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Timestamp: 2016-05-30 20:11:06+00:00

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EinzelnormAktuelle GesamtausgabeAmtliche Abkürzung:LJGAusfertigungsdatum:09.07.2010Gültig ab:22.07.2010
GesetzQuelle:Fundstelle:GVBl. 2010, 149Gliederungs-Nr:792-1Landesjagdgesetz (LJG)
Vom 9. Juli 2010Zum 30.05.2016 aktuellste verfügbare Fassung der GesamtausgabeNichtamtliches InhaltsverzeichnisTitelGültig abLandesjagdgesetz (LJG) vom 9. Juli 201022.07.2010Inhaltsverzeichnis22.07.2010Eingangsformel22.07.2010Teil 1 - Allgemeine Bestimmungen22.07.2010§ 1 - Anwendungsbereich21.09.2012§ 2 - Gesetzeszweck22.07.2010§ 3 - Inhalt des Jagdrechts22.07.2010§ 4 - Duldung von Hegemaßnahmen22.07.2010§ 5 - Ablieferungs- und Anzeigepflicht22.07.2010§ 6 - Wildarten22.07.2010Teil 2 - Jagdbezirke, Hegegemeinschaften22.07.2010§ 7 - Gestaltung der Jagdbezirke22.07.2010§ 8 - Befriedete Bezirke, Ruhen der Jagd22.07.2010§ 9 - Eigenjagdbezirke22.07.2010§ 10 - Gemeinschaftliche Jagdbezirke22.07.2010§ 11 - Jagdgenossenschaft22.07.2010§ 12 - Wahrnehmung des Jagdrechts durch die Jagdgenossenschaft22.07.2010§ 13 - Bewirtschaftungsbezirke, Hegegemeinschaften22.07.2010Teil 3 - Beteiligung Dritter an der Jagd22.07.2010§ 14 - Jagdpacht22.07.2010§ 15 - Höchstzahl der jagdausübungsberechtigten Personen22.07.2010§ 16 - Jagderlaubnisse, Jagdgäste22.07.2010§ 17 - Anzeige von Jagdpachtverträgen22.07.2010§ 18 - Erlöschen des Jagdpachtvertrages22.07.2010§ 19 - Wechsel im Eigentum an der Grundfläche22.07.2010Teil 4 - Jagdschein22.07.2010§ 20 - Jagdscheinerteilung22.07.2010§ 21 - Jägerprüfung22.07.2010§ 22 - Jagdscheingebühren, Jagdabgabe22.07.2010Teil 5 - Beschränkung von Jagd und Hege, Pflichten bei der Wahrnehmung des Jagdrechts, Beunruhigen von Wild22.07.2010§ 23 - Sachliche Verbote21.09.2012§ 24 - Örtliche Verbote22.07.2010§ 25 - Fütterung und Kirrung von Schalenwild22.07.2010§ 26 - Beunruhigen von Wild, Störung der Jagdausübung22.07.2010§ 27 - Wildschutzgebiete, Querungshilfen22.07.2010§ 28 - Aussetzen von Wild22.07.2010§ 29 - Wegerecht22.07.2010§ 30 - Jagdeinrichtungen22.07.2010§ 31 - Abschussregelung01.01.2011§ 32 - Jagd- und Schonzeiten21.09.2012Teil 6 - Jagdschutz22.07.2010§ 33 - Obliegenheiten beim Jagdschutz, Bekämpfung von Tierseuchen bei Wild 22.07.2010§ 34 - Verhindern von vermeidbaren Schmerzen oder Leiden des Wildes22.07.2010§ 35 - Wildfolge22.07.2010§ 36 - Bereithalten brauchbarer Jagdhunde22.07.2010Teil 7 - Wild- und Jagdschaden22.07.2010§ 37 - Fernhalten des Wildes22.07.2010§ 38 - Verringern des Wildbestandes22.07.2010§ 39 - Schadensersatzpflicht bei Wildschaden22.07.2010§ 40 - Umfang der Ersatzpflicht bei Wildschaden22.07.2010§ 41 - Schutzvorrichtungen gegen Wildschaden22.07.2010§ 42 - Schadensersatzpflicht bei Jagdschaden22.07.2010§ 43 - Geltendmachung des Schadens, Verfahren in Wild- und Jagdschadenssachen 22.07.2010Teil 8 - Jagdverwaltung22.07.2010§ 44 - Jagdbehörden, Vereinigungen der Jägerinnen und Jäger22.07.2010§ 45 - Landesjagdbeirat22.07.2010§ 46 - Jagdbeirat, Kreisjagdmeisterin oder Kreisjagdmeister21.09.2012Teil 9 - Straf- und Bußgeldbestimmungen22.07.2010§ 47 - Straftaten21.09.2012§ 48 - Ordnungswidrigkeiten21.09.2012§ 49 - Einziehung von Gegenständen22.07.2010§ 50 - Verbot der Jagdausübung22.07.2010Teil 10 - Übergangs- und Schlussbestimmungen22.07.2010§ 51 - Durchführungsvorschriften21.09.2012§ 52 - Unberührtheitsklausel22.07.2010§ 53 - Anhängige Verfahren22.07.2010§ 54 - Übergangsbestimmungen22.07.2010§ 55 - Inkrafttreten22.07.2010Anlage22.07.2010
