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Timestamp: 2020-04-06 12:43:45+00:00

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BVerwG, 26.04.1988 - 9 C 28.86 - dejure.org
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BVerwG, 26.04.1988 - 9 C 28.86 (https://dejure.org/1988,214)
BVerwG, Entscheidung vom 26.04.1988 - 9 C 28.86 (https://dejure.org/1988,214)
BVerwG, Entscheidung vom 26. April 1988 - 9 C 28.86 (https://dejure.org/1988,214)
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Widerlegbare Regelvermutung - Angehörige - Politisch Verfolgter - Ehegatte - Minderjährige Kinder - Tatsächliche Verfolgung - Verwandte - Verfolgungsprognose - Bruder
VG München, 16.03.1983 - 9 K 81.11600
OVG Nordrhein-Westfalen, 12.11.1985 - 18 A 10094/83
BVerwGE 79, 244
NVwZ 1988, 1033
DVBl 1988, 1023
BVerwG, Urteil vom 26. April 1988 - 9 C 28.86 -, BVerwGE 79, 244; Urteil vom 13. Januar 1987 - 9 C 53.86 -, BVerwGE 75, 304; Urteil vom 2. Juli 1985 - 9 C 35.84 -, Buchholz 402.25 § 1 AsylVfG Nr. 34.
Urteil vom 26. April 1988 - 9 C 28.86 -, BVerwGE 79, 244.
vgl. BVerwG, Urteil vom 13. Januar 1987 - 9 C 53.86 -, BVerwGE 75, 304 (313) = InfAuslR 1987, 168; Urteil vom 27. Februar 1987 - 9 C 264.86 -, Buchholz 402.25 § 1 AsylVfG Nr. 63, S. 13 (16); Urteil vom 26. April 1988 - 9 C 28.86 -, BVerwGE 79, 244 (247); Beschluss vom 8. Januar 1990 - 9 B 451.89 - Beschluss vom 8. Januar 1990 - 9 B 476.89 - Beschluss vom 15. Januar 1992 - 9 B 239.91 -.
BVerwG, Urteil vom 26. April 1988 - 9 C 28.86 -, BVerwGE 79, 244; Urteil vom 13. Januar 1987 - 9 C 53.86 -, BVerwGE 75, 304; Urteil vom 2. Juli 1985 - 9 C 35.84 -, Buchholz 402.25 § 1 AsylVfG Nr. 34. In der Türkei ist es selbstverständlicher Bestandteil polizeilicher Ermittlungstaktik, daß nahe Angehörige bestimmter politisch Verfolgter von den Sicherheitskräften in der Wohnung überfallen, nach Durchsuchung - häufig auch des Arbeitsplatzes - zur Wache genommen und unter Folter verhört werden.
Vgl. BVerwG, Urteil vom 13. Januar 1987 - 9 C 53.86 -, BVerwGE 75, 304 (313) = InfAuslR 1987, 168; Urteil vom 27. Februar 1987 - 9 C 264.86 -, Buchholz 402.25 § 1 AsylVfG Nr. 63, S. 13 (16); Urteil vom 26. April 1988 - 9 C 28.86 -, BVerwGE 79, 244 (247); Beschluß vom 8. Januar 1990 - 9 B 451.89 - Beschluß vom 8. Januar 1990 - 9 B 476.89 - Beschluß vom 15. Januar 1992 - 9 B 239.91 -.
Entgegen einer in der Literatur vertretenen Ansicht (vgl. Mützel, ZOV 2013, 98, 103; Wapler in Beauftragter der Bundesregierung für die neuen Bundesländer, Aufarbeitung der Heimerziehung in der DDR - Expertisen, 5, 95) kann die Einstufung einer in der Folge der politisch intendierten Inhaftierung der Eltern erfolgten Heimeinweisung als Akt politischer Verfolgung schließlich nicht unter Rückgriff auf die in der asylrechtlichen Rechtsprechung anerkannte, unter bestimmten Voraussetzungen für die minderjährigen Kinder eines Verfolgten geltende Vermutung einer eigenen politischen Verfolgung (vgl. BVerwGE 75, 304, 312; 79, 244, 245 f.;… Randelzhofer in Maunz/Dürig/Herzog/Scholz, GG, Art. 16a Abs. 1 Rn. 64 (Stand: März 2007);… Jarass aaO Rn. 12) begründet werden.
Urteil vom 26. April 1988 - 9 C 28.86 -, BVerwGE 79, 244; vgl. auch BVerwG, Urteil vom 2. Juli 1985 - 9 C 35.84 -, InfAuslR 1985, 274; Urteil vom 13. Januar 1987 - 9 C 53.86 -, BVerwGE 75, 304; Beschluss vom 15. Januar 1992 - 9 B 239.91 -.
Für den Kläger greift mit Blick auf eine mögliche frühere Verfolgung seines Vaters auch nicht die Regelvermutung, dass er als Kind eines politisch Verfolgten ebenfalls verfolgt wird, denn diese Vermutung basiert auf der Neigung unduldsamer Staaten, im Kampf gegen oppositionelle Kräfte, anstatt auf den politischen Gegner, dessen sie nicht habhaft werden können, auf Personen zuzugreifen, die dem Verfolgten besonders nahestehen, um hierdurch ihr Ziel, abweichende Meinungen zu unterdrücken, in der einen oder anderen Weise doch noch zu erreichen (…vgl. BVerwG, Urt. v. 13.1.1987, 9 C 53/86, juris Rn. 27; Urt. v. 26.4.1988, 9 C 28/86, juris Rn. 7).
