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Timestamp: 2016-06-27 13:06:18+00:00

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www.liturgie.de - Deutsches Liturgisches Institut - Trier - Allgemeine Einf�hrung in das R�mische Messbuch
Die Feier der heiligen Messe, Messbuch. F�r die Bist�mer des deutschen Sprachgebietes. Authentische Ausgabe f�r den liturgischen Gebrauch. Benziger, Einsiedeln und K�ln - Herder, Freiburg und Basel - Friedrich Pustet, Regensburg - Herder, Wien - St. Peter, Salzburg - Veritas, Linz 1975. Zweite Auflage, erg�nzt gem�� Editio typica altera des Missale Romanum, 1975, dem neuen Codex Juris Canonici, 1983, und dem erg�nzten Regionalkalender. Teil I, S. 19*-69* und Kleinausgabe, 1988, 61996, S. 23*-73*. Vorwort 1. Als Christus, der Herr, das Paschamahl mit seinen J�ngern feiern wollte, bei dem er das Opfer seines Leibes und Blutes einsetzte, trug er ihnen auf, einen Speisesaal herzurichten (Lk 22,12). Die Kirche war immer davon �berzeugt, dass dieser Auftrag auch an sie gerichtet ist. Sie hat daher f�r die Eucharistiefeier Weisungen gegeben, die auf die Bereitung der Herzen sowie die Ordnung der R�ume, Riten und Texte Bezug nehmen. Ein neuer Beweis dieser Sorge der Kirche sind die Richtlinien, die heute entsprechend dem Zweiten Vatikanischen Konzil erlassen werden, sowie das neue Messbuch, das im R�mischen Ritus in Zukunft f�r die Messfeier verwendet wird. Zugleich sind sie Ausdruck ihres Glaubens und ihrer unver�nderten Liebe zum eucharistischen Mysterium; trotz einiger �nderungen bezeugen sie die fortdauernde und gleichbleibende �berlieferung. Zeugnis unver�nderten Glaubens 2. In �bereinstimmung mit der gesamten kirchlichen �berlieferung wurde durch das Konzil von Trient der Opfercharakter der Messe feierlich bekr�ftigt 1. Das Zweite Vatikanische Konzil, das diese Lehre erneut ausgesprochen hat, macht dazu folgende Aussagen: "Unser Erl�ser hat beim Letzten Abendmahl das eucharistische Opfer seines Leibes und Blutes eingesetzt, um dadurch das Opfer des Kreuzes durch die Zeiten hindurch bis zur Wiederkunft fortdauern zu lassen und so der Kirche, seiner geliebten Braut, eine Ged�chtnisfeier seines Todes und seiner Auferstehung anzuvertrauen." 2 Diese Lehre des Konzils findet in den Texten der Messe ihren bleibenden Ausdruck. Denn die knappe Aussage des Sacramentarium von Verona: "Sooft die Ged�chtnisfeier dieses Opfers begangen wird, vollzieht sich an uns das Werk der Erl�sung" 3, wird in den eucharistischen Hochgebeten passend und genau entfaltet. In ihnen wendet sich der Priester in der Anamnese auch im Namen des ganzen Volkes an Gott: er sagt ihm Dank und bringt ihm ein lebendiges und heiliges Opfer dar, das Opfer der Kirche und die Gabe, durch deren Darbringung Gott vers�hnt werden wollte 4. Der Priester bittet ferner, dass Leib und Blut Christi ein Opfer seien, das dem Vater wohlgef�llig ist und der ganzen Welt zum Heile dient 5. So entspricht die Gebetsweise der Kirche im neuen Messbuch dem best�ndigen Glauben, der uns wie folgt lehrt: Das Kreuzesopfer ist ein und dasselbe wie seine sakramentale Vergegenw�rtigung in der Messe, abgesehen von der verschiedenen Art und Weise der Darbringung. Christus, der Herr, hat die zeichenhafte Erneuerung beim Abendmahl eingesetzt, als er den Aposteln den Auftrag gab, sie zu seinem Ged�chtnis zu begehen. Die Messe ist daher zugleich Opfer des Lobes, der Danksagung, der Vers�hnung und der S�hne. 3. Auch das wunderbare Geheimnis der wirklichen Gegenwart des Herrn unter den eucharistischen Gestalten, das vom Zweiten Vatikanischen Konzil 6 und von anderen Dokumenten des kirchlichen Lehramtes 7 im gleichen Sinne und mit denselben Worten bekr�ftigt wurde, mit denen das Trienter Konzil es als Glaubenssatz aufgestellt hatte 8, wird in der Feier der Messe ausgedr�ckt. Das geschieht durch die Konsekrationsworte, mit denen Christus durch eine Wesensverwandlung gegenw�rtig wird, wie auch durch die innere Haltung und die Zeichen h�chster Ehrfurcht und Anbetung w�hrend der Eucharistiefeier. Aus demselben Grund wird das christliche Volk angeleitet, am Abend des Gr�ndonnerstags und am Fronleichnamsfest dieses wunderbare Sakrament in besonderer Weise anbetend zu verehren. 4. Das Wesen des priesterlichen Dienstes, wie es dem Presbyter eigen ist, der in der Person Christi das Opfer darbringt und dem heiligen Volk vorsteht, wird in der Liturgie aus dem besonderen Platz und der besonderen Stellung des Priesters deutlich. In der Pr�fation der Chrisam-Messe am Gr�ndonnerstag, an dem die Kirche der Einsetzung des Priestertums gedenkt, werden die Aufgaben dieses Dienstes ausgesprochen und ausf�hrlich dargelegt. Sie erw�hnt die �bertragung der priesterlichen Vollmacht durch die Handauflegung und beschreibt durch die Aufz�hlung der einzelnen priesterlichen Funktionen diese Vollmacht, die Fortsetzung der Vollmacht Christi, des Hohenpriesters des Neuen Bundes. 5. Das Wesen des priesterlichen Dienstamtes weist zugleich auf ein anderes Priestertum hin, dem gr��te Bedeutung zukommt. Es ist das k�nigliche Priestertum aller Gl�ubigen, deren geistliches Opfer durch den Dienst der Priester in Einheit mit dem Opfer Christi, des einzigen Mittlers, vollendet wird. 9 Die Eucharistiefeier ist n�mlich ein Handeln der gesamten Kirche, bei dem jeder entsprechend seiner Stellung im Volke Gottes nur das und all das tun soll, was ihm zukommt. Dieser Grundsatz hat auch zur Folge, dass einige Gestaltungsprinzipien st�rker betont werden, die im Laufe der Jahrhunderte weniger beachtet wurden .Handelt es sich doch um das Volk, das Gott zu eigen ist, das Christus mit seinem Blut erworben hat, das vom Herrn zusammengerufen und durch sein Wort gen�hrt wird und das aufgerufen ist, die Bitten der gesamten Menschheitsfamilie vor Gott zu bringen. Es ist das Volk, das f�r das Heilsmysterium durch Christus dankt, indem es sein Opfer darbringt, und das durch die Teilnahme am Leib und Blut Christi zu einer Gemeinschaft wird. Wenngleich dieses Volk von seinem Ursprung her schon heilig ist, soll es doch durch eine bewusste, t�tige und fruchtbringende Teilnahme am eucharistischen Mysterium in der Heiligkeit stetig wachsen 10. Die �berlieferung wird nicht abgebrochen 6. Bei den Vorschriften zur Neubearbeitung der Messordnung hat das Zweite Vatikanische Konzil unter anderem bestimmt, einige Riten sollten nach der ehrw�rdigen Norm der V�ter wiederhergestellt werden 11. Es sind dieselben Worte, die der heilige Pius V. in seiner Apostolischen Konstitution "Quo primum" gebraucht hat, mit der im Jahre 1570 das Tridentinische Messbuch ver�ffentlicht wurde. Die �bereinstimmung der zitierten Worte weist bereits darauf hin, wie beide r�mischen Messb�cher trotz eines Zeitabstandes von vier Jahrhunderten gleiche �berlieferung wahren wollen. Betrachtet man den Inhalt dieser �berlieferung, so erkennt man auch, wie das alte Messbuch durch das neue vorteilhaft verbessert wird. 7. In jener schweren Zeit, als die katholische Lehre vom Opfercharakter der Messe, vom priesterlichen Dienst und von der wirklichen und dauernden Gegenwart Christi unter den eucharistischen Gestalten bestritten wurde, lag es dem heiligen Pius V. besonders am Herzen, diese zu Unrecht bek�mpfte j�ngere �berlieferung zu bewahren und nur geringf�gige �nderungen des Ritus vorzunehmen. In der Tat unterscheidet sich das Messbuch von 1570 nur wenig vom ersten gedruckten Messbuch aus dem Jahre 1474, das wiederum getreu dem Messbuch aus der Zeit Innozenz' III. entspricht. Hinzu kommt, dass die Handschriften der Vatikanischen Bibliothek wohl einige Textverbesserungen lieferten, aber nicht zulie�en, dass man in der Erforschung "alter und bew�hrter Autoren" �ber die Liturgiekommentare des Mittelalters hinauskommen konnte. 8. Heute hingegen ist die "Norm der V�ter", welcher die Bearbeiter des Messbuches Pius' V. folgten, durch zahlreiche wissenschaftliche Arbeiten klarer zu erkennen. Nach der ersten gedruckten Ausgabe des Gregorianischen Sakramentars vom Jahre 1571 wurden weitere alte r�mische und ambrosianische Sakramente sowie auch fr�he spanische und gallikanische Liturgieb�cher in kritischen Ausgaben ver�ffentlicht. Auf diese Weise wurden viele vorher unbekannte Texte von nicht geringem geistlichem Wert zug�nglich. Ferner sind durch die Auffindung zahlreicher liturgischer Dokumente die Gebr�uche der ersten Jahrhunderte, ehe die unterschiedlichen Riten des Ostens und des Westens entstanden sind, heute besser bekannt. Schlie�lich hat der Fortschritt in den patristischen Studien durch eine genauere Kenntnis der Lehre der ma�gebenden V�ter des christlichen Altertums wie Iren�us, Ambrosius, Cyrill von Jerusalem und Johannes Chrysostomus die Theologie des eucharistischen Mysteriums vertieft und befruchtet. 9. Die "Norm der V�ter" fordert also nicht nur, das zu bewahren, was die uns zeitlich am n�chsten stehenden Vorfahren �berlieferten: sie verlangt vielmehr, alle vergangenen Zeiten der Kirche und alle Formen zu erfassen und tiefer zu erw�gen, in denen die Kirche den einen Glauben in so verschiedenen Kulturen wie der semitischen, griechischen und lateinischen ausgedr�ckt hat. Dieser umfassendere �berblick erlaubt uns zu erkennen, wie sehr der Heilige Geist bei aller Verschiedenheit der Gebete und Riten dem Gottesvolk eine wunderbare Treue in der Bewahrung des unver�nderlichen Glaubensgutes erhalten hat. Anpassung an die ge�nderten Verh�ltnisse 10. Das neue Messbuch bezeugt daher die Gebetsweise der R�mischen Kirche und sch�tzt das von den letzten Konzilien �berlieferte Glaubensgut: gleichzeitig ist es aber auch ein gro�er Fortschritt in der liturgischen �berlieferung. Als die V�ter des Zweiten Vatikanischen Konzils die dogmatischen Aussagen des Konzils von Trient wiederholten, haben sie dies in einer sehr ver�nderten Situation der Welt getan. Sie konnten daher pastorale Vorschl�ge und Richtlinien aufstellen, die vier Jahrhunderte zuvor nicht einmal vorauszusehen waren. 11. Schon das Konzil von Trient hatte den gro�en katechetischen Nutzen anerkannt, der sich aus der Messfeier ergibt. Es war aber nicht in der Lage, daraus alle praktischen Folgerungen zu ziehen. So wurde von vielen f�r die Feier der Eucharistie die Verwendung der Volkssprachen gefordert. Im Hinblick auf die damaligen Umst�nde hielt es das Konzil aber f�r geboten, gegen�ber dieser Forderung erneut die �berlieferte Lehre der Kirche einzupr�gen, wonach das eucharistische Opfer in erster Linie ein Tun Christi selbst ist, dessen Wirksamkeit nicht durch die Art und Weise ber�hrt wird, in der die Gl�ubigen daran teilnehmen. Das Konzil erkl�rte deshalb mit festen und zugleich abgewogenen Worten: "Obwohl die Messe viel Lehrreiches f�r das gl�ubige Volk enth�lt, schien es den V�tern doch nicht angemessen, sie allgemein in der Volkssprache feiern zu lassen." 12 Das Konzil verurteilte au�erdem jene, die meinten "der Ritus der R�mischen Kirche, dem zufolge der Kanon und die Konekrationsworte leise zu sprechen sind, sei zu verwerfen, oder man d�rfe die Messe nur in der Volkssprache feiern" 13 Zwar untersagte das Konzil den Gebrauch der Volkssprache f�r die Messe, gebot jedoch den Seelsorgern, statt dessen entsprechende Unterweisungen zu erteilen. "Damit die Schafe Christi nicht Hunger leiden �", schreibt die Kirchenversammlung den Hirten und allen Seelsorgern vor, "h�ufig selbst oder durch andere w�hrend der Messfeier etwas von den Messtexten zu erkl�ren und unter anderem besonders an Sonn- und Festtagen die Geheimnisse dieses heiligen Opfers darzulegen." 14 12. Als das Zweite Vatikanische Konzil zusammentrat, um die Kirche an die Erfordernisse der apostolischen Aufgaben unserer Zeit anzupassen, hat es wie das Konzil von Trient den unterweisenden und seelsorglichen Charakter der Liturgie klar erkannt 15. Da kein Katholik die Berechtigung und Wirksamkeit eines in lateinischer Sprache vollzogenen Ritus leugnet, war es in der Lage, festzustellen: "Nicht selten kann der Gebrauch der Muttersprache f�r das Volk sehr n�tzlich sein", und es gab dazu auch die Erlaubnis 16. Die erwartungsvolle Bereitschaft, mit der dieser Beschluss �berall aufgenommen wurde, hat bewirkt, dass unter der F�hrung der Bisch�fe und des Apostolischen Stuhles bei allen liturgischen Feiern mit Gemeindebeteiligung die Volkssprache gestattet ist und so das gefeierte Geheimnis besser verstanden wird. 13. Da der Gebrauch der Volkssprache nur ein, wenn auch bedeutsames Mittel ist, um die in der Feier enthaltenen katechetischen Elemente wirksamer werden zu lassen, hat das Zweite Vatikanische Konzil au�erdem an einige tridentische Vorschriften erinnert, die nicht �berall befolgt worden waren: zum Beispiel die Homilie an Sonn- und Festtagen 17 und die M�glichkeit, w�hrend der Feier einige kurze Hinweise einzuf�gen 18. Ganz besonders hat das Zweite Vatikanum "jene vollkommenere Teilnahme an der Messe empfohlen, bei welcher die Gl�ubigen nach der Kommunion des Priesters den Herrenleib aus derselben Opferfeier entgegennehmen" 19. Es dr�ngte au�erdem auf die Verwirklichung eines anderen Wunsches der V�ter von Trient, dass als Ausdruck der vollen Mitfeier der Eucharistie "die bei der Messe anwesenden Gl�ubigen nicht nur geistlich kommunizieren, sondern auch das Sakrament der Eucharistie empfangen" 20. 14. Im gleichen Geist und pastoralen Bestreben konnte das Zweite Vatikanische Konzil auch die Bestimmungen des Trienter Konzils �ber die Kommunion unter beiden Gestalten neu fassen. Da heute die Lehre �ber die volle Wirkung der Kommunion unter der Gestalt des Brotes allein nicht mehr in Zweifel gezogen wird, erlaubte das Konzil in bestimmten F�llen die Kommunion unter beiden Gestalten, da durch die gr��ere Deutlichkeit des sakramentalen Zeichens sich eine besondere M�glichkeit bietet, das Mysterium tiefer zu verstehen, an dem Gl�ubigen teilnehmen 21. 15. So bleibt die Kirche ihrer Aufgabe als Lehrerin der Wahrheit treu, sie bewahrt das "Alte", das hei�t das anvertraute Glaubensgut, und wird zugleich dem Auftrag gerecht, "Neues" zu erw�gen und klug anzuwenden (vgl. Mt. 13,52). Ein Teil des neuen Messbuches passt daher das Beten derKirche deutlicher an die Bed�rfnisse unserer Zeit an. Dazu geh�ren vor allem die Messen, die mit der Feier von Sakramenten und Sakramentalien verbunden sind, und die Messen f�r besondere Anliegen. In ihnen verbinden sich in geeigneter Weise �berliefertes und Neues. W�hrend viele Texte aus der �ltesten �berlieferung der Kirche, die im R�mischen Messbuch zug�nglich sind, unversehrt erhalten blieben, sind andere den heutigen Erfordernissen und Verh�ltnissen angepasst worden, wobei Gedanken und oft auch Worte aus den j�ngsten Konzilsdokumenten verwendet wurden. Dazu geh�ren etwa die Gebete f�r die Kirche, f�r die Laien, f�r die Heiligung der menschlichen Arbeit, f�r die Gemeinschaft aller V�lker und f�r bestimmte Anliegen unserer Zeit. In demselben Verst�ndnis f�r die Situation der heutigen Welt erschien es ferner keineswegs als ein Unrecht gegen�ber dem ehrw�rdigen Gebetsschatz, in diesen Texten einzelnes zu �ndern, damit der Wortlaut mit der Sprache der heutigen Theologie und mit der Wirklichkeit des gegenw�rtigen kirchlichen Lebens �bereinstimmt und dazu passt. Deshalb sind beispielsweise einige Ausdr�cke ge�ndert worden, die sich auf die Einstellung zu den Dingen dieser Welt und ihren Gebrauch sowie auf Erscheinungsformen der Bu�e beziehen, wie sie der Kirche zu anderen Zeiten eigen waren. Auf diese Weise wurden liturgische Weisungen des Konzils von Trient in verschiedenen Abschnitten durch Weisungen des Zweiten Vatikanums vervollst�ndigt und vervollkommnet. So hat dieses Konzil die in den vergangenen vier Jahrhunderten und besonders in der j�ngsten zeit - vor allem vom heiligen Pius X. und seinen Nachfolgern - gef�rderten Reformbestrebungen, die Gl�ubigen n�her an die Liturgie heranzuf�hren, zum Ziel gebracht. Anmerkungen
1 Konzil von Trient, 22. Sitzung vom 17.9.1562: DS 1738-1759. 2 II. Vatikanisches Konzil, Liturgiekonstitution Art. 47: vgl. Dogmatische Konstitution �ber die Kirche Art. 3, 28: Dekret �ber Leben und Dienst der Priester Art. 2, 4, 5. 3 Vgl. Sacramentarium Veronense, hrsg. von Mohlberg, Nr. 93. 4 Vgl. Eucharistisches Hochgebet III. 5 Vgl. Eucharistisches Hochgebet IV. 6 II. Vatikanisches Konzil, Liturgiekonstitution Art. 7, 47: Dekret �ber Leben und Dienst der Priester Art. 5, 18. 7 Vgl. Pius XII., Enzyklika "Humani Generis": AAS 42 (1950), S. 570, 571; Paul VI., Enzyklika "Mysterium Fidei": AAS 57 (1965), S. 762, 769; Feierliches Glaubensbekenntnis vom 30.6.1968, Nr. 24-26: AAS 60 (1968), S. 442-443; Ritenkongregation, Instruktion "Eucharisticum mysterium" vom 25.5.1967, Nr. 3 f.; 9: AAS 59 (1967), S. 543, 547. 8 Vgl. Konzil von Trient, 13. Sitzung vom 11.10.1551: DS 1635-1661. 9 Vgl. II. Vatikanisches Konzil, Dekret �ber Leben und Dienst der Priester Art. 2. 10 Vgl. II. Vatikanisches Konzil, Liturgiekonstitution Art. 11. 11 Ebd. Art .50. 12 Konzil von Trient, 22. Sitzung, Lehre �ber das allerheiligste Opfer der Messe, Kap. 8: DS 1749. 13 Ebd., Kap. 9: DS 1759. 14 Ebd., Kap. 8: DS 1749. 15 Vgl. II. Vatikanisches Konzil, Liturgiekonstitution Art. 33. 16 Ebd. Art .36. 17 Ebd. Art. 52. 18 Ebd. Art .35, 3. 19 Vgl. ebd. Art. 55. 20 Konzil von Trient, 22. Sitzung, Lehre �ber das allerheiligste Opfer der Messe, Kap. 6: DS 1747. 21 Vgl. II. Vatikanisches Konzil, Liturgiekonstitution Art. 55. I. Kapitel
Bedeutung und W�rde der Eucharistiefeier 1. Als Werk Christi und des hierarchisch gegliederten Volkes Gottes ist die Feier der heiligen Messe f�r die Welt- und Ortskirche wie auch f�r jeden einzelnen Gl�ubigen Mitte des ganzen christlichen Lebens 1. In ihr findet das Wirken Gottes seinen H�hepunkt, durch das er in Christus die Welt heiligt, aber auch der Kult, den die Menschen dem Vater erweisen, indem sie ihn durch Christus, seinen Sohn, verherrlichen 2. In der Eucharistiefeier werden zudem die Mysterien der Erl�sung im Jahresablauf so begangen, dass sie in je bestimmter Weise gegenw�rtig sind 3. Alle anderen gottesdienstlichen Feiern und alle Werke christlichen Lebens stehen mit der Messe in Zusammenhang: sie gehen aus ihr hervor und f�hren zu ihr hin 4. 2. Daher ist es von gr��ter Bedeutung, die Feier der Messe, das Herrenmahl, so zu ordnen, dass alle Teilnehmer - die Gl�ubigen wie auch jene, die einen besonderen Dienst versehen - entsprechend ihrer Stellung mitwirken, um so in reicherer F�lle jene Frucht zu empfangen 5, derentwegen der Herr Jesus Christus die Eucharistie als Opfer seines Leibes und Blutes eingesetzt und der Kirche, seiner geliebten Braut, als Ged�chtnisfeier seines Todes und seiner Auferstehung anvertraut hat 6. 3. Das wird am besten erreicht, wenn unter Beachtung der Eigenarten und Gegebenheiten jeder Gemeinde die ganze Feier so gestaltet wird, dass sie zur bewussten, t�tigen und vollen Teilnahme der Gl�ubigen f�hrt, einer Teilnahme, die Leib und Seele umfasst und von Glauben, Hoffnung und Liebe getragen ist. So w�nscht es die Kirche, so verlangt es das Wesen der Feier, so ist es kraft der Taufe Recht und Pflicht des christlichen Volkes 7. 4. Durch die Mitfeier und t�tige Teilnahme der Gl�ubigen wird deutlicher erkennbar, dass die Feier ihrem Wesen nach ein Handeln der Kirche ist 8; dennoch beh�lt die Eucharistiefeier auch ohne mitfeiernde Gemeinde ihre Heilskraft und W�rde, da sie das Tun Christi und der Kirche ist 9, bei welchem der Priester immer zum Heil des gesamten Volkes handelt. 5. Da die Eucharistie wie die gesamte Liturgie in sinnenf�lligen Zeichen gefeiert wird, die den Glauben n�hren, festigen und bezeugen 10, m�ssen aus den von der Kirche angebotenen Ausdrucksformen und Riten mit gro�er Sorgfalt jene ausgew�hlt und verwendet werden, die unter Ber�cksichtigung der konkreten Situation der Gemeinde die volle und t�tige Teilnahme aller ihrer Glieder am ehesten erm�glichen und dem geistlichen Wohl der Menschen am besten entsprechen. 6. Die Allgemeine Einf�hrung will grundlegende Richtlinien f�r die rechte Ordnung der Eucharistiefeier bieten und Regeln f�r die verschiedenen Formen der Feier darlegen 11. Die Bischofskonferenzen k�nnen gem�� den Bestimmungen der Liturgiekonstitution f�r ihren Bereich Normen festlegen, die der Tradition und Eigenart der verschiedenen V�lker, Gebiete und Gruppen entsprechen 12. II. Kapitel Struktur, Elemente und Teile der Eucharistiefeier I. Die Grundstruktur der Messfeier 7. In der Messe, dem Herrenmahl, wird das Volk Gottes zu einer Gemeinschaft unter dem Vorsitz des Priesters, der Christus in seinem Tun repr�sentiert, zusammengerufen, um die Ged�chtnisfeier des Herrn, das eucharistische Opfer, zu begehen 13. Deshalb gilt f�r diese Versammlung der Kirche an einem Ort ganz besonders die Verhei�ung Christi: "Wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind, da bin ich mitten unter ihnen" (Mt 18,20). In der Messfeier, die das Kreuzesopfer Christi zu allen Zeiten vergegenw�rtigt 14, ist Christus wirklich gegenw�rtig in der Gemeinde, die sich in seinem Namen versammelt, in der Person des Amtstr�gers, in seinem Wort sowie wesenhaft und fortdauernd unter den eucharistischen Gestalten 15. 