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Timestamp: 2016-10-22 07:09:40+00:00

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5A_94/2007 (31.05.2007)
5A_94/2007 /bnm
X.________, vertreten durch Y.________,
Amtsvormundin,
R.________ und S.________,
Beschwerde in Zivilsachen gegen den Entscheid des Obergerichts des Kantons Aargau, Kammer f�r Vormundschaftswesen als zweitinstanzliche vormundschaftliche Aufsichtsbeh�rde, vom 4. Januar 2007.
A.a R.________ (geb. 1928) und S.________ (geb. 1930) sind in A.________ in einer grossen 2 � -Zimmerwohnung mit Balkon wohnhaft. Sie sind die Adoptiveltern von Z.________ (geb. 1964). Diese war mit T.________ (geb. 1962) verheiratet und hat mit ihm die ehelichen Kinder L.________ (geb. 1988), M.________ (geb. 1989) und X.________ (geb. 1993). Sie fand auf der Suche nach ihren leiblichen Eltern im Kanton Tessin unter anderen ihren Halbbruder. Sie verliebte sich in diesen und verliess deswegen im Oktober 1999 ihre Familie und lebt seither mit ihm im Tessin zusammen. Um ihre Kinder k�mmert sie sich nicht mehr.
A.b Mit rechtskr�ftigem Ehescheidungsurteil des Gerichtspr�sidiums Aarau vom 5. M�rz 2001 wurde die Ehe von T.________ und Z.________ geschieden und die elterliche Sorge f�r die drei Kinder dem Vater zugeteilt. Dieser lebt in einem Einfamilienhaus in B.________ und ist als Logistikleiter einer Firma beruflich stark beansprucht. Er verheiratete sich am 10. Juli 2002 mit N.________.
Nach der Heirat kam es zu Konflikten zwischen den Kindern und deren Stiefmutter. Diese duldet seither w�hrend ihrer Anwesenheit im Haus die Kinder nur noch in deren Zimmern im Untergeschoss, nicht aber im Obergeschoss mit dem dort befindlichen Elternschlaf- und Wohnzimmer, und k�mmert sich auch nicht mehr um die Betreuung und Erziehung der Kinder.
B.a Nach Anh�rung des Kindes und des Kindsvaters wurde mit Beschluss der Vormundschaftsbeh�rde Aarau vom 3. Juli 2006 gest�tzt auf Art. 310 Abs. 1 ZGB dem Vater die Obhut �ber das Kind X.________ f�r unbestimmte Zeit entzogen. X.________ wurde bis zum erneuten Entscheid der Vormundschaftsbeh�rde betreffend Platzierung in einer Pflegefamilie im Haushalt ihres Vaters belassen. Sodann wurde f�r X.________ eine Beistandschaft gem�ss Art. 308 Abs. 1 und 2 ZGB errichtet, und als Beist�ndin wurde Y.________, Amtsvormundin, eingesetzt, welche beauftragt wurde, einen geeigneten Pflegeplatz f�r das Kind zu suchen. Dem Beschluss wurde gem�ss Art. 314 Ziff. 2 ZGB und � 44 Abs. 1 VRPG die aufschiebende Wirkung entzogen.
B.b Das Kind X.________ lebt mit Einwilligung des Kindsvaters seit Beginn der Sommerferien 2006 bei den Grosseltern m�tterlicherseits (nachfolgend: Beschwerdegegner), wobei es die 6. Klasse, eine Kleinklasse, im Schulhaus in B.________ besucht. Nach Schulschluss h�lt sich X.________ im Elternhaus in B.________ auf und verbringt dort auch die schulfreien Nachmittage bei den Br�dern und dem Kindsvater.
B.c Mit undatiertem Schreiben, das am 10. Juli 2006 bei der Vormundschaftsbeh�rde Aarau einging, ersuchten die Beschwerdegegner um Fremdplatzierung des Kindes X.________ bei ihnen. Die Vormundschaftsbeh�rde liess diesen Antrag durch die Beist�ndin �berpr�fen, die in ihrem Bericht vom 21. August 2006 eine Fremdplatzierung des Kindes X.________ bei den Beschwerdegegnern "trotz all den positiven Eindr�cken als "falsch" bezeichnete. Mit Beschluss vom 11. September 2006 ordnete die Vormundschaftsbeh�rde Aarau die Fremdplatzierung des Kindes in der heilp�dagogischen Pflegefamilie T.________ in C.________ per 15. September 2006 an (Ziff. 1).
