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Timestamp: 2016-10-23 09:45:38+00:00

Document:
8C_380/2016 (05.08.2016)
8C_380/2016 � � Urteil vom 5. August 2016
vertreten durch Rechtsanwalt Martin B�rgi,
Der 1961 geborene A.________ war seit 1988 bei der B.________ AG unbefristet als Arbeiter angestellt und dadurch bei der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (SUVA) obligatorisch gegen die Folgen von Unf�llen versichert. Am 6. September 2012 l�ste sich ein an einem Kran h�ngendes, 500 kg schweres Schalungselement, fiel auf den Betonboden, kippte um und traf den vorbeigehenden Versicherten an der linken Schulter und am Kopf (vgl. Unfallmeldung vom 13. September 2012; Unfallrapport der SUVA vom 27. September 2012; Rapport der Polizei vom 11. Oktober 2012). Die �rzte des Spitals C.________ diagnostizierten laut Austrittsbericht vom 11. September 2012 eine Schulter- und Scapulakontusion mit Prellmarke links, eine RQW (Rissquetschwunde) an der Oberlippe lateral links sowie frontale Kopfschmerzen. Die SUVA erbrachte die gesetzlichen Leistungen (Heilbehandlung; Taggeld). Der Versicherte hielt sich vom 5. Dezember 2012 bis 30. Januar 2013 sowie vom 13. bis 28. M�rz 2013 in der Klinik D.________ auf (vgl. Austrittsberichte vom 30. Januar und 28. M�rz 2013), deren �rzte festhielten, die Prognose sei im Hinblick auf die erwerbliche Wiedereingeliederung vom Verlauf der psychischen Problematik abh�ngig. Laut Austrittsbericht der Klinik E.________, in welcher der Versicherte ab 28. M�rz bis 19. Juni 2013 station�r behandelt wurde, waren Anpassungsst�rungen zu diagnostizieren (l�ngere depressive Reaktion nach Arbeitsunfall im September 2012; differenzialdiagnostisch: mittelgradige depressive Episode sowie diverse somatische Beschwerden [persistierende Kopf- und Nackenschmerzen; Schwindel; Tinnitus]); bei Austritt war eine Arbeitsf�higkeit nur in gesch�tztem Rahmen bei kleinem Pensum m�glich. Vom 24. Juni bis 30. November 2013 absolvierte der Versicherte in der Therapiewerkstatt der Psychiatrischen Klinik des Spitals F.________ ein Belastbarkeitstraining (vgl. Rapport der SUVA vom 27. November 2013). Mit Verf�gung vom 15. Januar 2014 er�ffnete die SUVA dem Versicherten, dass die Leistungen auf den 31. Januar 2014 eingestellt w�rden. Im Einspracheverfahren legte der Versicherte unter anderem die Berichte des PD Dr. med. G.________, Facharzt FMH f�r Orthop�dische Chirurgie, vom 14. Januar 2014 sowie des Dr. med. H.________, Facharzt FMH f�r Chirurgie, vom 27. Mai 2014 auf. Die SUVA holte dazu die kreis�rztlichen Beurteilungen des Dr. med. I.________, Facharzt f�r Chirurgie, vom 24. Februar sowie 5. August 2014 ein. Danach handelte es sich bei den im Bereich der linken Schulter beschriebenen, objektivierbaren Pathologien mangels unfallbedingt nachweisbarer struktureller L�sionen um ein typisches Voranschreiten degenerativer Ver�nderungen, weshalb aus orthop�disch-chirurgischer Sicht knapp 18 Monate nach der Traumatisierung der linken Schulter der Status quo sine erreicht gewesen war. Mit Entscheid vom 24. September 2014 hiess die SUVA den eingelegten Rechtsbehelf teilweise insoweit gut, als der Status quo sine vel ante hinsichtlich der beeintr�chtigten linken Schulter auf den 28. Februar 2014 festzusetzen sei und auf diesen Zeitpunkt die Leistungen einzustellen seien.
Hiegegen liess A.________ beim Kantonsgericht Luzern Beschwerde einreichen und beantragen, die SUVA habe die gesetzlichen Leistungen auch nach dem 28. Februar 2014 zu erbringen; eventualiter sei die Kausalit�t der gesundheitlichen Beeintr�chtigungen mit dem Unfall vom 6. September 2012 medizinisch abzukl�ren. Im Laufe des kantonalen Verfahrens legten die Parteien weitere �rztliche Unterlagen auf (unter anderem Berichte des Dr. med. H.________ vom 18. Dezember 2014 sowie vom 27. Oktober, 1. und 16. Dezember 2015; Beurteilungen des Dr. med. J.________, Facharzt f�r Orthop�dische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, SUVA Versicherungsmedizin, vom 20. November 2014, 22. Januar und 12. November 2015 sowie vom 12. Januar 2016). Mit Entscheid vom 19. April 2016 wies das Kantonsgericht Luzern die Beschwerde ab.
