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Timestamp: 2016-09-29 23:48:23+00:00

Document:
2C_570/2015 (20.01.2016)
2C_570/2015 � � Urteil vom 20. Januar 2016
A.________ bewirtschaftet in U.________/AG einen landwirtschaftlichen Betrieb. 2003 wurde dieser um einen Stall f�r rund 2'000 Legehennen erweitert. F�r das Jahr 2004 wurde der Betrieb als Biobetrieb anerkannt. In einem Briefwechsel im Anschluss an das entsprechende Beurteilungsverfahren teilte ihm die X.________ AG (nachfolgend: Zertifizierungsstelle) mit, die Anforderungen zur biologischen Bewirtschaftung w�rden zwar grunds�tzlich eingehalten, es fehlten aber die erforderlichen Bodenanalysen, die bei der Kontrolle f�r das Jahr 2005 vorzuweisen seien. Allf�llige M�ngel k�nnten im �brigen zu K�rzungen der Direktzahlungen f�hren, wor�ber die daf�r zust�ndige kantonale Beh�rde verf�ge.
Im Verfahren der Beurteilung als Biobetrieb f�r das Jahr 2005 entschied die Zertifizierungsstelle zun�chst am 6. Januar 2006, der Betrieb von A.________ k�nne weder als Bio Suisse-Betrieb noch als Biobetrieb gem�ss der Bio-Verordnung anerkannt werden. Einen dagegen erhobenen Rekurs hiess die Rekursstelle am 7. April 2006 teilweise gut; obwohl die Phosphor-Bilanz seit der Neuaufnahme der Legehennenhaltung einen massiven �berschuss aufweise, sei die Aberkennung als Biobetrieb angesichts der damit verbundenen Folgen unverh�ltnism�ssig. Am 10. Mai 2006 trat die Fachstelle Landwirtschaft, V.________, auf ein Gesuch von A.________, die Aufd�ngung seiner unterversorgten B�den mit Hofd�nger f�r das Jahr 2005 zu bewilligen, nicht ein, im Wesentlichen mit der Begr�ndung, ein solches Gesuch m�sse jeweils vor der fraglichen Aufd�ngung bewilligt werden. Am 15. Mai 2006 stellte die Zertifizierungsstelle A.________ das Bio-Zertifikat 2005 zu, sanktionierte ihn aber gleichzeitig mit 100 Punkten, weil keine korrekte Suisse-Bilanz eingereicht worden sei.
Auf Rekurs hin hob die Rekursinstanz am 11. Juli 2006 ihren fr�heren Rekursentscheid vom 7. April 2006 auf und anerkannte am 18. August 2006 den Betrieb des Beschwerdef�hrers als solchen sowohl gem�ss Bio-Verordnung als auch gem�ss Bio Suisse. Am 4. Dezember 2006 zertifizierte die Zertifizierungsstelle den Betrieb von A.________ f�r das Jahr 2006. Am 6. Dezember 2006 korrigierte sie die Begr�ndung ihres Entscheides vom 18. August 2006 f�r das Jahr 2005, ohne die Zertifizierung als solche sowie das Total von Null Punkten zu �ndern.
Mit Schreiben vom 25. April 2007 stellte das Departement Finanzen und Ressourcen, Abteilung Landwirtschaft, des Kantons Aargau (nachfolgend: Departement) A.________ in Aussicht, ihm f�r das Beitragsjahr 2005 aufgrund Nichterbringens des �kologischen Leistungsnachweises wegen M�ngeln in den Bereichen Aufzeichnungen und D�ngung die Direktzahlungen zu verweigern. Nachdem sich A.________ dazu ge�ussert hatte, verf�gte das Departement am 15. Januar 2008 wie folgt:
Mit Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten vom 13. Januar 2011 an das Bundesgericht beantragte A.________, das angefochtene Urteil sei aufzuheben und es seien ihm in Feststellung seiner Anspruchsberechtigung f�r das Jahr 2005 die Direktzahlungen ungek�rzt auszurichten bzw. die Erstinstanz sei anzuweisen, die Direktzahlungen f�r das Beitragsjahr 2005 zu ermitteln und auszurichten; zuz�glich Zins von 5 % seit 1. Januar 2006. Eventuell sei die Sache im Sinne der Erw�gungen an die Vorinstanz bzw. an die Erstinstanz zur Neubeurteilung zur�ckzuweisen.