Dagegen erhoben die Beschwerdegegner fristgem�ss Beschwerde an das Bezirksamt Aarau als vormundschaftliche Aufsichtsbeh�rde. Das Bezirksamt erteilte mit Verf�gung vom 29. September 2006 der Beschwerde aufschiebende Wirkung, wies mit Verf�gung vom 29. November 2006 das Rechtsmittel ab und verf�gte, X.________ sei sobald wie m�glich bei der Familie T.________ in C.________ zu platzieren (Ziff. 1). Gest�tzt darauf ordnete die Vormundschaftsbeh�rde Aarau mit Vollstreckungsbeschluss vom 4. Dezember 2006 an, der allein sorgeberechtigte Vater, T.________, werde angewiesen, seine Tochter X.________ bis sp�testens Dienstag, 12. Dezember 2006, um 18 Uhr in die heilp�dagogische Pflegefamilie T.________ in C.________ zu bringen. Nach unben�tztem Verstreichen dieser Frist werde die Beist�ndin Y.________ erm�chtigt, die Zwangsvollstreckung wenn n�tig unter Beizug der Polizei durchzuf�hren.
B.d Die Beschwerdegegner und der Kindsvater vereitelten diese Vollstreckungsanordnung, indem sie das Kind X.________ f�r die Vollstreckungsorgane unauffindbar bei den Grosseltern v�terlicherseits in D.________ versteckten.
Die Beschwerdegegner erhoben am 12. Dezember 2006 gegen die Verf�gung des Bezirksamts Aarau vom 29. November 2006 Beschwerde an die Kammer f�r Vormundschaftswesen des Obergerichts des Kantons Aargau als zweitinstanzliche vormundschaftliche Aufsichtsbeh�rde.
Die Kammer f�r Vormundschaftswesen gew�hrte der Beschwerde mit Instruktionsverf�gung vom 22. Dezember 2006 aufschiebende Wirkung und f�hrte am 4. Januar 2007 eine Verhandlung mit Anh�rung des Kindes X.________, der Beschwerdegegner und der Beist�ndin durch. Mit Entscheid vom 4. Januar 2007 wurde die Beschwerde teilweise gutgeheissen und der Entscheid des Bezirksamts Aarau vom 29. November 2006 in Dispositiv-Ziffern 1 und 2 aufgehoben und durch folgende Bestimmungen ersetzt: "In teilweiser Gutheissung der Beschwerde wird der Beschluss der Vormundschaftsbeh�rde Aarau vom 11. September 2006 in Dispositiv-Ziffern 1 und 2 ersatzlos aufgehoben".
X.________, vertreten durch die Beist�ndin Y.________, hat gegen den obergerichtlichen Entscheid Beschwerde nach Art. 72ff. BGG eingereicht. Sie l�sst beantragen, der angefochtene Entscheid sei aufzuheben, der Obhutsentzug der Vormundschaftsbeh�rde vom 3. Juli 2006 sei zu best�tigen und X.________ sei sofort in einer geeigneten Institution zu platzieren.
Mit Pr�sidialverf�gung vom 22. M�rz 2007 wurde das Gesuch um Entzug der aufschiebenden Wirkung als gegenstandlos abgeschrieben, da der Beschwerde nach Art. 72ff. BGG gegen Kindesschutzmassnahmen, die keine Gestaltungsurteile im Sinne von Art. 103 Abs. 2 lit. a BGG darstellten, keine aufschiebende Wirkung von Gesetzes wegen zukomme. Das Gesuch um vorsorgliche Massnahmen wurde abgewiesen.
1.2 Der angefochtene Entscheid des Obergerichts ist ein letztinstanzlicher im Sinne von Art. 75 Abs. 1 BGG. Gem�ss Art. 72 Abs. 2 lit. b Ziff. 5 BGG steht die Beschwerde in Zivilsachen auf dem Gebiet der Aufsicht �ber die Vormundschaftsbeh�rden sowie auf dem Gebiet des Kindesschutzes (Ziff. 7) offen. Auf das Rechtsmittel ist demnach grunds�tzlich einzutreten.
