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Timestamp: 2019-07-24 07:35:49+00:00

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Betrieb von Aufzugsanlagen
(GMBl. Nr. 49 vom 15. November 2018, S. 942)
Diese TRBS 3121 konkretisiert im Rahmen ihres Anwendungsbereichs die Anforderungen der Betriebssicherheitsverordnung. Bei Einhaltung der Technischen Regeln kann der Arbeitgeber insoweit davon ausgehen, dass die entsprechenden Anforderungen der Verordnung erfüllt sind. Wählt der Arbeitgeber eine andere Lösung, muss er damit mindestens die gleiche Sicherheit und den gleichen Gesundheitsschutz für die Beschäftigten erreichen.
Diese Technische Regel gilt für Aufzugsanlagen gemäß Anhang 2 Abschnitt 2 Nummer 2 der Betriebssicherheitsverordnung (BetrSichV) und beschreibt sicherheitstechnische und organisatorische Anforderungen, die im Hinblick auf die sichere Verwendung von Aufzugsanlagen zu berücksichtigen sind, um den Anforderungen nach der BetrSichV zu genügen.
Bei den in Anhang 1 und Anhang 2 empfohlenen Schutzmaßnahmen handelt es sich um Empfehlungen gemäß § 21 Absatz 6 Nummer 2 BetrSichV, die im Gegensatz zu den in § 21 Absatz 6 Nummer 1 BetrSichV genannten Regeln und Erkenntnissen keine Vermutungswirkung entfalten (vgl. § 4 Absatz 3 Satz 2 BetrSichV).
(1) Der Arbeitgeber hat dafür zu sorgen, dass die von ihm zur Verfügung gestellte Aufzugsanlage für die am Betriebsort vorhandenen Bedingungen geeignet ist und bei deren bestimmungsgemäßer Verwendung nach dem Stand der Technik die Sicherheit und der Gesundheitsschutz der Benutzer der Aufzugsanlage gewährleistet sind.
(2) Die technischen Unterlagen gemäß Anhang 2 Abschnitt 2 Nummer 3.3 Buchstabe a bzw. Nummer 4.2 Buchstabe a BetrSichV müssen dem Prüfpersonal von zugelassenen Überwachungsstellen, den fachkundigen Personen sowie ggf. den beauftragten Personen am Betriebsort der Aufzugsanlage zur Verfügung stehen und, sofern zutreffend, folgende Inhalte umfassen:
elektrische und hydraulische Schaltpläne, Prüfanleitungen, Nachweise und Sicherheitshandbücher der verwendeten Sicherheitsbauteile sowie die Betriebsanleitung,
EG-/EU-Konformitätserklärung für den Aufzug,
Beschreibung des Aufzuges,
Errichterprotokoll der elektrischen Anlage,
Übersicht der vorhandenen aufzugsexternen Sicherheitseinrichtungen und zugehörige Prüfbescheinigungen. Diese Übersicht muss Angaben über die Rechtsgrundlagen und über die Prüffristen enthalten. Für eine Beurteilung der baurechtlichen Prüfbescheinigungen hinsichtlich der Schnittstelle zum Aufzug sind die erforderlichen Prüfberichte zur Einsicht vor Ort zur Verfügung zu stellen.
Notfallplan und Notbefreiungsanleitung,
Aufstellung über die festgelegten Schutzmaßnahmen/sicherheitstechnischen Maßnahmen, vgl. § 4 Absatz 1 Nummer 3 BetrSichV, und Ermittlung der Prüffristen.
Die Angaben zur Notbefreiung sind in der Nähe der Notbefreiungselemente anzubringen.
Bei Wechsel des Arbeitgebers nach § 3 BetrSichV (z. B. Verpachtung) hat der bisherige Arbeitgeber dafür Sorge zu tragen, dass die technischen Unterlagen gemäß Satz 1 und alle sonstigen für die sichere Verwendung notwendigen Informationen und Dokumente übergeben werden.
(3) Der Arbeitgeber muss sicherstellen, dass
die Schlüssel zu Triebwerks- und Rollenraumtüren oder -klappen und zu Inspektions- und Nottüren oder -klappen sowie die notwendigen Hilfseinrichtungen im Gebäude jederzeit verfügbar sind und nur von befugten Personen benutzt werden und
den mit der sicherheitstechnischen Prüfung, mit der Instandhaltung und Personenbefreiung beauftragten Unternehmen oder Personen, zugelassenen Überwachungsstellen sowie den zuständigen Behörden stets ein sicherer Zugang zum Gebäude und zur Aufzugsanlage ermöglicht ist.
(4) Aufzugsanlagen sind gemäß Anhang 1 Nummer 4.6 in Verbindung mit § 4 Absatz 5 Satz 3 BetrSichV regelmäßig einer Inaugenscheinnahme und Funktionskontrolle zu unterziehen. Der Zeitabstand richtet sich nach Art und Umfang der Verwendung einer Aufzuganlage. Bei der Inaugenscheinnahme und Funktionskontrolle ist insbesondere zu kontrollieren, ob
die Zugänge zum Fahrschacht, zum Triebwerk und den dazugehörenden Schalteinrichtungen frei und sicher begehbar sind und im Triebwerksraum keine aufzugsfremden Gegenstände gelagert werden,
der Fahrkorb nicht anfahren kann, solange eine Schachttür geöffnet ist,
eine Schachttür sich nicht öffnen lässt, solange sich der Fahrkorb außerhalb der Entriegelungszone dieser Tür befindet,
der Fahrkorb nicht anfahren kann, solange die Fahrkorbtür geöffnet ist,
die für die sichere Verwendung der Aufzugsanlage erforderliche Haltegenauigkeit in den einzelnen Haltestellen noch vorhanden ist,
die Notrufeinrichtung funktioniert (soweit das Notrufsystem nicht eine automatische Selbstprüfung enthält) und sofern kein Notdienst vorhanden, ein lesbarer und aktueller Notfallplan in der Nähe (z. B. an der Hauptzugangsstelle) der Aufzugsanlage angebracht ist,
sofern vorhanden, der Notbremsschalter im Fahrkorb, die Schutzeinrichtungen an Fahrkorbzugängen (z. B. Lichtgitter) und der Tür-Auf-Taster wirksam sind,
bei Fahrkörben ohne Fahrkorbtüren die Schachtwand an den Zugangsseiten des Fahrkorbes nicht beschädigt ist,
die Fahrkorbbeleuchtung funktionsfähig ist,
Fahrkorbwände und -türen sowie Schachtwände und -türen nicht mechanisch beschädigt sind,
die bestimmungsgemäße und sichere Verwendung der Aufzugsanlage entsprechend den Herstellervorgaben und/oder der Gefährdungsbeurteilung bzw. der festgelegten zusätzlichen Schutzmaßnahmen stattfindet.
Es wird empfohlen, die durchgeführten Kontrollen und das Ergebnis zu dokumentieren. Bei Verwendung eines Ferndiagnosesystems können o. g. Kontrollen teilweise oder vollständig durch das System übernommen werden. Bei Einsatz eines Ferndiagnosesystems muss nachgewiesen werden, welche Aufgaben durch das System oder im Rahmen der regelmäßigen Instandhaltung übernommen werden.
(5) Festgestellte Mängel sind unverzüglich dem Arbeitgeber zu melden und auf deren Beseitigung hinzuwirken.
