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Timestamp: 2020-07-13 03:09:18+00:00

Document:
Bundesbeschluss über Finanzhilfen zur Erhaltung und Pflege naturnaher Kulturlandschaften1
vom 3. Mai 1991
gestützt auf Artikel 78 Absatz 3 der Bundesverfassung2,3 nach Prüfung einer parlamentarischen Initiative vom 26. November 19904, nach Einsicht in die Stellungnahme des Bundesrates vom 4. März 19915,
1 Der Bund gewährt im Rahmen der verfügbaren Mittel Finanzhilfen für Massnahmen zur Erhaltung und Pflege naturnaher Kulturlandschaften.1
2 Er errichtet zur Finanzierung dieser Finanzhilfe einen besonderen Fonds.
1 Fassung gemäss Ziff. I des BG vom 18. Juni 2010, in Kraft seit 1. Aug. 2011 (AS 2010 4999; BBl 2009 7583 7597).
Art. 2 Gegenstand der Finanzhilfe
Die Finanzhilfen sollen insbesondere dazu dienen:
naturnahe Kulturlandschaften zu schützen, zu pflegen, zu unterhalten oder wiederherzustellen;
traditionelle und standortgerechte Nutzungs- und Bewirtschaftungsformen zu sichern und zu fördern;
Gebäude, historische Wege und andere Elemente der Natur- und Kulturlandschaft zu schützen, zu pflegen, zu unterhalten, zu erneuern oder wiederherzustellen;
über die Notwendigkeit der Erhaltung und Pflege dieser Landschaften zu informieren.
Art. 3 Empfänger der Finanzhilfe
Als Empfänger der Finanzhilfe fallen in Betracht:
Kantone, Gemeinden, andere öffentlich-rechtliche Körperschaften sowie selbständige Anstalten des öffentlichen Rechts;
natürliche und juristische Personen des privaten Rechts.
Art. 4 Umfang der Finanzhilfe
Die Finanzhilfe beträgt, je nach Bedeutung der Massnahme, bis zu 80 Prozent, ausnahmsweise bis zu 100 Prozent der anrechenbaren Kosten.
Art. 5 Gewährung der Finanzhilfe
1 Die Finanzhilfe wird auf begründetes Gesuch hin gewährt.
2 Sind die anrechenbaren Kosten im Zeitpunkt der Verfügung erst teilweise bekannt, wird die Finanzhilfe nach Artikel 17 Absatz 1 des Bundesgesetzes vom 5. Oktober 19901 über Finanzhilfen und Abgeltungen vorerst nur dem Grundsatz nach zugesichert.
1 Aufgehoben durch Ziff. I des BG vom 8. Okt. 1999 (AS 2000 935; BBl 1999 949 970).
Art. 7 Verhältnis zu anderen Finanzhilfen
Finanzhilfe nach diesem Beschluss kann zusätzlich zu anderen Finanzhilfen oder zu Abgeltungen gewährt werden, sofern die betreffenden Erlasse dies nicht ausschliessen.
1 Aufgehoben durch Ziff. II 22 des BG vom 20. März 2008 zur formellen Bereinigung des Bundesrechts, mit Wirkung seit 1. Aug. 2008 (AS 2008 3437; BBl 2007 6121).
Art. 9 Kommission
1 Über die Gewährung, Ablehnung und Rückforderung der Finanzhilfe entscheidet eine vom Bundesrat gewählte Kommission von 9 bis 13 Mitgliedern. Darin sind der Bund, die Kantone und Vereinigungen des Natur—, Heimat- und Landschaftsschutzes angemessen vertreten.
2 Der Bundesrat bestimmt den Präsidenten der Kommission. Im übrigen konstituiert sie sich selber, bestellt das Sekretariat und erlässt ein Organisationsreglement; dieses bedarf der Genehmigung des Eidgenössischen Departements für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation1.
1 Zur Sicherstellung der Finanzhilfen wird ein rechtlich unselbständiger Fonds errichtet. Die Eidgenössischen Räte beschliessen mit einfachem Bundesbeschluss die Äufnung des Fonds.
2 Der Fonds kann zusätzlich durch Zuwendungen Dritter gespiesen werden.
3 Der Fonds wird durch die Kommission verwaltet.
