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Timestamp: 2018-07-21 02:22:44+00:00

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„Ich spiele gerne“: Stefan Kruse : Schriftenreihe zur GlÜcksspielforschung: Herausgegeben von Tilman Becker
„Ich spiele gerne“: St...
Der neue Glücksspielstaatsvertrag
Beiträge zum Symposium 2012 der Forschungsstelle Glücksspiel
Das Symposium Glücksspiel konzentrierte sich auf den am 1. Juli 2012 in Kraft getretenen Glücksspieländerungsstaatsvertrag. Dieser Vertrag berücksichtigt erstmalig auch Geldspielgeräte. Damit haben sich für die Automatenbranche zahlreiche Änderungen ergeben, die während des Symposiums aufgenommen und ausführlich diskutiert wurden. Weitere Kernthemen der Veranstaltung betrafen die Werberichtlinien, die Einführung einer Spielerkarte sowie die mögliche Einrichtung einer Glücksspielkommission.
978-3-653-97962-6
https://doi.org/10.3726/978-3-653-04974-9
Frankfurt am Main, Berlin, Bern, Bruxelles, New York, Oxford, Wien, 2014. XIV, 229 S., 17 s/w Abb., 4 Tab., 15 Graf.
Vorwort des Vorsitzenden des Beirates und des Kuratoriums: Wolfgang G. Crusen
Vorwort des Geschäftsführenden Leiters der Forschungsstelle Glücksspiel: Tilman Becker
Erfahrungen einer Lotteriegesellschaft mit einer Spielerkarte: Detlef Nagel
b) Geschichte
c) Bedeutung
a) Realanalyse
c) Folgen und Konsequenzen
aa) Strafrecht
bb) Polizeirecht
cc) Relativierung
b) Staatsmonopol
c) Gewerberecht
aa) Ziele
bb) Anwendbarkeit und Regulierungsregime
cc) Gemeinsamkeiten und Unterschiede
dd) Spielersperre
a) „Spielhallenflut“
b) Planungsrecht
aa) §§ 33c ff. GewO
bb) Spielverordnung
d) Ordnungsrechtlicher Ansatz
aa) Evaluierung
cc) Entwürfe der Bundesregierung
dd) Kritik
ee) Bundesrat
1.6 Folgerung
2.1 Bedeutung und Funktionsweise
a) Karten für die Teilnahme an Lotterien und Sportwetten
a) Betreiberabhängige Spielerkarte
b) Betreiberunabhängige Spielerkarte
c) Personenungebundene Spielerkarte
d) Personengebundene Spielerkarte
e) Kundenkarte
a) Personenungebundene Spielerkarte
b) Personengebundene Spielerkarte
c) Kundenkarte
2.5 Ausgestaltung und Auswirkungen
2.6 Folgerung
3.1 Informationen und Daten
c) Datenschutzgrundsätze
aa) Eingriffsverbot / Ausnahme
bb) Normative Ausnahme
cc) Einwilligung
b) Zweckbindung
d) Transparenz
e) Privacy by Design
f) Verhältnismäßigkeit
h) Effektive Kontrolle
3.4 Folgerung
a) Kompetenzordnung
bb) Beschränkung
dd) Folgerung
cc) Schranken-Schranken
2.1 Entwicklung bis zur Novellierung der Spielverordnung 2006
2.2 Die Novellierung der Spielverordnung im Jahre 2006
2.3 Aktuelle Entwicklungen
3.1 Die Rolle der Technischen Richtlinie
3.2 Die Prüfung der Kontrolleinrichtung
3.3 Prüfung der Geldtechnik
3.4 Analyse weiterer Funktionen
3.5 Prüfung von Sicherheitseigenschaften
3.6 Überprüfbarkeit der aufgestellten Spielgeräte
3.7 Herstellererklärungen
3.8 Erfahrungen
4.1 Das Kontrollsystem für Geldspielgeräte
4.2 Potenzen für die Erhebung der Umsatzsteuer
Erfahrungen bei der Prüfung von Geldspielgeräten: Thomas Noone
Regulierung der Werbung im Lotteriestaatsvertrag
Regulierung der Werbung im Glücksspielstaatsvertrag alter Fassung
Regulierung der Werbung im Glücksspielstaatsvertrag neuer Fassung
Regulierung der Werbung durch die Werberichtlinien
2 Marktvolumen und Suchtpotenzial
3 Analyse der Veranstaltungsmerkmale: Theorie und Empirie
4 Die Deutung wissenschaftlicher Befunde als Spiegel für die unternehmerische Verantwortungsübernahme
1.1 Inkrafttreten des Ersten Glücksspieländerungsstaatsvertrags
1.2 Ziele des neuen Glücksspielstaatsvertrags
1.3 Anwendbarkeit des neuen Glücksspielstaatsvertrags auf das gewerbliche Automatenspiel
a) Allgemeiner Erlaubnistatbestand – nur für Spielhallen
b) Jugendschutz
c) Internetverbot
d) Kein Anschluss an das übergreifende Sperrsystem
e) Werbebeschränkungen
f) Sozialkonzept und Aufklärungspflichten
a) Eigenständiger glücksspielrechtlicher Erlaubnistatbestand
b) Mindestabstand und Verbot mehrerer Spielhallen in einem Gebäudekomplex
c) Beschränkung der Außendarstellung und Sperrzeiten
d) Übergangsbestimmungen für den Siebten Abschnitt des Glücksspielstaatsvertrags
a) Notwendige Bestimmungen gemäß § 28 Satz 1 GlüStV
b) Weitergehende Anforderungen gemäß § 28 Satz 2 GlüStV
c) Bußgeldrechtliche Sanktionen im Sinne des § 28 Satz 3 GlüStV
3.1 Verhältnis zu § 33i GewO
3.2 Verhältnis zur Spielverordnung
4.1 Berufsfreiheit gemäß Art. 12 Abs. 1 GG
4.2 Eigentumsgarantie gemäß Art. 14 GG
Erfahrungen mit dem Zusammenschluss zur Gemeinsamen Klassenlotterie der Länder (GKL): Gerhard Rombach
Wesentliche Änderungen des neuen Staatsvertrags
Ich will zum Schluss kommen. Mein Ausblick lautet:
1 Zur aktuellen Rechtslage – Die gemeinsamen Kommissionen der Landesmedienanstalten im Rundfunkstaatsvertrag
2 (Verfassungs-)rechtliche Probleme?
