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Timestamp: 2019-10-18 12:54:49+00:00

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BGH, 04.04.2007 - III ZB 79/06 - dejure.org
https://dejure.org/2007,982
BGH, 04.04.2007 - III ZB 79/06 (https://dejure.org/2007,982)
BGH, Entscheidung vom 04.04.2007 - III ZB 79/06 (https://dejure.org/2007,982)
BGH, Entscheidung vom 04. April 2007 - III ZB 79/06 (https://dejure.org/2007,982)
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Erforderlichkeit der Unstreitigkeit hinsichtlich der maßgeblichen Tatsachen bei Festsetzung der beantragten Gebühren; Glaubhaftmachung des Kostenansatzes
Kostenfestsetzung nicht nur nach Lage der Akten
Verfahrensrecht - Maßgebliche Tatsachen im Kostenfestsetzungsverfahren
Kostenfestsetzung - Keine Einschränkung der Glaubhaftmachung
Maßgeblichen Tatsachen im Kostenfestsetzungsverfahren müssen sich nicht aus der Gerichtsakte ergeben oder unstreitig sein
Terminsgebühr - Festsetzungsvoraussetzungen
Terminsgebühr - BGH erleichtert Voraussetzungen für die Festsetzung der Terminsgebühr
Kurznachricht zu "Anmerkung zum Beschluss des BGH vom 04.04.2007, Az.: III ZB 79/06 (Festsetzung der Terminsgebühr für Besprechungen)" von H. Hansens, original erschienen in: RVGreport 2007, 274 - 275.
LG Nürnberg-Fürth, 10.05.2006 - 10 O 7213/05
OLG Nürnberg, 28.06.2006 - 8 W 1282/06
NJW 2007, 2493
MDR 2007, 1034
AnwBl 2007, 552
Kostenfestsetzungsverfahren: Glaubhaftmachung von Terminsvertreterkosten
Für die Glaubhaftmachung eines Kostenansatzes reicht zwar im Interesse eines zügigen Ausgleichs der Verfahrenskosten, dass die tatsächlichen Voraussetzungen des geltend gemachten Kostentatbestandes mit überwiegender Wahrscheinlichkeit feststehen (BGH, Beschluss vom 4. April 2007 - III ZB 79/06, NJW 2007, 2493).
Zwar kann auch eine solche für eine außergerichtliche Besprechung entstandene Terminsgebühr Gegenstand des prozessualen Kostenerstattungsanspruchs sein und demnach im Kostenfestsetzungsverfahren nach §§ 103 f. ZPO festgesetzt werden, sofern die tatbestandlichen Voraussetzungen für den Anfall der Gebühr unstreitig oder glaubhaft gemacht sind (…BGH, Beschlüsse vom 11. Juni 2008 - XII ZB 11/06, NJW 2008, 2993 Rn. 7; vom 4. April 2007 - III ZB 79/06, NJW 2007, 2493 Rn. 9;… vom 27. Februar 2007 - XI ZB 38/05, NJW 2007, 2858 Rn. 6;… vom 14. Dezember 2006 - V ZB 11/06, NJW-RR 2007, 787 Rn. 8;… vom 20. November 2006 - II ZB 6/06, NJW-RR 2007, 286 Rn. 6).
Weitere Voraussetzungen für den Nachweis der den Kostenansatz rechtfertigenden tatsächlichen Umstände sind nicht vorgesehen (BGH, Beschluss vom 04.04.2007 - III ZB 79/06, NJW 2007, 2493;… Giebel in: MünchKomm-ZPO 3. Aufl. § 104 Rn. 11).
Im Falle überwiegender Wahrscheinlichkeit der tatbestandlichen Voraussetzungen ist die betreffende Gebühr zu Gunsten des Antragstellers festzusetzen (vgl. BGH, Beschluss vom 4. April 2007 - III ZB 79/06, NJW 2007, 2493 Rn. 11).
Denn diese findet keine Anwendung in Fällen, in denen das Gesetz die Glaubhaftmachung nicht erfordert, sondern - wie bei § 104 Abs. 2 Satz 1 ZPO - lediglich genügen lässt (vgl. BGH Beschluss vom 4. April 2007 - III ZB 79/06 - AnwBl. 2007, 552;… Zöller/Geimer/Greger ZPO 28. Aufl. § 294 Rdn. 3 a.E.).
