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Timestamp: 2019-10-21 08:54:57+00:00

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BFH, 29.03.2000 - I R 15/99 - dejure.org
https://dejure.org/2000,1961
BFH, 29.03.2000 - I R 15/99 (https://dejure.org/2000,1961)
BFH, Entscheidung vom 29.03.2000 - I R 15/99 (https://dejure.org/2000,1961)
BFH, Entscheidung vom 29. März 2000 - I R 15/99 (https://dejure.org/2000,1961)
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EStG § 3c, § ... 4 Abs. 4, § 20 Abs. 1 Nr. 1, § 34c, § 34d Nr. 6, § 49 Abs. 2; KStG § 26 Abs. 1 und 6; BewG § 103 Abs. 1; DBA-Indien 1959/1984 Art. VIII Abs. 2 Satz 2 Buchst. a und b, Art. XVI Abs. 3 Buchst. b und Buchst. c; DBA-Niederlande 1959/1980 Art. 4 Abs. 3, Art. 14 Abs. 3 Satz 1, Art. 19 Abs. 1 Buchst. b, Art. 20 Abs. 2 Satz 1
EStG § 3c, § 4 Abs. 4, § 20 Abs. 1 Nr. 1, § 34c, § 34d Nr. 6, § 49 Abs. 2; KStG § 26 Abs. 1 und 6; BewG § 103 Abs. 1; DBA-Indien 1959/1984 Art. VIII Abs. 2 Satz 2 Buchst. a und b, ... Art. XVI Abs. 3 Buchst. b und Buchst. c; DBA-Niederlande 1959/1980 Art. 4 Abs. 3, Art. 14 Abs. 3 Satz 1, Art. 19 Abs. 1 Buchst. b, Art. 20 Abs. 2 Satz 1
Ermittlung ausländischer Einkünfte - Refinanzierungskosten - Betriebsausgaben - Wirtschaftlicher Zusammenhang
Direkte Zuordnung von Refinanzierungszinsen bei der Ermittlung ausländischer Einkünfte von Banken; keine Teilwertabschreibung auf Darlehensforderungen eines Kreditinstituts
BFHE 191, 521
DB 2000, 1745
BStBl II 2000, 577
Die Anrechnung und deren Modalitäten richten sich deswegen allein nach innerstaatlichem (deutschem) Recht (vgl. § 34c Abs. 6 Satz 2 EStG 2002) und damit für natürliche Personen, die --wie die Kläger-- in Deutschland ansässig sind, nach § 34c Abs. 1 i.V.m. § 34d EStG 2002 (vgl. Senatsurteile vom 16. März 1994 I R 42/93, BFHE 174, 509, BStBl II 1994, 799; vom 9. April 1997 I R 178/94, BFHE 183, 114, BStBl II 1997, 657; vom 29. März 2000 I R 15/99, BFHE 191, 521, BStBl II 2000, 577), für die Einnahmen aus dem (...-)Fonds i.V.m. § 4 Abs. 2 Satz 1 des Investmentsteuergesetzes in der für das Streitjahr maßgebenden Fassung des Unternehmensteuerreformgesetzes 2008 vom 14. August 2007 (BGBl I 2007, 1912, BStBl I 2007, 630) --InvStG a.F.--.
aa) Durch den ausdrücklichen Bezug in § 34c Abs. 1 Satz 4 EStG auf Betriebsausgaben und Betriebsvermögensminderungen werden nicht mehr lediglich solche Aufwendungen im Rahmen der Ermittlung des Anrechnungshöchstbetrags berücksichtigt, die bei einer Person, die die Einnahmen im Privatvermögen erzielt, als Werbungskosten angesetzt werden könnten (so Senatsurteile in BFHE 191, 521, BStBl II 2000, 577; in BFHE 183, 114, BStBl II 1997, 657; in BFHE 174, 509, BStBl II 1994, 799 - zur früheren Gesetzesfassung).
Ebenso wie es der BFH --ohne sondergesetzliche Anweisung-- unter Veranlassungsgesichtspunkten abgelehnt habe, die Finanzierungsaufwendungen eines Kreditinstituts im Wege einer Schätzung den ausländischen Einkünften i.S. von § 34c EStG 1987/1990 zuzuordnen (vgl. Senatsurteil vom 29. März 2000 I R 15/99, BFHE 191, 521, BStBl II 2000, 577), sei es --mangels eines tatsächlichen Verwendungszusammenhangs-- ausgeschlossen, den durch den Finanzierungspool ausgelösten Zinsaufwand der Klägerin anteilig als angemessene und notwendige Gemeinkosten ihrer Aufbewahrungsverpflichtung i.S. von § 6 Abs. 1 Nr. 3a Buchst. b EStG 2002 zu qualifizieren.
Die Anrechnung und deren Modalitäten richten sich deswegen allein nach innerstaatlichem (deutschem) Recht (vgl. § 34c Abs. 6 Satz 2 EStG 2002) und damit für natürliche Personen, die --wie die Kläger-- in Deutschland ansässig sind, nach § 34c Abs. 1 i.V.m. § 34d EStG 2002 (vgl. Senatsurteile vom 16. März 1994 I R 42/93, BFHE 174, 509, BStBl II 1994, 799; vom 9. April 1997 I R 178/94, BFHE 183, 114, BStBl II 1997, 657; vom 29. März 2000 I R 15/99, BFHE 191, 521, BStBl II 2000, 577).