Tasks of a Gambling Authority: Mette Kristina Slotved Thomsen
„Ich spiele gerne“: Stefan Kruse
„Ich spiele gerne“
Ich spiele. An Geldspielautomaten. Und ich spiele gerne !
Es ist mir lange Zeit sehr schwer gefallen, dies im Bekannten- und Kollegenkreis zu sagen. An der Arbeit erzählt man sich Montags beim Frühstück, was man am Wochenende Schönes erlebt hat. Der eine ist gewandert, der zweite hat gekocht, der dritte war im Kino. Wenn ich dann sage, ich habe mit Freunden zwei spannende Stunden in einer Spielhalle verbracht, wird es schlagartig still, und einer fragt „Bist Du denn spielsüchtig?“. Ich habe genau diese Szene mehrfach erlebt. Die völlig einseitige Berichterstattung in Presse, Funk und Fernsehen über das Automatenspiel zeigt Wirkung, beeinflusst die Meinung der Menschen, die noch nie eine Spielstätte von innen gesehen haben.
Warum werde ich als süchtig bezeichnet? Wie jemand der sich Heroin spritzt? Ich fühle mich diskriminiert, in eine dunkle Ecke der Gesellschaft gedrängt. Der gegen seinen Willen zwanghaft spielt, sich ruiniert und seine Familie in den Untergang reißt. Dem geholfen werden muss, ob er will oder nicht.
Ich zeige – glaube ich – nicht die typischen Suchtsymptome und – das weiß ich sicher – habe in 30 Jahren weder mich noch meine Familie ruiniert. Ich brauche heute Abend auch nicht um die Universität zu schleichen und eine Spielstätte zu suchen, weil mich der Spieldrang überkommt. Und wenn ich das nächste Mal eine besuche, kann ich sie mit 100 € im Portemonnaie betreten und mit 90 € wieder verlassen.
Da stimmt was...
Informationsgehalt einer Spielerkarte: MIchael Ronellenfitsch
1.2 Glücksspiel: Begriff, Bedeutung
1.3 Pathologisches Spiel / Spielsucht
1.4 Staatliche Suchtbekämpfung
a) Repressives Verbot
d) Ordnungsrecht: Glücksspielstaatsvertrag
1.5 Besonderheit der Spielhallen
c) Gewerberechtlicher Ansatz
e) Novellierung des Bundesrechts
b) Parlamentarische Initiativen
2 Spielerkarte
2.4 Informationsgehalt
3.2 Datenschutzrecht
3.3 Anwendung auf Spielerkarten bei GSG
a) Eingriffsermächtigung
4 Unions- und verfassungsrechtliche Implikationen
4.1 Unionsrechtliche Implikationen
b) Grundfreiheiten
4.2 Verfassungsrechtliche Implikationen
Erfahrungen bei der Zulassung von Geldspielgeräten: Dieter Richter
2 Erfahrung mit den gesetzlichen Regelungen
3 Erfahrungen bei der Bauartzulassung
4 Verwendung von Dokumenten und Daten
Glücksspielrechtliche Werberichtlinien: Tilman Becker
Was macht Geldspielautomaten gefährlich? Eine kritische suchtpsychologische Bestandsaufnahme: Tobias Hayer und Marc von Meduna
Erfahrungen der Länder bei der Regulierung von Geldspielgeräten: Tobias Wild
1 Regelungen für Spielhallen und Gaststätten im neuen Glücksspielstaatsvertrag
1.4 Anwendbarkeit der allgemeinen Regeln für öffentliche Glücksspiele (Erster Abschnitt des GlüStV)
1.5 Besondere zusätzliche Regeln für Spielhallen (Siebter Abschnitt des Glücksspielstaatsvertrags)
2 Ausführungsgesetze und Spielhallengesetze der Länder
2.1 Ausführungsbestimmungen zum Glücksspielstaatsvertrag
3 Verhältnis zum gewerblichen Spielrecht
4 Vereinbarkeit des vorgeschriebenen Mindestabstands mit den Grundrechten
Erfahrungen des Deutschen Lotto- und Totoblocks (DLTB): Michael Burkert
Was können wir von den gemeinsamen Kommissionen der Landesmedienanstalten lernen?: Armin Dittmann
Anhang: Programm Symposium 2012

References: § 28
 § 28
 § 28
 § 33
 Art. 12
 Art. 14