Source: https://ra-peter-eichhorn.de/links.htm
Timestamp: 2019-06-24 22:24:24+00:00

Document:
Rechtsanwalt Eichhorn Links
www.dejure.org (Gesetze und Rechtsprechung)
www.123recht.net (Forum und Ratgeber)
www.vw-gesetz.de
vergangene Aktuelles-Meldungen (seit August 2007):
Bezahlt der Mieter die Wohngebäudeversicherung des Vermieters hat er Anspruch auf Schadensbeseitigung durch den Vermieter (BGH, Urt. v. 19.11.2014 - VIII ZR 191/13).
AGB-/Bankrecht:
Ansprüche auf Rückforderung unzulässiger Bank-Bearbeitungsentgelte aus Darlehensverträgen von 2004 bis 2011 verjähren Ende 2014 (BGH, Urt. v. 28.10.2014 - XI ZR 348/13, XI ZR17/14).
Ausgleichszahlung nach Art. 7 Fluggastrechteverordnung werden auf Minderungs- und Schadensersatzansprüche nach § 651d und § 651f BGB angerechnet (BGH, Urt. v. 30.09.2014 - X ZR 126/13).
Ankunftszeit im Sinne des Art. 7 Abs. 2 der Verordnung (EG) Nr. 261/2004 (Fluggastrechteverordnung) ist der Zeitpunkt des Öffnens der ersten Flugzeugtür, nicht bereits die Landung des Flugzeugs (EuGH, Urt. v. 04.09.2014 - C-452/13).
Kindergeld/Steuerrecht:
Rechtsbehelfsbelehrung der Familienkasse irreführend. Monatsfrist für den Einspruch läuft nicht (FG Köln Urt. v. 24.06.2014, 1 K 3876/12 [nicht rechtskräftig]).
Urlaubsanspruch ist in Form eines Abgeltungsanspruchs vererbbar (EuGH, Urt. v. 12.06.2014 - C-118/13).
Mangelbeseitigungskosten von mehr als 5 % des Kaufpreises führen in der Regel zu einem erheblichem Mangel (§ 323 Abs. 5 S. 2) und berechtigen zum Rücktritt (BGH, Urt. v. 28.05.2014 - VIII 94/13).
Bearbeitungsentgelt-Klausel in Banken-AGB bei Privatkrediten unwirksam (Urt. v. 13.05.2014 - XI ZR 405/12).
Zivilrecht/Werkvertragsrecht:
Kein Anspruch des Werkunternehmers auf Werklohn bei "Schwarzarbeit"/ Verstoß gegen § 1 Abs. 2 Nr. 2 SchwarzArbG (BGH, Urt. v. 10.04.2014 - VII 241/13).
Rechtsbehelfsbelehrung der Familienkassen irreführend. Monatsfrist für den Einspruch läuft nicht (FG Münster, Urt. v. FG Münster 09.01.2014, 3 K 742/13 KG,AO).
Eine um mindestens drei Stunden verspätete Ankunft am Zielort löst eine Ausgleichszahlung nach Art. 7 der Fluggastrechteverordnung (VO [EG] Nr. 261/2004) aus, auch wenn die Abreiseverspätung keine drei Stunden überschreitet (BGH, Urt. v. 17.09.2013 - X ZR 123/10).
Keine Mängelansprüche bei werkvertraglicher Ohne-Rechnung-Abrede / Schwarzarbeit (BGH, Urt. v. 01.08.2013 - VII ZR 6/13; OLG Schleswig, Urt. v. 21.12.2012 - 1-U 105/11).
Quotenabgeltungsklausel, deren "Berechnungsgrundlage [...] der Kostenvoranschlag eines vom Vermieter auszuwählenden Malerfachgeschäfts" ist, ist unwirksam (BGH, Urt. 29.05.2013 - VIII ZR 285/12).
Bürgschaft eines Dritten für Mietforderungen der Höhe nach nicht auf drei Monatsmieten beschränkt (BGH, Urt. v. 10.04.2013 - VIII ZR 379/12).
Unentgeltliche oder verbilligte Überlassung eines Dienstwagens an den Arbeitnehmer für die Privatnutzung ist lohnsteuerrechtlicher Vorteil, unabhängig von einer tatsächlichen privaten Nutzung (BFH, Urt. v. 21.03.2013 - VI R 31/10).
