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Timestamp: 2020-03-30 16:49:09+00:00

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BFH, 30.03.1983 - I R 178/79 - dejure.org
BFH, 30.03.1983 - I R 178/79
https://dejure.org/1983,786
BFH, 30.03.1983 - I R 178/79 (https://dejure.org/1983,786)
BFH, Entscheidung vom 30.03.1983 - I R 178/79 (https://dejure.org/1983,786)
BFH, Entscheidung vom 30. März 1983 - I R 178/79 (https://dejure.org/1983,786)
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EStG 1975 § 10d; KStG a.F. § 6 Abs. 1 Satz 1, § 19 Abs. 3
Einführung des Verlustrücktrags - Gewinnausschüttung - Gesellschafterbeschluß
BFHE 138, 236
BFH, 27.09.1988 - VIII R 432/83
Bei der Gewährung des Verlustrücktrags sind innerhalb des Korrekturspielraums …
a) Der in § 10d EStG geregelte einjährige Verlustrücktrag, d.h. der Abzug des Verlustes vom Gesamtbetrag der Einkünfte des Veranlagungszeitraums, der demjenigen der Verlustentstehung vorangeht, ist durch das Gesetz zur Änderung des Einkommensteuergesetzes vom 20. April 1976 (BGBl I, 1.054, BStBl 1, 282) eingeführt worden (zur gesetzgeberischen Zielsetzung vgl. Urteil des BFH vom 30. März 1983 I R 178/79, BFHE 138, 236, BStBl II 1983, 512).
aa) Zwar hat der I. Senat des BFH in seinem Urteil vom 30. März 1983 I R 178/79 (BFHE 138, 236, BStBl II 1983, 512) entschieden, daß die gesetzliche Einführung des Verlustrücktrages für eine Kapitalgesellschaft Anlaß sein konnte, Gesellschafterbeschlüsse über die Gewinnausschüttung für das Jahr 1974 und die folgenden Jahre zu ändern.
Selbst wenn sie damals keine Kenntnis von der zu erwartenden "Steuerersparnis" gehabt haben sollte, ist darauf hinzuweisen, daß der Senat in der Vergangenheit sowohl die Einführung des Verlustrücktrages nach § 10d EStG als auch das Inkrafttreten des KStG 1977 als Ereignisse beurteilt hat, die es rechtfertigen, daß eine Kapitalgesellschaft Gewinnausschüttungsbeschlüsse nachträglich ändert (BFH-Urteile vom 30. März 1983 I R 178/79, BFHE 138, 236, BStBl II 1983, 512; vom 5. Juni 1985 I R 183/84, BFHE 144, 353, BStBl II 1986, 84; vom 11. April 1990 I R 38/89, BFHE 161, 443, BStBl II 1990, 998).
Die Finanzbehörde musste einem Antrag des Steuerpflichtigen auf Zustimmung zur Bilanzänderung zwar grundsätzlich stattgeben, wenn sich die tatsächlichen Grundlagen, von denen der Steuerpflichtige bei der Ausübung eines (Bewertungs-)Wahlrechts ausgegangen war, nach Einreichung der Bilanz erheblich verändert hatten (BFH-Urteile vom 29. Januar 1952 I 103/51 U, BFHE 56, 137, BStBl III 1952, 57; vom 30. März 1983 I R 178/79, BFHE 138, 236, 239, BStBl II 1983, 512; einschränkend Senatsurteil vom 30. März 1989 IV R 81/87, BFHE 156, 208, BStBl II 1989, 558).
Einer beantragten Bilanzänderung ist im allgemeinen dann zuzustimmen, wenn sich die tatsächlichen Grundlagen, von denen der Steuerpflichtige bei der Ausübung eines (Bewertungs-)Wahlrechts ausgegangen ist, nach Einreichung der Bilanz erheblich verändert haben (BFH-Urteile vom 29. Januar 1952 I 103/51 U, BFHE 56, 137, BStBl III 1952, 57; vom 30. März 1983 I R 178/79, BFHE 138, 236, 239, BStBl II 1983, 512; einschränkend BFH-Urteil vom 30. März 1989 IV R 81/87, BFHE 156, 208, BStBl II 1989, 558).
BFH, 05.06.1985 - I R 276/82
1. Gewinnverteilungsbeschluß auch noch längere Zeit nach Ablauf des …
Die Rechtsprechung behandelt die Änderung als den handelsrechtlichen Vorschriften entsprechend, wenn sie nicht willkürlich ist (BFH-Urteil vom 30. März 1983 I R 178/79, BFHE 138, 236, BStBl II 1983, 512, wobei in dem entschiedenen Fall bei Vorliegen dieser Voraussetzung eine Änderung der beschlossenen Gewinnausschüttungen mehr als vier Jahre nach dem Ende des Wirtschaftsjahres, dessen Gewinn ausgeschüttet wurde, als den handelsrechtlichen Vorschriften entsprechend angesehen wurde).