Stand: letzte berücksichtigte Änderung: §§ 1, 23, 32, 46, 47, 48 und 51 geändert durch Artikel 1 der Verordnung vom 12.09.2012 (GVBl. S. 310)
Obliegenheiten beim Jagdschutz, Bekämpfung von Tierseuchen bei Wild
Geltendmachung des Schadens, Verfahren in Wild- und Jagdschadenssachen
Jagdbehörden, Vereinigungen der Jägerinnen und Jäger
Jagdbeirat, Kreisjagdmeisterin oder Kreisjagdmeister
zum Seitenanfang | zur Einzelansicht Teil 1Allgemeine Bestimmungen
Das Jagdwesen, ohne das Recht der Jagdscheine, bestimmt sich abweichend vom Bundesjagdgesetz in der Fassung vom 29. September 1976 (BGBl. I S. 2849), zuletzt geändert durch Artikel 3 des Gesetzes vom 6. Dezember 2011 (BGBl. I S. 2557), auf der Grundlage des Artikels 72 Abs. 3 in Verbindung mit Artikel 125 b Abs. 1
des Grundgesetzes ausschließlich nach diesem Gesetz. Abweichend von Satz 1 bleiben die aufgrund des § 36 Abs. 1 und 3 des Bundesjagdgesetzes erlassenen Rechtsverordnungen und die hierzu ergangenen Straf- und Bußgeldbestimmungen in ihrer jeweils geltenden Fassung anwendbar.
1. einen artenreichen und gesunden Wildbestand zu erhalten und in einem seinen natürlichen Lebensgrundlagen und den landeskulturellen Gegebenheiten angepassten Verhältnis zu entwickeln,
2. die natürlichen Lebensgrundlagen des Wildes zu sichern und zu verbessern,
3. bedrohte Wildarten zu schützen, ihren Bestand zu sichern und zu mehren,
4. Beeinträchtigungen einer ordnungsgemäßen land-, forst- und fischereiwirtschaftlichen Nutzung durch das Wild zu vermeiden,
5. die wild lebenden Tierarten als wesentlichen Bestandteil der biologischen Vielfalt und des Naturhaushaltes in ihrer Vielfalt zu bewahren,
6. das Jagdwesen unter Berücksichtigung der sonstigen öffentlichen Belange, insbesondere der Belange der Landeskultur und des Naturschutzes, zu entwickeln,
7. die Belange des Tierschutzes in allen Bereichen der Jagdausübung zu berücksichtigen und
8. die Jagd als naturnahe nachhaltige Nutzungsform und als Kulturgut zu sichern.
zum Seitenanfang | zur Einzelansicht Teil 2Jagdbezirke, Hegegemeinschaften
1. dies wegen der Gestaltung des Geländes zweckmäßig ist und
2. nach der Teilung jeder Teil im Zusammenhang mindestens 250 Hektar umfasst.
(5) Die Hegegemeinschaft untersteht der Staatsaufsicht. Aufsichtsbehörde ist die zuständige Behörde; ist die Hegegemeinschaft für in verschiedenen Landkreisen oder kreisfreien Städten gelegene Jagdbezirke gebildet, so bestimmt die obere Jagdbehörde die zuständige Aufsichtsbehörde, sofern sie diese Aufgabe nicht selbst wahrnimmt; in diesen Fällen erstreckt sich die Zuständigkeit auch auf die Abschussregelung nach § 31. Die Bestimmungen der Gemeindeordnung über die Staatsaufsicht gelten sinngemäß. Die Hegegemeinschaft hat sich eine Satzung zu geben. Die Satzung und ihre Änderung bedürfen der Genehmigung der Aufsichtsbehörde, es sei denn, die Satzung entspricht einer von der obersten Jagdbehörde erlassenen Mustersatzung; in diesem Falle ist sie der Aufsichtsbehörde anzuzeigen. Beschließt die Hegegemeinschaft nicht innerhalb eines Jahres nach Erlass der Mustersatzung eine Satzung, so erlässt die Aufsichtsbehörde die Satzung und veröffentlicht sie auf Kosten der Hegegemeinschaft in den Bekanntmachungsorganen der unmittelbar betroffenen Gemeinden.
zum Seitenanfang | zur Einzelansicht Teil 3Beteiligung Dritter an der Jagd
(8) Im Jagdpachtvertrag sollen Regelungen über den Ersatz von Wildschaden, auch für nicht geschützte Sonderkulturen gemäß § 41 Abs. 2, getroffen werden.
