Source: https://issuu.com/deutschesbaugewerbe/docs/zdbdirekt3-2011
Timestamp: 2017-04-23 20:17:40+00:00

Document:
ZDBDirekt 3/2011 by Ilona Klein - issuu
Umsatzerwartung verhalten Optimistisch
Energiewende: Vermittlungsverfahren jetzt einleiten!
Baugewerbe f端r klimagerechte Stadtentwicklung
seit der Atomkatastrophe von Fukushima hat die deutsche Politik eine bemerkenswerte Wende genommen: Mit dem in der vergangenen Woche endgültig verabschiedeten Gesetzespaket verabschiedet sich Deutschland bis
2022 aus dem Atomzeitalter.
Vorausgegangen war eine intensive Diskussion darüber, wie diese Energiewende gelingen kann. Nicht nur jetzt, sondern bereits seit einigen Jahren
haben wir deutlich gemacht, dass die Klimaschutzziele der Bundesregierung
und jetzt erst recht die Energiewende nur zu erreichen sein werden, wenn
die Energieeffizienz erhöht wird. Dass insbesondere die energetische Sanierung von Wohn- wie Wirtschaftsgebäuden den wichtigsten Beitrag dazu leisten kann, hat die Bundesregierung in ihrem Gesetzespaket anerkannt. Das
ist ein großer Erfolg unserer langjährigen Lobbyarbeit.
Um die Sanierungsrate auf das Doppelte zu erhöhen, wird das KfW-Gebäudesanierungsprogramm auf 1,5 Milliarden Euro aufgestockt. Steuerliche Abschreibungsmöglichkeiten
könnten die energetische Sanierung noch attraktiver machen. Das vom Bundestag hierzu
beschlossene Gesetz sieht eine solche steuerliche Förderung von energetischen Sanierungsmaßnahmen an Wohngebäuden vor. Auch diese Einführung einer Klimaschutzabschreibung haben wir seit geraumer Zeit gefordert, weil nach unserer Auffassung dadurch
die energetische Gebäudesanierung einen größeren Drive bekommen würde.
Schade und nicht akzeptabel ist, dass bei der Beratung des Gesetzespaketes im Bundesrat am 8. Juli nun genau dieses Gesetz herausgelöst und abgelehnt worden ist, ohne den
Vermittlungsausschuss anzurufen. Nun läge es an Bundestag oder Bundesregierung, ein
Vermittlungsverfahren einzuleiten. Ob dieses bereits in der parlamentarischen Sommerpause geschieht, bleibt abzuwarten; eher steht jedoch zu befürchten, dass dieses Gesetz
bis zur Bundestagswahl im parlamentarischen Verfahren hängen bleibt und dann der Diskontinuität des Parlaments zum Opfer fällt.
Daher sollten wir die parlamentarische Sommerpause gemeinsam nutzen, um den Abgeordneten, die ja zurzeit in ihren Wahlkreisen unterwegs sind, im direkten Gespräch die
Bedeutung der steuerlichen Förderung von energetischen Sanierungsmaßnahmen deutlich zu machen und für die Einleitung eines Vermittlungsverfahrens zu werben. Damit Sie
für diese Gespräche gut gerüstet sind, haben wir auf unserer Internetseite (www.zdb.de)
einen ZDB-Baustein dazu für Sie bereit gestellt.
Ende September findet der 2. Deutsche Bauwirtschaftstag der Bundesvereinigung Bauwirtschaft, dem Zusammenschluss der deutschen Bau- und Ausbauwirtschaft, statt. Mit
Bundesumweltminister Norbert Röttgen, dem SPD-Vorsitzenden Sigmar Gabriel und
FDP-Generalsekretär Christian Lindner erwartet die Gäste ein hoch karätig besetztes Programm. In diesem Heft finden Sie den detaillierten Programmablauf dazu.
Wie immer findet am Vortag unser Deutscher Obermeistertag statt. Auch hier haben
wir spannende Themen und Referenten für Sie ausgewählt. Sie sind zu beiden Veranstaltungen herzlich willkommen. Die Anmeldeunterlagen schicken wir Ihnen gerne zu. Die
Stärke der deutschen Bauwirtschaft mit rund 300.000 Betrieben und 2,7 Mio. Beschäftigten sollten wir gemeinsam durch eine hohe Präsenz im Saal dokumentieren. Machen
Sie sich also auf den Weg nach Berlin. Wir freuen uns auf Sie!
"Bei einer Umsatzerwartung von 1, 9 % verhalten
Das war die Aussage bei unserer
Pressekonferenz am 25. Mai.
Doch die tatsächliche Dynamik
am Baumarkt hat diese Aussage
obsolet gemacht. Zum Stand
21. Juli erwarten den Umsatz
im Bauhauptgewerbe in 2011
bei 87,5 Mrd. € und damit bei
+6,8 %. Daher ist die Stimmung
zumindest in den vom Hochund Ausbau geprägten Betrieben auch deutlich gestiegen.
"Wir gehen daher davon aus,
dass wir die Zahl der Beschäftigten in etwa auf Vorjahresniveau bei rund 710.000 Beschäftigten halten können.“ So
die Bilanz des Präsidenten des
Zentralverbandes des Deutschen
Baugewerbes, Dr.-Ing. HansHartwig Loewenstein.
Nach Aussagen des ZDB-Präsidenten entwickeln sich der
Wohnungsbau und der Wirtschaftsbau durchaus positiv, wogegen der öffentliche Bau weiter
bei Plus/Minus Null verharrt.
Trotz Zunahme der Bauinvestitionen um 2,6 % im vergangenen
Jahr ist der Umsatz im Bauhauptgewerbe im öffentlichen
Bau um 2,2 % zurückgegangen;
Hauptursache dafür war, dass
alle öffentlichen Auftraggeber
ihre Investitionen im Tiefbau
gehalten haben.Denn aufgrund
der Konjunkturprogramme haben die Kommunen die Mittel
vorrangig in Hochbauprojekte
investiert und die Investitionen
in die Infrastruktur zurückgefahren. „Dieser anhaltende
Rückgang der Infrastrukturinvestitionen ist für den Wirtschaftsstandort Deutschland jedoch
hoch gefährlich, denn die Investitionen im Tiefbau insgesamt
erfolgen seit einigen Jahren
nicht einmal mehr in Höhe der
Abschreibungen. Wir leben von
der Substanz!“ So Loewenstein.
Für 2011 deutet sich im öffentlichen Bau keine Besserung an.
Wir gehen davon aus, dass der
ZDB-Präsident Dr.-Ing. Hans-Hartwig Loewenstein (Mitte) auf der Pressekonferenz.
öffentliche Bau stagnieren wird,
so dass wir auch in 2011 noch
26,1 Mrd. € erreichn werden. So
die ernüchternde Bilanz für die
öffentliche Bautätigkeit.
können in 2011 ca. 29,2 Mrd. €
erreicht werden.“ Erläuterte
Die im Frühjahr prognostizierte
Investitionsneigung der deutschen Wirtschaft nimmt Gestalt
an und belebt den Wirtschaftsbau. Die Baugenehmigungen im
Wirtschaftshochbau, der zwei
Drittel des Umsatzes im Wirtschaftsbau ausmacht, zeigen
ansteigende Tendenz. Bemessen
nach Baukosten verzeichnen alte und neue Länder per Februar
einen Zuwachs von über 20 %
Anders dagegen die Situation
im Wohnungsbau: Bereits in
2009 ist die langanhaltende
Talfahrt im Wohnungsneubau
zu Ende gekommen. In 2010
dürften ca. 150.000 WE in neuen Wohngebäuden errichtet
worden sein. Und der positive
Trend hält an. Schon per Februar
wurden deutschlandweit 5.400
Wohneinheiten (WE) in Wohngebäuden mehr genehmigt als
im Vorjahr (+22 %). Mit knapp
30.000 WE insgesamt wurde im
Neu- und Umbau bei Wohngebäuden der höchste Wert seit
fünf Jahren erreicht. „Angesichts
der hohen und stetigen Nachfrageentwicklung gehen wir davon
aus, dass es + 11 % werden.
Nach 26,3 Mrd. € im Vorjahr
„Auf Grund dieser Entwicklung
heben wir unsere Prognose auf
9 % an. Nach 29,5 Mrd. € im Vorjahr können in 2011 32,2 Mrd. €
erreicht werden.“ So die Prognose des deutschen Baugewerbes
für den Wirtschaftsbau.
% Vj.
Bundesvereinigung Bauwirtschaft:
Vermittlungsverfahren jetzt einleiten!
Handwerk erwartet Signal zur Einigung zwischen Bund und Ländern
Die Ablehnung des „Gesetzes zur
steuerlichen Förderung von Sanierungsmaßnahmen an Wohngebäuden“ durch den Bundesrat
ist bei den rund 300.000 Betrieben des deutschen Bau- und
Ausbauhandwerks auf Unverständnis gestoßen. „Denn die
von allen Beteiligten gewollte
Energiewende ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, die
nur gemeinsam bewältigt werden kann. Daher haben auch die
Länder eine Mitverantwortung,
die Sanierungsquote zur Erreichung der Klimaschutzziele in
Deutschland zu steigern. Durch
eine steuerliche Förderung kann
ein erheblich größeres Potential an Investitionen generiert
werden, das bisher durch die
KfW-Förderung nicht ausreichend mobilisiert wurde. Nur
so kann das Sanierungstempo
signifikant erhöht werden.“
Mit diesen Worten hatte sich
daher der Vorsitzende der Bundesvereinigung Bauwirtschaft,
Karl-Heinz Schneider, in gleichlautenden Schreiben an die
Ministerpräsidenten und die
Ministerpräsidentinnen der 16
Bundesländer gewandt und für
die Einleitung eines Vermittlungsverfahrens geworben.
„Der Einstieg in die Energiewende muss jetzt gelingen. Dabei
ist jeglicher Investitionsattentismus im Bereich der energetischen Gebäudesanierung
zu vermeiden.“ So Schneider
weiter. Er erinnerte auch daran,
dass der Finanzausschuss wie
auch der Umweltausschuss des
Bundesrates die Anrufung des
Vermittlungsausschusses empfohlen hatten.
Die Bundesvereinigung Bauwirtschaft hatte es begrüßt, dass
sich Bund und Länder am 3. Juni
2011 einvernehmlich auf die
Grundzüge der Energiewende
verständigt haben. Neben einem
Kernenergie war dabei auch die
Stärkung der Energieeffizienz im
Gebäudebestand vorgesehen.
Um eine deutlich verbesserte
Energieeffizienz im Gebäudebestand zu erreichen, sind
verschiedene Förderinstrumente
notwendig. Kredite wie auch
Zuschüsse durch die KfWFörderbank zielen auf andere
Investorengruppen als eine steuerliche Förderung von energetischen Sanierungsmaßnahmen
dies tut. Alle drei Instrumente
sind aber notwendig.
„Derart angeregte Bauinvestitionen schaffen Arbeitsplätze im
regional ansässigen mittelständischen Bau- und Ausbauhandwerk und stärken maßgeblich
die Binnenkonjunktur, wodurch
und höhere Sozialabgaben
generiert werden.“ Erläuterte
Schneider abschließend die Wirkung von Investitionsanreizen.
Gespräch der Bundeskanzlerin mit der Wirtschaft
zur beschleunigten Energiewende
"Die Energiewende kann im Bereich der energetischen Gebäudesanierung
sofort begonnen werden, wenn die Politik wirkungsvolle Anreize setzt." Dies
sagte ZDB-Präsident Dr.-Ing. Hans-Hartwig Loewenstein anlässlich des Gesprächs der Bundeskanzlerin mit der Wirtschaft im Kanzleramt. Wichtig sei
eine Verstetigung der
Förderprogramme, denn
private Häuslebauer wie
verlässliche Rahmenbedingungen. Gerade das
CO2-Gebäudesanierungsprogramm habe sich als
erwiesen und solle auf
dem Niveau von 2 Mrd.
Euro kontinuierlich fortgeführt werden. Daneben
seien steuerliche Anreize
notwendig, daher schlägt
der ZDB die Einführung
einer Klimaschutzabschreibung analog zum
Denkmalschutz vor.
Baugewerbe unterstützt
In einer Stellungnahme zum
Stärkung der Innenentwicklung und klimagerechten
Stadtentwicklung begrüßt der
Baugewerbes grundsätzlich die
des Planungsrechts und der Planungsziele im Hinblick auf eine
Stärkung des Klimaschutzes.
Die mit dem Gesetzesentwurf
verfolgten Ziele stellen aus Sicht
des ZDB eine sinnvolle Anpassung des Bauplanungsrechtes
an die Anforderungen in der
Praxis dar. „Es ist zwar richtig,
verstärkt auf die innerstädtische
Entwicklung zu setzen und dieser einen Vorrang einzuräumen.
