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Timestamp: 2017-04-27 03:13:27+00:00

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ZIIR 2016/1 - Heft 1 - 2016 - ZIIR - Zeitschrift für Informationsrecht - e-Journals
Volltext Cover Download EditorialZIIR 2016/1, Jahrgang 2016, Heft 1, S. 1–1
Sehr geehrte Leser, ZIIR 2016, 1 Die erste Ausgabe der „Zeitschrift für Informationsrecht“ des Jahres 2016 liegt in Ihren... Die erste Ausgabe der „Zeitschrift für Informationsrecht“ des Jahres 2016 liegt in Ihren Händen, die im Übrigen seit Heft 3/2015 in den Rechtsdatenbanken und auch sonst mit „ZIIR“ abgekürzt und so eindeutig auffindbar ist. Es passt also in die Zeit kurz inne zu halten und den Standort zu bestimmen; den Kompass herauszuholen, um schließlich den neuen Kurs festzulegen.Im April des vergangenen Jahres schlug der Verlag vor, zur Bewältigung der erfreulich zunehmenden Aufgabe der Redaktionskoordination eine neue Funktionsebene einzuführen, die alle Redaktionsaufgaben gebündelt wahrnimmt. Die Vorstellung ging dahin, eine Redaktion bzw „Schriftleitung“ einzuführen, die die Herausgeber von ihrer Verpflichtung zur ständigen Aufbereitung des Judikaturbereiches entbindet und alle Aufgaben der Rubrikenredaktion (Sammeln, Prüfen, Einrichten und Einordnen von Entscheidungen) übernimmt. Die Aufgaben der Herausgeber sollten zukünftig verstärkt in der Qualitätssicherung und nicht im redaktionellen Tagesgeschäft liegen.Die bisherigen Rubrikenleiter-Aufgaben der Herausgeber mussten daher neu verteilt und gebündelt werden. Der Verlag favorisierte dafür ein schlankes Team aus zwei Personen, das mit dem redaktionellen Tagesgeschäft vertraut war und aus dem Kreis der bisherigen Herausgeber kommen sollte. Unter einhelliger Zustimmung aller Beteiligten war die „Doppelspitze“ Burgstaller/Thiele unter dem Arbeitstitel „Herausgeberredaktion“ geboren. Die Probe aufs Exempel wurde mit Heft Nr 4/2015 auf über 120 Seiten gemeistert, der politisch vorbelastete Begriff der „Schriftleitung“ vermieden. Volltext	Kurznachrichten und -Beiträge - TagungsberichteZIIR 2016/1, Jahrgang 2016, Heft 1, S. 4–7
Aktuelle Ereignisse und Entwicklungen zum Informationsrecht ZIIR 2016, 4 The draft regulation aims to give citizens control over their private data, while also creating... The draft regulation aims to give citizens control over their private data, while also creating clarity and legal certainty for businesses to spur competition in the digital market. „Today‘s negotiations hopefully have cleared the way for a final agreement“, said Parliament‘s lead MEP on the regulation Jan Philipp Albrecht (Greens, DE), adding that „in future, firms breaching EU data protection rules could be fined as much as 4% of annual turnover – for global internet companies in particular, this could amount to billions. In addition, companies will also have to appoint a data protection officer if they process sensitive data on a large scale or collect information on many consumers“. „The regulation returns control over citizens’ personal data to citizens. Companies will not be allowed to divulge information that they have received for a particular purpose without the permission of the person concerned. Consumers will have to give their explicit consent to the use of their data. Unfortunately, member states could not agree to set a 13-year age limit for parental consent for children to use social media such as Facebook or Instagram. Instead, member states will now be free to set their own limits between 13 and 16 years“, he concluded.Data protection standards for cross-border police cooperation: The new draft directive on data transfers for policing and judicial purposes will ensure citizens‘ rights and freedoms, allowing at the same time national law enforcement bodies in the EU to exchange information faster and more effectively. „It is of the utmost importance, especially after the Paris attacks, to enhance police cooperation and exchange of law enforcement data“, said Parliament‘s lead MEP on the draft directive Marju Lauristin (S&D, ET) after the agreement was reached. „I am very confident that this law will offer the right balance between safeguarding citizen‘s fundamental rights and increasing the effectiveness of police cooperation throughout the Union“, she added. The directive will be the first instrument to harmonise 28 different law enforcement systems with respect to exchanging data – also within each member state. At the same time, it should clarify police cooperation arrangements and give citizens greater certainty as to the law. EU countries may set higher data protection standards than those enshrined in the directive if they so wish.Next steps: The provisional agreements on the package will be put to a confirmation vote in the Civil Liberties Committee on Thursday 17 December at 9.30 in Strasbourg. If the deal is approved in committee it will then be put to a vote by Parliament as whole in the new year, after which member states will have two years to transpose the provisions of the directive into their national laws. The regulation, which will apply directly in all member states, will also take effect after two years. [Quelle: Press Service Directorate for the Media Director – Spokesperson : Jaume DUCH GUILLOT, Reference No:20151215IPR07597, Press switchboard number (32-2) 28 33000] Volltext	Kurznachrichten und -Beiträge / TagungsberichteZIIR 2016/1, Jahrgang 2016, Heft 1, S. 7–10
Thiele, Clemens EuroCloud-Fachtagung, Juni 2015, unter Berücksichtigung der Behördensicht – Datenschutz und Cloud Computing nach dem DSG 2000
ZIIR 2016, 7 Am 8. Juni 2015 fand eine EuroCloud-Fachtagung mit Teilnahme von Vertretern der... Am 8. Juni 2015 fand eine EuroCloud-Fachtagung mit Teilnahme von Vertretern der Österreichischen Datenschutzbehörde (Mag. Michael Suda), dem BKA (Dr. Bernhard Karning), KSÖ (Dr. Alexander Janda) und Juristen aus Deutschland (Dr. Jens Eckhardt), Schweiz (Dr. Christian Laux) und Österreich (Prof. Dr. Clemens Thiele) statt. Ziel war die Prüfung des länderübergreifend konzipierten Ansatzes „Cloud Privacy Check“ zur datenschutzrechtskonformen Nutzung von Cloud-Diensten anhand von konkreten Praxisfällen der Industrie (anwender- und anbieterseitig). Aus der Veranstaltung im Rahmen des Trust in Cloud (TiC) Programmes fasst der folgende Beitrag wesentliche Erkenntnisse zusammen, die gezeigt haben, den Cloud Privacy Check (CPC) als best practice Ansatz zu empfehlen. Volltext	AufsätzeZIIR 2016/1, Jahrgang 2016, Heft 1, S. 11–17
Thiele, Clemens Neue AGB im Fernabsatz – Schrei vor Glück!
E-Commerce, Allgemeine Geschäftsbedingungen (AGB), Fernabsatz, Gefahrenübergang, Internethandel, Verbraucherrechte, Informationspflichten, Internet-Versandhandel, Rücktritt, Klauselprüfung, Konsumentenschutz, vertragliche Regelung für Onlinehändler, Amazon, Zalando, Art 2 Z 1, 18 Abs 2, 20 RL 2011/83/EU, ZIIR 2016, 11, § 429 ABGB, § 879 Abs 3 ABGB, § 918 Abs 1 ABGB, § 922 ABGB, § 923 ABGB, § 924 ABGB, § 1 Abs 2 FAGG, § 4 Abs 3 FAGG, § 4 Abs 5 FAGG, § 8 Abs 2 FAGG, § 11 Abs 2 FAGG, § 15 Abs 4 FAGG, § 13 Abs 2 FAGG, § 18 FAGG, § 19 FAGG, § 1 Abs 1 Z 1 KSchG, § 2 Abs 2 KSchG, § 5i KSchG, § 5e KSchG, § 6 Abs 1 Z 4 KSchG, § 6 Abs 1 Z 9 KSchG, § 6 Abs 3 KSchG, § 7a KSchG, § 7b KSchG, § 3 BDSG, § 4 BDSG, § 5 BDSG In der rechtsberatenden Praxis des Informationsrechts nehmen Fragen nach Allgemeinen... In der rechtsberatenden Praxis des Informationsrechts nehmen Fragen nach Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) im E-Commerce eine prominente Rolle ein. Die prüfende Aktualisierung von derartigen Vertragsschablonen, ohne die kaum ein Webshop-Betreiber mehr auszukommen glaubt, gestaltet sich mitunter sehr zeit- und kostenintensiv. Die rasanten Entwicklungen der unionsrechtlich getriebenen Gesetzgebung, aber auch die stark zunehmende Rsp zur Klauselprüfung befeuern die Dynamik noch zusätzlich. Der folgende Beitrag bietet daher eine checklistartige Momentaufnahme anhand aktueller Judikatur. Volltext	AufsätzeZIIR 2016/1, Jahrgang 2016, Heft 1, S. 18–25
Seiser, Claudia Zur (neuerlichen) Speicherung von Daten auf Vorrat – alles auf Anfang?
