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Timestamp: 2019-03-27 03:41:07+00:00

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Rechtsprechung: NZS 2011, 500 - dejure.org
Weitere Entscheidungen unten: BVerfG, 09.09.2010 | EuGH, 05.05.2011
Zu den Menschen mit Behinderungen gehören psychisch Kranke, wenn die Beeinträchtigung längerfristig und von solcher Art ist, dass sie den Betroffenen an der vollen, wirksamen und gleichberechtigten Teilhabe an der Gesellschaft hindern kann (vgl. BVerfGE 128, 282 unter Verweis auf Art. 1 Abs. 2 BRK).
Solche Maßnahmen untersagt die Konvention nicht allgemein; vielmehr beschränkt sie deren Zulässigkeit unter anderem dadurch, dass Art. 12 Abs. 4 BRK die Vertragsstaaten zu geeigneten Sicherungen gegen Interessenkonflikte, Missbrauch und Missachtung sowie zur Gewährleistung der Verhältnismäßigkeit verpflichtet (vgl. BVerfGE 128, 282 ; 142, 313 ;… BVerfG, Urteil des Zweiten Senats vom 24. Juli 2018 - 2 BvR 309/15 u.a. -, juris, Rn. 90).
Vor diesem Hintergrund hat der Senat bereits entschieden, dass die Regelungen der Konvention, auch wenn sie auf die Sicherung und Stärkung der Autonomie behinderter Menschen gerichtet sind, nicht grundsätzlich gegen den natürlichen Willen gerichtete Maßnahmen verbieten, die an eine krankheitsbedingt eingeschränkte Selbstbestimmungsfähigkeit anknüpfen (vgl. BVerfGE 128, 282 ; 142, 313 ;… BVerfG, Urteil des Zweiten Senats vom 24. Juli 2018 - 2 BvR 309/15 u.a. -, juris, Rn. 90).
Damit geht die Vorschrift erkennbar davon aus, dass bei Beachtung dieser Bedingungen die Möglichkeit von Maßnahmen, die die Rechts- und Handlungsfähigkeit einschränken, besteht (vgl. BVerfGE 128, 282 ; 142, 313 ;… BVerfG, Urteil des Zweiten Senats vom 24. Juli 2018 - 2 BvR 309/15 u.a. -, juris, Rn. 90).
Eine "Vernunfthoheit" staatlicher Organe über den Grundrechtsträger dergestalt, dass dessen Wille allein deshalb beiseite gesetzt werden dürfte, weil er von durchschnittlichen Präferenzen abweicht oder aus der Außensicht unvernünftig erscheint, ist ausgeschlossen (siehe nur BVerfG, Beschluss vom 23.03.2011 - 2 BvR 882/09 - BVerfGE 128, 282 Rn. 51 ff. m. w. N.).
Maßregelvollzug in Baden-Württemberg: Anfechtbarkeit der durch einstweilige …
BVerfG, 09.09.2010 - 1 BvR 2005/10, 1 BvR 2006/10
Verfassungsmäßigkeit des Rechnungsabschlags gem § 8 Abs 9 KHEntgG - Rüge einer Verletzung von Art 14 GG unsubstantiiert
Art 12 Abs 1 GG, Art 14 Abs 1 GG, Art 72 Abs 2 GG, Art 74 Abs 1 Nr 12 GG, Art 74 Abs 1 Nr 19a GG
Nichtannahmebeschluss: Verfassungsmäßigkeit des Rechnungsabschlags gem § 8 Abs 9 KHEntgG - Rüge einer Verletzung von Art 14 GG unsubstantiiert - Rechnungsabschlag verletzt Krankenhaus nicht in Berufsfreiheit - Zudem keine Verletzung von Art 3 Abs 1 GG
Eingriff in die Eigentumsfreiheit durch eine Preisreglementierung in Form einer unzulässigen Sonderabgabe im Bereich privatautonom vereinbarter Leistungsbeziehungen; Bundesgesetzgebungskompetenz zur Regelungen der Finanzierung der Sozialversicherung; Finanzielle Stabilisierung und Konsolidierung der gesetzlichen Krankenversicherung als vernünftige Gründe des Gemeinwohls i.R.e. Berufsausübungsregelung
SG Aachen, 12.08.2008 - S 13 (2) KR 103/07
LSG Nordrhein-Westfalen - L 11 KR 25/08 (anhängig)
LSG Nordrhein-Westfalen - L 5 KR 95/08 (anhängig)
LSG Nordrhein-Westfalen - S 5 KR 93/08 (anhängig)
NZS 2011, 500
Die Kompetenzzuweisung des Art. 74 Abs. 1 Nr. 19a GG umfasst allgemein die Entgelte für die stationäre und teilstationäre Krankenhausbehandlung (BVerfG, Beschluss vom 9. September 2010 - 1 BvR 2005/10 u.a. [ECLI:DE:BVerfG:2010:rk20100909.1bvr200510] - juris Rn. 6 m.w.N.).
