Source: https://www.revosax.sachsen.de/vorschrift/17369.1
Timestamp: 2020-06-05 13:28:24+00:00

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(1) Diese Verordnung regelt die Ausbildung und Prüfung an öffentlichen Fachschulen der Fachbereiche Gestaltung, Sozialwesen, Technik und Wirtschaft sowie die Ausbildung und Prüfung an den landwirtschaftlichen Fachschulen. Teil 1 Abschnitt 2 bis 5, Teil 2 Abschnitt 6 und Teil 3 finden mit Ausnahme der §§ 8, 10, 19 Absatz 2 Satz 1 Nummer 2, §§ 26, 27, 30, 33, 34 und 37 auf staatlich anerkannte Ersatzschulen, die als Fachschule geführt werden, entsprechende Anwendung.
Für die Verarbeitung der Daten gemäß Satz 1 Nummer 6 und 7 muss die Einwilligung des Bewerbers gemäß § 4 Absatz 1 und 2 des Sächsischen Datenschutzgesetzes vom 25. August 2003 (SächsGVBl. S. 330), das zuletzt durch Artikel 17 des Gesetzes vom 29. April 2015 (SächsGVBl. S. 349) geändert worden ist, in der jeweils geltenden Fassung, vorliegen.
(5) Im Fachbereich Sozialwesen erfolgt die Aufnahmeentscheidung unter dem Vorbehalt des Widerrufs für den Fall, dass der Bewerber auf Grund einer rechtskräftigen Verurteilung wegen einer vorsätzlichen Straftat oder aus einem sonstigen personenbezogenen Grund für den angestrebten Beruf nicht geeignet erscheint. Mit der Entscheidung über die Aufnahme wird der Bewerber aufgefordert, unverzüglich ein erweitertes Führungszeugnis zur Vorlage an Behörden gemäß § 30 Absatz 5 und § 30a des Bundeszentralregistergesetzes in der Fassung der Bekanntmachung vom 21. September 1984 (BGBl. I S. 1229; 1985 I S. 195), das zuletzt durch Artikel 2 Absatz 6 des Gesetzes vom 4. November 2016 (BGBl. I S. 2460) geändert worden ist, in der jeweils geltenden Fassung, zu beantragen. Liegt das Führungszeugnis zu Beginn der Ausbildung noch nicht vor, hat der Schüler dessen Antragstellung nach Aufforderung durch den Schulleiter diesem gegenüber innerhalb von zwei Wochen nachzuweisen. Wird der Nachweis innerhalb dieser Frist nicht erbracht, ist die Aufnahmeentscheidung unverzüglich zu widerrufen. Im Nachrückverfahren ergeht die Aufforderung zum Nachweis der Antragstellung in der Regel nach Ablauf von acht Wochen seit Bekanntgabe der Aufnahmeentscheidung.
(2) Die Aufnahme kann versagt werden, wenn der Bewerber seinen Hauptwohnsitz nicht im Freistaat Sachsen hat und seine Aufnahme die Einrichtung einer weiteren Klasse an der Schule zur Folge hätte.
(1) Ein Schüler, der nicht versetzt oder zur Abschlussprüfung nicht zugelassen wurde, kann die Klassenstufe einmal wiederholen. Die Wiederholung der Klassenstufe erfolgt in der Regel im unmittelbar anschließenden Schuljahr.
durch schriftlichen Bescheid des Schulleiters über den Ausschluss von der Schule gemäß den Bestimmungen über Erziehungs- und Ordnungsmaßnahmen gemäß § 39 des Sächsischen Schulgesetzes,
(3) Das Schulverhältnis im Fachbereich Sozialwesen endet auch durch schriftlichen Bescheid des Schulleiters über den Ausschluss von der Schule, wenn sich der Schüler während der Ausbildung eines Verhaltens schuldig gemacht hat, aus dem sich die persönliche Nichteignung und die Unzuverlässigkeit zur Ausübung des Berufs ergibt. § 9 Absatz 1 Satz 2 gilt entsprechend.
