Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=BFH&Datum=18.12.2007&Aktenzeichen=VI%20R%2062/05
Timestamp: 2019-12-14 21:06:28+00:00

Document:
https://dejure.org/2007,1868
BFH, 18.12.2007 - VI R 62/05 (https://dejure.org/2007,1868)
BFH, Entscheidung vom 18.12.2007 - VI R 62/05 (https://dejure.org/2007,1868)
BFH, Entscheidung vom 18. Dezember 2007 - VI R 62/05 (https://dejure.org/2007,1868)
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EStG i. d. F. des StEntlG 1999/2000/2002 § 34 Abs. 1, Abs. 2 Nr. 4; EStG i. d. F. bis VZ 1998 § 34 Abs. 3
EStG i.d.F. des StEntlG 1999/2000/2002 § 34 Abs. 1, Abs. 2 Nr. 4; EStG i.d.F. bis VZ 1998 § 34 Abs. 3
Ermäßigte Besteuerung der geldwerten Vorteile aus der Ausübung von Aktienoptionen
Außerordentliche Einkünfte - Vergütung für mehrjährige Tätigkeit - "Fünftel-Regelung" greift
Aktienoptionen - Vergütung für mehrjährige Tätigkeit - "Fünftel-Regelung" greift
Anwendung der Tarifermäßigung des § 34 Abs. 1 des Einkommensteuergesetzes (EStG) in der im Streitjahr geltenden Fassung auf geldwerte Vorteile aus der Ausübung von Aktienoptionen; Auslegung von geldwerten Vorteilen aus einem Aktienoptionsprogramm als Vergütung für eine ...
Geldwerte Vorteile aus Aktienoptionen sind auch nach der Neufassung des § 34 EStG regelmäßig tarifbegünstigt
Kurznachricht zu "Anmerkung und Bewertung zur Entscheidung des BFH vom 18.12.2007, Az.: VI R 62/05 (Geldwerte Vorteile aus Aktienoptionen)" von StB/Dipl.-Finw. Rolf Wischmann, original erschienen in: AG 2008, 289.
BFHE 219, 349
ZIP 2006, 762
ZIP 2008, 456
DB 2008, 445
BStBl II 2008, 294
bb) Obgleich die Gewährung von Aktienoptionen durch den Arbeitgeber an den Arbeitnehmer unabhängig davon, ob das Bezugsrecht im Anstellungsvertrag oder später vereinbart wird, Bestandteil der arbeitsvertraglichen Vergütungsregelung und damit arbeitsrechtlich als Arbeitsentgelt zu qualifizieren ist (…Küttner/Röller Personalbuch 2005 12. Aufl. Stichwort "Aktienoptionen" Rn. 8 und 33;… Mohr/Bihn in Kessler/Sauter S. 287 Rn. 941 mwN; zur steuerrechtlichen Einordnung von geldwerten Vorteilen aus der Ausübung von Aktienoptionen als sog. Anreizlohn und Vergütung für mehrjährige Tätigkeiten vgl. BFH 18. Dezember 2007 - VI R 62/05 - DB 2008, 445), steht der Wert des Optionsrechts auf Grund der nicht vorhersehbaren Entwicklung des Aktienkurses und etwaiger Vergleichsparameter bei der Zusage der Bezugsrechte anders als bei einer der Höhe nach bestimmten oder bestimmbaren Sonderzahlung nicht fest.
In der Regel sind geldwerte Vorteile aus der Ausübung von Aktienoptionen auch steuerrechtlich als sog. Anreizlohn und Vergütung für mehrjährige Tätigkeiten einzuordnen (vgl. BFH 18. Dezember 2007 - VI R 62/05 - DB 2008, 445).
Zur Begründung im Einzelnen wird auf das Senatsurteil vom 18. Dezember 2007 VI R 62/05 (BStBl II 2008, 294) verwiesen.
Im Gegensatz zur Auffassung des FG ist es für die Anwendung der Tarifermäßigung zudem unschädlich, dass der Kläger die Aktienoptionen nicht vollständig in einem einzigen Veranlagungszeitraum ausgeübt hat (vgl. BFH-Urteil in BStBl II 2008, 294).
Zur Begründung im Einzelnen wird auf das zur Veröffentlichung bestimmte Senatsurteil vom 18. Dezember 2007 VI R 62/05 verwiesen.
Im Gegensatz zur Auffassung des FG ist es für die Anwendung der Tarifermäßigung des § 34 Abs. 1 EStG auf die geldwerten Vorteile aus der Ausübung der Aktienoptionen unschädlich, dass die Klägerin ihre Optionsrechte nicht vollständig in einem einzigen Veranlagungszeitraum ausgeübt hat (vgl. BFH-Urteil vom 18. Dezember 2007 VI R 62/05).
Im Hinblick auf die bei der Annahme von Vergütungen für mehrjährige Tätigkeiten zur Zusammenballung bei der Ausübung von Optionsrechten anhängigen Revisionen (z.B. VI R 159/01; VI R 62/05; VI R 136/05; VI R 24/01) hat der Senat gemäß § 115 Abs. 2 Nr. 2 FGO die Revision zugelassen.

References: § 34
 § 34
 § 34
 § 34
 § 34
 § 34
 § 34
 § 115