Source: http://mund.at/archiv/august5/aussendung040805.htm
Timestamp: 2017-03-24 16:00:19+00:00

Document:
widerst@nd! - MUND vom Donnerstag, 04.08.2005
01 [gipfelsoli] Gleneagles von gipfelsoli-l (at) lists.nadir.org
02 Einladung Feelings Obergurgl von "Ralf" <ralf (at) lohmann.at>
03 Protestaktion gegen die EU-Hausbriefkästen
04 "Hey Opa, warum warst Du auch so ein Scheiß-Nazi?"
> Radio Stimme - 04.08 von Radio Stimme
<radio.stimme_news (at) initiative.minderheiten.at>
05 Do4.8.:Speakerscorner
06 [kanalb.at] kanalB videoclip - like a bird
von webmaster (at) kanalB.org ================================================
07 Wadi: FGM still largely an unknown quantity in Arab world
08 Shirouk al-Abayachi: "Frauenrechte unter den Tisch gekehrt"
09 Immer noch 1 ∏ Tausend Homosexuelle als Sexualverbrecher vorgemerkt
von "PF209" <office (at) paragraph209.at> ================================================
- G8 Defendant & Prisoner Solidarity
- info about prisoners after G8 gleneagles
G8 Defendant & Prisoner Solidarity
During the G8 protests across Scotland the police arrested and imprisoned around
354 people. Almost two hundred are due to have trials in Edinburgh, Glasgow,
Perth, Stirling and Falkirk. Court cases have already started and more are due
in the next few weeks. Two people are still in prison on remand.
We are a group set up to support everyone who was arrested at or in connection
with demonstrations against the G8. We support all those arrested during the
anti-G8 protests in July 2005, whatever the reason the police have given for
their arrest. We hope to act as a contact point for defendants to meet and work
out strategies together and to find witnesses and to provide practical support
for people with court cases.
- If you live in Edinburgh, Glasgow, Stirling, Perth or Falkirk please get in
touch if you are able to provide accommodation for people facing court and
- Cash is needed to help with fares for defendants, friends and family members
who don't live in Scotland.
- Arranging for delivery of books and small amounts of money to prisoners in
Please get in touch if you were arrested at the G8 and are due in court and want
us to help in any way. We are going to try and be in court for everyone coming
to trial - please let us know if you are in court so we can be there to support
If you need any legal advice then get in touch with the G8 Legal Support at
G8legalsupport (at) riseup.net or write to G8 Legal Support c/o LDMG BM Box HAVEN
If you are interested in helping people due in court in any way please contact
July 2005 solidarity group meeting to organise support for G8 defendants
this mon 1st August 7.30pm at ACE, 17 West Montgomery Place, Edinburgh EH7 5HA
(tel 0131 557 6242)
there is a lot to do, including trying to contact all the defendants, and
arrange for people to be in court for intermediate diets and trials - these
have already started and more are due in August - so would be good if folk
could make it, sorry for short notice if you only just heard
We are currently holding meetings very regularly in both Edinburgh and Glasgow,
to keep in touch please sub to list detailed below:
e mail list for organising solidarity with G8 defendants
This is especially, but not exclusively, for organising activity in Scotland -
around prisoner and defendants support and the upcoming trials to join, go to
http://lists.riseup.net/www/subrequest/gr8mopping
G8arrestsupport mailing list
this is the Britain-wide list created for the legal observers for the G8 and is
continuing after the G8 for defendants support, especially focusing on legal
work, like getting witnesses, and drawing up a comprehensive list of all
defendants, etc..
G8arrestsupport (at) lists.aktivix.org
http://lists.aktivix.org/mailman/listinfo/g8arrestsupport
info about prisoners after G8 gleneagles
Hia, there are 2 prisoners held on remand till their court cases open in August.
Both agreed to have their name and address publicised for maximum support.
