Source: http://www.bauern-sg.ch/de/fachinformation/agrarpolitik/
Timestamp: 2018-12-16 06:20:06+00:00

Document:
St. Galler Bauernverband: Agrarpolitik
Die Agrarpolitik beinhaltet verschiedene Instrumente. Diese Instrumente sind hier kurz beschrieben, mit Verweisen auf weiterführende Informationen und Auskunftsstellen.
Die Ausrichtung von Direktzahlungen setzt voraus, dass der/die BeitragsbezügerIn die Anforderungen des ökologischen Leistungsnachweises (ÖLN) auf dem gesamten Betrieb erfüllt bzw. erfüllt hat (Direktzahlungsverordnung; DZV Art. 11).
Der ÖLN umfasst:
die Haltung der Nutztiere nach der Tierschutzgesetzgebung (DZV Art. 12)
eine ausgeglichene Düngerbilanz (DZV Art. 13)
einen angemessenen Anteil an Biodiversitätsförderflächen (DZV Art. 14)
die vorschriftsgemässe Bewirtschaftung von Objekten in Inventaren von nationaler Bedeutung (DZV Art.15)
eine geregelte Fruchtfolge (DZV Art. 16)
einen geeigneten Bodenschutz (DZV Art. 17)
die gezielte Auswahl und Anwendung der Pflanzenschutzmittel (DZV Art. 18)
Vorgaben betreffend Produktion von Saat- und Pflanzgut (DZV Art. 19)
betreffend Spezialkulturen (DZV Art. 20)
Vorgaben betreffend Pufferstreifen (DZV Art. 21 / Agridea Merkblatt)
Im Dokument KIP-Richtlinien sind die Anforderungen für den ÖLN ausführlich beschrieben.
Eintritts- und Begrenzungskriterien
Die wichtigsten Eintritts- und Begrenzungskriterien für die Direktzahlungen sind auf der nachfolgend verlinkten Webseite des BLW aufgeführt. Die Kriterien unterscheiden sich für Ganzjahresbetriebe und Sömmerungsbetriebe:
Eintritts- und Begrenzungskriterien für Ganzjahresbetriebe
Eintritts- und Begrenzungskriterien für Sömmerungs- und Gemeinschaftsweidebetriebe
Weitere Auskünfte sind beim Landwirtschaftsamt St. Gallen erhältlich, welches für die Betriebsanerkennung und Beitragsberechtigung zuständig ist.
Anmeldung Direktzahlungen und Strukturdatenerhebung
Jeder direktzahlungsberechtigte Betrieb muss sich für die Direktzahlungen anmelden und jährlich ein Gesuch stellen. Dazu hat das Landwirtschaftsamt zwei Termine fixiert: Anfang Jahr die Strukturdatenerhebung und Ende August die Augusterhebung.
Formulare und Merkblätter zu den Direktzahlungsprogrammen und zur Datenerhebung finden Sie auf der Webseite des Landwirtschaftsamtes: http://www.landwirtschaft.sg.ch/home/direktzahlungen/formulare.html
Strukturdatenerhebung
Folgende Daten werden bei der Strukturdatenerhebung im Januar über die Internetplattform www.agriportal.sg.ch erfasst:
Bewirtschafterwechsel, Betriebsaufgaben, Zusammenarbeitsformen
Erfassung Tierbestände und gesömmerte Tiere Vorjahr
Erfassung und Änderung von Parzellen und Nutzungsarten
Gesuch Einzelkulturbeiträge und Biodiversitätsbeiträge Qualitätsstufe II
Augusterhebung
Ende August müssen die Bewirtschafterinnen und Bewirtschafter die Direktzahlungsanmeldung für das Folgejahr tätigen. Diese Anmeldung findet ebenfalls über die Onlineplattform www.agriportal.sg.ch statt.
Folgende Daten werden bei der Augusterhebung erfasst:
Neuanmeldung für das Folgejahr von: Ökologischer Leistungsnachweis / Biolandbau, BTS- und RAUS-Kategorien, Extenso-Produktion von Getreide, Raps, Sonnenblumen, etc., Graslandbasierte Milch- und Fleischproduktion, emissionsmindernde Ausbringverfahren, schonende Bodenbearbeitung, präzise Applikationstechnik
Sömmerungsmeldung für Sömmerungsbetriebe
Meldung der Einsätze von emissionsmindernden Ausbringverfahren und schonenden Bodenbearbeitung für die Ressourceneffizienzbeiträge.
