Source: https://mlp-geschaeftsbericht.de/geschaeftsbericht-2018/mlp-konzernabschluss/bestaetigungsvermerk-des-abschlusspruefers/
Timestamp: 2019-08-21 11:51:48+00:00

Document:
An die MLP SE, Wiesloch
Wir haben den Konzernabschluss der MLP SE und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) –bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2018, der Konzerngesamtergebnisrechnung, der Konzerneigenkapitalveränderungsrechnung und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2018 sowie dem Konzernanhang, einschließlich einer Zusammenfassung bedeutsamer Rechnungslegungsmethoden – geprüft. Darüber hinaus haben wir den zusammengefassten Lagebericht der MLP SE für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2018 geprüft. Die nichtfinanzielle Konzernerklärung und die Konzernerklärung zur Unternehmensführung, die in Abschnitt „Nichtfinanzielle Aspekte der Geschäftstätigkeit“ und in „Erklärung zur Unternehmensführung“ im zusammengefassten Lagebericht enthalten sind, haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft.
entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzli-chen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2018 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2018 und
vermittelt der beigefügte zusammengefasste Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser zusammengefasste Lagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Unser Prüfungsurteil zum zusammengefassten Lagebericht erstreckt sich nicht auf die Inhalte der oben genannten nichtfinanziellen Konzernerklärung und Konzernerklärung zur Unternehmensführung.
Zu den angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsgrundlagen verweisen wir auf die Angaben im Konzernanhang in Abschnitt 6 „Rechnungslegungsmethoden“ und 20 „Immaterielle Vermögenswerte“.
Zum 31. Dezember 2018 weist der Konzernabschluss der MLP SE unter den Immateriellen Vermögenswerten einen Geschäfts- oder Firmenwert von EUR 95,0 Mio aus. Dieser entfällt mit einem wesentlichen Teil von EUR 53,2 Mio auf die zahlungsmittelgenerierende Einheit FERI Assetmanagement.
Der Geschäfts- oder Firmenwert ist einmal jährlich sowie gegebenenfalls anlassbezogen auf seine Werthaltigkeit hin zu überprüfen. Der Wertminderungstest, bei dem der erzielbare Betrag als Wertmaßstab für eine etwaige Wertminderung auf Basis eines DCF-Verfahrens ermittelt wird, ist komplex, in hohem Maße von der Einschätzung der künftigen Zahlungsmittelzuflüsse durch die gesetzlichen Vertreter sowie dem verwendeten Diskontierungsfaktor abhängig und daher mit erheblichen Unsicherheiten behaftet.
Im Berichtsjahr ergab sich aus den Überprüfungen des Geschäfts- oder Firmenwerts kein Abwertungsbedarf.
Es besteht das Risiko für den Konzernabschluss der MLP SE, dass die Ermessenspielräume im Rahmen des Wertminderungstests nicht sachgerecht ausgeübt werden und zum Abschlussstichtag eine Wertminderung vorzunehmen ist bzw. eine bestehende Wertminderung nicht in angemessener Höhe erfasst wird. Zusätzlich besteht das Risiko, dass die damit zusammenhängenden Anhangangaben nicht sachgerecht sind.
Basierend auf unserer Risikoeinschätzung und der Beurteilung der Fehlerrisiken haben wir unser Prüfungsurteil sowohl auf kontrollbasierte Prüfungshandlungen als auch auf aussagebezogene Prüfungshandlungen gestützt. Demzufolge haben wir in Bezug auf die Prüfung der Werthaltigkeit des Geschäfts- oder Firmenwerts unter anderem die folgenden Prüfungshandlungen durchgeführt:
Von der Angemessenheit der bei der Berechnung des Geschäfts- oder Firmenwerts prognostizierten Zahlungsmittelzuflüsse, basierend auf den Erwartungen über die zukünftige Entwicklung der Erträge, haben wir uns anhand der durch den Aufsichtsrat genehmigten Unternehmensplanung unter Hinzuziehung von Marktdaten und öffentlich verfügbaren Informationen überzeugt.
