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Timestamp: 2018-02-21 05:16:29+00:00

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Chronik zum Konflikt um das Südbad in Münster
Bestandsaufnahme der städtischen Bäderlandschaft durch die Verwaltung mit differenzierter Darstellung des Sanierungsbedarfs und Beschluss zur Erstellung eines externen Gutachtens (V/0397/2005 v. 23.5.05, Rat 29.6.05)
Darin hat das Bad zwar den höchsten Sanierungsbedarf (6,5 Mio), liegt aber bezüglich Besucherzahlen und damit Zuschussbedarf/Besucher im vorderen Mittelfeld.
Ergebnispräsentation des Gutachters Wenzel Consulting
Darin wurde in 2 von 5 möglichen Szenarien die Schließung des Südbades vorgeschlagen.
Verwaltungsvorlage V/0844/2005
Darin schlug die Verwaltung zur Beschlussfassung das Szenario III, 2 „Dezentrale Versorgung“ vor, d.h. u.a. Schließung des Südbades und des Handorfer Bades.
Die Beratung in den Ausschüssen begann am 22.11., der Rat sollte am 7.12. beschließen.
Die Bürgerschaft hatte also lediglich gut einen Monat Zeit, sich ein Urteil zu bilden und sich zu organisieren.
Fazit 1: Die Tendenz, zügig zu entscheiden, schränkt die Möglichkeiten von Bürgerbeteiligung erheblich ein.
Trotzdem: Die kurze Zeit wurde intensiv genutzt:
Dem Oberbürgermeister wurden insgesamt ca. 5700 Unterschriften aus Handorf und dem Südviertel gegen die Schließung der dortigen Bäder vorgelegt. Dabei war der Vertreter der Pflegschaften von 11 Schulen im Umkreis des Südbades, wo wöchentlich rund 1000 Schüler aus der näheren Umgebung schwammen.
Die Sprecherin der Südbad-Initiative betonte, dass man Zeit benötige, um alternative Betriebskonzepte zu prüfen. Dem entsprach ein Antrag der Opposition, die Entscheidung zu vertagen.
In der folgenden Informations- und Diskussionsphase wurden verschiedene Möglichkeiten aufgezeigt, wie durch Bürgerengagement Kosten gespart und Bäder erhalten werden könnten.
Der Rat beschloss mit einer Ein-Stimmen-Mehrheit von CDU, FDP und OB entsprechend dem Verwaltungsvorschlag, allerdings mit dem Zusatz dass die Stadt die zu schließenden Bäder für eine weitere Nutzung „kostenfrei zur Verfügung stellt“, aber „in diesem Fall keinerlei Betriebs-, Instandhaltungs- oder Sanierungskosten übernimmt.“
Mit diesem Datum begann nach § 26 GO NRW eine Frist von 3 Monaten zur Einreichung eines Bürgerbegehrens gegen den Beschluss.
Schwimmverbände und Bürgerinitiativen sahen in dem Ratsbeschluss kein ausreichendes Angebot: Sie waren bereit, Mitverantwortung zu übernehmen, aber alle Beispiele, die bekannt waren, setzten auch eine finanzielle und rechtlich-organisatorische Beteiligung der Stadt voraus.
Die Gemeindeordnung NRW fordert eine Frage, die mit „ja“ oder „nein“ beantwortet werden kann, und einen Vorschlag zur Kostendeckung. Wenn die nötige Unterschriftenzahl erreicht wird, muss der Rat sich mit der Frage befassen. Entscheidet er gegen das Bürgerbegehren, muss die Stadt einen Bürgerentscheid durchführen.
