Source: https://www.ris.bka.gv.at/JustizEntscheidung.wxe?Abfrage=Justiz&Dokumentnummer=JJT_20091201_OGH0002_0160OK00010_0900000_000&IncludeSelf=False
Timestamp: 2020-01-24 23:52:03+00:00

Document:
RIS - Rechtssätze für 16Ok10/09 - Justiz (OGH, OLG, LG, BG, OPMS, AUSL)
Rechtssatz für 11Os34/66 16Ok10/09
RS0063231
11Os34/66; 16Ok10/09
KartG 1959 §1 Abs1
Auch vertikale Zusammenschlüsse von Unternehmern verschiedener Wirtschaftsstufen - insbesondere von Erzeugern und Händlern - fallen unter den gesetzlichen Kartellbegriff; dies auch dann, wenn durch eine derartige Vereinbarung der Wettbewerb des einen oder des anderen Vertragspartners mit dritten Unternehmern seiner Wirtschaftsstufe, die außerhalb des Kartells stehen, beeinflusst werden soll.
11 Os 34/66
Entscheidungstext OGH 23.02.1967 11 Os 34/66
Veröff: ÖBl 1968,17
Vgl auch; Beisatz: Eine Wettbewerbsbeschränkung liegt grundsätzlich schon dann vor, wenn die wirtschaftlichen Handlungsmöglichkeiten aller oder einzelner der an einer unternehmerischen Maßnahme Beteiligten beschränkt werden. Bei wettbewerbsbeschränkenden Handlungen zwischen Unternehmen, die auf verschiedenen Marktstufen tätig werden, ist es nicht erforderlich, dass sich die Wettbewerbsbeschränkung bei jedem Unternehmen und auf jeder Marktstufe auswirkt. Vertikale Absprachen unterliegen dem gleichen Verbotstatbestand wie horizontale Abreden. (T1)
ECLI:AT:OGH0002:1967:RS0063231
JJR_19670223_OGH0002_0110OS00034_6600000_002
Rechtssatz für 6Ob148/73 (6Ob149/73) 2O...
RS0043616
6Ob148/73 (6Ob149/73); 2Ob352/74 (2Ob353/74); 8Ob33/78; 3Ob662/78; 4Ob529/80; 6Ob807/80; 6Ob596/81; 3Ob104/80; 6Ob509/81; 6Ob705/81; 6Ob692/82; 8Ob553/82; 6Ob528/86; 5Ob107/87; 9ObA264/89; 5Ob549/90; 1Ob530/90; 10ObS27/91; 2Ob56/92; 9Ob352/97y; 1Ob148/99t; 1Ob117/00p; 1Ob170/00g; 10Ob127/00z; 6Ob256/01t; 3Ob293/00k; 1Ob236/01i; 1Ob15/02s; 8ObA209/02x; 1Ob166/03y; 9Ob64/03g; 7Ob271/02g; 5Ob191/04f; 1Ob23/04w; 7Ob26/05g; 2Ob21/06m; 9ObA23/06g; 9ObA51/05y; 2Ob65/07h; 2Ob85/07z; 2Ob127/07a; 2Ob22/08m; 17Ob11/08d; 1Ob114/08h; 16Ok12/08; 1Ob187/08v; 1Ob232/08m; 1Ob17/09w; 1Ob40/09b; 9ObA41/08g; 7Ob248/08h; 16Ok10/09; 6Ob10/10d; 5Ob20/10t; 1Ob179/10w; 8ObA10/11w; 9Ob53/10z; 9ObA126/10k; 16Ok1/11; 1Ob36/11t; 1Ob68/11y; 7Ob214/10m; 9Ob18/11d; 2Ob43/11d; 1Ob63/11p; 1Ob221/11y; 3Ob187/11p; 1Ob192/11h; 5Ob200/11i; 1Ob19/12v; 8Ob120/11x; 5Ob173/12w; 1Ob6/13h; 3Ob30/13b; 4Ob164/12i; 1Ob210/12g; 5Ob132/13t; 2Ob164/12z; 7Ob158/13f; 1Ob14/14m; 1Ob138/13w; 1Ob44/14y; 10Ob26/14t; 1Ob216/14t; 1Ob157/14s; 9ObA118/14i; 1Ob59/15f; 2Ob58/15s; 7Ob127/15z; 4Ob98/15p; 3Ob229/15w; 1Ob68/16f; 1Ob130/16y; 1Ob60/16d; 3Ob32/17b; 1Ob74/17i; 7Ob25/17b; 4Ob85/17d; 8Ob53/18d; 5Ob54/18d; 1Ob6/19t; 5Ob145/19p
ZPO §506 Abs1 Z2 A
AußStrG 2005 §65 Abs3 Z2
AußStrG 2005 §65 Abs3 Z4
Es ist nicht zulässig, sich bei Ausführung einer Revision mit dem Hinweis auf Ausführungen in einem anderen Schriftsatz (zum Beispiel Berufung) zu begnügen (so schon Rkv 1/73).
