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Timestamp: 2019-07-20 16:09:13+00:00

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Ahmadiyya-Bewegung des Islam | Etzel's Blog
Inhalt & Zusammenfassung des gleichnamigen Buches
Verlag der Deutschen Hochschulschriften – Dr. Hänsel-Hohenhausen – Frankfurt a.M./München/Miami/New York 2002
ISBN 3-8267-1206-4
Die Autorin ist Dozentin im Fachbereich Erziehungswissenschaften der Universität Frankfurt/M.
Urteil zum wissenschaftlichen Charakter der Studie
Einleitung: Motivation zur Forschung und Erkenntnisinteresse
1. Vorgeschichte, Gründung und Entwicklung der Ahmadiyya
Von den Herren des Punjab zu den Herren der Welt
2. Selbstdarstellung der Ahmadiyva
Eine Auswahl von Zitaten
Millenarische Bewegung mit Erwähitheitsanspruch und Siegesgewissheit
Zusammsenfassung
3. Struktur der Ahmadiyya
Strukturhermeneutische Analyse einer Selbstdarstellung
Strukturhypothese
Häretische islamische Sekte mit globaler Vernetzung,
blasphemischem Führerkult und Herrschaftsanspruch
4. Einstellung zu Juden
Produktion und Verbreitung antijüdischer Texte
Legendenbildung und Instrurnentalisierung:
,,Die islamisierten Juden, die Kaschmiri“
5. Einstellung zum Christentum
Dschihäd gegen das ,,Kreuz“ und das ,,Schwein“
Dschihäd gegen ,,Gog und Magog“, ,,die christlichen Nationen“
6. Politisches Ziel
Umwandlung Deutschlands in einen islamischen Staat
im Rahmen einer islamischen Weltordnung
Tugendhaftes Leben und Bund mit dem Führer
Konversion zum Islam und Bai’at
Tabligh – Da’wa – Missionierung – Werbung
Ziel: Weltsieg eine Religion, ein Führer /Kalif
8. Frauen, zwei Fallrekonstruktionen.
Maryam – Tochter der Elite
Latifundienlogik
Eveline – Tochter aus dem Fußvolk des Kalifen
Brain-washing-Sekte
*** ZUSAMMENFASSUNG DER FORSCHUNGSERGEBNISSE ***
Schluss: Fragen an die Juristen
Zusammenfassung der Forschungsergebnisse (gekürzt)
Die Ahmadiyya ist eine 1889 in Qadian im indischen Punjab von Mirza Ghulam Ahmad gegrundete millenarische Bewegung. Ihr Gründer beansprucht Messias, Mahdi, Prophet, die geistige Wiedergeburt Jesu, Mohammeds, Vishnus, Krishnas, Buddhas und der Reformer am Anfang der 1ooojährigen Endzeit zu sein, den wahren Islam zu vertreten und ihn durch seine Bewegung in 300 Jahren zum Sieg über alle anderen Religionen zu führen. Für die ihm nachfolgenden Führer richtete er das Kalifat ein und eine Oberhaupt-Dynastie. […]
Mitglied wird man durch Geburt oder Bai’at. Die Bai’at ist ein archaischer Akt der Anerkennung eines Führers und des Gelöbnisses lebenslangen Gehorsams. Die Ahmadiyya selbst erklärt die Bedeutung des Wortes Bai´at auf folgende Weise: ,,Ein Gelübde der Treue und des Gehorsams eines Jüngers an seinen geistlichen Lehrer. Wörtlich: Akt der Selbstverpfändung.“ Wer in die Ahmadiyya eintritt, gelobt mündlich und schriftlich lebenslangen Gehorsam gegenüber dem Gründer der Bewegung, dem Kalifen und dem Kalifat. Außerdem verpflichtet man sich schriftlich zur Zahlung eines monatlichen Mitgliedsbeitrags. […]
Inhaltlich ist die Lehre der Ahmadiyya ein eklektizistisch und synkretistisch zusammengebasteltes Gedankengebäude mit Bausteinen aus dem sunnitischen und schiitischen Islam, aus der hinduistischen Avatara-Lehre, aus christlichen und jüdischen Quellen und aus Legenden, Reiseberichten und Phantasiegeschichten. Vom Islam weicht sie vor allem in ihrer Jesus-Lehre und in ihrer Prophetenlehre mit Kalifatanspruch ab. Sie behauptet den einzig wahren Islam zu vertreten. Aus diesen Gründen kann man sie als Abspaltung vom Islam und als häretische Sekte bezeichnen.