(6) Sind an der Aufzugsanlage Mängel vorhanden, durch die Personen gefährdet werden, müssen die Anlage außer Betrieb gesetzt und die Gefahrenstellen gesichert werden.
3.2 Sichere Verwendung
3.2.1 Betrieb
(1) Der Arbeitgeber hat sicherzustellen, dass die Aufzugsanlage unter Berücksichtigung der Betriebsanleitung und der Gefährdungsbeurteilung bzw. der festgelegten zusätzlichen Schutzmaßnahmen bestimmungsgemäß und sicher verwendet wird. Als Hilfestellung dienen die Hinweise im Anhang 1 (Tabelle „Empfohlene Schutzmaßnahmen für den Betrieb nach dem Stand der Technik für Personen- und Lastenaufzüge gemäß Anhang 2 Abschnitt 2 Nummer 2a BetrSichV“) und im Anhang 2 (Tabelle „Empfohlene Schutzmaßnahmen für den Betrieb nach dem Stand der Technik für Personen-Umlaufaufzüge gemäß Anhang 2 Abschnitt 2 Nummer 2c BetrSichV“).
(2) Der Arbeitgeber muss die Aufzugsanlage außer Betrieb nehmen, wenn sie Mängel aufweist, durch die Personen gefährdet werden können. An den Schachtzugängen sind Hinweise auf die Außerbetriebnahme zu geben, gegebenenfalls sind schadhafte Schachttüren gegen Zutritt zu sichern und weitergehende Maßnahmen einzuleiten, um gefährliche Zustände zu beheben.
(3) Die Angaben zum bestimmungsgemäßen Betrieb und zur Bedienung der Aufzugsanlage, die in den technischen Unterlagen bzw. in der Betriebsanleitung enthalten sind, müssen, soweit für eine sichere Verwendung erforderlich, Beschäftigten durch Betriebsanweisung und Unterweisung zur Kenntnis gebracht werden. Sofern keine Betriebsanleitung vorhanden ist, müssen Arbeitgeber bei Personen- und Lastenaufzugsanlagen z. B. durch eine Betriebsanweisung darauf hinwirken, dass mindestens
die Aufzugsanlage nicht unsachgemäß benutzt wird,
der Fahrkorb bzw. der Lastträger gleichmäßig belastet und nicht überlastet wird, Lasten gegen Verschieben gesichert werden und bei der Beförderung von Personen und Lasten in Aufzugsanlagen ohne Fahrkorbtüren ein Sicherheitsabstand von mindestens 0,1 m zu den Vorderkanten des Fahrkorbfußbodens eingehalten wird,
sich mindestens ein Benutzer im Bereich der Steuereinrichtungen des Fahrkorbes aufhält und bei Gefahr der Notbremsschalter und die Notrufeinrichtung betätigt werden,
im Schacht, Triebwerks- und Rollenraum betriebsfremde Gegenstände nicht gelagert und Zugänge zum Schacht und zu den vorgenannten Räumen nicht verstellt sind,
Zugänge und Wartungsöffnungen zur Aufzugsanlage unter Verschluss gehalten werden, zugehörige Schlüssel und solche für die Steuerungseinrichtungen und die Notentriegelung verfügbar sind und nicht an Unbefugte abgegeben werden,
hydraulisch angetriebene Aufzugsanlagen über den Hauptschalter für eine längere Zeit nur außer Betrieb genommen werden, wenn sich ihre Fahrkörbe in der untersten Haltestelle befinden,
falls erforderlich, weitergehende Maßnahmen für eine sichere Verwendung mit dem Instandhaltungsunternehmen abgestimmt werden.
(4) Für andere Aufzugsanlagen als Personen- und Lastenaufzugsanlagen, z. B. Fassadenbefahranlagen, Baustellenaufzüge mit Personenbeförderung, muss der Arbeitgeber unter Berücksichtigung der sicheren Verwendung eine Betriebsanweisung ausarbeiten und den Beschäftigten in schriftlicher Form zur Kenntnis bringen.
3.2.2 Nutzungsänderung
Bei einer Nutzungsänderung, d. h. beispielsweise einer Änderung der Gebäudenutzung, müssen die getroffenen Schutzmaßnahmen, Prüffristen und die technischen Unterlagen überprüft und ggf. angepasst werden.
3.2.3 Notfallplan
(1) Der Arbeitgeber muss dem Notdienst für Aufzüge im Sinne der Richtlinie 2014/33/EU einen Notfallplan zur Verfügung stellen. Sofern gemäß § 24 Absatz 2 BetrSichV ein Notdienst erst ab dem 31. Dezember 2020 vorhanden sein muss, ist der Notfallplan nach Satz 2 in der Nähe der Aufzugsanlage (z. B. an der Hauptzugangsstelle) anzubringen.
(2) Für Aufzüge im Sinne der Richtlinie 2006/42/EG, in denen eine Person eingeschlossen werden kann, ist sicherzustellen, dass diese Person Hilfe herbeirufen kann. Bei diesen Aufzugsanlagen ist ebenfalls ein Notfallplan zu erstellen.
(3) Bei Anlagen, deren Erreichbarkeit oder Zugang aufgrund von Besonderheiten des Betriebsortes nicht offensichtlich ist (u. a. Aufzugsanlagen in Windenergieanlagen, innerhalb großer Gebäude oder weitläufiger Betriebsgelände), ist die Auffindbarkeit durch zusätzliche Angaben, zum Beispiel durch geografische Koordinaten oder sichtbare Kennzeichnungen an den Gebäuden und Bauwerken, sicherzustellen.
3.2.4 Dauerhafte Außerbetriebnahme
(1) Folgende Maßnahmen sind unter Beachtung der Betriebsanleitung mindestens erforderlich:
der Fahrkorb ist in die oberste Haltestelle zu fahren (bei Treibscheibenantrieben mit Gegengewicht),
die Fahrschachttüren müssen verriegelt sein und die Tür zum Triebwerksraum muss verschlossen sein,
die elektrischen Zuleitungen zu der Aufzugsanlage sind allpolig zu trennen,
an den Zugängen sind entsprechende Schilder anzubringen.
Bei Aufzugsanlagen mit hydraulischem Antrieb sind zusätzlich bzw. abweichend folgende Maßnahmen erforderlich:
der Fahrkorb ist in die unterste Haltestelle zu fahren,
die hydraulische Anlage ist drucklos zu machen,
die hydraulischen Leitungen sind abzusperren.
(2) Vor der erneuten Inbetriebnahme ist eine Prüfung durch eine zugelassene Überwachungsstelle dann erforderlich, wenn der Fälligkeitstermin für die nächste wiederkehrende Prüfung überschritten ist.
(1) Nur eine qualifizierte Instandhaltung unter Berücksichtigung der Art und Intensität der Nutzung durch fachkundiges Instandhaltungspersonal kann die sichere Verwendung und eine hohe Verfügbarkeit einer Aufzugsanlage sicherstellen. Unter Berücksichtigung der Aufzugsart, der technischen Ausführung, Ausrüstung und Betriebsbedingungen (Art, Umfang, Intensität) sind an der Aufzugsanlage regelmäßig und in angemessenen Zeitabständen Instandhaltungsarbeiten durchzuführen, z. B. auf der Basis der Angaben der Betriebsanleitung des Herstellers.
