Source: https://schule.erzbistum-koeln.de/realschule-st-josef-honnef/schulportrait/Infos-zur-Gesamtschule/Konzept-der-Gesamtschule/index.html
Timestamp: 2018-07-21 00:24:23+00:00

Document:
Die neuzugründende Erzbischöfliche Gesamtschule St. Josef, Bad Honnef, des Erzbistums Köln (Erzb. GS St. Josef) wird auf vier Säulen stehen:
a) den für Schulen relevanten Gesetzen des Bundes und des Landes NRW gemäß § 100 Schulgesetz des Landes NRW
b) den Vorgaben des Erzbistums Köln (hier insbes. das Erzb. Schulgesetz)
c) dem christlichen Menschenbild und einer damit einhergehenden und zur Selbstständigkeit erziehenden Pädagogik
d) einer den individuellen Begabungen eines jeden einzelnen Schülers verpflichtete Didaktik
Fächer der Stundentafel
a) Fächer der Stundentafel
Die Fächer werden gemäß § 19, APO SI und Anlage 4, APO SI unterrichtet. Zusätzlich zu den Kernstunden werden die Ergänzungsstunden gemäß den Vorgaben in § 19 Abs. 3 APO SI und Anlage 4 APO SI gehalten.
Die Fächer der Fächergruppen „Naturwissenschaften“ und „künstlerisch/musischer Bereich“ werden von Beginn an fächergetrennt, die Fächer der Fächergruppen „Gesellschaftslehre“ und „Arbeitslehre“ werden fächerintegriert unterrichtet (gemäß § 4 Abs. 3 APO SI und Fußnote 1 zu Anlage 4 APO SI) .
Es wird sichergestellt, dass alle Fächer gleichberechtigt unterrichtet werden.
b) Stundenraster
Die Erzb. GS St. Josef wird gemäß § 4 Abs. 1 APO SI den Unterricht organisieren.Entsprechend dem didaktischen Konzept der Schule wird der Unterricht in einigen Fächern aus dem Bereich der Kernstunden auf Fachstunden und Zeiten selbstständigen Lernens aufgeteilt (siehe hierzu das Schema zum Ganztag).
Die Fachstunden werden in Einheiten zu je 45 Minuten gehalten, für die Zeiten des selbstständigen Lernens werden Einheiten zu je 45, 70 und 90 Minuten im Stundenplan vorgesehen.
Der Unterricht wird ergänzt durch einen morgendlichen Gemeinsamen Anfang, eine Trainings- und Beratungszeit, eine AG-Zeit und dem zweiwöchig stattfindenden Klassenrat, die dem Ganztagsbereich zugeordnet sind sowie der Schulmesse, die alternierend zum Klassenrat ebenfalls zweiwöchig für die Schülerinnen und Schüler gehalten wird.
Um die eigenständige Arbeit der Schülerinnen und Schüler zu fördern und die Individualisierung des Lernens (gemäß § 3 Abs. 1 APO SI) zu gewährleisten, werden die Schülerinnen und Schüler u.a. in bestimmten Fächern (siehe Anlage 1) die Möglichkeit erhalten, sich die Lerninhalte durch eine Form des gestützten selbstständigen Lernens anzueignen (Zeiten selbständigen Lernens).
Um ein zielgerichtetes Lernen zu gewährleisten, werden den Schülerinnen und Schülern Selbstlernmodule zur Verfügung gestellt, mit denen sie die entsprechenden Inhalte, die sich aus den Lehrplänen des Landes und den schulinternen Lehrplänen ergeben (§ 3 Abs. 7 APO SI), entsprechend ihrer Begabungen und der ihnen angemessenen Geschwindigkeiten erarbeiten können.
Begleitet werden sie von Lehrerinnen und Lehrern, die in diesen Phasen als Lernpartner bei Bedarf zur Verfügung stehen. Die Lehrerinnen und Lehrer werden Sorge tragen, dass die Schülerinnen und Schüler die Zeit des selbstständigen Lernens entsprechend nutzen und bei Bedarf sowohl fördernd als auch fordernd tätig werden.
Eine Verknüpfung mit dem Unterricht in den Fachstunden wird dem Lernfortschritt Sorge tragen und weitere Unterrichtsformen ermöglichen (Kooperative Arbeitsformen, Instruktionen, Versuche, etc.), so dass eine möglichst breite Abdeckung von Lernzugängen ermöglicht wird.
