Source: http://www.akademie.de/wissen/gwg-abschreibung-410-euro-oder-sammelposten?page=1
Timestamp: 2018-04-23 04:53:39+00:00

Document:
Stand: 12. Mai 2017	(aktualisiert)
Antwort: Anlageverzeichnis: Muss das Formular verwendet werden?
Verfasst von Robert Chromow am 1. Juni 2014 - 15:09.
ich bin nicht sicher, welches Formular Sie meinen: Der 2013er-Vordruck des amtlichen Anlageverzeichnisses
https://www.formulare-bfinv.de/ffw/action/invoke.do?id=034092_13
... umfasst nur eine Seite. Dort genügen summarische Eintragungen zu den jeweiligen Vermögensbestandteilen. Plausibilitätsprüfungen mit der Anlage EÜR sind dort auch nicht vorgesehen.
Nach meinen Erfahrungen sind die Finanzämter mit dem klassischen detaillierten Anlage_n_verzeichnis mindestens ebenso zufrieden. Tagelange Anpassungen und Übertragungen würde ich an Ihrer Stelle jedenfalls nicht vornehmen. Am besten besprechen Sie den konkreten Fall mit einem Steuerberater oder Sie fragen direkt beim Finanzamt nach.
... oh, da klemmt die Automatik ...
Verfasst von Gast am 1. Juni 2014 - 14:25.
Hallo, zu meiner vorigen Frage: Ich habe inzwischen den Handeintrag gemacht und auf Plausibilitätsprüfung geklickt =>:
"Fehler: Die Summe der eingegebenen Werte für die private Kfz-Nutzung und die Wege zwischen Wohnung und Betriebsstätte übersteigt die Summe der Werte zu den Eintragungen, die als Fahrtkosten in Betracht kommen (tatsächliche Kraftfahrzeugosten und andere Fahrkosten; AfA auf bewegliche Wirtschaftsgüter; Schuldzinsen für Anlagevermögen)."
Rot markiert ist das Feld EÜR / Anlageverzeichnis / "Bewegliche Wirtschaftsgüter (ohne GWG)" / zweite Wertezeile / "AfA Auflösungsbetrag"
Kann ich hier im Anlageverzeichnis selektiv etwas (KFZ ...) eintragen und dennoch bei "selbst ermittelter Betrag" auf meine Excel-Tabelle verweisen? Das wird dann ja immer undurchschaubarer ...
Oder wie kann ich wenigstens im Elster-Anlageverzeichnis-Formular erreichen, dass ich nicht jedes Jahr die lange Liste der Bezeichnungen und der Vorjahreswerte eingeben muss ("EDV" ...)?
Die Summe der eingegebenen Werte für die private Kfz-Nutzung ...
Verfasst von Gast am 21. Juni 2014 - 14:26.
Ich meine das Formular, das man bekommt, wenn man Elster startet und eingibt:
("Neu..." bzw.) "Verwendete Dateien ..."
> Einnahmeüberschussrechnung > für 2013 > Datei öffnen
Dort werden im Menue auf der linken Seite folgende Seiten angeboten:
Einnahmeüberschussrechnug:
- Nich abziehbare Schuldzinsen
- Anlageverzeichnis (Teil 1)
- Anlageverzeichnis (Teil 2) <<<<<<<<
Ich dachte, als Freiberufler wäre ich verpflichtet, meine Jahressteuererklärung über _Elster_ einzugeben?
Oder sind zwecks digitaler Einreichung _statt_ Elster-Formularen auch Formulare wie das Ihrerseits verlinkte möglich - für max. 44 Minuten ("Ihre Sitzung endet in 44 Minuten")?
Die Umsatzsteuererklärung habe ich schon via Elster gemacht und eingereicht. Muss ich da nicht auch den Rest via Elster machen?
Arbeiten "Ihre" Formulare und die Elster-Formulare online auf den gleichen Daten im Finanzamt-Server?
Wo (Link) bekomme ich "Ihre" Formulare aufgelistet angeboten?
Oder kann ich die o.g. Elster-Fehlermeldung ignorieren, das Feld rot lassen und dann vor Ort mit dem Finanzanmt darüber sprechen?
