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Timestamp: 2016-10-24 23:53:04+00:00

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des Geschworenengerichts des Kantons Z�rich vom 16. April 2008.
Das Geschworenengericht des Kantons Z�rich verurteilte X.________ am 16. April 2008 wegen vors�tzlicher schwerer K�rperverletzung zu einer Freiheitsstrafe von viereinhalb Jahren. Vom Vorwurf der versuchten vors�tzlichen T�tung sprach es ihn frei. Auf die Anklagevorw�rfe betreffend Widerhandlung gegen das Waffengesetz, mehrfach versuchter N�tigung und Drohung trat es nicht ein.
Gegen dieses Urteil erhebt X.________ Beschwerde in Strafsachen. Er beantragt, das angefochtene Urteil sei hinsichtlich der ausgesprochenen Strafe aufzuheben und die Sache sei zur Neubeurteilung an die Vorinstanz zur�ckzuweisen. Er sei mit einer teilbedingten Freiheitsstrafe von drei Jahren zu bestrafen. F�r zwei Jahre Freiheitsstrafe sei der bedingte Strafvollzug zu gew�hren, bei einer Probezeit von zwei Jahren. Eventualiter sei er mit einer Freiheitsstrafe von dreieinhalb Jahren zu bestrafen. Er ersucht um unentgeltliche Rechtspflege und Verbeist�ndung.
Das Geschworenengericht des Kantons Z�rich und die Oberstaatsanwaltschaft des Kantons Z�rich beantragen sinngem�ss, die R�gen hinsichtlich der Verletzung des Beschleunigungsgebotes seien abzuweisen. Das Geschworenengericht ersucht, im Falle einer Gutheissung sei reformatorisch zu entscheiden.
Der Beschwerdef�hrer folgte seiner ehemaligen Lebensgef�hrtin A.________ am Nachmittag des 19. Dezember 2000 ins Parkhaus B.________ in C.________. Dort schoss er aus einer Distanz von einigen Metern mindestens zweimal rechts und links an ihr vorbei. Ein weiteres Mal schoss er ihr aus kurzer Distanz in den linken Unterschenkel. Das Opfer erlitt eine Tr�mmerfraktur des Schienbeins mit ausgedehnten Weichteilverletzungen. Trotz mehrfacher operativer Eingriffe f�hrte die Verletzung zu chronischen, belastungsabh�ngigen und lang anhaltenden Schmerzen im Unterschenkel, welche es dem Opfer verunm�glichen, l�nger als ungef�hr 15 Minuten zu gehen. Das linke Kniegelenk l�sst sich nur noch eingeschr�nkt beugen. Die Narbe an der Aussenseite des Beins ist kosmetisch �usserst st�rend und ausgedehnt. Aufgrund der Schmerzen ist das Opfer arbeitsunf�hig, im Alltag beeintr�chtigt und muss kontinuierlich Schmerzmittel einnehmen. Schliesslich leidet es an einer posttraumatischen Belastungsst�rung.
2.1 Der Beschwerdef�hrer r�gt, die vorinstanzliche Strafzumessung verstosse in mehrfacher Hinsicht gegen Art. 47 StGB bzw. aArt. 63 StGB.
2.2 Die Vorinstanz spricht den Beschwerdef�hrer wegen vors�tzlicher schwerer K�rperverletzung nach Art. 122 Abs. 3 StGB schuldig. Bei der Strafzumessung wendet sie den alten Allgemeinen Teil des Strafgesetzbuches an. Strafsch�rfungs- und Strafmilderungsgr�nde ber�cksichtigt sie keine. Die Tat war nach ihrer Auffassung nicht lange im Voraus geplant. Der Beschwerdef�hrer handelte eventualvors�tzlich. Das Tatmotiv bestand darin, dass er seinen Sohn sehen wollte. Unter Einbezug dieser Umst�nde sowie der leicht verminderten Schuldf�higkeit wertet die Vorinstanz das Verschulden als erheblich bis schwer. Die pers�nlichen Verh�ltnisse und der allgemeine Leumund des Beschwerdef�hrers wirken sich nach dem angefochtenen Entscheid neutral auf die Strafzumessung aus. Hingegen gewichtet die Vorinstanz die f�nfmonatige bedingte Gef�ngnisstrafe aus dem Jahr 1998 wegen Check- und Kreditkartenmissbrauchs und Verstosses gegen das Waffen- sowie Strassenverkehrsgesetz als geringf�gig straferh�hend. Strafmindernd fliessen das Gest�ndnis, das kooperative Verhalten in der Untersuchung, die Straffreiheit seit der Tat sowie die Verletzung des Beschleunigungsgebots von ungef�hr einem Jahr infolge des versp�teten Schlussberichts der Bezirksanw�ltin in die Strafzumessung ein. Die Vorinstanz setzt eine Freiheitsstrafe von viereinhalb Jahren, d.h. eine Sanktion im unteren Bereich des Strafrahmens fest.
