Source: http://bravors.brandenburg.de:80/gesetze/bbgwg_2016
Timestamp: 2016-10-26 00:34:21+00:00

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Brandenburgisches Wassergesetz (BbgWG) [1]In der Fassung der Bekanntmachung vom 2. März 2012(GVBl.I/12, [Nr. 20])zuletzt geändert durch Artikel 2 Absatz 8 des Gesetzes vom 25. Januar 2016(GVBl.I/16, [Nr. 5])
Kapitel 1Einleitende Bestimmungen
§ 1 Sachlicher Geltungsbereich § 2 Umsetzung von Recht der Europäischen Union zu Badegewässern
Kapitel 2Gewässer
Abschnitt 1Einteilung der oberirdischen Gewässer
§ 3 Einteilung § 4 (weggefallen)
Abschnitt 2Eigentumsverhältnisse an den Gewässern
§ 5 Eigentum an Gewässern § 6 Eigentumsgrenzen § 7 (weggefallen)§ 8 Uferlinie § 9 Verlandung § 10 Überflutung § 11 Uferabriss § 12 Neues Gewässerbett § 13 Inseln, verlassenes Gewässerbett § 14 (weggefallen)
Kapitel 3Schutz der Gewässer
Abschnitt 1 Wasserschutzgebiete, Heilquellenschutz
§ 15 Wasserschutzgebiete Absatz 5 des Wasserhaushaltsgesetzes) § 16 Besondere Vorschriften für Billigkeitsausgleichszahlungen (zu § 52 Absatz 5 des Wasserhaushaltsgesetzes) § 17 (weggefallen) § 18 Heilquellenschutz (zu § 53 des Wasserhaushaltsgesetzes) § 19 (weggefallen)
Abschnitt 2Wassergefährdende Stoffe
§ 20 Umgang mit wassergefährdenden Stoffen; Anzeigepflicht § 21 Verhütung von Gewässerschäden; Meldepflicht § 22 (weggefallen)
Kapitel 4Bewirtschaftung der Gewässer
§ 23 (weggefallen) § 24 Grundlagen der Bewirtschaftung, Bewirtschaftungspläne und Maßnahmenprogramme (zu §§ 82 bis 84 des Wasserhaushaltsgesetzes) § 25 (weggefallen) § 26 (weggefallen) § 27 Veränderungssperren (zu § 86 des Wasserhaushaltsgesetzes)
Kapitel 5Benutzung der Gewässer
§ 28 Inhalt von Erlaubnis und Bewilligung (zu § 8 des Wasserhaushaltsgesetzes) § 29 Erteilung und Widerruf der Erlaubnis § 30 (weggefallen) § 31 (weggefallen) § 32 (weggefallen) § 33 Zusammentreffen von Erlaubnis- und Bewilligungsanträgen § 34 (weggefallen) § 35 Erfordernisse für den Antrag § 36 Verzicht § 36a Betrieb von Stauanlagen § 37 Außerbetriebsetzen und Beseitigen von Benutzungsanlagen § 38 (weggefallen) § 39 (weggefallen)
Abschnitt 1aKoordinierung paralleler Verfahren
§ 39a Koordinierung der Verfahren § 39b Antragsunterlagen § 39c Mindestinhalt der Erlaubnis § 39d Überwachung und Überprüfung der Erlaubnis § 39e Öffentlichkeitsbeteiligung und Zugang zu Informationen § 39f Grenzüberschreitende Behörden- und Öffentlichkeitsbeteiligung § 39g Vorhandene Benutzungen oder Indirekteinleitungen § 39h (weggefallen)
Abschnitt 2 Wassernutzungsentgelt
§ 40 Wassernutzungsentgelt § 41 Veranlagungszeitraum für das Wassernutzungsentgelt und Erklärungspflicht § 42 Festsetzung des Wassernutzungsentgelts
Abschnitt 3Besondere Bestimmungen für die Benutzung oberirdischer Gewässer
§ 43 Gemeingebrauch (zu § 25 des Wasserhaushaltsgesetzes) § 44 Regelung des Gemeingebrauchs (zu § 25 des Wasserhaushaltsgesetzes) § 45 Anliegergebrauch (zu § 26 des Wasserhaushaltsgesetzes) § 45a Benutzung zu Zwecken der Fischerei (zu § 25 des Wasserhaushaltsgesetzes) § 46 Schifffahrt § 47 (weggefallen) § 48 Häfen und Fähren § 49 Besondere Pflichten im Interesse der Schifffahrt und des Sports § 50 Staumarke § 51 Aufstauen und Ablassen § 52 Hochwassergefahr § 53 (weggefallen)
Abschnitt 4 Besondere Bestimmungen für die Benutzung des Grundwassers
§ 54 Bewirtschaftung des Grundwassers § 55 Erweiterung und Beschränkung der erlaubnisfreien Benutzung (zu § 46 des Wasserhaushaltsgesetzes) § 56 Erdaufschlüsse (zu § 49 des Wasserhaushaltsgesetzes)
Kapitel 6Wasserversorgung und Abwasserbehandlung
Abschnitt 1 Gemeinsame Bestimmung
§ 57 Kooperationspflicht § 58 Enteignung
Abschnitt 2 Öffentliche Wasserversorgung
§ 59 Aufgabenträgerschaft § 60 (weggefallen) § 61 (weggefallen) § 62 Selbstüberwachung (zu § 50 Absatz 5 des Wasserhaushaltsgesetzes) § 63 Wasserversorgungsplan
Abschnitt 3 Abwasserbeseitigung
§ 64 Begriffsbestimmungen § 65 Anforderungen an Abwassereinleitungen (zu § 57 des Wasserhaushaltsgesetzes) § 66 Pflicht zur Abwasserbeseitigung (zu § 56 des Wasserhaushaltsgesetzes) § 67 (weggefallen) § 68 (weggefallen) § 69 (weggefallen) § 70 Betrieb von Abwasseranlagen (zu § 60 des Wasserhaushaltsgesetzes) § 71 Genehmigung und Anzeige von Abwasseranlagen (zu § 60 des Wasserhaushaltsgesetzes) § 72 Indirekteinleitungen (zu §§ 58 und 59 des Wasserhaushaltsgesetzes) § 73 Qualifizierte Selbstüberwachung von Abwassereinleitungen § 74 Selbstüberwachung von Indirekteinleitungen (zu § 61 des Wasserhaushaltsgesetzes) § 75 Selbstüberwachung von Abwasseranlagen (zu § 61 des Wasserhaushaltsgesetzes) § 76 (weggefallen)
Kapitel 7Ausgleich der Wasserführung, Gewässerunterhaltung, Anlagen
Abschnitt 1 Pflichten zum Ausgleich der Wasserführung
Abschnitt 2 Gewässerunterhaltung
§ 78 Umfang der Gewässerunterhaltung (zu § 39 des Wasserhaushaltsgesetzes) § 79 Pflicht zur Gewässerunterhaltung (zu § 40 des Wasserhaushaltsgesetzes § 80 Umlage des Unterhaltungsaufwandes, Erweiterung der Verbandsaufgaben § 81 Kostenbeteiligung des Landes § 82 Unterhaltungspflicht bei Anlagen an, in, über und unter den Gewässern § 83 (weggefallen) § 84 Besondere Pflichten im Interesse der Gewässerunterhaltung, Gewässerrandstreifen (zu §§ 38 und 41 des Wasserhaushaltsgesetzes) § 85 Ersatz von Mehrkosten § 86 Entscheidungen und Schlichtungsverfahren in Fragen der Gewässerunterhaltung (zu §§ 41 und 42 des Wasserhaushaltsgesetzes)
Abschnitt 3 Anlagen in, an, unter und über Gewässern
Kapitel 8Gewässerausbau und Talsperren
Abschnitt 1 Gewässerausbau
§ 88 (weggefallen) § 89 Grundsätze (zu § 67 des Wasserhaushaltsgesetzes) § 90 Besondere Pflichten im Interesse des Gewässerausbaus § 91 Vorteilsausgleich § 92 Zuständigkeiten und Fristen (zu § 68 des Wasserhaushaltsgesetzes)
Abschnitt 2 Talsperren
§ 93 (weggefallen) § 94 Bau und Betrieb von Talsperren
Kapitel 9Sicherung des Hochwasserschutzes und der dazu erforderlichen Anlagen
Abschnitt 1 Grundsätze, Hochwasserschutzanlagen, Hochwasserrisikomanagement
§ 95 Grundsätze § 96 Errichtung und Umgestaltung von Hochwasserschutzanlagen § 97 Unterhaltung der Hochwasserschutzanlagen § 98 Unzulässige Handlungen § 99 Hochwasserrisikomanagement, Risikogebiete (zu §§ 73 bis 75 des Wasserhaushaltsgesetzes) § 99a Kooperation und Information in den Flussgebietseinheiten (zu §§ 79 und 80 des Wasserhaushaltsgesetzes)
Abschnitt 2 Überschwemmungsgebiete
§ 100 Ausweisung von Gewässern und Festsetzung von Überschwemmungsgebieten (zu § 76 des Wasserhaushaltsgesetzes) § 100a (weggefallen) § 100b (weggefallen) § 101 Anforderungen in Überschwemmungsgebieten (zu § 78 des Wasserhaushaltsgesetzes) § 102 Vorländer
Kapitel 10Gewässeraufsicht
§ 103 Aufgaben der Wasserbehörden (zu § 100 des Wasserhaushaltsgesetzes) § 104 Informationsbeschaffung und -übermittlung, Unterrichtungspflichten (zu § 88 des Wasserhaushaltsgesetzes) § 105 (weggefallen) § 106 Bauabnahme § 107 Kosten der Gewässeraufsicht § 108 Zugelassene Stellen für Abwasser-, Gewässer- und Wasseruntersuchungen § 109 Ehrenamtliche Messnetzbeobachter
