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Timestamp: 2018-12-19 02:05:25+00:00

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Kling NEUES Nov 2018
NEUES Magazin November 2018
Integriertes Städtebauliches Entwicklungskonzept (ISEK) „Innere Kernstadt Füssen“
Bayerischer Verwaltungsgerichtshof (BayVGH) konkretisiert § 13b BauGB
Auswertung der Kling Consult Kundenbefragung 2017
Zweigstelle des Deutschen Museums: Augustinerhof Nürnberg
Kling Consult in Krumbach: Generalsanierung des Simpert-Kraemer-Gymnasiums
Ein nachhaltiges Projekt: Gewerbeflächenrecycling in Illertissen
Gründungsberatung bei nicht alltäglichen Untergrundverhältnissen: Neubau eines Seniorenzentrums in Weiler-Simmerberg
Tagesgeschäft Bauvermessung Erschließungsanlagen: Baugebiet „Westlich der Ignaz-Rucker-Straße“, Ichenhausen-Oxenbronn
8 1 0 2 r e b m e v o N NEUES R E G I O N A L B a y e r n , Fü s s e n AUS D E M I N H A LT Integriertes Städtebauliches Entwicklungskonzept (ISEK) „Innere Kernstadt Füssen“ In der Kernstadt Füssen wurden in den letzten Jahren viele Themen zur städtischen Entwicklung diskutiert, die teilweise bereits Gegenstand ver- schiedener städtebaulicher Untersuchungen und Planungen waren. Dazu zählen u. a. die Verkehrssituation im westlichen Bereich der Innenstadt und zukünftige Nutzung des ehemaligen Hanfwerkeareals südlich des Lechs. Nun werden die verschiedenen Planungen und Themen in einem Gesamtkonzept zusammengefasst. Mehr auf den Seiten 3 und 4 Seite 5 Auswertung der Kundenbefragung 2017 Seite 6 Zweigstelle des Deutschen Museums: Augustinerhof Nürnberg Seite 8 Generalsanierung des Simpert-Kraemer-Gymnasiums in Krumbach Seite 11 Bauvermessung von Erschließungsanlagen
I M B L I C K P U N KT „MITARBEITERGEWINNUNG – MITARBEITERBINDUNG“ Mitarbeitergewinnung und Mitarbeiterbindung sind zwei Elemente im Personalmanagement, die in Zeiten hoher Nachfrage nach Ingenieurdienstleistungen bei gleichzei- tig weiter geringer Bewerberanzahl von entscheidender Bedeutung sind. Die Aufrechterhaltung der kontinuierlichen Projektbear- beitung mit konstant besetzten Projektteams wird schwie- riger und ist gleichzeitig bedeutsam im direkten Vergleich zu den Mitbewerbern. Klagen über verlängerte Projektbe- arbeitungszeiten und Überschreitungen von Zeitplänen sind landauf – landab zu hören – der Personalmangel in der Branche wird zudem auf absehbare Zeit nicht kleiner werden. Wie Abhilfe schaff en? Patentrezepte hierfür gibt es nicht, Erfolg ist nur durch Maßnahmenbündel unter Ausrichtung der verschiedenen Führungsebenen auf die Ziele Mitarbeitergewinnung und Mitarbeiterbindung möglich. Die Maßnahmen sind vielfäl- tig und reichen von einem wertschätzenden Führungsstil über ein angenehmes Arbeitsklima und Arbeitsumfeld bis hin zu kostenfreien Erfrischungsgetränken und Obst, um nur einige zu nennen. Die Maßnahmen der Mitarbeitergewinnung für Architek- ten, Ingenieure, Stadtplaner, Juristen und weitere Diszipli- nen sind nicht weniger vielfältig – Anzeigen auf wichtigen Websites, persönliche Bewerberansprachen, Prämienakti- onen „Mitarbeiter suchen Mitarbeiter“, Studienstipendien und eine ganze Reihe weiterer Maßnahmen. Bewährt hat sich die Eröff nung der Niederlassung Augsburg in Nach- barschaft zur Hochschule Augsburg mit direkter Mitarbei- terwerbung unter den Studenten der höheren Semester – eine Maßnahme, die wir deshalb jetzt auch durch einen Vor-Ort-Bürostandort in Ulm wiederholen wollen. Ein weiterer Ansatzpunkt für die Mitarbeiterwerbung ist die 2 KLING CONSULT NEUES Kooperation mit den