Der Sanierungsbeitrag der Krankenhäuser ist auch insoweit verfassungsgemäß, als die am 30.3.2007 verkündete Vorschrift rückwirkend zum 1.1.2007 in Kraft getreten ist und deshalb auch bereits abgerechnete Behandlungsfälle erfasst (…Ergänzung zu BSG vom 20.4.2010 - B 1 KR 19/09 R = SozR 4-5562 § 8 Nr. 1 …und vom 29.4.2010 - B 3 KR 11/09 R = SozR 4-5562 § 8 Nr. 2; vgl BVerfG vom 9.9.2010 - 1 BvR 2005/10 ua = SozR 4-5562 § 8 Nr. 3).
Art. 74 Abs. 1 Nr. 19a GG umfasst die Entgelte für die stationäre wie auch teilstationäre Krankenhausbehandlung (vgl. BVerfG, B.v. 09.09.2010 - 1 BvR 2005/10 -, juris, im Sinne konkurrierender Gesetzgebung).
In its judgment E. 2006/10-253 K 2007/80 of 3 April 2007, the General Criminal Board of the Court of Cassation listed the main criteria that a criminal organisation - for the purposes of Article 220 of the Penal Code - should display.
Mit Nichtannahmebeschluss vom 9. September 2010 hat das Bundesverfassungsgericht dies bestätigt (1 BvR 2005/10 und 1 BvR 2006/10).
EGMR - 1191/08 (anhängig)
Vertragsverletzung eines Mitgliedstaats - Verordnung (EWG) Nr. 1408/71 - Art. 4 Abs. 1 Buchst. a - Verordnung (EWG) Nr. 1612/68 - Art. 7 Abs. 2 - Leistungen der deutschen Länder an Blinde, Gehörlose und Behinderte - Wohnsitzvoraussetzung
Vertragsverletzung eines Mitgliedstaats - Verordnung (EWG) Nr. 1408/71 - Art. 4 Abs. 1 Buchst. a - Verordnung (EWG) Nr. 1612/68 - Art. 7 Abs. 2 - Leistungen der deutschen Länder an Blinde, Gehörlose und Behinderte - Wohnsitzvoraussetzung“
Vertragsverletzung eines Mitgliedstaats - Leistungen der deutschen Länder an Blinde, Gehörlose und Behinderte - Wohnsitzvoraussetzung
Gewährung von Leistungen an nur in der Bundesrepublik lebende Blinde, Gehörlose und Behinderte verstößt gegen Gemeinschaftsrecht; Vertragsverletzung eines Mitgliedstaats; Gemeinschaftswidrigkeit der Wohnsitzvoraussetzung bei Leistungen der deutschen Länder an Blinde, Gehörlose und Behinderte; Europäische Kommission gegen Bundesrepublik Deutschland
VO 1612/68/EWG Art. 7 Abs. 2, VO 1408/71/EWG Art. 4 Abs. 1 Bst. a
Vertragsverletzungsverfahren, Sozialleistungen, gewöhnlicher Aufenthalt, Leistungen bei Krankheit, Gleichheitsgrundsatz, Diskriminierung, Diskriminierungsverbot, freizügigkeitsberechtigt, Arbeitnehmer, Wanderarbeitnehmer
Die europarechtliche Regelung der landesrechtlichen Leistungen für blinde, gehörlose und behinderte Menschen (Dr. Bernd Schulte)
Die europarechtliche Regelung der landesrechtlichen Leistungen für blinde, gehörlose und behinderte Menschen
Klage, eingereicht am 30. April 2010 - Europäische Kommission / Bundesrepublik Deutschland
Vertragsverletzung eines Mitgliedstaats - Verstoß gegen Art. 7 Abs. 2 der Verordnung (EWG) Nr. 1612/68 des Rates vom 15. Oktober 1968 über die Freizügigkeit der Arbeitnehmer innerhalb der Gemeinschaft (ABl. L 257, S. 2) und gegen Art. 4 Abs. 1 Buchst. a in Verbindung mit Titel III Kapitel I der Verordnung (EWG) Nr. 1408/71 des Rates vom 14. Juni 1971 zur Anwendung der Systeme der sozialen Sicherheit auf Arbeitnehmer und Selbständige sowie deren Familienangehörige, die innerhalb der Gemeinschaft zu- und abwandern (ABl. L 149, S. 2) - Nationale Regelung, die die Gewährung von Leistungen der Bundesländer an Blinde und Behinderte von der Voraussetzung abhängig macht, dass der Begünstigte seinen Wohnsitz im betreffenden Bundesland hat - In Anhang II Teil III der Verordnung (EWG) Nr. 1408/71 aufgeführte Leistungen - Begriff "beitragsunabhängige Sonderleistung"
EuGH, 27.09.2010 - C-206/10
DÖV 2011, 571
Zitierte Rechtsprechung: Urteil des EuGH vom 05.05.2011, C 206/10.
