Source: https://www.rote-ampel-ueberfahren.de/sperrfrist/
Timestamp: 2017-09-24 10:22:11+00:00

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Sperrfrist: Infos zu Sperrfristen beim Führerscheinentzug!
Sperrfrist beim Führerscheinentzug: Wartezeit für Verkehrssünder
Die Länge der Sperrfrist ist gesetzlich definiert.
Wird die Fahrerlaubnis entzogen, z. B. wegen acht Punkten in Flensburg, gilt in der Regel eine Sperrfrist. Der betroffene Verkehrsteilnehmer kann üblicherweise erst nach deren Ablauf einen neuen Führerschein erhalten. Innerhalb der Sperrfrist darf er demnach kein Kraftfahrzeug im Straßenverkehr führen.
Damit würde er sich des Fahrens ohne Fahrerlaubnis schuldig machen. Gemäß § 21 Absatz 1 Straßenverkehrsgesetz (StVG) wird dieses Delikt mit einer Geld- oder einer Freiheitsstrafe von bis zu einem Jahr sanktioniert. Sind Sperrfristen immer gleich lang? Ist es möglich, die Sperrfrist für den Führerschein zu verkürzen? Diese und weitere Fragen beantwortet der folgende Ratgeber.
1 Wie lang ist die Sperrfrist nach der Entziehung der Fahrerlaubnis?
2 Lässt sich die Sperrzeit beim Führerschein verkürzen?
Wie lang ist die Sperrfrist nach der Entziehung der Fahrerlaubnis?
Die Sperrfrist, welche ein Gericht nach einer Entziehung der Fahrerlaubnis verhängt, beträgt laut § 69a Absatz 1 Strafgesetzbuch (StGB) zwischen sechs Monaten und fünf Jahren. Allerdings ist auch eine lebenslange Sperre möglich. In § 69a Absatz 1 Satz 2 StGB heißt es:
Die Sperre kann für immer angeordnet werden, wenn zu erwarten ist, daß die gesetzliche Höchstfrist zur Abwehr der von dem Täter drohenden Gefahr nicht ausreicht.
Zur Sperrfrist kann eine MPU hinzukommen.
Hinsichtlich der Sperrfrist und der Fahrerlaubnis ist zu beachten, dass eine bereits früher erfolgte Entziehung letzterer die Länge der aktuellen Frist beeinflusst. Laut § 69a Absatz 3 StGB ist die Sperrfrist mindestens ein Jahr lang, sollte gegen den Täter innerhalb der vorangegangenen drei Jahre eine solche verhängt worden sein.
Es besteht die Möglichkeit für die Behörden, die Fahrerlaubnis unter bestimmten Umständen vorläufig zu entziehen. Wird die Fahrerlaubnis gemäß § 111a Absatz 1 Strafprozeßordnung (StPO) vorläufig entzogen, zählt die Zeit, in welcher der Führerschein deshalb bereits weg war, zur Sperrfrist dazu. Allerdings hat diese laut § 69a Absatz 4 StGB dennoch mindestens drei Monate zu betragen.
MPU nach der Sperrfrist: Nach Ablauf der verhängten Sperrfrist kann die Führerscheinstelle eine medizinisch-psychologische Untersuchung (MPU) anordnen z. B. wenn Alkohol am Steuer zur Entziehung der Fahrerlaubnis geführt hat.
Lässt sich die Sperrzeit beim Führerschein verkürzen?
Viele Kfz-Führer sind auf den Führerschein angewiesen, weil sie z. B. den Weg zur Arbeit mit dem Auto zurücklegen oder die Ausübung ihres Berufes eine gültige Fahrerlaubnis voraussetzt. Daher wäre es für solche Autofahrer günstig, könnten sie die für den Führerschein relevante Sperrfrist verkürzen. Dazu steht in § 69a Absatz 7 Satz 1 StGB:
Unter Umständen kann die Sperrfrist vorzeitig aufgehoben werden.
Eine solche vorzeitige Aufhebung ist allerdings erst drei Monate nach Beginn der Sperrfrist möglich. Handelt es sich um einen Verkehrssünder, der in den letzten drei Jahren bereits eine Sperrfrist abzuwarten hatte, darf eine Frist von einem Jahr nicht unterschritten werden.
Wurde die Fahrerlaubnis aufgrund eines Vergehens in Verbindung mit Alkohol am Steuer entzogen, kann der Betroffene z. B. versuchen, das Gericht von seiner Eignung zu überzeugen suchen, indem er an einer Nachschulung für alkoholauffällige Kraftfahrer teilnimmt.
Antrag auf Neuerteilung der Fahrerlaubnis: Die Führerscheinstelle benötigt einige Zeit zur Bearbeitung eines solchen Antrags. Daher ist es ratsam, diesen bereits drei Monate vor Ablauf der verhängten Sperrfrist zu stellen. Der Antrag kann frühestens zu diesem Zeitpunkt gestellt werden.

References: § 21
 § 69
 § 69
 § 69
 § 111
 § 69
 § 69