Abschnitt 2Besondere Vorschriften
§ 110 Überwachung von Abwassereinleitungen § 111 Gewässerschau § 112 Deichschau § 113 Wassergefahr § 114 Warn- und Alarmdienst, Information der Öffentlichkeit (zu § 79 des Wasserhaushaltsgesetzes) § 115 Gewässerkundliche Maßnahmen (zu § 91 des Wasserhaushaltsgesetzes) § 116 (weggefallen) § 117 (weggefallen) § 118 (weggefallen) § 119 (weggefallen) § 120 (weggefallen) § 121 (weggefallen) § 122 (weggefallen) § 123 (weggefallen) Kapitel 11 Wasserbehörden, Wasserwirtschaftsamt und Zuständigkeit
§ 124 Wasserbehörden § 125 Wasserwirtschaftsamt § 126 Zuständigkeiten § 126a Zuständigkeit gemäß den §§ 4 und 14 Absatz 3 des Bundeswasserstraßengesetzes § 127 Zuständigkeit in besonderen Fällen Kapitel 12Verwaltungsverfahren
§ 128 (weggefallen) § 129 Sicherheitsleistung § 129a Vorhaben mit Umweltverträglichkeitsprüfung § 130 Besondere Verfahrensvorschriften § 131 (weggefallen) § 132 (weggefallen) § 133 (weggefallen) § 134 (weggefallen) § 135 (weggefallen) § 136 (weggefallen) § 137 (weggefallen) § 138 (weggefallen) § 139 (weggefallen) § 140 (weggefallen) § 141 (weggefallen)
Kapitel 13 Wasserbuch
§ 142 Einrichten des Wasserbuches (zu § 87 des Wasserhaushaltsgesetzes) § 143 Eintragungen in das Wasserbuch (zu § 87 des Wasserhaushaltsgesetzes) § 144 (weggefallen)
Kapitel 14Bußgeldbestimmungen
§ 145 Ordnungswidrigkeiten § 146 Zuständigkeit
Kapitel 15 Übergangs- und Schlussbestimmungen
§ 147 Alte Rechte und Befugnisse (zu § 20 des Wasserhaushaltsgesetzes) § 148 (weggefallen) § 149 Vorkehrungen bei Erlöschen eines alten Rechtes oder einer alten Befugnis § 150 Hochwassergebiete § 151 Heilquellenschutz § 152 Einschränkung von Grundrechten § 153 Verwaltungsvorschriften § 154 (Inkrafttreten, Außerkrafttreten)
§ 1Sachlicher Geltungsbereich
§ 2 Umsetzung von Recht der Europäischen Union zu Badegewässern
Zur Umsetzung von Recht der Europäischen Union, die Badegewässer betreffen, kann das hierfür zuständige Mitglied der Landesregierung Rechtsverordnungen erlassen, insbesondere über Anforderungen an Gewässer und Wasser sowie Maßnahmen zum Schutz der Gewässer und der Badenden.
§ 3Einteilung
Abschnitt 2 Eigentumsverhältnisse an den Gewässern
§ 5Eigentum an Gewässern
§ 6Eigentumsgrenzen
§ 8Uferlinie
§ 9Verlandung
§ 10Überflutung
§ 11Uferabriss
§ 12Neues Gewässerbett
§ 13Inseln, verlassenes Gewässerbett
Abschnitt 1Wasserschutzgebiete, Heilquellenschutz
§ 15Wasserschutzgebiete(zu §§ 51 und 52 des Wasserhaushaltsgesetzes)
(1) Ein Wasserschutzgebiet wird durch Rechtsverordnung des für die Wasserwirtschaft zuständigen Mitglieds der Landesregierung festgesetzt. Wasserschutzgebiete für eine Wasserfassung mit einer prognostizierten mittleren täglichen Entnahmemenge von weniger als 2 000 Kubikmetern werden vom Landkreis oder von der kreisfreien Stadt, in dessen oder deren Gebiet sich die Wasserfassung befindet, durch Rechtsverordnung festgesetzt. Der Begünstigte nach Absatz 2 hat sämtliche für die Ausweisung des Wasserschutzgebietes erforderlichen Unterlagen vorzulegen. Vor Festsetzung eines Wasserschutzgebietes ist von der Wasserbehörde, in deren Zuständigkeitsbereich sich die Wasserfassung befindet, ein Anhörungsverfahren durchzuführen. Die nach Satz 2 festgesetzten Wasserschutzgebiete sind nach den für Satzungen geltenden Vorschriften öffentlich bekannt zu machen.
(2) Begünstigter bei Schutzgebieten nach den Absätzen 1 und 3 ist derjenige, dessen Fassungsanlagen durch die Wasserschutzgebietsverordnung geschützt werden. Die Rechtsverordnung soll das Wasserschutzgebiet und seine Zonen zeichnerisch in Karten bestimmen. Wenn die Karten nicht im amtlichen Bekanntmachungsorgan bekannt gemacht werden, sind die betroffenen Gebiete im Text der Rechtsverordnung zu beschreiben. In diesem Fall haben die Wasserbehörde und die Gemeinden, deren Gebiet betroffen ist, beglaubigte Abschriften der Karten aufzubewahren und jedem kostenlos Einsicht zu gewähren. Hierauf und auf den Ort der Einsichtnahme ist im Text der Rechtsverordnung hinzuweisen.
(3) Die auf der Grundlage des Wassergesetzes vom 2. Juli 1982 (GBl. I Nr. 26 S. 467) für die öffentliche Trinkwasserversorgung festgelegten oder aufrechterhaltenen Trinkwasserschutzgebiete gelten als Rechtsverordnung in der Fassung der 3. Durchführungsverordnung zum Wassergesetz - Schutzgebiete und Vorbehaltsgebiete - vom 2. Juli 1982 (GBl. I Nr. 26 S. 487) bis zum Erlass neuer Rechtsverordnungen für dieselbe Wasserfassung fort. Neue Rechtsverordnungen sind von den nach Absatz 1 Zuständigen in angemessenem Zeitraum zu erlassen. Für Trinkwasserschutzgebiete nach Satz 1 gelten § 52 Absatz 1 Satz 2 und 3 sowie Absatz 4 und 5 des Wasserhaushaltsgesetzes und § 16 entsprechend. Die Aufhebung von nach Satz 1 übergeleiteten Trinkwasserschutzgebieten für Wasserfassungen, für die keine Neufestsetzung erfolgt, kann das für Wasserwirtschaft zuständige Mitglied der Landesregierung vornehmen.
§ 16Besondere Vorschriften für Billigkeitsausgleichszahlungen(zu § 52 Absatz 5 des Wasserhaushaltsgesetzes)
Zahlungen nach § 52 Absatz 5 des Wasserhaushaltsgesetzes bemessen sich nach den durchschnittlichen Ertragseinbußen und Mehraufwendungen, gemessen an den Erträgen und Aufwendungen einer ordnungsgemäßen Nutzung. Ersparte Aufwendungen sind anzurechnen. Ein Anspruch besteht nicht, soweit der wirtschaftliche Nachteil anderweitig ausgeglichen ist. Soweit ein Mindestbetrag von 150 Euro nicht unterschritten wird, kann eine Ausgleichsforderung jeweils für das vorangegangene Kalenderjahr geltend gemacht werden. Der Ausgleich des Nachteils ist gegenüber dem Begünstigten bis zum 31. März des Folgejahres zu verlangen. Der Begünstigte hat über die Anerkennung der Forderung innerhalb von drei Monaten nach Antragseingang zu entscheiden, soweit zwischen den Parteien keine anderweitige einvernehmliche Regelung getroffen wird. Die Ausgleichszahlung wird, wenn keine gütliche Vereinbarung zwischen den Beteiligten zustande kommt, durch die zuständige Wasserbehörde im Benehmen mit dem Landwirtschaftsamt durch Schlichtungsspruch festgesetzt.
§ 18Heilquellenschutz (zu § 53 des Wasserhaushaltsgesetzes)
§ 20Umgang mit wassergefährdenden Stoffen; Anzeigepflicht
§ 21Verhütung von Gewässerschäden; Meldepflicht
(4) Ist durch das Aus- oder Auftreten wassergefährdender Stoffe die Verunreinigung oder sonstige nachteilige Veränderung eines Gewässers eingetreten oder zu besorgen, ohne dass dieser eine schädliche Bodenveränderung oder Altlast zu Grunde liegt, so kann die Wasserbehörde die zur Untersuchung und Sanierung des Gewässers und des Bodens erforderlichen Anordnungen treffen.
§ 22(weggefallen)
Kapitel 4 Bewirtschaftung der Gewässer
§ 24Grundlagen der Bewirtschaftung, Bewirtschaftungspläne und Maßnahmenprogramme(zu §§ 82 bis 84 des Wasserhaushaltsgesetzes)