In neueren Entscheidungen hat der erkennende Senat die Rechtsgrundlage der beamtenrechtlichen Beihilfegewährung dahin präzisiert, daß der Dienstherr durch sie die (echte oder eigentliche) Alimentation durch die Dienstbezüge ergänzt, mit welchen zur angemessenen Eigenvorsorge des Beamten ein Durchschnittssatz für erfahrungsgemäß in Krankheitsfällen entstehende Aufwendungen zur Verfügung gestellt wird, und daß der Gesetzgeber bei der Regelung der Besoldung und Versorgung diese ergänzende Hilfeleistung durch Beihilfen voraussetzt (vgl. BVerwGE 77, 331 [BVerwG 25.06.1987 - 2 C 57/85]; 79, 249 [BVerwG 26.04.1988 - 9 C 28/86]; Entscheidung vom 25. Juni 1987 - BVerwG 2 N 1.86 - 2 N 1/86]>).
Mit dieser auf die Klein-(Kern-)Familie beschränkten Regelung des § 7 a Abs. 3 AsylVfG wird allen von ihr erfaßten Familienmitgliedern ein einheitlicher asylrechtlicher Status nicht nur dann eingeräumt, wenn eine politische Verfolgung in jeweils eigener Person offenbleibt, sondern auch dann, wenn objektiv feststeht, daß Familienangegehörige des nach Art. 16 Abs. 2 Satz 2 GG Asylberechtigten nicht in eigener Person von politischer Verfolgung bedroht sind und ihnen ein Asylanspruch auch aufgrund der Regelvermutung eigener Verfolgung nach Maßgabe der Rechtsprechung des erkennenden Senats (vgl. Urteile vom 13. Januar 1987 - BVerwG 9 C 53.86 - BVerwGE 75, 304 und vom 26. April 1988 - BVerwG 9 C 28.86 - BVerwGE 79, 244) nicht zustünde.
Es ist zunächst auf die Gewährung von Schutz vor politischer Verfolgung gerichtet, deren - beachtlich wahrscheinlicher - Eintritt wegen der familiären Verbundenheit des Ehegatten und der minderjährigen ledigen Kinder mit dem eigentlich Verfolgten - in Weiterführung der richterrechtlich entwickelten sogenannten Regelvermutung (vgl. dazu BVerwGE 79, 244) - unterstellt wird.
Die Grundlage sowohl für die Unterstellung einer Gefährdung wegen besonderer familiärer Verbundenheit mit dem eigentlich Verfolgten und Asylberechtigten als auch für den Aspekt der sozialen Eingliederung bildet die besonders ausgeprägte familiäre Nähe, die zwischen Eltern und den mit ihnen in der Gemeinschaft der Kleinfamilie lebenden minderjährigen und ledigen Kinder besteht (vgl. zur Gefährdung dieses Personenkreises BVerwGE 79, 244; zur Eingliederungshilfe durch Gewährung eines einheitlichen Status an Eltern und Kinder BVerwGE 75, 304 (311) [BVerwG 13.01.1987 - 9 C 53/86]).
Das Berufungsgericht hat dabei insbesondere nicht die - nur bei Ehegatten und minderjährigen Kindern anwendbare - Regelvermutung herangezogen, nach der immer dann, wenn Fälle festgestellt worden sind, in denen ein Staat Repressalien gegen die Ehefrau oder die minderjährigen Kinder im Zusammenhang mit der politischen Verfolgung des Ehemannes oder Vaters ergriffen hat, auch der Ehefrau oder den Kindern, über deren Asylanspruch im konkreten Fall zu entscheiden ist, das gleiche Schicksal mit beachtlicher Wahrscheinlichkeit droht (Urteile vom 2. Juli 1985 - BVerwG 9 C 35.84 - Buchholz 402.25 § 1 AsylVfG Nr. 34; vom 13. Januar 1987 - BVerwG 9 C 53.86 - BVerwGE 75, 304; vom 26. April 1988 - BVerwG 9 C 28.86 - BVerwGE 79, 244).
BVerwG, 15.01.1992 - 9 B 239.91
Antrag auf Asyl - Gefahr einer politischen Verfolgung - Sippenhaft als Asylgrund
BVerwG, 08.01.1990 - 9 B 476.89
BVerwG, 20.12.1991 - 9 B 238.91
BVerwG, 15.01.1992 - 9 B 259.91
BVerwG, 15.01.1992 - 9 B 240.91
BVerwG, 21.01.2000 - 9 B 615.99
VGH Bayern, 26.08.2015 - 13a ZB 15.30048
Asylrecht Afghanistan; Flüchtlingseigenschaft; Familienangehörige
BVerwG, 08.01.1990 - 9 B 451.89
BVerwG, 14.07.1998 - 9 B 1219.97
Beurteilung der Zulassungsgründe im Rahmen einer Beschwerde wegen Nichtzulassung …
Darlegungsanforderungen an die sog. "Grundsatzrüge" - Darlegungsanforderungen an …
BVerwG, 20.12.1990 - 9 B 170.90
Politische Verfolgung des Ehegatten eines politisch Verfolgten - Einbeziehung von …

References: § 1
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 Art. 16
 § 7
 Art. 16
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