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Timestamp: 2020-07-05 17:48:10+00:00

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BGH, 10.03.2016 - I ZB 99/14 - dejure.org
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BGH, 10.03.2016 - I ZB 99/14 (https://dejure.org/2016,9999)
BGH, Entscheidung vom 10.03.2016 - I ZB 99/14 (https://dejure.org/2016,9999)
BGH, Entscheidung vom 10. März 2016 - I ZB 99/14 (https://dejure.org/2016,9999)
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§ 574 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1, § ... 1065 Abs. 1 Satz 1, § 1062 Abs. 1 Nr. 4 Fall 2 ZPO, § 574 Abs. 2, § 575 ZPO, § 1060 Abs. 2 Satz 1 ZPO, § 1059 Abs. 2 ZPO, § 1059 Abs. 2 Nr. 1 Buchst. d ZPO, §§ 1025 bis 1066 ZPO, §§ 1034 bis 1039 ZPO, § 1035 ZPO, § 1035 Abs. 1 ZPO, § 134 BGB, § 1059 Abs. 2 Buchst. d ZPO, § 40 Abs. 1 Satz 1 DRiG, § 40 Abs. 1 Satz 2 DRiG, § 40 Abs. 1 DRiG, § 39 DRiG, § 1035 Abs. 3 Satz 2 ZPO, § 1042 Abs. 1 Satz 2 ZPO, § 1059 Abs. 2 Nr. 2 Buchst. b ZPO, Art. 103 Abs. 1 GG, § 1051 Abs. 3 Satz 1 ZPO, § 287 Abs. 1 Satz 1 ZPO, § 1042 Abs. 4 Satz 2 ZPO, § 97 Abs. 1 ZPO
§ 1059 Abs 2 Nr 1 Buchst d ZPO, § 40 Abs 1 S 1 DRiG, § 134 BGB
Schiedsgerichtliches Verfahren: Aufhebung des Schiedsspruchs bei Besetzung des Schiedsgerichts mit einem über keine Genehmigung der Nebentätigkeit als Schiedsrichter verfügenden Berufsrichter
Aufhebung eines Schiedsspruchs allein wegen fehlerhafter Bildung des Schiedsgerichts; Besetzung des Schiedsgerichts mit einem Berufsrichter trotz dessen fehlender Genehmigung bzgl. seiner Nebentätigkeit als Schiedsrichter
Keine Aufhebung eines Schiedsspruchs wegen Besetzung des Schiedsgerichts mit einem Berufsrichter ohne Genehmigung seiner diesbezüglichen Nebentätigkeit
Schiedsverfahren: Berufsrichter als Schiedsrichter
Vollstreckbarerklärung eines Schiedsspruchs - und die Billigkeitsentscheidung
Keine Aufhebung eines Schiedsspruchs wegen fehlerhafter Bildung des Schiedsgerichts
Keine Nebentätigkeitsgenehmigung: Schiedsgericht fehlerhaft gebildet? (IBR 2016, 434)
Schiedsspruch wegen Verstoßes gegen den ordre public nicht für vollstreckbar zu erklären? (IBR 2016, 1100)
NJW-RR 2016, 892
MDR 2016, 904
JR 2017, 420
Dies ist der Fall, wenn der Schiedsspruch eine Norm verletzt, die die Grundlagen des staatlichen oder wirtschaftlichen Lebens regelt, oder zu deutschen Gerechtigkeitsvorstellungen in einem untragbaren Widerspruch steht (BGH…, Beschluss vom 30. Oktober 2008 - III ZB 17/08, SchiedsVZ 2009, 66 Rn. 5;… Beschluss vom 28. Januar 2014 - III ZB 40/13, SchiedsVZ 2014, 98 Rn. 8; Beschluss vom 10. März 2016 - I ZB 99/14, WM 2016, 1244 Rn. 29).
