Source: https://www.crosssoft.de/finanzierungsvereinbarung-fuer-die-telematikinfrastruktur-der-krankenhaeuser-final-unterzeichnet/
Timestamp: 2019-05-22 20:20:54+00:00

Document:
Finanzierungsvereinbarung für die Telematikinfrastruktur der Krankenhäuser final unterzeichnet - CROSSSOFT. Wir entwickeln Visionen!
Die Finanzierung zur Anbindung der Krankenhäuser an die Telematikinfrastruktur steht. 400 Millionen Euro stellt die GKV dafür zur Verfügung. Hinzu kommt eine Pauschale für die jährliche Betriebskosten in Höhe von rd. 18 Millionen Euro. Eine entsprechende Vereinbarung haben die Deutsche Krankenhausgesellschaft und der GKV-Spitzenverband unterzeichnet.
Anwendungen und Funktionalitäten:
1. Online-Versichertenstammdatenmanagement (online-VSDM
2. Basisdienst QES
3. Notfalldatenmanagement (NFDM)
4. elektronischer Medikationsplan/Arzneimitteltherapiesicherheitsprüfung (eMP /AMTS)
5. Kommunikation Leistungserbringer (KOM-LE) auch als sicheres Übermittlungsverfahren für elektronische Arztbriefe
Organisations- und Leistungsbereiche, soweit diese ihre informationstechnische Versorgung nicht über unabhängige Systeme sondern als Bestandteil der IT des Krankenhauses erhalten und hierüber an die Telematikinfrastruktur angebunden werden:
1. ambulante spezialfachärztliche Versorgung nach § 116b Abs. 2 und Abs. 8 SGB V
2. Hochschulambulanzen nach § 117 Abs. 1-3 SGB V
3. psychiatrische und psychosomatische Institutsambulanzen nach § 118 SGB V
4. geriatrische Institutsambulanzen nach § 118a SGB V
5. sozialpädiatrische Zentren nach § 119 SGB V
6. medizinische Behandlungszentren nach § 119c SGB V
7. Kinderspezialambulanzen nach § 120 Abs. 1a SGB V
8. Notfallambulanzen (§ 76 Abs. 1 S. 2 SGB V, § 2 Abs. 2 Ziff. 4 MBV-Ä)
9. ambulantes Operieren im Krankenhaus nach § 115b SGB V
10. die Ermächtigungsambulanzen der persönlich ermächtigten Krankenhausärzte (§ 116 SGB V, § 4 Abs. 1 BMV-Ä, § 31a Abs. 1 Ärzte-ZV)
11. die medizinischen Versorgungszentren (§ 95 SGB V)
Zum Ausschluss einer Doppelfinanzierung müssen ermächtigte Ärzte und für das MVZ Verantwortliche gegenüber dem Krankenhausträger schriftlich ihren Verzicht erklären, eine Finanzierung ihrer durch die Telematikinfrastruktur verursachten Investitions- und Betriebskosten von ihrer zuständigen Kassenärztlichen Vereinigung (KV) in Anspruch zu nehmen.
Den vollständigen Text der Pressemitteilung haben beigefügt. Weitere Informationen finden Sie auch im Internet unter www.gkv-spitzenverband.de
Berlin, 7. September 2018 – Der GKV-Spitzenverband und die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG) haben sich auf eine Finanzierungsvereinbarung für die Ausstattungs- und Betriebskosten im Rahmen der Einführung und des Betriebs der Telematikinfrastruktur (TI) gemäß § 291a Abs. 7a SGB V ab Oktober 2018 geeinigt. Es wurden Pauschalen festgelegt, die eine Ausstattung der Krankenhäuser mit Kartenterminals, Konnektoren und den notwendigen digitalen Zertifikaten abdecken. Ebenfalls über die Pauschalen abgedeckt sind die mit dem Anschluss an die TI einhergehen- den Anpassungen der Infrastrukturen, der Software und der Betriebskonzepte. Dafür stellt die GKV über 400 Millionen Euro zur Verfügung. Ebenfalls wurden Pauschalen für die jährlichen Betriebskosten festgelegt, die bei ca. 18 Millionen Euro liegen werden.
Aktuell sind noch keine zugelassenen eHealth-Konnektoren verfügbar. Um diesen Umstand aufzufangen, Regelt die Vereinbarung auch die Finanzierung für Feldtests im Rahmen der Zulassungsverfahren. Außerdem wurden Zusatzanforderungen an Konnektoren für Rechenzentren definiert. Damit wird man den Anforderungen der Krankenhäuser gerecht, ohne die Zulassungsverfahren anpassen zu müssen. Diese Zusatzanforderungen müssen von Herstellern erfüllt werden, damit Sonderregelungen zur Finanzierung greifen. Hier muss sich nun zeigen, ob es der Industrie gelingt, in einem sinnvollen Zeitrahmen geeignete Rechenzentrumskonnektoren zur Zulassung zu bringen.

References: § 116
 § 117
 § 118
 § 118
 § 119
 § 119
 § 120
 § 2
 § 115
 § 4
 § 31
 § 291