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Timestamp: 2020-02-20 14:30:21+00:00

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Als Bauherr wird diejenige Person bezeichnet, die selbst oder durch Dritte auf eigene oder fremde Rechnung ein Bauvorhaben erstellt.
Der Bauherr muss hierbei nicht zwingend Grundstückseigentümer sein. Als Bauherren können natürliche Personen, Personen- oder Kapitalgesellschaften oder öffentlich-rechtliche Körperschaften auftreten.
Kraft seiner Stellung als Bauherr kann dieser umfassende Rechte wahrnehmen. Er kann die an der Bauplanung und Bauausführung zu beteiligenden Personen auswählen und beauftragen.
Der Bauherr hat gegenüber den am Bau Beteiligten ein umfassendes Informations- und in der Regel auch Weisungsrecht.
Neben diesem umfassenden Recht hat der Bauherr auch die so genannten Bauherrenpflichten. In erster Linie ergeben sich diese Pflichten aus den jeweiligen Verträgen mit den am Bau Beteiligten. Als wesentliche Pflichten sind hierbei die Pflicht zur Zahlung der vereinbarten Vergütung und die Pflicht zur Abnahme der jeweiligen Werkleistung zu nennen. Als weitere Pflicht obliegt dem Bauherrn die Verkehrssicherungspflicht, die er im Regelfall durch Beauftragung eines zuverlässigen Architekten und Bauunternehmens weitergibt und die Pflicht aus der Baustellenverordnung, die er regelmäßig einem Baustellensicherheits- und Gesundheitskoordinator überträgt. Weitere Bauherrenpflichten ergeben sich aus den jeweiligen öffentlich-rechtlichen Vorschriften.
Baukostenindex und Berechnung des Versicherungswertes bei Gebäudeversicherungen
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Ein Bauträger ist ein Unternehmen, das gewerbsmäßig Grundstücke kauft, bebaut und als Gesamtobjekt wieder verkauft.
Der Bauträger plant und realisiert gewerbsmäßig (ohne selbst Bauleistungen zu erbringen) als Bauherr in eigenem Namen für eigene oder fremde Rechnung (schlüsselfertige) Bauvorhaben unter Verwendung von Vermögenswerten von Erwerbern.
Der Bauträgervertrag ist regelmäßig ein Geschäftsbesorgungsvertrag mit werkvertraglichem Charakter, soweit dieser die Erstellung eines Bauwerks zum Gegenstand hat .
Er tritt gegenüber den Behörden und den ausführenden Handwerkern als Bauherr auf.
Der Bauträgervertrag ist rechtlich betrachtet eine Mischung aus Kaufvertrag und Werkvertrag. Insbesondere, wenn der Vertrag zu einem Zeitpunkt abgeschlossen wird, zu dem die Bauleistungen noch nicht abgeschlossen sind, beinhaltet der Vertrag werkvertragliche Elemente. Der Bauträger ist dann verpflichtet, das Objekt entsprechend einer vereinbarten Baubeschreibung zu errichten und sodann an den Kunden / Käufer zu übergeben und das Eigentum an dem Objekt zu verschaffen.
Der Bauträgervertrag ist, da Grundbesitz verkauft wird, notariell zu beurkunden.
Da der einzige Vertragspartner des Kunden der Bauträger ist, ist eine direkte Abstimmung mit Handwerkern und Firmen ist nicht erforderlich und andererseits auch nur mit Zustimmung und Mitwirkung des Bauträgers möglich.
Der Bauträger ist gegenüber dem Erwerber für eine einwandfreie Ausführung verantwortlich und muss dafür sorgen, dass alle Mängel beseitigt werden, die während der Bauzeit oder innerhalb der darauf folgenden Gewährleistungszeit auftreten.
Die Tätigkeit des Bauträgers bedarf einer behördlichen Genehmigung. Er hat sich an Makler- und Bauträgerverordnung zu halten.
