Source: https://issuu.com/steirische_wirtschaft/docs/stwi24_2010
Timestamp: 2016-10-23 14:30:13+00:00

Document:
Steirische Wirtschaft, Ausgabe 24 by Wirtschaftskammer Steiermark - issuu
Experte Maximilian Burger-Scheid­
lin über Wirtschaftskriminalität.
Nr. 24, Jahrgang 9,
P.b.b., Erscheinungsort Graz,
Verlagspostamt 8020
02Z032267M
Preis 0,73 Euro
Personalbereitsteller Harald Aspäck
Alles aufs
Spekulationen auf Lebensmittelrohstoffe sind ein gefährliches Spiel. Die Verlierer sind Unternehmer und
Verbraucher. Schwellen- und Entwicklungsländer spüren die Auswirkungen zuerst.
Seiten 8–9
– rund um die
•	•	•	•	•	•	Sinkende Lehrlingszahlen
300 Polizisten mehr bis 2013 11
Neue Gastgartenregelung  16–17
Wasserkraft hat Potenzial
Aktuelle Wohnstudie
Förderung für Touristiker
nixalsmurxxx
kommt heraus, wenn man auf fundierte Beratungsqualität verzichtet.
Deswegen gibt‘s ja die UnternehmensberaterInnen, InformationstechnologInnen und BuchhalterInnen der UBITInnen.
Sorry – UBIT kann man nicht gendern ...
Mehr UBIT: Seite 5
ubit-stmk.at
Sinkende Lehrlingszahlen: Kampf
Parallel zur demografischen
Entwicklung sinken auch die
Zahlen der Lehrlinge in der
Steiermark. Ein Strategiekon­
zept soll dagegen steuern.
Auch wenn es in den letzten Jahren mit den Lehrlingszahlen wieder leicht bergauf
ging – der Langzeittrend zeigt
ein anderes Bild. In den nächsten zwei Jahrzehnten wird es
etwa 15.000 weniger junge Steirer geben. Selbst wenn es jetzt
schon viele Lehrlingsinitiativen der einzelnen Sparten gibt,
wird man um einen einheitlichen Lösungsansatz nicht herumkommen. Den soll ein Strategiepapier der WKÖ bringen.
Bereits jetzt gibt es 6000 Lehrlinge weniger in der Steiermark
als noch vor zwanzig Jahren.
Blickt man in die Statistik
des Jahres 1990, dann war damals in der Steiermark noch
alles in Ordnung. Es gab fast
83.000 Jugendliche zwischen
15 und 19 Jahren, und nicht
ganz ein Drittel (25.000) davon absolvierte eine Lehre.
Mittlerweile ist diese Zahl um
6000 Personen gesunken, und
dieser Trend setzt sich fort. Im
Jahr 2030 werden voraussichtlich nur noch etwa 15.000 Jugendliche in der Steiermark
eine Lehrstelle besetzen.
Zur Stichhaltigkeit der Zahlen befragt, erklärt Robert
Steinegger, Experte des Instituts für Wirtschafts- und
Standortentwicklung, ihr Zustandekommen: „Sie setzen
sich aus der Bevölkerungsprognose der Statistik Austria zusammen. Die aktuellen Abwanderungstrends in den peripheren Regionen der Steiermark untermauern diese Prognose.“ Viel Spielraum würden
die Zahlen nicht lassen, außer
man steue­re aktiv dagegen. Ne-
Über die Lehrlingsstelle können
alle Föderungen
Gottfried Krainer
ben die altbewährten Lehrlingsprogramme der einzelnen
Sparten tritt nun auch das Strategiepapier „Lehrlingsausbildung im demografischen Wandel“ der WKÖ. „Wenn sich Unternehmer daran gewöhnt haben, sich nicht mehr als Ausbildungsbetriebe zu engagieren,
dann ist der Verlust der Lehrlingsausbildung nicht mehr
umzukehren“, heißt es in dem
Dokument. Das oberste Ziel ist
daher, die Zahl der Lehrlinge
mindestens zu halten und die
Lehre weiterhin zu attraktivieren. Ein wesentlicher Punkt
ist dabei die duale Ausbildung
„Lehre und Matura“.
Gottfried Krainer, Leiter der
Lehrlingsstelle der WK Steiermark, erörtert die wichtigsten
Strategien des Konzepts: „Die
duale Ausbildung ,Lehre und
Matura‘ bietet engagierten
Schülern endlich die Möglichkeit, sich nicht mehr nur auf
eine Ausbildung zu beschränken.“ Aber man werde auch
vorgreifen müssen und bereits
in der Pflichtschule die Ausbildungsreife sicherstellen sowie
die Berufsorientierung forcieren. Weiters sei das Image der
Lehre noch weiter zu steigern.
„Vielen Schülern ist heute noch
nicht klar, dass Betriebe bei ihrer Personalauswahl jene bevorzugen, die mit Praxis in einer betrieblichen Arbeitswelt ausgebildet wurden“, weiß
­K rainer.
Ingo Suppan
ingo.suppan@wkstmk.at
um die besten Köpfe beginnt
Mit „Lehre und Matura“ und einer weiteren Imageaufwertung soll die Lehre attraktiviert werden.
Die steirische Bevölkerung verzeich­
net einen kontinuierlichen Rück­
gang. Daran gekoppelt sinkt auch
die Zahl der Lehrlinge. 1990 gab es
in der Steiermark 83.039 Jugendli­
che zwischen 15 und 19 Jahren und
25.363 Lehrlinge. Heuer sind es nur
mehr 70.472 Jugendliche im selben
Alter und lediglich 18.941 Lehrlinge.
In den nächsten zwanzig Jahren
sinken die Zahlen weiter auf etwa
58.000 Jugendliche und 15.000
Lehrlinge (im Jahr 2020) bezie­
hungsweise knapp mehr als 55.000
Jugendliche im Jahr 2030. Die Wirt­
schaftskammer setzt diesem Trend
eine Langzeitstrategie zur Lehrlings­
förderung entgegen.
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Unsaubere Geschäfte brauchen
ziehen wirtschaftskriminelle
Straftaten immer weitere Kreise.
Prävention wird wenig gelebt, die
Schäden sind milliardenschwer.
Auf mehr als 20 Milliarden
Euro wird der Schaden geschätzt, der jährlich in Österreich durch Wirtschaftskriminalität verursacht wird. „Eine
vorsichtige Schätzung“, wie Maximilian Burger-Scheidlin von
der Internationalen Handelskammer Austria (ICC) meint.
„Vor allem deshalb, weil in vielen Fällen wirtschaftskriminelle
Handlungen unbemerkt bleiben, beispielsweise bei Spionage
und Betrügereien.“ Die Dunkelziffer liegt laut dem ICC-Profi
bei mehr als 90 Prozent.
Wirtschaftskriminalität habe
viele Facetten, deshalb sei auch
eine klare Abgrenzung nicht
möglich. Ganz klar als Straftat
gesehen werden jedoch Korruption, firmeninterner Betrug,
Geldbetrug, Betrügereien beim
Im- und Export, bei Projektfi-
BurgerScheidlin
nanzierungen und Kreditvergaben, bei Transport, Produktpiraterie, Spionage etc., zählt Burger-Scheidlin auf. Und die Liste
sei noch länger.
Nur etwas mehr als zwei Prozent der Fälle landen letztlich
bei der Exekutive, da man sich
laut Burger-Scheidlin in Unternehmen meist aus Scheu vor
den Medien und der Öffentlichkeit intern einige. Doch das
ist für den versierten Experten
eindeutig der falsche Weg. Er
warnt: „Die berühmt-berüchtigten Leichen im Keller haben
langfristig noch immer geschadet.“ Zudem sei diese Art der
Verharmlosung als „Kavaliersdelikt“ (siehe Beitrag unten) auch
intern ein falsches Signal. „Um
Nachahmungen vorzubeugen,
müssen Exempel statuiert werden. Es braucht Konsequenzen
anstelle von soften Handlungen
in Form von einvernehmlichen
Kündigungen.“ Wie man hier
einem Imageschaden vorbeugt?
„Indem man immer offen nach
außen kommuniziert und gute
Kontakte zur Presse pflegt und
sie als Freund betrachtet“, weiß
Burger-Scheidlin. Denn nur
Geheimniskrämerei und halbe
Offenheit schüre die Neugier
von Journalisten.
Wie man sich am besten vor
Wirtschaftskriminalität schützt,
dazu hat der Fachmann einige Tipps parat. „Mitarbeiter unbedingt als Mitunternehmer betrachten. Nicht ausbeuten, sondern angemessen zahlen“, spricht Burger-Scheidlin ein heikles Thema an. Da
dann der Arbeitnehmer nicht
animiert wird, zu schauen, wie
er zusätzlich an Geld kommt.
Als weitere Präventivmaßnahmen nennt er Zutrittskontrollen, Firewalls bei EDV und
IT sowie ein gutes Passwortmanagement. Beim Thema
Import/Export rät der
Experte, sich gut über das erwählte Land zu informieren, damit der Sprung über die Grenze
nicht ein Sprung ins kalte Wasser wird. „Oft sind die Gesetze
in anderen Ländern ok, werden
aber nicht effizient umgesetzt“,
sagt Burger-Scheidlin. Als Beispiel nennt er Indien, wo Gerichte oft über 15 Jahre für ihre
Rechtsprechung brauchen.
Anja Genser
anja.genser@wkstmk.at
Wirtschaftskriminalität wird auch
beim Handelstag am 14. Oktober
ein großes Thema sein. Nähere In­
fos: wko.at/stmk/handel
Eine Studie zeigt: Wirtschafts­
kriminalität wird zunehmend
als Bedrohung wahr­
genommen. Die meisten Täter
sitzen im eigenen Betrieb.
Unternehmensskandale haben in der jüngsten Vergangenheit für Schlagzeilen gesorgt,
aber auch dem Wirtschaftsstandort Österreich geschadet:
Rund 60 Prozent der Unternehmer sind dieser Meinung. Das
zeigt eine aktuelle Studie von
„Krisenkompass – Institut für
Krisenmanagement und Krisenkommunikation“ zur Wirtschaftskriminalität.
200 Unternehmen mit mehr
als 250 Mitarbeitern aus allen
Branchen wurden befragt, mit
besorgniserregenden Ergebnissen: Jedes fünfte der interviewten Großunternehmen war in
den letzten zehn Jahren selbst
Handlungen. Dabei kamen in
drei von vier Fällen die Täter aus
der eigenen Firma. Sechs von
zehn Wirtschaftskapitänen ge-
hen sogar davon aus, dass
die Wirtschaftskriminalität weiter ansteigen wird.
Laut Ansicht der Befragten fördern vor allem drei
Faktoren die Bereitschaft zu
wirtschaftskriminellen Taten:
die Verharmlosung als „Kavaliersdelikt“ (60,5 Prozent), das
Streben nach Erreichung eines
persönlichen Leistungsbonus
(56,2 Prozent) sowie schwierig
zu erreichende finanzielle Zielvorgaben und die damit verbundene Angst vor Jobverlust
(46 Prozent).
Wirtschaftskriminalität im Visier
Prävention und Erste Hilfe
Die Internationale Handelskammer (ICC) ist die
größte private Wirtschaftsorganisation der Welt.
Ihre Mitglieder sind international aktive Industrieund Handelsunternehmen, Banken, Versicherungen,
Anwaltskanzleien, Transport- und Logistikunterneh­
men, Wirtschaftsverbände etc. aus 130 Ländern.
Die ICC Austria berät Unternehmen bei Import- und
Exportverträgen, finanzieller Absicherung, Bankga­
rantien, Dokumentenakkreditiven, taktischem Vor­
gehen bei internationalen Verhandlungen, Media­
tion, Schiedsgerichtsbarkeit, Prävention von Wirt­
schaftskriminalität: Produktpiraterie, Betrug, Kor­
ruption, Spionage… Nähere Infos: Maximili­
an Burger-Scheidlin, Mail icc@icc-austria.org, Tel.
01/501053716. Web: www.icc-austria.org.
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Christopher Gloning hat auch privat eine besondere Affinität zum Wassersport. Allein das Kapitänspatent fehlt ihm noch.
Grazer Designstudio erobert Fernost
„Good design. We pay good
price.“ – Dieser Internetein­
trag eines taiwanesischen
Unternehmers veränderte die
Welt des Yacht-Designers.
Die beiden Salzburger Christopher Gloning und Christian
Gumpold führte das Indus­
triedesign-Studium nach Graz.
Gemeinsam konzipierten sie
ihre erste Luxus-Yacht im Zuge
ihrer Diplomarbeit 2008 an
der FH Joanneum. „Wir haben da für eine Wiener Investorengruppe eine 58-Fuß-MotorYacht gestaltet. Aber die Krise
hat uns einen Strich durch die
Rechnung gemacht. Das Projekt wurde gestoppt“, erklärt
Gloning die schwierigen Anfänge. Nach Studienabschluss
wurde gemeinsam in einer WG
am Label „motion code: blue“
getüftelt. „Wir hatten kein Geld
für PR. Wir haben bei Messen
unsere Flyer selbst verteilt und
das Internet genutzt, um auf
uns aufmerksam zu machen.“
Die Außengestaltung ihrer
Yachten orientiert sich stark
am Automobildesign. Innen
haben die schwimmenden Luxusmodelle Loftcharakter, be-
Actionurlaub oder Relaxen?
Die Zeit für Urlaube ist
sehr knapp. Dennoch sollten beide Aspekte in einem
gelungenen Urlaub vorhanden sein. Der White Heaven
Beach in Australien ist mein
absoluter Lieblingsstrand.
Australien ist auch perfekt
Genuss oder Askese?
