Source: http://coronelli.org/gesellschaft/statuten.html
Timestamp: 2019-02-22 22:47:20+00:00

Document:
„INTERNATIONALE CORONELLI-GESELLSCHAFT
FÜR GLOBENKUNDE“
„INTERNATIONAL CORONELLI SOCIETY
FOR THE STUDY OF GLOBES“
und hat ihren Sitz in Wien.
Die Gesellschaft hat den gemeinnützigen, nicht auf materiellen Gewinn ausgerichteten Zweck, die Beschäftigung mit dem Globus als spezifische kartographische Ausdrucksform, mit seiner Geschichte sowie seiner Stellung im soziokulturellen Kontext – und im gleichen Sinn mit Instrumenten, die für die Globenkunde relevant sind – zu pflegen und zu fördern.
Dem Zweck der Gesellschaft dienen folgende ideelle Mittel:
Förderung des Informationsaustausches und des Kontaktes zwischen den Mitgliedern sowie Beratung in Globen betreffenden Fragen im nicht-kommerziellen Bereich.
Sammlung und Archivierung für die Globenkunde relevanter Informationen, insbesondere über den Bestand alter Globen, deren Erhaltung sowie über die Globenherstellung und über Personen, die in diesem Bereich tätig waren.
Vermittlung globenspezifischer Informationen insbesondere durch die Herausgabe eines der Globenkunde gewidmeten periodischen Druckwerkes ("Der Globusfreund") und fallweise erscheinender Mitteilungen sowie durch den Betrieb einer Homepage im Internet.
Abhaltung wissenschaftlicher Symposien auf internationaler Ebene.
Förderung der Forschung im Sinne des § 2 durch Auslobung eines Preises für hervorragende wissenschaftliche Arbeiten (Fiorini-Haardt-Preis).
Anbahnung und Pflege von Kontakten zu Wissenschaftlern anderer relevanter Fachgebiete und einschlägiger Gesellschaften.
die Beiträge der Mitglieder und Förderer,
etwaige Erlöse bei Veranstaltungen und Veröffentlichungen der Gesellschaft.
Die Aufnahme in die Gesellschaft als ordentliches Mitglied oder als Förderer erfolgt durch den Vorstand nach Abgabe einer schriftlichen Beitrittserklärung. Die Mitgliedschaft kann ohne Angabe von Gründen verweigert werden.
Ordentliche Mitglieder, Förderer und Korrespondierende Mitglieder haben die gleichen Rechte und Pflichten. Förderer verpflichten sich zur Zahlung eines erhöhten Beitrages, der mindestens das Zehnfache des ordentlichen Mitgliedsbeitrages beträgt.
Langjährige Mitglieder (physische Personen), die sich durch besondere Verdienste um die Globenkunde oder um die Förderung der Ziele der Gesellschaft ausgezeichnet haben, können auf Vorschlag des Vorstandes durch die Generalversammlung zu Korrespondierenden Mitgliedern ernannt werden.
Ehrenmitglieder werden durch Beschluß der Generalversammlung ernannt. Sie erhalten eine Urkunde und sind von der Zahlung des Mitgliedsbeitrages befreit.
Tod des Mitglieds, bei juristischen Personen durch Verlust der Rechtspersönlichkeit,
freiwilligen Austritt, der dem Vorstand schriftlich zu erklären ist,
Streichung von der Mitgliederliste durch den Vorstand nach zweimaliger Nichtbezahlung des Mitgliedsbeitrages trotz Mahnung. Die Streichung wird rückgängig gemacht, wenn alle ausständigen Beitragszahlungen zuzüglich der Mahnspesen nachgezahlt wurden.
Ausschluß durch die Generalversammlung wegen grober Verletzung der Mitgliedspflichten.
Die Mitglieder sind berechtigt, an allen Veranstaltungen der Gesellschaft teilzunehmen. Sie haben das Recht, in jeder Generalversammlung vom Vorstand über die Tätigkeit der Gesellschaft und über die finanzielle Gebarung informiert zu werden.
Physische Mitglieder genießen das aktive und passive Wahlrecht.
Jedes Mitglied hat den jährlichen Beitrag, dessen Höhe von der Generalversammlung bestimmt wird, im Laufe des Rechnungsjahres an den Kassier der Gesellschaft zu bezahlen. Der Mitgliedsbeitrag gilt als bezahlt, wenn er in voller Höhe einem Konto der Gesellschaft gutgeschrieben oder dem Kassier übergeben wurde.
