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Timestamp: 2016-10-25 12:06:01+00:00

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4A_648/2014 (20.04.2015)
4A_648/2014 � � Urteil vom 20. April 2015
Klinik C.________,
Forderung aus Arzthaftpflicht,
A.________ (Beklagter, Beschwerdef�hrer) ist spezialisierter An�sthesie-Arzt. Er behandelte B.________ (Kl�gerin, Beschwerdegegnerin) auf �berweisung von Dr. D.________ (an die sich die Kl�gerin nach Konsum von Gefl�gel wegen schluckabh�ngiger Schmerzen im Kehlkopf im Juni zur Behandlung begeben hatte) am 8., 9. und 11. August 2003 schmerztherapeutisch in der Klinik C.________ (Nebenintervenientin). Bei der letzten Behandlung vom 11. August 2003 trat ein Atemstillstand (Apnoe) auf und die Kl�gerin wurde in komat�sem Zustand ins Kantonsspital Basel verlegt. Sie leidet heute an einer schweren hirnorganischen Beeintr�chtigung mit St�rung des Sprachverst�ndnisses, des Ged�chtnisses und der Merkf�higkeit sowie an motorischen Beeintr�chtigungen.
B.a.�Mit Teilklage vom 17. August 2005 gelangte die Kl�gerin an das Bezirksgericht Rheinfelden mit folgenden Begehren:
"Der Beklagte sei zu verpflichten, der Kl�gerin Fr. 204'476.-- nebst 5% Zins seit 11.08.03 (mittlerer Verfall) zu bezahlen unter Vorbehalt der Nachklage f�r den zuk�nftigen Schaden und die Genugtuung. (...) "
Es handelt sich dabei um den von der Kl�gerin in der Zeit vom 12. August 2003 bis 31. M�rz 2005 erlittenen Haushalt- und Pflegeschaden sowie die Aufwendungen f�r Franchisen und Selbstbehalte.
B.b.�Mit Urteil vom 23. Januar 2013 hiess das Bezirksgericht Rheinfelden die Teilklage teilweise gut und verpflichtete den Beklagten, der Kl�gerin Fr. 190'972.10 nebst 5 % Zins seit 11. August 2003 zu bezahlen. Das Bezirksgericht lehnte zun�chst die vom Beklagten beantragte Oberexpertise ab und gelangte gest�tzt auf die gerichtlich eingeholten Teil-Gutachten zum Schluss, dass die Kl�gerin am 11. August 2003 anl�sslich der Behandlung durch den Beklagten einen Atemstillstand erlitten hatte, der zu einer Sauerstoff-Unterversorgung des Gehirns f�hrte (Hypoxie) und die Ursache des heutigen Zustands der Kl�gerin bilde. Der Beklagte hatte der Klinik C.________ den Streit mit der Begr�ndung verk�ndet, er sei am 11. August 2003 in einem Angestelltenverh�ltnis zu dieser Stiftung gestanden und werde im Fall, dass er haftbar gemacht werden sollte, auf seine Arbeitgeberin Regress nehmen.
B.c.�Das Obergericht des Kantons Aargau fasste mit Entscheid vom 21. August 2014 in teilweiser Gutheissung der Berufung des Beklagten Ziffer 1 des erstinstanzlichen Urteils neu und verpflichtete den Beklagten in teilweiser Gutheissung der Klage, der Kl�gerin Fr. 184'384.20 nebst 5 % Zins seit 11. August 2003 zu bezahlen. Im �brigen wies es die Berufung ab. Das Gericht verwarf zun�chst die prozessualen Einwendungen des Beklagten gegen das erstinstanzliche Urteil, bejahte die Passivlegitimation des Beklagten, bejahte auch ein Vertragsverh�ltnis zwischen den Parteien und verwarf die Verj�hrungseinrede. Das Obergericht bejahte sodann aufgrund der Gutachten die nat�rliche Kausalit�t zwischen dem schmerztherapeutischen Eingriff vom 11. August 2003 und dem Gesundheitszustand der Kl�gerin, verneinte eine Unterbrechung dieses Kausalzusammenhangs, bejahte sodann die Sorgfaltspflichtverletzung und hielt die erforderliche Aufkl�rung nicht f�r erwiesen. Es sprach daher - nach Korrektur eines Rechenfehlers - die eingeklagten drei Schadenspositionen zu.
