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Timestamp: 2020-08-13 21:12:48+00:00

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BAG, 21.02.1979 - 5 AZR 568/77 - dejure.org
https://dejure.org/1979,330
BAG, 21.02.1979 - 5 AZR 568/77 (https://dejure.org/1979,330)
BAG, Entscheidung vom 21.02.1979 - 5 AZR 568/77 (https://dejure.org/1979,330)
BAG, Entscheidung vom 21. Februar 1979 - 5 AZR 568/77 (https://dejure.org/1979,330)
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Bekanntgabe - Aushang - Fristlose Entlassung - Fristlose Kündigung - Widerruf - Diebstahl - Nachweis - Anspruch auf Schmerzensgeld - Rechtswidriger EIngriff - Schuldhafter Eingriff - Konkurrenz - Persönlichkeitsrecht - Vertragspflichtverletzung
ArbG Karlsruhe, 10.10.1975 - 5 Ca 267/75
LAG Baden-Württemberg, 26.11.1976 - 10 Sa 62/75
NJW 1979, 2532
NJW 1980, 358 (Ls.)
VersR 1979, 1019
DB 1979, 1513
Es schützt den Arbeitnehmer vor der Offenlegung personenbezogener Daten und zwar auch solcher, von denen der Arbeitgeber in zulässiger Weise Kenntnis erlangt hat (vgl. BAG 21. Februar 1979 - 5 AZR 568/77 - AP BGB § 847 Nr. 13 = EzA BGB § 847 Nr. 3).
Bei objektiv rechtswidrigen Eingriffen in sein Persönlichkeitsrecht hat der Arbeitnehmer entsprechend den §§ 12, 862, 1004 BGB Anspruch auf Beseitigung von fortwirkenden Beeinträchtigungen und auf Unterlassung weiterer Eingriffe (vgl. statt vieler Urteil des Senats vom 21. Februar 1979 - 5 AZR 568/77 - AP Nr. 13 zu § 847 BGB, zu B I 1 der Gründe, mit zustimmender Anmerkung von Wiese; BAGE 45, 111, 117 = AP Nr. 5 zu § 611 BGB Persönlichkeitsrecht; BGHZ (GS 34, 99, 102).
Er kann daher in entsprechender Anwendung der §§ 12, 862, 1004 BGB bei einem objektiv rechtswidrigen Eingriff in das Persönlichkeitsrecht die Beseitigung einer fortwirkenden Beeinträchtigung verlangen (BAG Urteil vom 21. Februar 1979 - 5 AZR 568/77 - AP Nr. 13 zu § 847 BGB, zu B I 1 der Gründe, mit zustimmender Anmerkung Wiese; MünchKomm/Schwerdtner, BGB, § 12 Rz 296; Wiese, ZfA 1971, 273, 311, jeweils m.w.N.; vgl. BGHZ 14, 163, 173; BGHZ GS 34, 99, 102 m.w.N.).
Bei objektiv rechtswidrigen Eingriffen in sein Persönlichkeitsrecht hat der Arbeitnehmer entsprechend den §§ 12, 862, 1004 BGB Anspruch auf Unterlassung weiterer Eingriffe (vgl. u.a. Senatsurteil vom 21. Februar 1979 - 5 AZR 568/77 - AP Nr. 13 zu § 847 BGB, zu B I 1 der Gründe, mit zustimmender Anm. von Wiese; BAGE 45, 111, 117 = AP Nr. 5 zu § 611 BGB Persönlichkeitsrecht, zu I 5 der Gründe;… Senatsurteil vom 15. Juli 1987 - 5 AZR 215/86 - AP Nr. 14, a.a.O., zu A I 1 a der Gründe).
[232] S. statt vieler BGH 17.3.1969 - VI ZR 151/68 - NJW 1970, 1077 [3 d.]; 26.1.1971 - VI ZR 95/70 - NJW 1971, 698, 699 [I.3.]; 15.11.1994 - VI ZR 56/94 - BGHZ 128, 1, 12 = NJW 1995, 861, 864 [III.4.]: Geld, wenn die Beeinträchtigung "nicht in anderer Weise befriedigend ausgeglichen werden kann"; ebenso BAG 21.2.1979 - 5 AZR 568/77 - DB 1979, 1513 = AP § 847 Nr. 13 [B.II.2 a.]; 29.4.1983 (Fn. 228) [II.2 b.]; noch restriktiver BAG 18.12.1984 (Fn. 223) [III.]: "unabweisbares Bedürfnis"; LAG Berlin 5.3.1997 - 13 Sa 137/96 - NZA-RR 1998, 488 = AR-Blattei ES 1260 Nr. 13 (Volltext: "Juris") [Juris-Rn. 33]; präziser, weil von "Ausgleich" angesichts inkommensurabler Größen ("Leid" und "Geld") streng genommen nicht gesprochen werden kann, BGH 12.12.1995 - VI ZR 223/94 - VersR 1996, 341 [II.1 c.]; 30.1.1996 - VI ZR 386/94 - BGHZ 132, 14, 27 [II.2 a.]: in anderer Weise nicht befriedigend "aufzufangen".
Das Bundesarbeitsgericht hat den Anspruch eines Arbeitnehmers gegenüber seinem Arbeitgeber auf Schmerzensgeld nicht auf vertragliche Anspruchsgrundlagen gestützt, sondern dargelegt, daß einem Arbeitnehmer bei schweren Persönlichkeitsverletzungen ein deliktischer Schmerzensgeldanspruch nicht deshalb versagt werden kann, weil mit dem Anspruch aus § 847 BGB arbeitsvertragliche Ansprüche konkurrieren (BAG NJW 1979, 2532; BAG AP Nr. 8 zu § 611 BGB).
a) Ehrkränkende bzw. das allgemeine Persönlichkeitsrecht verletzende Äußerungen begründen einen quasi-negatorischen Widerrufsanspruch nach § 1004 Abs. 1 S. 1 BGB analog i.V.m. § 823 Abs. 1, 2 BGB i.V.m. §§ 185, 186 StGB, wenn ein sonstiges Recht i.S.d. § 823 Abs. 1 BGB oder ein Schutzgesetz i.S.d. § 823 Abs. 2 BGB rechtswidrig durch den Störer verletzt worden ist und die Beeinträchtigung durch die Rechtsgutverletzung fortdauert (grundlegend BGH 19.12.1960 - GSZ 1/60, BGHZ 34, 99), d.h. ein fortdauernder Störungszustand besteht, der sich für den Verletzten als eine stetig neu fließende Quelle der Schädigung und der Ehrverletzung darstellt, und der Widerruf notwendig und geeignet ist, den Störungszustand zu beseitigen (BAG 21.2.1979 -5 AZR 568/77- AP Nr. 13 zu § 847 BGB, LAG München 22.9.2010 -11 Sa 520/09- , juris).
BAG, 05.11.1980 - 5 AZR 418/78

References: § 847
 § 847
 § 847
 § 611
 § 847
 § 12
 § 847
 § 611
 BGH 
 § 847
 BGH 
 § 847
 § 611
 § 1004
 § 823
 § 823
 § 823
 BGH 
 § 847