Source: http://www.deutschestextarchiv.de/book/view/estor_rechtsgelehrsamkeit01_1757?p=572
Timestamp: 2019-02-23 11:08:04+00:00

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leiten ist.
Gleichwie man bei den schüßen auch rennspile
hilte, von Falkenstein am a. o. s. 422; also hat
man auch eine rennscheibe. Bei dreien wochen
wird nach diser geschossen. Wer solche felet, ver-
liret den einsaz, und muß wieder von neuen einse-
zen. Dabei sind der haubt-ritter, nach-ritter,
und der reihe-ritter etc. zu gewinnen. Ein schüz
darf den andern seinen zu gewartenden glücks-schuß
abkausen. Ein einsaz hat 5 gänge, die 20 schüsse
nach der rennscheibe ausmachen.
die schnapp-
Sowohl die schüzen, als auch die nicht einge-
sezet haben, dürfen nach der schnapp-scheibe täg-
lich schüssen. Die einlage ist ein bazen, und der
gewinn iedes tages ein silberner löffel.
stechscheibe
Für die schüzen, die in rennscheiben gut geschos-
sen haben, folget die kleine, oder stech-scheibe.
Dise entscheidet den haubt- und neben-gewinn.
Zum behufe derer, welche gefelet haben, das
ist, feld-schüzen geworden sind, folget endlich die
schwarze scheibe mit einem weisen rande und dem
das sprüch-
Das sprüchwort ist: ein schüz muß drei häuser
in vermögen haben; eines zum verschüßen, das
andre zum verpfänden, und das dritte darin zu
vom vogel-
schüssen,
Das vogelschüßen wird entweder allein, oder
nebst dem scheiben schüssen gehalten. Der vogel
stehet auf einer eisernen spille, und ist mit eisen
wohl verwaret. Die Fürstliche Sachsen-Go-
thaische schüzen-ordnung vom jare 1704, und die
ſcheibe zu
leiten iſt.
Gleichwie man bei den ſchuͤßen auch rennſpile
hilte, von Falkenſtein am a. o. ſ. 422; alſo hat
man auch eine rennſcheibe. Bei dreien wochen
wird nach diſer geſchoſſen. Wer ſolche felet, ver-
liret den einſaz, und muß wieder von neuen einſe-
zen. Dabei ſind der haubt-ritter, nach-ritter,
und der reihe-ritter ꝛc. zu gewinnen. Ein ſchuͤz
darf den andern ſeinen zu gewartenden gluͤcks-ſchuß
abkauſen. Ein einſaz hat 5 gaͤnge, die 20 ſchuͤſſe
nach der rennſcheibe ausmachen.
die ſchnapp-
ſcheibe
Sowohl die ſchuͤzen, als auch die nicht einge-
ſezet haben, duͤrfen nach der ſchnapp-ſcheibe taͤg-
lich ſchuͤſſen. Die einlage iſt ein bazen, und der
gewinn iedes tages ein ſilberner loͤffel.
ſtechſcheibe
Fuͤr die ſchuͤzen, die in rennſcheiben gut geſchoſ-
ſen haben, folget die kleine, oder ſtech-ſcheibe.
Diſe entſcheidet den haubt- und neben-gewinn.
ſchwarzen
ſcheibe,
iſt, feld-ſchuͤzen geworden ſind, folget endlich die
ſchwarze ſcheibe mit einem weiſen rande und dem
ſchwarzen.
das ſpruͤch-
Das ſpruͤchwort iſt: ein ſchuͤz muß drei haͤuſer
in vermoͤgen haben; eines zum verſchuͤßen, das
andre zum verpfaͤnden, und das dritte darin zu
ſchuͤſſen,
Das vogelſchuͤßen wird entweder allein, oder
nebſt dem ſcheiben ſchuͤſſen gehalten. Der vogel
ſtehet auf einer eiſernen ſpille, und iſt mit eiſen
wohl verwaret. Die Fuͤrſtliche Sachſen-Go-
thaiſche ſchuͤzen-ordnung vom jare 1704, und die
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[560/0572] XXV haubtſtuͤck § 1362 Gleichwie man bei den ſchuͤßen auch rennſpile hilte, von Falkenſtein am a. o. ſ. 422; alſo hat man auch eine rennſcheibe. Bei dreien wochen wird nach diſer geſchoſſen. Wer ſolche felet, ver- liret den einſaz, und muß wieder von neuen einſe- zen. Dabei ſind der haubt-ritter, nach-ritter, und der reihe-ritter ꝛc. zu gewinnen. Ein ſchuͤz darf den andern ſeinen zu gewartenden gluͤcks-ſchuß abkauſen. Ein einſaz hat 5 gaͤnge, die 20 ſchuͤſſe nach der rennſcheibe ausmachen. § 1363 Sowohl die ſchuͤzen, als auch die nicht einge- ſezet haben, duͤrfen nach der ſchnapp-ſcheibe taͤg- lich ſchuͤſſen. Die einlage iſt ein bazen, und der gewinn iedes tages ein ſilberner loͤffel. § 1364 Fuͤr die ſchuͤzen, die in rennſcheiben gut geſchoſ- ſen haben, folget die kleine, oder ſtech-ſcheibe. Diſe entſcheidet den haubt- und neben-gewinn. § 1365 Zum behufe derer, welche gefelet haben, das iſt, feld-ſchuͤzen geworden ſind, folget endlich die ſchwarze ſcheibe mit einem weiſen rande und dem ſchwarzen. § 1366 Das ſpruͤchwort iſt: ein ſchuͤz muß drei haͤuſer in vermoͤgen haben; eines zum verſchuͤßen, das andre zum verpfaͤnden, und das dritte darin zu wonen. § 1367 Das vogelſchuͤßen wird entweder allein, oder nebſt dem ſcheiben ſchuͤſſen gehalten. Der vogel ſtehet auf einer eiſernen ſpille, und iſt mit eiſen wohl verwaret. Die Fuͤrſtliche Sachſen-Go- thaiſche ſchuͤzen-ordnung vom jare 1704, und die artikel,
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Zitationshilfe: Estor, Johann Georg: Bürgerliche rechtsgelehrsamkeit der Teutschen. Bd. 1. Marburg, 1757, S. 560. In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/estor_rechtsgelehrsamkeit01_1757/572>, abgerufen am 23.02.2019.

References: § 1362
 § 1363
 § 1364
 § 1365
 § 1366
 § 1367