Neben der Strukturdatenerhebung und der Augusterhebung gibt es weitere Termine:
Anmeldung Vernetzungsbeiträge Bei der regionalen Trägerschaft für Vernetzungsprojekte, die ab 2015 verlängert oder neu gestartet wurden.
Bei der Strukturdatenerhebung für Projekte, die noch unter altem Recht von vor 2015 erstellt oder erneuert wurden.
Landschaftsqualitätsbeiträge Je nach Projekt bis am 31. August des Vorjahres oder bis am 31. März des Beitragsjahres. Eine Zusammenstellung der Termine gibt es hier unter Landschaftsqualität.
Erstanmeldung Biodiversitätsförderflächen im Sömmerungsgebiet Bis am 31. März beim Landwirtschaftlichen Zentrum Salez
Auskünfte zur Gesuchstellung und zur Anmeldung erteilt das Landwirtschaftsamt.
Die Kulturlandschaftsbeiträge dienen der Offenhaltung des Kulturlandes, dem Ausgleich der Erschwernis und der Förderung der Sömmerung und beinhalten folgende Beitragstypen:
Die Versorgungssicherheitsbeiträge dienen der Erhaltung der Produktionskapazität, dem Ausgleich der Erschwernis und der Förderung des Ackerbaus und wichtigen Einzelkulturen. Folgende Beiträge fördern diese Zielsetzung:
Basisbeitrag Versorgungssicherheit
Beitrag für offene Ackerfläche und Dauerkulturen
Detailbestimmungen zu den Beiträgen als pdf herunterladen
Zur Erhaltung und Förderung der Biodiversität werden Biodiversitätsbeiträge ausgerichtet. Die Biodiversitätsbeiträge sind in zwei Qualitätsstufen aufgeteilt. Die Qualitätsstufe 1 entspricht den Basisanforderungen an die Bewirtschaftung. Der Beitrag für die Qualitätsstufe 2 wird ausgerichtet, wenn die Fläche botanische Qualität aufweist. Bei der Qualitätsstufe 2 wird nach der Anmeldung mit einer Eingangskontrolle festgestellt, ob die geforderten Zeigerpflanzen vorhanden sind, bevor die Beiträge ausgerichtet werden. Zusätzlich zu Qualitätsbeiträgen wird die Biodiversität auch weiterhin mit dem Vernetzungsbeitrag gefördert.
Die Verpflichtungsdauer für die Biodiversitätsbeiträge beträgt 8 Jahre.
Jeder direktzahlungsberechtigte Landwirtschaftsbetrieb muss 7% Biodiversitätsförderflächen aufweisen (bei Spezialkulturen 3.5%). Anrechenbar sind die in der Tabelle aufgeführten Flächen.
Wenig intensiv genutzte Wiesen
Streueflächen
Extensiv genutzte Weiden
Waldweiden
Uferwiese entlang von Fliessgewässern
Artenreiche Grün- und Streueflächen im Sömmerungsgebiet
Rotationsbrachen
Säume auf Ackerfläche
Blühstreifen für Bestäuber und andere Nützlinge
Dauerkulturen und Gehölze
Hecken, Feld- und Ufergehölze
Wassergräben, Tümpel, Teiche
Ruderalflächen, Steinhaufen, -wälle
Die Qualität II ist ergänzend zur Qualität I. Wegleitung mit den Anforderungen für Qualität II.
Die Vernetzung ist nur im Rahmen eines Vernetzungsprojektes möglich.
Karte mit den Vernetzungsprojekten im Kanton St. Gallen
Informationen und Wegleitung zur Vernetzung im Kanton St. Gallen
Detaillierte Infos zu den Biodiversitätsbeiträgen (http://www.bff-spb.ch/de)
Wegleitung Biodiversitätsförderung auf dem Landwirtschaftsbetrieb
Mit den Landschaftsqualitätsbeiträgen wird die Erhaltung und Weiterentwicklung vielfältiger Landschaften gefördert. Die Beiträge werden für Massnahmen ausgerichtet, die im Rahmen von regionalen Projekten erarbeitet werden.