Die Ahmadiyya verbreitet mit einem Teil ihrer Schriften anti-christliche, anti-westliche und getarnt anti-jüdische und antiamerikanische Propaganda und trägt auf diese Weise zur Erzeugung und Verbreitung von Hass bei. Ihr Werbespruch, „Liebe für alle, Hass für keinen“, steht dazu im Widerspruch.
Ihr politisches Ziel ist die Einrichtung einer islamischen Ordnung auf der ganzen Welt, auch in Deutschland. Das bedeutet: Abschaffung der freiheitlich demokratischen Grundordnung und Einrichtung des Führertums gemäß dem Koran. Sie setzt eine Doppelstrategie ein aus Anpassung und Integration einerseits und Machterweiterung der Führung andererseits. Wie andere islamistische Gruppierungen verbindet sie uralte mythische eschatologische Ideen mit islamischen Dschihad-Vorstellungen, allerdings mit einer klaren Absage an die Anwendung physischer Gewalt.
Strukturell ist sie eine totalitäre Brain-washing-Sekte, die mit modernen Medien und Methoden des Marketings, vor allem mit dem Mittel der Suggestion, gekonnt und äußerst raffiniert planerisch denkend vorgeht. Religion wird von ihr zu einem auf dem Markt zu positionierenden Produkt und auf Kulturindustrie reduziert. Sie folgt der allgemeinen Gesetzmäßigkeit von Erneuerungssekten: Beerbt wird eine ehrwürdige Religionstradition, sie wird als verdorben dargestellt und der Reinigung für bedürftig erklärt. Dazu gehören die Fundamentalisierung (ad fontes) und die Logik der Überbietung des Monotheismus. Sie ist eine gesteigerte Form der islamischen Herrschafts- und Gehorsamsreligiosität. Wie moderne Sekten, z.B. Scientology, behauptet sie, in ihrer Lehre auf dem Stand moderner Wissenschaftlichkeit und Rationalität zu sein – das ist jedoch nicht der Fall.
Ihre ,,Missionierung“ dient der Selbstagitation, dem Personenkult, der Eroberung und Ausdehnung von Macht und Reichtum ihrer Führer und der Oberhaupt-Dynastie. Die Gefolgschaft wird abkassiert und trägt zur außergewöhnlichen Finanzkraft der Führungselite bei. Als Gegenleistung erhalten die Mitglieder eine erkaufte religiöse Pseudoidentität als ,,letztes Gottesvolk“, erkaufte Teilhabe am Elitären und Anerkennung der Zugehörigkeit zu einer Gemeinschaft.
Die Instrurnentalisierung von Religion für finanzielle und dynastische Zwecke und die Aneignung von Staatsgeldern durch das Abkassieren von Asylanten, die die Strategie nicht durchschauen, ist nicht nur raffiniert und zynisch, man kann diese Vorgehensweise m.E. auch als mafiotisch bezeichnen. Anders gesagt: Unter dem Deckmantel von Religion entfaltet sich die Mafia.
Die Geschlechterordnung folgt islamisch fundamentalistischen Prinzipien:
Geschlechtertrennung in der Öffentlichkeit, Sexualität nur in der Ehe, Monogamie für die Frau und Erlaubnis der Polygamie für den Mann. Ehen werden arrangiert und dürfen nur innerhalb der Allmadiyya-Gemeinde geschlossen werden. Das Heiratsgeschäft folgt der Logik des Frauentauschs und dem Prinzip der Patrilokalität. Oberhaupt der Familie ist der Mann.
Frauen und Mädchen der Ahmadiyya haben nach eigenen Aussagen keine Probleme mit Deutschen, auch nicht in den Bildungsinstitutionen. Sie sind integriert und erfolgreich, obwohl sie durch die Befolgung der Bekleidungsvorschriften und die räumlichen und zeitlichen Einschränkungen in ihrer Bewegungsfreiheit und in ihren Kontakten zu einer gewissen Selbstausgrenzung gezwungen sind. Sie wünschen sich in der Schule einen nicht konfessionell gebundenen Religionsunterricht als Pflichtfach, in dem ihnen Kenntnisse über andere Religionen vermittelt werden, um ihre religiöse Isolation zumindest geistig überwinden zu können.
