Source: https://de.scribd.com/document/243868636/wbf-richtlinie-01-10-2013-pdf
Timestamp: 2020-07-10 19:11:19+00:00

Document:
wbf-richtlinie_01-10-2013.pdf
sandrasuso
speichernwbf-richtlinie_01-10-2013.pdf für später speichern
[VDI 4640 Blatt 2_2001-09] -- Thermische Nutzung Des Untergrundes Erdgekoppelte Wärmepumpenanlagen
Roth&Rau Wertpapierprospekt 1166243289
Leitfaden-Solarstromspeicher
Tehnicka informacija RAUGEO
WP_Buch_web
Manual Pvsol de 0
KOPIRATI.docx
Null Energie Ha Us
toplinska_pumpa
Photovoltaik-Checkliste
Leitfaden Pv 2015
HatiCon Brochure
Erdwaerme_Grundwasserwaermepumpen
Hanwha 220 Poly
RE 2 Geothermie 2013
Pv Strom Deutschland 2013
agwrii-datenblatt_051883
Wohnbauförderungsrichtlinie
1.2 Gegenstand der Förderung
2 Voraussetzungen für die Gewährung von Förderungen
2.1 Gebäudebezogene Voraussetzungen
2.2 Personenbezogene Voraussetzungen
2.3 Gesamtbaukosten
2.4 Grundkosten
2.6 Wohnungsvergabe
3.2 Gemeinnützige Bauvereinigungen
3.3 Gemeinden
3.4 Körperschaften, Personenvereinigungen und Vermögensmassen
3.5 Befugte gewerbliche Bauträger
3.6 Juristische Personen oder eingetragene Personengesellschaften
4 Arten der Förderung
5 Förderungskredit – Neubau
5.1 Errichtung von Wohnhäusern mit Mietwohnungen
5.2 Errichtung von förderbaren Gesamtanlagen (Eigentumswohnungen)
5.3 Errichtung von Heimen
5.4 Errichtung einzelner Mietwohnungen / Einbau von Mietwohnungen
5.5 Vorhaben in nicht verdichteter Bauweise – natürliche Person
5.6 Vorhaben in verdichteter Bauweise – natürliche Person
5.7 Wohnung ohne weiteren Grundverbrauch – natürliche Person
6 Zuschüsse
6.1 Wohnbauscheck (Alternative zum Förderungskredit)
6.2 Annuitätenzuschuss für objektgeförderte Mietwohnungsanlagen
6.3 Annuitätenzuschuss für förderbare Gesamtanlagen (Eigentumswohnungen)
6.4 Annuitätenzuschuss für Alten- oder Pflegewohnheime
6.5 Zuschüsse für Kinder (für Vorhaben in nicht verdichteter Bauweise)
6.6 Wohnstarthilfe
6.7 Energiesparende und umweltfreundliche Maßnahmen
Besondere Förderungsmaßnahmen im Sinne des § 15 TWFG 1991
8.1 Erwerb von Wohnungen und Wohnhäusern (mindestens 10 Jahre alt)
8.2 Errichtung, Erwerb und sonstige Schaffung von Wohnungen für Dienstnehmer
8.3 Fertigstellung von Wohnungen
8.4 Maßnahmen der Stadt- und Dorferneuerung
8.5 Maßnahmen zur Verbesserung der Wohnsituation und des Wohnumfeldes
8.6 Sonstige Impulsförderungen
9 Kreditkonditionen
9.1 Verzinsung und Rückzahlung des Förderungskredits
9.2 Sicherstellung, Auszahlung, förderungsrechtliche Beschränkungen
9.3 Abschlag vom Förderungskredit
10.2 Einreichfristen
10.3 Förderung bei Zusammentreffen verschiedener Vorhaben
11 Einreichstellen
12 In-Kraft-Treten
Angemessene Gesamtbaukosten
Zumutbarkeitstabelle/Beihilfen
WBF-Richtlinie
Ausgabe 1.10.2013
Das Land fördert im Bundesland Tirol als Träger von Privatrechten Vorhaben des Wohnbaus und damit in Zusammenhang stehende Maßnahmen nach Maßgabe der zur Verfügung stehenden Mittel, des Wohnbe- darfes und entsprechend der Dringlichkeit der zu fördernden Vorhaben und Maßnahmen. Auf die Gewäh- rung einer Förderung besteht kein Rechtsanspruch.
Diese Wohnbauförderungsrichtlinie wurde von der Tiroler Landesregierung gemäß § 35 Tiroler Wohnbau- förderungsgesetz 1991, LGBl. Nr. 55, zuletzt geändert durch LGBl. Nr. 150/2012, am 24.09.2013 beschlos- sen.
Das Land Tirol fördert
 die Errichtung (durch Neu-, Zu-, Ein- oder Umbau) von Wohnhäusern, Wohnungen und Wohnheimen,
 den Ersterwerb von Wohnhäusern und Wohnungen,
 den Erwerb von mindestens 10 Jahre alten Wohnhäusern und Wohnungen und
 weitere Maßnahmen im Sinne des 3. Abschnittes des TWFG 1991.
Von der Förderung sind ausgeschlossen: Wohnhäuser (Eigenheime), Wohnungen und Wohnheime, die nicht zur Befriedigung des regelmäßigen Wohnbedürfnisses der Bewohner (als Hauptwohnsitz) b estimmt sind bzw. nicht dem unmittelbaren Wohnbedarf begünstigter Personen dienen (z.B. Ferien-, Vorsorgewoh- nungen, Pflegeheime ohne Wohnheimcharakter).
1.3.1 Begünstigte Person
Begünstigt ist eine Person, wenn
 sie einen dringenden Wohnbedarf und die Absicht hat, ausschließlich die für den Eigenbedarf bestimm- te, geförderte Wohnung zur Befriedigung ihres regelmäßigen Wohnbedürfnisses (als Haupt wohnsitz) zu verwenden, und
 ihr monatliches (Familien-)Einkommen die in dieser Richtlinie angeführten Beträge nicht übersteigt und das Wohnhaus (Eigenheim) oder die Wohnung für sie finanzierbar ist. Weiters muss ein Eigentums- oder Nutzungsrecht an der bisher verwendeten Wohnung und auf Verlangen des Landes auch an anderen Wohnhäusern oder Wohnungen aufgegeben werden.
1.3.2 Eigenheim
Als Eigenheim gilt ein Wohnhaus mit einer Wohnung oder mit höchstens zwei Wohnungen, wenn die Wo h- nung bzw. eine der beiden Wohnungen zur regelmäßigen Benützung durch den Eigentümer des Wohnha u- ses bestimmt ist. Als Eigenheim gilt auch ein Gebäude, das neben einer Wohnung auc h Räume mit einem anderen Verwendungszweck enthält, wobei das Gesamtausmaß dieser Räume 30 m² nicht unter- bzw. 150 m² nicht überschreiten darf. Diese Räume müssen im Regelfall in sich abgeschlossen sein und dürfen nicht als Zweitwohnsitz verwendet werden.
1.3.3 Ersterwerb
Als Ersterwerb gilt der Erwerb von Wohnhäusern oder Wohnungen, bei denen die baubehördliche Benüt - zungsbewilligung vor längstens drei Jahren vor der Einbringung des Förderungsansuchens erteilt wu rde.
Als Familie gelten miteinander verheiratete Personen mit oder ohne Kind(er) sowie Alleinerhalter mit zu- mindest einem im Haushalt lebenden Kind, für das Familienbeihilfe bezogen wird.
1.3.5 Förderbare Gesamtanlage
Als förderbare Gesamtanlage gilt eine Wohnungseigentumsanlage, die bereits im Zuge d er Einreichung als solche eingestuft wird und in der alle Wohnungen förderbar sind und gefördert werden so llen.
1.3.6 Förderbare Nutzfläche
Die förderbare Nutzfläche umfasst einen Teil der Nutzfläche und hängt von der Hau shaltsgröße ab.
förderbare Nutzfläche in m² (höchstens):
(Personenanzahl)
Förderungskredit, Wohnbauscheck
1.3.7 Nahestehende Personen
Als nahestehende Personen gelten der Ehegatte oder die Ehegattin, der eingetragene Partner oder die eingetragene Partnerin, die Kinder, die Wahlkinder, die Enkel, die Urenkel, die Eltern, die Großeltern, die Urgroßeltern, die Geschwister, Neffen und Nichten, die Stiefeltern, die Stiefkinder, die Pflegekinder, die Schwiegereltern, die Schwiegerkinder sowie jene Person mit ihren (Wahl-, Pflege-)Kindern, die mit dem Förderungswerber in einer Haushaltsgemeinschaft lebt, die in wirtschaftlicher Hinsicht mit einer Ehe ve r- gleichbar ist.
1.3.8 Nettonutzflächendichte
Als Nettonutzflächendichte gilt das zahlenmäßige Verhältnis zwischen der (Gesamt-)Nutzfläche des Vorha- bens und der Fläche des Baugrundstückes. Grundflächen mit einer Neigung von mehr als 30 Grad werden nur mit 2/3 der davon betroffenen Fläche angerechnet.
1.3.9 Normale Ausstattung
Als normale Ausstattung gilt eine Ausstattung, die bei größter Wirtschaftlichkeit des Baukostenaufwandes unter Bedachtnahme auf die Betriebs- und die Instandhaltungskosten und bei einwandfreier Ausführung nach dem jeweiligen Stand der Technik den zeitgemäßen W ohnbedürfnissen entspricht. In jeder Wohnung ist ein Abstellraum in der Größe von mindestens 1,50 m² vorzusehen, wenn im Gebäude keine andere ge- eignete Abstellmöglichkeit (z.B. durch ein Kellerabteil in üblicher Größe) vorgesehen ist. Hinsichtlich der sonstigen Ausstattung der Wohnhäuser und Wohnungen gelten grundsätzlich die Bestimmungen der Tiro- ler Bauordnung.
1.3.10 Nutzfläche
Als Nutzfläche gilt die gesamte Bodenfläche einer Wohnung (eines Eigenheimes oder gegebenenfalls e i- nes Geschäftsraumes) inklusive eines allenfalls vorhandenen Wintergartens, abzüglich der Wandstä rken und der im Verlauf der Wände befindlichen Durchbrechungen und Ausnehmungen. Bei der Berechnung der Nutzfläche sind Keller- und Dachbodenräume, soweit sie nach ihrer Ausstattung nicht für Wo hn- oder Ge- schäftszwecke geeignet sind, Treppen, offene Balkone, Loggien, Terrassen sowie für landwirtschaftliche oder gewerbliche Zwecke spezifisch ausgestattete Räume innerhalb einer Wohnung nicht zu berücksicht i-
gen. Solche Räume (für gewerbliche Zwecke oder der Tätigkeit eines selbstständigen Zivilingenieurs usw.) werden nicht zur Nutzfläche gerechnet, wenn sie zur Ausübung der beruflichen Tätigkeit des Förderung s- werbers oder nahestehender Personen, die im Haushalt des Förderungswerbers leben, bestimmt sind. Bodenflächen, über denen die Raumhöhe weniger als 1,50 m beträgt, wie bei schrägen Decken, Nischen, Stiegen udgl. zählen genauso nicht zur Nutzfläche wie Bastelräume, Hobbyräume udgl., wenn z.B. deren technische Ausstattung und Belichtung einem Keller- oder Dachbodenraum entspricht. Die Nutzfläche wird nach den der Baubewilligung zugrunde liegenden Unterlagen berechnet, außer das tatsäc hliche Ausmaß weicht um mehr als 3 v.H. davon ab.
1.3.11 Wohnhaus
Als Wohnhaus gilt ein Gebäude mit einer oder mehreren Wohnungen.
1.3.12 Wohnheim
Als Wohnheim gilt ein zur Befriedigung des regelmäßigen Wohnbedürfnisses seiner Bewohner bestimmtes und normal ausgestattetes Heim, das neben den Wohn- oder Schlafräumen auch sonstige, dem Heim- zweck dienende Räume, wie beispielsweise Gemeinschaftsräume (gemeinsame Küchen, Speise-, Aufent- haltsräume usw.), Personalräume und zur vorübergehenden Unterbringung von Hei mbewohnern bestimmte Krankenräume, enthält. Ein Wohnheim, das auf Dauer zur Unterbringung alter Menschen bestimmt ist, muss überdies so ausgestattet sein, dass die allenfalls erforderliche Pflege der Bewohner zweckmäßig durchgeführt werden kann. Ein Wohnheim kann auch als Teil eines Wohnhauses errichtet we rden.
1.3.13 Wohnung
Als Wohnung gilt eine zur ganzjährigen Benützung (als Hauptwohnsitz) bestimmte, baulich in sich abge- schlossene und normal ausgestattete Wohnung, die mindestens aus einem Zimmer, einer Küche (Koch - nische), einem Vorraum, einem WC, einem Bad oder einer Dusche und einem Abstellraum innerhalb oder außerhalb der Wohnung besteht und deren Nutzfläche mindestens 30 m² und höchstens 150 m² beträgt. Bei Wohnungen in einem Gebäude, das zu einem land- oder forstwirtschaftlichen Betrieb gehört oder das dem Denkmalschutzgesetz oder dem Tiroler Stadt- und Ortsbildschutzgesetz 2003 unterliegt oder dessen Erhaltung der Bewahrung eines erhaltenswerten Orts- oder Straßenbildes dient, kann das Erfordernis der baulichen Abgeschlossenheit in begründeten Fällen entfallen und darf die Nutzfläche, wenn es die beso n- dere bauliche Gestaltung des Wohnhauses bedingt, mehr als 150 m² betragen. Bei der Errichtung von landwirtschaftlichen Hofstellen, deren Erhaltung für das Gepräge des Orts - und Landschaftsbildes von Bedeutung ist, gilt bezüglich der Nutzflächenberechnung eine Sonde rregelung.
1.3.14 Verdichtete Bauweise
Wohnhäuser (Eigenheime) und Wohnungen sind in verdichteter Bauweise errichtet, wenn sie (unter Zu- grundelegung zusammenhängender Abschnitte) Teil einer Anlage sind und der Grundstücksanteil (Grun d- verbrauch) pro Wohnung, die zur Befriedigung eines regelmäßigen Wohnbedürfnisses bestimmt ist, höchs- tens 400 m² beträgt.
1.3.15 Sollzinssatz
Sollzinssatz ist der als variabler periodischer Prozentsatz ausgedrückte Zinssatz, der auf jährlicher Basis auf die in Anspruch genommenen Kreditauszahlungsbeträge angewa ndt wird.
