - wegen Unabwendbarkeit des Schadensereignisses i.S. des § 7 Abs. 2 StVG entfallen lassen (Senatsurteil BGHZ 92, 357, 358), und zwar ungeachtet der Frage, ob das aus der Gefahrenlage hervorgegangene schädigende Verhalten nicht sogar rechtmäßig war (vgl. aaO S. 359 f.).
BGH, URTEIL vom 2.1.1988, Az. VI ZR 168/87 Der Begriff des Gebrauchs schließt zwar den Betrieb des Kraftfahrzeuges im Sinne des § 7 StVG ein, geht aber darüber hinaus (BGHZ 75, 45, 48; BGH, Urteile vom 23.2.1977 - IV ZR 59/76 = VersR 1977, 418, 419; vom 28.11.1979 - IV ZR 68/78 = VersR 1980, 177 und vom 10.7.1980 - IVa ZR 17/80 = VersR 1980, 1039, 1040).
BGH, URTEIL vom 4.1.1985, Az. III ZR 205/83 Vielmehr muß das denkbare - über die normalen Anforderungen hinausgehende (vgl. Steffen aaO Rn. 23) -Verhalten auch für den ”IdealkraftfahrerM, den § 7 Abs. 2 Satz 2 StVG sich vorstellt, stets im Rahmen des zur Abwendung einer möglichen Gefahr Erforderlichen liegen (vgl. OLG Schleswig VersR 1980, 656, 657).
BGH, URTEIL vom 4.1.1984, Az. III ZR 208/82 1.	Die Beklagte ist auf Grund des Unfalls vom 31. Juli 1968 der Klägerin sowohl nach § 7 StVG als auch nach § 839 BGB in Verb, mit Art. 34 GG, Jeweils in Verb, mit § 1542 RVO, zu 9/10 zu dem Schadenersatz verpflichtet (vgl. BGHZ 68, 217 ff.).
BGH, URTEIL vom 4.1.1984, Az. I ZR 107/81 Zur Erlangung der Haftungsbefreiung genüg ein unabwendbares Ereignis im Sinne des § 7 Abs. 2 StVG (BGH, Urt. v. 28.2.1975 - I ZR 40/74 = LM CMR Nr. 7); d.h. der Frachtführer muß dartun und beweisen, daß auch ein besonders gewissenhafter Frachtführer bei Anwendung der äußersten ihm zu demutbaren Sorgfalt den Schaden nicht hätte vermeiden können.
BGH, URTEIL vom 2.6.1982, Az. VI ZR 113/81 b) Es entspricht gefestigter Rechtsprechung, die in der Literatur Zustimmung gefunden hat, daß eine Gefahrenlage, die beim Betrieb eines Kraftfahrzeugs geschaffen worden ist, diesem Betrieb grundsätzlich auch dann noch zuzurechnen ist, wenn sie fortdauert; ein naher zeitlicher Zusammenhang des Unfalls mit dem Betrieb des Kraftfahrzeugs ist nicht erforderlich (BGHZ 29, 163; OLG Celle, VersR 1965, 903 und OLG Schleswig, NJW 1966, 1269, jeweils für Fälle fortdauernder Verschmutzung der Fahrbahn; Fritze, NJW I960, 298, 299; Steffen in Krumme, Straßenverkehrsrecht, § 7 StVG Rdn. 13; Full, Zivilrechtliche Haftung im Straßenverkehr, § 7 StVG
BGH, Urteil vom 5.5.1981, Az. I ZR 92/79 Zur Erlangung der Haftungsbefreiung genügt ein unabwendbares Ereignis im Sinne des § 7 Abs. 2 StVG (vgl. BGH NJW 1975, 1597 ff); d. h., der Frachtführer muß dartun und beweisen, daß auch ein besonders
BGH, URTEIL vom 4.0.1981, Az. III ZR 157/79 Als Inhaber im Sinne dieser Bestimmung ist - ähnlich wie der Halter im Sinne des Straßenverkehrsgesetzes und des Luftverkehrsgesetzes sowie der Betriebsunternehmer im Sinne des Reichshaftpflichtgesetzes - derjenige anzusehen, der die Anlage für eigene Rechnung in Gebrauch hat und die Verfügungsgewalt besitzt, die ein solcher Gebrauch voraussetzt; dies kann auf mehrere Beteiligte zugleich zutreffen (vgl. Breuer, öffentliches und privates Wasserrecht 1976 Rdn. 307; Sieder/Zeitler/Hlawaty/Dahme aaO § 22 Rdn. 41; Gieseke/Wiedemann/Czychowski,WHG 3. Aufl. § 22 Rdn. 50 f; Wussow, Unfallhaftpflichtrecht 12. Aufl. Rdn. 832; vgl. für § 7 StVG BGHZ 13, 351).