Mit Beschwerde in Zivilsachen vom 12. November 2014 stellt der Beklagte die Antr�ge, das angefochtene Urteil vom 21. August 2014 (zugestellt am 13. Oktober 2014) sei aufzuheben und die Klage sei abzuweisen, eventualiter sei die Sache an die Vorinstanz zur�ckzuweisen. Der Beschwerdef�hrer r�gt, die Vorinstanz habe Art. 316 ZPO verletzt, indem sie keine Berufungsverhandlung durchgef�hrt habe. Zudem h�tte die Vorinstanz seinem Antrag auf ein polydisziplin�res Obergutachten gest�tzt auf Art. 8 ZGB und die Grunds�tze der Waffengleichheit, des Fairnessgebotes und des Gleichheitsgebotes entsprechen m�ssen. Weiter sei sein Anspruch auf rechtliches Geh�r verletzt worden, weil einer der Gutachter zwar den Ehemann der Kl�gerin, aber nicht den Beklagten angeh�rt habe. Ausserdem r�gt der Beschwerdef�hrer, die Vorinstanz habe seine Verj�hrungseinrede zu Unrecht abgewiesen, da er als von der Nebenintervenientin angestellter Arzt keinen Vertrag mit der Kl�gerin geschlossen habe und die ausservertraglichen Anspr�che verj�hrt seien. Er h�lt sodann an seiner Bestreitung des nat�rlichen Kausalzusammenhangs fest; vielmehr seien miturs�chlich eine posteriore Leukenzephalopathie und eine Mikroembolisierung als Auswirkung der konstitutionellen Pr�disposition. Schliesslich �ussert sich der Beschwerdef�hrer zu Ad�quanz und Pflichtverletzung und beanstandet die Verlegung der Prozesskosten.
Die Beschwerdegegnerin beantragt, auf die Beschwerde sei nicht einzutreten, eventualiter sei sie abzuweisen.
Die Nebenintervenientin beantragt in der Vernehmlassung, die Beschwerde sei abzuweisen.
Die Beschwerde betrifft eine Zivilsache (Art. 72 BGG), richtet sich gegen einen Endentscheid (Art. 90 BGG) eines oberen kantonalen Gerichts, das als Rechtsmittelinstanz die Klage teilweise gutgeheissen hat (Art. 75 BGG), sie ist vom Beklagten eingereicht worden, der mit seinen Antr�gen im Wesentlichen unterlegen ist (Art. 76 BGG), und der erforderliche Streitwert ist offensichtlich �berschritten (Art. 74 BGG). Auf die fristgerecht eingereichte Beschwerde ist - unter Vorbehalt hinreichender Begr�ndung (Art. 42 Abs. 2 BGG) - einzutreten.
Gem�ss Art. 97 BGG kann die Feststellung des Sachverhalts und damit die Beweisw�rdigung nur ger�gt werden, wenn die Sachverhaltsfeststellung offensichtlich unrichtig - d.h. willk�rlich (Art. 9 BV; BGE 135 III 127 E. 1.5 S. 130 mit Hinweis) - ist oder auf einer Rechtsverletzung im Sinne von Art. 95 BGG beruht und die Behebung des Mangels f�r den Verfahrensausgang entscheidend sein kann.
2.1.�Bei der R�ge der offensichtlich unrichtigen Sachverhaltsfeststellung gilt das strenge R�geprinzip (Art. 106 Abs. 2 BGG). Das Bundesgericht pr�ft in diesem Fall nur klar und detailliert erhobene und, soweit m�glich, belegte R�gen; auf rein appellatorische Kritik am angefochtenen Entscheid tritt es nicht ein (BGE 134 II 244 E. 2.2 S. 246; 137 II 353 E. 5.1 S. 356).
