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Timestamp: 2018-09-19 15:04:52+00:00

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Hans-Peter Ullmann: »Baden 1800 bis 1830«, in: Hansmartin Schwarzmaler et al. (Hg.): Handbuch der badenwürttembergischen Geschichte, Bd. 3: Vom Ende des Alten Reiches bis zum Ende der Monarchien, Stuttgart 1992, S. 25–77, hier S. 26–30; weiterhin Willy Andreas: Geschichte der badischen Verwaltungsorganisation und Verfassung in den Jahren 1802–1818, Bd. 1: Der Aufbau des Staates im Zusammenhang der allgemeinen Politik, Leipzig 1913.
Organisationsedikt, 26. 11. 1809, in: Grosherzoglich Badisches Regierungsblatt (1809), Nr. 49, S. 395–494 [OrgE 1809], hier S. 395.
Zum Aspekt von Kooperation und Konflikt im Zusammenhang mit dem »administrativen Vorrücken in die Fläche« siehe in konzeptioneller Hinsicht Jörg Ganzenmüller / Tatjana Tönsmeyer: »Einleitung: Vom Vorrücken des Staates in die Fläche. Ein europäisches Phänomen des langen 19. Jahrhunderts«, in: Jörg Ganzenmüller / Tatjana Tönsmeyer (Hg.): Vom Vorrücken des Staates in die Fläche. Ein europäisches Phänomen des langen 19. Jahrhunderts, Köln 2016, S. 7–31, hier S. 8, 10, 12. Weiterhin die einzelnen Beiträge im ersten Abschnitt.
Jürgen Maciejewski: Amtmannsvertreibungen in Baden im März und April 1848. Bürokratiekritik, bürokratiekritischer Protest und Revolution von 1848/49, Frankfurt am Main 2010; Joachim Eibach: Der Staat vor Ort. Amtmänner und Bürger im 19. Jahrhundert am Beispiel Badens, Frankfurt am Main 1994; Paul Nolte: Gemeindebürgertum und Liberalismus in Baden 1800–1850. Tradition – Radikalismus – Republik, Göttingen 1994. Zur Politik der »Policey« im Sinne einer »absichtsvollen, zweckgerichteten Gestaltung gesellschaftlicher Verhältnisse« im 18. Jahrhundert in Baden vgl. André Holenstein: ›Gute Policey‹ und lokale Gesellschaft im Staat des Ancien Régime. Das Fallbeispiel der Markgrafschaft Baden(-Durlach), 2 Bde., Tübingen 2003, Bd. 1, S. 434–518; Bd. 2, S. 827–832, Zitat S. 827.
Der Begriff ›vor Ort‹ nimmt Bezug auf den Bezirk als unterste staatliche Verwaltungsebene und bezieht sich insbesondere auch auf die Gemeindeverwaltungen, Bewohner sowie lokalen Verhältnisse des Bezirks. Der Begriff wurde in diesem Kontext verwendet von Eibach: Staat vor Ort, S. 11–12.
Zu Kommunikations- und Aushandlungsprozessen zwischen lokaler Verwaltung und Bürgern vgl. Peter Becker: »Sprachvollzug: Kommunikation und Verwaltung«, in: Peter Becker (Hg.): Sprachvollzug im Amt. Kommunikation und Verwaltung im Europa des 19. und 20. Jahrhunderts, Bielefeld 2011, S. 9–42, hier S. 13–14; Rüdiger von Krosigk: Bürger in die Verwaltung! Bürokratiekritik und Bürgerbeteiligung in Baden. Zur Geschichte moderner Staatlichkeit im Deutschland des 19. Jahrhunderts, Bielefeld 2010, S. 15; Stefan Haas / Mark Hengerer: »Zur Einführung. Kultur und Kommunikation in politisch-administrativen Systemen der Frühen Neuzeit und der Moderne«, in: Stefan Haas / Mark Hengerer (Hg.): Im Schatten der Macht. Kommunikationskulturen in Politik und Verwaltung 1600–1950, Frankfurt am Main 2008, S. 9–22, hier S. 10; Eibach: Staat vor Ort, S. 16–17. Weiterhin Stefan Haas: Die Kultur der Verwaltung. Die Umsetzung der preußischen Reformen 1800–1848, Frankfurt am Main 2005; Patrick Wagner: Bauern, Junker und Beamte. Lokale Herrschaft und Partizipation im Ostelbien des 19. Jahrhunderts, Göttingen 2005.
