Source: http://www.sturm12.at/2012/07/04/paul-gludovatz-ich-konnte-nichts-gewinnen/
Timestamp: 2013-05-19 05:43:14+00:00

Document:
Sturm12.at | Paul Gludovatz: “Ich konnte nichts gewinnen”
Paul Gludovatz
"Ich konnte nichts gewinnen"
11:30 Uhr |
46 Kommentare |
Es sind deutliche Worte, die Paul Gludovatz im Gespräch mit Sturm12.at findet. Egal ob es über eine Arbeit für Übermenschen oder seine unerfüllte Gestalterrolle geht. Gludovatz: “Ich konnte nichts gewinnen.” © SturmTifo.com
Helmut Qualtinger hat Stress verachtet, ihn mit Handschellen verglichen. Paul Gludovatz hat Stress lange als etwas Positives empfunden, als etwas Notwendiges, das ihm hilft Leistung zu vollbringen. Bis sein Körper in der vorletzten Mai-Woche ein anderes Signal aussendete. “Ich hab am Abend bis 22 Uhr mit Focher und Tumani gesprochen. Am nächsten Tag in der Früh ist es dann nicht mehr gegangen.” Das erste Mal trat Paul Gludovatz nach seinem gesundheitsbedingten Abdanken als sportlicher Geschäftsführer am Montag bei ServusTV medial in Erscheinung. Nur einen Tag später traf ihn Sturm12.at zum ausführlichen Gespräch.
Der Gestalter, der nie gestalten konnte
Nach außen hin hat Gludovatz nichts an Charme und Esprit verloren. Er wirkt agil, spricht viel und versucht das Gespräch, mal bewusst mal unbewusst, inhaltlich zu bestimmen. Ja, die Woche der “physischen Müdigkeit – das neudeutsche Wort verwende ich bewusst nicht, weil das war es nicht” gab es, aber auch während des Krankenstands immer wieder den Kontakt zu den Sturm-Offiziellen. Wie es zu dieser Erschöpfung kam? “Wenn du auf vier Kirtagen gleichzeitig tanzen willst, kann sich das kaum ausgehen.” Und dann beginnt er zu erzählen, von der Trainersuche, die er möglichst breit anlegen wollte, und von seiner Charaktereigenschaft, Gespräche lieber persönlich abzuhalten. “Ich mag das nicht über Telefon oder per Mail ausreden.”
Ob er für die Position des Geschätsführers, mit all ihren Management-Aufgaben, geschaffen ist? Gludovatz wartet kurz, und weicht dann aus. “Ich hab das Gefühl gehabt, man sucht einen Übermenschen, der multifunktional arbeiten kann.” Zu wenig habe er sich auf seine “ureigene Stärke, den Fußball” konzentrieren können – zu oft hatte er mit Sachen zu tun, “in denen ich nicht sattelfest sein konnte.” Arbeitsrecht, Sportrecht, Budgetposten, Excel-Tabellen. Hinzu kam die für den gesamten Verein unglücklich gelaufene Ablöse von Franco Foda – Gludovatz hielt, auch medial, den Kopf dafür hin. Intern schlug er letztens vor, zu geringeren Bezügen ausschließlich die sportliche Führung zu machen und mit einem Zweiten gemeinsam in organisatorischen Belangen tätig zu sein – das wollte man bei Sturm nicht. Gludovatz abschließend: “Ich wurde als Gestalter geholt, konnte diese Rolle aber ob der vielen anderen Dinge nie ausfüllen.”
Die überzogene Kaderplanung
Paul Gludovatz ist keiner, der sich beständig in Ausreden verflüchtigt oder Dinge künstlich beschönigt. Sein plötzliches “ich konnte hier nichts gewinnen” ist grundehrlicher Ausdruck purer Enttäuschung. Enttäuscht von einer Idee, von einem Job, der ihm in der Theorie so gut gefallen hat und der in der Praxis für ihn dann doch so anders, so schwierig war. Mit dem Verein Sturm Graz und dessen neuen Strukturen konnte und kann er trotzdem viel anfangen. Immer wieder verirrt sich das “wir” in die Gludovatz’schen Sätze wenn er über Sturm spricht. Auch bei Dingen, die ihm nicht so gut gefallen. ”Wir überziehen momentan in der Kaderplanung, dazu stehe ich.” Vujadinovic? Gut und schön, aber für “den Neuhold Flo…” Schnell ist der 66-Jährige beim nächsten Gedanken, beim nächsten jungen Spieler. Michael Madl. Ja, dessen Verpflichtung begeistert ihn nach wie vor – und “vielleicht gibt es ja noch den einen oder anderen Abgang”. Dann würde ihm auch die Kaderplanung wieder passen.
