Source: https://www.jusmeum.de/gesetz/2-DVLuftPersV/DritterAbschnitt-Anlage1B
Timestamp: 2018-10-21 16:32:13+00:00

Document:
Anlage 1B Lehrplan für die praktische Ausbildung zum Erwerb der Lizenz für Privatflugzeugführer (zu § 4) - LuftPersVDV 2
Anlage 1B Lehrplan für die praktische Ausbildung zum Erwerb der Lizenz für Privatflugzeugführer (zu § 4)
Lehrplan für die praktische Ausbildung zum Erwerb der Lizenz für Privatflugzeugführer (zu § 4) LuftPersVDV 2 - Lehrplan für die praktische Ausbildung zum Erwerb der Lizenz für Privatflugzeugführer (zu § 4)
Fundstelle des Originaltextes: BAnz. 2006, Nr. 60, Beilage Nr. 60a, 27 - 33
Allgemeines Der nachfolgende Lehrplan ist eine Richtlinie für den Ablauf und die Inhalte der praktischen Ausbildung. Das in der praktischen Ausbildung verwendete Flugzeug muss mit einem Doppelsteuer ausgerüstet und für die Ausbildung geeignet sein. Da nicht alle musterspezifischen Eigenarten verschiedener Flugzeugmuster berücksichtigt werden können, sind alle Übungen gemäß der im Flughandbuch des in der Ausbildung verwendeten Flugzeuges aufgeführten Verfahrensanweisungen durchzuführen.
Bei allen Übungen sind Einstellung und Betrieb des Triebwerks zu überwachen.
Unnötiger Fluglärm ist zu vermeiden.
Erklärung des Flugzeugmusters
Flugklarheit des Flugzeugs, Außenkontrolle
Aufstellen des Flugzeuges
Triebwerkseinstellen für die beste Steigrate oder den besten Steigwinkel
Steigflugkurven auf vorgegebenen Kurs mit
Geradeausflug und Horizontalflug
Veränderung der Triebwerksleistung im Geradeausflug und Horizontalflug
Einhalten von Höhe, Kurs und einer vorgegebenen Fluggeschwindigkeit bei Aus- und Einfahren der Landeklappen und des Fahrwerks
bei V(tief)s + 5 bis + 10 kt (Überziehgeschwindigkeit des Flugzeuges im jeweiligen Flugzustand + 5 bis + 10 kt Sicherheit)
Klappen in Startstellung
Klappen in Anflugstellung und bei ausgefahrenem Fahrwerk
vorgegebener Flughöhe
Übungen anhand von Bodenmarkierungen
Rechteck über Grund
Windvorhaltewinkel
Einteilen und Berücksichtigen der Windversetzung
Einhalten der vorgegebenen Flughöhe
zwei Vollkreise um einen Bezugspunkt
Einleiten, Höhen- und Geschwindigkeitskontrolle, Beenden
S-Kurven über einer geraden Bezugslinie
Ausgleichen des Windeinflusses.
Fundstelle: BAnz. 2006, Beilage Nr. 60a, Seite 29)
Steigflug auf mindestens 200 ft GND, bevor die erste Richtungsänderung aufgrund örtlicher Vorgaben durchgeführt wird
Am Wendepunkt 90 Grad-Kurve bis maximal 30 Grad Querneigung zum Gegenanflug parallel zu der Start- und Landerichtung
Reduzieren der Geschwindigkeit und Setzen der Landeklappen in die erste Stellung, Vergaservorwärmung bedienen
Ggf. Fahrwerk ausfahren
Am Wendepunkt: 90 Grad-Kurve bis max. 30 Grad Querneigung zum Endanflug. Abweichungen in der Reihenfolge der Übungen 7-11 aufgrund örtlicher Gegebenheiten oder der Besonderheiten des Flugzeugmusters sind zulässig.
Bei Heckradflugzeugen: Dreipunktlandungen und Radlandungen
Bei Bugradflugzeugen: Aufsetzen mit Hauptfahrwerk
Vermindern der Widerstände durch Einfahren von Landeklappen und Fahrwerk
Sichern des Flugzeuges gemäß Klarliste
Die Flughöhe sollte mindestens 3.000 Fuß über Grund betragen.
