Source: https://www.avacon.de/cps/rde/xchg/avacon/hs.xsl/7396.htm
Timestamp: 2017-06-27 00:12:50+00:00

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Veröffentlichung von Daten in Anlehnung an § 31 ARegV - Avacon Internet Avacon Internet
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Inhalt: Veröffentlichung von Daten in Anlehnung an § 31 ARegV
Die Energiewende ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Die Avacon AG leistet hierzu einen maßgeblichen Beitrag. Die Menge der aufgenommenen regenerativen Energie übersteigt inzwischen nachhaltig den Stromabsatz in unserem Netz.
Als regulierte Unternehmen dürfen Betreiber von Strom- und Gasnetzen jährlich eine definierte Erlösobergrenze vereinnahmen. Die Erlösobergrenze soll die Kosten eines Netzbetreibers unter Berücksichtigung von Inflation und Effizienzvorgaben abdecken. Die Erlösobergrenze beinhaltet als wesentliche Positionen zum einen die originären Kosten des Netzbetriebs (für Abschreibungen, Zinsen, Personal, Material, Fremdleistungen etc.). Diese Kosten wurden durch die Regulierungsbehörde festgestellt. Sie werden während der laufenden Regulierungsperiode in der Erlösobergrenze nicht aktualisiert. Es erfolgt eine jährliche Anpassung um die Preissteigerung und die individuelle Effizienzvorgabe. Trotz erheblicher Investitionen in den Ausbau unserer Netze zur Aufnahme erneuerbarer Energien sind unsere originären Kosten seit Jahren relativ stabil. Daneben enthält die Erlösobergrenze die dauerhaft nicht beeinflussbaren Kostenanteile gem. § 11 Abs. 2 ARegV. Hier handelt es sich um vom Netzbetreiber nicht zu beeinflussende Positionen, wie vorgelagerte Netzkosten und vermiedene Netzentgelte. Diese werden als durchlaufende Posten jährlich in der Erlösobergrenze aktualisiert. Schließlich beinhaltet die Erlösobergrenze den Erweiterungsfaktor gem. § 10 ARegV, der eine gestiegene Versorgungsaufgabe abbilden soll, sowie das Qualitätselement gem. § 19f. ARegV zur Berücksichtigung der Netzzuverlässigkeit. Im Fall von Netzzu- oder –abgängen wird die jährliche Erlösobergrenze entsprechend angepasst.
Die von der Bundesnetzagentur ursprünglich genehmigte Erlösobergrenze 2017 der Avacon AG beträgt 429.474.749 €, hierin sind 161.405.484 € dauerhaft nicht beeinflussbare Kostenanteile enthalten. Netzbetreiber sind verpflichtet, ihre genehmigte Erlösobergrenze jährlich anzupassen, um Änderungen u.a. der dauerhaft nicht beeinflussbaren Kosten, des Erweiterungsfaktors, des Verbraucherpreisindexes sowie von Zu- oder Abschlägen zum Ausgleich des Regulierungskontos zu berücksichtigen. Die angepasste Erlösobergrenze 2017 der Avacon AG, insbesondere beeinflusst durch die in 2014 erfolgte Netzübernahme des 110kV-Teilnetzbetriebes „Mitte“ von der ehemaligen E.ON Netz GmbH sowie der in 2016 erfolgten Netzübernahme eines Teils des 110-kV Hochspannungsnetzes in der Region nördliches Sachsen-Anhalt von der ehemaligen HSN Magdeburg GmbH, beträgt 1.327.856.002 €. Hierin sind 959.986.244 € dauerhaft nicht beeinflussbare Kosten enthalten. Die Erlösobergrenze berücksichtigt zudem die individuelle Effizienz des Netzbetreibers. Sogenannte ineffiziente Kosten werden über einen Zeitraum von fünf Jahren auf Null abgeschmolzen. Für die Avacon AG wurde durch die Bundesnetzagentur für die aktuelle Regulierungsperiode ein Effizienzwert von 96,27% festgestellt.
Die Erlösobergrenze der Avacon AG ist zunehmend durch die Energiewende geprägt. Rund 65 % unserer Erlösobergrenze entfallen inzwischen auf Kosten für vorgelagerte Übertragungsnetze, auf vermiedene Netzentgelte und Entschädigungszahlungen für Einspeisemanagement. Letzteres sind für uns nicht beeinflussbare Kosten. Vermiedene Netzentgelte werden den in unser Netz einspeisenden Anlagenbetreibern für die vermiedene Nutzung der vorgelagerten Netzebenen gutgeschrieben bzw. für nach dem EEG geförderte Anlagen in den EEG-Topf eingezahlt. Entschädigungszahlungen für Einspeisemanagement werden an Betreiber insbesondere von Erneuerbare Energien-Anlagen gezahlt, deren Einspeiseleistung zeitweise reduziert werden musste.
Damit führen die Herausforderungen der Energiewende perspektivisch zu steigenden Preisen, wobei die Kosten des Verteilnetzes insbesondere durch Effizienzsteigerungen aber konstant sind.

References: § 31
 § 31
 § 31
 § 11
 § 10
 § 19