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Timestamp: 2020-04-08 07:28:16+00:00

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Änderungen bei den Midijobs – Verdienstgrenze auf 1.300 Euro angehoben | Die Minijob-Zentrale
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Viele Minijobber entscheiden sich im Laufe ihrer Beschäftigung dazu, ihre Arbeitszeit auszudehnen. Schnell wird dann aus einem Minijob ein sogenannter Midijob. Hierbei verdient man mehr als 450 Euro und ist – anders als im Minijob – voll sozialversicherungspflichtig. Jetzt wird die bisherige Verdienstobergrenze von 850 Euro auf 1.300 Euro angehoben. Bis zu dieser neuen Verdienstgrenze profitieren Beschäftigte von günstigen Sozialabgaben. Wir zeigen Ihnen, was genau neu geregelt wird und welche Vorteile Sie mit einem Midijob haben.
Aus Gleitzone wird Übergangsbereich
Ab dem 1. Juli 2019 ist der offizielle Name für Midijobs „Beschäftigungen im Übergangbereich“. Vorher nannte man sie „Beschäftigungen in der Gleitzone“. Mit der Namensänderung wird auch eine Anhebung der maximalen Verdienstgrenze von bisher 850 Euro auf nunmehr 1.300 Euro eingeführt. Damit profitieren jetzt also mehr Arbeitnehmer von geringeren Sozialabgaben. Arbeitgeber profitieren von dieser Anhebung nicht, ihre prozentuale Beitragsbelastung bleibt unverändert.
Beschäftigte, deren Verdienst oberhalb der Midijob-Grenze liegt, zahlen die vollen Sozialversicherungsbeiträge.
Vorteile eines Midijobs
Midijobber sind sozialversicherungspflichtige Arbeitnehmer, deren durchschnittlicher Monatsverdienst sich auf mehr als 450 Euro, aber maximal 1.300 Euro beläuft. Im Unterschied zu den Arbeitnehmern, die mehr als 1.300 Euro verdienen, haben Midijobber Vergünstigungen und ihre Beiträge werden besonders berechnet.
Grundlage für die Berechnung ist nicht der tatsächliche Verdienst, sondern eine fiktive beitragspflichtige Einnahme, die nach einer bestimmten Formel ermittelt wird. Ab dem 1. Juli 2019 lautet diese:
beitragspflichtige Einnahme = 1,1288588 × Arbeitsentgelt – 167,51647
Bei einem Arbeitsentgelt in Höhe von 600,00 Euro beträgt die beitragspflichtige Einnahme: 1,1288588 × 600,00 Euro – 167,51647 Euro = 509,80 Euro
Die Beiträge werden wie folgt ermittelt:
Beitrag: 509,80 Euro x 7,3% x 2 = 74,44 Euro
Arbeitgeber: 600 Euro x 7,3% = 43,80 Euro
Midijobber: 74,44 Euro – 43,80 Euro = 30,64 Euro
Zusatzbeitrag Krankenversicherung (die Krankenkasse erhebt einen Zusatzbeitrag von 1,1%)
Beitrag: 509,80 Euro x 0,55 % x 2 = 5,60 Euro
Arbeitgeber: 600 x 0,55% = 3,30 Euro
Midijobber: 5,60 Euro – 3,30 Euro = 2,30 Euro
Pflegeversicherung (kein Beitragszuschlag)
Beitrag: 509,80 Euro x 1,525% x 2 = 15,54 Euro
Arbeitgeber: 600 Euro x 1,525% = 9,15 Euro
Midijobber: 15,54 Euro – 9,15 Euro = 6,39 Euro
Beitrag: 509,80 Euro x 9,3% x 2 = 94,82 Euro
Arbeitgeber: 600 Euro x 9,3% = 55,80 Euro
Midijobber: 94,82 Euro – 55,80 Euro = 39,02 Euro
Beitrag: 509,80 Euro x 1,25% x 2 = 12,74 Euro
Arbeitgeber: 600 Euro x 1,25% = 7,50 Euro
Midijobber: 12,74 – 7,50 Euro = 5,24 Euro
Gesamtbeitrag Arbeitgeber: 119,55 Euro
Gesamtbeitrag Midijobber: 83,59 Euro
Vorteil für den Midijobber ist also, dass bei einem Verdienst von 600 Euro lediglich Sozialabgaben für einen Verdienst von 509,80 Euro berechnet werden.
Arbeitgeber zahlen allerdings Abgaben für den realen Verdienst des Midijobbers.
Die Abgaben des Midijobbers steigen mit der Höhe seines Verdienstes progressiv an
Beschäftigung mit
Verdienst von… Abgaben
Arbeitnehmer Abgaben
Arbeitgeber Gesamtbetrag*)
450,01 Euro 46,01 Euro 89,67 Euro 135,68 Euro
500,00 Euro 58,51 Euro 99,63 Euro 158,14 Euro
600,00 Euro 83,59 Euro 119,55 Euro 203,14 Euro
700,00 Euro 108,66 Euro 139,48 Euro 248,14 Euro
900,00 Euro 158,81 Euro 179,33 Euro 338,14 Euro
1.100,00 Euro 208,90 Euro 219,18 Euro 428,08 Euro
1.300,00 Euro 259,03 Euro 259,03 Euro 518,06 Euro
*) Gesamtbetrag zur Kranken-, Pflege-, Renten- und Arbeitslosenversicherung, kein Beitragszuschlag Pflegeversicherung, Zusatzbeitrag KV 1,1%. Im Freistaat Sachsen gilt in der Pflegeversicherung eine andere Beitragslastverteilung.