Die Erziehung der Mädchen – gewisse Ausnahmen gibt es immer bei Töchtern der gebildeten Elite – erfolgt hier in Deutschland sozusagen zweigleisig. Im Rahmen der Ahmadiyya werden sie von klein auf zu Gehorsam und Fügsamkeit erzogen. Die naturwüchsig immer vorhandenen Individuierungstendenzen werden abgeschliffen. Eingeübt wird das Teilsein in einem Kollektiv mit Unmündigkeit des einzelnen Subjekts. Als Erziehungsinstrumente werden die Religion und die Suggestion eingesetzt. Eingeübt werden Mechanismen der Autosuggestion. Das Mädchen lebt in einer Art Pseudofreiheit: Erlaubt wird ihm scheinbar alles, gleichzeitig wird ihm mit Höllenstrafen gedroht bei Ungehorsam. Die so erzeugte Angst kann zum Habitusprinzip werden.. Im deutschen Bildungssystem dagegen wird die Entwicklung der lndividuierungstendenzen gefördert. Ziel der Bildungsprozesse ist das individuierte Subjekt, das eigenverantwortlich für das Gemeinwohl und das Eigenwohl sorgt. Beide Arten der Sozialisation konfligieren in den Mädchen miteinander und führen häufig zu Konflikten (Eveline) und Störungen im Individuierungsprozess (Maryam). Mit den eingeübten Mechanismen der Autosuggestion hindert sich das Mädchen selbst an der Auseinandersetzung mit dem Konflikt. Seine Widerstandsfähigkeit wird außerdem durch die islamische Prädeterminationslehre geschwächt zugunsten einer Ergebenheit in das Schicksal. Je nach Familie ist die Erziehung mehr oder weniger religiös indoktriniert.
Auch bzgl. der Frauen setzt die Ahmadiyya eine Doppelstrategie ein. In ihren Propagandäschrifien preist sie die Würde, die Gleichwertigkeit und den hohen sozialen Status der Frau im Islam. Das verführt leicht zu dem falschen Schluss, Frauen seien auch gleichberechtigt und hätten die Rechte entsprechend den deutschen Gesetzen. Die Realität sieht jedoch, wie der Fall Eveline exemplarisch zeigt, anders aus. Bekleidungsvorschrifien verhindern die Teilnahme am Sport, die Einschränkung der räumlichen und zeitlichen Bewegungsfreiheit und die Geschlechtertrennung verhindern die Ausübung vieler Berufe und die Teilnahme an Freizeitaktivitäten, das Gebot der endogamen Ehe verhindert die sexuelle Selbstbestimmung und fördert die Abgrenzung von allen Nicht-Ahmadis, die traditionale Arbeitsteilung in der Familie verhindert eine aktive Teilnahme am öffentlichen Leben. Die Gleichberechtigung in der Ehe wird den Frauen verweigert, im Konfliktfall hat der Mann das letzte Wort.
Aus diesen Gründen kann man sagen: Unter dem Deckmantel der Religion breiten sich durch die Ahmadiyya4deologie neue Formen der Unterdrückung von Frauen und Mädchen bei uns aus.
Die Ahmadiyya verfügt über eine außergewöhnliche Finanzkrafi, was bei einem Verein, dessen Mitglieder überwiegend Asylanten und Asylantinnen sind, erklärungsbedürüig ist. Sie hat ein weltweit operierendes Netzwerk eingerichtet und hierarchisch organisiert, das sie für ihren Sieg über alle anderen Religionen, besonders über das Christentum, kontinuierlich üusbaut. Sie rechnetmit dem ,,Endsieg“ in 200 Jahren. Bestandteil dieser Strategie ist auch ihr Moscheenplan für Deutschland. Demnach sollen bis zum Jahre 2010 einhundert Stützpunkte, Moscheen genannt, neu gebaut werden. Zu diesem Zweck kaufi sie verkehrsgünstig gelegene Grundstücke in der Nähe von Autobahnzuf~hrten und Flughäfen. Dadurch geraten bei uns überwiegend christliche Gemeinden in schwere Konflikte. Unbefangen und gastfreundlich haben sie zunächst Asylanten aufgenommen und machen nun die Erfahrung, dass es sich um Eroberer handelt. In diesen Gemeinden wird inzwischen die Frage gestellt, ob die kostbare weltanschauliche Neutralität und Toleranz unseres Staates nicht da ihre Grenze haben sollte, wo die Zerstörung dieser Werte und unserer geselischafilichen Strukturen beginnt.