1.3 Zur Beschwerde in Zivilsachen ist berechtigt, wer vor der Vorinstanz am Verfahren teilgenommen oder keine M�glichkeit zur Teilnahme erhalten hat (Art. 72 Abs. 1 lit. a BGG) und ein rechtlich gesch�tztes Interesse an der Aufhebung oder �nderung des angefochtenen Entscheides hat (Art. 76 Abs. 1 lit. b BGG).
Die Vormundschaftsbeh�rde Aarau ist im vorliegenden Fall nicht entscheidende, sondern antragstellende Beh�rde und w�re daher selber zur Beschwerde legitimiert (BGE 86 II 213 E. 3 S. 16; 112 II 16). Sie f�hrt jedoch nicht in eigenem Namen Beschwerde, sondern hat mit Beschluss vom 5. M�rz 2007 der Beist�ndin von X.________ eine Prozessvollmacht gem�ss Art. 421 Ziff. 8 ZGB erteilt mit dem Zweck, gegen den Entscheid des Obergerichts vom 4. Januar 2007 Beschwerde beim Bundesgericht zu erheben. Darin wird weiter ausgef�hrt, urteilsf�hige Minderj�hrige k�nnten selbst�ndig - oder durch den Vertreter ihrer Wahl - handeln, um Rechte betreffend ihre Pers�nlichkeit wahrzunehmen (BGE 120 Ia 369). X.________ sei jedoch nicht als urteilsf�hig zu betrachten und k�nne daher den Entscheid nicht selbst�ndig anfechten, da sie in einem Loyalit�tskonflikt mit ihrem Vater und den Beschwerdegegnern stehe. Bei h�chstpers�nlichen Rechten, die f�r das urteilsunf�hige M�ndel vom Vormund geltend gemacht werden k�nnten, bed�rfe dieser der Zustimmung der Vormundschaftsbeh�rde (Thomas Geiser, Basler Kommentar, ZGB I, 3. Aufl., N. 20 zu Art. 421/422 ZGB, S. 2133f.). Die Beschwerdef�hrerin erachtet ihre Legitimation als gegeben, denn sie habe am Verfahren der Vorinstanz teilgenommen und habe ausserdem ein durch Art. 301, Art. 307 und Art. 310 Abs. 1 ZGB rechtlich gesch�tztes Interesse an der Aufhebung bzw. �nderung des angefochtenen Entscheids.
Rechnet man die Bestimmung der Obhut zu den pers�nlichkeitsbezogenen Rechten einer Person, so ist ein urteilsf�higer Unm�ndiger selber zur Geltendmachung berechtigt (Margrit Bigler-Eggenberger, Basler Kommentar, ZGB I, 3. Aufl., N. 33 ff. zu Art. 19, S. 204 ff.) und kann - umgekehrt - nicht gegen seinen Willen vertreten werden. Da die Beschwerde abzuweisen und der angefochtene Entscheid zu best�tigen sein wird, muss die Frage nicht weiter gepr�ft werden, ob hier nicht eine unzul�ssige Vertretungsanmassung vorliegt.
Die Beschwerdef�hrerin r�gt in verschiedener Hinsicht eine Verletzung des rechtlichen Geh�rs.
2.1 Das rechtliche Geh�r dient einerseits der Sachaufkl�rung, andererseits stellt es ein pers�nlichkeitsbezogenes Mitwirkungsrecht beim Erlass eines Entscheids dar, welcher in die Rechtsstellung des Einzelnen eingreift. Dazu geh�rt insbesondere das Recht des Betroffenen, sich vor Erlass eines in seine Rechtsstellung eingreifenden Entscheides zur Sache zu �ussern, erhebliche Beweise beizubringen, Einsicht in die Akten zu nehmen, mit erheblichen Beweisantr�gen geh�rt zu werden und an der Erhebung wesentlicher Beweise entweder mitzuwirken oder sich zumindest zum Beweisergebnis zu �ussern, wenn dieses geeignet ist, den Entscheid zu beeinflussen (Art. 29 Abs. 2 BV; BGE 115 Ia 11 E. 2b mit Hinweisen; 116 Ia 99 E. 3b; 118 Ia 17 E. 1c;127 I 54 E. 2b S. 56).
