Source: https://www.studentenwerk-oldenburg.de/de/finanzierung/bafoeg/besonderheiten-bei-behinderung/foerderungshoechstdauer.html?tmpl=component&print=1
Timestamp: 2017-10-19 00:06:36+00:00

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Wie lange Studienförderung gewährt wird, richtet sich nach der für jeden Studiengang festgelegten Förderungshöchstdauer (FHD). Darüber hinaus besteht unter bestimmten Voraussetzungen die Möglichkeit, dass über die Förderungshöchstdauer hinaus Ausbildungsförderung geleistet wird (§15 Abs. 3 BAföG).
Nach § 15 Abs. 3 Nr. 5 BAföG ist z.B. eine Behinderung ein Grund, der zu einer Weiterförderung führen kann. Rechtzeitig vor dem Ende der FHD ist ein Wiederholungsantrag (übliche Formblätter) zu stellen. Zusätzlich muss glaubhaft gemacht werden, dass sich die Ausbildung aufgrund einer Behinderung verzögert hat und es nicht möglich war, die Ausbildungsverzögerung zu verhindern.
Es ist eine Erklärung über die weitere Ausbildungsplanung vorzulegen, also darüber, welche Leistungsnachweise noch zu erbringen sind, um die Ausbildung abschließen zu können. In der Erklärung muss zusätzlich eine Prognose über den zukünftigen Studienverlauf abgegeben werden. Resultat der Prognose muss sein, dass innerhalb der so nachgeförderten Semester ein Abschluss des Studiums möglich ist bzw. unter Zuhilfenahme der später zu beantragenden Abschlussförderung (§15 Abs. 3a BAföG) möglich wird. Die Prognose soll vom BAföG-Beauftragten bestätigt werden.
Im Grundstudium aufgetretene Verzögerungen können bei der Beantragung von Förderung über die FHD hinaus nur dann anerkannt werden, wenn sie am Ende des 4. Fachsemesters bereits zu einer späteren Vorlage des Leistungsnachweises nach § 48 Abs. 2 BAföG geführt hatten (s. zugehörige Seite) und die Verzögerung im Hauptstudium nicht aufgeholt werden konnte. Bei einer anerkannten Verzögerung wegen Behinderung wird die Förderung über die FHD hinaus in voller Höhe als Zuschuss geleistet (§ 17 Abs. 1 i.V.m. § 17 Abs. 2 Nr. 2 BAföG).
Nach § 15 Abs. 3 Nr. 1 BAföG kann eine Krankheit, die zu einer Ausbildungsverzögerung geführt hat, einen schwerwiegenden Grund für eine Gewährung von Förderung über die FHD hinaus darstellen. Auch in diesen Fällen muss glaubhaft gemacht werden, dass die Krankheit ursächlich für die Ausbildungsverzögerung war und die Verzögerung nicht verhindert werden konnte (s.o.).
Die Förderung wird nach § 17 Abs. 1 i.V.m. § 17 Abs. 2 Satz 1 BAföG zur Hälfte als Zuschuss und zur Hälfte als unverzinsliches Darlehen geleistet.
Tipp: Wenn es im Grundstudium schon zu krankheits- oder behinderungsbedingten Studienverzögerungen kommt, melden Sie dies auf jeden Fall dem BAföG-Amt im Zusammenhang mit der Vorlage nach § 48. Eine nachträgliche Berücksichtigung ist nicht möglich.
Noch ein Tipp: Für persönliche Beratung zum Thema Studieren mit Behinderung wenden Sie sich an die Behindertenberaterin des Studentenwerks.

References: § 15
 § 48
 § 17
 § 15
 § 17
 § 17
 § 48