David Boudon 92018
John Mackie 18769
Donations to support the prisoners can be made to the Legal Defense and
Monitoring Group in London. The ldmg bank account is given as the bank account
in which to drop donations for the g8legalsupport.
http://g8legalsupport.info/donate-please/
david boudon is kept on remand, that means they are still investigating (his
charges ar not complete yet). its an obscure prosedure and its unbelievable
he´s still in, since the charge so far is "attempt to pervert the cause of
justice"-- means he´s been accused of giving wrong details in front of several
there will be another appeal in about three weeks, and hopefully he´ll get out.
in his legal situation they can keep him up 140 days since his arrest, then
john mackie has been arrested because of previous chrges, he breached his bail
by joining the G8-protest. so his case is not directly related to the G8. he
will be in front of court in the beginning of august.
Sehr geehrte Damen und Herrn,Wir möchten Sie gerne für unseren außergewöhnlichen Event ( " Fellings " ),
am 1. Dezember 05, auf
2000m Seehöhe in Obergurgl einladen.
Wir konnten, nicht zuletzt wegen des großen Medieninteresses, einige sehr
große Konzerne ( Vorstände und Direktoren ), viele Stars und
Persönlichkeiten und diverse Politiker für diesen einzigartigen Event
Der Reinerlös dieser Veranstaltung wird der " SMA " Forschung und für ein
Projekt in Zusammenarbeit mit der Karl Heinz Böhm Äthiopienhilfe " Menschen
für Menschen " in Afrika verwendet.
Zahlreiche Stars und Persönlichkeiten aus Sport, Politik, Wirtschaft und
Gesellschaft, der komplette Sportfachhandel, die Sportindustrie, ect. werden
anwesend sein. Eintrittspreis ist ? 280.-. Lifeperformance mit Rainhard
Fendrich, Gala Dinner, Showpogramm, Versteigerung,........
In Verbindung mit einem Skiwochenende im schneesichersten Wintersportort der
Alpen wird dieser Event ein Erlebniss der besonderen Art.Wir möchten Sie gerne bitten an unserem Event teilzunehmen und mit Ihrer
Anwesenheit einen guten
Kontaktieren Sie uns einfach per Mail an carbonclub (at) lohmann.at
Einladung Feelings in PDF Datei ist oben eingefügt.
[]Als Folge der EU-weiten Liberalisierung der Postdienste mit sehr negativen Auswirkungen für die meisten Postkunden sollen bis 2009 Hausbriefkästen installiert werden, zu denen auch private Postdienste Zugang haben. In Österreich erfolgt dieser Austausch schon bis 1. Juli 2006. Minister Gorbach glaubt offenbar, mit seiner Verordnung die 1,7 Millionen Haushalte überrumpeln zu können.
Die teilweise schon angelaufene Umtauschaktion führte bereits zu massiver Kritik und offener Ablehnung durch die Betroffenen. Es gibt kein Verständnis dafür den bisherigen Standard des Briefgeheimnisses und Datenschutzes einer EU-Richtlinie und der Husch-Pfusch-Umsetzung der Regierung zu opfern. Die offenen Einwurfschlitze der EU-konformen Hausbriefkästen ˆ laut ÖNORM 230 bis 400 mm lang und 30 bis 35 mm breit ˆ sind nicht nur ein Freibrief für eine unerträgliche Werbeflut, sondern es ist damit auch sehr einfach, den Inhalt der darin befindlichen Post festzustellen oder sogar Post aus dem Fach zu entnehmen, so z.B. Benachrichtigungen für hinterlegte RsA- und RsB-Briefe. Das kann auch Spekulanten zugute kommen. Ein Schriftstück, das trotz erfolgter Hinterlegungsanzeige nicht abgeholt wird, gilt nämlich als zugestellt ˆ mit allen Konsequenzen! So kann die gerichtliche Aufkündigung über eine Wohnung rechtswirksam werden, ohne dass der Mieter etwas davon weiß, wenn die Benachrichtigung von der Hinterlegung verschwunden ist.
Die Kosten ˆ geschätzt 100 bis 170 Mio. Euro ˆ für diese Umstellung sollen nicht die davon profitierenden privaten Postdienste, sondern die Hauseigentümer tragen. In Miethäusern werden diese Kosten allerdings ˆ jedenfalls über den Umweg über die Verringerung der Mietzinsreserve ˆ im Ergebnis von den MieterInnen zu tragen sein, bis zu 100 Euro pro Haushalt. Folgekosten wie Haustorschlüssel für private Zusteller, größere Altpapiercontainer etc. noch gar nicht mitgerechnet.
