Source: https://www.ris.bka.gv.at/JustizEntscheidung.wxe?Abfrage=Justiz&Dokumentnummer=JJT_20120301_OGH0002_0010OB00009_12Y0000_000&IncludeSelf=True
Timestamp: 2020-01-17 13:12:49+00:00

Document:
RIS - Rechtssätze und Entscheidungstext 1Ob9/12y - Justiz (OGH, OLG, LG, BG, OPMS, AUSL)
Rechtssatz für 4Ob2/54 4Ob188/54 1Ob9/...
RS0037754
4Ob2/54; 4Ob188/54; 1Ob9/12y
JN §55
ZPO §227 II
Die Verbindung des Anspruches auf Feststellung des Bestandes eines Rechtes mit einem aus diesem Recht hergeleiteten Leistungsanspruch bedeutet nicht die Kumulierung verschiedener Ansprüche, sondern die Geltendmachung eines einheitlichen Anspruches.
4 Ob 2/54
Entscheidungstext OGH 02.03.1954 4 Ob 2/54
4 Ob 188/54
Entscheidungstext OGH 11.01.1955 4 Ob 188/54
ECLI:AT:OGH0002:1954:RS0037754
JJR_19540302_OGH0002_0040OB00002_5400000_002
Rechtssatz für 2Ob467/55 7Ob261/57 2Ob...
RS0039110
2Ob467/55; 7Ob261/57; 2Ob476/52; 6Ob177/69; 3Ob14/74; 4Ob534/74; 7Ob254/74; 5Ob562/76; 8Ob521/89; 9ObA51/92 (9ObA52/92); 6Ob626/92; 9ObA228/01x; 8ObA23/04x; 2Ob138/08w; 9ObA180/08y; 10Ob3/12g; 1Ob9/12y; 2Ob219/11m; 1Ob68/16f; 9ObA92/17w
05.10.1955
ZPO §228 B3ee
Bei Dauerrechtsverhältnissen ist in Beziehung auf den Bestand und Inhalt dieser Rechte die Feststellungsklage zulässig, ohne Rücksicht darauf, ob eine Leistungsklage auf aus dem Rechtsverhältnis fällig gewordene Leistungen möglich ist oder nicht.
2 Ob 467/55
Entscheidungstext OGH 05.10.1955 2 Ob 467/55
7 Ob 261/57
Entscheidungstext OGH 19.06.1957 7 Ob 261/57
2 Ob 476/52
Entscheidungstext OGH 06.08.1952 2 Ob 476/52
6 Ob 177/69
Entscheidungstext OGH 10.09.1969 6 Ob 177/69
3 Ob 14/74
Entscheidungstext OGH 05.02.1974 3 Ob 14/74
Beisatz: Betriebliche Witwenpension. (T1) Veröff: Arb 9192
4 Ob 534/74
Entscheidungstext OGH 14.05.1974 4 Ob 534/74
Veröff: JBl 1975,94 = NZ 1975,72
7 Ob 254/74
Entscheidungstext OGH 30.01.1975 7 Ob 254/74
nur: Bei Dauerrechtsverhältnissen ist in Beziehung auf den Bestand und Inhalt dieser Rechte die Feststellungsklage zulässig. (T2); Beisatz: Aufteilungsschlüssel bei Miteigentum. (T3)
5 Ob 562/76
Entscheidungstext OGH 04.05.1976 5 Ob 562/76
Auch; Beisatz: Hier: Kiesausbeutevertrag (T4)
8 Ob 521/89
Entscheidungstext OGH 19.01.1989 8 Ob 521/89
9 ObA 51/92
Entscheidungstext OGH 08.04.1992 9 ObA 51/92
Auch; Beisatz: Auch einzelne strittige Rechtsbeziehungen aus einem solchen Dauerschuldverhältnis, wie etwa die Höhe des zu leistenden Entgelts aus dem Arbeitsverhältnis, sind ein tauglicher Gegenstand eines Feststellungsbegehrens und daher auch eines Zwischenantrages auf Feststellung. (T5)
6 Ob 626/92
Entscheidungstext OGH 21.01.1993 6 Ob 626/92
9 ObA 228/01x
Entscheidungstext OGH 10.10.2001 9 ObA 228/01x
Beisatz: Dies gilt auch für einzelne strittige Rechtsbeziehungen aus einem Dauerschuldverhältnis. (T6)
8 ObA 23/04x
Entscheidungstext OGH 15.04.2004 8 ObA 23/04x
2 Ob 138/08w
Entscheidungstext OGH 14.08.2008 2 Ob 138/08w
Beisatz: Im Hinblick auf das durch einen Gesellschaftsvertrag einer GmbH gegebene Dauerrechtsverhältnis kann einen Gesellschafter der GmbH das Feststellungsinteresse nicht schon deshalb abgesprochen werden, weil er Leistungsanspruch auf Duldung der Ausübung der Gesellschafterrechte geltend machen könnte. (T7)
10 Ob 3/12g
Entscheidungstext OGH 14.02.2012 10 Ob 3/12g
1 Ob 68/16f
Entscheidungstext OGH 28.04.2016 1 Ob 68/16f
9 ObA 92/17w
Entscheidungstext OGH 28.11.2017 9 ObA 92/17w
Beisatz: Auch hinsichtlich der korrekten Einstufung in eine Verwendungsgruppe eines Kollektivvertrags. (T8)
ECLI:AT:OGH0002:1955:RS0039110
JJR_19551005_OGH0002_0020OB00467_5500000_003
Rechtssatz für 6Ob25/69 4Ob318/69 5Ob1...
RS0038908
6Ob25/69; 4Ob318/69; 5Ob169/69; 1Ob167/69 (1Ob177/69); 5Ob253/69; 5Ob220/70; 1Ob254/70; 8Ob223/70; 6Ob326/70; 4Ob540/71; 7Ob98/71 (7Ob100/71); 2Ob117/71; 4Ob568/71; 8Ob235/71; 8Ob85/72; 4Ob21/73; 1Ob111/73; 6Ob188/73; 5Ob255/73; 7Ob79/74; 4Ob534/74; 4Ob70/74; 4Ob37/75; 5Ob242/75; 4Ob630/75; 7Ob769/76; 1Ob633/77; 1Ob531/78; 1Ob773/78; 1Ob549/79; 1Ob596/79; 4Ob513/79; 8Ob527/79; 5Ob572/80; 8Ob522/80; 7Ob753/80; 8Ob45/81; 5Ob707/82; 7Ob552/82; 3Ob579/82; 2Ob540/81; 7Ob628/83; 8Ob180/83; 8Ob206/83; 8Ob28/84; 8Ob570/84; 3Ob628/85; 7Ob627/86; 7Ob642/86; 6Ob626/87; 6Ob613/88 (6Ob614/88); 7Ob621/88; 8Ob586/88; 7Ob636/89 (7Ob637/89); 8Ob504/89; 9ObA109/90; 2Ob621/90; 2Ob590/91; 2Ob521/92; 6Ob626/92; 4Ob504/93; 9ObA55/94 (9ObA56/94); 1Ob566/94; 2Ob4/94; 2Ob559/95; 1Ob628/95; 2Ob585/95; 6Ob288/98s; 9ObA255/99m; 7Ob270/99b; 7Ob66/01h; 9ObA252/00z; 7Ob107/01p; 1Ob186/01m; 4Ob253/01m; 7Ob215/02x; 9ObA5/04g; 2Ob138/08w; 5Ob193/10h; 10Ob3/12g; 1Ob9/12y; 2Ob219/11m; 3Ob21/13d; 4Ob240/12s; 8Ob130/12v; 3Ob150/13z; 1Ob197/14y; 9ObA21/15a; 1Ob68/16f; 6Ob167/17b; 18OCg5/18m; 3Ob71/19s
ZPO §228 A1
ZPO §228 C1
Ein Interesse an der Feststellungsklage - sogar trotz möglicher Leistungsklage - ist zu bejahen, wenn das Feststellungsbegehren geeignet ist, über die Rechtsbeziehungen der Parteien ein für allemal Klarheit zu schaffen und einen künftigen Leistungsanspruch abzuschneiden (so schon EvBl 1956/236 = JBl 1956,370 = ArbSlg 6430, SZ 26/116 ua).
