Source: https://www.heimatvereinsendenhorst.de/geschichte-n/quellen/h%C3%B6fe-brock/
Timestamp: 2020-07-12 07:34:36+00:00

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Sendenhorst Heimatverein - Höfe Brock
Höfe - Bauerschaft Brock
00STATIS - 01THIESK - 02ROTGER - 03KOSSEN - 04WIETH - 05VORNHO - 05WIEDHO - 06NIESTE - 07OSTHOV - 08KERSTING - 09SHINRI - 10WILKIN - 11SBERND - 12BRUNEM - 13BROCK - 14BRINKS - 15SANDER - 18WALKEP
Bauerschaft Brock
Willkommschatzung 1498
Schulte to Broke
Herman Vornholt
Schulte Hinrik
Kolsendorp
Hinrik Kerstien
Hinrik upm Rotger cum uxore
FM LA 487 Nr 5 Bd 4
Besteuerung 1538 und Türkensteuer 1542
Sch. Hinrick
6 ½ Gg
Nyserth
4 ½ Gg 1 Ort
Rotgerman
2 Gg 2 hornische Gg
3 ½ Gg
de Kreyenborch
Kerstien to Bnroke
Wylken tho Broke
3 !/2 Gg
Schulte Berndt to Broke
Dat Geysterhuis
7 ½ Gg (dat Geyster erve)
Broker Burschop
Rotgerman(n)
Kreyenborch
liefert nicht, fehlt 1565-68, 1570, 1572ff
1569 Kerstyge(n)
Schulte Henrych
Wylcken
Schulte Bernt
dat Russchey
Bonse, 1564 dat Ruschey, 1568 nur Bonse
Schulte tor Geyst
zedel 1563 de Hoff tor Geyst, fehlt 1569-1574
Geysterholt
nur 1563-66 aufgeführt
Sadelhöfe fehlen 1564-66, 1568
Kirchspielsschatzung
Größe in Mg 1817
Rothgerman
Kreienborch
Sch. Hinrich
Feuerstättenschatzung (je eine Feuerstelle)
- Nysert
- Vornholt
- Kolsendorp
- Rotger, ein perdekotter
. Wilckenn
- Schulte Berenth
(fehlen Kersting, Osthövener, S. Hinrich)
Schatzung 1588 1650
Tyes Kotten
Kolßendorpf
Nysewrt
Nießerdt
Kersteine
Sch. Henrich
Schulte Berent
Schulte Berndt
Brocker Baur
Niestert
S. Hinrich
Einwohner: S. Henrichs Ew, Kolsendorfs Ew, Vornholz Ew, Kersteins Ew.
1664 FM LA 361,44 Schatzung
Wittib Wilcken
Kolsendorff
Sch. Berndt
in Rotgerm.Backhaus
Bft Brock - Gutsherren und Abgaben an den Pastor
Thieskötter
baut eine Reiße Land
Rottgerman
1 R. Land, Flachs, 1 Sch Gerste
Land bauen, Flachs, Gerste
von Hülshoff
B. von Steinfurt
von Stapel, Münster
Düngedienst, Flachs, 1 Mahlzeit
Baron von Steinfurt
Flachs und Gerste
Sch. Bernd
Sch Bernd
Walkemper
Wilkingskötter
Statistik 1837, gesamt
Thieskötter- Fraterherren- Seminar Münster
1985 Thieskötter - Kersting - Zumloh
Thies, Thie ? vermutlich Villikation (Kulsinctorpe) in der Nähe
identisch mit Kreienborch; münsterisches Lehen
1960 Kersting
1340 CTW Domkap. S- 38
Zehnt, der an die Obedienz Ostenfelde geht:
In par. S. domus ton Berghe 2 sol et minutam decimam (R: Johan to Kreienhove für den blutigen Zehnten 3 ß)
ferner domus to Somersel
1481 RKG O 32 und Fraterherren A 41
Henrich van Mollenbeck gt Kunschop und Bruder Hinrich verkaufen vor Henrich Nyßman, Richter zu Sendenhorst u a die Hälfte des Gutes Wisch Bft Hemme und ocke van de Kreyenborch in der Bft tho Kolsinchtorpe
Z: Johann van Summelen
Series van der Heghe de olde
1494 Fraterherren U 1618
Gograf Joh Lowerman bekundet. daß er auf seine Ansprüche auf die Kreienborch, die er von Hinrich Kunscap gekauft hat, zugunsten der Fraterherren verzichtet
ca. 1500 (später!)
Liber agrorum noster (Fraterherren)
- dat hoveken hefft 3 St landes und hyr steit dat hus uppe: vornoten an beiden Seiten de Vrygehove
- boemgarden (Kempken)
- 4 St uppen berge O Kolsendorp
- 4 St in den Mersch
- 4 St vor der Slyngen beneven den busche, O bursener to den Dome to MS, W Vronholt
Kotten: Kreyenborch, schatzpflichtig
Johan Akollyck, Richter zu Wolbeck der Bischofs Franz, bezeugt, daß vor ihm Wyllem vann Mollenbeck anders genamt Kunschop erschienen ist und bekannt hat, daß er für eine Summe Geldes verkauft hat alles syne angeborene erffliche Ansprache ... syn emals erven Ludeloff Kunschopp gevadderen broderen ader herkommen unnd des wedderkopes up den halfen Haff thor Wisschen und Kregenburch, . Die Have thor Wisch is belegen in der burschop tho Hemme, de Kregenburch in der Burschop tho Kolsyncktorpe in den kerspell tho Sendenhorst , oick dat huis, Hoff bynnen Beckum, garden und Landes buven Beckem belegen und drey Morgen landes vor Alen up der Tyssinckhwort, so bereits von Hinrick Nisman, Richter zu Sendenhorst, bezeugt
1552 ebd. U 1694
Gese Wwe des Johan Kreienborch gt Schulte, wohnhaft Ksp S. Bft Broke hat von den Fraterherren für 4 Jahre eine Katstelle gt Kreienburch in Gewinn und Pacht. Heiratserlaubnis! jährliche Pacht 6 Gg und 1 1/2 Molt Hafer. Aussage vor dem Gograf zu Bakenfeld Christian Lennep
Z: Bernt Nieman, Bernt Holscher Küster zu S.
Meßkornregister: Kreyenborch ohne Abgabe
1570 Fraterherren A 41
Fraterhereren verpachten den Hof neu; De Tyesche up de Krenborch erhält Leibzucht
Zeugen Bürgermeister Berndt Sandtwech und Wylhelm Bardtmann, de ersame und fromme Johan Bonse.
Johan Breuer, der Tyeschen natürlicher Sohn, erhält die Stelle
1579 Freckenhorst Kapitel Nr 79
Bodeker verpachtet an Povell in der Kreienborch von der Freckenhorster Hove 1 St uf dem Loe in seinem Kohkamp schießend für 3 Sch Hafer
1586 Fraterherren A 41
Verpachtung der Hove an Paul Schotte oo Margarete Hof, Garden und de andere landerie, auf 8 Jahre
Z: Berndt Colsendorp, borger bynnen Sendenhorst
Johan Vornholt, Pauli Kreenborchs nabur
Kreienborch schatzpflichtig
1588 Fraterherren A 41
Johan Thyes oo Margarete up der Kreenborch pachten den Kotten auf 12 Jahre; Bedingungen: wyllen myt oren nabers vordrachlych syn, gyne befamede personen offte landslepers to herbergen offt upp to haelden.
1595 Fraterherren A 41
Sint beieinander gekomem tho Sendenhorst: Werner Pagenstecher, Pastor tho Vrekenhorst und de vaget dar solves wegen des Stiffts Freckenhorst der Frienhove, so Berndt Boker underhefft:
Vergleich wegen Grund und Holtwas genoemet in den Loen, gehorig in der Kreyenborg
... ostwerts der husstede der Vrienhove van Freckenhorst, West S. Henrichs 4 St.; scheyten bis dem Kerspelshagen bis an den kamp
1599 Fraterherren A 41
Johann Rinckhoff pachtet den Kotten Krehenborch, wie er ihn mit seiner Frau eine tidlangh in gewinn gehefft und neven den einen kamp der Butenfoert auf 12 Jahre bis 1612
1612 ebd.
Gewinnbrief für Hermann Frie oo Grete (Kotten Kreyenborch) auf 12 Jahre
1625 ebd.
Die Patres im Fraterhaus u.a. Procurator Bertram Pustekrey verpachten die Kreenborch auf 12 Jahre an Hermann Frie oo Grete
Designatio casetta Kreienborgh_
- Boemgarte (Wische), Eichboeme
- über die Straße i, S. der Garten sampt dem Haus
- 3 Stücke bis an den Busch
- in den Loen
- 2 St. am Hemmer Fußpadt
- in den Pannen
Weiderecht im Worden, Loen und über das Feld am Koel
1-14 Rthlr Schatzung
Tieskötter wüst
Fraterherren verkaufen Diderich Herman von Merfeldt, Herr zu Westerwinkel, Hukendieck, Sendenhorst, Ahlen, Werne und Genegge, den im Ksp S. Broker Bft gelegenen Kotten Kreienborgh. Dafür überläßt M. den Fraterherren das aus der Diskussion des Nachlasses Andres Angelkotte angekaufte Haus in Sendenhorst neben der Küsterei
ganz wüst; Fraterhaus eigen, monatlich 1- 14 Rthlr; wird zwar von dem Heuerling bewohnt, die Ländereien aber ad 32 Sch Einsaat liggen meistenteils wüst; reißeweise ausgetan. Restirt monatlich 1-10-6 /ca. 12 Morgen/
1687 Fraterherren A 41
Wiederbesetzung: Christian Wordhoff, zur Zeit Bürger zu Ahlen, pachtet die Kreinborg, Er verspricht das Haus zu reparieren.
1693 Fraterherren A 49
Schätzung der Mobilien an Thieskotten
Bettstette, Schöffken, Essenschop, Seddel, 2 Kuhtrogge, Rindertroge, Fohderkiste, 3 Fork,
Holz; u.a. neue Bretter aufm Balken
1694 - 1697 ebd.
Verpachtung des Kreyen- oder Thieskotten an Berndt Duddey, Schwiegersohn der Zellers Johlmann, der auch für ihn bürgt.
1697-1701 ebd.
Berndt thor Woesten, Bürger, pachtet den Kotten. Es bürgt sein Schwager Berndt Arnemann zu Elmemhorst.
Geschehen in Berndt thor Woesten Behausung auf der Nordstraße
1698 Status Animarum
Tiskotten: Bernardus Torwesten 30J oo Catharina Arneman
1706 ebd.
Pachtung durch Ludolf Schürkmann, Bürger zu Sendenhorst, geboren und erzogen auf dem Haus Wiesch (wo sein Vater Wirtschafter war)
1753 ebd.
Abgaben von Langen zur Kreyenborg
1780 Fraterherren A 49
In Sendenhorst gewesen um Holz zuzuteilen
- Thieskotten in den Löhen 1 Baum zur Püttsülle, item ein zu Bretter, ein in den Wohren zu Sollen; alle zu Haus- und Backhausbesserung
Tieskötter gt Frenking Anton 70J oo Anna Catharina Tieskötter 65J, Bauer
Kinder Frenking Bd. Hch 32J, Elisabeth 30J, Gertrud 25J
Nordhues Joseph 12J, Schweinehirt
Thieskötter 5 Personen, 3 Pferde, 1 Fohlen, 3 Rinder, 3 Schweine
1775 Lagebeschreibung bei Röttgermann
Priesterseminar; Pächter Franz Thieskötter, 78 Thlr Steuerkraft
Thieskötter, Klassensteuer 3 Thlr, Grundsteuer 12-29 Thlr
Kersting gt Tieskötter Anton
Wwe Gertrud geb Tieskötter
Anton Kersting Witwe, Gertrud geb. Thieskötter
1895 16.88ha
1938 33.11ha
1938 Bernhard Kersting, 33.05ha
Röttgermann + = Lütke Kulsingdorp
CTW III
Überwasser Ältestes Heberegister ca 1090
Zur Datierung; Die ersten Aufzeichnungen befinden sich im Evangeliar, das im 11. Jh entstand, die angehängten Angaben über Einkündte sind Ende des 11. Jh bis Anfang des 12. Jh niedergeschrieben
Curia Vurehelme 4 mansos, cum Culsenctharpe, quartus est Hemme
Curia Vuerelhelme habe 4 mansos
unum Culsencthorpe qui dat malcium bracii ...
13. JH:
...De Culsincdorp molt bracii et molt avene
1301 IX 3 INA Steinfurt, Burgsteinfirt Schloß, aus III Rep AB und WUB VIII 29
Baldewinus pater, Ludolphus miles et Baldewinus filii, nobiles de Steynforde verpfänden der Äbtissin und dem Konvent zu Überwasser auf 4 Jahre für 300 Mark ihre Vogtei über folgende Güter des Klosters:
... doomum Gusne (Dolberg), curiam Ripinchof et mansos eidem, domum Kulsincdorpe (Röttgermann), curiam Dekenbroke, duiram Ethelincdorpe, duas domos Ysincdorpe,
1363 (Mauritz U 230)
Der Streit zwischen Andreas v d Heghe gegen Überwasser und Mauritz wegen der Hufe Luttikenkul-inctorpe wind zugunsten des Propstes von Mauritz entschieden
(Anm: Überwasser Besitzer/ v d Heghe Lehnsinhaber/ Mauritz Zehntinhaber)
1384 CTW III, S. 34
Abgaben an Überwasser:
Domus Kulsinchtorpe dabit, pro nunc Redberch 2 Molt ordei, 2 molt avene
domus ton Rothger
domus Rotgherinch to Kulsinctorpe
domus Rutgerink pertinet domine, Joh. Weysten, conductor
Rotgerink, Westen colit modo Gerhad Ocke, gleiche Abgabe
1590/1691
Rotgerman 3 Goldg.