Bei Bezahlung des Mitgliedsbeitrages in voller Höhe erhält jedes Mitglied jeweils ein Exemplar der von der Gesellschaft veröffentlichten Publikationen kosten- und spesenfrei.
Eine außerordentliche Generalversammlung findet auf Beschluss des Vorstandes, der ordentlichen Generalversammlung, auf schriftlichen Antrag von mindestens zehn Prozent der Mitglieder oder auf Verlangen der Rechnungsprüfer binnen sechs Wochen statt.
Sowohl zur ordentlichen als auch zu den außerordentlichen Generalversammlungen sind alle Mitglieder vom Vorstand mindestens drei Wochen vor dem Termin schriftlich unter Bekanntgabe der Tagesordnung einzuladen.
Anträge, die spätestens drei Tage vor der Generalversammlung schriftlich beim Präsidenten oder beim Generalsekretär eingebracht wurden, sind auf die Tagesordnung zu setzen.
Gültige Beschlüsse – ausgenommen solche über einen Antrag zur Einberufung einer außerordentlichen Generalver­sammlung – können nur zur Tagesordnung gefaßt werden.
Der Generalversammlung obliegen insbesondere die:
c) Wahl, Bestellung und Enthebung der Mitglieder des Vorstandes und der Rechnungsprüfer,
d) Wahl von Ehrenmitgliedern, Korrespondierenden Mitgliedern und des Ehrenpräsidenten,
e) Festsetzung der Höhe des Jahresbeitrages für Mitglieder und Förderer,
f) Änderung der Statuten,
g) freiwillige Auflösung der Gesellschaft,
h) Beschlußfassung über den Ausschluß von Mitgliedern,
Die Generalversammlung ist beschlußfähig, wenn ein Viertel der Mitglieder anwesend oder durch schriftliche Vollmacht vertreten ist. Ist die Generalversammlung zur festgesetzten Stunde nicht beschlußfähig, so findet die Generalversammlung eine Viertelstunde später mit derselben Tagesordnung statt, die ohne Rücksicht auf die Anzahl der erschienenen Mitglieder beschlußfähig ist.
Die Generalversammlung faßt ihre Beschlüsse mit einfacher Stimmenmehrheit, bei Stimmengleichheit gilt der Gegen­stand als abgelehnt. Zur Beschlußfassung über Statutenänderungen oder die freiwillige Auflösung der Gesellschaft bedarf es einer qualifizierten Mehrheit von drei Vierteln der abgegebenen gültigen Stimmen.
Den Vorsitz der Generalversammlung führt der Präsident oder einer der Vizepräsidenten, im Falle ihrer Abwesenheit ein von der Generalversammlung zu wählendes Vorstandsmitglied.
Die gefaßten Beschlüsse sind wörtlich in das Protokollbuch einzutragen.
Die Mitglieder des Vorstandes werden von der Generalversammlung in ihre jeweiligen Funktionen gewählt.
Der Vorstand gliedert sich in einen geschäftsführenden Vorstand, dem der Präsident, der erste und der zweite Vizepräsident, der Generalsekretär, der Sekretär und der Kassier angehören, und einen erweiterten Vorstand, dem mindestens vier, höchstens zehn weitere Mitglieder angehören.
Die Vorstandsmitglieder werden aus den physischen Mitgliedern von der Generalversammlung auf die Dauer von drei Jahren gewählt und sind wieder wählbar. Wählt die Generalversammlung einen Ehrenpräsidenten, so gehört dieser dem erweiterten Vorstand an. Existieren Zweigvereine (vgl. § 15) gehören die jeweiligen Leiter ebenfalls dem erweiterten Vorstand an.
Außer durch den Tod und durch Ablauf der Funktionsperiode erlischt die Funktion eines Vorstandsmitgliedes durch Enthebung durch die Generalversammlung und Rücktritt.
Die Vorstandsmitglieder können jederzeit schriftlich ihren Rücktritt erklären. Die Rücktrittserklärung ist an den Vorstand, im Falle des Rücktrittes des gesamten Vorstandes an die Generalversammlung, zu richten. Der Rücktritt wird erst mit Wahl bzw. Kooptierung eines Nachfolgers bzw. mit Bestellung eines neuen Vorstandes wirksam.