Vorratsdatenspeicherung, Terroranschläge, Straftaten, schwere, Interessenabwägung, Privatsphäre, Eingriff in, Grundrecht auf Datenschutz, Entwicklungen, nationalstaatliche, Länderüberblick, Gesetzgebungsinitiativen, zur Vorratsdatenspeicherung, TKG 2003, StPO, RL 95/46/EG, ZIIR 2016, 18, § 1 DSG 2000, Art 7 GRC, Art 8 GRC, Art 11 GRC, Art 8 MRK Im Laufe des Jahres 2015 wurden zum Thema Vorratsdatenspeicherung, insbesondere zur Auslegung... Im Laufe des Jahres 2015 wurden zum Thema Vorratsdatenspeicherung, insbesondere zur Auslegung des Art 15 der ePrivacy-RL, zwei weitere Vorabentscheidungsersuchen an den EuGH herangetragen. Auch die politische Diskussion zur Notwendigkeit bzw Zulässigkeit einer gesetzlichen Reglung zur Vorratsdatenspeicherung flammt im Zusammenhang mit Terroranschlägen und Attentaten – so zuletzt in Paris – immer wieder auf. Aufgrund der nachwievor bestehenden Aktualität, Relevanz und Brisanz des Themas soll in diesem Beitrag zunächst die Grundsatzentscheidung des EuGH zur Vorratsdatenspeicherung aus dem Jahr 2014 in Erinnerung gerufen werden, um daran anschließend aktuelle Entwicklungen aufzuzeigen. Volltext	AufsätzeZIIR 2016/1, Jahrgang 2016, Heft 1, S. 26–32
Götzl, Philipp Die elektronische Vergabe im Lichte der BVergG Novelle 2015 – Der Durchbruch oder im Westen nichts Neues?
Bundesvergabegesetz 2006, Bundesvergabegesetz-Novelle 2015, dynamisches Beschaffungssystem, elektronisches Angebot, elektronische Auktion, elektronische Eignungsnachweise, elektronische Vergabe, e-procurement, qualifizierte elektronischen Signatur, Entsendungsmeldung, PEPPOL, Vergaberecht, Vergaberichtlinienpaket 2014, Verwaltungsstrafevidenz, ZIIR 2016, 26, § 2 Z 15 BVergG 2006 idF Novelle 2015, § 25 Abs 8 BVergG 2006 idF Novelle 2015, § 31 BVergG 2006 idF Novelle 2015, § 43 Abs 1 BVergG 2006 idF Novelle 2015, § 57 Abs 3 BVergG 2006 idF Novelle 2015, § 62 BVergG 2006 idF Novelle 2015, § 66 BVergG 2006 idF Novelle 2015, § 71 Abs 2 BVergG 2006 idF Novelle 2015, § 71 Abs 1 BVergG 2006 idF Novelle 2015, § 73 Abs 3 BVergG 2006 idF Novelle 2015, § 75 Abs 5 BVergG 2006 idF Novelle 2015, § 75 Abs 6 BVergG 2006 idF Novelle 2015, § 75 Abs 7 BVergG 2006 idF Novelle 2015, § 92 BVergG 2006 idF Novelle 2015, § 114 BVergG 2006 idF Novelle 2015, § 115 BVergG 2006 idF Novelle 2015, § 231a Abs 3 BVergG 2006 idF Novelle 2015, § 2 Z 3a SigG, § 12 ECG, § 28 Abs 1 Z 1 AuslBG, § 7n AVRAG Das Ziel des neuen Vergaberichtlinienpakets 2014 ist es, in erster Linie die... Das Ziel des neuen Vergaberichtlinienpakets 2014 ist es, in erster Linie die Ausschreibungspflicht für Dienstleistungskonzessionen umzusetzen, den Vorrang des Bestangebotsprinzips zu normieren, die Verpflichtung zur elektronischen Vergabe und faire Subvergaben zu schaffen und ein einheitliches europäisches Eignungsnachweissystem grundzulegen. Mit diesem Beitrag soll nun der erste Umsetzungsschritt, die BVergG Novelle 2015, näher beleuchtet sein und ihre Auswirkungen auf die elektronische Vergabe untersucht werden. Volltext	JudikaturspiegelZIIR 2016/1, Jahrgang 2016, Heft 1, S. 33–33
LG Bonn, Urteil 10.01.2014, 15 O 189/13 – Prüfpflicht des RA für Junk-Mail-Ordner
15 O 189/13, Prüfpflicht des RA für Junk-Mail-Ordner, ZIIR 2016, 33, ZIIR-Slg 2016/1 Es besteht eine allgemeine Vertragspflicht des Rechtsanwalts, seinen Auftraggeber vor... Es besteht eine allgemeine Vertragspflicht des Rechtsanwalts, seinen Auftraggeber vor voraussehbaren und vermeidbaren Schäden zu bewahren. Aus diesem Grundsatz heraus trifft einen RA auch die Pflicht im Rahmen seines Auftrages seinem Mandanten ein Vergleichsangebot so rechtzeitig zu übermitteln, dass diesem keine Nachteile entstehen. Ein RA kann sich daher nicht damit entlasten, dass eine Email nicht in seinem Email-Postfach einging, sondern vielmehr durch den Spam-Filter aussortiert wurde. Einen RA trifft die im Verkehr erforderliche Sorgfalt seinen Spam-Filter täglich zu kontrollieren. Wenn daher ein RA seine Emailadresse auf seinem Briefkopf anführt und sie damit auch als Kontaktmöglichkeit zur Verfügung stellt, liegt es im Verantwortungsbereich des RA auch dafür zu sorgen, dass ihn die ihm zugesandten Emails erreichen. Bei der Unterhaltung eines geschäftlichen Email-Kontos mit aktiviertem Spam-Filter muss der Email-Kontoinhaber seinen Spam-Ordner täglich durchsehen, um versehentlich als Werbung aussortierte Emails zurück zu holen. Volltext	JudikaturspiegelZIIR 2016/1, Jahrgang 2016, Heft 1, S. 33–33
BGH, Beschluss 18.03.2015, XII ZB 424/14 – eingescanntes Dokument ist schriftlich
XII ZB 424/14, eingescanntes Dokument ist schriftlich, ZIIR 2016, 33, ZIIR-Slg 2016/2 Eine (pdf-)Datei, die durch Einscannen eines handschriftlich unterzeichneten Dokuments... Eine (pdf-)Datei, die durch Einscannen eines handschriftlich unterzeichneten Dokuments hergestellt wird (hier: eine Eingabe an das Gericht), genügt dem Unterschriftserfordernis. Volltext	JudikaturspiegelZIIR 2016/1, Jahrgang 2016, Heft 1, S. 33–33
EuGH, Urteil 21.05.2015, C-322/14 – Click Wrap Agreement
C-322/14, Click Wrap Agreement, ZIIR 2016, 33, ZIIR-Slg 2016/3 Art 23 Abs 2 EuGVVO ist in dem Sinne auszulegen, dass bei einem auf elektronischem Wege... Art 23 Abs 2 EuGVVO ist in dem Sinne auszulegen, dass bei einem auf elektronischem Wege geschlossenen Kaufvertrag die Einbeziehung allgemeiner Geschäftsbedingungen, die eine Gerichtsstandsvereinbarung enthalten, durch das sogenannte „click wrapping“ eine elektronische Übermittlung, die eine dauerhafte Aufzeichnung dieser Vereinbarung ermöglicht, im Sinne dieser Bestimmung darstellt, wenn dabei das Ausdrucken und Speichern des Textes der Geschäftsbedingungen vor Abschluss des Vertrags ermöglicht wird. Volltext	JudikaturspiegelZIIR 2016/1, Jahrgang 2016, Heft 1, S. 33–33
OGH, Beschluss 22.09.2015, 4 Ob 85/15a – Verjährung des Unterlassungsanspruchs
