Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=BFH&Datum=18.04.1991&Aktenzeichen=IV%20R%207/89
Timestamp: 2019-10-20 15:33:25+00:00

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BFH, 18.04.1991 - IV R 7/89 - dejure.org
https://dejure.org/1991,719
BFH, 18.04.1991 - IV R 7/89 (https://dejure.org/1991,719)
BFH, Entscheidung vom 18.04.1991 - IV R 7/89 (https://dejure.org/1991,719)
BFH, Entscheidung vom 18. April 1991 - IV R 7/89 (https://dejure.org/1991,719)
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EStG § 13a Abs. 3 und 8, §§ 14, 16 Abs. 3
Landwirt - Hof auf eigener Fläche - Verpachtung an Sohn - Schenkung des Inventars - Betriebsaufgabe - Entnahme des gesamten Mastviehbestandes - Außerordentlicher Betriebsvorgang - Abgeltung durch Grundbetrag
EStG § 13a Abs. 3, 8, §§ 14, 16 Abs. 3
§ 13a Abs. 3 EStG
Einkommensteuer; Abgeltung der Entnahme des Mastviehs durch den Grundbetrag
BFHE 165, 38
DB 1991, 2471
BStBl II 1991, 83
BStBl II 1991, 833
Das entbindet das FG aber nicht von der Pflicht, die Umstände, die zu dieser Schätzung geführt haben, im Einzelnen darzulegen, damit der BFH im Rahmen seiner Kompetenz die Schätzung der Höhe nach überprüfen kann (vgl. BFH-Urteil vom 18. April 1991 IV R 7/89, BFHE 165, 38, BStBl II 1991, 833).
Der Senat ist an die Schätzung des FG gebunden, da es sich insoweit um eine Tatsachenfeststellung i.S. des § 118 Abs. 2 FGO handelt und die Klägerin keine diesbezüglichen Verfahrensrügen erhoben hat (…vgl. Gräber/Ruban, a.a.O., § 118 Rdnr. 24; BFH-Urteile vom 4. Juni 1997 X R 12/94, BFHE 183, 214, BStBl II 1997, 740; vom 27. März 1996 I R 3/95, BFHE 180, 155, BStBl II 1996, 470; vom 18. April 1991 IV R 7/89, BFHE 165, 38, BStBl II 1991, 833).
Daß das lebende und tote Inventar bei einer auf eigenen Flächen betriebenen Landwirtschaft in der Regel nicht zu den wesentlichen Grundlagen des Betriebes gehört, hat der erkennende Senat erst in jüngster Zeit durch das Urteil vom 18. April 1991 IV R 7/89 (BFHE 165, 38, BStBl II 1991, 833) bestätigt.
Dies entspricht ständiger Rechtsprechung des Senats (Urteile vom 18. April 1991 IV R 7/89, BFHE 165, 38, BStBl II 1991, 833; vom 28. November 1991 IV R 58/91, BFHE 167, 19, BStBl II 1992, 521, und in BFHE 127, 21, BStBl II 1979, 300).
Darin unterscheidet sich der Streitfall von dem in BFHE 165, 38, BStBl II 1991, 833 entschiedenen Fall, in dem der Senat die mit der Verpachtung eines Hofs durch den Vater vollzogene unentgeltliche Übertragung des Inventars auf den Sohn und Pächter als Entnahme angesehen hat.
Auch ist revisionsrechtlich die Annahme des FG nicht zu beanstanden, die Betriebsaufgabe sei auch nicht konkludent dadurch erklärt worden, daß die bisher bewirtschafteten Flächen parzellenweise verpachtet und das lebende und tote Inventar veräußert wurde (vgl. BFH-Urteile vom 15. Oktober 1987 IV R 91/85, BFHE 151, 392, BStBl II 1988, 257; in BFHE 152, 62, BStBl II 1988, 260; vom 28. November 1991 IV R 58/91, BFHE 167, 19, BStBl II 1992, 521, und vom 18. April 1991 IV R 7/89, BFHE 165, 38, BStBl II 1991, 833).
Der erkennende Senat braucht deshalb weder zum Vortrag des FA in der Revisionsinstanz Stellung zu nehmen, die Maklerprovision sei ausschließlich dem Erwerb der Anteile an der M-GmbH zuzurechnen, noch ist darüber zu entscheiden, ob die Schätzung des FG, nach der die Maklergebühr zu 9/10 auf die Vermittlung des Darlehens entfällt, auf ausreichenden und damit gemäß § 118 Abs. 2 FGO bindenden Feststellungen beruht (vgl. hierzu BFH-Urteil vom 18. April 1991 IV R 7/89, BFHE 165, 38, BStBl II 1991, 833, zu Abschn. 3;… Gräber/Ruban, Finanzgerichtsordnung, 4. Aufl., § 118 Rz. 24).
Hierzu zählen etwa Einkünfte aus dem Verkauf von Mastvieh, wenn aufgrund der besonderen Qualität der Tiere erheblich über dem Durchschnitt liegende Preise erzielt werden (BFH v. 18. April 1991, IV R 7/89, BStBl. II 1991, 833; BFH v. 15.11.1984, IV R 131/83 BStBl 1985 II S. 156).
Ebenso wie bei der Hinzurechnung von Sondergewinnen bei Anlagevermögen (dazu BFH v. 18. April 1991, IV R 7/89, BStBl. II 1991, 833) ist allerdings nicht der gesamte Erlös hinzuzurechnen, sondern nur der Teil, der im Ausgangswert nicht enthalten ist.
Weitere Abschläge für einen dem "normalen" Betriebsablauf entsprechenden "Abgang" in Form einer Veräußerung (vgl. BFH v. 18. April 1991, IV R 7/89, BStBl. II 1991, 833) sind nicht vorzunehmen, da der Verkauf des Blutserums - jedenfalls in der Region der Kläger - nicht dem "normalen" Betriebsablauf eines Kaninchenzuchtbetriebes entspricht.
Dies ist zwar ein Mangel, der grundsätzlich zur Aufhebung des Urteils des FG führen muß (vgl. u. a. BFH-Urteile vom 25. Mai 1988 I R 225/82, BFHE 154, 7, BStBl II 1988, 944, und vom 18. April 1991 IV R 7/89, BFHE 165, 38, BStBl II 1991, 833, unter 3. der Gründe;… weitere Nachweise bei Gräber/v. Groll, Finanzgerichtsordnung, 3. Aufl., § 96 Rdnr. 26, und Tipke/Kruse, Abgabenordnung-Finanzgerichtsordnung, 15. Aufl., § 162 AO 1977 Tz. 10).

References: § 13
 § 13

§ 13
 § 118
 § 118
 § 118
 § 118
 § 96
 § 162