Source: https://www.ris.bka.gv.at/JustizEntscheidung.wxe?Abfrage=Justiz&Dokumentnummer=JJT_20130220_OGH0002_0030OB00240_12H0000_000&IncludeSelf=False
Timestamp: 2020-02-20 08:39:27+00:00

Document:
RIS - Rechtssätze für 3Ob240/12h - Justiz (OGH, OLG, LG, BG, OPMS, AUSL)
Rechtssatz für 6Ob152/61 6Ob110/62 6Ob...
RS0006893
6Ob152/61; 6Ob110/62; 6Ob218/64; 6Ob60/66; 7Ob14/69; 8Ob63/69; 8Ob137/70; 5Ob137/72; 5Ob16/73; 7Ob111/75; 1Ob557/81; 3Ob611/83; 1Ob656/84; 3Ob555/86; 8Ob680/86; 7Ob536/87; 4Ob624/88; 3Ob557/89; 8Ob717/89; 8Ob511/90; 5Ob514/90; 3Ob596/90; 6Ob505/91; 10Ob514/94; 1Ob610/94; 1Ob1531/96; 1Ob2078/96m; 4Ob2288/96s; 9Ob43/99k; 10Ob25/00z; 9Ob177/00w; 9Ob194/00w; 6Ob219/00z; 8Ob222/00f; 1Ob74/01s (1Ob75/01p); 9Ob169/01w; 7Ob216/01t; 2Ob103/02i; 7Ob43/03d; 9ObA18/03t; 2Ob84/03x; 8Ob62/04g; 3Ob89/05t; 3Ob210/05m; 6Ob148/05s; 3Ob111/06d; 3Ob250/06w; 8Ob59/07w; 2Ob130/08v; 3Ob68/10m; 9Ob71/10x; 3Ob41/12v; 1Ob98/12m; 1Ob241/12s; 7Ob183/12f; 3Ob240/12h; 7Ob16/13y; 7Ob111/13v; 3Ob205/14i; 1Ob7/16k; 10Ob32/16b; 7Ob150/16h; 6Ob10/17i; 1Ob237/18m; 4Ob246/18g
AußStrG 2005 §49 A
AußStrG 2005 §49 C
Sachverhaltsänderungen nach dem erstgerichtlichen Beschluss sind von der Rechtsmittelinstanz (auch vom OGH) zu berücksichtigen, wenn dies das Interesse des pflegebefohlenen Kindes erfordert (vgl 6 Ob 55/61).
6 Ob 152/61
Entscheidungstext OGH 17.05.1961 6 Ob 152/61
6 Ob 110/62
Entscheidungstext OGH 25.04.1962 6 Ob 110/62
6 Ob 218/64
Entscheidungstext OGH 21.07.1964 6 Ob 218/64
6 Ob 60/66
Entscheidungstext OGH 16.03.1966 6 Ob 60/66
7 Ob 14/69
Entscheidungstext OGH 19.02.1969 7 Ob 14/69
Veröff: EFSlg 12667
8 Ob 63/69
Entscheidungstext OGH 20.05.1969 8 Ob 63/69
8 Ob 137/70
Entscheidungstext OGH 09.06.1970 8 Ob 137/70
5 Ob 137/72
Entscheidungstext OGH 11.07.1972 5 Ob 137/72
5 Ob 16/73
Entscheidungstext OGH 06.06.1973 5 Ob 16/73
7 Ob 111/75
Entscheidungstext OGH 19.06.1975 7 Ob 111/75
Beisatz: Vermeidung kurzfristiger Pflegeplatzwechsel. (T1)
1 Ob 557/81
Entscheidungstext OGH 08.04.1981 1 Ob 557/81
3 Ob 611/83
Entscheidungstext OGH 16.11.1983 3 Ob 611/83
Vgl auch; Beisatz: Hier: Ordentlicher Revisionsrekurs bezüglich der Maßnahme der gerichtlichen Erziehungshilfe durch Entfernung des Kindes aus der väterlichen Obhut. (T2)
1 Ob 656/84
Entscheidungstext OGH 08.10.1984 1 Ob 656/84
3 Ob 555/86
Entscheidungstext OGH 02.07.1986 3 Ob 555/86
8 Ob 680/86
Entscheidungstext OGH 04.12.1986 8 Ob 680/86
7 Ob 536/87
Entscheidungstext OGH 05.03.1987 7 Ob 536/87
4 Ob 624/88
Entscheidungstext OGH 13.12.1988 4 Ob 624/88
8 Ob 717/89
Entscheidungstext OGH 14.12.1989 8 Ob 717/89
8 Ob 511/90
Entscheidungstext OGH 25.01.1990 8 Ob 511/90
5 Ob 514/90
Entscheidungstext OGH 30.01.1990 5 Ob 514/90
3 Ob 596/90
Entscheidungstext OGH 19.12.1990 3 Ob 596/90
6 Ob 505/91
Entscheidungstext OGH 07.02.1991 6 Ob 505/91
10 Ob 514/94
Entscheidungstext OGH 11.05.1994 10 Ob 514/94
Auch; Beisatz: Die auch bei der Regelung des Verkehrsrechtes vorgeschriebene Berücksichtigung des Kindeswohls (§ 178a leg cit) erfordert es , dass der Oberste Gerichtshof bei der Erledigung eines Revisionsrekurses alle während des Verfahrens eingetretenen Entwicklungen berücksichtigt. (T3)
1 Ob 610/94
Entscheidungstext OGH 11.10.1994 1 Ob 610/94
1 Ob 1531/96
Entscheidungstext OGH 26.03.1996 1 Ob 1531/96
4 Ob 2288/96s
Entscheidungstext OGH 15.10.1996 4 Ob 2288/96s
Beisatz: Insoweit gilt keinerlei Neuerungsverbot. (T4)
9 Ob 43/99k
Entscheidungstext OGH 05.05.1999 9 Ob 43/99k
10 Ob 25/00z
Entscheidungstext OGH 15.02.2000 10 Ob 25/00z
Auch; Beis wie T4; Beisatz: Maßgeblicher Zeitpunkt für die Beurteilung der Kindeswohlgefährdung ist der Zeitpunkt der letztinstanzlichen Entscheidung, sodass alle während des Verfahrens eintretenden Änderungen zu berücksichtigen sind. (T5)
9 Ob 177/00w
Entscheidungstext OGH 06.09.2000 9 Ob 177/00w
9 Ob 194/00w
Entscheidungstext OGH 20.09.2000 9 Ob 194/00w
6 Ob 219/00z
Entscheidungstext OGH 05.10.2000 6 Ob 219/00z
8 Ob 222/00f
Entscheidungstext OGH 23.11.2000 8 Ob 222/00f
1 Ob 74/01s
Entscheidungstext OGH 27.03.2001 1 Ob 74/01s
Beisatz: Vermeidung kurzfristiger Pflegeplatzwechsel (hier jedoch nicht vorliegend). (T6)
9 Ob 169/01w
Entscheidungstext OGH 05.09.2001 9 Ob 169/01w
7 Ob 216/01t
Entscheidungstext OGH 26.09.2001 7 Ob 216/01t
2 Ob 103/02i
Entscheidungstext OGH 06.05.2002 2 Ob 103/02i
7 Ob 43/03d
9 ObA 18/03t
Entscheidungstext OGH 19.03.2003 9 ObA 18/03t
Auch; Beisatz: Durch die Behauptung, nachträglich habe sich die vom Rekursgericht seiner Entscheidung zugrunde gelegte Tatsachengrundlage geändert, wird jedoch eine erhebliche Rechtsfrage im Sinne des § 14 Abs 1 AußStrG nicht aufgezeigt. (T7)
2 Ob 84/03x
Entscheidungstext OGH 08.05.2003 2 Ob 84/03x
Beisatz: Hier: Lediglich gegenüber dem Gericht abgegebenes und danach im Rechtsmittelverfahren widerrufenes Einverständnis der Mutter zur Unterhaltsherabsetzung, welches dem Tatsachenbereich zuzuordnen ist. (T8)
3 Ob 89/05t
Entscheidungstext OGH 11.05.2005 3 Ob 89/05t
Beisatz: Hier: Entscheidung über einen Rückführungsantrag nach dem Haager Kindesentführungsübereinkommen. (T9)
6 Ob 148/05s
Entscheidungstext OGH 03.11.2005 6 Ob 148/05s
Vgl auch; Beisatz: Der Rechtsmittelwerber hat die Zulässigkeit der Neuerungen zu behaupten und schlüssig darzulegen, dass es sich bei der Verspätung (Unterlassung) des Vorbringens um eine entschuldbare Fehlleistung handelt. Hier: „Schlichtes Vergessen" und eine fehlende Anleitung durch das Erstgericht sind kein entschuldbaren Fehlleistungen. (T10)
3 Ob 111/06d
Beisatz: Diese Rechtsprechung ist im Geltungsbereich des neuen AußStrG aufrecht zu erhalten, erlaubt doch § 49 Abs 3 AußStrG nunmehr ausdrücklich, das Vorbringen von zur Zeit des Beschlusses noch nicht vorhandenen Tatsachen; diese sind allerdings nur so weit zu berücksichtigen, als sie nicht ohne wesentlichen Nachteil zum Gegenstand eines neuen Antrags gemacht werden können. Einen solchen wesentlichen Nachteil wird man jedenfalls schon dann bejahen müssen, wenn eine Gefahr für Minderjährige oder sonstige Pflegebefohlene besteht. (T11)
3 Ob 250/06w
Entscheidungstext OGH 21.12.2006 3 Ob 250/06w
Vgl auch; Beis ähnlich wie T11; Beisatz: Hier: Ein solcher Nachteil - der sowohl gegenüber dem Rechtsschutzwerber als auch den übrigen Parteien zu berücksichtigen wäre - ist mit der Umbestellung des Sachwalters jedenfalls verbunden. (T12)
8 Ob 59/07w
Entscheidungstext OGH 27.06.2007 8 Ob 59/07w
Beis wie T11 nur: Diese Rechtsprechung ist im Geltungsbereich des neuen AußStrG aufrecht zu erhalten. Einen solchen wesentlichen Nachteil wird man jedenfalls schon dann bejahen müssen, wenn eine Gefahr für Minderjährige oder sonstige Pflegebefohlene besteht. (T13)
Beisatz: Nicht jeder finanzielle Nachteil rechtfertigt bereits die Berücksichtigung von Neuerungen. (T14)
Beisatz: Hier: Voraussetzungen des § 49 Abs 3 AußStrG verneint. (T15)
Vgl; Beisatz: Das Neuerungsverbot ist im Obsorgeverfahren aus Gründen des Kindeswohls nur insofern durchbrochen, als der Oberste Gerichtshof nur solche nach der Beschlussfassung der Vorinstanzen eingetretene Entwicklungen berücksichtigen muss, die aktenkundig sind und die bisherige Tatsachengrundlage wesentlich verändern. (T16)
Vgl auch; Beisatz: Hier: Sachwalterschaftsverfahren. (T17)
9 Ob 71/10x
Entscheidungstext OGH 21.01.2011 9 Ob 71/10x
Vgl auch; Auch Beis wie T16; Beisatz: Hier: Obsorgeverfahren. (T18)
Vgl auch; Beis ähnlich wie T11; Beis ähnlich wie T15; Beis ähnlich wie T17
7 Ob 183/12f
Entscheidungstext OGH 14.11.2012 7 Ob 183/12f
Vgl auch; Beis wie T16; Beisatz: Allein das neue Vorbringen im Rechtsmittel macht die betreffende Behauptung (hier: die Mutter sei wieder schwanger) nicht schon zur aktenkundigen und deshalb zu berücksichtigenden Tatsachengrundlage. (T19)
Vgl; Auch Beis wie T16
3 Ob 205/14i
Entscheidungstext OGH 19.11.2014 3 Ob 205/14i
Auch; Beisatz: Das Gericht zweiter Instanz hätte daher das nach Fassung des erstgerichtlichen Beschlusses eingelangte und im Akt erliegende psychiatrisch‑neurologische Gutachten in die Prüfung, ob ein ausreichendes Tatsachensubstrat vorliegt, das die Einleitung und Fortsetzung des Verfahrens rechtfertigt, in seine Erwägungen einbeziehen müssen. (T20)
1 Ob 7/16k
Entscheidungstext OGH 25.02.2016 1 Ob 7/16k
10 Ob 32/16b
Entscheidungstext OGH 28.06.2016 10 Ob 32/16b
Auch; Beis wie T3; Beis ähnlich wie T16
Beis wie T9; Beisatz: Hier: Infolge der Möglichkeit, einer Durchsetzung der Rückgabeanordnung entgegenzutreten, ist eine Kindeswohlgefährdung nicht zu befürchten. (T21)
Beis wie T16; Beis wie T18
ECLI:AT:OGH0002:1961:RS0006893
JJR_19610517_OGH0002_0060OB00152_6100000_001
Rechtssatz für 8Ob201/62 (8Ob202/62) 1O...