Keine Nachteile bei der Rente
Die reduzierten Beiträge in die Rentenversicherung wirken sich aber nicht nachteilig auf die Anwartschaften des Midijobbers in der Rentenversicherung aus. Dem Rentenkonto wird der tatsächliche Verdienst gutgeschrieben. Bis zum 30. Juni 2019 war das anders. Vor der Änderung wurde der tatsächliche Verdienst nur dann berücksichtigt, wenn der Midijobber sich freiwillig dazu entschieden hat, statt reduzierter Beiträge volle Rentenversicherungsbeiträge zu zahlen.
Ausnahmen von der Midijob-Regelung
Die besondere Midijob-Regelung gilt für bestimmte Personenkreise ausdrücklich nicht. Hierzu zählen z. B. Auszubildende, Praktikanten, Teilnehmer an dualen Studiengängen, Jugendfreiwilligen- und Bundesfreiwilligendienstleistende. Auch bei Kurzarbeit oder bei Wiedereingliederungsmaßnahmen wird die Midijob-Regelung nicht angewendet.
Wo erhalten Sie mehr Informationen?
Alle Regelungen sowie ausführliche Informationen zur Berechnung der Beiträge und zu den Meldungen finden Sie im Rundschreiben zum Übergangsbereich oder auf der Homepage der Deutschen Rentenversicherung Bund.
Auskünfte zu allen Fragen rund um das Thema Midijobs erteilen auch die Krankenkassen als zuständige Einzugsstellen.
von Team der Minijob-Zentrale • Veröffentlicht in 450-Euro-Minijobs	• Verschlagwortet mit Übergangsbereich, Blogcast, Midijobs, Sozialversicherung, Verdienstgrenze
69 Kommentare zu “Änderungen bei den Midijobs – Verdienstgrenze auf 1.300 Euro angehoben”
19. Dezember 2019 @ 11:58
Ständig wird der Mindestlohn erhöht, wobei die Verdiensthöchstgrenze im Minijob gleich bleibt. Was soll das ? Hier ist die Verdiensthöchstgrenze auch anzuheben, denn viele kleinere Betriebe können nur mit den Minijobbern existieren. Die Großkotzerten im Parlament sind weit ab von jeder Realität – bei dem Einkommen kein Wunder. Die Altersversorgung der Parlamentariergenossen ( aller Couleur ) spiegelt sich wider im dem immer größeren Parlament. Seit Jahren wird diskutiert, aber keine Änderung.
Isabel Witthöft
3. Dezember 2019 @ 14:16
Können Sie mir sagen, ob ich bei einem Werkstudenten im Midijob beim Beitragsgruppenschlüssel eine Änderung vornehmen muss.
4. Dezember 2019 @ 11:11
Guten Tag Frau Witthöft,
Werkstudenten sind versicherungsfrei in der Kranken- und Arbeitslosenversicherung und damit auch nicht versicherungspflichtig in der Pflegeversicherung. Ordentlich Studierende sind für eine Beschäftigung, die sie neben Ihrem Studium ausüben, versicherungspflichtig in der Rentenversicherung. Die Meldung als rentenversicherungspflichtiger Werkstudent erfolgt unter Angabe der Personengruppe „106“ und des Beitragsgruppenschlüssels „0100“ an die Krankenkasse des Beschäftigten.
Für alle sozialversicherungsrechtlichen Fragen zum Werkstudenten-Status wenden Sie sich an Ihre zuständige Einzugsstelle, die gesetzliche Krankenkasse.
1. Dezember 2019 @ 20:28
Zählt der Werkstudentenjob als Midijob? Ich möchte gerne wissen, ob die monatliche Einkommensgrenze demnach auch für einen Werkstudenten bei 1.300 Euro liegt oder ob dies nicht der Fall ist.
2. Dezember 2019 @ 09:46
eine Werkstudententätigkeit liegt ab einem durchschnittlichen monatlichen Verdienst von 450,01 Euro vor. Bei Beschäftigungen ab 450,01 Euro handelt es sich um versicherungspflichtige Beschäftigungen, die zur gesetzlichen Krankenkasse des Arbeitnehmers gemeldet werden. Daher bitten wir Sie sich mit Ihrer Anfrage an Ihre gesetzliche Krankenkasse zu wenden.
2. Dezember 2019 @ 13:23
Ich hatte gehofft, dass Sie mir die Frage beantworten könnten, wie hoch die Einkommensgrenze bei einem Werkstudentenjob ist bzw. Ob dieser als Midijob zählt oder eine Ausnahme darstellt.
2. Dezember 2019 @ 14:22
es handelt es sich bei einer Werkstudententätigkeit um eine versicherungspflichtige Beschäftigung. Die über 450 Euro liegt.
Der Midijob bewegt sich somit zwischen 450,01€ und 1.300,00€.