2.2 Von vornherein nicht eingetreten werden kann auf die R�ge, das rechtliche Geh�r des Vaters oder der Vormundschaftsbeh�rde sei verletzt worden, denn die Beist�ndin vertritt diese beiden nicht, und diese haben nicht Beschwerde gef�hrt.
Die Beist�ndin war anl�sslich der Verhandlung vom 4. Januar 2007 nicht Prozessvertreterin von X.________, sondern hatte damals als Beist�ndin bloss die Aufgabe, einen Pflegeplatz zu suchen (Beschluss vom 3. Juli 2006) und den Entscheid, X.________ der Pflegefamilie T.________ zuzuf�hren, zu vollstrecken (Entscheid vom 4. Dezember 2006). Die Prozesserm�chtigung erfolgte erst am 5. M�rz 2007. Sie kann sich daher nicht dar�ber beklagen, anl�sslich der Vorladung vom 22. Dezember 2006 und der Verhandlung vom 4. Januar 2007 sei das rechtliche Geh�r von X.________ verletzt worden. Wie sie selber ausf�hrt, h�tte damals einzig der Vater von X.________ als sorgeberechtigte Person die Interessen von X.________ im Verfahren rechtswirksam wahrnehmen k�nnen. Dieser und X.________ selber haben sich aber nicht beschwert, so dass darauf nicht weiter einzugehen ist. Die Beist�ndin hatte zudem aus eigenem Recht keinen Anspruch, an der Verhandlung vom 4. Januar 2007 "sich ausf�hrlich zur ganzen Situation" zu �ussern.
Die Beschwerdef�hrerin ist ferner der Ansicht, vorerst m�sse als Vorfrage im Sinne von Art. 31 BGG diskutiert werden, ob der am 3. Juli 2006 verf�gte Obhutsentzug rechtlich unwirksam sei, wie das Obergericht in E. 2.2.2 festhalte. Es besteht kein Interesse an der Beantwortung dieses obiter dictum der Vorinstanz, denn als Hauptfrage ist gem�ss der Beschwerdef�hrerin zu pr�fen, ob die Fremdplatzierung von X.________ vom 11. September 2006 den Anforderungen von Art. 301 Abs. 1 und Art. 307 Abs. 1 ZGB entspreche. Zudem hat das Obergericht den Obhutsentzug aufgehoben (E. 5.1 nachfolgend).
4.1 Das Bundesgericht hat seinem Beschwerdeentscheid den von der Vorinstanz festgestellten Sachverhalt zu Grunde zu legen (Art. 105 Abs. 1 BGG), es sei denn, die f�r den Verfahrensausgang entscheidenden Feststellungen sind offensichtlich unrichtig, d.h. unhaltbar und damit willk�rlich nach Art. 9 BV (Botschaft vom 28. Februar 2001 zur Totalrevision der Bundesrechtspflege, BBl 2001 S. 4207ff., S. 4338), oder beruhen auf einer anderweitigen Rechtsverletzung (Art. 97 Abs. 1 BGG).
Die bundesgerichtliche �berpr�fung eines verfassungswidrig festgestellten Sachverhalts setzt voraus, dass in der Beschwerdeschrift die Verfassungsverletzung ger�gt (Art. 106 Abs. 2 BGG), d.h. (entsprechend den altrechtlichen Begr�ndungsanforderungen des Art. 90 Abs. 1 lit. b OG: Botschaft, BBl 2001 S. 4294) neben der Erheblichkeit der ger�gten Tatsachenfeststellungen (Botschaft, BBl 2001 S. 4338) dargelegt wird (BGE 130 I 258 E. 1.3 S. 261f.), inwiefern diese verfassungswidrig, namentlich unhaltbar sind, weil sie den Tatsachen klar widersprechen, auf einem offenkundigen Versehen beruhen oder sich sachlich nicht vertreten lassen (BGE 120 Ia 31 E. 4b S. 40).