örtlichen Gymnasien durch Werbung für den Ingenieurberuf mit dem Ziel, die Abiturienten be- reits während des Studiums über Praktika an Kling Consult zu binden und nach abgeschlossener Ausbildung als neue Mitarbeiter begrüßen zu dürfen. Das Maßnahmenbündel wird abgerundet durch spezielle Bewerberbroschüren, die die Leistungen für Mitarbeiter dem Bewerber darstellen sowie die Mitarbeit des Personal- managements in entsprechenden – von der Wirtschaft sför- derung organisierten Netzwerken wie „Beruf und Familie: ausgezeichneter Arbeitgeber 2018-2020“ oder Mitglied- schaft im „Unternehmensnetzwerk Erfolgsfaktor Familie“, die auch eine wirkungsvolle Hilfe bei der Beschaff ung von Wohnung sowie Kinderbetreuungsplätzen ermöglichen. Mit Mitarbeitergewinnung – Mitarbeiterbindung beschrei- ben wir Maßnahmen, die wir in firmenweiten Workshops unter Teilnahme aller Hierarchieebenen entwickelt haben und weiterentwickeln werden, um die aktuellen Herausfor- derungen zu meistern. Wir tun alles, um den Projekterfolg durch konstant besetzte Projektteams zu gewährleisten und Fehler durch Personalwechsel und Schnittstellenver- luste zu minimieren. Fordern Sie uns ! Ihr Geschäft sführer Markus Daﬀ ner
B a y e r n , Fü s s e n R E G I O N A L Fortsetzung von Seite 1 Das Konzept soll für die Kommune die Voraussetzung sein, wieder in die Städtebauförderung aufgenommen zu werden. Nur dann können Zuschüsse gewährt werden. Der Stadtrat von Füssen gab daher im Jahr 2015 den Startschuss für die Erarbeitung eines Integrierten Städ- tebaulichen Entwicklungskonzeptes im Bereich „Innere Kernstadt“ (ISEK Füssen). Es soll ein Handlungsleitfaden für die Zukunft der Inneren Kernstadt entstehen. Das ISEK selbst stellt eine informelle Planung in Sinne des §1 Abs. 6 Nr. 11 BauGB dar. Städtebauliche Konzepte und Sanierungsgebiete gibt es bereits einige für die Innere Kernstadt, doch oft mals ist die Umsetzung der Pläne ins Stocken geraten. Im Rahmen des ISEK werden nun ver- schiedene Teilräume bzw. fachthematische Belange der Inneren Kernstadt städtebaulich vertieft behandelt. Dies betrifft u. a. die Altstadt, die Lechvorstadt, das Hanfwer- keareal, die westliche Innenstadt und die Aktualisierung der fachlichen Themen: Radwege-/Parkraumkonzept, Barrierefreiheit und Einzelhandelskonzept. Beteiligt sind neben der Stadt Füssen, eine Projekt- steuerung durch ein externes Büro, die Regierung von Darstellung Untersuchungsraum Innere Kernstadt mit Abgrenzung Teiluntersuchungs- und Handlungs- räume (Grafik: Kling Consult) Schwaben (Programm: „Leben findet Innenstadt“), ver- schiedene Fachgutachter zum Einzelhandel und Verkehr, örtliche Fachexperten und nicht zuletzt Bürgerinnen und Bürger, die durch eine frühzeitige Einbindung in die Planung Mitbestandteil des integrierten Ansatzes sind. Die Bearbeitung des ISEK gliedert sich in fünf Phasen, für die ein Bearbeitungszeitraum von ca. 19 Monaten vorgesehen ist: Phase 1: Projektvorbereitung Phase 2: Bestanderfassung und -analyse Phase 3: Konzeptionelle Ebene – Handlungsempfehlungen Phase 4: Umsetzungsebene / Maßnahmenkatalog Phase 5: Projektabschluss Nach der erfolgten Bestandsaufnahme und Überprü- fung der Aktualität bisheriger Ziele der Füssener Stad- tentwicklungsplanung werden darauf aufbauend neue städtebauliche Leitlinien und Ziele entwickelt bzw. eine KLING CONSULT NEUES 3
