Source: https://wirtschaftslexikon.gabler.de/definition/gesetzgebungsnotstand-35330
Timestamp: 2018-05-22 00:05:05+00:00

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ᐅ Gesetzgebungsnotstand • Definition im Gabler Wirtschaftslexikon
kann für eine Gesetzesvorlage unter den Voraussetzungen des Art. 81 GG erklärt werden, wodurch ein Bundesgesetz ausnahmsweise trotz Ablehnung durch den Bundestag jedoch mit Zustimmung des Bundesrates zustande kommen kann. Der Gesetzgebungsnotstand gilt nur für einfache Bundesgesetze, nicht bei Verfassungsänderungen möglich. Der Gesetzgebungsnotstand setzt voraus, dass der Bundestag einem Antrag des Bundeskanzlers, ihm das Vertrauen auszusprechen (Art. 68 GG) nicht zustimmt, der Bundespräsident den Bundestag aber nicht auflöst; wenn in einem solchen Falle eine von der Bundesregierung als dringlich bezeichnete Gesetzesvorlage vom Bundestag abgelehnt wird, kann der Bundespräsident auf Antrag der Bundesregierung hinsichtlich dieser Vorlage den Gesetzgebungsnotstand erklären. Lehnt der Bundestag die Gesetzesvorlage erneut ab oder stimmt er ihr in einer für die Bundesregierung als unannehmbar bezeichneten Fassung zu, gilt das Gesetz als zustandegekommen, soweit der Bundesrat ihm zustimmt. Das gilt auch, wenn der Bundestag nicht innerhalb von vier Wochen die erneut eingebrachte Gesetzesvorlage verabschiedet.
Der Gesetzgebungsnotstand nach Art. 81 GG ist nicht zu verwechseln mit der Notstandsgesetzgebung nach Art. 115a ff GG im Verteidigungsfall.
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Von 1971 bis 1976 war die vom Deutschen Bundestag eingesetzte Enquête-Kommission Verfassungsreform tätig. Ihr Vorsitzender war der Jubilar dieser Festschrift: Der Bundestagsabgeordnete und Staatssekretär a. D. Professor Dr. Friedrich Schafer.
Die Notstandsverfassung, Teil des Grundgesetzes, unterscheidet zwei Tatbestände des inneren und vier Tatbestände des äußeren Notstandes. Sie ist Geschöpf des Kalten Krieges. Heute zeigt sich die Welt, außen- und sicherheitspolitisch angespannt …
Staatsstrukturprinzipien, Staatsorgane und Staatsfunktionen
Gem. Art. 20 Abs. 1 GG ist die Bundesrepublik Deutschland ein demokratischer und sozialer Bundesstaat. Zusammen mit Art. 20 Abs. 3 GG, aus dem das Rechtsstaatsprinzip folgt (ferner s. Art. 1 Abs. 3, Art. 20 Abs. 2 S. 2, Art. 23 Abs. 1 S. 1 und …

References: Art. 81
 Art. 81
 Art. 115
 Art. 20
 Art. 20
 Art. 1
 Art. 20
 Art. 23