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Timestamp: 2019-09-16 16:45:02+00:00

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277 - 2014 Besoldungsrechtsverordnung - Kirchenrecht Online-Nachschlagewerk
277 - 2014 Besoldungsrechtsverordnung
über die Besoldungstabellen für Pfarrerinnen und Pfarrer, Gemeindepädagoginnen und -pädagogen, Predigerinnen und Prediger, Pfarrerinnen und Pfarrer sowie Ge-meindepädagoginnen und –pädagogen im Entsendungsdienst, Kirchenbeamtinnen und Kirchenbeamten in der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz (Besoldungsrechtsverordnung)
Die Kirchenleitung hat auf Grund der §§ 6, 7 und 10 der Pfarrbesoldungsordnung vom 31. März 1993 (KABl.-EKiBB S. 175), der §§ 6, 10 und 13 der Kirchenbeamtenbesoldungsordnung vom 31. März 1993 (KABl.-EKiBB S. 179), beide zuletzt geändert durch Verordnung vom 5. Dezember 2012 (KABl. 2013 S. 5), sowie der §§ 4, 6, 9 und 10 des Kirchengesetzes betreffend die Änderung der Bestimmungen über die Pfarrbesoldung und die Kirchenbeamtenbesoldung sowie über das Versorgungsrecht in der Evangelischen Kirche in Berlin-Brandenburg vom 12. November 1998 (KABl.-EKiBB 1999 S. 27) beschlossen:
Mit Wirkung ab 1. August 2014 erhalten die Besoldungstabellen folgende Fassung:
Die Ephoralzulage nach § 7 Abs. 2 der Pfarrbesoldungsordnung beträgt 1.037,31 Euro.
Stellvertretenden Superintendentinnen und Superintendenten kann auf Antrag eine nichtruhegehaltfähige Zulage gewährt werden, wenn über die Abwesenheitsvertretung hinaus der Kreiskirchenrat in einer Dienstordnung eigene ständige Zuständigkeitsbereiche vorsieht und ein entsprechender Stellenanteil im Stellenplan ausgewiesen wird. Die Zulage beträgt 345,77 Euro, im Fall von zwei Personen in der Stellvertretung 172,89 Euro.
5.396,23 5.774,91 6.153,58
Die Besoldung für nebenamtliche Mitglieder des Konsistoriums, soweit eine solche zugesagt ist, beträgt 356,62 Euro.
Vikarinnen und Vikare, Gemeindepädagoginnen und Gemeindepädagogen im Vorbereitungsdienst, soweit sie in einem öffentlich-rechtlichen Dienstverhältnis stehen, erhalten einen Grundbetrag in Höhe von 1.228,21 Euro.
Hat ein Pfarrehepaar eine Dienstwohnung inne, erhält die Pfarrerin oder der Pfarrer, deren oder dessen Anstellungskörperschaft die Dienstwohnung zugewiesen hat, Besoldung nach der jeweiligen Besoldungstabelle mit Dienstwohnung,
Bei einem eingeschränkten Dienstverhältnis dieser Pfarrerin oder dieses Pfarrers wird die Besoldung gemäß Nummer 9.2 gekürzt. Wenn beide in einer Kirchengemeinde tätig sind, erhält die- oder derjenige mit dem höheren Dienstumfang Besoldung nach Besoldungstabelle mit Dienstwohnung. Bei gleichem Dienstumfang kann das Ehepaar einvernehmlich entscheiden, wer von beiden die Besoldung mit Dienstwohnung erhält, ansonsten entscheidet das Konsistorium. Lediglich bei einer Stellenteilung jeweils zur Hälfte (wenn beide jeweils nicht mehr als zur Hälfte beschäftigt sind) gemäß § 32 Pfarrdienstausführungsgesetz gilt Satz 1 für beide.
Die Versteuerung der Dienstwohnung erfolgt bei der- oder demjenigen, die oder der Besoldung mit Dienstwohnung erhält. Bei einer Stellenteilung nach Satz 5 erfolgt die Versteuerung bei beiden jeweils zur Hälfte.
Im Falle von Beurlaubung oder Elternzeit der Pfarrerin oder des Pfarrers, deren oder dessen Anstellungskörperschaft die Dienstwohnung zugewiesen hat, ist die Nutzungsentschädigung gemäß § 6 Abs. 4 Pfarrdienstwohnungsverordnung zu zahlen.