1.3.16 Innovative klimarelevante Systeme
Folgende Heizungs- und Warmwasserbereitungssysteme gelten als innovative klimarelevante Systeme:
a) Systeme auf Basis erneuerbarer Energien unter Berücksichtigung möglichst hoher Effizienzstandards; Heizungssysteme auf Basis emissionsarmer, biogener Brennstoffe sind nach Möglichkeit mit therm i- schen Solaranlagen zu kombinieren.
b) Elektrisch betriebene Heizungswärmepumpensysteme mit einer Jahresarbeitszahl von zumindest 4, wobei nach Möglichkeit eine Kombination mit Solaranlagen zu erfolgen hat.
c) Fernwärme aus hocheffizienten Kraft-Wärme-Koppelungs-Anlagen im Sinne der Richtlinie 2004/8/EG über die Förderung einer am Nutzwärmebedarf orientierten Kraft -Wärme-Kopplung im Energiebinnen- markt, ABl. Nr. L 52, S. 50, und sonstige Abwärme, die andernfalls ungenutzt bleibt.
d) Fernwärme mit einem Anteil erneuerbarer Energie von zumindest 80 %.
e) Erdgas-Brennwert-Anlagen in Kombination mit thermischen Solaranlagen, soweit keine Fernwärmean - schlussmöglichkeit gegeben ist oder aus Gründen der Luftreinhaltung oder aufgrund mangelnder Zulie- ferungs- oder Lagerungsmöglichkeiten der Einsatz biogener Brennstoffe nicht möglich oder wirtschaf t- lich nicht zumutbar ist. Der Anteil der solaren Erträge soll dabei optimiert werden. Sollte mangels Son- neneinstrahlung die Errichtung von thermischen Solaranlagen nicht möglich oder wirtschaftlich nicht zumutbar sein, so kann von dieser Kombination Abstand genommen werden. Zu geringe Sonnenein- strahlung ist dann gegeben, wenn
 an einem Standort am 21. April weniger als 6 Sonnenstunden (Tagessonnensumme ohne Reduktion durch witterungsbedingte Einflüsse und lokale Abschattungen) herrschen oder
 die abgegebene Wärmeenergie pro Quadratmeter Kollektor-Aperturfläche und Jahr weniger als 200 kWh beträgt. Die Beurteilung erfolgt anhand des in Abhängigkeit von den Standortgegebenheiten optimalen Standard-Kollektors bei optimaler Dimensionierung und Anbringung.
Der Ausnahmetatbestand der zu geringen Sonneneinstrahlung und der wirtschaftlichen Unzumutbarkeit kann bei allen verpflichtenden Kombinationen von Heizsystemen mit Solaranlagen angewendet werden.
f) Andere Technologien und Energieversorgungssysteme, soweit diese im Vergleich zu den in lit. b und e angeführten Systemen zu geringeren Treibhausgasemissionen führen.
2.1.1 Allgemeine Voraussetzungen
 Die Gesamtkosten (Gesamtbaukosten und Grundkosten) müssen angemessen sein (inklusive WGG- Rücklage, Pauschalsatz zur Risikoabgeltung).
 Die zu fördernden Wohnhäuser, Wohnungen und Wohnheime müssen in normaler Ausstattung ausge- führt werden. Hinsichtlich der Anforderungen an den Wärmeschutz wird auf Punkt 2.1. 2 verwiesen.
 Das zu fördernde Gebäude muss ausreichend gegen Brandschaden versichert sein.
 Es dürfen ausschließlich Baumaterialien verwendet werden, welche im Verlauf des Lebenszyklus keine klimaschädigenden halogenierten Gase (z.B. FKW, FCKW, HFKW, HFCKW oder SF6) in die Atmosphä- re freisetzen. Bei objektgeförderten Gebäuden ist der Verzicht auf die Verwend ung derartiger Stoffe in den Ausschreibungen zu verlangen.
 Allfällige Werbe- bzw. Informationsmaßnahmen von Bauträgern dürfen nicht aus Wohnbauförderungs - mitteln oder von den Wohnungsbenutzern im Zuge der Endabrechnung bezahlt werden. Für erforder - liche Werbe- und Informationsmaßnahmen darf zudem nur ein Betrag von höchstens 3% 0 der Gesamt- baukosten der einzelnen Objekte, maximal jedoch EUR 11.000,-- vorgesehen werden.
 Ein Wohnheim wird nur dann gefördert, wenn ein ordnungsgemäßer und wirtschaftlich gesiche rter Be- trieb des Wohnheimes erwartet werden kann.
 Wohnhäuser mit mehr als 75 Wohnungen werden nur in Ausnahmefällen gefördert.
 Der Förderungswerber darf im Zusammenhang mit dem Erwerb des Grundstückes nicht die Verpflich - tung übernommen haben, bei der Planung oder Ausführung des zu fördernden Vorhabens oder bei Rechtsgeschäften über dieses Vorhaben die Leistungen einer bestimmten Person in Anspruch zu neh - men. Dies gilt nicht für Leistungen für die Planung von einer Anlage mit mehreren Wohnhäusern in ver - dichteter Bauweise.
 Das Land kann eine Überprüfung der (Kauf-, Anwartschafts- und Wohnungseigentums-)Verträge vor- nehmen (lassen). Der Bauträger muss die erforderlichen Gewerbeberechtigungen haben und auf Ve r- langen des Landes vorlegen.
 Bei Errichtung von objektgeförderten Vorhaben hat der Förderungswerber zwecks Darstellung des für die Errichtung des Gebäudes erforderlichen Mittelflusses ein gesondertes (zumindest buchhalter isches) Konto zu führen und sämtliche Zahlungen über dieses Konto abzuwickeln.
 Die Gestaltung des Vorhabens muss zeitgemäßen Wohnbedürfnissen und einer qualitätsvollen Arch i- tektur entsprechen. Zur Sicherung einer solchen Architektur kann bei objektgeförderten Bauvorha ben die Gewährung einer Förderung von der Durchführung eines Architekt urwettbewerbs im Sinne der Re- gelung der Wohnbauförderung abhängig gemacht werden.
 Bei der Ausführung von Vorhaben, die von gemeinnützigen Bauvereinigungen, Gemeinden, Gemeind e- verbänden oder sonstigen befugten Bauträgern errichtet werden, ist auf dem Baugrund stück mit einer Tafel darauf hinzuweisen, dass für das Vorhaben eine Förderung des Landes T irol gewährt wird.
2.1.2 Heizwärmebedarf
Für das zu fördernde Objekt ist eine Heizwärmebedarfsberechnung vorzulegen. Eine Förderung darf nur gewährt werden, wenn folgender maximal zulässige jährliche Heizwärmebedarf pro m² konditionierter Bru t- to-Grundfläche (HWB BGF ) in Abhängigkeit der Geometrie [charakteristische Länge lc = 1/(A/V)] und bezo- gen auf das Referenzklima gemäß OIB-Leitfaden (Heizgradtagzahl: 3.400 Kd/a) eingehalten wird. Der HWB ist abhängig von der charakteristischen Länge des Gebäudes und ist zwischen den Werten linear zu interpolieren.
HWB BGF,RK in kWh/m².a
A/V – Verhältnis ≥ 0,8
A/V – Verhältnis ≤ 0,2
Die Berechnung des Heizwärmebedarfes hat grundsätzlich nach den Bestimmungen der TBO 2011 i.d.g.F. zu erfolgen. Bei Gebäuden mit einer Wohnraumlüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung ist eine Redukt i- on des HWB um 8 kWh/m².a nicht erforderlich.
Für die Gewährung der Erwerbsförderung (mindestens 10 Jahre alte Wohnungen und Wohnhäuser) ist das Vorliegen einer Heizwärmebedarfsberechnung keine Förderungsvoraussetzung. In begründeten Fällen (historische oder denkmalgeschützte Gebäude) kann von der Einhaltung der Mindestanforderungen an den Wärmeschutz (HWB) Abstand genommen werden.
2.1.3 Haustechnik – Energieversorgung
 Der Einsatz innovativer klimarelevanter Systeme (siehe Punkt 1.3.16) ist bei Errichtung von Hei- zungs- und Warmwasserbereitstellungssystemen Voraussetzung für die Gewährung einer Fö rderung.
 Die Errichtung einer Biomasseheizung als alleiniges Heizsystem (z.B. Hackschnitzel-, Pelletsheizung, Holzvergaserkessel mit Pufferspeicher) ist förderbar. Für Kleinfeuerungsanlagen (Brennstoffwärme- leistung ≤ 400 kW) müssen folgende Parameter (bei Nennlast) eingehalten werden:
 Wirkungsgrad: mindestens 85 %
 Emissionsgrenzwerte in mg/MJ:
Heizkessel, Raumheizung
mit automatischer Beschickung:
 Heizkessel, Pellets
 Heizkessel, Hackgut
 Raumheizung
mit händischer Beschickung:
 Heizkessel
Anmerkung: Staub und NOx werden entsprechend der ÖNORM EN 303-5 beurteilt.
Für ortsfest gesetzte Grund- oder Speicheröfen in Form von Einzelöfen oder als Zentralheizung sind obige Emissionsgrenzwerte nicht maßgeblich. Der Wirkungsgrad von 85 % ist über die Kachelofenrichtlinie zu erbringen.
 Eine elektrisch betriebene Wärmepumpe für Heizzwecke mit Wärmequelle Erdreich oder Grundwas- ser (Hauptheizung mit Niedertemperaturverteilung unter 35°C) gilt als innovatives klimarelevantes Sy s- tem, wenn die Jahresarbeitszahl ≥ 4 beträgt. Der Nachweis der Jahresarbeitszahl für den Heizbetrieb ist mittels Programm „JAZcalc“ zu erbringen. Das Berechnungsprogramm ist unter http://www.tirol.gv.at/wohnbau abrufbar. Die Wärmepumpe ist mit Wärmemengen- und Stromzähler auszustatten, die fachgerechte Ausführung ist mittels Abnahmeformular (F 87) zu bestätigen.
 Eine Wärmepumpe für Heizzwecke mit Wärmequelle Luft (Hauptheizung mit Niedertemperaturvertei- lung unter 35°C) gilt als innovatives klimarelevantes System, wenn diese in einem Gebäude mit einer Nutzfläche von maximal 300 m² installiert wird und ein Heizwärmebedarf von maximal 25 kWh/m²a ge- geben ist. Die Wärmepumpe ist mit Wärmemengen- und Stromzähler auszustatten, die fachgerechte Ausführung ist mittels Abnahmeformular (F 87) zu bestätigen.
 Der Einsatz von Heizungssystemen auf Basis der Öl-Brennwerttechnik ist für Ansuchen bis 01.04.2014 zulässig. Eine Kombination mit einer thermischen Solaranlage ist erforderlich. Sollte mangels Sonneneinstrahlung die Errichtung einer thermischen Solaranlage nicht möglich oder wirtschaftlich nicht zumutbar sein, so kann von dieser Kombination Abstand genommen werde n.
 Eine Komfortlüftung mit Wärmerückgewinnung ist im Rahmen der Zusatzförderung förderbar, wenn
eine Zu- und Abluftanlage mit einem zentralen, dezentralen oder wohnungsweisen Lüftungsgerät (keine Einzellüfter) mit Wärmerückgewinnung installiert wird und dabei folgende Kriterien erfüllt werden:
 Luftdichte Gebäudehülle:
Blower Door Test; n50 lt. ÖNORM 13829
Luftwechsel Gebäude HWBBGF > 10 kWh/m².a
≤ 1,0 1/h
Luftwechsel Gebäude HWBBGF ≤ 10 kWh/m².a (Passivhaus) ≤ 0,6 1/h
 Effizienzkriterien:
Luftmengenspezifische elektrische Leistungsaufnahme ≤ 0,45 W/(m³h)
Wärmebereitstellungsgrad > 75 % nach PHI-Messverfahren (PHI = Passivhausinstitut) oder > 70 % nach EN 13141-7 oder > 84% nach DIBt-Verfahren (DIBt = Deutsches Institut für Bautechnik)
 Komfortkriterien:
Luftmengen lt. ÖNORM H 6038 an den Bedarf angepasst
Schallpegel < 25 dB(A)
Außenluftfilter mindestens F7, Abluftfilter mindestens G4 nach DIN EN 779
Zulufttemperatur > 17°C
Die fachgerechte Ausführung der Anlage ist mittels Abnahmeformular (F 88) zu bestätigen. Eine Liste der förderbaren Komfortlüftungsanlagen ist unter http://www.komfortlüftung.at abrufbar.
 Für Solaranlagen für die Warmwasserbereitung und Heizung sind nur Kollektoren förderbar, für die eine Produktzertifizierung einer anerkannten Prüfstelle nach der „Solar -Keymark“-Richtlinie oder dem „Austria Solar“ Gütesiegel vorliegt. Eine Liste von geprüften Kollektor typen ist unter http://www.solarkeymark.org abrufbar. Pro Quadratmeter Kollektor-Aperturfläche sind 50 Liter Spei- cherinhalt vorzusehen. Die Solaranlage ist mit Wärmemengenzähler auszustatten, die fachgerechte Ausführung ist mittels Abnahmeformular (F 89) zu bestätigen.
2.2.1 Allgemeine Voraussetzungen
Der Förderungswerber muss Eigentümer des Baugrundstückes oder Bauberechtigter sein, wobei das Bau- recht auf mindestens 50 Jahre bestellt sein muss.
Einer natürlichen Person wird eine Förderung nur gewährt, wenn sie
 eigenberechtigt ist und die österreichische Staatsbürgerschaft besitzt bzw. im Sinne des § 17 a TWFG 1991 österreichischen Staatsbürgern gleichgestellt ist,
 ihr Eigentums- oder Nutzungsrecht an der bisher zur Befriedigung des Wohnbedürfnisses verwendeten Wohnung binnen sechs Monaten nach Bezug der geförderten Wohnung aufgibt ,
 ihr Eigentums- oder Nutzungsrecht – auf Verlangen des Landes – auch an anderen Wohnhäusern oder Wohnungen innerhalb einer angemessenen Frist aufgibt,
 im Zeitpunkt der Einbringung des Förderungsansuchens oder der Erteilung der Zusicherung eine b e- günstigte Person ist.
Diese personenbezogenen Voraussetzungen gelten auch für sonstige Nutzungsberechtigte (z. B. für nahe- stehende Personen) von geförderten Wohnungen. Geförderte Wohnungen dürfen nur an begünstigte Per- sonen übertragen oder – vorbehaltlich der Zustimmung des Landes – vermietet werden.
