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Timestamp: 2019-07-23 19:06:31+00:00

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BVerwG, 17.10.1989 - 9 C 58.88 - dejure.org
BVerwG, 17.10.1989 - 9 C 58.88
https://dejure.org/1989,1203
BVerwG, 17.10.1989 - 9 C 58.88 (https://dejure.org/1989,1203)
BVerwG, Entscheidung vom 17.10.1989 - 9 C 58.88 (https://dejure.org/1989,1203)
BVerwG, Entscheidung vom 17. Januar 1989 - 9 C 58.88 (https://dejure.org/1989,1203)
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Asylberechtigung wegen Bürgerkrieg - Asylrecht - Bundesbeauftragter - Maßgeblicher Klagezeitpunkt
VG Kassel, 10.10.1985 - IV/1 E 8090/85
NVwZ 1990, 654
Dies folgt aus dem materiellen Recht, das auch bestimmt zu welchem Zeitpunkt diese Voraussetzungen erfüllt sein müssen (stRspr; vgl. Urteile vom 17. Oktober 1989 - BVerwG 9 C 58.88 - Buchholz 402.25 § 5 AsylVfG Nr. 8 S. 9, vom 31. März 2004 - BVerwG 8 C 5.03 - BVerwGE 120, 246 = Buchholz 428 § 4 Abs. 3 VermG Nr. 20 S. 74 f. …und vom 23. Februar 2012 - BVerwG 2 C 76.10 - BVerwGE 142, 59 = Buchholz 11 Art. 33 Abs. 2 GG Nr. 54 jeweils Rn. 11).
Nach ständiger Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts beurteilt sich die Frage, ob ein belastender Verwaltungsakt den Kläger i.S.v. § 113 Abs. 1 Satz 1 VwGO rechtswidrig in seinen Rechten verletzt, nach dem materiellen Recht, dem nicht nur die tatbestandlichen Voraussetzungen einer Ermächtigungsgrundlage, sondern auch die Antwort auf die Frage zu entnehmen ist, zu welchem Zeitpunkt diese Voraussetzungen erfüllt sein müssen (vgl. BVerwG, Urteile vom 30. Oktober 1969 - 8 C 112.67, 8 C 115.67 - BVerwGE 34, 155 , vom 21. Mai 1976 - 4 C 80.74 - BVerwGE 51, 15 , vom 3. November 1987 - 9 C 254.86 - BVerwGE 78, 243 , vom 17. Oktober 1989 - 9 C 58.88 - NVwZ 1990, 654 und vom 31. März 2004 - 8 C 5.03 - BVerwGE 120, 246 ).
Ob ein solcher Anspruch jedoch besteht, d.h. ob ein belastender Verwaltungsakt den Kläger i.S. des § 113 Abs. 1 VwGO rechtswidrig in seinen Rechten verletzt oder die Ablehnung eines begehrten Verwaltungsakts i.S. des § 113 Abs. 5 VwGO rechtswidrig ist, beurteilt sich nach dem materiellen Recht, dem nicht nur die tatbestandlichen Voraussetzungen einer Ermächtigungsgrundlage oder eines Anspruchs selbst, sondern auch die Antwort auf die Frage zu entnehmen ist, zu welchem Zeitpunkt diese Voraussetzungen erfüllt sein müssen (stRspr vgl. Urteil vom 30. Oktober 1969 - BVerwG 8 C 112.67/115.67 - BVerwGE 34, 155 ; Urteil vom 21. Mai 1976 - BVerwG 4 C 80.74 - BVerwGE 51, 15 ; Urteil vom 3. November 1987 - BVerwG 9 C 254.86 - BVerwGE 78, 243 ; Urteil vom 17. Oktober 1989 - BVerwG 9 C 58.88 - NVwZ 1990, 654 f.).
In der Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts ist geklärt, dass sich die Frage nach dem richtigen Zeitpunkt für die Beurteilung der Sach- und Rechtslage nicht aus dem Prozessrecht ergibt, sondern aus dem materiellen Recht, dem nicht nur die tatbestandlichen Voraussetzungen einer Ermächtigungsgrundlage oder eines Anspruchs selbst, sondern auch die Antwort auf die Frage zu entnehmen ist, zu welchem Zeitpunkt diese Voraussetzungen erfüllt sein müssen (stRspr, vgl. BVerwG, Urteile vom 30. Oktober 1969 - 8 C 112.67, 115.67 - BVerwGE 34, 155 , vom 21. Mai 1976 - 4 C 80.74 - BVerwGE 51, 15 , vom 29. September 1982 - 8 C 138.81 - BVerwGE 66, 178 , vom 3. November 1987 - 9 C 254.86 - BVerwGE 78, 243 , vom 17. Oktober 1989 - 9 C 58.88 - NVwZ 1990, 654 f. und vom 31. März 2004 - 8 C 5.03 - BVerwGE 120, 246 ).