Zwischen den beteiligten Gruppen (Bürgerinitiative Südbad, Elternvertretern und Schwimmverbänden) gab es zunächst sehr unterschiedliche Vorstellungen über Inhalt und Finanzierungsvorschlag. Die Initiativen wollten den Ratsbeschluss insgesamt aufheben lassen, die Schwimmverbände nur die Erhaltung von zwei Hallenbädern vorschlagen. Bei der Auseinandersetzung darum ging es zeitweise sehr heftig und wenig demokratisch zu, letztlich setzten sich die stärkeren, d.h. die besser organisierten Schwimmverbände, durch. Für die dabei Engagierten war es kein entspanntes Weihnachtsfest, und es dauerte über einen Monat, bis die drei Verantwortlichen benannt und Texte und Unterschriftenlisten fertig waren. Aus der Stadtverwaltung kam das Signal, dass Frage und Kostendeckungsvorschlag akzeptabel seien, und so begann die Aktion an einem Samstag im Fußgängerbereich zwischen Rathaus und Markt, am 14.1.2006.
Die Unterschriftensammlung erwies sich, anders als befürchtet, als relativ unproblematisch. Schwimmverbände und DLRG konnten ihre relativ starken Jugendabteilungen mobilisieren.
So kamen am Ende mit über 15 000 fast das Doppelte der notwendigen 8 600 Unterschriften zusammen.
Der Rat erklärte das Bürgerbegehren für unzulässig. Dazu hatte die Verwaltung ein Rechtsgutachten eines renommierten Verwaltungsrechtlers eingeholt, der den Kostendeckungsvorschlag für fehlerhaft erklärte.
Der Rat bekräftigte seinen Beschluss vom 5.4. und wie den Widerspruch der Initiatoren zurück (vgl.§26 (6). Jetzt blieb ihnen noch die Klage vor dem Verwaltungsgericht innerhalb einer Frist von 4 Wochen.
Die Vertreter der Schwimmverbände erklärten ihre Bereitschaft zur Klage, zogen sie aber am letzten Tag zurück. Die Bürgerinitiative hatte keine Möglichkeit, eine Klage zu riskieren und zu finanzieren. Damit war das Bürgerbegehren endgültig gescheitert.
Fazit 2: Von Bürgern, die sich organisieren, um gegen Rat und Verwaltung etwas durchzusetzen, wird viel verlangt:
–	Die Fähigkeit, verschiedene Interessen auszugleichen;
–	Die Fähigkeit, in kürzester Zeit eine Organisation aufzubauen. Dabei sind vorhandene Großorganisationen im Vorteil, haben aber auch eigene Interessen, die von denen der nicht organisierten BürgerInnen abweichen können.
–	Juristischer Sachverstand auf höchstem Niveau: verschiedene Juristen und Verwaltungsfachleute, auch aus der Stadtverwaltung, hatten den Text des Bürgerbegehrens gelesen und für gut befunden.
–	Ausreichende finanzielle Reserven, um Gutachter einschalten und notfalls Prozesse führen zu können. Auch hier sind größere Organisationen gegenüber „einfachen“ Bürgern im Vorteil.
Die Bürgerinitiative erklärte auf einer Pressekonferenz, dass sie ihr Engagement für die Erhaltung des Südbades fortsetzen wolle, da das dicht besiedelte Südviertel, die umliegenden Schulen und die Sportverbände dieses zentral gelegene Hallenbad dringend brauchten.
Dazu musste zunächst die durch die Arbeit für das Bürgerbegehren unterbrochene Vereinsgründung vollendet werden. Der „Förderverein Bürgerbad Münster-Süd“ e.V. setzte sich folgende Ziele:
1. Die Stadt dazu zu bewegen, die Schließung möglichst lange hinauszuschieben;
2. damit Zeit zu gewinnen, um Sponsoren und ehrenamtliche Helfer für den Betrieb als Bürgerbad zu gewinnen;
3. am Ende genügend Unterstützung für grundlegende Sanierung oder Neubau zu gewinnen.
Zu Ziel 1.:
Der Förderverein nutzte das Instrument der Anregung nach §24 GO-NRW und schlug vor, das Südbad bis zum Abschluss der Sanierung der anderen Bäder in Betrieb zu halten. Diese Anregung wurde von Vertretern der Schulpflegschaften, der Kinderbetreuungseinrichtungen, der Kinderärzte, der städtischen Seniorenvertretung, von Schwimm- und Sportverbänden und den lokalen Kirchengemeinden unterstützt.
