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Timestamp: 2016-10-27 20:31:31+00:00

Document:
Beschwerdef�hrerin, handelnd durch den Stadtrat, vertreten durch F�rsprecher lic. iur. Ralph van den Bergh, Bahnhofstrasse 88, Postfach 2181, 5430 Wettingen,
Kanalisationsanschlussgeb�hren,
Die A.________ AG plante auf der Parzelle Nr. xxxx in Baden den Bau einer (mittlerweile erstellten) Industriehalle von rund 125 m L�nge, 23 m Breite und 13 m H�he mit zweigeschossigem Vorbau f�r die Fertigung und Montage von Turbo-Grossladern. Das Geb�ude ersetzte eine bzw. - nach bestrittener Darstellung der Bauherrin - mehrere am gleichen Ort stehende Hallen, welche abgebrochen wurden.
"F�r das Bauvorhaben sind die Kanalisationsanschlussgeb�hren gem�ss � 38 Abwasserreglement vom 17. Oktober 1989 (AR) zu entrichten. Die provisorische Anschlussgeb�hr im Sinne von � 41 AR wird wie folgt festgelegt:
3'888 m2 Begr�nte Flachd�cher (Erd�ber-
755 m2 Hartfl�chen ohne Versickerung,
gesch�tzt Fr. 84'500.--
Die provisorische Anschlussgeb�hr wird mit der Baubewilligung rechtskr�ftig und nach Anschluss des Geb�udes in Rechnung gestellt. Die Festlegung der definitiven Anschlussgeb�hr erfolgt nach der Geb�udeschatzung durch das Aarg. Versicherungsamt."
Ein von der A.________ AG eingereichtes Wiedererw�gungsgesuch, mit dem sie um Befreiung von der in der Baubewilligung festgelegten Kanalisationsanschlussgeb�hr ersuchte, wies der Stadtrat von Baden mit Verf�gung vom 27. Januar 1997 - in Best�tigung der Rechtm�ssigkeit der eingeforderten Kanalisationsanschlussgeb�hr - ab. Eine dagegen erhobene Beschwerde beim Baudepartement des Kantons Aargau blieb ohne Erfolg. Am 17. Juni 1999 hob das Verwaltungsgericht des Kantons Aargau in Gutheissung einer Beschwerde der B.________ AG (Rechtsnachfolgerin der A.________ AG) den departementalen Entscheid mangels einer gen�genden Begr�ndung auf und wies das Verfahren zur Neuentscheidung an die Vorinstanz zur�ck. Am 15. November 1999 wies das Baudepartement die Beschwerde erneut ab und stellte fest, "dass die B.________ AG dem Stadtrat Baden Kanalisationsanschlussgeb�hren im Umfang von Fr. 231'340.-- schuldet".
Mit Urteil vom 28. November 2002 (Postversand am 18. Februar 2003) hiess das Verwaltungsgericht des Kantons Aargau (2. Kammer) die von der B.________ AG gegen den Entscheid des Baudepartements vom 15. November 1999 eingereichte Verwaltungsgerichtsbeschwerde gut, hob den angefochtenen Entscheid sowie die Verf�gung des Stadtrates von Baden vom 27. Januar 1997 auf und wies die Sache an diesen zur�ck (Ziff. 2.a Urteilsdispositiv). Erg�nzend hielt das Gericht fest, dass die "Erhebung einer Anschlussgeb�hr gest�tzt auf eine noch zu schaffende ausreichende gesetzliche Grundlage (...) damit nicht ausgeschlossen" sei (Ziff. 2.b Urteilsdispositiv). Sodann wurden der Einwohnergemeinde Baden die (vorinstanzlichen und verwaltungsgerichtlichen) Verfahrenskosten auferlegt (Ziff. 3) und diese im Weiteren zum Ersatz der Parteikosten der B.________ AG verpflichtet (Ziff. 4). Zur Begr�ndung gab das Gericht im Wesentlichen an, die f�r die Geb�hrenerhebung herangezogene kommunale gesetzliche Grundlage (� 43 des Abwasserreglements der Stadt Baden vom 17. Oktober 1989) stehe im Widerspruch zu h�herrangigem Recht, insbesondere zum Rechtsgleichheitsgebot, weshalb ihr die Anwendung zu versagen sei.
