Source: https://www.hdb-gesellschaften.de/firmengruendung/gmbh-gruenden
Timestamp: 2019-04-25 06:58:01+00:00

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GmbH gründen | Voraussetzungen, Schritte, Kosten, Vorteile
Die Gesellschaft mit beschränkter Haftung (GmbH) ist die beliebteste deutsche Kapitalgesellschaft. Sie bietet eine vollumfängliche Haftungsbeschränkung. Die Gesellschaft haftet im Falle einer Insolvenz nur mit ihrem Stammkapital, das mindestens 25.000 Euro betragen muss. Bei der Gründung einer GmbH ist jedoch mit einigen Hürden verbunden.
Hier erfahren sie, welche Schritte für die Gründung einer GmbH notwendig sind. Außerdem ehalten sie einen Einblick in die Funktionsweise und die rechtlichen Besonderheiten bei der GmbH gründung.
GmbH gründen - Schritte zur eigenen GmbH
Was bedeutet GmbH in Gründung?
Wer haftet für die GmbH?
Buchführungs- und Offenlegungspflichten
GmbH Geschäftskonto
Kostenübersicht zur Gründung einer GmbH
Erbringung von Einlagen
Zeitpunkt der Einbringung
Fristen für ausstehende Einlagen
Änderungen | Handelsregistereintragung
Clevere Köpfe gründen mit HDB
Videoquelle: Youtube / GmbH Guide
Der erste Schritt zur Gründung einer GmbH ist der Entwurf eines Gesellschaftsvertrags. Dieser ist von allen Gesellschaftern zu unterschreiben und notariell zu beurkunden. Bei der notariellen Beurkundung ist eine Vertretung nach Erteilung einer Vollmacht möglich. Die Vollmacht ist von einem Notar zu beglaubigen - eine einfache Vollmacht ist unzureichend.
Der Gesellschaftsvertrag ist notariell zu beurkunden. Der Notar trägt die Gesellschaft in das Handelsregister ein. Die Gründer müssen im Vorhinein das Stammkapital der Gesellschaft bestimmen. Das Mindest-Stammkapital einer GmbH beläuft sich auf 25.000 Euro, das einer UG auf mindestens einen Euro. Das Stammkapital ist nach der notariellen Beurkundung durch den Notar, aber spätestens vor der Eintragung der Gesellschaft im Handelsregister auf ein Bankkonto der GmbH i.G. (in Gründung) einzuzahlen. Andernfalls erfolgt die Eintragung in das Handelsregister nicht. Nach § 7 II GmbHG reicht die Erbringung des hälftigen Stammkapitals aus. Dies sind bei der GmbH 12.500 Euro.
In bestimmten Situationen empfiehlt sich die Ausarbeitung eines individuellen Gesellschaftsvertrags. Ein solcher bietet den Vorteil, dass er an die Bedürfnisse und Besonderheiten der Gesellschaft im jeweiligen Einzelfall angepasst ist. Ein individueller Gesellschaftsvertrag sollte durch einen Rechtsanwalt ausgearbeitet werden. Die Verwendung von Mustervorlagen aus dem Internet ist nicht zu empfehlen.
Erfolgt die Gründung durch mehr als drei Gesellschafter, ist ein individueller Gesellschaftsvertrag verpflichtend.
In den folgenden Situationen ist ein individueller Gründungsvertrag zu empfehlen:
Bestellung mehrerer Geschäftsführer
Ausschluss von Insichgeschäften
Untersagung des Verkaufs von Geschäftsanteilen
Einführung von Zustimmungsvorbehalten
Ob ein individueller Gründungsvertrag erforderlich ist, ist im Einzelfall zu beurteilen.
Die Gründung einer Gesellschaft ist über ein Musterprotokoll möglich, das notariell zu beurkunden ist. Der Notar unterschreibt das Musterprotokoll und ermöglicht die Eintragung der Gesellschaft in das Handelsregister. Er leitet die Anmeldung der Gesellschaft zusammen mit dem Gründungsprotokoll an das örtliche Amtsgericht weiter – dieses fungiert zugleich als Registergericht. Gesellschafter, die bei der Gründung auf das notarielle Gründungsprotokoll zurückgreifen, müssen verschiedene Besonderheiten beachten. Es gibt zwei Musterprotokolle, die der Gesetzgeber zur Verfügung stellt:
Musterprotokoll für die Gründung von Ein-Personen-Gesellschaften.