Zu Ziel 2.:
Weil die Zeit drängte, bekundete der Förderverein sein Interesse an der Übernahme des Südbades unter Bezugnahme auf den Ratsbeschluss vom 7.12.2005 und bat um Informationsgespräche mit der Verwaltung.
Ratsbeschluss, das Südbad zum 31.7.2007 zu schließen, wegen hoher Betriebskosten und dringenden Sanierungsbedarfs. Damit war die Anregung abgelehnt, das Übernahmeangebot des Fördervereins wurde zur Kenntnis genommen.
Der Förderverein informierte sich danach über das Städtenetzwerk NRW, in dem Münster Mitglied ist, über Möglichkeiten zum Betrieb eines Bürgerbades, führte Gespräche mit der Stadtverwaltung und warb um ehrenamtliche MitarbeiterInnen.
Diese meldeten sich zwar in ausreichender Zahl, die Erstellung eines Konzepts und gesamte Organisation und Finanzierung war aber bis zum 31.7. nicht zu realisieren.
Neue Bürgeranregung nach §24 GO-NRW, eine Übergangsfrist von ½ Jahr zu gewähren, innerhalb derer der Betrieb des Bades vom Förderverein in enger Abstimmung mit der Verwaltung übernommen werden kann.
Der Rat lehnt die Anregung ab unter Bezug auf den Beschluss vom 7.12.2005: Übergabe des Bades nur, wenn sofort die vollen Kosten übernommen werden.
Kommentar des Fraktionsvorsitzenden der oppositionellen SPD: „Wenn Bürger mit Millionen kommen, stehen ihnen in Münster die Türen weit offen. Wenn sie nur ihre Arbeitskraft anbieten, sind die Türen zu!“ (eigene Gedächtnisnotiz)
Das Südbad wurde für die Öffentlichkeit geschlossen, der Schulschwimmsport wird noch bis zu den Herbstferien weitergeführt, da im Ausweichbecken in Roxel die Renovierungsmaßnahmen noch nicht beendet sind. Der Abriss erfolgt im März 2008.
Der Förderverein plant jetzt den Bau und Betrieb eines neuen Bades als Solarbad im Passivhausstandard. Dafür sollen Fördermittel gewonnen werden.
Für Bau und Betrieb soll eine Genossenschaft gegründet werden.
Dazu ist es notwendig, dass die Stadt weiter zu ihrem Beschluss steht, das Bad/Grundstück einem privaten Betreiber zur Verfügung zu stellen, dass die Widmung des Grundstücks für „Gemeinbedarf/Schwimmbad“ erhalten bleibt und der Bebauungsplan nicht geändert wird.
Installation eines „Bauschildes“ als Beitrag des Fördervereins zur Skulptur Projekte 2007 auf dem ehemaligen Gelände des alten Südbades, in Anlehnung an einen Beitrag von Huber 1987 auf dem Domplatz „Errichtung eines öffentlichen Bades“.
Initiierung der Herbstumfrage zum Thema Schulschwimmen nach Schließung des Südbades.
Einige Schulen beklagen unzumutbare Bedingungen: 1 h Busfahrt für 20 min im Wasser, 130 Kinder treffen sich in der Umkleide, bis zu drei Klassen werden parallel unterrichtet, hoher Lärmpegel.
Der Förderverein stellt erstmals die Pläne des Architekturbüros Archplan für ein, zu diesem Zeitpunkt europaweit einzigartigem, Hallenbad im Passivhausstandard einer breiten Öffentlichkeit vor.
Bis Ende des Jahres wurden die Pläne den politischen Parteien, dem Hochschulsport, den Sportwissenschaftlern, der DLRG, den Vertretern des Leistungsschwimmens, den Arbeitskreisen im Südviertel und der Aaseestadt, Kindergärten und Schulen vorgestellt.
Mit dem Städtenetzwerk NRW und einer Beratungsfirma für Kommunen wurden Sondierungsgespräche geführt und erste Finanzierungskonzepte für Bau und Betrieb erarbeitet.
