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Timestamp: 2018-09-19 02:13:24+00:00

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SteuLi - Ausgabe 157 vom 05.10.2006 (Themen u.a. Erster Steuerberater gibt auf)
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143 - 05.03.2006
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141 - 05.02.2006
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139 - 05.01.2006
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Online-Ausgabe Nr. 157 vom 05.10.2006
Die E-Mail-Ausgabe ging an 14.676 Empfänger
Erster Steuerberater gibt auf
Die öffentliche Verschwendung 2006 - Das Schwarzbuch
Zeitpunkt einer mittelbaren Grundstücksschenkung
Erntehelfer pauschal versteuern
Der ganz alltägliche Steuerbetrug
IFRS Trainer - das Online-Trainingsprogramm für internationale Rechnungslegung
Das elektronisches Unternehmensregister kommt
OIS III - Teststrecke Steuerrecht
Steuerkontoabfrage nun auch in Bayern
Muster der Umsatzsteuererklärung 2006
Muster der Vordrucke im Umsatzsteuer-Voranmeldungs- und -Vorauszahlungsverfahren für das Kalenderjahr 2007
Vordruck Einnahmenüberschussrechnung - "Anlage EÜR" - für 2006
Umsatzsteuer-Umrechnungskurse für den Monat September 2006
§ 15 UStG - Vorsteuerabzug bei Ausgabe von gesellschaftsrechtlichen Anteilen
Abgabenordnung - Steuerverwaltungsverfahren und finanzgerichtliches Verfahren
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Zugegeben, die gewählte Schlagzeile ist ein wenig irreführend, sie hat aber  da Sie dies gerade lesen - ihren Zweck erreicht.
Was durch die Registrierung der Domain Steuerlinks.de im Juni 1999 während meines Studium begann, endete nach den Stationen als Prüfung- bzw. Steuerberater-Assistent (09/2000 bis 04/2003) sowie der Tatigkeit als angestellter Steuerberater (04/2004 bis 09/2006) nun als Geschäftsführender Gesellschafter der im Februar 2004 von mir gegründeten Steuerlinks GmbH.
Die Steuerlinks GmbH wurde gegründet, da es einem Steuerberater nach dem Steuerberatungsgesetz nicht erlaubt ist, eine gewerbliche Tätigkeit nachzugehen. Genausowenig ist es einem Steuerberater gestattet eine Tätigkeit als Arbeitnehmer nachzugehen, es sei denn, die Art des Arbeitgebers ist in § 58 StBerG (Steuerberatungsgesetz) ausdrücklich erlaubt. Erlaubte Arbeitgeber sind z.B. Steuerberater, Wirtschaftsprüfer, Rechtsanwälten oder auch genossenschaftlichen Prüfungsverbänden.
Da die Steuerlinks GmbH nicht zu diesen erlaubten Arbeitgebern zählt, mußte ich daher zum 30.09.2006 auf meinen Titel als Steuerberater verzichten, obwohl ich gerne meinen Titel behalten hätte. Er war schließlich teuer und mit vielen Entberungen erkauft.
Was meinen Sie, halten Sie es für richtig das der Gesetzgeber diese Beschränkungen in das Steuerberatungsgesetz aufgenommen hat?
Nehmen Sie an dieser kleinen anonymen Umfrage teil und sagen Sie mir Ihre Meinung.
Das Umfrageergebnis wird im nächsten Newsletter bekannt gegeben.
Allen Steuerberater-Anwärter(innen) die vom 10. bis 12. Oktober 2006 zur diesjährigen Steuerberaterprüfung antreten:
Kopf hoch und nicht kleinkriegen lassen. Ihr schafft es.
Ich habe auch beim ersten Mal bestanden.
Herausgeber des Steuerlinks-Newsletter und
Geschäftsführender Gesellschafter der Steuerlinks GmbH
Bis Jahresende werden mehrere Neuerungen auf Steuerlinks.de und im Newsletter eingeführt. Sie werden rechtzeitig hier im Steuerlinks-Newsletter (SteuLi) informiert.
Bereiten Sie sich rechtzeitig auf die Umsatzsteuererhöhung vor!
Im kommenden Jahr erhöht sich der Steuersatz im Umsatzsteuerrecht auf 19%. Decken Sie rechtzeitig die Risiken bei der Rechnungsstellung auf und sichern Sie sich und Ihrem Unternehmen den Vorsteuerabzug.
