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Timestamp: 2020-07-04 20:49:47+00:00

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512-1998 Geschäftsordnung der Arbeitsrechtlichen Kommission (AKGeschO) - Kirchenrecht Online-Nachschlagewerk
512-1998 Geschäftsordnung der Arbeitsrechtlichen Kommission (AKGeschO)
Geltungszeitraum von: 01.06.1998
(ABl. 1998 S. 137)
Die Arbeitsrechtliche Kommission gibt sich gemäß § 11 Abs. 7 des Arbeitsrechtsregelungsgesetzes (ARRG) vom 29. November 1979 (ABl. 1979 S. 228) die nachstehende Geschäftsordnung:
Die Zusammensetzung der Arbeitsrechtlichen Kommission ist in § 6, der Vorsitz in § 11 Abs. 1 des Arbeitsrechtsregelungsgesetzes (ARRG) geregelt.
( 1 ) 1 Die Arbeitsrechtliche Kommission tritt zu ordentlichen Sitzungen mindestens viermal jährlich zusammen. 2 Die Sitzungstermine werden am Jahresende für das nächste Kalenderjahr durch die Arbeitsrechtliche Kommission festgelegt.
3 Die Vertreter/innen der Leitungsorgane und der Mitarbeiter/innen kommen zu getrennten vorbereitenden Sitzungen in der Regel zweimal, mindestens aber einmal zwischen den ordentlichen Sitzungen zusammen. 4 Soweit Vorlagen beraten werden sollen, die nur für den Bereich von Diakonie oder verfasster Kirche gelten sollen, können entsprechende getrennte Sitzungen stattfinden. 5 Die andere Seite wird über die Geschäftsstelle über den Beratungsgegenstand und die erwarteten Auswirkungen informiert.
( 2 ) 1 Der/die Vorsitzende lädt die Mitglieder unter Angabe der Tagesordnung und unter Beifügung der beschlussreifen Vorlagen mindestens 14 Tage vor dem Sitzungstermin schriftlich ein. 2 Die Einladung ergeht nachrichtlich mit den entsprechenden Unterlagen an die Stellvertreter/innen der Mitglieder.
1 Der/die Vorsitzende bestimmt Zeit und Ort der Sitzung und stellt die Tagesordnung auf. 2 Jedes Mitglied hat das Recht, Punkte für die Tagesordnung der Sitzungen zu benennen. 3 Der/die Vorsitzende ist verpflichtet, diese Punkte aufzunehmen, wenn ein Viertel der Mitglieder dies beantragt.
( 1 ) 1 In Wahrnehmung seiner/ihrer Aufgaben bereitet der/die Vorsitzende der Arbeitsrechtlichen Kommission in Zusammenarbeit mit der Geschäftsstelle die Beschlüsse vor. 2 Für jeden Tagesordnungspunkt ist, sofern sich aus der Natur der Sache nichts anderes ergibt, eine schriftliche Vorlage zu erstellen, die eine Begründung enthält. 3 Die Geschäftsstelle fordert weitere, für die Beratung notwendige Informationen an.
( 3 ) 1 Beschlussvorlagen werden zunächst in jeweils getrennten vorbereitenden Sitzungen der Leitungsorgane und der Vertreter/innen der Mitarbeiter/innen beraten. 2 Die Geschäftsstelle koordiniert die vorbereitenden Sitzungen und informiert die Vertreter/innen der Leitungsorgane bzw. der Mitarbeiter/innen über die Ergebnisse der Beratungen. 3 Beschlussreife Vorlagen werden anschließend in der nächsten Sitzung der Arbeitsrechtlichen Kommission zur Beschlussfassung vorgelegt.
( 1 ) 1 An den Sitzungen der Arbeitsrechtlichen Kommission nehmen in der Regel während der gesamten Dauer die Mitglieder bzw. im Fall einer Verhinderung deren Stellvertreter/innen teil. 2 Ist ein Mitglied an der Teilnahme verhindert, so zeigt er/sie dies der Geschäftsstelle rechtzeitig an und benachrichtigt unverzüglich seine/n Stellvertreter/in. 3 Stellvertreter/innen sollten bei Anwesenheit des Mitglieds als Gäste ohne Stimmrecht zugelassen werden.
( 4 ) 1 Alle Teilnehmer/innen an Sitzungen der Arbeitsrechtlichen Kommission und ihren Ausschüssen sind verpflichtet, über Angelegenheiten, die ihrer Natur nach vertraulich sind oder ausdrücklich als vertraulich bezeichnet worden sind, dauernd Verschwiegenheit zu wahren. 2 Der Verschwiegenheitspflicht unterliegen insbesondere die Meinungsäußerungen der einzelnen Mitglieder der Arbeitsrechtlichen Kommission. 3 Nach § 5 Abs. 2 teilnehmende Personen sind entsprechend zu verpflichten.