6 Ob 25/69
Entscheidungstext OGH 05.02.1969 6 Ob 25/69
Veröff: JBl 1969,399
4 Ob 318/69
Entscheidungstext OGH 22.04.1969 4 Ob 318/69
Veröff: ÖBl 1969,112
Veröff: MietSlg 21808
1 Ob 167/69
Entscheidungstext OGH 02.10.1969 1 Ob 167/69
Veröff: MietSlg 21804
5 Ob 253/69
Entscheidungstext OGH 03.12.1969 5 Ob 253/69
Veröff: SZ 42/181
5 Ob 220/70
Entscheidungstext OGH 07.10.1970 5 Ob 220/70
1 Ob 254/70
Entscheidungstext OGH 29.10.1970 1 Ob 254/70
Veröff: MietSlg 22610
8 Ob 223/70
Entscheidungstext OGH 03.11.1970 8 Ob 223/70
6 Ob 326/70
Entscheidungstext OGH 20.01.1971 6 Ob 326/70
4 Ob 540/71
Entscheidungstext OGH 04.05.1971 4 Ob 540/71
Beisatz: Leistungsklage zur Durchsetzung des vom Masseverwalter bestrittenen Aussonderungsanspruches. (T1)
Veröff: SZ 44/64 (falsch zitiert SZ 44/65) = EvBl 1971/334 S 631
7 Ob 98/71
Entscheidungstext OGH 14.07.1971 7 Ob 98/71
2 Ob 117/71
Entscheidungstext OGH 17.06.1971 2 Ob 117/71
Veröff: ZVR 1973/46 S 54
4 Ob 568/71
Entscheidungstext OGH 07.09.1971 4 Ob 568/71
Beisatz: Auch bei einem an sich unbestrittenen Rechtsverhältnis kann zu dessen näherer Aufklärung die Feststellung der sich aus ihm ergebenden einzelnen Rechte und Verbindlichkeiten, die einem Bestandverhältnis daher auch die Feststellung des geschuldeten Mietzinses, begehrt werden. (T2) Veröff: MietSlg 23646
8 Ob 235/71
Entscheidungstext OGH 28.09.1971 8 Ob 235/71
8 Ob 85/72
Entscheidungstext OGH 04.07.1972 8 Ob 85/72
4 Ob 21/73
Entscheidungstext OGH 20.03.1973 4 Ob 21/73
1 Ob 111/73
Entscheidungstext OGH 04.07.1973 1 Ob 111/73
6 Ob 188/73
Entscheidungstext OGH 04.10.1973 6 Ob 188/73
5 Ob 255/73
Entscheidungstext OGH 19.12.1973 5 Ob 255/73
7 Ob 79/74
Entscheidungstext OGH 09.05.1974 7 Ob 79/74
Veröff: SZ 47/63 = JBl 1975,94 = NZ 1975,72
4 Ob 70/74
Entscheidungstext OGH 26.11.1974 4 Ob 70/74
Beisatz: Einrechnung von Ruhegenussvordienstzeiten. (T3)
4 Ob 37/75
Entscheidungstext OGH 09.09.1975 4 Ob 37/75
Beisatz: Abfertigungsanspruch im Liquidationsausgleich. (T4)
5 Ob 242/75
Entscheidungstext OGH 08.04.1976 5 Ob 242/75
4 Ob 630/75
Entscheidungstext OGH 04.11.1975 4 Ob 630/75
7 Ob 769/76
Entscheidungstext OGH 16.12.1976 7 Ob 769/76
1 Ob 633/77
Entscheidungstext OGH 31.08.1977 1 Ob 633/77
1 Ob 531/78
Entscheidungstext OGH 23.02.1978 1 Ob 531/78
1 Ob 773/78
Entscheidungstext OGH 10.01.1979 1 Ob 773/78
1 Ob 549/79
Entscheidungstext OGH 14.03.1979 1 Ob 549/79
Veröff: JBl 1980,31
1 Ob 596/79
Entscheidungstext OGH 16.05.1979 1 Ob 596/79
4 Ob 513/79
Entscheidungstext OGH 12.11.1979 4 Ob 513/79
8 Ob 527/79
Entscheidungstext OGH 06.12.1979 8 Ob 527/79
5 Ob 572/80
Entscheidungstext OGH 10.06.1980 5 Ob 572/80
8 Ob 522/80
Entscheidungstext OGH 11.09.1980 8 Ob 522/80
nur: Ein Interesse an der Feststellungsklage ist zu bejahen, wenn das Feststellungsbegehren geeignet ist, über die Rechtsbeziehungen der Parteien ein für allemal Klarheit zu schaffen. (T5)
7 Ob 753/80
Entscheidungstext OGH 05.03.1981 7 Ob 753/80
Auch; nur T5; Beisatz: Auch wenn eine Leistungsklage noch nicht erhoben werden kann, weil der Schaden (wie hier) erst im Entstehen begriffen und dessen Höhe vom Umfang eines anderen Verfahrens (hier: Steuerstrafverfahrens) abhängt, ist die Feststellungsklage zulässig. (T6)
8 Ob 45/81
Entscheidungstext OGH 23.04.1981 8 Ob 45/81
5 Ob 707/82
Entscheidungstext OGH 05.10.1982 5 Ob 707/82
Auch; Beisatz: Wenn künftige Prozesse zufolge der die Vorfrage klärenden Rechtskraftwirkung des Feststellungsurteils abgekürzt werden. (T7)
Veröff: SZ 55/139
7 Ob 552/82
Entscheidungstext OGH 21.10.1982 7 Ob 552/82
Beisatz: Nach diesen Grundsätzen ist eine Klage auf Feststellung, dass ein Bestandverhältnis hinsichtlich der Zinsbildung zur Gänze oder zum Teil den Bestimmungen des MG oder des WWG unterliegt oder nicht, grundsätzlich zulässig. Es kommt nicht darauf an, dass bei Geltendmachung einzelner Ansprüche aus einem Dauerschuldverhältnis der Bestand des Rechtes oder Rechtsverhältnisses als Vorfrage geprüft werden kann. (T8)
3 Ob 579/82
Entscheidungstext OGH 17.11.1982 3 Ob 579/82
2 Ob 540/81
Entscheidungstext OGH 22.02.1983 2 Ob 540/81
Beisatz: Beitragspflicht für Erhaltungsaufwand eines Hauses nach § 508 ABGB. (T9)
7 Ob 628/83
Entscheidungstext OGH 07.07.1983 7 Ob 628/83
8 Ob 206/83
Entscheidungstext OGH 21.12.1983 8 Ob 206/83
8 Ob 28/84
Entscheidungstext OGH 20.06.1984 8 Ob 28/84
Auch; Veröff: ZVR 1985/51 S 92
8 Ob 570/84
Entscheidungstext OGH 08.11.1984 8 Ob 570/84
3 Ob 628/85
Entscheidungstext OGH 18.12.1985 3 Ob 628/85
Auch; Beisatz: Wegen der einem rechtskräftigen Feststellungsurteil zukommenden Bindungswirkung ist eine solche gerichtliche Entscheidung geeignet, insbesondere aus einem aktuellen Anlass zu befürchtenden künftigen Rechtsverletzungen vorzubeugen. (T10) Veröff: RdW 1986,81
7 Ob 627/86
Entscheidungstext OGH 02.10.1986 7 Ob 627/86
7 Ob 642/86
Entscheidungstext OGH 11.12.1986 7 Ob 642/86
6 Ob 626/87
Entscheidungstext OGH 08.10.1987 6 Ob 626/87
6 Ob 613/88
Entscheidungstext OGH 06.09.1988 6 Ob 613/88
7 Ob 621/88
Entscheidungstext OGH 22.09.1988 7 Ob 621/88
nur T5; Beisatz: Kriterium für die Zulässigkeit des Feststellungsbegehrens ist dass das Feststellungsurteil im konkreten Fall als ein geeignetes Mittel zur Beseitigung der Rechtsgefährdung des Klägers angesehen werden kann. (T11)
8 Ob 586/88
Entscheidungstext OGH 26.01.1989 8 Ob 586/88
7 Ob 636/89
Entscheidungstext OGH 07.09.1989 7 Ob 636/89
Auch; Beisatz: Es ist kein allzustrenger Maßstab an die Frage der Klärungsbedürftigkeit eines Rechtes oder Rechtsverhältnisses anzulegen. (T12)
Auch; Veröff: SZ 63/51
9 ObA 109/90
Entscheidungstext OGH 13.06.1990 9 ObA 109/90
Vgl auch; Beisatz: Will der Kläger hingegen mit seiner Feststellungsklage die Klarstellung erreichen, dass er zur Verrechnung der ihm - nach seinem Rechtsstandpunkt - aufgedrängten, von der Beklagten auf Grund seines Irrtums über die Rechtslage geleisteten, bisher nicht zurückgeforderten Zahlung berechtigt ist, ist eine Feststellungsklage zulässig. (T13)
2 Ob 590/91
Entscheidungstext OGH 05.02.1992 2 Ob 590/91
2 Ob 521/92
Entscheidungstext OGH 25.03.1992 2 Ob 521/92
4 Ob 504/93
Entscheidungstext OGH 26.01.1993 4 Ob 504/93
9 ObA 55/94
Entscheidungstext OGH 29.06.1994 9 ObA 55/94
1 Ob 566/94
Entscheidungstext OGH 22.06.1994 1 Ob 566/94
2 Ob 4/94
Entscheidungstext OGH 24.11.1994 2 Ob 4/94
2 Ob 559/95
Entscheidungstext OGH 14.09.1995 2 Ob 559/95
1 Ob 628/95
Entscheidungstext OGH 22.11.1995 1 Ob 628/95
2 Ob 585/95
Entscheidungstext OGH 24.04.1997 2 Ob 585/95
Auch; Beis wie T10; Beisatz: Diese Voraussetzungen sind zum Beispiel dann gegeben, wenn ein Vertragspartner einen vom anderen behaupteten, noch nicht fälligen Anspruch beziehungsweise das Rechtsverhältnis außerprozessual bestreitet, weil ein den bestrittenen Anspruch feststellendes Urteil den Schuldner regelmäßig zur Leistung bei Fälligkeit bewegen und damit eine Leistungsklage erübrigen wird. (T14)
Vgl auch; Beis wie T2 nur: Auch bei einem an sich unbestrittenen Rechtsverhältnis kann zu dessen näherer Aufklärung die Feststellung der sich aus ihm ergebenden einzelnen Rechte und Verbindlichkeiten begehrt werden. (T15)
7 Ob 270/99b
Entscheidungstext OGH 27.10.1999 7 Ob 270/99b
Vgl; Beis ähnlich wie T15; Beisatz: Die Frage, ob das Rechtsverhältnis zwischen den Streitteilen dahin auszulegen ist, dass auch die Hinterlegung beim Notar eine Bezahlung darstellt, stellt eine im konkreten Fall feststellungsfähige Aufklärung des zwischen den Streitparteien bestehenden Rechtsverhältnisses dar. (T16)
7 Ob 66/01h
Entscheidungstext OGH 18.04.2001 7 Ob 66/01h
9 ObA 252/00z
Entscheidungstext OGH 07.06.2001 9 ObA 252/00z
nur T5; Beisatz: Dies gilt auch für einen Zwischenantrag auf Feststellung gemäß § 236 ZPO. (T17)
1 Ob 186/01m
Entscheidungstext OGH 25.09.2001 1 Ob 186/01m
Vgl; Beisatz: Feststellungsklagen werden häufig gerade deshalb erhoben, um die spätere Geltendmachung von Leistungsansprüchen zu erleichtern. (T18)
Beisatz: Das Feststellungsinteresse im Sinne des § 228 ZPO ist nicht schon deshalb zu verneinen, weil die Geltendmachung von Leistungsansprüchen irgendwann möglich sein werde. (T19)
Beisatz: Hier: Ein Feststellungsinteresse ist auch dann zu bejahen, wenn eine Klage auf Abgabe von Aufsandungserklärungen, die sich auf die in einem verbücherungsfähigen Teilungsplan bestimmt bezeichnete Grundflächen beziehen sollen, erst nach Erstellung eines solchen Plans Aussicht auf Erfolg hat. (T20)
4 Ob 253/01m
Entscheidungstext OGH 13.11.2001 4 Ob 253/01m
7 Ob 215/02x
Entscheidungstext OGH 30.10.2002 7 Ob 215/02x
9 ObA 5/04g
Entscheidungstext OGH 09.06.2004 9 ObA 5/04g
Vgl auch; Beisatz: Wenn aus einem schuldhaften Verhalten erst einzelne vermögensrechtliche Ansprüche entstanden und weitere Konsequenzen nicht abschätzbar sind. (T21)
3 Ob 21/13d
Entscheidungstext OGH 15.05.2013 3 Ob 21/13d
4 Ob 240/12s
Entscheidungstext OGH 19.03.2013 4 Ob 240/12s
nur T5; Beisatz: Hier: Behauptet der Beklagte ein Recht auf Nutzung bzw Übertragung des Eigentums an einem Liegenschaftsanteil, ist die begehrte Feststellung, der Kläger sei Alleineigentümer der Liegenschaft nicht geeignet, ein zwischen den Streitteilen strittiges Rechtsverhältnis zu klären. (T22)
8 Ob 130/12v
Entscheidungstext OGH 27.06.2013 8 Ob 130/12v
3 Ob 150/13z
Entscheidungstext OGH 08.10.2013 3 Ob 150/13z
Beis wie T12; Beisatz: Hier: Feststellungsklage, dass ein Kaufvertrag nicht (mehr) besteht: Das rechtliche Interesse an der Feststellung wurde verneint. (T23)
1 Ob 197/14y
Entscheidungstext OGH 27.11.2014 1 Ob 197/14y
9 ObA 21/15a
Entscheidungstext OGH 20.03.2015 9 ObA 21/15a
Auch; nur T5; Beisatz: Wird eine Klage auf Feststellung der Nichtigkeit eines Vertrags nicht gegen sämtliche Vertragspartner erhoben, so könnte sich die Rechtskraft des Urteils nicht auch auf die am Verfahren nicht beteiligten weiteren Vertragsparteien erstrecken. In einem solchen Fall fehlt dann aber das für jedes Feststellungsbegehren erforderliche rechtliche Interesse. (T24); Bem: Siehe auch RS0083003. (T25)
Veröff: SZ 2018/18
18 OCg 5/18m
Entscheidungstext OGH 30.11.2018 18 OCg 5/18m
ECLI:AT:OGH0002:1969:RS0038908
JJR_19690205_OGH0002_0060OB00025_6900000_001
Rechtssatz für 1Ob45/75 7Ob583/89 1Ob2...