Das Seminar Umsatzsteuerrecht spezial informiert Sie u.a. über:
Problemfelder der Umsatzsteuererhöhung
Die neue Rechnung  neue Pflichtangaben und Aufbewahrungspflichten
Der neue Vorsteuerabzug  Verschärfung von Abzugsfähigkeit und
Abziehbarkeit der Vorsteuer
Die neue Vorsteuerberichtigung
Auch dieses Jahr wurde vom Bund der Steuerzahler e.V. das Schwarzbuch Die öffentliche Verschwendung 2006 veröffentlicht. Die darin dokumentierten über 100 Fälle stehen stellvertretend für die gesamte Steuergeldverschwendung in Deutschland.
Alle Schwarzbuch-Fälle und weitere Infos
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Das Statement von BdSt-Präsident Däke als PDF
Für BdSt-Mitglieder: Das komplette Schwarzbuch als PDF
So lange die Schenkung einer Immobilie bei der Schenkungsteuer mit einem unter dem Verkehrswert liegenden Wert erfasst wird, besteht ein Anreiz zu sogenannten mittelbaren Grundstücksschenkungen. Dabei gibt der Schenker dem Bedachten Geld für den Erwerb eines Grundstücks. Die Schenkung kann auch ein zu errichtendes Gebäude einschließen. Die Schenkung wird dann nach dem Wert des geschenkten und ggf. bebauten Grundstücks bemessen. Ändern sich zwischen Schenkung des Geldes und Fertigstellung des Gebäudes die Wertverhältnisse, kommt es auf den für die Besteuerung maßgeblichen Zeitpunkt an.
Mit Urteil vom 23. August 2006 II R 16/06 entschied der Bundesfinanzhof nun, dass die mittelbare Grundstücksschenkung in dem Zeitpunkt ausgeführt ist, in dem erstmals sowohl die Fertigstellung des Gebäudes erfolgt ist als auch die Auflassung und die Eintragungsbewilligung für das Grundbuch vorliegen. In dem entschiedenen Fall hatte die Bestimmung des Zeitpunkts besonders große Bedeutung, weil im Jahr der Schenkung noch eine Bewertung mit Einheitswerten stattgefunden hätte, während die Schenkung im Zeitpunkt der Auflassung und Eintragung infolge einer Gesetzesänderung bereits mit dem in der Regel deutlich höheren sogenannten Bedarfswert zu bewerten war.
Der entschiedene Fall betraf die mittelbare Schenkung noch zu entrichtender Eigentumswohnungen. Der Grundstückskaufvertrag mit dem Dritten war im Dezember 1994 geschlossen worden. Der Schenker hatte noch 1994 das Geld zur Verfügung gestellt. Die Eigentumswohnungen waren Ende 1995 fertig gestellt, während die Auflassungserklärung sowie die Eintragungsbewilligung erst 1998 folgten. Dementsprechend urteilte der Bundesfinanzhof, die mittelbaren Grundstücksschenkungen seien erst 1998 ausgeführt worden.
Quelle: Bundesfinanzhof, 04.10.2006
Urteil vom 23. August 2006 II R 16/06
Die Rückabwicklung eines Anschaffungsgeschäfts wegen irreparabler Vertragsstörungen stellt kein steuerpflichtiges Veräußerungsgeschäft dar. Dies hat der Bundesfinanzhof (BFH) mit Urteil vom 27. Juni 2006 IX R 47/04 entschieden.
Die Steuerpflichtigen hatten von einem Bauträger eine Eigentumswohnung erworben und vermietet. Wegen Insolvenz des Bauträgers wurden sie jedoch nicht im Grundbuch eingetragen. Der Bürge des Bauträgers, eine Bank, leistete daraufhin Schadensersatz in Höhe des Kaufpreises Zug um Zug gegen Herausgabe der Wohnung.
Das Finanzamt sah in diesem Vorgang ein privates Veräußerungsgeschäft im Sinne von § 23 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 des Einkommensteuergesetzes (EStG). Obwohl der Kaufpreis und die vom Bürgen geleistete Rückzahlung gleich hoch waren, ergab sich nach dieser Vorschrift ein Veräußerungsgewinn, weil die während der Vermietungszeit zu Gunsten der Steuerpflichtigen berücksichtigten Absetzungen für Abnutzung bei der Gegenüberstellung von Anschaffungskosten und Veräußerungspreis die Anschaffungskosten verringerten.
