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BAG, 14.01.2004 - 7 AZR 213/03 - dejure.org
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BAG, 14.01.2004 - 7 AZR 213/03 (https://dejure.org/2004,446)
BAG, Entscheidung vom 14.01.2004 - 7 AZR 213/03 (https://dejure.org/2004,446)
BAG, Entscheidung vom 14. Januar 2004 - 7 AZR 213/03 (https://dejure.org/2004,446)
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Wirksamkeit der Befristung einer Arbeitszeiterhöhung; Unanwendbarkeit des Gesetz über Teilzeitarbeit und befristete Arbeitsverträge (TzBfG) auf die Befristung einzelner Vertragsbedingungen ; Erfordernis eines Sachgrundes hinsichtlich der Befristung der Arbeitszeiterhöhung ; Rechtfertigung der Befristung der Arbeitszeiterhöhung wegen eines vorübergehenden Mehrbedarfs; Prognose des Arbeitgebers, dass für die Beschäftigung des Arbeitnehmers über das vereinbarte Vertragsende hinaus kein Bedarf besteht, als Teil des Sachgrundes ; Erfordernis eines Sachgrundes für Befristungen und auflösende Bedingungen hinsichtlich tariflicher Normen ; Arbeitsplatzsicherung und Schaffung eines sog. Einstellungskorridors als Sachgrund; Geltendmachung der Unwirksamkeit der Befristung als Verstoß gegen Treu und Glauben (§ 242 Bundesgesetzbuch (BGB))
Befristete Arbeitszeiterhöhung - Sachgrunderfordernis
Befristungsrecht - Befristete Arbeitszeiterhöhung; Sachgrund; vorübergehender Mehrbedarf
Befristung einer Arbeitsvertragsbedingung: Sachgrunderfordernis?
Zusammenfassung von "Anmerkung zur Entscheidung des BAG vom 14.1.04, 7 AZR 213/03 (Befristete Arbeitszeiterhöhung - Sachgrund)" von Privatdozentin Dr. Martina Benecke, original erschienen in: RdA 2005, 47 - 51.
ArbG Frankfurt/Oder, 11.06.2002 - 2 Ca 757/02
LAG Brandenburg, 10.12.2002 - 1 Sa 401/02
BAG, 14.02.2004 - 7 AZR 213/03
BAGE 109, 167
NJW 2004, 3138
NZA 2004, 719
BB 2004, 1504
BB 2004, 1505
DB 2004, 1101
Auf die Kontrolle der Befristung einzelner Arbeitsbedingungen findet § 17 TzBfG keine Anwendung (BAG 14. Januar 2004 - 7 AZR 213/03 - BAGE 109, 167 = AP TzBfG § 14 Nr. 10 = EzA TzBfG § 14 Nr. 8, zu I der Gründe).
Die Vorschriften des TzBfG sind auf die Befristung einzelner Arbeitsbedingungen nicht anwendbar (BAG 14. Januar 2004 - 7 AZR 213/03 - BAGE 109, 167 = AP TzBfG § 14 Nr. 10 = EzA TzBfG § 14 Nr. 8, zu II 1 b der Gründe).
Soweit durch die Befristung einer Arbeitsbedingung der Inhaltsschutz objektiv umgangen werden konnte, bedurfte sie daher eines Sachgrunds (BAG 13. Juni 1986 - 7 AZR 650/84 - BAGE 52, 197 = AP KSchG 1969 § 2 Nr. 19 = EzA BGB § 620 Nr. 85, zu II 3 a aa der Gründe; 14. Januar 2004 - 7 AZR 213/03 - BAGE 109, 167 = AP TzBfG § 14 Nr. 10 = EzA TzBfG § 14 Nr. 8, zu II 1 a der Gründe).
Diese Ungewissheit gehört zum unternehmerischen Risiko, das nicht auf die Arbeitnehmer verlagert werden kann (st. Rspr. zu der bis 31. Dezember 2001 geltenden Rechtslage, vgl. zuletzt BAG 14. Januar 2004 - 7 AZR 213/03 - BAGE 109, 167 = AP TzBfG § 14 Nr. 10 = EzA TzBfG § 14 Nr. 8, zu II 2 a bb der Gründe mwN).
