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Timestamp: 2019-09-15 06:44:43+00:00

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BGH, 04.02.2015 - VIII ZR 175/14 - dejure.org
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BGH, 04.02.2015 - VIII ZR 175/14 (https://dejure.org/2015,931)
BGH, Entscheidung vom 04.02.2015 - VIII ZR 175/14 (https://dejure.org/2015,931)
BGH, Entscheidung vom 04. Februar 2015 - VIII ZR 175/14 (https://dejure.org/2015,931)
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BGB §§ 276, 278, 286, 535, 543, 569, 573; ZPO §§ 260, 263, 524, 533
§ 242 BGB, § ... 543 Abs. 2 Satz 1 Nr. 3 BGB, § 6d SGB II, § 569 Abs. 3 Nr. 2 Satz 2 BGB, § 569 Abs. 3 Nr. 2 Satz 1 BGB, § 546 Abs. 1 BGB, § 535 Abs. 2 BGB, § 543 Abs. 1 Satz 1, Abs. 2 Satz 1 Nr. 3 Buchst. a, § 524 ZPO, § 260 ZPO, §§ 263, 533 ZPO, § 286 Abs. 1 Satz 1, Abs. 2 Nr. 1 BGB, § 286 Abs. 4 BGB, § 276 Abs. 1 Satz 1 BGB, § 279 BGB, § 278 BGB, § 543 Abs. 1, § 573 Abs. 2 Nr. 1 BGB, § 543 Abs. 2 BGB, § 543 Abs. 1 BGB, § 543 Abs. 2 Satz 1 Nr. 1 bis 3 BGB, Art. 20 Abs. 1 GG, § 554 Abs. 2 Nr. 2 BGB, § 535 Abs. 2, § 556b Abs. 1 BGB
§ 276 BGB, § 278 BGB, § 286 Abs 4 BGB, § 535 BGB, § 543 Abs 1 BGB
Fristlose Kündigung wegen Mietzahlungsverzugs des Mieters: Vertretenmüssen bei rechtzeitiger Beantragung von Sozialleistungen; Berücksichtigung von persönlichen Umständen bei Kündigung aus wichtigem Grund
BGB §§ 276 K, 278, 286, 535, 543, 569, 573; ZPO §§ 260, 263, 524, 533
Fristlose Kündigung der Wohnung eines Hartz-IV-Empfängers, nachdem die Behörden monatelang die Miete nicht übernahmen
Vertretenmüssen eines Mieters im Hinblick auf einen Mietzahlungsverzug
Auch Mieter mit Sozialleistungen oder ALG-II-Bezügen haben Verzug der Miete zu verschulden; §§ 276, 278, 286, 535, 543, 569, 573 BGB
Kündigung wegen Zahlungsverzugs nach nicht rechtzeitiger Zahlung durch das JobCenter trotz rechtzeitiger Leistungsbeantragung durch den Mieter
Mietrückstände, Kündigung - und der verspätete Ausgleich durch die Sozialkasse
Mietrecht - Kündigung bei unverschuldeter Geldnot des Mieters
Vertretenmüssen eines Mietzahlungsverzugs auch bei Beantragung von Sozialleistungen möglich
Fristlose Kündigung wegen Zahlungsverzugs trotz rechtzeitiger Beantragung von Sozialleistungen
"Geld hat man zu haben" - Mietrückstand kann fristlose Kündigung rechtfertigen, auch wenn ihn der Mieter nicht zu verantworten hat
Zur fristlosen Kündigung bei ausbleibenden Sozialleistungen
Mietzins hat man zu haben - auch wenn man Sozialhilfe beantragt hat
Zahlt das Sozialamt zu spät, kann sozialhilfeberechtigtem Mieter fristlos gekündigt werden
Auch bei unverschuldeter Geldnot kann einem Wohnungsmieter gekündigt werden
Außerordentliche Kündigung des Mietverhältnisses auch bei unverschuldeter Geldnot des Mieters
Mietrückstand: Kündigung ist auch bei unverschuldeter Geldnot rechtmäßig
Kündigung eines Mietverhältnisses auch bei unverschuldetem Zahlungsrückstand rechtens
Fristlose mietrechtliche Kündigung - auch bei unverschuldetem Geldmangel zulässig!
Räumung des Mieters, obwohl Sozialamt gepennt hat
Wirksamkeit einer Kündigung bei unverschuldeter Geldnot des Mieters
Kündigung bei unverschuldeter Geldnot des Mieters möglich
Kündigung bei Zahlungsverzug des Mieters - Vermieterrechte gestärkt
Räumungsklage trotz unberechtigter Zahlungsverweigerung durch das Jobcenter
Kündigung wegen Zahlungsverzugs bei Nichtleistung durch Job-Center (IMR 2015, 140)
Kurznachricht zu "Anmerkung zum Urteil des BGH vom 4.2.2015 - VIII ZR 175/14" von Prof. Peter Derleder, original erschienen in: JZ 2015, 514 - 519.
