Source: https://www.wbm-ausbildung.de/azubis/
Timestamp: 2019-03-20 08:55:02+00:00

Document:
WBM Ausbildung | Azubis
Jedes Jahr im August bekommt die WBM jungen und motivierten Zuwachs. Unsere Azubis und Studierenden und was sie so tun, steht hier im Mittelpunkt.
v.l.n.r. Max Friedrich, Maike-Christina Geßner, Marco Kind, Tim Grabow, Julia Katja Lork, Tino Breitfeld
v.l.n.r. Isabella Roesner (BA-Studentin), Felix Nüscher, Lisa Stieler, Dominic Hartmann, Angelika Ros, Jasko Ribic, Aydin Efe Acik
Sarah Dittrich, Annika Heider, Saskia Fürbas (BA), Celly Krüger, Sven Lemnitzer, Sarah Fischer, Dominik Flume (BA),Cynthia Jacob (BA), Vincent Sowade
Umsetzwohnung Spandauer StrassE 2
Ein Bericht von Luise Przyborowski, Auszubildende 3. Lehrjahr
„JEDER M² DU“ – mit diesem Leitbild gingen wir Azubis an unser Projekt. Einen Platz schaffen, an dem man sich wohlfühlen und die Seele baumeln lassen kann. Keine leichte Aufgabe, doch Dawid Kusch, David Schmid und Luise Przyborowski sahen darin eine Herausforderung.
Eine passende Wohnung zu finden war ebenso komplex. Anfangs stand eine Umsetzwohnung im DDR-Stil in Planung. Da sich dies allerdings als wenig flexibel und ineffizient herausstellte, gingen wir zu einer Gestaltung über, die ganz dem Leitbild unseres Unternehmens entspricht. Sein Heim individuell zu gestalten – nicht nur darin zu wohnen, sondern auch zu leben. Ein Raum in dem JEDER M² DU sein kann.
In erster Linie ist die Wohnung als Umsetzwohnung für Mieter gedacht, deren Wohnungen sich in der Sanierung befinden und sie diese deshalb über einen bestimmten Zeitraum nicht mehr bewohnen können. Zusätzlich dient sie als Musterwohnung für unser derzeitiges Leitbild und ist später eventuell zur Weitervermietung bestimmt.
Nun fingen wir also damit an, eine passende Wohnung zu suchen und diese beim zuständigen Servicecenterleiter genehmigen zu lassen. Die erste Wohnung stellte sich als ungeeignet für unser Projekt heraus und doch eher ungünstig gelegen. Also machten wir uns erneut auf die Suche in unseren eigenen Beständen und wurden schließlich in der Spandauer Straße 2 in Mitte fündig. Tolle Lage mit einem zauberhaften Blick über Berlin.
Eine erste Bestandsaufnahme zeigte schließlich, dass eine komplette Umstrukturierung der Wohnung erforderlich war.
Wir begannen die Zusammenarbeit mit einer Innenarchitektin, die uns einige sehr hilfreiche Tipps gab, was den neuen, wohnlicheren Schnitt der Wohnung betraf. Als nun auch dieser endlich fertig war, war es an der Zeit, entsprechende Angebote verschiedener Firmen einzuholen. Die Baumaßnahmen begannen nach knapp einem halben Jahr.
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Aufgrund unseres Leitbildes und der Richtlinie „Individuelles Wohnen“ versuchten wir, ein barrierefreies Leben in unserem neuen Goldstück zu ermöglichen. Dazu zählten beispielsweise eine ebenerdige Dusche und eine vorteilhafte Höhe der Toilette. In regelmäßigen Abständen beobachteten wir den Fortschritt der Baumaßnahmen.
Als diese nun endlich geschafft waren, ging es an die farbliche Gestaltung. Dabei versuchten wir einen Stil zu kreieren, der möglichst neutral aber doch wohnlich wirken sollte. Dabei verwendeten wir firmeneigene, entworfene Tapeten. Nach und nach entstanden all die Ideen und Details, die uns schließlich zum Ziel bringen sollten.
Nachdem auch dieser Schritt geschafft war, stand uns die letzte große Hürde bevor. Unser ganzes innenarchitektonisches Vorstellungsvermögen war gefragt, als es an die Einrichtung und die Dekoration unseres 49 m² großen Lofts ging. Auch dabei versuchten wir einen schlichten und gemütlichen Effekt zugleich zu erzielen.
Rückblickend lässt sich sagen, dass aus der Raupe ein Schmetterling wurde – aber schaut am Besten selbst! In der Bildergalerie rechts oben könnt ihr den gesamten Prozess begutachten.
Das Essen war grandios,
Die Stimmung so erleuchtet,
Unglaublich famos,
Ein jeder kennt jeden, doch neue Gesichter gibt’s immer zu sehen,
JAV – Auzubildende bringen sich ein
Voraussetzung für die Einrichtung einer Jugend- und Auszubildendenvertretung (JAV) ist, dass mindestens fünf jugendliche Arbeitnehmer unter 18 Jahren oder Auszubildende unter 25 Jahren beschäftigt sind und ein Betriebsrat vorhanden ist. Da wir bei der WBM einen Betriebsrat haben und zurzeit 20 Auszubildende sind, gibt es bei uns auch eine JAV.
