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Timestamp: 2020-01-23 19:30:06+00:00

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Betriebsrente Versicherungsmakler Karlsruhe - Finanzberater & Versicherungsmakler in Karlsruhe
Hohe staatliche Förderung via Sozialabgabenersparnis und Steuervorteil!
Hohe Steuervorteile und attraktive Sozialabgabenersparnis.
Egal wie alt Sie werden, die Betriebsrente fließt jeden Monat, garantiert.
Klassisch oder mit Fonds, Zuzahlungen oder Beitragsänderungen.
Arbeitnehmer haben einen gesetzlichen Anspruch auf die betriebliche Altersvorsorge (bAV). Der Staat spart bei der Betriebsrente mit und beteiligt sich durch attraktive Steuervorteile und Sozialabgabenersparnisse am Aufbau Ihrer betrieblichen Altersvorsorge.
Die Beiträge zur Betriebsrente können sozialabgaben- und steuermindernd abgesetzt werden. Es kann je nach Tarif vereinbart werden, dass Ihnen zum Rentenbeginn mindestens ihre eingezahlten Beiträge wieder zur Verfügung stehen, auch eine einmalige Kapitalabfindung ist möglich.
Der Arbeitgeber führt den Beitrag der Betriebsrente direkt von Ihrem Bruttogehalt ab. Für den Abschluss einer betrieblichen Altersvorsorge biete sich verschiedene Durchführungswege an. Arbeitnehmer schließen häufig ihre Betriebsrente in Form einer Direktversicherung ab.
Ich bin als unabhängiger Versicherungsmakler in Karlsruhe tätig. Für jeden Sparer gibt es eine passende Betriebsrente. Sparer unter 40 Jahren schließen häufig eine fondsgebundene Direktversicherung ab. Wer geringere Kursschwankungen in Kauf nehmen möchte, kann Garantie- und Höchststandssicherungskonzepte einschließen. Je nach Betriebsrenten Anbieter kann sich die Höhe der Altersrente spürbar unterscheiden.
Berechnungsbeispiele zur Direktversicherung
Staatlich geförderte betriebliche Altersvorsorge
Betriebsrente mit Steuer- und Sozialabgabenvorteil während der Ansparphase, pro Monat.*
Nettobeitrag 81€
Arbeitgeberzuschuss 26€
Sozialabgabenersparnis 36€
Steuerersparnis 57€
Nettobeitrag 194€
Arbeitgeberzuschuss 52€
Sozialabgabenersparnis 0€
Steuerersparnis 154€
Nettobeitrag 212€
Steuerersparnis 136€
Nettobeitrag 189€
Sozialabgabenersparnis 42€
Steuerersparnis 116€
Funktionsweise der Betriebsente
Die Auswahl des passenden Durchführungswegs ist bei der betrieblichen Altersvorsorge von großer Bedeutung. Es kann zwischen mehreren Durchführungsformen wie z.B. einer Direktversicherung, Unterstützungskasse, Pensionszusage, Pensionskasse, Pensionsfonds ausgewählt werden. Sie sparen für Ihre Altersvorsorge und der Staat hilft beim Aufbau. Der Beitrag der betrieblichen Altersvorsorge erzielt Steuervorteile und Sozialabgabenersparnisse.
Durch die Betriebsrente erhalten Sie erhebliche staatliche Förderungen. Je mehr Sie verdienen, je höher kann Ihre staatliche Förderung ansteigen. Dadurch kann die Betriebsrente attraktive Renditen erreichen. In der Rentenphase erhalten Sie eine lebenslange Rentenzahlung oder je nach Produkt auch eine einmalige Kapitalabfindung.
Funktionsweise betriebliche Altersvorsorge Infografik
Arbeitnehmer haben einen Rechtsanspruch einen Teil des Lohnes oder Gehalts in eine betriebliche Altersversorgung via Entgeltumwandlung einzuzahlen.
Produktbeispiele für eine Direktversicherung
Zu viel Betriebsrenten Dschungel?
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Ablauf Beratung betriebliche Altersvorsorge
Betriebsrentenförderung
Betriebsrentenvergleich
Zuerst besprechen wir Ihre Ziele und Wünsche, diese stehen im Mittelpunkt der gesamten Betriebsrenten Beratung. Wir nehmen auch Ihre persönlichen und finanziellen Rahmenbedingungen auf. In der Folge werden Ihre Versorgungslücke und die Höhe Ihrer staatlichen Förderung durch eine hochwertige Analysesoftware kalkuliert. Dann besprechen wir, die zu Ihren Zielen und Wünschen passenden Betriebsrenten Produkte.
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Die Direktversicherung ist häufig eine Rentenversicherung mit Kapitalwahlrecht, die der Arbeitgeber auf das Leben seines Arbeitnehmers abschließt. Der Arbeitnehmer bzw. seine empfangsberechtigten Hinterbliebenen sind ganz oder teilweise bezugsberechtigt. Der Arbeitgeber ist Versicherungsnehmer und Beitragszahler. Entgeltumwandlungen des Arbeitnehmers sind möglich. Im Versorgungsfall zahlt der Versicherer die Leistungen in der Regel direkt an den Arbeitnehmer bzw. seine Hinterbliebenen.
Welche Vorteile hat der Arbeitnehmer von einer Direktversicherung?