Für die Fächer, die einen Teil der zu erbringenden Stunden im Bereich des selbstständigen Lernens abdecken, wird es eine Dokumentationspflicht für jede Schülerin und jeden Schüler geben, in der die entsprechenden Lernzeiten und -inhalte erfasst werden. Dadurch wird nachvollziehbar gewährleistet, dass die Vorgaben der APO SI gemäß Anlage 4 sowie der Lehrpläne für die Gesamtschule und der schulinternen Lehrpläne erfüllt werden.
Die Erzb. GS St. Josef wird schulinterne Lehrpläne auf Grundlage der vom Land NRW vorgegebenen Lehrpläne erarbeiten, die konform den Vorgaben sein werden. Eine Vorlage der schulinternen Lehrpläne ist damit gemäß § 1 Abs. 3 Nr. 2 Buchstabe c ESchVO nicht zur Antragsstellung notwendig. Sie werden nach Ausarbeitung der oberen Schulaufsicht vorgelegt.
Individuelle Förderung / Leistungsbeurteilung / Fachleistungsdifferenzierung
Um die Schülerinnen und Schüler gemäß ihren individuellen Fähig- und Fertigkeiten zu fördern und zu fordern, wird differenziert förderndes und forderndes Material bereitgestellt. Die Schülerinnen und Schüler werden bezüglich der Auswahl des Materials kontinuierlich begleitet und beraten.
Die Leistungsbeurteilungen erfolgt gemäß den Vorgaben des § 48 Schulgesetz des Landes NRW und § 6 und §7 APO SI.
Die Schülerinnen und Schüler werden erst ab der Klasse 7 in den entsprechenden Fächern, für die dies vorgesehen ist, entsprechend den Vorgaben gemäß § 19 Abs. 4 APO SI einer der beiden Anspruchsebenen zugewiesen. Innerhalb der Anspruchsebenen wird es jeweils zwei Niveaustufen geben.
Die Erzb. GS St. Josef wird eine Ganztagsschule werden. Die Schülerinnen und Schüler werden an drei Tagen bis 15.45 Uhr unterrichtet.
Der Unterricht am Freitag wird in den unteren Jahrgängen bis 13.00 Uhr gehalten. In den oberen Jahrgängen endet der Unterricht voraussichtlich um 14.05 Uhr.
Am Montag, dem Konferenztag, wird der Unterricht um 13.00 Uhr beendet. Anschließend wird es bis 14.05 Uhr ein für die Jahrgangsstufen 5 und 6 verpflichtendes Angebot mit Arbeitsgemeinschaften geben.
b) Gemeinsamer Anfang
Der gemeinsame Anfang wird Bestandteil des Ganztagskonzeptes sein. Er soll dem Innehalten der Schülerinnen und Schüler, der gedanklichen und spirituellen Einstimmung auf den Tag und als Rahmen für die Besprechung von organisatorischen Punkten dienen.
c) Trainings- und Beratungszeit
Die Trainings- und Beratungszeit wird bezugnehmend auf den Runderlass des MSW vom 5.5.2015 die Zeit des vertiefenden Lernens und Übens und der Beratung sein. Begleitet von Lehrkräften werden die Schülerinnen und Schüler hier Gelegenheit haben, Inhalte, Fähigkeiten und Fertigkeiten individuell zu vertiefen.
Zudem werden die Schülerinnen und Schüler in Einzel-, Partner- und Gruppengesprächen zu den verschiedenen Bereichen des schulischen Lebens beraten.
Gemäß § 44 Abs. 1 SchulG wird die Beratung insbesondere auch der Information zur individuellen Lern- und Leistungsentwicklung der Schülerinnen und Schüler dienen.
d) Mittagspause / Mittagsimbiss
Für die Schülerinnen und Schüler wird mindestens an den drei Tagen, an denen der Unterricht bis 15.45 Uhr dauert, in einer 60-minütigen Pause ein vollwertiges Essen angeboten. Am Montag und Freitag wird es die Möglichkeit zur Einnahme einer kleinen Mahlzeit (Snack) geben. Die Mittagspause dient zudem der individuellen Beschäftigung und Erholung.
Das Basiskonzept finden Sie hier als Download

References: § 100
 § 19
 § 19
 § 4
 § 4
 § 3
 § 1
 § 48
 § 6
 §7
 § 19
 § 44