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Timestamp: 2019-05-25 20:24:06+00:00

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BGH, 22.12.2011 - VII ZR 7/11 - dejure.org
https://dejure.org/2011,44
BGH, 22.12.2011 - VII ZR 7/11 (https://dejure.org/2011,44)
BGH, Entscheidung vom 22.12.2011 - VII ZR 7/11 (https://dejure.org/2011,44)
BGH, Entscheidung vom 22. Dezember 2011 - VII ZR 7/11 (https://dejure.org/2011,44)
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BGB § 280 Abs. 1, § 421, § 423, § 634 Nr. 4, § 779
§§ 779, 423, 421, 634 Nr. 4, 280 Abs. 1 BGB
§ 280 Abs 1 BGB, § 421 BGB, § 423 BGB, § 437 BGB, § 634 Nr 4 BGB
Schadensersatzpflicht eines Tierarztes wegen des Erstellens eines unzutreffenden Befundes i.R.e. Ankaufsuntersuchung mit sich anschließendem Erwerb des Tieres
Tierarzt - Pflichten bei Ankaufuntersuchung
Zur Haftung eines Tierarztes, der seine Pflichten aus einem Vertrag über die Ankaufsuntersuchung eines Pferdes verletzt und deshalb einen unzutreffenden Befund erstellt; zur gesamtschuldnerischen Haftung des Tierarztes und des Verkäufers; zur Gesamtwirkung eines mit einem Gesamtschuldner geschlossenen Vergleichs
Verfahrensrecht - Wirkung eines Prozessvergleichs gegenüber Gesamtschuldner
Der Vergleich mit einem Gesamtschuldner
Pferderecht - Unzutreffender Befund bei Ankaufsuntersuchung - Tierarzt haftet!
Dressurpferd lahmte - Tierarzt deutete bei der Ankaufsuntersuchung die Röntgenbilder falsch
Haftung eines Tierarztes bei Erwerb eines mangelbehafteten Pferds aufgrund fehlerhaften Untersuchungsbefunds
Teures Dressurpferd lahmte!
BGB §§ 421, 423, 634 Nr. 4, § 280 Abs. 1
Zur Gesamtwirkung eines zwischen Käufer und Verkäufer einer mangelhaften Sache geschlossenen Vergleichs für gesamtschuldnerisch mithaftenden Gutachter
Wirkt ein Prozessvergleich mit einem Gesamtschuldner auch gegenüber anderen Gesamtschuldnern?
Tierkauf: Ankaufsuntersuchung und Folgen bei Mängeln
Vergleich mit einem Gesamtschuldner: Wirkung gegenüber anderem Gesamtschuldner? (IBR 2012, 178)
LG Lüneburg, 04.02.2010 - 10 O 15/09
OLG Celle, 13.12.2010 - 20 U 9/10
BGHZ 192, 182
NJW 2012, 1071
MDR 2012, 214
NJ 2012, 166
WM 2012, 1137
Dies könnte nur dann angenommen werden, wenn sich aus dem Vergleich oder den Umständen nach ergibt, dass der Gläubiger den Willen hatte, auch gegenüber dem am Vergleich nicht beteiligten Gesamtschuldner auf weitergehenden Ausgleich zu verzichten und ihn deshalb nicht in Anspruch zu nehmen (vgl. BGH NJW 2000, 194; NJW 2012, 1071, 1073 = WM 2012, 1137, 1139).
Insoweit wird ein inhaltsgleiches Gläubigerinteresse befriedigt (vgl. BGH, Urteil vom 22. Dezember 2011 - VII ZR 7/11, NJW 2012, 1071 Rn. 18;… Palandt/Grüneberg aaO § 421 Rn. 7 mwN).
Erfüllt der Tierarzt seine ihm im Rahmen der Ankaufsuntersuchung obliegenden Pflichten nicht, haftet er gem. §§ 634 Nr. 4, 280 Abs. 1 BGB auf Ersatz desjenigen Schadens, der der Klägerin dadurch entstanden ist, dass sie das Pferd auf Grund des fehlerhaften Befundes erworben hat (vgl. BGH NJW 2012, 1070, Tz. 14 sowie NJW 2012, 1071, Tz. 14).
Da die Klägerin vorliegend als Schaden im Wesentlichen "nur" diejenigen Unterbringungs-, Verpflegungs- und Behandlungskosten beansprucht, die für denjenigen Zeitraum "nutzlos" angefallen sind, in dem die erworbene Stute alters- und entwicklungsbedingt noch nicht geritten werden durfte, jedoch gerade nicht die Erstattung (auch) des Kaufpreises, sondern das Pferd grundsätzlich behalten möchte, hat die Beklagte ihrerseits keinen Anspruch auf Herausgabe und Übereignung des Pferdes (vgl. BGH NJW 2012, 1071, Tz. 25).
Außerdem würde die Aufklärungsfunktion der Ankaufsuntersuchung zu Unrecht bagatellisiert (vgl. BGH NJW 2012, 1070, Tz. 17-19 sowie NJW 2012, 1071, Tz. 15-19).
