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Timestamp: 2020-06-01 16:35:01+00:00

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Gelöst: Bestandsgeschützte Alt-Anteile - Verluste – Seite 3 - Consorsbank Wissenscommunity
Nachricht 21 von 44 (2.115 Ansichten)
am ‎14.07.2019 20:58
Sigrid, das ganze macht aber keinen Sinn, wenn die Verluste sowieso in den allgemeinen Verlustverrechnungstopf übertragen werden. Der kann ja sowieso unbegrenzt in die Zukunft verrechnet werden und auch an eine andere Bank übertragen werden.
Dürfen Verluste aus dem Verkauf von Altanteilen, die ab dem 1.1.2018 angefallen sind,
nur mit Gewinnen aus Altanteilen oder auch mit allgemeinen Gewinnen verrechnet werden?
Nachricht 22 von 44 (2.112 Ansichten)
am ‎14.07.2019 21:10
.....ja hab' ich auch schon gemerkt, habe das allerdings mit Wohlwollen aufgenommen und einfach die 5000 Euronen als Ertrag angesehen, die dann abzuziehen wären und eben nicht der Steuererstattungsbetrag.....
Zur Steuerbescheinigung:
Ja, hier wird explizit dokumentiert.....bei Veräußerung/Rückgabe von vor dem 01.01.2018 erworbenen Anteilen an ausländischen Investmentfonds (Alt-Anteile im Sinne des §56 Abs. 2 Satz1 InvestStG 2018):
"Summe der als zugeflossen geltenden, noch nicht dem Steuerabzug unterworfenen AGE aus Anteilen an ausländischen Investmentfonds im Sinne des § 7 Abs1 Satz1 Nr.3 InvestmStG 2014 in Verbindung mit § 56 Abs.3 Satz 6 InvestmStG 2018"
Eurobetrag: xxxxxxx
(Diese Summe ist ist in der bescheinigten Höhe der Kapitalerträge enthalten und ist in der Anlage KAP von der Höhe der Kapitalerträge abzuziehen)
"Bestandsgeschützte Altanteile im Sinn des § 56 Abs.6 InvstmStG 2018 wurden veräußert,
Höhe der Gewinne im Sinne des § 56 Abs.6 Satz 1 Nr.2 InvestmStG 2018(nach Teilfreistellung): xxxxxxxxEuro
Höhe der Verluste im Sinne des § 56 Abs.6 Satz 1 Nr.2 InvestmStG 2018 (nach Teilfreistellung): xxxxxxxxEuro
Die ausgewiesenen Gewinne sind nach §56 Abs.6 Satz1 Nr. 2 InvestmStG 2018 steuerfrei, soweit die insgesamt erzielten Wertveränderungen den persönlichen Freibetrag von 100.000 Euro nicht übersteigen. Die Steuerfreiheit kann nur im Rahmen der Einkommensteuerveranlagung geltend gemacht werden.
In der Summe stellt sich auch hier wieder die Frage nach dem Antrag auf den Passierschein A38...-).
am ‎14.07.2019 22:06
Die Verluste aus dem Verkauf der Altanteile sind im mir vorliegenden Fall mit Dividenden verrechnet worden. Andere Erträge waren nicht im allgemeinen Verrechnungstopf.
Für den Verlustverrechnungstopf kann auch eine Verlustbescheinigung angefordert werden, um die Verrechnung übers Finanzamt laufen zu lassen. Im Einzelfall kann es vielleicht von Vorteil sein, den Freibetrag für die Altgewinne wieder aufzustocken.
Nachricht 24 von 44 (2.088 Ansichten)
‎14.07.2019 22:13 , bearbeitet ‎14.07.2019 22:21
Hallo @JoeEnochs ,
....jow, hab mir mal deine Daten angeschaut,.....bei mir selbst wurde in 2018 ein Altbestandverkauf ausgelöst durch Fusion eines Threadnneedle Fonds, bin aber aus der Nummer in Summe mit einem guten positiven Ertrag herausgekommen, so dass dieser positive Ertrag ab 01.01.2018 von meinem 100.000€ FB finanzamtsmäßig berücksichtigt wurde, also abgezogen, jetzt mit FB < 100.000€.......
Bei dir ist sie Orderabrechnung nach dem neuen Investm-Gedöns-StG 2018 richtig berechnet worden...