Musterprotokoll für die Gründung einer Mehr-Personen-Gesellschaft mit bis zu drei Gesellschaftern.
Die Gründung über ein Gründungsprotokoll ist an verschiedene Voraussetzungen geknüpft:
Es dürfen maximal drei Gesellschafter vorhanden sein.
Es ist ein alleinvertretungsbefugter Geschäftsführer vorhanden.
Der Geschäftsführer muss vom Verbot des „Insichgeschäfts“ befreit werden. Er muss also dazu befugt sein, Geschäfte zwischen der Gesellschaft und sich selbst als Privatperson abzuschließen.
Gründer, die ein Gründungsprotokoll nutzen, müssen ihre Kapitaleinlage in bar einzahlen. Sie haben die Möglichkeit, ihre Gesellschaftsanteile an Dritte zu übertragen. Der Verkauf von Gesellschaftsanteilen kann nur durch einen individuellen Gesellschaftsvertrag unterbunden werden.
Mustersatzung - Musterprotokoll Vorlage
Die Gründung einer GmbH erfordert einen Gesellschaftsvertrag. Der Gesetzgeber hat eine Mustersatzung zur Verfügung gestellt, die der Gesellschafter für die Gründung nutzen kann. Die Mustersatzung ist jedoch nur bei Gesellschaften mit ein bis zwei Gesellschaftern zu empfehlen. Treten mehrere Gesellschafter oder juristische Personen hinzu, können rechtliche Probleme auftreten. In diesem Fall ist der Entwurf eines individuellen Gesellschaftsvertrags zu empfehlen. Dieser sichert die Gesellschafter gegen rechtliche Probleme ab und sorgt für Rechtssicherheit. Das kostengünstige Musterprotokoll darf nur Verwendung finden, wenn es dem Gründungsvorhaben im Einzelfall genügt.
Musterprotokoll GmbH PDF (GmbH gründen Mustervertrag)
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Die GmbH befindet sich bis zur Eintragung in das Handelsregister in der Gründungsphase. Der Gesetzgeber unterscheidet zwischen zwei Gründungsgesellschaften: Der Vorgründungsgesellschaft und der Vorgesellschaft / Vor-GmbH.
Stammkapital - Mindesteinlage
gesetzliche Rücklage ¼ des
Jahresgewinnes, bis 25.000 Euro
Was bedeutet GmbH i.G.in Gründung?
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Eine Vorratsgesellschaft ist eine Kapitalgesellschaft, deren Gründung vollendet ist. Die Vorratsgesellschaft ist eine Kapitalgesellschaft, die auf „Vorrat“ gegründet wurde. Es handelt sich beispielsweise um eine UG oder GmbH. Die Vorratsgesellschaft besteht lediglich in Form einer leeren Hülle, die übertragbar ist. Sie vereinbaren einen Notartermin und lassen die Vorratsgesellschaft innerhalb eines Tages auf sich übertragen.
Die Vorgründungsgesellschaft entsteht durch eine rechtsverbindliche Vereinbarung der Gründer. Sie formuliert das Ziel, einen Gesellschaftsvertrag zur Gründung einer GmbH abzuschließen. Eine Vorgründungsgesellschaft ist aus rechtlicher Sicht eine GbR (Gesellschaft bürgerlichen Rechts). Sie bietet keine Haftungsbeschränkung - die Gründer haften mit ihrem persönlichen Vermögen. Eine Freistellung von der Haftung für einen der Gesellschafter ist ausdrücklich zu vereinbaren.
Die Vor-GmbH entsteht durch die notarielle Beurkundung des Gesellschaftsvertrags. Die Vor-GmbH ist nicht im Gesetz verankert, sondern wurde durch die Rechtsprechung entwickelt. Sie ist eine „Gesellschaft eigener Art“ und unterliegt Rechten und Pflichten. Die Vor-GmbH ist namens- und firmenfähig, weshalb sie im Rechtsverkehr auftreten darf. Sie ist dazu verpflichtet den Zusatz „i.G“ (in Gründung) zu führen. Die Vor-GmbH wandelt sich mit ihrer Eintragung ins Handelsregister in eine GmbH um. Dann tritt auch die gesetzliche Haftungsbeschränkung ein.