4.2 In der Beschwerdeschrift muss (entsprechend den altrechtlichen Begr�ndungsanforderungen des Art. 55 Abs. 1 lit. c OG: Botschaft vom 28. Februar 2001 zur Totalrevision der Bundesrechtspflege, BBl 2001 S. 4207ff., S. 4294) auf die Erw�gungen des angefochtenen Entscheids eingegangen werden und ist im Einzelnen aufzuzeigen, welche Vorschriften (Botschaft, BBl 2001 S. 4232) und warum sie von der Vorinstanz verletzt worden sind (BGE 116 II 745 E. 3 S. 749),
5.1 Die Vorinstanz hat in der Hauptsache Folgendes erwogen: Der Kindsvater habe zu Beginn der Sommerferien 2006 das Kind X.________ in die Obhut der Beschwerdegegner gegeben, bei denen es seither in deren grossen 2 �-Zimmerwohnung in A.________ lebe, wobei es weiterhin die Schule in B.________ besuche und im Elternhaus nach Schulschluss die Mahlzeiten einnehme sowie die schulfreien Nachmittage mit seinen Br�dern verbringe. Es habe sich f�r den Verbleib bei den Beschwerdegegnern ausgesprochen und zu diesen eine gute Kind-Grosseltern-Beziehung, die erfahrungsgem�ss eine gute, tragf�hige Grundlage f�r die Kindesbetreuung sei. Auf den Willen des nunmehr bald 14-j�hrigen M�dchens sei soweit m�glich R�cksicht zu nehmen, wobei eine davon abweichende Entscheidung nur im Falle einer Kindesgef�hrdung zu treffen sei, die hier bei Betreuung des Kindes durch die Beschwerdegegner auch nach dem Bericht der Beist�ndin vom 21. August 2006 nicht anzunehmen sei. Es stehe nichts entgegen, auch wenn gem�ss dem Bericht die Wohnverh�ltnisse bei den Beschwerdegegnern mangels eines eigenen Zimmers f�r X.________ nicht ideal seien, das Kind bei den Beschwerdegegnern zu belassen, zumal diese f�r Abhilfe besorgt seien und ihm Platz f�r einen Computer und eigenen Fernseher zur Verf�gung gestellt h�tten.
Zusammenfassend ergebe sich, dass die mit Beschluss der Vormundschaftsbeh�rde Aarau vom 11. September 2006 angeordnete Kindesschutzmassnahme des Obhutsentzugs (Art. 310 Abs. 1 ZGB) als weniger einschneidende Kindesschutzmassnahme mit Aufhebung des Aufenthaltsbestimmungsrechts des Kindsvaters f�r das Kind X.________ unter den vorliegenden Umst�nden nicht gerechtfertigt sei. Sie sei daher aufzuheben mit der Feststellung, dass die im vorangegangenen Beschluss der Vormundschaftsbeh�rde Aarau vom 3. Juli 2006 angeordnete, unangefochten in Rechtskraft erwachsene Kindesschutzmassnahme der Beistandschaft gen�ge, in deren Rahmen die Beist�ndin n�tigenfalls auf die Kindeserziehung einwirken, an den Kindsvater gelangen und das Erforderliche veranlassen k�nne.
5.2.1 Vorweg ist festzustellen, dass das Verstecken von X.________, um die Fremdplatzierung zu verhindern oder zu verz�gern, rechtswidrig war. Dies allein rechtfertigt indessen keinen Obhutsentzug, wenn dieser nicht im wohlverstandenen Interesse des Kindes liegt.
5.2.2 Die Beschwerdef�hrerin wendet sodann im Einzelnen das Folgende ein:
5.2.2.1 Sie ist der Ansicht, die Beschwerdegegner seien im Alter von bald 77 bzw. bald 79 Jahren f�r die Betreuung von X.________ nicht geeignet.
Als 2002/2003 Schwierigkeiten auftraten, schuf der sorge- und obhutsberechtigte Vater Abhilfe, indem er vermehrt die Grosseltern m�tterlicherseits einspannte. Zudem stehen weitere Verwandte - vor allem die Paten und Grosseltern v�terlicherseits - zur Verf�gung, welche bereit und in der Lage sind, zu helfen. Das Vorbringen der Beschwerdef�hrerin, die Grosseltern handelten aus egoistischen Motiven, da sie keine eigene Tochter h�tten, stellt bloss appellatorische Kritik dar, deren sachverhaltliche Grundlage im angefochtenen Entscheid fehlt und die daher nicht geh�rt werden kann (E. 4.1 hiervor). Das Gleiche gilt auch f�r den Einwand, der Vater des Kindes habe sich geweigert, sich einer Familientherapie zu unterziehen. Es deutet nichts darauf hin, dass der Vater nicht reagieren w�rde, wenn z.B. wegen des Alters der Grosseltern oder aus anderen Gr�nden sich �nderungen aufdr�ngten. Auch die Beist�ndin, deren Funktion nicht in Frage gestellt wird, kann �nderungen vorschlagen, wenn solche n�tig sind. Die in diesem Zusammenhang erhobene R�ge, das Kantonsgericht habe �bersehen, dass im Falle, wo den Eltern die Obhut entzogen werde, diese der Vormundschaftsbeh�rde und gest�tzt auf BGE 128 III 9 schon gar nicht den Pflegeeltern zustehe, geht fehl. Denn das Obergericht hat - wie ausgef�hrt (E. 5.1 hiervor) - die Aufhebung des Rechts des Vaters zur Bestimmung des Aufenthalts von X.________ r�ckg�ngig gemacht.