(1) Jagdausübungsberechtigte Personen können Dritten (Jagdgästen) eine Jagderlaubnis erteilen. Die Jagderlaubnis kann jederzeit widerrufen werden. Sind in einem Jagdbezirk mehrere jagdausübungsberechtigte Personen vorhanden, so bedarf die Erteilung der Jagderlaubnis oder ihr Widerruf der Zustimmung aller jagdausübungsberechtigten Personen. Soweit der Jagdgast die Jagd ohne Begleitung einer jagdausübungsberechtigten Person ausübt, hat er eine schriftliche Jagderlaubnis (Jagderlaubnisschein) mit sich zu führen und auf Verlangen den Jagdschutzberechtigten und ihren Beauftragten (§ 33 Abs. 1 und 2) vorzuzeigen. Der Jagderlaubnisschein ist nur gültig, wenn er von allen jagdausübungsberechtigten Personen unterschrieben ist; dies gilt auch, wenn die jagdausübungsberechtigten Personen den Jagdbezirk nach Flächen unter sich aufgeteilt haben. Jagderlaubnisse dürfen nur in dem Umfang erteilt werden, dass die Ziele dieses Gesetzes, insbesondere die ordnungsgemäße Wahrnehmung des Jagdrechts, nicht beeinträchtigt werden.
1. für die Dauer eines über die Nichtigkeit (§ 14 Abs. 6) oder die Beanstandung (Absatz 2) des Jagdpachtvertrages anhängigen Verfahrens,
2. bei längerer Erkrankung der jagdausübungsberechtigten Person oder
3. im Falle eines Verbotes der Jagdausübung (§ 50),
(1) Wird ein Eigenjagdbezirk ganz oder teilweise veräußert, so finden die Vorschriften der §§ 566 bis 567 b des Bürgerlichen Gesetzbuchs entsprechende Anwendung. Das Gleiche gilt im Falle der Zwangsversteigerung nach den Vorschriften der §§ 57 bis 57
b des Gesetzes über die Zwangsversteigerung und die Zwangsverwaltung; das Kündigungsrecht der Ersteherin oder des Erstehers ist jedoch ausgeschlossen, wenn nur ein Teil des Eigenjagdbezirkes versteigert ist und dieser Teil nicht allein schon die Erfordernisse eines Eigenjagdbezirkes erfüllt.
zum Seitenanfang | zur Einzelansicht Teil 4Jagdschein
zum Seitenanfang | zur Einzelansicht Teil 5Beschränkung von Jagd und Hege,
1. mit gehacktem Blei, Bolzen oder Pfeilen auf Wild zu schießen,
2. mit Schrot oder Posten auf Schalenwild zu schießen; ausgenommen ist der Fangschuss,
3. mit Bleischrot die Jagd an und über Gewässern auszuüben,
4. a) auf Rehwild mit Büchsenpatronen zu schießen, deren Auftreffenergie auf 100 Meter (E 100) weniger als 1 000 Joule beträgt; ausgenommen ist der Fangschuss,
b) auf alles übrige Schalenwild mit Büchsenpatronen unter einem Kaliber von 6,5 mm zu schießen; im Kaliber 6,5 mm und darüber müssen die Büchsenpatronen eine Auftreffenergie auf 100 Meter (E 100) von mindestens 2 000 Joule haben; ausgenommen ist der Fangschuss sowie die Fallenjagd auf Schwarzwild,
c) auf Wild mit Pistolen oder Revolvern zu schießen; ausgenommen ist die Abgabe von Fangschüssen, wenn die Mündungsenergie der Geschosse mindestens 200 Joule beträgt, sowie die Bau- und Fallenjagd,
d) auf Wild mit Vorderladerwaffen zu schießen,
e) auf Wild mit halbautomatischen oder automatischen Waffen, die mehr als zwei Patronen in das Magazin aufnehmen können, zu schießen,
5. die Bewegungsjagd bei Mondschein auszuüben; Bewegungsjagd ist eine Gesellschaftsjagd, bei der das Wild gezielt beunruhigt oder den Jägerinnen und Jägern zugetrieben wird,
6. die Bewegungsjagd auszuüben, wenn das Wild durch besondere Umstände (z. B. verharschter Schnee) einer erhöhten Verletzungsgefahr ausgesetzt ist,
7. Schalenwild, ausgenommen Schwarzwild, sowie Federwild zur Nachtzeit zu erlegen; als Nachtzeit gilt die Zeit von eineinhalb Stunden nach Sonnenuntergang bis eineinhalb Stunden vor Sonnenaufgang,
