Source: http://relevancy.bger.ch/php/aza/http/index.php?lang=de&zoom=&type=show_document&highlight_docid=aza%3A%2F%2F15-04-2014-9C_866-2013
Timestamp: 2016-10-21 14:52:43+00:00

Document:
9C_866/2013 (15.04.2014)
9C_866/2013 � � Urteil vom 15. April 2014
Beschwerde gegen den Entscheid des Sozialversicherungsgerichts des Kantons Z�rich vom 23. September 2013.
Z.________ (geboren 1954) lebte von 1972, dem Jahr ihrer Heirat, bis 1981 in Frankreich, wo 1973 und 1980 ihre S�hne auf die Welt kamen und wo sie seit 1976 berufst�tig war (Arbeitsbescheinigung der C.________ vom 18. April 1980). In der Folge lebte sie mit ihrem Ehemann und den beiden Kindern in Bosnien, ihrer Heimat, wo sie ausschliesslich Familien- und Hausarbeit verrichtete (vgl. das �rztliche Zeugnis des behandelnden Psychiaters Dr. med. G.________ vom 12. September 2002). 1993 fl�chtete sie mit ihrer Familie in die Schweiz. Ende Juli 2002 meldete sie sich ein erstes Mal wegen psychischer St�rungen bei der Invalidenversicherung an und beantragte unter der Angabe, sie sei Hausfrau, eine Rente. Nach Einholung von medizinischen Berichten, unter anderem des behandelnden Psychiaters Dr. med. G.________, der eine Panikdisorder seit mindestens 1993 diagnostizierte und der Versicherten eine volle Arbeitsf�higkeit im Haushalt attestierte, sowie nach Veranlassung einer Haushaltabkl�rung (vom 20. Dezember 2002) verneinte die IV-Stelle unter der Annahme, die Versicherte sei auch im Gesundheitsfall als Nichterwerbst�tige einzustufen, einen Rentenanspruch (Verf�gung vom 11. M�rz 2003, best�tigt mit Einspracheentscheid vom 2. April 2003).
A.b.�Z.________ meldete sich im August 2007 ein zweites Mal zum Leistungsbezug an; dabei gab sie an, f�r rund Fr. 800.- pro Monat in zwei Haushalten t�tig gewesen zu sein, wegen eines Knieunfalles im M�rz 2007 aber damit habe aufh�ren m�ssen. Die IV-Stelle holte wiederum medizinische Unterlagen ein, unter anderem die Akten der Unfallversicherung. W�hrend Dr. med. G.________ eine volle Arbeitsf�higkeit im Haushalt attestierte (Bericht vom 17. Dezember 2007), bezifferte der Orthop�de des Unfallversicherers die Arbeitsf�higkeit auf 50 %. Des weiteren veranlasste die IV-Stelle ein weiteres Mal eine Abkl�rung der beeintr�chtigten Arbeitsf�higkeit in Beruf und Haushalt (Bericht vom 30. April 2008). Dabei gab die Versicherte unter Anwesenheit ihres Ehemannes an, sie w�rde, w�re sie gesund, weiterhin bei zwei Familien Putzarbeiten erledigen und im �brigen den Haushalt f�hren. Im Einwand zum Vorbescheid, der wiederum eine Rentenabweisung in Aussicht stellte, machte die Versicherte geltend, eine Erwerbst�tigkeit von mindestens 50 % im Gesundheitsfall w�re ihr m�glich gewesen. Unter der Annahme, die Versicherte w�re zu 15 % erwerbst�tig und w�rde die restlichen 85 % ihres T�tigkeitsumfangs den Haushalt f�hren, errechnete die IV-Stelle einen Gesamtinvalidit�tsgrad von 24 % und wies das Rentenbegehren wiederum ab (Verf�gung vom 20. November 2008, Einschr�nkung Haushalt: 10,4 %; Einschr�nkung Erwerb: nicht berechnet).