Besonders lukrativer Weg, um zusätzlich zur gesetzlichen Rente eine Altersversorgung aufzubauen, für den Fall der Berufsunfähigkeit oder Erwerbsminderung vorzusorgen und die Hinterbliebenen abzusichern. Die Beiträge sind im Rahmen des § 3 Nr. 63 Einkommensteuergesetz bis 8 Prozent der Beitragsbemessungsgrenze in der allgemeinen Rentenversicherung steuerfrei. Im Jahr 2018 entspricht dies einem Betrag von 6.240 €. Dieser Betrag verringert sich um die Beiträge, für die eine Pauschalversteuerung nach § 40b Absatz 1 und 2 Einkommensteuergesetz in der am 31.12.2004 geltenden Fassung genutzt wird.
Ersparnis von Sozialversicherungsbeiträgen für Beiträge bis 4 Prozent der Beitragsbemessungsgrenze möglich.
Bei Ausscheiden Rechtsanspruch des Arbeitnehmers auf Übertragung des Werts der Versorgung auf den neuen Arbeitgeber für Zusagen ab dem 01.01.2005 (Portabilität).
Bei Ausscheiden kann der Vertrag mitgenommen werden.
Flexible Beitragszahlung – es sind jährliche Beitragsveränderungen möglich. Diese werden im Rahmenvertrag geregelt.
Es besteht ein Bezugsrecht auf die Leistungen aus der Direktversicherung. Wahl zwischen klassischer Anlage und Fondsanlage möglich
Wie funktioniert eine Versorgung über eine Direktversicherung?
Voraussetzung für den Abschluss einer Direktversicherung ist der Vertrag zwischen dem Arbeitgeber und einem Lebensversicherer sowie die Beitragszahlung durch den Arbeitgeber. Zum Rentenbeginn, Berufsunfähigkeit, Erwerbsminderung, Tod zahlt der Lebensversicherer direkt an die Bezugsberechtigten bzw. deren Hinterbliebene.
Wer ist bei einer Direktversicherung der Vertragspartner?
Grundsätzlich im Rahmen der betrieblichen Altersversorgung immer der Arbeitgeber.
Muss der Arbeitgeber alle Arbeitnehmer in die Versorgung einer Direktversicherung einbeziehen?
Entgeltumwandlung: Ja, alle Arbeitnehmer.
Arbeitgeberfinanzierte Versorgung: Nein, jedoch ist ein willkürlicher Ausschluss von Arbeitnehmern nicht zulässig. Unterschiede in Art und Höhe der Versorgung müssen objektiven Kriterien.
Können vermögenswirksame Leistungen in eine Direktversicherung fließen?
Ja, wenn Arbeitnehmer und Arbeitgeber dies vereinbaren und ggf. ein Tarifvertrag dies zulässt und keine Betriebsvereinbarungen entgegenstehen.
Wer sind versorgungsberechtigte Hinterbliebene der versicherten Person?
Der überlebende Ehegatte, mit dem die versicherte Person zum Zeitpunkt des Todes in gültiger Ehe lebte.
Der Lebenspartner, mit dem die versicherte Person zum Zeitpunkt des Todes in einer nach § 1 LPartG eingetragenen Partnerschaft gelebt hat.
Der Lebensgefährte des nicht verheirateten Versicherten, mit dem dieser zum Zeitpunkt seines Todes in einer auf Dauer angelegten eheähnlichen Gemeinschaft gelebt hat und den dieser dem Lebensversicherer vor Eintritt des Versicherungsfalls benannt hat.
Die Kinder des Versicherten im Sinne des § 32 Absatz 3, Absatz 4 Satz 1 Nr. 1 bis 3 und Absatz 5 Einkommensteuergesetz, maximal aber bis zur Vollendung des 25. Lebensjahrs.
Sonstige Erben des Versorgungsberechtigten (hier ist die Todesfallleistung jedoch auf insgesamt 8.000 € begrenzt).
Welche steuerliche Förderung bestehen bei der Direktversicherung?
Steuerbefreiung der Beiträge aus dem Bruttoentgelt bis maximal 8 Prozent der Beitragsbemessungsgrenze (§ 3 Nr. 63 Einkommensteuergesetz). Dieser Betrag verringert sich um die Beiträge, für die eine Pauschalversteuerung nach § 40b Absatz 1 und 2 Einkommensteuergesetz in der am 31.12.2004 geltenden Fassung genutzt wird. Die Beiträge sind bis max. 4 Prozent der Beitragsbemessungsgrenze ebenfalls sozialversicherungsfrei. (Stand 2018)
Wie werden die Leistungen in der Rentenphase versteuert?
Leistungen, die auf steuerbefreiten Beiträgen nach § 3 Nr. 63 Einkommensteuergesetz beruhen, sind voll zu versteuern, also auch Berufsunfähigkeitsleistungen, Erwerbsminderungsleistungen und Hinterbliebenenleistungen. Rentenleistungen, die auf aus nicht geförderten Beiträgen entstanden, sind lediglich mit dem Ertragsanteil zu versteuern.
Sind für Leistungen der Direktversicherung Sozialversicherungsbeiträge abzuführen?
