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Timestamp: 2019-05-19 20:57:45+00:00

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Service :: Diekel - Gut achten. Sicher fahren.
Kfz-Sachverständige und Prüfingenieure
ADAC Vertrags-SV
VST Nordhorn 2015
VSW Lingen 2014
Itterbeck 2014
Kirmessonntag 2013
Urlaubscheck 2012
VST Lingen 2012
VSW Lingen 2010
Oldtimer Erstuntersuchung
Bewertung von Fuhrparks
Leasingrückgabe Gutachten
Prüfung Bauartveränderung
Beweissicherung vor Ort
Gutachten zur Schadenhöhe
Prüfung amtl. Messverfahren
Auf den folgenden Seiten finden Sie weitere Informationen und können sich praktische Ratgeber kostenlos downloaden.
Im Schadensfall - wie verhalten?
Der Unterschied: Haftpflichtschaden / Kaskoschaden
Ein Haftpflichtschaden liegt an Ihrem Fahrzeug dann vor, wenn ein anderes Fahrzeug den Schaden an Ihrem Fahrzeug verursacht hat. Die Haftpflichtversicherung des schadenverursachenden Fahrzeuges muss dann für den Schadenersatz aufkommen. Neben den reinen Reparaturkosten sind von der gegnerischen Haftpflichtversicherung z.B. auch Mietwagenkosten, die während der Reparatur anfallen, zu übernehmen. Auch die vielfach anfallende Wertminderung Ihres Fahrzeuges muss ausgeglichen werden. Damit Sie der gegnerischen Haftpflichtversicherung bei der Schadenreguilierung nicht allein gegenüberstehen, haben Sie das Recht einen Sachverständigen und auch einen Rechtsanwalt zu Rate zu ziehen. Damit soll die sogenannte Waffengleichheit zwischen den Parteien hergestellt werden. Auch die dafür anfallenden Kosten sind von der gegnerischen Haftpflichtversicherung zu tragen, denn es ist nicht Ihre Schuld, dass Sie sich beraten lassen müssen.
Während der Haftpflichtschaden auf dem Pflichtversicherungsgesetz beruht, ist die Kaskoversicherung (egal ob Teil- oder Vollkaskoversicherung) eine freiwillige Leistung, die Sie mit Ihrer Versicherung abgeschlossen haben. Dazu haben Sie einen Versicherungsvertrag, in dem die Rechte und Pflichten beider Vertragspartner beschrieben sind. Die Kaskoversicherung tritt dann ein, wenn Sie selbst einen Schaden an Ihrem Fahrzeug verursacht haben oder ihr Fahrzeug einen Schaden z.B. durch Hagelschlag erlitten hat. Ob in diesem Fall auch die Kosten für ein Sachverständigengutachten von Ihrer Versicherung übernommen werden, sollte vor einer Beauftragung mit der Versicherung geklärt werden.
Sie sollen genau prüfen, ob es ratsam ist, sich die vollständige Schadenregulierung z.B. von der gegnerischen Haftpflichtversicherung abnehmen zu lassen. Gerade bei dem Angebot der gegnerischen Haftpflichtversicherung die Schadenregulierung für Sie vorzunehmen, sollten Sie skeptisch werden, oder lassen Sie Ihre Steuererklärung vom Finanzamt machen? Nur wenn Sie genau wissen, welche Positionen und in welcher Höhe Ihnen zustehen, können Sie wirklich prüfen, ob alle Ihnen zustehenden Positionen ausgeglichen wurden. Sind Sie sich nicht sicher, sollten Sie sich rechtlich beraten lassen und einen Sachverständigen hinzuziehen - das ist Ihr gutes Recht.
Sind Reparaturkosten von über 750 EUR, die sogenannte Bagatellschadengrenze, zu erwarten, werden in jedem Fall die Kosten für ein Schadengutachten übernommen. Heutzutage ist eine Schadenhöhe von 750 EUR schnell erreicht, eine kaputte Stoßfängerschale reicht da meist schon aus. Wenn Ihnen ein Schaden zugefügt wurde, haben Sie das Recht auf die freie Wahl eines Sachverständigen, Sie müssen sich nicht auf einen bei der Versicherung angestellten Sachverständigen verweisen lassen. Unsere Schadengutachten haben neben der Ermittlung der Schadenbeträge auch eine Beweissicherungsfunktion. Mit unseren Gutachten können Sie in einem möglicherweise später anstehenden Rechtsstreit Ihren Schaden Position für Position exakt nachweisen. Dazu wird der Schaden über Lichtbilder beweissicher dokumentiert. Gerade bei Schmerzensgeldansprüchen ist das Schadenbild (wie z.B. die Anstoßrichtung, die Verformungstiefe) für die spätere Rekonstruktion des Unfalles von höchster Bedeutung.