BGH, URTEIL vom 4.6.1980, Az. IVa ZR 17/80 b)	Der Begriff des Gebrauchs schließt den Betrieb im Sinne von § 7 StVG ein und geht noch darüber hinaus (BGHZ 75, 45 ff = NJW 1979, 2408, 2409; BGH VersR 1977, 418, 419).
BGH, Grundurteil vom 2.2.1980, Az. VI ZR 61/79 Die Halterhaftung des § 7 StVG tritt nach ihrem Wesen und Schutzzweck nur dann ein, wenn sich ein mit dem Betrieb des Kraftverkehrs zusammenhängender Unfall ereignet hat; der Halter muß den mit dem Betrieb des Kraftfahrzeugs verbundenen Gefahrenkreis veranlaßt haben (BGHZ 23, 90, 94 ff; 37, 311, 315; Senatsurteile v. 11. Juli 1972 - VI ZR 86/71 - VersR 1972, 1074, 1075 und v. 27. Mai 1975 - VI ZR 95/74 « VersR 1975, 945).
BGH, URTEIL vom 2.5.1979, Az. VI ZR 122/78 Der Ansicht der Revision, der MGebrauchM des Kraftfahrzeuges ende mit seinem 'Betrieb' i.S. von § 7 StVG, ein Unfall, der sich beim Einfüllen von öl mittels Motorkraft eines Tanklastzuges außerhalb des Verkehrsraumes ereignet, sei Jedoch nicht dem Betrieb des Kraftfahrzeuges zuzurechnen (Senatsurteil BGHZ 71, 212), kann nicht gefolgt werden.
BGH, URTEIL vom 2.5.1979, Az. VI ZR 122/78 14	- 2. Der erkennende Senat hat zwar das Befüllen eines Heizöltanks mittels der Motorkraft des Tanklastzuges unter bestimmten Voraussetzungen nicht dem 'Betrieb ** (§7 StVG) des Tanklastzuges zugerechnet (BGHZ 71, 212).
BGH, URTEIL vom 2.5.1979, Az. VI ZR 122/78 a) Der Begriff des Gebrauches schließt den Betrieb des Kraftfahrzeuges i.S. des § 7 StVG ein, geht aber auch darüber hinaus (BGH Urteil vom 23. Februar 1977 - IV ZR 59/76 - VersR 1977, 418, 419 m.w.Nachw.).
BGH, URTEIL vom 3.1.1977, Az. IV ZR 59/76 a)	Der Begriff des Gebrauchs schließt den Betrieb im Sinne von § 7 StVG ein und geht noch darüber hinaus (BGH VersR 1966, 817, 818; 1971, 611, 612).
BGH, URTEIL vom 2.4.1976, Az. VI ZR 193/74 1. Zutreffend ist allerdings der Ausgangspunkt des Berufungsgerichts, daß die Beklagten aus § 7 StVG bzw. § 3 PflVersG nur dann verurteilt werden können, wenn die Unfallursache im Betrieb de® Kraftfahrzeugs des Beklagten liegt (vgl. BGHZ 37, 311, 317).
BGH, URTEIL vom 2.4.1976, Az. VI ZR 193/74 a)	Auch bei § 7 StVG trägt nämlich - so wie auch sonst grundsätzlich bei einem haftungsbegründenden Geschehen - der Kläger die Beweislast für den ürSachenzusammenhang zwischen dem Unfall und dem Betrieb des Fahrzeugs des Beklagten (Senatsurteil vom 21. November 1967 - VI ZR 108/66 = aaO; vgl. auch OLG Hamburg VersR 1954, 124 und Geigel, Haftpflichtprozeß, 15.Aufl. Kap. 25 Rdn. 23).
BGH, URTEIL vom 4.1.1976, Az. III ZR 88/73 So kann der Fahrer eines Kraftfahrzeuges, der dem Halter für das bei einem Unfall schuldhaft beschädigte Fahrzeug Ersatz leisten muß, diesem nicht die Betriebsgefahr (§ 7 StVG) anrechnen, weil die Gefährdungshaftung durch § 8 a Abs. 1 StVG gegenüber den Insassen des Kraftfahrzeuges ausgeschlossen ist (BGH VersR 1972, 960).
BGH, URTEIL vom 2.4.1975, Az. VI ZR 95/74 hinaus muß die durch den Betrieb des Kraftfahrzeuges verursachte Folge, für die Ersatz zu leisten ist, auch vom Sinn und Zweck der Haftungsnorm, d. h. auch vom Schutzbereich der Vorschrift des § 7 Abs. 1 StVG umfaßt sein (vgl. BGHZ 37, 311, 315; 57, 137, 142).