8. Die heilige Messe besteht in gewisser Hinsicht aus zwei Teilen, dem Wortgottesdienst und der Eucharistiefeier, die jedoch so eng miteinander verbunden sind, dass sie eine einzige Gottesdienstfeier bilden 16; denn in der Messe wird der Tisch des Gotteswortes wie des Herrenleibes bereitet, von ihm wird den Gl�ubigen Lehre und Speise geboten 17. Dazu kommen noch jene Teile, welche die Feier er�ffnen und beschlie�en. II. Die einzelnen Elemente der Messfeier Die Verk�ndigung und Auslegung des Wortes Gottes 9. Wann immer in der Kirche die Heilige Schrift gelesen wird, spricht Gott selbst zu seinem Volk, und verk�ndet Christus, gegenw�rtig in seinem Wort, die Frohbotschaft. Daher sind die Lesungen des Wortes Gottes eines der wesentlichen Elemente der Liturgie und von allen mit Ehrfurcht aufzunehmen. Zwar richtet sich Gottes Wort in den Lesungen der Heiligen Schrift an alle Menschen aller Zeiten und ist ihnen auch verst�ndlich, doch wird seine Wirkkraft erh�ht durch eine lebendige Auslegung - die Homilie -, die einen Teil des liturgischen Geschehens bildet 18. Die Amtsgebete des Priesters und andere ihm zukommende Texte 10. Unter den Gebeten, die dem Priester zukommen, steht an erster Stelle das eucharistische Hochgebet als H�hepunkt der ganzen Feier; es folgen die Orationen: Tagesgebet, Gabengebet und Schlussgebet. Diese Gebete werden vom Priester, in dem Christus selbst der Gemeinschaft vorsteht, im Namen des ganzen heiligen Volkes und aller Anwesenden an Gott gerichtet 19. Sie werden daher mit Recht "Amtsgebete" genannt. 11. Der Priester hat als Vorsteher der versammelten Gemeinde au�erdem Hinweise, Einleitungs- und Abschlussworte zu sprechen, die im Verlauf des Gottesdienstes vorgesehen sind. Vom Wesen dieser Hinweise her ist es nicht erforderlich, dass sie w�rtlich so vorgetragen werden, wie sie im Messbuch stehen. Somit kann es ratsam sein, sie wenigstens in besonderen F�llen den Verh�ltnissen der betreffenden Gemeinde anzupassen 20. Dem Priester als Vorsteher obliegt es auch, das Wort Gottes zu verk�nden und den Schlusssegen zu erteilen. Er kann zudem mit kurzen Worten die Gl�ubigen zu Beginn der Feier in die Tagesmesse, vor den Lesungen in den Wortgottesdienst, vor der Pr�fation in das Eucharistiegebet einf�hren und vor der Entlassung ein Schlusswort zur ganzen Eucharistiefeier sprechen. 12. Die Worte, die der Priester als Vorsteher spricht, verlangen von ihrem Wesen her, dass sie deutlich und vernehmlich vorgetragen werden und dass alle Gl�ubigen aufmerksam zuh�ren 21. Deshalb soll gleichzeitig nichts anderes gebetet oder gesungen werden; auch Orgel und andere Musikinstrumente sollen schweigen. 13. Der Priester betet jedoch nicht nur im Namen der ganzen Gemeinde als ihr Vorsteher, sondern manchmal nur im eigenen Namen, um seinen Dienst mit gr��erer Sammlung und Andacht zu erf�llen. Diese Texte werden still gebetet. Weitere Texte in der Messfeier 14. Da die Feier der heiligen Messe von Natur aus Gemeinschaftscharakter hat 22, kommt den Wechselrufen zwischen dem Vorsteher der Feier und der Gemeinde sowie den Akklamationen eine gro�e Bedeutung zu 23. Sie sind n�mlich nicht nur �u�ere Zeichen gemeinsamen Feierns, sondern bewirken und vertiefen die Verbindung zwischen Priester und Gemeinde. 15. Die Akklamationen und die Antworten der Gemeinde auf den Gru� des Priesters und auf seine Amtsgebete bilden jenes Mindestma� an t�tiger Teilnahme, das in jeder Form der Messfeier von den versammelten Gl�ubigen zu leisten ist, damit das gemeinsame Handeln deutlich zum Ausdruck kommt und gef�rdert wird 24. 16. Weitere Teile der Messe, die eine t�tige Mitfeier der Gl�ubigen ausdr�cken sowie f�rdern und der ganzen Gemeinde zukommen, sind besonders das Allgemeine Schuldbekenntnis, das Glaubensbekenntnis, die F�rbitten (Allgemeines Gebet) und das Gebet des Herrn. 17. An sonstigen Elementen gibt es: a) selbst�ndige Elemente, wie das Gloria, der Antwortpsalm, das Halleluja und der Vers vor dem Evangelium, das Sanctus, die Akklamation zum Einsetzungsbericht und der Gesang nach der Kommunion; b) Elemente, die eine Handlung begleiten, wie der Gesang zur Er�ffnung, zur Gabenbereitung, zum Brotbrechen (Agnus Dei) und zur Kommunion. Die Vortragsweise der verschiedenen Texte 18. Die Vortragsweise der Texte des Priesters, der anderen Mitwirkenden und der Gemeinde soll der Eigenart des jeweiligen Textes entsprechen, je nachdem ob es sich um Lesungen, Gebete, erkl�rende Hinweise, Akklamationen oder Ges�nge handelt. Au�erdem soll sie der Form der Messfeier und dem Grad der Festlichkeit entsprechen. Die Eigenart der verschiedenen Sprachen und das Empfinden der V�lker sind gleichfalls zu ber�cksichtigen. Daher sind in den folgenden Normen und Anweisungen die Worte "sprechen" beziehungsweise "vortragen" gem�� den vorhin angef�hrten Grunds�tzen sowohl im Sinne von "singen" als auch im Sinne von "sprechen" zu verstehen. Die Bedeutung des Gesanges 19. Der Apostel mahnt die Gl�ubigen, die sich in der Erwartung der Wiederkunft ihres Herrn versammeln, miteinander Psalmen, Hymnen und geistliche Lieder zu singen (vgl. Kol 3,16). Der Gesang ist ja Ausdruck der Herzensfreude (vgl. Apg 2,46). Augustinus sagt mit Recht: "Den Liebenden dr�ngt es zum Singen" 25, und in einem alten Sprichwort hei�t es: "Doppelt betet, wer gut singt." Wenn es auch nicht erforderlich ist, alle zum Gesang bestimmten Texte immer auch zu singen, soll doch im Gottesdienst dem Singen besondere Bedeutung zukommen. Dabei sind die Eigenart der verschiedenen V�lker und die M�glichkeiten der jeweiligen Gemeinschaften zu ber�cksichtigen. Bei der Auswahl der Teile, die gesungen werden sollen, sind die wichtigeren zu bevorzugen, vor allem jene, die vom Priester oder einem anderen Mitwirkenden im Wechsel mit der Gemeinde oder vom Priester mit der Gemeinde zusammen gesungen werden 26. Da immer h�ufiger Gl�ubige verschiedener Sprache zusammenkommen, sollten alle wenigstens einige Teile des Messordinariums, vor allem Glaubensbekenntnis und Vaterunser, in einfachen Vertonungen gemeinsam lateinisch singen k�nnen 27. Gesten und K�rperhaltung 20. Eine einheitliche K�rperhaltung aller Versammelten ist ein Zeichen ihrer Gemeinschaft und Einheit; sie dr�ckt die geistige Haltung und Einstellung der Teilnehmer aus und f�rdert sie 28. 21. Um eine einheitliche K�rperhaltung zu erreichen, sollen die Gl�ubigen auf die Hinweise achten, die der Diakon, der Priester oder ein anderer Mitwirkender ihnen w�hrend der Feier gibt. Soweit keine andere Regelung getroffen wird, soll man in allen Messfeiern stehen: vom Gesang zur Er�ffnung beziehungsweise dem Einzug des Priesters bis zum Tagesgebet, beim Halleluja vor dem Evangelium, bei der Verk�ndigung des Evangeliums, beim Glaubensbekenntnis und bei den F�rbitten, dann vom Gabengebet bis zum Ende der Messe, mit den folgenden Ausnahmen: W�hrend der Lesungen vor dem Evangelium, beim Antwortpsalm, zur Homilie und zur Gabenbereitung soll man sitzen, unter Umst�nden auch w�hrend der Stille nach der Kommunion. Wenn die Platzverh�ltnisse oder eine gro�e Teilnehmerzahl oder andere vern�nftige Gr�nde nicht daran hindern, soll man zur Konsekration knien. Es bleibt Sache der Bischofskonferenz, die in der r�mischen Messordnung beschriebenen Gesten und K�rperhaltungen dem Empfinden des jeweiligen Volkes anzupassen 29, jedoch so, dass sie dem Sinn und der Bedeutung der einzelnen Teile der Feier entsprechen. 22. Zu den Gesten z�hlen auch: der Einzug des Priesters, das Herbeibringen der Gaben und der Kommuniongang der Gl�ubigen. Diese Prozessionen sollen w�rdig ausgef�hrt und die ihnen zugeordneten Ges�nge in einer der vorgesehenen Formen vorgetragen werden. Die Stille 23. Die Stille ist als Element der Feier zu gegebener Zeit zu halten 30. Je nach der Stelle innerhalb der Feier ist ihr Sinn verschieden. Sie gibt Gelegenheit zur Besinnung beim Schulbekenntnis und nach den Gebetseinladungen, zur kurzen Meditation nach den Lesungen und nach der Homilie, zum inneren Lobgebet nach der Kommunion. III. Die einzelnen Teile der Messfeier A. Die Er�ffnung 24. Die Teile vor dem Wortgottesdienst, n�mlich Einzug, Begr��ung, Allgemeines Schuldbekenntnis, Kyrie, Gloria und Tagesgebet dienen als Anfang, Einf�hrung und Vorbereitung der ganzen Feier. Ziel und Aufgabe der Er�ffnung ist es, dass die versammelten Gl�ubigen eine Gemeinschaft bilden und bef�higt werden, in rechter Weise das Wort Gottes zu h�ren und w�rdig die Eucharistie zu feiern. Der Einzug 25. Ist die Gemeinde versammelt, beginnt man beim Einzug des Priesters und jener, die einen besonderen Dienst versehen, mit dem Gesang zur Er�ffnung. Er hat die Aufgabe, die Feier zu er�ffnen, die Verbundenheit aller Teilnehmer zu vertiefen, sie in das Mysterium der liturgischen Zeit oder des Festes einzuf�hren sowie den Einzug des Priesters und jener, die einen besonderen Dienst versehen, zu begleiten. 26. Der Gesang wird entweder im Wechsel von S�ngerchor und Gemeinde beziehungsweise von Kantor und Gemeinde oder allein von der Gemeinde beziehungsweise dem S�ngerchor ausgef�hrt. Man kann den Er�ffnungsvers mit dem dazugeh�rigen Psalm aus dem Graduale Romanum beziehungsweise dem Graduale Simplex verwenden oder einen anderen Gesang, der diesem Teil der Feier, dem betreffenden Tag oder der liturgischen Zeit entspricht und dessen Text von der Bischofskonferenz gebilligt ist. Kann zum Einzug nicht gesungen werden, soll der im R�mischen Messbuch vorgesehene Er�ffnungsvers von allen oder einigen Gl�ubigen oder vom Lektor vorgetragen werden, notfalls vom Priester selbst nach der Begr��ung. Die Begr��ung des Altares und der versammelten Gemeinde 27. Im Altarraum angekommen, gr��en der Priester und seine Begleitung den Altar. Priester und Diakon ehren den Altar durch den Kuss; gegebenenfalls inzensiert ihn der Priester. 28. Nach dem Gesang zum Einzug macht der Priester gemeinsam mit allen das Kreuzzeichen. Dann ruft er der versammelten Gemeinde durch den Gru� die Gegenwart des Herrn ins Bewusstsein. Durch diesen Gru� und die Antwort der Gemeinde wird das Gegenw�rtigsein des Mysteriums der Kirche in der feiernden Gemeinde zum Ausdruck gebracht. Das Allgemeine Schuldbekenntnis 29. Nach der Begr��ung der Gemeinde kann der Priester oder ein anderer die Gl�ubigen ganz kurz in die betreffende Messfeier einf�hren. Dann l�dt der Priester zum Schulbekenntnis ein, das von allen gemeinsam vollzogen und durch die vom Priester gesprochene Bitte um Vergebung abgeschlossen wird. Das Kyrie 30. Dem Allgemeinen Schuldbekenntnis folgt - sofern es nicht darin enthalten war - das Kyrie. Da in diesem Gesang die Gl�ubigen den Herrn anrufen und um sein Erbarmen bitten, soll das Kyrie f�r gew�hnlich von allen gesungen werden, das hei�t von Gemeinde und S�ngerchor beziehungsweise Kantor. Jeder Ruf wird in der Regel einmal wiederholt; doch kann man auch weitere Wiederholungen oder kurze Texteinsch�be (Tropen) anf�gen, sofern sich das aus der Art der verschiedenen Sprachen, aus der musikalischen Form oder aus der konkreten Gestaltung der Feier ergibt. Wird das Kyrie nicht gesungen, soll man es sprechen. Das Gloria 31. Im Gloria, dem ehrw�rdigen altchristlichen Hymnus, verherrlicht die im Heiligen Geist versammelte Kirche des Vater und das Lamm und fleht um Erbarmen. Das Gloria wird von allen gemeinsam oder im Wechsel von Gemeinde und S�ngerchor oder vom S�ngerchor allein gesungen. Besteht keine M�glichkeit zum Gesang, soll es von allen gemeinsam oder im Wechsel gesprochen werden. Das Gloria ist f�r Hochfeste, Feste und besondere Feiern vorgesehen sowie f�r alle Sonntage mit Ausnahme der Advents- und Fastenzeit. Das Tagesgebet 32. Anschlie�end l�dt der Priester die Gemeinde zum Gebet ein; in einer kurzen gemeinsamen Stille soll sich jeder auf die Gegenwart Gottes besinnen und sein eigenes Gebet im Herzen formen. Dann betet der Priester das Tagesgebet (das auch "Kollekte" - zusammenfassendes Gebet - genannt wird). Dabei wird die Eigenart der Feier zum Ausdruck gebracht. Das Gebet des Priesters richtet sich durch den Sohn im Heiligen Geist an Gott den Vater. Die Gemeinde schlie�t sich dem Gebet an, macht es sich zu eigen und gibt in der Akklamation "Amen" ihre Zustimmung. In jeder Messfeier wird nur ein einziges Tagesgebet gesprochen; das gilt auch f�r das Gabengebet und das Schlussgebet. Das Tagesgebet endet mit dem l�ngeren Schluss, und zwar: wenn es an den Vater gerichtet ist: "Darum bitten wir durch (ihn), Jesus Christus, deinen Sohn, unseren Herrn und Gott, der in der Einheit des Heiligen Geistes mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit"; wenn es an den Vater gerichtet ist, zum Schluss aber der Sohn genannt wird: "der in der Einheit des Heiligen Geistes mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit"; wenn es an den Sohn gerichtet ist: "der du in der Einheit des Heiligen Geistes mit Gott dem Vater lebst und herrschest in alle Ewigkeit." Gabengebet und Schlussgebet enden immer mit dem k�rzeren Schluss, und zwar: wenn sie an den Vater gerichtet sind: "Darum bitten wir durch (ihn,) Christus, unseren Herrn"; wenn sie an den Vater gerichtet sind, zum Schluss aber der Sohn genannt wird: "der lebt und herrscht in alle Ewigkeit"; wenn sie an den Sohn gerichtet sind: "der du lebst und herrschest in alle Ewigkeit." B. Der Wortgottesdienst 33. Der Kern des Wortgottesdienstes besteht aus den Schriftlesungen mit den Zwischenges�ngen. Homilie, Glaubensbekenntnis und F�rbitten entfalten diesen Teil und schlie�en ihn ab. In den Lesungen, die in der Homilie ausgedeutet werden, spricht Gott zu seinem Volk 31, offenbart er das Erl�sungs- und Heilsmysterium und n�hrt er das Leben im Geist. Christus selbst ist in seinem Wort inmitten der Gl�ubigen gegenw�rtig 32. Dieses Wort Gottes macht sich die Gemeinde in den Ges�ngen zu eigen und bezeugt durch das Bekenntnis des Glaubens ihre Treue gegen�ber dem Wort. Durch das Wort Gottes gest�rkt, bittet sie in den F�rbitten f�r die Anliegen der gesamten Kirche und f�r das Heil der ganzen Welt. Die Schriftlesungen 34. In den Lesungen wird den Gl�ubigen der Tisch des Wortes Gottes bereitet und der Reichtum der Schrift erschlossen 33. Da nach der �berlieferung das Vorlesen nicht dem Vorsteher, sondern einem anderen Mitwirkenden zukommt, soll der Diakon oder - falls keiner da ist - ein anderer Priester das Evangelium verk�nden; ein Lektor aber trage die �brigen Lesungen vor. Ist kein Diakon und auch kein anderer Priester da, soll der zelebrierende Priester das Evangelium verk�nden 34. 35. Dass die Verk�ndigung des Evangeliums in gro�er Ehrfurcht erfolgen soll, zeigt die Liturgie selbst, da sie dem Evangelium im Vergleich zu den �brigen Lesungen besondere Ehrung erweist: sein Verk�nder bereitet sich durch ein Gebet vor, beziehungsweise bittet um den Segen; die Gl�ubigen bezeugen in ihren Zurufen, dass Christus gegenw�rtig ist und zu ihnen spricht, und sie h�ren das Evangelium stehend an. Au�erdem werden dem Evangelienbuch selbst Zeichen der Verehrung erwiesen. Die Zwischenges�nge 36. Auf die erste Lesung folgt der Antwortpsalm (Graduale), der ein wesentliches Element des Wortgottesdienstes ist. In der Regel soll man den im Lektionar angegebenen Psalm nehmen, weil sein Text mit den Lesungen in Zusammenhang steht, denn er ist im Hinblick auf sie ausgew�hlt. Damit jedoch die Gemeinde leichter einen Kehrvers zum Psalm singen kann, werden einige Antwortpsalmen f�r die einzelnen Zeiten des Kirchenjahres und f�r die verschiedenen Gruppen von Heiligenfesten angeboten, die man an Stelle des im Lektionar vorgesehenen Psalmes verwenden kann, wenn man den Psalm singen will. Der Psalms�nger singt am Ambo oder an einem anderen geeigneten Platz die Psalmverse. Die Gemeinde sitzt und h�rt zu; f�r gew�hnlich soll sie mit dem Kehrvers am Gesang teilnehmen, es sei denn, der Psalm wird nicht unterbrochen, das hei�t ohne Kehrvers vorgetragen. F�r den Gesang kann man statt des im Lektionar vorgesehenen Psalmes auch das Graduale aus dem Graduale Romanum oder den Antwort- beziehungsweise Hallelujapsalm aus dem Graduale Simplex in der jeweils angegebenen Form w�hlen. 37. Auf die zweite Lesung folgt das Halleluja oder je nach der liturgischen Zeit ein entsprechender anderer Gesang. a) Das Halleluja singt man das ganze Jahr hindurch, ausgenommen die Fastenzeit (�sterliche Bu�zeit). Es kann von allen gemeinsam begonnen oder vom S�ngerchor beziehungsweise Kantor angestimmt und gegebenenfalls von allen wiederholt werden. Die Verse werden aus dem Lektionar oder Graduale genommen; b) der andere Gesang besteht aus dem Vers vor dem Evangelium oder aus einem weiteren Psalm (Tractus), wie im Lektionar oder Graduale angegeben. 38. Wird vor dem Evangelium nur eine Lesung vorgetragen, so gilt folgendes: a) au�erhalb der Fastenzeit kann man nehmen: einen Hallelujapsalm oder einen Antwortpsalm und das Halleluja mit seinem Vers, oder nur den Psalm, oder nur das Halleluja; b) in der Fastenzeit wird der Antwortpsalm oder der Vers vor dem Evangelium genommen. 39. Wird der Antwortpsalm nicht gesungen, spricht man ihn. Werden das Halleluja oder der Vers vor dem Evangelium nicht gesungen, so k�nnen sie entfallen. 40. Au�er an Ostern und Pfingsten sind die Sequenzen nicht vorgeschrieben. Die Homilie 41. Die Homilie ist ein Teil der Liturgie und wird nachdr�cklich empfohlen 35, denn sie ist notwendig, um das christliche Leben zu st�rken. Sie soll unter Ber�cksichtigung des Mysteriums, das gefeiert wird, und der besonderen Bed�rfnisse der H�rer die Schriftlesungen oder andere Texte der Tagesmesse (Ordinarium oder Proprium) unter einem bestimmten Gesichtspunkt auslegen 36. 42. An Sonn- und gebotenen Feiertagen ist in allen Messen, an denen Gl�ubige teilnehmen, eine Homilie zu halten; sie darf nur aus einem schwerwiegenden Grund ausfallen; f�r die �brige Zeit ist sie besonders f�r die Wochentage des Advents, der Fasten- und Osterzeit empfohlen und auch f�r andere Feste und Anl�sse, bei denen die Gl�ubigen zahlreicher zum Gottesdienst kommen 37. In der Regel soll der Priester, der den Gottesdienst leitet, selbst die Homilie halten. Das Glaubensbekenntnis 43. Das Credo oder Glaubensbekenntnis dient als Element der Messfeier dazu, dass die Gemeinde dem Wort Gottes, wie sie es in den Lesungen und in der Homilie geh�rt hat, zustimmt, darauf antwortet und sich die wesentlichen Glaubenswahrheiten in Erinnerung ruft, bevor die Mahlfeier beginnt. 44. Das Glaubensbekenntnis wird an den Sonntagen und Hochfesten vom Priester gemeinsam mit allen gesprochen. Es kann auch f�r besondere Anl�sse vorgesehen werden. Will man es singen, soll es in der Regel von allen gemeinsam oder im Wechsel gesungen werden. Die F�rbitten 45. In den F�rbitten �bt die Gemeinde durch ihr Beten f�r alle Menschen ihr priesterliches Amt aus. Dieses Gebet geh�rt f�r gew�hnlich zu jeder mit einer Gemeinde gefeierten Messe, damit F�rbitten gehalten werden f�r die heilige Kirche, die Regierenden, f�r jene, die von mancherlei Not bedr�ckt sind, f�r alle Menschen und f�r das Heil der ganzen Welt 38. 46. Die Reihenfolge der einzelnen Bitten soll in der Regel sein: a) f�r die Anliegen der Kirche, b) f�r die Regierenden und f�r das Heil der ganzen Welt, c) f�r alle von verschiedener Not Bedr�ckten, d) f�r die Ortsgemeinde. Bei besonderen Feiern wie Firmung, Trauung, Begr�bnis usw. kann die Reihenfolge der F�rbitten jedoch mehr den entsprechenden Anlass ber�cksichtigen. 47. Es ist Aufgabe des Priesters, dieses Gebet zu leiten, die Gl�ubigen zum Gebet einzuladen und es zu beschlie�en. Die Bitten sollen vom Diakon oder Kantor oder von jemand anderem vorgetragen werden 39. Die ganze Versammlung bringt ihr Beten durch eine gemeinsame Anrufung nach den einzelnen Bitten oder durch ein stilles Gebet zum Ausdruck. C. Die Eucharistiefeier 48. Beim Letzten Abendmahl setzte Christus das Opfer und das �sterliche Mahl ein, durch das in der Kirche das Kreuzesopfer immer gegenw�rtig wird, sooft der Priester, der Christus den Herrn darstellt, das vollzieht, was Christus selbst getan und den J�ngern zu seinem Ged�chtnis zu tun anvertraut hat . Christus nahm das Brot und den Kelch, sprach den Lobpreis, brach das Brot und reichte beides seinen J�ngern mit den Worten: Nehmt, esst und trinkt, das ist mein Leib, das ist der Kelch meines Blutes. Tut dies zu meinem Ged�chtnis. Die Kirche hat die Liturgie der Eucharistiefeier so geordnet, dass sie diesen Worten und Handlungen Christi entspricht: 1) Bei der Gabenbereitung werden Brot und Wein sowie Wasser zum Altar getragen, jene Elemente, die Christus in seine H�nde genommen hat. 2) Im eucharistischen Hochgebet wird Gott f�r das gesamte Heilswerk gedankt, und die Gaben werden zu Christi Leib und Blut. 3) Im Teilen des einen Brotes wird die Einheit der Gl�ubigen kundgetan, und in der Kommunion empfangen sie den Leib und das Blut des Herrn wie einst die Apostel aus Christi Hand. Die Gabenbereitung 49. Zu Beginn der Eucharistiefeier bringt man die Gaben zum Altar, die Leib und Blut Christi werden. Zuerst wird als Mittelpunkt der ganzen Eucharistiefeier der Altar, der Tisch des Herrn 41, bereitet: Korporale, Purifikatorium, Messbuch und Kelch (wenn er nicht an der Kredenz bereitet wird) werden zum Altar gebracht und bereitgestellt. Dann bringt man die Gaben zum Altar. Sinnvoll und w�nschenswert ist es, wenn die Gl�ubigen Brot und Wein herbeibringen, die der Priester oder Diakon an einer geeigneten Stelle entgegennimmt und auf den Altar stellt; dabei spricht der Priester die Begleitgebete. Wenn auch heute die Gl�ubigen Brot und Wein f�r die Eucharistiefeier nicht mehr, wie fr�her, selbst mitbringen, beh�lt diese Handlung doch ihre Aussagekraft und Bedeutung. Es k�nnen auch Geld und andere Gaben f�r die Armen oder f�r die Kirche von den Gl�ubigen gebracht beziehungsweise in der Kirche eingesammelt, entgegengenommen und an einem geeigneten Platz - jedoch nicht auf dem Tisch der Eucharistiefeier - niedergestellt werden. 