4 Ob 85/15a, Verjährung des Unterlassungsanspruchs, ZIIR 2016, 33, ZIIR-Slg 2016/4 Ein Dauerzustand bzw Dauerdelikt liegt vor, wenn der Verletzer die Möglichkeit hat, den... Ein Dauerzustand bzw Dauerdelikt liegt vor, wenn der Verletzer die Möglichkeit hat, den inkriminierten Zustand abzustellen. Eine Zeitungsannonce stellt demzufolge eine klassische Einzelhandlung mit Fortwirkung dar, während eine Anzeige auf einer Website ein typischer Dauerzustand ist. Die Verjährung eines Unterlassungsanspruchs nach UWG beginnt bei Dauerdelikten erst dann, wenn der das Gesetz verletzende Zustand aufhört. Volltext	JudikaturspiegelZIIR 2016/1, Jahrgang 2016, Heft 1, S. 33–33
OLG Hamm, Beschluss 24.09.2015, I-27 W 104/15 – Einladung zur Mitgliederversammlung per Email
I-27 W 104/15, Einladung zur Mitgliederversammlung per Email, ZIIR 2016, 33, ZIIR-Slg 2016/5 Die Einladung zur Mitgliederversammlung eines Vereins per Email ist auch dann zulässig, wenn... Die Einladung zur Mitgliederversammlung eines Vereins per Email ist auch dann zulässig, wenn die Vereinssatzung eine schriftliche Einladung vorsieht. Volltext	JudikaturspiegelZIIR 2016/1, Jahrgang 2016, Heft 1, S. 33–34
BGH, Urteil 21.10.2015, I ZR 51/12 – Bekanntgabe des Kontoinhabers bei Markenfälschung
I ZR 51/12, Bekanntgabe des Kontoinhabers bei Markenfälschung, ZIIR 2016, 33, ZIIR-Slg 2016/6 Art 8 Abs 3 Buchst e der Richtlinie 2004/48/EG ist dahin auszulegen, dass er einer nationalen... Art 8 Abs 3 Buchst e der Richtlinie 2004/48/EG ist dahin auszulegen, dass er einer nationalen Rechtsvorschrift entgegensteht, die es einem Bankinstitut unbegrenzt und bedingungslos gestattet, eine Auskunft nach Art 8 Abs 1 Buchst c dieser Richtlinie über Namen und Anschrift eines Kontoinhabers unter Berufung auf das Bankgeheimnis zu verweigern. § 19 Abs 2 Satz 1 Halbsatz 2 MarkenG ist unionsrechtskonform dahin auszulegen ist, dass ein Bankinstitut nicht gemäß § 383 Abs 1 Nr 6 ZPO die Auskunft über Namen und Anschrift eines Kontoinhabers unter Berufung auf das Bankgeheimnis verweigern darf, wenn das Konto für den Zahlungsverkehr im Zusammenhang mit einer offensichtlichen Markenverletzung genutzt wurde. Das Grundrecht des Kontoinhabers auf Schutz der persönlichen Daten nach Art 8 EU-Grundrechtecharta und das Recht der Bank auf Berufsfreiheit nach Art 15 EU-Grundrechtecharta müssen hinter den Grundrechten der Markeninhaberin auf Schutz des geistigen Eigentums und einen wirksamen Rechtsschutz zurücktreten (Art 17 und 47 EU-Grundrechtecharta). Volltext	JudikaturspiegelZIIR 2016/1, Jahrgang 2016, Heft 1, S. 34–34
OGH, 28.10.2015, 9 Ob A 110/15i – WhatsApp-Mitteilung ist nicht schriftlich
9 ObA 110/15i, WhatsApp-Mitteilung ist nicht schriftlich, ZIIR 2016, 34, ZIIR-Slg 2016/7 Durch das Einscannen eines schriftlichen Dokuments (hier: Kündigungsschreiben) und die daran... Durch das Einscannen eines schriftlichen Dokuments (hier: Kündigungsschreiben) und die daran anschließende Übermittlung via WhatsApp wird ein vereinbartes Schriftlichkeitsgebot nicht erfüllt. Volltext	JudikaturspiegelZIIR 2016/1, Jahrgang 2016, Heft 1, S. 34–34
BGH Urteil, 05.11.2015, I ZR 91/11, I ZR 76/11, I ZR 88/13 – Urheberrechtsverletzung durch Werbung
I ZR 91/11, I ZR 76/11, I ZR 88/13, Urheberrechtsverletzung durch Werbung, ZIIR 2016, 34, ZIIR-Slg 2016/8 Art 4 Abs 1 der Richtlinie 2001/29/EG ist dahin auszulegen, dass der Inhaber des... Art 4 Abs 1 der Richtlinie 2001/29/EG ist dahin auszulegen, dass der Inhaber des ausschließlichen Verbreitungsrechts an einem geschützten Werk Angebote zum Erwerb oder gezielte Werbung in Bezug auf das Original oder auf Vervielfältigungsstücke des Werkes auch dann verbieten kann, wenn nicht erwiesen ist, dass es aufgrund dieser Werbung zu einem Erwerb des Schutzgegenstands durch einen Käufer aus der Union gekommen ist, sofern die Werbung die Verbraucher des Mitgliedstaats, in dem das Werk urheberrechtlich geschützt ist, zu dessen Erwerb anregt. Entsprechendes gilt für den Inhaber des ausschließlichen Rechts des ausübenden Künstlers den Bild- oder Tonträger, auf den die Darbietung des ausübenden Künstlers aufgenommen worden ist, zu verbreiten. Aus diesen Vorgaben heraus verletzt eine Werbung mit Nachbildungen urheberrechtlich geschützter Leistungen das ausschließliche Recht zur Verbreitung von Vervielfältigungsstücken der in Deutschland als Werke der angewandten Kunst geschützten Modelle. Bei der Werbung handelt es sich um eine gezielte Werbung in Bezug auf Vervielfältigungsstücke der Möbelmodelle und des Leuchtenmodells, die die Verbraucher in Deutschland zu deren Erwerb anregt. Sie kann daher auch dann verboten werden, wenn es aufgrund dieser Werbung nicht zu einem Erwerb solcher Möbel durch Käufer aus der Union gekommen sein sollte. Desgleichen stellt das Einstellen der DVD auf einer Internetverkaufsplattform, durch das zum Erwerb des Vervielfältigungsstücks eines Bildtonträgers aufgefordert wird, auf den die Darbietung eines ausübenden Künstlers aufgenommen worden ist, ein das Verbreitungsrecht des ausübenden Künstlers verletzendes Angebot an die Öffentlichkeit dar. Volltext	JudikaturspiegelZIIR 2016/1, Jahrgang 2016, Heft 1, S. 34–35
BGH, Urteil 26.11.2015, I ZR 3/14, IZR 174/14 – Haftung des Access-Providers
I ZR 3/14, IZR 174/14, Haftung des Access-Providers, ZIIR 2016, 34, ZIIR-Slg 2016/9 Ein Telekommunikationsunternehmen, das Dritten den Zugang zum Internet bereitstellt, kann von... Ein Telekommunikationsunternehmen, das Dritten den Zugang zum Internet bereitstellt, kann von einem Rechteinhaber grundsätzlich als Störer in Anspruch genommen werden, den Zugang zu Internetseiten zu unterbinden, auf denen urheberrechtlich geschützte Werke rechtswidrig öffentlich zugänglich gemacht werden. Als Störer haftet bei der Verletzung absoluter Rechte (insb Urheberrechts) auf Unterlassung, wer – ohne Täter oder Teilnehmer zu sein – in irgendeiner Weise willentlich und adäquat-kausal zur Verletzung des geschützten Rechtsguts beiträgt, sofern er zumutbare Prüfungspflichten verletzt hat. In der Vermittlung des Zugangs zu Internetseiten mit urheberrechtswidrigen Inhalten liegt ein adäquat-kausaler Tatbeitrag der Telekommunikationsunternehmen zu den Rechtsverletzungen der Betreiber der Internetseiten „3dl.am“ und „goldesel.to“. In die im Rahmen der Zumutbarkeitsprüfung vorzunehmende Abwägung sind