Ihr richtiger Ansprechpartner bezüglich der Einkommensgrenze oder ob es Ausnahmen gibt ist Ihre gesetzliche Krankenkasse.
6. November 2019 @ 09:01
ich habe momentan 1 Minijob und einen Midijob.
Wie verhält es sich mit dem Minijob, wenn ich einen weiteren Midijob annehme? Bleibt er unangetastet? Die 2 Midijobs werden zusammengerechnet?
6. November 2019 @ 16:51
neben einer sozialversicherungspflichtigen Hauptbeschäftigung (Midijob) dürfen Sie genau einen 450-Euro-Minijob sozialversicherungsfrei ausüben. Die Anzahl Ihrer versicherungspflichtigen Beschäftigungen (Midijobs) spielt für die Beurteilung des Minijobs keine Rolle. Wichtig ist, dass Sie nur genau einen 450-Euro-Minijob ausüben.
Ansprechpartner für Midijobs ist Ihre gesetzliche Krankenkasse. Für ausführlichere Informationen zu Ihren Midijobs bitten wir Sie, sich an Ihre zuständige Krankenkasse zu wenden.
30. Oktober 2019 @ 22:59
als Midijobber netto 600 €, muss ich Solidaritätszuschlag und Kirchensteuer bezahlen?
31. Oktober 2019 @ 13:55
als Minijob-Zentrale sind wir die zentrale Servicestelle für die Abwicklung des Melde- und Beitragsverfahren zur Sozialversicherung für Minijobs. Bei einem Midijob handelt es sich um eine versicherungspflichtige Beschäftigung, diese sind bei der gesetzlichen Krankenkasse des Arbeitnehmers zu melden.
Wir bitten daher um Ihr Verständnis, dass wir Ihre konkrete Frage nicht beantworten können. Ihr zuständiger Ansprechpartner für die anfallen Beiträge im Rahmen eines Midijobs ist Ihre gesetzliche Krankenkasse.
10. Oktober 2019 @ 11:20
ein Arbeitnehmer verdient monatlich 500,00 € und würde somit in den Übergangsbereich fallen. Die beitragspflichtige Einnahme anhand der Formel würde in diesem Fall 396,91 € betragen. Werden dann die Beiträge des Arbeitnehmers auch nur von diesen 396,91 € berechnet, oder gibt es hier Ausnahmen, weil der Betrag unter der 450,00 €-Grenze für die geringfügige Beschäftigung liegt?
22. Oktober 2019 @ 14:04
liegt der vereinbarte Verdienst bei 500 Euro Brutto im Monat, handelt es sich um eine versicherungspflichtige Hauptbeschäftigung. Wir empfehlen Ihnen daher, sich an die zuständige Krankenkasse des Arbeitnehmers zu wenden.
8. Oktober 2019 @ 16:07
wie verhält sich das mit Steuer- und SV freien Schichtzuschlägen?
Wenn eine 450€ Kraft aufgrund von Schichtzuschlägen auf ein Gesamtbrutto von über 450€ kommt, ist sie dann im Übergangsbereich?
9. Oktober 2019 @ 15:25
Zuschläge für Sonn-, Feiertags- und Nachtarbeit sind steuer- und beitragsfrei, wenn sie für die tatsächliche geleistet Arbeit gezahlt werden und bestimmte Grenzen nicht überschreiten. Sie zählen in diesem Fall aus sozialversicherungsrechtlicher Sicht nicht zum Arbeitsentgelt und können zusätzlich zum Verdienst von 450 Euro im Minijob geleistet werden.
Anders verhält es sich jedoch, wenn sie diese Zuschläge im Rahmen der Lohnfortzahlung beispielsweise im Krankheitsfall erhalten. Da in diesem Fall keine tatsächliche Arbeitsleistung vorliegt, sind diese Zuschläge im Rahmen der Lohnfortzahlung steuer- und beitragspflichtig. In diesem Fall darf Ihr monatlicher Verdienst inklusive der Zuschläge die Grenze von 450 Euro nicht überschreiten, um den Minijob nicht zu gefährden.
Vielleicht interessiert Sie in diesem Zusammenhang auch unser Blogbeitrag „Sonntags-, Feiertags- und Nachtzuschläge – wenn Minijobber aufgrund von Krankheit oder Mutterschutz ausfallen „: https://t1p.de/Blogbeitrag-SFN-Zuschlaege
27. September 2019 @ 18:31
wenn ich einen Midijob von 1300 Euro pro Monat ausübe, kann ich dann zusätzlich einen Minijob mit 450 Euro pro Monat annehmen ohne weitere Abgaben zu zahlen. Wie sieht es statt dem Minijob mit einer freiberuflichen Tätigkeit aus? Was ist die bessere Alternative als Zuverdienst zu einem Midijob?
30. September 2019 @ 13:01
neben einer versicherungspflichtigen Hauptbeschäftigung (Midijob) dürfen Sie genau einen 450-Euro-Minijob sozialversicherungsfrei ausüben. Ebenso ist eine Tätigkeit im Rahmen der Selbstständigkeit parallel zur Hauptbeschäftigung möglich.