1. Ist auf Grund der Zielsetzung der Ahmadiyya und ihrer Doppelstrategie die Beobachtung durch den Verfassungsschutz angemessen, notwendig und berechtigt?
In der Öffentlichkeit, in ihrer Propaganda und bei der Erreichung von Nahzielen (Integration in die Institutionen, unauffälliges und vorbildliches Verhalten der Gefolgschaft im Alltag) verhält sich die Ahmadiyya gesetzeskonform. In ihren Schriften wird ihr Fernziel sichtbar: die Umwandlung Deutschlands in einen Kalifatstaat und die Errichtung einer islamischen Weltordnung mit Führerprinzip.
2. Handelt es sich bei der Verschaffung von Vermögensvorteilen unter Ausnutzung der Notlage von Asylanten und anderen Hilfsbedürftigen um einen Verstoß gegen die guten Sitten im Sinne des § 138 BGB?
Zum Eintritt in die Ahmadiyya gehört u.a. ein zivilrechtlicher Vertrag, in dem sich der Kandidat auf die Zahlung eines monatlichen Geldbetrags verpflichtet.
3. Handelt es sich bei der oben vorgestellten Kalligraphie um Verunglimpfung der deutschen Farben im Sinne des § 90a,2 StGB und um einen Verstoß gegen den § 86, Satz 4 StGB wegen Verbreitung einer Abbildung, die gegen die demokratische Grundordnung gerichtet ist?
4. Handelt sich bei den antijüdischen Texten in mehreren Publikationen der Ahmadiyya um Volksverhetzung eines Teils der Bevölkerung im Sinne des § 130 StGB? Wie kann juristisch gegen die Verbreitung derartiger Texte vorgegangen werden?
5. Ist die Mitgliedschaft in der Ahmadiyya mit dem Beamtenstatus und mit einer Funktionsstelle in der Schulleitung vereinbar? Sind Beamteneid und Bai‘at (das feierliche Gelöbnis des Gehorsams gegenüber dem Gründer der Ahmadiyya, dem Kalifen und dem Kalifat) miteinander vereinbar?
Der Frage liegt, wie ich in der Einleitung berichtet habe, ein konkreter Fall zu Grunde.
6. Verstößt die Ahmadiyya mit ihren Vorschriften für Mädchen und Frauen (Bekleidungsvorschriften, die die Teilnahme am Sport unmöglich machen, Einschränkung der räumlichen und zeitlichen Bewegungsfreiheit, die die Ausübung vieler Berufe und die Teilnahme an Freizeitaktivitäten verhindern, Verweigerung der sexuellen Selbstbestimmung und der Gleichberechtigung in der Ehe) gegen die im Grundgesetz in Art. 3 Absatz 2 garantierte Gleichberechtigung von Frauen und ihr Recht auf Selbstbestimmung? Gegen Art. 1 der UN-Charta? Er lautet: „Alle Menschen sind frei und gleich an Würde und Rechten geboren.“ Gegen das Urteil des Bundesverfassungsgerichtes (BVerfGE 10/59) vom 10.7.1959, das den Stichentscheid des Vaters für verfassungswidrig erklärte? Gegen die im deutschen Familienrecht garantierte Gleichberechtigung von Frau und Mann?
Siehe z.B. die Faltblätter
H. Hübsch: Rechte und Pflichten der Frau im Islam. Verlag Der Islam, 1. Aufl. Mai 1999.
H. Hübsch: Die islamische Ehe. Verlag Der Islam, 1. Aufl. Mai 1999.
7. Ist die Ahmadiyya eine Vereinigung, die nach GG Art. 9 Abs. 2 verboten werden müsste, weil sie sich – wenn auch getarnt – gegen die verfassungsmäßige Ordnung (siehe Frage 3) und gegen den Gedanken der Völkerverständigung (siehe Frage 4) richtet?
8. Oder fallen alle diese Tatbestände unter die im Grundgesetz in Art. 4 garantierte Religionsfreiheit?
9. Müsste nicht bei einer Organisation, die sich die Abschaffung unserer demokratischen Ordnung zur Aufgabe gemacht hat, der Status der Gemeinnützigkeit überprüft werden?