A.c.�Im Rahmen einer dritten Anmeldung vom 25. M�rz 2011 bezeichnete sich die Versicherte wiederum als Hausfrau. Im Formular zur Fr�herfassung vom 28. Februar 2011 liess sie zur beruflichen Situation ausf�hren, sie sei zu 90 % Hausfrau und zu 10 % in der Haushaltreinigung t�tig. Die IV-Stelle veranlasste eine dritte Abkl�rung im Haushalt und holte medizinische Berichte ein. Der nunmehr behandelnde Psychiater Dr. med. P.________ diagnostizierte im Juli 2011 eine chronische rezidivierende depressive St�rung, bis mittelgradige Episode, eine Angstst�rung und Panikattacken, ein schweres obstruktives Schlafapnoesyndrom (unter CPAP-Therapie) und eine schwere Gonarthrose beidseits. Die Versicherte, so die Einsch�tzung des Psychiaters, w�re im Gesundheitsfall 60 - 70 % erwerbst�tig; im Haushalt sei sie erheblich auf Verwandtenhilfe angewiesen. Bei dieser erneuten Haushaltabkl�rung (Bericht vom 25. Januar 2012), an der wiederum der Ehemann und erstmals auch ein Sohn der Versicherten anwesend waren, f�hrte die Versicherte erstmals aus, sie w�re bei guter Gesundheit zu 100 % erwerbst�tig; ihre gesundheitlichen Einschr�nkungen seien in etwa gleich geblieben. Die Abkl�rungsperson hielt fest, eine geringe Erh�hung der hypothetischen Erwerbst�tigkeit der Versicherten sei plausibel, weil der Ehemann sein Pensum als Chauffeur bei einem B�cker habe um 15 % reduzieren m�ssen, weshalb bei der Versicherten nicht mehr nur von einer 15%igen, sondern von einer rund 30%igen Erwerbst�tigkeit im Gesundheitsfall auszugehen sei. In den restlichen 70 % sei die Versicherte im Haushalt t�tig. Die Haushalteinschr�nkung betrage 44 %; im Erwerbsbereich sei sie ganz arbeitsunf�hig. In Anwendung der gemischten Bemessungsmethode gelangte die IV-Stelle zu einem Gesamtinvalidit�tsgrad von 60.85 % und verf�gte am 7. Mai 2012 die Ausrichtung einer Dreiviertelsrente ab 1. Oktober 2011.
Die hiegegen erhobene Beschwerde wies das Sozialversicherungsgericht des Kantons Z�rich mit Urteil vom 23. September 2013 ab.
Z.________ l�sst Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten f�hren und die Aufhebung des angefochtenen Urteils, die Zusprechung einer ganzen Rente ab 1. Oktober 2011, die unentgeltliche Prozessf�hrung sowie die Bestellung eines unentgeltlichen Rechtsbeistands beantragen.
Die IV-Stelle des Kantons Z�rich schliesst auf Abweisung der Beschwerde. Kantonales Gericht und Bundesamt f�r Sozialversicherungen verzichten auf eine Vernehmlassung.
1.1.�Das Bundesgericht wendet das Recht von Amtes wegen an (Art. 106 Abs. 1 BGG). Es ist folglich weder an die in der Beschwerde geltend gemachten Argumente noch an die Erw�gungen der Vorinstanz gebunden; es kann eine Beschwerde aus einem anderen als dem angerufenen Grund gutheissen und es kann sie mit einer von der Argumentation der Vorinstanz abweichenden Begr�ndung abweisen (BGE 130 III 136 E. 1.4 S. 140). Immerhin pr�ft das Bundesgericht, unter Ber�cksichtigung der allgemeinen Begr�ndungspflicht der Beschwerde (Art. 42 Abs. 1 und 2 BGG), grunds�tzlich nur die geltend gemachten R�gen, sofern die rechtlichen M�ngel nicht geradezu offensichtlich sind (BGE 133 II 249 E. 1.4.1 S. 254).