2.3 Gem�ss Art. 47 Abs. 1 StGB bzw. aArt. 63 Abs. 1 StGB misst das Gericht die Strafe nach dem Verschulden des T�ters und weiteren Umst�nden zu. Das Bundesgericht hat die Grunds�tze der Strafzumessung wiederholt dargelegt (BGE 136 IV 55 E. 5.4 S. 59 mit Hinweis). Darauf kann verwiesen werden. Die Strafzumessungskriterien sind unter dem neuen Allgemeinen Teils des Strafgesetzbuches grunds�tzlich dieselben geblieben, weshalb die bisherige Rechtsprechung zur Strafzumessung anwendbar bleibt (a.a.O.). Es liegt im Ermessen des Sachrichters, in welchem Umfang er die verschiedenen Strafzumessungsfaktoren ber�cksichtigt. Die Strafrechtliche Abteilung des Bundesgerichts greift auf Beschwerde in Strafsachen hin nur in die Strafzumessung ein, wenn die Vorinstanz den gesetzlichen Strafrahmen �ber- oder unterschritten hat, wenn sie von rechtlich nicht massgebenden Kriterien ausgegangen ist oder wesentliche Gesichtspunkte ausser Acht gelassen beziehungsweise in �berschreitung oder Missbrauch ihres Ermessens falsch gewichtet hat (a.a.O. E. 5.6 S. 61 mit Hinweis).
2.4 Soweit der Beschwerdef�hrer seiner Kritik an der vorinstanzlichen Strafzumessung einen anderen Sachverhalt zugrunde legt, als die Vorinstanz feststellt (z.B. das Opfer habe den gemeinsamen Sohn als "Waffe" eingesetzt, T�ter und Opfer h�tten zur Eskalation der Situation beigetragen), ohne Willk�r darzutun, ersch�pfen sich seine Vorbringen in appellatorischer Kritik. Darauf ist nicht einzutreten (Art. 97 Abs. 1 und Art. 106 Abs. 2 BGG; BGE 136 I 65 E. 1.3.1 S. 68 mit Hinweisen). Auch der Verweis des Beschwerdef�hrers auf seine Ausf�hrungen vor Vorinstanz in Bezug auf den Schweregrad der Verletzungen des Opfers (Beschwerde S. 5 unten) erweist sich als unzul�ssig, da die Begr�ndung in der Rechtsschrift selbst enthalten sein muss (vgl. BGE 133 II 396 E. 3.1 S. 399 f. mit Hinweisen). Darauf ist ebenfalls nicht einzutreten.
2.5.1 Der Beschwerdef�hrer macht im Einzelnen geltend, seine leichtgradige Verminderung der Schuldf�higkeit f�hre dazu, dass der untere Strafrahmen unterschritten werden k�nne. Angesichts der objektiven Tatschwere, welche im Grenzbereich zu einer einfachen K�rperverletzung liege, sei es angezeigt, die Strafe am unteren Rand des Strafrahmens anzusetzen. Der Unterschenkel des Opfers sei weder verst�mmelt noch unbrauchbar. Die Art und Schwere der Verletzung sei im Wesentlichen davon abh�ngig, wie das Opfer subjektiv damit umgehe. Nach seiner Auffassung habe der soziokulturelle Hintergrund einen entscheidenden Einfluss darauf. Zudem werte die Vorinstanz sein Gest�ndnis in Verletzung von Bundesrecht nicht wesentlich strafmindernd. Unerheblich sei, dass ihm die Tat so oder anders aufgrund der Aussagen des Opfers h�tte nachgewiesen werden k�nnen. Unter Ber�cksichtigung des Eventualvorsatzes, des Gest�ndnisses, der Kooperation, der Einsicht und Reue und des grunds�tzlich guten Leumundes sei die Strafe um einen Drittel zu reduzieren.