Um die Angemessenheit der im Rahmen der Erstellung der Unternehmensplanung verwendeten Annahmen zu beurteilen, haben wir zudem in Gesprächen unter anderem mit den gesetzlichen Vertretern, Vertretern der Unternehmensbereiche sowie der Controllingabteilung das notwendige Verständnis über den Planungsprozess erlangt und die erwarteten Zahlungsströme sowie die unterstellten langfristigen Wachstumsraten mit den Planungsverantwortlichen erörtert. Des Weiteren haben wir unter Einbeziehung unserer Bewertungsspezialisten die Angemessenheit des Bewertungsmodells gewürdigt und anhand der Berechnung eigener Szenarien basierend auf dem DCF-Verfahren der MLP SE die Angemessenheit der Planungsannahmen beurteilt. Von der Prognosegüte der Planung der Gesellschaft haben wir uns überzeugt, indem wir Planungen früherer Geschäftsjahre mit den tatsächlich realisierten Ergebnissen verglichen haben.
Darüber hinaus haben wir unter Einbezug unserer Bewertungsspezialisten die dem Kapitalisierungszinssatz zugrunde liegenden Annahmen und Parameter – insbesondere den risikofreien Zinssatz, die Marktrisikoprämie und den Betafaktor – mit eigenen Annahmen und öffentlich verfügbaren Daten verglichen.
Schließlich haben wir beurteilt, ob die Anhangangaben zur Werthaltigkeit des Geschäfts- oder Firmenwerts sachgerecht sind.
Das der Werthaltigkeitsprüfung des Geschäfts- oder Firmenwerts zugrunde liegende Vorgehen ist sachgerecht und steht im Einklang mit den anzuwendenden Bewertungsgrundsätzen. Die Ermessensentscheidungen im Hinblick auf die der Werthaltigkeitsprüfung des Geschäfts- und Firmenwerts zugrunde liegenden Bewertungsannahmen sind sachgerecht ausgeübt. Die damit zusammenhängenden Anhangangaben sind sachgerecht.
Bestand der Provisionserträge aus der Vermittlung von Altersvorsorgeprodukten
Zu den angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsgrundlagen verweisen wir auf die Angaben im Konzernanhang in Abschnitt 6 „Rechnungslegungsmethoden“ und 8 „Umsatzerlöse“.
Der Konzernabschluss der MLP SE weist für den Zeitraum 1. Januar bis 31. Dezember 2018 Umsatzerlöse von EUR 642,1 Mio aus. In diesen sind Provisionserträge aus der Vermittlung von Altersvorsorgeprodukten in Höhe von EUR 212,3 Mio enthalten, die durch die MLP Finanzberatung SE generiert wurden. Der Bestand und die Höhe der Provisionserträge basiert dabei in starkem Maße auf den Zumeldungen bzw. Abrechnungen der zahlreichen Versicherungspartner.
Aufgrund der Wesentlichkeit der Provisionserträge für Altersvorsorgeprodukte für den Konzernabschluss sowie der Komplexität des Verarbeitungsprozesses, haben wir diesem Sachverhalt im Rahmen unserer Prüfung des Konzernabschlusses der MLP SE eine besondere Bedeutung beigemessen. Das Risiko für den Abschluss besteht hier insbesondere darin, dass die im Abschluss ausgewiesenen Provisionserträge nicht realisiert wurden.
Basierend auf unserer Risikoeinschätzung und der Beurteilung der Fehlerrisiken haben wir unser Prüfungsurteil sowohl auf kontrollbasierte Prüfungshandlungen als auch auf aussagebezogene Prüfungshandlungen gestützt. Demzufolge haben wir in Bezug auf die Generierung von Provisionserträgen aus der Vermittlung von Altersvorsorgeprodukten unter anderem die folgenden Prüfungshandlungen durchgeführt:
In einem ersten Schritt haben wir uns im Rahmen einer Aufbauprüfung einen umfassenden Einblick in die Prozesse und das interne Kontrollsystem in Bezug auf die Sicherstellung des richtigen Bestands und der Ermittlung der Höhe der Provisionserträge verschafft und diesbezügliche Kontrollen auf Angemessenheit beurteilt. Hierzu haben wir Einsicht in die Prozessdokumentation und Verträge genommen sowie Befragungen von Mitarbeitern durchgeführt.