Die Sachverhaltsfeststellung bzw. Beweisw�rdigung erweist sich als willk�rlich (Art. 9 BV), wenn das Gericht Sinn und Tragweite eines Beweismittels offensichtlich verkannt hat, wenn es ohne sachlichen Grund ein wichtiges und entscheidwesentliches Beweismittel unber�cksichtigt gelassen oder wenn es auf der Grundlage der festgestellten Tatsachen unhaltbare Schlussfolgerungen gezogen hat. Dass die von Sachgerichten gezogenen Schl�sse nicht mit der eigenen Darstellung des Beschwerdef�hrers �bereinstimmen, belegt keine Willk�r (BGE 140 III 264 E. 2.3 S. 266 mit Hinweisen).
Soweit die beschwerdef�hrende Partei den Sachverhalt erg�nzen will, hat sie zudem mit Aktenhinweisen darzulegen, dass sie entsprechende rechtsrelevante Tatsachen und taugliche Beweismittel bereits bei den Vorinstanzen prozesskonform eingebracht hat (BGE 140 III 86 E. 2 S. 90). Neue Tatsachen und Beweismittel d�rfen nur soweit vorgebracht werden, als erst der Entscheid der Vorinstanz dazu Anlass gibt (Art. 99 Abs. 1 BGG; BGE 136 III 123 E. 4.4.3 S. 129 mit Hinweisen), was in der Beschwerde ebenfalls n�her darzulegen ist (BGE 133 III 393 E. 3 S. 395).
2.2.�Der Beschwerdef�hrer sucht den von der Vorinstanz festgestellten Sachverhalt in mehreren Punkten zu erg�nzen oder aus seiner Sicht anders darzustellen, ohne zul�ssige R�gen vorzubringen oder den Begr�ndungsanforderungen zu gen�gen. Insoweit ist er nicht zu h�ren.
Nach Art. 316 ZPO kann die Rechtsmittelinstanz eine Berufungsverhandlung durchf�hren oder aufgrund der Akten entscheiden.
3.1.�Der Beschwerdef�hrer ist der Ansicht, im Rahmen einer Parteibefragung h�tte er darlegen k�nnen, dass ein Behandlungsvertrag nicht zwischen ihm selbst und der Beschwerdegegnerin, sondern zwischen der Nebenintervenientin und der Beschwerdegegnerin zustande gekommen sei. Er vertritt die Ansicht, nach den damaligen Anstellungsbedingungen sei er Arbeitnehmer der Nebenintervenientin gewesen und habe daher mit seinem Verhalten gegen�ber der Beschwerdegegnerin nur als deren Hilfsperson gehandelt; nur die Nebenintervenientin sei vertraglich gegen�ber der Beschwerdegegnerin verpflichtet worden. Er leitet daraus ab, dass er der Beschwerdegegnerin h�chstens ausservertraglich hafte und daher deren Forderungen verj�hrt seien.
3.2.�Die Vorinstanz hat ihr Ermessen nicht �berschritten, wenn sie keine Berufungsverhandlung anordnete. Es ist nicht ersichtlich und wird in der Beschwerde auch nicht dargelegt, weshalb dem Beschwerdef�hrer nicht m�glich gewesen sein sollte, seinen rechtlichen Standpunkt in den Rechtsschriften verst�ndlich darzustellen. Soweit die internen Arbeitsbedingungen zwischen der Nebenintervenientin und dem Beschwerdef�hrer f�r die Frage wesentlich waren, mit wem die Beschwerdegegnerin einen Behandlungsvertrag abschloss, war dem anwaltlich vertretenen Beschwerdef�hrer ohne weiteres m�glich und zumutbar, s�mtliche Belege einzureichen und die Beweismittel in seinen Rechtsschriften zu nennen. Er macht jedoch nicht geltend, es seien geh�rig beantragte Beweise nicht abgenommen worden, sondern verweist auf die von ihm in erster Instanz eingereichten Unterlagen wie den Arbeitsvertrag, den Lohnausweis, die Lohnabrechnung und die gem�ss den vertraglichen Regelungen vollzogenen Abrechnungen. Inwiefern von einer zus�tzlichen Parteibefragung in einer m�ndlichen Verhandlung eine Kl�rung der Sach- oder Rechtslage zu erwarten gewesen w�re, die in den Rechtsschriften und Beweisantr�gen nicht in zumutbarer Weise h�tte vorgebracht werden k�nnen, ist nicht erkennbar.
