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Timestamp: 2016-10-23 12:01:35+00:00

Document:
U 233/99 (21.03.2000)
U 233/99 Ge
Urteil vom 21. M�rz 2000
N.________, Beschwerdef�hrer, vertreten durch Rechtsanwalt F.________,
A.- Der 1955 geborene N.________ war seit August 1991 bei den Schweizerischen Bundesbahnen (SBB) im Rangierdienst t�tig und dadurch bei der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (SUVA) obligatorisch gegen die Folgen von Berufsunf�llen versichert. Am 8. September 1992 richtete er sich anl�sslich eines Bremsman�vers, bei welchem er einen Hemmschuh unter einen langsam heranrollenden G�terwaggon auf die Schiene zu legen hatte, zu sp�t wieder auf, sodass er vom Trittbrett des Waggons erfasst und weggeschleudert wurde. Nachdem er kurze Zeit bewusstlos am Boden gelegen hatte, wurde er auf Grund der erlittenen Verletzungen an Kopf und Brust im Spital M.________ hospitalisiert, wo die behandelnden �rzte eine frische Kompressionsfraktur BWK 12 mit deutlicher ventraler Keildeformierung und erhaltener Wirbelk�rperhinterkante sowie eine Rissquetschwunde temporo-frontal rechts diagnostizierten (Bericht vom 23. September 1992). Am 19. September 1992 konnte er nach Hause entlassen werden. Der daraufhin konsultierte Hausarzt Dr. med. B________, Allgemeine Medizin FMH, stellte am 20. Januar 1993 fest, dass N.________ offenbar unter �ngsten leide und eine Mobilisation seit November 1992 trotz objektiv gutem Heilungsverlauf grosse M�he bereite. Er schlug daher den Beizug eines Psychiaters vor. In den folgenden drei Jahren wurde der Versicherte von verschiedenen �rzten untersucht und behandelt, wobei sich herausstellte, dass er unter psychogenen sowie Angst- und Depressionsst�rungen litt, welche als zum �berwiegenden Teil f�r die von ihm subjektiv empfundenen Schmerzen verantwortlich gemacht wurden.
Die SUVA erbrachte die gesetzlichen Versicherungsleistungen. Mit Verf�gung vom 22. November 1996 sprach sie N.________ eine Invalidenrente auf der Basis einer Erwerbsunf�higkeit von 50 % sowie eine Integrit�tsentsch�digung, beruhend auf einer Integrit�tseinbusse von 10 %, mit Wirkung ab 1. Oktober 1996 zu. Nachdem der Versicherte hatte Einsprache erheben lassen, holte die SUVA weitere Ausk�nfte in erwerblich-beruflicher Hinsicht sowie die polizeilichen Akten bez�glich des Unfallereignisses vom 8. September 1992 ein. Im Rahmen des Einspracheverfahrens er�ffnete die SUVA dem Versicherten am 6. M�rz 1998, dass sie auf Grund der Aktenlage an der verf�gten Rente nicht festhalten k�nne und den Invalidit�tsgrad tiefer ansetzen werde. Gleichzeitig wies sie auf die M�glichkeit des Einspracher�ckzugs hin, wovon der Versicherte indes keinen Gebrauch machte. Mit Einspracheentscheid vom 10. August 1998 sprach die SUVA eine Invalidenrente auf der Basis einer Erwerbsunf�higkeit von 20 % r�ckwirkend ab 1. Januar 1997 sowie eine Integrit�tsentsch�digung von 10 % zu.
B.- Die hiegegen erhobene Beschwerde wies das Verwaltungsgericht des Kantons Thurgau mit Entscheid vom 28. April 1999 ab.
C.- N.________ l�sst Verwaltungsgerichtsbeschwerde f�hren mit dem Begehren, in Aufhebung des vorinstanzlichen Entscheides sei ihm mit Wirkung ab 1. Oktober 1996 eine Invalidenrente auf der Grundlage einer Erwerbsunf�higkeit von 100 % bei einem Valideneinkommen von Fr. 62'038.- sowie eine angemessene Integrit�tsentsch�digung, mindestens aber auf einer Integrit�tseinbusse von 50 % beruhend, zuzusprechen; eventualiter sei die Sache zur weiteren Abkl�rung an die SUVA zur�ckzuweisen. Der Eingabe liegt ein Schreiben der SBB vom 6. Juli 1999 bei.
