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Timestamp: 2019-12-16 00:00:15+00:00

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Hartz IV für ehemalige Grenzgänger | Außenwirtschaftslupe
Hartz IV für ehemalige Grenzgänger
Ein Anspruch auf Leis­tun­gen zur Grund­si­che­rung besteht nicht bei einer soge­nann­ten im grenz­na­hen Aus­land woh­nen­den Grenz­gän­ge­rin. So sah das Bun­des­so­zi­al­ge­richt die Vor­aus­set­zun­gen des § 7 SGB II als nicht erfüllt an bei einer in Öster­reich leben­den deut­schen Staats­an­ge­hö­ri­gen, die in Deutsch­land erwerbs­tä­tig gewe­sen ist und auch Arbeits­lo­sen­geld I bezo­gen hat.
Die Klä­ge­rin hat, so das Bun­des­so­zi­al­ge­richt, kei­nen Wohn­sitz oder gewöhn­li­chen Auf­ent­halt in der Bun­des­re­pu­blik Deutsch­land, wie dies § 7 Abs 1 Nr 4 SGB II i.V.m. § 30 SGB I vor­aus­setzt. Nach § 7 Abs 1 Satz 1 SGB II erhal­ten Leis­tun­gen nach dem SGB II Per­so­nen, die das 15. Lebens­jahr voll­endet und das 65. Lebens­jahr noch nicht voll­endet haben, erwerbs­fä­hig sind, hil­fe­be­dürf­tig sind und ihren gewöhn­li­chen Auf­ent­halt in der Bun­des­re­pu­blik Deutsch­land haben. Die Klä­ge­rin erfüllt die­se Vor­aus­set­zun­gen schon des­halb nicht, weil sie kei­nen gewöhn­li­chen Auf­ent­halt in Deutsch­land hat. Mit § 7 Abs 1 Satz 1 Nr 4 SGB II hat der Gesetz­ge­ber — ent­spre­chend dem all­ge­mei­nen Grund­satz, wonach jeden­falls bei steu­er­fi­nan­zier­ten Leis­tun­gen an den Wohn­sitz ange­knüpft wird1 — aus­drück­lich auf den Begriff des gewöhn­li­chen Auf­ent­halts in § 30 Abs 1 SGB I Bezug genom­men2. Nach § 30 Abs 3 Satz 2 SGB I hat jemand sei­nen gewöhn­li­chen Auf­ent­halt dort, wo er sich unter Umstän­den auf­hält, die erken­nen las­sen, dass er an die­sem Ort oder in die­sem Gebiet nicht nur vor­über­ge­hend ver­weilt. Die Klä­ge­rin lebt seit vie­len Jah­ren in Öster­reich, sodass nicht zwei­fel­haft ist, dass sie dort auch ihren gewöhn­li­chen Auf­ent­halt hat.
Ein Anspruch der Klä­ge­rin auf Leis­tun­gen zur Siche­rung des Lebens­un­ter­halts ergibt sich auch nicht aus einer Ein­schrän­kung des Ter­ri­to­ria­li­täts­prin­zips des § 7 Abs 1 Satz 1 Nr 4 SGB II i.V.m. § 30 SGB I. Die von ihr zitier­te Ent­schei­dung des Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt3 betrifft das bei­trags­ab­hän­gi­ge Arbeits­lo­sen­geld. Hier­zu hat das Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt aus­ge­führt, Art 3 Abs 1 GG gebie­te eine ver­fas­sungs­kon­for­me Aus­le­gung des § 30 Abs 1 SGB I dahin­ge­hend, dass dem Anspruch des zuvor in Deutsch­land bei­trags­pflich­ti­gen Grenz­gän­gers auf Arbeits­lo­sen­geld oder Arbeits­lo­sen­hil­fe der Aus­lands­wohn­sitz jeden­falls dann nicht ent­ge­gen­ste­he, wenn die übri­gen Anspruchs­vor­aus­set­zun­gen erfüllt sei­en. Dabei ist unter Beru­fung auf Art 14 GG iVm Art 2 GG, Art 3 Abs 1 GG sowie das Sozi­al­staats­prin­zip dar­auf abge­stellt wor­den, dass der Gesetz­ge­ber bei den auf Bei­trä­gen beru­hen­den Sozi­al­leis­tungs­an­sprü­chen nicht ohne gewich­ti­ge sach­li­che Grün­de den Anknüp­fungs­punkt zwi­schen Bei­trags­er­he­bung und Leis­tungs­be­rech­ti­gung wech­seln kön­ne. Die beson­de­re Situa­ti­on der Grenz­gän­ger sei gera­de durch ihre Nähe zum Staats­ge­biet der Bun­des­re­pu­blik Deutsch­land, ihre zwangs­wei­se Ein­be­zie­hung in das natio­na­le Siche­rungs­sys­tem des Beschäf­ti­gungs­orts und nicht des Wohn­sit­zes mit ent­spre­chen­der Bei­trags­pflicht und durch den fort­be­stehen­den Bezug zum Inlands­ar­beits­markt gekenn­zeich­net. Das Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt hat also wegen der engen Ver­knüp­fung von Bei­trags­er­he­bung und Leis­tungs­er­brin­gung bei auf Bei­trä­gen beru­hen­den Sozi­al­leis­tun­gen aner­kannt, dass die Leis­tungs­vor­aus­set­zun­gen für das Arbeits­lo­sen­geld bzw. die Arbeits­lo­sen­hil­fe eine spe­zi­fi­sche — mit der bei­trags­recht­li­chen Anknüp­fung in Ein­klang ste­hen­de — Aus­prä­gung des Ter­ri­to­ria­li­täts­prin­zips ent­hal­ten, die die Reich­wei­te des all­ge­mei­nen Wohn­sitz­prin­zips nach § 30 Abs 1 SGB I ein­schränkt4.