Eine Gesamtwirkung kann aber angenommen werden, wenn sich aus dem Vergleich ausdrücklich oder den Umständen nach ergibt, dass der Gläubiger den Willen hatte, auch gegenüber dem nicht am Vergleich beteiligten Gesamtschuldner auf weitergehende Ansprüche zu verzichten und ihn deshalb nicht mehr in Anspruch zu nehmen (vgl. BGH NJW 2012, 1071, Tz. 11 und 21 mwN.).
Der Beklagte musste also damit, dass der eigentlich Verantwortliche (vgl., BGH, Urteile vom 22. Dezember 2011 - VII ZR 7/11, MDR 2012, 214; VII ZR 136/11, MDR 2012, 216 und 22. März 2012 - VII ZR 129/11 - juris) nicht haften würde, nicht einmal rechnen.
Verkäufer und Tierarzt würden als Gesamtschuldner haften (vgl. BGH, Urteile vom 22. Dezember 2011 - VII ZR 7/11, MDR 2012, 214; VII ZR 136/11, MDR 2012, 216 und 22. März 2012 - VII ZR 129/11 - juris).
Sie ist damit verpflichtet, dasselbe Gläubigerinteresse zu befriedigen wie der wegen der Verletzung deliktischer Verkehrssicherungspflichten haftende Beklagte zu 2. Die für die Annahme einer Gesamtschuld darüber hinaus erforderliche Gleichstufigkeit der Verpflichtungen folgt daraus, dass weder die Streithelferin noch der Beklagte zu 2 nur subsidiär oder vorläufig für die Verpflichtung des jeweils anderen einstehen müssen (…vgl. Senatsurteil vom 28. November 2006 - VI ZR 136/05, VersR 2007, 198 Rn. 17 f.; BGH, Urteil vom 22. Dezember 2011 - VII ZR 7/11, BGHZ 192, 182 Rn. 18;… Palandt-Grüneberg, BGB, 73. Aufl., § 421 Rn. 6 f., jeweils mwN).
Haftung des Tierarztes: Schadensersatzanspruch beim Kauf eines Pferdes auf Grund …
Ein Tierarzt, der seine Pflichten aus einem Vertrag über die Ankaufsuntersuchung eines Pferdes verletzt und deshalb einen unzutreffenden Befund erstellt hat, haftet unabhängig von einer etwaigen Haftung des Verkäufers seinem Vertragspartner auf Ersatz des Schadens, der diesem dadurch entstanden ist, dass er das Pferd aufgrund des fehlerhaften Befundes erworben hat (Bestätigung von BGH, Urteile vom 22. Dezember 2011, VII ZR 7/11, BGHZ 192, 182 und VII ZR 136/11).
Erfüllt er insoweit seine Pflichten nicht, haftet er, weil der Vertrag als Werkvertrag einzuordnen ist (vgl. BGH, Urteil vom 5. Mai 1983 - VII ZR 174/81, BGHZ 87, 239), gemäß § 634 Nr. 4, § 280 Abs. 1 BGB auf Ersatz des Schadens, der bei dem Vertragspartner dadurch entstanden ist, dass er das Pferd aufgrund des fehlerhaften Befundes erworben hat (vgl. Senatsurteile vom 22. Dezember 2011 - VII ZR 7/11, zur Veröffentlichung in BGHZ bestimmt, und VII ZR 136/11, zur Veröffentlichung vorgesehen).
Auf die dortige Begründung wird Bezug genommen (BGH, Urteile vom 22. Dezember 2011 - VII ZR 7/11, zur Veröffentlichung in BGHZ bestimmt, und VII ZR 136/11, zur Veröffentlichung vorgesehen).
Sowohl die Beklagte zu 1. als auch die Beklagte zu 2. haben für die Beseitigung des gleichartigen Vermögensnachteils einzustehen, den die Kläger als Besteller dadurch erlitten haben, dass jeder der Beklagten seine vertraglichen Pflichten nicht erfüllt hat (vgl. BGH NJW 2012, 1071 ).
Soweit § 75 Abs. 1 Satz 2 BGB - wie ausgeführt - eine gesamtschuldnerische Haftung begründet, mag sich der herangezogene Beamte nach den Regeln des Gesamtschuldnerausgleiches an die weiteren Gesamtschuldner im Sinne von § 421 BGB halten ( vgl. hierzu: BGH Urteil vom 22. Dezember 2011 - VII ZR 7/11 -, BHGZ 192, 182 [m. w. N.] ).
Im Übrigen käme es dafür auf den Willen der Parteien des "termination agreement" an, die Nebenintervenientin von dem Risiko zu befreien, dass der Vergleich durch einen Gesamtschuldnerausgleich ganz oder teilweise wertlos wird (BGH, Urt. v. 22.12.2011, Az. VII ZR 7/11, BGHZ 192, 182 = NJW 2012, 1071, Rn. 23;… vgl. Grüneberg in Palandt, BGB, 74. Aufl., § 423 Rn. 2-4).
LG Oldenburg, 05.04.2019 - 8 O 4096/18
OLG Köln, 27.09.2017 - 5 U 18/17
Inanspruchnahme des Krankenhausträgers wegen der Implantierung einer fehlerhaften …

References: § 280
 § 421
 § 423
 § 634
 § 779

§ 280
 § 421
 § 423
 § 437
 § 634
 § 280
 BGH 
 § 421
 BGH 
 BGH 
 BGH 
 BGH 
 § 421
 § 634
 § 280
 BGH 
 § 75
 § 421
 BGH 
 § 423