Ja, nach § 229 Sozialgesetzbuch V handelt es sich um Versorgungsbezüge aus einem Arbeitsverhältnis, für die der volle allgemeine Beitragssatz zur Kranken- und Pflegeversicherung (ggf. zuzüglich Beitragszuschlag für Kinderlose in der Pflegeversicherung und dem ggf. erforderlichen krankenkassenindividuellen Zusatzbeitrag) abzuführen ist. Bei einmaligen Kapitalabfindungen gilt ein Einhundertzwanzigstel der Leistung als monatlicher Zahlbetrag der Versorgungsbezüge, längstens jedoch für einhundertzwanzig Monate.
Was ist bei Kombination mit Pensionsfonds und Pensionskasse zu beachten?
Steuerfreie Beiträge an einen Pensionsfonds, eine Direktversicherung und/oder eine Pensionskasse dürfen zusammen den Höchstbetrag von 8 Prozent der Beitragsbemessungsgrenze nicht überschreiten. Dieser Betrag verringert sich um die Beiträge, für die eine Pauschalversteuerung nach § 40b Absatz 1 und 2 Einkommensteuergesetz in der am 31.12.2004 geltenden Fassung genutzt wird.
Sind die Leistungen einer Direktversicherung sicher?
Der Lebensversicherer untersteht der Aufsicht durch die BaFin. Der Lebensversicherer hat regelmäßig nachzuweisen, dass die versicherten Leistungen erbracht werden können. Die Ansprüche aus der Direktversicherung sind über den Protektor Sicherungsfonds abgesichert.
Wann sind die Ansprüche des Arbeitnehmers unverfallbar?
Entgeltumwandlung: Die gesetzliche Unverfallbarkeit tritt sofort ein.
Arbeitgeberfinanzierte Versorgung: Bei einer vor dem 01.01.2018 erteilten Versorgungszusage tritt die gesetzliche Unverfallbarkeit ein, wenn der Arbeitnehmer mindestens 25 Jahre alt ist und die Versorgungszusage seit fünf Jahren besteht. Die Anwartschaft bleibt auch erhalten, wenn die Versorgungszusage ab dem 01.01.2018 drei Jahre bestanden hat und der Versorgungsberechtigte bei Ausscheiden mindestens 21 Jahre alt ist. Bei einer ab dem 01.01.2018 erteilten Zusage tritt die gesetzliche Unverfallbarkeit ein, wenn der Arbeitnehmer mindestens 21 Jahre alt ist und die Versorgungszusage seit drei Jahren besteht. Der Arbeitgeber kann vertraglich keine oder eine kürzere Frist ermöglichen.
Was geschieht, wenn der Arbeitnehmer vor Erreichen der Unverfallbarkeit ausscheidet?
Der Arbeitgeber entscheidet, ob er sich den Rückkaufswert auszahlen lässt, mit den Beitragszahlungen für andere Versicherungen verrechnen lässt oder den Vertrag dem ausscheidenden Arbeitnehmer mitgibt. Er hat jedoch hierbei den Gleichbehandlungsgrundsatz zu berücksichtigen.
Die Unterstützungskasse ist eine rechtlich selbstständige Versorgungseinrichtung. Sie finanziert sich aus Beiträgen eines oder mehrerer Trägerunternehmen (= Arbeitgeber) sowie aus Erträgen der Vermögensanlage. Entgeltumwandlungen der Arbeitnehmer sind möglich. Die Unterstützungskasse gewährt den Arbeitnehmern der Trägerunternehmen Versorgungsleistungen ohne Rechtsanspruch. Die Beiträge des Trägerunternehmens an die Unterstützungskasse sind innerhalb bestimmter Grenzen als Betriebsausgaben abzugsfähig. Der praktische Vorteil: Zu den Serviceleistungen einer Unterstützungskasse gehören in der Regel die weitgehende Übernahme der Verwaltungsaufgaben – und das bei niedrigen Verwaltungsgebühren.
Wie funktioniert eine Versorgung über die Unterstützungskasse?
Der Arbeitgeber erteilt seine Versorgungszusagen mittelbar über die zwischengeschaltete Unterstützungskasse. Die für die Zahlung der Leistungen an die Versorgungsberechtigten notwendigen Beiträge erhält die Unterstützungskasse durch entsprechende Zuwendungen des Arbeitgebers (Trägerunternehmen).
Wer finanziert die Leistungen für die Unterstützungskasse?
Es besteht die Möglichkeit, Leistungen
den Arbeitnehmer (per Entgeltumwandlung) oder
durch beide zu finanzieren.
Wer sind bezugsberechtigte Hinterbliebene bei der Unterstützungskasse?
Der überlebende Ehegatte, mit dem der Versicherte zum Zeitpunkt des Todes verheiratet war.
Der Lebenspartner, mit dem der Versicherte zum Zeitpunkt seines Todes in einer gemäß § 1 Lebenspartnerschaftsgesetz eingetragenen Partnerschaft gelebt hat.
Der Lebensgefährte des nicht verheirateten Versicherten, mit dem dieser zum Zeitpunkt seines Todes in einer auf Dauer angelegten eheähnlichen Gemeinschaft gelebt hat und den dieser der Unterstützungskasse vor Eintritt des Versorgungsfalls benannt hat.
Sonstige Erben des Versorgungsberechtigten (hier ist die Todesfallleistung jedoch auf insgesamt 7.669 € begrenzt).
Welche steuerlichen Beschränkungen muss die Unterstützungskasse beachten?
Die Versorgungsberechtigten in der Unterstützungskasse müssen mehrheitlich aus Arbeitnehmern bestehen.