Dennoch müssen weiterhin
neue Flächen für Verkehrs- und
Siedlungszwecke entwickelt
werden. Eine ausschließliche
Fokussierung auf die Innenentwicklung sollte daher unterbleiben.“ So der Hauptgeschäftsführer des Zentralverbandes
Deutsches Baugewerbe, Felix
Pakleppa, heute in Berlin.
Die durch den Gesetzesentwurf
beabsichtigte Erleichterung der
Zulässigkeit von Solaranlagen
an oder auf Gebäuden wird
ausdrücklich begrüßt. „Gerade
in diesem Bereich sind Klarstellungen im Baugesetzbuch
für die Praxis erforderlich. Eine
Lockerung der Anforderungen
zur Nutzung solarer Strahlungsenergie kann die Energiewende
beschleunigen.“ Erklärte der
ZDB-Hauptgeschäftsführer.
Pakleppa weiter: „Wir begrüßen,
dass das Erfordernis einer klimagerechten Stadtentwicklung in
das Recht der städtebaulichen
Sanierungsmaßnahmen und des
Stadtumbaus aufgenommen
werden soll. Denn wir werden
ganz erhebliche Anstrengungen
im Gebäudebestand unternehmen müssen, wollen wir die
anspruchsvollen Ziele des Energiekonzeptes erreichen. Da viele
Gebäude unter wirtschaftlichen
Gesichtspunkten nicht sanierungsfähig sind, ist es oftmals
sinnvoller diese abzureißen und
an gleicher Stelle neu zu errichten. Damit können moderne
Stadtquartiere entstehen, die
höchsten energetischen Anforderungen entsprechen und die
gleichermaßen familienfreundlich, barrierefrei und senioren-
gerecht sind.“ Das Deutsche
Baugewerbe fordert daher, dass
der Bestandsersatz auch in
quartiersbezogenen Lösungen
angemessen Berücksichtigung
Besonderes Augenmerk legt der
Spitzenverband der deutschen
Bauwirtschaft, der vornehmlich
die mittelständischen Bauunternehmen vertritt, auf die Einführung einer neuen Vorschrift:
danach sind in Fällen der nachträglichen Wärmedämmung
geringfügige Überschreitungen
des Maßes der baulichen Nutzung, der Bauweise und der
überbaubaren Grundstücksfläche zulässig, wenn diese der
Einhaltung der Energieeinsparverordnung oder des Erneuerbare-Energien-Wärmegesetzes
dient. „Die planungsrechtliche
Absicherung dieser Maßnahmen
reicht jedoch nicht aus, vielmehr
ist es erforderlich, dass im Zivilrecht ebenfalls eine Duldungspflicht des Nachbarn verankert
wird, um vielfache nachbarschaftsrechliche Streitigkeiten
zu vermeiden.“ So die Forderung
Pakleppas.
Baumarkt 2010 erschienen
Der Baumarkt 2010 stellt wieder
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ISSN 1869-2494
"Weiterbildung in der
durch Fachkräfteentwicklung"
Berlin erläuterte Walter
Derwald, Vizepräsident des ZDB
in seinem Impulsvortrag, dass
der Branche eine – vorsichtig
geschätzt - Facharbeiterlücke bis
zum Jahr 2020 von rund 50.000
bis 60.000 gewerblichen Arbeitnehmern drohe. Derwald: "Die
Frage, die sich uns als Spitzenverband der deutschen Bauwirtschaft stellt: Was können und
müssen wir tun, um diese Lücke
möglichst weitgehend zu schließen? Was können und müssen
die Betriebe tun, damit sie auch
zukünftig qualitativ hochwertige Arbeit liefern und damit am
Markt bestehen können?"
Notwendig sei, das angeschlagene und von Vorurteilen bestimmte Branchenimage positiv
zu verändern. Die neuen Aufgaben im Bereich des Umweltschutz mit dem großen Feld der
energetischen Sanierung bieten
für das Branchenimage Perspektiven (von der Geothermie bis
zum Bau barrierefreier und pflegeorientierter Wohnungen).
Darüber hinaus habe die Bauwirtschaft bereits zahlreiche
um als Arbeitgeber attraktiver
zu werden. Dazu gehört die
ganzjährige Beschäftigung als
intelligente Antwort auf die
unstete Witterung, die durch
Einführung einer tariflichen Jahresarbeitszeit mit Arbeitszeitkonten und einem gesetzlichen
Saison-Kurzarbeitergeld geför-
dert wird. Derwald: "Die Frage
ist, ob und wie weit diese soziale
Errungenschaft auch außerhalb
der Branche bekannt ist."
Thema ist, das durch die Tarifvertragsparteien in irgendeiner
Weise verpflichtend zu regeln
Ziel müsse sein, Jugendlichen
einen Beruf anzubieten, der
Zukunft hat, Erfolg und Aufstieg
verspricht, aber auch Potenzial
zum Lernen von Neuem bietet.
Von den Auszubildenden bleibt
nämlich nur jeder Zweite der
Bauwirtschaft als qualifizierte
Fachkraft erhalten. Keine andere
Branche investiert dermaßen
viel in die Ausbildung, um die
Ausgebildeten anschließend
wieder an andere Branchen zu
verlieren. Gewerbliche Fachkräfte, die die Branche einmal
verlassen haben, kehren in der
Regel nicht oder nur ganz selten
wieder zurück. Derwald: "Als
Unternehmer würde man sagen,
das ist ein klassischer Fall von
Fehl-Investition, die wir uns so
nicht leisten können. Es gilt eine
Verbesserung der objektiven
und subjektiven Arbeitsbedingungen zu erreichen. Das gilt für
Ausbildung und Weiterbildung,
d.h. dem zweiten Aspekt gleichermaßen."
Seit Mai gilt die vollständige
Arbeitnehmerfreizügigkeit und
Dienstleistungsfreiheit für acht
MOE-Staaten. Diese könnte
sich als Chance erweisen, um
den Fachkräftemangel auszugleichen. Migranten aus der
EU, aber auch darüber hinaus,
bieten ein großes Potenzial. "Die
Frage bleibt," so Derwald: "Lohnt
sich das Investment? Wäre es
nicht sinnvoller in die Jugendlichen in unserem eigenen Land
zu investieren, und zwar genau
in diejenigen, die bisher keine
Chance bekommen haben?"
Weiterbildung ist zunächst einmal ein Thema, das die Arbeitnehmer selbst angeht, und zwar
jeden persönlich. Denn sie profitieren auch ganz unmittelbar
davon – spätestens dann, wenn
sie den Arbeitgeber wechseln.
Aber es ist auch ein Thema, das
Unternehmer angeht, denn auch
sie profitieren von gut ausgebildeten Mitarbeitern, die auf dem
Derwald: "Ich bin der Auffassung, dass fortschrittliche
Unternehmen – im Zusammenwirken mit den Bildungsveranstaltungen der Verbände und
Körperschaften - dieses Thema
gemeinsam mit ihren Mitarbeitern angehen; das ist auch
richtig so. Ich bin nicht der Auffassung, dass Weiterbildung ein
Gemäß der Shell-Jugendstudie
2010 hatten rund 20 % der
Schulabgänger bisher keine
Chancen, einen Ausbildungsplatz zu bekommen. Derwald
regte an, sich gerade diesen
Jugendlichen zuzuwenden und
sie durch Ausbildung und Lehre wieder in die Gesellschaft
integrieren. Anstatt sich einen
der guten Schulabgänger auszusuchen, könnten Betriebe mit
diesen Schulabgängern Erfolg
haben, weil diese zum ersten
Mal in ihremLeben Zuwendung,
Vertrauen und Aufmerksamkeit
erfahren. Das ist die Richtung,
in die Betriebe vielleicht denken
müssten. Derwald zeigte sich
hier offen für Überlegungen,
für diese Jugendlichen ein sog.
"Null-Ausbildungsjahr" als Vorstufe im Sinne eines Praktikums
anzubieten, um diese auf die
Ausbildung vorzubereiten. Auch
das Konzept des Azubi-Trainers,
das von einem der ZDB-Landesverbände entwickelt und dort
wird, sei ein Baustein zur Integration von Jugendlichen auf
der Baustelle. Aber auch Eignungspraktika, die z.B. von den
Ausbildungszentren in Abstimmung mit den Betrieben ange-
boten werden könnten, sind ein
Mittel an die richtigen Lehrlinge
zu kommen und „schwierigen“
Jugendlichen eine Chance zu
Zur Motivation junger Menschen, sich für einen Beruf am
Bau zu entscheiden, können
auch die Berufswettbewerbe
beitragen, die es stärker in die
Öffentlichkeit zu tragen gelte.
Als Fazit fasste Derwald zusammen, dass das deutsche
Baugewerbe bereit und in der
Lage ist, die Potenziale in der
Qualifizierung und bei der Weiterbildung zu nutzen und fortzuentwickeln, d.h. nachhaltig
in Bildung zu investieren. Das
deutsche Baugewerbe hat auch
mit seinen Ausbildungszentren
die Kompetenz und Ausstattung
dafür, um z.B. für die nichtausbildungsfähigen Jugendlichen
die Vorstufe zur geregelten
Qualifizierung fachlich und pädagogisch abzudecken. Derwald
forderte für diesen Weg aber
den Staat. Schließlich müsse
der Weg zur Verbesserung der
gesellschaftlichen Position der
Baufachkräfte, die über eine
große praktische Intelligenz und
damit hohe Kompetenz verfügen, beschritten werden.
Derwald: "Diesen Beitrag wollen
wir gern mit allen Beteiligten
dieser Fachtagung leisten – im
Interesse des Gemeinwohls,
aber auch im Interesse einer leistungsfähigen deutschen Bauwirtschaft."
Anlässlich der Konferenz stellte
Dipl.-Kfm. Frank Dupré 10 Thesen zur Weiterbildung und Qualifizierung in der Bauwirtschaft
10 Thesen zur Weiterbildung und Qualifizierung
I. Qualifizierung
1. Grundlage der Qualifikation von Berufsanfängern ist eine fundierte Ausbildung. Ausbildungsinhalte und Lernziele müssen daher
an die sich ständig ändernden Anforderungen der Baubetriebe, an die
veränderten Arbeitstechniken und Bauabläufe sowie neue Technologien angepasst werden. Zwischen einer breiten beruflichen Grundbildung und der sich anschließenden Spezialisierung in dem gewählten
Ausbildungsberuf muss ein ausgewogenes Verhältnis gefunden
2. Der zeitliche Anteil von betrieblichen und überbetrieblichen
Ausbildungszeiten muss überdacht werden. Dabei sollte den Ausbildungsbetrieben ein größerer Entscheidungsspielraum darüber
eingeräumt werden, in welchem Umfang sie ihre Auszubildenden
betrieblich oder überbetrieblich ausbilden wollen. Verpflichtende
überbetriebliche Ausbildungszeiten sollten durch freiwillige überbetriebliche Ausbildungszeiten ergänzt werden; dabei kann die freiwillige überbetriebliche Ausbildung durch finanzielle Anreize (= Erstattungsleistungen der ULAK) gefördert werden.
3. Die mangelnde Ausbildungsreife von Schulabgängern stellt für
die Ausbildungsbetriebe ein zunehmendes Problem dar und verringert deren Ausbildungsbereitschaft. Defizite müssen vor allem im
Bereich unzureichender Rechenfertigkeiten, im Ausdrucksvermögen
und im sozialen Verhalten Jugendlicher abgebaut werden. Diese
Defizite auszugleichen, sollte aber keine Aufgabe der Ausbildungsbetriebe sein, sondern der staatlichen Bildungspolitik.
4. Der Qualifizierung von Schulabgängern weiterführender Schulen
dient insbesondere die Förderung dualer Studiengänge durch Erstattungsleistungen der ULAK. Dabei steht die Qualifizierung durch eine
Kombination von praktischer Berufsausbildung mit einem Studium
an einer Fachhochschule im Vordergrund. Leider wird diese von den
Tarifvertragsparteien geschaffene Möglichkeit, qualifizierten Nachwuchs für das Baugewerbe zu finden, von den Baubetrieben noch
nicht in dem gewünschten Maße genutzt, obwohl inzwischen zahlreiche Fachhochschulen entsprechende förderfähige Studiengänge
anbieten. Dafür sollte mehr als bisher geworben werden.
5. Nach erfolgreicher Berufsausbildung müssen den Beschäftigten
berufliche Perspektiven für ihr ganzes Arbeitsleben eröffnet werden.
So bedarf es eines durchlässigen und bundesweit einheitlichen Systems der Aufstiegsfortbildung mit den drei Stufen Vorarbeiter, Werkpolier, Geprüfter Polier. Darauf haben sich die Tarifvertragsparteien
bereits im Jahre 2003 in einer gemeinsamen Erklärung verständigt.
Jetzt stehen wir kurz vor Vollendung dieses Vorhabens.
II. Weiterbildung
1. Sicher haben wir in unserer Branche bei der Weiterbildung Defizite. Deshalb brauchen wir aber nicht unbedingt einen Tarifvertrag
über die Weiterbildung im Baugewerbe. Die Optimierung, Intensivierung und Finanzierung der Weiterbildung ist nicht in erster Linie
Aufgabe der Tarifvertragsparteien, sondern der einzelnen Betriebe.