Sich Zeit zum Entspannen nehmen ist oft schwer,
aber ungemein wichtig. Keinen Verpflichtungen nachkommen müssen, nicht auf
schreibt Gloning das Designkonzept, mit dem die beiden in
internationalen Fachzeitschriften für Furore sorgten.
price“ – den Blog-Eintrag eines taiwanischen Unternehmers hielten die Industriedesigner vor zwei Jahren für einen Scherz. Geantwortet haben sie „einfach nur aus Spaß“.
Aus dem vermeintlichen Spaß
wurde Ernst. Rasch entpuppte
sich der Design-Fan aus Fernost
als finanzkräftiger Werftbetreiber. Und Gloning und Gumpold haben alle Hände voll zu
tun, den spektakulären Aufträgen des Taiwaners nachzukom-
men. „Die erste von drei Yachten wird bis Herbst fertig sein.
Dann können wir sie zum ersten Mal in natura sehen“, freut
sich Gloning auf den anstehenden Trip nach Taiwan. Dort
wird auch gerade eine Werft inklusive Showroom für die Yachten nach den Entwürfen des
Designerduos gebaut.
Seine Passion für Boote entdeckte Gloning schon als Kind.
„Ich war immer mit den Eltern
segeln“, erklärt der begeisterte
Wassersportler, „aber für das
Kapitänspatent hatte ich bis
jetzt leider noch keine Zeit.“
die Uhr zu schauen, ein kaltes Bier und dazu gutes Essen: Das bedeutet für mich
Genuss und Entspannung.
Unterhalten lassen oder sich
selbst unterhalten?
Ich lese zwar gerne, lasse
mich aber doch lieber im
Kino unterhalten.
Privat bevorzuge ich sportlich-elegante Kleidung.
Veronika Pranger
veronika.pranger@wkstmk.at
2009: Christopher Gloning und
Chris­tian Gumpold gründen das In­
dustriedesignstudio „motion code:
blue“ mit dem Schwerpunkt „naval
architecture“ in Graz. Aufträge aus
Taiwan für Yachten und Werft fol­
gen. 2010: Preisträger im Designbe­
werb „Steiermark-Brunnen“.
www.motioncodeblue.com
Meister beherrschen ihr Fach
Was steht aktuell auf
dem Erfolgsprogramm?
Jetzt will ich‘s wissen!
„Man arbeitet noch einmal
das gesamte Fach in allen Aspekten durch und erwirbt zusätzlich Kompetenzen in der
Organisation, im Projektmanagement und in betriebswirtschaftlichen Bereichen“, beschreibt Manfred Puster die
Meisterschule am Wifi.
Er hatte in einem Anlagenbauunternehmen eine Lehre
als Stahlbauschlosser absolviert
und wechselte dann zu Thyssen
Krupp in den Aufzugsbau, wo
er am Ende als Schweißwerkmeister tätig war.
„Als Thyssen Krupp die
Produktion in Gratkorn geschlossen hatte, bekam ich die
Möglichkeit, am Wifi die Meisterschule für Metallbautechnik zu absolvieren. Jetzt bin
ich als Meister bei der Thyssen Krupp Aufzugswerke Konstruktions GmbH im Rahmen
Die Verbindung aus viel
Praxis und einer umfassenden
Weiterbildung qualifiziert
Meister für Aufgaben in
Schlüsselfunktionen.
Manfred Puster: „Erfahrung und Fachwissen.“
eines fachspezifischen Praktikums im Bereich der mechanischen Konstruktion für Aufzugsanlagen tätig.“
Als erfahrener Metallbautechniker ist er in einem Team
von 25 Technikern für Produktionsfragen
Diese Tätigkeit führt ihn auch
zu Produktionsstandorten im
Ausland. „Als Meister findet
man eben für viele fachpraktische Herausforderungen rasch
alltagstaugliche Lösungen.“
Der beste Weg zur Meisterqualifika­
tion: die Vorbereitung am Wifi.
Am Wifi gibt es Meisterschulen für
zahlreiche Handwerke und eine Rei­
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Alle Details stehen in der Wifi-Bro­
schüre „Meisterschulen“.
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immer älter und zugleich immer gesundheitsbewusster. In
der Küche muss man also immer mehr auf die individuellen Ansprüche eingehen können. Sich bei gesundheitsbedingten
nur an die „Verbote“ zu halten, ist heute längst zu wenig.
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unter engen Vorgaben geschmackvolle und abwechslungsreiche Gerichte zuzubereiten.
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Lebensmittelrohstoffe werden
bei Börsen-Spekulanten
immer beliebter. Die Verlierer
bei diesem Pokerspiel sind
Unternehmer und Verbraucher.
Die aktuellen Weizenpreiskapriolen zeigen deutlich, welchen Einfluss Spekulationen
auf Rohstoffe an den Börsen
haben. Die Weltbank warnt bereits vor einer neuen Welternährungskrise. Die fatalen Auswirkungen des gefährlichen
Spiels mit Lebensmittelrohstoffen spüren Schwellen- und Entwicklungsländer als erste.
„In den letzten Jahren konzentrieren sich Spekulanten
immer mehr auf Lebensmit-
telrohstoffe“, berichtet Walter
Bornett, Geschäftsführer der
KMU-Forschung Austria. „Und
wenn Big Player damit an den
Börsen jonglieren, beeinflussen sie auch die internationalen Preise in die eine oder andere Richtung.“
Die ungewöhnlich großen
Ausschläge beim Weizenpreis
seien in erster Linie von Spekulanten verursacht worden, denn
von einer Weizenkrise könne
man, auch in Hinblick auf die
Ernteausfälle in Russland und
den damit verbundenen Exportstopp, nicht sprechen.
„Die weltweiten Lager sind
voll und die Ernten ausreichend. Es besteht eigentlich
kein Anlass, mit drohenden
Engpässen Stimmung an den
Börsen zu machen“, erklärt
Bornett. Aber gerade das sei
das Ziel von Spekulanten, die
in der Hoffnung auf satte Gewinne, Unsicherheiten und
Probleme ausnutzten. Drastische Folgen zeigt aktuell der
massive Eingriff in die Preisentwicklung bei Kakao. Ein einzelner Hedgefonds besitzt seit Juli
sieben Prozent der weltweiten
Kakaoproduktion. „Dem sind
jetzt Industrie und ganze Berufsstände preislich ausgeliefert“, führt Bornett vor Augen.
„Gewinn macht wahrscheinlich nur einer.“ Zu den Verlierern zählen Weiterverarbeiter
und Endverbraucher.
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(Mineralöl)
„Die weltweiten Lagerbestände sind aufgebraucht.
Missernten und gestiegener
Kaffeeverbrauch ließen den
Preis steigen. Der spekulative Auftrieb ist hier auch
nicht unerheblich.“
„Der Markt ist relativ stabil. Es herrscht keine Rohstoffknappheit, deshalb besteht für Spekulanten im
Moment kein Anreiz, sich
hier einzukaufen und den
Preis hoch zu treiben.“
Aigner-Haas,
„Spekulanten treiben die
Getreidepreise an der Pariser Börse in die Höhe. Damit kommen auch die heimischen Unternehmer unter Druck, das an die Konsumenten weiterzugeben.“
Experten sind sich uneinig,
ob Rohstoff-Spekulationen mit
regulierenden
eingedämmt werden sollten.
Franz Sinabell, Agrarexperte
vom Wirtschaftsforschungsinstitut: „Termingeschäfte sind für
den Agrarmarkt in den USA essentiell.“ Spekulationen seien
auch nicht per se schlecht, sondern oft wichtig für den Markt
gibt Sinabell zu bedenken.
Im Gegensatz dazu spricht
sich Bornett für ein Vorgehen gegen Spekulationen mit
Rohstoffen aus. Eine Möglich-
Das Spekulieren
mit elementaren
Gütern ist sehr
Foto: Preiss
Walter Bornett
keit sei die Finanztransaktionssteuer, denn dadurch würden Anreize für Spekulanten
deutlich minimiert werden.
„Das muss auf internationaler
Ebene geschehen. Zumindest
EU-weit“, fordert Bornett die
Politik zum Handeln auf.
Ins selbe Horn stößt auch
Jürgen Roth. Der Ölexperte
befürwortet ein Eingreifen der
Staaten durch ein Verbot von
Leerverkäufen. „Wenn ich als
Unternehmer Öl kaufe, dann
wird die Ware auch physisch
verschoben. Die verkaufe ich
dann weiter“, erläutert Roth.
Und hier bestimmen Angebot
und Nachfrage den Preis. Spekulanten handeln aber nicht
real mit Waren. Roth setzt
nach: „Sie verknappen ein Produkt nur theoretisch am Papier. Durch eine Option in der
Zukunft. So hebeln sie den
Markt aus.“
„Der Stahlpreis stagniert derzeit. Eine Korrektur nach unten scheint Experten realistisch. Indiz für
die Unsicherheit am Markt
ist auch die Zurückhaltung
größerer Stahlhändler.“
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Einkaufslust statt Krisenfrust
„Der Einzelhandel schreibt
im ersten Halbjahr schwarze
Umsatzzahlen“, freut sich Fritz
Aichinger, neugewählter Obmann der Bundessparte Handel, über die Ergebnisse der aktuellen Konjunkturbeobachtung. Die Auswertung basiert
auf Daten von mehr als 4500
Geschäften in ganz Österreich.
Demnach konnten die Einzelhändler in der ersten Jahreshälfte ein nominelles Umsatzplus von 2,1 Prozent gegenüber
dem Vorjahr erzielen. Absolut
betrug der Einzelhandelsumsatz somit rund 24 Milliarden
Shoppen ist gefragt
Deutlich spürbar ist die Steigerung der Konsumausgaben der privaten Haushalte.
Das Motto lautet: „Krise – nein
danke. Aufschwung – ja bitte!“
Krise – nein danke! Schwarze
Zahlen im Einzelhandel
spiegeln steigende Einkaufslust
und die Zufriedenheit der
Konsumenten wider.
Auch die kleinen Kunden setzen auf persönliche Beratung.
Die Zahl der Kunden lag in
etwa auf dem Niveau des Vorjahres. Aichinger: „Der Handel ist ein großer Dienstleister und es wird alles getan, um
die Konsumenten zufrieden zu
stellen. Der Einzelhandel ist
ein stabilisierender Faktor, verglichen mit dem Gesamtjahr
2009 schwächte sich der Preisauftrieb im Einzelhandel ab,
während die allgemeinen Verbraucherpreise wieder stärker
gestiegen sind.“
Erstmals seit 2006 lag die
Preissteigerung im Einzelhandel mit
rund 1,2 Prozent wieder unter
der Inflationsrate von 1,7 Prozent. Somit kam es real zu einem Umsatzwachstum von 0,9
Schwarze Schafe auf der Landstraße
Schwarze Schafe unter den
Transportunternehmern
manipulieren Tachometer, um
ihre Auslastung zu verbessern.
Die Branche wehrt sich.
„Es passt einfach nicht in ein
solides Unternehmerbild, wenn
jemand illegale Handlungen
setzt, um seine Auftragslage
zu verbessern“, verurteilt Wolfgang Herzer, der Obmann des
Fachverbandes Güterbeförderung, die bekannt gewordenen
Machenschaften. „Die Manipulationen bei Lenkzeiten, Lenkpausen und Ruhezeiten machen es möglich, dass Aufträge
erfüllt werden können, die unter legalen Bedingungen nicht
möglich wären. Das ist ein ganz
eindeutiger Verstoß gegen die
Verkehrssicherheit und den legalen Wettbewerb“, macht Herzer seinem Unmut Luft.
Herzer hofft trotzdem, dass
es nicht zu überzogenen Kontrollen kommt: „Die überwiegende Mehrheit der Betriebe
arbeitet gesetzeskonform und
darf wegen einiger schwarzer
Schafe jetzt nicht zum Handkuss kommen. Wir sprechen
uns daher für Kontrollen mit
Augenmaß aus. Was hier passiert, geht einfach über das
Maß des Tolerierbaren hinaus.“
erteilen die Metall-Arbeitgeber den Gewerkschaftswünschen nach Arbeitszeitverkürzung eine Absage. Grund dafür ist die
Arbeitsplatzverteuerung in
der Metallindustrie. Christoph Hinteregger, neuer
Verhandlungsleiter des Eisen/Metallsektors, äußert
sich zu den Wünschen so:
„Arbeitszeitverkürzung erhöht die Arbeitskosten insgesamt und dadurch auch
den Lohnnebenkostenanteil und macht damit alle
Bemühungen um die österreichischen Industriestandorte zunichte.“
Flexibilität benötigt
Hinteregger nimmt auch
zu den Gewerkschaftsargumenten Stellung: „Arbeitszeitverkürzung würde nicht
zu vermehrter Beschäftigung, sondern im Gegenteil zu weiterem Beschäftigungsabbau führen.
Eine stabile Beschäftigung ist nur durch konkurrenzfähige Arbeitskostenentwicklung und verbesserte Flexibilität möglich. Die Wiederaufnahme
von Leiharbeitspersonal ist
der beste Beweis dafür, dass
verstärkt Flexibilität benötigt wird, die derzeit von
den Arbeitszeitbedingungen in der Metallindustrieher nicht ausreicht. Je teurer Stammpersonal durch
eine Arbeitszeitverkürzung
wird, desto mehr werden
Leiharbeit und Auslagerungen ins Ausland zunehmen.“
„Die KV-Runde im Herbst
von einer Arbeitszeitverkürzung abhängig zu machen,
bedeutet eine Gefährdung
des Ergebnisses durch die
Gewerkschaft“, stellt Hinteregger klar.
300 Polizisten mehr
Der steirische Sicherheitspakt
sieht vor: Bis 2013 soll es
um zehn Prozent mehr
Polizisten geben und die
Kriminalität gesenkt werden.
Im Kampf gegen das organisierte Verbrechen soll bis 2013
in der Steiermark Verstärkung
kommen: 300 Polizisten mehr
verspricht der Sicherheitspakt,
der vor wenigen Tagen zwischen Innenministerin Maria
Fekter und LandeshauptmannStellvertreter Hermann Schützenhöfer geschlossen wurde.