Blick auf Hanfwerkeareal südlich des Lechs (Quelle: Stadt Füssen) In der Lechvorstadt wurden städtebauliche Missstände festgestellt (Quelle: Kling Consult) wicklung ISEK“ statt. Im Rahmen des ISEK werden von Kling Consult u. a. Vorbereitende Untersuchungen (VU) gemäß §141 BauGB für den Bereich der Lechvorstadt durchgeführt sowie eine VU für den Bereich des Hanfwer- keareals in das ISEK integriert. Leiter dieses Projektes des Teams Raumordnungsplanung ist Dipl. Ing.(FH) Ferdinand Kaiser Fortschreibung bisheriger Zielvorgaben vorgeschlagen, sofern diese noch Bestand haben. Nach Festlegung von Entwicklungszielen werden im ISEK Strukturkonzepte für die einzelnen Teiluntersuchungsräume erarbeitet, aus denen sich Handlungsbedarfe und Maßnahmen- vorschläge ableiten lassen. Dieser Schritt steht aktuell an. Als Voraussetzung einer stufenweisen Umsetzung des Städtebaulichen Gesamtkonzeptes wird eine Maß- nahmen- und Kostenübersicht mit Handlungsempfeh- lungen erstellt, die dann Grundlage für Entscheidungen zur Durchführung von städtebaulichen Sanierungs- und Modernisierungsmaßnahmen sein wird. Zur Einbe- ziehung der Betroffenen vor Ort in einem denkmalge- schützten Altstadtbereich fanden, organisiert von KC bereits Bürgerinformationsveranstaltungen und ein Expertenhearing zum Thema „Barrierefreiheit“ statt. Da- rüber hinaus finden regelmäßig den Planungsprozess begleitende Sitzungen einer „Arbeitsgruppe Stadtent- U RT E I L B a y e r n , K r u m ba c h Bayerischer Verwaltungsgerichtshof (BayVGH) konkretisiert § 13b BauGB Die seit dem 13. Mai 2017 geltende Vorschrift des §13b BauGB erlaubt bis zum 31. Dezember 2019 die Aufstel- lung von Bebauungsplänen im beschleunigten Verfah- ren nach § 13a BauGB, wenn diese eine Grundfläche von weniger als 10.000 Quadratmeter aufweisen und die Zulässigkeit von Wohnnutzungen auf Flächen begründen, die sich an im Zusammenhang bebaute Ortsteile anschließen (§ 13b Satz 1 BauGB). Der BayVGH hat Anfang Mai 2018 in zwei Beschlüs- sen (Beschluss vom 04.05.2018, Az. 15 NE 18.382 und Beschluss vom 09.05.2018, Az. 2 NE 17.2528) erstmals Stellung dazu genommen, wie die Begriffe „Wohn- nutzung“ sowie „Flächen, die sich an im Zusammen- hang bebaute Ortsteile anschließen“ i.S.d. § 13b BauGB ausgelegt werden müssen. Laut BayVGH schließen sich Flächen, auf denen die 4 KLING CONSULT NEUES 4 KLING CONSULT NEUES
Zulässigkeit von Wohnnutzungen begründet wird, dann nicht im Sinne von § 13b BauGB an im Zusam- menhang bebaute Ortsteile an, wenn eine Anbindung an den bestehenden Siedlungsbereich nur über eine im Verhältnis zur Gesamtgröße des neuen Baugebiets völlig untergeordnete gemeinsame Grenze erfolgt, der weitaus größte Teil des neuen Baugebiets sich aber derart vom bestehenden Ortsrand in den Außenbereich hinein absetzt, dass im Ergebnis ein neuer, selbständi- ger Siedlungsansatz entsteht. Hinsichtlich des Begriff es der „Wohnnutzung“ führt der BayVGH aus, dass ein nach § 13b BauGB aufgestellter Bebauungsplan grundsätzlich sowohl allgemeine und reine Wohngebiete nach § 3 und § 4 BauNVO festsetzen kann. Im Hinblick auf Art. 3 der Richtlinie 2001/42/EG vom 27. Juni 2001 über die Prüfung der Umweltaus- wirkungen bestimmter Programme und Pläne hat die Gemeinde jedoch über § 1 Abs. 5 BauNVO diejenigen Nutzungen wegen ihres Beeinträchtigungspotentials auszuschließen, die nach § 4 Abs. 3 Nr. 1-5 BauNVO R E G I O N A L i.V.m. § 31 Abs. 1 BauGB ausnahmsweise zugelassen werden können. Praxistipp: Der Intention des Gesetzgebers, die Bereit- stellung von Wohnland durch § 13b BauGB zu erleich- tern, hat der BayVGH nun den grundsätzlichen Schutz des Außenbereichs vor Zersiedlung gegenübergestellt. Eine nach einer städtebaulich wertenden Betrachtung anzunehmende Erweiterung des