Herzlichen Dank im Vorau
Antwort: Die Summe der eingegebenen Werte für die private Kfz-Nu
Verfasst von Robert Chromow am 23. Juni 2014 - 9:02.
vielen Dank für die Zusatzinformationen. Vorweg: Ihre Irritation ist absolut nachvollziehbar. Die Finanzverwaltung macht es den Steuerpflichtigen mit ihren zahlreichen "Elster"-Produkten und -Dienstleistungen tatsächlich schwer, den Überblick zu behalten. Also:
Sie nutzen offenbar die amtliche Software "ElsterFormular". Das ist eine Computerprogramm, das auf Ihrem Büro-Rechner installiert wird und mit dem unter anderem die persönliche Einkommensteuererklärung übermittelt werden kann - aber auch betriebliche Steuererklärungen.
Ein Einzelfall-Software-Support für ElsterFormular ist an dieser Stelle leider nicht möglich. Warum die Plausibilitätsprüfung des Programms welche Fehlermeldung ausgibt, kann ich aus der Ferne nicht beurteilen.
Nur so viel: Niemand verlangt von Ihnen,dass Sie dort
jedes Jahr die lange Liste der Bezeichnungen und der Vorjahreswerte eingeben
... müssen: Es genügt völlig, die Summe der einzelnen Vermögenskategorien einzutragen.
Nein, Sie sind nicht verpflichtet, die ElsterFormular-Software zu nutzen. Verpflichtend ist lediglich die Nutzung der "Elster-_Schnittstelle_", die in allen aktuellen kommerziellen und nicht kommerziellen Steuer-Anwendungen genutzt wird.
Möglich ist zum Beispiel auch die Nutzung von "ElsterOnline": Das ist das Onlineportal der Finanzverwaltung, bei dem Sie keine Software auf Ihrem Computer installieren müssen. Über "ElsterOnline" können Sie Ihre EÜR und UStVA ebenfalls übermitteln.
(Ob das von Ihnen beschriebene Problem gelöst wird, kann ich Ihnen nicht versprechen. :-))
Die von uns verlinkten Formulare stammen aus dem "Formular-Management-System (FMS) der Bundesfinanzverwaltung"
Zur Übermittlung ans Finanzamt sind diese Formulare nicht (mehr) geeignet. Dazu heißt es in den Beiträgen:
Bitte beachten Sie: Da die Einnahmenüberschussrechnung inzwischen elektronisch übermittelt werden muss, dienen die folgenden Vordrucke lediglich zu Ansichts- und Informationszwecken (das Ausfüllen am Monitor und anschließende Ausdrucken ist nicht mehr möglich):
Anteiliger Erwerb eines Wirtschaftsgutes
Verfasst von Gast am 21. Mai 2014 - 9:21.
Hallo, ich habe auch eine Frage im Zusammenhang GWGs:
Wie verhält es sich wenn man ein Wirtschaftsgut nur anteilig erwirbt und der Anteilswert bei 900EUR liegt?
Ist es dann relevant, dass das Wirtschaftsgut nur anteilig erworben wurde oder kann man da regulär auf den GWG-Sammelpool zurückgreifen?
Antwort: Anteiliger Erwerb eines Wirtschaftsgutes
Verfasst von Robert Chromow am 22. Mai 2014 - 8:06.
Miteigentümer dürfen die Abschreibung grundsätzlich anteilig (= im Verhältnis ihres Anteiles an dem gemeinsamen Wirtschaftsgut) in Anspruch nehmen. Ob ein solches Wirtschaftsgut als GWG, über den Sammelpool oder die Nutzungsdauer abzuschreiben ist, hängt dabei m. W. vom Anteilswert ab. Das ist aber nur meine völlig unmaßgeblich Einschätzung. Die Details Ihres Einzelfalls besprechen Sie am besten mit einem Steuerberater oder Sie fragen direkt beim Finanzamt nach.
Verfasst von Gast am 24. April 2014 - 12:33.