Reparatur des Fahrzeuges
Im Haftpflichtschadenfall können Sie Ihr Fahrzeug in der Werkstatt Ihrer Wahl reparaieren lassen. Oftmals wird von der gegnerischen Haftpflichtversicherung eine Vertrags-/ Vertrauens-/ Partnerwerkstatt vorgeschlagen, in der Sie Ihr Fahrzeug kostenlos (im Haftpflichtschadensfall sowieso) reparieren lassen können und im gleichen Atemzug wird Ihnen von der gegnerischen Versicherung auch mitgeteilt, dass die Werkstatt drei Jahre Garantie auf die geleistete Arbeit gewährt. Auf den ersten Blick scheint das alles in Ordnung zu sein. Nur was passiert mit der Garantie, wenn die Werkstatt in einem Jahr in die Insolvenz gehen muss - Ihre Garantie ist weg. Das ist bei einer markengebundenen Fachwerkstatt anders, denn dort wird die Garantie vom Fahrzeughersteller übernommen, so dass Sie Garantieansprüche in allen anderen markengebundenen Betrieben geltent machen können. Gerne schließen die Fahrzeughersteller Durchrostgarantien mit den Käufern ab; hier gilt es das Kleingedruckte zu beachten. Gelegentlich sind solche Garantien an die regelmäßige Wartung oder Durchsicht in einem markengebundenen Betrieb anhängig. Lassen Sie also in einem anderen, nicht markengebundenen Betrieb reparieren, kann Ihnen auch hier ein Nachteil entstehen.
In unseren Schadensgutachten werden die Reparaturkosten einschließlich aller Nebenkosten sowie einer ggf. anfallenden Wertminderung ausgewiesen. Neben den Kosten werden auch die Nutzungsausfalltage Ihres Fahrzeuges mit der zugehörigen Nutzungsentschädigungsklasse angegeben. Liegen die von uns ermittelten Reparaturkosten über dem Wiederbeschaffungswert Ihres Fahrzeugs, wird eine Reparatur des Fahrzeuges nicht empfohlen. Sie erhalten neben anderen Nebenkosten, den Wiederbeschaffungswert abzüglich des Restwertes.
Im Haftpflichtschadensfall gibt es die Besonderheit, dass Sie, wenn die Reparaturkosten den Wiederbeschaffungswert um bis zu 30% überschreiten, das Fahrzeug dennoch instandsetzen lassen dürfen. Ist die Reparatur fachgerecht und nach dem Reparaturweg der im Gutachten berücksichtigt wurde, durchgeführt worden, so ist der Reparaturbetrag einschließlich einer ggf. anfallenden Wertminderung von der gegnerischen Haftpflichtversicherung entsprechend der Haftungsquote zu tragen. Neben den Reparaturkosten stehen Ihnen Nebenkosten zu, die Sie über Ihren Verkehrsrechtsanwalt anfordern lassen können.
Abrechnung fiktiv
Entscheiden Sie sich, Ihr unfallbeschädigtes Fahrzeug nicht reparieren zu lassen, dann können Sie Ihren Schaden auch nach den ausgewiesenen Zahlen unseres Gutachtens abrechnen. Man spricht dann von einer fiktiven Abrechnung. Hier ist zu beachten, dass dann oftmals von der Versicherung Kürzungen vorgenommen werden. So sind hier Fälle bekannt, bei denen die Stundenverrechnungssätze der markengebundenen Werkstätten reduziert, Ersatzteilpreise gekürzt, Verbringungskosten gestrichen werden. Je nach Schadenhöhe ergeben sich dadurch recht beachtliche Beträge. Ist Ihr Fahrzeug nicht älter als 3 Jahre oder scheckheftgepflegt, so sind Stundensätze der markengebundenen Fachwerkstatt zu zahlen. Die Höhe des Schadenersatzanspruches ist bei fiktiver Abrechnung auf den Wiederbeschaffungswert begrenzt, hier gilt also nicht die 130%-Regel. Von dem Wiederbeschaffungswert wird der Restwert des Fahrzeuges abgezogen. Berücksichtigen Sie, dass bei dieser Art der Schadenregulierung zunächst die Mehrwertsteuer abgezogen wird. Erst wenn Sie die Anschaffung eines neuen Fahrzeuges (Ersatzbeschaffung) nachweisen, können Sie die Mehrwertsteuer nachfordern.
Wir haben für Sie einen Unfallratgeber erstellt, den Sie kostenlos an allen unseren Standorten erhalten. Der Unfallratgeber enthält zusätzlich einen praktischen Unfallbericht, mit dem Sie im Falle eines Unfalles die wichtigsten Daten festhalten können.
Die Reform des Verkehrszentralregisters und Punktsystems
Die Neuregelung des neuen Punktesystems tritt mit dem 1. Mai 2014 in Kraft. Hier können Sie sich über das neue Punktesystem informieren.
Was ist neu? Welche Punktebewertung gibt es in Zukunft? Was passiert mit den alten Punkten?
das Verkehrszentralregister heißt dann Fahreignungsregister (aha!)
Mehrfachtäter-Punktsystem heißt dann Fahreignungs-Bewertungssystem (ein Falschparker ist dann also kein Täter mehr)
ein Aufbauseminar heißt dann Fahreignungsseminar
2. Weniger Punkte, längere Fristen
Ordnungswidrigkeit (1 Punkt)
grobe Ordnungswidrigkeit mit Fahrverbot (2 Punkte)
Straftat (2 Punkte)
Straftat mit Entziehung der Fahrerlaubnis (3 Punkte)
Die "Tilgungsfrist" richtet sich nach der Schwere des Verstoßes:
Ordnungswidrigkeit (2,5 Jahre)
grobe Ordnungswidrigkeit mit Fahrverbot (5 Jahre)
Straftat (5 Jahre)
Straftat mit Entziehung der Fahrerlaubnis (10 Jahre)
Die Frist beginnt mit dem Datum der Rechtskraft, also nicht mit dem Tattag.