Mit Beschwerde l�sst A.________ die vorinstanzlich gestellten Rechtsbegehren wiederholen; subeventualiter sei die Sache zur Abkl�rung der Kausalit�t der gesundheitlichen Beeintr�chtigungen mit dem Unfall vom 6. September 2012 und zu erneuter Beurteilung an die Vorinstanz zur�ckzuweisen.
1.1.�Die Beschwerde kann wegen Rechtsverletzung gem�ss Art. 95 und Art. 96 BGG erhoben werden. Das Bundesgericht wendet das Recht von Amtes wegen an (Art. 106 Abs. 1 BGG). Es ist somit weder an die in der Beschwerde geltend gemachten Argumente noch an die Erw�gungen der Vorinstanz gebunden; es kann eine Beschwerde aus einem anderen als dem angerufenen Grund gutheissen und es kann sie mit einer von der Argumentation der Vorinstanz abweichenden Begr�ndung abweisen (vgl. BGE 132 II 257E. 2.5 S. 262; 130 III 136E. 1.4 S. 140). Gem�ss Art. 42 Abs. 1 BGG ist die Beschwerde hinreichend zu begr�nden, andernfalls wird darauf nicht eingetreten (Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG). Das Bundesgericht pr�ft grunds�tzlich nur die geltend gemachten R�gen; es ist nicht gehalten, wie eine erstinstanzliche Beh�rde alle sich stellenden rechtlichen Fragen zu pr�fen, wenn diese vor Bundesgericht nicht mehr vorgetragen werden (BGE 133 II 249 E. 1.4.1 S. 254).
Streitig und zu pr�fen ist, ob das kantonale Gericht zu Recht in Best�tigung des Einspracheentscheids der SUVA vom 24. September 2014 ab 1. M�rz 2014 den geltend gemachten Anspruch auf weitere Leistungen der obligatorischen Unfallversicherung verneint hat. Prozessthema bildet dabei in erster Linie die Frage, inwieweit der Beschwerdef�hrer sich beim Unfall vom 6. September 2012 objektiv nachweisbar im Bereich des linken Schultergelenkes verletzte und damit an Unfallfolgen in Form richtunggebender Verschlimmerungen der pathologisch nachgewiesenen Ver�nderungen litt.
3.1.1.�Das kantonale Gericht hat erkannt, die Schlussfolgerungen der Dres. med. I.________ und J.________ seien nicht zu beanstanden. Sie h�tten den Versicherten zwar nicht pers�nlich untersucht, indessen gest�tzt auf die umfangreichen �rztlichen Akten und einschl�gige medizinische Literatur �berzeugend dargelegt, dass die Befunde und Schmerzen im Bereich des linken Schultergelenks nicht mehr auf den Unfall vom 6. September 2012 zur�ckzuf�hren seien. Die anderslautende Auffassung des behandelnden Dr. med. H.________ sei nicht schl�ssig begr�ndet. So lege er dar, es sei fraglich, ob ein Status quo sine vel ante je korrekt definiert werden k�nne, in seinem Berufsleben habe er zu viele falsch positive und falsch negative Befunde der bildgebenden Verfahren gesehen, weshalb allein gest�tzt darauf nicht gekl�rt werden k�nne, ob ein Gelenksschaden traumatisch bedingt sei. Sodann habe der vom Versicherten angerufene Bericht des Dr. med. G.________ vom 14. Januar 2014, dem wohl nicht s�mtliche medizinischen Akten zur Verf�gung gestanden h�tten, eine lediglich wahrscheinliche posttraumatische AC-Arthropathie diagnostiziert, womit das im sozialversicherungsrechtlichen Verfahren erforderlich Beweismass nicht erf�llt sei. Insgesamt seien keine Anhaltspunkte ersichtlich, die auch nur geringe Zweifel an der Zuverl�ssigkeit und Schl�ssigkeit der Beurteilungen der Dres. med. I.________ und J.________ erweckten, weshalb von der beantragten Einholung eines Gerichtsgutachtens abzusehen sei.
