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Timestamp: 2018-03-25 03:07:33+00:00

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Biersommelier Kurs Erfahrung - hobbybrauer.de
Biersommelier Kurs Erfahrung
Beitrag von Hopfenfreak1991 » Donnerstag 9. November 2017, 13:01
Ein paar meiner Braukollegen und ich überlegen seit kurzen ob wir nicht den Biersommelier Kurs machen sollen.
Nun ergeben sich diebezüglich einige fragen.
Frage1 : Was lernt man wirklich im kurs?
(Wie könnt ihr den Kursinhalt beschreiben.)
Frage2 : Ergeben sich irgendwelche Vorteile als Hobbybrauer?
(könnte man eventuell Nebenberuflich etwas damit anfangen?)
Frage3 : Würde dieser Kurs meinen Horizont als Fortgeschrittener Hobbybrauer noch erweitern oder würdet ihr eher sagen das er persönlich nicht viel bringen wird?
Hezlichen Dank bereits im voraus.
Beitrag von Bernstein » Donnerstag 9. November 2017, 14:42
Hallo. Da müsstet Ihr Euch evtl.mal direkt an den "frischgebackenen" Biersomm. Matthias (Hiasl) wenden.
Beitrag von bodenseeoldi » Donnerstag 9. November 2017, 14:47
Hallo Hopfenfreak, Vornamen kenn ich leider nicht,
Ich kann nur eines zum Kurs sagen: ABSOLUT EMPFEHLENSWERT!
Man lernt Foodpairing mit allem möglichem
du lernst Fehlgeschmäcker im Bier kennen und woher sie kommen,
die ganze Geschichte des Bieres, aber auch Bier und Gesundheit und Medizin,
Für mich war der riesen Vorteil meine Biere verköstigen zu lassen, von den Vortragenden wie auch von den Kursteilnehmern.
Beim brauen auf gewisse Dinge zu achten die mir vorher nicht so wichtig waren, die Fehlgeschmäcker verursachen können.
Konnte im Bereich der Zapftechnik schon einiges Umsetzen, auch in meiner Stammkneipe konnte ich ein Umdenken in Sachen Reinigung der Zapfanlage durchbringen.
Ihr werdet zum Teil die selben Vortragenden haben wie wir sie hier in Vlbg. hatten, und die sind ganz große Klasse!
Der Sommelier bringt auf alle Fälle was und ist absolut zu empfehlen!
Beitrag von chaos-black » Donnerstag 9. November 2017, 17:07
[...] die ganze Geschichte des Bieres [...]
in so einer kurzen Zeit so viel Geschichte? Weißt du zufällig welcher Geschichtserzählung da gefolgt wird? Ich suche schon länger nach einem Biergeschichtsbuch dem man vertrauen kann und möglichst stichhaltig erzählt (aber bitte auch so weit es geht nicht nur die letzten 500 Jahre).
Beitrag von Brauwolf » Donnerstag 9. November 2017, 17:13
Beitrag von gulp » Donnerstag 9. November 2017, 17:47
Donnerstag 9. November 2017, 17:07
Schau mal hier: https://www.buecher.de/shop/buecher/bie ... /44124068/
Beitrag von chaos-black » Donnerstag 9. November 2017, 17:57
Danke dir, das ist tatsächlich in meiner engeren Auswahl zu Weihnachten. Hast du das denn gelesen und für gut befunden, Peter?
Beitrag von gulp » Donnerstag 9. November 2017, 18:03
Donnerstag 9. November 2017, 17:57
joo, gelesen und für gut befunden. Zur Zeit kenne ich kein Besseres in deutscher Sprache. Das hier ist auch sehr gut, aber nicht so ausführlich: https://www.buecher.de/shop/buecher/das ... /40746661/
Beitrag von Martin S » Donnerstag 9. November 2017, 18:11
Biersommelier würd mich auch mal interessieren.
Geschichte und Zapftechniken, bzw. auch Reinigung, wie Christoph schreibt, mag ja ganz interessant sein. Aber das würde mich jetzt nicht in meinem Hobbybrauer dasein weiterbringen.
Fehlgeschmäcker und deren Entstehung sind dagegen das was ganz oben auf meiner Liste steht.
Wie sieht es denn da mit der zeitlichen Verteilung aus?
