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Timestamp: 2017-02-25 14:10:47+00:00

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Aktuelle Themen und Nachrichten aus dem. EUropäischen Parlament. Petra Kammerevert, MdEP. Newsletter. Europäisches Parlament
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1 Aktuelle Themen und Nachrichten aus dem EUropäischen Parlament Petra Kammerevert, MdEP Newsletter Europäisches Parlament NEU! Infobrief der Europaabgeordneten Petra Kammerevert AUSGABE: Dezember 20142 Inhalt Prüfen, statt Panik verbreiten Steuervermeidung Stoppen Europäisches Parlament Andreas Hermsdorf / pixelio.de 4 Am 25. November hat das Europäische Parlament beschlossen, das geplante kanadisch-europäische Abkommen zur Übermittlung von Fluggast- oder PNR-Daten dem Europäischen Gerichtshof zur Prüfung vorzulegen. 10 Europa muss Steuervermeidung endlich effektiv stoppen. Hier werden konkrete Maßnahmen benannt. Aktuelle Themen und Nachrichten 5 9 Neues EU-Investitionspaket nur ein erster Schritt Mitgliedstaaten verweigern angemessene Mittelausstattung Transparenzoffensive der EU- KommissionI Tusk ist neuer EU-Ratspräsident Donald Tusk trat zum 1. Dezember die Nachfolge des bisherigen Ratspräsidenten Herman Van Rompuy an. Europäischen Wanderzirkus beenden! Kommentar von Petra Kammerevert Neue Abstimmungsregeln im Rat der EU Seit dem 1. November 2014 gelten im Rat der Europäischen Union die Abstimmungsregeln des Lissabon-Vertrags. Wir brauchen einen neuen #Aufschrei Internationaler Tag gegen Gewalt an Frauen: Kampagne gegen Diskrimierung und Gewalt an Frauen und Mädchen Suchmaschinen im Visier Das Europäische Parlament spricht sich für eine nichtdiskriminierende Online-Suche aus. Europa studieren und erleben Bewerbungsphase für Masterstudiengänge am College of Europe 2015/2016 läuft noch bis zum Klischees, Halbwahrheiten und Ihre Erklärung Behauptung: Die EU verfügt über ein aufgeblähtes Budget Europa-Quiz Nehmen Sie noch heute an unserem Weihnachtsspecial teil.3 Petra Kammerevert Vorwort Liebe Leserinnen und liebe Leser, die letzte Plenarwoche stand im Schatten der Enthüllungen um die sogenannten Luxemburg-Leaks. Die Aufdeckungen bestätigen die seit Jahren erhobenen Vorwürfe der Sozialdemokraten, dass viele Mitgliedstaaten mit ihren Steuergesetzen und Steuersparmodellen untereinander konkurrieren und international agierende Unternehmen auf Kosten der Allgemeinheit ins Land locken. Rund Milliarden Euro im Jahr kosten die systematische Steuervermeidung und der Steuerbetrug den europäischen Steuerzahler Geld, das für notwendige Investitionen in Bildung, Forschung und Infrastruktur in Europa schlussendlich fehlt. Damit muss endlich Schluss sein. Bereits 2012 hat die sozialdemokratische Fraktion diesen Skandal in einer von ihr in Auftrag gegebenen unabhängigen Studie belegt und versucht seitdem mit Gesetzesvorschlägen gegenzusteuern. Leider vielfach vergebens. Die Steuergesetzgebung liegt nach wie vor in der Verantwortung der Mitgliedstaaten. Bislang hat man sich nur bei der Mehrwertsteuer auf eine Bandbreite der Steuern mit festgesetzten Unter- und Obergrenzen geeinigt. Steuerharmonisierungen bei den Unternehmenssteuern bislang Fehlanzeige. Bestrebungen dies zu ändern, stecken noch in den Kinderschuhen. Doch zu einer glaubwürdigen Währungsunion in Europa gehört auch eine Fiskalunion mit einheitlichen Steuersätzen und einheitlichem Recht. Eine einheitliche Geldpolitik und die Koordinierung der Haushaltspolitik allein reichen definitiv nicht aus! Jean-Claude Juncker hat in der letzten Woche die politische Verantwortung für den Steuerskandal in Luxemburg übernommen. Er räumte ein, dass manche Praktiken - obwohl legal - ethisch nicht in Ordnung gewesen seien. Der gleichzeitig von ihm vorgeschlagene automatische Informationsaustausch zu den sogenannten tax rulings (steuerliche Vorbescheide über verbindliche Absprachen zwischen einer Steuerbehörde und einem Unternehmen), ist jedoch nur ein Tropfen auf dem heißen Stein. Gegen die grassierende Steuervermeidung in der EU fordern wir im Europäischen Parlament seit langem, dass die EU-Kommission die Verhinderung von Steuerdumping zu einer ihrer zentralen Aufgaben macht, denn eine grundlegende Reform der Unternehmensbesteuerung duldet keinen weiteren Aufschub. Eine einheitliche Bemessungsgrundlage für die Körperschaftssteuer wäre unserer Meinung nach der erste Schritt in die richtige Richtung, ein Mindeststeuersatz für Unternehmen der zweite dazu mehr in diesem Newsletter. Herzlichst Ihre/Eure Petra Kammerevert, MdEP4 Grundrechte-Check durch den EuGH Europäisches Parlament HintergrunD Der ausgehandelte Abkommenstext zwischen der EU und Kanada zum Austausch von Fluggastdaten zum Zweck der Verhütung und Verfolgung von Straftaten wurde im Juni 2014 von den Verhandlungsführern unterschrieben. Um in Kraft treten zu können, muss das EU-Parlament dem Abkommen