Wir bitten um Ihr Verständnis, dass wir Sie im Einzelnen nicht beraten können welche Beschäftigungsart zusätzlich zur Hauptbeschäftigung die bessere Alternative für Sie ist.
17. September 2019 @ 17:38
mal eine Frage: Ist es richtig, dass man als Midijobber (ca. 700- 750 Euro) einen Minijob „frei“ hat?
18. September 2019 @ 13:23
neben einer versicherungspflichtigen Hauptbeschäftigung (Midijob) dürfen Sie genau einen 450-Euro-Minijob sozialversicherungsfrei ausüben.
19. August 2019 @ 09:00
Sie nennen Ausnahmen für die „Midijobregelung“ und führen dort z.B. Auszubildende und Praktikanten auf.
Wo kann man eine (möglichst) komplette Liste der Ausnahmen einsehen?
Vielen Dank für Ihre Antwort schon im Voraus!
19. August 2019 @ 14:29
Hallo Interessent,
da es sich bei einem Midijob um eine versicherungspflichtige Beschäftigung und es sich nicht um einen Minijob handelt empfehlen wir Ihnen, sich mit Ihrer Frage an die Krankenkasse des Mitarbeiters zu wenden.
6. August 2019 @ 18:33
Guten Tag, bei einem Bruttoverdienst von monatlich 1250 Euro hätte ich eigentlich mit mehr Netto seit der letzten Abrechnung gerechnet. Warum ist das nicht so und was habe ich da falsch verstanden?
7. August 2019 @ 12:58
bei einer Beschäftigung mit einem Bruttoverdienst von 1250 Euro handelt es sich um eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung. Wir bitten Sie daher Ihre Anfrage an Ihre gesetzliche Krankenkasse beziehungsweise direkt an Ihren Arbeitgeber zu stellen.
Baur Martina
31. Juli 2019 @ 16:52
Guten Tag, will einen Studenten für 20 Std-Woche einstellen. Verdienst monatlich 1.200,00 Euro. Ist das möglich oder darf man als Student nur 850,00 verdienen? Kein Werksstudent.
2. August 2019 @ 06:48
grundsätzlich ist das natürlich möglich.
Da es sich bei einem Verdienst von 1.200 Euro oder auch 850 Euro um ein sozialversicherungspflichtiges Beschäftigungsverhältnis handelt bitten wir Sie, sich mit Ihrer Anfrage an die zuständige Krankenkasse des Studenten zu wenden.
Ihr Blog-Team der Minijob-Zentral
Gabriele Beck-Hartmann
29. Juli 2019 @ 14:48
Guten Tag, kann ich mehrere 450 € Jobs ausführen bei verschiedenen Arbeitgebern, wenn ich keine hauptberufliche sozialversicherungspflichtige Beschäftigung ausführe, dabei aber über die Verdienstgrenze von 450 € komme?
30. Juli 2019 @ 14:16
Guten Tag Gabriele,
Verdienen Sie insgesamt mehr als 450 Euro im Monat, werden alle Beschäftigungen versicherungspflichtig zu Ihrer Krankenkasse gemeldet. Auch die Versteuerung der Einkommen kann im Fall der Überschreitung der Verdienstgrenze nicht mehr pauschal mit 2 Prozent wie im Minijob erfolgen. Vielmehr wird das Einkommen nach den individuellen Lohnsteuermerkmalen vorgenommen. Alternativ können Sie auch eine pauschale Lohnsteuer von 20 Prozent wählen. Hierzu berät Sie Ihr zuständiges Finanzamt.
26. Juli 2019 @ 14:43
kann ein Mitarbeiter der Momentan auf 450.- Basis beschäftigt ist in einen Midijob wechseln wenn ja monatlich, jährlich und gegebenfalls auch wieder zurück.
29. Juli 2019 @ 13:04
ja, das ist grundsätzlich möglich. Die Beurteilung obliegt dem Arbeitgeber. Dieser ermittelt jeweils zu Beginn und bei jeder dauerhaften Veränderung vorausschauend (maximal für den Zeitraum von 12 Monaten) den zu erwartenden Verdienst. Liegt dieser monatlich bei maximal 450 Euro, liegt ein Minijob vor.
Erhöht sich beispielsweise die Arbeitszeit oder der Lohn dauerhaft, wird durch diese Veränderung eine neue vorausschauende Betrachtung erforderlich. Liegt dann der Verdienst im Rahmen einer sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung – also mehr als 450 Euro monatlich – wird die Beschäftigung ab diesem Zeitpunkt sozialversicherungspflichtig gemeldet.
Auch ein umgekehrter Wechsel ist dann grundsätzlich wieder möglich. Voraussetzung ist auch dann wieder eine dauerhafte Veränderung in den Verhältnissen.
26. Juli 2019 @ 11:23
Guten Tag, meine Frau arbeitet aktuell stundenweise in 5 Haushalten (alle bei der Minijob-Zentrale angemeldet) und verdient in Summe monatlich 445 €. Es gibt einige weitere Anfragen, die wir aufgrund Erreichens der Obergrenze aber nicht zusagen können, auch wenn wir gerne würden. Wäre hier der Midijob eine Alternative?
