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Timestamp: 2019-06-18 08:22:59+00:00

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Rechtsprechung: C-366/10 - dejure.org
Schlußanträge unten: Generalanwalt beim EuGH, 06.10.2011
https://dejure.org/2011,16
EuGH, 21.12.2011 - C-366/10 (https://dejure.org/2011,16)
EuGH, Entscheidung vom 21.12.2011 - C-366/10 (https://dejure.org/2011,16)
EuGH, Entscheidung vom 21. Dezember 2011 - C-366/10 (https://dejure.org/2011,16)
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Vorabentscheidungsersuchen - Richtlinie 2003/87/EG - System für den Handel mit Treibhausgasemissionszertifikaten - Richtlinie 2008/101/EG - Einbeziehung des Luftverkehrs in dieses System - Gültigkeit - Chicagoer Abkommen - Kyoto-Protokoll - Luftverkehrsabkommen EU/Vereinigte Staaten - Grundsätze des Völkergewohnheitsrechts - Rechtswirkungen - Möglichkeit der Geltendmachung - Extraterritoriale Wirkung des Unionsrechts - Begriffe 'Gebühr' und 'Abgabe'
Air Transport Association of America u.a.
Vorabentscheidungsersuchen - Richtlinie 2003/87/EG - System für den Handel mit Treibhausgasemissionszertifikaten - Richtlinie 2008/101/EG - Einbeziehung des Luftverkehrs in dieses System - Gültigkeit - Chicagoer Abkommen - Kyoto-Protokoll - Luftverkehrsabkommen EU/Vereinigte Staaten - Grundsätze des Völkergewohnheitsrechts - Rechtswirkungen - Möglichkeit der Geltendmachung - Extraterritoriale Wirkung des Unionsrechts - Begriffe "Gebühr" und "Abgabe"
Air Transport Association of America und andere gegen Secretary of State for Energy and Climate Change.
Vorabentscheidungsersuchen - Richtlinie 2003/87/EG - System für den Handel mit Treibhausgasemissionszertifikaten - Richtlinie 2008/101/EG - Einbeziehung des Luftverkehrs in dieses System - Gültigkeit - Chicagoer Abkommen - Kyoto-Protokoll - Luftverkehrsabkommen EU/Vereinigte Staaten - Grundsätze des Völkergewohnheitsrechts - Rechtswirkungen - Möglichkeit der Geltendmachung - Extraterritoriale Wirkung des Unionsrechts - Begriffe ‚Gebühr’ und ‚Abgabe’“
Einbeziehung des Luftverkehrs in das System für den Handel mit Treibhausgasemissionszertifikaten; Luftverkehrsabkommen EU/Vereinigte Staaten; Extraterritoriale Wirkung des Unionsrechts; Grundsätze des Völkergewohnheitsrechts; Begriffe 'Gebühr' und 'Abgabe'; Air Transport Association of America u. a. gegen Secretary of State for Energy and Climate Change
Vorabentscheidungsersuchen; System für den Handel mit Treibhausgasemissionszertifikaten; Einbeziehung des Luftverkehrs in dieses System; Luftverkehrsabkommen EU/Vereinigte Staaten; Extraterritoriale Wirkung des Unionsrechts; Grundsätze des Völkergewohnheitsrechts; Möglichkeit der Geltendmachung; Begriffe 'Gebühr' und 'Abgabe'; Air Transport Association of America u. a. gegen Secretary of State for Energy and Climate Change
Umwelt und Verbraucher - Die Richtlinie, mit der der Luftverkehr in das System für den Handel mit CO2-Emissionszertifikaten in der Gemeinschaft einbezogen wurde, ist gültig
faz.net (Pressebericht, 21.12.2011)
Fluggesellschaften aus Nicht-EU-Staaten: Zur Teilnahme am Emissionshandel verpflichtet
fr-online.de (Pressebericht, 22.12.2011)
Klimaschutz durch CO2-Handel: Alle Fluggesellschaften müssen mitmachen
Emissionshandel gilt auch für Nicht-EU-Fluglinien - EuGH erlaubt Einbeziehung ausländischer Airlines in CO2-Handel
Alle Fluggesellschaften müssen am Emissionshandel teilnehmen // Hohe Haftstrafen wegen Steuerbetrugs beim Zertifikatehandel
EuGH prüft geplanten Emissionshandel im Flugverkehr // US-Fluggesellschaften sehen internationales Recht verletzt