Eine Prüfung der Zuverlässigkeit, Qualität und Zahlungsfähigkeit eines Bauträgers sollte vor Vertragsabschluß nach folgenden Kriterien erfolgen:
Ist die Firma neu auf dem Markt oder bereits langjährig in diesem Segment tätig?
Gibt es Probleme bei aktuellen Baustellen im Umfeld?
Wie ist die Zufriedenheit von Käufern, die vor drei bis fünf Jahren ein Objekt gekauft haben?
Welchen Ruf hat das Unternehmen am Markt?
Welche Sicherheiten gibt es zum Schutz des Kapitals der Erwerber bei Konkurs der Firma?
Welche Sicherheiten gibt es zum Schutz der Handwerker bei Konkurs der Firma, damit diese in einem solchen Fall bereit sind, begonnene Arbeiten zu beenden?
Als Bauunternehmer bezeichnet man diejenige Person, Personengesellschaft oder Kapitalgesellschaft, die aufgrund vorgegebener Planungen Bauleistungen erbringt. Der Vertrag mit dem Bauunternehmer ist rechtlich als Werkvertrag zu qualifizieren. Der Bauunternehmer schuldet die Herstellung des vereinbarten Werkes. Maßgeblich für die Rechte und Pflichten sind die §§ 631 ff. BGB sowie die Verdingungsordnung für Bauleistungen Teil B (VOB/B), soweit diese wirksam vereinbart wird.
Als Generalunternehmer bezeichnet man denjenigen Unternehmer, der die Erbringung sämtlicher zu einem Bau gehörenden Leistungen übernimmt und hierbei einen Teil davon selbst ausführt und die anderen Teile an Sub- bzw. Nachunternehmer weiter vergibt.
Der Vertrag zwischen Bauherrn und Generalunternehmer ist als Werkvertrag zu qualifizieren. Der Generalunternehmer schuldet die mangelfreie Erbringung der gesamten Bauleistung. Der Generalunternehmer muss hierbei auch für die mangelhafte Subunternehmerleistung einstehen.
Der Vorteil aus Sicht des Bauherrn bei Beauftragung eines Generalunternehmers liegt darin, dass er nur einen Ansprechpartner für das gesamte Bauvorhaben hat. Der Nachteil ist sicherlich darin zu sehen, dass bei einer Insolvenz des Generalunternehmers die Fortführung des Bauvorhabens nur unter größeren zeitlichen Verzögerungen möglich ist.
Im Gegensatz zum Generalunternehmer erbringt der Generalübernehmer überhaupt keine Werkleistungen zur Erstellung des Bauvorhabens. Der Generalübernehmer übernimmt im Verhältnis zum Bauherrn zwar sämtliche zu einem Bau gehörenden Leistungen. Er lässt diese Leistungen jedoch ausnahmslos durch Dritte erbringen.
Obwohl der Generalübernehmer keinerlei Werkleistungen selbst erbringt, ist der Vertrag zwischen Bauherrn und Generalübernehmer als Werkvertrag einzuordnen. Der Generalübernehmer schuldet gegenüber dem Bauherrn den Erfolg der mangelfreien Errichtung des Bauvorhabens. Zu beachten ist hierbei, dass der Vertrag zwischen dem Bauherrn und dem Generalübernehmer nicht der Verdingungsordnung für Bauleistungen (VOB), Teil B unterliegt. Er kann damit auch nicht die in § 13 Nr. 4 VOB/B vorgesehene kurze Verjährung der Gewährleistungsansprüche vereinbaren
Unter Nach- bzw. Subunternehmer ist derjenige Unternehmer zu verstehen, der lediglich bestimmte Einzelwerkleistungen im Auftrag eines Hauptauftragnehmers im Rahmen eines Werkvertrages erbringt. Der Nach- bzw. Subunternehmer hat kein direktes Vertragsverhältnis mit dem Bauherrn und ist demgegenüber auch nicht für die mangelfreie Erbringung seiner Werkleistung verantwortlich. Häufig tritt jedoch der Hauptunternehmer seine Gewährleistungsansprüche gegen den Subunternehmer an den Bauherrn ab, damit dieser sich direkt an den Subunternehmer wenden kann.