Siedlungsbereiches in den Außenbereich hinein ist nicht mehr von § 13b BauGB gedeckt. Zudem muss die Gemeinde bei der Festlegung der Nutzungsarten diejenigen Nutzungen ausschließen, die in allgemeinen Wohngebieten aus- nahmsweise zulässig sind. Anderenfalls überschreitet der Bebauungsplan die Ermächtigung des § 13b BauGB. Zuständig für planungsrechtliche Fragestellungen im Team Raumordnungsplanung ist Ass. jur. Kathrin Müller Auswertung der Kundenbefragung 2017 B a y e r n , K r u m ba c h R E G I O N A L Was hat Ihnen an unserer Zusammenarbeit besonders gefallen? Mit Versand der Fragebögen Ende Oktober 2018 hat die Kling Consult Kundenbefra- gung 2018 begonnen. Wie jedes Jahr werden unter den ersten 30 ausgefüllten Frage- bögen 3 Weinpräsente verlost. Also: Mitmachen lohnt sich! KLING CONSULT NEUES 5
R E G I O N A L B a y e r n , N ü r n b e rg Zweigstelle des Deutschen Museums: Augustinerhof Nürnberg Rendering des Projektes (Staab Architekten) bereich des Museums in Sichtbeton geplant, auch die im 4 OG beginnenden schrägen Dach- bzw. Wand- flächen. Hier war eine intensive Abstimmung mit der ausführenden Firma notwendig, um die Umsetz- barkeit mit der geplanten Schalungstechnik sowie Arbeitstaktung sicher zu stellen. Nicht minder intensiv war der Abstimmungsbedarf mit den Haustechnikplanern, da diese im Muse- umsbereich ihre gesamte Technik in die tragende Betonkonstruktion einlegen mussten, wie z. B. die Schallplan (Kling Consult) Aktuell wird in der Nürnberger Altstadt zwischen Karls- straße, Hauptmarkt und Pegnitz auf einer ca. 5.000m² großen Brachfläche der Augustinerhof errichtet. Bauherr dieses Renommierprojektes ist die in Nürn- berg ansässige alpha Gruppe, Planer des Gebäudes sind Staab Architekten Berlin. Nach Fertigstellung im Jahr 2020 wird der Augustiner- hof die neue Zweigstelle des Deutschen Museums in Nürnberg beherbergen sowie ein Hotel mit Gewerbe- und Gastronomieflächen beherbergen. Der Gebäudekörper besteht aus einem fünfgeschossigen Hochbau, der sich entlang eines einer Altstadtgasse nachempfundenen Hofrau- mes entwickelt, sowie einer zweigeschossigen Tiefgarage. Die Herausforderungen dieses Bauvorhabens lagen in den gestalterischen Ansprü- chen von Staab Architekten an den Rohbau des Gebäude- teils für das „Deutsches Mu- seum“, der hohen haustech- nischen Installationsdichte in tragenden Stahlbetonbautei- len sowie in der besonderen Gründungsproblematik im Uferbereich der Pegnitz. Staab Architekten planten den gesamten Ausstellungs- 6 KLING CONSULT NEUES
Kühlmittelleitungen der Bauteilaktivierung zur Tem- perierung des Gebäudes, Sprinklerleitungen für den Brandschutz, Einlegetöpfe für Leuchtmittel und Laut- sprecher sowie die dazu ge- hörigen Leerrohrstränge für die notwendige Verkabelung der geplanten Belichtung und Beschallung der Ausstel- lungsflächen. Weitere „Schmankerl“ im Bauvorhaben waren der Unterzugsrost in der Tief- garagendecke sowie die Gründung des Gebäudes. Der Unterzugsrost wurde notwendig, da das Tragras- ter aus dem Hochbau und der darunterliegenden Tiefgarage nutzungsbedingt nicht übereinander liegen und somit die Lasten aus den Obergeschossen auf die Stützen in der Tiefga- rage „transferiert“ werden müssen. Maßgabe für die Dimensionierung war, die Unterzugshöhe möglichst zu gering zu halten, um die Aushubmengen zu mini- mieren. Für die Gründung des Gebäudes wurden vom Bau- grundgutachter Pfähle vorgesehen. Da aber der anstehende Baugrund bzgl. des vertikalen Lastabtrags über die Grundstücksfläche hinweg nicht homogen war, entschloss