Der BFH (wie auch zuvor das Finanzgericht) beurteilte hingegen den Vorgang als nicht steuerpflichtig. Bei privaten Veräußerungsgeschäften im Sinne von § 23 EStG handele es sich um einen gestreckten Steuertatbestand, der mit der Anschaffung eines Wirtschaftsguts beginne und mit dessen Veräußerung ende. Eine Anschaffung setze keine zivilrechtlich wirksame Eigentumsübertragung voraus, sondern dafür reiche bereits die Übertragung des wirtschaftlichen Eigentums - wie im Streitfall - aus. Hier fehle es aber an einer Veräußerung, weil sich das ursprüngliche Anschaffungsgeschäft lediglich in ein Abwicklungsverhältnis verwandelt habe. Die Herausgabe des zuvor angeschafften Wirtschaftsguts stelle hierbei keinen gesonderten marktoffenbaren Vorgang, sondern nur einen notwendigen Teilakt im Rahmen der Rückabwicklung des irreparabel gestörten Vertragsverhältnisses dar.
Urteil vom 27. Juni 2006 IX R 47/04
Für die Winzer im Land steht die Traubenlese vor der Tür. Gleichzeitig gibt es Probleme in der Land- und Forstwirtschaft genügend Saisonarbeitskräfte zu bekommen. Dazu die Frage: Wie werden die Erntehelfer richtig versteuert?
Gängige Praxis und für Winzer und Erntehelfer eine akzeptable Lösung ist laut der Oberfinanzdirektion Koblenz (OFD) die Pauschalierung der Steuer. Das bedeutet, vom Bruttoarbeitslohn, dazu gehören auch sämtliche Sachbezüge (insbesondere Unterkunft und Verpflegung), werden pauschal 5 % Lohnsteuer erhoben. Diese trägt der Winzer alleine und führt sie ans Finanzamt ab, so dass der Erntehelfer in der Regel davon gar nichts mit bekommt. Zu der Lohnsteuer wird noch Solidaritätszuschlag (pauschal 5,5 % der abgeführten Lohnsteuer) und ggf. Kirchensteuer (grundsätzlich 7 % der Lohnsteuer) erhoben. Einen Unterschied zwischen in- und ausländischen Aushilfskräften gibt es in diesem Fall übrigens nicht.
Es müssen jedoch einige Voraussetzungen erfüllt sein: Bei dem Erntehelfer darf es sich nicht um eine land- und forstwirtschaftliche Fachkraft handeln, er darf nicht mehr als 180 Tage für den Winzer arbeiten, und sein durchschnittlicher Lohn darf nicht höher als 12 Euro pro Stunde sein. Bei dem Betrieb des Winzers muss es sich um einen land- und forstwirtschaftlichen Betrieb handeln. Diese Voraussetzung ist nicht erfüllt, wenn der Betrieb als Gewerbebetrieb behandelt wird, beispielsweise ein Weingut, das in erheblichem Umfang fremde Erzeugnisse hinzukauft. In diesem Fall ist eine Pauschalierung ausgeschlossen.
Alternativ ist bei inländischen Erntehelfer auch eine Besteuerung über Lohnsteuerkarte möglich. Über eine Steuererklärung kann der Arbeitnehmer nach Ende des Jahres versuchen, entweder die ganze Steuersumme oder zumindest einen Teil davon, zurück zu erhalten. Der ausländische Erntehelfer muss statt der Lohnsteuerkarte eine Bescheinigung für beschränkt steuerpflichtige Arbeitnehmer seinem Arbeitgeber vorlegen. Diese Bescheinigung erhält er bzw. der Winzer auf Antrag bei dem Finanzamt, in dessen Bereich der Weinbaubetrieb liegt.
Quelle: Oberfinanzdirektion Koblenz, 25.09.2006
Jeder kennt sie, viele haben sie schon angewendet: Die kleinen Tricks, die Angaben in der Steuererklärung zu den eigenen Gunsten "großzügig" auszulegen, zum Beispiel in Form von höheren Kilometerangaben bei der Wegstrecke zur Arbeit oder falscher Angaben bei abzugsfähigen Werbungskosten.
