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Timestamp: 2019-10-21 06:22:00+00:00

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Rechtsprechung: VI ZR 210/73 - dejure.org
Weitere Entscheidung unten: BGH, 18.05.1976
BGH, 11.05.1976 - VI ZR 210/73
https://dejure.org/1976,649
BGH, 11.05.1976 - VI ZR 210/73 (https://dejure.org/1976,649)
BGH, Entscheidung vom 11.05.1976 - VI ZR 210/73 (https://dejure.org/1976,649)
BGH, Entscheidung vom 11. Mai 1976 - VI ZR 210/73 (https://dejure.org/1976,649)
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Erfüllung von Verkehrssicherungspflicht durch Beauftragung eines Architekten
Verkehrssicherungspflicht - Bauausführung - Architekt - Bauunternehmer
BGH, 18.05.1976 - VI ZR 210/73
MDR 1976, 1010
VersR 1976, 954
DB 1976, 2300
BauR 1976, 441
Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs muß die Klage aber auch nicht länger als bis zum erledigenden Ereignis zulässig und begründet sein (BGH NJW 1965, 537; NJW 1969, 237; VersR 1976, 954, 955).
Als zunächst Verkehrssicherungspflichtiger ist er aber, wie in der Rechtsprechung anerkannt ist, zu eigenem Eingreifen dann verpflichtet, wenn er Gefahren sieht oder hätte sehen müssen, wenn er Anlaß zu Zweifeln hat, ob der oder die von ihm Beauftragten den Gefahren und Sicherungserfordernissen in der gebührenden Weise Rechnung tragen, oder wenn deren Tätigkeit mit besonderen Gefahren verbunden ist, die auch von ihm, dem Auftraggeber, erkannt und durch eigene Anweisungen abgestellt werden können (vgl. BGH Urteil vom 11. Mai 1976 - VI ZR 210/73 = BGHWarn 1976 Nr. 111 = LM BGB § 823 Dc Nr. 106 m.w.N.; zur Verkehrssicherungspflicht des Bauherrn als Veranlassers von Baustellenverkehr vgl. BGH Urteile vom 30. November 1965 - VI ZR 145/64 = BGHWarn 1965 Nr. 249 = VersR 1966, 145 und vom 9. Dezember 1980 - VI ZR 121/79 = VersR 1981, 262 m.w.N.).
BGH, 31.05.1994 - VI ZR 233/93
Verkehrssicherungspflicht des Eigentümers eines Mehrfamilienhauses
16 (a) Allerdings wird ein Bauherr von seiner Verantwortung für die verkehrssichere Errichtung eines Bauwerks weitgehend dadurch befreit, daß er mit der Planung und Bauleitung einen bewährten Architekten beauftragt (vgl. Senatsurteile vom 11. Mai 1976 - VI ZR 210/73 - VersR 1976, 954, 955 und vom 9. März 1982 - VI ZR 220/80 - VersR 1982, 595, 596).
Ein Bauherr ist - unabhängig von der grundsätzlichen Verantwortung des Werkunternehmers - dann zu persönlichem Eingreifen verpflichtet, wenn er bei Tätigkeiten, die mit besonderen Gefahren verbunden sind, diese von ihm erkannt und durch eigene Anweisungen abgestellt werden können (OLG Zweibrücken, Urteil vom 13.09.2002, 1 U 248/01, BauR 2003, 1742; SchlHOLG, Urteil vom 13.04.2000, BauR 2001, 974; vgl. auch BGH, Urteil vom 09.03.1982, VI ZR 220/80, BauR 1982, 399; BGH, Urteil vom 11.05.1976, VI ZR 210/73, BauR 1976, 441;… Werner/Pastor, a.a.O., Rn 1852 ff., insbes. 1855 mwN).
BGH, 10.03.1977 - VII ZR 278/75
Zwar hat zunächst der Bauherr dafür zu sorgen, daß von seinem Bauvorhaben keine Gefahren ausgehen, durch die Dritte Schäden erleiden können, und er wird von seiner Verantwortlichkeit nicht immer schon dadurch befreit, daß er Bauplanung, Bauaufsicht und Bauausführung einem bewährten Architekten sowie einem zuverlässigen und leistungsfähigen Bauunternehmer überträgt (BGH, Urteil vom 11. Mai 1976 - VI ZR 210/73 = BauR 1976, 441, 442).