sich das KC-Team Tragwerksplanung die Bodenplatte in einer Zusatzbetrachtung als kom- binierte Pfahl-Plattengründung zu bewerten um das Blick auf die Baustelle (Webcam) Gesamtmodell des Gebäudes (Kling Consult) auch „Mittragen des Baugrund“ zwischen den Pfählen zu erfassen und die Bodenplatte für die abfließenden Lasten zu bemessen. Bearbeitet wird dieses anspruchsvolle Projekt vom KC- Team Tragwerksplanung zusammen mit Götz und Neun Ingenieuren, Nürnberg. Die Zusammenarbeit war wie immer exzellent. Gesamtleiter dieses Projektes des KC-Teams Tragwerksplanung ist Dipl. Ing. Jürgen Prothmann KLING CONSULT NEUES 7
R E G I O N A L B a y e r n , K r u m ba c h Kling Consult in Krumbach: Generalsanierung des Simpert-Kraemer-Gymnasiums Anfang 2018 startete im Auftrag des Bauherren Landkreis Günzburg die Generalsa- nierung des 1966 erbauten Simpert-Kraemer-Gymna- siums (SKG) in Krumbach, welche sich insgesamt über 4 Jahre erstrecken wird. In einem mit der Schulleitung abgestimmten Konzept wurden die Sanierung sowie der damit zusammenhängende Umbau so geregelt, dass der Schulbetrieb ohne Auslagerungen oder Interims-Un- terrichtsräume kontinuierlich weiterlaufen kann. Das Bau- vorhaben ist in vier Bauabschnitte aufgegliedert, in den Ferienzeiten finden die jeweiligen Umzüge statt. Wesentliche Aufgaben der Generalsanierung sind neben der Sanierung des Tragwerks die Berücksichtigung neuer Anforderungen an Schulräume sowie die neu organisierte Anordnung der unterschiedlichen Funktionsbereiche. Die Gebäudehülle erhält zur Verbesserung der Energiebilanz und gemäß aktuellen Bauvorschriften eine neue Wärme- dämmung sowie eine neue Fassadengestaltung. Zusätz- lich wird die gesamte Technische Gebäudeausrüstung erneuert, die Schule erhält eine Lüftungsanlage für die Versammlungsräume sowie eine Photovoltaikanlage auf den Dächern. Schnitt durch Altbau und neue Pausenhalle 8 KLING CONSULT NEUES Highlight des Umbaus wird die neu errichtete Pausenhal- le, welche sich über zwei Stockwerke erstreckt und der neu platzierten Schülerbibliothek spannende Blickbezie- hungen verleiht. Die neue Halle, welche gleichzeitig als Versammlungsstätte dienen wird, wurde in den bestehen- den Innenhof hineingebaut, sie erhielt wegen der spezi- ellen Baugrundverhältnisse eine Gründung mit Mikrop- fählen. Alle Maschinen und das gesamte Baumaterial müssen hierzu mittels Kran in den dreistöckigen Innenhof gehoben werden. Das bestehende Brückenbauwerk (alter Musiksaal) wird im letzten Bauabschnitt abgebrochen, da eine Sanierung nicht sinnvoll durchzuführen ist. Der Container-Pavillion, der sich im Schulhof befindet und vor einigen Jahren als Übergangs-Klassenzimmer errichtet wurde, wird wieder rückgebaut. Das KC-Team Bauleitung verwirklicht gemeinsam mit dem ARGE-Partner Köhler Architekten Gauting, die für die Planung verantwortlich sind, dieses Bauvorhaben. Spannend bei dieser Sanierungsmaßnahme im laufenden Betrieb ist die tagesaktuelle Abstimmung mit allen Betei- ligten (Schule, Bauherr, Planer, Baufirmen, …), um bsp. die Prüfungsphasen trotz laufender Baustelle abhalten zu können. Ebenso spannend ist der Umstand, dass Be- standspläne aus der damaligen Zeit nicht immer mit dem gebauten Ist übereinstimmen, so dass während laufender Sanierung die Planung häufig angepasst werden musste. Das Gesamt-Investitionsvolumen beträgt 22 Millionen Euro. Leiter dieses Projektes des KC-Teams Bauleitung ist M.A. Architekt Fabian Prix