zeit.de (Pressekommentar, 21.12.2011)
Vorabentscheidungsersuchen des High Court of Justice Queen's Bench Division (Administrative Court) (Vereinigtes Königreich), eingereicht am 22. Juli 2010 - The Air Transport Association of America, American Airlines, Inc., Continental Airlines, Inc., United Airlines, Inc./The Secretary of State for Energy and Climate Change
'Vorabentscheidungsersuchen - High Court of Justice, Queen''s Bench Division (Administrative Court) - Gültigkeit der Richtlinie 2008/101/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 19. November 2008 zur Änderung der Richtlinie 2003/87/EG zwecks Einbeziehung des Luftverkehrs in das System für den Handel mit Treibhausgasemissionszertifikaten in der Gemeinschaft (ABl. L 8, S. 3) - Möglichkeit der Berufung auf bestimmte Regeln und/oder Bestimmungen des Völkerrechts'
NVwZ 2012, 226
EuZW 2012, 342
DVBl 2012, 288
DÖV 2012, 241
Hingegen würde die EMRK infolge des Beitritts, wie jede andere von der Union geschlossene internationale Übereinkunft, nach Art. 216 Abs. 2 AEUV die Unionsorgane und die Mitgliedstaaten binden und damit Bestandteil des Unionsrechts werden (…Urteil Haegeman, 181/73, EU:C:1974:41, Rn. 5, Gutachten 1/91, EU:C:1991:490, Rn. 37, sowie Urteile IATA und ELFAA, C-344/04, EU:C:2006:10, Rn. 36, und Air Transport Association of America u. a., C-366/10, EU:C:2011:864, Rn. 73).
Vorab ist daran zu erinnern, dass die Organe der Europäischen Union, wenn von dieser internationale Übereinkünfte geschlossen werden, nach Art. 216 Abs. 2 AEUV an solche Übereinkünfte gebunden sind; die Übereinkünfte haben daher gegenüber den Rechtsakten der Union Vorrang (Urteil vom 21. Dezember 2011, Air Transport Association of America u. a., C-366/10, noch nicht in der amtlichen Sammlung veröffentlicht, Randnr. 50 und die dort angeführte Rechtsprechung).
Der Minister für Umwelt, Ernährung und Angelegenheiten des ländlichen Raums, Comader, die spanische, die französische und die portugiesische Regierung sowie der Rat und die Kommission sprechen der WSC unter Hinweis auf die im Urteil vom 21. Dezember 2011, Air Transport Association of America u. a. (C-366/10, EU:C:2011:864), aufgestellten Grundsätze die Befugnis ab, sich vor Gericht auf diese völkerrechtlichen Regeln zu berufen.
Nach den Rn. 51 bis 55 des Urteils vom 21. Dezember 2011, Air Transport Association of America u. a. (C-366/10, EU:C:2011:864), können die Normen des Völkervertragsrechts unter den folgenden Voraussetzungen vor Gericht geltend gemacht werden: Die Union muss an diese Normen gebunden sein, Letztere müssen inhaltlich unbedingt und hinreichend genau sein, und schließlich dürfen ihre Art und Struktur einer gerichtlichen Kontrolle des beanstandeten Rechtsakts nicht entgegenstehen.
Nach den Rn. 101 bis 103 und 107 des Urteils vom 21. Dezember 2011, Air Transport Association of America u. a. (C-366/10, EU:C:2011:864), können die Regeln des Völkergewohnheitsrechts unter den folgenden Voraussetzungen vor Gericht geltend gemacht werden: Die Zuständigkeit der Union für den Erlass des beanstandeten Rechtsakts muss durch diese Regeln in Frage gestellt werden können, und durch diesen Rechtsakt müssen Rechte des Bürgers aus dem Unionsrecht beeinträchtigt oder Verpflichtungen des Bürgers aus dem Unionsrecht begründet werden können.
Dies wäre aber meines Erachtens der Fall, wenn die Grundsätze, die für den im Urteil vom 21. Dezember 2011, Air Transport Association of America u. a. (C-366/10, EU:C:2011:864) behandelten Fall aufgestellt wurden, ohne Weiteres auf die Kontrolle der Gültigkeit der streitigen Rechtsakte übertragen würden.