Mit Urteil 2C_44/2011 vom 26. Juli 2011 hiess das Bundesgericht die Beschwerde gut, hob den Entscheid des Bundesverwaltungsgerichts vom 10. November 2010 auf und wies die Sache im Sinne der Erw�gungen zur weiteren Abkl�rung und Neubeurteilung an die Landwirtschaftliche Rekurskommission des Kantons Aargau bzw. zur Neuregelung der Kosten- und Entsch�digungsfolgen des vorinstanzlichen Verfahrens an das Bundesverwaltungsgericht zur�ck.
A.________ erhebt mit Eingabe vom 29. Juni 2015 Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten an das Bundesgericht mit dem Antrag, das angefochtene Urteil sei aufzuheben und es seien ihm die Direktzahlungen f�r das Jahr 2005 ungek�rzt auszurichten bzw. die Erstinstanz sei anzuweisen, den Umfang der Direktzahlungen f�r das Beitragsjahr 2005 zu ermitteln und zuz�glich Zins von 5 % seit 1. Januar 2006 auszurichten. Eventuell sei die Sache zur Neubeurteilung an die Vorinstanz zur�ckzuweisen. Subeventuell seien ihm f�r das vorinstanzliche Verfahren keine Kosten aufzuerlegen und eine Parteientsch�digung auszurichten.
Das Bundesverwaltungsgericht verzichtet auf Vernehmlassung. Das Verwaltungsgericht und das Departement des Innern des Kantons Aargau beantragen Abweisung der Beschwerde. Das Bundesamt f�r Landwirtschaft unterst�tzt den Entscheid des Bundesverwaltungsgerichts.
1.1.�Wenn das Bundesgericht einen R�ckweisungsentscheid "im Sinne der Erw�gungen" erl�sst, sind im zweiten Umgang die unteren Instanzen, an welche die Sache zur�ckgewiesen wird, wie auch das Bundesgericht selber an die im R�ckweisungsentscheid enthaltenen rechtlichen Vorgaben gebunden (Art. 61 BGG). Sie haben die aufgrund des R�ckweisungsentscheids zu treffenden zus�tzlichen Abkl�rungen vorzunehmen. Abgesehen davon und allenfalls zul�ssigen Noven (Art. 99 BGG; BGE 131 III 91 E. 5 S. 93 ff.; Urteil 8C_152/2012 vom 3. August 2012 E. 4.2) ist es aber wegen dieser Bindung sowohl den Gerichten als auch den Parteien verwehrt, der Beurteilung des Rechtsstreits einen anderen als den bisherigen Sachverhalt zu unterstellen oder die Sache unter rechtlichen Gesichtspunkten zu pr�fen, die im R�ckweisungsentscheid ausdr�cklich abgelehnt oder �berhaupt nicht in Erw�gung gezogen worden sind (BGE 135 III 334 E. 2 S. 335 ff.; 133 III 201 E. 4 S. 208; 131 III 91 E. 5.2 S. 54 ff.). Unzul�ssig sind - jedenfalls soweit sie nicht von Amtes wegen zu ber�cksichtigen w�ren - im zweiten Umgang auch rechtliche R�gen, die im ersten Umgang h�tten erhoben werden k�nnen, aber nicht erhoben wurden (BGE 139 III 391 nicht publ. E. 3.1; 111 II 94 E. 2 S. 95; Urteile 5A_488/2013 vom 4. April 2014 E. 3.1; 2C_519/2013 vom 3. September 2013 E. 2.1; NICOLAS VON WERDT in SEILER/VON WERDT/G�NGERICH/OBERHOLZER, Handkommentar Bundesgerichtsgesetz, 2. Aufl. 2015, Art. 61 Rz. 8 f.; HEIMGARTNER/WIPR�CHTIGER, Basler Kommentar BGG, 2. Aufl. 2011, Art. 61 Rz. 26-28). Die Tragweite des R�ckweisungsentscheids ergibt sich aus seiner Begr�ndung, die in Verbindung mit den Rechtsschriften, die dem Entscheid zugrunde lagen, den Rahmen f�r die neuen Tatsachenfeststellungen wie f�r die neue rechtliche Begr�ndung vorgibt (BGE 135 III 334 E. 2; Urteile 5A_488/2013 vom 4. April 2014 E. 3.1; 5A_585/2013 vom 27. November 2013 E. 4).
