Source: https://www.geschaeftsbericht.telekom.com/site0218/anhang/bestaetigungsvermerk-des-unabhaengigen-abschlusspruefers/vermerk-ueber-die-pruefung-des-konzernabschlusses.html
Timestamp: 2019-04-22 13:12:22+00:00

Document:
Telekom Geschäftsbericht 2017 - Anhang - Vermerk über die Prüfung des Konzernabschlusses
An die Deutsche Telekom Aktiengesellschaft, Bonn
Wir haben den Konzernabschluss der Deutsche Telekom Aktiengesellschaft, Bonn, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) – bestehend aus der Konzern-Bilanz zum 31. Dezember 2017, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, der Konzern-Gesamtergebnisrechnung, der Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung und der Konzern-Kapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2017 sowie dem Konzern-Anhang, einschließlich einer Zusammenfassung bedeutsamer Rechnungslegungsmethoden – geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Deutsche Telekom Aktiengesellschaft, der mit dem Lagebericht der Gesellschaft zusammengefasst ist, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2017 geprüft. Die im Abschnitt „Sonstige Informationen“ unseres Bestätigungsvermerks genannten Bestandteile des Konzernlageberichts haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft.
Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-Abschlussprüferverordnung (Nr. 537/2014; im Folgenden „EU-APrVO“) unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Die Prüfung des Konzernabschlusses haben wir unter ergänzender Beachtung der International Standards on Auditing (ISA) durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften, Grundsätzen und Standards ist im Abschnitt „Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts“ unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den europarechtlichen sowie den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Darüber hinaus erklären wir gemäß Artikel 10 Abs. 2 Buchst. f) EU-APrVO, dass wir keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen nach Artikel 5 Abs. 1 EU-APrVO erbracht haben. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen.
Aus unserer Sicht waren folgende Sachverhalte am bedeutsamsen in unserer Prüfung:
1 | Werthaltigkeit der Geschäfts- oder Firmenwerte
2 | Angemessenheit des Ausweises der Umsatzerlöse und der Angaben zu den erwarteten Auswirkungen der Erstanwendung von IFRS 15
3 | Wertaufholung des Buchwerts wertgeminderter immaterieller Vermögenswerte der zahlungsmittelgenerierenden Einheit „USA“
4 | Abbildung des Rechtsstreits Toll Collect
1 | Sachverhalt und Problemstellung
2 | Prüferisches Vorgehen und Erkenntnisse
3 | Verweis auf weitergehende Informationen
1 | In dem Konzernabschluss der Deutsche Telekom Aktiengesellschaft werden unter dem Bilanzposten „Immaterielle Vermögenswerte“ Geschäfts- oder Firmenwerte mit einem Betrag von € 12,3 Mrd. (8,7 % der Konzernbilanzsumme) ausgewiesen. Die Geschäfts- oder Firmenwerte werden einmal im Geschäftsjahr oder anlassbezogen von der Gesellschaft einem Werthaltigkeitstest (Impairment Test) unterzogen. Im Rahmen des Impairment Tests wird der Buchwert der jeweiligen zahlungsmittelgenerierenden Einheit bzw. der Gruppe von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten (nachfolgend zusammengefasst „Einheit“ oder „Einheiten“), inklusive des jeweils zugeordneten Geschäfts- oder Firmenwerts, dem entsprechenden erzielbaren Betrag gegenübergestellt. Grundlage dieser Bewertungen ist dabei regelmäßig der Barwert künftiger Zahlungsströme der Einheit, der der jeweilige Geschäfts- oder Firmenwert zuzuordnen ist. Die Feststellung der Werthaltigkeit der Einheit „USA“ erfolgt auf Basis der Börsennotierung der T-Mobile US, Inc. Den übrigen Bewertungen liegen die Planungsrechnungen der einzelnen Einheiten zugrunde, die auf den von den gesetzlichen Vertretern genehmigten Finanzplänen beruhen. Die Abzinsung erfolgt mittels der gewichteten durchschnittlichen Kapitalkosten der jeweiligen Einheit. Als Ergebnis der Impairment Tests für die Einheiten „Market Unit“ (Systemgeschäft), „Polen“, „Rumänien“ und „Albanien“ kam es im Geschäftsjahr 2017 zu Wertminderungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte von insgesamt € 2,1 Mrd.
