Source: https://www.stadion-nuernberg.de/agb/?L=0
Timestamp: 2018-12-15 16:41:44+00:00

Document:
Nutzungsvereinbarungen im Stadion
Allgemeine Geschäftsbedingungen der Stadion Nürnberg Betriebs- GmbH für die Nutzung des Max-Morlock-Stadions
nachfolgend »Vermieter« genannt.
1. MIETGEGENSTAND UND NUTZUNGSZWECK
1.1 Die im Angebot aufgeführten Räumlichkeiten werden ausschließlich zum Zweck der Durchführung einer Veranstaltung, sowie zu dem damit verbundenen Recht werblicher Nebenzwecke im Rahmen einer Veranstaltung zu überlassen. Das Risiko, den Nutzungsgegenstand zu dem angestrebten Zweck verwenden zu können, trägt der Mieter.
1.2 Der Vertragsgegenstand darf nur für gesetzlich, behördlich und vertraglich zulässige Zwecke genutzt werden.
1.3 Eine Änderung des Nutzungszwecks ist unzulässig. Die Gebrauchsüberlassung an andere Personen/Dritte und die Veränderung des Nutzungsgegenstandes ist unzulässig.
2. NUTZUNGSZEIT UND ÜBERGABE
2.1 Nutzungszeitraum gem. gültigem Angebot.
2.2 Vor jeder Nutzung werden Termine zur Übergabe und Rückgabe des Vertragsgegenstandes vereinbart. Dabei werden jeweils Abnahmeprotokolle erstellt und rechtsverbindlich vom Mieter und Vermieter unterzeichnet.
2.3 Setzt der Mieter nach Beendigung des Vertrages, gleich aus welchem Grund, den Gebrauch des Mietobjektes fort, so begründet dies keinen auf unbestimmte Zeit abgeschlossenen Vertrag. Die Regelung des § 545 BGB findet insofern keine Anwendung.
2.4 Der Mieter hat bei Beendigung der Nutzungszeit das Nutzungsobjekt in vertragsgemäßem Zustand zurückzugeben. Vertragsgemäß ist der Zustand insbesondere dann, wenn
(1) die Nutzungsflächen von Sachen des Mieters geräumt sind;
(2) sämtliche Schlüssel und Codekarten gemäß Übergabeprotokoll an den Vermieter zurückgegeben worden sind.
2.5 Bei Beendigung ist ein gemeinsames Rückgabeprotokoll zu fertigen, in welchem etwa vorhandene oder nicht beseitigte Mängel, Schäden etc. aufgeführt werden. Der Mieter wird bei der Erstellung des Protokolls persönlich mitwirken oder sich durch einen schriftlich Bevollmächtigten vertreten lassen. Ohne eine solche Mitwirkung des Mieters ist der Vermieter zur Rücknahme des Nutzungsgegenstandes berechtigt, nicht jedoch verpflichtet.
2.6 Der Vermieter ist berechtigt, sofern der Mieter seinen Verpflichtungen gem. den Ziffern 2.4 und 2.5 nicht ordnungsgemäß und fristgemäß nachkommt, die Verpflichtungen des Mieters auf dessen Kosten selbst oder durch einen Dritten vornehmen zu lassen.
2.7 Werden von dem Mieter nach Beendigung des Nutzungsverhältnisses in dem Nutzungsgegenstand Gegenstände zurückgelassen, ist der Vermieter berechtigt, diese nach Mahnung mit Fristsetzung aus dem Nutzungsgegenstand zu entfernen; eine Aufbewahrungspflicht gem. §§ 1215, 1257 BGB wird durch die Ausübung des Vermieterpfandrechts im Sinne des § 562 BGB nicht begründet bzw. ausgeschlossen. Davon unberührt bleiben die Ansprüche des Mieters gem. § 562 Abs. 1 S. 2 BGB. Etwaige Ansprüche der Vermieter aus der verspäteten Rückgabe des Nutzungsgegenstandes bleiben unberührt.
3. AUFLAGEN UND GENEHMIGUNGEN
3.1 Behördliche Auflagen oder die Einholung und Aufrechterhaltung behördlicher Genehmigungen, die ihre Ursache in den persönlichen oder besonderen betrieblichen Verhältnissen des Mieters oder in den besonderen Verhältnissen ihres Nutzungszwecks haben, obliegen einschließlich der damit verbundenen Maßnahmen/Kosten alleine dem Mieter.