1.2.�Ausgangspunkt des Verfahrens war die vom Bundesverwaltungsgericht mit Urteil vom 10. November 2010 best�tigte Verf�gung vom 15. Januar 2008, mit welcher dem Beschwerdef�hrer die Direktzahlungen wegen Nichterf�llens des �kologischen Leistungsnachweises verweigert worden waren, weil in der N�hrstoffbilanz ein Phosphor�berschuss resultiert habe. Das Bundesverwaltungsgericht ging davon aus, gem�ss Anhang (AS 2003 5321) zur Verordnung vom 7. Dezember 1998 �ber die Direktzahlungen an die Landwirtschaft (Direktzahlungsverordnung, DZV [AS 1999 229]) sei aufgrund einer N�hrstoffbilanz zu zeigen, dass kein �bersch�ssiger Phosphor verwendet werde, was aufgrund einer Suisse-Bilanz oder einer gleichwertigen Berechnungsmethode nachzuweisen sei (E. 5.5.2/5.5.3). Dabei sei ein Legehennenbestand von 1720 zugrunde zu legen (E. 5.5.5). Ein h�herer Bedarf aufgrund einer Phosphor-Unterversorgung des Bodens k�nne nur geltend gemacht werden, wenn Bodenproben von s�mtlichen bewirtschaftbaren Fl�chen sowie ein parzellenscharfer D�ngungsplan (Ziff. 2.1 Abs. 3 Anhang DZV) vorl�gen. Der Beschwerdef�hrer habe einerseits nicht nachgewiesen, dass im Jahre 2004 s�mtliche Bodenproben vorgelegen h�tten; andererseits liege auch kein parzellenscharfer D�ngungsplan vor, der zukunftsgerichtet sein m�sste. Die vom Beschwerdef�hrer nachtr�glich eingereichte N�hrstoffbilanz vom 29. November 2006 k�nne nicht als Berechnungsgrundlage herangezogen werden, da sie von einer Phosphoraufd�ngung der unterversorgten B�den ausgehe und einen nach den Weisungen nicht vorgesehenen Raufutterabzug f�r Legehennen vorsehe. Es liege daher f�r das Jahr 2005 keine ausgeglichene N�hrstoffbilanz vor (E. 5.6.3.4). Ausgehend von einem Phosphor�berschuss von 37,8 % und einem daraus resultierenden Abzug von 278 Punkten sei der Betrieb gem�ss den K�rzungsrichtlinien von Direktzahlungen ausgeschlossen (E. 6.2). Dem Verh�ltnism�ssigkeitsprinzip sei mit dem Verzicht auf die R�ckforderung der bereits ausbezahlten Akontozahlung gen�gend Rechnung getragen worden (E. 6.3).
1.3.�In der Beschwerde vom 13. Januar 2011 an das Bundesgericht hatte der Beschwerdef�hrer nebst formellen R�gen prim�r geltend gemacht, mit der Zertifizierung als Bio-Betrieb habe er gleichzeitig den �kologischen Leistungsnachweis als Voraussetzung f�r Direktzahlungen erf�llt. Trotzdem habe er auf Verlangen des Amtes am 29. November 2006 eine N�hrstoffbilanz vorgelegt, gem�ss welcher bei einem Legehennenbestand von 1630 bzw. 1720 und unter Ber�cksichtigung des Phosphorgehalts des Bodens der D�ngerbedarf gegeben sei. Es gehe nicht an, einen parzellenscharfen D�ngungsplan zu verlangen, da f�r Bio-Betriebe nicht die technischen Regeln f�r die N�hrstoffbilanz gem�ss Ziff. 2.1 des Anhangs DZV erf�llt sein m�ssten. F�r den Phosphorgehalt des Bodens habe er Bodenproben vorgelegt und Beweismittel offeriert. Auch der Abzug f�r die H�hnerwiese sei in konformer Anwendung von Art. 12 Abs. 3 der Verordnung vom 22. September 1997 �ber die biologische Landwirtschaft und die Kennzeichnung biologisch produzierter Erzeugnisse und Lebensmittel (Bio-Verordnung; SR 910.18; im Folgenden: Bio-V) vorgenommen worden, da Legehennen bei Weidehaltung weniger Futter verzehrten als in der Suisse-Bilanz vorgesehen sei. Selbst wenn Ziff. 2 Anhang DZV anwendbar w�re, w�re die Bilanz erf�llt, da ein Legehennenbestand von 860 massgebend sei.