Aber lieber spricht der Burgenländer auch in diesem Moment über junge Spieler, über seine Erfahrungen mit den österrreichischen Jugend-Nationalteams. Er erzählt Anekdoten (“Im EM-Finale hab ich zu Italien gehalten, auch weil der Casillas 1997 gegen unsere U16 einen entscheidenden Elfer gehalten hat”) und geht in den Diskurs – auch weil er sich in diesem Bereich sicher fühlt. Die Stärken und Schwächen der einzelnen Spieler, die unterschiedlichen Spielweisen der jeweiligen Generation, die Entwicklung der Trainerarbeit – auch abseits des Platzes. Gludovatz hat es erlebt, analysiert und verinnerlicht.
Ob’s ein Comeback bei Sturm gibt, etwa als Chefscout, wie zuletzt vom Verein angedacht? Paul Gludovatz will sich das noch überlegen, aber “ich lass mich nicht auf 20 Stunden einengen.” Da ist er wieder, der Vollzeit-Perfektionist – der zwischen vollem und keinem Einsatz entscheiden will.
Mit Paul Gludovatz sprachen
Markus Zottler und Heimo Mürzl
Vorschau: 12er-Stammtisch mit Paul Gludovatz
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Blackfoxx says:	4. Juli 2012 at 11:47
Die Aussagen “Ich hab das Gefühl gehabt, man sucht einen Übermenschen, der multifunktional arbeiten kann” und “…zu oft hatte ich mit Sachen zu tun, in denen ich nicht sattelfest sein konnte – Arbeitsrecht, Sportrecht, Budgetposten, Excel-Tabellen” zeigen leider, dass in Österreich ein Sportdirektor halt noch immer nur als quasi Spielervermittler angesehen wird. International ist es, wie auch in jeder anderen derartigen Position in der Privatwirtschaft, zwingend notwendig, dass sich ein Sportdirektor mit Arbeitsrecht, Budget etc. auskennt – ansonsten passieren halt wie bisher gravierende Fehler in der Planung (falsche Verträge, wirtschaftliche “Ungereimtheiten”, etc.)
…nicht zu vergessen, dass Excel als Teil von MS Office mittlerweile als Grundvorraussetzung angesehen werden muss…Eventuell war die Auswahl des Sportdirektors doch nicht so genau geplant wie gedacht, ich hoffe aus diesem Fehler wurde was gelernt…
Gunner says:	4. Juli 2012 at 11:48
Was meint er mit “überziehen der Kaderplanung”? Terminlich oder finanziell? Sollte es letzteres sein, kann man wiedermal nur sagen: “nix aus der Vergangenheit gelernt.”
manager says:	4. Juli 2012 at 12:00
Denk eher da Istrien kadergröße gemeint gruabnjunior says:	4. Juli 2012 at 13:02
Danke für denen schönen Input http://de.wikipedia.org/wiki/Istrien
nordkurve1 says:	4. Juli 2012 at 11:53
das Thema Gludo nimmt schon überhand in allen Medien auch hier , man sollte ihm Gesundheit wünschen und das Thema dann Ruhen lassen ja er hatt ein Parr verträge abgeschlossen usw was auch sein Job war und dafür auch bezahlt wurde sonst hatt er nicht grossartiges geleistet das man in allen Medien so grosses tam tam um seine Person gemacht wird , also das ganze jetzt bitte mal ruhen lassen Sturm Graz ist nicht Gludo
Markelinho says:	4. Juli 2012 at 12:03
Da bin ich deiner meinung ich mag Gludo wircklich aber es sollte halt nicht sein mann muss jetzt die ganze geschichte ruhen lassen und sich voll auf die suche nach einen neuen Geschäftsfüher machen ansonsten bassiert das gleiche wie letztes jahr mit oliver Kreuzer das dan der trainer alles über hat und das das nicht funktionieren kann haben wir woll alle gesehen
nordkurve1 says:	4. Juli 2012 at 11:55
überziehnug Aktuell hatt Sturm 7 Stürmer , denke mal Sturm selbst weis selber nicht warum man plötzlich soviele Stürmer hatt .:-)
jd says:	4. Juli 2012 at 12:50
Zeigst du mir die 7 Stürmer?