Das Ergebnis der Bewertungen ist insbesondere von der Einschätzung der künftigen Zahlungsmittelzuflüsse durch die gesetzlichen Vertreter sowie des verwendeten Diskontierungszinssatzes abhängig. Die Bewertungen sind daher mit Unsicherheiten behaftet. Vor diesem Hintergrund und aufgrund der Komplexität der Bewertung war dieser Sachverhalt im Rahmen unserer Prüfung von besonderer Bedeutung.
2 | Wir haben beurteilt, ob die den Bewertungen zugrundeliegenden künftigen Zahlungsmittelzuflüsse und die verwendeten Diskontierungszinssätze insgesamt eine sachgerechte Grundlage für die Impairment Tests der einzelnen Einheiten bilden. Bei unserer Einschätzung haben wir uns unter anderem auf einen Abgleich mit allgemeinen und branchenspezifischen Markterwartungen sowie umfangreiche Erläuterungen des Managements zu den wesentlichen Werttreibern der Planungen gestützt. Dabei haben wir auch die sachgerechte Berücksichtigung von Kosten für Konzernfunktionen bei den Impairment Tests der jeweiligen Einheiten beurteilt. Mit der Kenntnis, dass bereits relativ kleine Veränderungen des verwendeten Diskontierungszinssatzes teilweise wesentliche Wertauswirkungen haben können, haben wir auch die bei der Bestimmung des verwendeten Diskontierungszinssatzes herangezogenen Parameter gewürdigt und das Berechnungsschema nachvollzogen. Ferner haben wir ergänzend eigene Sensitivitätsanalysen für die Einheiten mit geringer Überdeckung (Buchwert im Vergleich zum Barwert) durchgeführt, um ein mögliches Wertminderungsrisiko bei einer für möglich gehaltenen Änderung einer wesentlichen Annahme der Bewertung einschätzen zu können. Die von den gesetzlichen Vertretern angewandten Bewertungspa-rameter und -annahmen sind aus unserer Sicht zur Überprüfung der Werthaltigkeit sachgerecht abgeleitet worden.
3 | Die Angaben der Gesellschaft zum Werthaltigkeitstest der Geschäfts- oder Firmenwerte sind in den Erläuterungen der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden im Abschnitt „Ansatz und Bewertung“ des Kapitels „Grundlagen und Methoden“ sowie in Abschnitt „5 – Immaterielle Vermögenswerte“ des Konzern-Anhangs enthalten.
1 | In dem Konzernabschluss der Deutsche Telekom Aktiengesellschaft werden in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung Umsatzerlöse von € 74,9 Mrd. ausgewiesen. Dieser betragsmäßig bedeutsame Posten unterliegt angesichts der Komplexität der für die zutreffende Erfassung und Abgrenzung erforderlichen Systeme und dem Einfluss fortwährender Änderungen der Geschäfts-, Preis- und Tarifmodelle (u. a. Tarifstrukturen, Kundenrabatte, Incentives) einem besonderen inhärenten Risiko. Vor diesem Hintergrund ist die zutreffende Anwendung der Rechnungslegungsstandards als komplex zu betrachten und basiert in Teilen auf Einschätzungen und Annahmen der gesetzlichen Vertreter.
Darüber hinaus ergeben sich wesentliche Auswirkungen aus der Erstanwendung des neuen Standards zur Umsatzrealisierung, „International Financial Reporting Standard 15 – Erlöse aus Verträgen mit Kunden“ (IFRS 15) ab dem Geschäftsjahr 2018, die bereits im Konzern-Anhang für das Geschäftsjahr 2017 darzustellen sind. Die Deutsche Telekom Aktiengesellschaft wird das Wahlrecht zur vereinfachten Erstanwendung ausüben und den kumulierten Effekt aus der Umstellung im Einklang mit den Übergangsvorschriften zum 1. Januar 2018 erfolgsneutral im Eigenkapital erfassen. Somit erwartet sie vor allem aus dem erstmaligen Ansatz von vertraglichen Vermögenswerten und Kosten der Vertragserlangung zum 1. Januar 2018 einen eigenkapitalerhöhenden Effekt in den Gewinnrücklagen (vor Berücksichtigung latenter Steuern) von € 2,2 Mrd. bis € 2,6 Mrd. Des Weiteren antizipiert sie aus der Implementierung von IFRS 15 eine Verringerung des Anteils der Umsätze aus der Erbringung von Dienstleistungen bzw. eine Erhöhung der Umsätze aus dem Verkauf von Gütern und Handelswaren an den Gesamtumsätzen von rund 2 Prozentpunkten. Angesichts der erwarteten wesentlichen Auswirkungen und der Komplexität der konzernweiten Einführung des neuen Standards war die Darstellung der erwarteten Auswirkungen für unsere Prüfung von besonderer Bedeutung.