Also mehrere Minijobs die in Summe als Midijob gelten? Dafür müsste dann eine freiwillige MItglriedschaft bei der KV abgeschlossen werden (also raus aus der Familienversicherung). An weiteren Abgaben käme dann noch was dazu?
Das ganze gegen ein selbstständiges Kleingewerbe abzuwägen fällt uns sehr schwer, aber die Erhöhung der Einkommensgrenze macht es u.U. wieder interessant.
29. Juli 2019 @ 11:00
übt Ihre Frau keine sozialversicherungspflichtige Hauptbeschäftigung aus, kann Sie mehrere 450-Euro-Minijobs nebeneinander ausüben. Der gesamte monatliche Verdienst darf jedoch durchschnittlich 450 Euro nicht überschreiten. Verdient sie insgesamt mehr als 450 Euro im Monat, werden alle Beschäftigungen versicherungspflichtig zur Krankenkasse gemeldet. Somit ist Sie versicherungspflichtig in der Kranken-, Renten-, Arbeitslosen- und Pflegeversicherung. Aus der Familienversicherung scheidet Sie aus.
Auch die Versteuerung der Einkommen kann im Fall der Überschreitung der Verdienstgrenze nicht mehr pauschal mit 2 % wie im Minijob erfolgen. Vielmehr wird das Einkommen nach den individuellen Lohnsteuermerkmalen Ihrer Frau vorgenommen. Alternativ kann der Arbeitgeber auch eine pauschale Lohnsteuer von 20 % wählen. Hierzu berät Sie Ihr zuständiges Finanzamt.
22. Juli 2019 @ 11:59
Mein Verdienst liegt über 450 Euro und ich stocke meine Beiträge freiwillig auf. Muss ich dies auch noch ab 01.07.2019 tun?
23. Juli 2019 @ 12:46
mit der neuen Regelung ab 1. Juli 2019 führt die Reduzierung der Arbeitnehmerbeiträge zur Rentenversicherung nicht mehr zu geminderten Rentenansprüchen. Die bisherige Möglichkeit der Beschäftigten, auf die Reduzierung des Arbeitnehmerbeitrags in der Rentenversicherung zur Vermeidung der damit verbundenen rentenmindernden Auswirkungen zu verzichten, ist daher entfallen.
Da es sich bei einem Midijob jedoch um ein sozialversicherungspflichtiges Beschäftigungsverhältnis handelt, bitten wir Sie sich an Ihre zuständige Krankenkasse zu wenden.
18. Juli 2019 @ 16:42
was ist zu tun, wenn der Werkstudent nach Stunden abgerechnet wird und monatl. unterschiedliche Zeiten arbeitet? In den bislang abgerechneten Monaten in diesem Jahr lag er mal unter, mal über 450 € / Monat. Eine gewissenhafte, vorausschauende Schätzung ist also schwierig.
19. Juli 2019 @ 09:00
die vorausschauende Jahresbetrachtung zur Ermittlung des regelmäßigen Arbeitsentgelts erfolgt zu Beginn der Beschäftigung und erneut bei jeder dauerhaften Veränderung in den Verhältnissen (z. B. Erhöhung oder Reduzierung des Arbeitsentgelts oder der Arbeitsstunden).
Die hiernach aufgestellte Schätzung erfordert keine alle Eventualitäten berücksichtigende genaue Vorhersage, sondern lediglich eine ungefähre Einschätzung, welches Arbeitsentgelt mit hinreichender Sicherheit zu erwarten ist. Grundlage der Prognose können dabei lediglich Umstände sein, von denen in diesem Zeitpunkt anzunehmen ist, dass sie das Arbeitsentgelt bestimmen werden.
Stimmt diese Prognose infolge nicht sicher voraussehbarer Umstände mit dem späteren Verlauf der Entgeltzahlung nicht überein, bleibt die für die Vergangenheit getroffene Feststellung maßgebend.
18. Juli 2019 @ 16:30
Wenn ich im Jahr meiner Abfindungszahlung einen Midijob aufnehme um sozialversichert zu bleiben und trotzdem meine Steuerlast gering zu halten, kann ich dann zusätzlich einen Minijob bis 450 EUR annehmen ohne steuerl. Nachteile
19. Juli 2019 @ 13:17
bei einem Midijob handelt es sich um eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung. Neben einer solchen können Sie einen Minijob sozialversicherungsfrei ausüben – vorausgesetzt dieser wird bei einem anderen Arbeitgeber ausgeübt.
Finden Midijob und Minijob bei ein und demselben Arbeitgeber statt, handelt es sich um ein einheitliches Beschäftigungsverhältnis. In diesem Fall bestände für beide Beschäftigungen Versicherungspflicht.
18. Juli 2019 @ 08:37
Gilt ein Midijobber als Sozialversicherungsrechtlich Rentenversicherter? D.h., hat er Anspruch auf Leistungen???
19. Juli 2019 @ 10:09
Hallo Lisl,
bei einem Midijob handelt es sich um eine versicherungspflichtige Beschäftigung in allen Zweigen der Sozialversicherung. Sie sind durch diese Tätigkeit auch rentenversichert und haben Anspruch auf alle sich hieraus ergebenden Leistungen.
