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Timestamp: 2020-06-07 03:12:24+00:00

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BGH, 05.12.2006 - VI ZR 228/05 - dejure.org
https://dejure.org/2006,796
BGH, 05.12.2006 - VI ZR 228/05 (https://dejure.org/2006,796)
BGH, Entscheidung vom 05.12.2006 - VI ZR 228/05 (https://dejure.org/2006,796)
BGH, Entscheidung vom 05. Dezember 2006 - VI ZR 228/05 (https://dejure.org/2006,796)
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Arzthaftungsprozess (Behandlungs- sowie Aufklärungsfehler) - Berufungsbegründungsinhalt
Anforderungen an die Berufungsbegründung bei Klageabweisung im Arzthaftungsprozess
Arztrecht - Berufungsbegründung muss Behandlungs- und Aufklärungsfehler umfassen
ZPO § 520 Abs. 3 Satz 2 Nr. 2, ZPO § 520 Abs. 3 Satz 2 Nr. 3, ZPO § 520 Abs. 3 Satz 2 Nr. 4
In der Berufungsbegründung muss enthalten sein, ob Behandlungsfehler und/oder Aufklärungsfehler Streitgegenstand der Berufung sind; Medizinrecht, Prozessrecht
LG Kaiserslautern, 02.03.2005 - 4 O 520/03
NJW-RR 2007, 414
MDR 2007, 599
VersR 2007, 414
Zwischen den Ansprüchen wegen unzureichender ärztlicher Aufklärung einerseits und wegen fehlerhafter Behandlung andererseits besteht zwar eine Verknüpfung dergestalt, dass es Ziel des Schadensersatzbegehrens des Patienten ist, eine Entschädigung für die bei ihm aufgrund der Behandlung eingetretenen gesundheitlichen Nachteile zu erlangen, doch liegen den Haftungstatbeständen verschiedene voneinander abgrenzbare Pflichtverletzungen zugrunde (vgl. Senatsurteil vom 5. Dezember 2006 - VI ZR 228/05, NJW-RR 2007, 414, 415).
Ist die Klageabweisung (insoweit) auf mehrere voneinander unabhängige, selbständig tragende rechtliche Erwägungen gestützt, muss die Revisionsbegründung auch für jede dieser Erwägungen darlegen, warum sie unrichtig sein sollen (BGH Urteil vom 11. November 1999 - III ZR 98/99 - NJW 2000, 947;… für die Berufungsbegründung: Senatsbeschluss vom 15. Juni 2011 - XII ZR 572/10 - NJW 2011, 2367 Rn. 10;… BGH Beschluss vom 18. Oktober 2005 - VI ZB 81/04 - NJW-RR 2006, 285 Rn. 8 und Urteil vom 5. Dezember 2006 - III ZR 288/05 - NJW-RR 2007, 414 Rn. 10).
b) In der Berufungsbegründung muss für jeden der Streitgegenstände eine den Anforderungen des § 520 Abs. 3 Satz 2 Nr. 2 ZPO genügende Begründung gegeben werden (BGH 5. Dezember 2006 - VI ZR 228/05 - NJW-RR 2007, 414;… Zöller/Gummer/Heßler ZPO 26. Aufl. § 520 Rn. 37 mwN).
Im Falle der uneingeschränkten Anfechtung muss die Berufungsbegründung geeignet sein, das gesamte Urteil in Frage zu stellen; bei einem teilbaren Streitgegenstand oder bei mehreren Streitgegenständen muss sie sich grundsätzlich auf alle Teile des Urteils erstrecken, hinsichtlich derer eine Änderung beantragt wird (…siehe etwa BGH, Urteile vom 22. November 2011 - VI ZR 26/11, NJW 2012, 763, 764 Rn. 6 und vom 5. Dezember 2006 - VI ZR 228/05, NJW-RR 2007, 414, 415 Rn. 10;… vgl. auch BGH, Urteile vom 26. Januar 2006 - I ZR 121/03, NJW-RR 2006, 1044, 1046 Rn. 22 und vom 13. November 1997 - VII ZR 199/96, NJW 1998, 1081, 1082 - jeweils mwN;… Musielak/Ball, ZPO, 10. Aufl., § 520 Rn. 38;… Zöller/Heßler, ZPO, 29. Aufl., § 520 Rn. 27;… Hk-ZPO/Wöstmann, 5. Aufl., § 520 Rn. 20).
