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Timestamp: 2016-10-24 23:48:35+00:00

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1P.566/2003 (09.10.2003)
1P.566/2003 /sta
X.________, Beschwerdef�hrer, vertreten durch Rechtsanwalt Dr. Valentin Landmann, M�hrlistrasse 97, 8006 Z�rich,
Pr�sident der I. Strafkammer des Obergerichtes
des Kantons Z�rich, Hirschengraben 15, Postfach,
pers�nliche Freiheit, Art. 31 Abs. 3 BV
(Sicherheitshaft, Haftdauer, Verh�ltnism�ssigkeit),
Staatsrechtliche Beschwerde gegen die Verf�gung des Pr�sidenten der I. Strafkammer des Obergerichtes des Kantons Z�rich vom 27. August 2003.
Die Staatsanwaltschaft des Kantons Z�rich wirft X.________ (gem�ss Anklageschrift vom 25. M�rz 2003) vor, er habe am 1. August 2002 mit seiner ehemaligen Freundin den ungesch�tzten Geschlechtsverkehr vollzogen. Der Angeklagte sei damals "der festen �berzeugung" gewesen, "HIV-positiv zu sein". "Durch den bewusst ungesch�tzt vorgenommenen Geschlechtsverkehr" habe er "zumindest in Kauf" genommen, "das HI-Virus, welches mit hoher Wahrscheinlichkeit zum Ausbruch der Immunschw�che AIDS f�hrt", auf seine Sexualpartnerin "zu �bertragen und sie dadurch mit einer Krankheit anzustecken, die nicht nur eine schwere Sch�digung des K�rpers verursacht, sondern unheilbar ist und mit hoher Wahrscheinlichkeit zum Tode f�hrt". Wie sich erst im Laufe der Strafuntersuchung herausgestellt habe, sei X.________ jedoch "irrt�mlicherweise" davon ausgegangen, Tr�ger des HI-Virus zu sein. Daher habe er sich des untauglichen Versuches der schweren K�rperverletzung bzw. des Verbreitens menschlicher Krankheiten schuldig gemacht.
Mit Urteil vom 23. Juni 2003 sprach das Obergericht (I. Strafkammer) des Kantons Z�rich X.________ der untauglich versuchten schweren K�rperverletzung (Art. 122 Abs. 3 i.V.m. Art. 23 Abs. 1 StGB) sowie des untauglich versuchten Verbreitens menschlicher Krankheiten (Art. 231 Ziff. 1 Abs. 1 StGB i.V.m. Art. 23 Abs. 1 StGB) schuldig. Das Obergericht verurteilte X.________ zu 15 Monaten Gef�ngnis (unbedingt) und schob den Vollzug der Gef�ngnisstrafe zu Gunsten einer station�ren psychiatrischen Behandlung des Verurteilten (gem�ss Art. 43 Ziff. 1 Abs. 1 i.V.m. Ziff. 2 Abs. 1 StGB) auf. Das Strafurteil ist noch nicht rechtskr�ftig.
Seit 3. August 2002 befindet sich X.________ in Untersuchungs- und Sicherheitshaft im Bezirksgef�ngnis Horgen. Ein Haftentlassungsgesuch des Inhaftierten vom 20. August 2003 wies das Obergericht (Pr�sident der I. Strafkammer) des Kantons Z�rich mit Verf�gung vom 27. August 2003 ab. Dagegen gelangte X.________ mit staatsrechtliche Beschwerde vom 24. September 2003 an das Bundesgericht. Er r�gt eine Verletzung der pers�nlichen Freiheit und beantragt seine Haftentlassung. Eventualiter sei die Streitsache zur Neubeurteilung an den kantonalen Haftrichter zur�ckzuweisen. Das Obergericht (Pr�sident der I. Strafkammer) und die Staatsanwaltschaft des Kantons Z�rich haben am 29. September 2003 je ausdr�cklich auf eine Vernehmlassung verzichtet.
