Source: https://www.elo-forum.org/alg/103684-job-ablehnen-weniger-verdiene-bisher.html
Timestamp: 2017-11-19 22:42:17+00:00

Document:
Kann ich einen Job ablehnen wo ich weniger verdiene wie bisher - Erwerbslosen Forum Deutschland (ELO-Forum)
Start > Information > ALG I -> Kann ich einen Job ablehnen wo ich weniger verdiene wie bisher
Post #1296078 (2)
Post #1298523 (1)
26.12.2012, 20:21 #1
UAllgaeuer
Kann ich einen Job ablehnen wo ich weniger verdiene wie bisher
Hallo erstmal frohe weihnachten, ich hätte da eine Frage und zwar gabs doch da mal einen Paragraphen wo drinnenstand das mann in den ersten Monaten der Arbeitslosigkeit Jobs ablehnen kann wenn mann da weniger verdient hat als bisher?
Gibts den paragraphen noch? Ich finde in nirgends?
Oder wurde der rausgenommen
Mehr Beiträge von UAllgaeuer finden
26.12.2012, 20:35 #2
AW: Kann ich einen Job ablehnen wo ich weniger verdiene wie bisher
Unzumutbar ist [...] eine Beschäftigung, wenn:
in den ersten drei Monaten der Arbeitslosigkeit das zu erwartende Bruttoeinkommen niedriger als 80 Prozent des der Berechnung des Arbeitslosengeld zu Grunde liegenden Bruttoeinkommens ist (§ 121 Absatz 3 Satz 2, 1. Halbsatz SGB III).
vom vierten bis sechsten Monat der Arbeitslosigkeit das zu erwartende Bruttoeinkommen niedriger als 70 Prozent des der Berechnung des Arbeitslosengeld zu Grunde liegenden Bruttoeinkommens ist (§ 121 Absatz 3 Satz 2, 2. Halbsatz SGB III).
ab dem siebenten Monat der Arbeitslosigkeit das Nettoeinkommen nach Abzug der mit der Beschäftigung verbundenen Aufwendungen (Werbungskosten) geringer ist als der Anspruch auf Arbeitslosengeld (§ 121 Absatz 3 Satz 3 SGB III).
Gefunden durch googlen mit "ALG I Zumutbarkeitsregeln" hier: Zumutbarkeit
Kannst ja jetzt noch die Gesetzestexte googlen, ob das auf dem aktuellen Stand ist.
26.12.2012, 20:40 #3
So aus dem Kopf heraus warens in den erstenbis 3. Monat 20% vom 4-6. Monat 30% ab dann egal.......
Aber da melden sich noch einige :)
26.12.2012, 20:44 #4
Müßen da dann auch Steuerbefreite Zuschläge (kilometergeld) auch dazugezählt werden oder nur das reine Netto/bzw brutto?
jetzt hätte ich erstmal was gefunden aber ich weiß ned was stimmt:
http://www.arbeitsagentur.de/zentral...a-alg-p121.pdf
http://www.arbeitsagentur.de/zentral...GA-Alg-140.pdf
Und hier das Merkblatt: (da steht sogar bis zu 30% wengier)
27.12.2012, 02:21 #5
§ 140 Zumutbare Beschäftigungen (SGB III)
Fassung aufgrund des Gesetzes zur Verbesserung der Eingliederungschancen am Arbeitsmarkt vom 20.12.2011 (BGBl. I S. 2854) m.W.v. 01.04.2012.
Weiterlesen § 140 SGB III Zumutbare Beschäftigungen - dejure.org
Der § 140 war ehemals § 121. Also ist die Geschäftsanweisung zum § 140 die aktuelle.
27.12.2012, 15:29 #6
Bezieht das mit den 20 % Prozent auf den Lohn mit ohne ohne Zuschläge?
Weil die ZAB zahlen ja immer noch steuerfreie Zuschläge?
Bislang hatt ich ja nen Stundenlohn von über 13 Eu, davon wären dann 80% ca 10, nochwas.
27.12.2012, 15:57 #7
@UAllgaeuer
ich meine, als Berechnungsgrundlage für ALG gilt stets das durchschnittliche jährliche Nettoeinkommen.
Bemessungsentgelt:
Was dir zufloß, gehört zur Bemessung.
ob das steuerfrei war oder nicht, interessiert höchstens das Finanzamt.
nicht aber die AfA.
31.12.2012, 21:54 #8
Natürlich ziehst du vom zu erwartenden Nettoentgelt noch deine Werbungskosten ab, also deine spezifischen Aufwendungen zur Erbringung deiner Arbeitsleistung wie z.B. deine Fahrtkosten (€ 0,30 je Entfernungskilometer).
Erst danach stellst du den Vergleich mit der Höhe deines Alg1 an.
Denn § 140 SGB III geht in Absatz 3 weiter wie folgt:
"Vom siebten Monat der Arbeitslosigkeit an ist einer arbeitslosen Person eine Beschäftigung nur dann nicht zumutbar, wenn das daraus erzielbare Nettoeinkommen unter Berücksichtigung der mit der Beschäftigung zusammenhängenden Aufwendungen niedriger ist als das Arbeitslosengeld."
(Fettdruck von mir.) Quelle: § 140 SGB III Zumutbare Beschäftigungen - dejure.org
Es kann natürlich auch Gründe geben, eine niedriger bezahlte Arbeit anzunehmen, z.B. Wiedereinstiegschance, Erhöhung der Anwartschaftsdauer, Überbrückung bei absehbarem Rentenbezug u.a.).
Denn der Alg1-Anspruch bleibt ja zwischen 2 und 4 Jahren erhalten!
Je nach Lebensalter und Arbeitsaussichten lohnt es sich, hier genau zu rechnen!
ablehnen, verdiene, weniger
Kann man einen Ein-Euro-Job ablehnen, weil die Arbeit nicht zumutbar ist? Carpe Ein Euro Job / Mini Job 16 19.09.2012 09:50
Jobangebot "ablehnen" bei 20% weniger Entgelt, wie kann ich das verstehen? Tina72 ALG I 13 25.07.2012 19:38
Schulden beim Finanzamt - bisher kein P-Konto - Was kann passieren? pitpit1958 Schulden 4 03.12.2011 19:27
Kann man einen Sachbearbeiter ablehnen? Weihnachtsmann69 ALG II 0 29.06.2010 19:43
Wann kan man einen Vermittlungsvorschlag ablehnen? Bine ALG II 27 05.05.2008 09:21

References: § 140
 § 140
 § 140
 § 121
 § 140
 § 140
 § 140