Es müssen Obergrenzen bei den Leistungsversprechen beachtet werden.
Die Beiträge an die Unterstützungskasse müssen laufend sowie in gleicher Höhe oder steigend vorgesehen sein.
Todesfallleistungen dürfen ausschließlich an die nach den steuerlichen Vorschriften zulässigen bezugsberechtigten Hinterbliebenen ausgezahlt werden.
Für die Versorgung von Gesellschafter-Geschäftsführern sind hinsichtlich Erdienbarkeit, Ernsthaftigkeit, Finanzierbarkeit, Wartezeit / Beobachtungszeitraum, Schriftformerfordernis / Klarheitsgebot, Üblichkeit und Angemessenheit die gleichen Grundsätze wie bei einer Direktzusage zu beachten.
Welche Unternehmer können die steuerlichen Vorteile im Rahmen der Unterstützungskasse nutzen?
GGF einer GmbH
Beteiligte Vorstandsmitglieder einer Aktiengesellschaft (und deren Angehörige)
Nur-Gesellschafter einer GmbH
sozialversicherungsrechtliche Auswirkungen bei einer Unterstützungskassenversorgung?
Zuwendungen an die Unterstützungskasse sind sozialversicherungsfrei.
Zuwendungen bis 4 % der Beitragsbemessungsgrenze sind sozialversicherungsfrei. Nach § 229 SGB V besteht für Mitglieder der gesetzlichen Krankenversicherung für Leistungen der betrieblichen Altersversorgung grundsätzlich Beitragspflicht zur Krankenversicherung der Rentner sowie zur Pflegeversicherung. Bei Kapitalleistungen gilt ein Einhundertzwanzigstel der Leistung als monatlicher Zahlbetrag der Versorgungsbezüge, längstens jedoch für einhundertzwanzig Monate.
Wann sind die Ansprüche des Arbeitnehmers gesetzlich unverfallbar?
Die gesetzliche Unverfallbarkeit tritt sofort ein.
Bei einer vor dem 01.01.2018 erteilten Versorgungszusage tritt die gesetzliche Unverfallbarkeit ein, wenn der Arbeitnehmer mindestens 25 Jahre alt ist und die Versorgungszusage seit fünf Jahren besteht. Die Anwartschaft bleibt auch erhalten, wenn die Versorgungszusage ab dem 01.01.2018 drei Jahre bestanden hat und der Versorgungsberechtigte bei Ausscheiden mindestens 21 Jahre alt ist. Bei einer ab dem 01.01.2018 erteilten Versorgungszusage tritt die gesetzliche Unverfallbarkeit ein, wenn der Arbeitnehmer mindestens 21 Jahre alt ist und die Versorgungszusage seit drei Jahren besteht. Der Arbeitgeber kann vertraglich eine kürzere Frist ermöglichen.
Die Pensionskasse ist eine Versorgungseinrichtung, die von einem oder mehreren Arbeitgebern getragen wird. Sie gewährt den Arbeitnehmern ihrer Trägerunternehmen einen Rechtsanspruch auf die Versorgungsleistungen. Die Finanzierung erfolgt über Beiträge der Trägerunternehmen und aus eigenen Vermögenserträgen. Der Arbeitgeber kann die Zahlungen an die Pensionskasse in voller Höhe als Betriebsausgaben absetzen.
Für den Arbeitnehmer sind die Beitragszahlungen des Arbeitgebers bis zur Höhe von 4 Prozent der Beitragsbemessungsgrenze der allgemeinen Rentenversicherung (West) steuerfrei (im Jahr 2018: 3.120 Euro). Weitere 4 Prozent sind steuerfrei, so dass insgesamt im Jahr 2018 6.240 Euro steuerfrei in eine Direktversicherung eingezahlt werden können. Bestehende Altzusagen nach § 40b Einkommensteuergesetz werden auf diesen Höchstbetrag mit ihrem Euro-Wert angerechnet.
Wie funktioniert eine Versorgung über eine Pensionskasse?
Voraussetzung ist ein Rahmenvertrag zwischen dem Arbeitgeber und der Pensionskasse, sowie die Beitragszahlung durch den Arbeitgeber. Im Leistungsfall zahlt die Pensionskasse direkt an die Bezugsberechtigten oder dessen Hinterbliebene.
Wer ist der Vertragspartner der Pensionskasse?
Im Rahmen der betrieblichen Altersversorgung grundsätzlich immer der Arbeitgeber. Anders liegt der Fall, wenn ein Arbeitnehmer aus dem Unternehmen ausgeschieden ist und den Vertrag privat weiterführt. Dann kann der ehemalige Arbeitnehmer zum Versicherungsnehmer werden.
Muss der Arbeitgeber alle Arbeitnehmer in die Pensionskassenversorgung einbeziehen?
Ja, alle Arbeitnehmer, die ihren Rechtsanspruch auf Entgeltumwandlung geltend machen, müssen in die Versorgung einbezogen werden.
Nein, jedoch ist ein willkürlicher Ausschluss von Arbeitnehmern nicht zulässig. Unterschiede in Art und Höhe der Versorgung müssen objektiven Kriterien folgen. Diese können z.B. die Dauer der Betriebszugehörigkeit oder die Dienststellung sein.
Ist die Umwandlung vermögenswirksamer Leistungen möglich?
