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Timestamp: 2018-01-24 12:39:42+00:00

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PPT - Dipl.-Ing.( FH ) Wulf Schneider Ã¶ffentlich bestellter und vereidigter SachverstÃ¤ndiger fÃ¼r das StraÃenbauer- PowerPoint Presentation - ID:539921
Dipl.-Ing.( FH ) Wulf Schneider Ã¶ffentlich bestellter und vereidigter SachverstÃ¤ndiger fÃ¼r das StraÃenbauer- PowerPoint Presentation
Dipl.-Ing.( FH ) Wulf Schneider Ã¶ffentlich bestellter und vereidigter SachverstÃ¤ndiger fÃ¼r das StraÃenbauer-
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Dipl.-Ing.( FH ) Wulf Schneider Ã¶ffentlich bestellter und vereidigter SachverstÃ¤ndiger fÃ¼r das StraÃenbauer- - PowerPoint PPT Presentation
Dipl.-Ing.( FH ) Wulf Schneider öffentlich bestellter und vereidigter Sachverständiger für das Straßenbauer- und Pflastererhandwerk. Regelwerke für Pflasterdecken.
PowerPoint Slideshow about 'Dipl.-Ing.( FH ) Wulf Schneider Ã¶ffentlich bestellter und vereidigter SachverstÃ¤ndiger fÃ¼r das StraÃenbauer- ' - milly
© www.pflasterberatung.de 05.2008
Dipl.-Ing.( FH ) Wulf Schneider öffentlich bestellter und vereidigter Sachverständiger für das Straßenbauer- und Pflastererhandwerk
für Pflasterdecken
© www.pflasterberatung.de 05.2008Dipl.-Ing.( FH ) Wulf Schneideröffentlich bestellter und vereidigter Sachverständiger für das Straßenbauer- und Pflastererhandwerk
Europäische Normung :
„freier Austausch von Waren“
„Abbau technischer Handelshemmnisse“
„ Vereinheitlichung der technischen Anforderungen“
Grundlage der Europäischen Normung :
RICHTLINIE DES RATES vom 21. Dezember 1988 zur Angleichung der Rechts - und Verwaltungsvorschriften der Mitgliedstaatenüber Bauprodukte (89/106/EWG)
„Es obliegt den Mitgliedstaaten sicherzustellen,
dass auf ihrem Gebiet die Bauwerke des Hoch - und des Tiefbaus derart entworfen und ausgeführt werden,
dass die Sicherheit der Menschen, der Haustiere und der Güter nicht gefährdet ist
und andere wesentliche Anforderungen im Interesse des Allgemeinwohls beachtet werden.“
Grundlage der Europäischen Normung (89/106/EWG)
„schaffen der wesentlichen Anforderungen als Grundlage für die Erstellung harmonisierter Normen für Bauprodukte auf europäischer Ebene.
um den größten Nutzen für einen einheitlichen Binnenmarkt zu verwirklichen,
möglichst vielen Herstellern den Zugang zu diesem Markt zu eröffnen,
eine größtmögliche Markttransparenz zu gewährleisten
und die Voraussetzungen für ein harmonisiertes Gesamtregelwerk im Bauwesen zu schaffen,“
„Es sollen so weit und so schnell wie möglich harmonisierte Normen geschaffen werden.“
CEN =
Comité Europèen de Normalisation
erteilt den Auftrag zur Erarbeitung der harmonisierten Normen
Mitglieder (1989):alle Staaten der EWG + Tschechien + Schweiz
Entwurf der Europäischen Norm durch Technische Komitees (TC)
TC 246 = Natursteine
TC 178 = Pflastersteine, Platten, Bordsteine
TC 154 = Gesteinskörnungen
WG 1 / Arbeitsgruppe 1 : Betonprodukte
EN 1338 Pflastersteine aus Beton (Anforderungen u. Prüfverfahren)
EN 1339 Platten aus Beton (Anforderungen u. Prüfverfahren)
EN 1340 Bordsteine aus Beton (Anforderungen u. Prüfverfahren)
WG 2 / Arbeitsgruppe 2 : Natursteinprodukte
EN 1341 Platten aus Naturstein für Außenbereiche (Anforderungen u. Prüfverfahren)
EN 1342 Pflastersteine aus Naturstein für Außenbereiche (Anforderungen u. Prüfverfahren)
EN 1343 Bordsteine aus Naturstein für Außenbereiche (Anforderungen u. Prüfverfahren)
WG 3 / Arbeitsgruppe 3 : Pflasterziegel
EN 1344 Pflasterziegel (Anforderungen u. Prüfverfahren)
Entwurf der Europäischen Norm durch Technische Komitees
Bearbeitung durch nationale Gremien
Fachliche Arbeit im DIN Normenausschuss ( NA)
Entsendung von Delegationen zu Sitzungen von Technischen Komitees (TC),
die Benennung von Experten für Arbeitsgruppen (WG),
Einsetzen eines Arbeitsausschusses („Spiegelausschuss“), für die fachliche Betreuung.
1. Arbeitsentwurf ( „Working draft“)
2. Entwurf („Comitee draft“ )
Umfrage und weitere Bearbeitung bei den CEN – Mitgliedsstaaten
3. Entwurf ( „prEN“ )
Noch mögliche kleinere redaktionelle Bearbeitungen
Schlussentwurf („final draft“ )
Abstimmung der CEN-Mitglieder („formal vote“) über die Annahme der Norm
Annahme und Übernahme in nationales Recht
Annahme und Übernahme in nationales Recht :
9 Monate für die Anpassung nationaler Rechts- und Verwaltungsvorschriften
Verfügbarkeit der harmonisierten Norm
Offizielle Benachrichtigung der Mitgliedsstaaten über die Fertigstellung
Verpflichtung nationaler Normeninstitute zur Übersetzung und Veröffentlichung
Anpassung der vorhandenen technischen Regelwerke
EN 1338 -> DIN EN 1338 Pflastersteine aus Beton Anforderungen und Prüfverfahren
EN 1339 -> DIN EN 1339 Platten aus Beton Anforderungen und Prüfverfahren
EN 1340 -> DIN EN 1340 Bordsteine aus Beton	Anforderungen und Prüfverfahren
DIN 483 : 2004 Bordsteine aus Beton, Formen Maße, Kennzeichnung
EN 1341 -> DIN EN 1341 Platten aus Naturstein für Außenbereiche Anforderungen und Prüfverfahren
EN 1342 -> DIN EN 1342 Pflastersteine aus Naturstein für Außenbereiche Anforderungen und Prüfverfahren
EN 1343 -> DIN EN 1343 Bordsteine aus Naturstein für Außen- bereiche Anforderungen und Prüfverfahren
DIN 482 : 2002 Straßenbordsteine aus Naturstein
EN 1344 -> DIN EN 1344 Pflasterziegel Anforderungen und Prüfverfahren
DIN 18503 : 2004 Pflasterklinker
12 Monate Koexistenzphase (nationale Norm oderEuropa-Norm )
Ankündigung der europäisch harmonisierten Norm
Anwendung der nationale Norm oder der europäischen Norm
Nach 12 Monaten :
Zurückziehen der nationalen Norm, es darf nur noch die DIN ENangewendet werden.Bauprodukte, die harmonisierten Normen entsprechen, dürfen nicht verwendet werden,
wenn sie nicht „CE“ gekennzeichnet sind!
