Source: http://gv-weidenthal.de/seiten/archiv/satzung2.htm
Timestamp: 2019-06-17 21:13:22+00:00

Document:
Satzung von 1999
Mitglied des Pfälzischen Sängerbundes im Deutschen Sängerbund
Mitglied der Chorjugend des Sängerkreises Neustadt a. d. Weinstraße
Satzung des Gesangvereins 1858 e.V. Weidenthal in der Fassung vom 20. Februar 1999
Der 1858 in Weidenthal gegründete Verein führt den Namen "Gesangverein 1858 e. V. Weidenthal". Er hat seinen Sitz in Weidenthal, ist Mitglied des Pfälzischen Sängerbundes im Deutschen Sängerbund, der Chorjugend des Sängerkreises Neustadt a. d. Weinstraße und ist im Vereinsregister Ludwigshafen eingetragen.
Zweck des Vereins ist die Pflege des Chorgesangs in Erwachsenen-, Jugend- und Kinderchören. Hierdurch soll der Chorgesang als kulturelle Gemeinschaftsaufgabe erhalten und gefördert werden. Außerdem führt der Verein darüber hinausreichende jugendpflegerische Maßnahmen durch und ist bemüht, freie und öffentliche Jugendpflege anzuregen und zu unterstützen.
Durch regelmäßige Proben bereiten sich die Chöre des Vereins für Konzerte und andere musikalische Veranstaltungen vor und stellen sich dabei auch in den Dienst der Öffentlichkeit.
Jugendpflegerische Arbeit durch politische, soziale und kulturelle Bildungsarbeit, sowie die Förderung internationaler Zusammenarbeit.
Pädagogische Ziele sind die Förderung der charakterlichen und schöpferischen Kräfte und die Erziehung der Kinder und Jugendlichen zu freien und für das Kulturgut Lied und die Musik aufgeschlossenen Menschen. Der Verein sieht damit seinen Auftrag in einer ganzheitlichen Erziehung junger Menschen und leistet einen Beitrag zur Persönlichkeitsbildung dieser durch Förderung des sozialen Verhaltens.
Mittel des Vereins dürfen nur für die satzungsmäßigen Zwecke verwendet werden. Die Mitglieder erhalten keine Zuwendungen aus Mitteln des Vereins. Es darf keine Person durch Ausgaben, die dem Zweck des Vereins fremd sind, oder durch unverhältnismäßig hohe Vergütungen begïünstigt werden.
Der Verein besteht aus singenden und fördernden Mitgliedern, Ehrenmitgliedern, Mitgliedern der Chorjugend im Deutschen Sängerbund, sowie ruhenden Mitgliedern.
a) Singendes Mitglied kann jede stimmbegabte Person sein.
b) Förderndes Mitglied kann jede natürliche oder juristische Person sein, die die Bestrebungen des Gesangvereins unterstïützen will, ohne selbst zu singen.
c) Ehrenmitglied des Gesangvereins kann durch Ernennung der Generalversammlung werden, wer 50 Jahre Beiträge gezahlt hat oder sich um den Gesangverein besondere Verdienste erworben hat.
d) Mitglieder der Chorjugend im Deutschen Sängerbund sind Kinder und Jugendliche bis zur Vollendung des 18. Lebensjahres sowie junge, aktive Erwachsene bis zur Vollendung des 27. Lebensjahres.
e) Ruhendes Mitglied wird ein Vereinsmitglied, wenn es zum Wehr- oder Zivildienst einberufen wird. In dieser Zeit bestehen keine Mitgliedschaftsrechte und -pflichten. Nach Ablauf dieser Aussetzungszeit leben diese Rechte und Pflichten automatisch wieder auf. Gleiches gilt, wenn das Ruhen der Mitgliedschaft vorzeitig endet. Zur Reaktivierung einer ruhenden Mitgliedschaft bedarf es einer einfachen Anzeige an ein Vorstandsmitglied. Eine solche Anzeige ist jederzeit möglich.
Um die Aufnahme in den Gesangverein ist beim Vorstand schriftlich nachzusuchen. Über die Aufnahme entscheidet der Vorstand. Lehnt dieser den Aufnahmeantrag ab, so steht dem Betroffenen die Berufung zur Mitgliederversammlung zu. Diese entscheidet endgültig.