1.4.�Das Bundesgericht erachtete im Urteil 2C_44/2011 zun�chst die formellen R�gen des Beschwerdef�hrers als unbegr�ndet (E. 2 und 3). Sodann erwog es, entgegen der Auffassung des Beschwerdef�hrers seien die kantonalen Beh�rden beim Entscheid �ber die Direktzahlungen nicht zwingend an den Zertifizierungsentscheid gebunden (E. 6). Aufgrund von Art. 12 Abs. 3 Bio-V k�nne vom Beschwerdef�hrer als Voraussetzung der strittigen Direktzahlungen eine ausgeglichene D�ngerbilanz unter Ber�cksichtigung der N�hrstoffvorr�te im Boden verlangt werden (E. 7). F�r den Nachweis einer Phosphor-Unterversorgung sei entgegen der Auffassung des Bundesverwaltungsgerichts f�r Bio-Betriebe ein parzellenscharfer D�ngungsplan nicht erforderlich (E. 8.2/8.3). Es bleibe unter W�rdigung der vom Beschwerdef�hrer anerbotenen Beweismittel zu pr�fen, ob der Beschwerdef�hrer ohne D�ngungsplan den �kologischen Leistungsnachweis zu erbringen verm�ge (E. 8.4). In Bezug auf die Ermittlung des Legehennenbestands verstosse der angefochtene Entscheid nicht gegen Bundesrecht (E. 9). Zusammenfassend k�nne vom Beschwerdef�hrer eine ausgeglichene D�ngerbilanz verlangt werden und der von der Vorinstanz ermittelte Legehennenbestand sei nicht bundesrechtswidrig. Hingegen verstosse der angefochtene Entscheid gegen Bundesrecht, weil f�r das massgebliche Beitragsjahr nicht die Einreichung eines vorg�ngigen D�ngungsplans vorgeschrieben sei und die Vorinstanzen die vom Beschwerdef�hrer an dessen Stelle anerbotenen Beweismittel nicht abgenommen h�tten. Die Sache wurde daher an die landwirtschaftliche Rekurskommission zur�ckgewiesen, die unter W�rdigung der vom Beschwerdef�hrer anerbotenen Beweismittel zu pr�fen haben werde, ob ihm der �kologische Leistungsnachweis gelinge, ohne dass von ihm die Einreichung eines vorg�ngigen parzellenscharfen D�ngungsplanes verlangt werden d�rfe (E. 10.1).
Weitere Gesichtspunkte wurden nicht in Erw�gung gezogen.
1.5.�Aufgrund dieser Vorgaben hatten die landwirtschaftliche Rekurskommission und in der Folge das Bundesverwaltungsgericht einzig noch zu pr�fen, ob (unter Zugrundelegung eines Legehennenbestandes von 1720) bei Ber�cksichtigung des Phosphor-Gehalts des Bodens unter W�rdigung der vom Beschwerdef�hrer eingereichten und offerierten Beweismittel auch ohne vorg�ngigen D�ngungsplan die Phosphorbilanz ausgeglichen sei.
1.6.�Die landwirtschaftliche Rekurskommission holte im zweiten Umgang eine Stellungnahme der Abteilung Landwirtschaft u.a. zu den vom Beschwerdef�hrer eingereichten Bodenproben ein. Diese kam zum Ergebnis, dass sich unter Ber�cksichtigung dieser Bodenproben eine Phosphor-Bedarfsdeckung von 118 % ergebe (Beilage zur Eingabe vom 1. Juni 2012). Sie wandte dabei f�r das Ackerland die EDTA-Methode (Ammonium-Acetat-Methode), f�r den Futterbau jedoch die CO2-Methode an. In ihrem Urteil vom 29. Dezember 2012 stellte die landwirtschaftliche Rekurskommission grunds�tzlich auf die vom Beschwerdef�hrer erstellte Bilanz vom 29. November 2006 ab (E. 5.2) und ber�cksichtigte auch die von ihm eingereichten Bodenproben (E. 5.6.2 und 5.7), allerdings - gem�ss Stellungnahme der Abteilung Landwirtschaft - f�r den Futterbau nach der CO2-Methode (E. 5.8.2). Dabei sei ein fl�chengewichteter Korrekturfaktor zu errechnen; ein Toleranzzuschlag von 10 % k�nne nicht gew�hrt werden (E. 5.9.2). Nach Vornahme einer Korrektur gegen�ber der vom Amt vorgenommenen Berechnung ergab sich damit ein Wert von 115 % (E. 5.9.3). Sodann ging die Rekurskommission von einem Legehennenbestand von 1720 aus (E. 6.2.1), anerkannte die vom Beschwerdef�hrer geltend gemachte Wegfuhr von 170 dt TS (Dezitonnen Trockensubstanz) nicht (E. 6.3) und rechnete einen Zukauf von 60 dt TS hinzu (E. 6.6). Damit gelangte sie zu einer P2O5-�berschreitung von rund 17 %.
