Source: http://relevancy.bger.ch/php/aza/http/index.php?lang=de&zoom=&type=show_document&highlight_docid=aza%3A%2F%2F26-01-2007-1A-84-2006
Timestamp: 2016-10-24 12:38:04+00:00

Document:
1A.84/2006 (26.01.2007)
X.________, Beschwerdef�hrerin, vertreten durch Rechtsanwalt Dr. Fritz Frey,
Regierungsrat des Kantons Aargau, Rechtsdienst, Regierungsgeb�ude, 5001 Aarau,
Art. 16a RPG (Baubewilligung f�r offene Reithalle),
Der Hof "D.________" ist ein allein stehender Gutshof aus dem 18. Jahrhundert in der Landwirtschaftszone der Gemeinde Hilfikon. Das Geh�ft liegt leicht erh�ht am westlichen Abhang des Tals, durch das die Kantonsstrasse von Villmergen nach Sarmenstorf f�hrt. Von der Kantonsstrasse zweigt ein Landstr�sschen ab und steigt am Hof vorbei den Hang hinauf. Die A.________ AG betreibt auf dem Hof "D.________" eine Pferdezucht. Bei der Tiererhebung 2005 wurden dort 26 Pferde gemeldet. Geb�ude, Anlagen und Umschwung des Hofs "D.________" geh�ren dem Ehepaar B.Y.________ und C.Y.________; die Eheleute sind gleichzeitig Mitglieder des Verwaltungsrats des Zuchtbetriebs. Dieses Unternehmen ist Eigent�mer der Zuchtstuten; gez�chtet wird die Rasse "Quarter Horses".
Auf dem Hofgel�nde befindet sich auf Parzelle Nr. 262 seit 1996 ein bewilligter Pferdeausbildungsplatz von 40 x 20 Metern. Der Gemeinderat Hilfikon bewilligte der A.________ AG (im Folgenden: Bauherrschaft) am 1. Dezember 2003, mit Zustimmung der Koordinationsstelle Baugesuche des kantonalen Baudepartements, den Ausbildungsplatz auf einer Fl�che von 21 x 20 Metern mit einer teilweise offenen Halle zu �berdachen. Im selben Entscheid wies die kommunale Baubeh�rde die Einsprache von X.________ gegen das Bauprojekt ab.
X.________ beschwerte sich beim Regierungsrat des Kantons Aargau gegen die Baubewilligung. Dieser hiess ihre Beschwerde am 11. August 2004 insofern teilweise gut, als er das Bauprojekt nur unter zus�tzlichen Auflagen genehmigte; diese betrafen aber nicht die Gestaltung der Baute selbst. Die gegen den regierungsr�tlichen Beschluss gerichtete Beschwerde von X.________ wies das Verwaltungsgericht des Kantons Aargau am 19. Dezember 2005 ab.
Mit Eingabe vom 28. April 2006 f�hrt X.________ Verwaltungsgerichtsbeschwerde beim Bundesgericht. Sie verlangt die Aufhebung des angefochtenen Urteils und die Verweigerung der umstrittenen Baubewilligung; eventualiter sei die Sache zur Neubeurteilung an die Vorinstanz zur�ckzuweisen. Weiter stellt sie den Verfahrensantrag, es seien Fachgutachten zur Existenzf�higkeit des Zuchtbetriebs sowie zur Vereinbarkeit des Bauvorhabens mit dem Ortsbild- und Denkmalschutz einzuholen.
Die Bauherrschaft und der Gemeinderat Hilfikon ersuchen um Abweisung der Beschwerde. Das Verwaltungsgericht verzichtet auf eine Stellungnahme. Der Regierungsrat hat sich nicht vernehmen lassen. Das Bundesamt f�r Raumentwicklung (ARE) stellt in seiner Vernehmlassung vom 15. August 2006 den Antrag, die Beschwerde gutzuheissen.