Vom Erfordernis der Eigenberechtigung kann aus dringenden sozialen Gründen abgesehen werden.
Eine Förderung wird nur gewährt, wenn das Land mit Zustimmung des Förderungswerbers in Verbindung mit der Einreichung eines Ansuchens oder der Abwicklung eines Vorhabens auch die Stellun gnahme der jeweiligen Gemeinde oder Auskünfte anderer Institutionen (u.a. auch Auskünfte üb er das Einkommen bei der Finanzbehörde) einholen und erhalten kann.
2.2.2 Einkommensgrenzen
Eine Förderung wird grundsätzlich nur gewährt, wenn das monatliche (Familien -)Einkommen (1/12 des jährlichen Familieneinkommens laut Berechnung im Sinne dieser Richtlinie ) des jeweiligen Wohnungsinha- bers je nach Größe des Haushaltes die nachstehend angeführten Einkommensgrenzen nicht übersteigt.
Einkommensobergrenze (EUR)
2.400,--
4.600,--
+ 300,--
Werden die Einkommensgrenzen überschritten, wird die Förderung für subjektgeförderte Bauvorhaben und für Vorhaben nach Punkt 8.1 (Erwerb von Wohnungen und Wohnhäusern) und Punkt 8.3 (Fertigste llung von Wohnungen) dieser Richtlinie für jeweils begonnene € 100,--, um welche die festgelegte Einkommens- grenze überschritten wird, um 25 % gekürzt. Allfällige Zuschüsse für energiesparende und umweltfreundli-
chen Maßnahmen sind von dieser Förderungskürzung nicht umfasst und können (als Zusatzförderung) in ungekürzter Höhe gewährt werden.
2.2.3 Sonderregelungen Einkommensgrenzen
 Ehegatten bzw. Lebensgefährten wird eine Förderung auch dann gewährt, wenn jeder Ehegatte bzw. Lebensgefährte für sich alleine die Einkommensobergrenze für eine Person nicht überschre itet.
 Bei geförderten Mietwohnungen, die in das Wohnungseigentum des bereits ursprünglich vom Land als förderungswürdig eingestuften Mieters übertragen werden, kann eine nochmalige Überprüfung der Fö r- derungswürdigkeit zum Zeitpunkt der Übertragung unterbleiben.
 Bei Personen, die nachweislich ihre bisher benutzte kostengünstige, geförderte Mietwohnung zu Guns- ten anderer förderungswürdiger Personen aufgeben, kann bei Zuteilung einer neuen geförderten Woh- nung von der Einhaltung der Einkommensobergrenze abgesehen werden.
2.2.4 Einkommensberechnung
2.2.4.1 Arbeitnehmer - Lohnsteuerpflicht
Jahres-Bruttobezüge ohne Familienbeihilfe
 Werbungskosten (z.B. Sozialversicherung, Kammerumlage, jedoch ohne Werbungskostenpausch ale)
 außergewöhnliche Belastungen
 Freibeträge für Inhaber von Amtsbescheinigungen, Opferausweisen und für Landarbeiter
 Lohnsteuer
2.2.4.2 Selbständige - Einkommensteuerveranlagung
 der bei der Einkommensermittlung abgezogenen steuerfreien Beträge des Gewinnfreibetrages, des Werbungskostenpauschales, der Sonderausgaben, des Veranlagungsfreibetr ages usw. laut TWFG 1991
 gewinnerhöhend aufgelöste Beträge eines Gewinnfreibetrages und der
 Einkommenssteuer
2.2.4.3 Land- und Forstwirte
Bei Land- und Forstwirten wird das Einkommen unter Zugrundelegung des bei der Beitragsbemessung in der bäuerlichen Sozialversicherung vorgesehenen Prozentsatzes des Einheitswertes sowie unter Berüc k- sichtigung eines Pauschalbetrages von EUR 360,-- monatlich zur Erfassung der in solchen Betrieben übli- chen Einnahmen berechnet.
2.2.4.4 Bei der Einkommensberechnung zu berücksichtigen sind
 gerichtlich oder vom Land anerkannte, vertraglich festgesetzte Unterhaltsleistungen, die dem Förd e- rungswerber (Mieter) oder dessen Gattin (Lebensgefährtin) zufließen od er von diesen Personen zu zah- len sind,
 steuerfreie Bezüge (z.B. Wochengeld, Kinderbetreuungsgeld, Arbeitslosengeld, Notstandshilfe),
 ein angemessener Anteil sonstiger Einnahmen (z.B. Grundsicherung, Sozialhilfe).
 Neben dem Einkommen des Förderungswerbers (der Förderungswerberin, des Wohnungsinhabers) und der Ehegattin bzw. Lebensgefährtin (des Ehegatten bzw. Lebensgefährten) wird an Stelle des Ei nkom- mens für die weiteren im gleichen Haushalt lebenden Personen, für die keine Familienbeihilfe bezogen
wird (z.B. für volljährige ledige Kinder), der nach § 5 Abs. 2 lit. b Tiroler Mindestsicherungsgesetz (TMSG) geltende Mindestsatz als Einkommen berücksichtigt. Dieser Mindestsatz richtet sich nach dem für die Einkommensermittlung maßgebenden Jahr. Leben mehrere Haushalte in einer Wohnung, ist das (Familien-)Einkommen für jeden Haushalt getrennt zu ermitteln. Lehrlingsentschädigungen zählen nicht zum (Familien-)Einkommen.
 Bei der Gewährung einer Beihilfe wird ein Drittel des nachgewiesenen Einkommens dieser weite ren im gleichen Haushalt lebenden Personen, zumindest jedoch der angeführte Mindestsatz des TMSG bei der Ermittlung des (Familien-)Einkommens berücksichtigt.
2.2.5 Einkommensnachweis
Bei einer Förderung von Vorhaben in nicht verdichteter Bauweise (Eigenheimen) , der Erwerbs- und der Fertigstellungsförderung hat der Nachweis des (Familien-)Einkommens im Regelfall im Erklärungsweg (durch wahrheitsgetreue, betragsmäßige Einstufung des Einkommens durch d en Förderungswerber im Ansuchen) zu erfolgen.
Das Einkommen ist dann konkret nachzuweisen, wenn dies vom Land ausdrücklich verlangt wird oder wenn es sich um die Förderung von Vorhaben in verdichteter Bauweise sowie um die Gewä hrung von Bei- hilfen handelt. Nicht wahrheitsgetreue Angaben zum Einkommen werden strafrechtlich geahndet.
Das (Familien-)Einkommen ist - soweit nicht eine Einstufung im Erklärungsweg erfolgen kann - wie folgt nachzuweisen:
a) Arbeitnehmer
Das (Familien-)Einkommen ist durch Vorlage einer Lohnsteuerbescheinigung oder eines Lohnzettels für das der Einbringung des Ansuchens vorangegangene Kalenderjahr nachzuweisen; zugleich ist eine Erklä- rung über allfällige Einkünfte im Ausland abzugeben. Sollte bis Februar eines Jahres der Lohnzettel für das vorangegangene Kalenderjahr noch nicht vorgelegt werden können, kann vom Lohnzettel des Vorjahres ausgegangen werden.
b) Selbständige
Das (Familien-)Einkommen ist durch Vorlage des Einkommensteuerbescheides für das letzte veranlagte Kalenderjahr nachzuweisen; bezieht eine solche Person auch Einkünfte aus nicht selbständiger Tätigkeit, so ist auch der Nachweis nach lit. a vorzulegen;
c) Land- und Forstwirte
Das (Familien-)Einkommen ist durch Vorlage des Einheitswertbescheides und allfälliger sonstiger Ei n- kommensnachweise nachzuweisen.
2.2.6 Einkommensnachweise – besondere Bestimmungen
Zur Ermittlung der regelmäßigen bzw. realistisch erscheinenden Einkommensverhältnisse können vom Land erforderlichenfalls noch weitere Nachweise wie z.B. eine Erklärung mit Angabe eines glaubhaften Einkommens verlangt und allenfalls auch die jeweils geltenden Mindestsätze gem. § 5 (2) Tiroler Mindes t- sicherungsgesetz bei der Einkommensberechnung zugrunde gelegt werden.
Wenn Förderungswerber (Wohnungsinhaber) nicht für den gesamten für die Ermittlung des Einkommens maßgeblichen Zeitraum ein Einkommen nachweisen können, kann das Einkommen unter Zugrundelegung des nachgewiesenen Zeitraumes berechnet bzw. geschätzt werden. Bei der Berechnung einkommensabhängiger Förderungen (z.B. Wohnstarthilfen, Beihilfen) kann das Ei n- kommen der letzten 3 Jahre nicht zugrunde gelegt werden. Die Berücksichtigung des Einkommens der letzten 3 Monate ist nur möglich, wenn es sich um ein kontinuierliches Einkommen ha ndelt.
2.2.7 Überprüfung der Einkommens- und Familienverhältnisse
Eine Förderung erfolgt nur, wenn der Förderungswerber (die natürliche Person) einer Überprüfung der Ein-
kommens- und Familienverhältnisse während der Laufzeit der Förderung zustimmt und über Verla ngen des Landes auch die erforderlichen Unterlagen vorlegt. Bei Überschreiten der in der jeweiligen Wohnbauförderungsrichtlinie festgelegten Einkommensobergrenzen kann das Land die Einstellung der Zuschüsse oder Beihilfen bzw. eine Rückzahlung des gewährten Förde- rungskredits unter Zugrundelegung des höchsten Annuitätensatzes verf ügen.
Die Gesamtbaukosten umfassen:
 die Kosten der Errichtung eines Wohnhauses, einer Wohnung oder eines Wohnheimes unter Einbe - ziehung allfälliger Dienstwohnungen für Hausbesorger, jedoch unter Ausschluss von Räumen, die für landwirtschaftliche oder gewerbliche Zwecke ausgestattet sind,
 die Kosten der Errichtung von zu fördernden Geschäftsräumen,
 die Kosten der Errichtung von Räumen und Anlagen, die zur allgemeinen B enützung durch die Be- wohner bestimmt sind,
 die Kosten der Errichtung von Stellplätzen und Garagen,
 die Kosten der Errichtung von Schutzräumen,
 die Kosten der Errichtung des Gehsteiges,
 die Kosten eines im Zuge der Bauführung (Umbau) erforderlichen Abbruches,
 den Wert eines bei der Bauführung verwendeten Altbestandes, sofern dieser Wert im Vergleich zu den Gesamtbaukosten geringfügig ist,
 die Anschlussgebühren und die Aufschließungskosten innerhalb des Baugrundstückes sowie Erschli e- ßungsbeiträge laut TVAG 2011,
 die Kosten der erforderlichen Bauplanung, Bauleitung, Bauverwaltung sowie Bauarbeitenkoordin ation,
 die zur Finanzierung des jeweiligen Vorhabens erforderlichen Kosten,
 die Umsatzsteuer, soweit sie nicht als Vorsteuer abgezogen werden kann.
Bei der Ermittlung der Gesamtbaukosten wird von den Kosten einer normalen Ausstattung bei Oberfl ä- chenendausführung ausgegangen.
2.3.1 Gliederung der Gesamtbaukosten
Die Gesamtbaukosten gliedern sich in:
a) Kosten des Wohnhauses (der Wohnung) bzw. des Wohnheimes (Kostensumme 1),
b) Kosten der Außenanlagen (Kostensumme 2) und
c) Baunebenkosten (Kostensumme 3).
 Kosten der Planung (höchstens laut §§ 11 und 12 bzw. 22 HOA 2002 , Besonderer Teil, A bschnitt A);
 Kosten der Bauleitung (höchstens laut § 22 HOA 2002 , Besonderer Teil, Abschnitt A);
 Kosten der Bauverwaltung (höchstens laut Entgeltrichtlinienveror dnung 1994)
 angemessene Kosten der Bauarbeitenkoordination
 Kosten für Sonderprojektierungen durch Dritte (höchstens laut Honorarordnung der Bundeskammer der Architekten und Ingenieurkonsulenten)
Gemeinnützige Bauvereinigungen, Gemeinden und sonstige befugte Bauträg er haben die bei der Abwick- lung des geförderten Vorhabens (der geförderten Gesamtanlage) erwirtschaf teten Skonti bei der Abrech- nung des Vorhabens kostenmindernd zu berücksichtigen.
Ermittlung der Gesamtbaukosten
 Bei der Errichtung von Eigenheimen und W ohnungen durch natürliche Personen werden die Gesamt- baukosten unter Zugrundelegung der vom Land in der Anlage 1 festgelegten angemessenen Beträge (als Mindestbetrag) festgesetzt.
 Beim Ersterwerb von Wohnhäusern und Wohnungen durch natürliche Personen si nd die Gesamtkosten (Summe aus Gesamtbaukosten und Grundkosten) durch eine Fix- oder Höchstpreisvereinbarung nach- zuweisen. Eine Förderung erfolgt nur, wenn der vereinbarte Preis im Rahmen der vom Land festge - stellten angemessenen Gesamtkosten liegt.
 Bei der Errichtung von objektgeförderten Bauvorhaben (Mietwohnungen, Eigentumswohnungen, Wohn- heime) sind nach positiver Begutachtung des jeweiligen Vorhabens durch das Kuratorium die tatsächli- chen Gesamtbaukosten bekannt zu geben. Auf Verlangen des Landes sind die tatsächlichen Gesamt- baukosten durch die Vorlage verbindlicher Angebote nachzuweisen. Leistungen, die in den Bereich ve r- schiedener Gewerbe fallen, können auch gemeinsam ausgeschrieben und (an Generalunternehmer) vergeben werden.
 Bei förderbaren Gesamtanlagen (Eigentumswohnungen) und Mietwohnanlagen mit Kaufoption können bei der Ermittlung der Gesamt(bau)kosten auch Fix- oder Höchstpreisvereinbarungen, die im Rahmen der vom Land ermittelten Gesamtkostenobergrenze liegen müssen, der Förderung zugru nde gelegt werden.
 Bei sonstigen Vorhaben werden die hiefür vorgesehenen Gesamtbaukosten, höchstens jedoch die vom Land ermittelten Gesamtbaukosten der Förderung zugrunde gelegt.
Als Baukosten einer Wohnung gilt der Anteil an den Gesamtbaukosten, der nach dem vom Förderungs- werber spätestens bis zur Erteilung der Zusicherung bekannt zugebenden Berechnungsschlüssel (Nut zflä- che, Nutzwert oder sonstiger Kostenschlüssel) auf die Wohnung entfällt.