RS0037977
1Ob45/75; 7Ob583/89; 1Ob289/02k; 6Ob113/06w; 7Ob279/06i; 2Ob255/07z; 9ObA43/11f; 10Ob3/12g; 1Ob9/12y; 4Ob240/12s; 1Ob36/16z; 4Ob121/16x; 1Ob142/17i; 9ObA83/18y; 9Ob61/18p; 10Ob97/18i; 2Ob25/19v; 3Ob71/19s
ZPO §226 IV
ZPO §228 H2
Der Kläger muss das sonst in der Regel gegebene Rechtsschutzbedürfnis bei der Feststellungsklage nachweisen.
1 Ob 45/75
Entscheidungstext OGH 30.04.1975 1 Ob 45/75
7 Ob 583/89
Entscheidungstext OGH 18.05.1989 7 Ob 583/89
Auch; Beisatz: Der Kläger hat das rechtliche Interesse darzutun. (T1) Veröff: SZ 62/92 = JBl 1989,779 = NZ 1991,8
1 Ob 289/02k
Entscheidungstext OGH 01.08.2003 1 Ob 289/02k
6 Ob 113/06w
Entscheidungstext OGH 29.06.2006 6 Ob 113/06w
Vgl; Beisatz: Das Bestehen eines rechtlichen Interesses an der alsbaldigen Feststellung im Sinn des § 228 ZPO richtet sich nach den Umständen des Einzelfalls, denen - vom Fall grober Fehlbeurteilung abgesehen - keine über diesen hinausgehende Bedeutung zukommt. (T2)
7 Ob 279/06i
Entscheidungstext OGH 17.01.2007 7 Ob 279/06i
Vgl auch; Beisatz: Hier: Problem eines rechtlichen Interesses an einem Feststellungsbegehren über die Unterhaltspflicht eines Verschollenen während eines Todeserklärungsverfahrens im Hinblick auf die Gewährung einer Witwenpension. (T3)
Vgl auch; Beis wie T1; Beis wie T2
4 Ob 121/16x
Entscheidungstext OGH 30.08.2016 4 Ob 121/16x
1 Ob 142/17i
Entscheidungstext OGH 30.08.2017 1 Ob 142/17i
9 ObA 83/18y
Entscheidungstext OGH 27.09.2018 9 ObA 83/18y
10 Ob 97/18i
Entscheidungstext OGH 21.12.2018 10 Ob 97/18i
2 Ob 25/19v
Entscheidungstext OGH 28.03.2019 2 Ob 25/19v
Vgl auch; Beis ähnlich wie T2
ECLI:AT:OGH0002:1975:RS0037977
JJR_19750430_OGH0002_0010OB00045_7500000_002
Rechtssatz für 5Ob545/79 (5Ob546/79) 4O...
RS0042439
5Ob545/79 (5Ob546/79); 4Ob538/82; 1Ob842/82; 4Ob125/85; 3Ob628/85; 3Ob568/88; 1Ob604/90; 3Ob20/97f; 3Ob330/98w; 1Ob214/00b; 10Ob137/05b; 2Ob80/08s; 10Ob3/12g; 1Ob9/12y; 7Ob102/14x; 3Ob131/16k
ZPO §500 Abs2 IIA2
Das auf Feststellung des Bestehens einer Geldforderung gerichtete Begehren ist nicht zu bewerten.
5 Ob 545/79
Entscheidungstext OGH 27.02.1979 5 Ob 545/79
4 Ob 538/82
Entscheidungstext OGH 18.05.1982 4 Ob 538/82
Veröff: SZ 55/74
1 Ob 842/82
Entscheidungstext OGH 23.02.1983 1 Ob 842/82
4 Ob 125/85
Entscheidungstext OGH 01.10.1985 4 Ob 125/85
3 Ob 568/88
Entscheidungstext OGH 14.12.1988 3 Ob 568/88
Vgl; Beisatz: Bei negativer Feststellungsklage. (T1)
1 Ob 604/90
Entscheidungstext OGH 12.09.1990 1 Ob 604/90
Veröff: RZ 1991/56 S 174
3 Ob 20/97f
Entscheidungstext OGH 09.07.1997 3 Ob 20/97f
3 Ob 330/98w
Entscheidungstext OGH 30.03.1999 3 Ob 330/98w
1 Ob 214/00b
Entscheidungstext OGH 06.10.2000 1 Ob 214/00b
10 Ob 137/05b
Entscheidungstext OGH 29.11.2005 10 Ob 137/05b
2 Ob 80/08s
Entscheidungstext OGH 28.04.2008 2 Ob 80/08s
Beis wie T1; Beisatz: In solchen Fällen entspricht der Streitwert dem jeweils zugrundeliegenden Betrag. (T2)
7 Ob 102/14x
Entscheidungstext OGH 09.07.2014 7 Ob 102/14x
Auch; Beisatz: Nach ständiger Rechtsprechung ist das auf Feststellung des Bestehens oder Nichtbestehens einer Geldforderung gerichtete Begehren nicht gemäß § 500 Abs 2 ZPO zu bewerten. (T3)
3 Ob 131/16k
Entscheidungstext OGH 23.11.2016 3 Ob 131/16k
ECLI:AT:OGH0002:1979:RS0042439
JJR_19790227_OGH0002_0050OB00545_7900000_001
Rechtssatz für 7Ob655/84 (7Ob661/84, ...
RS0042515
7Ob655/84 (7Ob661/84, 7Ob662/84); 8Ob591/84; 8Ob1033/84; 3Ob82/85; 6Ob667/85; 6Ob697/84; 5Ob1303/86; 4Ob315/87; 2Ob641/87; 5Ob1539/87; 6Ob707/87; 3Ob1036/87; 5Ob1003/88; 1Ob585/92; 5Ob58/93; 1Ob526/93; 5Ob82/93; 1Ob36/93; 3Ob13/94 (3Ob14/94); 9ObA93/94; 4Ob547/94; 3Ob20/94; 3Ob36/94; 1Ob557/94; 7Ob556/94; 4Ob536/95; 1Ob577/95; 3Ob78/97k; 1Ob171/97x; 3Ob322/97t; 10Ob152/98w; 6Ob296/98t; 3Ob187/02z; 1Ob29/03a; 4Ob61/04f (4Ob62/04b); 7Ob48/04s; 6Ob63/05s (6Ob175/05m, 6Ob176/05h); 10Ob33/04g; 1Ob244/06y; 4Ob22/07z; 9Ob34/07a; 2Ob82/07h; 2Ob103/07x; 4Ob13/08b; 2Ob247/07y; 7Ob19/08g; 2Ob30/08p; 5Ob122/08i; 5Ob91/08f; 1Ob132/08f; 3Ob271/08m; 8Ob151/08a; 2Ob267/08s; 4Ob216/08f; 2Ob5/09p; 5Ob278/08f; 8Ob57/09d; 5Ob91/09g; 9Ob25/08d (9Ob26/08a); 17Ob28/09f; 2Ob68/09b; 9Ob2/10z; 2Ob248/09y; 7Ob45/10h; 9Ob41/10k; 2Ob124/10i; 8Ob114/10p; 1Ob4/11m; 3Ob23/11w; 2Ob55/11v (2Ob65/11i); 2Ob64/11t; 10Ob33/11t; 1Ob75/11b; 2Ob163/11a; 10Ob3/12g; 2Ob8/12h; 1Ob68/12z; 1Ob9/12y; 4Ob95/12t; 3Ob89/12b; 3Ob147/12g; 4Ob176/12d; 3Ob8/13t; 5Ob29/13w; 6Ob142/13w; 4Ob150/13g; 7Ob134/13a; 3Ob52/14i; 4Ob61/14w; 5Ob67/14k; 3Ob100/14y; 7Ob231/14t; 1Ob64/15s (1Ob65/15p); 5Ob102/15h; 3Ob83/15z; 5Ob130/15a; 2Ob160/15s; 1Ob76/16g; 1Ob78/16a; 3Ob24/17a; 9Ob58/16v; 3Ob114/17m; 3Ob22/17g; 8Ob112/17d; 3Ob6/18f; 6Ob41/18z; 8Ob102/18k; 1Ob154/18f; 5Ob76/19s
ZPO §500 Abs2 Z1 IIE1
ZPO §500 Abs4 Satz1 IVa
AußStrG 2005 §59 Abs2
AußStrG 2005 §59 Abs3
AußStrG 2005 §59 Abs4 Satz1
An die Bewertung des Streitgegenstandes durch das Berufungsgericht ist auch der OGH gebunden.