3.3.�Im �brigen hat die Vorinstanz die interne Abmachung zwischen der Nebenintervenientin und dem Beschwerdef�hrer f�r die Frage nicht als erheblich angesehen, ob zwischen den Parteien des vorliegenden Verfahrens ein Behandlungsvertrag zustande gekommen ist. Sie ist zutreffend davon ausgegangen, dass f�r die Frage des Konsenses f�r das Zustandekommen ebenso wie f�r den Inhalt des Vertrages in erster Linie die tats�chlich �bereinstimmenden Willens�usserungen der Parteien massgebend sind, welche durch subjektive Auslegung zu ermitteln sind und an die das Bundesgericht nach Art. 105 BGG grunds�tzlich gebunden ist (Art. 18 Abs. 1 OR). Wenn eine tats�chliche Willens�bereinstimmung unbewiesen bleibt, sind zur Ermittlung des mutmasslichen Parteiwillens die Erkl�rungen der Parteien aufgrund des Vertrauensprinzips so auszulegen, wie sie nach ihrem Wortlaut und Zusammenhang sowie den gesamten Umst�nden verstanden werden durften und mussten; diese Auslegung kann vom Bundesgericht als Rechtsfrage �berpr�ft werden. Auch bei der objektivierten Auslegung von Willenserkl�rungen ist das Bundesgericht allerdings an die Feststellungen des kantonalen Gerichts �ber die �usseren Umst�nde sowie das Wissen und Wollen der Beteiligten gebunden (Art. 105 Abs. 1 BGG; vgl. BGE 138 III 659 E. 4.2.1 S. 666 f.; 133 III 61 E. 2.2.1 S. 67; 132 III 24 E. 4 S. 27 f.; je mit Hinweisen).
3.4.�Die Vorinstanz hat im vorliegenden Fall erkannt, dass die Beschwerdegegnerin nach Treu und Glauben aufgrund der Umst�nde schliessen durfte und musste, dass der Behandlungsvertrag mit dem Beschwerdef�hrer zustande kam. Die Vorinstanz konnte dabei willk�rfrei ber�cksichtigen, dass Privatspit�ler wie die als private Stiftung verfasste Nebenintervenientin h�ufig Beleg�rzten die M�glichkeit bieten, unter Benutzung ihrer Infrastruktur selbst�ndig t�tig zu sein. Aufgrund dieser notorischen Tatsache konnte die Vorinstanz rechtsfehlerfrei schliessen, dass die Beschwerdegegnerin nach Treu und Glauben davon ausgehen konnte, dass sie mit dem Beschwerdef�hrer einen Vertrag zur schmerztherapeutischen Behandlung abschloss. Entgegen der Ansicht des Beschwerdef�hrers hat ihm die Vorinstanz nicht als Sorgfaltswidrigkeit vorgehalten, dass er die Beschwerdegegnerin �ber seine angebliche Anstellung als Spitalarzt nicht aufgekl�rt habe - sie hat nur festgestellt, dass der Beschwerdef�hrer nichts unternahm, um das vertrauenstheoretische Verst�ndnis seines sinngem�ss ge�usserten Willens, einen Behandlungsvertrag mit der Beschwerdegegnerin abzuschliessen, zu widerlegen bzw. aus seiner Sicht richtig zu stellen.
3.5.�Die Vorinstanz hat weder Art. 316 ZPO verletzt, wenn sie keine Berufungsverhandlung zur Frage des Zustandekommens eines Behandlungsvertrages zwischen den Parteien durchf�hrte, noch hat sie den Vertrauensgrundsatz verletzt, wenn sie erkannte, dass die Beschwerdegegnerin nach Treu und Glauben annehmen durfte, der Beschwerdef�hrer schliesse mit ihr einen Behandlungsvertrag �ber die umstrittene Schmerztherapie. Da die Vorinstanz somit einen Vertrag zwischen den Parteien bundesrechtskonform bejahte, konnte sie auch die Einrede der Verj�hrung verwerfen, was der Beschwerdef�hrer f�r diesen Fall nicht in Frage stellt.