Als angemessen gelten jene Baukosten, die bei normaler Ausstattung und Oberflächenendausführung des geförderten Vorhabens vorliegen und die sich im Rahmen der in der Anlage 1 angeführten Gesamtbau- kosten je m² maßgebender Nutzfläche inklusive der nachstehend angeführten Zuschläge b ewegen.
Die für die Ermittlung der angemessenen Gesamtbaukosten maßgebende Nutzfläche ergibt sich aus der nach dieser Wohnbauförderungsrichtlinie festgestellten Nutzfläche zuzüglich 40 % der Bodenfläche einer allenfalls vorhandenen Loggia, eines offenen Balkons, einer befestigten Terrasse oder ähnlicher Flächen außerhalb der Wohnnutzfläche. Die mit 40 % zu berücksichtigenden zusätzlichen Bodenflächen (z.B. Te r- rasse, Loggia, offener Balkon) sind für die Berechnung der angemessenen Gesamtbaukosten mit 25 % der Wohnnutzfläche begrenzt.
Die Beträge der Anlage 1 erhöhen sich bei
 Errichtung von Wohnheimen höchstens um 15 %, für den Anteil des Pflegebereiches von Woh nheimen höchstens um 20 %,
 Errichtung von Wohnungen in Wohnhäusern, die nach dem Denkmalschutzgesetz oder dem Tiroler Stadt- und Ortsbildschutzgesetz 2003 zu erhalten sind, um die Mehrkosten für besondere Maßnahmen, die auf Grund dieser Vorschriften erforderlich sind und nicht durch öffentliche Förderungen in der Form nicht rückzahlbarer Zuschüsse finanziert werden, höchstens um 25 %,
 Errichtung von Stellplätzen oder Garagen in oder für geförderte Vorh aben
je Stellplatz einer Tief- oder Hochgarage mit eigenen Verkehrsflächen um einen Betrag, der dem Neunfachen des angemessenen Garagenkostensatzes nach Ziffer 1b) der Anlage 1 entspricht; bei (übereinander angeordneten) Doppelparkplätzen kommt pro Stellplatz das Achtfache dieses Betr a- ges zum Ansatz,
je Stellplatz in einer sonstigen Garage um einen Betrag, der dem Fünffachen des angemessenen Garagenkostensatzes nach Ziffer 1b) der Anlage 1 entspricht,
Im Falle einer entsprechenden baubehördlichen Vorschreibung werden die Kosten von bis zu 1,75 G a- ragenstellplätzen pro geförderter Wohnung bei der Ermittlung der Gesamtbaukosten berücksic htigt.
 Einbau von Anlagen zur Nutzung erneuerbarer Energieträger oder einer im Hinblick auf den Schadstoff- ausstoß damit vergleichbaren Anlage um die Mehrkosten, jeweils höchstens um 3 %,
 Einbau eines Personenliftes in Wohnanlagen, bei denen laut Tiroler Bauordnung die Errichtung eines Liftes nicht zwingend vorgeschrieben ist, um die Mehrkosten der Aufzugsanlage (Liftmechanik),
 Einrichtungen zur besonders wirtschaftlichen Nutzung der Energie (z.B. bei Errichtung von Niedrig - energie- bis Nullenergiehäusern) um die Mehrkosten, höchstens jedoch um 10 %,
 besonderen (z.B. wegen der erforderlichen Errichtung einer Stützmauer, Wanne) unvermeidbaren Er- schwernissen bei der Bauführung, bei unvorhersehbaren Erschwernissen oder der Bauführung in b e- stimmten Regionen, jeweils höchstens um 10 %, wenn entsprechende erforderliche Mehrkosten gege- ben sind,
 künstlerischer Ausgestaltung höchstens um EUR 15.000,--, bei Vorhaben mit mindestens 40 Wohnungen um höchstens EUR 22.000,-- ,
 Durchführung eines Architektenwettbewerbes im Sinne der Regelung der Wohnbauförderung um die Mehrkosten bis zu 1 %, höchstens jedoch um EUR 60.000,--,
 Errichtung von Gemeinschaftsräumen in Wohnhäusern mit mehr als 20 Wohnungen oder in Wohnhäu - sern, die dem Denkmalschutzgesetz oder Tiroler Stadt- und Ortsbildschutzgesetz 2003 unterliegen, um 0,5 %,
 erforderlichen, besonderen Ausstattungen von Wohnungen, Wohnanlagen im Interesse behinderter Menschen und im Rahmen des betreubaren Wohnens um die Mehrkosten, sowie
 um die Umsatzsteuer, soweit diese vom Förderungswerber nicht als Vorsteuer geltend gemacht we rden kann.
Die Grundkosten müssen gemeinsam mit den Baukosten im Rahmen der vom Land für das jeweilige Vo r- haben ermittelten Gesamtkosten liegen. Ein Baurechtszins gilt als angemessen, wenn dieser 3 v.H. pro Jahr der angemessenen Grundkosten nicht überschreitet. Wertsicherungsvereinbarungen sind zulässig
Wenn eine Gemeinde einen Grund für die Schaffung förderbarer Wo hnungen zur Verfügung stellt, dürfen die Grundkosten nur in der Höhe berechnet werden, dass die Wohnungsbenutzer dadurch mit nicht mehr als höchstens 90 % der für die jeweilige Gemeinde zulässigen angemessenen Grundkosten oder durch einen dementsprechend niedrigen Bauzins belastet werden.
Bei der Ermittlung des angemessenen Grundanteiles kann von der für die Berechnung der angemesse nen Gesamtbaukosten maßgebenden Wohnnutzfläche zuzüglich 5,75 m² pro vorhandene m Autoabstellplatz ausgegangen werden.
Die Finanzierung der zu fördernden Maßnahmen und Vorhaben muss gesichert sein. Die Finanzierung kann durch Eigenmittel, eigene Arbeitsleistungen, Bausparkredit, Hypothekarkredit oder sonstige Kredite erfolgen. Vorrangige Hypothekarkredite sind mittels Festbetragshypothek zu besichern.
Der Sollzinssatz eines Hypothekarkredits darf höchstens 1,75 Prozentpunkte über dem 3-Monats-Euribor, kaufmännisch gerundet auf die zweite Dezimalstelle (Nachkommastelle) liegen . Es muss vereinbart sein, dass eine Anpassung des Sollzinssatzes jeweils zum 1. Jänner, 1. April, 1. Juli und 1. Oktober eines jeden Jahres erfolgt, wobei als Grundlage für die Anpassung des Sollzinssatzes der einen Bankarbeitstag vor
dem jeweiligen Anpassungszeitpunkt von der European Banking Federation (EBF) veröffentlichte 3-Monats-Euribor oder ein an dessen Stelle tretender Wert, kaufmännisch gerundet auf die zweite Dezi- malstelle (Nachkommastelle), maßgeblich ist. Die Berechnung der Zinsen hat dekursiv zu erfolgen. Es kann auch ein Fixzinssatz (auf eine befristete Zeit) vereinbart werden, der allerdings bei Überschreitung des vom Land festgelegten Grenzwertes anzupassen ist. Bei der Errichtung oder beim Ersterwerb von Wohnhäusern und Wohnungen in verdichteter Bauweise oder für die Errichtung von Wohnheimen (Förderungen gemäß Punkt 5.2, 5.3, 5.6) hat der Förderung swerber bzw. der künftige (Wohnungs-)Eigentümer Eigenmittel in der Höhe von mindestens 5 % der Gesamt- baukosten aufzubringen. Bringt ein (Wohnungs-)Eigentümer Eigenmittel in einem höheren Ausmaß auf, so sind die erhöhten Eigenmittel bei der Bemessung des auf die betreffende Wohnung entfallenden Kapital- marktkredits mindernd zu berücksichtigen. Bei Eigenheimen (nicht verdichtete Bauweise), bei Vorhaben des Mietwohnbaues, bei Vorhaben, die unter Zugrundelegung eines Bestandvertrages durch Leasing finanziert werden sowie bei Förderung smaßnah- men im Sinne des § 15 TWFG 1991 entfällt das Erfordernis der Aufbringung von Eigenmitteln.
Bei der Errichtung von objektgeförderten Bauvorhaben dürfen zur Finanzierung nur hypothekarisch besi- cherte Kredite (insbesondere auch Bausparkredite) mit einer Laufzeit von mindestens 25 Jahren ver- wendet werden. Bei der Gewährung einer Förderung für die Errichtung oder den Ersterwerb eines Eigenheimes oder einer Wohnung durch natürliche Personen und bei Förderungsmaßnahmen im Sinne des § 15 TWFG 1991 muss die Laufzeit des Hypothekarkredits mindestens 10 Jahre betragen. Eine Finanzierung durch Kredite, die anfänglich unterzinsig gewährt werden sowie eine dynamische Kos - tendeckung im Sinne des Wohnungsgemeinnützigkeitsgesetzes ist zulässig.
Fremdwährungskredite sind nicht zulässig.
Bei objektgeförderten Mietwohnhäusern sowie bei förderbaren Gesamtanlagen (Eigentumswohnungen) muss die Wohnungsvergabe nach nachvollziehbaren objektiven, sozialen Kriterien im Sinne der Woh- nungsvergabe-Richtlinie (z.B. Anzahl der im Haushalt lebenden Personen, Wohnbedarf, Einkommen) und möglichst unter Beachtung der jeweils förderbaren Wohnnutzfläche erfolgen.
Die Verantwortung der ordnungsgemäßen Wohnungsvergabe liegt bei der vergebenden Stelle (Gemeinde, Bauträger). Das Land behält sich die Kontrolle der Vergabe der geförderten Wohnungen und Konsequen- zen im Falle der Nichteinhaltung der Wohnungsvergabe-Richtlinie vor.
Eine Förderung eines objektgeförderten Vorhabens ist nur möglich, wenn ein entsprechender Woh nbedarf für das gesamte Vorhaben gegeben ist.
Bei geförderten Wohnungen, die von natürlichen Personen errichtet werden und die nicht zur Befriedigung des regelmäßigen Wohnbedürfnisses des Förderungswerbers oder der ihm nahestehenden Personen be- stimmt sind, hat die (Bauort)Gemeinde ein Vorschlagsrecht von zumindest drei förderungswürdigen Nut- zungsberechtigten pro Wohnung, wenn die Bauortgemeinde für dieses Vorhaben eine effiziente Lei stung nach § 14 Abs. 2 TWFG 1991 erbringt. In diesem Falle hat der Förderungswerber die Wohnung(en) an eine der vorgeschlagenen Personen zu vermieten. Die (Bauort)Gemeinde kann sich - bis zur gänzlichen Tilgung der Förderung - das Recht der Weitervergabe freiwerdender, geförderter Wohnungen dann ver- traglich sichern, wenn auch die erste Vergabe durch sie erfolgt ist. Eine sol che Sicherung des Weitergabe- rechtes ist so rechtzeitig mit dem Bauträger und dem Land zu vereinba ren, dass es vertraglich gesichert werden kann.
Eine Förderung wird gewährt an:
welche eigenberechtigt sind und die österreichische Staatsbürgerschaft besitzen bzw. nach § 17a TWFG 1991 solchen gleichgestellt sind und zum Kreis der begünstigten Personen gehören:
 für die Errichtung eines Wohnhauses (Eigenheimes) oder von Wohnungen,
 für den Ersterwerb eines Eigenheimes oder einer Wohnung für den Eigenbedarf,
 für den Erwerb eines mindestens 10 Jahre alten, nicht (mehr) wohnbaugeförderten Wohnhauses oder einer Wohnung (das Alter richtet sich nach dem Datum der Baubewilligung),
 für die Fertigstellung von Wohnungen,
 für die Schaffung von Dienstnehmerwohnungen,
 für weitere förderbare Vorhaben im Sinne des 3. Abschnittes des TWFG 1991 .
 zur Errichtung von Wohnhäusern, Wohnungen (Geschäftsräumen) und Woh nheimen,
 für förderbare Vorhaben im Sinne des 3. Abschnittes des TWFG 1991.
 zur Errichtung von Wohnhäusern, Wohnungen und Wohnheimen,
 zum Ersterwerb von Wohnungen,
 für den Erwerb eines mindestens 10 Jahre alten, nicht (mehr) wohnbaugeförderten Wohnhauses oder einer Wohnung,
 für weitere förderbare Vorhaben im Sinne des 3. Abschnittes des TWFG 1991.
Für die Errichtung von Wohnheimen können auch Gemeindeverbände und Unternehmungen, an denen Gemeinden oder Gemeindeverbände mit mehr als 50 v.H. des Stamm -, Grund- oder Eigenkapitals beteiligt sind, als Förderungswerber auftreten.
mit Sitz in Österreich, die nach Satzung, Stiftung oder sonstigem Statut und ihrer Geschäftstätigkeit aus - schließlich oder unmittelbar kirchlichen, gemeinnützigen oder sozialen Zwecken dienen
 zur Errichtung von Wohnheimen,
 zur Errichtung oder zum Ersterwerb von Wohnungen (bzw. Wohnheimen) für begünstigte Personen,
 zur Schaffung von Dienstnehmerwohnungen.
mit Sitz in Österreich unter den für gemeinnützige Bauvereinigungen zulässigen Preisberechnungen und nach dem TWFG 1991 und dieser Wohnbauförderungsrichtlinie geltenden Voraussetzungen (z.B. in Bezug auf die Ermittlung der Kosten des Vorhabens) wenn die für eine ordnungsg emäße Abwicklung des zu för- dernden Vorhabens erforderlichen Sicherheiten gegeben sind und die Prüfung der Verwendung der Förd e- rung gesichert ist
 zur Errichtung von förderbaren Vorhaben (Wohnhäuser, Wohnungen, Heime usw.) .
Die Förderung besteht in der Gewährung von
- Förderungskrediten,
- Zuschüssen,
- Beihilfen.
Die Höhe der Förderung richtet sich nach der Wohnungs- und Haushaltsgröße, wobei entsprechend der
Anzahl der im künftigen Haushalt lebenden Personen (Förderungswerber und nahestehende Personen)
höchstens die förderbare Nutzfläche zugrunde gelegt wird. Weiters ist die Höhe der Förderung vom Grund-
verbrauch, der Nettonutzflächendichte, der Haustechnik und von ökologischen und energetischen Kriterien
Förderungskredite werden je nach Art des Vorhabens unter Zugrundelegung eines Pauschalbetrages
oder eines Fixbetrages pro m² förderbarer Nutzfläche gewährt.