Die Vorschriften des Teilzeit- und Befristungsgesetzes sind auf die Befristung einzelner Arbeitsbedingungen nicht - auch nicht entsprechend - anwendbar (vgl. BAG 18. Juni 2008 - 7 AZR 245/07 - Rn. 19 mwN, AP TzBfG § 14 Nr. 52; 14. Januar 2004 - 7 AZR 213/03 - zu II 1 b aa der Gründe, BAGE 109, 167 ) .
Dies gilt auch dann, wenn die vertragliche Vereinbarung über die Befristung auf der Grundlage eines Tarifvertrages oder einer schuldrechtlichen Vereinbarung tariffähiger Koalitionen beruht, die zum Zweck der Beschäftigungssicherung mit Lehrkräften an öffentlichen Schulen abgeschlossen wird (vgl. BAG, Urt. v. 14.01.2004 - 7 AZR 213/03 - NZA 2004, 719, 721 ff.).
Nach der ständigen Rechtsprechung des Bundesarbeitsgerichts bedürfen auch tarifliche Normen über Befristungen und auflösende Bedingungen zu ihrer Wirksamkeit eines sie rechtfertigenden Sachgrundes (vgl. BAG, Urt. v. 14.01.2004, a. a. O., S. 722 m. w. N. aus der Rechtsprechung).
Vereinbaren die Arbeitsvertragsparteien eine Befristung auf der Grundlage einer Koalitionsvereinbarung, sind an die Wirksamkeit der Befristung keine geringeren Anforderungen zu stellen als an individualrechtliche Befristungsabreden (vgl. BAG, Urt. v. 14.01.2004, a. a. O., S. 722).
Die tatsächlichen Grundlagen der Prognose hat der Arbeitgeber im Rechtsstreit darzulegen (ständige Rechtsprechung des Bundesarbeitsgerichts, vgl. u. a. BAG, Urt. v. 14.01.2004, a. a. O., S. 722 m. w. N. aus der Rechtsprechung).
Das gilt auch angesichts der Übernahme der Klägerin in ein unbefristetes Teilzeitarbeitsverhältnis (vgl. dazu auch BAG, Urt. v. 14.01.2004, a. a. O., S. 723).
Voraussetzung für die Annahme einer Verwirkung ist nicht nur ein Zeitmoment, sondern es muss auch ein Umstandsmoment vorliegen (vgl. u. a. BAG, Urt. v. 14.01.2004, a. a. O., S. 723 m. w. N. aus der Rechtsprechung).
Wäre die Arbeitszeit unbefristet vereinbart worden, hätte sie dem Änderungskündigungsschutz nach § 2 KSchG unterlegen (vgl. dazu auch BAG, Urt. v. 14.01.2004, a. a. O., S. 722).
Dies hat das Bundesarbeitsgericht bereits zu § 14 TzBfG entschieden (vgl. BAG, Urt. v. 14.01.2004, a. a. O., S. 722).
Die Vorschriften des TzBfG sind auf die Befristung einzelner Arbeitsbedingungen nicht - auch nicht entsprechend - anwendbar (BAG 14. Januar 2004 - 7 AZR 213/03 - BAGE 109, 167 = AP TzBfG § 14 Nr. 10 = EzA TzBfG § 14 Nr. 8, zu II 1 b der Gründe; 27. Juli 2005 - 7 AZR 486/04 -BAGE 115, 274 = AP BGB § 307 Nr. 6 = EzA BGB 2002 § 307 Nr. 5, zu B II 1 c der Gründe; 18. Januar 2006 - 7 AZR 191/05 - AP BGB § 305 Nr. 8 = EzA BGB 2002 § 307 Nr. 13, zu B I 3 der Gründe).
Wie dem eindeutigen Wortlaut des § 17 Satz 1 TzBfG zu entnehmen ist, ist Streitgegenstand einer auf diese Vorschrift gestützten sog. Befristungskontrollklage allein die Wirksamkeit der Beendigung des Arbeitsverhältnisses aufgrund einer ganz bestimmten Befristungsabrede, die die Dauer des Arbeitsvertrages insgesamt betrifft (vgl. BAG 04.06.2003 - 7 AZR 406/02 - EzA § 620 BGB 2002 Nr. 3; BAG 14.01.2004 - 7 AZR 213/03 - EzA § 14 TzBfG Nr. 8).