jedoch noch zustimmen. Änderungen am Text kann das Parlament nicht vornehmen. Bis der EuGH voraussichtlich in etwa sechs bis zwölf Monaten seine Stellungnahme abgegeben hat, ruht das Verfahren. Der Datenaustausch mit Kanada kommt durch die Verzögerung jedoch nicht zum Erliegen. Bei dem geplanten Abkommen sollen bis zu 60 Einzelinformationen von jedem einzelnen Passagier erfasst werden, darunter Informationen über den gesundheitlichen Zustand, Speisewünsche, Kreditkartendaten und Telefonnummern. Auch sensible Daten etwa zur ethnischen Herkunft, politischen Meinung und auch über die religiöse Überzeugung sollen erhoben werden. Die Speicherung erfolgt für fünf Jahre und eine Weitergabe an Drittstaaten ist erlaubt. Justiz und Inneres Mehr Überwachung führt nicht zu mehr Sicherheit Europäischer Gerichtshof soll das Fluggastdaten-Abkommen mit Kanada prüfen Am 25. November hat das Europäische Parlament beschlossen, das geplante kanadisch-europäische Abkommen zur Übermittlung von Fluggast- oder PNR- Daten (Passenger Name Records) dem Europäischen Gerichtshof (EuGH) zur Prüfung vorzulegen. Auch die Konservativen müssen endlich verstehen, dass mehr Überwachung im Ergebnis nicht zu mehr Sicherheit, sondern nur zu weniger Freiheit führt! Bereits im April hat der EuGH in seinem Urteil zur Vorratsspeicherung von Verbindungs- und Standortdaten entschieden, dass eine umfassende anlasslose Datensammlung gegen die Grundrechte der EU-Bürger verstößt. Trotzdem hat die EU-Kommission munter über ein Abkommen mit Kanada verhandelt. Ob das Abkommen mit der europäischen Grundrechtecharta in Einklang steht, schien den Verhandlungsführern offensichtlich nicht so wichtig gewesen zu sein. Auch die konservative EKR-Fraktion sowie die EVP-Fraktion, zu der auch die deutsche CDU/CSU-Gruppe gehört, wollten das Abkommen lieber heute als morgen absegnen so die Europaabgeordnete Petra Kammerevert. Aufgrund massiver Zweifel an der Notwendigkeit und Verhältnismäßigkeit der Maßnahme hatte Petra Kammerevert sich stets entschieden gegen die Speicherung und die Weitergabe von Fluggastdaten ausgesprochen. Ich will keine gläsernen Flugpassagiere, deren Daten ständig und ohne Anlass an Behörden weitergegeben und gespeichert werden. Deshalb ist es sinnvoll, auch die Speicherung von Fluggastdaten ein für alle Mal auf den juristischen Prüfstand zu stellen. Ich bin der festen Überzeugung, dass die EuGH- Entscheidung zur Vorratsdatenspeicherung sich nicht nur auf das Sammeln und Auswerten personenbezogener Informationen aus der Telekommunikation beziehen kann. Wenn es jedoch nur durch dem Umweg über den europäischen Gerichtshof möglich ist hier Rechtssicherheit und ein Umdenken zu bewirken, dann soll es mir recht sein. Sollte der EuGH schlussendlich unsere Zweifel an dem Abkommen bestätigen, wären auch die bereits verabschiedeten Fluggastdaten-Abkommen mit den USA und Australien hinfällig, erklärte die Europaabgeordnete abschließend. Seite 45 Hintergrund Gianni Pittella, der Vorsitzende der S&D- Fraktion sagte: Wir hätten gerne mehr öffentliche Mittel, mehr Investitionen, zur Verfügung, aber dies ist eine gute Grundlage. Er unterstrich, dass es unsere Fraktion nicht interessiere, was die Ratingagenturen sagen - wir interessieren uns für die Menschen. Er erinnerte Juncker daran, dass die S&D-Fraktion ihn unter der Bedingung unterstützt hatte, dass er ein Investitionspaket präsentiert, und dass das Parlament in die Umsetzung vollständig eingebunden werden sollte. Wirtschaft und Währung EU-Investitionspaket nur ein erster Schritt Mitgliedstaaten verweigern angemessene Mittelausstattung Der EU-Kommissionspräsident Jean- Claude Juncker hat am 27. November dem Parlament seinen angekündigten strategischen Investmentfonds vorgestellt, mit dem in den nächsten drei Jahren mindestens 315 Milliarden Euro investiert werden sollen, um die schwächelnde Konjunktur in der EU anzukurbeln. Dabei soll die Europäische Investitionsbank (EIB) eine Schlüsselrolle spielen, denn sie soll einen neuen Europäischen Fond für strategische Investitionen (EFSI) von 21 Milliarden Euro leiten, um risikoreiche Kredite von bis zu 60 Milliarden Euro abzusichern. Die Kommission erhofft sich durch diese Form der Bürgschaft eine Hebelwirkung von 1:15. Das bedeutet, dass ein Euro 15 Euro an privaten Investitionen in der Realwirtschaft bringen soll, die andernfalls nicht getätigt würden. Mit diesen Darlehen sollen schwerpunktmäßig Verkehrsund Telekommunikationsvorhaben sowie Investitionen in den Bereichen Energie, Bildung, Forschung und Innovation angeschoben werden, die zur Schaffung von 1,3 Millionen neuen Jobs führen sollen. Junkers Investitionsplan beruht auf drei Komponenten: Einrichtung eines neuen Europäischen Fonds für strategische Investitionen (EFSI), um in den kommenden drei Jahren zusätzliche Investitionen in Höhe von mindestens 315 Mrd. EUR zu mobilisieren; Schaffung einer Projekt-Pipeline