An die Geschichteinteressierten bitte nicht den Thread missbrauchen und on topic bleiben!
Beitrag von Dyrdlingur » Donnerstag 9. November 2017, 18:56
Donnerstag 9. November 2017, 18:11
Ist beim Anbieter ausführlich beschrieben https://www.doemens.org/fileadmin/user_ ... 8-2017.pdf
Beitrag von hiasl » Donnerstag 9. November 2017, 19:06
Donnerstag 9. November 2017, 13:01
Der Kursinhalt ist auf der Doemens Homepage verfügbar.
https://www.doemens.org/genussakademie/ ... elier.html
Der Kurs ist eine Vollzeitbeschäftigung mit Unterricht und Praktika von Morgens 8/9 Uhr bis Abends zw. 18 und 22 Uhr. Also ziemlich viel Stoff.
1. Woche bei Doemens:
[*] Biergeschichte
[*] Technik (Brauen, Schankanalgen, etc.)
[*]Bierstile (Theorie und Verkostungen)
[*]Sensorik
2. Woche Bierkulturhaus Obertrum:
[*] Kulinarisches (Kochen, Food Pairing)
[*]Marketing
[*]Bier und Gesundheit
[*]Praktika: Brauen; Beratung; Gastro
[*]Verkostungen
Der Kurs kostet 3000 Tacken. Also sollte man sich das schon überlegen, warum man das macht. Beispielsweise weil man anschließend Seminare und Verkostungen mit Bier anbieten will, oder Braukurse mit dem gewissen etwas mehr (etc.) um so die Kosten wieder "reinzuholen". <-- Sichwort "nebenberuflich" (manche machen das sogar hauptberuflich)
Wenn Geld keine Rolex spielt, dann machen. Ist super interessant und macht echt sau viel Spaß.
Bringt schon was. Wenn auch für den eingefleischten Brauer die Technik sicherlich schon bekannt ist, oder die ein oder anderen Themen, lernt man trotzdem noch viel neues aus anderen Bereichen. Sensorik ist dabei z.B. aber nur ein kleiner Teil.
Grüße vom Hiasl
Beitrag von U-Tube » Donnerstag 9. November 2017, 22:30
Ich kann Hiasl voll und ganz zustimmen. Habe den Biersommelierkurs in 2015 gemacht (Doemens und Bierkulturhaus Obertrum), waren zwei sehr interessante aber auch intensive Wochen, tlw. mit gemeinsamen Lernsessions am Abend, welche uns sehr zusammen geschweißt haben. Unser Biersommelier-Jahrgang trifft sich einmal jährlich zu einem Genußwochenende, bisher Bamberg, Berlin, Bruneck...
Habe bisher einige Biersommelier-Abende mit kulinarischer Unterstützung eines Spitzenkochs durchgeführt, z.B. "Eine Reise durch die Welt der Biere" etc.
Mit dem erworbenen Wissen kann man (wenn man will) viel anfangen, die Leute sind zur Zeit sehr wissbegierig zum Thema Bier.
Beitrag von bodenseeoldi » Freitag 10. November 2017, 07:18
Beitrag von hiasl » Freitag 10. November 2017, 09:56
Zur Ergänzung: Der Begriff "Biersommerlier" ist rechtlich nicht geschützt. Daher wird in Österreich von Doemens/Kiesbye auch der sog. Diplom Biersommerlier (DBS) vergeben, der in Österreich so ähnlich wie ein Ständetitel verstanden wird. In Deutschland ist die Bezeichnung "Diplom" ausschließlich akademischen Graden vorbehalten.
Doemens hat seit geraumer Zeit jedoch die Wort-/Bildmarke Diplom-Biersommelier rechtlich schützen lassen, somit ist eine Kennzeichnung des eigenen Namens mit dieser möglich.
Quelle: http://www.biersommelier.org
Beitrag von Doemensianer » Freitag 10. November 2017, 10:10
Freitag 10. November 2017, 09:56
In Deutschland ist die Bezeichnung "Diplom" ausschließlich akademischen Graden vorbehalten.
Dann ist ein Diplom-Braumeister ein Akademiker ?
