Source: http://schutzverband-spirituosen.de/abc.asp?link=abc&letter=V
Timestamp: 2018-02-21 09:20:16+00:00

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Die Vergärung der Maische muss im Rahmen der Betriebskontrolle laufend mit ei-nem Saccharimeter in der filtrierten reifen (→) Maische überprüft werden. Diese Prü-fung zeigt die „scheinbare Vergärung“ an, da der entstandene Alkohol in der Mai-sche die Dichte des Filtrats mindert. Durch Abdampfen des Alkohols der reifen Mai-sche und nach Auffüllen auf das ursprüngliche Volumen bei der Spindelung mit Wasser erhält man die „wirkliche Vergärung“.
Wer im Rahmen eines Gaststättengewerbes Alkohol anbieten möchte, benötigt eine behördliche Erlaubnis, § 2 Gaststättengesetz (GastG). Soweit zur Aufrechterhaltung der öffentlichen Sicherheit oder Ordnung erforderlich, kann aus besonderem Anlass der Ausschank alkoholischer Getränke vorübergehend für bestimmte Zeit und für einen bestimmten örtlichen Bereich ganz oder teilweise verboten werden, § 19 GastG. Nach § 20 GastG ist es unter anderem verboten, (→) Branntwein oder überwiegend branntweinhaltige Getränke in Automaten anzubieten, im Gaststättengewerbe Alkohol an erkennbare Betrunkene abzugeben oder die Bestellung alkoholfreier Getränke von der Bestellung alkoholischer Getränke abhängig zu machen.
Nach § 9 Jugendschutzgesetz dürfen in Gaststätten, Verkaufsstellen oder sonst in der Öffentlichkeit Branntwein, branntweinhaltige Getränke oder Lebensmittel, die Branntwein in nicht nur geringfügiger Menge enthalten, an Kinder und Jugendliche nicht abgegeben werden. Alkoholhaltige Süßgetränke im Sinne des (→ „Alkopop“) Alkopopsteuergesetzes dürfen nur mit dem Hinweis „Abgabe an Personen unter 18 Jahren verboten, § 9 Jugendschutzgesetz“ in den Verkehr gebracht werden. Auf Wochenmärkten ist nach § 67 Abs. 1 Gewerbeordnung nur der Verkauf solcher alkoholischen Getränke zugelassen, soweit sie aus selbst gewonnenen Erzeugnissen des Weinbaus, der Landwirtschaft oder des Obst- und Gartenbaus hergestellt wurden.
Der Verkehr unter Steueraussetzung im Steuergebiet ist geregelt in § 140 Branntw-MonG. Danach dürfen Erzeugnisse unter Steueraussetzung aus einem Steuerlager in einer anderes Steuerlager verbracht oder in einen Betrieb eines Inhabers einer Erlaubnis nach § 139 Abs. 1 verbracht oder in ein Zollverfahren übergeführt werden, ausgenommen das Verfahren der Überführung in den zollrechtlich freien Verkehr und das Ausfuhrverfahren. Nach § 141 BranntwMonG dürfen Erzeugnisse unter Steueraussetzung im innergemeinschaftlichen Steuerversandverfahren von Inhabern von Steuerlagern und berechtigten Empfängern im Steuergebiet aus Steuerlagern in anderen Mitgliedstaaten der Europäischen Gemeinschaft bezogen oder aus Steuerlagern im Steuergebiet in Steuerlager oder Betriebe von berechtigten Empfängern in anderen Mitgliedstaaten verbracht oder durch das Steuergebiet befördert werden.
Im Vor- und Nachlauf werden die unerwünschten Stoffe vom Mittellauf („Herzstück“) getrennt. Der Vorlauf bezeichnet das bei der Destillation von Spirituosen zu Beginn entstehende (→) Destillat. Es enthält besonders viel Methanol, Acetaldehyd, Essigester und andere leichtflüchtige Substanzen und ist für den menschlichen Verzehr ungeeignet. Um diese Stoffe bestmöglich vom Mittellauf abtrennen zu können, sollte der Vorlauf sehr langsam gefahren werden. Auch die Abtrennung des Nachlaufs nach dem Herzstück sollte sorgfältig erfolgen, da dieser Teil bereits einen hohen Anteil an höheren Alkoholen (so genannte Fuselöle) und auch Methanol enthalten kann.

References: § 2
 § 19
 § 20
 § 9
 § 9
 § 67
 § 140
 § 139
 § 141