B a y e r n , I l l e r t i s s e n R E G I O N A L Ein nachhaltiges Projekt: Gewerbeflächenrecycling in Illertissen Die Verringerung des Flächenverbrauchs ist Ziel der Bundesregierung und steht auch auf dem Programm der Bundesländer und Kom- munen. Brachflächen werden inzwischen als Chance gesehen, um mit neuen Nutzungen Quartiere lebenswerter und attraktiver zu ma- chen, die Brachflächenrevitalisierung trägt zu einer nachhaltigen Siedlungsentwicklung bei. Gewerbebrache ehemaliges Firmengelände RUKU Türen und Toren GmbH, Illertissen Auf dem ehemaligen Firmenareal der Rudolf Kurz Immobilien GmbH & Co. KG, früher RUKU Illertissen findet momentan die Umgestaltung einer solchen innerörtlichen Brachfläche statt. Hierbei werden die versiegelten Flächen und Bestandsgebäude abgebrochen, um die Fläche für die neue Nutzung mit Mehrfamilienhäusern und Reihenhäu- sern aufzubereiten und eine neue Erschließung herzustel- len. Das Kling Consult -Tiefbau Team wurde durch die Rudolf Kurz Immobilien GmbH & Co. KG im Herbst 2017 mit der Planung der Erschließung inkl. planfreiem Knoten- punkt in Form eines Kreisverkehrsplatzes beauftragt. Die Erschließung beinhaltet auch den teilweisen Rückbau der bestehenden Verrohrung des Mühlbachs entlang der neu geplanten Bebauung zur Aufwertung des Quartiers. Die Erschließungsfläche beträgt 1,87 ha und ist mit den Erschließungsanlagen im Bau notwendigen Ver- und Entsorgungseinrichtungen (140 m Trinkwasserleitungen, 430 m Schmutz- und Regenwasserkanäle) versehen. Die Entwässerung der Straßenoberflächen erfolgt über die nachhaltige Lösung der Versickerung. Der Kreisverkehrsplatz wurde gemäß den einschlägigen Richtlinien für die Anlage von Stadt- straßen (RASt) in Verbindung mit dem Merkblatt für die Anlage von Kreisverkehren der Forschungsgesellschaft für Straßen- und Verkehrswesen (FGSV) sowie gemäß der DIN 32984 barrierefrei geplant. Wegen der zeitlich engen Vorgaben betrug die Planungs- phase der Erschließung von der Vorplanung bis zur Ausführungsplanung nur 6 Monate. Die Bauzeit für die gesamte Erschließung inkl. des Rückbaus der bestehen- den Grabenverrohrung belief sich auf 7 Monate. In diesem Zeitraum begann bereits der Bau der ersten Gebäude. Die Bauleitungskoordination der Sparten mit den Hoch- baumaßnahmen zeitgleich zu den Tiefbauarbeiten der Erschließungsanlagen waren Teil des Auftrages für das KC Team Tiefbau ebenso wie die Sicherheits- und Gesund- heitskoordination der Baustelle und die Bauvermessung für die Erschließungsanlagen. Leiter dieses Projektes des Teams Tiefbau Dipl. Ing. Lukas Tretbar KLING CONSULT NEUES 9
R E G I O N A L B a y e r n , L a n d k re i s L i n d a u Gründungsberatung bei nicht alltäglichen Untergrundverhält- nissen: Neubau eines Seniorenzentrums in Weiler-Simmerberg Die Westallgäuer Seniorenbetreuungs gGmbH errichtet derzeit auf einer Grundfläche von rund 1.600 m² den 4-stöckigen Ersatzneubau eines Seniorenzentrums in Wei- ler-Simmerberg. Die Besonderheit bei diesem Bauvorha- ben liegt insbesondere in den schwierigen Baugrundver- hältnissen. Als Relikt der letzten Eiszeit stehen im Bereich des Baufeldes bis in eine Tiefe von 45 m hoch kompres- sible Seetone an, die zur Aufnahme von Bauwerkslasten ohne Zusatzmaßnahmen grundsätzlich ungeeignet sind. Das Kling Consult Baugrundinstitut erhielt den Auftrag zur Durchführung der Baugrunduntersuchung mit Erstel- lung eines Baugrundgutachtens, zur Gründungsberatung sowie zur bau- und altlastentechnischen Begleitung bzw. Überwachung. Aufgrund der besonderen Untergrund- verhältnisse wurden Drucksondierungen durchgeführt – im süddeutschen Raum eher ungebräuchlich - und die