Mit Eingabe vom 20. M�rz 2003 erhebt die Einwohnergemeinde Baden beim Bundesgericht staatsrechtliche Beschwerde wegen Verletzung ihrer Autonomie, mit der sie die Aufhebung von Ziff. 2 bis 4 des Urteils des Verwaltungsgerichts vom 28. November 2002 und die R�ckweisung der Sache an dieses zur Neubeurteilung beantragt.
Die B.________ AG beantragt, die staatsrechtliche Beschwerde abzuweisen, soweit "�berhaupt auf sie einzutreten sei". Das Baudepartement des Kantons Aargau schliesst auf Gutheissung der staatsrechtlichen Beschwerde. Das Verwaltungsgericht des Kantons Aargau (2. Kammer) verzichtet unter Hinweis auf die Erw�gungen im angefochtenen Entscheid darauf, sich zur Beschwerde vernehmen zu lassen.
1.1 Das angefochtene Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Aargau stellt einen letztinstanzlichen kantonalen Entscheid dar, gegen den als eidgen�ssisches Rechtsmittel einzig die staatsrechtliche Beschwerde zur Verf�gung steht (Art. 84 Abs. 2 und Art. 86 Abs. 1 OG). Ausgeschlossen ist insbesondere die Verwaltungsgerichtsbeschwerde, da das Bundesgesetz vom 24. Januar 1991 �ber den Schutz der Gew�sser (GSchG; SR 814.20) lediglich Grunds�tze �ber die Finanzierung der Abwasseranlagen bzw. �ber die Kostenverteilung auf die Abwassererzeuger enth�lt (Art. 3a bzw. insbesondere Art. 60a GSchG) und den Kantonen Raum f�r den Erlass selbst�ndigen Rechts bel�sst (BGE 128 I 46 E. 1b S. 49 ff.).
1.2 Das angefochtene Urteil heisst die Beschwerde gegen den die kommunale Geb�hrenerhebung sch�tzenden Entscheid des Baudepartements gut, hebt die entsprechende Verf�gung des Stadtrates von Baden auf und weist die Sache an diesen zur�ck unter Hinweis darauf, dass es nunmehr der Stadt Baden obliege, die Kanalisationsanschlussgeb�hr der Beschwerdegegnerin nach Massgabe einer noch zu schaffenden neuen Rechtsgrundlage festzusetzen. Das angefochtene Urteil erweist sich insoweit als R�ckweisungs- bzw. als Zwischenentscheid, der das Verfahren nicht abschliesst und gem�ss Art. 87 Abs. 2 OG nur dann gesondert mit staatsrechtlicher Beschwerde angefochten werden kann, wenn er einen nicht wieder gutzumachenden Nachteil bewirken kann. Dies ist nach der Rechtsprechung u.a. der Fall, wenn eine Gemeinde gezwungen w�rde, aufgrund eines R�ckweisungsentscheides eine neue Verf�gung zu erlassen, die sie als falsch und autonomiewidrig erachtet (BGE 128 I 3 E. 1b S. 7 mit Hinweisen). Diese Eintretensvoraussetzung ist vorliegend erf�llt.
1.3 Die Einwohnergemeinde Baden wird durch den angefochtenen Entscheid als Gl�ubigerin einer �ffentlichen Abgabe und damit in ihrer Eigenschaft als Tr�gerin hoheitlicher Gewalt ber�hrt. Sie ist daher legitimiert, wegen Verletzung der Gemeindeautonomie staatsrechtliche Beschwerde zu f�hren. Ob die beanspruchte Autonomie besteht, ist keine Frage des Eintretens, sondern der materiellen Beurteilung (BGE 128 I 3 E. 1c S. 7, 136 E. 1.2 S. 139, je mit Hinweisen).