1602 Studienfonds Überwaser XII M 11a
Von wegen unnd auf bevelch deß hochwürdigsten durchlauchtigsten und hochgeborenen Forsten unnd Herrn, herrn Ernsten, Erzbischove zu Colln, unnd Churfürsten, aß dieses Stiffts Münster Adminitratorn, meines gendigsten Herrn, Ich Caspar Schenckinck, inn- und auserhalb Sendenhorst verordneter fürstlicher Richter und Gogräff, theu kundt für jedermenniglichen bezeugende: Nachdem ich auff Anhalten der ehjrwürdigen Edlen, Ehrenreichen und vieltugentsamen Elisabethen von Hoete, Abdissinne und semptlichen Jungfauen zu Überwasser binnen Münster einen lebendigen Erbtagh auff ihrer Erw. zubehorigen Erbe und guete Rotgermans Erbe genant, im Kerspell Sendenhorst und Bauerschafft Broke gelgen, heut dato undenbenennt zu halten publiciren lassen, und zu dem Ende daselbst auff der mhaelstatt deß Gerichte gewohntlicher weise bekleidet, daß aldar für Gerichte gekommen unnd erschienen der Erenharfft und wollerfarner Henrich von Schorlemer, würdigh gedachten Erbherringen begerter und erlaubter Anwalt, unnd reproducirte die binnen Münster in underscheitlichen Kirchen unnd folgents Sendenhorstm Hoitmar, Alberschlo, Alen, Drensteinfurt unnd Wolbech von der Cantzell abgekündigte Procalmata, daß nemblich jegen heut alle Creditores so ahn diesem Guet unnd Wervesteren Interesse zu haben vermeinen, ad Proponendum quascumque actiones sub poena perpetui silentii citirt,, batt derowegen Herman Rotgermann und Catharina sein Hausfrauwen in das Gericht zu heischen, und umb diese gelegnheit zu fragen, unnd ob nit dieselb zu irer Wissenschafft gekommen?
Die Wervestere bekannten:ja.
Darbeneben batt Anwaldt zu fragen, ob innen nit dies Rotgermans Erbe und guet hiebevor von obgedachten Frauen Erbherrinnen und deren dazu bestalten Dieneren sey eingehant worden, dasselbe nach Hausmans Rechte zu zellen, zu bauwen, und mitt allenseinen Pertinentiis alter und neuwer gerechtigkeit woll zu verwaren, davon nicht zuversezen oder zu verkauffen, kein fruchtabr Holtz zu verhauwen, mitt keinen frömbden schulden zubeladen, sondern da in seiner Ankunnft etwas befunden, sothanigs abuschaffen und das guet zu befreien.
Daß auch dies Erbe und guet sie die Wervester sampt iren Kinderen wolgl. Erbherinnen aigenthumblich zustendig.
Die Wervester bekanten alles wahr sein.
Anwaldt welg. Erbherrine nham sothanige bekendtnus zu Dancke ahn
Und sagte demnegst, daß die Werverster ihrer gethaner bekentnus in vielen zuwider gelebt, eins daß sie ihre jährliche schuldige Pfächte und dienste zu rechter Zeitt der gepühr nicht bezalet und geleistet, Schulden und Bescher nicht allein abgelöstet, sondern vielmehr daß Guet hoher beschweret, Haus hoff, Wrechte und Zeune verwarloset und verwoestet, lenderei, wissche und kempe darvon vesazet, und verkaufft und insoderheit daß fruchtbare Holtz zu merklichem Verderb des guetes schendlichen verhauwen, wie dan solches der Augenschein genuchsamb erwisaet, und sonst mitt den erscheinden Creditoribus unnd was der binnen Münster sonsten erschienen sein, ferner zu bescheinen, auch sönst der Ehrw. Frauwen ausgeliehener Siegel nicht widerumb eingelöset. Bat derowegen zu dem Ende die anwesende Creditoren ihre vermeinte Credita verzeichnen zu lassen einzuheischen.
Folgen angegebene Credita:
außer 3 Jahre Pachtrückstand (jährlich 3 Gg und 1 Schwein) vor allem an ehemalige Knechte und Mägde wegen verdienten Lohns und geliehenem Geld(Sibylle Groppers, Henrich Jager, Joh Syckman, Henrich Schmitkamp) Ferner geliehen von Martin Rüschenschmit, Joh Hölscher, Berndt Jungeman,Thonies Schmitkamp, die Weistensche 9 Rthrl für Saatkorn, Catharina Zie 7 Rthlr (ca 85 Rthlr Schulden) Wehrfester werden verpflichtet, die versetzten Grund-stücke innerhalb von 6 Wochen wieder zu beschaffen Falls sie Bürgen stellen, sollen sie 8 Jahre Zeit haben, das Gut wieder schuldenfrei zu machen. Überwasser stellt allerdings den Antrag, mangels Masse den Rötgerman sofort zu entsetzen: Diesem nach sagt Anwaldt, daß nit allein aus ob angezogenen Augenschein und Notarietät sondern auch aus den angegebenen und gestandenen Schulden genugsamb dargethan und erwiesen, daß die Wervester nicht allein übell hausgehalten, die Pfacht nicht bezalet, sondern auch dies Guet dermaßen beschweret, da sie nach seiner Gelegenheit übell zu bezahlen, die Lenderei versatzt und verkaufft, das Holtz wie oben angedeutet verhauwen, sich dessen zum Augenschein referirendt, bath derohalber zu erkennen, daß beklagteWervester sich ihres am Guete bishero gehabten Gewinnes selbst de facto entsagt, und des halber schuldigh sein, sothanigen gehabten Gewinns und Guet Dominae proprietatiae wiederumb einzuräumen. DieGuetsherrinn
auch mögig und mächtig sey,. alle und jede Lendereien so ohne Bewilligung ausstehet, ohne entgedtnus wiederumb anzugreifen, und zu recu...
3 Pferde, 1 Kuh, 1 Kalb, 1 Sau, 4 Ferken
3 Betten mit Zubehör
1 Wagen, eine Mühlenkarre, 1 Stortekahr
2 Kessel, 2 Pötte
Besamedes: Weiten 10 Scheffel, steht dünn; Bohnen 2 Scheffel, Gerste 4
Sch, Hafer 8 Sch
Überwasser 680 1609 II 9
Erbgericht betr. Rötgerman
Pertientien des Hofes:
1. Kalverkamp (Rüschenschmidt 5 Sch Korn gesät)
2. Kamp gegen den Have 4 Sch Roggen
3. Kamp bawen upn Kamp gt (haben die beiden Bürger Vos und Rüschenschmidt)
4. Kl. Kempken gt. achterm Dyke (selbst)
5. 7 St. Feldland (3 Stück hat Angelkotte)
6. 1 St Thonieß Smidtkamp
7. Trine Smidtkamp 1 St; jedes St. 1 Scheffel Einsaat
8. 1 St Berndt Huerkamp
9. 1 St Joh Siepman
10. Uffen Grönen Wege 3 St; 2 St hat Berndt Junge
11. 3 St hefft Johan Hölscher
12. 2 St. hefft Johann Koningh
13. 2 St. Henrich Budde
14. 2 St an dem Buckeskamp (3 Sch.Hafer) hefft Johan Klöpper
1603 Überwasser XII M 11
Schulte zu Hinriking, Joh Siekmann, Bürger zu S, und Johan Osthaus Ksp Drensteinfurt und Hinrich Vornholt auf V. Erbe bezeugen die völlige Verschuldung des R. Die Grundstücke sollen desehalb einzeln ausgetan werden.
1608 ebda
Erbgericht über das Rottgermans Erbe Ksp Sendenhorst
Acta Discussionis de 1616
Rotgerman zu Sendenhorst Lenderey betreffend:
ein Kempken ist 4 Jahre verkofft, gt achterm Dycke
ein St. Veltland gt ufm Gronen Wege an Did. Hiddinghoff in Sendenhorst verkofft für 14 Rthl insamt (dat Kempken für 10, das Land für 24 Rthlr)
Überwasser verschreibt dem Ms Bürger Bernh Oisterman 60 Rthlr aus Röttermans Erbe in zwei Terminen.
Der Hof ist mit 71 Rthlr, die der alte Vater Hermann R. 1607 von Oisterman aufgenommen hat, belastet.
1664 I 20 FS MS LA 361.44
Röttgerman, Ehepaar und Söhne Andrees, Henrich
In Röttgermans Backhaus ein Wittib
1714 Studienfonds Überwasser M 11b
Decretum in Sachen Fisci et Fraterherrn cotra Rottgermeann wegen eine Zauns in Kossendrups Wiese
1732 ebda
Verpachtung der Rottgermanns Ländereien an Bürgermeister Ferdinand
Hölscher für 5 Gg (1 Gg = 1 3/4 Rthl; = 8 Rtlr 21 ß), 1 Schuld-schwein
1732-1740 ebda c
Heuernottul des Rottgermans Erbe
1734 Studf. Überwasser M 11b
Acta Rottgerman contra Holscher wegen eines verheuerten Kamps
1763 ebda
Parzellierte Verpachtung der Ländereien an Sendenhorster Bürger
1775 VII 12
Feststellung des Sterbfalls des Joan Herman Lauman, Zeller Rotgermann nach Angaben seiner zweiten Ehefrau Wwe Anna Elisabeth Bröcker:
Anno 1775 d. 12ten July ist auff Absterben des im Eigenthum am 1ten dieses mohnats verstorbene Joan Herm. Lauman aus dem Kirspel Sendenhorst Zeit lebens gewesener Zeller Rottgerman hinterlaßene zwyter Ehefrauen Wittiben Anna Elisabethen Broecker aus Sendenhorst so ahn das Mortuarium aufgeschrieben worden, ausgesagt und befunden zum Erbe Rottgerman obgesagten Kerspels und Bauerschaft gehörig seyn folgende
das ppalhaus mitn schorrenstein, erbauet in Anno 1748 catastriret sub N. 2, von 9 Fach, völlig mitn Strohdach und leimen Riemwänden, und umher das soolenwerk noch im zienlichen Stande
ein Backhaus von 2 Fach von Strochdach mehrenteils solen und dachloeß
obige beede Gebäude seynt zur Brand Sozietät ästimiret
ein Schoppe erbauet in Anno 1773, worinnen einerseiths Schwein ställe, gantz von Strohdach und von 4fach
ein Garthen zur rechtren hand des Haußes rund umher mit einer todten frächten von Gersten Einsaeth Sendenhorster maase ad
4 Scheff.
Kampf Land
Ein Kampf, der Roggenkampf genannt, hinter dem Garthen an beeden Seiden mit einer Wallhecken, schießend an des Rottgermans Erbes gründen und Schulten Tergeisten Busch, von Gersten Einsaeth ad
8 Scheff
für jetz mit 4 Schffel weißen weitzen und 4 Scheffel Roggen besahmet
ein dito, der Haugen Kampf genant, an beeden Enden mit einer Wallekcen, schießend an des Rottgermans Länderey und S. Tergeists Kampf von
für jetz mit 4 Sch. Rogfgen 4 Sch haberen und 4 Sch. auch weitze Gersten besahment
ein dito, der Rüschenkampf genannt, rund umehr mit einer Wallhecken, schießend von das gemeine Sundern Land und Röttgermans Kottkämpfgen und auch Zeller Kolsendrups Mehrkampf, woran Zeller Kolsendrup die Wallhecke in Süden gehöret und
daraus jährlichs dem Fraterhauß in Münster loco Canonis praestiret werden müßen 3 Scheffel Haberen, item um das andere Jahr 1 Fuhr reiß zu 21ß, dem Schulten Tergeist jährlich 3 Scheffel Haberen. Von Gersten Einsaet
worauff für jetz 1 Scheffel Einsaeth mit weißen Weiten und Trespet zugesayet, übrigens zur Bracke liegt
ein dito, das Kottkämpfgen genant, rund umher mitm Hagen. schießend an rottgermans Rüschen Kampff, und vor Endes des Zeller Kolsedrups Schürkampf
für jetz mit Roggen besahmet
ein dito, der Kalverkampff genant, rund um her mitm Hagen schießend an Rottgermans Kottkämofgen und Zeller Kolsendrups Mehr- und Schürkäpfen, auch an einer breiten Fahrstraßen ad
für jetz mit Leinsahmen mehrentheils für Frömbde und Gerste ad 6 Scheffel besahmet.