7 Ob 655/84
Entscheidungstext OGH 11.10.1984 7 Ob 655/84
8 Ob 591/84
Entscheidungstext OGH 22.11.1984 8 Ob 591/84
8 Ob 1033/84
Entscheidungstext OGH 06.12.1984 8 Ob 1033/84
3 Ob 82/85
Entscheidungstext OGH 03.07.1985 3 Ob 82/85
6 Ob 667/85
Entscheidungstext OGH 30.10.1985 6 Ob 667/85
6 Ob 697/84
Entscheidungstext OGH 04.09.1986 6 Ob 697/84
Auch; Beisatz: Bewertung im gesetzlichen Rahmen unter Beachtung der §§ 54 ff JN. (T1)
5 Ob 1303/86
Entscheidungstext OGH 25.11.1986 5 Ob 1303/86
Auch; Beisatz: Die prozessual zulässige Bewertung ist mangels Verstoßes gegen gesetzliche Bewertungsrichtlinien vom OGH nicht überprüfbar. (T2)
4 Ob 315/87
Entscheidungstext OGH 10.03.1987 4 Ob 315/87
Veröff: ÖBl 1987,63
2 Ob 641/87
Entscheidungstext OGH 25.08.1987 2 Ob 641/87
5 Ob 1539/87
Entscheidungstext OGH 20.10.1987 5 Ob 1539/87
6 Ob 707/87
Entscheidungstext OGH 26.11.1987 6 Ob 707/87
Veröff: MietSlg XXXIX/53
3 Ob 1036/87
Entscheidungstext OGH 02.03.1988 3 Ob 1036/87
5 Ob 1003/88
Entscheidungstext OGH 06.09.1988 5 Ob 1003/88
1 Ob 585/92
Entscheidungstext OGH 14.07.1992 1 Ob 585/92
5 Ob 58/93
Entscheidungstext OGH 29.06.1993 5 Ob 58/93
Auch; Beisatz: Unter zwingenden Bewertungsvorschriften sind Normen gemeint, die den Wert des Entscheidungsgegenstandes unter Ausschaltung richterlichen Ermessens mit einem bestimmten Betrag festlegen (etwa den Einheitswert gemäß § 60 Abs 2 JN, auch in Verbindung mit § 57 JN) oder starre Berechnungsmethoden vorgeben (zum Beispiel §§ 54 Abs 2, 55 Abs 1 bis 3, 56 Abs 3 oder 58 JN). Eine Bewertung, die dem Rekursgericht einen Ermessensspielraum übrig lässt und diesen auch nicht überschreitet, ist für den OGH unüberprüfbar. (T3)
1 Ob 526/93
Entscheidungstext OGH 20.04.1993 1 Ob 526/93
5 Ob 82/93
Entscheidungstext OGH 12.10.1993 5 Ob 82/93
1 Ob 36/93
Entscheidungstext OGH 21.12.1993 1 Ob 36/93
3 Ob 13/94
Entscheidungstext OGH 23.02.1994 3 Ob 13/94
9 ObA 93/94
Entscheidungstext OGH 06.04.1994 9 ObA 93/94
Auch; Beisatz: Keine Überschreitung mangels Vorliegens einer zwingenden Bewertungsvorschrift. (T4)
4 Ob 547/94
Entscheidungstext OGH 12.07.1994 4 Ob 547/94
3 Ob 20/94
Entscheidungstext OGH 27.04.1994 3 Ob 20/94
1 Ob 557/94
Entscheidungstext OGH 22.06.1994 1 Ob 557/94
7 Ob 556/94
Entscheidungstext OGH 14.12.1994 7 Ob 556/94
4 Ob 536/95
Entscheidungstext OGH 13.06.1995 4 Ob 536/95
1 Ob 577/95
Entscheidungstext OGH 27.07.1995 1 Ob 577/95
3 Ob 78/97k
Entscheidungstext OGH 26.03.1997 3 Ob 78/97k
Beis wie T3 nur: Unter zwingenden Bewertungsvorschriften sind Normen gemeint, die den Wert des Entscheidungsgegenstandes unter Ausschaltung richterlichen Ermessens mit einem bestimmten Betrag festlegen (etwa den Einheitswert gemäß § 60 Abs 2 JN, auch in Verbindung mit § 57 JN) oder starre Berechnungsmethoden vorgeben. (T5)
1 Ob 171/97x
Entscheidungstext OGH 24.06.1997 1 Ob 171/97x
3 Ob 322/97t
Entscheidungstext OGH 29.10.1997 3 Ob 322/97t
10 Ob 152/98w
Entscheidungstext OGH 28.04.1998 10 Ob 152/98w
6 Ob 296/98t
Entscheidungstext OGH 26.11.1998 6 Ob 296/98t
Auch; Beis wie T2; Beisatz: Hier: § 60 Abs 2 JN. (T6)
3 Ob 187/02z
Entscheidungstext OGH 30.08.2002 3 Ob 187/02z
1 Ob 29/03a
Entscheidungstext OGH 24.02.2003 1 Ob 29/03a
4 Ob 61/04f
Entscheidungstext OGH 30.03.2004 4 Ob 61/04f
Vgl aber; Beisatz: Das Berufungsgericht darf den Wert des Entscheidungsgegenstands - bezogen auf den objektiven Wert der Streitsache - weder übermäßig hoch noch übermäßig niedrig ansetzen; ist eine solche Fehlbewertung offenkundig, dann ist der Oberste Gerichtshof daran nicht gebunden. (T7)
7 Ob 48/04s
Entscheidungstext OGH 17.03.2004 7 Ob 48/04s
6 Ob 63/05s
Entscheidungstext OGH 25.08.2005 6 Ob 63/05s
Beisatz: Das Berufungsgericht hat über den Wert des Entscheidungsgegenstands abzusprechen. Es ist dabei nicht an die Bewertung des Klägers gebunden. Diese Bewertung ist grundsätzlich unanfechtbar und für den Obersten Gerichtshof bindend, es sei denn, das Berufungsgericht hätte zwingende gesetzliche Bewertungsvorschriften verletzt oder den ihm vom Gesetzgeber eingeräumten Ermessensspielraum überschritten; Hier: Rechtsstreit über die Löschung oder Aufrechterhaltung einer Wegeservitut. (T8)
10 Ob 33/04g
Entscheidungstext OGH 24.10.2006 10 Ob 33/04g
Vgl; Beis ähnlich wie T7; Beis ähnlich wie T8 nur: Das Berufungsgericht hat über den Wert des Entscheidungsgegenstands abzusprechen. Es ist dabei nicht an die Bewertung des Klägers gebunden. Diese Bewertung ist grundsätzlich unanfechtbar und für den Obersten Gerichtshof bindend, es sei denn, das Berufungsgericht hätte zwingende gesetzliche Bewertungsvorschriften verletzt oder den ihm vom Gesetzgeber eingeräumten Ermessensspielraum überschritten. (T9)
1 Ob 244/06y
Entscheidungstext OGH 28.11.2006 1 Ob 244/06y
Auch; Beisatz: Der Bewertungsausspruch des Berufungsgerichts gemäß § 500 Abs 2 Z 1 ZPO ist unanfechtbar und für den Obersten Gerichtshof bindend, wenn zwingende Bewertungsvorschriften nicht verletzt wurden, eine offenkundige Unterbewertung oder Überbewertung nicht vorliegt oder eine Bewertung nicht überhaupt hätte unterbleiben müssen. (T10)
4 Ob 22/07z
Entscheidungstext OGH 13.02.2007 4 Ob 22/07z
9 Ob 34/07a
Entscheidungstext OGH 30.05.2007 9 Ob 34/07a
Auch; Beis wie T7; Beis wie T10
2 Ob 103/07x
Entscheidungstext OGH 14.06.2007 2 Ob 103/07x
Beis wie T7; Beis wie T8; Beis wie T9; Beis wie T10
4 Ob 13/08b
Entscheidungstext OGH 14.02.2008 4 Ob 13/08b
Beis wie T7; Beis wie T9
2 Ob 247/07y
Entscheidungstext OGH 24.01.2008 2 Ob 247/07y
7 Ob 19/08g
Entscheidungstext OGH 12.03.2008 7 Ob 19/08g
2 Ob 30/08p
Entscheidungstext OGH 27.03.2008 2 Ob 30/08p
5 Ob 122/08i
Entscheidungstext OGH 14.07.2008 5 Ob 122/08i
Vgl; Beis wie T4; Beisatz: Der Bewertungsausspruch des Gerichts zweiter Instanz ist - auch im Verfahren außer Streitsachen - unanfechtbar und für den Obersten Gerichtshof bindend, wenn zwingende Bewertungsvorschriften nicht verletzt wurden, eine offenkundige Unterbewertung oder Überbewertung nicht vorliegt oder eine Bewertung nicht überhaupt hätte unterbleiben müssen. (T11)
Beisatz: Hier: Verfahren wegen §§ 52 Abs 1 Z 8, 21 Abs 3 WEG 2002. (T12)
5 Ob 91/08f
Entscheidungstext OGH 14.05.2008 5 Ob 91/08f
Vgl; Beis ähnlich wie T8; Beis ähnlich wie T9; Beis ähnlich wie T11; Beisatz: Hier: Die vom Rekursgericht nicht begründete, offenkundig krasse Unterbewertung des Entscheidungsgegenstands überschreitet eindeutig die Grenzen zulässigen Ermessens. (T13)
Bem: Verfahren nach § 37 Abs 1 Z 8 MRG. (T14)
1 Ob 132/08f
Entscheidungstext OGH 16.09.2008 1 Ob 132/08f
Beisatz: Sofern nicht zwingende Bewertungsvorschriften verletzt wurden. (T15)
3 Ob 271/08m
Entscheidungstext OGH 17.12.2008 3 Ob 271/08m
8 Ob 151/08a
Entscheidungstext OGH 16.12.2008 8 Ob 151/08a
2 Ob 267/08s
Entscheidungstext OGH 17.12.2008 2 Ob 267/08s
4 Ob 216/08f
Entscheidungstext OGH 15.12.2008 4 Ob 216/08f
Beis wie T9; Beisatz: Hier: Feststellung des Bestehens eines Fahrrechts und Einwilligung in die Einverleibung. (T16)
2 Ob 5/09p
Entscheidungstext OGH 29.01.2009 2 Ob 5/09p
Auch; Beis wie T7; Auch Beis wie T8
Vgl; Beis wie T11; Beisatz: § 59 Abs 2 AußStrG verpflichtet das Rekursgericht (nur) zu einem Bewertungsausspruch. Eine Begründung für diese Bewertung mag im Einzelfall zur Vermeidung eines Verdachts auf einen Ermessensexzess angezeigt sein, ist aber nicht zwingend vorgesehen. Demnach liegt im Fehlen einer Begründung für den Bewertungsausspruch keine Nichtigkeit. (T17)
8 Ob 57/09d
Entscheidungstext OGH 19.05.2009 8 Ob 57/09d
Auch; Beisatz: Der Oberste Gerichtshof ist an die Bewertung des Streitgegenstands durch das Berufungsgericht - und gleichermaßen gemäß § 526 Abs 3 ZPO durch das Rekursgericht - grundsätzlich gebunden. Eine Bindung besteht (nur) dann nicht, wenn das Berufungs-(Rekurs-)gericht zwingende gesetzliche Bewertungsvorschriften verletzt oder den ihm vom Gesetzgeber eingeräumten Ermessensspielraum überschritten hat. Das Berufungs-(Rekurs-)gericht darf den Wert des Entscheidungsgegenstands - bezogen auf den objektiven Wert der Streitsache - weder übermäßig hoch noch übermäßig niedrig ansetzen; ist eine solche Fehlbewertung offenkundig, ist der Oberste Gerichtshof daran nicht gebunden. (T18)
Beis wie T9; Beis wie T10; Beisatz: Nur dann, wenn das Erstgericht über einen 2.000 EUR nicht übersteigenden Streitgegenstand entschieden hätte, wäre der Oberste Gerichtshof an eine höhere Bewertung des Entscheidungsgegenstands durch das Berufungsgericht nicht gebunden, was auch für den Rekurs gegen einen Aufhebungsbeschluss des Gerichts zweiter Instanz gilt. Der vom Berufungsgericht vorgenommenen Korrektur einer offensichtlichen Unterbewertung steht aber auch diese Ausnahmeregelung nicht entgegen. (T19)