Pflaster, Platten, Bordsteine
Konformitätserklärung /Definition nach ISO/IEC 17000 :
„(Konformitäts-) Erklärung =
Erstellen einer Bestätigung durch den Anbieter.“
(Bestätigung = Konformitätsaussage auf der Grundlage
einer Entscheidung, die der Bewertung folgt, dass die Erfüllung festgelegter Anforderungen dargelegt wurde)
Durch das europäische Konformitätszeichen „CE“ erklärt der Hersteller die Übereinstimmung mit den in Europa harmonisierten Anforderungen.
Auszug aus Bauproduktengesetz( 1998 / Fassung 2004)
„§ 4 Allgemeine Anforderungen
(1) Ein Bauprodukt darf nur in den Verkehr gebracht und frei gehandelt werden, wenn es brauchbar nach § 5 und auf Grund nachgewiesener Konformität nach § 8 mit der CE - Kennzeichnung nach § 12 Abs. 1 gekennzeichnet ist.“
Dipl.-Ing.( FH ) Wulf Schneider - öffentlich bestellter und vereidigter Sachverständiger für das Straßenbauer- und Pflastererhandwerk
Merkblatt für Flächenbefestigungen mit Pflasterdecken und Plattenbelägen, Teil 1 (Regelbauweise, ungebundene Ausführung) M FP 1Im September 2003 ist das überarbeitete Merkblatt für Flächen-befestigungen, zuletzt geändert und ergänzt 1994, als neues Merkblatt „MF P 1“ herausgegeben worden.
Im Merkblatt MF P 1 enthälttechnische Hinweise für die Planung, Ausführung und Erhaltung von Pflasterdecken und Plattenbelägen.
Das Merkblatt gibt Hinweisezur Verarbeitung von
Pflastersteinen bis zu einer Kantenlänge von 320 mm (Nennmaß) und von Platten bis zu einer Kantenlänge von 600 mm (Nennmaß)
Gegenüber dem bisherigen Merkblatt sind umfangreiche Änderungen enthalten, z.B. :
Nr. 2.1 Allgemeines:
Pflasterdecken mit erhöhten Beanspruchungen können größere Dicken der Pflastersteine erfordern, als in der RStO festgelegt.
Erhöhte Beanspruchungen liegen z.B. vor, bei
spurfahrendem Verkehr oder engen Kurven,
häufigen Brems- und Beschleunigungsvorgängen,
Kreuzungen und Einmündungen,
Längsneigungen über 6 %,
Bereiche mit hohen statischen Lasten und Bereiche in denen schwere Fahrzeuge auf engem Raum rangieren.
Dipl.-Ing.( FH ) Wulf Schneideröffentlich bestellter und vereidigter Sachverständiger für das Straßenbauer- und Pflastererhandwerk
Nr. 2.2 Unterlage
Die Unterlage der Pflasterdecke / des Plattenbelages mussdauerhaftwasserdurchlässig sein. Es wird eine Anforderung anden kf - Wert genannt ( „ca.10-5“) und einPrüfverfahren ( nach MwdB ) genannt.
Die Unterlage der Pflasterdecke / des Plattenbelages mussdauerhaftwasserdurchlässig sein.
Nr. 2.3 Dicke der Schichten
Das Tragverhalten von Pflastersteinen / Platten ist von deren Geometrie ( Länge / Breite / Dicke ) abhängig. Bei hohen Horizontalbeanspruchungen ist dies besonders zu beachten. Für solche Flächen sind Pflastersteine miteinem kleinen Verhältnis von Länge zu Dicke ( in Fahrtrichtung gesehen ) besonders zur empfehlen.
Nr. 2.4 Entwässerung der Oberfläche
Zur Ausführungsplanung gehört auch eine eine Entwässerungsplanung.
Kann die regelgerechte Mindestquerneigung nicht eingehalten werden, muss durch besondere Maßnahmen eine ausreichende Entwässerung sichergestellt werden.
Nr. 2.5 Verband, Verbund
„... Verbundwirkung nur bei Verwendung eines geeigneten Fugenmaterials und vollständig gefüllten Fugen ...“
Günstig ist ein Verband, diagonal zur Fahrrichtung.
Ungünstig sind Verbände mit parallel zur Fahrtrichtung verlaufenden Fugen.
Nr. 2.6 Anschlüsse
Verweis auf ZTV P-StB
Nr. 2.7 Verlegung in Kurven
Das Verlegen von Kurven wird beschrieben, Verziehen der Fugen ist nicht erlaubt („...sollte die regelgerechte Fugenbreite eingehalten werden.“)
Zwickelflächen nur mit Pflaster / Platten gleicher Dicke
Nr. 2.8 Randausbildung
„... Benötigen eine der Verkehrsbelastung angepasste Randeinfassung.“
Nr. 3 Baustoffe
Nr. 3.1 Gesteinskörnungen für Bettungen
Gemische für befahrene Verkehrsflächen sollennur verwendet werden, wenn eine positive Langzeiterfahrungen mit diesem Material bei vergleichbarer Beanspruchung vorliegt
Es wird ein Sieblinienbereich empfohlen, auf die Filterstabilität wird hingewiesen.
Nr. 3.2 Gesteinskörnungen für Fugenfüllungen
Die Fugenfüllung sollte so beschaffen sein, dass sie
sich in die Fugen einbringen lässt,
dem Aussaugen durch Fahrzeugverkehr oder Saugkehrmaschinen möglichst großen Widerstand entgegensetzt,
die entstehenden statischen und dynamischen Belastungen dauerhaft auf die angrenzenden Pflastersteine oder Platten überträgt,
nicht in die Bettung absinken kann.
Es wird ein Sieblinienbereich empfohlen, der sich filterstabil zum Bettungsmaterial verhält.
Nr. 4 Ausführung
Nr. 4.2 Bettung
Einbau überhöht, profilgerecht abziehen über Lehren, möglichst gleichmäßige Lagerungsdichte über die gesamte Fläche,
Bei maschineller Verlegung von Betonsteinpflaster „kann es vorteilhaft sein“ die Bettung vorzuverdichten.
