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Timestamp: 2019-08-24 13:07:26+00:00

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Fischer/Pahlke/Wachter, ErbStG § 12 Bewertung / 4.2.1.2 Kapitalgesellschaften und Personengesellschaften
Rz. 253 Bei Kapitalgesellschaften (Aktiengesellschaften, Kommanditgesellschaften auf Aktien, Gesellschaften mit beschränkter Haftung, Europäischen Gesellschaften) sowie bei Personengesellschaften i. S. d. § 15 Abs. 1 Nr. 2 und Abs. 3 oder § 18 Abs. 4 S. 2 EStG gehören alle Wirtschaftsgüter, die diesen Gesellschaften gehören, zum Betriebsvermögen. Diese Gesellschaften haben a...mehr
Fischer/Pahlke/Wachter, ErbStG § 12 Bewertung / 4.7.5.4 Gründe für Korrekturen des Ausgangswerts
Rz. 351 Nach § 202 Abs. 1 S. 2 BewG ist der nach S. 1 ermittelte Ausgangswert um die in § 202 Abs. 1 S. 2 Nrn. 1–3 BewG vorgesehenen Hinzurechnungen und Abzüge zu korrigieren. Der Zweck dieser Korrekturen besteht in erster Linie darin, den Ausgangswert der einzelnen Betriebsergebnisse um solche Vermögensminderungen oder Vermögensmehrungen zu bereinigen, die entweder einmalig ...mehr
Fischer/Pahlke/Wachter, ErbStG § 12 Bewertung / 6.6.4.1 Ermittlung des Gebäudeertragswerts
6.6.4.1.1 Ermittlung des Reinertrags des Grundstücks Rz. 535 Nach § 185 Abs. 1 BewG ist bei der Ermittlung des Gebäudeertragswerts von dem Reinertrag des Grundstücks auszugehen, der sich aus dem Rohertrag des Grundstücks abzüglich der Bewirtschaftungskosten ergibt. Rohertrag ist nach § 186 Abs. 1 BewG das Entgelt, das für die Benutzung des bebauten Grundstücks nach den im Bewe...mehr
Fischer/Pahlke/Wachter, ErbStG § 12 Bewertung / 5.5.5 Beispiel für die Bewertung des Wirtschaftsteils eines Betriebs der Land- und Forstwirtschaft
Rz. 458 Ein im Regierungsbezirk Köln wirtschaftender Landwirt überträgt seinen viehlosen Ackerbaubetrieb auf den Sohn. Zu dem Betrieb gehören selbst bewirtschaftete Eigentumsflächen zur Größe von 120 ha mit einer Ertragsmesszahl von 80. Sie werden zu jeweils einem Viertel (30 ha) zum Anbau von Zuckerrüben, Hartweizen, Gerste und Kartoffeln verwendet. Der Betrieb hat keine So...mehr
Fischer/Pahlke/Wachter, ErbStG § 12 Bewertung / 4.4.6 Berücksichtigung unterschiedlicher Ausstattungsmerkmale der veräußerten und der zu bewertenden Anteile
Rz. 283 Unter dem bis zum 31.12.2008 geltenden Recht war anerkannt, dass bei der Ableitung des gemeinen Werts aus stichtagsnahen Verkaufspreisen auch unterschiedlichen Ausstattungsmerkmalen der veräußerten und der zu bewertenden Anteile Rechnung getragen werden konnte. Auf diese Weise konnte durch entsprechende Zu- oder Abschläge der gemeine Wert von Vorzugsaktien aus Verkä...mehr
Fischer/Pahlke/Wachter, ErbStG § 12 Bewertung / 2.11.4 Nutzungen oder Leistungen von unbestimmter Dauer
Rz. 139 Nutzungen oder Leistungen von unbestimmter Dauer sind solche, bei denen das Ende in absehbarer Zeit sicher und nur der Zeitpunkt des Wegfalls unsicher ist. So verhält es sich z. B. bei der Nutzung eines zinslosen Darlehens, das für unbestimmte Zeit gewährt wurde. Nutzungen oder Leistungen von unbestimmter Dauer liegen auch vor, wenn das Recht auflösend bedingt ist. Na...mehr