Im Kanton St. Gallen gibt es 14 Landschaftsqualitätsprojekte. Die Informationen zu den Projekten können auf der Webseite des Landwirtschaftsamtes abgerufen werden.
Erstes Beitragsjahr
Neckertal Roger Scherrer, St. Peterzell 2014
St.Galler Rheintal Felix Tobler-Dürr, Buechen-Staad 2015
Werdenberg Nord Mathias Eggenberger, Grabs 2015
Pfäfers Kurt Utzinger, Valens 2015
Walenstadt Christof Hartmann, Walenstadt 2015
Rapperswil-Jona / Eschenbach Martin Krucker, Wagen 2015
Obertoggenburg Kilian Looser, Nesslau 2015
Benken-Schänis Martin Giger, Rufi 2016
Fürstenland-Bodensee Martin Brunnschweiler, Oberstetten 2016
LQP am Ricken Michael Hofstetter, Ricken 2016
Sarganserland Peter Schwitter, Mädris-Vermol 2016
Unteres Toggenburg Jakob A. Wickli, Krinau 2016
Werdenberg Süd Bernhard Müller, Azmoos 2016
Weesen-Amden Beat Gmür-Schubiger, Amden 2016
Die Ressourceneffizienzbeiträge fördern die nachhaltige Nutzung der Ressourcen.
Der Beitrag für die emissionsmindernde Ausbringung von flüssigen Hof- und Recyclingdüngern wird pro Hektare und Gabe ausgerichtet (längstens bis 2019). Der Beitrag beträgt 30 Fr./ ha und Gabe. Als emissionsmindernde Ausbringverfahren gelten:
Gülledrill
tiefe Gülleinjektion
Beitragsberechtigt sind pro Fläche und Jahr maximal vier Güllegaben.
Berücksichtigt wird dabei der Zeitraum vom 1. September des Vorjahres bis zum 31. August des Beitragsjahres. Die Beiträge für Gaben vom 1. September bis 14. November werden im Folgejahr ausgerichtet.
Keine Beiträge werden für Güllegaben im Zeitraum vom 15. November bis zum 15. Februar ausbezahlt.
Pro Hektare und Gabe mit emissionsmindernden Ausbringverfahren ausgebrachte flüssige Hof und Recyclingdünger, werden 3 kg verfügbarer Stickstoff in der Suisse-Bilanz angerechnet.
Pro Fläche müssen aufgezeichnet werden
gedüngte Fläche
Der Beitrag wird pro Hektare ausgerichtet (längstens bis 2019) für Flächen, auf denen die Hauptkultur mit schonender Bodenbearbeitung bestellt wird.
Pro Parzelle müssen laufend aufgezeichnet werden:
Art der schonenden Bodenbearbeitung (Anbauverfahren)
Hauptkultur und vorangehende Hauptkultur
Datum des Herbizideinsatzes und eingesetzte Herbizide
Grösse der Fläche
Die Aufzeichnungen sind im Feldkalender vorzunehmen (siehe Beispiel).
Anforderungen und Beiträge
Direktsaat höchsten 25% der Bodenoberfläche während der Saat bewegt
Keine Beiträge für das Anlegen von Zwischenkulturen oder Gründüngungen
Keine Beiträge für Kunstwiese mit Mulchsaat
Keine Beiträge für Weizen oder Triticale nach Mais
Vor der Ernte der vorangehenden Hauptkultur bis zur Ernte der beitragsberechtigten Hauptkultur darf der Pflug nicht eingesetzt werden und nicht mehr als 1.5 kg Glyphosatwirkstoff pro Hektare eingesetzt werden. 250 Fr./ha
Streifenfrässaat und Strip-Till (Streifensaat) höchstens 50% der Bodenoberfläche vor oder während der Saat bearbeitet 200 Fr./ha
Mulchsaat Pfluglose Bearbeitung des Bodens 150 Fr./ha
Zur Verminderung von Risiken durch Krankheiten, Unkräuter und Schädlinge sind folgende vorsorgliche Massnahmen zu treffen: angepasste Fruchtfolgen, geeignete Sorten und Mulchen von Ernterückständen auf dem Feld.