Entschuldigung, aber ich sehe laut Gesetz nicht die Grundlage, warum für einen Kleinunternehmer die 410€ Netto sein sollen:
§6 Absatz 2 sagt, dass die Anschaffungskosten um einen darin enthaltenen Vorsteuerbetrag vermindert werden. Verweis auf $9b (1)
§9b Absatz 1 sagt, "Der Vorsteuerbetrag nach _§_15_ des Umsatzsteuergesetzes gehört, _soweit_ _er_ _bei_ _der_ _Umsatzsteuer_ _abgezogen_ _werden_ _kann_, nicht zu den Anschaffungs- oder Herstellungskosten des Wirtschaftsguts"
$19 Absatz 1, Satz 5: "In den Fällen des Satzes 1 finden die Vorschriften ... und über den Vorsteuerabzug (§ 15) keine Anwendung.
Demnach kann die Vorsteuer die Anschaffungskosten nicht mindern, weil der Kleinunternehmer sie nicht ziehen kann. Also sind die 410€ der Bruttobetrag.
Oder gibt es noch andere Quellen, die zu beachten sind?
Verfasst von Gast am 24. April 2014 - 13:30.
Schon selber gefunden:
§9b der Einkommensteuerrichtlinie Absatz 2 Satz 2: "Ob der Vorsteuerbetrag umsatzsteuerrechtlich abziehbar ist, spielt in diesem Fall (Grenzen 150€, 410€, 1000€) keine Rolle."
Wie buche ich Güter, welche
Verfasst von Gast am 20. April 2014 - 17:54.
Wie buche ich Güter, welche aufrgrund ihrer Beschaffenheit - z.B. ein Grafiktablett oder Monitor welche nicht selbstständig nutzbar sind - und somit nicht als GwG gelten, jedoch über der den 150,- Euro Anschaffungskosten liegen? Muss ich diese nach AfA-Tabelle abschreiben oder werden diese bestimmten Positionen wie zum Beispiel dem vorhandenen Computer zugeordnet und dann zusammen abgeschrieben?
Antwort: Wie buche ich Güter, welche
Verfasst von Robert Chromow am 20. April 2014 - 23:11.
Ihre zweite Vermutung trifft zu: Sie ordnen das nicht selbstständig nutzbare Wirtschaftsgut dem bereits vorhandenen (Haupt-)Wirtschaftsgut zu, addieren dessen Restwert und den Wert der Neuanschaffung und schreiben den Gesamtwert über die Rest-Nutzungsdauer ab.
Verfasst von Gast am 13. Mai 2014 - 11:12.
Wie ist das nun aber, wenn das Haupt-Wirtschaftsgut schon abgeschrieben ist, nach Ihrem oberen Kommentar, würde man dann logischerweise folgern, dass dann das neue Wirtschaftsgut (netto 444.-€) auch sofort abzuschreiben sei, da das Haupt-Wirtschaftsgut schon abgeschrieben ist.
Antwort: Abschreibung
Verfasst von Robert Chromow am 13. Mai 2014 - 16:20.
ich bin nicht ganz sicher, auf welchen "oberen Kommentar" Sie sich beziehen - daher nur noch einmal ganz allgemein: Im Beitrag weiter oben geht es um Wirtschaftsgüter, deren Wert zwar unter der GWG-Wertgrenze (= 410 Euro) liegen, jedoch nicht selbstständig nutzbar sind.
Ist ein solches Wirtschaftsgut einem, wie Sie schreiben, "Haupt-Wirtschaftsgut" zuzuordnen, das seinerseits bereits voll abgeschrieben ist, darf der Wert des neuen, nicht selbstständigen nutzbaren Wirtschaftsgutes aus meiner Sicht im Jahr der Anschaffung in voller Höhe abgeschrieben werden. Insofern würde es letztlich doch wie ein selbstständig nutzbares GWG behandelt.
Alle weiteren Details Ihres Einzelfalls besprechen Sie am besten mit Ihrem Steuerberater oder fragen direkt beim Finanzamt nach.
Anlagegüter, die kein GWG sind und unter 150 Euro kosten?
Verfasst von Gast am 6. Februar 2014 - 10:00.