DSL-Ausfall kann ersatzfähigen Vermögensschaden darstellen (BGH, Urt. v. 24.01.2013 - III ZR 98/12).
Fiktive Einnahmen dürfen nicht als Einkommen bedarfsmindernd berücksichtigt werden (BSG, Urt. v. 29.11.2012 - B 14 AS 161/11 R).
Mieter hat - wenn der Vermieter nicht über die Nebenkosten abrechnet - nach Beendigung des Mietverhältnisses nur dann Anspruch auf Rückzahlung der Betriebskostenvorauszahlungen, wenn er während des Mietverhältnisses nicht die Möglichkeit der Zurückbehaltung hatte (BGH, Urt. v. 26.09.2012 - VIII ZR 315/11).
Absicht der Nutzung vermieteter Wohnung zu ausschließlich beruflichen Zwecken durch Vermieter stellt berechtigtes Interesse im Sinne des § 573 Abs. 1 S. 1 BGB dar und ist damit Kündigungsgrund (BGH Urt. v. 26.09.2012 - VIII ZR 330/11).
Zivilrecht/Bankrecht:
Bearbeitungsgebühren in AGB bei Verbraucherkrediten unzulässig (OLG Dresden, Urt. v. 29.09.2011 - 8 U 542/11; rechtskräftig durch Revisionsrücknahme seit 20.08.2012 [XI ZR 452/11 ]).
Zivilrecht/AGB:
Unauffällige Entgeltklausel bei üblicherweise kostenlosen Internet-Branchenverzeichnissen wird nicht Vertragsbestandteil (BGH, Urt. v. 26. Juli 2012 - VII ZR 262/11).
Zusätzliche Gebühr für Umwandlung eines Giro- in ein Pfändungsschutzkonto unzulässig (BGH, Urt. v. 13.11.2012 - XI 145/12; OLG Schleswig-Holstein, Urt. v. 26.06.2012 - 2 U 10/11).
Unterschrift auf digitalem Schreibtablett entspricht nicht der Schriftform des § 126 BGB (OLG München, Urt. v. 04.06.2012 - 19 U 771/12).
Pflichtteilsergänzungsanspruch, wenn Pflichtteilsberechtigung im Zeitpunkt des Erbfalls vorliegt (Rechtsprechungsänderung; BGH, Urt. v. 23.05.2012, Az. IV ZR 250/11).
Erhöhung Nebenkostenvorauszahlung setzt inhaltlich richtige Abrechnung voraus (BGH, Urt. v. 15.05.2012 - VIII ZR 245/11).
Verfassungsrecht/ Schulrecht (Sachsen):
Unterrichtskopien sind Lernmittel und damit gemäß Art. 102 Abs. 4 S. 1 SächsVerf unentgeltlich (Sächsisches OVG, Urt. v. 17.04.2012, Az: 2 A 520/11).
Zivil-/Bankrecht:
Kontoführungsgebühren für ein Pfändungsschutzkonto, die deutlich über den Kosten für ein normales Giro-Konto liegen, benachteiligen private Kunden unangemessen, § 307 Abs. 1 BGB (OLG Frankfurt a.M. 28.3.2012, 19 U 238/11).
Tarifvertragliche Differenzierung der Anzahl der Urlaubstage nach dem Lebensalter verstöß gegen das Diskriminierungsverbot (BAG, Urt. v. 20.03.2012 - 9 AZR 529/10).
Vertraglicher Ausschluss jeglicher zusätzlicher Vergütung von Mehrarbeit gemäß § 307 Abs. 1 S. 2 BGB unwirksam (BAG, Urt. v. 22.02.2012 - 5 AZR 765/10).
Sachverständigenkosten nur im Umfang der Haftungsquote zu ersetzen (BGH, Urt. v. 07.02.2012 - VI ZR 133/11).
Ab 1 Millionen Euro hinterzogener Steuern Freiheitsstrafe auf Bewährung nur noch bei besonders gewichtigen Milderungsgründen (BGH, Urt. v. 07.02.2012 - 1 StR 525/11).