Eine Billigkeitsentscheidung zeichnet sich dadurch aus, dass sich das Schiedsgericht nicht von rechtlichen Maßstäben leiten lässt (…BGH, Beschluss v. 16.12.2015, I ZB 109/14, Rn. 30; Beschluss v. 10.03.2016, I ZB 99/14, Rn. 27, jeweils zit. nach juris).
Eine solche Schätzung nach dem Maßstab des § 287 ZPO stellt sich nicht als Billigkeitsentscheidung dar und kann im Verfahren auf Vollstreckbarerklärung eines Schiedsspruchs nicht darauf überprüft werden, ob die herangezogenen Grundlagen ausreichen und das Ergebnis auch materiell richtig ist (…BGH, Beschluss v. 16.12.2015, I ZB 109/14, Rn. 30; Beschluss v. 10.03.2016, I ZB 99/14, Rn. 27).
Die verfassungsrechtliche Gewährleistung des rechtlichen Gehörs verpflichtet das Schiedsgericht, die Ausführungen der Prozessbeteiligten zur Kenntnis zu nehmen und in Erwägung zu ziehen (vgl. BGH, Beschluss v. 10.03.2016, I ZB 99/14, Rn. 24, zit. nach juris;… Zöller/Geimer, a.a.O., § 1042 Rn.11).
Maßgebend ist auch insoweit, dass im Verfahren auf Vollstreckbarerklärung eines Schiedsspruchs nicht überprüft werden kann, ob die von einem Schiedsgericht für eine Schätzung herangezogenen Grundlagen ausreichen und das Ergebnis auch materiell richtig ist (…BGH, Beschluss v. 16.12.2015, I ZB 109/14, Rn. 30; Beschluss v. 10.03.2016, I ZB 99/14, Rn. 27).
Vielmehr muss es sich um eine nicht abdingbare Norm handeln, die Ausdruck einer für die Rechtsordnung grundlegenden Wertentscheidung des Gesetzgebers ist (st. Rspr.; vgl. BGH…, Beschluss vom 16. Dezember 2015 - I ZB 109/14, ZinsO 2016, 335 Rn. 10; Beschluss vom 10. März 2016 - I ZB 99/14, NJW-RR 2016, 892 Rn. 29;… Beschluss vom 11. Oktober 2018 - I ZB 9/18, NJW-RR 2019, 762 Rn. 5, jeweils mwN).
Damit dieses Verbot der Nachprüfung eines Schiedsspruchs auf seine Gesetzmäßigkeit gewahrt bleibt, muss es sich bei den Verstößen, die eine Aufhebung des Schiedsspruchs nach § 1059 ZPO begründen können, um offensichtliche Verletzungen einer in der Rechtsordnung des Vollstreckungsstaats als wesentlich geltenden Rechtsnorm oder eines dort als grundlegend anerkannten Rechts handeln (…BGH, a.a.O.; BGH, NJW-RR 2016, 892 ff. [BGH 10.03.2016 - I ZB 99/14] ; OLG Köln, NJOZ 2018, 949, 941;… MüKo-Münch, a.a.O., Rdnr. 47 f. zu § 1059 ZPO;… Musielak/Voit, a.a.O., Rdnr. 29 zu § 1059 ZPO;… Hammer, a.a.O., Rdnr. 708 ff.).
Aus Art. 103 Abs. 1 GG folgt allerdings nicht eine Pflicht des Schiedsgerichts, sich mit jedem Vorbringen in der Begründung seines Spruchs ausdrücklich zu befassen (vgl. BVerfG NJW-RR 1995, 1033; BGH vom 10.03.2016, I ZB 99/14, juris Rn. 24).

References: § 574
 § 1062
 § 574
 § 575
 § 1060
 § 1059
 § 1059
 § 1035
 § 1035
 § 134
 § 1059
 § 40
 § 40
 § 40
 § 39
 § 1035
 § 1042
 § 1059
 Art. 103
 § 1051
 § 287
 § 1042
 § 97

§ 1059
 § 40
 § 134
 § 287
 § 1042
 § 1059
 § 1059
 § 1059
 Art. 103
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