Die JAV ist eine Interessenvertretung der Jugendlichen und Auszubildenden. Da sie kein selbständiges Organ ist, arbeitet sie eng mit dem Betriebsrat zusammen. Sie hat die Aufgabe darüber zu wachen, dass die für Jugendliche und Auszubildende geltenden Gesetze, wie z.B. das Jugendarbeitschutzgesetz, das Berufsausbildungsgesetz, Verordnungen und Tarifverträge eingehalten werden. Des Weiteren beantragt sie Maßnahmen zur Förderung der beruflichen Entwicklung der Jugendlichen und Auszubildenden, zur Gleichstellung von Männern und Frauen und fördert die Integration ausländischer Jugendlicher bzw. Auszubildender. Sie ist also das direkte „Sprachrohr“ zum Betriebsrat.
Endlich ist es soweit, die erste eigene Wohnung! Aber wie finde ich eigentlich die perfekte erste Wohnung und was muss ich dabei alles beachten? Das und vieles mehr erfahrt ihr hier.
Viel Spaß und Erfolg bei eurer Wohnungssuche!
Singlehaushalt vs. WG
Eine Wohnung zu finden ist nicht einfach.
Es gibt mehrere Möglichkeiten: Ihr könnt im Internet in einer Auswahl von tausend Börsen und Portalen suchen, einen Makler beauftragen oder aber im Anzeigenteil der Zeitungen stöbern.
Bei der WBM GmbH besteht die weitere Möglichkeit, in das Vermietungscenter in der Karl-Liebknecht-Str. 7 (in Berlin Mitte) zu gehen. Dort erhaltet ihr aktuelle Wohnungsangebote. Auch unter www.wbm.de könnt ihr mit Hilfe einer Suchmaske die Daten für eure Wunschwohnung eingeben und Angebote suchen lassen.
Ihr habt eine Wohnung gefunden? Nun müsst ihr einige wichtige Dinge beachten: Kann ich die Wohnung finanzieren? Welche Größe sollte die Wohnung haben? Diese und viele weitere Fragen müssen Schritt für Schritt geklärt werden, bevor der Wohnungstraum Wirklichkeit werden kann. Wir wollen euch mit auf den folgenden Seiten dabei helfen.
Habt ihr weitere Fragen? Dann schreibt uns über das Kontaktformular der Young World. Außerdem könnt ihr auch auf der Seite des Berliner Mietervereins weitere interessante Informationen bekommen.
Ihr habt euch für eine Wohnung entschieden? Es wird nun ein Bewerberbogen mit Angaben zu eurer Person und zum Einkommen ausgefüllt. Ihr benötigt weiterhin Kopien der letzten drei Einkommensnachweise.
Ihr besucht noch die Schule oder eine Ausbildung? Dann benötigen wir eine Bürgschaft eurer Eltern. Denn könnt ihr die Miete nicht mehr selbst zahlen, müssen eure Eltern die Zahlungen übernehmen. Sie haften sozusagen dafür.
Eventuell Wohnberechtigungsschein (WBS)
Ihr benötigt einen WBS, wenn ihr in eine öffentlich geförderte Wohnung ziehen wollt. Hier ist die Miete etwas geringer. Den WBS beantragt ihr beim Wohnungsamt. Er ist an bestimmte Einkommensgrenzen gebunden. Mit dem WBS wird weiterhin die Wohnungsgröße und die Anzahl der Zimmer festgelegt. Es kommt darauf an, mit wie vielen Personen ihr in eine Wohnung einziehen wollt, d.h. wie viele Personen den WBS mitbeantragen. Solltet ihr eine WG gründen wollen, bei der alle Vertragspartner sind, werden die Wohnberechtigungsscheine aller in der Wohnung einziehenden Personen addiert. Somit können drei Freunde mit jeweils einem WBS für eine Einraumwohnung zusammen in eine Dreiraumwohnung ziehen.
Anmeldung oder Ummeldung
Ihr seid in eure neue Wohnung eingezogen! Jetzt habt ihr zwei Wochen Zeit, euch im Einwohnermeldeamt anzumelden. Dabei werdet ihr automatisch in eurem letzten Wohnort abgemeldet.
Du möchtest weiterhin deinen Hauptwohnsitz bei deinen Eltern behalten? Dann kannst du deine neue Wohnung als Zweitwohnsitz beim Landeseinwohnermeldeamt anmelden. Nach ca. einem halben Jahr bekommst du einen Brief vom Finanzamt, welches dir darin mitteilt, dass du zweitwohnsitzsteuerpflichtig bist. In Berlin beträgt diese Steuer derzeit 5% der jährlichen Nettokaltmiete. Also bei einer Einraumwohnung mit 320 Euro warm (ca. 230 Euro Nettokaltmiete) wären das 138 Euro die du im Jahr ans Finanzamt bezahlen musst. Aber einen Trost gibt es: Das erste Jahr in deiner neuen Wohnung ist steuerfrei und Untermieter sind von der Zweitwohnsitzsteuer befreit und einige Vorteile, zum Beispiel bei Versicherungen gibt es auch.
Aufbau des Mietvertrages
Solltet Ihr eine Wohnung bei uns gefunden haben, ist euer Vermieter die WBM Wohnungsbaugesellschaft Berlin-Mitte mbH. Der Verwalter, der direkt für eure Wohnung zuständig ist, wird euer hauptsächlicher Ansprechpartner bei der Wohnungsbewerbung, beim Vertragsabschluss und wenn ihr Probleme haben solltet, die mit der Wohnung zu tun haben.