3.1.2.�Der Beschwerdef�hrer bringt vor, die von der Vorinstanz zitierten S�tze des Dr. med. H.________ stammten aus dem Bericht vom 18. Dezember 2014 und h�tten einzig der Veranschaulichung gedient, nach sorgf�ltiger klinischer Untersuchungen und bildgebender Verfahren k�nne letztlich nur ein arthroskopischer Eingriff zur Kl�rung der Diagnose und der Frage, welcher Herkunft die Verletzungen seien, beitragen. Im genannten Bericht habe er zudem darauf hingewiesen, Verletzungen des Biceps und des Sehnen-Pulley w�rden h�ufig durch reflexartige Bewegungen entstehen, wie zum Beispiel beim Versuch, ein herunterst�rzendes Gewicht aufzuhalten. Erg�nzend dazu habe er im Bericht vom 16. Dezember 2015 dargelegt, durch die Abwehrbewegung sei es zu einer pl�tzlichen extremen �berbeanspruchung der langen Bizepssehne mit Spitzenwerten gekommen, welche so feine B�nder wie die Sehnen-Pulley oder den apikalen Limbus von der Fixationsstelle abl�sen k�nnten. Anl�sslich der am 27. Oktober 2015 durchgef�hrten Arthroskopie h�tten sich die klinisch und radiologisch erhobenen Befunde (traumatische SLAP-L�sion mit Instabilit�t der langen Bicepssehne, hoher Verdacht auf eine laterale Clavicula-Fraktur intraartikul�r mit Ausbildung einer AC-Gelenksarthrose) erh�rtet, was Dr. med. H.________ im Bericht vom 16. Dezember 2015 einl�sslich erl�utere.
3.2.1.�Dr. med. J.________ er�rterte im Bericht vom 20. November 2014, dass in der medizinischen Literatur als geeignete Verletzungsmechanismen, die einen Riss der Rotatorenmanschette verursachen k�nnen, verschiedene Abl�ufe, wie eine passiv forcierte Aussen- oder Innenrotation bei anliegendem oder abgespreiztem Arm, passive Traktionen nach unten, vorne oder innen, eine starke Zugbelastung beim Abspreizen des Armes oder als Begleitverletzung einer Ausrenkung (Luxation) des Schultergelenks genannt werden. Hinsichtlich m�glicher Verletzungsmechanismen des Poulley-Komplexes herrscht weitgehend Einigkeit dar�ber, dass die axiale Kraft auf das Schultergelenk einwirken muss, zum Beispiel durch Sturz auf die ausgestreckte Hand oder auf den Ellbogen in bestimmten Positionen des Schultergelenks. Einig ist man sich in der Fachwelt, dass ein Anprallereignis des Schultergelenkes nicht geeignet ist, eine Verletzung der Rotatorenmanschette oder des Poulley-Komplexes zu bewirken. Defekte der Rotatorenmanschette werden als multifaktorielles Geschehen angesehen, wobei die degenerativen Ver�nderungen im Vordergrund stehen. Mit Bericht vom 12. Januar 2016 hielt Dr. med. J.________ in Wiederholung seiner fr�heren Stellungnahmen fest, dass sich unfallspezifische �ussere Zeichen ausschliesslich im Bereich des Schulterblattes fanden, es sei nicht nachvollziehbar, warum es infolge einer von r�ckw�rts einwirkenden Kraft zu einer Extrembelastung der Bizepssehne gekommen sei.