Der Projektsteuerer kann eine natürliche Person, Personengesellschaft oder Kapitalgesellschaft sein. Dieser wird im Regelfall damit beauftragt, die Durchführung eines Projekts über Leistungsvorgaben in bestimmten Bahnen zu halten und bei Abweichungen vom festgelegten Kosten-, Termin- und Qualitätsrahmen korrigierend in das laufende Geschehen einzugreifen. Unter Projektsteuerung ist eine betriebswirtschaftliche Prozess- und Ablaufsteuerung von Bauprojekten, insbesondere von Großvorhaben, zu verstehen. Die Steuerung von Projekten ist eine Arbeitsmethode und Organisationsform zur Lösung komplexer und zeitlich befristeter Aufgaben, bei denen die Zusammenarbeit mehrer Mitarbeiter oder Abteilungen notwendig ist.
Beim geschlossenen Immobilienfonds treten die Bauherren, die entweder in einer BGB-Gesellschaft oder als Kommanditisten einer KG auftreten, direkt in Vertragsbeziehungen mit den Baubeteiligten. Im Unterschied zum Bauherrenmodell entstehen beim geschlossenen Immobilienfonds keine einzelnen Wohnungen oder gewerbliche Einheiten. Es besteht vielmehr nur die gesellschaftsrechtliche Beteiligung am Gesamtobjekt. Dadurch entsteht auch eine Haftung für Bauschulden in ganzer Höhe gegenüber den am Bau Beteiligten. Der einzelne Bauherr ist somit der Gesamtschuldner. Hier besteht nur die Möglichkeit, im Außenverhältnis eine Haftungsbeschränkung mit den am Bau Beteiligten zu vereinbaren.
Die Bauherrengemeinschaft ist eine vertragliche Konstruktion, bei der sich die einzelnen Bauherren zu einer BGB-Gesellschaft zusammenschließen und dann in direkte Vertragsbeziehungen mit den am Bau Beteiligten treten. Im Regelfall erwerben die Bauherren vor Baubeginn Eigentum und bezahlen den auf ihren Anteil entfallenden Grundstückspreis im Voraus. Bei dem Bauherrenmodell haften sie, obwohl sie als BGB-Gesellschaft auftreten, den Baubeteiligten nicht als Gesamtschuldner. Dies ist dadurch bedingt, dass für die am Bau Beteiligten ersichtlich jeder Bauherr eine eigene Einheit erwirbt und sein Verpflichtungswille nur dahin geht, für diesen Anteil zu haften.
Bauvertrag BGB
Der Bauvertrag ist ein Werkvertrag, für den die Bestimmungen der §§ 631 ff. BGB gelten. Der Bauvertrag kann grundsätzlich auch mündlich abgeschlossen werden und bedarf keiner besonderen Form. Ausnahmsweise bedarf der Bauvertrag der notariellen Beurkundung, wenn er in Verbindung oder in engem rechtlichen Zusammenhang mit einem Grundstückskaufvertrag abgeschlossen wird. Die Hauptpflichten für den Unternehmer bestehen in der mangelfreien, rechtzeitigen Herstellung des Werks, für den Besteller in der Abnahme des Werkes und Zahlung der Vergütung. Daneben bestehen für beide Vertragsparteien Nebenpflichten. Für den Unternehmer sind dies in erster Linie Aufklärungs-, Prüfungs-, Fürsorge- und Beratungspflichten. Für den Bauherrn besteht eine Verpflichtung zur Mitwirkung, soweit diese erforderlich ist, und er hat die Pflicht, dem Unternehmer die Herstellung des Werkes zu ermöglichen. Daneben treffen auch den Bauherrn Schutz- und Obhutspflichten (s. auch Lexikon-Stichworte "Baustellenverordnung" und "Verkehrssicherungspflicht"). Gegenstand des Bauvertrags können neben dem Leistungsverzeichnis auch Vorbemerkungen oder allgemeine oder besondere Vertragsbedingungen sein, soweit diese ausdrücklich von beiden Parteien zum Inhalt des Bauvertrags gemacht worden sind.