8. a) künstliche Lichtquellen, Spiegel, Vorrichtungen zum Anstrahlen oder Beleuchten des Zieles, Nachtzielgeräte, die einen Bildwandler oder eine elektronische Verstärkung besitzen und für Schusswaffen bestimmt sind, Tonbandgeräte oder elektrische Schläge erteilende Geräte beim Fang oder Erlegen von Wild aller Art zu verwenden oder zu nutzen sowie zur Nachtzeit an künstlichen Lichtquellen Federwild zu fangen,
b) Vogelleim, Fallen, Angelhaken, Netze, Reusen oder ähnliche Einrichtungen sowie geblendete oder verstümmelte Vögel beim Fang oder Erlegen von Federwild zu verwenden,
9. Belohnungen für den Abschuss oder den Fang von Federwild auszusetzen, zu geben oder zu empfangen,
10. Saufänge, Fang- oder Fallgruben ohne Genehmigung der zuständigen Behörde anzulegen,
11. die Fallenjagd ohne Nachweis der Fachkenntnis, einschließlich der tierschutzgerechten Tötung gefangenen Wildes, auszuüben; der Nachweis gilt als erbracht, wenn die Jägerprüfung in Rheinland-Pfalz nach dem 1. April 1996 abgelegt oder die Teilnahme an einem einschlägigen Lehrgang nachgewiesen wurde,
12. Schlingen jeder Art, in denen sich Wild fangen kann, herzustellen, feilzubieten, zu erwerben oder aufzustellen,
13. Fanggeräte, die nicht unversehrt fangen oder nicht sofort töten, sowie Selbstschussgeräte zu verwenden,
14. Fanggeräte, die sofort töten, ohne Genehmigung der zuständigen Behörde und außerhalb von geschlossenen Räumen, Fangbunkern oder Fanggärten aufzustellen,
15. Schalenwild in einer Entfernung unter 200 Meter oder Wildenten und Wildgänse in einer Entfernung unter 100 Meter von Fütterungen zu erlegen,
16. Wild aus Luftfahrzeugen, Kraftfahrzeugen oder maschinengetriebenen Wasserfahrzeugen zu erlegen; die zuständige Behörde kann für Menschen mit einer Körperbehinderung Ausnahmen zulassen, wenn diese wegen ihrer körperlichen Behinderung die Jagd nur auf diese Weise ausüben können,
17. die Hetzjagd auf gesundes Wild auszuüben,
18. Wild zu vergiften oder vergiftete oder betäubende Köder zu verwenden,
19. das Brackieren auf einer Fläche von weniger als 1 000 Hektar auszuüben,
20. Abwurfstangen ohne Erlaubnis der jagdausübungsberechtigten Person zu sammeln und
21. das Ausbringen von Lockstoffen, die Tierseuchen verbreiten können.
1. in der Zeit vom 1. Juli bis 15. Oktober weibliches Rot-, Dam- und Muffelwild sowie Hirschkälber oder Spießer während der Nachtzeit erlegt werden dürfen,
2. Schwarzwild unter Verwendung von künstlichen Lichtquellen erlegt werden darf und
3. Wildkaninchen unter Verwendung von künstlichen Lichtquellen sowie aus Kraftfahrzeugen erlegt oder getötet werden dürfen.
(3) Der Jägernotweg darf von der jagdausübungsberechtigten Person, ihren Jagdgästen mit Jagderlaubnisschein (§ 16 Abs. 1) sowie den Jagdschutzberechtigten und ihren Beauftragten (§ 33 Abs. 1 und 2) benutzt werden; alle anderen Personen müssen von der jagdausübungsberechtigten Person begleitet werden.
zum Seitenanfang | zur Einzelansicht § 31[1]
(1) Der Abschuss des Wildes ist so zu regeln, dass die berechtigten Ansprüche der Land-, Forst- und Fischereiwirtschaft auf Schutz gegen Wildschäden sowie die Belange des Naturschutzes, der Landschaftspflege und der Bekämpfung von Tierseuchen gewahrt bleiben. Den Erfordernissen des Waldbaus und der Vermeidung von Wildschäden ist der Vorrang vor der zahlenmäßigen Hege einer Wildart zu geben. Innerhalb der durch die Sätze 1 und 2 gebotenen Grenzen soll die Abschussregelung dazu beitragen, dass ein gesunder Wildbestand aller heimischen Wildarten in angemessener Zahl erhalten bleibt und insbesondere der Schutz von Wildarten gesichert ist, deren Bestand bedroht ist; dies gilt für Rot-, Dam- und Muffelwild nur innerhalb der Bewirtschaftungsbezirke (§ 13 Abs. 1).