RS0007009
8Ob201/62 (8Ob202/62); 1Ob74/01s (1Ob75/01p); 1Ob50/02p; 7Ob253/01h; 9Ob74/04d; 6Ob124/08s; 1Ob157/09h; 1Ob63/10m (1Ob78/10t); 6Ob165/10y; 2Ob19/11z; 3Ob240/12h; 8Ob65/13m; 1Ob7/16k
ABGB §142
ABGB §176 Abs1 C
ABGB idF KindNamRÄG 2013 §181
AußStrG §12
AußStrG 2005 §62 Abs1 B1d1
Voraussetzung für die Erlassung einstweiliger Anordnungen im Außerstreitverfahren. Die Zulässigkeit sowie Art und Umfang der zu treffenden vorläufigen Maßnahmen in Pflegschaftsverfahren ergeben sich aus der Verpflichtung des Pflegschaftsrichters, den Unterhalt, die Pflege und Erziehung der Kinder in ihren Interessen zu sichern. Ob im Wege der einstweiligen Anordnung das Kind aus der bisherigen Pflege zu nehmen ist, hängt davon ab, ob die Erziehung und Pflege des Kindes vernachlässigt ist. Steht dies nicht fest, ist kein Anlass zu einer vorläufigen Maßnahme vor der endgültigen Entscheidung über die Unterbringung des Kindes. Denn eine solche Anordnung könnte zu einem wiederholten Pflegeplatzwechsel führen, der aus erzieherischen Gründen abzulehnen ist.
8 Ob 201/62
Entscheidungstext OGH 19.06.1962 8 Ob 201/62
Ähnlich; Beisatz: Der für 14 Tage anberaumte Besuch bei der Mutter führte nicht dazu, dass der Pflegeplatz gewechselt worden wäre, und es ist unstatthaft, sich im Wege der Nichtbefolgung gerichtlicher, selbst entrierter Anordnungen (14-tägiges Besuchsrecht und Abholung des Kindes durch den Vater) gleichsam im Wege der Selbsthilfe des Kindes zu "bemächtigen" und dann noch zu argumentieren, damit sei ein Pflegeplatz begründet worden, der bis zum Ende des Verfahrens, in dem über die Obsorgezuteilung entschieden wird, nicht gewechselt werden sollte. (T1)
1 Ob 50/02p
Entscheidungstext OGH 02.04.2002 1 Ob 50/02p
Vgl; Beisatz: Eine einstweilige Übertragung der Obsorge an den einen kommt der Entziehung der Obsorge des anderen gleich, sodass nur besonders gravierende Umstände eine solche Vorgangsweise rechtfertigen könnten. (T2)
7 Ob 253/01h
9 Ob 74/04d
Entscheidungstext OGH 15.09.2004 9 Ob 74/04d
Vgl; Beis wie T2; Beisatz: Ob diese besonderen Voraussetzungen vorliegen, begründet zufolge Abhängigkeit von den Umständen des Einzelfalls keine erhebliche Rechtsfrage im Sinne des § 14 Abs 1 AußStrG, sofern keine Gefährdung des Kindeswohls vorliegt. (T3)
6 Ob 124/08s
Entscheidungstext OGH 07.07.2008 6 Ob 124/08s
Beis wie T3; Beisatz: Ob die Voraussetzungen für eine vorläufige Obsorgeregelung (§ 107 Abs 2 AußStrG) vorliegen, begründet zufolge Abhängigkeit von den Umständen des Einzelfalls keine erhebliche Rechtsfrage im Sinn des § 62 Abs 1 AußStrG, sofern keine Gefährdung des Kindeswohls vorliegt. (T4)
Auch; nur: Voraussetzung für die Erlassung einstweiliger Anordnungen im Außerstreitverfahren. Die Zulässigkeit sowie Art und Umfang der zu treffenden vorläufigen Maßnahmen in Pflegschaftsverfahren ergeben sich aus der Verpflichtung des Pflegschaftsrichters, den Unterhalt, die Pflege und Erziehung der Kinder in ihren Interessen zu sichern. (T5)
1 Ob 63/10m
6 Ob 165/10y
Entscheidungstext OGH 22.09.2010 6 Ob 165/10y
nur T5; Beisatz: Liegt eine konkrete und schwere Gefährdung des Kindeswohls vor, die sofortige und rasche Maßnahmen erfordert, ist eine einstweilige Anordnung nach § 107 Abs 2 AußStrG zu treffen. (T6)
8 Ob 65/13m
Entscheidungstext OGH 30.07.2013 8 Ob 65/13m
Vgl; Beis wie T4; Beisatz: Hier: Obsorgeübertragung nach § 181 ABGB (nur) im Bereich Pflege und Erziehung. (T7)
ECLI:AT:OGH0002:1962:RS0007009
JJR_19620619_OGH0002_0080OB00201_6200000_001
Rechtssatz für 7Ob637/78 1Ob704/78 4Ob...
RS0048699
7Ob637/78; 1Ob704/78; 4Ob580/78; 5Ob587/79; 2Ob585/79; 1Ob515/80; 7Ob599/81; 7Ob624/81; 1Ob740/81; 3Ob564/83; 1Ob740/83; 8Ob584/83; 7Ob560/84; 5Ob579/84; 2Ob524/85; 7Ob581/85; 3Ob553/85; 1Ob637/85; 2Ob588/86; 8Ob680/86; 3Ob651/86; 8Ob592/87; 2Ob507/88; 6Ob649/88; 7Ob616/88; 2Ob596/88; 3Ob526/89; 7Ob574/89; 2Ob535/89; 7Ob584/89; 1Ob647/89; 8Ob511/90; 1Ob502/90; 1Ob562/90; 7Ob568/90; 1Ob572/91; 1Ob580/92; 5Ob516/94; 1Ob562/95; 1Ob623/95; 2Ob2192/96h; 8Ob2282/96p; 1Ob57/97g; 1Ob342/99x; 10Ob92/00b; 1Ob129/00b; 10Ob92/01d; 5Ob56/02z; 1Ob5/02w; 5Ob8/03t; 4Ob146/03d; 2Ob197/03i; 7Ob79/05a; 6Ob120/05y; 7Ob22/06w; 7Ob74/06t; 3Ob78/06a; 7Ob47/06x; 4Ob2/07h; 2Ob195/07a; 6Ob48/10t; 7Ob182/10f; 9Ob54/10x; 7Ob25/11v; 10Ob68/11i; 5Ob188/11z; 3Ob155/11g; 1Ob4/12p; 8Ob88/12t; 8Ob123/12i; 3Ob240/12h; 3Ob38/13d; 7Ob10/13s; 5Ob63/13w; 4Ob165/13p; 8Ob7/14h; 3Ob144/15w; 1Ob99/16i
ABGB §215 Abs1 Satz2
Eine Änderung in der Zuerkennung der elterlichen Rechte und Pflichten im Sinne des § 177 ABGB nF an einen Elternteil setzt ein Verhalten desselben voraus, das die Interessen seines Kindes gefährdet. Eine solche Änderung darf daher vom Pflegschaftsgericht nur dann angeordnet werden, wenn sie im Interesse des Kindes dringend geboten ist, wobei bei Beurteilung dieser Frage grundsätzlich ein strenger Maßstab anzulegen ist.
