Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=OVG%20Nordrhein-Westfalen&Datum=11.12.2000&Aktenzeichen=8%20A%20715/00
Timestamp: 2019-08-21 21:33:15+00:00

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OVG Nordrhein-Westfalen, 11.12.2000 - 8 A 715/00 - dejure.org
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OVG Nordrhein-Westfalen, 11.12.2000 - 8 A 715/00 (https://dejure.org/2000,2983)
OVG Nordrhein-Westfalen, Entscheidung vom 11.12.2000 - 8 A 715/00 (https://dejure.org/2000,2983)
OVG Nordrhein-Westfalen, Entscheidung vom 11. Dezember 2000 - 8 A 715/00 (https://dejure.org/2000,2983)
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Rechtmäßigkeit der Änderung des Familiennamens; Annahme des Vorliegens eines wichtigen Grundes für die Namensänderung; Namensführung eines Scheidungshalbweisen; Einbenennung von Stiefkindern; Rechtslage nach In-Kraft-Treten des Kindschaftsrechtsreformgesetzes; Differenzierung zwischen den Kriterien der Förderlichkeit und der Erforderlichkeit für das Kindeswohl
VG Arnsberg, 17.12.1999 - 12 K 3895/98
NJW 2001, 2565
FamRZ 2001, 1025 (Ls.)
vgl. zum Inhalt dieser Bestimmungen Bundesverwaltungsgericht (BVerwG), Urteil vom 20. Februar 2002 - 6 C 18.01 -, Amtliche Entscheidungssammlung des Bundesverwaltungsgerichts (BVerwGE) 116, 28 ff.; OVG NRW, Urteil vom 11. Dezember 2000 - 8 A 715/00 -, juris und NJW 2001, 2565.
Das Regelungssystem der §§ 1616 bis 1618 BGB bietet keine die öffentlich-rechtliche Namensänderung nach § 3 NÄG verdrängende, vgl. zu dieser Rechtsfolge etwa OVG NRW, Urteile vom 11. Dezember 2000 - 8 A 715/00 -, juris und NJW 2001, 2565 sowie vom 23. April 1999 - 10 A 5687/98 -, juris, Rechtsgrundlage für die Namensänderung von Kindern, die den Familiennamen ihrer Pflegeeltern erhalten sollen.
vgl. dazu im Einzelnen BVerwG, Urteil vom 20. Februar 2002 - 6 C 18.01 -, BVerwGE 116, 28 ff. und OVG NRW, Urteil vom 11. Dezember 2000 - 8 A 715/00 -, juris und NJW 2001, 2565 im Hinblick auf Namensänderungen sog. "Scheidungshalbwaisen", also von Kindern, deren allein sorgeberechtigte Mutter, die nach einer Scheidung ihren früheren Namen gemäß § 1355 Abs. 5 Satz 2 BGB wieder angenommen hat und für diese eine entsprechende Änderung des Familiennamens begehrt, jeweils unter Hinweis auf die Bundestags-Drucksachen 13/4899, S. 29, 12/3163, S. 23 f. und 13/8511, S. 73.
vgl. wiederum BVerwG, Urteil vom 20. Februar 2002 - 6 C 18.01 -, BVerwGE 116, 28 ff.; OVG NRW, Urteil vom 11. Dezember 2000 - 8 A 715/00 -, juris und NJW 2001, 2565 im Hinblick auf Namensänderungen von "Scheidungshalbwaisen".
vgl. BVerwG, Urteil vom 20. Februar 2002 - 6 C 18.01 -, BVerwGE 116, 28 ff.; OVG NRW, Urteil vom 11. Dezember 2000 - 8 A 715/00 -, juris und NJW 2001, 2565; zustimmend Wittinger, Von Vätern, Kindern und Namen - die geänderte Rechtsprechung des BVerwG zur Namensänderung bei so genannten Scheidungshalbwaisen, NJW 2002, 2371, 2372.
vgl. BVerwG, Urteil vom 20. Februar 2002 - 6 C 18.01 -, BVerwGE 116, 28 ff.; OVG NRW, Urteil vom 11. Dezember 2000 - 8 A 715/00 -, juris und NJW 2001, 2565.
vgl. zum Inhalt dieser Bestimmungen: Bundesverwaltungsgericht (BVerwG), Urteil vom 20. Februar 2002 - 6 C 18.01 -, Amtliche Entscheidungssammlung des Bundesverwaltungsgerichts (BVerwGE) 116, 28 ff.; OVG NRW, Urteil vom 11. Dezember 2000 - 8 A 715/00 -, NJW 2001, 2565 = juris Rn 6 ff.
Das Regelungssystem der §§ 1616 bis 1618 BGB bietet keine die öffentlich-rechtliche Namensänderung nach § 3 NÄG verdrängende, vgl. zu dieser Rechtsfolge etwa OVG NRW, Urteile vom 11. Dezember 2000 - 8 A 715/00 -, NJW 2001, 2565 = juris Rn. 6, sowie vom 23. April 1999 - 10 A 5687/98 -, juris Rn. 7, Rechtsgrundlage für die Namensänderung von nicht ehelich geborenen Kindern, die den Familiennamen der sorgeberechtigten Mutter erhalten sollen.