1 dito, das Schöttgen genant, rund umher mitm Hagen, wovn 2 Ende Hagens dem Zeller Kolsendrup und 2 Ende entlanges dem Zeller Rottgerman zugehörig, schießend für das Feld, die Steinbreede genant und Kolsendrups sogenante Huer-Breeden, ein Kampf von
1 Scheff.
für jetz mit Leinsahmen für Frömbde besahmet
ein dito, das Buckskämpfgen genant, rund umher mitm Hagen, wovon Rottgerman Erbe die Hagens am Gronen Wegsfelde und Schulte Tergeistes Busch zugehören
für jetz mit Weitzen besahmet, gleichwohl sehr schlecht dar auff der Weitze sich befindet
auffm Vörnholtz Berge
ein stücke an beeden seithen des Fraterherren zugehörigen Zeller Kolsendrups Gründe und vor Endes der Kirspelshagen und reisch Gründe von
3 Scheff
für jetz zur Bracke
zwei Stücke schießend ins Westen Schult Tergeistes Land, ins Osten Zeller Kolsendrups an beeden Seithen und vor Endes ins Süden Thieskötters Land und ins Norden für Zeller Kolsendrups Huerbredenkampfs Hagen von
für jetz mit weißen Weitzen besahmet
auffem so genanten hintersten Kolff
ein Stücke schießend ins Süden an den Kirspelshagen ins Westen an die Kirchenstücke, ins Oesten und Norden Zeller Kolsendrups Ländereien von
für jetz mit Braue Korn besahmet
In der Siegen Breede
vier Stücke schießend ins Süden an Zeller Kolsendrups dreisch Grund, in Westen an Schult Tergeist, in Oesten Graafen von Merfelds Zeller Vonrholtz und ins Norden Zeller Rotggerman Landen von
6 Scheff
für jetz mit Haber besahmet
auffen grünen Weg
drei Stücke schießend ins Süden und Norden an Zeller Rottgermans, in Westen der Vicarie in Sendenhorst, in Osten Zeller Vornholtz Lande von
6 Scheff.
drei Stücke an einander schießend, ins Süden an Zeller Rottgermans und ins Norden vor Schulte Tergeists Busch, ins Westen der Vicarie in Sendenhorst und Oesten Zeller Vornholtz lande von
2 Scheff.
für jetz mit Weitzen und Drespe besahmet
zwei Stücke grad an einander schießend, ins Süden an Bürgern Gerd Henrich Bonse, in Norden an Zeller Rottgerman, ins Westen Zeller Sievertsd Lande und ins Oesten an Bürgern Winkelsetts Buckkampf von
3 Scheff.
für jetz mit Lein, mehrentheils für Frömbde und Zeller Rottgerman besahmet
auffen Sundern
vier Stücke grad an einander schießend, ins Süden und Norden an den Fraterherren nun von Merten Krey unterhabenden Lande; ins Westen Zeller Röttgermans Kampf, Oesten Schulte Tergeistes Busche von
für jetz mit Habern besahmet
zwei Stücke grad an einander, schießend in Süden an Zeller Schöckinghoffs, ins Norden an dreischen Fahr weeg, ins Westen Zeller Röttgermans Rüschenkampf und ins Oesten Schulte Tergeistes Busche von
für jetz mit Habern und kleinen Böhnges besahmet, oder Braukorn
vier Stücke grad an einander, schießend ins Süden an den Fraterherren, nun von Merten Krey unterhabenden, ins Norden Schulte Tergeistes und Westen an Zeller Rottgerman lande und ins Oesten Schulte Tergeist Busche
8 Scheff.
für jetz dreischet
Summa Kampff und Feldlandes
7 M 7 Sch
Weide Grund im Mersch
ein Stücke, schießend ins Süden an Kirspelshagen, ins Norden Zeller Rottgerman, ins Westen und Oesten Zeller Kolsendrups Lande
zwei Stücke grad an einander, schießend ins Süden an den Kirspelshagen, ins Norden Zeller Rottgerman, ins Westen Zeller Kolsendrup, ins Oesten Thieskötter
ein Stücke, schießend ins Süden an den Kirspelshagen, ins Norden Zeller Rottgermans, in Westen und Oesten Zeller Kolsendrups Lande
auffen Treibe Land
ein Stück schießend ins Süden vor Zeller Rottgerman Land im Mersch, ins Norden Zeller Kolsendrups Brinckkampf, ins Westen und Oesten an Zeller Kolsendrups Lande von
Wießegrund
ein Wiesche, das Schöttgen genant, schießend an Schulte Tergeist Busch, Herrn Lohkamp in Münster Weidenkampf und Zellern Rottgeman beiden Haugen und Roggenkämpfen von
ein klein Büschlein, die Hage genant, wo zwischen der Fahrweg nach Münster ist, mit Eichen, Telgen und Weichholtz bepflanzet, vermits eines Grabens absondernd des Zeller Kolsendrups Grund von
gehöret zum Erbe in der Kirchen zu Sendenhorst ein und eine halbe Sitzung ohnweit des Thurms bey Zellern Schockemöllers Sitzungen, und welche die ersten seynt, haben 2 Sitzungen, damit also einer dem anderen nachgeben müße.
Auffen Kirchhoff
eine Begräbnisstätte grad gegen Herrn Pastoris Pforten Thür
Auffe dem Mersches Weide Grund die freye Außtrifft und Weide für sämbtliches Vieh, außer Schweine und Schaafen, so den Witern durch auffgefüttert worden, jedoch einen Hüter darbey zu halten.
item auffen sambtlichen Feldland von Korn entblößet, ohne einen Hüter und so bald solches darauff seyendes frombdes Land bearbeitet und besahmet wirdt, muß das Vieh darauf gehütet werden.
Gibt Schatzung mohnatlich in ordinarris
2 Rt 14ß
Landesherren Dienst würde nicht prästiret, werde Hunde- May- noch Dienstgeld zahlet.
Gutsherrliche Pfachte
5 Rt 13ß
item porcum
item müssen jährlichs ein zeitlicher Zeller Röttgerman mitsambt den übrigen Sendenhorster Überasserschen Eingehörigen das Ennigerloesche ausgedroschene Garben Zehndkorn und Stroh nach Münster fahren helffen, jedoch alßo, daß die Vorhelmer und Everswinckelsche Eigenbehörige vorzüglich das Korn, und die übrigen das Stroh und Bothewerck vor diesen gefahren hätten.
Ferner müssen ein zeitlicher Zeller Rottgerman mit die Eigenhörige Zeller Nieman Ksp Sendenhorst und Schulten Entrups Ksp. Albersloe spannen, den Sack-Zehendten in Sendenhorst auf S. Blasii des Jahres von Sendenhorst nach Zellern Westhues Ksp Hiltrup fahren helffen.
Item müsse zur Kirspels Fuhr ein Pferd auß thuen und so einer vier Pferde stellete, müssen zwei Pferde gestellet werden.
Ansonsten müsse wechselseithig zur Halbscheid die Kirchspelsbeschwer und Dienste verrichten
einem zeiltichen Dechandten zu S.Mauritz jährlichs in trmo Simonis et Judae Zehendten Weitzen, item 4 Pf, so in Sendenhorst gelieffert werden.
dem Archidiakono
Herrn Pastori pro Missactico auff Neujahr Gersten
item Flachs
Custodi 1 Brod von ¾ Scheffel Roggen, item 1 Hast von 6 Pfd oder ein halber Schweinskopf mit Ohr
umbs 2. Jahr zur Kirchen gegen Lichtmessen behueff Bauer Richters Kertzen Wachs
¼ Pfd
dem Herrn Staffhorst in Osnabrück gegen in tro zahlenden 2 Rthlr gutsherrlichem Capital ad
40 Rthlr
den Erben abgelebten Berndt Geileren in Sendenhorst vi Documenti Transactionis de 1769 jährlichs absque interesse terminum weiße mit 10 Rthlr bezahlen zu können
60 Rthlr
NB 1773 ist der letzte Termin gezahlt
wüßte sonsten kein mehreres Beschwer alß daß auffm Göhding und Musterplatz erscheinen und die Anzal schädlichen Vogel-Köpfen oder Eyer nach dem Fueß der Schatzun, auch jährlichs ein Göhdingshuhn an Herrn Gograffen ablieffern und die Göhdingshühner sämbtlich nach Münster bringen oder schicken müsse.
B. A. Busch. Ambtman, mmp.
Anno 1775 d. 13ten July ist auff absterben des im Eigenthum des am 1ten dieses Monaths verstorbenen Joan Herm Lauman aus dem Kirspel Sendenhorst zeitlebens gewesener Zellern Röttgerman selbigen Kirspels nach Hinterlassung seiner zeyeten Ehefrauen jetziger Wittiben Annen Elisabethen Broecker, in die 40 Jahren alt, aus Sendenhorst gebürtig, mit drey kleinen, ohnmündigen Kinderen das Mortuarium in Gegenwart des Voigten Holtkötter auffgeschrieben und von demselben ästimiret worden wie folget:
an Pferden
lichtbraunes Mutterpferd, alt 12 Jahr
greiß Ruhenpferd, mit beeden Aug blind, 12 Jahr
schartz braunes Mutterpferd, 11 Jahr
lichtbraun dito, 11 jahr
dito Ruhen, 3 Jahr
Horn Viehe
milchgebende lichtrothe Kuhe mit weißen Kopf, 9 Jhar
dito mitr weiße Bluhme, 3 Jahr
Ochse, falbroht mitm bunten Kopf, 2 ½ Jahr
jährige Rinder, jedes ein Jahr
Ochsgen flabroht
Bülleken. falbroht mitm weißen Kopf, 1 Jahr
Saug Kälber
Mutterschwein mit 6 Jungen
Schaafe nichts
Gänße nichts
Ändten nichts
In der Schoppen und außer Hoff
Beschlagwagen mitm Zubehör, alt
Blockwagen, alt
Sturtz Karre ohne Räder. alt
Auffer Deele im Hauß
Geschier zu 5 Pferden, alt von Leder
Schneide Lade mit 1 Meßer
Strohgaffeln
Schleppharken
Kuhsaile
Flachs-Reiße, alt
Flachs-Braecken sambt alten Heckelstuhl
Heckel und 1 Zwinge Block
Schüten
Eyßenwerk
Haele und 2 Länge haelen, alt
Brand ruthe, alt, Stückerey
Zange zum Feier
paar Eißen
Panne Kuchenpanne gelaget
Pötte ohne Stölpen
Kalte Ham
klein Pänneken
Achße (Axt)
Stoß und 1 Spannsäge
Rem Kette
Eggede Ketten
Haar mitm Hammer
Streich Eißen mitm Bolte
Kupfer daselbsten
kupferner Kessel von 1 Eimer, alt
Messing und Zinnen nichtes
Holtzen Werck
Löffelne
Kerne mitm Zubehär
Eimer mit eißen Bändern
Schüsseltrog
Küben, alt
Lauge-Budde, alt
Dranckfaß
Lind Fäßgen mitm Deckel beheuff Milch
Läupen und 1 Milch-Fäßgen
Kaeße Kübelgen
dito klein von 4 Füßen
alte Beeßen Stühle
an Steinwerck
Näpges
Im Molcken- und Bierkeller
Milchbaecken
Butter Küben mit 1 Pfund Butter
Milch Siegde mitm Zubehör
Schmand -Fäßgen
Bierkope oder Stame
Bier Tonnen
Bier Tönngen
Pechelfaß
Deichtrog von einem Wiedenbaum ausgeschlagen mit Zubehör
In der Cammer an der Küchen, wi Vidua schläft
alt schäpgen worinne alte Lumpen
Coffre worinnen der Vidua Kopzeug, 4 Hembde des abgelebten Zeller Rotgermans, 4 Hembde und Kleidung
Coffre, worinnen nichts befunden
In der Bettstatte daselbste
1 bomseiden Ober-, 1 drillen Unterbett, 1 drillen Pöll, 4 drillen Küssen und 2 Btte Lacken
In der Kammer, worin die Kinder schlafen, am Feuerherd
altes Schap
In der Bettstatte daselbsten
1 Bomsieden Ober- und linnen Unterbett sambt 2 linnen Küssen mit 2 lacken, gantz alt
Bettstatt alt in einander geschlagen
In der Neben Cammer daran, und zwar in der Bettstatte
bomseiden Ober- und linnen Unterbett mi 2 linnen Küssen und 2 Lacken, sehr alt
Spinnrade und 2 Haspele
auff der Auffkammer und Knechte Böhnen ichtes
an ohngeschnitten Linne nichtes
Tischlacken von Linnen, alt
linnen Handtücher, alt
Kornsäcke und 2 linnen Beutel
an gedroschen Korn nichtes
eingesaetes Korn
Garthen Gewachs zu
Weitzen 1 Malt 2 Scheffel, per Scheffel 3 Rthlr
Roggen 1 Malt, pro Scheffel 2 Rthlr
Gersten 6 Scheffel, pro Scheffel 1 ½ Rtlr
Braue Korn 6 Scheffel pro Scheffel 1 ½ Rhtlr
Buckweitzen Gersten 4 Scheffel pro Scheffel 1 ½ Rthlr
Habern 1 Malt 6 Scheffel, pro Scheffel 1Rthlr
Fuhder Heu
an ungedroschen Korn nichtes
an Baarschaft und Activ-Forderung nichtes
Summa Mortuarii
1775 VIII 29 (Überwasser Studienfonds 680)
Extractus Protocolli:
Wwe Zeller Herman R. Anna Elis. Bröker und Wilhelm R. ihr Stiefsohn erscheinen vor Notar Dufhues.
Wwe erklärt, daß sie sich mit Henrich Linnemann ehelich versprochen und das Erbe gewonnen hätten. Wilhelm R. habe bei ihrem +Ehemann 7 Jahre als Fahrknecht gedient.Er habe das nötige Linnen und Schuhe erhalten; Liedtlohn jährlich 8 Rthl = 56 Rthl sei sie schuldig. Wilhelm R.soll Martini 10 Rthl erhalten, den Rest gelegentlich.
Wilhelm stimmt auch dem Abstand seines Brunders Joan Bernd R. zu. Er habe von Erbe noch den Freibrief und 10 Rthkl Brautschatz zu erhalten Geschehen in der Wohnbehausung Notar Dufhues im Stuben an der Dellen,
Z Joan Dirck und Gerhard Henrich Stamkorte
1775 IX 17
Wwe R. hat sich mit ihrem ältesten Vorsohn (28J) Wilhelm verglichen: erhält bei seiner Bestattnis das nächstbeste Pferd oder Kuh, 10 Rthlr Brautschatz und Freibrief;
Vorsohn Joan Wilheln und Vortochter Anna Maria erhalten Freibrief und je 10 Rthl Brautschatz.