Anders als das Are­bits­lo­sen­geld knüp­fen die Leis­tun­gen zur Siche­rung des Lebens­un­ter­halts jedoch nicht an eine vor­an­ge­hen­de Bei­trags­leis­tung an. Sie berück­sich­ti­gen das bis­he­ri­ge Arbeits­ent­gelt grund­sätz­lich nicht. Ihre Höhe beruht auf den tat­säch­lich sta­tis­tisch ermit­tel­ten Ver­brauchs­aus­ga­ben von Haus­hal­ten in unte­ren Ein­kom­mens­grup­pen in der Bun­des­re­pu­blik Deutsch­land (§ 20 Abs 4 SGB II iVm § 28 Abs 3 Satz 5 SGB XII) und hängt von den all­ge­mei­nen Wirt­schafts­ver­hält­nis­sen und dem in der Rechts­ge­mein­schaft aner­kann­ten Min­dest­be­darf ab5. Inso­fern hat das Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt bezo­gen auf den Maß­stab des all­ge­mei­nen Gleich­heits­sat­zes in sei­ner Ent­schei­dung vom 30.12.19996 sei­ne bis­he­ri­ge Recht­spre­chung bestä­tigt, wonach eine durch § 30 Abs 1 SGB I bewirk­te Ungleich­be­hand­lung der Per­so­nen mit Aus­lands­wohn­sitz im Ver­gleich zu den­je­ni­gen mit Inlands­wohn­sitz gerecht­fer­tigt sein kann. Ver­fas­sungs­recht­lich grund­sätz­lich nicht zu bean­stan­den­des Ziel natio­na­ler Sozi­al­po­li­tik ist es, sozi­al rele­van­te Tat­be­stän­de im eige­nen Staats­ge­biet zu for­men und zu regeln7.
Aus den Rege­lun­gen der EWGV Nr 1408⁄71 kann die Klä­ge­rin kei­nen Anspruch auf Erbrin­gung der Leis­tun­gen der sozia­len Sicher­heit in ihrem Wohn­sitz­land Öster­reich ablei­ten. Die Leis­tun­gen zur Siche­rung des Lebens­un­ter­halts nach dem SGB II sind — anders als Sozi­al­hil­fe­leis­tun­gen nach Art 4 Abs 4 EWGV Nr 1408⁄71 — als beson­de­re bei­trags­un­ab­hän­gi­ge Geld­leis­tun­gen, nicht jedoch als Leis­tun­gen bei Arbeits­lo­sig­keit gemäß Art 4 Abs 1 Buchst g EWGV Nr 1408⁄71, von dem sach­li­chen Anwen­dungs­be­reich der für den hier streit­ge­gen­ständ­li­chen Zeit­raum (15.2.2007 bis 27.11.2008) anwend­ba­ren „alten Wan­der­ar­beit­neh­mer­ver­ord­nung” EWGV Nr 1408⁄71 umfasst8.
Zum sach­li­chen Anwen­dungs­be­reich der EWGV Nr 1408⁄71 bestimmt deren Art 4, dass die Ver­ord­nung für alle Rechts­vor­schrif­ten über Zwei­ge der sozia­len Sicher­heit gilt, die ua. die Leis­tungs­art der Leis­tun­gen bei Arbeits­lo­sig­keit betref­fen und für wel­che die all­ge­mei­nen und die beson­de­ren, die auf Bei­trä­gen beru­hen­den und die bei­trags­frei­en Sys­te­me der sozia­len Sicher­heit sowie für die Sys­te­me gilt, nach denen die Arbeit­ge­ber zu Leis­tun­gen gemäß Abs 1 ver­pflich­tet sind (Abs 2). Nach Art 4 Abs 2a EWGV Nr 1408⁄71 i.d.F. der VO (EG) Nr 647⁄2005 vom 13.04.2005 (ABl EG Nr L 117⁄1) vom 04.05.2005 gilt Art 4 auch für beson­de­re bei­trags­un­ab­hän­gi­ge Geld­leis­tun­gen, die nach Rechts­vor­schrif­ten gewährt wer­den, die auf­grund ihres per­sön­li­chen Gel­tungs­be­reichs, ihrer Zie­le und/​oder ihrer Anspruchs­vor­aus­set­zun­gen sowohl Merk­ma­le der in Abs 1 genann­ten Rechts­vor­schrif­ten der sozia­len Sicher­heit als auch sol­che der Sozi­al­hil­fe auf­wei­sen. Der Aus­druck „beson­de­re bei­trags­un­ab­hän­gi­ge Geld­leis­tun­gen” bezeich­net Leis­tun­gen,
die dazu bestimmt sind, einen zusätz­li­chen, ersatz­wei­sen oder ergän­zen­den Schutz gegen die Risi­ken zu gewäh­ren, die von den in Abs 1 genann­ten Zwei­gen der sozia­len Sicher­heit gedeckt sind, und den betref­fen­den Per­so­nen ein Min­dest­ein­kom­men zur Bestrei­tung des Lebens­un­ter­halts garan­tie­ren, das in Bezie­hung zu dem wirt­schaft­li­chen und sozia­len Umfeld in dem betref­fen­den Mit­glied­staat steht
deren Finan­zie­rung aus­schließ­lich durch obli­ga­to­ri­sche Steu­ern zur Deckung der all­ge­mei­nen öffent­li­chen Aus­ga­ben erfolgt und deren Gewäh­rung und Berech­nung nicht von Bei­trä­gen hin­sicht­lich der Leis­tungs­emp­fän­ger abhän­gen; jedoch sind Leis­tun­gen, die zusätz­lich zu einer bei­trags­ab­hän­gi­gen Leis­tung gewährt wer­den, nicht allein aus die­sem Grund als bei­trags­ab­hän­gi­ge Leis­tung zu betrach­ten; und
die in Anhang IIa auf­ge­führt sind. Bezo­gen auf die letz­te Vor­aus­set­zung sind durch die VO (EG) 629⁄2006 vom 05.04.2006 (ABl EG Nr L 114⁄1) auf der Grund­la­ge von Art 5 EWGV Nr 1408⁄71 mit Wir­kung zum 28.04.2006 in den Anhang IIa — als beson­de­re bei­trags­un­ab­hän­gi­ge Geld­leis­tun­gen — der Ver­ord­nung Nr 1408⁄71 für Deutsch­land „Leis­tun­gen zur Siche­rung des Lebens­un­ter­halts im Rah­men der Grund­si­che­rung für Arbeit­su­chen­de, soweit für die­se Leis­tun­gen nicht dem Grun­de nach die Vor­aus­set­zun­gen für den befris­te­ten Zuschlag nach Bezug von Alg (§ 24 Abs 1 SGB II) erfüllt sind” auf­ge­nom­men wor­den.
