Source: https://www.diebewertung.de/msg-life-ag-bilanzverlust-ueber-17-millionen-euro/
Timestamp: 2020-08-10 04:31:20+00:00

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msg life ag - Bilanzverlust über 17 Millionen Euro - Diebewertung
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Kein Ergebnis, welches Investoren dann wirklich Freude macht und kein Ergebnis, was Vertrauen ins Unternehmen bringt.
JAHRESABSCHLUSS ZUM 31. DEZEMBER 2019 UND ZUSAMMENGEFASSTER BERICHT ÜBER DIE LAGE DER GESELLSCHAFT UND DES KONZERNS FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2019
Bilanz zum 31. Dezember 2019
EUR 31.12.2019
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 109.278,00 243.783,00
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 584.329,00 856.249,29
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 3.085,65 0,00
696.692,65 1.100.032,29
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 57.262.916,46 57.262.916,46
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,00 0,00
57.262.916,46 57.262.916,46
57.959.609,11 58.362.948,75
1. unfertige Leistungen 15.336,75 0,00
2. Geleistete Anzahlungen auf Bestellungen 25.424.899,66 9.626.456,00
25.440.236,41 9.626.456,00
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 2.496.007,53 2.160.272,49
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 1.093.172,24 758.083,51
3. Sonstige Vermögensgegenstände 488.034,19 424.373,61
4.077.213,96 3.342.729,61
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 5.844.719,65 13.451.660,94
35.362.170,02 26.420.846,55
C. Rechnungsabgrenzungsposten 169.761,00 191.714,71
D. Aktive latente Steuern 0,00 5.654,10
93.491.540,13 84.981.164,11
Ausgegebenes Kapital 42.802.453,00 42.802.453,00
II. Kapitalrücklage 6.911.342,26 6.911.342,26
Andere Gewinnrücklagen 4.876.955,92 4.876.955,92
IV. Bilanzverlust -17.421.412,03 -12.977.915,50
37.169.339,15 41.612.835,68
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 464.718,20 420.750,20
2. Steuerrückstellungen 250.000,00 0,00
3. Sonstige Rückstellungen 1.858.421,88 2.646.878,84
2.573.140,08 3.067.629,04
1. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 27.732.055,59 12.571.527,83
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 362.185,62 815.344,04
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 24.926.116,37 26.775.649,06
4. Sonstige Verbindlichkeiten 728.703,32 132.524,36
– davon aus Steuern EUR 728.703,32 (Vj. EUR 128.958,22)
53.749.060,90 40.295.045,29
D. Passive latente Steuern 0,00 5.654,10
1. Umsatzerlöse 23.289.080,26 20.858.936,42
2. Erhöhung / Verminderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 15.336,75 0,00
3. Sonstige betriebliche Erträge 400.711,09 400.367,57
– davon aus Währungsumrechnung: EUR 69.480,74 (Vj. EUR 10.405,14)
Aufwendungen für bezogene Leistungen -8.276.132,89 -7.089.606,12
5. Personalaufwand -8.276.132,89 -7.089.606,12
a) Löhne und Gehälter -6.199.591,87 -6.559.866,03
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -554.178,46 -569.671,47
– davon für Altersversorgung: EUR 57.158,17 (Vj. EUR 80.222,95)
-6.753.770,33 -7.129.537,50
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -410.175,99 -260.335,40
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen -14.269.300,00 -14.000.892,28
– davon aus Währungsumrechnung: EUR 33.022,22 (Vj. EUR 86.465,32)
8. Erträge aus Gewinnabführungsvertrag 2.256.869,82 10.056.598,56
9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 9.848,89 5.093,06
– davon aus verbundenen Unternehmen: EUR 2.915,61 (Vj. EUR 5.082,98)
10. Aufwendungen aus Verlustübernahme -67.532,07 0,00
11. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -383.235,11 -315.263,86
– davon aus Abzinsung: EUR 111.806,00 (Vj. EUR 108.170,00)
– davon an verbundene Unternehmen: EUR 234.806,38 (Vj. EUR 184.296,82)
12. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -81.997,95 -14.178,34
13. Ergebnis nach Steuern -4.270.297,53 2.511.182,11
14. Sonstige Steuern -173.199,00 -4.214,00
15. Jahresfehlbetrag / Jahresüberschuss -4.443.496,53 2.506.968,11
16. Verlustvortrag -12.977.915,50 -15.484.883,61
17. Bilanzverlust -17.421.412,03 -12.977.915,50
Anhang für das Geschäftsjahr 2019
Die msg life ag mit Sitz in Leinfelden-Echterdingen – nachfolgend auch „Gesellschaft“ genannt – ist eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht Stuttgart (HRB 731887).
Der Jahresabschluss der msg life ag ist nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) für Kapitalgesellschaften und des Aktiengesetzes (AktG) sowie den Bestimmungen der Satzung aufgestellt.
Die Gesellschaft weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer mittelgroßen Kapitalgesellschaft gemäß § 267 Abs. 2 i. V. m. Abs. 4 HGB auf.
Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten aktiviert und über drei bis fünf Jahre planmäßig abgeschrieben.
Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungskosten, bei abnutzbaren Gegenständen vermindert um planmäßige Abschreibungen, angesetzt. Die Nutzungsdauern betragen zwischen drei und zehn Jahren. Abnutzbare bewegliche Vermögensgegenstände des Anlagevermögens, die einer selbständigen Nutzung fähig sind, und deren Anschaffungskosten (netto) für das einzelne Wirtschaftsgut 250 Euro, nicht aber 800 Euro übersteigen, werden im Jahr der Anschaffung sofort aufwandswirksam erfasst. Vermögensgegenstände mit Anschaffungskosten kleiner als 250 Euro werden als Aufwand erfasst.
Finanzanlagen sind grundsätzlich zu Anschaffungskosten einschließlich Anschaffungsnebenkosten, gegebenenfalls nach Abzug von Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert, angesetzt.
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zu Nennwerten beziehungsweise Barwerten aktiviert. Erkennbare Einzelrisiken werden durch Wertberichtigungen berücksichtigt.
Der Kassenbestand sowie die Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nominalbetrag angesetzt.
Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten ist für Auszahlungen des Berichtsjahrs gebildet, die für eine bestimmte Zeit nach dem Stichtag zu Aufwendungen führen.
Die Pensionsverpflichtungen werden nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method) ermittelt. Das Rückdeckungsvermögen besteht ausschließlich aus Festgeldern, die mit dem beizulegenden Zeitwert angesetzt werden.
Der zugrunde gelegte Rechnungszins für die Abzinsung der Pensionsverpflichtungen entspricht dem von der Deutschen Bundesbank ermittelten und veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Geschäftsjahre für eine angenommene Restlaufzeit von 15 Jahren.
Die übrigen Rückstellungen sind so bemessen, dass sie allen erkennbaren Risiken Rechnung tragen. Rückstellungen werden nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung zum notwendigen Erfüllungsbetrag angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden dabei mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden, durchschnittlichen Marktzins der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst. Der relevante Zinssatz wird monatlich von der Deutschen Bundesbank ermittelt und bekanntgegeben.
Die Verbindlichkeiten sind grundsätzlich mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.
Der passive Rechnungsabgrenzungsposten ist für Einnahmen des Berichtsjahrs auszuweisen, soweit diese Ertrag für eine bestimmte Zeit nach dem Stichtag darstellen.
Fremdwährungsforderungen und -Verbindlichkeiten werden mit dem Devisenkassamittelkurs zum Zeitpunkt des Geschäftsvorfalls bewertet. Effekte aus Kursänderungen wurden durch Neubewertungen am Bilanzstichtag gemäß § 256a HGB berücksichtigt.
Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen werden diese mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastung nicht abgezinst. Aktive und passive Steuerlatenzen werden unsaldiert ausgewiesen. Die Aktivierung eines Überhangs latenter Steuern unterbleibt in Ausübung des dafür bestehenden Ansatzwahlrechts.
Maßgebend für die Beurteilung der Werthaltigkeit latenter Steueransprüche ist die Einschätzung der Wahrscheinlichkeit einer Umkehrung der Bewertungsunterschiede und der Nutzbarkeit der Verlustvorträge. Dies hängt ab von der Entstehung künftiger steuerpflichtiger Gewinne während der Perioden, in denen sich steuerliche Bewertungsunterschiede umkehren und steuerliche Verlustvorträge geltend gemacht werden können.
Die Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr und seine Aufteilung sind separat im Anlagespiegel (siehe Anlage zum Anhang) dargestellt.
Der Anteilsbesitz gemäß § 285 Nr. 11 HGB stellt sich zum 31. Dezember 2019 wie folgt dar:
Name und Sitz der Gesellschaft Anteil am Kapital
% Eigenkapital (gem. Landesrecht)
Tsd. Euro Ergebnis (gem. Landesrecht)
1. msg life central europe gmbh, München (Deutschland) 1 100 38.009 0 *1
mit der Tochtergesellschaft msg life Austria Ges.m.b.H., Wien (Österreich) 2 100 1.102 907
mit der Tochtergesellschaft msg life Switzerland AG, Regensdorf (Schweiz) 2 100 2.417 802
mit der Tochtergesellschaft msg life Slovakia s.r.o., Bratislava (Slowakei) 2 100 765 666
mit der Tochtergesellschaft msg life Benelux B.V., Amsterdam (Niederlande) 2 100 -13 -634
mit der Tochtergesellschaft ARGE FJA KR BU-System, München (Deutschland) 2 50 71 29
mit der Tochtergesellschaft spheos GmbH & Co. KG, München 2 100 -451 -184
mit der Tochtergesellschaft spheos Verwaltungs GmbH, München 2 100 7 0 *2
2. msg life global gmbh, München (Deutschland) 1 98,11 4 3.766 0 *1
mit der Tochtergesellschaft FJA-US, Inc., New York (USA) 3 100 20.753 2.633
mit der Tochtergesellschaft msg life Iberia, Unipessoal LDA, Porto (Portugal) 3 100 1.961 1.023
mit der Tochtergesellschaft msg life odateam d.o.o., Maribor (Slowenien) 3 100 557 -429
3. msg life Poland Sp. z o.o., Warschau (Polen) i.L. 100 -428 -51
*1 nach Ergebnisübernahme gemäß Ergebnisabführungsvertrag
*2 nach Verlustübernahme gemäß Verpflichtungserklärung
1 Mit der msg life central europe gmbh, München, und mit der msg life global gmbh, München, besteht jeweils ein Ergebnisabführungsvertrag, nach dem die Gesellschaft sowohl Gewinne als auch Verluste zu übernehmen hat.
2 Es handelt sich um eine mittelbare Beteiligung. Die Anteile werden von der msg life central europe gmbh, München, gehalten.
3 Es handelt sich um eine mittelbare Beteiligung. Die Anteile werden von der msg life global gmbh, München, gehalten.
4 Die restlichen Anteile (1,89 %) werden von der msg life central europe gmbh, München, gehalten.
2. Geleistete Anzahlungen auf Bestellungen
Die geleisteten Anzahlungen auf Bestellungen in Höhe von 25.425 Tsd. Euro betreffen Vorauszahlungen auf unfertige bezogene Leistungen und wurden gegenüber verbundenen Unternehmen (msg systems ag, Ismaning) getätigt. Diesen stehen erhaltene Anzahlungen in Höhe von 27.732 Tsd. Euro gegenüber.
3. Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen/ Verbindlichkeiten gegenüber dem Gesellschafter
Die Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen betragen zum Stichtag 1.093 Tsd. Euro (Vorjahr: 758 Tsd. Euro) und sind kurzfristig fällig. Die Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen im Wesentlichen den Leistungsverkehr der Konzerngesellschaften.
Die Einzelwertberichtigung auf die Forderung an die msg life Poland Sp. z o.o. i.L., Warschau, Polen, wurde im Berichtsjahr aufgrund der fast abgeschlossenen Liquidation der Gesellschaft um 63 Tsd. Euro erhöht.
Die Verbindlichkeiten gegenüber der msg systems ag, Ismaning, (Gesellschafter) betragen 1.417 Tsd. Euro per 31. Dezember 2019 (Vorjahr: 443 Tsd. Euro) und werden unter den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen ausgewiesen.
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betragen zum Stichtag 24.926 Tsd. Euro und betreffen neben einem kurzfristigen Darlehen der FJA-US in Höhe von 5.080 Tsd. Euro im Wesentlichen den Liefer- und Leistungsverkehr.
Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind wie im Vorjahr sämtlich innerhalb eines Jahres fällig.
in Euro Kapitalrücklage
in Euro Gewinnrücklage
in Euro Bilanzverlust
in Euro Summe Eigenkapital
Stand 31.12.2018 42.802.453,00 6.911.342,26 4.876.955,92 -12.977.915,50 41.612.835,68
Veränderungen 2019 -4.443.496,53 -4.443.496,53
Stand 31.12.2019 42.802.453,00 6.911.342,26 4.876.955,92 -17.421.412,03 37.169.339,15
Das gezeichnete Kapital beträgt zum 31. Dezember 2019 42.802.453 Euro (Vorjahr: 42.802.453 Euro). Es ist in 42.802.453 auf den Inhaber lautenden Stückaktien (Vorjahr: 42.802.453 Stückaktien) mit einem rechnerischen Anteil am Grundkapital von je 1,00 Euro eingeteilt. Jede Aktie gewährt ein Stimmrecht. Vorzugsaktien sind nicht ausgegeben.
Die Gesellschaft wurde durch Beschluss auf der Hauptversammlung vom 26. Juni 2014 ermächtigt, eigene Aktien („msg life-Aktien“) bis zu insgesamt 10 % des zum Zeitpunkt der Beschlussfassung bestehenden Grundkapitals zu erwerben. Dabei dürfen auf die aufgrund dieser Ermächtigung erworbenen Aktien zusammen mit anderen Aktien der Gesellschaft, welche die Gesellschaft bereits erworben hat und noch besitzt oder die ihr gemäß den § 71 ff. Aktiengesetz zuzurechnen sind, zu keinem Zeitpunkt mehr als 10 % des jeweiligen Grundkapitals der Gesellschaft entfallen. Die Ermächtigung darf von der Gesellschaft nicht zum Zweck des Handels in eigenen Aktien genutzt werden.
Die Ermächtigung kann ganz oder in Teilbeträgen, in Verfolgung eines oder mehrerer Zwecke, einmal oder mehrmals durch die Gesellschaft, aber auch durch ihre Konzernunternehmen oder für ihre oder deren Rechnung durch Dritte im Rahmen der vorgenannten Beschränkungen ausgenutzt werden. Die Ermächtigung zum Erwerb eigener Aktien galt bis zum Ablauf des 25. Juni 2019. Die Befristung galt für den Zeitpunkt des Erwerbs, nicht jedoch für das Halten der Aktien über diesen Zeitpunkt hinaus.
Der Vorstand der msg life ag hat am 21. August 2008 auf der Basis der Ermächtigung der Hauptversammlung vom 20. Juni 2008 beschlossen, bis zu 638.680 eigene Aktien der Gesellschaft, das sind rund 3 % des Grundkapitals (21.289.353 Euro), an der Börse ab dem 25. August 2008 zu erwerben. Tatsächlich wurden im Geschäftsjahr 2008 insgesamt 518.279 eigene Aktien erworben.
Im Geschäftsjahr 2009 hat die msg life ag zu den 518.279 Aktien aus 2008 weitere 1.312.036 Aktien zurückgekauft. Der Zugang in Höhe von 2.435.885,52 Euro entspricht einem durchschnittlichen Erwerbspreis von 1,86 Euro.
Durch die Fusion mit der ehemaligen COR AG wurde der Bestand an eigenen Aktien rückwirkend zum 1. Januar 2009 um 624.900 Aktien erhöht. Der Zugang in Höhe von 1.327.918,47 Euro entspricht einem durchschnittlichen Erwerbspreis von 2,13 Euro.
Der Verkauf von 548.623 Aktien im September 2009 ergab einen Buchgewinn von 255.886,47 Euro. Der Gewinn wurde für die Zwecke der Gesellschaft verwendet. Im Geschäftsjahr 2009 wurde eine Zuschreibung von 28.499,47 Euro (Vorjahr: Wertberichtigung 68.442,62 Euro) auf den niedrigeren Börsenpreis am Abschlusstag in Höhe von 3.453.719,92 Euro gebildet.
Zum Abschlussstichtag 31. Dezember 2016 wurde ein Bestand von 1.906.592 eigenen Aktien zu einem Kaufpreis von 3.440.877,07 Euro gehalten. Dies entsprach einem durchschnittlichen Erwerbspreis von 1,80 Euro pro Aktie. Im Geschäftsjahr 2017 veräußerte die msg life ag im Rahmen des Delisting-Erwerbsangebots der msg systems ag, Ismaning, alle 1.906.592 vormals gehaltenen eigenen Aktien zu einem Preis von 2,38 Euro pro Aktie an die msg systems ag, Ismaning. Der Unterschiedsbetrag zwischen Veräußerungserlös und Buchwert der eigenen Anteile (Nominalwert) von 2.631.096,96 Euro wurde im Geschäftsjahr 2017 in die Kapitalrücklage eingestellt.
6. Genehmigtes Kapital
Genehmigtes Kapital 2015/1
Die Hauptversammlung hat am 25. Juni 2015 den Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital der Gesellschaft bis zum 25. Juni 2020 durch Ausgabe neuer, auf den Inhaber lautender Stückaktien gegen Bar- und/oder Sacheinlagen einmalig oder mehrmals, insgesamt jedoch um höchstens 21.401.226 Euro zu erhöhen (Genehmigtes Kapital 2015/1). Die neuen Aktien sind grundsätzlich den Aktionären zum Bezug anzubieten; sie können auch von Kreditinstituten oder einem nach § 53 Abs. 1 Satz 1 oder § 53b Abs. 1 Satz 1 oder Abs. 7 KWG tätigen Unternehmen mit der Verpflichtung übernommen werden, sie den Aktionären zum Bezug anzubieten. Der Vorstand ist ermächtigt, das Bezugsrecht der Aktionäre mit Zustimmung des Aufsichtsrats nach Maßgabe näherer Bestimmungen auszuschließen und mit Zustimmung des Aufsichtsrats die weiteren Bedingungen der Aktienausgabe einschließlich des Ausgabebetrages sowie den weiteren Inhalt der Aktienrechte festzulegen. Der Beginn der Dividendenberechtigung kann dabei auch auf den Beginn eines bereits abgelaufenen Geschäftsjahres gelegt werden, wenn über die Gewinnverwendung für dieses Geschäftsjahr noch nicht beschlossen wurde.
7. Pensionsrückstellungen
Die Berechnung der Pensionsverpflichtungen (Projected Unit Credit Method) beruht auf den biometrischen Rechnungsgrundlagen gemäß den Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck. Daneben werden folgende Parameter berücksichtigt:
in % 31.12.2019 31.12.2018
Abzinsungsfaktor 2,79 3,29
Gehaltstrend k. A. k. A.
Rententrend 1,9 1,9
Die Pensionsrückstellungen setzen sich im Berichtsjahr wie folgt zusammen:
Tsd. Euro 31.12.2018
Pensionsrückstellungen gemäß Gutachten 1.508 1.464
abzüglich Festgeld KSK München-Starnberg-Ebersberg (verpfändet) 1.043 1.043
Pensionsrückstellungen gemäß Bilanz 465 421
Der nach § 253 Abs. 6 Satz 1 HGB in 2019 ermittelte Unterschiedsbetrag aus der Verzinsung stellt sich wie folgt dar:
Verpflichtung bei Verzinsung mit durchschnittlichem Marktzins der letzten sieben Jahre 1.613 1.584
Verpflichtung bei Verzinsung mit durchschnittlichem Marktzins der letzten zehn Jahre 1.508 1.464
Unterschiedsbetrag 105 120
Gemäß § 246 Abs. 2 HGB in Verbindung mit § 285 Nr. 25 HGB betragen die verrechneten Aufwendungen (Zinsaufwand Pensionsrückstellungen im Jahr 2019 in Höhe von 108 Tsd. Euro) und Erträge (Erträge aus der Rückdeckungsversicherung im Jahre 2019 in Höhe von 0 Tsd. Euro) im Zusammenhang mit der oben aufgezeigten Verrechnung von Vermögensgegenständen und Schulden 108 Tsd. Euro.
Die Zusammensetzung der sonstigen Rückstellungen zeigt folgendes Bild:
Personal 1.187 1.929
Aufsichtsratsvergütung 161 161
Abschlussarbeiten 125 151
Archivierungsrückstellung 87 87
Ausstehende Rechnungen 32 43
Geschäftsbericht etc. 60 60
Übrige 206 216
1.858 2.647
Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten (Vorjahreswerte in Klammern) entwickelten sich wie folgt:
Tsd. Euro 1-5 Jahre
Tsd. Euro >5 Jahre
Tsd. Euro Summe
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 27.732 0 0 27.732
(12.571) (0) (0) (12.571)
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 362 0 0 362
(815) (0) (0) (815)
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 24.926 0 0 24.926
(26.776) (0) (0) (26.776)
Sonstige Verbindlichkeiten 729 0 0 729
(133) (0) (0) (133)
53.749 0 0 53.749
(40.295) (0) (0) (40.295)
Die erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen betreffen Vorauszahlungen auf unfertige Leistungen.