3.2.2.�Aus der zwischen den Dres. med. H.________ und J.________ gef�hrten Diskussion geht hervor, dass die Frage, inwieweit die unstreitig objektivierbaren Beeintr�chtigungen im Bereich der linken Schulter mit dem Unfall vom 6. September 2012 in Zusammenhang gebracht werden k�nnten, davon abh�ngt, ob der Versicherte sich mit dem linken Arm gegen das sich auf ihn herabneigende, 500 kg schwere Schalungselement stemmte. Dies h�tte zu einer massiven Gewalteinwirkung auf das linke Schultergelenk f�hren k�nnen und verm�chte daher die Unfallkausalit�t der bestehenden Beschwerden plausibel zu erkl�ren. Aus keinem zeitnah zum Unfall liegenden Aktenst�ck ist ersichtlich, dass der Versicherte vorbrachte, er habe sich gegen das von links herabneigende Schalungselement mit dem linken Arm zu sch�tzen versucht. Vielmehr ist aufgrund des umfassend abgekl�rten und dokumentierten Unfallhergangs sowie der echtzeitlich erhobenen �rztlichen Befunde davon auszugehen, dass er angesichts der von links drohenden Gefahr sich duckte, den Kopf nach links oben drehte und auf das kippende Schalungselement, das durch ein Gel�nder aufgefangen wurde, hochblickte. Nur so sind die von den �rzten des Spitals C.________ gem�ss Bericht vom 11. September 2012 festgestellten �usseren Befunde (Prellmarke an der Scapula links sowie RQW an der Oberlippe links) nachzuvollziehen. In diesem Zusammenhang ist auf die Pr�misse hinzuweisen, wonach die spontanen "Aussagen der ersten Stunde" in der Regel unbefangener und zuverl�ssiger sind als sp�tere Darstellungen, die bewusst oder unbewusst von nachtr�glichen �berlegungen versicherungsrechtlicher oder anderer Art beeinflusst sein k�nnen (BGE 121 V 45 E. 2a S. 47 mit Hinweisen; RKUV 2004 Nr. U 524 S. 546 E. 3.3.4 mit Hinweisen). Nachdem der Beschwerdef�hrer erstmals aufgrund der Vermutung im Bericht des Dr. med. H.________ vom 18. Dezember 2014 eine Abwehrreaktion mit dem linken Arm geltend gemacht hatte, mit der allenfalls eine Unfallkausalit�t der objektivierbaren Befunden im Bereich des linken Schultergelenks mit dem Unfall begr�ndet werden k�nnte, ist aufgrund des Gesagten davon auszugehen, dass er sich von �berlegungen versicherungsrechtlicher Art leiten liess. Von weiteren Abkl�rungen ist in antizipierender Beweisw�rdigung abzusehen (vgl. dazu BGE 124 V 90 E. 4b S. 94; vgl. auch die in BGE 136 I 178 nicht publizierte E. 3).
3.3.�Insgesamt ist festzustellen, dass die SUVA mangels einer auf den Unfall vom 6. September 2012 zur�ckzuf�hrenden strukturellen Sch�digung im Bereich des linken Schultergelenks zu Recht eine richtunggebende Verschlimmerung des objektivierbaren Vorzustands verneinte. Daher ist mit der Vorinstanz nicht zu beanstanden, wenn sie annahm, dass der Status quo sine vel ante am 28. Februar 2014 erreicht gewesen war. Daran �ndert angesichts des Gesagten nichts, dass die Sch�digung im linken Schultergelenk gem�ss einhelliger Auffassung der Auskunft gebenden �rzte nicht (mehr) mit konservativen, sondern nur noch mit chirurgischen Massnahmen therapierbar war. Jedenfalls kann aus dem Umstand, dass es dem Beschwerdef�hrer nach dem von Dr. med. H.________ am 27. Oktober 2015 durchgef�hrten chirurgischen Eingriff besser ging, keine Schlussfolgerungen hinsichtlich des massgeblichen Zeitpunkts der Leistungseinstellung gezogen werden.
4.1.1.�Das kantonale Gericht hat weiter gepr�ft, ob die gesundheitlichen Beeintr�chtigungen (vor allem Kopfschmerzen, Schwindel, Anpassungsst�rungen), f�r die unbestritten kein objektives Korrelat gefunden werden konnte, in einem ad�quaten Kausalzusammenhang mit der beim Unfall vom 6. September 2012 erlittenen Schulterkontusion links und RQW an der Oberlippe links standen. Diese Frage hat es zutreffend anhand der in BGE 115 V 133 entwickelten Kriterien bezogen auf den Zeitraum bis zur Leistungseinstellung (28. Februar 2014) beurteilt.
4.1.2.�Die Vorinstanz hat das fragliche Ereignis der Kategorie der mittelschweren Unf�lle im engeren Sinne zugeordnet, welcher Auffassung der Beschwerdef�hrer explizit beipflichtet. Sie hat von den zu pr�fenden, objektiv fassbaren und unmittelbar mit dem Unfall in Zusammenhang stehenden oder als Folge davon erscheinenden Umst�nden, welche als massgebende Kriterien in die Gesamtw�rdigung einzubeziehen sind, h�chstens diejenigen der besonders dramatischen Begleitumst�nde oder der besonderen Eindr�cklichkeit sowie der k�rperlichen Dauerschmerzen ohne besondere Auspr�gung als erf�llt betrachtet, was f�r die Annahme eines ad�quaten Kausalzusammenhangs nicht gen�gt.