Die Kontrolle überprüft die Aufzeichnungen auf Richtigkeit und Vollständigkeit.
Für die Anschaffung von Neugeräten mit präziser Applikationstechnik zur Ausbringung von Pflanzenschutzmitteln wird ein einmaliger Beitrag pro Pflanzenschutzgerät ausgerichtet (längstens bis 2019).
Agridea hat ein Merkblatt zur Förderung der präzisen Applikationstechnik erstellt.
Das Formular «Gesuch für einen einmaligen Beitrag für den Einsatz von präziser Applikationstechnik» kann auf der Webseite des Landwirtschaftsamtes heruntergeladen werden.
Spritze mit Spühlsystem
Für die Ausrüstung von vorhandenen und neu angeschafften Feld- und Gebläsespritzen mit einem Spülsystem mit separatem Spülwasserkreislauf wird ein einmaliger Beitrag pro Spritze ausgerichtet, sofern:
das Spülsystem den Spritzbrühetank inwendig mittels einer zusätzlichen Pumpe und Reinigungsdüsen spült;
von Beginn bis Ende des Spülvorgangs keine manuelle Einstellung getätigt wird und der Spülvorgang selbstständig erfolgt.
Der Beitrag beträgt pro Spülsystem 50 Prozent der Anschaffungskosten, maximal jedoch 2000 Franken.
Die Beiträge können befristet bis ins Jahr 2022 beantragt werden. Der Antrag muss ans Landwirtschaftsamt St. Gallen gestellt werden.
Download Merkblatt von Agridea zu den unterstützten Systemen
Durch eine an das Lebensalter der Tiere angepasste Versorgung mit Rohprotein soll der Stickstoffgehalt im Harn minimiert werden. Damit können die Gesamt-Ammoniakemissionen um ca. 7% reduziert werden. Die Beiträge werden bis ins Jahr 2021 ausgerichtet.
35 Fr./GVE Schweine
Strukturdatenerhebung Februar/März 2018 für das Jahr 2018, in den Folgejahren bei der Augusterfassung für das Folgejahr.
Der durchschnittliche Rohproteingehalt der gesamten Futterration aller auf dem Betrieb gehaltenen Schweine darf 11 Gramm pro Megajoule verdauliche Energie Schwein (11 g RP / MJ VES) nicht überschreiten.
Der gesamte Schweinebestand eines Betriebs muss die Anforderungen erfüllen. Es ist nicht möglich einzelne Schweinekategorien oder Produktionsstätten auszuschliessen
In der Schweinemast sind die Anforderungen auch erfüllt, wenn mit dem Einsatz eines Durchmastfutters der zulässige durchschnittliche Rohproteingehalt eingehalten wird.
Direktzahlungsverordnung Art. 82b ff
Agridea Merkblatt (integrierter Bestandteil der Weisungen nach DZV)
Der Ressourceneffizienzbeitrag honoriert Massnahmen zur Reduktion oder zum Verzicht auf Herbizide und Fungizide. Zudem wird die eingesetzte Kupfermenge limitiert.
Die Anmeldung im Jahr 2018 erfolgt im Rahmen der Strukturdatenerhebung. Für die Folgejahre erfolgt die Anmeldung während der Augusterfassung.
Wenn sich herausstellt, dass die angemeldete Massnahme oder die Massnahmenkombination gesamthaft oder auf einzelnen Flächen nicht umgesetzt werden kann, muss dies dem Landwirtschaftsamt unverzüglich gemeldet werden.
Auf angemeldeten Flächen dürfen keine Herbizide, Insektizide und Akarizide mit besonderem Risikopotential (Liste) eingesetzt werden. Zudem darf kein Chloridazon eingesetzt werden.
Beitragsberechtigt sind Obstanlagen mit mindestens 300 Bäumen pro ha bei Äpfeln, Birnen, Zwetschgen, Pflaumen, Quitten, Kiwis und Holunder; mindestens 200 Bäumen pro ha bei Aprikosen und Pfirsichen und mindestens 100 Bäumen pro ha bei Kirschen und Nussbäumen.