BGH, URTEIL vom 2.4.1973, Az. VI ZR 62/72 Von einem besonders sorgfältigen Kraftfahrer, der jederzeit im Verkehr überlegene und gesammelte Aufmerksamkeit, Umsicht und Geistesgegenwart zeigt (BGH, Urt. v, 19. Dezember 1967 - VI ZR 120/66 ss VersR 1968, 356), wie dies § 7 Abs. 2 StVG voraussetzt, ist aber zusätzlich zu fordern, daß er sich bereits auf die durch Umstände nahegelegene Möglichkeit einrichtet, daß sich andere unrichtig oder ungeschickt verhalten (BGH,
BGH, URTEIL vom 2.9.1972, Az. VI ZR 104/71 b) Daß die Haftung des Beklagten nach §7 Abs. 1 StVG - anders als nach den §§ 823 ff BGB - nicht davon abhängt, ob sich der Beklagte verkehrswidrig verhalten hat - unbeschadet des Nachweises eines unabwendbaren Ereignisses nach § 7 Abs. 2 StVG - hat der Senat bereits entschieden (vgl. BGH Urt.v.11.Juli 1972
BGH, URTEIL vom 4.6.1972, Az. III ZR 150/69 Vielmehr sei nach den vom Bundesgerichtshof in NJW 1967, 1273 (= BGHZ 47, 196), 1968, 1962 aufgestellten und auch auf Fälle der vorliegenden Art anzuwendenden Grundsätzen (BGHZ 51, 226) die Verteilung des Höchstbetrages so vorzunehmen, wie wenn die ersatzpflichtige Körperschaft nur aus Halterhaftung nach § 7 StVG für den Schaden einzustehen hätte.
BGH, URTEIL vom 4.6.1972, Az. III ZR 150/6 Vielmehr sei nach den vom Bundesgerichtshof in NJW 1967» 1273 (= BGHZ 47, 196), 1968, 1962 aufgestellten und auch auf Fälle der vorliegenden Art anzuwendenden Grundsätzen (BGHZ 51, 226) die Verteilung des Höchstbetrages so vorzunehmen, wie wenn die ersatzpflichtige Körperschaft nur aus Halterhaftung, nach § 7 StVG für den Schaden einzustehen hätte.
BGH, URTEIL vom 2.5.1971, Az. VI ZR 271/69 Vielmehr muß auch bei der Verursachung im Sinne des § 7 StVG gefordert werden, daß der Unfall, wenn er schon nicht auf physischer Berührung mit dem Kraftfahrzeug beruht, sich doch als das Ergebnis einer von seinem Betrieb typischerweise ausgehenden Gefahr darstellt, was allerdings nicht mit objektiv verkehrswidrigem Verhalten gleichgesetzt werden darf (so aber OLG Stuttgart VersR 1964, 78).
BGH, URTEIL vom 3.2.1971, Az. IV ZR 134/69 1.	Bei der Haftung 4MHBaus § 7 StVG ist das Berufungsgericht zutreffend davon ausgegangen, daß ein abschleppendes und ein abgeschlepptes Fahrzeug, solange der Abschleppvorgang dauert, eine Betriebseinheit bilden und für einen beim Betrieb des 'Sehlepp-zuges' entstandenen Schaden nur der Halter und der Fahrer des schleppenden Fahrzeugs aus dem Straßenverkehrsgesetz haften (BGH LM Nr. 34 zu § 7 StVG = VersR 1963, 47 m.w.N.).
BGH, URTEIL vom 3.2.1971, Az. IV ZR 134/69 Die eingetretenen Unfallschäden sind danach, wie das Berufungsgericht zu Recht angenommen hat, bei dem Betrieb des ziehenden, versicherten Fahrzeugs entstanden und verpflichten dessen Halter aus § 7 StVG zur Ersatzleistung (vgl. BGHZ 29, 163; BGH LM Nr. 27 zu § 7 StVG = VersR 1961, 473; OLG Stuttgart MDR I960, 139; Floegel/Hartung, Straßenverkehrsrecht 18. Aufl. § 7 StVG An. 2 a; Müller, Straßenverkehrsrecht 22. Aufl. § 7 StVG RNr. 90/91).
BGH, URTEIL vom 3.2.1971, Az. IV ZR 134/69 Denn der 'Gebrauch' des Fahrzeugs schließt den 'Betrieb' des Fahrzeugs im Sinne des § 7 StVG ein (BGH VersR 1966, 817/18; Prölss aaO AKB § 10 An. 2; Stiefel/ Wussow, AKB 7. Aufl. § 10 An. 8).
BGH, URTEIL vom 2.11.1970, Az. VI Zfi 116/69 Die Revision stellt nicht in Frage, daß sich der Unfall beim Betriebe des haltenden Fahrzeugs ereignete (BGHZ 29» 163, 166), und daß, weil ein Fehler in der Beschaffenheit des Fahrzeugs vorlag, ein Ausschluß der Ersatzpflicht nach § 7 Abs. 2 StVG nicht in Betracht kommt.