Die Mitarbeiter des Finanzamtes müssen zeitaufwendig diese Angaben prüfen und eine Ablehnung dieser angegebenen Kosten im Steuerbescheid erläutern. Aber diese Prüfung ist bares Geld wert: Ein Plus von rund 40 Millionen Euro wurde allein im vergangenen Jahr im Bereich der Arbeitnehmerstellen (in der Regel Steuerbürger, die nur über Lohnsteuerkarte Einkünfte erhalten haben) von den Finanzämtern in Rheinland-Pfalz erzielt. Gelder, die ansonsten dem Staatshaushalt zum Beispiel für die Sanierung und den Bau von Straßen und öffentlichen Einrichtungen, wie Kindergärten, gefehlt hätten.
Was vielen Steuerbürgern nicht bewusst ist: Dieses Verhalten kann Konsequenzen haben. So liegt, je nach Höhe und Art der falschen Angaben ein begründeter Verdacht der Steuerhinterziehung vor, der ein Einschalten der Bußgeld- und Strafsachenstelle erforderlich macht und zu einem Bußgeld oder gar zu einer Bestrafung wegen Steuerhinterziehung führen kann.
Dieser alltägliche Steuerbetrug, so harmlos er für den Einzelnen sein mag, führt zu einem finanziellen Schaden, der eine enorme Wirkung gerade auf die Schwachen der Gesellschaft, wie Kinder, behinderte Menschen und Mittellose entfaltet, die nur mit Hilfe von staatlichen Förderungen, wie Betreuungseinrichtungen oder Zuschuss zum Lebensunterhalt oder der Gesundheitsvorsorge ein menschenwürdiges Leben führen können. Förderungen, die letztlich nur durch Steuergelder möglich sind.
Quelle: Oberfinanzdirektion Koblenz, 20.09.2006
Der IFRS Trainer von KPMG ist ein computergestütztes Trainingsprogramm, mit dem die Kenntnisse der internationalen Rechnungslegungsstandards erweitert und vertieft werden können.
Das Programm umfasst eine eigene Trainingseinheit für jeden Standard (IFRS/IAS) und die dazugehörigen Interpretationen des International Financial Reporting Interpretation Committees (IFRIC). Anhand von integrierten Beispielen und Praxisfällen kann das erlernte Wissen und Verständnis der IFRS unmittelbar angewendet werden. Zur Vertiefung der Kenntnisse werden darüber hinaus zahlreiche weiterführende Hinweise auf die Texte der Standards und Interpretationen der IFRS gegeben. Wichtige Fachbegriffe können jederzeit in einem integrierten Glossar nachgeschlagen werden.
Der IFRS Trainer wird kostenfrei von KPMG zur Verfügung gestellt. Für die Nutzung ist lediglich eine kurze Anmeldung notwendig.
IFRS-Trainer von KPMG
Der Deutsche Bundestag hat am 28.09.2006 das Gesetz über elektronische Handelsregister und Genossenschaftsregister sowie das Unternehmensregister (EHUG) beschlossen. "Das EHUG führt zu einer grundlegenden Modernisierung des Umgangs mit veröffentlichungspflichtigen Unternehmensdaten. Wir senken die Informationskosten, bauen Bürokratie ab, beschleunigen Abläufe und Existenzgründungen und geben damit der deutschen Wirtschaft einen wichtigen Innovationsschub", sagte Bundesjustizministerin Brigitte Zypries.
1. Elektronisches Handels-, Genossenschafts- und Partnerschaftsregister
Spätestens bis zum 1. Januar 2007 werden Handels-, Genossenschafts- und Partnerschaftsregister auf den elektronischen Betrieb umgestellt. Zuständig für die Führung der Register bleiben die Amtsgerichte. Um die Verwaltung der Register zu beschleunigen, können Unterlagen in Zukunft nur noch elektronisch eingereicht werden. Die Bundesländer können allerdings Übergangsfristen vorsehen, nach denen die Unterlagen bis spätestens Ende 2009 auch noch in Papierform eingereicht werden können. Aus Gründen der Rechtssicherheit bleibt für die Anmeldungen zur Eintragung eine öffentliche Beglaubigung erforderlich. Zur Beschleunigung der Eintragung ist unter anderem vorgesehen, dass über den Antrag grundsätzlich "unverzüglich" zu entscheiden ist.