50. Das Herbeibringen der Gaben wird vom Gesang zur Gabenbereitung begleitet, der wenigstens so lange fortgesetzt wird, bis die Gaben zum Altar gebracht sind. Die Bestimmungen f�r diesen Gesang sind dieselben wie f�r den Gesang zur Er�ffnung (Nr. 26). Wird nicht gesungen, entf�llt auch das Lesen des Textes. 51. Hierauf kann man die Gaben auf dem Altar und den Altar inzensieren; dadurch soll angedeutet werden, dass die Gabe der Kirche und ihr Gebet wie Weihrauch vor das Angesicht Gottes emporsteigen. Anschlie�end kann der Diakon oder ein anderer Altardiener den Priester und das Volk inzensieren. 52. Dann w�scht der Priester die H�nde; es soll dies ein Ausdruck des Verlangens nach innerer Reinigung sein. 53. Sind die Gaben auf dem Altar bereitgestellt und die begleitenden Handlungen beendet, wird die Gabenbereitung durch die Einladung an die Gemeinde, mit dem Priester zu beten, und durch das Gabengebet abgeschlossen, das zugleich zum eucharistischen Hochgebet �berleitet. Das eucharistische Hochgebet 54. Im eucharistischen Hochgebet, dem Gebet der Danksagung und Heiligung, erreicht die ganze Feier ihre Mitte und ihren H�hepunkt. Der Priester l�dt die Gemeinde ein, in Gebet und Danksagung die Herzen zum Herrn zu erheben; so nimmt er alle Versammelten in jenes Gebet hinein, das er im Namen aller durch Jesus Christus an Gott den Vater richtet. Sinn dieses Gebetes ist es, die ganze Gemeinde der Gl�ubigen im Lobpreis der Machterweise Gottes und in der Darbringung des Opfers mit Christus zu vereinen. 55. Als wichtige Elemente des eucharistischen Hochgebetes gelten: a) Danksagung: Sie findet in der Pr�fation ihre st�rkste Auspr�gung. Im Namen des ganzen heiligen Volkes Gottes preist der Priester den Vater und dankt ihm f�r das gesamte Werk der Erl�sung oder, entsprechend dem Tag, dem Fest oder der Zeit, f�r ein bestimmtes Geheimnis des Heilswerkes. b) Sanctus-Ruf: Die gesamte Gemeinde vereint sich mit den himmlischen M�chten und singt oder spricht das Sanctus. Dieser Ruf ist Teil des eucharistischen Hochgebetes und wird von allen gemeinsam mit dem Priester vorgetragen. c) Epiklese: In besonderen Gebeten erbittet die Kirche Gottes Kraft, damit die von den Menschen bereiteten Gaben geheiligt, das hei�t zum Leib und Blut Christi werden, und damit das makellose Opfer denen, die es in der Kommunion empfangen, zum Heile gereiche. d) Einsetzungsbericht (Konsekration): Durch Christi Wort und Tun wird das Opfer vollzogen, das der Herr beim Letzten Abendmahl eingesetzt hat, da er seinen Leib und sein Blut unter den Gestalten von Brot und Wein darbrachte, sie den Aposteln zum Essen und Trinken reichte und ihnen zugleich den Auftrag gab, dieses Mysterium weiterhin zu begehen. e) Anamnese: Die Kirche erf�llt den Auftrag, den sie von Christus dem Herrn durch die Apostel erhalten hat, und begeht sein Ged�chtnis. Dabei gedenkt sie besonders des heilbringenden Leidens, der glorreichen Auferstehung und der Himmelfahrt. f) Darbringungsgebet: In diesem Ged�chtnis bringt die Kirche, vor allem als hier und jetzt zur Feier versammelten Gemeinde, im Heiligen Geist die makellose Opfergabe dem Vater dar. Die Kirche m�chte erreichen, dass die Gl�ubigen nicht nur diese makellose Gabe darbringen, sondern auch lernen, sich selbst hineinzuschenken, und so durch Christus, den Mittler, zu einer immer innigeren Einheit mit Gott und untereinander zu gelangen, auf dass Gott alles in allem sei 42. g) Interzessionen: Sie bringen zum Ausdruck, dass die Eucharistie in Gemeinschaft mit der ganzen Kirche, der himmlischen wie der irdischen, gefeiert wird und dass die Darbringung f�r sie und alle ihre Glieder, die Lebenden wie Verstorbenen, erfolgt, da sie alle zur Teilnahme an dem durch Christi Leib und Blut erlangten Heil der Erl�sten berufen sind. h) Schlussdoxologie: Sie bringt die preisende Verherrlichung Gottes zum Ausdruck und wird durch die Akklamation der Gemeinde bekr�ftigt und abgeschlossen. Die Bedeutung des eucharistischen Hochgebetes verlangt, dass alle es in ehrf�rchtigem Schweigen anh�ren und durch die vorgesehenen Akklamationen mitvollziehen. Die Kommunion 56. Da die Eucharistiefeier das �sterliche Mahl ist, sollen die Gl�ubigen, entsprechend bereitet, gem�� dem Auftrag des Herrn seinen Leib und sein Blut als geistliche Nahrung empfangen 43. Die Brotbrechung und andere vorbereitende Handlungen sollen die Gl�ubigen zum Empfang des Mahles hinf�hren. a) Gebet des Herrn: In ihm bitten wir um das t�gliche Brot, das die Christen auch auf das eucharistische Brot hinweist, und um Befreiung von S�nden, damit das Heilige wirklich Geheiligten gereicht werde. Der Priester l�dt zum Gebet ein, alle Gl�ubigen sprechen es gemeinsam mit ihm. Dann spricht er den Embolismus, den die Gemeinde mit der Doxologie abschlie�t. Der Embolismus f�hrt die letzte Bitte des Vaterunser weiter und erbittet f�r die Gemeinde der Gl�ubigen die Befreiung von der Macht des B�sen. Die Einladung, das Vaterunser, der Embolismus und die Schlussdoxologie der Gemeinde werden gesungen oder vernehmlich gesprochen. b) Es folgen Worte und Gesten, in denen die Gl�ubigen um Frieden und Einheit der Kirche und der gesamten Menschheitsfamilie bitten und einander ihre Liebe bezeugen, ehe sie von dem einen Brot essen. Die Form des Friedensgru�es soll von den Bischofskonferenzen entsprechend der Eigenart und den Br�uchen der V�lker bestimmt werden. c) Das Brotbrechen wurde von Christus beim Letzten Abendmahl vollzogen und gab in der apostolischen Zeit der ganzen Eucharistiefeier den Namen. Das Brechen des Brotes hat nicht nur eine praktische Bedeutung, sonder zeigt, dass wir alle in der Kommunion von dem einen Brot des Lebens essen, das Christus ist, und dadurch ein Leib werden (1 Kor 10,17). d) Mischung: Der Priester senkt einen Teil der Hostie in den Kelch. e) Agnus Dei: W�hrend der Brechung und Mischung wird vom S�ngerchor oder vom Kantor unter Beteiligung aller das Agnus Dei in der Regel gesungen, sonst vernehmlich gesprochen. Diesen Ruf kann man so oft wiederholen, bis das Brotbrechen beendet ist. Der letzte Ruf schlie�t mit den Worten "Gib uns deinen Frieden". f) Um den Leib und das Blut Christi fruchtbringend zu empfangen, bereitet sich der Priester in stillem Gebet darauf vor. Auch die Gl�ubigen sollen in Stille beten. g) Der Priester zeigt den Gl�ubigen das eucharistische Brot, das sie in der Kommunion empfangen, und l�dt sie zum Mahl des Herrn ein. Gemeinsam mit ihnen bringt er mit Worten des Evangeliums die Gesinnung der Demut zum Ausdruck. h) Es ist w�nschenswert, dass f�r die Kommunion der Gl�ubigen die Hostien m�glichst in jeder Messe konsekriert werden; bei den vorgesehenen Gelegenheiten sollen die Gl�ubigen nach M�glichkeit die Kelchkommunion empfangen. Dadurch wird die Teilnahme am Opfer, das gefeiert wird, auch im Zeichen besser sichtbar 44. i) Die Kommunion des Priesters und der Gl�ubigen wird vom Gesang zur Kommunion begleitet. Sein Sinn besteht darin, die geistliche Gemeinschaft der Kommunizierenden in gemeinsamem Singen zum Ausdruck zu bringen, die Herzensfreude zu zeigen und die br�derliche Verbundenheit beim Hinzutreten zum Kommunionempfang zu vertiefen. Sobald der Priester kommuniziert, wird der Gesang begonnen und w�hrend der Kommunion der Gl�ubigen so lange fortgesetzt, wie es passend erscheint. Er soll rechtzeitig beendet werden, wenn ein Gesang nach der Kommunion vorgesehen ist. Man kann die Antiphon aus dem Graduale Romanum - mit oder ohne Psalm - verwenden oder die Antiphon mit Psalm aus dem Graduale Simplex oder einen anderen passenden Gesang, der von der Bischofskonferenz approbiert ist. Der Gesang wird vom S�ngerchor allein oder vom S�ngerchor beziehungsweise Kantor mit der Gemeinde ausgef�hrt. Wird zum Kommuniongang nicht gesungen, so wird der im Messbuch angegebene Kommunionvers von den Gl�ubigen oder von einer Gruppe oder vom Lektor gesprochen, notfalls vom Priester nach seiner Kommunion, bevor er den Gl�ubigen den Leib des Herrn reicht. j) Wo es angebracht erscheint, beten Priester und Gl�ubige nach Beendigung der Kommunionspendung einige Zeit in Stille. Es kann auch ein Hymnus oder Psalm oder ein anderes Loblied gesungen werden. k) Im Schlussgebet bittet der Priester, dass die Feier des Mysteriums Frucht bringe. Das Volk macht sich dieses Gebet durch die Akklamation "Amen" zu eigen. D. Der Abschluss 57. Den Abschluss der Feier bilden: a) Gru� und Segen des Priesters, die an bestimmten Tagen und bei besonderen Anl�ssen durch ein Gebet �ber das Volk oder durch ein feierliches Segenswort erweitert werden; b) die Entlassung, welche die gottesdienstliche Versammlung schlie�t und die Teilnehmer, den Herrn lobpreisend, zu ihren guten Werken zur�ckkehren l�sst. III. Kapitel Aufgaben und Dienste in der Messfeier 58. In der Gemeinschaft, die sich zur Feier der Messe versammelt, hat jeder einzelne das Recht und den Auftrag, t�tig mitzuwirken, und zwar in verschiedener Weise, je nach seiner Stellung und Aufgabe 45. Dabei sollen alle, ob sie einen besonderen Dienst aus�ben oder nicht, nur das und all das tun, was ihnen zukommt 46. So soll bereits aus der Gestalt der Feier die in verschiedene �mter und Dienste gegliederte Kirche erkennbar werden. I. Aufgaben und Dienste auf Grund des Weihesakramentes 59. Jede rechtm��ige Feier der Eucharistie steht unter der Leitung des Bischofs, der ihr entweder selbst oder durch die Priester, seine Mitarbeiter, vorsteht 47. Ist der Bischof bei einer Gemeindemesse anwesend, sollte er den Vorsitz f�hren; in dieser Feier sollen die Priester, wenn m�glich, durch Konzelebration mit ihm verbunden sein. Das geschieht nicht, um die �u�ere Feier glanzvoller zu gestalten, sondern um das Mysterium der Kirche zu verdeutlichen, die das "Sakrament der Einheit" ist 48. Feiert jedoch der Bischof nicht die Eucharistie, sondern beauftragt er jemand anderen dazu, m�ge er den Wortgottesdienst leiten; er spendet den Schlusssegen. 60. Auch der Priester, der das Opfer in der Gemeinschaft der Gl�ubigen kraft seines Amtes in der Person Christi darbringt 49, steht der versammelten Gemeinde vor, leitet ihr Gebet, verk�ndet ihr die Botschaft des Heils, vereint die Gl�ubigen mit sich, wenn er dem Vater durch Christus im Heiligen Geist das Opfer darbringt, seinen Br�dern das Brot des ewigen Lebens reicht und es mit ihnen teilt. Wenn er daher die Eucharistie feiert, soll er Gott und der Gemeinde in W�rde und Demut dienen und durch sein Handeln wie auch durch sein Sprechen der liturgischen Texte den Gl�ubigen die lebendige Gegenwart Christi bewusst machen. 61. Unter denen, die einen besonderen Dienst aus�ben, steht an erster Stelle der Diakon, dessen Amt in der Kirche von Anfang an besonders geachtet ist. Bei der Messfeier hat er bestimmte, ihm zukommende Aufgaben: Verk�ndigung des Evangeliums, in bestimmten F�llen Predigt, F�hrung der Gemeinde bei den F�rbitten, Unterst�tzung des Priesters bei der Kommunionspendung, besonders bei der Kelchkommunion, allenfalls Hinweise f�r das Verhalten der Gemeinde w�hrend der Feier. II. Aufgabe und W�rde des Volkes Gottes 62. In der Feier der Messe sind die Gl�ubigen eine heilige Gemeinde, das Volk, das Gott sich erworben hat, die k�nigliche Priesterschaft, damit sie ihm danksagen und die makellose Opfergabe nicht nur durch die Hand des Priesters, sondern auch zusammen mit ihm darbringen und dadurch sich selber darbringen lernen 50. Sie sollen sich bem�hen, durch tiefe Fr�mmigkeit sowie durch ihre Liebe gegen�ber den Mitfeiernden dies zum Ausdruck zu bringen. Eigenbr�telei und Uneinigkeit sei ihnen fern im Bewusstsein, einen gemeinsamen Vater im Himmel zu haben, vor dem alle untereinander Br�der sind. So sollen sie eine Gemeinschaft bilden, wenn sie Gottes Wort h�ren, am Gebet und Gesang teilnehmen, gemeinsam das Opfer darbringen und gemeinsam am Tisch des Herrn teilhaben. Diese Verbundenheit findet einen passenden Ausdruck in den Gesten und in der Haltung, die alle Gl�ubigen einheitlich einnehmen. Die Gl�ubigen m�gen gerne bereit sein, dem Volk Gottes in Freude zu dienen, wenn sie gebeten werden, in der Feier einen besonderen Dienst zu �bernehmen. 63. Unter den Gl�ubigen �bt der S�ngerchor (Schola, Chor) einen eigenen liturgischen Dienst aus: Er hat die ihm zukommenden Teile je nach den verschiedenen Arten der Ges�nge vorzutragen und die im Singen bestehende t�tige Teilnahme der Gl�ubigen zu f�rdern 51. Was vom S�ngerchor gesagt wurde, gilt entsprechend f�r alle andern, die musikalisch mitwirken, besonders f�r den Organisten. 64. Nach M�glichkeit soll ein Kantor oder Chorleiter den Gesang der Gemeinde leiten und st�tzen. Steht kein S�ngerchor zur Verf�gung, �bernimmt der Kantor die Ausf�hrung der verschiedenen Ges�nge; die Gemeinde beteiligt sich daran, wie es ihr zukommt 52. III. Besondere Dienste 65. Der Akolyth ist zum Dienst am Altar und zur Unterst�tzung von Priester und Diakon beauftragt. Im besonderen ist es seine Aufgabe, den Altar und die liturgischen Gef��e zu bereiten sowie als au�erordentlicher Spender den Gl�ubigen die Eucharistie zu reichen. 66. Der Lektor ist beauftragt, die Lesungen der Heiligen Schrift mit Ausnahme des Evangeliums vorzutragen. Er kann auch die einzelnen Bitten des F�rbittgebetes und den Psalm zwischen den Lesungen vortragen, falls kein Psalms�nger da ist. Der Lektor hat in der Eucharistiefeier eine eigene Aufgabe, die er auch dann aus�ben soll, wenn Mitwirkende der h�heren Weihegrade anwesend sind. Da die Gl�ubigen beim H�ren der Schriftlesungen deren lebendige Kraft erfahren sollen 53, ist es notwendig, dass die Lektoren f�r die Aus�bung dieses Dienstes, auch wenn sie nicht die Beauftragung erhalten haben, geeignet und gut vorbereitet sind. 67. Aufgabe des Psalms�ngers ist es, den Psalm oder andere biblische Zwischenges�nge vorzutragen. Damit er seine Aufgabe richtig erf�llen kann, muss er mit dem Psalmsingen vertraut sein und gut vortragen k�nnen. 68. Unter den weiteren Mitwirkenden haben einige besondere Aufgaben innerhalb, andere au�erhalb des Altarraumes. Zu den ersteren z�hlen die beauftragten Kommunionhelfer 54 und jene, die Messbuch, Kreuz, Kerzen, Brot, Wein, Wasser und Rauchfass tragen. Mitwirkende au�erhalb des Altarraumes sind: a) Der Sprecher, der den Gl�ubigen Erkl�rungen und Hinweise gibt, um sie in die Feier einzuf�hren und ihnen ein tieferes Verst�ndnis zu vermitteln. Seine Hinweise sollen sorgf�ltig vorbereitet, knapp und verst�ndlich sein. Bei der Aus�bung seines Dienstes soll der Sprecher einen geeigneten Platz vor den Gl�ubigen, jedoch wom�glich nicht am Ambo, einnehmen. b) In manchen Gebieten gibt es weitere Mitwirkende, welche die Gl�ubigen am Kircheneingang empfangen, sie zu ihren Pl�tzen geleiten und Ordnungsdienste versehen. c) Schlie�lich sind noch jene zu nennen, die das Einsammeln der Spenden besorgen. 69. Besonders in gro�en Kirchen und Gemeinschaften empfiehlt es sich, jemanden zu beauftragen, die liturgischen Feiern entsprechend vorzubereiten und f�r ein w�rdiges, geordnetes und ehrf�rchtiges Verhalten aller Mitwirkenden zu sorgen. 70. Alle Aufgaben, die nicht dem Diakon vorbehalten sind, k�nnen von Laien ausgef�hrt werden, auch wenn sie keine Beauftragung erhalten haben. Dienste, die au�erhalb des Altarraumes zu leisten sind, k�nnen auch Frauen �bertragen werden, wenn der Kirchenrektor es f�r angebracht h�lt. Die Bischofskonferenz kann die Erlaubnis geben, dass Frauen die dem Evangelium vorausgehenden Lesungen und die einzelnen Bitten des F�rbittgebetes vortragen, und genauer den angemessenen Ort bestimmen, von wo aus sie in der Gemeinde das Wort Gottes verk�nden sollen 55. 71. Wenn mehrere anwesend sind, die denselben Dienst aus�ben k�nnen, m�ge man die verschiedenen Aufgaben ihres Dienstes aufteilen, zum Beispiel kann der eine Diakon die zum Singen vorgesehenen Texte �bernehmen, ein anderer den Dienst am Altar; sind mehrere Lesungen vorgesehen, k�nnen sie unter die Lektoren aufgeteilt werden. �hnliches gilt f�r die �brigen Dienste. 72. Wenn in einer Messfeier mit Gemeinde nur ein Mitwirkender f�r besondere Dienste zur Verf�gung steht, kann er mehrere Aufgaben �bernehmen. 73. Der Verlauf jeder liturgischen Feier soll im Hinblick auf seine �u�ere Gestaltung sowie unter Ber�cksichtigung der seelsorglichen und musikalischen Gesichtspunkte von den Zust�ndigen sorgf�ltig gemeinsam vorbereitet werden. Die Leitung der Vorbereitung liegt beim Kirchenrektor, der auch die Meinung der Gl�ubigen zu den sie unmittelbar betreffenden Fragen einholen soll. IV. Kapitel Verschiedene Formen der Messfeier 74. Wegen ihrer Zeichenhaftigkeit soll innerhalb der Ortskirche jener Messfeier der erste Rang zukommen, die der Bischof, umgeben von Priestern der Ortskirche und anderen Mitwirkenden 56, leitet und an der das heilige Volk Gottes voll und t�tig teilnimmt. Denn hier wird in besonderer Weise die Kirche sichtbar. 75. Eine bedeutende Stellung kommt auch der Messe zu, die mit einer Gemeinschaft, vor allem mit einer Pfarrgemeinde, gefeiert wird, da in ihr die Gesamtkirche an einem bestimmten Ort und zu bestimmter zeit gegenw�rtig wird; das gilt besonders vom gemeinsamen Sonntagsgottesdienst 57. 76. Unter den Messen, die von bestimmten Gemeinschaften gefeiert werden, haben die "Konventsmesse", die Teil des t�glichen Offiziums ist, und die "Kommunit�tsmesse" eine besondere Stellung. Obwohl diese Messen keine eigene Form der Feier erfordern, sollen sie nach M�glichkeit mit Gesang gehalten werden und unter voller Teilnahme jener, die zur betreffenden Ordens- oder Kanonikergemeinschaft geh�ren. In dieser Feier sollen alle das ihrer Weihestufe oder Beauftragung entsprechende Amt aus�ben. Alle Priester sollten also in diesen Messen wom�glich konzelebrieren, soweit nicht seelsorgliche Erfordernisse entgegenstehen. Dabei k�nnen alle Priester, die zu dieser Gemeinschaft geh�ren und aus seelsorglichen Gr�nden einzeln zelebrieren m�ssen, am selben Tag bei der Konvents- oder der Kommunit�tsmesse konzelebrieren 58. I. Die Messfeier mit Gemeinde 77. Unter "Messfeier mit Gemeinde" ist eine Messe zu verstehen, die mit Teilnahme von Gl�ubigen gehalten wird. Besonders an Sonn- und Feiertagen soll sie nach M�glichkeit mit Gesang und unter Beteiligung entsprechend zahlreicher Mitwirkender gefeiert werden 59. Sie kann jedoch auch ohne Gesang und mit nur einem, der einen besonderen Dienst versieht, gehalten werden. 78. Au�er dem Priester sollten in der Regel ein Akolyth, ein Lektor und ein Kantor mitwirken; die Form wird im folgenden als "Grundform" bezeichnet. Der nachstehend beschriebene Verlauf der Messfeier sieht auch die M�glichkeit einer gr��eren Anzahl von Mitwirkenden vor. In jeder Form der Feier kann ein Diakon seinen Dienst aus�ben. Die Vorbereitung 79. Der Altar soll mit wenigstens einem Tuch bedeckt werden. Auf dem Altar oder in seiner N�he sollen das Kreuz und zwei oder vier oder sechs oder, wenn der Ortsbischof die Messe feiert, sieben Leuchter mit brennenden Kerzen aufgestellt werden. Leuchter und Kreuz k�nnen in der Einzugsprozession mitgetragen werden. Das Evangelienbuch kann auf den Altar gelegt werden, falls es vom Lektor unterschieden ist und nicht in der Einzugsprozession mitgetragen wird. 80. Ebenso sind vorzubereiten: a) beim Priestersitz das Messbuch und gegebenenfalls ein Buch mit den Ges�ngen; b) auf dem Ambo das Lektionar; c) auf dem Kredenztisch Kelch, Korporale, Purifikatorium, Palla (falls sie verwendet wird), Patene und Hostienschalen (falls erforderlich) mit dem Brot f�r die Kommunion des Priesters, der Mitwirkenden und der Gemeinde, je ein K�nnchen mit Wein und Wasser, wenn dies nicht von den Gl�ubigen zur Gabenbereitung herbeigebracht wird; die Kommunionpatene f�r die Gl�ubigen; au�erdem, was zur H�ndewaschung n�tig ist. Der Kelch sei mit einem Tuch bedeckt, das immer wei� sein kann. 81. In der Sakristei sollen die liturgischen Gew�nder f�r Priester und Mitwirkende bereitliegen, wie sie f�r die jeweilige Form der Feier ben�tigt werden: a) f�r den Priester: Albe, Stola und Messgewand; b) f�r den Diakon: Albe, Stola, Dalmatik; von der Dalmatik kann man, falls notwendig oder falls der Gottesdienst nicht so feierlich gehalten wird, absehen; c) f�r alle anderen: Albe oder andere rechtm��ig zugelassene Gew�nder. Alle, die eine Albe anziehen, k�nnen auch Zingulum und Schultertuch verwenden. A. Die Grundform Die Er�ffnung 82. Ist die Gemeinde versammelt, ziehen Priester und Mitwirkende in liturgischer Kleidung in dieser Reihenfolge zum Altar: a) ein Altardiener mit dem Weihrauchfass, falls Weihrauch verwendet wird; b) die Altardiener (falls �blich mit Kerzen) und zwischen ihnen gegebenenfalls der Kreuztr�ger; c) die Akolythen und die �brigen Mitwirkenden; d) der Lektor, der das Evangelienbuch tragen kann; e) der Priester, der die Messe feiert. Wird Weihrauch verwendet, legt der Priester vor Beginn des Einzugs Weihrauch ein. 83. W�hrend des Einzugs zum Altar wird der Gesang zur Er�ffnung vorgetragen (vgl. Nr. 25-26). 