Akkum. thes. Erträge bis 31.12.2017: 829,91€
leider zuzügl. 30% Teilfreistellung vom Verlustertrag nach Diff.-Meth. von - 3831,65€ (hier gilt der absolute Betrag!): 1149,50€
Summe: 1979,41€
abzügl. deines Verlusts nach Diff.-Meth.: - 3831,65€
verbleiben: - 1852,24€, die in den allgem. Verlustverrechnungstopf eingestellt wurden.
Dein Finanzamts-FB bleibt also nach wie vor bei 100.000€, sofern da nicht noch ein anderer ertragreicherer Altbestands-Fonds später im Verkaufs-Spiel war, der wie bei mir ein positives Ergebnis ergeben hätte, dann natürlich Verrechnung mit big FB.
Stellt sich jetzt natürlich die Frage, wann man überhaupt einen abgespeckten Finanzamts-FB wieder aufblasen könnte, wenn man Verluste mit Altbestands-Fonds erleidet, die ja wie in deinem Fall ganz normal in den V-Topf gesteckt wurden.......und darüber hinaus, wenn du mit Gewinnen verrechnen könntest, dies eine erneute Steuerverprobung antriggern würde und du zu viel gezahlte KapSt/Soli/KiSt von deiner Depotbank zurückerhalten würdest....
Da der Verlusttopf von Jahr zu Jahr weitergereicht wird, habe ich momentan auch keine vernünftige Erklärung dafür, in welchem Fall der Finanzamts-FB wieder aufgefüllt werden könnte.
Könnte sein, wenn man eine Verlustfeststellung zum Jahresende beantragen würde und der Verlust dann als solcher dokumentiert würde. Dann wäre dein V-Topf wieder genullt und du könntest dann diesen Altverlust ( vorausgesetzt, dass eine vernünftige Trennung zwischen Altverlusten und neuzeitigen Verlusten in der Verlustbescheinigung dokumentiert wird ) wieder mit deinem Finanzamts-FB von 100.000€ verrechnen/auffüllen......
Wann und ob das Sinn machen würde, darüber müßte ich wenigstens eine Runde schlafen.......
Nachricht 25 von 44 (2.070 Ansichten)
‎14.07.2019 22:42 , bearbeitet ‎14.07.2019 22:43
Wenn ich mal versuche, selber einen Fall zu konstruieren, bei dem das Wiederaufleben des Freibetrags günstig ist, dann, wenn man große Gewinne aus dem Verkauf von Altanteilen und sonst geringe Gewinne erwartet. Denn diese Gewinne aus Verkauf von Altanteilen werden ja nicht mit anderen Verlusten, sondern nur mit dem Freibetrag verrechnet.
Dann müsste ich aber selber dafür sorgen, dass mein Verlustverrechnungstopf bei der Consorsbank entsprechend korrigiert wird.
Insofern müsste es in dem Hilfeartikel zumindest heißen:
"Nicht anderweitig verrechnete Verluste können im Rahmen der Steuererklärung den ausgeschöpften Freibetrag wieder aufleben lassen. Jedoch nur bis zu einem Betrag von maximal 100.000 EUR."
Nachricht 26 von 44 (2.048 Ansichten)
‎15.07.2019 00:44 , bearbeitet ‎15.07.2019 10:50
.....die Geschichte läuft methodenmäßig so ab:
Z.B. mein Altanteil-Fonnds von Threadneedle mit Verkauf 28.10.2018
Akkum. thes. Erträge fikt. Veräußerung 31.12.2017: +335,96€
Veräußerungsgewinn nach Diff.-Methode: +390,26€
Ergebnis seit 01.01.2018: +273,18€
Teilfreistellungsquote: 30%
Teilfreistellungsbetrag: 30% von 390,28€ = 117,08€
Ergebnis seit 01.01.2018 bestandsgeschützter Anteile: 273,18€
Im Verlustverr.-Topf waren noch: - 294,03€
abzgl. 117,08€ (Teilfreist.-Betrag)
= 218,88€
zuzüglich 390,26€ (Veräußerungsgewinn nach Diff.-Meth.)
= 609,14€ KapSt-pflichtige Kap-Erträge
Mit Verr.-T. Allgemein verrechnet: - 294,03€ ( die standen noch drin )
Mit Sparerfreibetrag verrechnet: 0,00€
Bemessungsgrundlage für KAPSt vor Q-St: 315,11€
An Kapitalertrag anrechenb. ausl. Q-St.: 0,00
Bemessungsgrundlage KAPSt: 315,11€
All die positiven Erträge vor dem 31.12.2017 wurden natürlich steuerfrei ausbezahlt und gehen erst gar nicht in die Berechnung ein, erst die Betrachtung ab dem 01.01.2018 ist ja von Relevanz.