1.- Das kantonale Gericht hat die Rechtsprechung zu dem f�r die Leistungspflicht des Unfallversicherers vorausgesetzten nat�rlichen (BGE 119 V 337 Erw. 1 mit Hinweisen) und ad�quaten Kausalzusammenhang (BGE 115 V 133) zwischen dem Unfall und dem in der Folge eingetretenen Schaden (Krankheit, Invalidit�t, Tod) zutreffend dargelegt. Richtig sind auch die Ausf�hrungen zur Invalidit�tsbemessung mittels Einkommensvergleich (Art. 18 Abs. 2 Satz 2 UVG) sowie zum Beweiswert von Arztberichten (RKUV 1991 Nr. U 133 S. 312 Erw. 1b; vgl. auch BGE 122 V 160 Erw. 1c), namentlich von Gutachten versicherungsinterner �rzte (vgl. auch BGE 122 V 161 unten f.). Darauf kann verwiesen werden.
Erg�nzend ist auf die massgebende Regelung des Integrit�tsentsch�digungsanspruchs (Art. 24 Abs. 1 UVG; Art. 36 Abs. 1 UVV) sowie der Abstufung der Integrit�tsentsch�digung nach der Schwere des Integrit�tsschadens (Art. 25 Abs. 1 UVG und Anhang 3 zur UVV, basierend auf Art. 36 Abs. 2 UVV; vgl. auch BGE 124 V 32 Erw. 1b) hinzuweisen. Zu pr�zisieren ist sodann, dass nach der Rechtsprechung bei der Beurteilung der Ad�quanz von psychischen Unfallfolgesch�den wie folgt zu differenzieren ist. Zun�chst ist abzukl�ren, ob der Versicherte beim Unfall ein Schleudertrauma der HWS, eine dem Schleudertrauma �quivalente Verletzung (SVR 1995 UV Nr. 23 S. 67 Erw. 2) oder ein Sch�del-Hirntrauma erlitten hat. Ist dies der Fall, sind bei Unf�llen aus dem mittleren Bereich die in BGE 117 V 366 Erw. 6a und 382 Erw. 4b umschriebenen Kriterien anzuwenden. Andernfalls erfolgt die Ad�quanzbeurteilung in den dem mittleren Bereich zuzuordnenden F�llen nach den Kriterien gem�ss BGE 115 V 140 Erw. 6c/aa (siehe zur Begr�ndung der teilweise unterschiedlichen Kriterien: BGE 117 V 367 Erw. 6a, letzter Absatz). Ergeben die Abkl�rungen, dass der Versicherte ein Schleudertrauma der HWS, eine diesem �quivalente Verletzung oder ein Sch�del-Hirntrauma erlitten hat, ist zus�tzlich zu beurteilen, ob die zum typischen Beschwerdebild einer solchen Verletzung geh�renden Beeintr�chtigungen zwar teilweise vorliegen, im Vergleich zur psychischen Problematik aber ganz in den Hintergrund treten. Ist dies der Fall, sind f�r die Ad�quanzbeurteilung bei F�llen aus dem mittleren Bereich die in BGE 115 V 140 Erw. 6c/aa f�r Unf�lle mit psychischen Folgesch�den festgelegten Kriterien (und nicht jene f�r F�lle mit Schleudertrauma der HWS, �quivalenter Verletzung oder Sch�del-Hirntrauma gem�ss BGE 117 V 366 Erw. 6a und 382 Erw. 4b) massgebend (BGE 123 V 99 Erw. 2a).
2.- a) Von keiner Seite in Frage gestellt wird, dass die somatischen Leiden des Beschwerdef�hrers - mit Ausnahme der vorbestehenden Chondromatose im linken Knie (vgl. insbesondere die Berichte des Dr. med. A.________, Rehabilitationsklinik X.________, vom 8. April 1993 und des Dr. med. S.________, Spezialarzt FMH f�r Chirurgie, SUVA Abteilung Unfallmedizin, vom 25. Oktober 1994) - wie auch das psychische Krankheitsbild in einem nat�rlich kausalen Zusammenhang zum Unfall vom 8. September 1992 stehen. Da praxisgem�ss zur Bejahung der nat�rlichen Kausalit�t bereits eine Teilurs�chlichkeit des Unfalles gen�gt (BGE 121 V 329 Erw. 2a mit Hinweisen), ist dieser Betrachtungsweise zuzustimmen. In der Verwaltungsgerichtsbeschwerde kritisiert wird indessen die Verneinung der Ad�quanz hinsichtlich der psychischen Gesundheitsst�rungen.