Es gibt mehrere Möglichkeiten, wie ihr als Mieter den Vertrag abschließen könnt: allein, mit dem Partner oder als Wohngemeinschaft. Dabei müssen einige Aspekte beachtet werden.
Ihr schließt den Mietvertrag allein ab! Dann haftet ihr als alleiniger Mietvertragspartner, z. B. bei Zahlungsverzug oder anderen Problemen.
Zieht noch eine Freundin oder ein Freund mit in eure Wohnung, müsst ihr dies vom Vermieter genehmigen lassen und einen Untermietvertrag abschließen. Lebenspartner oder Familienangehörige könnt ihr ohne Genehmigung in eurer Wohnung aufnehmen. In dem Fall muss kein Untermietvertrag geschlossen werden. Bedenkt jedoch, dass ihr immer allein für alles haftet. Euer Partner bzw. eure Familienangehörigen sind fein raus, wenn es irgendwelche Probleme geben sollte. Es haftet also nur, wer als Vertragspartner in den Mietvertrag eingetragen wird, entweder bei Vertragsabschluss oder auch nachwirkend.
Ihr schließt den Mietvertrag gemeinsam mit eurem Partner ab und werdet beide als Mieter im Mietvertrag genannt! Dann haben beide Partner die gleichen Rechte und Pflichten, haften gesamtschuldnerisch. Das heißt, bei einem eventuellen Zahlungsverzug ist jeder verpflichtet den gesamten Betrag zu leisten, auch wenn ihr euch untereinander geeinigt habt, dass jeder die Hälfte der Miete bezahlt. Auch bei Genehmigungen und Mietvertragskündigungen müssen alle Vertragspartner zustimmen.
Ihr wollt eine Wohngemeinschaft gründen? Dann gibt es im WBM Konzern zwei Möglichkeiten:
Du wirst Hauptmieter und die anderen Mitbewohner werden Untermieter.
Dazu bedarf es der Zustimmung des Verwalters. Diese kann er erteilen, wenn ihr zum Beispiel in einer Vier-Raum-Wohnung noch drei Untermieter aufnehmen möchtet. Der Hauptmieter schließt dann mit den weiteren Bewohnern Untermietverträge ab. Zahlungspflichtig gegenüber dem Vermieter ist nur der Hauptmieter. Zahlen die WG-Mitglieder an ihn nicht, ist das sein Risiko. Auch das Recht der Wohnungskündigung hat nur der Hauptmieter. In solch einem Fall müssen alle ausziehen.
Alle Bewohner der WG werden Mietvertragspartner.
Nun ist jeder Hauptmieter und hat gegenüber dem Vermieter gleiche Rechte und Pflichten. Jeder haftet für alles, also nicht nur für seinen eigenen Anteil. Soll das Mietverhältnis gekündigt werden, müssen alle Vertragspartner kündigen. Will nur ein Bewohner kündigen, dann bietet die WBM folgende Lösung an: ein Mitbewohner kündigt und die anderen erteilen ihre Zustimmung. Es wird nun ein Nachtrag zum Mietvertrag angefertigt. In diesem steht, dass die anderen nur noch Mietvertragspartner sind oder dass ein neuer Mieter Vertragspartner wird.
Der Mietvertrag enthält die genauen Informationen zum Mietobjekt. Dazu gehören:
Lage (Vorderhaus/Seitenflügel/Quergebäude, Geschoss links/mitte/rechts)
zusätzliche Räume, Nebenräume
eventuelle Einrichtungsgegenstände bzw. Einbauten
Bei Mietvertragsabschluss solltet ihr darauf achten, dass auch nur die Einbauten im Mietvertrag stehen, welche sich in der Wohnung befinden. Dies wird in erster Linie im Übergabeprotokoll festgehalten.
Die WBMgruppe schließt grundsätzlich Mietverträge auf unbestimmte Zeit ab. Dabei handelt es sich um ein „Dauerschuldverhältnis“, dass nur durch eine rechtswirksame Kündigung unter Einhaltung der gesetzlichen Kündigungsfristen beendet werden kann.
Dabei muss man aber unterscheiden in:
Hier ist die Kündigung jederzeit mit einer dreimonatigen Frist möglich bzw. es kann vom Mieter oder Vermieter außerordentlich gekündigt werden, wenn ein bestimmter Kündigungsgrund vorhanden ist. Mieterhöhungen sind entsprechend der ortsüblichen Vergleichsmiete möglich.
Staffelmietverträge:
Mieterhöhungen für die folgenden 5 Jahre werden hier vereinbart, welche dann ohne Ankündigung automatisch eintreten. Das hat den Vorteil, dass ihr die Mieterhöhungen in eure Berechnungen einbeziehen könnt und nicht von einer Mieterhöhung überrascht werdet. Außerdem kann eine Kündigung für 4 Jahre ausgeschlossen sein, es sei denn ihr müsst zum Beispiel aufgrund einer neuen Arbeitsstelle in einem anderen Bundesland eine neue Wohnung suchen. Der Verwalter kann dieser Kündigung zustimmen. Nach den vier Jahren ist jederzeit mit einer dreimonatigen Kündigungsfrist eine Kündigung möglich.
Zur Berechnung der Nettokaltmiete nutzt die WBMgruppe grundsätzlich den aktuellen Berliner Mietspiegel. Er ist eine Übersicht über die zum Stichtag üblicherweise gezahlten Mieten für verschiedene Wohnungstypen, jeweils vergleichbarer Art, Größe, Ausstattung, Beschaffenheit und Lage. Damit wird die so genannte „ortsübliche Vergleichsmiete“ ermittelt.