Wwe R. stellt Antrag den Eigenbehörigen des Domkap Bd Henrich Lindeman zu heiraten und ihnen das Erbe wenigstens 25 Jahre zu belassen
Joan Henrich Zeller Kössendrupos Erbe und großj Sohn Bernd Henrich vergleichen sich mit Henrich Zeller Rötgermans Erbe
Köss. hatte das Erbe vonm ehemaligen Fraterhaus seiner Weise unter, R. war an das hochadlige Gotteshaus Überwasser eigenhörig. Beide zeigen an, daß sie gemeinschaftlich in dem sog. unten am grünen Wegsfeld belegenen dreischen Mersch ihre Rinde zu hüten berechtigt. Weil sie aber besonders Hirten halten und täglich durch eine Straße über das grüne Wegsfeld hin und her treiben müßten, so hätten sie einen ewigen Tausch vorgenommen:
Kössentrup tritt an Röttgerman ab:
1. 9 St dreischen Grund 16 Sch im Mersch bei R. Gund
2. 2 St dreisch, in Zeller Vornholts Merschkamp 4 Sch Einsaat
Röttgermann tritt an K ab:
1. 4 St drreischen Grund im Hagenkamp 6 Sch Einsaat
2. 3 St dreisch Grund in so genannten Mersch 6 Sch
3. 1 St Bauland auffem Grünen Wegsfeld, auf die sogenannten
Heuerbreede, schießend 3 Sch Einsaat
4. 2 St Bauland auf dem gleichen Feld 3sch
5. ein klein zugemachtes Kämpchen an Köss. Kortenkamp 1 Sch
Zeugen der Verhandlung vor Notar Dufhues: Berndt Hinrich Lütkenhues, Berndt Hinrich Bunger
1783 ebda
Der hieher eigenhöriger Zeller R. S. wie im vorigen Jahre seine eingesäte Gerste und Haber völlig aufm Lande verdörret und fort jetzt kein Einsaatkorn wegen Mangel des Geldes bekommen könnte, bittet untertänigst ihm zur Einsaat etwa 3 Malt Gersten und 3 Malt Haber gegen Kappensaat zukommen zu lassen, maßen für den Anteil in deisem Jahr auf seiner Wehre (?) Korn aufem Lande verkauft werden möchte.
Resolution: wenn so viel vorrätig, wird bewilliget
Vor dem Sendenhorstischen Gericht in betr von Dr. Wettendorf und Bürgermeister Bonse gegen Zeller Röttgermann eingeklagte Schuldforderung von 120 Rthlr
weitere Kapitalforderungen
(71 Morgen) von Wilhelm Böcker, Stadt Sendenhorst, gekauft
1833 Mutterrolle
Nr. 2 Röttgermann fehlt
Röttgermann Joan Bauer 40J ooLütke Schute 40J, Kinder Anton 12J, Elisabeth 14J, Joan Bernard 6J
Leibzucht: Bröcker Elisabeth 80J Wwe des Bauern Rötgermann
Röttgermann, Eigentum des Wirts Bröcker
1828 StA Sendenhorst A 844
Adrian Rötchermann, Tagelöhner. Hat kein Eigentum: war Besitzer eines kleinen Kolonats,welches durch liederliche Wirtschaft seiner Schwiegereltern zugrunde gerichtet ist. Erhält aus Armenmitteln 7 Pfd Brot; 4 Personen
Bernard und Franz Röttgermann schulpflichtig, Wegen Bedürftigkeit Schulgeld reduziert.
Wilhelm Bücker für das Röttgermanns Kolonat 2 1/2 Thlr Altschatzpflicht
Bruland Klassensteuer 1 Thlr (keine Landwirtschaft, Mieter)
ca 1880 CTW III S: 34 Anm 4
Rotgermann, von Sendenhorst hinter Tergeist gelegen, ist eingegangen, Gebäude abgebrochen, Grundstücke aus dem Bröckerschen Bankrott von den Gebrüdern Brüning erworben, jetzt im Besitz von Roetering und Ehrenamtmann Brüning
1498 Hinrik upm Rotger cum uxore
1562 Meßkorn Rotgerman 1 Scheffel
1588 Kspschatzung 2 1/2 Rthlr
1589 Feuerstättenschatzung Rotger ein perdekotter
1658 2 Pferde, 3 Kühe
1664 Frau und 3 Kinder; 5 Personen
1665 Hausstättenschatzung: Pferdekotten; in dessen Backhaus Enneke Kötters, Arbeitsmensch und Wittib
1698 Seelenstandregister Colon Rotgerman. Henricus 44 J, Catharina Kolsendorf 45 J, filius Henricus, fil Hermannus, fil,.Christianus Anna filia (12, 8, 2, 15 J)
1760 Gutsherr Überwasser
1817 71 Morgen
1825 Dismembration; nicht zersplittert sondern Zeitpacht
1828 4 Personen, 2 Kühe, 2 Rinder, 1 Schwein
Zehnt an Mauritz (CTW)
Culsinctorep 3 mensura trit, 12 den 4 den min decimam
1492/1500 ebda
Luttike Culsinctorpe appelatur modo Rotgershove gl Abgabe
(Iste mansus attinebat abbatisse et monasterio trans Aquas)
1709 (Mauritz Z 3, Akten)
Lutke Kulsingtorp
1765 ebda
Zehntrückstände
1. Zeller Rottgerman muß jährlich 3 Sch Weizen 4 d tun: Rückstände 1758-1765
Das Gut ist seit 1759 meistbietend stückweise verpachtet
1792: Gutsherr Fraterhaus-Commission
nicht identisch mit dem mstr Lehngut Kulsinctorpe (die Vryehove), das ab ca 1550 dem Vornholts Erbe mit untergetan
Verkauf an Freckenhorst; usw
ca 1420 Einbürgerung Ahlen
Mette van Colsincdorpe, Johans dochter
1467 Domburse U 82
Serries van der Heghe, Berndes Sohn oo Locke verkaufen eine Rente von 2 Gg an das Domkapitel aus ihrem Gut Everdes Erve tho Kolsendorpe, Bft Kolsendorpe
Gerste: Colsynctorpe kerspel to Sendenhorst en molt
haveren: van eyner vryenhove to Colsincktorpe
1472 Domburse U 97
Serges von der Heghe to Hoitman, Sohn des +Bernd, verkauft eine Rente aus den Gütern Kolsinctorpe und Kleikamp
1477 Liesborn Akten
Lodwich Kolsendrup als Zeuge eines Hofgerichts wegen Rüschei
1548 Westerholt U 1977
Meister Johan Smit, Bürger binnen Sendenhorst tauscht Land im Pagenkamp, ufm Kolve, ufm Brinke, im Wyscher Mersch gegen Ländereien aus dem Erbe Colsendorp,Bft Broick, denen von der Heghe (Wwe Heghe, Andres und Adrian von der Heghe) gehörig
... Kolsendorp Sendenhorst 11 Sch Gerste, 11 Sch Hafer, 2 Sch Weizen, 1 Schilling.
1613 RKG S 5632
Wilhelm Ketteler, Drost zu Dülmen oo Anna v d Hegge (Hoetmar) verkaufen das Gut Kolssendorf an die Fraterherren.
Nach Entsetzung des bisherigen Zellers werden die Ländereien anderweitig verpachtet.
1650 30j Krieg:
Kosendorpff bekennt, daß er eine geringe Zeit das Erbe gebraucht; jedoch sich seines Schaden - ausbenommen der laufenden Schatzung - was Plünderung betrefft,berechnen könnte ad 70 Rthlr
Kolsendorff Backhaus: Herman Heiman, Weber
Kolsendorff: Ehepaar, Knecht und Sohn Henrich (4 Personen)
1781 Studienfonds 680 betr Rötgermann
Zeller Henrich Kössendrup und sein großjähriger Sohn Bernd Henrich zeigen an, daß sie das Erbe vom ehemaligen Fraterhause unter hätten. Vor dem Notar Dufhues einigen sie sich mit ihrem Nachbarn Henrich Zeller Röttgermann: Beide Zeller haben in dem unten am Grünen Wegs Feld belegenen dreischen Mersch das gemeinsame Recht, ihre Rinder zu weiden.
Sie beschließen einen Tausch:
1. Kössendrup überläßt R. 9 Stück dreischen Grund 16 Sch Einsaat, in dem Mersch bei R.s Grund, die R. mit Wall und lebendigen Frächten abkämpfen will.
2. 2 Stücke dreisch in Vornholts Merschkamp, 4 Sch;
Rötgermann gibt:
1. 4 St dreischen Grund im Hagenkamp 6 Sch
2. 3 St dreisch im Mersch 6 Sch
3. 1 St Bauland auffem grünen Wegs Feld auf sgt Heuner Brede schießend, 3 Sch
4. 2 St Bauland auf demselben Feld auf Kössendrups Korten Kamp sch; 3 Sch
5. ein kleine zugemachts Kämpchen a Kössendrups Kortenkamp, 1 Sch
Statistik - Besitzer - Abgaben
Schatzung 4 Personen
1 Schep Meßkorn
1588ff
4 1/2 Rthlr Schatzung, Kolßendorpf
Knechtschatzung: Herman tho loene 3 dall, fecit 6ß
de Maget Trine 1 dall, fecit 2ß
Kosentrup
Bernard Henrich Kössendrup 59J Bauer oo Hovestadt Anna Maria 45J
Kössendrup Bernard Henrich 20J, Gerhard Hch 4J, Elisabeth 17J, Maria Anna 15J
Sievert Anton 19J Pferdejunge
Bisch Seminar MS; (früher Fraterherren) Colonat Kössendrup
(Steuermeßzahl 213)
Theodor Kössendrup
Theodor Kössendrup, Landwirt
Heinrich, Bauer
1948 Heinrich Kössendrup oo Paula Wigger gt Pieper
Heinrich K, Landwirt
40.15ha, 1942 44,71ha
Theodor Kössendrup 44.72 ha
Wiedhoff, Ehepaar mit 5 Söhnen und 1 Tochter; 3 Kühe
Wiethoff, Klassensteuer 1-15 Thlr, Grundsteuer keine
Vornholz (1985 Josef Vornholz, Bauer)
1792: Gutsherr Graf Merveldt
1347 Überwasser Studienfonds XII M 1
Überwasser bekundet Übertragung der Asselenhove im der burschap Kulsynchtorpe situ für eine Memorie für Jutta, Schwester Conradts gt Schocken und ihre Eltern
1367 Überwasser, Studienfonds XII M1
Heyleweg de Wevelinchoven, Äbtissin zu Überwasser, bezeugt, daß die discreta puella Elizabeth de Zolde die manse Asselenhove in der Pfarrei Zendenhorst, burscapio Kulsynchtorpe Überwasser für eine Memorie übereignet hat
1470 Msc VII 1016 (Martini)
Johan van Weysten, Hinrick Seweker, Bernt Funke to Vorholte vam erven Vornholt in der tyt raetlude und tempelers der kerken to Sendenhorst bezeugen, daß sie mit consent Hern Hinrick Monnick verkauft haben für sich und das Kirchspiel dem Kapitel st. Merten bynnen Munster eine Rente von 2 Gg für 36 Gg unter Verpfändung der Kirchenrenten und Pächte.
De oulde Varnhollt unter den gemeinen Buren, die die Pertinentien der Hove Rüschei bestätigen
1501 XII M 5
Sophie Döbbers, Äbtissin zu Überwasser, bekennt, daß nach dem Tode des Rentmeisters Gert Ocke und seiner Frau, wie mit versiegelten Brief festgelegt, die Erben geheißen die Rotgershove und die Asselenhove anders Vornholtzhove im Ksp. Sendenhorst, an sie zurückgefallen sind.
Darauf hat sie Johan Ocke gebeten, die beiden Güter und auch die Vogelshove, die Joh Sneder anders gt Nyeman unterhat, vor Unrechtes Gewalt zu beschirmen zeit seines Lebens. Dann sollen die Güter und Leute wieder dienstfrei an das Stift zurückfallen. Johan Ocke soll dafür aus jedem Gut zwei Dienste haben, einen bei Gras und einen bei Stroh; außerdem 1 Rh Ggg
( zwe redelicke und matlicke deynste)
1509 a.a.O.
Johan Ocke oo Gertrud, Rentmeister, überlassen Überwasser ihr Gut Volkering im Ksp Greven Bft Hembergen gegen die Asselenhove, woraus sich die Äbtissin aber 2 Gg vorbehält.
1548 Fraterherren
Lagebeschreibung eines Grundstücks: Auf dem Kolsendorper Berge, Norden die Straße nach Vornhoelts Boem entlang dem Berg
v. Merveldt beschwert sich wegen der Kolsinctorpehove, ein Freienstoils guidt, das an das fürstl Amtshaus Wolbeck eigentümlich gehörig sein soll. Nach dem Rechnungsbuch sollen die Pächte nach Wolbeck gehen. Tatsächlich habe schon sein Vater Dietrich v M. die Hove keinem Eigenhörigen eingetan. Viel-mehr habe bereits sein Vater die Hoeve zu Kolsinghdorpe zu seinem Gut Vornholts Erbe, das sein Vater von dem erbaren Georg Bisschopingh, Ratsverwandten zu MS erblich gekauft hatte.
1611 Beckumer UB U 581a
Freibrief der Maria v d Recke, Wwe Merfelt zu Westerwinkel für Maria Vornholt, Tochter von Joh und Else auf Vornholts Erbe Ksp Sendenhorst
1622 Lembeck, Merveldt, Westerwinkel
Vornholt Ksp Sendenhorst Bft Brock
Weizen 1 Malt, Gerste 5.5 Malt, Hafer 4 Malt
2 Schweine, 1 Gans, 10 Hühner, 2 Gg Pension
von der Schlotwiese 14 Rthl
v Merveldt wegen der Kölsendorpffer Hove: keine Nachrichten..und nur unter den pertinentien Vornholtz Erbes sich etwas finden thuet, so vermöge alter Leuth Aussage zu dieser Hoven gehörig, aber fast wenig und von desselben Erben Gründen wobey es über Menschen Gedenken gebraucht, nicht wohl zu unterscheiden sein solle.
1670 Studienfonds Überwasser XIV H 1
Zehnt: ex manso Vornholts . von dem Asselen Hoven colonus solet dar 2 Goltgl ad 31ß , palmarum
Herrn Droste Merveldt eigenhörig, Schatzung 5 Rthl,liegt ganz desolath, haltet ungefähr 6 Molt Einsaat, welche meist wüst liegen, Heugewachs 3 Fuder, 10 Kuhweide eine gemeine Drifte. Ist nur 1 Molt zu Wimntersaat, im vorigen Jahr davon gekommen 17-7-6 Rthlr; kann bis Mai nichts tun; restiert
5 Rthl
Vornholz, Pächter Kerstien für 43 Rthl
???Überwasser verkauft Eichbäume von Volquins Erbe meistbietend (244 Rthlr Erlös)???
Pertinentien des Hofes u a Ppalhaus mit ausgeführten Schorrenstein
====> noch zu vervollständigen?