Nr. 4.3 Verlegung, Versetzen
„... sind fluchtgerecht, an den Fugen höhengleich, unter Einhaltung des vereinbarten Verbandes und der regelgerechten Fugenbreite zu verlegen oder zu versetzen.“
„Die Fugenbreite für Natursteinpflaster sollte bei Verkehrsflächen der Bauklassen III und IV in Kopfhöhe 10 mm und in Fußhöhe 20 mm nichtüberschreiten. Dies erfordert bearbeitete oder besonders sortierte Pflastersteine.
„Betonpflastersteine, Pflasterziegel und Pflasterklinker werden von der bereits verlegten Fläche aus verlegt.
„Bei der Herstellung von Natursteinpflaster wird von der Bettung aus gearbeitet.“
Nr. 4.4 Verfugen, Abrütteln, Abrammen, Einschlämmen
Flächen säubern, bei besonderen Oberflächen Rüttelplatte mit Kunststoffschürze.
Nr. 4.5 Dehnungsfugen
Nr. 4.6 Verkehrsfreigabe
Nr. 4.7 Lage, Toleranzen
Nr. 4.7.1 Höhen und Unebenheiten
Nr. 4.7.2 Querneigungen
Nr. 4.7.3 Dicke der Bettung
Hinweis auf ZTV P-StB !
Nr. 4.8 Randausbildung
„... Fundament und Rückenstütze aus Beton C 12/15“
„... zweilagig frisch in frisch einbauen,“
Die untere Lage, ca. 2/3 der Gesamthöhe, ist durch Stampfen verdichten, zweite Lage so überhöhen, dass die Sollhöhe nach dem Verdichten erreicht wird,
„5 mm Fugen, unverfugt“
„Die Fugen zwischen den Randeinfassungselementen im oberen rückwärtigen Bereich sollten geschlossen werden, wenn eine Pflasterdecke oder Plattenbelag mit ungebundener Fugenfüllung anschließt.“
Nr. 4.9 Rinnenpflaster, Rinnenplatten, Muldensteine
Dicke des Fundaments 20 cm, Fugen sollten mit Mörtel nach MFP 2 gefüllt werden, Dehnungsfugenabstand 15 m.
Nr. 5 Bautechnische Hinweise für besondere örtliche Gegebenheiten
Nr. 5.1 Allgemeines
“Besondere örtliche Gegebenheiten erfordern dem entsprechende besondere bautechnische Maßnahmen.“
Nr. 5.2 Überdachte Flächen
“Ungebundene Fugenfüllungen, die nicht direkt von natürlichen Niederschlägen beansprucht werden, können sich nicht oder nur sehr langsam verfestigen.”
“Deshalbsollten hier nur Fugenbreiten von 3 bis 5 mm ausgeführt werden und die Flächen ausschließlich von Hand gereinigt werden.”
Nr. 5.3 Stark geneigte Flächen
“Von Fahrzeugen benutzte Flächen ab 6% Längsneigung, sind besondere Maßnahmen erforderlich, hier solltenPflastersteine mithoher Verbundwirkung gewählt werden.”
“Ist dies nicht möglich müssen Verbände ausgeführt werden, die eine Lastverteilung auf alle Steinseiten ermöglichen (Diagonal- oder Fischgrätverband) und einem Ausspühlen der Fugen entgegenwirken.”
Nr. 6 Erhaltung
Pflasterdecken / Plattenbeläge sollten so gereinigt werden, dass dabei möglichst kein Fugenmaterial aufgenommen wird.
Erst nach einem Jahr Liegedauer sollte maschinell gereinigt werden.
Ist dies nicht möglich, muss auf vertikal - saugende Beanspruchung verzichtet werden.
Fehlendes Fugenmaterial muss ersetzt werden.
Verformungen, die eine Pfützenbildung verursachen, sollten schnell beseitigt werden.
Vergabe- und Vertragsordnung für Bauleistungen, VOB Teil B Allgemeine Vertragsbedingungen für die Ausführung von Bauleistungen (Fassung 2006):
§ 13Mängelansprüche
„1. Der Auftragnehmer hat dem Auftraggeber seine Leistung zum Zeitpunkt derAbnahme frei von Sachmängeln zu verschaffen. Die Leistung ist zur Zeit der Abnahme frei von Sachmängeln, wenn sie die vereinbarte Beschaffenheit hat und den anerkannten Regeln der Technik entspricht. Ist die Beschaffenheit nicht vereinbart, so ist die Leistung zur Zeit der Abnahme frei von Sachmängeln,
b) für die gewöhnliche Verwendung eignet und eine Beschaffenheit aufweist, die bei Werken der gleichen Art üblich ist und die der Auftraggeber nach der Art der Leistung erwarten kann.“
„5. (1) Der Auftragnehmer ist verpflichtet, alle während der Verjährungsfrist hervortretenden Mängel, die auf vertragswidrige Leistung zurückzuführen sind, auf seine Kosten zu beseitigen, wenn es der Auftraggeber vor Ablauf der Frist schriftlich verlangt.“
Die Überwachung und gegebenenfalls die Beseitigung des durch „Verschleiß“ ausgetragenen Fugenmaterials kann im Regelfall nicht Sache der Auftragnehmerin im Rahmen Ihrer Verpflichtung zur Beseitigung entstandener Mängel sein.
Wie schon in VOB/B § 13 Nr. 5 Satz 1 ausgeführt besteht diese vorstehend genannte Verpflichtung nur bei „hervortretenden Mängel, die auf vertragswidrige Leistung zurückzuführen sind ...“ .
Bei mängelfreier Abnahme muss davon ausgegangen werden, dass eine „vertragswidrige Leistung“ nicht vorlag.
Nr. 7 Hinweise zur Beurteilung
Nr. 7.1 Allgemeines
Gestalterische Wirkung durch Bemusterung / ausreichend große Muster-fläche vor der Ausführung festlegen,
Struktur und Oberfläche ändern sich durch Alterung und Verschmutzung des Belages.
Nr. 7.2 Verband, Fugenbreite, Fugenverlauf
Der Verband muss gleichmäßig ausgeführt sein.
Unter- und Überschreitungen der regelgerechten Fugenbreite sind nur dann unbedenklich, wenn die Stabilität und die Nutzungssicherheit der Decke dauerhaft nicht gefährdet ist.
Nr. 7.3 Kantenabplatzungen
können an mängelfrei gelieferten Pflastersteinen und Platten als Folge unsachgemäßer Ausführung auftreten.
Nr. 7.4 Farb- und Strukturabweichungen
Bei Natursteinerzeugnissen, Klinker (Ziegel-) und Betonerzeugnissen können Farb- und Strukturabweichungen auftreten,
bei Naturstein herkunftsbedingt,
bei Klinker und Betonerzeugnissen rohstoff- und fertigungsbedingt.