Strafprozessrecht/Verfassungsrecht:
Polizeilich abgehörte Selbstgespräche unterliegen - als zum absolut geschützten Kernbereich der Persönlichkeit gehörend - einem verfassungsrechtlichen Beweisverwertungsverbot (BGH, Urt. 22.12.2011 - 2 StR 509/10).
Auch bei Vorführwagen ist der Kraftstoffverbrauch anzugeben, § 1 Pkw-Energieverbrauchskennzeichnungsverordnung (EnVKV) (BGH, Urt. v. 21.12.2011 - I ZR 190/10).
Leistungen eines Party-Services - der nicht lediglich Standardspeisen ohne zusätzliche Dienstleistungen - anbietet - unterliegen dem Regelumsatzsteuersatz von 19% (BFH, Urt. v. 23.11.2011 - XI R 6/08).
Rundfunkgebührenbefreihung auch bei Einkünften geringfügig oberhalb der Regelsätze gemäß SGB II / SGB XII (BVerfG, Beschl. v. 09.11.2011 - 1 BvR 665/10).
Bei Mietminderung genügt Anzeige von Darlegung eines konkreten Sachmangels, der die Tauglichkeit der Mietsache zum vertragsgemäßen Gebrauch beeinträchtigt (BGH, Beschl. v. 25.10.2011 - VIII ZR 125/11).
Verkehrsrecht/Verwaltungsrecht:
Keine Berechtigung zum Führen eines Kfz in Deutschland mit ausländischer EU-Fahrerlabnis bei Verstoß gegen Wohnsitzerfordernis (BVerwG, Urt. 25.08.2011, u.a. 3 C 25.10).
Beruflich genutzter PC im Home-Office als Zweitgerät rundfunkgebührenfrei (BVerwG, Urt. v. 17.08.2011, Az. 6 C 15.10, 45.10 und 20.11).
Fristlose Kündigung wegen Veröffentlichung von Missständen beim Arbeitgeber (Whistleblowing) verstößt gegen die europäische Menschenrechtskonvention (EGMR [Kammerentscheidung], Urt. v. 21.07.2011 - Az.: 28274/08).
Zivilprozesskosten unter bestimmten Voraussetzungen (hinreichende Erfolgsaussicht, Rechtsverfolgung nicht mutwillig) als außergewöhnliche Belastungen abzugsfähig (BFH, Urt. v. 12. 5. 2011 - VI R 41/10).
Für die Begründung einer Kündigung wegen Eigenbedarfs (§ 573 Abs. 2 Ziffer 2 BGB) genügt die Angabe der Person, die die Wohnung benötigt, und deren Interesse an der Wohnung (BGH, Urt. v. 6. Juli 2011 - VIII ZR 317/10).
Kaufrecht/Verbraucherrecht:
Zur Nachlieferung einer mangelhafte Kaufsache gehört auch der kostenlose Aus- und Einbau (EuGH Urt. v. 16.6.2011, C-65/09).
Vertragsrecht/Telekommunikationsrecht:
Sperrung eines Mobilfunktelefonanschlusses erst ab Zahlungsrückstand von mindestens 75 € rechtmäßig (BGH, 17.02.2011 - III ZR 35/10).
Einengung der Farbwahl bei Schönheitsreparaturen auf eine einzige Farbe ("weiß") bei Rückgabe der Mietsache unwirksam (BGH, Hinweisbeschl. v. 14.12.2010 - VIII ZR 198/10).
Strafrecht / Verfassungsrecht:
Kein Beweisverwertungsverbot, wenn Anfangsverdacht einer Steuerhinterziehung auf illegal beschafften Bankdaten (Liechtensteiner CD) beruht (BVerfG, Beschl. v. 09.11.2010 - 2 BvR 2101/09).
Umzug kein wichtiger Grund im Sinne des § 314 Abs. 1 S. 2, § 626 Abs. 1 BGB für Kündigung eines DSL-Laufzeit-Vertrages (BGH, Urt. v. 11.11.2010, Az. III ZR 57/10).
Öffentliches Recht / Abgabenrecht:
Internetfähige Computer sind rundfunkgebührenpflichtige (neuartige) Empfangsgeräte (BVerwG, Urt. v. 27.10.2010, Az.: u.a. 6 C 12.09).
