Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=BVerwGE%20152,%2026
Timestamp: 2020-02-18 13:42:18+00:00

Document:
BVerwG, 15.04.2015 - 8 C 14.14 - dejure.org
https://dejure.org/2015,7039
BVerwG, 15.04.2015 - 8 C 14.14 (https://dejure.org/2015,7039)
BVerwG, Entscheidung vom 15.04.2015 - 8 C 14.14 (https://dejure.org/2015,7039)
BVerwG, Entscheidung vom 15. April 2015 - 8 C 14.14 (https://dejure.org/2015,7039)
Tipp: Um den Kurzlink (hier: https://dejure.org/2015,7039) schnell in die Zwischenablage zu kopieren, können Sie die Tastenkombination Alt + R verwenden - auch ohne diesen Bereich zu öffnen.
VwGO § 86 Abs. 3, § 88, § 137 Abs. 2; VermG § 1 Abs. 6 und 8 Buchst. a, § 6 Abs. 1a und 6a Satz 1 und 2
Ausgleichsbetrag; besatzungshoheitlich; Berechtigtenfeststellung; Bestandskraft; Bodenreform; Entscheidungsverbund; Ergänzungsbescheid; Festsetzung; Generalbevollmächtigter; Gestapo; Gläubigervorrangverbindlichkeiten; Jude; "jüdischer Mischling ersten Grades"; ...
§ 86 Abs 3 VwGO, § 88 VwGO, § 137 Abs 2 VwGO, § 1 Abs 6 VermG, § 1 Abs 8 Buchst a VermG
Alteigentümer; Rückgabe gemeindlicher Grundstücke; NS-Verfolgungsmaßnahme
Ausgleichsbetrag, Bodenreform, Entscheidungsverbund, Gestapo, Gläubigervorrangverbindlichkeiten, Jude, "jüdischer Mischling ersten Grades", rassische Verfolgung, Vollzug
Rückgabe gemeindlicher Grundstücke eines ehemaligen Gutes an Alteigentümer
BVerwGE 152, 26
NVwZ-RR 2015, 841
Darüber hinaus sind Behörden und Gerichte verpflichtet, in Bestandskraft erwachsene rechtsverbindlich getroffene Regelungen ihren Entscheidungen zugrunde zu legen, ohne die Rechtmäßigkeit in Frage zu stellen (…vgl. BVerwG, Urteile vom 9. Mai 2012 - 6 C 3.11 - BVerwGE 143, 87 Rn. 16 und vom 15. April 2015 - 8 C 14.14 [ECLI:DE:BVerwG:2015:150415U8C14.14.0] - BVerwGE 152, 26 Rn. 32;… zum Ganzen Sachs, in: Stelkens/Bonk/Sachs, VwVfG, 8. Aufl. 2014, § 43 Rn. 41 ff.).
vgl. dazu BVerwG, Urteil vom 15. April 2015 - 8 C 14.14 -, juris, Rdn. 32; Urteil vom 9. Mai 2012 - 6 C 3.11 -, BVerwGE 143, 87, juris, Rdn. 15, 19; Beschluss vom 23. Februar 2010 - 1 WB 36.09 -, BVerwGE 136, 119, juris, Rdn. 49; Urteil vom 17. April 1997 - 3 C 2.95 -, BayVBl. 1998, 346, juris, Rdn. 22; Sachs, in: Stelkens/Bonk/Sachs, VwVfG, 8. Aufl. 2014, § 43, Rdn. 43, 46.
Die Beschwerde legt nicht dar, warum sich dem Vorsitzenden der Vorinstanz trotz des Vorbringens der Antragsgegnerin ein weiterer Hinweis hätte aufdrängen müssen (vgl. BVerwG, Urteil vom 15. April 2015 - 8 C 14.14 - Buchholz 428 § 1 Abs. 6 VermG Nr. 57 Rn. 31).
Dazu war es wegen der ausdrücklichen und eindeutigen Beschränkung des anwaltlichen Klageantrags auf die Feststellung der Rechtswidrigkeit der Erklärungen des DIHK auch nicht verpflichtet (zum Kriterium ausdrücklicher und eindeutiger Antragsbeschränkung vgl. BVerwG, Urteil vom 15. April 2015 - 8 C 14.14 - BVerwGE 152, 26 Rn. 29 ff.; Beschlüsse vom 29. August 1989 - 8 B 9.89 - Buchholz 310 § 88 VwGO Nr. 17 und vom 9. Januar 2009 - 8 B 95.08 - LKV 2009, 132).
Geht es darum, das im Rechtsmittelverfahren weiterverfolgte Klagebegehren zu bestimmen, besteht bei einem anwaltlich vertretenen Kläger grundsätzlich kein Anlass, die Reichweite seines Rechtsmittelantrags zu hinterfragen (vgl. BVerwG, Urteil vom 15. April 2015 - 8 C 14.14 - Buchholz 428 § 1 Abs. 6 VermG Nr. 57 Rn. 31 m.w.N.).
Denn § 88 VwGO legitimiert das Gericht nicht, den Wesensgehalt der Auslegung zu überschreiten und an die Stelle dessen, was die Partei erklärtermaßen will, das zu setzen, was sie nach Meinung des Gerichts zur Verwirklichung ihres Bestrebens wollen sollte (so BVerwG, Beschl. v. 19. April 2016 - 6 B 3.16 - Urt. v. 15. April 2015 - 8 C 14.14 - Urt. v. 23. August 2007 - 7 C 13.06 -, jeweils zit. nach JURIS).
Sie beruft sich ferner auf die Ausführungen in den Beschlüssen des Bundesverwaltungsgerichts vom 29. August 1989 - 8 B 9.89 - (Buchholz 310 § 88 VwGO Nr. 17 S. 1) und vom 5. März 1998 - 7 B 325.97 - (…juris Rn. 4) sowie in dem Urteil vom 15. April 2015 - 8 C 14.14 - (BVerwGE 152, 26 Rn. 30), denen zufolge ein Gericht bei der Antragsauslegung nach § 88 VwGO nicht an die Stelle dessen, was ein Beteiligter erklärtermaßen will, dasjenige setzen darf, was er zur Verwirklichung seines Bestrebens wollen sollte.
e) Die Kläger haben schließlich keine Abweichung von dem Urteil des Bundesverwaltungsgerichts vom 15. April 2015 - 8 C 14.14 - (BVerwGE 152, 26) bezeichnet.
Auch weist die Zeugenbeschwerde Parallelen zur Beschwerde eines ehrenamtlichen Richters gegen eine Ordnungsgeldfestsetzung nach § 33 VwGO auf, für die als "sonst von der Entscheidung Betroffene" nach herrschender Meinung kein Anwaltszwang gilt (vgl. HessVGH, B.v. 8.7.2015 - 1 E 1094/15 -NVwZ-RR 2015, 841; SächsOVG, B.v. 20.4.2004 - 2 F 1/04 - SächsVBl 2005, 137; OVG MV, B.v. 25.6.2002 - 2 P 6/02 u.a. - NVwZ-RR 2003, 70;… Geiger in Eyermann, a.a.O., § 33 Rn. 6; jeweils m.w.N.).
VG Potsdam, 27.03.2019 - 2 K 926/17
Rückübertragung eines Ritterguts in Brandenburg; Vermögensverluste in Folge von …

References: § 86
 § 88
 § 137
 § 1
 § 6

§ 86
 § 88
 § 137
 § 1
 § 1
 § 43
 § 43
 § 1
 § 88
 § 1
 § 88
 § 88
 § 88
 § 33
 § 33