(8) Ist der günstige Erhaltungszustand einer Wildart, für die eine Jagdzeit (§ 32 Abs. 1 Satz 1) festgelegt ist, nicht gegeben, setzt die zuständige Behörde für diese Wildart einen höchstens zu erfüllenden Abschussplan von Amts wegen fest (Höchstabschussplan).
1. der zuständigen Behörde vierteljährlich eine schriftliche Abschussmeldung zu erstatten,
2. eine Abschussliste auf aktuellem Stand zu führen und auf Verlangen der zuständigen Behörde vorzulegen.
Fußnoten[1] § 31 in Kraft mit Wirkung vom 1. Januar 2011
zum Seitenanfang | zur Einzelansicht Teil 6Jagdschutz
1. der Versorgung des Wildes,
2. der Mitnahme des Wildes, dem Verbleib des Wildbrets und der Trophäe,
3. der Anrechnung auf die Abschussregelung,
4. der Sicherstellung einer unverzüglichen Nachsuche für den Fall, dass die Jagdnachbarin oder der Jagdnachbar nicht erreichbar ist oder die Nachsuche nicht unverzüglich fortsetzen kann.
zum Seitenanfang | zur Einzelansicht Teil 7Wild- und Jagdschaden
zum Seitenanfang | zur Einzelansicht Teil 8Jagdverwaltung
1. drei Vertreterinnen oder Vertretern der Landwirtschaft,
2. zwei Vertreterinnen oder Vertretern der Forstwirtschaft,
3. zwei Vertreterinnen oder Vertretern der Jagdgenossenschaften,
4. einer Vertreterin oder einem Vertreter der Gemeinden,
5. zwei Vertreterinnen oder Vertretern der Eigentümerinnen und Eigentümer von Eigenjagdbezirken,
6. einer Vertreterin oder einem Vertreter der Jagdscheininhaberinnen und Jagdscheininhaber,
7. einer Vertreterin oder einem Vertreter der pachtenden Personen im Sinne des § 14,
8. zwei Vertreterinnen oder Vertretern des Landesjagdverbandes Rheinland-Pfalz e. V.,
9. einer Vertreterin oder einem Vertreter der sonstigen auf Landesebene tätigen Vereinigungen der Jägerinnen und Jäger,
10. einer Vertreterin oder einem Vertreter der Hegegemeinschaften,
11. einer Vertreterin oder einem Vertreter der auf Landesebene tätigen Tierschutzverbände,
12. zwei Vertreterinnen oder Vertretern der anerkannten Naturschutzverbände mit Ausnahme der Vereinigungen der Jägerinnen und Jäger,
13. einer Vertreterin oder einem Vertreter der Forstwissenschaft,
14. einer Vertreterin oder einem Vertreter der Jagdwissenschaft und
15. einer Vertreterin oder einem Vertreter des Landesverbandes der Berufsjäger Rheinland-Pfalz/Saarland e. V.
1. der Kreisjagdmeisterin oder dem Kreisjagdmeister als vorsitzendem Mitglied,
2. zwei Vertreterinnen oder Vertretern der Landwirtschaft,
3. zwei Vertreterinnen oder Vertretern der Forstwirtschaft,
4. zwei Vertreterinnen oder Vertretern der Jagdgenossenschaften,
5. einer Vertreterin oder einem Vertreter der Gemeinden,
6. einer Vertreterin oder einem Vertreter der Eigentümerinnen oder Eigentümer von Eigenjagdbezirken,
7. zwei Vertreterinnen oder Vertretern der Jagdscheininhaberinnen und Jagdscheininhaber,
8. zwei Vertreterinnen oder Vertretern der pachtenden Personen im Sinne des § 14,
9. zwei Vertreterinnen oder Vertretern der anerkannten Naturschutzverbände mit Ausnahme der Vereinigungen der Jägerinnen und Jäger sowie
10. einer Vertreterin oder einem Vertreter der im Bereich der unteren Jagdbehörde gebildeten Hegegemeinschaften im Sinne des § 13 Abs. 2.
1. die Inhaberinnen und Inhaber von gültigen Jahresjagdscheinen, die im Bereich des Landkreises oder der kreisfreien Stadt, für die die Wahl stattfindet, ihren Wohnsitz oder ständigen Aufenthalt haben oder dort jagdausübungsberechtigte Personen sind, sowie
2. die Jagdgenossenschaften und Eigentümerinnen oder Eigentümer der im Bereich des Landkreises oder der kreisfreien Stadt, für die die Wahl stattfindet, gelegenen Jagdbezirke.