( 1 ) Die Sitzung wird vom/von der Vorsitzenden und im Fall der Verhinderung vom/von der Stellvertreter/in geleitet.
( 2 ) 1 Nach Eröffnung der Sitzung stellt der/die Vorsitzende fest, ob jede/r Sitzungsteilnehmer/in die Tagesordnung rechtzeitig erhalten hat. 2 Die Anwesenheit ist namentlich festzuhalten. 3 Der/die Vorsitzende stellt die Beschlussfähigkeit fest.
( 3 ) 1 Die Arbeitsrechtliche Kommission kann vor Eintritt in die Tagesordnung zu dieser beschließen,
Tagesordnungspunkte abzusetzen, wobei Tagesordnungspunkte, die auf Antrag von stimmberechtigten Mitgliedern in die Tagesordnung aufgenommen wurden, nur abgesetzt werden können, wenn diese zustimmen (§ 3 Satz 2 der Geschäftsordnung),
die Tagesordnung um Angelegenheiten zu erweitern, die nicht auf der Einladung verzeichnet waren, wenn die Mehrheit der anwesenden stimmberechtigten Mitglieder zustimmt. 2 Die Beschlussfassung ist nur dann möglich, wenn die Beschlussvorlage schriftlich vorliegt und kein stimmberechtigtes Mitglied der Beschlussfassung widerspricht.
( 4 ) Der/die Vorsitzende übt während der Sitzung das Ordnungsrecht aus.
Die Arbeitsrechtliche Kommission ist beschlussfähig, wenn zu der Sitzung ordnungsgemäß eingeladen worden ist und mindestens drei Viertel ihrer Mitglieder, darunter der/die Vorsitzende oder ihr/sein Stellvertreter/in, anwesend sind.
( 1 ) 1 Jedes Mitglied der Arbeitsrechtlichen Kommission ist berechtigt, Anträge zur Tagesordnung einzubringen. 2 Anträge von Nichtmitgliedern an die Arbeitsrechtliche Kommission werden an den/die Vorsitzende/n und Stellvertreter/in weitergeleitet, die die anderen Mitglieder und Stellvertreter/innen informieren.
( 2 ) 1 Anträge sind nur zulässig, soweit für deren Beratung die Arbeitsrechtliche Kommission zuständig ist (§ 5 ARRG). 2 Diese sind schriftlich zu stellen und müssen eine Begründung enthalten.
( 2 ) 1 Über Anträge zur Geschäftsordnung ist das Wort jederzeit zu erteilen. 2 Nach dem Antrag zur Geschäftsordnung ist Gelegenheit zur Gegenrede zu geben. 3 Nach der Gegenrede lässt der/die Vorsitzende über den Geschäftsordnungsantrag abstimmen. 4 Erfolgt keine Gegenrede, so gilt der Antrag als angenommen.
( 3 ) Die Sitzung ist vom/von der Vorsitzenden zu unterbrechen, wenn mindestens ein Viertel der Mitglieder der Arbeitsrechtlichen Kommission dies wünscht.
( 1 ) Der/die Vorsitzende ruft jeden Punkt der Tagesordnung nach der vorgesehenen oder beschlossenen Reihenfolge auf und stellt ihn zur Beratung.
( 2 ) 1 Wortmeldungen sollen durch Handaufheben erfolgen. 2 Der/die Vorsitzende erteilt das Wort in der Reihenfolge der Wortmeldungen.
( 3 ) 1 Der/die Vorsitzende kann jederzeit in Wahrnehmung der Geschäftsordnung das Wort ergreifen. 2 Will er/sie sich zur Sache äußern, hat er/sie die Sitzungsleitung solange abzugeben.
( 3 ) 1 Beschlüsse können nur gefasst werden, wenn auch noch zum Zeitpunkt der Beschlussfassung Beschlussfähigkeit besteht. 2 War die Arbeitsrechtliche Kommission in zwei aufeinanderfolgenden Sitzungen nicht beschlussfähig, so ist sie in der dritten Sitzung ohne Rücksicht auf die Zahl der Anwesenden beschlussfähig, sofern in der Einladung zu dieser Sitzung darauf hingewiesen war; Beschlüsse bedürfen der Mehrheit der anwesenden Mitglieder (§ 12 Abs. 1 ARRG).
