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Timestamp: 2019-02-18 00:13:28+00:00

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BFH-Urteil vom 9.11.2000 (IV R 18/00) BStBl. 2001 II S. 102
Ein Steuerpflichtiger, der freiwillig von der Einnahmen-Überschussrechnung zum Bestandsvergleich übergegangen ist und eine Verteilung des Übergangsgewinns auf drei Jahre beantragt hat, kann ohne besonderen wirtschaftlichen Grund nicht zwei Jahre nach dem Wechsel der Gewinnermittlungsart erneut zur Einnahmen-Überschussrechnung übergehen.
Vorinstanz: Niedersächsisches FG (EFG 2000, 1115)
BFH-Urteil vom 6.9.2000 (XI R 18/00) BStBl. 2001 II S. 106
Die Bilanzberichtigung für Zwecke der Festsetzung der Gewerbesteuer hindert nicht die entsprechende einkommensteuerrechtliche Korrektur in einem späteren Veranlagungszeitraum.
EStG § 4 Abs. 1; GewStG § 7.
Vorinstanz: FG Hamburg (EFG 2000, 441)
Vorinstanz: Niedersächsisches FG (EFG 1998, 1416)
BFH-Beschluss vom 13.9.2000 (VI B 134/00) BStBl. 2001 II S. 108
EStG § 62 Abs. 2 Satz 1.
BFH-Urteil vom 24.10.2000 (VI R 65/99) BStBl. 2001 II S. 109
1. § 66 Abs. 3 EStG a.F., wonach Kindergeld rückwirkend nur für die letzten sechs Monate vor Beginn des Monats gezahlt wird, in dem der Antrag auf Kindergeld eingegangen ist, enthält eine materiell-rechtliche Ausschlussfrist. Die Vorschrift ist noch als verfassungsgemäß anzusehen.
2. In den Fällen, in denen sich erst in der zweiten Jahreshälfte ergibt, dass entgegen der zu Jahresbeginn sachgemäß gestellten Prognose über die Kindeseinkünfte und -bezüge diese den Jahresgrenzbetrag aufgrund besonderer Umstände wider Erwarten nicht überschreiten werden, hat die Familienkasse von Amts wegen nach § 163 AO 1977 i.V.m. § 155 Abs. 4 AO 1977 zu prüfen, ob aus Billigkeitsgründen eine Festsetzung des Kindergeldes auch für den mehr als sechs Monate zurückliegenden Zeitraum in Betracht kommt.
Vorinstanz: FG Münster (EFG 1999, 849)
BFH-Urteil vom 19.10.2000 (IV R 25/00) BStBl. 2001 II S. 112
Die Angabe einer ladungsfähigen Anschrift ist nicht Voraussetzung für die Zulässigkeit einer Anfechtungsklage, wenn der Kläger sich bei Nennung der Anschrift der konkreten Gefahr einer Verhaftung aussetzen würde. Das gilt jedenfalls dann, wenn die Identität des Klägers feststeht und die Möglichkeit der Zustellung durch einen Zustellungs- oder Prozessbevollmächtigten sichergestellt ist (Abgrenzung zum BFH-Urteil vom 28. Januar 1997 VII R 33/96, BFH/NV 1997, 585).
FGO § 65 Abs. 1 Satz 1 und Abs. 2 Satz 2.
BFH-Urteil vom 29.8.2000 (VIII R 1/00) BStBl. 2001 II S. 114
GewStG § 2 Abs. 2 Satz 2, § 10a; KStG § 14 Nr. 1 und Nr. 2.
BFH-Urteil vom 7.9.2000 (III R 39/98) BStBl. 2001 II S. 116
Sind nach den Regelungen der AO 1977 in einer Großstadtgemeinde (z.B. Berlin) mehrere FÄ für die Besteuerung nach dem Einkommen zuständig, kann der Antrag auf Gewährung von Investitionszulage fristwahrend bei jedem dieser FÄ gestellt werden.
AO 1977 § 19 Abs. 1 und 3, § 25; InvZulG 1991 § 6 Abs. 1 und 2.
BFH-Urteil vom 29.8.2000 (VII R 42/00) BStBl. 2001 II S. 118
AO 1977 § 175 Abs. 1 Satz 1 Nr. 2, § 177 Abs. 1 bis 3; EStG § 14a Abs. 4.
Vorinstanz: FG Baden-Württemberg (EFG 2000, 49)
EStG 1994 § 7g; BewG § 23; KStG § 27.
BFH-Urteil vom 14.10.1999 (IV R 15/99) BStBl. 2001 II S. 130
EStG § 4 Abs. 1; EStR R 35 Abs. 1 und 2.