Ein Anspruch der Klä­ge­rin auf einen begrenz­ten Export der SGB II-Leis­tun­gen als Leis­tun­gen der sozia­len Sicher­heit bei Arbeits­lo­sig­keit iS des Art 4 Abs 1 Buchst g EWGV Nr 1408⁄71 kann sich — unab­hän­gig vom Vor­lie­gen der wei­te­ren Vor­aus­set­zun­gen für einen Leis­tungs­ex­port bei ech­ten Grenz­gän­gern9 — nicht schon dar­aus erge­ben, dass sie — zumin­dest dem Grun­de nach — die Vor­aus­set­zun­gen für einen befris­te­ten Zuschlag nach § 24 Abs 1 SGB II erfüllt. Sie hat kei­nen der­ar­ti­gen Anspruch, weil sie zuletzt im Juli 2002 in Deutsch­land erwerbs­tä­tig war und in dem Zeit­raum vom 16.02.2005 bis 15.02.2007 kei­nen Anspruch auf Arbeits­lo­sen­geld als Ver­si­che­rungs­leis­tung hat­te.
Die Leis­tun­gen zur Siche­rung des Lebens­un­ter­halts nach dem SGB II sind ent­spre­chend ihrer Auf­nah­me in den Anhang IIa EWGV 1408⁄71 als beson­de­re bei­trags­un­ab­hän­gi­ge Geld­leis­tun­gen, nicht jedoch als Leis­tun­gen der sozia­len Sicher­heit bei Arbeits­lo­sig­keit i.S. von Art 4 Abs 1 Buchst g EWGV Nr 1408⁄71 anzu­se­hen. Inso­fern hat das Bun­des­so­zi­al­ge­richt in sei­nem Urteil vom 19.10.201010 im Zusam­men­hang mit der Anwend­bar­keit der Kol­li­si­ons­re­gel des Art 6 EWGV 1408⁄71 ent­schie­den, dass die Leis­tun­gen zur Siche­rung des Lebens­un­ter­halts nach dem SGB II dem sach­li­chen Anwen­dungs­be­reich der EWGV Nr 1408⁄71 als beson­de­re bei­trags­un­ab­hän­gi­ge Geld­leis­tun­gen unter­fal­len. Auch wenn man davon aus­geht, dass die Auf­nah­me einer Sozi­al­leis­tung in den Anhang IIa EWGV 1408⁄71 nach neue­rer Recht­spre­chung des EuGH eine (wei­ter­ge­hen­de) Über­prü­fung nicht aus­schließt, ob nicht eine Leis­tung der sozia­len Sicher­heit i.S. des Art 4 Abs 1 EWGV vor­liegt und damit die Koor­di­nie­rungs­vor­schrif­ten unein­ge­schränkt zur Anwen­dung kom­men11, ergibt sich kein ande­res Ergeb­nis.
Ent­spre­chend den in Art 4 Abs 2a EWGV Nr 1408⁄71 in Anleh­nung an sei­ne Recht­spre­chung auf­ge­nom­me­nen Maß­stä­ben for­dert der Euro­päi­sche Gerichts­hof aus­ge­hend von dem Zweck der Leis­tung, dass die beson­de­ren bei­trags­un­ab­hän­gi­gen Geld­leis­tun­gen eine Leis­tung der sozia­len Sicher­heit erset­zen oder ergän­zen und den Cha­rak­ter einer Sozi­al­hil­fe­leis­tung auf­wei­sen müs­sen, die aus wirt­schaft­li­chen und sozia­len Grün­den gerecht­fer­tigt ist. Bei der Bei­trags­un­ab­hän­gig­keit der Leis­tung prüft der Euro­päi­sche Gerichts­hof, ob die Finan­zie­rung unmit­tel­bar oder mit­tel­bar durch Sozi­al­bei­trä­ge oder durch öffent­li­che Mit­tel sicher­ge­stellt wird12. In Abgren­zung hier­zu kann eine Leis­tung nur dann als eine sol­che der sozia­len Sicher­heit iS des Art 4 Abs 1 EWGV Nr 1408⁄71 ange­se­hen wer­den, wenn sie dem Emp­fän­ger unab­hän­gig von jeder auf einer Ermes­sens­aus­übung beru­hen­den Ein­zel­fall­be­ur­tei­lung der per­sön­li­chen Bedürf­tig­keit auf­grund einer gesetz­lich umschrie­be­nen Stel­lung gewährt wird und sich auf eines der in Art 4 Abs 1 EWGV Nr 1408⁄71 aus­drück­lich auf­ge­zähl­ten Risi­ken bezieht. Die Leis­tung darf nicht von einer für die Sozi­al­hil­fe cha­rak­te­ris­ti­schen Ein­zel­fall­be­ur­tei­lung der per­sön­li­chen Bedürf­tig­keit des Antrag­stel­lers abhän­gig sein13.