1.2.1.�Die Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten kann wegen Rechtsverletzungen gem�ss Art. 95 und 96 BGG erhoben werden. Das Bundesgericht wendet das Recht von Amtes wegen an (Art. 106 Abs. 1 BGG). Es legt seinem Urteil den Sachverhalt zugrunde, den die Vorinstanz festgestellt hat (Art. 105 Abs. 1 BGG). Es kann die Sachverhaltsfeststellung der Vorinstanz auf R�ge hin oder von Amtes wegen berichtigen oder erg�nzen, wenn sie offensichtlich unrichtig ist oder auf einer Rechtsverletzung im Sinne von Artikel 95 beruht, und wenn die Behebung des Mangels f�r den Ausgang des Verfahrens entscheidend sein kann (Art. 105 Abs. 2 BGG und Art. 97 Abs. 1 BGG).
1.2.2.�Eine Sachverhaltsfeststellung ist nicht schon dann offensichtlich unrichtig, wenn sich Zweifel anmelden, sondern erst, wenn sie eindeutig und augenf�llig unzutreffend ist (BGE 132 I 42 E. 3.1 S. 44). Es liegt noch keine offensichtliche Unrichtigkeit vor, nur weil eine andere L�sung ebenfalls in Betracht f�llt, selbst wenn diese als die plausiblere erschiene (vgl. BGE 129 I 8 E. 2.1 S. 9; Urteil 9C_967/2008 vom 5. Januar 2009 E. 5.1). Diese Grunds�tze gelten auch in Bezug auf die konkrete Beweisw�rdigung (Urteile 9C_999/2010 vom 14. Februar 2011 E. 1 und 9C_735/2010 vom 21. Oktober 2010 E. 3; SVR 2012 BVG Nr. 11 S. 44, 9C_779/2010 E. 1.1.1).
1.2.3.�Dem Sachgericht steht im Bereich der Beweisw�rdigung ein erheblicher Ermessensspielraum zu (BGE 120 Ia 31 E. 4b S. 40). Das Bundesgericht greift auf Beschwerde hin nur ein, wenn das Sachgericht diesen missbraucht, insbesondere offensichtlich unhaltbare Schl�sse zieht, erhebliche Beweise �bersieht oder solche willk�rlich ausser Acht l�sst (BGE 132 III 209 E. 2.1 S. 211; zum Begriff der Willk�r BGE 137 I 1 E. 2.4 mit Hinweisen S. 5). Inwiefern das kantonale Gericht sein Ermessen missbraucht haben soll, ist in der Beschwerde klar und detailliert aufzuzeigen (BGE 130 I 258 E. 1.3 S. 261).
Streitig ist der Rentenanspruch der Versicherten ab 1. Oktober 2011 und damit zusammenh�ngend die Fragen, nach welcher Bemessungsmethode deren Invalidit�t zu bestimmen sei bzw. ob und bejahendenfalls in welchem Umfang die Beschwerdef�hrerin erwerbst�tig w�re, wenn sie nicht krank w�re. Dabei ist mit anderen Worten vorab der invalidenversicherungsrechtliche Status der Beschwerdef�hrerin zu bestimmen.
3.1.�Das kantonale Gericht hat die f�r die Beurteilung des geltend gemachten Rentenanspruches massgebenden gesetzlichen Bestimmungen und die hiezu von der Rechtsprechung weiter konkretisierten Grundlagen - soweit hier von Belang - zutreffend dargelegt, worauf verwiesen wird. Dies betrifft namentlich die Voraussetzungen f�r einen Rentenanspruch (Art. 28 Abs. 1 IVG) und dessen Umfang (Art. 28 Abs. 2 IVG) sowie die Invalidit�tsbemessung (Einkommensvergleich, Bet�tigungsvergleich oder gemischte Methode; Art. 28a IVG und Art. 16 ATSG). Richtig sind auch die vorinstanzlichen Ausf�hrungen �ber die Bedeutung von Berichten �ber die Abkl�rung im Haushalt und deren Beweiswert (Urteil 9C_25/2008 vom 30. Juni 2008 E. 4.2; Urteil des Eidg. Versicherungsgerichts I 90/02 vom 30. Dezember 2002 E. 3.2.3, nicht publiziert in BGE 129 V 67, aber in AHI 2003 S. 215).