BFH-Urteil vom 28.9.2000 (III R 26/99) BStBl. 2001 II S. 137
Eine Tankstellenüberdachung mit einer Fläche von mehr als 400 qm ist bewertungsrechtlich und damit auch investitionszulagenrechtlich als Gebäude und nicht als bewegliches Wirtschaftsgut zu beurteilen.
InvZV § 2 Satz 1.
Vorinstanz: FG des Landes Brandenburg (EFG 1999, 795)
BFH-Urteil vom 9.8.2000 (I R 12/99) BStBl. 2001 II S. 140
Vorinstanz: FG Rheinland-Pfalz (EFG 1999, 499)
BVerfG-Beschluss vom 15.11.2000 (1 BvR 1213/00) BStBl. 2001 II S. 142
Leisätze (vom BFH gebildet)
1. Die Pflicht eines Energieversorgungsunternehmens, den Finanzämtern im Rahmen der Vollstreckung von Steuerforderungen nach § 93 AO Auskunft über die Kontoverbindungen ihrer Kunden erteilen zu müssen, ist verfassungsrechtlich gerechtfertigt.
2. Die in § 93 AO enthaltende Auskunftspflicht ist ein Gemeinwohlbelang, der dem Ziel dient, durch die Inpflichtnahme Privater die Ermittlung steuerrelevanter Tatbestände zu fördern und so für eine wirkungsvolle und gleichmäßige Erfüllung von Steuerschulden Sorge zu tragen. Der Verhältnismäßigkeitsgrundsatz ist sowohl im Hinblick auf die gesetzliche Grundlage als auch auf das konkrete Auskunftsverlangen nicht verletzt.
BFH-Urteil vom 31.10.2000 (VIII R 14/00) BStBl. 2001 II S. 156
Die Regelung, dass bei einem unter dem Vorbehalt der Nachprüfung stehenden Steuerbescheid die Steuerfestsetzung nach Ablauf der Festsetzungsfrist wegen des damit verbundenen Wegfalls des Vorbehalts der Nachprüfung nicht mehr nach § 164 Abs. 2 AO 1977 geändert werden kann, gilt für die Änderung eines unter dem Vorbehalt der Nachprüfung stehenden Feststellungsbescheides nach Ablauf der Feststellungsfrist sinngemäß.
AO 1977 § 164 Abs. 1, 2 und 4, § 181 Abs. 1 und Abs. 5.
BFH-Urteil vom 19.12.2000 (VII R 7/99) BStBl. 2001 II S. 158
AO 1977 § 110 Abs. 1 Satz 1 und 2, § 357 Abs. 2.
Vorinstanz: FG Düsseldorf (EFG 1999, 258)
BFH-Urteil vom 8.6.2000 (IV R 37/99) BStBl. 2001 II S. 162
AO 1977 § 362; EStG § 15 Abs. 3 Nr. 2.
EStG 1990 § 15a Abs. 1, Abs. 2, Abs. 4, § 52 Abs. 19 Satz 2 Nr. 4, § 52 Abs. 19 Satz 3 Nr. 3 Buchst. b, 2. Halbsatz, § 7 Abs. 2; EStDV § 82f; AO 1977 § 180 Abs. 1 Nr. 2 Buchst. a; FGO § 48 Abs. 1 Nr. 3 (a.F.), § 60 Abs. 3.
Vorinstanz: Niedersächsisches FG (EFG 1998, 815)
BFH-Urteil vom 27.4.2000 (I R 58/99) BStBl. 2001 II S. 168
2. Ist die empfangende Gesellschaft eine ausländische, so ist nach dem jeweiligen ausländischen Handelsrecht zu beurteilen, ob die Einzahlung in die Kapitalrücklage die Anschaffungskosten der Beteiligung an der Gesellschaft erhöht oder zur Entstehung eines selbstständigen Wirtschaftsguts "Beteiligung an der Kapitalrücklage" führt.
EStG § 4 Abs. 1; HGB § 272.
Vorinstanz: FG Köln (EFG 1999, 764)
BFH-Urteil vom 4.5.2000 (IV R 16/99) BStBl. 2001 II S. 171
EStG §§ 4, 5, 15 Abs. 1 Satz 1 Nr. 2.
Vorinstanz: FG Düsseldorf (EFG 1999, 214)
BFH-Urteil vom 29.8.2000 (VIII R 7/99) BStBl. 2001 II S. 173
Muss ein GmbH-Gesellschafter eine offene Gewinnausschüttung an die GmbH nach § 31 Abs. 1 GmbHG zurückzahlen, so stellt die Rückzahlung nicht nur aus Sicht der GmbH, sondern auch aus Sicht des Gesellschafters eine Einlage dar, die nur im Rahmen des § 17 EStG als nachträgliche Anschaffungskosten des Gesellschafters auf seine Beteiligung an der GmbH berücksichtigt werden kann. Die Rückzahlung führt hingegen nicht zu negativen Einnahmen des Gesellschafters bei den Einkünften aus Kapitalvermögen (Fortführung des BFH-Urteils vom 25. Mai 1999 VIII R 59/97, BFHE 188, 569).