Europarecht/ Glücksspielrecht:
Deutsches Glücksspielmonopol in seiner derzeitigen Ausgestaltung (keine systematische und kohärente Begrenzung von Glücksspielen) europrechtswidrig (EuGH, Urt. v. 08.09.2010 Rs. C-316/07 u.a.).
Zustimmungsvorbehalt der Mutter zur gemeinsamen Sorge für ein nichteheliches Kind (§ 1626a Abs. 1 Nr. 1, § 1672 Abs. 1 BGB) verstößt ohne Möglichkeit gerichtlicher Überprüfung gegen das Elternrecht des Vaters aus Art. 6 Abs. 2 GG (BVerfG, Urt. v. 03.08.2010 - 1 BvR 420/09).
Bei Widerruf eines Fernabsatzvertrages dürfen dem Verbraucher nicht die Kosten der Hinsendung auferlegt werden (BGH, Urt. v. 07.07.2010 - VIII 268/07; EuGH, Urteil v. 15.04.2010, C-511/08).
Keine Rundfunkgebührenpflicht für beruflich genutzten internetfähigen PC im Arbeitszimmer, wenn in ausschließlich privat genutzten Räumen eines Einfamilienhauses bereits Rundfunkgeräte angemeldet sind (Hessischer VGH, Urt. v. 12.04.2010 - 10 A 2910/09).
Voraussetzung der Sachmangelrechte ist auch das Ermöglichen der Untersuchung der Kaufsache durch den Verkäufer (BGH, Urt. v. 10.03.2010 - VIII 310/08).
Keine AGB-Kontrolle bei Kaufvertrag unter Verbrauchern bei freier Entscheidung über den vorformulierten Vertragstext (BGH, Urt. v. 17.02.2010 - VIII ZR 67/09).
Falsche Lackfarbe bei Kfz ist erheblicher Mangel und erhebliche Pflichtverletzung (BGH, Urt. v. 17.02.2010 - VIII ZR 70/07).
§ 622 Abs. 2 S. 2 BGB [Nichtberücksichtigung von Beschäftigungszeiten vor dem 25. Lebensjahr bei Kündigungsfristberechnung] verstößt gegen das unionsrechtliche Diskriminierungsverbot (EuGH, Urt. v. 19.01.2010, C-555/07).
Aufwendungen für gemischt veranlasste Reisen grundsätzlich aufteilbar in betrieblich/beruflich und privat; Rechtsprechungsänderung (BFH GrS, Beschl. v. 21.09.2009, GrS 1/06).
Gebrauchtwagenverkäufer muss über Erwerb von unbekanntem Zwischenhändler aufklären (BGH, Urt. v. 16.12.2009 - VIII ZR 38/09).
Flugreisende können bei einer Flugverspätung und einem Zeitverlust von mindestens drei Stunden Ausgleichszahlungen nach der Fluggastrechte-Verordnung wie bei einer Flug-Annullierung verlangen (EuGH Urt. v. 19.11.2009 - C -402/07, C-432/07).
Verbraucher- und Vertragsrecht:
Verbraucher im Sinne des § 13 BGB ist auch, wer nicht eindeutig und zweifelsfrei als Unternehmer im Rahmen seiner gewerblichen oder freiberuflichen Tätigkeit handelt (BGH, Urt. v. 30.09.2009 - VIII ZR 7/09).
Generelle Wertersatzpflicht (§ 357 Abs. 3 BGB) für die Nutzung einer im Fernabsatz erworbenen Kaufsache bis zum fristgemäßen Widerruf verstößt gegen EU-Recht (EuGH, Urt. v. 03.09.2009 - Rs. C-489/07).
Fluggäste können Rechte aus der Fluggastrechte-Verordnung ([EG] Nr. 261/2004) gegen ausländische EU-Fluggesellschaften auch am Ort des Abflugs oder am Ort der Ankuft des Flugzeugs geltend machen, Art. 5 Nr. 1 b, 2. Gedankenstrich EuGVVO (Verordnung [EG] Nr. 44/2001) (EuGH, Urt. v. 09.07.2009 - Rs. 204/08).
