Source: https://www.bee-secure.lu/de/themen/cybermobbing/anzeige-erstatten
Timestamp: 2018-12-11 10:06:06+00:00

Document:
Anzeige erstatten | BEE SECURE
So kannst Du Anzeige gegen den Täter / die Täterin erstatten
Als Opfer von Cybermobbing bist du nicht alleine - schaue dir hier unsere Tipps an, wie du schon sofort selber aktiv etwas dafür tun kannst, dich wieder besser zu fühlen. Denn das ist erst einmal das… mehr lesen
Als Opfer von Cybermobbing bist du nicht alleine - schaue dir hier unsere Tipps an, wie du schon sofort selber aktiv etwas dafür tun kannst, dich wieder besser zu fühlen. Denn das ist erst einmal das Wichtigste: dass es dir (wieder) gut geht.
Du hast als Opfer das Recht, bei der Polizei Anzeige gegen den Täter oder die Täterin zu erstatten. Hier kannst du dich ausführlich darüber informieren, wie du Anzeige erstatten kannst und was danach geschieht.
Recht und Gesetz gelten selbstverständlich auch im Internet! Als Opfer ist es somit dein Recht, eine/n / die Täter / Täterin bei der Polizei anzuzeigen. Den Begriff « Cybermobbing » findest du dabei nicht wörtlich im Gesetz. Durch das verletzende Verhalten bricht der / die Täter / Täterin aber meist ein oder mehrere Gesetze.
Dies ist eine Liste der häufigsten strafrechtlichen Bewertungen, ohne Gewähr auf Aktualität (Stand 10/2017). CP steht für "Code pénal" = Strafgesetzbuch.
Bedrohungen (CP Art. 327 und Folgende);
Beleidigung (CP Art. 448 und Folgende);
Stalking (CP Art. 442-2);
Falsche Namensangabe (siehe Facebook und andere soziale Netzwerke) (CP Art. 231);
Computerkriminalität (CP Art. 509-1 und Folgende)
Z.B.: Ungerechtigter Zugang zu Informationssystemen; Löschen / Ändern von Informationen in Systemen; ...
Üble Nachrede/Verleumdung (Gesetz vom 08. Juni 2004 (sur la liberté d’expression dans les médias) / CP Art. 443 und Folgende);
Angriffe auf die Privatsphäre (Gesetz vom 11. August 1982 über die Privatsphäre: filmen, aufzeichnen ohne das Wissen des Betroffenen, veröffentlichen etc
Veröffentlichung deiner persönlichen Daten (Gesetz vom 02. Juli 2007 zum Schutz der Personen in Hinsicht auf den Umgang mit persönlichen Daten – „Datenschutzgesetz“)
Kinder- und Jugendschutz (Gesetz vom 16. Juli 2011)
Zugang von Minderjährigen zu pornographischen Inhalten (CP Art. 383)
Besitz von pornographischem Material mit Darstellung Minderjähriger unter 18 Jahren (CP Art. 384)
Grooming (CP Art. 385-2) - d.h. ein/e Volljährige/r schickt einer/m Minderjährigem unter 16 Jahren Nachrichten mit sexuellen Aussagen / Inhalten.
Rassistische oder diskriminierende Äusserungen (CP Art. 457-1)
Sehr nützlich: Sichere Beweise
Eine Anzeige kannst du jederzeit erstatten, eine mündliche Schilderung der Vorfälle reicht im Prinzip. Um deine Anzeige zu untermauern, ist es ratsam Beweise für die Straftat vorlegen zu können. Personen deines Vertrauens (Eltern, Polizei,...) können dir dabei helfen. Als Beweise können beispielsweise gelten: Screenshots (« Fotos » vom Bildschirm), Fotos sowie gespeicherte Chatverläufe/SMS/Emails. Ein Tipp dazu: Drucke, wenn möglich, alle Beweise zur Sicherheit am besten auch auf Papier aus.
Du kannst dazu zu einer Polizeistation deiner Wahl gehen. Die Polizei wird deine Anzeige zunächst aufnehmen, das heißt, sie schreibt einen Bericht über deinen Fall. Es kommt dann zu einer Vernehmung welche in einem Protokoll festgehalten wird. Dieses musst du dann auch unterschreiben, wenn es fertig ist. Wichtig: Du solltest den Namen des vernehmenden Polizisten und die Protokollnummer gut aufbewahren, um deinen Fall später weiterverfolgen zu können.
Das Protokoll wird an die Staatsanwaltschaft weitergeleitet. Dort wird geprüft, ob genügend Beweise für deine Anzeige vorliegen. Falls ja, dann leitet sie die Strafverfolgung des Täters ein. Je nach Fall, kommt es dann zu einer Vernehmung des Täters und/oder zu einem Gerichtsprozess. Wenn der / die Täter / In minderjährig ist, wendet die Staatsanwaltschaft oder das Jugendgericht nicht die Bestimmungen der Strafprozessordnung an, sondern die des Gesetzes über den Jugendschutz (Gesetz vom 10. August 1992).
Jeder Fall ist anders, daher lässt du dich am besten individuell beraten:police.lu/preventionKanner-Jugend-Telefon: 116 111BEE SECURE Helpline: 8002-1234
Jeder Fall ist anders, daher lässt du dich am besten individuell beraten:
police.lu/prevention
Kanner-Jugend-Telefon: 116 111
BEE SECURE Helpline: 8002-1234
Auch wenn Begriffe wie Mobbing, Bullying, Cybermobbing im luxemburger Strafgesetzbuch nicht vorkommen, so fallen solche Belästigungs- oder Bedrohungsaktionen sehr wohl unter diverse Artikel des… mehr lesen
Auch wenn Begriffe wie Mobbing, Bullying, Cybermobbing im luxemburger Strafgesetzbuch nicht vorkommen, so fallen solche Belästigungs- oder Bedrohungsaktionen sehr wohl unter diverse Artikel des Strafgesetzbuches: Bedrohung, Verleumdung, Rufschädigung, Beleidigung, Angriff auf die Privatsphäre, Rassismus und Diskriminierung.
Dies ist eine Liste häufiger strafrechtlicher Bewertungen, ohne Gewähr auf Aktualität (Stand 11/2017). CP steht für "Code pénal" = Strafgesetzbuch.
Zuletzt aktualisiert: 11/2017.

References: Art. 327
 Art. 448
 Art. 442
 Art. 231
 Art. 509
 Art. 443
 Art. 383
 Art. 384
 Art. 385
 Art. 457