Auf allen angemeldeten Flächen einer Kultur muss dieselbe Massnahme oder Massnahmenkombination umgesetzt werden. Obstanlagen für Äpfel, Birnen, Steinobst und andere (Kiwis, Holunder, etc.) gelten als eine Kultur (Kulturcodes 702, 703, 704, 731 im Flächenverzeichnis).
Pro angemeldete Fläche müssen die eingesetzten Pflanzenschutzmittel mit Angabe der Menge und des Behandlungsdatums aufgezeichnet werden.
Eine Massnahme im Herbizidbereich kann mit der Massnahme im Fungizidbereich kombiniert werden.
Beitrag pro ha und Jahr
Teilverzicht auf Herbizide
Verzicht auf den Einsatz von Herbiziden zwischen den Reihen; unter den Bäumen maximal eine Behandlung pro Jahr nur mit einem Blattherbizid.
Nicht möglich für Biobetriebe.
Vollständiger Verzicht auf Herbizide
Verzicht auf Fungizide mit besonderem Risikopotential
Verzicht auf den Einsatz von Fungiziden gemäss der Liste «Pflanzenschutzmittel mit besonderem Risikopotenzial». Kein Einsatz von Kupfer.
Direktzahlungsverordnung Art. 82d ff und Anhang 6a
Merkblatt Agridea (integrierter Bestandteil der Weisungen nach DZV)
Auf allen angemeldeten Flächen einer Kultur muss dieselbe Massnahme oder Massnahmenkombination umgesetzt werden. Die Kulturen Reben, Reben (regionsspezifische Biodiversitätsförderfläche) und Rebflächen mit natürlicher Artenvielfalt gelten als eine Kultur (Kulturcodes 701, 735, 717 im Flächenverzeichnis).
Eine Massnahme im Herbizidbereich kann mit einer Massnahme im Fungizidbereich kombiniert werden.
Verzicht auf den Einsatz von Herbiziden zwischen den Reihen; unter dem Stock wird nur Blattherbizid auf einer Breite von maximal 50 cm eingesetzt.
Verzicht auf Fungizide mit Risikopotential und Reduktion von Kupfer
Verzicht auf den Einsatz von Fungiziden gemäss der Liste «Pflanzenschutzmittel mit besonderem Risikopotenzial»mit Ausnahme des Einsatzes von höchstens 1.5 kg Kupfer pro Hektar und Jahr.
Verzicht auf Fungizide mit Risikopotential und Verzicht auf Kupfer
Verzicht auf den Einsatz von Fungiziden gemäss der Liste «Pflanzenschutzmittel mit besonderem Risikopotenzial»
Kein Einsatz von Kupfer.
Eine Massnahme im Herbizidbereich kann mit der Massnahme im Fungizid-/Insektizidbereich kombiniert werden.
Der Beitrag kann nicht kombiniert werden mit dem Zusatzbeitrag für Herbizidverzicht beim Ressourceneffizienzbeitrag schonende Bodenbearbeitung.
Hacken und Bandbehandlung ab 4-Blatt-Stadium
Nur mechanische Unkrautbekämpfung zwischen den Reihen ab 4-Blatt-Stadium bis zur Ernte.
Bandbehandlung in den Reihen im Vorauflauf und Flächenbehandlung ab Auflaufen der Unkräuter erlaubt (ÖLN). Hacken zwischen den Reihen und Bandbehandlung in den Reihen ab 4-Blatt-Stadium erlaubt.
Hacken und Bandbehandlung ab Saat
Nur mechanische Unkrautbekämpfung zwischen den Reihen ab Saat bis zur Ernte.
Hacken zwischen den Reihen (ab ca. 2-Blatt-Stadium) und Bandbehandlung in den Reihen ab Saat erlaubt. Flächenbehandlung nicht erlaubt.
Vollständiger Verzicht auf Herbizide ab der Ernte der vorangehenden Hauptkultur bis zur Ernte der Zuckerrüben.
Evtl. Blindstriegeln im Vorauflauf. Hacken zwischen den Reihen (ab ca. 2-Blatt-Stadium) und Hacken in den Reihen (ab ca. 4-Blatt-Stadium).
Verzicht auf Fungizide und Insektizide
Verzicht auf Fungizide und Insektizide ab Saat bis zur Ernte.