Tragen Sie sich in die UnterstützerInnen-Liste ein:
http://www.glbtirol.info/script/eintragen/index.php
- Wozu noch Minderheiten?
FREIRAD (Innsbruck) Do, 11. August, 12.00 Uhr
Radio FRO (Linz) So, 21. August, 11.00 Uhr
Radio HELSINKI (Graz) Mo, 22. August, 08.00 Uhr
######## 1) DO 4.8.: SPEAKERSCORNER MIT A.KONRAD (GEN-ATTAC) ZU BIOPATENTEN
+++ Auch am DONNERSTAG (4.8.) gibt es zusätzlich zur wöchentlichen Mahnwache gegen Schwarzorange in Österreich und Orangerot in Kärnten vor dem Kanzleramt wieder einen SPEAKERSCORNER, diesmal mit einem Referat von ASTRID KONRAD (GEN-ATTAC) zum Thema "BIOPATENTE mit besonderer Berücksichtigung der PATENTIERUNG VON PFLANZEN". - A. Konrad wird das Thema von der WTO-Ebene über die EU bis zur österreichischen Ebene erörtern. Die Patentierung von Pflanzen hat gravierende Auswirkungen auf die Landwirtschaft und die Nahrungsproduktion. Die Versorgung der Bevölkerung mit Lebensmitteln wird in die Hände von Konzernoligopolen gegeben, die die Verfügungsmacht über genetische Ressourcen erhalten. Pflanzenpatentierung fördert die - auch von der österreichischen Regierung in Sonntagsreden abgelehnte - Gentechnik. Trotzdem haben die schwarzblauorangen Regierungsparteien im Parlament die ohnehin recht unerfreuliche EU-Richtlinie mit ihrem Biopatentgesetz im Vergleich zu anderen EU-Ländern und gegen die Opposition geradezu übereifrig umgesetzt. - Näheres und viel mehr am Donnerstag beim Speakerscorner!
####### 2) B. IST FREI!!!!!!
B. wurde am 27.7.05 nach 4 Wochen wieder aus der Schubhaft entlassen!
B. war erstmals am 19.8.04 im Rahmen einer rassistischen Razzia am Heldenplatz während der wöchentlichen Donnerstagsproteste verhaftet worden (angebliche Drogenrazzia, bei der nur Leute mit für manche Dumme und für manche Mächtige zu dunkler Hautfarbe kontrolliert wurden. Drogendelikt konnte keines geahndet werden, also wurde als einzige Ausbeute der Razzia wegen mangelnder Papiere B. mitgenommen. - genauer Bericht in der "Donnerstagsaussendung" vom 24.8.04). Nach mehreren Wochen Schubhaft, Spendenkörberln bei Widerstandslesung und Speakerscorner und dem großteils unentgeltlichen Einsatz von Anwalt L. Binder wurde B. am 5.10.04 freigelassen. Mitgegeben wurde ihm eine Rechnung für die Aufenthaltskosten im Schubhäfen! Am 8.3.2005 wurde er von ca. 10 ExekutivbeamtInnen, die angeblich eigentlich nach einer anderen Person suchten, erneut verhaftet und verbrachte wieder mehr als 11Wochen in Schubhaft. Wieder wurden ähnliche Aktivitäten wie 2004 entfaltet und am 25.5.05 wurde B. aus der Schubhaft entlassen. Nur um am 29.6.05 erneut verhaftet und in Schubhaft genommen zu werden, einfach von der Straße weg, ohne dass er sich irgendwas zu Schulden kommen lassen hätte... Die nun schon fast gewohnten Aktivitäten für ihn wurden erneut gestartet. Jetzt ist er wieder in "Freiheit", allerdings wieder mit der Aufforderung, Österreich zu verlassen, und wieder mit einer Rechnung von über 800Euro für die "Schubhaftkosten". Diese Rechnung wird natürlich wieder beeinsprucht.
