Source: http://fsg-ering.de/SATZUNG.HTM
Timestamp: 2019-05-26 12:09:46+00:00

Document:
Satzung der königl. priv. Feuerschützengesellschaft
§6 Gesellschaftsdisziplin
§11 Schützenkommissar
§8 Schützenmeisteramt
§12 Gesellschaftsvermögen
§9 Gesellschaftsausschuss
(1) Die Gesellschaft führt den Namen königlich privilegierte Feuerschützengesellschaft und hat ihren Sitz in Ering.
(3) Die Gesellschaft verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige Zwecke. Sie wahrt die Tradition des Schützenwesens. Sie pflegt den Schießsport mit zugelassenen Sportwaffen als Leibesübung und erzieht ihre jugendlichen Mitglieder sportlich und gesellschaftlich.
(4) Die Gesellschaft erstrebt keinen Gewinn. Etwaige Überschüsse dürfen nur zu satzungsmäßigen Zwecken verwendet werden.
(2) Mitglied kann werden, wer das 14. Lebensjahr vollendet hat.
(2) Über Aufahmegesuche entscheiden das Schützenmeisteramt und der Gesellschaftsausschuss gemeinsam. Zu der Sitzung müssen alle Mitglieder des Schützenmeisteramtes und des Gesellschaftsausschusses unter Angabe der Tagesordnung geladen werden. Ein Beschluß kann nur gefaßt werden, wenn mindestens ein Schützenmeister und ein weiteres Mitglied des Schützenmeisteramtes und mehr als die Hälfte der Mitglieder des Gesellschaftsausschusses anwesend sind. Das Aufnahmegesuch ist angenommen, wenn sich die Mehrheit der Anwesenden dafür ausspricht.
b) durch Ausschluß (§ 6 Abs. 2 Buchst. c).
c) durch rechtskräftige Verurteilung wegen eines Verbrechens oder wegen eines Vergehens des Diebstahls, des Betrugs, der Hehlerei, der Unterschlagung oder der Urkundenfälschung.
(3) Die Mitglieder können jederzeit durch schriftliche Erklärung gegenüber dem Schützenmeisteramt aus der Gesellschaft austreten. Ein Mitglied, das nicht zum Schluß eines Jahr austritt, hat die Beiträge und die sonstigen Leistungen für das laufende Jahr zu entrichten.
(2) Alle Mitglieder sind verpflichtet:
(3) Die Mitglieder erhalten keine Gewinnanteile und in ihrer Eigenschaft als Mitglied auch keine sonstigen Zuwendungen aus Mitteln der Gesellschaft.
(2) Verstöße gegen die Gesellschaftsdisziplin, die sportlichen Regeln, die Satzung und die Pflichten der Mitglieder können geahndet werden durch: a) Geldbußen bis zum Betrage von 50 DM, b) Ausschluß von der Teilnahme an den Gesellschaftsveranstaltungen und sportlichen Wettbewerben, c) befristeten oder dauernden Ausschluß aus der Gesellschaft.
(3) Eine Geldbuße kann allein oder neben dem Ausschluß von den Gesellschaftsveranstaltungen oder dem befristeten Ausschluß aus der Gesellschaft verhängt werden. Geldbußen fallen in die Gesellschaftskasse. Ein Mitglied, das mit der Bezahlung einer Geldbuße im Rückstand ist, ist bis zu deren Begleichung von der Teilnahme an den Gesellschaftsveranstaltungen und sportlichen Wettbewerben ausgeschlossen.
