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Timestamp: 2020-08-04 15:03:46+00:00

Document:
REVOSax Landesrecht Sachsen - POFABük
01.03.2012 - 31.07.2014
Prüfungsordnung der Landesdirektion Leipzig für die Zwischen- und Abschlussprüfung sowie die Umschulungsprüfung im Ausbildungsberuf Fachangestellter/Fachangestellte für Bürokommunikation
Vollzitat: Prüfungsordnung der Landesdirektion Leipzig für die Zwischen- und Abschlussprüfung sowie die Umschulungsprüfung im Ausbildungsberuf Fachangestellter/Fachangestellte für Bürokommunikation vom 22. Januar 2007 (SächsABl. SDr. S. S 66), die zuletzt durch die Verwaltungsvorschrift vom 28. Juni 2012 (SächsABl. S. 1012) geändert worden ist
für die Zwischen- und Abschlussprüfung sowie die Umschulungsprüfung im Ausbildungsberuf Fachangestellter/Fachangestellte für Bürokommunikation
(POFABük)
[geändert durch Bek vom 13. Oktober 2008 (SächsABl. S. 1523)
mit Wirkung vom 1. August 2008]
Aufgrund des Beschlusses des Berufsbildungsausschusses vom 12. Dezember 2006 erlässt das Regierungspräsidium Leipzig als zuständige Stelle nach § 47 Abs. 1 Satz 1, §§ 59 und 79 Abs. 4 Satz 1 des Berufsbildungsgesetzes (BBiG) vom 23. März 2005 (BGBl. I S. 931), das durch Artikel 2a Nr. 1 des Gesetzes vom 23. März 2005 (BGBl. I S. 931, 962) geändert worden ist, folgende Prüfungsordnung für die Zwischen- und Abschlussprüfung sowie die Umschulungsprüfung im Ausbildungsberuf Fachangestellter/Fachangestellte für Bürokommunikation:
(2) Die Prüfungsausschüsse bestehen aus jeweils drei Mitgliedern. Der Prüfungsausschuss für gemeinsame Aufgaben besteht aus neun Mitgliedern.
Bestimmung der Korrektoren für die Prüfungsarbeiten der schriftlichen Prüfung und des ersten und zweiten praktischen Prüfungsfaches,
Beschluss über die Ergebnisses der Zwischenprüfung,
Beschlüsse über die Ergebnisse der schriftlichen Prüfung, des ersten und zweiten praktischen Prüfungsfaches, das Gesamtergebnis sowie das Bestehen und Nichtbestehen der Abschlussprüfung (§ 24 Abs. 1 Satz 1).
Abnahme des dritten praktischen Prüfungsfaches und der Ergänzungsprüfung sowie Beschlüsse über die Ergebnisse dieser Prüfungen,
(2) Die Zwischenprüfung erstreckt sich auf die in den Anlagen I und II zu § 4 der Verordnung über die Berufsausbildung zum Fachangestellten für Bürokommunikation/zur Fachangestellten für Bürokommunikation vom 12. März 1992 (BGBl. I S. 507), geändert durch Verordnung vom 21. Oktober 1999 (BGBl. I S. 2066), in der jeweils geltenden Fassung, für das erste Ausbildungsjahr aufgeführten Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten sowie auf den im Berufsschulunterricht entsprechend dem Rahmenlehrplan zu vermittelnden Lehrstoff, soweit er für die Berufsausbildung wesentlich ist.
(3) Die Zwischenprüfung ist schriftlich, anhand praxisbezogener Aufgaben oder Fälle, in jeweils 60 Minuten in folgenden drei Prüfungsfächern durchzuführen:
(4) Soweit die Zwischenprüfung in programmierter Form durchgeführt wird, kann von der in Absatz 3 vorgeschriebenen Prüfungsdauer abgewichen werden.
den Beschluss des Gesamtergebnisses (§ 24 Abs. 1 und 2) entsprechende Anwendung. Die Regelungen über Täuschungshandlungen und Ordnungsverstöße (§ 20) sind mit der Maßgabe anzuwenden, dass die Prüfung als nicht vollständig abgelegt gilt; Absatz 6 gilt entsprechend.
(5) Zur Abschlussprüfung ist ferner zuzulassen, wer in einer berufsbildenden Schule oder einer sonstigen Berufsbildungseinrichtung ausgebildet worden ist, wenn dieser Bildungsgang der Berufsausbildung im Ausbildungsberuf Fachangestellter für Bürokommunikation entspricht (§ 43 Abs. 2 Satz 1 BBiG).
zum Zeitpunkt des Beginns der Prüfung (Datum der ersten Prüfungsleistung) eine mindestens viereinhalbjährige berufspraktische Tätigkeit als Fachangestellter für Bürokommunikation in der Landes- und Kommunalverwaltung oder vergleichbaren öffentlichen Einrichtungen nachweisen kann. Als berufspraktische Tätigkeit gelten auch Ausbildungszeiten in einem anderen einschlägigen Ausbildungsberuf.