Hannelore Heinl
17. Juli 2019 @ 10:49
Wie ist bei einem schwankendem Einkommen vorzugehen. Mal unter 1300,00 Euro monatlich und mal drüber?
17. Juli 2019 @ 16:52
Hallo Frau Heinl,
wie auch im Minijob ist die Beurteilung durch den Arbeitgeber vorzunehmen. Ob es sich hierbei um eine Beschäftigung im Übergangsbereich handelt ist von Ihrem durchschnittlichen monatlichen Einkommen abhängig.
Bei diesen Beschäftigungen handelt es sich jedoch nicht mehr um einen Minijob, sondern um eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung. Ansprechpartner ist in diesem Fall Ihre zuständige Krankenkasse.
Sachbearbeiterin Abrechnung
16. Juli 2019 @ 08:19
gilt für Werkstudenten (max. 20 Std/Woche, nur RV) auch der Übergangsbereich?
16. Juli 2019 @ 14:10
die Regelungen zum Übergangsbereich gelten grundsätzlich auch für Werkstudenten.
17. Juli 2019 @ 13:55
19. Juli 2019 @ 08:59
Ndongho Jeanette
12. Juli 2019 @ 11:12
Ich bin studentbewerberin und möchte gern 2 Jobs machen von 400 Euro jeder, das wird insgesamt 800 Euro machen. Gibt es bitte Nachteile , wenn ja welche?
Jeanette Kemda
12. Juli 2019 @ 13:42
Auch die Versteuerung der Einkommen kann im Fall der Überschreitung der Verdienstgrenze nicht mehr pauschal mit 2 Prozent wie im Minijob erfolgen. Vielmehr wird das Einkommen in der Regel nach den individuellen Lohnsteuermerkmalen versteuert.
12. Juli 2019 @ 11:08
Hallo ich bin stundenbewerber und ich möchte 2 Jobs von 400 Euro jeder , das macht insgesamt 800 Euro pro Monat. Gibt es dazu Nachteile , wenn ja welche bitte ?
Jeanette Ndongho
Claudia Mauer
10. Juli 2019 @ 13:08
Ich verdiene 1350,00 Euro brutto und werde normal besteuert.(20 Stunden/Woche) Ich bin Steuerklasse V. Wäre es für mich von Vorteil das Festgehalt um 50,00 Euro herabzusetzen und als Midijob 1300,00 Euro eingeordnet zu werden?
10. Juli 2019 @ 14:32
Sehr geehrte Frau Mauer,
bei einer Beschäftigung im Übergangsbereich handelt es sich um eine versicherungspflichtige Beschäftigung. Diese wird bei der gesetzlichen Krankenkasse des Arbeitnehmers gemeldet.
Bitte wenden Sie sich mit Ihrer Anfrage an Ihre gesetzliche Krankenkasse.
Christiane Kühn
10. Juli 2019 @ 10:02
Hallo, ich bin Minijobber, 57 Jahre alt, verheiratet und habe Steuerklasse 5. Mein Mann ist 64, bezieht Flexirente und arbeitet voll bei Steuerklasse 3. Käme für mich der Midijob im Übergangsbereich in Frage?
10. Juli 2019 @ 14:14
Sehr geehrte Frau Kühn,
ja, auch Sie können neben Ihrem Minijob eine versicherungspflichtige Beschäftigung im Übergangsbereich ausüben.
10. Juli 2019 @ 09:06
wie verhält sich die Abgabe der Lohnsteuer in diesem Fall? Wird die Grenze auch auf 1.300€ hochgesetzt? Bisher gab es ja nur eine Lohnsteuerbefreiung bis einschließlich 850€ monatlich im Midijobbereich.
10. Juli 2019 @ 14:06
die Minijob-Zentrale ist die zentrale Servicestelle für die Abwicklung des Melde- und Beitragsverfahren für Minijobs. In diesem Zusammenhang informieren wir zu allgemeinen Fragen zum Thema Steuerrecht. Wir bitten daher um Ihr Verständnis, dass wir Ihre konkrete Frage nicht beantworten können.
Da es sich bei der Beschäftigung im Übergangsbereich um eine versicherungspflichtige Beschäftigung handelt, erfolgt die Versteuerung direkt beim Finanzamt. Bitte wenden Sie sich mit Ihrer steuerrechtlichen Frage an Ihr zuständiges Finanzamt.
Joachim Bätje
7. Juli 2019 @ 13:25
Damit ist m. E. die Frage immer noch nicht beantwortet. Was passiert mit den 13% bzw. 58.50 € die der Arbeitgeber spart? Darf oder muß er dem AN von seiner Ersparnis etwas abgeben?
Ich bin Vollrentner, Minijobber und in der PKV versichert. Mein PKV-Beitrag ist höher als die KV-Erstattung der RV.
8. Juli 2019 @ 15:21
Sehr geehrter Herr Bätje,
Pauschalabgaben fallen für alle Arbeitgeber an, die Arbeitnehmer im Rahmen von 450-Euro-Minijobs beschäftigen. Sind Arbeitnehmer kein Mitglied einer gesetzlichen Krankenkasse, entfällt der Pauschalbeitrag zur Krankenversicherung für den Arbeitgeber an die Minijob-Zentrale. Von der „Ersparnis“ muss der Arbeitgeber seinen Arbeitnehmern nichts abgeben.