Zu einem Eintrag kommt es dann, wenn eine rechtskräftige Entscheidung der Bußgeldbehörde oder eines Strafgerichtes ergangen ist und wenn folgende Voraussetzungen gegeben sind:
Der Verkehrsverstoß ist in der Anlage 13 zur FeV erfasst oder
es erfolgt eine Verurteilung mit einer Führerscheinmaßnahme und
es werden mindestens 60,00 € Bußgeld verhängt.
Für Verstöße, die sich vor dem 01.05.2014 ereignet haben, die jedoch erst ab dem 01.05.2014 und damit nach neuem Recht eingetragen werden, bleibt es beim Grenzwert von 40,00 EUR. Um in diesem Bereich keine Bevorzugung nach neuem Recht zu schaffen, hat der Gesetzgeber die Bußgelder für alle verkehrssicherheitsrelevanten Ordnungswidrigkeiten von 40,00 € auf mindestens 60,00 € erhöht. Dies sind z. B.:
Verstoß gegen die Winterreifenpflicht
Missachtung der Kindersicherungspflicht
Vorfahrtsverstoß (von 50,00 € auf 70,00 €)
Fahren ohne Zulassung (von 50,00 € auf 70,00 €)
Verstoß gegen Ladungssicherungspflichten (von 50,00 € auf 60,00 €)
HU-Frist um mehr als acht Monate überzogen
Fahren ohne Begleitung als 17-jährige/r (von 50,00 € auf 70,00 €)
1 - 3 Punkte = Vormerkung
4 - 5 Punkte = Ermahnung
6 - 7 Punkte = Verwarnung
ab 8 Punkte = Entziehung der Fahrerlaubnis
4. Punkteabbau
Wenn bis zu 5 Punkte vorhanden sind, kann man 1 Punkt durch ein Fahreignungsseminar abbauen (Kosten ca. 400,-- EUR). Ein solches Seminar kann nur ein Mal in 5 Jahren genutzt werden.
5. Was passiert mit den alten Punkten?
1 – 3 Punkte -> 1 Punkt neu
4 – 5 Punkte -> 2 Punkte neu
6 – 7 Punkte -> 3 Punkte neu
8 – 10 Punkte -> 4 Punkte neu
11 – 13 Punkte -> 5 Punkte neu
14 – 15 Punkte -> 6 Punkte neu
16 – 17 Punkte -> 7 Punkte neu
ab 18 Punkte -> 8 Punkte neu
Wird ab dem 01.05.2014 eine alte Eintragung tilgungsreif und nach der auch weiterhin geltenden Überliegefrist von einem Jahr löschungsreif, so wird das alte Umrechnungsmodell wieder aufgemacht. Das bedeutet, dass dann die zu löschende Alteintragung aus dem alten Punktestand heraus gerechnet wird und die Umrechnung in den neuen Punktestand erneut nach dem oben dargestellten Muster zu erfolgen hat.
Das bedeutet z.B., dass bei einem Verkehrsteilnehmer, der am 30.04.2014 sieben Punkte im alten Verkehrszentralregister aufgewiesen hat, zunächst eine Umrechnung auf drei Punkte neu erfolgt. Fällt die letzte alte Eintragung mit beispielsweise einem Punkt weg, so reduziert sich sein Altpunktestand von sieben auf sechs Punkte, was aber nach der Umrechnung unverändert zu drei neuen Punkten führt. Umfassende Informationen finden Sie auch im Fyler des ADAC, den Sie hier kostenlos downloaden können.
Artikel im BVSK-Rundschreiben Dez. 2013 von Dr. Uwe Wirsching
ADAC, Broschüre des ADAC, "Das neue Punktesystem"
Alphabetisch sortiert finden Sie hier Erläuterungen zu den wesentlichen Begriffen aus unserem Dienstleistungsbereich
Übersteigen die Reparaturkosten den Wiederbeschaffungswert um bis zu 30%, kann der Geschädigte das Fahrzeug dann instand setzen lassen, wenn er das Fahrzeug weiter nutzen will und die Reparatur fachgerecht durchgeführt wird.
§249 BGB - Art und Umfang des Schadenersatzes
Abschlepp- und Bergekosten
Abschlepp- und Bergekosten gehören nach einem unverschuldeten Unfall zum ersatzpflichtigen Schaden. In der Regel werden nur die Transportkosten bis zur nächsten Vertragswerkstatt erstattet.
Bei Kaskoschäden zahlt im Totalschadensfall der Versicherer diese Kosten meistens nicht, da mit dem Wieder-beschaffungswert die Entschädigungsgrenze bereits erreicht ist (s. § 13 AKB). Für solche Fälle macht sich eine Schutzbriefversicherung eines Automobilclubs oder einer Versicherung bezahlt. Diese übernimmt dann die Abschlepp- und Bergekosten.
Abzüge aus Wertverbesserung
Im Haftpflichtschadenfall sind Abzüge von den erstattungsfähigen Reparaturkosten dann anzusetzen, wenn durch die Reparatur des unfallbeschädigten Fahrzeuges finanzielle Vorteile für den Geschädigten entstehen. Das kann dann der Fall sein, wenn durch die Reparatur des Unfallschadens eine alte Beschädigung behoben wird und dadurch Reparaturkosten, die vom Geschädigten hätten aufgewendet werden müssen, gespart werden.