Beitrag von Malzwein » Freitag 10. November 2017, 10:26
Lernen ist nie verkehrt, aber meiner Meinung nach werden solche Zertifikate maßlos überschätzt. Jeder kann sich meines Wissens in Deutschland "Biersommelier" auf seine Visitenkarte drucken. Alternativ könnte man sich auch "Bierologe" oder "Biergourmet" nennen.
Ein Ausbildungsvolumen von 10 Tagen ist nicht viel und der gesunde Menschenverstand sagt, dass ein Vergleich zu einer "echten" Ausbildung oder gar einem Studium - was z.B. eine Bezeichnung "Diplom" suggerieren könnte - nicht möglich ist. Hinzu kommt meiner persönlichen Meinung nach, dass Sommelier auch bedeuten sollte, über ein herausragendes Geschmacksempfinden zu verfügen. Dass das irgendeine Voraussetzung wäre, ist mir nicht bekannt.
Aber wie gesagt lernen ist nie verkehrt und wenn einem das ein "paar Tausender" wert ist, hat man nachdem was ich gehört habe bei Doemens exzellente Trainer am Start. Was man damit machen kann, bleibt seinem Wissen, eigenem Geschick und Marketingvermögen geschuldet. Nicht zu unterschätzen ist aber das Networking, wo der Verband sehr rege zu sein scheint.
Beitrag von Malzwein » Freitag 10. November 2017, 10:33
Freitag 10. November 2017, 10:10
Ja, "Der Studiengang Brauwesen mit Abschluss Diplom-Braumeister..."
Beitrag von hiasl » Freitag 10. November 2017, 10:52
Der Titel wird von einer Hochschule (TUM) verliehen und ist damit ein akademischer Grad.
Ob der Dipl.-Braumeister tatsächlich ein "Akademiker" im wissenschaftlichen Sinn ist, sei dahingestellt.
Akademische Grade dürfen in Deutschland gemäß § 18 Hochschulrahmengesetz (HRG) nur von Hochschulen verliehen werden. Wortkombinationen der Bezeichnung „Diplom“ bzw. „Dipl.“ und einer Fachrichtung oder Berufsbezeichnung, die nicht von einer Hochschule verliehen wurden, sind mit akademischen Graden verwechslungsfähig und daher unzulässig. Das Führen von „Diplom“bezeichnungen, die nicht von einer Hochschule oder Berufsakademie (mit Zusatz „BA“) verliehen wurden, ist gemäß § 132a Abs. 2 StGB strafbar.
Beitrag von hiasl » Freitag 10. November 2017, 11:04
Freitag 10. November 2017, 10:26
Grundsätzlich stimme ich dem zu, jedoch dazu folgende Anmerkungen:
Es stimmt, das Zertifikat wird überschätzt. Jedoch ist die Community dahinter schon das Zertifikat wert. Biersommelier wird man nicht alleine durch die Ausbildung, sondern durch Erfahrung, die man erst sammeln muss, und die eigene Einstellung zusammen mit dem Kontakt zu Kollegen.
Die Ausbildung ist in 10 Tagen einerseits ziemlich umfangreich, jedoch muss jedem klar sein, dass er nach 10 Tagen (i.Vgl. zu anderen Ausbildungen) nicht viel können kann. Darauf wird aber auch immer wieder hingewiesen, ebenso, dass keiner der Anwesenden sich auf die Ebene eines Brauers stellen darf. Das sensorische Geschmacksempfinden wird jedoch schon geprüft, wenn auch nur rudimentär. Alles andere ist dann wieder Training hinterher.
Das ist schlussendlich das Entscheidende: Die Lehrer sind wahninnig gut und können einen richtig mitreißen. Sowohl bei Doemens, als auch im Bierkulturhaus.
Beitrag von Malzwein » Freitag 10. November 2017, 14:14
Also wie beim Golfclub, wer zahlt wird Teil der Community
Wenn ich das richtig verstanden habe, ist das in Östereich anders und der "Diplom-Biersommelier" geschützt.
Die IHK hat auch etwas im Programm, da ist der Begriff durch den Zusatz (IHK) geschützt. Hier wird aber eine Ausbildung und/oder mehrjährige gastronomische Erfahrung vorausgesetzt.