3.2 Der Mieter erfüllt gesetzliche, behördliche und technische Vorschriften (z.B. DIN, VDS, VDE) und alle sonstigen öffentlich-rechtlichen Vorschriften (z.B. Polizeirecht, Versammlungsrecht, Versammlungsstättenverordnung, etc.), die seine Nutzung betreffen, auf seine Kosten und stellt den Vermieter und den Eigentümer von Auflagen, die gegen diesen ergehen sollten, frei.
3.3 Der Mieter legt auf Verlangen des Vermieters einschlägige Genehmigungen und Bescheide sowie die benannte Person nach § 39 der Bayerischen Versammlungsstättenverordnung vor. Gemäß §38 Absatz 5 (VStättV) werden alle Verpflichtungen aus §38 Absatz 1-4 (VStättV) hiermit schriftlich auf den Mieter übertragen. Der Mieter ist verantwortlich für die Verpflichtungen, die er damit übernommen hat. Sofern der Vermieter aufgrund der § 38 Abs. 1 bis 4 VStättV in Anspruch genommen werden sollte, so ist der Mieter verpflichtet den Vermieter im Innenverhältnis von allen damit im Zusammenhang stehenden Aufwendungen freizustellen.
3.4 Der Mieter hat spätestens 14 Tage vor Veranstaltungsbeginn dem Vermieter sämtliche Genehmigungen sowie einen gültigen Ablaufplan vorzulegen.
3.5 Der Mieter wird auf seine Verpflichtung hingewiesen, etwa für die Veranstaltung anfallende GEMA Gebühren auf eigene Kosten eigenverantwortlich abzuführen.
3.6 Während der Dauer der jeweiligen Nutzung obliegt dem Mieter die Verkehrssicherungspflicht. Die örtlichen Satzungen und die Stadionverordnung sind zu beachten. Für die Dauer der jeweiligen Nutzungsüberlassung ist der Mieter auch Verantwortlicher im Sinne der öffentlich-rechtlichen Vorschriften. Sofern der Vermieter aufgrund einer durch den Mieter durchgeführten Veranstaltung in Anspruch genommen wird, ist der Mieter verpflichtet den Vermieter im Innenverhältnis von allen damit im Zusammenhang stehenden Aufwendungen freizustellen.
4.1 Der Mieter hat folgende Versicherungen abzuschließen, für die Dauer der Nutzungszeit aufrecht zu erhalten und auf Verlangen der Vermieter nachzuweisen:
(1) Haftpflicht/Betriebshaftpflichtversicherung in angemessener Höhe
(2) Versicherungen über den Gebäudeinhalt
(3) Betriebsunterbrechungsversicherung
(4) sonstige für den Betrieb bzw. die Nutzung übliche Versicherungen.
(5) Feuerversicherung
4.2 Sofern es der Mieter unterlässt die in Abs. 1 genannten Versicherungen abzuschließen, so muss sich dieser im Schadensfalle die jeweilige angemessene Versicherungsleistung auf seinen Schaden anrechnen lassen. Darüber hinausgehende Schäden, die Gegenstand der in Abs. 1 genannten Versicherungen wären, werden ausgeschlossen, sofern es sich dabei nicht um die Verletzung von Leben, Körper und/oder Gesundheit handelt oder der Schaden vorsätzlich oder durch grobes Verschulden des Vermieters oder dessen Erfüllungsgehilfen erfolgt ist.
4.3 Der Mieter tritt hiermit etwaige sämtliche Ansprüche, die ihm aus den in Abs. 1 genannten Versicherungen hinsichtlich Beschädigungen am Mietobjekt und / oder Gesamtgebäudes gegen den Versicherer zustehen, sicherungshalber an den Vermieter ab. Bei Eintritt des Versicherungsfalls ist der Vermieter zur selbständigen Geltendmachung und Durchsetzung der Ansprüche gegen die Versicherer berechtigt. Der Mieter hat den Vermieter dabei im Rahmen seiner Möglichkeiten zu unterstützen.
5.1 Der Mieter haftet für alle Schäden, die durch die Verletzung des Mieters obliegenden Sorgfaltspflichten schuldhaft verursacht werden.