Der Mietspiegel enthält eine Wertetabelle, in der ihr eure Wohnung einer Spalte bzw. Zeile zuordnen könnt. In dem ermittelten Mietspiegelfach findet ihr drei verschiedene Werte, den Unter-, Mittel- und Oberwert. Welcher Quadratmeterpreis nun der Richtige ist, entscheidet die Ausstattung eurer Wohnung. Dazu findet ihr wiederum im Mietspiegel sogenannte Orientierungshilfen für die Spanneneinordnung. Diese Spannen entscheiden dann über die Höhe des Betrages. Wichtig sind außerdem noch Sondermerkmale, wie z.B. ein modernes Bad. Die Höhe der von euch verlangten Miete darf maximal 20 % über der ortsüblichen Vergleichsmiete liegen.
Den Mietspiegel erhaltet ihr in jedem Wohnungsamt von Berlin oder bei eurem zuständigen Verwalter.
Die Betriebskosten unterteilt man in kalte und warme Betriebskosten. Die Höhe der Betriebskosten richtet sich u.a. nach dem Verbrauch vom Vormieter. Ihr leistet dann eine Vorauszahlung, die spätestens 12 Monate nach dem Abrechnungszeitraum abgerechnet werden muss. Bei den kalten Betriebskosten ist meist der Abrechnungszeitraum gleich dem Kalenderjahr. Bei den warmen Betriebskosten ist das unterschiedlich. Je nach dem, wie viel Betriebskosten entstanden sind, müsst Ihr entweder eine Nachzahlung leisten oder ihr erhaltet ein Guthaben.
Zu den kalten Betriebskosten gehören zum Beispiel:
laufende öffentliche Lasten eines Grundstücks (Grundsteuer)
Sach- und Haftpflichtsicherung
Betrieb eines Personenaufzuges
Wasserversorgung und Entwässerung. Hier erhaltet ihr zwei Abrechnungen. Eine über den Kaltwasserverbrauch und eine über die restlichen Kosten.
Zu den warmen Betriebskosten gehören:
Die WBM rechnet bei den warmen Betriebskosten 50 % nach dem Verbrauch und 50 % nach der Wohnfläche ab.
Deine neue Wohnung ist dunkel? Wenn ihr eure neue Wohnung bezieht, müsst ihr euch in jedem Fall bei einem Stromlieferanten anmelden, da bei längerem Leerstand einer Wohnung der Strom abgestellt wird. Dafür müsst ihr im Keller euren Stromzähler ausfindig machen (meistens steht die Wohnungsnummer drauf) und euch die Zählernummer und den Zählerstand abschreiben. Die Stromkosten der Wohnung gehören nicht wie meist vermutet zu den Betriebskosten, sondern müssen extra bezahlt werden. Bei einer Zwei-Raum-Wohnung beläuft sich die Vorauszahlung auf circa 30 Euro im Monat. Sie muss bei den meisten Stromlieferanten in zweimonatlichen Abständen gezahlt werden. Ihr könnt euch euren Stromlieferanten selbst aussuchen. Da die Preise sehr unterschiedlich sein können, empfehlen wir einen Preisvergleich.
Eine Wohnung mit Gasherd erwischt? Dann müsst ihr euch zusätzlich auch bei der GASAG anmelden. Die monatlichen Kosten liegen bei ca. 4-6 Euro, wenn ihr mit einem Gasherd kocht. Habt ihr eine Wohnung mit Gasaußenwandheizer oder Gasetagenheizung ist die Miete zwar billiger (da die Vorauszahlungen für Heizung entfallen), aber ihr zahlt noch mal ca. 50 Euro monatlich pro Person an die GASAG.
Findet euer Fernseher keine Sender? In allen Wohnungen des WBM Konzerns bieten wir einen Kabelanschluss, welcher nicht in der Miete enthalten ist. Bei Mietvertragsabschluss erhaltet ihr ein Anmeldeformular für den zuständigen Kabelbetreiber, wo ihr euch anmelden könnt. Die Kosten sind abhängig von den Konditionen, also wie viele und welche Fernsehprogramme ihr nutzten wollt.
GEZ (Gebühr)
Rundfunkgebühren für Radio und Fernseher müssen gezahlt werden. Dazu meldet ihr euch einfach bei der Gebühreneinzugszentrale (GEZ) an. Seit Januar 2013 bezahlt ihr monatlich pro Wohnung 17,98 Euro. Informiert euch bei der GEZ, denn Geringverdienende und Studenten können sich von den GEZ Gebühren befreien lassen. So müssen z.B. diejenigen die BAföG erhalten keine GEZ Gebühren zahlen.
Wahrscheinlich möchtet ihr in eurer neuen Wohnung auch ein wenig auf unserer Young World surfen. Dafür benötigt ihr einen Festnetzanschluss. In Berlin gibt es derzeit zahlreiche Telefonanbieter. Bei der Telekom gibt es sogar einen Sozialtarif, der im Gegensatz zu den normalen Telefonanschlüssen günstiger ist. Diesen Tarif könnt ihr in Anspruch nehmen, wenn ihr von der GEZ Gebühr befreit seid oder Bafög erhaltet.