b) Der Beschwerdef�hrer schlug anl�sslich des Ereignisses vom 8. September 1992 seinen Kopf am Trittbrett eines heranrollenden Waggons an, wodurch er eine Rissquetschwunde erlitt und f�r einige Minuten das Bewusstsein verlor. In der Folge klagte der Versicherte erstmals am 12. Mai 1993 �ber Kopfschmerzen (Bericht des Kreisarztes Dr. med. C.________ vom 12. Mai 1993), am 7. und 13. Juli 1993 �ber Schwindelgef�hle und Ohrenger�usche (Bericht des Dr. med. V.________, Neurologie, vom 28. Juli 1993) sowie am 5. Oktober 1993 �ber L�rmempfindlichkeit (Schreiben der Bahnhofinspektion R.________ vom 5. Oktober 1993). Konzentrationsst�rungen erw�hnte der Beschwerdef�hrer anfangs 1994 gegen�ber den Dres. med. W.________ und F.________, Spital Y.________, Klinik f�r Orthop�dische Chirurgie, (Bericht vom 6. Januar 1994) und eine Sehschw�che wurde anl�sslich des Eintritts in die Rehabilitationsklinik X.________ am 23. Februar 1994 angegeben (Austrittsbericht der Dres. med. Z.________ und H.________ vom 13. April 1994). Angesichts des Unfall- sowie Beschwerdeverlaufs erscheint die Diagnose eines leichten Sch�del-Hirntraumas, wie sie erstmals von Dr. med. S.________ in seinem Bericht vom 25. Oktober 1994 gestellt wurde, als glaubhaft. Auff�llig ist indessen der Umstand, dass die zum typischen Beschwerdebild nach einer solchen Verletzung geh�renden Gesundheitsst�rungen allesamt erst einige Zeit nach dem Unfallereignis aufgetreten sind. Auf die �usserung des Beschwerdef�hrers gegen�ber Dr. med. V.________ im Rahmen der Untersuchungen vom 7. und 13. Juli 1993, wonach er bereits seit dem Unfall unter Kopfschmerzen, Schwindelgef�hlen, Ohrenger�uschen, Lichtscheu und rascher Erm�dbarkeit leide, kann nicht abgestellt werden, da diese erst im Juli 1993 und mithin �ber zehn Monate nach dem Unfall erfolgte (Bericht des Dr. med. V.________ vom 28. Juli 1993). Ferner nahm Dr. med. B.________ gem�ss seinen Angaben vom 20. Januar und 17. Mai 1993 bereits anfangs 1993 eine psychische �berlagerung der somatischen Leiden an, bevor die hievor aufgef�hrten Gesundheitsst�rungen �berhaupt erstmals vom Beschwerdef�hrer erw�hnt worden waren. Zum gleichen Schluss gelangten die den Versicherten in der Folge behandelnden �rzte, welche die geklagten k�rperlichen Beschwerden schon ab Mitte 1993 mit einer psychischen Fehlentwicklung in Zusammenhang brachten und �bereinstimmend eine organische Ursache der genannten k�rperlichen Beschwerden mit �berwiegender Wahrscheinlichkeit verneinten (vgl. die Berichte des Dr. med. B.________ vom 28. Juni 1993, des Dr. med. V.________ vom 28. Juli 1993 und 22. April 1994, des Dr. med. I.________, Psychiatrie und Psychotherapie, vom 27. September 1993 und der Dres. med. W.________ und K.________ vom 21. April 1994 sowie das Gutachten der Medizinischen Abkl�rungsstelle [MEDAS] Zentralschweiz vom 9. Juli 1996).
Nach der klaren medizinischen Aktenlage kann mithin davon ausgegangen werden, dass zwar die zum typischen Beschwerdebild eines leichten Sch�del-Hirntraumas geh�renden somatischen Beeintr�chtigungen teilweise gegeben, diese indes nicht mit �berwiegender Wahrscheinlichkeit organischen Ursprungs sind und im Vergleich zur ausgepr�gten psychischen Problematik ganz in den Hintergrund treten.
c) Ausgehend vom augenf�lligen Geschehensablauf sowie den erlittenen Verletzungen hat die Vorinstanz den Unfall vom 8. September 1992 im Rahmen der Einteilung, wie sie f�r die Belange der Ad�quanzbeurteilung vorzunehmen ist (vgl. BGE 117 V 366 Erw. 6a, 382 Erw. 4a, 115 V 138 Erw. 6), dem mittleren Bereich und innerhalb dieser Gruppe den mittelschweren bis schweren Unf�llen zugeordnet.