Als Verletzung seines rechtlichen Geh�rs r�gt der Beschwerdef�hrer, das Gutachten "Spital F.________" sei in Verletzung seiner Mitwirkungsrechte, namentlich � 206 des Zivilrechtspflegegesetzes des Kantons Aargau vom 18. Dezember 1984 (ZPO/AG), erstellt worden.
4.1.�Soweit der Beschwerdef�hrer in diesem Zusammenhang den von der Vorinstanz festgestellten Sachverhalt zu erweitern sucht, indem er insbesondere vorbringt, das Gutachten An�sthesie beruhe fast ausschliesslich auf den Aussagen des Ehemannes der Beschwerdegegnerin und der Beantwortung angeblicher Suggestivfragen, ist der Beschwerde nicht zu entnehmen, dass er vor Vorinstanz entsprechende R�gen erhoben h�tte (oben E. 2.1). Es ist davon auszugehen, dass der Beschwerdef�hrer entsprechende R�gen vor der Vorinstanz gegen das von der ersten Instanz eingeholte Gutachten nicht erhoben hat. Das Vorbringen hat als neu zu gelten und ist unzul�ssig (Art. 99 Abs. 1 BGG).
4.2.�Im �brigen hat die Vorinstanz zur vom Beschwerdef�hrer ger�gten Verletzung von � 206 Abs. 1 ZPO/AG ausgef�hrt, dass Beweiserhebungen grunds�tzlich durch das Gericht getroffen werden und der Gutachter selber grunds�tzlich nicht befugt sei, Beweise zu erheben, sondern selber ein Beweismittel schaffe, zu dem die Parteien Stellung nehmen k�nnten. Selbst wenn man aber die im Zusammenhang mit der Erstellung des Gutachtens erfolgte Untersuchung der Beschwerdegegnerin als Beweiserhebung durch den Gutachter qualifizieren wollte, so liege unter dem Gesichtspunkt des Pers�nlichkeitsschutzes in der Natur der Sache, dass zur medizinischen Begutachtung einer Partei - jedenfalls gegen deren Willen - keine Drittpersonen zugelassen seien. Inwiefern die Vorinstanz damit � 205 Abs. 1 der hier noch anwendbaren kantonalen ZPO willk�rlich angewandt haben k�nnte, ist der Beschwerde nicht zu entnehmen. Auf die R�ge ist nicht einzugehen.
Die Vorinstanz hat aufgrund der von der ersten Instanz beim Spital F.________ eingeholten gerichtlichen Gutachten - welche in vier Teilgutachten eingereicht wurden - geschlossen, dass die gesundheitliche Sch�digung der Beschwerdegegnerin auf den Atemstillstand nach der Behandlung durch den Beschwerdef�hrer vom 11. August 2003 zur�ckzuf�hren ist. Sie hat die Schlussfolgerung der Gerichtsgutachten durch die privaten Gutachten des Beschwerdef�hrers nicht als widerlegt angesehen und die Anordnung eines Obergutachtens bzw. eines polydisziplin�ren Gutachtens statt der eingeholten Teilgutachten nicht als erforderlich angesehen. Sie hat die Widerrechtlichkeit des Verhaltens des Beschwerdef�hrers bejaht, weil dieser die Beschwerdegegnerin nach abgeschlossenem Eingriff (Stellatum-Blockade) auf dem Behandlungstisch liegen liess und sich Schreibarbeiten zuwandte und ausserdem seine �rztliche Aufkl�rungspflicht verletzt habe, indem er insbesondere nicht in einem Gespr�ch vor der Behandlung sich �ber die Situation der Beschwerdegegnerin informiert und diese �ber die Risiken der Behandlung aufgekl�rt habe. Die Vorinstanz hat daher den eingeklagten Schaden, den die Beschwerdegegnerin aufgrund ihrer Gesundheitssch�digung erlitten hat, zugesprochen.