Pertientien des Hauses Sendenhorst:
die sog Kolsendorfer Hove (bisch Lehen): Die Hove ist zum schatzbaren Vornholtz Erbe mit in Pacht getan.
Henrich Wilhelm Schwanberg gt Vornholz 70J Buaer oo Steinmann Anna Gertrud 50J
Kinder (10!): Georog Hch 31J, Bd Hch 29J, Joan Bernard 28J, Ferdinand 15J, Christian 8J, Anna Maira 21J, Maria Anna 20J, Maria Catharina 18J, Bernardine 16J, Elisabeth 14J
Witwe Vornholz, 50 Taler Grundsteuer
Eintragung der gutsherrlichen Gefälle
Wwe Vornholz, 312 Mg
Neuer Besitzer Theodor Vornholz (durch Heirat der Wwe Christian Vornholz)
Versicherungssumme der Hofesgebäude (Haupthaus, 4 Nebengebäude) 2210 Thlr
Statistik - Abgaben
Herman Vornholt 5 Personen
5 Pferde, 5 Kühe, 8 Schweine; Einwohner
2 Sch Meßkorn (Kolsendorfer Hove bzw Vogelshove) 5 Rthl Monatsschatzung (ab 1538)
ein Knecht Bernt, jährlich 5 dall, fecit (Steuern)10 ß
Ehepaar, 1 Magd
251 Morgen
8 Personen, 4 Pferde, 2 Fohlen, 6 Kühe, 12 Rinder, 3 Schweine
Jodocus Heinrich Josef Vornholz
Theodor Vornholz, Landwirt
Josef Vornholz, Brock, Bauer
1895 60.26 ha
1937 63.39 ha
1938 Theodor Vornholz 63.11 ha
Brock 5 Wiedhof
kurzfristige Ansiedlung nach 1820 (ohne Dauer?)
1826 Wiedhof (1 Hund)
1828 8 Personen; keine Pferde; 2 Kühe, 1 Rind; keine Schweine5
spätmittelalterliche Gründung; ursprünglich nur aus dem Brock ausgesonderte Fläche: Name erst 1498
1359 Hülshoff U 226
Henric Wettendorp und Kinder verkaufen Godfrid Clevorn, Sohn des Joh Clevorn die Himenwysch, Ksp Sendenhorst, Bft Kolsentorp (Urkunde des Richters in opido Wolbeke Didr. Stenbeke)
1371 U 228
Cunegund, Johan und Vrederune verkaufen Joh Clevorn Hof Isvordinc Ksp S, Bft Broke bey Koelzinctorpe (B Lubbert Kloet, Thomas Horstorp)
1382 U 229
Herman Scomberch oo Gheyze, Sohn Joan verkaufen 10 St Land im Ksp S hinter dem Ostloe, das Ostlohe, ein End am Butenkamp, das andere an das Wießchenholt.
1521 CTWV Ägidii, S. 43
Pachtung einer Hove (Osthövener): Nytzaert 18 sc. ordei 18 sc. av. pensionum
1530 Anm. add. van unser Osterhove
1584 Hülshoff A 265
Margret Niestert verzichtet auf ihren kindlichen Erbanteil
Kloster Ägidii verpachtet Niestert die Osthov auf 8 Jahre
Verpachtung an Niesterwat auf weitere 8 Jahre
1603. 1611
weitere Verpachtungen an Niestert
1621, Liesborn A
Baursprache wegen der Liesbornischen Hove Rüschey. Die Bauern der Bft Brock kommen an Johan Nieserts Behausung, Zellern Niesers Erbe, so anetzo Bernhard Drost zum Hülshoff eigenhörig zusammen.; Zeugenvernahme Johan Niessert 40
1631 Hülshoff U 233
Tauschvertrag zwischen Droste Hülshoff und Dietrich von dem Berge auf Neuengraben:
Droste Hülshoffs Eigenhöriger Niestert erhält 5 Stück Land im Pferdekamp und Holz dabei; die Kerstingshove erhält 2 Stück im Hoimmersche und 1 Stück und 1 Örtken im Krannen.
Tausch zwischen Liesborner Hove Rüschei und Niestert. Nietsert erhält im Schuckingloe 5 Stück und im Schottelings Dreisch 5 Stück vor der schlichten Hegge, 4 Stück Heu in Niesterts Wiese;
Rüschey 10 Scheffel aus dem Freisenbusch
Bernt Niesert deponiert und bekennt, daß ihm erstlich von der Lunenburgschen Armada, wie diseleb hie durch das Landt gezogen an Pferde und Kühe hätten abgenommen, so er rechtmäßig könnte berechnen und setzet auf 150Rthl
als das Leger vor Münster gelegen, hätten sie ihm bagenommen an Vieh und anderen Sachen mehr über die 200 Rt
item des Obersten Ohr seine Reuterei wie sie im Kirchspiel Sendenhorst geloßirt, ihm 2 Kämpe mit Weizen abgeschnitten, ad minimum 150 Rt
item was ihm noch übrig, welche Völker er nicht spezifizierenn kann, an Pferden ihm abgenommen, so setzet er zum Geringsten mit Plünderung des Hauses ad 300 Rt
Gesamt 800 Rt
Henrich von Droste überträgt Bernd to Grachtrup oo Clara Schomackers Niesterts Erb nach Eigentumsrecht
Niestert: Ehepaar, Magd, keine Kinder
Gewinnbrief für Johann Hermann Niestert
Gogericht Sendenhorst gegen Niestert wegen Hellenbrüggenbach
Freibrief Elisabeth Suddendorf, Ehefrau Niestert
Suntrup Christiana Elisabeth 64J Wwe des Bauern Niestert; Kinder Joan Hermann 30J, Joan Bernd 8J, Maria Anna 19J
Wiegard Ferdinand 18J Schweinhirt, Inkmann Maria Catharina 20J
Niestert Hermann Hch in Kriegsdiensten
Vergleich mit Zeller Niestert wegen Entschädigung nach Aufhebung der Leibeigetumsgefälle
Separierung der Gemeinheit Bröcker Feld (247 Mg), Niesterts Anteil 6-104 Mg (Johann Henrich N.)
Johann Hermann Niestert, Versicherung Wohnhaus 1300 Thlr, Nebengebäude 300 und 200 Thlr
1852 XII 1
Ablösung der gutsherrlichen Gefälle
Joh Hermann Niestert (Steuermeßzahl 225)
Gerhard Niestert, Landwirt
Bauer Gerhard Niestert:Ausbruch der Maul- und Klauenseuche; Sperrbezirk
Haus Stapel, Akten
Sendenhorst, d. 2/10 1883
den Herrn Rentmeister Rose
wohlgeboren Münster
Mein lieber Herr Rentmeister!
Was haben sie nun eigentlich mit mir vor? Die nasse Zeit ist schon wieder eingetreten und mach dem Pollergraben ist das Wasser zugestaut und der frühere Abzugsgraben nur das Gras ausgeschaufelt.
Gegenwärtig steht das Wasser gewaltig. Noch davor bevor es über die Höhe sich drängt. Jedes Mal wenn ich auf der fraglichen Stelle komme, empfind ich eine große Betrübnis und gewaltigen Ärger, so daß mir oft unwillkürlich die Tränen in die Augen dringen.
Dann denke ich mir, hättest du den Revers unterschrieben, ohn vom Amtmann beglaubigt, wäre er mir nicht angenommen. Und die Herrn auf dem Amte rieten dir doch so entschieden zurück. Beim ersten Zusammentreffen mit dem Herrn Amtmann habe ich sofort wieder mit ihm Rücksprache genommen, der sagte mir, Du weißt doch wohl da schon so viele Bauern unterschrieben haben, was ihre Nachkommen bereuen können. Hüte dich davor...
Nun sind schom wieder 7 volle Wochen verflossen seit dem die Wasserschau Commission dabei gewesen ist und noch immer ist es beim alten. Ich sagte damals zum Herrn Förster Hese, ich wollte die Reinigung für3 Thaler übernehmen. Welchen Schaden in diesen 11 Jahren seit dem ich die Mark gekauft hab mir erwachsen ist, habe ich leider bisher erfahren müssen.
Denn die Weide benutze ich zur Schafhude und das übrige meist zum Acker. Ich bin gegenwärtig der Meinung, selbst das Sie durchkommen und ich schließlich abgewiesen werde. Aber was ist dann auf Ihrer Seite gewonnen? Meine Schafe verfaulen, meine Ländereien versunpfen und weshalb geschieht das? Ich habe kein Urteil dafür, denn ich kann mir nachdenken, wie ich will, ich habe keinen ihrer Herren jemals beleidigt.
Mein lieber Herr Rentmeister! In das Unvermeidliche muß ich mich fügen, zu Gericht gehen mit dem Freiherrn von Herremann tue ich nicht, das Sprichwort sagt, der kleinste Hund muß durchs Loch. Ich will statt dessen mit meiner Frau und Kinder täglich beim Abendgebet ein Vaterunser und Ave Maria zu unserm Vater im Himmel mehr beten, damit er die Herzen der Herren doch lenke, auch zum Wohle seiner Mitmenschen. Denn an Gottes Segen ist mir alles gelegen.
Sobald ich hier auf der fraglichen Stelle guten Abfluß habe, will ich Gott und demjenigen danken, der mir ihn verschafft hat, denn sobald das Wasser wieder über die Ufer des Hellenbaches geht, steht es mich diesen Winter wieder hoch auf die mit Winterfrucht bestellten Ländereien.
Es grüßt mit Hochachtung
Eure wohlgeboren untertänigster
H. Niestert
1938 Gerhardt Niestert 83.20 ha
b) Aktenzeichen D. 510.
Kreis Warendorf, Beckum, Müsnter und Steinfurt.
Gemeinde: Freckenhorst, Sendenhorst, Nienberge, Albersloh, Rinkerodde und Altenberge
(wo die verpflichteten Grundstücke liegen)
die Ablösung von Reallasten durch
Capitalzahlung unter Vermittelung der Rentenbank.
Verhandelt zu Münster den 1ten December 1852.
Zwischen dem Freiherrn Werner Constantin von Droste Hülshoff zu Hülshoff
und dem unten in § 4 Spalte 2 aufgeführten Verpflichteten ward nachstehende Auseinandersetzungs-Receß errichtet.
Seitheriges Verhältniß
(Leistung Auf den in § 4 Spalte 3 bezeichneten Grundstücken der Verpflichteten haftet zum etwaige Gegenlei- Vortheile des Berechtigten, jährlich termino Martini
stung die Verbindlichkeit zu folgenden Leistungen:
Verfalltag)
7. Auf dem Colonate Niestert Kirchspiel Sendenhorst.
a. dreißig Thaler in Conventionsmünze an Pacht.
b. zehn Hühner
c. für Sterbfall, Gewinn, Heimfall und dsa Theilnehmungs-Recht an den Colonatsholtzungen jährlich einen Thaler Conventionsmünze.
Völlige Ablösung § 2.
(der Leistung
u. etwaigen Gegen-
leistung) Die in § 1. bezeichneten Leistungen
werden hiermit abgelöst. Wie
Wie viel der in Anrechnung zu bringende Werth der Leistung
oder die vollen Renten betragen, ergibt die Spalte 5 des § 4.
Die Renten werden durch Baarzahlung des 18fachen Betrages seitens der Verpflichteten getilgt.
Der Berechtigte hat aber von der ihm gesetzlich zustehenden Befugniß, die Abfindung zum 20fachen Betrage der Jahresrente in Rentebriefen zu verlangen, Gebrauch gemacht.
Rückstände. Allenfallsige Rückstände mit Einschluß der am 11ten November curr. verfallenen Abgaben werden in der bisherigen Art an dem Berechtigten gezahlt und entrichtet.
Tabellarische § 4.
Wie viel der Berechtigte in Rentenbriefen und in baaren Gelde von der Rentenbank zu Münster zu erhalten hat, ergibt nachfolgende Zusammenstellung:
(folgt zweiseitige Tabelle mit 12 Spalten, waagerecht verlaufend; hier untereinander gesetzt):
Bezeichnung der belasteten Grundstücke
Das Colonat Nie-
des Hofes oder der Solstätte
stert in der Bauer-
der speciell belasteten Parzellen
schaft Brock No.
No. des Hypotheken-Buchs
cat. 6 Kirchspiels Sendenhorst
No. des Katasters
Vol. und Fol. des Hypotheken.Buchs
Betrag der Rente
36 Thlr (Taler) 8 Sg (Silbergrosch.) 1 dt (Pfg)
Betrag des Ablösungskapitals zum 18fachen Betrage
652 Rthlr 25 Sg 6 dt
Termin an welchem das Capital gezahlt werden muß
1ten April 1853.
Von dem Ablösungs-Capital fließen zur Staats-Schulden-Tilgungs-Kasse Thlr
Die Rentenbank erhält an jährlicher Rente aus der Staatskasse (5 pro Cent von Spalte 8) 4 ½ pro Cent von Spalte 10)
Der Berechtigte erhält in Rentenbriefen Thlr
baar als Abrundung Thlr sgr dt.
Bezeichnung des Berechtigten
Werner Constantin Freiherr von Droste Hülshoff zu Hülshoff.
Ausführung. § 5.
Die in § 1. aufgeführten Leistungen hören mit dem 11. November 1852 völlig auf.
Die Zahlung der Ablöse - Capitalien erfolgt am ersten April 1800 drei und fünfzig an die Köngl. Regierungs-Haupt-Casse zu Münster.
Zur selben Zeit wird dem Berechtigten die in den Spalten 10 und 11 des § 4 ausgeworfeneAbfindung von der Rentenbank gewährt, und von den (Stückrente bis zum Verpflichteten der bis dahin seit dem 11ten November 1852 nach Zahlungstrage) Verhältniß der Zeit zu berechnenden Renten nach den im § 4 Spalte 5 a angeführten Jahresbeträgen gezahlt.
(Laudemialrente
seit der Provocation)
Cession seitens des Der Berechtigte ermächtigt die Köngliche Regierung zu Münster zur berechtigten Theils.) Beitreibung des Ablösungs-Capitals nebst Verzugszinsen vom Verfallstage ab.