2.5.2 Die Vorinstanz gewichtet die objektive und subjektive Schwere des Delikts in nachvollziehbarer und ausf�hrlicher Weise anhand einer umfassenden W�rdigung der gesamten Tatumst�nde, und nicht bloss anhand der Tatfolgen (angefochtenes Urteil S. 62 bis S. 72). Sie gelangt zum Ergebnis, den Beschwerdef�hrer treffe trotz leicht verminderter Zurechnungsf�higkeit ein erhebliches bis schweres Verschulden. Diese W�rdigung ist angesichts der zielgerichteten und (nicht von langer Hand) geplanten Tatausf�hrung sowie des krass egoistischen Tatmotivs vertretbar. Entgegen der Auffassung des Beschwerdef�hrers sprechen auch die erheblichen Verletzungsfolgen des Opfers f�r eine solche Bewertung. Der Auffassung, die Strafe sei am unteren Rand des m�glichen Strafrahmens anzusiedeln, kann nicht beigepflichtet werden. Die tat- und t�terangemessene Strafe ist nach der Rechtsprechung des Bundesgerichts auch bei verminderter Schuldf�higkeit grunds�tzlich innerhalb des ordentlichen Strafrahmens der (schwersten) anzuwendenden Strafbestimmung festzusetzen. Der ordentliche Rahmen ist nur zu verlassen, wenn aussergew�hnliche Umst�nde vorliegen und die f�r die betreffende Tat angedrohte Strafe im konkreten Fall zu hart bzw. zu milde erscheint (BGE 136 IV 55 E. 5.8 mit Hinweisen). Daraus ist herzuleiten, dass angesichts des alles andere als leichten Verschuldens eine Strafe am unteren Rand, geschweige denn eine Unterschreitung des ordentlichen Strafrahmens, nicht in Frage kommt.
Die von der Vorinstanz ausgesprochene Freiheitsstrafe liegt mit viereinhalb Jahren noch in der unteren H�lfte des ordentlichen Strafrahmens von bis zu zehn Jahren Freiheitsstrafe f�r die schwere K�rperverletzung (Art. 122 StGB). Alleine aufgrund des erheblichen bis schweren Tatverschuldens w�re eine Strafe im oberen Bereich des Strafrahmens zu erwarten gewesen. Dass die Vorinstanz im Ergebnis eine deutlich niedrigere Strafe ausspricht, ist auf die in wesentlichem Umfang strafmindernd ber�cksichtigten Punkte (Gest�ndnis, anst�ndiges Verhalten im Verfahren, Straffreiheit seit der Entlassung aus der Untersuchungshaft, Verletzung des Beschleunigungsgebots) zur�ckzuf�hren. Die vorinstanzliche Strafzumessung ber�cksichtigt alle entscheidwesentlichen Punkte (vgl. angefochtenes Urteil S. 62 ff.). Deren detailliert vorgenommene Gewichtung ist nicht zu beanstanden.
2.6.1 Der Beschwerdef�hrer r�gt, die Vorinstanz wende den Strafmilderungsgrund von Art. 48 lit. e StGB zu Unrecht nicht an. Zwischen Tat und Urteil seien mehr als sieben Jahre verstrichen, weshalb das Strafbed�rfnis vermindert und die Strafe entsprechend zu reduzieren sei. Entgegen der Auffassung der Vorinstanz erfordere der Strafmilderungsgrund nicht, dass zwei Drittel der Verj�hrungsfrist abgelaufen seien. Ein solches schematisches Vorgehen sei unzul�ssig. Relativ viel Zeit sei bereits nach Ablauf der H�lfte der Verfolgungsverj�hrungsfrist vergangen.