Dieses Vorgehen ist im Lichte der Rechtsprechung, wonach etwa der Fall eines Arbeiters, welcher von einem mit einer Geschwindigkeit von 50 km/h vorbeifahrenden Lastwagen am Kopf getroffen und eine schwere Commotio cerebri erlitten hatte, als den Unf�llen im schweren Bereich (nicht ver�ffentlichtes Urteil F. vom 17. Oktober 1989 U 53/86) und derjenige eines Zweiradfahrers, der von einem Personenwagen frontal erfasst, auf die Motorhaube gehoben und rund 22 m von der Kollisionsstelle weg auf das Trottoir geschleudert wurde, wobei er sich diverse schwere Verletzungen zuzog (nicht ver�ffentlichtes Urteil C. vom 23. Dezember 1991, U 90/90), als den schweren F�llen im mittleren Bereich zugeh�rig bezeichnet wurde, nicht zu beanstanden.
d) Ob der ad�quate Kausalzusammenhang gegeben ist, beurteilt sich gem�ss der in Erw. 1 hievor dargelegten Rechtsprechung mithin anhand der in BGE 115 V 140 Erw. 6c/aa aufgelisteten Kriterien. Wie im angefochtenen Entscheid mit Blick auf BGE 115 V 140 Erw. 6c/bb zutreffend festgehalten wird, kann es in F�llen wie dem vorliegenden f�r die Bejahung der Ad�quanz gen�gen, wenn ein einziges Kriterium in besonders ausgepr�gter Weise erf�llt ist oder, sofern dies nicht zutrifft, mehrere unfallbezogene Kriterien herangezogen werden k�nnen.
Besonders dramatische Begleitumst�nde des Unfalles liegen nicht vor. Obgleich auch ein nur kurzer Zeitraum des Gewahrwerdens der Bedrohung gen�gen kann, um von einer besonderen Eindr�cklichkeit auszugehen, erweist sich das vorliegend zu beurteilende Unfallgeschehen bei objektiver Betrachtung nicht als derart gravierend, dass dieses Einzelkriterium rechtfertigte, die aufgetretene psychogene Fehlentwicklung als ad�quat zu bezeichnen. Sodann handelt es sich bei der erlittenen Rissquetschwunde am Kopf mit Sch�delprellung sowie dem Bruch des Beckenwirbels nicht um Verletzungen von besonderer Art oder Schwere. Was die Dauer der �rztlichen Behandlung anbelangt, war diese bis zum 8. April 1994 zumindest teilweise auf die Besserung der k�rperlichen Unfallfolgen gerichtet (vgl. den Austrittsbericht der Dres. med. Z.________ und H.________, Rehabilitationsklinik X.________, vom 13. April 1994), anschliessend indes nur noch durch die psychischen Leiden sowie unfallfremde somatische St�rungen bedingt. Eine k�rperlich indizierte Behandlungsdauer von unter zwei Jahren kann angesichts der konkreten Umst�nde jedoch nicht als ungew�hnlich lang betrachtet werden. Auch Grad und Dauer der physisch bedingten Arbeitsunf�higkeit waren nicht von besonderem Ausmass, betonte der Hausarzt Dr. med. B.________ in seinem Bericht vom 20. Januar 1993 - mithin vier Monate nach dem Unfall - doch bereits die Angstgef�hle des Beschwerdef�hrers sowie die darauf zur�ckzuf�hrende, trotz des aus somatischer Sicht guten Heilungsverlaufs "grosse M�he bei der Mobilisation". �ber eine Arbeitsaufnahme in reduziertem Umfang wurde alsdann ab 13. April 1993 diskutiert (Bericht des Dr. med. A.________ vom 8. April 1993), wobei die SUVA die entsprechende Aufforderung - unter anderem nach gescheiterten Arbeitsversuchen - mehrmals zur�cknahm. Aus allen �rztlichen Stellungnahmen geht ferner die psychische �berlagerung der Beschwerden hervor, welche bereits in einem fr�hen Zeitpunkt nach dem Unfall einsetzte (vgl. zum Ganzen BGE 123 V 141 Erw. 3d; RKUV 1998 Nr. U 307 S. 450 Erw. 3b). Des Weitern liegen hinsichtlich der somatischen Beschwerden keine Anzeichen f�r �rztliche Fehlbehandlungen mit einer Verschlimmerung der Unfallfolgen oder f�r einen schwierigen Heilungsverlauf mit erheblichen Komplikationen vor. Mit der Vorinstanz kann lediglich das Kriterium der k�rperlich bedingten Dauerschmerzen - wenn auch nicht im geklagten Ausmass - bejaht werden.