2 Ob 352/74
Entscheidungstext OGH 15.05.1975 2 Ob 352/74
8 Ob 33/78
Entscheidungstext OGH 29.03.1978 8 Ob 33/78
3 Ob 662/78
Entscheidungstext OGH 03.10.1979 3 Ob 662/78
Beisatz: Hier: Einhundertfünfzig, von beiden Vorinstanzen verschiedenartig indizierte Teilansprüche. (T1)
4 Ob 529/80
Entscheidungstext OGH 03.06.1980 4 Ob 529/80
Veröff: SZ 53/89
6 Ob 807/80
Entscheidungstext OGH 18.02.1981 6 Ob 807/80
6 Ob 596/81
Entscheidungstext OGH 08.07.1981 6 Ob 596/81
3 Ob 104/80
Entscheidungstext OGH 08.07.1981 3 Ob 104/80
6 Ob 509/81
Entscheidungstext OGH 01.07.1981 6 Ob 509/81
6 Ob 705/81
Entscheidungstext OGH 23.06.1982 6 Ob 705/81
6 Ob 692/82
Entscheidungstext OGH 09.03.1983 6 Ob 692/82
8 Ob 553/82
Entscheidungstext OGH 27.10.1983 8 Ob 553/82
6 Ob 528/86
Entscheidungstext OGH 15.05.1986 6 Ob 528/86
5 Ob 107/87
Entscheidungstext OGH 15.12.1987 5 Ob 107/87
Beisatz: Hier: Verweisung auf Inhalt des Vorbringens im Verfahren vor der Schlichtungsstelle. (T2)
Veröff: MietSlg XXXIX/55
9 ObA 264/89
Entscheidungstext OGH 20.12.1989 9 ObA 264/89
5 Ob 549/90
Entscheidungstext OGH 27.03.1990 5 Ob 549/90
1 Ob 530/90
Entscheidungstext OGH 21.05.1990 1 Ob 530/90
10 ObS 27/91
Entscheidungstext OGH 29.01.1991 10 ObS 27/91
2 Ob 56/92
Entscheidungstext OGH 16.12.1992 2 Ob 56/92
Veröff: ZVR 1993/137 S 315
9 Ob 352/97y
Entscheidungstext OGH 05.11.1997 9 Ob 352/97y
Beisatz: Hier: Der Rekurs gegen die Entscheidung über den Widerspruch gegen die einstweilige Verfügung auf Ausführungen im Rekurs gegen die einstweilige Verfügung. (T3)
1 Ob 148/99t
Entscheidungstext OGH 05.08.1999 1 Ob 148/99t
Auch; Beisatz: Die Verweisung auf den Inhalt eines anderen Schriftsatzes - noch dazu den einer anderen Prozesspartei - verstößt gegen § 506 Abs 1 Z 2 ZPO und ist unbeachtlich. (T4)
1 Ob 117/00p
Entscheidungstext OGH 30.05.2000 1 Ob 117/00p
1 Ob 170/00g
Entscheidungstext OGH 19.12.2000 1 Ob 170/00g
10 Ob 127/00z
Entscheidungstext OGH 10.07.2001 10 Ob 127/00z
6 Ob 256/01t
Entscheidungstext OGH 18.10.2001 6 Ob 256/01t
3 Ob 293/00k
Entscheidungstext OGH 24.10.2001 3 Ob 293/00k
1 Ob 236/01i
Entscheidungstext OGH 22.10.2001 1 Ob 236/01i
Beisatz: Ein Rechtsmittel ist eine in sich geschlossene selbständige Prozesshandlung, die - jedenfalls im streitigen Verfahren - durch eine Bezugnahme auf den Inhalt anderer Schriftsätze nicht ergänzt werden kann. (T5)
1 Ob 15/02s
Entscheidungstext OGH 26.02.2002 1 Ob 15/02s
8 ObA 209/02x
Entscheidungstext OGH 07.11.2002 8 ObA 209/02x
1 Ob 166/03y
Entscheidungstext OGH 01.08.2003 1 Ob 166/03y
9 Ob 64/03g
Entscheidungstext OGH 25.06.2003 9 Ob 64/03g
Veröff: SZ 2003/74
Beisatz: Nur die im Rechtsmittel an den Obersten Gerichtshof selbst enthaltenen Ausführungen und Argumente können Berücksichtigung finden. (T6)
5 Ob 191/04f
Entscheidungstext OGH 28.09.2004 5 Ob 191/04f
1 Ob 23/04w
Entscheidungstext OGH 22.03.2004 1 Ob 23/04w
Auch; Beis wie T5; Beisatz: Der in einer Verweisung liegende Inhaltsmangel eines Rechtsmittels ist überdies nicht verbesserungsfähig (1 Ob 236/01i mzwN aus der Rechtsprechung). (T7)
2 Ob 21/06m
Entscheidungstext OGH 27.04.2006 2 Ob 21/06m
9 ObA 23/06g
Entscheidungstext OGH 07.06.2006 9 ObA 23/06g
Beisatz: Ein pauschaler Verweis auf die „in Berufung und Berufungsbeantwortung detailliert vorgetragenen Rechtsmittelgründe" und die Erklärung, diese zu Rechtsmittelausführungen auch im Revisionsverfahren zu erheben, ist nach herrschender Rechtsprechung unzulässig. (T8)
9 ObA 51/05y
Entscheidungstext OGH 04.05.2006 9 ObA 51/05y
2 Ob 65/07h
Entscheidungstext OGH 26.04.2007 2 Ob 65/07h
2 Ob 85/07z
Entscheidungstext OGH 24.05.2007 2 Ob 85/07z
2 Ob 127/07a
Entscheidungstext OGH 24.01.2008 2 Ob 127/07a
2 Ob 22/08m
Entscheidungstext OGH 27.03.2008 2 Ob 22/08m
Vgl; Beisatz: Hinweis im Rechtsmittel auf erstinstanzliches Vorbringen ist nicht ausreichend. (T9)
17 Ob 11/08d
Entscheidungstext OGH 20.05.2008 17 Ob 11/08d
Auch; Beis wie T4; Beisatz: Hier: Verfahren zur Aufhebung einer einstweiligen Verfügung. (T10)
Veröff: SZ 2008/68