1. Deutsche oder Deutscher im Sinne des Artikels 116 des Grundgesetzes ist oder die Staatsangehörigkeit eines anderen Mitgliedstaates der Europäischen Union oder eines anderen Vertragsstaates des Abkommens über den Europäischen Wirtschaftsraum oder eines anderen nach dem Recht der Europäischen Union gleichgestellten Drittstaates besitzt,
2. einen auf seinen Namen lautenden gültigen Jahresjagdschein besitzt und einen solchen in den vorangegangenen drei Jagdjahren in Deutschland besessen hat und
3. im Bereich der unteren Jagdbehörden, für die die Wahl stattfindet, seinen Wohnsitz oder ständigen Aufenthalt hat.
zum Seitenanfang | zur Einzelansicht Teil 9Straf- und Bußgeldbestimmungen
1. einer vollziehbaren Anordnung nach § 31 Abs. 9 Satz 2 zuwiderhandelt,
2. entgegen § 32 Abs. 2 Wild nicht mit der Jagd verschont oder
3. entgegen § 32 Abs. 4 Satz 1 ein Elterntier bejagt.
1. in befriedeten Bezirken die Jagd ausübt (§ 8 Abs. 1) oder einer Beschränkung der Jagderlaubnis (§ 8 Abs. 4) zuwiderhandelt,
2. aufgrund eines nach § 14 Abs. 6 nichtigen Jagdpachtvertrages oder entgegen § 17 Abs. 3 das Jagdrecht wahrnimmt,
3. den Vorschriften des § 23 Abs. 1 Nr. 5, 7 bis 10, 12, 13, 16, 17, 19, 20 und 21, des § 24 Abs. 1 oder des § 26 Abs. 1 Satz 1 und 2 zuwiderhandelt,
5. zum Verscheuchen des Wildes Mittel anwendet, durch die Wild verletzt oder gefährdet wird (§ 37),
6. einer Vorschrift des § 28 über das Aussetzen oder Ansiedeln zuwiderhandelt,
7. entgegen § 34 Abs. 3 krankes oder verletztes Wild aufnimmt oder
8. den Vorschriften des § 42 Abs. 1 zuwiderhandelt und dadurch Jagdschaden anrichtet.
1. seiner Ablieferungspflicht nach § 5 Abs. 1 nicht nachkommt oder seine Anzeigepflicht nach § 5 Abs. 2 verletzt,
2. entgegen § 8 Abs. 5 in befriedeten Bezirken Schusswaffen verwendet,
3. entgegen § 16 Abs. 1 Satz 4 als Jagdgast ohne Begleitung einer jagdausübungsberechtigten Person ohne einen Jagderlaubnisschein mit sich zu führen, die Jagd ausübt,
4. den Vorschriften des § 23 Abs. 1 Nr. 1 bis 4, 6, 11, 14, 15 und 18 zuwiderhandelt,
5. gegen Betretungsverbote oder Jagdbeschränkungen in Wildschutzgebieten verstößt (§ 27 Abs. 1 Satz 1),
6. entgegen § 27 Abs. 1 Satz 2 in einem Umkreis mit einem Radius von 250 Meter um Querungshilfen für Wild die Jagd ausübt,
7. entgegen § 29 Abs. 2 oder Abs. 3 einen Jägernotweg benutzt,
8. den festgesetzten Mindestabschussplan (§ 31 Abs. 6 Satz 1) nicht erfüllt,
9. Wild, das nur im Rahmen eines Höchstabschussplanes (§ 31 Abs. 8) bejagt werden darf, erlegt, bevor der Höchstabschussplan festgesetzt ist, oder einen festgesetzten Höchstabschussplan überschreitet,
10. entgegen § 31 Abs. 11 Satz 1 Nr. 1 die Abschussmeldung nicht, nicht richtig oder nicht rechtzeitig erstattet oder entgegen § 31 Abs. 11 Satz 1 Nr. 2 die Abschussliste nicht oder nicht vollständig führt, in ihr unrichtige Angaben macht oder sie auf Verlangen nicht vorlegt,
11. entgegen § 32 Abs. 1 Satz 2 Wild nicht mit der Jagd verschont,
12. entgegen § 34 Abs. 1 Satz 1 dem Wild unnötige Schmerzen oder Leiden nicht erspart oder entgegen § 34 Abs. 2 Wild nicht nachsucht,
13. entgegen § 35 Abs. 1 Satz 2 das Erlegen von Wild oder entgegen § 35 Abs. 2 Satz 1 das Überwechseln von Wild der Jagdnachbarin oder dem Jagdnachbarn nicht unverzüglich mitteilt,
14. entgegen § 35 Abs. 3 keine schriftliche Wildfolgevereinbarung trifft,
