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Timestamp: 2019-11-19 22:46:22+00:00

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BGH, 14.07.1958 - VII ZR 99/57 - dejure.org
https://dejure.org/1958,125
BGH, 14.07.1958 - VII ZR 99/57 (https://dejure.org/1958,125)
BGH, Entscheidung vom 14.07.1958 - VII ZR 99/57 (https://dejure.org/1958,125)
BGH, Entscheidung vom 14. Juli 1958 - VII ZR 99/57 (https://dejure.org/1958,125)
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BGHZ 28, 123
NJW 1958, 681
MDR 1958, 764
DB 1958, 1007
Ist aber der Gegner - wie hier - eine öffentliche Körperschaft, besteht trotz möglicher Leistungsklage ein Feststellungsinteresse, weil zu erwarten ist, dass der Beklagte sich einem Feststellungsurteil beugt (st. Rspr., vgl. BGH, Urteil vom 14. Juli 1958 - VII ZR 99/57, BGHZ 28, 123, 126; Senat, Urteil vom 4. April 2003 - V ZR 268/02, ZOV 2003, 239 f. mwN).
Ein Feststellungsinteresse ist zu bejahen, wenn die Leistungsklage zwar möglich gewesen wäre, darüber aber Zweifel bestanden und das Prozessgericht - wie hier das Berufungsgericht durch Beschluss vom 5. April 2001 - den Kläger deshalb veranlasst hat, seinen Leistungsantrag in einen Feststellungsantrag zu ändern (BGHZ 28, 123, 126 f).
Nach dem Prinzip der unbeschränkten Vermögenshaftung, das aus dem Grundgedanken des § 279 BGB und dem geltenden Zwangsvollstreckungs- und Konkursrecht abzuleiten ist, hat jedermann für seine finanzielle Leistungsfähigkeit einzustehen (vgl. RGZ 106, 177, 181; BGHZ 28, 123, 128; 63, 132, 139; 83, 293, 300;… BGH Urt. vom 9. Dezember 1970 - VIII ZR 9/69, WM 1971, 243; Medicus AcP 188, 491 f., 501, 507 ff.;… MünchKomm/Emmerich § 279 Rdn. 1 f.;… Staudinger/Karsten Schmidt aaO Vorbem. zu § 244 C 29 f.).
Die Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs geht davon aus, daß die Verpflichtung des Beauftragten zur Herausgabe des aus der Geschäftsführung erlangten Geldes keine gewöhnliche Geldschuld ist (BGHZ 28, 123, 128).
Nach § 279 BGB hat der Beklagte für seine finanzielle Leistungsfähigkeit einzustehen (BGHZ 28, 123, 128; BGH, Urteil vom 9. Dezember 1970 - VIII ZR 9/69 = LM BGB § 133 (C) Nr. 32 = WM 1971, 243;… vgl. auch Emmerich in MünchKomm, BGB, § 279 Rdn. 3 m.w.N.).
Infolgedessen trifft auch nicht den Beauftragten, sondern den Auftraggeber die Gefahr, dass der Leistungsgegenstand beim Beauftragten ohne dessen Verschulden untergeht (BGHZ 28, 123, 128).
Bei Körperschaften und Anstalten des öffentlichen Rechts ist selbst bei möglichen Leistungsklagen in der Regel ein Feststellungsinteresse anzunehmen, weil von ihnen zu erwarten ist, daß sie sich schon einem Feststellungsurteil beugen werden (BGHZ 28, 123, 126;… Urt. v. 9. Juni 1983 - III ZR 74/82, NJW 1984, 1118).
Dann ist ein Feststellungsinteresse nicht zu verneinen, auch wenn sich die Rechtsauffassung später als unrichtig herausstellt (vgl. BGHZ 28, 123, 126 f).
Der Beauftragte ist, anders als der gewöhnliche Geldschuldner, nicht verpflichtet, einen Austauschwert aus seinem eigenen Vermögen bereitzustellen, um der Herausgabepflicht nachzukommen; die Regel des § 270 Abs. 1 BGB ist auf die Herausgabepflicht nicht anzuwenden (BGHZ 28, 123, 128).
BAG, 15.02.1990 - 6 AZR 386/88
BAG, 26.01.1971 - 1 AZR 252/70
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BGH, 30.09.1968 - VII ZR 110/66
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BGH, 11.02.1960 - VII ZR 36/59
BGH, 05.05.1960 - VII ZR 77/59

References: § 279
 BGH 
 § 279
 § 244
 § 279
 § 133
 § 279
 § 270