Das obige System ist gut erklärt - mir bleibt allerdings noch die Frage, wie es sich mit Anschaffungen verhält, die KEIN GWG darstellen und unter 150 Euro kosten? Beispiel: Anrufbeantworter (der ja für sich ohne Telefon nicht selbständig genutzt werden kann) und z.B. 80 Euro kostet. Werden die 80 Euro aufgrund des Betrags auch sofort als Betriebsausgaben abgeschrieben, oder gilt hier (da es sich um kein GWG handelt) um eine Afa völlig unabhängig vom Kaufpreis? Vielleicht gibt es auch ein besseres Beispiel - mir geht es nur prinzipiell darum, wie Anlagegüter zu behandeln sind, die kein GWG darstellen, aber im unteren Preissegment anzusiedeln sind.
Zweite Frage: Wie verhält es sich mit immateriellen Wirtschaftsgütern? Beispiel: Eintragung einer Marke beim Patentamt für 290 Euro. Dies ist ja nicht "beweglich", also sicher kein GWG. Wie werden solche Werte abgeschrieben? In der Afa-Tabelle habe ich das nicht gefunden.
Antwort: Anlagegüter, die kein GWG sind und unter 150 Euro koste
Verfasst von Robert Chromow am 6. Februar 2014 - 10:39.
Vielen Dank für Ihre freundliche Rückmeldung. Zu Ihren Fragen:
Wirtschaftsgüter im Wert bis zu 150 Euro können Sie grundsätzlich gleich als betrieblichen Aufwand buchen. Wie ein nicht selbstständig nutzbarer Anrufbeantworter behandelt wird, hängt m. E. von der dazugehörigen Telefonanlage ab: Handelt es sich beim Telefon um ein bereits abgeschriebenes GWG, würde ich den Anrufbeantworter komplett als Aufwand abschreiben. Anderenfalls handelt es sich m. E. um Wertzuwachs der Telefonanlage, die als "Zuschreibung" behandelt und über die Restlaufzeit der Telefonanlage abgeschrieben würde.
Was die Patentgebühren betrifft: Da im Rahmen der Einnahmenüberschussrechnung ohnehin keine Aktivierungspflicht für immaterielle Vermögenswerte besteht, würde ich diesen Aufwand in voller Höhe als Betriebsausgabe ("Gebühren") behandeln. Selbst wenn ein Betriebsprüfer diese Verfahrensweise bei einer späteren Betriebsprüfung moniert, hält sich das Risiko angesichts des vergleichsweise geringen Wertes in Grenzen.
Die Details besprechen Sie trotzdem am besten mit Ihrem Steuerberater oder Sie fragen direkt beim Finanzamt nach.
Verfasst von Gast am 6. Februar 2014 - 10:55.
Herzlichen Dank für die schnelle Antwort - eine kurze Frage habe ich noch: Sie schreiben, es gibt keine Aktivierungspflicht für immaterielle Vermögenswerte bei der EÜR - aber die Anlage EÜR sieht unter Zeile 9 doch immaterielle Wirtschaftsgüter vor? Lt. gängiger Praxis werden ja auch z.B. die Kosten für eine extern erstellte Website über 3 Jahre abgeschrieben und die Website als "immaterielles Wirtschaftsgut" geführt. Dies gilt doch auch für die EÜR oder sitze ich jetzt gerade auf der Leitung...
Antwort: kurze Nachfrage
Verfasst von Robert Chromow am 7. Februar 2014 - 9:04.
Vielen Dank für Ihre Rückmeldung. Keine Sorge, Sie sitzen nicht auf der Leitung - Sie haben recht: Im "Anlageverzeichnis" zur "Anlage EÜR" werden Angaben zu immateriellen Wirtschaftsgütern verlangt. Das betrifft aber keinesfalls die von Ihnen genannte Ausgabengrößenordnung von 290 Euro. Die Patentgebühr würde ich unter "Beiträge, Gebühren, Abgaben und Versicherungen" (Seite 2, Zeile 44 Anlage EÜR) verbuchen. Aber wie gesagt: Zu Risiken und Nebenwirkungen fragen Sie Ihren Steuerberater oder das Finanzamt. :-)
Verfasst von Gast am 29. Oktober 2013 - 12:26.
der GWG Sammelposten wird ja über 5 Jahre abgeschrieben. Wie verhält man sich nach 5 Jahren? Alle WG's, die in den 5 Jahren als verschrottet gemeldet wurden, werden verschrottet. Bleiben alle
anderen WG's als Sammelposten stehen oder ist es möglich auch diese WG's zu verschrotten?