die betroffenen unionsrechtlichen und nationalen Grundrechte des Eigentumsschutzes der Urheberrechtsinhaber, der Berufsfreiheit der Telekommunikationsunternehmen sowie der Informationsfreiheit und der informationellen Selbstbestimmung der Internetnutzer einzubeziehen. Eine Sperrung ist nicht nur dann zumutbar, wenn ausschließlich rechtsverletzende Inhalte auf der Internetseite bereitgehalten werden, sondern bereits dann, wenn nach dem Gesamtverhältnis rechtmäßige gegenüber rechtswidrigen Inhalten nicht ins Gewicht fallen. Die aufgrund der technischen Struktur des Internet bestehenden Umgehungsmöglichkeiten stehen der Zumutbarkeit einer Sperranordnung nicht entgegen, sofern die Sperren den Zugriff auf rechtsverletzende Inhalte verhindern oder zumindest erschweren. Eine Störerhaftung des Unternehmens, das den Zugang zum Internet vermittelt, kommt unter dem Gesichtspunkt der Verhältnismäßigkeit allerdings nur in Betracht, wenn der Rechteinhaber zunächst zumutbare Anstrengungen unternommen hat, gegen diejenigen Beteiligten vorzugehen, die – wie der Betreiber der Internetseite – die Rechtsverletzung selbst begangen haben oder – wie der Host-Provider – zur Rechtsverletzung durch die Erbringung von Dienstleistungen beigetragen haben. Nur wenn die Inanspruchnahme dieser Beteiligten scheitert oder ihr jede Erfolgsaussicht fehlt und deshalb andernfalls eine Rechtsschutzlücke entstünde, ist die Inanspruchnahme des Access-Providers als Störer zumutbar. Betreiber und Host-Provider sind wesentlich näher an der Rechtsverletzung als derjenige, der nur allgemein den Zugang zum Internet vermittelt. Bei der Ermittlung der vorrangig in Anspruch zu nehmenden Beteiligten hat der Rechtsinhaber in zumutbarem Umfang – etwa durch Beauftragung einer Detektei, eines Unternehmens, das Ermittlungen im Zusammenhang mit rechtswidrigen Angeboten im Internet durchführt, oder Einschaltung der staatlichen Ermittlungsbehörden – Nachforschungen vorzunehmen (Quelle: www.bundesgerichtshof.de, Pressemitteilung 194/2015). Volltext	JudikaturspiegelZIIR 2016/1, Jahrgang 2016, Heft 1, S. 35–35
OLG Celle, Beschluss 09.11.2015 – Urheberrechtsverletzung durch einen Lehrer/Passivlegitimation
, Urheberrechtsverletzung durch einen Lehrer/Passivlegitimation, ZIIR 2016, 35, ZIIR-Slg 2016/10 Verletzt ein Beamter die ihm einem Dritten gegenüber obliegende „Amtspflicht“, so hat er... Verletzt ein Beamter die ihm einem Dritten gegenüber obliegende „Amtspflicht“, so hat er dem Dritten nach § 839 Abs 1 Satz 1 BGB den daraus entstehenden Schaden zu ersetzen. Dabei trifft die Verantwortlichkeit nach Art 34 Satz 1 GG grundsätzlich den Staat oder die Körperschaft, in deren Diensten er steht, wenn er die ihm einem Dritten gegenüber obliegende Amtspflicht in Ausübung eines ihm anvertrauten öffentlichen Amtes verletzt. Dieser Anspruchsübergang erfasst auch den urheberrechtlichen Schadensersatzanspruch nach § 97 Abs 2 UrhG. Volltext	JudikaturspiegelZIIR 2016/1, Jahrgang 2016, Heft 1, S. 35–35
BGH, Urteil, 17.12.2015, I ZR 21/14 – Keine öffentliche Wiedergabe durch Fernseherbereitstellung in Hotelzimmer mit Zimmerantenne
I ZR 21/14, Keine öffentliche Wiedergabe durch Fernseherbereitstellung in Hotelzimmer mit Zimmerantenne, ZIIR 2016, 35, ZIIR-Slg 2016/11 Durch das bloße Bereitstellen von Fernsehgeräten, mit denen Gäste des Hotels ausgestrahlte... Durch das bloße Bereitstellen von Fernsehgeräten, mit denen Gäste des Hotels ausgestrahlte Fernsehsendungen über eine Zimmerantenne empfangen können, greift nicht in die Rechte von Urhebern oder Leistungsschutzberechtigten zur öffentlichen Wiedergabe ihrer Werke oder Leistungen ein. Durch diese Handlung wird weder das Senderecht noch das Recht der Wiedergabe von Funksendungen und auch kein unbenanntes Recht der öffentlichen Wiedergabe verletzt. Der Begriff der öffentlichen Wiedergabe im Sinne von § 15 Abs 3 UrhG ist in Übereinstimmung mit den entsprechenden Bestimmungen Richtlinien und der dazu ergangenen Rechtsprechung des EuGH auszulegen. Danach setzt eine öffentliche Wiedergabe eine Handlung der Wiedergabe, also eine Übertragung geschützter Werke oder Leistungen durch den Nutzer voraus. Nimmt daher ein Betreiber eines Hotels, der die Sendesignale von Fernsehprogrammen über eine Verteileranlage an die Fernsehgeräte in den Gästezimmern weiterleitet, eine derartige Handlung der Wiedergabe vor. Das bloße Bereitstellen von Einrichtungen, die eine Wiedergabe ermöglichen oder bewirken, stellt hingegen keine solche Wiedergabe dar. Volltext	JudikaturspiegelZIIR 2016/1, Jahrgang 2016, Heft 1, S. 35–35
BGH, Urteil 17.12.2015, I ZR 69/14 – Berichterstattung über Tagesereignisse/Exklusivinterview
I ZR 69/14, Berichterstattung über Tagesereignisse/Exklusivinterview, ZIIR 2016, 35, ZIIR-Slg 2016/12 Nach § 50 UrhG ist zur Berichterstattung über Tagesereignisse durch Funk oder durch ähnliche... Nach § 50 UrhG ist zur Berichterstattung über Tagesereignisse durch Funk oder durch ähnliche technische Mittel, in Zeitungen, Zeitschriften und in anderen Druckschriften oder sonstigen Datenträgern, die im Wesentlichen Tagesinteressen Rechnung tragen, sowie im Film, die Vervielfältigung, Verbreitung und öffentliche Wiedergabe von Werken, die im Verlauf dieser Ereignisse wahrnehmbar werden, in einem durch den Zweck gebotenen Umfang zulässig. Von § 50 nicht umfasst ist eine Berichterstattung, die die urheberrechtlich geschützte Leistung – hier die Interviewsendungen der Klägerin – selbst zum Gegenstand hat, die Leistung muss vielmehr bei einem anderen Ereignis in Erscheinung treten; zudem muss die Zustimmungseinholung zeitlich/organisatorisch unzumutbar sein. Davon losgelöst ist zu prüfen, ob das Zitatrecht eine Übernahme/ein Zitieren von Leistungen gestattet (§ 51 UrhG). Für das Eingreifen dieser Schutzschranke ist es nämlich nicht erforderlich, dass sich der Zitierende in erheblichem Umfang mit dem übernommenen Werk auseinandersetzt. Es reicht aus, dass das fremde Werk als Erörterungsgrundlage für selbständige Ausführungen des Zitierenden erscheint. Volltext	JudikaturZIIR 2016/1, Jahrgang 2016, Heft 1, S. 36–39