1.7.�Die Vorinstanz best�tigte dieses Vorgehen in Bezug auf die Anwendung der CO2-Methode, den fl�chengewichteten Korrekturfaktor, die Verweigerung des Toleranzzuschlags von 10 % und die Nichtanerkennung der Wegfuhr (E. 10.3-10.6) sowie die Berechnung (E. 10.7). Die �brigen vom Beschwerdef�hrer geltend gemachten Korrekturen (Reduktion des Feldertrags der intensiven Wiesen und Weiden auf 80 dt TS, Reduktion der P2O5 pro 100 Legehennen) seien nicht nachvollziehbar und es sei von einem Legehennenbestand von 1720 auszugehen, womit eine P2O5-�berschreitung von rund 17 % angenommen werden m�sse.
1.8.�Zusammenfassend ergibt sich folgendes Zwischenergebnis: Im ersten Umgang hatte der Beschwerdef�hrer vor Bundesgericht - nebst den vom Bundesgericht als unbegr�ndet beurteilten formellen R�gen - haupts�chlich drei Punkte thematisiert, n�mlich erstens die Verbindlichkeit des Zertifizierungsentscheids f�r den Direktzahlungsentscheid, zweitens die Zahl der Legehennen und drittens die fehlende Ber�cksichtigung der Unterversorgung des Bodens. Die ersten beiden Punkte wurden vom Bundesgericht als unbegr�ndet beurteilt. In Bezug auf den dritten Punkt wies das Bundesgericht die Sache zur Neubeurteilung zur�ck. Die von den Vorinstanzen diesbez�glich vorgenommene Neubeurteilung kann nunmehr vor Bundesgericht wieder thematisiert werden (hinten E. 3). Zul�ssig sind im Zusammenhang mit diesen Aspekten auch Geh�rs- und Sachverhaltsr�gen (hinten E. 2). Auf alle �brigen Aspekte und die entsprechenden Vorbringen des Beschwerdef�hrers ist hingegen im vorliegenden Verfahren nicht mehr einzugehen. Das betrifft insbesondere die Verbindlichkeit des Zertifizierungsentscheids und die massgebende Zahl der Legehennen, die im Urteil 2C_44/2011 verbindlich entschieden wurden, ebenso aber auch die Kritik des Beschwerdef�hrers an der grunds�tzlichen Anwendbarkeit der Suisse-Bilanz und an der Anwendung von Art. 70 DZV bzw. der K�rzungsrichtlinien; denn dies alles lag bereits dem ersten Urteil des Bundesverwaltungsgerichts zugrunde und h�tte im ersten Umgang thematisiert werden k�nnen und m�ssen (E. 1.1). Auch Sachverhalts- und Geh�rsverletzungsr�gen, die sich auf solche Punkte beziehen, sind im vorliegenden Verfahren nicht mehr zul�ssig. Zu diesen nicht mehr aufzugreifenden Themen geh�rt auch der Aspekt der H�hnerweide: Dieser wurde vom Beschwerdef�hrer in der ersten Beschwerde an das Bundesgericht nur kurz thematisiert und vom Bundesgericht in seinem R�ckweisungsentscheid nicht aufgegriffen. Das Bundesgericht hat somit eine Korrektur der Bilanz aufgrund dieses Faktors nicht in Erw�gung gezogen.