(5) Über die Ahndung von Verstößen entscheidet das Schützenmeisteramt zusammen mit dem Gesellschafts- ausschuss mit der Mehrheit der Stimmen der Anwesenden. Ein Beschluß kann. nur gefaßt werden, wenn alle Mitglieder des Schützenmeisteramtes und des Gesellschaftsausschusses unter Angabe der Tagesordnung geladen wurden und mindestens ein Schützenmeister, ein weiteres Mitglied des Schützenmeisteramtes und mehr als die Hälfte der Mitglieder des Gesellschaftsausschusses anwesend sind. Vorher ist der Betroffene zu hören oder ihm sonst Gelegenheit zu geben, zu dem Vorwurf Stellung zu nehmen. Besteht bei der Gesellschaft kein Gesellschaftsausschuss, so entscheidet das Schützenmeisteramt allein. Ein betroffenes Mitglied darf bei der Beschlußfassung nicht anwesend sein.
(6) Das betroffene Mitglied kann innerhalb eines Monats, nachdem ihm der Beschluß bekanntgegeben worden ist, schriftlich unter Angabe von Gründen Beschwerde an das Schützenmeisteramt einlegen. Über die Beschwerde entscheidet die Generalversammlung. Die Einlegung der Beschwerde bewirkt, daß der Beschluß noch nicht wirksam wird.
(7) Das Schützenmeisteramt kann den Betroffenen von den Gesellschaftsveranstaltungen und von sportlichen Wettbewerben ausschließen, bis die Beschwerdefrist (Abs. 6 Satz 1) abgelaufen oder über eine von ihm eingelegte Beschwerde entschieden worden ist. Legt der Betroffene hiergegen Beschwerde ein, so muß das Schützenmeisteramt innerhalb eines Monats nach Eingang der Beschwerde eine außerordentliche Generalversammlung einberufen, die über die Beschwerde entscheidet. Sie entscheidet in diesem Fall auch über die Beschwerde nach Abs. 6. § 7 Gesellschaftsorgane Gesellschaftsorgane sind das Schützenmeisteramt, der Gesell- schaftsausschuss und die Generalversammlung.
(3) Das Schützenmeisteramt ist beschlußfähig, wenn drei seiner Mitglieder anwesend sind. Es entscheidet mit Stimmenmehrheit. Bei Stimmengleichheit entscheidet die Stimme des Vorsitzenden. Uber die Sitzungen des Schützenmeisteramtes ist eine Niederschrift zu führen.
(4) Die Mitglieder des Schützenmeisteramtes werden von der Generalversammlung in geheimer Wahl auf die Dauer von zwei Jahren gewählt. Ihre Amtszeit ist so zu bestimmen, daß in einem Jahr zwei und im darauffolgenden Jahr drei Mitglieder zu wählen sind. Wiederwahl ist zulässig.
(6) Die Generalversammlung kann ein Mitglied des Schützenmeisteramtes aus wichtigem Grund seines Amtes entheben. An der Generalversammlung müssen mindestens zwei Drittel aller Mitglieder teilnehmen. Die Amtsenthebung muß als Tagesordnungspunkt in der Einladung zu der Generalversammlung angegeben werden. Der Beschluß muß mit einer Mehrheit von drei Vierteln der Anwesenden gefaßt werden.
(2) Die Generalversammlung wählt die Mitglieder des Gesellschaftsausschusses und eine entsprechende Zahl von Ersatzleuten für die Dauer von zwei Jahren. Ihre Amtszeit ist so zu bestimmen, daß in einem Jahr drei und im darauffolgenden Jahr zwei Mitglieder zu wählen sind. Hat der Gesellschaftsausschuss mehr als fünf Mitglieder, so erhöht sich die Zahl der jährlich zu wählenden Mitglieder entsprechend. Wählbar sind volljährige Mitglieder. Wiederwahl ist zulässig.
(3) Der Gesellschaftsausschuss, dessen Versammlungen nur auf Einladung und unter dem Vorsitz des 1.Schützenmeisters stattfinden können, hat über alle Gegenstände zu beraten, die ihm das Schützenmeisteramt vorlegt.