3.2.�Ob und gegebenenfalls in welchem zeitlichen Umfang eine in einem Aufgabenbereich t�tige versicherte Person (Art. 5 Abs. 1 IVG in Verbindung mit Art. 8 Abs. 3 ATSG) ohne gesundheitliche Beeintr�chtigung erwerbst�tig w�re (Statusfrage), ergibt sich aus der Pr�fung, was sie bei im �brigen unver�nderten Umst�nden t�te, wenn keine gesundheitliche Beeintr�chtigung best�nde. Entscheidend ist somit nicht, welches Ausmass der Erwerbst�tigkeit der versicherten Person im Gesundheitsfall zugemutet werden k�nnte, sondern in welchem Pensum sie hypothetisch erwerbst�tig w�re (BGE 133 V 504 E. 3.3 S. 507; Urteil 9C_49/2008 vom 28. Juli 2008 E. 3.3; je mit Hinweisen). Bei im Haushalt t�tigen Versicherten im Besonderen (vgl. Art. 27 IVV) sind die pers�nlichen, famili�ren, sozialen und erwerblichen Verh�ltnisse ebenso wie allf�llige Erziehungs- und Betreuungsaufgaben gegen�ber Kindern, das Alter, die beruflichen F�higkeiten und die Ausbildung sowie die pers�nlichen Neigungen und Begabungen zu ber�cksichtigen. Massgebend sind die Verh�ltnisse, wie sie sich bis zum Erlass der Verf�gung entwickelt haben, wobei f�r die hypothetische Annahme einer im Gesundheitsfall ausge�bten (Teil-) Erwerbst�tigkeit der im Sozialversicherungsrecht �bliche Beweisgrad der �berwiegenden Wahrscheinlichkeit erforderlich ist (BGE 130 V 393 E. 3.3 S. 396; 125 V 146 E. 2c S. 150 mit Hinweisen; Urteil 9C_932/2011 vom 29. Mai 2012 E. 3.1.1).
Die auf eine W�rdigung konkreter Umst�nde, nicht ausschliesslich auf die allgemeine Lebenserfahrung oder auf arbeitsmarktliche Empirie gest�tzte Festsetzung des hypothetischen Umfanges der Erwerbst�tigkeit ohne gesundheitliche Beeintr�chtigung ist eine Tatfrage, welche das Bundesgericht nur eingeschr�nkt �berpr�ft (Art. 105 Abs. 1 und 2 BGG; Urteile 9C_769/2012 vom 2. November 2012 E. 4 und 9C_922/2011 vom 29. Mai 2012 E. 3.1.2).
4.1.�Die Vorinstanz hat unter Annahme einer ausgewiesenen Arbeitsunf�higkeit von 100 % f�r jegliche ausserh�usliche T�tigkeit erwogen, mit �berwiegender Wahrscheinlichkeit w�re die Beschwerdef�hrerin bei Gesundheit ab 1. Mai 2010 zu 30 % erwerbst�tig. Nicht �berzeugend sei ihre Behauptung, sie w�re zu 100 % erwerbst�tig, denn sie sei praktisch nie voll erwerbst�tig gewesen. Gem�ss dem Auszug aus dem Individuellen Konto habe sie erst in den Jahren 2005 bis 2008 Einkommen von h�chstens Fr. 8'100.- im Jahr abgerechnet. Auch in Zeiten, als dies von der famili�ren Situation her m�glich gewesen w�re, habe sie keine Bem�hungen unternommen, um das geringe Teilzeitpensum aufzustocken, und bei den Abkl�rungen vom Dezember 2002 und vom April 2008 habe sie denn auch entsprechend zu Protokoll gegeben, sie w�re gerne einer Teilzeitt�tigkeit nachgegangen bzw. sie w�re gerne weiter im gleichen Pensum bei den zwei Familien im Umfang von rund 6 Stunden w�chentlich t�tig gewesen. Das kantonale Gericht erwog weiter, aus der wirtschaftlichen Notwendigkeit allein k�nne nicht auf ein hypothetisches vollzeitliches Erwerbspensum geschlossen werden. Aus diesen Gr�nden sei in �bereinstimmung mit der IV-Stelle von einem Anteil Erwerbst�tigkeit von 30 % und einem Anteil Aufgabenbereich (Haushalt) von 70 % auszugehen.
