Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=2%20StR%20118/10
Timestamp: 2019-01-22 11:39:44+00:00

Document:
Fahrlässige Körperverletzung (Pflichtwidrigkeit; eigenverantwortliche Selbstgefährdung); Notwehr (Erforderlichkeit; Gebotenheit: vorwerfbare, sozialethisch verwerfliche Tatprovokation; Abwehrprovokation; unerlaubtes Führen einer Waffe)
§ 32 StGB, § 52 Abs 3 Nr 1 WaffG
Notwehr: Veranlassung des Angriffs durch rechtlich gebotenes Tun; Abwehr des Angriffs mit unberechtigt mitgeführter Waffe
§ 32 WaffG, § 52 WaffG
Notwehr, Butterflymesser, Führen, Messer
StGB § 32; WaffG § 52 Abs. 3 Nr. 1
Notwehr, Gebotenheit, Provokation, "sonst" schuldhafte Herbeiführung der Notwehrlage
Einlenken zu bewegen
Kurznachricht zu "Praxishinweis zum Beschluss des BGH vom 04.08.2010, Az.: 2 StR 118/10 (Einschränkung des Notwehrrechts?)" von RA Christian Lorenz, original erschienen in: StRR 2010, 470 - 472.
LG Köln, 11.11.2009 - 111-18/08
StV 2011, 156
Denn ein für sich genommen erlaubtes Tun führt nicht allein deshalb zu Einschränkungen der Notwehr, weil der Täter wusste oder wissen konnte, dass andere durch dieses Verhalten zu einem rechtswidrigen Angriff veranlasst werden könnten (vgl. BGH NJW 2003, 1955, 1959; Beschluss vom 4. August 2010 - 2 StR 118/10).
Die Aufhebung der Verurteilung wegen des Tötungsdelikts zieht die Aufhebung des Gesamtstrafenausspruchs sowie auch der darauf bezogenen Entscheidungen im Adhäsionsverfahren nach sich, für die mit der Aufhebung des ihnen zugrunde liegenden Schuldspruchs die Grundlage entfallen ist (vgl. Senat, Beschluss vom 13. Februar 2002 - 2 StR 1/02; Beschluss vom 4. August 2010 - 2 StR 118/10).

References: § 32
 § 52

§ 32
 § 52
 § 32
 § 52
 BGH 
 BGH