11mariohaas11 says:	4. Juli 2012 at 12:53
wär auch gespant auf die 7 Stürmer Neben Okotie und Szabics hat man maximal noch Bodul und Schloffer, mit denen jedoch als OM geplant wird..
topM says:	4. Juli 2012 at 13:30
Ich denke (und das wurde auch angedeutet) das er die Verpflichtung von vujadionic meint, und die damit 5 IVs. Ich finde den aber passend, da ich nicht glaube das dudic und feldhofer im neuen System (hohe Abwehr) noch Platz finden. (habe leider noch kein Spiel gesehen unter hyballa, aber was man so gelesen hat und was ich von den beiden letzte Saison gesehen habe, sind sie wohl zu langsam). Im angriff. Naja ich weiß ned. Sukuta pasu klingt vielversprechend (klingt!, habe ihn ja leider nicht gesehen) und damit hätten wir dann 4-6Stürmer ((schloffer), szabics, bodul, okotie, supa, (haas))
was, auch wenn man haas wohl nicht mehr wirklich zählen kann, viel is.
Tooms says:	4. Juli 2012 at 11:57
Paul Gludovatz: “Ich konnte nichts gewinnen” ??? Gratuliere, zu dieser Sichtweise. Warum haben Sie den Job dann angenommen, Herr PG ?
“Ich hab das Gefühl gehabt, man sucht einen Übermenschen, der multifunktional arbeiten kann.” Heilos überfordert, keinen blassen Schimmer von der Tätigkeit und der Arbeit die in erwartet. Kommt mir schon vor wie in der Politik, wo man jedes Jahr die Politiker zwischen den einzelnen Ressorts hin- und herschickt, ohne das diese jegliche Qualifikationen zu besitzen.
systemfehler says:	4. Juli 2012 at 12:16
trollolololol111elf11elf
sturmHannes says:	4. Juli 2012 at 12:48
Ein sportlicher Geschäftsführer hat eben auch organisatorische Aufgaben. Sonst wärs ja ein Trainer, oder ein Scout. PG hat wohl gedacht er kann sich das so nebenbei aneignen. Falsch gedacht.
Mit der Politik kann man das nur bedingt vergleichen. Die Fekter z.B. hat ja Jus und BWL studiert, und ist aus diesem Grund schon mal grundsätzlich “qualifiziert” für ihre Tätigkeitsbereche. Ihre Art ist wieder ein anderes Thema. Politik ist halt ein eigenes Geschäft, wo man auch als Zahntechniker Karriere machen kann. Wenns ans Eingemachte geht – Thema Regierungsbeteiligung – hat man eh gesehen wie qualifiziert die blauen Minister teilweise waren…
Bei PG gings nicht um Politik, aber ans Eingemachte auf jeden Fall. Und eine Disbalance zwischen Anforderungen und Fähigkeiten führt bekanntlich zu solchen Reaktionen wie PG sie erleben mußte.
Melvinuss says:	4. Juli 2012 at 12:29
Rein sportlich gesehen halte ich von Paul Gludovatz sehr viel. Sein Fachwissen gepaart mit seiner jahrzehntelangen Erfahrung stimmt und passt für einen Teil der Arbeitsplatzbeschreibung des Sportdirektors punktgenau überein. Der andere Teil scheint jedoch wohl ein riesengrosses Missverständnis zu sein, entweder ist der Verein bei der Beschreibung der anfallenden administrativen und vertragsrechtlichen Tätigkeiten extrem fahrlässig mit dem Informationsfluss an PG umgegangen oder PG wiederum hat sich diese Dinge wohl viel einfacher und rosiger vorgestellt, als sie eben tatsächlich sind. “Tooms” Vergleich mit unseren Politikern hinkt etwas, denn auch wenn ich diese Aussage auf die Politik bezogen voll und ganz unterstreiche, so erfüllte PG hier zumindest Teilqualifikationen voll und ganz und wäre er sicherlich nicht so schwer k.o. gegangen, wenn er nicht eine völlige Kader- und Trainerteamumstrukturierung mit allen dazu gehörigen weiterführenden Tätigkeiten innerhalb eines guten Monats vornehmen hätte müssen. Unterm Strich hat zwar doch einiges herausgeschaut, wenn man das neue Trainerteam und die Zu- und Abgänge betrachtet, das Ende ist jedoch für beide Seiten bitter und schade. Schliesse mich aber hiermit auch an “Nordkurve” an, solange PG kein offizielles Amt mehr bei Sturm Graz bekleidet, sollte das weitere Interesse im und um den Verein zukünftig wieder anderen gelten.