Nach die­sen Grund­sät­zen han­delt es sich bei den Leis­tun­gen zur Siche­rung des Lebens­un­ter­halts nach dem SGB II ohne Zuschlag nach § 24 SGB II um beson­de­re bei­trags­un­ab­hän­gi­ge Geld­leis­tun­gen, weil durch das Erfor­der­nis der Erwerbs­fä­hig­keit (§ 7 Abs 1 Satz 1 Nr 2 SGB II) zwar ein Bezug zu den Leis­tun­gen bei Arbeits­lo­sig­keit iS des Art 4 Abs 1 Buchst g EWGV Nr 1408⁄71 besteht, deren Gewäh­rung jedoch — anders als die bei­trags­be­zo­ge­ne Leis­tung Are­bits­lo­sen­geld als Ver­si­che­rungs­leis­tung — unab­hän­gig von Beschäftigungs‑, Mit­glieds- oder Bei­trags­zei­ten ist, vom Vor­lie­gen von Bedürf­tig­keit abhängt (zB Gel­tend­ma­chung von Sozi­al­leis­tungs- und Unter­halts­an­sprü­chen) und eine bei­trags­un­ab­hän­gi­ge Finan­zie­rung durch Steu­er­mit­tel erfolgt. Auch im Unter­schied zur bis­he­ri­gen Arbeits­lo­sen­hil­fe hat das Arbeits­lo­sen­geld II man­gels Bezug zu einer frü­he­ren Erwerbs­tä­tig­keit kei­ne an den bis­he­ri­gen Ver­dienst anknüp­fen­de Ent­gel­ter­satz­funk­ti­on14.
Als „beson­de­re bei­trags­un­ab­hän­gi­ge Geld­leis­tun­gen” unter­fal­len die Leis­tun­gen zur Siche­rung des Lebens­un­ter­halts nach dem SGB II der Wohn­ort­klau­sel des Art 10a EWGV Nr 1408⁄71 idF der Änd­VO Nr 1247⁄92 vom 30.4.1992 (ABl Nr L 136). Nach Art 10a Abs 1 EWGV Nr 1408⁄71 gel­ten die Bestim­mun­gen des Art 10 EWGV Nr 1408⁄71 zur Auf­he­bung der Wohn­ort­klau­seln nicht für die in Art 4 Abs 2a EWGV Nr 1408⁄71 genann­ten „beson­de­ren bei­trags­un­ab­hän­gi­gen Geld­leis­tun­gen”. Die Per­so­nen, für die die­se Ver­ord­nung Anwen­dung fin­det, erhal­ten die­se Leis­tun­gen aus­schließ­lich im Wohn­mit­glied­staat und nach des­sen Rechts­vor­schrif­ten, sofern die­se Leis­tun­gen im Anhang IIa auf­ge­führt sind. Die Leis­tun­gen wer­den vom Trä­ger des Wohn­or­tes zu sei­nen Las­ten gewährt.
Zu die­sen Vor­schrif­ten hat der Euro­päi­sche Gerichts­hof in stän­di­ger Recht­spre­chung ent­schie­den, dass der Grund­satz der Expor­tier­bar­keit von Leis­tun­gen der sozia­len Sicher­heit nur solan­ge gel­te, wie der Gemein­schafts­ge­setz­ge­ber kei­ne Aus­nah­me­vor­schrif­ten — wie hier Art 10a EWGV Nr 1408⁄71 — erlas­sen habe. Die Gewäh­rung von eng an das sozia­le Umfeld gebun­de­nen Leis­tun­gen kön­ne davon abhän­gig gemacht wer­den, dass der Emp­fän­ger im Staat des zustän­di­gen Trä­gers woh­ne, wodurch eine beson­de­re Ver­bun­den­heit mit der Gesell­schaft des Mit­glied­staa­tes zum Aus­druck kom­me15. Dies trifft auf die Leis­tun­gen zur Siche­rung des Lebens­un­ter­halts zu.
Ein Anspruch der Klä­ge­rin auf die von ihr begehr­te Erbrin­gung der SGB-II-Leis­tun­gen im Wege des Leis­tungs­ex­ports ergibt sich nicht aus dem Abkom­men zwi­schen der Bun­des­re­pu­blik Deutsch­land und der Repu­blik Öster­reich über Für­sor­ge und Jugend­wohl­fahrts­pfle­ge vom 17.1.196616, das als zwi­schen­staat­li­ches Abkom­men von dem Ter­ri­to­ria­li­täts­prin­zip des § 30 Abs 2 SGB I unbe­rührt bleibt und dem — bezo­gen auf beson­de­re bei­trags­un­ab­hän­gi­ge Geld­leis­tun­gen — auch die Kol­li­si­ons­re­gel des Art 6 EWGV 1408⁄71 nicht ent­ge­gen­steht17. Art 2 Abs 1 des Abkom­mens bestimmt, dass Staats­an­ge­hö­ri­gen der einen Ver­trags­par­tei, die sich im Hoheits­ge­biet der ande­ren Ver­trags­par­tei auf­hal­ten, Für­sor­ge und Jugend­wohl­fahrts­pfle­ge in glei­cher Wei­se, in glei­chem Umfang und unter den glei­chen Bedin­gun­gen wie den Staats­an­ge­hö­ri­gen des Auf­ent­halts­staa­tes gewährt wird. Die Klä­ge­rin hat also einen Anspruch auf exis­tenz­not­wen­di­ge Leis­tun­gen nach öster­rei­chi­schem Recht.