Flugzeug im Reiseflugzustand
Flugzeug mit Landeklappen in Anflugstellung
Flugzeug mit Landeklappen in Anflugstellung und ausgefahrenem Fahrwerk
Flugübungen im Bereich des Überziehens in
Steigflugkurven mit 10-30 Grad Querneigung und Landeklappen in Startstellung (simulierter Start) bis zu den ersten Anzeichen des Strömungsabrisses bzw. der Auslösung der Überziehwarnanlage
Sinkflugkurven mit 10-30 Grad Querneigung, Landeklappen in Anflugstellung und Fahrwerk ausgefahren (simulierter Anflug) bis zu den ersten Anzeichen des Strömungsabrisses bzw. der Auslösung der Überziehwarnanlage
mit unterschiedlichen Gewichtszuständen (max. Zuladung)
ohne Zuhilfenahme der Landeklappen
Ziellandungen aus der Platzrunde mit und ohne Motorhilfe
Ziellandung aus mindestens 600 m (2000 ft) über Grund ohne Motorhilfe
Die Durchführung der Notverfahren (Sofortmaßnahmen, Ursachensuche, Maßnahmen kurz vor der Landung) erfolgen gemäß Flughandbuch. Die Sofortmaßnahmen müssen auswendig beherrscht werden.
Die Benutzung der Notfall-Klarliste ist in sinnvoller Weise in den Flugablauf zu integrieren.
Geschwindigkeit für bestes Gleiten (Trimmen)
Einteilung des Anfluges
Kleinorientierung
Flug nach vorgegebenen Kursen
Orientierung bei ungünstigen Sichtbedingungen
voraussichtliche und tatsächliche Ankunftszeit
Geplante Abweichung vom vorgegebenen Kurs
Verwendung von Auffanglinien
Einflug in die Platzrunde
Möglichkeiten zur Vermeidung von Fluglärm
Einweisung in den Gebrauch von Funknavigationshilfsmitteln
Gebrauch von bordeigenen Funknavigationsmitteln, VOR, ADF oder GPS
Nutzung bodengestützter Dienste wie VHF-Peiler (VDF) und Radar
Einsatz des Transponders
Anmerkung: Die Dauer der Einweisung soll mindestens 90 Minuten betragen. Ersatzweise kann die Einweisung auf einem synthetischen Flugübungsgerät durchgeführt werden, § 14 1. DV LuftPersV bleibt unberührt. Die Ausbildungszeit auf einem synthetischen Flugübungsgerät zählt nicht zur erforderlichen Flugausbildungszeit gemäß § 1 (3) LuftPersV.
An- und Abflüge mit Landung auf anderen als dem Ausbildungsflugplatz
Sprechfunkverkehr entsprechend den vorgeschriebenen Verfahren
Orientierung und Anflugverfahren
Beobachten des Luftraums, ggf. rechtzeitiges Ausweichen
Abstandhalten von anderem Luftverkehr
Einordnen in die Platzrunde
ausgelegte Zeichen und ggf. Lichtsignale
Landung auf dem Flugplatz
Orientieren auf dem Flugplatz
Zeichen und evtl. Lichtsignale
Abstellen des Flugzeuges
Abflug unter Beachtung der vorgeschriebenen Verfahren
An- und Abflüge mit Landung auf Flugplätzen mit Flugverkehrskontrolle
Sprechfunkverkehr entsprechend der vorgeschriebenen Verfahren
Orientierung und Anflugverfahren in der Kontrollzone
Befolgen von Flugsicherungsanweisungen
Zeichen und Flugsicherungsanweisungen
evtl. Lichtsignale
Flugabfertigungsverfahren
Abflug auf der von der Flugsicherung angewiesenen Abflugstrecke
Flugübungen gemäß § 1 Abs. 4 Nr. 1-9 LuftPersV
Überlandflug gemäß § 1 Abs. 4 Nr. 10 LuftPersV
Wiederholen der Flugübungen gemäß Anlage 1B
mindestens 10 Alleinstarts und 10 Alleinlandungen auf mindestens drei anderen Flugplätzen als dem Ausbildungsflugplatz
Landungen auf unterschiedlichen Pistenbelägen (Gras, Beton/Asphalt)

References: § 4
 § 4
 § 4
 § 4
 § 14
 § 1
 § 1
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