Den Verfahrensbeteiligten ist Gelegenheit gegeben worden, sich zu den eingegangenen Eingaben zu �ussern. X.________ hat in der Folge auf weitere Vorbringen verzichtet. Die Bauherrschaft und der Gemeinderat Hilfikon halten an ihren Rechtsbegehren fest. Regierungsrat und Verwaltungsgericht haben sich nicht mehr vernehmen lassen.
Am 1. Januar 2007 sind die Bundesgesetze vom 17. Juni 2005 �ber das Bundesgericht (BGG) und �ber das Bundesverwaltungsgericht (VGG) in Kraft getreten (AS 2006, 1243 und 2212). Da der angefochtene Entscheid vorher ergangen ist, richtet sich das Verfahren in Anwendung von Art. 132 BGG noch nach dem Bundesgesetz �ber die Organisation der Bundesrechtspflege vom 16. Dezember 1943 (OG).
1.1 Nach Art. 34 Abs. 1 des Bundesgesetzes �ber die Raumplanung (RPG; SR 700) in der ebenfalls noch �bergangsrechtlich anwendbaren Fassung vom 20. M�rz 1998 ist die Verwaltungsgerichtsbeschwerde an das Bundesgericht unter anderem zul�ssig gegen Entscheide kantonaler Instanzen �ber die Zonenkonformit�t von Bauten und Anlagen ausserhalb der Bauzonen sowie �ber Bewilligungen im Sinne von Art. 24-24d RPG. Vorliegend wurde eine ordentliche Baubewilligung f�r eine landwirtschaftliche Baute erteilt. Da der Anwendungsbereich von Art. 24 RPG von der Beurteilung der Zonenkonformit�t im Sinne von Art. 22 Abs. 2 lit. a RPG abh�ngt, kann mit Verwaltungsgerichtsbeschwerde auch ger�gt werden, eine Baute oder Anlage sei in zu weitgehender Bejahung der Zonenkonformit�t in der Landwirtschaftszone gem�ss Art. 16 und 22 RPG bewilligt worden (vgl. BGE 123 II 499 E. 1a S. 501 f.). Andere Entscheide letzter kantonaler Instanzen sind endg�ltig; vorbehalten bleibt die staatsrechtliche Beschwerde an das Bundesgericht (Art. 34 Abs. 3 RPG). Das letztere Rechtsmittel wurde vorliegend nicht ergriffen.
1.2 Die Beschwerdef�hrerin wohnt auf dem Gel�nder�cken der Talseite, die dem Hof "D.________" gegen�berliegt, und damit in einiger Entfernung. Ob die entsprechende Sichtverbindung f�r eine Anfechtung des Bauprojekts gen�gt, kann offen bleiben. Die Beschwerdef�hrerin ist unter anderem auch Eigent�merin eines landwirtschaftlichen Grundst�cks, das sich im Talboden in der Nachbarschaft des Hofs "D.________" erstreckt. Hinzu kommt, dass sie dieses Grundst�ck an C.Y.________ zugunsten der Pferdezucht verpachtet hat. Es wurde vom Verwaltungsgericht f�r die Annahme einer gen�genden eigenen Futterbasis und damit f�r die Zonenkonformit�t des umstrittenen Bauprojekts herangezogen. Vor diesem Hintergrund ist die Legitimation der Beschwerdef�hrerin im Sinne von Art. 103 lit. a OG zu bejahen.
1.3 Im Verfahren der Verwaltungsgerichtsbeschwerde wendet das Bundesgericht das Bundesrecht von Amtes wegen an; an die Begr�ndung der Begehren ist es nicht gebunden (Art. 114 Abs. 1 OG in fine). Es kann die Beschwerde aus anderen als den geltend gemachten Gr�nden gutheissen oder den Entscheid mit einer Begr�ndung best�tigen, die von jener der Vorinstanz abweicht (BGE 132 II 257 E. 2.5 S. 262 mit Hinweisen). Da als Vorinstanz eine richterliche Beh�rde entschieden hat, bindet ihre Feststellung des Sachverhalts das Bundesgericht, wenn sie ihn nicht offensichtlich unrichtig, unvollst�ndig oder unter Verletzung wesentlicher Verfahrensbestimmungen festgestellt hat (Art. 105 Abs. 2 OG).