in Verbindung mit technischer Hilfe, damit die Investitionen dorthin fließen, wo sie am dringendsten benötigt werden; Aufstellung eines ehrgeizigen Zeitplans, um Europa für Investitionen attraktiver zu machen und regulatorische Engpässe zu beseitigen. Grundsätzlich sehen wir den guten Willen, aber das Paket alleine schafft bei weitem noch keine Kehrtwende, resümieren die SPD- Europaabgeordneten den Vorstoß Junkers. Angesichts der drohenden Stagnation in Europa sehen wir diesen Fond als einen ersten Schritt in die richtige Richtung und begrüßen die Öffnung des Fonds für weitere Investitionen, die nicht auf die Haushaltsbilanz der Mitgliedsstaaten angerechnet werden. Darüber hinaus müssen die Mitgliedstaaten sich endlich ihrer Verantwortung stellen Europäisches Parlament und ihrerseits frische Mittel freigeben. Dazu erklärt die Europaabgeordnete Petra Kammerevert: Worauf es jetzt ankommt, ist einen echten Anschub für die europäische Wirtschaft zu bewirken, statt nur weiße Salbe auszuteilen. Die Investitionsoffensive ist daher ein wichtiges Signal, denn nur mit Hilfe von Strukturreformen und Investitionen werden wir die Krise in Europa nachhaltig meistern können. Es ist richtig, vor allem in Breitbandund Energienetze sowie in Bildung und Forschung zu investieren, um Arbeitsplätze zu generieren. Nun sind die Mitgliedstaaten am Zug, die im Rahmen der Haushaltsverhandlungen vom Parlament und Kommission vorgeschlagenen Mehrausgaben für Forschung, Bildung und Infrastruktur mitzutragen. Doch mit der Bereitstellung von Geldern allein ist es nicht getan. Die SPD- Europaabgeordneten fordern darüber hinaus, dass auch die Konzeption der Maßnahmen präzisiert wird, denn der Fond darf nicht nur auf hochprofitable Projekte abstellen. Hierfür werden wir uns im Laufe der parlamentarischen Beratungen einsetzen. Seite 56 Europäisches Parlament HintergrunD Donald Franciszek Tusk wurde am 22. April 1957 in Danzig geboren. Er war von 2003 bis 2014 Vorsitzender der von ihm mitbegründeten liberal-konservativen Partei Bürgerplattform (poln. Platforma Obywatelska, kurz PO) sowie 2007 bis 2014 Ministerpräsident der Republik Polen. Europäischer Rat Tusk ist neuer EU-Ratspräsident Die neue Führungsriege der Europäischen Union ist komplett: Donald Tusk trat zum 1. Dezember die Nachfolge des bisherigen Ratspräsidenten Herman Van Rompuy an. Bereits auf dem EU-Gipfel am 30. August in Brüssel haben sich die Staats- und Regierungschefs der EU einstimmig darauf verständigt, Donald Tusk zum ständigen Präsidenten des Europäischen Rates zu ernennen. Zehn Jahre nach der EU-Osterweiterung übernimmt damit erstmals ein Osteuropäer einen Topposten in der Europäischen Union. Für die Wahl von Tusk haben sich vor allem Angela Merkel und der britische Premier David Cameron stark gemacht. Aufgaben des Präsidenten des Europäischen Rates: Die Aufgaben des Präsidenten des Europäischen Rates sind in Artikel 15 Absatz 6 des Vertrags über die Europäische Union festgelegt; er - führt den Vorsitz bei den Arbeiten des Europäischen Rates und gibt ihnen Impulse; - sorgt in Zusammenarbeit mit dem Präsidenten der Kommission auf der Grundlage der Arbeiten des Rates Allgemeine Angelegenheiten für die Vorbereitung und Kontinuität der Arbeiten des Europäischen Rates, - wirkt darauf hin, dass Zusammenhalt und Konsens im Europäischen Rat gefördert werden, - legt dem Europäischen Parlament im Anschluss an jede Tagung des Europäischen Rates einen Bericht vor. Außerdem nimmt er auf seiner Ebene und in seiner Eigenschaft, unbeschadet der Befugnisse des Hohen Vertreters der Union für Außen- und Sicherheitspolitik, die Außenvertretung der Union in Angelegenheiten der Gemeinsamen Außen- und Sicherheitspolitik wahr. Er darf während seiner Amtszeit kein einzelstaatliches Amt ausüben. Seite 67 HintergrunD Jahrelang konnten sich Belgien und Frankreich nicht einigen, wo sich der offizielle Sitz befinden sollte. Erst 1992 auf dem Gipfel von Edinburgh wurde eine Einigung erzielt. Belgien akzeptierte, dass Straßburg offiziell Sitz des Europäischen Parlaments wurde und dass dort zwölf Plenarsitzungen pro Jahr stattfinden, sofern andere Aktivitäten (Sitzungen der Ausschüsse und der politischen Fraktionen sowie Sondersitzungen) nach Brüssel verlegt würden. Diese Einigung wurde dann im Vertrag von Amsterdam festgeschrieben, der 1999 in Kraft trat. Europäisches Parlament Bruxelles ou Strasbourg? Europäischen Wanderzirkus beenden! Kommentar von Petra Kammerevert Es ist traurig, aber wahr, dass das Europäische Parlament Monat für Monat zwischen zwei Sitzen - Straßburg und Brüssel pendelt. Zwölf mal im Jahr hält das Europäische Parlament seine Plenarsitzungen in Straßburg ab, kurze Plenartagungen, die Sitzungen der Fraktionen sowie die Ausschussarbeit finden hingegen in Brüssel statt, wo auch die Kommission und der Rat ihren Sitz haben. Darüber hinaus ist die Verwaltung des Europäischen Parlaments