Basiszinssatz seit 01.07.2009: 0,12 % (http://www.bundesbank.de/presse/presse_zinssaetze.php).
Lehrerbewertung bei www.spickmich.de verstößt nicht gegen das Recht der bewerteten Lehrer auf informationelle Selbstbestimmung (BGH, Urt. v. 23.06.2009 - VI ZR 196/08).
Keine "Nichtbeförderung" gemäß Art. 4, Art. 2j Verordnung (EG) Nr. 261/2004 (Fluggastrechte-Verordnung) bei verpasstem Anschlussflug. Damit auch keine verschuldensunabhängigen Ausgleichsleistungen gemäß Art. 4 Abs. 3, Art. 7 Fluggastrechteverordnung (BGH, Urt. v. 30.04.2009, Xa ZR 78/08; Bestätigung der Urteile des OLG Frankfurt am Main vom 29.05.2008 - 16 U 39/08 und 16 U 178/07).
§ 1355 Abs. 4 Sätze 2 und 3 BGB (Beschränkung des Familiennamens auf höchstens doppelgliedrige Namen [Doppelnamen]), verfassungsgemäß (BVerfG, Urt. v. 05.05.2009 - 1 BvR 1155/03).
Online-Videorecorder verstoßen in der Regel gegen Rechte der Rundfunkunternehmen (§ 87 Abs. 1 UrhG) (BGH, Urteil v. 22.04.2009 - I ZR 216/06).
Ein Verbraucher muss keinen Wertersatz für die Nutzung einer zurückgegebenen mangelhaften Kaufsache zahlen (BGH, Urt. v. 26.11.2008 - VIII ZR 200/05, EuGH, Urt. v. 17.04.08, Rs. C-404/06).
Beratungshilferecht:
§ 2 Abs. 2 Beratungshilfegesetz (BerHG) verstößt gegen den allgemeinen Gleichbehandlungsgrundsatz des Art. 3 Abs. 1 GG soweit Beratungshilfe nicht auch im Steuerrecht (insbes. in Kindergeldsachen) gewährt wird (BVerfG, Beschl. v. 14.10.2008, 1 BvR 2310/06).
Das Fahren eines Kfz ist kein "Beisichführen" einer Waffe im Sinne des § 113 Abs. 2 Nr. 1 StGB. Eine andere Auffassung verstößt gegen das Analogieverbot, Art. 103 Abs. 2 GG, § 1 StGB (BVerfG, Beschl. v. 01.09.2008, 2 BvR 2238/07).
Verbindlichkeiten aus einem zivilrechtlich wirksamen Treuhandverhältnis oder Darlehen sind grundsätzlich vom Vermögen des Antragstellers auf Berufsausbildungsförderung (BAföG) abzuziehen (BVerwG, Urt. v. 04.09.2008, 5 C 30.07, 5 C 12.08).
Eine Ohne-Rechnung-Abrede schließt in der Regel Gewährleistungsansprüche des Auftraggebers nicht aus (BGH, Urt. v. 24.04.2008 - VII ZR 42/02, 140/07).
Die Gewerbesteuerfreiheit von Selbstständigen und Landwirten ist verfassungsgemäß. Sie verstößt nicht gegen das Gleichheitsgrundrecht (BVerfG, Beschl. v. 15.01.2008, Az.:1 BvL 2/04).
Auch einem Fahrradfahrer darf bei einer Blutalkoholkonzentration von mindestens 1,6 Promille die Fahrerlaubnis entzogen werden, wenn die Gefahr besteht, dass er auch Kraftfahrzeuge in fahruntüchtigem Zustand führt (BVerwG, Urt. 21.05.2008, Az.: 3 C 32.07).
Ein Verbraucher muss keinen Wertersatz für die Nutzung einer zurückgegebenen mangelhaften Kaufsache zahlen (EuGH, Urt. v. 17.04.08, Rs. C-404/06).
Schuldrecht:
Bei Zahlung durch Banküberweisung tritt Erfüllung erst mit der Gutschrift auf dem Konto des Gläubigers ein (EuGH, Urt. v. 03.04.2008, Rs. C-306/06).