Abzüge können z.B. auch dann erforderlich werden, wenn z.B. der Motor mit einer Laufleistung von 200.000 km unfallbedingt erneuert werden muss. Hier ist für jeden ersichtlich, dass durch den Einbau eines neuen Motors eine Wertverbesserung des Fahrzeuges eintritt, die der Geschädigte sich anrechnen lassen muss.
Die Abzüge aus einer Wertverbesserung sind nicht mit den Abzügen Neu für Alt aus einem Kaskoschaden zu verwechseln. Bei den Abzügen Neu für Alt handelt es sich um vertraglich vereinbarte Abzüge.
Abzüge „Neu für Alt“ (NfA)
Die Abzüge Neu für Alt ergeben sich aus den Allgemeinen Kraftfahrtbedingungen (AKB). Im § 13 Abs. 5 AKB heißt es:
„Von den Kosten der Ersatzteile und der Lackierung wird ein dem Alter und der Abnutzung entsprechender Abzug gemacht (Neu für Alt). Der Abzug beschränkt sich bei Krafträdern, Personen- und Kombinationswagen sowie Omnibussen bis zum Schluss des vierten, bei allen übrigen Fahrzeugen bis zum Schluss des dritten auf die Erstzulassung des Fahrzeugs folgenden Kalenderjahres auf Batterie, Bereifung und Lackierung“
Nach diesen Bedingungen sind vertragsgemäß Abzüge von den Reparaturkosten auf Grund des „fortgeschrittenen Alters“ z.B. von der Lackierung des zu reparierenden Schadbereiches vorzunehmen. Mittlerweile verzichten einige Versicherer auf diesen Abzug, so dass es sich lohnt vor dem Abschluß einer Kraftfahrtversicherung auch das Kleingedruckte zu studieren.
Mit den heutigen Reparaturmethoden können kleinere Eindellungen, wie z.B. Parkplatzdellen oder Hagelschäden, ohne eine aufwendige Reparaturlackierung instandgesetzt werden. Voraussetzung für die Anwendung solcher Reparaturmethoden ist, dass der Lack nicht beschädigt wurde, die Eindrückung nicht scharfkantig und der Schadbereich von der Blechinnenseite her zugänglich ist. Die Instandsetzung wird dann mit einer Hebel- und Drücktechnik von der Innenseite der Karosseriebleche vorgenommen. Mittlerweile ist die Instandsetzungstechnik soweit ausgereift, dass Blech an von innen unzugänglichen Stellen, über die Außenhaut gezogen werden kann.
Im Haftpflichtschadenfall können Sie, sofern Sie Ihr Fahrzeug nicht mehr nutzen können, während der Ausfalltage ein Ersatzfahrzeug mieten. Die Kosten für das Ersatzfahrzeug trägt die Haftpflichtversicherung des Schädigers im Rahmen der Ersatzpflicht. Verzichten Sie auf die Anmietung eines Ersatzfahrzeuges, so können Sie eine Nutzentschädigung beanspruchen.
Bei einem verkehrssicheren Fahrzeug zählt die Ausfallzeit vom Beginn der Reparatur bis zur Abholung des Fahrzeuges von der Werkstatt. Bei einem nicht mehr fahrfähigen Fahrzeug beginnt die Ausfallzeit mit dem Unfalltag.
Bei einem Totalschaden wird die Ausfallzeit dann als Wiederbeschaffungsdauer bezeichnet. Je nach Fahrzeugtyp und Hersteller kann diese bis 10, in Ausnahmefällen auch 14 Tage betragen.
Der Bagatellschaden ist z.B. ein Schaden an den Karosserieaußenteilen eines Pkw, wie leichte Verformungen oder Verkratzungen. Die so genannte Bagatellschadengrenze hat sich aus verschiedenen Gerichtsurteilen um einen Betrag von ehemals 1.000,-- bis 1.500,-- DM, also nun bis etwa 750,-- EUR, eingependelt. Liegt ein Bagatellschaden vor, so kann die Haftpflichtversicherung des Schädigers die Übernahme der Kosten für ein Schadengutachten ablehnen. Sie kann sich dabei auf die sogenannte „Schadensminderungspflicht“ des Geschädigten berufen.
Unser Haus erstellt bei einem Bagatellschaden ein Kurzgutachten, das nicht viel mehr als ein Kostenvoranschlag kostet. Ihr Vorteil dabei ist, dass der Schaden an Ihrem Fahrzeug von einem unabhängigen Sachverständigen festgestellt wurde und beweissichernde Lichtbilder existieren. Wir sind aufgrund unserer Bestellung verpflichtet unserer Unterlagen, somit auch die Lichtbilder über einen Zeitraum von 7 Jahren zu asservieren, so dass Sie sicher sein können, im Falle eines Rechtsstreites auf unsere Feststellungen beweissicher zurückgreifen zu können.