Im Streitfall gehen daher die Werbungskosten des Klägers insoweit nicht in die Bemessungsgrundlage der Einkommensteuer ein, als sie mit den steuerfreien Einkünften aus unselbständiger Arbeit i.S. des Art. 15 DBA-USA 1989 wirtschaftlich zusammenhängen (Senatsurteile in BFHE 172, 385, BStBl II 1994, 113; in BFHE 215, 130, BStBl II 2007, 756; Desens in Herrmann/Heuer/Raupach, EStG/KStG, § 3c EStG Rz 33; Ludes in Bordewin/Brandt, EStG, § 3c Rz 23; Lindemann in Littmann/Bitz/Pust, Das Einkommensteuerrecht, Kommentar, § 3c Rz 10; Andresen, Internationales Steuerrecht 2001, 497, 499; vgl. auch Senatsurteile vom 16. März 1994 I R 42/93, BFHE 174, 509, BStBl II 1994, 799; vom 29. März 2000 I R 15/99, BFHE 191, 521, BStBl II 2000, 577, unter II.1.b bb der Gründe).
Folglich sei Voraussetzung, dass die Aufwendungen in einem direkten wirtschaftlichen Zusammenhang zu der Einnahmeerzielung stehen (BFH-Urteil vom 29.03.2000 I R 15/99, BStBl II 2000, 577 m. w. N.).
Nach der Rechtsprechung des BFH (Urteile vom 29. März 2000 I R 15/99, BFHE 191, 521, BStBl II 2000, 577; vom 16. März 1994 I R 42/93, BFHE 174, 509, BStBl II 1994, 799; vom 9. April 1997 I R 178/94, BFHE 183, 114, BStBl II 1997, 657) bestimmt sich allein nach Abkommensrecht, ob ein abkommensrechtlicher Einkünftebegriff als Netto- oder aber als Bruttobetrag zu verstehen ist.
Es richtet sich jedoch nach innerstaatlichem Recht, welche Steuer auf ausländische Einkünfte im abkommensrechtlichen Sinne entfällt, im Streitfall also nach § 26 Abs. 1 und 6 KStG i.V.m. §§ 34c, 34d Nr. 6 EStG (so ausdrücklich: BFH-Urteil vom 29. März 2000 I R 15/99, BFHE 191, 521, BStBl II 2000, 577).
Den Einkünften i.S. des § 34c EStG können hiernach nur solche Aufwendungen zugeordnet werden, die in einem direkten wirtschaftlichen Zusammenhang zu der Einnahmeerzielung stehen (BFH-Urteil vom 29. März 2000 I R 15/99, BFHE 191, 521, BStBl II 2000, 577) und bei einer Person, die die Einnahmen im Privatvermögen erzielt, als Werbungskosten angesetzt werden könnten (BFH-Urteil vom 16.03.1994 I R 42/93, BFHE 174, 509, BStBl II 1994, 799).
Somit war der Währungsverlust unabdingbare Voraussetzung, um den Zinsertrag zu erzielen (vgl. BFH-Urteil vom 29. März 2000 I R 15/99, BFHE 191, 521, BStBl II 2000, 577; vom 16. März 1994 I R 42/93, BFHE 174, 509, BStBl II 1994, 799; vom 9. April 1997 I R 178/94, BFHE 183, 114, BStBl II 1997, 657).
Wie der Senat wiederholt entschieden hat (Urteile vom 16. März 1994 I R 42/93, BFHE 174, 509, BStBl II 1994, 799; vom 9. April 1997 I R 178/94, BFHE 183, 114, BStBl II 1997, 657; vom 29. März 2000 I R 15/99, BFHE 191, 521, BStBl II 2000, 577), richtet sich (allein) nach innerstaatlichem Recht, also nach §§ 34c, 34d EStG 1990, welche Steuer auf ausländische Dividenden im abkommensrechtlichen Sinne entfällt.
Im Ergebnis verhält es sich insoweit nicht anders als bei Aufwendungen, die anteilig einer inländischen und einer ausländischen Geschäftstätigkeit zuzuordnen sind (vgl. dazu Senatsurteil in BFHE 191, 521, BStBl II 2000, 577).
Ob ein in einem Abkommen zur Beseitigung der Doppelbesteuerung (Doppelbesteuerungsabkommen) verwendeter Einkünftebegriff sich auf einen Bruttobetrag oder einen Nettobetrag bezieht, muss stets anhand einer abkommensrechtlichen Betrachtung beurteilt werden (Senatsurteil vom 29. März 2000 I R 15/99, BFHE 191, 521, BStBl II 2000, 577, m.w.N.).
Das gilt wegen der durch § 49 Abs. 2 EStG 1990 n.F. angeordneten "isolierenden Betrachtungsweise" auch dann, wenn der inländische Gläubiger der Zinsen seinen Gewinn nach § 4 Abs. 1 EStG 1990 n.F. ermittelt (Senatsurteil in BFHE 191, 521, BStBl II 2000, 577).
Der Hinweis des Klägers auf das Urteil des Senats vom 29. März 2000 I R 15/99 (BFHE 191, 521, BStBl II 2000, 577) verhilft der Revision nicht zum Erfolg.

References: § 3
 § 20
 § 34
 § 34
 § 49
 § 26
 § 103
 Art. 4
 Art. 14
 Art. 19
 Art. 20
 § 3
 § 4
 § 20
 § 34
 § 34
 § 49
 § 26
 § 103
 Art. 4
 Art. 14
 Art. 19
 Art. 20
 § 34
 § 34
 § 34
 § 4
 § 34
 § 34
 § 6
 § 34
 § 34
 § 34
 Art. 15
 § 3
 § 3
 § 3
 § 26
 § 34
 § 49
 § 4