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Timestamp: 2016-10-26 15:36:16+00:00

Document:
8C_972/2010 (19.04.2011)
8C_972/2010
vertreten durch Rechtsanwalt J�rg Zumstein,
vom 21. Oktober 2010.
K.________, geboren 1952, leitete seit 1987 als Gesch�ftsf�hrerin die Handelsfirma H.________ SA und war in dieser Eigenschaft bei der Schweizerische National-Versicherungs-Gesellschaft AG (nachfolgend: National oder Beschwerdegegnerin) obligatorisch gegen die Folgen von Unf�llen und Berufskrankheiten versichert. Am 23. Juni 2004 lenkte sie ihren Mercedes-Benz SLK 230 durch einen mit einer H�chstgeschwindigkeit von 80 km/h signalisierten Tunnel. Vor ihr fuhr ein VW Jetta. Eine entgegenkommende, 1925 geborene Personenwagenlenkerin geriet mit ihrem Opel Astra �ber die Sicherheitslinie auf die Gegenfahrbahn, wo sich der Opel Astra und der VW Jetta zun�chst mit den jeweiligen Aussenspiegeln streiften, bevor der Opel Astra mit der linken Frontseite in die linke Frontseite des Mercedes-Benz prallte. Dabei wurden der linke vordere Kotfl�gel und das linke Vorderrad des Mercedes-Benz weggerissen und dessen Fahrgastzelle gestaucht. Das Heck des Mercedes-Benz wurde angehoben und gegen die Tunnelmauer geschleudert. Die Versicherte versuchte daraufhin in Panik das Auto und den Tunnel zu verlassen, doch knickte sie auf der Fahrbahn in den Beinen ein, ohne zu irgend einem Zeitpunkt das Bewusstsein zu verlieren. Dank aktivierten Airbags zog sie sich �usserlich sichtbar nur oberfl�chliche Glassplitterverletzungen zu. Die Versicherte wurde von der Unfallstelle mit dem Rettungswagen ins Spital X.________ verbracht, wo nebst einer Brustkorbprellung und Sch�rfungen an beiden Knien ein Schleudertrauma der Halswirbels�ule (HWS) diagnostiziert sowie r�ntgenologisch oss�re L�sionen ausgeschlossen werden konnten. Sie wurde noch am Unfalltag mit Medikamenten, einer Physiotherapieverordnung und einem Halskragen nach Hause entlassen. Die ab 25. Juni 2004 ambulant nachbehandelnde Rheumatologin Dr. med. R.________ diagnostizierte ein HWS-Distorsionstrauma und attestierte bis zum 4. Juli 2004 eine volle sowie anschliessend bis Ende 2005 eine Arbeitsunf�higkeit von 30 %. Seit 1. Januar 2006 blieb die Versicherte dauerhaft zu 20 % arbeitsunf�hig. Die National �bernahm die Heilbehandlung und richtete ein Taggeld aus. Nach eingehenden medizinischen Abkl�rungen stellte sie s�mtliche Leistungen per 31. Juli 2009 ein und schloss den Fall folgenlos ab (Verf�gung vom 24. Juli 2009). Daran hielt die National mit Einspracheentscheid vom 19. April 2010 fest.
Die hiegegen erhobene Beschwerde der K.________ wies das Verwaltungsgericht des Kantons Bern mit Entscheid vom 21. Oktober 2010 ab.
Mit Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten l�sst K.________ unter Aufhebung des angefochtenen Gerichts- und des Einspracheentscheides beantragen, die National habe ihr �ber den verf�gten folgenlosen Fallabschluss hinaus die gesetzlichen Leistungen zu erbringen.
W�hrend die National auf Abweisung der Beschwerde schliesst, verzichtet das Bundesamt f�r Gesundheit (BAG) auf eine Vernehmlassung.