(Berichtigung) Beide Theile stellen der Königl. General-Commission die calculatorische Berichtigung der in diesem Recesse vorkommenden Zahlen Angaben außer der Spalte 5 des § 4 sowie die anderweite Bestimmung des in Spalte 7 daselbst gedachten Zahlungs-Termins, für den Fall, daß der Receß früh genug bestätigt werden konnte, anheim.
Kosten § 6.
Die Kosten der Auseinandersetzung werden zur Hälfte von dem Berechtigten zur Hälfte von den
Verpflichteten nach Verhältniß der von denselben übernommenen
Abblösekapitalien getragen.
Vollziehung. Zur Vollziehung dieses Recesses waren die am Schlusse dieser Verhandlung aufgeführten Personen anwesend, gegen deren Identität und Dispositions- fähigkeit kein Zweifel obwaltete. Ihnen ward der Receß langsam und deut lich vorgelesen und es wurden dieselben hierauf mit den Bestimmungen des § 95 des Ablösungs-Gesetzes vom 2ten März 1850 und des § 63 des Rentenbank-Gesetzes von demselben Tage näher bekannt gemacht, wobei zugleich bemerklich gemacht war, daß die Verpflichteten von der über- nommenen Verbindlichkeit, die Ablöse-Capitalien zur festgesetzten Zeit zu zahlen nicht wieder entbunden werden können, daß vielmehr, wenn die Zahlung der Capitalien nicht pünktlich erfolge, deren Beitreibung sofort, nöthigenfalls durch Subhastation der verpflichteten Grundstücke, veranlaßt werden müsse. Auch war den Anwesenden in Gemäßheit der Verordnung vom 20ten Juni 1817 bedeutet:
daß durch diesen Receß das Auseinandersetzungs-Verfahren dergestalt ab- geschlossen werde, daß die zugezogenen Interessenten nicht nur mit keinen Einwendungen wegen der hierin bestimmten Gegenstände, sondern auch mit keinen Nachforderungen auf Rechte, welche ihnen hinsichtlich dieser Regulierung zuständig gewesen wären und dabei übergangen sind, weiter gehört werden können.
Die Anwesenden genehmigten hierauf den Receß in allen Puncten und er klärten:
daß außer den durch den gegenwärtigen Receß zur Ablösung gekommenen Reallasten zwischen
dem berechtigten und den in § 4 aufgeführten Grundstücken keinerlei Ver pflichtungen, Leistungen oder Gegenleistungen mehr beständen, deren Ab
lösung nach den Bestimmungen des Ablösungs-Gesetzes vom 2ten Maerz 1850 bei der gegenwärtigen Auseinandersetzung hätte beantragt werden müssen.
Die Anwesenden baten, den Receß für jeden der Betheiligten auszufertigen und vollzogen hierauf zum Zeichen der genehmigung wie folgt:
Colon Johann Hermann
Niestert für sich und
namens seiner Ehe-
gez.: Niestert.
geb. Frommelt.
Werner Constantin
gez.: W. Frh. von Droste
Freiherr von Droste
der Special-Commissar
gez.: Filbry
(Schrifstück bricht hier ab; es fehlen aber keine wesentlichen Abschnitte)
Brock 7 Osthövener
Östlich eines Haupthofs gelegene Hufe; nicht sehr groß. Daher zeitweilig nicht selbständig bewirtschaftet sondern dem Nachbarn Niestert in Zeitpacht ausgetan. Der Haupthof könnte Schulte-Hinrich (Krieter) sein. Grundherr Kloster Ägidii. Da Ägidii zeitweilig mit Rietberg engere Verbindungen hatte, ist nicht auszuschließen, daß die Hufe aus Rietberger Besitz an Ägidii kam.
1498 nicht erwähnt, da verpachtet
1521 (INA [g.) Nytzaert 18 sc ordei 18 sc av (van unser Osterhave)
1553 Item de Osterhove de Nisert under hefft
1587 Verpachtung an Nyßert auf 8 Jahre (s. Niestert)
1594, 1603, 1611 weitere Verpachtungen
Im 30 j Krieg große wirtschaftliche Schwierigkeiten:
Verpachtung an Niestert: Vertrag zw Bernardt Droszte zu Hülshoff und Anna Kerckerinck, Abba: Vererbpachtung der Osthove an Nyßert von Nyßerts Erbe auf 8 Jahre für 3 1/2 olt Gerste und 3Å Molt Hafer; Schulte Bispinck Ksp Albersloh vom Hof 6 Schg Gerste; 4 Sch Weizen, 8 ß; Meßkorn an den Pastor zu Sendenhorst
1637-44 monatlich Schatzung von Niestert geliefert und gerechnet:
Aug/Sept 1639 Kaiserl Schatzung nach Warendorf (Hauptmann Becker)
1640 Hauptmann Hovel. Fortifikationsgelder nach Warendorf
1641 nach Lippstadt geliefert.
gesamt 126 Rthlr Schatzung von der Osterhove, 48 Gewinn aus den Ländereien, 78 Rthlr Verlust.
Wegen der Kriegszeiten kann Niestert die Hove nicht länger halten:
"Weylen aber leyder wie offenkundige eine Zeit von Jahren die schwere Contribution den armen Untertanen so woll an hessischer als keyserlichen seiten hochbeschwerlich auferleget worden, daß dardurch viele Menschen und Untertanen verloffen und alle das ihrige daran geben müssen, daher hat Niestert den Hof liegen lassen.
Nach Beschwerde des Bernard Niesert wegen zu hoher Pacht (da er noch hohe Kontribution zu zahlen habe) Neueinschätzung durch die Sendenhorster Bürger Rötger Schütte und Johann Lackkamp. Die Grundstücke (Feldland) können mit 18 RThlr veranschlagt werden.
1. Oistkamp am Brocker Feld 6 Reise 6 Rthlr
2. Kämpchen am selben Kamp 3.5
3. Achtern Wittenkamp Gerste 2 2
4. Auf dem Bröker Feld nach der Mark 7 3.5
5. Ein End in der Hüenwische an der Hegge 0.25
mit Schleyendörner bewachsen
6. Aufm Bröcker Feld in der gemeinen Höding 9 Stücke 3
7. Kämpchen im Ksp Albersloh hinter der Vogtschen Wiese
(Meykötter)
8. ein End in Wilckens Kamp
9. 1 Stück vor Sch Bernd Oßenkamp
10.2 Ende durch den Hagen bis an die Arenßbecke schießend auf die Bürglewes in Bucks Heymsburg Kamp
Nr. 7-10 nicht bei der Hove!
Pertinentien der Osterhove aufgenommen durch Bernd Middendorf, Bernd Sommersell, Henrich Kersting, Hermann Suermann
stückweise Verpachtung der Pertinentien an B Nißert, Wilcken, Ker-
sting, Osthaus, Maykötter (Albersloh) Schürckmann, Nolicken, Joh Monsterman
Ortsbesichtigung der Osthove
auf der seit ca 150 Jahren kein Haus gestanden und an den Nachbarn Nisert verpachtet. In den Kriegsjahren mußte N. die Kontribution aufbringen so daß Ägidii keine Pacht erhielt.
Neubau eines Hauses: 6 Gefach, stark genug von Holz auf dem dreyschen oder Heugrund auf dem vermutlich das alte Haus gestanden, die Neddentuür schier recht in den Mittag wohin sein Weg zum Bröckerfeld führt, der aber nach dem Busch genannt die Löhe gehet, im Norden über Kerstiens Hof. Die Last des Richtens hat Bürgermeiter Dietr. zur Geist so weit auf sich genommen, wie billig und hat vor uns (für das Kloster) ungefähr 40 Bürger
dazu begehret, welche den Tag unter und nach getaner Arbeit traktiert worden.
Darauf ist die Hove an Henrich Vornholte und T. Schackenhove verpachtet worden. Die beiden müssen das Haus de plano verfertigen lassen; das Kloster muß dazu 30 Rthlr und Baulatten von Werring beisteuern.
Designatio was ist verbraucht zur Ufferbauung des neuen Haues uff der Osthove
- 15 Pfd Käse- Erbsen
- 1/2 Tonne Bier zum Richtfest, noch mal 3 Tonnen
- 1/2 Scheffel Hafer und Heu für das Pferd des Amtmannes
- die Frauen, welche gekocht
- von Gewürz
- ein fett Schaf
Gesamtkosten 13 Rthlr
1665 Marg. Buck, Äbtissin zu Ägidii verpachtet Henrich vorm Holte oo Tryneken Schockenhove die seit vielen Jahren wüst liegende Hove gt die Oesthove auf 8 Jahre bis 1673. Sie stellt die Übernahme durch eines der Kinder in Aussicht.
Bauholz soll von Wering angewiesen werden. 30 Rthlr Weinkauf.
Osthove wüst, ist Closter Ägidii, gibt monatlich 1-16 bis 3-6 Rthlr ist von 43 Scheffel Einsaat, davon nur 16 Scheffel gut Land, das ander wüst. Heu nur für 7 Schilling. Hat im vorigen Jahr getan nur 9 Rthlr; restiert monatlich 3-6 Rthlr
Schätzung der Pachtergebnisse (durch Ägidii) einschließlich Haus und Garten) 16 Rthlr 6ß
Osthove und Hausstätte und Garten und etwas Heu auf dem Feld
Verpachtung der Oisthove an Gerdt Avermanns und Cath Backman auf 12 Jahre. Pacht 3 Rthlr, 50 Eier, 5 Hühner, Verpflichtung zur Schatzung Kinder müsen Ägidii 1/2 Jahr umsonst dienen; darauf 2 Jahre gegen gewöhnlichen Liedlohn
Osthöver zeigt an, daß er aus Alter und Schwachheit die Osthove nicht länger vorzustehen vermöchte und beantragt seinen Sohn Joest Herm oo Cath Teiner, Kötter, die Hove zu übertragen, Der Brautvater entrichtet 12 Rthlr Weinkauf.
Verzeichnis von Pertinentien im Ksp Albersloh
1806 I 31
Das Abstandsdokument ist ad 8285 ex 1829 der Regierung eingereicht.
Joseph Hermann Osthövener 56J Bauer oo Hoselmann Catharina Elisabeth 56J, Kinder Joan Bd 28J, Angela 24J
Zumbrock Maria Anna 10J
1861 IV 15
P. Lorenbeck bestätigt gerichtliche Schuldverschreibung über 1000 Rthlr zugunsten des Armenfonds von Kolon Osthövener.
Der Hof wird in den Schatzungs- und Meßkornregistern bis 1750 nicht geführt.
1792 Osthövener 2.16 Rthlr monatliche Schatzung
1828 10 Einwohner, 3 Pferdde 1 Fohlen, 2 Kühe, 4 Rinder, 1 Schwein
1760 Pastoratsabgaben: 1 Reiße Land bauen, Flachs, 1 scheffel Gerste
1839/49 Bernhard Osthövener, Steuerkapital 96 rthl
1895 Melchior Lohmann
1913 Wirt Möllenbrink Johann oo Christine Lohmann (Gebäudesteuer zahlt Bröcker)
1895 27.72 ha 1913 2 ha (!?)
1960 Bröcker
1938 Heinrich Bröcker Wwe, 13.56 Mg (50.52 Mg)
(1985 Rohlmann, Brock 17)
1792 Gutsherr: v. Landberg auf Steinfurt
1353 X 2 INA LH Drensteinfurt Schloß U 12
Everhardus dictus Evinchuez, weltlicher Richter der Stadt Ahlen, beurkundet, daß Alheidis, Wwe Heinrici dicti Scrodere, militis, und Henricus, Gostia, ihre Kinder, vor ihm verkauft haben proprietatem mansus Gerdinck, in parr. Zendenhorst, in burscapio dicto tho Broke, welche Hufe Themo dictus Buckestorp tytulo pheodali homagii besitzt, an Johannes et Ludolphus dicti Buckestorp, fratres, für 8 Mark als dorslachtes egene rechte
Bürgen mit Einlagerverpflichtung zu Münster: Henricus dictus Scrodere, Henricus dictrus Balke, Wernherus dictus van Alen, famuli
Zeugen Arnoldus et Johannes fratres dicti Voes, Requinus de Erlo, Wilkinus dictus van den Busche, Henricus dictus Thele, Gerhardus dictus van Elekinck
Siegel: ... S WERNERI DE ALEN (rechtsgewandter, sitzender Rabe)
(Muß identisch mit Kersting sein, da K. über Haus Riepensell an Drensteinfurt kam)
1472 Freckenhorst U 285a
Lambert Belholt, Bürger zu MS, tauscht Elsen, Tochter Kerstyens to Broke, Kps S. gegen Hörige im Ksp Telgte
1. Lagebeschreibung: 2 stucke up dem Broker velde, scheittet int Norden und Suden, sprecken sich int Norden, insait 2 scheppel Gersten, vornoten int westen Kerstinck, int Oisten Schulte Hinrich.
1636 Armenhaus U 26
Henrich Kerstien oo Trine zum Broke, Brocker Bft, leihen von Henrich Pustekreye oo Catharina Deckenbrock 60 Rthlr für den Brautschatz und Kindesteil der Meryen Kerstien. Sie setzen zum Unterpfand die an der Broker Mark am Kleiswevel belegene Wiese.
1650 30j Krieg
Kerstien referiert und bekennt, daß ihm zu unterschiedlichen Malen alle seine Pferde und Kühe abgenommen, daß unter allem von die Lüneburgische wäre ihm abgenommen 5 Pferde und 8 Kühe 200 Rt
Wie die Hessischen den Ham belegert, ihm abgenommen 3 Pferde und 8 Kühebeister auff geringeste gerechnet 120 Rt
Noch an unterschiedliche Überzügen und von unbekannte Raubers wären ihm allein an Pferde abgenmmen über die 400 Rt
Kerstien, Ehepaar und Tochter Christina (3 Personen)
Kerstien: in dessen Backhaus ein Tagelöhner
Kerstiens; Herding zu Riepnsell, ist ganz wüst gibt monatlich 1-3 Rthlr.