Die sonstigen Verbindlichkeiten in Höhe von 729 Tsd. Euro (Vorjahr: 133 Tsd. Euro) beinhalten im Wesentlichen abzuführende Umsatzsteuer sowie Lohn- und Kirchensteuer.
10. Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen
Sowohl mit der msg life central europe gmbh als auch der msg life global gmbh bestehen zum Stichtag Ergebnisabführungsverträge, nach denen die Gesellschaft verpflichtet ist, eventuell anfallende Verluste auszugleichen.
Zur Besicherung der Pensionsansprüche von Herrn Professor Feilmeier und Herrn Junker wurde ein Festgeld in Höhe von 1.043 Tsd. Euro bei der Kreissparkasse München-Starnberg-Ebersberg verpfändet.
Darüber hinaus bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen (Gebäudemiet-, IT- und Kfz-Verträge) in Höhe von 15,6 Mio. Euro (Vorjahr: 17,1 Mio. Euro). Hiervon sind 1,6 Mio. Euro innerhalb eines Jahres fällig, weitere 6,0 Mio. Euro bis Ende 2024. 8,0 Mio. Euro haben eine Restlaufzeit von mehr als 5 Jahren.
11. Finanzinstrumente
Die Gesellschaft hält zum Bilanzstichtag keine Finanzinstrumente.
Aufgliederung nach Tätigkeitsgebieten
• Dienstleistung 6.893 4.621
• Lizenzerlöse 335 506
• Kostenerstattung Konzern 14.365 14.904
• Wartungserlöse 880 675
• Mieterträge 206 153
• Bruttoerlöse Handelsware 610 0
23.289 20.859
Die Umsatzerlöse werden mit 20.224 Tsd. Euro (Vorjahr: 18.235 Tsd. Euro) in Deutschland, mit 2.326 Tsd. Euro (Vorjahr: 1.894 Tsd. Euro) in Europa und mit 739 Tsd. Euro (Vorjahr: 730 Tsd. Euro) in den USA erzielt. Die Konzernumlagen an die Tochtergesellschaften betragen 14.365 Tsd. Euro.
Die sonstigen betrieblichen Erträge betragen 401 Tsd. Euro (Vorjahr: 400 Tsd. Euro) und enthalten unter anderem Erlöse aus der Verrechnung von Sachbezügen gegenüber Arbeitnehmern der Gesellschaft in Höhe von rund 204 Tsd. Euro (Vorjahr: 179 Tsd. Euro) und Erträge aus der Auflösung von Einzelwertberichtigungen in Höhe von 33 Tsd. Euro (Vorjahr: 153 Tsd. Euro). Die Währungskursgewinne betragen im Geschäftsjahr 69 Tsd. Euro (Vorjahr: 10 Tsd. Euro).
Der Materialaufwand in Höhe von 8.276 Tsd. Euro (Vorjahr: 7.090 Tsd. Euro) stammt im Wesentlichen aus konzernintern bezogenen Leistungen.
In den Personalaufwendungen sind Aufwendungen für Altersversorgung in Höhe von 57 Tsd. Euro (Vorjahr: 80 Tsd. Euro) enthalten.
5. Abschreibung auf Finanzanlagen
Abschreibungen auf Finanzanlagen sind nicht erfolgt.
6. Erträge aus Ergebnisabführungsverträgen
2019 hat die msg life ag aufgrund des Ergebnisabführungsvertrags mit der msg life central europe gmbh einen Ertrag von 2.257 Tsd. Euro vereinnahmt (Vorjahr: 9.369 Tsd. Euro). Im Vorjahr hat die Gesellschaft von der msg life global gmbh ein Ergebnis von 688 Tsd. Euro übernommen.
7. Aufwendungen aus Verlustübernahme
Im Berichtsjahr fielen bei der msg life ag Aufwendungen aus der Verlustübernahme gemäß Ergebnisabführungsvertrag mit der msg life global gmbh in Höhe von 68 Tsd. Euro an.
8. Periodenfremde Aufwendungen und Erträge
Im Berichtsjahr fielen periodenfremde Aufwendungen in Höhe von 257 Tsd. Euro an (Vorjahr: 0). Diese betreffen im Wesentlichen die Bildung einer Rückstellung für Risiken aus einer Betriebsprüfung in Höhe von 250 Tsd. Euro. Periodenfremde Erträge wurden 2019 in Höhe von 120 Tsd. Euro verbucht (Vorjahr: 209 Tsd. Euro).
V. Übrige Angaben
1. Mitarbeiteranzahl
Im Berichtsjahr waren durchschnittlich 39 (Vorjahr: 36) Arbeitnehmer bei der Gesellschaft beschäftigt. Davon waren 23 Mitarbeiter als leitende Angestellte (Vorjahr: 20) und 16 als Angestellte (Vorjahr: 16) tätig.
2. Honorare und Dienstleistungen des Abschlussprüfers
Für die Erläuterungen zu den angefallenen Honoraren für Dienstleistungen des Abschlussprüfers verweisen wir gemäß § 285 Nr. 17 HGB im Weiteren auf die Darstellung im Anhang zum Konzernabschluss.
3. Vorstandsmitglieder im Berichtszeitraum:
Rolf Zielke (Vorstand Central Europe – Vorstandsvorsitzender), München
Bernhard Achter, Bankkaufmann, Leinfelden-Echterdingen (bis 30. Juni 2019)
Dr. Aristid Neuburger (Vorstand Central Europe – stellvertretender Vorstandsvorsitzender), Diplom-Mathematiker, München
Francesco Cargnel (Vorstand Central Europe), Diplom-Informatiker, München
Dr. Wolf Wiedmann (Vorstand Central Europe), Diplom-Physiker, Köln
Milenko Radic (Vorstand Global), Diplom-Wirtschaftsinformatiker, Stuttgart (ab 1. Juli 2019)
4. Aufsichtsratsmitglieder im Berichtszeitraum:
Dr. Christian Hofer, Vorsitzender, Diplom-Mathematiker, Herrsching
Klaus Kuhnle, stellvertretender Vorsitzender, Unternehmensberater, Grünwald
Johann Zehetmaier, Mitglied des Aufsichtsrats, Vorsitzender des Vorstands der msg systems ag, Ismaning
Dr. Martin Strobel, Mitglied des Aufsichtsrats, Selbständiger Unternehmer, Riehen, Schweiz
Dr. Thomas Noth, Mitglied des Aufsichtsrats, Geschäftsführer der annocon Value GmbH, Hannover
5. Bezüge von Organmitgliedern
Die Bezüge des im Geschäftsjahr tätigen Vorstands belaufen sich auf 1.645 Tsd. Euro (Vorjahr: 1.780 Tsd. Euro). Die Bezüge teilen sich wie folgt auf:
Tsd. Euro 2018
Kurzfristig fällige Leistungen 1.606 1.824
(Rückzahlung) Vorschuss auf LTI 39 -44
Gesamt 1.645 1.780
Für die langfristige variable Vergütung (LTI) des Vorstands wurden im Geschäftsjahr 2019 insgesamt 333 Tsd. Euro (Vorjahr: 250 Tsd. Euro) aufwandswirksam erfasst.
Die Bezüge für ehemalige Vorstände in 2019 betragen 119 Tsd. Euro (Vorjahr: 114 Tsd. Euro).
Die Pensionsrückstellungen für ehemalige Mitglieder des Vorstands betragen zum 31. Dezember 2019 465 Tsd. Euro (Vorjahr: 421 Tsd. Euro) und stellen sich den Bil-MoG-Vorschriften gemäß wie folgt dar:
Pensionsrückstellungen gemäß Gutachten 1.508
abzüglich Festgeld KSK München-Starnberg-Ebersberg (verpfändet) 1.043
Pensionsrückstellungen gemäß Bilanz 465
Die Bezüge des Aufsichtsrats betragen 161 Tsd. Euro (Vorjahr: 161 Tsd. Euro).
6. Geschäfte mit sonstigen nahestehenden Personen und Unternehmen
Folgende Geschäfte sind mit sonstigen nahestehenden Personen und Unternehmen getätigt worden:
Tochterunternehmen Tochterunternehmen mittelbar Mutterunternehmen
Verkauf von Dienstleistungen in TEUR 1.407 30
Kauf von Dienstleistungen in TEUR 14.374 1.405
Erbringen von Management- und IT-Dienstleistungen in TEUR 11.177 3.015
Bezug von Dienstleistungen in TEUR 460
Verzinsung in TEUR 180 52
Vermietung in TEUR 176
Ergebnisübernahme in TEUR 2.189
Weiterhin führt die msg life ag für die msg life central europe gmbh das Cash Pooling durch und führt im Rahmen der Organschaft die Umsatzsteuer für die msg life central europe gmbh und die msg life global gmbh ab.
7. Konzernabschluss
Die msg life ag stellt als Mutterunternehmen zum 31. Dezember 2019 einen Konzernabschluss für den kleinsten Konsolidierungskreis nach § 315e Abs. 3 HGB auf, der im Bundesanzeiger veröffentlicht und beim elektronischen Unternehmensregister unter HRB 731887 des Amtsgerichts Stuttgart hinterlegt wird.
Die msg life ag ist zum Bilanzstichtag ein mittelbares Tochterunternehmen der msg group GmbH, Ismaning, die den Konzernabschluss für den größten Kreis der Konzernunternehmen aufstellt. Der Konzernabschluss der msg group GmbH, Ismaning, wird im Bundesanzeiger veröffentlicht und beim elektronischen Unternehmensregister unter HRB 178867 des Amtsgerichts München hinterlegt.
Seit dem Bilanzstichtag (31. Dezember 2019) hat sich die Coronavirus-Epidemie in kurzer Zeit zu einer globalen Pandemie und Wirtschaftskrise entwickelt.
Die Auswirkungen dieser Krise auf den Geschäftsverlauf 2020 der msg life Gruppe sind derzeit noch nicht einschätzbar. Wir verweisen an dieser Stelle auf die entsprechenden Ausführungen im Chancen- und Risikobericht sowie im Prognosebericht des zusammengefassten Lage- und Konzernlageberichts für das Geschäftsjahr 2019.
Auf die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage der msg life Gruppe für das zurückliegende Geschäftsjahr 2019 hatte die aktuelle Coronavirus-Krise dagegen keine Auswirkungen.
Darüber hinausgehende Ereignisse nach dem Bilanzstichtag waren nicht zu verzeichnen
Leinfelden-Echterdingen, 31. März 2020
Rolf Zielke, Vorstandsvorsitzender
Dr. Aristid Neuburger, Stellvertretender, Vorstandsvorsitzender
Francesco Cargnel, Mitglied des Vorstands
Milenko Radic, Mitglied des Vorstands
Dr. Wolf Wiedmann, Mitglied des Vorstands
Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten Kumulierte Abschreibungen
Wert 01.01.2019
EUR Wert 31.12.2019
EUR Wert 01.01.2019
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
1. Grundstücke und grundstücksgleiche Rechte 1.344.986,46 0,00 0,00 0,00 1.344.986,46 1.101.203,46
2. Andere Anlagen, Betriebs und Geschäftsausstattung 2.701.637,02 3.750,70 204.942,37 0,00 2.500.445,35 1.845.387,73
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 3.085,65 0,00 0,00 3.085,65 0,00
4.046.623,48 6.836,35 204.942,37 0,00 3.848.517,46 2.946.591,19
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 58.251.252,57 0,00 0,00 0,00 58.251.252,57 988.336,11
58.251.252,57 0,00 0,00 0,00 58.251.252,57 988.336,11
Gesamt 62.297.876,05 6.836,35 204.942,37 0,00 62.099.770,03 3.934.927,30
EUR Buchwert 31.12.2019
EUR Buchwert 31.12.2018
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
1. Grundstücke und grundstücksgleiche Rechte 134.505,00 0,00 1.235.708,46 109.278,00 243.783,00
2. Andere Anlagen, Betriebs und Geschäftsausstattung 275.670,99 204.942,37 1.916.116,35 584.329,00 856.249,29
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 3.085,65 0,00
410.175,99 204.942,37 3.151.824,81 696.692,65 1.100.032,29
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 988.336,11 57.262.916,46 57.262.916,46
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
0,00 0,00 988.336,11 57.262.916,46 57.262.916,46
Gesamt 410.175,99 204.942,37 4.140.160,92 57.959.609,11 58.362.948,75
Zusammengefasster Lagebericht und Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2019
Der folgende Lagebericht ist der zusammengefasste Lagebericht und Konzernlagebericht der msg life ag, Leinfelden-Echterdingen. Er stellt den Geschäftsverlauf des msg life Konzerns inklusive der namensgleichen msg life ag (Einzelgesellschaft) mit den Geschäftsergebnissen für das Geschäftsjahr 2019 vom 1. Januar 2019 bis zum 31. Dezember 2019 sowie die Lage des Konzerns inklusive der Einzelgesellschaft zum Abschlussstichtag 31. Dezember 2019 dar. Alle Aussagen betreffen den msg life Konzern beziehungsweise die msg life Gruppe (im Folgenden auch: msg life) als Ganzes. Sollte im Verlauf des Berichts die Einzelgesellschaft gemeint sein oder für die Einzelgesellschaft Abweichendes zutreffen, wird dies an entsprechender Stelle explizit erwähnt oder weiter erläutert.
Die msg life ag (mit ihren Konzernunternehmen) ist zum Bilanzstichtag ein mittelbares Tochterunternehmen der msg group GmbH, Ismaning. Im Folgenden wird für die msg group GmbH und deren Konzernunternehmen der Begriff msg-Gruppe verwendet.
Die Berichtswährung ist Euro, auf Tsd. Euro oder Mio. Euro wird gerundet. Hieraus können sich Rundungsdifferenzen in Höhe von bis zu einer Recheneinheit ergeben.
Bereits seit 1980 entwickelt die msg life Gruppe IT-Systemlösungen und berät Kunden erfolgreich bei der Umsetzung ihrer IT-Strategie. Durch ein kontinuierliches Wachstum und die Erweiterung der Produktpalette sowie die Fusion der vormaligen FJA AG mit der ehemaligen COR AG Financial Technologies zur vormaligen COR&FJA AG im Jahr 2009 hat sich die msg life ag zu einem führenden Anbieter von Software, Beratung und Cloud-Lösungen für Lebensversicherer und Altersvorsorgeeinrichtungen in Europa sowie insbesondere Krankenversicherungen in den USA entwickelt. Seit dem Jahr 2000 war das Unternehmen msg life ag an der Deutschen Börse notiert. Am 17. März 2017 widerrief die Frankfurter Wertpapierbörse auf Antrag der msg life ag die Zulassung der msg life-Aktien zum Handel im regulierten Markt der Frankfurter Wertpapierbörse. Der Widerruf wurde mit Ablauf des 22. März 2017 wirksam.
Die Einzelgesellschaft als Holding nimmt neben der Finanzierungsaufgabe für die Konzerngesellschaften vor allem strategische und in begrenztem Maße auch operative Managementaufgaben des Konzerns wahr. Die Bestimmung der adressierten Märkte, die Definition des Produktangebots und Entscheidungen im Bereich Mergers & Acquisitions obliegen vor allem der Holding. Zentral- und Stabsfunktionen wie Vertrieb, Marketing, Personal, Finanzen, Betriebsorganisation, Unternehmensplanung & Controlling, Revision, Datenschutz, Compliance-Management, Risikomanagement, IT-Services und Recht sind darüber hinaus weitestgehend in der Holding angesiedelt.
Die wirtschaftlichen Aktivitäten der Holding beschränken sich hauptsächlich auf die Verrechnung von Dienstleistungen innerhalb des Konzerns sowie auf die Finanzierungstätigkeit; sie ist nur in sehr wenigen Fällen Vertragspartner in Kundenprojekten. Im Rahmen der Dienstleistungen werden insbesondere die in der Holding angesiedelten, oben genannten Zentral- und Stabsfunktionen verrechnet. Mit Blick auf die Finanzierungstätigkeit stellen vor allem verzinsliche Ausleihungen an Konzerngesellschaften, Geldanlagen und Ergebnisausschüttungen aus Beteiligungen den Geschäftszweck dar.
Für die Holding ergibt sich das wesentliche Ertragspotential aus den Ergebnissen der Beteiligungen. Aus diesem Grund gelten die Angaben des Konzerns zur Entwicklung der Märkte, des wirtschaftlichen Umfelds und der Chancen und Risiken auch für die Holding.
Bereits im Geschäftsjahr 2013 wurde die Entscheidung getroffen, über die momentan bestehenden Auslandsmärkte hinaus derzeit keine weiteren Länder mehr zu erschließen, sondern stattdessen die Marktanteile in den bereits erschlossenen Märkten in Europa und in den USA weiter auszubauen. An diesem Vorgehen wurde auch im Geschäftsjahr 2019 festgehalten. Derzeit führt msg life Gespräche mit potentiellen Kooperationspartnern im Hinblick auf die Erschließung von bislang nicht bearbeiteten Märkten. Die msg life Poland z.o.o. Warschau, Polen, befindet sich seit dem vierten Quartal 2018 in Liquidation. Der Abschluss der Liquidation soll 2020 erfolgen.
Zum Bilanzstichtag zählen zu den msg life-Kunden primär Versicherer mit dem Schwerpunkt Lebensversicherungen und Altersvorsorgeeinrichtungen in Europa und insbesondere Krankenversicherungen in den USA. Das Leistungsspektrum reicht dabei von der Entwicklung und Implementierung von Standardsoftware über Consulting-Dienstleistungen bis hin zur Übernahme des kompletten IT-Betriebs (Cloud-Lösungen). Die msg life Mitarbeiter entwickeln auf Basis einer umfangreichen Markterfahrung State-of-the-Art-Lösungen für die ganzheitliche Unterstützung der Kunden. Dabei setzt msg life auf moderne, praxisbewährte Technologien und Verfahren. Die eingesetzten Softwarearchitekturen sind komponentenbasiert und serviceorientiert und können daher uneingeschränkt in Digitalisierungsvorhaben genutzt werden. Die im Unternehmen vorhandene Verbindung aus Fachwissen, Prozess-Know-how und IT-Kompetenz ermöglicht es, Lösungen für komplexe Fragestellungen aus einer Hand anzubieten.
Der Hauptsitz der msg life ag ist Leinfelden-Echterdingen bei Stuttgart. Weitere Geschäftsstellen befinden sich in München, Düsseldorf, Hamburg und Köln. Auch in Wien (Österreich), Regensdorf (Schweiz), Almere (Niederlande), Bratislava, Kosice und Zilina (Slowakei), Maribor (Slowenien), Porto (Portugal), Madrid (Spanien) sowie in New York, Denver und Portland (USA) ist msg life vertreten. Der Standort in Warschau (Polen) wurde im August 2019 geschlossen; die polnische Ländergesellschaft befindet sich momentan noch in Liquidation.
Nach den veröffentlichten Mitteilungen und den der msg life ag vorliegenden Informationen gibt es an der Gesellschaft per 31. Dezember 2019 folgende direkte oder indirekte Beteiligungen, die 25 Prozent der Aktien überschreiten:
Mitteilungspflichtiger Art der Beteiligung Anteil der Aktien
msg systems ag (Ismaning) direkt 66,14%
msg group GmbH (Ismaning) indirekt 66,14%
Die msg life Gruppe ist zum Bilanzstichtag ein führendes Branchenhaus für Lebensversicherungen und Altersvorsorgeeinrichtungen in Europa sowie insbesondere Krankenversicherungen in den USA und bietet in diesem Zusammenhang eine komplette Bandbreite an State-of-the-Art-Lösungsangeboten in Form von Beratung, Dienstleistung, Software- und Cloud-Lösungen an. Dabei adressiert das Leistungsspektrum insbesondere die Aufgabenfelder Systems of Engagement (SoE) mit Portallösungen für Self-Service und Vertriebsunterstützung, Systems of Records (SoR) mit Bestandsverwaltung inklusive Versicherungsmathematik, Migration und Querschnittsprozessen (wie unter anderem In-/Exkasso und Provision) sowie Systems of Analytics (SoA) für Reporting und Datenanalysen. Beratung und Dienstleistung einerseits und das Produktangebot andererseits ergänzen sich zum ganzheitlichen Lösungsangebot des Branchenhauses. Bei den Produkten handelt es sich weitgehend um Standardsoftwareprodukte, die am Markt breit eingeführt sind.
Unabhängig von der Gesellschaftsstruktur ist die msg life Gruppe in Business Units gegliedert, denen Marktsektoren beziehungsweise Märkte zugeordnet sind. Die Verantwortung umfasst sowohl die Weiterentwicklung des Lösungsportfolios als auch die Abwicklung der Kundenprojekte und wird auf Ebene von Geschäftsbereichen wahrgenommen. Die Leiter dieser Geschäftsbereiche sowie die Geschäftsführer stellen die nächste Führungsebene unterhalb des Vorstands der msg life ag dar.
Der Vorstand der msg life ag bestand zum 31. Dezember 2019 aus Rolf Zielke (Vorstandsvorsitzender), Dr. Aristid Neuburger (stellvertretender Vorstandsvorsitzender), Francesco Cargnel, Milenko Radic und Dr. Wolf Wiedmann.