Treffen mit einem Anwalt und einem Kaufmann der Konsumgenossenschaft Hamburg. Es werden Perspektiven und Grundlagen einer gemeinnützigen Genossenschaft erarbeitet, die später Betreiberin des Bades sein soll. Ein Satzungsentwurf für die e.G. wird erstellt.
Das Südbad wird abgerissen. Der Verein veranstaltet am 22.3.2008 eine öffentliche „Trauerfeier“ anlässlich dieser Maßnahme am Absperrzaun des Geländes am Inselbogen.
Präsentation des Solarbad Süd auf der Baumesse in der Halle Münsterland.
Intensive Gespräche mit der Bürgermeisterin Karin Reismann und dem OB-Kandidaten der CDU, Markus Lewe, über Realisierungsmöglichkeiten eines Südbades.
Einladung an den Förderverein Bürgerbad Süd zu einem Symposium der Körberstiftung im Mai 2008.
Bei Veranstaltungen im Viertel, bei den Sommerfesten von DGB und SPD, Präsentation des Solarbad-/Bürgerbad-Projektes.
Nach der Sommerpause 2008
Gespräche mit den Fraktionen von CDU/SPD/FDP und Grünen über die Inhalte des Projektes.
Seit Mitte des Jahres 2008
kämpft der Verein um die Anerkennung der Gemeinnützigkeit, erarbeitet eine neue Satzung.
Es ist in der Zwischenzeit gelungen von der CDU-Mehrheitsfraktion eine Zusage für die Bereitstellung des Südbadgrundstückes bis nach der Kommunalwahl 2009 zu sichern.
Der Verein hat so viel ehrenamtliche Vorarbeit für die Konzeptentwicklung eines neuen Südbades geleistet, dass jetzt der Punkt erreicht werden konnte, an dem in die Leistungsphasen der Realisierung eingetreten werden kann. Das heißt, es müssen Büros für die technischen Planungen von Tragwerk, Wassertechnik, Heizung und erneuerbarer Energie entsprechende Aufträge erhalten und Kostenanalysen aufgestellt werden.
Teilnahme am Wettbewerb um den Bürgerpreis „Bürger machen Zukunft“ der Bürgerstiftung Münster.
Veranstaltung eines Benefizkonzerts für das Südbad in der Geistschule. Vertreter von CDU, SPD und Grünen bekunden dort ihre Solidarität, es wurde informiert und gefeiert.
Am 28.11 2008
wird eine Bürgeranregung in den Rat der Stadt Münster eingebracht, in der um eine finanzielle Unterstützung von 50.000 € zur Kostenanalyse von Tragwerk, Energie und Wasser gebeten wurde.
Für den betriebswirtschaftlichen Teil sind nicht zuletzt diese Kostenanalysen von entscheidender Bedeutung. Das betriebswirtschaftliche Bäderfachkonzept soll durch das Städtenetzwerk NRW erstellt werden.
Die erforderliche Summe (zwischen 4.000 € für ein Betriebskonzept und 11.000 € für ein erweitertes Betriebskonzept mit drei Vergleichsmodellen) will der Förderverein über Mitgliedsbeiträge und den Erlös unserer ersten Benefizveranstaltung aufbringen.
Aus eigenen Mitteln kann der Verein die erforderlichen Gelder zur Finanzierung der Kostenanalysen nicht stellen. Darüber wird in den kommenden Wochen mit Vertretern der Politik und Verwaltung nach Lösungsmöglichkeiten gesucht.
Teilnahme am Sonderwettbewerb der Körberstiftung: DemokratieMitwirkung über basisdemokratischen Verfahren am Beispiel des Bürgerbegehrens Südbad.
erwirkt der Verein, nach Verhandlungen mit der Verwaltung, die Installation eines Schaukastens, der am Inselbogen am alten Südbadstandort aufgestellt wird.