2.1 In der Teilrevision des RPG vom 20. M�rz 1998 sind unter anderem die in der Landwirtschaftszone als zonenkonform geltenden Nutzungen neu gefasst worden (vgl. dazu Ulrich Zimmerli, Zu den Neuerungen im Raumplanungsrecht, recht 2001 S. 89 ff., insb. S. 92 ff.). Die Zonenkonformit�t ist gem�ss Art. 22 Abs. 2 lit. a RPG eine Voraussetzung f�r eine (ordentliche) Baubewilligung.
Wie das Bundesgericht bereits in E. 2.3 des Urteils 1A.134/2002 vom 17. Juli 2003 (in: ZBl 106/2005 S. 158) festgehalten hat, liegt der Raumplanung der Gedanke der geordneten Besiedlung des Landes, der zweckm�ssigen, haush�lterischen Nutzung des Bodens sowie das Gebot der Trennung von Siedlungs- und Nichtsiedlungsgebiet zu Grunde (Art. 75 Abs. 1 BV, Art. 1 RPG). Ziel der Motion Zimmerli vom 3. Oktober 1990 zur Revision des RPG war einerseits die Zonenkonformit�t f�r Bauten in der Landwirtschaftszone neu zu umschreiben und andererseits eine gewisse Lockerung f�r das Bauen ausserhalb der Bauzone zu erreichen.
Art. 3 Abs. 2 lit. a RPG wurde von der Teilrevision vom 20. M�rz 1998 nicht ber�hrt. Nach wie vor sollen der Landwirtschaft gen�gend Fl�chen geeigneten Kulturlandes erhalten bleiben (vgl. Art. 75 BV). Nach der bundesr�tlichen Botschaft kann die Zonenkonformit�t einzelner Bauvorhaben auch unter dem neuen Art. 16a RPG nur bejaht werden, wenn dies zur landwirtschaftlichen oder gartenbaulichen Bewirtschaftung unerl�sslich ist. Die Voraussetzungen der Zonenkonformit�t nach dem neuen Art. 16a RPG seien streng auszulegen und auf Verordnungsstufe n�her zu umschreiben. Es sei jedoch darauf hinzuweisen, dass sich allf�llige Neubauten auf das f�r die landwirtschaftliche T�tigkeit N�tigste zu beschr�nken h�tten (vgl. die Botschaft des Bundesrates vom 22. Mai 1996 zur RPG-Revision, BBl 1996 III 513, 531 f.).
Gem�ss Art. 16a Abs. 1 RPG sind Bauten und Anlagen in der Landwirtschaftszone zonenkonform, wenn sie zur landwirtschaftlichen Bewirtschaftung oder f�r den produzierenden Gartenbau n�tig sind. Nach Abs. 2 dieser Bestimmung bleiben Bauten und Anlagen, die der inneren Aufstockung eines landwirtschaftlichen oder eines dem produzierenden Gartenbau zugeh�rigen Betriebs dienen, in jedem Fall zonenkonform. Der erweiterte Gehalt der Zonenkonformit�t ist in der Raumplanungsverordnung vom 28. Juni 2000 (RPV; SR 700.1) n�her umschrieben (Art. 34-38 RPV; vgl. dazu Stephan H. Scheidegger, Neue Spielregeln f�r das Bauen ausserhalb der Bauzonen, Baurecht 2000, S. 81 ff.). Vorliegend ist zun�chst zu kl�ren, ob die geplante Baute f�r die in Frage stehende landwirtschaftliche Bewirtschaftung n�tig ist. Diese Voraussetzung ist in Art. 34 Abs. 4 lit. a RPV verankert.