Bei manchen der in der vorliegenden Rechtssache geltend gemachten völkerrechtlichen Regeln handelt es sich nämlich sowohl um solche des Gewohnheitsrechts als auch um solche des Vertragsrechts, da sie in mehreren Verträgen und völkerrechtlichen Übereinkünften kodifiziert wurden, während andere, wie das Recht auf Selbstbestimmung, dem allgemeinen Völkerrecht zuzurechnen sind(59), so dass sie nicht allein dem Völkervertrags- oder -gewohnheitsrecht angehören, hinsichtlich dessen der Gerichtshof im Urteil vom 21. Dezember 2011, Air Transport Association of America u. a. (C-366/10, EU:C:2011:864), entschieden hat, unter welchen Voraussetzungen eine Berufung auf sie vor Gericht möglich ist.
Ich erinnere daran, dass es in der Rechtssache, in der das Urteil vom 21. Dezember 2011, Air Transport Association of America u. a. (C-366/10, EU:C:2011:864), ergangen ist, und in den Rechtssachen, in denen die in Rn. 107 dieses Urteils angeführten Urteile ergangen sind, um die Zuständigkeit der Union für den Erlass des beanstandeten Rechtsakts ging, von dem behauptet wurde, er habe extraterritoriale Auswirkungen.
Diese Voraussetzungen sind in den Rn. 53 bis 55 des Urteils vom 21. Dezember 2011, Air Transport Association of America u. a. (C-366/10, EU:C:2011:864), aufgeführt: Danach muss die Union an die geltend gemachte Norm gebunden sein, diese muss inhaltlich unbedingt und hinreichend genau sein, und schließlich dürfen Art und Struktur der Norm einer gerichtlichen Kontrolle des beanstandeten Rechtsakts nicht entgegenstehen.
Wie der Gerichtshof in Rn. 55 des Urteils vom 21. Dezember 2011, Air Transport Association of America u. a. (C-366/10, EU:C:2011:864), entschieden hat, ist "[d]iese Voraussetzung ... erfüllt, wenn die geltend gemachte Bestimmung eine klare und eindeutige Verpflichtung enthält, deren Erfüllung oder Wirkungen nicht vom Erlass eines weiteren Aktes abhängen".
26 Vgl. Art. 3 Abs. 5 EUV und Urteil vom 21. Dezember 2011, Air Transport Association of America u. a. (C-366/10, EU:C:2011:864, Rn. 101 und die dort angeführte Rechtsprechung).
50 Vgl. Rn. 48, 74, 84 und 102 des Urteils vom 21. Dezember 2011, Air Transport Association of America u. a. (C-366/10, EU:C:2011:864), wo der Gerichtshof von der "Rechtmäßigkeit", der "Ungültigkeit" bzw. der "Gültigkeit eines Rechtsakts der Union wie der Richtlinie 2008/101" spricht (Hervorhebung nur hier).
62 Urteil vom 21. Dezember 2011, Air Transport Association of America u. a. (C-366/10, EU:C:2011:864, Rn. 110).
63 Urteil vom 21. Dezember 2011, Air Transport Association of America u. a. (C-366/10, EU:C:2011:864, Rn. 110).
Denn bei solchen Beschlüssen wären Meinungsverschiedenheiten zwischen den Gerichten der Mitgliedstaaten über die Gültigkeit eines Unionsrechtsakts geeignet, die Einheit der Unionsrechtsordnung selbst zu gefährden und das grundlegende Erfordernis der Rechtssicherheit zu beeinträchtigen (…vgl. entsprechend Urteile vom 22. Februar 1990, Busseni, C-221/88, EU:C:1990:84, Rn. 15…, vom 6. Dezember 2005, Gaston Schul Douane-expediteur, C-461/03, EU:C:2005:742, Rn. 21, und vom 21. Dezember 2011, Air Transport Association of America u. a., C-366/10, EU:C:2011:864, Rn. 47).
Beim Erlass eines Rechtsakts ist sie daher verpflichtet, das gesamte Völkerrecht zu beachten, auch das die Organe der Union bindende Völkergewohnheitsrecht (vgl. Urteil vom 21. Dezember 2011, Air Transport Association of America u. a., C-366/10, Slg, EU:C:2011:864, Rn. 101 und die dort angeführte Rechtsprechung).