(2) Wird die Instandhaltung durch beauftragte Unternehmen durchgeführt, hat der Arbeitgeber, der für die Sicherheit der Aufzugsanlage verantwortlich ist, gemäß § 13 BetrSichV dem Arbeitgeber des Instandhaltungspersonals vor Beginn der Instandhaltungsarbeiten Informationen hinsichtlich besonderer Gefährdungen z. B. gefährlicher Zugang zur Aufzugsanlage, Aufzug in Ex-Bereichen, Aufzugsanlagen mit Gefahrstofftransport, Staplerverkehr im Bereich der Schachtzugänge bereitzustellen.
(3) Insbesondere sind Informationen zu geben über
Maßnahmen zur Erhaltung der zu benutzenden Zugangswege,
Evakuierungsmaßnahmen im Brandfall,
Sicherstellung notwendiger Sofortmaßnahmen,
Restrisiken bei der Benutzung von Zugängen,
Festlegungen, inwieweit Personen das Instandhaltungspersonal zur Aufzugsanlage begleiten müssen,
das Verhalten bei Betriebsstörungen an anderen Anlagen im Umfeld der Aufzugsanlage und
Festlegungen zur persönlichen Schutzausrüstung, die, falls notwendig, auf den Zugangswegen zu benutzen ist und wo sich diese befindet.
(4) Bei Aufzugsanlagen mit teilumwehrtem Schacht sind besondere Maßnahmen für Instandhaltungsarbeiten erforderlich, z. B. ausreichende Absicherung des Verkehrsbereiches gegen herabfallende Teile. Bei dieser Schachtausführung muss bei anderen Arbeiten im Gebäude sichergestellt werden, dass bei der Ausführung von Arbeiten an Gebäudeteilen keine Gegenstände in die Fahrbahn der Aufzugsanlage hineinreichen können. Falls dies nicht möglich ist, muss die Aufzugsanlage während der Arbeiten abgeschaltet werden.
(5) Der Zugang in den Schacht und das Verfahren des Fahrkorbs für Reinigungsarbeiten ist nur in Begleitung einer fachkundigen Person erlaubt. Während der Fahrkorbbewegung dürfen keine Reinigungsarbeiten durchgeführt werden.
3.4 Personenbefreiung
Der Arbeitgeber, der eine Aufzugsanlage zur Verfügung stellt, muss dafür sorgen, dass die Befreiung eingeschlossener Personen zu jeder Zeit und in möglichst kurzer Zeit vorgenommen werden kann.
3.4.2 Akustische Notrufeinrichtung
(1) Verfügt die Aufzugsanlage nur über eine akustische Notrufeinrichtung (z. B. Klingel) in der Nähe des Schachtes oder in anderen Räumlichkeiten, muss sichergestellt sein, dass der Notruf während der gesamten Betriebszeit der Aufzugsanlage von einer beauftragten Person oder von Personen, die den Notdienst verständigen können, gehört und als solcher erkannt wird und die notwendigen Maßnahmen eingeleitet werden.
Hinweis: Die Erfahrung hat gezeigt, dass dieses System insbesondere in Gebäuden, in denen nur wenige Personen verkehren oder in denen sich aufgrund der Betriebszeiten zeitweise keine Personen befinden, organisatorisch nicht zuverlässig funktioniert und damit ein hohes Risiko besteht, dass Personen über einen längeren Zeitraum eingeschlossen sind.
(2) Auf die Nachrüstverpflichtung gemäß § 24 Absatz 2 BetrSichV wird hingewiesen.
3.4.3 Notrufeinrichtungen
(1) Gemäß Anhang 1 Nummer 4.1 Satz 1 BetrSichV hat der Arbeitgeber, der eine Aufzugsanlage nach Anhang 2 Abschnitt 2 Nummer 2 Buchstabe a BetrSichV zur Verfügung stellt, dafür zu sorgen, dass im Fahrkorb der Aufzugsanlage ein Zweiwege-Kommunikationssystem wirksam ist, über das ein Notdienst ständig erreicht werden kann.
(2) Ein Zweiwege-Kommunikationssystem im Fahrkorb muss die Sprachkommunikation mit einem Notdienst in beide Richtungen ermöglichen (z. B. Gegensprechanlage oder Telefon). Das Zweiwege-Kommunikationssystem muss mit der Aufzugsanlage fest verbunden sein, das Mitführen von mobilen Kommunikationssystemen, z. B. Mobiltelefonen, ist nicht ausreichend. Das Zweiwege-Kommunikationssystem muss auch im Falle eines Stromausfalles an der Aufzugsanlage wirksam sein.
(3) Ein geeignetes Zweiwege-Kommunikationssystem ist z. B. in der DIN EN 81-28:2018 beschrieben.
(4) Der Arbeitgeber muss sicherstellen, dass der Notdienst mit dem Zweiwege-Kommunikationssystem ständig, solange die Aufzugsanlage zur Verwendung zur Verfügung steht, erreicht werden kann. Der Notdienst kann entweder ein externer Dienstleister oder eine interne Stelle des Arbeitgebers sein. Der Notdienst leitet die Maßnahmen zur Befreiung eingeschlossener Personen ein.
(5) Auf die Nachrüstverpflichtung gemäß § 24 Absatz 2 BetrSichV wird hingewiesen.
(6) Gemäß Anhang 1 Nummer 4.1 Satz 1 BetrSichV hat der Arbeitgeber, der eine Aufzugsanlage nach Anhang 2 Abschnitt 2 Nummer 2 Buchstabe b BetrSichV zur Verfügung stellt, dafür zu sorgen, wenn eine Person eingeschlossen werden kann, dass diese Hilfe herbeiholen kann. Dies kann beispielsweise erreicht werden durch:
festinstalliertes Telefon mit einfacher Betätigung (z. B. mit Selbstwahlfunktion),
festinstalliertes Telefon mit Wählfunktion,
(7) Der Arbeitgeber muss dem Notdienst einen Notfallplan übergeben.
(8) Der Arbeitgeber muss sicherstellen, dass die Beschaffenheit, Organisation und Qualifikation des Notdienstes zur Personenbefreiung geeignet ist. Dies kann mit folgenden Punkten erreicht werden:
Für die Weiterleitung des Notrufes von dem Zweiwege-Kommunikationssystem des Aufzuges zu einem Notdienst genügt eine dem öffentlichen Fernmeldenetz vergleichbare Übertragungssicherheit.
Ein einmal gegebener Notruf wird beim Notdienst bis zu seiner Bearbeitung gespeichert.
Nach Eingang des Notrufes beim Notdienst kann vom Notdienst eine Zweiwege-Kommunikationsverbindung zum Fahrkorb hergestellt werden.
Der Notdienst erkennt den Standort der Aufzugsanlage und dokumentiert den Notruf mit Datum und Uhrzeit zum Nachweis der Dauer des Eintreffens der Hilfeleistenden.
Der Notdienst bleibt auch bei Ausfall des Stromnetzes des Notdienstes funktionsfähig.
Bei Störung des Notdienstes, die eine Verarbeitung von Notrufen nicht mehr gewährleistet, wird eine Ersatzeinrichtung wirksam, die dennoch die Durchführung einer Befreiung sicherstellt.
Wird das Übertragungssystem und/oder der Notdienst auch für andere Datenübertragungen genutzt, werden Aufzugs-Notrufe nicht beeinträchtigt.
Der Notdienst ist ständig, solange die Aufzugsanlage zur Verwendung zur Verfügung steht, in Betrieb und besetzt.