9 Ob 25/08d
Entscheidungstext OGH 05.08.2009 9 Ob 25/08d
Beisatz: Das Rechtsmittelgericht ist an die Bewertung durch den Kläger (§ 56 Abs 2 JN) nicht gebunden. (T20)
Beis wie T18 nur: Allerdings ist der Oberste Gerichtshof an die Bewertung des Streitgegenstands durch das Berufungsgericht - und gleichermaßen gemäß § 526 Abs 3 ZPO durch das Rekursgericht - grundsätzlich gebunden. Eine Bindung besteht (nur) dann nicht, wenn das Berufungs-(Rekurs-)gericht zwingende gesetzliche Bewertungsvorschriften verletzt oder den ihm vom Gesetzgeber eingeräumten Ermessensspielraum überschritten hat. (T21)
2 Ob 68/09b
Entscheidungstext OGH 29.10.2009 2 Ob 68/09b
Auch; Veröff: SZ 2009/143
9 Ob 2/10z
Entscheidungstext OGH 26.01.2010 9 Ob 2/10z
Beis wie T9; Beis wie T20
2 Ob 248/09y
Entscheidungstext OGH 17.02.2010 2 Ob 248/09y
Beis wie T7; Beis wie T10; Beis wie T18; Beisatz: Gebundenes Ermessen des Berufungsgerichts bei der Bewertung des Streitgegenstands, wobei der objektive Wert der Streitsache ein Bewertungskriterium bildet. (T22)
7 Ob 45/10h
Entscheidungstext OGH 21.04.2010 7 Ob 45/10h
9 Ob 41/10k
Entscheidungstext OGH 30.06.2010 9 Ob 41/10k
2 Ob 124/10i
Entscheidungstext OGH 24.08.2010 2 Ob 124/10i
Auch; Beis wie T15; Auch Beis wie T21
8 Ob 114/10p
Entscheidungstext OGH 04.11.2010 8 Ob 114/10p
1 Ob 4/11m
Entscheidungstext OGH 25.01.2011 1 Ob 4/11m
2 Ob 55/11v
Entscheidungstext OGH 07.04.2011 2 Ob 55/11v
Auch; Beis wie T10; Beis wie T18; Beis wie T22; Vgl Beis wie T16
2 Ob 64/11t
Entscheidungstext OGH 05.05.2011 2 Ob 64/11t
10 Ob 33/11t
Entscheidungstext OGH 09.06.2011 10 Ob 33/11t
1 Ob 75/11b
Entscheidungstext OGH 21.06.2011 1 Ob 75/11b
2 Ob 163/11a
Entscheidungstext OGH 29.09.2011 2 Ob 163/11a
Auch; Beis wie T7; Auch Beis wie T9; Auch Beis wie T10; Auch Beis wie T18; Beis wie T22
2 Ob 8/12h
Entscheidungstext OGH 19.01.2012 2 Ob 8/12h
1 Ob 68/12z
Entscheidungstext OGH 26.04.2012 1 Ob 68/12z
Beis wie T9 nur: Das Berufungsgericht hat über den Wert des Entscheidungsgegenstands abzusprechen. Diese Bewertung ist grundsätzlich für den Obersten Gerichtshof bindend, es sei denn, das Berufungsgericht hätte zwingende gesetzliche Bewertungsvorschriften verletzt oder den ihm vom Gesetzgeber eingeräumten Ermessensspielraum überschritten. (T23)
4 Ob 95/12t
Entscheidungstext OGH 12.06.2012 4 Ob 95/12t
Auch; Beis ähnlich wie T9; Beis ähnlich wie T10
3 Ob 89/12b
Entscheidungstext OGH 11.07.2012 3 Ob 89/12b
Auch; Ähnlich Beis wie T10
3 Ob 147/12g
Entscheidungstext OGH 19.09.2012 3 Ob 147/12g
4 Ob 176/12d
Entscheidungstext OGH 18.10.2012 4 Ob 176/12d
3 Ob 8/13t
Entscheidungstext OGH 23.01.2013 3 Ob 8/13t
Vgl aber; Beisatz: Der Verfassungsgerichtshof hob die Wortfolge „§ 60 Abs 2 JN“ in § 500 Abs 3 ZPO als verfassungswidrig auf und sprach aus, dass frühere gesetzliche Bestimmungen nicht wieder in Kraft treten. (T24)
5 Ob 29/13w
Entscheidungstext OGH 20.06.2013 5 Ob 29/13w
6 Ob 142/13w
Entscheidungstext OGH 28.08.2013 6 Ob 142/13w
Beis ähnlich wie T8; Beisatz: Im Verlassenschaftsverfahren hat sich das Rekursgericht an der Höhe der Aktiva und Passiva zu orientieren. (T25)
4 Ob 150/13g
Entscheidungstext OGH 27.08.2013 4 Ob 150/13g
Auch; Beis ähnlich wie T7; Beis wie T8; Beis wie T9; Beis ähnlich wie T10
7 Ob 134/13a
Entscheidungstext OGH 04.09.2013 7 Ob 134/13a
Auch Beis wie T7; Auch Beis wie T10
3 Ob 52/14i
Entscheidungstext OGH 08.04.2014 3 Ob 52/14i
Auch; Beis wie T5; Beis wie T8; Beis wie T9; Beis wie T10; Beis wie T11
Entscheidungstext OGH 23.04.2014 4 Ob 61/14w
Auch; Beis wie T8; Vgl auch Beis wie T7; Vgl auch Beis wie T9; Vgl auch Beis wie T10
5 Ob 67/14k
Entscheidungstext OGH 23.04.2014 5 Ob 67/14k
3 Ob 100/14y
Entscheidungstext OGH 23.07.2014 3 Ob 100/14y
7 Ob 231/14t
Entscheidungstext OGH 28.01.2015 7 Ob 231/14t
1 Ob 64/15s
Entscheidungstext OGH 23.04.2015 1 Ob 64/15s
Vgl; Beis wie T7; Beis wie T10; Beis wie T18; Beis wie T20
5 Ob 102/15h
Entscheidungstext OGH 19.05.2015 5 Ob 102/15h
3 Ob 83/15z
Entscheidungstext OGH 20.05.2015 3 Ob 83/15z
5 Ob 130/15a
Entscheidungstext OGH 25.08.2015 5 Ob 130/15a
2 Ob 160/15s
Entscheidungstext OGH 19.11.2015 2 Ob 160/15s
Auch; Beis wie T7; Beis wie T10; Beis wie T18
1 Ob 76/16g
Entscheidungstext OGH 28.04.2016 1 Ob 76/16g
Beis wie T8; Beis wie T9; Beis wie T10
1 Ob 78/16a
Entscheidungstext OGH 24.05.2016 1 Ob 78/16a
3 Ob 24/17a
Entscheidungstext OGH 22.02.2017 3 Ob 24/17a
Beis wie T8; Beis wie T9; Beis wie T10; Beis wie T11; Beis wie T15; Beis wie T18; Beis wie T21; Beis wie T23
9 Ob 58/16v
Entscheidungstext OGH 20.04.2017 9 Ob 58/16v
3 Ob 114/17m
Entscheidungstext OGH 04.07.2017 3 Ob 114/17m
3 Ob 22/17g
Entscheidungstext OGH 30.08.2017 3 Ob 22/17g
8 Ob 112/17d
Entscheidungstext OGH 25.10.2017 8 Ob 112/17d
3 Ob 6/18f
Entscheidungstext OGH 24.01.2018 3 Ob 6/18f
Entscheidungstext OGH 28.03.2018 6 Ob 41/18z
8 Ob 102/18k
Entscheidungstext OGH 28.08.2018 8 Ob 102/18k
1 Ob 154/18f
Entscheidungstext OGH 26.09.2018 1 Ob 154/18f
Beisatz: Hier: Verfahren zur Aufteilung des ehelichen Gebrauchsvermögens und der ehelichen Ersparnisse nach den §§ 81ff EheG. (T26)
5 Ob 76/19s
Entscheidungstext OGH 31.07.2019 5 Ob 76/19s
Beis wie T21; Beis wie T22; Beis wie T23
ECLI:AT:OGH0002:1984:RS0042515
JJR_19841011_OGH0002_0070OB00655_8400000_001
Rechtssatz für 4Ob501/88 8Ob608/91 1Ob...
RS0042434
4Ob501/88; 8Ob608/91; 1Ob204/06s; 1Ob134/10b; 3Ob7/11t; 1Ob9/12y; 1Ob168/13g; 9Ob8/15i
JN §49 Abs1
JN §56 Abs2
ZPO §500 IIB2
ZPO §501
RATG §10 Z2
GGG §16 Abs1 Z1
Gibt der Kläger den "Streitwert nach Rechtsanwaltstarif" mit S 12.000,-- und den "Streitwert für GGG" mit S 6.000,-- an, hat er damit nur auf die bindenden einschlägigen Bemessungsgrundlagen für die Rechtsanwaltsgebühren und Gerichtsgebühren nach § 10 Z 2 lit b RATG und nach § 16 Abs 1 lit c GGG hingewiesen, nicht aber im Sinne des § 56 Abs 1 und 2 JN den (insbesondere) für die Beurteilung der Zuständigkeit und der Besetzung des Gerichtes maßgebenden Wert des nicht in einem Geldbetrag bestehenden Streitgegenstandes angegeben. Es gilt gemäß § 56 Abs 2 Satz 2 JN der in § 49 Abs 1 JN genannte Betrag (nämlich S 30.000,--) als Streitwert. Diese durch Art I Z 2 ZVN 1986 BGBl 1986/71 eingeführte Bestimmung ist auf nach dem 28.02.1986 angebrachte Klagen anzuwenden (Art VIII § 2 Z 1 Nov 1986). Das Berufungsgericht hat nicht im Verfahren nach § 501 ZPO zu entscheiden, ist aber bei seinem Ausspruch nach § 500 Abs 2 JN auch an den Streitwert von S 30.000,-- nicht gebunden.
8 Ob 608/91
Entscheidungstext OGH 31.08.1992 8 Ob 608/91
1 Ob 204/06s
Entscheidungstext OGH 19.12.2006 1 Ob 204/06s
Auch; Beisatz: Wird nur der Streitwert nach „GGG" und „RATG" beziffert und somit nur auf die bindenden einschlägigen Bemessungsgrundlagen für die Rechtsanwalts- und die Gerichtsgebühren hingewiesen, ohne den Wert des nicht in einem Geldbetrag bestehenden Streitgegenstands gemäß § 56 Abs 2 JN anzugeben, gilt gemäß § 56 Abs 2 dritter Satz JN der Betrag von 4.000 EUR als Streitwert. (T1)
1 Ob 134/10b
Entscheidungstext OGH 10.08.2010 1 Ob 134/10b
Auch; Beisatz: Hier: Bezeichnung des Streitwerts nach dem AHK. (T2)
3 Ob 7/11t
Entscheidungstext OGH 23.02.2011 3 Ob 7/11t
Vgl auch; Beisatz: Hier: Bewertung des Feststellungsbegehrens in der Klage ausdrücklich nur nach RATG. Eine die berufungsgerichtliche (Höher‑)Bewertung ausschließende Bewertung des Klagebegehrens nach den Bewertungsbestimmungen der JN liegt daher nicht vor. (T3)
Bem: Zweifelsstreitwert nach § 56 Abs 2 JN idF BGBl I 2009/52: 5.000 EUR. (T4)
Vgl auch; Beis wie T3 nur: Bewertung des Feststellungsbegehrens in der Klage ausdrücklich nur nach RATG. (T5)
1 Ob 168/13g
Entscheidungstext OGH 17.10.2013 1 Ob 168/13g
9 Ob 8/15i
Entscheidungstext OGH 29.04.2015 9 Ob 8/15i
Vgl auch; Beisatz: Wenn der Kläger die Bewertung in der Klage nur auf den Streitwert nach RATG und GGG bezieht, kommt der Zweifelsstreitwert nach § 56 Abs 2 JN zur Anwendung. (T6)
ECLI:AT:OGH0002:1988:RS0042434
JJR_19880209_OGH0002_0040OB00501_8800000_001
Rechtssatz für 4Ob107/90 5Ob511/93 2Ob...
RS0042408
4Ob107/90; 5Ob511/93; 2Ob2346/96f; 10Ob2463/96w; 4Ob9/97w; 1Ob208/97p; 6Ob161/97p; 2Ob266/97z; 7Ob61/03a; 8Ob164/08p; 1Ob9/12y; 1Ob59/16g; 3Ob141/16f; 8Ob120/16d; 3Ob103/19x
ZPO idF WGN 1989 §500 Abs2 IIi
Nur der gesamte Entscheidungsgegenstand des Berufungsgerichtes ist für die Beurteilung der Zulässigkeit der Revision im Sinne des § 500 Abs 2 ZPO maßgebend; dass nur ein Teil davon Gegenstand des Revisionsverfahrens ist, ist ohne Belang.