2.2 Das Bundesgericht hat unter der Herrschaft von Art. 16 aRPG die selbstst�ndige, bodenabh�ngige Pferdezucht als landwirtschaftliche Nutzung eingestuft (BGE 111 Ib 213 E. 2 S. 216; Urteil 1A.178/1992 vom 15. Oktober 1993, E. 2c, in: ZBl 95/1994 S. 81). Hingegen hat es die Zonenkonformit�t gewerbsm�ssiger St�lle, Reithallen und damit auch der Pferdepension durch Nichtlandwirte verneint (BGE 122 II 160 E. 3b S. 162 f. mit Hinweisen). Die RPG-Revision vom 20. M�rz 1998 hat an dieser Abgrenzung grunds�tzlich nichts ge�ndert. Im Rahmen der Beratungen war eine Mehrheit des Nationalrats der Auffassung, dass Bauten und Anlagen, die dem Reitsport bzw. dem Reiten als Freizeitbesch�ftigung dienen, grunds�tzlich nicht in die Landwirtschaftszone geh�ren. Reithallen, dem Publikum offenstehende Springg�rten und �hnliche Anlagen lassen sich auch seit der genannten Gesetzesrevision nur in Bauzonen oder speziell daf�r ausgeschiedenen Zonen (Art. 18 RPG) verwirklichen (Bundesamt f�r Raumentwicklung [ARE], Erl�uterungen zur Raumplanungsverordnung, Bern 2000/01, Ziff. IV/2.3.1 zu Art. 34 RPV, S. 29). Eine Pferdesportanlage ist auch dann nicht zonenkonform, wenn sie einem Landwirtschaftsbetrieb angegliedert ist, um dessen wirtschaftliche Existenz zu sichern; sie kommt somit nicht als innere Aufstockung im Sinne von Art. 16a Abs. 2 RPG in Frage (Thomas Widmer Dreifuss, Planung und Realisierung von Sportanlagen, Diss. Z�rich 2002, S. 177 f.).
2.3 Das ARE hat im Jahr 2003 die Wegleitung "Pferd und Raumplanung" herausgegeben. Darin wird pr�zisiert, was unter Pferdezucht verstanden wird und welche Bauten und Anlagen dabei f�r die Tierhaltung als n�tig erachtet werden. Von besonderem Interesse sind hier die Ausf�hrungen im Zusammenhang mit dem Ausbildungsplatz.
Nach der Wegleitung kann die Pferdezucht auch die Grundausbildung der Jungpferde umfassen. Der Markt verlange heute nach seri�s ausgebildeten Reit- und Fahrpferden f�r Sport und Freizeit. Wolle der landwirtschaftliche Pferdez�chter diese Nachfrage befriedigen, brauche er eine entsprechende Infrastruktur, um seinen Tieren eine angemessene Grundausbildung geben zu k�nnen. Dabei handle es sich um die reiterliche bzw. fahrerische Erstausbildung der Jungpferde bis zur Stufe "angeritten" bzw. "eingefahren" (z.B. bis zum "Feldtest", der mit den Pferden absolviert werden kann, wenn sie 3-4-j�hrig sind; vgl. Wegleitung, Ziff. B/2.1 und 2.2, S. 10). Die Spezialausbildung von Sportpferden sei demgegen�ber nicht der landwirtschaftlichen Pferdezucht zuzurechnen (Wegleitung, Ziff. C/4, S. 17).
F�r die Grundausbildung von Jungpferden bed�rfe es eines verfestigt angelegten Platzes ohne Hartbelag. Die Abmessungen seien kleiner als die Mindestturniermasse (20 x 40 Meter) zu halten. M�glich sei auch, eine Fl�che von 800 m� zuzugestehen, wenn der Platz einseitig ein deutliches Untermass gegen�ber den Turniermassen aufweise. Zudem k�nne die �berdachung des halben Ausbildungsplatzes bewilligt werden (h�chstens 400 m�; vgl. Wegleitung, Ziff. B/2.5, S. 11). Ausbildungspl�tze seien in kreisf�rmiger (Longierzirkel) oder rechteckiger Form (Dressurviereck) denkbar (Wegleitung, Anhang 4, S. 27 f.).
2.4 Im angefochtenen Urteil wird erwogen, die Grundausbildung der Jungpferde bestehe hier darin, dass diese alle Disziplinen des sog. "Reining" beherrschten. Die �berdachung einer Fl�che von 400 m� des Ausbildungsplatzes halte sich an die bei E. 2.3 er�rterten Empfehlungen des ARE. Alternativen f�r das Bauvorhaben gebe es auf dem Hofgel�nde keine. Die Betriebsnotwendigkeit sei folglich zu bejahen.