2.6.2 Gem�ss aArt. 64 StGB, zweitletzte Zeile, kann der Richter die Strafe mildern, wenn seit der Tat verh�ltnism�ssig lange Zeit verstrichen ist und der T�ter sich w�hrend dieser Zeit wohl verhalten hat. Diese Bestimmung entspricht im Wesentlichen dem heutigen Art. 48 lit. e StGB, wonach das Gericht die Strafe mildert, wenn das Strafbed�rfnis in Anbetracht der seit der Tat verstrichenen Zeit deutlich vermindert ist und der T�ter sich in dieser Zeit wohl verhalten hat. Nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung ist dieser Strafmilderungsgrund in jedem Fall zu beachten, wenn zwei Drittel der Verj�hrungsfrist verstrichen sind. Der Richter kann diese Zeitspanne unterschreiten, um Art und Schwere der Tat Rechnung zu tragen (BGE 132 IV 1 E. 6.2 S. 2 ff. mit Hinweisen). Daraus ergibt sich, dass der Strafmilderungsgrund der langen Zeit seit der Tat keinesfalls schematisch anzuwenden ist. Vielmehr sind die konkreten Umst�nde im Einzelfall zu beachten. Es ist somit nicht angezeigt, bereits nach Ablauf einer fixen Grenze von 50% der Verj�hrungsfrist den Strafmilderungsgrund anzuwenden, wie der Beschwerdef�hrer dies verlangt. Er beging die Tat am 19. Dezember 2000. Die Verfolgungsverj�hrung f�r eine schwere K�rperverletzung nach Art. 122 StGB betr�gt 15 Jahre (aArt. 70 Abs. 1 lit. b StGB, Art. 97 Abs. 1 lit. b StGB). Das Urteil der Vorinstanz datiert vom 16. April 2008. In diesem Zeitpunkt war noch nicht einmal ganz die H�lfte der Verj�hrungsfrist abgelaufen. Angesichts dieses Umstandes sowie der Tatschwere durfte die Vorinstanz davon absehen, den Strafmilderungsgrund von aArt. 64 StGB, zweitletzte Zeile, bzw. Art. 48 lit. e StGB anzuwenden, ohne Bundesrecht zu verletzen.
2.7.1 Der Beschwerdef�hrer r�gt, die Vorinstanz gewichte die Verletzung des Beschleunigungsgebots in ermessensverletzender Weise. Er sei von Anfang an gest�ndig gewesen. Bei seiner Entlassung aus der Untersuchungshaft am 5. Juli 2002 seien alle wesentlichen Einvernahmen abgeschlossen gewesen. Die medizinischen und psychiatrischen Gutachten habe die zust�ndige Bezirksanw�ltin erst am 9. Oktober 2002 in Auftrag gegeben, obwohl es m�glich und zumutbar gewesen sei, dies bereits Anfang 2002 zu erledigen. Bei bef�rderlicher Behandlung des Verfahrens w�ren die Gutachten schon im Sommer 2002 vorgelegen und h�tten Schlusseinvernahmen im Herbst desselben Jahres durchgef�hrt werden k�nnen. Vom Zeitpunkt des zweiten Teils der Schlusseinvernahme vom 11. M�rz 2004 bis zum Schlussbericht vom 19. Dezember 2005 seien 21 Monate und bis zur Anklageerhebung vom 14. September 2006 weitere neun Monate ungenutzt verstrichen. Es sei deshalb schwer nachvollziehbar, dass die Vorinstanz nur von einer Bearbeitungsl�cke von einem Jahr spreche. Bei einer bef�rderlichen Behandlung h�tte die weder thematisch noch quantitativ besonders anspruchsvolle Strafuntersuchung drei Jahre fr�her abgeschlossen werden k�nnen. Von der Anklageerhebung bis zur Hauptverhandlung habe es wiederum eineinhalb Jahre gedauert. Das begr�ndete Urteil sei erst nach zweieinhalb Jahren zugestellt worden. Insgesamt sei das Beschleunigungsgebot krass verletzt und h�tte in viel h�herem Mass strafmindernd ber�cksichtigt werden m�ssen. Es sei ihm nicht zuzumuten, neun Jahre nach Entlassung aus der Untersuchungshaft eine Restfreiheitsstrafe von 3 Jahren zu verb�ssen. Er habe sich seit seiner Haftentlassung klaglos verhalten und w�rde durch einen erneuten Strafvollzug aus seinem sozialen und famili�ren Umfeld gerissen.
