Source: http://www.dkgev.de/dkg.php/cat/67/aid/3817/title/Neue_Untersuchungs-_und_Behandlungsmethoden_%2528NUB%2529__hier%253A_Verfahrenseckpunkte_fuer_Anfragen_gem.___6_Abs._2_KHEntgG
Timestamp: 2018-02-21 18:39:38+00:00

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Im Folgenden werden die relevanten Änderungen dargestellt.
Zukünftig können Anfragen, ob eine neue Methode / Leistung mit den vereinbarten Fallpauschalen oder Zusatzentgelten sachgerecht abgerechnet werden kann, nur noch auf elektronischem Wege unter der E-Mail-Adresse NUB@inek-drg.de an das InEK übermittelt werden. Hierzu wird ab Anfang September auf der Internetseite des InEK ein Erfassungstool zum Herunterladen zur Verfügung gestellt werden. Dieses Erfassungstool wird optionale Felder, Pflichtfelder und Ausfüllhinweise enthalten, die zwingend zu beachten sind. Anfragen, bei denen Pflichtfelder des Erfassungstool nicht vollständig ausgefüllt werden, können im weiteren Verfahren nicht berücksichtigt werden und gelten als nicht gestellt. Mit Ablauf des 31.10.2005 müssen die Anfragen im InEK eingegangen sein, später eingehende Anfragen werden nicht berücksichtigt. Wir möchten Sie darauf hinweisen, dass ein frühzeitiges Absenden der Anfragen eine detaillierte Bearbeitung unterstützt und dem InEK Rückfragen bei komplexen Sachverhalten erlaubt.
Die Kategorieeinteilung (Status 1 - 3) der Prüfergebnisse aus dem Vorjahr werden beibehalten. Status 1 bedeutet, dass die angefragten Methoden / Leistungen die NUB-Kriterien erfüllen und die Vereinbarung eines krankenhausindividuellen Entgeltes gem. § 6 Abs. 2 KHEntgG zulässig ist. Die Methoden / Leistungen des Status 2 genügen den Kriterien der NUB-Vereinbarungen nicht. Für diese ist die Vereinbarung eines krankenhausindividuellen Entgeltes nicht zulässig. Status 3 benennt die angefragten Methoden / Leistungen, die innerhalb der festgesetzten Fristen nicht vollständig bearbeitet werden konnten und daher keine Information nach § 6 Abs. 2 KHEntgG erteilt wird. Soweit noch keine Budgetvereinbarungen für das Jahr 2006 vor dem 01.01.2006 abgeschlossen wurden, können hier krankenhausindividuelle Entgelte vereinbart werden.
Neu hinzugekommen ist die Kategorie Status 4 als Prüfergebnis, mit dem unplausible oder nicht nachvollziehbare Anfragen von dem weiteren Verfahren ausgeschlossen werden können, da die zur Verfügung gestellten Informationen nicht zur Beurteilung ausreichen. Dies bedeutet, dass die mit der Anfrage übermittelten Informationen die Kriterien der NUB-Vereinbarung zur Bewertung der angefragten Methode / Leistung im Sinne des Verfahrens nicht ausreichend dargestellt haben. Auch hier kann dann gem. § 6 Abs. 2 Satz 5 KHEntgG ein krankenhausindividuelles Entgelt vereinbart werden, soweit noch keine Budgetvereinbarung vorliegt.
Die Kategorie 4 musste bedauerlicher Weise neu eingeführt werden, da im letzten Jahr zahlreiche Anfragen ohne verwertbare Informationen übermittelt wurden. Diese führten im InEK zu einem immensen Arbeitsaufwand, der mit Blick auf den begrenzt zur Verfügung stehenden Zeitraum nicht mehr zu leisten ist.
An dieser Stelle möchten wir besonders darauf hinweisen, dass eine erfolgreiche Anfrage ausführlich auf
- die Beschreibung der neuen Untersuchungs- und Behandlungsmethode (insbesondere Darstellung der Neuheit),
- die Beschreibung der Patienten, die mit der neuen Methode / Leistung behandelt werden sollen,
- die durch die neue Untersuchungs- und Behandlungsmethode verursachten Mehrkosten (möglichst in Personal- und Sachkosten getrennt) sowie
- die Begründung, warum die neue Methode / Leistung im gegenwärtigen G-DRG-System nicht sachgerecht abgebildet ist,
eingehen muss. Die einfache Auflistung von Methoden / Leistungen oder ein einfacher Hinweis auf Kosten reicht für eine erfolgreiche Bearbeitung der Anfrage nicht aus. Können die (Mehr-) Kosten nicht rechtzeitig bis zum Ablauf des 31. Oktober ermittelt werden, kann alternativ eine ausführliche und nachvollziehbare Beschreibung des Aufwandes angegeben werden.
Wir möchten auch darauf hinweisen, dass die Anfragen gem. § 6 Abs. 2 KHEntgG jeweils nur für das G-DRG-System des folgenden Kalenderjahres gestellt werden können, d.h. beispielsweise im Jahr 2005 für das G-DRG-System 2006 und somit nur für 1 Jahr gelten. Die im abgelaufenen Verfahrensjahr mit Prüfergebnis Status 1 versehenen Anfragen werden bei der Weiterentwicklung des G-DRG-Systems im Folgejahr automatisch auf die Möglichkeit zur Integration das G-DRG-System geprüft. Sollte dennoch aus Sicht des Krankenhauses die Methode / Leistung weiterhin nicht sachgerecht im G-DRG-System abgebildet sein, muss eine erneute Anfrage gem. § 6 Abs. 2 KHEntgG gestellt werden. Die Möglichkeit einer Vereinbarung von krankenhausindividuellen Entgelten für NUB besteht jedoch nur für Krankenhäuser, die fristgerechte Anfragen an das InEK stellt haben.
Bis zum 31. Dezember wird das InEK den anfragenden Krankenhäusern eine Antwort über das Prüfergebnis erteilen. Sollten aufgrund der hohen Anzahl von Anfragen bis zum 31.12.2005 nicht alle Anfragen bearbeitet werden können, werden die betroffenen Krankenhäuser wie im vergangenen Jahr entsprechend in Kenntnis gesetzt.
Das InEK nimmt weiterhin stellvertretend für die Vertragsparteien auf Bundesebene die Meldungen gem. § 6 Abs. 2 Satz 6 KHEntgG über vereinbarte Entgelte entgegen. Diese Meldungen sind zukünftig nur in elektronischer Form durch die an der Vereinbarung von krankenhausindividuellen Entgelten beteiligten Krankenkassen an das InEK zu übermitteln.
Da das elektronische Erfassungstool erst Anfang September bereitgestellt werden kann, haben die Selbstverwaltungspartner sich darauf verständigt, Ihnen die neuen Verfahrenseckpunkte möglichst frühzeitig mitzuteilen, damit die für die Anfragen erforderlichen Informationen bereits im Vorfeld gesammelt werden können.
Sobald das elektronische Erfassungstool auf der Homepage des InEK bereitgestellt wird, werden wir Sie informieren

References: § 6
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