7 Ob 637/78
Entscheidungstext OGH 07.09.1978 7 Ob 637/78
Veröff: EvBl 1979/42 S 128
1 Ob 704/78
Entscheidungstext OGH 11.10.1978 1 Ob 704/78
Vgl auch; Veröff: SZ 51/136 = EvBl 1979/51 S 153
4 Ob 580/78
Entscheidungstext OGH 19.12.1978 4 Ob 580/78
5 Ob 587/79
Entscheidungstext OGH 03.04.1979 5 Ob 587/79
Veröff: EFSlg 33600
2 Ob 585/79
Entscheidungstext OGH 06.11.1979 2 Ob 585/79
Auch; nur: Eine solche Änderung darf daher vom Pflegschaftsgericht nur dann angeordnet werden, wenn sie im Interesse des Kindes dringend geboten ist. (T1) Veröff: EFSlg 33621
1 Ob 515/80
Entscheidungstext OGH 19.03.1980 1 Ob 515/80
7 Ob 599/81
Entscheidungstext OGH 21.05.1981 7 Ob 599/81
7 Ob 624/81
Entscheidungstext OGH 11.06.1981 7 Ob 624/81
1 Ob 740/81
Entscheidungstext OGH 06.11.1981 1 Ob 740/81
3 Ob 564/83
Entscheidungstext OGH 08.06.1983 3 Ob 564/83
nur: Eine Änderung in der Zuerkennung der elterlichen Rechte und Pflichten im Sinne des § 177 ABGB nF an einen Elternteil setzt ein Verhalten desselben voraus, das die Interessen seines Kindes gefährdet. Eine solche Änderung darf daher vom Pflegschaftsgericht nur dann angeordnet werden, wenn sie im Interesse des Kindes dringend geboten ist. (T2)
1 Ob 740/83
Entscheidungstext OGH 10.10.1983 1 Ob 740/83
8 Ob 584/83
Entscheidungstext OGH 15.03.1984 8 Ob 584/83
7 Ob 560/84
Entscheidungstext OGH 19.04.1984 7 Ob 560/84
5 Ob 579/84
Entscheidungstext OGH 28.06.1984 5 Ob 579/84
2 Ob 524/85
Entscheidungstext OGH 26.02.1985 2 Ob 524/85
7 Ob 581/85
Entscheidungstext OGH 27.06.1985 7 Ob 581/85
3 Ob 553/85
Entscheidungstext OGH 03.07.1985 3 Ob 553/85
Auch; nur T2; Beisatz: Es muss dem Elternteil kein schuldhaftes Verhalten zur Last liegen, sondern es genügen objektive Umstände. (T3)
1 Ob 637/85
Entscheidungstext OGH 28.08.1985 1 Ob 637/85
nur: Eine Änderung in der Zuerkennung der elterlichen Rechte und Pflichten im Sinne des § 177 ABGB nF an einen Elternteil setzt ein Verhalten desselben voraus, das die Interessen seines Kindes gefährdet. (T4) Beis wie T3
2 Ob 588/86
Entscheidungstext OGH 27.05.1986 2 Ob 588/86
nur: Eine solche Änderung darf daher vom Pflegschaftsgericht nur dann angeordnet werden, wenn sie im Interesse des Kindes dringend geboten ist, wobei bei Beurteilung dieser Frage grundsätzlich ein strenger Maßstab anzulegen ist. (T5)
3 Ob 651/86
Entscheidungstext OGH 04.03.1987 3 Ob 651/86
Auch; Beisatz: Verstoß kann offenbare Gesetzwidrigkeit darstellen. (T6)
8 Ob 592/87
Entscheidungstext OGH 04.06.1987 8 Ob 592/87
2 Ob 507/88
Entscheidungstext OGH 09.02.1988 2 Ob 507/88
6 Ob 649/88
Entscheidungstext OGH 06.09.1988 6 Ob 649/88
7 Ob 616/88
Entscheidungstext OGH 14.07.1988 7 Ob 616/88
Auch; nur T1; Beisatz: Insbesondere wenn aus der Änderung aus besonderen Umständen eine wesentliche Verbesserung der Entwicklungsmöglichkeiten des Kindes zu erwarten ist. (T7)
2 Ob 596/88
Entscheidungstext OGH 11.10.1988 2 Ob 596/88
3 Ob 526/89
Entscheidungstext OGH 26.04.1989 3 Ob 526/89
nur T4; Beis wie T6
7 Ob 574/89
Entscheidungstext OGH 20.04.1989 7 Ob 574/89
2 Ob 535/89
Entscheidungstext OGH 10.05.1989 2 Ob 535/89
7 Ob 584/89
Entscheidungstext OGH 18.05.1989 7 Ob 584/89
1 Ob 647/89
Entscheidungstext OGH 11.10.1989 1 Ob 647/89
Beis wie T3; Beis wie T6; Beisatz: Äußerste Notmaßnahme. (T8)
Vgl aber; Beisatz: Hier: Wegen geänderter Verhältnisse, zumindest aber wegen Gefährdung des Kindeswohls, kann jederzeit ein Antrag auf Abänderung der getroffenen Regelung gestellt werden. (T9)
1 Ob 502/90
Entscheidungstext OGH 17.01.1990 1 Ob 502/90
1 Ob 562/90
Entscheidungstext OGH 04.04.1990 1 Ob 562/90
7 Ob 568/90
Entscheidungstext OGH 05.04.1990 7 Ob 568/90
Beisatz: Es müssen besonders wichtige Gründe vorliegen. (T10)
1 Ob 572/91
Entscheidungstext OGH 26.06.1991 1 Ob 572/91
nur T2; Beis wie T7; Veröff: EvBl 1991/168 S 737
Auch; Veröff: SZ 65/84 = JBl 1992,780
5 Ob 516/94
Entscheidungstext OGH 22.03.1994 5 Ob 516/94
1 Ob 562/95
Entscheidungstext OGH 27.07.1995 1 Ob 562/95
Auch; nur T5; Beis wie T8; Veröff: SZ 69/20
2 Ob 2192/96h
Entscheidungstext OGH 13.08.1996 2 Ob 2192/96h
nur T4; Veröff: SZ 69/179
8 Ob 2282/96p
Entscheidungstext OGH 24.10.1996 8 Ob 2282/96p
1 Ob 57/97g
Entscheidungstext OGH 24.06.1997 1 Ob 57/97g
1 Ob 342/99x
Entscheidungstext OGH 28.04.2000 1 Ob 342/99x
Auch; Beisatz: Die Einschränkung der Obsorge gemäß den §§ 176 Abs 1, 176b ABGB setzt nicht geradezu den Missbrauch der elterlichen Befugnisse voraus. Es genügt, dass elterliche Pflichten in einer das Kindeswohl gefährdenden Weise objektiv nicht erfüllt werden. (T11)
10 Ob 92/00b
Entscheidungstext OGH 23.05.2000 10 Ob 92/00b
1 Ob 129/00b
Entscheidungstext OGH 25.05.2000 1 Ob 129/00b
Auch; Beis wie T8; Beis wie T10
10 Ob 92/01d
Entscheidungstext OGH 08.05.2001 10 Ob 92/01d
Auch; nur T5; Beis wie T8; Beis wie T10
5 Ob 56/02z
Entscheidungstext OGH 12.03.2002 5 Ob 56/02z
Auch; Beis ähnlich wie T8; Beisatz: Bei Vorkehrungen im Sinn des § 176 ABGB ist nicht maßgeblich, dass die Verhältnisse beim anderen Elternteil an sich besser wären. (T12)
1 Ob 5/02w
Entscheidungstext OGH 25.10.2002 1 Ob 5/02w
Auch; nur T1; Beisatz: Bei grundsätzlich gleicher Eignung beider Elternteile ist dem Grundsatz der Betreuungskontinuität der Vorrang zu geben. (T13)
5 Ob 8/03t
Entscheidungstext OGH 11.03.2003 5 Ob 8/03t
Auch; nur T5; Beis ähnlich wie T8
4 Ob 146/03d
Entscheidungstext OGH 08.07.2003 4 Ob 146/03d
Auch; Beisatz: Hier: Angestrebter Obsorgewechsel mit der Begründung der im Inland günstigeren Lebensverhältnisse. (T14)
2 Ob 197/03i
Entscheidungstext OGH 12.09.2003 2 Ob 197/03i
Vgl auch; Beis wie T14; Beisatz: Ebenso wie bei einer Wohnsitzverlegung bedarf auch die Beurteilung, ob im Fall einer drohenden zwangsweisen Abschiebung aus dem Inland das Kindeswohl gefährdet ist, einer Interessenabwägung im Einzelfall. (T15); Beisatz: Eine drohende zwangsweise Abschiebung von Kindern mit ihrer Mutter in deren Heimatstaat rechtfertigt oder erfordert Maßnahmen im Sinne des § 176 Abs 1 ABGB nicht automatisch, sondern führt eine solche für die Kinder im Ergebnis zu keinem anderen Zustand, als wenn die obsorgeberechtigte Mutter mit ihnen freiwillig dort hinausgereist wäre. (T16)
7 Ob 79/05a
Entscheidungstext OGH 11.05.2005 7 Ob 79/05a
6 Ob 120/05y
Entscheidungstext OGH 23.06.2005 6 Ob 120/05y
7 Ob 22/06w
Entscheidungstext OGH 29.03.2006 7 Ob 22/06w
3 Ob 78/06a
Entscheidungstext OGH 27.06.2006 3 Ob 78/06a
7 Ob 47/06x
Entscheidungstext OGH 21.06.2006 7 Ob 47/06x
Auch; Veröff: SZ 2007/75
2 Ob 195/07a
Vgl; Beis wie T11; Beisatz: Voraussetzung der Entziehung von Elternrechten ist eine konkrete Gefährdung des Kindeswohls. (T17)
7 Ob 182/10f
Entscheidungstext OGH 29.09.2010 7 Ob 182/10f
9 Ob 54/10x
Entscheidungstext OGH 22.12.2010 9 Ob 54/10x
Auch; Beisatz: Die Entziehung der Obsorge ist demnach nur dann geboten, wenn der das Kind betreuende Elternteil seine Erziehungspflichten vernachlässigt, seine Erziehungsgewalt missbraucht oder den Erziehungsaufgaben nicht gewachsen ist. Ob dies zutrifft, hängt von den Umständen des Einzelfalls ab. (T18)
7 Ob 25/11v
Entscheidungstext OGH 09.03.2011 7 Ob 25/11v
10 Ob 68/11i
Entscheidungstext OGH 30.08.2011 10 Ob 68/11i
Auch; Beisatz: Diese Grundsätze gelten für den Anwendungsbereich des § 176 Abs 1 ABGB ebenso wie für die Interimskompetenz des Jugendwohlfahrtsträgers nach § 215 Abs 1 zweiter Satz ABGB, wenn im Bereich von Pflege und Erziehung Gefahr im Verzug ist. (T19)
8 Ob 88/12t
Entscheidungstext OGH 13.09.2012 8 Ob 88/12t
8 Ob 123/12i
Entscheidungstext OGH 27.11.2012 8 Ob 123/12i
Auch; nur T5; Beis wie T8
4 Ob 165/13p
Entscheidungstext OGH 17.12.2013 4 Ob 165/13p
Auch; nur T5; Beis wie T18
8 Ob 7/14h
Entscheidungstext OGH 24.03.2014 8 Ob 7/14h
Auch; nur T1; nur T5;
Beisatz: Ob ein bestimmter Sachverhalt die Entziehung der Obsorge rechtfertigt, ist eine immer aufgrund der besonderen Umstände des Einzelfalls zu treffende Ermessensentscheidung; sie kann nur auf einer ausreichenden Tatsachengrundlage getroffen werden. (T20)
3 Ob 144/15w
Entscheidungstext OGH 19.08.2015 3 Ob 144/15w
ECLI:AT:OGH0002:1978:RS0048699
JJR_19780907_OGH0002_0070OB00637_7800000_002
Rechtssatz für 1Ob704/78 7Ob772/78 5Ob...