2.7.2 Der Kanton Z�rich regelte das Beschleunigungsgebot im Untersuchungsverfahren in � 33 der Strafprozessordnung vom 4. Mai 1919 (LS 321, aStPO/ZH), welche durch die Schweizerischen Strafprozessordnung vom 5. Oktober 2007 (SR 312.0, StPO) am 1. Januar 2011 abgel�st wurde. Das vorliegende Verfahren beurteilt das Bundesgericht nach dem damals geltenden kantonalen Recht (Art. 453 Abs. 1 der Schweizerischen Strafprozessordnung vom 5. Oktober 2007; SR 312.0). Das in � 33 aStPO/ZH, Art. 29 Abs. 1 BV, Art. 6 Ziff. 1 EMRK und Art. 14 Ziff. 3 lit. c UNO-Pakt II geregelte Beschleunigungsgebot verpflichtet die Beh�rde, das Strafverfahren z�gig voranzutreiben, um die beschuldigte Person nicht unn�tig �ber die gegen sie erhobenen Vorw�rfe im Ungewissen zu lassen. Es gilt f�r das ganze Verfahren. Welche Verfahrensdauer angemessen ist, h�ngt von den konkreten Umst�nden ab, die in ihrer Gesamtheit zu w�rdigen sind. Kriterien hierf�r bilden etwa die Schwere des Tatvorwurfs, die Komplexit�t des Sachverhaltes, die dadurch gebotenen Untersuchungshandlungen, das Verhalten des Beschuldigten und dasjenige der Beh�rden sowie die Zumutbarkeit f�r den Beschuldigten (BGE 130 IV 54 E. 3.3.1 S. 54 f.; 130 I 269 E. 3.1 S. 273; je mit Hinweisen).
2.7.3 Die Verfahrensdauer vor dem zweiten Teil der Schlusseinvernahme vom 11. M�rz 2004 ist entgegen der Auffassung des Beschwerdef�hrers nicht ungeb�hrlich lang. Nachdem ein erstes Gutachten des Instituts f�r Rechtsmedizin zum Gesundheitszustand des Opfers am 5. November 2001 eintraf (vgl. act. HD/14/4, Ordner 2), musste die zust�ndige Bezirksanw�ltin dieses pr�fen. Aus dem Gutachten ergibt sich, dass der Genesungsprozess noch nicht abgeschlossen war und die Arbeitsunf�higkeit des Opfers schwankte (a.a.O. S. 9). Der Arztbericht vom 13. Juni 2002 (act. HD/12/8, Ordner 2) wies neu darauf hin, dass das Opfer nicht nur an k�rperlichen, sondern auch an psychischen Beschwerden leidet. Das Zuwarten der Bezirksanw�ltin von einigen Monaten bis zur Einholung erg�nzender Gutachten ist nicht als Verletzung des Beschleunigungsgebotes zu werten, da der Heilungsverlauf ungewiss war und sich diesbez�glich laufend Ver�nderungen ergaben. Insbesondere bestand erst seit dem Arztbericht vom 13. Juni 2002 Veranlassung, ein psychiatrisches Gutachten einzuholen. Dieses erg�nzende Gutachten wurde zusammen mit einem weiteren Gutachten �ber den Gesundheitszustand des Opfers am 17. Juli 2003 erstattet (act. HD/14/8 und HD/14/9, Ordner 2). Zudem f�hrten die Untersuchungsbeh�rden von August 2003 bis November 2003 weitere Ermittlungen gegen den Beschwerdef�hrer wegen Drohung durch (Ordner Nebendossier 1). Dieses Verfahren wurde zun�chst mit dem vorliegenden Verfahren vereinigt und schliesslich eingestellt. Aufgrund der kontinuierlichen Ermittlungen durfte die Vorinstanz ohne Verletzung der angerufenen Gesetzesbestimmungen zum Schluss gelangen, dass bis zur zweiten Schlusseinvernahme im M�rz 2004 keine Verletzung des Beschleunigungsgebots vorliegt.
