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Timestamp: 2020-02-24 12:05:10+00:00

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BGH, 22.04.1965 - VII ZR 15/65 - dejure.org
https://dejure.org/1965,154
BGH, 22.04.1965 - VII ZR 15/65 (https://dejure.org/1965,154)
BGH, Entscheidung vom 22.04.1965 - VII ZR 15/65 (https://dejure.org/1965,154)
BGH, Entscheidung vom 22. April 1965 - VII ZR 15/65 (https://dejure.org/1965,154)
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Schadensersatzansprüche aus Schiedsgutachtervertrag - Maßgeblichkeit von Dienstvertragsrecht oder Werkvertragsrecht für den Schiedsgutachtervertrag - Eingeschränkte Haftung des Schiedsgutachters - Aufnahme von Rechtsstreit durch widersprechenden Konkursgläubiger
BGHZ 43, 374
NJW 1965, 1523
MDR 1965, 569
DNotZ 1966, 90
VersR 1965, 619
DB 1965, 850
Unter § 6 Abs. 3 der notariellen Urkunde haben die Vertragsparteien jedoch kein Schiedsgutachten mit der Folge vereinbart, daß die Wertermittlung durch den Gutachterausschuß bis zur Grenze der offenbaren Unrichtigkeit entsprechend § 319 Abs. 1 Satz 1 BGB verbindlich wäre (vgl. BGHZ 43, 374, 376; 81, 229, 237).
bb) Ist ein Schiedsgutachten offenbar unrichtig, so können sich hieraus (werk-)vertragliche Schadensersatzansprüche ergeben (vgl. BGH, Urteil vom 22. April 1965 aaO), ohne dass sich der Gutachter wie ein Richter oder Schiedsrichter auf die Vergünstigung des § 839 Abs. 2 BGB berufen kann (vgl. BGH, Urteil vom 13. Dezember 1956 - VII ZR 22/56, BGHZ 22, 343, 345).
Auch aufgrund dieser Vorschrift hafte nach der zutreffenden Ansicht anderer Senate des Bundesgerichtshofs (BGHZ 42, 313 ; 43, 374) der gerichtliche Sachverständige jedenfalls dann nicht, wenn dessen unrichtiges Gutachten lediglich das Vermögen und nicht ein absolutes Recht eines anderen geschädigt habe; unsere Rechtsordnung enthalte keine allgemeine Vorschrift, die den Beteiligten eines gerichtlichen Verfahrens bei jeder fahrlässigen Pflichtverletzung des Sachverständigen Schadensersatzansprüche gewähre.
Der VII. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs hat auf seine in dem angegriffenen Urteil zitierten Entscheidungen BGHZ 42, 313 und 43, 374 hingewiesen.
Die Bestimmung der Leistung durch ihn ist für die Vertragsparteien grundsätzlich verbindlich (BGHZ 43, 374, 376).
Anforderungen an die Aufnahme des unterbrochenen Passivprozesses durch den …
Selbst wenn man unterstellt, daß die vorläufig vollstreckbar titulierten Klageforderungen in entsprechender Weise angemeldet und im Prüfungstermin (§ 176 f. InsO) von dem Insolvenzverwalter oder einem anderen Gläubiger bestritten worden sind, wären gemäß §§ 179 Abs. 2, 180 Abs. 2 InsO nur diese und gemäß §§ 179 Abs. 1, 180 Abs. 2 InsO die Kläger (vgl. BGH, Urt. v. 22. April 1965 - VII ZR 15/65, NJW 1965, 1523) zur Aufnahme des unterbrochenen Rechtsstreits befugt.
Ein gerichtlicher Sachverständiger hat für die Folgen eines fahrlässig erstatteten Gutachtens nicht einzustehen, wie der VII. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs in BGHZ 42, 313 befunden hat (vgl. auch BGHZ 43, 374, 376) [BGH 22.04.1965 - VII ZR 15/65] .
Es fehlt in unserer Rechtsordnung an einer allgemeinen Vorschrift, die den an einem gerichtlichen Verfahren Beteiligten (Angeklagter, Parteien) bei jeder fahrlässigen Verletzung der Pflicht des Sachverständigen, sein Gutachten nach bestem Wissen und Gewissen zu erstatten, einen Schadensersatzanspruch gewährt (BGHZ 42, 313, 318 [BGH 19.11.1964 - VII ZR 8/63] ; vgl. auch BGHZ 43, 374, 376) [BGH 22.04.1965 - VII ZR 15/65] .
In der zu der entsprechenden Bestimmung des § 146 Abs. 6 KO ergangenen Rechtsprechung und Literatur herrscht weitgehend Übereinstimmung darüber, daß es dem Gläubiger unbenommen bleibt, im Klagewege die Feststellung seiner titulierten Forderung zur Konkurstabelle durchzusetzen (vgl. u.a. BGH, Urt. v. 22. April 1965 - VII ZR 15/65, NJW 1965, 1523 und v. 26. Juni 1953 - V ZR 71/52, LM Nr. 1 zu § 146 KO;… Kilger/K. Schmidt, Insolvenzgesetze, 17. Aufl., § 146 KO Anm. 3;… Kuhn/Uhlenbruck, KO, 11. Aufl., § 146 Rdn. 33;… Jaeger/Weber, KO, 8. Aufl., § 146 Anm. 42).
Der Schiedsgutachter übernimmt es, als Dritter die einer Vertragspartei obliegende Leistung zu bestimmen (§ 317 BGB; vgl. BGHZ 43, 374, 376).
Nach § 319 Abs. 1 Satz 1 BGB muß er die Schätzung bis zur Grenze der offenbaren Unrichtigkeit hinnehmen (BGHZ 43, 374, 376; BGH NJW 1965, 150; Urteil vom 19. Dezember 1975 - IV ZR 107/73 = WM 1976, 269, 270 m.w.N.).
BGH, 11.10.1988 - X ZB 16/88
BAG, 19.11.1996 - 3 AZR 494/95
BGH, 05.12.1979 - VIII ZR 155/78
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OLG Hamm, 16.01.2008 - 8 U 138/06
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BAG, 19.11.1996 - 3 AZR 495/95
Anspruch auf ungekürzte Vergütung während der Kurzarbeit - Aufnahme eines …
BGH, 26.10.1972 - VII ZR 44/71
Schiedsgutachten: Offenbare Unrichtigkeit
OLG München, 24.03.1992 - 18 U 5881/91
BGH, 24.01.1966 - III ZR 111/64
Fehler eines Berufungsgerichtes bei der Beurteilung eines Schadensausgleiches im …
LG Bautzen, 03.03.1999 - 4 O 864/98
Schadensersatzansprüche wegen fehlerhafter MPU
BGH, 23.01.1976 - I ZR 15/74
Voraussetzungen für ein Vertragsverhältnis "auf längere Zeit" - Prüfung von …
BGH, 19.12.1975 - IV ZR 107/73
Auslegung eines gerichtlichen Vergleichs - Ein Schiedsgutachtervertrag im …

References: § 6
 § 319
 § 839
 § 146
 § 146
 § 146
 § 146
 § 146
 § 319
 BGH