Fischer/Pahlke/Wachter, ErbStG § 12 Bewertung / 2.4.1 Überblick
Rz. 25 Die §§ 4 bis 8 BewG regeln die verschiedenen Fälle bedingter und befristeter Erwerbe und Lasten. Sie beruhen auf dem Grundsatz, dass der am Bewertungsstichtag bestehende Zustand maßgebend sein soll und später möglicherweise eintretende Umstände zunächst nicht berücksichtigt werden. Die Regelung des § 98a S. 2 BewG, wonach bei der Bewertung des Betriebsvermögens die §§ ...mehr
Fischer/Pahlke/Wachter, ErbStG § 12 Bewertung / 3.8.2 Gesonderte und einheitliche Feststellung bei mehreren Feststellungsbeteiligten
Rz. 225 Nach dem durch das Steueränderungsgesetz 2015 eingefügten § 154 Abs. 1 S. 2 BewG erfolgt gegenüber mehreren Beteiligten nach Satz 1 eine gesonderte und einheitliche Feststellung (§ 179 Abs. 2 S. 2 AO). Nach bisherigem Recht erfolgte gegenüber jedem Beteiligten ein eigenständiges und von den Verfahren der übrigen Beteiligten unabhängiges Feststellungsverfahren. Damit ...mehr
Fischer/Pahlke/Wachter, ErbStG § 12 Bewertung / 4.8.3.2 Vom Anteil am Nennkapital abweichende Ermittlung
Rz. 405 Nach dem durch das Steueränderungsgesetz 2015 an § 97 Abs. 1b BewG angefügten Satz 4 sind bei der Wertermittlung des Anteils abweichend von Satz 1 Regelungen zu berücksichtigen, die sich auf den Wert des Anteils auswirken. Diese – auf Bewertungsstichtage nach dem 31.12.2015 anwendbare – Regelung soll dem Umstand Rechnung tragen, dass die ausschließliche Maßgeblichkei...mehr
Fischer/Pahlke/Wachter, ErbStG § 12 Bewertung / 4.7.3.2 Einzelbewertung betriebsneutraler Wirtschaftsgüter
Rz. 329 § 200 Abs. 2 BewG durchbricht das Prinzip der Gesamtbewertung des Unternehmens für nicht betriebsnotwendiges bzw. neutrales Vermögen. Können Wirtschaftsgüter und mit diesen in wirtschaftlichem Zusammenhang stehende Schulden aus dem Unternehmen herausgelöst werden, ohne die eigentliche Unternehmenstätigkeit zu beeinträchtigen, werden diese Wirtschaftsgüter als nicht b...mehr
Fischer/Pahlke/Wachter, ErbStG § 12 Bewertung / 4.7.5.1 Ausgangswert im Allgemeinen
Rz. 341 Nach § 202 Abs. 1 S. 1 BewG ist zur Ermittlung des Betriebsergebnisses von dem Gewinn i. S. d. § 4 Abs. 1 S. 1 EStG auszugehen. Die früher in R 99 Abs. 1 S. 4 ErbStR 2003 vorgesehene Anknüpfung an das zu versteuernde Einkommen i. S. d. §§ 7 und 8 KStG kommt nach neuem Recht nicht mehr in Betracht, weil Einzelunternehmen und Personengesellschaften anders als Kapitalge...mehr
Fischer/Pahlke/Wachter, ErbStG § 12 Bewertung / 4.7.5.3 Ausgangswert bei Personengesellschaften
Rz. 345 Im Hinblick auf Personengesellschaften bestimmt § 202 Abs. 1 S. 1 2. Halbs. BewG, dass bei einem Anteil am Betriebsvermögen Ergebnisse aus den Sonderbilanzen und Ergänzungsbilanzen unberücksichtigt bleiben. Die Regelung steht im Zusammenhang damit, dass Wirtschaftsgüter und Schulden des Sonderbetriebsvermögens nach § 97 Abs. 1a Nr. 2 BewG dem jeweiligen Gesellschafte...mehr
Fischer/Pahlke/Wachter, ErbStG § 12 Bewertung / 2.11.1 Allgemeines