Die Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten kann wegen Rechtsverletzung gem�ss Art. 95 f. BGG erhoben werden. Das Bundesgericht wendet das Recht von Amtes wegen an (Art. 106 Abs. 1 BGG). Es pr�ft, unter Ber�cksichtigung der allgemeinen Begr�ndungspflicht der Beschwerde (Art. 42 Abs. 1 und 2 BGG), grunds�tzlich nur die geltend gemachten R�gen, sofern die rechtlichen M�ngel nicht geradezu offensichtlich sind (Urteil 8C_784/2008 vom 11. September 2009 E. 1.1, nicht publ. in: BGE 135 V 412, aber in SVR 2010 UV Nr. 2 S. 7).
Das kantonale Gericht hat die Grunds�tze zu den nach der Rechtsprechung f�r den Anspruch auf Leistungen der obligatorischen Unfallversicherung (Art. 6 Abs. 1 UVG) geltenden Voraussetzungen des nat�rlichen und ad�quaten Kausalzusammenhangs zwischen Unfallereignis und eingetretenem Schaden (BGE 129 V 177 E. 3.1 und 3.2 S. 181) zutreffend dargelegt. Gleiches gilt hinsichtlich der Ausf�hrungen zum Wegfall des urs�chlichen Zusammenhangs und damit des Leistungsanspruchs der versicherten Person bei Erreichen des Status quo sine vel ante (SVR 2009 UV Nr. 3 S. 9, 8C_354/2007 E. 2.2) und zu dem im Sozialversicherungsrecht bei der Beantwortung von Tatfragen �blichen Beweisgrad der �berwiegenden Wahrscheinlichkeit (BGE 129 V 177 E. 3.1 S. 181 mit Hinweisen) sowie zum Beweiswert und zur Beweisw�rdigung medizinischer Berichte und Gutachten (BGE 122 V 157 E. 1c S. 160 mit Hinweisen; vgl. auch BGE 125 V 351 E. 3 S. 352 mit Hinweisen). Darauf wird verwiesen.
Strittig ist, ob die Beschwerdef�hrerin �ber den Fallabschluss per 31. Juli 2009 hinaus an Folgen des Unfalles vom 23. Juni 2004 leidet, welche einen fortdauernden Leistungsanspruch nach UVG begr�nden.
3.1 Die National stellte auf die Ergebnisse der polydisziplin�ren Expertise der Gutachterstelle A.________ ab und verneinte den nat�rlichen Kausalzusammenhang, weil keine psychische St�rung mit Krankheitswert feststellbar und hinsichtlich der im �brigen geklagten Beschwerden der Status quo sine sp�testens zwei Jahre nach dem Unfall erreicht worden sei. Alternativ pr�fte und verneinte die Beschwerdegegnerin die Unfallad�quanz der anhaltenden gesundheitlichen Beeintr�chtigungen nach der Rechtsprechung im Sinne von BGE 134 V 109. Das kantonale Gericht hielt mit angefochtenem Entscheid an dem mit Einspracheentscheid der National vom 19. April 2010 best�tigten folgenlosen Fallabschluss per 31. Juli 2009 fest, indem es den nat�rlichen Kausalzusammenhang zwischen den anhaltenden Gesundheitsst�rungen und dem Unfall gest�tzt auf das Gutachten der Gutachterstelle A.________ verneinte.
