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Timestamp: 2019-10-18 07:41:19+00:00

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BGH, 26.01.1989 - X ZR 23/87 - dejure.org
https://dejure.org/1989,1326
BGH, 26.01.1989 - X ZR 23/87 (https://dejure.org/1989,1326)
BGH, Entscheidung vom 26.01.1989 - X ZR 23/87 (https://dejure.org/1989,1326)
BGH, Entscheidung vom 26. Januar 1989 - X ZR 23/87 (https://dejure.org/1989,1326)
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Schiedsgerichtsvertrag - Schiedsgerichtsverfahren - Bestellung des Schiedsrichters - Streitwertbegrenzung - Verstoß gegen die guten Sitten
Sittenwidrigkeit eines Schiedsgerichtsvertrags wegen übermäßiger Einschränkung des Rechtsschutzes einer Partei
Zur Sittenwidrigkeit eines Schiedsvertrages
BGHZ 106, 336
NJW 1989, 1477
NJW-RR 1989, 1143 (Ls.)
ZIP 1989, 535
MDR 1989, 633
BB 1989, 944
Nach § 138 Abs. 1 BGB (dazu BGHZ 106, 336, 338 f.) sind Schiedsvereinbarungen nichtig, wenn sie eine übermäßige Einschränkung des Rechtsschutzes zum Gegenstand haben.
Das Gebot, einen wirkungsvollen Rechtsschutz zu gewähren, erfordert, dass dieser in angemessener Zeit zu erlangen ist (vgl. BGH, Urteil vom 26. Januar 1989 - X ZR 23/87, NJW 1989, 1477, unter I 4).
Bei der Würdigung von im Ausland abgeschlossenen, nach deutschem Recht zu beurteilenden Verträgen sind insoweit auch die Wertungen des fremden Rechts zu berücksichtigen; die Berücksichtigung darf aber nicht so weit gehen, den Normen des verdrängten Rechts Geltung zu verschaffen (Wurmnest, FamRZ 2005, 1878 [1882];… Yassari, a.a.O., S. 355; zum Schutz des "ordre public" durch § 138 Abs. 1 BGB vgl. BGHZ 106, 336 [338];… Palandt / Ellenberger, a.a.O., § 138 Rn. 3).
Das Gebot, wirkungsvollen Rechtsschutz zu gewähren, erfordert, dass dieser Schutz in angemessener Zeit zu erlangen ist (BGH 26. Januar 1989 - X ZR 23/87 - zu I 4 der Gründe, BGHZ 106, 336) .
Kollidieren rechtliche Wertungen mit außerrechtlichen Moralvorstellungen, so haben die Ersteren den Vorrang (…Staudinger/Sack (2003), § 138 BGB Rdnr. 37 f.); bei der Interessenabwägung ist in erster Linie von den Wertungen auszugehen, die in den Regelungen des gesetzten Rechts zum Ausdruck gekommen sind (BVerfGE 7, 198, 206; 13, 153, 164; 21, 73, 82; BGHZ 80, 153, 157 f.; 106, 336, 338).
Kollidieren rechtliche Wertungen mit außerrechtlichen Moralvorstellungen, so haben die Ersteren den Vorrang (…Staudinger/Sack (2003), § 138 BGB Rn. 37 f.); bei der Interessenabwägung ist in erster Linie von den Wertungen auszugehen, die in den Regelungen des gesetzten Rechts zum Ausdruck gekommen sind (BVerfGE 7, 198, 206; 13, 153, 164; 21, 73, 82; BGHZ 80, 153, 157 f.; 106, 336, 338).
Es ist allerdings richtig, daß ein deutliches Übergewicht einer Partei bei der Bestellung des Schiedsrichters eine Ablehnung wegen Befangenheit des betreffenden Schiedsrichters rechtfertigen kann (vgl. BGH NJW 1989, 1477;… Stein/Jonas/Schlosser, ZPO, 21. Aufl., § 1032 Rdnr. 17;… Schwab/Walter, Kapital 9 Rdnr. 9/10).
OLG Hamburg, 14.05.1999 - 1 Sch 2/99
Ein Verstoß gegen die guten Sitten ist nur anzunehmen, wenn durch darüber hinausgehende einseitig belastende Regelungen der Rechtsschutz für eine Partei durch den Schiedsvertrag im Übermaß eingeschränkt werden soll (vgl. BGH NJW 1989, 1477f).

References: § 138
 § 138
 § 138
 § 138
 § 138
 BGH 
 § 1032
 BGH