4 Verbleibt nach Ablauf der Geltungsdauer dieses Beschlusses ein Restbetrag, wird er für Finanzhilfen und Abgeltungen im Sinne der Zweckbestimmung nach Artikel 1 verwendet.
2 Er tritt rückwirkend auf den 1. August 1991 in Kraft und gilt bis zum 31. Juli 2001.
3 Die Geltungsdauer dieses Beschlusses wird bis zum 31. Juli 2011 verlängert.1
4 Die Geltungsdauer dieses Beschlusses wird bis zum 31. Juli 2021 verlängert.2
1 Eingefügt durch Ziff. I des BG vom 8. Okt. 1999, in Kraft seit 1. Aug. 2001 (AS 2000 935; BBl 1999 949 970).
2 Eingefügt durch Ziff. I des BG vom 18. Juni 2010, in Kraft seit 1. Aug. 2011 (AS 2010 4999; BBl 2009 7583 7597).
AS 1991 1974
1 Fassung gemäss Ziff. I des BG vom 8. Okt. 1999, in Kraft seit 1. Aug. 2001 (AS 2000 935; BBl 1999 949 970).2 SR 1013 Fassung gemäss Ziff. I des BG vom 18. Juni 2010, in Kraft seit 1. Aug. 2011 (AS 2010 4999; BBl 2009 7583 7597).4 BBl 1991 I 9355 BBl 1991 I 1474
visto l’articolo 78 capoverso 3 della Costituzione federale1;2 esaminata l’iniziativa parlamentare del 26 novembre 19903; visto il parere del Consiglio federale del 4 marzo 19914,
L’aiuto finanziario è accordato per l’esecuzione di provvedimenti destinati segnatamente a:
I beneficiari dell’aiuto finanziario possono essere:
L’aiuto finanziario ammonta, a seconda dell’importanza del provvedimento, fino all’80 per cento e eccezionalmente al 100 per cento dei costi computabili.
1 L’aiuto finanziario è concesso su domanda motivata.
2 Se i costi computabili sono noti soltanto parzialmente al momento della decisione, l’aiuto finanziario è dapprima assegnato in linea di massima, secondo l’articolo 17 capoverso 1 della legge del 5 ottobre 19901 sui sussidi.
1 Abrogato dal n. I della LF dell’8 ott. 1999 (RU 2000 935; FF 1999 818 837).
L’aiuto finanziario previsto dal presente decreto può essere concesso in complemento di altri sussidi o indennità, a condizione che i relativi atti legislativi non lo escludano.
1 Abgrogato dal n. II 22 della LF del 20 mar. 2008 concernente l’aggiornamento formale del diritto federale, con effetto dal 1° ago. 2008 (RU 2008 3437; FF 2007 5575).
1 Le decisioni concernenti la concessione, il rifiuto e la restituzione dell’aiuto finanziario sono prese da una commissione istituita dal Consiglio federale e composta da 9 a 13 membri. La Confederazione, i Cantoni e le organizzazioni di protezione della natura, del paesaggio e del patrimonio culturale vi sono adeguatamente rappresentati.
2 Il Consiglio federale nomina il presidente della Commissione. Per il resto la Commissione si costituisce da sé, istituisce la propria segreteria ed emana un regolamento di organizzazione, che sottostà all’approvazione del Dipartimento federale dell’ambiente, dei trasporti, dell’energia e delle comunicazioni1.
1 Un fondo senza personalità giuridica è istituito per garantire il finanziamento dell’aiuto. Le Camere federali decidono mediante decreto federale semplice come debba essere alimentato.
4 Il saldo eventuale del fondo al termine della durata di validità del presente decreto sarà utilizzato per concedere aiuti finanziari o indennità conformemente alla finalità di cui all’articolo 1.
1 Introdotto dal n. I della LF dell’8 ott. 1999, in vigore dal 1° ago. 2001 (RU 2000 935; FF 1999 818 837).

References: Art. 2

Art. 3

Art. 4

Art. 5

Art. 7

Art. 9