»Gesetz, die Organisation der innern Verwaltung betreffend«, 5. 10. 1863, in: Großherzoglich Badisches Regierungs-Blatt (1863), Nr. 44, S. 399–414 [VerwG 1863], hier § 9, S. 402f.
Stephan Günzel: »Raum – Topographie – Topologie«, in: Stephan Günzel (Hg.): Topologie. Zur Raumbeschreibung in den Kultur- und Medienwissenschaften, Bielefeld 2007, S. 13–29, hier S. 13.
Zum Verwaltungsraum als funktionaler Zusammenhang administrativer Zuständigkeiten vgl. Pascale Cancik: »Verwaltung, Raum, Verwaltungsraum – eine historische Annäherung«, in: Hermann Hill / Utz Schliesky (Hg.): Die Vermessung des virtuellen Raums. E-Volution des Rechts- und Verwaltungssystems III, Baden-Baden 2012, S. 29–54.
Vgl. Jörg Döring / Tristan Thielmann: »Einleitung: Was lesen wir im Raume? Der Spatial Turn und das geheime Wissen der Geographen«, in: Jörg Döring / Tristan Thielmann (Hg.): Spatial Turn. Das Raumparadigma in den Kultur- und Sozialwissenschaften, Bielefeld 2008, S. 7–45, hier S. 16–17.
Zu einer auf Schriftlichkeit basierenden Normkommunikation der Zentralverwaltung mit der lokalen Gesellschaft über eine größere Distanz hinweg vgl. Bernd Wunder: »Vom Intelligenzblatt zum Gesetzblatt. Zur Zentralisierung inner- und außeradministrativer Normkommunikation in Deutschland (18./19. Jahrhundert)«, in: Jahrbuch für europäische Verwaltungsgeschichte 9 (1997), S. 29–82; Joachim Eibach: »Die Bekanntmachung der Gesetze und Verordnungen in den badischen Gemeinden ab 1803«, in: Zeitschrift für die Geschichte des Oberrheins N. F. 142 (1994), S. 431–440; Veronika Duma: »›Worauf die Völker schon lange so sehnsüchtig gewartet haben …‹. Zur Kommunikation der neuen Gemeindeordnung«, in: Peter Becker (Hg.): Sprachvollzug im Amt. Kommunikation und Verwaltung im Europa des 19. und 20. Jahrhunderts, Bielefeld 2011, S. 131–153.
Zu Mündlichkeit und Unmittelbarkeit als Medien der Rechtsprechung, insbesondere mit Blick auf ihre Auslegung bei Paul Johann Anselm Ritter von Feuerbach und seinem Schüler Carl Joseph Anton Mittermaier in den 1820er und 1840er Jahren, vgl. Vismann: Medien der Rechtsprechung, S. 112–129. Zur historischen Entwicklung des Mündlichkeitsprinzips im Zivilprozess im 19. Jahrhundert vgl. Hans-Gerhard Kip: Das sogenannte Mündlichkeitsprinzip. Geschichte einer Episode des Deutschen Zivilprozesses, Köln 1952.
»Präsidialschreiben« vom 17. 9. 1849 des Innenministers Adolf Freiherr Marschall von Bieberstein (1806–1891), abgedruckt bei Gideon Weizel: Das Badische Gesetz vom 5. October 1863 über die Organisation der innern Verwaltung mit den dazu gehörigen Verordnungen, sammt geschichtlicher Einleitung und Erläuterungen. Nach amtlichen Quellen bearbeitet, Karlsruhe 1864, S. 55. Siehe auch weiter unten in diesem Beitrag.
Siehe dazu den Vortrag des badischen Ministerialrats Gideon Weizel von 1847 zur Konzeption einer guten Verwaltungspraxis: Generallandesarchiv Karlsruhe [GLA], 236/3570, Vortrag Weizel, Erste Abteilung, fol. 15. Zu diesem Vortrag ausführlicher Krosigk: Bürger in die Verwaltung, S. 82–86.
Zur Bedeutung kommunikativer Prozesse für die Wahrnehmung und Erzeugung von Räumen vgl. Gabriela B. Christmann: »Das theoretische Konzept der kommunikativen Raum(re)konstruktion«, in: Gabriela B. Christmann (Hg.): Zur kommunikativen Konstruktion von Räumen. Theoretische Konzepte und empirische Analysen, Wiesbaden 2016, S. 89–117; Becker: »Sprachvollzug«, S. 18–28; Alexander C. T. Geppert / Uffa Jensen / Jörn Weinhold: »Verräumlichung. Kommunikative Praktiken in historischer Perspektive, 1840–1930«, in: Alexander C. T. Geppert / Uffa Jensen / Jörn Weinhold (Hg.): Ortsgespräche. Raum und Kommunikation im 19. und 20. Jahrhundert, Bielefeld 2005, S. 15–49.