Ausnahmen gemäß § 31 Absatz 1 und Absatz 2 und § 47 Absatz 3 des Wasserhaushaltsgesetzes,
(4) Die sich aus der Durchführung des Maßnahmenprogramms ergebenden und nach § 14m des Gesetzes über die Umweltverträglichkeitsprüfung gebotenen Überwachungen der Umweltauswirkungen sind festzulegen. Die Durchführung der Überwachung kann mit den nach der Brandenburgischen Gewässereinstufungsverordnung vorzunehmenden Überwachungsprogrammen verbunden werden.
§ 27Veränderungssperren(zu § 86 des Wasserhaushaltsgesetzes)
§ 28Inhalt von Erlaubnis und Bewilligung(zu § 8 des Wasserhaushaltsgesetzes)
In der Erlaubnis und Bewilligung sind insbesondere Ort, Art, Umfang und Zweck der Gewässerbenutzung sowie Art und Umfang der dem Gewässerbenutzer obliegenden Überwachungsmaßnahmen festzulegen. Die Gewässerbenutzung darf nicht die Erreichung der Bewirtschaftungsziele gefährden oder den Anforderungen eines Maßnahmenprogramms entgegenstehen. Die Erlaubnis wird unbeschadet der Rechte Dritter erteilt.
§ 29Erteilung und Widerruf der Erlaubnis
§ 31(weggefallen)
§ 33Zusammentreffen von Erlaubnis- und Bewilligungsanträgen
§ 34(weggefallen)
§ 35Erfordernisse für den Antrag
§ 36Verzicht
§ 36aBetrieb von Stauanlagen
(1) Der örtlich zuständige Gewässerunterhaltungsverband ist verpflichtet, eine Stauanlage in Gewässern II. Ordnung zu betreiben, soweit dies für die Aufrechterhaltung eines ausreichenden Landschaftswasserhaushaltes notwendig ist. Das Wasserwirtschaftsamt veröffentlicht ein Verzeichnis dieser Stauanlagen und schreibt das Verzeichnis fort. Die Pflicht zur Fortführung des Betriebes besteht nicht bei Stauanlagen, die dem Verkehr oder der Wasserkraftnutzung dienen oder die aufgrund einer Zulassung betrieben werden. Der Gewässerunterhaltungsverband hat mit Zustimmung des Anlageneigentümers zum Betriebsübergang die erforderlichen öffentlich-rechtlichen Zulassungen zu beantragen und die Stauanlagen in einem angemessenen betriebsfähigen Zustand zu erhalten. Kann der Eigentümer nur mit unverhältnismäßigem Aufwand ermittelt werden, kann die Wasserbehörde die Zulassung auch ohne Zustimmung des Anlageneigentümers erteilen. Entsprechen vorhandene Rechte und Befugnisse nicht den Anforderungen an einen ausreichenden Landschaftswasserhaushalt, stellt die Wasserbehörde sicher, dass die erforderlichen Maßnahmen in angemessenen Fristen durchgeführt werden.
(2) Das Land unterstützt die Unterhaltungsverbände bei der Instandsetzung und dem Umbau von Stauanlagen nach Absatz 1 nach Maßgabe verfügbarer Haushaltsmittel. Das Land kann die Kosten für den Betrieb dieser Stauanlagen im Rahmen verfügbarer Haushaltsmittel aus dem Wassernutzungsentgelt und der Abwasserabgabe tragen, soweit ein besonderes öffentliches Interesse besteht und nicht eine andere Regelung zur Kostentragung getroffen werden kann.
§ 37Außerbetriebsetzen und Beseitigen von Benutzungsanlagen
(1) Wer Stauanlagen, Schöpfwerke und Anlagen zum Aufstauen, Absenken, Ableiten, Entnehmen oder Umleiten von Grundwasser außer Betrieb setzen oder beseitigen will, ist verpflichtet, dies der Wasserbehörde zwei Monate vorher anzuzeigen.
(2) Die Wasserbehörde kann innerhalb der Frist nach Absatz 1 den Weiterbetrieb anordnen, wenn
andere durch das Außerbetriebsetzen oder Beseitigen der Anlage geschädigt würden oder
das Wohl der Allgemeinheit, insbesondere unter Beachtung der §§ 6 und 33 des Wasserhaushaltsgesetzes und mit Rücksicht auf den Naturhaushalt, den Landschaftswasserhaushalt, den Denkmalschutz oder das Landschaftsbild den weiteren Betrieb erfordert
und dem bisherigen Anlageneigentümer nach seiner Wahl vom Begünstigten die Kosten des Betriebes und der Erhaltung der Anlagen ersetzt werden oder dieser sich ihm gegenüber verpflichtet, die Anlage zu betreiben und zu erhalten. Über die hiernach zu erbringenden Leistungen entscheidet im Streitfall die Wasserbehörde. Sie kann eine Frist bestimmen, binnen derer die in Satz 2 bezeichneten Verpflichtungen von Dritten übernommen werden müssen. Die Fristbestimmung ist in geeigneter Form bekannt zu machen.
(3) Die Wasserbehörde kann auch Anforderungen an die ordnungsgemäße Beseitigung der Anlage stellen und die Wiederherstellung des früheren Zustands regeln, soweit es das Wohl der Allgemeinheit erfordert.
(4) Ist die Benutzung durch eine andere Behörde zugelassen worden, gilt Absatz 1 für diese Behörde entsprechend.
§ 39aKoordinierung der Verfahren
(1) Ist mit der Errichtung und dem Betrieb oder mit der wesentlichen Änderung einer Anlage, die nach Spalte 1 des Anhangs zur Vierten Verordnung zur Durchführung des Bundes-Immissionsschutzgesetzes genehmigungsbedürftig ist, eine Gewässerbenutzung nach § 9 Absatz 1 Nummer 4 oder Absatz 2 Nummer 2 des Wasserhaushaltsgesetzes verbunden, darf eine Erlaubnis nur erteilt werden, wenn auch die in diesem Abschnitt geregelten Anforderungen eingehalten werden. Die vollständige Koordinierung der Zulassungsverfahren sowie der Zulassungen für das Vorhaben ist sicherzustellen. Die Entscheidung über die Gewässerbenutzung soll zusammen mit der Genehmigung nach dem Bundes-Immissionsschutzgesetz erfolgen. Sofern über die Gewässerbenutzung später als über die Genehmigung nach dem Bundes-Immissionsschutzgesetz entschieden wird, soll die Wasserbehörde erforderlichenfalls Vorschläge für in die Genehmigung aufzunehmende Nebenbestimmungen und Vorbehalte unterbreiten.
(2) Ist mit der Gewässerbenutzung die Errichtung, der Betrieb oder die wesentliche Änderung einer Anlage verbunden, die nach Spalte 2 des Anhangs zur Vierten Verordnung zur Durchführung des Bundes-Immissionsschutzgesetzes genehmigungsbedürftig ist, so soll die Koordinierung entsprechend Absatz 1 Satz 2 bis 4 erfolgen.
§ 39bAntragsunterlagen
Dem Antrag auf Erteilung der Erlaubnis im Sinne des § 39a sind vom Antragsteller mindestens Beschreibungen zu folgenden Regelungsgegenständen beizufügen:
Ort des Abwasseranfalls und der Zusammenführung von Abwasserströmen,
vorgesehene Maßnahmen zur Überwachung der Emissionen in die Umwelt,
Bei den Beschreibungen nach Satz 1 kann auf solche Angaben verzichtet werden, die für die beantragte Gewässerbenutzung offensichtlich ohne Belang sind. Dem Antrag ist eine nichttechnische, allgemein verständliche Zusammenfassung der in Satz 1 genannten Angaben beizufügen. Hinsichtlich der in den jeweiligen Genehmigungs- und Erlaubnisverfahren vorzulegenden Unterlagen stimmen sich die beteiligten Behörden frühzeitig ab und wirken darauf hin, dass zeitnah ein Antrag im jeweiligen parallelen Zulassungsverfahren gestellt wird. EMAS-Standorte im Sinne von § 3 Nummer 12 des Wasserhaushaltsgesetzes können die zur Erfüllung der Anforderungen der Verordnung (EG) Nr. 1221/2009 erstellten Unterlagen zum Inhalt der Antragsunterlagen machen, soweit dadurch die Anforderungen nach Satz 1 gleichwertig erfüllt werden.
§ 39cMindestinhalt der Erlaubnis