(Einführung mit ARS Nr. 23/2006 vom 29.08.2006)
Die "Zusätzlichen Technischen Vertragsbedingungen und Richtlinien zur Herstellung von Pflasterdecken, Plattenbelägen und Einfassungen" (ZTV Pflaster-StB) sind in Verbindung mit den
"Technischen Lieferbedingungen für Bauprodukte zur Herstellung von Pflasterdecken, Plattenbelägen und Einfassungen" (TL Pflaster-StB) bei der Herstellung von Pflasterdecken und Plattenbelägen in ungebundener Ausführung (Regelbauweise) auf Verkehrsflächen anzuwenden.
Die (ZTV Pflaster-StB) sind darauf abgestellt, dass die
VOB/C ATV DIN 18299 mit ATV DIN 18318 Vertragsbestandteil sind.
Die mitRandstrich im Text gekennzeichneten Absätze, sind „Zusätzliche TechnischeVertragsbedingungen“im Sinn von§ 1Nummer 2 d VOB Teil B -DIN 1961- wenn die ZTV Pflaster-StB Bestandteil des Bauvertrages ist.
Nr. 1.4.2 Unterlage ( Empfehlungen )
„Unterlage“ = Bereich unter der Pflasterdecke / Plattenbelag
Ebenheit ( Empfehlung ) = 1 cm/4-m-Richtlatte
Tragschichten müssen
Ungebundene Tragschicht nach ZTV SoB-StB 04
“Körnungslinie an der unteren Grenze des vorgeschriebenen Sieblinienbereiches”
„bei Verkehrsbelastungen der Bauklassen III und IV RStO sollte mindestens ein Verformungsmodul von 180 MN/m² auf der oberen Tragschicht erreicht werden.“
Gebundene Tragschichten :
Asphalttragschicht nach dem “Merkblatt für wasserdurchlässige Asphaltbefestigungen” (M WDA) – in Vorbereitungaber wasserdurchlässig mit > 18 % Hohlraumgehalt ( Merkblatt FGSV 947 „Wasserdurchlässige Befestigungen“, Nr. 5.4 )
Betontragschicht nach dem „Merkblatt für Dränbetontragschichten“ ( FGSV 827 ) jedoch mit höherenAnforderungen an die Druckfestigkeit( DBT Druckfestigkeit = 8 N/mm² i.M., MwdB = 20 N/mm² i.M. )
„Empfohlen werden Asphalttragschichten nach M WDA, wobei sich ein Hohlraumgehalt von ca. 16 Vol.-% als günstig erwiesen hat. Asphalttragschichten mit deutlich höheren Hohlraumgehalten sollten unter hoch belasteten Pflasterdecken aufgrund möglicher Tragfähigkeitsprobleme nicht eingebaut werden, niedrigere Hohlraumgehalte gefährden eine ausreichende Versickerungsfähigkeit.“
Nr. 1.4.3 Dicke der Schichten( Empfehlungen )
Verkehrsflächen mit hohen Horizontalbelastungen, Steigungen, Rangierflächen, Verzögerungs- und Beschleunigungsstrecken, erfordern eine Abwägung, ob Steine höherer Dicke eine Erhöhung der Stabilität bewirken können.
Pflastersteine bis 60 mm Dicke sind für Verkehrsflächenungeeignet.
Nr. 1.4.4 Entwässerung der Oberfläche( Empfehlungen )
„... ist die Erstellung eines Entwässerungsplanesunerlässlich.“
Nr. 1.4.5 Verband, Verbund( Vertragsbestandteil )
Kreuzfugenverbände sind vorher ausdrücklich zu vereinbaren.
Nr. 1.4.6 Anschlüsse( Vertragsbestandteil )
Bei zugearbeiteten Pflastersteinen/Platten darf die Länge der verbleibenden kürzere Seite nicht weniger als die Hälfte der längsten Seite des unbearbeiteten Steines/Platte betragen.
Zuarbeiten nur mit Nassschnitt, oder besondere Vereinbarung.
Nr. 1.5 Bauprodukte ( Vertragsbestandteil )
„Bauprodukte zur Herstellung von Pflasterdecken, Plattenbelägen und Einfassungen müssen die Anforderungen der TL Pflaster-StB erfüllen“
Empfehlung :Verkehrsflächen der Bauklassen III und IV mit Bettungsmaterial SZ 22 ( LA 25 ) gem. TL Gestein-StB, bei besonderen Belastungen Bettungsmaterial SZ 18 ( LA 20 ).
Fugenmaterial ( filterstabil zum Bettungsmaterial )
Baustoffgemische nach TL Pflaster-StB 0/4, 0/5, 0/8, 0/11 mm
Verkehrsflächen der Bauklassen III und IV mithohem Anteil an gebrochenem Material ( Kategorie C 90/3 TL Gestein, Anhang H )
Empfehlung : Fugenschluss mit Gesteinskörnungen mit hohem Feinanteil.
„Bauprodukte zur Herstellung von Pflasterdecken, Platten-belägen und Einfassungen müssen die Anforderungen der TL Pflaster-StB erfüllen.“
Pflastersteine aus Beton ( Gesamtlänge bis 320 mm )	DIN EN 1338
Pflasterziegel	DIN EN 1344
DIN 18 503 Pflasterklinker , Klinkerplatten, Bordklinker
Pflastersteine aus Naturstein DIN EN 1342
Platten aus Beton ( Gesamtlänge bis 600 mm)	DIN EN 1339
Platten aus Naturstein	DIN EN 1341
Ziegelplatten	DIN EN 1344
Bordsteine aus Beton	DIN EN 1340
DIN 483:2005 Bordsteine aus Beton – Formen, Maße, Kennzeichnung
Bordsteine aus Naturstein DIN EN 1343
DIN 482:2002 Straßenbordsteine aus Naturstein
Nr. 2 Ausführung ( Vertragsbestandteil )
Nr. 2.2 Bettung
Bettungsmaterial muss gleichmäßig gemischt und gleichmäßig durchfeuchtet eingebaut werden.
Nr. 2.4 Verfugen
Fugen kontinuierlich vollständig füllen, Fugenmaterial einfegen und einschlämmen.
Nr. 2.6 Verkehrsfreigabe
Verkehrsfreigabe erst, wenn Bettung und Unterlage nach dem Einschlämmen ausreichend abgetrocknet sind.
Nr. 2.3 Verlegen, Versetzen
Pflastersteine / Platten aus Beton oder Klinker sind auszulegen, um den genauen Abstand der Randeinfassungen zu ermitteln.
Abstandshalter geben nicht das Maß der regelgerechten Fugenbreite vor.
Pflastersteine und Platten aus Naturstein sind vor dem Versetzen / Verlegen in Reihen zur Herstellung der regelgerechten Fugenbreite zu sortieren.
Rütteln oder Rammen darf den geplanten Fugenverlauf nicht beeinträchtigen, Flächen mit nicht verfüllten Fugen dürfen nicht abgerüttelt oder gerammt werden.