Gemäß § 7 STVG (Straßenverkehrsgesetz) haften Fahrer und Halter eines Kraftfahrzeuges für Gefahren, die sich aus dessen Betrieb ergeben. Dies wird dadurch begründet, dass ein Kraftfahrzeug eine gefährliche Sache ist, die in Verkehr gebracht wird und auch z. B. bei einem Bruch von Fahrzeugteilen ohne Verschulden des Fahrers Schäden verursachen kann.
Daraus ergibt sich, dass grundsätzlich jeder Fahrzeugbesitzer für Schäden durch den Betrieb seines Fahrzeuges haften muss. Diese Haftung auf Grund der so genannten „Betriebsgefahr“ tritt nur dann in den Hintergrund, wenn das Verschulden eines weiteren Unfallbeteiligten gravierend überwiegt oder der Verkehrsunfall für den Fahrer des Fahrzeuges auch bei größter Vorsicht nicht zu vermeiden war (unvermeidbares Ereignis).
Ab dem 1.8.2002 ist der Begriff des unabwendbaren Ereignisses in den Bestimmungen des BGB entfallen.
Die Betriebsgefahr wird bei Personenkraftwagen meist zu einer Mithaftung im Bereich von 25 % führen. Bei LKW und Nutzfahrzeugen ist dieser Anteil meist zu erhöhen (höhere Betriebsgefahr), bei Zweirädern häufig zu vermindern.
Unter einem Betriebsschaden wird ein Schaden verstanden, der im normalen Betrieb eines Fahrzeuges entsteht. Ein solcher Schaden wird in der Regel von einer Kaskoversicherung nicht gedeckt. Das hat zur Folge, dass von der Kaskoversicherung keine Schäden übernommen werden, die ohne Einwirkung von außen während der Fahrt oder des während des normalen Fahrzeugeinsatzes entstehen. Betriebsschäden sind Schäden, die durch normale Abnutzung, Materialfehler, Bedienungsfehler, normalen Gebrauch (im Rahmen der Zweckbestimmung) und durch eine Betriebseinheit (z.B. Anhänger) entstehen bzw. darauf zurückzuführen sind.
Beispiel für einen Betriebsschaden: Ein Sattelzug sollte Erdaushub auf eine Deponie bringen. Auf der Deponie musste der Lkw über kurz zuvor angelieferte, lediglich planierte und nicht verdichtete Erde fahren. Dabei sackte der Sattelzug ein und wurde beschädigt. Dieser Schaden entstand bei der normalen Verwendung des Lkw, so dass kein Versicherungsschutz besteht. (OLG Karlsruhe SP 94,289).
Dabei sind Schäden, die beim Umstürzen eines Lkw durch das Aufschlagen auf den Boden entstehen, immer Unfallschäden (BGH r+s 98,9).
In zahlreichen Fällen ist es empfehlenswert einen bestimmten Zustand oder Mangel von einem Sachverständigen dokumentieren zu lassen, um in einer späteren Auseinandersetzung den Zustand oder Mangel mit einem Dokument beweisen zu können.
Der Geschädigte kann gemäß § 249 BGB frei wählen, ob er das Fahrzeug instandsetzen oder ob er sich die ermittelten Reparaturkosten auszahlen lässt (fiktive Abrechnung). Liegen die Reparaturkosten oberhalb von 50…70% (bezogen auf den Wiederbeschaffungswert), wird bei der fiktiven Abrechnung nach herrschender Rechtsprechung der Restwert vom Wiederbeschaffungswert in Abzug gebracht.
Der Geschädigte darf in diesen Fällen sein beschädigtes Fahrzeug zu dem Wert veräußern, den der Sachverständige als Restwert auf dem allgemeinen regionalen Markt ermittelt hat. Auf höhere Restwertangebote des Versicherers muss er sich nur dann einlassen, falls er sein Fahrzeug noch nicht veräußert hat (BGH, Urteil vom 06. 04. 1993, AZ VI ZR 181/92 - und BGH, Urteil vom 30. 11. 1999, AZ VI ZR 219/98).
Gerade bei älteren Fahrzeugen ist eine Instandsetzung mit Neuteilen oftmals nicht mehr wirtschaftlich durchführbar. In solchen Fällen kann der Reparaturbetrieb möglicherweise eine kostengünstige Instandsetzung durch die Verwendung von Gebrauchtteilen anbieten. Aus technischer Sicht sollten als Gebrauchtteile keine sicherheitsrelevanten Teile wie Fahrwerk-, Brems- und Lenkungsteile sowie Komponenten der Steuer- und Sicherheitselektronik Verwendung finden.
Die Gewährleistung für Arbeiten eines Kfz-Fachbetriebs beträgt heute von 6 Monaten bis zu 2 Jahren. In dieser Zeit haftet der Reparaturbetrieb für Ausführungsmängel an Karosserie und Lackierung sowie für Mängel als Folge der Unfallreparatur, die während der Gewährleistungsfrist auftreten. Dies gilt auch für Folgeschäden (z.B. Unterrostungen, Lackschäden), die während der Gewährleistungsfrist auftreten.
Viele Fahrzeughersteller bieten heute eine Langzeitgarantie gegen Durchrostungsschäden an der Karosserie. Diese Garantieerklärungen sind jedoch an bestimmte Bedingungen gebunden: Neben der regelmäßigen Wartung ist z.B. die Unfallinstandsetzung nach Herstellerrichtlinien Voraussetzung. Nur wenn bei der Instandsetzung nach den Anweisungen des Herstellers (in der Regel nur in der Vertragswerkstatt) gearbeitet wird, kann man sich später auf die Langzeit-Durchrostungsgarantie berufen.