Demnach ist keines der von der Rechtsprechung f�r die Bejahung des ad�quaten Kausalzusammenhanges bei mittelschweren bis schweren Unf�llen im mittleren Bereich geforderten Kriterien derart erf�llt, dass die Ad�quanz des Unfalles hinsichtlich der psychischen St�rungen bejaht werden k�nnte.
3.- In der Verwaltungsgerichtsbeschwerde wird sodann eingewendet, bez�glich der Berechnung des f�r den Einkommensvergleich massgeblichen hypothetischen Einkommens ohne Gesundheitsschaden (Valideneinkommen) sei nicht auf den von SUVA und Vorinstanz angenommenen Verdienst von Fr. 59'598.-, sondern auf Fr. 62'038.- abzustellen.
a) Den Akten ist zu entnehmen, dass die SUVA wie auch das kantonale Gericht f�r die Berechnung des Valideneinkommens die bei den SBB f�r das Jahr 1996 eingeholten Lohnangaben herangezogen haben. Diese Vorgehensweise ist insofern nicht korrekt, als f�r die Invalidit�tsbemessung der Zeitpunkt des Erlasses der angefochtenen Verwaltungsverf�gung, d.h. vorliegend des Einspracheentscheides der SUVA vom 10. August 1998 relevant ist (BGE 121 V 366 Erw. 1b). Gleiches gilt im �brigen f�r das vom Beschwerdef�hrer geltend gemachte Jahresgehalt von Fr. 62'038.-, basiert dieses gem�ss Auskunft der SBB vom 6. Juli 1999 doch ebenfalls auf den hypothetischen Verdienstverh�ltnissen des Jahres 1996. Ferner beinhaltet es die Familienzulagen, welche bei der Ermittlung des Valideneinkommens grunds�tzlich nicht mitber�cksichtigt werden, da - abweichende Vorschriften vorbehalten - der Invalidit�tsgrad in den verschiedenen Sozialversicherungsbereichen nach den f�r den AHV-beitragspflichtigen Lohn massgebenden Lohnkomponenten berechnet wird und die Familienzulagen nicht zu diesen Einkommenselementen z�hlen (Art. 5 Abs. 2 AHVG und Art. 6 Abs. 2 lit. f AHVV; nicht ver�ffentlichtes Urteil G. vom 10. November 1999, U 52/99). Was schliesslich das durch die IV-Stelle des Kantons Thurgau in deren Rentenvorbescheid vom 16. Juli 1998 dem Einkommensvergleich zu Grunde gelegte massgebliche Valideneinkommen von Fr. 65'757.- anbelangt, ist aus den Akten nicht schl�ssig eruierbar, inwiefern nicht auch dieses die Familienzulagen als Lohnbestandteil beinhaltet. Angesichts dieser widerspr�chlichen Angaben erweist sich eine zuverl�ssige Festlegung des massgeblichen Valideneinkommens im vorliegend erheblichen Zeitpunkt August 1998 nicht m�glich, weshalb die Sache zur weiteren diesbez�glichen Abkl�rung an die SUVA zur�ckzuweisen ist.
b) Zur Bestimmung des trotz des unfallbedingten Gesundheitsschadens durch eine zumutbare T�tigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage noch erzielbaren hypothetischen Einkommens (Invalideneinkommen) ist die SUVA von ihrer internen Dokumentation �ber Arbeitspl�tze ausgegangen. Die entsprechenden DAP-Erhebungen betreffen indes �berwiegend die Jahre 1996 und 1997, weshalb sie bereits aus diesem Grund nicht aussagekr�ftig sind. Zum andern differieren die darin enthaltenen Lohnangaben (von Fr. 36'000.- bis Fr. 63'000.-) derart, dass gest�tzt auf diese das Invalideneinkommen nicht zuverl�ssig ermittelt werden kann. Rechtsprechungsgem�ss sind daher die sogenannten Tabellenl�hne gem�ss Schweizerischer Lohnstrukturerhebung (LSE) 1996 des Bundesamtes f�r Statistik beizuziehen (BGE 124 V 322 Erw. 3b/aa mit Hinweisen; AHI 1998 S. 291 Erw. 3b). Ausgehend von Tabelle A1 des standardisierten monatlichen Bruttolohnes belief sich der Zentralwert f�r T�tigkeiten im privaten Sektor bei M�nnern, welche einfache und repetitive T�tigkeiten verrichten (Anforderungsniveau 4), im Jahre 1996 auf Fr. 4294.- (LSE 1996, S. 17). In Ber�cksichtigung einer betriebs�blichen Arbeitszeit von 41,9 Wochenstunden (Die Volkswirtschaft, 1999 Heft 12, Anhang S. 27, Tabelle B9.2) sowie der bis 1998 eingetretenen Nominallohnerh�hung (1997: 0,5 %; 1998: 0,7 % [Die Volkswirtschaft, a.a.O., Anhang S. 28, Tabelle B10.2]) bel�uft sich das Jahreseinkommen auf Fr. 54'625.-.