Bleibt zu hoffen, dass es sich nicht wieder nur um eine kurzfristige "Freiheit" handelt. Bleibt zu hoffen, dass dieser Staat einem Menschen nicht weiter sein Leben durch Schubhaftphasen und Zwischenphasen mit Angst vor der nächsten Schubhaft zerstört. Bleibt zu hoffen, dass dieser Staat einem jungen Menschen endlich doch eine Möglichkeit öffnet, seine Zukunft in die eigene Hand zu nehmen. Einem Menschen, den er nicht abschieben kann, weil er nicht weiß, wohin er ihn abschieben soll.
Viele große Dankeschöns - Vor allem an T., die sich regelmäßig um B. kümmert, an Anwalt L. Binder, an alle, die irgendwie mitgeholfen haben, und an alle, die dazu beigetragen haben, dass im gemeinsamen Topf von Widerstandslesung und Speakerscorner für die Beteiligung an den Anwaltskosten und kleine "Erleichterungen" des Lebens in Schubhaft auch diesmal wieder einiges zusammengekommen ist!!!
####### 3) AUFRUF an die INNENMINISTERIN
+++ Im ANHANG ein AUFRUF an die INNENMINISTERIN. Es geht um einen Flüchtling aus Nigeria, der in Kärnten von PolizistInnen mißhandelt wurde, nachdem er um ein Glas Wasser gebeten hatte... Wer den Aufruf unterstützen will, schickt ein Mail mit Namen, Adresse und wenn gewünscht Berufsbezeichnung und/oder Organisation an arge-wdv (at) gmx.net!
+++ ANHANG: AUFRUF an die INNENMINISTERIN
liebe freundinnen, die solidaritätsaktion für Ebhomhenya Otothaguamhen ist
gestartet, jetzt brauchen wir bitte ganz viele UnterstützerInnen, ich bitte
dringend, einfach namen, adresse und wenn gewünscht berufsbezeichnung
und/oder organisation zurückzumailen, ich hab erst 17 unterschriften
beisammen, 500 sollen schon werden und die zeit drängt, da der prozeß schon
am 17. august stattfindet, also bitte so schnell wie möglich, liebe und
friedliche grüße, rosalia krenn
Gerechtigkeit und Legalisierung für Ebhomhenya OTOHAGUAMHEN
Der ,Fremde', das Wasser und die Anständigkeit der Staatsgewalt:
Ein ,Fremder', der in Kärnten um ein Glas einheimisches Wasser bittet, ist
der Gerichtsbarkeit auszusetzen.
Ebhomhenya OTOHAGUAMHEN aus Nigeria lebt ohne legalen Status in Österreich.
In Kühnsdorf bei Kärnten durch die Straßen wandernd, wurde sein Durstgefühl
so groß, dass er an einer Wohnungstür läutend, den ihm öffnenden Mann um ein
Glas Wasser bat. Der Mann verständigte umgehend die Polizei. Ein Glas Wasser
bekam Ebhomhenya OTOHAGUAMHEN nicht. Einige Zeit später wurde Ebhomhenya
OTOHAGUAMHEN auf seinem Weg von der Polizei aufgehalten. Er wurde bedroht,
verletzt, getreten, geschlagen, in Handschellen abgeführt. Die Verletzungen
hatten ein Ausmaß erreicht, welches die Verständigung eines Arztes bedingte.
Gegen die Polizei läuft ein Verfahren.
Ebhomhenya OTOHAGUAMHEN wird in Folge dem Rechtsstaat ausgeliefert: die
Bezirkshauptmannschaft Völkermarkt geht von aggressivem Verhalten gegen 4
Exekutivbeamte, Beschimpfung, Behinderung einer Amtshandlung, Lärmerregung
und Verletzung des Anstands aus. Die Anschuldigungen sind nicht
nachvollziehbar, mit Handschellen gefesselt war Ebhomhenya OTOHAGUAMHEN
Misshandlungen ausgesetzt. Der öffentliche Anstand wurde verletzt: im Zuge
des Angriffs durch die Polizei wurde ihm die Hose zerrissen, er ging zu
Boden, er war der Polizei in folge dessen halbnackt ausgesetzt.