Die Erlaubnis im Sinne des § 39a hat neben den Festlegungen nach § 28 mindestens auch Regelungen über die Methode und die Häufigkeit von Messungen sowie das Bewertungsverfahren und zur Vorlage der Ergebnisse der durchzuführenden Überwachung zu enthalten. Die in Satz 1 geregelten Mindestinhalte sind unter Berücksichtigung der Regelungen über die Selbstüberwachung nach den §§ 73 und 75 festzulegen.
§ 39dÜberwachung und Überprüfung der Erlaubnis
(1) Die Einhaltung der Erlaubnis im Sinne des § 39a ist zu überwachen.
(2) Die Erlaubnis nach § 39a ist regelmäßig zu überprüfen und, soweit erforderlich, dem neuesten Stand anzupassen. Die Überprüfung wird in jedem Fall vorgenommen, wenn
Anhaltspunkte dafür bestehen, dass der Schutz der Gewässer nicht ausreichend ist und deshalb die in der Erlaubnis festgelegten Begrenzungen der Emissionen überprüft oder neu festgesetzt werden müssen,
§ 39eÖffentlichkeitsbeteiligung und Zugang zu Informationen
(1) Die für die Erteilung der Erlaubnis nach § 39a zuständige Wasserbehörde macht das Vorhaben in Abstimmung mit der für das Genehmigungsverfahren nach dem Bundes-Immissionsschutzgesetz zuständigen Behörde öffentlich bekannt. Der Antrag und die Unterlagen sind nach der Bekanntmachung einen Monat zur Einsicht auszulegen. Bis zwei Wochen nach Ablauf der Auslegungsfrist können Einwendungen erhoben werden.
(2) Die Wasserbehörde macht die Entscheidung öffentlich bekannt. Der Öffentlichkeit sind der Inhalt der Entscheidung, die Gründe, auf denen sie beruht, und die Art und Weise der durchgeführten Öffentlichkeitsbeteiligung zugänglich zu machen.
(3) Die Wasserbehörde macht der Öffentlichkeit die Ergebnisse der Überwachung im Sinne des § 39d zugänglich, soweit sie ihr vorliegen. Überwachungsergebnisse dürfen nicht veröffentlicht werden, wenn aus diesen Rückschlüsse auf schutzwürdige Betriebs- oder Geschäftsgeheimnisse gezogen werden können.
§ 39fGrenzüberschreitende Behörden- und Öffentlichkeitsbeteiligung
(1) Könnte eine Gewässerbenutzung im Sinne des § 39a erheblich nachteilige, in den Antragsunterlagen zu beschreibende Auswirkungen in einem anderen Staat haben oder ersucht ein anderer Staat, der möglicherweise von den Auswirkungen erheblich berührt wird, darum, so werden die von dem anderen Staat benannten Behörden zum gleichen Zeitpunkt oder im gleichen Umfang über das Vorhaben wie die beteiligten Behörden unterrichtet. Wenn der andere Staat die zu beteiligenden Behörden nicht benannt hat, ist die oberste für Umweltangelegenheiten zuständige Behörde des anderen Staates zu unterrichten. Die Unterrichtung wird von der Behörde vorgenommen, die durch das für Umweltschutz zuständige Mitglied der Landesregierung durch Rechtsverordnung bestimmt wird. Den zu beteiligenden Behörden ist eine angemessene Frist für die Mitteilung einzuräumen, ob eine Teilnahme an dem Verfahren gewünscht wird. Die Unterrichtung und die nachfolgenden Verfahrensschritte werden zwischen der Wasserbehörde und der zuständigen Immissionsschutzbehörde abgestimmt.
(2) Die unterrichtende Behörde leitet den nach Absatz 1 zu beteiligenden Behörden jeweils eine Ausfertigung der Unterlagen zu und teilt den geplanten zeitlichen Ablauf des Zulassungsverfahrens mit. Rechtsvorschriften zur Geheimhaltung, insbesondere zum Schutz von Geschäfts- oder Betriebsgeheimnissen bleiben unberührt; entgegenstehende Rechte Dritter sind zu beachten. Ebenfalls unberührt bleiben die Vorschriften des Bundesdatenschutzgesetzes und des Brandenburgischen Datenschutzgesetzes zur Datenübermittlung an Stellen außerhalb des Geltungsbereiches des Grundgesetzes. Die Wasserbehörde gibt den zu beteiligenden Behörden des anderen Staates auf der Grundlage der übersandten Unterlagen Gelegenheit, innerhalb angemessener Frist vor der Entscheidung über den Antrag Stellungnahmen abzugeben.
(3) Die Wasserbehörde hat darauf hinzuwirken, dass das Vorhaben in dem anderen Staat auf geeignete Weise bekannt gemacht und dabei angegeben wird, bei welcher Behörde Einwendungen erhoben werden können. Die in dem anderen Staat ansässigen Personen sind im Hinblick auf die weitere Beteiligung am Verfahren Inländern gleichgestellt.
(4) Die Wasserbehörde kann verlangen, dass ihr der Träger des Vorhabens eine Übersetzung der Unterlagen zur Verfügung stellt.
(5) Die Wasserbehörde übermittelt den beteiligten Behörden des anderen Staates die Informationen nach § 39e Absatz 2 Satz 2. Sofern sich in dem anderen Staat ansässige Personen oder Behörden am Verfahren beteiligt haben, kann sie eine Übersetzung des Erlaubnisbescheides beifügen.
§ 39gVorhandene Benutzungen oder Indirekteinleitungen
Vorhandene Einleitungen von Abwasser, die Anlagen nach § 39a betreffen, müssen den Anforderungen nach § 57 Absatz 2 Satz 1 des Wasserhaushaltsgesetzes und vorhandene Indirekteinleitungen von Abwasser den Anforderungen nach § 57 Absatz 2 Satz 2 des Wasserhaushaltsgesetzes entsprechen.
§ 39h(weggefallen)
Abschnitt 2Wassernutzungsentgelt
§ 40Wassernutzungsentgelt
Das Wassernutzungsentgelt wird nur für erlaubnispflichtige Gewässerbenutzungen erhoben. Die Erlaubnispflicht gilt als festgestellt, wenn die für die Erlaubniserteilung zuständige Behörde eine Erlaubnis erteilt hat. Die Höhe des Wassernutzungsentgelts für das Entnehmen oder Ableiten von Grundwasser beträgt seit dem 16. Juli 1994 bis zum 31. Dezember 1996 0,05 DM/m³, ab 1. Januar 1997 0,10 DM/m³, ab dem 1. Januar 2000 0,15 DM/m³, ab dem 1. Januar 2001 0,20 DM/m³ und ab dem 1. Januar 2007 0,10 Euro/m3. Die Höhe des Wassernutzungsentgelts für das Entnehmen oder Ableiten von Oberflächenwasser beträgt seit dem 16. Juli 1994 für Kühlzwecke 0,01 DM/m³, ab 1. Januar 2007 0,005 Euro/m3 und für Produktionszwecke 0,04 DM/m³, ab 1. Januar 2007 0,02 Euro/m3. Die Abgabe bemisst sich nach der durch kontinuierliche Messungen nachgewiesenen tatsächlich entnommenen Wassermenge oder auf Antrag nach dem wasserrechtlichem Bescheid unter Abzug der nicht nachteilig veränderten Wassermenge, die unter Einhaltung der behördlichen Zulassung für die Einleitung Gewässern vom Benutzer unmittelbar wieder zugeführt wird. Als Gewässer gelten auch die Tagebaurestlöcher, denen zur Herstellung eines Gewässers Wasser zugeführt wird. Bei Beregnung beträgt die wiedereingeleitete Wassermenge 93 vom Hundert der Beregnungsmenge.
(5) Das Wassernutzungsentgelt steht dem Land nach Abzug des Verwaltungsaufwandes zweckgebunden zur Erreichung der Bewirtschaftungsziele, zur Sanierung und Unterhaltung der Gewässer, zur Renaturierung und zum Ausbau der Gewässer sowie zur Unterhaltung der Deiche zur Verfügung sowie für Investitionen, die der Verbesserung der Wassergüte und dem sparsamen Umgang mit Wasser dienen.
§ 41Veranlagungszeitraum für das Wassernutzungsentgelt und Erklärungspflicht
§ 42Festsetzung des Wassernutzungsentgelts
§ 43Gemeingebrauch(zu § 25 des Wasserhaushaltsgesetzes)