Die VOB/B enthält detaillierte Bestimmungen über den Vertragsinhalt und die Vertragsausführung. Die VOB/B gilt niemals von selbst, vielmehr muss sie ausdrücklich zwischen den Vertragspartnern vereinbart werden. Gegenüber privaten Bauherren ist es nicht ausreichend, im Bauvertrag auf die Geltung der Bestimmungen der "VOB" zu verweisen. Vielmehr muss diesem der Text der VOB überreicht oder zumindest die Einsicht in die Textunterlage ermöglicht werden. Dies gilt nicht für den Abschluss eines Bauvertrags mit Bauunternehmen. Hier wird unterstellt, dass man ausreichende Kenntnis über die VOB besitzt.
Nichtiger Bauvertrag
Der Bauvertrag ist nichtig, wenn er gegen ein gesetzliches Verbot verstößt. Bei beiderseitigem Verstoß gegen das Gesetz zur Bekämpfung der Schwarzarbeit (s. auch Lexikon-Stichwort "Schwarzarbeit") ist der Werkvertrag grundsätzlich nichtig (BGH, Urteil v. 23.9.1982, VII ZR 183/80), bei einem einseitigen Verstoß des Unternehmers ist der Bauvertrag grundsätzlich gültig, es sei denn, der Besteller kennt den Verstoß oder nutzt diesen bewusst aus (vgl. BGH, Urteil v. 19.1.1984, VII ZR 121/83).
Mietkaution - Bürgschaft
Die Bürgschaft ist neben der Kaution die häufigste Form der Sicherheitsleistung des Mieters an den Vermieter. Sie dient der Absicherung der Ansprüche des Vermieters aus dem Mietverhältnis. Die Bürgschaft kann vom Vermieter nicht einseitig durch Verwertung in eine Barkaution verwandelt werden (OLG Düsseldorf, DWW 1992 S. 213). Ein grundsätzlicher Nachteil der Bürgschaft gegenüber einer Barkaution besteht darin, dass der Nennbetrag der Bürgschaft während der gesamten Dauer des Mietverhältnisses unverändert bleibt. Dagegen wachsen bei der Barkaution die Zinsen der Kaution zu, führen somit zu einer Erhöhung der Sicherheit und gleichen zumindest einen Teil des Kaufkraftverlustes aus.
Durch den Bürgschaftsvertrag verpflichtet sich der Bürge gegenüber dem Vermieter, für die Erfüllung der Verbindlichkeiten des Mieters einzustehen. Dabei kann die Bürgschaft auch für eine künftige oder eine bedingte Verbindlichkeit übernommen werden (§ 765 BGB).
Eine Mitwirkung des Mieters als Hauptschuldner ist nicht notwendig. Der Bürgschaftsvertrag wird im Hinblick auf die Zahlungsfähigkeit in der Regel mit einer Bank geschlossen; jedoch kann die Bürgschaft auch von jedem Dritten geleistet werden, z. B. vom Vater für seinen studierenden Sohn.
Die Bürgschaft bedarf gem. § 766 BGB der Schriftform, wobei die neuere Rechtsprechung des BGH besonders strenge Anforderungen an die Einhaltung der Schriftform stellt (BGH, Urteil v. 29.2.1996, MDR 1996 S. 810). Danach ist die Schriftform nur gewahrt, wenn die Bürgschaftsurkunde außer dem Willen, für eine fremde Schuld einzustehen auch die Bezeichnung des Gläubigers (Vermieter), des Hauptschuldners (Mieter) sowie der verbürgten Forderung (Ansprüche aus dem Mietverhältnis) enthält. Die Übergabe eines Blankoformulars genügt nicht. Der Bürge kann das Bürgschaftsformular zwar blanko unterzeichnen und einen Dritten ermächtigen, die Urkunde in dem erforderlichen Umfang zu ergänzen, jedoch muss dann auch die Vollmacht zur Ergänzung der Urkunde (abweichend von § 167 Abs. 2 BGB) schriftlich erteilt werden. Gleiches gilt für die Bevollmächtigung eines Dritten zur Abgabe der Bürgschaftserklärung. Diese Grundsätze gelten auch für ältere Bürgschaften (BGH, a.a.O.).