bodenmechanischen Kennwerte im Labor des Baugrun- dinstitutes bestimmt. Vor Beginn der Baumaßnahme wurde aus Vorsorgegründen zusätzlich eine umfangreiche Beweissicherung der Nachbargebäude empfohlen, die der Bauherr teamübergreifend an die Kling Consult Sach- verständigengemeinschaft Bau beauftragte. Aufgrund der großen Tiefenlage des tragfähigen (Fels) Horizonts sowie der hohen Erschütterungs- und Wasser- empfindlichkeit der Seetone schieden Tiefgründungs- maßnahmen bzw. tiefreichende Bodenverbesserungs- maßnahmen aus technischen und wirtschaftlichen Gründen aus. Daher wurde mit dem Architekten (AB Jakob, Krumbach) und dem Tragwerksplaner (IB Rottach, Kaltental) abgestimmt, das Gebäude in den Seetonen „schwimmend“ unter Inkaufnahme der rechnerisch abge- schätzten Setzungen von bis zu 20 cm zu gründen. Um die Gebrauchstauglichkeit des Gebäudes zu ge- währleisten und setzungsbedingte Bauwerksschäden zu reduzieren bzw. ggf. zu vermeiden, schlug das KC – Bau- grundinstitut entsprechende Zusatzmaßnahmen vor, die allesamt umgesetzt wurden. So wurde im Gründungsbe- reich u.a. zunächst ein 2 m mächtiges, geogitterbewehrtes Teilbodenaustauschpaket angeordnet und die Boden- platte des als biegesteifer Kasten ausgeführten Erdge- schosses monolithisch mit einem konstruktiv bewehrten, 2 m hohen Balkenrost verbunden. Die unkomplizierte und zielorientierte Zusammenarbeit der bei Planung und Bauausführung der Gründungs- maßnahmen Beteiligten und die Aufgeschlossenheit des Bauherrn gegenüber entsprechender Beratungen hat zum „sicheren Stand“ des nunmehr im Rohbau fertiggestellten Seniorenzentrums beigetragen und eine kostengünstige Gründung ergeben. Leiter dieses Projektes des Kling Consult – Baugrundinstitutes ist Dipl.-Geol. Martin Bosch Drucksondierung: ein Messkopf wird über ein Gestänge in den Boden gedrückt mit Aufzeich- nung von Spitzendruck, Mantelreibung und Porenwasserdruck Monolithisch mit der Bodenplatte verbunde- ner Balkenrost zur Aus- steiffung des Gebäudes (Quelle: IB Rottach) Graphische Darstellung der Felduntersuchun- gen (Rammkernboh- rung, Drucksondierun- gen) im geotechnischen Schnitt (Auszug) Herstellung Balkenrost bzw. Teilunterkellerung auf Geogitter-bewehr- tem Schotterpaket (Quelle: Jakob Archi- tekten) 10 KLING CONSULT NEUES
B a y e r n , I c h e n h a u s e n R E G I O N A L Tagesgeschäft Bauvermessung Erschließungsanlagen: Baugebiet „Westlich der Ignaz-Rucker-Straße“, Ichenhausen-Oxenbronn Das Bauunternehmen Mathias Biberacher, Wiesenbach, beauftragte im Mai 2018 das KC-Vermessungsteam mit der Bauvermessung für das Baugebiet „Westlich der Ignaz-Rucker-Straße“. Bauvermessung heißt in diesem Fall, die auf dem Papier bzw. digital vorliegende Planung aufzubereiten und in einer baubaren Form durch Absteckung in die Örtlichkeit zu überführen. Die Projektarbeit vollzieht sich in 5 Schritten: 1. Abstimmung mit der ausführenden Baufirma, in welcher Form die Absteckung benötigt wird 2. Aufbereitung der Planung und die Berechnung von Absteckelementen 3. Erstellung eines Festpunktfeldes als Orientierungs- rahmen für die Absteckung 4. Absteckung vor Ort 5. Erstellung von Bestandsunterlagen Die Berechnung der Absteckelemente erfolgte mit der Software Vestra-CAD. Es werden in 10 m Abschnitten die Koordinaten der Fahrbahnränder nach Lage und Höhe sowie die Bogenhauptpunkte gerechnet. Die Koordina- ten wurden zusammen mit dem Festpunktfeld aus der Entwurfsvermessung und den Schachtkoordinaten in den Tachymeter übertragen. Nach Überprüfung der Festpunkte wird die Absteckung in 2 Abschnitten