1.4 Die staatsrechtliche Beschwerde ist, von hier nicht in Betracht fallenden Ausnahmen abgesehen, rein kassatorischer Natur. Soweit die Beschwerdef�hrerin mehr verlangt als die Aufhebung des angefochtenen Entscheids, kann auf die Beschwerde nicht eingetreten werden (BGE 129 I 173 E. 1.5 S. 176 mit Hinweis).
1.5 Nach Art. 90 Abs. 1 lit. b OG muss die staatsrechtliche Beschwerde die wesentlichen Tatsachen und eine kurz gefasste Darlegung dar�ber enthalten, welche verfassungsm�ssigen Rechte bzw. welche Rechtss�tze inwiefern durch den angefochtenen Entscheid verletzt worden sind. Das Bundesgericht pr�ft nur klar und detailliert erhobene und, soweit m�glich, belegte R�gen; auf ungen�gend begr�ndete Vorbringen und appellatorische Kritik tritt es nicht ein (statt vieler BGE 125 I 492 E. 1b S. 495 mit Hinweisen).
2.1 Eine Gemeinde ist in einem Sachbereich autonom, wenn das kantonale Recht diesen nicht abschliessend ordnet, sondern ihn ganz oder teilweise der Gemeinde zur Regelung �berl�sst und ihr dabei eine relativ erhebliche Entscheidungsfreiheit einr�umt. Der Autonomiebereich kann sich auf die Befugnis zum Erlass oder Vollzug eigener kommunaler Vorschriften beziehen oder einen entsprechenden Spielraum bei der Anwendung kantonalen oder eidgen�ssischen Rechts betreffen (BGE 128 I 3 E. 2a S. 7 f., 136 E. 2.1 S. 140; 124 I 223 E. 2b S. 226 f., je mit Hinweisen).
2.2 Das Gesetz vom 19. Januar 1993 �ber Raumplanung, Umweltschutz und Bauwesen des Kantons Aargau (Baugesetz; im Folgenden: BauG/AG) bestimmt in � 34 Abs. 2 und 3:
"2 Die Gemeinden (...) k�nnen von den Grundeigent�mern - nach Massgabe der diesen erwachsenden wirtschaftlichen Sondervorteile - Beitr�ge an die Kosten der Erstellung, �nderung und Erneuerung von Anlagen (...) der Abwasserbeseitigung erheben. Soweit die Kosten dadurch nicht gedeckt werden, sowie f�r den Betrieb, sind sie verpflichtet, Geb�hren zu erheben.
3 Die Erhebung von Beitr�gen und Geb�hren wird von den Gemeinden (...) geregelt, soweit keine kantonalen Vorschriften bestehen."
N�here Angaben �ber die Erhebung von Beitr�gen und Geb�hren im Bereich der Abwasserbeseitigung enth�lt das kantonale Recht (vgl. auch �� 5 ff. des aargauischen Einf�hrungsgesetzes vom 11. Januar 1977 zum eidgen�ssischen Gew�sserschutzgesetz) ebenso wenig wie das eidgen�ssische Gew�sserschutzgesetz, welches in Art. 60a - in Konkretisierung des (allgemeinen) Verursacherprinzips (Art. 3a GSchG bzw. nunmehr auch Art. 74 Abs. 2 BV) - lediglich entsprechende Grunds�tze aufstellt und den Kantonen einen breiten Spielraum in der Umsetzung bel�sst (vgl. dazu die Botschaft in BBl 1996 IV S. 1223 und 1229 f.; BGE 128 I 46 E. 1b/cc S. 50 f.). Damit verbleibt den aargauischen Gemeinden im Rahmen des eidgen�ssischen und des kantonalen Rechts bei der Ausgestaltung der betreffenden Erlasse ein weiter Gestaltungsspielraum, f�r den sie den Schutz der Gemeindeautonomie beanspruchen k�nnen; dieser Schutz erstreckt sich auch auf die Anwendung dieser autonomen Normen.