2.�Rechtliches Geh�r und Sachverhalt
2.1.�Der Beschwerdef�hrer r�gt zun�chst eine Verletzung des Anspruchs auf rechtliches Geh�r und eine offensichtlich unrichtige Sachverhaltsfeststellung: Die Rekurskommission habe ohne Begr�ndung auf die Suisse-Bilanz der Abteilung Landwirtschaft vom 29. Januar 2007 abgestellt, welche 5,63 (recte: 5,36) ha mittelintensive Wiesen und Weiden veranschlagt habe, obwohl solche nicht vorhanden seien. Sodann habe sie ohne Begr�ndung den P2O5-Bedarf auf 1'298 kg/Jahr veranschlagt. Die Vorinstanz habe zu Unrecht diesen Mangel geheilt, anstatt das Urteil aufzuheben; zumindest w�re der Geh�rsverletzung in Bezug auf die Kostenfolgen Rechnung zu tragen gewesen.
2.2.�Ob diese R�ge �berhaupt zul�ssig ist (vorne E. 1.8), kann offen bleiben: In der Sache erweist sie sich jedenfalls als unbegr�ndet:
Entgegen der Darstellung des Beschwerdef�hrers haben die Vorinstanzen nicht auf die Fl�chenangaben gem�ss Bilanz des Amtes f�r Landwirtschaft vom 29. Januar 2007 abgestellt, sondern auf diejenige des Beschwerdef�hrers in seiner Bilanz vom 29. November 2006, was sich daraus ergibt, dass sie wie dieser den N�hrstoffbedarf (Formular C1) von 1347 kg/Jahr zugrunde legten (s. E. 6.5 des Urteils der Rekurskommission und E. 10.7.3/10.7.4 des Urteils der Vorinstanz). Dieser Wert wurde alsdann f�r die Futterproduktion auf 1'198 kg (und unter Ber�cksichtigung der Acker- und Spezialkulturen auf 1'298 kg) korrigiert. Die Zweitinstanz begr�ndete dies in ihrem Entscheid nicht ausdr�cklich, erl�uterte aber die Methode im Verfahren vor dem Bundesverwaltungsgericht auf dessen Aufforderung hin (angefochtenes Urteil Lit. J. und E. 10.7.4) : Weil die vom Beschwerdef�hrer geltend gemachten Wegfuhren von 170 dt TS nicht anerkannt wurden, ergebe sich ein um 11,04 % geringerer GFprod -Wert. Dies f�hre aufgrund der Methodik der Suisse-Bilanz zu einem entsprechend geringeren N�hrstoffbedarf. Umstritten war die Frage, ob �berhaupt eine Wegfuhr aufgrund der H�hnerwiese zu ber�cksichtigen ist (worauf allerdings nicht mehr einzugehen war, vorne E. 1.8). Dass eine mit der Nichtber�cksichtigung der Wegfuhr begr�ndete Reduktion von GFprod methodisch Auswirkung auf den N�hrstoffbedarf hat, wurde und wird demgegen�ber vom Beschwerdef�hrer nicht bestritten. Soweit �berhaupt eine Geh�rsverletzung darin liegt, dass die Rekurskommission dieses Vorgehen in ihrem Urteil nicht n�her erl�uterte, konnte dies ohne weiteres im vorinstanzlichen Verfahren geheilt werden. Ein erheblicher Mangel, der kostenm�ssig ber�cksichtigt werden m�sste, liegt jedenfalls nicht vor.
3.�Phosphor-Unterversorgung
3.1.�In Bezug auf den Nachweis einer Unterversorgung der B�den hat das Bundesgericht im Urteil 2C_44/2011 festgehalten, dass vom Beschwerdef�hrer nicht die Vorlage eines vorg�ngigen D�ngungsplans verlangt werden d�rfe und dass die vom vorgelegten Unterlagen und offerierten Beweismittel zu ber�cksichtigen seien; es hat sich aber im Einzelnen nicht zur anwendbaren Methode ge�ussert. Die Vorinstanzen haben entgegen den vom Departement vorgebrachten Einw�nden die vom Beschwerdef�hrer vorgelegten und in seiner N�hrstoffbilanz vom 29. November 2006 eingerechneten Bodenproben aus den Jahren 2004 und 2005 ber�cksichtigt und sind damit den Vorgaben im Urteil 2C_44/2011 nachgekommen (dass auch die dort noch erw�hnte Bodenanalyse aus dem Jahre 1994 nicht ber�cksichtigt wurde, wird vom Beschwerdef�hrer nicht beanstandet).
