Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=VIII%20ZR%2044/59
Timestamp: 2019-02-21 08:51:53+00:00

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BGH, 20.10.1959 - VIII ZR 44/59 - dejure.org
NJW 1960, 100
MDR 1960, 135
Da die Kläger diesem substantiierten und unter Beweis gestellten Vorbringen des Beklagten nur mit allgemeinem Bestreiten entgegengetreten sind (Schriftsatz vom 15. Juni 1988 S. 3), konnte das Oberlandesgericht ihn ohne Rechtsverstoß seiner Entscheidung zugrunde legen (§§ 138 Abs. 2, 286 ZPO;… vgl. BGH Urteile vom 17. Februar 1987 - VI ZR 77/86 = BGHR ZPO § 138 Abs. 2, Bestreiten, substantiiertes 2; vom 26. Februar 1952 - I ZR 65/61 = LM ZPO § 286 (B) Nr. 4 und vom 20. Oktober 1959 - VIII ZR 44/59 = LM aaO Nr. 10).
Im Rahmen der freien Beweiswürdigung nach § 286 ZPO ist er berechtigt, einer bestrittenen Parteibehauptung zu folgen, wenn der Gegner hierzu jede substantiierte Erklärung unterlassen hat (vgl. BGH Urteile vom 26. Februar 1952 - I ZR 65/51 - LM § 286 (B) ZPO Nr. 4; vom 20. Oktober 1959 - VIII ZR 44/59 - LM a.a.O. Nr. 10; vom 26. April 1974 - V ZR 174/72 - MDR 1974, 831; Senatsurteil vom 15. Oktober 1986 - IVb ZR 78/85 - FamRZ 1987, 259, 261, insoweit in BGHZ 98, 353 ff. nicht abgedruckt;… Baumbach/Lauterbach/Hartmann ZPO 47. Aufl. § 286 Anm. 2 A;… Stein/Jonas/Leipold, ZPO 20. Aufl. § 286 Rdn. 10).
Würdigt das Tatsachengericht dennoch die Anhörung eines Beteiligten so wie es dessen Vernehmung hätte würdigen dürfen, verkennt es also den Unterschied zwischen Anhörung und Vernehmung im Rahmen seiner Beweiswürdigung, so liegt ein Verfahrensfehler vor (BVerwG Urteil vom 8. November 1963 - BVerwG VII C 58.61 - BVerwGE 17, 127 [BVerwG 08.11.1963 - VII C 58/61] [129] unter Hinweis auf BVerwGE 14, 146 und BGH in NJW 1960, 100; vgl. ferner BGH Urteil vom 26. April 1974 - V ZR 174/72 - MDR 1974, 831).
BVerwG, 08.11.1963 - VII C 58.61
Ein Rechtsfehler ist darin zu erblicken, daß der Verwaltungsgerichtshof eine Beweiswürdigung vorgenommen hat, ohne dieser Unterscheidung Rechnung zu tragen (vgl. auch BGH vom 20. Oktober 1959 - VIII ZR 44/59, LM Nr. 10 zu § 286 (B) ZPO = NJW 1960, 100).
Soweit der Tatrichter seine Entscheidung zulässigerweise auf bestrittene Behauptungen stützt, müssen die Entscheidungsgründe allerdings erkennen lassen, dass keine wesentlichen Umstände übersehen sind und dass eine sachentsprechende Würdigung stattgefunden hat (BGH, Urt. v. 20.10.1959, VIII ZR 44/59).
Wie in dem Urteil BVerwGE 17, 127 [BVerwG 08.11.1963 - VII C 58/61] unter Bezugnahme auf die Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs (Urteil vom 20. Oktober 1959 - VIII ZR 44/59 - [LM Nr. 10 zu § 286 [B] ZPO = NJW 1960 S. 100]) weiter ausgeführt wird, bedeutet es regelmäßig eine Verletzung des Verfahrensrechts, wenn die Angaben einer Partei bei ihrer Anhörung durch das Gericht im Rahmen einer Beweiswürdigung verwertet werden, wenn dieser Unterscheidung nicht Rechnung getragen oder wenn sie verkannt wird.
BVerwG, 28.01.1965 - VIII C 242.63
Wie in dem Urteil BVerwGE 17, 127 [BVerwG 08.11.1963 - VII C 58/61] unter Bezugnahme auf die Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs (Urteil vom 20. Oktober 1959 - VIII ZR 44/59 -, LM Nr. 10 zu § 286 [B] ZPO = NJW 1960 S. 100) weiter ausgeführt wird, bedeutet es regelmäßig eine Verletzung des Verfahrensrechts, wenn die Angaben einer Partei bei ihrer Anhörung durch das Gericht im Rahmen einer Beweiswürdigung verwertet werden, wenn dieser Unterscheidung nicht Rechnung getragen oder wenn sie verkannt wird.

References: BGH 
 § 138
 § 286
 § 286
 BGH 
 § 286
 § 286
 § 286
 BGH 
 BGH 
 BGH 
 § 286
 § 286
 § 286