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Gericht entscheidet negativ - was nun ? Amt gewonnen? Experten gebraucht - Seite 2 - Erwerbslosen Forum Deutschland (ELO-Forum)
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Post #995810 (2)
Post #995790 (2)
06.12.2011, 13:27 #26
AW: Gericht entscheidet negativ - was nun ? Amt gewonnen? Experten gebraucht
Wird oder könnte es nur werden?
Für Vorstellungsgespräche muss dir seitens MT freigegeben werden. Wenn du aus dem Vorstellungsgespräch mit einem Vertrag rausgehst oder den sogar dort gleich unterschreibst, vorausgesetzt du verstehst alles sofort ohne eingehende Prüfung, wer wollte dir da ein Strick draus drehen?
Wenn ich ein Vorstellungsgespräch habe, wo mir ein Arbeitsvertrag gereicht wird, steht es mir frei den zu unterschreiben. Da frage ich niemanden vorher.
Du bist frei in deiner Entscheidung Verträge zu unterschreiben.
Ja aber für die Ausbildung wollen die einen Bildungsschein. Die Frage ist wenn eine Anstellung im Spiel ist ob mir der verwehrt werden kann.
Da du ja einen Ausbildungsplatz in Aussicht hast gilt folgendes.
Erbringung der erforderlichen Leistungen - Satz 3
Satz 3 gebietet objektivrechtlich, aber unter Rückgriff auf
§ 3. Abs. 1 SGB II in:zweifach gebrochener Weise, alle für die Eingliederung in Arbeit erforderlichen Leistungen zu erbringen:
Die Leistungen müssen "im Einzelfall" erforderlich sein, und der Leistungsträger hat die Grundsätze von" Wirtschaftlichkeit
und Sparsamkeit" zu beachten.
Die unbedingte Pflicht zur Erbringung bewirkt schon wegen des Vorranges der spezielleren Regelungen (§§ 16 ff.) nicht, dass dort eingeräumte Ermessensspielräume über OB und Art einer
Leistungsgewährung aufgehoben darauf reduziert werden, dass den Leistungsträgern nur noch die Auswahl Zwischen verschiedenen Leistungen verbleibt.
Umgekehrt gestattet der Grundsatz der Wirtschaftlichkeit
und Sparsamkeit nicht, an die Stelle der in den §§ 16 ff. geregelten Eingliederungsleistungen nach Art und Gestaltung
wirkungsgleiche, aber von anderen Voraussetzungen abhängige oder anders dotierte Leistungen zu setzen
(SG Cottbus 11.11.2009 - S 14 AS 516/08).
Nach dem Wortlaut wird auch sonst eine
allein an die Leistungsträger adressierte objektivrechtliche Erbringungspflicht statuiert: ihm lassen sich auch sonst keine
subjektivrechtlichen Ansprüche der Leistungsberechtigten
entnehmen, dass ihnen die im Einzelfall erforderlichen Leistungen auch tatsächlich erbracht werden.
Die Bindung an den Einzelfall greift den Individualisierungsgrundsatz des § 3. Abs. 1 Satz 2 SGB II auf.
Für die Eingliederung in Arbeit "erforderlich" sind nur solche
Maßnahmen, die objektiv geeignet sind, die Erreichung des Zieles einer Reintegration in den allgemeinen Arbeitsmarkt zumindest zu befördern und hierdurch zu einer Vermeidung oder Beseitigung, Verkürzung oder Verminderung der Hilfsbdedürftigkeit beizutragen.
Für die in § 16d. SGB IIals eigenständige Eingliederungsleistung
geregelten Arbeitsgelegenheiten kann die Reintegrationseignung nicht verlangt werden; dies folgt angesichts der weiten Definition der Erwerbsfähigkeit (§ 8 Abs. 1) auch nicht aus § 3 Abs. 1 SGB II (s. § 3 Rn 8).
Das Wirtschaftlichkeits- und Sparsamkeitserfordernis ist kein einzelfallbezogen.
Kostenminimierungsgebot (s. § 3 Rn 10) mit anspruchsausschließender Wirkung für das "Ob" der Hilfegewährung, sondern bezogen auf die Leistungserbringung
und damit auf das Wie der Durchführung der für die Eingliederung in Arbeit erforderlichen'
Leistungen (so auch § 3. Abs. 1 Satz 3 SGB II; Kohte in § 14 Rn 26 f.).
Einzelfall für die Integration hinreichend geeignete und mangels gleich geeignete: Alternativen erforderliche Leistung ist daher auch bei nur geringer Erfolgsaussicht nicht wegen der damit verbundenen Aufwendungen ausgeschlossen.
Es geht um die günstigste Zweck-Mittel-Relation (Grote-Seifert in jurisPK-SGB II, § 14 Rn 28,
s.a. SpeIlbrink in EicheriSpellbrink SGB II § 14 Rn 14).
Der Bezug der Gebote von Wirtschaftlichkeit und Sparsamkeit auf den Einzelfall verbietet insbesondere eine finanzwirtschaftlich naheliegende, den Einzelfall transzendierende nach Gruppen sortierende Konzentration
begrenzter Eingliederungsmittel auf die Leistungsberechtigten mit den relativ höchsten Eingliederungschancen auf dem sog. ersten Arbeitsmarkt (kein "creaming the poor").
Das objektiv rechtliche Förderungsgebot unter Einsatz aller
erforderlichen Leistungen gilt jedem einzelnen Leistungsberechtigten unabhängig von seinen Arbeitsmarktchancen und gibt insoweit den Leistungsträgern
eine Mitteloptimierung auf, Objektivrechtliche
darf kein Leistungsberechtigter am Rande stehen gelassen oder faktisch "ausgesteuert“ werden.
Johannes Münder SGB II 4. Auflage 2011
Berlit in LPK-SGB II Seite 337- 338
07.12.2011, 00:50 #27
Das heisst jetzt ?
07.12.2011, 01:48 #28
Also bei dem Versuch (aus dem Beitrag 24) die Kern-Aussagen dieser ganzen § zu erfassen, habe ich dann doch aufgegeben.....*puh*
Warum redest du nicht mit deinem SB in Ruhe über diesen neuen KH-Termin?
Im Prinzip müsste er doch froh sein, dich aus seiner Liste streiche zu dürfen.
Da wird es doch wohl nicht an diesem Bildungsschein (ist damit nicht eigtl. der Bildungsgutschein gemeint?) hapern.
War da nicht was, von "Kanonen, mit denen man nicht auf Spatzen schiessen" sollte.
Und zu dem Urteil:
Also was da auf S. 4 steht, läßt dich wirklich nicht gut dastehen.
Und was auf S. 6, 1.Teil steht......macht die Sache auch nicht besser.
Und sonst kann ich mich nur dem Beitrag Nr 20 von Martin anschließen.....hat er gut erkannt.
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References: § 3
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