Nur wenn diese Frage im Abkommen nicht geregelt ist, haben die zuständigen Gerichte der Union über diese Frage ebenso wie über jede andere Auslegungsfrage zu entscheiden, die sich im Zusammenhang mit der Anwendung des Abkommens in der Union stellt (vgl. Urteil Air Transport Association of America u. a., oben in Rn. 180 angeführt, EU:C:2011:864, Rn. 49 und die dort angeführte Rechtsprechung).
Daraus folgt, dass die Gültigkeit eines Unionsrechtsakts durch die Unvereinbarkeit mit derartigen völkerrechtlichen Regeln berührt wird (vgl. Urteil Air Transport Association of America u. a., oben in Rn. 180 angeführt, EU:C:2011:864, Rn. 50 und 51 und die dort angeführte Rechtsprechung).
Zunächst allerdings muss die Union, wie der Gerichtshof auch entschieden hat, an diese Normen gebunden sein (vgl. Urteil Air Transport Association of America u. a., oben in Rn. 180 angeführt, EU:C:2011:864, Rn. 52 und die dort angeführte Rechtsprechung).
Sodann kann nach Ansicht des Gerichtshofs ein Unionsgericht die Gültigkeit eines Unionsrechtsakts nur dann an einem völkerrechtlichen Vertrag messen, wenn dessen Art und Struktur dem nicht entgegenstehen (vgl. Urteil Air Transport Association of America u. a., oben in Rn. 180 angeführt, EU:C:2011:864, Rn. 53 und die dort angeführte Rechtsprechung).
Diese Voraussetzung ist erfüllt, wenn die geltend gemachte Bestimmung eine klare und eindeutige Verpflichtung enthält, deren Erfüllung oder Wirkungen nicht vom Erlass eines weiteren Aktes abhängen (vgl. Urteil Air Transport Association of America u. a., oben in Rn. 180 angeführt, EU:C:2011:864, Rn. 54 und 55 und die dort angeführte Rechtsprechung).
Zwar hat der Gerichtshof in Rn. 107 des Urteils Air Transport Association of America u. a. (C-366/10, EU:C:2011:864), entschieden, dass "[e]in Bürger ... die ... Grundsätze des Völkergewohnheitsrechts insoweit im Hinblick auf die Prüfung der Gültigkeit eines Rechtsakts der Union durch den Gerichtshof geltend machen [kann], als die Zuständigkeit der Union für den Erlass des Rechtsakts durch diese Grundsätze in Frage gestellt werden kann ... und durch den in Rede stehenden Rechtsakt Rechte des Bürgers aus dem Unionsrecht beeinträchtigt oder Verpflichtungen des Bürgers aus dem Unionsrecht begründet werden können".
Die in den Rn. 107 bis 110 des Urteils Air Transport Association of America u. a. (C-366/10, EU:C:2011:864), aufgestellten Voraussetzungen einer Berufung auf das Völkergewohnheitsrecht kommen hier also nicht zum Tragen(133).
76 - Zum Begriff der Direktwirkung hat der Gerichtshof in Rn. 54 des Urteils vom 21. Dezember 2011, Air Transport Association of America u. a. (C-366/10, EU:C:2011:864), entschieden, dass Bestimmungen eines Vertrags bei der Kontrolle der Gültigkeit des Unionsrechtsakts nur dann herangezogen werden können, wenn sie "inhaltlich unbedingt und hinreichend genau erscheinen".
111 - Es handelt sich um das Urteil vom 21. September 2011, Air Transport Association of America u. a. (C-366/10, EU:C:2011:864, Rn. 107), in dem der Gerichtshof entschieden hat: "Ein Bürger kann die ... Grundsätze des Völkergewohnheitsrechts insoweit im Hinblick auf die Prüfung der Gültigkeit eines Rechtsakts der Union durch den Gerichtshof geltend machen, als die Zuständigkeit der Union für den Erlass des Rechtsakts durch diese Grundsätze in Frage gestellt werden kann ... und durch den in Rede stehenden Rechtsakt Rechte des Bürgers aus dem Unionsrecht beeinträchtigt oder Verpflichtungen des Bürgers aus dem Unionsrecht begründet werden können.".
116 - Urteile vom 21. Dezember 2011, Air Transport Association of America u. a. (C-366/10, EU:C:2011:864, Rn. 101), und vom 14. Juni 2016, Parlament/Rat (…C-263/14, EU:C:2016:435, Rn. 47).