Die Einführung des Körperschaftsteueranrechnungsverfahrens ist daher ein berechtigter Anlaß, die Körperschaftsteuerbelastung dadurch abzumildern, bereits beschlossene Gewinnverteilungsbeschlüsse zu ändern, um den Ausschüttungssteuersatz von 15 v. H. (§ 19 Abs. 1 Nr. 1 KStG a. F.) zur Anwendung zu bringen (vgl. auch Urteil in BFHE 138, 236, BStBl II 1983, 512; dort wurde die Einführung des Verlustrücktrags als berechtigter Anlaß angesehen, beschlossene Gewinnverteilungsbeschlüsse zu ändern).
Zu Unrecht beruft sich die Klägerin auf die BFH-Urteile vom 30. März 1983 I R 178/79 (BFHE 138, 236, BStBl II 1983, 512) und vom 5. Juni 1985 I R 183/84 (BFHE 144, 353, BStBl II 1986, 84).
Im übrigen kann dem Gesetzgeber nicht unterstellt werden, daß ihm die in Literatur und Rechtsprechung erörterten Nachteile eines zwangsweisen Verlustrücktrags nicht bekannt gewesen seien (vgl. z. B. BFH-Urteile vom 30. März 1983 I R 178/79, BFHE 138, 236, BStBl II 1983, 512; vom 28. Juni 1968 VI R 214/66, BFHE 93, 278, BStBl II 1968, 774; FG Hamburg, Urteil vom 14. September 1978 II 50/77, EFG 1979, 290;… Hermann/Heuer/Raupach, Einkommensteuergesetz und Körperschaftsteuergesetz mit Nebengesetzen, Kommentar, § 10d EStG Rdnr. 179, m. w. N.; von Groll in Kirchhof/Söhn, Einkommensteuergesetz, § 10d B 344).
BFH, 05.06.1985 - I R 69/81
Steuerveranlagung anhand gesellschaftsrechtlich rechtmäßiger …
Die Einführung des Körperschaftsteueranrechnungsverfahrens ist daher ein berechtigter Anlaß, die Körperschaftsteuerbelastung dadurch abzumildern, bereits beschlossene Gewinnverteilungsbeschlüsse zu ändern, um den Ausschüttungssteuersatz von 15 v. H. (§ 19 Abs, 1 Nr. 1 KStG a. F.) zur Anwendung zu bringen (vgl. auch Urteil in BFHE 138, 236, BStBl II 1983, 512; dort wurde die Einführung des Verlustrücktrags als berechtigter Anlaß angesehen, beschlossene Gewinnverteilungsbeschlüsse zu ändern).
In diesem Sinne hat der Senat auch Gewinnverteilungsbeschlüsse, die nach dem 1. Januar 1977 gefaßt worden waren, aber Gewinne aus Wirtschaftsjahren vor dem 1. Januar 1977 betrafen, als Ausschüttungen früherer Gewinne anerkannt (vgl. Urteile des Bundesfinanzhofs - BFH - vom 30. März 1983 I R 178/79, BFHE 138, 236, BStBl II 1983, 512; vom 5. Juni 1985 I R 276/82, BFHE 144, 348, BStBl II 1986, 81; vom 31. Oktober 1984 I R 95/80, BFHE 142, 446, BStBl II 1985, 225; vom 11. April 1990 I R 38/89, BFHE 161, 443, BStBl II 1990, 998;… vgl. auch Dötsch/Eversberg/Jost/Witt, Die Körperschaftsteuer, § 27 KStG Rdnr. 156;… Streck, Körperschaftsteuergesetz, 4. Aufl., § 27 Anm. 29).
Die Rechtsprechung hat angenommen, daß das FA die Zustimmung zu einer Bilanzänderung erteilen müsse, wenn sich die Grundlagen, auf denen die bisherige Bilanzierung durch den Steuerpflichtigen beruht, wesentlich geändert haben (vgl. BFH-Urteil vom 30. März 1983 I R 178/79, BFHE 138, 236, BStBl II 1983, 512).
BFH, 11.04.1990 - I R 38/89
Zur materiellen Rechtswirksamkeit eines geänderten Gewinnverteilungsbeschlusses, …
BFH, 05.06.1985 - I R 183/84
Willkür - Änderung der Handelsbilanz - Änderung des Gewinnverteilungsbeschlusses …
BFH, 05.06.1985 - I R 175/84
Änderung eines ursprünglichen Feststellungsbeschlusses - Einführung des …

References: § 10
 § 6
 § 19
 § 10
 § 10
 § 10
 § 10
 § 27
 § 27