1 Stimmen die anwesenden Vertreter/innen der Leitungsorgane oder Mitarbeiter/innen einheitlich für oder gegen eine Beschlussvorlage, besteht für beide Seiten die Möglichkeit, den Schlichtungsausschuss oder eine dritte Person, auf die sich die beiden Seiten einigen, mit dem Ziel der Vermittlung anzurufen. 2 Das Abstimmungsergebnis wird im Protokoll mit dem Zusatz „nach § 14 Geschäftsordnung“ aufgenommen.
( 1 ) 1 Von jeder Sitzung der Arbeitsrechtlichen Kommission ist ein Protokoll als Beschlussprotokoll anzufertigen und den Mitgliedern zuzuleiten. 2 Die abgestimmten Beschlüsse, die gegenüber der Vorlage Änderungen enthalten, werden beigefügt.
3 Änderungswünsche bezüglich des Wortlauts der Niederschrift sollen möglichst innerhalb von 2 Wochen nach Zuleitung an die Geschäftsstelle erfolgen.
( 1 ) Die Übermittlung der Beschlüsse der Arbeitsrechtlichen Kommission an die entsendungsberechtigten Stellen geschieht durch den/die Vorsitzende/n.
( 2 ) Die Frist nach § 13 Abs. 1 ARRG kann durch die entsendungsberechtigten Stellen abgekürzt werden.
( 1 ) 1 Die Arbeitsrechtliche Kommission kann zur zügigen Vorbereitung von Beschlussvorlagen Ausschüsse bilden, die entsprechend § 6 Abs. 1 ARRG paritätisch besetzt werden sollen. 2 Sie kann dazu auch nicht ihr angehörende Personen in die Ausschüsse berufen oder den Ausschuss dazu berechtigen. 3 Die Zahl der Mitglieder der Arbeitsrechtlichen Kommission muss in jedem Fall überwiegen.
( 1 ) Werden wegen einer bestehenden finanziellen Notlage Kürzungen der Bezüge der Pfarrer/innen und Kirchenbeamten/innen beabsichtigt, leitet die Kirchenleitung den Gesetzes- bzw. Rechtsverordnungs-Entwurf zur Änderung der besoldungsrechtlichen Bestimmungen nach Beschlussfassung durch die Kirchenleitung unverzüglich der Arbeitsrechtlichen Kommission zu.
( 2 ) 1 Der Vorlage sind beizufügen
eine Darstellung der Einnahmen und Ausgaben des letzten und laufenden Haushaltsjahres, differenziert nach gesetzlichen, vertraglichen und freiwilligen Verpflichtungen. 2 Darüber hinaus können von den Mitgliedern der Arbeitsrechtlichen Kommission weitere Daten sowie die sachkundige Erläuterung verlangt werden.
( 3 ) 1 Sind die Besoldungskürzungen durch die Kirchensynode beschlossen, tritt die Arbeitsrechtliche Kommission unverzüglich zusammen, um über Auswirkungen auf die Vergütungen der Angestellten zu beraten und zu beschließen, die unter den Geltungsbereich der KDO fallen. 2 Dabei sind soziale Gesichtspunkte angemessen zu berücksichtigen.
organisatorische Vorbereitung der Sitzungen der Arbeitsrechtlichen Kommission und ihrer Ausschüsse und der vorbereitenden Sitzungen der Vertreter/innen der Leitungsorgane und der Mitarbeiter/innen,
vorbereitende inhaltliche und formelle Prüfung der Beschlussvorlagen nach § 4 Abs. 1, 2 dieser Geschäftsordnung,
Ausfertigung und Zustellung der Beschlüsse und Stellungnahmen der Arbeitsrechtlichen Kommission an die zuständigen Stellen (§ 12 Abs. 2 ARRG),
Vorbereitung und Erledigung des Schriftverkehrs in Absprache mit der/dem Vorsitzenden der Arbeitsrechtlichen Kommission,
weitere Aufgaben nach Weisung der/des Vorsitzenden,
Bewirtschaftung der Haushaltsmittel der Bewirtschaftungsstelle 894.
( 2 ) Der Leiter der Geschäftsstelle untersteht in dieser Funktion der/dem jeweiligen Vorsitzenden der Arbeitsrechtlichen Kommission.
1 Die Geschäftsordnung ist regelmäßig zu überprüfen. 2 Sie kann durch Beschluss der Arbeitsrechtlichen Kommission unter Beachtung der in § 12 Abs. 1 ARRG geregelten Mehrheit geändert werden. 3 Änderungen der Geschäftsordnung gelten vom Tage nach der Beschlussfassung an, soweit nicht etwas anderes bestimmt wird.
Diese Geschäftsordnung tritt am 1. Juni 1998 in Kraft.

References: § 11
 § 6
 § 11
 § 5
 § 14
 § 13
 § 6
 § 4
 § 12