2.7.4 F�r den Zeitraum von der zweiten Schlusseinvernahme am 11. M�rz 2004 bis zum Schlussbericht im Dezember 2005 verstrichen 21 Monate. Die Vorinstanz erw�gt, das Beschleunigungsgebot sei im Umfang von etwa einem Jahr verletzt (vgl. angefochtenes Urteil S. 71), da f�r die Abfassung des Schlussberichts ein Zeitraum von vier bis sechs Monaten als angemessen gelte. Aus den Akten ergibt sich, dass nach dem zweiten Teil der Schlusseinvernahme vom 11. M�rz 2004 bis im Oktober 2004 weitere Akten und Stellungnahmen eingingen, die bearbeitet werden mussten (vgl. act. HD/5/22, Ordner 1; act. HD/12/11, Ordner 2; act. HD/23/14, HD/24/11 und HD/24/14, jeweils Ordner 3). Hinzu kommt eine angemessene Frist zum Verfassen des Schlussberichts. Deshalb ist in �bereinstimmung mit der Vorinstanz nicht f�r den gesamten Zeitraum zwischen Schlusseinvernahme und Schlussbericht von einer Verfahrensverschleppung auszugehen. Die Vorinstanz ber�cksichtigt diese zusammen mit weiteren Reduktionsgr�nden "deutlich strafmindernd". Diese Wertung liegt in ihrem Ermessensspielraum.
2.7.5 Dass die Vorinstanz die f�r die Anklage ben�tigte Zeitspanne von neun Monaten noch als vertretbar erachtet, ist nicht zu beanstanden. Die Staatsanw�ltin musste sich in ein umfangreiches Dossier mit zahlreichen Zeugenaussagen und medizinischen Gutachten einlesen und rechtliche Abkl�rungen t�tigen.
2.7.6 Auf das Vorbringen des Beschwerdef�hrers, die Vorinstanz habe das Verfahren ab dem Zeitpunkt der Anklageerhebung bis zur Hauptverhandlung nicht hinreichend vorangetrieben, ist nicht einzutreten. Es handelt sich um eine neue Tatsache im Sinne von Art. 99 Abs. 1 BGG, welche der Beschwerdef�hrer bereits im vorinstanzlichen Verfahren h�tte vortragen m�ssen. Dies hat er jedoch unterlassen (vgl. act. 114 Pl�doyer S. 30). Insoweit ist auch der kantonale Instanzenzug nach Art. 80 Abs. 1 BGG nicht ausgesch�pft.
2.7.7 Der Beschwerdef�hrer beruft sich darauf, dass die Urteilsbegr�ndung zu lange gedauert habe. Dieser Sachverhalt betrifft einen Zeitpunkt nach der F�llung des angefochtenen Urteils am 16. April 2008.
2.7.7.1 Neue Tatsachen und Beweismittel d�rfen vor Bundesgericht nur soweit vorgebracht werden, als der Entscheid der Vorinstanz dazu Anlass gibt (Art. 99 Abs. 1 BGG). Echte tats�chliche Noven fallen nicht unter den Anwendungsbereich von Art. 99 Abs. 1 BGG. Solche Tatsachen, die erst nach dem Ergehen des angefochtenen Entscheids aufgetreten sind, k�nnen nach konstanter bundesgerichtlicher Rechtsprechung mit Beschwerde in Strafsachen grunds�tzlich nicht geltend gemacht werden (BGE 133 IV 342 E. 2.1 S. 342 f.; 130 II 493 E. 2; 128 II 145 E. 1.2.1, je mit Hinweisen). Zu pr�fen ist, ob dennoch auf die Beschwerde eingetreten werden kann.
Gem�ss Art. 13 EMRK hat jede Person, die in ihren in der Konvention anerkannten Rechten oder Freiheiten verletzt worden ist, das Recht, bei einer innerstaatlichen Instanz eine wirksame Beschwerde zu erheben. W�rde das Bundesgericht die R�ge der nach der Urteilsf�llung behaupteten Verletzung des Beschleunigungsgebots nicht behandeln, w�re das Recht auf eine wirksame Beschwerde in Frage gestellt (Urteil 6B_764/2009 vom 17. Dezember 2009 E. 1.4.2 mit Hinweis). Da im Kanton Z�rich nach den im Zeitpunkt des Urteils geltenden Prozessbestimmungen (� 449 Ziff. 3 der Strafprozessordnung des Kantons Z�rich [aStPO/ZH]; � 442 Abs. 3 aStPO/ZH) kein absoluter Rechtsanspruch auf erneute �berpr�fung im Wiederaufnahme- oder Revisionsverfahren bestand, ist auf die R�ge einzutreten (Urteil 6B_764/2009 vom 17. Dezember 2009 E. 1.4.2 mit Hinweisen).
