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Timestamp: 2020-01-27 06:40:18+00:00

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BGH, 21.01.2010 - IX ZR 226/08 - dejure.org
https://dejure.org/2010,1214
BGH, 21.01.2010 - IX ZR 226/08 (https://dejure.org/2010,1214)
BGH, Entscheidung vom 21.01.2010 - IX ZR 226/08 (https://dejure.org/2010,1214)
BGH, Entscheidung vom 21. Januar 2010 - IX ZR 226/08 (https://dejure.org/2010,1214)
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§ 181 BGB, § 670 BGB, § 812 Abs 1 S 1 Alt 1 BGB, § 818 Abs 1 BGB, § 1629 Abs 2 BGB
Nichtigkeit des Darlehensvertrages bei Insolvenz des Schuldners
Anforderungen an eine Rückabwicklung eines nichtigen Darlehensvertrages in der Insolvenz des Darlehensnehmers; Voraussetzungen für einen bereicherungsrechtlichen Anspruch der Schuldnerin auf Bewilligung der Löschung der Grundschuld
Zur Rückabwicklung eines nichtigen Darlehensvertrags in der Insolvenz des Darlehensnehmers
Rückabwicklung eines nichtigen Darlehensvertrags in der Insolvenz des Darlehensnehmers
Zur Rückabwicklung eines nichtigen Darlehensvertrages in der Insolvenz des Darlehensnehmers
Rückabwicklung eines nichtigen Darlehensvertrags!
Rückabwicklung eines nichtigen Darlehensvertrages in der Insolvenz des Darlehensnehmers
LG Lüneburg, 22.06.2007 - 3 O 276/06
OLG Celle, 19.03.2008 - 7 U 123/07
NJW-RR 2010, 858
ZIP 2010, 529
NZI 2010, 257
FamRZ 2010, 546
WM 2010, 473
BB 2010, 581
DB 2010, 496
Ein solcher Treuhandvertrag bildete allerdings wegen der Mehrfachvertretung durch deren Eltern (…vgl. MünchKomm-BGB/Spickhoff, 7. Aufl., § 1795 Rn. 3) ein verbotenes In-sich-Geschäft (§ 1629 Abs. 2 Satz 1, § 1795 Abs. 2, § 181 BGB), das schwebend unwirksam war und nicht genehmigt wurde (vgl. BGH…, Urteil vom 9. Dezember 1993, aaO; vom 21. Januar 2010 - IX ZR 226/08, WM 2010, 473 Rn. 11).
Bei Fehlern im Deckungsverhältnis zwischen dem Anweisenden und dem Angewiesenen ist der Bereicherungsausgleich im Deckungsverhältnis vorzunehmen; weist dagegen das Valutaverhältnis zwischen dem Anweisenden und dem Überweisungsempfänger Fehler auf, ist der Ausgleich der Bereicherung in diesem Verhältnis abzuwickeln (BGH, Urteil vom 21. Januar 2010 - IX ZR 226/08, WM 2010, 473 Rn. 15).
Fehlt von vornherein eine wirksame Anweisung, so kommt es nicht zu einer Leistung des Anweisenden, weil ihm die Zahlung des Angewiesenen nicht zugerechnet werden kann (BGH, Urteil vom 21. Januar 2010 - IX ZR 226/08, WM 2010, 473 Rn. 15).
Vielmehr kann bei einem derartigen Sachverhalt die Bank einen Bereicherungsausgleich unmittelbar gegenüber dem Überweisungsempfänger geltend machen (BGH…, Urteil vom 21. Juni 2005, aaO;… vom 3. Februar 2004, aaO;… vom 15. November 2005, aaO;… vom 29. April 2008, aaO; vom 21. Januar 2010, aaO).
Ist die Anweisung rechtsverbindlich, erfolgt die Rückabwicklung im jeweiligen Leistungsverhältnis (BGH, Urteil vom 21. Januar 2010, aaO), mithin vorliegend zwischen der Masse und dem Beklagten.
Die Tilgungsbestimmung erfordert infolge ihrer verfügungsähnlichen Wirkung die uneingeschränkte Verfügungsbefugnis des Schuldners (vgl. BGH, Urteil vom 20. Juni 1990 - XII ZR 98/89, BGHZ 111, 382, 386;… vom 29. April 2008 - XI ZR 371/07, BGHZ 176, 234 Rn. 16; vom 21. Januar 2010 - IX ZR 226/08, WM 2010, 473 Rn. 15), die ihm nach Erlass eines Zustimmungsvorbehalts entzogen ist (…Bork, Zahlungsverkehr in der Insolvenz, 2002, Rn. 155, 176;… Staudinger/Lorenz, BGB, 2007, § 812 Rn. 51;… MünchKomm-BGB/Lieb, 4. Aufl., § 812 Rn. 98;… MünchKomm-BGB/Schwab, aaO, § 812 Rn. 102;… Remmerbach, aaO S. 49 f; vgl. Canaris, WM 1980, 354, 358).
Der Empfängerhorizont des Zahlungsempfängers kann die fehlende wirksame Tilgungs- und Zweckbestimmung nicht ersetzen (BGH, Urteil vom 20. März 2001 - XI ZR 157/00, BGHZ 147, 145, 151 mwN; vom 21. Januar 2010 - IX ZR 226/08, WM 2010, 473 Rn. 13;… vom 21. November 2013 - IX ZR 52/13, WM 2014, 21 Rn. 17).
Für eine solche Bevorzugung einzelner Gläubiger gibt es im Insolvenzrecht keine Rechtsgrundlage (vgl. BGH 21. Januar 2010 - IX ZR 226/08 - Rn. 17, MDR 2010, 591 für die Ausübung eines Zurückbehaltungsrechts) .

References: § 181
 § 670
 § 812
 § 818
 § 1629
 § 1795
 § 1795
 § 181
 § 812
 § 812
 § 812
 BGH