Zur Erzeugung von Räumen durch Beschreibung vgl. Günzel: »Raum«, S. 13; Lars Behrisch: »Vermessen, Zählen, Berechnen des Raums im 18. Jahrhundert«, in: Lars Behrisch (Hg.): Vermessen, Zählen, Berechnen. Die politische Ordnung des Raumes im 18. Jahrhundert, Frankfurt am Main 2006, S. 7–25, hier S. 16; weiterhin Döring / Thielmann: »Einleitung«, S. 13.
Andreas: Verwaltungsorganisation, Bd. 1, S. 265; zur Entstehung der Bezirke auch Walter Grube: Vogteien, Ämter, Landkreise in Baden-Württemberg, Bd. 1: Geschichtliche Grundlagen, Stuttgart 1975, S. 100–104.
Zur Einteilung der Ämter und der Kreisdirektorien infolge des Organisationsedikts von 1809 vgl. Weizel: Das Badische Gesetz, S. 32–36; auch Berthold Krapp: Die badische Ämterorganisation vom Reichsdeputationshauptschluß bis zum Ende der Rheinbundzeit, Karlsruhe 1931, S. 36, 40–45.
Das Reitzenstein’sche Organisationsedikt wird allgemein als eine besonders bürokratische und hierarchische Verwaltungsorganisation betrachtet. So Eibach: Staat vor Ort, S. 31–34; Ludwig Seiterich: »Kreisdirektorium und Kreisregierung im ehemaligen Grossherzogtum Baden und die historische Entwicklung ihrer Zuständigkeiten«, in: Zeitschrift für die Geschichte des Oberrheins N. F. 42 (1929), S. 493–556, hier S. 497–500.
Zur verwaltungsinternen Bürokratiekritik und Reformdiskussion Mitte der 1840er Jahre vgl. Krosigk: Bürger in die Verwaltung, S. 73–77.
Die Zahl der Kreise wurde von zunächst zehn auf neun (1809), dann auf acht (1815) und sechs (1819) herabgesetzt. Die Reformen dienten insbesondere einer Vereinfachung und Beschleunigung des Geschäftsgangs; vgl. Seiterich: »Kreisdirektorium und Kreisregierung«, S. 533–534.
»Eintheilung des Großherzogthums in vier Kreise und Aufstellung von Regierungen betreffend«, 26. 1. 1832, in: Großherzoglich Badisches Staats- und Regierungs-Blatt (1832), Nr. 9, S. 133–134; vgl. Seiterich: »Kreisdirektorium und Kreisregierung«, S. 538.
Weizel: Das Badische Gesetz, S. 61; vgl. Seiterich: »Kreisdirektorium und Kreisregierung«, S. 540–541. Zu den Kompetenzen der Kreisregierungen gehörten wichtige Fragen des Gemeindewesens: »Verordnung über die Competenz in Gemeindesachen und über die Zahl der Instanzen dabei«, 17. 7. 1833, in: Großherzoglich Badisches Staats- und Regierungs-Blatt (1833), Nr. 32, S. 183–186, hier S. 183–184; außerdem frühere Geschäfte des Innenministeriums: »Verordnung, die Vereinfachung der Geschäftsbehandlung bei den Verwaltungsstellen, insbesondere die Competenzbestimmung derselben betreffend«, 21. 6. 1850, in: Großherzoglich Badisches Regierungsblatt (1850), Nr. 31, S. 230–232 [VereinfVO], hier S. 232.
Weizel: Das Badische Gesetz, S. 45–46.
VereinfVO.
Zitat nach Weizel: Das Badische Gesetz, S. 54; vgl. Seiterich: »Kreisdirektorium und Kreisregierung«, S. 549–550.