10. Sind Organe eines demokratischen Staates dazu berechtigt, seine Bürger und Gemeinden zu zwingen, Vereine mit antidemokratischer und antichristlicher Zielsetzung und islamisch-fundamentalistischen Machtinteressen zu unterstützen, z.B. durch die Genehmigung zur Errichtung eines neuen Stützpunktes, genannt Moschee?
1. Vorgeschichte, Gründung und Entwicklung
Die Ahmadiyya ist sozusagen das Familienunternehmen der Mirza-Ahmad-Dynastie. Die Herrscherfamilie wanderte im 16. Jh. mit eigenem Heer in das indische Punjab ein, wurde Großgrundbesitzer und zu den „Herren des Punjab“ – bis zur Enteignung durch die Sikhs. 1889 gründete Mirza Ghulam Ahmad in Qadian die Ahmadiyya-Bewegung, eine islamische Sekte mit eigener Prophetenlehre und Jesuslehre und richtete für seine Nachfolger das Kalifat ein. Seit 1984 residieren die Kalifen in London, seit dem 22.04.03 der 5. Kalif Mirza Masroor Ahmad. Die Ahmadiyya strebt innerhalb von 300 Jahren den Sieg über alle anderen Religionen an, auch über die islamischen Konfessionen. Sie breitet sich weltweit aus und hat bereits auf allen 5 Erdteilen ihre Kalifatstützpunkte, genannt Moschee. Nach eigenen Angaben hat sie weltweit über 200 Millionen und in Deutschland 70.000 Mitglieder. Entwicklung und Ziel lassen sich in der Formel zusammenfassen:
Eine chronologisch geordnete Auswahl von Zitaten der Ahmadiyya-Führer zeigt, dass es ihnen von Anfang an bis heute nicht nur um Religion geht, sondern um die Eroberung politischer Macht. Auch der Ahmadiyya-Islam ist eine Politreligion, u.z. eine Herrschafts- und Gehorsamsreligion, die mit der Demokratie nicht vereinbar ist.
Die Ahmadiyya ist eine auf dem Grundmechanismus der Überbietung basierende häretische Erneuerungssekte des Islam. Sie folgt der allgemeinen Gesetzmäßigkeit von Erneuerungssekten: Beerbt wird eine Religionstradition (hier: Islam), sie wird als verdorben dargestellt und der Reinigung für bedürftig erklärt. Zu Überbietungslogik und Verderbtheitslogik gehört immer ein Warner, der alles andere entwertet und die eigene Lehre zur einzigen Wahrheit und Rettung erklärt. Dieser Warner ist in der Ahmadiyya ihr Gründer, der sich als geistige Wiedergeburt Jesu und Mohammeds, als der Verheißene Messias und Mahdi, als Avatar Vishnus und Krishnas ausgab.
Die Schriften der Ahmadiyya enthalten antijüdische Stereotypen und Feindbilder, so auch das antisemitische Konstrukt der „jüdischen Rasse“. Außerdem aus der eigenen Prophetenlehre abgeleitet eine spezifische Entwertung des Juden als geistig unterwickelt. In keiner Publikation der Ahmadiyya findet man positive Darstellungen der Juden bzw. eine kritische Auseinandersetzung mit den eigenen antijüdischen Texten.
Da der Antisemitismus in Deutschland, Europa und in der islamischen Welt stark zunimmt und sich der islamistische und rechtsradikale Antisemitismus auch bei uns verbrüdert haben, dürfte der Antisemitismus der Ahmadiyya in unserer Gesellschaft nicht weiter stillschweigend toleriert werden. (Siehe M. Küntzel: Djihad und Judenhaß. Freiburg 2003)
Nach der Lehre der Ahmadiyya hat Jesus die Kreuzigung überlebt, ist danach nach Kaschmir gewandert, hat dort gelebt und gelehrt und ist im Alter von 120 Jahren eines natürlichen Todes gestoben. Sein Grab soll in Srinagar sein. In 300 Jahren will die Ahmadiyya das Christentum vernichtet haben, nicht mit Waffengewalt, sondern z.B. mit dem Instrument der Drohung:
„Den Israeliten, das heißt den Juden und Christen, wird angeraten, nichts gegen den Verheißenen Propheten zu unternehmen. Wenn sein Einfluss sich in ihrem Lande bemerkbar macht, so sollen sie ihn akzeptieren. Es werde keinen Sinn haben, sich ihm zu widersetzen oder den Versuch zu machen, sich der heranbrandenden Flut seiner Botschaft entgegenzustemmen. Widersetzlichkeit werde nur bedeuten, dass die Widersacher selbst vernichtet würden. Denn ein Volk, das einen Propheten in seiner Sendung stört, wird der göttlichen Bestrafung unterworfen.“ (Einl. zur arab./de. Koranausg. der Ahmadiyya, S. 82)
Die Polemik der Ahmadiyya gegen das Christentum erfährt eine Fortsetzung in der Verteufelung der „christlichen Nationen“, der „europäischen Nationen“, der „Nationen des Westens“, „der beiden Supermächte“, früher besonders Russlands, neuerdings mehr Amerikas, durch die Gleichsetzung mit den satanischen Mächten Gog und Magog. (Siehe dazu auch den Aufsatz von Schröter: Die Ahmadiyya und ihr Feindbild Christentum.)