Nr. 2 Ausführung
( Vertragsbestandteil )
Siegfried Vogel-
Nr. 2.7 Lage, zulässige Abweichungen
Unebenheiten der Tragschicht dürfen nicht durch die Bettung ausgeglichen werden.
Die Dicke der Bettung darf nicht mehr als 1 cm unter- bzw. überschritten werden.
Lassen die örtlichen Verhältnisse die regelgerechte Querneigung / Schrägneigung nicht zu, muss über erforderliche MaßnahmenEinvernehmen hergestellt werden.
Nr. 3 Prüfungen ( Vertragsbestandteil )
Nr. 3.2 Eignungsprüfungen
Der Auftragnehmer hat die Eignung nachzuweisen.
Für Gesteinskörnungen und Baustoffgemische mit Prüfzeugnissen einer nach RAP Stra anerkannten Prüfstelle
Für andere Bauprodukte ist der Konformitätsnachweis und die CE-Kennzeichnung vorzulegen.
Dem Auftraggeber sind Muster und Proben zu übergeben.
Beispiel : Pflastersteine aus Beton
„Die Eignungsprüfung muss folgende Angaben enthalten :
Art des Bauproduktes
Form und Nennmaße
Klasse des Witterungswiderstandes
Charakteristische Spaltzugfestigkeit
Klasse des Abriebwiderstandes
Kasse der maximalen Differenz der beiden Diagonalen
Vorhandensein von Fasen, Abstandshaltern, Abschrägungen
Dicke der Vorsatzschicht
Sonstige vertraglich geforderte Eigenschaften“
Eignungsprüfungen( Vertragsbestandteil )
Beispiel : Pflastersteine aus Naturstein
„Die Eignungsprüfungmussfolgende Angaben enthalten :
Name und Datum der DIN EN 1342
Handelsname des Steins
petrographischer Name des Steins gemäß EN 12407
Name und Adresse des Lieferanten (Herstellers)
Name und Ort der Gewinnungsstätte
Nachweis des Widerstandsfähigkeit gegen Frost-Tau-Wechsel mit Tausalz
Nachweis der Druckfestigkeit
Nachweis des Abriebwiderstandes
Erklärung der Wasseraufnahme
Art der Bearbeitung der Oberseite
chemische Behandlung der Oberseite
sonstige vertraglich geforderte Eigenschaften.“
= Prüfungen des Auftragnehmers ob die Bauprodukte und die fertige Leistung den vertraglichen Anforderungen entsprechen.
Eigenüberwachung „im erforderlichen Umfang“ durchführen und dokumentieren.
Auf Anforderung Übergabe der Ergebnisse an den Auftraggeber
Folgender Umfang:
Korngrößenverteilung und Feinanteile von Gesteinskörnungen mindestens alle 1000 m²
Wasserdurchlässigkeit, Tragfähigkeit ?
Einbaudicke, profilgerechte Lage und Ebenheit der Bettung nach Erfordernis
profilgerechte Lage und Ebenheit der Decke nach Erfordernis
Fugenbreiten und Fugenverlauf
= Prüfungen des Auftraggebers ob die Bauprodukte und die fertige Leistung den vertraglichen Anforderungen entsprechen.
Prüfungen in Anwesenheit des Auftragnehmers.
Kosten trägt der Auftraggeber
Bei nicht „kennzeichnendem“ Ergebnis der Kontrollprüfung kann der Auftragnehmer auf seine Kosten zur Eingrenzung zusätzliche Prüfungen verlangen
Schiedsuntersuchungen bei begründeten Zweifeln an den vorherigen Ergebnissen. Kosten trägt der Unterliegende.
(Einführung mit ARS Nr. 22/2006 vom 29.08.2006)
TL Pflaster - StB 06
"Technischen Lieferbedingungen für Bauprodukte zur Herstellung von Pflasterdecken, Plattenbelägen und Einfassungen" (TL Pflaster-StB)
sind bei der Herstellung von Pflasterdecken, Plattenbelägen und Einfassungenanzuwenden.
Die TL Pflaster-StB gelten für die Lieferung von Bauprodukten zur Herstellung von Pflasterdecken und Plattenbelägen in ungebundener Ausführung !
Anforderungen an Gesteinskörnungen und Baustoff-gemische für die Bettung und Fugenfüllung
Anforderungen an Bauprodukte aus Beton
Pflastersteine, Platten, Bordsteine
Anforderungen an Bauprodukte aus Naturstein
Platten, Pflastersteine, Bordsteine
Anforderungen an Bauprodukte aus Ziegeln
Pflastersteine, Platten
„Es werden, soweit vorhanden, Klassen bzw. Kategorien aus den europäischen Normen für die Eigenschaften der Bauprodukte festgelegt, die in Deutschland für den Anwendungszweck erforderlich sind. Darüber hinaus enthalten die TL Pflaster-StB zusätzliche Festlegungen.“
Die TL Pflaster-StB wählt aus Klassen und Kategorien der Europäischen Normen die Eigenschaften aus, die in Deutschland für die Anwendung von Bauprodukten ausBeton erforderlich sind :
DIN EN 1338 „Pflastersteine aus Beton – Anforderungen und Prüfverfahren“
DIN EN 1339 „Platten aus Beton – Anforderungen und Prüfverfahren“
DIN EN 1340 „Bordsteine aus Beton – Anforderungen und Prüfverfahren“
Die TL Pflaster-StB wählt aus Klassen und Kategorien der Europäischen Normen die Eigenschaften aus, die in Deutschland für die Anwendung von Bauprodukten ausNaturstein erforderlich sind :
DIN EN 1341 „Platten aus Naturstein für Außenbereiche – Anforderungen und Prüfverfahren“
DIN EN 1342 „Pflastersteine aus Naturstein für Außenbereiche – Anforderungen und Prüfverfahren“
DIN EN 1343 „Bordsteine aus Naturstein für Außenbereiche – Anforderungen und Prüfverfahren“
Die TL Pflaster-StB wählt aus Klassen und Kategorien der Europäischen Normen die Eigenschaften aus, die in Deutschland für die Anwendung von Bauprodukten ausZiegel erforderlich sind :
DIN EN 1344 „Pflasterziegel – Anforderungen und Prüfverfahren“
Außerdemgelten die
DIN 482 : 2002 "Straßenbordsteine aus Naturstein"
DIN 483 : 2004 "Bordsteine aus Beton – Formen, Maße, Kennzeichnung"
DIN 18503:2003 "Pflasterklinker – Anforderungen und Prüfverfahren
Anforderungen an Bettungsmaterial :
Als Baustoffgemische ( DIN EN 13 285 ) sind die Lieferkörnungen 0/4, 0/5, 0/8 oder 0/11mm zu verwenden.
Der maximale Feinanteil, Korn < 0,063 mm, darf 5Masse-% nicht überschreiten.
Anforderungen an die Korngrößenverteilung werden für Baustoffgemische festgelegt.