Der Vorstand hat bei Ausscheiden eines gewählten Mitgliedes das Recht, an seiner Stelle ein anderes wählbares Mitglied zu kooptieren, wozu die nachträgliche Genehmigung in der nächstfolgenden Generalversammlung einzuholen ist.
Der Vorstand wird vom Präsidenten, bei dessen Verhinderung vom ersten Vizepräsidenten, schriftlich oder mündlich einberufen.
Den Vorsitz bei Vorstandssitzungen führt der Präsident, bei dessen Verhinderung der erste Vizepräsident. Dieser kann sich durch den zweiten Vizepräsidenten vertreten lassen.
Der Vorstand ist beschlußfähig, wenn alle seine Mitglieder eingeladen wurden und mindestens die Hälfte, darunter der Präsident oder einer der Vizepräsidenten, anwesend ist. Ist weniger als die Hälfte der Vorstandsmitglieder, jedoch der Präsident oder einer der Vizepräsidenten, anwesend, so findet eine Viertelstunde nach dem ursprünglichen Termin eine neue Vorstandssitzung statt, die ohne Rücksicht auf die Anzahl der erschienenen Vorstandsmitglieder beschlußfähig ist.
Vorstandsmitglieder können sich für jede einzelne Vorstandssitzung mittels schriftlichen Auftrages durch ein anderes Mitglied des Vorstandes vertreten lassen.
Der Vorstand faßt seine Beschlüsse mit Stimmenmehrheit, bei Stimmengleichheit gibt die Stimme des den Vorsitz habenden den Ausschlag.
Dem geschäftsführenden Vorstand obliegt die Leitung der Gesellschaft. In seinen Wirkungsbereich fallen insbesondere folgende Angelegenheiten:
Verwaltung des Vermögens der Gesellschaft,
Beschlußfassung über Ausgaben, die einen Betrag von 2000 Euro übersteigen,
Vorbereitung und Einberufung der ordentlichen und außerordentlichen Generalversammlungen,
Bestellung des Herausgebers eines der Globenkunde gewidmeten periodischen Druckwerkes [vgl. § 3/c],
Bestellung einer Kommission, die über die Zuerkennung des Fiorini-Haardt-Preises entscheidet [vgl. § 3/e],
Gewährung von Beitragsreduzierung aus sozialen Gründen auf Antrag,
Erledigung aller Angelegenheiten, die nicht ausdrücklich der Generalversammlung vorbehalten sind.
Der erweiterte Vorstand hat die Aufgabe, die Ziele und Interessen der Gesellschaft auf internationaler Ebene zu vertreten und an der Umsetzung der Beschlüsse mitzuwirken.
§ 13 Geschäftsverteilung
Der Präsident vertritt die Gesellschaft nach außen und ist zum Abschluß von Rechtsgeschäften bis zu einer Höhe von 2000 Euro ermächtigt [vgl. § 12/1b],
Amtliche schriftliche Ausfertigungen der Gesellschaft bedürfen zu ihrer Gültigkeit der Unterschriften des Präsidenten und eines weiteren Vorstandsmitgliedes, in finanziellen Belangen des Präsidenten und des Kassiers. Der Präsident beruft Vorstandssitzungen und Generalversammlungen ein und führt dort den Vorsitz.
Der erste Vizepräsident unterstützt den Präsidenten und vertritt diesen bei Verhinderung.
Der zweite Vizepräsident unterstützt den Präsidenten insbesondere durch die Koordination der Tätigkeit des erweiterten Vorstandes sowie durch Mitarbeit bei der Vorbereitung der internationalen Symposien.
Der Generalsekretär organisiert und koordinert die Arbeit der Gesellschaft. Er kann vom Präsidenten mit der Besorgung der laufenden Geschäfte beauftragt werden.
Der Sekretär ist für die Ausfertigung und Ablage des Schriftverkehrs (ausgenommen die dem Kassier übertragenen Agenden) zuständig. Er protokolliert die Sitzungen und führt Protokollbuch und Archiv.
Der Kassier ist für die ordnungsgemäße finanzielle Gebarung zuständig. Ihm obliegt die Einhebung von Forderungen und die Begleichung von Verbindlichkeiten, er führt die Mitgliederkartei und berichtet dem Vorstand bzw. der General-versammlung über Mitgliederstand und -bewegung. Unter Berücksichtigung des § 13/a kann er vom Präsidenten ermächtigt werden, selbständig Ausgaben in einer vom Präsidenten vorgegebenen Höhe zu tätigen.