Der Beschwerdef�hrer beantragt im Hauptstandpunkt neben der Aufhebung des angefochtenen Entscheides seine Haftentlassung. Dieses Begehren ist in Abweichung vom Grundsatz der kassatorischen Natur der staatsrechtlichen Beschwerde zul�ssig, da im Falle einer nicht gerechtfertigten strafprozessualen Haft die von der Verfassung geforderte Lage nicht schon mit der Aufhebung des angefochtenen Entscheids, sondern erst durch eine positive Anordnung hergestellt werden kann (BGE 129 I 129 E. 1.2.1 S. 131 f.; 124 I 327 E. 4a S. 332; 115 Ia 296 f. E. 1a, je mit Hinweisen).
Der Beschwerdef�hrer macht geltend, er befinde sich seit Anfang August 2002 ununterbrochen in strafprozessualer Haft. Damit sei die Haftdauer unverh�ltnism�ssig bzw. in grosse N�he der vom Obergericht ausgef�llten Freiheitsstrafe von 15 Monaten gelangt. Da die Staatsanwaltschaft gegen das Strafurteil kein Rechtsmittel eingelegt habe, sei keine h�here Freiheitsstrafe m�glich. Dass die Strafe zu Gunsten einer station�ren Massnahme aufgeschoben worden sei, �ndere nichts an der Rechtswidrigkeit der Haft. Abgesehen von der (seiner Ansicht nach) mangelhaften Begr�ndung des angefochtenen Entscheides habe der Beschwerdef�hrer "allen Grund zur Bef�rchtung", dass die kantonalen Beh�rden "die Proforma-Suche nach einem Therapieplatz" dazu missbrauchen w�rden, "ihn ohne ausreichenden Haftgrund m�glichst lange in Haft zu behalten in der Hoffnung, ihn mit diesem Druckmittel" therapiewillig machen oder von Suchtmitteln abhalten zu k�nnen. F�r solche Ziele d�rfe Sicherheitshaft jedoch nicht "zweckentfremdet" werden.
Strafprozessuale Haftgr�nde, wie etwa Fluchtgefahr, seien nicht gegeben und w�rden im angefochtenen Entscheid auch nicht behauptet. Das "Risiko der k�nftigen Begehung irgendwelcher anderer Delikte" sei zwar "nicht v�llig von der Hand zu weisen", rechtfertige aber keine Sicherheitshaft. Wie das z�rcherische Strafprozessrecht ausdr�cklich bestimme, diene Sicherheitshaft "lediglich der Pr�vention von Wiederholungs- oder Fortsetzungstaten" bzw. "der Verhinderung versuchter oder vorbereiteter, mithin bestimmter Verbrechen". Da der Beschwerdef�hrer nachgewiesenermassen seronegativ sei und diesen Befund nun auch kenne, sei Wiederholungsgefahr (in Bezug auf die ihm vorgeworfene untauglich versuchte Ansteckung mit dem HI-Virus) nicht ersichtlich. Konkrete Hinweise f�r die Ausf�hrung irgend eines Verbrechens best�nden nicht. Aber selbst wenn Haftgr�nde vorl�gen, k�nne diesen mit weniger einschneidenden Ersatzmassnahmen begegnet werden, wie selbst die Staatsanwaltschaft im kantonalen Haftpr�fungsverfahren einger�umt habe.
Die Anordnung und Fortdauer von strafprozessualer Haft setzt nach z�rcherischem Strafprozessrecht das Vorliegen von besonderen Haftgr�nden voraus (vgl. � 58 Abs. 1-2 StPO/ZH). Sie muss ausserdem verh�ltnism�ssig erscheinen, namentlich im Hinblick auf die dem Angeschuldigten vorgeworfene Straftat bzw. die zu erwartende Sanktion (vgl. � 58 Abs. 3 StPO/ZH).