Auch; Beis wie T5; Beisatz: Hier: Verweisungen in der Revision der beklagten Partei auf Ausführungen in der Revisionsschrift der Nebenintervenientin. (T11)
16 Ok 12/08
Entscheidungstext OGH 17.12.2008 16 Ok 12/08
1 Ob 187/08v
Entscheidungstext OGH 28.01.2009 1 Ob 187/08v
1 Ob 232/08m
Entscheidungstext OGH 28.01.2009 1 Ob 232/08m
1 Ob 17/09w
Entscheidungstext OGH 26.02.2009 1 Ob 17/09w
1 Ob 40/09b
Entscheidungstext OGH 31.03.2009 1 Ob 40/09b
Auch; Beisatz: Hier: Verweis auf Rekursausführungen im Revisionsrekurs. (T12)
9 ObA 41/08g
Entscheidungstext OGH 29.06.2009 9 ObA 41/08g
7 Ob 248/08h
Entscheidungstext OGH 03.06.2009 7 Ob 248/08h
Auch; Veröff: SZ 2009/75
6 Ob 10/10d
Entscheidungstext OGH 18.02.2010 6 Ob 10/10d
5 Ob 20/10t
Entscheidungstext OGH 22.06.2010 5 Ob 20/10t
Vgl; Beisatz: Soweit im Revisionsrekurs auf frühere Ausführungen im Rekurs verwiesen wird, ist dies unzulässig und unbeachtlich. (T13)
Beisatz: Hier: Wohnrechtliches Außerstreitverfahren. (T14)
1 Ob 179/10w
Entscheidungstext OGH 20.11.2010 1 Ob 179/10w
Auch; Beisatz: Hier: Pauschalverweis auf den Rechtsstandpunkt in der Berufungsbeantwortung. (T15)
9 Ob 53/10z
Entscheidungstext OGH 28.02.2011 9 Ob 53/10z
9 ObA 126/10k
Entscheidungstext OGH 28.02.2011 9 ObA 126/10k
16 Ok 1/11
Entscheidungstext OGH 22.03.2011 16 Ok 1/11
1 Ob 36/11t
Entscheidungstext OGH 31.03.2011 1 Ob 36/11t
1 Ob 68/11y
Entscheidungstext OGH 28.04.2011 1 Ob 68/11y
9 Ob 18/11d
Entscheidungstext OGH 26.05.2011 9 Ob 18/11d
2 Ob 43/11d
Entscheidungstext OGH 14.07.2011 2 Ob 43/11d
Vgl; Beisatz: Hier: Unbeachtlichkeit eines pauschalen Hinweises im Rekurs auf eine Argumentation im Ablehnungsantrag. (T16)
1 Ob 63/11p
Entscheidungstext OGH 21.06.2011 1 Ob 63/11p
3 Ob 187/11p
Entscheidungstext OGH 14.12.2011 3 Ob 187/11p
1 Ob 192/11h
Entscheidungstext OGH 24.11.2011 1 Ob 192/11h
5 Ob 200/11i
Entscheidungstext OGH 20.03.2012 5 Ob 200/11i
1 Ob 19/12v
Entscheidungstext OGH 01.03.2012 1 Ob 19/12v
8 Ob 120/11x
Entscheidungstext OGH 26.07.2012 8 Ob 120/11x
1 Ob 6/13h
Entscheidungstext OGH 31.01.2013 1 Ob 6/13h
Auch; Beis wie T13; Beis wie T16
3 Ob 30/13b
Entscheidungstext OGH 13.03.2013 3 Ob 30/13b
5 Ob 132/13t
Entscheidungstext OGH 16.07.2013 5 Ob 132/13t
7 Ob 158/13f
Entscheidungstext OGH 13.11.2013 7 Ob 158/13f
Auch; Beisatz: Hier: Verweis im Revisionsrekurs auf Ausführungen im Rekurs (Verlassenschaftsverfahren). (T17)
1 Ob 14/14m
Entscheidungstext OGH 06.03.2014 1 Ob 14/14m
Auch; Veröff: SZ 2014/22
1 Ob 138/13w
Entscheidungstext OGH 27.02.2014 1 Ob 138/13w
10 Ob 26/14t
Entscheidungstext OGH 25.11.2014 10 Ob 26/14t
1 Ob 157/14s
Entscheidungstext OGH 27.11.2014 1 Ob 157/14s
Vgl auch; Beisatz: Hier: Hinweis auf Ausführungen in einem Schriftsatz eines anderen Verfahrens. (T18)
9 ObA 118/14i
Entscheidungstext OGH 20.03.2015 9 ObA 118/14i
1 Ob 59/15f
Entscheidungstext OGH 23.04.2015 1 Ob 59/15f
Auch; Beisatz: Eigenständige und in sich geschlossene Rechtsmittelausführungen dürfen nicht durch den bloßen Verweis auf frühere Schriftsätze ersetzt werden. (T19)
2 Ob 58/15s
Entscheidungstext OGH 02.07.2015 2 Ob 58/15s
7 Ob 127/15z
Entscheidungstext OGH 02.09.2015 7 Ob 127/15z
3 Ob 229/15w
Entscheidungstext OGH 16.12.2015 3 Ob 229/15w
1 Ob 130/16y
Entscheidungstext OGH 30.08.2016 1 Ob 130/16y
1 Ob 60/16d
Entscheidungstext OGH 30.08.2016 1 Ob 60/16d
Beis wie T4; Beis wie T5; Beis wie T6
3 Ob 32/17b
Entscheidungstext OGH 07.06.2017 3 Ob 32/17b
1 Ob 74/17i
Entscheidungstext OGH 28.06.2017 1 Ob 74/17i
4 Ob 85/17d
Entscheidungstext OGH 26.09.2017 4 Ob 85/17d
8 Ob 53/18d
Entscheidungstext OGH 27.04.2018 8 Ob 53/18d
5 Ob 54/18d
Entscheidungstext OGH 10.04.2018 5 Ob 54/18d
1 Ob 6/19t
Entscheidungstext OGH 05.03.2019 1 Ob 6/19t
Beis wie T6; Beis wie T19; Beisatz: Hier: Rekurs an den OGH; Hinweise auf Ausführungen in der Berufungs­beantwortung. (T20)
5 Ob 145/19p
Entscheidungstext OGH 24.09.2019 5 Ob 145/19p
Beis wie T13; Beis wie T17
ECLI:AT:OGH0002:1973:RS0043616
JJR_19730906_OGH0002_0060OB00148_7300000_002
Rechtssatz für Okt10/76 6Ob810/77 5Ob7...