scheini says:	4. Juli 2012 at 13:01
@Melvinuss: kann dein Posting zu 100 % unterschreiben!
boyron says:	4. Juli 2012 at 13:47
ad “völlige Kader- und Trainerteamumstrukturierung”: verstehe ich eigentlich nicht, dass das immer wieder in ähnlicher Form gebracht wird. Wo bitt ist die völlige Neustrukturierung des Kaders? Sturm hatte in den letzten Jahren immer wieder das Problem, Schlüsselpositionen neu zu besetzen. Diesmal war es so, dass alle wesentlichen Akteure schon unter Foda über den Sommer hinaus gebunden waren. Die Abgänge waren zum allergrößten Teil Ergänzungsspieler. Unter dem Titel “Der Stamm scheint gefunden” gibts auf sturm12.at einen Bericht über das Spiel gegen Nikosia. Die Aufstellung: Gratzei – Ehrenreich, Neuhold, Madl, Klem – Säumel, Kröpfl, Bukva, Bodul – Szabics, Okotie;
Gefehlt haben vom Stamm noch Kainz und Weber. Von diesen 12 Spielern ist genau einer (Madl) neu! Das sollte auch einmal berücksichtigt werden, wenn man die außergewöhnlichen Belastungen von Gludovatz anführt. Das Trainerteam musste neu aufgestellt werden, alles andere war wesentlich weniger als das, was in den Jahren zuvor “business as usual” war.
11mariohaas11 says:	4. Juli 2012 at 12:35
Irgendwie hört sich das alles nach einem großen Missverständnis an.
Ich glaube es zwar nicht, hoffe aber weiterhin, dass er uns in irgendeiner Form erhalten bleibt.
tommygraz says:	4. Juli 2012 at 12:41
ich habe mal geschrieben,dass die bestellung von pg ein fehler der führung sturm-neu war, bin dafür fast gesteinigt worden und als sudderer abgestempelt worden.dieser artikel bestätigt mich und erfüllt mich mit genugtuung, es gibt ja hier so viele insider, spezialisten und kenner des sk sturm, manchmal kommt mir das kotzen……
maverick1987 says:	4. Juli 2012 at 12:46
na würd’ mich das ank*tzen, wenn ich mein Selbstwert-Gefühl über die Meinung Anderer definieren muss.
donbernardo says:	4. Juli 2012 at 12:59
ja, weil du das gschriebn hast, bevor irgendwas absehbar gwesen is…ich find zb nach wie vor nicht, dass es ein fehler war und wenns nur der rauere wind war, der 4 wochen durch graz wehte, das reicht mir scho um zu sagen pg wsr und ist kein fehler, hoffe er bleibt wenigstens in anderer funktion erhalten!!!
tommygraz says:	4. Juli 2012 at 20:31
@maverick1987
find ich gut,dass du dir ein urteil über meinen selbstwert erlaubst.manchmal ist es besser man schreibt nichts, wenn man nichts zu sagen hat, ausser blödsinn(ich hab mich wirklich bemüht das zu schreiben, eigentlich würde ich dir gerne ganz wwas anderes mitteilen….)
@donbernardo
nein, denn wenn der pg nach nur 4 wochen in den krankenstand(burn-out, schwächeanfall, oder was auch immer) geht, dann hat da was nicht gestimmt! anforderungsprofil: nicht transparent zu beginn mit pg kommuniziert, oder pg hat sich selbst, oder anderen was vorgemacht (leistungsfähigkeit). dann kehrt pg zurück, kündigt seine volle leistungsfähigkeit an, wird dann aber vom vorstaand wieder in den ks geschickt. dann wird der öffentlichkeit die einvernehmliche auflösunf mitgeteil und gleichzeitig stillweigen verkündet, und zwar ein absolutes, wie ich es nur aus den zeiten des eisenen vorhanges kenne. wenn da etwas nicht stimmt, bzw. ich von einem fehler, oder missverständnis schreiben, dann kann ich doch nicht so falsch liegen. aber eigentlich war das schon lange zu erkennen, schon als man pg ins feuer schickte bezüglich entlassung von ff. pg lies sich anscheinend mißbrauchen und machte den dreckigen job. cj hats gefreut, hat er doch ein profilsüchtiges,dankbares opfer gefunden…..