Das Land gewährt für die nachstehend angeführten Förderungsmaßnahmen Förderungskredite.
Die unter Punkt 5.1 bis einschließlich 5.4 angeführten Förderungsmaßnahmen gelten als objektgeförderte
Bauvorhaben. Die unter Punkt 5.5 bis einschließlich 5.7 angeführten Förderungsmaßnahmen gelten als
subjektgeförderte Bauvorhaben.
Das Land gewährt an
 gemeinnützige Bauvereinigungen,
 Gemeinden (Gemeindeverbände),
 befugte Bauträger,
 Körperschaften, Personenvereinigungen und Vermögensmassen,
für die Errichtung von Wohnhäusern mit Mietwohnungen folgende Förderungskredite:
Der Förderungskredit ist abhängig von der Nettonutzflächendichte und beträgt:
Nettonutzflächendichte
Förderungskredit pro m² förderbarer Nutzfläche
mehr als 0,55
(mit Annuitätenzuschuss)
über 0,4 bis 0,55
bis 0,4
EUR 880,-- (ohne Annuitätenzuschuss)
Bei objektgeförderten Mietwohnungen (ausgenommen Reihenhäuser) wird die endgültige Förderung unter
Zugrundelegung der auf Grund der Familien- bzw. Haushaltsgrößen förderbaren Nutzfläche aller Wohnun-
gen zum Zeitpunkt des Bezuges ermittelt (Globalförderung).
Bei objektgeförderten Mietwohnanlagen (außer bei Vorhaben des besonderen Mietwo hnbaues, bei Bau-
rechtsgründen und bei Vorhaben, bei denen sich eine Gebietskörperschaft das (Weiter -)Vergaberecht ver-
traglich gesichert hat) muss vom Bauträger - spätestens in den Mietverträgen - die Option eingeräumt wer-
den, dass die Mieter nach Ablauf von 10 Jahren nach Bezug ihre Wohnungen erwerben können.
Errichtung von förderbaren Gesamtanlagen (Eigentumswohnungen)
für die Errichtung von förderbaren Gesamtanlagen Förderungskredite.
Die Kreditförderung beträgt für die Errichtung von förderbaren Gesamtanlagen bei einem durchschnitt - lichen Grundstücksanteil (Grundverbrauch) pro Wohnung, die zu r Abdeckung eines regelmäßigen Wohn- bedürfnisses bestimmt ist:
Ø Grundverbrauch von
Fixbetrag pro m² förderbarer Nutzfläche (mit Annuitätenzuschuss)
mehr als 350 m² und höchstens 400 m²
mehr als 300 m² und höchstens 350 m²
mehr als 250 m² und höchstens 300 m²
mehr als 200 m² und höchstens 250 m²
höchstens 200 m²
Bei Eigentumswohnungen wird die Förderung unter Zugrundelegung de r förderbaren Nutzfläche jeder ein- zelnen Wohnung festgelegt (individuelle Förderung).
 Gemeinden (Gemeindeverbände; Unternehmen, an denen Gemeinden oder Gemeindeverbände mit mehr als 50 v.H. des Stamm-, Grund- oder Eigenkapitals beteiligt sind),
für die Errichtung von Heimen Förderungskredite.
Die Kreditförderung beträgt für die Errichtung eines Alten- oder Pflegewohnheimes EUR 1.500,-- pro m² förderbarer Nutzfläche (mit Annuitätenzuschuss). Die maximale, förderbare Nutzfläche pro Alten- oder Pflegeheimplatz beträgt 55 m². Die Förderung darf die nachgewiesenen Kosten nicht überschreiten.
Die Kreditförderung beträgt für die Errichtung eines sonstigen Heimes EUR 900,-- pro m² förderbarer Nutzfläche (ohne Annuitätenzuschuss).
für die Errichtung einzelner Mietwohnungen oder für den Einbau von Mietwohnungen (für eigenberechtige natürliche Personen als Mieter) in bestehende Gebäude, die im Eigentum einer gemeinnützigen Ba uverei- nigung oder Gemeinde stehen, Förderungskredite in der Höhe von EUR 880,-- pro m² förderbarer Nutz- fläche (ohne Annuitätenzuschuss).
Vorhaben in nicht verdichteter Bauweise – natürliche Person
 eigenberechtigte natürliche Personen
zur Errichtung oder zum Ersterwerb eines Eigenheimes oder einer Wohnung Förderungskredite in nach-
stehend angeführter Höhe:
bei einer Haushaltsgröße von
und bei einer Nutzfläche von mindestens
oder 2 Personen
und mehr Personen
Die Gewährung von Zuschüssen für Kinder ist möglich und wird diesbezüglich auf Punkt 6.5 verwiesen.
Bei der Errichtung eines Eigenheimes mit zwei Wohnungen wird in der Regel nur eine Wohnung nach
dieser Wohnbauförderungsrichtlinie gefördert, es sei denn,
 es wird Wohnungseigentum begründet und
 für beide Wohnungseigentümer ist ein förderbarer Wohnbedarf gegeben.
Bei solchen Eigenheimen ist die Gewährung einer erhöhten Förderung dann möglich, wenn neben den a n-
geführten Kriterien auch die Voraussetzungen einer verdichteten Bauweise vorliegen.
zur Errichtung oder zum Ersterwerb eines Eigenheimes (Doppel-, Reihen- oder Gruppenhauses) oder einer
zur Errichtung von Mietwohnungen für nicht nahestehende Personen (z.B. durch Dachbodenausbau)
Förderungskredite. Die Kreditförderung beträgt pro Wohnung, die zur Abdeckung eines regelmäßigen
Wohnbedürfnisses (z.B. verschiedener Wohnungseigentümer mit Wohnbedarf bei Neubauten) b estimmt
ist, bei einem durchschnittlichen Grundstücksanteil (Grundverbrauch)
von mehr als 350 m² und höchstens 400 m²
Fixbetrag pro m² förderbarer Nutzfläche EUR 580,--
Die Ermittlung des Förderungsfixsatzes erfolgt im Regelfall unter Zugrundelegung s elbständiger Bauab-
Das Land gewährt Förderungskredite an
zur Errichtung einer Wohnung ohne weiteren Grundverbrauch (z. B. durch den Einbau einer Wohnung in
einen Dachboden). Sofern nach den vorstehenden Bestimmungen auf Grund einer verdichteten Ba uweise nicht eine höhere Förderung zu gewähren ist, beträgt die Kreditförderung EUR 580,-- pro m² förderbarer
Nutzfläche.
Das Land gewährt über Ansuchen einer förderungswürdigen natürlichen , eigenberechtigten Person als (Wohnungs-)Eigentümer oder Bauberechtigte für nicht als Gesamtanlage oder als Dienstnehmerwo hnung geförderte Vorhaben an Stelle des Förderungskredits eine Förderung in der Form eines nicht rückzahlba- ren Zuschusses (Wohnbauscheck). Die Wohnbauscheckförderung beträgt 35 % des fiktiv ermittelten För- derungskredits. Der Wohnbauscheck reduziert sich nach § 45 Abs. 10 TWFG 1991 um den gewährten Nachlass aus einer begünstigten Rückzahlung.
Ein Wohnbauscheck wird dem(den)selben Förderungswerber(n) im Regelfall nur einmal und nur für ein Objekt gewährt, das im Sinne der förderungsrechtlichen Voraussetzungen errichtet bzw. erwo rben wird, zur Befriedigung seines (ihres) regelmäßigen Wohnbedürfnisses (als Hauptwohnsitz) bestimmt ist und auch zumindest 10 Jahre im Sinne der Bestimmungen des TWFG 1991 verwendet wird. Innerhalb dieser Frist ist eine allfällige Veräußerung des geförderten Objektes nur mit Z ustimmung und zu den Bedingungen des Landes zulässig. Bei Nichteinhaltung der angeführten Bedingungen bzw. bei der Erteilung nicht wahrheits - gemäßer Auskünfte bei der Einreichung des Ansuchens ist der Wohnbauscheck unter Anwendung des § 24 TWFG 1991 zurückzuzahlen.
Die Auszahlung des Wohnbauschecks erfolgt in der Regel frühestens nach Eintragung des (Wohnungs -)Ei- gentums im Grundbuch sowie nach Maßgabe des Baufortschrittes und der Terminisierung der Ausza hlung in der Zusicherung. Bei Endabrechnung müssen die der Zusicherung zugrunde gelegten Förderungs- voraussetzungen vorliegen. Andernfalls wird der Wohnbauscheck entsprechend gekürzt.
Das Land gewährt bei objektgeförderten Mietwohnungsanlagen mit ei ner Nettonutzflächendichte von mehr als 0,4 bei Nachweis der Kosten zusätzlich zum Förderungskredit (ab Bezug des Objektes) einen Annuitä- tenzuschuss
 in der Höhe von monatlich EUR 1,40 pro m² (förderbarer) Nutzfläche auf die Dauer von 7 Jahren sowie in der Höhe von monatlich EUR 0,70 pro m² (förderbarer) Nutzfläche auf die Dauer von weiteren 8 Jahren.
Bei Widerruf oder Kündigung des (anteiligen) Förderungskredits erfolgt die Einstellung des (anteiligen) Annuitätenzuschusses. Im Falle der Weitergabe einer geförderten Wohnung an eine förderungswürdige Person bleibt der gewährte Annuitätenzuschuss aufrecht.
Das Land gewährt für förderbare Gesamtanlagen bei Nachweis der Kosten zusätzlich zum Förderungskre- dit (ab Bezug des Objektes) einen Annuitätenzuschuss
 in der Höhe von monatlich EUR 1,40 pro m² (förderbarer) Nutzfläche auf die Dauer von 5 Jahren oder wahlweise
 in der Höhe von monatlich EUR 0,70 pro m² (förderbarer) Nutzfläche auf die Dauer von 10 Jahren.
Bei Widerruf oder Kündigung des Förderungskredits erfolgt die Einstellung des Annuitätenzuschusses.
Das Land gewährt für Alten- oder Pflegewohnheime bei Nachweis der Kosten zusätzlich zum Förderungs- kredit (ab Bezug des Objektes) einen Annuitätenzuschuss in der Höhe von monatlich EUR 2,00 pro m² förderbarer Nutzfläche auf die Dauer von 8 Jahren. Bei Widerruf oder Kündigung des Förderungskredit erfolgt auch die Einstellung des Annuitätenzuschusses.
Zuschüsse für Kinder (für Vorhaben in nicht verdichteter Bauweise)
Das Land gewährt Zuschüsse an eigenberechtigte, natürliche Personen, die im Rahmen der Subjektförde- rung für die Errichtung oder den Ersterwerb eines Wohnhauses (Eigenheimes) oder eine r Wohnung im Rahmen der nicht verdichteten Bauweise eine Förderung erhalten haben.
Bei Kredit- oder Wohnbauscheckförderung: Für Haushalte mit drei oder mehr Kindern des Förderungs- werbers, für die Familienbeihilfe bezogen wird, beträgt der Zuschuss für das dritte und für jedes weitere Kind EUR 2.200,--. Die Auszahlung erfolgt im Zuge der Endabrechnung.
Bei Kreditförderung: Für jedes, bei der Ermittlung des Förderungskredits nicht berücksichtigte Kind des Förderungswerbers, das bis 10 Jahre nach dem Datum der Förderungskreditzusicherung geboren wird, beträgt der Zuschuss EUR 1.500,-- pro Kind. Der Haushalt des Förderungswerbers muss sich gegenüber der Haushaltsgröße zum Zeitpunkt der Zusicherung des Förderungskredits vergrößern und es darf kein Kündigungsgrund für den Förderungskredit vorliegen. Der Förderungswerber muss zum Zeitpunkt des An- suchens zum Kreis der begünstigten Personen zählen. Das Ansuchen um den Zuschuss muss spätestens ein Jahr nach der Geburt des Kindes eingereicht werden.
Das Land gewährt im Zusammenhang mit der Förderung der Errichtung oder des Ersterwerbes einer E i- gentumswohnung (Punkt 5.2 oder 5.6 dieser Richtlinie) zur (teilweisen) Finanzierung des Grundanteiles eine Wohnstarthilfe zu den Bedingungen eines Wohnbauschecks. D ie in diesem Sinne geförderte Eigen- tumswohnung muss in einem in verdichteter Bauweise errichteten Wohnhaus mit mindestens drei E igen- tumswohnungen liegen, die vom jeweiligen Wohnungseigentümer zur Befriedigung des regelmäßigen Wohnbedürfnisses (als Hauptwohnsitz) bewohnt wird. Die Wohnstarthilfe wird nur einer Familie gewährt. Die Höhe ergibt sich aus der nachstehenden Tabelle (Beträge in Euro):
über 1.310
über 1.460
über 1.610
über 1.760
Familie ohne Kind oder mit 1 Kind
Familie mit 4 Kindern
über 1.910
über 2.060
über 2.210
über 2.360
über 2.510
(Bei höheren Einkommen und/oder bei größeren Haushalten wird die Wohnstarthilfe durch analoge Fortse tzung der Tabelle ermittelt).
Der Höchstbetrag der Wohnstarthilfe ist mit der Höhe des Grundkostena nteiles limitiert. Die Auszahlung erfolgt nach Zusicherung.
Das Land gewährt in Verbindung mit geförderten Vorhaben nach Punkt 5 dieser Richtlinie (Neubau) für energiesparende und umweltfreundliche Maßnahmen eine Zusatzförderung in Form eines einmaligen (nicht rückzahlbaren) Zuschusses.
Die Höhe des Zuschusses ergibt sich aus der Gesamtzahl der Punkte multipliziert mit der förderbaren Nutzfläche (höchstens 110 m²) und multipliziert mit dem Punktewert von EUR 8,--.
Verbesserung des Heizwärmebedarfes (gegenüber HWB lt. Punkt 2.1.2)
≥ 33 %
auf Passivhausqualität (HWB BGF,RK ≤ 10 kWh/m².a) ……
Bei Passivhausqualität wird für die Heizung kein Punkt gewährt.
Errichtung einer Biomasseheizung als alleiniges Heizsystem
 Gebäude bis 300 m² Nutzfläche …………………………………………………………
 Gebäude über 300 m² Nutzfläche ………………………………………………….……
Anschluss an eine bestehende Biomasseheizung (z.B. DG-Ausbau, Zubau), an eine Biomasse Fernwärmeanlage oder bei Fernwärme aus Abwärme ……………………
Installierung einer Wärmepumpe für Heizzwecke (Hauptheizung)
Installierung einer Komfortlüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung
 Gebäude bis 300 m² Nutzfläche ………………………………………………………….