Mit dem Vorstandsmitglied Herrn Bernhard Achter hat der Aufsichtsrat einen Aufhebungsvertrag mit Wirkung zum Ablauf des 30. Juni 2019 geschlossen. Des Weiteren bestellte der Aufsichtsrat Herrn Milenko Radic mit Wirkung zum 1. Juli 2019 und bis zum Ablauf des 31. Dezember 2023 neu in den Vorstand der Gesellschaft.
Der Aufsichtsrat bestand zum 31. Dezember 2019 aus fünf Mitgliedern: Dr. Christian Hofer (Vorsitzender), Klaus Kuhnle (stellvertretender Vorsitzender), Dr. Thomas Noth, Dr. Martin Strobel und Johann Zehetmaier.
Das Kernprodukt des Unternehmens ist das Bestandsverwaltungssystem msg.Life Factory, mit dem Lebensversicherungs- und Altersvorsorgeprodukte verwaltet werden können. Als Versicherungskernsysteme kommen hinzu das Bestandsverwaltungssystem msg.Life und das Allspartensystem Unified Administration Platform, letzteres mit Fokus auf kleinere Versicherungsunternehmen primär in Europa.
Insbesondere die Produkte msg.ZVK Factory (System zur Verwaltung bei Zusatzversorgungskassen), msg.Zulagenverwaltung (System zur Verwaltung der Zulagen von Riestergeförderten Verträgen), msg.RAN (Rentenabrechnungs- und -nachweissystem), Unified Product Platform (Plattform für Krankenversicherungsprodukte, insbesondere auf dem US-amerikanischen Markt), msg.Office (Geschäftsvorfallsteuerung und Dokumentenbearbeitung), msg.Tax Connect (gesetzliche Steuermeldungen), msg.Sales (Multikanalplattform) mit msg.Underwriting (Risikoprüfungskomponente) und msg.Ilis (Insurance Liability Information System) decken die wesentlichen Spezial- und Querschnittsaufgaben im Kerngeschäft ab. Hinzu kommen msg.Pension für die Verwaltung von Zeitwertkonten und die betriebliche Altersvorsorge, msg.Marsy-Pension (Verwaltungslösung für die Bestandsführung von Versorgungszusagen der betrieblichen Altersversorgung) sowie msg.Online Insure (Self Service Portal für die digitale Endkundenkommunikation). Zudem bietet msg life ein breites Spektrum an Beratung und Dienstleistungen, von der Software-Implementierung bis zur Bestandsmigration, wobei im Bereich Migration auch die beiden Migrationssoftwarelösungen msg.Migration System und msg.Migration Archive zur Angebotspalette gehören.
Die msg.Life Factory sowie weitere zentrale Komponenten sind Teil der msg.Insurance Suite, der gemeinsamen Versicherungsplattform der msg-Gruppe. Mit der msg.Insurance Suite steht erstmals ein einheitlicher und spartenübergreifender Industriestandard zur Verfügung. Die Lösung umfasst und integriert alle notwendigen fachlichen Systemkomponenten für ein Versicherungsunternehmen. msg life und die msg-Gruppe arbeiten bei der Vermarktung der msg.Insurance Suite vertrieblich eng zusammen. Diese Zusammenarbeit sowie die Umsetzung der vollständigen Konvergenz der Komponenten der msg.Insurance Suite sind wichtige Aspekte der Produktstrategie.
Zum Zeitpunkt der Erstellung dieses zusammengefassten Lageberichts und Konzernlageberichts waren die Auswirkungen der Coronavirus-Pandemie auf die gesamtwirtschaftlichen und branchenbezogenen Rahmenbedingungen für das laufende Geschäftsjahr 2020 und darüber hinaus noch nicht ersichtlich und wurden dementsprechend in den nachfolgenden Ausführungen zu diesen beiden Themenbereichen nicht berücksichtigt.
Nach dem schwachen Jahr 2019 soll sich die Weltwirtschaft in diesem und dem kommenden Jahr wieder leicht erholen, so der Internationale Währungsfonds (IWF) bei der Vorstellung der Konjunkturprognose auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos Anfang 2020. Zwar gebe es bereits Anzeichen einer Stabilisierung, doch die Erholung verlaufe schleppend.
Der IWF rechnet für das vergangene Jahr mit einem globalen Wirtschaftswachstum von 2,9 Prozent nach 3,6 Prozent 2018. Für 2020 und 2021 erwarten die Ökonomen einen Zuwachs von 3,3 und 3,4 Prozent. Die Gründe für den verhalten optimistischen Ausblick sind laut IWF die weiterhin lockere Geldpolitik der Zentralbanken, die den Konsum stärkt, der aller Voraussicht nach abgewendete ungeregelte EU-Austritt Großbritanniens sowie die sich abzeichnende Annäherung im Handelskonflikt zwischen China und den USA. Mit Blick auf den Euroraum geht der IWF davon aus, dass das Wachstum von 1,2 Prozent im vergangenen Jahr auf 1,3 Prozent im laufenden Jahr zulegen wird.
Gleichwohl befürchtet der IWF, dass der Handelsstreit zwischen China und den USA trotz zwischenzeitlicher Entspannung wieder eskalieren könnte. Beide Länder haben sich in den vergangenen Jahren gegenseitig mit Strafzöllen überzogen. Die Folgen spüren beide Länder: Die chinesische Wirtschaft legte 2019 wegen des Handelskonflikts und sinkender Binnennachfrage um 6,1 Prozent nach 6,6 Prozent in 2018 zu, wie die dortige Nationale Statistikbehörde im Januar 2020 mitteilte. In den USA betrug das Wachstum 2019 nach IWF-Schätzung 2,4 Prozent – nach 2,9 Prozent im vergleichbaren Vorjahreszeitraum.
Neben den Handelskonflikten sieht der IWF weitere Risiken: Die Spannungen zwischen Iran und den USA sowie Anti-Regierungsproteste in vielen Ländern könnten die wirtschaftliche Entwicklung weltweit beeinträchtigen. Sorgen bereiten dem IWF auch die dramatischen Auswirkungen des Klimawandels, welche die globalen Wachstumsaussichten eintrüben.
Die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) geht für 2019 ebenfalls von einem globalen Wachstum von 2,9 Prozent aus, wie aus dem im November 2019 veröffentlichten OECD-Wirtschaftsausblick hervorgeht. Allerdings ist der Ausblick mit jeweils rund 3,0 Prozent für 2020 und 2021 etwas pessimistischer und wäre gleichbedeutend mit der schwächsten Wachstumsrate seit der weltweiten Finanzkrise.
Neben Klimawandel und Digitalisierung, die zu strukturellen Veränderungen in den Volkswirtschaften führen, zeichne sich im Handel und in der Geopolitik zudem eine Abkehr von der multilateralen Ordnung der 1990er Jahre ab, kritisiert die OECD. Es sei ein politischer Fehler, diese Veränderungen als vorübergehende Faktoren zu betrachten, denen man mit fiskal- und geldpolitischen Maßnahmen begegnen könne. Sie seien struktureller Art, und solange die Politik keine klare Richtung vorgebe, werde die Unsicherheit hoch bleiben und die Wachstumsaussichten beeinträchtigen.
In Deutschland stieg das Bruttoinlandsprodukt (BIP) im vergangenen Jahr lediglich um 0,6 Prozent, wie das Statistische Bundesamt am 15. Januar 2020 bekanntgab. Die größte europäische Volkswirtschaft sei damit im zehnten Jahr in Folge gewachsen. Das sei die längste Wachstumsphase im vereinten Deutschland, so die Statistiker. Dennoch wuchs die deutsche Wirtschaft so langsam wie seit sechs Jahren nicht mehr. 2018 lag das Wachstum noch bei 1,5 Prozent, 2017 bei 2,5 Prozent.
Der prognostizierte 2019er Zuwachs war laut Statistikbehörde vor allem auf den privaten und staatlichen Konsum zurückzuführen. Die Konsumausgaben lagen um 1,6 Prozent höher als im Vorjahr. Auch die Baubranche trug wesentlich zum Wachstum bei. Hier wurden 3,8 Prozent mehr investiert als ein Jahr zuvor. Überdurchschnittlich gut entwickelten sich auch die Dienstleistungsbereiche Information und Kommunikation sowie die Finanz- und Versicherungsbranche mit einem Plus von jeweils 2,9 Prozent.
Die exportorientierte Industrie erlebte dagegen ein schwieriges Jahr. Die Handelskonflikte und die Unsicherheiten rund um den Brexit verunsicherten Kunden und beeinträchtigten die Investitionen. Die Wirtschaftsleistung im Produzierenden Gewerbe (ohne Bau) sank um 3,6 Prozent. Dazu trug insbesondere auch die schwache Entwicklung in der Automobilindustrie bei.
Die deutschen Exporte legten zwar zu, aber nicht mehr so stark wie in den Vorjahren. Die deutsche Wirtschaft exportierte 0,9 Prozent mehr Waren und Dienstleistungen als 2018, die Importe entwickelten sich mit plus 1,9 Prozent etwas stärker. Für das laufende Jahr rechnet der Deutsche Industrie- und Handelskammertag mit einem Rückgang der Exporte von 0,5 Prozent. Das wäre das erste Minus seit der Finanzkrise.
Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen für die deutsche und die europäische Versicherungswirtschaft waren auch im vergangenen Jahr nicht einfach. Das Niedrigzinsumfeld, steigende regulatorische Belastungen, hoher Kostendruck und die Digitalisierung prägten 2019. Die Hoffnungen, dass die neue EZB-Chefin Christine Lagarde eine geldpolitische Wende einleiten würde, haben sich zerschlagen. Die anhaltend niedrigen Zinsen machen den Lebensversicherern bereits seit einigen Jahren zu schaffen. Ende 2019 schlug die Deutsche Aktuarvereinigung (DAV) vor, den Höchstrechnungszins in der Lebensversicherung ab dem 1. Januar 2021 von 0,9 Prozent auf 0,5 Prozent zu senken. Die endgültige Entscheidung, die das Bundesfinanzministerium trifft, steht dazu noch aus.
Darüber hinaus beschäftigen regulatorische Themen wie Solvency II, der neue internationale Rechnungslegungsstandard IFRS 17, die EU-Richtlinie IORP II (Institutions for Occupational Retirement Provision) oder die geplante Einführung eines Provisionsdeckels die Assekuranz. So gilt das komplexe Regelwerk von Solvency II mehrere Jahre nach der Einführung noch immer als größte Herausforderung der nächsten Jahre. Dabei stünden sowohl Umfang als auch Taktung der Berichte oft in keinem Verhältnis zum Nutzen, kritisierte der Chefökonom im Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) Klaus Wiener im Januar 2020. Die EU-Aufsichtsbehörde für das Versicherungswesen und betriebliche Altersvorsorge (EIOPA) erarbeitet bis Mitte 2020 technische Empfehlungen für die Überprüfung von Solvency II.
Für große Unruhe sorgt die Diskussion um eine Obergrenze für Provisionen in der Lebensversicherung. Das Bundesfinanzministerium legte im April 2019 einen entsprechenden Referentenentwurf vor, der eine Deckelung der Provisionen auf 2,5 Prozent der Bruttobeitragssumme vorsieht, bei nachgewiesener guter Beratungsqualität auf 4 Prozent. Der Entwurf stößt auf viel Kritik. Eine Einigung der Regierungsparteien hierzu steht noch aus.
Mit Blick auf das bereits 2018 in Kraft getretene Betriebsrentenstärkungsgesetz (BRSG) stand im vergangenen Jahr vor allem das darin verankerte Sozialpartnermodell im Fokus. Gewerkschaften und Arbeitgeber zeigten bislang eher wenig Bereitschaft, in einem Tarifvertrag eine reine Beitragszusage für ihren Tarifbereich auszuhandeln. Im Herbst 2019 gab es jedoch erste Bewegungen: Der Versicherer Talanx und die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft Verdi haben sich darauf verständigt, ein Sozialpartnermodell einzuführen. In der Branche rechnet man damit, dass die Einigung Signalwirkung haben kann. Auch die Zurich Gruppe Deutschland will ihren Beschäftigten das Sozialpartnermodell anbieten. Allerdings geht die Mehrheit der bAV-Verantwortlichen laut einer Umfrage der Unternehmensberatung Willis Towers Watson (Oktober 2019) davon aus, dass entsprechende Modelle erst ab 2021 in der Breite zu sehen sein werden.
Die Digitalisierung setzt die Versicherungswirtschaft weiter unter großen Handlungsdruck. Das belegen auch die steigenden IT-Ausgaben. 2018 investierten die deutschen Versicherer eine Rekordsumme von rund 4,7 Milliarden Euro in Hard- und Software, wie aus der IT-Erhebung des GDV vom Januar 2020 hervorgeht. Das ist ein Plus von 4,5 Prozent gegenüber 2017. Die Aufwendungen für die Systementwicklung stiegen zwischen 2013 und 2018 um ein Viertel. Versicherer setzen zudem zunehmend auf Server- und Cloud-Lösungen: Die Betriebskosten für Server legten innerhalb von fünf Jahren um 20 Prozent zu. Mit Server- und Cloudlösungen lassen sich die IT-Kapazitäten flexibel an den Bedarf anpassen.
Durch die digitale Transformation hat sich die Versicherungsbranche in den vergangenen Jahren bereits stark gewandelt. Die Ablösung der Altsysteme schreitet schnell voran, wie der GDV feststellt. Dieser Trend setzt sich weiter fort. Um den Herausforderungen der Digitalisierung und den damit veränderten Kundenerwartungen zu begegnen, setzen Versicherer zunehmend auf eine moderne und einheitliche IT-Architektur, in die neue Technologien und Plattformen eingebunden werden können. Es ist viel in Bewegung: Die etablierten Versicherungsunternehmen erneuern ihre Bestandsführungssysteme, setzen auf moderne Kundenkommunikation über alle Kanäle hinweg und entwickeln personalisierte Produkte, die sie schnell auf den Markt bringen können.
Im abgelaufenen Geschäftsjahr nutzten zahlreiche Versicherer Plattformen und Ökosysteme, um digitale Produkte und Services anzubieten, die über das bisherige Kerngeschäft hinausgehen. Damit eröffnen sich neue Wertschöpfungsmöglichkeiten. Plattformökonomie wird auch in diesem Jahr eine zentrale Rolle in der Assekuranz spielen. Darüber hinaus wird dem Thema Künstliche Intelligenz (KI) hohe Priorität eingeräumt. Der Einsatz von KI (und Machine Learning als deren Herzstück) bringt nicht nur Effizienzsteigerungen durch Automation hervor, sondern auch neue fachliche Ansätze, die wiederum neue Geschäftsmodelle, Services und Produkte ermöglichen. Im Zusammenhang mit KI konzentrieren sich Versicherer auch auf Robo Advisory, Advanced Analytics und Blockchain.
Die Sorge der Versicherungsbranche vor einer großen digitalen Disruption durch die innovative Insurtech-Szene ist im abgelaufenen Geschäftsjahr einer eher pragmatischen Haltung gewichen. Wurden die Startups zuvor als Gegenspieler und Gefahr für die eigenen Geschäftsmodelle wahrgenommen, werden sie heute vor allem von großen Versicherungsunternehmen als gewinnbringende Kooperationspartner gesehen. Zahlreiche Versicherer arbeiten inzwischen mit Insurtechs zusammen, um sich deren Innovationskraft zunutze zu machen.
Trotz aller Herausforderungen blicken die deutschen Versicherer auf ein ausgesprochen zufriedenstellendes Jahr 2019 zurück, wie der GDV im Januar 2020 mitteilte. Demnach stiegen die Beitragseinnahmen überdurchschnittlich stark, vor allem in der Lebensparte. Die Lebensversicherer, Pensionskassen und Pensionsfonds erzielten einen Prämienanstieg von mehr als elf Prozent. Neue Produkte mit modifizierten Garantien machen inzwischen rund 60 Prozent am gesamten Neugeschäft aus. Auch im Bereich der betrieblichen Altersvorsorge, in der Schaden- und Unfallversicherung sowie in der Krankenversicherung stiegen die Beitragseinnahmen.
Der GDV warnt jedoch vor allzu großer Euphorie, denn das Marktumfeld bleibe wegen niedriger Zinsen und der schwächeren Konjunktur weiterhin herausfordernd. Für das laufende Jahr erwartet der GDV eine Normalisierung des Beitragswachstums. Dabei werden die Themen Klimawandel, eine tiefgreifende Reform der privaten Altersvorsorge und die Nullzinspolitik der Europäischen Zentralbank im Fokus stehen.
Die Versicherungswirtschaft hat in den vergangenen Jahren deutliche Fortschritte in Sachen Digitalisierung gemacht. Viele Unternehmen wenden neue Technologien an, um Prozesse zu automatisieren, digitale Vertriebswege zu schaffen, die Innovationskraft zu steigern und/oder Kosten zu optimieren. Voraussetzung dafür ist jedoch eine zukunftsfähige und moderne IT-Architektur. Damit steigt der Bedarf an externer Beratung und IT-Unterstützung und einer kontinuierlichen Anpassung und Weiterentwicklung der Standardsoftware von msg life.
Der US-amerikanische Versicherungsmarkt hat sich auch 2019 zufriedenstellend entwickelt; dabei konnten alle Versicherungssparten Zuwächse verzeichnen – wenn auch auf einem eher niedrigen Niveau. Des Weiteren zeigt sich auch auf dem dortigen Markt inzwischen der Trend zur Konsolidierung unter den Anbietern und zu einer Verdichtung im Wettbewerb.
Die fortschreitende Digitalisierung zeigt sich auch in der Geschäftsentwicklung der deutschen IT-Branche. Im abgelaufenen Geschäftsjahr erzielte die Branche laut Branchenverband Bitkom ein Umsatzwachstum von 2 Prozent auf knapp 170 Milliarden Euro. Auch im laufenden Jahr soll der deutsche Markt für IT, Telekommunikation und Unterhaltungselektronik (ITK-Markt) um 1,5 Prozent zulegen. Das stabile Wachstum sei Ausdruck der zunehmenden Digitalisierung von Wirtschaft, Staat und Gesellschaft, betont der Verband.
Mit den von ihr angebotenen Leistungen und Produkten ist die msg life Gruppe im deutschsprachigen Markt für Lebensversicherer und Altersvorsorgeeinrichtungen Marktführer, und mehr als die Hälfte aller dort ansässigen Lebensversicherer zählt zu den Kunden. Die Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten des Konzerns dienen dazu, diese führende Position auch weiterhin kontinuierlich auszubauen. Dabei verfolgen die Versicherungsgesellschaften im Kontext der sich auch weiterhin ständig ändernden regulatorischen Anforderungen sowie der zunehmend dynamischen Produktvielfalt die Strategie, die noch immer zu einem großen Teil selbst erstellten Softwarelösungen durch Standardsoftware abzulösen.
Die Produkte und Beratungsleistungen von msg life sind inzwischen ein fester Bestandteil des msg-Gruppenportfolios für die Versicherungswirtschaft. Und als Gruppenunternehmen in der msg-Gruppe ist msg life für die Kunden ein strategisch noch bedeutenderer Partner und für die Mitarbeiter ein noch attraktiverer Arbeitgeber.
2019 wurden 84,6 Prozent des Umsatzes in Deutschland erwirtschaftet (Vorjahr: 80,5 Prozent) und 15,4 Prozent in den Auslandsmärkten (Vorjahr: 19,5 Prozent). Angesichts der 2013 getroffenen Entscheidung, über die momentan bestehenden Auslandsmärkte hinaus derzeit keine weiteren Länder mehr zu erschließen, sondern stattdessen die Marktanteile in den bereits erschlossenen Märkten in Europa und in den USA weiter auszubauen, verzichtet die msg life ag – wie bereits in den vergangenen Jahren – auch weiterhin auf eine konkrete quantitative Zielsetzung in Zusammenhang mit einer möglichen Steigerung des Umsatzanteils in den Auslandsmärkten. Derzeit führt msg life Gespräche mit potentiellen Kooperationspartnern in Hinblick auf die Erschließung von neuen Märkten im Ausland.
Das Bestandskundengeschäft 2019 war erneut geprägt von stabilen und erfolgreichen Projekten sowie kontinuierlichen Neuaufträgen. Das Unternehmen rechnet damit, dass sich diese Entwicklung 2020 fortsetzen wird.
msg life konnte auch 2019 in nahezu allen Regionen, in denen das Unternehmen tätig ist, nennenswerte Vertriebserfolge erzielen:
Im deutschsprachigen Raum ist an erster Stelle der Migrationsauftrag der Viridium Gruppe für die Migration des ehemaligen Generali Run-off-Lebensversicherungsbestandes (neu: Proxalto Lebensversicherung als Teil der Viridium Gruppe) mit über drei Mio. Versicherungsverträgen zu nennen. Daneben entschieden sich mit den Saarland Versicherungen (als Konzerntochter der Versicherungskammer Bayern) und der Generali zwei Lebensversicherer für die msg.Zulagenverwaltung, die Lösung zur Verwaltung der Zulagen von Riestergeförderten Verträgen. Des Weiteren beauftragte die Canada Life die msg life mit der Einführung der Rückversicherungslösung msg.Reinsurance, und die VHV Versicherungen entschieden sich für die Risikoprüfungskomponente msg.Underwriting als prozessuale Ergänzung zum Vertriebssystem msg.Sales.