Die zwei Rechnungsprüfer werden von der Generalversammlung auf die Dauer von drei Jahren gewählt. Sie dürfen keine Vorstandsmitglieder sein. Wiederwahl ist möglich.
Die Rechnungsprüfer haben das Recht und die Pflicht, die finanzielle Gebarung der Gesellschaft zu überprüfen und der Generalversammlung Bericht zu erstatten.
Im übrigen gelten für die Rechnungsprüfer die Bestimmungen des § 11 Abs. 5 und 6 sinngemäß.
§ 15 Regionale Zweigvereine
Regionale Zweigvereine mit vereinsrechtlicher Eigenständigkeit können zum Zweck einer regionalen Präsenz und zur Berücksichtigung und Nutzung besonderer regionaler Bedingungen gegründet werden.
Die Gründung eines Zweigvereins bedarf der Genehmigung des Vorstandes der Internationalen Coronelli-Gesellschaft für Globenkunde.
Die Statuten eines Zweigvereins werden von der Generalversammlung des Zweigvereins beschlossen. Diese müssen mit den Statuten der Internationalen Coronelli-Gesellschaft für Globenkunde vereinbar sein. Der Status als Zweigverein ist bei allen Aktivitäten darzustellen.
Die Mitgliedschaft in einem Zweigverein ist gleichzeitig eine mittelbare Mitgliedschaft in der Internationalen Coronelli-Gesellschaft für Globenkunde und berechtigt zur Inanspruchnahme aller aus dieser resultierender Rechte (§ 8/1+2).
Die Bezahlung des Mitgliedsbeitrages an die Internationale Gesellschaft für Globenkunde (vgl. § 8/3) erfolgt über den Zweigverein.
Die Auflösung eines Zweigvereins kann nur durch dessen Organe beschlossen werden. Die Mitglieder eines aufgelösten Zweigvereins werden auf Wunsch als unmittelbare Mitglieder in die Internationale Coronelli-Gesellschaft für Globenkunde übernommen.
Bei Streitigkeiten in die Gesellschaft betreffenden Angelegenheiten zwischen dem Vorstand und einzelnen Mitgliedern oder von Mitgliedern untereinander entscheidet ein fallweise zu wählendes Schiedsgericht.
Das Schiedsgericht setzt sich aus fünf Mitgliedern zusammen. Es wird derart gebildet, daß ein Streitteil dem Vorstand zwei Mitglieder als Schiedsrichter schriftlich namhaft macht. Über Aufforderung durch den Vorstand binnen sieben Tagen macht der andere Streitteil innerhalb von 14 Tagen seinerseits zwei Mitglieder des Schiedsgerichtes namhaft. Nach Verständigung durch den Vorstand innerhalb von sieben Tagen wählen die namhaft gemachten Schiedsrichter binnen weiterer 14 Tage ein fünftes Mitglied zum Vorsitzenden des Schiedsgerichtes. Bei Stimmengleichheit entscheidet unter den Vorgeschlagenen das Los.
Das Schiedsgericht entscheidet bei Anwesenheit aller seiner Mitglieder, ohne an bestimmte Normen gebunden zu sein, nach bestem Wissen und Gewissen und faßt seine Beschlüsse mit Stimmenmehrheit. Gegen einen Beschluß des Schiedsgerichtes gibt es keine Berufung, diese Entscheidung ist endgültig.
Die freiwillige Auflösung der Gesellschaft kann nur in einer zu diesem Zweck einberufenen außerordentlichen Generalversammlung und nur mit drei Viertel der abgegebenen gültigen Stimmen beschlossen werden.
Diese Generalversammlung hat auch - sofern Gesellschaftsvermögen vorhanden ist - einen Liquidator zu berufen.
Im Falle der Auflösung der Gesellschaft geht das gesamte Vermögen, soferne in der erwähnten Generalversammlung nichts anderes beschlossen worden ist, an die Österreichische Nationalbibliothek in Wien zu Zwecken des Globenmuseums über.
Der letzte Vorstand hat die freiwillige Auflösung binnen vier Wochen nach Beschlußfassung der zuständigen Sicherheitsdirektion schriftlich anzuzeigen. Er ist auch verpflichtet, die freiwillige Auflösung innerhalb derselben Frist in einem amtlichen Blatt zu verlautbaren.

References: § 2
 § 15
 § 3
 § 3

§ 13
 § 12
 § 13
 § 11

§ 15
 § 8