Für die Verpflichtung des Bürgen ist der jeweilige Bestand der Hauptverbindlichkeit maßgebend (§ 767 Abs. 1 BGB). Durch ein Rechtsgeschäft, das der Hauptschuldner nach der Übernahme der Bürgschaft vornimmt, wird die Verpflichtung des Bürgen nicht erweitert (§ 767 Abs. 1 S. 3 BGB). Eine Mietbürgschaft umfasst daher nur die Miete für die Dauer der vereinbarten Mietzeit einschließlich einer bereits bei Bürgschaftsübernahme vorgesehenen Verlängerung und einschließlich einer evtl. Nutzungsentschädigung (§ 546 a Abs. 1 BGB) nach Ablauf der Mietzeit, nicht aber die Miete für die Zeit einer stillschweigenden Verlängerung des Mietverhältnisses (§ 545 BGB) oder einer zwischen den Parteien vereinbarten Vertragsfortsetzung (LG Gießen, WuM 1994 S. 673).
Der Bürge kann die dem Mieter zustehenden Einreden geltend machen (§ 768 Abs. 1 BGB). Er kann dem Anspruch des Vermieters die Einrede der Verjährung der Hauptforderung entgegenhalten, da eine entsprechende Anwendung des § 215 BGB auf Bürgschaften von der Rechtsprechung abgelehnt wird (BGH, Urteil v. 28.1.1998, XII ZR 63/96, WuM 1998 S. 224; OLG Hamm, ZMR 1995 S. 255). Anders ist die Rechtslage bei der Barkaution. Hier kann der Vermieter gegen den Kautionsrückzahlungsanspruch des Mieters nach § 215 BGB auch mit verjährten Ansprüchen aufrechnen ).
Wir empfehlen daher den Abschluss einer "selbstschuldnerischen Bürgschaft" . In diesem Fall verzichtet der Bürge auf die "Einrede der Vorausklage", so dass der Vermieter sofort den Bürgen in Anspruch nehmen kann und nicht erst gegen den Mieter als Hauptschuldner vorgehen muss.
Mit der Löschungsbewilligung erklärt der Gläubiger (Kreditinstitut) nach Rückzahlung des Darlehens, dass er die Löschung des Grundpfandrechtes (Hypothek oder Grundschuld) im Grundbuch bewilligt.
Die Löschungsbewilligung ist grundbuchrechtliche Voraussetzung zur Löschung des Grundpfandrechts im Grundbuch (§ 19 GBO). Sie muss in einer öffentlichen oder öffentlich beglaubigten Urkunde enthalten sein (§ 29 Abs.1 Satz 1 GBO).
Grundschulden müssen nicht zwangsläufig gelöscht werden. Im Falle eines erneuten Finanzierungsbedarfes können vorhandene Grundschulden erneut valutiert werden.
Immobil = unbeweglich - Gegenteil mobil = beweglich
Eine Immobilie oder Liegenschaft ist ein Grundstück inklusive darauf befindlicher Gebäude und deren Zubehör. Juristisch gesehen ist es "unbewegliches Gut", woher sich auch das Wort Immobilie ableitet: Lateinisch in-mobilis für eine nicht bewegliche Sache.
Der Besitz von "Grund und Boden" und sein neueres Analogon des Wohnungseigentums gilt als sichere Angelegenheit, weil genaue Regelungen bestehen. Ertragsmäßig sind Immobilien hingegen weitaus schwieriger einzuschätzen.