Es wird eine Anforderung an den Fießkoeffizienten ( DIN EN 13043 ) gestellt.
TL Pflaster - StB 06 /Anforderungen an Bettungsmaterial :
Anforderungen an Fugenmaterial
Als Baustoffgemische ( DIN 13 285 ) sind die Lieferkörnungen 0/2, 0/4, 0/5, 0/8 oder 0/11 mm zu verwenden.
Dermaximale Feinanteil, Korn < 0,063 mm, darf9 Masse-%nicht überschreiten
Der minimale Feinanteil, Korn < 0,063 mm, darf 2 Masse-% nicht unterschreiten
Es wird eine Anforderung an den Fießkoeffizienten (DIN EN 13043) gestellt.
TL Pflaster - StB 06 / Anforderungen an Fugenmaterial
„Pflastersteine aus Beton müssen die Anforderungen der DIN EN 1338 einschließlich der Forderungen an die Beurteilung der Konformität, die Kennzeichnung und den Prüfbericht erfüllen.
Soweit für Produkteigenschaften die DIN EN 1338 die Auswahl einer bestimmten Klasse zulässt, ist in den
jeweils eine Klasse als Mindestanforderung festgelegt.“
DIN EN 1338 / TL Pflaster – StB 06
Tabelle 1 DIN EN 1338: Zulässige Abweichungen :
Dicke < 100 mm ± 2 mm ± 2 mm ± 3 mm
Tabelle 2 DIN EN 1338:Zulässige Differenz der Diagonalen ( bei Längen > 300 mm )
Klasse Kennzeichnung Max. zul. Differenz
1 J 5 mmAnforderung der TL Pflaster-StB 06
2K 3 mm
Tabelle 3 DIN EN 1338: Zulässige Abweichungen von Ebenheit und Wölbung ( bei Längen > 300 mm )
Max. konvex Max. konkav
Messlänge : 300 mm 1,5 mm 1,0 mm
400 mm 2,0 mm 1,5 mm
Tabelle 4.1 Zulässige Wasseraufnahme
Klasse	Kennzeichnung Wasseraufnahme Masse-%
1 A keine Anforderung
2	B ≤ 6 M-% als Mittelwert
Anforderung der TL Pflaster-StB 06, Tabelle 16:Tabelle 4.2DIN EN 1338 Frost-Tausalz-Widerstand
Klasse	Kennzeichnung Masseverlust nach Prüfung
3	D ≤ 1,0 kg/m² als Mittelwert kein Einzelwert > 1,5 kg/m²
Spaltzugfestigkeit :Die charakteristische Spaltzugfestigkeit darf nicht weniger als
Tabelle 5 DIN EN 1338: Abriebwiderstandsklassen
Klasse Kennzeichnung Prüfverfahren Prüfverfahren „breite Schleifscheibe“ DIN52108„Böhme“
1 F Keine Anforderung Keine Anforderung
3	H 23 mm ≤ 20000 mm³/5000cm²
Anforderung der TL Pflaster-StB 06, Tabelle 17 :
4	I ≤ 20 mm ≤ 18000 mm³/5000cm²
Spaltzugfestigkeit :Die charakteristische Spaltzugfestigkeit darf nicht weniger als 3,6 MPa betragen
Spaltzugfestigkeit DIN EN 1338 / DIN 18 501:
Beschreibung eines Pflastersteines aus Beton nach TL Pflaster-StB 06
Pflasterstein aus BetonRechteckstein Nennmaß 160 / 240 / 100 mm
Frost-Tausalz-Widerstand Klasse 3 / Kennzeichnung D
Abriebwiderstand	Klasse 4 / Kennzeichnung I
Besser wäre ( Ausschreibung ! )
Witterungswiderstand :
DIN EN 1338 Abschnitt 5.3.2 wird ausgesetzt.
Der zulässige Masseverlust nach Frost- Tausalz-Prüfung wird festgelegt mit einem Mittelwert
von 0,5 kg/m², kein Einzelwert > 0,7 kg/m²
Definition nach ISO/IEC 17000:
„(Konformitäts-) Erklärung:
(Bestätigung = Konformitäts-
aussage auf der Grundlage
einer Entscheidung,
die der Bewertung folgt,
dass die Erfüllung festgelegter
Anforderungen dargelegt wurde)
„Pflastersteine aus Naturstein für Außenbereiche müssen die Anforderungen der DIN EN 1342 einschließlich der Forderungen an die Bewertung der Konformität, die Annahmekriterien sowie die Kennzeichnung, Beschilderung und Verpackung erfüllen.
Soweit für Produkteigenschaften die DIN EN 1342 die Auswahl einer bestimmten Klasse zulässt, ist in den
jeweils eine Klasse als Mindestanforderung festgelegt.
„Zusätzliche Anforderungen, die sich nicht auf die DIN EN 1342 beziehen, sind ebenfalls einzuhalten“
DIN EN 1342 / TL Pflaster-StB 06
Bezeichnung von Pflastersteinen :
Die DIN EN 1342 bestimmt die Größe von Pflastersteinen nach Nenn-Flächenmaßen (Gesamtlänge, Gesamtbreite) und Nenndicke. Nach der TL Pflaster-StB 06 werden unterschieden
Pflastersteine mit einer Nenndicke ab 120 mm(= Großpflastersteine)
Pflastersteine mit einer Nenndicke über 60 mm bis unter 120 mm (= Kleinpflastersteine)
Pflastersteine mit einer Nenndicke bis 60 mm(= Mosaikpflastersteine)
DIN EN 1342 Nr. 4.1.2.1Abweichungen von Nenn-Flächenmaßen :
TL Pflaster bestimmt, dass
die Anforderungen der DIN EN 1342, Tabelle 1 nur für Pflastersteine mit einerNenndicke ab 120 mm( Großpflaster ) gelten !
DIN EN 1342 Nr. 4.1.2.1Abweichungen von der Nenn-Dicke
die Abweichungen von der Nenndicke von Pflastersteinen mit einer Nenndicke ab 120(„Großpflaster“) mm dürfen die Werte der DIN EN 1342, Tabelle 2, nicht überschreiten,jedoch nur Klasse 2, T 2 !
Anforderung an die Lieferung von Großpflaster nachTL Pflaster-StB 06 :
„Bei einer Lieferung von Pflastersteinen mit einer Nenndicke ab 120 mm ( Großpflaster) müssen mindestens10 % Steine mit bis zu 300 mm Gesamtlänge enthalten sein, wenn nicht ausdrücklich etwas anderes gefordert wird.“
Anforderungen an die Abweichungen von Nenn-Flächenmaßen nach TL Pflaster-StB 06 :
Bei Pflastersteinen mit einer Nenndicke bis 60 bis unter120 mm( Mosaikpflaster, Kleinpflaster ) dürfen die Abweichungen von den Nenn-Flächenmaßen nicht mehr als ± 10 mm betragen.