3.2.�Der Beschwerdef�hrer kritisiert zun�chst als Geh�rsverletzung, die Vorinstanz habe nicht entschieden, ob f�r alle Parzellen die EDTA-Methode oder ob f�r den Futterbau die CO2-Methode anzuwenden sei. Es trifft zu, dass sich die Vorinstanz dazu nicht ausdr�cklich und begr�ndet ge�ussert hat; aus ihrem Entscheid (E. 10.4.3) geht aber doch hinreichend klar hervor, dass sie sich in diesem Punkt der Zweitinstanz anschliesst, welche die Methodenwahl ihrerseits in E. 5.8.2 ihres Entscheids begr�ndet hat. Eine Geh�rsverletzung liegt insoweit nicht vor.
3.3.�Art. 12 Abs. 3 Bio-V verlangt, dass f�r den Nachweis die Resultate anerkannter Boden- oder Pflanzenanalysen zu ber�cksichtigen sind, legt aber nicht selber die anwendbare Methode fest. Es verst�sst daher nicht gegen die Verordnung, sondern liegt im pflichtgem�ssen Ermessen, wenn die Vorinstanzen sich unter mehreren anerkannten Methoden f�r die eine entschieden haben. Der Beschwerdef�hrer behauptet nicht, die CO2-Methode sei keine anerkannte Methode. Er macht aber geltend, seine B�den seien �berwiegend sauer oder schwach sauer, schwach humos und wiesen weniger als 30 % Lehm auf; f�r solche B�den sei gem�ss den von den eidgen�ssischen Forschungsanstalten f�r Agrar�kologie und Landbau (Z�rich) bzw. f�r Pflanzenbau (Changins) herausgegebenen Grundlagen f�r die D�ngung im Acker- und Futterbau (GRUDAF) 2001 die EDTA-Methode anzuwenden. Zudem sei gem�ss einem Beschluss des Bundesamtes f�r Landwirtschaft (BLW) ab der Anbauperiode 2004/2005 f�r die Phosphor-Analysen aller Kulturen nur noch die EDTA-Methode anzuerkennen. Der von den Vorinstanzen angewendete fl�chengewichtete Korrekturfaktor nach CO2-Methode sei daher unzul�ssig (Beschwerde Rz. 41-45).
3.4.�Entgegen der Darstellung des Beschwerdef�hrers schreibt die GRUDAF 2001 nicht die Anwendung der EDTA-Methode vor: Sie weist auf S. 22 Ziff. 6 darauf hin, dass f�r die Bestimmung des Phosphat-Gehalts im Boden die EDTA- und die CO2-Methode zur Verf�gung st�nden; beide Verfahren h�tten ihre Vor- und Nachteile. F�r die Festlegung der Korrekturfaktoren w�rden die Tab. 13-19 ber�cksichtigt. Sodann werden unter Ziff. 6.1 die Korrektur aufgrund der EDTA-Methode (f�r Phosphor Tabelle 13) und in Ziff. 6.2 diejenige aufgrund der CO2-Methode (f�r Phosphor Tabellen 16 und 17) beschrieben. Im Text wird unter Ziff. 6.1 S. 22 und 24 festgehalten, dass aus den bisherigen EDTA-Untersuchungen keine Korrekturfaktoren abgeleitet werden konnten; die vorliegenden Korrekturfaktoren beruhten auf Vergleichen mit der CO2-Methode, die sich aber zum gr�ssten Teil auf den Ackerbau bez�gen, weshalb die folgenden Ausf�hrungen den Ackerbau betr�fen; f�r die parzellenspezifische D�ngeberatung im Futterbau werde in der Regel die CO2-Methoden empfohlen. Daraus ergibt sich, dass die vom Beschwerdef�hrer zitierte Tabelle 13 samt dem darin enthaltenen Hinweis, (nur) f�r kalkhaltige B�den mit geringem Tongehalt werde die CO2-Methode empfohlen, bloss f�r den Ackerbau gilt, w�hrend f�r den Futterbau die Ziff. 6.2 samt den dort enthaltenen Tabellen 16 und 17 (Korrekturfaktoren nach CO2-Methode) gelten. Ziff. 2.1 des Anhangs zur DZV (in der Fassung vom 26. November 2003, AS 2003 5331) verweist auf die GRUDAF 2001. Zwar ist formell hier nicht diese Bestimmung anwendbar (Urteil 2C_44/2011 E. 7.2 und 8.2), aber nachdem Art. 12 Abs. 3 Bio-V die anwendbare Methode nicht n�her festlegt, ist es auch nicht zu