Rz. 130 Die §§ 13 bis 16 BewG regeln die Bewertung von wiederkehrenden Nutzungen und Leistungen sowohl für den Berechtigten als auch für den Verpflichteten. Sie sind grundsätzlich bei allen Vermögensarten anzuwenden, soweit die Berechtigungen bzw. Verpflichtungen nicht Teile wirtschaftlicher Einheiten sind, die als Ganzes zu bewerten sind. Beim Betriebsvermögen kommen die §§...mehr
Fischer/Pahlke/Wachter, ErbStG § 12 Bewertung / 4.7.6.2.1 Gründe für die Neuregelung
Rz. 376c Der in den Jahren 2007 bis 2015 eingetretene Rückgang der Kapitalmarktzinsen hatte zur Folge, dass der für das Jahr 2015 anwendbare Kapitalisierungsfaktor um mehr als 29 Prozent höher war als der Kapitalisierungsfaktor für das Jahr 2014 und sogar um mehr als 65 Prozent höher als der Kapitalisierungsfaktor für das Jahr 2007. Diese Entwicklung gab zu der Besorgnis Anl...mehr
Fischer/Pahlke/Wachter, ErbStG § 12 Bewertung / 4.7.6.2.3 Rückwirkende Anwendung auf Bewertungsstichtage ab 1.1.2016
Rz. 376e Nach § 205 Abs. 11 BewG ist die Neufassung des § 203 BewG rückwirkend auf alle Bewertungsstichtage ab dem 1.1.2016 anzuwenden. Ein Wahlrecht zwischen der Anwendung des alten und des neuen Rechts besteht für den Stpfl. insoweit nicht. Die rückwirkende Anwendung des neuen Rechts war schon in der Beschlussempfehlung des Finanzausschusses des Deutschen Bundestags vorges...mehr
Fischer/Pahlke/Wachter, ErbStG § 12 Bewertung / 5.3.3 Stückländereien
Rz. 431 Nach § 160 Abs. 7 S. 1 BewG bilden auch Stückländereien, die als gesonderte wirtschaftliche Einheit zu bewerten sind, einen Betrieb der Land- und Forstwirtschaft. Stückländereien sind einzelne land- und forstwirtschaftlich genutzte Flächen, bei denen die Wirtschaftsgebäude oder die Betriebsmittel oder beide Arten von Wirtschaftsgütern nicht dem Eigentümer des Grund u...mehr
Fischer/Pahlke/Wachter, ErbStG § 12 Bewertung / 8.3.1 Grundvermögen
Rz. 624 Für die Ermittlung des gemeinen Werts ausländischen Grundvermögens können entsprechend den für die Bewertung inländischen Grundvermögens geltenden Grundsätzen je nach Art des Objekts die Bewertungsverfahren Vergleichswertmethode, Ertragswertmethode und Sachwertmethode verwendet werden ( Knittel, in Gürsching/Stenger, BewG, § 31 Rz. 37). Da sich der Belegenheitsstaat a...mehr
Fischer/Pahlke/Wachter, ErbStG § 12 Bewertung / 5.3.1 Allgemeines
Rz. 429 Wirtschaftliche Einheit des land- und forstwirtschaftlichen Vermögens und damit Bewertungsgegenstand i. S. d. § 157 Abs. 2 BewG ist nach § 158 Abs. 2 S. 1 BewG der Betrieb der Land- und Forstwirtschaft. Nach § 160 Abs. 1 BewG umfasst ein Betrieb der Land- und Forstwirtschaft den Wirtschaftsteil, die Betriebswohnungen und den Wohnteil. Für die Abgrenzung der wirtschaftlic...mehr
Fischer/Pahlke/Wachter, ErbStG § 12 Bewertung / 4.7.3.5 Einzelbewertung von Wirtschaftsgütern des Sonderbetriebsvermögens
Rz. 333c Eine weitere Ausnahme vom Grundsatz der Gesamtbewertung ergibt sich für Personengesellschaften aus § 97 Abs. 1a Nr. 2 S. 1 BewG, wonach für die Wirtschaftsgüter und Schulden des Sonderbetriebsvermögens eines Gesellschafters der gemeine Wert zu ermitteln und dem jeweiligen Gesellschafter zuzurechnen ist.mehr