Im Organisationsedikt bezeichnete man die Ortsbereisungen noch als »Rug- oder Vogt-Gerichte«; OrgE 1809, Beilage C, S. 433. In der diesbezüglichen Vollzugsverordnung hießen sie nur »Vogtgerichte«; »Die Vogtgerichte betreffend«, 3. 10. 1811, in: Großherzoglich-Badisches Regierungsblatt (1811), Nr. 27, S. 127–133 [VogtGerVO 1811]. In den folgenden Jahrzehnten verwandte man dann allerdings meist die Bezeichnung ›Rügegerichte‹; vgl. »Gesetz über die Verfassung und Verwaltung der Gemeinden«, 31. 12. 1831, in: Großherzoglich-Badisches Staats- und Regierungs-Blatt (1832), Nr. 8, S. 81–115 [GemeindeG 1831], hier § 151, S. 113; Erlass vom 11. 12. 1849 gemäß Friedrich Fröhlich: Die badischen Gemeindegesetze sammt den dazu gehörigen Verordnungen und Ministerial-Verfügungen, mit geschichtlichen und erläuternden Einleitungen und Anmerkungen. Nach amtlichen Quellen bearbeitet, Karlsruhe 21861, S. 250. Als das Innenministerium 1858 die vielzähligen Veränderungen, die das GemeindeG 1831 im Laufe der Jahrzehnte erfahren hatte, noch einmal zusammenfassend veröffentlichte, wurde der Terminus ›Rügegericht‹ beibehalten; »Die Zusammenstellung der Gemeindegesetze vom 31. Dezember 1831 mit ihren bisher erschienen Abänderungen betreffend«, 5. 11. 1858, in: Großherzoglich Badisches Regierungsblatt (1858), Nr. 57, S. 511–574, hier § 172, S. 552. Im Erlass des Innenministeriums, »die Vornahme der Ortsbereisungen durch die Amtsvorstände betreffend«, vom 22. 5. 1858, Nr. 5887, in: Großherzoglich Badisches Central Verordnungsblatt (1858), Nr. 8, S. 39–41 [OrtsberE 1858], wird schließlich der Terminus ›Ortsbereisungen‹ verwendet.
Zum Wandel des Informationsinteresses am Beispiels Badens im Übergang vom 18. zum 19. Jahrhundert vgl. André Holenstein: »Gute Policey und die Information des Staates im Ancien Régime««, in: Arndt Brendecke / Markus Friedrich / Susanne Friedrich (Hg.): Information in der Frühen Neuzeit. Status, Bestände, Strategien, Berlin 2008, S. 202–213; Holenstein: Gute Policey und lokale Gesellschaft, Bd. 1, S. 403–533.
Zum Bedarf an spezifischen Informationen als Voraussetzung ZU Planung und Gestaltung im politisch-administrativen Raum vgl. Peter Becker: »Beschreiben, Klassifizieren, Verarbeiten. Zur Bevölkerungsbeschreibung aus kulturwissenschaftlicher Sicht«, in: Arndt Brendecke / Markus Friedrich / Susanne Friedrich (Hg.): Information in der Frühen Neuzeit. Status, Bestände, Strategien, Berlin 2008, S. 393–419, hier S. 394–396. Mit besonderem Fokus auf Wissensformen Peter Collin / Thomas Horstmann: »Das Wissen des Staates – Zugänge zu einem Forschungsthema«, in: Peter Collin / Thomas Horstmann (Hg.): Das Wissen des Staates. Geschichte, Theorie und Praxis, Baden-Baden 2004, S. 9–38.
VogtGerVO 1811, S. 127–133.
VogtGerVO 1811, S. 128.
VogtGerVO 1811, S. 132, Punkt 27.
VogtGerVO 1811, S. 130, Punkt 14.
VogtGerVO 1811, S. 129–130.
VogtGerVO 1811, S. 132, Punkt 28.
Zu administrativen Techniken und Verfahren der InformationsbeSchaffung und -übermittlung wie Protokollen, Fragebögen, Formularen vgl. Becker: »Beschreiben«, S. 397–400; Holenstein: »Gute Policey und Information des Staates«, S. 205–206; Peter Becker / William Clark: »Introduction«, in: Peter Becker / William Clark (Hg.): Little Tools of Knowledge. Historical Essays on Academic and Bureaucratic Practices, Ann Arbor 2001, S. 1–34. Zur Information als Kategorie historischer Forschung vgl. Arndt Brendecke / Markus Friedrich / Susanne Friedrich: »Information als Kategorie historischer Forschung. Heuristik, Etymologie und Abgrenzung vom Wissensbegriff«, in: Arndt Brendecke / Markus Friedrich / Susanne Friedrich (Hg.): Information in der Frühen Neuzeit. Status, Bestände, Strategien, Berlin 2008, S. 11–44. Aus dem spanisch-lateinamerikanischen Kontext vgl. Arndt Brendecke: »Tabellen und Formulare als Regulative der Wissenserfassung und Wissenspräsentation«, in: Wulf Oesterreicher / Gerhard Regn / Winfried Schulze (Hg.): Autorität der Form – Autorisierung – Institutionelle Autorität, Münster 2003, S. 37–53.