15. entgegen § 36 Abs. 1 Satz 1 nicht dafür sorgt oder entgegen § 36 Abs. 1 Satz 2 auf Verlangen nicht nachweist, dass für den Jagdbezirk ein brauchbarer Jagdhund zur Verfügung steht oder entgegen § 36 Abs. 1 Satz 3 brauchbare Jagdhunde nicht in genügender Anzahl mitführt oder einsetzt,
16. entgegen § 33 Abs. 4 das Auftreten einer Tierseuche bei Wild nicht unverzüglich der zuständigen Behörde anzeigt oder den Anweisungen der zuständigen Behörde zur Bekämpfung der Tierseuche bei Wild nicht Folge leistet oder entgegen § 33 Abs. 5 seuchenverdächtiges Wild nicht unverzüglich unschädlich beseitigt,
17. die Jagd ausübt, obwohl ihm die Jagdausübung verboten ist (§ 50),
18. in Jagdausrüstung unbefugt einen fremden Jagdbezirk außerhalb der zum allgemeinen Gebrauch bestimmten Wege betritt,
19. Hunde außerhalb der befugten Jagdausübung unbeaufsichtigt in einem Jagdbezirk laufen lässt,
20. den Vorschriften einer aufgrund dieses Gesetzes ergangenen oder in Kraft bleibenden Rechtsverordnung zuwiderhandelt, soweit die Rechtsverordnung für einen bestimmten Tatbestand auf diese Bußgeldvorschrift verweist, oder
21. eine vollziehbare Auflage, mit der eine auf diesem Gesetz oder einer aufgrund dieses Gesetzes erlassenen oder in Kraft bleibenden Rechtsverordnung beruhende Genehmigung, Erlaubnis oder Befreiung verbunden ist, nicht, nicht rechtzeitig oder nicht vollständig erfüllt.
1. Gegenstände, auf die sich die Straftat oder Ordnungswidrigkeit bezieht, und
1. wegen einer Straftat, die er bei oder im Zusammenhang mit der Jagdausübung begangen hat, eine Strafe verhängt oder
2. wegen einer Ordnungswidrigkeit nach § 48, die er unter grober oder beharrlicher Verletzung der Pflichten bei der Jagdausübung begangen hat, eine Geldbuße festgesetzt,
zum Seitenanfang | zur Einzelansicht Teil 10Übergangs- und Schlussbestimmungen
1. im Benehmen mit dem für das Jagdrecht zuständigen Ausschuss des Landtags die dem Jagdrecht unterliegenden Tierarten abweichend von der Anlage zu § 6 Abs. 1 zu bestimmen, wobei der Ausschuss frühzeitig zu beteiligen ist,
2. das Nähere über Bewirtschaftungsbezirke und Hegegemeinschaften (§ 13) zu bestimmen; dabei kann es insbesondere
a) Bewirtschaftungsbezirke abgrenzen,
b) Verfahren der Überprüfung und Anpassung von Außengrenzen der Bewirtschaftungsbezirke regeln,
c) Vorgaben zur Hege und Bejagung der zu bewirtschaftenden Wildart innerhalb und außerhalb der Bewirtschaftungsbezirke machen,
d) die Schonzeiten für die zu bewirtschaftenden Wildarten außerhalb der Bewirtschaftungsbezirke einschränken oder aufheben,
e) die Mindestgröße der Hegegemeinschaften festlegen,
f) Einzelheiten für die Bildung und Abgrenzung von Hegegemeinschaften durch die obere Jagdbehörde vorgeben,
g) über die Organe von Hegegemeinschaften sowie deren Wahl bestimmen,
h) die Aufgaben, die Geschäftsführung, die Vertretung, Verwaltung und Beschlussfassung der Hegegemeinschaften verfügen und
i) die Umlage von Kosten und deren Beitreibung sowie die Zusammenarbeit mehrerer Hegegemeinschaften regeln,
3. gemäß den Bestimmungen des Bundesjagdgesetzes für die Jägerprüfung und für die Falknerprüfung (§ 15 Abs. 5 und 7 des Bundesjagdgesetzes und § 21 Abs. 1 dieses Gesetzes) Ausbildungs- und Prüfungsordnungen zu erlassen und Näheres zur Befreiung von der Jägerprüfung bei der Erteilung von Ausländerjagdscheinen (§ 21 Abs. 2) zu bestimmen,
4. Ausnahmen vom Verbot der Fütterung und der Kirrung von Schalenwild (§ 25) zuzulassen und Näheres über die Fütterung und die Kirrung von Schalenwild zu regeln, dabei kann es insbesondere
a) Futter- und Kirrmittel vorgeben oder ausschließen,