2.3 Eine Gemeinde kann sich mit staatsrechtlicher Beschwerde wegen Verletzung ihrer Autonomie (Art. 189 Abs. 1 lit. b BV) u.a. dagegen zur Wehr setzen, dass eine kantonale Beh�rde in einem Rechtsmittel- oder Genehmigungsverfahren ihre Pr�fungsbefugnis �berschreitet oder die den betreffenden Sachbereich ordnenden kommunalen, kantonalen oder bundesrechtlichen Normen falsch anwendet. Die Gemeinden k�nnen in diesem Rahmen auch geltend machen, die kantonalen Instanzen h�tten die Tragweite eines Grundrechts verkannt und dieses zu Unrecht als verletzt betrachtet. Ebenso k�nnen sie eine Verletzung des Willk�rverbots, des Rechtsgleichheitsgebots oder eine Verweigerung des rechtlichen Geh�rs r�gen, sofern diese Vorbringen mit der behaupteten Verletzung der Autonomie in engem Zusammenhang stehen (BGE 128 I 3 E. 2b S. 9 mit Hinweisen).
2.4 Soweit es um die Handhabung von eidgen�ssischem oder kantonalem Verfassungsrecht bzw. um die Handhabung von Grundrechtsgarantien geht, pr�ft das Bundesgericht das Vorgehen der kantonalen Beh�rden mit freier Kognition, sonst nur auf Willk�r hin (BGE 128 I 3 E. 2b S. 9, 136 E. 2.2 S. 140 f., je mit Hinweisen). Vorliegend ist in erster Linie streitig, ob das Verwaltungsgericht der als gesetzliche Grundlage f�r die Geb�hrenerhebung herangezogenen Bestimmung von � 43 des kommunalen Abwasserreglements zul�ssigerweise wegen Verstosses gegen das Rechtsgleichheitsgebot die Anwendung versagen durfte, was das Bundesgericht nach dem Gesagten mit freier Kognition beurteilt. F�r Fragen des Sachverhaltes gilt dagegen die Willk�rkognition.
3.1 Die Beschwerdegegnerin hat eine neue Industriehalle von 125 m L�nge, 23 m Breite und 13 m H�he errichtet, welche eine am gleichen Ort gestandene Halle (evtl. mehrere Hallen) ersetzt. Daf�r erhebt die Stadt Baden eine Kanalisationsanschlussgeb�hr von Fr. 231'340.--. Das Grundst�ck bzw. die abgebrochene Altbaute war unbestrittenermassen schon bisher an die Kanalisation angeschlossen und es waren daf�r bereits Kanalisationsanschlussgeb�hren entrichtet worden.
3.2 Nach �bereinstimmender Auffassung der Beteiligten, von der abzuweichen kein Anlass besteht, gelangt im vorliegenden Fall nicht das neue Abwasserreglement der Stadt Baden vom 8. September 1998, sondern noch das fr�here kommunale Abwasserreglement vom 17. Oktober 1989 (im Folgenden: AR) zur Anwendung (vgl. E. II/1d S. 8 f. des angefochtenen Entscheids). Dieses sieht in � 37 zur Finanzierung der Abwasserentsorgung einmalige Anschlussgeb�hren, periodische Ben�tzungsgeb�hren und - f�r Bauten ausserhalb des Baugebiets sowie f�r sonstige Einzelbauten (vgl. � 48) - die M�glichkeit der Erhebung einmaliger besonderer Baubeitr�ge vor. Die Anschlussgeb�hr bemisst sich gem�ss � 38 einerseits nach der Geb�udegrundfl�che und den �brigen in die Kanalisation entw�sserten Hartfl�chen (Fr. 40.-- pro m2) und andererseits nach dem Brandversicherungswert der Baute (1,3 %). Bei Um- und Erweiterungsbauten bestimmt sich die (zus�tzliche) Anschlussgeb�hr nach Massgabe der Vergr�sserung der Geb�udegrundfl�che und der �brigen Hartfl�chen sowie nach der Erh�hung des Brandversicherungswertes (� 40 Abs. 1). F�r Ersatzbauten, die nach Abbruch eines bereits angeschlossenen Geb�udes errichtet werden, ist die volle Anschlussgeb�hr gem�ss � 38 zu entrichten (� 43).