Ja, wenn Arbeitnehmer und Arbeitgeber dies vereinbaren und ein evtl. zu beachtender Tarifvertrag dies zulässt (Öffnungsklausel) bzw. keine Betriebsvereinbarungen entgegensteht.
Wer sind versorgungsberechtigte Hinterbliebene?
Welche steuerliche Förderung gibt es bei der Pensionskasse?
Steuerbefreiung von Beiträgen aus dem Bruttoentgelt bis maximal 8 Prozent der Beitragsbemessungsgrenze (§ 3 Nr. 63 Einkommensteuergesetz). Dieser Betrag verringert sich um die Beiträge, für die eine Pauschalversteuerung nach § 40b Absatz 1 und 2 Einkommensteuergesetz in der am 31.12.2004 geltenden Fassung genutzt wird. Die eingezahlten Beiträge sind bis maximal 4 Prozent der Beitragsbemessungsgrenze ebenso sozialversicherungsfrei.
Alle Leistungen, die auf steuerbefreiten Beiträgen nach § 3 Nr. 63 Einkommensteuergesetz beruhen, sind voll zu versteuern, also auch Berufsunfähigkeits- und Hinterbliebenenleistungen. Rentenleistungen, die auf nicht geförderten Beiträgen beruhen, sind lediglich mit dem Ertragsanteil zu versteuern.
Entsprechend § 229 Sozialgesetzbuch V handelt es sich um Versorgungsbezüge aus einem Arbeitsverhältnis, für die der volle allgemeine Beitragssatz zur Kranken- und Pflegeversicherung (ggf. zuzüglich Beitragszuschlag für Kinderlose in der Pflegeversicherung und dem ggf. erforderlichen krankenkassenindividuellen Zusatzbeitrag) zu entrichten ist. Bei Kapitalabfindungen gilt ein Einhundertzwanzigstel der Leistung als monatlicher Zahlbetrag der Versorgungsbezüge, längstens jedoch für einhundertzwanzig Monate.
Was ist beim Zusammentreffen mit Pensionsfonds und Direktversicherung zu beachten?
Steuerfreie Beiträge an einen Pensionsfonds, eine Direktversicherung und / oder eine Pensionskasse dürfen zusammen den Höchstbetrag von 8 Prozent der Beitragsbemessungsgrenze nicht überschreiten. Dieser Betrag verringert sich um die Beiträge, für die eine Pauschalversteuerung nach § 40b Absatz 1 und 2 Einkommensteuergesetz in der am 31.12.2004 geltenden Fassung genutzt wird.
Ist eine regelmäßige Prüfung der Anpassung laufender Renten erforderlich?
Werden alle Überschussanteile ab Rentenbeginn zur Erhöhung der Leistung verwendet, entfällt die Anpassungsprüfungspflicht nach § 16 Gesetz zur Verbesserung der betrieblichen Altersversorgung.
Bei einer vor dem 01.01.2018 erteilten Zusage tritt die gesetzliche Unverfallbarkeit ein, wenn der Arbeitnehmer mindestens 25 Jahre alt ist und die Zusage seit fünf Jahren besteht. Die Anwartschaft bleibt auch erhalten, wenn die Zusage ab dem 01.01.2018 drei Jahre bestanden hat und der Versorgungsberechtigte bei Ausscheiden mindestens 21 Jahre alt ist. Bei einer ab dem 01.01.2018 erteilten Zusage tritt die gesetzliche Unverfallbarkeit ein, wenn der Arbeitnehmer mindestens 21 Jahre alt ist und die Zusage seit drei Jahren besteht. Der Arbeitgeber kann vertraglich auch keine oder eine kürzere Frist ermöglichen.
Der Arbeitgeber entscheidet, ob er sich den Rückkaufswert auszahlen lässt, mit den Beitragszahlungen für andere Versicherungen verrechnen lässt oder dem ausscheidenden Arbeitnehmer den Vertrag mitgibt. Er hat jedoch hierbei den Gleichbehandlungsgrundsatz zu berücksichtigen.
Ist die Pensionskassenzusage insolvenzsicherungspflichtig?
Nein, da die Pensionskasse dem Arbeitnehmer (oder seinen Hinterbliebenen) einen Rechtsanspruch gewährt. Da dieser Rechtsanspruch unmittelbar gegen die Pensionskasse besteht, kann eine Insolvenz der Firma die Ansprüche nicht berühren.
Der Pensionsfonds wurde zum 01.01.2002 als weiterer Durchführungsweg für die betriebliche Altersversorgung eingeführt. Es handelt sich um eine rechtlich selbstständige Versorgungseinrichtung, die gegen Zahlung von Beiträgen eine Betriebsrente auszahlt. Der Pensionsfonds räumt seinen Versorgungsberechtigten einen Rechtsanspruch auf die Versorgungsleistungen ein. Der Arbeitgeber kann die Zahlungen an den Pensionsfonds in voller Höhe als Betriebsausgaben absetzen. Für den Arbeitnehmer sind die Beitragszahlungen des Arbeitgebers bis zur Höhe von 8 % der BBG steuerfrei.
Welchen Zweck hat ein Pensionsfonds?