Das ARE erhebt in seiner Stellungnahme zur Beschwerde Einw�nde gegen die Betriebsnotwendigkeit. Es macht darauf aufmerksam, dass der bewilligte Ausbildungsplatz Turniermasse aufweist; die teilweise �berdachung eines derart angelegten Platzes sei aus Sicht der Zonenkonformit�t nicht unproblematisch. Hinzu komme, dass das umstrittene Bauvorhaben nicht nur eine �berdachung im Sinne der Wegleitung, sondern eine vollst�ndige Einwandung auf zwei Seiten vorsehe; dies sei nicht n�tig. Das Zureiten sei grunds�tzlich auch bei ung�nstigen Witterungsverh�ltnissen und tiefen Temperaturen im Freien m�glich. Aus Gr�nden der Sicherheit und zum Schutz gegen Verletzungsgefahren dr�nge es sich allerdings auf, dass die Jungpferde bei tiefen Temperaturen an einem gesch�tzten Platz eingelaufen werden k�nnten. Dazu bed�rfe es keiner geschlossenen Halle; vielmehr gen�ge ein gedeckter Unterstand, d.h. eine bloss �berdachte Baute ohne Seitenw�nde.
Diesen Vorbringen h�lt die Beschwerdegegnerin entgegen, bereits bei der Grundausbildung von Quarter Horses w�rden im Hinblick auf das "Reining" sog. sliding stops (mit auf dem Boden rutschender Hinterhand) trainiert. Die deswegen gegebene besondere Verletzungsgefahr erfordere einen m�glichst gleich bleibenden Untergrund; dies sei bei einer einfachen �berdachung nicht gew�hrleistet.
2.5 Es ist grunds�tzlich nicht zu beanstanden, wenn in der Wegleitung "Pferd und Raumplanung" bei einem Pferdezuchtbetrieb eine minimale Infrastruktur f�r die Grundausbildung der Tiere als notwendig erachtet wird. In diesem Zusammenhang l�sst sich auch die teilweise �berdachung des Ausbildungsplatzes rechtfertigen, soweit eine solche f�r die Sicherheit von Reiter und Pferd geboten ist. Weiter ist es zwar richtig, dass die Grundausbildung bei Reitpferden ein Zureiten bedingt; Bauten und Anlagen f�r das Zureiten sind aber in der Landwirtschaftszone nur dann zonenkonform, wenn sichergestellt ist, dass die f�r das Zureiten bewilligte Infrastruktur nicht leichthin zu Reitsportzwecken entfremdet werden kann. Bei der Grundausbildung kann es nicht um mehr gehen als um das Erlernen der Grundgangarten wie Schritt, Trab und Galopp. Zu Recht wird daher in der Wegleitung Wert darauf gelegt, dass die Turniermasse im Hinblick auf die Gr�sse von Bauten und Anlagen f�r die Grundausbildung deutlich zu unterschreiten sind (vgl. Urteil 1A.256/2005 vom 10. M�rz 2006, E. 3). Im Hinblick auf die Grundausbildung soll die �berdachung - anders als bei der Reithalle - nur dem Warmlaufen und nicht dem eigentlichen Training der Tiere dienen. Das Zureiten als landwirtschaftliche (Neben-)T�tigkeit hat grunds�tzlich im Freien stattzufinden. Dies kann bedeuten, dass gegebenenfalls je nach klimatischen Bedingungen auf Galopp�bungen verzichtet werden muss.
