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Timestamp: 2016-12-08 18:58:58+00:00

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BVerfG, 15.02.2010 - 1 BvR 2236/09 - Vereinbarkeit der Anrechnung fiktiver Einkünfte eines Unterhaltsverpflichteten i.R.e. Kindesunterhaltsverfahrens mit der wirtschaftlichen Handlungsfreiheit aus Art. 2 Abs. 1 GG; § 1603 Abs. 1 BGB als Ausprägung des Grundsatzes der Verhältnismäßigkeit im Unterhaltsrecht | Urteile auf anwalt24.de
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BVerfG, 15.02.2010 - 1 BvR 2236/09 - Vereinbarkeit der Anrechnung fiktiver Einkünfte eines Unterhaltsverpflichteten i.R.e. Kindesunterhaltsverfahrens mit der wirtschaftlichen Handlungsfreiheit aus Art. 2 Abs. 1 GG; § 1603 Abs. 1 BGB als Ausprägung des Grundsatzes der Verhältnismäßigkeit im Unterhaltsrecht
BundesverfassungsgerichtBeschl. v. 15.02.2010, Az.: 1 BvR 2236/09Gericht: BVerfGEntscheidungsform: BeschlussDatum: 15.02.2010Referenz: JurionRS 2010, 11912Aktenzeichen: 1 BvR 2236/09 Verfahrensgang:vorgehend:OLG Brandenburg - 24.07.2009 - AZ: 13 UF 61/08Rechtsgrundlagen:Art. 2 Abs. 1 GGArt. 6 GG§ 1603 Abs. 1 BGBFundstellen:FamFR 2010, 202FamRZ 2010, 626-629FF 2010, 262FuR 2010, 333-335Verfahrensgegenstand:Verfassungsbeschwerdedes Herrn K...,... gegen den Beschluss des ...Redaktioneller Leitsatz:1.Die Handlungsfreiheit des Einzelnen ist nur im Rahmen der verfassungsmäßigen Ordnung gewährleistet, zu der auch das Unterhaltsrecht gehört, soweit es mit Art. 6 Abs. 1 GG in Einklang steht.2.Es ist verfassungsrechtlich nicht zu beanstanden, dass nicht nur die tatsächlichen, sondern auch fiktiv erzielbare Einkünfte berücksichtigt werden, wenn der Unterhaltsverpflichtete eine ihm mögliche und zumutbare Erwerbstätigkeit unterlässt, obwohl er diese ausüben könnte.3.Von einem Unterhaltspflichtigen darf im Rahmen seiner gegenüber minderjährigen Kindern gesteigerten Erwerbsobliegenheit nach § 1603 Abs. 2 BGB nichts Unmögliches verlangt werden.In dem Verfahren ...hat die 2. Kammer des Ersten Senats des Bundesverfassungsgerichts durch die Richterin Hohmann-Dennhardt unddie Richter Gaier, Kirchhof am 15. Februar 2010 einstimmig beschlossen:Tenor:1Der Beschluss des Brandenburgischen Oberlandesgerichts vom 24. Juli 2009 - 13 UF 61/08 - verletzt den Beschwerdeführer in seinem Grundrecht aus Artikel 2 Absatz 1 des Grundgesetzes. Der Beschluss des Brandenburgischen Oberlandesgerichts vom 24. Juli 2009 - 13 UF 61/08 - wird aufgehoben und die Sache an das Brandenburgische Oberlandesgericht zurückverwiesen.2Das Land Brandenburg hat dem Beschwerdeführer seine notwendigen Auslagen im Verfassungsbeschwerdeverfahren zu erstatten.3Der Wert des Gegenstandes der anwaltlichen Tätigkeit im Verfassungsbeschwerdeverfahren wird auf 8.000 € (in Worten: achttausend Euro) festgesetzt.

References: Art. 2
 § 1603
 § 20
 § 20
 § 20
 Art. 2
 § 1603
 Art. 6
 § 1603