RS0007029
Okt10/76; 6Ob810/77; 5Ob760/80; 7Ob640/81; 6Ob714/83; 6Ob17/83; 6Ob12/83; 1Ob527/85; 8Ob619/86 (8Ob620/86); 5Ob382/87 (5Ob383/87 -5Ob388/87); 6Ob13/88; 3Ob2079/96y; 10Ob127/00z; 6Ob256/01t; 1Ob236/01i; 1Ob242/01x; 1Ob23/04w; 9ObA23/06g; 3Ob96/06y; 2Ob65/07h; 6Ob224/07w; 17Ob11/08d; 16Ok12/08; 1Ob187/08v; 16Ok13/08; 1Ob232/08m; 1Ob40/09b; 6Ob75/09m; 4Ob120/09i; 16Ok10/09; 6Ob10/10d; 5Ob20/10t; 1Ob179/10w; 9Ob53/10z; 16Ok1/11; 6Ob18/11g; 7Ob214/10m; 9Ob18/11d; 5Ob97/11t; 2Ob43/11d; 1Ob192/11h; 1Ob19/12v; 3Ob30/13b; 7Ob158/13f; 2Ob53/13b; 1Ob138/13w; 1Ob44/14y; 10Ob26/14t; 1Ob216/14t; 1Ob157/14s; 1Ob59/15f; 1Ob68/16f; 1Ob130/16y; 1Ob60/16d; 6Ob243/16b; 1Ob34/17g; 3Ob32/17b; 1Ob74/17i; 6Ob166/16d; 1Ob75/17m; 8Ob53/18d; 1Ob242/17w; 5Ob93/18i
ZPO §506 A
ZPO §520 C
AußStrG §9 A2d
KartG 1972 §94
Die bloße Verweisung des Rekurswerbers in seinem Rechtsmittel auf seine Ausführungen in einem Schriftsatz macht den Rekurs unzulässig, weil jede Rechtsmittelschrift einen in sich geschlossenen selbständigen Schriftsatz darstellt und nicht durch die Bezugnahme auf den Inhalt anderer in derselben oder einer anderen Sache erstatteten Schriftsätze ersetzt oder ergänzt werden kann (AnwZ 1934,230, 5 Ob 312, 313/64, 1 Ob 114/73, 8 Ob 141/74 ua).
Okt 10/76
Entscheidungstext OGH 27.09.1976 Okt 10/76
Veröff: ÖBl 1977,22
6 Ob 810/77
Entscheidungstext OGH 19.01.1978 6 Ob 810/77
5 Ob 760/80
Entscheidungstext OGH 16.12.1980 5 Ob 760/80
7 Ob 640/81
Entscheidungstext OGH 02.07.1981 7 Ob 640/81
6 Ob 714/83
Entscheidungstext OGH 07.07.1983 6 Ob 714/83
Vgl auch; Beisatz: Eine solche Verweisung ist unzulässig und unbeachtlich. (T1)
6 Ob 17/83
Entscheidungstext OGH 13.10.1983 6 Ob 17/83
Vgl auch; nur: Die bloße Verweisung des Rekurswerbers in seinem Rechtsmittel auf seine Ausführungen in einem Schriftsatz macht den Rekurs unzulässig. (T2)
6 Ob 12/83
Entscheidungstext OGH 03.11.1983 6 Ob 12/83
1 Ob 527/85
Entscheidungstext OGH 20.03.1985 1 Ob 527/85
8 Ob 619/86
Entscheidungstext OGH 23.10.1986 8 Ob 619/86
Vgl auch; Beisatz: Diese Auslegung ist streng, begründet aber keinen mit Nichtigkeit bedrohten Verfahrensverstoß, insbesondere auch keine Verletzung des rechtlichen Gehörs. (T3)
Veröff: NZ 1983,154
3 Ob 2079/96y
Entscheidungstext OGH 10.09.1996 3 Ob 2079/96y
1 Ob 242/01x
Entscheidungstext OGH 29.01.2002 1 Ob 242/01x
Beisatz: Der in einer Verweisung liegende Inhaltsmangel eines Rechtsmittels ist überdies nicht verbesserungsfähig (1 Ob 236/01i mzwN aus der Rechtsprechung). (T4)
nur T2; Beisatz: Ein pauschaler Verweis auf die „in Berufung und Berufungsbeantwortung detailliert vorgetragenen Rechtsmittelgründe" und die Erklärung, diese zu Rechtsmittelausführungen auch im Revisionsverfahren zu erheben, ist nach herrschender Rechtsprechung unzulässig. (T5)