(2) Abweichend von der Mindestzeit nach Absatz 1 Nr. 2 ist mit einer mindestens vierjährigen berufspraktischen Tätigkeit zuzulassen, wer an einem Vorbereitungslehrgang von mindestens 420 Unterrichtsstunden auf Grundlage eines von der zuständigen Stelle in geeigneter Weise veröffentlichten Lehrplans teilgenommen hat.
(4) Die berufspraktische Tätigkeit ist nachzuweisen. Der Nachweis muss einen hinreichenden Aufschluss darüber zulassen, dass tatsächlich die Tätigkeit eines Fachangestellten für Bürokommunikation ausgeübt wurde. Die zuständige Stelle kann die Verwendung besonderer Formulare verlangen.
Durch die Abschlussprüfung ist festzustellen, ob der Prüfungsteilnehmer die berufliche Handlungsfähigkeit für den Ausbildungsberuf Fachangestellter für Bürokommunikation erworben hat. In ihr soll der Prüfungsteilnehmer nachweisen, dass er die erforderlichen beruflichen Fertigkeiten beherrscht, die notwendigen beruflichen Kenntnisse und Fähigkeiten besitzt und mit dem im Berufsschulunterricht zu vermittelnden, für die Berufsausbildung wesentlichen Lehrstoff vertraut ist. Die Verordnung über die Berufsausbildung zum Fachangestellten für Bürokommunikation/zur Fachangestellten für Bürokommunikation ist zugrunde zu legen (§ 38 BBiG).
(1) Die Abschlussprüfung erstreckt sich auf die in der Anlage I zu § 4 der Verordnung über die Berufsausbildung zum Fachangestellten für Bürokommunikation/zur Fachangestellten für Bürokommunikation aufgeführten Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten sowie auf den im Berufsschulunterricht zu vermittelnden Lehrstoff, soweit er für die Berufsausbildung wesentlich ist.
(2) Die Abschlussprüfung gliedert sich in drei schriftliche und drei praktische Prüfungsfächer.
(3) Die schriftliche Prüfung wird in den folgenden drei Prüfungsfächern in jeweils 90 Minuten durchgeführt:
Bürowirtschaft:
Der Prüfungsteilnehmer soll praxisbezogene Aufgaben oder Fälle aus den folgenden Gebieten bearbeiten und dabei zeigen, dass er grundlegende Fertigkeiten und Kenntnisse dieser Gebiete erworben hat und Zusammenhänge versteht:
Bürokommunikation;
Der Prüfungsteilnehmer soll praxisbezogene Aufgaben oder Fälle aus den folgenden Gebieten bearbeiten und dabei zeigen, dass er grundlegende Fertigkeiten und Kenntnisse erworben hat und Zusammenhänge versteht:
Personalwesen;
Der Prüfungsteilnehmer soll praxisbezogene Aufgaben oder Fälle aus der Berufs- und Arbeitswelt bearbeiten und dabei zeigen, dass er allgemeine wirtschaftliche und gesellschaftliche Zusammenhänge der Berufs- und Arbeitswelt darstellen und beurteilen kann.
(4) Die in Absatz 3 genannte Prüfungsdauer kann insbesondere unterschritten werden, soweit die Prüfung in programmierter Form erfolgt.
(5) Die praktische Prüfung wird in den folgenden drei Prüfungsfächern durchgeführt:
In 55 Minuten soll der Prüfungsteilnehmer eine praxisbezogene Aufgabe zur Textformulierung und -gestaltung einschließlich der formgerechten Briefgestaltung bearbeiten und dabei zeigen, dass er grundlegende Fertigkeiten und Kenntnisse in diesem Gebiet erworben hat. Die Aufgabe zur Textformulierung und -gestaltung umfasst die Konzipierung eines Textes nach stichwortartigen Angaben und die Erstellung und Gestaltung mit Hilfe einer alphanumerischen Tastatur unter Berücksichtigung von automatisierter Textverarbeitung.
Assistenz- und Sekretariatsaufgaben:
In 65 Minuten soll der Prüfungsteilnehmer eine von zwei ihm zur Wahl gestellten praxisbezogenen Aufgaben aus dem Gebiet Assistenz- und Sekretariatsaufgaben mit Arbeits- und Organisationsmitteln bearbeiten und dabei zeigen, dass er grundlegende Fertigkeiten und Kenntnisse der DV-Anwendung erworben hat.