Art 7 Abs 2 EWGV 1612⁄68 bzw Art 39 EG18 ste­hen jeden­falls unter den Umstän­den des vor­lie­gen­den Falls der Anknüp­fung der Leis­tun­gen zur Siche­rung des Lebens­un­ter­halts an den gewöhn­li­chen Auf­ent­halt in der Bun­des­re­pu­blik (§ 7 Abs 1 Satz 1 Nr 4 SGB II) nicht ent­ge­gen. Art 39 Abs 1 EG bestimmt, dass inner­halb der Uni­on die Frei­zü­gig­keit der Arbeit­neh­mer gewähr­leis­tet ist. Sie umfasst die Abschaf­fung jeder auf der Staats­an­ge­hö­rig­keit beru­hen­den unter­schied­li­chen Behand­lung der Arbeit­neh­mer der Mit­glied­staa­ten in Bezug auf Beschäf­ti­gung, Ent­loh­nung und sons­ti­ge Arbeits­be­din­gun­gen (Art 39 Abs 2 EG). Nach Art 7 Abs 2 EWGV 1612⁄68 genießt ein Arbeit­neh­mer im Hoheits­ge­biet eines ande­ren Mit­glied­staa­tes die glei­chen sozia­len und steu­er­li­chen Ver­güns­ti­gun­gen wie inlän­di­sche Arbeit­neh­mer. Auch Wohn­sit­zer­for­der­nis­se bei bei­trags­un­ab­hän­gi­gen Geld­leis­tun­gen nach Art 4a iVm Art 10a EWGV 1408⁄71 sind ergän­zend am Dis­kri­mi­nie­rungs­ver­bot des Art 7 Abs 2 EWGV 1612⁄68 zu mes­sen19. § 7 Abs 2 EWGV 1612⁄68 beinhal­tet eine beson­de­re Aus­prä­gung des in Art 39 Abs 2 EG ent­hal­te­nen Gleich­be­hand­lungs­grund­sat­zes auf dem spe­zi­el­len Gebiet der Gewäh­rung sozia­ler Ver­güns­ti­gun­gen und ist daher in glei­cher Wei­se aus­zu­le­gen20.
Zwar sind die Leis­tun­gen zur Siche­rung des Lebens­un­ter­halts nach dem SGB II als „sozia­le Ver­güns­ti­gun­gen“ iS des Art 7 Abs 2 EWGV 1612⁄68 anzu­se­hen. Der Begriff der „sozia­len Ver­güns­ti­gung” umfasst alle Sozi­al­leis­tun­gen, die — ob sie an einen Arbeits­ver­trag anknüp­fen oder nicht — den inlän­di­schen Arbeit­neh­mern wegen ihrer objek­ti­ven Arbeit­neh­mer­ei­gen­schaft oder ein­fach wegen ihres Wohn­or­tes im Inland gewährt wer­den und deren Aus­deh­nung auf Arbeit­neh­mer, die Staats­an­ge­hö­ri­ge eines ande­ren Mit­glied­staats sind, des­halb als geeig­net erscheint, deren Mobi­li­tät inner­halb der Gemein­schaft zu erleich­tern21. Hier­zu zäh­len Leis­tun­gen mit Arbeits­markt­be­zug, aber auch all­ge­mein exis­tenz­si­chern­de Leis­tun­gen22 wie das Arbeits­lo­sen­geld II.
Es kann offen­blei­ben, ob die Klä­ge­rin auf­grund ihrer Beschäf­ti­gung in der Bun­des­re­pu­blik sowie des anschlie­ßen­den Bezugs von Leis­tun­gen der deut­schen Arbeits­lo­sen­ver­si­che­rung (wei­ter­hin) als Arbeit­neh­me­rin iS der EWGV 1612⁄68 anzu­se­hen ist. Auch nach Been­di­gung des Arbeits­ver­hält­nis­ses kann die Arbeit­neh­mer­ei­gen­schaft bestimm­te Fol­ge­wir­kun­gen haben23. Der Anwend­bar­keit des Art 7 Abs 2 EWGV 1612⁄68 steht jeden­falls nicht ent­ge­gen, dass die Klä­ge­rin wohl nur in dem Mit­glied­staat ihrer Staats­an­ge­hö­rig­keit gear­bei­tet und ihren Wohn­sitz in einen ande­ren Mit­glied­staat ver­legt hat. Jeder Gemein­schafts­an­ge­hö­ri­ge, der von sei­nem Recht auf Frei­zü­gig­keit der Arbeit­neh­mer Gebrauch gemacht und in einem ande­ren Mit­glied­staat als dem Wohn­staat eine Berufs­tä­tig­keit aus­ge­übt hat, fällt unab­hän­gig von sei­nem Wohn­ort und sei­ner Staats­an­ge­hö­rig­keit in den Anwen­dungs­be­reich des Art 39 EG bzw Art 7 EWGV 1612⁄6824. Der Begriff des Arbeit­neh­mers nach Art 7 EWGV 1612⁄68 erfasst auch (ehe­ma­li­ge) Grenz­gän­ger, die sich eben­so auf die Gleich­be­hand­lung bei sozia­len Ver­güns­ti­gun­gen beru­fen kön­nen wie die ande­ren von der Bestim­mung erfass­ten Arbeit­neh­mer25.