Danach kann auch der zeitliche Umfang der Arbeitsleistungspflicht des Arbeitnehmers Gegenstand einer derartigen Klage sein (i. Erg. ebenso BAG 14.01.2004 - 7 AZR 213/03 - a. a. O.; BAG 27.07.2005 - 7 AZR 486/04 - EzA § 307 BGB 2002 Nr. 5; BAG 18.01.2006 - 7 AZR 191/05 - EzA § 307 BGB 2002 Nr. 13).
Die Vorschriften des TzBfG sind auf die Befristung einzelner Arbeitsbedingungen nicht anwendbar (BAG 14.01.2004 - 7 AZR 213/03 - a. a. O.;… BAG 27.07.2005 - 7 AZR 486/04 - a. a. O.).
d) Die Anwendung des § 307 Abs. 1 Satz 1 BGB wird auch nicht durch die vor Inkrafttreten der §§ 305 ff. BGB am 01.01.2002 von der Rechtsprechung entwickelten Grundsätze zur Kontrolle der Befristung einzelner Arbeitsbedingungen (vgl. hierzu nur BAG 14.01.2004 - 7 AZR 213/03 - a. a. O. m. w. N.) ausgeschlossen.
Denn bei dieser Vertragsgestaltung endet bei Erreichen des Zwecks (Rückkehr von Frau L.) vor Ablauf des kalendermäßig bestimmten Endtermins die befristete Arbeitszeiterhöhung und es tritt (wieder) mit sofortiger Wirkung (vgl. für die Zweckbefristung des gesamten Vertrags § 15 Abs. 2 1. Halbs. TzBfG) oder aber es tritt, falls man in diesem Zusammenhang § 15 Abs. 2 2. Halbs. TzBfG entsprechend anwenden würde - hierfür dürfte es an einer für eine Analogie notwendigen Gesetzeslücke (…vgl. nur Larenz/Canaris, Methodenlehre der Rechtswissenschaft, 4. Aufl., 354 ff. und 366 ff.) fehlen, da u. a. aus der Entstehungsgeschichte des TzBfG folgt, dass dieses Gesetz nur die Befristung des gesamten Arbeitsvertrages und gerade nicht die Befristung einzelner Vertragsbedingungen erfasst (vgl. näher BAG 14.01.2004 - 7 AZR 213/03 - EzA § 14 TzBfG Nr. 8, zu II 1 b aa der Gründe) - nach Ablauf einer zweiwöchigen Ankündigungsfrist die vor Beginn der Arbeitszeiterhöhung geltende Teilzeitabrede (wieder) in Kraft.
Die Vorschriften des TzBfG sind auf die Befristung einzelner Arbeitsbedingungen nicht anwendbar (BAG 18. Januar 2006 - 7 AZR 191/05 - AP BGB § 305 Nr. 8 = EzA BGB 2002 § 307 Nr. 13; 27. Juli 2005 - 7 AZR 486/04 - BAGE 115, 274, 286; 14. Januar 2004 - 7 AZR 213/03 - BAGE 109, 167, 173 f.).
Nach Wortlaut, Systematik sowie Sinn und Zweck des TzBfG sind dessen befristungsrechtliche Vorschriften auf einen Arbeitsvertrag mit insgesamt begrenzter Laufzeit anwendbar, nicht auf Absprachen über die Befristung einzelner Vertragsbedingungen innerhalb eines Arbeitsverhältnisses auf unbestimmte oder längere Zeit (BAG 14. Januar 2004 - 7 AZR 213/03 - aaO).
Es ist auf die Befristung von Teilen eines Arbeitsvertrages nicht anzuwenden (BAG 14. Januar 2004 - 7 AZR 213/03) .
Ein Sachgrund war erforderlich, weil durch die Vereinbarung der gesetzliche Änderungskündigungsschutz objektiv umgangen wurde und auch nach Inkrafttreten des Teilzeit- und Befristungsgesetzes die von der Rechtsprechung entwickelten Grundsätze zur Wirksamkeit der Befristung einzelner Vertragsbedingungen anzuwenden waren (Vgl. BAG 14. Januar 2004 - 7 AZR 213/03 m.w.N.).