Beitrag von §11 » Freitag 10. November 2017, 14:48
Wurde ja schon gesagt. Der Diplom- Braumeister dient hier auch als Abgrenzung des akademischen Braumeisters (z.B. an der TUM in Weihenstephan), gegenueber eines Handwerksmeisters, wie er zum Besipiel in Ulm erworben warden kann (oder eben bei Doemens, wo ja bereits der Zusatz HWK auf den handwerklichen Hintergrund hinweist)
Vor der Studienreform hatte der Dipl. Brmst in Weihenstephan eh eine Sonderstellung. Der Studiengang war eigentlich ein FH Studiengang, der aber an der TU gelehrt wurde und er stand auch Brauer- Gesellen ohne Abitur offen. Ich meine mich erinnern zu koennen das diese Sonderstellung aus Zeiten herruehrte als Weihenstephan auch landwirtschaftliche Akademie war, was ja im Grunde einer Berufsakademie gleich kommt (vergleichbar mit einer Technikerschule?)
Wobei das Brauwesen, als eine der aeltesten Disziplinen, hier eh kommische Blueten getrieben hat. So war das was heute der Dipl.- Ing. (univ.) ist, frueher der Diplom Brauingenieur.
Wie das heute, nach der Studienreform und der Gruendung der Hochschule Weihenstephan Triesdorf ist, Weiss ich nicht. Ich weiss nur das der Dipl.- Ing. (leider) abgeschaft wurde und das Ganze in einem Bachelor/ Masterstudiengang aufgegangen ist.
Beitrag von Malzwein » Freitag 10. November 2017, 17:18
Ein Hochschulstudium war prinzipiell auch ohne Abitur, meist mit Ausbildung möglich. Näheres regelten Landesrecht und die Hochschule. Ich kann mich erinnern, dass das mal Thema des Fachschaftsbeirates war. Damals vor Jahrzehnten.
Heute ist natürlich alles anders.
Beitrag von §11 » Freitag 10. November 2017, 17:34
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Beitrag von rowabo » Freitag 10. November 2017, 17:59
So als Einstieg in das Thema könnte man auch hier teilnehmen: geprüfter BIER-Connaisseur
Würde ich angesichts des knappen Zeitplans aber eher als Schnupperkurs bezeichnen. Kostet dafür nur 395,- und Bamberg ist bestimmt einen Ausflug wert.
17.15 – 21.00 Uhr: Begrüßung, Faszination Biergeschichte, Bierfilme, Führung durchs Fränkische Brauereimuseum, Einführung in die Biersensorik (Teil I) Verkostung verschiedener Bierspezialitäten mit Brotzeit.
08.30 – 10.00 Uhr: Rohstoffe, Malz und Bierherstellung.
10.15 – 11.00 Uhr: Die Bierarten, Typen und Sorten.
11.00 – 12.00 Uhr: Verkostung verschiedener Bierstile und Bierfehler.
(Sensorik Teil II)
13.15 – 14.00 Uhr: Bierinhaltsstoffe, Bier und Gesundheit.
14.00 – 14.45 Uhr: Ausschank und Bierpflege, Typologie der Biergläser.
15.00 – 16.00 Uhr: Bier thematisieren und beschreiben, die Bierkarte.
16.00 – 17.00 Uhr: Brauereibesichtigung mit Zwickelprobe. (Sensorik Teil III) Rohstoffe, Vorderwürze, Jungbier, gereiftes Bier.
18.30 – 20.30 Uhr: Bier & Küche, Bierkulinarium im Schlenkerla oder einer anderen Bamberger Brauereigastlichkeit (Sensorik Teil IV). Rund ums Rauchbier.
Sie haben Zeit einige weitere Brauereigaststätten zu besuchen oder ins (Bier) Cafe Abseits zu gehen (große Bierspezialitätenauswahl).
08.30 – 09.00 Uhr: Bier & Recht.
09.00 – 10.00 Uhr: Der deutsche und internationale Biermarkt, Marketing für Bier. Prüfung in Theorie und Praxis.
11.15 Uhr: „Blaue-Zipfel-Essen“ mit Abschlussdiskussion und Übergabe der Diplome.
12.12 Uhr: Ende des Intensivseminars zum Ruhme des Bieres.
Es besteht die Möglichkeit noch eine weitere Brauerei zu besichtigen und das Weltkulturerbe zu bestaunen.