Fischer/Pahlke/Wachter, ErbStG § 12 Bewertung / 4.2.2 Passivseite
Rz. 258 Schulden und sonstigen Abzüge werden bei der Ermittlung des Werts der wirtschaftlichen Einheit berücksichtigt, soweit sie mit der Gesamtheit oder einzelnen Teilen des Betriebsvermögens in wirtschaftlichem Zusammenhang stehen und nach § 95 Abs. 1 BewG zum Betriebsvermögen gehören. Damit besteht bei bilanzierenden Gewerbebetreibenden und freiberuflich Tätigen auch auf d...mehr
Fischer/Pahlke/Wachter, ErbStG § 12 Bewertung / 2.9.5 Besonderheiten bei stiller Einlage
Rz. 110 Auch die Einlage eines stillen Gesellschafters ist eine Kapitalforderung, die grundsätzlich mit dem Nennwert anzusetzen ist. Der Ansatz eines vom Nennwert abweichenden Werts setzt auch bei ihr voraus, dass die Kündbarkeit für längere Zeit ausgeschlossen ist. Dies ist der Fall, wenn das Gesellschaftsverhältnis im Besteuerungszeitpunkt noch mehr als fünf Jahre währen w...mehr
Fischer/Pahlke/Wachter, ErbStG § 12 Bewertung / 4.4.4 Stichtagsnahe Verkäufe
Rz. 280 Berücksichtigungsfähig sind nur Verkäufe (und gleichgestellte Vorgänge), die weniger als ein Jahr zurückliegen. Die Jahresfrist ist – ausgehend vom Bewertungsstichtag – nach § 108 Abs. 1 AO i. V. m. §§ 187 ff. BGB rückwärts zu berechnen. Da der Beginn der Jahresfrist an den Verkauf anknüpft, zählt der Tag des Verkaufs bei der Fristberechnung nicht mit. Die Jahresfris...mehr
Fischer/Pahlke/Wachter, ErbStG § 12 Bewertung / 4.5.1 Ermittlung des Unternehmenswerts unter "Berücksichtigung" der Ertragsaussichten
Rz. 290 Wie sich aus der Begründung des Regierungsentwurfs zu Art. 2 Nr. 2 ErbStRG ergibt, ist die Wertermittlung "unter Berücksichtigung der Ertragsaussichten" aus Sicht des Gesetzgebers gleichbedeutend mit der Bewertung im Ertragswertverfahren. Davon gingen auch die während der Dauer des Gesetzgebungsverfahrens veröffentlichten Diskussionsbeiträge in der Lit. einhellig aus...mehr
Fischer/Pahlke/Wachter, ErbStG § 12 Bewertung / 4.6.3 In die Ermittlung einzubeziehende aktive Wirtschaftsgüter
Rz. 302 In die Ermittlung des Substanzwerts sind auf der Aktivseite alle Wirtschaftsgüter einzubeziehen, die nach §§ 95–97 BewG zum Betriebsvermögen gehören (vgl. dazu Rz. 252–257). Wirtschaftsgüter sind neben körperlichen Gegenständen und Forderungen auch immaterielle Wirtschaftsgüter. Für die Steuerbilanz macht § 5 Abs. 2 EStG den Ansatz immaterieller Wirtschaftsgüter des A...mehr
Fischer/Pahlke/Wachter, ErbStG § 12 Bewertung / 4.7.6.2.2 Fester Kapitalisierungsfaktor
Rz. 376d Der Kapitalisierungsfaktor 13,75 ist deutlich niedriger als der, der sich nach § 203 BewG a. F. für Bewertungsstichtage ab dem 1.1.2016 ergeben hätte. Ausgehend von dem vom BMF mit Schreiben vom 4.1.2016 bekannt gegebenen Basiszins von 1,1 Prozent würde dieser 17,8571 betragen. Der Kapitalisierungsfaktor 13,75 entspricht einem Kapitalisierungszinssatz von 7,2727 Pro...mehr
Fischer/Pahlke/Wachter, ErbStG § 12 Bewertung / 6.2.1.1 Bestandteile des Grundstücks
