Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=VI%20ZR%20250/55
Timestamp: 2019-10-18 18:02:56+00:00

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BGH, 04.07.1956 - VI ZR 250/55 - dejure.org
https://dejure.org/1956,2692
BGH, 04.07.1956 - VI ZR 250/55 (https://dejure.org/1956,2692)
BGH, Entscheidung vom 04.07.1956 - VI ZR 250/55 (https://dejure.org/1956,2692)
BGH, Entscheidung vom 04. Juli 1956 - VI ZR 250/55 (https://dejure.org/1956,2692)
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VersR 1956, 660
Auch das in BGHZ 21, 207 veröffentlichte Urteil vom 4. Juli 1956 und die Entscheidung vom gleichen Tage VI ZR 250/55 behandeln keinen Fall einer Haftung der Arbeitnehmer untereinander, sondern die Inanspruchnahme eines Unternehmers durch einen in seinen Betrieb nicht eingegliederten Arbeitnehmer eines fremden Betriebes.
Selbst in diesem Falle wäre aber Voraussetzung eines Haftungsausschlusses nach § § 898, 899 RVO, daß die von dem Stammunternehmer dem Fremdunternehmer zur Verfügung gestellten Arbeiter bei ihrer Tätigkeit für den anderen Unternehmer in dessen Betrieb in der Art eines eigenen Arbeitnehmers eingegliedert sind (vgl. BGHZ 21, 207 und die weiteren Urteile des erkennenden Senats vom 4. Juli 1956 VI ZR 117/55, VersR 1956, 552 und VI ZR 250/55, VersR 1956, 660).
Bei einer vorübergehenden Tätigkeit, wie sie der Beklagte hier für die Firma Ko. entfaltet hat, genießt der Handelnde nach § 537 Ziff 10 RVO zwar Versicherungsschutz, falls er hierbei einen Unfall erleidet, vorausgesetzt, daß er wie ein im Betriebe des anderen Unternehmers beschäftigter Arbeiter tätig geworden ist und das Moment persönlicher Abhängigkeit vorgelegen hat, das für diese Bestimmung wesentlich ist (Urteil des Senats vom 4. Juli 1956 VI ZR 250/55 a.a.O. und die dort angeführten weiteren Entscheidungen).
BGH, 05.11.1957 - VI ZR 221/56
Rückgriffsberechtigung aus § 903 RVO
Eine solche Annahme würde aber voraussetzen, daß seine Tätigkeit auf die Förderung der wirtschaftlichen Zwecke des landwirtschaftlichen Betriebes des Beklagten gerichtet gewesen ist und daß er eine arbeitnehmerähnliche Stellung eingenommen hat, bei der das für § 537 Ziff. 10 RVO wesentliche Moment persönlicher Abhängigkeit vorlag; er hätte der Arbeitsleitung des Beklagten unterstellt gewesen sein müssen (Urteile des erkennenden Senats vom 10. November 1954 VI ZR 141/53 LM Nr. 4 zu § 899 RVO = VersR 1955, 40; vom 8. Juni 1955 VI ZR 59/54 LM Nr. 5 zu § 254 [B a] BGB = VersR 1955, 456; vom 4. Juli 1956 VI ZR 214/55 BGHZ 21, 207; vom 4. Juli 1956 VI ZR 250/55 VersR 1956, 660).
Als w esen tlich e Voraussetsung f ü r d ie Einschränkung d er Schadenersatzansprüche von A rbeitnehm ern aus A rb e itsu n f ä l l e n gegen fremde Unternehmer wir<| vom erkennenden Senat angesehen, daß d ie A rbeitnehm er b e i i h r e r T ä tig k e it in den B e trie b d ie s e s Unternehmers in d e r A rt e in e s eigenen A rb e it nehmers e in g e g lie d e rt waren (BGHZ 21, 207; sowie das w eite re U rte il'v o m 4. J u l i 1956 - VI SR, 250/55 - VersR 1956, 660).
Damit entfällt die Möglichkeit, zugunsten der Beklagten den § 898 RVO unmittelbar anzuwenden (vgl. BGH in LM Nr. 5 zu § 254 BGB Ba und Urteil vom 4. Juli 1956 VI ZR 250/55 = VersR 1956, 660).

References: § 898
 § 537
 § 903
 § 537
 § 899
 § 254
 § 898
 BGH 
 § 254