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Timestamp: 2017-12-12 08:22:56+00:00

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Technische Baubestimmungen - Berlin - Wohnungsbau - Bundeskompetenzzentrum Barrierefreiheit
Geöffnet: Berlin
Berlin - Wohnungsbau – Liste der Technischen Baubestimmungen, andere technische Regelwerke und Leitfäden
Zur Umsetzung der Bauordnung für Berlin (BauO Bln) ist die DIN 18040-2 Barrierefreies Bauen – Planungsgrundlagen – Teil 2: Wohnungen (DIN 18040-2) eingeführt (siehe Anlage Nr. 7.3/2 der Liste der Technischen Baubestimmungen [LTB] ).
Grundlage der Einführung sind die allgemeinen Anforderungen des § 3 Abs. 3 Satz 1 BauO Bln . Die als Technische Baubestimmungen eingeführten technischen Regeln müssen beachtet werden. Es kann nach § 3 Abs. 3 Satz 3 BauO Bln davon abgewichen werden, sofern mit anderen Lösungen die allgemeinen Anforderungen nach § 3 Abs. 1 BauO Bln in gleichem Maße erfüllt werden. Diese allgemeinen Anforderungen enthalten allerdings keinen Hinweis auf Barrierefreiheit.
Nach Abschnitt I Anlage 7.3/2 Liste der Technischen Baubestimmungen (Anlage 7.3/2) bezieht sich die vollständige Einführung der DIN 18040-2 nur auf Wohnungen, die für Rollstuhlnutzer gebaut werden, und auf die Zugänge zu diesen Wohnungen. Es gelten damit auch alle zusätzlichen oder weitergehenden Anforderungen der DIN 18040-2 mit der Kennzeichnung „R“, die für eine barrierefreie und uneingeschränkte Rollstuhlnutzung stehen.
Im Gegensatz dazu wird die DIN 18040-2 gemäß Abschnitt 2 Anlage 7.3/2 nur teilweise für Wohnungen nach § 51 Abs. 1 BauO Bln sowie für Wohnungen und Aufzüge nach § 39 Abs. 4 BauO Bln angewendet.
Neben diesen von der Anwendung ausgenommenen Anforderungen wird eine weitere eingeschränkt: Gemäß Nr. 2 Anlage 7.3/2 reicht es aus, wenn ein Fenster eines Aufenthaltsraums einer Wohnung nach § 51 Abs. 1 BauO Bln dem Abschnitt 5.3.2 Satz 2 entspricht. Hier geht es um Fenster, die auch in sitzender Position einen Durchblick in die Umgebung erlauben. Die weitergehende Anforderung der Norm bezieht sich auf einen Teil der Fenster in Wohn- und Schlafräumen.
Nach Nr. 3 Anlage 7.3/2 genügt es für die stufenlose Erreichbarkeit von Aufzügen und Wohnungen, wie dies in § 39 Abs. 4 BauO Bln festgelegt ist, dass Eingangstüren eine lichte Breite von mindestens 90 cm und eine lichte Höhe von mindestens 205 cm über OFF haben (Abschnitt 4.3.3.2 Tabelle 1 Zeile 1 und 2).Außerdem gelten die Bewegungsflächen vor Türen nach Abschnitt 4.3.3.4 und die Anforderungen an Rampen nach Abschnitt 4.3.7.
Darüber hinaus ist festgelegt, dass technische Regeln auf die in der der DIN 18040-2 verwiesen wird, von der Einführung nicht erfasst sind (siehe letzter Satz der Anlage 7.3/2 ).
Ausführungsvorschriften Liste der Technischen Baubestimmungen (AV LTB) vom 23. Mai 2012 (Abl. S. 986) – SenStadt VI D 22
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Liste der Technischen Baubestimmungen Berlin
II. Die Einführung bezieht sich auch auf
- Wohnungen, soweit sie nach § 51 Abs. 1 BauO Bln barrierefrei sein müssen, und
- Wohnungen und Aufzüge, soweit sie nach § 39 Abs. 4 BauO Bln stufenlos erreichbar sein müssen.
2 In Wohnungen nach § 51 Abs. 1 BauO Bln muss mindestens ein Fenster eines Aufenthaltsraums Abschnitt 5.3.2 Satz 2 entsprechen.
