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Timestamp: 2019-10-22 17:44:32+00:00

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BFH, 08.05.1992 - III S 3/92 - dejure.org
https://dejure.org/1992,6382
BFH, 08.05.1992 - III S 3/92 (https://dejure.org/1992,6382)
BFH, Entscheidung vom 08.05.1992 - III S 3/92 (https://dejure.org/1992,6382)
BFH, Entscheidung vom 08. Mai 1992 - III S 3/92 (https://dejure.org/1992,6382)
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Anders liegt es aber, wenn die mögliche Fehlerhaftigkeit auf einer unsachlichen Einstellung des Richters oder - wie dargelegt - auf objektiver Willkür beruht (vgl BAG NJW 1993, 879 mit Hinweis auf BFH SGb 1992, 311; BFH, Beschluss vom 8.5.1992 - III S 3/92 -, unveröffentlicht).
Die Richterablehnung wegen Besorgnis der Befangenheit ist kein geeignetes Mittel, sich gegen unrichtige bzw. für unrichtig gehaltene Rechtsauffassungen (auch in früheren Verfahren) eines Richters zu wehren, es sei denn, die mögliche Fehlerhaftigkeit beruhte auf einer unsachlichen Einstellung des Richters oder auf Willkür (vgl. BFH Beschluß vom 14. Juni 1991 - VI B 6/91 - SGb 1992, 311; BFH Beschluß vom 8. Mai 1992 - III S 3/92 n.v.).
Er hat mit Beschluß vom heutigen Tage III S 3/92 das Ablehnungsgesuch des Klägers gegen den Vorsitzenden Richter am Bundesfinanzhof (BFH) H als unzulässig verworfen und die Ablehnungsgesuche gegen alle übrigen dem erkennenden Senat angehörenden Richter als mißbräuchlich und daher als unbeachtlich angesehen.
Diese Tatsachen sind schließlich nach § 51 Abs. 1 Satz 1 FGO i.V.m. § 44 Abs. 2 ZPO glaubhaft zu machen (siehe z.B. Senats-Entscheidungen vom 8. Mai 1992 III S 3/92, BFH/NV 1993, 108, …und vom 11. August 1992 III S 21/92, BFH/NV 1993, 183).
Sieht man diese Ausführungen nicht bereits als verunglimpfend und aus diesem Grunde - für das Ablehnungsgesuch - als unbeachtlich an (vgl. hierzu z.B. den Senats-Beschluß in BFH/NV 1993, 108, Nr. 2 der Entscheidungsgründe), so fehlt es jedenfalls an einer Glaubhaftmachung i.S. des § 51 Abs. 1 Satz 1 FGO i.V.m. § 44 Abs. 2 ZPO.
Die Mitwirkung eines Richters an früheren Entscheidungen kann seine Ablehnung deshalb nur dann rechtfertigen, wenn zusätzliche konkrete Umstände vorliegen, die ergeben, dass der Richter nicht bereit ist, seine frühere Meinung kritisch zu überprüfen und das Vorbringen der Prozessbeteiligten unvoreingenommen zur Kenntnis zu nehmen (…vgl. z.B. BFH-Beschlüsse vom 7. April 1988 X B 4/88, BFH/NV 1989, 587;… vom 20. November 1990 VII B 32/90, BFH/NV 1991, 755; vom 8. Mai 1992 III S 3/92, BFH/NV 1993, 108;… vom 20. Juni 2003 XI B 62/03, BFH/NV 2003, 1433;… vom 31. Juli 2002 V B 18/02, BFH/NV 2003, 58;… vom 16. Januar 2007 VII S 23/06 (PKH), BFH/NV 2007, 1463; vgl. auch Beschlüsse des Bundesgerichtshofs vom 14. Mai 2002 XI ZR 388/01, Neue Juristische Wochenschrift --NJW-- 2002, 2396; des Bundesarbeitsgerichts vom 29. Oktober 1992 5 AZR 377/92, BAGE 71, 293).
Das FG hat den Antrag unter Berufung auf den BFH-Beschluß vom 8. Mai 1992 III S 3/92 (BFH/NV 1993, 108) als unzulässig beurteilt, weil der Kläger die abgelehnten Senatsrichter als "steuerliche Ereiferer" bezeichnet habe, "die sich zum Ziel gesetzt hätten, dem Fiskus in jedem Fall zum Sieg zu verhelfen".
BFH, 30.05.1997 - I B 17/97
Diese Tatsachen sind schließlich nach § 51 Abs. 1 Satz 1 FGO i. V. m. § 44 Abs. 2 ZPO glaubhaft zu machen (siehe z. B. BFH-Beschlüsse vom 8. Mai 1992 III S 3/92, BFH/NV 1993, 108, …und vom 11. August 1992 III S 21/92, BFH/NV 1993, 183).
BFH, 08.05.1992 - III S 35/92
Parallelentscheidung: BFH, 8.5.1992, III S 3/92, NV.
BFH, 08.05.1992 - III S 4/92
BFH, 08.05.1992 - III S 5/92

References: § 51
 § 44
 § 51
 § 44
 § 51
 § 44