vgl. dazu im Einzelnen: BVerwG, Urteil vom 20. Februar 2002 - 6 C 18.01 -, BVerwGE 116, 28 ff. und OVG NRW, Urteil vom 11. Dezember 2000 - 8 A 715/00 -, NJW 2001, 2565 = juris Rn. 15 ff. (im Hinblick auf Namensänderungen sog. "Scheidungshalbwaisen", also von Kindern, deren allein sorgeberechtigte Mutter, die nach einer Scheidung ihren früheren Namen gemäß § 1355 Abs. 5 Satz 2 BGB wieder angenommen hat und für diese eine entsprechende Änderung des Familiennamens begehrt), jeweils unter Hinweis auf die Bundestags-Drucksachen 13/4899, S. 29, 12/3163, S. 23 f. und 13/8511, S. 73.
vgl. wiederum BVerwG, Urteil vom 20. Februar 2002 - 6 C 18.01 -, BVerwGE 116, 28 ff.; OVG NRW, Urteil vom 11. Dezember 2000 - 8 A 715/00 -, NJW 2001, 2565 = juris Rn. 19 ff. (im Hinblick auf Namensänderungen von "Scheidungshalbwaisen").
vgl. BVerwG, Urteil vom 20. Februar 2002 - 6 C 18.01 -, BVerwGE 116, 28 ff.; OVG NRW, Urteil vom 11. Dezember 2000 - 8 A 715/00 -, NJW 2001, 2565 = juris; zustimmend Wittinger, Von Vätern, Kindern und Namen - die geänderte Rechtsprechung des BVerwG zur Namensänderung bei so genannten Scheidungshalbwaisen, NJW 2002, 2371, 2372.
vgl. BVerwG, Urteil vom 20. Februar 2002 - 6 C 18.01 -, BVerwGE 116, 28 ff. = juris Rn. 37; OVG NRW, Urteil vom 11. Dezember 2000 - 8 A 715/00 -, NJW 2001, 2565 = juris.
Für sie kommt weiterhin allein eine verwaltungsbehördliche Namensänderung nach § 3 NÄG in Betracht, ohne dass die bürgerlich-rechtlichen Vorschriften insoweit vorgreiflich wären (vgl. hierzu OVG Münster, Urteil vom 11. Dezember 2000 - 8 A 715/00 -, NJW 2001, 2565 ff. m.w.N.).
Nach dem aus den Gesetzesmaterialien erkennbar werdenden Willen des Gesetzgebers ist auch eine entsprechende Anwendung der Vorschriften des Bürgerlichen Gesetzbuches auf den hier in Rede stehenden Fall einer sogenannten "Scheidungshalbwaisen" ausgeschlossen (vgl. OVG Münster, Urteil vom 11. Dezember 2000 a.a.O., m.w.N.).
Der Gesichtspunkt der grundsätzlichen Aufrechterhaltung des namensrechtlichen Bandes zwischen dem Kind und dem nichtsorgeberechtigten Elternteil, von dem es seinen Namen ableitet, gilt nach dieser Auffassung gleichermaßen für die ausdrücklich geregelten "Stiefkinder" wie für die "Scheidungshalbwaisen" (vgl. hierzu OVG Münster, Urteil vom 11. Dezember 2000, a.a.O., mit ausführlichen Hinweisen auf weitere Rechtsprechung).
OVG Brandenburg, 10.04.2001 - 4 A 130/00
Sperrwirkung für eine öffentlich-rechtliche Namensänderungen bei sogenannten …
vgl. BVerwG, Urteile vom 20. Februar 2002 - 6 C 18/01 -, BVerwGE 116, 28; vom 10. März 1983 - 7 C 58/62 -, BVerwGE 67, 52, vom 3. Februar 1984 - 7 C 40.83 -, Buchholz, 402.10 § 3 NÄG Nr. 52 und - 7 C 55/83 - sowie - 7 C 56/83 -, vom 4. Juni 1986 - 7 C 77/85 -, Buchholz 402.10 § 3 NÄG Nr. 57; OVG NRW, Urteil vom 11. Dezember 2000 - 8 A 715/00 -, NJW 2001, 2565; OVG Brandenburg, Urteil vom 20. November 2003 - 4 A 277/02 -, FamRZ 2004, 1399.
vgl. BVerwG, Urteile vom 10. März 1983 - 7 C 58.82 -, a.a.O. und vom 3. Februar 1984 - 7 C 56/83 - OVG NRW, Urteil vom 11. Dezember 2000, a.a.O..
vgl. BVerwG, Urteil vom 20. Februar 2002 - 6 C 18.01 -, NJW 2002, 2371 ff; OVG NRW, Urteil vom 11. Dezember 2000 - 8 A 715/00 -.
Diese Maßstäbe gelten auch in Ansehung dessen, dass nach der neueren Rechtsprechung des BVerwG zu den sog. Scheidungshalbwaisenfällen, in denen nach Scheidung der Eltern eine Änderung des Kindesnamens vom bisherigen Familiennamen in den wiederangenommenen Geburtsnamen der Ehefrau beantragt wird, bei fehlender Zustimmung des nichtsorgeberechtigten Elternteils ein wichtiger Grund für die Namensänderung nur dann anzunehmen ist, wenn die Namensänderung zum Wohle des Kindes erforderlich ist, 24 vgl. BVerwG, Urteil vom 20. Februar 2002 - 6 C 18.01 -, in: Deutsches Verwaltungsblatt (DVBl.) 2002, S.1548 ff.; vgl. auch Oberverwaltungsgericht für das Land Nordrhein Westfalen (OVG NRW), Urteil vom 11. Dezember 2000 - 8 A 715/00 -, in: Nordrhein- Westfälische Verwaltungsblätter (NWVBl.) 2001, S. 261 ff.

References: § 3
 § 1355
 § 3
 § 1355
 § 3
 § 3
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