RS0047841
1Ob704/78; 7Ob772/78; 5Ob587/79; 3Ob505/79; 7Ob680/79; 6Ob516/80; 1Ob515/80; 7Ob792/79; 6Ob610/80; 1Ob597/80; 4Ob547/80; 6Ob706/80; 7Ob602/81; 7Ob797/91; 3Ob641/81; 3Ob501/82; 7Ob815/82; 7Ob684/83; 1Ob740/83; 1Ob762/83; 1Ob790/83; 6Ob537/84; 7Ob581/85; 8Ob587/85; 8Ob660/85; 1Ob629/87; 6Ob678/87; 1Ob511/88; 6Ob507/88; 6Ob604/88; 2Ob596/88; 2Ob535/89; 7Ob584/89; 1Ob665/89; 1Ob691/89; 8Ob511/90; 7Ob605/90; 7Ob568/90; 6Ob505/91; 1Ob580/92; 1Ob573/92; 4Ob1625/92; 2Ob565/93; 5Ob513/95; 1Ob601/95; 9Ob2178/96a; 1Ob2078/96m; 1Ob57/97g; 1Ob218/98k; 5Ob229/98g; 4Ob349/98x; 10Ob25/00z; 1Ob129/00b; 7Ob174/00i; 10Ob92/01d; 4Ob186/01h; 1Ob172/01b; 4Ob17/03h; 5Ob8/03t; 7Ob79/05a; 5Ob36/06i; 7Ob22/06w; 7Ob74/06t; 3Ob78/06a; 7Ob47/06x; 4Ob2/07h; 10Ob50/08p; 7Ob200/08z; 6Ob165/10y; 7Ob182/10f; 9Ob54/10x; 7Ob25/11v; 10Ob68/11i; 5Ob188/11z; 3Ob155/11g; 9Ob71/11y; 5Ob258/11v; 1Ob4/12p; 3Ob240/12h; 8Ob65/13m; 5Ob63/13w; 4Ob165/13p; 4Ob14/14h; 8Ob7/14h; 8Ob48/14p; 3Ob144/15w; 1Ob45/16y; 9Ob47/16a; 1Ob99/16i; 7Ob170/17a; 8Ob17/18k; 7Ob213/18a
ABGB §142 F
ABGB idF KindNamRÄG 2013 §185 Abs1
ABGB idF KindNamRÄG 2013 §185 Abs2
Das Fehlen einer dem § 142 Abs 2 ABGB aF entsprechenden Bestimmung im neuen Gesetz stellt klar, dass die einmal einem Elternteil zuerkannten rein persönlichen Rechte aus dem Elternverhältnis und Kindschaftsverhältnis nur dann auf den anderen übertragen werden dürfen, wenn die Voraussetzungen des § 176 Abs 1 ABGB nF vorliegen; es ist eher ein noch strengerer Maßstab als bisher anzulegen.
Veröff: SZ 51/136 = EvBl 1979/51 S 153
7 Ob 772/78
Entscheidungstext OGH 11.01.1979 7 Ob 772/78
Auch; Beisatz: § 176 Abs 1 nF ABGB oder § 29 JWG. (T1)
Auch; Veröff: EFSlg 33600
3 Ob 505/79
Entscheidungstext OGH 13.06.1979 3 Ob 505/79
Auch; Veröff: EvBl 1979/185 S 490
7 Ob 680/79
Entscheidungstext OGH 30.08.1979 7 Ob 680/79
Auch; Beisatz: Geringfügige Vorteile für das Kind bei Unterbringung beim anderen Elternteil reichen nicht aus. (T2)
6 Ob 516/80
Entscheidungstext OGH 13.02.1980 6 Ob 516/80
7 Ob 792/79
Entscheidungstext OGH 10.04.1980 7 Ob 792/79
6 Ob 610/80
Entscheidungstext OGH 21.05.1980 6 Ob 610/80
Ähnlich; Beisatz: Keine offenbare Gesetzwidrigkeit dieser Rechtsansicht. (T3)
1 Ob 597/80
Entscheidungstext OGH 09.07.1980 1 Ob 597/80
4 Ob 547/80
Entscheidungstext OGH 04.11.1980 4 Ob 547/80
Veröff: SZ 53/142 = EvBl 1981/82 S 267 = ÖA 1982,36
6 Ob 706/80
Entscheidungstext OGH 26.11.1980 6 Ob 706/80
7 Ob 602/81
Entscheidungstext OGH 07.05.1981 7 Ob 602/81
7 Ob 797/91
Entscheidungstext OGH 10.12.1981 7 Ob 797/91
Auch; Beisatz: Es müssen besonders wichtige, die Änderung rechtfertigende Gründe vorliegen. (T4)
3 Ob 641/81
Entscheidungstext OGH 27.01.1982 3 Ob 641/81
Auch; Beisatz: Wenn eine Gefährdung der Interessen des Kindes dies erfordert. (T5)
7 Ob 815/82
Entscheidungstext OGH 17.02.1983 7 Ob 815/82
7 Ob 684/83
Entscheidungstext OGH 01.09.1983 7 Ob 684/83
1 Ob 762/83
Entscheidungstext OGH 30.11.1983 1 Ob 762/83
1 Ob 790/83
Entscheidungstext OGH 11.01.1984 1 Ob 790/83
nur: Das Fehlen einer dem § 142 Abs 2 ABGB aF entsprechenden Bestimmungen im neuen Gesetz stellt klar, dass die einmal einem Elternteil zuerkannten rein persönlichen Rechte aus dem Elternverhältnis und Kindschaftsverhältnis nur dann auf den anderen übertragen werden dürfen, wenn die Voraussetzungen des § 176 Abs 1 ABGB nF vorliegen. (T6)
6 Ob 537/84
Entscheidungstext OGH 15.03.1984 6 Ob 537/84
8 Ob 587/85
Entscheidungstext OGH 11.07.1985 8 Ob 587/85
8 Ob 660/85
Entscheidungstext OGH 23.01.1986 8 Ob 660/85
1 Ob 629/87
Entscheidungstext OGH 15.07.1987 1 Ob 629/87
6 Ob 678/87
Entscheidungstext OGH 08.10.1987 6 Ob 678/87
1 Ob 511/88
Entscheidungstext OGH 10.02.1988 1 Ob 511/88
6 Ob 507/88
Entscheidungstext OGH 11.02.1988 6 Ob 507/88
6 Ob 604/88
Entscheidungstext OGH 16.06.1988 6 Ob 604/88
1 Ob 665/89
Entscheidungstext OGH 15.11.1989 1 Ob 665/89
1 Ob 691/89
Entscheidungstext OGH 13.12.1989 1 Ob 691/89
Beis wie T4; Beis wie T5; Beis wie T2; Beis wie T3
Vgl aber; Beisatz: Hier: Wegen geänderter Verhältnisse, zumindest aber wegen Gefährdung des Kindeswohls, kann jederzeit ein Antrag auf Abänderung der getroffenen Regelung gestellt werden. (T7)
7 Ob 605/90
Entscheidungstext OGH 22.03.1990 7 Ob 605/90
Auch; Beisatz: Aus der Willensäußerung eines siebzehnjährigen, zu seiner Mutter ziehen zu wollen, ergibt sich hier kein Umstand, der eine Gefährdung seines Wohles erkennen lässt, falls er dennoch weiterhin in der Obsorge seines Vaters bleibt. (T8)
Auch; Beisatz: Ein Wechsel des Pflegeortes, der stets ein Herausreißen des Kindes aus der gewohnten Umgebung bedeutet und ihm erspart bleiben soll, soll nur ausnahmsweise angeordnet werden, wenn dies wegen einer Änderung der Verhältnisse im Interesse des Kindes notwendig ist. (T9)
Auch; Beisatz: Die Änderung der Obsorgeverhältnisse darf nur als äußerste Notmaßnahme angeordnet werden. (T10)
1 Ob 573/92
Entscheidungstext OGH 24.06.1992 1 Ob 573/92
Auch; Beis wie T10; Veröff: JBl 1992,639 = ÖA 1993,25
4 Ob 1625/92
Entscheidungstext OGH 15.12.1992 4 Ob 1625/92
Auch; Beis wie T8; Beisatz: Auch im Fall der Entziehung oder Einschränkung der elterlichen Obsorge ist dem Kindeswunsch nicht immer Rechnung zu tragen. (T11)
2 Ob 565/93
Entscheidungstext OGH 16.09.1993 2 Ob 565/93
5 Ob 513/95
Entscheidungstext OGH 16.05.1995 5 Ob 513/95
Vgl auch; Beis wie T10; Beis wie T11; Beisatz: Kein Wechsel der Pflegeverhältnisse und Erziehungsverhältnisse wenn keine sicheren Prognosen über den Einfluss eines Obsorgewechsels vorliegen (vierzehnjähriger, der durch die Rückholaktion seiner Mutter massiv irritiert wurde und selbst einen Wechsel des Pflegeplatzes zum Vater anstrebt). (T12)