5.2 Der Mieter ist auch zum Ersatz des Schadens verpflichtet, den von ihm zu einer Verrichtung beauftragte Dritte in Ausführung der Verrichtung verursacht werden. Dies gilt auch für Betriebsangehörige, Besucher, Gäste, Lieferanten oder sonstige Personen, soweit diese auf Veranlassung des Mieters zum Nutzungsgegenstand in Beziehung treten.
5.3 Der Mieter trägt die Beweislast dafür, dass der Schaden nicht von ihm oder den in Abs. 5.2 genannten Dritten verursacht und verschuldet worden ist, sofern der Schaden seine Ursache im ausschließlichen Herrschaftsbereich des Mieters hat.
5.4 Der Mieter haftet für die unter Ziffer 3 dieser Nutzungsvereinbarungen genannten Auflagen, Genehmigungen und Vorschriften.
6.1 Schadensersatzansprüche des Mieters gegen den Vermieter wegen eines Mangels des Nutzungsgegenstandes können nur geltend gemacht werden, wenn sie auf der schuldhaften Verletzung einer wesentlichen Vertragspflicht, einer vorsätzlichen oder grob fahrlässigen Vertragsverletzung durch den Vermieter oder seiner Erfüllungsgehilfen oder auf dem Fehlen einer garantierten Beschaffenheitsvereinbarung des Mietobjektes oder einer fahrlässigen Pflichtverletzung mit Schäden an Leben, Körper oder Gesundheit beruhen.
6.2 Eine Umkehr der Beweislast erfolgt hierdurch nicht.
6.3 Darüber wird die Haftung des Vermieters auf 5.000 EURO begrenzt. Sofern der Schaden durch einen Dritten verursacht worden ist, tritt der Vermieter hiermit seine gegen diesen bestehenden Ansprüche an den dies annehmenden Mieter ab. Der Mieter ist in einem solchen Fall verpflichtet zuerst gegen den Dritten In Anspruch zu nehmen. Von der Haftungsbegrenzung des Satzes 1 ausgenommen sind die Schäden an Leben, Körper und/oder Gesundheit sowie diese Schäden, die durch Vorsatz oder grobe Fahrlässigkeit verursacht wurden sind.
6.4 Der Vermieter
(1) übernimmt keine Gewähr dafür, dass die Versorgungsträger ihre Leistungen (Strom, Gas, Wasser, Brennstoff etc.) in Art, Güte, Druck beziehungsweise Spannung nicht verändern oder einstellen;
(2) haftet nicht für den Bestand oder den Nutzungsumfang der Zufahrt, der Andienung und der sonstigen Verkehrswege zu dem Nutzungsgegenstand, soweit solche Einschränkungen auf von dem Vermieter nicht veranlasste behördliche Maßnahmen zurückzuführen sind;
(3) haftet nicht für anfänglich vorhandene Mängel des Nutzungsgegenstandes, es sei denn, dass diese Mängel bei der Übergabe des Nutzungsgegenstandes ausdrücklich vermerkt waren.
6.5 Sofern die Nutzung des Mietobjekts aufgrund von höherer Gewalt ausfällt oder aufgrund von behördlichen Anordnungen teilweise oder vollständig untersagt wird, so sind von den Parteien keine Leistungen zu erbringen. Teilleistungen sind entsprechend der von den Parteien vorgenommenen Bewertung zu vergüten, Vorauszahlungen sind zu erstatten.
7.1 Sämtliche in Angebot und Rechnung genannten Beträge sind Nettobeträge und verstehen sich zusätzlich der jeweils geltenden gesetzlichen Mehrwertsteuer.
7.2 Der Vermieter behält sich vor 50% des voraussichtlichen Auftragswertes (Miete und Nebenkosten) per Vorauskasse zu verlangen. Sollte der Nutzer der Zahlungsverpflichtung nicht nachkommen, ist der Vermieter berechtigt, das Vertragsverhältnis mit sofortiger Wirkung zu kündigen. Schadensersatzansprüche des Mieters gegen den Vermieter sind insofern ausgeschlossen.
