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Timestamp: 2016-10-22 16:20:46+00:00

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ALG I-Pfändung (Familienrecht) - frag-einen-anwalt.de Hilfe & Kontakt
ALG I-Pfändung
| 03.08.2007 20:12 | Preis: ***,00 € |
Pfändung ALG I nach § 54 SGB I, Drittschuldnererklärung nach § 840 ZPO bzw. § 316 AO (ggf. i.V.m. § 5 VwVg bzw. § 66 Abs.1 oder Abs. 4 SGB X)Unterhaltspflicht geg.Mutter. Ich bekomme 47,07 E tägl. ALG I. Die Pfändungshöhe liegt bei 11,86 tägl. Ist die Berechnung richtig? Werden unterhaltspflichtige Volljährige Kinder in Ausbildung (eig. Wohnung)und die Lebenspartnerin (396 E Netto monatl.)nicht berücksichtigt? Trifft nicht Ihr Problem? Wir haben 4 weitere Antworten zum Thema:
03.08.2007 | 21:10
Grundsätzlich kann in der genannten Höhe nach §§ 850 c, 850 d ZPO i. V. m. § 54 SGB I gepfändet werden
Wenn Sie jedoch Ihrer Mutter gegenüber verpflichtet sind, so haben Sie nach der aktuellen Düsseldorfer Tabelle einen Selbstbehalt von1.400,00 €. Sie müssen eine Abänderung des vorliegenden Verwaltungsaktes oder Titels beantragen, welcher Sie zu der gepfändeten Forderung Zahlung verpflichtet. Sie sind nur zur Unterhaltsleistung in der Höhe verpflichtet, wie der Betrag von 1.400,00 € überschritten wird, somit 12,10 € (gerundet 13,00 €).
Eine nichteheliche Lebenspartnerin bleibt unberücksichtigt. Ihr volljähriges Kind findet insoweit Berücksichtigung, dass der Selbstbehalt gegenüber diesem Kind 1.100,00 € beträgt, sofern Unterhaltsansprüche des Kindes bestehen. Dies bedarf jedoch einer separaten Berechnung.
Nachfrage vom Fragesteller	09.08.2007 | 19:06
Sozialamt schreibt: Düsseldorfer Tabelle trifft für mich nicht zu. Es sind Unterhaltsschulden von Sept. 2003 - Juli 2005. Dann wurde ich arbeitslos. ALG I 1400,- E. Arbeitsamt lässt mir 700,- E pfandfreien Betrag und hälftigen Differenzbetrag = 350,- E ohne jegliche Erklärung bzw. Berechnung. Bei Rückfragen soll ich mich an das Amtsgericht wenden. Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt
09.08.2007 | 19:35
Bei Unterhaltsschulden aus der Vergangenheit bestimmt sich der pfändungsfreie Betrag nach § 54 Abs. 4 SGB i. V. m. § 850 c ZPO und beträgt danach 985,15 € monatlich zzgl. 3/10 des übersteigenden Betrages. Nach den vorliegenden Zahlen ergibt dies ein unpfändbares ALG I 1.113,24 €. Sie könnten beim Amtsgericht gegen die den vorgenannten Betrag übersteigende Pfändung Rechtsmittel einlegen. Bewertung des Fragestellers
"Herzlichen Dank für Ihre ausführlichen Auskünfte. Werde Ihren Rat umgehend befolgen. Ich kann Sie nur weiter empfehlen. "
Herzlichen Dank für Ihre ausführlichen Auskünfte. Werde Ihren Rat umgehend befolgen. Ich kann Sie nur weiter empfehlen. ANTWORT VON
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References: § 54
 § 840
 § 316
 § 5
 § 66
 § 54
 § 54
 § 850