BGH, vom 4.10.1963, Az. Ill za 150/62 13 offen bleiben, ob überhaupt eine Haftung des Halters aus § 7 Abs.3 StVG bejaht werden müßte (vgl«, dazu die bereits erwähnte Entscheidung in BGHZ 37? 306).
BGH, Urteil vom 5.2.1962, Az. Ill ZR 66/62 Denn wenn beim Abschleppen des Anhängers oder Motorwagens durch einen anderen Kraftwagen wieder ein Unfall und ein neuer Schaden entsteht, ist dieser Unfall zwar nicht beim Betrieb des früheren Motorwagens, wohl aber bein Betrieb des schleppenden Fahrzeugs entstanden (vgl. dazu Ploegel-Hartung, Straßenverkehrsrecht 11. Aufl. § 7 StVG Nr. 5; Müller, Straßenverkehrsrecht 21. Aufl. S. 219; jetzt auch BGH VI ZR 4/62 vom 30. Oktober 1962, cur Veröffentlichung bestimmt).
BGH, vom 1.9.1961, Az. III ZR 122/60 Im Grundsatz zutreffend sind ;J.edoph' ‘v beide Instanzen davon ausgegangen, daß auf Grund der Gefährdungshaftung (§7 Abs.2 StVG) die Betriebsgefahr des Kraftwagens als einer der Umstände für die Entstehung des Schadens ausgleichend zu berücksichtigen ist (BGHZ 6, 319)- Bas v/äre nur dahn nicht der Fall, wenn der Unfall für die Fahrerin unabwendbar (§7 Abs.2 StVG), d.h. auch bei Anwendung einer über die gewöhnliche Verkehrssorgfalt hinausgehenden, überlegenen und gesammelten Aufmerksamkeit, Umsicht und Geistesgegenwart (BGHZ 20, 259>	<	*
BGH, Urteil vom 5.5.1958, Az. VI ZR 109/57 Bestehen einer Haftpflichtversicherung zur klagebegründenden Tatsache werden» Das ergibt sich auch bereits aus der angeführten Stelle des Urteils des erkennenden Senats BGHZ 25? 90? 99o Wenn die gesamten Umstände nicht zu einer Haftung führen, kann d ie Tatsache des Bestehens einer Versicherung allein nicht ausschlaggebend sein.(Martin, Erl* zu der erwähnten Ent Scheidung IM § 7 StVG Nr. *16 a-E*)* Auch der Sinn der frei-' willigen Haftpflichtversicherung läuft dem entgegen* Wer eine Haftpflichtversicherung eingeht, will davor beschützt werden, daß ein von ihm angerichteter Unfall sich wirtschaftlich auf sein Vermögen auswirke, und der Versicherer übernimmt es, ihn von solchen Unfallfolgen freizustellen* liegt aber überhaupt kein zur Haftpflicht führender Tatbestand vor, so ist keine Vermögensbeeinträchtigung erfolgt und der Versicherer hat dieser nicht abzuhelfen*
BGH, Urteil vom 2.0.1958, Az. VI ZR 101/58 Was die Revision gegen diese weder in sich widersprüchliche, noch Lenkgesetze verletzende Beurteilung vorbringt, bewegt sich im wesentlichen auf dem ihr verschlossenen Gebiete tatsächlicher Würdigung© Mit Recht weist sie selbst darauf hin, daß es bei dem Verlauf der leichte Kurven beschreibenden Straße nicht unterscheidbar war, auf welcher Fahrbahn sich der Begegnende befand© Solange aber an der Fahrweise des Lastzuges der Beklagten keine Auffälligkeit wahrnehmbar war, konnte der Fahrer der Klägerin keinen Grund haben, sich auf dreibahniger und sonst verkehrsfreier, wenngleich vereister Bundesstraße allein durch die Tatsache der Begegnung für gefährdet zu halten und nur dieserhalb Maßnahmen einzuleiten, die ihn angesichts der Straßenverhältnisse erst recht in Gefahr bringen konnten© Hätte somit der Fahrer der Klägerin auch bei Anwendung einer über die gewöhnliche Verkehrs Sorgfalt hinausgehenden besonderen, überlegenen und gesammelten Aufmerksamkeit, Umsicht und Geistesgegenwart den Zusammenstoß mit dem (wie das angefochtene Urteil feststellt) plötzlich . frontal auf ihren Lastzug geschleuderten Anhänger der Beklagten nicht vermeiden können, so war der Unfall für die Klägerin ein unabwendbares Ereignis im Sinne von .§ 7 Abs© 2 StVG (BGH TOS 4, 177,- NJW 1954, 185 Nr© 1; BGHZ 20, 260)©

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