Er beruft sich auf das Urteil des Europäischen Gerichtshofs vom 5.5.2011 mit Aktenzeichen C-206/10 und ist der Ansicht, dass er auch außerhalb Bayerns einen Anspruch auf Blindengeld nach dem Bayerischen Blindengeldgesetz habe.
Aus diesem Grund hat auch das vom Kläger zitierte Urteil des EuGH vom 5.5.2011 mit dem Aktenzeichen C-206/10 für Zeiträume ab dem 1.5.2010 keine rechtlichen Auswirkungen mehr.
27 Vgl. u. a. in diesem Sinne Urteile vom 27. November 1997, Meints (…C-57/96, EU:C:1997:564, Rn. 45 und 46), vom 24. September 1998, Kommission/Frankreich (…C-35/97, EU:C:1998:431, Rn. 39), vom 11. September 2008, Petersen (…C-228/07, EU:C:2008:494, Rn. 54 und 55), sowie vom 5. Mai 2011, Kommission/Deutschland (C-206/10, EU:C:2011:283, Rn. 37 und 38).
Or, selon une jurisprudence constante de la Cour, les changements intervenus postérieurement à ce terme ne sauraient être pris en compte par cette dernière aux fins de l'appréciation de l'existence d'un manquement (voir, en ce sens, arrêts Commission/Allemagne, C-206/10, EU:C:2011:283, point 25, et Commission/Bulgarie, C-152/12, EU:C:2014:82, point 60).
Generalanwalt beim EuGH, 07.02.2013 - C-20/12
Nach Ansicht von Generalanwalt Mengozzi kann Luxemburg die Zahlung der …
34 - Urteile Bernini (Randnr. 26), vom 8. Juni 1999, Meeusen (C-337/97, Slg. 1999, I-3289, Randnr. 22), und vom 5. Mai 2011, Kommission/Deutschland (C-206/10, noch nicht in der amtlichen Sammlung veröffentlicht, Randnr. 36).
EuGH, 11.07.2013 - C-412/11
Kommission / Luxemburg - Vertragsverletzung eines Mitgliedstaats - Verkehr - …
Nach ständiger Rechtsprechung des Gerichtshofs ist das Vorliegen einer Vertragsverletzung jedoch anhand der Lage zu beurteilen, in der sich der Mitgliedstaat bei Ablauf der Frist befand, die in der mit Gründen versehenen Stellungnahme gesetzt wurde; später eingetretene Veränderungen können vom Gerichtshof nicht berücksichtigt werden (vgl. u. a. Urteile vom 18. November 2010, Kommission/Spanien, C-48/10, Randnr. 30, und vom 5. Mai 2011, Kommission/Deutschland, C-206/10, Slg. 2011, I-3573, Randnr. 25).
EuGH, 11.07.2013 - C-627/10
Kommission / Slowenien - Vertragsverletzung eines Mitgliedstaats - Verkehr - …
Nach ständiger Rechtsprechung des Gerichtshofs ist das Vorliegen einer Vertragsverletzung jedoch anhand der Lage zu beurteilen, in der sich der Mitgliedstaat bei Ablauf der Frist befand, die in der mit Gründen versehenen Stellungnahme gesetzt wurde; später eingetretene Veränderungen können vom Gerichtshof nicht berücksichtigt werden (vgl. insbesondere Urteil vom 5. Mai 2011, Kommission/Deutschland, C-206/10, Slg. 2011, I-3573, Randnr. 25 und die dort angeführte Rechtsprechung).

References: Art. 1
 Art. 12
 § 8
 § 8
 Art. 74
 § 8
 § 8
 § 8

Art. 74

EGMR 
 Art. 4
 Art. 7
 Art. 4
 Art. 7
 Art. 7
 Art. 4
 Art. 7
 Art. 4
 EuGH 
 EuGH