3.2 Demgegen�ber macht die Versicherte geltend, ihr Anspruch auf rechtliches Geh�r sei verletzt. Sie r�gt, die Gutachter der Gutachterstelle A.________ seien von einem unzutreffenden Sachverhalt ausgegangen, indem sie angenommen h�tten, es sei nur zu einer Frontalkollision gekommen. Statt dessen zeigten die Unfallakten, dass das Heck ihres Personenwagens durch die starke Frontalkollision angehoben und gegen die Tunnelmauer geschleudert worden sei. Es sei daher nicht nur von einer einzigen Frontal-, sondern zus�tzlich auch von einer unmittelbar anschliessenden Heckkollision auszugehen, welche angesichts der urspr�nglichen Kollisionsgeschwindigkeit beider Fahrzeuge von je 70 bis 80 km/h mit einer ausserordentlich erheblichen traumatischen Belastung der HWS verbunden gewesen seien. Auf das Gutachten der Gutachterstelle A.________, wonach der Status quo sine zwei Jahre nach dem Unfall erreicht wurde, k�nne daher nicht abgestellt werden. Vielmehr seien die anhaltenden Beschwerden auch nach Auffassung der behandelnden Rheumatologin als direkte Folge des Unfalles zu qualifizieren. Nicht nur der nat�rliche, sondern auch der ad�quate Kausalzusammenhang seien bei dem mindestens als eigentlich mittelschwerer Unfall einzustufenden Ereignis erf�llt.
4.1 Die Bilder des Mercedes-Benz auf der Unfallstelle sowie die gesamten Unfallakten lassen zweifellos auf eine massive Personenwagenkollision schliessen. Es steht jedoch fest, dass sich die Beschwerdef�hrerin dabei gl�cklicherweise keine oss�ren L�sionen zuzog. Laut Angaben der ab 25. Juni 2004 behandelnden Rheumatologin Dr. med. R.________ gem�ss "Dokumentationsbogen f�r Erstkonsultation nach kranio-zervikalem Beschleunigungstrauma" vom 16. Juli 2004 verneinte die Versicherte einen Kopfanprall, Bewusstlosigkeit, Ged�chtnisl�cken und andere Bewusstseinsst�rungen ebenso wie Schwindel, �belkeit und Erbrechen. Schon vor dem Unfall litt die Beschwerdef�hrerin an folgenden behandlungsbed�rftigen Gesundheitsst�rungen: einmal pro Monat Migr�ne sowie Verspannungen im Nacken- und Schulterg�rtelbereich, welche nach Bedarf mit Massagen behandelt wurden. Die R�ntgenbilder vom 23. Juni 2004 zeigten zudem unter anderem an der HWS degenerative Befunde wie zum Beispiel eine Streckhaltung mit diskreter Dorsalkyphosierung C4-6, Osteochondrose C4/5 und C5/6, dorsale und ventrale Spondylophytenbildungen C4/5 sowie eine Unkovertebralarthrose im Bereich der unteren HWS.
4.2 Fest steht, dass an der HWS der Versicherten auch nach Einsch�tzung der behandelnden Rheumatologin unmittelbar nach dem Unfall einerseits deutliche degenerative Ver�nderungen bildgebend dargestellt und andererseits gleichzeitig frische oss�re L�sionen an der Wirbels�ule ausgeschlossen werden konnten. Entgegen der Beschwerdef�hrerin ist mit dem Beweisgrad der �berwiegenden Wahrscheinlichkeit erstellt, dass sie schon vor dem Unfall intermittierend an Verspannungen im Schulterg�rtel und Nackenbereich litt und diese Beschwerden nach Bedarf auf eigene Kosten durch Massagen behandeln liess. Die Aussage der Dr. med. R.________ gem�ss Bericht vom 7. September 2009, wonach die Versicherte vor dem Unfall keine Nackenbeschwerden gehabt habe, ist tatsachenwidrig und widerspricht ihren eigenen fr�heren Feststellungen zum medizinisch relevanten Sachverhalt. Laut Bericht des Radiologen Dr. med. T.________ vom 6. November 2008 zeigte ein Vergleich der Ergebnisse seiner beiden MRI-Untersuchungen der HWS vom 25. November 2004 und vom 6. November 2008 eine in diesem Zeitraum eingetretene progrediente Entwicklung des deutlichen degenerativen Vorzustandes.