Es ist dem staatlichen Repressionsapparat noch nicht genug Ebhomhenya
OTOHAGUAMHEN muss sich wegen Widerstands gegen die Staatsgewalt vor dem
Landesgericht Klagenfurt am 17. August 05 verantworten. Er hatte. Durst. Er
wollte ein Glas Wasser trinken. Er wurde geschlagen. Jetzt wird ihm der
Prozeß gemacht. Es droht ihm die Abschiebung. Der Rechtsstaat hat sich bis
zur Kenntlichkeit entblößt.
Wir wünschen uns, dass die Verfolgung und die Unsicherheit des Lebens für
Ebhomhenya OTOHAGUAMHEN, seine Frau und ihre Kinder ein Ende nimmt. Er
wurde, da er der Opposition angehört - er war Lehrer, der sich gegen die
Korrumpierbarkeit der Regierung engagierte, ihm gelang die Flucht aus dem
Gefängnis - politisch verfolgt und ist aus diesem Grund nach Österreich
geflohen, politisch gleichgesinnte Menschen sind spurlos verschwunden, die
Ablehnung seines Asylantrags in zweiter Instanz ist nicht nachvollziehbar.
Er möchte in Österreich leben und braucht einen legalen Status. Geflohen ist
er gemeinsam mit seiner schwangeren Frau, ihr erstes Kind kam in Burgenland
zur Welt, das zweite Kind ist knapp einen Monat alt.
Wir erklären unsere Unterstützung und fordern Sie in ihrer Funktion als
Innenministerin auf, die entsprechenden Maßnahmen zu setzen, um Ebhomhenya
OTOHAGUAMHEN, seiner Frau, sowie den beiden kleinen Kindern eine legale
Existenz in Österreich zu ermöglichen.
initiative abflug, barbara hable, florian walter, arge
wehrdienstverweigerung, gewaltfreiheit und flüchtlingsbetreuung sabaha
sinanovic: frauen. stimmen. gegen. krieg, rosalia krenn: frauen. stimmen.
gegen. krieg, LOSITO, felix, pöchhacker, david schwarz, reiner steinweg,
friedens- und konfliktforscher, andreas rennert, heinz zöchling, dieter
jentsch, josef enzendorfer, klaudius may, peter eibl, hubert maleh, dieter
lang, ursula lang, christoph eschbacher, sozialarbeiter, dr. andreas egger
titel des videoclips: like a bird
beschreibung: jede nacht ab 2:00 sind sie unterwegs. stiege rauf, stiege runter bis 6:00 uhr und an den wochenenden noch laenger.
clipinfo: http://kanalB.org/clip.php?clipId=1139
video: http://austria.kanalb.org/video.php?clipId=1139&Viam=Clip
download: http://austria.kanalb.org/download.php?clipId=1139
erstellt: 2005-07-27
datenmenge: 32796 kb
MIDDLE EAST: FGM still largely an unknown quantity in Arab world(IRIN) - In a recent statement released to coincide with the day of Zero
International Tolerance of Female Genital Mutilation (FGM)on 6 February, the
UN Children's Agency UNICEF noted that the Arab world had yet to make
decisive moves in the eradication of the practise.
In a reference to Egypt, Sudan, Somalia and Djibouti, the press release went
on to note that "so far, FGM prevalence rates of over 90 percent of women
and girls have remained virtually unchanged for the past decade."
In the case of Egypt and Djibouti, those bald statistics mask a growing
resolve on the part of local government and civil society to combat the
Following the example of the National Council for Childhood and Motherhood,
over a dozen Egyptian NGOs are doing what one senior Cairo-based UN official
called "a wonderful job" raising awareness of FGM through seminars and the
media. Both Cairo and Alexandria universities are collaborating in the
development of national campaigns.
Early in February 2005, at a conference organised by the government and
international NGO, No Peace Without Justice, Djibouti announced the
ratification of the Maputo Protocol, which bans FGM. After sometimes fierce
discussions, participants finally agreed that no justification for the
practise could be found in the teachings of Islam.