BVwG: Das Recht auf Auskunft steht jedem zu
Auftraggeber, Auskunftsrecht, Datenanwendung, Google – Dienste, rechtliches Interesse, W214 2105746-1, Auskunftsrecht für jeden, ZIIR 2016, 36, § 3 Z 4 DSG, § 26 DSG, § 31 DSG Das Recht auf Auskunft steht nicht nur Betroffenen (iSd § 4 Z 3 DSG 2000), sondern jeder... Das Recht auf Auskunft steht nicht nur Betroffenen (iSd § 4 Z 3 DSG 2000), sondern jeder Person oder Personengemeinschaft (arg „Auskunftswerber“) zu, unabhängig davon, ob der Auftraggeber, von dem Auskunft verlangt werde, im konkreten Fall Daten zu der um Auskunft ansuchenden Person verarbeitet oder nicht (Erläuterungen zur Regierungsvorlage 472 BlgNR 24, GP 11).Für den Fall, dass ein Auftraggeber keine Daten zum Auskunftswerber verarbeitet, ist dieser verpflichtet, diesen Umstand bekannt zu geben. Dem Auskunftswerber ist diesfalls eine so genannte Negativauskunft zu erteilen.Redaktionelle Leitsätze Volltext	JudikaturZIIR 2016/1, Jahrgang 2016, Heft 1, S. 40–45
BVwG: Auskunft über strafrechtsrelevante Daten an Journalisten
Datenverwendung, Geheimhaltung, Informationsinteresse, Journalismus, Verschwiegenheitspflicht, W214 2009971-1, ZIIR 2016, 40, Art 133 Abs 4 B-VG, Art 2 § 8 Abs 4 DSG, § 28 Abs 2 VwGVG Die mündliche oder schriftliche Bekanntgabe, dass gegen eine bestimmte Person... Die mündliche oder schriftliche Bekanntgabe, dass gegen eine bestimmte Person (kriminalpolizeiliche) Ermittlungen geführt werden, ist, ebenso wie die Bekanntgabe von einzelnen, detaillierten Fakten, eine für das Recht auf Geheimhaltung dieses Betroffenen relevante Datenübermittlung, die die Anwendbarkeit des DSG bewirkt. Auch die bloße Bestätigung des Vorhandenseins einer Anzeige stellt eine „Beauskunftung“ dar.Ein das Grundrecht auf Datenschutz zulässigerweise einschränkendes Informationsbedürfnis der Öffentlichkeit besteht bei in der Öffentlichkeit wahrnehmbaren Ereignissen wie Bauführungen, sodass Behörden diesbezüglich auch über bei ihnen anhängige Verwaltungsverfahren zulässigerweise Auskunft geben dürfen.Im Fall der Verwendung von Daten betreffend des Verdachts der Begehung von Straftaten ist die Zulässigkeit einer Datenverwendung ausschließlich an den Voraussetzungen des § 8 Abs 4 DSG 2000 zu prüfen. Die Verwendung strafrechtsbezogener Daten nach § 8 Abs 4 Z 3 DSG, der stets eine Interessenabwägungsprüfung voranzugehen hat, kommt grundsätzlich nur dann in Betracht, wenn die Verwendung strafrechtsbezogener Daten durch private Auftraggeber erfolgt.Redaktionelle Leitsätze Volltext	JudikaturZIIR 2016/1, Jahrgang 2016, Heft 1, S. 45–51
Thiele, Clemens VfGH hebt begründungsloses Widerspruchsrecht nach § 28 Abs 2 DSG 2000 als konventionswidrig auf
Widerspruchsrecht, datenschutzrechtliches, Datei, öffentliche, Verpflichtung zur Löschung von Daten aus einem Onlineportal, Meinungsäußerungsfreiheit, G 264/2015, docfinder.at, ZIIR 2016, 45, § 28 Abs 2 DSG 2000, Art 10 MRK Die unbedingte Löschungsverpflichtung nach begründungslosem Widerspruch gemäß § 28 Abs 2... Die unbedingte Löschungsverpflichtung nach begründungslosem Widerspruch gemäß § 28 Abs 2 DSG 2000 ist ein unverhältnismäßiger Eingriff in die Meinungsäußerungs- und Informationsfreiheit.Die fehlende Interessenabwägung macht die Vorschrift verfassungswidrig und wird daher § 28 Abs 2 DSG 2000 (idgF BGBl I 2009/133) mit Ablauf des 31.12.2016 aufgehoben.Redaktionelle Leitsätze Volltext	JudikaturZIIR 2016/1, Jahrgang 2016, Heft 1, S. 52–55
OLG Linz: Akteneinsichtsrecht umfasst Herausgabe einer Kopie des kriminalpolizeilich sichergestellten Datenträgers
Strafrecht, Strafprozessrecht, Einziehung, Festplatte mit dem Backup eines Exchange-Servers der Notariatskanzlei, Datenträger, Datenmissbrauch, strafbarer, Deliktstauglichkeit, Bezeichnung, unverwechselbare Überwinden von Sicherheitsvorkehrungen eines Computersystems, Ausnützen der Stellung als EDV-Betreuer, Ausspähen von E-Mails von Notaren, Datenmissbrauch in Schädigungsabsicht, Verletzung von schutzwürdigen Geheimhaltungsinteressen, 8 Bs 171/14z, Backup eines Exchange-Servers, ZIIR 2016, 52, § 26 StGB, § 51 DSG 2000, § 51 StPO, § 52 StPO, § 162 StPO Es besteht ein Recht des Beschuldigten auf Herstellung und Herausgabe einer Kopie eines... Es besteht ein Recht des Beschuldigten auf Herstellung und Herausgabe einer Kopie eines sichergestellten Datenträgers, auf welchem Gedankeninhalte schriftlich verkörpert sind und welcher sich dementsprechend nicht bloß als Augenscheinsgegenstand, sondern als Auskunftssache darstellt.Liegt als Ergebnis einer kriminalpolizeilichen Sicherstellung eine zum Akteninhalt gehörige (externe) Festplatte mit dem Backup eines Exchange-Servers eines Unternehmens (hier: einer Notariatskanzlei) vor, dann handelt es sich dabei jedenfalls im Umfang der relevanten Informationen, um die schriftliche Verkörperung von Gedankeninhalten, für die der Beschuldigte ein aus dem Akteneinsichtsrecht nach § 52 Abs 1 erster Satz StPO abgeleitetes Recht auf Herstellung und Herausgabe einer Kopie zukommt.Das wiederholte Weiterleiten fremder E-Mail-Korrespondenz, die aus einer Domain (hier: notar.at) ausgespäht wurde, zu deren EDV-Betreuung der Täter verpflichtet war, kann eine strafbare Datenverwendung in Schädigungsabsicht nach § 51 DSG 2000 darstellen, da es sich um das absichtliche Zugänglichmachen von auf Grund seiner berufsmäßigen Beschäftigung anvertrauten personenbezogenen Daten handelt, an denen den Teilnehmern der E-Mail Korrespondenz ein berechtigtes Geheimhaltungsinteresse zugekommen ist.Redaktionelle Leitsätze Volltext	JudikaturZIIR 2016/1, Jahrgang 2016, Heft 1, S. 56–62
Thiele, Clemens EuGH: Umtausch von virtueller Währung ohne Umsatzsteuer