5.1.�Der Beschwerdef�hrer r�gt namentlich als Verletzung von � 258 ZPO/AG (der auf das erstinstanzliche Verfahren noch anwendbar war und wonach mehrere Gutachter ein Gutachten gemeinsam zu erstatten h�tten), dass die Vorinstanz die Anordnung eines polydisziplin�ren Gutachtens abgewiesen hat. Die Vorinstanz hat im angefochtenen Urteil zun�chst dargelegt, dass der Beschwerdef�hrer gegen das Vorgehen der Einholung von Teilgutachten nicht opponiert und sogar selbst eine Aufteilung der Gutachterfragen nach Teilgebieten vorgenommen hatte. Die Vorinstanz hat sodann anerkannt, dass in der prozessleitenden Verf�gung der ersten Instanz von der Einholung eines polydisziplin�ren Gutachtens die Rede war und sie hat die Begutachtung, die tats�chlich stattgefunden hat, mangels Konsilium der Gutachter nicht als polydisziplin�r qualifiziert. Sie hat jedoch die Aussagen in den vier Teilgutachten als dermassen �bereinstimmend erachtet, dass von einer polydisziplin�ren Beurteilung keine klareren Antworten zu erwarten w�ren und sie hat nicht erkannt, wieso � 258 Abs. 1 ZPO/AG ausschliessen sollte, mehrere Einzelgutachten zu unterschiedlichen Fachbereichen einzuholen.
Inwiefern die Vorinstanz � 258 ZPO/AG willk�rlich ausgelegt oder angewandt haben k�nnte, ist der Beschwerde nicht zu entnehmen. Im �brigen hat die Vorinstanz entgegen der Ansicht des Beschwerdef�hrers die Gutachten gerade nicht als mangelhaft, sondern als schl�ssig erachtet. Inwiefern sie in Willk�r verfallen sein k�nnte, wenn sie von einer polydisziplin�ren Beurteilung keine zus�tzlichen Erkenntnisse erwartete, ist der Beschwerde wiederum nicht zu entnehmen. Die blosse gegenteilige Behauptung und andere Interpretation der vier Gutachten aus Sicht des Beschwerdef�hrers vermag Willk�r jedenfalls nicht auszuweisen.
5.2.�Der Beschwerdef�hrer r�gt, die Vorinstanz habe mit der Bejahung des nat�rlichen Kausalzusammenhangs zwischen dem durch seine Behandlung verursachten Atemstillstand und der Gesundheitssch�digung der Beschwerdegegnerin die Beweise fehlerhaft bzw. willk�rlich gew�rdigt. Er legt seiner Kritik an der W�rdigung der Beweise durch die Vorinstanz insbesondere eine Stellungnahme seines Privatgutachters Prof. E.________ zu den Ausf�hrungen im angefochtenen Urteil zugrunde und kritisiert aus seiner Sicht die Schl�sse der Vorinstanz.
5.2.1.�Ein nat�rlicher Kausalzusammenhang liegt vor, wenn das schadensstiftende Verhalten eine notwendige Bedingung (conditio sine qua non) f�r den eingetretenen Schaden ist (BGE 132 III 715 E. 2.2 S. 718; 128 III 180 E. 2d S. 184 mit Hinweisen), d.h. das fragliche Verhalten nicht weggedacht werden kann, ohne dass auch der eingetretene Erfolg entfiele bzw. nicht in gleicher Weise oder zur gleichen Zeit als eingetreten gedacht werden k�nnte. Entsprechend dieser Umschreibung ist f�r die Bejahung des nat�rlichen Kausalzusammenhangs nicht erforderlich, dass ein Ereignis die alleinige oder unmittelbare Ursache gesundheitlicher St�rungen ist; es gen�gt, dass das sch�digende Ereignis zusammen mit anderen Bedingungen die k�rperliche oder geistige Integrit�t der gesch�digten Person beeintr�chtigt hat, das pflichtwidrige Verhalten mit anderen Worten nicht weggedacht werden kann, ohne dass auch die eingetretene gesundheitliche St�rung entfiele (BGE 129 V 177 E. 3.1 S. 181 mit Hinweisen). Die Feststellung zum tats�chlichen Bestand des Schadens sowie dem Kausalzusammenhang zwischen dem sch�digenden Verhalten und dem Schaden betrifft den Sachverhalt (Art. 105 BGG) und beruht auf Beweisw�rdigung (BGE 128 III 22 E. 2d und 2e S. 25 f., 180 E. 2d S. 184; je mit Hinweisen).