b) Fütterungs- und Kirrungseinrichtungen vorgeben oder ausschließen,
c) die Art der Ausbringung von Futter- und Kirrmitteln näher regeln,
d) sonstige Beschränkungen festlegen sowie
e) Verfahrens- und Zuständigkeitsregelungen treffen,
5. Näheres zur Abschussregelung festzulegen (§ 31); insbesondere
a) das Verfahren, die Fristen und die zeitliche Geltung für Abschussvereinbarungen, Abschusszielsetzungen, Gesamt- und Teilabschusspläne, Mindest- und Höchstabschusspläne,
b) die Abschusserfüllung von mehrjährigen Abschussplänen,
c) das Verfahren für die Abschussnachweisung,
d) die Definition sowie die Verfahren und Methoden zur Feststellung des günstigen Erhaltungszustandes,
e) die Einteilung von Schalenwild in Klassen,
f) die Gestaltung und Führung von Abschussplan, Abschussliste, Abschussmeldung und die jährliche Wildnachweisung,
g) die Termine, bis zu denen der Abschussplan, die Abschussmeldung und die jährliche Wildnachweisung der zuständigen Behörde vorzulegen sind, und
h) die Erbringung des körperlichen Nachweises,
6. unter Beachtung des Artikels 7 Abs. 4 der Richtlinie 2009/147/EG die Jagdzeiten zu bestimmen (§ 32 Abs. 1),
7. die behördliche Überwachung des gewerbsmäßigen Ankaufs, Verkaufs und Tauschs sowie der gewerbsmäßigen Verarbeitung von Wildbret, die behördliche Überwachung der Wildhandelsbücher, die Aufnahme, die Pflege und die Aufzucht von Wild sowie den Verbleib verletzten, kranken oder toten Wildes zu regeln,
8. das Nähere zu bestimmen über
a) die Gestattung des Fangens und Tötens von Wild in befriedeten Bezirken (§ 8 Abs. 4),
b) die Organe der Jagdgenossenschaft sowie deren Wahl und deren Aufgaben (§ 11),
c) das Verfahren der Jagdverpachtung für gemeinschaftliche Jagdbezirke (§ 14),
d) die Ausweisung von Wildschutzgebieten (§ 27),
e) die Anerkennung von Führerinnen und Führern von Schweißhunden und deren Erkennbarkeit im Einsatz (§ 35 Abs. 4),
f) die Brauchbarkeit von Jagdhunden (§ 36),
g) die Schutzvorrichtungen gegen Wildschaden (§ 41); dabei ist die Landwirtschaftskammer Rheinland-Pfalz anzuhören,
h) das Vorverfahren in Wild- und Jagdschadenssachen (§ 43 Abs. 2), insbesondere die Bestellung von Wildschadensschätzerinnen und Wildschadensschätzern und deren angemessene Entschädigung,
i) die Berufung, einschließlich der paritätischen Besetzung des Landesjagdbeirates mit Frauen und Männern, die Amtsperiode und die Aufwandsentschädigung der Mitglieder des Landesjagdbeirates (§ 45) und
j) die Wahl der Kreisjagdmeisterin oder des Kreisjagdmeisters, die Berufung der Mitglieder des Jagdbeirates, einschließlich der paritätischen Besetzung des Jagdbeirates mit Frauen und Männern, die Amtsperiode, die Beschlussfähigkeit und die Aufwandsentschädigung der Mitglieder des Jagdbeirates (§ 46).
(2) Die bei Inkrafttreten dieses Gesetzes bestandskräftigen Abschusspläne gelten als Mindestabschusspläne im Sinne des § 31 Abs. 6 Satz 1.
(2) Gleichzeitig tritt, vorbehaltlich der Regelungen in § 54 Abs. 2 und 3, das Landesjagdgesetz
vom 5. Februar 1979 (GVBl. S. 23), zuletzt geändert durch Artikel 13 des Gesetzes vom 27. Oktober 2009 (GVBl. S. 358), BS 792-1, außer Kraft.
Höckerschwan (Cygnus olor GMEL) Saatgans (Anser fabalis)

References: § 36
 § 31
 § 41
 § 31
 § 31
 § 14
 § 14
 § 13
 § 31
 § 32
 § 32
 § 14
 § 17
 § 23
 § 24
 § 26
 § 28
 § 34
 § 42
 § 5
 § 5
 § 8
 § 16
 § 23
 § 27
 § 29
 § 31
 § 31
 § 32
 § 34
 § 34
 § 35
 § 35
 § 35
 § 36
 § 36
 § 36
 § 33
 § 33
 § 48
 § 6
 § 21
 § 31
 § 54