gruabnjunior says:	4. Juli 2012 at 12:59
Was ich nicht ganz verstehe: Wozu soll Gludowatz Exell Tabellen durchackern, wenn wir einen eigenen wirtschaftl. Geschäftsführer haben. Die arbeiten doch zusammen? Hoffe er bleibt uns erhalten, ich halte ihn für den einzigen im Fußball tätigen Österreicher von internationalem Format (Spieler ausgenommen).
boyron says:	4. Juli 2012 at 13:38
Es geht nicht um Excel-Tabellen oder eine Stellenbeschreibung, die die Vereinsführung angeblich zu wenig präzise formuliert hat. Es geht darum, dass Gludovatz GESCHÄFTSFÜHRER war und als solcher hat man einen Verantwortungsbereich und Aufgaben, die zu erledigen sind. Da ist es wurscht, ob man GF einer Reinigungsfirma, eines Hotels oder eines Fußballklubs ist. Man hat eine Verantwortung und auch Haftung für die Geschäftsgebarung. Die Abläufe müssen gut strukturiert werden, die Motivation der Mitarbeiter muss hoch gehalten werden, die Darstellung nach außen muss gelingen und vor allem muss ein mittelfristiges und langfristiges geschäftliches Ziel auf Basis quantifizierter Zielvorgaben verfolgt werden. Arbeit lässt sich delegieren, Verantwortung nicht. Damit war Gludovatz offensichtlich völlig überfordert, weil er nicht die nötigen skills dafür hat. Seine Idee von Fußball mag ja OK sein und sein Wissen über den österreichischen Fußball ist sicher hoch. Nach außen hin hat er aufgrund seiner mangelnden Eignung für einen Geschäftsführer für Sturm einiges zerstört und er ist auch gesundheitlich an dieser Aufgabe zerbrochen. That´s it.
leoman says:	4. Juli 2012 at 13:06
Danke für dieses Interview und euren letzten Informationen zu dieser Causa, welche letztendlich all die Ungereimtheiten der letzten Zeit in ein annehmbares und nachvollziebars Licht rücken – jedoch, ein Licht, welches für mich leider auch viel alten (Informations- und Kommunikationspolitik?, unklare Verantwortlichkeiten – kann doch nicht alles der Houben angestellt haben?, wenn doch, ja dann….) – und neuen (überzogene Kaderplanung, ist ja eigentlich auch nicht neu) Schatten und damit einhergehend alte Sturm-Befürchtungen (hohe Kosten, keine Erfolge, unklare Entscheidungs- und Kommunikationsstrukturen, Fans vekraulen) mit sich bringt.
Max678 says:	4. Juli 2012 at 13:21
Eina Frage was zwar nicht hierher passt aber, wird Sturm jetzt noch einen Stürmer und eventuell einen RV verpflichten?
Ritter2011 says:	4. Juli 2012 at 13:39
Danke für diesen Artikel, sehr interessant und informativ!
Rückblickend könnte man schon sagen, dass einige Personalentscheidungen zu schnell getroffen wurden. Auch bei den Abgängen. Man konnte nicht erwartet, dass PG am Platz steht und dann einfach so ins Management wechselt, und das auch schon zu einem viel zu späten Zeitpunkt. Hätte man jemanden schon am 1. Jänner (oder Februar) geholt, hätte diese Person Zeit gehabt, sich einzuarbeiten. PG wurde mehr oder minder ins kalte Wasser geworfen, mit einem “mach, das ist zu tun”. In der Einarbeitungszeit (halbes Jahr bis 1 Jahr) hätte man zb noch auf den Hans Lang bauen können, dass dieser – administrativ ja doch bewandert – dem Sportchef unterstützend zur Seite steht. Aber auch der wurde gegangen, mit dem Hinweis, er hätte die gleichen Aufgabengebiete wie PG… ja no na. PG hätte sich vor allem um das sportliche kümmern sollen, Kampfmannschaft, Amateure und Jugend (!), Lang hätte die organisatorischen Dinge abdecken können. So zumindest meine Meinung.
boyron says:	4. Juli 2012 at 13:51
“PG wurde mehr oder minder ins kalte Wasser geworfen”
Hatte Kreutzer diese Einarbeitungszeit? Nein, er musste vom ersten Tag an Leistung bringen!