4.2.�Die Anwendung der gemischten Bemessungsmethode durch das kantonale Gericht ist in keiner Weise zu beanstanden. S�mtliche Indizien und Angaben in den Akten - mit Ausnahme der erstmaligen Behauptung der Beschwerdef�hrerin bei der dritten Haushaltabkl�rung im Januar 2012, vorgetragen durch ihren Sohn - weisen h�chstens auf eine Teilzeitbesch�ftigung auch im Gesundheitsfall mit niedrigem Prozentgrad hin. Weder aus der Phase in Bosnien (1981 bis 1993) noch aus der Anfangsphase in der Schweiz (ab 1993) sind Erwerbst�tigkeiten behauptet oder gar belegt worden, obwohl eine Arbeit ausser Haus auf Grund der famili�ren Situation - die S�hne waren 1993 20- und 13-j�hrig und die finanzielle Situation war angespannt - durchaus m�glich und notwendig gewesen w�re. Zutreffend erwog das kantonale Gericht, dass aus wirtschaftlicher Notwendigkeit allein nicht auf eine volle Erwerbst�tigkeit geschlossen werden kann (Urteil 9C_286/2013 vom 28. August 2013 E. 4.4). Auch das aktenkundige Arbeitsattest aus Frankreich �ndert daran nichts, welches eine Erwerbst�tigkeit von 1976 bis 1980 mit unbekanntem Besch�ftigungsgrad ausweist, wie die Beschwerdef�hrerin unter Kritik der gegenteiligen Ausf�hrung im kantonalen Entscheid grunds�tzlich zutreffend vorbringt. Aus dieser vor�bergehenden, fr�heren Erwerbst�tigkeit mit nicht n�her bestimmtem Besch�ftigungsgrad kann indes nicht geschlossen werden, dass die Beschwerdef�hrerin auch sp�ter vollzeitig erwerbst�tig gewesen w�re. Noch in ihrer dritten Anmeldung zum Leistungsbezug im Februar/M�rz 2011 hat sie sich gegenteils als Hausfrau bezeichnet. Die ersten �rztlichen Berichte von Dr. W.________ (vom 11. September 2002) und von Dr. G.________ (vom 12. September 2002) weisen eine volle Arbeitsf�higkeit als Hausfrau aus. In den ersten beiden Anmeldungen zum Leistungsbezug sagte die Beschwerdef�hrerin, sie w�rde im Gesundheitsfall ihre Enkel h�ten bzw. sie w�rde in gleichem Umfang, d.h. 4 bis 6 Stunden w�chentlich, Putzarbeiten in zwei Familien verrichten; diese Angaben der ersten Stunde sind entscheidend (Urteil 8C_854/2011 vom 10. Februar 2012 E. 4.2); sie reihen sich im �brigen nahtlos in die �brigen Indizien ein, die alle gegen eine hypothetische volle Erwerbsarbeit sprechen.
4.3.�Soweit die Beschwerdef�hrerin geltend macht, ihre erwachsenen zwei S�hne lebten nicht mehr im elterlichen Haushalt, weshalb sie keinen spezifischen Aufgabenbereich im Sinne von Art. 28a IVG mehr zu verrichten habe und daher die Anwendung der gemischten Bemessungsmethode bundesrechtswidrig und EMRK-widrig, weil diskriminierend sei, ist ihr nicht zuzustimmen. Auch wenn in neuerer Literatur der IV-rechtliche Begriff des "spezifischen Aufgabenbereichs" hinterfragt wird (vgl. Susanne Genner, Invalidit�tsbemessung bei Teilzeiterwerbst�tigen, in: SZS 2013 S. 446-466; Eva Slavik-Siki, Invalidit�tsbemessung durch Bet�tigungsvergleich: Unter besonderer Ber�cksichtigung des rentenrelevanten Aufgabenbereichs, in: Jahrbuch zum Sozialversicherungsrecht, 2013, S. 139-152; dieselbe, Invalidit�t und Sozialversicherung: Gedanken aus staats-, sozialversicherungs- und schadensrechtlicher Sicht, Z�rcher Studien zum �ffentlichen Recht Nr. 202, Z�rich 2012, S. 186 f.), besteht im vorliegenden Fall kein Zweifel daran, dass die Beschwerdef�hrerin �ber Jahre haupts�chlich im Vier-, bzw. sp�ter im Zweipersonenhaushalt t�tig war und ist, weshalb insofern nach wie vor ein Aufgabenbereich im Sinne des Gesetzes vorliegt. Ihr Ehemann ist gesundheitlich angeschlagen, das Kochen, das Reinigen erledigt haupts�chlich die Beschwerdef�hrerin. Und sie h�tte, w�re sie gesund, ihre Enkel zeitweise betreut.