2.6 Die Vernehmlassung der Beschwerdegegnerin l�sst darauf schliessen, dass die geplante Baute f�r die Pferdedressur, verstanden als sportliche Bet�tigung, und nicht f�r die Grundausbildung der Tiere bestimmt ist. Beim Reining handelt es sich um die Disziplin Dressur des Westernreitens; diese wird im Galopp geritten. Das Reining geh�rt heute zu den offiziell anerkannten Disziplinen des Pferdereitsports. Der rasante Stopp (sliding stop) ist ein Dressurelement des Reining (vgl. Brockhaus Enzyklop�die in 30 B�nden, 21. Auflage 2006, Band 21, Stichwort "Pferdesport", und Band 22, Stichwort "Reining"). Selbst wenn der Galopp bei Quarter Horses als speziell gez�chteten Westernpferden bereits in der Grundausbildung eine besondere Rolle spielen sollte, kann dieser Umstand zu keinem anderen Ergebnis f�hren. Um den landwirtschaftlichen Charakter der Landwirtschaftszone zu bewahren, muss ein allgemeiner Massstab f�r die zonenkonformen T�tigkeiten angelegt werden, die zu entsprechenden baulichen Nutzungen berechtigen. Auch bei der Zucht hochwertiger Reitpferde f�r den Spitzensport erweisen sich in der Landwirtschaftszone nur Bauten und Anlagen f�r eine Grund- und nicht f�r eine Spezialausbildung der Tiere als zonenkonform.
2.7 F�r die Annahme einer nicht zonenkonformen Reithalle spricht hier auch der Gesamteindruck des �usseren Erscheinungsbilds.
Die geplante Baute ist nach S�den und Westen hin vollst�ndig sowie gegen Osten teilweise geschlossen; ganz offen ist sie nur nach Norden, wohin sich der Ausbildungsplatz erstreckt. Weiter weist sie eine Geb�udeh�he von 4.7 Metern auf; dar�ber soll sich ein Satteldach mit einer Firsth�he von 8.1 Metern spannen. Eine einfache �berdachung k�nnte hingegen bei offenen Seitenw�nden deutlich niedriger gehalten werden. Damit sind weder die weitgehende seitliche Abschliessung noch die geplante Geb�udeh�he notwendig f�r den landwirtschaftlich zul�ssigen Zweck des Zureitens.
Ausserdem ist der Grundriss von 21 x 20 Metern so angelegt, dass die bestehenden 800 m� Bewegungsfl�che des Ausbildungsplatzes f�r die Pferde in keiner Weise verringert werden. Auch wenn die offene Halle nur rund die H�lfte des Ausbildungsplatzes bedeckt, wird mit einem derartigen Grundriss im Ergebnis das ganzj�hrige Dressurtraining erm�glicht. Es liegt auf der Hand, dass sich eine derartige Sportanlage f�r das Training aller Pferde auf dem Hof und nicht nur der Jungtiere anbietet. Dar�ber hinaus kann aufgrund der nahen Kantonsstrasse auch nicht ausgeschlossen werden, dass die offene Halle schliesslich Drittnutzern zu Trainingszwecken zur Verf�gung gestellt wird. Eine Aussch�pfung der Richtgr�sse von 400 m� �berdachter Fl�che gem�ss der Wegleitung "Pferde und Raumplanung" geht deshalb vorliegend nicht an.
2.8 Zusammengefasst ergibt sich, dass das geplante Vorhaben die Zonenkonformit�t sprengt. Die vom Regierungsrat angeordneten Auflagen betreffen im Wesentlichen die talseitige Anpflanzung von B�umen und ein Benutzungsverbot nach Art. 16b RPG f�r den Fall, dass kein bodenabh�ngiger landwirtschaftlicher Betrieb mehr gegeben sein sollte. Auf diese Auflagen ist nicht n�her einzugehen; sie verm�gen an der fehlenden Zonenkonformit�t der fraglichen Baute nichts zu �ndern. Bei diesem Ergebnis kann offen bleiben, ob der Betrieb der Beschwerdegegnerin �berhaupt als landwirtschaftlich zu qualifizieren ist. Damit wird auch der Verfahrensantrag der Beschwerdef�hrerin um Einholung eines unabh�ngigen Gutachtens zur langfristigen Existenzf�higkeit dieses Betriebs gegenstandslos.