Hatte Foda letzten Sommer diese Einarbeitungszeit, als nach Meisterschaftsende(!), plötzlich Kreutzer weg war und Foda auch diese Aufgabe übernehmen musste? Nein,aber er hat das neben seinem Trainerjob noch geschupft!
Ritter2011 says:	4. Juli 2012 at 14:44
Kreuzer fing im Oktober an, hatte deshalb eine ruhigere Phase zur Einarbeitung. Also JA: Hatte er.
Foda hat grundsätlich einen Kader übernommen, der mehr oder weniger stand, wurde organisatorisch von Lang unterstützt. PG wurde mit den Aufgaben konfrontiert, gleich einmal den Trainer zu beurlauben, einen neuen Trainer zu finden, über Verträge zu entscheiden, neue Spieler zu suchen, und dazu kamen auch noch die organisatorischen Sachen, die ich nicht näher beschreiben kann, weil hier wohl keiner dasStellenprofil kennt. Foda und Kreuzer hatten Erfahrung. PG nicht. Deshalb sage ich, dass man rückblickend Hans Lang in die Organisationsstruktur hätte einbinden können/sollen/müssen, bis PG sattelfest ist. Kurz vor einer entscheidenden Phase zu beginnen (10. April) ist immer sehr schwer.
gruabnjunior says:	4. Juli 2012 at 14:47
@boyron: Es läuft nun mal in der Realität nicht so, daß einer in ein neues Umfeld kommt und sofort mehr leistet als er kann. Wer einen Top-Mann haben möchte, muß auch dafür sorgen, daß dieser seine Kompetenzen entfalten kann. Nicht der Top Mann hat sich dem Team anzupassen, sondern das Team das ihn haben will muß ihm ein perfektes Umfeld bereitstellen. Man kann keinen Stürmer holen und dann, weil man auch noch Verteidiger sucht den Stürmer beide aufgaben erledigen lassen. Was Kreutzer und Foda gemacht haben, ein bissi Kraut und Rüben Spieler-Shoppen am das hätte PG ebenso im Schlaf erledigt. Du kannst das doch nicht ernsthaft vergleichen. Gludowatz hat RICHTIG gearbeitet, seine Aufgabe mehr als gewissenhaft und mit wahnsinnigem sportlichen Know How erledigt. Eine derartige Professionalität aller Funktionäre gabs bei Sturm meines Wissens vorher noch nie.
archaeopterix says:	4. Juli 2012 at 14:26
Ceterum censeo, in meinen Augen wird PG zu einer causa hochgeredet ! Die Sache ist ganz einfach : der Angestellte ist quasi im Dienste erkrankt und gar nicht lange ! Selbst wenn es länger gedauert hätte, hätte er bei Rückkehr ” guten Tag ” sagen können und seine Arbeit fortsetzen, wenn er das wollte !!- Nachdem es zu einer einvernämlichen Lösung gekommen ist sollte fairerweise eine ihm adäquate Tätigkeit definiert werden die auch er gerne machen möchte !! Als Fachmann dürfen wir ihn keinesfalls verlieren, weil Sturm Neu solche ungeschnitzte Persönlichkeiten braucht, die in Österreich schwer zu finden sind …….. !!!!—
CVV says:	4. Juli 2012 at 14:43
Falsch, Sturm braucht keine verbohrten Sturschädel ohne einen Funken Einsicht!
gruabnjunior says:	4. Juli 2012 at 14:52
Danke archeopterix, Zustimmung, überragend formuliert !
tool_king says:	4. Juli 2012 at 19:46
Sehe das ähnlich. Mehr fachkundige Sturschädeln statt aalglatter Floskelndrescher!