3.3 Nach Auffassung des Verwaltungsgerichts handelt es sich bei der "Kanalisationsanschlussgeb�hr des aargauischen Rechts" nicht um eine Geb�hr im rechtstechnischen Sinne, welche das Entgelt f�r die Inanspruchnahme der Verwaltung bzw. f�r die Ben�tzung einer �ffentlichen Einrichtung darstellt, sondern um eine Vorzugslast, welche den besonderen wirtschaftlichen Vorteil, der dem Eigent�mer aus der Entw�sserung seines Grundst�ckes (als eine der Voraussetzungen f�r die �berbaubarkeit) erw�chst, abgelten soll (E. II/3 S. 10 f. des angefochtenen Entscheids mit Hinweis auf AGVE 1984 S. 271 f.; vgl. auch das Urteil des aargauischen Verwaltungsgerichts vom 18. November 1986, in: ZBl 89/1988 S. 206). Eine klassische Geb�hr sei dagegen die von den Eigent�mern periodisch erhobene Ben�tzungsgeb�hr. Diese Auffassung wird von der Beschwerdef�hrerin nicht, jedenfalls nicht explizit, in Frage gestellt. Nach den Vorgaben des eidgen�ssischen und kantonalen Rechtes k�nnten die hier fraglichen einmaligen Abgaben sowohl als Geb�hr als auch als Vorzugslast (Beitrag) ausgestaltet sein (vgl. Art. 60a GSchG - "mit Geb�hren oder anderen Abgaben" - sowie � 34 Abs. 2 BauG/AG, wonach die Gemeinden f�r die Abwasserbeseitigung Vorzugslasten erheben "k�nnen" und, soweit zur Deckung der Kosten notwendig, Geb�hren erheben m�ssen; vgl. Ernst Kistler/Ren� M�ller, Baugesetz des Kantons Aargau, 2. Aufl., Lenzburg 2002, N. 9 zu � 34 BauG). Dass die vorliegende Abgabe nicht schon bei der Bereitstellung der �ffentlichen Kanalisation bzw. mit der gew�hrten Anschlussm�glichkeit, sondern erst mit Erteilung der Baubewilligung, d.h. bei unmittelbar bevorstehender tats�chlicher Inanspruchnahme der Abwasseranlagen geschuldet ist (� 41 AR), spricht eher f�r die Einstufung der Abgabe als eigentliche Anschlussgeb�hr (vgl. etwa BGE 106 Ia 241 E. 3b S. 242 f.; Urteil 2P.121/2001 vom 18. August 2001, E. 2b; Ulrich H�felin/Georg M�ller, Allgemeines Verwaltungsrecht, 4. Aufl., Z�rich 2002, Rz. 2650; Ren� A. Rhinow/Beat Kr�henmann, Schweizerische Verwaltungsrechtsprechung, Erg�nzungsband, Basel/ Frankfurt a.M. 1990, Nr. 111 B Ib bzw. Nr. 110 B VII), ebenso der Umstand, dass die Abgabe nicht nach der (maximal) m�glichen, sondern gem�ss der tats�chlichen Nutzung des Grundst�ckes berechnet wird. Im �brigen kann auch f�r die Bemessung von Geb�hren auf das Ausmass des dem Pflichtigen erwachsenden Vorteils abgestellt werden (vgl. BGE 109 Ib 308 E. 5b S. 314; 101 Ib 462 E. 3b S. 467; 97 I 193 E. 6 S. 204). Die Frage der Rechtsnatur der streitigen Kausalabgabe ist jedoch, wie sich zeigen wird, f�r den vorliegenden Streitfall nicht ausschlaggebend.
