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Timestamp: 2018-12-18 23:45:23+00:00

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Aktueller Bußgeldkatalog 2018 | Rote-Ampel-ueberfahren.de
Aktueller Bußgeldkatalog: Theoretischer Inhalt und praktische Anwendung
Der Bußgeldkatalog enthält Verkehrsverstöße, wegen denen ein Bußgeld vergeben wird.
Die Straßenverkehrsordnung (StVO) ebenso wie die Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung (StVZO) regeln das Miteinander der Verkehrsteilnehmer auf deutschen Straßen und sorgen so für die Sicherheit aller. Wer jedoch gegen das Verkehrsrecht verstößt, muss damit rechnen, einen Bußgeldbescheid zu bekommen – inklusive Bußgeld und/oder Punkten in Flensburg.
Der zugrundeliegende Strafenkatalog für den Verkehr nennt sich offiziell Bußgeldkatalog-Verordnung (BKatV). Auf seiner Basis kann eine Verkehrsordnungswidrigkeit oder -straftat mit entsprechenden Konsequenzen bundeseinheitlich geahndet werden.
1.1 Aufbau des Bußgeldkatalogs
1.2 Fahrverbote gemäß Bußgeldkatalog
1.2.1 Wiederholungstäter: Verkehrsstrafen steigen
1.3 Anpassung an das Fahreignungsregister
2 Punkte in Flensburg: Eins, zwei oder drei?
2.1 Weitere Folgen aus dem Bußgeldkatalog
2.1.1 Wiedererteilung der Fahrerlaubnis ohne MPU
Auch auf dem Fahrrad sind Punkte in Flensburg möglich.
Der Bußgeldkatalog beinhaltet in Deutschland jedoch nicht nur den eigentlichen Strafkatalog. Folgenden Inhalt umfasst die Verordnung:
Regelsätze der Geldbußen
Bestimmungen zur Anordnung eines Fahrverbots
Bestimmungen zum Entzug der Fahrerlaubnis
Dabei gelten Bußen bis 55 Euro als Verwarnung und werden nicht in das Fahreignungsregister eingetragen. Bußgelder ab 60 Euro dagegen fallen unter den Flensburger Punktekatalog:
Ein bis zwei Punkte: Ordnungswidrigkeiten
Zwei bis drei Punkte: Verkehrsstraftaten
Zudem erfolgt bei Verwarnungen nicht immer die Eröffnung eines Bußgeldverfahrens. Klassisches Beispiel ist hier das umgangssprachlich Knöllchen genannte Ticket für Falschparker. Der Bußgeldkatalog sieht einen Mindestsatz von 10 Euro Buße vor, die ggf. sofort beim Kontrolleur oder innerhalb einer Woche bezahlt werden kann.
Allerdings ist dies ein freiwilliges Angebot der Behörde. Kommt es zu einem Bußgeldverfahren – etwa infolge einer Zahlungsverzögerung –, werden dem Verkehrssünder zusätzlich Gebühren und Auslagen in Rechnung gestellt.
Der Punktekatalog gibt jedem Verstoß eine eigene TBNR.
Der Katalog ist als Bußgeldtabelle aufgebaut. Jedem Verstoß ist eine Tatbestandsnummer (TBNR) zugeordnet, auf welche der Tatbestandstext folgt. Dieser gibt eine Beschreibung des Verstoßes und macht Angaben zu den zugrundeliegenden Gesetzestexten.
Zudem ist auch ersichtlich, ob es sich während der Probezeit um einen A- oder B-Verstoß handelt und wie viele Punkte eingetragen werden (FaP-Pkt). Aus den letzten beiden Spalten ist schließlich ersichtlich, welche Höhe des Regelbußgelds veranschlagt und wie lange das Fahrverbot angesetzt ist.
137600 Sie missachteten das Rotlicht der Lichtzeichenanlage.
§ 37 Abs. 2, § 49 StVO; § 24 StVG; 132 BKat A - 1 90,00 -
137601 Sie missachteten das Rotlicht der Lichtzeichenanlage und gefährdeten dadurch Andere.
§ 37 Abs. 2, § 1 Abs. 2, § 49 StVO; § 24, § 25 StVG; 132.1 BKat; § 4 Abs. 1 BKatV; § 19 OWiG A - 2 200,00 1M
Fahrverbote gemäß Bußgeldkatalog
Mit am häufigsten werden Bußgelder für Temposünden verhängt.
Neben den Regelsätzen für Verwarn- und Bußgelder sowie dem Punktekatalog des in Flensburg beheimateten Fahreignungsregisters weist der Bußgeldkatalog auch Regelfahrverbote aus, von denen nur in begründeten Ausnahmefällen wie etwa einer nachgewiesenen Existenzgefährdung bei Berufskraftfahrern abgesehen werden sollte.
Beispielsweise wird bei einer Geschwindigkeitsüberschreitung innerorts ab 31 km/h in der Regel ein Fahrverbot von einem Monat verhängt. Ab 51 km/h zu schnell verdoppelt sich die führerscheinlose Zeit auf zwei Monate. Ab 61 km/h werden drei Monate Fahrverbot fällig.
Der Bußgeldkatalog ist lang – lassen Sie sich die jeweiligen Strafen durch den folgenden Bußgeldrechner “Geschwindigkeit” einfach kostenlos ausrechnen. Auch als Punkterechner für in Flensburg einzutragende Punkte kann der Rechner verwendet werden:
Wiederholungstäter: Verkehrsstrafen steigen
Wen das Punktesystem wiederholt registriert, kann auch höhere Strafen als den Regelsatz erhalten.
Nicht außer Acht sollte jedoch die Tatsache gelassen werden, dass der Bußgeldkatalog lediglich Regelsätze ausweist. Stellt die bearbeitende Behörde fest, dass ein Verkehrsteilnehmer zum wiederholten Male im Straßenverkehr auffällig geworden ist, kann der Sachbearbeiter ggf. erhöhte Bußgelder verhängen.
In Bezug auf das Fahrverbot ist insbesondere die Regelung interessant, nach der bereits ein Fahrverbot ausgesprochen werden kann, wenn innerhalb eines Jahres zwei Geschwindigkeitsverstöße von mindestens 26 km/h erfolgt sind. Doch auch andere Arten von Verkehrssünden können dazu führen, dass dem Fahrer Beharrlichkeit vorgeworfen wird.
Anpassung an das Fahreignungsregister
Der Bußgeldkatalog und der mit Flensburg assoziierte Punktekatalog des Fahreignungsregisters greifen stark ineinander. Seit dem Jahr 2014 gilt ein neues Punktesystem, an das auch der Bußgeldkatalog angepasst wurde.
Ordnungswidrigkeiten, die keinen Einfluss auf die Verkehrssicherheit haben, werden nicht länger durch Punkte nach dem Katalog bestraft, sondern mit erhöhten Bußgeldern versehen. So kostet eine fehlende Umweltplakette in einer Umweltzone 80 statt bisher 40 Euro.
Beispiele für sicherheitsrelevante Verkehrsverstöße laut Bußgeldkatalog:
Geschwindigkeitsüberschreitung von mindestens 21 km/h
Punkte in Flensburg: Eins, zwei oder drei?
Die aufgrund vom Bußgeldkatalog eingetragenen Punkte können beim KBA auch online abgefragt werden.
Wurde früher die Fahrerlaubnis entzogen, wenn ein Verkehrsteilnehmer 18 Punkte gesammelt hatte, genügen aktuell nach dem Bußgeldkatalog bereits acht Punkte, um die Fahrerlaubnis einzubüßen, die schwerste unter den Verkehrsstrafen.
Für weniger schwere Ordnungswidrigkeiten erfolgt die Eintragung eines Punktes, schwerere Ordnungswidrigkeiten und Straftaten können auch mit zwei oder drei Punkten bestraft werden. Danach richtet sich in der Regel auch die Tilgungsfrist, nach welcher die Eintragung gelöscht wird:
Eintragungen über einen Punkt: 2,5 Jahre
Eintragungen über zwei Punkte: 5 Jahre
Eintragungen über drei Punkte: 10 Jahre
Um Ihren aktuellen Punktestand zu erfahren, können Sie sich an das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) wenden und eine kostenlose Auskunft beantragen.
Weitere Folgen aus dem Bußgeldkatalog
Aus den Verkehrsstrafen, die der Bußgeldkatalog zusammen mit Flensburg festlegt, können dem Betroffenen jedoch noch weitreichendere Folgen entstehen. Kommt es zum Entzug der Fahrerlaubnis – etwas nach einer Trunkenheitsfahrt oder aufgrund von acht Punkten –, kann der ehemalige Führerscheininhaber zwar die Wiedererteilung beantragen, normalerweise verlangt die zuständige Behörde dann jedoch die Vorlage eines positiven MPU-Gutachtens.
Die medizinisch-psychologische Untersuchung (MPU) durch einen staatlich zertifizierten Gutachter soll klären, inwieweit die betreffende Person aus früheren Fehlern und Verhaltensweisen gelernt hat. Bestehen Zweifel an der Fahreignung, erfolgt in der Regel ein negatives Gutachten und die Wiedererteilung ist ausgeschlossen.
Wiedererteilung der Fahrerlaubnis ohne MPU
Maximal acht Punkte sind laut Flensburger Punktekatalog möglich – dann folgt die MPU.
Erst wenn die nach dem Bußgeldkatalog vorgenommene Eintragung in das Fahreignungsregister – meist über drei Punkte – getilgt ist, kann auf dieser Grundlage keine MPU mehr verlangt werden. Die zehnjährige Frist beginnt normalerweise mit Abschluss der fünfjährigen Anlaufhemmung ab dem Tag des Fahrerlaubnisentzugs zu laufen.
Daher kann gewöhnlich nach spätestens 15 Jahren keine MPU mehr auf Basis vom Bußgeldkatalog verlangt werden. Allerdings sind der Behörde üblicherweise erneute Führerscheinprüfungen vorzulegen, da durch die lange Fahrabstinenz praktische und theoretische Fähigkeiten verloren gehen.

References: § 37
 § 49
 § 24

§ 37
 § 1
 § 49
 § 24
 § 25
 § 4
 § 19