Hat ein Unternehmen Direktzusagen erteilt, sind hierfür in der Bilanz Pensionsrückstellungen zu bilden. Darüber hinaus führen diese unter anderem zu einer Minderung der Eigenkapitalquote, bringen hohe Verwaltungs- und Insolvenzsicherungskosten (PSV-Beiträge) mit sich und können einen negativen Einfluss auf externe Ratings haben, wodurch sich wiederum die Kreditwürdigkeit des Unternehmens verschlechtert (Basel II). Zudem können bestehende Versorgungsverpflichtungen den Verkauf oder die Übertragung des Unternehmens erschweren.
Die Lösung ist hier die Auslagerung der Versorgungsverpflichtungen auf den Pensionsfonds. Der Pensionsfonds kann als einziger Durchführungsweg bestehende Versorgungsverpflichtungen und Anwartschaften aus Direktzusagen und Unterstützungskassenzusagen
gegen Zahlung eines Einmalbeitrages
Gründe für Übertragung von Versorgungsverpflichtungen auf Pensionsfonds?
Die wesentlichen Gründe für eine Übertragung bzw. Auslagerung von Pensionsverpflichtungen auf den Pensions-fonds sind nachfolgend aufgelistet:
Verbesserung des Bilanzbildes und der Kreditkonditionen (Basel II).
Pensionsrückstellungen können vor der Übertragung durch Kreditgeber im Rahmen der Bonitätsprüfung als Fremdkapital eingestuft werden.
Effekt der Übertragung
Vollständige Auflösung der Pensionsrückstellungen möglich
Verkürzung der Bilanz, d.h. Verbesserung der Eigenkapitalquote
Erhöhung der Kreditwürdigkeit des Unternehmens und damit einhergehend verbesserte Kreditkonditionen
Erleichterung bei Unternehmensverkauf und Nachfolgeregelung
Erwerber – insbesondere ausländische - verlangen häufig vorherige Auslagerung der Versorgungsverpflichtungen
Ausfinanzierung der Versorgung eines ausscheidenden GGF – unabhängig vom Schicksal der GmbH
Eventuell eingekaufte Versorgungsverpflichtungen sollen ohne Bilanzberührung fortgeführt werden
Verwaltungsauslagerung bestehender Versorgungswerke
Senkung des PSV-Beitrags
Kostensenkung durch reduzierten Beitrag für Pensionsfonds im Gegensatz zur Direktzusage
Grundsätzliche Auslagerung betriebsfremder Risiken
Vollständige und planmäßige Ausfinanzierung der betrieblichen Altersvorsorge
Wirtschaftliche und rechtliche Trennung vom Unternehmen
Welche Anlagevorschriften gelten für einen Pensionsfonds?
Im Vergleich zu Lebensversicherungsunternehmen gelten für den Pensionsfonds wesentlich liberalere Anlagevorschriften. Der Pensionsfonds unterliegt zwar der Aufsicht durch die BaFin, ist jedoch in der Anlagepolitik der Kapitalanlagen weitgehend frei. So kann ein größerer Teil der Beiträge in Märkte mit hohen Wachstumspotentialen investiert werden und die Renditechancen steigen deutlich.
Was ist ein Pensionsplan und was beinhaltet dieser?
Der Pensionsplan beinhaltet die Bedingungen zur Leistungserbringung, wie z.B.:
Mitwirkungspflichten des Arbeitnehmers bei Leistungsansprüchen
Der Pensionsplan ist im Rahmen des Zulassungsverfahrens bei der BaFin einzureichen und ersetzt (teilweise oder vollständig) die bisherige Versorgungsordnung.
Gibt es für den Arbeitgeber ein finanzielles Risiko?
Für die übertragenen Versorgungsverpflichtungen, für die der Pensionsfonds eine versicherungsförmige Garantie übernimmt, besteht für den Arbeitgeber kein Nachschussrisiko. Für die übertragenen Verpflichtungen ohne versicherungsförmige Garantie kann für den Arbeitgeber jedoch eine Nachschusspflicht entstehen. Der Arbeitgeber zahlt zwar einen geringeren Beitrag zur Übertragung der Versorgungsverpflichtungen an den Pensionsfonds, trägt aber auch das Risiko eines Nachschusses, sofern die vorhandenen Mittel nicht zur Deckung der Verpflichtungen ausreichen.
Der Lebenspartner, mit dem die versicherte Person zum Zeitpunkt des Todes in einer nach § 1 Lebenspartnerschaftsgesetz eingetragenen Partnerschaft gelebt hat.
Wie wird der Pensionsfonds sozialversicherungsrechtlich behandelt?
Während der Anwartschaftsphase
Übernahmen von Versorgungsverpflichtungen (Direktzusage, Unterstützungskasse) nach
3 Nr. 66 Einkommensteuergesetz sind sozialversicherungsfrei ohne Obergrenze.
Für Mitglieder der gesetzlichen Krankenversicherung besteht für Leistungen der betrieblichen Altersversorgung grundsätzlich Beitragspflicht zur Krankenversicherung der Rentner sowie zur Pflegeversicherung.
Wie wird der Pensionsfonds steuerrechtlich beim Arbeitgeber behandelt?
Beiträge sind Betriebsausgaben. Steuerneutrale Übertragung bestehender Versorgungsverpflichtungen oder Versorgungsanwartschaften nach § 3 Nr. 66 Einkommensteuergesetz ist im Wirtschaftsjahr der Übertragung begrenzt auf die Höhe der aufgelösten Pensionsrückstellungen. Der übersteigende Betrag ist auf die nachfolgenden zehn Wirtschaftsjahre nach der Übertragung gleichmäßig zu verteilen.