Rz. 504 Den Begriff "Bestandteile" hat das BewG dem bürgerlichen Recht entnommen. Bestandteile sind die körperlich zusammenhängenden Teile einer einheitlichen Sache, wobei das BGB zwischen wesentlichen Bestandteilen und unwesentlichen Bestandteilen unterscheidet. Rz. 505 Zu den wesentlichen Bestandteilen des Grund und Bodens gehören die Gebäude. Unter einem Gebäude ist ein Ba...mehr
Fischer/Pahlke/Wachter, ErbStG § 12 Bewertung / 5.2.1 Begriff der Land- und Forstwirtschaft
Rz. 425 § 158 Abs. 1 S. 1 BewG grenzt den Umfang des land- und forstwirtschaftlichen Vermögens durch eine tätigkeitsbezogene Begriffsbestimmung ab, die mit der ertragsteuerlichen Definition übereinstimmt. Unter Land- und Forstwirtschaft ist danach die planmäßige Nutzung der natürlichen Kräfte des Bodens zur Erzeugung von Pflanzen und Tieren sowie die Verwertung der dadurch s...mehr
Fischer/Pahlke/Wachter, ErbStG § 12 Bewertung / 4.4.1 Verkäufe
Rz. 272 § 11 Abs. 2 BewG spricht von "Verkäufen", also einer Mehrzahl von Veräußerungsvorgängen. Daraus hatte der BFH zunächst den Schluss gezogen, dass die Ableitung des gemeinen Werts aus einem einzigen Verkauf nicht möglich sei. In seinem Urteil vom 5.3.1986 hat er diese Auffassung jedoch aufgegeben. Hiernach kann auch ein einziger Verkauf die Grundlage für die Ermittlung...mehr
Fischer/Pahlke/Wachter, ErbStG § 12 Bewertung / 2.9.8 Abweichende Bewertung von Kapitalschulden
Rz. 117 Schulden sind unabhängig davon abzuziehen, dass sie uneinbringlichen und damit nach § 12 Abs. 2 BewG nicht anzusetzenden Forderungen der Gläubiger entsprechen; § 12 Abs. 2 BewG gilt ausdrücklich nur für Forderungen, nicht jedoch für die entsprechenden Schulden. Ebenso wenig rechtfertigt es der Umstand, dass die Durchsetzung der Forderung aus Sicht des Gläubigers zwei...mehr
Fischer/Pahlke/Wachter, ErbStG § 12 Bewertung / 4.3 Überblick über die Bewertungsmethoden
Rz. 270 Aus § 11 Abs. 2 BewG ergibt sich folgende Bewertungsreihenfolge: Ableitung des Unternehmenswerts aus Verkäufen unter fremden Dritten weniger als ein Jahr vor dem Bewertungsstichtag Ermittlung des gemeinen Werts unter Berücksichtigung der Ertragsaussichten oder einer anderen anerkannten im gewöhnlichen Geschäftsverkehr auch für nichtsteuerliche Zwecke üblichen Methode, w...mehr
Fischer/Pahlke/Wachter, ErbStG § 12 Bewertung / 4.7.5.7 Sonstige Hinzurechnungen und Abzüge
Rz. 368 Nach § 202 Abs. 1 S. 2 Nr. 3 BewG sind auch sonstige wirtschaftlich nicht begründete Vermögensminderungen oder -erhöhungen mit Einfluss auf den zukünftig nachhaltig erzielbaren Jahresertrag und gesellschaftsrechtlichem Bezug hinzuzurechnen oder abzuziehen, soweit sie nicht nach Nr. 1 und 2 berücksichtigt wurden. Die Vorschrift soll über die in den Nrn. 1 und 2 genannt...mehr
Fischer/Pahlke/Wachter, ErbStG § 12 Bewertung / 4.7.6.1.1 Basiszinssatz
Rz. 375 Der Basiszinssatz ist eine variable Größe. Er ist nach § 203 Abs. 2 S. 1 BewG a. F. aus der langfristig erzielbaren Rendite öffentlicher Anleihen abzuleiten. Dabei ist nach § 203 Abs. 2 S. 2 BewG a. F. auf den Zinssatz abzustellen, den die Deutsche Bundesbank anhand der Zinsstrukturdaten jeweils auf den ersten Börsentag des Jahres errechnet. Der Begriff der "langfris...mehr