Zu beachten gilt es sodann, dass insbesondere gesundheitlich beeintr�chtigte Personen, die bisher k�rperliche Schwerarbeit verrichtet haben und nun selbst bei leichten Hilfsarbeitert�tigkeiten behindert sind, im Vergleich zu voll leistungsf�higen und entsprechend einsetzbaren Arbeitnehmern lohnm�ssig benachteiligt sind und deshalb in der Regel mit unterdurchschnittlichen Lohnans�tzen rechnen m�ssen (BGE 124 V 323 Erw. 3b/bb; in BGE 114 V 310 nicht publizierte Erw. 4b sowie AHI 1998 S. 177 Erw. 3a, 291 Erw. 3b). Inwieweit der statistisch ausgewiesene Durchschnittslohn vorliegend zus�tzlich reduziert werden kann, ist anhand der gesamten Umst�nde des konkreten Einzelfalles, insbesondere auf Grund der tats�chlichen Beeintr�chtigung im noch m�glichen Bet�tigungsbereich zu bestimmen. Im Hinblick darauf, dass dem Beschwerdef�hrer seine bisherige Besch�ftigung als Rangierarbeiter nicht mehr zumutbar ist und er in einer k�rperlich leichteren, wechselbelastenden T�tigkeit zwar noch vollzeitig arbeiten, infolge seiner unfallbedingten somatischen Leiden jedoch nurmehr Gewichte bis 15 kg heben und tragen darf (Bericht des Dr. med. S.________ vom 25. Oktober 1994), erscheint ein Abzug von 25 % als angemessen. Hieraus resultiert ein massgebliches Invalideneinkommen f�r das Jahr 1998 von Fr. 40'969.-. Dieses wird von der SUVA im Rahmen des neu vorzunehmenden Einkommensvergleichs zu ber�cksichtigen sein.
4.- Weiter beanstandet der Beschwerdef�hrer die H�he der zugesprochenen Integrit�tsentsch�digung. Die Vorinstanz hat indessen eingehend und zutreffend dargelegt, dass die von der SUVA - insbesondere mit Blick auf den Untersuchungsbericht des Dr. med. S.________ vom 25. Oktober 1994 - vorgenommene Sch�tzung des Integrit�tsschadens auf 10 % mit dem Gesetz, der Verordnung und den anwendbaren Richtlinien �bereinstimmt. F�r den Entscheid �ber die Dauerhaftigkeit des Integrit�tsschadens bei psychischen Unfallfolgen ist die Praxis wegleitend, wie sie generell f�r die Beurteilung der Ad�quanz psychischer Unfallfolgen Geltung hat (BGE 124 V 29, 209, mit Verweis auf BGE 115 V 133). Infolge des vorliegend nicht ad�quat kausalen Charakters des psychischen Leidens (vgl. Erw. 2d hievor) erweist sich die Berechnung des Integrit�tsschadens lediglich basierend auf den physischen Unfallbeschwerden deshalb als rechtens.
5.- Das Verfahren ist kostenlos (Art. 134 OG). Dem Prozessausgang entsprechend hat der anwaltlich vertretene Beschwerdef�hrer Anspruch auf eine reduzierte Parteientsch�digung (Art. 159 Abs. 2 und 3 in Verbindung mit Art. 135 OG).
tungsgerichts des Kantons Thurgau vom 28. April 1999
und der Einspracheentscheid vom 10. August 1998 aufge-
hoben werden und die Sache an die Schweizerische Un-
von Fr. 500.- (einschliesslich Mehrwertsteuer) zu be-
richt des Kantons Thurgau und dem Bundesamt f�r So-
Luzern, 21. M�rz 2000

References: BGE 
 BGE 
 Art. 36
 Art. 36
 BGE 
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 BGE 
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 Art. 135