1 Ob 601/95
Entscheidungstext OGH 04.06.1996 1 Ob 601/95
9 Ob 2178/96a
Entscheidungstext OGH 04.09.1996 9 Ob 2178/96a
1 Ob 218/98k
Entscheidungstext OGH 25.08.1998 1 Ob 218/98k
Vgl auch; Beisatz: Die Entziehung der Obsorge darf nur als äußerste Notmaßnahme unter Anlegung eines strengen Maßstabs angeordnet werden. Das Gericht kann auch die aus der Obsorge erfließenden Befugnisse der Eltern unter den Voraussetzungen des § 176 Abs 1 ABGB zum Wohl des Kindes einschränken. (T13)
5 Ob 229/98g
Vgl; Beis wie T10; Beis wie T11; Beis wie T12 nur: Kein Wechsel der Pflegeverhältnisse und Erziehungsverhältnisse wenn keine sicheren Prognosen über den Einfluss eines Obsorgewechsels vorliegen. (T14)
4 Ob 349/98x
Entscheidungstext OGH 26.01.1999 4 Ob 349/98x
Vgl auch; Beis wie T5; Beis wie T10; Beis wie T13 nur: Die Entziehung der Obsorge darf nur als äußerste Notmaßnahme unter Anlegung eines strengen Maßstabs angeordnet werden. (T15)
Auch; Beis wie T4; Beis wie T5; Beis wie T10; Beis wie T15
7 Ob 174/00i
Entscheidungstext OGH 27.09.2000 7 Ob 174/00i
Auch; Beis ähnlich wie T8; Beis wie T14
4 Ob 186/01h
Entscheidungstext OGH 12.09.2001 4 Ob 186/01h
Auch; Beis wie T10; Beisatz: Hier: Eine die Übertragung der Obsorge auf den Vater rechtfertigende Gefährdung des Kindeswohls liegt dabei schon darin, dass nach eingetretener wichtiger Änderung der Verhältnisse - nämlich des dringenden Wunsches der Minderjährigen, zukünftig auf Dauer im Haushalt des Vaters wohnen zu wollen - die bisher obsorgeberechtigte Mutter einem einvernehmlichen Vorgehen der Eltern in diese Richtung nicht zugestimmt hat. (T16)
1 Ob 172/01b
Entscheidungstext OGH 27.11.2001 1 Ob 172/01b
Auch; Beis wie T4; Beis wie T5; Beisatz: Die Zuteilung der Obsorge gegen den Willen eines mündigen Minderjährigen ist abzulehnen, sofern der Richter zur Überzeugung gelangt, dass dieser Widerstand auf dessen eigenständiger Willensbildung beruht, nicht auf eine "Präparierung" durch den anderen Elternteil zurückzuführen ist und auch sonst keine schwerwiegenden Gründe entgegenstehen. (T17)
4 Ob 17/03h
Entscheidungstext OGH 29.04.2003 4 Ob 17/03h
5 Ob 36/06i
Entscheidungstext OGH 21.02.2006 5 Ob 36/06i
Vgl auch; Beis wie T5; Beis wie T10
Auch; Beis wie T10; Veröff: SZ 2007/75
10 Ob 50/08p
Entscheidungstext OGH 22.04.2008 10 Ob 50/08p
7 Ob 200/08z
Entscheidungstext OGH 22.10.2008 7 Ob 200/08z
Vgl auch; Auch Beis wie T15; Auch Beis wie T18
Vgl auch; Beisatz: Eine Änderung der Obsorge darf nur angeordnet werden, wenn sie im Interesse des Kindes dringend geboten ist, wobei grundsätzlich ein strenger Maßstab anzulegen ist. (T19)
9 Ob 71/11y
Entscheidungstext OGH 27.02.2012 9 Ob 71/11y
5 Ob 258/11v
Entscheidungstext OGH 17.01.2012 5 Ob 258/11v
Auch; Beisatz: Diese Grundsätze gelten für den Anwendungsbereich des § 176 Abs 1 ABGB ebenso wie für die Interimskompetenz des Jugendwohlfahrtsträgers nach § 215 Abs 1 zweiter Satz ABGB, wenn im Bereich von Pflege und Erziehung Gefahr im Verzug ist. (T20)
4 Ob 14/14h
Entscheidungstext OGH 25.03.2014 4 Ob 14/14h
8 Ob 48/14p
Entscheidungstext OGH 26.06.2014 8 Ob 48/14p
Vgl auch; Beis wie T10; Beis wie T15; Beisatz: Eine Änderung der Obsorgeverhältnisse darf nur als äußerste Notmaßnahme unter Anlegung eines strengen Maßstabs und nur insoweit angeordnet werden, als dies zur Abwendung einer drohenden Gefährdung notwendig ist. (T21)
Beisatz: § 181 ABGB idF KindNamRÄG 2013 blieb inhaltlich gegenüber § 176 ABGB idF vor dem KindNamRÄG 2013 unverändert. (T22)
9 Ob 47/16a
Entscheidungstext OGH 29.09.2016 9 Ob 47/16a
Auch; Beis wie T15; Beis wie T19; Beis wie T21
Vgl; Beis wie T10; Beis wie T15; Beis wie T19; Beis wie T21
7 Ob 170/17a
Entscheidungstext OGH 29.11.2017 7 Ob 170/17a
Vgl; Beis wie T21; Beis wie T22
8 Ob 17/18k
Entscheidungstext OGH 24.10.2018 8 Ob 17/18k
7 Ob 213/18a
Entscheidungstext OGH 19.12.2018 7 Ob 213/18a
Vgl; Beis wie T18; Beis wie T19; Beis wie T21; Beisatz: Hier: § 185 Abs 1 und 2 ABGB. (T23)
ECLI:AT:OGH0002:1978:RS0047841
JJR_19781011_OGH0002_0010OB00704_7800000_001
Rechtssatz für 4Ob547/80 1Ob537/82 1Ob...
RS0048633
4Ob547/80; 1Ob537/82; 1Ob790/83; 7Ob622/84; 8Ob660/85; 7Ob692/85; 8Ob601/86; 2Ob726/86; 7Ob547/87; 2Ob596/88; 2Ob535/89; 1Ob665/89; 4Ob611/89; 8Ob551/90; 5Ob542/91 (5Ob543/91); 1Ob580/92; 1Ob573/92; 2Ob565/93; 1Ob623/95; 1Ob601/95; 8Ob2282/96p; 1Ob2078/96m; 4Ob133/97f; 1Ob119/97z; 1Ob57/97g; 1Ob218/98k; 4Ob311/99k; 10Ob25/00z; 1Ob342/99x; 1Ob129/00b; 8Ob304/00i; 1Ob274/00a; 4Ob186/01h; 9Ob268/01d; 1Ob172/01b; 7Ob43/03d; 4Ob17/03h; 5Ob8/03t; 7Ob79/05a; 5Ob36/06i; 7Ob22/06w; 3Ob51/06f; 7Ob74/06t; 3Ob78/06a; 7Ob47/06x; 7Ob126/07s; 1Ob123/07f; 1Ob176/07z; 7Ob200/08z; 8Ob47/09h; 6Ob48/10t; 5Ob102/10a; 6Ob165/10y; 9Ob58/10k; 8Ob144/10z; 7Ob25/11v; 3Ob165/11b; 5Ob152/12g; 8Ob123/12i; 3Ob240/12h; 3Ob38/13d; 4Ob165/13p; 4Ob14/14h; 8Ob7/14h; 5Ob33/15m; 10Ob81/15g; 1Ob7/16k; 1Ob45/16y; 1Ob99/16i; 3Ob135/16y; 3Ob153/17x; 7Ob170/17a; 6Ob27/18s; 4Ob83/18m; 8Ob17/18k; 7Ob213/18a; 7Ob77/19b
Unter dem Begriff der Gefährdung des Kindeswohls ist nicht geradezu ein Missbrauch der elterlichen Befugnisse zu verstehen. Es genügt, dass die elterlichen Pflichten (objektiv) nicht erfüllt oder (subjektiv) gröblich vernachlässigt worden sind oder die Eltern durch ihr Gesamtverhalten des Wohl des Kindes gefährden. Eine Pflichtverletzung kann auch vorliegen, wenn die Eltern ihre Pflicht zu einvernehmlichen Vorgehen verletzen. Die Gefährdung des Kindeswohls kann daher auch schon darin liegen, dass wichtige Veränderungen eingetreten sind, die Eltern aber diesen Veränderungen nicht durch einvernehmliches Vorgehen Rechnung tragen.