3 Ob 96/06y
Entscheidungstext OGH 19.10.2006 3 Ob 96/06y
6 Ob 224/07w
Entscheidungstext OGH 07.11.2007 6 Ob 224/07w
Veröff: SZ 2007/174
Auch; Beis wie T1; Beisatz: Hier: Verfahren zur Aufhebung einer einstweiligen Verfügung. (T6)
Auch; Beisatz: Hier: Verweis auf Rekursausführungen im Revisionsrekurs. (T7)
6 Ob 75/09m
Entscheidungstext OGH 14.05.2009 6 Ob 75/09m
Vgl; Beisatz: Soweit im Revisionsrekurs auf frühere Ausführungen im Rekurs verwiesen wird, ist dies unzulässig und unbeachtlich. (T8)
Beisatz: Hier: Wohnrechtliches Außerstreitverfahren. (T9)
Entscheidungstext OGH 20.10.2010 1 Ob 179/10w
6 Ob 18/11g
Entscheidungstext OGH 16.03.2011 6 Ob 18/11g
5 Ob 97/11t
Entscheidungstext OGH 07.07.2011 5 Ob 97/11t
Auch; Beis wie T7; Beisatz: Hier: Grundbuchverfahren. (T10)
Veröff: SZ 2011/89
Vgl; Beisatz: Hier: Unbeachtlichkeit eines pauschalen Hinweises im Rekurs auf eine Argumentation im Ablehnungsantrag. (T11)
Beisatz: Hier: Verweis im Revisionsrekurs auf Ausführungen im Rekurs (Verlassenschaftsverfahren). (T12)
2 Ob 53/13b
Entscheidungstext OGH 13.02.2014 2 Ob 53/13b
Auch; Beisatz: Hier: Verweis in als Rekurs zu wertender „ao Revision“ gegen Aufhebungsbeschluss auf Ausführungen in der Berufung. (T13)
Vgl auch; Beisatz: Hier: Hinweis auf Ausführungen in einem Schriftsatz eines anderen Verfahrens. (T14)
Vgl; Beisatz: Eigenständige und in sich geschlossene Rechtsmittelausführungen dürfen nicht durch den bloßen Verweis auf frühere Schriftsätze ersetzt werden. (T15)
Vgl auch; Beis wie T5; Beis wie T15
6 Ob 243/16b
Entscheidungstext OGH 29.03.2017 6 Ob 243/16b
1 Ob 34/17g
Entscheidungstext OGH 16.03.2017 1 Ob 34/17g
Auch; Beis wie T5; Beis wie T7; Beis wie T8
6 Ob 166/16d
Entscheidungstext OGH 07.07.2017 6 Ob 166/16d
Vgl; Beis ähnlich wie T14
1 Ob 242/17w
Entscheidungstext OGH 30.04.2018 1 Ob 242/17w
Vgl auch; Beis wie T1; Beis wie T7; Beisatz: Auch im Verfahren außer Streitsachen ist zu verlangen, dass die Rechtsmittelausführungen aus sich heraus verständlich sind. (T16)
5 Ob 93/18i
Entscheidungstext OGH 12.06.2018 5 Ob 93/18i
ECLI:AT:OGH0002:1976:RS0007029
JJR_19760927_OGH0002_000OKT00010_7600000_001
Rechtssatz für 5Ob508/95 2Ob194/00v 6O...
RS0062267
5Ob508/95; 2Ob194/00v; 6Ob310/01h; 7Ob207/02w; 2Ob158/03d; 1Ob293/04a; 5Ob47/06g; 3Ob225/06v; 2Ob208/08i; 10ObS146/09g; 16Ok10/09; 10ObS22/10y; 1Ob71/10p; 10ObS154/10k; 3Ob36/13k; 3Ob118/13v; 5Ob167/18x
ZPO §419 Abs1
ZPO §522 Abs1
Stellt sich die Annahme der Verspätung eines Rechtsmittels nachträglich als offenbar unrichtig heraus, dann ist dieser Fehler - auch vom Obersten Gerichtshof - in analoger Anwendung von §§ 419 Abs 1, 522 Abs 1 ZPO zu korrigieren.