Die zwischenzeitlich von der CDU im Februar 2009 ins Gespräch gebrachte Traglufthalle für das Freibad Coburg konnte, nach intensiver Recherche, auf einer Pressekonferenz am 18.2.2009 vom Architekten und dem Vereinsvorstand demontiert werden. Immerhin hatte die Ratsmehrheit zur Begründung ihres Vorschlages zugegeben, dass es ein erhebliches Problem im Schul-und Vereinsschwimmen gibt.
wird intensiv für den Beitrag des Fördervereins am Rosenmontags-Umzug gearbeitet. Unter dem Motto: „Yes we can“, stellten wir eine Fußtruppe mit vier umgebauten Fahrradanhängern und 30 Personen auf.
Die Bürgeranregung nach §24 GO NRW mit der Forderung der Kostenübernahme einer Analyse für Tragwerk, Energie, Heizung und Wassertechnik wird abgelehnt. Es wurde jedoch ein „Änderungsvorschlag für die Verwaltung“ beschlossen, der zum Ziel hat, die angedachte Wohnbebauung auf dem ehemaligen Areal des Südbades nicht weiter zu verfolgen. Damit hat die Politik zugesagt, dass das Grundstück zunächst nicht anderweitig genutzt werden soll und somit die Option für das Projekt Bürger- und Solarbad des Bürgervereins Südbad e. V. bestehen bleibt.
Der Förderverein veranstaltet acht Wochen vor der Kommunalwahl eine Podiumsdiskussion in der Geistschule unter dem Motto: „Das Südbad ist wählbar“ mit den Spitzenkandidaten von CDU, SPD, Grünen und FDP. Mit 220 Zuhörern wird es die meistbesuchte Wahlkampfveranstaltung. Die SGS mit Herrn Dr. Walaschewski, die DLRG mit ihrem Sprecher Sandbaumhüter, das IFS der WWU durch Prof. Krüger, Elternvertreter der Grundschulen, Prof. Meisner vom Bürgerbad Handorf und Südbadverein, der älteste Schwimmer Münsters mit 92 Jahren und viele bewegte Bürger meldeten sich zu Wort.
Buchstäblich wie eine Bombe schlug das Verhalten von OB-Kandidat Lewe von der CDU ein, der statt auf die an ihn gerichtete Frage über die Ist-Situation der Bäder in Münster einzugehen, von seinem Parteikollegen Gilbert Hartmann einen Südbadentwurf projektieren ließ, der auf einem so genannten Investoren–Modell basiert und eine Wohnbebauung mit einem normal großen Hallenbad kombiniert.
Darüber entbrannte eine heftige Diskussion, die den bis dahin trägen Kommunalwahlkampf anheizte und ihre Fortsetzung in den nächsten Tagen in der münsterschen Presse fand. CDU, SPD und Grüne plakatierten das Schwimmthema. Alle drei Parteien erklärten auf unterschiedliche Weise, wie sie sich nach der Wahl für die Realisierung eines Südbades einzusetzen wollten.
Der Förderverein Bürgerbad Münster Süd e.V. wird in Schwimmverein Südbad e.V. umbenannt. Der Verein versucht Wasserflächen und Schwimmzeiten für seine Mitglieder zu organisieren, da er der Förderung von Sport und Gesundheit seiner Mitglieder dienlich sein will.
Es werden intensive Gespräche mit Fachleuten geführt, wie das Projekt Solarbad Süd weiterentwickelt werden kann. Der Vorstand bleibt bei seiner Einstellung, dass vor einer Kostenanalyse, die ca. 50.000 € kosten wird, die Bedarfsanalyse „Schwimmen in Münster“ ergebnisoffen durchgeführt werden sollte. Diese Bedarfsanalyse ist wichtig, um sachlich zu rechtfertigende und – angesichts der Kosten – verantwortbare Entscheidungen treffen zu können, die z.B. die Größe des neuen Südbades oder die wettkampftaugliche Ausstattung betreffen.
SPD, Die Grünen, UWG, ÖDP und Piraten Partei geben in einer gemeinsamen Presseerklärung bekannt, dass sie die Stadtverwaltung beauftragen wollen, ein Finanzierungs- und Betriebskonzept für ein neues Südbad zu entwickeln. Bis zum Neubau soll der Standort baurechtlich gesichert werden.