Geschäftsführer - Persönliche Voraussetzungen
Die Geschäftsführer einer GmbH müssen verschiedene Voraussetzungen erfüllen. Geschäftsführer dürfen nur natürliche und unbeschränkt geschäftsfähige Personen sein. Eine rechtskräftige Verurteilung wegen einer Insolvenzstraftat oder anderer Straftaten nach § 6 II GmbHG darf nicht vorliegen. Eine Verurteilung wegen falscher Angaben nach § 399 AktG oder § 82 GmbHG sowie eine unrichtige Darstellung nach § 400 AktG, § 17 PublG, § 313 UmwG oder § 331 HGB führt gleichfalls zum Verbot der Bestellung. Der Geschäftsführer bedarf keiner besonderen Qualifikationen. Solche sind nur bei einer GmbH erforderlich, die eine Erlaubnis erfordert, beispielsweise einen Meistertitel im Handwerk. Ein Geschäftsführer darf in seinem Tätigkeitsbereich keinem Berufs- oder Gewerbeverbot unterliegen.
Die Bestellung von Geschäftsführern erfolgt durch einen organschaftlichen Akt, namentlich durch einen Beschluss der Gesellschafterversammlung. Die Bestellung von Ausländern zu Geschäftsführern ist möglich. Sollte die Geschäftsführung von Deutschland aus erfolgen, benötigt der Geschäftsführer eine entsprechende Aufenthaltsgenehmigung bzw. Arbeitserlaubnis. Der Geschäftsführer kann jederzeit durch die Gesellschafterversammlung abberufen werden. Eine Änderung ist umgehend in das Handelsregister einzutragen. Ansonsten besteht eine Rechtsscheinvollmacht, die zu Schadensersatzansprüchen gegen die Gesellschaft führen kann. Die GmbH sollte jeden Geschäftsführer eingehend überprüfen. Die GmbH hat für sämtliche Schäden zu haften, die unerlaubt eingestellte Geschäftsführer verursachen.
Mögliche Pflichtverletzungen, die eine Haftung gegenüber der GmbH begründen, sind die folgenden:
Verstoß gegen § 43 III GmbHG: Missachtung des Auszahlungsverbots in Bezug auf das Stammkapital.
Verstoß gegen §§ 49 III, 84 I GmbHG: Missachtung der Verlustanzeige bei Unterschreiten des Stammkapitals um 50 Prozent.
§ 5a IV GmbHG: Bei der UG ist bei drohender Zahlungsunfähigkeit eine Gesellschafterversammlung einzuberufen.
Verstoß gegen § 15a InsO: Antrag auf Insolvenzstellung innerhalb von drei Wochen nach Zahlungsunfähigkeit.
Betrug, Untreue und Insolvenzstraftaten nach §§ 263, 266, 283 ff. StGB.
Der Geschäftsführer handelt im eigenen Namen und nicht für die Gesellschaft.
Der Geschäftsführer missachtet seine Pflichten zur Veränderungsmitteilung nach § 40 III GmbHG.
Der Geschäftsführer haftet im Falle einer Insolvenzverschleppung, § 823 II i.V.m. § 15a InsO.
Der Geschäftsführer haftet für das Verschweigen der Insolvenzreife der Gesellschaft, § 823 II BGB i.V.m. § 263 StGB.
Sollte der Geschäftsführer sozialversicherungspflichtige Arbeitnehmer nicht beim Krankenversicherungsträger anmelden oder keine Beiträge zur Kranken-, Renten- und Arbeitslosenversicherung abführen, haftet er persönlich. Er muss die nicht abgeführten Arbeitnehmeranteile im Zweifelsfall nachzahlen und macht sich nach § 266a StGB strafbar.
Verletzt der Geschäftsführer seine Pflichten zur Abführung von Steuern, drohen im strafrechtliche Konsequenzen nach §§ 370, 378 AO. Außerdem unterliegt er einer vermögensrechtlichen Haftung nach §§ 69 ff. AO
Die Gesellschafter einer GmbH unterliegen, ebenso wie der Geschäftsführer, besonderen Rechten und Pflichten.
Die Gesellschafter einer GmbH haben ein Vermögensrecht, also einen Anspruch auf den wirtschaftlichen Reingewinn der Gesellschaft. Dessen Höhe berechnet sich nach den jeweiligen Anteilen der Gesellschafter. Sollte die Gesellschaft liquidiert werden, besteht ein Anspruch auf den Liquidationserlös.
Die Vermögenspflicht der Gesellschafter ist an die Pflicht zur Kapitalaufbringung und Kapitalerhaltung geknüpft. Die Gesellschafter sind dazu verpflichtet, Verluste der Gesellschaft auszugleichen. Verluste entstehen, wenn die GmbH in ihrer Vorgründungsphase Vermögen ausgibt und das bestehende Gesellschaftsvermögen nach der Eintragung in das Handelsregister nicht dem Stammkapital entspricht.