De facto wird damit der derzeitige Stand von 3013 auf 3313
Polizisten um über zehn Prozent angehoben.
Zwar zählt laut Fekter Österreich bereits zu den sichersten Ländern der Welt – im Global Peace Index heißt das Rang
vier –, ihr Anliegen sei es aber,
Österreich zum sichersten
Land zu machen. „Noch heuer
werden 75 zusätzliche Polizisten den Dienst antreten“, verspricht die Innenministerin.
Dass die Sicherheit auch für
die steirischen Unternehmer
Medieninhaber und Herausgeber: Wirtschaftskammer Steiermark, 8021 Graz, Körblergasse 111–113, Tel. 0316/601-657,
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Geschäftsführer: Bruno Rabl, Tel.
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Chefredakteur: Mag. (FH) Kurt Egger
Bis 2013 soll es in der Steiermark
um 300 Polizisten mehr geben.
Redaktion: Anja Genser, Bakk. techn.
(Chefin vom Dienst), Mag. Petra
­Mravlak (Redakteurin)
ein brisantes Thema ist, betont Wirtschaftskammer-Präsident Ulfried Hainzl. Schließlich seien Unternehmer immer
wieder mit Einbruchsdiebstählen in Büro- und Geschäftsräumen, Diebstählen von Baumaschinen,
Ladendiebstählen,
Automateneinbrüchen, Überfällen auf Geldinstitute, Trafiken und Juweliere etc. konfrontiert.
wurde eine Sicherheitsallianz
zwischen dem Land Steiermark, der Wirtschaftskammer
und der Exekutive geschlossen.
Neben monetären Förderungen der betrieblichen Sicherheit wurde ebenso die Prävention forciert. „Das Aufstocken
des Polizeiapparates ist eine
wichtige Ergänzung in dieser
Sicherheitsinfrastruktur“, begrüßt Hainzl den neuen Sicherheitspakt, der u. a. ebenfalls Schengenausgleichsmaßnahmen vorsieht und das steigende Schwerverkehrsaufkommen in der Steiermark stärker
unter polizeiliche Kontrollen
Kontakt: redak­tion.stwi@wkstmk.at
Produktion: MEMA Medien Marketing
G.m.b.H., Graz
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Das TELEFIT-Erfolgsrezept
Werben im Netz
Print oder Online? TV-Spot
oder Werbebanner? Es war
ein Erdbeben, als sich Pepsi
im Frühjahr entschied, die
teure TV-Werbung bei der
Super Bowl nach 23 Jahren
einzustellen. Stattdessen investierte der SoftdrinkGigant satte 20 Millionen
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Aber nicht nur die Großen
profitieren von der Dynamik
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gelistet zu werden. Besonders
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Twitter ein Millionenpublikum zu erreichen. Diese zu
bedienen und zu pflegen
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Anzeigenverwaltung: MEMA Medien Marketing G.m.b.H, Reitschulgasse 5, 8010
Graz, Tel. 0316/817090, Fax DW 51, anzeigen.stwi@mema.at
NIKLASDORF Do, 16. Sept. 10
Druck: Druck Styria, Graz
Fotos ohne Autorenhinweis stammen aus unserem Archiv.
Die in mit „Werbung“ gekennzeichneten Artikeln vertretene Meinung muss nicht mit jener der Wirtschaftskammer
Steiermark übereinstimmen. Die inhaltliche Verantwortung selbiger liegt beim jeweiligen Auftraggeber.
Mo, 20. Sept. 10
Do, 14. Okt. 10
Do, 21. Okt. 10
Di, 02. Nov. 10
Verbreitete Auflage Inland (2/2009): 58.708
www.telefit.at
Erratum: In der letzten Ausgabe wurde
von einem Sauvignon-Blanc-Kongress in
Graz berichtet, der aber gar nicht stattfin­
det. Stattdessen finden die Weinwochen
statt (siehe Artikel unten).
Steirische Weine gehören zur Weltspitze
Die Sauvignon-BlancRebsorte – eine der weltweit
am häufigsten angebauten
Traube – erfährt derzeit
besondere Aufmerksamkeit.
Drei steirische Sauvignon-Weine sind unter den Top 20 der Welt.
Die Sauvignon-Blanc-Wochen sind wieder ins Steirerland gezogen, und mit ihnen
gibt es auch spezielle kulinarische Menüs in allen teilnehmenden Gastro-Betrieben in
ganz Österreich. „Die vorige
Saison bot gute Bedingungen für einen ausgezeichneten
Wein – das schlägt sich auch in
internationalen Auszeichnungen nieder. Unter den 20 weltbesten Sauvignon-Blanc-Weinen finden sich gleich drei Steirer wieder“, freut sich Gerhard
Wohlmuth, Gremialobmann
des Weinhandels. Die Südsteiermark scheint ein guter Bo-
den für die edle Traube zu sein,
daher feiert man auch jährlich
in der „Wein-Haupstadt“ Leibnitz die Steirische Weinwoche.
Heuer findet sie vom 20. bis 24.
August statt und bietet einen
Querschnitt der heimischen
Spitzenweine zum Probieren.
Thomas Schönwälder, Geschäftsführer der Vinofaktur in
Vogau, findet auch nur lobende
Worte für den steirischen Sauvignon-Blanc: „Das ist eine Parademarke der Südsteiermark
und einer der meistverkauften
Weine bei uns in der Vinofaktur.“ Was die nächste Ernte betrifft, so sind sich Wohlmuth
und Schönwälder darin einig,
dass es durch viel Nässe zu Beginn und die folgenden zahlreichen Sonnenstunden wieder
einen Wein von bester Güte geben wird.
Die Orientierungsreiter suchen
ihren Europameister in Leoben.
Die regionale Wirtschaft freut
sich über zahlreiche Gäste
aus dem In- und Ausland.
Leoben fiebert einem Groß­
ereignis entgegen: Von 3. bis
5. September tragen über 160
Reiter aus 17 Nationen die Europameisterschaften im Orientierungsreiten aus. Als Schirmherr konnte Bundespräsident
Heinz Fischer gewonnen wer-
den. Für den Leobener Regionalstellenobmann Hans Mocharitsch ist die Meisterschaft
zugleich eine große Chance für
die regionale Wirtschaft: „Mehrere hundert Gäste werden begrüßt werden, und wir wollen
sie herzlich empfangen.“
Dieses Vorhaben auch in
die Tat umzusetzen, daran arbeitet Rudolf Fast. Er ist Mitorganisator der Veranstaltung
und selbst passionierter Reiter.
„Ich habe alle steirischen Hufschmiede angeschrieben, sie
sollen mir Hufeisen schicken,
als Gastgeschenk für die Teilnehmer. Einer schickte so viele,
da ließ ich eine Skulptur (siehe
rechts) daraus anfertigen“, erzählt Fast. Dieses „Maskottchen“ tourt momentan durch
die Steiermark, um auf die Europameisterschaft in Leoben
aufmerksam zu machen. Damit auch wirklich für jeden etwas dabei ist, gibt es ein großes
Details unter www.events.
steiermark.com/detail/5161.
Foto: Damberger
Großereignis erfreut Leobener Wirtschaftstreibende
Pferdeskulptur aus 1500 Hufeisen: Glücksbringer für die EM.
Was ist Graz? Alt und Neu auf engem Raum – was die einen als Vielfalt loben, führt bei anderen zu Identifikationsproblemen.
Graz drückt Vielfältigkeit mit Titeln aus
Die Grazer Titelvielfalt kenn­
zeichnet die vielen Vorzüge
der Stadt. Doch zuviel des
Guten könne auch Nachteile
haben, mahnt eine Expertin.
Graz hat viele Titel: Kulturhauptstadt, Stadt der Menschenrechte oder Genusshauptstadt, um nur einige zu
nennen. Bürgermeister Siegfried Nagl sieht diese Titel als
Ausdruck der Vielfältigkeit der
Stadt. Claudia Babel, Marke-
Bilanzbuchhalterin Marion Lu­
scher ist umgezogen; die neuen
Büroräume befinden sich gleich
neben dem Leibnitzer Kaufpark.
Luscher ist spezialisiert auf die
Sparten Gastronomie, Handel,
Gewerbe und freie Berufe. Für
die Wirtschaftskammer gratu­
lierte Regionalstellenleiter Sepp
­Majcan.
Allen Ansprüchen gerecht wird
eine neue Wohnanlage in Hart­
berg. „JH40 Betreutes Wohnen“
tingexpertin aus Graz, kann
dem nicht nur Positives abgewinnen: „Ich vermisse eine einheitliche ,Marke Graz‘. Alle derzeit geführten Titel lassen sich
kaum vermarkten, man sollte
sie auf etwa drei reduzieren.“
„Graz darf alles außer stillstehen“, erklärt Nagl. „Menschen aus 156 Nationen dieser Welt leben hier, da geht
es gar nicht anders, als mehrere Identitäten zu leben“, sagt
der Bürgermeister. Dass es dabei zu Widersprüchen kommen könnte, sieht Nagl nicht
nennt sich das Projekt: 450 Qua­
dratmeter betreuter Lebensraum
wurden hier geschaffen. In nur
fünf Monaten wurde die Anlage
errichtet; in Holzriegelbauweise,
mit Hackschnitzelanlage und So­
larzellen auf dem Dach. Bauherr
ist Oskar Beer, ausgeführt wurde
die Arbeit von der Firma Holzbau
Hirschböck.
so: „Die Titel sind unsere Messlatte, unter die wir nicht fallen
wollen. Wir werden keine Titel
abschaffen, sondern uns noch
mehr anstrengen.“ Auch hier
ist Babel nicht ganz seiner Meinung. „Graz bietet wirklich viel
und die Stadtpolitiker sind ,gut
drauf‘, aber wenn man sich als
Altstadt für Touristen präsentiert, dann passt der Unesco-Titel. Wenn man sich jedoch als
junge, dynamische Stadt präsentieren will, dann passt die
emotionale Aufladung des Begriffs ,Weltkulturerbe‘ schon
nehmen ist mit zehn Mitarbeitern
vertreten und möchte neben ru­
mänischen Kunden auch auslän­
dischen Unternehmen helfen, sich
am Markt zu positionieren. Da­
mit hat ICG insgesamt 100 Mit­
arbeiter an sechs internationalen
Mit einem neuen Standort in Bu­
karest ist das Grazer Unterneh­
men ICG Infora nach Rumänien
expandiert. Das Beratungsunter­
M. Svasta, Geschäftsführer ICG Rumänien
nicht mehr so gut. Graz sollte
sich entscheiden, um sich klar
positionieren zu können“, rät
die Expertin.
„Es ist nicht so, dass wir Titeln nachjagen. Wir suchen
nach Einzigartigkeiten und bemühen uns, in diesen besonders gut zu werden. Wenn das
mit einer Auszeichnung endet,
dann ist das eine große Ehre“,
kontert Nagl. Momentan konzentriert man sich darauf, „City
of Design“ zu werden.
In Gnas wurden im Fachmarkt
Roth alle Umbauarbeiten fertig
gestellt, gute 2000 Quadratmeter
Geschäftsfläche stehen nun zur
Verfügung. Die Energie liefern
Hackschnitzel und eine Photovol­
taikanlage, durch die neue Däm­
mung wird generell über die Hälf­
te an Heizenergie eingespart.
48 Jahre Unternehmer, 80 ausge­
bildete Lehrlinge – Walter Wurm,
Inhaber des Foto- und Papier­
fachgeschäfts Wurm in Feldbach,
hat sich den Ruhestand wirklich
verdient. Mit 17 Jahren begann
er, das Geschäft zu leiten, jetzt
schließt das Geschäft. Zum Dank
für die langjährige Mitarbeit im
Fachausschuss der WK und seinen
Einsatz für den Standort Feld­
bach bedankten sich WK-Direk­
tor Spann und Regionalstellenob­
mann Günther Stangl.
Walter Wurm und Thomas Spann (v.l.)
Volvo-Baumaschinen in Klagenfurt
Vom 26. bis 29. August
werden Volvo-Baumaschinen auf der Klagenfurter Holzmesse
2010 vertreten sein.
2010 werden Volvo Baumaschinen auf zwei Ständen im
Freigelände vertreten sein: am
Stand W 32 der Volvo Baumaschinen Österreich GmbH und
bei der WESTTECH Maschinenbau GmbH, unserer Partnerfirma aus Oberösterreich,
am Stand B 05.
Die Heimat der Volvo-Baumaschinen, Schweden, ist bekanntlich zu einem überwiegenden Teil mit Wald bedeckt.
Traditionell widmet man daher
bei Volvo der Holzindustrie ein
besonderes Augenmerk. Der
neue L50F – als größter Kompaktradlader im Volvo-Lieferprogramm – macht da keine Ausnahme. Mit seinen zahlreichen
Anbaugeräten und der patentierten Volvo-Schnellkupplung empfiehlt
er sich gerade für Sägewerke
als universelles, robustes und
höchst zuverlässiges Arbeitstier.
Starker Turbodiesel
Der Volvo L50F Radlader
wurde speziell für Nonstop-Produktivität und schwierige Aufgaben entwickelt. Angetrieben von
einem 115 PS Volvo D5D Motor
(Tier III), bietet er hohe Leistung
bei wenig Gewicht. Die Ladeluftkühlung des 4,8-Liter-Volvo-
D5D Motors garantiert ein hohes
Drehmoment bei sparsamem
Volvo Radlader sind für den
Betrieb auf schwierigem Terrain
konzipiert, Merkmale wie optimale Bodenfreiheit und Hinterachsenpendelung gewährleisten
verlässliche Stabilität
Echter Allradantrieb – unter extremen Bedingungen ist
die optimale Leistung nur dann
garantiert, wenn für alle Räder
volle Kraft bereit steht. Aus diesem Grund ist sowohl die vordere als auch die hintere Achse mit
einer 100 Prozent zuschaltbaren
Differentialsperre ausgestattet.