Sie erfordern ein intensives Zusammenwirken des Arbeitgebers mit
seinen Beschäftigten auf der Betriebsebene.
2. Anreize und Impulse zur Verstärkung der Weiterbildung können
aber durchaus von den Sozialpartnern gemeinsam entwickelt und
gesetzt werden. Auch dazu bedarf es allerdings keiner tarifvertrag-
lichen Regelungen mit Verpflichtungen der Arbeitgeber und Ansprüchen der Arbeitnehmer. Wir brauchen
aber die richtigen Impulse zur Motivation der Arbeitnehmer und eine Bewusstseinsänderung bei den Betrieben.
3. Für Weiterbildungsmaßnahmen sollten in erster Linie Zeiten genutzt werden, in denen aus Witterungsgründen oder wirtschaftlichen Gründen nicht gearbeitet werden kann. Dabei sollten in der Schlechtwetterzeit auch die Möglichkeiten des Abbaus von Arbeitszeitguthaben und der Gewährung von SaisonKurzarbeiter-geld mehr als bisher genutzt werden.
4. Sowohl Arbeitgeber als auch Arbeitnehmer sollten sich angesichts der bestehenden Defizite stärker
in der betrieblichen Weiterbildung engagieren und dazu ihren jeweiligen Beitrag leisten. Dazu können auf
der Arbeitgeberseite entsprechende Weiterbildungsangebote mit dem Anreiz einer anschließenden Anerkennung und Anwendung der neu erworbenen Kompetenzen und auf der Arbeitnehmerseite die Bereitschaft zur Einbringung von Freizeit für den Besuch von Weiterbildungsmaßnahmen dienen.
5. Auch im Hinblick auf die Fachkräftesicherung muss die Weiterbildung einen höheren Stellenwert
erhalten, wenn wir unsere gut ausgebildeten Facharbeiter und Ingenieure an unsere Branche binden und
eine Abwanderung verhindern wollen. Darüber hinaus könnte sich die Mühe lohnen, abgewanderte Facharbeiter durch gezielte Angebote zurück zu gewinnen. Aber auch diese müssten im Hinblick auf die geänderten Anforderungen eines Baubetriebes zusätzlich qualifiziert werden.
Plus-Energie-Häuser und Elektromobilität
Staatssekretär Dipl.-Kfm. Dipl.-Ing. Rainer Bomba
Das Bauwesen ist nicht nur der
Schlüssel zu besserer Infrastruktur, zu besserem Wohnen und
zum effektiveren Arbeiten – der
Gebäudesektor ist auch eines
der größten Entwicklungspotenziale für nachhaltiges Wirtschaften und Klimaschutz. Immerhin
ist der Gebäudebestand mit
etwas mehr als einem Drittel
der deutschen Volkswirtschaft
und damit auch einer der Sektoren, die für den CO2-Ausstoß
verantwortlich sind. Ca. 46%
der von Privathaushalten verursachten CO2-Emissionen sind
auf Heizung und Warmwasserbereitung zurückzuführen. Auch
der Verkehrssektor ist mit 20
% erheblicher Verursacher von
In beiden Bereichen bedarf es
daher eines Umdenkens. Die innovative und zukunftsweisende
Kombination von energieeffizientem Bauen und Wohnen
mit umweltfreundlicher individueller Elektromobilität trägt
Ein vordringliches Ziel der
Baupolitik muss es sein, den
deutlich zu senken und damit
die Belastungen durch Energiekosten zu minimieren. Es gilt,
im Verkehrsbereich Mobilität
effizienter zu machen und
strategisch eine Abkehr vom
Öl zu organisieren. Gerade die
Elektromobilität bietet große
Potenziale zur Verringerung der
verkehrsbedingten Emissionen,
dafür aus erneuerbaren Energien
staaten zu. Nach Artikel 9 der
Richtlinie haben die „Mitgliedstaaten zu gewährleisten, dass
a) bis 31. Dezember 2020 alle
neuen Gebäude Niedrigstenergiegebäude sind und b) nach
dem 31. Dezember 2018 neue
Gebäude, die von Behörden als
Eigentümer genutzt werden,
Niedrigstenergiegebäude sind.“
Im Gebäudebereich gibt es mit
der Novelle der EGRichtlinie über die
Gesamtenergieeffizienz von Gebäuden die Forderung,
Bild 1: Das Siegerhaus des Solar Decathlon 2009 – das Plusdass zügig mehr
Energiehaus der TU Darmstadt auf dem Burgplatz in Essen.
Niedrigstenergiegebäude errichtet (Foto: EVV Essen)
werden. Derartige
Gebäude haben nach AuffasDie EU will damit ein mittelfrisung der EU einen fast bei Null
stiges Ziel auf dem Weg hin zu
liegenden Energiebedarf, der zu
Gebäuden eröffnen, die keine
einem ganz wesentlichen Teil
zusätzliche fossile Energie für
durch Energie aus erneuerbaren
Ihre Nutzung benötigen. Für
gedeckt wird. Dabei kommen im
derartige Ziele sind nicht nur
Neubau hohe energetische AnAnforderungen zu formulieren,
forderungen auf die Mitgliedssondern es muss dafür gesorgt
werden, dass für diese Ziele Methoden für die Planung sowie
Technologien und Produkte für
die Ausführung zur Verfügung
Die Forschungsinitiative Zukunft
Bau des Bundesministeriums für
Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS) ist ein Programm
der angewandten Bauforschung
insbesondere für kleine und
der Bauwirtschaft ebenso wie
für Architekten und Fachplaner.
Es soll möglich machen, dass zukünftig Gebäude mit Null- oder
Plusenergie-Standard gebaut
werden können. Im Mittelpunkt
steht dabei die stetige Verbesserung der Effizienz und der Einbindung erneuerbarer Energien.
Dabei geht es darum, Ergebnisse
und Ideen aus der Grundlagenforschung bzw. Verfahren, Materialien und Hochtechnologien
aus der Industrie für die Baupraxis anwendbar zu machen. Das
Bauen unterscheidet sich ganz
wesentlich von allen bekannten
Industrieprozessen. Gebäude
und bauliche Anlagen sind und
bleiben Unikate. Damit sie auf
die Herausforderung der Gesellschaft reagieren können, benötigt man nicht nur Verfahren
und Materialien, sondern auch
Regeln, Arbeitshilfen, Rechenwerkzeuge, Organisation und
Darmstadt hat im Jahre 2007 in
der Forschungsinitiative Zukunft
Bau ein Plus-Energie-Haus entwickelt, um am renommierten
Wettbewerb „Solar Decathlon“
in Washington D.C/USA teilzunehmen. Ziel der TU Darmstadt
war es im Jahre 2007, nicht
nur ein Haus zu errichten, das
wenig Energie verbraucht und
viel Energie produziert, sondern
das auch in architektonischästhetischer Hinsicht überzeugt.
Im und am Gebäude der TU
Darmstadt wurden eine Reihe
neuester Technologien erprobt.
Insbesondere ist hinzuweisen
auf die neuartige Lamellenfassade, die verschattet, Sichtschutz
bietet und über integrierte
Photovoltaikelemente Strom er-
zeugt. Die Fassade wurde komplettiert mit hoch dämmenden
Fenstern (zum Teil 4-fach-Verglasung) und Vakuumdämmung
in Wänden, Böden und Decken
ausgestattet. Innovative anlagentechnische Systeme und energiesparende Haushaltsgeräte
sollten. Die längst überfällige
engere Vernetzung von Architektur mit neuen Formen
der Mobilität in energetischer
wie funktional-ästhetischer
Hinsicht soll nunmehr in weiteren Modellen vorangebracht
werden. Darüber hinaus sollen
Bild 2: Das Plus-Energie-Haus der TU Darmstadt: Besuch der Bundeskanzlerin Dr. Angela
Merkel im Rahmen ihrer Energie-Reise 2010. (Foto: TU Darmstadt)
komplettieren den Beitrag. Die
Solarzellen können unter optimalen Bedingungen 12,5 kW
Das Sieger-Haus aus dem Jahre
2009 konnte in der Essener Innenstadt anlässlich des Kulturhauptstadtjahres hervorragend
präsentiert werden (siehe Bild
1). Die Ausstellung des Hauses
in Essen war gleichzeitig Auftakt
für ein vom BMVBS geplantes
Demonstrationsprojekt zur
Erprobung einer kombinierten
Gesamtlösung der Energiegewinnung im stationären Bereich
(Plus-Energie-Haus) und der
Nutzung der Energien im mobilen Bereich (Elektroauto) autark
Das von der Fa. Daimler zur
Verfügung gestellte Fahrzeug
-ein E-smart- hat ein Verbrauch
von 0,14 kWh/km. Das Gebäude
mit einer installierten Photovoltaikleistung von 19 kW kann
knapp 14.000 kWh/a bereitstellen. Damit wäre theoretisch eine
Fahrleistung von fast 80.000 km
Verbindung von Immobilien mit Mobilität – der
Wettbewerb des BMVBS
Die Gebäude der TU Darmstadt
waren Modelle, die die prinzipielle Machbarkeit nachweisen
neue Projekte ein permanentes
Schaufenster für die Fachöffentlichkeit und die Bevölkerung
sein, um den Stand der Technik
zu veranschaulichen. Durch ein
Monitoring muss die Leistungsfähigkeit von Komponenten im
Dauerstandsversuch getestet
und Erfahrungen für die Breitenanwendung gesammelt
werden. Mit dieser Zielstellung
hat das BMVBS im Sommer
2010 einen interdisziplinären
Wettbewerb zur Errichtung
eines Plus-Energie-Hauses mit
Elektromobilität ausgelobt. Der
Wettbewerb war als offener
interdisziplinärer Planungswettbewerb für Hochschulen in
Zusammenarbeit mit Planungsbüros ausgelegt. Es war aufzuzeigen, dass ein Gebäude mit
Plus-Energie-Standard in der Lage ist, sich und seine Bewohner
sowie mehrere Fahrzeuge mit
einer durchschnittlichen Jahresfahrleistung von ca. 30.000
km in der Jahresbilanz allein aus
Umweltenergien zu versorgen.
Hierbei spielt die im Haus bzw.
in den Fahrzeugen eingebaute
eine zentrale Rolle. Sie dient
als Puffer für die elektrische
Versorgung von Haus und Fahrzeugen und kann in Verbindung
mit einem intelligenten Netz
Speicheraufgaben erfüllen. Das
Forschungs- und Pilotprojekt soll
an einem gut zugänglichen öffentlichen Ort in der Hauptstadt
Berlin, in der Fasanenstraße in
der City-West, realisiert werden.
Das Modellgebäude sollte auf
anschauliche Weise moderne
Ansprüche an das Wohnen eines
4-Personen-Haushalts erfüllen,
seine Funktion als Energielieferant veranschaulichen und einen
überdachten Stellplatz für Elektrofahrzeuge integrieren.
Das Projekt soll darüber hinaus
auf die Fragen der Nachhal-
für ein Jahr vorgesehen. In dieser Zeit laufen die Forschungsuntersuchungen weiter.
Realisiert wird ein EinfamilienWohnhaus für eine vierköpfige
Familie von ca. 130 m² Wohnfläche auf zwei Ebenen. Dem
Wohngebäude vorgelagert
befindet sich ein sogenanntes
"Schaufenster" zum Parken der
Fahrzeuge und zur Unterbringung der Ladeinfrastruktur für
die Elektromobilität. Für die
Veranschaulichung von Mobilitätsanforderungen in einer
Bild 3: Schnitt durch das geplante Plus-Energie-Haus (Quelle: Sobek Stuttgart GmbH).
tigkeit eine klare Antwort geben. Eines der Ziele ist z. B. die
vollständige Rezyklierbarkeit
des Hauses. Aber auch Umnutzungsfähigkeit und Flexibilität
soll bei höchstem Wohnkomfort sichergestellt werden. Eine
vollständige Bewertung der
Nachhaltigkeit wird im Laufe
des Planungsverfahrens und der
Errichtung durchgeführt. Das
Projekt soll auch in dieser Hinsicht Pilotcharakter tragen.
Das Projekt des BMVBS –
Die Eröffnung des BMVBSPlus-Energie-Hauses soll im
November 2011 erfolgen. Die
des Gesamtprojekts übernahm
Bauherr ist die Bundesrepublik Deutschland, vertreten
durch BMVBS bzw. BBR. Die
Baubegleitung erfolgt durch
das BBR. Anschließend erfolgt
der wissenschaftlich begleitete
vierteljährige Probelauf des Projektes. Das Projekt wird zur Baufachmesse „bautec “ im Februar
2012 ein attraktiver Außenstand
des BMVBS sein. Anschließend
ist der Einzug einer Testfamilie
Familie soll die Einbindung eines
elektrischen Erst- und Zweitfahrzeuges, ergänzt durch ein
Elektro-Zweirad (Pedelec oder
E-Roller) vorgesehen werden. Es
sollen sowohl ein konduktives
Schnellladesystem als auch ein
induktives Ladesystem installiert werden. Damit sollen der
aktuelle Stand der Ladetechnik
demonstriert und in die Untersuchungen einbezogen werden.