84. Am Altar angelangt, ehren ihn Priester und Mitwirkende, das hei�t, sie machen eine tiefe Verneigung oder, wenn dort die Eucharistie aufbewahrt wird, eine Kniebeuge. Wird das Kreuz in der Prozession mitgetragen, stellt man es neben dem Altar oder an einer anderen passenden Stelle auf. Die Altardiener stellen die Leuchter neben den Altar oder auf den Kredenztisch; das Evangelienbuch wird auf den Altar gelegt bzw. gestellt. 85. Der Priester tritt an den Altar und ehrt ihn durch einen Kuss; dann kann er ihn umschreiten und inzensieren. 86. Anschlie�end geht der Priester zum Sitz; alle stehen, und nach Beendigung des Gesangs zur Er�ffnung macht der Priester gemeinsam mit der ganzen Gemeinde das Kreuzzeichen und spricht: "Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes." Die Gemeinde antwortet: "Amen." Dann begr��t der Priester die Gemeinde. Er wendet sich ihr zu, breitet die H�nde aus und spricht eines der vorgesehenen Gru�worte. Er oder ein geeigneter Mitwirkender kann in kurzen Worten die Gl�ubigen in die Tagesmesse einf�hren. 87. Nach dem Allgemeinen Schuldbekenntnis folgen entsprechend den Rubriken Kyrie und Gloria (Nr. 30-31). Das Gloria kann entweder vom Priester oder von den Vors�ngern angestimmt oder von allen gemeinsam begonnen werden. 88. Der Priester l�dt dann die Gemeinde zum Gebet ein; er faltet die H�nde und spricht: "Lasset uns beten." Alle beten kurz unter Stillschweigen gemeinsam mit dem Priester. Dann breitet er die H�nde aus und spricht das Tagesgebet; am Schluss stimmt die Gemeinde mit "Amen" zu. Der Wortgottesdienst 89. Ist das Tagesgebet beendet, geht der Lektor zum Ambo und tr�gt die erste Lesung vor; alle h�ren sie sitzend an und sprechen am Ende die Akklamation. 90. Der Psalms�nger beziehungsweise der Kantor oder auch der Lektor tr�gt nach der Lesung den Psalm vor; die Gemeinde beteiligt sich mit dem Kehrvers (vgl. Nr. 36). 91. Kommt vor dem Evangelium noch eine zweite Lesung, tr�gt sie der Lektor wie oben angegeben vom Ambo aus vor. Alle sitzen und h�ren zu; am Schluss sprechen sie die Akklamation. 92. Es folgt das Halleluja beziehungsweise je nach der liturgischen Zeit ein anderer Gesang (vgl. Nr. 37-39). 93. W�hrend des Halleluja beziehungsweise des entsprechenden Gesangs kann der Priester Weihrauch einlegen. Dann faltet er die H�nde, verneigt sich vor dem Altar und betet still das "Heiliger Gott, reinige". 94. Wenn das Evangelienbuch auf dem Altar liegt nimmt er es nun und geht zum Ambo; vor ihm gehen Altardiener, die Weihrauch und Kerzen mittragen k�nnen. 95. Am Ambo �ffnet der Priester das Buch und spricht: "Der Herr sei mit euch", dann: "Aus dem heiligen Evangelium." Er macht mit dem Daumen das Kreuzzeichen auf das Buch und auf Stirn, Mund und Brust. Falls Weihrauch verwendet wird, inzensiert er das Buch. Nach der Akklamation der Gemeinde verk�ndet er das Evangelium. Dann k�sst er das Buch und spricht: "Herr, durch dein Evangelium nimm hinweg unsere S�nden." Nach dem Evangelium folgt entsprechend dem jeweiligen Brauch die Akklamation der Gemeinde. 96. Ist kein Lektor da, tr�gt der Priester selbst alle Lesungen - und notfalls auch die Zwischenges�nge - vom Ambo aus vor. Dort legt er gegebenenfalls auch Weihrauch ein und spricht verneigt das "Heiliger Gott, reinige". 97. Die Homilie wird vom Priestersitz oder vom Ambo aus gehalten. 98. Das Glaubensbekenntnis wird vom Priester gemeinsam mit der Gemeinde gesprochen (vgl. Nr. 44). Zu den Worten "hat Fleisch angenommen" bzw. "empfangen durch den Heiligen Geist" verneigen sich alle; am Hochfest der Verk�ndigung des Herrn und an Weihnachten knien alle nieder. 99. Dann folgen unter Beteiligung der Gemeinde die F�rbitten, die der Priester vom Sitz oder vom Ambo aus leitet (vgl. Nr. 45-47). Die Eucharistiefeier 100. Nach den F�rbitten beginnt man den Gesang zur Gabenbereitung (vgl. Nr. 50). Die Altardiener bringen Korporale, Purifikatorium, Kelch und Messbuch zum Altar. 101. Es ist w�nschenswert, dass die Teilnahme der Gl�ubigen dadurch sichtbar wird, dass sie Brot und Wein f�r die Eucharistiefeier oder andere Gaben bringen, die den Bed�rfnissen der Kirche und der Armen dienen. Der Priester nimmt unter Mitwirkung der Altardiener die Gaben entgegen; Brot und Wein f�r die Eucharistiefeier werden zum Altar gebracht, die anderen Gaben an einem geeigneten Platz niedergelegt. 102. Der Priester nimmt am Altar von einem Altardiener die Patene (Hostienschale) mit dem Brot entgegen, hebt sie mit beiden H�nden ein wenig empor und spricht die dazugeh�renden Worte. Dann legt er die Patene mit dem Brot auf das Korporale 103. Hierauf geht er an die Seite des Altars. Ein Altardiener reicht dem Priester die K�nnchen. Der Priester gie�t Wein und etwas Wasser in den Kelch und spricht leise die dazugeh�renden Worte. Dann kehrt er zur Mitte des Altars zur�ck, nimmt den Kelch, hebt ihn mit beiden H�nden etwas empor und spricht die dazugeh�renden Worte. Danach stellt er den Kelch auf das Korporale; er kann ihn mit der Palla bedecken. 104. Hat er den Kelch auf den Altar niedergestellt, betet er verneigt und still "Herr, wir kommen zu dir mit reum�tigem Herzen". 105. Anschlie�end kann der Priester die Gaben und den Altar inzensieren, dann ein Altardiener den Priester und die Gemeinde. 106. Nach dem Gebet "Herr, wir kommen zu dir mit reum�tigem Herzen" bzw. nach dem Inzensieren geht der Priester zur H�ndewaschung an die Seite des Altars; w�hrend der Altardiener ihm Wasser �ber die H�nde gie�t, betet der Priester still den Psalmvers. 107. Der Priester kehrt zur Mitte zur�ck, wendet sich zur Gemeinde, breitet die H�nde aus und l�dt zum Gebet ein mit den Worten: "Betet, Br�der." Dann faltet er wieder die H�nde. Nach der Antwort der Gemeinde breitet er die H�nde aus und spricht das Gabengebet. Die Gemeinde bekr�ftigt es mit "Amen". 108. Dann beginnt der Priester das eucharistische Hochgebet. Zu den Worten: "Der Herr sei mit euch" breitet er die H�nde aus. Zu den Worten: "Erhebet die Herzen" hebt er die ausgebreiteten H�nde empor und spricht: "Lasset uns danken dem Herrn, unserm Gott." Nach der Antwort der Gemeinde "Das ist w�rdig und recht" tr�gt der Priester die Pr�fation vor. Hat er sie beendet, faltet er die H�nde, und alle, Priester, Mitwirkende und Gemeinde, singen und sprechen das "Sanctus-Benedictus" (vgl. Nr. 55b). 109. Der Priester setzt das eucharistische Hochgebet entsprechend den Anweisungen in den einzelnen Hochgebeten fort. Wenn der Zelebrant Bischof ist, f�hrt er nach den Worten "in Gemeinschaft mit deinem Diener, unserem Papst N.", fort: "und mir, deinem unw�rdigen Diener." Der Ordinarius wird mit folgenden Worten genannt: "in Gemeinschaft mit deinem Diener, unserem Papst N., und unserem Bischof (Kapitularvikar, Pr�lat, Pr�fekten, Abt) N." Die Koadjutoren und Weihbisch�fe d�rfen im Hochgebet genannt werden. Wenn es mehrere sind, werden sie zusammenfassend erw�hnt: "� und unserem Bischof N. und seinen Weihbisch�fen" 60. Diese Formulierungen sind dem betreffenden Text der verschiedenen Hochgebete anzupassen. Kurz vor der Konsekration kann ein Altardiener ein Glockenzeichen geben; wo es Brauch ist, auch beidemal, wenn der Zelebrant dem Volk die konsekrierten Gestalten zeigt. 110. Nach der Schlussdoxologie des eucharistischen Hochgebetes faltet der Priester die H�nde und spricht die Einleitung zum Gebet des Herrn. Alle beten dann gemeinsam das Vaterunser, wobei der Priester die H�nde ausbreitet. 111. Nach dem Gebet des Herrn tr�gt der Priester den Embolismus vor: "Erl�se uns, Herr", wobei er die H�nde ausbreitet. Die ganze Gemeinde spricht die Doxologie: "Denn dein ist das Reich." 112. Der Priester spricht vernehmlich: "Der Herr hat zu seinen Aposteln gesagt." Zum Friedensgru�: "Der Friede des Herrn sei allezeit mit euch" breitet er die H�nde aus und faltet sie wieder. Die Gemeinde antwortet: "Und mit deinem Geiste." Der Priester kann dann zum Friedensgru� auffordern, worauf alle entsprechend den �rtlichen Gewohnheiten in einem Zeichen einander Frieden und Bruderliebe bezeugen. Der Priester kann den Altardienern den Friedensgru� geben. 113. Der Priester nimmt die Hostie, teilt sie �ber der Hostienschale, senkt ein Teilchen in den Kelch und betet still: "Das Sakrament des Leibes und Blutes Christi". Inzwischen wird von S�ngerchor und Gemeinde das "Agnus Dei" gesungen oder gesprochen (vgl. Nr. 56e). 114. Der Priester betet dann still: "Herr Jesus Christus, Sohn des lebendigen Gottes" oder "Herr Jesus Christus, der Empfang deines Leibes und Blutes". 115. Hat der Priester das Gebet beendet, macht er eine Kniebeuge, nimmt die Hostie, h�lt sie etwas �ber die Schale empor und spricht zur Gemeinde gewandt: "Seht das Lamm Gottes." Gemeinsam mit der Gemeinde spricht er dann einmal: "Herr, ich bin nicht w�rdig." 116. Zum Altar gewandt, betet er still: "Der Leib Christi" und empf�ngt ehrf�rchtig den Leib Christi. Dann nimmt er den Kelch und spricht dabei: "Das Blut Christi" und empf�ngt ehrf�rchtig das Blut Christi. 117. Wenn die Kommunion nur unter einer Gestalt ausgeteilt wird, nimmt er die Patene oder Hostienschale, geht zu den Kommunizierenden, zeigt jedem einzelnen die Hostie, indem er sie etwas emporh�lt, und spricht: "Der Leib Christi." Der Kommunizierende antwortet: "Amen" und empf�ngt den Leib des Herrn; er h�lt die Kommunionpatene unter den Mund. 118. F�r die Kelchkommunion sind die unten angegebenen Weisungen zu beachten (vgl. Nr. 240-252). 119. W�hrend der Priester kommuniziert, beginnt man den Gesang zur Kommunion (vgl. Nr. 56 i). 120. Nach der Kommunionausteilung kehrt der Priester zum Altar zur�ck, sammelt, falls n�tig, die Hostienteilchen, geht an die Seite oder zum Kredenztisch, reinigt Patene oder Hostienschale �ber dem Kelch, dann den Kelch, indem er leise spricht: "Was wir mit dem Munde empfangen haben", und trocknet ihn mit dem Kelcht�chlein. Sind die Gef��e am Altar gereinigt worden, bringt sie ein Altardiener zum Kredenztisch. Man kann die Gef��e, vor allem wenn es mehrere sind, auch auf dem Altar oder auf dem Kredenztisch auf einem Korporale entsprechend bedeckt stehen lassen und erst nach der Messe reinigen. 121. Sind die Gef��e gereinigt, kann der Priester zum Priestersitz gehen. Man kann eine l�ngere Gebetsstille halten oder ein Loblied bzw. einen Psalm singen (vgl. Nr. 56 j). 122. Der Priester spricht beim Sitz oder beim Altar stehend und zur Gemeinde gewandt: "Lasset uns beten"; nach einer kurzen Stille - falls eine solche nicht bereits vorher auf die Kommunion gefolgt war - breitet er die H�nde aus und spricht das Schlussgebet, dem die Gemeinde mit "Amen" zustimmt. Der Abschluss 123. Auf das Schlussgebet folgen gegebenenfalls kurze Mitteilungen an die Gemeinde. 124. Dann breitet der Priester die H�nde aus und gr��t die Gemeinde mit den Worten: "Der Herr sei mit euch." Die Gemeinde antwortet: "Und mit deinem Geiste." Dann spricht der Priester: "Es segne euch der allm�chtige Gott", und f�hrt fort - w�hrend er das Segenszeichen macht: "der Vater und der Sohn und der Heilige Geist." Alle antworten: "Amen." An bestimmten Tagen und bei besonderen Anl�ssen wird dieser Segen, falls vorgesehen, durch ein feierliches Segenswort oder durch das Gebet �ber die Gemeinde erweitert. Nach dem Segen faltet der Priester die H�nde und spricht: "Gehet hin in Frieden"; alle antworten: "Dank sei Gott, dem Herrn." 125. Dann ehrt der Priester in der Regel den Altar durch einen Kuss, macht gemeinsam mit den Altardienern das vorgesehene Zeichen der Verehrung und kehrt in die Sakristei zur�ck. 126. Folgt auf die Messe eine andere liturgische Feier, entf�llt der Abschluss, d. h. Gru�, Segen und Entlassung. B. Die Aufgaben des Diakons 127. �bt bei der Messe ein Diakon seinen Dienst aus, gelten die Bestimmungen des vorhergehenden Abschnittes mit folgenden Ausnahmen. Grunds�tzliche Aufgabe des Diakons ist es: a) dem Priester zu assistieren und ihn zu begleiten; b) am Altar sowohl beim Kelch wie am Buch zu dienen; c) falls keine anderen Mitwirkenden da sind, deren Aufgabe soweit als notwendig zu �bernehmen. Die Er�ffnung 128. Bekleidet mit den liturgischen Gew�ndern, geht der Diakon - falls er das Evangelienbuch tr�gt, vor dem Priester, sonst neben ihm - zum Altar. 129. Gemeinsam mit dem Priester erweist er dem Altar das entsprechende Zeichen der Verehrung; dann tritt er mit dem Priester zum Altar und legt dort das Evangelienbuch nieder. Er ehrt zusammen mit dem Priester den Altar durch einen Kuss. Wird Weihrauch verwendet, assistiert er dem Priester beim Einlegen des Weihrauchs und beim Inzensieren des Altars. 130. Dann geht er gemeinsam mit dem Priester zum Sitz, bleibt dort an der Seite des Priesters und hilft ihm, falls es n�tig ist. Der Wortgottesdienst 131. W�hrend des Halleluja oder der entsprechende andere Gesang vorgetragen wird, hilft der Diakon dem Priester gegebenenfalls beim Einlegen des Weihrauchs. Dann verneigt er sich vor dem Priester und erbittet mit den leise gesprochenen Worten den Segen: "Ich bitte um den Segen." Der Priester segnet ihn mit den Worten: "Der Herr sei in deinem Herzen." Der Diakon antwortet: "Amen." Dann nimmt er das Evangelienbuch, sofern es auf dem Altar liegt, und geht zum Ambo. Falls Altardiener da sind, gehen sie ihm voraus; sie k�nnen Leuchter und Weihrauch mittragen. Am Ambo angelangt, gr��t er die Gemeinde, inzensiert das Buch und verk�ndet das Evangelium. Dann k�sst er das Buch und betet still: "Herr, durch dein Evangelium" und kehrt zum Priester zur�ck. Folgt keine Homilie und auch kein Glaubensbekenntnis, kann der Diakon zu den F�rbitten am Ambo bleiben. Die Altardiener gehen an ihre Pl�tze zur�ck. 132. Nach der Einleitung des Priesters spricht der Diakon vom Ambo oder einer anderen passenden Stelle aus die einzelnen Gebetsmeinungen der F�rbitten. Die Eucharistiefeier 133. Zur Gabenbereitung bleibt der Priester zun�chst am Sitz. Der Diakon bereitet den Altar unter Mithilfe anderer Altardiener, wobei er f�r die liturgischen Gef��e zu sorgen hat. Er hilft dem Priester auch beim Entgegennehmen der Gaben der Gemeinde. Dann reicht er dem Priester die Hostienschale mit dem Brot f�r die Eucharistiefeier, gie�t Wein und etwas Wasser in den Kelch, indem er leise spricht: "Wie das Wasser", und reicht den Kelch dann dem Priester. Er kann jedoch den Kelch auch am Kredenztisch bereiten, d. h. Wein und Wasser dort eingie�en. Wird Weihrauch verwendet, hilft der Diakon dem Priester beim Inzensieren der Gaben und des Altares; dann inzensiert er oder ein anderer Altardiener den Priester und die Gemeinde. 134. W�hrend des eucharistischen Hochgebetes steht der Diakon beim Priester, jedoch etwas hinter ihm. Falls notwendig, hilft er beim Kelch und Messbuch. 135. Zur Schlussdoxologie des eucharistischen Hochgebetes steht der Diakon neben dem Priester und h�lt den Kelch empor, w�hrend der Priester die Hostienschale emporh�lt, bis die Gemeinde die Akklamation "Amen" gesprochen hat. 136. Nach dem Friedensgebet des Priesters und den Worten: "Der Friede des Herrn sei allezeit mit euch", auf welche die Gemeinde antwortet: "Und mit deinem Geiste", spricht der Diakon gegebenenfalls die Einladung zum Friedensgru�: "Gebt einander ein Zeichen des Friedens und der Vers�hnung." Der Diakon empf�ngt vom Priester den Friedensgru� und kann ihn den in seiner N�he stehenden Altardienern weitergeben. 137. Nach der Kommunion des Priesters empf�ngt der Diakon die Kommunion unter beiden Gestalten und hilft dann dem Priester bei der Kommunionspendung. Wird auch der Kelch gereicht, obliegt dies dem Diakon: er trinkt als letzter aus dem Kelch. 138. Nach der Kommunionausteilung kehrt der Diakon mit dem Priester zum Altar zur�ck, sammelt, falls n�tig, verstreute Hostienteilchen und tr�gt dann den Kelch und die anderen Gef��e zum Kredenztisch; dort reinigt er sie und deckt sie wie �blich zu. W�hrenddessen geht der Priester zum Sitz zur�ck. Die Gef��e, die zu reinigen sind, k�nnen auch verh�llt auf einem Korporale am Kredenztisch niedergestellt und nach der Messe gereinigt werden. Der Abschluss 139. Nach dem Schlussgebet macht der Diakon gegebenenfalls der Gemeinde Mitteilungen, sofern der Priester dies nicht selbst �bernehmen will. 140. Hat der Priester den Segen erteilt, spricht der Diakon die Entlassungsworte: "Gehet hin in Frieden." 141. Dann ehrt er gemeinsam mit dem Priester den Altar in der Regel durch einen Kuss. Nach dem entsprechenden Zeichen der Verehrung gehen sie in der gleichen Reihenfolge wie beim Einzug in die Sakristei zur�ck. C. Die Aufgabe der Akolythen 142. Die Dienste, die der Akolyth auszu�ben hat, sind von verschiedener Art. Es kann vorkommen, dass in derselben Feier mehrere dieser Dienste auszu�ben sind. Deswegen empfiehlt es sich, sie unter mehrere Altardiener zu verteilen. Ist jedoch nur ein Akolyth anwesend, so soll er die wichtigeren Dienste selber aus�ben, die �brigen verteile man unter andere Altardiener. Die Er�ffnung 143. Beim Einzug kann der Akolyth, zwischen zwei Altardienern mit brennenden Kerzen, das Kreuz tragen. Er stellt es neben dem Altar nieder und geht an seinen Platz im Altarraum. 144. Es ist Aufgabe des Akolythen, w�hrend der ganzen Feier dem Priester oder dem Diakon das Buch zu halten und ihnen andere notwendige Dienste zu leisten. Deshalb empfiehlt es sich, dass er nach M�glichkeit einen Platz einnimmt, von dem aus er seinen Dienst am Priestersitz oder am Altar leicht aus�ben kann. Die Eucharistiefeier 145. Nach den F�rbitten bleibt der Priester zun�chst am sitz. Ist kein Diakon anwesend, bringt der Akolyth Korporale, Purifikatorium, Kelch und Messbuch zum Altar. Danach hilft er dem Priester bei der Entgegennahme etwaiger Opfergaben der Gemeinde, bringt gegebenenfalls Brot und Wein zum Altar und �bergibt sie dem Priester. Wird Weihrauch verwendet, h�lt er dem Priester das Rauchfass hin und assistiert beim Inzensieren der Gaben und des Altars. 146. Als au�erordentlicher Spender kann er dem Priester bei der Aufteilung der Kommunion an das Volk helfen 61. Bei der Kommunionausteilung unter beiden Gestalten reicht er den Gl�ubigen den Kelch oder h�lt ihn, wenn die Kommunion durch Eintauchen gespendet wird. 147. Nach der Kommunionausteilung hilft er dem Priester oder dem Diakon beim Reinigen und Zusammenstellen der Gef��e. Ist kein Diakon anwesend, so bringt der Akolyth die Gef��e zur Kredenz, wo er sie reinigt und zusammenstellt. D. Die Aufgaben des Lektors Die Er�ffnung 148. Beim Einzug kann der Lektor, wenn kein Diakon seinen Dienst aus�bt, das Evangelienbuch tragen. In diesem Fall geht er unmittelbar vor dem Priester, anderenfalls zusammen mit den �brigen Altardienern. 149. Am Altar angekommen, macht er zusammen mit dem Priester das entsprechende Zeichen der Verehrung des Altars, tritt an den Altar heran, legt bzw. stellt das Evangelienbuch darauf und nimmt seinen Platz zusammen mit den anderen Altardienern im Altarraum ein. Wortgottesdienst 150. Der Lektor tr�gt die dem Evangelium voraufgehenden Lesungen am Ambo vor. Wenn kein Psalmist zur Verf�gung steht, kann der Lektor auch den Antwortpsalm nach der ersten Lesung vortragen. 151. Nach der Einleitung des Priesters kann er, falls kein Diakon anwesend ist, die Gebetsmeinungen der F�rbitten vortragen. 152. Wenn zum Einzug oder zur Kommunion nicht gesungen wird und die im Messbuch vorgesehenen Er�ffnungs- und Kommunionverse nicht von den Gl�ubigen gesprochen werden, tr�gt der Lektor sie zur entsprechenden Zeit vor. II. Die Messfeier in Konzelebration Vorbemerkungen 153. Die Konzelebration, in der die Einheit des Priestertums und des Opfers wie auch des ganzen Gottesvolkes passend zum Ausdruck kommt, ist in den liturgischen Ordnungen selbst: bei der Bischofsweihe, bei der Priesterweihe und bei der Chrisam-Messe vorgeschrieben. Empfohlen wird sie, sofern nicht die Bed�rfnisse der Gl�ubigen etwas anderes erfordern oder nahelegen: a) am Gr�ndonnerstag f�r die Abendmesse, b) bei Messfeiern anl�sslich von Konzilien, Bischofsversammlungen und Synoden, c) bei der Messfeier anl�sslich einer Abtsweihe, d) f�r die Konventsmesse und den Hauptgottesdienst in Kirchen und Oratorien, e) f�r Messfeiern bei Zusammenk�nften von Welt- und Ordenspriestern 6262. 154. Wo viele Priester anwesend sind, kann der zust�ndige Vorgesetzte gestatten, dass an einem Tag auch mehrere Konzelebrationen gehalten werden, die jedoch nicht zur gleichen Zeit im gleichen Raum stattfinden d�rfen 6363. 155. Dem Bischof steht es zu, entsprechend dem geltenden Recht f�r die Konzelebration in seiner Di�zese Richtlinien aufzustellen, die auch f�r exemte Kirche und Oratorien gelten 64. 156. Unter keinen Umst�nden darf jemand zur Konzelebration zugelassen werden, wenn die Messfeier schon begonnen hat 65. 