Insgesamt 66 Sch Einsaat, mehrenteils schlecht Feldland, wovon ad 10 Scheffel wüst liegen, Heu 6 Fuder, so gleichwohl untauglich, hat in 1676 getan 12 Rthlr; restiert monatlich 3.19.10
1711 (Riepenseel)
schatzbar, Zeller freien Standes; Pacht 16 Rthlr. 4 Gänse, 8 Hühner, 32 Pferdedienste
1737ff
Kersting: Pacht 12 Rthlr, Dienstgeld, 4 Gänse, 8 Hühner.
Zur Zeit des Joan Matth v d Reck wüst und vom Rezeptor stückweise ausgetan. Nichts eingekommen, außer daß aus Kerstings Wiese Grass holen lassen.
auf dem Erbe ein neues Haus, weil das vorige verbrannt, gesetzt und einem namens Meybaum untergetan, von welchen Mann aber nichts, sondern mit viel Mühe von dessen Caventen erhoben.
Jetzt neuer Colon, der bis jetzt, da das Erbe in einem wüsten Stande angetreten und die continuierliche Durchmarche ihn als einen Anfänger ganz zurückgeworfen, nicht erfüllen kann.
Joan Bd Kersting 68J Bauer, oo Storp Catharina 65J,Kinder Joan Bd 27J, Anna maria 33J
Zurheiden Caspar, Schweinehort 13J
Schmitz Elisabeth 14J Magd
J B Kersting (Steuermeßzahl 142 Rthl)
Kersting, Klassensteuer 4 Thlr, Grundsteuer 23-19 Thlr
Rohlmann gt Kersting
1907 Franz R gt Kersting
1969 Franz Rohlmann
1988 Anni Rohlmann, Brock 17
1895 33ha 1936 46ha
1938 Franz Rohlmann 38.87 ha
Schulze-Heinrich (1985 Hubert Krieter, Bauer)
1792: Gutsherr v. Kerckerinck zu Stapel
mit Schulze Bernd zusammen gegründet; Einödhof im landwirtschaftlich ungünstigen Gebiet zwischen Sendenhorst und Albersloh Gründer Grafen von Werl?,
Bis in die Neuzeit zusammen als Einheit betrachtet (Besitzer der Höfe machen gemeinsame Eingaben; gleiche Anteile in der Mark).
Sehr lange Zeugenreihe!
1437 III 31 Mstr UB S.644
Aleke Wwe des Joannes des Voygedes und Kinder verkaufen Lubbert Travelmann und Joh Prumbome, Verwahrer des Hl Geistes eine Rente von 72/4Mark aus Suidhoff im K Sendenhorst, B Broke und Höttingtorpe, K Oldenberge; beide Höfe frei und dorschlachtig Eigen
1486 Rechnungen 1, Domburse
Schulten ten Broke de agris uppen Koseldorper berge 6 scep avene
1487 II 7 Domkapitel U 65
Stiftung eines Benefiziums für einen Priester an der Pfarrkirche S. Servatii durch Priester Boldewinus Broeckmann.(zu seiner und seiner Eltern Seelenheil) Das Laienpatronat soll in den Händen der Nachkommen seines +Bruders B. liegen; Inhaber der Pfründe Vikar an Servatii. Renteneinkünfte aus Gütern im Ksp Altenberge, Telgte, Warendorf, Gut Frenking, Enniger, 1 1/2 G von Lambert Belholt aus dem Schultengut ten Broke Ksp. Sendenhorst
(Ist mit dieser Urkunde Sch Bernd gemeint?)
1524 Mensing U 74
Lyze Vagedz bekennt Freilassung des Berndt van Broke Sohn den Schulten Hinrichs van Broke und der Aleken, geb im Ksp Sendenhorst Broker Bft
1563 Msc I 57 (Abschrift)
Anna Travelmans Wwe Lambert Bucks up Sunte Ludghers strate verkauft dem Offizianten ULF Rente 120/10 Taler aus Grevinghoff und ton Broicke Ksp Sendenhort Brocker Bft
Wilbrand Plonnies oo Anna, Wwe Lambert Buck Gutsherr Schulze Bernd; Margarethe, Wwe Bernd Groll, Gutsherrr Sch Hinrich; Markenherren der Bröker Mark erlauben Herbort Wulfardt für Hof Boickholt Viehdrift
Schulte zu Hinriking, Bauerrichter
1621 (Stapel 312)
Anton Keithage oo Else, Bürger binnen S. bekennen, daß ihnen Sch Henrich oo Maria den gelobten Brautschatz ganz entrichtet haben.
Z Joh Ruschenschmidt, Joh Weisten, jetzig Püstekrey, Bernd Schulte zur Geist, Bürger
1626 (Stapel 312)
Hoff zu Henderkingh zu Broke; Weinkauf 150 Rthl, Henrich, Sohn des Zellers und Tonies Langenhorst; in 5 Terminen. Sterbfall 50 RThl; Wegen Krieg und Mißwachs nicht zur Ausführung gekommen.
1627 (Stapel 312)
Herman Hurkamp bekennt Zahlung von 10 Rthl durch Sch Hinrich in Anwesenheit Andreß Hinßenbrock und Temmo Hesse;
Geschehen in Hynrich Stryckmans huße in der Küche.
1630 (Stapel)
Schulte Henrich oo Cath bezeugen, daß Ihnen Junker Buck zu MS 1627 29 Rthlr geliehen.
1636 (Stapel)
Prozeß Cath Deckenbrock Wwe Hinrich Pustekrey gegen Anna Marg von Harde, Wwe Johan Eberhard Buck, Weiderecht der Rüschenhove.
1648 (Stapel 312)
Vor Herman Huge überlassen die Sendenhorster Kirchspielsprovi-soren Junker Bock die Schulten hove gegen Zahlung von 6 Rthl kaiserliche und hessische Kontributionm monatlich und 50 Rthl von Jan 1648 bis Jan 1649.
Der Sandkamp ist schatzfrei. Das Haus des Schulten ist niedergefallen.Die Schatzungsgelder sind monatlich an Dietrich zur Geist Haus abzuliefern.
Z: Junker v Drolshagen, Dietrich zur Geist, Bürgermeister, Caspar Geiler, custos
1661-69(Stapel)
Verpachtung des Schultengutes an Bernd Vornholt. Er soll das Haus auf Eberhard Bocks Kosten zu Ende bauen. Pachtfreiheit auf 2 Jahre, dann 2 Jahre die Hälfte.
Holzverkäufe aus dern Bröker Mark u. a. Schulte Henrich (Hausneubau?)
Schulte Henrich, Eigenbehöriger der Buck zu Grevinghoff, im Dreischen Grund "der Stock" zur Viehdrifft berechtigt
Schulte Henrich: Ehepaar, Junge (Knecht), Magd, keine Kinder
Sch Henrich, in dessen Spieker eine Tagelohnersche
1679-82 (Stapel 312)
Verpachtung an Bernd Vornholt. Von Kerckerinck behält sich die Mast in der Bröcker Mark vor.
1681(Stapel)
Pfändungsauftrag für Vogt Martin Suerman auf Anhalten Wwe Berhorst; gegen Schulte Bernd und Schulte Henrich
Prozeß Sch Hinrich gegen Deipenbrock zu Riepensell; weiterer Prozeß gegen Pustekrey (Streit wegen der Huderechte des Pustekreys, Pächter der Ruscheyhove 1697-1702)
Zeugenaussagen ua Bernd Zeller Wasserman an dem Hof zu Henrich erzogen und geboren.
1701-1712 (Stapel)
Pächter Johann Broickman und Cath Natorp
1717 Surenburg, Haus Grevinghoff M 535
...die zum Teil lange Jahre hindurch gestandenen sog. Sch. Berendes und Sch. Hinrichs im Ksp Sendenhorst gelegenen Schultenhöfe sind in einem gar schlechten Stand angegriffen und die darbey gelegene ganz öd und wüste Ländereien teils mit unserm sauren Schwitz und Arbeit, teils auch mit ahnsehnlich Gelde wieder soweit gebracht, daß die Schatzung gezahlt werden kann.
Bitte, die Nutzung der Bröcker Mark auf jeden Fall beim Erbe zu lassen, da sonst die Höfe wiederum im wüsten Stand gesetzt.
Unterschrift: Wwe + Johan Sch. Berendt
Johan Broickman gt Sch. Henrich
Antrag, weiterhin zu gestatten, daß die Höfe das guste Rindvieh in der freien allodial Bröker Mark weiden
An die Gutsherren v d Reck Steinfurt und Kerkering, Stapel
1720-31(Stapel)
Zeitverpachtung des Schulzenhofes Hinrich an Berndt Brockman oo Elisabeth Plattfodt aus dem Ksp Ascheberg, freien Standes Die Pächter bleiben freien Standes, auch ihre Kinder 300 Rthlr Weinkauf
Bei Teilung der Bröcker Mark ( im wesentlichen durch Haus Grevinghof und Steinfurt) erhalten auch die beiden Schulten einen Anteil: Sch Heinrich: im Stock und Westholz,
Sauerer Reck östl Seite 7985 Quadratruten (vomn gesamt 58620 Qur 13.6%
der gesamten Bröcker Mark
Nach alter Messung beträgt der Anteil 11 Malt 3 Scheffel mstr Gerstenmaß
Ernst Freiherr von Droste (auf Stapel) verpachtet Johann Melchior Eggers aus dem Ksp Havixbeck oo Kath Elis Gr Middrup Ksp Rinkerode nach Abstand des Ehepaares Bernd Leiverman gt Schulte Hindrich das im Ksp Sendenhorst gelegene Schulte Hindrichs Kolonat, den Pachthof Schulte Hindrichs Hof genannt einschl der sauren Wiesen aus der Bröcker Mark mit Aussicht, daß die Kinder den Hof übernehmen können.
Die bisherigen Pächter erhalten ein Abstandgeld von 80 Rthlr
Schulte Henrich gt. Levermann Joan Bd 55J Bauer oo Fridag Catharina Elisabeth 63J
Schmedtkamp Joan Bernd 28J Ackerknecht
Hiegemann Caspar 30J, Ackerknecht
Weddehage Anton 17J Schweinehirt
Bartmannn Bernard 17J Schweinehirt
Middendrup Catharina Elisabeth 18J Magd
Saerbeck Elisabeth 19J, Magd
1813 V 29 Stadtarchiv Sendenhorst II 5-13
Der Ackerknecht Johann Melchior Eggers aus dem Ksp Havixbeck, bei seinem Vater Johann Melchior Egger wohnhaft, gibt an, sich mir der im Ksp Sendenhorst wohnenden Jungfer Catharina Elisabeth Große Middendorff von Rinkerodde gebürtig, zu verheiraten und das Haus dem im Ksp Sendenhorst wohnenden Schulzen und Ackerbürgers Schulze Heinrich, Onkel seiner Braut, zu bewohnen und die fernere Wirtschaft einseitig zu übernehmen.
1833 Kolonatspertinentien:
Name Nutzung Größe
Rausenbusch SH 9- 82
Leien W 24-138
Haferland A 5-168
Weidenbusch SH 4-156
Saatbrink A 6-161
Humeltenbrink W 8- 99
Vogelhiege H - 17
Stak W 39- 75
Boverkampwiese A 1-127
Bleiche WW - 40
Garten G 1- 93
Wiese gegen den Hof WW - 91
Haus, Hofraum 90
Reuse A 14
Brökerfeld A 43
Lütke Bröker Feld A 18-132
Brokstratskamp A 5
Mittelste Heidkamp A 13- 31
Heidkampsbusch SH 4-156
Hinterste Heidkamp A 6- 85
Sambrink WW 7
Niesterts Busch W 1- 10
Sch Hinrichs Wiese WW 10-162
dazu 1836
Sandkamp A 4-147
Bröker Feld A 10- 80
Kleinere Parzelllen:
Nordhkamp
Voreste Stinkamp
Bröker Feld
Schulte Heinrich Fröhlich oo einzige Tochter des Pächters J M Eggers, Elisabeth; Pachtvertrag auf 50 Jahre 1841/1891. Weinkauf 500 Rthl, Pachtsumme 100 Rthl
Aufhebung der lebenslänglichen Pachtung !
Schulte Heinrich Fröhlich oo einzige Tochter des Pächters J M Eggers Nach +Heinrich Sch Fröhlich, 2. Ehe: Gerhard Everinghoff
Versicherung der Hofsgebäude: Wohnhaus 1800 Thlr, Schoppen 230 Thlr, Stall 60 Thlr.
von Droste Kerkering, Freiherr zu Stapel verpachtet Heinrichs Colonat bis 1891 an Gerhard Heinrich Everinghoff
1833 Pertinentien: insgesamt 285 Morgen; Reinertrag 422 Rthl Erwerbungen nach 1833: 1846 Bröker Feld 10-80 Morgen
1848 Friedhof, Nordkamp, Rövekmap, Winkel, Voreste Stinkamp, Alter Weg,
Bröckerfeld, meist kleine Parzellen
1895 Bernhard Everinghoff gt Schulze Hindrichs
1498 Schulte Hinrik 5 Personen
1588 Schatzung 7 Rthlr monachtlich
1589 Knechteschatzung: 2 Knechte Herman und Tonies. de eine 5 Daler, de ander 2 daler tho loene fecit 14ß (Steuern), 1 maget Anna 2ß (Steuern)
1900 Hubert Krieter
1947 Anton Krieter
1969 Hubert Krieter
1895 67ha
1947 64ha
1938 Hubert Krieter, 64.98 ha
Wilking (1985 Heinrich Leifert, Bauer)
1792 Gutsherr: v. Landsberg, Haus Steinfurt
möglicherweise ursprünglich zu Albersloh, Bft Storp, gerechnet; vgl die beiden folgenden Urkunden:
stimmt nicht, da Dunnincthorpe nicht gleich Storp!