Die Kosten für die Gründung einer GmbH hängen von verschiedenen Faktoren ab. Das Stammkapital einer GmbH muss mindestens 25.000 Euro betragen ,der Entwurf eines individuellen Gesellschaftsvertrags durch einen Rechtsanwalt kostet ein Vielfaches mehr als die Verwendung der Mustersatzung. Die Eintragung einer GmbH oder UG in das Handelsregister zieht eine Gebühr in Höhe von 150 Euro nach sich. Die Veröffentlichung im elektronischen Bundesanzeiger kostet pro Eintrag einen Euro. Die Gründungskosten beim Notar hängen von verschiedenen Faktoren ab und sind nicht allgemeingültig bezifferbar.
Dem Geschäftsführer obliegt die Pflicht, die Geschäftsbücher der Gesellschaft zu führen. Dabei muss er den allgemeinen steuer- und handelsrechtlichen Bestimmungen folgen. Die Existenz mehrerer Geschäftsführer entbindet sie nicht von der Buchführungspflicht – sie müssen vielmehr kumulativ zusammenwirken und die Buchführung für ihren jeweiligen Bereich verantworten. Die Buchführungspflicht ist nicht an die Person des Geschäftsführers gekoppelt. Er hat die Möglichkeit, die Buchführung zu outsourcen oder auf qualifizierte Angestellte zu übertragen. Der Geschäftsführer hat die ordnungsgemäße Durchführung der Buchhaltung zu überwachen. Die Pflicht zur Buchführung beginnt mit der Aufnahme geschäftlicher Aktivitäten und nicht erst mit der Eintragung der Gesellschaft in das Handelsregister. Der Jahresabschluss der GmbH ist zunächst an die Gesellschafter weiterzuleiten. Der Geschäftsführer unterliegt der Pflicht, den Jahresabschluss spätestens zwölf Monate nach Ablauf des Geschäftsjahres im elektronischen Bundesanzeiger zu veröffentlichen, §§ 325 ff. HGB.
Die Kosten für die Gründung einer GmbH hängen von verschiedenen Faktoren ab. Der Entwurf eines individuellen Gesellschaftsvertrags durch einen Rechtsanwalt kostet ein Vielfaches mehr als die Verwendung der Mustersatzung. Die Eintragung einer GmbH oder UG in das Handelsregister zieht eine Gebühr in Höhe von 150 Euro nach sich. Die Veröffentlichung im elektronischen Bundesanzeiger kostet pro Eintrag einen Euro. Die Gründungskosten beim Notar hängen von verschiedenen Faktoren ab und sind nicht allgemeingültig bezifferbar.
Musterprotokoll mit einem Gesellschafter
Musterprotokoll mit mehreren Gesellschaftern
Individuelle Satzung mit einem Gesellschafter
Individuelle Satzung mit mehreren Gesellschaftern
Beurkundung des Gesellschaftsvertrags beim Notar
560 € 620 € 625 € 750 €
entfällt entfällt 250 € 250 €
Handelsregisteranmeldung durch den Notar (0,5 fache Gebühr. Stammkapital gilt gleiche Mindestgebühr)
30 € 30 € 62,50 € 62,50 €
Elektronische Übermittlung der Daten in XML Format an das Handelsregister durch den Notar (0,3 fache Gebühr)
15 € 15 € weitaus mehr als mit MP weitaus mehr als mit MP
12 € 20 € weitaus mehr als mit MP weitaus mehr als mit MP
Gesamtkosten bei min. Stammkapital von 25.000€ (geschätzt)
781 € 849 € > 1088 € > 1213 €
Das Stammkapital einer GmbH muss mindestens 25.000 Euro betragen, das einer UG mindestens einen Euro. Das Stammkapital der UG sollte an den tatsächlichen Kapitalbedarf der Gesellschaft angepasst sein. Ansonsten droht eine Anzeige wegen Insolvenzverschleppung.