Volvo Mobilbagger EW180C
mit Konrad Holzprozessor Woo-
dy 60: diese bewährte Maschinenkombination ist in Österreich bereits sehr oft erfolgreich
im Einsatz anzutreffen.
Am Stand der Westtech Maschinenbau GmbH aus Waizenkirchen in OÖ wird die dritte Volvo-Baumaschine in Aktion zu sehen sein: ein Volvo
Kurzheckbagger ECR145CL
mit einer angebauten Woodcracker W1350. Mit ihm wird
das höchst einfache Spalten
von Baumstämmen von bis zu
zwei Metern Durchmessern
demonstriert. Durch das Spalten dicker Stämme können
auch kleinere Hackmaschinen
zur Hackschnitzelerzeugung
verwendet werden – wodurch
sich die Wirtschaftlichkeit wesentlich erhöht. www.volvo.com
Zeltverleih der besonderen Art
Wenn „Standard“ nicht ausreicht
Neu im :
Program sen
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•	Open-air-Idylle: Reform der Gastgartenregelung
•	Tipp von Peter Postl zu CE-/GS-Zeichen
•	Steuerkalender August 2010
•	Veranstaltung der WK: „So wird der Betrieb einbruchsicher“
Daniela Kozissnik
Haftung für Investitionskredite
Hier treffen sich Übergeber
und Übernehmer. Weitere
Angebote finden Sie unter
Die Steirische Wirtschaftsförderung übernimmt kurzfristig
die Haftung für wachstumsorientierte Investitionskredite von
Kleinst- und Kleinunternehmen.
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Euro. Anfragen unter 0664/53 43
252; ID: 9109
Geplante Investitionen in
neue Maschinen, Anlagen
oder Gebäude scheitern meist
an der Finanzierung, weil sich
Banken KMU gegenüber zurückhaltend zeigen, wenn es
um größere Summen geht.
Die Steirische Wirtschaftsförderung (SFG) greift Kleinstund Kleinbetrieben (max. 50
Beschäftigte, max. zehn Millionen Euro Jahresumsatz oder Bilanzsumme) mit dem Haftungsprogramm „Zukunfts!Sicher“
finanziell unter die Arme. Allerdings heißt es „rasch handeln“, denn die Haftung kann
nur noch bis 30. September
dieses Jahres beantragt werden.
Neun Millionen Euro liegen
im Haftungstopf, die Kleinstund Kleinbetrieben die Möglichkeit bieten, auch größere
Summen zu investieren.
Förder-Schwerpunkte kon-
Suche Gastrobetrieb
Gut florierender Gastrobetrieb zur
Übernahme gesucht, Obersteiermark & Oststeiermark. Anfragen
unter 0316/601-1101, ID: 8846
Landgasthaus zu verpachten
Traditionelles Landgasthaus, Edelschrott. Gastgarten, 250 Sitzplätze,
Wohnmöglichkeit. Anfragen unter
03145/570, ID: 28030
Tischlerei im Bezirk Hartberg
Tischlerei/Küchen- und Türenstudio
im Bezirk Hartberg wegen Pensionierung zu verkaufen. Sehr günstige
Bedingungen. Wohnmöglichkeit vorhanden. Anfragen unter 0676/49
921 49, ID: 27317
Fotostudio sucht Nachfolger
Komplett eingerichtetes Fotostudio in
Graz. 200m² Fläche. Anfragen unter
0316/601-110, ID: 27318
Übernommen wird eine
Haftung von 80 Prozent für
Investitionskredite bis max.
200.000 Euro bei einer Kreditlaufzeit von grundsätzlich fünf
bis zehn Jahren.
Der Höchstkreditbetrag ist
abhängig von der Anzahl der
Mitarbeiter, beträgt jedoch maximal 35.000 Euro pro beschäftigtem Mitarbeiter bei einer
maximalen Projektlaufzeit
von zwei Jahren.
Bei Einzelunternehmen und
Personengesellschaften wird
für die Ermittlung der maximal behaftbaren Kreditsumme
ein kalkulatorischer Unternehmerlohn von 35.000 Euro berücksichtigt.
Der Förderungsantrag muss
gemeinsam mit der finanzierenden Bank vor Projektbeginn gestellt werden, wobei das
Unternehmen zum Stichtag 1.
Juli 2008 nicht in Schwierigkeiten gewesen sein darf: Das
heißt, Eigenkapitalquote von
mindestens acht Prozent oder
eine Schuldentilgungsdauer
unter 15 Jahren. Für die Inanspruchnahme des Haftungsprogramms muss der Unternehmer eine einmalige Bearbeitungsgebühr (0,5
Prozent des Kreditbetrages) und
Haftungsentgelt
in Höhe von 0,6
Prozent p.a. bereitstellen.
Infos: www.
foerderungsservice.at, Tel.
0316/601-601
bzw. bei den betriebswirtschaftlichen Referenten in den Regionen.
Marktstand am Lendplatz
Neuwertiger Kiosk, 24 m², Graz Lendplatz, ab sofort zu vergeben.
Derzeit: Fleisch- und Wurstwaren.
Ablöse. Anfragen unter 0316/6011101, ID: 27337
zentrieren sich auf Planungsund Baumaßnahmen, auf Investitionen in Maschinenparks
sowie in Betriebs- und Geschäftsausstattung. In den Genuss der Förderung kommen
Produktions- und Dienstleistungsbetriebe, Handelsfirmen,
nicht aber Betriebe in der Tourismus- und Freizeitwirtschaft.
Investitionen kosten Geld, jetzt springt die SFG in die Bresche.
47x30.indd 1
14.12.09 14:16
Open-air-Idylle: Reform
Mein Produkt trägt das CEKennzeichen. Brauche ich auch
das GS-Kennzeichen? Was ist
Dazu Peter Postl: Viele
Produkte werden mit zwei
oder noch mehr Prüfzeichen versehen zum Kauf angeboten.
CE-/GS-Zeichen
Die europäische CE-Kennzeichnung muss an Produkten angebracht werden, für
die harmonisierte europäische Anforderungen bestehen. Weitere Infos dazu:
http://wko.at/ce
Das GS-Zeichen (Geprüfte
Sicherheit) ist ein freiwilliges
Verbraucherzeichen, das an
technischen Arbeitsmitteln,
aber auch an Gebrauchsgegenständen wie zum Beispiel
Möbeln und Textilien angebracht werden darf.
Das GS-Zeichen ist ein
deutsches Qualitätszeichen.
Vergeben wird es, wenn das
Produkt vom deutschen Gerätesicherheitsgesetz
vom Produktsicherheitsgesetz (GPSG) erfasst wird.
Die notwendigen Prüfungen – Baumusterprüfung und
eine regelmäßige Produktionsüberwachung – müssen
durch eine Zertifizierungsstelle durchgeführt werden.
Diese Stelle vergibt anschließend das GS-Zeichen nach
bestandener Prüfung für die
Dauer von fünf Jahren.
Infos: Rechtsservice, Tel. 0316/601-601
Das Seminar „Unternehmenssanierungen
im Lichte des Iräg“ bietet einen Überblick
zum neuen Insolvenzrecht: 5. Oktober ab
9 Uhr, Hotel Mercure Biedermeier in Wien.
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Gründer-Workshop für den erfolgreichen
Start in die Selbständigkeit. Termin: 19.
August, 14.00–17.00 Uhr, WK Steiermark. Teilnahme ist kostenlos, Anmeldung bis 18. August: Tel. 0316/601-406
Ein flexibles Modell soll die
Interessen der Wirte, der Gäste
und Anrainer gleichermaßen
berücksichtigen, aber auch
vor Missbrauch schützen.
Zukünftig soll ein Gastgarten
auf öffentlichem Grund in der
Zeit von 8 bis 23 Uhr, auf Privatgrund (bzw. Grund, der nicht
an öffentliche Verkehrsflächen
angrenzt) in der Zeit von 9 bis
22 Uhr betrieben werden können, wenn die folgenden Voraussetzungen erfüllt sind:
•	Der Gastgarten dient ausschließlich der Verabreichung
von Speisen und dem Ausschank von Getränken (kein
Kochen, Grillen, Public Viewing und dergleichen).
•	Der Gastgarten hat maximal
75 Verabreichungsplätze.
•	Im Gastgarten ist lauteres
Sprechen untersagt, auch Singen und Musizieren. Darauf
ist auf Anschlagtafeln hinzuweisen.
•	Die geplante Ausführung
des Gastgartens lässt erwarten, dass die wahrzunehmenden Interessen für eine Genehmigung hinreichend geschützt
sind und Belastungen der Umwelt vermieden werden.
Wenn der Gastgarten diesen
Voraussetzungen entspricht,
so ist kein betriebsanlagenrechtliches Genehmigungsverfahren zu durchlaufen, es genügt vor Betriebsaufnahme
eine Anzeige gemäß § 353, Z 1
a–c, Gew. O. bei BH bzw. Magistrat.
Wenn die Voraussetzungen
während des Betriebes wiederholt nicht eingehalten werden, wird die Behörde den
Gastgarteninhaber mit Verfahrensanordnung zur Einhaltung der Voraussetzungen aufzufordern.
Wenn der Gewerbetreibende dieser Aufforderung
nicht nachkommt, so hat die
Behörde per Bescheid die
Schließung des Gastgartens zu
Bisher konnte eine aufrechte Betriebsanlagengenehmigung in vielen Fällen nur
durch ein langwieriges Sanierungsverfahren entzogen werden. Betriebszeitenverkürzungen sind als nachträgliche Vorschreibung möglich. Ein entsprechendes Verfahren wird
von der Behörde auch auf Antrag eines Nachbarn zu führen sein. Auch in Zukunft sollen die Gemeinden in der
Fälligkeitstag Steuerart
Grundsteuer (wenn der Jahresbetrag 75 Euro nicht übersteigt,
war sie am 15. 5. fällig!)
Umsatzsteuer für den Voranmeldungszeitraum
Kammerumlage (KU 1/0,30 %)
4,5-%iger Dienstgeberbeitrag zum Ausgleichsfonds für
­Familienbeihilfen
0,40 %iger Zuschlag zum Dienstgeberbeitrag („DZ“)
Zusammenfassende Meldung für innergemeinschaftliche
­Warenlieferungen und Dienstleistungen
für Juli
Vierteljahreszahlung
Vierteljahreszahlung Finanzamt
Juni bzw. Viertel­
Vierteljahreszahlung Zollamt
für Juli (bei monatli- Finanzamt
cher Meldung)
* Für Abgaben, die an einem Samstag, Sonntag oder gesetzlichen Feiertag fällig werden, gilt als Fälligkeitstag der nächste Werktag.
Wird eine Abgabe nicht spätes­
tens am Fälligkeitstag entrich­
tet, fällt automatisch ein ers­ter
Säumniszuschlag in Höhe von
zwei Prozent des nicht zeitge­
recht entrichteten Betrages an.
Die Verpflichtung zur Zahlung ei­
nes Säumnis­zuschlages entsteht
dann nicht, soweit die Säumnis
nicht mehr als fünf Tage beträgt
und der Steuerpflichtige inner­
halb der letzten sechs Monate
alle Steuerschuldig­keiten zeit­
gerecht entrichtet hat bzw. wenn
der Säumniszuschlag im Einzel­
fall den Betrag von 50 Euro nicht
erreichen würde. Für die Landesund Gemeindeabga­ben besteht
laut der Steiermärkischen Lan­
desabgabenordnung insofern
eine Sonderregelung bezüglich
des Säumniszuschlages, als dem­
nach von dessen Festsetzung
abzusehen ist, wenn die hiefür
maßgebliche Bemessungsgrund­
lage 73 Euro nicht erreicht.
So wird der Betrieb einbruchsicher: bei einer Veranstaltung der WK kann man sich
informieren, wie es geht. Am 21. September ab 19 Uhr, WK Graz, Körblergasse
111–113. Infos: www.wkstmk.at Foto: Fotolia
Im WK-Service­
team für Sie da:
der Gastgartenregelung
neuen Gastgartenregelung die
Möglichkeit haben, die Zeiten
gebietsweise einzuschränken
oder auszudehnen.
Bestehende Betriebsanlagengenehmigungen bleiben
von der neuen Gastgartenregelung unberührt. Ein Betrieb
über die Kriterien hinaus bedarf weiterhin einer betriebsanlagenrechtlichen Genehmigung.
Die Novelle zur Gewerbeordnung wird aller Voraussicht
nach im Laufe der nächsten
Woche im Bundesgesetzblatt
Ein Unternehmer fragt an, ob
er für die Anschaffung einer Maschine, die 50.000 Euro gekostet
hat, eine Förderung in Form eines Zuschusses bekommen kann.
Dazu Manfred Pock: Prinzipiell ja, aber in seinem Fall
– leider NEIN! Wieso das –
Infos: Tel. 0316/601-601, rechtsservice@wkstmk.at, www.wko.
at/stmk/rs/presse
•	Flächenwidmungsplan
Einleitung der Revision
Innerhalb der Frist können Änderungen
des Flächenwidmungsplanes eingebracht werden. Das ist nur alle fünf Jahre möglich und sollte genützt werden.
Weiz: Ludersdorf-Wilfersdorf bis 16. 9.
Murau: Murau (4.00) bis 17. 9.
Leibnitz: Gamlitz bis 20. 9.
Auflage des Änderungsentwurfs
Nach Einleitung der Revision und Ausarbeitung eines Änderungsentwurfes
liegt dieser innerhalb der Frist zur Einsicht auf und kann schriftlich bei der
Gemeinde beeinsprucht werden.
Feldbach: Oberdorf (4.00) bis 31. 8.
Murau: Oberwölz (3.00) bis 31. 8.