4 Ob 107/90
Entscheidungstext OGH 26.06.1990 4 Ob 107/90
5 Ob 511/93
Entscheidungstext OGH 27.04.1993 5 Ob 511/93
Auch; Beisatz: Dabei kommt es auf den gesamten Gegenstand der berufungsgerichtlichen Entscheidung an Geld und sonstigen Ansprüchen in Zusammenfassung aller bestätigenden, abändernden und aufhebenden Teile an. (T1)
2 Ob 2346/96f
Entscheidungstext OGH 31.10.1996 2 Ob 2346/96f
Auch; nur: Nur der gesamte Entscheidungsgegenstand des Berufungsgerichtes ist für die Beurteilung der Zulässigkeit der Revision im Sinne des § 500 Abs 2 ZPO maßgebend. (T2)
Beisatz: Hier: Infolge Anfechtung beider Parteien bildet das gesamte Klagebegehren den Entscheidungsgegenstand des Berufungsurteils. (T3)
10 Ob 2463/96w
Entscheidungstext OGH 11.02.1997 10 Ob 2463/96w
nur T2; Beis wie T1
4 Ob 9/97w
Entscheidungstext OGH 14.01.1997 4 Ob 9/97w
1 Ob 208/97p
Entscheidungstext OGH 24.06.1997 1 Ob 208/97p
6 Ob 161/97p
Entscheidungstext OGH 25.09.1997 6 Ob 161/97p
2 Ob 266/97z
Entscheidungstext OGH 23.10.1997 2 Ob 266/97z
7 Ob 61/03a
Entscheidungstext OGH 01.10.2003 7 Ob 61/03a
8 Ob 164/08p
Entscheidungstext OGH 23.04.2009 8 Ob 164/08p
Auch; Beis wie T1; Veröff: SZ 2009/53
1 Ob 59/16g
Entscheidungstext OGH 28.04.2016 1 Ob 59/16g
Vgl; Beisatz: Hier: Revisionsrekursverfahren. (T4)
3 Ob 141/16f
Entscheidungstext OGH 26.01.2017 3 Ob 141/16f
8 Ob 120/16d
Entscheidungstext OGH 27.01.2017 8 Ob 120/16d
3 Ob 103/19x
Entscheidungstext OGH 26.06.2019 3 Ob 103/19x
ECLI:AT:OGH0002:1990:RS0042408
JJR_19900626_OGH0002_0040OB00107_9000000_001
Rechtssatz für 4Ob512/91 1Ob624/91 1Ob...
RS0043252
4Ob512/91; 1Ob624/91; 1Ob526/93; 3Ob521/94; 1Ob1702/94; 1Ob138/99x; 6Ob272/03y; 4Ob159/05v; 2Ob30/08p; 5Ob150/08g; 9Ob25/08d (9Ob26/08a); 9Ob2/10z; 8Ob147/09h; 9Ob41/10k; 17Ob13/10a; 3Ob23/11w; 10Ob20/11f; 1Ob223/11t; 10Ob3/12g; 1Ob9/12y; 4Ob39/14k; 1Ob128/14a; 1Ob149/14i; 8Ob62/14x; 7Ob66/15d; 5Ob102/15h; 5Ob130/15a; 7Ob48/15g; 7Ob218/15g; 1Ob4/16v; 3Ob114/17m; 6Ob180/17i
ZPO §500 Abs3 IIIb
Das Berufungsgericht ist an die Bewertung durch den Kläger (§ 56 Abs 2 JN) nicht gebunden. Das wird zwar in § 500 Abs 3 ZPO idF der WGN 1989 - anders als in § 500 Abs 3 ZPO alter Fassung - nicht mehr ausdrücklich gesagt, gilt aber dennoch weiterhin. Ganz abgesehen davon, dass kein Anhaltspunkt für eine Absicht des Gesetzgebers besteht, in diesem Belang eine Änderung vorzunehmen (siehe 991 BlgNr 17. GP 9 zu Z 21), ergibt sich die fehlende Bindung nun aus der Zitierung der anzuwendenden Bestimmungen der Jurisdiktionsnorm.
4 Ob 512/91
Entscheidungstext OGH 09.04.1991 4 Ob 512/91
Veröff: WoBl 1991,208 (Würth)
1 Ob 624/91
Entscheidungstext OGH 18.12.1991 1 Ob 624/91
3 Ob 521/94
Entscheidungstext OGH 27.04.1994 3 Ob 521/94
nur: Das Berufungsgericht ist an die Bewertung durch den Kläger (§ 56 Abs 2 JN) nicht gebunden. (T1)
1 Ob 1702/94
Entscheidungstext OGH 10.01.1995 1 Ob 1702/94
1 Ob 138/99x
Entscheidungstext OGH 27.10.1999 1 Ob 138/99x
6 Ob 272/03y
Entscheidungstext OGH 27.05.2004 6 Ob 272/03y
4 Ob 159/05v
Entscheidungstext OGH 08.11.2005 4 Ob 159/05v
5 Ob 150/08g
Entscheidungstext OGH 26.08.2008 5 Ob 150/08g
Auch; nur T1; Beisatz: Allerdings ist der Oberste Gerichtshof an die Bewertung des Streitgegenstands durch das Berufungsgericht - und gleichermaßen gemäß § 526 Abs 3 ZPO durch das Rekursgericht - grundsätzlich gebunden. Eine Bindung besteht (nur) dann nicht, wenn das Berufungs-(Rekurs-)gericht zwingende gesetzliche Bewertungsvorschriften verletzt oder den ihm vom Gesetzgeber eingeräumten Ermessensspielraum überschritten hat. (T2)
8 Ob 147/09h
Entscheidungstext OGH 28.01.2010 8 Ob 147/09h
17 Ob 13/10a
Entscheidungstext OGH 05.10.2010 17 Ob 13/10a
10 Ob 20/11f
Entscheidungstext OGH 03.05.2011 10 Ob 20/11f
1 Ob 223/11t
Entscheidungstext OGH 24.11.2011 1 Ob 223/11t
Vgl auch; nur T1; Vgl auch Beis wie T2 nur: Allerdings ist der Oberste Gerichtshof an die Bewertung des Streitgegenstands durch das Berufungsgericht grundsätzlich gebunden. Eine Bindung besteht (nur) dann nicht, wenn das Berufungsgericht zwingende gesetzliche Bewertungsvorschriften verletzt oder den ihm vom Gesetzgeber eingeräumten Ermessensspielraum überschritten hat. (T3)
Entscheidungstext OGH 25.03.2014 4 Ob 39/14k
1 Ob 128/14a
Entscheidungstext OGH 24.07.2014 1 Ob 128/14a
1 Ob 149/14i
Entscheidungstext OGH 18.09.2014 1 Ob 149/14i
8 Ob 62/14x
Entscheidungstext OGH 25.08.2014 8 Ob 62/14x
7 Ob 66/15d
Entscheidungstext OGH 30.04.2015 7 Ob 66/15d
Entscheidungstext OGH 09.04.2015 7 Ob 48/15g
7 Ob 218/15g
Entscheidungstext OGH 16.12.2015 7 Ob 218/15g
1 Ob 4/16v
Entscheidungstext OGH 28.01.2016 1 Ob 4/16v
6 Ob 180/17i
Entscheidungstext OGH 25.10.2017 6 Ob 180/17i
ECLI:AT:OGH0002:1991:RS0043252
JJR_19910409_OGH0002_0040OB00512_9100000_001
Rechtssatz für 1Ob542/92 1Ob16/93 1Ob2...
RS0039177
1Ob542/92; 1Ob16/93; 1Ob22/95; 2Ob93/00s; 2Ob159/00x; 6Ob113/06w; 5Ob265/07t; 1Ob4/08g; 2Ob255/07z; 1Ob107/08d; 9ObA180/08y; 6Ob74/10s; 8ObA38/10m; 9Ob41/10k; 1Ob176/10d; 1Ob96/11s; 17Ob29/11f; 9ObA43/11f; 10Ob3/12g; 9Ob46/11x; 10Ob93/11s; 9ObA31/12t; 1Ob9/12y; 7Ob91/12a; 2Ob212/12h; 1Ob256/12x; 9Ob10/13f; 2Ob74/13s; 4Ob85/13y; 8Ob19/13x; 6Ob110/14s; 8Ob53/14y; 4Ob76/14a; 3Ob120/14i; 7Ob164/14i; 1Ob210/14k; 9ObA80/14a; 9Ob6/15w; 9ObA21/15a; 8Ob21/15v; 3Ob234/14d; 9ObA90/15y; 1Ob181/15x; 9ObA3/16f; 7Ob172/15t; 7Ob61/16w; 1Ob36/16z; 4Ob121/16x; 3Ob153/16w; 8ObS8/16h; 8ObS9/16f; 7Ob83/17g; 6Ob241/17k; 9ObA23/18z; 9ObA83/18y; 8ObA58/17p; 9Ob61/18p; 2Ob188/18p; 1Ob230/18g
ZPO §228 H4
Das Vorliegen des Feststellungsinteresses ist Voraussetzung für die Begründetheit des Feststellungsanspruches.
1 Ob 542/92
Entscheidungstext OGH 19.02.1992 1 Ob 542/92
1 Ob 16/93
Entscheidungstext OGH 25.08.1993 1 Ob 16/93
1 Ob 22/95
Entscheidungstext OGH 06.09.1995 1 Ob 22/95
Veröff: SZ 68/156
2 Ob 93/00s
Entscheidungstext OGH 13.04.2000 2 Ob 93/00s
2 Ob 159/00x
Entscheidungstext OGH 20.06.2000 2 Ob 159/00x
Vgl auch; Beisatz: Das Bestehen eines rechtlichen Interesses an der alsbaldigen Feststellung im Sinn des § 228 ZPO richtet sich nach den Umständen des Einzelfalls, denen - vom Fall grober Fehlbeurteilung abgesehen - keine über diesen hinausgehende Bedeutung zukommt. (T1)
5 Ob 265/07t
Entscheidungstext OGH 04.03.2008 5 Ob 265/07t
1 Ob 4/08g
Entscheidungstext OGH 26.02.2008 1 Ob 4/08g
Auch; Beisatz: Hier: Feststellungsbegehren im Außerstreitverfahren. (T2)
1 Ob 107/08d
Entscheidungstext OGH 10.06.2008 1 Ob 107/08d
6 Ob 74/10s
Entscheidungstext OGH 19.05.2010 6 Ob 74/10s
8 ObA 38/10m
Entscheidungstext OGH 22.07.2010 8 ObA 38/10m
Entscheidungstext OGH 22.10.2010 9 Ob 41/10k
1 Ob 176/10d
Entscheidungstext OGH 26.01.2011 1 Ob 176/10d
1 Ob 96/11s
Entscheidungstext OGH 24.05.2011 1 Ob 96/11s
17 Ob 29/11f
Entscheidungstext OGH 22.11.2011 17 Ob 29/11f
9 Ob 46/11x
Entscheidungstext OGH 21.12.2011 9 Ob 46/11x
10 Ob 93/11s
Entscheidungstext OGH 14.02.2012 10 Ob 93/11s
9 ObA 31/12t
Entscheidungstext OGH 29.03.2012 9 ObA 31/12t
7 Ob 91/12a
Entscheidungstext OGH 04.07.2012 7 Ob 91/12a
2 Ob 212/12h
Entscheidungstext OGH 29.11.2012 2 Ob 212/12h
1 Ob 256/12x
Entscheidungstext OGH 14.03.2013 1 Ob 256/12x
2 Ob 74/13s
Entscheidungstext OGH 07.05.2013 2 Ob 74/13s
Vgl auch; Beis wie T2; Beisatz: Hier: Die Frage des Feststellungsinteresses stellt sich nicht, weil ein Antrag auf Unterhaltsfestsetzung gestellt wurde. (T3)
4 Ob 85/13y
Entscheidungstext OGH 09.07.2013 4 Ob 85/13y
8 Ob 19/13x
Entscheidungstext OGH 30.07.2013 8 Ob 19/13x
8 Ob 53/14y
Entscheidungstext OGH 26.06.2014 8 Ob 53/14y
4 Ob 76/14a
Entscheidungstext OGH 17.09.2014 4 Ob 76/14a
3 Ob 120/14i
Entscheidungstext OGH 19.11.2014 3 Ob 120/14i
Auch; Veröff: SZ 2014/107
7 Ob 164/14i
Entscheidungstext OGH 10.12.2014 7 Ob 164/14i
1 Ob 210/14k
Entscheidungstext OGH 23.12.2014 1 Ob 210/14k
9 ObA 80/14a
Entscheidungstext OGH 25.02.2015 9 ObA 80/14a
Veröff: SZ 2015/12
9 Ob 6/15w
Entscheidungstext OGH 20.03.2015 9 Ob 6/15w
8 Ob 21/15v
Entscheidungstext OGH 24.03.2015 8 Ob 21/15v
3 Ob 234/14d
Entscheidungstext OGH 18.03.2015 3 Ob 234/14d
9 ObA 90/15y
Entscheidungstext OGH 29.07.2015 9 ObA 90/15y
1 Ob 181/15x
Entscheidungstext OGH 22.10.2015 1 Ob 181/15x
9 ObA 3/16f
Entscheidungstext OGH 25.02.2016 9 ObA 3/16f
Veröff: SZ 2016/8
7 Ob 61/16w
Entscheidungstext OGH 25.05.2016 7 Ob 61/16w
3 Ob 153/16w
Entscheidungstext OGH 23.11.2016 3 Ob 153/16w
8 ObS 8/16h
Entscheidungstext OGH 25.11.2016 8 ObS 8/16h
7 Ob 83/17g
Entscheidungstext OGH 14.06.2017 7 Ob 83/17g
6 Ob 241/17k
Entscheidungstext OGH 17.01.2018 6 Ob 241/17k
2 Ob 188/18p
Entscheidungstext OGH 29.11.2018 2 Ob 188/18p
ECLI:AT:OGH0002:1992:RS0039177
JJR_19920219_OGH0002_0010OB00542_9200000_002
Rechtssatz für 1Ob214/00b 7Ob225/02t 1...