Der Klä­ge­rin ist jedoch unter den Umstän­den des vor­lie­gen­den Falls jeden­falls das Wohn­sit­zer­for­der­nis des § 7 Abs 1 Satz 1 Nr 4 SGB II ent­ge­gen­zu­hal­ten. Die­ses ist grund­sätz­lich ver­ein­bar mit Art 39 EG und Art 7 Abs 2 EWGV 1612⁄68. Es ist objek­tiv gerecht­fer­tigt und steht in einem ange­mes­se­nen Ver­hält­nis zum vom natio­na­len Gesetz­ge­ber mit der Rege­lung ver­folg­ten Zweck. Inso­fern hat der Euro­päi­sche Gerichts­hof die in natio­na­len Vor­schrif­ten ent­hal­te­nen Wohn­ort­vor­aus­set­zun­gen, mit denen Art 4 Abs 2a EWGV 1408⁄71 und Art 10a EWGV 1408⁄71 ange­wandt wer­den, als sol­che grund­sätz­lich als mit Art 39 EG und Art 7 Abs 2 VO 1612⁄68 ver­ein­bar ange­se­hen, wenn die Leis­tung eng mit dem sozia­len und wirt­schaft­li­chen Kon­text des betref­fen­den Mit­glied­staa­tes ver­bun­den ist26. Die­se Vor­aus­set­zung trifft auf die hier strei­ti­gen Leis­tun­gen zur Siche­rung des Lebens­un­ter­halts zu, deren enge Ver­bin­dung mit dem sozia­len und wirt­schaft­li­chen Kon­text der Bun­des­re­pu­blik Deutsch­land sich u.a. dar­aus ergibt, dass sich die Höhe die­ser Leis­tun­gen an den Ver­brauchs­aus­ga­ben von Haus­hal­ten in unte­ren Ein­kom­mens­grup­pen an dem Lebens­stan­dard in der Bun­des­re­pu­blik Deutsch­land ori­en­tiert.
Die Berück­sich­ti­gung des Wohn­or­tes für die Gewäh­rung der Leis­tun­gen zur Siche­rung des Lebens­un­ter­halts beein­träch­tigt die Klä­ge­rin unter den Umstän­den des vor­lie­gen­den Falls auch nicht in einem Maße, das über das hin­aus­geht, was zur Errei­chung des mit dem SGB II ver­folg­ten legi­ti­men Ziels erfor­der­lich ist. Inso­fern obliegt es zunächst der zustän­di­gen natio­na­len Behör­de und gege­be­nen­falls den inner­staat­li­chen Gerich­ten den natio­na­len Rechts­vor­schrif­ten soweit wie mög­lich eine gemein­schafts­kon­for­me Aus­le­gung zu geben27. Eine Export­ver­pflich­tung für beson­de­re bei­trags­ab­hän­gi­ge Geld­leis­tun­gen hat der Gerichts­hof nur in Aus­nah­me­fäl­len ange­nom­men, die in Fäl­len „erheb­li­cher Unbil­lig­keit” einen Leis­tungs­ex­port vor­sieht28.
Jeden­falls im Fal­le der Klä­ge­rin bestehen kei­ne Anhalts­punk­te für ein Abse­hen von dem Wohn­ort­erfor­der­nis unter Ver­hält­nis­mä­ßig­keits­ge­sichts­punk­ten. Zwar kön­nen gera­de (ehe­ma­li­ge) Grenz­gän­ger (noch) enge Bezü­ge zum Arbeits­ort und ‑umfeld haben und sind Fall­ge­stal­tun­gen denk­bar, in denen — etwa in Form einer Teil­zeit­be­schäf­ti­gung ggf mit ergän­zen­den SGB II-Leis­tun­gen — (wei­ter­hin) ein Bezug zum deut­schen Arbeits­markt besteht oder ergän­zend SGB II-Leis­tun­gen zur Ein­glie­de­rung in Arbeit nach Maß­ga­be der §§ 14 bis 18 SGB II vor­ran­gig im bis­he­ri­gen Beschäf­ti­gungs­staat Deutsch­land erbracht wer­den, also wei­ter­hin eine enge Bezie­hung zum Arbeits­markt des bis­he­ri­gen Beschäf­ti­gungs­staats besteht. Eine der­ar­ti­ge Fall­ge­stal­tung liegt hier jedoch nicht vor, weil eine enge tat­säch­li­che Ver­bin­dung der Klä­ge­rin zum deut­schen Arbeits­markt nicht (mehr) gege­ben ist. Die Klä­ge­rin sucht in der Bun­des­re­pu­blik Deutsch­land defi­ni­tiv kei­ne Arbeit, und hat dies mit Been­di­gung der beruf­li­chen Tätig­keit bereits im Juli 2002, ihrem Bemü­hen um eine Ren­te aus der deut­schen Ren­ten­ver­si­che­rung und der Abga­be ihrer Erklä­rung zu der (aus­lau­fen­den) Son­der­re­ge­lung des § 428 SGB III gegen­über der Arbeits­ver­wal­tung vom 19.06.2003 begrün­det, die einen Ver­zicht auf die Arbeits­be­reit­schaft, nicht aber die Arbeits­fä­hig­keit29 beinhal­tet.
Die Klä­ge­rin kann auch nicht aus dem Umstand, dass ihr Ehe­mann sei­ne Ren­te aus der deut­schen Ren­ten­ver­si­che­rung nach Öster­reich expor­tie­ren kann, ein eige­nes Recht auf Mit­nah­me der Leis­tun­gen zur Siche­rung des Lebens­un­ter­halts nach dem SGB II nach Öster­reich ablei­ten. Fami­li­en­an­ge­hö­ri­gen eines Arbeit­neh­mers ste­hen abge­lei­te­te Rech­te nur inso­fern zu, als sie die­se als Fami­li­en­an­ge­hö­ri­ge eines Arbeit­neh­mers erwor­ben haben, dh einer Per­son, die Ansprü­che auf Leis­tun­gen im Sin­ne der Ver­ord­nung aus eige­nem Recht gel­tend machen kann30. Wegen die­ser Unter­schei­dung zwi­schen eige­nen und abge­lei­te­ten Rech­ten31 kann die Klä­ge­rin den eigen­stän­di­gen Anspruch auf Leis­tun­gen zur Siche­rung des Lebens­un­ter­halts nach dem SGB II nicht aus der sozi­al­ver­si­che­rungs­recht­li­chen Ver­bin­dung ihres Ehe­manns zur deut­schen Ren­ten­ver­si­che­rung her­lei­ten. Auch aus Art 7 EWGV 1612⁄68 kann der Ehe­mann der Klä­ge­rin für die­se kei­ne Rech­te ablei­ten. Mit der Been­di­gung des Arbeits­ver­hält­nis­ses geht die Arbeit­neh­mer­ei­gen­schaft i.S. des Art 7 Abs 2 EWGV 1612⁄68 grund­sätz­lich ver­lo­ren und endet die Anspruchs­be­rech­ti­gung aus Art 7 Abs 2 EWGV 1612⁄6832.