1 Ob 537/82
Entscheidungstext OGH 03.03.1982 1 Ob 537/82
nur: Die Gefährdung des Kindeswohls kann auch darin liegen, dass wichtige Veränderungen eingetreten sind, die Eltern aber diesen Veränderungen nicht Rechnung tragen. (T1)
Beisatz: Insbesondere, wenn dem Kind die auf Grund wesentlich geänderter Verhältnisse gebotene Verbesserung seiner Entwicklungsmöglichkeiten und Entfaltungsmöglichkeiten verwehrt wird. (T2)
7 Ob 622/84
Entscheidungstext OGH 13.09.1984 7 Ob 622/84
nur: Unter dem Begriff der Gefährdung des Kindeswohls ist nicht geradezu ein Missbrauch der elterlichen Befugnisse zu verstehen. Es genügt, dass die elterlichen Pflichten (objektiv) nicht erfüllt oder (subjektiv) gröblich vernachlässigt worden sind oder die Eltern durch ihr Gesamtverhalten das Wohl des Kindes gefährden. (T3)
7 Ob 692/85
Entscheidungstext OGH 16.01.1986 7 Ob 692/85
7 Ob 547/87
Entscheidungstext OGH 26.03.1987 7 Ob 547/87
4 Ob 611/89
Entscheidungstext OGH 05.12.1989 4 Ob 611/89
nur T3; Beisatz: Ein subjektives Schuldelement kann, muss aber nicht hinzutreten (SZ 51/112 ua). (T4)
Veröff: ÖA 1990,132
8 Ob 551/90
Entscheidungstext OGH 29.03.1990 8 Ob 551/90
5 Ob 542/91
Entscheidungstext OGH 28.04.1992 5 Ob 542/91
nur T3; Beisatz: Hier: Mutter, die trotz der damit verbundenen ernstlichen Gefährdung der weiteren gedeihlichen Entwicklung des Kindes, wenn nicht vorher behutsam ein Vertrauensverhältnis zwischen ihr und dem Kind aufgebaut wird, dieses vom Pflegeplatz entfernen und zu sich zurückbringen will. (T5)
Auch; nur T3; Veröff: SZ 65/84 = JBl 1992,780
Auch; nur T3; Veröff: JBl 1992,639 = ÖA 1993,26
Auch; nur T3; Veröff. SZ 69/20
1 Ob 119/97z
Entscheidungstext OGH 29.04.1997 1 Ob 119/97z
nur: Unter dem Begriff der Gefährdung des Kindeswohls ist nicht geradezu ein Missbrauch der elterlichen Befugnisse zu verstehen. Es genügt, dass die elterlichen Pflichten (objektiv) nicht erfüllt oder gröblich vernachlässigt worden sind. (T6)
4 Ob 311/99k
Entscheidungstext OGH 23.11.1999 4 Ob 311/99k
Auch; nur: Unter dem Begriff der Gefährdung des Kindeswohls ist nicht geradezu ein Missbrauch der elterlichen Befugnisse zu verstehen. Es genügt, daß die elterlichen Pflichten (objektiv) nicht erfüllt worden sind. (T7)
Auch; nur: Es genügt, dass die elterlichen Pflichten (objektiv) nicht erfüllt oder (subjektiv) gröblich vernachlässigt worden sind. (T8)
8 Ob 304/00i
Entscheidungstext OGH 11.01.2001 8 Ob 304/00i
Auch; Beisatz: Es reicht allerdings schon die objektive Nichterfüllung oder Vernachlässigung der elterlichen Pflichten aus. (T9)
1 Ob 274/00a
Entscheidungstext OGH 30.01.2001 1 Ob 274/00a
Vgl auch; Beisatz: Hier: Übersiedlung der Obsorgeberechtigten in einen anderen Staat. (T10)
Beisatz: Hier: Eine die Übertragung der Obsorge auf den Vater rechtfertigende Gefährdung des Kindeswohls liegt dabei schon darin, dass nach eingetretener wichtiger Änderung der Verhältnisse - nämlich des dringenden Wunsches der Minderjährigen, zukünftig auf Dauer im Haushalt des Vaters wohnen zu wollen - die bisher obsorgeberechtigte Mutter einem einvernehmlichen Vorgehen der Eltern in diese Richtung nicht zugestimmt hat. (T11)
9 Ob 268/01d
nur T8; Beisatz: Oder wenn die Obsorgepflichtigen durch ihr Gesamtverhalten schutzwürdige Interessen des Minderjährigen ernstlich und konkret gefährden. (T12)
nur: Die Gefährdung des Kindeswohls kann daher auch schon darin liegen, dass wichtige Veränderungen eingetreten sind, die Eltern aber diesen Veränderungen nicht durch einvernehmliches Vorgehen Rechnung tragen. (T13)
nur T7; Beisatz: Der typische Grund für die Rechtfertigung einer Entziehung oder Einschränkung der Obsorge im Sinne des § 176 ABGB ist geboten, wenn der das Kind betreuende Elternteil seine Erziehungspflichten vernachlässigt, seine Erziehungsgewalt missbraucht oder den Erziehungsaufgaben nicht gewachsen ist. (T14)
Vgl auch; Beisatz: Es muss auf Grund eines bestimmten Verhaltens der Eltern oder eines Elternteils, in dem die objektive Nichterfüllung oder Vernachlässigung elterlicher Pflichten zu erblicken ist, zu befürchten sein, dass das Wohl des Kindes beeinträchtigt werden wird. (T15)
nur: Es genügt, dass die elterlichen Pflichten (objektiv) nicht erfüllt oder (subjektiv) gröblich vernachlässigt worden sind oder die Eltern durch ihr Gesamtverhalten des Wohl des Kindes gefährden. (T16)
3 Ob 51/06f
Entscheidungstext OGH 29.03.2006 3 Ob 51/06f
nur: Es genügt, dass die elterlichen Pflichten (objektiv) nicht erfüllt worden sind. (T17)
7 Ob 126/07s
Entscheidungstext OGH 29.08.2007 7 Ob 126/07s
nur T16
Auch; nur T8; Beisatz: Dazu gehört auch das Nichtbewältigen von Erziehungsaufgaben. (T18)
nur T17
8 Ob 47/09h
Entscheidungstext OGH 29.09.2009 8 Ob 47/09h
Auch; Beisatz: Das Kindeswohl ist iSd § 176 ABGB gefährdet, wenn die Obsorgepflicht nicht erfüllt oder gröblich vernachlässigt wird oder sonst schutzwürdige Interessen des Kindes ernstlich und konkret gefährdet werden, wobei die objektive Nichterfüllung oder Vernachlässigung genügt, ohne dass ein subjektives Schuldelement hinzutreten müsste. (T19)
5 Ob 102/10a
Entscheidungstext OGH 22.06.2010 5 Ob 102/10a
nur T8; Beis wie T12
9 Ob 58/10k
Entscheidungstext OGH 29.09.2010 9 Ob 58/10k
8 Ob 144/10z
Entscheidungstext OGH 22.02.2011 8 Ob 144/10z
3 Ob 165/11b
Entscheidungstext OGH 14.12.2011 3 Ob 165/11b
Beis wie T4; Beis wie T15
5 Ob 152/12g
Entscheidungstext OGH 23.10.2012 5 Ob 152/12g
Vgl auch; Vgl Beis wie T15
Auch; nur T8; nur T16; Beis wie T12; Beis wie T15; Beis wie T19
nur T3; Beis wie T18
5 Ob 33/15m
Entscheidungstext OGH 28.04.2015 5 Ob 33/15m
10 Ob 81/15g
Entscheidungstext OGH 22.10.2015 10 Ob 81/15g
nur T3; Beis wie T18; Beis ähnlich wie T19
Auch; ähnlich nur T3; Beis wie T18; Beis wie T19
3 Ob 135/16y
Entscheidungstext OGH 22.09.2016 3 Ob 135/16y
Vgl; Beis wie T15; Beisatz: Hier: Vorläufige Maßnahme gem § 211 Abs 1 ABGB idF KindNamRÄG 2013. (T20)
3 Ob 153/17x
Entscheidungstext OGH 20.09.2017 3 Ob 153/17x
nur T3; Beis wie T18; Beis wie T19
6 Ob 27/18s
Entscheidungstext OGH 20.02.2018 6 Ob 27/18s
4 Ob 83/18m
Entscheidungstext OGH 17.07.2018 4 Ob 83/18m
Vgl; Beisatz: Hier: § 185 Abs 1 und 2 ABGB. (T21)
7 Ob 77/19b
Entscheidungstext OGH 29.05.2019 7 Ob 77/19b
Auch; Beis wie T14; Beis wie T19
ECLI:AT:OGH0002:1980:RS0048633
JJR_19801104_OGH0002_0040OB00547_8000000_001
Rechtssatz für 1Ob550/91 1Ob602/91 4Ob...
RS0007035
1Ob550/91; 1Ob602/91; 4Ob1605/91; 1Ob579/92; 8Ob566/92 (8Ob567/92); 2Ob505/94; 1Ob623/95; 1Ob2155/96k; 3Ob2368/96y; 5Ob229/98g; 9Ob115/99y; 1Ob265/00b; 9Ob268/01d; 7Ob253/01h; 7Ob43/03d; 6Ob160/06g; 5Ob171/06t; 3Ob111/06d; 2Ob195/07a; 3Ob70/08b; 1Ob93/08w; 5Ob207/08i; 3Ob74/09t; 1Ob63/10m (1Ob78/10t); 8Ob1/11x; 3Ob240/12h; 1Ob226/12k
1 Ob 550/91
1 Ob 602/91
4 Ob 1605/91
1 Ob 579/92
8 Ob 566/92
2 Ob 505/94
1 Ob 2155/96k
3 Ob 2368/96y
9 Ob 115/99y
1 Ob 265/00b
6 Ob 160/06g
5 Ob 171/06t
3 Ob 70/08b
1 Ob 93/08w
5 Ob 207/08i
3 Ob 74/09t
8 Ob 1/11x
ECLI:AT:OGH0002:1991:RS0007035
JJR_19910424_OGH0002_0010OB00550_9100000_002
Rechtssatz für 7Ob528/92 3Ob1520/92 7O...
RS0048632
7Ob528/92; 3Ob1520/92; 7Ob523/93; 2Ob565/93; 5Ob513/95; 4Ob1610/95; 1Ob623/95; 1Ob1531/96; 1Ob601/95; 1Ob2155/96k; 1Ob2296/96w; 6Ob318/97a; 9Ob143/98i; 5Ob229/98g; 4Ob311/99k; 10Ob92/00b; 7Ob174/00i; 8Ob304/00i; 10Ob92/01d; 7Ob165/01t; 4Ob186/01h; 1Ob172/01b; 9Ob8/02w; 5Ob56/02z; 6Ob148/02m; 7Ob253/01h; 1Ob5/02w; 4Ob17/03h; 5Ob8/03t; 4Ob146/03d; 2Ob197/03i; 3Ob204/03a; 7Ob79/05a; 7Ob22/06w; 7Ob74/06t; 3Ob78/06a; 7Ob47/06x; 3Ob179/06d; 4Ob2/07h; 7Ob126/07s; 1Ob123/07f; 7Ob140/07z; 6Ob196/07b; 1Ob40/08a; 1Ob93/08w; 5Ob207/08i; 8Ob116/09f; 6Ob48/10t; 10Ob18/10k; 6Ob79/10a; 5Ob103/10y; 7Ob25/11v; 4Ob8/11x; 5Ob163/11y; 5Ob173/11v; 3Ob27/12k; 7Ob60/12t; 7Ob80/12h; 9Ob48/11s; 3Ob155/12h; 9Ob38/12x; 3Ob240/12h; 3Ob38/13d; 1Ob126/13f; 4Ob165/13p; 6Ob179/13m; 4Ob14/14h; 8Ob7/14h; 7Ob64/14h; 6Ob160/14v; 1Ob167/14m; 7Ob198/14i; 8Ob13/15t; 7Ob229/14y; 3Ob141/15d; 10Ob81/15g; 3Ob230/15t; 9Ob39/16z; 1Ob45/16y; 1Ob99/16i; 6Ob182/16g; 6Ob200/16d; 6Ob11/17m; 8Ob49/17i; 4Ob111/17b; 3Ob153/17x; 7Ob170/17a; 5Ob10/18h; 1Ob43/18g; 6Ob27/18s; 9Ob6/18z; 3Ob25/18z; 8Ob17/18k; 1Ob189/18b; 3Ob198/18s; 7Ob213/18a; 9Ob12/19h; 5Ob60/19p
Bei der Entscheidung über die Obsorge für ein Kind ist ausschließlich dessen Wohl maßgebend, wobei nicht nur von der momentanen Situation ausgegangen werden darf, sondern auch Zukunftsprognosen zu stellen sind.