5 Ob 508/95
Entscheidungstext OGH 07.06.1995 5 Ob 508/95
2 Ob 194/00v
Entscheidungstext OGH 09.07.2001 2 Ob 194/00v
7 Ob 207/02w
Entscheidungstext OGH 07.08.2002 7 Ob 207/02w
2 Ob 158/03d
Entscheidungstext OGH 16.10.2003 2 Ob 158/03d
1 Ob 293/04a
Entscheidungstext OGH 15.03.2005 1 Ob 293/04a
5 Ob 47/06g
Entscheidungstext OGH 21.02.2006 5 Ob 47/06g
Entscheidungstext OGH 19.10.2006 3 Ob 225/06v
2 Ob 208/08i
Entscheidungstext OGH 30.10.2008 2 Ob 208/08i
Beisatz: Diese Rechtsprechung gilt auch für das Außerstreitverfahren. (T1)
10 ObS 146/09g
Entscheidungstext OGH 20.10.2009 10 ObS 146/09g
Beisatz: Hier: Kartellverfahren. (T2)
10 ObS 22/10y
Entscheidungstext OGH 13.04.2010 10 ObS 22/10y
1 Ob 71/10p
Entscheidungstext OGH 10.08.2010 1 Ob 71/10p
10 ObS 154/10k
Entscheidungstext OGH 01.03.2011 10 ObS 154/10k
3 Ob 36/13k
Entscheidungstext OGH 19.06.2013 3 Ob 36/13k
5 Ob 167/18x
Entscheidungstext OGH 28.08.2018 5 Ob 167/18x
ECLI:AT:OGH0002:1995:RS0062267
JJR_19950607_OGH0002_0050OB00508_9500000_002
Rechtssatz für 1Ob2362/96a 6Ob322/00x...
RS0106875
1Ob2362/96a; 6Ob322/00x; 4Ob201/02s; 16Ok45/05; 1Ob233/05d; 16Ok51/05; 16Ok1/09; 16Ok14/08; 16Ok10/09; 16Ok8/10; 16Ok4/13; 16Ok7/15p; 4Ob48/17p
AEUV Lissabon Art101
EG Amsterdam Art81
EGV Maastricht Art85
KartG 2005 §2 Abs2
KartG 2005 §24
Verordnung (EG) Nr 1/2003 des Rates 32003R0001 zur Durchführung der in den Artikeln 81 und 82 des Vertrags niedergelegten Wettbewerbsregeln Art5
Die Wettbewerbsbeschränkung und die Handelsbeeinträchtigung müssen, um vom Kartellverbot erfasst zu sein, aber auch spürbar sein. Spürbarkeitskriterien sind der Marktanteil, die Marktstellung, die finanziellen Ressourcen und der Umfang der Produktion der beteiligten Unternehmen sowie der Umfang der betroffenen Handelsströme.
1 Ob 2362/96a
Entscheidungstext OGH 25.10.1996 1 Ob 2362/96a
Veröff: SZ 69/238
Auch; nur: Die Wettbewerbsbeschränkung und die Handelsbeeinträchtigung müssen, um vom Kartellverbot erfasst zu sein, aber auch spürbar sein. (T1)
Beisatz: Das Kartellverbot richtet sich ua gegen horizontale Absprachen zwischen Herstellern und Händlern, die auf den Wettbewerb und den zwischenstaatlichen Handel einen spürbaren Einfluss haben oder zumindest geeignet sind, den Wettbewerb im Sinne einer Abschottung des Marktes zu beeinflussen. Diese Spürbarkeitsgrenze wird in der Bagatellbekanntmachung der Kommission näher konkretisiert. (T2)
Beisatz: Eine nur auf den nationalen Markt bezogene Vereinbarung kann aber durchaus einen "grenzüberschreitenden" Einfluss auf den europäischen Wettbewerb haben. (T3)
4 Ob 201/02s
Entscheidungstext OGH 15.10.2002 4 Ob 201/02s
Beisatz: Nach der Bagatellbekanntmachung der Kommission ist ein Verhalten jedenfalls dann spürbar, wenn der Anteil der beteiligten Unternehmen auf dem relevanten Markt mehr als 5 % beträgt. (T4)
16 Ok 45/05
Entscheidungstext OGH 20.12.2005 16 Ok 45/05
Vgl auch; Beisatz: Eine Beeinträchtigung des innergemeinschaftlichen Handels ergibt regelmäßig aus dem Zusammenwirken mehrerer Umstände, die für sich genommen nicht in jedem Fall erheblich wären. Art 81 Abs 1 EG fordert nicht, dass die dort genannten Vereinbarungen den innergemeinschaftlichen Handel tatsächlich spürbar beeinträchtigen, sondern verlangt nur den Nachweis ihrer Eignung, eine derartige Wirkung zu entfalten. (T5)
Beisatz: Hier: "Honorarordnung der Baumeister" (auch: "HOB") - unverbindlichen Verbandsempfehlung. (T6)
1 Ob 233/05d
Entscheidungstext OGH 07.03.2006 1 Ob 233/05d
Vgl auch; Beisatz: Es ist maßgeblich, ob das Verhalten geeignet ist, die Freiheit des Handels zwischen Mitgliedstaaten in einer Weise zu gefährden, die der Verwirklichung der Ziele eines einheitlichen Markts zwischen den Mitgliedstaaten nachteilig sein kann, indem insbesondere die nationalen Märkte abgeschottet werden oder die Wettbewerbsstruktur im Gemeinsamen Markt verändert wird. (T7)
Beisatz: Zum Art 64 Abs 1 und 2 des Assoziationsabk EG - Tschechische Republik. (T8)
16 Ok 51/05
Entscheidungstext OGH 26.06.2006 16 Ok 51/05
Vgl auch; Beisatz: Gemäß § 2 Abs 2 Z 1 KartG 2005 sind vom Kartellverbot Kartelle, an denen Unternehmer beteiligt sind, die gemeinsam am gesamten inländischen Markt einen Anteil von nicht mehr als 5 % und an einem allfälligen inländischen räumlichen Teilmarkt von nicht mehr als 25 % haben (Bagatellkartelle), jedenfalls ausgenommen. Mit dieser Bestimmung soll die durch die Bagatellbekanntmachung der Europäischen Kommission und die einschlägige Rechtsprechung der europäischen Gerichte anerkannte Ausnahme, dass nur spürbare Wettbewerbsbeschränkungen im Sinn des Art 81 EG verboten sind, im innerstaatlichen Recht konkretisiert werden. (T9)