Auch der Benelux-Markt wird aus dem deutschsprachigen Raum heraus intensiv bearbeitet. msg life stößt mit dem angebotenen Produktportfolio vor allem bei den dortigen national agierenden Versicherungskonzernen auf Interesse. So konnte mit der niederländischen AEGON nach dem Ende des Berichtszeitraums der bisher größte Neukunde im Benelux-Markt für die msg.Life Factory inklusive Migration gewonnen werden.
Das US-amerikanische Geschäft von msg life für primär Krankenversicherungen entwickelte sich ebenfalls zufriedenstellend. Die dortige msg life Konzerngesellschaft FJA-US, Inc. verzeichnet unter anderem mit der Unified Distribution Platform, der Unified Product Platform sowie der webbasierten Multikanalplattform msg.Sales eine kontinuierliche und erfolgreiche Entwicklung. Mittlerweile umfasst das dortige msg life Angebotsspektrum nicht nur Softwareprodukte, sondern auch Betreibermodelle und fachliche Beratungsleistungen rund um die Themen Produkt- und Tarifgestaltung.
Auf dieser Grundlage unterzeichnete einer der in den USA führenden Krankenversicherer eine Absichtserklärung zur Lizensierung der Unified Product Platform im Laufe des Geschäftsjahrs 2020. Zudem entschied sich ein US-amerikanischer Bestandskunde für die Einführung der Unified Product Platform auf Basis eines SaaS-Modells.
Den spanischen und portugiesischen Markt deckt msg life mit einer Niederlassung in Spanien und einem eigenen Standort in Portugal ab, welcher parallel auch als Produktentwicklungseinheit genutzt wird. 2019 verzeichnete msg life auch auf dem dortigen Markt eine stabile Entwicklung des Bestandskundengeschäfts und konnte bei der Mutua Madrileña den bisher größten Vertriebserfolg in dieser Region im Standardsoftware-Geschäft verzeichnen. Für 2020 geht das Unternehmen davon aus, weitere vergleichbare Vertriebserfolge vermelden zu können.
In den mittel- und osteuropäischen sowie weiteren Nischenmärkten oder -segmenten haben sich zahlreiche Versicherungsunternehmen etabliert, die einerseits durch die stets steigende Anzahl von Vertragsbeständen dem Druck zur Automatisierung und andererseits, bedingt durch die Annäherung an Westeuropa, zunehmend dem hier herrschenden Regulierungsdruck ausgesetzt sind. Diese Märkte bearbeitet msg life insbesondere von Slowenien aus; da insbesondere auch deutschsprachige Versicherer in diese hochkompetitiven Märkte streben, ergeben sich für msg life immer wieder vertriebliche Chancen.
Mit dem marktführenden Bestandsverwaltungssystem Unified Administration Platform, dem bewährten Allspartensystem für kleinere Versicherungsunternehmen, ist msg life in vielen Ländern Osteuropas vertreten. Aufgrund des zunehmenden Beratungsgeschäfts in Verbindung mit lokaler Präsenz verzeichnet msg life hier immer wieder die Möglichkeit von Cross-Selling-Effekten. Nach dem Berichtszeitraum hat msg life in einem Nischen-Segment von einem weiteren Neukunden den Auftrag für die Einführung der Unified Administration Platform erhalten.
Die bisherige msg life Gesellschaft in Polen befindet sich in Liquidation. Der polnische Markt wird inzwischen von den anderen msg life-Standorten in Osteuropa bearbeitet.
Wie berichtet gab es für msg life im Berichtszeitraum wieder mehrere Neuaufträge, und das Unternehmen rechnet auch im Geschäftsjahr 2020 mit Neugeschäft. Ebenfalls gut verlief das Bestandskundengeschäft rund um die von msg life angebotenen Softwarekomponenten. Des Weiteren kamen die meisten der in der Unternehmensplanung enthaltenen Projekte im Berichtszeitraum zur Ausführung. Wie bereits in den Vorjahren konzentrierte sich msg life auch im Geschäftsjahr 2019 auf Vertriebsvorhaben in insbesondere den etablierten Märkten, wobei sich allerdings nicht alle der geplanten Vertriebserfolge einstellten.
Zusammenfassende Beurteilung der Geschäftslage
Für die msg life Gruppe war 2019 ein Jahr unterhalb der Erwartungen. Ein stabiles Bestandskundengeschäft führte dazu, dass die zu Beginn des Geschäftsjahrs gesetzten Ziele hinsichtlich des finanziellen Leistungsindikators Konzern-Gesamtleistung (HGB) in diesem Segment realisiert wurden; dagegen sorgten ausbleibende Lizenzerlöse im Segment Neugeschäft sowie zusätzliche Kosten – für insbesondere weitere externe Mitarbeiter zur Absicherung der unvermindert hohen Anzahl paralleler Großprojekte – dafür, dass sich die Ziele hinsichtlich des finanziellen Leistungsindikators Konzern-Ergebnis (HGB) nicht wie geplant realisieren ließen:
Im Berichtszeitraum erzielte die msg life Gruppe eine handelsrechtliche Konzern-Gesamtleistung von 145,6 Mio. Euro und ein handelsrechtliches Konzern-Ergebnis vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen auf Sachanlagen und Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände (EBITDA) von 3,5 Mio. Euro.
Insgesamt kann die Geschäftslage des Unternehmens im Berichtsjahr 2019 als durchschnittlich bezeichnet werden. Die Grundlage für eine positive Entwicklung im Jahr 2020 und für die Folgejahre ist dabei unverändert vorhanden. Die letztjährige Prognose des handelsrechtlichen Einzelabschlusses sah ein leicht positives Jahresergebnis vor; im Ergebnis hat die Einzelgesellschaft als Holding das Geschäftsjahr 2019 mit einem Jahresfehlbetrag von 4,4 Mio. Euro abgeschlossen und lag damit deutlich unter den Erwartungen. Grund für diese Entwicklung sind gesunkene Erträge aus den Ergebnisabführungsverträgen (-7,8 Mio. Euro im Vergleich zu 2018).
Die Leistungsfähigkeit der msg life Gruppe zeigt sich nicht nur in den wirtschaftlichen Kennziffern, sondern auch in den sogenannten nichtfinanziellen Leistungsindikatoren. Hierzu zählen in der msg life Gruppe insbesondere die Arbeitnehmerbelange. Die entsprechenden Angaben finden sich innerhalb dieses zusammengefassten Lageberichts und Konzernlageberichts im Kapitel „Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter“.
Die nachfolgenden Ausführungen zur Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage des Konzerns per 31. Dezember 2019 basieren auf dem Handelsgesetzbuch (HGB).
Zum Bilanzstichtag haben sich keine Änderungen gegenüber dem im Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2018 dargestellten Konsolidierungskreis zum 31. Dezember 2018 ergeben.
Der Umsatz der msg life Gruppe im abgelaufenen Geschäftsjahr betrug 156,6 Mio. Euro und lag damit um 22,3 Mio. Euro über dem Umsatz des Geschäftsjahrs 2018, was einem Anstieg von 16,6 Prozent entspricht.
Die Dienstleistungsumsätze verzeichneten im Geschäftsjahr einen Anstieg von 99,2 Mio. Euro auf 118,8 Mio. Euro, was eine Zunahme um 19,6 Mio. Euro bedeutet. Dies entspricht einem Anteil von 75,9 Prozent (Vorjahr: 73,9 Prozent) am Gesamtumsatz. Die produktbasierten Umsätze verzeichneten in Summe einen Anstieg um 2,7 Mio. Euro und betrugen somit 37,8 Mio. Euro (Vorjahr: 35,1 Mio. Euro). Unter den produktbasierten Umsätzen belaufen sich die Lizenzerlöse im abgelaufenen Geschäftsjahr auf 11,4 Mio. Euro (Vorjahr: 9,8 Mio. Euro), was einem Anteil von 7,3 Prozent vom Gesamtumsatz entspricht (Vorjahr: 7,3 Prozent). Die Wartungsumsätze betrugen im Geschäftsjahr 2019 20,3 Mio. Euro (Vorjahr: 18,3 Mio. Euro) und machen damit 13,0 Prozent (Vorjahr: 13,6 Prozent) vom Gesamtumsatz aus.
Die sonstigen Umsätze 2019 beinhalten vorwiegend Rechenzentrumsleistungen. Sie verzeichneten im abgelaufenen Geschäftsjahr einen leichten Rückgang in Höhe von 1,0 Mio. Euro auf 6,0 Mio. Euro (Vorjahr: 7,0 Mio. Euro).
In Hinblick auf die regionale Umsatzverteilung betrug der Umsatz in Deutschland im Geschäftsjahr 2019 insgesamt 132,5 Mio. Euro (Vorjahr: 108,2 Mio. Euro) und im Ausland 24,1 Mio. Euro (Vorjahr: 26,1 Mio. Euro). Der Anstieg in Deutschland resultiert insbesondere aus einer gestiegenen Nachfrage nach msg life Lösungen in den deutschsprachigen Märkten. Einen Umsatzrückgang verzeichnete die msg life Gruppe in ihrem US-amerikanischen Geschäft, wo sich der Umsatz auf 20,6 Mio. Euro abschwächte (Vorjahr: 22,4 Mio. Euro). In Österreich sanken die Umsätze auf 0,2 Mio. Euro (Vorjahr: 0,4 Mio. Euro). Der nach Umsatz drittstärkste ausländische Markt ist Slowenien, wo der Umsatz im Geschäftsjahr 2019 1,1 Mio. Euro betrug (Vorjahr: 1,6 Mio. Euro). In der Schweiz blieb der Umsatz 2019 mit 1,4 Mio. Euro stabil. In Portugal verzeichnete die Gesellschaft einen Anstieg der Umsatzerlöse um 0,3 Mio. Euro auf 0,5 Mio. Euro. Ebenso positiv entwickelte sich der Umsatz im Raum Benelux und stieg auf 0,2 Mio. Euro (Vorjahr: 0,1 Mio. Euro).
Die Ländergesellschaften in der Slowakei und Polen (bis zur Eröffnung der Liquidation in 2018) erbringen die meisten Umsätze für andere Konzerngesellschaften, so dass nur in einem geringeren Umfang externe Umsätze realisiert werden.
Die Bestandsveränderung reduzierte sich im Geschäftsjahr um 20,3 Mio. Euro von 9,3 Mio. Euro auf -11,0 Mio. Euro, so dass die Gesamtleistung der Gesellschaft um 2,0 Mio. Euro auf 145,6 Mio. Euro angestiegen ist, was eine Steigerung um 1,4 Prozent bedeutet.
Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden – so wie im Vorjahr – keine Entwicklungsleistungen für neue Software aktiviert. Die Position sonstiger betrieblicher Ertrag beträgt 2,2 Mio. Euro (Vorjahr: 2,6 Mio. Euro). Wesentlicher Treiber im abgelaufenen Geschäftsjahr war die Auflösung von Rückstellungen in Höhe von 1,0 Mio. Euro.
Die Gesamtkosten betrugen im Geschäftsjahr 2019 144,4 Mio. Euro (Vorjahr: 139,4 Mio. Euro); sie sind um 5,0 Mio. Euro gestiegen, was einem Anstieg von 3,6 Prozent entspricht. Den größten Anteil an den Gesamtkosten mit 95,1 Mio. Euro (Vorjahr: 93,4 Mio. Euro) hatten die Personalkosten; dies entspricht einem Anteil von 65,9 Prozent (Vorjahr: 67,0 Prozent), bezogen auf die durchschnittliche Anzahl von 1.117 Mitarbeitern (Vorjahr: 1.058 Mitarbeiter).
An den Gesamtkosten stellten mit 29,4 Mio. Euro (Vorjahr: 26,3 Mio. Euro) die bezogenen Leistungen einen hohen Anteil dar. Unter den bezogenen Leistungen befinden sich externe freie Mitarbeiter, deren Kosten sich im Geschäftsjahr 2019 auf 11,4 Mio. Euro beliefen (Vorjahr: 9,6 Mio. Euro). Mit den bezogenen Leistungen lassen sich spezielle Anforderungen – wie beispielsweise Auslastungsspitzen durch Neuprojekte – abdecken; sie tragen so zur Variabilisierung der Gesamtkosten bei.
Die Personalkosten und der Materialaufwand stiegen um insgesamt 4,8 Mio. Euro auf 124,7 Mio. Euro (Vorjahr: 119,9 Mio. Euro). Der Anstieg der Personalkosten resultiert insbesondere aus den zahlreichen Neueinstellungen aufgrund der neuen Projekte. Der Anteil der sonstigen betrieblichen Aufwendungen an den Gesamtkosten ist im Geschäftsjahr 2019 leicht auf 13,7 Prozent gesunken (Vorjahr: 14,0 Prozent) und betrug 19,7 Mio. Euro (Vorjahr: 19,5 Mio. Euro). Wesentlicher Bestandteil der sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind die Raumkosten (Mieten) für die Büroflächen mit 6,5 Mio. Euro (Vorjahr: 6,1 Mio. Euro).
Den zweitgrößten Kostenblock bilden Reisekosten im produktnahen Umfeld. Diese betrugen 3,2 Mio. Euro (Vorjahr: 3,3 Mio. Euro) und konnten somit im Vergleich zum Vorjahr leicht um 0,1 Mio. Euro reduziert werden. Die Kosten für Beratung, Buchführung und Aufsichtsrat sind im Geschäftsjahr 2019 um 0,3 Mio. Euro auf 2,0 Mio. Euro (Vorjahr: 1,7 Mio. Euro) angestiegen.
Im Ergebnis konnte der Konzern ein Ergebnis vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen auf Sachanlagen und Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände (EBITDA) von 3,5 Mio. Euro (Vorjahr: 6,8 Mio. Euro) erzielen.
Die Summe aller Abschreibungen ist um 0,5 Mio. Euro auf 2,8 Mio. Euro (Vorjahr: 2,3 Mio. Euro) gestiegen. Die Abschreibungen auf Sachanlagen betrugen 2,3 Mio. Euro (Vorjahr: 1,8 Mio. Euro). Wie im Vorjahr entfielen 0,5 Mio. Euro auf die planmäßigen Abschreibungen von immateriellen Vermögenswerten.
Insgesamt betrug das positive Betriebsergebnis 0,7 Mio. Euro (Vorjahr: 4,5 Mio. Euro).
Das Finanzergebnis belief sich auf -0,7 Mio. Euro (Vorjahr: -0,9 Mio. Euro). Die Gruppe finanziert sich komplett aus eigenen Mitteln und ist nicht auf fremde Mittel angewiesen.
Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit des Konzerns hat sich 2019 um 3,6 Mio. Euro verringert und betrug 0,0 Mio. Euro (Vorjahr: 3,6 Mio. Euro). Im Geschäftsjahr 2019 resultieren daraus Ertragsteueraufwendungen von 1,2 Mio. Euro (Vorjahr: 1,4 Mio. Euro); dies entspricht einer Reduzierung des Steueraufwands von 0,2 Mio. Euro.
Nach Berücksichtigung der sonstigen Steuern belief sich das Periodenergebnis im Geschäftsjahr 2019 auf -1,4 Mio. Euro (Vorjahr: 2,1 Mio. Euro).
Finanzlage des Konzerns
Das Finanzmanagement soll die msg life Gruppe in die Lage versetzen, jederzeit über die notwendigen Mittel zu verfügen, um im operativen Geschäft hinsichtlich Volatilität des Auftragseingangs, Schwankungen im Zahlungsverhalten der Kunden und Investitionsbedarf handlungsfähig zu sein. Dabei müssen alle wesentlichen Risiken, denen die msg life Gruppe potentiell ausgesetzt ist, frühzeitig erkannt werden und die notwendigen Spielräume für geeignete Abwehrmaßnahmen vorgesehen sein. Im Rahmen des Liquiditätsmanagements wird darauf geachtet, dass laufend ausreichend verfügbare Mittel und angemessene Liquiditätsreserven zur freien Verfügung stehen. Die msg life Gruppe ist im abgelaufenen Geschäftsjahr allen Zahlungsverpflichtungen vollumfänglich nachgekommen.
Die Erträge beziehungsweise operativen Cashflows des Konzerns sind weitgehend keinem Zinsänderungsrisiko ausgesetzt. Die Anlage der liquiden Mittel erfolgt in der Regel kurzfristig. Die Finanzverbindlichkeiten sind kurz- bis mittelfristig.
Hinsichtlich des Kreditrisikos (Ausfallrisikos) bestehen im Konzern keine wesentlichen Konzentrationen auf einzelne Kunden. Eine Versicherung von Forderungen wird, insbesondere wegen der hohen Bonität der Kunden aus der Versicherungsbranche, nicht vorgenommen.
Die liquiden Mittel sind um 14,8 Mio. Euro gesunken und betrugen zum 31. Dezember 2019 13,5 Mio. Euro (per 31. Dezember 2018: 28,2 Mio. Euro). Für die deutschen Gesellschaften innerhalb der msg life Gruppe existiert ein Cash-Pooling. Allerdings hat der Konzern 5,7 Mio. Euro seiner liquiden Mittel in US-Staatsanleihen investiert, um so für einen Teil der vorhandenen liquiden Mittel Zinserträge zu generieren.
Im Geschäftsjahr 2019 erzielte msg life einen operativen Cashflow in Höhe von -12,8 Mio. Euro (Vorjahr: 9,0 Mio. Euro). Die msg life Gruppe hat das Geschäftsjahr 2019 mit einem ausgeglichenen Ergebnis vor Ertragsteuern (EBT) von insgesamt 0,0 Mio. Euro (Vorjahr: 3,6 Mio. Euro) abgeschlossen.
Der Cashflow aus Investitionstätigkeit betrug -2,4 Mio. Euro (Vorjahr: -4,9 Mio. Euro), wobei 2,8 Mio. Euro für Investitionen in Sachanlagen in Form von technischer Ausstattung getätigt wurden.
Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit verzeichnete im abgelaufenen Geschäftsjahr keine Besonderheiten und betrug deshalb im Geschäftsjahr 2019 0,1 Mio. Euro (Vorjahr: 0,4 Mio. Euro).
Vermögenslage des Konzerns
Die Eigenkapitalquote des Konzerns zum 31. Dezember 2019 hat sich im Vergleich zum Vorjahr mit 49,9 Prozent (Vorjahr: 50,6 Prozent) leicht verschlechtert, und das Eigenkapital beträgt 37,2 Mio. Euro (Vorjahr: 38,2 Mio. Euro). Zum 31. Dezember 2019 liegt die Bilanzsumme des Konzerns bei 74,6 Mio. Euro, was einer Minderung um 0,9 Mio. Euro entspricht (Vorjahr: 75,5 Mio. Euro).
Die kurzfristigen Vermögenswerte sind im abgelaufenen Geschäftsjahr von im Vorjahr 67,6 Mio. Euro auf 66,6 Mio. Euro gesunken. Grund für diese Entwicklung ist im Wesentlichen der zum Bilanzstichtag um 12,1 Mio. Euro höhere Bestand an Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (von 32,3 Mio. Euro im Vorjahr auf 44,4 Mio. Euro zum Bilanzstichtag). Als gegenläufiger Effekt ist jedoch die Minderung der liquiden Mittel um 14,8 Mio. Euro von 28,2 Mio. Euro auf 13,5 Mio. Euro zu verzeichnen.
Der Saldo der Position „Vorräte“ ist von Null auf 1,6 Mio. Euro angestiegen, weil es zum Bilanzstichtag einen Überhang an unfertigen Erzeugnissen und geleisteten Anzahlungen im Vergleich zu den erhaltenen Anzahlungen auf Kundenprojekte gibt. Durch den gewählten offenen Ausweis wird der saldierte Betrag deshalb mit 1,6 Mio. Euro unter den Vorräten ausgewiesen.
Die langfristigen Vermögenswerte blieben in Summe mit 6,9 Mio. Euro (Vorjahr: 6,9 Mio. Euro) nahezu identisch. Die Sachanlagen – im Wesentlichen auf Grund von Zugängen von Betriebs- und Geschäftsausstattung – haben sich im Geschäftsjahr 2019 um 0,5 Mio. Euro erhöht. Die immateriellen Vermögenswerte sind dagegen abschreibungsbedingt um 0,5 Mio. Euro auf 2,2 Mio. Euro gesunken. Die aktiven latenten Steuern vor Saldierung mit den passiven latenten Steuern betrugen 0,6 Mio. Euro (Vorjahr: 0,6 Mio. Euro).
Die Rückstellungen sanken insgesamt um 2,0 Mio. Euro auf 21,6 Mio. Euro. Diese Veränderung resultiert im Wesentlichen aus der Abnahme der sonstigen Rückstellungen um 3,0 Mio. Euro auf 14,0 Mio. Euro und, mit einem gegenläufigen Effekt, der Zunahme der (langfristigen) Pensionsrückstellungen sowie einem stichtagsbedingten Anstieg der Steuerrückstellungen um jeweils 0,5 Mio. Euro.
Insgesamt machen die Rückstellungen 28,9 Prozent der Bilanzsumme aus, verglichen mit einem Anteil von 31,2 Prozent im Vorjahr.