2 | Unter Berücksichtigung der Kenntnis, dass aufgrund der Komplexität und der vorzunehmenden Einschätzungen und Annahmen ein erhöhtes Risiko falscher Angaben in der Rechnungslegung besteht, haben wir die vom Konzern eingerichteten Prozesse und Kontrollen zur Erfassung von Umsatzerlösen im Rahmen unserer Prüfung beurteilt. Außerdem haben wir durch entsprechende Anweisungen an die Teilbereichsprüfer konzernweit konsistente Prüfungshandlungen sichergestellt, um dem diesem Prüffeld inhärenten Risiko zu begegnen. Unser Prüfungsvorgehen beinhaltete die Prüfung von Kontrollen und substanzielle Prüfungshandlungen, unter anderem:
Beurteilung des Umfelds der IT-Systeme zur Fakturierung und Bewertung sowie anderer relevanter Systeme zur Unterstützung des Ausweises der Umsatzerlöse, einschließlich der implementierten Kontrollen von Systemänderungen.
Beurteilung der Fakturierungs- und Bewertungssysteme bis hin zur Erfassung im Hauptbuch.
Prüfung von Kundenrechnungen und Zahlungseingängen in Stichproben.
Darüber hinaus haben wir die bilanziellen Konsequenzen neuer Geschäfts- und Preismodelle gewürdigt. Wir konnten uns davon überzeugen, dass die eingerichteten Systeme und Prozesse sowie die eingerichteten Kontrollen angemessen sind und dass die von den gesetzlichen Vertretern vorgenommenen Einschätzungen und getroffenen Annahmen hinreichend dokumentiert und begründet sind, um den sachgerechten Ausweis der Umsatzerlöse zu gewährleisten.
Hinsichtlich der erwarteten Auswirkungen aus der Erstanwendung von IFRS 15 ab dem Geschäftsjahr 2018 haben wir die im Rahmen des konzernweiten Projekts zur Implementierung des neuen Standards ermittelten Auswirkungen gewürdigt. Durch entsprechende Anweisungen an die Teilbereichsprüfer haben wir konzernweit konsistente Prüfungshandlungen sichergestellt, um der Komplexität der Implementierung des neuen Standards Rechnung zu tragen. Unser Prüfungsvorgehen beinhaltete unter anderem:
Würdigung der Betroffenheitsanalyse und der getroffenen Bilanzierungseinschätzungen für die verschiedenen Geschäftsmodelle der Konzerngesellschaften.
Beurteilung der Ausgestaltung der eingerichteten Prozesse zur Abbildung der Transaktionen im Einklang mit dem neuen Standard sowie der IT-Systeme zur Unterstützung der Umsetzung der neuen Vorgaben.
Beurteilung der Angemessenheit des Verfahrens zur Ermittlung der erwarteten Auswirkungen aus der erstmaligen Anwendung des IFRS 15.
Wir konnten uns davon überzeugen, dass die von den gesetzlichen Vertretern eingerichteten Systeme und Prozesse sowie die vorgenommenen Einschätzungen und getroffenen Annahmen hinreichend dokumentiert und begründet sind, um eine sachgerechte Darstellung der erwarteten Auswirkungen aus der Erstanwendung zu gewährleisten.
3 | Die Angaben der Gesellschaft zu den Besonderheiten des Ausweises der Umsatzerlöse im Konzernabschluss der Deutsche Telekom Aktiengesellschaft sind in den Erläuterungen der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden in den Abschnitten „Ansatz und Bewertung“ und „Ermessensentscheidungen und Schätzungsunsicherheiten“ des Kapitels „Grundlagen und Methoden“ des Konzern-Anhangs enthalten. Die erwarteten Auswirkungen aus der Erstanwendung von IFRS 15 werden im Abschnitt „Veröffentlichte, aber noch nicht anzuwendende Standards, Interpretationen und Änderungen“ im Kapitel „Grundlagen und Methoden“ des Konzern-Anhangs dargestellt.