16 Ok 1/09
Entscheidungstext OGH 25.03.2009 16 Ok 1/09
Vgl auch; Beisatz: Die Spürbarkeit der Wettbewerbsbeeinträchtigung kann bei Alleinbezugsvereinbarungen auch von Bündeln gleicher Vereinbarungen ausgehen (sogenannte Bündeltheorie). (T10)
Vgl auch; Beisatz: Der EuGH hat eine Spürbarkeit der Beeinträchtigung des zwischenstaatlichen Handels bei einem „nicht unerheblichen Marktanteil" bejaht, wobei ein solcher ab 5 % regelmäßig als ausreichend angesehen wurde. (T11)
Auch; Beis wie T4; Beis wie T10; Beisatz: Die De-minimis-Bekanntmachung der Europäischen Kommission (2001/C 368/07) ist weder für die Gerichte bindend noch als abschließende Regelung gedacht. (T12)
Beisatz: Eine Marktabschottung ergibt sich primär aus Bindungsgrad und -dauer der Abnehmer auf dem sachlich relevanten Markt; daneben ist auf die herrschenden Marktbedingungen abzustellen, insbesondere die tatsächlichen Möglichkeiten neuer Wettbewerber, in den Markt einzudringen. (T13)
Beisatz: Es ist grundsätzlich unwahrscheinlich, dass ein kumulativer Abschottungseffekt vorliegt, wenn weniger als 30 % des relevanten Marktes von nebeneinander bestehenden Netzen von Vereinbarungen desselben oder unterschiedlicher Anbieter, die ähnliche Wirkungen auf den Markt haben, abgedeckt werden. (T14)
Beisatz: Hier: Radiusklausel bei Einkaufszentrum. (T15)
16 Ok 4/13
Entscheidungstext OGH 02.12.2013 16 Ok 4/13
Auch; Beisatz: Hier: Zur Eignung eines Kartells, das sich auf das gesamte Hoheitsgebiet eines Mitgliedstaats erstreckt, den innergemeinschaftlichen Handel zu beeinflussen (Zwischenstaatlichkeits-Vermutung). (T16)
16 Ok 7/15p
Entscheidungstext OGH 31.03.2016 16 Ok 7/15p
4 Ob 48/17p
Entscheidungstext OGH 28.03.2017 4 Ob 48/17p
ECLI:AT:OGH0002:1996:RS0106875
JJR_19961025_OGH0002_0010OB02362_96A0000_008
Rechtssatz für 16Ok8/05 16Ok10/09
RS0119973
16Ok8/05; 16Ok10/09
Der Grundsatz der Wettbewerbsfreiheit gilt für alle Wirtschaftsstufen und Wettbewerbsformen, also nicht nur im Verhältnis der Marke eines Herstellers zu anderen Konkurrenzprodukten, sondern auch beim Absatz von Produkten desselben Herstellers durch seine verschiedenen Absatzmittler. Vertikale Preisabsprachen sind Wettbewerbsbeschränkungen, weil durch solche Abmachungen („Preisbindung der zweiten Hand") die Unternehmen der nächsten Stufe (Wiederverkäufer) in ihrer Wettbewerbsfreiheit, sich auch hinsichtlich der gelieferten Waren gegenseitig Konkurrenz zu machen, beschränkt werden. Absatzmittler im engeren Sinn (Handelsvertreter, Kommissionsagent, Vertragshändler) sind nur solche rechtlich selbständigen Vertriebsorgane, die es für eine gewisse Dauer mit vertraglicher Bindung an ein Unternehmen übernommen haben, den Absatz eines Produkts zu fördern. Die Absatzmittler im weiteren Sinn (Handelsmakler und Kommissionäre iSd HGB) werden demgegenüber nur gelegentlich für den Lieferanten tätig. Erst die Interessenwahrungspflicht macht ein Absatzorgan zum Absatzmittler. Ein Absatzmittlungsvertrag, der den Tatbestand einer vertikalen Preisbindung erfüllt, liegt nicht vor, wenn es dem unabhängigen Vertragspartner (hier Reisebüro) einer Vereinbarung freisteht, ob er namens seiner Kunden Dienstleistungen über das Reservierungssystem seines Vertragspartners (hier Luftlinie) nachfragt und in welcher Höhe er dafür von seinen Kunden ein Entgelt verlangt und wenn ihn keine besondere Interessenwahrungspflicht gegenüber seinem Vertragspartner trifft, die über jene hinausgeht, die mit der Inkassotätigkeit verbunden ist, und er nicht verpflichtet ist, den Absatz von Dienstleistungen gerade dieses Vertragspartners zu fördern, sondern selbst als Dienstleister für seine eigenen Kunden tätig ist. (hier: Flugticketsverkauf durch Reisebüro)
16 Ok 8/05
Entscheidungstext OGH 30.05.2005 16 Ok 8/05