7 Ob 528/92
Entscheidungstext OGH 20.02.1992 7 Ob 528/92
3 Ob 1520/92
Entscheidungstext OGH 08.07.1992 3 Ob 1520/92
nur: Bei der Entscheidung über die Obsorge für ein Kind ist ausschließlich dessen Wohl maßgebend. (T1)
7 Ob 523/93
Entscheidungstext OGH 03.03.1993 7 Ob 523/93
Auch; Beisatz: Nur sichere Prognosen für eine erhebliche Förderung des Kindeswohls gestatten eine Änderung. (T2)
Vgl auch; Beisatz: Hier: Kein Wechsel der Pflegeverhältnisse und Erziehungsverhältnisse wenn keine sicheren Prognosen über den Einfluss eines Obsorgewechsels vorliegen (Vierzehnjähriger, der durch die Rückholaktion seiner Mutter massiv irritiert wurde und selbst einen Wechsel des Pflegeplatzes zum Vater anstrebt). (T3)
4 Ob 1610/95
Entscheidungstext OGH 10.08.1995 4 Ob 1610/95
Auch; nur T1; Veröff: SZ 69/20
Auch; Beisatz: Die Obsorgeentscheidung ist zukunftsbezogene Rechtsgestaltung und nur dann sachgerecht, wenn sie auf aktueller Sachverhaltsgrundlage beruht. (T4)
Auch; nur T1; Beisatz: Die gerichtlichen Entscheidungen haben nicht auf die Wahrung der Elternrechte abzustellen. (T5)
1 Ob 2296/96w
Entscheidungstext OGH 25.10.1996 1 Ob 2296/96w
6 Ob 318/97a
Entscheidungstext OGH 29.10.1997 6 Ob 318/97a
9 Ob 143/98i
Entscheidungstext OGH 10.06.1998 9 Ob 143/98i
Vgl auch; Beis wie T3 nur: Kein Wechsel der Pflegeverhältnisse und Erziehungsverhältnisse wenn keine sicheren Prognosen über den Einfluss eines Obsorgewechsels vorliegen. (T6)
7 Ob 165/01t
Entscheidungstext OGH 31.07.2001 7 Ob 165/01t
nur T1; Beis ähnlich wie T5; Beisatz: Im Spannungsverhältnis zwischen Elternrechten und dem Kindeswohl haben erstere naturgemäß zurückzutreten. (T7)
nur T1; Beis wie T4; Beis wie T7
9 Ob 8/02w
Entscheidungstext OGH 08.05.2002 9 Ob 8/02w
Beis wie T4; Beis wie T7
Auch; Beis wie T4 nur: Die Obsorgeentscheidung ist zukunftsbezogene Rechtsgestaltung. (T8)
Beis ähnlich wie T6
6 Ob 148/02m
Entscheidungstext OGH 20.06.2002 6 Ob 148/02m
Vgl; Beis wie T7; Beis wie T5
Auch; nur T1; Beisatz: Hier: Angestrebter Obsorgewechsel mit der Begründung der im Inland günstigeren Lebensverhältnisse. (T9) Beisatz: Die - aus inländischer Sicht - ungünstigeren Entwicklungsbedingungen im Ausland begründen vor allem dann für sich allein noch keine Gefährdung des Kindeswohls, wenn die Familie von dort stammt. Im Übrigen gehören seine Eltern und deren sozio-ökonomischen Verhältnisse grundsätzlich zum Schicksal und Lebensrisiko eines Kindes. (T10)
Vgl auch; Beis wie T10; Beis wie T9; Beisatz: Ebenso wie bei einer Wohnsitzverlegung bedarf auch die Beurteilung, ob im Fall einer drohenden zwangsweisen Abschiebung aus dem Inland das Kindeswohl gefährdet ist, einer Interessenabwägung im Einzelfall. (T11)
3 Ob 204/03a
Entscheidungstext OGH 26.09.2003 3 Ob 204/03a
3 Ob 179/06d
Entscheidungstext OGH 19.10.2006 3 Ob 179/06d
7 Ob 140/07z
Entscheidungstext OGH 17.10.2007 7 Ob 140/07z
6 Ob 196/07b
Entscheidungstext OGH 13.09.2007 6 Ob 196/07b
Auch, nur T1
Vgl; Beisatz: Hier: Bei Maßnahmen nach § 107 Abs 2 AußStrG 2005 ist ausschließlich das Kindeswohl relevant. (T12)
10 Ob 18/10k
Entscheidungstext OGH 23.03.2010 10 Ob 18/10k
5 Ob 103/10y
Entscheidungstext OGH 31.08.2010 5 Ob 103/10y
Vgl; Beis ähnlich wie T2; Beis ähnlich wie T3; Beis ähnlich wie T6
4 Ob 8/11x
Entscheidungstext OGH 12.04.2011 4 Ob 8/11x
Vgl; nur ähnlich T1; Beis ähnlich wie T5; Beis ähnlich wie T7; Beisatz: Verletzt ein Elternteil schuldhaft die sich aus § 145b ABGB ergebenden Pflichten und beeinträchtigt er dadurch die Eltern‑Kind‑Beziehung des anderen, können sich Schadenersatzansprüche ergeben. (T13)
5 Ob 163/11y
Entscheidungstext OGH 07.10.2011 5 Ob 163/11y
5 Ob 173/11v
Entscheidungstext OGH 09.11.2011 5 Ob 173/11v
Ähnlich; Beis ähnlich wie T11; Beisatz: Bei der Frage, ob das Kindeswohl durch eine Übersiedlung gefährdet ist, handelt es sich um eine nach pflichtgemäßen Ermessen zu treffende Entscheidung im Einzelfall, der keine grundsätzliche Bedeutung zuerkannt werden kann. (T14)
3 Ob 27/12k
Entscheidungstext OGH 14.03.2012 3 Ob 27/12k
7 Ob 60/12t
Entscheidungstext OGH 25.04.2012 7 Ob 60/12t
9 Ob 48/11s
Entscheidungstext OGH 30.07.2012 9 Ob 48/11s
Vgl auch; Beisatz: Oberstes Prinzip bei Obsorgerechtsentscheidungen ist stets die Wahrung des Kindeswohls; demgegenüber sind die Interessen der Eltern nachrangig. (T15)
3 Ob 155/12h
Entscheidungstext OGH 19.09.2012 3 Ob 155/12h
9 Ob 38/12x
Entscheidungstext OGH 24.09.2012 9 Ob 38/12x
Auch; Beis ähnlich wie T4; Beis ähnlich wie T8
1 Ob 126/13f
Entscheidungstext OGH 18.07.2013 1 Ob 126/13f
6 Ob 179/13m
Entscheidungstext OGH 28.11.2013 6 Ob 179/13m
Vgl; Beisatz: Hier reichen die Feststellungen für eine (von den Vorinstanzen zwar nicht ausdrücklich, aber implizit vorgenommene) negative Zukunftsprognose aus. (T16)
Vgl auch; Beisatz: Bei der Entscheidung über eine Obsorgeentziehung müssen auch die zwangsläufig belastenden Auswirkungen dieser Maßnahme auf das Kindeswohl mit berücksichtigt werden. (T17)
7 Ob 64/14h
Entscheidungstext OGH 07.05.2014 7 Ob 64/14h
6 Ob 160/14v
Entscheidungstext OGH 09.10.2014 6 Ob 160/14v
1 Ob 167/14m
Entscheidungstext OGH 18.09.2014 1 Ob 167/14m
Auch; Beis wie T2; Beis wie T3; Beis wie T6
7 Ob 198/14i
Entscheidungstext OGH 26.11.2014 7 Ob 198/14i
8 Ob 13/15t
Entscheidungstext OGH 26.02.2015 8 Ob 13/15t
7 Ob 229/14y
Entscheidungstext OGH 09.04.2015 7 Ob 229/14y
3 Ob 141/15d
Entscheidungstext OGH 19.08.2015 3 Ob 141/15d
9 Ob 39/16z
Entscheidungstext OGH 24.06.2016 9 Ob 39/16z
6 Ob 182/16g
Entscheidungstext OGH 29.11.2016 6 Ob 182/16g
Beisatz: Es reicht aus, wenn die Vorinstanzen die zukünftigen Aussichten zwar nicht ausdrücklich, aber implizit berücksichtigt haben. (T18)
6 Ob 200/16d
Entscheidungstext OGH 22.12.2016 6 Ob 200/16d
6 Ob 11/17m
Entscheidungstext OGH 30.01.2017 6 Ob 11/17m
Auch; Beisatz: Hier: Den Eltern wurde die Obsorge entzogen, weil sie das Wohl ihres Kindes, das seit seinem vierten Lebensmonat bei Pflegeeltern lebt, dadurch gefährden, dass sie sich seit Jahren beharrlich weigern, den Pflegeeltern oder dem Kinder- und Jugendhilfeträger ein Reisedokument für das Kind zur Verfügung zu stellen, und so ihrem Kind entgegen seinen berechtigten Entwicklungsbedürfnissen seit Jahren gemeinsame Urlaubsreisen mit den Pflegeeltern ins Ausland und damit verbundene neue Erlebnisse und Erfahrungen sowie nach Beginn der schulischen Ausbildung die Teilnahme an Auslandsaufenthalten im schulischen Kontext verwehren. (T19)
8 Ob 49/17i
Entscheidungstext OGH 29.06.2017 8 Ob 49/17i
Beis wie T2; Beis wie T3; Beis wie T4; Beis wie T6; Beis wie T8; Beis wie T11; Beis wie T14; Beis wie T17
1 Ob 43/18g
Entscheidungstext OGH 21.03.2018 1 Ob 43/18g
Auch; Beis wie T5; Beis wie T7; Beis wie T11; Beis wie T14; Beis wie T15; Beis wie T17
9 Ob 6/18z
Entscheidungstext OGH 27.02.2018 9 Ob 6/18z
3 Ob 25/18z
Entscheidungstext OGH 25.04.2018 3 Ob 25/18z
1 Ob 189/18b
Entscheidungstext OGH 21.11.2018 1 Ob 189/18b
Auch; Beis wie T2; Beis wie T4; Beis wie T6; Beis wie T17
3 Ob 198/18s
Entscheidungstext OGH 21.11.2018 3 Ob 198/18s
Auch; Beis wie T2; Beis wie T6; Beis wie T17
Beisatz: Hier: § 185 Abs 1 und 2 ABGB. (T20)
9 Ob 12/19h
Entscheidungstext OGH 28.03.2019 9 Ob 12/19h
5 Ob 60/19p
Entscheidungstext OGH 21.05.2019 5 Ob 60/19p
ECLI:AT:OGH0002:1992:RS0048632
JJR_19920220_OGH0002_0070OB00528_9200000_001
Rechtssatz für 6Ob639/95 8Ob2282/96p 7...