Bun­des­so­zi­al­ge­richt, Urteil vom 18. Janu­ar 2011 — B 4 AS 14⁄10 R
Nicht­rück­kehr­ta­ge in der deutsch-schwei­zer Grenz­gän­ger­re­ge­lung Bei der Anwen­dung der Grenz­gän­ger­re­ge­lung in Art. 15a DBA-Schweiz 1971⁄1992 zäh­len Dienst­rei­se­ta­ge mit Über­nach­tun­gen im Ansäs­sig­keits­staat zu den „Nicht­rück­kehr­ta­gen” ((Bestä­ti­gung zu BFH, Urteil vom 11.11.2009 — I R 15⁄09, BFHE 227, 419, BSt­Bl II 2010,…
Mro­zyn­ski, SGB I, All­ge­mei­ner Teil, 4. Aufl 2010, § 30 RdNr 9, 12 [↩]
vgl BT-Drucks 15⁄1516 S 52 [↩]
BVerfG vom 30.12.1999 -1 BvR 809⁄95, SozR 3 – 1200 § 30 Nr 20 [↩]
vg. auch BSG, Urteil vom 03.07.2003 — B 7 AL 42⁄02 R, SozR 4 – 6050 Art 71 Nr 2, RdNr 21 f; BSG, Urteil vom 27.08.2008 — B 11 AL 7⁄07 R, SozR 4 – 4300 § 119 Nr 7, RdNr 10; BSG, Urteil vom 07.10.2009 — B 11 AL 25⁄08 R, BSGE 104, 280 ff = SozR 4 – 1200 § 30 Nr 5, RdNr 12 [↩]
BSG, Urteil vom 22.04.2008 — B 1 KR 10⁄07 R, BSGE 100, 221 ff = SozR 4 – 2500 § 62 Nr 6 RdNr 31 mwN [↩]
BVerfG — 1 BvR 809⁄95, SozR 3 – 1200 § 30 Nr 20 [↩]
vgl auch BVerfG, Beschluss vom 02.07.1998 — 1 BvR 810⁄90, NJW 1998, 2963 f [↩]
vgl. Nach­fol­ge­ver­ord­nung Nr 883⁄2004 vom 29.04.2004, ABl 2004 [EU] Nr L 166, 1 ff, die nach deren Art 91 Satz 2 erst ab dem Inkraft­tre­ten der Durch­füh­rungs­ver­ord­nung am 01.05.2010 in Kraft getre­ten ist, Art 97 der VO 987⁄2009 [↩]
vgl. hier­zu EuGH, Urteil vom 12.06.1986 in der Rechts­sa­che C-1⁄85, Mie­the, Slg 1986, 1837 ff; Kret­sch­mer in Nie­sel, SGB III, 5. Aufl 2010, Anh A Art 71, RdNr 14 [↩]
B 14 AS 23⁄10 R [↩]
EuGH, Urteil vom 08.03.2001 in der Rechts­sa­che C‑215/​99, Jauch, Slg 2001, I‑1901, RdNr 21 f; Urteil vom 29.04.2004 in der Rechts­sa­che C‑160/​02, Ska­la, Slg 2004 I‑5613, RdNr 19; vgl zur Nich­tig­erklä­rung durch den EuGH des­sen Urteil vom 18.10.2007 in der Rechts­sa­che C‑299/​05, Kommission/​Parlament, Slg 2007, I‑8695; Beschor­ner ZESAR 2009, 320 ff, 322; Win­disch-Graetz in ZESAR 2004, 386, 387; Grie­ser in Juris­PK-SGB XII, 1. Aufl 2010, Vor­be­mer­kung SGB XII, RdNr 67; Mangold/​Pattar in VSSR 2008, 243, 253; zur alten Recht­spre­chung: EuGH, Urteil vom 4.11.1997 in der Rechts­sa­che C‑20/​96, Sna­res, Slg 1997, I‑6057, RdNr 30 ff [↩]
Urteil vom 08.03.2001 in der Rechts­sa­che C‑215/​99, Jauch, Slg 2001 I‑1901 RdNr 29 f; Urteil vom 29.04.2004 in der Rechts­sa­che C‑160/​02, Ska­la, Slg 2004 I‑5613 RdNr 25 ff; Urteil vom 06.07.2006 in der Rechts­sa­che C‑154/​05, Kers­ber­gen-Lap­p/­Dams-Schip­per, Slg 2006 I‑6249 RdNr 36 [↩]
EuGH, Urteil vom 18.07.2006 in der Rechts­sa­che C‑406/​04, De Cuy­per, Slg 2006 I‑6947, RdNr 22 [↩]
für eine Ein­ord­nung des Alg II als beson­de­re bei­trags­un­ab­hän­gi­ge Geld­leis­tung: Eichen­ho­fer, Sozi­al­recht der Euro­päi­schen Uni­on, 4. Aufl 2010, § 11 RdNr 259; Fuchs in NZS 2007, 1 ff, 3 f; Waltermann/​Kämpfer, DB 2006, 893 ff; Hei­nig ZESAR 2008, 465, 471 f; a.A. für die Zeit vor Auf­nah­me der Leis­tun­gen zur Siche­rung des Lebens­un­ter­halts in Anhang IIa: Kret­sch­mer in Nie­sel, SGB III, 5. Aufl 2010, Anh A Art 71 RdNr 14; vgl. EuGH, Urteil vom 27.03.1985 in der Rechts­sa­che C-249⁄83, Hoeckx, Slg 1985, I‑973 [↩]