Im Haftpflichtschadensfall ist der Unfallverursacher im Rahmen der Haftungsquote verpflichtet, dem Unfallopfer gemäß § 249 BGB den Schaden zu ersetzen, den er unfallbedingt erlitten hat. Der Unfallgeschädigte ist so zu stellen, wie er stehen würde, wenn der Unfall nicht eingetreten wäre. Im Haftpflichtschadenfall tritt Kraft Gesetzes die Haftpflichtversicherung des Unfallbeteiligten an die Stelle des Schädigers (§ 3 Pflichtversicherungsgesetz) und hat alle Schadenskosten, wie z.B. die Instandsetzungskosten, eine Wertminderung, die Leihwagen- oder Nutzungsentschädigungskosten, die Rechtsanwaltsgebühren, das Sachverständigenhonorar oder auch Kosten für Schäden an mitgeführten Gegenständen, Schutzhelm, Bekleidung, etc. zu ersetzen.
Die Rechtsgrundlage ist hierfür, im Gegensatz zum Kaskoschaden, die gesetzliche Regelung nach § 249 BGB.
Beim Kaskoschaden hat der Versicherungsnehmer beim selbst verschuldeten Unfall (Vollkasko) oder beim Wild-, Unwetter- und Steinschlagschaden (Teilkasko) gemäß den vereinbarten Versicherungsbedingungen Anspruch auf den Ersatz der unfallbedingten Schäden. Es handelt sich hier ausschließlich um vertragliche Ansprüche, die streng von den Schadenersatzansprüchen im Haftpflichtschaden zu trennen sind. Die Höhe der Ersatzleistung richtet sich stets nach den Versicherungsbedingungen, die im Versicherungsschein bzw. in der AKB nachzulesen sind.
Ob die Kosten eines vom Versicherungsnehmer beauftragten Sachverständigen übernommen werden, sollte vor der Beauftragung des Sachverständigen mit der Versicherung geklärt werden. Oftmals verfügen die Versicherer über eigene Sachverständige.
Unser Haus erstellt auf Wunsch auch Kurzgutachten. In Fällen, bei denen der Schaden unterhalb oder im Bereich der Bagatellschadengrenze liegt, werden die Kosten für ein ausführliches Schadensgutachten von der gegnerischen Haftpflichtversicherung i.d.R. nicht übernommen. Hier verweisen die Versicherer regelmäßig auf die Schadensminderungspflicht. Unser Kurzgutachten kostet nicht viel mehr als ein Kostenvoranschlag. Wenn Sie uns beauftragen, haben Sie den Vorteil, dass der Schaden an Ihrem Fahrzeug von einem unabhängigen Sachverständigen festgestellt wird und beweissichernde Fotos existieren.
Die so genannte Bagatellschadensgrenze hat sich aus verschiedenen Gerichtsurteilen bei einem Betrag von etwa 750,-- EUR eingependelt. Bis zu dieser Grenze sind die Versicherer nicht mehr verpflichtet, die Kosten für das Schadensgutachten des Geschädigten zu übernehmen.
Marktwert (Oldtimer-/Liebhaberfahrzeuge)
Der Marktwert ist der geschätzte An- bzw. Verkaufspreis am Privatmarkt. Bei überwiegend gewerblich gehandelten Fahrzeugen fließen auch die Handelspreise (als Nettobetrag), die internationalen Auktionsergebnisse (ohne MwSt) sowie die internationale Marktsituation in den Marktwert mit ein. Der Marktwert stellt die Basis der Oldtimer-Sonderversicherung dar und bildet i.d.R. die Höchstentschädigungsgrenze bei Oldtimer-Kaskoschäden. Der Marktwert ist Mehrwertsteuerneutral auszuweisen.
Nutzungsausfall / Nutzungsausfallentschädigung
Der Geschädigte, der kein Ersatzfahrzeug anmietet, hat grundsätzlich Anspruch auf Geldentschädigung im Sinne von § 249 Abs. 2 BGB für die Entziehung der Nutzungsmöglichkeit seines beschädigten Pkw.
Die Höhe der Nutzungsausfallentschädigung richtet sich nach der Fahrzeugklasse und dem Alter des beschädigten Fahrzeuges. Sie gibt die Geldentschädigung pro Tag an, so dass sich die Gesamtentschädigung nach der Reparaturdauer bzw. nach der Wiederbeschaffungsdauer richtet. Der konkrete Tagessatz kann bspw. der Nutzungsausfallentschädigungstabelle "Sanden, Danner, Küppersbusch" entnommen werden. Der Kfz-Sachverständige wird im Schadensgutachten die technische Einordnung des Fahrzeuges für den Nutzungsausfall vornehmen.
Die Nutzungsausfallentschädigungklasse und die Ausfalltage werden im Gutachten ausgewiesen.
Ist der Unfall teilweise selbst- und fremdverschuldet, kann es von Vorteil sein, nach dem sogenannten »Quotenvorrecht« abzurechnen. Wird also festgestellt, dass beide Beteiligte Schuld am Unfall sind z.B. mit einer Quote 50% zu 50%, so kann der Geschädigte seine Ansprüche gegenüber dem Unfallgegner und gegenüber der eigenen Vollkaskoversicherung geltend machen.