7.3 Im Falle eines Zahlungsverzuges findet die gesetzlichen Regelungen Anwendung.
7.4 Stornierung gemäß Bedingungen im Angebot.
7.5 Der Vermieter ist berechtigt, den Nutzungsvertrag aus wichtigem Grund fristlos zu kündigen. Ein wichtiger Grund liegt insbesondere dann vor, wenn
(1) das Nutzungsentgelt oder sonstige Zahlungen nicht fristgerecht erfolgen. Einer vorherigen Abmahnung bedarf es nicht;
(2) der Mieter den Nutzungsgegenstand anderen überlasst. Einer vorherigen Abmahnung bedarf es nicht;
(3) der Mieter den Nutzungsgegenstand nicht dem Nutzungszweck entsprechend nutzt. Einer vorherigen Abmahnung bedarf es nicht;
(4) Die Sicherheit des Nutzungsgegenstandes und seiner Besucher gefährdet ist.
Schadensersatzansprüche des Mieters gegen den Vermieter sind insofern ausgeschlossen.
7.5 Der Vertrag besteht unter Vorbehalt sofern keine Veranstaltung von öffentlichem Interesse (z.B. Heimspiele 1.FCN, Fußballspiele DFB/UEFA, DTM) zu diesem Zeitpunkt stattfindet.
7.6 Der Mieter ist nur dann berechtigt gegen die Forderung des Vermieters aufzurechnen, wenn die Forderung des Mieters entweder unbestritten und/oder rechtskräftig festgestellt worden ist. Gleiches gilt indes auch hinsichtlich der Ausübung des Zurückbehaltungsrechts.
8. UNTERVERMIETUNG / NUTZUNGSEINRÄUMUNG DRITTER
8.1 Jegliche Weiterüberlassung des Mietobjekts an Dritte, insbesondere die Untervermietung bedarf der vorherigen schriftlichen Zustimmung des Vermieters.
8.2 Bei unberechtigter Untervermietung oder bei schuldhafter vertragswidriger Nutzung des Mietobjektes durch den Untermieter kann der Vermieter die Zustimmung zur Untermiete sofort widerrufen und verlangen, dass der Mieter unverzüglich das Untermietverhältnis kündigt. Geschieht dies nach einer entsprechenden Aufforderung des Vermieters nicht oder überlässt der Mieter unberechtigterweise das Mietobjekt einem Untermieter oder sonstigem Dritten, so kann der Vermieter diesen Mietvertrag fristlos kündigen; der Mieter bevollmächtigt den Vermieter hiermit, in diesem Falle auch das Untermietverhältnis zu kündigen. Schadensersatzansprüche des Vermieters bleiben unberührt.
8.3 In jedem Fall der Untervermietung tritt der Mieter hiermit seine sämtlichen Forderungen gegen den Untermieter, insbesondere auf Zahlung der Untermiete, bis zur Höhe der dem Vermieter nach diesem Vertrag zustehenden Ansprüche an den Vermieter sicherungshalber ab. Der Vermieter nimmt die Abtretung hiermit an. Der Mieter wird den Untermieter nach Abschluss des Untermietvertrags von der Forderungsabtretung unterrichten und Einwendungen nach § 404 BGB ausschließen.
9 WEITERE NUTZUNGSBEDINGUNGEN
9.1 Namensrecht des Stadions
(1) Durch die Vergabe des Namensrechts bedingt, ist bei Veröffentlichungen (Eintrittskarten, Anzeigen, Plakate etc.) das eingetragene Max-Morlock-Stadion Logo zu verwenden.
(2) Werbefreiheit und Werbemaßnahmen am und im Vertragsgegenstand sowie eine eventuelle Werbefreiheit sind gesondert abzusprechen und festzulegen. Die Kosten hierfür sind von dem Mieter zu tragen.
9.2 Servicepartner
Sämtliche Dienstleistungen (inkl. Catering) auf den angemieteten Flächen des Nutzungsgegenstandes werden alleinig und ausschließlich durch Servicepartner der Stadion Betriebs-GmbH durchgeführt:
(1) Energiekosten werden veranstaltungsbezogen und verbrauchsorientiert berechnet.
(2) Leitungsnetze für Gas, Elektrizität, Wärme und Wasser (Versorgungsmedien) darf der Mieter nur nach Maßgabe der zulässigen Belastung in Anspruch nehmen.
9.4 Betreten des Mietobjekts durch den Vermieter
Der Vermieter und seine Erfüllungsgehilfen sind berechtigt im Rahmen ihrer Aufgaben, den Vertragsgegenstand während der Nutzungsdauer zu betreten. Der Nutzer wird in allen vorgenannten Fällen zu diesem Zwecke dementsprechende Akkreditierungen ausstellen. Das Hausrecht des Vermieters bleibt unberührt.
