Source: http://kennzeichenwelt.de/bundesrepublik-seit-1956/e-kennzeichen
Timestamp: 2020-02-24 00:42:12+00:00

Document:
Kennzeichenwelt - E-Kennzeichen
Insgesamt 1985
§ 9a FZV: Kennzeichnung elektrisch betriebener Fahrzeuge
Anlage 4 Abschnitt 5a FZV: Ausgestaltung der Kennzeichen
§ 2 EmoG: Begriffsbestimmungen
Mit der 50. Verordnung zur Änderung straßenverkehrsrechtlicher Vorschriften wurde das "E-Kennzeichen" eingeführt. Die Verordnung, die am 26. September 2015 in Kraft trat, legt fest, dass Halter von Fahrzeugen, die unter das Gesetz zur Bevorrechtigung der Verwendung elektrisch betriebener Fahrzeuge (Elektromobilitätsgesetz – EmoG) fallen, auf Antrag ein amtliches Kennzeichen mit einem "E" am Ende erhalten.
Diese Kennzeichen sind strukturmäßig wie die bereits seit vielen Jahren existierenden H-Kennzeichen (Oldtimer-Kennzeichen) aufgebaut: Auf das Unterscheidungszeichen der Zulassungsbehörde und die sich anschließende Erkennungsnummer aus Buchstaben und Ziffern folgt ein "E".
Auch als Wechsel- oder Saison-Kennzeichen können die neuen E-Kennzeichen ausgeführt sein.
Eines der allerersten, wenn nicht gar "das" erste E-Kennzeichen wurde im schwäbischen Landkreis Günzburg zugeteilt, nämlich an ein Fahrzeug des Landratsamt-Fuhrparks: "GZ-LR 226 E".
Bereits im September 2013 hatte die Freie und Hansestadt Hamburg an den Bundesrat den Vorschlag herangetragen, blaue Kennzeichen mit einem "E" am Ende einzuführen.
Im Ergebnis kam es nun nicht ganz so weit – die Schilder sind weiterhin klassisch schwarz beschriftet.
PKW mit E-Kennzeichen aus dem Landkreis Böblingen (Sichtung nahe Stuttgart im Jahr 2017)
Ein wirklich außergewöhnlicher E-Kennzeichen-Träger ist als Erlebnis-Taxi in der Bundeshauptstadt unterwegs! (Sichtung in Berlin im Jahr 2018)
Elektro-Dienstfahrzeug des Abgeordnetenhauses von Berlin (Sichtung in Berlin, Christian Pfaff)
Elektro-Dienstfahrzeug der Fahrbereitschaft der Landesregierung Mecklenburg-Vorpommern (Sichtung in Schwerin im Jahr 2019)
§ 9a Fahrzeugzulassungsverordnung (FZV): Kennzeichnung elektrisch betriebener Fahrzeuge
3. eine sonstige zum Nachweis geeignete Unterlage.In die Plakette ist von der Zulassungsbehörde im dafür vorgesehenen Sichtfeld mit lichtechtem Stift das Kennzeichen des jeweiligen Fahrzeuges einzutragen.
Anlage 4 Abschnitt 5a FZV (zu § 10 Absatz 2, § 16 Absatz 5 Satz 1, § 16a Absatz 3 Satz 2, § 17 Absatz 2, § 19 Absatz 1 Nummer 3): Ausgestaltung der Kennzeichen
c) vier Stellen in der Erkennungsnummer (Buchstaben und Ziffern – ohne Kennbuchstabe „E“) auf einem Kennzeichen nach Nummer 3 mit einem Größtmaß von 280 mm oder einem Kennzeichen nach den Nummern 4 oder 5
§ 2 Gesetz zur Bevorrechtigung der Verwendung elektrisch betriebener Fahrzeuge (Elektromobilitätsgesetz - EmoG): Begriffsbestimmungen
1. ein elektrisch betriebenes Fahrzeug: ein reines Batterieelektrofahrzeug, ein von außen aufladbares Hybridelektrofahrzeug oder ein Brennstoffzellenfahrzeug,
2. ein reines Batterieelektrofahrzeug: ein Kraftfahrzeug mit einem Antrieb,
b) dessen Energiespeicher zumindest von außerhalb des Fahrzeuges wieder aufladbar sind,
3. ein von außen aufladbares Hybridelektrofahrzeug: ein Kraftfahrzeug mit einem Antrieb, der über mindestens zwei verschiedene Arten von
4. ein Brennstoffzellenfahrzeug: ein Kraftfahrzeug mit einem Antrieb, dessen Energiewandler ausschließlich aus den Brennstoffzellen und mindestens einer elektrischen Antriebsmaschine bestehen,
5. Energiewandler: die Bauteile des Kraftfahrzeugantriebes, die dauerhaft oder zeitweise Energie von einer Form in eine andere umwandeln, welche zur Fortbewegung des Kraftfahrzeuges genutzt werden,
6. Energiespeicher: die Bauteile des Kraftfahrzeugantriebes, die die jeweiligen Formen von Energie speichern, welche zur Fortbewegung des Kraftfahrzeuges genutzt werden.
Weiterführende Links [nach oben]
Hamburg will bundesweit blaue Kennzeichen für Elektro-Autos (welt.de, 09.09.2013)
Erstes E-Kennzeichen für das Landratsamt (myheimat.de, 15.10.2015)

References: § 9

§ 2

§ 9
 § 10
 § 16
 § 16
 § 17
 § 19

§ 2