Deshalb gibt es einige Berufszweige der Immobilienwirtschaft, die sich auf Liegenschaften, Gebäude und den Immobilienmarkt spezialisiert haben.
Hinterlässt der Erblasser mehrere Erben, so wird der Nachlass nach deutschem Erbrecht gemeinschaftliches Vermögen der Erben (§§ 2032 ff. BGB).
Die Erbengemeinschaft ist eine Gesamthandsgemeinschaft.
Jeder Miterbe kann über seinen Anteil am Nachlass verfügen, nicht jedoch über seinen Anteil an einzelnen Nachlassgegenständen.
Die Erbengemeinschaft ist grundsätzlich darauf angelegt, den Nachlass durch ihre Auseinandersetzung zu verteilen und dadurch die Erbengemeinschaft zu beendigen.
Die Bauordnung (BauO) oder Landesbauordnung (LBO) des jeweiligen Bundeslandes ist in Deutschland wesentlicher Bestandteil des Baurechts.
Sie regelt als Hauptbestandteil des Bauordnungsrechts die Bedingungen, welche bei jedem Bauvorhaben zu beachten sind. Dagegen werden die Bedingungen, auf welchen Grundstücken überhaupt und in welchem Art und Ausmaß gebaut werden darf, durch das Bauplanungsrecht bestimmt. Die Anforderungen der Bauordnung beziehen sich einerseits auf das Grundstück, andererseits auf seine Bebauung:z.B. die Mindestgröße von Grundstücken des Baugebiets (Baulands), die maximale prozentuelle Verbauung oder Bauhöhe (Bauklasse),
die Einhaltung von Abständen oder Bauwich,
die äußere Gestaltung (Fassade, Dachform, Balkongröße etc.),
die Statik (Standsicherheit, Erdbebenschutz ..),
Bestimmungen für Fluchtwege, Treppenbreite und Notausgang,
den Lichteinfall - vor allem für Nachbargebäude,
den Schutz gegen Schall, Feuchtigkeit und Korrosion,
den Brandschutz und Wärmeschutz, die Art der Heizung,
die Verkehrssicherheit usw.
Die Bauordnung wird ergänzt durch zugehörige Erlasse und Durchführungsbestimmungen, sowie technische Baubestimmungen und Baunormen.
Auch weitere Themenbereiche zählen zum Bauordnungsrecht - so u.a.
die Garagenverordnung, Prüfungsbestimmungen zu Schornsteinen und Kaminen, Betrieben usw..
Zu den Baunebenkosten (geregelt in § 24 WertV) gehören:Planungskosten für Architekt, Statiker, Ingenieure und Sachverständige
Gebühren für Baugenehmigungen (Behördliche Gebühren)
Anfallende Nebenkosten (Telefongebühren, Kopiergebühren, etc.)
Versicherungsgebühren (Bauversicherungen)
sowie anfallende Finanzierungskosten wie Zinsen, Disagio, etc.
Die Baunebenkosten sind somit die Kosten, die neben den „eigentlichen“ Baukosten und Kosten für das Grundstück, für Planung und Ausführung des Bauvorhabens auftreten.
In der Regel können für die Errichtung eines Bauwerks ca. 15 % der ermittelten Baukosten als Baunebenkosten angesetzt werden.
Abgeschlossenheitsbescheinigung nach dem Wohnungseigentumsgesetz (WEG).
Das Wohnungseigentumsgesetz ist ein Bundesgesetz, in dem einheitlich die Erfordernisse und Voraussetzungen für die Erlangung von Wohnungseigentum
bzw. von Teileigentum geregelt werden.
Wohnungseigentum wird durch die vertragliche Einräumung von Sondereigentum oder durch Teilung begründet. Unterschieden werden hierbei im Rahmen des Wohnungseigentumsgesetzes die Begriffe Wohnungseigentum, Sondereigentum, Teil- und Miteigentum (im Sinne des 7 Abs. 4 Nr. 2 WEG) sowie Dauerwohnrecht (im Sinne des 32 Abs. 2 WEG).