beanstanden, wenn die Vorinstanzen darauf abstellen, zumal auch der Beschwerdef�hrer selber sich auf die GRUDAF beruft. Der Beschwerdef�hrer hat allerdings auch eine Pressemitteilung vorgelegt, wonach gem�ss einem Beschluss des BLW ab Anbaujahr 2004/2005 f�r den �kologischen Leistungsnachweis die Bodenanalysen nach der EDTA-Methode vorgenommen werden m�ssten. Der entsprechende Beschluss des BLW selber ist jedoch nicht ersichtlich und im Einzelnen nicht nachpr�fbar. Die Pressemitteilung weist ausdr�cklich darauf hin, dass f�r die D�ngungsplanung f�r gewisse Boden zus�tzlich die CO2-Methode einzusetzen sei. Wohl geht es vorliegend letztlich um den �kologischen Leistungsnachweis als Voraussetzung f�r Direktzahlungen, im Besonderen jedoch um die Frage der Unterversorgung, die von den Sachinstanzen aufgrund der relevanten Beweismittel nach pflichtgem�ssem Ermessen zu ermitteln war. Es kann nicht als Rechtswidrigkeit bzw. Ermessens�berschreitung betrachtet werden, wenn die Vorinstanzen daf�r auf die Methoden abgestellt haben, welche f�r die D�ngung anwendbar sind.
3.5.�Sodann ist nicht ersichtlich, weshalb der Korrekturfaktor nicht fl�chengewichtet angewendet werden soll. Der Beschwerdef�hrer scheint einen Gegensatz zwischen parzellenscharfer und fl�chengewichteter Korrektur zu konstruieren. Die Berechnung der Korrekturfaktoren durch den Beschwerdegegner (Beilage zur Eingabe vom 1. Juni 2012), auf welche (mit einer Korrektur) auch die Rekurskommission abstellte (s. vorne E. 1.6), hat jedoch bereits f�r jede Parzelle einzeln den Korrekturwert ermittelt. Dass dieser dann entsprechend der Fl�che der jeweiligen Parzellen angewendet wird, erscheint stringent.
3.6.�Weiter ist der Beschwerdef�hrer der Auffassung, es sei ein Toleranzwert von 10 % gem�ss Suisse-Bilanz Formular E anzuerkennen, was die Vorinstanzen abgelehnt haben. Er nennt jedoch keine Rechtsgrundlage, aus der sich ein solcher Anspruch ergeben w�rde. Ein 10 %-Toleranzwert ergibt sich aus Ziff. 2.1 Abs. 3 des Anhangs DZV, der offensichtlich der Gestaltung von Formular E zugrunde liegt. Diese Bestimmung ist hier zwar nicht direkt anwendbar, kann aber allenfalls analog herangezogen werden. Wird darauf abgestellt, ergibt sich daraus: Die Phosphorbilanz darf einen Fehlerbereich von h�chstens +10 Prozent des Bedarfs der Kulturen aufweisen. Betriebe, die mit Bodenanalysen nach einer anerkannten Methode den Nachweis erbringen, dass die B�den unterversorgt sind, k�nnen einen h�heren Bedarf geltend machen. Daraus folgt, dass der errechnete�
h�here�Bedarf�
an die Stelle�des pauschalen 10 %-Zuschlags tritt, aber nicht�
zus�tzlich�zu diesem gew�hrt werden kann.
Die weiteren in der Beschwerde vorgebrachten Argumente betreffen Aspekte, auf welche im vorliegenden Verfahren nicht mehr eingegangen werden kann (E. 1.8). Die Beschwerde erweist sich somit im Haupt- und Eventualantrag als unbegr�ndet, ebenso auch im Subeventualantrag (s. dazu vorne E. 2.2).
Der Beschwerdef�hrer tr�gt die Kosten des Verfahrens (Art. 66 Abs. 1 BGG). Parteientsch�digungen sind nicht geschuldet (Art. 68 BGG).
Dieses Urteil wird den Verfahrensbeteiligten, dem Verwaltungsgericht des Kantons Aargau, dem Bundesverwaltungsgericht, Abteilung II, dem Bundesamt f�r Landwirtschaft und dem Eidgen�ssischen Departement f�r Wirtschaft, Bildung und Forschung, schriftlich mitgeteilt.

References: BGE 
 Art. 61
 Art. 61
 Art. 12
 Art. 12
 Art. 70
 Art. 12