3.1 Gem�ss Art. 31 Abs. 3 BV und Art. 5 Ziff. 3 EMRK hat eine in strafprozessualer Haft gehaltene Person Anspruch darauf, innerhalb einer angemessenen Frist richterlich abgeurteilt oder w�hrend des Strafverfahrens aus der Haft entlassen zu werden. Eine �berm�ssige Haftdauer stellt eine unverh�ltnism�ssige Beschr�nkung dieses Grundrechts dar. Sie liegt dann vor, wenn die Haftfrist die mutmassliche Dauer der zu erwartenden freiheitsentziehenden Sanktion �bersteigt. Bei der Pr�fung der Verh�ltnism�ssigkeit der Haftdauer ist namentlich der Schwere der untersuchten (bzw. zu bef�rchtenden neuen) Straftaten Rechnung zu tragen. Der Richter darf die Haft nur so lange erstrecken, als sie nicht in grosse zeitliche N�he der (im Falle einer rechtskr�ftigen Verurteilung) konkret zu erwartenden Dauer der freiheitsentziehenden Sanktion r�ckt. Im Weiteren kann eine Haft die zul�ssige Dauer auch dann �berschreiten, wenn das Strafverfahren nicht gen�gend vorangetrieben wird, wobei sowohl das Verhalten der Justizbeh�rden als auch dasjenige des Inhaftierten in Betracht gezogen werden m�ssen. Nach der �bereinstimmenden Rechtsprechung des Bundesgerichts und des Europ�ischen Gerichtshofes f�r Menschenrechte ist die Frage, ob eine Haftdauer als �berm�ssig bezeichnet werden muss, aufgrund der konkreten Verh�ltnisse des einzelnen Falles zu beurteilen (BGE 128 I 149 E. 2.2 S. 151; 126 I 172 E. 5a S. 176 f.; 124 I 208 E. 6 S. 215; 123 I 268 E. 3a S. 273, je mit Hinweisen).
3.2 Wie sich aus den Akten ergibt, hatten die kantonalen Beh�rden gegen den Beschwerdef�hrer zwar urspr�nglich auch noch wegen mutmasslicher Vergewaltigung und sexueller N�tigung seiner ehemaligen Freundin ermittelt. Die betreffenden Ermittlungen wurden jedoch ergebnislos eingestellt und es wurde diesbez�glich keine Anklage erhoben. Der Beschwerdef�hrer befindet sich seit mehr als 14 Monaten in Untersuchungs- und Sicherheitshaft im Bezirksgef�ngnis Horgen wegen des Vorwurfs, er habe f�lschlich angenommen, er sei HIV-positiv und habe trotzdem mit seiner ehemaligen Freundin den Geschlechtsverkehr vollzogen.
3.3 Die Fortdauer von Sicherheitshaft zur Sicherstellung des Vollzuges einer allf�lligen (noch nicht rechtskr�ftigen) Freiheitsstrafe erschiene im vorliegenden Fall nicht mehr verfassungskonform, da die Haftdauer bereits in unmittelbare N�he der vom Obergericht ausgef�llten Gef�ngnisstrafe von 15 Monaten ger�ckt ist. Eine h�here Freiheitsstrafe droht hier nicht mehr, da die Staatsanwaltschaft unbestrittenermassen kein Rechtsmittel gegen das Strafurteil erhoben hat. M�glich w�re vielmehr eine Senkung des Strafmasses im Rechtsmittelverfahren.
3.4 Es fragt sich, ob die Sicherheitshaft allenfalls in vorzeitigen Massnahmenvollzug umgewandelt und insofern noch als verh�ltnism�ssig beurteilt werden k�nnte. Diese Pr�fung dr�ngt sich im vorliegenden Fall auf, da das Obergericht den Vollzug der Freiheitsstrafe zu Gunsten einer station�ren Massnahme aufgeschoben hat. Dementsprechend hat die Staatsanwaltschaft im kantonalen Haftpr�fungsverfahren beantragt, dass unverz�glich eine psychiatrische Therapieeinrichtung zu finden sei, welche auch grunds�tzlich nicht therapiewillige Patienten in den vorl�ufigen Massnahmenvollzug aufnimmt. Obwohl es solche Therapiepl�tze gebe, seien bisher "keinerlei Versuche dokumentiert", den Beschwerdef�hrer in eine entsprechende Institution einzuweisen. Auch das kantonale Amt f�r Justizvollzug hat dem Haftrichter empfohlen "zu entscheiden, ob und allenfalls wann" der Beschwerdef�hrer "aus der Sicherheitshaft zu entlassen ist". Allerdings w�rde auch die Fortdauer der Haft in Form des vorzeitigen Massnahmenvollzuges ausreichende strafprozessuale Haftgr�nde voraussetzen (vgl. � 58 Abs. 1-2 StPO/ZH; BGE 126 I 172 E. 3a S. 174).