Zwischen dem zweigeschossigen Wohnbereich und dem
vorgelagerten "Schaufenster"
verläuft der sogenannte "Energiekern" des Gebäudes, in dem
sich die gesamte Haustechnik
aber auch die versorgungsintensiven Nassräume befinden
Die Aktivitäten des BMVBS konzentrieren sich nicht nur auf die
Forschung- und Entwicklungsmodelle, sondern befassen sich
in der langfristigen Planung
bereits mit der Errichtung von
Plus-Energie-Gebäuden im
Bereich des Bundesbaus. Das
Umwelt-Bundesamt erhält an
seinem Forschungsstandort
Berlin-Marienfelde ein neues
Bürogebäude: das sogenannte
Haus 2019. Dieser Büro- und
Verwaltungsneubau wird alle
Attribute eines Plus-EnergieHauses aufweisen. Die Gebäudehülle wird durch Bauteile im
Passivhausstandard gebildet.
Die Beheizung des Gebäudes
wird mittels einer elektrisch
betriebenen Wasser-WasserWärmepumpe über Flächenheizungen raumlufttechnischer
Anlagen erfolgen. Der jährliche
Endenergiebedarf für dieses
Gebäude wird mit etwa 48 000
kWh ermittelt. Die 380 Module der Photovoltaikanlage mit
einer Leistung von etwa 58 kWpeak werden einen Jahresstromertrag von etwa 50 000 kWh
bereitstellen können. Somit wird
der Jahresendenergiebedarf zur
Versorgung des Gebäudes vollständig durch die Photovoltaikanlage abgedeckt. Der Rest wird
ins Netz eingespeist.
Neben der Energieeffizienz
des Gebäudes stehen vor allen
Dingen der Einsatz nachwachsender Rohstoffe und der Ressourcen schonende Einsatz von
Baustoffen im Fokus.
Neben den BMVBS- Projekten
etablieren sich zunehmend
private Projektentwickler, die
das Anliegen der Errichtung
und Fortentwicklung von PlusEnergie-Häusern mit eigenen
Projekten unterstützen möchten. Die vom BMVBS vorbildlich
vorangebrachte Vernetzung zwischen Immobilie und Mobilität
ist dabei eine wichtige Triebfeder. BMVBS will diese Entwicklungen fördern und begleiten.
Dazu wird BMVBS im Rahmen
Bau Angebote zur Unterstützung von Modellprojekten machen. Ziel ist die bundesweite
Errichtung derart innovativer
Gebäude und die Auswertung in
gemeinsamen Netzwerken der
Bauwesen wie im Automobilsektor.
„Mein Haus – meine Tankstelle!“
ist keine Vision mehr, sondern
wird Schritt für Schritt zur Realität.
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Bau-Mittelstand im Gespräch mit der Politik
Zu Besuch in der SPD-Zentrale in Berlin-Mitte
Am 18. und 19. Mai 2011 fand
die Sitzung des Ausschusses für
mit dem 8. Gesprächskreis Mittelständische Bauunternehmen
in der SPD-Parteizentrale, dem
Willy-Brandt-Haus statt.
ZDB-Vizepräsident Dipl.-Kfm.
Walter Derwald informierte der
Hans-Joachim Hacker über aktuelle Vorhaben aus der Baupolitik,
insbesondere im Bereich von
Verkehrsinfrastrukturmaßnahmen sowie der energetischen
Petra Merkel MdB mit Walter Derwald (l.)
und Dr.-Ing. Hans-Hartwig Loewenstein.
des erwarteten Bedarfs abgedeckt seien.
Die SPD-Bundestagsabgeordnete Petra Merkel berichtete
über die Ziele und den Zweck
der Städtebauförderung sowie
das Programm „Soziale Stadt“.
Der 1. Veranstaltungstag schloss
mit einer Projektvorstellung
durch den italienischen Architekten Gaetano Gianclaudio
Caponio.
weiter auszubauen. Sie hob hervor, dass ein Euro Fördermittel
zwölf Euro private Investitionen
auslöse. Weiterhin kam sie sowohl auf die positiven Effekte
der Freizügigkeit des Europäischen Binnenmarktes als auch
die hiermit einhergehenden Probleme der Unterschreitung der
Mindestlöhne zu sprechen. Im
Hinblick auf den bestehenden
Fachkräftemangel thematisierte
sie die Frauenförderung sowie
die Ausbildung von Jugendlichen bzw. die Jugendförderung, an die sich eine interessierte Diskussion insbesondere
zu den bestehenden Problemen
in der Praxis im Rahmen der Jugendausbildung anschloss.
Prof. Dr.-Ing. Dr.-Ing. E. h. Josef
Kunz, Abteilungsleiter Straßenbau im BMVBS, berichtete über
die Infrastrukturvorhaben des
Hans-Joachim Hacker MdB.
Gebäudesanierung. Im Mittelpunkt standen die Verkehrsinfrastrukturmaßnahmen, die
Weiterentwicklung des Bauplanungsrechtes, die energetische
Gebäudesanierung sowie das
altersgerechte Sanieren und
Wohnen. Mit dem Auslaufen
der Konjunkturpakete stelle sich
die Frage, so Hacker, wie die Verkehrsinfrastrukturpolitik künftig
aufgestellt werde. Er betonte
hierbei die Bedeutung der Stabilität, damit einmal beschlossene
bzw. geplante Maßnahmen
auch künftig finanziert und realisiert würden. Zum Thema der
energetischen Gebäudesanierung unterstrich er, dass die derzeitigen CO2-Förderprogramme
richtig und für die zukünftige
Gebäudesanierung sehr wichtig seien. Dies gelte auch für
die notwendige altersgerechte
Sanierung, da in diesem Bereich
noch großer Nachholbedarf bestehe, da derzeit lediglich 1-2 %
Den 2. Veranstaltungstag leitete Dr. Ute Redder, Leiterin der
Unterabteilung Wohnen des
BMVBS mit einer Darstellung
zum Wohnungs- und Städtebau ein. Themen waren die
Wohnungsknappheit in Ballungszentren als Folge des zu
geringen Neubaus, die notwendige altersgerechte Anpassung
des Wohnungsbestandes sowie
die Förderprogramme zur Förderung des energieeffizienten
Bauens und Wohnen. In diesem
Zusammenhang erwähnte sie
insbesondere auch die beiden
Konjunkturprogramme, das
KfW-Programm „altersgerecht
Umbauen“ sowie das CO2-Gebäudesanierungsprogramm.
Andrea Nahles, Generalsekretärin der SPD, gab den versammelten Mittelständlern
eine Einschätzung der aktuellen
politischen Lage. Aufgrund der
zentralen Herausforderung des
Klimawandels forderte sie, die
ZDB-Vizepräsident Walter Derwald und
Bundes und der Beteiligung des
Mittelstandes an ÖPP-Projekten.
Hierbei zeigte er eine düstere
Prognose für die Infrastrukturvorhaben des Bundes auf und
betonte, dass für die notwendigen Neu- und Ausbaumaßnahmen sowie Erhaltungsmaßnahmen nicht genügend
Mittel zur Verfügung stünden.
So reiche der geplante Haushalt
2011/2012 noch nicht einmal
für die erforderlichen Neubaumaßnahmen, geschweige
denn für die ebenfalls dringend
durchzuführenden Erhaltungsmaßnahmen. (bs)
Keine grundsätzlichen Änderungen für den Bauunternehmer durch EuGH-Rechtsprechung
Der EuGH hat die Verbraucherrechte mit Urteil vom 16. Juni
2011 dadurch gestärkt, dass
Händler auch für die Aus- und
erneuten Einbaukosten bei Lieferung einer mangelhaften Ware einstehen müssen.
Entgegen der bisherigen BGHRechtsprechung hat der EuGH
entschieden, dass Händler für
eine defekte Sache, die nicht
repariert werden kann, nicht
nur Ersatz liefern, sondern die
alte Sache auch aus- und die
neu gelieferte Sache einbauen
müssen. Diese Verpflichtung des
Verkäufers besteht unabhängig
davon, ob er sich im Kaufvertrag
verpflichtet hat, das ursprünglich gekaufte Verbrauchsgut einzubauen. Beschränkt wird der
Anspruch des Verbrauchers auf
Erstattung der Kosten für den
und den Einbau der als Ersatz
gelieferten Ware auf die Übernahme eines „angemessenen
Betrags“ durch den Verkäufer.
Ausgangspunkt dieser Entscheidung des EuGH war, dass ein
Verbraucher von einem Händler
polierte Bodenfliesen erworben
hatte. Nachdem er ca. 2/3 der
Fliesen in seinem Haus durch
einen Dritten hatte verlegen
lassen, stellte er auf der Oberfläche Schattierungen fest, die
mit bloßen Auge zu erkennen
waren. Der hinzugezogene
Sachverständige kam zu dem
Ergebnis, dass die vorhandenen
Schattierungen nicht beseitigt
werden könnten, so dass Abhilfe
nur durch einen kompletten
Austausch der Fliesen möglich
sei. Hierfür bezifferte der Sachverständige die Kosten in Höhe
des ca. vierfachen des Kaufpreises der Fliesen.
In einer ebenfalls vorgelegten
Rechtssache hatte ein Verbraucher über das Internet eine
Spülmaschine erworben. Die
Montage der Spülmaschine in
der Wohnung des Verbrauchers
erfolgte ebenfalls durch einen
Dritten. Nach Montage der Spülmaschine stellte sich heraus,
dass diese einen nicht zu beseitigenden Mangel aufwies, der
nicht durch die Montage entstanden sein konnte. Der Händler und der Verbraucher einigten
sich zwar auf den Austausch der
Spülmaschine, jedoch verweigerte der Händler den Ausbau
der defekten Maschine und den
Einbau einer neuen.
Der EuGH stellte nach Anrufung
durch die beiden deutschen Gerichte fest, dass das Unionsrecht
die Unentgeltlichkeit der Herstellung des vertragsgemäßen
Zustands des Verbrauchsguts
durch den Verkäufer zu einem
wesentlichen Bestandteil des
für den Verbraucher gewährleisteten Schutzes machen wollte.
Wenn aber der Verbraucher
im Falle der Ersatzlieferung für
eine vertragswidrige Ware vom
Verkäufer nicht auch verlangen
könne, dass dieser auch die Kosten für den Ausbau der mangelhaften Ware und den Einbau der
neuen Ware übernehmen müsse, würde die Ersatzlieferung für
den Verbraucher zu zusätzlichen
finanziellen Lasten führen. Diese
zusätzlichen finanziellen Lasten
hätte er jedoch nicht tragen
müssen, wenn der Verkäufer von
vornherein mangelfrei geliefert
hätte. Bei der Pflicht des Händlers zur Übernahme auch der
Aus- und Wiedereinbaukosten
komme es nach Auffassung des
EuGH auch nicht auf ein Verschulden des Verkäufers an. Im
Hinblick auf eine vom Verkäufer
gerügte Unverhältnismäßigkeit der Kosten (im Falle der
Bodenfliesen überstiegen die
den ursprünglichen Kaufpreis
um ein vierfaches), wies der
EuGH darauf hin, dass durch die
Richtlinie lediglich der Anspruch
des Verbrauchers auf Erstattung
der Kosten für den Aus- und
Neueinbau auf die Übernahme
eines „angemessenen Betrags“
durch den Verkäufer beschränkt
Auch wenn dieses Urteil auf den
ersten Blick für Unternehmer
nachteilig erscheint, so ergeben sich aus diesem Urteil für
Werkverträge in der Praxis keine
wirklichen Auswirkungen. Im
Werkvertragsrecht war es jedoch auch bislang so, dass beim
Einbau mangelhafter Baustoffe
der Unternehmer grundsätzlich
haften muss und im Rahmen
der Nacherfüllung die mangelhaften Baustoffe auf eigene
Kosten ausbauen und anschließend mangelfreie Baustoffe
(wieder) einbauen muss. Von
dieser Einstandspflicht konnte
und kann sich der Bauunternehmer nur dadurch befreien,
dass er vor dem Einbau auf die
Mangelhaftigkeit des Baustoffes
hinweist und der Verbraucher
trotz der Mangelhaftigkeit auf
einen Einbau besteht. (bs)
Der EuGH hat die Verbraucherrechte mit
Urteil vom 16. Juni 2011 dadurch gestärkt, dass Händler auch für die Aus- und erneuten Einbaukosten bei Lieferung einer
mangelhaften Ware einstehen müssen.