Weil die Register elektronisch geführt werden, werden Handelsregistereintragungen künftig auch elektronisch bekannt gemacht - eine preiswerte und für jeden Interessenten aus dem In- und Ausland in gleicher Weise leicht zugängliche Form. Für einen Übergangszeitraum bis Ende 2008 wird die Bekanntmachung zusätzlich noch in einer Tageszeitung erfolgen.
Der Unternehmer U möchte eine GmbH gründen. Um die erforderliche Handelsregisteranmeldung zu veranlassen, geht er zum Notar N. Liegen die Anmeldung und die notwendigen Unterlagen nur in Papierform vor, überträgt N die Dokumente zunächst in ein elektronisches Format. Anschließend nimmt er die erforderlichen elektronischen Beglaubigungen vor und übermittelt die Dokumente über das elektronische Gerichtspostfach elektronisch an das zuständige Registergericht R, wo sie direkt nach Eingang bearbeitet werden können. Nach Prüfung der Anmeldung trägt R die GmbH in das elektronische Handelsregister ein. Mit der Eintragung wird zugleich die elektronische Bekanntmachung ausgelöst. Die Daten sind für jedermann online einsehbar - etwa über www.unternehmensregister.de.
2. Offenlegung der Jahresabschlüsse
Um die Veröffentlichung der Jahresabschlüsse zu erleichtern, werden für ihre zentrale Entgegennahme, Speicherung und Veröffentlichung nicht mehr die Amtsgerichte, sondern der elektronische Bundesanzeiger zuständig sein. Damit werden die Gerichte von justizfernem Verwaltungsaufwand entlastet und der elektronische Bundesanzeiger zu einem zentralen Veröffentlichungsorgan für wirtschaftsrechtliche Bekanntmachungen ausgebaut.
3. Elektronisches Unternehmensregister - www.unternehmensregister.de
Ab dem 1. Januar 2007 können unter Unternehmensregister.de wesentliche publikationspflichtige Daten eines Unternehmens online abgerufen werden.
Damit gibt es eine zentrale Internetadresse, über die alle wesentlichen Unternehmensdaten, deren Offenlegung von der Rechtsordnung vorgesehen ist, online bereit stehen ("one stop shopping"). Der Rechts- und Wirtschaftsverkehr wird künftig nicht mehr verschiedene Informationsquellen bemühen müssen, um die wesentlichen publizitätspflichtigen Angaben über ein Unternehmen zu erhalten.
Das EHUG setzt die Richtlinie 2003/58/EG zur Änderung der 1. gesellschaftsrechtlichen Richtlinie, Teile der EU-Transparenzrichtlinie 2004/109/EG sowie Beschlüsse der Regierungskommission Corporate Governance um. Es ist ferner ein Beitrag zum "small-company-act" zur Entlastung von Mittelstand und Existenzgründern.
Quelle: Bundesministerium der Justiz 28.09.2006
Das Projekt OIS III  Teststrecke Steuerrecht wurde im Jahr 2002 von der damaligen Oberfinanzdirektion München gestartet und wird vom Bayerischen Landesamt für Steuern fortgeführt. Der Name knüpft begrifflich an zwei Projekte der bayerischen Steuerverwaltung zur OrganisationsInternen Steuerung an.
Das Projekt beschäftigt sich mit dem Zustand des deutschen Steuerrechts und fragt dabei insbesondere nach den Ursachen seiner Komplexität und den Gründen für seine ständige Änderung. Projektziel ist, der gesetzgebenden Gewalt für Optimierungsüberlegungen aus der täglichen Erfahrung der Praxis gewonnene Informationen zu einzelnen Normen zur Verfügung zu stellen. Dazu sollen anhand eines standardisierten Kriterienkatalogs Aussagen zu drei wesentlichen Fragen gemacht werden:
Ist die Norm überhaupt in der Praxis vollziehbar?
Falls ja, wird damit das vom Gesetzgeber angestrebte Ziel erreicht und wenn ja, in welchem Maß (Zielerreichungsgrad)?
Welche konkreten Kosten werden durch den Vollzug der Norm verursacht?