4.4.�Die Beschwerdef�hrerin r�gt sodann den Abkl�rungsbericht von Januar 2012 als fehlerhaft. Da ihre Einschr�nkungen vorwiegend psychischer Natur seien, h�tte ein Facharzt f�r die Festlegung der Einschr�nkungen beigezogen werden m�ssen. Zudem sei der Begriff der zumutbaren Mithilfe des Ehepartners "�berstrapaziert" worden, und schliesslich sei unber�cksichtigt geblieben, dass die Beschwerdef�hrerin ihren Enkel wegen ihrer Angsterkrankung nicht betreuen k�nne.
Das kantonale Gericht hat die Rechtsprechung betreffend den Beweiswert eines Abkl�rungsberichts zutreffend wiedergegeben. Insbesondere wies es darauf hin, dass bei psychisch bedingten Einschr�nkungen bei sich widersprechenden Angaben den fachmedizinischen Angaben der Vorzug gegeben werden solle. Missverst�ndlich ist der Hinweis der Vorinstanz insofern, als sie offenbar die Auffassung vertritt, auf eine Stellungnahme des behandelnden Psychiaters k�nne verzichtet werden, denn eine psychiatrische Stellungnahme liegt bei den Akten. Vorliegend widersprechen sich indes die Angaben im Abkl�rungsbericht und die Angaben des behandelnden Psychiaters Dr. P.________ in keiner Weise, weshalb sich die Frage, welchem Bericht der Vorzug zu geben ist, gar nicht stellt. W�hrend die abkl�rende Person der IV-Stelle Einschr�nkungen vor allem in den Bereichen Ern�hrung (21.12 %), Wohnungspflege (9 %), Einkauf (3.5%) und W�sche/ Kleiderpflege (10.45 %), total 44.07 % angab, �usserte sich Dr. P.________ in seinem ausf�hrlichen Bericht vom Juli 2011 unter anderem dahin gehend, die Beschwerdef�hrerin sei auch im Haushalt "erheblich auf Verwandtenhilfe angewiesen". Die R�ge des mangelnden Beizugs eines Psychiaters erweist sich daher als unbegr�ndet.
4.5.�Im weiteren beanstandet die Beschwerdef�hrerin, die erforderliche Mithilfe des Ehemannes im Sinne der Schadenminderungspflicht sei �berstrapaziert worden. Dem kann nicht beigepflichtet werden. Die entsprechenden Sachverhaltsfeststellungen der Vorinstanz sind - vorbeh�ltlich offensichtlicher Unrichtigkeit - f�r das Bundesgericht verbindlich (Art. 97 Abs. 1 BGG). Nicht ersichtlich ist, weshalb sich der nur halbtags erwerbst�tige Ehemann, der zwar 2011 krankheitsbedingt eine Zeit lang arbeitsunf�hig war, aber sp�ter neben seiner 50 %-Anstellung zu 50 % arbeitslos, d.h. auch vermittlungsf�hig wurde, nicht in einem gewissen Umfang im Zweipersonenhaushalt engagieren kann. Die entsprechende R�ge der Beschwerdef�hrerin ist appellatorisch, sie macht keine Bundesrechtsverletzung durch die Vorinstanz substantiiert geltend, weshalb darauf nicht weiter einzugehen ist.