EuGH, Urteil vom 04.11.1997 in der Rechts­sa­che C‑20/​96, Sna­res, Slg 1997, I‑6057 RdNr 41 f; Urteil vom 8.3.2001 in der Rechts­sa­che C‑215/​99, Jauch, Slg 2001, I‑1901 RdNr 21; Cor­ne­lis­sen in Fuchs, Euro­päi­sches Sozi­al­recht, 5. Aufl 2010, Art 70 RdNr 18 [↩]
BGBl II 1969, 2 ff [↩]
BSG, Urteil vom 19.10.2010 — B 14 AS 23⁄10 R, RdNr 30 [↩]
hier anwend­bar in der Fas­sung des Ver­tra­ges von Niz­za: BGBl II 2001, 1666 — der Ver­trag von Lis­sa­bon ist erst zum 1.12.2009 in Kraft getre­ten, BGBl II 1223 [↩]
EuGH, Urteil vom 11.09.2007 in der Rechts­sa­che C‑287/​05, Hen­drix, Slg 2007, I‑6909 RdNr 51 ff; Urteil vom 12.05.1998 in der Rechts­sa­che C‑85/​96, Sala, Slg 1998, I‑2691 RdNr 27; Urteil vom 10.03.1993 in der Rechts­sa­che C‑111/​91, Kommission/​Luxemburg, Slg 1993, I‑817 RdNr 21; Dau­ber VSSR 2009, 299 ff, 309; a.A. Stein­mey­er in Fuchs, Euro­päi­sches Sozi­al­recht, 5. Aufl 2010, Art 7 EWGV 1612⁄68 RdNr 4, 8 [↩]
EuGH, Urteil vom 11.09.2007 in der Rechts­sa­che C‑287/​05, Hen­drix, Slg 2007, I‑6909 RdNr 31 [↩]
EuGH, Urteil vom 18.07.2007 in der Rechts­sa­che C‑213/​05, Geven, Slg 2007, I‑6347 RdNr 12; Urteil vom 12.05.1998 in der Rechts­sa­che C‑85/​96, Sala, Slg 1998, I‑2691 RdNr 25; Fuchs in Euro­päi­sches Sozi­al­recht, 5. Aufl 2010, Ein­füh­rung RdNr 22 [↩]
vgl EuGH, Urteil vom 18.06.1987 in der Rechts­sa­che C-316⁄85, Lebon, Slg 1987, I‑2811 RdNr 13 f; Urteil vom 27.03.1985 in der Rechts­sa­che C-249⁄83, Hoeckx, Slg 1985, I‑973 [↩]
vgl. EuGH, Urteil vom 24.09.1998 in der Rechts­sa­che C‑35/​97, Kommission/​Frankreich, Slg 1998, I‑5325 RdNr 41; Urteil vom 06.11.2003 in der Rechts­sa­che C‑413/​01, Nin­ni-Ora­sche, Slg 2003, I‑13187 RdNr 34 mwN [↩]
EuGH, Urteil vom 21.02.2006 in der Rechts­sa­che C‑152/​03, Rit­ter-Cou­lais, Slg 2006, I‑1711 RdNr 31; Urteil vom 11.09.2007 in der Rechts­sa­che C‑287/​05, Hen­drix, Slg 2007, I‑6909 RdNr 74; Urteil vom 18.07.2007 in der Rechts­sa­che C‑212/​05, Hart­mann, Slg 2007, I‑6303 [↩]
EuGH, Urteil vom 18.07.2007 in der Rechts­sa­che C‑213/​05, Geven, Slg 2007, I‑6347 ff RdNr 15 [↩]
EuGH, Urteil vom 11.09.2007 in der Rechts­sa­che C‑287/​05, Hen­drix, Slg 2007, I‑6909, RdNr 55 [↩]
EuGH, Urteil vom 06.07.2006 in der Rechts­sa­che C‑154/​05, Kas­ber­gen-Lap und Dams-Schip­per, Slg 2006, I‑6249 RdNr 33 mwN; Urteil vom 12.03.2009 in der Rechts­sa­che C‑22/​08, Vat­sou­ras, SozR 4 – 6035 Art 39 Nr 5, RdNr 64 [↩]
Otting in Hauck/​Noftz, EU-Sozi­al­recht, Kom­men­tar, Stand Mai 2010, K Art 70 RdNr 25 [↩]
BSG, Urteil vom 30.06.2005 — B 7a/​7 AL 98⁄04 R, BSGE 95, 43 = SozR 4 – 4300 § 428 Nr 2 [↩]
EuGH, Urteil vom 10.10.1996 in der Rechts­sa­che C‑245/​94, Hoever und Zachow, Slg 1996, I‑4895, SozR 3 – 6050 Art 4 Nr 8 RdNr 31 [↩]
vgl. hier­zu auch Eichen­ho­fer, Sozi­al­recht der Euro­päi­schen Uni­on, 4. Aufl 2010, S 91 [↩]
Stein­mey­er in Fuchs, Euro­päi­sches Sozi­al­recht, 5. Aufl 2010, EWGV 1612⁄68 Art 7 RdNr 19 [↩]
ALG IIGrenzgängerSozialrecht

References: § 7
 § 7
 § 30
 § 7
 § 7
 § 30
 § 30
 § 7
 § 30
 § 30
 § 30
 § 28
 § 30
 § 24
 EuGH 
 § 24
 § 30
 § 7
 § 7
 § 428
 Art. 15
 § 30
 § 30
 § 119
 § 30
 § 62
 § 30
 EuGH 
 § 11
 § 428