Da es immer ständig wechselnde Angebote für diverse Flatrates für das Internet, das Telefon oder sogar als Verbindung aus beidem gibt, empfehlen wir euch einen Preisvergleich unter den einzelnen Anbietern.
Als Mieter einer Wohnung solltet ihr mindestens zwei Versicherungen abschließen. Dazu gehört die Hausrat- und Haftpflichtversicherung.
Die Hausratversicherung versichert Schäden an eigenen Gegenständen, z.B. bei Feuer, Einbruchdiebstahl, Raub, Vandalismus, Leitungswasser, Sturm und Hagel. Nicht versichert seid ihr, wenn ihr den Schaden grob fahrlässig herbeigeführt habt. Die Kosten belaufen sich jährlich auf circa 60 Euro, dabei kommt es aber darauf an, wie viel ihr versichert. Holt euch am besten mehrere Angebote von mehreren Versicherungen ein und vergleicht diese.
Die Haftpflichtversicherung versichert dagegen von euch verursachte Schäden an fremdem Eigentum und an fremden Personen, z.B. gegen Schäden an den Einrichtungsgegenständen, die Eigentum des Vermieters sind und die Ihr selbst verursacht habt. Ein Verschulden muss also vorliegen. Hierbei belaufen sich die Kosten auf circa 5 Euro monatlich. Dabei solltet Ihr aber am besten Angebote von mehreren Versicherungen einholen.
Wenn Ihr Euch jedoch in der Erstausbildung befindet, dann seid Ihr automatisch noch in der Haftpflichtversicherung der Eltern mitversichert und benötigt keine eigene. Dies gilt jedoch nur für die Erstausbildung und längstens bis zu einem Alter von 27 Jahren. Leider gilt diese Regelung nur für die Haftpflichtversicherung.
Erfüllungsanspruch auf Überlassung und Gebrauchsgewährung der Wohnung
Der Mieter hat den Anspruch die Wohnung überlassen zu bekommen und sie als solche zu gebrauchen. (§535 Abs. 1 des BGB)
Der Mieter kann vom Vermieter die Beseitigung sämtlicher Mängel verlangen, die den vertragsgemäßen Gebrauch der Wohnung während der Mietzeit mindern oder aufheben. (§536a Abs. 1 des BGB)
Liegt ein Mangel in der Wohnung vor, den der Vermieter laut Gewährleistungsanspruch zu beseitigen hat, kann der Mieter die Miete angemessen mindern. Er muss den Vermieter jedoch vorher über den Mangel und über die geplante Mietminderung informieren. Grundlage hierfür ist der § 536 Abs. 1 des BGB.
Aufwendungsersatz bei Nichtbeseitigung eines Mangels
Wenn der Vermieter die Beseitigung eines Mangels verweigert oder schuldhaft verzögert, hat der Mieter das Recht, vom Vermieter Schadenersatz für Aufwendungen zu fordern, die ihm aufgrund der Nichtbeseitigung des Mangels entstanden sind. (§ 535a Abs. 1 des BGB)
Wegnahme eigener Umbauten
Der Mieter ist berechtigt und ggf. verpflichtet, eigene Umbauten wie z.B. eine Einbauküche nach Beendigung des Mietverhältnisses wieder aus der Wohnung zu entfernen. Der Mieter sollte den Vermieter vor einer Umbaumaßnahme ansprechen und mit ihm eine vertragliche Regelung treffen.
Der Mieter hat das Recht, das Mietverhältnis unter Einhaltung der gesetzlichen (derzeit 3 Monate) bzw. der vertraglich vereinbarten Kündigungsfristen, zu beenden. Verletzt der Vermieter seine vertraglichen Pflichten oder ist es für den Mieter unzumutbar das Mietverhältnis fortzusetzen, kann er auch fristlos (außerordentlich) kündigen. (Bis zum Ablauf der ordentlichen Kündigungsfrist.)
Entrichtung der Miete
Der Mieter hat die Pflicht, die vereinbarte Miete inkl. aller Nebenkosten bis zum dritten Werktag eines jeden Monats im Voraus an den Vermieter zu zahlen. (§535 Abs. 2 des BGB)
Obhut- und Anzeigepflicht
Der Mieter hat die Pflicht, die Wohnung in einem vertragsgemäßen Zustand zu belassen und alle auftretenden Mängel dem Vermieter unverzüglich zu melden. (§ 536c Abs. 1 des BGB)
Der Mieter hat Maßnahmen zu dulden, die dem Erhalt oder der Verbesserung der Mietsache dienen. Grundlage ist der § 555a – f des BGB.
Der Mieter ist verpflichtet, die Wohnung nach Beendigung des Mietverhältnisses an den Vermieter zu übergeben.
Schadenersatz bei Verletzung der Obhut- und Anzeigepflicht
Vernachlässigt der Mieter seine Obhut- und Anzeigepflicht, kann der Vermieter für den entstandenen Schaden sowie Folgeschäden Schadenersatz fordern.
Verletzt der Mieter seine vertraglichen Pflichten, ist der Vermieter berechtigt ihn darauf hin abzumahnen und bei Fortsetzung der Pflichtverletzung fristlos, oder unter Einhaltung der ordentlichen Kündigungsfrist gem. $§ 573d zu kündigen.