In dem Verfahren nach §§ 103 ff. ZPO ist es nicht erforderlich, dass sich die für die Festsetzung der beantragten Gebühren maßgeblichen Tatsachen ohne weitere Erhebungen aus der Gerichtsakte ergeben oder unstreitig sind (BGH, Beschluss vom 4. April 2007 - III ZB 79/06, NJW 2007, 2493).
Hierfür ist lediglich erforderlich, dass die tatsächlichen Voraussetzungen des geltend gemachten Kostentatbestandes mit überwiegender Wahrscheinlichkeit feststehen müssen (BGH, Beschluss vom 4. April 2007 - III ZB 79/06, NJW 2007, 2493).
Zur Glaubhaftmachung können gemäß § 294 Abs. 1 ZPO alle Beweismittel unter Einschluss der eidesstattlichen Versicherung verwendet werden (BGH, Beschluss vom 4. April 2007 - III ZB 79/06, NJW 2007, 2493).
vgl. BGH, Beschluss vom 4. April 2007 - III ZB 79/06 -, juris Rn. 9.
Die tatsächlichen Voraussetzungen des geltend gemachten Kostentatbestandes müssen mit überwiegender Wahrscheinlichkeit feststehen, wobei zur Glaubhaftmachung gemäß § 294 Abs. 1 ZPO alle Beweismittel unter Einschluss der eidesstattlichen Versicherung verwendet werden können (BGH, Beschl. v. 4.4.2007, a.a.O. m.w.N.).
OLG Frankfurt, 24.07.2017 - 6 W 47/17
Kostenfestsetzung: Höhe der Terminsgebühr bei Säumnis des Gegners
Die Protokollierung der Erörterung der Sach- und Rechtslage ist für das Entstehen der vollen Terminsgebühr nach VV Nr. 3104 RVG nicht erforderlich (vgl. BGH, Beschl. v. 4.4.2007 - III ZB 79/06, NJW 2007, 2493).
Nach höchstrichterlicher Rechtsprechung, welcher der Senat folgt, kann eine solche Terminsgebühr im Kostenfestsetzungsverfahren vielmehr selbst dann festgesetzt werden, wenn sich die dafür maßgeblichen Tatsachen nicht ohne Weiteres aus der Gerichtsakte ergeben oder streitig sind (BGH, AGS 2008, 330; NJW 2007, 2858; NJW 2007, 2859; NJW 2007, 2493;… von Eicken/Hellstab/Lappe/Madert/Mathias, Die Kostenfestsetzung, 20. Aufl., B 570;… Zöller/Herget, ZPO, 28. Aufl., § 104, Rz. 21 "Terminsgebühr").
Erforderlich hierfür ist lediglich, dass die tatsächlichen Voraussetzungen des geltend gemachten Kostentatbestands mit überwiegender Wahrscheinlichkeit feststehen, wobei sich der Rechtspfleger sämtlicher Beweismittel des § 294 Abs. 1 ZPO bedienen kann und muss (BGH, NJW 2007, 2858, 2859; NJW 2007, 2493); die in § 294 Abs. 2 ZPO enthaltene Beschränkung auf präsente Nachweismittel gilt nämlich nicht in den Fällen, in denen das Gesetz die Glaubhaftmachung nicht erfordert, sondern - wie in § 104 Abs. 2 ZPO - lediglich genügen lässt (BGH, NJW 2007, 2493;… Zöller/Greger, a.a.O., § 294, Rz. 3 a.E.).
Rechtsanwaltskosten: Terminsgebühr bei Teilnahme an einer …
OLG Stuttgart, 09.08.2007 - 8 WF 107/07
Rechtsanwaltsgebühr: Anfall der Terminsgebühr bei außergerichtlichen …
OLG Brandenburg, 20.12.2018 - 6 W 129/18
BPatG, 02.09.2019 - 5 Ni 44/16
BPatG, 08.08.2019 - 5 Ni 17/16
VG Minden, 09.10.2007 - 1 K 287/06
KG, 17.02.2014 - 2 W 165/13

References: BGH 
 BGH 
 § 104
 § 104
 BGH 
 § 294
 § 294
 § 294
 § 104
 § 294
 § 294
 § 104
 § 294