Vgl auch; Beisatz: Vertikale Absprachen unterliegen dem gleichen Verbotstatbestand wie horizontale Abreden. (T1); Beisatz: Handelsvertreter sind grundsätzlich selbstständige Kaufleute und als solche Unternehmer, die im Wettbewerb mit anderen Absatzmittlern ihre Dienstleistungen auf dem Markt für die Leistungen von Absatzmittlern anbieten. Insoweit kann die Anwendbarkeit der Wettbewerbsregeln auf sie nicht zweifelhaft sein. (T2); Beisatz: Im vertikalen Verhältnis zu ihren Auftraggebern kommt es aber für die Frage der Abgrenzung auf die Risikoverteilung zwischen dem Absatzmittler und dem Geschäftsherrn an. Art 101 AEUV findet grundsätzlich keine Anwendung, wenn der Vertreter keine oder nur geringe Risken in Bezug auf die vermittelten Geschäfte und in Bezug auf die geschäftsspezifischen Investitionen für das betreffende Geschäftsfeld trägt. Die genannte Bestimmung ist dagegen auf die Beziehung des Absatzmittlers zum Geschäftsherrn anwendbar, wenn Ersterer einen nennenswerten Teil des Absatzrisikos trägt. (T3)
vertikaler Kooperationsvertrag; inter-brand-Wettbewerb; intra-brand-Wettbewerb; Vertriebssystem; Wirtschaftsstufe
ECLI:AT:OGH0002:2005:RS0119973
JJR_20050530_OGH0002_0160OK00008_0500000_001
Rechtssatz für 16Ok12/06 16Ok10/09
RS0121877
16Ok12/06; 16Ok10/09
EG Amsterdam Art81 Abs1
LL Beeinträchtigung zwischenstaatlichen Handels 52004XC0427.06, allg
Die LLBeeintr enthalten keine abschließende Aufzählung jener Umstände, bei deren Vorliegen der zwischenstaatliche Handel beeinträchtigt ist, sondern bieten eine für Gerichte und Behörden unverbindliche Anleitung bei der Anwendung des in Art 81 und 82 EGV enthaltenen Begriffs der Beeinträchtigung des zwischenstaatlichen Handels ohne jeden Anspruch auf Vollständigkeit. Es kommt auf eine sorgfältige Prüfung im Einzelfall an.
Rein innerstaatliche Kartelle weisen einen Zwischenstaatsbezug unter anderem dann auf, wenn die von der Vereinbarung betroffene Dienstleistung ihrer Natur nach grenzüberschreitenden Charakter hat.
16 Ok 12/06
Entscheidungstext OGH 21.03.2007 16 Ok 12/06
Veröff: SZ 2007/45
Vgl; Beisatz: Die LLBeeintr legen Schwellenwerte, bis zu denen eine Handelsbeeinträchtigung verneint wird, in Form der sogenannten NAAT-Regel (non appreciable affectation of trade) fest. (T1); Beisatz: Danach ist eine vertikale Vereinbarung grundsätzlich nicht geeignet, den Handel zwischen Mitgliedstaaten spürbar zu beeinträchtigen, wenn der gemeinsame Marktanteil der Parteien auf keinem von der Vereinbarung betroffenen relevanten Markt innerhalb der Gemeinschaft 5 % und der Jahresumsatz des Lieferanten mit den von der Vereinbarung erfassten Waren in der Gemeinschaft nicht den Betrag von 40 Millionen EUR überschreitet (Rz 51 LLBeeintr). (T2)
Zwischenstaatlichkeit
ECLI:AT:OGH0002:2007:RS0121877
JJR_20070321_OGH0002_0160OK00012_0600000_001
Rechtssatz für 4Ob68/07i 16Ok10/09 16O...
RS0122076
4Ob68/07i; 16Ok10/09; 16Ok2/15b (16Ok8/15k); 16Ok7/15p
AEUV Lissabon Art101 Abs1
Europäisches Kartellrecht gelangt überhaupt nur dann zur Anwendung, wenn ein Sachverhalt geeignet ist, den zwischenstaatlichen Handel iSd Art 81 Abs 1 EG spürbar zu beeinträchtigen („Zwischenstaatlichkeitsklausel").
4 Ob 68/07i
Entscheidungstext OGH 22.05.2007 4 Ob 68/07i
Auch; Beisatz: Beim Kriterium der Zwischenstaatlichkeit handelt es sich allerdings um eine Kollisionsnorm, die keine wettbewerbsrechtliche Bewertung der Absprache trifft, sondern die Frage beantworten soll, ob es angemessen ist, den Sachverhalt nach Gemeinschaftsrecht zu beurteilen. (T1); Beisatz: Die Beeinträchtigung des Handels zwischen den Mitgliedstaaten liegt aber bereits vor, wenn eine wettbewerbsbeschränkende Maßnahme unter Berücksichtigung der Gesamtheit objektiver rechtlicher oder tatsächlicher Umstände mit hinreichender Wahrscheinlichkeit erwarten lässt, dass sie unmittelbar oder mittelbar, tatsächlich oder der Möglichkeit nach den Warenverkehr zwischen den Mitgliedstaaten in einer Weise beeinflusst, die der Verwirklichung der Ziele eines einheitlichen zwischenstaatlichen Markts nachteilig sein könnte. (T2)
Beis wie T1; Veröff: SZ 2015/109
ECLI:AT:OGH0002:2007:RS0122076
JJR_20070522_OGH0002_0040OB00068_07I0000_002

References: §1
 OGH 
 §506
 §65
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 OGH 
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 § 506
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 OGH 
 OGH 
 OGH 
 §506
 §520
 §9
 §94
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 OGH 
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 §419
 §522
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 §2
 §24
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 § 2
 OGH 
 EuGH 
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 OGH 
 OGH 
 OGH 
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