(1) Jedermann darf unter den Voraussetzungen des § 25 des Wasserhaushaltsgesetzes oberirdische Gewässer mit Ausnahme der Gewässer, aus denen zur Trinkwasserversorgung Wasser entnommen wird, zum Baden, Tauchen mit Atemgerät, Schöpfen mit Handgefäßen, Viehtränken, Schwemmen, Eissport und Befahren mit Fahrzeugen bis zu 1 500 kg Wasserverdrängung ohne eigene Triebkraft ohne Erlaubnis oder Bewilligung benutzen. Dasselbe gilt für das Einleiten von nicht verunreinigtem Niederschlagswasser, soweit es nicht aus gemeinsamen Anlagen eingeleitet oder von gewerblich genutzten Flächen abgeleitet wird.
§ 44Regelung des Gemeingebrauchs (zu § 25 des Wasserhaushaltsgesetzes)
§ 45Anliegergebrauch(zu § 26 des Wasserhaushaltsgesetzes)
§ 45aBenutzung zu Zwecken der Fischerei(zu § 25 des Wasserhaushaltsgesetzes)
§ 46Schifffahrt
§ 47(weggefallen)
§ 48Häfen und Fähren
§ 49Besondere Pflichten im Interesse der Schifffahrt und des Sports
§ 50Staumarke
§ 51Aufstauen und Ablassen
§ 52Hochwassergefahr
Abschnitt 4Besondere Bestimmungen für die Benutzung des Grundwassers
§ 54Bewirtschaftung des Grundwassers
(1) Bei beabsichtigten Grundwasserentnahmen von über 1 000 Kubikmeter je Tag in einem Fassungsgebiet oder wenn eine Gefährdung der Bewirtschaftungsziele zu besorgen ist, hat der Antragsteller, soweit die Wasserbehörde oder das Wasserwirtschaftsamt nicht bereits über die erforderlichen Daten verfügen, vor der Grundwasserentnahme eine Bestandserfassung durchzuführen.
(4) Soweit eine Verunreinigung des Grundwassers nicht zu besorgen ist und sonstige Belange nicht entgegenstehen, ist Niederschlagswasser zu versickern. Die Gemeinden können im Einvernehmen mit der Wasserbehörde durch Satzung vorsehen, dass Niederschlagswasser auf den Grundstücken, auf denen es anfällt, versickert werden muss. Diese Verpflichtung kann auch als Festsetzung in einen Bebauungsplan aufgenommen werden; in diesem Fall richtet sich das Verfahren nach den Vorschriften des Baugesetzbuches, die Wasserbehörde ist zu beteiligen. Niederschlagswasser von dem öffentlichen Verkehr gewidmeten Flächen ist zu fassen oder unter den Voraussetzungen nach Satz 1 oberflächig zu versickern.
§ 55Erweiterung und Beschränkung der erlaubnisfreien Benutzung(zu § 46 des Wasserhaushaltsgesetzes)
§ 56Erdaufschlüsse(zu § 49 des Wasserhaushaltsgesetzes)
Abschnitt 1Gemeinsame Bestimmung
§ 57Kooperationspflicht
§ 58Enteignung
Abschnitt 2Öffentliche Wasserversorgung
§ 59Aufgabenträgerschaft
§ 60(weggefallen)
§ 62Selbstüberwachung(zu § 50 Absatz 5 des Wasserhaushaltsgesetzes)
§ 63Wasserversorgungsplan
Abschnitt 3Abwasserbeseitigung
§ 64Begriffsbestimmungen
§ 65Anforderungen an Abwassereinleitungen(zu § 57 des Wasserhaushaltsgesetzes)
(2) Entsprechen bereits zugelassene Abwassereinleitungen nicht den Anforderungen nach Absatz 1, hat die Wasserbehörde durch nachträgliche Anforderungen und Maßnahmen nach § 13 Absatz 2 des Wasserhaushaltsgesetzes oder die Aufhebung oder Änderung der Befugnis sicherzustellen, dass die Abwassereinleitungen innerhalb einer angemessenen Frist diesen Anforderungen entsprechen, sofern sie nicht ganz einzustellen sind. Die in Bewirtschaftungsplänen, Maßnahmenprogrammen oder in zwischenstaatlichen Vereinbarungen vorgesehenen und die in Richtlinien der Europäischen Gemeinschaften vorgeschriebenen Fristen sind zu beachten.
§ 66Pflicht zur Abwasserbeseitigung(zu § 56 des Wasserhaushaltsgesetzes)
§ 67(weggefallen)
§ 68(weggefallen)
§ 70Betrieb von Abwasseranlagen(zu § 60 des Wasserhaushaltsgesetzes)
§ 71Genehmigung und Anzeige von Abwasseranlagen(zu § 60 des Wasserhaushaltsgesetzes)
§ 72Indirekteinleitungen(zu §§ 58 und 59 des Wasserhaushaltsgesetzes)
§ 73Qualifizierte Selbstüberwachung von Abwassereinleitungen
(1) Wer Abwasser in ein Gewässer einleitet, ist verpflichtet, das Abwasser auf seine Kosten durch zugelassene Stellen beproben und untersuchen zu lassen.
(2) Die Untersuchungsergebnisse sind vom Abwassereinleiter mindestens drei Jahre aufzubewahren und auf Anforderung der Wasserbehörde vorzulegen.
§ 74Selbstüberwachung von Indirekteinleitungen(zu § 61 des Wasserhaushaltsgesetzes)
Wer gemäß § 58 oder § 59 des Wasserhaushaltsgesetzes Abwasser in eine Abwasseranlage einleitet, ist gemäß § 61 Absatz 1 des Wasserhaushaltsgesetzes zur Selbstüberwachung verpflichtet. Diese Verpflichtung bezieht sich insbesondere darauf, Betriebseinrichtungen und Abwasserbehandlungsanlagen nachzuweisen, Aufzeichnungen über Betriebsvorgänge und eingesetzte Stoffe zu fertigen und das Abwasser durch eine zugelassene Stelle beproben und untersuchen zu lassen sowie Nachweise, Aufzeichnungen und Untersuchungsergebnisse der Wasserbehörde und dem Betreiber der öffentlichen Abwasseranlage in bestimmten Zeitabständen vorzulegen. EMAS-Standorte im Sinne von § 3 Nummer 12 des Wasserhaushaltsgesetzes können die zur Erfüllung der Anforderungen der Verordnung (EG) Nr. 1221/2009 erstellten Unterlagen zum Inhalt der nach Satz 2 vorzulegenden Unterlagen machen, soweit dadurch die Anforderungen nach Satz 1 gleichwertig erfüllt werden.
§ 75Selbstüberwachung von Abwasseranlagen(zu § 61 des Wasserhaushaltsgesetzes)
Wer eine Abwasseranlage betreibt, ist verpflichtet, ihren Zustand, ihre Unterhaltung und ihren Betrieb selbst zu überwachen und hierfür Aufzeichnungen anzufertigen. Die Überwachung hat nach den technischen Überwachungsregeln zu erfolgen, die von der obersten Wasserbehörde eingeführt worden sind. Diese werden im Amtsblatt für Brandenburg veröffentlicht. § 74 Satz 3 gilt entsprechend. Die Aufzeichnungen sind mindestens zehn Jahre lang aufzubewahren und auf Verlangen der Wasserbehörde vorzulegen. Kommt der Betreiber einer Abwasseranlage seinen Verpflichtungen nach Satz 1 und nach § 61 Absatz 2 des Wasserhaushaltsgesetzes sowie nach § 70 nicht innerhalb eines angemessenen Zeitraumes nach, kann er von der zuständigen Wasserbehörde verpflichtet werden, die Anlage oder Teile von ihr regelmäßig auf seine Kosten durch einen vom Betreiber unabhängigen Sachkundigen überprüfen zu lassen. Die Wasserbehörde legt dabei Art, Umfang und Häufigkeit der Überprüfungen fest. Der Sachkundige hat das Prüfergebnis, insbesondere bei der Überprüfung festgestellte Mängel, dem Betreiber und der Wasserbehörde mitzuteilen. Der Betreiber hat die Mängel unverzüglich abzustellen und die Wasserbehörde darüber zu unterrichten.
§ 76(weggefallen)
Abschnitt 1Pflichten zum Ausgleich der Wasserführung
§ 77Pflicht zum Ausgleich der Wasserführung
Abschnitt 2Gewässerunterhaltung
§ 78Umfang der Gewässerunterhaltung(zu § 39 des Wasserhaushaltsgesetzes)
Die Gewässerunterhaltung ist nach Maßgabe der von der obersten Wasserbehörde eingeführten Richtlinie und unter Beachtung der Ergebnisse der Gewässerschauen durchzuführen.
§ 79Pflicht zur Gewässerunterhaltung(zu § 40 des Wasserhaushaltsgesetzes)