4. DEUTSCHER OBERMEISTERTAG | 28. SEPTEMBER 2011
Veranstaltungs- und Tagungshotel:
75 Euro p. P. (zzgl. Mwst.)
Tel.: 030 203 34-502
Frühbucherrate (bis 6 Wochen
vor der Veranstaltung):
EZ 152 Euro, DZ 198 Euro
Veranstaltungsrate (bis 2 Wochen
EZ 162 Euro, DZ 199 Euro
Die Preise beinhalten den jeweils
gültigen Umsatzsteuersatz.
Eröffnung durch die Moderatorin
Vizepräsident Zentralverband
nachhaltigen Stadt,
CO2-neutrale Stadtentwicklung
Leiter des Städtischen
Umweltschutzamtes Freiburg
Der Übernachtungspreis wird inkl.
Frühstück (ausgewiesener Anteil
4,80 Euro) berechnet.
Das Stichwort für eine gewünschte
Reservierung lautet: „BVB“ .
Tel.: 030 202 13-300
EZ 87 Euro, DZ 97 Euro
Das Frühstücksbuffet wird zusätzlich
mit 17 Euro p. P. berechnet.
Erfolgreich im Internet,
20 Jahre nach Erfindung des
Geschäftsführer Content
Öffentlichkeitsarbeit in der Innung
Geschäftsführer Bauinnung
Reservierung lautet: „ZDB 2011“.
Lobbyarbeit 2.0
Ende des 4. Deutschen Obermeistertages
Transfer mit dem Schiff
ab Anlegestelle Friedrichstraße
Baugewerbeabend
Restaurant “Auster“ im
Bustransfer zum Tagungshotel
2. DEUTSCHER BAUWIRTSCHAFTSTAG | 29. SEPTEMBER 2011
CHANCE UND HERAUSFORDERUNG FÜR DIE BAUWIRTSCHAFT
Informationen im Netz finden Sie
auf www.bauwirtschaftstag.de
Deutschen Baugewerbes mbH im
Auftrag der Bundesvereinigung
Bauwirtschaft und des Zentralverbands Deutsches Baugewerbe
Silke Haußmann
Tel.: 030 203 14-410
haussmann@zdb.de
Besichtigung des Grimm Zentrums
Lesesaal der Humboldt-Universität
„Moderne Zeiten – 1900-1945“
Dr. Norbert Lehmann, ZDF
Vorschläge aus Sicht der
Vorsitzender Sozialdemokratische
Chance für die Bauwirtschaft!
Vorsitzender Bundesvereinigung
Zwischen den Beiträgen
stellen ihre Fragen an die Redner.
Get together mit Gelegenheit zum
Meinungs- und Gedankenaustausch.
2. Deutscher Bauwirtschaftstag
Interview mit Karl-Heinz Schneider, Bundesvereinigung Bauwirtschaft
Der 2. Deutsche Bauwirtschaftstag Ende September steht vor der
Tür. Mit welchen Erwartungen
gehen Sie als Verband in die Veranstaltung, nachdem der 1. Bauwirtschaftstag in 2009 ein großer
Erfolg war?
dass aufgrund der
von 2009 in
Unternehmer den Weg
finden. Denn
Der Vorsitzende der BundesvereiBranche und
nigung Bauwirtschaft, Karl-Heinz
Scheider, lädt zum 2. Deutschen
haben, auch
Bauwirtschaftstag nach Berlin ein.
zu dokumentieren. Daher kann
ich unsere Mitglieder nur auffordern, beim 2. Deutschen
Bauwirtschaftstag Präsenz zu
zeigen, zumal sie ein überaus
interessantes Programm erwartet, bei dem auch der Austausch
untereinander nicht zu kurz
Anmeldung zum Deutschen
Bauwirtschaftstag in Berlin
Sie möchten am 2. Deutschen Bauwirtschaftstag teilnehmen? Für Ihre Anmeldung schicken wir Ihnen die Unterlagen
gerne zu. Bitte wenden Sie sich an
Telefon 030 20314-410
www.bauwirtschaftstag.de
Der diesjährige Bauwirtschaftstag steht unter dem Motto „Umbau Deutschland – Chance und
Herausforderung für die Bauwirtschaft“. Was genau bedeutet
dies für die Bauwirtschaft?
Bezieht man die Aussage „Umbau Deutschland“ allein auf die
energetische Gebäudesanierung, wird deutlich, wie gigantisch die Aufgabe ist: rund 25
Mio. Wohnungen sind zu sanieren, von Geschäfts-, Wirtschaftsund öffentlichen Gebäuden
einmal abgesehen. Hinzu kommen weitere Umbau-Aufgaben,
die aus der demografischen
Entwicklung resultieren: Wohnungen sind umzugestalten,
aber auch die öffentliche Infrastruktur muss den Bedürfnissen
einer älter werdenden Gesellschaft angepasst werden. Das ist
Auf der anderen Seite steht der
immer noch notwendige Umbau des Wirtschaftsstandortes
Deutschland. Denn die deutsche
Politik ist noch weit von einer
mittelstandsfreundlichen Positionierung entfernt, die die mittelständischen Unternehmen, die
wir am Bau rund drei Viertel der
stellen, dringend brauchen.
Dazu gehören höhere Investitionen in unsere Infrastruktur,
die strukturelle Sanierung der
öffentlichen Haushalte, die Senkung der Sozialversicherungsbeiträge und die Verringerung
der Steuer- und Abgabenlast.
Sie konnten namhafte Politiker
als Redner gewinnen. Was für
Impulse erhoffen Sie sich generell
von Seiten der Politik für unsere
Branche? An welchen Stellen
sollte schnellst möglich angesetzt
Gesetze zur Energiewende hat
die Politik wichtige Impulse für
die Bauwirtschaft gesetzt. Die
Förderung der energetischen
Gebäudesanierung ist Dreh- und
Angelpunkt für mehr Energieeffizienz und Klimaschutz im verabschiedeten Energiekonzept.
Das haben wir in den vergangenen Wochen und Monaten gebetsmühlenhaft gefordert. Dass
es nun so beschlossen worden
ist, ist ein großer Erfolg für unsere politische Arbeit.
hat die Koalition ihre Anstrengungen für eine Gebäudesanierungsoffensive in Deutschland
durch höhere Förderprogramme
und verbesserte steuerliche Abschreibungsmöglichkeiten deutlich ausgebaut. Das erfolgreiche
CO2-Gebäudesanierungsprogramm wird auf ein verstetigtes
Programmvolumen von 1,5 Mrd.
Euro pro Jahr aufgestockt, was
wir allerdings immer noch für
zu niedrig halten, und zusätzlich
Dennoch sind nicht alle unsere
Wünsche erfüllt. Der Wohnungsneubau bleibt weiterhin
hinter den eigentlich notwendigen Fertigstellungszahlen zurück. Eine konsistente und nachhaltige Wohnungsbauförderung,
die nicht nur den Bestand im
Auge hat, sondern auch den
Neubau wäre dringend geboten.
Darüber hinaus gilt es, zukünftig
das Augenmerk auf die öffentliche Infrastruktur zu legen.
Städte und Gemeinden leben
von der Substanz, Schulen, Turnhallen, aber vor allem auch Straßen und Kanäle verrotten. Auch
hier muss die Politik erkennen,
dass ein Umsteuern dringend
Lenk- und Ruhezeiten - EU-Kommission plant
Erleichterung bei der Tachographenpflicht
Der Radius der Handwerkerausnahme soll nach einem nun vorgelegten Verordnungsentwurf
der EU-Kommission auf 100 km
ausgedehnt werden. Damit wird
eine langjährige ZDB-Forderung
Der ZDB hatte seit mehreren
Jahren Erleichterungen bei den
Lenk- und Ruhezeiten auf EUEbene gefordert und sich wiederholt für eine praxisgerechte
Anpassung des Ausnahmeradius
für Handwerker ausgesprochen.
Die EU-Kommission hat einen
Verordnungsentwurf veröffentlicht, der den Umkreis auf 100
km ausweitet, in dem Handwerker sich ohne Tachographenpflicht betätigen dürfen. Derzeit
besteht für Fahrzeuge über
3,5 Tonnen aufgrund einer EUVerordnung eine Tachographenpflicht, wenn Handwerker damit
in einem größeren Radius als
50 km um ihren Betrieb tätig
Die baugewerblichen Betriebe
werden durch die enormen bürokratischen Pflichten der Tachographenregelung und den damit
verbundenen Zeit- und Kostenaufwand stark belastet.
Auch unter Hinweis auf die
Mitwirkung der "Hochrangigen
Gruppe für den Bürokratieabbau
in der EU" hat die EU-Kommission schließlich in ihrem Verordnungsentwurf die Lockerung bei
der Tachographenpflicht vorgenommen. Der ZDB hatte sich
in dieser Angelegenheit auch
mehrfach an den Vorsitzenden
der Bürokratieabbau-Gruppe, Dr.
Edmund Stoiber, gewandt.
Weitere Anstrengung
Nach wie vor ist allerdings
notwendig, dass die Handwerkerausnahme ohne Gewichtsbeschränkung gilt. Außerdem
erfordert der Praxisalltag der
Betriebe besonders im ländlichen Raum auch einen Radius
von mindestens 150 km. Der
ZDB wird sich daher im nun anstehenden parlamentarischen
Verfahren auf EU-Ebene für
diese Erleichterungen bei der Tachographenpflicht einsetzen.
Der ZDB im Einsatz
Arbeitsmarkt, Jahr der Wälder, Energietage, Europa, Soka-Bau
Auf dem UDH-Arbeitsmarktforum forderte ZDB-Präsident Dr.-Ing.
Loewenstein, dass die Handwerkskammern eine aktive Rolle bei
der Bekämpfung von illegaler Beschäftigung und Schwarzarbeit
übernehmen, insbesondere bei der Bekämpfung des gravierenden
Phänomens der Scheinselbständigkeit.
Bild: Peter Himsel_ www.himsel.de
"Minus 80% bis 2050: Mit heutigen Mitteln erreichbar!" lautete das
Thema der Diskussionrunde auf den Berliner Energietagen. Heutige
Techniken ermöglichen bereits erhebliche Energieeinsparungen,
wie Erfahrungen aus Projekten des Bundes zeigen. Innovative Sanierungsmethoden und Effizienztechniken eröffnen neue Möglichkeiten, um den Gebäudebestand nachhaltig zu modernisieren. Das
Podium, mit ZDB-Präsident Dr.-Ing. Loewenstein, diskutierte, welche
Strategien benötigt werden, um diese Effizienztechniken in der Breite anzuwenden.
Das "Jahr der Wälder" wurde durch Bundespräsident Christian
Wulff (Mitte) offiziell eröffnet. Ullrich Huth (l.), Vorsitzender
von Holzbau Deutschland – Bund Deutscher Zimmermeister
und Präsident des Deutschen Holzwirtschaftsrates, sprach sich
gegenüber dem Bundespräsidenten für eine stärkere Nutzung
des Holzes aus - auch zum Schutz des Klimas.
Der frühere ZDB-Vizepräsident, Dipl.-Kfm. Peter Huber (l., mit
EIOPA-Präsident Gabriel Bernadino und AEIP-Generalsekretär
Bruno Gabellieri), ist zum neuen Präsidenten des Europäischen
Verbandes der paritätischen Einrichtungen des Sozialschutzes
(AEIP), welchem auch die Sozialkassen der Bauwirtschaft als
Mitglied angehören, gewählt worden. Pläne der EU-Kommission,
die Aufsichts- und Solvenzregeln für Pensionskassen sowie das
Betriebsrentenrecht zu harmonisieren, bedrohen das finanzielle
Gleichgewicht von Pensionskassen, insbesondere die der deutschen Bauwirtschaft. Die AEIP wird in Brüssel viel leisten müssen.
Gipfeltreffen der besonderen Art in Berlin:
Zum traditionellen Parlamentarischen Abend
unter dem Motto „Gipfeltreffen mit Extrembergsteiger Reinhold Messner“ begrüßte SOKABAU (Urlaubs- und Lohnausgleichskasse der
Bauwirtschaft, Zusatzversorgungskasse des
Baugewerbes AG) in Berlin über 70 hochrangige Gäste aus Politik, Ministerien und Tarifpolitik. Über seine ganz besonderen Erfahrungen sprach Extrembergsteiger Reinhold Messner. Im Mittelpunkt der Veranstaltung standen
ebenfalls die Leistungen von SOKA-BAU für die Bauwirtschaft. SOKA-BAU-Vorstandsmitglied Wolfgang Koberski: „SOKA-BAU wird auch
künftig das Gespräch mit der Politik suchen, denn ein wesentlicher Aspekt für SOKA-BAU ist eine funktionstüchtige Tariflandschaft, die
wiederum maßgeblich durch rechtliche Rahmenbedingungen geprägt wird. Genau deshalb ist es für uns so wichtig, mit der Politik im
Gespräch zu bleiben. Unser „Gipfeltreffen“ war für uns ein voller Erfolg. Wir haben bei keinem unserer früher durchgeführten Parlamentarischen Abende so viele Gäste begrüßen können.“
Neugliederung der Abdichtungsnormung
Für Dächer, Verkehrsflächen, Hochbau, Innenräume und Behälter
Die bestehenden Regelwerke
für Bauwerksabdichtung werden neu geordnet und künftig
abdichtungsaufgabenbezogen
Für die Abdichtung von Bauwerken existieren im Wesentlichen
Normen und Regelwerke für die
(Aufgaben)Bereiche:
- genutzte und ungenutzte Dächer (DIN 18531 „Dachabdichtungen“),
- Verkehrsflächen (DIN 18532
„Abdichtung befahrener Verkehrsflächen“),
- Hochbau (DIN 18195 „Bauwerksabdichtungen“).