3.5 Im Falle des vorzeitigen Massnahmenvollzuges stellt sich bei der Pr�fung der zul�ssigen Haftdauer eine besondere Schwierigkeit, da freiheitsentziehende sichernde Massnahmen grunds�tzlich auf unbestimmte Zeit (n�mlich so lange sie sachlich geboten erscheinen) angeordnet werden. Anders als beim vorzeitigen Strafvollzug kann daher beim vorl�ufigen Massnahmenvollzug nicht ohne weiteres gepr�ft werden, ob der bisher erlittene Freiheitsentzug in grosse N�he der zu erwartenden Dauer der Sanktion geraten ist. Gem�ss der bundesgerichtlichen Praxis besteht diese Schwierigkeit auch dann, wenn neben der sichernden Massnahme eine Freiheitsstrafe ausgef�llt wurde. Von der Dauer der ausgef�llten (und zugunsten der station�ren Massnahme aufgeschobenen) Freiheitsstrafe kann nicht kurzerhand auf die Dauer der freiheitsentziehenden Massnahme geschlossen werden. Anders als bei der Strafe kommt es f�r die Dauer einer sichernden Massnahme nicht auf das Verschulden an, sondern auf die Behandlungsbed�rftigkeit des Verurteilten. Ist der Grund der Massnahme weggefallen, weil sie ihren Zweck erreicht hat (oder nicht mehr erreichen kann), wird sie aufgehoben. Ist das Massnahmenziel teilweise erreicht worden, kann der Verurteilte probeweise bzw. bedingt entlassen werden (BGE 126 I 172 E. 6b-c S. 177 mit Hinweisen).
3.6 Dennoch ist bei der Frage, wie lange eine sichernde Massnahme unter dem Gesichtspunkt der Verh�ltnism�ssigkeit voraussichtlich dauern werde, auch der Schwere der Tatvorw�rfe in angemessenem Umfang Rechnung zu tragen. Dies umso mehr, als die hier in Frage kommende Massnahme nach Art. 43 Ziff. 1 Abs. 1 StGB (Einweisung in eine Heil- oder Pflegeanstalt) jedenfalls ein Verbrechen oder Vergehen voraussetzt. Als strafprozessuale Zwangsmassnahme m�sste auch ein allf�lliger vorzeitiger Massnahmenvollzug verh�ltnism�ssig erscheinen. F�r die Verneinung von �berhaft gen�gt daher ein blosser Hinweis darauf nicht, dass freiheitsentziehende Massnahmen auf unbestimmte Dauer ausgesprochen werden, zumal auch eine rechtskr�ftig ausgef�llte sichernde Massnahme in regelm�ssigen Abst�nden zu kontrollieren w�re (vgl. BGE 116 Ia 60 E. 3a S. 64).
Im Falle von vorzeitigem station�rem Massnahmenvollzug hat der Haftrichter zu pr�fen, ob aufgrund der Aktenlage mit einer Verurteilung zu einer freiheitsentziehenden Massnahme ernsthaft zu rechnen ist, deren gesamter Vollzug deutlich l�nger dauern k�nnte als die bisherige strafprozessuale Haft. F�r den Haftrichter kann es allerdings schwierig sein, eine entsprechende Prognose abzugeben und abzusch�tzen, wann der Angeschuldigte nach einem rechtskr�ftig angeordneten Vollzug der sichernden Massnahme aus der Haft entlassen werden k�nnte. Dabei muss er sich in der Regel an der Therapieprognose des gerichtlich bestellten psychiatrischen Gutachters orientieren sowie an der diesbez�glichen Einsch�tzung des erkennenden Strafgerichtes, sofern - wie hier - bereits ein (noch nicht rechtskr�ftiges) gerichtliches Urteil ergangen ist (BGE 126 I 172 E. 6d-e S. 178 mit Hinweisen).
In seinem Strafurteil vom 23. Juni 2003 hat das Obergericht die Ansicht vertreten, der Beschwerdef�hrer sei (trotz fehlender Therapiewilligkeit) in einer Heilanstalt psychiatrisch zu behandeln. Die ausgef�llte (und durch strafprozessuale Haft unterdessen praktisch verb�sste) Freiheitsstrafe von 15 Monaten Gef�ngnis sei deshalb aufzuschieben. Bei dieser Sachlage fragt es sich, weshalb der Haftrichter des Obergerichtes zwar den Antrag um Entlassung aus der Sicherheitshaft abgelehnt, aber nicht wenigstens den vorzeitigen Massnahmenantritt angeordnet bzw. gepr�ft hat.