VogtGerVO 1811, S. 129. Im Bereich der Gemeindeverwaltung sollten untersucht werden: Verwaltungsunterlagen: Gemeindeschriften, Verordnungen sowie deren Verzeichnis (Punkt 8); Finanz- und Besitzverhältnisse: Grundbücher, Unterpfandbücher, Kontraktenprotokolle (Punkt 8); Eignung der Personen mit Gemeindeämtern (Punkt 9).
VogtGerVO 1811, S. 129, Punkte 11 und 12.
VogtGerVO 1811, S. 130, Punkt 14: »Allmend-Stücke, Waiden, und öde Plätze«.
VogtGerVO 1811, S. 130, Punkt 15: Zustand öffentlicher Bauten (Kirche, Pfarrhaus, Schule, Rathaus, Hirtenhaus, Bürgerturm) sowie Gebäude mit Feuergewerbe, gemeinwirtschaftliche Ortsbacköfen und Waschhäuser; Punkt 16: Feuerspritzen und Löschwerkzeuge.
VogtGerVO 1811, S. 130–131, Punkt 17: zur Vermeidung von Überschwemmungen Zustand von Dämmen und Schleusen, Pflanzungen zum Anbau von Faschinen; Nutzung der Gewässer für Wasserwerke (Mühlen u. a.); Punkt 18: Zustand von Land- oder Vicinalstraßen und Brücken.
VogtGerVO 1811, S. 131, Punkt 20: Zustand von Trinkwasser und Brunnenstuben und in Verbindung damit Umwandlung von Schöpfin Pumpbrunnen, Vorsorge von Ausfluss bei stehenden Gewässern sowie Kontrolle der Lage des Friedhofs im Hinblick auf Hygiene.
VogtGerVO 1811, S. 131, Punkt 22: Vorkommen von Mineralien (Heilquellen, Salzquellen, Torf, Steinkohle, Gips und Steingruben).
VogtGerVO 1811, S. 131–132, Punkte 23, 24 und 25.
Holenstein: Gute Policey und lokale Gesellschaft, Bd. 2, S. 529–530; Eibach: Staat vor Ort, S. 78–79.
Eibach: Staat vor Ort, S. 63, 78–79, 142.
Zur Politisierung der Wahrnehmung der bürokratischen Verwaltung im Vormärz vgl. Bernd Wunder: »Bürokratie. Die Geschichte eines politischen Schlagwortes«, in: Adrienne Héritier (Hg.): Verwaltung und ihre Umwelt. Festschrift für Thomas Ellwein, Opladen 1987, S. 277301.
Ein Entwurf des Präsidialschreibens des Innenministers Marschall von Bieberstein vom 17. 9. 1849 findet sich in GLA 236/8212, fol. 47–48, hier allerdings O. D. Auszug aus dem Präsidialschreiben bei Weizel: Das Badische Gesetz, S. 55–56.
Der Erlass vom 11. 12. 1849, Nr. 16944, wird sinngemäß wiedergegeben im OrtsberE 1858, S. 40–41; ähnlich bei Fröhlich: Gemeindegesetze, S. 250; Weizel: Das Badische Gesetz, S. 56.
Fröhlich: Gemeindegesetze, S. 250; Weizel: Das Badische Gesetz, S. 56, mit Bezugnahme auf den Erlass des Ministeriums des Innern vom 11. 12. 1849, Nr. 16944.
OrtsberE 1858, S. 40–41, mit Bezugnahme auf den Erlass vom 11. 12. 1849, Nr. 16944; vgl. Fröhlich: Gemeindegesetze, S. 250; Weizel: Das Badische Gesetz, S. 56.
OrtsberE 1858, S. 40; vgl. Eibach: Staat vor Ort, S. 143.
OrtsberE 1858, S. 40.
Roland Vetter: »Die Untersuchung der Zustände der Stadt Eberbach aus dem Jahre 1855«, in: Eberbacher Geschichtsblatt 87 (1979), S. 22–44, hier S. 25.
Vetter: »Untersuchung«, S. 25–42.