soweit nicht durch Planfeststellungsbeschluss oder Plangenehmigung eine abweichende Zuständigkeit bestimmt ist. Die Unterhaltungspflicht begründet keinen Rechtsanspruch Dritter auf Durchführung von Unterhaltungsmaßnahmen gegen den Träger der Unterhaltungslast. Die Durchführung der Unterhaltung an den Gewässern I. Ordnung obliegt den Gewässerunterhaltungsverbänden nach Vorgaben des Wasserwirtschaftsamtes; die notwendigen Kosten für diese Maßnahmen werden vom Land erstattet. § 82 bleibt unberührt.
(2) Das Verbandsgebiet der Gewässerunterhaltungsverbände ist flächendeckend. Dabei unterliegen die Flächen der Gewässer I. Ordnung nicht der Beitragsveranlagung gemäß § 80.
§ 80Umlage des Unterhaltungsaufwandes, Erweiterung der Verbandsaufgaben
§ 81Kostenbeteiligung des Landes
(1) Das Land beteiligt sich an den Aufwendungen für die Unterhaltung der Gewässer II. Ordnung nach Maßgabe der haushaltsrechtlichen Möglichkeiten.
(2) Das Land beteiligt sich an den notwendigen Kosten des Betriebes der Schöpfwerke. Der Anteil des Landes bemisst sich nach den Aufwendungen, die im öffentlichen Interesse stehen.
§ 82Unterhaltungspflicht bei Anlagen an, in, über und unter den Gewässern
Rohrleitungen oder Überbauungen in den Gewässern sowie sonstige Anlagen im Sinne des § 87 sind, sofern sie nicht Teil des Gewässers sind, von ihren Nutzungsberechtigten gemäß § 36 des Wasserhaushaltsgesetzes zu erhalten.
§ 83(weggefallen)
§ 84Besondere Pflichten im Interesse der Gewässerunterhaltung, Gewässerrandstreifen(zu §§ 38 und 41 des Wasserhaushaltsgesetzes)
(1) Die Anlieger und Hinterlieger haben das nach öffentlich-rechtlichen Vorschriften zulässige vorübergehende Lagern und das Einebnen des Aushubs und Mähguts auf ihrem Grundstück zu dulden, soweit dadurch die bisherige Nutzung nicht dauernd beeinträchtigt wird.
(2) Das für die Wasserwirtschaft zuständige Mitglied der Landesregierung kann den örtlichen Verhältnissen entsprechend die Breite von Gewässerrandstreifen sowie das Verhalten im Gewässerrandstreifen für Gewässer oder Gewässerabschnitte durch Rechtsverordnung regeln, soweit es die Bewirtschaftungsziele erfordern, das Maßnahmenprogramm entsprechende Anforderungen enthält oder es zur Vermeidung oder Verminderung von Schadstoffeinträgen erforderlich ist. Werden durch eine Bestimmung der Rechtsverordnung erhöhte Anforderungen gesetzt, die die ordnungsgemäße landwirtschaftliche, forstwirtschaftliche oder gartenbauliche Nutzung eines Grundstücks einschränken, gelten § 52 Absatz 5 des Wasserhaushaltsgesetzes und § 16 Satz 1 bis 6 entsprechend. Begünstigter ist das Land.
§ 85Ersatz von Mehrkosten
(1) Erhöhen sich die Kosten der Unterhaltung, insbesondere weil ein Grundstück in seinem Bestand besonders gesichert werden muss oder weil eine Anlage im oder am Gewässer oder Einleitungen die Unterhaltung erschweren, so hat der Eigentümer des Grundstücks oder der Anlage oder der Verursacher die Mehrkosten zu ersetzen. Der Unterhaltungspflichtige kann statt der tatsächlichen Mehrkosten jährlich Leistungen entsprechend den durchschnittlichen Mehrkosten, die durch Erschwernisse gleicher Art verursacht werden, verlangen. Eine annähernde Ermittlung der Mehrkosten genügt.
(2) Soweit Arbeiten erforderlich sind, um Schäden an Grundstückssicherungen zu beseitigen oder möglichen Schäden vorzubeugen, die durch die Schifffahrt oder in der Folge von Ausbaumaßnahmen entstanden sind, kann vom Eigentümer des Grundstücks oder der Anlage kein Ersatz der Mehrkosten verlangt werden.
§ 86Entscheidungen und Schlichtungsverfahren in Fragen der Gewässerunterhaltung(zu §§ 41 und 42 des Wasserhaushaltsgesetzes)
Abschnitt 3Anlagen in, an, unter und über Gewässern
§ 87Genehmigung(zu § 36 des Wasserhaushaltsgesetzes)
Abschnitt 1Gewässerausbau
§ 89Grundsätze(zu § 67 des Wasserhaushaltsgesetzes)
(2) Das Wasserwirtschaftsamt hat ein Gewässer auszubauen, soweit der Ausbau zur Erreichung der Bewirtschaftungsziele, zur Umsetzung des Maßnahmenprogramms oder des Risikomanagementplans erforderlich ist.
§ 90Besondere Pflichten im Interesse des Gewässerausbaus
§ 91Vorteilsausgleich
§ 92Zuständigkeiten und Fristen(zu § 68 des Wasserhaushaltsgesetzes)
Abschnitt 2Talsperren
§ 93(weggefallen)
§ 94Bau und Betrieb von Talsperren
Abschnitt 1Grundsätze, Hochwasserschutzanlagen, Hochwasserrisikomanagement
§ 95Grundsätze
§ 96Errichtung und Umgestaltung von Hochwasserschutzanlagen
§ 97Unterhaltung der Hochwasserschutzanlagen
(2) Soweit es zur ordnungsgemäßen Unterhaltung einer Hochwasserschutzanlage erforderlich ist, haben die Eigentümer und Nutzungsberechtigten von Grundstücken nach vorheriger Ankündigung zu dulden, dass der Unterhaltungspflichtige oder dessen Beauftragte die Grundstücke betreten und vorübergehend benutzen. Rasen und Bodenbestandteile können aus Grundstücken entnommen werden, wenn diese anderweitig nur mit unverhältnismäßigem Aufwand zu beschaffen sind oder die Gefahrenabwehr es erfordert. § 90 Absatz 2 Satz 2 gilt entsprechend.
§ 98Unzulässige Handlungen
das motorangetriebene Fahren, das Fahren mit Pferdefuhrwerken, das Reiten,
§ 99Hochwasserrisikomanagement, Risikogebiete(zu §§ 73 bis 75 des Wasserhaushaltsgesetzes)
(1) Die Bestimmung der Risikogebiete, die Erstellung der Gefahrenkarten, Risikokarten und Risikomanagementpläne sowie die Koordinierung erfolgen nach Maßgabe der §§ 74, 75 des Wasserhaushaltsgesetzes und der nachfolgenden Vorschriften. Risikogebiete nach Satz 1 sind die Gebiete innerhalb der Anschlaglinie eines Extremereignisses, welches der ausgespiegelten überschwemmten Fläche für ein Hochwasserereignis mit einem Wiederkehrintervall von 200 Jahren ohne Berücksichtigung von Hochwasserschutzanlagen entspricht.
(2) Die Risikomanagementpläne sind vom Wasserwirtschaftsamt, von den Wasserbehörden und den anderen Fachbehörden bei ihren Planungen, Entscheidungen und Maßnahmen zu beachten.
(4) Für Rückhalteflächen in Risikogebieten nach Absatz 1, die nicht in festgesetzten Überschwemmungsgebieten liegen, gilt § 77 des Wasserhaushaltsgesetzes entsprechend.
§ 99aKooperation und Information in den Flussgebietseinheiten(zu §§ 79 und 80 des Wasserhaushaltsgesetzes)
Abschnitt 2Überschwemmungsgebiete
§ 100Ausweisung von Gewässern und Festsetzung von Überschwemmungsgebieten(zu § 76 des Wasserhaushaltsgesetzes)
(1) Das für die Wasserwirtschaft zuständige Mitglied der Landesregierung wird ermächtigt, durch Rechtsverordnung die Gewässer und Gewässerabschnitte zu bestimmen, an denen Überschwemmungsgebiete auszuweisen sind, und zwar
innerhalb der Risikogebiete nach § 99 oder der nach § 73 Absatz 5 Satz 2 Nummer 1 des Wasserhaushaltsgesetzes zugeordneten Gebiete mindestens die Gebiete, in denen ein Hochwasserereignis statistisch einmal in 100 Jahren zu erwarten ist, und
die zur Hochwasserentlastung und Rückhaltung beanspruchten Gebiete.
(2) Als festgesetzte Überschwemmungsgebiete gelten Gebiete zwischen oberirdischen Gewässern und Deichen oder Hochufern (Vorländer). Als Überschwemmungsgebiete werden die Hochwasserschutzräume von Talsperren und Rückhaltebecken, Flutungspolder sowie Gebiete an den nach Absatz 1 bestimmten Gewässern und Gewässerabschnitten, die bei einem hundertjährlichen Hochwasserereignis überschwemmt oder durchflossen werden, mit öffentlicher Bekanntmachung der Karten nach Absatz 3 festgesetzt.