Bei Zuweisung einer Dienstwohnung erhalten beide Ehepartner keinen Familienzuschlag der Stufe 1. Dies gilt auch, wenn eine Versorgungsempfängerin oder ein Versorgungsempfänger mit einer Dienstwohnungsinhaberin oder einem Dienstwohnungsinhaber verheiratet ist.
Diese Regelungen gelten entsprechend für Partnerinnen und Partner einer eingetragenen Lebenspartnerschaft.
Bei Pfarrerinnen und Pfarrern im eingeschränkten Dienstverhältnis, die eine Dienstwohnung innehaben, wird die Besoldung neben dem Dienstwohnungsabschlag um einen Betrag gekürzt, der sich aus § 14 Pfarrdienstwohnungsausführungsverordnung unter Berücksichtigung des Anteils, um den die Vollbeschäftigung eingeschränkt ist, ergibt, höchstens jedoch um den entsprechenden Anteilsbetrag des tatsächlichen Mietwertes der Dienstwohnung.
Diese Kürzung kann das Konsistorium auf Antrag der Pfarrerin oder des Pfarrers oder des Leitungsorgans der Anstellungskörperschaft ganz oder teilweise aufheben. Vor der Entscheidung sind die Pfarrerin oder der Pfarrer bzw. das Leitungsorgan der Anstellungskörperschaft, bei Gemeindepfarrerinnen und –pfarrern auch der Kreiskirchenrat, zu hören. Eine solche Entscheidung setzt voraus, dass ein angemessener Lebensunterhalt der Pfarrerin oder des Pfarrers nicht gewährleistet ist, weil insbesondere das Familien- oder Haushaltseinkommen zu gering ist. Dabei erfolgt eine Orientierung an 200% des Regelsatzes der Hilfe zum Lebensunterhalt.
Nach denselben Grundsätzen ist eine Kürzung der Nutzungsentschädigung während einer Elternzeit ohne Dienstbezüge möglich.
Die Zulagen nach § 7 Abs. 3 Pfarrbesoldungsordnung und § 10 Abs. 2 Kirchenbeamtenbesoldungsordnung ergeben sich aus der Anlage 10.
Werden einer Pfarrerin oder einem Pfarrer, einer Gemeindepädagogin oder einem Gemeindepädagogen bzw. einer Kirchenbeamtin oder einem Kirchenbeamten die Aufgaben eines höherwertigen Amtes vorübergehend vertretungsweise übertragen, erhält sie oder er nach Ablauf von drei Monaten der ununterbrochenen Wahrnehmung dieser Aufgaben eine nicht ruhegehaltfähige Stellenzulage in Höhe des Unterschiedsbetrages zwischen dem bisherigen Grundgehalt und dem Grundgehalt des höherwertigen Amtes. Falls die Übertragung des höherwertigen Amtes nicht am ersten Tag eines Monats erfolgt, beginnt die Frist am ersten Tag des Folgemonats.
Satz 1 und Satz 2 gelten entsprechend auch für die Zahlung der Ephoralzulage.
Diese Rechtsverordnung tritt am 1. August 2014 in Kraft. Gleichzeitig tritt die Besoldungsrechtsverordnung vom 14. Juni 2013 (KABl. 122) außer Kraft.
Besoldungstabelle für Pfarrerinnen und Pfarrer, Gemeindepädagoginnen
und -pädagogen sowie Pfarrerinnen und Pfarrer , Gemeindepädagoginnen
und -pädagogen im Entsendungsdienst
b) mit Dienstwohnung (nur für das Gebiet der ehemaligen Evangelischen Kirche in Berlin-Brandenburg)
Erhöhungsbeträge für Besoldungsgruppen A 5, A 6, A 9 und A 10:
Das Grundgehalt erhöht sich in den Besoldungsgruppen A 5 und A 6 für Beamtinnen Beamte des mittleren Dienstes um 18,40 Euro;
es erhöht sich in den Besoldungsgruppen A 9 und A 10 für Beamtinnen und Beamte des gehobenen Dienstes um 8,03 Euro.