Es wird sichergestellt, dass abhängig von der Zahl der angeschlossenen Aufzugsanlagen eine ausreichende Anzahl Hilfeleistender bereitsteht. Als Hilfeleistende gelten hierfür vom Arbeitgeber beauftragte Personen, die in der Lage sind, Befreiungsmaßnahmen sachgerecht – ohne Gefährdung von Eingeschlossenen und sich selbst – durchzuführen. Dazu zählen:
besonders eingewiesene Personen,
befähigte Personen und
Fachkräfte von Aufzugsfirmen.
Die Zeit von der Notrufabgabe bis zur Kontaktaufnahme mit den Eingeschlossenen soll so kurz wie möglich sein (Die vom öffentlichen Telefonnetz vorgegebenen Möglichkeiten gelten als ausreichend.). Die Zeit von der Notrufabgabe bis zum Eintreffen des Hilfeleistenden an der Anlage soll eine halbe Stunde nicht überschreiten.
Der Hilfeleistende hat Zugang zum Gebäude und zur Aufzugsanlage, insbesondere zu den Bedienteilen für den Notbetrieb (z. B. über Schlüsseltresore).
Der Hilfeleistende unterrichtet den Notdienst über sein Eintreffen an der Anlage, spätestens nach der durchgeführten Befreiung der Eingeschlossenen. Diese Mitteilung wird beim Notdienst mit Datum und Uhrzeit dokumentiert.
3.4.4 Maßnahmen zur Personenbefreiung
(1) Die Maßnahmen zur Personenbefreiung müssen unter Berücksichtigung von 3.2.3 und nach der Notbefreiungsanleitung durchgeführt werden.
(2) Die Notbefreiungsanleitung muss eine sichere Personenbefreiung entsprechend der technischen Ausführung der Aufzugsanlage ermöglichen. Erforderliche Einrichtungen und Hilfsmittel müssen den mit der Personenbefreiung beauftragten Personen an der Aufzugsanlage zur Verfügung stehen.
(3) Nach einer Personenbefreiung darf die Aufzugsanlage erst wieder zur Benutzung freigegeben werden, wenn die Ursache der Störung behoben und ein sicherer Betrieb der Aufzugsanlage gewährleistet ist.
Bei Aufzugsanlagen müssen gemäß TRBS 1201-4 folgende Prüfungen durch eine zugelassene Überwachungsstelle durchgeführt werden:
Prüfung vor erstmaliger Inbetriebnahme,
Prüfung vor Inbetriebnahme nach prüfpflichtiger Änderung,
durch Behörden angeordnete außerordentliche Prüfungen.
3.6 Unfall- und Schadensanzeige
Die Regelungen des § 19 BetrSichV sind zu beachten.
Empfehlungen gemäß § 21 Absatz 6 Nummer 2 BetrSichV für die nach dem Stand der Technik sichere Verwendung von Personen- und Lastenaufzügen gemäß Anhang 2 Abschnitt 2 Nummer 2 Buchstabe a BetrSichV
Sofern Schutzmaßnahmen mit a), b), c) ff. gekennzeichnet sind, sind diese jeweils alternativ empfohlen.
Nr. Gefährdung/ Gefährdungssituation Empfohlene technische Schutzmaßnahmen nach dem Stand der Technik bei der Verwendung von Aufzugsanlagen
(§ 4 Absatz 1 BetrSichV) Empfohlene organisatorische Schutzmaßnahmen (§ 4 Absatz 2 BetrSichV) Hinweis für Anlagen, die nach TRA 200 oder DIN EN 81-1:1998 oder DIN EN 81-2:1998 errichtet worden sind
1 Stolpergefahr beim Betreten und Verlassen des Fahrkorbs durch Unbündigkeit der Fahrkorbschwelle zur Schachttürschwelle Anhaltegenauigkeit von ±10 mm und Nach­regu­lierungs­ge­nauig­keit von ±20 mm durch:
Nur möglich in Bereichen mit ein­ge­schränk­tem Be­nutzer­kreis: Warn­hinweis „Achtung Stufe“ mit Kenn­zeich­nung der Gefahren­stelle
Nicht zulässig bei be­hin­der­ten­ge­rech­ten Auf­zügen
Risiko in der Regel niedrig bei Anlagen nach TRA 200 und DIN EN 81-1/2
c) geregelten Antrieb
geregeltes Ventil
2 Quetsch- und Scher­ge­fahren durch fehlende oder un­zu­läng­liche Ab­trennung der Fahr­bahn des Gegen- bzw. Aus­gleichs­ge­wichts Abtrennung der Fahrbahn des Gegen- bzw. Ausgleichsgewichts bis 2 m über Schachtgrubensohle und in der Breite des Gegen- bzw. Ausgleichsgewichts
Warnhinweis mit Kennzeichnung der Gefahrenstelle
Nur möglich, wenn bereits eine Abtrennung vorhanden ist, die in Höhe und/oder Breite nicht ausreichend ist.
Gefährdung nicht vorhanden, Abtrennung war bereits gefordert
3 Quetsch- und Scher­ge­fahren in der Schacht­grube durch be­nach­barte Auf­zugs­an­lagen a) Abtrennung von einer Höhe von maximal 0,3 m über dem Boden der Schachtgrube bis zu einer Höhe von 2,50 m über dem Niveau der untersten Haltestelle Warnhinweis mit Kennzeichnung der Gefahrenstelle Keine Gefährdung bei Anlagen nach DIN EN 81-1/2, Abtrennung war bereits gefordert
b) Einrichtung zum automatischen Abschalten des Nachbaraufzugs bei Arbeiten in der Schachtgrube Nur möglich, wenn bereits eine Abtrennung vorhanden ist, die in Höhe und/oder Breite nicht ausreichend ist.
4 Quetsch- und Schergefahren im Schacht durch benachbarte Auf­zugs­an­la­gen bei feh­len­den oder un­zu­läng­lichen Ab­trennun­gen bei mehreren Auf­zügen im selben Schacht und weniger als 0,5 m Abstand zwischen der Innenkante der Um­weh­rung auf dem Fahr­korb­dach und be­weg­lichen Teilen des Nach­bar­auf­zugs a) Abtrennung über die volle Höhe des Schachts Keine Gefährdung bei Anlagen nach DIN EN 81-1/2, Abtrennung war bereits bei Abständen zwischen Fahr­korb­außen­kante und be­weg­lichen Teilen unter 500 mm gefordert
b) Umwehrung auf dem Fahrkorbdach mit einem Abstand zwischen Innenkante der Umwehrung und beweglichen Teilen des Nachbaraufzugs von mehr als 0,5 m – Achtung: Bereich außerhalb der Umwehrung muss nicht betretbar gestaltet werden!