Yemen, where FGM levels in some regions are known to reach 50 percent, is
another example where progress is being made. A January 2001 ministerial
decree banning FGM, combined with government and NGO concentration on the
worst-affected areas, have, in the words of Jordan-based UNICEF
communication officer Wolfgang Friedl, "considerably reduced the frequency
of the practise in the space of only a few years."
Further north in the Middle East, the record is considerably more patchy.
Hampered by its policy of following up on an issue only if the local
authorities themselves consider it important enough to investigate, the UN's
statistics on FGM peter out on the Egyptian-Israeli border.
Yet FGM is known to be practised throughout the Arabian peninsular,
particularly in northern Saudi Arabia, as well as in southern Jordan and
Iraq. A recent survey by the German NGO WADI, based in the Iraqi Kurdish
city of Sulaymaniyah, showed well over 60 percent of women in the rural area
of Germian, about 150 km southwest of city, had been circumcised.
There is also circumstantial evidence to suggest that FGM is present in
Syria. Then, of course, there is Iran. Given the frequency of the phenomenon
in the tribal areas of Iraqi Kurdistan immediately adjoining the Iranian
border, and the population's close familial and cultural links to the Kurds
further east, it is only logical to assume FGM exists there too.
The problem, as one senior UN official well acquainted with the Middle East
told IRIN, is the attitude of the region's governments. The coverage - or
rather non-coverage - of FGM, he argued, can be compared to campaigns to
stamp out honour killings.
"We know both Jordan and Syria have a problem with honour killing," he said.
"But while Jordan is implementing new legislation forcefully, Syria simply
does not want the issue to get out."
It's a point put more bluntly by Thomas von der Osten-Sacken, director of
"There is a clear link between freedom of expression and knowledge of FGM,"
he told IRIN in Istanbul. "If we know the phenomenon exists in Egypt, Jordan
and Iraq, it is because these countries have an embryonic civil society."
"Issues of FGM and violence against women in general are not open to
discussion within the country, let alone to UN agencies," he said. "I can
only hope the recent changes in the political environment there will enable
us to find an entry point."
The one shining exception to the general lethargy impeding efforts to combat
FGM is Iraqi Kurdistan, where women's organisations like the
Sulaymaniyah-based Rewan have been fighting to reduce the practise since the
region broke away from Baghdad in 1991.
Following its small-scale study in Germian, WADI is now on the verge of
starting a survey of the whole of the Iraqi Kurdish region. Training of
local students who will be doing the bulk of the field work is due to begin
on 1 April. Research will be done during the summer holidays in order for
the results to be published in November in Kurdish, Arabic and English.
"We're aiming to interview 1 percent of the total population of Iraqi
Kurdistan," Osten-Sacken told IRIN. "That should provide the basis for a
proper campaign to stamp the practise out."
Archives - Dates and Topics International Related Stories: Middle East
"Frauenrechte unter den Tisch gekehrt"
Frauenrechtlerin Shirouk al-Abayachi befürchtet im STANDARD-Interview
massive Verschlechterungen durch die neue Verfassung - Mehrehen wären
Standard: Frauenrechtler haben den Entwurf für die neue irakische
Verfassung, die am 15. August vorgelegt werden soll, heftig kritisiert.
Welche Punkte stören Sie daran?
Abayachi: Der Islam soll laut dem Entwurf zur Hauptquelle des irakischen
Rechts werden. Das ist ein sehr gefährliches Zeichen, wir können das nicht
akzeptieren. Wir wollen, dass der Islam, wie in der Interimsverfassung, nur
eine von vielen Rechtsquellen bleibt.
Standard: Welche Benachteiligungen hätten die Frauen im Irak durch diese
Islamisierung zu erwarten?
Abayachi: Der Irak hat seit 1959 ein Privatrecht, das zwar ebenfalls auf der
Scharia basiert. Aber von allen möglichen Interpretationen des islamischen
Rechts wurde die liberalste gewählt. So konnten sich Frauen früher etwa
scheiden lassen und Männer konnten nur unter sehr schwierigen Bedingungen
Mehrehen schließen. Das würde sich alles ändern, wenn das alte irakische
Privatrecht abgeschafft und die Scharia die zentrale Rechtsquelle wird.