Vermieterpfand- und Selbsthilferecht
Erfüllt der Mieter seine vertraglichen Pflichten (Zahlung der Miete) nicht, hat der Vermieter ein Pfandrecht auf die vom Mieter eingebrachten Sachen. Er hat auch das Recht die Entfernung der Sachen, die seinem Pfandrecht unterliegen, zu verhindern. Grundlage ist der § 562 - 562d des BGB.
Der Vermieter hat das Recht, die Wohnung des Mieters nach Ankündigung und Terminabsprache zu besichtigen, wenn es für die Bewirtschaftung der Wohnung erforderlich ist.
Gebrauchsüberlassungspflicht
Der Vermieter ist verpflichtet, dem Mieter den Gebrauch der gemieteten Sache während der Mietzeit zu gewähren. Grundlage ist der § 535 BGB.
Der Vermieter ist verpflichtet, die Mietsache in einem vertragsgemäßen Zustand zu erhalten..
Auch die Gewährleistung des sicheren Zugangs zur Wohnung zählt zu den Pflichten des Vermieters. Dies wäre z.B. die Schnee- und Eisbeseitigung der Gehwege im Winter.
Wenn der Mieter in seiner vertraglichen Nutzung der Wohnung durch andere Mietparteien eingeschränkt ist, hat der Vermieter die Pflicht, dieser Störung nachzugehen. Dies bedeutet jedoch nicht, dass der Vermieter für die Schlichtung sämtlicher Nachbarschaftsstreitigkeiten verantwortlich ist.
Alle gesetzlichen Regelungen zum Mietrecht findet Ihr im BGB §§ 535 bis 580a.
Die Mietkaution kann vom Vermieter bei Vertragsbeginn gefordert werden und stellt eine finanzielle Absicherung dar, falls bei Vertragsende noch Forderungen gegenüber dem Mieter bestehen. Sie darf jedoch die Summe von drei Kaltmieten nicht übersteigen und muss vom Vermieter verzinst und separat angelegt werden. Im öffentlich geförderten Wohnungsbau darf eure Kaution nur für eventuelle Schönheitsreparaturen verwendet werden. Eine Deckung für mögliche noch offene Mietforderungen ist im öffentlich geförderten / sozialen Wohnungsbau unzulässig.
Kleintiere wie Vögel, Hamster, Fische etc. dürfen, solange keine Zucht betrieben wird, ohne Genehmigung des Vermieters gehalten werden. Bei größeren Tieren wie zum Beispiel ein Hund, muss eine Genehmigung eingeholt werden. Das Halten von so genannten Kampfhunden ist grundsätzlich verboten.
Möchtet ihr jemanden zur Untermiete bei euch wohnen lassen, muss auch hier eine Genehmigung des Vermieters eingeholt werden. Wichtig ist jedoch, dass der Untermieter keine Rechte und Pflichten aus dem Mietvertrag übernimmt und ihr als Mieter für sein Tun und Handeln haftet. Ihr solltet aber in jedem Fall einen separaten Untermietvertrag mit eurem Untermieter schließen, um euch rechtlich abzusichern. Im Internet findet ihr dazu geeignete Vorlagen.
Wollt ihr eure Wohnung baulich verändern, wie z.B. das Fliesen der Küche oder das Verlegen von Parkett, müsst ihr dies ebenfalls bei eurem Vermieter beantragen. Ein Rückbau solcher Maßnahmen bei Auszug wird fast immer gefordert.
Im Mietvertrag wird in der Regel vereinbart, dass der Mieter für die Schönheitsreparaturen verantwortlich ist. Hierzu zählen: das Tapezieren, das Kalken oder Streichen der Wände und Decken, das Streichen der Fußböden, das Streichen von Heizkörpern und Heizrohren, das Streichen von Innentüren und Türrahmen, das Streichen der Außentüren von innen und das Streichen der Fenster von innen. Im Mietvertrag werden meistens Fristenpläne für die Schönheitsreparaturen genannt. Diese Fristenpläne sehen vor, dass Bäder und Küchen alle 3 Jahre, Wohn- und Schlafräume alle 5 Jahre und alle Nebenräume alle 7 Jahre renoviert werden müssen. Der Zustand der Wohnung lässt aber auch eine Verkürzung oder Verlängerung dieser Fristen zu, denn es gibt laut BGH Urteil keine starren Fristen mehr. Eine weitere Variante ist die so genannte Quotenregelung, bei der sich eure Beteiligung an den Kosten zur Durchführung der Schönheitsreparaturen, solltet Ihr diese nicht selbst durchführen, nach der Dauer des Wohnverhältnisses richtet. Im Allgemeinen sagt man jedoch, dass diese fällig sind, wenn der Zustand der Wohnung sie erfordert. Am wichtigsten ist aber, dass die Wohnung bei Vertragsende die im Mietvertrag geforderten Schönheitsreparaturen aufweist.
Mieterhöhungen / Mietminderung
Es gibt drei Arten von Mieterhöhungen, mit denen ihr im Laufe eurer Mietzeit konfrontiert werden könntet. Die erste und wohl auch gebräuchlichste Art ist die Mieterhöhung bis zur so genannten ortsüblichen Vergleichsmiete nach § 558 BGB. Die ortsübliche Vergleichsmiete ist die Miete, welche nach dem Mietspiegel für eure Wohnung zutreffend ist. Diese Mieterhöhung darf frühestens ein Jahr nach der letzten Mieterhöhung (oder Vertragsbeginn) geltend gemacht werden und wird mit Beginn des dritten Kalendermonats nach ihrer schriftlichen Ankündigung wirksam. Es darf jedoch in drei Jahren um nicht mehr als 15% (abgesehen von den noch folgenden Mieterhöhungen) erhöht werden.