 Gebäude über 300 m² Nutzfläche ………………………………………………………
Bei Ausführung des Bauvorhabens mit besonders hoher Planungs-, Ausführungs- sowie energetischer und ökologischer Qualität, sofern sie den Anforderungen des „klima:aktiv- Haus“ oder vergleichbarer Gebäudezertifizierungssystemen (z.B. Passivhaus nach PHI, Total Quality Bauen - Österreichische Gesellschaft für nachhaltiges Bauen) entspricht
Der Nachweis ist durch ein Zertifikat einer unabhängigen, befugten Institution zu erbringen.
Bei Ausführung des Bauvorhabens mit ökologisch vorteilhaften Baustoffen (Ökoindex3)
 Gebäude bis 300 m² Nutzfläche und OI3 TGH-BGF -Kennzahl ≤ 140……….…………
 Gebäude über 300 m² Nutzfläche und OI3 TGH-BGF -Kennzahl ≤ 140
 Gebäude bis 300 m² Nutzfläche und OI3 TGH-BGF -Kennzahl ≤ 70……….……………
 Gebäude über 300 m² Nutzfläche und OI3 TGH-BGF -Kennzahl ≤ 70…………………….
Bewertet wird die ökologische Materialqualität mittels Ökoindex 3 je m² Bruttogrundfläche im Zuge des Erstellung des Energieausweises. Daten und Grundlagen werden in der ba u- book-Plattform (http://www.baubook.at) verwaltet. Das Bewertungsverfahren ist im OI3- Leitfaden des Institutes für Baubiologie und Bauökologie in Wien (IBO) beschrieben.
Der Zuschuss wird in der Höhe von EUR 210,-- pro Quadratmeter Kollektor-Aperturfläche und je 50 Liter Speicherinhalt, bei einer Solaranlage für die Warmwasserbereitung bis höchstens EUR 2.100,-- je ge- förderter Wohnung gewährt; sofern die Solaranlage zur Unterstützung der Raumheizung dient, erhöht sich der Förderungshöchstbetrag auf EUR 4.200,--.
Der Förderungswerber (Bauträger) haftet für die Einhaltung der zugrunde gelegten Werte bzw. Maßnah - men. Auf Verlangen sind im Zuge der Endabrechnung konkrete Nachweise über Dämmstärken ve rschiede- ner Bauteile vorzulegen. Der Planer und die ausführenden Firmen haben die berechneten bzw. ausgeführ - ten Werte zu bestätigen.
Die Förderung ist grundsätzlich gleichzeitig mit der Einreichung des Wohnbauförderungsansuchens zu beantragen und wird im Zuge der Endabrechnung des Wohnobjektes festgelegt und ausbezahlt, sofern kein Kündigungs- bzw. Fälligstellungsgrund für den Förderungskredit / Scheck vorliegt . Im Zuge der End- abrechnung sind erforderliche Abnahmebestätigungen, Gerätespezifikationen und auf Verlangen des La n- des weitere Nachweise vorzulegen.
7 Beihilfe
Das Land gewährt zum Wohnungsaufwand von geförderten Wohnungen, die durch (Förderungs-)Kredite nach dem Wohnbauförderungsgesetz 1954, dem Wohnbauförderungsgesetz 1968, dem Wohnbauförde- rungsgesetz 1984, dem Bundes-Sonderwohnbaugesetz 1982, dem Bundes-Sonderwohnbaugesetz 1983, aus dem Bundes-Wohn- und Siedlungsfonds oder dem Wohnhaus-Wiederaufbaufonds oder sonst unter überwiegender Zuhilfenahme von Bundesmitteln oder auf Grund des TWFG 1991 nach Punkt 5 dieser Wohnbauförderungsrichtlinie (Neubau) finanziert wurden, über Ansuchen eine Beihilfe nach Maßgabe der nachfolgenden Bestimmungen.
Eine Beihilfe wird in der Regel nur für Vorhaben (Wohnungen) gewährt, die im Rahmen der verdichteten Bauweise errichtet werden. Keine Beihilfe wird für Wohnungen, deren Förderungskredit gekündigt wurde und für Heime gewährt.
Eine Beihilfe wird nur an eigenberechtigte österreichische Staatsbürger sowie an nach § 17a TWFG 1991 gleichgestellte Personen gewährt. An andere eigenberechtigte natürliche Personen wird eine Beihilfe nur gewährt, wenn sie seit mindestens fünf Jahren in Tirol den Hauptwohnsitz haben.
Die Beihilfe wird grundsätzlich nur einem Wohnungsinhaber und zudem nur dann gewährt, wenn der nach der Haushaltsgröße berechnete angemessene Wohnungsaufwand die (unter Zugrundelegung der Haus- haltsgröße und des monatlichen Familieneinkommens) nach der Anlage 2 zu ermittelnde, zumutbare Woh- nungsaufwandsbelastung übersteigt.
Das zumutbare Ausmaß der Wohnungsaufwandsbelastung vermindert sich bei einem monatlichen Fami- lieneinkommen (1/12 des jährlichen Familieneinkommens laut Berechnung des Einkommens nach di eser Richtlinie) bis EUR 1.780,-- um 6 % bei:
 Haushalten, bei denen ein Mitglied eine Minderung der Erwerbsfähigkeit im Sinne des § 35 Einkommen- steuergesetztes 1988 im Ausmaß von mindestens 55 % aufweist,
 Haushalten mit einem behinderten Kind im Sinne des Familienlastenausgleich sgesetzes 1967,
 Familien.
Bei einem monatlichen (Familien-)Einkommen von über EUR 1.780,-- vermindern sich die 6 % um 0,1 % pro EUR 8,-- des Überschreitungsbetrages.
Wohnungsaufwand für Miet- und Genossenschaftswohnungen Der Wohnungsaufwand einer Miet- oder Genossenschaftswohnung umfasst jenen Teil des Mietzinses, der
a) der (verstärkten) Tilgung und Verzinsung des nach dem TWFG 1991 gewährten Förderungskredits oder eines damit vergleichbaren (Förderungs-)Kredits;
b) der Tilgung und Verzinsung sonstiger zur Finanzierung der Gesamtbaukosten des geförderten Vorh a- bens aufgenommener Hypothekarkredite abzüglich gewährter Zuschüsse;
c) der Abstattung der Eigenmittel des Vermieters und der Deckung der Kosten der Erhaltung im Sinne des § 2 Abs. 1 der Tiroler Wohnbauförderungsverordnung, LGBl. Nr. 81/1991, i.d.g.F., vermehrt um einen
allfälligen Erhaltungs- und Verbesserungsbeitrag bei Wohnungen, die nach dem Wohnbauförderungs- gesetz 1954 gefördert worden sind;
d) der Verzinsung der Eigenmittel des Vermieters und der zur Deckung der Kosten der Erhaltung im Sin ne des § 14 Abs. 1 Z 3 und 5 des Wohnungsgemeinnützigkeitsgesetzes bezahlten Beträge;
e) der Tilgung und Verzinsung des nach dem TWFG 1991 gewährten Förderungskredits für die Finanzie- rung der Eigenmittelaufbringung oder eines damit vergleichbaren Eigenmittelersatzdarl ehens sowie
f) der Abgeltung der allenfalls nach lit. a) bis e) anfallenden Mehrwert steuer (Umsatzsteuer);
dient;
Wohnungsaufwand für Reihenhäuser und Eigentumswohnungen Der Wohnungsaufwand für ein Vorhaben in verdichteter Bauweise (Reihenhaus, Eigentumswohnung usw.) umfasst
a) die Tilgung und Verzinsung der zur Errichtung, den Ersterwerb o der die Verbesserung größeren Umfan- ges (nach dem Wohnbauförderungsgesetz 1968) aufgenommenen Hypothekarkredite (Förderungskre- dit, Kapitalmarktkredit) abzüglich gewährter Zuschüsse,
b) die zur Deckung der Kosten der Erhaltung (insbesondere nach § 14 Abs.1 Z 5 des Wohnungsgemein- nützigkeitsgesetzes) bezahlten Beträge sowie
c) die Rückzahlungsraten von Förderungskrediten für die Finanzierung der Eigenmittelaufbringung oder damit vergleichbarer Eigenmittelersatzdarlehen;
Berechnungsgrundlage Wohnungsaufwand
Der Wohnungsaufwand wird auf Grund der anerkannten Endabrechnung, bis zu deren Vorliegen auf Grund des Finanzierungsplanes der Zusicherung berechnet. Bei der Berechnung des Wohnungsaufwandes wer - den nur hypothekarisch besicherte Kredite mit den in der jeweiligen Kreditpromesse festgelegten Konditio- nen, höchstens jedoch mit einer Belastung berücksichtigt, die zum Zeitpunkt des Wirksamkeitsbeginnes der Beihilfen nicht höher liegt als 5,25 %-Punkte jährlich über dem einen Bankarbeitstag vor dem jeweili- gen Anpassungszeitpunkt (1. Jänner, 1. April, 1. Juli und 1. Oktober) von der European Banking Federation (EBF) veröffentlichten 3-Monats-Euribor, kaufmännisch gerundet auf die zweite Dezimalstelle (Nachkom - mastelle).
Bei objektgeförderten Bauvorhaben sowie bei subjektgeförderten Objekten, für die ab 1.10.1996 ein Förde- rungskredit gewährt wurde, ergibt sich die anrechenbare Wohnungsaufwandsbelastung aus der Fina nzie- rung laut dem Finanzierungsplan der Zusicherung bzw. der anerkannten Enda brechnung.
Bei subjektgeförderten Wohnungen, die vor dem 1.10.1996 durch Gewährung eines Förderungskredits gefördert wurden, wird bei der Berechnung der Beihilfe ein anrechenbarer Wohnungsaufwand von höchs - tens EUR 4,-- pro m² (förderbarer) Wohnnutzfläche zugrunde gelegt.
Der Wohnungsaufwand vermindert sich um anderweitige Zuschüsse, die zur Minderung der Wohnung s- aufwandsbelastung gewährt werden.
Die der Berechnung der Beihilfe zugrunde zulegende förderbare (anrechenbare) Nutzfläche beträgt bei einem Haushalt mit einer Person höchstens 50 m² und erhöht sich für jede weitere im gemeinsamen Haus- halt lebende Person um höchstens 20 m².
Zum Wohnungsaufwand für ein Eigenheim (Vorhaben in nicht verdichteter Bauweise) wird eine Beihilfe nur in einem Ausnahmefall gewährt. Ein Ausnahmefall ist insbesondere dann gegeben, wenn das Einkommen bei einem 1-Personen-Haushalt weniger als EUR 730,-- beträgt. Bei größeren Haushalten erhöht sich der Betrag um jeweils EUR 110,-- pro weiterer Person. Ein Ausnahmefall ist auch dann gegeben, wenn sich die Einkommenssituation insbesondere einer Familie mit Kind(ern) aus unverschuldeten Grü nden wesentlich verschlechtert.
Die Beihilfe wird über Ansuchen jeweils für ein Jahr, in der Regel beginnend mit dem , dem Zeitpunkt der
Einreichung des Ansuchens folgenden Monatsersten gewährt. Ein Ansuchen, das bis zum dritten Werktag
des jeweiligen Monats eingereicht wird, gilt noch als rechtzeitig für diesen Monat eingereicht. Besteht in
diesem Monat noch keine Verpflichtung zur Zahlung von Mieten oder Nutzungsentgelten oder wurde die
Wohnung bis zu diesem Zeitpunkt noch nicht bezogen, so beginnt der Lauf der Beihilfe ab dem Monat, in
dem die Zahlung fällig ist und die regelmäßige Bewohnung erfolgt.
Eine kontinuierliche Weitergewährung einer Beihilfe kann bei Vorliegen der sonstig en Voraussetzungen
dann erfolgen, wenn spätestens innerhalb von 3 Monaten nach dem Auslaufen de s vorhergehenden Beihil-
fe-Bewilligungszeitraumes um die Weitergewährung der Beihilfe angesucht wird. Die Beihilfe wird mona t-
lich ausgezahlt. Beihilfen, die unter der im § 11 Abs. 3 TWFG 1991 festgesetzten Grenze liegen, werden
Der Empfänger der Beihilfe hat dem Land jeden Umstand, der zu einer Verringerung der Höhe der Beihi lfe
oder zu deren Einstellung führen kann, innerhalb eines Monats von dem Ze itpunkt an, in dem er von die-
sem Umstand Kenntnis erlangt hat, unter Beibringung der entsprechenden Unterlagen mitzuteilen. Die H ö-
he der Beihilfe wird auf Grund der geänderten Verhältnisse jedenfalls dann neu festgelegt, wenn das Au s-
maß der Änderung mindestens 30 % gegenüber der bisher monatlich gewährten Beihilfe beträgt.
In begründeten sozialen Härtefällen kann die gewährte Beihilfe auf einen befristeten Zeitraum in der u r-
sprünglichen Höhe belassen werden.
Eine Beihilfe, die zu Unrecht empfangen wurde, ist zurückzuzahlen.
8 Besondere Förderungsmaßnahmen im Sinne des § 15 TWFG 1991
Das Land gewährt Förderungen an
 eigenberechtigte natürliche Personen für den Eigenbedarf oder den Bedarf einer begünstigten nahe-
stehenden Person,
 Gemeinden zur Weitergabe an begünstigte Personen
für den Erwerb eines (nach der Baubewilligung des Bestandes) mindestens 10 Jahre alten, nicht (mehr)
wohnbaugeförderten Wohnhauses (einer Wohnung) zu einem angemessenen Preis.
Die Höhe der Förderung hängt von der Anzahl der im (künftigen) Haushalt lebenden Personen (Förde-
rungswerber und nahestehende Personen) und von der Wohnnutzfläche ab und beträgt:
Nutzfläche von mindestens
Wohnbauscheck (statt Kredit)
EUR 7.350,--
EUR 23.000,--
EUR 8.050,--
Der Kredit kann zudem höchstens 50 % (Scheck: höchstens 17,5 %) des Gesamtkaufpreises betragen.
Beim Erwerb eines Wohnhauses (einer Wohnung) für begünstigte Personen sind bei der Bemessung der
Förderung die Verhältnisse jener Personen zu berücksichtigen, die in die Wohnung einziehen. Beim Zu-
sammentreffen der Förderung des Erwerbes und der Fertigstellung eines Wohnhauses (einer Wohnung)
wird die für den Förderungswerber günstigere (höhere) Förderung g ewährt.