(aa) Es entspricht ständiger Rechtsprechung zahlreicher Senate des Bundesgerichtshofs, dass der Bauherr dafür zu sorgen hat, dass von seinem Bauvorhaben keine Gefahren ausgehen, durch die Dritte Schäden erleiden können (BGH, Urt. 21.09.1971 - VII ZR 278/75 - BGHZ 68, 169, 175; Urt. v. 11.05.1976 - VI ZR 210/73 - MDR 1976, 1010;… Urt. v. 05.11.1992 III ZR 91/91 - BGHZ 120, 124, 128 f.;… aus der Literatur nur RGRK/Steffen, BGB, 12. Aufl., 1989, § 823 Rn. 238 mwNachw;… Staudinger/Hager, BGB, 1999, § 823 Rn. E 216).
Er bleibt also zu eigenem Eingreifen verpflichtet, wenn er Gefahren sieht oder hätte sehen müssen oder wenn die Tätigkeit des Architekten oder Bauunternehmers mit besonderen Gefahren verbunden ist, die auch von ihm als Auftraggeber erkannt und durch eigene Anweisungen abgestellt werden können (BGH, MDR 1976, 1010; BGHZ 120, 124, 129;… auch OLG Hamm, Urt. v. 29.09.1995 - 9 U 48/95 - NJW-RR 1996, 1362).
Schäden erleiden können (BGH BauR 1976, S. 441, 442).
Vielmehr bleibt der Auftraggeber wenigstens insoweit verkehrssicherungspflichtig, als er selbst eingreifen muß, wenn er Gefahren sieht oder hätte sehen müssen, weil ihm gefahrträchtige Umstände bekannt sind oder die getroffenen Sicherungsmaßnahmen so offensichtliche Fehler aufweisen, daß eine unmittelbare Gefahr erkennbar wird (BGH BauR 76, S. 441, 442;… OLG Hamm, aaO.).
Dies gilt nur dann nicht, wenn er bei einer von ihm selbst erkannten oder für ihn jedenfalls erkennbaren Gefahrenlage keine Abhilfe schafft (…vgl. Senatsurteile vom 31. Mai 1994 - VI ZR 233/93, VersR 1994, 996 f. Rn. 16 n. juris; vom 9. März 1982 - VI ZR 220/80, VersR 1982, 595, 596 und vom 11. Mai 1976 - VI ZR 210/73, VersR 1976, 954, 955 Rn. 15 n. juris).
Denn er ist es in erster Linie, der die Gefahrenquelle eröffnet (vgl. BGH NJW 1993, 1647, 1648; BGH VersR 1976, 954, 955).
Diese Pflichtenstellung des Bauherrn verkürzt sich aber, soweit er die Planung und Durchführung des Bauvorhabens zuverlässigen Fachleuten - nämlich insbesondere Fachunternehmen oder Architekten - übertragen hat (vgl. BGH, MDR 1976, 1010;… OLG Hamm, NJW-RR 1996, 1362 und Werner/Pastor, Der Bauprozess, 9. Aufl., 1999, Rdn. 1852 f.).
OLG Celle, 17.11.1994 - 9 U 91/93
Verkehrssicherungspflichten des Bauunternehmers für eine Baustelle; …
OLG München, 25.05.1994 - 1 U 5787/93
Verkehrssicherungspflicht des Bauherrn für eigene Baustelle
https://dejure.org/1976,6135
BGH, 18.05.1976 - VI ZR 210/73 (https://dejure.org/1976,6135)
BGH, Entscheidung vom 18.05.1976 - VI ZR 210/73 (https://dejure.org/1976,6135)
BGH, Entscheidung vom 18. Mai 1976 - VI ZR 210/73 (https://dejure.org/1976,6135)
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Berichtigung einer Urteilsformel

References: BGH 
 § 823
 BGH 
 § 823
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 BGH 
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