9.5 Rasen
(1) Eine Nutzung der Rasenspielfläche durch den Mieter ist in jedem Fall mit dem Vermieter abzustimmen und bedarf einer schriftlichen Bestätigung. Gleiches gilt für die Benutzung der Tartanbahn.
(2) Durch die Veranstaltung entstandene Schäden an Rasen oder Tartanbahn werden dem Mieter in Rechnung gestellt. Zur Feststellung des Rasenzustands wird mit dem verantwortlichen Greenkeeper bei Übergabe/Rückgabe ein Protokoll erstellt und etwaige Schäden festgehalten. Darüber hinaus kann der Vermieter bei extremer Verschlechterung des Rasenzustands während der Veranstaltung das Spielfeld ganz oder komplett sperren, ohne dass ein Ersatzspielfeld zur Verfügung gestellt werden muss.
9.6 Anzahl und Dokumentation der Besucherzahlen
(1) Über die vom Vermieterfestgesetzten höchstzulässigen Besucherzahlen hinaus dürfen Eintrittskarten nicht ausgegeben werden. Die jeweiligen Blockzahlen und Sitzpläne sind einzuhalten.
(2) Der Mieter ist verpflichtet, offizielle Besucherzahlen an den Vermieter zu melden. Personenzahlen müssen schriftlich genannt werden.
9.7 Entsorgung
Die ordnungsgemäße Entsorgung von Abfällen, insbesondere Sonderabfälle und gefährliche Stoffe sowie sperrige Abfälle, sowie die vorübergehende ordnungsgemäße Aufbewahrung dieser Abfälle bis zu deren Entsorgung obliegen dem Vermieter gegen ein entsprechendes Entgelt.
10.1 Dieser Vertrag enthält alle zwischen den Vertragsparteien vereinbarten Bestimmungen bezüglich des Mietverhältnisses. Mündliche Nebenabreden bestehen nicht. Änderungen und Ergänzungen dieses Vertrags bedürfen der Schriftform. Dieses gilt auch für die Aufhebung des Schriftformerfordernisses.
10.2 Gerichtsstand ist, soweit nicht zwingende gesetzliche Bestimmungen entgegenstehen, Nürnberg.
10.3 Sollten einzelne Bestimmungen dieses Vertrages unwirksam oder undurchführbar sein oder werden, so bleiben die übrigen Bestimmungen davon unberührt. Dies gilt auch für wesentliche oder grundlegende Bestimmungen dieses Vertrages. Die Parteien sind verpflichtet, anstelle der unwirksamen Bestimmung eine Regelung zu treffen, die dem rechtlich gewollten Ergebnis und dem wirtschaftlich erstrebten Erfolg am nächsten kommt.
10.4 Sind auf Mieterseite mehrere Personen Vertragsparteien, so bevollmächtigen sie sich gegenseitig unwiderruflich zur Entgegennahme oder Abgabe sämtlicher Erklärungen mit Wirkung auf das Nutzungsverhältnis.
10.5 Der Mieter nimmt davon Kenntnis, dass im Rahmen der Verwaltung des Nutzungsgegenstandes Daten gespeichert werden. Der Vermieter versichert, dass nur solche Daten gespeichert werden, die für die ordnungsgemäße Bearbeitung des Mietverhältnisses benötigt werden, und dass die Datenspeicherung im Einklang mit den Bestimmungen des Datenschutzgesetzes erfolgt.
10.6 Der Mieter ist verpflichtet, dem Vermieter bei Beginn des Mietverhältnisses eine Korrespondenzadresse mitzuteilen, an die sämtliche das Mietverhältnis betreffende Erklärungen zu richten sind. Änderungen dieser Adresse sind dem Vermieter unverzüglich mitzuteilen. Diese Verpflichtung besteht fort für die Dauer von sechs Wochen nach Rückgabe des Nutzungsgegenstandes an den Vermieter.
10.7 Alle verkehrsrelevanten Aspekte werden vom Mieter im Vorfeld mit der Stadt Nürnberg sowie der Polizeidirektion Nürnberg abgestimmt. Den jeweiligen verkehrsrechtlichen Anordnungen ist unbedingt Folge zu leisten. Sie werden Bestandteil dieses Vertrages.