in Brüssel angesiedelt, ein kleiner Teil befindet sich in Luxemburg. Dieser Wanderzirkus wird oft zu Recht als teuer und ineffektiv kritisiert, die Verantwortung dafür ist allerdings nicht den Europaabgeordneten zu zurechnen. Die Arbeitsteilung des EU-Parlaments zwischen Brüssel, Luxemburg und Straßburg ist seit 1992 in den EU- Verträgen festgelegt. Hier ist auch festgelegt, dass das Parlament zwölfmal im Jahr in Straßburg tagen muss. Um dies zu ändern müsste also der Vertrag über die Europäische Union geändert werden. Dies kann aber nur einstimmig durch alle Mitgliedstaaten geschehen. Teilweise sind bei Vertragsänderungen sogar Mitgliederentscheide in den Mitgliedstaaten vorgesehen. Eine Vertragsänderung müsste zudem vom Europäischen Rat, also dem Rat der Staats- und Regierungschefs auf den Weg gebracht werden. Alle Forderungen des Europäischen Parlaments, dieses Thema wieder auf die Tagesordnung im Europäischen Rat zu setzen sind bis dato gescheitert. Bislang hat sich kein Mitgliedsland gefunden auch Deutschland nicht das dieses Ansinnen unterstützt hätte und Frankreich achtet mit Argusaugen darauf, dass an diesem Vertragsteil nicht gerüttelt wird. Aus ihrer Sicht auch durchaus verständlich, denn für das sonst etwas beschauliche Straßburg ist die Anwesenheit der EU-Parlamentarier ein bedeutender Wirtschaftsfaktor. Hotels, Restaurants und Taxi-Unternehmen erleben in der Zeit der Plenartagungen einen wahren Boom. Da Frankreich nicht bereit ist, die Sitzungen in Straßburg zur Disposition zu stellen, wird es wohl auf absehbare Zeit bei der Dualität der Tagungs- und Arbeitsorte bleiben, auch wenn eine Mehrheit der Europaabgeordneten stets darauf pocht, die Entscheidung über den Sitz seines Parlaments selbst treffen zu können. So geschehen auch bei der letzten Abstimmung zum Haushalt der Europäischen Union, wo wir erneut parteiübergreifend das Ende der monatlichen Pendelei gefordert haben, ohne Erfolg. Für uns und unsere Mitarbeiter bedeutet es deshalb weiterhin, einmal im Monat Akten und Ordner einzupacken und für vier Tage nach Straßburg ziehen zu müssen. Insgesamt pendeln jedes Mal rund 2000 Personen mit tonnenschwerer Fracht über 530 Kilometer hinweg. Dies kostet jährlich rund 150 Millionen Euro. Geld das definitiv an anderen Stellen sinnvoller ausgegeben wäre. Deshalb werde ich mich auch weiterhin dafür einsetzen, dass Brüssel der einzige Sitz- und Tagungsort des Europäischen Parlaments wird, auch wenn ich persönlich Straßburg viel schöner finde als Brüssel. Seite 78 Rat der Europäischen Union Neue Abstimmungsregeln im MinisterRat Seit dem 1. November 2014 gelten im Rat der Europäischen Union die Abstimmungsregeln des Lissabon-Vertrags. Während bisher jeder Mitgliedstaat eine festgelegte Anzahl von Stimmen hatte, ist in Zukunft die Bevölkerungszahl das ausschlaggebende Kriterium. Hintergrund Im Rat sind die Mitgliedsstaaten mit jeweils einem Vertreter repräsentiert. Dabei tagt der Rat in unterschiedlichen Zusammensetzungen je nachdem, um welches Politikfeld es sich handelt. Geht es etwa um Justizfragen, nehmen die Justizminister der Nationalstaaten an der Tagung teil. Den Vorsitz in den einzelnen Ratssitzungen führen die Fachminister oder andere, besonders ernannte Vertreter aus dem Mitgliedstaat, der die jeweilige Ratspräsidentschaft ausübt. Dieser muss die Sitzungen des Rates einberufen, vorbereiten und leiten. Die Ratspräsidentschaft wird von einem Mitgliedstaat wahrgenommen und wechselt halbjährlich. Derzeit ist die Reihenfolge bis 2018 durch die Mitgliedsstaaten bereits festgelegt. Der Rat ist neben dem Europäischen Parlament Gesetzgeber der EU. Europäische Union Durch die nun vollzogenen Änderungen im Rat der Europäischen Union wird die Stimmengewichtung abgeschafft und durch ein System der doppelten Mehrheit für die Annahme von Beschlüssen ersetzt. Die qualifizierte Mehrheit kommt künftig zustande, wenn mindestens 55 % der Mitgliedstaaten, die mindestens 65 % der Bevölkerung ausmachen, einem Vorschlag zustimmen. Beschließt der Rat nicht auf Vorschlag der Kommission, so gilt als qualifizierte Mehrheit eine Mehrheit von mindestens 72% der Mitgliedstaaten, die zusammen mindestens 65% der Bevölkerung der Europäischen Union ausmachen. Das Prinzip der Stimmengleichheit one country one vote gibt nicht nur jedem Mitgliedstaat eine Stimme, es trägt gleichzeitig auch dem demografischen Gewicht des betreffenden Staates Rechnung. Bisher hatten Italien, Frankreich und das Vereinigte Königreich, trotz ihrer geringeren Bevölkerungszahlen, jeweils genauso viele Stimmen wie Deutschland. Durch das alte Verfahren wurden die großen Mitgliedstaaten benachteiligt und mittelgroße Länder stark bevorzugt. Die neuen Regeln sind hingegen wesentlich demokratischer und gerechter. Für Deutschland wird es deshalb in Zukunft einfacher, Mehrheiten zu organisieren, um wichtige Vorhaben zu verwirklichen. Darüber hinaus sehen die