(4) Kommt ein Ausschluss von der Prüfertätigkeit gemäß den §§ 20 und 21 des Verwaltungsverfahrensgesetzes in der Fassung der Bekanntmachung vom 23. Januar 2003 (BGBl. I S. 102), das zuletzt durch Artikel 5 des Gesetzes vom 29. März 2017 (BGBl. I S. 626) geändert worden ist, in der jeweils geltenden Fassung, in Betracht, meldet der Vorsitzende des Prüfungsausschusses dies der Schulaufsichtsbehörde, die über den Ausschluss entscheidet.
beinhaltet. Die Präsentation, das Fachgespräch oder die Präsentation in Verbindung mit einem Fachgespräch soll in der Regel 30 Minuten dauern.
(4) Im Fachbereich Sozialwesen wird die Prüfungsnote für die berufspraktische Ausbildung gemäß § 58 Absatz 5 gebildet.
(6) In den Fällen, in denen der Schüler gemäß § 18 Absatz 2 in den Fächern Deutsch, Englisch und Mathematik vom Unterricht befreit wurde, werden die entsprechenden Zeugnisnoten aus dem Zeugnis über die Zuerkennung der allgemeinen Hochschulreife oder der Fachhochschulreife übernommen und entsprechend gekennzeichnet.
(1) Der Prüfungsausschuss entscheidet über das Bestehen der Ausbildung. Die Ausbildung ist bestanden, wenn in keiner Komplexprüfung und in keinem Lernfeld, das Gegenstand der Abschlussprüfung war, eine schlechtere Zeugnisnote als „ausreichend“ erteilt worden ist und innerhalb der Lernfelder, die nicht Gegenstand der Abschlussprüfung waren, die Zeugnisnote „mangelhaft“ einmal durch eine andere Zeugnisnote, die nicht schlechter als „befriedigend“ sein darf, ausgeglichen werden kann.
(4) Das Gesamtergebnis der Ausbildung lautet „bestanden“ oder „nicht bestanden“.
Mit der Entscheidung über die Nichtzulassung gemäß Satz 1 Nummer 3 ist dem Bewerber der nächstmögliche Prüfungstermin bekannt zu geben.
Bewerber gemäß Absatz 2 Nummer 3 erhalten zeitgleich mit der Zulassungsentscheidung das Thema der Facharbeit, welches vom Prüfungsausschuss festgelegt wird und vom Bewerber innerhalb von zwölf Wochen zu bearbeiten ist. Der Prüfungsausschuss ist in diesem Fall auch zuständig für die Auswahl des Erst- und Zweitkorrektors der Facharbeit.
(1) Die Abschlussprüfung umfasst alle Lernfelder und Komplexprüfungen, die an vergleichbaren öffentlichen Fachschulen Gegenstand der Abschlussprüfung sind. Darüber hinaus wird in weiteren Lernfeldern des Pflicht- und Wahlpflichtbereichs der Stundentafel geprüft.
(3) Die Schulaufsichtsbehörde befreit einen Fernlehrgangsteilnehmer auf Antrag in einem oder in mehreren Lernfeldern von der Prüfung, wenn
Insgesamt sollen nicht weniger als sechs Prüfungen absolviert werden. Im Fall der Wiederholung der Abschlussprüfung bleibt Satz 1 Nummer 4 unberührt.
(3) Ist der Prüfungsteilnehmer gemäß § 18 Absatz 2 vom Unterricht oder gemäß § 40 Absatz 3 Satz 1 von der Prüfung befreit worden, werden die Noten der betreffenden Lernfelder aus dem Zeugnis über die Zuerkennung der allgemeinen Hochschulreife, dem Zeugnis über die Zuerkennung der Fachhochschulreife oder dem Zeugnis über die Teilnahme am Fernlehrgang als Zeugnisnoten in das Abschlusszeugnis übernommen und entsprechend gekennzeichnet.