157. Besondere Wertsch�tzung verdient die Konzelebration von Priestern einer Di�zese mit ihrem Bischof, vor allem bei der Chrisam-Messe am Gr�ndonnerstag sowie anl�sslich einer Synode oder eines Bischofsbesuches. Aus demselben Grund ist eine Konzelebration zu empfehlen, sooft Priester bei anderen Gelegenheiten mit ihrem Bischof zusammenkommen, etwa bei geistlichen �bungen. Bei diesen Feiern tritt das besondere Merkmal jeder Konzelebration, Zeichen der Einheit des Priestertums und der Kirche zu sein, deutlicher in Erscheinung 66. 158. Wegen der Bedeutung der Feier oder des Festes darf man in folgenden F�llen mehrmals am Tag zelebrieren beziehungsweise konzelebrieren: a) Wer am Gr�ndonnerstag bei der Chrisam-Messe Zelebrant oder Konzelebrant ist, kann auch bei der Abendmesse Zelebrant oder Konzelebrant sein; b) wer bei der Messe der Osternacht Zelebrant oder Konzelebrant ist, kann auch am Ostertag zelebrieren oder konzelebrieren; c) am Weihnachtsfest k�nnen alle Priester dreimal zelebrieren oder konzelebrieren, wenn die Messen zur entsprechenden Zeit gefeiert werden; d) wer bei einer Synode, einem Bischofsbesuch oder Priestertreffen mit dem Bischof oder dessen Delegaten konzelebriert, kann nochmals f�r die Gl�ubigen zelebrieren 67. Dasselbe gilt sinngem�� f�r Zusammenk�nfte von Ordensangeh�rigen. 159. Die Ordnung der Messfeier in Konzelebration entspricht den verschiedenen Formen der Messfeier mit einem einzigen Priester. Zu beachten sind die im folgenden angef�hrten Ausnahmen. 160. Wenn bei einer Konzelebration kein Diakon und auch keine anderen Mitwirkenden assistieren, k�nnen deren Aufgaben von einigen Konzelebranten �bernommen werden. Die Er�ffnung 161. Die Konzelebranten bekleiden sich in der Sakristei oder in einem geeigneten Raum mit den liturgischen Gew�ndern, die sie auch bei der Einzelzelebration tragen. Aus einem triftigen Grund (zum Beispiel gr��ere Zahl von Konzelebranten und fehlende Paramente) k�nnen die Konzelebranten - mit Ausnahme des Hauptzelebranten - das Messgewand weglassen und �ber der Albe nur die Stola tragen. 162. Zu Beginn zieht man �blicherweise in Prozession durch die Kirche zum Altar. Die konzelebrierenden Priester gehen vor dem Hauptzelebranten. 163. Vor dem Altar erweisen Konzelebranten und Hauptzelebrant das entsprechende Zeichen der Verehrung; dann folgt der Altarkuss. Alle gehen zu ihren Sitzen. Wenn der Hauptzelebrant den Altar inzensiert, geht er erst danach zu seinem Sitz. Der Wortgottesdienst 164. W�hrend des Wortgottesdienstes bleiben die Konzelebranten an ihren Pl�tzen; sie sitzen oder stehen wie der Hauptzelebrant. 165. Die Homilie h�lt f�r gew�hnlich der Hauptzelebrant, sonst einer der Konzelebranten. Die Eucharistie 166. Die Gabenbereitung wird vom Hauptzelebranten vorgenommen; die Konzelebranten bleiben an ihren Pl�tzen. 167. Nach der Gabenbereitung treten die Konzelebranten an den Altar. Sie stellen sich so auf, dass sie die Handlungen und auch den Dienst des Diakons nicht behindern und dass die Gl�ubigen das Geschehen am Altar gut sehen k�nnen. Der Vortrag des eucharistischen Hochgebetes 168. Die Pr�fation wird vom Hauptzelebranten allein vorgetragen, das Sanctus jedoch von allen Konzelebranten gemeinsam mit der Gemeinde und dem S�ngerchor gesungen oder laut gesprochen. 169. Ist das Sanctus beendet, wird das eucharistische Hochgebet von den Konzelebranten, wie nachstehend beschrieben, fortgesetzt. Falls nicht anders angegeben, macht allein der Hauptzelebrant die Gesten. 170. Jene Teile, die von allen Konzelebranten gemeinsam vorzutragen sind, sollen von den Konzelebranten mit leiser Stimme gesprochen werden, damit die Stimme des Hauptzelebranten deutlich vernehmbar ist. Die Gemeinde kann so den Text besser verstehen. A. Das eucharistische Hochgebet I, der R�mische Kanon 171. Das "Dich, g�tiger Vater" spricht der Hauptzelebrant allein; er breitet dabei die H�nde aus. 172. Das "Gedenke" und "In Gemeinschaft" kann jeweils ein Konzelebrant �bernehmen; er breitet die H�nde aus und spricht diese Gebete allein, mit lauter Stimme. 173. Das "Nimm gn�dig an" wird wieder vom Hauptzelebranten allein gesprochen; er breitet dabei die H�nde aus. 174. Von "Schenke, o Gott, diesen Gaben" bis zu "Wir bitten dich" sprechen die Konzelebranten alle Texte gemeinsam, und zwar in dieser Weise: a) Zum Gebet "Schenke, o Gott, diesen Gaben" strecken sie die H�nde zu den Gaben hin aus. b) Zu den Gebeten "Am Abend" und "Ebenso nahm er" halten sie die H�nde gefaltet. c) Zu den Worten des Herrn k�nnen sie, wenn es angebracht scheint, die rechte Hand zum Brot und zum Kelch hin ausstrecken. Beide Mal, wenn der Zelebrant dem Volk die konsekrierten Gestalten zeigt, blicken sie auf Hostie und Kelch und machen dann eine tiefe Verneigung. d) Zu den Gebeten "Darum, g�tiger Vater" und "Blicke vers�hnt" breiten sie die H�nde aus. e) Zum Gebet "Wir bitten dich" halten sie die H�nde gefaltet und bleiben verneigt bis zu den Worten "durch unsere Teilnahme am Altar", dann richten sie sich auf und machen zu den Worten "erf�lle uns mit aller Gnade und allem Segen des Himmels" das Kreuzzeichen. 175. Das "Gedenke auch" und das "Auch uns, deinen s�ndigen Dienern" kann jeweils ein Konzelebrant allein laut sprechen; er breitet dabei die H�nde aus. 176. Zu den Worten "Auch uns, deinen s�ndigen Dienern" schlagen alle Konzelebranten an die Brust. 177. Das "Darum bitten wir dich" wird vom Hauptzelebranten allein gesprochen. 178. In diesem eucharistischen Hochgebet k�nnen die Texte von "Schenke, o Gott, diesen Gaben" bis zu "Wir bitten dich" und die Schlussdoxologie gesungen werden. B. Das eucharistische Hochgebet II 179. Das "Ja, du bist heilig" wird vom Hauptzelebranten allein gesprochen; er breitet dabei die H�nde aus. 180. Von "Sende deinen Geist" bis zu "Darum, g�tiger Vater" sprechen die Konzelebranten alle Texte gemeinsam, und zwar in folgender Weise: a) Zum Gebet "Sende deinen Geist" strecken sie die H�nde zu den Gaben hin aus. b) Zu den Gebeten "Denn am Abend" und "Ebenso nahm er" halten sie die H�nde gefaltet. c) Zu den Worten des Herrn k�nnen sie, wenn es angebracht scheint, die rechte Hand zum Brot und zum Kelch hin ausstrecken. Beide Mal, wenn der Zelebrant dem Volk die konsekrierten Gestalten zeigt, blicken sie auf Hostie und Kelch und machen dann eine tiefe Verneigung. d) Zum Gebet "Darum g�tiger Vater" breiten sie die H�nde aus. 181. Die Interzessionen f�r die Lebenden "Gedenke deiner Kirche" wie f�r die Toten "Gedenke (aller) unserer Br�der" kann jeweils ein Konzelebrant allein �bernehmen; er breitet die H�nde aus. 182. In diesem eucharistischen Hochgebet k�nnen die Texte "Sende deinen Geist" , "Denn am Abend", "Ebenso nahm er", "Darum, g�tiger Vater" und die Schlussdoxologie gesungen werden. C. Das eucharistische Hochgebet III 183. Das "Ja, du bist heilig" wird vom Hauptzelebranten allein gesprochen; er breitet dabei die H�nde aus. 184. Von "Heilige unsere Gaben" bis zu "Schau g�tig" sprechen die Konzelebranten alle Texte gemeinsam, und zwar in folgender Weise: a) Zum Gebet "Heilige unsere Gaben" strecken sie die H�nde zu den Gaben hin aus. b) Zu den Gebeten "Denn in der Nacht" und "Ebenso nahm er" halten sie die H�nde gefaltet. c) Zu den Worten des Herrn k�nnen sie, wenn es angebracht scheint, die rechte Hand zum Brot und zum Kelch hin ausstrecken. Beide Mal, wenn der Zelebrant dem Volk die konsekrierten Gestalten zeigt, blicken sie auf Hostie und Kelch und machen dann eine tiefe Verneigung. d) Zu den Gebeten "Darum, g�tiger Vater" und "Schau g�tig" breiten sie die H�nde aus. 185. Die Interzessionen "Er mache uns" und "Barmherziger Gott" kann jeweils ein Konzelebrant allein �bernehmen; er breitet dabei die H�nde aus. 186. In diesem eucharistischen Hochgebet k�nnen die Texte "Heilige unsere Gaben", "Denn in der Nacht", "Ebenso nahm er", "Darum, g�tiger Vater" und die Schlussdoxologie gesungen werden. D. Das eucharistische Hochgebet IV 187. Das Gebet "Wir preisen dich" bis zu den Worten "und alle Heiligung vollenden" wird vom Hauptzelebranten allein gesprochen; er breitet dabei die H�nde aus. 188. Von den Worten "So bitten wir" bis zu "Sieh her auf die Opfergabe" sprechen die Konzelebranten alle Texte gemeinsam, und zwar in folgender Weise: a) Zum Gebet "So bitten wir" strecken sie die H�nde zu den Gaben hin aus. b) Zu den Abschnitten "Da er die Seinen liebte" und "Ebenso nahm er" halten sie die H�nde gefaltet. c) Zu den Worten des Herrn k�nnen sie, wenn es angebracht scheint, die rechte Hand zum Brot und zum Kelch hin ausstrecken. Beide Mal, wenn der Zelebrant dem Volk die konsekrierten Gestalten zeigt, blicken sie auf Hostie und Kelch und machen dann eine tiefe Verneigung. d) Zu den Abschnitten "Darum, g�tiger Vater" und "Sieh her" breiten sie die H�nde aus. 189. Die Interzessionen "Herr, gedenke aller" kann ein Konzelebrant allein sprechen; er breitet die H�nde aus. 190. In diesem eucharistischen Hochgebet k�nnen die Texte "So bitten wir dich, Vater", "Da er die Seinen", "Ebenso nahm er", "Darum g�tiger Vater" und die Schlussdoxologie gesungen werden. 191. Die Schlussdoxologie des eucharistischen Hochgebets wird vom Hauptzelebranten allein oder von allen Konzelebranten gemeinsam mit dem Hauptzelebranten vorgetragen. Die Kommunion 192. Der Hauptzelebrant h�lt die H�nde gefaltet und spricht die Einladung zum Gebet des Herrn. Dann breitet er die H�nde aus und spricht gemeinsam mit den �brigen Konzelebranten und der Gemeinde das Gebet des Herrn. 193. Das Gebet "Erl�se uns" spricht der Hauptzelebrant allein; er h�lt dabei die H�nde ausgebreitet. Alle Konzelebranten sprechen gemeinsam mit der Gemeinde die Schlussakklamation "Denn dein ist das Reich". 194. Der Diakon oder ein Konzelebrant spricht die Einladung "Gebt einander ein Zeichen des Friedens und der Vers�hnung". Dann geben alle einander den Friedensgru�. Die dem Hauptzelebranten am n�chsten Stehenden erhalten den Friedensgru� von ihm vor dem Diakon. 195. W�hrend des "Agnus Dei" k�nnen einige Konzelebranten dem Hauptzelebranten beim Brechen der Hostien f�r die Kommunion der Konzelebranten und der Gemeinde helfen. 196. Nach der Mischung spricht der Hauptzelebrant allein mit leiser Stimme das Gebet "Herr Jesus Christus, Sohn des lebendigen Gottes" oder "Herr Jesus Christus, der Empfang". 197. Hat der Hauptzelebrant das Gebet vor der Kommunion beendet, macht er eine Kniebeuge und tritt ein wenig zur�ck. Die Konzelebranten gehen nacheinander zur Mitte des Altars, machen eine Kniebeuge und nehmen ehrf�rchtig vom Altar den Leib des Herrn. Sie halten die Hostie mit der rechten Hand, legen die linke Hand darunter und kehren an ihre Pl�tze zur�ck. Die Konzelebranten k�nnen auch an ihren Pl�tzen bleiben und den Leib des Herrn von der Patene nehmen, die der Hauptzelebrant oder einer beziehungsweise mehrere der Konzelebranten halten und jedem darbieten. Man kann die Patene auch von den Konzelebranten weiterreichen lassen. 198. Dann nimmt der Hauptzelebrant die Hostie, h�lt sie ein wenig �ber der Patene empor und spricht zur Gemeinde gewendet: "Seht das Lamm Gottes". Gemeinsam mit den Konzelebranten und der Gemeinde spricht er: "Herr, ich bin nicht w�rdig". 199. Dann spricht der Hauptzelebrant, zum Altar gewandt, leise: "Der Leib Christi schenke mir das ewige leben", und empf�ngt ehrf�rchtig den Leib des Herrn. In gleicher Weise kommunizieren auch die Konzelebranten. Nach ihnen empf�ngt der Diakon vom Hauptzelebranten den Leib des Herrn. 200. Das Blut des Herrn kann man direkt aus dem Kelch oder mit einem R�hrchen oder mit einem L�ffel oder auch durch Eintauchen der Hostie empfangen. 201. Erfolgt die Kommunion durch Trinken aus dem Kelch, kann dies in einer der folgenden Weisen geschehen: a) Der Hauptzelebrant nimmt den Kelch und spricht leise: "Das Blut Christi schenke mir das ewige Leben." Er trinkt ein wenig und reicht den Kelch dem Diakon oder einem Konzelebranten. Dann teilt er die Kommunion an die Gl�ubigen aus oder geht an seinen Platz. Die Konzelebranten treten einzeln oder - wenn zwei Kelche verwendet werden - zu zweit zum Altar, empfangen das Blut Christi und kehren an ihren Platz zur�ck. Der Diakon oder ein Konzelebrant reinigt jedes Mal den Rand des Kelches mit einem Kelcht�chlein. b) Der Hauptzelebrant trinkt das Blut des Herrn und bleibt wie sonst in der Mitte des Altares stehen. Die Konzelebranten k�nnen an ihren Pl�tzen bleiben, wo ihnen der Diakon oder ein Konzelebrant den Kelch zum Trinken reicht; sie k�nnen auch den Kelch selbst weiterreichen. Der Kelchrand soll immer gereinigt werden, entweder von dem, der trinkt, oder von dem, der den Kelch reicht. Wer kommuniziert hat, kehrt an seinen Platz zur�ck. 202. Erfolgt die Kommunion mit einem R�hrchen, kann dies in folgender Weise geschehen: Der Hauptzelebrant nimmt das R�hrchen und spricht leise: "Das Blut Christi schenke mir das ewige Leben." Er trinkt etwas, reinigt das R�hrchen mit Wasser (ein Gef�� soll daf�r am Altar bereitstehen) und legt das R�hrchen auf eine Patene. Dann stellt der Diakon oder ein Konzelebrant den Kelch in der Mitte oder an der rechten Seite des Altares auf ein anderes Korporale. Daneben stellt er ein Gef�� mit Wasser zum Abwaschen der R�hrchen und eine Patene, auf die dann die R�hrchen gelegt werden. Die Konzelebranten treten nacheinander hinzu, nehmen ein R�hrchen und trinken ein wenig, dann reinigen sie das R�hrchen mit etwas Wasser und legen es in das bereitgestellte Gef��. 203. Erfolgt die Kommunion mit einem L�ffel, geschieht dies �hnlich wie bei der Kommunion mit dem R�hrchen; man achte darauf, dass nach der Kommunion der L�ffel in ein Gef�� mit Wasser gelegt wird, das der Akolyth dann am Schluss der Kommunion zum Kredenztisch tr�gt, um dort die L�ffel zu reinigen und abzutrocknen. 204. Als Letzter tritt der Diakon hinzu; er trinkt den Rest des konsekrierten Weines und tr�gt dann den Kelch zum Kredenztisch. Dort reinigt und trocknet er oder ein Akolyth den Kelch und stellt ihn wie �blich auf. 205. Die Kommunion der Konzelebranten kann auch so geschehen, dass sie einzeln am Altar den Leib und gleich darauf das Blut des Herrn empfangen. In diesem Fall kommuniziert der Hauptzelebrant unter beiden Gestalten wie bei der Einzelzelebration. Bei der Kelchkommunion h�lt er sich an eine der dargelegten Formen, die dann auch von den Konzelebranten eingehalten wird. Nach der Kommunion des Hauptzelebranten wird der Kelch an der rechten Seite des Altars auf ein anderes Korporale gestellt. Die Konzelebranten gehen nacheinander zur Altarmitte, machen eine Kniebeuge und empfangen den Leib des Herrn; dann gehen sie zur rechten Seite des Altars und empfangen das Blut des Herrn entsprechend der Form, die f�r die Kelchkommunion gew�hlt und oben angegeben ist. Der Kommunionempfang des Diakons und die Reinigung des Kelches erfolgen wie oben angegeben. 206. Erfolgt die Kommunion der Konzelebranten durch Eintauchen der Hostie, so empf�ngt der Hauptzelebrant in gewohnter Weise den Leib und das Blut des Herrn. Er achte jedoch darauf, dass im Kelch gen�gend konsekrierter Wein f�r die Kommunion der Konzelebranten bleibt. Der Diakon oder ein Konzelebrant stellt dann den Kelch in der Altarmitte oder an der rechten Seite auf ein anderes Korporale, daneben die Patene mit den Hostien. Die Konzelebranten gehen nacheinander zum Altar, machen eine Kniebeuge, nehmen eine Hostie und tauchen sie in den Kelch. Sie halten eine Patene unter den Mund, kommunizieren und gehen dann an die Pl�tze zur�ck, die sie bei Beginn der Messe innehatten. Auch der Diakon empf�ngt die Kommunion durch Eintauchen der Hostie. Auf die Worte eines der Konzelebranten "Der Leib und das Blut Christi" antwortet er mit "Amen". Der Diakon trinkt am Altar den Rest des konsekrierten Weines, tr�gt den Kelch zum Kredenztisch; er selbst oder ein Akolyth reinigt und trocknet ihn dort und stellt ihn wie �blich auf. Der Abschluss 207. Alles weitere bis zum Schluss der Messe vollzieht in der Regel der Hauptzelebrant allein; die Konzelebranten bleiben an ihren Sitzen. 208. Bevor man den Altarraum verl�sst, machen alle vor dem Altar das entsprechende Zeichen der Verehrung. Der Hauptzelebrant ehrt in der Regel den Altar durch einen Kuss. III. Die Messfeier ohne Gemeinde Vorbemerkungen 209. Es handelt sich hier um die Messfeier eines Priesters, dem nur ein Altardiener assistiert und antwortet. 210. Im Allgemeinen wird diese Messe gefeiert wie eine Messe mit Gemeinde; der Altardiener �bernimmt nach M�glichkeit die Texte, die der Gemeinde zukommen. 211. Nur aus einem gerechten und vern�nftigen Grund darf eine Messe ohne Altardiener oder wenigstens einen Gl�ubigen gefeiert werden. Es entfallen dann die Gru�worte und der Segen am Schluss der Messe. 212. Den Kelch stellt man vor der Messe auf einen Kredenztisch neben dem Altar oder auf den Altar; das Messbuch legt man auf die linke Seite des Altars. Die Er�ffnung 213. Der Priester erweist dem Altar das entsprechende Zeichen der Verehrung. Dann macht er das Kreuzzeichen und spricht: "Im Namen des Vaters", wendet sich zum Altardiener, gr��t ihn mit einem der vorgesehenen Texte und bleibt an den Stufen des Altares stehen. Es folgt das Schuldbekenntnis. 214. Der Priester tritt an den Altar, k�sst ihn, geht zum Messbuch auf der linken Seite des Altars und bleibt dort bis zum Schluss der F�rbitten. 215. Er liest den Er�ffnungsvers und betet - der Messordnung entsprechend - Kyrie und Gloria. 216. Dann spricht er, die H�nde gefaltet: "Lasset uns beten." Nach einer kurzen Stille breitet er die H�nde aus und spricht das Tagesgebet. Der Altardiener spricht abschlie�end: "Amen." Der Wortgottesdienst 217. Nach dem Tagesgebet liest der Altardiener oder der Priester selbst die erste Lesung und den Psalm und dann, falls vorgesehen, die zweite Lesung mit dem Hallelujavers oder dem entsprechenden anderen Gesangstext. 218. Der Priester bleibt an seinem Platz, verneigt sich und spricht: "Heiliger Gott, reinige." Dann liest er das Evangelium. Er k�sst das Buch und spricht leise: "Herr, durch dein Evangelium" usw. Der Altardiener antwortet mit der Akklamation. 219. Priester und Altardiener sprechen dann gemeinsam das Glaubensbekenntnis, falls es vorgesehen ist. 220. Es folgen die F�rbitten, die auch in dieser Messform gebetet werden k�nnen; der Priester spricht die einzelnen Bitten, der Altardiener gibt die Antworten. Die Eucharistiefeier 221. Die Antiphon zur Gabenbereitung entf�llt. Der Altardiener bringt Korporale, Kelcht�chlein und Kelch zum Altar, falls dies nicht bereits vor Beginn der Messfeier geschehen ist. 222. Die Bereitung der Gaben von Brot und Wein und das Eingie�en des Wassers erfolgt wie in der Messfeier mit Gemeinde; es werden die in der Messordnung angegebenen Texte gesprochen. Hat der Priester Brot und Wein auf den Altar gestellt, tritt er zur H�ndewaschung an die Seite des Altars, wo der Diener ihm Wasser �ber die H�nde gie�t. 223. Das Gabengebet und das eucharistische Hochgebet spricht der Priester in derselben Weise wie in der Messfeier mit Gemeinde. 224. Das Gebet des Herrn mit dem Embolismus wird wie in der Messfeier mit Gemeinde gesprochen. 225. Nach der Akklamation am Schluss des Embolismus spricht der Priester das Friedensgebet und anschlie�end: "Der Friede des Herrn sei allezeit mit euch"; der Altardiener antwortet: "Und mit deinem Geiste." Der Priester kann ihm den Friedensgru� entbieten. 226. W�hrend der Priester mit dem Altardiener "Lamm Gottes" spricht, bricht er die Hostie �ber der Patene. Nach dem "Lamm Gottes" folgt die Mischung; der Priester spricht leise "Das Sakrament". 227. Nach der Mischung betet der Priester still "Herr Jesus Christus, Sohn des lebendigen Gottes" oder Herr Jesus Christus, der Empfang". Dann macht er eine Kniebeuge und nimmt die Hostie. Falls der Altardiener kommuniziert, wendet er sich ihm zu, h�lt die Hostie etwas �ber der Patene empor und sagt. "Seht das Lamm Gottes." Gemeinsam sprechen sie dann einmal: "Herr, ich bin nicht w�rdig". Der Priester wendet sich zum Altar und empf�ngt den Leib des Herrn. Kommuniziert der Altardiener nicht, so macht der Priester eine Kniebeuge, nimmt die Hostie, bleibt zum Altar gewendet, spricht einmal leise: "Herr, ich bin nicht w�rdig" und empf�ngt den Leib des Herrn. Die Kelchkommunion erfolgt wie in der Messfeier mit Gemeinde. 228. Bevor der Priester dem Altardiener die Kommunion reicht, spricht er den Kommunionvers. 229. Der Kelch wird an der Seite des Altars gereinigt; er kann danach vom Altardiener zum Kredenztisch getragen werden oder - wie zu Beginn der Messe - auf dem Altar verbleiben. 230. Nach der Kelchreinigung kann der Priester eine kurze Stille halten. Darauf spricht er das Schlussgebet. Der Abschluss 231. Der Abschluss ist derselbe wie in der Messfeier mit Gemeinde; jedoch entfallen die Worte "Gehet hin in Frieden". IV. Allgemeine Hinweise f�r alle Formen der Messfeier Verehrung von Altar und Evangelienbuch 232. Nach �berliefertem liturgischem Brauch werden Altar und Evangelienbuch durch einen Kuss geehrt. Entspricht dies nicht der Tradition beziehungsweise dem Empfinden eines Landes, soll die Bischofskonferenz ein anderes Zeichen festlegen und den Apostolischen Stuhl davon in Kenntnis setzen. Kniebeuge und Verneigung 233. W�hrend der Messe ist dreimal eine Kniebeuge vorgesehen: Nach dem Zeigen der Hostie und des Kelches sowie vor der Kommunion. Steht der Tabernakel mit dem Sakrament im Altarraum, macht man auch zu Beginn und am Ende der Messe eine Kniebeuge und sooft man vor dem Sakrament vorbeigeht. 