neuen Regeln eine Sperrminorität vor. Sie wird erreicht, wenn mindestens vier Mitgliedstaaten, die zusammen mehr als 35% der Bevölkerung der EU ausmachen, gegen einen Vorschlag stimmen. Jedoch kann jeder Mitgliedstaat bis zum 31. März 2017 verlangen, dass Entscheidungen nach den Regeln getroffen werden, die vor dem 1. November 2014 in Kraft gewesen sind. Des Weiteren können die Mitgliedstaaten die Anwendung des Kompromisses von Ioannina fordern. Damit kann eine Gruppe von Mitgliedstaaten auch dann eine Mehrheitsentscheidung des Rates ablehnen, wenn sie nicht zahlreich genug ist, um eine Sperrminorität zu bilden. Daraufhin muss der Rat alles in seiner Macht stehende tun, um eine zufriedenstellende Lösung zu finden, und auf die Bedenken reagieren, die von der Gruppe von Staaten geltend gemacht wurden. Der Kompromiss von Ioannina ist ein politischer Kompromiss, in dem der Wille des Rates deutlich wird, in wichtigen Fragen eine Lösung zu finden, die für möglichst viele Mitgliedsländer zufriedenstellend ist. Seite 89 Gewalt gegen Frauen Wir brauchen einen neuen #Aufschrei Internationaler Tag gegen Gewalt an Frauen: Kampagne gegen Diskrimierung und Gewalt an Frauen und Mädchen Anlässlich des Internationalen Tages gegen Gewalt an Frauen, der jedes Jahr am 25. November stattfindet, machten die SPD-Europaabgeordneten auf die Europäisches Parlament gesellschaftlich häufig tolerierte sexuelle Belästigung im öffentlichen Raum aufmerksam. Denn für viele Frauen in Europa ist das sogenannte street Die Gespräche zur transatlantischen Handels- und Investitionspartnerschaft (TTIP) sollen transparenter werden. Das hat die Europäische Kommission am 25. November in Straßburg beschlossen. Damit geht sie auf die seit langer Zeit von den Sozialdemokraten im Europäischen Parlament gestellten Forderungen ein. Zu den Maßnahmen der Kommission für mehr Transparenz bei den TTIP- Verhandlungen gehören: die Veröffentlichung von mehr Verhandlungstexten, die die Kommission den Mitgliedstaaten und dem Parlament bereits zugänglich harassment bitterer Alltag. Blicke, anzügliche Bemerkungen, Aufdrängen, Nachgehen und vieles mehr stellen Übergriffe dar - Psychische und physische Probleme sind meistens die Folge, weswegen diese Art der Belästigung endlich als eine Form der Gewalt an Frauen begriffen werden muss. gemacht hat; Zugang zu TTIP-Texten für alle Abgeordneten des Europäischen Parlaments, durch Öffnung eines Lesesaals für diejenigen Abgeordneten, die bisher keinen Zugang zu vertraulichen Dokumenten hatten; die Einstufung von weniger TTIP- Verhandlungsdokumenten als EU restricted ; damit werden diese für Abgeordnete auch außerhalb des Lesesaals leichter zugänglich; regelmäßige Veröffentlichung und Aktualisierung einer öffentlich zugänglichen Liste der TTIP-Dokumente Die SPD-Europaabgeordneten sind sich an dieser Stelle einig: Wir wollen diesen Missstand beenden! Deswegen fordern wir eine einheitliche und effektive Strategie in Europa, um sicherzustellen, dass es überall in der EU effektive Prävention und Hilfsangebote für Frauen gibt. Frauen haben ein Recht, in Würde und gewaltfrei zu leben. Um für die Hintergrund Der Internationale Tag Bekämpfung von gegen Gewalt an Frauen Gewalt an Frauen ist ein am 25. November weltweit mehr jährlich abgehaltener Bewusstsein zu Gedenk- und Aktionstag schaffen, fahren zur Bekämpfung von die Vereinten Diskriminierung und Gewalt jeder Form gegenüber Nationen vom 25. November bis Frauen und Mädchen. zum 10. Dezember die 16-tägige Kampagne Orange YOUR Neighbourhood. Über die Farbe Orange und den zugehörigen Twitter-Hashtag #orangeurhood werden lokale Aktionen miteinander verknüpft und weltweit sichtbar. Wir machen mit. Seien Sie auch dabei. Zur Kampagnenseite: Europäische Kommission Transparenzoffensive der EU-Kommission gemeinsam mit dem Europäischen Parlament und dem Rat. Darüber hinaus hat sich die Kommission auf gemeinsame Regeln verständigt, alle Kontakte mit Iginteressenvertretern und Lobbyisten der Kommissare, ihrer Kabinettsmitarbeiter und der Generaldirektoren zu veröffentlichen. Demnach verpflichtet sich die Kommission ab dem 1. Dezember vor jedem Treffen die Daten, Orte, Namen der beteiligten Einrichtungen und selbstständigen Einzelpersonen sowie die Gesprächsthemen auf ihrer Website zu veröffentlichen. Seite 910 1) Definition von Steueroasen vornehmen und wirksame Sanktionen verhängen Im Dezember 2012 hat die EU-Kommission Kriterien zur Ermittlung von Drittländern, die Mindeststandards für verantwortungsvolles Handeln im Steuerbereich nicht einhalten, vorgelegt. Diese sind mit existierenden OECD-Standards zu Transparenz und Informationsaustausch kompatibel und erweitern diese. Bis Ende 2014 sollen die identifizierten Staaten auf einer europäischen schwarzen Liste veröffentlicht werden. Gegen nicht-kooperative Steueroasen sollten systematisch und europäisch koordiniert sämtliche Möglichkeiten ausgeschöpft werden: Doppelbesteuerungsabkommen neu verhandeln, aussetzen oder beenden, Finanztransaktionen mit Sonderabgaben belegen, Investitionen und Staatshilfen einfrieren, Zweigstellen europäischer Banken in diesen Drittstaaten schließen. 