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Timestamp: 2018-03-21 18:33:32+00:00

Document:
Grundkurs und Kranprüfung für Fahrzeugkrane (Kran A)
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FAHRZEUGKRANE Kat. A
Suva-anerkanntes Ausbildungszentrum
Gesetzliche Grundlagen in der Schweiz
In der Verordnung über die sichere Verwendung von Kranen (Kranverordnung) wird die Kategorie A Fahrzeugkrane genau definiert und das entsprechende Ausbildungsniveau festgelegt:
Art. 2 Krane
2 Die Krane werden in folgende Kategorien eingeteilt:
Fahrzeugkrane wie Autokrane, Mobilkrane, Raupenkrane, Anhängerkrane, mit Seilwinde ausgerüstete Schienenkrane und Teleskopstapler sowie Lastwagenladekrane mit einem Lastmoment von mehr als 400 000 Nm oder einer Auslegerlänge von mehr als 22 m;
Art. 5 Anforderungen an das Bedienungspersonal
1 Hebearbeiten mit Kranen dürfen nur von Personen durchgeführt werden, die:
a. auf Grund ihrer körperlichen und geistigen Verfassung eine sichere Bedienung des Kranes gewährleisten;
b. sich am Arbeitsplatz verständigen können;
zur Bedienung des benützten Kranes angeleitet sind.
2 Hebearbeiten mit Fahrzeug- und Turmdrehkranen dürfen nur von Personen durchgeführt werden, die über einen der nachfolgenden Ausweise verfügen:
a. Kranführerausweis;
b. Lernfahrausweis für die Auswahlzeit, wenn der oder die Lernende von einer Person, die seit mindestens drei Jahren einen Kranführerausweis besitzt, oder einem Vorgesetzten mit für diese Aufgabe geeigneter Berufserfahrung begleitet wird;
Lernfahrausweis für die Übungszeit, wenn der oder die Lernende von einer Person, die seit mindestens drei Jahren einen Kranführerausweis besitzt, oder einem Vorgesetzten mit für diese Aufgabe geeigneter Berufserfahrung beaufsichtigt wird.
3 Kein Ausweis ist erforderlich bei Hebearbeiten, die im Rahmen von Grundkursen und Prüfungen durchgeführt werden.
Art. 12 Allgemeines
1 Die Ausbildung zur Erlangung eines Kranführerausweises umfasst einen Grundkurs
und eine Prüfung.
Basierend auf der Kranverordnung regelt die EKAS-Richtlinie Nr. 6510 "Kranführerausbildung für das Bedienen von Fahrzeug- und Turmdrehkranen" die Ausbildungsanforderungen genauer.
Auswahlzeit
Die Auswahlzeit von maximal zwei Monaten Dauer ermöglicht es dem Betrieb, Kranführerkandidaten gezielt auszuwählen, bevor sie zum Grundkurs angemeldet werden. Dieser Ausbildungsschritt ist nicht obligatorisch. Wird er in Anspruch genommen, muss bei der Kompetenzzentrum für Arbeitssicherheit AG ein Antrag gestellt werden.
Der zweitägige Grundkurs bezweckt die Befähigung der Kranführer zum sicheren Bedienen eines Krans der Kategorie A unter Aufsicht einer geeigneten Person. Nach Einreichung aller erforderlichen Dokumente und erfolgreichem Abschluss, wird dem Kandidaten ein Lernfahrausweis der Kategorie A ausgestellt.
Die Übungszeit von maximal 10 Monaten Dauer soll es dem Kranführerkandidaten ermöglichen, sich vor allem praktisch, aber auch theoretisch auf die Prüfung vorzubereiten. Sie beginnt mit dem erfolgreichen Abschluss des Grundkurses und endet mit der erfolgreich abgeschlossenen Prüfung, jedoch spätestens nach 10 Monaten.