(3) Karten zu den Überschwemmungsgebieten nach Absatz 2 Satz 2 werden innerhalb der Frist nach § 76 Absatz 2 Satz 2 des Wasserhaushaltsgesetzes durch das für Wasserwirtschaft zuständige Mitglied der Landesregierung in der Weise öffentlich bekannt gemacht, dass im Amtsblatt für Brandenburg die Behörden bezeichnet werden, bei denen beglaubigte Abschriften der Karten niedergelegt sind. Vor der Bekanntmachung sind Entwürfe der Karten während der Dauer eines Monats bei der Wasserbehörde und den betroffenen Gemeinden auszulegen. Das für Wasserwirtschaft zuständige Mitglied der Landesregierung weist durch öffentliche Bekanntmachung auf die Auslegung und darauf hin, dass innerhalb von zwei Wochen nach Ablauf der Auslegungsfrist schriftlich bei der Wasserbehörde zu den Entwürfen Stellung genommen werden kann. Die Karten sind anzupassen, wenn sich die Grundlagen für das Bemessungshochwasser in einem Überschwemmungsgebiet wesentlich geändert haben.
(4) Soweit Überschwemmungsgebiete nach Absatz 2 festgesetzt sind, treten die nach § 150 fortgeltenden Festlegungen von Hochwassergebieten außer Kraft.
§ 100a(weggefallen)
§ 100b(weggefallen)
§ 101Anforderungen in Überschwemmungsgebieten(zu § 78 des Wasserhaushaltsgesetzes)
§ 102Vorländer
(1) Soweit es zur Wiederherstellung eines ausreichenden Hochwasserabflussprofils erforderlich ist, obliegt dem gemäß § 126 Absatz 3 Zuständigen in Vorländern nach § 100 Absatz 2 die Beseitigung von Vorlandaufhöhungen. Die Eigentümer und Nutzungsberechtigten haben die Maßnahmen zu dulden.
§ 103Aufgaben der Wasserbehörden(zu § 100 des Wasserhaushaltsgesetzes)
(1) Die Gewässeraufsicht nach § 100 des Wasserhaushaltsgesetzes obliegt den Wasserbehörden, soweit nicht im Einzelnen etwas anderes bestimmt ist.
§ 104Informationsbeschaffung und -übermittlung, Unterrichtungspflichten(zu § 88 des Wasserhaushaltsgesetzes)
§ 106Bauabnahme
(2) Über beanstandungsfreie Abnahmen wird eine Bescheinigung ausgestellt. Bei geringfügigen Mängeln kann der Abnahmeschein erteilt werden, wenn die Behebung der Mängel innerhalb angemessener Frist gewährleistet erscheint. Vor der Erteilung des Abnahmescheins darf die Anlage nur mit Zustimmung der nach Absatz 1 zuständigen Wasserbehörde in Betrieb genommen werden.
(3) Auf das Erfordernis der Bauabnahme soll bei Geringfügigkeit des Vorhabens in der wasserrechtlichen Zulassung verzichtet werden. § 107Kosten der Gewässeraufsicht
§ 108Zugelassene Stellen für Abwasser-, Gewässer- und Wasseruntersuchungen
§ 109Ehrenamtliche Messnetzbeobachter
§ 110Überwachung von Abwassereinleitungen
§ 111Gewässerschau
§ 112Deichschau
§ 113Wassergefahr
§ 114Warn- und Alarmdienst, Information der Öffentlichkeit(zu § 79 des Wasserhaushaltsgesetzes)
(5) Das Wasserwirtschaftsamt informiert die Öffentlichkeit in den betroffenen Gebieten regelmäßig über Hochwassergefahren, geeignete Vorsorgemaßnahmen und Verhaltensregeln. § 115Gewässerkundliche Maßnahmen(zu § 91 des Wasserhaushaltsgesetzes)
Kapitel 11Wasserbehörden, Wasserwirtschaftsamt und Zuständigkeit
§ 124Wasserbehörden
§ 125Wasserwirtschaftsamt
§ 126Zuständigkeiten
(3) Das Wasserwirtschaftsamt wirkt als Fachbehörde beim Vollzug des Wasserhaushaltsgesetzes, dieses Gesetzes und der darauf beruhenden Rechtsverordnungen mit und stützt sich dabei auf hydrogeologische Grundlagenerarbeitung des Landesamtes für Bergbau, Geologie und Rohstoffe. Es unterstützt Wasserbehörden, Gewässerunterhaltungsverbände, Gemeinden, Gemeindeverbände und andere Träger öffentlicher Belange im Einzelfall nach deren Bedarf als wissenschaftlich-technische Fachbehörde. Das Wasserwirtschaftsamt ist insbesondere zuständig für
die Unterhaltung, die Bedienung und den Ausbau der Hochwasserschutzanlagen einschließlich der dazugehörigen wasserbaulichen Anlagen,
die Unterhaltung der Gewässer I. Ordnung sowie Errichtung, Unterhaltung und Bedienung der wasserwirtschaftlichen Anlagen, soweit sie dem Land unterstehen,
die Bewertung des Hochwasserrisikos und deren Veröffentlichung gemäß §§ 73 Absatz 1 und 5 sowie § 79 des Wasserhaushaltsgesetzes, die Bestimmung der Risikogebiete gemäß § 73 des Wasserhaushaltsgesetzes, die Erstellung, Aktualisierung und Veröffentlichung von Gefahrenkarten und Risikokarten gemäß §§ 74 und 79 des Wasserhaushaltsgesetzes, §§ 99 Absatz 1 und 99a Absatz 2 und von Entwürfen für die von der obersten Wasserbehörde zu erstellenden Risikomanagementpläne nach § 75 Absatz 1 des Wasserhaushaltsgesetzes und § 99 Absatz 1,
die Aufgaben nach § 35 Absatz 3 des Wasserhaushaltsgesetzes.
(4) Das Landesamt für Umwelt ist zuständig für Entscheidungen nach § 36a Absatz 2, § 79 Absatz 1 Satz 3, § 80 Absatz 2 Satz 4, § 81 Absatz 1 und 2 sowie § 101 Satz 4.
§ 126aZuständigkeit gemäß den §§ 4 und 14 Absatz 3 des Bundeswasserstraßengesetzes
§ 127Zuständigkeit in besonderen Fällen
Kapitel 12Verwaltungsverfahren
§ 129Sicherheitsleistung
§ 129aVorhaben mit Umweltverträglichkeitsprüfung
§ 130Besondere Verfahrensvorschriften
(2) Der Antrag für das beabsichtigte Vorhaben ist in den Gemeinden auszulegen, in denen sich das Vorhaben voraussichtlich auswirkt. Die Auslegung ist ortsüblich öffentlich bekannt zu machen. § 73 Absatz 3 bis 5 des Verwaltungsverfahrensgesetzes für das Land Brandenburg ist entsprechend anzuwenden. Verspätet erhobene Einwendungen sind ausgeschlossen. Hierauf ist in der Bekanntmachung hinzuweisen.
§ 131(weggefallen)
§ 132(weggefallen)
§ 134(weggefallen)
§ 138(weggefallen)
§ 139(weggefallen)
§ 140(weggefallen)
Kapitel 13Wasserbuch
§ 142Einrichten des Wasserbuches(zu § 87 des Wasserhaushaltsgesetzes)
§ 143Eintragungen in das Wasserbuch(zu § 87 des Wasserhaushaltsgesetzes)
§ 145Ordnungswidrigkeiten
entgegen § 71 Abwasserbehandlungsanlagen errichtet oder betreibt;
entgegen § 73 Abwassereinleitungen oder entgegen § 74 Indirekteinleitungen nicht überwacht;
zum Verhalten in Gewässerschutzstreifen gemäß § 84 Absatz 2
Anzeigepflichten nach § 20 Absatz 1, § 21 Absatz 2 und 3, nach § 49 Absatz 1 und 2 des Wasserhaushaltsgesetzes, nach § 55 Absatz 3 oder nach § 62 nicht unverzüglich nachkommt;
§ 146Zuständigkeit
Kapitel 15Übergangs- und Schlussbestimmungen
§ 147Alte Rechte und Befugnisse(zu § 20 des Wasserhaushaltsgesetzes)
§ 148(weggefallen)
§ 149Vorkehrungen bei Erlöschen eines alten Rechtes oder einer alten Befugnis
Ist ein altes Recht oder eine alte Befugnis ganz oder teilweise erloschen, so gilt § 37 Absatz 3 entsprechend.
§ 150Hochwassergebiete
Die nach bisherigen Rechtsvorschriften ergangenen Festlegungen von Hochwassergebieten bleiben als Rechtsverordnung bestehen.
§ 151Heilquellenschutz
§ 152Einschränkung von Grundrechten
§ 153Verwaltungsvorschriften
§ 154(Inkrafttreten, Außerkrafttreten)