234. Es gibt zwei verschiedene Verneigungen: Kopf- und K�rperverneigung. a) Kopfverneigung: beim Namen der Dreifaltigkeit, beim Namen Jesu, Mariens und des Heiligen, zu dessen Ged�chtnis die Messe gefeiert wird. b) K�rperverneigung oder tiefe Verneigung: bei der Begr��ung des Altars, au�er es befindet sich auf ihm der Tabernakel mit dem Sakrament, zu den Gebeten "Heiliger Gott, reinige" und "Herr, wir kommen zu dir", im Glaubensbekenntnis zu den Worten "hat Fleisch angenommen" bzw. "empfangen durch den Heiligen Geist", im R�mischen Kanon zu den Worten "Wir bitten dich". Der Diakon macht diese Verneigung, wenn er f�r die Verk�ndigung des Evangeliums den Segen erbittet. Der Priester verneigt sich ein wenig, wenn er bei der Konsekration die Worte des Herrn spricht. Verwendung von Weihrauch 235. Weihrauch kann bei jeder Form der Messfeier verwendet werden: a) zum Einzug; b) am Anfang der Messe zum Inzensieren des Altars; c) zur Prozession und Verk�ndigung des Evangeliums; d) zur Gabenbereitung, um Gaben, Altar, Priester und Gemeinde zu inzensieren; e) zum Zeigen von Hostie und Kelch nach der Konsekration. 236. Der Priester legt Weihrauch in das Rauchfass und segnet ihn mit dem Kreuzzeichen, jedoch ohne Begleitworte. Inzensieren des Altars a) Ist der Altar von der Wand getrennt, umschreitet ihn der Priester; b) ist er von der Wand nicht getrennt, inzensiert der Priester zuerst die rechte, dann die linke Seite. Ist das Kreuz auf dem Altar oder in dessen N�he, wird es zuerst inzensiert; befindet sich das Kreuz hinter dem Altar, inzensiert es der Priester, wenn er vor ihm vorbeigeht. Purifizieren 237. Bleiben etwa nach dem Brotbrechen oder nach der Kommunion der Gl�ubigen Hostienteilchen an den Fingern haften, reinigt der Priester diese �ber der Hostienschale; wenn n�tig, w�scht er sich die Finger. Teilchen, die au�erhalb der Hostienschale liegen, sammelt er ein. 238. Die liturgischen Gef��e werden vom Priester oder vom Diakon oder von einem Akolythen nach der Kommunion beziehungsweise nach der Messe, wenn m�glich am Kredenztisch, gereinigt. Er reinigt den Kelch mit Wein und Wasser oder mit Wasser allein und trinkt es. Die Hostienschale reinigt man in der Regel mit dem Kelcht�chlein. 239. Ist eine Hostie oder ein Teilchen hinuntergefallen, hebt man es ehrfurchtsvoll auf. Ist konsekrierter Wein versch�ttet worden, w�scht man die betreffende Stelle mit Wasser, das nachher in das Sacrarium gesch�ttet wird. Kommunion unter beiden Gestalten 240. Ihre volle Zeichenhaftigkeit gewinnt die Kommunion, wenn sie unter beiden Gestalten gereicht wird. In dieser Form wird das Zeichen des eucharistischen Mahle auf vollkommenere Art zum Ausdruck gebracht. Es wird auch deutlich, dass der neue und ewige Bund im Blut des Herrn geschlossen wurde. Au�erdem wird der Zusammenhang zwischen dem eucharistischen und dem endzeitlichen Mahl im Reich des Vaters besser erkennbar 68. 241. Die Seelsorger sollen die Gl�ubigen, die an einer solchen Feier teilnehmen, in geeigneter Weise an die Aussagen des Konzils von Trient �ber die Kommunion erinnern. Vor allem sollen sie darauf hinweisen, dass nach katholischer Lehre Christus ganz und ungeteilt, das wahre Sakrament unter jeder der beiden Gestalten empfangen wird. Was die Frucht der Kommunion betrifft, wird denen, die unter einer Gestalt kommunizieren, keine zum Heil notwendige Gnade vorenthalten 69. Sie sollen auch darauf hinweisen, dass die Kirche �ber die Spendung der Sakramente, ausgenommen deren Substanz, verf�gen kann. So steht es ihr frei, Festlegungen beziehungsweise �nderungen vorzunehmen, die ihr aus Gr�nden der Ehrfurcht oder des Nutzens der Empf�nger, je nach Zeit, Ort und anderen Umst�nden angebracht erscheinen 70. Gleichzeitig soll man die Gl�ubigen auffordern, das heilige Geschehen, in welchem das Zeichen des eucharistischen Mahles vollkommener sichtbar wird, mit gr��erer Anteilnahme mitzufeiern. 242. Der Ordinarius kann nach entsprechender Unterweisung f�r folgende Personen die Kelchkommunion gestatten 71: 1. Erwachsene in der Messe, die auf ihre Taufe folgt; Erwachsene in der Messe ihrer Firmung; Getaufte, die in die volle Gemeinschaft der Kirche aufgenommen werden; 2. Brautleute in der Brautmesse; 3. Diakone in der Weihemesse; 4. die �btissin in der Messe ihrer Weihe; Jungfrauen in der Messe der Jungfrauenweihe; Ordensleute mit ihren Eltern, Verwandten, Bekannten und Mitbr�dern in der Messe der ersten oder erneuerten oder ewigen Profess, sofern die Gel�bde innerhalb der Messe abgelegt oder erneuert werden; 5. alle, die eine Beauftragung empfangen, in der Messe, bei der sie beauftragt werden: Laienmissionshelfer in der Messe, in der sie �ffentlich ihre Sendung erhalten; desgleichen andere, die innerhalb einer Messe eine kirchliche Sendung erhalten; 6. Kranke und alle Anwesenden bei der Spendung der Wegzehrung, wenn die Messe im Haus des Kranken gefeiert wird; 7. Diakone und alle in einer Messfeier, die einen besonderen Dienst versehen; 8. bei Konzelebrationen: a) alle, die ein wirklich liturgisches Amt aus�ben, sowie alle Seminaristen; b) alle Mitglieder von Ordensgemeinschaften und anderen Vereinigungen mit Gel�bden, Weihen oder Versprechen in ihren Kirchen oder Kapellen; ferner alle, die in H�usern der genannten Gemeinschaften und Vereinigungen wohnen; 9. Priester, die an gro�en Feierlichkeiten teilnehmen und selbst nicht zelebrieren oder konzelebrieren k�nnen; 10. alle Teilnehmer an geistlichen �bungen in der Messe, die f�r sie als Gemeinschaftsmesse gehalten wird; ebenso alle Teilnehmer einer Tagung mit pastoraler Thematik in der Messe, die sie in Gemeinschaft feiern; 11. die unter Nr. 2 und 4 genannten Personen in ihrer Jubil�umsmesse; 12. Paten, Eltern, Ehegatten und Laienkatecheten von getauften Erwachsenen in deren Taufmesse; 13. Eltern, Verwandte sowie Wohlt�ter eines Neupriesters in der Primizmesse; 14. Mitglieder von Gemeinschaften in der Konvents- oder Kommunit�tsmesse entsprechen Nr. 76 der Allgemeinen Einf�hrung. Dar�ber hinaus k�nnen die Bischofskonferenzen festlegen, nach welchen Kriterien und unter welchen Bedingungen die Ordinarien die Kommunion unter beiden Gestalten auch in anderen F�llen erlauben k�nnen, die f�r das geistliche Leben einer Gemeinschaft oder einer gottesdienstlichen Versammlung von hoher Bedeutung sind. Innerhalb dieser Grenzen k�nnen die Ordinarien in Sonderf�llen befinden, mit der Ma�gabe, dass eine solche Erlaubnis nicht wahllos erteilt wird, dass vielmehr die Feiern genau abgegrenzt werden und dass auf zu vermeidende Missbr�uche hingewiesen wird. Au�erdem sollen Anl�sse mit einer gro�en Zahl von Kommunizierenden ausgeschlossen sein. Auch soll jeweils der Personenkreis, dem diese Erlaubnis erteilt wird, genau umschrieben, wohl geordnet und homogen sein. 243. F�r die Kommunionausteilung unter beiden Gestalten werden ben�tigt: a) Kelchkommunion mit R�hrchen: silberne R�hrchen f�r den Zelebranten und f�r die einzelnen Kommunikanten sowie ein Gef�� mit Wasser zur Reinigung der R�hrchen und eine Patene f�r die R�hrchen. b) Kelchkommunion mit L�ffel; ein L�ffel. c) Kelchkommunion durch Eintauchen: Man sorge daf�r, dass die Hostie nicht zu klein und zu d�nn, sondern eher dicker als gew�hnlich sind, damit sie nach dem Eintauchen ohne Schwierigkeit gereicht werden k�nnen. 1. Kommunionspendung unter beiden Gestalten, wenn die Kommunikanten direkt aus dem Kelch trinken 244. Wenn ein Akolyth, ein Diakon oder ein Priester assistiert: a) Der zelebrierende Priester empf�ngt in gewohnter Weise den Leib und das Blut des Herrn, achtet jedoch darauf, dass f�r die Kommunikanten gen�gend konsekrierter Wein �brig bleibt; den Rand des Kelches reinigt er mit dem Kelchtuch. b) Der Priester reicht Kelch und Kelchtuch dem Assistierenden. Er selbst nimmt die Patene oder Schale mit den Hostien; dann stellen sich der Priester und der "Diener am Kelch" dorthin, wo sie den Gl�ubigen am besten die Kommunion spenden k�nnen. c) Die Gl�ubigen treten hinzu, bezeigen ihre Ehrfurcht und bleiben vor dem Priester stehen. Dieser zeigt dem Kommunikanten die Hostie und spricht: "Der Leib Christi", der Kommunikant antwortet: "Amen" und empf�ngt den Leib des Herrn. d) Der Kommunikant tritt vor den Diener am Kelch. Dieser spricht: "Das Blut Christi", der Kommunikant antwortet: "Amen". Der Diener am Kelch reicht ihm Kelchtuch und Kelch, den der Kommunikant zum Trinken selbst halten kann. Mit der linken Hand h�lt er das Kelchtuch unter den Mund und trinkt ein wenig aus dem Kelch. Er achtet darauf, dass er nichts versch�ttet, und gibt den Kelch zur�ck. Der Diakon reinigt den Rand mit dem Kelchtuch. e) Wenn einige nur unter einer Gestalt kommunizieren, stellt der Diener am Kelch, wenn alle, die unter beiden Gestalten kommunizieren, aus dem Kelch getrunken haben, diesen auf den Altar. Der Priester teilt den Gl�ubigen die Kommunion aus und kehrt dann zum Altar zur�ck. Er oder der Diener am Kelch trinkt den �brig gebliebenen konsekrierten Wein; Kelch und Hostienschale werden wie sonst gereinigt. 245. Wenn kein Akolyth, Diakon oder Priester assistiert: a) Der Priester empf�ngt in gewohnter Weise den Leib und das Blut des Herrn, achtet jedoch darauf, dass f�r die Kommunikanten gen�gend konsekrierter Wein �brig bleibt; den Rand des Kelches reinigt er mit dem Kelchtuch. b) Der Priester begibt sich dorthin, wo er die Kommunion am besten spenden kann, und reicht den Leib des Herrn in gewohnter Weise. Die unter beiden Gestalten kommunizieren, treten heran, bezeigen ihre Ehrfurcht und bleiben vor dem Priester stehen. Sie empfangen den Leib des Herrn und gehen etwas zur Seite. c) Haben sie den Leib des Herrn empfangen, stellt der Priester die Hostienschale auf den Altar und nimmt Kelch und Kelchtuch. Die aus dem Kelch kommunizieren, treten wieder vor den Priester. Dieser spricht: "Das Blut Christi", der Kommunikant antwortet: "Amen." Der Priester reicht ihm Kelch und Kelchtuch. Der Kommunikant h�lt mit der linken Hand das Kelchtuch unter den Mund und trinkt ein wenig aus dem Kelch. Er achtet, dass er nichts versch�ttet, und tritt sodann zur�ck. Der Priester reinigt den Rand mit dem Kelchtuch. d) Nach der Kelchkommunion stellt der Priester den Kelch auf den Altar. Kommunizieren andere nur unter einer Gestalt, reicht er ihnen den Leib des Herrn in gewohnter Weise, kehrt zum Altar zur�ck und trinkt den �brig gebliebenen konsekrierten Wein; Kelch und Hostienschale werden wie sonst gereinigt. 2. Kommunionspendung unter beiden Gestalten durch Eintauchen 246. Wenn ein Akolyth, ein Diakon oder ein Priester assistiert: a) Der zelebrierende Priester reicht dem, der assistiert, Kelch und Kelchtuch. Er selbst nimmt die Patene oder Hostienschale; dann stellen sich beide dorthin, wo sie am besten die Kommunion spenden k�nnen. b) Die Kommunikanten treten hinzu, bezeigen ihre Ehrfurcht, bleiben vor dem Priester stehen und halten eine Patene unter den Mund. Der Priester taucht einen Teil der Hostie in den Kelch ein, zeigt sie dem Kommunikanten und spricht: "Der Leib und das Blut Christi", der Kommunikant antwortet: "Amen", empf�ngt die Kommunion und geht zur�ck. c) Die Kommunion unter einer Gestalt, das Trinken des �brig gebliebenen konsekrierten Weines und das Reinigen der Gef��e geschehen, wie oben beschrieben. 247. Wenn kein Akolyth, Diakon oder Priester assistieren: a) Der Priester nimmt nach seiner Kommunion die Schale oder Patene mit den Hostien zwischen den Zeigefinger und den Mittelfinger der linken Hand und den Kelch zwischen Daumen und Zeigefinger und geht dorthin, wo er am besten die Kommunion reichen kann. b) Die Kommunikanten treten hinzu, bezeigen ihre Ehrfurcht, bleiben vor dem Priester stehen und halten eine Patene unter den Mund. Der Priester taucht einen Teil der Hostie in den Kelch ein, zeigt sie dem Kommunikanten und spricht: "Der Leib und das Blut Christi", der Kommunikant antwortet: "Amen", empf�ngt die Kommunion und geht zur�ck. c) Man kann auch einen kleinen, mit einem Tuch und Korporale bedeckten Tisch an einem geeigneten Ort im Altarraum bereitstellen, auf den der Priester den Kelch stellt, um die Kommunionspendung zu erleichtern. d) Die Kommunion unter einer Gestalt, das Trinken des �brig gebliebenen konsekrierten Weines und das Reinigen der Gef��e geschehen, wie oben beschrieben. 3. Kommunionspendung unter beiden Gestalten mit R�hrchen 248. Auch der Priester gebraucht ein R�hrchen, um das Blut des Herrn zu empfangen. 249. Wenn ein Akolyth, ein Diakon oder ein Priester assistiert: a) Die Brotkommunion geschieht, wie oben unter Nr. 244 und c beschrieben. b) Der Kommunikant tritt vor den Diener am Kelch; dieser spricht: "Das Blut Christi", der Kommunikant antwortet: "Amen." Er nimmt das R�hrchen von einem Altardiener, senkt es in den Kelch und trinkt ein wenig von dem konsekrierten Wein. Er zieht das R�hrchen heraus, achtet darauf, dass er nichts versch�ttet, und senkt es in ein Gef�� mit Wasser, das ein Altardiener h�lt. Zum Reinigen des R�hrchens trinkt er etwas Wasser und legt das R�hrchen in ein Gef��, das vom selben Diener gehalten wird. 250. Wenn kein Akolyth, Diakon oder Priester assistiert, reicht der Zelebrant selbst den Kommunikanten den Kelch, wie oben (Nr. 245) beschrieben ist. Ein Altardiener h�lt ein Gef�� mit Wasser zum Reinigen der R�hrchen. 4. Kommunionspendung unter beiden Gestalten mit L�ffel 251. Wenn ein Akolyth, ein Diakon oder Priester assistiert, h�lt dieser den Kelch in der linken Hand und reicht mit dem L�ffel den Kommunikanten, die eine Patene unter dem Mund halten, den konsekrierten Wein mit den Worten: "Das Blut Christi"; er achtet darauf, dass der L�ffel nicht Lippen oder Zunge der Kommunikanten ber�hrt. 252. Wenn kein Akolyth, Diakon oder Priester assistiert, reicht der Zelebrant selbst allen, die unter beiden Gestalten kommunizieren, zuerst den Leib und dann das Blut des Herrn. V. Kapitel Gestaltung und Ausstattung des Kirchenraumes f�r die Messfeier 71a I. Allgemeine Grunds�tze 253. Zur Feier der Eucharistie versammelt sich das Volk Gottes in einem Kirchenraum; steht keiner zur Verf�gung, kann ein anderer Raum gew�hlt werden, der eine w�rdige Feier gew�hrleistet. Auf jeden Fall m�ssen die R�ume f�r den Vollzug der Liturgie geeignet sein und die t�tige Teilnahme der Gl�ubigen gew�hrleisten. Die Gottesdienstr�ume und alles, was dazu geh�rt, sollen in jeder Hinsicht w�rdig sein, Zeichen und Symbol �berirdischer Wirklichkeit 72. 254. Daher sucht die Kirche den Dienst der Kunst und gibt ihr bei allen V�lkern und L�ndern Raum 73. Wie sie bedacht ist, die Kunstsch�tze fr�herer Zeiten zu bewahren 74 und, wenn n�tig, den Erfordernissen der jeweiligen Zeit anzupassen, so geht ihr besonderes Streben auch dahin, Neues als Ausdruck seiner Zeit zu f�rdern 75. Bei der Berufung von K�nstlern und bei der Auswahl von Kunstwerken f�r Gottesdienstr�ume sind daher die Ma�st�be echter Kunst anzulegen. So sollen Glaube und Fr�mmigkeit vertieft und �bereinstimmung mit der echten Zeichenhaftigkeit und Zielsetzung der Kunstwerke erreicht werden 76. 255. Alle Kirchen sind feierlich zu weihen oder wenigstens zu segnen. Bischofskirchen und Pfarrkirchen sind jedoch immer zu weihen. Die Gl�ubigen m�gen ihre Bischofskirche und die eigene Kirche besonders sch�tzen und in ihnen ein Zeichen jener geistigen Kirche sehen, die sie durch ihren christlichen Glauben aufbauen und ausbreiten sollen. 256. Bei Neubauten, Renovierungen und Umgestaltungen soll die Di�zesankommission f�r Liturgie und kirchliche Kunst zu Rate gezogen werden. Der Ortsordinarius soll den Rat und die Hilfe dieser Kommission in Anspruch nehmen, wenn es gilt, Richtlinien zu erlassen, Pl�ne f�r Neubauten zu genehmigen oder �ber wichtige Einzelfragen zu entscheiden 77. II. Die Gestaltung des Kirchenraumes f�r die Eucharistiefeier 257. Das Volk Gottes, das sich zur Messfeier versammelt, hat eine gemeinschaftliche und hierarchische Ordnung, die sich in den verschiedenen Aufgaben und Handlungen in den einzelnen Teilen der Feier zeigt. Der Kirchenraum soll so gestaltet sein, dass er den Aufbau der versammelten Gemeinde gleichsam widerspiegelt, ihre richtige Gliederung erm�glicht und jedem die rechte Aus�bung seines Dienstes erleichtert. Die Pl�tze f�r die Gl�ubigen und den S�ngerchor sollen so angeordnet sein, dass die t�tige Teilnahme leicht m�glich ist 78. Der Priester und die Altardiener haben ihren Platz im Altarraum, das hei�t in jenem Teil des Kirchenraumes, der ihr Amt ausdr�ckt, n�mlich das Gebet zu leiten, das Wort Gottes zu verk�nden und den Dienst am Altar zu versehen. Wenn auch der Kirchenraum die hierarchische Gliederung der Gemeinde und die Verschiedenheit der Dienste andeuten soll, muss er doch ein geschlossenes Ganzes bilden, damit die Einheit des ganzen heiligen Volkes deutlich zum Ausdruck gelangt. Form und Sch�nheit des Raumes wie auch seine Ausstattung sollen die Fr�mmigkeit f�rdern und auf die Heiligkeit der Mysterien, die hier gefeiert werden, hinweisen. III. Der Altarraum 258. Der Altarraum soll durch eine leichte Erh�hung oder durch eine besondere Gestaltung und Ausstattung vom �brigen Raum passend abgehoben sein. Er soll so ger�umig sein, dass man die Liturgie w�rdig vollziehen kann 79. IV. Der Altar 259. Der Altar, auf dem das Kreuzesopfer unter sakramentalen Zeichen gegenw�rtig wird, ist auch der Tisch des Herrn, an dem das Volk Gottes in der gemeinsamen Messfeier Anteil hat. Er ist zugleich Mittelpunkt der Danksagung, die in der Eucharistiefeier zur Vollendung kommt 80. 260. In einem Gottesdienstraum feiert man die Eucharistie an einem feststehenden oder tragbaren Altar. Au�erhalb eines Gottesdienstraumes kann die Messe an einem passenden Tisch gefeiert werden, besonders wenn es sich um Einzelf�lle handelt; Altartuch und Korporale sind auch hier zu verwenden. 261. Ein "feststehender Altar" ist mit dem Boden verbunden und kann deshalb nicht weggetragen werden; ein "tragbarer Altar" hingegen kann weggetragen werden. 262. F�r gew�hnlich soll eine Kirche einen feststehenden, geweihten Altar haben, der frei steht, damit man ihn ohne Schwierigkeiten umschreiten, und an ihm, der Gemeinde zugewandt, die Messe feiern kann. Er soll so aufgestellt sein, dass er wirklich den Mittelpunkt des Raumes bildet, dem sich die Aufmerksamkeit der ganzen Gemeinde von selbst zuwendet 81. 263. Nach altem kirchlichem Brauch und wegen ihrer symbolischen Bedeutung soll die Tischplatte eines feststehenden Altars aus Naturstein sein. Die Bischofskonferenz kann auch anderes passendes, w�rdiges und haltbares Material zulassen. Der Altarsockel beziehungsweise der Unterbau kann aus jedem beliebigen Material, das w�rdig und dauerhaft ist, verfertigt werden. 264. Ein tragbarer Altar kann aus jedem w�rdigen und haltbaren Material bestehen, das den Erfordernissen des Gottesdienstes nach den Br�uchen und Sitten der verschiedenen Gegenden entspricht. 265. Feststehende und Tragalt�re werden nach dem in den liturgischen B�chern beschriebenen Ritus geweiht. Bei Tragalt�ren gen�gt auch eine Segnung. 266. Den Brauch, bei der Weihe unter einem Altar Reliquien von M�rtyrern oder anderen Heiligen einzuf�gen, m�ge man beibehalten. Die Echtheit der Reliquien muss jedoch gesichert sein. 267. Es soll nur wenige andere Alt�re geben. Bei Neubauten sollen sie in vom Hauptraum m�glichst getrennten Seitenkapellen stehen 82. V. Die Ausstattung des Altares 268. Zum Zeichen der Ehrfurcht vor der Feier des Herrenged�chtnisses und des Mahles, bei dem Leib und Blut Christi gereicht werden, ist der Altar mit wenigstens einem Tuch zu bedecken, das in bezug auf Form, Ausma� und Schmuck zu ihm passt. 269. Die Leuchter, die Zeichen der Verehrung sind und den festlichen Charakter der verschiedenen liturgischen Feiern betonen, k�nnen auf oder um den Altar gestellt werden. Dabei nehme man R�cksicht auf Altar und Altarraum, damit alles harmonisch aufeinander abgestimmt ist und die Gl�ubigen gut zum Altar sehen k�nnen. 270. Auf dem Altar oder in seiner N�he soll f�r die ganze Gemeinde gut sichtbar ein Kreuz sein. VI. Der Sitz f�r den Priester und f�r jene, die einen besonderen Dienst aus�ben: Der Vorsitz 271. Der Sitz des Priesters hat dessen Dienst als Vorsteher der Gemeinde und dessen Aufgabe, das Gebet zu leiten, gut erkennbar zu machen. Besonders geeignet ist der Platz im Scheitelpunkt des Altarraumes, der Gemeinde zugewandt, sofern nicht die Gestalt des Raumes oder andere Gr�nde dagegen sprechen (wenn etwa der Kontakt zwischen Vorsteher und Gemeinde wegen zu gro�er Entfernung erschwert ist). Der Sitz darf nicht die Form eines Thrones haben. Die Pl�tze der Teilnehmer, die einen besonderen Dienst aus�ben, sollen sich an passender Stelle im Altarraum befinden, damit alle ihre Aufgaben ohne Schwierigkeiten erf�llen k�nnen 83. VII. Der Ambo: Ort der Verk�ndigung des Wortes Gottes 272. Die W�rde des Wortes Gottes erfordert f�r seine Verk�ndigung einen besonderen Ort in der Kirche, dem sich im Wortgottesdienst die Aufmerksamkeit der Gl�ubigen wie von selbst zuwendet 84. In der Regel soll dies ein feststehender Ambo, nicht ein einfaches tragbares Lesepult sein. Der Ambo soll dem Kirchenraum entsprechend so gestaltet sein, dass die Vortragenden von allen gut gesehen und geh�rt werden. Am Ambo werden die Lesungen, der Antwortpsalm und der �sterliche Lobgesang "Exsultet" vorgetragen; er kann auch f�r die Homilie und die F�rbitten benutzt werden. Kommentator, Kantor und Chorleiter sollten an sich ihren Dienst nicht vom Ambo aus versehen. VIII. Der Raum der Gemeinde 273. Die Pl�tze f�r die Gl�ubigen sollen mit entsprechender Sorgfalt so angeordnet sein ,dass sich der ganze Mensch mit Leib und Seele an der Feier der Liturgie beteiligen kann. Es ist zweckm��ig, in der Regel Knieb�nke beziehungsweise Sitze f�r die Gl�ubigen vorzusehen. Der Brauch, Privatpersonen bestimmt Pl�tze zu reservieren, ist abzuschaffen 85. Die Sitze beziehungsweise die Knieb�nke sollen so beschaffen sein, dass die Gl�ubigen die der Liturgie entsprechenden K�rperhaltungen ohne Schwierigkeit einnehmen und ungehindert zur Kommunion gehen k�nnen. Man sorge daf�r, dass die Gl�ubigen den Priester und die anderen Teilnehmer, die einen besonderen Dienst aus�ben, nicht nur sehen, sondern auch gut verstehen, falls n�tig, unter Verwendung der modernen technischen Hilfsmittel. IX. Der Platz f�r S�ngerchor, Orgel und andere Musikinstrumente 274. Der S�ngerchor soll unter Ber�cksichtigung des Raumes den Platz einnehmen, der klar ersichtlich macht, dass der Chor ein Teil der Gemeinde ist, der einen besonderen liturgischen Dienst versieht. Der Platz soll ihm die Aus�bung seiner liturgischen Aufgabe erleichtern und den S�ngern die volle Teilnahme an der Messfeier, das hei�t den Kommunionempfang, ohne Schwierigkeiten gestatten 86. 