5.2.3 Sodann ist die Beschwerdef�hrerin der Meinung, sie sei bei der Befragung �berfordert und damit nicht urteilsf�hig gewesen. Von vornherein unzul�ssig ist die behauptete �berforderung, denn im angefochtenen Entscheid wird eine solche nicht festgestellt (E. 4.1 hiervor). Dar�ber hinaus hat das Obergericht die Urteilsf�higkeit bei einem 13-j�hrigen und im Gutachten als "k�rperlich, geistig und seelisch gesund bezeichneten" Kind nicht in Zweifel ziehen m�ssen (vgl. dazu: BGE 131 III 553 ff.). Die Anh�rung von X.________, die nur ein Element der Entscheidfindung darstellt und gem�ss Art. 314 Abs. 2 ZGB vorgeschrieben ist, stellt somit keine Bundesrechtsverletzung dar.
5.2.4 Im Weiteren r�gt die Beschwerdef�hrerin, das Obergericht sei vom Gutachten des KJPD vom 20. April 2006 abgewichen und habe dabei das Willk�rverbot (Art. 9 BV) missachtet. Vorab ist dabei zu erw�hnen, dass im Bereich des Kindesschutzes, wo die uneingeschr�nkte Untersuchungsmaxime gilt, die zust�ndige Beh�rde nach eigenem Ermessen Beweise erheben kann; massgebend ist in erster Linie das Wohl des Kindes (BGE 122 I 53 E. 4a S. 55; vgl. auch 128 III 411 E. 3.2.1 S.413 und 131 III 553 E.1.1). Die Vorinstanz hat anl�sslich der Verhandlung vom 4. Januar 2007 durch die Anh�rung der Grosseltern und des Kindes sich die Erkenntnisse zur Beurteilung der Obhutsfrage und zur Unterbringung von X.________ verschaffen k�nnen. Die R�ge geht daher fehl.
Das Obergericht hat zudem erwogen, es liege hier ein Fall vor, in welchem der allein sorgeberechtigte Kindsvater in seiner Doppelbelastung durch Beruf und Kinderbetreuung in seiner Abwesenheit X.________ durch dessen Grosseltern habe betreuen lassen, welche dem Kind wohlgesinnt seien. Dabei sei die offene Ablehnung der Stiefmutter gegen�ber den Kindern und das dadurch begr�ndete Defizit einer Mutter-Kind-Beziehung bei X.________ durch dessen gute, herzliche Beziehung zur Grossmutter und die geregelte Kindesbetreuung ausgeglichen worden. Es sei nicht einsichtig, worin und weshalb in diesem Fall bei dem als k�rperlich, geistig und seelisch gesund bezeichneten Kind X.________ eine "massive Gef�hrdung" vorliegen solle, die nicht anders als durch dessen Fremdplatzierung in einer heilp�dagogischen Pflegefamilie abgewendet werden k�nne. Indem das Obergericht diesen im Gutachten enthaltenen Widerspruch als Anlass f�r eigene Abkl�rungen angesehen hat, die schliesslich zu einer anderen Beurteilung der Gef�hrdung des Kindes gef�hrt haben, hat es kein Bundesrecht verletzt. Zu einer abstrakten Gef�hrdung hat die Vorinstanz keine Tatsachen festgestellt. Das Obergericht ist im Gegenteil zur Auffassung gelangt, da sich seit dem Beschluss der Vormundschaftsbeh�rde vom 22. September 2003 keine neuen tats�chlichen Erkenntnisse f�r eine neue Kindesgef�hrdung ergeben h�tten, sei diese Beh�rde zu Unrecht t�tig geworden. Inwiefern dieser Schluss bundesrechtswidrig sein soll, wird von der Beschwerdef�hrerin nicht einl�sslich begr�ndet. Darauf kann demnach nicht eingetreten werden (E. 4.2 hiervor).
