Source: http://www2.lubw.baden-wuerttemberg.de/public/abt2/dokablage/oac_13/vo/1/81180000085.htm
Timestamp: 2018-12-15 02:55:18+00:00

Document:
1.18.085 Umgebung des Favoriteparks
Verordnung des Regierungspräsidiums Stuttgart über das Natur- und Landschaftsschutzgebiet "Favoritepark mit Randgebieten" vom 10. Dezember 1990 (GBl. v. 28.02.1991, S. 89).
Aufgrund von §§ 21, 22, 58 Abs. 2 und § 64 Abs. 1 Nr. 2 des Gesetzes zum Schutz der Natur, zur Pflege der Landschaft und über die Erholungsvorsorge in der freien Landschaft (Naturschutzgesetz - NatSchG) vom 21. Oktober 1975 (GBl. S. 654), zuletzt geändert durch die 3. Anpassungsverordnung des Innenministeriums vom 13. Februar 1989 (GBl. S. 101) wird verordnet:
Die in § 2 näher bezeichneten Flächen auf dem Gebiet der Stadt Ludwigsburg, Landkreis Ludwigsburg, werden zum Natur- und Landschaftsschutzgebiet erklärt. Dieses führt die Bezeichnung "Favoritepark mit Randgebieten". Es besteht aus
· dem Naturschutzgebiet "Favoritepark" mit den in § 2 Abs. 2 näher bezeichneten Flächen auf dem Gebiet der Stadt Ludwigsburg;
· dem Landschaftsschutzgebiet "Umgebung des Favoriteparks" mit den in § 2 Abs. 3 näher bezeichneten Flächen auf dem Gebiet der Stadt Ludwigsburg.
(1) Das Natur- und Landschaftsschutzgebiet "Favoritepark mit Randgebieten" hat als Ganzes eine Größe von ca. 135 ha.
(3) Das Landschaftsschutzgebiet "Umgebung des Favoriteparks" umfaßt nach dem Stand vom 7. November 1990 folgende Gewanne und Teile von Gewannen:
· Altach, Butzenholz, Mittelfeld, Lange Länder, Pommeräcker, Fasanenäcker, Brünnle, Reute, Kreuzäcker, Pfädle, Grund, Marienwahl.
· 10154 (teilweise) , 10155/1, 10155/2, 10156/1, 10156/2, 10157 - 10170, 10171 (teilweise) , 10120 (Weg, teilweise) , 10127 - 10147, E.B.Nr. 10 (teilweise) , E.B.Nr. 9, 10150/1, 10150/2, 10151, 9774 (teilweise) , FW 646, FW 644, FW 643, FW 645, FW 647 (teilweise) , 10100, 9565 (Weg, teilweise) , FW 608, FW 609, FW 606, 9723/7 (Weg) , 9757, 9758, 9760 - 9767, 9801 - 9806, 9740 - 9745, 9746/1, 9746/2, 9747 - 9756, 9674 (Weg) , 9570 (Weg) , 9660 - 9665, 9667 - 9673, 9675 - 9678, 9679/1, 9679/2, 9680, 9681/1, 9681/2, 9574/1 (Weg) , 9639 (Weg) , 9631 - 9638, 9640 - 9647, 9650-9656, 9569/1 (Weg) , 9566 - 9568, 3875 - 3878, 3859 (Weg, teilweise) , 3615, 3615/1, 3614/1, 3614/2, 3612/1, 3612/3, 3612/4, 3610, 3608, 3607 (Weg) , 3602 - 3606, 792, 793, 494, 3578, FW 446, FW 447, FW 448, 3570, 3571, 3573 - 3577, 3547, 3548/2, 3549/2, 3550/2, 3551/2, 3553, 3546/2, 3545/2, 3544/2, 3543/2, 3542/2, 3542/1, FW 77, 3355 - 3357, 3555-3559, 3561 - 3569, 3577, Teile der Hauptstr. 10, Teile der Bismarckstraße, 3679, FW 61 (teilweise) ;
· 9777-9781, 9782/1, 9782/2, 9783, 9785-9788, 9789/1, 9789/2, 9790-9793, 9794/1, 9794/2, 9795, 9797 - 9800;
· 3617, 3618, 3620-3631, 3632/1, 3632/2, 3633, 3635, 3637-3640, 3642-3646, 3648.