3 | Wertaufholung des Buchwerts wertgeminderter immaterieller Vemögenswerte der zahlungsmittelgenerierenden Einheit „USA“
1 | In dem Konzernabschluss der Deutsche Telekom Aktiengesellschaft werden unter dem Bilanzposten „Immaterielle Vermögenswerte“ Mobilfunklizenzen der Federal Communications Commission in den USA („FCC-Lizenzen“) von € 34,3 Mrd. (24,3 % der Konzernbilanzsumme) ausgewiesen. Im Rahmen eines anlassbezogenen Impairment Tests der zahlungsmittelgenerierenden Einheit „USA“ zum 30. September 2012 waren insbesondere bestimmte FCC-Lizenzen wertgemindert worden. Für diese wertgeminderten FCC-Lizenzen war seither regelmäßig zu überprüfen, ob die Gründe für die Wertminderung – zumindest teilweise – entfallen sind. Hierbei waren die Wertaufholungsgrenzen gemäß IAS 36 zu beachten, wonach der Buchwert eines Vermögenswertes bei der Zuordnung einer Wertaufholung nicht über den niedrigeren Wert aus (a) seinem erzielbaren Betrag und (b) dem Buchwert, der bestimmt worden wäre, wenn in früheren Perioden kein Wertminderungsaufwand für den Vermögenswert erfasst worden wäre, erhöht werden konnte. Der beizulegende Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten der zahlungsmittelgenerierenden Einheit „USA“ hat sich seit 2012 durch einen Anstieg des Aktienkurses der T-Mobile US, Inc. erhöht. Der erzielbare Betrag der oben genannten FCC-Lizenzen lag in den vorangegangenen Geschäftsjahren unter dem bereits wertgeminderten Buchwert, so dass die Wertaufholungsgrenzen zu beachten waren. Aus den im dritten Quartal 2017 verfügbaren Ergebnissen der 600 MHz-Auktion der Federal Communications Commission ergaben sich im Geschäftsjahr 2017 Anzeichen für eine Wertaufholung der FCC-Lizenzen.
Infolgedessen wurde eine Neubewertung des Lizenzportfolios auf Basis des Discounted Cashflow-Verfahrens durchgeführt. Anschließend erfolgte eine Allokation des Gesamtwertes auf die seinerzeit wertgeminderten FCC-Lizenzen. Aus dieser Bewertung ergab sich ein beizulegender Zeitwert der auf Wertaufholung zu untersuchenden FCC-Lizenzen von USD 16,1 Mrd. Der Buchwert betrug zuletzt USD 14,1 Mrd., so dass eine teilweise Wertaufholung des Buchwertes der FCC-Lizenzen von USD 2,0 Mrd. (€ 1,7 Mrd.) in den sonstigen betrieblichen Erträgen erfasst wurde.
Aufgrund der wesentlichen Ergebnisauswirkungen und der mit der Beurteilung der Wertaufholung getroffenen Ermessensentscheidung der gesetzlichen Vertreter war dieser Sachverhalt von besonderer Bedeutung für unsere Prüfung.
2 | Im Rahmen unserer Prüfung haben wir unter anderem beurteilt, ob die der Bewertung zugrundeliegenden künftigen Zahlungsmittelzuflüsse und der verwendete Diskontierungszinssatz insgesamt eine sachgerechte Grundlage für die Bewertung des Lizenzportfolios der T-Mobile US, Inc. bilden. Bei unserer Einschätzung haben wir uns unter anderem auf einen Abgleich mit allgemeinen und branchenspezifischen Markterwartungen sowie umfangreiche Erläuterungen des Managements zu den wesentlichen Werttreibern der Planung gestützt. Mit der Kenntnis, dass bereits relativ kleine Veränderungen des verwendeten Diskontierungszinssatzes teilweise wesentliche Wertauswirkungen haben können, haben wir auch die bei der Bestimmung des verwendeten Diskontierungszinssatzes herangezogenen Parameter gewürdigt und das Berechnungsschema nachvollzogen. Ferner haben wir die Plausibilität der Allokation des Gesamtwertes auf die seinerzeit wertgeminderten FCC-Lizenzen gewürdigt und das Berechnungsmodell nachvollzogen. Aus unserer Sicht ist die von den gesetzlichen Vertretern angewandte Bewertungs- und Allokationsmethode sachgerecht und sind die einfließenden Bewertungsparameter und -annahmen schlüssig abgeleitet worden.