durchgeführt. Zuerst werden die Schächte und die Fahrbahnränder mit 1 m Sicherheitszuschlag außerhalb des Fahrbahnrandes grob abgesteckt, dann erfolgt nach Fertigstellung des Planums die Feinabste- ckung. Für die Feinabsteckung werden Eisennadeln mit Markierung der jeweiligen Punkthöhe verwendet, diese Feinabsteckung ist Grundlage für den Straßenbau. Nach Fertigstellung der Baumaßnahme können die Bestandspläne erstellt werden mit Dokumentation des Ist-Zustandes der Straßen und der verlegten Sparten Was- ser und Abwasser. Diese Bestandspläne sind Grundlage der Bauabrechnung der Fa. Biberacher. Die Ist-Ausgaben zu den Sparten Wasser und Abwasser werden in das Ka- nal-GIS System der Stadtverwaltung übernommen. Leiter dieses Projektes des KC-Teams Vermessung ist M. Eng. Nenad Klobucar KLING CONSULT NEUES 11
L E I ST U N G SS P E KT R U M K L I N G CO N S U LT H AU PTS I TZ Kling Consult Planungs- und Ingenieurgesellschaft für Bauwesen mbH 86381 Krumbach Burgauer Straße 30 Tel. +49 8282 994-0 Fax +49 8282 994-110 KC@klingconsult.de www.klingconsult.de N I E D E R L A SS U N G E N 86159 Augsburg Hochfeldstraße 2 Tel. +49 821 26 84 137-0 Fax +49 821 26 84 137-9 KC.Augsburg@klingconsult.de 63128 Dietzenbach Theodor-Heuss-Ring 42 Tel. +49 69 507 01-974 KC.Frankfurt@klingconsult.de 80639 München Romanplatz 12 Tel. +49 89 15893483 Fax +49 89 15893484 KC.Muenchen@klingconsult.de 89077 Ulm Tel. +49 731 37932831 Fax +49 731 37932832 KC.Ulm@klingconsult.de Branch Office Dubai, U.A.E. i-Rise Tower - 33rd Floor TECOM P.O. Box 114627 Dubai - U.A.E. Tel. +971 4 3650 500 Fax +971 4 3650 501 mail@klingconsult.com www.klingconsult.com I M P R E SS U M „NEUES“- das Kling Consult Kundenmagazin, Ausgabe 31, 20. Jahrgang, November 2018 Herausgeber: Kling Consult Burgauer Straße 30, 86381 Krumbach Produktion: clausandfriends.de ARCHITEKTUR BAUGRUNDINSTITUT Master-/Konzeptplanung Ingenieurgeologie Objektplanung Brandschutz Altlastenerkundung und -sanierung Geotechnik/Bodenmechanik SiGeKo/Bauüberwachung Hydrogeologie Projektsteuerung 3D Visualisierungen Baugrundlabor nach DIN 1054 Sachverständige Altlasten (BBodSchG) KONSTRUKTIVER INGENIEURBAU Massivbau/Stahlbau Holzbau BAUÜBERWACHUNG Vorbereitung/Mitwirkung bei Vergabe Bauleitung (Bauherren- oder Ausführungsseite) Ingenieurbau/Spezialtiefbau Qualitätskontrolle Fassadenbau Termin-/Kostenüberwachung Bauphysik/Feuerwiderstand SiGeKo Objektüberwachung Baufachliche Gutachten Wärmeschutz Mängel-/Sonderwunschmanagement RAUMORDNUNGSPL ANUNG SACHVERSTÄNDIGENWESEN Regional-/Bauleitplanung Städtebau/-recht Landschaftsplanung/-ökologie, Freianlagen, Umweltbaubegleitung Gerichts-/Privat- und Schiedsgutachten Beweissicherungen Abnahmen Sanierungskonzepte Schallschutz in Planung und Genehmigung Qualitätsmanagement Umweltverträglichkeit Rechnungskontrolle TIEFBAU Spezialtiefbau Wasserbau Siedlungswasserwirtschaft Straßen- und Verkehrsplanung Erschließungsplanung SiGeKo/Bauüberwachung VERMESSUNG Bestands-, Entwurfsvermessung Bauvermessung Ingenieurvermessung Architekturvermessung Geoinformation Leitungskataster GEWINNSPIEL DAB+ Radio im Wert von 95,00 € In wie viele Schritte gliedert sich ein Bauvermessungsprojekt? Beantworten Sie die Frage mit beigefüg- tem Faxformular und schicken Sie es mit Ihren Daten ergänzt an uns. Der Gewinner der letzten Ausgabe Juli 2018 (Weber Grillbesteck 3-tlg.) war: Herr Ottmar Deihl 12 KLING CONSULT NEUES

References: § 13
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 Art. 3
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