AG Langenfeld, 02.10.2013 - 34 C 154/13
BGHZ 204, 134
NJW 2015, 1296
ZIP 2015, 16
DNotZ 2015, 372
NZM 2015, 196
ZMR 2015, 287
In einem solchen Fall ist der Vermieter allein aufgrund des Verzuges zur fristlosen Kündigung berechtigt, ohne dass es noch einer Abwägung zwischen Mieter und Vermieterinteressen bedarf (Senatsurteile vom 4. Februar 2015 - VIII ZR 175/14, NZM 2015, 196 Rn. 21, zur Veröffentlichung in BGHZ vorgesehen;… vom 29. April 2009 - VIII ZR 142/08, NJW 2009, 2297 Rn. 16; jeweils mwN).
Durch diese Sonderregelung (…vgl. Senatsurteil vom 14. Juli 2010 - VIII ZR 267/09, NJW 2010, 3020 aaO Rn. 21) hat der Gesetzgeber - allerdings abschließend - im allgemeinen Interesse zugleich auch dem Anliegen eines leistungsunfähigen Mieters, eine auf einen erheblichen Mietzahlungsverzug gestützte fristlose Kündigung des Vermieters nachträglich ungeschehen zu machen und ihm darüber die gemietete Wohnung zu erhalten, Rechnung getragen (Senatsurteil vom 4. Februar 2015 - VIII ZR 175/14, aaO Rn. 25 mwN).
a) § 543 Abs. 1 Satz 2 BGB schreibt - im Gegensatz zu den in § 543 Abs. 2 BGB geregelten Kündigungsgründen, die eine Berücksichtigung von persönlichen Umständen und Zumutbarkeitserwägungen grundsätzlich nicht zulassen (vgl. dazu Senatsurteil vom 4. Februar 2015 - VIII ZR 175/14, BGHZ 204, 134 Rn. 21) - ausdrücklich eine Abwägung der beiderseitigen Interessen der Mietvertragsparteien und eine Berücksichtigung aller Umstände des Einzelfalles bei der Beurteilung der Frage der Unzumutbarkeit einer weiteren Vertragsfortsetzung vor.
Die objektive Klagehäufung ist wie eine Klageänderung im Sinne der §§ 263, 533 ZPO zu behandeln (vgl. BGH, Urteile vom 4. Februar 2015 - VIII ZR 175/14, NJW 2015, 1296 Rn. 14; vom 19. März 2004 - V ZR 104/03, NJW 2004, 2152, 2154;… vom 27. September 2006 - VIII ZR 19/04, NJW 2007, 2414 Rn. 8).
Nach dem Prinzip der unbeschränkten Vermögenshaftung, welches § 276 Abs. 1 Satz 1 BGB ebenso zugrunde liegt wie der Vorgängerregelung des § 279 BGB a.F., hat der Auftragnehmer ohne Rücksicht auf ein Verschulden für seine finanzielle Leistungsfähigkeit einzustehen (vgl. BGH, Urteil vom 4. Februar 2015 - VIII ZR 175/14, BGHZ 204, 134 Rn. 18;… OLG Schleswig, NJW 2012, 1967, 1969, juris Rn. 49; vgl. auch zu § 279 BGB a.F.: BGH…, Urteil vom 28. Februar 1989 - IX ZR 130/88, BGHZ 107, 92, 102, juris Rn. 24;… Urteil vom 25. März 1982 - VII ZR 60/81, BGHZ 83, 293, 300, juris Rn. 22).
Hierdurch setzt sich der Senat auch nicht in Widerspruch zu den hohen Anforderungen, die er an ein fehlendes Vertretenmüssen des Zahlungsverzugs im Sinne von § 543 Abs. 2 Satz 1 Nr. 3 BGB bei der Inanspruchnahme von Sozialleistungen stellt (vgl. etwa Senatsurteil vom 4. Februar 2015 - VIII ZR 175/14, BGHZ 204, 134 Rn. 17 f. mwN).
Zudem finden im Rahmen der typisierten Regeltatbestände des § 543 Abs. 2 Satz 1 Nr. 3 BGB - anders als bei § 563 Abs. 4 BGB - am Einzelfall orientierte Zumutbarkeitserwägungen gerade nicht statt (st. Rspr.; vgl. etwa Senatsurteil vom 4. Februar 2015 - VIII ZR 175/14, aaO Rn. 21 mwN).
Die Klägerin hat aber dadurch, dass sie in der Berufungserwiderung den Antrag auf Freistellung von ihren vorgerichtlichen Rechtsanwaltskosten gestellt hat, konkludent den Anschluss an das Rechtsmittel der Gegenseite erklärt (vgl. BGH, NJW 2015, 1296, Rn. 16).