Andreas Diry
GWG Grenze und SonderAfA
Verfasst von Gast am 28. Oktober 2013 - 17:37.
Wenn ich berechtigt bin, SonderAfA von 20% in Anspruch zu nehmen, reduziert diese dann den steuerlich relevanten Betrag der Anschaffungskosten, so dass u.U. die Grenze von 410€ unterschritten wird? Konkret: wäre mit SonderAfA auch ein selbständig nutzbares WG mit einem Bruttopreis von 609€ sofort abschreibbar (ich bilde keinen Sammelposten)?
Antwort: GWG Grenze und SonderAfA
Verfasst von Robert Chromow am 29. Oktober 2013 - 0:53.
vielen Dank für Ihre ebenso interessante wie berechtigte Nachfrage. Vorweg: Eine Einzelfallberatung ist an dieser Stelle leider nicht möglich. Bitte besprechen Sie die Details Ihres Einzelfalls mit einem Steuerberater oder fragen Sie direkt beim Finanzamt nach.
Hier nur allgemein: Mit der 20-prozentigen Sonderabschreibung gemäß § 7g Abs. 5 EStG
http://www.gesetze-im-internet.de/estg/__7g.html
... lassen sich die Anschaffungskosten m. W. zwar nicht unter die GWG-Grenze drücken. Wer seine Vorjahres-Steuererklärung noch nicht abgegeben haben, kann das gewünschte Ergebnis aber mithilfe eines für das Vorjahr zu bildenden "Investitionsabzugsbetrags" erreichen. Im Jahr der Anschaffung können die Anschaffungskosten auf diese Weise um bis zu 40 % herabgesetzt werden. Nachzulesen in § 7g Abs. 2 EStG
Die Anschaffungs- oder Herstellungskosten des Wirtschaftsguts können in dem in Satz 1 genannten Wirtschaftsjahr um bis zu 40 Prozent [...] gewinnmindernd herabgesetzt werden; die Bemessungsgrundlage für die Absetzungen für Abnutzung, erhöhten Absetzungen und Sonderabschreibungen sowie die Anschaffungs- oder Herstellungskosten im Sinne von § 6 Absatz 2 und 2a verringern sich entsprechend.
Allgemeine Informationen zum Investitionsabzugsbetrag (nicht jedoch den gerade skizzierten "GWG-Trick") finden Sie im Beitrag "Investitionsabzugsbetrag: gewinnmindernde Rücklage für künftige Anschaffungen"
http://www.akademie.de/wissen/investitionsabzugsbetrag-ansparabschreibung
Noch einmal herzlichen Dank für Ihre Anregung und freundliche Grüße
Kamera als GwG, später Zukauf objektiv
Verfasst von Gast am 7. Oktober 2013 - 22:00.
ich plane die Anschaffung einer Spiegelreflexkamera. Die Kamera mit Standardobjektiv ist unter 410€ zu haben und wäre somit als GwG abschreibbar. Meine Frage wäre nun wie spätere Zukäufe von Objektiven unter 410€ zu behandeln wären? Die Kamera wäre ja zu dem Zeitpunkt bereits abgeschrieben. Wird dann das Objektiv über die Nutzungsdauer von 7 Jahren abgeschrieben?
Und der Fotohintergrund?
Verfasst von Gast am 21. Oktober 2013 - 20:56.
ist auch ein fotohintergrund von zb 200,- ein gwg?
Selbstständig nutzbar
Verfasst von Simon Hengel am 23. Oktober 2013 - 9:04.
warum nicht - schließlich ist der Hintergrund ja wohl selbstständig nutzbar, könnte in verschiedenen Studios oder Settings etc. zum Einsatz kommen und ist, falls Sie beruflich fotografieren, ja auch eindeutig ein Wirtschaftsgut.
Antwort: Kamera als GWG ...
Verfasst von Robert Chromow am 8. Oktober 2013 - 19:49.