134 - Vgl. zu den internationalen Verträgen Urteile vom 31. Dezember 2011, Air Transport Association of America u. a. (C-366/10, EU:C:2011:864, Rn. 51 bis 55), und vom 16. Juli 2015, Kommission/Rusal Armenal (…C-21/14 P, EU:C:2015:494, Rn. 37), und zum internationalen Völkergewohnheitsrecht Urteil vom 21. Dezember 2011, Air Transport Association of America u. a. (C-366/10, EU:C:2011:864, Rn. 107 und 110).
Zur Möglichkeit der Berufung auf Völkergewohnheitsrecht hat der Gerichtshof im Urteil ATA u. a. (EU:C:2011:864, Rn. 107) einige Klarstellungen getroffen, indem er dort entschieden hat, dass "[e]in Bürger die ... Grundsätze des Völkergewohnheitsrechts insoweit im Hinblick auf die Prüfung der Gültigkeit eines Rechtsakts der Union durch den Gerichtshof geltend machen [kann], als die Zuständigkeit der Union für den Erlass des Rechtsakts durch diese Grundsätze in Frage gestellt werden kann[(79)] und durch den in Rede stehenden Rechtsakt Rechte des Bürgers aus dem Unionsrecht beeinträchtigt oder Verpflichtungen des Bürgers aus dem Unionsrecht begründet werden können"(80).
Im Lichte der Begründung des Gerichtshofs in der Rechtssache Air Transport Association of America u. a. (EU:C:2011:864) setzt die Möglichkeit der unmittelbaren Berufung auf einen völkerrechtlichen Rechtsakt zunächst voraus, diesen Rechtsakt, sofern die Union an ihn gebunden ist, anhand seiner Beschaffenheit, seiner Systematik und seiner Ziele zu prüfen.
Vgl. auch Urteile Racke (…C-162/96, EU:C:1998:293, Rn. 31), IATA und ELFAA (…C-344/04, EU:C:2006:10, Rn. 39), Air Transport Association of America u. a. (C-366/10, EU:C:2011:864, Rn. 54) sowie Z (…C-363/12, EU:C:2014:159, Rn. 84 bis 86).
Vgl. auch Urteil Air Transport Association of America u. a. (EU:C:2011:864, Rn. 50 und dort angeführte Rechtsprechung).
63 - Vgl. Urteil Air Transport Association of America u. a. (EU:C:2011:864, Rn. 51).
Diese Übereinkünfte haben daher gegenüber den Rechtsakten der Union Vorrang (Urteil vom 21. Dezember 2011, Air Transport Association of America u. a., C-366/10, Slg. 2011, I-13755, Rn. 50, …und vom 11. April 2013, HK Danmark, C-335/11 und C-337/11, noch nicht in der amtlichen Sammlung veröffentlicht, Rn. 28).
Wird eine solche Ungültigkeit vor einem nationalen Gericht geltend gemacht, prüft der Gerichtshof, ob in dem Rechtsstreit, mit dem er befasst ist, bestimmte Voraussetzungen erfüllt sind, um gemäß Art. 267 AEUV die Gültigkeit des betreffenden Rechtsakts der Union an den geltend gemachten völkerrechtlichen Regeln messen zu können (vgl. Urteile vom 3. Juni 2008, 1ntertanko u. a., C-308/06, Slg. 2008, I-4057, Rn. 43, und Air Transport Association of America u. a., Rn. 51).
Was die in der vorstehenden Randnummer genannten Voraussetzungen betrifft, so ist, wenn die Art und Struktur eines völkerrechtlichen Vertrags eine Kontrolle der Gültigkeit des Rechtsakts der Union anhand der Bestimmungen dieses Vertrags zulassen, außerdem erforderlich, dass die insoweit geltend gemachten Bestimmungen inhaltlich unbedingt und hinreichend genau erscheinen (vgl. Urteile Intertanko u. a., Rn. 45, und Air Transport Association of America u. a., Rn. 54).
Diese Voraussetzung ist erfüllt, wenn die geltend gemachte Vorschrift eine klare und präzise Verpflichtung enthält, deren Erfüllung und deren Wirkungen nicht vom Erlass eines weiteren Rechtsakts abhängen (…vgl. Urteile vom 30. September 1987, Demirel, 12/86, Slg. 1987, 3719, Rn. 14, vom 15. Juli 2004, Pêcheurs de l"étang de Berre, C-213/03, Slg. 2004, I-7357, Rn. 39, und Air Transport Association of America u. a., Rn. 55).