Da alle Parteien während des Kommunalwahlkampfs 2009 eine verstärkte Bürgerbeteiligung in ihre Programme aufgenommen hatten, initiierte die Arbeitsgemeinschaft Lokale Agenda 21 Münster das Bürgerforum 2009 mit der Fragestellung ‚Münster nach der Wahl – Was wird aus der Bürgerbeteiligung?‚.
Der Schwimmverein Südbad e.V. war beim Forum mit drei Teilnehmern vertreten. Wolfgang Wiemers und Eva Damann stellten die Bürgerinitiative ausführlich vor.
Den gesamten Artikel kann man in unserem Download-Bereich herunterladen.
Der Verein bringt folgende Bürgeranregung nach §24 der GO am 20.12.2009 in den Rat der Stadt Münster ein:
Der Schwimmverein Südbad e.V. bittet den Rat, die Weichen für die Realisierung eines neuen Südbades am alten Standort zu stellen. Dazu regen wir an, die standortbezogenen Bedarfe und Potentiale durch ein Gutachten des Instituts dür Sportwissenschaften der Westfälischen Wilhelms Universität ermitteln zu lassen.
Vor der Kommunalwahl im August 2009 haben sowohl der damalige Oberbürgermeisterkandidat Markus Lewe als auch die meisten Parteien die Notwendigkeit, ein enues Südbad am alten Standort zu errichten, anerkannt. Sechs der acht im Rat vertretenden Parteien haben diese Absicht nach der Wahl ausdrücklich bekräftigt.
Offen und auch umstritten bleibt die Frage nach Größe und Ausstattung eines neuen Südbades. Der Schwimmverein Südbad e. V. hat deshalb in der Zwischenzeit in Gesprächen mit Fachleuten einen Kriterienkatalog entwickelt und das Institut für Sportwissenschaften um ein Angebot für die Durchführung einer Studie zu den standortbezogenen Bedarfen und Potentialen gebeten. Dieses Angebot wird z. Zt. erarbeitet und kann dem Rat im Januar vorgelegt werden.
Wir schlagen vor, dass die Stadt das Angebot prüft und das Institut entsprechend beauftragt.
Die Grünen, SPD, Die Linke, ÖDP/UWG und die Piraten bringen den Ratseintrag „Ein neues Südbad ist das Ziel“ mit Ihrer Mehrheit im Rat ein und beauftragen die Verwaltung mit einer Machbarkeitsstudie.
Der Verein bringt folgende Bürgeranregung nach §24 der GO am 17.3.2010 in den Rat der Stadt Münster ein:
Wir regen an, dem neuen Schwimmverein Südbad e.V., vormals Förderverein Bürgerbad Münster Süd e.V., zu erlauben, im Stadtbad-Mitte außerhalb der öffentlichen Badezeit, also z.B. am Samstagmorgen von 8-10:00 h, auf eigene Verantwortung und unter qualifizierter Aufsicht zu schwimmen bzw. Schwimmkurse durchzuführen. Dabei verweisen wir auf die Praxis im Handorfer Bürgerbad sowie auf die Vereinbarungen, die für andere Sportstätten, z.B. Turnhallen, gelten.
Das Sportamt konnte leider dem neuen Schwimmverein lediglich 1 Stunde in einer Turnhalle für seine Aktivitäten zur Verfügung stellen. Das Stadtbad-Mitte hat aber u.E. noch Kapazitäten, die z.Zt. nicht voll ausgenutzt werden.
Am 22.6. wird auch die Bürgeranregung vom März 2010 abgelehnt.
Es findet ein Gespräch mit der Verwaltung im Rahmen der Machbarkeitsstudie statt. Teilnehmer: Herr Dr. Uetz, Herr Reher, Herr Joksch, Herr Wiemers, Frau Dr. Dammann.
Mitteilung in der Sitzung des Hauptausschusses am 2.7.2010.
Änderung zur Vorlage V/0352/2010 „Ein neues Südbad ist das Ziel“.
Beschluss des Hauptausschusses in seiner Sitzung am 9.6.2010.
Am 22. August fand das gut besuchte Sommerfest des Schwimmvereins auf dem Grünen Grund statt.