4.3 Dass unter den gegebenen Umst�nden angesichts eines fehlenden, organisch objektiv ausgewiesenen unfallbedingten Befundes an der HWS auf eine richtunggebende Verschlimmerung des degenerativen Vorzustandes zu schliessen w�re, ist mit den Gutachtern der Gutachterstelle A.________ zu verneinen. Soweit Dr. med. R.________ gem�ss Bericht vom 7. September 2009 sinngem�ss den gegenteiligen Standpunkt zu vertreten scheint, kann ihr nicht gefolgt werden. Denn eine solche dauernde unfallbedingte Verschlimmerung einer vorbestandenen degenerativen Erkrankung der Wirbels�ule kann nur als nachgewiesen gelten, wenn ein pl�tzliches Zusammensinken der Wirbel sowie das Auftreten und Verschlimmern von Verletzungen nach einem Trauma radioskopisch erstellt sind (RKUV 2000 Nr. U 363 S. 45, U 355/98; Urteile 8C_416/2010 vom 29. November 2010 E. 3.1 und 8C_51/2010 vom 21. Mai 2010 E. 2.2). Zudem muss eine allf�llige richtunggebende Verschlimmerung r�ntgenologisch ausgewiesen sein und sich von der alters�blichen Progression abheben; eine traumatische Verschlimmerung eines klinisch stummen degenerativen Vorzustandes an der Wirbels�ule ist in der Regel nach sechs bis neun Monaten, sp�testens aber nach einem Jahr als abgeschlossen zu betrachten (Urteile 8C_416/2010 vom 29. November 2010 E. 3.3 und 8C_679/2010 vom 10. November 2010 E. 3.3; vgl. auch SVR 2009 UV Nr. 1 S. 1, 8C_677/2007 E. 2.3 und 2.3.2 mit Hinweisen).
4.4 Nach dem Gesagten ist eine richtunggebende Verschlimmerung des degenerativen Vorzustandes durch den Unfall vom 23. Juni 2004 auszuschliessen.
Die therapeutischen Massnahmen haben sich in den Jahren seit dem Unfall kaum ver�ndert. Verordnete Dr. med. R.________ laut Bericht vom 16. Juli 2004 schmerz- und entz�ndungshemmende Medikamente, Physiotherapie und nach Bedarf das Tragen des Halskragens, so bestand die Behandlung gem�ss Bericht derselben �rztin vom 6. M�rz 2006 noch immer aus Physiotherapie und der Einnahme entz�ndungshemmender Medikamente, einem "leichten Kr�ftigungsprogramm als Heimprogramm" sowie Kraniosakraltherapie (Letzteres seit August 2004). Eine weitere Steigerung der Arbeitsf�higkeit �ber 80 % hinaus schloss die behandelnde Rheumatologin bereits am 6. Dezember 2005 aus. Der station�re Aufenthalt in der Rehaklinik Y.________ vom 13. bis 30. November 2006 bewirkte zwar eine deutliche, aber offenbar nur vor�bergehende Beschwerdelinderung. Dr. med. R.________ bekr�ftigte auch am 25. Juni 2007, 7. Februar 2008 und 7. September 2009 die Unver�nderbarkeit der verbleibenden Restarbeitsunf�higkeit von 20 %. Arztkonsultationen folgten ab Mai 2005 nur noch alle zwei bis drei Monate einmal. Seit Ende 2005 blieben die subjektiv geklagten Beschwerden im Wesentlichen unver�ndert: bei Belastung und im Tagesverlauf jeweils zunehmende, wechselhafte cervicocephale Schmerzen, zum Teil verbunden mit Kopfschmerzen und Konzentrationsst�rungen. Angesichts dieses Beschwerde- und Therapieverlaufs war - sp�testens - im Zeitpunkt der strittigen Leistungsterminierung per 31. Juli 2009 von einer Fortsetzung der �rztlichen Behandlung keine namhafte Besserung mehr zu erwarten (vgl. Art. 19 Abs. 1 UVG), so dass die Einstellung der Heilbehandlung nicht zu beanstanden ist.