In dem nunmehr vorliegenden 3. Durchgang (Stand September 2006) wurden folgende Normen untersucht:
§ 7g EStG Ansparabschreibungen zur Förderung kleiner und mittlerer Betriebe,
§ 35 EStG  Steuerermäßigung bei Einkünften aus Gewerbebetrieb,
§§ 9 und 21 EStG i.V.m. den Verfahrensvorschriften der §§ 85 ff AO zur Sachverhaltsermittlung,
§ 21 Abs. 2 EStG  Verbilligte Überlassung einer Wohnung
Vergangene untersuchte Normen sind auf der Homepages des Projektes zu finden.
Aktueller Projektbericht 3. Durchgang (PDF - 59 Seiten - 943 KB)
Projektseite des OIS III - Teststrecke Steuerrecht
Seit dem 1. Oktober 2006 wird nun auch in Bayern die Elster-Steuerkontoabfrage im ElsterOnline-Portal als Dienst angeboten. Bisher war dies nur für Steuerpflichtige in Berlin, Hessen und Sachsen möglich. Damit können Steuerbürger und Steuerberater, die im Besitz einer vom ElsterOnline-Portal zugelassenen Signaturkarte sind, Einsicht in ihr Steuerkonto bzw. in die Steuerkonten ihrer Mandanten nehmen.
Mehr Infos beim Bayerisches Landesamt für Steuern
Mit dem BMF-Schreiben werden die Vordruckmuster für die Abgabe der Umsatzsteuererklärung 2006 eingeführt.
BMF-Schreiben vom 21.09.2006 (PDF - 2 Seiten - 35 KB)
Muster Umsatzsteuererklärung 2006 inkl. Anleitung (PDF - 12 Seiten - 129 KB)
Mit dem BMF-Schreiben werden die Vordrucke für die Abgabe der Umsatzsteuer-Voranmeldung 2007 und dem Antrag auf Dauerfristverlängerung/Anmeldung der Sondervorauszahlung 2007 eingeführt.
BMF-Schreiben vom 22.09.2006 (PDF - 3 Seite - 37 KB)
Muster USt-Va 2007 / USt-Sonder-Vz 2007 inkl. Anleitung (PDF - 7 Seite - 96 KB)
Das BMF-Schreiben gibt die Vordruckversion 2006 der Anlage EÜR und die dazugehörige Anleitung bekannt.
BMF-Schreiben vom 21.09.2006 (PDF - 1 Seite - 32 KB)
Vordruck Anlage EÜR 2006 (PDF - 4 Seite - 203 KB)
Anleitung zum Vordruck Anlage EÜR 2006 (PDF - 6 Seite - 329KB)
Gemäß § 16 Abs. 6 Satz 1 UStG werden die Umsatzsteuer-Umrechnungskurse für den Monat September 2006 bekannt gegeben.
BMF-Schreiben vom 02.10.2006 - IV A 6 - S 7329 - 19/06 - (PDF - 2 Seite - 46 KB)
Das BMF-Schreiben nimmt zu den Fragen des Vorsteuerabzugs aus Aufwendungen, die mit der Ausgabe gesellschaftsrechtlicher Anteile gegen Bareinlage oder gegen Sacheinlage im Zusammenhang stehen, Stellung.