275. Die Orgel und andere f�r den Gottesdienst anerkannte Musikinstrumente sind so aufzustellen, dass sie S�ngerchor und Gemeinde beim Gesang unterst�tzen und auch bei reiner Instrumentalmusik von allen gut geh�rt werden k�nnen. X. Die Aufbewahrung der Eucharistie 276. Es wird sehr empfohlen, die Eucharistie in einer vom Kirchenraum getrennten Kapelle aufzubewahren, die f�r das private Gebet der Gl�ubigen und f�r die Verehrung geeignet ist 87. Ist das nicht m�glich, soll das Sakrament - entsprechend den Gegebenheiten des Raumes und den rechtm��igen Br�uchen - auf einem Altar oder an einer anderen ehrenvollen und w�rdig hergerichteten Stelle des Kirchenraumes aufbewahrt werden 88. 277. Die Eucharistie soll nur in einem einzigen, nicht beweglichen, undurchsichtigen und festen Tabernakel aufbewahrt werden, der so verschlossen ist, dass, soweit irgend m�glich, die Gefahr der Profanierung vermieden wird. Jede Kirche soll daher in der Regel nur einen Tabernakel haben 89. XI. Die Verehrung von Bildern durch die Gl�ubigen 278. Nach altem und begr�ndetem kirchlichem Brauch befinden sich in den Gottesdienstr�umen Darstellungen des Herrn, der Jungfrau Maria und der Heiligen, damit die Gl�ubigen sie verehren k�nnen. Da die Aufmerksamkeit der Gl�ubigen nicht von der liturgischen Feier abgelenkt werden darf, soll man nur wenige Darstellungen, und zwar in rechter Ordnung, anbringen 90. Von denselben Heiligen soll es nur eine Darstellung geben. Im Allgemeinen soll man bei der Gestaltung des Kirchenraumes, was die Bilder anbelangt, das religi�se Empfinden der ganzen Gemeinde vor Augen haben. XII. Die Gestaltung des Kirchenraumes im allgemeinen 279. Die Ausstattung der Kirche soll edel und einfach sein und nicht der Prachtentfaltung dienen. In der Auswahl des Materials f�r den Schmuck sei man auf Echtheit bedacht: alles soll zur Formung der Gl�ubigen und zur W�rde des liturgischen Raumes beitragen. 280. Eine gute Gestaltung des Kirchenraumes und seiner Nebenr�ume soll den Erfordernissen der heutigen Zeit entsprechen. Es gen�gt nicht, nur die unmittelbaren Voraussetzungen f�r die liturgische Feier zu schaffen, man muss auch jenen Anforderungen entsprechen, die mit Recht an Versammlungsr�ume gestellt werden. VI. Kapitel Voraussetzungen f�r die Messfeier I. Brot und Wein 281. Nach dem Beispiel Christi hat die Kirche stets Brot und Wein mit Wasser f�r die Feier des Herrenmahles verwendet. 282. Das Brot zur Feier der Eucharistie muss aus reinem Weizenmehl bereitet und noch frisch sein, nach dem Brauch der lateinischen Kirche, unges�uert. 283. Die Aussagekraft des Zeichens verlangt, dass man die Materie der Eucharistie tats�chlich als Speise erkennt. Daher soll das eucharistische Brot, auch wenn es unges�uert ist und in der herk�mmlichen Form bereitet wird, so beschaffen sein, dass der Priester bei einer Gemeindemesse das Brot wirklich in mehrere Teile brechen kann, die er wenigstens einigen Gl�ubigen reicht. Die kleinen Hostien sind jedoch keineswegs ausgeschlossen, falls die Zahl der Kommunizierenden oder andere seelsorgliche �berlegungen sie erforderlich machen. Das Brotbrechen, das in apostolischer Zeit der Eucharistiefeier ihren Namen gab, bringt die Einheit aller in dem einen Brot wirksam und deutlich zum Ausdruck. Ebenso ist es ein Zeichen br�derlicher Liebe, da dieses eine Brot unter Br�dern geteilt wird. 284. Der Wein f�r die Eucharistiefeier muss "vom Gew�chs des Weinstockes" (vgl. Lk 22,18) stammen und naturrein, das hei�t ohne Beimischung von Fremdstoffen sein. 285. Mit besonderer Sorgfalt achte man darauf, dass sich Brot und Wein, die f�r die Eucharistie bestimmt sind, in einwandfreiem Zustand befinden. Der Wein darf nicht zu Essig geworden und das Brot nicht verdorben oder so hart sein, dass man es nur mit M�he brechen kann. 286. Bemerkt der Priester nach der Konsekration oder beim Kommunionempfang, dass Wasser statt Wein verwendet wurde, so gie�t er das Wasser in ein Gef�� und dann Wein mit Wasser in den Kelch; er spricht die Worte des Einsetzungsberichtes �ber den Kelch, ohne gehalten zu sein, nochmals Brot zu konsekrieren. II. Die liturgischen Ger�te im allgemeinen 287. Wie f�r den Bau von Gottesdienstr�umen l�sst die Kirche auch f�r alle liturgischen Ger�te die k�nstlerische Ausdrucksform jeder Kultur zu. Man kann alles verwenden, was der Eigenart und den Br�uchen der verschiedenen V�lker entspricht, sofern es der liturgischen Bestimmung der Ger�te gerecht wird 91. Es soll auch hier auf edle Schlichtheit Wert gelegt werden, die echter Kunst eigen ist. 288. F�r die Anfertigung liturgischer Ger�te kann man neben den bisher �blichen Materialien auch andere Werkstoffe verwenden, sofern sie nach heutigem Empfinden als edel gelten, haltbar und f�r den Gottesdienst geeignet sind. Dar�ber hat in den einzelnen Gebieten die Bischofskonferenz zu entscheiden. III. Die liturgischen Gef��e 289. Unter den f�r die Feier der Messe erforderlichen Ger�ten sind die liturgischen Gef��e mit besonderer Ehrfurcht zu behandeln; das gilt vor allem von Kelch und Hostienschale, in denen Brot und Wein bereitet, konsekriert und zum Empfang gereicht werden. 290. Die liturgischen Gef��e sind aus haltbarem und - nach dem Empfinden des jeweiligen Kulturbereiches - als edel geltendem Material herzustellen. Es ist Aufgabe der Bischofskonferenz, dar�ber zu befinden. Man bevorzuge solche Materialien, die nicht leicht zerbrechen und unbrauchbar werden. 291. Kelche und andere Gef��e f�r den konsekrierten Wein sollen aus einem Material bestehen, das keine Fl�ssigkeit eindringen l�sst. F�r den Kelchfu� kann man auch andere dauerhafte und edle Materialien verwenden. 292. Die Gef��e f�r die Hostien, wie Patene oder Hostienschale, Pyxis, Hostienb�chse, Monstranz und �hnliche, k�nnen auch aus anderen, in einem Land als wertvoll geltenden Materialien hergestellt werden, wie zum Beispiel aus Elfenbein oder bestimmten Hartholzsorten, sofern sie f�r den liturgischen Gebrauch geeignet sind. 293. F�r die Konsekration der Hostien ist es angebracht, eine einzige gr��ere Patene zu verwenden, auf die das Brot f�r den Priester, f�r jene, die einen besonderen Dienst aus�ben, und f�r die Gl�ubigen gelegt wird. 294. Aus Metall hergestellte liturgische Gef��e sollen in der Regel innen vergoldet sein, sofern es sich um oxydierendes Metall handelt; sind sie jedoch aus rostfreiem und edlerem Metall als Gold, ist eine Vergoldung nicht notwendig. 295. Die Form der liturgischen Gef��e soll der K�nstler m�glichst entsprechend der Eigenart der verschiedenen Kulturen gestalten; doch m�ssen die Gef��e f�r den jeweiligen Verwendungszweck im Gottesdienst geeignet sein. 296. Eine Segnung oder Konsekration liturgischer Gef��e erfolgt nach den in den liturgischen B�chern vorgesehenen Ordnungen. IV. Die liturgische Kleidung 297. In der Kirche, dem Leib Christi, haben die einzelnen Glieder verschiedene Aufgaben. Die Vielfalt der Dienste wird im Gottesdienst durch eine unterschiedliche liturgische Kleidung verdeutlicht. Sie soll auf die verschiedenen Funktionen derer, die einen besonderen Dienst versehen, hinweisen und zugleich den festlichen Charakter der liturgischen Feier hervorheben. 298. Das allen Diensten entsprechende liturgische Gewand ist die Albe, die mit einem G�rtel gehalten wird; es sei denn, sie ist so angefertigt, dass man sie auch ohne G�rtel tragen kann. Falls die Albe am Hals nicht gut schlie�t, soll man ein Schultertuch tragen. Die Albe kann nicht durch den Chorrock ersetzt werden, wenn Kasel oder Dalmatik anzuziehen sind oder die Stola das Messgewand beziehungsweise die Dalmatik ersetzt. 299. Zur Messe und zu anderen mit ihr verbundenen liturgischen Feiern tr�gt der Priester �ber Albe und Stola das Messgewand (Kasel), sofern nichts anderes vorgesehen ist. 300. Das Gewand des Diakons ist die Dalmatik, die �ber Albe und Stola getragen wird. 301. Alle anderen, die einen Dienst am Altar versehen und nicht Priester oder Diakone sind, k�nnen eine Albe oder ein anderes in den einzelnen Gebieten rechtm��ig zugelassenes Gewand tragen. 302. Der Priester tr�gt die Stola, ohne sie zu kreuzen, so dass sie �ber beide Schultern nach vorne herabh�ngt. Der Diakon tr�gt sie von der linken Schulter quer zur rechten Seite. 303. Einen Chormantel tr�gt der Priester bei Prozessionen und anderen liturgischen Feiern entsprechend den jeweiligen liturgischen Ordnungen. 304. Hinsichtlich der liturgischen Kleidung k�nnen die Bischofskonferenzen �nderungen vornehmen, die den Erfordernissen und Br�uchen der einzelnen Gebiete Rechnung tragen. Die Anpassungen sind dem Apostolischen Stuhl vorzulegen 92. 305. F�r die liturgische Kleidung k�nnen au�er den bisher gebr�uchlichen Stoffen auch andere in den verschiedenen Gebieten �bliche Naturfasern verwendet werden, ebenso Stoffe aus Kunstfasern, sofern sie den Erfordernissen des Gottesdienstes entsprechen. Es ist Aufgabe der Bischofskonferenz, dar�ber zu befinden 93. 306. Sch�nheit und W�rde der liturgischen Kleidung soll nicht durch eine Anh�ufung von Schmuck und Verzierung erreicht werden, sondern durch die Auswahl des Stoffes und seine Form. Die Gew�nder sollen nur insoweit mit Bildern beziehungsweise Symbolen geschm�ckt sein, als diese dem liturgischen Gebrauch gerecht werden. 307. Die verschiedenen Farben der liturgischen Kleidung sollen den besonderen Charakter der jeweils gefeierten Glaubensgeheimnisse und den Weg des christlichen Lebens im Verlauf des liturgischen Jahres verdeutlichen. 308. F�r die Farben der liturgischen Kleidung soll die bisher �bliche Ordnung gelten: a) Wei�: f�r Stundengebet und Messfeier in der Oster- und Weihnachtszeit; an den Festen und Gedenktagen des Herrn mit Ausnahme solcher seines Leidens; an den Festen und Gedenktagen der Jungfrau Maria, der Engel, der Heiligen, die nicht M�rtyrer sind; am Fest Allerheiligen (1. November), Johannes' des T�ufers (24. Juni), Johannes' des Evangelisten (27. Dezember), Kathedra Petri (22. Februar) und Pauli Bekehrung (25. Januar). b) Rot: f�r Palmsonntag und Karfreitag; an Pfingsten, an den Feiern des Leidens Christi, an den Festen der Apostel und Evangelisten und an den Feiern der M�rtyrer. c) Gr�n: f�r Stundengebet und Messfeier in der Zeit im Jahreskreis. d) Violett: f�r Advents- und Fastenzeit. Man kann Violett auch bei der Liturgie f�r Verstorbene zum Chorgebet und zur Messe verwenden. e) Schwarz kann bei der Liturgie f�r Verstorbene verwendet werden. f) Rosa kann an Gaudete (3. Adventssonntag) und Laetare (4. Fastensonntag) verwendet werden. Die Bischofskonferenzen k�nnen geeignete �nderungen vornehmen, die den Erfordernissen und Br�uchen der einzelnen V�lker Rechnung tragen; sie sind dem Apostolischen Stuhl vorzulegen. 309. Zu festlichen Anl�ssen k�nnen wertvollere Paramente verwendet werden, auch wenn sie nicht der Tagesfarbe entsprechen. 310. Die Messen zu bestimmten Feiern werden in der zugeh�rigen oder in wei�er oder in festlicher Farbe gehalten, hingegen die Messen f�r besondere Anliegen in der Farbe des Tages oder der Zeit oder in violetter Farbe (Messe mit Bu�charakter, z. B. Nr. 23, 28, 40), die Votivmessen in der Farbe, die der betreffenden Messe entspricht, oder aber in der Farbe des Tages oder der Zeit. V. Andere f�r den liturgischen Gebrauch bestimmte Gegenst�nde 311. Nicht nur bei den liturgischen Gef��en und Gew�ndern, f�r die ein bestimmtes Material festgelegt ist, sondern auch bei den anderen Gegenst�nden, die f�r den liturgischen Gebrauch bestimmt sind oder sonst in der Kirche verwendet werden, ist auf W�rde und Zweckm��igkeit zu achten. 312. Auch bei geringf�gigen Dingen sollen guter Geschmack, Schlichtheit und Sauberkeit immer gewahrt bleiben. VII. Kapitel Die Auswahl der Messformulare und der einzelnen Texte 313. Die Messfeier wird pastoral wirksamer, wenn Lesungen, Orationen und Ges�nge so ausgew�hlt werden, dass sie nach M�glichkeit der jeweiligen Situation und der religi�sen wie geistigen Fassungskraft der Teilnehmer entsprechen. Das erreicht man durch die vielfachen entsprechend zu n�tzenden Auswahlm�glichkeiten, die nachfolgend beschrieben werden: Der Priester soll bei der Zusammenstellung des Messformulars mehr das geistliche Wohl der mitfeiernden Gemeinde als seine eigenen W�nsche vor Augen haben. Die Auswahl der einzelnen Texte soll er im Einvernehmen mit jenen vornehmen, die bei der Feier eine bestimmte Aufgabe haben. Die Gl�ubigen sollen in Fragen, die sie unmittelbar betreffen, nicht �bergangen werden. Da f�r die verschiedenen Texte der Messfeier reiche Auswahlm�glichkeiten bestehen, m�ssen Diakon, Lektor, Psalms�nger, Kantor, Kommentator und S�ngerchor vor der Feier genau wissen, welche Texte sie vorzutragen haben, damit nichts unvorbereitet geschieht. Eine wohl�berlegte Zusammenstellung und Durchf�hrung des Gottesdienstes tr�gt viel zu einer fruchtbaren Mitfeier der Eucharistie durch die Teilnehmer bei. I. Die Wahl des Messformulars 314. An Hochfesten hat sich der Priester an das Kalendarium der Kirche, in der er zelebriert, zu halten. 315. An Sonntagen, an den Wochentagen des Advents, der Weihnachts-, Fasten- und Osterzeit, an den Festen und an gebotenen Gedenktagen ist zu beachten: a) Bei einer Messfeier mit Gemeinde soll sich der Priester an das Kalendarium der Kirche halten, in der er zelebriert; b) bei einer Messfeier ohne Gemeinde kann er sich an das Kalendarium der betreffenden Kirche oder sein eigenes halten. 316. F�r nichtgebotene Gedenktage gilt: a) An den Wochentagen des Advents vom 17. bis 24. Dezember, in der Weihnachtsoktav und an den Wochentagen der Fastenzeit, mit Ausnahme des Aschermittwochs und der Karwoche, nimmt der Priester das Messformular vom Wochentag; falls im allgemeinen Kalender ein Gedenktag angegeben ist, kann man, ausgenommen am Aschermittwoch und in der Karwoche, dessen Tagesgebet nehmen. b) An den Wochentagen des Advents vor dem 17. Dezember, an den Wochentagen der Weihnachtszeit (nach dem 1. Januar) und der Osterzeit kann der Priester das Messformular vom Wochentag, vom betreffenden Heiligen oder einem der Heiligen, deren Ged�chtnis vorgesehen ist, oder von einem der Heiligen, die an diesem Tag im Martyrologium eingetragen sind, nehmen. c) An den Wochentagen im Jahreskreis kann der Priester das Messformular vom Tag, von einem etwa f�r diesen Tag vorgesehenen Heiligenged�chtnis, von einem der Heiligen, die f�r diesen Tag im Martyrologium eingetragen sind, oder ein Messformular f�r besondere Anliegen oder eine Votivmesse nehmen. Feiert der Priester die Messe mit einer Gemeinde, soll er vor allem das geistliche Wohl der Gl�ubigen vor Augen haben und vermeiden, ihnen seine W�nsche aufzudr�ngen. Er achte vor allem darauf, nicht zu oft und nicht ohne ausreichenden Grund die vorgesehene Perikopenordnung der Wochentage zu unterbrechen, denn die Kirche w�nscht, dass "den Gl�ubigen der Tisch des Wortes Gottes in reicherer F�lle bereitet werde" 84. Aus demselben Grund soll er nicht zu oft Messformulare f�r die Verstorbenen w�hlen, da jede Messe f�r die Lebenden und Verstorbenen gefeiert wird; au�erdem ist im eucharistischen Hochgebet ein Ged�chtnis der Verstorbenen vorgesehen. Wo nichtgebotene Gedenktage der seligen Jungfrau Maria oder bestimmter Heiliger in der Fr�mmigkeit der Gl�ubigen verwurzelt sind, soll man in einer Messe das entsprechende Formular verwenden, um berechtigte Erwartungen der Gl�ubigen zu erf�llen. Kann man zwischen einem Gedenktag des Regionalkalenders und einem Gedenktag des Di�zesan- oder Ordenskalenders w�hlen, kommt bei gleicher Rangordnung traditionsgem�� letzterem der Vorrang zu. II. Die Auswahl der einzelnen Texte 317. Bei der Auswahl der einzelnen Texte f�r die Messen w�hrend des Kirchenjahres oder an Heiligenfesten sind folgende Richtlinien zu beachten: Lesungen 318. An Sonn- und Festtagen sind drei Lesungen vorgesehen, n�mlich: "Prophet", "Apostel" und "Evangelium". Dadurch soll das christliche Volk mit der nach Gottes Willen ungebrochenen Einheit der Heilsgeschichte vertraut werden. Es ist daher sehr zu w�nschen, dass wirklich drei Lesungen vorgetragen werden; jedoch kann die Bischofskonferenz aus pastoralen Erw�gungen gestatten, dass nur zwei Lesungen vorgetragen werden. Bei der Wahl zwischen den beiden ersten Lesungen soll man die im Lektionar (Bd. I, S. 28ff.) angegebenen Richtlinien beachten und sich bem�hen, die Gl�ubigen zu einer tieferen Kenntnis der Heiligen Schrift zu f�hren. Keinesfalls soll man stets nur die k�rzere oder leichtere Lesung nehmen. 319. Im Lektionar f�r die Wochentage sind f�r alle Tage des Jahres eigene Lesungen vorgesehen. Daher sollen diese Lesungen in der Regel an ihren Tagen genommen werden, wenn nicht ein Hochfest oder Fest auf den Tag f�llt. Es kann jedoch vorkommen, dass die Lesereihe w�hrend der Woche durch ein Fest oder eine besondere Feier unterbrochen wird. Der Priester kann dann unter Ber�cksichtigung der f�r die Woche angegebenen Lesungen Abschnitte, die sonst ausfallen w�rden, mit anderen verbinden oder selbst entscheiden, welche Texte vorzuziehen sind. Bei Messfeiern mit besonderen Gruppen kann der Priester Lesungen ausw�hlen, die f�r diese Gottesdienste geeigneter sind, sofern sie aus einem approbierten Lektionar genommen werden. Gebete 321. Die vielen Pr�fationen des R�mischen Messbuches wollen das Thema der Danksagung des eucharistischen Hochgebetes in mannigfacher Weise zum Ausdruck bringen und bestimmte Aspekte des Heilsmysteriums hervorheben. 322. F�r die sinnvolle Auswahl unter den eucharistischen Hochgebeten gelten folgende Hinweise: a) Das erste Hochgebet, der R�mische Kanon, kann immer verwendet werden, vor allem an Tagen mit eigenem "In Gemeinschaft" beziehungsweise eigenem "Nimm gn�dig an", und an den Festen der Apostel und Heiligen, die in diesem Hochgebet genannt werden; desgleichen an Sonntagen, sofern man nicht aus pastoralen Erw�gungen ein anderes Hochgebet vorzieht. b) Das zweite Hochgebet empfiehlt sich wegen seiner Eigenart besonders f�r Wochentage und bestimmte Anl�sse. Obwohl es eine eigene Pr�fation hat, k�nnen auch andere verwendet werden, vor allem solche, die eine Gesamtschau des Heilsmysteriums bieten, wie die Pr�fationen f�r die Sonntage im Jahreskreis und die allgemeinen Pr�fationen. Wird die Messe f�r einen Verstorbenen gefeiert, so kann man vor dem "Gedenke (aller) Verstorbenen" den daf�r eigens vorgesehenen Text einf�gen. c) Beim dritten Hochgebet kann jede Pr�fation verwendet werden; es empfiehlt sich besonders f�r Sonn- und Festtage. In diesem Gebet kann man den f�r einen Verstorbenen vorgesehenen Text nach den Worten "und f�hre zu dir auch alle deine S�hne und T�chter, die noch fern sind von dir" einf�gen. d) Das vierte Hochgebet hat eine Pr�fation, die nicht ausgetauscht werden kann, und bietet eine Zusammenfassung der gesamten Heilsgeschichte. Man kann es bei messen, f�r die keine eigene Pr�fation vorgesehen ist, verwenden. Auf Grund seiner Struktur kann in dieses Hochgebet kein besonderer Text f�r Verstorbene eingef�gt werden. e) Die Hochgebete mit eigener Pr�fation k�nnen auch dann zusammen mit dieser verwendet werden, wenn das Messformular die Pr�fation einer besonderen Kirchenjahreszeit vorsieht. 