(5) Die Abschlussprüfung ist bestanden, wenn in den Komplexprüfungen und in den Lernfeldern, die Gegenstand der Abschlussprüfung an einer öffentlichen Schule sind, keine schlechtere Zeugnisnote als „ausreichend“ und innerhalb der nicht von Absatz 1 umfassten Lernfelder die Zeugnisnote „mangelhaft“ durch eine Zeugnisnote in einem anderen Lernfeld, die nicht schlechter als „befriedigend“ sein darf, ausgeglichen werden kann. Ein Notenausgleich mit Zeugnisnoten, die nachrichtlich auf dem Abschlusszeugnis ausgewiesen werden, ist nicht möglich.
(5) Abschlusszeugnisse sind staatliche Urkunden für Schüler oder Teilnehmer der Schulfremdenprüfung, welche den Bildungsgang erfolgreich abgeschlossen haben. Sie enthalten die Zeugnisnoten, das Gesamtergebnis der Ausbildung, die Angabe des Schwerpunktes der Ausbildung und die Berechtigung zum Führen der jeweiligen Berufsbezeichnung. Die Vornoten der Lernfelder, die Gegenstand der Komplexprüfung waren, werden ebenso wie das Thema der Facharbeit und die Note für die Facharbeit gemäß § 13 Absatz 3 nachrichtlich im Abschlusszeugnis ausgewiesen. In das Abschlusszeugnis kann zusätzlich aufgenommen werden:
(7) Hat ein Prüfungsteilnehmer die Schulfremdenprüfung nicht bestanden, wird eine Bescheinigung über die in der Abschlussprüfung erbrachten Leistungen erteilt. Die Bescheinigung enthält die Zeugnisnoten und die Feststellung, dass die Abschlussprüfung nicht bestanden wurde. Ein Abschlusszeugnis wird nicht erteilt.
(1) Gegenstand der praktischen Prüfung sind Aufgaben aus dem Lernfeld 1 „Gestaltungslösungen entwickeln“, dem Lernfeld 2 „Printprodukte entwerfen, gestalten und umsetzen“, dem Lernfeld 3 „Non-Printprodukte entwerfen, gestalten und umsetzen“ sowie dem Lernfeld 4 „Marketingkonzepte erstellen und Werbestrategien entwickeln“.
(2) Die praktische Prüfung erstreckt sich über zwei Schultage. Am ersten Prüfungstag sind die Aufgaben innerhalb einer Bearbeitungsdauer von 480 Minuten zu bearbeiten. Am zweiten Prüfungstag sind die Arbeitsergebnisse des ersten Prüfungstages innerhalb von 60 Minuten vom Schüler zu präsentieren.
(4) Der Schüler wird während der berufspraktischen Ausbildung durch eine Fachkraft der Praxiseinrichtung angeleitet und ausgebildet. Die Fachkraft muss über eine mehrjährige einschlägige Berufserfahrung und über Kompetenzen zur Praxisanleitung verfügen, welche in der Regel durch eine entsprechend fachbezogene Fortbildung gemäß der VwV Praxisanleiterfortbildung vom 12. Mai 2017 (MBl. SMK S. 154), in der jeweils geltenden Fassung, von mindestens 80 Stunden Dauer nachzuweisen ist.
(6) Wird die Ausbildung in Teilzeitform durchgeführt, setzt dies ein im Arbeitsumfang entsprechend reduziertes Beschäftigungsverhältnis mit dem Träger einer Praxiseinrichtung voraus. Die Praxiseinrichtung muss gemäß § 53 Absatz 4 die Voraussetzungen für die Durchführung der berufspraktischen Ausbildung erfüllen. Der Nachweis über das Beschäftigungsverhältnis ist dem Aufnahmeantrag gemäß § 7 Absatz 1 Satz 3 ergänzend beizufügen.
(5) Die Zeugnisnote der berufspraktischen Prüfung ist das arithmetische Mittel aus der Einzelnote für die berufspraktische Aufgabe gemäß Absatz 1 und der Einzelnote für das Fachgespräch gemäß Absatz 3. Bei n,5 wird abgerundet, wenn die Note für die berufspraktische Aufgabe die bessere Note ist.