(4) Das Schützenmeisteramt ist unbeschadet der §§ 3 Abs. 2,6 Abs. 5 und 12 Abs. 4 in folgenden Angelegenheiten an die Zustimmung des Gesellschaftsausschusses gebunden: a) Abschluß von Verträgen für die Gesellschaft, b) Aufstellung des Haushaltsplans und Prüfung der Jahresrechnung, c) Erlaß allgemeiner Bestimmungen über die Benutzung der Gesellschaftseinrichtungen.
(5) Der Gesellschaftsausschuss ist beschlußfähig, wenn alle Mitglieder geladen und mehr als die Hälfte seiner Mitglieder und ein Schützenmeister anwesend sind. Der Gesellschaftsausschuss beschließt mit der Mehrheit der Stimmen der Anwesenden. § 3 Abs. 2 und § 6 Abs. 5 bleiben unberührt.
(2) Den Vorsitz in der Generalversammlung führt der 1. Schützenmeister,
(6) Ein Beschluß der Generalversammlung ist stets erforderlich für a) eine Änderung der Satzung (§ 14), b) die Wahl des Schützenmeisteramtes, des Gesellschaftsausschusses und der Rechnungsprüfer, c) die Entlastung der Mitglieder des Schützenmeisteramtes und des Gesellschaftsausschusses, d) die Amtsenthebung eines Mitgliedes des Schützenmeisteramtes, e) die Ernennung von Ehrenmitgliedern, f) die Feststellung und Änderung des Haushaltsplanes, g) die Festsetzung des Beitrages und sonstiger Leistungen an die Gesellschaft, h) die Entscheidung über Beschwerden gegen die Ahndung von Verstößen (§ 6 Abs. 6 und Abs. 7), i) die Veräußerung, Verpachtung und Belastung des Gesellschaftsvermögens, k) die Auflösung der Gesellschaft.
(8).Das Schützenmeisteramt hat eine außerordentliche Generalversammlung einzuberufen, wenn es im Interesse der Gesellschaft notwendig ist. Eine außerordentliche Generalversammlung muß ferner einberufen werden, wenn a) ein Drittel der Mitglieder die Einberufung schriftlich unter Angabe der Tagesordnung verlangt, b) ein Mitglied gegen den Ausschluß von den Gesellschaftsveranstaltungen Beschwerde einlegt (§ 6 Abs. 7).
1) Die Generalversammlung kann mit der Mehrheit von zwei Dritteln der Anwesenden beschließen, daß die Gesellschaft als weiteres Organ einen Schützenkommissar hat.
2).Der Schützenkommissar wird von der Generalversammlung auf fünf Jahre gewählt. Er soll im öffentlichen Leben stehen und nicht Mitglied der Gesellschaft sein.
(3).Der Schützenkommissar pflegt die Verbindung der Gesellschaft zur Gemeinde Ering und vertritt in der Gesellschaft die Belange der Allgemeinheit.
(1).Das Schützenmeisteramt verwaltet das Gesellschaftsvermögen.
(5).Niemand darf durch Verwaltungsausgaben, die dem Zweck der Gesellschaft fremd sind, oder durch unverhältnismäßig hohe Vergütungen begünstigt werden.
(7) Nach Ablauf des Geschäftsjahres stellt der Schatzmeister unverzüglich die Jahresrechnung auf und legt sie dem Schützenmeisteramt vor. Die vom Schützenmeisteramt und dem Gesellschaftsausschuss genehmigte Jahresabrechnung ist zwei von der Generalversammlung auf zwei Jahre gewählten Rechnungsprüfern zu übergeben. Die Rechungsprüfer berichten der Generalversammlung über das Ergebnis der Prüfung. Die Generalversammlung beschließt über die Entlastung des Schützenmeisteramtes und des Gesellschaftsausschusses.
8).Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.