4.1 Diese Frage dr�ngt sich um so mehr auf, als die erlittene strafprozessuale Haft unterdessen in unmittelbare N�he der vom Obergericht ausgef�llten Freiheitsstrafe von 15 Monaten Gef�ngnis ger�ckt ist. Ausserdem wurde schon im Strafurteil ausdr�cklich darauf hingewiesen, dass sowohl ein Gesuch des Verurteilten um vorzeitigen Massnahmenantritt vorliege, als auch das betreffende Einverst�ndnis der Anklagebeh�rde. Trotzdem sei ein vorzeitiger Massnahmenantritt bisher "offenbar nicht m�glich" gewesen. Seither sind mehr als drei Monate vergangen. Auf Seite 46 (E. 7) des Strafurteils wurde noch etwas n�her pr�zisiert, dass der vorzeitige Massnahmenvollzug "offenbar aus Kapazit�tsgr�nden" bisher nicht m�glich gewesen sei. Im Strafurteil wurde sodann erwogen, dass die station�re psychiatrische Massnahme (trotz fehlender Massnahmewilligkeit des Verurteilten) sachlich geboten und gesetzlich zul�ssig sei. Beim Verurteilten bestehe "ein nicht zu untersch�tzendes R�ckfallrisiko". Ausserdem m�sse "ohne Behandlung in Zukunft mit einer gesteigerten Gewaltbereitschaft gerechnet" werden.
4.2 Weiter wurde im Strafurteil (auf Seiten 47 f.) erwogen, dass der Beschwerdef�hrer zwar nicht mehr massnahmenwillig sei, da er davon ausgehe, "dass er den Grossteil der zu erwartenden Strafe bereits abgesessen hat". "Erfahrungen aus der Praxis" h�tten jedoch "gezeigt, dass eine urspr�nglich fehlende Therapiewilligkeit im Verlauf der Behandlung oftmals erarbeitet werden" k�nne. "Erstes Therapieziel" k�nne "durchaus die Schaffung von Einsicht und Therapiewilligkeit darstellen".
4.3 Im angefochtenen Entscheid wurde dem Gesuch des Beschwerdef�hrers um Entlassung aus der Sicherheitshaft nicht stattgegeben. Ebenso wenig wurde die �berf�hrung des Verurteilten in den vorzeitigen Massnahmenvollzug angeordnet. Der Entscheid wurde vom Haftrichter des Obergerichtes wie folgt begr�ndet:
"(...) nachdem allein aus der Tatsache, dass es die Klinik Rheinau - aufgrund der dem Gericht schon bei Urteilsf�llung bekannten ablehnenden Haltung des Verurteilten einer station�ren Massnahme gegen�ber - abgelehnt hat, den Verurteilten aufzunehmen, noch nicht auf ein Scheitern der Massnahme geschlossen werden kann,
nachdem somit im Sinne der Erw�gungen der Staatsanwaltschaft seitens der Vollzugsbeh�rden weitere Schritte zur Durchsetzung der angeordneten station�ren Massnahme zu unternehmen sind und bei einem allf�lligen Scheitern der Massnahme dem Gericht ein Gesuch um Vollzug der Strafe oder Anordnung einer andern Massnahme zu stellen ist,
nachdem vor dem Hintergrund der Anordnung der station�ren Massnahme auch die Verh�ltnism�ssigkeit gewahrt ist."