Am jüngsten Tage wird's geschaut, was Mancher hier für Bier gebraut (nach Eduard Maria Schranka)
Beitrag von §11 » Freitag 10. November 2017, 18:42
Wenn ich mir das durchlese, hab ich das Gefuehl das ist nicht Ganzes und nichts Halbes. Schade, waere sicherlich besser sich in einer so kurzen Zeit wirklich nur auf einen Teil, also entweder das fertige Bier und die Sensorik oder aber den Brauprozess zu beschraenken. Schade auch das so viel Zeit mit Firlefanz wie Brauereibesichtigung und Besuch Schlenkerla drauf geht.
Das ist nur meine Meinung und kann natuerlich sein das es sich um ein super Event handelt....
Beitrag von Malzwein » Freitag 10. November 2017, 19:44
Man kann auch einen Kurs "geprüfter Bierschwafler" belegen. Kostet nur die Hälfte von allen anderen und ein große Anzahl unter uns Hobbybrauern kann ausreichend Praxis nachweisen, das Zertifikat ohne Prüfung direkt nach der Überweisung zu erhalten. Damit kann man alles machen, was auch mit einem "Sommelier" möglich ist. Nur lernen und vernetzen muss man selber organisieren. Das passt ja auch besser zu den vielen Selmade-Menschen hier im Forum.
Beitrag von Fe2O3 » Freitag 10. November 2017, 20:56
Denkt ihr eigentlich genauso über Kochkurse? (ganz ehrlich: Ein Abend/Nachmittag/Wochenende soll was bringen? Andere machen dafür eine jahrelange Ausbildung) oder Sprachkurse (ein halbes Jahr einmal die Woche ne Stunde? Ernsthaft?!)...
Und überhaupt Schule... von 8 -13h soll man alles lernen?
Nur so, als Denkanstoß
Beitrag von §11 » Freitag 10. November 2017, 21:52
Freitag 10. November 2017, 20:56
Dein Vergleich hinkt aber etwas.
Ich wuerde weder nach einem Wochenendkochkurs ein Restaurant aufmachen, noch nach dem Sprachkurs ein Uebersetzerbuero
Beitrag von Malzwein » Freitag 10. November 2017, 23:33
Aber als Menüberater und Kochlehrer auftreten?
Beitrag von gulp » Samstag 11. November 2017, 11:38
Der Biergrantler hätte da mal ne Frage: Gibts da auch eine Prüfung bei den Biersommelieren? Und wenn ja, ist da schon mal wer durchgefallen und darf sich dann nur noch Bier Connaisseur nennen?
Schwafeln kann ich auch ohne Diplom.
Beitrag von Sura » Samstag 11. November 2017, 12:17
Ich weiss auch nicht warum das immer gleich mit nem Titel abschliessen muss? Da gibts für relativ kleines Geld auch kurze, knackige Seminare, bei denen man in kleiner Runde wirklich was mitnehmen kann. Brian Schlede von Brewcraft in Hamburg bietet die kleinen Malz, Hopfen oder Aromenseminare á 3h für 50€ an, was ich sehr ok finde. (Leider oft in der Woche, was mich beim teilnehmen ein wenig ausbremst...)
Klar bekommt man da kein Diplom am Ende, ist aber einen Abend unterhalten und nicht dümmer geworden, und kann gleich noch nen Sack Malz für nen fairen Preis einkaufen.
Beitrag von flying » Samstag 11. November 2017, 19:13
Sensorik und schmecken ist eigentlich riechen. Der beste Biersommelier wäre mit einer Milliarde Riechsinneszellen vermutlich ein Aal (4 x mehr als ein Hund). Leider kann haperts bei dem mit dem schwafeln darüber.
Ein Mensch mit seinem läppischen 10 - 30 Mio Riechsinneszellen hat da leider einen kleinen Nachteil, den man selbst mit 100 Jahren Sommelierausbildung nicht ausgleichen könnte.
Dann funktioniert das Riechen auch noch ziemlich unberechenbar. Aus dem Riechkolben (der heißt tatsächlich so) gehen zwei Nervenstränge ins Gehirn. Einer, der mediale Strang, wird unbewusst verarbeitet. Der löst Brechreiz, Sabber usw. aus. Der andere (laterale) Strang geht direkt in den Kortex und verteilt sich da, unter anderen in den orbito-frontalen Assoziationskortex, dem Sitz der Persönlichkeit.
