Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=VerfG%20Brandenburg&Datum=27.05.2004&Aktenzeichen=VfGBbg%20138/03
Timestamp: 2019-06-17 03:47:07+00:00

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VerfG Brandenburg, 27.05.2004 - VfGBbg 138/03 - dejure.org
https://dejure.org/2004,923
VerfG Brandenburg, 27.05.2004 - VfGBbg 138/03 (https://dejure.org/2004,923)
VerfG Brandenburg, Entscheidung vom 27.05.2004 - VfGBbg 138/03 (https://dejure.org/2004,923)
VerfG Brandenburg, Entscheidung vom 27. Mai 2004 - VfGBbg 138/03 (https://dejure.org/2004,923)
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LV Art. 97; LV Art. 98 Abs. 1; VerfGGBbg § 41 Satz 1
Gemeindegebietsreform; kommunale Selbstverwaltung; Anhörung; rechtliches Gehör; Wahlrecht
LVBbg Art. 97, Art. 98 Abs. 1; VerfGGBbg § 41 S. 1
Verfassungsmäßigkeit der Eingemeindung der Gemeinde Königsberg - Gemeindegebietsreform; kommunale Selbstverwaltung; Anhörung; rechtliches Gehör; Wahlrecht
VerfG Brandenburg, 18.09.2003 - VfGBbg 138/03
Der Verfassungsgerichtshof erachtet es vielmehr als sachgerecht, aber auch als ausreichend, die Folgen der Nichtigkeit von § 1 MaikammerEinglG im Wege der im Tenor ausgesprochenen Vollstreckungsanordnung zu berücksichtigen (zu solchen Anordnungen im Fall der Nichtigkeit eines Neugliederungsgesetzes vgl. etwa VerfGH Sachsen, Urteil vom 15. September 1994 - Vf. 29-VIII-94 - VerfG Brandenburg, Beschluss vom 27. Mai 2004 - VfGBbg 138/03 -).
Die Ungültigkeit einer Wahl ergibt sich jedoch grundsätzlich nicht aus einer in einem Normenkontrollverfahren festgestellten Verfassungswidrigkeit des Wahlgesetzes bzw. der den Wahlvorgang betreffenden Vorschriften (vgl. VerfG Brandenburg, Beschluss vom 27. Mai 2004 - VfGBbg 138/03 -, NJOZ 2004, 2509 [2517]; LVerfG Schleswig-Holstein…, Urteil vom 30. August 2010 - LVerfG 3/09 -, juris, Rn. 27;… Roth, in: Umbach/Clemens [Hrsg.], GG, Bd. II, 2002, Art. 41 Rn. 12, 29;… Rauber, Wahlprüfung in Deutschland, 2005, S. 161 f.; ferner BVerfG, Beschluss vom 11. November 1953 - 1 BvL 67/52 -, BVerfGE 3, 45 [52]; offen lassend VerfGH RP, Urteil vom 15. November 1971.
Ein mit der Wahlprüfung befasstes Gericht ist in einem solchen Fall gehalten, gegebenenfalls die Entscheidung des Verfassungsgerichtes im Wege der konkreten Normenkontrolle einzuholen (so mit Blick auf die nichtige Eingliederung einer Gemeinde VerfG Brandenburg, Beschluss vom 27. Mai 2004 - VfGBbg 138/03 -, NJOZ 2004, 2509 [2517]).
Entsprechend dem Grundsatz des § 26 Abs. 4 Satz 3 VerfGHG wird die Wirksamkeit der in der Zeit vom 1. Juli 2014 bis zum Zeitpunkt der Verkündung des Urteils ergangenen Rechtshandlungen der Verbandsgemeinde Edenkoben betreffend die Antragstellerin von der Nichtigkeit des Landesgesetzes über die Eingliederung der Verbandsgemeinde Maikammer in die Verbandsgemeinde Edenkoben nicht berührt (vgl. hierzu auch VerfGH Sachsen, Urteil vom 5. November 1999 - Vf. 133-VIII-98 - VerfG Brandenburg, Beschluss vom 27. Mai 2004 - VfGBbg 138/03 -).
Um nicht die Grenzen der Beliebigkeit zu überschreiten, müssen sich solche nur im Einzelfall herangezogenen maßgeblichen Kriterien auf tatsächlich festgestellte, nachvollziehbare regionale Gegebenheiten oder Besonderheiten stützen (Verfassungsgericht des Landes Brandenburg, Beschluß vom 27. Mai 2004 - VfGBbg 138/03 -, www.verfassungsgericht.brandenburg.de).
Bei den Gebietsreformen habe der Gesetzgeber den entscheidungsrelevanten Sachverhalt zutreffend und umfassend zu ermitteln (u. a. Beschluss vom 27. Mai 2004 - VfGBbg 138/03 -, www.verfassungsgericht.brandenburg.de).
Dabei ist die verfassungsgerichtliche Kontrolle nicht eingeschränkt (Verfassungsgericht des Landes Brandenburg, ständige Rechtsprechung, u.a. Beschluß vom 27. Mai 2004 - VfGBbg 138/03 - [Königsberg]; BVerfGE 50, 50, 51 [Laatzen]).
(vgl. u.a. Verfassungsgericht des Landes Brandenburg, Beschluß vom 24. Juni 2004 - VfGBbg 148/03 - [Altglietzen], S. 24 f. des EA; aber zur Nichtanwendbarkeit dieser Leitbildregelung, wenn das bisherige Amt durch das Gesetz ohnehin amtsgebietsüberschreitend neugegliedert wird: Verfassungsgericht des Landes Brandenburg, Beschlüsse vom 27. Mai 2004 - VfGBbg 63/03 - und - VfGBbg 138/03 - [Herzsprung, Königsberg], S. 18 EA).
Das Verfassungsgericht des Landes Brandenburg hat u.a. bereits mit Beschluß vom 27. Mai 2004 (- VfGBbg 138/03 - [Königsberg], S. 17 f. des UA) entschieden, daß "wenn eine Lösung innerhalb der Grenzen des bestehenden Amtes nicht möglich ist und es ohnehin zu einer Abwicklung des Amtes kommt, ... sowohl nach dem Leitbild als auch nach dessen tatsächlicher Umsetzung im Gesetzgebungsverfahren die gesetzliche Zuordnung jeder Gemeinde unabhängig von der der übrigen Gemeinden des bisherigen Amtes und deren Zuordnung und unabhängig von einer abstrakten "Amtsverbundenheit" erfolgen (muß)".
Daher ist es konsequent und leitbildgerecht, sämtliche Gemeinden des bisherigen Amtes Milow zu vereinigen, zumal ein dem Leitbild entsprechender Abweichungsfall (vgl. 2. d) bb) Satz 2 des Leitbildes), gegebenenfalls mit Überschreitung sogar der Kreis- und der Landesgrenzen, ersichtlich nicht vorliegt (vgl. u.a. Verfassungsgericht des Landes Brandenburg, Beschluß vom 24. Juni 2004 - VfGBbg 148/03 - [Altglietzen], S. 24 f. des EA; aber zur Nichtanwendbarkeit dieser Leitbildregelung, wenn das bisherige Amt durch das Gesetz ohnehin amtsgebietsüberschreitend neugegliedert wird: Verfassungsgericht des Landes Brandenburg, Beschlüsse vom 27. Mai 2004 - VfGBbg 63/03 - und - VfGBbg 138/03 - [Herzsprung, Königsberg], S. 18 EA).

References: Art. 97
 Art. 98
 § 41
 Art. 97
 Art. 98
 § 41
 § 1
 Art. 41
 § 26