Die Höhe des zu entrichtenden Mitgliedsbetrages wird von der Mitgliederversammlung festgelegt. Es werden folgende Beitragsklassen unterschieden:
a) Kinder und Jugendliche bis zur Vollendung des 18. Lebensjahres, Schüler und Studenten mit schriftlichem Nachweis bis zur Vollendung des 27. Lebensjahres
b) Fördernde Mitglieder mit Vollendung des 18. Lebensjahres und singende Mitglieder soweit nicht unter a) genannter Mitglieder
c) Ruhende Mitglieder und Ehrenmitglieder sind von der Entrichtung des Mitgliedsbeitrages befreit.
Die Mitglieder haben das Recht, an den Veranstaltungen des Vereins teilzunehmen. Sie haben mit Vollendung des 16. Lebensjahres, mit Einwilligung des gesetzlichen Vertreters gemäß § 107,§ 108 und § 111 BGB, Stimmrecht bei der Mitgliederversammlung und können für die Tagesordnung der Mitgliederversammlungen oder zur Beratung in der Vorstandschaft Antrïäge stellen. Die Mitgliederrechte ruhen, wenn die Verpflichtungen dem Verein gegenüber nicht eingehalten werden oder das Mitglied zur Ableistung des Wehr- oder Zivildienstes verpflichtet ist.
§ 6.1 Stimmrecht
a) Geschäftsunfähige Vereinsmitglieder (gemäß §104 Nr. 1 BGB, Minderjïährige unter 7 Jahren) besitzen kein Stimmrecht.
b) Vereinsmitglieder, die das 16. Lebensjahr noch nicht vollendet haben, besitzen ebenfalls kein Stimmrecht.
c) Vereinsmitglieder, die über ein Stimmrecht verfügen, können dies grundsätzlich nur persönlich ausüben. Bei Mitgliedern, die das 16. Lebensjahr noch nicht vollendet haben, ist der gesetzliche Vertreter nicht zur Stimmabgabe berechtigt.
Der freiwillige Austritt erfolgt durch schriftliche Erklärung gegenïüber dem Vorstand unter Einhaltung einer vierteljährigen Kündigungsfrist zum Schluss eines Kalenderjahres. Bis zu diesem Zeitpunkt bleibt das ausscheidende Mitglied zur Bezahlung des Mitgliedsbeitrages verpflichtet.
Ein Mitglied kann, wenn es gröblich gegen die Vereinsinteressen verstoßen hat oder wenn es laufend seinen finanziellen Verpflichtungen dem Verein gegenüber nicht nachkommt, mit sofortiger Wirkung durch den Vorstand ausgeschlossen werden. Vor einer mit Begründung versehenen Entscheidung über den Ausschluss ist dem Mitglied unter Setzung einer angemessenen Frist Gelegenheit zur Rechtfertigung zu geben. Gegen die Ausschlussentscheidung steht dem Mitglied innerhalb eines Monats nach Zugang die Berufung zur Mitgliederversammlung zu, die endgültig und bindend entscheidet. Macht ein Mitglied von der Berufung keinen Gebrauch, so unterwirft es sich dem Ausschlussbescheid mit der Folge, dass eine gerichtliche Anfechtung nicht mehr möglich ist.
Mitgliedsbeiträge und andere Zuwendungen dienen allein den beschriebenen Zwecken des Vereins. Nicht mit den angegebenen Zwecken zu vereinbarende Zuwendungen, unangemessene Vergütungen oder die Gewährung von Krediten aus Vereinsmitteln an Mitglieder oder andere natürliche und juristische Personen sind nicht zulässig.
Die Mitgliederversammlung ist 14 Tage vorher unter Bekanntgabe der Tagesordnung durch öffentliche Bekanntmachung durch Aushang im Vereinskasten und in der Lambrechter Wochenzeitung "Die Talpost" einzuberufen. Die ordnungsgemäß einberufene Mitgliederversammlung ist ohne Rücksicht auf die erschienene Anzahl der Mitglieder beschlussfähig.
Die Mitgliederversammlung wird durch den ersten Vorsitzenden oder dessen Vertreter geleitet. Alle Beschlüsse, mit Ausnahme des Beschlusses der Auflösung des Vereins, werden mit einfacher Stimmenmehrheit gefasst und durch den Schriftführer protokolliert. Das Protokoll ist von den Vorstandsmitgliedern zu unterzeichnen. Stimmberechtigt sind alle anwesenden Mitglieder gemäß § 6.1. Stimmengleichheit gilt als Ablehnung.
c) Wahl des Vorstandes alle zwei Jahre;
e) Festsetzung der Mitgliedsbeitragssätze;
h) Entscheidung über die Berufung nach § 3 und § 7 der Satzung;
j) Entgegennahme des musikalischen Jahresberichtes des Chorleiters
c) zwei Beitragskassierern, solange die Beitrge nicht per Bankeinzug vereinnahmt werden;
d) einem Pressereferenten;
e) einem Jugendvertreter;
f) dem Beirat, bestehend aus sieben Beisitzern, die auf Beschluss des Vorstandes mit besonderen Aufgaben betraut werden können.
d) der Kassenverwalter.