Eine Bewilligung des Vorhabens nach Art. 24-24d RPG wurde von der Beschwerdegegnerin im kantonalen Verfahren nicht (explizit) verlangt. Da das Verwaltungsgericht die Zonenkonformit�t - zu Unrecht - bejahte, setzte es sich mit der M�glichkeit einer Ausnahmebewilligung nach Art. 24 ff. RPG nicht auseinander. Es ist nicht Aufgabe des Bundesgerichts, erstinstanzlich eine derartige rechtliche W�rdigung vorzunehmen und die Parteien dazu anzuh�ren. Dies f�hrt zur R�ckweisung des Verfahrens an die Vorinstanz in diesem Punkt.
Um unn�tige Weiterungen zu vermeiden, ist bereits an dieser Stelle eine Behandlung mit dem weiteren Verfahrensantrag der Beschwerdef�hrerin zur Einholung eines Gutachtens betreffend Ortsbild- und Denkmalschutz sowie mit der damit in Zusammenhang stehenden Geh�rsr�ge gerechtfertigt. Es ist nicht zu beanstanden, wenn das Verwaltungsgericht die im kantonalen Verfahren abgegebene W�rdigung des Bauprojekts durch die kantonalen Fachstellen als ausreichende Entscheidungsgrundlage erachtet hat. Insbesondere hat die kantonale Denkmalpflege erhebliche Bedenken gegen das Bauvorhaben aus denkmalpflegerischer Sicht ge�ussert und Empfehlungen zur �berarbeitung abgegeben; bei diesen Empfehlungen wurde der historische Bezug zwischen dem Hof "D.________" und der Schlossanlage Hilfikon, die auf dem Gel�nder�cken der gegen�berliegenden Talseite liegt, einbezogen. Den Anliegen wurde mit den vom Verwaltungsgericht best�tigten Auflagen des Regierungsrats nur teilweise Rechnung getragen. Im Wesentlichen teilt die Beschwerdeschrift die Bedenken der kantonalen Denkmalpflege; auf die Gewichtung der Argumente kommt es dabei nicht entscheidend an. Bei dieser Sachlage ist kein Bedarf an einem zus�tzlichen unabh�ngigen Fachgutachten erkennbar. Durch die Abweisung des entsprechenden Verfahrensantrags hat das Verwaltungsgericht das rechtliche Geh�r der Beschwerdef�hrerin nicht verletzt.
Nach dem Gesagten dringt die Beschwerde im Eventualantrag durch. Das angefochtene Urteil ist aufzuheben und die Angelegenheit an das Verwaltungsgericht zur Fortsetzung des Verfahrens im Sinne der vorstehenden Erw�gungen zur�ckzuweisen.
Bei diesem Verfahrensausgang sind die Geb�hren des bundesgerichtlichen Verfahrens der im Wesentlichen unterliegenden Beschwerdegegnerin aufzuerlegen (Art. 156 Abs. 1 OG). Diese hat die Beschwerdef�hrerin angemessen zu entsch�digen (Art. 159 Abs. 2 OG).
Die Verwaltungsgerichtsbeschwerde wird gutgeheissen. Das Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Aargau vom 19. Dezember 2005 wird aufgehoben. Die Angelegenheit wird zur Fortf�hrung des Verfahrens im Sinne der Erw�gungen an die Vorinstanz zur�ckgewiesen.
Die Beschwerdegegnerin hat die Beschwerdef�hrerin f�r das bundesgerichtliche Verfahren mit Fr. 2'000.-- zu entsch�digen.
Dieses Urteil wird den Parteien, dem Gemeinderat Hilfikon, dem Regierungsrat, Rechtsdienst, und dem Verwaltungsgericht des Kantons Aargau, 3. Kammer, sowie dem Bundesamt f�r Raumentwicklung schriftlich mitgeteilt.

References: Art. 16
 Art. 132
 Art. 34
 Art. 24
 Art. 24
 Art. 22
 Art. 16
 BGE 
 Art. 103
in fine
 Art. 22
 Art. 1

Art. 3
 Art. 75
 Art. 16
 Art. 16
 Art. 16
 Art. 34
 Art. 16
 Art. 34
 Art. 16
 Art. 16
 Art. 24
 Art. 24