Feldbach: Eichkögl (4.00) bis 15. 9.
Bruck/Mur: Thörl (4.0) bis 20. 9.
Weiz: Hofstätten (5.00) bis 1. 10.
Großes Änderungsverfahren
Bei dieser Änderung des Flächenwidmungsplanes ist zu prüfen, ob man davon betroffen ist. Innerhalb der Auflagefrist können Einwendungen bei der
Gemeinde eingebracht werden. Achtung, wenn in Betriebsnähe ein als
Freiland ausgewiesenes Grundstück in
Wohngebiet geändert werden soll.
Liezen: Bad Aussee (4.18) bis 23. 8.
Schladming (4.04) bis 6. 9.
Ramsau a. Dachstein (4.04) bis 30. 9.
Mürzzuschlag: Kindberg (4.0) bis 30. 8.
Voitsberg: Köflach (3.19, 3.20) bis 3. 9.
Knittelfeld: Seckau (3.05) bis 6. 9.
Feldbach: Bad Gleichenberg (3.56a)
bis 6. 9.
Deutschlandsberg: St. Peter im Sulmtal (3.01) bis 7. 9.
Graz-Umgebung: Eggersdorf bei Graz
(4.07) bis 12. 9.
Weiz: St. Margarethen a.d.Raab (5.01)
bis 15. 9.
Radkersburg Umgebung bis 17. 9.
Hartberg: Greinbach (3.01, 3.06, 3.02,
3.07) bis 24. 9.
Blaindorf (3.05) bis 27. 9.
Leoben: Hafning bei Trofaiach (4.10)
bis 23. 8.
Mautern (3.03) bis 29. 8.
Murau: Oberwölz-Lachtal (3.00) bis 31. 8.
Der Unternehmer hat die
Maschine bereits geliefert
bekommen, bevor ein Förderantrag eingereicht wurde
– und damit ist bereits Fristversäumnis für eine Förderung gegeben, da das Projekt
schon begonnen hat! Aufgrund dieser Vorgangsweise
hat der Betroffene einen Zuschuss in der Höhe – je nach
Aktion – von 2500 Euro bis
10.000 Euro verschenkt! Daher noch einmal der dringende Hinweis: Für alle Vorhaben und Projekte muss der
jeweilige Förderantrag bei
der zuständigen Förderstelle
eingereicht werden, bevor die
Lieferung/Leistung erfolgt.
Auch Anzahlungen oder gar
die gänzliche Bezahlung der
Rechnung(en) vor der Einreichung des Förderantrags
sind absolut förderschädlich.
Eine frühzeitige Kontaktaufnahme mit den Betriebswirtschaftlichen Referenten
in den Regionalstellen oder
dem Zentralen Förderservice
der Wirtschaftskammer Steiermark ist ratsam.
Infos: Unternehmerservice, Tel. 0316/601-601
Marktsondierungsreise nach S­ lowenien
für Neuexporteure zur Gewerbe- und
Handwerksmesse MOS am 13. 9.
Informationen und Anmeldung im Internet unter http://snurl.com/10gqo9.
In steirischem Wasser steckt noch Kraft
Österreichweit soll der Anteil
der Wasserkraft um über
acht Prozent erhöht werden.
Die Steiermark hat ein
weit höheres Potenzial.
„Energie ist ein wesentlicher
Eckpfeiler für wirtschaftliches
Wachstum, Beschäftigung und
Wohlstand“, heißt es unter anderem in der Energiestrategie
2020 der steirischen Sozialpartner. Dort steht aber auch zu lesen, dass die globale Nachfrage
nach Energie bis zum Jahr 2030
um voraussichtlich 60 Prozent
steigen wird.
Doch wie kann man diesen
„Energiehunger“ in Zukunft
stillen und vor allem mit welcher Art von Energie? Bis 2015
soll der Anteil der Wasserkraft
in Österreich um 3,5 Terawattstunden (TWh) oder mehr als
acht Prozent zunehmen. So
sieht es ein Entwurf des Verbandes der Elektrizitätsunternehmen Österreichs (VEÖ)
vor. Dieses Vorhaben wird von
der heimischen Industrie sehr
Stefan Pilz, WK-Spartengeschäftsführer der steirischen
Industrie, erklärt die Vorzüge
der Wasserkraft: „Was den Anlagenbau betrifft, so ist bereits
alles vorhanden. Wir haben mit
Siemens, Andritz und anderen Unternehmen viel Knowhow und Kompetenz im eigenen Land. Die Wertschöpfung
würde also nicht abwandern.
Ein weiterer Vorteil ist natürlich, dass es sich bei Wasserkraft um saubere Energie handelt. Hier sind die Möglichkeiten noch lange nicht ausgeschöpft.“
Die Steiermark würde sich
für eine Ausweitung der Wasserkraft sehr gut anbieten, hat
sie doch nach Tirol das zweitgrößte Ausbaupotenzial in der
Republik. Die Wasserkraftnutzung der Steiermark liegt derzeit in etwa bei 3,3 TWh, doch
könnte man ein Potenzial von
maximal weiteren 2,1 TWh erschließen. Damit ließe sich auf
ein Viertel der fossilen Energieträger verzichten, was der Umwelt dadurch doppelt zugute
Fraglich bleibt, wie streng
gewisse Umweltschutzbestimmungen (wie zum Beispiel die
Europa-Schutzgebiete, eigentlich „Natura 2000“ genannt)
angewendet werden. Bei einer
sehr restriktiven Anwendung
der Gesetze könnte die hinzugewonnene Energie aus Wasserkraft auch nur 0,5 TWh betragen – das wäre weniger als
ein Viertel.
Ein weiteres Argument sieht
Pilz in der Marktreife der Wasserkraft: „Diese Technik ist ausgereift und kann am Markt konkurrieren. Was wir nicht wollen,
das sind ,pragmatisierte‘ Elektrizitätserzeuger, die sich nur
auf eine zugestandene Preisgarantie verlassen. Die Industrie
will und fördert Innovation und
Weiterentwicklung, aber das
klappt nur, wenn die Einspeisgarantie neu geregelt wird.“
Die steirischen Wasserkraftwerke
produzieren über drei Terawattstunden (TWh) Leistung. Das Ausbaupotenzial dieser sauberen Energie liegt
ja nach Szenario zwischen 0,5 TWh
und über zwei TWh. Die Industrie
spricht sich für den Ausbau aus.
HERESCH & HERESCH
UMWELT - UND BEHÖRDENENGINEERING
Nicht erst wenn es brennt!
Wir erstellen Gutachten für Luftschadstoffemissionen und –immissionen,
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Dipl.-Ing. Andre´ Heresch
Zukünftig soll mehr Strom in der Steiermark „sauber“ sein: Die Industrie forciert Wasserkraftwerke.
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Schnittblumen-Großhändler ­Gebrüder
Leitner, Graz, veranstaltet am 7. 11.
(8.30–17 Uhr) einen Workshop „Weihnachtswünsche“. Kursbeitrag: 145 Euro.
Infos und Anmeldung: 0664/3364040.
„Wir schaffen Arbeitsplätze!“
„Haltlose Vorwürfe“ ortet
Harald Aspäck in der
wieder aufgeflammten
Diskussion über Zeitarbeit.
Zeitarbeit ist ein Seismograf für
wirtschaftliche Entwicklungen. Die
aktuelle Situation – die Nachfrage
nach externen Arbeitskräften steigt
wieder – müsste eigentlich Grund
zur Freude sein. Stattdessen ist die
Zeitarbeit im Visier von Gewerkschaft und Medien. Warum?
Aspäck: Es ist nicht nachvollziehbar, warum hier so negativ agiert wird, denn es hat
sich nichts verändert. Wir haben seit 2002 einen Kollektivvertrag, mit dem klare Rahmenbedingungen geschaffen
wurden. Als sich vor zwei Jahren die Wirtschaftskrise abgezeichnet hat, ist unsere Branche kritisiert worden, weil sie
aus den Betrieben zurücknehmen musste. Jetzt steigt die Produktivität wieder, wir stellen Leute ein, aber
die Vorwürfe sind
immer noch die
Aspäck:
„Zeitarbeiter sind in
keinster Weise benachteiligt.“
Einer dieser Vorwürfe lautet,
Zeitarbeiter seien Mitarbeiter zweiter Klasse und nicht in den Betrieb
integriert …
Aspäck: Das Gegenteil ist
der Fall! Es gibt keinen Unterschied zum Stammpersonal. Zeitarbeiter sind genauso
in den Betrieb integriert wie
alle anderen auch. Unternehmer haben ja ein Interesse an
einem guten Klima und motivierten Mitarbeitern. Auch
alle Ansprüche sind im Kollektivvertrag geregelt: Entlohnung, Urlaub, Sonderzahlungen etc. Zeitarbeiter sind also
in keinster Weise gegenüber
anderen Dienstnehmern benachteiligt!
Was halten Sie vom Vorschlag
der Gewerkschaft, den Anteil der
Zeitarbeiter in einem Unternehmen
auf zehn Prozent zu beschränken?
Aspäck: Dazu gibt es ein
klares Nein! Die Unternehmen sollen selbst entscheiden,
wie viele Mitarbeiter sie von
außen zukaufen. Eines muss
man auch sagen: Sowohl die
Unternehmen als auch wir als
wollen ja Mitarbeiter beschäftigen. Und wir wollen
auch, dass es weniger
Arbeitslose gibt. Wir
bemühen uns also,
den Markt, der durch
die Krise geschwächt
wurde, wieder aufzubauen. Wir sind dabei
auch keine „Gewinner“, sondern sorgen lediglich dafür,
dass Bewegung in den Arbeitsmarkt kommt und Unternehmen flexibel reagieren können. Dadurch schaffen wir natürlich auch Arbeitsplätze.
Die formelle Fachgruppentagung der Berufsfotografen findet am 13. September ab 17 Uhr im Gasthof zum „Goldenen Hirschen“, Kahngasse 22, 8045
Graz-Andritz, statt. Tagesordnung: 1.
Eröffnung, Begrüßung, Feststellung der
Beschlussfähigkeit. 2. Beschlussfassung
über die Grundumlage 2011 und Folgejahre. 3. Delegierungsbeschlüsse der
Fachgruppentagung an den Innungsausschuss gem. § 65 WKG; Beschlüsse
über grundsätzliche Angelegenheiten
des eigenen Wirkungsbereiches; Erlassung der Geschäftsordnung nach Maßgabe des § 58 Abs. 3 WKG; Gebühren
für Sonderleistungen; Voranschlag und
Rechnungsabschluss; Angelegenheiten,
die eine über den Voranschlag hinausgehende Belastung des Haushalts nach
sich ziehen. 4. Bericht. 5. Allfälliges.
Die Landesinnung der Bestatter tagt am 15. September ab 10 Uhr im „Trauteum“, 8343 Trautmannsdorf 225. Tagesordnung: 1. Eröffnung, Begrüßung,
Feststellung der Beschlussfähigkeit. 2.
Ehrungen. 3. Bericht. 4. Vortrag von
Hofrat Odo Feenstra. 5. Vorstellung
„Junge Bestatter Österreichs“. 6. Beschlussfassung über die Grundumlage
2011 und Folgejahre. 7. Delegierungsbeschlüsse der FGT gemäß § 65 WKG;
Beschlüsse über: Beschlussfassung über
grundsätzliche Angelegenheiten des eigenen Wirkungsbereichs; Beschlussfassung über die Erlassung der Geschäftsordnung nach Maßgabe des § 58 Abs.
3 WKG; Beschlussfassung über Voranschlag und Rechnungsabschluss; Beschlussfassung über Angelegenheiten,
sich ziehen; 8. Allfälliges.
Handeln, bevor das Feuer erlischt
Ein positives Betriebsklima
beugt Burn-out vor. Die
Lebensberater wissen,
was man tun kann, bevor
das Feuer erlischt.
Günter BitzerGavornik
„Rechtzeitig
vorbeugen“,
lautet die Devise, wenn von
Burn-out die Rede ist. Der
Arbeitsplatz spielt dabei eine
wichtige Rolle, zumal das Syndrom in der Regel genau dort
auftritt. Und das nicht allein
deswegen, weil es permanent
ein „Zuviel“ gibt (zu viel Arbeit, zu viel Stress, zu viele
Termine), sondern oftmals ein
„Zuwenig“: zu wenig Anerkennung, zu wenig Lob, zu wenig
Einfühlungsvermögen seitens
der Vorgesetzten. Wenn sich
dazu beim Einzelnen noch
psychologische Faktoren, vor
allem ein geringes Selbstwertgefühl, dazugesellen, dann
kann sich rasch ein handfestes
Burn-out-Syndrom entwickeln.
„So weit muss es aber gar nicht
kommen“, meint der Berufsgruppensprecher der Lebensund Sozialberater, Günter Bitzer-Gavornik, der in seiner täglichen Arbeit einen deutlichen
Anstieg der Burn-out-Gefährdeten verzeichnet.
Fest steht: Das Betriebsklima
ist ein wesentlicher Faktor, um
Burn-out effektiv vorzubeugen.
Besonders gefordert seien dabei
die Führungskräfte, denen es oft
schlicht und einfach am Wissen
fehle, so Bitzer-Gavornik. „Aus
Studien ist bekannt, dass eine
abschätzige Aussage bis zu drei
positive Aussagen braucht, damit der Betroffene das Gesagte
wieder vergisst.“ Unternehmer
sind daher gut beraten, ein positives Klima am Arbeitsplatz zu
schaffen und ausreichend Anerkennung zu verteilen. Das
ist durchaus sinnvoll, und zwar
nicht nur menschlich, sondern
auch betriebswirtschaftlich. Bitzer-Gavornik: „Motivierte Mitarbeiter steigern den Erfolg eines Unternehmens.“ Für Unternehmer gibt es sinnvolle Weiterbildungen zur Förderung
des Humanpontenzials, auch
Coachings durch Lebensberater sind hilfreich.
kann zu Burnout führen.