Steuerrecht, Einkommensteuer, Umsatzsteuer, Bitcoins, Währung, virtuelle, Umsatzsteuerpflicht, Cyberwährung, Peer-to-Peer-Kryptowährung, Geld, elektronisches, Dienstleistung, Tausch, Devisengeschäft, Steuerbefreiung, Bitcoin Exchange Service, Umsatzsteuerbefreiung, unechte, Geldforderungen, Umsatz, C-264/14, Hedqvist, Art 2 Abs 1 Buchst c, 135 Abs 1 lit d, lit e und lit f EGRL 112/2006, ZIIR 2016, 56, § 6 Abs 1 Z 8 lit b UStG 1994, § 6 Abs 1 Z 8 lit c UStG 1994 Die Umsätze, die im Umtausch konventioneller Währungen in Einheiten der virtuellen Währung... Die Umsätze, die im Umtausch konventioneller Währungen in Einheiten der virtuellen Währung „Bitcoin“ und umgekehrt bestehen, stellen gegen Entgelt erbrachte Dienstleistungen iSd Mehrwertsteuer-Richtlinie (RL 2006/112/EG) dar, weil sie gegen Bezahlung eines Betrages ausgeführt werden, der sich aus der Differenz zwischen dem Ankaufs- und Verkaufspreis der Währung ergibt.Derartige Dienstleistungen sind aber nach Art 135 Abs 1 MwSt-RL von der Mehrwertsteuer befreite Umsätze, da es sich um Umsätze mit „Devisen, Banknoten und Münzen, die gesetzliches Zahlungsmittel sind“, handelt.Redaktionelle Leitsätze Volltext	JudikaturZIIR 2016/1, Jahrgang 2016, Heft 1, S. 63–67
Thiele, Clemens BGH: Kein Ausschluss des Widerrufrechts bei telefonischer Heizölbestellung
Fernabsatzgeschäft, Heizölkauf per Internetplattform, Widerrufsrecht, Charakter, spekulativer, Preisschwankungen, Ausschluss, kein, VIII ZR 249/14, Widerrufsrecht bei Heizöllieferung, §§ 312d Abs 4 Nr 6 aF, § 312g Abs 2 Nr 8 nF, 355 Abs 1 Satz 1 aF BGB, Art 16 lit b RL 2011/83/EU, ZIIR 2016, 63 Bei via Internet abgeschlossenen Fernabsatzverträgen über die Lieferung von Heizöl ist das... Bei via Internet abgeschlossenen Fernabsatzverträgen über die Lieferung von Heizöl ist das Widerrufsrecht des Verbrauchers nicht ausgeschlossen, weil es am spekulativen Charakter des Geschäfts fehlt.Redaktioneller Leitsatz Volltext	JudikaturZIIR 2016/1, Jahrgang 2016, Heft 1, S. 68–76
Thiele, Clemens BGH: Plattformbetreiber haftet für markenverletzende Suchmaschinenoptimierung
Markenrechtsverletzung im Internet, Haftung eines Betreibers einer Verkaufsplattform mit interner Suchmaschine wegen Beeinflussung einer Trefferliste einer externen Suchmaschine, Störerhaftung, Keyword Advertising, Posterlounge, I ZR 104/14, ZIIR 2016, 68, Art 9 Abs 1 lit b GMV, Art 9 Abs 2 GMV, Art 102 GMV, § 14 Abs 6 MarkenG, § 7 Abs 1 TMG Programmiert der Betreiber einer Verkaufsplattform die auf seiner Internetseite vorhandene... Programmiert der Betreiber einer Verkaufsplattform die auf seiner Internetseite vorhandene interne Suchmaschine so, dass Suchanfragen der Nutzer (hier: „Poster Lounge“) automatisch in einer mit der Marke eines Dritten (hier: „Posterlounge“) verwechselbaren Weise in den Quelltext der Internetseite aufgenommen werden, ist er als Täter durch aktives Tun dafür verantwortlich, dass eine Internetsuchmaschine (hier: Google) aus der im Quelltext aufgefundenen Begriffskombination einen Treffereintrag generiert, der über einen elektronischen Verweis (Link) zur Internetplattform des Betreibers führt.Amtlicher Leitsatz Volltext	JudikaturZIIR 2016/1, Jahrgang 2016, Heft 1, S. 77–81
Thiele, Clemens OGH: Gerichtsstandsbegründende Online-Werbung muss zurechenbar sein
Zuständigkeit, internationale, Verbraucherschutz, Friseurdienstleistung, Thermenaufenthalt im Ausland, Shop-in-Shop, Werkvertrag, Fernabsatz, Website, interaktive, Website, passive, Tätigkeit, Ausrichten der, Werbung für Dritte, Präsentation, Therme, Internet, Wohnsitzmitgliedstaat, Verbrauchergerichtsstand, 5 Ob 18/15f, Verbrauchergerichtsstand bei Online-Werbung, Art 2 Abs 1, 5 Z 1, 15 Abs 1 lit c VO (EG) 2001/44, ZIIR 2016, 77, § 502 Abs 1 ZPO, § 528 Abs 1 ZPO Die besonderen Zuständigkeitsregeln der VO (EG) 2001/44 (EuGVVO 2001) für Verbraucherverträge... Die besonderen Zuständigkeitsregeln der VO (EG) 2001/44 (EuGVVO 2001) für Verbraucherverträge sind gem Art 15 Abs 1 lit c der VO (nunmehr: Art 17 Abs 1 lit c EuGVVO 2012) ua dann anzuwenden, wenn der Unternehmer seine berufliche oder gewerbliche Tätigkeit auf den Wohnsitzstaat des Verbrauchers ausgerichtet hat.Aus der Anführung des Unternehmers (hier: Friseurgeschäft) auf der international ausgerichteten Website eines Dritten (hier: eines Thermenbetreibers, der wie ein Geschäftsraumvermieter auftritt) kann keine Ausrichtung iS des Art 15 Abs 1 lit c zweite Alternative EuGVVO 2001 abgeleitet werden, wenn dies zwar mit Wissen, aber ohne Zustimmung oder Einflussmöglichkeit des Unternehmers erfolgt ist.Redaktionelle Leitsätze Volltext	JudikaturZIIR 2016/1, Jahrgang 2016, Heft 1, S. 82–88
Thiele, Clemens OGH: Irreführende Werbung durch Verwendung von Gütezeichen
Geschäftspraktik, irreführende, Werbung mit Gütezeichen, Zertifizierungswerbung, Irreführung, Lizenz, fehlende, Auszeichnungswerbung, Herkunftsangabe, irreführende, Produktverpackungen, Lebensmittelhandel, Eigenmarken, 4 Ob 121/15w, IFS-zertifizierter österreichischer Familienbetrieb, Z 2 Anh UWG, ZIIR 2016, 82, § 2 UWG, § 10 Abs 3 MSchG Selbst Geschäftspraktiken unterhalb der Erheblichkeitsschwelle sind als unlauter zu... Selbst Geschäftspraktiken unterhalb der Erheblichkeitsschwelle sind als unlauter zu qualifizieren, wenn sie unter die Schwarze Liste des Anhangs zum UWG fallen.Die sog „IFS-Zertifizierung“ etwa für Lebensmittel zählt zu den in Z 2 Anh UWG genannten Gütezeichen, Qualitätszeichen oder Ähnlichem, handelt es sich doch dabei gerade um Zertifikate, die aufgrund von Zertifizierungsverfahren vergeben werden, mit denen ein bestimmter Standard geprüft wird.Verwendet eine Handelskette auf der Verpackung eines Produkts aus ihrer Eigenmarken-Linie den Hinweis „IFS-zertifizierter österreichischer Familienbetrieb“, ohne selbst die Genehmigung für einen Hinweis auf die IFS-Zertifizierung zu haben, verstößt dies gegen Z 2 Anh UWG.Redaktionelle Leitsätze Volltext	JudikaturZIIR 2016/1, Jahrgang 2016, Heft 1, S. 89–91
Thiele, Clemens BGH: Haftung eines Access-Providers für Urheberrechtsverletzungen Dritter