4.6.�Soweit die Beschwerdef�hrerin schliesslich vorbringt, es sei unber�cksichtigt geblieben, dass sie wegen ihrer Krankheit ihren j�ngsten Enkel nicht h�ten k�nne, erscheint insoweit als plausibel, als sie wegen ihrer Erkrankung schon fr�her ihre nunmehr �lteren Enkel nicht betreuten konnte, um so ihrer Schwiegertochter einen h�heren Besch�ftigungsgrad zu erm�glichen, wie sie bereits bei der ersten Abkl�rung zu Protokoll gegeben hatte. Sie f�hrte auch glaubhaft aus, sie h�tten die Betreuungsfrage in der Familie besprochen; die Schwiegertochter wolle ihr die Kinder wegen ihrer Krankheit nicht �berlassen. Insofern geht der Hinweis im dritten Abkl�rungsbericht von 2012, wonach die Beschwerdef�hrerin schon fr�her die Kinder ihres �lteren Sohnes nicht betreut habe, und somit jetzt, w�re sie gesund, auch den Enkel ihres j�ngeren Sohnes nicht h�ten w�rde, an der Sache vorbei. Er steht im Widerspruch zur Annahme im ersten Abkl�rungsbericht vom 20. Dezember 2002. Dort war folgerichtig eine 100%ige Einschr�nkung angenommen worden im Teilbereich "Betreuung von Kindern". Dieser Teilbereich hatte in jenem ersten Abkl�rungsbericht 30 % der ganzen Haushaltt�tigkeit ausgemacht. Im zweiten und dritten Abkl�rungsbericht blieb die Einschr�nkung im Teilbereich "Betreuung von Kindern und anderer Familienangeh�rigen" zu Unrecht unber�cksichtigt.
4.7.�Der Abkl�rungsbericht vom 25. Januar 2012 - der eine Einschr�nkung im Haushalt von 44.07 % ausweist - kann im Ergebnis dennoch nicht als offensichtlich unrichtig qualifiziert werden: Wird n�mlich nach dem Gesagten ber�cksichtigt, dass einerseits infolge des Teilbereichs "Kinderbetreuung" von 30 % die �brigen Teilbereiche der Haushaltt�tigkeit tiefer veranschlagt werden und dass anderseits die Versicherte in Anwesenheit von Ehemann und Sohn zus�tzlich zu Protokoll gegeben hat, die Einschr�nkungen im Haushalt seien immer etwa gleich geblieben, erscheint die gesch�tzte Gesamteinschr�nkung im Haushalt von 44 % im Ergebnis als plausibel, jedenfalls nicht als offensichtlich unrichtig. Sie fiel leicht h�her aus als die Einschr�nkung im ersten Abkl�rungsbericht vom 20. Dezember 2002, der eine Arbeitsunf�higkeit im Aufgabenbereich - ebenfalls unter Ber�cksichtigung der Einschr�nkung bei der Kinderbetreuung - von 40.7 % ausgewiesen hatte.
Zusammenfassend ist das angefochtene Urteil rechtens; die Beschwerde ist unbegr�ndet.
Dem Ausgang des Verfahrens entsprechend hat grunds�tzlich die Beschwerdef�hrerin die Gerichtskosten zu tragen (Art. 66 Abs. 1 BGG). Ihrem Gesuch um unentgeltliche Prozessf�hrung und Verbeist�ndung kann jedoch entsprochen werden, da die Voraussetzungen hief�r vorliegen (Art. 64 BGG; BGE 125 V 201 E. 4a S. 202). Es wird indessen ausdr�cklich auf Art. 64 Abs. 4 BGG hingewiesen, wonach sie der Gerichtskasse Ersatz zu leisten hat, wenn sie sp�ter dazu in der Lage ist.
Der Beschwerdef�hrerin wird die unentgeltliche Rechtspflege gew�hrt und Rechtsanw�ltin Petra Oehmke als unentgeltliche Rechtsbeist�ndin bestellt.
Der Rechtsvertreterin der Beschwerdef�hrerin wird f�r das bundesgerichtliche Verfahren aus der Gerichtskasse eine Entsch�digung von Fr. 2'800.- ausgerichtet.

References: Art. 95
 Art. 97
 BGE 
 BGE 
 Art. 28
 Art. 16
 BGE 
 Art. 8
 Art. 27
 Art. 28
 BGE 
 Art. 64