Generell sollen Normen den
bautechnischen Entwicklungsprozess spiegeln. Sie sind somit,
der tatsächlichen Baupraxis folgend, regelmäßig anzupassen.
Mit dieser Intention erfolgte in
der Vergangenheit die Überarbeitung von DIN 18195 „Bauwerksabdichtungen“, u. a. auch
um neue Stoffe (Produkte) und
Bauweisen, für die eine langjährige Praxiserfahrung vorlag,
Der ZDB hat sich hier, insbesondere für die Neuaufnahme
von Produktgruppen und Bauweisen erfolgreich eingesetzt,
Abb. 1 und 2: Abdichtungsaufgaben
wie z. B. Abdichtungen mit
kunststoffmodifizierten Bitumendickbeschichtungen (KMB)
und Verbundabdichtungen, die
insbesondere von Unternehmen
des Hochbaus oder Ausbaus verarbeitet werden (s. Abb. 1 und
2). Diese Produkte werden zum
Teil schon über Jahrzehnte z. B.
im häuslichen Badezimmer oder
zur Abdichtung von Kellern im
Ein- oder Mehrfamilienhausbau
Behältern, entsprechend DIN
18195 „BauwerksabdichtungenTeil 7: Abdichtungen gegen von
innen drückendes Wasser“, angewandt werden.
In Nassräumen, die in DIN 18195
„Bauwerksabdichtungen-Teil 5:
Abdichtungen gegen nichtdrückendes Wasser auf Deckenflächen und in Nassräumen“
beschrieben sind, fehlt eine
analog den Behältern beschrie-
Din 18531/DIN 18532/DIN 18534/DIN18535
Abb. 3: Prof. Dr.-Ing. Rainer Oswald; AIBAU, Aachen.
Die normative Erfassung dieser
Produkte und Bauweisen trägt
im Wesentlichen mit dazu bei,
die Rechtssicherheit bezüglich
der Anwendung der Produkte
zu erhöhen ohne eine oftmals
problematische Abweichung
von den allgemein anerkannten
Regeln der Technik (a. a. R. d. T.)
mit vereinbaren zu müssen.
Im Zuge der Weiterentwicklung
der DIN 18195 „Bauwerksabdichtungen“ im o. a. Sinne
standen die Normungsaktivitäten vor der Herausforderung,
weitere Produkte und Bauweisen in die aktuelle Struktur
zu integrieren, was im Ansatz
dazu führte, dass in DIN 18195
„Bauwerksabdichtungen-Teil 2:
Stoffe“ Produkte aufgenommen
wurden, für die es aber nicht in
allen Anwendungsbereichen der
Norm, in denen die Stoffe nachweislich erfolgreich eingesetzt
werden, Ausführungsregeln gab.
So können z. B. heute Verbundabdichtungen in Becken und
bene Ausführung, obwohl die
Feuchtebeanspruchung hier
deutlich unter denen der Behälter einzuordnen ist. Dieses
„strukturelle“ Problem der Normungsarbeit von DIN 18195
„Bauwerksabdichtungen“, das
auch für die Praxis von hoher
Priorität ist, wurde nach intensiver Diskussion durch eine Neugliederung der Abdichtungsnormung gelöst.
Das Lenkungsgremium des
Fachbereichs „Abdichtung und
Feuchteschutz“ im DIN sowie
der Normenausschuss DIN
18195 „Bauwerksabdichtung“
haben durch entsprechende Beschlüsse eine Umwandlung der
Norminhalte in eigenständige,
abdichtungsaufgabenbezogene
Normen eingeleitet. Hierzu (s.
Abb. 3) wurden zwei neue Normenausschüsse gegründet:
- „Abdichtung von Innenräumen
(DIN 18534)“ und
- „Abdichtung von Behältern und
Becken (DIN 18535)“.
Diese ersetzen DIN 18195
Abdichtungen gegen nichtdrückendes Wasser auf Deckenflächen und in Nassräumen" und
"Teil 7: Abdichtungen gegen von
innen drückendes Wasser" in
DIN 18533 „Abdichtung in
erdberührten Bauteilen und
Abdichtung in und unter Wänden“ wird im Wesentlichen
die Regelung der DIN 18195
„Bauwerksabdichtungen- Teil
4: Abdichtung gegen Bodenfeuchte und nichtstauendes Sickerwasser", "Teil 5: Abdichtung
gegen nichtdrücken-des Wasser
auf Decken/in Nassräumen"
und "Teil 6: Abdichtung gegen
von außen drückendes Wasser/
aufstauendes Sickerwasser" aufnehmen.
Die neuen, abdichtungsbezogenen Normen werden zukünf-
tig alle normativ relevanten
Aspekte, vom Anwendungsbereich über die Stoffe und die
Planung bis zur Ausführung und
Instandhaltung, in einem Regelwerk enthalten. Einfachere und
sicherer handhabbare Normen,
die schnell eine hohe Akzeptanz finden und gerade für die
Bauausführenden von zentraler
Bedeutung sind, können somit
erwartet werden. Hierfür setzt
sich der ZDB auch weiterhin mit
hohem Engagement ein.(vo)
Der Technische Ausschuss im
V l. Dipl.-Ing. Architekt AKS Stuckateurmeister Heinz Samson, Stuckateurmeister Olaf Nissel, Dipl.-Ing. Stuckateurmeister Thomas Schmid, Dipl.-Ing.
(FH) Klaus Arbeiter, Stuckateurmeister
Oliver Hartmann, Dipl.-Ing. Michael Heide, Dipl.-Ing. (FH) Achim Bauer, Dipl.-Ing.
Steffen Reuter, Dipl.-Ing. Michael Höllrigl,
Dipl.-Ing. (FH) Markus Weißert, Stuckateurmeister Hans-Peter Reckert, Stuckateurmeister Eric Nußbaum.
Bundesverband Ausbau und
Fassade im ZDB behandelt alle
relevanten technischen Themen. Regelmäßig werden 2 bis
3 ganztägige Sitzungen pro Jahr
bundesweit abgehalten. Der
Ausschuss, unter dem Vorsitz
von Dipl. Ing. Architekt AKS Stuckateurmeister Heinz Samson,
zeichnet sich durch eine rege
Mitwirkung nahezu aller Mitgliedsverbände des Bundesverbandes Ausbau und Fassade im
ZDB aus.
Das breite Spektrum technischer
Themen reicht von Stuck- und
Putzarbeiten über Wärmedämm-Verbundsysteme bis hin
zum modernen Trockenbau. Der
Ausschuss beschäftigt sich mit
technischen Entwicklungen auf
dem Gebiet der Forschung und
Innovationen. Mit besonderem
Interesse verfolgt der Technische
Ausschuss beispielsweise das
ZDB-Forschungsvorhaben zur
Integration von DünnschichtPhotovoltaik-Elementen in
das insbesondere Stuckateuren
ein neues Geschäftsfeld eröffnen soll.
Zur technischen Arbeit zählt
auch die Mitwirkung in zahlreichen Normungsgremien sowohl des DIN Deutsches Institut
für Normung e. V. als auch des
CEN (Europäisches Komitee für
Normung). Hierbei werden sowohl die Materialnormung als
auch die Verarbeitungsnormen
in den Bereichen Putz, WDVS
und Trockenbau mitgestaltet.
Im Ausschuss werden darüber
hinaus Merkblätter, Broschüren
und Marketinginstrumente
erstellt. Neben eigenen Veröffentlichungen beteiligt sich der
Technische Ausschuss als Mitherausgeber auch an der Erstellung von Merkblättern anderer
Im Rahmen der Sitzung des
Technischen Ausschusses am 9.
Juni 2011 in Frankfurt am Main
stand das Thema WärmedämmVerbundsysteme im Mittelpunkt. Hierbei wurden die Systemtreue, Normungsvorhaben
zu Wärmedämm-Verbundsystemen auf nationaler und europäischer Ebene, ein WTA-Merkblatt
zur Instandsetzung von Wärmedämm-Verbundsystemen
sowie die europäische Richtlinie
von Wärmedämm-Verbundsystemen der Systemhersteller
beraten. Weitere Themen waren
Beratungen der GAEB Zeitvertragsarbeiten für Putz- und
Stuckarbeiten, die Vereinfachung der Baunormung – Konzept für die Normung im Bereich
Stuck, Putz, Trockenbau, WDVS,
DIN 4108-11 „Wärmeschutz und
Energie-Einsparung in Gebäuden - Teil 11: Mindestanforderungen an die Dauerhaftigkeit
von Klebeverbindungen mit
Klebebändern und Klebemassen
zur Herstellung von luftdichten
Schichten“.
In den vergangen fünf Jahren
fungierte der Bundesverband
Ausbau und Fassade im ZDB als
Herausgeber und Mitherausgeber zahlreicher Schriften, die
ZDB-Merkblätter für Bauunternehmen,
Planer, und Bauherren.
bundesweit bei Architekten,
Planern, Sachverständigen und
Bauherren große Resonanz gefunden haben.
In Eigenregie hat der Bundesverband Ausbau und Fassade in folgende Publikationen erarbeitet
und herausgegeben:
Stuckateurarbeiten“
• Broschüre „Außenputz auf Ziegelmauerwerk“
• Merkblatt „Verspachteln von
Gipsplatten - Klassifizierung der
Oberflächenqualitäten“
• Richtlinie Anschlüsse an
Fenster und Rollläden bei Putz,
• CD-ROM „Wartungsvertrag
für Außenfassaden an Ein- und
Zwei-Familienhäusern“
• Merkblattsammlung für Ausbau und Fassade, Ergänzungsband
• Informationsschrift „Schimmelpilze in Innenräumen“
• Informationsschrift „Energieeinsparung im Altbau“
In Zusammenarbeit mit zahlreichen Verbänden der Baubranche sind folgende Schriften
• Rechtsgutachten Algen und
Pilze an Fassaden - Gewährleistungsfälle oder Naturphänomene?
• Merkblatt für Planung und
Anwendung von Putzprofilen im
• Broschüre „Leitlinien für das
Verputzen von Mauerwerk und
Beton“
• Merkblatt Trockenbau in
• Merkblatt Verspachtelung von
Gipsplatten Oberflächengüten
• Richtlinie „Strukturierte Putzoberflächen - visuelle Anforderungen“
• Merkblatt „Abklebe- und Abdeckarbeiten für Maler- und
durch Wärmedämmung
vom Stuckateur!
• Merkblatt „Gipsputze und
gipshaltige Putze auf Beton“
• Instandhaltungsleitfaden
Beschichtungen und Verputze
auf Fassaden und WärmedämmVerbundsystemen. (mh)
ZUKUNFTSSICHERES BAUEN MIT MAUERWERK
AACHEN, 22. SEPTEMBER 2011
• Entwicklungsfähigkeit von Mauerwerk aus baustofflicher Sicht
• Volkswirtschaftliche Bewertung EnEV 2009
• Vollsanierung versus Bestandsersatz im Wohnungsbau
• Energieeffizientes und altersgerechtes Wohnen
ibac – Institut für Bauforschung
Ansprechpartnerin: Dorothée Slaats
Tel.: 0241-80 95102
Fax: 0241-80 92139
slaats@ibac.rwth-aachen.de
Anmeldung: www.mauerwerkskongress.de
(Frühbucherpreis bei Anmeldung bis 22. Juli 2011)
Zulässigkeit von Nebenangeboten beim
alleinigen Zuschlagskriterium „Preis“
Mit einer Entscheidung des
Vergabesenats des OLG Düsseldorf vom 7. Januar 2010 (Az:
Verg 61/09) wurde der Stein
ins Rollen gebracht. Das OLG
Düsseldorf hatte in diesem
Verfahren über die Zulässigkeit
der Nennung von „Planungsfabrikaten“ sowie die Gleichwertigkeit alternativer Artikel in
Nebenangeboten zu entscheiden. Hierbei vertrat der Senat
erstmals die Auffassung, dass
„die Einreichung von Varianten
im Sinne des Art. 24 Richtlinie
2004/18/EG (VKR) […] bereits
deswegen [ausscheide], weil das
Zuschlagskriterium vorliegend
der günstigste Preis und nicht
– wie von Art. 24 Abs. 1 VKR vorausgesetzt – das wirtschaftlich
günstigste Angebot ist.“
Seit dieser Entscheidung haben
sich verschiedene Vergabekammern und -senate mit der Frage
auseinandergesetzt, ob Nebenangebote zuzulassen sind, wenn
der Preis alleiniges Zuschlagskriterium ist. Hierbei kommen die
verschiedenen Kammern und
Senate zu unterschiedlichen Ergebnissen.