Trotz eingehender und umfassender polydisziplin�rer Abkl�rung und Durchf�hrung einschl�giger Tests konnten laut Gutachten der Gutachterstelle A.________ weder eine psychische St�rung mit Krankheitswert diagnostiziert noch die subjektiv geklagten kognitiven Einschr�nkungen neuropsychologisch objektiviert werden. Die somatischen Beschwerden vermochten die Gutachter hingegen ohne Weiteres den klinisch und radiologisch festgestellten Ver�nderungen an der HWS zuzuordnen. Diesbez�glich bejahten sie f�r den Zeitpunkt zwei Jahre nach dem Unfall das Erreichen des Status quo sine, also desjenigen Zustandes, den die schon vor dem Unfall bekannten und mitunter behandlungsbed�rftigen Gesundheitsst�rungen angesichts der progredienten Entwicklung der deutlichen degenerativen Ver�nderungen an der Wirbels�ule auch ohne Unfall fr�her oder sp�ter erreicht h�tten (vgl. RKUV 1994 Nr. U 206 S. 326 E. 3b, U 180/93, und 1992 Nr. U 142 S. 75 E. 4b, U 61/91, je mit Hinweisen). Die Beschwerdef�hrerin beanstandet, auf das Gutachten der Gutachterstelle A.________ k�nne nicht abgestellt werden. Es beruhe unter anderem auf einer unzutreffenden Ausgangslage hinsichtlich des Unfallherganges. Zu den gegen dieses Gutachten bereits mit Eingabe vom 14. Mai 2009 erhobenen Einw�nden ("16 Ungenauigkeiten") h�tten Verwaltung und Vorinstanz in Verletzung des Anspruchs auf rechtliches Geh�r nicht Stellung genommen.
6.1 Das rechtliche Geh�r nach Art. 29 Abs. 2 BV verlangt, dass die Beh�rde die Vorbringen des vom Entscheid in seiner Rechtsstellung Betroffenen auch tats�chlich h�rt, pr�ft und in der Entscheidfindung ber�cksichtigt (BGE 124 I 49 E. 3a, 241 E. 2, je mit Hinweisen). Daraus folgt die Verpflichtung der Beh�rde, ihren Entscheid zu begr�nden. Dabei ist es nicht erforderlich, dass sie sich mit allen Parteistandpunkten einl�sslich auseinandersetzt und jedes einzelne Vorbringen ausdr�cklich widerlegt. Vielmehr kann sie sich auf die f�r den Entscheid wesentlichen Punkte beschr�nken. Die Begr�ndung muss so abgefasst sein, dass sich der Betroffene �ber die Tragweite des Entscheids Rechenschaft geben und ihn in voller Kenntnis der Sache an die h�here Instanz weiterziehen kann. In diesem Sinne m�ssen wenigstens kurz die �berlegungen genannt werden, von denen sich die Beh�rde hat leiten lassen und auf die sich ihr Entscheid st�tzt (vgl. BGE 136 I 229 E. 5.2 S. 236; 134 I 83 E. 4.1 S. 88 mit Hinweisen).
Es ist nicht ersichtlich, inwiefern der angefochtene Entscheid ungen�gend begr�ndet sein sollte. Die Versicherte war vielmehr in der Lage, den kantonalen Gerichtsentscheid vom 21. Oktober 2010 sachgerecht anzufechten. Gleiches gilt mit Blick auf den ausf�hrlich begr�ndeten Einspracheentscheid der National vom 19. April 2010. Das kantonale Gericht war nicht gehalten, sich mit jedem einzelnen Kritikpunkt im Detail auseinanderzusetzen. Es legte vielmehr dar, weshalb auf das Gutachten der Gutachterstelle A.________ abzustellen ist und - ohne Verletzung des rechtlichen Geh�rs - unter den gegebenen Umst�nden auf weitere Beweiserhebungen in zul�ssiger antizipierter Beweisw�rdigung (vgl. BGE 136 V 229 E. 5.3 S. 236 mit Hinweisen) zu verzichten war.