Eine weitere Art ist die Mieterhöhung bei Modernisierung nach § 559 BGB. Wenn an eurem Wohnhaus oder eurer Wohnung Modernisierungsmaßnahmen stattgefunden haben, kann der Vermieter jährlich 11 % der Kosten auf eure Miete umlegen, die anteilig auf eure Wohnung angefallen sind. Diese Modernisierung muss schriftlich vor Baubeginn angekündigt werden. Außerdem müssen alle Angaben zur Baumaßnahme gemacht werden, also wann, wo und wie lange gebaut wird und das wichtigste, um wie viel sich eure Miete ungefähr erhöhen wird. Nach der Modernisierung erhaltet ihr dann ein Schreiben, mit den realen Kosten die entstanden sind sowie die Erhöhung der Miete. Diese wird auch hier mit Beginn des dritten Kalendermonats nach Zugang wirksam.
Die dritte Möglichkeit, bei der sich eure Miete erhöhen, aber auch verringern kann, ist die Anpassung der Vorauszahlungen für die Betriebskosten nach § 560 BGB. Da jährlich über diese Vorauszahlungen und eurem Verbrauch an Heizkosten, Kalt- und Warmwasser abgerechnet wird, zeigt sich, ob eure Vorauszahlungen zu hoch oder zu niedrig angelegt waren. Die Folge ist, dass sie so angepasst werden, dass bei der nächsten Abrechnung kein großes Guthaben und auch keine hohe Nachzahlung zu erwarten ist.
Die Miete ist der Preis, der für den einwandfreien Gebrauch einer Wohnung gezahlt wird. Ist dieser nicht mehr gegeben bzw. liegt ein so genannter Mangel der Mietsache vor, gibt es die Möglichkeit die Miete für diesen Zeitraum zu mindern.
Zu den Mängeln zählen unter anderem: feuchte Decken, Schimmelpilzbefall, undichte Fenster, defekte Heizungen, aber auch Lärmbelästigungen. Vorraussetzung für eine Mietminderung ist aber, dass der Mieter den Mangel nicht selbst verursacht hat und den Schaden sofort dem Vermieter meldet. Die Höhe der Minderung setzt sich je nach Höhe des Schadens zusammen. Sie kann 5% bis 100% der Brutto-Warmmiete (also Grundmiete + kalte Betriebskosten und Heizung) betragen. Allerdings sollten sich betroffene Mieter entsprechend beraten lassen.
Es gibt 2 Arten von Kündigungen, welche für den Mieter und den Vermieter in bestimmten Situationen anwendbar sind. Für beide gilt, dass sie schriftlich und von allen Vertragsparteien an alle Vertragsparteien gerichtet sein müssen.
Die wesentlichste Art zu kündigen, ist die ordentliche Kündigung nach § 542 BGB. Hier kann jede Vertragspartei das Mietverhältnis nach den gesetzlichen Vorschriften beenden, falls nichts anderes im Mietvertrag vereinbart wurde. Sie muss bis zum dritten Werktag des Monats beim Vermieter eingehen, damit sie zum Ende des übernächsten Monats wirksam wird. Das Besondere hierbei ist, dass der Vermieter nur kündigen darf, wenn für ihn ein berechtigtes Interesse nach § 573 BGB besteht (z.B. der Mieter verletzt seine vertraglichen Pflichten schuldhaft und erheblich)
Die zweite Möglichkeit, durch die das Mietverhältnis beendet werden kann, ist die außerordentliche (fristlose) Kündigung aus wichtigem Grund nach den §§ 543 und 569 BGB, z.B. bei Zahlungsverzug. Hier können beide Vertragsparteien das Mietverhältnis ohne Einhaltung einer Kündigungsfrist beenden, wenn die Fortsetzung des Vertrages für die kündigende Partei nicht mehr zumutbar ist.
Der WBS ist ein Eignungsschein für die Wohnberechtigung im öffentlich geförderten Wohnungsbau. Öffentlich geförderter Wohnungsbau heißt, dass Wohnungen mit öffentlichen Fördergeldern gebaut oder modernisiert wurden (Belegungsbindungsgesetz). Die Vorraussetzung zum Erhalt eines WBS sind vor allem vom Einkommen abhängig. Der WBS wird beim Wohnungsamt des betreffenden Bezirkes beantragt, wo ihr polizeilich gemeldet seid, welches dann die Berechtigung ermittelt. Im öffentlich geförderten Wohnungsbau gilt: Je ein Wohnraum für den Wohnberechtigten und jeden seiner mitziehenden Angehörigen. Der WBS ist jeweils für 1 Jahr gültig und muss nach Ablauf neu beantragt werden. Liegt man dann ab 40 % über der zulässigen Einkommensgrenze, zahlt man an das Wohnungsamt eine so genannte Fehlbelegungsabgabe, die je nach Höhe der Überschreitung mit 0,50 Euro pro m² beginnt.