Die Erträge, die für die Freibetragsbetrachtung in Frage kommen, ist das Ergebnis der bestandsgeschützten Anteile ab 01.01.2018 ( also die 273,18€).
Vom Finanzamt im Steuerbescheid festgesetzter Freibetrag:
100.000€ abzgl. 273€ = 99727€
Ich gehe einmal davon aus, dass jetzt etwas mehr Licht an die Sache mit dem FB kommt.
Verluste werden wohl auf jeden Fall verrechnet.....für den Freibetrag zählt immer das Ergebnis seit 01.01.2018 bestandsgeschützter Anteile!
Hohes positives Ergebnis ......... hohe Freibetragskürzung über FA
geringes positives Ergebnis......geringe FB-Kürzung über FA
also egal.......immer entsprechende Verrechnung mit FB/FA.
Negatives Ergebnis.....Einstellung in Verlust-T. und ggfs. Verrechnung mit positiven Erträgen.......neue Steuerverprobung und Rückerstattung zu viel gezahlter Steuer.....
Gibt es nachher nichts an positiven Erträgen, dann schleppt man den Minustopf noch weiter mit wie üblich.......Der FB von 100.000€ würde hier nicht tangiert.
Ich gehe einmal davon aus, dass diese FB-Rückkopplung nur möglich ist, wenn man wie ich vorher bereits vermutet hatte, am Jahresende aus welchen Gründen auch immer eine explizite Verlustbescheinigung beantragen würde, die den Verlust-T dann wieder auf Null stellen würde. Mit dieser Bescheinigung könnte man dem Finanzamt die Altverluste entsprechend belegen und man könnte einen angeknabberten Freibetrag wieder bis max. zur Deckelung auf 100.000€ auffüllen.
Über den Sinn denke ich eigentlich immer noch nach......- .
Vielleicht fällt ja jemandem eine halbwegs plausible Fallkonstruktion dazu ein........- .
Nachricht 27 von 44 (2.026 Ansichten)
am ‎15.07.2019 06:13
Mir ist bis jetzt auch noch keine eingefallen. Eventuell gibt's da was, wenn mehrere Depots bei verschiedenen Banken im Spiel sind.
Nachricht 28 von 44 (1.962 Ansichten)
‎15.07.2019 11:10 , bearbeitet ‎15.07.2019 11:17
...ja, die Variante mit den verschiedenen Banken und den jeweiligen Verlusttöpfen dort könnte eine Möglichkeit sein....
Bank A: +2000€ Ertrag aus Altbeständen,
Bank B: -1000€ Ertrtag aus Altbeständen
Bank C: -3000€ Ertrag aus Altbeständen
Entweder man läßt die Sache laufen und hat halt die jeweiligen Töpfe für die Zukunft weiterhin am Start oder man beantragt zum Jahresende bei den Banken A+B+C jeweils eine Verlustbescheinigung für das abgelaufene Kalenderjahr und stellt alle Töpfe wieder auf Null.
Ergebnis: insgesamt -2000€ Altverlust, den man bei dem Finanzamt-FB wieder gegen rechnen kann, um den FB wieder zu erhöhen......, alle Töpfe sind genullt.
Oder z.B. ein Spielchen nur mit Bank A +C: Hier wären dann bei Beantragung der Verlustbescheinigung dann -1000€ zur möglichen FB-Gegenrechnung möglich....
Bank B hätte dann noch einen Topf mit -1000€, während A+C genullt wären.....
Macht eigentlich nur dann Sinn, wenn man bei den Banken mit Negativtopf zunächst keine weiteren positive Erträge erwartet. Den aufgeteilten Sparerfreibetrag muß man dann noch einmal separat betrachten, ob die Aktion auch wirklich sinnhaft wäre, schließlich sollte der Sparerfreibetrag insgesamt optimal ausgenutzt werden..........
Nachricht 29 von 44 (1.924 Ansichten)
‎15.07.2019 15:43 , bearbeitet ‎16.07.2019 00:48
Hallo, @JoeEnochs ,
Deine Aufforderung an die CB, den von Dir verlinkten Artikel zu überarbeiten, ist berechtigt. Im eindeutigen Zusammenhang mag er richtig sein; so wie er aber da steht, trägt er nur zur Verwirrung bei, weil die Verlustthematik bei Alt-Anteilen sowohl den Sparerfreibetrag (aus dem laufenden Besteuerungsgeschäft) als auch den 100K-Altbeständefreibetrag (bei Veräußerung) betrifft.