(2) Wurde bereits eine Ausbildung im Fachbereich Sozialwesen in einer anderen Fachrichtung abgeschlossen, kann auf Antrag des Schülers die Dauer dieser Ausbildung im Umfang ihrer fachlichen Gleichwertigkeit um bis zu zwei Klassenstufen angerechnet werden. Die Anrechnung darf die Durchführung der Ausbildung und das Erreichen des Ausbildungszieles nicht gefährden. Die Entscheidung trifft die Schulaufsichtsbehörde.
(3) Für Bewerber mit dem Abschluss „Staatlich anerkannte Heilerziehungspflegerin“ oder „Staatlich anerkannter Heilerziehungspfleger“ verkürzt sich die Ausbildung auf ein Jahr und wird berufsbegleitend angeboten.
die zweite Komplexprüfung mit einer Bearbeitungsdauer von 240 Minuten und Aufgaben aus dem Lernfeld 7b „Bauteile und Bauwerke des Hochbaus planen“, sowie dem Lernfeld 11 „Baubetriebliche Prozesse planen, bewerten und optimieren“ und
die zweite Komplexprüfung mit einer Bearbeitungsdauer von 240 Minuten und Aufgaben aus dem Lernfeld 7c „Bauteile und Bauwerke des Tief- und Verkehrswegebaus planen“ sowie dem Lernfeld 11 „Baubetriebliche Prozesse planen, bewerten und optimieren und
(2) Die Auswahl der Prüfungsaufgaben in den Fachrichtungen Bergbautechnik, Bohrtechnik und Geologietechnik soll im Benehmen mit dem Sächsischen Oberbergamt erfolgen.
Gegenstand der praktischen Prüfung in der Fachrichtung Hotel- und Gaststättengewerbe ist eine fachrichtungsbezogene Prüfung in Französisch zu Inhalten des Lernfeldes 4 „Technologische Prozesse im Gastgewerbe gestalten“ und des Lernfeldes 6 „Touristische Leistungen gestalten und kommunizieren“. Die Prüfung dauert insgesamt 90 Minuten, wobei 60 Minuten für die Bearbeitung der Aufgabenstellung und 30 Minuten für die Präsentation des Ergebnisses und des Fachgesprächs zur Verfügung stehen.
(1) Die Prüfung wird gemäß den §§ 78 und 79 durchgeführt.
(2) Die Abschlussprüfung für Schulfremde umfasst die Prüfungen gemäß den §§ 78 und 79 sowie eine weitere Prüfung im Fach Englisch. Die Prüfung im Fach Englisch besteht aus einem schriftlichen Prüfungsteil mit einer Bearbeitungsdauer von 90 Minuten und einem mündlichen Prüfungsteil von 20 Minuten Dauer. Die Prüfungsnote im Fach Englisch ist das arithmetische Mittel aus der Note für den schriftlichen und der Note für den mündlichen Prüfungsteil. Bei n,5 wird abgerundet, wenn die Note für den schriftlichen Prüfungsteil die bessere Note ist.
Eine Schulfremdenprüfung zum Erwerb der Fachhochschulreife wird nicht durchgeführt. Die Möglichkeit, die Fachhochschulreife durch eine Teilnahme an der Schulfremdenprüfung nach Maßgabe der Schulordnung Fachoberschule vom 27. Februar 2017 (SächsGVBl. S. 128), die durch Artikel 2 der Verordnung vom 3. August 2017 (SächsGVBl. S. 428) geändert worden ist, in der jeweils geltenden Fassung, zu erlangen, bleibt unberührt.
Quelle: REVOSax http://www.revosax.sachsen.de/vorschrift/17369.1 Stand vom 05.06.2020

References: § 4
 § 30
 § 30
 § 39
 § 9
 § 58
 § 18
 § 18
 § 40
 § 13
 § 53
 § 7