RS0085168
6Ob639/95; 8Ob2282/96p; 7Ob10/98s; 8Ob304/00i; 5Ob56/02z; 9Ob21/03h; 1Ob60/05p; 7Ob22/06w; 2Ob195/07a; 1Ob40/08a; 6Ob48/10t; 6Ob165/10y; 2Ob177/10h; 3Ob3/11d; 10Ob68/11i; 5Ob41/11g; 9Ob71/11y; 5Ob258/11v; 5Ob152/12g; 8Ob123/12i; 3Ob240/12h; 4Ob165/13p; 5Ob33/15m; 1Ob45/16y; 1Ob99/16i; 7Ob170/17a; 7Ob27/18y; 8Ob17/18k; 7Ob213/18a
ABGB §215 Abs1
Sowohl Maßnahmen des Gerichtes nach § 176 ABGB als auch solche des Jugendwohlfahrtsträgers nach § 215 Abs 1 zweiter Satz ABGB setzen eine offenkundige Gefährdung des Kindeswohles und die Notwendigkeit der Änderung des bestehenden Zustandes voraus.
6 Ob 639/95
Entscheidungstext OGH 07.12.1995 6 Ob 639/95
nur: Sowohl Maßnahmen des Gerichtes nach § 176 ABGB setzen eine offenkundige Gefährdung des Kindeswohles und die Notwendigkeit der Änderung des bestehenden Zustandes voraus. (T1)
Beisatz: Für eine rein präventiv angeordnete Aufsicht über den Obsorgeberechtigten fehlen die gesetzlichen Voraussetzungen. (T2) Beisatz: Hier: Die Befürchtung, die obsorgeberechtigte Mutter werde im Falle neuerlicher Einmischung in das Besuchsrecht des außerehelichen Vaters einen Schulwechsel vornehmen, genügt nicht. (T3)
7 Ob 10/98s
Entscheidungstext OGH 10.02.1998 7 Ob 10/98s
Auch; nur: Maßnahmen des Gerichtes nach § 176 ABGB setzen eine offenkundige Gefährdung des Kindeswohles und die Notwendigkeit der Änderung des bestehenden Zustandes voraus. (T4)
9 Ob 21/03h
Entscheidungstext OGH 02.04.2003 9 Ob 21/03h
Beisatz: Die Änderung der Obsorgeverhältnisse darf nur als äußerste Notmaßnahme angeordnet werden. (T5)
1 Ob 60/05p
Entscheidungstext OGH 10.05.2005 1 Ob 60/05p
Vgl auch; Beisatz: Auch das Verhalten des betreuenden Elternteils im Zusammenhang mit der Ausübung des Besuchsrechts kann dem Kindeswohl abträglich sein, wenn dieses Verhalten das Recht des Kindes auf persönlichen Verkehr mit dem nicht betreuenden Elternteil gefährdet. (T6)
Vgl; Beisatz: Voraussetzung der Entziehung von Elternrechten ist eine konkrete Gefährdung des Kindeswohls. (T7)
2 Ob 177/10h
Entscheidungstext OGH 02.12.2010 2 Ob 177/10h
Veröff: SZ 2010/152
3 Ob 3/11d
Entscheidungstext OGH 06.07.2011 3 Ob 3/11d
Beisatz: Auf eine psychotherapeutische Behandlung des einsichts- und urteilsfähigen Kindes ist § 146c ABGB zumindest analog anzuwenden. Ohne Einwilligung des Kindes kann dem Obsorgeberechtigten eine Behandlung nicht gemäß § 176 Abs 1 ABGB aufgetragen werden. (T8)
Vgl; Bem: Siehe auch RS0127236, RS0127247 und RS0127248. (T9)
Auch; Auch Beis wie T5; Auch Beis wie T7
7 Ob 27/18y
Entscheidungstext OGH 21.03.2018 7 Ob 27/18y
Auch; Beis wie T5; Beisatz: Hier: § 185 Abs 1 und 2 ABGB. (T10)
ECLI:AT:OGH0002:1995:RS0085168
JJR_19951207_OGH0002_0060OB00639_9500000_002
Rechtssatz für 1Ob2078/96m 9Ob143/98i...
RS0106312
1Ob2078/96m; 9Ob143/98i; 7Ob47/06x; 4Ob2/07h; 1Ob146/10t; 7Ob215/10h; 8Ob54/11s; 5Ob188/11z; 3Ob155/11g; 3Ob165/11b; 3Ob41/12v; 3Ob240/12h; 3Ob241/12f; 6Ob41/13t; 3Ob145/13i; 5Ob63/13w; 8Ob86/13z; 3Ob238/14t; 3Ob141/15d; 3Ob230/15t; 9Ob39/16z; 7Ob117/16f; 9Ob20/17g; 9Ob41/17w; 7Ob147/18w; 1Ob237/18m; 7Ob9/19b; 5Ob143/19v
Obsorgeentscheidungen haben eine zukunftsbezogene Rechtsgestaltung zum Inhalt. Sie können nur dann sachgerecht sein, wenn sie auf einer aktuellen bis in die jüngste Gegenwart reichenden Tatsachengrundlage beruhen.
Vgl; Beisatz: Das gemäß § 66 Abs 2 AußStrG 2005 im Revisionsrekursverfahren an sich geltende Neuerungsverbot ist im Obsorgeverfahren aus Gründen des Kindeswohls insofern unterbrochen, als der Oberste Gerichtshof aktenkundige Entwicklungen, die die bisherige Tatsachengrundlage wesentlich verändern, auch dann berücksichtigen muss, wenn sie erst nach der Beschlussfassung einer der Vorinstanzen eingetreten sind. (T1)
Vgl auch; Vgl auch Beis wie T1; Beisatz: Eine wesentliche Veränderung der Tatsachengrundlage darf bei Obsorgeentscheidungen nicht unberücksichtigt bleiben (hier: nachträglich erklärte Bereitschaft der Mutter zu Aufnahme in eine betreute Wohngemeinschaft samt faktischer Umsetzung, verbunden mit einer Zusammenführung von Mutter und Kind seit mehreren Monaten). (T2)
6 Ob 41/13t
Entscheidungstext OGH 08.05.2013 6 Ob 41/13t
Vgl; Beisatz: Hier: Entscheidung aufgrund einer möglicherweise veralteten Gutachtenserstellung. (T3)
3 Ob 145/13i
Entscheidungstext OGH 08.10.2013 3 Ob 145/13i
Vgl auch; Beisatz: Noch im Revisionsrekursverfahren hätten die Revisionsrekurswerber, weil im Obsorgeverfahren insoweit kein Neuerungsverbot besteht, Tatsachen behaupten und Beweise zur Unrichtigkeit der Stellungnahme des Jugendwohlfahrtsträgers anbieten können, wonach keine anderen Personen zur Übernahme der Obsorge bereit wären. (T4)
8 Ob 86/13z
Entscheidungstext OGH 28.10.2013 8 Ob 86/13z
7 Ob 117/16f
Entscheidungstext OGH 24.10.2016 7 Ob 117/16f
9 Ob 20/17g
Entscheidungstext OGH 24.05.2017 9 Ob 20/17g
Beisatz: Dies bezieht sich aber nur auf unstrittige und aktenkundige Umstände, die die bisherige Tatsachengrundlage wesentlich verändern. (T5)
Beisatz: Hier: Kontaktrecht. (T6)
5 Ob 143/19v
Entscheidungstext OGH 27.11.2019 5 Ob 143/19v
ECLI:AT:OGH0002:1996:RS0106312
JJR_19960726_OGH0002_0010OB02078_96M0000_006

References: §49
 §49
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 § 14
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 § 49
 OGH 
 OGH 
 § 49
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 §142
 §176
 §181
 §12
 §62
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 § 14
 OGH 
 § 62
 OGH 
 § 107
 OGH 
 § 181
 §215
 § 177
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 § 177
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 § 177
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 § 176
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 § 176
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 § 176
 § 215
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 §142
 §185
 §185
 § 142
 § 176
 OGH 
 § 176
 § 29
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 § 142
 § 176
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 § 176
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 § 176
 § 215
 OGH 
 OGH 
 § 181
 § 176
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 § 185
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 § 176
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 § 176
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 § 211
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 § 185
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 § 107
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 § 145
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 § 185
 OGH 
 OGH 
 §215
 § 176
 § 215
 OGH 
 § 176
 OGH 
 § 176
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 § 146
 § 176
 OGH 
 § 185
 § 66
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 OGH