5.2.2.�Soweit der Beschwerdef�hrer bei seiner Kritik an der Beweisw�rdigung der Vorinstanz davon auszugehen scheint, dass die Kausalit�t schon entfalle, wenn neben dem Atemstillstand aufgrund seiner Behandlung vom 11. August 2003 noch weitere Ursachen f�r die Gesundheitssch�digung der Beschwerdegegnerin in Betracht fallen, geht er von einer falschen Rechtsauffassung aus. Es gen�gt wie erw�hnt, dass der Atemstillstand aufgrund der Schmerztherapie vom 11. August 2003 nicht weggedacht werden kann, ohne dass auch der Erfolg in gleicher Weise oder zur gleichen Zeit eingetreten w�re. Soweit daher die Kritik des Beschwerdef�hrers darauf aufbaut, dass andere Mitursachen best�nden, welche die Folgen seiner Behandlung als Ursache f�r die Gesundheitssch�digung als untergeordnet erscheinen liessen, geht seine Kritik an der Sache vorbei. Insbesondere ist weder dargetan noch erkennbar, inwiefern willk�rlich sein k�nnte, andere m�gliche Ursachen nicht als derart �berwiegend zu erachten, dass sie geradezu kausalit�tsunterbrechend wirkten.
5.2.3.�Im �brigen ersch�pfen sich die Vorbringen in der Beschwerde weitgehend in abweichender W�rdigung oder in Hypothesen, mit denen Willk�r in der Beweisw�rdigung nicht zu begr�nden ist. Soweit sich der Beschwerdef�hrer dabei nicht ohnehin auf Umst�nde beruft, die im angefochtenen Urteil nicht festgestellt sind und er den massgebenden Sachverhalt ohne Beachtung der strengen R�gepflicht und des Novenverbots (oben E. 2.1) erweitert, verkennt er, dass es nicht Aufgabe des Bundesgerichts ist, die Beweise neu zu w�rdigen und die von der ersten Instanz eingeholten Gutachten neu zu interpretieren. Es w�re ihm oblegen, nachzuweisen, dass die von der Vorinstanz vorgenommene Interpretation schlechterdings nicht vertretbar ist. Dies vermag er mit der Behauptung einer angeblich falschen oder unpr�zisen Wortwahl so wenig wie mit der Behauptung eines m�glichen abweichenden Verlaufs bzw. einer m�glicherweise anderen unmittelbaren Ursache ("Mikroembolisierung", "posteriore Leukenzephalopatie" oder "Medi-Cocktail", f�r welch letztere die Vorinstanz keine Anhaltspunkte gesehen hat und die der Beschwerdef�hrer im - unterlassenen - Gespr�ch vor der Behandlung h�tte kl�ren m�ssen). Er verkennt damit wiederum die rechtlich relevanten Kriterien, wonach namentlich eine �berwiegende Wahrscheinlichkeit gen�gt, welche durch bloss m�gliche andere Ursachen nicht ausgeschlossen wird und auch eine konstitutionelle Pr�disposition die Haftung f�r Fehlverhalten nicht ausschliesst.
5.3.�Die - appellatorischen - Vorbringen in der Beschwerde verm�gen weder Willk�r in der W�rdigung der von der ersten Instanz eingeholten Gutachten auszuweisen noch aufzuzeigen, inwiefern willk�rlich sein sollte, auf die Einholung weiterer Gutachten zu verzichten.