3.4 Das Verwaltungsgericht erblickte in der unterschiedlichen abgaberechtlichen Behandlung von Um- und Erweiterungsbauten einerseits und Ersatzbauten andererseits einen Verstoss gegen das Gebot der Rechtsgleichheit. Im einen Fall werde in konsequenter Fortf�hrung der Regelung von � 38 AR eine zus�tzliche Anschlussgeb�hr lediglich nach Massgabe der Erh�hung des Brandversicherungswertes sowie der Vergr�sserung der Hartfl�chen erhoben, w�hrend im anderen Fall die Geb�hr wie bei einer Neubaute bemessen werde, ohne das Vorbestandene und allf�llig bereits bezahlte Anschlussgeb�hren zu ber�cksichtigen. Der dem Grundeigent�mer zukommende Sondervorteil bleibe indessen gleich, ob er nun ein Geb�ude baulich ab�ndere oder aber nach Abbruch eine neue Baute erstelle.
3.5 Die Stadt Baden h�lt dem in ihrer Beschwerde entgegen, ihr Baugebiet sei weitgehend �berbaut, weshalb wenig Reserven f�r Neubauten und entsprechend wenig Einnahmem�glichkeiten aus Neuanschl�ssen best�nden. Zudem sei ihr Kanalisationsnetz auf weiten Strecken �beraltert und m�sse in absehbarer Zeit erneuert werden; die Erneuerung der Abwasserreinigungsanlage stehe unmittelbar bevor. Die Stadt Baden habe daher sowohl im hier massgebenden Reglement von 1989 wie auch im neu erlassenen Abwasserreglement von 1998 Ersatzbauten bewusst als "neu zu handhabende Veranlagungstatbest�nde" behandelt. Entsprechend der Vorgabe von � 34 Abs. 2 BauG/AG gehe die Stadt Baden davon aus, dass die Erstellung und Erneuerung der Abwasseranlagen in erster Linie durch Vorzugslasten zu finanzieren seien. Entgegen der Auffassung des Verwaltungsgerichts sei der dem Eigent�mer erwachsende Sondervorteil bei einem blossen Umbau nicht derselbe wie bei einem Abbruch mit Erstellung einer Neubaute. Im letzteren Falle halte sich der Bauherr nicht mehr an das Vorbestehende, sondern konsumiere (wiederum) seine gesamte Baufreiheit und beginne eine neue Lebensdauer des Geb�udes.