Wie alle islamistischen Gruppierungen vertritt auch die Ahmadiyya die Lehre von der Hakimiyyat Allah, der Herrschaft Gottes als oberstem Gesetzgeber. Sie ist mit der Demokratie, in der das Volk oberster Souverän ist, nicht vereinbar. Politisches Ziel der Ahmadiyya ist eine islamische Ordnung mit Kalifat – auch in Deutschland. Ihr Ziel ist gut getarnt, aber erkennbar. Zu ihrer Doppelstrategie gehören die „Legalitätstaktik“ (Volker Bouffier, Einl. zum Verfassungsschutzbericht des Landes Hessen, 2002), der schnelle Erwerb der deutschen Staatsangehörigkeit und weltweite Propaganda in allen Medien.
Mitglied wird man durch Geburt und Bai´at. Die Bai´at ist ein archaisches Ritual der Anerkennung eines Führers und des Gelöbnisses von lebenslangem Gehorsam. Ahmadis geloben mündlich und schriftlich Gehorsam dem Gründer, dem Kalifen und dem Kalifat.
Die Mitglieder verpflichten sich zu sog. „Pflichtspenden“. Sie werden abkassiert wie die Armen auf den Latifundien der Ahmadis in Pakistan. (Zur Latifundienlogik siehe Kap. Frauen, S. 128-131)
Jedes Mitglied, Erwachsene und Kinder, ist verpflichtet, sich an der Ausbreitung, genannt Tabligh, zu beteiligen. Zu den Ausbreitungsstrategien in Deutschland gehört auch die Unterwanderung unserer öffentlichen Schulen. Im Ahmadiyya-Bulletin, 3/4, 2003, heißt es dazu auf S. 13: Es wird einen Projekttag über Tabligh geben, in dem darüber diskutiert werden soll, wie die Jugendlichen bzw. Kinder Tabligh in der Schule machen können. Wie kann man Ethikunterricht, Gemeinschaftskundeunterricht, Gesellschaftslehre für Tabligh Zwecke nutzen? (…) Die Kinder sollen gefragt werden, welche Tabligh-Methode am wirksamsten ist und welche Rolle sie selbst dabei spielen können.“
Deutschland ist zum Vorbereitungsraum für die Ausbreitung im Ausland geworden.
(Zu den Ausbreitungsstrategien s. Schröter, Vortrag im Rathaus in Hannover, 18.06.2003)
Durch die Ahmadiyya breiten sich vormoderne Formen der Unterdrückung von Frauen und Mädchen bei uns aus, z.B. permanente Kontrolle und Einschränkung der Bewegungs- und Entscheidungsfreiheit, Zwangsverlobung und -verheiratung als Strafmaßnahme, die arrangierte Ehe als Immigationsticket für Pakistaner. Die Verheiratung folgt der Logik des Frauentauschs. Grundsätzlich sind nur endogame Ehen erlaubt, also nur innerhalb der Ahmadiyya. Der 4. Kalif verkündete den „Dschihad gegen die Schleierlosigkeit“. Das alles fördert die Bildung einer Parallelgesellschaft.
Zusammenfassend kann man sagen: Die Ahmadiyya ist eine Kalifatbewegung und eine gut getarnte islamistische Politreligion mit Legalitätstaktik.

References: § 138
 § 90
 § 86
 § 130
 Art. 3
 Art. 1
 Art. 9
 Art. 4