Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=BGH&Datum=15.07.1997&Aktenzeichen=XI%20ZR%20154/96
Timestamp: 2019-05-19 17:44:23+00:00

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BGH, 15.07.1997 - XI ZR 154/96 - dejure.org
https://dejure.org/1997,244
BGH, 15.07.1997 - XI ZR 154/96 (https://dejure.org/1997,244)
BGH, Entscheidung vom 15.07.1997 - XI ZR 154/96 (https://dejure.org/1997,244)
BGH, Entscheidung vom 15. Juli 1997 - XI ZR 154/96 (https://dejure.org/1997,244)
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ARGE-Scheck
§§ 705 ff BGB, BGB-Gesellschaft ist scheckfähig
Klage eines Konkursverwalters auf Erfüllung einer Scheckforderung - Sperrung eines Schecks nach Eröffnung des Insolvenzverfahrens über das Vermögen der Gemeinschuldnerin - Scheckfähigkeit einer Gesellschaft des bürgerlichen Rechts (GbR) - Wirksame Vertretung des GbR - Erlöschen der Ansprüche infolge Aufrechnung - Unzulässigkeit einer Aufrechnung im Konkursverfahren
Scheckfähigkeit einer Gesellschaft bürgerlichen Rechts (Aufgabe von BGHZ 61, 59)
Scheckfähigkeit der Gesellschaft bürgerlichen Rechts
Scheckfähigkeit der BGB-Gesellschaft
BGB § 705; ScheckG Art. 1
Scheckfähigkeit einer Gesellschaft bürgerlichen Rechts
Scheckrecht; Scheckfähigkeit einer BGB-Gesellschaft
Kann eine ARGE eine wirksame Scheckverpflichtung begründen? (IBR 1997, 403)
Konkurs des SubU: Kann GU aufrechnen? (IBR 1997, 455)
LG Düsseldorf, 17.11.1994 - 33 O 215/92
OLG Düsseldorf, 12.08.1996 - 6 U 8/95
BGHZ 136, 254
ZIP 1997, 1496
MDR 1997, 952
WM 1997, 1666
BB 1997, 1861
DB 1997, 1813
BauR 1998, 140
Die Gründe, die vom Bundesgerichtshof zur Begründung der Scheckfähigkeit der Gesellschaft bürgerlichen Rechts herangezogen worden sind (BGHZ 136, 254, 257 f.), sprechen in gleichem Maße auch für deren Wechselfähigkeit (…vgl. auch Flume, Allgemeiner Teil aaO, S. 108 f.;… Baumbach/Hefermehl, Wechselgesetz und Scheckgesetz, 21. Aufl. Einl. WG Rdn. 20 a).
Diese Auffassung beruhte auf der früher zur Gesellschaft bürgerlichen Rechts in ständiger Rechtsprechung angenommenen Doppelverpflichtungslehre, wonach durch den Abschluss eines Rechtsgeschäfts im Namen einer Gesellschaft bürgerlichen Rechts zugleich eine Haftung der Gesamthand und eine persönliche Haftung der Gesellschafter begründet werden (BGH, Urteil vom 15. Juli 1997 - XI ZR 154/96, BGHZ 136, 254, 258 f).
Das hat der Bundesgerichtshof in vergleichbaren Fällen bereits entschieden (BGH, Urteil vom 1. Februar 1962 - VII ZR 213/60, BGHZ 36, 316, 318; Urteil vom 26. September 1985 - VII ZR 19/85, BGHZ 96, 34, 39; Urteil vom 15. Juli 1997 - XI ZR 154/96, BGHZ 136, 254, 259).
In dieser Zeit war der Kläger mit dem damaligen Mitgesellschafter W. in einer GbR verbunden, was zur Folge hatte, daß er und sein Mitgesellschafter nach den Regelungen der §§ 705 ff Bürgerliches Gesetzbuch (BGB) für die Erfüllung der Abgabepflicht mangels allgemeiner Rechtsfähigkeit der GbR (BGHZ 80, 222; 116, 86, 88 und 136, 254, 257;… Palandt/Sprau, BGB, 59. Aufl 2000, § 705 RdNr 24) in ihrer Eigenschaft als Gesellschafter bürgerlichen Rechts selbst hafteten, und zwar sowohl in Form der gesamthänderischen Verbundenheit (§ 718 Abs. 1 BGB), also mit dem Gesellschaftsvermögen, als auch jeweils persönlich, also mit dem Privatvermögen (vgl BGHZ 136, 254, 259; BGH WM 1990, 1035, 1037).
Für die Beurteilung der Unterbrechungswirkung kommt es jedoch nicht auf die materiell-rechtliche Lage an, insbesondere nicht darauf, ob die Beklagten den Wechsel im eigenen Namen oder als Gesellschafter einer nach neuerer Rechtsprechung ebenfalls wechselfähigen BGB-Gesellschaft (vgl. BGH NJW 1997, 2754, 2755;… Baumbach/Hefermehl, Wechsel- und Scheckgesetz, 22. Aufl. 2000, Art. 47 Rz. 2) annahmen.
Nach Anerkennung der Rechtsfähigkeit im Steuerrecht (BFH, Urteil vom 11. Februar 1987 - II R 103/84 - ), der Insolvenzfähigkeit durch den Gesetzgeber in § 11 Abs. 2 Nr. 1 InsO und der Anerkennung der Wechsel- und Scheckfähigkeit (BGH, Urteil vom 15. Juli 1997 - XI ZR 154/96 -) folgte die umfassende Anerkennung der Rechtsfähigkeit der BGB-Gesellschaft durch die Grundsatzentscheidung des Bundesgerichtshofes vom 29. Januar 2001 (…aaO).
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References: § 705
 Art. 1
 § 705
 BGH 
 BGH 
 Art. 47
 § 11