3.6 Die vom Grundeigent�mer zur Finanzierung der Abwasserentsorgung neben den periodischen Ben�tzungsgeb�hren zu entrichtenden einmaligen Abgaben, welche vorab die Investitionsausgaben decken sollen, k�nnen als Vorzugslast (Mehrwertbeitrag) oder als Anschlussgeb�hr konzipiert sein. Die Vorzugslast ist im Allgemeinen bereits dann geschuldet, wenn die �ffentliche Anlage fertig gestellt ist und dem Grundeigent�mer f�r den Anschluss einer allf�lligen Baute zur Verf�gung steht; der abzugeltende Sondervorteil wird abstrakt, d.h. nach der m�glichen Nutzung des Grundst�ckes, bestimmt. Die Anschlussgeb�hr (welche auch zus�tzlich zu Mehrwertbeitr�gen erhoben werden kann) will dagegen den tats�chlichen Anschluss an das �ffentliche Netz, den "Einkauf" in dieses, abgelten; sie bestimmt sich regelm�ssig nach Art und Gr�sse der errichteten Baute. Die vorliegend streitige Abgabe erf�llt, wie dargelegt, im Wesentlichen die Merkmale einer Anschlussgeb�hr. Die im Abwasserreglement von 1989 vorgesehenen Bemessungskriterien (Brandversicherungswert, Gr�sse der Hartfl�chen) ber�cksichtigen einerseits das Interesse des Grundeigent�mers, welches im Wert der angeschlossenen Baute zum Ausdruck kommt, und tragen andererseits, durch Abstellen auf die Hartfl�chen, bereits auch der Menge des anfallenden Meteorwassers Rechnung, wie dies das in Art. 60a GSchG verankerte Verursacherprinzip verlangt, welches seine Wirkung im �brigen insbesondere bei den periodischen Ben�tzungsgeb�hren entfaltet. Die Auffassung des Verwaltungsgerichts, wonach f�r eine derartig konzipierte Anschlussgeb�hr zwischen Um- und Erweiterungsbauten einerseits und Ersatzbauten andererseits kein grunds�tzlicher Unterschied gemacht werden darf, l�sst sich verfassungsrechtlich nicht beanstanden. Wenn bei Um- und Erweiterungsbauten nur der bauliche Mehrwert der ver�nderten Baute sowie die zus�tzlich geschaffene Hartfl�che durch eine erg�nzende Anschlussgeb�hr erfasst wird, muss diese Betrachtungsweise konsequenterweise auch f�r Ersatzbauten gelten. Das dr�ngt sich bis zu einem gewissen Grad schon aus praktischen Gr�nden auf, da zwischen Um- und Erweiterungsbauten und eigentlichen Ersatzbauten keine scharfe Trennung gemacht werden kann. Bei Um- und Erweiterungsbauten kann die neu geschaffene Bausubstanz wert- und volumenm�ssig neben der verbliebenen Altsubstanz derart dominieren, dass der Vorgang baulich und wirtschaftlich der Erstellung einer Ersatzbaute gleich- oder nahekommt. Das Reglement macht in dieser Hinsicht keinerlei Differenzierung und es stellt auch nicht darauf ab, aus welchem Grunde eine Baute abgebrochen wird und wie lange sie bestanden hat. W�hrend Um- und Erweiterungsbauten, unabh�ngig vom Verh�ltnis der alten zur neuen Bausubstanz, gem�ss � 40 AR nur f�r die zus�tzlich geschaffenen Gr�ssen mit einer Anschlussgeb�hr belastet werden, schreibt � 43 AR f�r Ersatzbauten, unabh�ngig von der Gr�sse der abgebrochenen Altbaute und auch unabh�ngig vom Grund des Abbruches, gleich wie f�r erstmals angeschlossene Neubauten die Erhebung der vollen Anschlussgeb�hr vor. Die Errichtung einer Ersatzbaute w�rde sogar die volle Anschlussgeb�hr neu ausl�sen, wenn sie f�r die Abwasseranlage eine geringere Belastung darstellen w�rde als die beseitigte Altbaute; im Gegensatz dazu gew�hrt � 40 Abs. 3 AR bei Umbauten, die zu einer Reduktion der Hartfl�che f�hren, sogar eine R�ckerstattung der Anschlussgeb�hren. Wenn das Verwaltungsgericht in der unterschiedlichen Berechnung der