Nach Durchführung dieser Aufbauprüfung haben wir die Wirksamkeit der eingerichteten Kontrollen in Bezug auf die Erfassung und die Sicherstellung des richtigen Bestands der Provisionserträge mithilfe von Funktionsprüfungen beurteilt.
Zudem haben wir im Rahmen der aussagebezogenen Prüfungshandlungen die Entwicklung der Provisionserträge im Zeitablauf anhand von analytischen Prüfungshandlungen nachvollzogen. Hierbei haben wir insbesondere anhand von Vorjahreszahlen sowie der Entwicklung der Anzahl der Verträge sowie der Verhältniszahl von Provisionsaufwendungen zu Provisionserträgen einen Erwartungswert für die Provisionserträge gebildet, eine vertretbare Abweichung festgelegt und verglichen, ob der erfasste Provisionsertrag des Geschäftsjahres innerhalb der vertretbaren Bandbreiten liegt. Des Weiteren haben wir für eine nach Größenkriterien bestimmte bewusste Auswahl die Geldeingänge der Versicherungsunternehmen mit den zugrunde liegenden Abrechnungsdaten abgestimmt.
Der Verarbeitungsprozess zur Ermittlung der Provisionserträge aus der Vermittlung von Altersvorsorgeprodukten ist sachgerecht ausgestaltet. Aus unserer Prüfung ergaben sich keine Feststellungen hinsichtlich des Bestands der im Abschluss ausgewiesenen Provisionserträge aus der Vermittlung von Altersvorsorgeprodukten.
die nichtfinanzielle Konzernerklärung und die Konzernerklärung zur Unternehmensführung und
Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des zusammengefassten Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines zusammengefassten Lageberichts in Übereinstimmung mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.
gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des zusammengefassten Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen an-gemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben.
beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Konzernabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und der ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Kon-zerns vermittelt.
Wir wurden von der Hauptversammlung am 14. Juni 2018 als Konzernabschlussprüfer gewählt. Wir wur-den am 15. Juni 2018 vom Vorsitzenden des Aufsichtsrats beauftragt. Wir sind ununterbrochen seit dem Geschäftsjahr 2011 als Konzernabschlussprüfer der MLP SE tätig.
Wir haben folgende Leistungen zusätzlich zur Jahres- und Konzernabschlussprüfung sowie Prüfung des zusammengefassten Lageberichts für das geprüfte Unternehmen bzw. für die von diesem beherrschten Unternehmen erbracht:
Prüfung der MLP Banking AG nach § 89 Abs. 1 WpHG
Prüfung der FERI Trust GmbH nach § 36 Abs. 1 WpHG
Prüfung der Aufstellung der Beträge der Abzugsposten im Zusammenhang mit den Umlagepflichten der MLP Banking AG gemäß § 16j Abs. 2 Satz 2 FinDAG (Finanzdienstleistungsaufsichtsgesetz)
Prüfung gemäß der Allgemeinen Geschäftsbedingungen der Deutschen Bundesbank im Rahmen der Nutzung von Kreditforderungen zur Besicherung von Zentralbankkrediten (Krediteinreichungsverfahren) bei der MLP Banking AG
Qualitätssicherung des Entwurfs des Offenlegungsberichts nach § 26a KWG der MLP Banking AG
Aufbereitung der Dateien im Zusammenhang mit den Offenlegungspflichten der DOMCURA AG und Nordvers GmbH
Erwerb eines Muster-Sanierungsplans für mittelständische Institute sowie eines Leitfadens zur Befüllung eines Muster-Sanierungsplans für mittelständische Institute durch die MLP Banking AG, basierend auf dem Projekt des Bundesverbands deutscher Banken e.V. (BdB) und
Rechtsberatungsleistungen im Zusammenhang mit der Unterstützung in Bezug auf die Anforderungen der MiFiD II hinsichtlich der Sachkunde und Kompetenzen der Mitarbeiter der FERI Trust GmbH
Der für die Prüfung verantwortliche Wirtschaftsprüfer ist Iris Helke.
Frankfurt am Main, den 4. März 2019
Helke Hahn
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References: § 315
 § 315
 § 89
 § 36
 § 16
 § 26