4.4 Diese summarischen Erw�gungen sind sachlich nicht nachvollziehbar und halten im Ergebnis vor dem verfassungsm�ssigen Anspruch auf pers�nliche Freiheit nicht stand. Der Haftrichter legt nicht dar, weshalb er einerseits die vom Obergericht angeordnete station�re Massnahme weiterhin ausdr�cklich als durchsetzbar ansieht, anderseits aber dennoch auf die Versetzung des Beschwerdef�hrers in den vorzeitigen Massnahmenvollzug verzichtet. Am 12. August 2003 hat das Amt f�r Justizvollzug des Kantons Z�rich den Haftrichter darauf hingewiesen, dass der vorzeitige Massnahmenantritt bisher nicht habe bewilligt werden k�nnen. Da der Beschwerdef�hrer sich gegen den Vollzug einer station�ren Massnahme ausgesprochen habe, komme auch ein vorl�ufiger Massnahmenantritt - jedenfalls nach Auskunft der Kantonalen Psychiatrischen Klinik Rheinau - nicht in Frage. Das Amt f�r Justizvollzug lud den Haftrichter daher ein, "zu entscheiden, ob und allenfalls wann" der Beschwerdef�hrer "aus der Sicherheitshaft zu entlassen ist". Die Staatsanwaltschaft des Kantons Z�rich hat den Haftrichter schon in ihrer Stellungnahme vom 25. August 2003 zum Haftentlassungsgesuch darauf hingewiesen, dass neben der Klinik Rheinau "auch andere Institutionen" best�nden, "welche auch bei Eintritt nicht massnahmewillige Patienten aufnehmen". Die Staatsanwaltschaft beanstandete ausdr�cklich, dass gem�ss den vorliegenden Akten "keinerlei Versuche dokumentiert" seien, den Beschwerdef�hrer "in eine andere Institution (z.B. Klinik Im Hasel, 5728 Gonterschwil)" einzuweisen. "Dies" sei "nachzuholen, insbesondere auch vor dem Hintergrund der dringenden Empfehlung einer station�ren Massnahme der Gutachterin".
Dieser Auffassung ist beizupflichten. Falls es die Klinik Rheinau (trotz des Strafurteils des Obergerichtes) "ablehnen" sollte, den Beschwerdef�hrer in den vorzeitigen Massnahmenvollzug aufzunehmen, h�tten die kantonalen Beh�rden unverz�glich f�r einen anderen geeigneten vorl�ufigen Therapieplatz zu sorgen. Falls ein solcher trotz aller Anstrengungen nicht gefunden werden k�nnte (was nach den Darlegungen der Staatsanwaltschaft eher unwahrscheinlich erscheint), w�re der Beschwerdef�hrer (n�tigenfalls unter Auflagen) aus der Sicherheitshaft zu entlassen. Als blosses Instrument, um die "Therapiewilligkeit" des Verurteilten (bis zur Rechtskraft des Strafurteils) zu erh�hen, darf Sicherheitshaft jedenfalls nicht missbraucht werden, weshalb die strafprozessuale Haft auch im vorliegenden Fall nicht unbeschr�nkt weiterdauern kann. Entweder ist der Verurteilte ohne weiteren Verzug aus dem Bezirksgef�ngnis Horgen in den vorzeitigen Massnahmenvollzug zu versetzen, oder dann ist er (allenfalls unter Auflage von Ersatzmassnahmen) aus der Sicherheitshaft zu entlassen, die bereits in unmittelbare N�he der vom Obergericht ausgef�llten Freiheitsstrafe ger�ckt ist. Im Falle einer Versetzung in den vorzeitigen Massnahmenvollzug w�re ausserdem darzulegen, worin die strafprozessualen Haftgr�nde liegen (� 58 Abs. 1-2 StPO/ZH). Diese werden im angefochtenen Entscheid nicht gepr�ft. Ungeachtet der substanziierten und ernst zu nehmenden Vorbringen des Beschwerdef�hrers hat sich weder der kantonale Haftrichter noch die Staatsanwaltschaft vor Bundesgericht dazu ge�ussert.
4.5 Die kantonalen Beh�rden behaupten nicht, dass im h�ngigen Rechtsmittelverfahren eine h�here als die vom Obergericht ausgef�llte Freiheitsstrafe droht. Die Staatsanwaltschaft hat unbestrittenermassen kein Rechtsmittel gegen das Strafurteil erhoben. Bei dieser Sachlage k�nnte - bei entsprechender Begr�ndung im Haftpr�fungsentscheid - nur ein vorzeitiger Massnahmenantritt die weitere strafprozessuale Freiheitsentziehung allenfalls als verfassungskonform und verh�ltnism�ssig erscheinen lassen. Die kantonalen Beh�rden haben allerdings nicht gepr�ft, ob aufgrund der Aktenlage mit einer freiheitsentziehenden Massnahme ernsthaft zu rechnen ist, deren Vollzug deutlich l�nger dauern k�nnte als die bisherige strafprozessuale Freiheitsentziehung (vgl. BGE 126 I 172 E. 6e S. 178), und sie haben zu dieser Frage auch keine Stellungnahme abgegeben. Wie bereits dargelegt, finden sich im angefochtenen Entscheid auch keine Erw�gungen zum Vorliegen strafprozessualer Haftgr�nde. Eine Vernehmlassung haben weder der Haftrichter noch die Staatsanwaltschaft eingereicht.