Eine Behörde, die im Rahmen der Daseinsvorsorge staatliche Transferleistungen erbringt, wird nicht als Erfüllungsgehilfe des Mieters tätig, wenn sie für ihn die Miete an den Vermieter zahlt (…Bestätigung der Senatsurteile vom 21. Oktober 2009, VIII ZR 64/09, NJW 2009, 3781 Rn. 27 ff.; sowie vom 4. Februar 2015, VIII ZR 175/14, BGHZ 204, 134 Rn. 20).
Nach der Rechtsprechung des Senats wird eine Behörde, die im Rahmen der Daseinsvorsorge staatliche Transferleistungen erbringt, nicht als Erfüllungsgehilfe des Mieters tätig, wenn sie für ihn die Miete an den Vermieter zahlt (…Senatsurteile vom 21. Oktober 2009 - VIII ZR 64/09, NJW 2009, 3781 Rn. 27 ff.; vom 4. Februar 2015 - VIII ZR 175/14, BGHZ 204, 134 Rn. 20).
Soweit der Kläger die mit dem Klageantrag begehrte Zahlung in Höhe von 1.875,09 EUR im Wege einer zulässigen Klageänderung hilfsweise auf einen Anspruch auf Erstattung der ihm infolge der behaupteten Denunziation durch den Beklagten entstandenen Verteidigerkosten gestützt hat (…nachträgliche Eventualklagehäufung durch hilfsweise Stützung des Klagebegehrens auf einen weiteren Klagegrund, vgl. BGH 04. Juli 2014 - V ZR 298/13 - Rn. 12 ff., NJW 2014, 3314; BGH 04. Februar 2015 - VIII ZR 175/14 - Rn. 14, NJW 2015, 1296 ), ist die Klage auch mit diesem hilfsweise geltend gemachten Klageanspruch nicht begründet.
Die Klägerin hat dadurch, dass sie ihr Räumungsbegehren in der Berufungsinstanz zusätzlich mit der Kündigung vom 27. Juli 2016 - und den nachfolgenden weiteren Kündigungen - unterlegt hat, einen neuen Streitgegenstand in den Prozess eingeführt (vgl. Senatsurteil vom 4. Februar 2015 - VIII ZR 175/14, BGHZ 204, 134 Rn. 14 mwN;… Senatsbeschluss vom 27. Oktober 2015 - VIII ZR 288/14, WuM 2016, 98 Rn. 9).
(1) Zur Einführung des neuen Streitgegenstands in Gestalt der vorgenannten Kündigungen musste sich die Klägerin der Berufung der Gegenseite gemäß § 524 ZPO anschließen (vgl. Senatsurteil vom 4. Februar 2015 - VIII ZR 175/14, aaO Rn. 15 mwN).
Dementsprechend kann der Anschluss an das Rechtsmittel der Gegenseite auch konkludent in der Weise erfolgen, dass der Kläger - wie im Streitfall - sein im Übrigen unverändertes Klagebegehren auf einen weiteren Klagegrund stützt (vgl. Senatsurteil vom 4. Februar 2015 - VIII ZR 175/14, aaO Rn. 16 mwN).
Zwar ist nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs die Mietpartei im Fall der ordentlichen Kündigung durch eine unverschuldete Zahlungsunfähigkeit entlastet (…vgl. BGH, Urteile vom 16. Februar 2005 - VIII ZR 6/04 -, juris, Rn. 20, und vom 4. Februar 2015 - VIII ZR 175/14 -, juris, Rn. 21).
BGH, 17.02.2015 - VIII ZR 236/14
Wohnraummiete: Wirksamkeit der Zahlungsverzugskündigung bei unvollständiger …
LG Berlin, 24.11.2017 - 63 S 66/17
Kündigung wegen Zahlungsverzugs: Härtegründe ohne Belang!
LG Berlin, 10.03.2017 - 65 S 62/17
Klageänderung in der Berufungsinstanz?
LG Frankfurt/Main, 01.06.2017 - 11 S 326/16
LG Berlin, 22.01.2016 - 65 S 442/15
Außerordentliche fristlose Kündigung wegen Mietzahlungsverzugs: Unwirksamkeit auf …
AG Berlin-Charlottenburg, 06.10.2015 - 218 C 174/15
Wohnraummietvertrag: Fristlose Kündigung wegen ausbleibender Mietzahlungen des …
AG Ulm, 06.04.2016 - 5 C 228/16
Zur Kündigung des Mietverhältnisses bei Mehrheit von Mietern; Zur Zulässigkeit …

References: § 242
 § 6
 § 569
 § 569
 § 546
 § 535
 § 543
 § 524
 § 260
 § 286
 § 286
 § 276
 § 279
 § 278
 § 543
 § 573
 § 543
 § 543
 § 543
 Art. 20
 § 554
 § 535
 § 556

§ 276
 § 278
 § 286
 § 535
 § 543
 BGH 
 § 543
 § 543
 § 276
 § 279
 § 279
 § 543
 § 543
 § 563
 BGH 
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 § 524