(3) Die Generalversammlung wählt einen oder mehrere Liquidatoren. Das Gesellschaftsvermögen, das nach der Erfüllung der Verbindlichkeiten verbleibt, ist der Gemeinde Ering zu übergeben mit dem Ansuchen, es bis zur Gründung einer neuen steuerbegünstigten Schützengesellschaft in der Gemeinde Ering zu verwalten. Übernimmt die Gemeinde die Verwaltung des Vermögens und wird innerhalb von fünf Jahren nach der Auflösung der Gesellschaft in der Gemeinde Ering keine neue Schützengesellschaft gegründet, so fällt das verbleibende Gesellschaftsvermögen an die Gemeinde, die es zur Förderung des Sportwesens zu verwenden hat. Lehnt die Gemeinde die treuhänderische Verwaltung des Vermögens ab, so fällt das Vermögen an den Freistaat Bayern, der es zur Förderung des Schießsports zu verwenden hat.
2) Das Schützenmeisteramt hat Satzungsänderungen unverzüglich dem Landratsamt Rottal-Inn, PLZ Pfarrkirchen, vorzulegen mit der Bitte, die Genehmigung des Bayer. Staatsministeriums des Innern einzuholen.
Ering, den 9. Jan. 1970
gez. Max Ober 1. Schützenmeister derzeit: Andreas Held
1 C 7 --- 2022/13 --- 2 Vorstehende Satzung wird hiermit gemäß 33 Abs. 2 BGB genehmigt. München, den 3. März 1970
Bayer. Staatsministerium des Innern 1.A. (Dr. Ziegler) Ministerialrat
1. Ergänzung zur Satzung
1. Die Tracht der Frauen und Mädchen (Dirndlkleid), bestehend aus: Kleid, Bluse Schürze sowie schwarzen Trachtenschuhen aus Wildleder, bleibt Eigentum der Schützengesellschaft. Wer im Besitz dieser Tracht ist, sollte sich nach Möglichkeit an jeder Schützenveranstaltung beteiligen.
2. Die Schützentracht der Herren sollte selbst angeschafft werden. Die dazu gehörenden Trachtenstrümpfe zur Bundhose werden von der Gesellschaft bezahlt.
3. Jedes aktiv gemeldete Mitglied ist verpflichtet, sich am Königsschießen zu beteiligen. Bei Nichtteilnahme ist der doppelte Einsatz zu entrichten.
4. Ehrungen durch den Bayer. Sportschützenbund können nur aktiv gemeldete Mitglieder erhalten.
5. Beerdigungen: Bei einem aktiven sowie einem Ehrenmitglied werden am Grab von den Schützenkameraden 3 Schuß Ehrensalut abgegeben, dieses gilt auch bei der Beerdigung einer Schützendame. Bei passiven Mitgliedern erfolgt der Salutschuß nur, wenn es ausdrücklich gewünscht wird. Am Grabe von Ehrenmitgliedern oder Mitgliedern des Schützenmeisteramtes (zur Zeit amtierende oder solche, die mindestens zwei Perioden im Schützenmeisteramt tätig waren), wird von der Feuerschützengesellschaft ein Blumengebinde niedergelegt.
Ering, den 2. Dezember 1981
gez. das damalige Schützenmeisteramt: Anton Schönmoser, Andreas Held, Herbert Richter, Anton Schuhbauer, Dieter Stinglhammer
2. Ergänzung zur Satzung
Die Zugriffsberechtigung zu den Vereinswaffen ist folgendermassen geregelt:
Berechtigung A: Einzellader Langwaffen (Sportschützen - WBK oder Eintrag in Vereins - WBK)
Berechtigung B: Repetierer und Kurzwaffen (Eintrag in Vereins - WBK)
Berechtigung C: Repetierer und Kurzwaffen (Eintrag in Vereins - WBK)
gez. das aktuelle Schützenmeisteramt: Andreas Held, Hans Kasbauer, Ludwig Halbedl, Rudolf Huber, Franz Egginger

References: §6

§11

§8

§12

§9
 § 7
 § 3
 § 6