AGB für den Ticketverkauf
Die Stadion Nürnberg Betriebs-GmbH (nachfolgend Stadion Nürnberg genannt) ist nicht selbst Veranstalter der angebotenen Veranstaltungen. Diese werden durch den jeweiligen Veranstalter durchgeführt, der auch Aussteller der Tickets ist. Durch den Erwerb der Eintrittskarte kommen vertragliche Beziehungen im Hinblick auf den Veranstaltungsbesuch ausschließlich zwischen dem Karteninhaber (Kunden) und dem jeweiligen Veranstalter zustande. Möglicherweise gelten für diese rechtlichen Beziehungen eigene Allgemeine Geschäftsbedingungen des Veranstalters. Stadion Nürnberg vertreibt die Tickets im Auftrag des jeweiligen Veranstalters als Vermittlerin oder als Kommissionärin, es sei denn, sie ist im Einzelfall ausdrücklich selbst als Veranstalter ausgewiesen. Mit der Bestellung von Tickets beauftragt der Kunde Stadion Nürnberg mit der Abwicklung des Kartenkaufes einschließlich Versand.
1. Für sämtliche Verträge und erteilten Aufträge betreffend die Lieferung von Tickets, Gutscheinen und / oder Fan-Artikeln (bspw. Bild- und Tonträger) gelten im Verhältnis zu der Stadion Nürnberg ausschließlich die nachfolgenden Allgemeinen Geschäftsbedingungen.
1. Das Angebot für einen Vertragsabschluss geht vom Kunden aus, sobald das Ticketverkaufsformular unterzeichnet an Stadion Nürnberg übermittelt hat. Erst mit Rechnungsversand und Zuteilung einer Rechnungsnummer durch Stadion Nürnberg kommt ein Vertrag zwischen dem Kunden und dem jeweiligen Vertragspartner (Veranstalter, lizenzierter Fan-Artikel-Verkäufer oder Stadion Nürnberg) zustande. Hiervon abweichend kommt bei der Zahlungsart Vorkasse der Vertrag mit erfolgreicher Belastung des Zahlungskontos des Kunden mit dem vollständigen Zahlungsbetrag zustande.
2. Für die Richtigkeit der im Onlineauftritt von der Stadion Nürnberg enthaltenen Daten wird keine Gewähr übernommen.
3. Stadion Nürnberg ist berechtigt, eine Bestellung des Kunden, für die bereits eine Rechnungsnummer zugeteilt worden ist, zu stornieren (einseitiges Rücktrittsrecht), wenn der Kunde gegen vom Veranstalter und / oder von Stadion Nürnberg aufgestellte spezifische Bedingungen verstößt, auf die im Rahmen des Vorverkaufs hingewiesen wurde, oder diese zu umgehen versucht (z.B. Verstoß gegen Beschränkung der Ticketmenge pro Kunde, Verstoß gegen die Urkundenbedingungen, insbesondere gegen Weiterveräußerungsverbote etc.) und / oder offene Forderungen aus der bisherigen Geschäftsverbindung mit dem Kunden bestehen. Insbesondere ist ohne vorherige schriftliche Zustimmung des jeweiligen Veranstalters weder die Verwendung von Tickets für gewerbliche Werbe- und / oder Marketingzwecke (bspw. als Gewinn für gewerbliche Preisausschreiben und / oder sonstige gewerbliche Gewinnspiele), noch der Ticketweiterverkauf in dem vom Hausrecht des Veranstalters erfassten Zugangs- und / oder Eingangsbereichs der Veranstaltungsstätte gestattet. Die Erklärung der Stornierung / des Rücktritts kann auch konkludent durch Gutschrift der gezahlten Beträge erfolgen.
5. Für den Fall, dass die Allgemeinen Geschäftsbedingungen des Veranstalters und die Allgemeinen Geschäftsbedingungen von Stadion Nürnberg einander jeweils widersprechende Regelungen enthalten, haben die Allgemeinen Geschäftsbedingungen von Stadion Nürnberg insoweit Vorrang vor den spezifischen Bedingungen des Veranstalters.
1. Die Preise für Tickets können die aufgedruckten Kartenpreise übersteigen. Die Zahlung ist per Überweisung sowie durch Rechnungskauf möglich. Die gesetzliche Mehrwertsteuer ist im Preis enthalten. Der Gesamtpreis der Bestellung inklusive aller Gebühren ist nach Vertragsabschluss an dem in der Rechnung genannten Kalendertag (10 Kalendertage nach dem Rechnungsdatum) zur Zahlung fällig.