Soweit der Beschwerdef�hrer schliesslich unter dem Titel der Ad�quanz wiederum beanstandet, dass die Vorinstanz der konstitutionellen Pr�disposition der Beschwerdegegnerin kein haftungsausschliessendes Gewicht beigemessen hat, beschr�nkt sich die Begr�ndung in der Beschwerde auf eine Kritik an der W�rdigung der Beweise durch die Vorinstanz. Soweit der Beschwerdef�hrer die von der Vorinstanz festgestellte Pflichtverletzung kritisiert und namentlich beanstandet, die an die �rztliche Abkl�rung und Aufkl�rung im Vorfeld eines Eingriffs gestellten Anforderungen w�rden "nicht der aktuellen Rechtsprechung" entsprechen, kann seiner nicht belegten Behauptung nicht gefolgt werden. Im �brigen ersch�pfen sich auch die Ausf�hrungen unter diesem Titel wiederum in einer Bestreitung des von den Vorinstanzen in eingehender W�rdigung der Beweise festgestellten Kausalzusammenhangs. Die Kritik des Beschwerdef�hrers an der W�rdigung der Beweise durch die Vorinstanz vermag wie erw�hnt keine Willk�r auszuweisen - auch insoweit nicht, als er abschliessend versucht, "mit Nachdruck darauf hinzuweisen, dass die Vorinstanz in W�rdigung der Beweislage niemals h�tte von einer Hypoxie ausgehen d�rfen".
Da der Beschwerdef�hrer im �brigen die Berechnung des Schadens und namentlich auch den Beginn der Zinspflicht nicht kritisiert, besteht kein Anlass zu entsprechender Pr�fung. Damit ist die Beschwerde abzuweisen, soweit im angefochtenen Urteil die Klage im Wesentlichen gesch�tzt wird.
Soweit der Beschwerdef�hrer schliesslich die Verteilung der Kosten durch die Vorinstanz r�gt, verkennt er, dass der von ihm selbst erw�hnte Ermessensspielraum der Vorinstanz nicht ausschliesst, dass sie das teilweise Unterliegen der Beschwerdegegnerin im Umfang von insgesamt weniger als 10 % mit der Begr�ndung rechtsfehlerfrei ausser Acht lassen konnte, dass der �bersetzte Klagebetrag auf einen blossen Rechenfehler zur�ckzuf�hren war.
Die Beschwerde ist abzuweisen, soweit darauf eingetreten werden kann. Diesem Ausgang des Verfahrens entsprechend hat der Beschwerdef�hrer die Gerichtskosten zu tragen und der Beschwerdegegnerin deren Parteikosten f�r das bundesgerichtliche Verfahren zu ersetzen (Art. 66 Abs. 1, Art. 68 Abs. 2 BGG).
Die Beschwerdegegnerin hat um Bewilligung der unentgeltlichen Rechtspflege und Verbeist�ndung f�r das Verfahren vor Bundesgericht ersucht. Die Voraussetzungen daf�r sind erf�llt, namentlich kann aufgrund der eingereichten Unterlagen auch die Voraussetzung der Bed�rftigkeit bejaht werden. F�r den Fall der Uneinbringlichkeit der Parteientsch�digung ist daher Rechtsanwalt Dr. Rolf Th�r, Z�rich, aus der Gerichtskasse ein Honorar auszurichten.
Die anwaltlich vertretene Nebenintervenientin hat sich zu den sie betreffenden Fragen vernehmen lassen. Ihr ist eine reduzierte Parteientsch�digung zu Lasten des Beschwerdef�hrers zuzusprechen.
Die Gerichtskosten von Fr. 6'000.-- werden dem Beschwerdef� hrer auferlegt.
F�r den Fall der Uneinbringlichkeit wird Rechtsanwalt Dr. Rolf Th�r, Z�rich, aus der Bundesgerichtskasse ein Honorar von Fr. 7'000.-- ausgerichtet, unter Vorbehalt der R�ckforderung.
Der Beschwerdef�hrer hat die Nebenintervenientin f�r das bundesgerichtliche Verfahren mit Fr. 3'000.-- zu entsch�digen.

References: Art. 316
 Art. 8
 Art. 97
 BGE 
 Art. 95
 BGE 
 Art. 316
 Art. 105
 BGE 
 Art. 316
 Art. 68