Die Landesinnung der
Elektro-, Gebäude-,
Alarm- und Kommunikationstechniker lädt zur formalen Fachgruppentagung am
13. September ab 14.30 Uhr ins
Grazer „Brauhaus Puntigam“,
Triester Straße 361, Panthersaal.
Tagesordnung: 1. Eröffnung, Begrüßung, Feststellung der Beschlussfähigkeit. 2. Bericht. 3. Delegierungsbeschlüsse an den Innungsausschuss gem. § 65 WKG;
Beschlüsse über grundsätzliche
Angelegenheiten des eigenen
Wirkungsbereiches; Erlassung der
Geschäftsordnung nach Maßgabe
des § 58 Abs 3 WKG; Gebühren
für Sonderleistungen; Voranschlag und Rechnungsabschluss;
Angelegenheiten, die eine über
den Voranschlag hinausgehende
Belastung des Haushalts nach sich
ziehen. 4. Beschlussfassung über
die Erhöhung der Grundumlage.
5. Allfälliges.
Chemie/Gebäudereiniger
Die formale Fachgruppentagung der Landesinnung der chemi-
Elektro, Gebäude, Alarm
Fachgruppentagung des chemischen Gewerbes
schen Gewerbe und der Denkmal-,
Fassaden- und Gebäudereiniger
findet am 16. September, 11 Uhr,
im Gasthof zum „Goldenen Hirschen“, Kahngasse 22, 8045 GrazAndritz, statt. Tagesordnung: 1.
Eröffnung, Begrüßung, Feststellung der Beschlussfähigkeit. 2. Beschlussfassung über die Grundumlage 2011 und Folgejahre. 3. Delegierungsbeschlüsse der Fachgruppentagung an den Innungsausschuss gem. § 65 WKG; Beschlüsse über grundsätzliche Angelegenheiten des eigenen Wirkungsbereiches; Erlassung der Geschäftsordnung nach Maßgabe
des § 58 Abs. 3 WKG; Gebühren
für Sonderleistungen; Voranschlag
und Rechnungsabschluss; Angelegenheiten, die eine über den Voranschlag hinausgehende Belastung des Haushalts nach sich ziehen. 4. Bericht. 5. Allfälliges.
Hafner, Plattner, Fliesenleger
Beim Bundeswettbewerb der Hafner, Plattner und Fliesenleger
konnte sich ein Steirer den dritten
Platz sichern: Bernhard Neuhold
vom Lehrbetrieb Roth Handel und
Bauhandwerkerservice errang den
Stockerlplatz für Gnas.
Foto: Steierm.Tourismus/Wolf
Der 7. Jahreskongress „Lebensmittel
2010“ am 11. 11. ab 9.10 Uhr in der Grazer Helmut-List-Halle widmet sich heuer
dem Thema „Heimat im Sortiment“. Kosten: 790 Euro exkl. USt. www.RedEd.at.
Dubiosen Machenschaften auf der Spur
Wittenhagen hat illegalen Branchenaktivitäten den Kampf angesagt.
Arznei, Drogerie, Parfüm
Das Landesgremium
des Handels mit Arzneimitteln, Drogerieund Parfümeriewaren sowie
Chemikalien und Farben tagt
am Samstag, dem 25. September, ab 9.15 Uhr im Hotel „Courtyard by Marriott“, Seering 10,
8141 Unterpremstätten. Tagesordnung: 1. Eröffnung, Begrüßung. 2. Feststellung der Beschlussfähigkeit, Genehmigung
der Tagesordnung. 3. Beschlussfassung über die Anhebung der
Grundumlage ab 2011 bis auf
weiteres auf folgende Sätze:
Fester Betrag pro Berechtigung
und für folgende Berechtigungs-, Sortimenter- und Mitgliedsarten: a) Einfachsortimenter im Drogistengewerbe und
Pharmagroßhandel 17 Euro;
Einfachsortimenter sowie eingeschränktes Handelsgewerbe, die
nicht die Zugehörigkeit zum
Drogistengewerbe oder Pharmagroßhandel nach sich ziehen
86 Euro; b) Mehrfachsortimenter sowie uneingeschränktes
Handelsgewerbe – Hauptbetreuung 134 Euro, Nebenbetreuung: 86 Euro. Die Beschlussfassung über die Grundumlage ab
„Derzeit laufen wieder sechs
Totalabverkäufe über dubiose
Firmen aus Deutschland“, ärgert sich Meicl Wittenhagen,
Sprecher der steirischen Orientteppichhändler, über den
Leichtsinn seiner Branchenkollegen und schüttelt den Kopf:
„Dabei haben doch die letzten
derartigen Abverkäufe einen
wahren Scherbenhaufen hinterlassen.“ Es wurde mit Scheinrabatten operiert, und auch
firmenfremde minderwertige
Ware wurde unter das gelistete
Abverkaufssortiment gemischt,
was letztlich die gesamte Branche ins schlechte Licht gerückt
dem Jahr 2011 unterliegt einer
Indexsicherung auf Grundlage
des VPI 2005. 4. Allfälliges. Bis
31. August können schriftliche
Stellungnahmen zur Anhebung
der Grundumlage an das Gremialbüro gerichtet werden: E-Mail
303@wkstmk.at.
Paket in Arbeit
An einem „Pharma Package“, einem Maßnahmenpaket für Arzneimittel auf europäischer Ebene, feilt eine Arbeitsgruppe. Einige Punkte sind noch offen,
etwa die Kontrolle durch externe
Auditoren. Auch gefälschte Arzneimittel, die über das Internet
hat. Doch trotz aller Warnungen breiten sich die illegalen
Machenschaften weiter aus:
„Mittlerweile haben diese dubiosen Firmen auch bei Möbelhäusern den Fuß in der Tür“, weiß
Wittenhagen und blickt kritisch
in Richtung Liezen und Gratkorn. „Ich werde nicht tatenlos
zusehen, wie systematisch noch
mehr Image ruiniert wird.“
In den letzten beiden Monaten wurde mit Hochdruck an
neuen Statuten für den Teppichverkauf gearbeitet, „die
voraussichtlich schon bald beschlossen werden“, ist Wittenhagen guter Dinge. Demnach
sollen Abverkäufe noch strenger kontrolliert werden. „Ein
Sachverständiger soll die Ware
der Abverkaufsliste prüfen,
aber auch Stichproben während des Abverkaufs.“
umlage ab 2011 bis auf weiteres
auf folgende Sätze: Fester Betrag pro Berechtigung und für
folgende Berechtigungs-, Sortimenter- und Mitgliedsarten: a)
Einfachsortimenter sowie eingeschränktes Handelsgewerbe und
vertrieben werden, sind ein großes ­T hema.
Mode, Freizeit
Die Fachgruppentagung für den Handel
mit Mode- und Freizeitartikeln findet am 21. September ab 14.15 Uhr im Hotel
„Bokan“, Mainersbergstraße 1,
8051 Graz, statt. Tagesordnung:
1. Eröffnung, Begrüßung. 2.
Feststellung der Beschlussfähigkeit, Genehmigung der Tagesordnung. 3. Beschlussfassung
über die Anhebung der Grund-
Der Kampf der steirischen
Teppichhändler gegen suspekte
Abverkaufsfirmen wird härter.
Die illegalen Aktivitäten greifen
auf andere Branchen über.
News im Modehandel
Frau setzt im Herbst/Winter auf
dunkle und warme Farben.
Vermietung von Sportartikel 68
Euro; b) Mehrfachsortimenter
sowie uneingeschränktes Handelsgewebe (hauptbetreut) 131
Euro; c) nebenbetreute Betriebe
bzw. Listenmitgliedschaften 68
Euro; d) Einzelhandel mit Trafi
knebenartikel 68 Euro. Die Beschlussfassung über die Grundumlage ab dem Jahr 2011 unterliegt einer Indexsicherung auf
Grundlage des VPI 2005. 4. Allfälliges. Bis 31. August 2010
können schriftliche Stellungnahmen zur Anhebung der Grundumlage an das Gremialbüro gerichtet werden: E-Mail 308@
wkstmk.at.
Man darf auf die neue Mode
fliegen: Am 13. September
bittet Mode-Guru Kai Jäckel
auf dem Flughafen Graz zum
Treffen mit den Herbsttrends.
Kunst liegt im Weglassen, in der
Klarheit der Kollektionen“, weiß
der Modeguru. Für die Unternehmer ist es wichtig, über die
aktuellen Key-Pieces Bescheid
zu wissen. Das schafft Informationsvorsprung, den modebewusste Kunden honorieren.
Mit dem Sommer sind auch
die strahlenden Farben wieder Vergangenheit. Im Herbst/
Winter 2010/2011 geben dunkle
Beeren- und Petrolfarben den
Ton an, dafür setzen sich innovative Schnitte und neue Materialien erfrischend in Szene:
Beim 9. Modeabend des steirischen Landesgremiums des
Handels mit Mode- und Freizeitartikel lockt Modefachmann
Kai Jäckel nicht nur mit den aktuellen Trends, sondern auch
mit verkaufsfördernden Kombinationsmöglichkeiten und vor
allem damit, wie sich Trends
kommerziell erfolgreich an den
Mann und die Frau bringen
lassen. „Damit wird der Modeabend zum Pflichttermin für
Unternehmer“, sagt Gremialobmann Ferdinand Roth.
„Stil und Individualität sind
das Gebot der Stunde. Die
„Heat – der Kongress für mobile und
speicherbare Wärme“ findet dieses Jahr zum ersten Mal statt. Veranstaltet wird
das Event vom Bundesverband
mittelständischer Mineralölunternehmen (Uniti) in Deutschland. Mitglieder des Fachverbands können sich über die
Wirtschaftskammer anmelden.
Kongress findet man im Internet unter www.heat-kongress.
de. Anmeldung und nähere In-
Die beliebte Leggings bleibt
weiterhin im Trend, wird aber
im Herbst gerne in Leder ausgeführt und wird mit lässigen
Oversized-Blazern in Szene gesetzt. Die neuen Hosen machen
Beine: Ob als schmale Röhrenjeans, im Boyfriendstyle oder
als Haremshose. Unverzichtbar
sind auch für die Herren-Outfits Strickelemente im LagenLook.
Marie-Theres Schramm
redaktion.stwi@wkstmk.at
Ein Pflichttermin für Unternehmer
und Mitarbeiter. Anmeldung bis spätestens 2. September: E-Mail 308@
wkstmk.at, Fax 0316/601-1212. Der
Besuch ist für Mitglieder kostenlos.
formationen aus dem Gremium
gibt es unter Tel. 05/909003343 oder per E-Mail energiehandel@wko.at.
Bei Mineralölprodukte-Lieferungen im August ergibt sich aus
der Gegenüberstellung von den
Monaten Juli und Juni folgende
Veränderung der internationalen Durchschnittsnotierungen in
Euro pro Tonne:
Normalbenzin 
– 30,66
Ottokraftstoff Super  – 30,66
Dieselkraftstoff 
– 34,27
Gasöl (O,1) 
– 35,26
Foto: boss orange
Foto: Gerry Weber
Boarding: Die neuen Modetrends sind da
Mann erwärmt sich für StrickElemente im Lagen-Look.
Papier, Spielwaren
des Papier- und Spielwarenhandels lädt zur
Fachgruppentagung am 21. September ab 8.45 Uhr in der WK
Graz, Körblergasse 111-113, Merkursaal. Tagesordnung: 1. Eröffnung und Begrüßung. 2. Feststellung der Beschlussfähigkeit, Genehmigung der Tagesordnung. 3.
Beschlussfassung über die Anhebung der Grundumlage ab 2011
bis auf weiteres auf folgende Sätze: Fester Betrag für folgende Berechtigungs-, Sortimenter- und Mit-
gliedschaftsarten: a) Einfachsortimenter sowie eingeschränktes
Handelsgewerbe 68 Euro; b) Mehrfachsortimenter sowie uneingeschränktes Handelsgewerbe 135
Euro; c) Nebenbetreute Berechtigungen 68 Euro; d) Einzelhandel
mit Trafiknebenartikeln 35Euro; e)
Großhandel mit Trafiknebenartikeln 35 Euro. Die Beschlussfassung
über die Grundumlage ab dem
Jahr 2011 unterliegt einer Indexsicherung auf Grundlage des VPI
2005. 4. Allfälliges. Bis 31. August
können schriftliche Stellungnahmen zur Anhebung der Grundumlage an das Gremialbüro gerichtet
werden: E-Mail 310@wkstmk.at
Motivation: Funke
springt über
Zum sechsten Mal lädt
die WK zur Weiterbildung
für Lehrlinge ein. Zentrales
Thema ist diesmal die
Gewinn für
jedes Unternehmen.
Das Wirtschaftsministerium hat die aktuellen
Normverzeichnisse für die Sicherheit bei
Gasgeräten kundgemacht. Die
neue Verordnung kann im Internet heruntergeladen werden:
www.ris.bka.gv.at. Weitere Infos:
Tel. 0316/601-584 oder E-Mail
maschinenhandel@wkstmk.at.
Elektro, Einrichtung
Sicherheit bei Gasgeräten
Einen Lehrgang für
effiziente Energietechnik und betriebliches Energiemanagement bietet
die Wirtschaftskammer in Zusammenarbeit mit Energie-Control
an: „Qualifizierung zum Europäischen Energie Manager“ heißt
Eigenmotivation ist ansteckend. „Besonders der Optimismus und die Energie, die sich
aus der Selbstmotivation ergeben, können auf Kollegen und
Kunden überspringen“, weiß
die WK-Lehrlingsexpertin Isabella Schachenreiter-Kollerics.
„Ein wichtiger Schritt, wenn es
darum geht, Unternehmensziele zu erreichen.“
Um die Kunst der Selbstmotivation auch den Lehrlingen
näher zu bringen, veranstaltet die WK Steiermark im Rahmen ihrer Weiterbildungsreihe
für Lehrlinge einen Workshop.