ZU Konzepten des politischen und administrativen Raumes vgl. Becker: »Beschreiben«, S. 394; Behrisch: »Vermessen«, S. 9–17. ZU Raumkonzeptionen aus verwaltungswissenschaftlicher Perspektive vgl. Cancik: »Verwaltung, Raum, Verwaltungsraum«.
Siehe VerwG 1863; Grube: Vogteien, Ämter, Landkreise, S. 109–114. Zu den konzeptionellen Grundlagen der ›volkstümlichen‹ Verwaltung von 1863 vgl. Krosigk: Bürger in die Verwaltung, S. 140. Zum historisch-politischen Kontext der liberalen Ära vgl. Lothar Gail: Der Liberalismus als regierende Partei. Das Großherzogtum Baden zwischen Restauration und Reichsgründung, Wiesbaden 1968, S. 171–191.
Zur Verwaltungsreform von 1863/1865 vgl. Krosigk: Bürger in die Verwaltung, S. 140–143. Auf die Einführung eines Verwaltungshofes braucht an dieser Stelle nicht eingegangen werden.
Auf der Ebene der Kreisverwaltung wurde eine weitreichende körperschaftliche Kreisselbstverwaltung zur Pflege »gemeinsamer öffentlicher Interessen und Angelegenheiten« mit einer Kreisversammlung und einem Kreisrat zur Konstituierung eines Verwaltungsraums eingeführt. Zur Geschichte der Kreisverbände sowie deren Funktionen vgl. Cornelius Gorka: »Das Organisationsgesetz von 1863 und die Entstehung der Kreise«, in: Bernd Breitkopf (Hg.): 140 Jahre kommunale Selbstverwaltung im Landkreis Karlsruhe. Entstehung und Entwicklung, Aufgaben und Organe, Wahlen und Abgeordnete, Ubstadt-Weiher 2003, S. 20–32.
»Rede des Präsidenten des Ministeriums des Innern, Staatsrath Dr. Lamey, in der 84. öffentlichen Sitzung der Zweiten Kammer vom 6. d. M.«, in: Karlsruher Zeitung (9. 5. 1863); vgl. Krosigk: Bürger in die Verwaltung, S. 134–135.
VerwG 1863, § 22; vgl. Krosigk: Bürger in die Verwaltung, S. 166–170.
VerwG 1863, § 22, Ziffer 1.
VerwG 1863, § 22, Ziffer 2.
VerwG 1863, § 22, Ziffer 3.
VerwG 1863, § 22, Ziffer 5.
»Vollzugsverordnung zum Gesetze über die Organisation der inneren Verwaltung«, 12. 7. 1864, in: Großherzoglich Badisches Regierungs-Blatt (1864), S. 333–366 [VO 1864], § 18.
»Badischer Landtag, Karlsruhe, 8. Mai. 86. öffentliche Sitzung der Zweiten Kammer«, in: Karlsruher Zeitung (9. 5. 1863).
»Begründung zum Gesetz über die Organisation der Verwaltung«, in: Verhandlungen der Stände-Versammlung des Großherzogthums Baden in den Jahren 1861/63. Enthaltend die Protokolle der zweiten Kammer, Beilagenheft 4/2, Karlsruhe 1863, S. 627–643 [Begr VerwG], hier S. 634.
Begr VerwG, S. 637.
Begr VerwG, S. 634–635.
VerwG 1863, § 2 und § 60, Absatz 1.
Begr VerwG, S. 632–633.
Zur Verwaltungsgerichtsbarkeit vgl. Gernot Sydow: Die Verwaltungsgerichtsbarkeit des ausgehenden 19. Jahrhunderts. Eine Quellenstudie zu Baden, Württemberg und Bayern mit einem Anhang archivalischer und parlamentarischer Quellen, Heidelberg 2000; Gernot Sydow: »Geschichte der Verwaltungsgerichtsbarkeit in Baden«, in: Karl-Peter Sommermann / Bert Schaffarzik (Hg.): Handbuch der Geschichte der Verwaltungsgerichtsbarkeit in Deutschland und Europa, Berlin 2017 [im Druck].
Vgl. Krosigk: Bürger in die Verwaltung, S. 149–154.
Zur statistischen Entwicklung der ›Einzeltätigkeiten‹ der Bezirksräte vgl. Krosigk: Bürger in die Verwaltung, S. 212–213.
ZU den polizeilichen Funktionen siehe VerwG 1863, § 9, Ziffer 1, sowie die Verordnung »Die polizeilichen Funktionen der Bezirksräte betreffend«, 20. 8. 1864, in: Großherzoglich Badisches RegierungsBlatt (1864), Nr. 42, S. 523–524 [PolFVO 1864].