4.2.1.�Der Beschwerdef�hrer macht geltend, beinahe von einem 500 kg schweren Schalungselement begraben worden zu sein, sei auch bei objektiver Betrachtung geeignet, eine psychische Fehlentwicklung auszul�sen. An der besonderen Auspr�gung �ndere die Tatsache, dass das Element im letzten Moment von einem Ger�st aufgehalten worden sei, nichts. Dieser Umstand ist allerdings entscheidend, weil dadurch die Gef�hrdung betr�chtlich eingeschr�nkt wurde. Der Auffassung kann �berdies angesichts der Rechtsprechung nicht beigepflichtet werden, wie folgende vom Bundesgericht beurteilte F�lle, in welchen es eine besonders ausgepr�gte Eindr�cklichkeit verneinte, zeigen: Nach einer Kollision geriet der Motorraum des vom Versicherten gelenkten Fahrzeugs, in dem auch seine hochschwangere Frau sass, in Brand (Urteil 8C_692/2010 vom 10. November 2010 E. 5.1); das Fahrzeug des Versicherten wurde auf der Autobahn mit hoher Geschwindigkeit bei starkem Verkehr mehrfach hin und her geschleudert und �berschlug sich anschliessend wiederholt (Urteil 8C_799/2008 vom 11. Februar 2009 E. 3.2.3).
4.2.2.�Unbestritten ist, dass die erlittenen Verletzungen nicht schwer oder von besonderer Art gewesen waren.
4.2.3.1.�Hinsichtlich der �brigen unfallbezogenen Ad�quanzkriterien (ungew�hnlich lange Dauer der �rztlichen Behandlung; k�rperliche Dauerschmerzen; �rztliche Fehlbehandlung, welche die Unfallfolgen erheblich verschlimmerten; schwieriger Heilverlauf oder erhebliche Komplikationen; Grad und Dauer der physisch bedingten Arbeitsunf�higkeit) macht der Beschwerdef�hrer insgesamt geltend, erstmals mit dem von Dr. med. H.________ am 27. Oktober 2015 arthroskopisch vorgenommenen Eingriff h�tten sich die organisch nachgewiesenen k�rperlichen Beeintr�chtigungen im Bereich der linken Schulter gebessert. Die eigentliche Problematik sei davor von den anderen �rzten schlicht nicht erkannt oder vernachl�ssigt worden, durch welche Fehleinsch�tzung sich die Behandlung, aber auch die berufliche Wiedereingliederung erheblich in die L�nge gezogen habe.
4.2.3.2.�Der Beschwerdef�hrer �bersieht, dass bereits wenige Monate nach dem Unfall vom 6. September 2012 die �rzte der Klinik D.________ wegen der deutlich im Vordergrund stehenden psychischen Problematik vorl�ufig von einem invasiven Eingriff abrieten (vgl. Austrittsberichte vom 30. Januar und 28. M�rz 2013). Dazu ist - wie bereits in E. 3.3 hievor erw�hnt - darauf hinzuweisen, dass Dr. med. H.________ trotz der im Bericht vom 27. Mai 2014 vertretenen und im �brigen von Dr. med. I.________ geteilten (vgl. Bericht vom 5. August 2014) Auffassung, die k�rperlichen Beeintr�chtigungen im Bereich der linken Schulter k�nnten nicht mit konservativer Therapie, sondern nur mit chirurgischen Massnahmen verbessert werden, die Arthroskopie erst am 27. Oktober 2015 vornahm. Aus diesem Umstand ist ohne Weiteres zu schliessen, dass auch Dr. med. H.________ mit dem medizinisch indizierten chirurgischen Eingriff jedenfalls solange zuwartete, bis sich der Versicherte angesichts seiner psychischen Beeintr�chtigungen �ber m�gliche negative Konsequenzen im Klaren war. Unter diesen Umst�nden kann keine Rede davon sein, die SUVA habe f�r eine �rztliche Fehlbehandlung aufzukommen, indem sie die von ihr geschuldeten Natural- und Geldleistungen auf den 28. Februar 2014 einstellte.
4.2.4.�Insgesamt ist der Schlussfolgerung des kantonalen Gerichts, dass von den sieben relevanten Ad�quanzkriterien allenfalls zwei erf�llt seien, keines davon jedoch in ausgepr�gter Weise, beizupflichten. Zur Bejahung der Ad�quanz allf�lliger noch vorhandener unfallbedingter gesundheitlicher Beschwerden gen�gt dies bei einem mittelschweren Unfall im engeren Sinne nicht.
Die Gerichtskosten sind dem Beschwerdef�hrer als unterliegender Partei aufzuerlegen (Art. 66 Abs. 1 BGG).
Luzern, 5. August 2016

References: Art. 95
 Art. 96
 BGE 
 Art. 42
 BGE 
 BGE 
 BGE