EStG § 20 Abs. 1 Nr. 1 Sätze 1 und 3, § 17 Abs. 1 und 2, § 4 Abs. 1 Sätze 1 und 5: KStG § 8 Abs. 1, § 30 Abs. 2 Nr. 4, § 40 Abs. 1 Satz 1 Nr. 2; GmbHG § 30 Abs. 1, § 31 Abs. 1.
Vorinstanz: FG Köln (EFG 1999, 380)
Vorinstanz: FG Düsseldorf (EFG 1996, 1215)
UmwStG § 24 Abs. 3 Sätze 2 und 3, § 28 Abs. 6; EStG § 16 Abs. 4, § 18 Abs. 3, § 34 Abs. 1; GG Art. 20 Abs. 3.
Vorinstanz: FG Rheinland-Pfalz (EFG 1999, 911)
WertV i.d.F. vom 6. Dezember 1988 §§ 7 Abs. 1, 13 ff., 21 ff.; EStG §§ 7, 9 Abs. 1 Nr. 7, 21 Abs. 1.
Vorinstanz: FG Baden-Württemberg (EFG 1998, 446)
BFH-Urteil vom 31.10.2000 (VIII R 85/94) BStBl. 2001 II S. 185
Die vom Großen Senat des BFH im Beschluss vom 7. August 2000 GrS 2/99 (BFHE 192, 339, BStBl II 2000, 632) für die phasengleiche Bilanzierung von Gewinnansprüchen bei mehrheitlich an einer Kapitalgesellschaft beteiligten Kapitalgesellschaften entwickelten Rechtsgrundsätze gelten auch, wenn Gesellschafter der Kapitalgesellschaft bilanzierende Einzelunternehmer oder Personengesellschaften sind. Sie gelten auch für den Fall, dass sich die Beteiligung an einer Kapitalgesellschaft infolge einer Betriebsaufspaltung im Sonderbetriebsvermögen II des Gesellschafters einer Personengesellschaft befindet. Die Rechtsgrundsätze sind auch für Bilanzstichtage nach In-Kraft-Treten des Bilanzrichtlinien-Gesetzes anzuwenden.
EStG § 4 Abs. 1, § 5 Abs. 1, § 15.
Vorinstanz: FG Köln (EFG 1995, 109)
EStG § 15 Abs. 1 Nr. 2, § 12 Nr. 2; HGB § 119 Abs. 1, § 164, § 116 Abs. 2.
Vorinstanz: FG Hamburg (EFG 1998, 291)
EStG § 6 Abs. 1 Nr. 5, § 8 Abs. 1, § 19.
Vorinstanz: FG München (EFG 1999, 1172)
BFH-Urteil vom 29.11.2000 (X R 5/99) BStBl. 2001 II S. 192
Miteigentumsanteile an einem während der ersten Ehe nach § 7b EStG erhöht abgeschriebenen und vor der Scheidung verkauften Einfamilienhaus gelten wieder als ein Objekt, wenn die geschiedenen Ehegatten später erneut die Ehe eingehen und die Voraussetzungen des § 26 Abs. 1 EStG erfüllen.
EStG § 7b Abs. 6, § 10e Abs. 4 und 5, § 26 Abs. 1.
EStG § 9 Abs. 1 Satz 3 Nr. 7, § 7 Abs. 1.
EStG § 11 Abs. 1 Satz 1, § 19 Abs. 1, § 36 Abs. 2 Satz 2 Nr. 2, § 38; DBA-Zypern Art. 15 Abs. 1 und 2; Protokoll zum DBA-Zypern.

References: § 4
 § 7
 § 62
 § 66
 § 163
 § 155
 § 65
 § 2
 § 10
 § 14
 § 19
 § 25
 § 6
 § 175
 § 177
 § 14
 § 7
 § 23
 § 27
 § 4
 § 2
 § 93
 § 93
 § 164
 § 164
 § 181
 § 110
 § 357
 § 362
 § 15
 § 15
 § 52
 § 52
 § 7
 § 82
 § 180
 § 48
 § 60
 § 4
 § 272
 § 31
 § 17
 § 20
 § 17
 § 4
 § 8
 § 30
 § 40
 § 30
 § 31
 § 24
 § 28
 § 16
 § 18
 § 34
 Art. 20
 § 4
 § 5
 § 15
 § 15
 § 12
 § 119
 § 164
 § 116
 § 6
 § 8
 § 19
 § 7
 § 26
 § 7
 § 10
 § 26
 § 9
 § 7
 § 11
 § 19
 § 36
 § 38
 Art. 15