Überleitungstabelle für Pfarrerinnen und Pfarrer, Gemeindepädagoginnen
und -pädagogen sowie Pfarrerinnen und Pfarrer, Gemeindepädagoginnen
Überleitungsstufe zu Stufe 2
Überleitungsstufe zu Stufe 3
Überleitungsstufe zu Stufe 8
3.377,51
Das Grundgehalt erhöht sich in den Besoldungsgruppen A 5 und A 6 für Beamtinnen und Beamte des mittleren Dienstes um 18,40 Euro;
Tabelle für die Besoldungsgruppen der Besoldungsordnung C
Tabelle für die Besoldungsgruppen der Besoldungsordnung H
Bei mehr als einem Kind erhöht sich der Familienzuschlag für das zweite zu berücksichtigende Kind um 101,27 Euro, für das dritte und jedes weitere zu berücksichtigende Kind um 315,54 Euro.
Der Familienzuschlag der Stufe 2 erhöht sich für das erste zu berücksichtigende Kind in den Besoldungsgruppen A 2 bis A 5 um je 4,89 Euro, ab Stufe 3 für jedes weitere zu berücksichtigende Kind in den Besoldungsgruppen A 2 bis A 3 um je 24,42 Euro, in Besoldungsgruppe A 4 um je 19,54 Euro und in Besoldungsgruppe A 5 um je 14,65 Euro.
Zulagen nach § 7 Abs. 3 Pfarrbesoldungsordnung und
§ 10 Abs. 2 Kirchenbeamtenbesoldungsordnung
Die Besoldung der Bischöfin / des Bischofs richtet sich nach der Besoldungsgruppe 8 der Besoldungsordnung B für Kirchenbeamtinnen und Kirchenbeamte.
Die Besoldung der Generalsuperintendentinnen / Generalsuperintendenten richtet sich nach der Besoldungsgruppe 2 der Besoldungsordnung B für Kirchenbeamtinnen und Kirchenbeamte.
Die / der Beauftragte für Öffentlichkeitsarbeit erhält eine nicht ruhegehaltfähige Zulage in Höhe der Differenz zwischen der Pfarrbesoldung und der Besoldungsgruppe 15 der Besoldungsordnung A für Kirchenbeamtinnen und Kirchenbeamte.
Die Leiterin / der Leiter des Amtes für kirchliche Dienste erhält eine nicht ruhegehaltfähige Zulage in Höhe der Differenz zwischen der Pfarrbesoldung und der Besoldungsgruppe 15 der Besoldungsordnung A für Kirchenbeamtinnen und Kirchenbeamte.
Die Referentin / der Referent der Bischöfin / des Bischofs kann nach Entscheidung der Kirchenleitung frühestens zwei Jahre nach der Berufung in das Dienstverhältnis auf Lebenszeit und frühestens ein Jahr nach Übertragung der Tätigkeit als Referentin / Referent eine nicht ruhegehaltfähige Zulage in Höhe der Differenz zwischen ihrer / seiner Pfarrbesoldung und einer Besoldung nach der Besoldungsgruppe A 14 der Besoldungsgruppe A für Kirchenbeamtinnen und Kirchenbeamte erhalten.
- die Landespfarrerin / der Landespfarrer für Seelsorge im Krankenhaus *
- die Landespfarrerin / der Landespfarrer für Gefängnisseelsorge
- die Pfarrerin / der Pfarrer für Aus- und Fortbildung in der Seelsorge *
- die Leiterin / der Leiter des Evangelischen Rundfunkdienstes
- die Pfarrerin / der Pfarrer im Amt für kirchliche Dienste: Pfarrerfortbildung / Pasto-ralkolleg
- Leiterinnen und Leiter einer Arbeitsstelle für Religionsunterricht
* Personengebundene Übergangsregelungen:
- Abweichend von der obigen Regelung ist die Zulage der ab dem 1. September 2001 berufenen Landespfarrerin für Seelsorge im Krankenhaus ruhegehaltfähig.
- Abweichend von der obigen Regelung erhält die ab dem 1. Juni 2010 berufene Pfarrerin für Aus- und Fortbildung in der Seelsorge eine ruhegehaltfähige Zulage in Höhe von 25 % der Ephoralzulage.

References: § 7
 § 32
 § 6
 § 14
 § 7
 § 10
 § 7

§ 10