In der Regel keine Auswirkungen.
Wie wird der Pensionsfonds steuerrechtlich beim Arbeitnehmer behandelt?
Steuerfreie Übertragung nach § 3 Nr. 66 Einkommensteuergesetz hat keine Auswirkungen.
Fällige Leistungen unterliegen als sonstige Einkünfte der vollen nachgelagerten Besteuerung (§ 22 Nr. 5 Einkommensteuergesetz).
Welche Regelungen zum Insolvenzschutz gibt es?
Die Leistungen des Pensionsfonds unterliegen grundsätzlich dem Insolvenzschutz des Pensions-Sicherungs-Verein nach § 7 Betriebsrentengesetz. Die Beiträge zum Pensions-Sicherungs-Verein sind jedoch deutlich reduziert. Die Bemessungsgrundlage beträgt lediglich 20 % derjenigen für Direktzusagen (§ 10 Absatz 3 Nr. 4 Betriebsrentengesetz).
Die Pensionszusage (Direktzusage) ist eine Verpflichtung des Arbeitgebers, seinem Arbeitnehmer bei Eintritt des Versorgungsfalles Leistungen zu gewähren. Der Arbeitnehmer hat einen direkten Anspruch gegen den Arbeitgeber. Für diese Verpflichtung kann der Arbeitgeber vor Eintritt des Versorgungsfalles Rückstellungen bilden, diese Rückstellungen mindern den Gewinn des Unternehmens. Sie stellen aber bei Eintritt des Versorgungsfalles das erforderliche Kapital nicht zur Verfügung. Es empfiehlt sich, die Pensionszusage mit einer Versicherung bei einem Lebensversicherer rückzudecken. Die Beiträge zur Rückdeckungsversicherung kann der Arbeitgeber als Betriebsausgaben absetzen.
Was ist Sofortversorgung für Gesellschafter-Geschäftsführer?
Die Arbeits- und Steuerrechtsprechung zur Gesellschafter-Geschäftsführerversorgung erfordert bedarfsgerechte Produktlösungen. Besonders die Versorgung für neu eintretende Gesellschafter-Geschäftsführer einer Kapitalgesellschaft sowie für Gesellschafter-Geschäftsführer einer neu gegründeten Kapitalgesellschaft unterliegt besonderen steuerrechtlichen Auflagen. Hier wird von der Finanzverwaltung von Diensteintritt bis zur Erteilung einer Direktzusage eine personenbezogene Probezeit von zwei bis drei Jahren bzw. bei Neugründung eine unternehmensbezogene Probezeit von i.d.R. mindestens fünf Jahren gefordert.
Mit der Sofortversorgung für Gesellschafter-Geschäftsführer wird eine Versorgungslücke durch den sofortigen Abschluss einer kapitalbildenden Privatversicherung vermieden. Damit ist eine adäquate Berufsunfähigkeits- und Hinterbliebenenabsicherung von Beginn an möglich.
Wie funktioniert die Sofortversorgung?
Ab dem ersten Arbeitstag erfolgt die Absicherung durch den Abschluss einer Privatversicherung, die in Höhe und Umfang so dimensioniert ist, wie es eine Rückdeckungsversicherung für die nach Ablauf der im jeweiligen Einzelfall maßgeblichen Probezeit vorgesehene Direktzusage wäre. Nach Beendigung der maßgeblichen Probezeit und Erteilung der Direktzusage wird die Privatversicherung durch Übertragung der Versicherungsnehmereigenschaft auf das Unternehmen zur Rückdeckungsversicherung. Das Unternehmen wird Versicherungsnehmer und erhält das Bezugsrecht auf die Versicherungsleistungen. Im Gegenzug wird die Versicherung zur Absicherung an den Gesellschafter-Geschäftsführer verpfändet. Mit der Einlage der Privatversicherung in das Firmenvermögen ist das Deckungskapital der Versicherung in der Bilanz zu aktivieren und gleichzeitig als Einlage auf der Passivseite der Bilanz in die Kapitalrücklage einzustellen. Im Ergebnis ergibt sich lediglich eine Bilanzverlängerung und der Vorgang bleibt somit ergebnisneutral. Die gewinn- und steuerneutrale Einlage hat keine Auswirkungen auf das Stammkapital der Kapitalgesellschaft. Somit bleiben die Beteiligungsverhältnisse und die Stimmrechtslage der Gesellschafter unverändert.
Was ist Probezeit-Beobachtungszeitraum?
Eine Direktzusage sollte erst dann erteilt werden, wenn die künftige wirtschaftliche Entwicklung einer neuen Gesellschaft zuverlässig beurteilt werden kann. Hier hält das Bundesministerium der Finanzen – nach Neugründung der Kapitalgesellschaft – eine unternehmensbezogene Probezeit von i.d.R. mindestens fünf Jahren für angemessen. Bei Neueintritt in eine bestehende Kapitalgesellschaft sollte die Qualifikation des Gesellschafter-Geschäftsführer vor Zusageerteilung mindestens zwei bis drei Jahre erprobt werden. Dies gilt nicht für den Fall einer Betriebsaufspaltung oder Umwandlung eines Einzelunternehmens in eine Kapitalgesellschaft, wenn die zukünftige wirtschaftliche Entwicklung aufgrund jahrelanger erfolgreicher Unternehmenstätigkeit bzw. die Befähigung als Gesellschafter-Geschäftsführer hinreichend deutlich abgeschätzt werden kann (Bundesministerium der Finanzen-Erlass vom 14.05.1999). Die Festlegung der maßgeblichen Probezeit obliegt im Einzelfall der zuständigen Finanzbehörde und sollte daher im Zweifelsfall vorab von dieser geprüft und bestätigt werden.