RS0114182
1Ob214/00b; 7Ob225/02t; 1Ob149/06b; 6Ob279/07h; 10Ob3/12g; 1Ob9/12y; 18OCg2/15s; 5Ob95/18h; 7Ob156/18v; 1Ob139/18z
Geldgleiche Ansprüche sind nicht nach § 56 Abs 2 JN zu bewerten. Deren Streitwert entspricht vielmehr dem jeweiligen Geldbetrag, der ihnen zugrunde liegt (hier: Klage auf Widerruf des Abrufs einer Bankgarantie).
7 Ob 225/02t
Entscheidungstext OGH 13.11.2002 7 Ob 225/02t
Auch; nur: Geldgleiche Ansprüche sind nicht nach § 56 Abs 2 JN zu bewerten. Deren Streitwert entspricht vielmehr dem jeweiligen Geldbetrag, der ihnen zugrunde liegt. (T1)
1 Ob 149/06b
Entscheidungstext OGH 12.09.2006 1 Ob 149/06b
Vgl aber; Beisatz: Liegt dem Feststellungsbegehren aber insofern keine ziffernmäßig bestimmte Forderung zu Grunde, als das Ausmaß des Ausfalls der Konkursforderung noch nicht feststeht, ist eine Bewertung durch das Berufungsgericht unumgänglich. (T2); Beisatz: Hier: Begehren auf Feststellung des Bestehens oder Nichtbestehens einer bestimmten Geldforderung. (T3)
6 Ob 279/07h
Entscheidungstext OGH 06.11.2008 6 Ob 279/07h
Beisatz: Hier: Der Anspruch auf Beibringung einer Bankgarantie über einen bestimmten Geldbetrag ist ein geldgleicher Anspruch. (T4)
18 OCg 2/15s
Entscheidungstext OGH 19.08.2015 18 OCg 2/15s
Auch; Beisatz: Hier: Klage auf Aufhebung eines Schiedsspruchs. (T5)
5 Ob 95/18h
Entscheidungstext OGH 12.06.2018 5 Ob 95/18h
7 Ob 156/18v
Entscheidungstext OGH 29.08.2018 7 Ob 156/18v
1 Ob 139/18z
Entscheidungstext OGH 29.08.2018 1 Ob 139/18z
Beisatz: Hier: Prüfungsprozess § 110 IO. (T6)
ECLI:AT:OGH0002:2000:RS0114182
JJR_20001006_OGH0002_0010OB00214_00B0000_001
Rechtssatz für 4Ob61/04f (4Ob62/04b) 2O...
RS0118748
4Ob61/04f (4Ob62/04b); 2Ob103/07x; 4Ob216/08f; 2Ob5/09p; 8Ob57/09d; 6Ob46/08w; 9Ob25/08d (9Ob26/08a); 6Ob164/09z; 17Ob28/09f; 2Ob68/09b; 2Ob248/09y; 6Ob187/10h; 6Ob46/11z; 3Ob23/11w; 2Ob55/11v (2Ob65/11i); 2Ob163/11a; 10Ob3/12g; 2Ob8/12h; 1Ob9/12y; 3Ob89/12b; 3Ob147/12g; 7Ob134/13a; 5Ob180/13a; 5Ob71/14y; 5Ob67/14k; 8Ob62/14x; 7Ob231/14t; 1Ob64/15s (1Ob65/15p); 5Ob102/15h; 1Ob78/16a; 9Ob58/16v; 3Ob114/17m; 5Ob205/18k; 5Ob76/19s
ZPO §500 Abs2 Z1
ZPO §500 Abs3
Das Berufungsgericht darf den Wert des Entscheidungsgegenstands - bezogen auf den objektiven Wert der Streitsache - weder übermäßig hoch noch übermäßig niedrig ansetzen; ist eine solche Fehlbewertung offenkundig, dann ist der Oberste Gerichtshof daran nicht gebunden.
Auch; Beisatz: Bestehen keine zwingenden Bewertungsvorschriften, so hat sich die Bewertung am objektiven Wert der Streitsache zu orientieren. (T1)
Beisatz: Hier: Feststellung des Bestehens eines Fahrrechts und Einwilligung in die Einverleibung. (T2)
Beisatz: Aus der Geltendmachung einer Gegenforderung von 30.000 EUR durch die Beklagten im verbundenen Verfahren ist nicht zwingend die übermäßig niedrige Bewertung des Streitgegenstands im führenden Verfahren durch das Berufungsgericht abzuleiten. (T3)
Beisatz: Dies gilt gleichermaßen für eine Bewertung durch das Rekursgericht. (T4)
Entscheidungstext OGH 13.03.2008 6 Ob 46/08w
6 Ob 164/09z
Entscheidungstext OGH 18.09.2009 6 Ob 164/09z
Vgl auch; Beisatz: Es kann auch keine Rede von einer offenkundig willkürlichen Bewertung des Entscheidungsgegenstands durch das Berufungsgericht sein, wenn es der auf § 56 Abs 2 JN beruhenden Bewertung der klagenden Parteien nicht folgte. (T5)
Bem: Hier: Auf § 1330 ABGB gestützte Unterlassungsansprüche. (T6)
6 Ob 187/10h
Entscheidungstext OGH 11.10.2010 6 Ob 187/10h
6 Ob 46/11z
Entscheidungstext OGH 16.03.2011 6 Ob 46/11z
Beis wie T1; Vgl Beis wie T2
Vgl; Ähnlich Beis wie T1
5 Ob 180/13a
Entscheidungstext OGH 27.11.2013 5 Ob 180/13a
Auch; Beisatz: Hier: Verfahren nach § 37 Abs 1 Z 8 und 12a MRG. (T7)
5 Ob 71/14y
Entscheidungstext OGH 23.04.2014 5 Ob 71/14y
5 Ob 205/18k
Entscheidungstext OGH 13.12.2018 5 Ob 205/18k
ECLI:AT:OGH0002:2004:RS0118748
JJR_20040330_OGH0002_0040OB00061_04F0000_001
Rechtssatz für 1Ob290/04k 1Ob204/06s 1...
RS0119818
1Ob290/04k; 1Ob204/06s; 17Ob28/09f; 9Ob6/10p; 4Ob168/10z; 10Ob3/12g; 1Ob9/12y; 6Ob223/15k; 5Ob23/19x
JN §56 Abs2 Satz3
ZPO §500 Abs3 III
§ 56 Abs 2 dritter Satz JN ist keine im Sinne des § 500 Abs 3 ZPO zwingende Bewertungsnorm.
1 Ob 290/04k
Entscheidungstext OGH 22.02.2005 1 Ob 290/04k
Veröff: SZ 2005/21
Beisatz: Demzufolge bestand für die zweite Instanz kein Hindernis, in der Berufungsentscheidung - für den Obersten Gerichtshof bindend - auszusprechen, der Wert des Entscheidungsgegenstands übersteige 20.000 EUR. (T1)
9 Ob 6/10p
Entscheidungstext OGH 03.03.2010 9 Ob 6/10p
4 Ob 168/10z
Entscheidungstext OGH 05.10.2010 4 Ob 168/10z
6 Ob 223/15k
Entscheidungstext OGH 21.12.2015 6 Ob 223/15k
Vgl auch; Beisatz: Unabhängig von der Bewertung durch den Kläger hat das Gericht zweiter Instanz eine eigenständige Bewertung vorzunehmen, wobei hier auch eine Bewertung mit einem 30.000 EUR übersteigenden Wert in Betracht kommt. (T2)
5 Ob 23/19x
Entscheidungstext OGH 20.03.2019 5 Ob 23/19x
ECLI:AT:OGH0002:2005:RS0119818
JJR_20050222_OGH0002_0010OB00290_04K0000_003
Entscheidungstext 1Ob9/12y
1Ob9/12y
Der Oberste Gerichtshof hat als Revisionsgericht durch den Senatspräsidenten Hon.-Prof. Dr. Sailer als Vorsitzenden sowie die Hofräte Univ.-Prof. Dr. Bydlinski, Dr. Grohmann, Mag. Wurzer und Mag. Dr. Wurdinger als weitere Richter in der Rechtssache der klagenden Partei Karl F*****, vertreten durch Dr. Georg Gorton und DDr. Birgit Gorton, Rechtsanwälte in Klagenfurt, gegen die beklagten Parteien 1. Erwin S*****, und 2. Elisabeth S*****, beide vertreten durch Rechtsanwälte Dr. Kleinszig/Dr. Puswald - Partnerschaft in St. Veit an der Glan, wegen 27,50 EUR sA und Feststellung, über die Revision der klagenden Partei gegen das Teilurteil des Landesgerichts Klagenfurt als Berufungsgericht vom 26. Mai 2011, GZ 2 R 98/11f-38, mit dem das Urteil des Bezirksgerichts St. Veit an der Glan vom 31. Oktober 2010, GZ 3 C 334/09f-30, teilweise bestätigt wurde, den
Die klagende Partei ist schuldig, den beklagten Parteien die mit 245,21 EUR (darin enthalten 40,87 EUR USt) bestimmten Kosten der Revisionsbeantwortung binnen 14 Tagen zu ersetzen.
Der Kläger betreibt eine Wasserversorgungsanlage, aus der die beiden Beklagten für ihre Liegenschaft Trink- und Nutzwasser beziehen. Das Wasserbezugsrecht wurde den Beklagten im mit dem Kläger abgeschlossenen Kaufvertrag vom 25./26. 9. 2000 über die Liegenschaft eingeräumt. Nach Punkt 11.2. dieses Vertrags ist „für die bezogene Wassermenge ... der ortsübliche Wasserzins zu entrichten“. Nach den erstgerichtlichen Feststellungen ist der verrechnete Wasserzins von 1,30 EUR pro Kubikmeter Wasserverbrauch für die Jahre 2009 und 2010 angemessen.