5.2.5 Schliesslich r�gt die Beschwerdef�hrerin, auch wenn die Beschwerdegegner im jetzigen Zeitpunkt in der Lage w�ren, ein Pflegekind aufzunehmen, k�nne niemand sagen, ob das in zwei bis drei Jahren immer noch der Fall sein werde und sich X.________ mit dem Lebenstil und der dann in hohem Alter stehenden Beschwerdegegner noch identifizieren k�nne.
Jede Anordnung oder Ab�nderung von Kindesschutzmassnahmen setzt in einem gewissen Ausmass eine Prognose �ber die k�nftige Entwicklung der massgebenden Umst�nde voraus (BGE 120 II 384 E. 4d S. 386). Der Blick in die Zukunft ist vom Obergericht positiv beurteilt worden. Wie die Umst�nde in zwei bis drei Jahren sein werden, weiss niemand, so dass beim Scheitern der angestrebten Unterbringung dannzumal nach einer anderen L�sung gesucht werden m�sste.
5.3 Die Vorinstanz hat anders entschieden, und in der Unsicherheit jeder Zukunftsprognose liegt auch ein Grund daf�r, dass der rechtsanwendenden Beh�rde bei der Wahl der geeigneten Massnahme ein gewisses Ermessen zusteht (vgl. Peter Breitschmid, Basler Kommentar, ZGB I, 3. Aufl., N. 26 zu Art. 307 ZGB, S. 1610). In dieses greift das Bundesgericht bloss mit Zur�ckhaltung ein (BGE 128 III 161 E. 2c/aa S. 162; 131 III 12 E. 4.2 S. 15).
Nach dem Ausgef�hrten hat das Obergericht kein Bundesrecht verletzt, wenn es wegen des Abwendens der Kindsmutter von der Familie und der fehlenden W�rme seitens der Stiefmutter, welche beiden Elemente offenbar hinter der aufgestellten positiven Erscheinung zu einer unterschwelligen Bedr�cktheit bei X.________ gef�hrt haben, befunden hat, dieser Mangel k�nne besser durch die Beanspruchung des bestehenden Familiennetzes, das X.________ wohl gesinnt ist und wo sie sich aufgehoben f�hlt, als durch eine neue Drittfamilie aufgefangen werden.
Als Letztes r�gt die Beschwerdef�hrerin eine Verletzung von Art. 5 und 8 PAVO, denn die Wohnverh�ltnisse bei den Beschwerdegegnern erlaubten die Aufnahme eines Pflegekindes nicht.
Darauf kann nicht eingetreten werden. Das Obergericht hat die Beschwerdegegner angewiesen, f�r die Betreuung des Kindes auf unbestimmte Zeit bei der zust�ndigen Vormundschaftsbeh�rde A.________ (Art. 2 Abs. 1 Bst. b PAVO) um eine Pflegekinderbewilligung nachzusuchen; und damit hat sich das Bundesgericht im vorliegenden Verfahren nicht zu befassen.
Nach dem Gesagten ist die Beschwerde abzuweisen, soweit darauf eingetreten werden kann. Es wird keine Gerichtsgeb�hr erhoben (Art. 66 Abs. 1 BGG). Da die Beschwerdegegner nicht zur Vernehmlassung aufgefordert wurden, ist ihnen keine Parteientsch�digung zuzusprechen.
Dieses Urteil wird den Parteien und dem Obergericht des Kantons Aargau, Kammer f�r Vormundschaftswesen als zweitinstanzliche vormundschaftliche Aufsichtsbeh�rde schriftlich mitgeteilt.

References: Art. 310
 Art. 308
 Art. 314
 Art. 72
 Art. 72
 Art. 103
 Art. 75
 Art. 72
 Art. 421
 Art. 421
 Art. 301
 Art. 307
 Art. 310
 Art. 19
 BGE 
 Art. 31
 Art. 301
 Art. 307
 Art. 9
 Art. 90
 Art. 55
 BGE 
 BGE 
 Art. 314
 Art. 307
 Art. 5