Männer könnten ohne Hindernisse Mehrehen eingehen. Es gäbe keine
Beschränkungen mehr beim Heiratsalter, ein Mann könnte sogar eine
Neunjährige ehelichen.
Standard: Sie fürchten also vor allem Diskriminierungen im Familienrecht?
Abayachi: Nicht nur. Unter dem Motto der Religionsfreiheit ist in dem
Verfassungsentwurf vorgesehen, dass die Gerichte verschiedene
Interpretationen des islamischen Rechts anwenden dürfen. Die Menschen
könnten ihrer Religions- oder Sektenzugehörigkeit entsprechend wählen, an
welches Gericht sie sich wenden wollen. Das würde bedeuten, dass der Irak
kein einheitliches Rechtssystem mehr hätte. Jedes Gericht würde seine
eigenen Urteile erlassen können. Und wir wollen das gleiche Recht für alle
Standard: Bis zum 15. August kann der Verfassungsentwurf noch geändert
werden. Glauben Sie, dass es noch zu gravierenden Veränderungen gerade bei
den strittigen Punkten kommen wird?
Abayachi: Im Moment wird noch sehr heftig über die Verfassung diskutiert. Es
gibt neben den islamischen Kräften natürlich auch liberale Vertreter im
Verfassungskomitee. Die Kurden unterstützen etwa die Forderungen der
Frauenbewegung, ihr Hauptanliegen ist aber die Lösung der Föderalismusfrage
im Irak. Und wenn es darum gehen wird, bei wichtigen Fragen mit den
Islamisten einen Konsens zu erreichen, befürchten wir, dass die Frauenrechte
Standard: Wären die Hoffnungen auf einen säkularen irakischen Staat mit der
Annahme dieser Verfassung endgültig gescheitert?
Abayachi: Die Verfassung könnte die ohnehin sehr schwache staatliche
Autorität im Irak weiter untergraben. Bereits jetzt sind die Imame wichtige
Autoritätsfiguren in der Gesellschaft, da der Staat ja kaum vorhanden ist
und wir de facto keine Gesetze haben. Nun könnten die Imame aber mit
Unterstützung der Verfassung ihre Machtposition ausbauen. Wer einen
säkularen Staat will, darf das nicht zulassen.
DER STANDARD, Printausgabe, 3.8.2005
(English Text Below)Erschütternde Zahlen aus dem Innenministerium
Immer noch 1 ∏ Tausend Homosexuelle als Sexualverbrecher vorgemerkt
Aufruf an alle nach den Sondergesetzen Vorbestraften: Plattform gegen § 209 finanziert Klagen
Wie aus der jüngsten Beantwortung einer parlamentarischen Anfrage durch Innenministerin Liese Prokop hervorgeht, sind im österreichweiten (Vor)Straf(en)register immer noch 1.434 (!) Männer und Frauen vorgemerkt, die nach den anti-homosexuellen Sonderstrafgesetzen verurteilt worden sind. Während nach dem erst jüngst (2002) aufgehobenen § 209 Strafgesetzbuch 476 Verurteilte als vorbestraft registriert sind, werden nach dem bereits 1971 beseitigten Totalverbot homosexueller Kontakte (§ 129 I b Strafgesetz 1852) gar immer noch 558 Männer und Frauen vorgemerkt.
In dem von der Polizeidirektion Wien geführten Strafregister werden zentral für ganz Österreich alle gerichtlichen Vorstrafen registriert. Im Juni richtete die SPÖ-Abgeordnete Mag. Gisela Wurm an Innenministerin Liese Prokop die Anfrage wie viele Personen noch den anti-homosexuellen Sonderstrafgesetzen als vorbestraft vorgemerkt sind. Die Antwort langte vor wenigen Tagen ein. 1.434 Frauen und Männer werden trotz der Aufhebung der Sondergesetze immer noch massiv stigmatisiert; 558 sogar wegen Verurteilungen nach dem vor 34 Jahren aufgehobenen Totalverbot ∑
Die Bundesregierung und das österreichische Parlament verweigern bis heute denjenigen Rehabilitierung und Entschädigung, die auf Grund der Sonderstrafgesetze verurteilt und, zum Teil sogar in Anstalten für geistig abnorme Rechtsbrecher, inhaftiert wurden. Neben der Vormerkung ihrer Vorstrafen im österreichweiten Strafregister sind auch die Polizeiakten immer noch vorhanden.