8. Juli 2019 @ 15:35
Darf er abgeben ? Z.B. die 3.6 % Aufstockung zur RV übernehmen?
8. Juli 2019 @ 16:46
Hallo Herr Bätje,
die Übernahme des Eigenanteils des Arbeitnehmer zur Rentenversicherung in Höhe von 3,6 % stellt eine freiwillige Leistung des Arbeitgebers dar.
Zu berücksichtigen ist hierbei, dass diese Zahlungen zum Arbeitsentgelt gehören und somit Beiträge, Umlagen sowie Steuern zu erheben sind.
Maier Brigitte
3. Juli 2019 @ 15:41
Ich bin Student und habe ab 1.7.19 einen Job für 850 € monatlich, in den Semesterferien möchte ich zusätzlich kurzfristig als Aushilfe arbeiten, geht das?
Soll ich die 850 € als Werkstudent arbeiten oder als Beschäftigung im Übergangsbereich?
Wenn ich nicht als Werkstudent arbeite sondern im Übergangsbereich, dann wäre ich krankenversichert und bräuchte keine zusätzliche Krankenversicherung mehr?
(Kann man als Werkstudent Riestern?)
4. Juli 2019 @ 10:04
neben einer versicherungspflichtigen Hauptbeschäftigung (Übergangsbereich oder Werkstudent) können Sie sowohl einen 450-Euro-Minijob als auch kurzfristige Minijobs ausüben.
Es ist richtig, dass Sie bei Beschäftigungen im Übergangsbereich eigene Beiträge zahlen und somit auch über die Beschäftigung krankenversichert sind. Bei einer Beschäftigung als Werkstudent sind Sie lediglich rentenversicherungspflichtig.
Um „Riestern“ zu können, müssen Beiträge an die Rentenversicherung gezahlt werden. Somit können Sie grundsätzlich auch als Werkstudent „Riestern“. Für eine individuelle Beratung wenden Sie sich bitte an Ihren Versicherungsträger.
Bei Rückfragen zu Beschäftigungen im Übergangsbereich oder als Werkstudent, steht Ihnen Ihre gesetzliche Krankenkasse beratend zur Seite.
Katzmair
3. Juli 2019 @ 09:19
Frage: Der Übergangsbereich gilt nicht für Praktikanten und Auszubildende. Fällt hier jede Art von Praktikanten darunter? Auch freiwillige Praktikanten (Orientierungspraktika bis 3 Monate)?
Sabine Katzmair
4. Juli 2019 @ 07:10
Hallo Frau Katzmair,
im Sinne der Sozialversicherung, sind Praktikanten unabhängig von ihrer Bezeichnung üblicherweise Personen, die sich im Zusammenhang mit einer Schul- oder Berufsausbildung praktische Kenntnisse und Erfahrungen in einem Betrieb aneignen, die der Vorbereitung, Unterstützung oder Vervollständigung der Schul- oder Berufsausbildung dienen.
Ein Orientierungspraktikum, wird zwar oft im allgemeinen Sprachgebrauch als Praktikum bezeichnet, stellt aber im Sinne der Sozialversicherung für die betroffene Person kein Praktikum dar.
Die besonderen Regelungen des Übergangsbereichs gelten nicht für Personen, die zu Ihrer Berufsausbildung (z.B. Auszubildende, Praktikanten) beschäftigt sind.
Eine Beurteilung zum jeweiligen Status Ihres Arbeitnehmers erhalten Sie bei der zuständigen Krankenkasse der Person.
Woesthaus
2. Juli 2019 @ 20:11
Eine klare Aussage!
2. Juli 2019 @ 17:32
Kann ich den auch als 2 Job machen oder zahle ich dann mehr.Wird die Obergrenze zu 450 Euro auch erhöht.
3. Juli 2019 @ 10:19
grundsätzlich können Sie eine Nebenbeschäftigung auch über 450 Euro ausüben. Inwiefern sich dies dann auf Ihre Beiträge auswirkt, erfragen Sie bitte bei Ihrer zuständigen Krankenkasse.
Eine Erhöhung der 450-Euro-Minijobs ist aktuell nicht in Planung.
1. Juli 2019 @ 16:38
Ich bin ein ausländische Student,der dieses Jahr das Studienkollegbesuch mit dem bestandenen DSH Prüfung beendet hat.Also ich bin im Ferien von Jetzt bis September(Beginn des Studium).Ich möchte wissen ob ich um unbefristete Minijobs bewerben kann oder nur kursfristige Jobs in Ferien machen kann.Ihre Antwort ist wichtig für mich weil ich einen Angebot von befristeten Minijob auf 450€ Grenze(von 01 Juli bis Ende Juli )habe und ich weiss nicht ob ich mich darum bewerben soll.
2. Juli 2019 @ 11:33
vor Aufnahme der Beschäftigung muss geprüft werden, ob Sie sich in Deutschland aufhalten und eine Beschäftigung ausüben dürfen. Sind Sie Angehöriger eines Staates der Europäischen Union, des Europäischen Wirtschaftsraumes oder der Schweiz dürfen Sie sich in Deutschland aufhalten und arbeiten. Sie benötigen keine Arbeitserlaubnis. Als Angehöriger eines anderen Staates, dürfen Sie in Deutschland nur arbeiten, wenn ein entsprechender Aufenthaltstitel vorhanden ist.