Öffentliche Berichtsvorlage zum Ratsantrag „Ein neues Südbad ist das Ziel“.
Der Vorstand des Fördervereins trifft sich mit Abteilungsleitern im Wissenschaftsministerium um eine Beteiligungsmöglichkeit der Westfälischen Wilhelmsuniversität an einem neuen Südbad auszuloten. Die Rektorin der WWU, Frau Prof. Nelles, erklärt in der Presse, dass für die Sportlehrerausbildung kein 50m-Becken erforderlich sei.
In der Presse wird ein Badehaus für das Südviertel vorgestellt.
Der Verein nimmt kurzfristig Kontakt zum Investor Clemens Baakmann und dem Architekten Fischbach auf. Die Pläne werden erläutert, weitere Gespräche vereinbart.
Schwimmverein Südbad und Vertreter der Stadtverwaltung zu Beratungsgesprächen im Klimaschutzministerium in Düsseldorf
Im März 2010 stellten SPD, Grüne, Die Linke, ÖDP/UWG und Piraten einen viel beachteten Ratsantrag mit dem Titel: Ein neues Südbad ist das Ziel. Die Verwaltung wurde beauftragt eine Machbarkeitsstudie durchzuführen. Im Juli 2010 konnte ein Zwischenbericht vorgelegt werden. Aus dieser Untersuchung ging u. a. hervor, dass die Möglichkeiten zur öffentlichen Förderung eines Bades im Passivhausstandard differenziert erarbeitet werden sollten.
Wie z.B. Landesmittel in das Finanzierungskonzept eines neuen Südbades eingebracht werden können, wollte die Delegation aus Münster mit R. Kobold, W. Wiemers und Dr. E. Dammann vom Vorstand des Schwimmvereins Südbad, Bernd Leuters, Diplomingenieur und Architekt des Entwurfs Solarbad Süd XXL, Winfried Reher, Leiter der Bäderabteilung und federführend bei der Machbarkeitsstudie: ‚Ein neues Südbad ist das Ziel‘, sowie Harald Koops, Architekt und im Gebäudemanagement der Stadt schwerpunktmäßig für die Bäder zuständig, vor Ort genauer eruieren.
Delegation des Schwimmvereins Südbad e.V in Düsseldorf
Andreas Gries, Netzwerkmanager für Energieeffizientes und solares Bauen bei der EnergieAgentur NRW, Dr. Murschall vom Klimaschutzministerium und Herrn Heisler von der Bezirksregierung Arnsberg, dort zuständig für das Förderprogramm progres, konnten den Gästen aus Münster gute Nachrichten mit auf den Weg geben. Vom Konzept her ist das Solarbad Süd als Sportschwimmbad im Passivhausstandard förderbar. Bis zu 15% der Mehrkosten, die durch den Passivhausstandard anfallen, werden übernommen. Die Tatsache, dass in Lünen bereits ein Passivhausschwimmbad entsteht, stellt dabei eher einen Vorteil denn ein Förderhindernis dar, man könne aus diesem Projekt sicher lernen, hieß es in Düsseldorf. Darüber hinaus wurden weitere Fördermöglichkeiten dargestellt, denen der Verein mit Hilfe von Bernd Leuters nachgehen wird. Die Vertreter der Stadt bleiben in Kontakt mit den Stadtwerken Lünen und werden die Baustelle in Abständen besichtigen.
Nach einem Gespräch mit dem Wissenschaftsministerium im November, steht jetzt ein Treffen mit dem Bildungsministerium auf der Agenda des Vereins, denn schließlich soll das neue Südbad neben Bürgern und Studenten vor allem den Schülern zu gute kommen.
Gerhard Stansch bringt eine Bürgeranregung zur Finanzierung des neuen Südbads gemäß §24 der GO in den Rat der Stadt Münster ein.
Seine Idee: Für den moralisch nicht zu rechtfertigen Gewinn an überhöhten Gaspreisen sollen sich die Stadtwerke Münster an der Finazierung des neuen Südbads beteiligen.
Wir haben die Anregung als PDF in unserem Download-Bereich hinterlegt.

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