Zu den polizeilichen Funktionen der Bezirksräte und deren Ausübung vgl. Krosigk: Bürger in die Verwaltung, S. 208–210.
PolFVO 1864.
VerwG 1863, § 9, Ziffer 1, und POIFVO 1864, § 1.
POIFVO 1864, § 9.
POIFVO 1864, § 2.
POIFVO 1864, § 3.
POIFVO 1864, § 4.
VerwG 1863, § 9, Ziffer 1; POIFVO 1864, § 5–6.
»Verordnung: Die Sicherung der öffentlichen Gesundheit und Reinlichkeit betreffend«, 27. 6. 1874, in: Gesetzes- und Verordnungs-Blatt für das Großherzogthum Baden (1874), Nr. 28, S. 353–359 [GesRein-VO 1874].
GesReinVO 1874, § 1, Ziffer 8.
Zum Aspekt der Implementation – wenn auch für die Frühe Neuzeit – vgl. Achim Landwehr: Policey im Alltag. Die Implementation frühneuzeitlicher Policeyordnungen in Leonberg, Frankfurt am Main 2000; Achim Landwehr: »Policey vor Ort. Die Implementation von Policeyordnungen in der ländlichen Gesellschaft der Frühen Neuzeit«, in: Karl Härter (Hg.): Policey und frühneuzeitliche Gesellschaft, Frankfurt am Main 2000, S. 47–70. Für einen historisch-politikwissenschaftlichen Ansatz vgl. Thomas Ellwein: Der Staat als Zufall und als Notwendigkeit. Die jüngere Verwaltungsentwicklung in Deutschland am Beispiel Ostwestfalen-Lippe, 2 Bde., Opladen 1993–1997. Zur politikwissenschaftlichen ›Implementationsforschung‹ vgl. Renate Mayntz (Hg.): Implementation politischer Programme II. Ansätze zur Theoriebildung, Opladen 1983; Renate Mayntz (Hg.): Implementation politischer Programme. Empirische Forschungsberichte, Königstein im Taunus 1980.
GesReinVO 1874, § 1.
GesReinVO 1874, § 1, Ziffer 9.
GesReinVO 1874, § 3, Absatz 3.
GesReinVO 1874, § 5, Absatz 3.
GesReinVO 1874, § 5, Absatz 7.
GesReinVO 1874, § 8.
GesReinVO 1874, § 12, Absatz 2.
GesReinVO 1874, § 15.
GesReinVO 1874, § 17.
GLA, 338/1182, Jahresbericht des Bezirksamts Adelsheim 1881.
GLA, 236/10280, Jahresbericht des Bezirksamts Durlach 1869.
GLA, 236/10287, Jahresbericht des Bezirksamts Engen 1865.
»Jahresbericht des Großherzoglich Badischen Landescommissärs für die Kreise Baden und Karlsruhe für das Jahr 1868«, in: Jahres-Berichte der Großherzoglich Badischen Landes-Commissäre über die Zustände und Ergebnisse der innern Verwaltung, 1865–1872, Karlsruhe 1866–1873 [Jahresberichte der Landeskommissäre], hier für das Jahr 1868, Karlsruhe 1868, S. 46. Ähnlich berichtete Landeskommissär Renck von positiven Erfahrungen mit einzelnen Bezirksräten, die »Erkundigung an Ort und Stelle über das tatsächliche Verhältnis in einzelnen dem Kollegium vorliegenden Streitfällen« angestellt hatten; »Jahresbericht des Großherzoglich Badischen Landescommissärs für die Kreise Konstanz, Villingen und Waldshut für das Jahr 1866«, in: Jahresberichte der Landeskommissäre 1866, S. 60.
Vgl. Krosigk: Bürger in die Verwaltung, S. 209–214.
Vgl. Krosigk: Bürger in die Verwaltung, S. 212–213.
Ludwig Renck: »Das erste Jahrzehnt der badischen Verwaltungs-organisation«, in: Zeitschrift für badische Verwaltung und Verwaltungsrechtspflege 20 (1874), S. 189–194, hier S. 191–192; vgl. Krosigk: Bürger in die Verwaltung, S. 223–224.
Der folgende Abschnitt zur Teilnahme der Bezirksräte an den Ortsbereisungen der Bezirksvorstände stützt sich in wesentlichen Teilen auf Krosigk: Bürger in die Verwaltung, S. 205–208.