Welche Folgen ergeben sich aus einer zu kurzen Probezeit?
Direktzusagen, die zu früh – also vor Ablauf einer angemessenen Probezeit – erteilt werden, sind nicht betrieblich, sondern durch das Gesellschaftsverhältnis veranlasst und führen zu einer verdeckten Gewinnausschüttung. Früher vertrat die Finanzverwaltung die Auffassung, dass lediglich die Aufwendungen für die Direktzusage während der Probezeit als verdeckte Gewinnausschüttung zu erfassen sind; die Zusage wachse nach Ablauf der Probezeit in eine betriebliche veranlasste hinein, sodass die Rückstellungen ab diesem Zeitpunkt keine verdeckte Gewinnausschüttung mehr darstellen. Mit dem Bundesministerium der Finanzen-Schreiben vom 14.12.2012 gilt rückwirkend für alle nach dem 29.07.2010 erteilten Zusagen eine strengere Regelung. Demnach ist ausschließlich die Situation zum Zeitpunkt der Zusage ausschlaggebend. Bei Vereinbarung einer Zusage während der Probezeit sind sämtliche Rückstellungen als verdeckte Gewinnausschüttung zu bewerten. Die Zusage wird nicht automatisch mit dem Ablauf der Probezeit zu einer betrieblich veranlassten, die Rückstellungen sind weiterhin als verdeckte Gewinnausschüttung zu erfassen.
Für den Fall, dass vor Ablauf der maßgeblichen Probezeit der Versorgungsfall eintritt, sind auch sämtliche Rentenzahlungen als verdeckte Gewinnausschüttung zu behandeln (§ 8 Abs. 3 Satz 2 Körperschaftsteuergesetz).
Wann ist die steuerliche Anerkennung in Gefahr?
Neben dem Kriterium Probezeit überprüft die Finanzverwaltung eine mögliche gesellschaftsrechtliche Veranlassung der Zusage unter anderem auch an den Merkmalen Ernsthaftigkeit, Finanzierbarkeit, Erdienungszeitraum, Angemessenheit sowie Schriftformerfordernis / Klarheitsgebot. Hierbei gelten die üblichen Voraussetzungen zur steuerlichen Anerkennung einer Direktzusage für Gesellschafter-Geschäftsführer.
Beherrschender oder nicht beherrschender Gesellschafter-Geschäftsführer?
Man kann davon ausgehen, dass es sich bei einem Gesellschafter, der durch die Mehrheit der Stimmrechte aus seiner Gesellschafterstellung einen entscheidenden Beschluss erwirken kann, um einen beherrschenden Gesellschafter-Geschäftsführer handelt. Dies kann auch der Fall sein, wenn mehrere Gesellschafter eine gleichgerichtete Interessenlage haben.
Für beherrschende Gesellschafter-Geschäftsführer gelten folgende Besonderheiten bei der Erteilung bzw. Änderung einer Zusage:
Die Direktzusage ist nur steuerlich anzuerkennen, wenn ein Erdienungszeitraum – ab Zusagetermin – von mindestens zehn Jahren vorgesehen ist und die Zusage vor Vollendung des 60. Lebensjahres erteilt wurde.
In Bezug auf beherrschende Gesellschafter-Geschäftsführer ist generell das Nachzahlungsverbot zu beachten.
Für steuerlich beherrschende Gesellschafter-Geschäftsführer ist für Zusagen nach dem 09.12.2016 ein Mindest-Pensionsalter von 67 Jahren zu vereinbaren, um eine verdeckte Gewinnausschüttung zu vermeiden.
Warum wird die Rückdeckungsversicherung verpfändet?
Nach Auffassung des Pensions-Sicherungs-Vereins sind Direktzusagen an beherrschende Gesellschafter-Geschäftsführer nicht insolvenz- geschützt. Daher ist ein privatrechtlicher Insolvenzschutz besonders wichtig. Eine beherrschende Stellung wird vom PSV auch dann unterstellt, wenn ein Gesellschafter-Geschäftsführer durch seinen maßgeblichen Einfluss auf die Geschicke der Gesellschaft eine so weitgehend unabhängige Stellung hat, dass er hinsichtlich der ihm gewährten Altersversorgung mit Arbeitnehmern in entsprechender Position nicht vergleichbar ist. Zur Sicherung der Versorgungsansprüche besteht jedoch die Möglichkeit, die Rückdeckungsversicherung zu verpfänden. Damit steht im Insolvenzfall der Wert der Versicherung vorrangig zur Befriedigung der Ansprüche aus der Direktzusage zur Verfügung.
Tags: Akademiker, Altersvorsorge, Betriebsrente, Finanzberater, Finanzberatung, Firmenversicherung, Fondsrente, Geschäftsführerversorgung, Karlsruhe, Rente, Rentenversicherung, Versicherungsmakler

References: § 3
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