2.7.7.2 Das angefochtene Urteil wurde am 14. April 2008 m�ndlich er�ffnet, die schriftliche Urteilsbegr�ndung am 27. September 2010 zugestellt. Dem Verfahren liegt mit der Anklage betreffend versuchter T�tung ein gewichtiger Vorwurf zugrunde. Die Verfahrensakten ben�tigen acht Bundesordner. Das Protokoll umfasst �ber f�nfhundert Seiten, das angefochtene Urteil neunzig Seiten. Die Vorinstanz setzt sich als erste kantonale Instanz ausf�hrlich mit den Aussagen der an der Schiesserei anwesenden Personen, den Zeugenaussagen aus deren Umfeld sowie mehreren Gutachten zu den Tatspuren, den Verletzungsfolgen sowie zur Schuldf�higkeit auseinander. Es ist nicht zu verkennen, dass die Urteilsredaktion in einem solchen, ausschliesslich von der Unmittelbarkeit gepr�gten Verfahren l�ngere Zeit in Anspruch nimmt. Auch darf bis zu einem gewissen Grade mitber�cksichtigt werden, dass sich der zust�ndige Gerichtsschreiber gleichzeitig mit anderen F�llen befassen musste und er �berdies gesundheitliche Probleme hatte, worauf die Vorinstanz in ihrer Vernehmlassung hinweist. Wenn jedoch bis zur Ausfertigung des Urteils fast zweieinhalb Jahre ben�tigt werden, so ist dies mit dem Beschleunigungsgebot nicht mehr vereinbar. Das Bundesgericht hatte in einem fr�heren und vergleichbaren Verfahren eine Dauer von 26 Monaten bis zur Zustellung des begr�ndeten Urteils als noch vertretbar erachtet. Dabei wurde auch auf die Gesamtdauer des Verfahrens Bezug genommen, welche bis zur Urteilser�ffnung etwas mehr als zwei Jahre gedauert hatte. Dem heute zu beurteilenden Fall liegt eine Tat zugrunde, die sich am 19. Dezember 2000 ereignet hatte, was bedeutet, dass das Verfahren bis zur Verk�ndung des Urteils beinahe siebeneinhalb Jahre beanspruchte. Bereits dieser Umstand h�tte eine bef�rderliche Behandlung durch die Vorinstanz nahe gelegt. Es ist deshalb festzustellen, dass das Beschleunigungsgebot auch in dieser Phase des Prozesses verletzt worden ist. Unter W�rdigung aller Umst�nde erscheint es als angemessen, es bei dieser Feststellung zu belassen und von weiteren Sanktionen abzusehen. Dem Beschwerdef�hrer war die ausgef�llte Strafe bekannt, weshalb die Ungewissheit �ber den Verfahrensausgang und die damit verbundene Belastung wegfiel. Indem festgestellt wird, dass die Vorinstanz dem Beschleunigungsgebot zu seinem Nachteil zuwidergehandelt hat, wird ihm eine gewisse Genugtuung zuteil (BGE 130 IV 54 E. 3.3.2 S. 55/56 mit Hinweisen). Eine zus�tzliche Sanktionierung, namentlich in Form einer Strafreduzierung, dr�ngt sich nicht auf.
Die Beschwerde ist abzuweisen, soweit darauf einzutreten ist. Der Beschwerdef�hrer stellt ein Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege. Seine Mittellosigkeit ist ausgewiesen, da er eine volle IV-Rente bezieht und sechs Kinder (Jahrgang 1989 bis 2003) hat. Sein Antrag um unentgeltliche Rechtspflege kann nicht als von vornherein aussichtslos bezeichnet werden. Das Gesuch ist gutzuheissen. Es sind keine Gerichtskosten zu erheben und seinem Anwalt ist eine Entsch�digung aus der Bundesgerichtskasse auszurichten (Art. 64 Abs. 1 und 2 BGG).
Dem Vertreter des Beschwerdef�hrers, Rechtsanwalt Dr. Kurt Pfau, Winterthur, wird aus der Bundesgerichtskasse eine Entsch�digung von Fr. 3'000.-- ausgerichtet.
Dass pr�sidierende Mitglied: Die Gerichtsschreiberin:

References: Art. 47
 Art. 122
 Art. 47
 Art. 106
 BGE 
 BGE 
 Art. 48
 Art. 48
 Art. 122
 Art. 97
 Art. 48
 Art. 29
 Art. 6
 Art. 14
 Art. 99
 Art. 80
 Art. 99
 Art. 13