„Der renommierte Motivationscoach Joachim Schreiber
wird mit den Lehrlingen die
Fähigkeit der Eigenmotivation
der Workshop, der in vier Blöcke
eingeteilt ist. Der erste Block startet im Mai 2011, Anfang 2012 ist
dann die Abschlussprüfung. Ort:
Wien. Infos und Anmeldung:
Tel.05/90900-4222, E-Mail cristina.kramer@wko.at.
Sekundärrohstoff, Altwaren
Die Fachgruppentagung des Sekundärrohstoff- und Altwarenhandels findet am 21. September ab 18.15 Uhr im Hotel
trainieren“, verrät Schachenreiter-Kollerics. Die Wirkung
von Motivation ist umfassend.
Schreiber beschreibt: „Motivierte Lehrlinge tragen wesentlich zu einem besseren Arbeitsklima bei und bringen dadurch Unternehmensziele näher. Auch das Image des Unternehmens wird verbessert, wenn
sich Lehrlinge positiv über ihre
Ausbildungsstelle äußern.“
Um möglichst vielen Lehrlingen die Teilnahme am Seminar zu ermöglichen, wird in
den vier Regionalstellen Bruck,
Leibnitz, Graz und Gröbming
je ein Termin angeboten. Einladungen mit den Anmeldeformularen werden in Kürze verschickt. Die Teilnehmerzahl
ist auf 30 begrenzt. Pro Ausbildungsunternehmen können
maximal zwei Lehrlinge angemeldet werden. Die Kosten für
das Seminar übernimmt die
Sparte Handel.
1. Eröffnung, Begrüßung. 2. Feststellung der Beschlussfähigkeit,
Genehmigung der Tagesordnung.
3. Beschlussfassung über die Anhebung der Grundumlage ab
2011 bis auf weiteres auf folgende Sätze: Fester Betrag für folgende Berechtigungs-, Sortimenter- und Mitgliedschaftsarten: a)
Einfachsortimenter sowie eingeschränktes Handelsgewerbe 56
Euro; b) Mehrfachsortimenter sowie uneingeschränktes Handelsgewerbe 138 Euro; c) Nebenbetreute Berechtigungen bzw. Listenmitgliedschaften 56 Euro; d)
Sammler 56 Euro. Die Beschlussfassung über die Grundumlage
ab dem Jahr 2011 unterliegt einer Indexsicherung auf Grundlage des VPI 2005. 4. Allfälliges.
Bis 31. August 2010 können
schriftliche Stellungnahmen zur
Anhebung der Grundumlage an
das Gremialbüro gerichtet werden: E-Mail 319@wkstmk.at.
Änderungen gibt es bei der Altfahrzeugverordnung, das gab das
Landwirtschaftsministerium bekannt. Nachzulesen sind die Änderungen im Detail im Bundesgesetzblatt vom 16. Juli, Teil II. Weitere Infos: Tel. 0316/601-572, EMail 319@wkstmk.at.
Wiener-Börse-Chef Heinrich Schaller zu
Gast in der Raiffeisen-Landesbank Steiermark: „Die Unternehmensdaten sind besser
als ihre momentane Performance an der
Börse. Aber man sieht, es geht aufwärts.“
Euro-Bus tourt wieder
Immer noch sind neun
Milliarden Schilling im
Umlauf. Zum neunten Mal
ist jetzt der Euro-Bus der
Österreichischen Nationalbank (OeNB) unterwegs,
um den kostenlosen Schilling-Euro-Tausch direkt vor
Ort zu ermöglichen. In der
Steiermark werden nun die
letzten Stationen angefahren: am 13. der Stadtplatz
Mürzzuschlag und am 14.
der Hauptplatz in Liezen.
Die meisten Steirer wohnen
im Eigenheim, finanziert
wird gerne fremd, und durch
niedrige Zinsen werden
Investitionen vorgezogen.
Ein Blick in die Wohnräume
und -träume der Steirerinnen
und Steirer zeigt, dass Häuser
im Eigentum favorisiert werden – „mit 58 Prozent liegt
man damit in der Steiermark
deutlich über dem Österreichschnitt von 49 Prozent“, weiß
Ernst Karner, Vorstandsdirektor der sBausparkasse. „Der
Wunsch nach Miet- und Eigentumswohnungen hält sich mit
je 37 Prozent die Waage.“ Seine
Daten beruhen auf der aktuellen Wohnstudie, die gemeinsam mit der Steiermärkischen
Sparkasse bei Integral in Auftrag gegeben wurde.
Ebenfalls aus der Befragung
herauszulesen ist, dass in der
Steiermark sehr viele mit der
derzeitigen Wohnsituation
sehr zufrieden sind. Dennoch plant laut Studie
jeder Vierte in den
nächsten fünf Jahren einen Umzug. Der
Wunsch nach Veränderung sei
die treibende Kraft.
Für den geplanten Umzug
sollen in der Steiermark wie
auch im restlichen Österreich
im Schnitt rund 150.000 Euro
ausgegeben werden. „Auffallend ist, dass die Steirer häufiger auf Finanzierungen zurückgreifen als der DurchschnittsÖsterreicher“, sagt Gerhard
­Fabisch, Vorstandsvoritzender
der Steiermärkischen Sparkasse. Zwar greifen laut Studie immerhin 54 Prozent beim
Umzug auf eigenes Geld oder
Erspartes der Familie zurück,
aber 41 Prozent brauchen dazu
einen Kredit. „Das Interesse
am Bauspardarlehen ist mit 71
Prozent überdurchschnittlich
hoch“, betont Fabisch. „Die
zweitbeliebteste Finanzierungsform ist mit 37 Prozent der Wohn­
kredit.“
Das Zinsniveau ist derzeit auf historisch niedrigem
Stand. Deshalb wollen auch 42
Prozent der Steirer den Umzug oder die Renovierung vorziehen. Fabisch: „Wir empfehlen, die niedrigen Kreditzinsen
jetzt abzusichern. Die Marktzinsen werden in den kommenden Jahren wieder steigen.“
Bei einem Wohnkredit könne
der Kreditnehmer sich entweder durch eine Fixzinsvereinbarung oder durch den Kauf
eines Zinscaps absichern. Bauspardarlehen haben vertraglich eine Zinsobergrenze bei
Insgesamt 600 Millionen
Euro an Neugeschäft verbucht
die sBausparkasse jährlich.
Die Entwicklungen der klassischen Wohnversorgung würden von der Studie gut abgebildet, sagen die Experten. Parallel dazu habe sich in den letzten beiden Jahren die Immobilie auch als Wertanlage etabliert. „Das hat die Quadratmeterpreise um bis zu
500 Euro steigen lassen“, weiß ­Fabisch.
Neben dem Umtausch
von Schillingen in Euro
und dem Euro-SicherheitsCheck liegt der Schwerpunkt der diesjährigen
Euro-Tour darin, Handelsangestellte über die EuroSicherheitsmerkmale
informieren. „Schließlich
sind sie im täglichen Umgang mit Eurobanknoten
besonders gefordert, Fälschungen rasch zu erkennen“, sagt Claudia Macheiner, Direktorin der OeNBZweigstelle in Graz. Allein
in Graz wurden unter dem
Motto „Fühlen-Sehen-Kippen“ 90 Handelsangestellte
in einem kurzen Training
über die Sicherheitsmerkmale des Euro informiert.
Eigenheime haben Hochsaison
Sicherheitsschulung beim
Euro-Bus der OeNB
Mit 58 Prozent wohnen mehr als die Hälfte der Steirerinnen und Steirer im eigenen Haus.
Bereits vor der Einreise in die Slowakei
müssen sich Lkw-Fahrer die sogenannten
OBU-Units sichern, um vor Strafen sicher
zu sein. Man kann sie sich per Post (9
Euro) oder per Kurier (12 Euro) sichern.
Kuriere mit strammen Wadeln
250.000 Kilometer spulen
die Fahrradboten von
Veloblitz im Rahmen ihrer
Aufträge in Graz und
Graz-Umgebung jährlich ab.
Das Geschäft ist knallhart.
Obwohl es wenig Konkurenz in
der Branche gibt, ist jeder Tag
eine Strampelei. „Es geht um
Termintreue bei jeder Wetterlage und um Vertraulichkeit“,
beschreibt Veloblitz-Geschäftsführer Florian Kohl die täglichen Herausforderungen des
Fahrradbotendienstes, die mit
Bravour gemeistert werden.
„Unsere Dienstleistung hat Einschreibequalität“, ist Kohl stolz.
Damit hebe man sich deutlich
von den Mitbewerbern ab.
über Verträge bis hin zu Laborproben – alles wird den
Fahrradboten anvertraut. Man
trage echte Verantwortung, heißt
es bei Velo­
blitz, und diese
wird auch nicht auf die leichte
Schulter genommen. Bis zu sieben Kilo oder drei volle Aktenordner werden in der Regel geschultert. „Bis zu 15 Kilo
sind jedoch möglich, das kostet
dann halt zusätzlich“, sagt Geschäftsmann Kohl, der im Geschäftsalltag auf den Namen
„Flo“ hört.
Auftrag auf Zuruf
„Über Funk müssen die Boten unverwechselbar sein“, wissen Kohls Geschäftsführer-Kollegen Martin Orthacker alias
„Sic“ und Wolfgang Berze, bekannt als „wII“. Deshalb auch
die Nicknamen. Die beiden stehen selbst immer wieder mit im
Geschehen und schwingen sich
aufs Rad, um Aufträge zu erledigen. Zwischen 200 und 250
Bestellungen werden jeden Tag
abgearbeitet. „Das Potenzial
dabei ist fast ausgeschöpft“, verrät Kohl. „Mit 300 Aufträgen
wären wir derzeit am Rande
unserer Kapazitäten.“ Strukturelle Arbeiten, um diesen Rahmen zu erweitern, würden aber
bereits im Hintergrund laufen.
„Wir wollen künftig die Fahrtenvergabe auch auf Handys
anbieten.“ Kohl
spricht von Android-Handys,
die den Fahrradbotendienst,
unabhängig von den Muskelspielen der Boten und Botinnen, noch schneller machen
Derzeit sind zwischen 60
und 80 Paar stramme Wadeln für Veloblitz im Einsatz, darunter auch zwei Paar
weibliche. „Unsere Frauenquote war schon viel höher“,
meint Kohl, „aber Bote zu
sein ist echte Knochenarbeit
und mit Schweiß verbunden.
Das ist nicht jederfraus Sache.“
Dennoch sei der Wunsch nach
mehr Frauen im Dienst ungebrochen. Was man/frau unbedingt mitbringen sollte? Geistige und natürlich auch körperliche Fitness ist laut Ort­hacker
ein absolutes Muss: „Man sollte
kraftvoll in die Pedale treten
und sich die Aufträge merken
können.“ Die Routenplanung
im Kopf sei auch nicht ganz
•	Die Veloblitz-Boten legen rund
250.000 Kilometer pro Jahr auf
dem Fahrrad zurück. Das entspricht
in etwa sechs Mal um die Welt.
•	Damit werden über 20.000 Liter
Treibstoff eingespart.
Geschäftsführertrio Orthacker „Sic“, Berze „wII“, Kohl „Flo“ (v.l.).
•	Jeder gefahrene Kilometer ist absolut feinstaubfrei.
•	Gleichzeitig wird der Ausstoß von
45 Tonnen CO2 vermieden.
„Zappa“ auf Achse.
Das wiedergewählte Führungsteam des
Steirischen Hotelfachschulvereines: Peter
Kospach, Wolfgang Haas, Gerhard Kienzl,
KoR Hans Hofer, Peter Florian (Obmann),
WK-Direktor Thomas Spann (v. l.).
100 Prozent lernen, 50 Prozent zahlen
Personelle Qualitätsoffensive
im Tourismus: Zusatzqualifizierungen werden mit 50
Prozent der Kurskosten vom
Land Steiermark gefördert.
Weiterbildung wird von
WKO, Wifi und Land
Steiermark finanziell
schmackhaft serviert.
Es zahlt sich aus, sich fachlich zu „rüsten“. Mitarbeiter
und leitende Angestellte der
Tourismus- und Freizeitwirtschaft bezahlen für Wifi-Kurse
ab 500 Euro nur noch die
Hälfte. 50 Prozent übernimmt
das Land Steiermark.
Einmalige Initiative
Ausstattung etc. gefördert,
jetzt wird Fördergeld in die
Software, sprich in die Qualität der Mitarbeiter investiert.“
Immer mit dem Ziel vor Augen, die Wettbewerbsfähigkeit
der heimischen Betriebe zu
verbessern, aber auch um dem
und Rechnungsabschluss; Angelegenheiten, die eine über den Voranschlag hinausgehende Belastung des Haushaltes nach sich ziehen; Einhebung von Gebühren für
Sonderleistungen gemäß § 125
WKG. 3. Beschlussfassung über die
Die Fachgruppe Gas­
tronomie tagt am 22.
September ab 15.30
Uhr im Gasthaus Fürndörfler, 8151
Hitzendorf 228. Tagesordnung: 1.
Eröffnung, Begrüßung, Feststellung der Beschlussfähigkei. 2. Delegierungsbeschlüsse der Fachgruppe an den Fachgruppenausschuss gemäß § 65 WKG; Beschlussfassungen über grundsätzliche Angelegenheiten des eigenen
des § 58 Abs. 3 WKG; Voranschlag Tagung der Gastronomen
touristischen Strukturwandel
zeitgerecht zu folgen. Entsprechend breit ist daher das Angebot, das in einem auf den
Tourismus maßgeschneiderten Wifi-Kursbuch 2010/2011
zusammengefasst wurde: www.
stmk.wifi.at/tourismus.
Grundumlage 2011 und Folgejahre. 4. Allfälliges.