MadMax says:	4. Juli 2012 at 15:20
Sofern seitens von Sturm Graz die Stellenbeschreibung nicht ausreichend und treffend formuliert war, dann muss aber zwangsweise ebenso die Gegenfrage gelten: Was bitte hat sich ein Gludovatz denn gedacht bei seiner Zusage? Da hat es vorher mit Sicherheit Gespräche und Verhandlungen gegeben. Oder sagte er einfach durchs “Blaue” zu, ohne zu ahnen, was auf ihn zukommt? Für mich stellt es sich so dar, als ob sich Jemand schlichtweg selbst überfordert hat bzw. an bestimmten Anforderungen gescheitert ist. Inwiefern der Arbeitgeber, in diesem Fall Sturm Graz, daran “schuld” ist, lässt sich nicht genau sagen. Aber von einem Paul Gludovatz, einem “alten” Hasen erwarte ich mir schon, dass er vorab weiß, was auf Einen zukommt. Offensichtlich hat er die Aufgabe des SD bei Sturm Graz einfach ein wenig unterschätzt bzw. war er anfangs von dieser neuen Möglichkeit abseits der Trainertätigkeit so hellauf begeistert und motiviert, dass er schlichtweg vergessen hat, was diese neue Aufgabe so Alles mit sich bringen wird. Am Ende ist er schlicht und einfach gescheitert. OK, zwar schade und mehr als nur ungünstig zum momentanen Zeitpunkt, aber es ist nunmal wie es ist. Sofern man Ihn in einem anderen Aufgabenbereich an den Verein binden kann (Jugend, Scouting,..) wäre er sicher eine tolle Ergänzung für Sturm. Nur auf Teufel komm raus sollte man hier nicht agieren. Am Ende ein großes Missverständnis, dass mal wieder nicht gerade optimal für Sturm gelaufen ist. Dies muss man einfach so sagen. Bleibt zu hoffen dass der kommende SD sich seiner Aufgaben und Anforderungen bewusst ist und nicht auch Kopf über in den Krankenstand springt. Auf Dauer können wir uns dieses teilweise amateurhafte Agieren in Sachen sportlicher Entscheidungsgewalt und Kompetenz nicht leisten.
Philipp says:	4. Juli 2012 at 15:24
“”Wir überziehen momentan in der Kaderplanung, dazu stehe ich”
Das zeigt wie sehr wir seine Stimme noch brauchen wuerden. Eine sehr wichtige Warnung.
archaeopterix says:	4. Juli 2012 at 15:35
@ gruabnjunior danke! @ Philipp richtig ! Ich glaube PG hat die für ihn neuen Geschäftsführer – Agenden unterschätzt; sie waren für ihn sicher interessant – aber im Juni ist halt auf einmal zuviel zusammengekommen !?- Und krank werden kann man halt in jedem Alter & an jeder Position , auch alle anderen Funktionäre von Sturm auch ……
sierra leone says:	4. Juli 2012 at 15:35
Also jetzt kenn ich mich aus!! Einerseits war er der Richtige,andererseits nicht!!Einerseits hat er gute Arbeit geleistet andererseits nicht!!Einerseits waren die unter ihm getätigten Transfers richtig andererseits nicht!!Einerseits hätte er BWL studieren müssen,andererseits nicht………..!
matto says:	4. Juli 2012 at 18:35
Mit dem damaligen Kenntnisstand war er wohl der “Richtigste” der Kandidaten, nur hat sowohl PG als auch die Vereinsführung die Aufgabenvielfalt die diese Position mitbringt unterschätzt. Bin überzeugt davon, dass es diesen Wunderwuzzi den die Vereinsführung benötigen würde um das gesamte Aufgabengebiet dieser Stelle abzudecken gar nicht gibt. Die Arbeit passierte zu 95 Prozent im Verborgenen, deshalb ist es unfair zu sagen er hätte schlechte Arbeit geleistet, da man nur die öffentlichen 5 Prozent bewerten kann. Wird die Zeit zeigen, vom Gefühl her sind die Transfers jedenfalls ansprechender als in den letzten Jahren. Der Franco, Walter und Oliver sind auch keine Wirtschaftssupergneißer gewesen, was wohl auch den Rückschluss zulässt, dass mittlerweile andere Strukturen herrschen bzw. aufgebaut werden sollen und die Rolle des sportlichen Geschäftsführer nicht mit der Position des Sportdirektors in der Vergangenheit zu vergleichen ist, allein schon in Fragen der Haftung.
bianconero says:	5. Juli 2012 at 01:29
Matto, Frage der Haftung? Bei einer GmbH wohl klar oder?!
sektor19 says:	5. Juli 2012 at 09:43
Haften müssen lt. Statut die Vorstände, GF´s von GmbH´s nur in “geringem” Ausmass, wenn nicht grob fahrlässig gehandelt wird.