2) Automatischen Informationsaustausch verbindlich umsetzen und auf alle Länder ausweiten Anfang November wurde auf der Weltsteuerkonferenz in Berlin ein Abkommen unterzeichnet, in dem sich 51 Länder verpflichten, ab Januar 2017 Daten über Auslandskonten von Privatpersonen zu erheben und untereinander auszutauschen (Kontostände, Zinsen, Veräußerungsgewinne). Eine verbindliche Umsetzung muss gewährleistet werden, und das Abkommen muss zeitnah auf alle Länder weltweit ausgeweitet werden. 3) Steuerbetrug begünstigenden Banken notfalls die Lizenz entziehen Gegen europäische Banken und Zweigstellen außereuropäischer Banken in der EU, die Steuerbetrug gezielt ermöglichen oder begünstigen, soll strenger vorgegangen werden. Dies gilt auch für Banken, die Kooperation mit Steuerverwaltung und Aufsichtsbehörden verweigern. Dabei soll neben der Verurteilung zu Strafzahlungen auch der Entzug der Banklizenz geprüft werden. Die Mitgliedstaaten müssen nationalen Aufsichtsbehörden und der gemeinsamen europäischen Bankenaufsicht bei der Europäischen Zentralbank in absehbarer Zeit entsprechende Kompetenzen erteilen. Andreas Hermsdorf / pixelio.de Steuervermeidung und Steuerflucht Steuervermeidung in der EU stoppen! Sieben Forderungen der SPD-Europaabgeordneten 4) Unternehmen zur Offenlegung entrichteter Steuern Land für Land verpflichten Um Steuervermeidung grenzüberschreitend tätiger Unternehmen einzudämmen, sollen diese offenlegen, wo sie welche Gewinne erzielen und welche Steuern entrichten. Das Europäische Parlament hat das sogenannte Country-by-Country Reporting bereits für Finanzinstitute und Unternehmen, die in der Rohstoffindustrie und der Forstwirtschaft tätig sind, durchgesetzt. Im Interesse von Steuerzahlern und Investoren sind die Mitgliedstaaten gefordert, die Ausweitung der Regel auf alle Großunternehmen zu unterstützen. Die EU-Kommission soll von Ihrem Initiativrecht Gebrauch machen und einen entsprechenden Umsetzungsvorschlag vorlegen. Die Mitgliedstaaten sollen zudem dafür Sorge tragen, dass die OECD-Initiative gegen Aushöhlung der Besteuerungsgrundlage und Gewinnverlagerung (Base Erosion and Profit Shifting, BEPS) im Rahmen der G-20 vorangetrieben wird. In diesem Zusammenhang Unternehmen sollen dort ihre Steuern zahlen, wo sie ihre Gewinne erwirtschaften! Seite 1011 5) Mehrwertsteuerbetrug bekämpfen Die Einnahmeausfälle durch Mehrwertsteuerbetrug in der EU beliefen sich im Jahr 2012 auf 16% der gesamten Mehrwertsteuereinnahmen. Daher soll die EU-Kommission bis Frühjahr 2015 konkrete Vorschläge vorlegen, wie man den Mehrwertsteuerbetrug bekämpfen kann. 6) Unternehmensbesteuerung europäisch harmonisieren Die gemeinsame konsolidierte Bemessungsgrundlage für die Körperschaftsteuer soll bis 2018 harmonisiert werden. Darüber hinaus soll die Wahlfreiheit für Unternehmen eingeschränkt werden, die sonst zwischen nationalen Steuersätzen und einem gesamteuropäischen Steuersatz abwägen könnten. Das Europaparlament hat die gemeinsame konsolidierte Bemessungsgrundlage für die Körperschaftsteuer mit breiter Mehrheit verabschiedet. Daneben brauchen wir einen Mindeststeuersatz bei der Unternehmensbesteuerung. Im gemeinsamen Binnenmarkt dürfen Wirtschaftsstandorte nicht gegeneinander ausgespielt werden. 7) Personalausstattung der Steuerbehörden erhöhen Steuerbehörden müssen mit ausreichend Personal und Ressourcen ausgestattet sein, um die Steuern einzusammeln und Vergehen entsprechend verfolgen und bestrafen zu können. Dieser Schritt, der einen entscheidenden Beitrag zu mehr Steuergerechtigkeit leisten wird, wird sich selber finanzieren. Alexander Klaus / pixelio.de Freier Dienstleistungsverkehr Suchmaschinen im Visier Das Europäische Parlament spricht sich für eine nicht-diskriminierende Online-Suche aus Am 27. November hat das Europäische Parlament mehrheitlich für eine Resolution gestimmt, in welcher die Mitgliedstaaten und die Kommission aufgefordert werden, Hürden für das Wachstum des digitalen EU- Binnenmarktes abzubauen. Im Fokus steht die Verhinderung des Missbrauchs einer marktbeherrschenden Stellung, wie sie beispielsweise Google innehat. Suchmaschinen sind aus unserem privaten Alltag und vor allem aus unserer Informations- und Wissensgesellschaft nicht mehr wegzudenkenden. Die Online-Suche hat unser Leben deutlich vereinfacht, indem sie uns jederzeit und sekundenschnell einen Zugriff auf die weltweit zur Verfügung stehenden Informationen ermöglicht. Der große Einfluss zeigt sich aber auch darin, dass sich googeln als Begriff sogar in unserem Sprachgebrauch etabliert hat. Trotz aller Euphorie über die Vorzüge dürfen wir dabei nicht verkennen, welch bedeutsamen Einfluss sie auf uns