In der Abrechnung nach dem Quotenvorrecht werden die Reparaturkosten oder der Wiederbeschaffungswert von der eigenen Vollkaskoversicherung ersetzt. Nebenkosten wie z.B. die Sachverständigenkosten, Abschleppkosten und Wertminderung ersetzt die gegnerische Haftpflichtversicherung, soweit der Gesamtbetrag den Quotenbetrag nicht übersteigt, den die Versicherung aufgrund des Haftungsanteils zahlen müsste.
Quotenbevorrechtigt sind die Positionen, die das Blech berüht haben. Aus dieser einfachen Definition ergibt sich, dass die Selbstbeteiligung quotenbevorrechtigt ist (Teil der Reparaturkosten). Gleiches gilt für die Wertminderung, die Sachverständigenkosten und die Abschleppkosten. In all diesen Fällen wurde das Blech zumindest „berührt“.
Nicht in den quotenbevorrechtigten Anteil der Schadenskosten fallen Positionen wie Schmerzensgeld, Mietwagenkosten und sonstige Nebenkosten, die nicht direkt den reinen Fahrzeugschaden betreffen.
Das Quotenvorrecht ist sehr kompliziert. Wenn es aber nicht beachtet wird, kann es dazu führen, dass der Unfallgeschädigte auf einem Teil der Kosten, wie zum Beispiel dem Schaden durch die Rückstufung in der Vollkaskoversicherung, sitzen bleibt. Es empfiehlt sich, hier in jedem Fall einen Verkehrsanwalt zur Hilfe zu nehmen.
Die Kosten für Mietwagen, Nutzungsausfallentschädigung oder Verbringungskosten zahlen einige Versicherer erst, nachdem die Reparatur des Fahrzeuges nachgewiesen worden ist.
Ein solcher Nachweis kann die Reparaturrechung der Werkstatt oder auch ein schriftlicher Nachweis mit Lichtbildern des Sachverständigen sein. Bei einer Bestätigung durch den Sachverständigen wird dieser prüfen, ob die Reparatur vollständig und fachgerecht erfolgt ist. Ist dies nicht der Fall, so wird in der Regel dann auf Totalschadenbasis abgerechnet. Der Erstattungsbetrag ergibt sich dann aus dem Wiederbeschaffungswert abzüglich des Restwertes.
Die zu erwartende Reparaturdauer wird vom Sachverständigen an Hand der Instandsetzungskalkulation beurteilt und festgelegt.
Eine reparaturbedingte Überschreitung der vorab geschätzten Reparaturdauer kann bei unerwarteten Verzögerungen wie z.B. durch Lieferschwierigkeiten von Ersatzteilen auftreten.
Die im Gutachten angegebene Reparaturdauer versteht sich als Angabe von Arbeitstagen, dazwischen liegende Feiertage oder Wochenenden sind für die Ausfallzeit zusätzlich zu berücksichtigen.
Der Restwert ist der Wert, den das beschädigte Fahrzeug im nicht reparierten Zustand hat. Der Restwert ist als Marktwert durch den Sachverständigen am allgemeinen Markt festzustellen. Auf diesen Restwert darf sich der Geschädigte verlassen, d.h. er darf sein Fahrzeug zu dem vom Sachverständigen festgestellten Restwert veräußern. Auf höhere Ankaufpreise spezieller Restwertaufkäufer muss der Geschädigte sich im Haftpflichtschadenfall in aller Regel nicht verweisen lassen.
Auf Wunsch ermitteln wir den Restwert auch über sogenannte elektronische Restwertbörsen. Dabei handelt es sich um ein System, in dem nur zugelassene Sachverständige Fahrzeuge einstellen und zugelassene Käufer Kaufangebote abgeben können. Bei den Käufern handelt es sich um spezialisierte Restwertaufkäufer, die selten im regionalen Bereich ansässig sind. In den Geboten ist die Abholung des verunfallten Fahrzeuges enthalten.
Weicht ein Fahrzeugführer z.B. einem Haarwild aus und verunglückt dabei mit seinem Fahrzeug, können die Unfallschäden von der Teilkaskoversicherung auch dann gedeckt sein, wenn kein Zusammenstoß mit dem Haarwild erfolgte.
Schäden an Leasingfahrzeugen
Bei Leasingfahrzeugen ist der Leasinggeber Eigentümer des Fahrzeuges und ist daher nach einem Unfall zu informieren.
Nach den Leasingverträgen ist eine Unfallinstandsetzung nach Herstellerrichtlinien fachgerecht und vollständig auszuführen. Verstößt der Leasingnehmer gegen diese vertraglichen Pflichten, kann der Vertrag vom Leasinggeber gekündigt werden. Die Folge einer solchen Kündigung können erhebliche, finanzielle Nachteile, bis hin zur Übernahme des Fahrzeuges sein.
Das heißt, gerade bei Leasingfahrzeugen sollte der Schadenumfang sachgerecht durch ein Schadengutachten dokumentiert werden und die Instandsetzung in einem Herstellerbetrieb fachgerecht ausgeführt werden. Wird im Schadengutachten ein merkantiler Minderwert ausgewiesen, so steht dieser dem Leasinggeber zu.
