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Timestamp: 2020-02-20 20:55:01+00:00

Document:
VORIS DVO-NJagdG | Landesnorm Niedersachsen | Gesamtausgabe | Verordnung zur Durchführung des Niedersächsischen Jagdgesetzes (DVO-NJagdG) vom 23. Mai 2008 | gültig ab: 30.05.2008
§ 1 - Einschränkungen sachlicher Verbote
§ 2 - Jagdzeiten für nach Landesrecht jagdbare Tierarten
§ 3 - Jagdzeiten für nach Bundesrecht jagdbare Tierarten
§ 4 - Jagd während wildartenspezifischer Setzzeiten
§ 5 - Schutzvorrichtungen zur Vermeidung von Wildschäden
Ausfertigungsdatum: 23.05.2008
Gültig ab: 30.05.2008
Fundstelle: Nds. GVBl. 2008, 194
Stand: letzte berücksichtigte Änderung: neue §§ 1 und 4 eingefügt, alte §§ 1 bis 4 zu neuen §§ 2, 3, 5 und 6 geändert durch Verordnung vom 28.09.2019 (Nds. GVBl. S. 266)
Verordnung zur Durchführung des Niedersächsischen Jagdgesetzes (DVO-NJagdG) vom 23. Mai 2008 30.05.2008
Eingangsformel 30.05.2008
§ 1 - Einschränkungen sachlicher Verbote 21.09.2019
§ 2 - Jagdzeiten für nach Landesrecht jagdbare Tierarten 21.09.2019
§ 3 - Jagdzeiten für nach Bundesrecht jagdbare Tierarten 21.09.2019
§ 4 - Jagd während wildartenspezifischer Setzzeiten 21.09.2019
§ 5 - Schutzvorrichtungen zur Vermeidung von Wildschäden 21.09.2019
§ 6 - Inkrafttreten 21.09.2019
Anlage - Vogelschutzgebiete 01.10.2014
Aufgrund des § 26 Abs. 1 Nr. 1 und des § 34 Nr. 2 des Niedersächsischen Jagdgesetzes vom 16. März 2001 (Nds. GVBl. S. 100), zuletzt geändert durch Artikel 1 des Gesetzes vom 13. Dezember 2007 (Nds. GVBl. S. 708), wird verordnet:
Einschränkungen sachlicher Verbote
(1) Schwarzwild in der Falle darf entgegen
§ 19 Abs. 1 Nr. 2 Buchst. b des Bundesjagdgesetzes unter Verwendung von Büchsenpatronen mit einem Kaliber ab 5,6 mm und einer Mündungsenergie von mindestens 400 Joule und
§ 19 Abs. 1 Nr. 5 Buchst. a des Bundesjagdgesetzes unter Verwendung künstlicher Lichtquellen
durch Kopfschuss erlegt werden.
(2) Entgegen § 19 Abs. 1 Nr. 11 des Bundesjagdgesetzes darf Wild
von einer Ansitzeinrichtung, die auf der Ladefläche eines Kraftfahrzeuges oder eines angekoppelten Anhängers befestigt ist und das Dach des Fahrerhauses um mindestens 0,5 m überragt, und
von einem landwirtschaftlichen Anhänger
erlegt werden, wenn das Fahrzeug während der Jagdausübung steht und das Fahrerhaus nicht besetzt ist.
(3) In gefährdeten Gebieten nach § 14 d Abs. 2 der Schweinepest-Verordnung in der Fassung vom 16. Dezember 2018 (BGBl. I S. 2594) darf entgegen
§ 19 Abs. 1 Nr. 1 des Bundesjagdgesetzes mit Schrot mit einem Durchmesser von mindestens 3 mm aus einer Entfernung von höchstens 30 m auf gestreifte Frischlinge geschossen werden,
§ 19 Abs. 1 Nr. 5 Buchst. a des Bundesjagdgesetzes Schwarzwild unter Verwendung künstlicher Lichtquellen und Vorrichtungen zum Anstrahlen oder Beleuchten des Ziels erlegt werden und
§ 19 Abs. 1 Nr. 10 des Bundesjagdgesetzes Schwarzwild in Notzeiten in einem Umkreis von weniger als 200 m von Fütterungen erlegt werden.
Jagdzeiten für nach Landesrecht jagdbare Tierarten
Für das nachstehend genannte Wild gelten die folgenden Jagdzeiten:
jedoch für Jungwaschbären
16. Juli bis 31. März,
jedoch für Jungmarderhunde
1. September bis 28. Februar,
jedoch für Jungminks
1. August bis 28. Februar,
1. August bis 20. Februar,
(1) Für das nachstehend genannte Wild gelten abweichend von der Verordnung über die Jagdzeiten vom 2. April 1977 (BGBl. I S. 531), zuletzt geändert durch Artikel 2 der Verordnung vom 7. März 2018 (BGBl. I S. 226), die folgenden Jagdzeiten:
1. August bis 31. Januar, jedoch für Jungdachse ganzjährig,
Jagd während wildartenspezifischer Setzzeiten
(1) Die Setzzeit von Schwarzwild dauert so lange, wie die Frischlinge der Bache Streifen tragen.
(2) In den gefährdeten Gebieten nach § 14 d Abs. 2 der Schweinepest-Verordnung dürfen entgegen § 22 Abs. 4 Satz 1 des Bundesjagdgesetzes auch Bachen gejagt werden, deren Frischlinge Streifen tragen.
Schutzvorrichtungen zur Vermeidung von Wildschäden
1 Übliche Schutzvorrichtungen zur Abwendung von Wildschäden nach § 32 Abs. 2 Satz 2 des Bundesjagdgesetzes sind Wildzäune, die zur Abwehr von
Rehwild und Schwarzwild eine Mindesthöhe von 1,50 m,
Wildkaninchen eine Mindesthöhe von 1,20 m
über der Bodenoberfläche haben. 2 Wildzäune gegen Schwarzwild müssen zudem am Boden gegen ein Hochheben durch das Schwarzwild befestigt sein. 3 Wildzäune zur Abwehr von Wildkaninchen müssen aus Drahtgeflecht von höchstens 40 mm Maschenweite bestehen und außerdem mindestens 0,30 m tief in die Erde eingelassen sein.
(1) 1 Diese Verordnung tritt am Tag nach ihrer Verkündung in Kraft. 2 Abweichend von Satz 1 tritt § 2 Abs. 1 Nr. 1 Buchst. b am 1. Juli 2008 in Kraft.
(2) Am Tag nach der Verkündung dieser Verordnung treten außer Kraft:
die Niedersächsische Verordnung über Jagdzeiten vom 6. August 2001 (Nds. GVBl. S. 593) und
die Verordnung über Schutzvorrichtungen zur Vermeidung von Wildschäden vom 26. März 2001 (Nds. GVBl. S. 126).
Hannover, den 23. Mai 2008
(zu § 1 Nr. 7, § 2 Abs. 1 Nrn. 12 bis 17 und 19)
Die Abgrenzung der Vogelschutzgebiete ergibt sich aus der Bekanntmachung des Ministeriums für Umwelt und Klimaschutz vom 28. Juli 2009 (Nds. MBl. S. 783) über die Erklärung von Gebieten zu Europäischen Vogelschutzgebieten
des Vogelschutzgebiets
Nds. Mittelelbe

References: § 1

§ 2

§ 3

§ 4

§ 5

§ 1

§ 2

§ 3

§ 4

§ 5

§ 6
 § 26
 § 34

§ 19

§ 19
 § 19
 § 14

§ 19

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 § 22
 § 32
 § 2
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