Fischer/Pahlke/Wachter, ErbStG § 12 Bewertung / 4.7.7 Zusammenfassendes Beispiel für eine Bewertung im vereinfachten Ertragswertverfahren
Rz. 377 V betreibt ein Speditionsunternehmen, für das er den Gewinn nach § 5 EStG ermittelt. Das Wirtschaftsjahr entspricht dem Kalenderjahr. Die Ehefrau des V arbeitet durchschnittlich zehn Stunden pro Woche unentgeltlich als Bürokraft in dem Betrieb mit. Eine familienfremde Halbtagskraft erhält für vergleichbare Tätigkeiten ein Jahresgehalt von 15.000 EUR, das sich um Lohn...mehr
Fischer/Pahlke/Wachter, ErbStG § 12 Bewertung / 4.7.6.1 Bewertungsstichtage bis 31.12.2015
Rz. 374a Nach § 203 Abs. 1 BewG in der für Bewertungsstichtage vor dem 1.1.2016 geltenden Fassung (a. F.) errechnet sich der Kapitalisierungszinsfuß aus einem Basiszinssatz und einem Zuschlag von 4,5 %. 4.7.6.1.1 Basiszinssatz Rz. 375 Der Basiszinssatz ist eine variable Größe. Er ist nach § 203 Abs. 2 S. 1 BewG a. F. aus der langfristig erzielbaren Rendite öffentlicher Anleihe...mehr
Fischer/Pahlke/Wachter, ErbStG § 12 Bewertung / 2.9.1 Bewertungsgrundsatz: Ansatz mit dem Nennwert
Rz. 101 Sowohl Kapitalforderungen als auch Kapitalschulden sind grundsätzlich mit dem Nennwert anzusetzen. Dies rechtfertigt sich daraus, dass Kapitalforderungen regelmäßig nicht zur Veräußerung, sondern zur Einziehung bestimmt sind, sodass eine Bewertung nach § 9 BewG nicht sachgerecht wäre. Kapitalschulden sind von dem Schuldner ohnehin durch Zahlung des dem Gläubiger ges...mehr
Fischer/Pahlke/Wachter, ErbStG § 12 Bewertung / 2.9.7 Zweifelhafte Forderungen
Rz. 114 Zweifelhaft sind Forderungen, deren vollständige Befriedigung aus tatsächlichen oder rechtlichen Gründen ungewiss erscheint, ohne dass der vollständige Ausfall bereits feststeht. Solche Forderungen sind je nach dem Grad der Zweifelhaftigkeit mit einem niedrigeren Schätzwert anzusetzen. Rz. 115 Aus tatsächlichen Gründen zweifelhaft sind Forderungen insbesondere dann, w...mehr
Fischer/Pahlke/Wachter, ErbStG § 12 Bewertung / 4.4.2 Verkäufe unter fremden Dritten
Rz. 275 In der Rspr. des BFH wurde von jeher angenommen, dass eine Ableitung des gemeinen Werts nur aus solchen Verkäufen möglich ist, die im gewöhnlichen Geschäftsverkehr zustande gekommen sind. Dies schließt insbesondere die Berücksichtigung solcher Verkäufe aus, deren Bedingungen durch persönliche Verhältnisse beeinflusst waren. Eine solche Beeinflussung liegt bei Geschäf...mehr
Fischer/Pahlke/Wachter, ErbStG § 12 Bewertung / 4.7.6.1.2 Zuschlag
Rz. 376 Da der Basiszinssatz die nach den Marktverhältnissen auf risikolose und liquide Geldanlagen zu erwartende Rendite widerspiegelt, wird er um einen Zuschlag von 4,5 % erhöht. Im Unterschied zum Basiszinssatz ist dieser Zuschlag unveränderlich. Der Zuschlag soll neben dem Unternehmerrisiko auch andere Korrekturposten abbilden. Der Bericht des Finanzausschusses nennt als...mehr
Fischer/Pahlke/Wachter, ErbStG § 12 Bewertung / 6.6.4.3 Bodenwert als Mindestwert