c) Einrichtung zum automatischen Abschalten des Nachbaraufzugs bzw. der Nachbaraufzüge bei Arbeiten im Fahrschacht
5 Quetschgefahr in der Schachtgrube und im Schachtkopf bei Aufenthalt von Personen in der Schachtgrube oder auf dem Fahrkorbdach durch zu geringe Schutzräume Herstellung ausreichender Schutzräume durch: Risiko niedrig bei Schutzräumen nach TRA 200 oder DIN EN 81-1/2
a) Minimierung der Überfahrwege
b) Schutzeinrichtungen zur Herstellung temporärer Schutzräume
6 Stolper- und Ab­sturz­ge­fahren beim Zu­gang zur Schacht­grube a) Schacht­gruben­zu­gangs­tür unterhalb der unter­sten Halte­stelle mit Ein­rich­tung zum auto­ma­ti­schen Still­setzen des Auf­zugs beim Öffnen der Schacht­gruben­zu­gangs­tür Risiko hoch für TRA 200 Anlagen bis Baujahr 1992, bei denen erst ab 1,5 m Grubentiefe eine Abstiegseinrichtung gefordert war; Niedriges Risiko bei Anlagen nach TRA 200 ab Baujahr 1992 und Anlagen nach DIN EN 81-1/2
b) Montage einer ortsfesten Leiter zum Abstieg in die Schachtgrube aus der untersten Haltestelle
7 Quetsch-, Scher- und Einzugsgefahren in der Schachtgrube oder im Rollenraum durch sich bewegende Teile des Aufzugs Notbremsschalter in der Schachtgrube und im Rollenraum Keine Gefährdung bei Anlagen nach DIN EN 81-1/2, Notbremsschalter war bereits gefordert
8 Stoß-, Stolper-, Quetsch- und Scher­ge­fah­ren durch feh­len­de Wahr­nehm­bar­keit von Ge­fähr­dungen durch fehlende oder un­zu­läng­liche Schacht­be­leuch­tung Beleuchtung der Arbeits­bereiche in der Schacht­grube und auf dem Fahr­korb­dach mit mindestens 50 lx Risiko niedrig, wenn die Schachtbeleuchtung den Anforderungen nach TRA 200 oder DIN EN 81-1/2 entspricht
9 Absturzgefahr durch zerstörtes Glas in Schachttüren bzw. Quetsch- und Schergefahren bei Eingriff in den Schacht durch zerstörtes Glas von Sichtfenstern in den Schachttüren a) Verbundsicherheitsglas mit sicherer Befestigung und Kennzeichnung Höhe des Risikos in Ab­hän­gig­keit von Größe und Art des Glases sowie Um­ge­bungs­be­din­gun­gen (Van­da­lis­mus) prüfen
Risiko bei Drahtglas niedrig
b) Schließung der Sicht­fenster und Installation einer Fahrkorb-An­wesen­heits­an­zeige
c) DIBt-zugelassener Splitterschutz
10 Stoß-, Einzugs- und Quetsch­ge­fahren durch fehlende oder un­zu­läng­liche Schutz­ein­rich­tun­gen an kraft­be­tä­tig­ten Türen Schutzeinrichtungen der Türen Risiko mittel bei Anlagen mit Schließ­kraft­be­gren­zung 150 N und mit Licht­schranke und Be­gren­zung der ki­ne­ti­schen Ener­gie auf 10 J, außer bei An­lagen, die von Be­hin­der­ten oder alten/ge­brech­lichen Per­so­nen be­nutzt werden
– Änderung der Be­we­gungs­rich­tung der Türen beim Schließ­vor­gang nach Er­kennen einer Per­son/Ge­gen­stand im Tür­be­reich (z. B. Licht­gitter)
– Begrenzung von Schließ­kraft auf 150 N und ki­ne­ti­scher Ener­gie auf 10 J
– Verhinderung des Einzugs von Kinderhänden, z. B. durch: Bei Glastüren Risiko niedrig bei Anlagen nach DIN EN 81-1/2 mit Schutz­maß­nahmen gegen das Ein­ziehen von Kinder­händen
a) Undurchsichtigkeit des Glases bis zu einer Höhe von 1,1 m
b) Einrichtungen zur Er­ken­nung von Fin­gern im Ein­zugs­be­reich bis zu einer Höhe von 1,6 m
c) Reduzierung des Spalts zwischen den Türblättern und dem Rahmen auf 4 mm bis zu einer Höhe von 1,6 m
11 Absturz-, Quetsch- und Scher­ge­fah­ren durch un­sichere Ver­riege­lungs­ein­rich­tung der Schacht­tür Einrichtung zur sicheren Ver­riege­lung und Über­wachung der Schließ­stellung der Schacht­türen und Ver­hin­de­rung der Öff­nung, wenn sich kein Fahr­korb an der Halte­stelle be­fin­det Keine Gefährdung bei Anlagen nach TRA 200 oder DIN EN 81-1/2 (sofern Zu­schlag­bar­keit von Schacht­schiebe- und Dreh­türen, Not­ent­rie­ge­lung und Fehl­schließ­siche­rung ge­mein­sam vorhanden)
12 Absturzgefahr in den Schacht durch Fehlen der automatischen Selbst­schließ­ein­rich­tung an Schiebe­türen Einrichtung (z. B. durch Fe­der oder Ge­wicht) zur Sicher­stellung des auto­ma­ti­schen Schließens der Schacht­tür, wenn diese vorher ma­nuell mit Not­ent­rie­ge­lung ge­öffnet wurde Keine Gefährdung bei Anlagen nach TRA 200 ab Ausgabe 1982 und Anlagen nach DIN EN 81-1/2, Schließ­ein­rich­tung war bereits ge­for­dert
13 Absturzgefahr in den Schacht während der Personenbefreiung durch unzureichende Länge der Schürze unterhalb des Fahrkorbs Schürze mit einer wirksamen Länge von 0,75 m und einer Breite entsprechend der zugeordneten Schacht­türen­breite unter­halb des Fahr­korbs Keine Gefährdung bei Anlagen nach TRA 200 ab Ausgabe 1982 und Anlagen nach DIN EN 81-2, lange Schürze war bereits gefordert
14 Quetsch-, Scher- und Ein­zugs­ge­fah­ren durch feh­len­de Fahr­korb­ab­schluss­türen a) Kraftbetätigte Fahrkorbtüren Zusätzlich zu technischer Maßnahme c)
Nur bei Lasten­auf­zügen mit aus­schließ­licher Ver­wen­dung durch ein­ge­wie­sene Per­sonen:
Ein­wei­sung in die be­son­deren Gefährdungen der Per­so­nen, die Zugang zum Lasten­auf­zug haben.
Auf die EmpfBS 1114 Ziffer 4.5 wird verwiesen.