Betriebsdienstleister
Der neue Lehrberuf
des Betriebsdienstleisters bildet für Lager, Haushalt, Büro und Kundenbetreuung aus. Infos für Arbeitgeber im Internet unter www.ausbilder.at/bdl.
Die Tagung der Fachgruppe Hotellerie findet am 20. September
mit Beginn um 9.30 Uhr im Ge-
Ein Beispiel: Die Ausbildung zum Küchenmeister kostet 2300 Euro, nach positiver
Prüfung des Antrages zahlt
der Kursteilnehmer nur noch
die Hälfte, also 1150 Euro. Der
Förderbetrag wird vom Wifi
vorfinanziert.
nusshotel Riegersburg, Starzenberg Nummer 144, 8333 Riegersburg, statt. Punkte der Tagesordnung: 1. Eröffnung und
Begrüßung, Feststellung der
Beschlussfähigkeit. 2. Delegierungsbeschlüsse der Fachgruppe
an den Fachgruppenausschuss
gemäß § 65 WKG; Beschlussfassungen über grundsätzliche Angelegenheiten des eigenen Wirkungsbereiches der Fachgruppe;
Erlassung der Geschäftsordnung
nach Maßgabe des § 58 Abs. 3
WKG; Voranschlag und Rechnungsabschluss; Angelegenheiten, die eine über den Voranschlag hinausgehende Belastung
des Haushaltes nach sich ziehen;
Einhebung von Gebühren für
WKG. 3. Beschlussfassung über
die Grundumlage für das Jahr
2011 und für die Folgejahre. 4.
Gerhard Kienzl, Fachgruppengeschäftsführer,
von einer einmaligen Initiative, die die Marschrichtung
der steirischen Gastlichkeit
deutlich definiert: „In den
letzten Jahren wurden Investitionen in die Hardware wie
Treffen für Hoteliers
Noch bis zum 27. September ist die Anmeldung zum PR-Panther möglich: Teilnahmebedingungen und Einreichungen
zum PR-Panther und PR-Young-StarAward unter www.pr-panther.at Foto: Fotolia
Wissen ist eine gefragte Ware
Versicherungen dürfen Rabatte, die sie gewährt haben, nicht zurück fordern,
wenn der Vertrag vorzeitig beendet
wird – das hat jetzt der Oberste Gerichtshof beschlossen. Ein Verein für
Konsumenteninformation hatte eine
Versicherungsgesellschaft verklagt;
nun steht das Urteil fest.
Sie liefern der Informationsund Wissensgesellschaft
zusätzliches Hirnschmalz: die
wissensbasierten Dienstleister,
die Unternehmensberater.
In der Fachgruppe UBIT zusammengefasst, kämpft Fachgruppenobmann Heinz Micha­
litsch für seine Mitglieder um
mehr Akzeptanz: „Zertifizierte/
akkreditierte Unternehmensberater sind entweder Spezialisten mit hoher Kernkompetenz
oder (zertifizierte) Generalisten, die wie praktische Ärzte
speziell in Klein- und Mittelbetrieben allen Wehwehchen zu
Leibe rücken können.“
Die Nachfrage nach externen Beratern steigt ständig.
Für Michalitsch ein ganz klarer Beweis dafür, dass immer
mehr heimische Betriebe, vor
allem KMU, über den Tellerrand blicken, wenn sie dabei
Druck & Crossmedia
Foto: Mediendienst
Die Innovationsbereitschaft
in den heimischen Betrieben
ist groß, nicht selten stoßen Firmenchefs vor allem in Kleinund Mittelbetrieben bei der
Projektumsetzung aber an personelle Grenzen.
Dann sind die wissensbasierten Dienstleister gefragt. Während Steuer- und Rechtsberater ihre Fachkenntnis längst
und ganz selbstverständlich extern in Unternehmen einbringen, haben es die Unternehmensberater nicht ganz so einfach. Es gibt kein Patentrezept.
Jedes Unternehmen funktioniert anders.
Heinz Michalitsch: „Beratungsaufwand wird exakt abgerechnet“
projektbezogen von Experten
begleitet werden. „Die tägliche
Arbeitsroutine schafft oft keine
Zeitfenster mehr, weder für die
Unternehmer, noch für die
Mitarbeiter.“
Unternehmensberater werden überwiegend projektbezogen eingesetzt. Ist ein Projekt auf Schiene, dann ist der
Auftrag erledigt. Michalitsch:
„Damit lassen sich auch Kosten ganz genau planen und
zuordnen. Das ist weitaus ökonomischer als projektbezogen
neue Mitarbeiter einzustellen,
für die man nach Abschluss
vielleicht keine neuen Aufgaben findet.“ Wissensbasierte
Dienstleister als Marke einer
neuen Unternehmensgesellschaft knüpfen auch die unverzichtbaren Netzwerke über die
Grenzen und öffnen damit Betrieben den Zugang zu neuen
(Welt-)Märkten.
Unternehmensberater sind nicht nur in
der Projektumsetzung wichtige
Partner, sondern auch dann,
wenn es darum geht, alte Firmenstrukturen aufzubrechen,
um Betriebe wieder in Fahrt zu
bringen: „Der Blick von außen
zeigt oft erst Schwachstellen
auf“, so Michalitsch, der „seine
Unternehmensberater“ auf allen Ebenen im Einsatz sieht.
In Großbetrieben, in KMU,
aber auch auf allen politischen
­Ebenen.
Die Fachgruppe Druck und
Crossmedia tagt am 15.
September 2010 ab 12
Uhr im Feldkirchnerhof, Triesterstraße
32, 8073 Feldkirchen. Tagesordnung:
1. Eröffnung, Begrüßung, Feststellung
der Beschlussfähigkeit, Genehmigung
des Protokolls & der Tagesordnung. 2.
Bericht. 3. Delegierungsbeschlüsse an
den Fachgruppenausschuss gem. § 65
WKG; Beschlussfassungen über Einhebung von Sonderleistungen/Gebühren; Voranschlag und Rechnungsabschluss; grundsätzliche Angelegenheiten des eigenen Wirkungsbereiches;
Angelegenheiten, die eine über den
Voranschlag hinausgehende Belastung
des Haushaltes nach sich ziehen, sofern nicht der Obmann oder der Fachgruppenausschuss zuständig sind. 4.
Allfälliges. Anmeldung: bis 8. September: E-Mail druck@wkstmk.at
I-know, die Konferenz für
Wissenstechnologie, findet
vom 1. bis zum 3. September im Grazer Messe Congress statt. Am zweiten
Tag gibt es für Klein- und Mittelunternehmer die Möglichkeit, sich einen
Gratiseintritt zu sichern. Infos: www.
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2500 Euro spendeten die Teilnehmer der
Bankhaus-Krentschker-Golftrophy 2010
für einen Rollstuhl für Maximilian. Vorstandsdirektor Michael Vollath (re.) rundete den Betrag auf 4000 Euro auf.
Steirischer Haarbotschafter
Hotel im Park feiert
Es war ein musikalischkulinarisches Fest der besonderen Art, mit dem
Sepp Jausovec den 40. Geburtstag seines Thermenhotels in Bad Radkersburg
zelebrierte.
Nachwuchskünstler wie Evgen Celcer,
Sarah und Nadja Stiegler,
Anja Obermayer oder der
17-jährige Top-Pianist Phi­
lipp Scheucher und Styrian
Brass sorgten für einen
höchst ansprechenden Ohrenschmaus, während der
haubengekrönte Küchenchef Edi Liebig die Gaumen der rund 300 Gäste
zum Klingen brachte. Ein
Fest mit Qualität, Stil und
schaft zu Diensten ist und mit
dem Slogan „Mensch Mayer“
auch seinen Sinn für kreative
Wortspiele beweist. Acht Standorte in der Steiermark beschreiben eine höchst aktive haarige
Leistungskurve, für die neben dem Meister, Gattin Clau­
dia und Sohn Andreas auch
95 Mitarbeiter verantwortlich
zeichnen. Der steirische Familienbetrieb darf sich auch als
Lehrbetrieb ersten Ranges bezeichnen: Jährlich werden zehn
Nachwuchstalente ausgebildet,
viele haben international Karriere gemacht. Rund 50.000
Kunden frequentieren jährlich die Salons, damit – das betonte auch Landeshauptmann
Franz Voves in seiner Laudatio
– „darf man Gerhard Mayer zu
Recht als Haarbotschafter der
Steiermark bezeichnen“.
Foto: Mayer-Kirschnig
Setzt seit 40 Jahren auf beste
Qualität: Sepp Jausovec
Er war einer der ersten steirischen Haarkünstler, die mit ihren gewagten Kreationen weit
über die weiß-grünen Grenzen
hinaus für Aufsehen gesorgt haben: Frisuren-Weltmeister Ger­
hard Mayer, der jetzt mit dem
steirischen Landeswappen ausgezeichnet wurde. Ein weiterer Höhepunkt in der Karriere
des kreativen Stylisten, der bereits seit 51 Jahren seiner Kund-
LH Voves (re.) überreicht Andreas, Gerhard und Gudrun Mayer (v.l.) das steirische Landeswappen.
Vom Simpl auf die Krentscher-Bühne
Rekordbesuch beim Vulkanland-Schinkenfest
Zu einem humorvollen Abend mit Kabarettist
Herbert Steinböck luden
das Bankhaus Krentschker und die Sparkassen
Versicherung. Vorstandsdirektor Michael Vollath,
Versicherungsdirektor
Gerhard Hofer und die
rund 80 Gäste bedankten
sich beim Hauptdarsteller
mit Lachsalven.
Zufriedene Gesichter bei
verwöhnten Feinspitzen: Bürgermeister Helmut Buchgra­
ber und sein „Amtskollege“
aus der kroatischen Schinkenfest-Partner-Stadt Tinjan,
Ranko Mladen, freuten sich
über mehr als 10.000 Gäste,
die das Vulkanland-Schinkenfest in Auersbach auch bei der
fünften Auflage zu einer Rekordveranstaltung adelten.
Vollath (li.) und Steinböck:
Humor statt Börsenberichte
Bei Groß und Klein stand der
Vulkano-Schinken hoch im Kurs.
Fotos: Schiffer
Neuer Teamplayer beim GAK:
Wirtschaftskammer-Vizepräsident Benedikt Bittmann ist jetzt
als Präsident am Ball. Einstimmig von den GAK-Mitgliedern
gewählt, löst er Anton Küschner
ab. Als Unternehmer verspricht
Bittmann, mit großer kaufmännischer Sorgfalt zu agieren, um
dem GAK künftig das finanzielle Abseits zu ersparen.
Ein Gläschen auf 25 Jahre Erfolgsgeschichte: LH-Stv. Hermann Schützenhöfer (3.v.r.) mit Festgästen
Seit Juni darf sich die Universitätsdruckerei Klampfer ganz offiziell „Österreichischer Leitbetrieb“ nennen. Das
Traditionsunternehmen, das 1947 in
einem Einfamilienhaus gegründet
wurde, zählt heute am Standort St. Ruprecht zu den modernsten Bogenoffsetdruckereien Österreichs. Geschäftsführerin Daniela Klampfer leitet den
Familienbetrieb bereits in der dritten
Foto: Klampfer/Begsteiger
ACstyria ist um einen Marketing- und
Kommunikationsprofi reicher. Wolfgang Weber übernimmt die Leitung
der Stabstelle im ersten österreichischen Autocluster. Der 30-jährige
Wahlsteirer war zuvor für Westcam
Datentechnik und Hainzl Industriesysteme tätig und sammelte dabei umfangreiche Erfahrungen in den Bereichen Prozessmanagement, Marketing
und Key Account.
Auftauchen in Bad Waltersdorf
Auftauchen statt untertauchen.
Beim Jubiläumsfest ließen sich
700 Gäste nicht lange bitte,
um 25 Jahre Erfolgsgeschichte
Bad Walterdorf zu feiern.
Über 700 Gäste, darunter Vertreter aus Wirtschaft,
Bühne, Politik, und auch
Society­löwen gaben sich ein
Stelldichein, um den „Quell
der Ruhe“ einen Tag lang in
eine lärmende Feier-Location
zu verwandeln. Thermen-Geschäftsführer Gernot Deutsch
konnte neben Landeshauptmann-Stv. Hermann Schüt­
zenhöfer, Bürgermeister Jo­
sef Hauptmann, Staatssekretär
Reinhold Lopatka, Steiermark-
Gradwohl, Fendrich, Finger, Haller, Winkler, Jazz-Gitti, Deutsch (v.l.)
Tourismus-Geschäftsführer
Georg Bliem auch ORF-Sportchef Edi Finger, Sängerin JazzGitti, die der Feierrunde auch
stimmlich einheizte, Olympio­
nikin Eva Maria Gradwohl,
Unternehmerin Andrea Fend­
rich, Bob-Olympiasieger Harry
Winkler oder Hellseherin Ro­
salinde Haller begrüßen. Dass
ein Regenguss die Open-AirVeranstaltung am Abend in
die Hotelhalle zwang, tat der
guten Stimmung keinen Abbruch, ans Nass ist man in Bad
Waltersdorf gewöhnt.
Selbst kocht der Mann
Die Bewohner des Männerwohnheimes der Stadt Graz in der
Rankengasse haben ein Kochbuch
­herausgebracht: Unter dem T­itel
„Selbst kocht der Mann“ rührte
bei der Präsenation unter anderen auch Starkoch Willi Haider (li.)
den Kochlöffel, um die Rezepte von
Prominenten wie Schispringer Toni
Innauer oder Schokoladier Josef
Zotter nachzukochen.
Steirische Wirtschaft, Ausgabe 24
Aktuelle Informationen der Wirtschaftskammer Steiermark

References: § 353
 § 65
 § 58
 § 65
 § 58
 § 65
 § 58
 § 65
 § 58
 § 125
 § 65
 § 58
 § 65
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