Wohnungseigentum: Wohnungseigentum ist das Sondereigentum an einer Wohnung sowie das Miteigentum an den gemeinschaftlichen Einrichtungen (Grundstück, Räume, Flächen, Anlagen udgl.).
Teileigentum: Teileigentum ist das Sondereigentum an nicht zu Wohnzwecken dienenden Räumen eines Gebäudes sowie das Miteigentum an den gemeinschaftlichen Einrichtungen.
Dauerwohnrecht: Mit dem Dauerwohnrecht erhält der Begünstigte den Anspruch eine bestimmte Wohnung oder auch nicht zu Wohnzwecken dienende Räumlichkeiten dauerhaft nutzen zu können.
WIE ERLANGT MAN WOHNUNGS- ODER TEILEIGENTUM?
Zur Begründung von Sondereigentum an einem Haus/Gebäude bzw. zur
Eintragung eines Dauerwohnrechts bildet die von der unteren
Bauaufsichtsbehörde zu erteilende Abgeschlossenheitsbescheinigung die Grundlage. Für die Erteilung der Abgeschlossenheitsbescheinigung sind nachfolgende Unterlagen erforderlich:
Amtlicher Lageplan im Maßstab 1:1000
Bau- bzw. Bestandspläne aller auf dem Grundstück befindlichen Gebäude im Maßstab 1:100 (Grundrisse, Ansichten, Schnitte komplett mit allen Maßketten).
Anhand des erstellten Aufteilungsplanes, in dem die einzelnen (Wohn-)Einheiten in den eingereichten Plänen zugeordnet werden, und der Bescheinigung bestätigt die untere Bauaufsichtsbehörde, dass die in den vorgelegten Plänen dargestellten Wohneinheiten bzw. die nicht zu Wohnzwecken dienenden Räume in sich abgeschlossen sind und somit die Voraussetzungen des Wohnungseigentumsgesetzes erfüllen.
Die Bescheinigung ergeht nicht personen-, sondern sachbezogen.
Antragsbefugt ist nicht nur der Eigentümer, sondern jeder, der ein berechtigtes Interesse an der Erteilung der Bescheinigung nachweisen kann. Die Abgeschlossenheitsbescheinigung ist Grundlage für die von einem Notar zu erstellende Urkunde, die dann im Grundbuchamt geprüft und schließlich ins Grundbuch eingetragen und somit vollzogen wird. Durch die Eintragung des Sondereigentums erlangt der neue Eigentümer die Möglichkeit mit seinem Eigentum nach Belieben verfahren zu können, sofern nicht gesetzliche Vorgaben oder das Eigentum Dritter entgegenstehen.
WELCHE VORTEILE SIND MIT DER BEGRÜNDUNG VERBUNDEN?
Dem Eigentümer werden insbesondere eröffnet: Nutzung steuerlicher Fördermöglichkeiten günstige Finanzierungsmöglichkeiten Verkauf oder Vermietung usw. Die steuerrechtlichen Merkmale des Einkommenssteuergesetzes (EStG) an Wohnungseigentum sind wesentlich enger gefasst als die Voraussetzungen des WEG. Im Steuerrecht werden die Begriffe der förderfähigen Wohnung und der Eigentumswohnung exakt unterschieden. Die Abgeschlossenheitsbescheinigung der Baugenehmigungsbehörde, bestehend aus dem Aufteilungsplan und der Bescheinigung, entwickelt keine bindende Wirkung für das Grundbuchamt, d.h. steht die tatsächliche Bauausführung im Widerspruch zur Teilungserklärung (Abgeschlossenheitsbescheinigung) kann das Grundbuchamt die Eintragung verweigern.
Berliner Hausverwaltung - Kurzinfos

References: § 13
 § 766
 BGH 
 § 167
 § 215
 § 215
 § 24