haben, sei es beim Handel mit Gütern und Dienstleistungen oder auch beim Meinungsaustausch und der Teilhabe am sozialen und politischen Leben. Suchmaschinen sind nicht umsonst und sie bilden auch nicht die Realität ab! Der Preis, den wir für sie zahlen, besteht aus der freiwilligen Herausgabe unseren Daten, einer vollkommenen Intransparenz bei der Selektion und beim Ranking von Informationen die mit gezielten Werbeeinblendungen gepaart sind. Momentan dominieren die Standards der US-amerikanischen Konzerne unsere digitale Welt. Dabei werden Daten künftig eine der wichtigsten Ressourcen sein und digitale Standards werden zur maßgeblichen Infrastruktur. Wissen ist bekanntlich Macht und wer weiß, was wir kaufen, wo wir uns befinden, mit wem wir befreundet sind, der weiß einfach zu viel über uns. Deshalb ist es höchste Zeit die Macht der Suchmaschinen durch europäische Standards einzugrenzen. Einerseits durch das Unterbinden jeglichen Missbrauchs bei der Vermarktung von verknüpften Angeboten durch die Suchmaschinenbetreiber und andererseits durch eine nichtdiskriminierende Suche, bei der die Auflistung, Bewertung, Darbietung und Reihenfolge von Ergebnissen transparent und frei von Verzerrungen sind, so die Europaabgeordnete Petra Kammerevert. Seite 1112 College of Europe Europa studieren und erleben hautnah und intensiv Bewerbungsphase für Masterstudiengänge am College of Europe 2015/2016 läuft noch bis zum Die Eurokrise ist längst nicht vorüber, die außenpolitische Lage verschärft sich und die Frage nach der Einheit Europas stellt sich drängender denn je das Jahr 2014 ist ein Jahr voller europapolitischer Herausforderungen. Auch am College of Europe Brügge/ Natolin werden diese Fragen diskutiert: Dort erleben und studieren 450 Hochschulabsolventen aus der ganzen Welt Europa hautnah. Für das Studienjahr 2015/2016 startet jetzt europaweit das Bewerbungsverfahren. In Deutschland, wo rund 35 Studienplätze und Stipendien vergeben werden können, führt die Europäische Bewegung Deutschland e.v. das Auswahlverfahren durch. Das College of Europe ist das älteste und renommierteste europäische Hochschulinstitut für Postgraduierten-Studien rund um die EU. Seit seiner Gründung 1949 haben viele Tausende Absolventen erfolgreiche Karrieren in europäischen und internationalen Institutionen, Parlamenten, Unternehmen und Verbänden gestartet. Nahezu einmalig in Europa ist das Campusleben am College of Europe in Brügge (Belgien) und Natolin (Polen): Die Studierenden wohnen, leben und lernen gemeinsam in einer internationalen Atmosphäre. Jährlich studieren am College of Europe etwa 450 hochqualifizierte Absolventinnen und Absolventen von Hochschulen und Universitäten aus mehr als 50 Ländern. Unterrichtet werden sie von international renommierten Professoren und erfahrenen Praktikern. Das zehnmonatige Studium ist zweisprachig (Englisch und Französisch). Angeboten werden Masterabschlüsse in den Fachbereichen Rechtswissenschaften, Wirtschaft, Politik & Verwaltung sowie Internationale Beziehungen & Diplomatie alle in Brügge. Auf dem Campus in Natolin wird ein Master in Interdisciplinary Studies angeboten. In allen Masterprogrammen gibt es unterschiedliche Spezialisierungsmöglichkeiten. Bewerbungsvoraussetzung: abgechlossenes Universitätsstudium oder ein gleichwertiger Studienabschluss, insbesondere in Recht, Wirtschaftswissenschaften, Politikwissenschaft, Öffentliche Verwaltung, Internationale Beziehungen, Europastudien, Geschichte, Philosophie oder Kommunikationswissenschaften, Journalismus, Sozial- und Sprachwissenschaften, Geographie und verwandten Fachbereichen. o Weitere Informationen zum College of Europe: https://www.coleurope.eu/ Bewerbungsunterlagen und Bewerbungsverfahren, Stipendien und Auswahlverfahren: Haushalt der Europäischen Union Klischees, Halbwahrheiten und Ihre Erklärung Behauptung: Die EU verfügt über ein aufgeblähtes Budget Fakt ist: Die EU verfügte 2013 über einen Haushalt von ca. 150 Milliarden Euro. Das ist natürlich viel Geld, aber stellt man die Summe in Relation zu den insgesamt mehr als 6,4 Billionen Euro der 28 Mitgliedsstaaten, so ist die Summe die der EU jährlich zur Verfügung steht vergleichsweise gering. Allein Deutschland verfügt über einen Haushalt von ca. 300 Mrd. Euro und auch das Budget Österreichs oder Belgiens ist deutlich höher. Dabei entspricht der Haushalt der Europäischen Union rund 1 % des Bruttoinlandsprodukts (BIP) der 28 EU-Länder, also des Gesamtwerts aller in der EU produzierten Waren und Dienstleistungen, wohingegen die Haushalte der Mitgliedsstaaten im Durchschnitt 49 % des BIP ausmachen. Darüber hinaus ist der Haushalt der Europäischen Union immer ausgeglichen, es gibt also kein Haushaltsdefizit und keine Verschuldung. Davon werden 92% der EU-Mittel für die Verwirklichung der politischen und strategischen Ziele aufgewendet, nur 6% sind Personalund Verwaltungsausgaben. Und: Mit rund 