b) Handbetätigte Fahrkorbtüren
c) Nur bei Lastenaufzügen mit aus­schließ­licher Ver­wen­dung durch ein­ge­wiesene Personen: Ein­rich­tung zum auto­ma­ti­schen Still­setzen des Lasten­auf­zugs bei Ein­dringen eines Gegen­standes in den Detektions­be­reich eines Sicher­heits-Licht­gitters, welches den Fahr­korb­zu­gang über­wacht
15 Absturzgefahr durch fehlende oder un­zu­läng­liche Um­weh­rung (Geländer und Fußleiste) auf dem Fahrkorbdach bei Abstand über 0,30 m zwischen Außen­kante Fahr­korb­dach und Schacht­wand a) Feststehende oder klapp­bare Um­weh­rung des Fahr­korb­daches:
0,70 m hoch bei einem freien Ab­stand bis zu 0,50 m zur Schacht­wand,
1,10 m hoch bei einem freien Abstand über 0,50 m zur Schacht­wand
Risiko hoch bei Wandabstand > 0,85 m und Geländer < 1,1 m und bei Wand­ab­stand > 0,3 m ohne Geländer
Niedriges Risiko bei Anlagen nach DIN EN 81-1/2
b) Verringerung des Ab­stan­des zwischen dem äußeren Rand des Fahr­korb­dachs und der an­gren­zen­den Schacht­wand auf nicht mehr als 0,30 m
Fuß­leiste (ist in allen Fällen auch ohne Um­weh­rung er­for­der­lich)
16 Absturz-, Stolper-, Quetsch- und Scher­ge­fah­ren durch fehlen­den Schutz vor un­kon­trollier­ten Auf- oder Ab­wärts­be­we­gun­gen des Fahr­korbs mit ge­öffne­ten Türen und Über­ge­schwin­dig­keit des Fahr­korbes in Auf­wärts­rich­tung bei elektrisch an­ge­trie­benen Auf­zü­gen – Schutzeinrichtung gegen unbeabsichtigte Bewegung des Fahrkorbs Risiko hoch bei:
Anlagen nach TRA 200 vor Ausgabe 1992 mit statisch unbestimmten Lagerungen oder
Anlagen mit Ein­kreis­bremse
Risiko mittel bei Anlagen mit statisch bestimmter Lagerung und Zwei­kreis­bremse
Weitere Ri­si­ko­re­du­zie­rung durch Zwei­kreis­bremse mit Über­wachung
– Schutz­ein­rich­tung gegen Über­ge­schwin­dig­keit des Fahr­kor­bes in Auf­wärts­rich­tung
17 Absturz-, Stolper-, Quetsch- und Scher­ge­fahren durch fehlen­den oder un­zu­läng­lichen Schutz gegen Ab­sturz, Über­ge­schwin­dig­keit und Ab­sin­ken bei hy­drau­lisch an­ge­trie­benen Auf­zügen Ein­rich­tun­gen oder Kom­bi­na­tionen von Ein­rich­tungen und deren Be­tä­ti­gun­gen als Schutz gegen Ab­sturz, Über­ge­schwin­dig­keit und eine un­be­ab­sich­tigte Be­we­gung des Fahr­korbs Risiko niedrig bei Anlagen nach TRA 200 und DIN EN 81-1/2
18 Gefährdung durch zu große Verzögerung (negative Be­schleu­ni­gun­gen in Ver­ti­kal­rich­tung) in den End­lagen durch fehlen­de oder un­zu­läng­liche Puffer Puffer in den Endlagen, die die Verzögerungen auf geeignete Werte reduzieren Risiko niedrig bei Anlagen nach TRA 200 und DIN EN 81-1/2
19 Absturzgefahr in den Schacht durch nicht verriegelte Fahrkorbtür bei großem Abstand zwischen Fahrkorbtür und Schachtwand a) Abstand zwischen Schachtwand und Fahrkorbschwelle auf weniger als 0,15 m reduzieren Risiko niedrig bis mittel (abhängig vom Benutzerkreis [kleine Personen, Kinder]) bei Anlagen nach TRA 200 und DIN EN 81-1/2
b) Fahrkorbtürverriegelung, die ein Aufschieben der Türen außerhalb der Entriegelungszone verhindert
20 Quetsch- und Scher­ge­fah­ren durch nicht sicheres Ab­schal­ten des An­triebs bei An­sprechen einer Schutz­ein­rich­tung Einrichtung zur Sicher­stellung der re­dun­dan­ten Unter­brechung der Strom­ver­sor­gung des Antriebs (z. B. min­des­tens zwei von­einan­der un­ab­hän­gige Haupt­schütze) Risiko niedrig bei Anlagen nach TRA 200 und DIN EN 81-1/2
21 Elektrischer Schlag durch unzulänglichen Schutz gegen elektrischen Schlag und/oder fehlende An­gaben auf den Kenn­zeich­nungen elektri­scher Ein­rich­tun­gen – Elektrische Einrichtungen mit Verkleidungen mit einem Schutzgrad von mindestens IP 2X Risiko niedrig bei Anlagen nach TRA 200 und DIN EN 81-1/2
– Kennzeichnungen der elektrischen Einrichtungen mit einschlägigen Warnhinweisen
22 Quetsch-, Scher- und Einzugs­gefahren im Ar­beits­be­reich des Fahr­korb­dachs durch feh­len­de In­spek­tions­steue­rung und/oder Not­brems­schal­ter auf dem Fahr­korb­dach – Inspektionssteuerung Risiko niedrig bei Anlagen nach TRA 200 und DIN EN 81-1/2
– Notbremsschalter
Hinweis: Nicht berücksichtigte hohe Risiken aus DIN EN 81-80:2004:
Vollwandige Schachtumwehrung (Risiko niedrig bei Drahtglas, eventuell mittel bei anderen Glasarten bei sehr alten Anlagen)
Teilumwehrter Schacht (Einzelfälle bei sehr alten Anlagen müssen im Einzelfall betrachtet werden)
Schließeinrichtungen und Überwachung der Zugangstür zur Schachtgrube (über Punkt 6 mit abgedeckt)
Schürze unter Schachttürschwelle (nur bei sehr alten Anlagen)
Sicherer Zugang zu Triebwerks- und Rollenraum (in Deutschland eher mittleres oder niedriges Risiko)
Unterschiedliche Ebenen und Vertiefungen im Triebwerksraum (in Deutschland eher mittleres oder niedriges Risiko)
Ausreichende Beleuchtung im Triebwerks- und Rollenraum (in Deutschland mittleres oder niedriges Risiko)
Vollwandige Schacht- und/oder Fahrkorbtüren (nur bei sehr alten Anlagen)
Festigkeit der Schachttürbefestigungen (in Deutschland eher nicht relevant)
Notentriegelung der Schachttüren (in Deutschland eher nicht relevant)
Unerreichbarkeit der Schachttürverriegelung (nur bei sehr alten Anlagen)
Kompatible und sichere Funktion von Geschwindigkeitsbegrenzer und Fangvorrichtung (in Deutschland nicht relevant)
Einrichtungen für den Notbetrieb (in Deutschland nicht relevant)
Notrufeinrichtung (über BetrSichV abgedeckt)
Empfehlungen gemäß § 21 Absatz 6 Nummer 2 BetrSichV für die nach dem Stand der Technik sichere Verwendung von Personen-Umlaufaufzügen gemäß Anhang 2 Abschnitt 2 Nummer 2 Buchstabe c BetrSichV
Personen-Umlaufaufzüge entsprechen nicht mehr dem Stand der Technik und können aufgrund ihrer Technologie auch nicht dahingehend nachgerüstet werden. Im Einzelfall können jedoch technische Maßnahmen ergriffen werden, die zu einer Verringerung der Gefährdung führen. Kann die Sicherheit der Benutzer von Personen-Umlaufaufzügen durch technische Maßnahmen nicht gewährleistet werden, sind organisatorische Schutzmaßnahmen erforderlich. Gemäß § 12 Absatz 1 BetrSichV hat der Arbeitgeber die Beschäftigten hinsichtlich erforderlicher Schutzmaßnahmen und Verhaltensregelungen zu unterweisen. Gemäß Anhang 1 Nummer 4.4 BetrSichV darf der Arbeitgeber Personen-Umlaufaufzüge von anderen Personen als Beschäftigten nur verwenden lassen, wenn er geeignete Maßnahmen zum Schutz anderer Personen vor Gefährdungen durch Personen-Umlaufaufzüge trifft. Soweit technische Schutzmaßnahmen nicht möglich sind oder nicht ausreichen, hat der Arbeitgeber den erforderlichen Schutz dieser Personen durch andere Maßnahmen sicherzustellen; insbesondere hat er den anderen Personen mögliche Gefährdungen bei der Verwendung von Personen-Umlaufaufzügen bekannt zu machen, die notwendigen Verhaltensregeln für die Benutzung festzulegen und die erforderlichen Vorkehrungen dafür zu treffen, dass diese Verhaltensregeln von den anderen Personen beachtet werden. Entsprechende Bekanntmachungen können zum Beispiel durch Beschilderungen mit Warnhinweisen und leicht nachvollziehbaren Verhaltensregeln gemacht werden. Bauartbedingt bleiben jedoch bei Personen-Umlaufaufzügen immer Restrisiken bestehen, die vom Arbeitgeber bezüglich des sicheren Betriebes zu berücksichtigen sind. Vorkehrungen zur Kontrolle der Beachtung der Maßnahmen können beispielsweise Videoüberwachung oder stichprobenhafte Kontrollen der tatsächlichen Benutzung des Personen-Umlaufaufzuges durch vorhandenes Personal (z. B. vorhandene Sicherheitsbeauftragte) des Arbeitgebers sein.