GLA, 236/10290, Jahresbericht des Bezirksamts Ettenheim 1872.
GLA, 236/10290, Jahresbericht des Bezirksamts Ettenheim 1873.
GLA, 236/10245, Jahresbericht des Bezirksamts Achern 1879; ähnlich GLA, 236/10244, Jahresbericht des Bezirksamts Achern 1878. Auch in seinem späteren Amt Durlach nutzte Johann Gruber wiederum die Ortsbereisungen, um eine vermehrte Einzeltätigkeit der Bezirksräte anzuregen und sie bei »andern gewichtigen Verhandlungen« heranzuziehen; GLA, 236/10458, Jahresbericht des Bezirksamts Durlach 1884/85.
GLA, 236/10240, Jahresbericht des Bezirksamts Achern 1875.
GLA, 236/10331, Jahresbericht des Bezirksamts Müllheim 1867.
GLA, 236/10331, Jahresbericht des Bezirksamts Müllheim 1867, 1868–1872.
GLA, 236/10326, Jahresbericht des Bezirksamts Meßkirch 1865.
GLA, 236/10326, Jahresbericht des Bezirksamts Meßkirch 1866, 1868 und 1869.
»Jahresbericht des Großherzoglich Badischen Landescommissärs der Kreise Karlsruhe und Baden für das Jahr 1869«, in: Jahresberichte der Landeskommissäre 1869, S. 48–49.
GLA, 236/10347, Jahresbericht des Bezirksamts Pforzheim 1870. In seinem Jahresbericht ließ sich Landeskommissär Winter denn auch noch einmal besonders auf die in Pforzheim bestehende Praxis ein; »Jahresbericht des Großherzoglich Badischen Landescommissärs für die Kreise Karlsruhe und Baden für das Jahr 1870«, in: Jahresberichte der Landeskommissäre 1870, S. 46.
GLA, 236/10347, Jahresbericht des Bezirksamts Pforzheim 1871.
GLA, 236/10348, Jahresbericht des Bezirksamts Pforzheim 1875.
GLA, 236/10348, Jahresbericht des Bezirksamts Pforzheim 1878.
GLA, 236/10349, Jahresbericht des Bezirksamts Pforzheim 1879–1881.
Vgl. Krosigk: Bürger in die Verwaltung, S. 225–233.
Eine Zusammenstellung der amtlichen Veröffentlichungen bis zum Jahre 1897 findet sich in: Badische Bibliothek. Systematische Zusammenstellung selbständiger Druckschriften über die Markgrafschaften, das Kurfürstenthum und Großherzogthum Baden, Teil I: Staats- und Rechtskunde, Bd. 1, Karlsruhe 1897, S. 108–112.
VO 1864, § 27. Die Jahresberichte der Bezirksverwaltung bildeten die Grundlage für die Jahresberichte der Landeskommissäre und für die seit 1880 herausgegebenen Jahresberichte des Innenministeriums: Jahres-Bericht des Großherzoglich Badischen Ministeriums des Innern über seinen Geschäftskreis, 1880-1896, Karlsruhe 1883–1897.
Statistisches Jahrbuch für das Großherzogthum Baden, 1868-1938, Bd. 1–44, Karlsruhe 1869–1938.
Statistische Erhebungen zu den amtlichen Jahresberichten über die Ergebnisse der innern Verwaltung im Großherzogthum Baden, 1873–1879, Karlsruhe 1874–1881.
Jahres-Bericht des Badischen Ministeriums, 1880–1896.
GLA, 346/2916, Zugang 1991/49, Schreiben des Innenministeriums, 27. 10. 1882, Nr. 16872.
»Jahresbericht der Großherzoglich Badischen Landescommissäre über die Zustände und Ergebnisse der innern Verwaltung für das Jahr 1872«, in: Jahresberichte der Landeskommissäre 1872, S. III–V (Inhaltsverzeichnis).
Zum Straßenbau im Großherzogtum Baden bis 1870 vgl. Adrian Ciupuliga: Straßenbau und Straßenbauverwaltung in Baden 1770–1870, unpublizierte Dissertation, Universität Konstanz 1997.

References: § 9
 § 151
 § 172
 § 22
 § 22
 § 22
 § 22
 § 22
 § 18
 § 2
 § 60
 § 9
 § 9
 § 1
 § 9
 § 2
 § 3
 § 4
 § 9
 § 5
 § 1
 § 1
 § 1
 § 3
 § 5
 § 5
 § 8
 § 12
 § 15
 § 17
 § 27