Die Verbindlichkeiten betragen 13,6 Mio. Euro. Die Erhöhung gegenüber dem Vorjahr von insgesamt 1,2 Mio. Euro resultiert im Wesentlichen aus dem Anstieg der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen um 1,1 Mio. Euro auf 6,4 Mio. Euro und der sonstigen Verbindlichkeiten um 1,6 Mio. Euro auf 4,4 Mio. Euro. Als gegenläufiger Effekt ist eine Minderung um 1,4 Mio. Euro bei den erhaltenen Anzahlungen zu verzeichnen, die allerdings mit dem gewählten offenen Ausweis unter den Vorräten zusammenhängt.
Der Konzern hat keine Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (weder kurz- noch langfristig). Insgesamt ist das Verhältnis der Verbindlichkeiten zur Bilanzsumme von 16,4 Prozent im Vorjahr auf jetzt 18,3 Prozent leicht angestiegen.
Das Geschäftsjahr 2019 lag unter den Erwartungen. Ursächlich waren unter anderem Verschiebungen von erwarteten Lizenzerlösen sowie zusätzliche Kosten – insbesondere für externe Mitarbeiter – zur Absicherung der Projektergebnisse. Der Vorstand der msg life ag geht davon aus, dass sich die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage der Gesellschaft in diesem Jahr und in den kommenden Jahren auf dem Niveau der Vorjahre weiterentwickeln wird.
Wesentliche Ereignisse mit Einfluss auf die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage der msg life ag im Jahresabschluss nach HGB
Die Umsatzerlöse sind im Vergleich zum Vorjahr um 2,4 Mio. Euro von 20,9 Mio. Euro auf 23,3 Mio. Euro angestiegen. Zu dieser Entwicklung tragen die Umsatzerlöse mit externen Dritten mit 2,8 Mio. Euro und die Umsatzerlöse im Konzern, also Umsatzerlöse mit Gesellschaften innerhalb der msg life-Gruppe, mit -0,4 Mio. Euro bei. Die sonstigen betrieblichen Erträge betrugen 0,4 Mio. Euro (Vorjahr: 0,4 Mio. Euro).
Der Aufwand für den Bezug von Leistungen aus dem Konzern ist im Vergleich zum Vorjahr um 1,4 Mio. Euro gestiegen und betrug im abgelaufenen Geschäftsjahr 8,3 Mio. Euro (Vorjahr: 6,9 Mio. Euro).
Der Personalaufwand lag mit 6,8 Mio. Euro (Vorjahr: 7,1 Mio. Euro) um 0,3 Mio. Euro unter dem Vorjahresniveau.
Die Position der Abschreibungen – diese waren solche auf Sachanlagevermögen – im HGB-Einzelabschluss ist im abgelaufenen Geschäftsjahr auf 0,4 Mio. Euro angestiegen (Vorjahr: 0,3 Mio. Euro).
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen, im Wesentlichen bestehend aus Verwaltungskosten mit verbundenen Unternehmen, Mieten, Rechts- und Beratungskosten, Buchführungskosten und Aufsichtsratsentgelten, sind im abgelaufenen Geschäftsjahr um 0,3 Mio. Euro von 14,0 Mio. Euro auf 14,3 Mio. Euro angestiegen. Im Wesentlichen trugen höhere Rechts- und Beratungskosten (Zunahme um 0,3 Mio. Euro) zu dieser Entwicklung bei.
Auf Grundlage der bestehenden Ergebnisabführungsverträge sind der Gesellschaft 2,3 Mio. Euro von der msg life central europe gmbh (Vorjahr: 9,3 Mio. Euro) zugeflossen und 0,1 Mio. Euro Verluste von der msg life global gmbh (Vorjahr: Erträge von 0,7 Mio. Euro) wurden übernommen.
Das Zinsergebnis der msg life ag betrug im Geschäftsjahr 2019 insgesamt -0,4 Mio. Euro (Vorjahr: -0,3 Mio. Euro) und ist im Wesentlichen geprägt vom Zinsaufwand für Pensions- und Jubiläumsrückstellungen und der Verzinsung der IC-Verbindlichkeiten.
Der Steueraufwand lag im Geschäftsjahr 2019 bei 82 Tsd. Euro (Vorjahr: 14 Tsd. Euro). Maßgeblich für die Entwicklung der sonstigen Steuern auf 0,2 Mio. Euro ist eine gebildete Rückstellung für Steuernachzahlungen im Zusammenhang mit einer noch laufenden Betriebsprüfung.
Für das Gesamtjahr 2019 erzielte die msg life ag einen handelsrechtlichen Jahresfehlbetrag in Höhe von 4,4 Mio. Euro (Vorjahr: Jahresüberschuss von 2,5 Mio. Euro).
Der Rückgang des Anlagevermögens um 0,4 Mio. Euro auf 58,0 Mio. Euro (Vorjahr: 58,4 Mio. Euro) resultiert aus der planmäßigen Abschreibung des Sachanlagevermögens. Die Gegenstände des Sachanlagevermögens beliefen sich auf 0,7 Mio. Euro (Vorjahr: 1,1 Mio. Euro).
Das Umlaufvermögen der msg life ag ist im abgelaufenen Geschäftsjahr um 8,9 Mio. Euro auf 35,4 Mio. Euro (Vorjahr: 26,4 Mio. Euro) angestiegen. Im Wesentlichen ist diese Entwicklung durch geleistete Anzahlungen in Höhe von 25,4 Mio. Euro im Zusammenhang mit der Gewinnung eines Großprojekts in Kooperation mit der msg systems ag zurückzuführen.
Zusätzlich haben sich die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um 0,3 Mio. Euro auf 2,5 Mio. Euro erhöht.
Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind um 0,3 Mio. Euro auf 1,1 Mio. Euro (Vorjahr: 0,8 Mio. Euro) angestiegen. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind um 1,9 Mio. Euro auf 24,9 Mio. Euro (Vorjahr: 26,8 Mio. Euro) gesunken.
Die liquiden Mittel lagen zum Bilanzstichtag um 7,7 Mio. Euro niedriger als noch vor einem Jahr und beliefen sich zum Jahresende auf einen Saldo von 5,8 Mio. Euro (Vorjahr: 13,5 Mio. Euro). Die Gesellschaft hat sich im Geschäftsjahr 2019 (wie bereits 2018) komplett aus eigenen Mitteln finanziert. Insofern sind keine Bankverbindlichkeiten passiviert.
Zum Bilanzstichtag betrugen die aktiven und passiven latenten Steuern jeweils 0 Tsd. Euro (Vorjahr: jeweils 6 Tsd. Euro).
Das Eigenkapital beträgt 37,2 Mio. Euro (Vorjahr: 41,6 Mio. Euro), was einer Minderung von 4,4 Mio. Euro entspricht. Durch das laufende Jahresergebnis erhöht sich der Bilanzverlust auf 17,4 Mio. Euro (Vorjahr: Bilanzverlust von 13,0 Mio. Euro). Die Gesellschaft ist somit nach wie vor nicht ausschüttungsfähig.
Die Bilanzsumme betrug per 31. Dezember 2019 93,5 Mio. Euro (Vorjahr: 85,0 Mio. Euro).
Ausrichtung der F&E-Aktivitäten
Für msg life dient Forschung und Entwicklung (F&E) zum einen der Weiterentwicklung und dem Ausbau von Standardsoftwarelösungen und zum anderen dem Ausbau der Expertise für Beratungsthemen. Letzteres manifestiert sich neben gezieltem Know-how-Ausbau bei Mitarbeitern auch in der Weiterentwicklung von Softwarewerkzeugen (Tools), welche die Beratung effizient unterstützen. Selbstverständlich unterliegen dabei alle F&E-Aktivitäten dem Gebot der nachhaltigen Wirtschaftlichkeit.
Die msg life Gruppe betreibt keine ergebnisoffene, sondern ausschließlich zielgerichtete Forschung. Von besonderer Bedeutung ist dabei die enge Kommunikation mit dem Markt beziehungsweise mit den Kunden, da deren Einschätzung der Relevanz mit Blick auf den Geschäftserfolg maßgeblich ist. Daher misst die msg life Gruppe bezüglich ihrer wesentlichen Produkte der Zusammenarbeit mit den Kunden (in den User Groups und Anwenderkreisen) und Partnern (wie beispielsweise der IBM oder der msg-Gruppe) eine große Bedeutung bei. Die im Rahmen der Forschung erarbeiteten Lösungsansätze werden frühzeitig, und bei Bedarf auch produktübergreifend, in den User Groups und Anwenderkreisen vorgestellt, diskutiert und bewertet. Die Bewertung erfolgt insbesondere in Hinblick auf das Interesse der Anwender am Erwerb der Produktweiterentwicklungen. Auf diesem Wege werden neue Releases der Standardsoftwareprodukte in aller Regel von einem Teil der Kunden durch Vorabbeauftragung mitfinanziert.
Da für die Platzierung neuer Produkte und die Öffnung neuer Märkte nicht auf eine vorhandene User Group zurückgegriffen werden kann, werden Early Customer-Modelle angewendet, welche die frühe Kundenentscheidung für ein neues Produkt durch wirtschaftliche Vorteile für den Kunden honorieren.
Kauf von F&E-Know-how
Als Marktführer in ihrem Kerngeschäft kann die msg life Gruppe in der Regel nicht auf vorgefertigte externe Forschungsergebnisse zurückgreifen. Dies gilt insbesondere für die fachlichen Themenfelder der Kundenbranche. Als Branchenhaus setzt sie vielmehr auf eigene Recherchen, basierend auf der Teilnahme an Branchenkonferenzen und Verbandsaktivitäten und gemeinsamen Projekten mit Partnerunternehmen. Auch das Identifizieren zukünftiger Trends ergibt sich zumeist zuverlässiger aus der systematischen Nachbearbeitung von Kundenanforderungen aus Projekten und Akquisitionssituationen als aus externen Studien. Selbstverständlich wird der Qualifikationsstand der Mitarbeiter kontinuierlich durch zielgerichtete, auch externe, Weiterbildungsmaßnahmen fortentwickelt. msg life nutzt im Technologiebereich die sich rege entwickelnden Standards und freien Technologien bis hin zu frei verfügbaren Open Source-Produkten. Zudem sichert das Unternehmen die eigene Technologieausrichtung durch eine enge Partnerschaft mit der IBM und mit ausgesuchten Hochschulen qualitativ ab.
F&E-Aufwendungen, F&E-Investitionen und F&E-Kennzahlen
Für msg life ist das Thema Continuous Delivery inzwischen von hoher strategischer Bedeutung und wurde deshalb im Berichtszeitraum konsequent vorangetrieben. Damit wird der Entwicklungsprozess der msg life Software weiter optimiert mit dem Ziel, noch kürzere Release-Zyklen und ein noch effizienteres Vorgehen bei unverändert hoher Qualität sicherzustellen. Der msg life Software-Entwicklungsprozess von der Standardentwicklung bis in die Kundenprojekte wird dabei einer hohen Automatisierung unterzogen. Im Berichtszeitraum konnte msg life mit der Umstellung auf Continuous Delivery in den ersten Kundenprojekten positive Ergebnisse erzielen. Der Roll-out in der Breite soll 2020 erfolgen.
Gemeinsam mit den Bestandskunden wurden auch 2019 die jeweiligen fachlichen und technischen Inhalte zu msg.Life Factory, msg.Zulagenverwaltung, msg.Tax Connect und msg.RAN in der User Group sowie in den Arbeitsgruppen diskutiert und verabschiedet.
Die Risikoprüfungskomponente msg.Underwriting (als prozessuale Ergänzung zum Vertriebssystem msg.Sales) sowie msg.Marsy-Pension als Verwaltungslösung für die Bestandsführung von leistungsorientierten Versorgungszusagen der betrieblichen Altersversorgung wurden im Berichtszeitraum von msg life neu- bzw. weiterentwickelt. Beide Produkte werden inzwischen aktiv am Markt vertrieben.
Für die msg.Insurance Suite wurde der gruppenweite Gesamtbebauungsplan für die Versicherungswirtschaft erweitert und die Integrationsarchitektur für eine noch höhere Interoperabilität mit den anderen Spartensystemen in der gemeinsamen msg.Insurance Suite überarbeitet. Des Weiteren wurde die Plattform um Funktionalitäten erweitert, darunter msg.CoC (Code of Conduct-Monitor), msg.TaxData (Verwaltung von Freistellungsaufträgen) und msg.360View (aggregierte Übersicht zu einem Kunden). Im Hinblick auf agile Entwicklungsmethoden wurde zudem die Ablauforganisation umgestellt.
Im Rahmen der Weiterentwicklung der msg.Life Factory wurde die Softwarearchitektur für Continuous Delivery ausgebaut. Ebenfalls erweitert wurden die systemseitigen Dunkelverarbeitungsmöglichkeiten (Transactional Services). Auch 2019 wurden den Kundenprojekten insgesamt vier Hauptreleases zur Verfügung gestellt.
In msg.Online Insure wurde das Maklerportal msg.Sales integriert mit der Möglichkeit zur Abbildung des VVG-konformen Verkaufsprozesses (TAA). Außerdem begann der Architekturumbau für SDA und es wurden weitere Schnittstellen für den Einbau des Systems in bestehende Portale bei Versicherern geschaffen.
Bei der msg.Zulagenverwaltung wurden die jährliche Auslieferung von zwei auf vier Releases umgestellt und parallel aktuelle Anforderungen zum Zulagesystem Altersvorsorge (zusy) der ZfA umgesetzt. Neue Funktionalitäten betreffen die Zusammenführung zweier ZV-Datenbanken, den Zusammenschluss von Anbietern und die Anbindung des Systems an bestehende Workflowsysteme.
In msg.Tax Connect erfolgten die Einführung einer grafischen Benutzeroberfläche auf Basis HTML, die Anpassung an neue Datenbank-Releases sowie die Einführung verschiedener Legitimationsanbindungen.
Das Meldeverfahren „Rentenbezugsmitteilungsverfahren“ wurde in verschiedenen Versionen von msg.RAN umgesetzt. Auch in diesem Produkt konnte eine grafische Benutzeroberfläche auf Basis HTML eingeführt werden.
Im Geschäftsfeld Migration Factory wurde das msg life Standardmigrationsverfahren durch diverse Optimierungen in den eingesetzten Migrationstools weiterentwickelt, um auf diese Weise Migrationsprozesse weiter zu beschleunigen.
Bei der Weiterentwicklung der US-amerikanischen Unified Product Platform erfolgte die Integration einer neuen medizinischen Risikoprüfungskomponente. Außerdem lässt sich die Plattform inzwischen auf Basis eines SaaS-Modells betreiben.
Im Projektgeschäft konnte msg life im Berichtszeitraum insgesamt über 60 produktive Release-Einführungen verzeichnen, davon insgesamt etwa zehn umfangreiche Releases rund um die msg.Insurance Suite. Zudem gab es 15 Wechsel von Releases und knapp zehn produktive Bestandsmigrationen.
Die F&E-Aufwendungen der msg life Gruppe beliefen sich im Geschäftsjahr 2019 auf insgesamt 9.397 Tsd. Euro (Vorjahr: 9.804 Tsd. Euro). Es wurden erneut keine Entwicklungsaufwendungen aktiviert.
Am 31. Dezember 2019 waren in der msg life Gruppe 1.159 festangestellte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter – inklusive der Geschäftsführer – beschäftigt (31. Dezember 2018: 1.098 festangestellte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter).
Bei der Suche nach neuen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern bietet das Unternehmen gleichzeitig Einstiegsmöglichkeiten in verschiedenen Berufsbildern und auf unterschiedlichen Karriere-Levels an. Dabei nutzt msg life die Netzwerke und das Know-how der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter innerhalb der Branche; ein internes Empfehlungsprogramm ist etabliert. Neben den eigenen Netzwerken ist das Internet weiterhin das wichtigste Medium für die Realisierung der Rekrutierungserfolge des Unternehmens. So nutzt msg life schwerpunktmäßig relevante Online-Kanäle, reichweitenstarke Plattformen aber auch Nischen-Stellenbörsen und setzt seine Strategien in den Themenfeldern Suchmaschinenoptimierung und Suchmaschinenwerbung um.
Vor dem Hintergrund der Wachstumsstrategie und dem damit verbundenen strategischen Personalaufbau konnte msg life im abgelaufenen Jahr die Zahl der Bewerbungen nochmals deutlich steigern. Von den jährlich inzwischen mehr als 3.500 Bewerbungen entfällt nur ein kleiner Anteil auf andere Rekrutierungswege.
Um die wachsende Zahl von Bewerbungen abzuwickeln, setzt das Unternehmen seit einigen Jahren auf ein Bewerbermanagementsystem und nutzt das gesamte Spektrum an Ansprachewegen zur Identifizierung interessanter Kandidatinnen und Kandidaten.
Im Rahmen der beruflichen Fortbildung von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern unterstützt msg life die berufsbegleitende Ausbildung der Deutschen Aktuarvereinigung e.V. (DAV) zur Aktuarin DAV beziehungsweise zum Aktuar DAV.
msg life bietet für alle neuen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Begrüßungs- und Einführungsveranstaltungen an. Im Rahmen dieser sogenannten Onboarding-Veranstaltungen werden die strategische Ausrichtung des Unternehmens und die Zielsetzungen in den einzelnen Geschäftsfeldern vorgestellt. Zielsetzung ist auch die frühzeitige und vielfältige Vernetzung der neuen Kolleginnen und Kollegen im gesamten Unternehmen.
Das vom Unternehmen verwendete Vergütungsmodell wird kontinuierlich und gezielt weiterentwickelt. Es stellt die Aufgabe und die Leistung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Mittelpunkt, ist Grundlage für eine marktgerechte Vergütung und zentraler Maßstab für strukturierte, individuelle Gehaltsveränderungen.
msg life hat auch 2019 den bereits eingeschlagenen Weg zu einer verstärkten Digitalisierung im Bereich der Personalentwicklung konsequent verfolgt. Ausschlaggebend für die Entwicklung von zusätzlichen Online-Formaten ist dabei insbesondere die schnelle Verfügbarkeit von Schulungsinhalten für wechselnde Zielgruppen. Daneben existieren zahlreiche additive Weiterbildungsmöglichkeiten, die in einzelnen Themenbereichen auch von internen Referentinnen und Referenten angeboten werden.
Sonstige rechtliche und wirtschaftliche Einflussfaktoren
Dem Aktionär stehen Vermögens- und Verwaltungsrechte zu. Zu den Vermögensrechten gehören vor allem das Recht auf Teilhabe am Gewinn (§ 58 Abs. 4 AktG) und an einem Liquidationserlös (§ 271 AktG) sowie das Bezugsrecht auf Aktien bei Kapitalerhöhungen (§ 186 AktG).
Zu den Verwaltungsrechten gehören das Recht, an der Hauptversammlung teilzunehmen und das Recht, auf dieser zu reden, Fragen und Anträge zu stellen sowie die Stimmrechte auszuüben. Der Aktionär kann diese Rechte insbesondere durch Auskunfts- und Anfechtungsklagen durchsetzen.
Jede Aktie gewährt in der Hauptversammlung eine Stimme. Die Hauptversammlung wählt die von ihr zu bestellenden Mitglieder des Aufsichtsrats und den Abschlussprüfer; sie entscheidet insbesondere über die Entlastung der Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats, über Satzungsänderungen und Kapitalmaßnahmen, über Ermächtigungen zum Erwerb eigener Aktien sowie gegebenenfalls über die Durchführung einer Sonderprüfung, über eine vorzeitige Abberufung von Mitgliedern des Aufsichtsrats und über eine Auflösung der Gesellschaft.
Die Hauptversammlung fasst ihre Beschlüsse in der Regel mit einfacher Mehrheit der abgegebenen Stimmen, soweit aufgrund gesetzlicher Bestimmungen nicht eine größere Mehrheit oder weitere Erfordernisse erforderlich sind.
Zum Bilanzstichtag setzt sich der Aufsichtsrat gemäß Satzung aus fünf Mitgliedern zusammen, die von den Aktionären nach dem Aktiengesetz gewählt werden. Die Aufsichtsratsmitglieder werden für die Zeit bis zur Beendigung der Hauptversammlung gewählt, die über ihre Entlastung für das dritte Geschäftsjahr nach dem Beginn der Amtszeit beschließt; das Geschäftsjahr, in dem die Amtszeit beginnt, wird nicht mitgerechnet. Die Hauptversammlung hat allerdings die Möglichkeit, bei der Wahl eine kürzere Amtszeit zu beschließen. Beschlüsse des Aufsichtsrats bedürfen – mit Ausnahme der Verabschiedung und der Änderung der Aufsichtsratsgeschäftsordnung, die einstimmig zu erfolgen hat – der Mehrheit der abgegebenen Stimmen, soweit das Gesetz nichts anderes bestimmt. Bei Stimmengleichheit – auch bei Wahlen – gibt die Stimme des Vorsitzenden, und wenn er an der Beschlussfassung nicht teilnimmt, die Stimme seines Stellvertreters, den Ausschlag.
Alle nachfolgenden Einschätzungen der Chancen und Risiken erfolgten zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2019.
Die msg life Gruppe unterliegt in ihrem Geschäft zahlreichen Unsicherheiten, deren Eintreten die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage des Konzerns und der AG positiv wie negativ beeinflussen beziehungsweise dazu führen können, dass msg life die für die zukünftige Geschäftsentwicklung gesetzten Ziele verfehlt beziehungsweise übertrifft.
