Source: https://www.lecturio.de/jura/archiv-5-sitzung-13-le-koerperverletzung-und-toetung-teil-5.vortrag
Timestamp: 2017-09-20 02:17:51+00:00

Document:
Archiv - 5. Sitzung: Körperverletzung und Tötung Teil 5
Archiv - 5. Sitzung: Körperverletzung und Tötung Teil 5 von RA Wolfgang Bohnen
Im 5. Teil gehen wir auf die unterschiedlichen Meinungen zum Verhältnis der Tötungsdelikte und die Auswirkung auf die Beteiligung ein. An kleinen Beispielen sehen Sie die Anwendung des § 28. Die vom Bundesverfassungsgericht vorgegebene Einschränkungsnotwendigkeit des Mordes erfolgt am Ende der Lerneinheit.
Der Vortrag „Archiv - 5. Sitzung: Körperverletzung und Tötung Teil 5 “ von RA Wolfgang Bohnen ist Bestandteil des Kurses „Archiv - Strafrecht Besonderer Teil - Nicht Vermögensdelikte“. Der Vortrag ist dabei in folgende Kapitel unterteilt:
Verhältnis §§ 211 ff
Auffassung Lit/Rspr
Auswirkungen für Teilnehmer
Aufbau Akessorietätsverschiebung
Einschränkung, § 211
Sind die Mordmerkmale des § 211 II 1. und 3. Gruppe strafbergründende oder strafschärfende Merkmakle iSv § 28 I oder § 28 II?
Nach Rspr. sind sie strafbegründend, nach h.L. sind sie strafschärfend.
Nach Rspr. sind sie strafschärfend, nach h.L. sind sie strafbegründend.
Weder noch. Es handelt sich um tatbezogenen Merkmale auf die § 28 nicht anwendbar ist.
Welche Struktur hat ein selbstständiger Tatbestand?
Ein selbstständiger beinhaltet zwei Rechtsgüter, wie etwa § 249.
Ein selbstständiger beinhaltet zwei Rechtsgüter, wie etwa § 227.
Ein selbstständiger beinhaltet zwei Rechtsgüter, wie etwa § 244 zu § 242.
Spielt die Unterscheidung zwischen § 28 I und § 28 II für Mittäter eine Rolle?
Nein, um Täter zu sein müssen sowohl strafbegründende als auch strafmodifizierend bei jedem Mittäter in eigener Person vorliegen.
Nein, wenn ein solches Merkmal bei einem Mittäter nicht vorliegt, wird es ihm nach § 25 II zugerechnet.
Ja, nur die strafschärfenden müssen bei jedem Mittäter in eigener Person vorliegen, die strafbegründenden können nach § 25 II zugerechnet werden.
Ja, nur die strafbegründenden müssen bei jedem Mittäter in eigener Person vorliegen, die strafschärfenden können nach § 25 II zugerechnet werden.
Kann man nach h.L. Gehilfe zum Mord sein, wenn man selbst kein Mordmerkmal aufweist?
Ja, aber nur wenn beim Haupttäter ein Mordmerkmal der 2. Gruppe vorliegt.
Ja, aber nur wenn beim Haupttäter ein Mordmerkmal der 1. Gruppe vorliegt.
Ja, aber nur wenn beim Haupttäter ein Mordmerkmal der 3. Gruppe vorliegt.
Ja, da es sich bei den Mordmerkmalen um tatbezogenen Merkmale handelt.
Was hat das BVerfG bei § 211 gefordert?
Eine auslegende Einschränkung, nach der der Richter auch auf eine zeitige Freiheitstrafe erkennen kann.
Eine durch den Gesetzgeber zu schaffende Einschränkung, nach der der Richter auch auf eine zeitige Freiheitstrafe erkennen kann.
Eine Tatbestandslösung, nach der der Richter auch auf eine zeitige Freiheitstrafe erkennen kann.
Eine Rechtsfolgenlösung, nach der der Richter auch auf eine zeitige Freiheitstrafe erkennen kann.
Dozent des Vortrages Archiv - 5. Sitzung: Körperverletzung und Tötung Teil 5
... Kenntnis vom Vorliegen beim HT Folge: STRAFMILDERUNG Abs. 2 strafmodifizierend. Muss in eigener Pers. ...
... 2. Auswirkungen für §211 1. Gruppe = täterbezogene Merkmale, §211 3. Gruppe = täterbezogene Merkmale. Problem: §28 I oder ...
... 27 wegen §28 II bzw. §29 K tötet S, stiftet aus Habgier an K = §212 K = §212 S = ...
... tötet aus Mordlust. S stiftet an mit Verdeckungsabsicht. K = §211, K = §§212, 211 S = §§211, 26 keine Milderung nach ...
... 27 HT ? S = §§212, 27 wegen §28 II bzw. §29. K tötet heimtückisch. S leistet in Kenntnis BH K = §211 K ...
... §211 K = §§212, 211 S = §§211, 27 (-) kein Vorsatz, §16 I §212, 27 HT ? S = §§212, 27 wegen §28 ...
... infrage gestellt. Lesen: BGH Urteil vom 10.1.2006 (5 ...
... muss sich entsprechen, gebietet Rechtsstaatsprinzip und Verhältnismäßigkeitsgrundsatz. Lebenslang zwar verfassungskonform, aber aus Gründen der Verhältnismäßigkeit muss Richter ...
... sind, begangenen in großer Verzweiflung, aus tiefem Mitleid, aus gerechtem Zorn, aufgrund schwerer Provokation, Grund ...
... B.Tötungsdelikte III. Einschränkungserfordernis durch BVerfG M2: Lit. = Tatbestandslösung U1 Negative/Positive ...
... geschlechtliche Befriedigung im Töten (Lustmord i.e.S.) oder nach dem Töten (Nekrophilie) sowie Tötung i.R. einer Vergewaltigung BGH „Kannibale von Rotenburg“ auch dann, wenn Täter ...

References: § 28
 § 211
 § 211
 § 28
 § 28
 § 28
 § 249
 § 227
 § 244
 § 242
 § 28
 § 28
 § 25
 § 25
 § 25
 § 211
 §211
 §211
 §28
 §28
 §29
 §212
 §212
 §211
 §28
 §29
 §211
 §211
 §16
 §212
 §28
 BGH 
 BGH