Die mit dieser Vereinbarung verfolgten beschäftigungspolitischen Ziele stellen keinen anerkannten Sachgrund dar (BAG 14. Januar 2004 - 7 AZR 213/03).
Mit dieser Verfahrensweise würde es nur sein Betriebsrisiko unzulässigerweise auf die Klägerin verlagern (Vgl. BAG 14. Januar 2004 - 7 AZR 213/03).
Mit diesem Regelungsziel wäre nicht vereinbar, an die Wirksamkeit der Befristung einzelner Vertragsbedingungen geringere Anforderungen zu stellen als vor Inkrafttreten dieses Gesetzes (zuletzt BAG 14. Januar 2004 - 7 AZR 213/03).
Die Unwirksamkeit der Befristung einzelner Arbeitsbedingungen ist mit einer Klage nach § 256 Abs. 1 ZPO geltend zu machen (BAG 14. Januar 2004 - 7 AZR 213/03 - BAGE 109, 167 = AP TzBfG § 14 Nr. 10 = EzA TzBfG § 14 Nr. 8, zu I der Gründe; 27. Juli 2005 - 7 AZR 486/04 - BAGE 115, 274 = AP BGB § 307 Nr. 6 = EzA BGB 2002 § 307 Nr. 5, zu A I der Gründe;… 18. Januar 2006 - 7 AZR 191/05 - Rn. 13, AP BGB § 305 Nr. 8 = EzA BGB 2002 § 307 Nr. 13).
Die Vorschriften des TzBfG sind auf die Befristung einzelner Arbeitsbedingungen nicht - auch nicht entsprechend - anwendbar (BAG 14. Januar 2004 - 7 AZR 213/03 - BAGE 109, 167 = AP TzBfG § 14 Nr. 10 = EzA TzBfG § 14 Nr. 8, zu II 1 b der Gründe; 27. Juli 2005 - 7 AZR 486/04 - BAGE 115, 274 = AP BGB § 307 Nr. 6 = EzA BGB 2002 § 307 Nr. 5, zu B II 1 c der Gründe; 18. Januar 2006 - 7 AZR 191/05 - AP BGB § 305 Nr. 8 = EzA BGB 2002 § 307 Nr. 13, zu B I 3 der Gründe).
ArbG Leipzig, 05.08.2004 - 16 Ca 1817/04
Rechtmäßigkeit der Befristung eines Arbeitsverhältnisses; Möglichkeit und …
LAG Rheinland-Pfalz, 30.11.2005 - 9 Sa 550/05
Befristete Arbeitsbedingungen und Erprobung
LAG Köln, 21.06.2004 - 2 (9) Sa 161/04
Leistungszulage, Entzug, Widerruf, Paritätische Kommission, Tarifauslegung, …
LAG Brandenburg, 14.10.2004 - 4 Sa 427/03
Befristung der Vereinbarung über die Dauer der wöchentlichen Pflichtstundenzahl, …
LAG Rheinland-Pfalz, 14.11.2007 - 7 Sa 523/07
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LAG Köln, 21.06.2004 - 2 (9) Sa 183/04
LAG Rheinland-Pfalz, 30.06.2009 - 3 Sa 122/09
Befristung wegen Vertretung von Arbeitnehmern mit Arbeitszeitermäßigung
LAG Rheinland-Pfalz, 04.11.2004 - 11 Sa 321/04
Befristete Verkürzung der regelmäßigen Wochenarbeitszeit
LAG Köln, 09.05.2012 - 3 Sa 1179/11
Inhaltskontrolle bei befristeter Erhöhung der Arbeitszeit
LAG Köln, 03.12.2009 - 13 Sa 949/09
LAG Thüringen, 28.10.2008 - 7 Sa 525/07
Zulässigkeit der Befristung einer geringfügigen Beschäftigung während des Ruhens …

References: § 17
 § 14
 § 14
 § 14
 § 14
 § 2
 § 620
 § 14
 § 14
 § 14
 § 14
 § 14
 § 2
 § 14
 § 14
 § 14
 § 307
 § 307
 § 305
 § 307
 § 17
 § 620
 § 14
 § 307
 § 307
 § 307
 § 15
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 § 14
 § 305
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 § 256
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 § 305
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