Zwischen den Parteien ist strittig, ob der ortsübliche Wasserzins 1,30 EUR (Kläger) oder 1,10 EUR (Beklagte) pro Kubikmeter Wasser beträgt.
Soweit im Revisionsverfahren noch von Bedeutung begehrt der Kläger gegenüber den Beklagten als gemeinsame Eigentümer einer Liegenschaft die Feststellung, dass sie zur ungeteilten Hand verpflichtet seien, für den Bezug von Trink- und Nutzwasser in diesem Wohnhaus an ihn als Wasserversorger den ortsüblichen Wasserzins in der Höhe von 1,30 EUR pro Kubikmeter bezogenen Trink- und Nutzwasser(s) zu bezahlen. Dazu bringt er im Wesentlichen vor, das Feststellungsbegehren beziehe sich auf den Zeitraum nach September 2008 bis zur neuerlichen Anpassung. Da die Beklagten den angemessenen und örtlichen Wasserzins bestritten, sei er „genötigt“, diesen gerichtlich feststellen zu lassen. Es sei zu erwarten, dass weitere Umwelt- und Gesundheitsauflagen auch in Zukunft erhöhte Investitionen in die Versorgungsanlage nach sich ziehen, weshalb auch mit künftigen Anpassungen des Wasserzinses zu rechnen sei.
Die Beklagten wendeten im Wesentlichen ein, der geforderte Wasserzins sei nicht ortsüblich.
Das Erstgericht gab dem Klagebegehren statt. Es bejahte das Feststellungsinteresse. Den Leistungsanspruch an Wasserzins für das Jahr 2010 könne der Kläger noch nicht geltend machen, weil die Abrechnung erst im September eines laufenden Jahres erfolge und der Anspruch aus dem Jahr 2010 noch nicht fällig gestellt werden habe können.
Das Berufungsgericht verwarf die Berufung der Beklagten wegen Nichtigkeit, gab ihr im Übrigen Folge und wies das Feststellungsbegehren mit Teilurteil ab. Im Umfang des Leistungsbegehrens (Restbetrag von 27,50 EUR sA für in der Abrechnungsperiode Oktober 2007 bis September 2008 bezogenes Wasser) hob es das Ersturteil auf und verwies die Rechtssache diesbezüglich zur neuerlichen Entscheidung an das Erstgericht zurück. Zum im Revisionsverfahren allein strittigen Feststellungsbegehren führte es aus, dass der Mangel des rechtlichen Interesses bei Feststellungsklagen von Amts wegen und auch noch im Rechtsmittelverfahren zu beachten sei. Das rechtliche Interesse an der Feststellung sei zu verneinen. Das Rechtsverhältnis der Parteien werde durch das vom Kläger begehrte Feststellungsurteil nicht ein für alle Mal geregelt, weil der vereinbarte „ortsübliche Wasserzins“ in Zukunft schwanken könne, sodass künftige Leistungsstreite nicht verhindert würden. Der Kläger bringe selbst vor, dass infolge Weigerung der Beklagten, einen ortsüblichen Zins zu zahlen, jeweils die Anpassung des Wasserzinses gegenüber den Beklagten geltend zu machen sein werde.
Das Berufungsgericht sprach aus, dass der Wert des Entscheidungsgegenstands „hinsichtlich des Feststellungsbegehrens“ 5.000 EUR, nicht jedoch 30.000 EUR übersteige und die ordentliche Revision gegen das Teilurteil zulässig sei. Wenn sich der Kläger mit dem Feststellungsbegehren auf einen derzeit ortsüblichen Wasserzins von 1,30 EUR pro Kubikmeter „festlegen“ könne, wären für die Zukunft Rechtsstreitigkeiten über seine diesbezüglichen Ansprüche - bis zu einer allfälligen Änderung des derzeit ortsüblichen Wasserzinses - verhindert, sodass die Zulässigkeit der Feststellungsklage gegeben sein könnte.
Die von den Beklagten beantwortete Revision des Klägers ist entgegen dem nach § 508a Abs 1 ZPO nicht bindenden Ausspruch des Berufungsgerichts nicht zulässig. Die Zurückweisung der Revision wegen Fehlens einer erheblichen Rechtsfrage kann sich auf die Ausführung der Zurückweisungsgründe beschränken (§ 510 Abs 3 letzter Satz ZPO).
1. Zunächst ist festzuhalten, dass grundsätzlich Feststellungs- und Leistungsbegehren aus einem einheitlichen (Liefer-)Vertrag wie hier der Vereinbarung über das Wasserbezugsrecht gemäß § 55 Abs 1 Z 1 JN - die Bestimmung ist auch für die Zulässigkeit von Rechtsmitteln maßgeblich (§ 55 Abs 4 JN) - zusammenzurechnen sind (Gitschthaler in Fasching² § 55 JN Rz 15 f mwN). Der Kläger machte einen Leistungsanspruch (27,50 EUR sA) und das Feststellungsbegehren gegen die beiden solidarisch haftenden Beklagten geltend. Der Wert des Streitgegenstands, über den das Berufungsgericht insgesamt entschied (§ 502 Abs 2 ZPO), übersteigt hier 5.000 EUR. Dies ergibt sich daraus, dass das Leistungsbegehren 27,50 EUR beträgt und das Feststellungsbegehren vom Berufungsgericht mit einem 5.000 EUR übersteigenden Betrag bewertet wurde. Entgegen der vom Berufungsgericht vertretenen Ansicht, das hinsichtlich des Werts des Entscheidungsgegenstands nur auf das Feststellungsbegehren abstellte und nicht auch das im Berufungsverfahren entscheidungsgegenständliche Leistungsbegehren mitberücksichtigte, ist bei Zusammentreffen eines Teilurteils mit einem Aufhebungsbeschluss auf den Gesamtstreitwert abzustellen (RIS-Justiz RS0042408 [T1]; vgl auch 2 Ob 340/00i).
Dem Feststellungsbegehren liegt keine ziffernmäßig bestimmte Forderung - und damit kein geldgleicher Anspruch im Sinn des § 56 Abs 2 JN (vgl dazu RIS-Justiz RS0042439; RS0114182) - zu Grunde, begehrt doch der Kläger lediglich die Feststellung der Höhe des ortsüblichen Wasserzinses pro Kubikmeter bezogenen Trink-
und Nutzwassers.
Die Bewertung des Feststellungsbegehrens durch den Kläger mit 730 EUR erfolgte in der Klage ausdrücklich nur nach § 14 (lit c) RATG, ohne den Wert des nicht in einem Geldbetrag bestehenden Streitgegenstands gemäß § 56 Abs 2 JN anzugeben. In einem solchen Fall gilt gemäß § 56 Abs 2 dritter Satz JN der Betrag von 5.000 EUR als Streitwert. Auch in der letztgenannten Bestimmung ist keine den Entscheidungsgegenstand zweiter Instanz zwingend determinierende Bewertungsvorschrift zu sehen, wird sie doch in § 500 Abs 3 ZPO nicht erwähnt (1 Ob 204/06s mwN). Demzufolge bestand für die zweite Instanz kein Hindernis, in der Berufungsentscheidung - für den Obersten Gerichtshof mangels offenkundiger Überbewertung bindend (RIS-Justiz RS0042515; RS0043252 [T2]; RS0118748) - auszusprechen, dass der Wert des Entscheidungsgegenstands 5.000 EUR übersteige. Der Meinung der Beklagten, die Revision sei absolut unzulässig, ist daher nicht zu folgen.
2. Das Bestehen eines rechtlichen Interesses an der alsbaldigen Feststellung im Sinn des § 228 ZPO richtet sich nach den Umständen des Einzelfalls, denen - vom Fall grober Fehlbeurteilung abgesehen - keine über diesen hinausgehende Bedeutung zukommt (RIS-Justiz RS0039177 [T1]; RS0037977 [T2]).
Eine solche Fehlbeurteilung liegt jedoch nicht vor: Grundsätzlich ist bei Dauerrechtsverhältnissen in Beziehung auf den Bestand und Inhalt dieser Rechte die Feststellungsklage zulässig, ohne Rücksicht darauf, ob eine Leistungsklage auf aus dem Rechtsverhältnis fällig gewordene Leistungen möglich ist oder nicht (RIS-Justiz RS0039110). Entscheidend ist aber, dass das Feststellungsbegehren geeignet ist, über die Rechtsbeziehungen der Parteien ein für alle Mal Klarheit zu schaffen und einen künftigen Rechtsstreit zu vermeiden (RIS-Justiz RS0038908). Das rechtliche Interesse fehlt bei Untauglichkeit der Feststellungsklage, das heißt wenn die Rechtskraftwirkung des Feststellungsurteils die Beseitigung der Unsicherheit für das Rechtsverhältnis nicht garantieren kann (Rechberger/Klicka in Rechberger³ § 228 Rz 11).
Der festgestellte ortsübliche Wasserzins bezieht sich auf die Jahre 2009 und 2010. Dass der Kläger für diesen Zeitraum mangels Fälligkeit nicht die Möglichkeit der Erhebung einer Leistungsklage gehabt hätte, hat er nie behauptet. Insofern besteht kein rechtliches Interesse an einer Feststellungsklage. Die Ortsüblichkeit eines Wasserzinses für künftigen Wasserbezug ist erst in der (ungewissen) Zukunft zu beurteilen. Der ortsübliche Wasserzins unterliegt aber zukünftigen Preisschwankungen, sodass eine objektive Ungewissheit bestehen bleibt. Die Höhe des zukünftigen Wasserzinses könnte sich nicht nur zu Gunsten, sondern auch zu Ungunsten des Klägers ändern. Im erstgenannten Fall müsste der Kläger seinen Anspruch auf einen höheren (als den derzeit festgestellten) ortsüblichen Wasserzins in einem weiteren Rechtsstreit gegen die Beklagten durchsetzen. Im zweitgenannten Fall hätten die Beklagten nach dem Vertrag aber weniger als 1,30 EUR pro Kubikmeter Wasser an den Kläger zu zahlen. Diesfalls würde die Stattgebung der Feststellungsklage zu einer vom Kläger offenbar gar nicht angestrebten Änderung des Umfangs der vertraglichen Leistungspflicht der Beklagten führen, die nur verpflichtet sind, einen ortsüblichen Wasserzins zu zahlen, der aber niedriger als 1,30 EUR pro Kubikmeter sein kann. Angesichts dessen ist die Abweisung des Feststellungsbegehrens durch das Berufungsgericht nicht zu beanstanden.
3. Mangels einer zu klärenden erheblichen Rechtsfrage gemäß § 502 Abs 1 ZPO ist die Revision daher zurückzuweisen.
Die Kostenentscheidung gründet sich auf § 41 und § 50 ZPO. Die Beklagten haben auf die Unzulässigkeit der gegnerischen Revision hingewiesen, sodass ihnen der Kläger die Kosten der Revisionsbeantwortung zu ersetzen hat. Im Zwischenstreit über die mangels erheblicher Rechtsfrage verneinte Zulässigkeit der Rechtsmittel gegen ein Teilurteil findet ein Kostenvorbehalt nach § 52 ZPO nicht statt (RIS-Justiz RS0123222).
E100172
ECLI:AT:OGH0002:2012:0010OB00009.12Y.0301.000
JJT_20120301_OGH0002_0010OB00009_12Y0000_000

References: §55
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 §56
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 §501
 §10
 §16
 § 10
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 § 56
 § 56
 § 49
 § 2
 § 501
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