Nach dem Gesagten ist der angefochtenen Entscheid aufzuheben und die Streitsache zur Neubeurteilung an die kantonalen Beh�rden zur�ckzuweisen. Entweder ist der Beschwerdef�hrer vom zust�ndigen Haftrichter ohne weiteren Verzug in den vorl�ufigen Massnahmenvollzug einzuweisen oder aber (angesichts der weit fortgeschrittenen Haftdauer) aus der Sicherheitshaft zu entlassen, allenfalls unter Auflage von geeigneten Ersatzmassnahmen (Alkoholverbot, ambulante psychotherapeutische Behandlung usw.), wie sie im kantonalen Haftpr�fungsverfahren auch die Staatsanwaltschaft im Eventualstandpunkt beantragt hat. Bei zul�ssiger Versetzung in den vorzeitigen Massnahmenvollzug w�re vom Haftrichter (gest�tzt auf die entsprechenden Prognosen des psychiatrischen Gutachtens) ausreichend darzulegen, dass die bisherige strafprozessuale Freiheitsentziehung noch nicht in grosse zeitliche N�he des zu erwartenden station�ren Massnahmenvollzuges ger�ckt ist. Zudem w�re das Bestehen von ausreichenden strafprozessualen Haftgr�nden (Fluchtgefahr, Wiederholungsgefahr, Ausf�hrungsgefahr oder Kollusionsgefahr) darzulegen. Eine sofortige Haftentlassung rechtfertigt sich hingegen im gegenw�rtigen Verfahrensstadium nicht, weshalb das betreffende Gesuch abzuweisen ist.
Zusammenfassend ergibt sich, dass die Beschwerde teilweise gutzuheissen, der angefochtene Entscheid aufzuheben und die Streitsache zur neuen Beurteilung an die kantonalen Beh�rden zur�ckzuweisen ist.
Gerichtskosten sind nicht zu erheben (Art. 156 Abs. 2 OG). Hingegen ist dem anwaltlich vertretenen Beschwerdef�hrer eine angemessene Parteientsch�digung zuzusprechen (Art. 159 Abs. 1 OG). Er obsiegt allerdings nur mit seinem Eventualantrag; im Hauptstandpunkt (Haftentlassung) ist er nicht durchgedrungen. In Ber�cksichtigung der eingereichten Kostennote des Parteivertreters sowie der Bestimmungen des anwendbaren Anwaltshonorartarifes erscheint eine (reduzierte) Parteientsch�digung von Fr. 2'000.-- als angemessen (Art. 159 Abs. 3 OG i.V.m. Art. 4, Art. 6 Abs. 2 sowie Art. 8-9 des Tarifes �ber die Entsch�digungen an die Gegenpartei f�r das Verfahren vor dem Bundesgericht [SR 173.119.1]).
Die staatsrechtliche Beschwerde wird teilweise gutgeheissen, die Verf�gung des Pr�sidenten der I. Strafkammer des Obergerichtes des Kantons Z�rich vom 27. August 2003 wird aufgehoben, und das Verfahren wird zur Neubeurteilung an die kantonalen Beh�rden zur�ckgewiesen.
Das Obergericht des Kantons Z�rich hat dem Beschwerdef�hrer f�r das bundesgerichtliche Verfahren eine Parteientsch�digung von Fr. 2'000.-- zu bezahlen.
Dieses Urteil wird dem Beschwerdef�hrer sowie der Staatsanwaltschaft und dem Obergericht (Pr�sident der I. Strafkammer) des Kantons Z�rich schriftlich mitgeteilt.

References: Art. 31
 Art. 23
 Art. 23
 Art. 43
 Art. 31
 Art. 5
 BGE 
 Art. 43
 BGE 
 BGE 
 Art. 4
 Art. 6
 Art. 8