Bürgerorientiertes Verwaltungshandeln im Fachbereich:
Der Prüfungsteilnehmer soll eine Fachaufgabe aus einem der beiden Fachbereiche nach § 3 Abs. 2 der Verordnung über die Berufsausbildung zum Fachangestellten für Bürokommunikation/zur Fachangestellten für Bürokommunikation bearbeiten. Er soll dabei zeigen, dass er Aufgaben im Rahmen des Verwaltungsverfahrens und der Rechtsanwendung praxisbezogen und bürgerorientiert erledigen kann. Die Aufgabe soll Ausgangspunkt für das folgende Prüfungsgespräch sein. Das Prüfungsgespräch einschließlich der Bearbeitungszeit für die Prüfungsaufgabe soll für den einzelnen Prüfungsteilnehmer nicht länger als 60 Minuten dauern.
(1) Sind in der schriftlichen Prüfung die Prüfungsleistungen in zwei Prüfungsfächern mit der Note „mangelhaft” (30,00 bis 49,99 Punkte) und in dem weiteren Prüfungsfach mindestens mit der Note „ausreichend” (50,00 Punkte) bewertet worden, ist auf Antrag des Prüfungsteilnehmers oder nach Ermessen des Prüfungsausschusses für gemeinsame Aufgaben in einem der mit der Note „mangelhaft” bewerteten Prüfungsfächer die schriftliche Prüfung durch eine mündliche Prüfung von etwa 15 Minuten zu ergänzen, wenn diese für das Bestehen der Abschlussprüfung den Ausschlag geben kann. § 14 Abs. 6 und 7 gilt entsprechend.
(2) Das Prüfungsfach ist vom Prüfungsteilnehmer zu bestimmen. Bei der Ermittlung des Ergebnisses für dieses Prüfungsfach sind die Ergebnisse der schriftlichen Prüfungsarbeit und der Ergänzungsprüfung im Verhältnis zwei zu eins zu gewichten. § 24 Abs. 2 Satz 2 gilt entsprechend.
(2) Die Prüfungsaufgaben einschließlich der des ersten und zweiten praktischen Prüfungsfaches sind in verschlossenen Umschlägen aufzubewahren. Die Umschläge werden erst im Prüfungsraum geöffnet, nachdem den Prüfungsteilnehmern Gelegenheit gegeben wurde, sich von der Unversehrtheit des Umschlages zu überzeugen. Bei jeder Prüfungsaufgabe sind die Bearbeitungszeit und die zugelassenen Arbeits- und Hilfsmittel anzugeben.
(3) Die Prüfungsarbeiten sind grundsätzlich handschriftlich zu bearbeiten. Durchschriften dürfen nicht angefertigt werden. Der Prüfungsteilnehmer hat auf jeder beschriebenen Seite und am Ende der letzten Seite der Prüfungsarbeit seine Prüfungsnummer anzugeben.
(6) Die Absätze 2 und 3 Satz 2 gelten nicht für Prüfungsleistungen im dritten praktischen Prüfungsfach und in der Ergänzungsprüfung.
(2) Ein Prüfungsteilnehmer, der den ordnungsgemäßen Prüfungsablauf stört oder zu stören versucht, kann von der Abschlussprüfung ganz oder teilweise ausgeschlossen werden. In Eilfällen kann in der schriftlichen Prüfung sowie beim ersten und zweiten praktischen Prüfungsfach der Vorsitzende des Prüfungsausschusses für gemeinsame Aufgaben den teilweisen Ausschluss und seine sofortige Vollziehung anordnen. Die vom Ausschluss betroffene Prüfungsleistung ist mit der Note „ungenügend” (0 Punkte) zu bewerten.
(3) Wird in den Fällen des Absatzes 2 ein wichtiger Grund nachgewiesen, gilt die Prüfung als nicht abgelegt. Bereits erbrachte Prüfungsleistungen werden anerkannt, wenn mindestens drei Prüfungsfächer abgeschlossen sind. Das Prüfungsverfahren wird zum nächsten Prüfungstermin fortgesetzt. Die Anerkennung der bereits erbrachten Prüfungsleistungen erlischt, wenn das Prüfungsverfahren nicht spätestens im übernächsten Prüfungstermin abgeschlossen wird.
(2) In den Niederschriften über die schriftliche Prüfung sowie das erste und zweite praktische Prüfungsfach ist insbesondere zu dokumentieren, ob die Prüfungsarbeiten ordnungsgemäß unter Aufsicht angefertigt und unter Einhaltung der festgesetzten Bearbeitungszeiten abgegeben worden sind. Zudem sind die Anzahl der abgegebenen Prüfungsarbeiten und zu jeder Prüfungsnummer die Anzahl der abgegebenen Blätter zu erfassen.