3 | Die Angaben der Gesellschaft zur teilweisen Wertaufholung der FCC- Lizenzen sind im Abschnitt „5 – Immaterielle Vermögenswerte“ und im Abschnitt „17 – Sonstige betriebliche Erträge“ des Konzern-Anhangs enthalten.
1 | Der Konzern Deutsche Telekom Aktiengesellschaft ist Partei in gerichtlichen und außergerichtlichen Verfahren mit Behörden, Wettbewerbern sowie anderen Beteiligten. Die Einschätzung, ob und ggf. in welcher Höhe die Passivierung einer Rückstellung zur Abdeckung des Risikos erforderlich ist, ist dabei in hohem Maße durch Unsicherheiten geprägt. Das folgende von der Bundesrepublik Deutschland u. a. gegen die Deutsche Telekom Aktiengesellschaft geführte Verfahren war vor allem aufgrund der Höhe der geltend gemachten Forderungen von besonderer Bedeutung für unsere Prüfung.
Die Bundesrepublik Deutschland hat im Jahr 2004 im Zusammenhang mit dem Aufbau und dem Betrieb eines Mautsystems ein Schiedsverfahren eingeleitet. Dieses richtet sich unter anderem gegen die Deutsche Telekom Aktiengesellschaft sowie deren Beteiligung Toll Collect GbR („Rechtsstreit Toll Collect“). Darin werden Ansprüche auf Schadensersatz wegen entgangener Mauteinnahmen und Vertrags- strafen aufgrund Vertragsverletzungen geltend gemacht. Die Deutsche Telekom Aktiengesellschaft hat im Konzernabschluss eine Risikovorsorge für den Rechtsstreit unter den sonstigen Rückstellungen erfasst.
2 | Im Rahmen unserer Prüfung haben wir unter anderem den vom Konzern Deutsche Telekom Aktiengesellschaft eingerichteten Prozess, der die Erfassung, die Risikoeinschätzung sowie die bilanzielle Darstellung eines Rechtsstreits regelt, beurteilt. Diese Beurteilung umfasste auch die inhaltliche Auseinandersetzung mit den wesentlichen Rechtsrisiken einschließlich des bestehenden Rechtsstreits Toll Collect. Unsere Beurteilung berücksichtigte die im Rahmen unserer regelmäßigen Gespräche mit der Rechtsabteilung der Deutsche Telekom Aktiengesellschaft erlangten Erkenntnisse sowie die uns schriftlich zur Verfügung gestellten Einschätzungen des jeweiligen Verfahrensausgangs. Zum Rechtsstreit Toll Collect wurde darüber hinaus eine externe Rechtsanwaltsbestätigung zum Bilanzstichtag eingeholt, die die von der Deutsche Telekom Aktiengesellschaft getroffene Risikoeinschätzung stützt. Wir haben die Darstellung des Rechtsstreits und die damit einhergehende Risikovorsorge im Konzernabschluss gewürdigt und halten sie für angemessen.
3 | Der genannte Rechtsstreit wird im Konzern-Anhang im Kapitel „Erläuterungen zur Konzern-Bilanz“ im Abschnitt „13 – Sonstige Rückstellungen“ sowie im Kapitel „Sonstige Angaben“ im Abschnitt „32 – Eventualverbindlichkeiten und -forderungen“ erläutert.
die im Abschnitt „Sonstige Angaben – Erklärung zur Unternehmensführung gemäß §§ 289f, 315d HGB“ des Konzernlageberichts enthaltene Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f HGB und § 315d HGB
die im Abschnitt „Corporate Responsibility und nichtfinanzielle Erklärung“ des Konzernlageberichts enthaltene nichtfinanzielle Erklärung nach § 289b Abs. 1 HGB und § 315b Abs. 1 HGB
Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-APrVO unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung sowie unter ergänzender Beachtung der ISA durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.
Sonstige gesetzliche und andere...

References: § 317
 § 289
 § 315
 § 289
 § 315
 § 317