3 Für die stufenlose Erreichbarkeit nach § 39 Abs. 4 BauO Bln genügt es, wenn Eingänge Abschnitt 4.3.3.2 Tabelle 1 Zeilen 1 und 2, Bewegungsflächen an Türen Abschnitt 4.3.3.4 und Rampen Abschnitt 4.3.7 entsprechen.
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Die von der für das Bauwesen zuständigen Senatsverwaltung durch öffentliche Bekanntmachung als Technische Baubestimmungen eingeführten technischen Regeln sind zu beachten.
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Von den Technischen Baubestimmungen kann abgewichen werden, wenn mit einer anderen Lösung in gleichem Maße die allgemeinen Anforderungen des Absatzes 1 erfüllt werden; § 17 Abs. 3* und § 21** bleiben unberührt.
* [§ 17 Abs. 3 behandelt Bauprodukte ]
** [§ 21 behandelt Bauarten]
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Anlagen sind so anzuordnen, zu errichten, zu ändern und instand zu halten, dass die öffentliche Sicherheit oder Ordnung, insbesondere Leben, Gesundheit und die natürlichen Lebensgrundlagen, nicht gefährdet werden.
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Nr. Anlage 7.3/2 Abschnitt I
Die Einführung bezieht sich auf Wohnungen, die als Wohnungen für Rollstuhlbenutzer errichtet werden und die Zugänge zu diesen Wohnungen. Die Anforderungen mit der Kennzeichnung „R“ gelten uneingeschränkt.
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Nr. Anlage 7.3/2 Abschnitt II
Die Einführung bezieht sich auch auf
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Bei der Errichtung öffentlich zugänglicher Gebäude sind Stellplätze in ausreichender Zahl für schwer Gehbehinderte und Behinderte im Rollstuhl anzubieten. Sie müssen von den öffentlichen Straßen aus auf kurzem Wege zu erreichen und verkehrssicher sein. Bei der Errichtung baulicher Anlagen und anderer Anlagen, bei denen ein Zu- und Abfahrtsverkehr zu erwarten ist, sind ausreichende Abstellmöglichkeiten für Fahrräder herzustellen. Werden Anlagen nach den Sätzen 1 und 3 geändert oder ändert sich ihre Nutzung, so sind Stellplätze nach Satz 1 und Abstellmöglichkeiten für Fahrräder nach Satz 3 in solcher Anzahl und Größe herzustellen, dass sie die infolge der Nutzungsänderung zusätzlich zu erwartenden Fahrzeuge aufnehmen können.
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Gebäude mit mehr als vier oberirdischen Geschossen müssen Aufzüge in ausreichender Zahl haben. Von diesen Aufzügen muss mindestens ein Aufzug Kinderwagen, Rollstühle, Krankentragen und Lasten aufnehmen können und Haltestellen in allen Geschossen haben. Dieser Aufzug muss von der öffentlichen Verkehrsfläche aus und von allen Geschossen mit Aufenthaltsräumen stufenlos erreichbar sein. Hierbei ist das oberste Geschoss nicht zu berücksichtigen, wenn seine Nutzung einen Aufzug nicht erfordert oder wenn es in bestehenden Gebäuden nachträglich zu Wohnzwecken ausgebaut wird. Soweit Obergeschosse von Behinderten im Rollstuhl stufenlos zu erreichen sein müssen, gelten die Sätze 1 bis 4 auch für Gebäude mit weniger als fünf oberirdischen Geschossen.
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In Wohnungen nach § 51 Abs. 1 BauO Bln muss mindestens ein Fenster eines Aufenthaltsraums Abschnitt 5.3.2 Satz 2 entsprechen.
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In Gebäuden mit mehr als vier Wohnungen müssen die Wohnungen eines Geschosses über den üblichen Hauptzugang barrierefrei erreichbar sein. In diesen Wohnungen müssen die Wohn- und Schlafräume, eine Toilette, ein Bad sowie die Küche oder die Kochnische mit dem Rollstuhl zugänglich sein. § 39 Abs. 4 bleibt unberührt.
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Nr. Anlage 7.3/2 Nr. 3
Für die stufenlose Erreichbarkeit nach § 39 Abs. 4 BauO Bln genügt es, wenn Eingänge Abschnitt 4.3.3.2 Tabelle 1 Zeilen 1 und 2, Bewegungsflächen an Türen Abschnitt 4.3.3.4 und Rampen Abschnitt 4.3.7 entsprechen.
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