Ausschlaggebend für die Befassung der Gerichte mit dieser
60. Bundesleistungswettbewerb
in den bauhandwerklichen Berufen
Der ZDB und die Bayerische BauAkademie heißen
Sie in Feuchtwangen herzlich willkommen.
Der Bundesleistungswettbewerb in den bauhandwerklichen
Berufen findet
Bauakademie in
statt. Schauen Sie
vorbei, wenn die
besten Gesellen
ihren Deutschen
Meister suchen!
Problematik sind die Regelungen
in der Richtlinie 2004/18/EG
über die Koordinierung der Verfahren zur Vergabe öffentlicher
Bauaufträge, Lieferaufträge und
Dienstleistungsaufträge bzw.
der Richtlinie 2004/17/EG zur
Koordinierung der Zuschlagserteilung durch Auftraggeber
im Bereich der Wasser-, Energie- und Verkehrsversorgung
sowie der Postdienste (Vergabekoordinierungsrichtlinien). In
der Richtlinie 2004/18/EG Art.
24 Abs. 1 heißt es: „Bei Aufträgen, die nach dem Kriterium
des wirtschaftlich günstigsten
Angebots vergeben werden,
können die öffentlichen Auftraggeber es zulassen, dass die Bieter Varianten vorlegen.“ Ähnlich
lautet auch Art. 36 Abs. 1 Satz
1 der Richtlinie 2004/17/EG für
Sektorenaufträge.
Bewertung durch verschiedene
Gerichte erwogen werden müsse, „ob wegen dieser Divergenz
in der Rechtsprechung der Vergabesenate die Sache entweder
dem Bundesgerichtshof zugänglich gemacht oder der EuGH um
Entscheidung zur Auslegung der
beiden EU-Richtlinien und zur
Entscheidung darüber, ob das
deutsche Vergaberecht hiermit
vereinbar ist, angerufen werden
muss.“ Die angedeutete Vorlage
an den Bundesgerichtshof oder
den Europäischen Gerichtshof zur Klärung der streitigen
Rechtsfrage blieb jedoch aus,
da das OLG Brandenburg die
Beschwerde des Bieters aus anderen Gründen zurückwies und
hierbei die Frage der Zulässigkeit
von Nebenangeboten beim alleinigen Zuschlagskriterium „Preis“
ausdrücklich offen ließ.
Diese Vorgaben, dass Varianten
(in der deutschen Terminologie
Nebenangebote) dann zugelassen werden können, wenn Aufträge nach dem Kriterium des
„wirtschaftlich günstigsten Angebots“ vergeben werden, nahm
erstmalig das OLG Düsseldorf
mit vorgenannter Entscheidung
zum Anlass, die Wertung von
Nebenangeboten auszuschließen, wenn das Zuschlagskriterium allein der günstigste Preis
ist. Dieser Auffassung schlossen
sich sodann auch die Vergabekammern Schleswig-Holstein,
Brandenburg und Lüneburg an.
Kritischer als die vorgenannten
Vergabekammern wertete erstmals der Vergabesenat des OLG
Brandenburg in einem Eilverfahren die vom OLG Düsseldorf
eingangs geschilderte Interpretation der Vergabekoordinierungsrichtlinie. Noch im Beschluss vom 7. Dezember 2010
(Az: Verg W 16/10) merkte das
OLG Brandenburg an, dass der
Entscheidung des OLG Düsseldorf eine tragende Begründung
fehle und wies ferner darauf hin,
dass bei einer unterschiedlichen
Entscheidungsfreudiger war
schließlich das OLG Schleswig,
das mit Beschluss vom 15. April
2011 (Az: 1 Verg 10/10) als erstes obergerichtliches Gericht
- in Abweichung zu den zuvor
dargestellten Entscheidungen ausdrücklich die Zulassung von
Nebenangeboten auch beim
alleinigen Zuschlagskriterium
„Preis“ bejahte. Die erhoffte Klärung dieser unterschiedlich beantworteten Rechtsfrage durch
den BGH oder EuGH wird somit
leider nicht zeitnah erfolgen.
Es besteht daher weiterhin die
Problematik, dass jedenfalls OLG
Düsseldorf und OLG Schleswig
konträrer Auffassung hinsichtlich der Zulassung von Nebenangeboten beim alleinigen
Zuschlagskriterium „Preis“ sind.
Für die Praxis verbleibt weiterhin als einzig handhabbare
Lösung, dass Auftraggeber bei
Vergaben, bei denen sie Nebenangebote der Bieter wünschen,
nicht auf den Preis als alleiniges
Zuschlagskriterium abstellen
Frühjahrstagung in Hamburg
tiert. Anschließend
hieraus für den Zusatztarifvertrag für
das feuerungstechnische Gewerbe ergebenden Schlussfolgerungen
erörtert. In Hinblick
V.l.n.r. Manfred Steiger, Vorsitzender der Bundesfachabteiauf die seit 1. Mai
lung im HDB; Wolfgang Schweida, Vorsitzender der Bun2011 geltende
desfachgruppe im ZDB; Jens Wohlfeil, Geschäftsführer der
ArbeitnehmerfreiBundesfachgruppe im ZDB.
zügigkeit und den
im Feuerungsbau
Die diesjährige gemeinsame
damit erstmals eintretenden
Frühjahrstagung der Betriebe
Konkurrenzdruck durch osteuropäische Wettbewerber wurden
des Feuerungs- und Schorndie Tariflohnerhöhungen als zu
steinbaues fand vom 18. bis
hoch angesehen. Einvernehm21. Mai 2011 in Hamburg statt.
liches Ziel der Arbeitgeberseite
Neben dem aktuellen Tagungsin den laufenden Tarifverhandprogramm erwartete die ca. 80
Teilnehmer auch ein attraktives
Rahmenprogramm mit beeindruckenden Führungen, z.B.
durch die neue Hafencity oder
Im Mittelpunkt der Frühjahrstagung stand die Tarifpolitik
für das Baugewerbe. Zunächst
wurde lebhaft über das Ergebnis
der Tarifrunde und den Schiedsspruch vom 14. April 2011 disku-
lungen mit der IG BAU ist es daher, diese Tariflohnerhöhungen
auf die Feuerungsbauzuschläge
anzurechnen. Ein weiterer
Schwerpunkt waren die neuen
Allgemeinen Geschäftsbedingungen für Feuerfest- und
Schornsteinbauarbeiten im
Inland. Diese wurden von Herrn
Freitag vom Hauptverband der
Deutschen Bauindustrie vorgestellt und mit den Teilnehmern
diskutiert. Die neuen AGB stießen auf reges Interesse, sollen
jedoch zunächst dem Bundeskartellamt und den Auftraggeberverbänden mit der Bitte um
Stellungnahme übermittelt werden, bevor die Mitgliedsbetriebe
diese AGB nutzen können. Eine
Überarbeitung der bisherigen
AGB war durch zahlreiche Rechtsprechungs-änderungen notwendig geworden. Die Resonanz
Teilnehmer auf
den Branchentreff war erneut
gemeinsame Tagung der Betriebe
des Feuerungsund Schornsteinbaus findet am
6./7. Oktober 2011 in BadenBaden statt. (wf)
Tagung der FIEC und neuer Mann für das Baugewerbe in Brüssel
Mit Wirkung vom 1. Juli werden die Interessen des Zentralverbands des Deutschen
Baugewerbes auf europäischer
Ebene von Tim Krögel wahrgenommen. Er vertritt den ZDB bei
Anhörungen, in Arbeitsgruppen
und Sitzungen und wird dafür
sorgen, dass der ZDB die frühzeitige Information über und die
Beschaffung von aktuellen fachspezifischen Gesetzesvorhaben
und Arbeitspapieren sowie eine
Kurzanalyse der Maßnahmen
der EU-Institutionen erhält.
Auf dem FIEC-Kongress in Sofia wurde das deutsche Baugewerbe von ZDB-Vizepräsident
Frank Dupré, Laura Lammel, Helmut Hubert und Andreas Demharter sowie Seitens der
ZDB-Hauptgeschäftsstelle von Felix Pakleppa, Dr. Philipp Mesenburg und Katrin Kandaouroff vertreten.
Berufsweltmeisterschaft „WorldSkills 2011“
ZDB-Team ist vollständig
Vom 5. bis 9. Oktober findet in London die Berufsweltmeisterschaft „WorldSkills 2011“ statt. Unter den knapp
eintausend Teilnehmern aus über 50 Länder in 46 Berufen sind auch vier junge Gesellen aus dem deutschen
Vertreten das Baugewerbe bei den WorldSkills v.l.: Zimmerer (Carpentry) Philipp Stich, Stuckateur (Plastering and
Drywall Systems) Armin Hummel und Fliesen-, Platten- und
Mosaikleger (Wall & Floor Tiling) Johannes Fleischmann.
Für das deutsche Baugewerbe treten an: Fliesenlegergeselle Johannes Fleischmann (20) aus dem bayerischen
Hilpoltstein. Er wurde im Jahr 2009 Deutscher Meister
und konnte sich im Mai diesen Jahres gegenüber dem
ersten und zweiten Bundessieger aus dem Jahr 2010
durchsetzen. Zweiter im ZDB-Team ist der Stuckateurgeselle Armin Hummel aus Süßem bei Stuttgart in
Baden-Württemberg. Der 21jährige war bereits im Jahr
2008 Deutscher Meister im Stuckateurhandwerk und
hat bereits internationale Wettbewerbserfahrungen. Im
Dezember 2010 wurde er bei der „EuroSkills“ in Lissabon
Vize-Europameister. Hummel wurde ohne weiteren Ausscheidungswettbewerb für die WM nominiert. Ebenfalls
Vize-Europameister 2010 ist der Zimmerer Philipp Stich
(22) aus dem thüringischen Schleiz. Er qualifizierte sich
Anfang Juni 2011 als bestes Mannschaftsmitglied der
Ergänzt wird das Team „German Construction Confederation“, wie es auch auf den Mannschaftsjacken lauten
wird, durch den jungen Maurer Dominik Chylek aus
Niedersachsen. Dieser wurde bei einem Ausscheidungswettbewerb Mitte Juli 2011 in München unter den jeweils Besten der letzten beiden Deutschen Meisterschaften ausgewählt. Die Teilnehmer aus aller Welt dürfen
nicht älter als 22 Jahre alt sein. Das war das Aus für die
Deutschen Meister im Maurerhandwerk der Jahre 2010
Dominik Chylek tritt im Mauererwettbewerb (Bricklaying) an.
Mehr zu den deutschen Teilnehmern des Baugewerbes
auch auf www.bauberufe.net.
ZDB-Service: Unternehmensführung
realisieren durch Optimieren der Telefontarife
Die Tarife im Bereich Mobilfunk
und Festnetz sind von einem
ständigen Wandel gekennzeichnet. Um die Bauunternehmen
zu unterstützen, dieses Problem
in den Griff zu bekommen und
die betrieblichen Telefonkosten
zu senken, hat der ZDB mit der
Clever Group AG & Co. eine
Vereinbarung getroffen: Die Clever Group AG optimiert die im
Unternehmen genutzten Telefontarife und bietet dabei nicht
die Tarife einer bestimmten Telefongesellschaft an, sondern den
dynamischen Zugriff auf alle
verfügbaren Angebote auf dem
Markt. Innungsbetriebe werden
von der Clever Group kostenlos
über alle Möglichkeiten zur
Senkung ihrer Telefonkosten
beraten. Sie erreichen die Clever
Group im Internet unter www.
clever-group.ag. Mehr Infos gibt
es auch in der Infoline.
Der ZDB bietet im Rahmen
des Branchenabkommens mit
Volkswagen Nutzfahrzeuge im
2. Halbjahr 2011 erneut Sonderkonditionen für verschiedene
Aktionsmodelle an.
Mehr Information gibt es in der
Infoline oder über die Landesverbände.
Gesetzespaket zur Energiewende - Energetische
ZDB-Baustein 2 / 2011
Bund und Länder haben sich
am 3. Juni 2011 einvernehmlich
auf die Grundzüge der Energiewende verständigt. Neben
einem schrittweisen Ausstieg
aus der Kernenergie ist dabei
auch die Stärkung der Energieeffizienz im Gebäudebestand
vorgesehen. Das Gesetz sieht
eine steuerliche Förderung von
energetischen Sanierungsmaßnahmen an Wohngebäuden vor.
Steuerliche Abschreibungsmöglichkeiten (10 Prozent) sollen
noch attraktiver machen. Die
will die Bundesregierung ausbauen. Nachdem der Bundestag
das Gesetzespaket am 30. Juni
2011 beschlossen hatte, hat der
Bundesrat das Gesetz zur steuerlichen Förderung der energetischen Gebäudesanierung am
8. Juli abgelehnt, ohne den Vermittlungsausschuss anzurufen.
Der neue Baustein steht wieder
unter www.zdb.de zur Verfügung.