6.2.1 Die Beschwerdef�hrerin behauptet weder vor Bundesgericht noch in der Eingabe vom 14. Mai 2009 mit den ger�gten "16 Ungenauigkeiten" des Gutachtens der Gutachterstelle A.________, dass die fach�rztlichen, insbesondere neuropsychologischen und psychiatrischen Untersuchungen nicht lege artis durchgef�hrt worden seien. Zwar sind die Gutachter - wie von der Versicherten beanstandet - "nur" von einer Frontalkollision ausgegangen, welche nach allgemeiner klinischer Erfahrung aufgrund des damit verbundenen Flexionsmechanismus mit einem in der Regel geringeren Verletzungspotential verbunden sei als eine Heckkollision. Es steht jedoch fest, dass die Experten die Unfallbilder in Betracht zogen und vom Totalschaden beider beteiligter Fahrzeuge sowie von der ausserordentlichen Heftigkeit der Kollision �berzeugt waren. Trotz Ber�cksichtigung dieser besonderen Umst�nde vermochten die Fach�rzte der Gutachterstelle A.________ weder ein krankheitswertiges psychisches Leiden zu diagnostizieren noch eine neuropsychologische St�rung gest�tzt auf die durchgef�hrten Tests zu objektivieren. Dennoch setzten die Gutachter das Erreichen des Status quo sine angesichts der konkreten Gegebenheiten bereits �ber den �blichen Rahmen eines traumatisch aktivierten degenerativen Vorzustandes an der Wirbels�ule hinaus (vgl. dazu E. 4.3 hievor) auf einen Zeitpunkt zwei Jahre nach dem Unfall vom 23. Juni 2004 fest. Zus�tzlich erbrachte die Beschwerdegegnerin die Leistungen nach UVG w�hrend dreier weiterer Jahre bis zum strittigen folgenlosen Fallabschluss per 31. Juli 2009.
6.2.2 Das Gutachten der Gutachterstelle A.________ ist f�r die streitigen Belange umfassend, beruht auf allseitigen Untersuchungen, ber�cksichtigt die geklagten Beschwerden und ist in Kenntnis der Vorakten abgegeben worden; zudem ist es in der Beurteilung der medizinischen Zusammenh�nge sowie der medizinischen Situation einleuchtend und enth�lt begr�ndete Schlussfolgerungen (BGE 125 V 352 E. 3a). Somit kommt dieser Expertise grunds�tzlich volle Beweiskraft zu. Demnach haben Verwaltung und Vorinstanz zu Recht und ohne Verletzung des rechtlichen Geh�rs auf dieses Gutachten abgestellt.
6.3 Waren laut Gutachten der Gutachterstelle A.________ weder ein krankheitswertiges psychisches Leiden noch objektivierbare neuropsychologische Leistungsst�rungen feststellbar und erreichten die mit den progressiven degenerativen Ver�nderungen an der Wirbels�ule verbundenen, vor�bergehend unfallbedingten Beeintr�chtigungen den Status quo sine mit dem Beweisgrad der �berwiegenden Wahrscheinlichkeit - sp�testens - im Zeitpunkt f�nf Jahre nach dem Unfall, so ist die verf�gte definitive Leistungseinstellung per 31. Juli 2009 nicht zu beanstanden. Das kantonale Gericht hat folglich zu Recht an dem mit Einspracheentscheid best�tigten folgenlosen Fallabschluss per 31. Juli 2009 festgehalten.
Dem Verfahrensausgang entsprechend sind die Gerichtskosten von der Beschwerdef�hrerin als unterliegender Partei zu tragen (Art. 66 Abs. 1 BGG).
Luzern, 19. April 2011

References: Art. 95
 BGE 
 BGE 
 BGE 
 Art. 19
 Art. 29
 BGE 
 BGE