Anschlussgeb�hr bei Um- bzw. Erweiterungsbauten einerseits und Ersatzbauten andererseits einen Verstoss gegen das Gleichbehandlungsgebot erblickte und der Regelung von � 43 AR die Anwendung versagte, l�sst sich dies verfassungsrechtlich nicht beanstanden. Auch in der Lehre wird postuliert, dass Ersatzbauten bez�glich der Anschlussgeb�hr wie Umbauten zu behandeln seien bzw. dass lediglich f�r die Differenz gegen�ber dem fr�heren Zustand eine Zusatzgeb�hr zu erheben sei (Werner Spring/Rudolf St�deli, Die Finanzierung kommunaler Abwasseranlagen, Schriftenfolge Nr. 41/Schweizerische Vereinigung f�r Landesplanung, Bern 1985, S. 51; Peter Karlen, Die Erhebung von Abwasserabgaben aus rechtlicher Sicht, in: URP 1999 S. 568, mit Hinweisen; vgl. auch das Urteil des bernischen Verwaltungsgerichts vom 27. April 1998, in: BVR 1998 S. 465 f.). Dass das Bundesgericht in einem unver�ffentlichten Urteil vom 31. Mai 1994 (2P.161/1992) es als nicht willk�rlich erachtet hatte, die Errichtung von zwei Mietsh�usern mit unterirdischen Parkpl�tzen, die anstelle von drei abgebrochenen, 1914 erbauten Geb�uden auf einer neu parzellierten Fl�che erstellt wurden, f�r die Bemessung der Anschlussgeb�hr wie eine Neubaute und nicht wie eine blosse Umbaute oder Erweiterung zu behandeln, steht dieser Beurteilung nicht entgegen (vgl. zu diesem Urteil Karlen, a.a.O., S. 568). Es wird weder behauptet noch dargetan, dass im vorliegenden Fall zwischen der beseitigten Altbaute und der Ersatzbaute bez�glich Alter und Nutzungszweck eine �hnliche Diskrepanz bestanden habe. Das von der Gemeinde herangezogene Kriterium des Lebensalters einer Baute findet im fraglichen Reglement, wie das Verwaltungsgericht ohne Willk�r annehmen konnte, keine Grundlage.
An diesem Ergebnis w�rde sich auch nichts �ndern, wenn die hier fragliche Abgabe gem�ss der Auffassung des Verwaltungsgerichts als Vorzugslast einzustufen w�re. Es l�ge auch in diesem Fall bez�glich der finanziellen Folgen von Umbauten und Ersatzbauten eine rechtsungleiche Behandlung vor.
3.7 Dass auch Gemeinden, deren Gebiet weitgehend �berbaut ist und in denen vermehrt nur noch Umbauten und Ersatzbauten entstehen, auf Abgaben zur Finanzierung der Erneuerung ihrer Abwasseranlagen angewiesen sind, steht ausser Frage. Soweit die �ffentliche Abwasseranlage neu erstellt oder in einer allen Liegenschaften zugute kommenden Weise ausgebaut wird, k�nnen zus�tzliche Anschlussgeb�hren generell auch f�r bereits angeschlossene Liegenschaften erhoben werden (vgl. Urteil des Bundesgerichts 2P.45/2003 vom 28. August 2003, E. 5.3). Im �brigen verbleibt der Gemeinde die M�glichkeit, auch f�r Umbauten und Ersatzbauten nach einem den heutigen Finanzbed�rfnissen entsprechenden Satz erg�nzende Anschlussgeb�hren zu erheben; sie hat sich bei der Erfassung solcher Tatbest�nde aber an die Schranken der Rechtsgleichheit zu halten.
Nach dem Gesagten ist die staatsrechtliche Beschwerde - soweit darauf einzutreten ist (oben E. 1.4 und 1.5) - als unbegr�ndet abzuweisen.
Dem Verfahrensausgang entsprechend wird die unterliegende Beschwerdef�hrerin, welche mit ihrer Beschwerde verm�gensrechtliche Interessen wahrgenommen hat, kostenpflichtig (Art. 156 Abs. 1 und 2, Art. 153 sowie 153a OG). Dar�ber hinaus hat sie die Beschwerdegegnerin f�r das bundesgerichtliche Verfahren angemessen zu entsch�digen (Art. 159 Abs. 2 OG).

References: Art. 86
 Art. 60
 Art. 87
 Art. 90
 BGE 
 Art. 60
 Art. 74
 BGE 
 Art. 60
 BGE 
 BGE 
 Art. 60
 Art. 153