Know-it-all says:	6. Juli 2012 at 00:12
@sektor19
Das stimmt so nicht. Die Gesellschafter haften in der Höhe ihrer Einlage und damit hat es sich erstmal. Die Geschäftsführer können darüber hinaus in folgenden Fällen haftbar gemacht werden:
- Wenn die Gesellschaft nicht einwandfrei geführt wird
- Wenn das Unternehmenswohl missachtet wird
- Wenn gegen die §§ 61,74 und 25 Abs Z1 ff GmbHG verstossen wird
- Wenn nach Eröffnung des Konkurses Zahlungen geleistet werden
- Wenn bei der Gründung oder der Kapitalerhöhung falsche Angaben gemacht werden
- Wenn gegen das Wettbewerbsverbot verstoßen wird
- Wenn gegen die Weisungen des Aufsichtsrates Geschäfte mit “sich selbst” abgeschlossen werden § 25 GmbHG
- Bei Obliegenheitsverletzungen gegenüber dem Firmenbuch § 26 GmbHG
- Wenn bei Verlust der Hälfte des Stammkapitals nicht rechtzeitig die Generalversammlung einberufen wird §36 Abs 2 GmbHG
- Bei Verletzung der Pflicht alle außerordentlichen Geschäftsführungsmassnahmen den Gesellschaftern zur Beschlussfassung zu unterbreiten
- Wenn nicht rechtzeitig der Konkurs beantragt wird
- Für den Ausfall bei unzulässigen Zahlungen § 83 Abs 2 GmbHG
- Bei Nichteinleitung von notwendigen Reorganisierungsnaßnahmen §22 URG (Unternehmensreorganisationsgesetz)
- Bei Verstössen gegen Arbeitsverträge oder das Angestelltengesetz
- Bei diverse Haftungen gegenüber Gesellschaftern und einzelnen Gesellschaftern bei Regelbrüchen gegen die § 22 Abs 1,2, §40 §82, §93, GmbHG und Verletzungen des Gleichheitsgrundsatzes.
- Außerdem noch gegen die Verpflichtung ein Bankkonto zu benennen, auf das jeder Gesellschafter seine Einlage mit befreiender Wirkung leisten kann
(Quelle: Fritz, Christian (2003): Die GmbH in der Praxis. Wien. Linde Verlag. S. 133f.)
Die gesamte Rechtsvorschrift für das GmbHG in der Fassung vom 12.02.2012
http://www.ris.bka.gv.at/GeltendeFassung…nummer=10001720
Die Vorstände sind in einem Verein haftbar (ähnlicher Umfang wie dir GFs in der GmbH)
Verweigerer says:	4. Juli 2012 at 18:04
Herrn Gludovatz unbedingt halten! Da muss es doch eine adäquate Lösung geben, mit der beide Seiten sehr gut leben können. Einerseits der Klub, andererseits eben auch der Paule! Wollte man nicht schon Anfang dieser Woche sich auf die Suche nach einem neuen GF begeben? Keine Eile, bin aber gespannt, wer das Rennen macht. Werden bestimmt wieder en masse “Eigenbewerbungen” eindrudeln…
bianconero says:	5. Juli 2012 at 01:28
Manager und Fzehrungskraft kann doch eh jeder sein oder mal kurz erlernen – oder doch nicht? Peinlich, hoffentlich haben’s jetzt alle kapiert. Der beste Fußballer ist nicht automatisch ein guter Trainer und der beste Scout ist noch lange kein sportlicher Geschaeftsfuehrer!
Excel – peinlicher geht’s nicht mehr…
sektor19 says:	5. Juli 2012 at 09:41
Fakt ist das du als GF mehr delegieren als “machen” musst. Delegieren kann Gludo nicht, das hat er mehrmals anklingen lassen, da er überall selber Hand anlegen will oder (vielleicht wegen fehlender, qualifizierter Manpower) muss.
Ritter2011 says:	5. Juli 2012 at 10:43
Müsste ich in die Wundertüte schauen, würde ich fast denken, dass man noch einmal bei Alfred Hörtnagl anfragen wird…..
sektor19 says:	5. Juli 2012 at 10:45
der Alki Hörtnagel ist gerade mit Greuter Fürth in die Bundesliga aufgestiegen. Schwer vorstellbar das er dort alles stehen und liegen lässt um zu uns zu kommen. Abgesehen davon wäre er aber ein Top – Mann.
Sonntag, 19.05.2013, 16:00 Uhr
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