Das sollte spezifischer herausgestellt werden.
Hallo, @onra und @Sigrid_W ,
auch wenn ich keine bestandsgeschützten Alt-Anteile habe, habe ich mein Steuerprogramm (WISO Steuersparbuch) befragt und eine Simulation durchgeführt, um zu sehen, was das Programm macht.
Vorab: Eine spezielle Verlustbescheinigung NUR wegen der Steuerung des 100K-FBs auf Alt-Anteile ist nicht erwähnt und auch gar nicht nötig.
Der Freibetrag wird nicht von der Bank berücksichtigt. Sie bescheinigen Ihnen aber ab 2018 in Ihrer Jahressteuerbescheinigung in welcher Höhe Sie den Freibetrag grundsätzlich nutzen könnten. Der eigentliche Freibetrag kann nur über die Steuererklärung geltend gemacht werden. Das zuständige Finanzamt schreibt den (verbleibenden) Freibetrag jährlich für Sie fort.
Wertveränderungen (=Kursgewinne und -verluste, Anm.d.Verf.) ab dem 01.01.2018 sind steuerpflichtig.
Veräußerungsverluste für die Zeit ab dem 01.01.2018 werden in den Verlustverrechnungstöpfen berücksichtigt und können ins nächste Steuerjahr vorgetragen werden.
Erkenntnisse aus der Simulation:
Das Programm fragt ab: Wurden bestandsgeschützte Alt-Anteile verkauft?
> Eingabe: Höhe der Gewinne nach Teilfreistellung
> Eingabe: Höhe der Verluste nach Teilfreistellung
(Beide Beträge stehen nachrichtlich "KAP Z.8a" in der Steuerbescheinigung)
Das Programm schreibt den Saldo als "davon-Wert" die Höhe der Gewinne in die Anlage KAP, Z. 8a "In Zeile 7 enthaltene Gewinne aus der Veräußerung bestandsgeschützter Alt-Anteile ...", und berechnet im Hintergrund neu.
Dabei wird der 100K-FB um die Differenz aus KAP Z.7 und KAP Z.8a reduziert und die Steuerschuld entsprechend nach unten angepasst.
In der Kommentierung zur Steuersimulation finde ich jetzt neu, wie es auch im Steuerbescheid stehen würde:
Freibetrag für den Verkauf bestandsgeschützter Alt-Anteile
Freibetrag für 2018: 100.000
Gewinne aus dem Verkauf bestandsgeschützter Alt-anteile: 1000 Anzusetzender Freibetrag: 1000 Verbleibender Gewinn aus dem Verkauf bestandsgeschützter Alt- Anteile: 0
Verbleibender Freibetrag zum 31.12.2018: 99.000
Kommentierung "Freibetrag beim Verkauf bestandsgeschützter Alt-Anteile"
Bestandsgeschützte Alt-Anteile sind Anteile an Investmentfonds, die vor dem 1. Januar 2009 erworben und seit der Anschaffung nicht im Betriebsvermögen gehalten wurden.
Wertveränderungen dieser Alt-Anteilen, die zwischen dem Anschaffungszeitpunkt und dem 31. Dezember 2017 eingetreten sind, sind steuerfrei.
Wertveränderungen, die ab dem 1. Januar 2018 eintreten, sind steuerpflichtig, wenn der Gewinn den Freibetrag in Höhe von 100.000 € übersteigt.
Der am Schluss des Veranlagungszeitraums verbleibende Freibetrag ist bis zu seinem vollständigen Verbrauch jährlich vom Finanzamt gesondert festzustellen.
Treten in einem Folgejahr Verluste aus dem Verkauf von bestandsgeschützten Alt-Anteilen ein, so wird der bereits verbrauchte Freibetrag in den auf den Verlustentstehungszeitraum folgenden Jahren wieder entsprechend der Verluste erhöht.
(§ 56 Abs. 6 InvStG 2018)
Hinweis: Verwertbare Verluste können wohl nur dadurch auftreten, dass der Anteilswert unter den per 01.01.18 "gefixten" Anteilswert fällt.
Nachricht 30 von 44 (1.897 Ansichten)
am ‎15.07.2019 17:14
.....jow, danke für die schöne Fleißarbeit im Dienste der Lichtung eines Teilaspekts des Steuer-Dschungels,......hast mit der "Machete" den Weg bestens bereitet....für die Nachhut.....- .

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