Der Gesellschaftsvertrag hat das Stammkapital der GmbH oder UG anzugeben. Das Stammkapital der GmbH beträgt mindestens 25.000 Euro, das der UG mindestens einen Euro. Das Stammkapital ist auf Geschäftsanteile aufzusplitten, die von den jeweiligen Gesellschaftern zu tragen sind. Der Nennbetrag der Geschäftsanteile ist in Euro anzugeben. Eine gleichmäßige Aufteilung ist nicht notwendig – ein Gesellschafter darf auch mehrere Geschäftsanteile übernehmen. Die einzelnen Geschäftsanteile müssen sich zusammen auf die Höhe des Stammkapitals summieren. Die Geschäftsanteile der einzelnen Gesellschafter sind mit ihrem Nennbetrag - auch in prozentualer Beteiligung - aufzuführen. Außerdem sind der Vor- und Zuname, das Geburtsdatum und der Wohnort der Gesellschafter anzugeben. Die Geschäftsanteile sind mit Nummern zu versehen, sodass sie einfach zuzuordnen sind.
Die Erbringung von Einlagen ist auf zwei Arten möglich.
Bareinlagen: Zahlung der Einlage in Geld.
Sacheinlage: Zahlung der Einlage durch die Einbringung von Sachen oder Rechten.
Gemischte Einlage: Zahlung einer Sach- und Bareinlage.
Zeitpunkt der Einbringung | Kapitaleinzahlung
Das Stammkapital der Gesellschaft muss im Zeitpunkt der Eintragung der GmbH ins Handelsregister erbracht sein. Eine vollständige Einzahlung ist jedoch nicht notwendig:
1. Bareinlagen
Bei der UG sind Bareinlagen vollständig einzuzahlen. Bei der GmbH müssen pro Gesellschafter 25 Prozent eingezahlt sein, aber insgesamt mindestens 12.500 Euro.
Sacheinlagen sind in voller Höhe zu erbringen. Der Wert einer Sacheinlage muss ihrem tatsächlichen Marktwert entsprechen. Dies ist durch einen Sachgründungsbericht nachzuweisen. Das Amtsgericht darf bei einer (vermuteten) Überbewertung der Sacheinlage ein Sachverständigengutachten anfordern. Ein solches ist mit Kosten verbunden.
3. Gemischte Einlagen
Bei gemischten Einlagen sind die Vorschriften bezüglich der Sach- und Bareinlagen zu kombinieren. Ist eine Bareinlage in Höhe von 25 Prozent des Stammkapitals erbracht, müssen die Gesellschafter Sacheinlagen einbringen, die den Kapitalwert auf mindestens 12.500 Euro steigern.
Die Bargründung einer Gesellschaft erfolgt in der Praxis durch die Eröffnung eines Bankkontos. Das Konto muss zur freien Verfügung der Geschäftsführer stehen. Sollte eine Insolvenz drohen und das Konto nicht ausreichend Guthaben aufweisen, müssen die Gesellschafter bis zur Höhe der Stammeinlage haften.
Sollten die Gesellschafter einer GmbH eine Einlage von lediglich 12.500 Euro erbringen, müssen sie diese de facto nicht auf 25.000 Euro aufstocken. Für die Einzahlung der ausstehenden Einlagen existiert keine Frist. Eine solche kann aber im Gesellschaftsvertrag vereinbart oder nach einer Anforderung durch den Geschäftsführer notwendig werden. Die volle Haftungsbeschränkung der GmbH tritt erst ein, wenn die Gesellschafter das Stammkapital vollständig eingezahlt haben.
Einzahlungspflicht einer Ein-Personen-GmbH
Die frühere Rechtsprechung forderte, dass die Gesellschafter einer Ein-Personen-GmbH das Stammkapital vollständig erbringen müssen. Diese Regelung ist nicht mehr existent.
Die GmbH ist dazu verpflichtet, ihr Stammkapital zu erhalten. Sie darf das Stammkapital nicht an ihre Gesellschafter auszahlen, vgl. § 30 I S.1 GmbHG. Das Gesellschaftsvermögen ist daher insoweit aufrechtzuerhalten, als dass es das Stammkapital abdeckt. Eine verbotene Auszahlung liegt nicht vor, wenn die GmbH für die Auszahlung von Stammkapital eine vollwertige Gegenleistung erhält, § 30 I S.2 GmbHG. Diese Regelung betrifft Konstellationen, bei denen die GmbH ihren Gesellschaftern einen Kredit gewährt. Sie erhält für die Auszahlung von Geld einen Rückzahlungsanspruch von den jeweiligen Gesellschaftern. Die Regelung sichert das in der Praxis gebräuchliche Cash-Pooling. Bei diesem zieht eine GmbH ihre überschüssige Liquidität ab. Oftmals sind eine Holding oder ein Mutterkonzern beteiligt.