Ausländische Arbeitnehmer, die ausschließlich einen 450-Euro-Minijob in Deutschland ausüben, unterliegen grundsätzlich den deutschen Rechtsvorschriften über soziale Sicherheit, ungeachtet der Staatsangehörigkeit oder des Wohnsitzes. Es sind somit aus Sicht der Sozialversicherung keine Besonderheiten zu beachten.
Hinweis zur Krankenversicherung:
Da der 450-Euro-Minijob selbst krankenversicherungsfrei ist, begründet er für den Arbeitnehmer keine automatische Mitgliedschaft in einer gesetzlichen deutschen Krankenversicherung. Sie müssen sich daher bei ihrer Krankenversicherung erkundigen, ob ihr aktueller Krankenversicherungsschutz mit Aufnahme einer Beschäftigung erhalten bleibt.
Grundsätzlich dürfen Sie neben Ihrem Status als Student 450-Euro-Minijobs ausüben. Zu beachten ist hierbei, dass der Verdienst im Durchschnitt nicht über 450 Euro liegt, somit wäre der 450-Minijob im Monat Juli möglich.
Reinhold Knieling
1. Juli 2019 @ 16:19
warum kann mir niemand eine konkrete Antwort auf folgende Fragen geben:
Stehen mir als Minijobber 7,3 % Zuschuss zur PKV zu?
Ich bin in der PKV versichert. Meine Krankenversicherung erfüllt die Voraussetzungen des § 257 Absatz 2a SGB 5.
Ich bin auch gemäß § 6 Absatz 3a SGB 5 von der Versicherungspflicht befreit.
Seit nunmehr 4 Jahren wird mir der Zuschuss verweigert. Und dies, obwohl mein Arbeitgeber ja wegen der PKV die 13 % pauschalen Beitrag für die Krankenkasse spart.
Ich habe schon mehrmals bei der Minijobzentrale per Mail und auch per Telefon nachgefragt, aber keine konkrete Antwort dazu erhalten. Man dreht sich und windet sich damit und verweist auf das Ministerium. Auch dem Ministerium für Soziales (weil es im Sozialgesetzbuch 5 so steht) bekam ich lediglich die Aussage, das Arbeitsministerium sei dafür zuständig. Eine Anfrage beim Arbeitsministerium erfolgte auch ohne konkrete Aussage dazu. Ein einfaches „Ja“ oder „Nein“ hätte mir ja ausgereicht. Aber man schickte mir lediglich den Gesetzestext, den ich ja bereits kannte und auf den ich mich bei meiner Anfrage berufen hatte.
Ich würde mich sehr freuen, wenn mir jemand eine konkrete Aussage dazu machen würde. Vielleicht kann ich bei einer entsprechenden Begründung auch von meinem Arbeitgeber den Beitragszuschuss zur PKV beantragen.
Und von der Minijobzentrale bin ich in dieser Hinsicht enttäuscht, weil man mich dabei nicht genügend unterstützt und Angaben dazu bisher verweigert hat.
2. Juli 2019 @ 12:14
Guten Tag Herr Knieling,
gerne beantworten wir Ihre Anfrage.
Als 450-Euro-Minijobber sind Sie krankenversicherungsfrei nach § 7 Sozialgesetzbuch – Fünftes Buch – (SGB V). Die Regelung des Beitragszuschusses nach § 257 SGB V gilt nur für Arbeitnehmer, die mehr als geringfügig beschäftigt sind, also durchschnittlich mehr als 450 Euro im Monat verdienen, und deshalb versicherungspflichtig sind. Aus diesem Grund obliegen Auskünfte zum Beitragszuschuss in der Regel auch nur den Krankenkassen, die für sozialversicherungspflichtige Arbeitnehmer zuständig sind.
Da Sie aufgrund Ihres Minijobs keinen Anspruch auf den Beitragszuschuss nach § 257 SGB V haben, stellt sich die Frage, ob dieser vom Arbeitgeber anstelle des Pauschalbeitrags von 13 Prozent gezahlt werden muss, auch gar nicht.
In diesem Zusammenhang möchten wir auch anmerken, dass die Befreiung von der Krankenversicherungspflicht nach § 6 Absatz 3a SGB V nur für Personen gilt, die nach Vollendung des 55. Lebensjahres versicherungspflichtig werden. Dies kann nur aufgrund einer Beschäftigung erfolgen, in der durchschnittlich mehr als 450 Euro verdient wird. In diesen Fällen übermittelt der Arbeitgeber die Meldungen an die dem Grunde nach zuständige Krankenkasse und führt auch die fälligen Beiträge zur Renten- und Arbeitslosenversicherung dorthin ab. Allein aufgrund eines Minijobs bis durchschnittlich 450 Euro im Monat ergibt sich dieser Sachverhalt aber nicht.
Wir hoffen, Ihnen mit diesen Ausführungen geholfen zu haben.

References: § 257
 § 6
 § 7
 § 257
 § 257
 § 6