Source: https://www.vexcash.com/finanzglossar/abtretung
Timestamp: 2016-10-26 19:08:03+00:00

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Die Abtretung verständlich erklärt
Der Begriff der Abtretung bezeichnet die Übertragung von Forderungen gemäß § 398 Satz 1 BGB: Der bisherige Gläubiger, in diesem Zusammenhang als Zedent benannt, tritt seine Forderungen an einen Vertragspartner, den Zessionar, ab. Nach vollzogener Abtretung hat der Zessionar nunmehr das Recht, die vertraglich festgehaltene Forderung beim Schuldner zu beanspruchen. Etwaige Sicherheiten in Form von Pfandrechten, Bürgschaften oder auch Hypotheken fallen im Rahmen des Vertragsabschlusses ebenfalls an den Zessionar. Während vor dem Gesetz die unterschiedlichsten Ansprüche abgetreten werden dürfen, sind diverse Ausnahmen in § 399 sowie § 400 BGB verankert. Hierzu zählen höchstpersönliche Ansprüche wie etwa Urlaubsansprüche oder Renten- und Unterhaltsansprüche, darüber hinaus Ansprüche, die eine besondere Vertrauensbeziehung als Grundlage haben. Ebenfalls nicht abgetreten werden können Forderungen, bei denen eine Abtretung zuvor vertraglich ausgeschlossen wurde, unpfändbare Forderungen sowie Forderungen, deren Abtretung nicht mit dem Gesetz in Einklang steht. Vereinbarungen über derlei Abtretungen sind als unwirksam zu betrachten. Generell handelt es sich beim Abtretungsvertrag um ein formfreies Dokument. Der Schuldner der abgetretenen Forderung muss hierbei weder mitwirken noch informiert werden; man spricht hierbei von der sogenannten stillen Zession, zu der wiederum eine Ausnahme in § 42 Absatz 2 Abgabenordnung (AO) besteht. Ein anderer Fall ist der gesetzliche Forderungsübergang respektive cessio legis, der angewendet wird, wenn gesetzliche Bestimmungen einen zwingenden Forderungsübergang notwendig werden lassen. Hier sind die in § 412 BGB erwähnten Richtlinien exklusive § 405 und § 411 BGB anzuwenden.
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References: § 398
 § 399
 § 400
 § 42
 § 412
 § 405
 § 411