Der Geschäftsführer einer GmbH ist in vielen Situationen an einer Kapitalerhöhung interessiert. Diese ist im Handelsregister einsehbar und signalisiert den Marktteilnehmern eine hohe Bonität und Seriosität. Die Erhöhung von Stammkapital ist auf zwei Arten möglich.
Die Gesellschafter leisten weitere Einlagen
Gesellschaftsmittel fließen in das Stammkapital
Im 1. Fall erhält die Gesellschaft neues Kapital. Im 2. Fall wandeln die Gesellschafter Gewinne in Stammkapital um. Jede Kapitalerhöhung erfordert einen Mehrheitsbeschluss der Gesellschafter. Da die Höhe des Stammkapitals in der Satzung verankert ist, ist eine dementsprechende Satzungsänderung mit notarieller Beurkundung notwendig. Nach § 55a GmbHG darf die Satzung aber auch eine Klausel enthalten, die eine Kapitalerhöhung durch den Geschäftsführer ermöglicht. Eine Kapitalerhöhung erfordert das Erfüllen von vier Voraussetzungen:
Übernahmevertrag zwischen der Gesellschaft und den Übernehmern des Kapitals.
Leistung der Einlage (zumindest teilweise).
Eintragung der Kapitalerhöhung im Handelsregister.
Bekanntmachung der Eintragung.
Sind diese Voraussetzungen kumulativ erfüllt, erlangt die Kapitalerhöhung Wirksamkeit.
Die Bestellung von Geschäftsführern ist in das Handelsregister einzutragen, §§ 8, 39 IV GmbHG. Die Eintragung im Handelsregister hat eine reine deklaratorische Wirkung. Ausschlaggebend ist der organschaftliche Akt der Bestellung auf der Gesellschafterversammlung. Der Geschäftsführer ist nach seiner Bestellung voll handlungsfähig. Seine Anmeldung hat schriftlich zu erfolgen und muss notariell beurkundet werden. Der Geschäftsführer hat verschiedene Dokumente zu unterzeichnen. Er muss dem Registergericht bei seiner Anmeldung versichern, dass keine Umstände vorliegen, die gegen seine Bestellung sprechen. Entgegensprechende Gründe sind beispielsweise rechtskräftige Verurteilungen wegen Straftaten. Der Geschäftsführer unterliegt einer umfassenden Auskunftspflicht. Macht er gegenüber dem Gericht oder der GmbH falsche Angaben, macht er sich strafbar und hat ggf. Schadensersatz zu leisten.
Die Änderung einer Vertretungsbefugnis bedarf der Eintragung in das Handelsregister. Die Eintragung liegt im Verantwortlichkeitsbereich der Geschäftsführung. Geschäftsführer sollten darauf achten, dass ihre Ernennung zum „Stellvertreter“ eine eintragungspflichtige Tatsache darstellt. Der Zusatz „Stellvertreter“ ist nur innerhalb der GmbH von Bedeutung. Nach außen hin ist der Stellvertreter weiterhin ein ganz normaler Geschäftsführer.
Selbstständig kommt von „Selbst“ und „Ständig“. Unternehmer haben viel um die Ohren. Manchmal leidet auch das Privatleben darunter. Gründer möchten sich in den stressigen Gründungsjahren in erster Linie auf eine Sache fokussieren: Ihre Kernkompetenzen. Und eventuell etwas Freizeit genießen - dies ist durch Outsourcing möglich.
Die Gründung einer GmbH oder UG können Sie durch einen einfachen Trick überspringen. Kaufen Sie einfach eine Mantel- oder Vorratsgesellschaft von HDB. HDB bietet Vorratsgesellschaften an. Vorratsgesellschaften sind Kapitalgesellschaften, die auf Vorrat gegründet wurden. Sie stehen für neue Firmengründungen zur Verfügung. Sie müssen die Gesellschaft nur noch von einem Notar auf sich übertragen lassen. Sie sind nach nur einem Tag Inhaber einer GmbH oder UG. Dafür müssen Sie eine Gebühr an HDB entrichten (ZEIT gegen GELD). Diese setzt sich aus den Kosten der Behördengänge und einer Gebühr für den zeitlichen Aufwand zusammen.
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References: § 7
 § 6
 § 399
 § 82
 § 400
 § 17
 § 313
 § 331
 § 43

§ 5
 § 15
 § 40
 § 823
 § 15
 § 823
 § 263
 § 266
 § 30
 § 30
 § 55