Werden Pflastersteine in Reihen versetzt, dürfen die Abweichungen nicht mehr als ± 5 mm betragen.
DIN EN 1342 Nr. 4.1.2.1 Abweichungen von der Nenndicke
Anforderung anAbweichungen von der Nenndicke nach TL Pflaster-StB 06 :
Bei Pflastersteinen mit einer Nenndicke bis unter 120 mm dürfen die Abweichungen
nicht mehr als ± 10 mm betragen !
Lieferung von Kleinpflaster für Segmentbogen oder Schuppen nach TL Pflaster-StB 06 :
Die Lieferung muss auch 15 bis 20 % Steine mit Zwischengrößen und trapezförmiger Oberfläche enthalten.
Es dürfen bis zu 5 % Steine, deren Gesamtlänge und Gesamtbreite die zulässigen Abweichungen von den Nennmaßen der Oberseite bis zu 10 mm über- oder unterschreiten mitgeliefert werden.
Lieferung von Pflastersteinen
DIN EN 1342, Nr. 4.1.2.2 :Hinterschnitt von gespaltenen Seitenflächen :
Die Abweichung der Rechtwinkligkeit einer Seitenfläche in Bezug auf die Sichtfläche darf 15 mm nicht überschreiten.
Für Kleinpflaster gilt zusätzlich nach TL Pflaster-StB 06 :
Bei Pflastersteinen mit einer Nenndicke bis unter 120 mm ( Kleinpflaster ) darf die Flächendifferenzzwischen Oberseite und Unterseite 30 % nicht überschreiten.“
DIN EN 1342, Nr. 4.1.2.3 :Unregelmäßigkeiten von gespaltenen und grob bearbeiteten Sichtflächen :
„... dürfen Vertiefungen und Erhebungen der Sichtfläche die in Tabelle 3 angegebene Abweichung nicht überschreiten.“
„Gespalten = 5 mm“ ( dies ist als ± 5 mm zu verstehen ! )
„Bearbeitet = 3 mm“ ( dies ist als ± 3 mm zu verstehen ! )
DIN EN 1342, Nr. 4.2: Widerstand gegen Frost-Tau-Wechsel
Der Hersteller muss angeben, ob der Widerstand gegen Frost-Tau-Wechsel geprüft wurde.
Es sind 48 Prüfzyklen durchzuführen, die Prüfung erfolgt nach DIN EN 12371.
Nach TL Pflaster-StB 06 dürfen nur Pflastersteine verwendet werden, die der
Klasse 1, Kennzeichnung F 1
Der Nachweis des Widerstandes gegen Frost-Tausalz-Wechsel wird gefordert !
Die Prüfung wird in Anlehnung an DIN EN 1367-6:2006 mit 1 % Kochsalzlösung durchgeführt.
10 Prüfkörper 50/50/50 mm
Es sind 25 Prüfzyklen durchzuführen, die zulässige Absplitterung beträgt 2 M-%.
Prüfung der Druckfestigkeit
DIN EN 1341 / DIN EN 1342 / DIN EN 1343
TL Pflaster-StB 06 :Es wird eine Mindest-Druckfestigkeit für das Gestein nach Prüfung der Frost-Tau-Wechsel (nach Berücksichtigung der möglichen Änderung der Druckfestigkeit von bis zu 20 %) und Prüfung der Frost-Tau-Wechsel mit Tausalz gefordert !
Granit, Granodiorit, Gneis, Syenit,Rhyolit, Trachit, Andesit, Melaphyr,Basalt, Diabas, Grauwacke, Quarzit,Sandstein, 120 MPa ( N/mm²)
Basaltlava, Dolomit	60 MPa ( N/mm²)
Kalkstein	40 MPa ( N/mm²)
TL Pflaster-StB 06 :
DIN EN 1342, Nr. 4.7 :Der Hersteller muss, falls erforderlich, die Wasseraufnahme ( in Masse-% ) als den Höchstwert deklarieren, der bei der Prüfung von Einzelproben zu erwarten ist.
DIN EN 1342, Nr. 4.8 :Der Hersteller muss eine petrographische Beschreibung liefern, die den petrographischen Namen der Gesteinsart nach EN 12407 enthält.
DIN EN 1342, Nr. 4.9 :Wenn das Produkt einer chemischen Oberflächenbehandlung unterzogen wurde, muss dies vom Hersteller unter Nennung der Behandlung angegeben werden.
Unrichtige CE-Kennzeichnung :
Produkt : „Platten“
DIN EN 1341- 42 : Platten und Pflaster ?
Wegen der unterschiedlichen Anforderungen muss jeweils eine gesonderte Konformitäts-erklärung abgegeben werden !
Nicht „Natursteine“, sondern gesondert für„Platten aus Naturstein“ oder „Pflastersteine aus Naturstein“ !
„Druckfestigkeit“ bei Pflastersteinen,
Bei Platten ist die „Bruchfestigkeit“ bzw. die„Klasse“ zu deklarieren !
„Biegefestigkeit“ ist nicht zu deklarieren.
„Festigkeit nach Frost-Tau-Wechsel“ ist als Wert zu deklarieren !
„Frost-Tausalz-Beständigkeit“ gibt es nicht in DIN EN 1341 /DIN EN 1342 !
Unrichtige CE-Kennzeichnung
= Druckfestigkeit ??
Pflaster DIN EN 1342
oder Druckfestigkeit ??
Pflastersteine DIN EN 1342
Druckfestigkeit nach Frost-Tau-Versuch
NPD (No Performance Determined)
bedeutet, dass dies nicht geprüft wurde.
Abrieb( „breite Schleifscheibe“ )
Pflasterziegel / Pflasterklinker
„Pflasterziegelmüssen die Anforderungen der DIN EN 1344 für die ungebundene Verlegungsform einschließlich der Forderungen an die Beurteilung der Konformität und die Kennzeichnung erfüllen. Pflasterklinkermüssen außerdem die Anforderungen der DIN 18503 erfüllen.“
„Soweit für Produkteigenschaften die DIN EN 1344 die Auswahl einer bestimmten Klasse zulässt, ist in den
DIN EN 1344 / TL Pflaster-StB 06 :
Tabelle 1 - Maßspanne = Differenz zwischen dem größten und kleinsten Messwert für jedes gegebene Maß aus einer Probe von 10 Pflasterziegeln
Klasse Maßspanne ( mm )
R 0 keine Anforderung R 1	0,6 √ d
Anforderung der TL Pflaster-StB:
R 1 0,6 √ d ( d = Nennmaß in mm )
Tabelle 2 - Frost-Tau-WiderstandKlasse Kennzeichnung Einstufung
F 0 F 0 keine Anforderung
FP 100 FP 100	widerstandsfähig gegen Frost-Tau-Wechsel( = 100 Frost-Tau-Wechsel, kein Oberflächenriss > 0,15 mm, keine Absplitterung, kein Bruch )
Anforderung der TL Pflaster-StB 06 :
FP 100 FP 100 widerstandsfähig
Tabelle 3 – Biegebruchlast ( N/mm ) nicht geringer als:
Klasse Mittelwert kleinster Einzelwert
T 0 keine Anforderung
T 1	30 N/mm	15 N/mm
T 2	30 N/mm	24 N/mm
T 3	80 N/mm	50 N/mm
T 4	80 N/mm	64 N/mm
T 4 80 N/mm	64 N/mm
Tabelle 4 - AbriebwiderstandKlasse mittl. Abriebvolumen
A 1 2100 mm³
A 2	1100 mm³
A 3 450 mm³
Tabelle 5 – Gleit-/Rutschwiderstand
Klasse Mittelwert
U 0 keine Anforderung
U 1	35
U 2	45
U 3	55
keine Anforderung in der TL Pflaster-StB !