Access-Provider, Netzsperren, Overblocking, Urheberrechtsverletzung, Haftung für, goldesel.to, Webseite „3dl.am“, Störerhaftung, Zumutbarkeit, Ausforschungspflicht, I ZR 174/14, I ZR 3/14, Störerhaftung von Access-Providern, Quelle: Pressestelle des BGH, PM Nr. 194/2015 vom 26.11.2015; http://www.juris.bundesgerichtshof.de, ZIIR 2016, 89, § 7 TMG, § 59 Abs 4 RdFunkStVtr HA, § 19a UrhG, § 85 UrhG, § 97 UrhG, § 88 Abs 3 TKG, Art 10 GG, Art 19 Abs 1 GG Die Störerhaftung für Urheberrechtsverletzungen von Access-Providern über die von ihnen... Die Störerhaftung für Urheberrechtsverletzungen von Access-Providern über die von ihnen vermittelten Anschlüsse kommt erst in Frage ab Kenntnis der Rechtsverletzung und soweit die in Betracht kommenden Prüfungs- und Handlungspflichten nach allgemeinen Grundsätzen rechtlich und tatsächlich möglich und außerdem zumutbar sind.Redaktioneller Leitsatz Volltext	JudikaturZIIR 2016/1, Jahrgang 2016, Heft 1, S. 92–97
Thiele, Clemens OGH: Verjährung von Unterlassungsansprüchen nach dem UWG für Werbung im Online-Zeitungsarchiv
Verjährung, Dauerzustand, Dauerdelikt, Website, Eigenwerbung, unlautere, Facebook, YouTube, Online-Archiv, Abrufbarhalten durch Dritte, Unternehmerhaftung, Gehilfenhaftung, Einzelhandlungen mit Fortwirkungen, Abstellmöglichkeit, rechtliche, 4 Ob 85/15a, Weitester Leserkreis, ZIIR 2016, 92, § 2 UWG, § 18 UWG, § 20 Abs 2 UWG Die Verjährung einer Unterlassung nach dem UWG beginnt erst, wenn der das Gesetz verletzende... Die Verjährung einer Unterlassung nach dem UWG beginnt erst, wenn der das Gesetz verletzende Zustand aufhört. Insofern kommt der Abgrenzung zwischen Einzelhandlungen mit Fortwirkungen und einem die Verjährung hemmenden Dauerzustand wesentliche Bedeutung zu.Für das Vorliegen eines Dauerzustandes iSv § 20 Abs 2 UWG ist es erforderlich, dass der Verletzer die Möglichkeit hat, den lauterkeitswidrigen Zustand abzustellen. Er haftet nach Maßgabe des § 18 UWG auch für die Eigenwerbung auf von Dritten betriebenen Websites.Demzufolge stellt eine Zeitungsannonce eine klassische Einzelhandlung mit Fortwirkungen dar. Hingegen ist die gleiche Annonce auf der Website des Unternehmers ein typischer Dauerzustand. So lange sie dort aufscheint, kann angenommen werden, dass sie vom Willen des Unternehmers getragen wird.Die lauterkeitsrechtliche Haftung trifft den Unternehmer daher uneingeschränkt für die eigene Website oder bei Websites wie Facebook oder YouTube, wo der Benutzer den selbst eingestellten Inhalt jederzeit wieder löschen kann; bei einem fremden Online-Zeitungsarchiv aber lediglich dann, wenn es dem Inserenten möglich ist, die beanstandete Eigenwerbung zu ändern, zu korrigieren oder offline zu nehmen.Redaktioneller Leitsatz Volltext	JudikaturZIIR 2016/1, Jahrgang 2016, Heft 1, S. 98–101
OGH: Angemessenes Entgelt bei Patentverletzung
angemessenes Entgelt, Patentrecht, 4 Ob 3/15t, Blutgerinnungskonzentrat, ZIIR 2016, 98, § 150 Abs 1 PatG, § 153 PatG, § 273 ZPP, § 1041 ABGB Immaterialgüterrechtliche Ansprüche auf das „angemessene Entgelt“ haben nach ständiger... Immaterialgüterrechtliche Ansprüche auf das „angemessene Entgelt“ haben nach ständiger Rechtsprechung eine bereicherungsrechtliche Grundlage; in der Sache handelt es sich um einen Verwendungsanspruch nach § 1041 ABGB.Die Höhe der Vergütung entspricht dem Wert der Nutzung des Patents, also in der Regel einem angemessenen Lizenzentgelt; der Rechteinhaber ist so zu stellen, als hätte er dem Verletzer die Nutzung des unbefugt verwendeten Rechts durch Vertrag eingeräumt und dafür ein Entgelt vereinbart. Richtschnur dafür hat zu sein, was redliche und vernünftige Parteien vereinbart hätten; ob der Verletzer selbst mit Verlust oder Gewinn gearbeitet hat, ist irrelevant.Nach § 153 Abs 3 PatG haften mehrere Personen zur ungeteilten Hand, soweit gegen sie derselbe Anspruch in Geld besteht; auch bei fahrlässiger Nebentäterschaft und abgrenzbaren Kausalbeiträgen tritt Solidarhaftung ein.Das Inverkehrbringen eines Teils der Erzeugnisse im Ausland kann wegen des immaterialgüterrechtlichen Territorialitätsgrundsatzes nicht als Verletzung des österreichischen Patents angesehen werden.Redaktionelle Leitsätze Volltext	JudikaturZIIR 2016/1, Jahrgang 2016, Heft 1, S. 102–104
Antistalking-EV gegen Belästigung durch SMS
Stalking, Belästigung, regelmäßige, Short-Message-Services (SMS), Spamming, privates, Einstweilige Verfügung, Persönlichkeitsrecht, Lebensgefährtin, ehemalige, Kontaktverbot, beharrliche Verfolgung, elektronische, 7 Ob 130/15s, Stalking durch SMS, ZIIR 2016, 102, § 16 ABGB, § 1328a ABGB, § 382g EO Ein Eingriff in die Privatsphäre, der mit einstweiliger Verfügung nach § 382g EO (sog... Ein Eingriff in die Privatsphäre, der mit einstweiliger Verfügung nach § 382g EO (sog Anti-Stalking Injunction) untersagt werden kann, liegt erst vor, wenn die Kontaktaufnahmen beharrlich erfolgen und unter Berücksichtigung von Art, Grund und Ausmaß eine Intensität erreichen, die den Rahmen des sozial Verträglichen sprengt.Das Sicherungsverbot ist demzufolge dann gerechtfertigt, wenn die ehemalige Lebensgefährtin dem gestalkten Antragsteller seit eineinhalb Jahren konsequent, aber ohne anzuerkennenden Grund in Monatsabständen jeweils ca 15 SMS schickt, obwohl ihr bereits zweimal klargemacht hat, dass er keine Kontaktaufnahme mehr wünscht.Redaktionelle Leitsätze Volltext	JudikaturZIIR 2016/1, Jahrgang 2016, Heft 1, S. 105–110
Thiele, Clemens Keine Ehrenbeleidigung durch wissenschaftliche Werke
Persönlichkeitsschutz, postmortaler, Ehrenbeleidigung, Freiheit der Wissenschaft, Veröffentlichungen, wissenschaftlicher Art, Wissenschaftlichkeitsanspruch, Schadenersatz, Persönlichkeitsrecht, Grundrechtekonflikt, Kunstrückgabe, Restitutionsverfahren, Lebensbildes, Beeinträchtigung des, 6 Ob 182/15f, „Die Malkunst“ von Jan Vermeer, ZIIR 2016, 105, § 16 ABGB, § 1330 ABGB, Art 17 StGG, Art 10 MRK, Art 11 GRC Das Recht auf Ehre kann auch nach dem Tod als sogenanntes postmortales Persönlichkeitsrecht... Das Recht auf Ehre kann auch nach dem Tod als sogenanntes postmortales Persönlichkeitsrecht geschützt sein. Ob schutzwürdige Interessen des Betroffenen beeinträchtigt wurden und zu wessen Gunsten die Interessenabwägung ausschlägt, hängt im Allgemeinen von den besonderen Umständen des Einzelfalls ab.Die Freiheit der Wissenschaft berechtigt an sich nicht zur Aufstellung unwahrer Tatsachenbehauptungen. Dennoch laufen wissenschaftliche Veröffentlichungen meist auf Wertungen hinaus, auch soweit ihnen tatsächliche Feststellungen zugrundeliegen. Aus Gründen der Freiheit der Berufsausübung und der Wissenschaftsfreiheit scheiden daher idR Unterlassungs- und Widerrufsansprüche nach § 1330 ABGB gegenüber wissenschaftlichen Äußerungen aus.Anderes kann nur dann gelten, wenn die betreffende Publikation den Wissenschaftlichkeitsanspruch systematisch verfehlt, namentlich weil sie nicht nach Wahrheit sucht, sondern vorgefassten Meinungen lediglich den Anschein wissenschaftlicher Methode gibt, um eine bestimmte Person – auch erst nach ihrem Tod – herabzusetzen.Redaktionelle Leitsätze Volltext	JudikaturZIIR 2016/1, Jahrgang 2016, Heft 1, S. 111–117