90% fließt der größte Teil der Mittel in Form von Förderungen und Hilfen wieder zurück in die Mitgliedstaaten für Programme und Maßnahmen, die den Bürgern unmittelbar zugutekommen, wie beispielsweise die Förderung der regionalen Entwicklung, Jugendaustausch und die Stärkung der Beschäftigungsmaßnahmen. Fazit: Die Unionsbürger mussten 2013 pro Kopf insgesamt 355 EUR zum EU- Haushalt beitragen. Das ist kaum die Hälfte des Preises eines iphones und damit angesichts des großen Nutzens, sicherlich keine nennenswerte Summe. Weiterführende Informationen zum Haushalt der Europäischen Union: Seite 1213 Mobile App Moritz Deutschmann Jetzt unsere Wir in Europa -APP laden Die Positionen der deutschen SPD-Europaabgeordneten im Hosentaschenformat Mit unserer Wir in Europa -App können Sie in einem kleinen Spiel Ihr Wissen über Europa, seine Länder und die Lage der größten europäischen Städte testen. Auch die grundlegende Funktionsweise der Europäischen Union haben Sie mit dieser App jederzeit im Hosentaschenformat zur Hand. Kern des Angebots ist das Glossar. Darin finden Sie die Positionen der Europa SPD zu den wichtigsten und drängendsten europäischen Fragen. Was halten die SPD-Europaabgeordneten von einem möglichen Freihandelsabkommen mit den USA auch TTIP genannt? Wie steht die SPD in Europa zur Energiewende? Was unternehmen wir gegen Lohndumping? Was ist eine gute Zuwanderungspolitik? All diese Fragen und mehrere darüber hinaus werden hier beantwortet. Die Texte werden regelmäßig aktualisiert, so halten wir alle Interessierten stets auf dem Laufenden. Leider gibt es die App bislang nur für Apple und Andoid. Für Android: https://play.google.com/store/apps/details?id=de.spdeuropa&hl=de Für Apple: https://itunes.apple.com/uy/app/europa-app-der-s-d-fraktion/id ?mt=8 Schreibwettbewerb zur EU-Erweiterung gestartet. So ähnlich, so verschieden, so europäisch. Der Wettbewerb findet vom 5. November 2014 bis zum 27. Februar 2015 statt. In den vergangenen zehn Jahren hat sich die Zahl der EU-Mitgliedsländer fast verdoppelt. Als 28. und damit jüngster Mitgliedstaat trat im Jahr 2013 Kroatien der Europäischen Union bei. Heute sind Albanien, Bosnien und Herzegowina, die ehemalige jugoslawische Republik Mazedonien, Island, das Kosovo, Montenegro, Serbien und die Türkei Kandidaten für einen EU-Beitritt. Vor diesem Hintergrund möchte die Europäische Kommission in einem Schreibwettbewerb erfahren, welche Erfahrungen junge Menschen von 18 bis 25 Jahren in der erweiterten Europäischen Union machen, und wie eine erweiterte Union die Herausforderungen der Zukunft bestehen kann. Pro Mitgliedstaat wird unter den Einsendern ein Gewinner gekürt. Diese werden im Mai 2015 zu einer dreitägigen Reise nach Brüssel eingeladen. Die Teilnehmer/innen sind aufgefordert, eine der folgenden Fragen in Form eines Textes (max Wörter) zu beantworten: Welche Erfahrungen hast Du in der erweiterten Europäischen Union gemacht? Wie kann eine erweiterte EU die Herausforderungen der Zukunft bestehen? o Mehr Informationen zum Wettbewerb: Zu den Regeln des Schreibwettbewerbs: Seite 1314 Testen Sie Ihr Wissen! Europa-Quiz Nehmen Sie noch heute an unserem Weihnachtsspecial teil und gewinnen Sie mit etwas Glück eine dreitägige Reise nach Straßburg. Machen Sie mit und gewinnen Sie eine dreitägige Straßburgfahrt für zwei Personen oder eine von drei Kaffetassen von Petra Kammerevert. Um zu gewinnen, lösen Sie das folgende Kreuzworträtsel und schicken Sie uns die Lösung an die folgende -Adresse: Teilnahmeschluss ist der 19. Dezember Der Rechtsweg ist bei allen Verlosungen ausgeschlossen. Wir wünschen allen Teilnehmern viel Spaß und Glück! 1. Wie viele Mitgliedsstaaten hat die Europäische Union? 2. In nur einer Weltregion wird sich die Bevölkerungszahl bis 2060 reduzieren. In welcher? 3. Im Jahr 2011 stellten gut Personen einen Asylantrag in der EU. Die meisten davon stammten aus 4. Die meisten Einwohner der Europäischen Union sind 5. In welchem Staat Europas ist die Wirtschaftskraft pro Kopf am höchsten? 6. Welche Fremdsprache lernen die Schüler EU-weit am häufigsten? 7. Welche Funktion hat der Ausschuss der Regionen? 8. Wo liegt der Europäische Weltraumbahnhof? 9. Wer war der letzte Präsident des Europäischen Rates? 10. Was ist der südlichste Punkt Europas (Kontinental)? 11. Acquis communautaire bedeutet Übernahme des gemeinschaftlichen Welcher Politiker sorgte dafür, dass Brüssel Europäische Hauptstadt wurde? Seite 1415 Impressum Petra Kammerevert, MdEP Herausgeberin Lukas Paslawski Redaktion und Layout Europäisches Parlament, Europäische Union, pixelio.de: Andreas Hermsdorf, Alexander Klaus, Moritz Deutschmann Fotos XWords - Kreuzworträtsel-Generator von Lars Ebert Kreuzworträtsel Ihr direkter Kontakt zu Petra Kammerevert Kavalleriestr. 16, D Düsseldorf Tel.: +49 (0) Fax: +49 (0) Folgen Sie Petra Kammerevert Mehr anzeigen
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