Zusätzliche Anforderungen aus dem Baurecht (z. B. Brandschutz) sind hiervon nicht abgedeckt.
Die in der Tabelle genannten empfohlenen technischen und organisatorischen Schutzmaßnahmen gelten, sofern nicht anders gekennzeichnet, komplementär. Sie ergänzen einander, organisatorische Schutzmaßnahmen setzen auf den technischen Schutzmaßnahmen auf.
Sofern Schutzmaßnahmen mit a), b), c) ff. gekennzeichnet sind, sind diese jeweils ersatzweise empfohlen.
Nr. Gefährdung
Gefährdungssituation Empfohlene technische Schutzmaßnahmen Empfohlene organisatorische Schutzmaßnahmen
1 Quetsch-, Stoß-, Scher- und Absturzgefahren durch nicht bestimmungsgemäße Nutzung und durch unvermeidbare Restgefährdungen von Personen-Umlaufaufzügen Bauliche Begrenzung des Zu­gangs­be­reichs (z. B. Dreh­kreuz) zum Personen-Um­lauf­auf­zug zur Ver­hin­de­rung der Be­nut­zung mit sper­ri­gen Gegen­stän­den und von nicht zu­gangs­be­rech­tig­ten Per­sonen (z. B. Personen mit Gehhilfe)
Anbringung von Hinweisen auf den nächstgelegenen Personen- oder Lastenaufzug an jedem Schachtzugang
Deutlich sichtbare Anbringung von Verhaltensregeln, auch in Form von Symbolen und Piktogrammen, an jedem Schachtzugang
Keine Nutzung für Per­sonen mit ein­ge­schränk­ter Mo­bi­li­tät und Wahr­neh­mung
Nutzung für Kinder nur in Be­glei­tung Er­wachsener
Kein Transport von Lasten und sperrigen Gegen­ständen
Hinweise auf die vor­han­de­nen Per­sonen- und Lasten­auf­züge
Einrichtung einer Zugangskontrolle durch eine beauftragte Person mit Unterweisung der Benutzer, wenn die Warnhinweise nicht hinreichend berücksichtigt werden
2 Quetschgefahren bei dem Versuch, den Umlaufaufzug im Bereich der unteren Umsetzstelle zu verlassen Verkleidung der Schacht­vor­der­wand unter dem untersten Zu­gang zu den ab­wärts­be­weg­ten Fahr­kör­ben in mindes­tens der Breite der Fahr­korb­zu­gänge und einer Länge von min­des­tens 0,8 m nach unten ab der Schwelle des untersten Schacht­zu­gangs, bei der der Druck auf die Ver­klei­dung eine Ein­rich­tung ak­ti­viert, die den Um­lauf­auf­zug still­setzt
3 Quetschgefahren bei dem Versuch, den Umlaufaufzug im Bereich der oberen Umsetzstelle zu verlassen
Hori­zon­tale Klappe an der Ober­kante des obersten Schacht­zu­gangs zu den auf­wärts be­weg­ten Fahr­kör­ben
Aus­len­kung der Klappe von mehr als 30 Grad ak­ti­viert eine Ein­rich­tung, die den Um­lauf­auf­zug still­setzt
4 Gefahr des Eingeschlossenseins nach Stillsetzung Signaleinrichtung, die nach Stillsetzung des Umlaufaufzugs eine beauftragte Person entsprechend Notfallplan gemäß BetrSichV umgehend alarmiert
5 Gefahr durch Ein­ge­schlossen­sein, Stolper-, Quetsch- und Scher­ge­fahren bei der Per­so­nen­be­freiung und Wieder­in­be­trieb­nahme
Schlüssel­schalter zur Wieder­in­be­trieb­setzung des Um­lauf­auf­zugs an einem Schacht­zu­gang (in der Regel um Haupt­zu­gangs­ge­schoss)
Vor­rich­tun­gen zur Be­fes­ti­gung von Ab­sperr­ein­rich­tun­gen an den Schacht­zu­gängen
Nach Stillsetzung
Be­freiung Ein­ge­schlosse­ner ent­sprechend dem Not­fall­plan gemäß Anhang 1 Nummer 4.1 BetrSichV
Siche­rung der Schacht­zu­gänge ge­gen Be­tre­ten durch eine be­auf­trage Per­son
Ver­wen­dung von Ab­sperr­ein­rich­tun­gen mit ein­deu­ti­gen Sym­bo­len, die das Verbot des Zu­tritts aus­reichend kennt­lich machen (z. B. „Einfahrt ver­bo­ten“ gemäß Straßen­ver­kehrs­ord­nung)
Wieder­in­be­trieb­nahme erst nachdem eine be­auf­tragte Person die sichere Be­nutz­bar­keit der An­lage fest­ge­stellt hat
Be­reit­stellung der Ab­sperr­ein­rich­tungen an einem für die be­auf­tragte Per­son zu­gäng­lichen Ort
6 Schnittgefahren und elektrischer Schlag durch
zer­störte Ab­deckun­gen aus Glas oder
Glas­scher­ben von zer­stör­ten Ab­deckun­gen von Leuch­ten und Schil­dern aus Glas
Fehlen (nach Zer­stö­rung) von Ab­deckun­gen von Leuch­ten und be­leuch­te­ten Schil­dern aus Glas in den Um­setz­be­reichen
Ein­bau von Ver­bund­sicher­heits­glä­sern in einer Stärke von min­des­tens 6 mm
Siche­rung der Glas­schei­ben gegen Heraus­fallen und Heraus­drücken
7 Stoß-, Quetsch- und Schergefahren beim Betreten und Verlassen des Fahrkorbs Höhe der Schachtzugänge nicht weniger als 2,6 m und nicht mehr als 2,8 m
8 Rutschgefahren beim Verlassen oder Betreten des Fahrkorbs
Ebenheit und Planheit der Schacht­zu­gänge
Rutsch­hem­men­der Fuß­boden­belag in einer Tiefe von 0,75 m bis zur Tritt­kante
9 Quetsch- und Stolpergefahren beim Betreten und Verlassen des Fahrkorbs
Seit­liche Hand­griffe in den Schacht­zu­gän­gen
Hand­griffe an bei­den En­den mit einem Win­kel von etwa 45 Grad zur Wand ab­ge­bo­gen
Länge des ver­ti­ka­len ge­raden Teil der Hand­griffe ent­spricht un­ge­fähr dem in 1,5 s zu­rück­ge­leg­ten Fahr­weg des Fahr­korbes
Lichter Ab­stand zur Wand 0,05 m bis 0,08 m
Mitte der Hand­griffe in etwa 1,10 m Höhe über dem Fuß­boden
Ho­ri­zon­ta­ler Ab­stand zwischen den Hand­griffen der Schacht­zu­gänge und denen der Fahr­körbe von ca. 0,30 m