Leider heißt das auch, dass die dort erzeugten Wahrnehmungen von Mensch zu Mensch unterschiedlich sind oder wie man halt so sagt " über Geschmack lässt sich nicht streiten".
Mir gehen in letzter Zeit die standardisierten Bierbeschreibungen nach Schema F ehrlich gesagt etwas auf den Sack. Schmecke ich jetzt "grainy" nur weil es auf der Liste steht und ich es abhaken kann? Irgendwann in nicht all zu ferner Zeit wird es Maschinen geben, die so etwas besser können als Menschen.
Biersommeliers sollten sich eher in Poesie, Lyrik, Rethorik, Psychologie und Schauspielkunst üben...und das Set und Setting nicht vergessen
Beitrag von hiasl » Dienstag 14. November 2017, 09:26
Samstag 11. November 2017, 11:38
Ja, die Prüfungen bestehen aus Sensorik Teil 1 (Abschluss der ersten Woche bei Doemens); Fachwissen (gemischt) und Sensorik Teil 2 (Abschluss der zweiten Woche in Obertrum). Ja, in meinem Kurs sind 2 durchgefallen. Prüfungswiederholungen (nicht am selben Tag!) sind jedoch möglich. Sensorik ist eine Frage des Trainings. Technisches Fachwissen ist für Nichtbrauer eine nicht zu unterschätzende Herausforderung.
Ja, geschwafelt und verkostet habe ich auch schon vorher. Meine Erkenntnis wärend des Kurses: Das hatte ich zuvor eigentlich genau so gemacht, wie man es im Kurs auch lernt. Aber: Ich habe alles, was für mich noch nicht so bekannt war (v.a. Sensorik der "Bierfehler", Bierstil-Fachwissen, Food-Pairing, "Trinkphysiologie", und weiteres) im wahrsten Sinne des Wortes "aufgesaugt".
Beitrag von Malzwein » Dienstag 14. November 2017, 10:20
Dass so ein Kurs geballte Wissen vermittelt, kann niemand in Abrede stellen.
Dass 10 Tage und zwei Prüfungen eine "Berufsbezeichnung" rechtfertigen, zweifle ich an. So wird der Abschluss ja genutzt und das war ja auch Teil der Frage. Bei jedem Kochkurs mit ähnlichem Umfang wäre die Skepsis größer, wenn ich damit z. B. als Kochlehrer auftreten würde. Das Phänomen gibt es aber auch in anderen - meist gehypten - Bereichen.
Letztlich muss jeder selber entscheiden, was er braucht und wieviel er investieren will und kann. Von jemandem, der so eine Investition getätigt hat, wird man übrigens sehr selten hören, dass es sich nicht gelohnt hat. Das ist menschlich.
Beitrag von hiasl » Dienstag 14. November 2017, 10:43
Naja, "Berufsbezeichnung" finde ich auch verfehlt. Die meisten machen das ja als Zusatzqualifikation. Zum Experten wird man durch den Kurs per se erst mal nicht. Der Rest ist eben die eigene Einstellung, verbunden mit Training und Anwendung in der Praxis.
Jemand der das Zertifikat in den Laden hängt und meint, er verkaufe dann mehr, verfehlt in meinen Augen die ganze Sache. Man sollte dann schon was draus machen.
PS: Ich musste die "Investition" nicht stemmen und bin totzdem der Überzeugung, dass es sich gelohnt hat. Ging bei uns nicht jedem so...
Registriert: Montag 19. Januar 2015, 18:32
Beitrag von bier-klaus » Donnerstag 16. November 2017, 10:51
ich habe den "Biersommelier" ohne Diplom auch in Österreich gemacht, in Kaltenhausen.
Der kostet nur die Hälfte von Doemens und man bekommt im Prinzip das gleiche vermittelt.
Trotz langer Erfahrung als Hobbybrauer und Hobby-Biertester eine absolut empfehlenswerte
Veranstaltung, mit viel Wissensvermittlung und Top Coaches.
Beitrag von Schwarze Berge » Donnerstag 16. November 2017, 11:11
ich liebäugle auch mit dem Biersommelier Kurs / Lehrgang.
Könnte man Hier evtl. eine kurze Linksammlung einstellen wo man den BS machen kann?

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