1379 Ägidii U 154
Mechtildis, Äbtissin von Ägidii, gibt ihrem Konvent Renten von 12ß aus dem Gut Willikeshus to Dunninctorp, Alberslo
1379 Haus Borg U 16
Diderich v Stenbecke oo Hilleke, Tochter verkaufen Renten aus dem freien Gut Wylkens hues to Dunninctorpe Ksp Albersloh
(Wilken= Wilking; später Sendenhorst Brock)
1435 MUB U 621
Rentenregister des Leprosenhauses in Kinderhaus:
A d M CCCC XXX qunito ipsi die Vincula Petri redditus to Kinderhaus in parr. S. Ludgeri:
76. Jutte Belholt ut Willikens hus tom Broke to Sendenhorst 4ß (Dit betalt de Butemansche uth selgen Roleves hus Benholtes by der breeden Steghe)
Lambert Belholt, Bürger zu Münstser, tauscht Elsen, Tochter Kerstyens to Broke, mit Freckenhorst gegen Hörige im Ksp Telgte
Abgaben von 2 Mark an die Armen zu Kinderhaus durch Wilken de Starke (ders. Besitzer des Gobelenhoves Sendenhorst): Wilken namengebend für Wilking?
Wilcke ton Brocke unter den gemeinen Buren, die die Pertinentien der Hove Rüschey bestätigen
Wilkenn schatzpflichtig
Wilcken bekennt, es hätten die Lünenburgischen ihm abgenommen 5 Pferde, 9 Kuhebeister, 6 Schweine, gesetzte auf 212 Rt
item des General Ebbersteins Völker ihm abgenommen 3 Pferde und 15 Kühebeister, welche er ästimiert ad 180 Rt
Es wäre ihm auch unterschiedliche Mal sein haus ausgeplündert, auch Wagen und Pflüge abgebrannt und wegnommen, auch unterschiedliche Mal die Kornfrüchte auf dem Land verdorben, setzet insamt auf 300 Rt
Gesamt 692 Rt
1663 Haus Grevinghof
Marg Bischopink. Wwe Plonies an den Richter zu Sendenhorst um Restitution ihres Eigenhörigen Wilcken abgenommenen Viehs.
Wilken sei zusammen mit Schulte Henrich Eigenbehörigen des Buck zu Grevinghoff im dreischen Grund "der Stock" berechtigt, Vieh zu treiben.
Witwe Wilcken, Junge (Knecht) und Sohn (3 Personen)
Herding zu Ripenseel, monatlich 7 (?): kann das Erbe wegen Armut nicht brauchen und ist gegen die Schatzung gerechnet ganz schlacht und nicht suffizient. Hat im vorigen Jahr nur zahlen k|nnen 16 Rthlr
1711 Haus Drensteinfurt, Archiv Riepensell
Wilkens Erbe, schatzbar; Zeller im Eigentum: gibt jährlich 26 Rthlr, 12 Hühner, 32 Pferdedienste. (10Rthlr 18 Schilling)
Zeller eigen; jährlich 26 Rthl, Dienstgeld, 12 Hühner. vom Schilde (Wieschgrund) welche in das wüste Kerstings Erbe gehörig. jährlich 2 1/2 Rthlr.
bis 1741: 242 Rthlr Rückstand; deshalb Korn und graue Erbsen ausgedroschen und durch den Receptor wegen Schatzungsrückstand verkauft.
stückweise ausgetan
weil stückweise nicht genügend gebracht, dem alten Zeller ad interim wieder untergetan bis 1748.
Joan Hch Wettendorff gt. Wilking, Bauer, 43J oo Holtrup Anna Maria 41J, Kinder Wilking Joan Hch 12J, Georg Hch 10J, Bernard 1J
Holtkötter Maria Catharina 17J Magd
Rieping Maria Anna 18J Magd
Wettenmdorff Joan Hch 65J Witwer
Zeller Johann Henrich Wilking; Wohnhaus mit 1500 Thlr versichert (erhöht)
Joh Bernhard Wilking 133 Tl Steuermeßzahl
Wilking, Klassensteuer 6 Thlr, Grundsteuer 22-20 Thlr
1960 Leifert
1988 Heinrich Leifert, Bauer. Brock
1938 Josef Leifert-Wiling, 41.53 ha
1792 Gutsherr: v. Landsberg auf Steinfurt
Einödhof in der unbewohnten Grenzzone Sendenhorst-Albersloh; Doppelhofanlage Schulze Bernd-Schulze Heinrich; auf grundherrliche (Königliche oder gräfliche Initiative)
vgl: Besitzverhältnisse im 14. Jh: Heinrich Schröder, Besitzer der Freigrafschaft verkauft den Südhof zu Brock (Sch Hinrich) Da die Freigrafschaft von Limburg zu Lehen ging, ist eine Initiative der Werler Grafen bei Hofesgründung nicht unwahrscheinlich. Der Hof war ein Sadelhof (Mistfahren für den Pastor)
1338 X 7 Drensteinfurt U 7
famulus Stacius de Hovele, Jutta und Sohn Bernard verkaufen curtis dicta thon Broke, Pf Sendenhorst dem mstr. Bürger Johannes dictus Buck, Sohn des Rotbertus dictus Buck iure proprietatis et dominii (dorslacht eigen) für 90 Mark
Bürgen mit Einlagerverpflichtung in Münster:
Hermannus de Hovele, decanus eccl Mon
Rolandus de Vechtorpe
Hermannus de Zelen
Godefridus de Hovele
Conrad Scoke de Sendenhorst (mit Siegel)
Rodolfus de Berghe, famuli
1346 INA LH Drensteinfurt Schloß U 10
Johannes dictus Buck, Henricus und Elizabeth, seine Kinder, Bürger zu Münster, verkaufen die curtis dicta Northof ton Broke in parrochia Sendenhorst in burscapio Broke an die Bürger zu MünsterWilbrandus dictus Voghet, Arnoldus dictus Vos, iure proprietatis ac dominii (vor en dorslacht eghen) für 112 Mark und lassen sie auf im Gericht des Ecbertus Cleyhorst, Richter der Stadt Münster
Bürgen mit Einlagerverpflichtung zu Münster: Everhardus Korf, miles, Gerhardus van denSande et Bernardus eius filius, opidani in Warendorpe
Zeugen: Stenekinus de Emesbroke, hermannus dton Busche, Johannes et Henricus fratres dicti Vos, Hermannus et Willekinus Prumbon, Ecerbtus Scottorp, Johannes tor Lake, Gerhardus Cloth
Siegel: JOH D BUC (steigender Bock)
Anm: Höfe, Grundstücke sehr gefragt; Hohe Spekulations gewinne. Ca 24% Gewinn in 8 Jahren! Allerdings vor 1350 (Pest)
vgl: 1328 (U 6) Wilbrand Voget und Johannes Vos erwerben von H Schroder den Südhof thon Broke
Haus Stapel Urkunden hat folgende Abweichungen:
Jahreszahl 1340
(verschrieben?) Kinder Henricus, Elisabeth und Johannes;
curtim dictam Northoff ton Broke cum hominibus ad ipsam curtim pertinentibus......
1563 Dom Hs 24f 17'-18' (GV)
Anna Travelman Wwe des Lambert Buck auf der Ludgeristraße MS verkauft mit Einwilligung ihrers Schwagers Herman Schenckinck als Vormund ihrer Kinder eine Jahresrente von 2 Gg aus den Erben Grevinghove Ksp Alberloh und thon Broke Ksp Sendenhorst Bft Brock
B: Herman Schenckinck Johan Tilbecke
1577 Archiv Ketteler, Haus Möllenbeck U 487
Lambert Buck zum Grevinghof leiht 200 Rthlr und stellt zur Sicherheit das Gut schulte ton Broke Ksp Sendenhorst
Gerhard Schulte Berndt zum Brock oo Ennecke leihen von Christopher Keppel, B zu MS zu des Hofes Nutzen 200 Rthlr zu 6%. Joh Herding und Herman Plonies genehmigen als Erb- und Eigentumsherr die Darlehnsaufnahme. (Da Joh Herding wegen Leibeschwachheit nicht schreiben kann, unterschreibt seine Frau Clara Valbers gt Herdynck.)
Gograf und Richter Herman Huge immittiert Joh Keppel wegen 200 Rthlr in das Schultengut Gerhard Berninch zum Broke
1650 30j. Krieg:
Schulte Bernt zeegt, daß mit dem ersten wie die Hessen hier ins Land kommen, ihm, Schulte hätten gefangen genommen und für den Rantzus ihnen geben müssen 300 Rt
Nach der Zeit hätten die Hessische ihn zweimal nacher dem Ham geführet, welches ihm gekostet hätte und geben müssen 100 Rt
item lurz dar nach durch einen hessischen Überzug verloren 20 Rt
item hätten ihm die Lüneburgischen abgenommen 2 Pferde 50 Rt
Gesamt 470 Rt
Schulte Berndt, Ehepaar, Knecht, Magd, Sohn Johann (5 Personen)
Übertragung der Schuld durch Joh Keppel an die Jungffern zu Nießing (Mariental)
Herding zu Riepensell; ist unvermögend wegen vieler Sterbefälle und gemeine Not, auch Mißgewachs halber, kann monatlich über 4 Rthlr nicht prästieren
(Verkauf des Hauses Riepensell an Haus Drensteinfurt)
S. Bernds Erbe, schatzbar, wovon der Zeller freien Standes. Pacht 50 Rthlr, 32 Pferdedienste, 4 Pachtschweine, 4 Gänse, 8 Hühner. Dem Erbe ist die halbe Brökermark, halbe Westholz und der Ossenkamp für 42 Rthlr zugelegt.
... die zum Teil lange Jahre hindurch gestandenen sog. Sch. Berendes und Sch. Hinrichs im Ksp Sendenhorst gelegenen Schultenhöfe sind in einem gar schlechten Stand angegriffen und die darbey gelegene ganz öd und wüste Ländereien teils mit unserm sauren Schwitz und Arbeit, teils auch mit ahnsehnlich Gelde wieder soweit gebracht, daß die Schatzung gezahlt werden kann.
zusammen mit den übrigen Bröcker Höfen von Joh Matth. v d Reck seiner zweiten Frau anna Adolphina geb Freiin von Wolff-Metternich und ihren Erben übertragen.
Sch Bernd, freien Standes 60 Rhtl Pacht, Dienstgeld, 4 Schweine, 4 Gänse, 8 Hühner = 82 Rthlr
bis 1742 440 Rthlr Pachtgrückstände, die bis 1748 aufgearbeitet
S. Bernd Mast im Löwen (5 Schweine)
Schulte Bernd Bernard Theodor 30J Bauer oo Bockholt Clara 30J, Kinder Bernd 7J, Anna Maria 10J
Dienstpersonal:
Heidkötter Bernard 23J Ackerknecht
Laumann Maria Anna 22J magd
Laukötter Elisabeth 23J Magd
Bernd Joan Hch 26J, Ackerkencht
Bockholt Hermann 18J Ackerknecht
Bröcker Anton 9J, Schweinehirt
Theodor Berns, 62 Taler Grundsteuer, ist in crimineller Untersuchung, steht unter polizeylicher Aufsicht
1498 Schulte to Broke 6 Personen
1544 Schulte Berend Schatzung 7 Rthlr
1588ff dito
1589 Knechteschatzung: 2 Knechte Johannes und Kerstien dem einen 3 dall, dem anderen 2 dall tho loene, 1 Maget Trine, tho loene 1 dall
1847 Sch Berns, Bernhard Dietrich, Steuern 442 Rtl
1848 Bernd Austermann 40J, Kolon; Franz Thiemann 25J, Knecht
1895 Bernhard Austermann gt Schulze Bernd
1969 Hubert Schulze Bernd
1895 51,48ha
1938 Bernhard Austermann, 55.45ha
Joan Hermann Laumann gt. Wallkemper 60J Kötter oo Catharina Boickmann 68J, Kinder Joan Bernard 29J, Joan Hch 6J
In Kriegsdiensten Laumann Hermann Henrich
Wallkämper
Franz, Johann und Heinrich Laumann schulpflichtig; Schulgeld reduziert wegen Bedürftigkeit
Brand des Wohnhauses Laumann gt. Wahlkämper; 500 Thlr Entschädigung
Walkemper, 5 Personen 3 Pferde, 1 Kuh, 2 Stück Jungvieh, 1 Schwein
Walkemper Klassensteure 3 Thlr, grundsteuer 6-20 Thlr
Hermann Wallkemper, 32J Kötter
1938 Heinrich Laumann, 26.12ha
Bernhard Brunnemann, Bauer
Holtkötter gt. Wilkingskötter Joan Hch 65J Tagelöhner oo Wilking Anna Maria 45J, Sohn Anton 2J
In Kriegsdiensten Wilking Friedrich
Wilckingskötter
Wilkingskötter: 4 Personen 1 Rind, 1 Schwein; keine Kühe, keine Pferde
Wilkingskötter, Klassensteuer 1-15 Thlr, keine Grundsteuer
Johann Bücker gt Vorst, 38J; Kötter
Wwe Heinrich B, Gertrud geb Kaldewey
1895 4.98ha
1920 13.56ha
nach 1825 gegründet
1828 StA Sendenhorst A844
Tieskötter, Kötter. besitzt Häuschen und einige Morgen Land, worauf auch Schulden lasten. Mangel an Arbeit. 5 Personen; erhält 10 Pfd Brot aus Armenmitteln
1848 Henrich Thieskötter 32J Kötter
Röttgermann Franz 24j; Knecht
1940 August Peters 4 ha
Brock 15 Sander
vor 1938 Venjakob
1938 Theodor Sander 2.81 ha
ca 1950: Landwirt Sander 80J. erwarb vor Jahren die Venjakobsche Besitzung in der Bft Brock.
Laumann gt. Wahlkemper nach Brand des Wohnhauses eines Brandentschädigung von 500 Thlr.
Walkemper Letztbietender bei der Steinfuhre aus dem Arenfeld (Chaussee Sendenhorst-Drenstenfurt)

References: § 4
 § 4
 § 2
 § 1
 § 4
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 § 5
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 § 4
 § 4
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 § 6
 § 95
 § 63
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