Mit dem Lernfahrausweis ist der Kandidat berechtigt, Krane der Kategorie A zu bedienen. Voraussetzung ist, dass er dabei von einer Person, die seit mindestens 3 Jahren einen Kranführerausweis besitzt, oder einem Vorgesetzten mit für diese Aufgabe geeigneter Berufserfahrung beaufsichtigt wird.
Vor Ablauf der Übungszeit können sich die Kandidaten zum abschliessenden Prüfungstag anmelden. Am Prüfungstag absolvieren die Kandidaten zwei theoretische Prüfungen (mündlich und schriftlich) und eine praktische Prüfung. Nach Einreichung aller benötigten Dokumente und erfolgreichem Abschluss, beantragt die Kompetenzzentrum für Arbeitssicherheit AG bei der Suva einen Kranführerausweis A und stellt diesen dem Kandidaten zu.
Die Voraussetzungen zur Erteilung der verschiedenen Ausweise werden in der Kranverordnung aufgeführt.
Art. 9 Erteilung des Lernfahrausweises
1 Den Lernfahrausweis erhält, wer:
a. das 17. Altersjahr vollendet hat;
b. auf Grund der körperlichen und geistigen Verfassung die Voraussetzungen für eine sichere Bedienung des Krans mitbringt und sich am Arbeitsplatz verständigen kann; Jugendliche unter 18 Jahren müssen eine Eintrittsuntersuchung nach Artikel 72 VUV durchführen lassen.
Art. 10 Erteilung des Kranführerausweises
Der Kranführerausweis der Kategorie A oder B wird an Personen erteilt, die:
a. das 18. Altersjahr vollendet haben;
b. auf Grund der körperlichen und geistigen Verfassung eine sichere Bedienung des Kranes gewährleisten können;
c. die Ausbildung zur Kranführerin oder zum Kranführer nach Artikel 12 oder eine gleichwertige Ausbildung mit Erfolg abgeschlossen haben.
Um die körperliche und geistige Eignung der Kandidaten einzuschätzen, werden den Kandidaten vor Kursbeginn verschiedene Dokumente zugestellt. Darin enthalten ist auch ein Fragebogen zur Selbsteinschätzung des eigenen Gesundheitszustandes von der Suva. Das richtige Vorgehen wird in den Dokumenten Schritt für Schritt erklärt. Die ausgefüllten Dokumente müssen dann vor Kursbeginn an die Kompetenzzentrum für Arbeitssicherheit AG retourniert werden.
Für Jugendliche ab 15 Jahren können im Rahmen der beruflichen Grundbildung Ausnahmen vorgesehen werden (Jugendschutzverordnung: Art. 4 Abs. 4 ArGV5)
körperliche Eignung (gutes Seh- und Hörvermögen, körperliche Beweglichkeit, gutes Reaktionsvermögen)
psychische Eignung (kein Substanzmissbrauch und keine Einnahme von beeinträchtigenden Medikamenten)
Verständnis für technische und physikalische Zusammenhänge
zuverlässige, verantwortungsbewusste und umsichtige Handlungsweise
ausreichende Deutschkenntnisse (GER Niveau B1): Kenntnisse im Lesen von einfachen Texten und Tabellen; sich sprachlich klar und unmissverständlich verständigen können
Die Unterrichtssprache ist Deutsch; Schriftliche Prüfungen liegen in Deutsch vor.
Besitz von eigenen Sicherheitsschuhen (müssen während der praktischen Ausbildung getragen werden)
Für uns gehört ein gemeinsames Mittagessen zu jeder guten Ausbildung.
Wir berechenen keine zusätzlichen Gebühren für die Verpflegung und die Erstellung von Ausweisen und Ausbildungszertifikaten.
Sehen Sie hier eine Aufstellung der Kurse, welche von der Vereinigung der Strassenverkehrsämter (asa) als berufsbezogene Weiterbildung angerechnet werden.
© 2018 Kompetenzzentrum für Arbeitssicherheit

References: Art. 2

Art. 5

Art. 12

Art. 9

Art. 10
 Art. 4