References: § 1
 § 2

§ 3
 § 4

§ 5
 § 6
 § 7
 § 9
 § 10
 § 11
 § 12
 § 13
 § 14

§ 15
 § 16
 § 52
 § 17
 § 18
 § 53
 § 19

§ 20
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 § 22

§ 23
 § 24
 § 25
 § 26
 § 27
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§ 28
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 § 29
 § 30
 § 31
 § 32
 § 33
 § 34
 § 35
 § 36
 § 36
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§ 39
 § 39
 § 39
 § 39
 § 39
 § 39
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§ 40
 § 41
 § 42

§ 43
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§ 57
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 § 60
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 § 62
 § 50
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 § 65
 § 57
 § 66
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 § 67
 § 68
 § 69
 § 70
 § 60
 § 71
 § 60
 § 72
 § 73
 § 74
 § 61
 § 75
 § 61
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§ 78
 § 39
 § 79
 § 40
 § 80
 § 81
 § 82
 § 83
 § 84
 § 85
 § 86

§ 88
 § 89
 § 67
 § 90
 § 91
 § 92
 § 68

§ 93
 § 94

§ 95
 § 96
 § 97
 § 98
 § 99
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§ 100
 § 76
 § 100
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 § 101
 § 78
 § 102

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 § 100
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 § 88
 § 105
 § 106
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 § 108
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§ 110
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 § 114
 § 79
 § 115
 § 91
 § 116
 § 117
 § 118
 § 119
 § 120
 § 121
 § 122
 § 123

§ 124
 § 125
 § 126
 § 126
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 § 87
 § 143
 § 87
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 § 16

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 § 52
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 § 14

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 § 8

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§ 31

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§ 34

§ 35

§ 36

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§ 37

§ 39
 § 9

§ 39
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 § 39
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§ 39
 § 39
 § 39

§ 39
 § 39
 § 39

§ 39
 § 39
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§ 39
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 § 57
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 § 25
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§ 66
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 § 58
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 § 74
 § 61
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§ 78
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 § 40
 § 82
 § 80

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 § 73
 § 76
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§ 100

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§ 113

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 § 79
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§ 129

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 § 20
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 § 37

§ 150

§ 151

§ 152

§ 153

§ 154