Gleit-/Rutschwiderstand nicht kleiner als U 3 vereinbaren !!
DIN 18503:2003
Wie DIN EN 1344, jedoch begrenzt DIN 18503: 2003-12
die Wasseraufnahme auf maximal 6 M-%
die Einhaltung der Scherbenrohdichte von mindestens im Mittel 2,0 kg/dm³(Die Scherbenrohdichte errechnet sich aus der Masse des getrockneten Steins und dem „Scherbenvolumen“. Das Scherbenvolumen ergibt sich aus den äußeren Abmessungen des Steins abzüglich aller Löcher und Mörteltaschen.)
DIN 18 318 Verkehrswegebauarbeiten,	Pflasterdecken und Plattenbeläge in ungebundener Ausführung, Einfassungen
Nur für die ungebundene Ausführung!
Nr. 2 Stoffe, Bauteile
Technischen Lieferbedingungen für Bauprodukte zur Herstellungvon Pflasterdecken, Plattenbelägen und Einfassungen ( TL Pflaster-StB )
DIN 18 318 Verkehrswegebauarbeiten,	Pflasterdecken und Plattenbeläge in ungebundener Ausführung, EinfassungenNeu:
Nr. 3.2 Unterlage Der Auftragnehmer hat bei seiner Prüfung Bedenken geltend zu machen ( § 4 Nr. 3 VOB/B ) bei
ungenügender Tragfähigkeit oder Beschaffenheit des Untergrundes,
unzureichender Wasserdurchlässigkeit,
Abweichungen von der planmäßigen Höhenlage , Neigung oder Ebenheit
schädlichen Verschmutzungen
Fehlen notwendiger Entwässerungseinrichtungen
fehlenden Bezugspunkten
Nr. 3.3.3 UnebenheitenUnebenheiten der Oberfläche innerhalb einer 4 m langen Messstrecke dürfen bei Flächen aus Naturstein mitgespaltener Oberfläche nicht größer als 2 cm sein, bei allen sonstigen Flächen nicht größer als 1 cm sein.
Nr. 3.3.4 Die abflusswirksame resultierende Neigung der Pflasterdecke darf folgende Werte nicht unterschreiten :
Bei Naturstein mit gespaltener oder grob bearbeiteter Oberfläche
auf Fahrbahnen : 3,5 %
Sonstige Flächen : 3,0 %
In allen anderen Fällen : 2,5 %
Ausführungsbedingte Abweichungen dürfen bis 0,4 % betragen
DIN 18 318 Verkehrswegebauarbeiten,	Pflasterdecken und Plattenbeläge in ungebundener Ausführung, EinfassungenNeu :
Nr. 3.4 Decken aus Betonsteinpflaster
Nr. 3.4.1 Bettung
Die Dicke der Bettung bei Steinen mit einer Nenn- dicke ab 120 mm darf 4 bis 6 cm betragen. Als Bettungsstoffe sind bei Steinen mit einer Nenn- dicke ab 120 mm und einer Bettungsdicke größer 4 cm Gesteinskörnungen 0/11 mm zu verwenden.
Nr. 3.4.2 Fugenbreiten
„... bei Steinen mit einer Nenndicke ab 120 mm mit Fugenbreiten von 5 bis 8 mm ...“
Nr. 3.4.3 Verfugen und Verdichten... Pflaster mit besonderer Oberfläche ist beim Rütteln oder Rammen zu schützen...
Nr. 3.5 Decken aus Pflasterklinker und Pflasterziegel
Nr. 3.4.3 Verfugen und Verdichten
... die Oberfläche ist beim Rütteln oder Rammen zu schützen...
Nr. 3.6 Decken aus Natursteinpflaster
Nr. 3.6.1 Bettung : gleicher Text wie Betonsteinpflaster
Nr. 3.6.2 Versetzen und Verlegen
Die Steine sind in die Bettung hammerfest zu versetzen „oder auf die Bettung zu verlegen“.
„... Sind folgende Fugenbreiten, gemessen am oberen Rand der Steine auszuführen :
unter 60 mm Nenndicke max. 6 mm
ab 60 mm bis unter 120 mm Nenndicke max. 10 mm
ab 120 mm Nenndicke max. 15 mm
Bei bearbeiteten Steinen mind.(?) 10 mm
Die Steine sind in die Bettung hammerfest zu versetzen
hammerfest ?
Nr. 3.7 Plattenbeläge
Nr. 3.7.1 Bettung : gleicher Text wie Betonsteinpflaster
Nr. 3.7.2 Versetzen und Verlegen
Die Platten sind auf die Bettung zu verlegen oder in
die Bettung zu versetzen
Fugenbreiten :
bis unter 120 mm Nenndicke 3-5 mm
ab 120 mm Nenndicke 5-10 mm
Nr. 3.7.3 Verfugen und Verdichten
„Die Oberfläche ist beim Rütteln oder Rammen zu schützen
Nr. 3.8 Einfassungen
Fundament und Rückenstütze (in Schalung) aus Beton C 12/15
Druckfestigkeit am fertigen Bauteil nach 28 Tagen: Mittelwert aus 3 Probekörpern min. 8,0 N/mm², kein Einzelwert unter 6,4 N/mm² !
Nr. 3.9 Entwässerungsrinnen
Fundament aus Beton C 12/15
Bewegungsfugen 8-15mm mit „höchstens“ 12 m Abstand
Fundament und Rückenstütze in C 20/25 ausschreiben und
Druckfestigkeit am fertigen Bauteil nach 28 Tagen festlegen mit : Mittelwert aus 3 Probekörpern min. 15,0 N/mm², kein Einzelwert unter 12,0 N/mm² !
Bewegungsfugen 8-15mm mit höchstens 5 - 7 m Abstand
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References: § 5
 § 8
 § 12

§ 13
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 § 4
 § 10
 § 62