Der ZDB hat zwei Merkblätter
zu den Pflichtangaben herausgegeben, die Bauunternehmen
gemäß DL-InfoV und gemäß §
14 UStG zu machen haben. Sie
finden diese in der Infoline bzw.
erhalten sie über Ihren Landesverband.
www.gutebaustoffe.de
Ökodaten Baustoffe
Der ZDB veröffentlicht im Internetportal www.gutebaustoffe.
de Ökodaten (u. a. zur Grauen
Energie) von Baustoffen. Unter
dem Aspekt der Nachhaltigkeit
tritt die Gesamtökobilanz von
Gebäuden immer stärker in den
Vordergrund. Dabei werden
nicht nur der Energieverbrauch
und CO2-Ausstoß während der
Nutzungsphase sondern auch
der mit der Errichtung und dem
späteren Rückbau des Gebäudes
verbundene Energieaufwand
CO2-Emissionen berücksichtigt.
Mit der Reduzierung des Energieverbrauchs während der
Nutzungsphase gewinnt in der
Gesamtökobilanz die sog. Graue
Energie, die zur Gewinnung, zum
Transport und zur Verarbeitung
der Baustoffe aufgewendet wird,
an Bedeutung. Um das Bewusstsein für den Faktor Graue Energie bei Bauherren, Architekten
und Tragwerksplanern zu schärfen, hat der ZDB unterstützt von
Umwelt (DBU) sowie dem "fx
Institut für zukünftigfähiges
Wirtschaften" das Internetportal
www.gutebaustoffe.de/baustoffdatenbank geschaffen.
Tarifverträge für das
Nach Abschluss der diesjährigen
Tarifrunde haben wir die aktualisierte Fassung der Broschüre
"Tarifverträge für das Baugewerbe 2009/2010, Gewerbliche
Arbeitnehmer und Angestellte/
Poliere" des Rudolf-MüllerVerlags herausgegeben. Die Broschüre war ein "Bestseller". Das
Foto gibt Ihnen einen kleinen
Eindruck der zwölf unterschiedlichen Umschlagsvarianten
der Sonderausgabe der „Tarifverträge für das Baugewerbe
2011/2012“.
Zum 1. September 2011 übernimmt Dipl.-Wirtsch.-Ing. Rudolf
Voos die Geschäftsführung der
Bundesfachgruppe Stuck-PutzTrockenbau - Bundesverband
Ausbau und Fassade. Die Geschäfte der Bundesfachgruppe
Estrich und Belag führt dann
Dipl.-Ing. Rudolf Domscheid.
Eisblockwette Brüssel
2011: Zimmerer + Holz =
Vom 13. Juli bis 7. September
2011 findet in Brüssel eine Eisblockwette statt. Der Landesinnungsverband des Bayerischen
Zimmererhandwerks (LIV) zeigt
mit ideeller Unterstützung
der Europäischen Vereinigung
des Holzbaus (E.V.H.) anhand
dieser Eisblockwette, wie gut
ein gedämmtes Holzhaus das
Klima schützt und wie cool die
Zimmerer in der Diskussion um
die Energieeffizienz bleiben.
Unterstützt wird die Veranstaltung vor Ort aus den Reihen
der Politik durch EU-Kommissar
Günther Oettinger, dem Bayerischen Forstminister Helmut
Brunner und dem EU-Abgeordneten Markus Ferber sowie der
Wissenschaft. Mehr Infos: www.
BGRB-Kongress „Ressourcenschonung durch
Baustoff-Recycling“
Im Zentrum des Kongresses in
Bonn steht die neue Mantelverordnung, werden sich doch die
Rahmenbedingungen für das
Baustoff-Recycling zukünftig
ändern. Außerdem sollen die
der Kreislaufwirtschaft Bau
durch ein noch konsequenteres
Baustoff-Recycling erörtert werden. www.bgrb.de
Die Deutschen Fliesentage 2011
finden in Ulm statt. Im Mittelpunkt stehen Fachvorträge zu
technischen Aspekten und zum
Marketing rund um die Fliese.
werden durch eine Ausstellung
begleitet, auf der über 60 Firmen
ihre Angebote für das Fliesenlegerhandwerk präsentieren. Die
Teilnahmegebühr für die Deutschen Fliesentage betragen für
Verbandsmitglieder 159 Euro
inkl. Mwst., für Nichtmitglieder
238 Euro inkl. MwSt. Das ausführliche Programm mit Anmeldeformular ist unter www.fachverbandfliesen.de zu finden.
Der diesjährige Mauerwerkskongress in Aachen gibt Fachleuten der Planung und der
Bauausführung Gelegenheit,
die Neuerungen auf dem Gebiet der Energieeinsparung, der
Materialentwicklung und der
Schnittstellenbehandlung zu
diskutieren. Der Schwerpunkt
des Kongressprogramms ist das
Thema Nachhaltigkeit im Wohnungsbau. Welche Auswirkung
haben nationale und internationale Vorschriften aktuell
und was ist in Zukunft von der
Gesetzgebung zu erwarten? Experten geben Auskunft, ob sich
eher eine Vollsanierung oder
der Abriss von Gebäuden lohnt
demografische Entwicklung auf
die Bewertung von Wohnungsbeständen hat. Ein weiterer
Schwerpunkt für Planer und
Ausführende stellt die beabsichtigte Einführung der Eurocodes
dar. Anmeldungen sind bis zum
31. August 2011 unter www.
mauerwerkskongress.de möglich.
Unternehmerreise nach
Der Zentralverband des Deutschen Handwerks veranstaltet
zusammen mit der DeutschSchwedischen Handelskammer
Schwerin eine durch das BMWi
geförderte Unternehmerreise
für Handwerksbetriebe des
Bau- und Ausbaugewerbes nach
Stockholm. Interessierte Betriebe können sich bis zum 13.
August bei der Handwerkskammer Schwerin anmelden.
Die Stadt Kassel wird Schauplatz
des 5. Bundeskongresses zur
Nationalen Stadtentwicklungspolitik sein. In einem kompakten
zweitägigen Programm sollen
aktuelle stadtentwicklungspolitische Themen mit Vertreterinnen und Vertretern aus
Politik, Planung, Wissenschaft,
diskutiert werden. Veranstalter
sind das Bundesministerium für
Verkehr, Bau und Stadtentwicklung gemeinsam mit der Bauministerkonferenz der Länder, dem
Deutschen Städte- und Gemeindebund. www.nationale-stadtentwicklungspolitik.de
11. Baufach- und Sachverständigen-Tagung
Die 11. ISK-Tagung zum Generalthema: Brennpunkt Ausbau
und Fassade findet vim Kulturund Kongresszentrum Thun/
Schweiz statt. Zur Tagung, ausgerichtet vom Schweizerischen
Maler- und GipserunternehmerVerband SMGV, lädt der Internationale Sachverständigenkreis
"Ausbau + Fassade" Deutschland-Österreich-Schweiz-Südtirol alle Sachverständigen und
alle interessierten Gipser-, Stuckateur-, Trockenbau-, Fassadenund Malerunternehmer, Planer
und Bauschaffende sowie auch
Ihre Begleitpersonen ein.
Grenzüberschreitend berichten Sachverständige vor dem
Hintergrund von "Ursache,
Vermeidung und Sanierung"
praxisbezogen über aktuelle
Schadenfälle und Brennpunkte
sowie über neue Erkenntnisse
aus Versuchen und Forschung.
Sachverständigenseminar Straßen- und Tiefbau
Teilnahmeberechtigt an der
Tagung in Hannover sind öffentlich bestellte und vereidigte
Sachverständige des Straßenund Tiefbauerhandwerks sowie
alle Interessenten, die eine Tätigkeit als öbv Sachverständiger
Der funktionale Erhalt unserer
Entwässerungssysteme im öffentlichen wie im privaten Bereich ist sowohl von den gesetzlichen Vorgaben her als auch aus
wirtschaftlichen Gründen eine
der wichtigsten Zukunftsaufgaben. Mit dem Lehrgang zum
zertifizierten Kanalsanierungsberater wird eine Fortbildungsmaßnahme angeboten, die diese
Problematik umfassend und in
den Zusammenhängen darstellt.
Die Absolventen erhalten das
notwendige Fachwissen zur konzeptionellen und strategischen
Sanierungsmaßnahmen an
Abwasserableitungsanlagen.
Innerhalb des Kurses kann
zusätzlich das DWA-Zertifikat
für Kanalinspektion erworben
werden (gesonderte Prüfung
KI-Zertifikat). In Kerpen, Feuchtwangen und Bad Zwischenahn
starten im September wieder
Lehrgänge. Mehr Informationen
unter www.zks-berater.de.
Seit zehn Jahren wird der
Lehrgang "Herstellen von
Abdichtungen aus kunststoffmodifizierten Bitumendickbeschichtungen" (KMB) auf
Basis DIN 18195 bundesweit
Der Lehrgang -.auf dem neusten
Stand der in den letzten Jahren
vielfach überarbeiteten Regelwerke - wird von einer Reihe von
zertifizierten Ausbildungsstätten im gesamten Bundesgebiet
www.kmb-ausbildung.de.
Aktuelle Daten für das Bauhauptgewerbe
Die Daten je Bundesland können unsere Mitgliedsunternehmen der ZDB-Infoline
entnehmen (Wirtschaft/Bauwirtschaft und Konjunktur/Baumarkt).
nach Bauart, in Millionen
Öffentlicher Bau insgesamt
davon Betriebe mit 20 und
mehr Beschäftigten
Veränderung 2011/2010 in %
nach Bauart, in Millionen Euro
2.947,7
8.624,4
29.907,2
19.544,6
4.845,0
7.311,3
20.383,3
8.-9. Sept.
Jahrestagung Bundesfachgruppe Betonwerkstein, Fertigteile,
Terrazzo und Naturstein
Fachversammlung Fliesen und
Naturstein im ZDB
16.-17. Sept.
Fliesentage 2011
Hauptgeschäftsführerkonferenz Brüssel
Herbsttagung Fachverband
Hoch- und Massivbau im ZDB
Herbsttagung Feuerfest- und
Fachversammlung Holzbau
Deutschland im ZDB
Landesfachgruppenleitersitzung Bundesverband Ausbau
und Fassade im ZDB
und Valley
1.-2. Nov.
13. Kasseler Sachverständigentage
12.-14. Nov.
60. Leistungswettbewerb in den Feuchtwanbauhandwerklichen Berufen
Personalia Holzbau Deutschland –
Bund Deutscher Zimmermeister im ZDB
Der Ehrenvorsitzende von Holzbau Deutschland, der Holzbauunternehmer Heinrich Cordes aus Rotenburg an der Wümme, ist im
Rahmen des 16. Deutschen Obermeistertages mit der Herrmann-Eckhardt-Medaille ausgezeichnet worden. Es ist die höchste Auszeichnung von Holzbau Deutschland.
Der niedersächsische Holzbauunternehmer Karl Hoffmeister aus
Lamspringe ist zum stellvertretenden Vorsitzenden von Holzbau
Deutschland – Bund Deutscher Zimmermeister im ZDB gewählt
worden. Er ist damit neben Josef Schlosser aus Baden-Württemberg
zweiter gleichberechtigter Stellvertreter von Ullrich Huth.
Seinen 65. Geburtstag feierte
Dipl.-Ing. Gerhard von Dehn Rotfelser, Präsident des Baugewerbe-Verbandes Sachsen-Anhalt
Bau-Ing. Wolfgang Götzke, Präsident der Verbände des Zimmerer- und Holzbaugewerbes für
Mitteldeutschland, beging am 9.
Juli seinen 60. Geburtstag.
Am 17. Juli vollendete Dipl.-Ing.
Dipl.-Volkswirt Laurenz Börgel,
Träger des Ehrenrings des Deutschen Baugewerbes, sein 75.
Der Präsident von Holzbau Baden, Dipl.-Ing. Rolf Kuri, hat am
17. August seinen 65. Geburtstag.
V.i.S.d.P.: Dr. Ilona K. Klein
Redaktion: Carin Hollube
Unter Mitarbeit von: Dunja
Bergs, Michael Heide, Barbara Rosset, Rudolf Voos, Jens
Titelfoto: ZDB/Hollube
Fotos: Dipl.-Ing. Thomas
Reute (S. 19) , RKW, Soka-Bau,
Wedi GmbH, Stroitel Newspaper, ZDB/ Kassner, ZDB/
Zensen, ZDB.
Deutschen Baugewerbes,
Telefon 030 20314-408,
Telefax 030 20314-420,
ISSN 1865-0775

References: EuGH 
 EuGH

 EuGH 
 EuGH 

EuGH 

EuGH 
 EuGH 
 Art. 24
 Art. 24
 Art.
24
 Art. 36
 EuGH 
 BGH 
 EuGH 
 §
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