323. Sofern nicht anders angegeben, sind in jeder Messe jene Orationen zu nehmen, die im Messformular vorgesehen sind. In den Messen an Gedenktagen wird das eigene beziehungsweise das im allgemeinen Messformular vorgesehene Tagesgebet verwendet; Gabengebet und Schlussgebet kann man, falls keine Eigentexte vorliegen, aus dem Commune oder vom betreffenden Wochentag nehmen. An den Wochentagen im Jahreskreis kann man an Stelle der Orationen des vorausgehenden Sonntags die eines anderen Sonntags im Jahreskreis nehmen. Man kann auch die Orationen der im Messbuch f�r besondere Anliegen angebotenen Formulare w�hlen. Es ist immer m�glich, aus diesen Formularen nur das Tagesgebet zu verwenden. Damit steht eine gro�e Auswahl an Gebeten zur Verf�gung, so dass man die M�glichkeit hat, das Gebet der liturgischen Versammlung mit immer neuen Themen zu bereichern und bestimmte Anliegen der Gl�ubigen, der Kirche und der Menschheit zu ber�cksichtigen. In den liturgisch gepr�gten Zeiten des Kirchenjahres geschieht dies bereits durch die Orationen, die im Messbuch f�r die einzelnen Wochentage vorgesehen sind. Ges�nge 324. F�r die Auswahl der Zwischenges�nge und der Ges�nge zur Er�ffnung, zur Gabenbereitung und zur Kommunion sind die entsprechenden Anweisungen zu beachten. Sonderregelungen 325. Au�er den in den vorhergehenden Artikeln erw�hnten Erlaubnissen, passende Texte auszuw�hlen, k�nnen die Bischofskonferenzen in besonderen Situationen f�r die Lesungen zus�tzliche Auswahlm�glichkeiten vorsehen; die Texte m�ssen jedoch einem rechtm��ig approbierten Lektionar entnommen werden. VIII. Kapitel Formulare und Orationen bei besonderen Anl�ssen und Messfeiern f�r Verstorbene I. Formulare und Orationen bei besonderen Anl�ssen und Messfeiern f�r Verstorbene 326. Da es "Wirkung der Liturgie der Sakramente und Sakramentalien ist, den recht bereiteten Gl�ubigen nahezu jedes Ereignis ihres Lebens durch die g�ttliche Gnade, die vom Pascha-Mysterium ausstr�mt, zu heiligen" 95, und da die Eucharistie das Sakrament der Sakramente ist, bietet das Messbuch Vorlagen an Messformularen und Orationen, die man zu verschiedenen Anl�ssen im christlichen Leben, f�r die Anliegen der ganzen Menschheit, der Gesamtkirche oder Ostkirche verwenden kann. 327. Da f�r Lesungen und Orationen im Allgemeinen schon eine gro�e Auswahlm�glichkeit besteht, ist es angebracht, die Messformulare bei besonderen Anl�ssen seltener zu verwenden, das hei�t: nur dann, wenn ein tats�chlicher Anlass besteht. 328. In allen Messen bei besonderen Anl�ssen kann man - sofern nicht ausdr�cklich anders bestimmt - Lesungen und Zwischenges�nge des betreffenden Wochentages verwenden, wenn sie zur Feier passen. 329. Die Messen bei besonderen Anl�ssen gliedern sich in drei Gruppen: a) Messen, die mit der Spendung von Sakramenten oder Sakramentalien verbunden sind (Messen zu bestimmten Feiern); b) Messen f�r besondere Anliegen, die man je nach den Gegebenheiten gelegentlich oder zu bestimmten Zeiten feiert; c) Votivmessen von Mysterien Christi oder zu Ehren Mariens und eines bestimmten oder aller Heiligen, die bei entsprechender Verehrung der Gl�ubigen verwendet werden k�nnen. 330. Messen, die bei der Spendung von Sakramenten oder Sakramentalien vorgesehen sind (Messen zu bestimmten Feiern), d�rfen an folgenden Tagen nicht verwendet werden: Adventssonntage, Sonntage der Fasten- und Osterzeit, Hochfeste, Osteroktav, Allerseelen, Aschermittwoch und Karwoche. Ferner sind die in den Ritualien und Messformularen enthaltenen Anweisungen zu beachten. 331. Aus den Messen f�r besondere Anliegen kann die zust�ndige Autorit�t Formulare f�r die von der Bischofskonferenz festzulegenden Bittgottesdienste w�hrend des Jahres ausw�hlen. 332. Im Falle einer besonderen Notwendigkeit oder pastoralen Situation kann das entsprechende Formular im Auftrag oder mit Erlaubnis des Ortsordinarius an allen Tagen gefeiert werden, jedoch nicht an den Hochfesten, den Advents-, Fasten- und Ostersonntagen, in der Osteroktav, an Allerseelen, am Aschermittwoch und in der Karwoche. 333. An gebotenen Gedenktagen, an den Wochentagen des Advents (bis zum 17. Dezember), der Weihnachtszeit (nach dem 1. Januar) und der Osterzeit (nach der Osteroktav), an denen Messen f�r besondere Anliegen und Votivmessen nicht eigentlich gestattet sind, kann man - sofern eine echte Notwendigkeit oder die pastorale Situation es erfordert - in Gemeindemessen die dem Anliegen oder der Situation entsprechenden Formulare verwenden. Die Entscheidung liegt beim Kirchenrektor oder beim Priester, der die Messe feiert. 334. An den Wochentagen im Jahreskreis, auf die ein nichtgebotener Gedenktag f�llt oder an denen das Tagesoffizium vorgesehen ist, kann man jedes Messformular und jede Oration f�r besondere Anl�sse verwenden, ausgenommen die Formulare f�r die Messen bei der Spendung von Sakramenten oder Sakramentalien (Messen zu bestimmten Feiern). II. Die Messen f�r Verstorbene 335. Das eucharistische Opfer des Pascha-Mysteriums feiert die Kirche auch f�r die Verstorbenen: Da alle Glieder am Leibe Christi miteinander eine Gemeinschaft bilden, erbitten sie geistliche Hilfe und schenken tr�stende Hoffnung. 336. Unter den Messfeiern f�r Verstorbene nimmt die Begr�bnismesse den ersten Platz ein. Sie darf an allen Tagen gefeiert werden, ausgenommen die gebotenen Hochfeste, der Gr�ndonnerstag, die Drei �sterlichen Tage, die Advents- und Fastensonntage sowie die Sonntage der Osterzeit. 337. Nach Eintreffen der Todesnachricht, bei der Beisetzung des Verstorbenen und am ersten Jahrestag kann die Messe f�r Verstorbene auch in der Weihnachtsoktav, an einem gebotenen Gedenktag und an den Wochentagen gefeiert werden, ausgenommen am Aschermittwoch und in der Karwoche. Andere Messen f�r Verstorbene oder sogenannte "t�gliche Totenmessen" k�nnen an den Wochentagen im Jahreskreis, auf die ein nichtgebotener Gedenktag f�llt oder an denen das Offizium vom Wochentag zu nehmen ist, gefeiert werden, vorausgesetzt, dass sie f�r bestimmte Verstorbene gehalten werden. 338. In den Begr�bnismessen soll in der Regel eine kurze Homilie gehalten werden, jedoch nicht eine Lobrede auf den Verstorbenen. Auch bei anderen Totenmessen mit Gemeinde ist es angebracht, eine Homilie zu halten. 339. Man soll die Gl�ubigen, besonders die Angeh�rigen, einladen, durch den Kommunionempfang ganz an dem eucharistischen Opfer teilzunehmen, das f�r den Verstorbenen gefeiert wird. 340. Schlie�t sich das Begr�bnis unmittelbar an die Messe an, so entf�llt der Abschluss. Nach dem Schlussgebet folgt die feierliche Verabschiedung, sofern der Leichnam des Verstorbenen am Ort der Messfeier aufgebahrt ist. 341. Bei der Vorbereitung der Messfeier f�r Verstorbene, besonders der Begr�bnismesse, sollen die austauschbaren Texte (z. B. Orationen, Lesungen, F�rbitten) so gew�hlt werden, dass sie den Gegebenheiten von Seiten des Verstorbenen, der Angeh�rigen und aller Anwesenden in pastoraler Weise entsprechen. Dar�ber hinaus sollen die Seelsorger jene Teilnehmer ber�cksichtigen - seien es Nichtkatholiken oder Katholiken, die nie oder selten die Messe mitfeiern oder den Glauben anscheinend sogar verloren haben -, die anl�sslich eines Begr�bnisses einen Gottesdienst erleben und das Wort Gottes h�ren; der Priester ist ja K�nder der Frohen Botschaft Christi f�r alle Menschen. Anmerkungen 1 Vgl. II. Vatikanisches Konzil, Liturgiekonstitution Art. 41; Dogmatische Konstitution �ber die Kirche Art. 11; Dekret �ber Leben und Dienst der Priester Art. 2, 5, 6; Dekret �ber die Hirtenaufgabe der Bisch�fe in der Kirche Art. 30; Dekret �ber den �kumenismus Art .15; Ritenkongregation, Instruktion "Eucharisticum mysterium" vom 25.5.1967, Nr. 3e, 6: AAS 59 (1967), S. 542, 544-545. 2 Vgl. II. Vatikanisches Konzil, Liturgiekonstitution Art. 10. 3 Vgl. II. Vatikanisches Konzil, Liturgiekonstitution Art. 102. 4 Vgl. II. Vatikanisches Konzil, Dekret �ber Leben und Dienst der Priester Art. 5; Liturgiekonstitution Art. 10. 5 Vgl. II. Vatikanisches Konzil, Liturgiekonstitution Art. 14, 19, 26, 28, 30. 6 Vgl. ebd. Art. 47. 7 Vgl. ebd. Art. 14. 8 Vgl. ebd. Art. 41. 9 Vgl. II. Vatikanisches Konzil, Dekret �ber Leben und Dienst der Priester Art. 13. 10 Vgl. II. Vatikanisches Konzil, Liturgiekonstitution Art. 59. 11 F�r die Messen im kleinen Kreis siehe: Gottesdienstkongregation, Instruktion "Actio pastoralis" vom 15.5.1969: AAS 61 (1969), S. 806-811. F�r die Kindermesse siehe: Directorium de Missis cum pueris vom 1.11.1973: AAS 66 (1974), S. 30-46. �ber die Verbindung von Stundengebet und Messe siehe Allgemeine Einf�hrung in das Stundengebet, Nr. 93-98. 12 Vgl. II. Vatikanisches Konzil, Liturgiekonstitution Art. 37-40. Die Bisch�fe haben von dieser Vollmacht Gebrauch gemacht. Die entsprechenden Anpassungen sind vor allem in den Rubriken der Feier der Gemeindemesse beschrieben. 13. Vgl. II. Vatikanisches Konzil, Dekret �ber Leben und Dienst der Priester Art. 5; Liturgiekonstitution Art. 33. 14 Vgl. Konzil von Trient, 22. Sitzung, Kap. 1: DS 1740; Paul VI., Feierliches Glaubensbekenntnis vom 30.6.1968, Nr. 24: AAS 60 (1968), S. 442. 15. Vgl. II. Vatikanisches Konzil, Liturgiekonstitution Art. 7; Paul VI., Enzyklika "Mysterium Fidei" vom 3.9.1965: AAS 57 (1965), S. 764; Ritenkongregation, Instruktion "Eucharisticum mysterium" vom 25.5.1967, Nr. 9: AAS 59 (1967), S. 547. 16 Vgl. II. Vatikanisches Konzil, Liturgiekonstitution Art. 56; Ritenkongregation, Instruktion "Eucharisticum mysterium" vom 25.5.1967, Nr. 10: AAS 59 (1967), S. 547. 17 Vgl. II. Vatikanisches Konzil, Liturgiekonstitution Art. 48, 51; Dogmatische Konstitution �ber die g�ttliche Offenbarung Art. 21; Dekret �ber Leben und Dienst der Priester Art. 4. 18 Vgl. II. Vatikanisches Konzil, Liturgiekonstitution Art. 7, 33, 52. 19 Vgl. ebd. Art. 33. 20 Vgl. Gottesdienstkongregation, Litt. Circ. de Precibus eucharisticis vom 27.4.1973, Nr. 14: AAS 65 (1973), S. 346. 21 Vgl. Ritenkongregation, Instruktion "Musicam sacram" vom 5.3.1967, Nr. 14: AAS 59 (1967), S. 304. 22 Vgl. II. Vatikanisches Konzil, Liturgiekonstitution Art. 26, 27; Ritenkongregation, Instruktion "Eucharisticum mysterium" vom 25.5.1967, Nr. 3d: AAS 59 (1967), S. 542. 23 Vgl. II. Vatikanisches Konzil, Liturgiekonstitution Art. 30. 24 Vgl. Ritenkongregation, Instruktion "Musicam sacram" vom 5.3.1967, Nr. 16a: AAS 59 (1967), S. 305. 25 Sermo 336, 1: PL 38, 1472. 26 Vgl. Ritenkongregation, Instruktion "Musicam sacram" vom 5.3.1967, Nr. 7, 16: AAS 59 (1967), S. 302, 305; vgl. Missale Romanum, Ordo Cantus Missae, ed. typ. 1972, Praenotanda. 27 Vgl. II. Vatikanisches Konzil, Liturgiekonstitution Art. 54; Ritenkongregation, Instruktion "Inter cumenici" vom 26.9.1964, Nr. 59: AAS 56 (1964), S. 891; Instruktion "Musicam sacram" vom 5.3.1967, Nr. 47: AAS 59 (1967), S. 314. 28 Vgl. II. Vatikanisches Konzil, Liturgiekonstitution Art. 30. 29 Vgl. ebd. Art. 39. 30 Vgl. ebd. Art. 30; Ritenkongregation, Instruktion "Musicam sacram" vom 5.3.1967, Nr. 17: AAS 59 (1967), S. 305. 31 Vgl. II. Vatikanisches Konzil, Liturgiekonstitution Art. 33. 32 Vgl. II. Vatikanisches Konzil, Liturgiekonstitution Art. 7. 33 Vgl. ebd. Art. 51. 34 Vgl. Ritenkongregation, Instruktion "Inter cumenici" vom 26.9.1964, Nr. 50: AAS 56 (1964), S. 889. 35 Vgl. II. Vatikanisches Konzil, Liturgiekonstitution Art. 52. 36 Vgl. Ritenkongregation, Instruktion "Inter cumenici" vom 26.9.1964, Nr. 54: AAS 56 (1964), S. 890. 37 Vgl. ebd. Nr. 53: AAS 56 (1964), S. 890. 38 Vgl. II. Vatikanisches Konzil, Liturgiekonstitution Art. 53. 39 Vgl. Ritenkongregation, Instruktion "Inter cumenici" vom 26.9.1964, Nr. 56: AAS 56 (1964), S. 890. 40 Vgl. II. Vatikanisches Konzil, Liturgiekonstitution Art. 47; Ritenkongregation "Instruktion "Eucharisticum mysterium" vom 25.5.1967, Nr. 3a, b: AAS 59 (1967), S. 540-541. 41 Vgl. Ritenkongregation, Instruktion "Inter cumenici" vom 26.9.1964, Nr. 91: AAS 56 (1964), S. 898; Instruktion "Eucharisticum mysterium" vom 25.5.1967, Nr. 24: AAS 59 (1967), S. 554. 42 Vgl. II. Vatikanisches Konzil, Liturgiekonstitution Art. 48; Dekret �ber Leben und Dienst der Priester Art. 5; Ritenkongregation, Instruktion "Eucharisticum mysterium" vom 25.5.1967, Nr. 12: AAS 59 (1967), S. 549, 559. 43 Vgl. Ritenkongregation, Instruktion "Eucharisticum mysterium" vom 25.5.1967, Nr. 12, 33a: AAS 59 (1967), S. 549, 559. 44 Vgl. Ritenkongregation, Instruktion "Eucharisticum mysterium" vom 25.5.1967, Nr. 31, 32: AAS 59 (1967), S. 558-559; zum zweimaligen Kommunionempfang am gleichen Tag vgl. CIC, can. 917. 45 Vgl. II. Vatikanisches Konzil, Liturgiekonstitution Art. 14, 26. 46 Vgl. ebd. Art. 28 47 Vgl. II. Vatikanisches Konzil, Dogmatische Konstitution �ber die Kirche Art. 26, 28; Liturgiekonstitution Art. 42. 48 Vgl. II. Vatikanisches Konzil, Liturgiekonstitution Art. 26. 49 Vgl. II. Vatikanisches Konzil, Dekret �ber Leben und Dienst der Priester Art. 2; Dogmatische Konstitution �ber die Kirche Art. 28. 50 Vgl. II. Vatikanisches Konzil, Liturgiekonstitution Art. 48; Ritenkongregation, Instruktion "Eucharisticum mysterium" vom 25.5.1967, Nr. 12: AAS 59 (1967), S. 548-549. 51 Vgl. Ritenkongregation, Instruktion "Musicam sacram" vom 5.3.1967, Nr. 19: AAS 59 (1967), S. 306. 52 Vgl. ebd. Nr. 21: AAS 59 (1967), S. 306-307. 53 Vgl. II. Vatikanisches Konzil, Liturgiekonstitution Art. 24. 54 Vgl. Sakramentenkongregation, Instruktion "Immensae caritatis" vom 29.1.1973, Nr. 1: AAS 65 (1973), S. 265-266. 55 Vgl. Ritenkongregation, Instruktion "Liturgicae instaurationes" vom 5.9.1970, Nr. 7: AAS 62 (1970), S. 700-701. 56 Vgl. II. Vatikanisches Konzil, Liturgiekonstitution Art. 41 57 Vgl. ebd. Art. 42; Ritenkongregation, Instruktion "Eucharisticum mysterium" vom 25.5.1967, Nr. 26: AAS 59 (1967), S. 555; II. Vatikanisches Konzil, Dogmatische Konstitution �ber die Kirche Art. 28; Dekret �ber Leben und Dienst der Priester Art. 5. 58 Vgl. Ritenkongregation, Instruktion "Eucharisticum mysterium" vom 25.5.1967, Nr. 47: AAS 59 (1967), S. 565; Gottesdienstkongregation, Declaratio de concelebratione vom 7.8.1972: AAS 64 (1972), S. 561-563. 59 Vgl. Ritenkongregation, Instruktion "Eucharisticum mysterium" vom 25.5.1967, Nr. 26: AAS 59 (1967), S. 555; Instruktion "Musicam sacram" vom 5.3.1967, Nr. 16, 27: AAS 59 (1967), S. 305, 308. 60 Vgl. Gottesdienstkongregation, Dekret vom 9.10.1972: AAS 64 (1972), S. 692-694. 61 Vgl. Paulus VI., Litt. Apost. "Ministeria quaedam" vom 15.8.1972, Nr. VI: AAS 64 (1972), S. 532. 62 Vgl. II. Vatikanisches Konzil, Liturgiekonstitution Art. 57; CIC can. 902. Anmerkung der Redaktion: Au�er den in Nr. 153 genannten F�llen empfiehlt das Caeremoniale Episcoporum. Editio typica 1984 die Konzelebration in folgenden F�llen (S. 315 f.): - wenn der Bischof der Eucharistiefeier vorsteht, vor allem bei Stationsfeiern; - am Aschermittwoch; - bei Stationsfeiern in der Fastenzeit; - am Palmsonntag; - in der Osternacht; - an Fronleichnam; - an Allerheiligen; - bei der Messfeier anl�sslich von Feiern der Eingliederung; - bei der Firmung; - bei der Messe, in der mehreren Kranken gemeinsam die Krankensalbung gespendet wird; - bei der Messfeier anl�sslich einer �btissinnenweihe; - bei der Messfeier anl�sslich der Jungfrauenweihe; - bei der Messfeier anl�sslich der Feier der ewigen Profess; - bei der Begr�bnismesse (vor allem f�r einen Bischof); - bei der Kirchweihe und Altarweihe; - beim Empfang eines neuen Bischofs in seiner Kathedrale; - beim Pastoralbesuch; - bei der Einf�hrung eines neuen Pfarrers. 63 Vgl. Ritenkongregation, Instruktion "Eucharisticum mysterium" vom 25.5.1967, Nr. 47: AAS 59 (1967), S. 566. 64 Vgl. Ritus servandus bei der Konzelebration, Nr. 3 65 Vgl. ebd. Nr. 8 66 Vgl. Ritenkongregation, Dekret "Ecclesia sempter" vom 7.3.1965, AAS 57 (1965), S. 410-412; Instruktion "Eucharisticum mysterium" vom 25.5.1967, Nr. 47: AAS 59 (1967), S. 565. 67 Vgl. Ritus servandus bei der Konzelebration, Nr. 9; Gottesdienstkongregation, Declaratio de concelebratione vom 7.8.1972: AAS 64 (1972), S. 561-563. 68 Vgl. Ritenkongregation, Instruktion "Eucharisticum mysterium" vom 25.5.1967, Nr. 32: AAS 59 (1967), S. 558. 69 Vgl. Konzil von Trient, 21. Sitzung, Dekret �ber die eucharistische Kommunion, Kap. 1-3: DS 1725-1729. 70 Vgl. ebd. Kap. 2: DS 1728 71 Vgl. Gottesdienstkongregation, Instruktion "Sacramentali Communione" vom 29.6.1970: AAS 62 (1970), S. 664-667. Anmerkung der Redaktion: Au�er den in Nr. 242 genannten Personen z�hlt das Caeremoniale Episcoporum. Editio typica 1984 folgende weitere auf (S. 315): - Priester bei der Missa Chrismatis, wenn sie nicht konzelebrieren; - Mitglieder von Konzilien und Synoden, wenn sie nicht konzelebrieren; - Eltern und Verwandte eines Diakons, Priesters oder Bischofs in dessen Ordinationsmesse; - Neugetaufte in der Messe mit dem Bischof in der Zeit der Ein�bung und Vertiefung (Mystagogie) oder am Jahrestag der Taufe; - Eltern, Paten und Verwandte in der Taufmesse ihres Kindes; - Gefirmte mit ihren Paten, Eltern, Verwandten und Katecheten in der Firmmesse; - Brautleute mit ihren Eltern, Zeugen und Verwandten in der Brautmesse; - Kranke und Anwesende in der Messe, in der mehreren Kranken gemeinsam die Krankensalbung gespendet wird; - in der Messe bei der Abts- oder �btissinnenweihe Eltern, Verwandte und Angeh�rige des Klosters; - Jungfrauen mit ihren Gef�hrtinnen, Eltern und Verwandten in der Messe bei der Jungfrauenweihe; - Lektoren und Akolythen mit ihren Eltern und Verwandten in der Messe der Beauftragung. Die Deutsche Bischofskonferenz hat in ihren Ausf�hrungsbestimmungen zur r�mischen Instruktion vom 29.6.1970 �ber die Kommunion unter beiden Gestalten au�erdem die Kelchkommunion gestattet: - bei Messfeiern kleiner Gemeinschaften, wenn die volle Zeichenhaftigkeit des Mahls f�r das christliche Leben der Teilnehmer besonderen Wert hat; - bei Messfeiern an hervorgehobenen Festtagen, wenn die Zahl der Teilnehmer nicht zu gro� ist. Im Einzelfall steht das Urteil dem zelebrierenden Priester, in Pfarrkirchen dem Pfarrer zu. 71a Anmerkung der Redaktion dieses Heftes: Vgl. dazu auch: Die Weihe der Kirche und des Altares. Pontifikale IV. Hrsg. von den Liturgischen Instituten Salzburg, Trier, Z�rich 1994. Darin: Die Weihe der Kirche - Einf�hrung, Nr. 1-4; Die Weihe des Altares - Einf�hrung, Nr. 1-11. 72 Vgl. II. Vatikanisches Konzil, Liturgiekonstitution Art. 122-124; Dekret �ber Leben und Dienst der Priester Art. 5; Ritenkongregation, Instruktion "Inter cumenici" vom 26.9.1964, Nr. 90: AAS 56 (1964), S. 897; Instruktion "Eucharisticum mysterium" vom 25.5.1967, Nr. 24: AAS 59 (1967), S. 554. 73 Vgl. II. Vatikanisches Konzil, Liturgiekonstitution Art. 123. 74 Vgl. Ritenkongregation, Instruktion "Eucharisticum mysterium" vom 25.5.1967, Nr. 24: AAS 59 (1967), S. 554. 75 Vgl. II. Vatikanisches Konzil, Liturgiekonstitution Art. 123, 129; Ritenkongregation, Instruktion "Inter cumenici" vom 26.9.1964, Nr. 13c: AAS 56 (1964), S. 880. 76 Vgl. II. Vatikanisches Konzil, Liturgiekonstitution Art. 123. 77 Vgl. ebd. Art. 126. 78 Vgl. Ritenkongregation, Instruktion "Inter cumenici" vom 26.9.1964, Nr. 97-98: AAS 56 (1964), S. 899. 79 Vgl. ebd. Nr. 91: AAS 56 (1964), S. 898. 80 Vgl. Ritenkongregation, Instruktion "Eucharisticum mysterium" vom 25.5.1967, Nr. 24: AAS 59 (1967), S. 554. 81 Vgl. Ritenkongregation, Instruktion "Inter cumenici" vom 26.9.1964, Nr. 91: AAS 56 (1964), S. 898. 82 Vgl. ebd. Nr. 93: AAS 56 (1964), S. 898. 83 Vgl. Ritenkongregation, Instruktion "Inter cumenici" vom 26.9.1964, Nr. 92: AAS 56 (1964), S. 898. 84 Vgl. ebd. Nr. 96: AAS 56 (1964), S. 899. 85 Vgl. II. Vatikanisches Konzil, Liturgiekonstitution Art. 32; Ritenkongregation, Instruktion "Inter cumenici" vom 26.9.1964, Nr. 98: AAS 56 (1964), S. 899. 86 Vgl. Ritenkongregation, Instruktion "Musicam sacram" vom 5.3.1967, Nr. 23: AAS 59 (1967), S. 307. 87 Vgl. Ritenkongregation, Instruktion "Eucharisticum mysterium" vom 25.5.1967, Nr. 53: AAS 59 (1967), S. 568; Rituale Romanum, De sacra Communione et de cultu mysterii eucharistici extra Missam, ed. typ. 1973, Nr. 9. 88 Vgl. Ritenkongregation, Instruktion "Eucharisticum mysterium" vom 25.5.1967, Nr. 54: AAS 59 (1967), S. 568; Instruktion "Inter cumenici" vom 26.9.1964, Nr. 95: AAS 56 (1964), S. 898. 89 Ritenkongregation, Instruktion "Eucharisticum mysterium" vom 25.5.1967, Nr. 52: AAS 59 (1967), S. 568; Instruktion "Inter cumenici" vom 26.9.1964, Nr. 95: AAS 56 (1964), S. 898; Sakramentenkongregation, Instruktion "Nullo umquam tempore" vom 28.5.1938, Nr. 4: AAS 30 (1938, S. 199-200; Rituale Romanum, De sacra Communione et de culte mysterii eucharistici extra Missam, ed. typ. 1973, Nr. 10; CIC can 938. 90 Vgl. II. Vatikanisches Konzil, Liturgiekonstitution Art. 125. 91 Vgl. II. Vatikanisches Konzil, Liturgiekonstitution Art. 128; Ritenkongregation, Instruktion "Eucharisticum mysterium" vom 25.5.1967, Nr. 24: AAS 59 (1967), S. 854. 92 Vgl. II. Vatikanisches Konzil, Liturgiekonstitution Art. 128. 93 Vgl. II. Vatikanisches Konzil, Liturgiekonstitution Art. 128. 94 Vgl. II. Vatikanisches Konzil, Liturgiekonstitution Art. 51. 95 Vgl. II. Vatikanisches Konzil, Liturgiekonstitution Art. 61.

References: Art. 47
 Art. 3
 Art. 2
 Art. 7
 Art. 5
 Art. 2
 Art. 11
 Art. 33
 Art. 52
 Art. 55
 Art. 55
 Art. 41
 Art. 11
 Art. 2
 Art. 30
 Art. 10
 Art. 102
 Art. 5
 Art. 10
 Art. 14
 Art. 47
 Art. 14
 Art. 41
 Art. 13
 Art. 59
 Art. 37
 Art. 5
 Art. 33
 Art. 7
 Art. 56
 Art. 48
 Art. 21
 Art. 4
 Art. 7
 Art. 33
 Art. 26
 Art. 30
 Art. 54
 Art. 30
 Art. 39
 Art. 30
 Art. 33
 Art. 7
 Art. 51
 Art. 52
 Art. 53
 Art. 47
 Art. 48
 Art. 5
 Art. 14
 Art. 28
 Art. 26
 Art. 42
 Art. 26
 Art. 2
 Art. 28
 Art. 48
 Art. 24
 Art. 41
 Art. 42
 Art. 28
 Art. 5
 Art. 57
 Art. 122
 Art. 5
 Art. 123
 Art. 123
 Art. 123
 Art. 126
 Art. 32
 Art. 125
 Art. 128
 Art. 128
 Art. 128
 Art. 51
 Art. 61