Im Rahmen des auf die Erzielung von Gewinnen ausgerichteten unternehmerischen Handelns ist es notwendig, Risiken einzugehen. Für die Nachhaltigkeit des Erfolges ist es dabei wichtig, diese Risiken zu managen. Das heißt einerseits, sie im Hinblick auf die Wahrscheinlichkeit des Eintritts und ihre möglichen Auswirkungen auf die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage zu evaluieren und ständig zu beobachten. Es bedeutet andererseits, Maßnahmen zu identifizieren, mit denen Risiken begrenzt oder vermieden werden können. Das heißt auch, in Hinblick auf die eigenen Kernkompetenzen die finanzielle Stärke und die Kosten der jeweiligen Maßnahmen festzulegen, hinsichtlich welcher Risiken welche Begrenzungs- oder Vermeidungsmaßnahmen in welchem Umfang ergriffen werden.
Es ist eine der wesentlichen Aufgaben des Vorstands in der Führung des Konzerns, Rahmenbedingungen und Prozesse des Risikomanagements für die msg life Gruppe festzulegen, deren Einhaltung zu überwachen und mit den Leitern der operativen Einheiten und administrativen Bereiche regelmäßig die Entwicklung der Risiken in den jeweiligen Bereichen zu analysieren. Der Aufsichtsrat ist hierbei durch die regelmäßige Berichterstattung des Vorstands eng eingebunden.
Das Risikomanagementsystem der msg life Gruppe ist in einem Risikohandbuch dokumentiert. Innerhalb des Bereiches Unternehmensplanung & Controlling der Holding ist ein Mitarbeiter als Risikomanager benannt. Seine Aufgabe ist es, das niedergelegte Risikomanagementsystem einer regelmäßigen internen Evaluierung zu unterziehen und diese zu dokumentieren. Darüber hinaus muss der Risikomanager im Auftrag des Vorstands stichprobenartig einzelne Bereiche daraufhin analysieren, inwieweit die festgelegten Maßnahmen zur Begrenzung oder Vermeidung von Risiken umgesetzt werden.
Es ist die Verantwortung der Leiter der einzelnen Geschäftsbereiche, die Risiken des eigenen Bereichs kontinuierlich zu beobachten und zu managen. Bei einer signifikanten Erhöhung der Eintrittswahrscheinlichkeit oder der potentiellen Schadenshöhe sind sie zur umgehenden Meldung an den Vorstand verpflichtet. Grundlage für ein funktionierendes Risikomanagement ist die zuverlässige und schnelle Versorgung des Managements mit relevanten Informationen zum Verlauf des Geschäfts. Dazu hat msg life ein Controlling- und Berichtssystem aufgebaut, mit dem im monatlichen Rhythmus über die Entwicklung wesentlicher Kennzahlen der Geschäftstätigkeit der einzelnen Bereiche und über die monetären Ergebnisse wie auch über die voraussichtliche wirtschaftliche und finanzielle Entwicklung in jedem der kommenden zwölf Monate berichtet wird.
Das Risikofrüherkennungssystem der msg life ag hat sich auch 2019 bewährt, so dass keine Überarbeitungen notwendig waren. Das gesamte Vorgehen ist im Risikohandbuch beschrieben und wurde durch das Risk Board (Risikomanager und Vorstand) verabschiedet. Die für dieses Thema verantwortlichen Mitarbeiter wurden entsprechend geschult.
Gemäß der aktuell gültigen Version der Richtlinie erfolgte ein monatliches Reporting der wichtigsten Risiken sowie dreimal pro Jahr eine Befragung der operativen und zentralen Bereichsleiter sowie der Mitarbeiter mit risikorelevanten Sonderfunktionen. Das Risk Board tagte 2019 dreimal; im Rahmen dieser Treffen wurden die ermittelten Risiken einer qualitativen und quantitativen Würdigung unterzogen. Gleichzeitig sind der Datenschutz, die interne Revision, die IT Security sowie das Compliance Management in das Risikofrüherkennungssystem eingebunden. Der entsprechende Risikobericht wurde dem Aufsichtsrat im Dezember 2019 zur Kenntnis vorgelegt.
Das Profil der msg life Gruppe hat sich im Hinblick auf die wesentlichen Chancen- und Risikofelder im Geschäftsjahr 2019 nicht signifikant verändert. Im Folgenden werden einzelne als wichtig identifizierte Chancen- und Risikofelder näher erläutert. Dabei bedeutet die Auswahl nicht, dass msg life nicht auch aus anderen, nicht erwähnten Chancen und Risiken signifikante Auswirkungen auf die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage erfahren könnte.
msg life sieht eine kontinuierliche Fortdauer der Regulierung im gesamten Versicherungssektor als direkte Folge der Finanzkrise. Diese Regulierung genauso wie die anhaltende Niedrigzinsphase führt bei den momentan in der Versicherungsbranche eingesetzten Lösungen zu einem großen Anpassungsbedarf und unterstützt den Trend zum Einsatz von Standardsoftware sowie spartenübergreifender Plattformlösungen. Deshalb wird der Einsatz von flexibler und kostengünstiger Standardsoftware, wie sie msg life als ein führender Anbieter in diesem Segment zur Verfügung stellt, in der gesamten Versicherungswirtschaft weiterhin attraktiv bleiben. Des Weiteren kaufen insbesondere größere Versicherer gezielt bereits geschlossene, nicht mehr verkaufsoffene Versicherungsbestände (sogenannte „Run-off“-Bestände) von meist kleineren Versicherern auf. Damit erzielen letztere positive Bilanzeffekte und für die Ankäufer lassen sich nennenswerte Skaleneffekte erzielen. Auch hierfür spielt ein effizientes Vertragsmanagement mit modernen und leistungsfähigen IT-Systemen eine entscheidende Rolle.
Die Konzerngesellschaft FJA-US, Inc. hat in der Vergangenheit umsatz- und ergebnisseitig von der 2013 eingeführten Obama Care profitiert. Obwohl sich die gesamtwirtschaftlichen Indikatoren in den USA für 2020 grundsätzlich positiv gestalten, ergeben sich noch immer Unsicherheiten in Verbindung mit Obama Care aufgrund der wiederholten Ankündigung der Trump-Administration, Obama Care wieder abzuschaffen. Eine endgültige Entscheidung hierzu ist weiterhin nicht ersichtlich, so dass daraus sowohl Chancen wie auch Risiken für das Unternehmen entstehen können. Die US-amerikanische Tochtergesellschaft von msg life hat sich daher in der jüngeren Vergangenheit auf Themenbereiche wie z.B. Underwriting diversifiziert.
Chancen aus regulatorischen Entwicklungen
Regulatorische Anpassungen aufgrund gesetzlicher Änderungen generieren zusätzlich Nachfrage nach Beratungsleistungen und neuen oder modifizierten Produkten bei Bestandskunden und können, soweit sie zeitnah Eingang in die angebotene Produktpalette finden, einen entscheidenden Wettbewerbsvorteil darstellen. Wie im Kapitel „Forschung und Entwicklung“ innerhalb dieses zusammengefassten Lageberichts und Konzernlageberichts ausführlich dargestellt, dienen die entsprechenden F&E-Aktivitäten bei msg life deshalb zum einen der Weiterentwicklung und dem Ausbau von Standardsoftwarelösungen und zum anderen dem Ausbau der Expertise für Beratungsthemen.
Des Weiteren sind die Mitarbeiter von msg life ein Erfolgsfaktor für die Innovationskraft des Unternehmens und für die Wertschöpfung der Kunden – und damit maßgeblich für das Wachstum und die Profitabilität der msg life Gruppe insgesamt. Deshalb unternimmt msg life verschiedene Aktivitäten, um das Engagement und die Zusammenarbeit der Mitarbeiter zu stärken sowie die Innovationskraft zu fördern. Damit msg life auch in Zukunft die eigene Innovationskraft und den nachhaltigen geschäftlichen Erfolg sichern kann, muss das Unternehmen nicht nur seine eigenen Mitarbeiter möglichst eng an sich binden, sondern auch fortlaufend qualifizierte neue Mitarbeiter für sich gewinnen. Durch eine verstärkte Nutzung mobiler Kanäle und durch innovative Strategien für das Talentmanagement möchte msg life außerdem neue Talentpools erschließen. Weitere Informationen über die künftigen Chancen durch die Mitarbeiter bei msg life finden sich im Kapitel „Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter“ innerhalb dieses zusammengefassten Lageberichts und Konzernlageberichts.
Die nachfolgenden Risiken sind in der absteigenden Reihenfolge ihrer geschätzten Eintrittswahrscheinlichkeit und ihren geschätzten Auswirkungen aufgeführt. Zudem betrifft die nachfolgende Darstellung alle berichteten Bereiche, sofern nicht anders ausgeführt.
Projekt- und Produktrisiken
Das Hauptgefahrenpotential im operativen Geschäftsverlauf besteht in der Kalkulation der komplexen Projekte sowie in deren organisatorischer, fachlicher, technischer und wirtschaftlicher Abwicklung. Durch die konzernweit gültigen Vorgaben zum Projekt- und Projektrisikomanagement werden diese Risiken gesteuert und überwacht. Trotzdem besteht das Risiko, dass Projekte für die msg life Gruppe nicht profitabel abgewickelt werden können, weil Kosten das vereinbarte Budget übersteigen, Termine nicht eingehalten werden oder die erbrachten Leistungen nicht dem vereinbarten Pflichtenheft oder der geforderten Qualität entsprechen und die msg life Gruppe deshalb einen Preisnachlass gewähren oder Schadenersatz leisten muss. 2019 konnten einige dieser Risiken durch den erfolgreichen Abschluss einzelner Projekte leicht reduziert werden. Die weiterhin vorhandenen Risiken sind grundsätzlich in den Planungen für 2020 enthalten. Ein kumuliertes Eintreten der genannten Risiken in mehreren Projekten könnte jedoch zu negativen Effekten führen.
Aufgrund der aktuellen Coronavirus-Pandemie können auch für msg life neue Projektrisiken entstehen. Zwar hat das Unternehmen bereits frühzeitig umfassende Maßnahmen getroffen, um seine grundsätzliche Arbeitsfähigkeit sicherzustellen – darunter insbesondere die umfassende hard- und softwareseitige Ausstattung aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für die Arbeit im Homeoffice sowie eine frühzeitige, konsequente und nahezu vollständige Verlagerung aller Arbeiten in den rein virtuellen Raum. Dennoch besteht das Risiko, dass Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von msg life erkranken und für Kundenprojekte ausfallen genauso wie kundenseitige Beistellleistungen nicht in erforderlichem Umfang erbracht werden könnten. In der Folge ließen sich deshalb vereinbarte Projektziele (Meilensteine) möglicherweise nicht oder nicht fristgerecht einhalten, woraus sich wiederum negative Effekte auf die wirtschaftliche Entwicklung des Unternehmens ergeben könnten. Vor dem Hintergrund der von msg life getroffenen Maßnahmen und der Entwicklung des Projektgeschäfts im bisherigen Geschäftsjahr sieht das Unternehmen zum Zeitpunkt der Abschlusserstellung in Folge der Coronavirus-Pandemie aber momentan noch keine wesentlichen Auswirkungen auf die operative wie wirtschaftliche Entwicklung der Gesellschaft.
Wie alle Softwareprodukte können auch die Produkte der msg life Gruppe Defekte enthalten, deren Behebung im Rahmen der Gewährleistung die Kosten erhöht und damit die Gewinnspanne beeinflusst beziehungsweise mit Schadensersatzansprüchen an die msg life Gruppe einhergehen. Die msg life Gesellschaften übernehmen in der Regel die branchenübliche Gewährleistung. Die Haftungsverpflichtungen werden, soweit möglich, vertraglich auf das gesetzliche Mindestmaß begrenzt und mit dem Abschluss entsprechender Haftpflichtversicherungen abgesichert. Dennoch ist, wenn auch mit einer geringen Wahrscheinlichkeit, nicht ausgeschlossen, dass vertraglich vereinbarte Haftungsbeschränkungen für unwirksam erachtet werden und der vorhandene Versicherungsschutz nicht oder nicht in ausreichendem Maße zur Verfügung steht.
Die msg life Gruppe verwendet in ihren eigenen Softwareprodukten auch Software von Drittanbietern. Diese Software von Drittanbietern kann Defekte enthalten, die sich nachteilig auf die Funktionsfähigkeit der eigenen Produkte der msg life Gruppe auswirken können.
Probleme in der Projektabwicklung und Softwaredefekte, die im Betrieb einer von msg life erstellten Software auftreten können, könnten den Ruf der msg life Gruppe nachhaltig beeinträchtigen und damit erhebliche Auswirkungen auf den künftigen Geschäftsverlauf haben.
Der Erfolg von msg life hängt maßgeblich von der Qualifikation und Motivation der Mitarbeiter ab. Dabei kommt einigen Mitarbeitern in Schlüsselpositionen besondere Bedeutung zu. Sofern es msg life nicht gelingt, diese Mitarbeiter an das Unternehmen zu binden beziehungsweise kontinuierlich qualifizierte Mitarbeiter für sich zu gewinnen und weiterzuentwickeln, kann der Erfolg von msg life aufgrund des drohenden Know-how-Verlustes signifikant beeinträchtigt werden. Darüber hinaus könnte eine zu hohe Auslastung der eigenen Mitarbeiter den Einsatz teurer externer Kapazitäten notwendig machen, um keine Qualitätsverluste in der Projektabwicklung zu riskieren. Dies gilt vor allem vor dem Hintergrund der absehbaren demografischen Entwicklung. Hier treffen msg life insbesondere die voraussichtlich rückläufige Anzahl von Hochschulabsolventen und der daraus resultierende Wettbewerb um diese Kräfte sowie die damit verbundenen steigenden Kosten.
msg life begegnet diesem Risiko mit einem umfangreichen Maßnahmenkatalog. Laufender Austausch mit den Mitarbeitern zu allen ihr Arbeitsumfeld betreffenden Faktoren in standardisierten Mitarbeitergesprächen mit der Möglichkeit zu qualifiziertem Feedback, interne Schulungsmaßnahmen zur Vermeidung von Know-how-Monopolen, Ausbildung von Hochschulabsolventen „on the job“ sowie Recruiting geeigneter Personen über alle marktgängigen Kanäle sind nur einige Beispiele dafür. Darüber hinaus sollen die Führungsleitlinien für die Führungskräfte zu einer zusätzlichen Identifikation der Mitarbeiter mit dem Unternehmen führen.
Aufgrund der aktuellen Coronavirus-Pandemie besteht das Risiko, dass Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter erkranken und sich dies negativ auf die laufende Produktentwicklung und das laufende Projektgeschäft sowie die internen Services und somit auf die wirtschaftliche wie operative Entwicklung des Unternehmens auswirken könnte. Deshalb hat msg life bereits früh und umfassend auf diese neuen Risiken reagiert, indem die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit der entsprechenden Hard- und Software für die Arbeit im Homeoffice ausgestattet und nahezu alle Arbeiten in den virtuellen Raum verlagert wurden. Dadurch sollen potentielle Ansteckungswege nach Möglichkeit vermieden werden und Mitarbeiterinnen wie Mitarbeiter, die sich möglicherweise in Quarantäne befinden, grundsätzlich arbeitsfähig bleiben. Zum Zeitpunkt der Abschlusserstellung sieht msg life in Folge der Coronavirus-Pandemie aber momentan noch keine negativen Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.
Die allgemeine konjunkturelle Entwicklung beeinflusst das Verhalten potentieller Kunden bei Investitionen in die IT-Infrastruktur sowie die Ausgaben für laufende Unternehmensberatung. Eine Verschlechterung des konjunkturellen Umfeldes könnte das von msg life adressierte Marktvolumen reduzieren. Die als Reaktion auf eine solche Entwicklung notwendigen Maßnahmen zur Kapazitätsanpassung können gegebenenfalls nur mit einem Zeitverzug Wirkung zeigen und würden zu Kosten für Restrukturierungsmaßnahmen führen. Bei den volumenabhängigen Vergütungsmodellen könnte eine konjunkturbedingte Verzögerung des Bestandswachstums eine Verschiebung der geplanten Fixkostendegression zur Folge haben.
Im Falle eines Nachfragerückgangs infolge konjunktureller Krisen ginge msg life davon aus, dass sich dies bei Bestandskunden im Produktgeschäft eher langsamer durchsetzen würde, da in diesem Geschäft die Bindung an die eingesetzte Lösung die Beauftragung von erforderlichen Anpassungen sicherstellt. Bezogen auf Neukunden können Verschiebungen geplanter Investitionen Umsatzrückgänge, insbesondere im Produktgeschäft, zur Folge haben.
Die Konzerngesellschaft FJA-US, Inc. hat in der Vergangenheit umsatz- und ergebnisseitig von der 2013 eingeführten Obama Care profitiert. Obwohl sich die gesamtwirtschaftlichen Indikatoren in den USA für 2020 grundsätzlich positiv gestalten, ergeben sich noch immer Unsicherheiten in Verbindung mit Obama Care aufgrund der wiederholten Ankündigung der Trump-Administration, Obama Care wieder abzuschaffen. Eine endgültige Entscheidung hierzu ist bei der US-amerikanischen Regierung weiterhin nicht ersichtlich, deshalb können hieraus auch erhebliche Risiken für den Konzern resultieren. Die US-amerikanische Tochtergesellschaft von msg life hat sich daher in der jüngeren Vergangenheit stärker in weiteren Themenbereichen, wie z.B. Underwriting, diversifiziert.
Dem grundsätzlichen Risiko, dass in der Folge konjunktureller Krisen Teile der Budgets bei den potenziellen Kunden von msg life zurückgestellt werden, stehen andererseits neue Möglichkeiten für einen Standardsoftwareanbieter wie msg life durch die höheren regulatorischen Erfordernisse und den steigenden Kostendruck gegenüber. Denn gerade ein konjunkturell bedingter Kostendruck im Absatzmarkt unterstützt wiederum Konsolidierungs- und Automatisierungstendenzen, die eine zunehmende Nachfrage bei externen Systemanbietern zur Folge haben können. Derzeit erweist sich die Situation am Versicherungsmarkt verstärkt als Chance für das Unternehmen, wie sich an den Neuabschlüssen der zurückliegenden Jahre zeigt.
Alle vorgenannten konjunkturellen Risiken gelten auch für die aktuelle Coronavirus-Pandemie; die konkreten Auswirkungen sind derzeit allerdings noch nicht einschätzbar. Angesichts der Entwicklung des Neu-, Bestandskunden- und Projektgeschäfts im bisherigen Geschäftsjahr sieht das Unternehmen zum Zeitpunkt der Abschlusserstellung aber momentan noch keine relevanten Auswirkungen auf die wirtschaftliche und operative Entwicklung.
msg life ist mit seinen Lösungen ein führendes Branchenhaus für Lebensversicherungen und Altersvorsorgeeinrichtungen in Europa sowie insbesondere Krankenversicherungen in den USA. Dies führt einerseits zu einer Konzentration und damit Zunahme von Marktentwicklungsrisiken. Andererseits wird dadurch die Ertragskraft des Unternehmens gesteigert. msg life wird daher in den momentanen Produktbereichen und regionalen Märkten versuchen, die bisherige Strategie fortzusetzen und mit den Lösungen komplette Wertschöpfungsketten und komplette Produktspektren abzubilden, um so den entscheidenden Wettbewerbsvorsprung insbesondere gegenüber preislich aggressiven, neuen Anbietern auf dem Markt zu behaupten. Ein wichtiges Instrument in diesem Zusammenhang ist die Einbettung der msg life Produktpalette in die übergeordnete msg.Insurance Suite sowie die diesbezügliche Zusammenarbeit innerhalb der msg-Gruppe. Die digitale Kommunikation mit Endkunden wird für Versicherer eine wachsende Rolle spielen: sowohl im Vertrieb von Versicherungsprodukten als auch in der Kundenbetreuung. msg life wird daher die Aktivitäten rund um die Entwicklung neuer Standardsoftware-Produkte zur digitalen Transformation sowie zur Interaktion und Kollaboration mit Endkunden (Systems of Engagement, SoE) konsequent ausbauen und hat die diesbezüglichen Aktivitäten in einem eigenen Geschäftsbereich gebündelt.
Wie bei allen vergleichbaren Unternehmen hängt das Funktionieren der Geschäftsprozesse auch von der Verfügbarkeit und der sicheren Funktionsfähigkeit der IT-Infrastruktur ab. Externe Ereignisse, zum Beispiel Brand, länger dauernder Strom- oder Netzwerkausfall, Bedienungsfehler oder Sabotageakte können unter anderem auch diese Infrastruktur außer Betrieb setzen. Die Systeme von msg life, aber auch die Systeme der Kunden, können von so genannten Viren befallen werden, die die Systeme oder das Netzwerk beschädigen und lahmlegen. Durch Angriffe von intern oder extern können Daten und Informationen zerstört, verfälscht oder gelöscht werden und vertrauliche Daten und Informationen ausgespäht werden. Die Wahrscheinlichkeit und das Ausmaß von Schäden durch Viren und Hacker sowie durch das Eindringen Unbefugter in das IT-System und das Ausspähen vertraulicher Informationen sind nicht vollumfänglich abschätzbar.