Wir erstellen Ihnen im Falle eines Falles ein Schadengutachten nach Haftpflicht- oder Kaskogesichtspunkten.
Im Haftpflichtschadensfall sollten Sie nicht auf ein Schadengutachten verzichten. Eine sorgfältige Dokumentation des Schadens ist für eine eventuelle rechtliche Auseinandersetzung mit dem Unfallgegner die Grundlage aller Schadensersatzansprüche. Dies gilt sowohl für die Wiederherstellungskosten, wie auch für die Höhe der Nutzungsausfallentschädigung, dem merkantilen Minderwert, aber auch für eventuelle Schmerzensgeldansprüche. Der öffentlich bestellte und vereidigte Sachverständige, wie auch die zertifizierten Sachverständigen, sind verpflichtet, die Feststellungen 7 Jahre aufzubewahren. Das gilt auch für die Lichtbilder bzw. für die Bilddateien. Leider müssen wir in unserer Gerichtspraxis, bei denen es auf diese Beweismittel ankommt, immer wieder feststellen, dass Negative oder die original Bilddateien nicht mehr vorhanden sind. Es ist dann oftmals für den Kläger schwierig, seinen Schaden lückenlos nachzuweisen. Daher sollten Sie ein Gutachten immer von einem öffentlich bestellten und vereidigten oder zertifizierten Sachverständigen erstellen lassen.
Ein Totalschaden liegt vor, wenn die Wiederherstellung des beschädigten Fahrzeuges entweder nicht möglich ist (technischer Totalschaden) oder unwirtschaftlich ist (wirtschaftlicher Totalschaden). Der technische Totalschaden liegt z.B. bei völliger Zerstörung des Fahrzeugs aufgrund eines Brandes vor.
Wird durch einen unverschuldeten Unfall ein Fahrzeug total beschädigt, so dass eine Reparatur unwirtschaftlich ist, können Umbaukosten z.B. für eine umfangreiche HiFi-Anlage, Regaleinbauten, Sondersitze etc. anfallen. In der Regel werden die Umbaukosten von der gegnerischen Versicherung gegen Nachweis übernommen.
Anfallende Umbaukosten werden vom KFZ-Sachverständigen im Wiederbeschaffungswert berücksichtigt oder gesondert ausgewiesen.
Verbringungskosten fallen z.B. dann an, wenn der die Reparatur ausführende Betrieb nicht über eine eigene Lackiererei verfügt. Das Fahrzeug muss in die Lackiererei verbracht werden, so dass entsprechende Kosten anfallen.
Ob der Geschädigte bei der fiktiver Abrechnung Anspruch auf die Erstattung der Verbringungskosten hat, wird in der Rechtsprechung leider unterschiedlich gehandhabt.
Der merkantile Minderwert beschreibt die Wertminderung eines reparierten Unfallfahrzeuges. Trotz technisch einwandfreier Instandsetzung wird der Wert des Fahrzeuges aufgrund der Tatsache, dass es ein Unfallfahrzeug ist, im Wert niedriger gehandelt werden, als ein vergleichbares unfallfreies Fahrzeug.
Der merkantile Minderwert ist vom Sachverständigen nach der allgemeinen, regionalen Marktlage zu ermitteln.
Mit der Wiederbeschaffungsdauer werden im Gutachten die zu erwartenden Arbeitstage angegeben, die wahrscheinlich erforderlich sind, um ein vergleichbares Ersatzfahrzeug zu beschaffen. Die Wiederbeschaffungsdauer ist bei der Abrechnung auf Totalschadenbasis erforderlich. In Einzelfällen kann die tatsächliche Ausfallzeit insgesamt von der angegebenen Wiederbeschaffungsdauer abweichen.
Der Begriff Zeitwert spielt in der Unfallschadenregulierung heute keine Rolle mehr. Der Zeitwert eines Fahrzeuges entspricht etwa dem Händlereinkaufswert. Grundlage für die Fahrzeugbewertung ist sowohl bei Kasko- als auch in Haftpflichtschäden der Wiederbeschaffungswert, der im Regelfall höher liegt und vom Sachverständigen festzulegen ist.
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Ratgeber & hilfreiche Tipps:
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Entgelttabellen / Sicherungsabtretung:
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Honorartabelle des Ingenieurbüro Diekel (Schadengutachten)
AGB Allgemeine Geschäftsbedingungen Ingenieurbüro Diekel
Als ADAC Vertragssachverständiger bieten wir Ihnen als ADAC-Mietglied eine kostenlose Erstberatung zu allen Fragen rund ums Auto an.
Neben dieser Beratungstätigkeit können Sie auch unsere ADAC Dienstleistungen, wie z. B. einen Gebrauchtwagencheck zu günstigen Konditionen nutzen. Sollten Sie vor dem Kauf eines Pkws stehen, lohnt es sich, einen Betrag in der Höhe von ca. Hauptuntersuchung zu investieren und von einem unserer Sachverständigen prüfen zu lassen, ob das Fahrzeug das hält, was der Verkäufer Ihnen verspricht.
Lassen Sie Ihr Fahrzeug an unserer Prüfstelle in Bad Bentheim oder in Lingen durchchecken. Bitte bringen Sie auch Ihre ADAC-Clubkarte mit!
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Wer hat Lust auf WARTEN?
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