(4) Das Natur- und Landschaftsschutzgebiet ist in einer Übersichtskarte des Regierungspräsidiums Stuttgart vom 7. November 1990 im Maßstab 1 : 25 000 schwarz umgrenzt und rot angeschummert (Naturschutzgebiet gemäß § 2 Abs. 2) bzw. grün angeschummert (Landschaftsschutzgebiet gemäß § 2 Abs. 3) sowie in einer Flurkarte des Regierungspräsidiums Stuttgart vom 7. November 1990 im Maßstab 1 : 2 500 schwarz umgrenzt und rot angeschummert (Naturschutzgebiet gemäß §2 Abs. 2) bzw. grün angeschummert (Landschaftsschutzgebiet gemäß § 2 Abs. 3) eingetragen. Die Karten sind Bestandteil der Verordnung. Die Verordnung mit Karten wird beim Regierungspräsidium Stuttgart in Stuttgart, beim Landratsamt Ludwigsburg in Ludwigsburg und beim Bürgermeisteramt Ludwigsburg in Ludwigsburg auf die Dauer von drei Wochen, beginnend am achten Tag nach Verkündung dieser Verordnung im Gesetzblatt, zur kostenlosen Einsicht durch jedermann während der Sprechzeiten öffentlich ausgelegt.
(5) Die Verordnung mit Karten ist nach Ablauf der Auslegungsfrist bei den in Abs. 4 Satz 3 bezeichneten Stellen zur kostenlosen Einsicht durch jedermann während der Sprechzeiten niedergelegt.
1. 1.die Sicherung der ökologisch notwendigen Pufferzone zwischen dem Siedlungsraum und dem Naturschutzgebiet;
2. 2.die Sicherung ökologisch und stadtgestalterisch bedeutsamer Grünzäsuren im Umfeld des Naturschutzgebietes;
3. 3.die Erhaltung der ökologisch und landschaftlich bedeutsamen Streuobstwiesen, Wiesen und Gärten mit ihrem vielfältigen Artenbestand und ihren verschiedenen Freiraumfunktionen.
1. für die Nutzung im Rahmen einer ordnungsmäßigen Bewirtschaftung land- und forstwirtschaftlicher Grundstücke ausgenommen Maßnahmen gem. § 5 Abs. 2 Ziffer 14 und 16;
3. für die Umgestaltung des Gebietes südlich der Heilbronner Straße (Marienwahl) in eine öffentliche Parkanlage oder die Errichtung einer Hotelanlage entsprechend der durch Antrag vom 10. Mai 1990 bei der Stadt Ludwigsburg eingereichten Bauvoranfrage (Bauvoranfragenverzeichnis 90/14 der Stadt Ludwigsburg), vorbehaltlich einer Genehmigung auf der Grundlage eines gültigen Bebauungsplans;
2. ein Vorhaben zu einem Eingriff von besonderer Tragweite oder zu einer schwerwiegenden Beeinträchtigung überörtlicher Interessen der erholungssuchenden Bevölkerung im Sinne von § 63 Abs. 2 Nr. 2 NatSchG führen kann.
1. in dem Naturschutzgebiet vorsätzlich oder fahrlässig eine der nach § 4 Abs. 1 und 2 in Verbindung mit § 6 Abs. 1 dieser Verordnung verbotenen Handlungen vornimmt,
a)entgegen § 22 Abs. 3 NatSchG in Verbindung mit § 4 Abs. 3 bzw. § 6 Abs. 2 dieser Verordnung Handlungen vornimmt, die dem Charakter des Gebietes oder dem Schutzzweck zuwiderlaufen;
b)entgegen § 5 i. V. m. § 6 Abs. 2 dieser Verordnung ohne vorherige schriftliche Erlaubnis Handlungen vornimmt, die den Charakter des Gebietes verändern oder dem Schutzzweck zuwiderlaufen können.
(2) Mit Inkrafttreten dieser Verordnung tritt die Naturschutzverordnung "Favoritepark" vom 1. Oktober 1937, veröffentlicht im Regierungsanzeiger für Württemberg, Nr. 114, außer Kraft.

References: § 64
 § 2
 § 2
 § 2
 § 2
 § 2
 §2
 § 2
 § 5
 § 63
 § 4
 § 6
 § 22
 § 4
 § 6
 § 5
 § 6