Der Erwerb eines Wohnhauses (einer Wohnung) von einer nahestehenden Person wird nur in Ausnahme-
fällen gefördert.
 eigenberechtigte natürliche Personen,
 juristische Personen oder eingetragene Personengesellschaften,
 gemeinnützige Bauvereinigungen, welche mit Zustimmung des Landes Dienstnehmerwohnungen er- richten und diese an Unternehmen mit Bedarf an Dienstnehmerwohnungen übertragen (verkaufen, ver- mieten),
für die Errichtung von Wohnungen für Dienstnehmer,
für den Erwerb von Wohnungen für Dienstnehmer,
für den Kauf von Gebäuden und den Umbau derselben zu Wohnungen für Diens tnehmer,
für den Umbau von Gebäuden zu Wohnungen für Dienstnehmer .
Der Förderungskredit beträgt EUR 340,-- pro m² förderbarer Nutzfläche, höchstens jedoch für 110 m² pro Wohnung. Der Kredit kann zudem nur höchstens 50 % der Gesamtkosten betragen.
Eine Förderung von Dienstnehmerwohnungen setzt voraus, dass die Wohnungen in ange messener Nähe des Standortes des zu fördernden Unternehmens (Betriebes) liegen. Gefördert werden nur in sich abge- schlossene, normal ausgestattete Wohnungen.
Eine Förderung erfolgt nur, wenn ein konkreter Bedarf an Wohnungen für familienfremde Dienstnehmer gegeben ist. Familienfremd sind Dienstnehmer, die nach dieser Richtlinie nicht zu den nahestehenden Personen des Förderungswerbers zählen. Ein Bedarf an Dienstnehmerwohnungen ist insbesondere dann nicht gegeben, wenn bestehende Personalunterkünfte oder Personalwohnungen in Gästezimmer umge- wandelt und dafür Ersatz geschaffen werden soll. Über das Vorliegen eines Bedarfes an Dienstnehmer - wohnungen können vom Land Stellungnahmen z. B. der Wirtschaftskammer, der betreffenden Gemeinde usw. verlangt werden.
Geförderte Dienstnehmerwohnungen dürfen höchstens zu einem kostendeckenden Betrag an Dienstne h- mer überlassen werden.
Zur Vermeidung des Leerstehens von geförderten Dienstnehmerwohnungen können diese mit Zustimmung des Landes auch an Dienstnehmer anderer Unternehmen überlassen werden. Die Verantwortung für die ordnungsgemäße Vergabe und Nutzung der Wohnungen liegt beim Förderungswerber. Der Förderungs - werber hat sich zu verpflichten, für den Fall der Kündigung oder Fälligstellung der Förderung wegen zweckwidriger Nutzung der Wohnungen zusätzlich zum aushaftenden Kredit noch einen Betrag in der hal- ben Höhe der ursprünglichen Förderung zurückzuzahlen. Zur Absicherung dieser Forderung sind im Grundbuch neben der Sicherstellung der Förderung entsprechend erhöhte Ne bengebühren vorzusehen.
Der Förderungswerber muss im Regelfall (Wohnungs-)Eigentümer bzw. Bauberechtigter der zu verbauen- den Liegenschaft sein bzw. werden. Die Gewährung einer Förderung für Dienstnehmerwohnungen erfolgt ungeachtet der Höhe des (Familien-)Einkommens.
Die Förderung wird dann als De-minimis-Beihilfe gewährt, wenn der Förderbarwert, den ein Förderungs- werber innerhalb der letzten drei Jahre erhalten hat, den absoluten Schwellwert von EUR 200.000,-- nicht überschreitet. Aus diesem Grund sind derartige Förderungen dem Land im Zuge des Ansuchens bekannt zu geben.
 eigenberechtigte natürliche Personen für den Eigenbedarf oder den Bedarf einer begünstigten, nahe-
stehenden Person
für die Fertigstellung von Wohnhäusern, Wohnungen, die nicht nach anderen Bestimmungen dieser Wohn-
bauförderungsrichtlinie gefördert wurden. Die Höhe der Förderung hängt von der Anzahl der im (künftigen)
Haushalt lebenden Personen (Förderungswerber und nahestehende Personen) und von der Wohnnutzflä-
che ab und beträgt:
 Gemeinden,
 gemeinnützige Bauvereinigungen oder öffentliche Fonds
für Maßnahmen der Stadt- und Dorferneuerung - sofern sie nicht im Rahmen der Dorferneuerungsrichtli-
nien des Landes gefördert werden - einschließlich vorbereitender Untersuchungen zur Beurteilung strukt u-
reller und städtebaulicher Verhältnisse; für die Durchführung von Ideenwettbewerben und die Erste llung
von Gutachten im Zusammenhang mit oder als Folge von vorbereitenden Untersuchungen; die Anmi etung
von Räumen zur vorübergehenden Unterbringung von Personen beim Umbau zu fördernder Wohng ebäude
während des dafür notwendigen Zeitraumes, längstens jedoch auf die Dauer von 2 Jahren; für die Errich-
tung von erforderlichen Sammelgaragen und Schutzräumen für Wohnungen; für die vorbildhafte S anierung
von Wohnhäusern, deren Erhaltung der Bewahrung eines erhaltenswerten Orts - oder Straßenbildes dient
und für die nach den Bestimmungen des 1. und 2. Abschnittes des Tiroler Wohnbauförderungsgesetzes
1991 keine oder keine ausreichende Förderung gewährt werden kann sowie für Maß nahmen zur Hofent-
kernung.
Die Förderung kann in der Gewährung eines Kredits, in rückzahlbaren oder nicht rückzahlbaren Zuschüs-
sen oder in Beihilfen bestehen. Die Art der Förderung und deren Höhe wird im Rahmen der Begutac htung
durch das Kuratorium je nach Zweckmäßigkeit und Bedarf einzeln festgelegt. Die Auszahlung der Förde-
rung erfolgt nach Zusicherung und Sicherstellung derselben sowie nach Maßgabe des Bedarfes.
 gemeinnützige Bauvereinigungen
für Einrichtungen zur Verbesserung der Wohnsituation und des Wohnumfeldes wie z. B. Gemeinschafts -
räume, Geschäftsräumlichkeiten im Sinne des § 5 Abs. 2 des TWFG 1991.
Die Förderung kann in der Gewährung eines Kredits oder in rückzahlbaren oder nicht rückzahlbaren Zu-
schüssen bestehen. Die Art der Förderung und deren Höhe wird grundsätzlich (ausgenommen betreubares
Wohnen) im Rahmen der Begutachtung durch das Kuratorium je nach Zweckmäßigkeit und Bedarf einzeln
Für Mietwohnanlagen, die für betreubares Wohnen bestimmt sind und ein entsprechendes Konzept vor- liegt, werden erforderliche Flächen für Infrastrukturräumlichkeiten (z.B. Aufenthaltsraum, Pflegebad, all- gemein zugängliches WC) bei der Förderung berücksichtigt. Die Wohnungen müssen einen barrierefreien Zugang aufweisen (Lift, Rampe) und behinderten gerecht ausgestattet sein. Die Förderung b esteht in der Gewährung eines Förderungskredits als Zuschlag zur Förderung der Wohnungen. Die Höhe der Förderung (EUR pro m² förderbarer Nutzfläche) entspricht dem Förderungssatz der Wohnungen. Ein Annuitätenzu- schuss wird nicht gewährt. Die Auszahlung der Förderung erfolgt nach Sicherstellung derselben und nach Maßgabe des Beda rfes.
 Gemeinden
für sonstige Vorhaben und Maßnahmen, die der Befriedigung eines dringenden Wohnbedarfes dienen und für die nach sonstigen Bestimmungen dieser Wohnbauförderungsrichtlinie oder der Wohnhaussanierungs- richtlinie wegen des Fehlens einzelner Voraussetzungen keine oder – in besonderen Ausnahmefällen – keine ausreichende Förderung gewährt werden kann. Eine Impulsförderung wird nur gewährt, wenn sie zweckmäßig und wirtschaftlich vertretbar ist.
Im Rahmen dieser besonderen Maßnahmen fördert das Land u.a.
 die erforderliche Aussiedlung von Hofstellen (durch die Gewährung eines Förderungsfixsatzes von EUR 340,-- pro m² förderbarer Nutzfläche an Stelle der Förderung nach Punkt 5.5 dieser Richtlinie)
 Altenwohnungen im Zuge der Förderung von landwirtschaftlic hen Hofstellen (durch einen Kreditzuschlag in der Höhe von EUR 7.300,--)
 beim (Erst)Erwerb und bei der Errichtung von Wohnungen in besonders geschützten Gebäuden, die u.a. dem Stadtkern- und Ortsbildschutzgesetz, Denkmalschutzgesetz unterliegen oder im Ber eich eines Dorferneuerungsgebietes situiert sind (durch die Gewährung eines Zuschlages zum Kredit in der Höhe von EUR 150,-- pro m² förderbarer Nutzfläche)
 besondere Planungen auf Grund von Architektenwettbewerben in Zusammenhang mit der Förderung von Wohnungen im Rahmen einer verdichteten Bauweise (durch die Gewährung eines im Zuge der Endabrechnung auszuzahlenden Zuschusses bis zu EUR 1.500,--; in besonderen Fällen z. B. bei erhöh- ten Kosten in sehr sensiblen Lagen kann ein Zuschuss bis EUR 3.700,-- pro Wohnung gewährt werden).
 Vorhaben des besonderen Mietwohnbaues unter der Voraussetzung, dass
 kostengünstige (mindestens 5 % unter den angemessenen Gesamtbaukosten liegende) Wohnungen mit einer geringeren förderbaren Nutzfläche (mindestens 10 m² unter der förderbaren Nutzfläche laut Wohnbauförderungsrichtlinie) geschaffen werden;
 eine vom Förderungswerber nachzuweisende nachhaltige Kostenminimierung durch einfach ausg e- führte und besonders kostengünstig finanzierte Bauvorhaben besteht;
 bei sonstiger Kündigung der Förderung auf (vom Land nicht genehmigte) Sonderausstattungen ve r- zichtet wird;
 die Miete (aus den Grund- und Baukosten) mindestens in den ersten 10 Jahren 2/3 der auf gleiche Weise ermittelten Miete einer normal geförderten Mietwohnung nicht überschreitet;
 die Vergabe der Wohnungen eines besonderen Mietwohnbaues an Personen mit sehr geringem Ei n- kommen (höchstens 2/3 der Einkommensgrenzen) erfolgt.
 ein Vorhaben mit höchstens 30 Wohnungen errichtet wird.
 Impulsförderung Sicheres Wohnen – für Gebäude mit bis zu drei Wohnungen wird ein nicht rückzahl- barer Zuschuss in der Höhe von € 1.450,-- pro geförderter Wohnung im Sinne des anpassbaren Wohn- baus gewährt, wenn nachfolgende Kriterien erfüllt sind:
a) Die gesamte Wohnung muss schwellenfrei sein. Das bedeutet, dass innerhalb der Wohnung Streif-
türen auszuführen sind.
b) Die nutzbare Durchgangslichte bei Haus- und Wohnungseingangstüren muss 90 cm, bei allen an-
deren Türen mindestens 80 cm betragen.
c) Die Breite der Verkehrswege (Treppen, Gänge) muss mindestens 120 cm betragen.
d) Die Sanitärräume sind barrierefrei auszugestalten. Dies kann auch durch das Zusammenlegen von
Räumen (WC und Bad, Bad und Abstellraum, WC und Abstellraum) später erfolgen. Es muss j e-
doch gewährleistet sein, dass dann die erforderlichen Bewegungsflächen (Durchmesser mindes-
tens 150 cm) für die Benutzung mit Rollstühlen, Gehilfen und Rollatoren gegeben sind.
e) Haltegriffe bei Badewannen und Duschkabinen sollen standardmäßig montiert werden.
f) Stiegen: Die Stufen müssen eine gleitsichere Oberfläche aufweisen.
g) Die Farbe der Handläufe muss zur Wand kontrastieren und die Handläufe sind nach Möglichkeit
über die erste und letzte Stufe hinaus weiterzuführen.
 zusätzlich erforderliche Behindertenmaßnahmen in Wohnungen, Wohnanlagen (durch die Gewährung
eines Zuschusses in der Höhe von 65 % der erforderlichen Mehrkosten)
 Wohnheime, die von eigenberechtigten natürlichen Personen errichtet werden
 integratives Wohnen sowie
 sonstige (Pilot)Projekte
Die Festlegung der Art und Höhe der Impulsförderung erfolgt - sofern nach dieser Richtlinie keine konkre-
te Förderung vorgesehen ist - bis zu einem Betrag von EUR 4.000,-- durch das zuständige Regierungsmit-
glied, ansonsten durch das Kuratorium im Rahmen der Begutachtung des Vorhabens je nach Zweckm ä-
ßigkeit und Bedarf.
Die Auszahlung der Förderung erfolgt bei Gewährung von Zuschlägen gleichzeitig mit der Auszahlung des
Förderungskredits, bei der Gewährung von Zuschüssen im Zuge der Endabrechnung des Vorh abens.
Der Förderungskredit hat eine Laufzeit von maximal 39 Jahren und ist wie folgt zurückzuzahlen:
ANNUITÄT (Zinssatz + Tilgung)
1. bis 10. Jahr
bis 20. Jahr
bis 25. Jahr
ab dem 26. Jahr
nach dem Auslaufen des Kapitalmarktkredits, spätestens jedoch
ab dem 31. Jahr
 Die Verzinsung des Förderungskredits beginnt mit 1. Jänner, 1. April, 1. Juli oder 1. Oktober, der dem
Bezug des Wohnhauses (Eigenheimes), der Wohnung oder des Wohnheimes nachfolgt. Die Rüc kzah-
lung erfolgt in Vierteljahresraten, wobei die erste Rate zum Ende des 3. Monats nach dem Beginn der
Verzinsung fällig ist.
 Bei Förderungen nach Punkt 8 dieser Richtlinie (z.B. Erwerbsförderung, Fertigstellungsförderung) be-
ginnt die Verzinsung des Förderungskredits mit dem der Auszahlung des Kredits folgenden 1. Jänner,
1. April, 1. Juli oder 1. Oktober. Die Rückzahlung erfolgt in Vierteljahresraten, wobei die erste Rate zum
Ende des 3. Monats nach dem Beginn der Verzinsung fällig ist.