Ihre Einschätzung des Abschreibungsverfahrens teile ich gundsätzlich: Wenn Sie das Objektiv in einem der Folgejahre anschaffen, beträgt der Wert des GWG zwar 0 Euro - es befindet sich aber noch in dem separat zu führenden GWG-Verzeichnis. Die Anschaffung des Objektivs führt zu einer Zuschreibung - der resultierende Gesamtwert von dann 300 Euro ist daraufhin über die Restlaufzeit abzuschreiben.
Bitte beachten Sie: Bei meiner Antwort handelt es sich um meine völlig unmaßgebliche Privatmeinung. Eine Einzelfallberatung kann nur ein Steuerberater bieten.
GWG Wahlrecht
Verfasst von Gast am 6. Oktober 2013 - 17:40.
Ich finde Ihren Kommentar zu den Geringwertigen Wirtschaftsgütern absolut aufschlussreich. Nur eine Frage steht für mich immernoch im Raum:
Wenn ich 4 Stühle für das Betriebsvermögen anschaffe, die insgesamt 600,- € Netto kosten, gehen diese dann je Stück (also in die Sofort-Abschreibung als Betriebsausgaben) oder mit dem Wert des Gesamt-Netto in die entsprechende Abschreibung (Sammelposten oder Abschreibung über die Nutzungsdauer) ein???
Vielen Dank für eine kurzfristige Antwort.
Beste Grüße - Kerstin (Gast)
Antwort: GWG-Wahlrecht
Verfasst von Robert Chromow am 6. Oktober 2013 - 19:26.
entscheidend ist in diesem Fall der Wert des einzelnen Stuhls: Jeder einzelne Stuhl ist zweifellos "einer selbständigen Nutzung fähig". So lautet die einschlägige Voraussetzung für die Einstufung als GWG, die in Paragraf 6 Abs. 2 EStG
GWG-Wahlrecht
Verfasst von Gast am 7. Oktober 2013 - 13:33.
danke für die schnelle Antwort. Verstehe ich den Gesetzestext so richtig?
Wenn jeder der 4 Stühle 150,-€ kostet, können alle 4 gerade noch als Aufwand gebucht werden.
Wenn 1 Stuhl 180,-€ kostet und die anderen 3 jeweils 140,-€, dann kommt der 1 ins Sammelkonto (alternativ ins GWG bis 410,-€) und die anderen 3 in den Aufwand.
Spielt bei den Buchungen bis 410,-€ bzw. 1000,-€ der Erinnerungswert eine Rolle? Denn die Stühle verbleiben doch für einige Jahre im Betrieb.
Betse Grüße - Kerstin
Verfasst von Robert Chromow am 8. Oktober 2013 - 19:42.
Ihre Interpretation des Gesetzestextes teile ich.
Die Frage nach dem Erinnerungswert habe ich nicht verstanden: Der Wert abgeschriebener GWG beträgt 0 Euro - die "Erinnerungsfunktion" wird durch das separat zu führende GWG-Verzeichnis erfüllt.
Grafikkarte unter 150,-Euro GWG, AfA oder "Büromaterial"?
Verfasst von Gast am 2. Oktober 2013 - 16:23.
Hallo Her Chromow,
mich verwirrt etwas diese Aussage: "Anschaffungen im Wert von unter 150 Euro gleich als Aufwand buchen"(Und die Erklärung dazu).
Bedeutet das, dass eine neue Grafikkarte unter 150,-Euro für meinen Rechner nun sofort Absetzbar ist? Oder muss ich es als AfA über 3(?)-Jahre abschreiben lassen? Eine Grafikk. ist ja nicht selbstständig einsetzbar...
Genauso verhält es sich ja bei Maus, Tastatur, usw. Ich benötige das Alles immer mal wieder neu, da ich freiberuflicher Webdesigner bin.
Keine Abschreibung für Güter unter 150 € - auch nicht als GWG
Verfasst von Simon Hengel am 4. Oktober 2013 - 14:01.
Hallo A.Schneider,
die Grafikkarte - die sie ohnehin nicht als eigenständigen GWG-Posten abschreiben können, weil nicht selbstständig genutzt werden kann - müssen Sie, wenn der Preis unter 150 Euro liegt, gar nicht abschreiben. Sie können den vollen Kaufpreis in der nächsten Steuererklärung als betrieblichen Aufwand geltend machen.
Verfasst von Gast am 4. Oktober 2013 - 21:55.

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