Einjährige Abrechnungsfrist für die Betriebskostenabrechnung (§ 556 Abs. 3 Satz 2 BGB) ist Ausschlussfrist. Kein Neubeginn dieser Frist bei Anerkenntnis durch den Mieter (BGH, Urt. v. 09.04.08 - VIII ZR 84/07).
In sächsischen "Ein-Raum-Gaststätten" darf unter bestimmten Voraussetzungen vorläufig weiter geraucht werden (SächsVerfGH, Beschl. v. 27.03.2008; u.a.: 25-IV-08 [e.A.]).
Versandapotheken dürfen Arzneimittel über Drogeriemärkte als Abholstationen vertreiben (Bundesverwaltungsgericht, Urt. v. 13.03.2008 - 3 C 27.07).
Rauchen zählt in der Regel zum vertragsgemäßen Gebrauch der Mietwohnung. "Exzessives" Rauchen kann zur Schadensersatzpflicht des Mieters führen, wenn notwendige Instandsetzungsmaßnahmen über sog. Schönheitsreparaturen hinausgehen (BGH, Urt. v. 05.03.2008 - VIII ZR 37/07).
§ 173 Abs. 2 S. 2 StGB, die Strafbarkeit des Beischlafs unter leiblichen Geschwistern ist verfassungsgemäß (BVerfG, Beschl. v. 26.02.08 - 2 BvR 392/07).
Anwaltliches Berufsrecht:
Die Internetversteigerung anwaltlicher Dienstleistungen ist nicht berufsrechtswidrig (BVerfG, Beschl. v.19.01.2008 - 1 BvR 1886/06).
Der Mieter erhält seine Aufwendungen zur eigenmächtigen Beseitigung eines Mangels an der Mietsache nur dann ersetzt, wenn er den Vermieter zuvor erfolglos zur Mangelbeseitigung in angemessener Frist aufgefordert hat oder es sich um eine sofort durchzuführende Notmaßnahme (z.B. Wasserrohrbruch) handelt (BGH, Urt. v. 16.01.2008 - VIII ZR 222/06).
Ordentliche Kündigung des Vermieters wegen schuldhafter erheblicher Vertragsverletzung auch ohne vorherige Abmahnung möglich (BGH, Urt. v. 28.11.07 - VIII ZR 145/07).
Fahrzeughersteller darf Käufer für Durchrostungsgarantie an seine Vertragswerkstätten binden. Eine solche vertragliche Klausel ist nicht unangemessen (BGH, Urteil vom 12.12.2007 – VIII ZR 187/06).
Auf Drucker ist keine Urheberrechtsabgabe zu zahlen (BGH, Urteil vom<>6.12.2007 -I ZR 94/05).
Bei auf ewig angeordneter Testamentsvollstreckung gilt diese bis zum Tode des letzten innerhalb von dreißig Jahren nach dem Erbfall eingesetzten Testamentsvollstreckers (BGH, Urteil v. 5.12.2007 – IV ZR 275/06).
Steuergeheimnis steht Weitergabe von Informationen des Finanzamts über Einkünfte neben dem Arbeitslosengeld an die Arbeitsagentur nicht entgegen (BFH, Beschl. v. 04.10.2007 - VII B 110/07).
Eine unklare und unverständliche mietvertragliche Regelung einer flexiblen Abgeltungsquote für nicht fällige Schönheitsreparaturen ist unwirksam. BGH, Urt. v. 26.09.2007, VIII ZR 143/06
Der Bundesfinanzhof hat ernstliche Zweifel an der Verfassungsmäßigkeit der seit 1.1.2007 geltenden Nichtabziehbarkeit der Aufwendungen für die ersten 30 km zwischen Wohnung und Arbeitsstätte (Pendlerpauschale). BFH, Beschl. v. 23.08.2007, VI B 42/07
© Peter Eichhorn 2007 - 2019

References: Art. 7
 § 651
 § 651
 Art. 7
 § 1
 Art. 7
 § 573
 § 126
 Art. 102
 § 307
 § 307
 § 1
 § 314
 § 626
 § 1672
 Art. 6

§ 622
 § 13
 Art. 5
 Art. 4
 Art. 2
 Art. 4
 Art. 7

§ 1355

§ 2
 Art. 3
 § 113
 Art. 103
 § 1

§ 173