Sicherstellung, Auszahlung, förderungsrechtliche Beschränkungen
Der Förderungskredit ist grundsätzlich durch Einverleibung eines Pfandrechtes im Grundbuch sicherzuste l- len. Darüber hinaus ist – im Falle der Gewährung eines Kredits – hinsichtlich der Liegenschaft ein Veräu- ßerungsverbot zu Gunsten des Landes im Grundbuch einzuverleiben. Ist der Förderungswerber (im Aus- nahmefall) nicht grundbücherlicher Eigentümer oder Bauberechtigter der geförderten Liege nschaft, so ist der Kredit auf eine andere, vom Land festzulegende Weise, sicherzustellen.
Bei der Förderung der Errichtung von Wohnhäusern, Wohnungen und Wohnheimen durch gemeinnützige Bauvereinigungen und sonstige juristische Personen (mit Ausnahme von Geme inden, Gemeindeverbänden und Personengesellschaften, die im überwiegenden Einflussbereich einer Gemeinde stehen ) ist spätestens gleichzeitig mit der Eintragung des Pfandrechtes für den Förderungskredit und des Veräußerungsverbotes ein Belastungsverbot zu Gunsten des Landes Tirol einzuverleiben. Die grundbücherliche Sicherstellung des Kredits und die Einverleibung des Veräußerungsverbotes kann bei der Gewährung von Krediten von weniger als EUR 11.000,-- unterbleiben, es sei denn, es sprechen im Einzelfall besondere Umstände für eine Einverleibung (z. B. bei Förderung einer Wohnung für eine nahe-
stehende Person). Die Auszahlung des Förderungskredits erfolgt nach grundbücherlicher Sicherstellung sowie nach Maßgabe des Baufortschrittes, der Terminisierung der Auszahlungen in der Zusicherung und der vorhandenen Mittel. Für subjektgeförderte Bauvorhaben erfolgt die Auszahlung der Förderung nach:
- Ausführung des Rohbaues (mit Dachgleiche)
- dem Einsetzen der Fenster
- Fertigstellung des Gebäudes, Einreichung und Überprüfung der Endabrechnung
Ein nach dem Rückzahlungsbegünstigungsgesetz, BGBl.Nr. 340/1987, der Rückzahlungsverordnung, LGBl. Nr. 52/1985, oder nach dem TWFG 1991 im Rahmen einer begünstigten Rückzahlung gewährter Nachlass wird bei der Berechnung des Förderungskredits abgezogen, wenn die Gewährung des Nachlasses zum Zeitpunkt der Einbringung des Ansuchens um die Gewährung des Förderungskredits weniger als zehn Jah- re zurückliegt.
Für die Beantragung der Förderungsmittel sind die dafür vorgesehenen Formblätter zu verwenden. Im Falle einer positiven Erledigung eines Ansuchens erteilt das Land die schriftliche Zusicherung, in der Bedingungen und/oder Auflagen zur Sicherung des Förderungszweckes festg elegt werden. Mit dieser schriftlichen Zusicherung erwirbt der Förderungswerber einen Anspruch auf die Förderung. Nach Vollendung des geförderten Vorhabens hat der Förderungswerber unverzüglich, längstens jedoch innerhalb von 18 Monaten dem Land die Endabrechnung zur Prüfung vorzulegen. Bei Vorhaben, bei de- nen anlässlich der Zusicherung keine Anbote vorzulegen sind, werden die vom Land bei der Zusicherung festgestellten Gesamtbaukosten auch im Zuge der Endabrechnung zugrunde g elegt, wenn das Vorhaben plangemäß ausgeführt worden ist und keine Bedenken gegen die Abrechnung vorg ebracht werden. Bei objektgeförderten Vorhaben gibt das Land dem Förderungswerber nach Vorlage der Endabrechnung die auf Grund derselben festgestellten Gesamtbaukosten bekannt. Vorhaben , die unter Zugrundelegung einer Fix- oder Höchstpreisvereinbarung abgewickelt wurden, werden auf Basis dieser Vereinbarung abge- rechnet. Das Land behält sich stichprobenartige Kontrollen der Vorhaben und der Abrechnung vor. Bei der Endabrechnung eines Vorhabens durch das Land werden erforderlichenfalls der Förderungswerber, der Planverfasser und der Bauleiter sowie Nutzungsberechtigte der Wohnungen oder Wohnungseigent ümer gehört.
Der Förderungswerber hat den Nutzungsberechtigten und den Wohnungseigentümer n die vom Land in der Endabrechnung festgestellten Gesamtbaukosten nachweislich zur Kenntnis zu bringen. Durch die Feststellung der Gesamtbaukosten durch das Land bleiben andere (allenfalls gerichtliche) Mög- lichkeiten zur Feststellung der Gesamtbaukosten unberührt. Im Zuge der Endabrechnung eines objektgeförderten Vorhabens ist über Ersuchen des Förderung swerbers eine Aufstockung des ursprünglich gewährten Förderungskredits möglich, wenn Mehrkosten auf Grund einer Vergrößerung der bei der Zusicherung der Förderung zugrunde gelegten Nutzfläche entstanden sind. Belege über Baukosten sind mindestens sieben Jahre nach Endabrechnung aufzubewahren und den Org a- nen des Landes auf deren Verlangen vorzulegen. Eine Übertragung der Förderung ist nur mit Zustimmung des Landes möglich. Im Übrigen gelten die Bestimmungen des TWFG 1991.
10.2.1 Neubauförderung
Das Förderungsansuchen muss in der Regel vor Baubeginn eingereicht werden. Bei Objekten, die durch natürliche Personen in Eigenregie errichtet werden kann das Ansuchen bis spätestens 6 Monate nach Baubeginn eingereicht werden. Bei einem Ersterwerb ist das Ansuchen zudem innerhalb von 3 Jahren nach Erteilung der Benützungsbewilligung bzw. dem Erstbezug der Anlage, spätestens j edoch 6 Monate nach dem Erwerb einzubringen, wenn das Vorhaben mit Zustimmung des Landes begonnen wurde.
10.2.2 Wohnstarthilfe
Ansuchen um Gewährung einer Wohnstarthilfe sind einzureichen:
 bei nach Punkt 5.6 geförderte Vorhaben: gemeinsam mit dem Ansuchen um die Gewährung eines För- derungskredits (eines Wohnbauschecks)
 bei nach Punkt 5.2 geförderte Vorhaben: bis längstens 6 Monate nach Bezug der Wohnung.
10.2.3 Erwerb und Fertigstellung
Ansuchen auf Gewährung einer Förderung für den Erwerb eines Wohnhauses oder einer Wohnung sind spätestens 6 Monate nach dem Erwerb, Ansuchen für die Fertigstellung eines Wohnhauses oder einer Wohnung sind vor der Fertigstellung einzureichen.
10.2.4 Wohnungen für Dienstnehmer
Ansuchen auf Gewährung einer Förderung für die Errichtung, den Erwerb oder die sonstige Schaffung von Wohnungen für Dienstnehmer sind in der Regel vor dem Baubeginn oder beim Erwerb bis spätestens 6 Monate nach dem Erwerb einzureichen.
10.2.5 Beihilfen
Ansuchen auf Gewährung einer Beihilfe können frühestens drei Monate vor der voraussichtlichen Fertig- stellung des Wohnhauses (der Wohnung) eingereicht werden.
Bei Ansuchen um die gleichzeitige Förderung eines Vorhabens nach anderen auf Grund des TWFG 1991 erlassenen Richtlinien und dieser Wohnbauförderungsrichtlinie k ann für die zusammentreffenden Maß- nahmen eine Förderung gewährt werden, welche die Kosten aller förderbaren Maßnahmen unter Zugrund e- legung einer einheitlichen Förderungsbasis entsprechend berücksichtigt. Die Art der Förd erung richtet sich bei Zusammentreffen unterschiedlicher Förderungen für die verschiedenen Maßnahmen nach der überwi e- genden Förderung.
Einreichstellen
Ansuchen auf Gewährung einer Förderung (Förderungskredit, Wohnbauschecks, sonstige Zuschüsse, Bei- hilfen) sind grundsätzlich bei der jeweils zuständigen Bezirkshauptmannschaft einzureichen.
 Förderungsansuchen in den Bezirken Innsbruck Stadt und Innsbruck Land sind beim Amt der Tiroler Landesregierung, Abt. Wohnbauförderung, Eduard-Wallnöfer-Platz 3, 6020 Innsbruck, einzubringen.
 Wohnbeihilfenansuchen für objektgeförderte Wohnungen sind beim Amt der Tiroler Landesregie- rung, Abteilung Wohnbauförderung, Eduard-Wallnöfer-Platz 3, 6020 Innsbruck, einzubringen.
 Förderungsansuchen für die Schaffung von Dienstnehmerwohnungen sind beim Amt der Tiroler Lan- desregierung, Abteilung Wohnbauförderung, Eduard-Wallnöfer-Platz 3, 6020 Innsbruck, einzureichen.
 Förderungsansuchen für objektgeförderte Bauvorhaben sind beim Amt der Tiroler Landesregierung, Abteilung Wohnbauförderung, Eduard-Wallnöfer-Platz 3, 6020 Innsbruck, einzureichen.
 Förderungsansuchen für Maßnahmen gemäß Punkt 8.4, 8.5 und 8.6 dieser Richtlinie sind beim Amt der Tiroler Landesregierung, Abteilung Wohnbauförderung, Eduard-Wallnöfer-Platz 3, 6020 Innsbruck, einzureichen.
Diese Wohnbauförderungsrichtlinie gilt für objektgeförderte Vorhaben, die ab 1.10.2013 vom Kuratorium positiv begutachtet werden und für alle anderen Vorhaben, die ab diesem Stichtag eingereicht we rden.
Für Förderungsansuchen, die vor dem 1.7.2012 gestellt wurden und für die eine Zusicherung nach § 20 TWFG 1991 noch nicht erteilt wurde, ist § 6 des TWFG 1991 in der Fassung des Gesetzes LGBl. Nr. 30/2011 weiter anzuwenden.
Für Förderungsansuchen, die vor dem In-Kraft-Treten dieser Richtlinie eingebracht wurden und für die nach dem In-Kraft-Treten dieser Richtlinie die Zusicherung ausgestellt wird, gelten hinsichtlich der Kondit i- onen für einen Förderungskredit die Bestimmungen dieser Wohnbauförderungsrichtlinie.
Für subjektgeförderte Vorhaben, für die vor dem Inkrafttreten dieser Wohnbauförderungsrichtlinie das Erstansuchen einer Wohnanlage positiv erledigt wurde, kann – mit Ausnahme der Bestimmungen über die Finanzierung (Punkt 2.5) - die Wohnbauförderungsrichtlinie, Ausgabe 1.4.2010, herangezogen werden.
Die Wohnbauförderungsrichtlinie, Ausgabe 1.7.2012, wurde unter Einhaltung der Bestimmungen der Richt- linie 98/34/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 22. Juni 1998 über ein Informationsver- fahren auf dem Gebiet der Normen und technischen Vorschriften in der Fassung der Richtlinie 2006/96/EG der Europäischen Kommission notifiziert (Notifikationsnummer 2012/0162/A).
ANGEMESSENE GESAMTBAUKOSTEN (gültig ab 1. August 2013)
1. Wohnheime Eigenheime (vollunterkellert) Reihenhäuser (vollunterkellert)
EUR 1.925,-- pro m²
Eigenheime (teilunterkellert) Reihenhäuser (teilunterkellert)
EUR 1.870,-- pro m²
Satz für die Ermittlung der Garagenkosten
EUR 1.825,--
2. Mehrfamilienhäuser, Vorhaben
- bis 12 Wohnungen
EUR 1.885,-- pro m²
- mit 13 bis 17 Wohnungen
EUR 1.800,-- pro m²
- mit 18 bis 23 Wohnungen
EUR 1.700,-- pro m²
- mit mehr als 23 Wohnungen
EUR 1.605,-- pro m²
Die in der Anlage 1 festgesetzten Gesamtbaukosten (Grundbeträge) erh öhen sich um die in der Wohn-
bauförderungsrichtlinie angeführten objektbezogenen Zuschläge.
Bei Vorhaben mit verschiedener Nutzung (Wohnungen, Büros, sonstige Räumlichkeiten) wird die Gesamt - nutzfläche für Büros und sonstige Räumlichkeiten, soweit sie 80 m ² oder ein Vielfaches davon überschrei- tet, fiktiv als Wohnung(en) angerechnet.
Der Grundbetrag für teilunterkellerte Eigenheime, Reihenhäuser kommt dann zur Anwendung, wenn ent - weder nur eine Teilunterkellerung gegeben ist oder wenn sich in der Ebene der Kellerflächen auch Nutzflä- chen (lt. Wohnbauförderungsrichtlinie) oder Stellplätze befinden.
Zumutbarkeitstabelle - Beihilfen
Zumutbare Wohnungsaufwandsbelastung in Prozenten des monatlichen Familieneinkommens ( 1 / 12 des jährlichen Familieneinkommens laut Einkommensberechnung) bei einem monatlichen Familieneinkommen von (< kleiner; ≥ größer gleich):
Familieneinkommen (in Euro)
Anzahl der im
≥ 1040
≥ 1080
≥ 1120
≥ 1160
≥ 1240
≥ 1280
Haushalt lebend-
≥ 1.720 für jeweils weitere € 4,-- um 0,1 % mehr, höchstens
≥ 1360
≥ 1440
≥ 1480
≥ 1520
≥ 1640
≥ 1680
10,1-11
11,1-12
12,1-13
15,1-16
16,1-17
18,1-19
Dokumente ähnlich wie wbf-richtlinie_01-10-2013.pdf
bggirl2
Lejla Šarak
FranjoVračević
jrekic2352
Arun Chander
batazivo
rogenheiro99
978-3-933146-19-9.volltext.frei
308 Endkundenflyer Truck
uzoran68
LG ThermaV Katalog 2015
RAUGEO Technische Information-data
Alekzander28
Pr-waermepumpen 2000 Kw
MR-12-K-DE
kpr-vitoset-heizkoerper-programm
Vor und Nachteile vom erneuerbaren Energien
bfu_2.003.01_Geländer und Brüstungen
oiajdfg
26_bis_31_2_Alfriston.pdf
green486
Folleto Togama Piscina 2020
Cinca catalogo Residencial

References: § 15
 § 35
 § 17
 § 5
 § 5
 § 22
 § 15
 § 15
 § 14
 § 17
 § 45
 § 24
 § 17
 § 35
 § 2
 § 14
 § 14
 § 11
 § 15
 § 5
 § 20
 § 6