Wiederherstellungsaufwand, Produktionsausfall und Regressanforderungen von Kunden oder Dritten als Folge von Systemausfällen oder Attacken könnten bedeutsame Schäden hervorrufen, die das Ergebnis nachhaltig beeinflussen und den Bestand des Unternehmens gefährden könnten.
Da die IT-Sicherheit von strategischer Bedeutung ist, werden im Rahmen des IT-Sicherheitskonzeptes, soweit möglich, umfangreiche technische und organisatorische Maßnahmen praktiziert. Diese beinhalten restriktive Zugangs- und Zugriffskontrollen, regelmäßige Back-ups und Penetration-Tests und adäquate vertragliche Regelungen mit Service Providern für ausgelagerte Systeme und die Telefon- und Kommunikationsverbindungen. Zum Schutz gegen das Eindringen von Viren wird grundsätzlich die jeweils aktuelle auf dem Markt verfügbare Software eingesetzt. Zugriffsbeschränkungen verhindern, dass unerlaubt möglicherweise infizierte Software im Rechnernetz von msg life installiert wird. Definierte Sicherheitsanforderungen begrenzen den Zugriff Unbefugter und sorgen für den Datenschutz. Mit entsprechenden Versicherungen wird der finanzielle Schaden begrenzt.
Risiken aus Firmenübernahmen
msg life ist momentan daran interessiert, die Marktposition im deutschsprachigen Raum und international in erster Linie organisch auszubauen. Dies wird partiell durch gezielte Akquisitionen unterstützt. Der Erfolg der Akquisitionen hängt davon ab, ob es gelingt, ein erworbenes Unternehmen in die Konzernstruktur zu integrieren und die angestrebten Synergieeffekte zu erzielen.
Im Rahmen des Liquiditätsrisiko-Managements wird darauf geachtet, dass dem Unternehmen laufend ausreichende flüssige Mittel beziehungsweise Kreditlinien zur Verfügung stehen, um seinen Zahlungsverpflichtungen nachzukommen beziehungsweise Risiken aus Zahlungsstromschwankungen zu begegnen. Die Zahlungsverpflichtungen resultieren dabei unter anderem aus Zins- und Tilgungsleistungen. Unter das Liquiditätsrisiko fällt auch, dass bei Bedarf nicht ausreichend Liquidität zu den erwarteten Konditionen beschafft werden kann (Refinanzierungsrisiko).
Im Rahmen der installierten Führungsmechanismen werden die täglichen Bestände der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente sowie die monatlich rollierenden Finanzplanungen auf Ebene der Unternehmensleitung überwacht. Aufgabe des Liquiditätsmanagements ist es, prognostizierbare Defizite unter normalen Marktbedingungen, zu marktüblichen Konditionen, zu finanzieren. Das bedeutet, dass sowohl Verluste aus der Aufnahme von Kapital zu überhöhten Zinsen als auch die Anlage überschüssiger Mittel zu unter dem Marktniveau liegenden Zinssätzen vermieden werden sollten.
Aufgrund des aktuellen Bestandes der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente erachtet die msg life ag das Liquiditätsrisiko zurzeit als gering. Die msg life Gruppe verfügt über ausreichend liquide Mittel, um die finanziellen Verbindlichkeiten bedienen zu können.
Zum Bilanzstichtag bestehen Rahmenkreditvereinbarungen mit drei Kreditinstituten in Höhe von insgesamt 7.500 Tsd. Euro. Die Kreditlinien wurden zum Bilanzstichtag in Höhe von 1.600 Tsd. Euro für Mietavale in Anspruch genommen.
Zielsetzung und Methoden des Finanzrisikomanagements:
Das Finanzrisikomanagement soll die msg life Gruppe in die Lage versetzen, alle wesentlichen Risiken, denen sie potentiell ausgesetzt ist, frühzeitig zu erkennen und geeignete Abwehrmaßnahmen zu ergreifen.
Bei den mit Finanzinstrumenten verbundenen möglichen Risiken bei der msg life Gruppe handelt es sich insbesondere um Liquiditätsrisiken, die dazu führen können, dass ein Unternehmen möglicherweise nicht in der Lage ist, die Finanzmittel zu beschaffen, die zur Begleichung der finanziellen Verbindlichkeiten notwendig sind, um Währungsrisiken, die aus Tätigkeiten in verschiedenen Währungsräumen resultieren, um Ausfallrisiken, die durch die Nichterfüllung von vertraglichen Verpflichtungen durch Vertragspartner begründet sind, um Zinsrisiken, die aufgrund der Schwankungen des Marktzinssatzes zu einer Änderung des beizulegenden Zeitwerts eines Finanzinstruments führen, und zinsbedingte Cashflow-Risiken, die zu einer Veränderung der künftigen Cashflows eines Finanzinstruments aufgrund sich ändernder Marktzinssätze führen.
Das Unternehmen hat eine klare funktionale Organisation des Risikosteuerungsprozesses vorgenommen. Den einzelnen am Risikosteuerungsprozess beteiligten Organisationseinheiten sind eindeutige Aufgaben zugeordnet.
Kreditrisiken (Ausfallrisiken):
Das Kreditrisiko liegt in der Verschlechterung der wirtschaftlichen Verhältnisse von Kreditnehmern oder Kontrahenten des Unternehmens begründet. Daraus resultieren zum einen die Gefahr des teilweisen oder vollständigen Ausfalls vertraglich vereinbarter Zahlungen beziehungsweise Leistungen und zum anderen bonitätsbedingte Wertminderungen bei Finanzinstrumenten.
Das Kreditrisikomanagement ist für die operative Messung und Steuerung der Kreditrisiken verantwortlich. Zu den Aufgaben zählen insbesondere die Überwachung der Kreditrisikopositionen und -engagements und die Bonitätsanalyse.
Hinsichtlich des Kreditrisikos bestehen im Konzern nur bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen Risiken. Für das geschätzte Ausfallrisiko wurde durch die Bildung von Wertberichtigungen in ausreichender Höhe vorgesorgt. Aufgrund der allgemein guten Bonität der Kunden aus der Versicherungsbranche werden die Forderungen nicht versichert. Das maximale Ausfallrisiko entspricht grundsätzlich den Nominalwerten abzüglich der Wertberichtigungen. Sonstige Kreditsicherheiten oder andere risikomindernde Vereinbarungen (wie zum Beispiel Bürgschaften, Grundschulden, Verpfändungen) liegen nicht vor. Es bestehen Nutzungsvorbehalte bis zur vollständigen Bezahlung. Bei den in Rechnung gestellten Forderungen ergaben sich, saldiert mit den Auflösungen, Zuführungen von Wertberichtigungen in Höhe von 12 Tsd. Euro (Vorjahr: 1 Tsd. Euro). Zu den jeweiligen Stichtagen enthalten die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen keine Buchwerte, deren Konditionen neu verhandelt wurden und die ansonsten überfällig wären.
Bezüglich der Analyse der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, die zum Ende der Berichtsperiode überfällig, aber nicht wertgemindert sind, verweisen wir auf „IV. Erläuterungen zur Bilanz, 3. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen“ im Konzernanhang.
Bei den Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten bestehen keine Ausfallrisiken. Diese sind bei Banken mit einem guten Rating angelegt.
Bei den sonstigen finanziellen Vermögenswerten bestehen keine wesentlichen Ausfallrisiken.
Im Rahmen des Managements des Liquiditätsrisikos wird darauf geachtet, dass dem Unternehmen laufend ausreichende flüssige Mittel beziehungsweise Kreditlinien zur Verfügung stehen, um seinen Zahlungsverpflichtungen nachzukommen beziehungsweise Risiken aus Zahlungsstromschwankungen zu begegnen. Die Zahlungsverpflichtungen resultieren dabei unter anderem aus Zins- und Tilgungsleistungen. Unter das Liquiditätsrisiko fällt auch, dass bei Bedarf nicht ausreichend Liquidität zu den erwarteten Konditionen beschafft werden kann (Refinanzierungsrisiko).
Aufgrund des relativ hohen Bestandes der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente erachtet die msg life Gruppe das Liquiditätsrisiko zurzeit als gering. Die msg life Gruppe verfügt über ausreichend liquide Mittel, um die finanziellen Verbindlichkeiten bedienen zu können.
Des Weiteren bestehen zum Bilanzstichtag Kreditlinien bei Banken in Höhe von 7.500 Tsd. Euro, die zum Stichtag in Höhe von 1.600 Tsd. Euro für Mietavale ausgenutzt waren.
Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2019 und im Vorjahr wurden keine Erträge aus Forderungsverzichten realisiert.
Marktrisiken resultieren aus der Veränderung von Marktpreisen. Diese führen dazu, dass der beizulegende Wert oder die künftigen Zahlungsströme der Finanzinstrumente schwanken. Marktrisiken umfassen Zins-, Währungskurs- und andere Preisrisiken (zum Beispiel Rohstoffpreise, Aktienkurse).
Preisrisiken:
Die msg life Gruppe ist keinen Preisrisiken ausgesetzt.
Zinsrisiken:
Zinsrisiken resultieren daraus, dass der beizulegende Zeitwert oder zukünftige Cashflows eines Finanzinstruments aufgrund von Änderungen der Marktzinssätze schwanken.
Die Erträge beziehungsweise die operativen Cashflows des Konzerns sind weitgehend keinem Zinsänderungsrisiko ausgesetzt. Bei den finanziellen Vermögenswerten sind keine wesentlichen Zinsänderungsrisiken vorhanden. Die Veranlagung der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente erfolgt kurzfristig und folgt marktüblichen Schwankungen. Unter der Bedingung, dass alle anderen Parameter gleichgeblieben sind, geht das Unternehmen davon aus, dass im Berichtszeitraum die Zinssätze um 10 Basispunkte niedriger (höher) gewesen wären. In diesem Falle wäre das Jahresergebnis 2019 um 7 Tsd. Euro niedriger (höher) (im Vorjahr um 10 Tsd. Euro niedriger (höher)) und die Bestandteile des Eigenkapitals um 7 Tsd. Euro niedriger (höher) ausgefallen (im Vorjahr um 10 Tsd. Euro niedriger (höher)).
Sowohl im Berichtszeitraum als auch im Vorjahr lagen keine (verzinslichen) finanziellen Verbindlichkeiten vor, die mit variablen Zinssätzen ausgestattet sind.
Währungsrisiko ist das Risiko, dass der beizulegende Zeitwert oder künftige Cashflows eines Finanzinstruments aufgrund von Änderungen der Wechselkurse Kursschwankungen ausgesetzt ist.
Die operativen Gesellschaften des Konzerns wickeln ihre Aktivitäten überwiegend in der jeweiligen Landeswährung ab. Im Rahmen der operativen Tätigkeit ist der Konzern daher keinen wesentlichen Währungsrisiken ausgesetzt. Die Erlöse werden zu 83 Prozent (Vorjahr: 78 Prozent) innerhalb der Eurozone-Länder erzielt, der Rest in der Schweiz, in den USA und Australien. Das Währungsrisiko auf der Aktivseite bei den Lieferungen und Leistungen resultiert mit einem Anteil von 9 Prozent (Vorjahr: 9 Prozent) aus nicht auf Euro lautenden Forderungen. Bei den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen resultieren Währungsrisiken in Höhe von 2 Prozent (Vorjahr: 4 Prozent) aus nicht auf Euro lautenden Verbindlichkeiten. Differenzen aus der Umrechnung der Abschlüsse von ausländischer Währung in Konzernwährung zur Erstellung des Konzernabschlusses beeinflussen das Währungsrisiko nicht, da die jeweiligen Fremdwährungsveränderungen erfolgsneutral im Eigenkapital dargestellt werden.
Angaben zu Risikokonzentrationen („Klumpenrisiken“):
Abhängigkeiten des Unternehmens im Bereich der Beschaffung liegen nicht vor. Im Bereich des Absatzes liegen tendenziell Risikokonzentrationen aufgrund der geografischen Verteilung der Umsatzerlöse vor. So liegt der Anteil der Umsatzerlöse in Deutschland bei 84,6 Prozent (Vorjahr: 80,5 Prozent).
Innerhalb der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen bestehen keine wesentlichen Konzentrationen auf einzelne Kunden. Die zehn größten Kunden haben im Berichtsjahr einen Anteil von 61,5 Prozent der Umsatzerlöse (Vorjahr: 70,7 Prozent) und einen Anteil von 32,9 Prozent bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (Vorjahr: 39,6 Prozent).
Bei den Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten liegt keine Konzentration auf einzelne Institute vor.
In Anbetracht ihrer Eintrittswahrscheinlichkeit und ihrer Auswirkungen weisen die vorstehend beschriebenen Risiken nach Ansicht von msg life weder einzeln noch in ihrer Gesamtheit bestandsgefährdenden Charakter auf. Die Unternehmensleitung bleibt zuversichtlich, dass die Ertragskraft des Konzerns eine solide Basis für unsere künftige Geschäftsentwicklung bildet und für die nötigen Ressourcen sorgt, um die dem Konzern zur Verfügung stehenden Chancen zu verfolgen. Aufgrund der führenden Marktstellung von msg life, der fachlichen und technologischen Innovationskraft, der engagierten Mitarbeiter sowie der Prozesse zur Risikofrüherkennung ist msg life zuversichtlich, den Herausforderungen, die sich aus den genannten Risiken ergeben, auch 2020 erfolgreich begegnen zu können.
Mit knapp 1.200 Mitarbeitern an Standorten in Deutschland, den Niederlanden, Österreich, der Schweiz, der Slowakei, Slowenien, Portugal, Spanien und den USA ist msg life im Bereich der Software- und Beratungsleistungen für Versicherungsunternehmen und Altersvorsorgeeinrichtungen sehr gut positioniert. Das umfangreiche Angebot für Lebensversicherungen in Europa sowie für insbesondere Krankenversicherungen in den USA verschafft msg life gute Marktchancen und eine aussichtsreiche Wettbewerbsposition.
msg life ist mittelfristig bestrebt, den Anteil des internationalen Geschäfts zu erhöhen -verzichtet aber in diesem Zusammenhang einstweilen auf eine konkrete quantitative Zielsetzung. Neben der führenden Marktstellung in den deutschsprachigen Ländern ist die Software von msg life auch weltweit im Einsatz. Anwender in mehr als 30 Ländern nutzen die Lösungen des Unternehmens.
Bei dem strategischen Vorhaben der weitergehenden Internationalisierung setzt msg life bislang auf Partnerschaften sowie auf die bereits vorhandenen lokalen Präsenzen vor Ort. Zudem führt das Unternehmen derzeit Gespräche mit potentiellen Kooperationspartnern in Hinblick auf die Erschließung von bislang nicht bearbeiteten Märkten.
Die gezielte Präsenz von msg life in den jeweiligen Auslandsmärkten war in der Vergangenheit ein wesentlicher Erfolgsfaktor bei der künftigen Gewinnung von neuen Kunden. Außerdem zeigt sich immer wieder, dass Konzerngesellschaften die für eine Region implementierten Lösungen auch weiteren Konzerngesellschaften in anderen Ländern zur Verfügung stellen wollen. Auch dies kann die Entwicklung hin zur Internationalisierung von msg life als Dienstleister für die Kunden verstärken. Die wesentlichen Vertriebsvorhaben sollen – wie bereits im Geschäftsjahr 2019 – auch im laufenden Geschäftsjahr 2020 insbesondere in den etablierten Auslandsmärkten vorangetrieben werden.
Weiterhin als Markt relevant sind in diesem Zusammenhang die Benelux-Staaten, in welchen msg life nach dem Ende des Berichtszeitraums die niederländische AEGON als bisher größten Neukunden hinzugewinnen konnte.
Ein im Rahmen der internationalen Aktivitäten wesentlicher Baustein ist der österreichische Markt: Hier konnte msg life in den zurückliegenden Jahren mit Aufträgen von Helvetia Österreich, UNIQA Insurance Group und Wiener Städtische und Donau Versicherung sehr große Vertriebserfolge verzeichnen. Vom Standort Wien aus erfolgt die Platzierung und Weiterentwicklung des Beratungsportfolios für die deutschsprachigen Märkte sowie der Vertrieb der msg life Produkte für die Länder Mittel- und Osteuropas. Ebenfalls mit einem eigenen Standort und bei mehreren renommierten Lebensversicherern ist msg life auf dem schweizerischen Markt vertreten und sieht gute Perspektiven für den weiteren Ausbau des Geschäfts, nachdem sich in den beiden vergangenen Jahren die AXA Winterthur und die Mobiliar für das Kernprodukt msg.Life Factory entschieden haben.
In den dynamischen Märkten der mittel- und osteuropäischen Länder ist msg life mit den Tochterunternehmen in der Slowakei und in Slowenien direkt präsent. Ebenfalls als Markt interessant ist die iberische Halbinsel, die von msg life über die Niederlassungen in Portugal und Spanien bearbeitet wird. Zudem nutzt msg life den Standort in Portugal als Produktentwicklungseinheit.
Für den US-amerikanischen Markt untersucht msg life derzeit, ob sich das eigene europäische Leben-Produktportfolio in einer lokalisierten Version und in Verbindung mit den eigenen US-amerikanischen Produkten als integrierte Lösung zum Einsatz bringen lässt. Insgesamt verzeichnet msg life im dortigen Markt auch weiterhin ein kontinuierliches Wachstum der verschiedenen Versicherungssegmente und möchte das damit verbundene Geschäftspotential nutzen. Das msg life Angebotsspektrum umfasst neben der Einführung und Integration der spezifischen Softwareprodukte auch Betreibermodelle sowie verschiedene Beratungsleistungen, beispielsweise zu dem Thema Produkt- und Tarifmodellierung. Zielgruppe sind überwiegend Krankenversicherer und – auf Basis des US-amerikanischen Produktportfolios – zukünftig auch Lebensversicherer. Zudem rückt das Thema Gruppenversicherung für den Kranken- und den Lebenbereich zunehmend in den Fokus von msg life. Neue Kundengruppen werden über den Ausbau und die Diversifizierung des eigenen Lösungsportfolios, beispielweise im Bereich Underwriting, sowie über Kooperationen mit spezialisierten Leistungserbringern erschlossen. Zudem denkt msg life auch auf dem US-amerikanischen Markt über das Modell einer vertrieblichen Partnerschaft nach.
Nachdem das Geschäftsjahr 2019 durchschnittlich verlaufen ist, verzeichnet msg life im ersten Quartal des aktuellen Geschäftsjahrs 2020 eine wieder gestiegene Nachfrage nach den angebotenen Lösungen von Versicherungen aus Deutschland wie aus dem Ausland gleichermaßen. Damit einhergehend sind die, unter dem Stichwort Solvency geführten, geplanten neuen Anforderungen an das Risikomanagement und deren Umsetzungsnotwendigkeiten weitere Argumente für strategische Investitionen in die IT der msg life Kunden. msg life sieht in diesem Kontext ein Andauern der Regulierung in der gesamten Versicherungswirtschaft. Ob Solvency II, der neue internationale Rechnungslegungsstandard IFRS 17, die EU-Richtlinie IORP II (Institutions for Occupational Retirement Provision), das Betriebsrentenstärkungsgesetz (BRSG) oder die geplante Einführung eines Provisionsdeckels: Die laufende Umsetzung gesetzlicher Vorgaben macht umfassende Anpassungen bei den momentan eingesetzten Lösungen notwendig – und dies unterstützt wiederum den Trend zum Einsatz von Standardsoftware. Deshalb bleibt der Einsatz von flexibler und kostengünstiger Standardsoftware in der gesamten Versicherungswirtschaft äußerst attraktiv.
Der deutschsprachige Markt bleibt in diesem und voraussichtlich auch in den kommenden Jahren durch die zahlreichen Gesetzesänderungen, die Verfassung der Finanzmärkte und die damit verbundenen Umsetzungen für alle Versicherungsunternehmen äußerst herausfordernd. Der Trend zur Internationalisierung und Konsolidierung besteht unverändert, und angesichts der Bemühungen zur Kostenreduktion und Effizienzsteigerung in den Versicherungsunternehmen ist der Zusammenhang zwischen einer modernen und flexiblen IT und dem jeweiligen Unternehmenserfolg signifikant.
Angesichts der demographischen Entwicklung und der Notwendigkeit zur Absicherung biometrischer Risiken bleibt die private Vorsorge in Form der Lebensversicherung in Deutschland unverzichtbar – auch wenn die Rahmenbedingungen unverändert schwierig sind. Um die dabei anstehenden Herausforderungen bewältigen zu können, arbeiten fast alle Versicherer intensiv an der Weiterentwicklung ihrer bestehenden Produktpalette beziehungsweise an der Neuentwicklung innovativer Produkte. Dies gilt für alle bestehenden Produktgruppen, Steuerschichten und Rechtsformen. Dabei sind die Ausgangslage und der Innovationsdruck der Unternehmen sehr unterschiedlich und bringen vielfältige Innovationen hervor. Im Fokus stehen Produkte, die zugleich mehrere Bedingungen erfüllen: den Wunsch des Versicherungsnehmers nach Sicherheit, Rendite und Flexibilität, die Anforderungen des Versicherers nach mehr Effizienz und Profitabilität und die regulatorischen Vorgaben des Gesetzgebers.