IV. Widerruf, Rücktritt
1. Für die vermittelten Eintrittskarten besteht kein Widerrufsrecht gem.§ 312g Abs. 2 Satz 1 Nr. 9 BGB. Sie sind grundsätzlich auch von Rücknahme oder Umtausch ausgeschlossen.
2. Eventuelle Ansprüche wegen einer aus Ihrer Sicht ggf. vorzunehmenden Rückabwicklung des Vertrags sind dem Veranstalter gegenüber geltend zu machen.
1. Bei einem Verbraucher behält Stadion Nürnberg sich das Eigentum an der Kaufsache bis zur vollständigen Zahlung des Rechnungsbetrags vor. Bei personalisierten Tickets steht die Übertragung des sich aus dem Ticket ergebenden Anspruchs unter der Bedingung der vollständigen Zahlung des Rechnungsbetrags. Die entsprechenden Sicherungsrechte sind auf Dritte übertragbar.
2. Ist der Kunde Unternehmer in Ausübung seiner gewerblichen oder selbständigen beruflichen Tätigkeit, eine juristische Person des öffentlichen Rechts oder öffentlich-rechtliches Sondervermögen, behält Stadion Nürnberg sich das Eigentum an der Kaufsache bis zum Ausgleich aller noch offenen Forderungen aus der Geschäftsverbindung mit dem Kunden vor. Bei personalisierten Tickets steht die Übertragung des sich aus dem Ticket ergebenden Anspruchs unter der Bedingung des Ausgleichs aller noch offenen Forderungen aus der Geschäftsverbindung mit dem Kunden. Die entsprechenden Sicherungsrechte sind auf Dritte übertragbar.
3. Ein Recht zur Aufrechnung steht dem Kunden nur zu, wenn dessen Gegenansprüche rechtskräftig festgestellt oder von Stadion Nürnberg unbestritten oder anerkannt sind. Außerdem hat der Kunde ein Zurückbehaltungsrecht nur, wenn und soweit dessen Gegenanspruch auf dem gleichen Vertragsverhältnis beruht.
4. Befindet sich der Kunde gegenüber Stadion Nürnberg mit irgendwelchen Zahlungsverpflichtungen im Verzug, so werden sämtliche bestehende Forderungen sofort fällig.
1. Stadion Nürnberg haftet in jedem Fall unbeschränkt nach dem Produkthaftungsgesetz, für vorsätzlich oder grob fahrlässig verursachte Schäden, bei arglistigem Verschweigen von Mängeln, sowie für Schäden aus der Verletzung des Lebens, des Körpers oder der Gesundheit. Auch die Haftung für Schäden aus der Verletzung einer Garantie ist unbeschränkt.
2. Bei Verletzung wesentlicher Vertragspflichten (sog. Kardinalpflichten), die nur auf einfacher Fahrlässigkeit beruht, haftet Stadion Nürnberg beschränkt auf den Ersatz des vorhersehbaren, vertragstypischen Schadens.
3. Außer in den in den Absätzen 1 und 2 genannten Fällen haftet Stadion Nürnberg nicht für Schäden, die durch einfache Fahrlässigkeit verursacht wurden.
4. Das Recht des Kunden, sich wegen einer nicht vom Veranstalter oder von Stadion Nürnberg zu vertretenden, nicht in einem Mangel der Ware bestehenden Pflichtverletzung vom Vertrag zu lösen, ist ausgeschlossen.
5. Soweit die Haftung von Stadion Nürnberg nach den vorstehenden Absätzen ausgeschlossen oder beschränkt ist, gilt dies auch für die Haftung ihrer Erfüllungs- und Verrichtungsgehilfen.
1. Es gilt ausschließlich das Recht der Bundesrepublik Deutschland. Die Anwendung von UN-Kaufrecht wird ausdrücklich ausgeschlossen.
2. Gerichtsstand für alle Streitigkeiten aus dem Vertrag ist Nürnberg, sofern Sie Kaufmann, eine juristische Person des öffentlichen Rechts oder ein öffentlich-rechtliches Sondervermögen sind.

References: § 545
 § 562
 § 562
 § 39
 §38
 §38
 § 38
 § 404