Rz. 544 Als Mindestwert ist der Bodenwert anzusetzen. Zum Ansatz des Mindestwerts kommt es dann, wenn der Gebäudeertragswert gleich Null oder gar negativ ist, weil das Grundstück nachhaltig keinen Ertrag abwirft. Mit der Mindestwertregelung sollen in solchen Fällen komplizierte Wertberechnungen vermieden werden. Die Regelung ist nachteilig für Grundstückseigentümer, deren Gr...mehr
Fischer/Pahlke/Wachter, ErbStG § 12 Bewertung / 5.4.2 Nebenbetriebe
Rz. 434 Nebenbetriebe sind nach § 42 Abs. 1 BewG Betriebe, die dem Hauptbetrieb zu dienen bestimmt sind und nicht einen selbstständigen gewerblichen Betrieb darstellen. Nach R 15.5 Abs. 3 S. 1 EStR 2005 liegt ein Nebenbetrieb der Land- und Forstwirtschaft vor, wenn überwiegend im eigenen Hauptbetrieb erzeugte Rohstoffe be- oder verarbeitet werden und die dabei gewonnenen Erzeu...mehr
Fischer/Pahlke/Wachter, ErbStG § 12 Bewertung / 4.2.1.3 Besonderheiten bei Betriebsgrundstücken
Rz. 256 Nach der bis zum 31.12.2008 geltenden Fassung des § 99 Abs. 2 BewG gehörten Betriebsgrundstücke je nach dem Maß ihrer betrieblichen oder nichtbetrieblichen Nutzung entweder in vollem Umfang zum Betriebsvermögen oder zum Grundvermögen bzw. land- und forstwirtschaftlichen Vermögen. Durch Art. 2 Nr. 7 ErbStRG wurde diese Regelung ersatzlos gestrichen; nach der Begründun...mehr
Fischer/Pahlke/Wachter, ErbStG § 12 Bewertung / 4.4.3 Verkäufe im gewöhnlichen Geschäftsverkehr
Rz. 277 Die Einschränkung, dass nur im gewöhnlichen Geschäftsverkehr zustande gekommene Verkäufe als Grundlage für die Ableitung des gemeinen Werts in Betracht kommen, bleibt durch die Änderung des § 11 Abs. 2 BewG unberührt. Denn sie folgt unmittelbar aus der gesetzlichen Begriffsbestimmung des gemeinen Werts. Als gewöhnlicher Geschäftsverkehr ist der Handel zu verstehen, d...mehr
Fischer/Pahlke/Wachter, ErbStG § 12 Bewertung / 4.7.6.1.3 Für die Jahre 2007 bis 2015 anwendbare Zinssätze und Kapitalisierungsfaktoren
Rz. 376a Da Art. 3 ErbStRG für Erwerbe von Todes wegen die Möglichkeit vorsieht, die seit dem 1.1.2009 geltenden erbschaftsteuer- und bewertungsrechtlichen Vorschriften rückwirkend auf die Jahre 2007 und 2008 anzuwenden, hat das BMF auch für diese Jahre Basiszinssätze veröffentlicht. Im Einzelnen ergeben sich danach folgende Zinssätze und Kapitalisierungsfaktoren:mehr
Fischer/Pahlke/Wachter, ErbStG § 12 Bewertung / 6.2.1.2 Nicht zum Grundstück gehörende Scheinbestandteile
Rz. 507 Nicht zu den Bestandteilen des Grundstücks gehören hingegen solche Sachen, die nur zu einem vorübergehenden Zweck oder in Ausübung eines Rechts mit dem Grund und Boden verbunden oder in das Gebäude eingefügt worden sind. Rz. 508 Ob eine Sache zu einem vorübergehenden Zweck mit einem Grundstück verbunden ist, beurteilt sich zivilrechtlich in erster Linie nach dem Wille...mehr
Fischer/Pahlke/Wachter, ErbStG § 12 Bewertung / 4.7.5.2 Ausgangswert bei Kapitalgesellschaften
Rz. 344 Der Gewinnbegriff des § 4 Abs. 1 S. 1 EStG gilt unmittelbar aber nur für Personenunternehmen. Demgegenüber geht das KStG vom – zu versteuernden – Einkommen (§ 7 Abs. 1 und 2 KStG) aus, nimmt zur Beantwortung der Frage, was als Einkommen gilt und wie das Einkommen zu ermitteln ist, allerdings auf die Vorschriften des EStG Bezug. Daraus folgt, dass auch bei Kapitalgese...mehr