BMF-Schreiben vom 04.10.2006 - (PDF - 3 Seite - 59 KB)
Zum Urteil im Volltext (BFH vom 12. Juli 2006 II R 1/04)
Feststellung eines verrechenbaren Verlustes - Auslegung von Verwaltungsakten - Postlaufzeit und Wiedereinsetzung
Zum Urteil im Volltext (BFH vom 11. Juli 2006 VIII R 10/05)
Zum Urteil im Volltext (BFH vom 5. Juli 2006 II R 7/05)
Berücksichtigung des Freibetrags nach § 3 Nr. 9 EStG bei der ersten Teilzahlung einer Entschädigungszahlung
Zum Urteil im Volltext (BFH vom 28. Juni 2006 XI R 58/05)
"Aufgabeaufwendungen" als vorab entstandene Werbungskosten
Zum Urteil im Volltext (BFH vom 7. Juni 2006 IX R 45/05)
Zum Urteil im Volltext (BFH vom 13. Juli 2006 IV R 5/05)
Zuordnung von Sicherheiten zum notwendigen passiven Sonderbetriebsvermögen eines Kommanditisten
Zum Urteil im Volltext (BFH vom 27. Juni 2006 VIII R 31/04)
Zum Urteil im Volltext (BFH vom 22. Juni 2006 VI R 21/05)
Abzweigung von Einnahmen einer Gesellschaft durch einen ungetreuen Gesellschafter
Zum Urteil im Volltext (BFH vom 22. Juni 2006 IV R 56/04)
Zum Urteil im Volltext (BFH vom 31. August 2006 IV R 26/05)
Zum Urteil im Volltext (BFH vom 23. August 2006 II R 16/06)
Zum Urteil im Volltext (BFH vom 13. Juli 2006 IV R 25/05)
Zum Urteil im Volltext (BFH vom 28. Juni 2006 III R 13/06)
Zum Urteil im Volltext (BFH vom 27. Juni 2006 IX R 47/04)
Zum Urteil im Volltext (BFH vom 7. Juni 2006 IX R 4/04)
Zinszahlungen des Arbeitgebers auf ein vom Arbeitnehmer aufgenommenes Darlehen sind steuerpflichtiger Arbeitslohn
Zum Urteil im Volltext (BFH vom 4. Mai 2006 VI R 67/03)
Dieses Werk ist mehr als ein Lehrbuch. Es ist ein komprimiertes, didaktisch ausgebautes, gestaltungsorientiertes und verständliches Handbuch zum steuerlichen Verfahrensrecht.
Das Werk besticht durch sein ausgewogenes Verhältnis von Fallbeispielen und systematischem Text, seiner strikten typographischen Unterscheidung zwischen Grundwissen, Detailwissen und randständigen Feinheiten (Großdruck, Kleindruck, Fußnoten) sowie seinem durchgängigen Layout, in dem die Schlüsselworte, wie sie im Gesetz oder im Jargon der Praxis eine Rolle spielen, als Unterüberschriften herausgehoben sind.
Seit Erscheinen der 3. Auflage sind rund 25 AO-Änderungsgesetze ergangen, die es zu berücksichtigen galt. Hierzu zählen z.B. die automatisierte Kontenabfrage, die Einführung eines steuerlichen Identifikationsmerkmals, neue Aufzeichnungs- und Dokumentationspflichten bei Auslandsbeziehungen, die Steuerdaten-Übermittlungs-VO, die Steueranmeldungs-Datenübermittlungs-VO und die elektronische Steuererklärung ELSTER.
Prof. Dr. Wolfgang Jakob, Steuerberater, 4., vollständig überarbeitete Auflage 2006. XVI, 302 Seiten, C. H. Beck ISBN 3-406-55290-0
Jeder steuerliche Berater, aber auch jeder Steuerbürger, sollte über die Kontrollmethoden der Finanzbehörden informiert sein.
Dieser Ratgeber beleuchtet sämtliche Ausforschungsmöglichkeiten, die Finanzbehörden über steuerrelevante Aktivitäten deutscher Steuerbürger auf nationaler und internationaler Ebene haben.
Die wichtigste Daten- und Informationsquelle bilden die Inlandsbanken. Automatisierte Kontenabrufe sind aber lange nicht die einzige Methode der Finanzverwaltung. Unter anderem senden Rundfunkanstalten, Behörden, Notare und Versicherungen Kontrollmitteilungen. Neu ist das seit 2005 geltende Rentenbezugsmitteilungsverfahren. Schließlich ermöglichen virtuelle Spürhunde in Form ausgeklügelter Prüf- und Datensuchsoftware dem Fiskus elektronische Steuererklärungen, elektronisches Buchführungsmaterial oder das Internet als Datenquelle zu nutzen. Auch auf internationaler Ebene gibt es Mittel und Wege der Ausforschung steuerrelevanter Aktivitäten und privater Vermögensverhältnisse.
Das Thema wird mit zahlreichen Schaubilder und Übersichten verständlich aufbereitet. Umfangreiche Gestaltungsempfehlungen sorgen für den nötigen Praxisbezug.
Anton-Rudolf Götzenberger, ca. 290 Seiten - EUR 34,00 - ISBN 3-482-56951-7

References: § 15
 § 58
 § 23
 § 23

§ 7

§ 35

§ 21
 § 16
 § 3