Kein Einsatz von Fungiziden und Insektiziden ab Saat bis Ernte Zuckerrüben. Gebeiztes Saatgut ist erlaubt.
Der Übergangsbeitrag soll den Übergang von der Agrarpolitik 2011 zur Agrarpolitik 2014-17 sozialverträglich abfedern.
Den Basiswert hat der Kanton im Jahr 2014 für jeden Betrieb verfügt. Er berechnet sich vereinfacht beschrieben aus der Differenz der allgemeinen Direktzahlungen mit der Agrarpolitik 2011 und den Kulturlandschafts- und Versorgungssicherheitsbeiträgen, mit Ausnahme des Sömmerungsbeitrags, der Agrarpolitik 2014-17. Die Berechnungsmethode ist in Art. 86ff Direktzahlungsverordnung festgelegt.
Die Mittel, die für den Übergangsbeitrag zur Verfügung stehen, berechnen sich aus der Differenz des Mittelbedarfs aller übrigen Direktzahlungsprogramme und dem Zahlungsrahmen für Direktzahlungen. Mit der zunehmenden Beteiligung der Landwirte an freiwilligen Direktzahlungsprogrammen nehmen folglich die verfügbaren Mittel für den Übergangsbeitrag ab. Das BLW berechnet aus dem Verhältnis zwischen den verfügbaren Mitteln für den Übergangsbeitrag und der Summe der Basiswerte jährlich einen Faktor. Dieser Faktor wird mit dem Basiswert des Übergangsbeitrags des Betriebs multipliziert. Das Ergebnis entspricht dem Übergangsbeitrag, der dem Betrieb im betreffenden Jahr ausbezahlt wird.
Faktor gemäss Art. 87 DZV
2014 0.4724
2015 0.2796
2016 0.2619
2017 0.2116
Verordnung des BLW über den Faktor zur Berechnung des Übergangsbeitrags
Die Informationen auf dieser Webseite stellen eine Übersicht dar. Für die Abklärung im Einzelfall stehen Ihnen neben dem Bauernverband folgende Ansprechpartner zur Verfügung.
Landwirtschaftsamt St.Gallen
Direktzahlungen, Bodenverbesserungen, Bewilligungen und Feststellungsverfügungen Boden- und Pachtrecht
Unterstrasse 22 | 9001 St. Gallen
058 229 34 90
Landwirtschaftliches Zentrum SG (LZSG)
Kantonale Beratungsstelle
Rheinhofstrasse 11 | 9465 Salez
Mattenweg 11 | 9230 Flawil
058 228 24 00
info(at)lzsg(dot)ch
Landwirtschaftlichen Kreditgenossenschaft des Kantons St.Gallen (LKG)
Unterstrasse 22 | 9001 St.Gallen
058 229 74 80
info.lkg(at)sg(dot)ch
Kontrolldienst KUT
Kontrollorganisation ÖLN-Betriebe
071 394 60 13
info(at)kontrolldienstkut(dot)ch
Bio-Kontrollorganisation
Ackerstrasse 5070 | Frick AG
062 865 63 00
Schwand | 3110 Münsingen
031 722 10 70
Blarerstrasse 2 | 9001 St.Gallen
058 229 28 00
Beratung / Auskünfte
info(at)bauern-sg(dot)ch
Strategiestudie Avenir Suisse "Eine Agrarpolitik mit Zukunft"
Gesetzliche Grundlagen und Vollzugshilfen
Webseite des BLW mit ausführlichen Informationen zu den agrarpolitischen Anforderungen
Webseite des BAFU zu den Vollzugshilfen Umweltschutz in der Landwirtschaft
Webseite des BLV mit den Kontrollhandbüchern baulicher und qualitativer Tierschutz
Direktzahlungen berechnen (Excel-Tool Dirzahl)
Standardarbeitskräfte (SAK) berechnen
Graslandbasierte Milch- und Fleischproduktion (GMF-Rechner)
Landwirtschaftsamt St. Gallen
www.landwirtschaft.sg.ch

References: Art. 11
 Art. 12
 Art. 13
 Art. 14
 Art.15
 Art. 16
 Art. 17
 Art. 18
 Art. 19
 Art. 20
 Art. 21
 Art. 82
 Art. 82
 Art. 86
 Art. 87