Bei den klassischen kapitalbildenden Produkten dominieren Modifikationen der Garantien, zum Beispiel durch die Verwendung aktueller Rechnungsgrundlagen oder die Aufgabe der jährlichen Zinsgarantie. Ebenfalls sehr viel Bewegung am Markt zeigt sich bei den biometrischen Produkten. Dynamisch hybride Produkte sind inzwischen der Standard, und laufend kommen neue innovative Produkte hinzu – wie beispielweise Produkte, die auf der Basis einer klassischen Grundabsicherung Investitionen in Fonds, aber auch den Kauf von Optionen zulassen. Nochmals andere Wege gehen größere Versicherer: Sie bieten Altersvorsorgeprodukte mit Kapitalgarantien auf der Basis von fondsgebundenen Ansätzen mit Investmentgarantien an.
Das Etablieren serviceorientierter Architekturen (SOA) zur zeitnahen Unterstützung veränderter Geschäftsmodelle und eine hohe Systemflexibilität zur schnellen Einführung innovativer Produkte sind in Anbetracht der aktuellen Herausforderungen wesentliche Erfolgsfaktoren für die Versicherungsunternehmen. Denn die zuvor beschriebenen Entwicklungen bei den Versicherungsprodukten sind meist nicht an bestimmte Produktfamilien gebunden. Zudem wird Plattformökonomie für die Assekuranz auch in diesem Jahr eine zentrale Rolle spielen: so nutzen zahlreiche Versicherer inzwischen Plattformen und Ökosysteme, um digitale Produkte und Services anzubieten, die über das bisherige Kerngeschäft hinausgehen – womit sich wiederum neue Wertschöpfungsmöglichkeiten ergeben.
Darüber hinaus wird dem Thema Künstliche Intelligenz (KI) hohe Priorität eingeräumt. Der Einsatz von KI (und Machine Learning als deren Herzstück) bringt nicht nur Effizienzsteigerungen durch Automation hervor, sondern auch neue fachliche Ansätze, die wiederum völlig neue Geschäftsmodelle, Services und Produkte ermöglichen. Im Zusammenhang mit KI konzentrieren sich Versicherer auch auf Robo Advisory, Advanced Analytics und Blockchain.
Ein wichtiges Thema unter insbesondere den größeren Versicherern bleibt der gezielte Ankauf bereits geschlossener, nicht mehr verkaufsoffener Versicherungsbestände (sogenannter „Run-off“-Bestände) von meist kleineren Versicherern. Damit erzielen letztere positive Bilanzeffekte und für die Ankäufer lassen sich nennenswerte Skaleneffekte, und dadurch wiederum Kostensynergien, schaffen. Auch dabei spielt ein modernes Assetmanagement zur effizienteren Verwaltung der Verträge mittels moderner und leistungsfähiger IT-Systeme eine entscheidende Rolle.
Die digitale Transformation von Wirtschaft und Gesellschaft setzt die Versicherer weiterhin unter großen Handlungsdruck – denn vollautomatisierte Abläufe führen zu einer enormen Effizienzsteigerung und zu deutlich niedrigeren Kosten. Im Mittelpunkt stehen dabei die Themen Kundenzentrierung und Individualisierung, Industrialisierung und Automatisierung, Analytics und Dateneffektivität sowie Normierung und Integration. Zudem setzen Versicherer zudem zunehmend auf Server- und Cloud-Lösungen, mit denen sich die IT-Kapazitäten flexibel an den Bedarf anpassen lassen.
Mit der Digitalisierung lassen sich moderne Versicherungsprodukte und -services über neue Kanäle platzieren oder in neue Vertriebs- und Kooperationsplattformen integrieren; all dies erfordert aber auch umfangreiche Anpassungen in der IT-Landschaft der Versicherer zur Einbindung der neuen Technologien und Plattformen. msg life berücksichtigt diesen Trend zur Digitalisierung bei der Weiterentwicklung des Angebots. Bereits heute bietet das Unternehmen – auch durch die strategische Zusammenarbeit mit der IBM – eine Reihe von SaaS- und Cloud-fähigen Lösungen, die die Kunden bei den genannten Herausforderungen umfassend unterstützen. Als erster Anbieter bietet msg life ein vollständiges, spartenübergreifendes Self Service Portal, als Aufsatz für die msg.Life Factory, die msg.P&C Factory , die msg.Health Factory sowie eigenentwickelte Vertragsverwaltungssysteme, an. msg.Online Insure bündelt, vergleichbar dem Online-Banking, für Endkunden sowie Makler und Agenten alle Transaktionen zu einem Versicherungsvertrag in einer einfach zu bedienenden Oberfläche – webbasiert, auf allen Endgeräten, rund um die Uhr und mit dem Ziel der nachhaltigen Kostenoptimierung.
Vor dem Hintergrund der dargestellten Entwicklungen rechnet msg life auch 2020 mit einem grundsätzlichen Interesse der Versicherungsunternehmen an den angebotenen Software- und Beratungslösungen.
msg life treibt die technische wie fachliche Optimierung und Komplettierung der Produktpalette im Lebensversicherungs- und Altersvorsorgebereich kontinuierlich voran. Dabei bleibt der Investitionsaufwand im laufenden Jahr auf einem für ein Softwareunternehmen üblichen Niveau. Aufgrund der zahlreichen Neukundenprojekte im Zeitraum 2016 bis 2018 liegen die Kosten für freie Mitarbeiter, wie bereits in den Vorjahren, noch immer über dem Niveau früherer Geschäftsjahre. Im laufenden Jahr soll der diesbezügliche Aufwand spürbar reduziert werden.
Das wichtige strategische Thema Continuous Delivery wird auch 2020 konsequent verfolgt, um damit den Entwicklungsprozess der msg life Software weiter zu optimieren.
Die Umsetzung der vollständigen Konvergenz der Komponenten der msg.Insurance Suite, der zentralen gemeinsamen Versicherungsplattform in der msg-Gruppe, sowie die diesbezügliche vertriebliche Zusammenarbeit sind auch weiterhin wichtige Aspekte in Zusammenhang mit der Produktstrategie. Mit der msg.Insurance Suite steht inzwischen ein einheitlicher Industriestandard für alle Sparten der Versicherungswirtschaft zur Verfügung -und damit eine am Markt einzigartige Gesamtlösung.
Die Weiterentwicklung des Bestandsverwaltungssystems msg.Life Factory und dessen Komponenten auf Basis der zukunftsweisenden, modernen Java JEE-Architektur bleibt im Produktbereich ein zentrales Vorhaben. Hierfür sowie für die weitergehende Konvergenz der Komponenten rund um die msg.Life Factory in die msg.Insurance Suite stellt msg life im laufenden Jahr 2020 etwa 8.000 Personentage an Entwicklungskapazitäten bereit.
msg life verzeichnet insbesondere in Zusammenhang mit der msg.Insurance Suite eine weiterhin sehr große Marktnachfrage bezüglich Migrationen. Deshalb baut das Unternehmen die eigenen personellen Kapazitäten in diesem Bereich weiterhin gezielt auf. Parallel dazu wird die msg life-eigene Expertise in Hinblick auf die Migration ganzer Plattformen ausgebaut.
msg life hat in den zurückliegenden Jahren die Aktivitäten rund um die Entwicklung neuer Standardsoftwareprodukte zur digitalen Transformation sowie zur Interaktion und Kollaboration mit Endkunden (Systems of Engagement, SoE) ausgebaut. In dem Zusammenhang nimmt das Konzernunternehmen spheos die Rolle eines Digital Lab ein -mit dem Ziel, Innovationen für die Versicherungsbranche im Bereich SoE zur Produktreife zu bringen und einen maßgeblichen Einfluss auf den digitalen Wandel der Assekuranz zu nehmen.
msg life setzt zudem im Beratungsgeschäft auf das Alleinstellungsmerkmal, praxisbewährte Lösungen aus dem msg life Produktbereich auch auf Nicht-Produktkunden kostengünstiger als die jeweiligen Mitbewerber transferieren zu können.
Im laufenden Geschäftsjahr 2020 rechnet msg life mit einem handelsrechtlichen Konzern-Ergebnis vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen auf Sachanlagen und Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände (EBITDA) zwischen 7,0 und 11,0 Mio. Euro sowie einer handelsrechtlichen Konzern-Gesamtleistung aus eigenem Geschäft zwischen 150,0 und 165,0 Mio. Euro.
Die Einzelgesellschaft als Holding rechnet für das Geschäftsjahr 2020 mit einem handelsrechtlich leicht positiven Ergebnis.
Die vorgenannten Planzahlen basieren auf einem Stand vor Ausbruch der aktuellen Coronavirus-Pandemie. Die Auswirkungen dieser globalen Krise auf den Geschäftsverlauf 2020 der msg life Gruppe sind derzeit noch nicht einschätzbar; weitergehende Ausführungen dazu finden sich im Chancen- und Risikobericht dieses zusammengefassten Lage- und Konzernlageberichts für das Geschäftsjahr 2019. Vor dem Hintergrund der von msg life getroffenen Maßnahmen und der Entwicklung des Neu-, Bestandskunden- und Projektgeschäfts im bisherigen Geschäftsjahr sieht das Unternehmen zum Zeitpunkt der Abschlusserstellung in Folge der Coronavirus-Pandemie aber noch keine wesentlichen Veränderungen in der wirtschaftlichen und operativen Entwicklung; deshalb hält msg life aktuell an den oben genannten Planzahlen für das Jahr 2020 unverändert fest.
Schlusserklärung zum Abhängigkeitsbericht gemäß § 312 AktG
Unsere Gesellschaft hat bei den im Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen aufgeführten Rechtsgeschäften nach den Umständen, die uns im Zeitpunkt, in dem die Rechtsgeschäfte vorgenommen wurden, bekannt waren, bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhalten. Benachteiligende Maßnahmen auf Veranlassung oder im Interesse des beherrschenden Unternehmens oder eines mit ihm verbundenen Unternehmens wurden nicht getroffen oder unterlassen. Dieser Beurteilung liegen die Umstände zugrunde, die uns im Zeitpunkt der berichtspflichtigen Vorgänge bekannt waren.
im Geschäftsjahr 2019 hat der Aufsichtsrat die ihm nach Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung obliegenden Aufgaben pflichtgemäß wahrgenommen, den Vorstand der msg life ag bei der Leitung des Unternehmens umfassend beraten und dessen Tätigkeit überwacht. Dabei verglich der Aufsichtsrat im Rahmen der einzelnen Sitzungen die Geschäftsplanung mit der tatsächlichen Geschäftsentwicklung und setzte sich mit der strategischen und operativen Entwicklung der msg life ag auseinander. Auch wurden die Gründe von Abweichungen sowie deren mögliche Auswirkungen auf die kurz-, mittel- und langfristige Planung diskutiert.
In den Sitzungen wurden neben den zustimmungspflichtigen Entscheidungen immer die jeweils aktuellen Kennzahlen zur Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage der msg life Gruppe besprochen. Zudem informierte der Vorstand den Aufsichtsrat über weitere wichtige Vorgänge, wie beispielsweise die aktuellen Vertriebs- und Projektsituationen in den einzelnen Vorstandsressorts, die Entwicklung des nationalen und internationalen Marktumfelds, die kurz- und längerfristige Unternehmensstrategie sowie potentielle Kooperationen.
Alle wesentlichen unternehmensrelevanten Sachverhalte wurden dem Aufsichtsrat zeitnah und umfassend berichtet. Über besondere Vorgänge unterrichtete der Vorstand den Aufsichtsrat auch zwischen den einzelnen Sitzungen.
Die Mitglieder des Aufsichtsrats bereiteten sich mit den vom Vorstand vorab übersandten, ausführlichen Berichten auf ihre Entscheidungen vor. In diesen Vorlagen informierte der Vorstand den Aufsichtsrat monatlich über die zentralen wirtschaftlichen Kennzahlen. Abweichungen von den Planungen wurden vom Vorstand ausführlich dargestellt.
Darüber hinaus tauschte sich der Aufsichtsratsvorsitzende mit dem Vorstand – und dabei in besonderem Maße mit dem Vorstandsvorsitzenden – regelmäßig aus und informierte sich dabei über die aktuelle Geschäftsentwicklung und wesentliche Geschäftsvorfälle.
Themen der Aufsichtsratstätigkeit im Geschäftsjahr 2019
Im Geschäftsjahr 2019 fanden insgesamt fünf Sitzungen des Aufsichtsrats statt. An den Sitzungen und Beschlussfassungen haben jeweils alle Mitglieder des Aufsichtsrats teilgenommen; lediglich an der Sitzung vom 11. April 2019 nahm ein Mitglied nicht teil. Zur Vorbereitung übersandte der Vorstand an den Aufsichtsrat vorab jeweils ausführliche Berichte. Der Aufsichtsrat stützte sich bei seiner Arbeit auf die schriftlichen und mündlichen Informationen durch die Vorstandsmitglieder; in Hinblick auf die Prüfung des Jahres- und Konzernabschlusses erfolgten zudem schriftliche und mündliche Informationen durch den Abschlussprüfer.
In der Aufsichtsratssitzung vom 7. Februar 2019 wurden zwischen Vorstand und Aufsichtsrat der Bericht des Vorstands über die Geschäftslage in den einzelnen Geschäftsbereichen, die wesentlichen Vertriebsvorhaben sowie der Stand der Jahresabschlussarbeiten diskutiert. Weitere Themen waren der aktuelle Stand der Produktentwicklung und der Status der Sonderprüfung. Ferner hat der Aufsichtsrat die langfristigen Zielvereinbarungen des Vorstands diskutiert und verabschiedet und über mögliche Kooperationen im internationalen Umfeld beraten.
Am 11. April 2019 befasste sich der Aufsichtsrat abschließend mit dem Jahres- und dem Konzernabschluss sowie dem zusammengefassten Lagebericht und Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2018. Nach ausführlicher Erörterung mit dem Abschlussprüfer und dem Vorstand stellte der Aufsichtsrat den Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2018 fest und billigte den Konzernabschluss. Daneben hat der Aufsichtsrat den Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen unter Einbeziehung des hierzu erstatteten Prüfungsberichts geprüft und nach dem abschließenden Ergebnis seiner Prüfung keine Einwendungen gegen die Erklärung des Vorstands am Schluss des Berichts erhoben. Ebenfalls besprochen und verabschiedet wurden die Beschlussvorschläge des Aufsichtsrats für die ordentliche Hauptversammlung 2019. Weitere Themen neben der laufenden Geschäftsentwicklung waren die Mehrjahresplanung von msg life sowie der aktuelle Stand der Sonderprüfung.
Im Anschluss an die Hauptversammlung vom 26. Juni 2019 fand eine Aufsichtsratssitzung statt. Dabei berichtete der Vorstand dem Aufsichtsrat, neben der aktuellen Geschäftslage, über die laufenden externen wie internen Projektvorhaben in der msg life Gruppe. Zudem wurden neue Ressortverantwortlichkeiten diskutiert und verabschiedet.
Am 12. September 2019 besprachen Vorstand und Aufsichtsrat in der Aufsichtsratssitzung die aktuelle wirtschaftliche Entwicklung der Gruppe, den Status der zentralen Vertriebsvorhaben und den Stand der Einführungsprojekte bei den Kunden. Ebenfalls besprochen wurde die technologische und fachliche Weiterentwicklung der msg.Insurance Suite Life und die diesbezügliche vertriebliche Abstimmung innerhalb der msg-Gruppe.
Am 13. Dezember 2018 befasste sich der Aufsichtsrat unter anderem mit der aktuellen Geschäftslage und der Strategie auf dem US-amerikanischen Markt. Außerdem wurden die Planzahlen 2020 diskutiert und verabschiedet, und es erfolgten die Jahresberichterstattungen zu Compliance, Risikomanagement, Datenschutz sowie zu der internen Revision bei msg life.
Prüfung des Jahres- und Konzernabschlusses 2019
Die ordentliche Hauptversammlung wählte am 26. Juni 2019 die Baker Tilly GmbH & Co. KG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Düsseldorf, zum Abschlussprüfer und Konzernabschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2019.
Den Jahres- und den Konzernabschluss 2019 sowie den zusammengefassten Lagebericht und Konzernlagebericht hat der Abschlussprüfer geprüft und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Jedem Mitglied des Aufsichtsrats wurden der Jahres- und der Konzernabschluss 2019 sowie der zusammengefasste Lagebericht und Konzernlagebericht genauso wie die Prüfungsberichte des Abschlussprüfers rechtzeitig vor der Aufsichtsratssitzung vom 27. April 2020 zugestellt. Der Aufsichtsrat hat sich in dieser Sitzung abschließend mit dem Jahres- und dem Konzernabschluss sowie dem zusammengefassten Lagebericht und Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2019 befasst und die Vorlagen mit dem Abschlussprüfer und dem Vorstand erörtert. Der Abschlussprüfer berichtete dabei über die wesentlichen Ergebnisse seiner Prüfung.
Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss, den Konzernabschluss sowie den zusammengefassten Lagebericht und den Konzernlagebericht eingehend geprüft. Es ergaben sich keine Einwendungen. Der Aufsichtsrat hat den vom Vorstand jeweils aufgestellten Jahresabschluss und Konzernabschluss in der Sitzung vom 27. April 2020 gebilligt. Damit ist der Jahresabschluss gemäß § 172 AktG festgestellt.
In Bezug auf die Beteiligung der msg systems ag, Ismaning, an der msg life ag hat der Vorstand dem Aufsichtsrat den Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen für das Geschäftsjahr 2019 gemäß § 312 AktG und den hierzu von der Baker Tilly GmbH & Co. KG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Düsseldorf, als Abschlussprüfer gemäß § 313 AktG erstatteten Prüfungsbericht vorgelegt. Der Abschlussprüfer erteilte aufgrund der ohne Einwendungen abgeschlossenen Prüfung diesen Bestätigungsvermerk:
Unter Einbeziehung des hierzu erstatteten Prüfungsberichts hat der Aufsichtsrat den Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen in der Sitzung vom 27. April 2020 geprüft. In dieser Sitzung erörterte der Aufsichtsrat den Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen eingehend mit dem Abschlussprüfer. Der Abschlussprüfer berichtete über die wesentlichen Ergebnisse seiner Prüfung. Der Aufsichtsrat unterzog den Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen einer eingehenden Prüfung im Hinblick auf dessen Vollständigkeit und Richtigkeit. Dem Ergebnis der Prüfung des Berichts über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen durch den Abschlussprüfer schließt sich der Aufsichtsrat an. Nach dem abschließenden Ergebnis seiner Prüfung erhebt der Aufsichtsrat keine Einwendungen gegen die Erklärung des Vorstands am Schluss des Berichts über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen.
Im Aufsichtsrat ergaben sich im Berichtszeitraum keine Veränderungen.
Der Aufsichtsrat dankt den im Berichtszeitraum amtierenden Vorstandsmitgliedern für ihren Einsatz sowie für die vertrauensvolle Zusammenarbeit. Zudem bedankt sich der Aufsichtsrat bei allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der msg life Gruppe für den hohen persönlichen Beitrag und die sehr guten Leistungen im Geschäftsjahr 2019.
Leinfelden-Echterdingen, 27. April 2020
Dr. Christian Hofer, Vorsitzender des Aufsichtsrats
An die msg life ag, Leinfelden-Echterdingen
Wir haben den Jahresabschluss der msg life ag – bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2019 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2019 bis zum 31. Dezember 2019 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden – geprüft. Darüber hinaus haben wir den zusammengefassten Lagebericht und Konzernlagebericht der msg life ag für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2019 bis zum 31. Dezember 2019 geprüft.
entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2019 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2019 bis zum 31. Dezember 2019 und
vermittelt der beigefügte zusammengefasste Lagebericht und Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser zusammengefasste Lagebericht und Konzernlagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts und Konzernlageberichts geführt hat.
Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts und Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt „Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts und Konzernlageberichts“ unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum zusammengefassten Lagebericht und Konzernlagebericht zu dienen.
Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den zusammengefassten Lagebericht und Konzernlagebricht
Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des zusammengefassten Lageberichts und Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines zusammengefassten Lageberichts und Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im zusammengefassten Lagebericht und Konzernlagebericht erbringen zu können.
Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts und Konzernlageberichts.
Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts und Konzernlageberichts
Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen – beabsichtigten oder unbeabsichtigten – falschen Darstellungen ist, und ob der zusammengefasste Lagebericht und Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum zusammengefassten Lagebericht und Konzernlagebericht beinhaltet.
Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.
identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher – beabsichtigter oder unbeabsichtigter – falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im zusammengefassten Lagebericht und Konzernlagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.
gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des zusammengefassten Lageberichts und Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.
ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im zusammengefassten Lagebericht und Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.
beurteilen wir den Einklang des zusammengefassten Lageberichtes und Konzernlageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.
führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im zusammengefassten Lagebericht und Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.
Frankfurt am Main, den 9. April 2020
Christian Roos, Wirtschaftsprüfer
René Witzel, Wirtschaftsprüfer
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References: § 267
 § 256
 § 285
 § 71
 § 53
 § 53
 § 253
 § 246
 § 285
 § 285
 § 315
 § 312
 § 172
 § 312
 § 313
 § 322
 § 317
 § 317