Fischer/Pahlke/Wachter, ErbStG § 12 Bewertung / 4.6.5 Verhältnis zum Liquidationswert
Rz. 307 Der Substanzwert i. S. v. § 11 Abs. 2 S. 3 BewG stellt nach der Bewertungskonzeption des Gesetzgebers keinen Zerschlagungs-, sondern einen Fortführungswert dar. Daraus folgt, dass die gemeinen Werte nicht um Veräußerungskosten oder sonstige Liquidationskosten (z. B. Kosten für Sozialpläne oder Abfindungen, Rekultivierungskosten, Abrisskosten) zu verringern sind. Auch...mehr
Fischer/Pahlke/Wachter, ErbStG § 12 Bewertung / 6.2.1.3 Zubehör
Rz. 510 Auch der Begriff "Zubehör" entstammt dem bürgerlichen Recht. Nach § 97 BGB sind Zubehör bewegliche Sachen, die ohne Bestandteil der Hauptsache zu sein, dem wirtschaftlichen Zweck der Hauptsache zu dienen bestimmt sind, und zu ihr in einem entsprechenden räumlichen Verhältnis stehen. Zubehör können hiernach z. B. vom Grundstückseigentümer mitvermietete oder den Mieter...mehr
Fischer/Pahlke/Wachter, ErbStG § 12 Bewertung / 5.3.2 Personengesellschaften und Gemeinschaften
Rz. 430 Wird ein Betrieb der Land- und Forstwirtschaft in Form einer Personengesellschaft oder Gemeinschaft geführt, ist das land- und forstwirtschaftliche Vermögen einheitlich zu ermitteln. Durch § 158 Abs. 2 S. 2 BewG werden in diese wirtschaftliche Einheit auch diejenigen Wirtschaftsgüter einbezogen, die im Allein- oder Miteigentum eines Gesellschafters oder Gemeinschafte...mehr
Fischer/Pahlke/Wachter, ErbStG § 12 Bewertung / 4.7.2.2 Keine offensichtlich unzutreffenden Ergebnisse
Rz. 323 Nach § 199 Abs. 1 und 2 BewG ist die Anwendung des vereinfachten Ertragswertverfahrens nur zulässig, wenn es nicht zu offensichtlich unzutreffenden Ergebnissen führt. Aus welchen Erkenntnisquellen sich der Schluss auf die Unrichtigkeit des Ergebnisses ergeben kann, lässt das Gesetz ebenso offen wie die Frage, unter welchen Voraussetzungen eine sich bei deren Ausschöp...mehr
Fischer/Pahlke/Wachter, ErbStG § 12 Bewertung / 2.5.2 Verfahren zur Ermittlung des gemeinen Werts
Rz. 69 Da eine tatsächliche Veräußerung des zu bewertenden Wirtschaftsguts im gewöhnlichen Geschäftsverkehr am Bewertungsstichtag in aller Regel nicht stattgefunden hat, ist ein solcher Verkauf zur Ermittlung des gemeinen Werts zu fingieren. Die in § 9 Abs. 2 und 3 BewG genannten Merkmale geben an, welche Kriterien in die Ermittlung des mutmaßlichen Preises in dem gedachten ...mehr

References: § 12
 § 15
 § 18
 § 12
 § 202
 § 202
 § 12
 § 185
 § 186
 § 12
 § 12
 § 12
 § 12
 § 98
 § 12
 § 154
 § 12
 § 97
 § 12
 § 200
 § 12
 § 202
 § 4
 § 12
 § 202
 § 97
 § 12
 § 12
 § 12
 § 205
 § 203
 § 12
 § 160
 § 12
 § 31
 § 12
 § 157
 § 158
 § 160
 § 12
 § 97
 § 12
 § 95
 § 12
 § 12
 § 108
 § 12
 Art. 2
 § 12
 § 5
 § 12
 § 203
 § 12
 § 12
 § 158
 § 12
 § 11
 § 12
 § 12
 § 12
 § 12
 § 11
 § 12
 § 202
 § 12
 § 203
 § 203
 § 12
 § 5
 § 12
 § 203
 § 203
 § 12
 § 9
 § 12
 § 12
 § 12
 § 12
 § 12
 § 42
 § 12
 § 99
 Art. 2
 § 12
 § 11
 § 12
 Art. 3
 § 12
 § 12
 § 4
 § 12
 § 11
 § 12
 § 97
 § 12
 § 158
 § 12
 § 199
 § 12
 § 9