BVerwG, Urteil vom 7. November 1985 - 5 C 29.82 -, DVBl. 1986, 565 (566); Urteil vom 3. November 1987 - 9 C 254.96 -, BVerwGE 78, 243 (244); Urteil vom 17. Oktober 1989 - 9 C 58.88 -, Buchholz 402.25 § 5 AsylVfG Nr. 8, S. 8 (9); Urteil vom 1. Dezember 1989 - 8 C 17/97 -, NJW 1990, 2700 (2701).
BVerwG, Urteil vom 3. November 1987 - 9 C 254.96 -, BVerwGE 78, 243 (244); Urteil vom 17. Oktober 1989 - 9 C 58.88 -, Buchholz 402.25 § 5 AsylVfG Nr. 8, S. 8 (9).
Für die Beurteilung der Frage einer Asylberechtigung kommt es auch bei sog. Beanstandungsklagen des Bundesbeauftragten für Asylangelegenheiten auf die Sach- und Rechtslage im Zeitpunkt der Entscheidung des Tatsachengerichts an (vgl. Senatsurteil vom heutigen Tage - BVerwG 9 C 58.88 -).
Zutreffend ist zunächst - wie der erkennende Senat in seinem Urteil vom heutigen Tage in der Sache BVerwG 9 C 58.88 näher dargelegt hat - die Auffassung des Berufungsgerichts, für die Entscheidung der Frage einer Asylberechtigung komme es auch bei einer sogenannten Beanstandungsklage des Bundesbeauftragten für Asylangelegenheiten auf die Sach- und Rechtslage im Zeitpunkt der letzten Entscheidung des Tatsachengerichts an.
Insoweit hat das Berufungsgericht festgestellt, daß die Kampf- und Ermittlungshandlungen der indischen Truppen eindeutig auf die LTTE, nicht aber auf andere Tamilengruppen zielen, so daß mögliche Übergriffe gegen die tamilische Zivilbevölkerung nicht von einer auf asylrelevante Merkmale abzielenden politischen Verfolgung getragen sind (vgl. hierzu im einzelnen Senatsurteil vom heutigen Tage, BVerwG 9 C 58.88).
Die Berufung des Bundesbeauftragten für Asylangelegenheiten ist aber nicht begründet, denn das Verwaltungsgericht hat die sog. Beanstandungsklage des Bundesbeauftragten jedenfalls nach der auch insoweit maßgeblichen Sach- und Rechtslage im Zeitpunkt der mündlichen Verhandlung in der Berufungsinstanz (BVerwG, 17.10.1989 -- 9 C 58.88 --; Hess. VGH, 24.03.1988 -- 10 UE 2520/85 --, 02.09.1988 -- 10 UE 2518/85 -- u. 24.02.1989 -- 10 UE 2013/85 --) im Ergebnis zu Recht abgewiesen.
Die Berufung des Bundesbeauftragten für Asylangelegenheiten ist aber nicht begründet, denn das Verwaltungsgericht hat die sog. Beanstandungsklage des Bundesbeauftragten jedenfalls nach der auch insoweit maßgeblichen Sach- und Rechtslage im Zeitpunkt der mündlichen Verhandlung in der Berufungsinstanz (BVerwG 17.10.1989 -- 9 C 58.88 --, EZAR 631 Nr. 10; Hess. VGH, 24.03.1988 -- 10 UE 2520/85 --, 02.09.1988 -- 10 UE 2518/85 -- u. 24.02.1989 -- 10 UE 2013/85 --) im Ergebnis zu Recht abgewiesen.
Entgegen der Ansicht der Klägervertreter ist das Bundesamt zu Recht vom Vorliegen entscheidungserheblich veränderter Umstände gegenüber der dem Bundesamtsbescheid gemäß § 77 Abs. 1 AsylVfG (vgl. BVerwG…, Urteil vom 8.5.2003, 1 C 15/02, a.a.O.; zur früheren Rechtslage: BVerwG, Urteil vom 17.10.1989, 9 C 58/88, NVwZ 1990, 654 f.) maßgeblich zu Grunde zu legenden Situation des Jahres 1991 ausgegangen.
Die Berufung des Bundesbeauftragten ist auch begründet, denn die Kläger zu 1) bis 4) können nach der maßgeblichen Sach- und Rechtslage im Zeitpunkt der Berufungsentscheidung (betr. Beanstandungsklage vgl. BVerwG, 17.10.1989 -- 9 C 58.88 --, EZAR 631 Nr. 10) die Anerkennung als Asylberechtigte durch die Beklagte zu 1) nicht beanspruchen, weil sie nicht politisch verfolgt sind (§§ 1 Abs. 1, 4 Abs. 1 AsylVfG i.V.m. Art. 16 Abs. 2 Satz 2 GG).
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Anerkennung als Asylberechtigter; Politisch Verfolgter; Eheliche …

References: § 5
 § 4
 Art. 33
 § 113
 § 113
 § 113
 § 5
 § 5
 § 77
 Art. 16