Hier die aktuellen Einkommensgrenzen:
Bundes-Einkommensgrenze
(§ 9 Abs. 2 WoFG)
Berliner Einkommensgrenze
Einpersonenhaushalt 12.000 € 16.800 €
Zweipersonenhaushalt 18.000 € 25.200 €
für jede weitere Person 4.100 € 5.740 €
jedes Kind 500 € 700 €
Ihr braucht keine Angst zu haben wenn ihr jetzt schon über der Einkommensgrenze liegt. Es werden weiter Pauschalbeträge von deinem Einkommen abgerechnet sowie Kinderfreibeträge. Also, einen WBS beim Wohnungsamt beantragen lohnt sich auf jeden Fall.
Bundesausbildungsförderungsgesetz: » BAföG
Strom/ Gas: » E.ON » Yello Strom » Lichtblick
Gas/ Strom/ Wärme/ Wasser: » GASAG
Strom/ Wärme: » Vattenfall
Zuerst einmal müsst ihr euch klar werden, wie viel Euro im Monat euch eigentlich zur Verfügung stehen. Dabei ist grundsätzlich zu klären, ob man eine Singlehaushalt gründen will oder eine WG mit Freund oder Freundin. In beiden Fällen gibt es sowohl Vor- als auch Nachteile, die beachtet werden müssen. Ihr solltet euch für diese Entscheidung ruhig Zeit nehmen, denn ihr wollt ja schließlich die Zeit in der ersten eigenen Wohnung genießen können.
Die Singlewohnung bietet sich vor allem für diejenigen an, die nach der Arbeit ihre „Ruhe haben wollen“. Zwar lässt sich die Haushaltsarbeit nicht aufteilen, allerdings habt ihr alle Freiheiten und müsst euch nach niemandem richten. Aber ihr solltet euch im darüber klar sein, dass die Lebenskosten für den einzelnen immer höher sind als für den, der in der WG wohnt. Auch solltet ihr beachten, dass die Preise zwischen 200 und 400 Euro, je nach Größe, Lage und Ausstattung liegen können. Dabei sollte die Miete höchstens ein Drittel eures Einkommens ausmachen, so dass ihr nicht in finanzielle Schwierigkeiten geratet.
Hier teilt ihr euch alle anfallenden Kosten. Natürlich ist zu zweit oder dritt auch der Verbrauch von Strom, Wasser, Gas etc. höher aber unterm Strich spart man doch eine ganze Menge an Kosten. Auch bei den Lebenskosten ist nicht ganz so viel Geld wie im Singlehaushalt nötig, da das Kochen für mehrere Leute ganz einfach günstiger ist. Die Kosten für einen Platz in einer WG liegen relativ ähnlich zur Singlewohnung, doch müsst ihr euch Räumlichkeiten wie Küche, Bad und evtl. Wohnzimmer mit euren Mitbewohnern teilen. Und ihr solltet euch bewusst sein, dass ihr eigentlich immer in Gesellschaft seid und deshalb passende Bewohner wählen, um unnötigen Stress zu vermeiden.
Am Umzugstag muss alles wie am Schnürchen laufen. Im Trubel findet sich kaum Zeit Kisten zu beschriften, Wintermäntel zu verstauen und Bücherregale zu demontieren. Deshalb heißt es, den Umzug sorgfaltig vorzubereiten. Dazu gehört auch die Überlegung, wer den Transport übernimmt.
Für einen selbstorganisierten Transport sprechen in jedem Fall die Kosten. Es ist wesentlich günstiger, mit Hilfe von Freunden und Bekannten einen gemieteten LKW zu be- und entladen. Allerdings müssen unter Umständen schwere Gegenstände wie Herd, Kühlschrank oder Schrankwände bewegt werden. Außerdem besteht kein Versicherungsschutz für das Umzugsgut. Einen kleinen Dank in Form von Getränken und z.B. ein herzhaftes Frühstück haben sich auch private Helfer verdient. Bequemer und sicherer ist natürlich ein Speditions-Transport, aber auch teurer.
Ein paar Dinge sollten vor dem Umzugstag erledigt werden. Dazu gehört beispielsweise Gefrierfächer oder –truhen rechtzeitig abzutauen, um Tropfwasser zu vermeiden.
Flaschen, alte Möbel oder unbenutzte Klamotten gehören vor dem Umzug auf den Müll oder in den Secondhand-Laden. Wird der Umzug selbst organisiert, ist es ratsam, bereits ein bis zwei Wochen vorher einen Wagen zu reservieren. Sonst besteht die Gefahr, dass am Umzugstag kein Laster zur Verfügung steht und die versammelten Helfer wieder nach Hause geschickt werden müssen. Befinden sich Be- und Entladezonen im Parkverbot, ist eine Genehmigung ratsam, sonst drohen Strafzettel. Die Ordnungsämter stellen eine Erlaubnis gegen eine Gebühr aus.
Durchsucht eure Ordner und schaut, wem die neue Adresse mitgeteilt werden muss, sonst bekommt ihr bald weder Post noch Zeitungen.
Besorgt euch ausreichend Kisten, Decken und Umzugskartons. Gegenstände, die ungeschützt im Laderaum liegen, können verkratzen oder gar brechen. Denkt an Werkzeug! Zange, Schraubenzieher und Messer gehören genauso dazu, wie Markierungsstifte, Klebeband, Schnüre und große Müllsäcke.
Schnell verletzt man sich beim Verladen – Handschuhe schützen gegen Schnitt- und Schürfwunden! Und sollte doch etwas passieren, so hat der vorbereitete Umzügler Pflaster parat.

References: § 536
 § 555
 § 562
 § 535
 BGH 
 § 558
 § 559
 § 560
 § 542
 § 573