Jedes Mitglied des geschäftsfïürenden Vorstandes ist zur alleinigen Vertretung berechtigt. Hiervon ausgenommen sind nicht regelmäßig wiederkehrende Bankgeschäfte, hierzu ist neben der Unterschrift des Kassenverwalters, die Zustimmung des ersten Vorsitzenden oder dessen Vertreters erforderlich.
Scheidet ein Mitglied des geschäftsführenden Vorstandes während der Wahlzeit aus, so übernimmt auf Beschluss des Vorstandes eines der übrigen Mitglieder in Personalunion die Geschäfte des Ausgeschiedenen bis zur satzungsgemäßen Neuwahl des Vorstandes.
Der Vorstand wird auf zwei Jahre gewählt mit Ausnahme des Chorleiters, der nach Berufung durch den Vorstand von der Mitgliederversammlung zu bestätigen ist.
Der Vorstand fasst seine Beschlüsse in Vorstandssitzungen, die vom Vorsitzenden oder dessen Vertreter schriftlich oder mündlich einberufen und geleitet werden. Die Beschlüsse des Vorstandes sind schriftlich niederzulegen. Die Protokolle sind von den anwesenden Vorstandsmitgliedern zu unterzeichnen. Im übrigen obliegt dem Vorstand die Durchführung der Beschlüsse der Mitgliederversammlung; er entscheidet auch über Angelegenheiten, die in der Satzung nicht geregelt sind.
Der Chorleiter ist für die musikalische Arbeit im Verein verantwortlich. Das gilt besonders für die Aufstellung sämtlicher Veranstaltungsprogramme und für das Auftreten der Vereinschöre in der Öffentlichkeit. Eine Anstellung erfolgt nach der Berufung und Bestätigung entsprechend § 11 der Satzung durch den geschäftsführenden Vorstand, der auch im Einvernehmen mit dem Chorleiter die zu zahlende Vergütung vereinbart.
Werden Ämter und Titel von einer Frau erworben und werden Funktionen von Frauen ausgeübt, so gelten Titel, Amts- und Funktionsbezeichnungen dieser Vereinssatzung in ihrer weiblichen Form.
Die Auflösung oder Aufhebung des Vereins kann in einer Mitgliederversammlung mit drei Viertelteilen der erschienen Mitglieder beantragt werden. Solange acht Mitglieder zur Fortführung des Vereins entschlossen sind, darf der Verein nicht aufgelöst werden. Sofern die Mitgliederversammlung nichts anderes beschließt, sind der Vorsitzende und der stellvertretende Vorsitzende die gemeinsam vertretungsberechtigten Liquidatoren. Das nach der Liquidation verbleibende bzw. bei Wegfall des steuerbegünstigten Zweckes vorhandene Vereinsvermögen fällt den beiden Kirchengemeinden Weidenthal im Verhältnis der im Zeitpunkt der Auflösung im Verein befindlichen Mitglieder beider Konfessionen zu.
Die vorliegende Satzung ist von der Mitgliederversammlung vom 20. Februar 1999 beschlossen worden und mit dem gleichen Tag in Kraft getreten. Auf Beschluss des Kreissängertages des Sängerkreises Neustadt a. d. Weinstraße sind die bei der Jahreserhebung gemeldeten Kinder- und Jugendchöre des Vereins Mitglied der Chorjugend des Sängerkreises Neustadt a. d. Weinstraße. Die vom Kreissängertag des Sängerkreises Neustadt a. d. Weinstraße verabschiedeten Jugendordnung wird anerkannt und liegt in ihrer aktuellen Fassung als Anlage dieser Satzung bei. Der Vorstand kann zur vorliegenden Satzung eine Geschäftsordnung erlassen. Die bisherige Satzung des Vereins vom 1. Februar 1987 in der geänderten Fassung vom 31. Januar 1988 ist hiermit aufgehoben.
Weidenthal, den 20. Februar 1999

References: § 107
 § 111

§ 6
 §104
 § 6
 § 3
 § 7
 § 11