Zykan, David Videoangebote im Rahmen von Online-Ausgaben von Tageszeitungen können audiovisuelle Mediendienste im Sinne der AVDM-RL sein
Audiovisueller Mediendienst auf Abruf, elektronische Ausgaben von Zeitungen und Zeitschriften, Massenmedium, Sendungsbegriff, Hauptzweck, C-347/14, New Media Online, Art 1 Abs 1 lit a, b und g RL 2010/13/EU (AVMD-RL), ZIIR 2016, 111 Der Begriff „Sendung“ im Sinne von Art 1 Abs 1 lit b der Richtlinie 2010/13/EU des... Der Begriff „Sendung“ im Sinne von Art 1 Abs 1 lit b der Richtlinie 2010/13/EU des Europäischen Parlaments und des Rates vom 10. März 2010 zur Koordinierung bestimmter Rechts- und Verwaltungsvorschriften der Mitgliedstaaten über die Bereitstellung audiovisueller Mediendienste (Richtlinie über audiovisuelle Mediendienste) ist dahin auszulegen, dass er die Bereitstellung kurzer Videos, die kurzen Sequenzen aus lokalen Nachrichten, Sport oder Unterhaltung entsprechen, in einer Subdomain der Website einer Zeitung erfasst.Art 1 Abs 1 lit a sublit i der Richtlinie 2010/13/EU ist dahin auszulegen, dass bei der Beurteilung des Hauptzwecks eines in der elektronischen Ausgabe einer Zeitung angebotenen Dienstes der Bereitstellung von Videos darauf abzustellen ist, ob dieser Dienst als solcher in Inhalt und Funktion gegenüber der journalistischen Tätigkeit des Betreibers der betreffenden Website eigenständig und nicht nur eine – insbesondere wegen der zwischen dem audiovisuellen Angebot und dem Textangebot bestehenden Verbindungen – unabtrennbare Ergänzung dieser Tätigkeit ist. Diese Beurteilung ist Sache des vorlegenden Gerichts.Amtliche Leitsätze Volltext	JudikaturZIIR 2016/1, Jahrgang 2016, Heft 1, S. 118–121
Thiele, Clemens EGMR: Auschwitzvergleich von Abtreibungsaktivisten durch Meinungsfreiheit gedeckt
Schwangerschaftsabbruch, Abtreibungsgegner, Holocaustvergleich, Beleidigung auf Website, „Kinder-Mord“, „Babycaust“, Meinungsfreiheit, Äußerungen, schockierende, Persönlichkeitsrecht der behandelnden Ärzte, Debatte, politische, Gegenüberstellung historischer Tatsachen, 3690/10, Annen gegen Deutschland, Quelle: Pressemitteilung EGMR zur Bsw 3690/10 vom 26.11.2015, abrufbar unter http://hudoc.echr.coe.int, ZIIR 2016, 118, § 185 dStGB, § 193 dStGB, § 10 MRK, Art 35 Abs 3 MRK, Art 41 MRK Das von deutschen Gerichten gegen einen Abtreibungsgegner verhängte Verbot, in der Nähe einer... Das von deutschen Gerichten gegen einen Abtreibungsgegner verhängte Verbot, in der Nähe einer Tagesklinik Flugblätter gegen medizinische Abtreibungen zu verteilen und die Namen der behandelnden Ärzte auf seiner Webseite zu nennen, verletzt Art 10 MRK. Das Recht auf freie Meinungsäußerung erfordert, einen im Einzelfall abgewogenen Ausgleich zwischen dem Recht des Beschwerdeführers auf Meinungsfreiheit und dem Persönlichkeitsrecht des Arztes herzustellen.Redaktioneller Leitsatz Volltext	EuGH VorlagefragenZIIR 2016/1, Jahrgang 2016, Heft 1, S. 122–124
ZIIR 2016, 122 Art 12 E-Commerce RL – Access-Provider Haftungspivilegierung, offenes WLAN, Art 36 Abs 1,... Art 12 E-Commerce RL – Access-Provider Haftungspivilegierung, offenes WLAN, Art 36 Abs 1, Art 41 Abs 1 der RL 2007/64/ EG (Zahlungsdienste-RL) – Online-Banking, Datenträger, dauerhafter, Art 56 AEUV, §§ 2, 3 und 5 GSpG-Dienstleistungsfreiheit, Glücksspiel, Monopol Volltext	PersonenverzeichnisZIIR 2016/1, Jahrgang 2016, Heft 1, S. 126–126
ZIIR 2016, 126 Univ.-Prof. Mag. Dr. Eveline Artmann, Mag. Dr. Gregor König, LL.M. MA, Dr. Thomas Höhne,... Univ.-Prof. Mag. Dr. Eveline Artmann, Mag. Dr. Gregor König, LL.M. MA, Dr. Thomas Höhne, Univ.-Prof. Dr. Andreas Wiebe, LL.M. (Virginia) Volltext	PersonenverzeichnisZIIR 2016/1, Jahrgang 2016, Heft 1, S. 126–126
ZIIR 2016, 126 FH-Prof. Dr. Peter Burgstaller, LL.M. (London), Hon.-Prof. Dr. Clemens Thiele, LL.M. Tax FH-Prof. Dr. Peter Burgstaller, LL.M. (London), Hon.-Prof. Dr. Clemens Thiele, LL.M. Tax Volltext	PersonenverzeichnisZIIR 2016/1, Jahrgang 2016, Heft 1, S. 126–127
ZIIR 2016, 126 Dr. Clemens Appl, LL.M., Univ.-Prof. Dr. Walter Berka, Univ.-Prof. Dr. Nikolaus Forgó, MinR Dr.... Dr. Clemens Appl, LL.M., Univ.-Prof. Dr. Walter Berka, Univ.-Prof. Dr. Nikolaus Forgó, MinR Dr. Michael R. Kogler, Dr. Roman Heidinger, M.A. Universität Göttingen, Dr. Eva Souhrada-Kirchmayer Volltext	PersonenverzeichnisZIIR 2016/1, Jahrgang 2016, Heft 1, S. 127–127
ZIIR 2016, 127 RA MMag Dr. Philipp Götzl, Mag. David Zykan, LL.M., Claudia Seiser, LL.B. oec. RA MMag Dr. Philipp Götzl, Mag. David Zykan, LL.M., Claudia Seiser, LL.B. oec. Volltext	Fachgebiete

References: § 429
 § 879
 § 918
 § 922
 § 923
 § 924
 § 1
 § 4
 § 4
 § 8
 § 11
 § 15
 § 13
 § 18
 § 19
 § 1
 § 2
 § 5
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 § 6
 § 6
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 § 7
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 § 3
 § 4
 § 5
 § 1
 EuGH 
 EuGH 
 § 2
 § 25
 § 31
 § 43
 § 57
 § 62
 § 66
 § 71
 § 71
 § 73
 § 75
 § 75
 § 75
 § 92
 § 114
 § 115
 § 231
 § 2
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 § 28
 § 7
 § 19
 § 383

BGH 
 § 839
 § 97
 § 15
 EuGH 
 § 50
 § 50
 § 50
 § 3
 § 26
 § 31
 § 4
 § 4
 § 8
 § 28
 § 8
 § 8
 § 28
 § 28
 § 28
 § 28
 § 28
 § 26
 § 51
 § 51
 § 52
 § 162
 § 52
 § 51
 § 6
 § 6
 § 312
 § 14
 § 7
 § 502
 § 528
 § 2
 § 10
 § 7
 § 59
 § 19
 § 85
 § 97
 § 88
 § 2
 § 18
 § 20
 § 20
 § 18
 § 150
 § 153
 § 273
 § 1041
 § 1041
 § 153
 § 16
 § 1328
 § 382
 § 382
 § 382
 § 16
 § 1330
 § 1330
 EGMR 
 § 185
 § 193
 § 10
	EuGH