Außerdem erinnert die Kommission daran, dass es der Gerichtshof in seinen Urteilen Intertanko u. a. (C-308/06, EU:C:2008:312) sowie Air Transport Association of America u. a. (C-366/10, EU:C:2011:864) abgelehnt habe, die Gültigkeit einer Richtlinie anhand eines internationalen Übereinkommens zu prüfen, obwohl diese Richtlinie auf das Übereinkommen Bezug genommen habe.
Nach ständiger Rechtsprechung des Gerichtshofs können die Bestimmungen eines internationalen Vertrags, dessen Vertragspartei die Union ist, zur Begründung einer Klage auf Nichtigerklärung einer Handlung des Sekundärrechts der Union oder einer Einrede der Rechtswidrigkeit einer solchen Handlung nur unter der Voraussetzung geltend gemacht werden, dass zum einen Art und Struktur des betreffenden Vertrags dem nicht entgegenstehen und zum anderen diese Bestimmungen inhaltlich unbedingt und hinreichend genau erscheinen (vgl. Urteile Intertanko u. a., EU:C:2008:312, Rn. 45, und FIAMM u. a./Rat und Kommission, EU:C:2008:476, Rn. 110 und 120, sowie Air Transport Association of America u. a., EU:C:2011:864, Rn. 54).
277 - Vgl. z. B. auch Urteil vom 21. Dezember 2011, Air Transport Association of America u. a. (C-366/10, EU:C:2011:864, Rn. 71) (wo der Gerichtshof feststellte, dass die Europäische Union, da die zuvor von den Mitgliedstaaten ausgeübten Befugnisse im Anwendungsbereich einer internationalen Übereinkunft zum gegebenen Zeitpunkt nicht vollständig auf sie übergegangen waren, somit nicht an diese Übereinkunft gebunden war).
OVG Nordrhein-Westfalen, 28.03.2013 - 13 A 412/12
Zulässigkeit einer Vernehmung von Angehörigen eines anderen Staates in dessen …
Generalanwalt beim EuGH, 21.12.2016 - C-17/16
El Dakkak und Intercontinental
https://dejure.org/2011,266
Generalanwalt beim EuGH, 06.10.2011 - C-366/10 (https://dejure.org/2011,266)
Generalanwalt beim EuGH, Entscheidung vom 06.10.2011 - C-366/10 (https://dejure.org/2011,266)
Generalanwalt beim EuGH, Entscheidung vom 06. Januar 2011 - C-366/10 (https://dejure.org/2011,266)
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Umwelt - Treibhausgase - Emissionszertifikate - EU-System für den Handel mit Treibhausgasemissionszertifikaten ("EU-Emissionshandelssystem") - Einbeziehung des Luftverkehrs - Internationaler Luftverkehr - Völkerrecht - Vereinbarkeit von sekundärem Unionsrecht mit internationalen Übereinkünften und Völkergewohnheitsrecht - Richtlinien 2003/87/EG und 2008/101/EG
The Air Transport Association of America u.a.
Umwelt - Treibhausgase - Emissionszertifikate - EU-System für den Handel mit Treibhausgasemissionszertifikaten (‚EU-Emissionshandelssystem‘) - Einbeziehung des Luftverkehrs - Internationaler Luftverkehr - Völkerrecht - Vereinbarkeit von sekundärem Unionsrecht mit internationalen Übereinkünften und Völkergewohnheitsrecht - Richtlinien 2003/87/EG und 2008/101/EG“
Umwelt und Verbraucher - Nach Ansicht von Generalanwältin Kokott ist die Einbeziehung des internationalen Luftverkehrs in das EU-Emissionshandelssystem mit dem Völkerrecht vereinbar
Emissionsrechtehandel: Abgaben auch für nicht-europäische Airlines rechtmäßig
Emissionsrechtehandel - Abgaben auch für nicht-europäische Airlines rechtmäßig
Gutachterin: Emissionsabgaben für Airlines sind zulässig // Gebühren gelten auch für Streckenabschnitte außerhalb der EU
18 - Vgl. auch die Schlussanträge der Generalanwältin Kokott in der Rechtssache Air Transport Association of America u. a. (C-366/10, EU:C:2011:637, Nr. 148).

References: EuGH 

EuGH 
 Art. 216
 Art. 216
 Art. 3
 Art. 267