(3) In den Niederschriften über das dritte praktische Prüfungsfach und die Ergänzungsprüfung sind mindestens zu dokumentieren:
(4) Die Niederschriften über die schriftliche Prüfung sowie das erste und zweite praktische Prüfungsfach sind von der Aufsichtführung, die Niederschriften über das dritte praktische Prüfungsfach und die Ergänzungsprüfung sind vom jeweiligen Prüfungsausschuss zu unterzeichnen.
(1) Zur Vorbereitung der Beschlussfassung über die Ergebnisse der schriftlichen Prüfung und des ersten und zweiten praktischen Prüfungsfaches wird jede Prüfungsarbeit von zwei Mitgliedern des Prüfungsausschusses für gemeinsame Aufgaben (Erst- und Zweitkorrektor) selbstständig mit einer vollen Punktzahl bewertet. Das Ergebnis ist die Durchschnittspunktzahl dieser Einzelbewertungen; § 24 Abs. 2 Satz 2 gilt entsprechend. Weichen die Einzelbewertungen um mehr als 15 Punkte voneinander ab, setzt der Prüfungsausschuss das Ergebnis im Rahmen der Bewertung der beiden Korrektoren fest. Der Prüfungsausschuss kann hierzu einen Drittkorrektor mit einem Bewertungsvorschlag beauftragen.
(2) Im dritten praktischen Prüfungsfach sowie in der Ergänzungsprüfung einigen sich die Mitglieder des Prüfungsausschusses auf eine Bewertung. Kommt eine Einigung nicht zustande, ist das Ergebnis die Durchschnittspunktzahl der Einzelbewertungen; § 24 Abs. 2 Satz 2 gilt entsprechend.
(1) Die Beschlüsse über die Ergebnisse der schriftlichen Prüfung sowie des ersten und zweiten praktischen Prüfungsfaches, das Gesamtergebnis sowie das Bestehen und Nichtbestehen der Abschlussprüfung werden vom Prüfungsausschuss für gemeinsame Aufgaben gefasst. Die Beschlüsse über die Ergebnisse des dritten praktischen Prüfungsfaches und der Ergänzungsprüfung werden vom jeweiligen Prüfungsausschuss gefasst.
(2) Bei der Ermittlung des Gesamtergebnisses der Abschlussprüfung haben alle sechs Prüfungsfächer das gleiche Gewicht. Das Gesamtergebnis ist auf zwei Dezimalstellen zu errechnen; alle weiteren Dezimalstellen bleiben unberücksichtigt.
(3) Die Abschlussprüfung ist bestanden, wenn in jeweils mindestens zwei schriftlichen und zwei praktischen Prüfungsfächern sowie im Gesamtergebnis mindestens die Note „ausreichend” (50,00 Punkte) erreicht worden ist. Werden die Prüfungsleistungen in einem Prüfungsfach mit der Note „ungenügend” (0 bis 29,99 Punkte) bewertet, ist die Abschlussprüfung nicht bestanden.
(2) In der Wiederholungsprüfung ist der Prüfungsteilnehmer auf Antrag von der Prüfung in einzelnen Prüfungsfächern zu befreien, wenn seine Leistungen in diesen Prüfungsfächern mindestens mit der Note „ausreichend” (50,00 Punkte) bewertet worden sind und die Wiederholungsprüfung spätestens im übernächsten Prüfungstermin abgeschlossen wird.
die Prüfungsordnung des Regierungspräsidiums Leipzig für die Zwischen- und Abschlussprüfung im Ausbildungsberuf Fachangestellter/Fachangestellte für Bürokommunikation (POFAB) vom 11. September 1997 (SächsABl. S. 1048), zuletzt geändert durch Änderung vom 23. Januar 2003 (SächsABl. S. 168), und
die Richtlinie des Regierungspräsidiums Leipzig für die Zulassung von Externen zur Abschlussprüfung im Ausbildungsberuf Fachangestellte/r für Bürokommunikation vom 16. Februar 1998 (SächsABl. S. 302).
(2) Die Prüfungsordnung wurde durch Erlass des Staatsministeriums des Innern vom 18. Januar 2007 – Az.: 13-6041.20/5 – genehmigt.
SächsABl. SDr. 2007 Nr. 2, S. 66
Fsn-Nr.: 245-V07.2
Quelle: REVOSax http://revosax.sachsen.de/vorschrift/9254.2 Stand vom 04.08.2020

References: § 47
 § 4
 § 4
 § 3
 § 14
 § 24
 § 24
 § 24