Auch wenn sich der Rechtsmittelführer nicht mit allen für ihn nachteilig beurteilten Punkten in seiner Berufungsbegründung auseinandersetzen muss, genügt es nicht, um das angefochtene Urteil insgesamt in Frage zu stellen, wenn er sich nur mit einem Berufungsgrund befasst, der nicht den ganzen Streitstoff betrifft (…BGH, Urteile vom 22. November 2011 aaO und vom 5. Dezember 2006 aaO mwN).
Wie eine Berufungsbegründung (dazu vgl. Senat, Urteil vom 5. Dezember 2006 - VI ZR 228/05 - VersR 2007, 414) muss auch die Begründung einer uneingeschränkt zugelassenen Revision klarstellen, in welchen Punkten und mit welchen Gründen der Rechtsmittelführer das Berufungsurteil angreift (vgl. Senat, Urteil vom 5. Dezember 2006 - VI ZR 228/05 - aaO).
Auch wenn sich der Rechtsmittelführer nicht mit allen für ihn nachteilig beurteilten Punkten in seiner Berufungsbegründung auseinandersetzen muss, genügt es nicht, um das angefochtene Urteil insgesamt in Frage zu stellen, wenn er sich nur mit einem Berufungsgrund befasst, der nicht den ganzen Streitstoff betrifft (vgl. Senatsurteil vom 5. Dezember 2006 - VI ZR 228/05, VersR 2007, 414 Rn. 7).
Bei mehreren Streitgegenständen oder einem teilbaren Streitgegenstand muss sich die Rechtsbeschwerdebegründung grundsätzlich auf alle Teile der angegriffenen Entscheidung erstrecken, hinsichtlich derer eine Abänderung beantragt wird; andernfalls ist das Rechtsmittel für den nicht begründeten Teil als unzulässig zu verwerfen (zur Berufung: BGH, Urteile vom 5. Dezember 2006 - VI ZR 228/05, NJW-RR 2007, 414 Rn. 10…, vom 23. Juni 2015 - II ZR 166/14, WM 2015, 1679 Rn. 11 …und vom 14. März 2017 - VI ZR 605/15, VersR 2017, 822 Rn. 14;… zur Revision: BGH, Beschlüsse vom 21. Juli 2008 - II ZR 1/07, WM 2009, 951 Rn. 21 f. …und vom 25. Mai 2011 - IV ZR 17/10, NJW-RR 2011, 1536 Rn. 5).
Die Zulassung der Revision kann mithin auf einen der beiden Teile beschränkt werden (…Geiß/Greiner, Arzthaftpflichtrecht, 7. Aufl., Rn. E 26; vgl. ferner Senatsbeschlüsse vom 18. Dezember 2018 - VI ZR 27/17, juris;… vom 9. Januar 2018 - VI ZR 106/17, VersR 2018, 1147 Rn. 5 und 20; Senatsurteil vom 5. Dezember 2006 - VI ZR 228/05, NJW-RR 2007, 414 Rn. 7).
Ansprüche aus Insolvenzanfechtung und Delikt sind nicht nur nach ihren Voraussetzungen, sondern auch in ihren Folgen verschieden und bilden darum getrennte Streitgegenstände (vgl. BGH, Urteil vom 20. April 1990 - V ZR 282/88, BGHZ 111, 158, 166 f; vom 5. Dezember 2006 - VI ZR 228/05, NJW-RR 2007, 414 Rn. 11).
OLG Koblenz, 27.06.2012 - 5 U 1510/11
OLG München, 18.12.2012 - 1 U 3691/12
Abweisung der Klage gegen die behandelnden Ärzte mangels Darlegung unzureichender …
OLG Hamm, 19.11.2018 - 3 U 24/18
OLG München, 04.07.2012 - 3 U 470/12
Rückforderung einer im Rahmen eines sog. Schenkkreises erfolgten Zahlung: …
LG Dortmund, 28.09.2018 - 17 S 53/18
Vereinbarkeit des Beschlusses über die Genehmigung der Jahresabrechnung mit …

References: § 520
 § 520
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 BGH 
 § 520
 § 520
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 § 520
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