10 Quetsch-, Scher- und Stolpergefahren beim Versagen eines Bremskreises bei Notbremsung Elektrisch lüftbare, selbsttätig wirkende Zweikreisbremse am Triebwerk, die den Aufzug auch bei Ausfall eines Bremskreises ausschließlich mechanisch verzögert
11 Stolper- und Stoßgefahren sowie Gefahren durch Einschluss bei plötzlichem Anhalten bei Havarie eines Fahrkorbs
Füh­rungs­flächen in den Um­setz­stellen, die ein Aus­wei­chen der Fahr­körbe nach hinten um mehr als 20 mm ver­hin­dern
Ein­rich­tun­gen, die den Um­lauf­auf­zug bei Aus­wei­chen der Fahr­körbe in den Umsetz­stellen nach hinten um mehr als 20 mm still­setzen
12 Stolper-, Stoß- und Quetschgefahren infolge von Irritation und/oder Verwechslung Dauerhafte und elektrisch be­leuch­tete Be­schrif­tung der Schacht­vor­der­wand in einer Schrift­größe von mindestens 40 mm vor dem letzten Schacht­zu­gang in jeder Fahrt­rich­tung
„Letztes Stockwerk, Weiterfahrt ungefährlich“
Be­zeich­nung der Stock­werke vom Fahr­korb aus les­bar
Stock­werks­be­zeich­nung aus­ge­leuch­tet
Deut­lich er­kenn­bare und gut sicht­bare Kenn­zeich­nung der Not­brems­schal­ter an den Schacht­zu­gän­gen mit „Not­bremse“ oder „Not-Stopp“
13 Stolpergefahren
Beleuchtungsstärke an den Trittkanten der Schachtzugänge mindestens 150 lx
Beleuchtungsstärke der Trittkante der Kabinen im Bereich der Zugänge mindestens 50 lx
14 Stoß-, Quetsch- und Scher­ge­fah­ren durch Ha­varie des Um­lauf­auf­zu­ges in­folge Ver­sa­gens der Füh­rungs­schienen und Ketten­führun­gen man­gels In­stand­hal­tung und Prü­fung
Ein­bau einer Klappe (In­spek­tions­klappe) in die Decke eines Fahr­korbs (In­spek­tions­fahr­korb), die von innen nur mit einem be­son­de­ren Schlüssel zu öffnen ist und somit die Kon­trolle von Bau­teilen im Fahr­schacht er­mög­licht (In­spek­tions­fahr­korb).
Ein­bau eines Haupt­strom-Not­end­schalters mit Zug­seil- oder Ketten­be­tä­ti­gung ohne selbst­tätige Rück­stellung im Trieb­werks­raum (der vor­han­dene Haupt­schalter darf bei Eig­nung diese Funk­tion über­nehmen).
Füh­rung des Zug­seils bzw. der Zug­kette durch den Schacht so, dass dieser Haupt­strom-Not­end­schalter von dem ln­spek­tions­fahr­korb aus an jedem Punkt der Fahr­bahn be­tätigt wer­den kann.
Me­cha­ni­sche Schnitt­stelle für eine Ein­rich­tung am In­spek­tions­fahr­korb, die über das Zug­seil bzw. die Zug­kette den Haupt­strom-Not­end­schalter bei Ab­wärts­fahrt über einem an dem Zug­glied an­ge­brach­ten festen An­schlag vor dem un­te­ren Um­setz­punkt zwangs­läufig be­tätigt.
Be­fehls­ge­ber im Trieb­werks­raum neben jeder Fahr­bahn, wobei je­weils nur ein Be­fehls­ge­ber be­triebs­be­reit ist, die auf eine ln­spek­tions­steue­rung ohne Selbst­haltung wir­ken und alle vor­han­de­nen Not­brems­schalter bei ln­spek­tions­steue­rung wirk­sam b­elassen.
Be­reit­stellung einer Stand­fläche aus­reichender Größe für die In­spek­tions­fahr­ten am Betriebs­ort, welche bei In­spek­tions­fahr­ten den Ab­stand zur Fahr­korb­decke auf ca. 1,2 m reduziert
An­brin­gen der Ein­rich­tung zum zwangs­läu­fi­gen Be­tä­ti­gen des Haupt­strom-Not­end­schalters vor dem unteren Um­setz­punkt während der In­spek­tions­fahrt
Hin­weis­schild, welches nach dem Öffnen der In­spek­tions­klappe mit fol­gen­der Auf­schrift sicht­bar ist:
Ein­rich­tung am ln­spek­tions­fahr­korb am Zug­seil(-kette) be­fes­ti­gen
Ar­bei­ten nur bei stehen­dem Fahr­korb aus­führen
Wäh­rend des Fahrens nicht über die Fahr­korb­fläche hinaus­beu­gen
Bei Ge­fahr Zug­seil(-kette) ziehen
Vor der un­te­ren Um­setz­stelle bei stehen­dem Fahr­korb die Ein­rich­tung vom Zug­glied lö­sen
Fahr­korb­decke ver­schließen, Auf­zug ver­las­sen
Her­stellung einer zu­ver­lässige Ver­stän­di­gungs­mög­lich­keit (z. B. Sprech­funk) zwischen dem ln­spek­tions­fahr­korb und dem Trieb­werks­raum
An­brin­gung einer Be­triebs­an­wei­sung für Ar­beiten im Schacht im Trieb­werks­raum und am ln­spektions­fahr­korb
15 Quetsch-, Stoß- und Scher­ge­fahren während Prüfung und In­stand­haltung Ein­rich­tung (nicht zwin­gend orts­fest mon­tiert) zum Still­setzen des Um­lauf­auf­zu­ges, die aus jeder Po­si­tion in der Schacht­grube, bei den Antriebs- und Um­lenk­rä­dern sowie im Trieb­werks­raum, die während der Prüfung und In­stand­haltung ein­ge­nom­men werden muss, ein sicheres Still­setzen der An­lage durch die be­troffene Per­son er­mög­licht.
Quetsch-, Stoß-, Scher- und Ab­sturz­ge­fahren durch nicht be­stimmungs­ge­mäße Nutzung und durch un­ver­meid­bare Rest­ge­fähr­dungen von Per­sonen-Um­lauf­auf­zügen
Ge­fahr durch Ein­ge­schlossen­sein, Stolper-, Quetsch- und Scher­ge­fahren bei der Per­so­nen­be­freiung und Wieder­in­be­trieb­nahme
Be­auf­tra­gung einer Person (siehe 2.2), die während des Be­triebes des Personen-Um­lauf­auf­zu­ges stän­dig an­we­send und er­reich­bar ist, die zeit­nah auf Not­rufe und Stö­run­gen rea­gie­ren kann, Per­so­nen­be­freiung durch­führt, die Auf­zugs­an­lage be­auf­sich­tigt und regel­mä­ßig die be­stimmungs­ge­mäße Nutzung kon­trolliert

References: § 21
 § 21
 § 4
 § 4
 § 3
 § 4
 § 24
 § 13
 § 24
 § 24
 § 19
 § 21
 § 21
 § 12