Bundesregierung und Parlament weigern sich aber nicht nur beharrlich, die Urteile durch einen Gesetzesakt aufheben zu lassen, sondern Justizministerin Mag. Gastinger (vormals Miklautsch) blockiert (wie ihr Vorgänger) sogar hartnäckig alle Gnadengesuche von Opfern der Sonderstrafgesetze an den Bundespräsidenten. Erst kürzlich hat sie damit die Begnadigung in zwei besonders krassen Fällen verhindert. Ein Gnadenwerber, der bereits vor dem Menschenrechtsgerichthof erfolgreich war und die Aufhebung der diesbezüglichen § 209-Verurteilung erreichte, ersuchte um die gnadenweise Tilgung einer früheren § 209-Verurteilung, die er nicht in Strassburg bekämpft hatte. Der zweite Gnadenwerber wiederum war ausschließlich wegen § 209 in einer Anstalt für geistig abnorme Rechtsbrecher untergebracht und ist aus dieser Anstalt nur auf Probe entlassen. Für beide gibt es, dank Gastinger, keine Gnade ∑.
Wien errichtet den Opfern ein Denkmal, der Bund stellt sie an den Pranger
Österreich wurde deshalb wiederholt durch den Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte verurteilt: über Beschwerde von Verurteilten (L. & V. gg. Österreich 2003; Woditschka & Wilfling gg. Österreich 2004; F.L. gg. Österreich 2005; http://www.echr.coe.int) ebenso wie über Beschwerde eines Jugendlichen, dem zwischen 14 und 18 einverständliche sexuelle Kontakte mit erwachsenen Partnern verwehrt waren (S.L. gg. Österreich 2003; http://www.echr.coe.int). Insgesamt musste die Republik den bislang neun erfolgreichen Beschwerdeführern über EUR 300.000,-- Schadenersatzzahlungen leisten.
Erst Ende Mai hat der Gerichtshof in einem Aufsehen erregenden Urteil ausgesprochen, dass auch freigesprochene Opfer des § 209 entschädigt werden müssen (Thomas Wolfmeyer gg. Österreich, http://www.echr.coe.int). Und Amnesty International hat in seinem Jahresbericht 2005 neuerlich die Entschädigung der § 209-Opfer eingefordert.
Nun müssen wir nicht nur erfahren, dass 1 ∏ Tausend homosexuelle Frauen und Männer immer noch als vorbestrafte Sexualverbrecher vorgemerkt sind, sondern auch dass fast 40% von ihnen sogar immer noch wegen des vor über 34 Jahren aufgehobenen Totalverbots am Pranger stehen.
Die Stadt Wien hat kürzlich beschlossen, den Opfern der Homosexuellenverfolgung in Österreich ein Denkmal zu errichten, nicht nur jenen der Nazizeit und davor sondern auch jenen der Zweiten Republik. Es ist grotesk und skandalös, dass der Bund dieselben Opfer nach wie vor an den Pranger stellt.
≥Diese Brandmarkung ist absolut inakzeptabel. Wir lassen uns das nicht mehr gefallen und werden klagen„, sagt der Wiener Rechtsanwalt und Sprecher der Plattform gegen § 209 Dr. Helmut Graupner, ,≥Einige Kläger gibt es schon, die anderen Opfer der antihomosexuellen Sonderstrafgesetze sollen sich bei uns melden; für jene, die es sich nicht leisten können, wird die Plattform die Klagen finanzieren„.
In der überkonfessionellen und überparteilichen Plattform gegen § 209 haben sich über 30 Organisationen zusammengeschlossen, um gegen das in § 209 StGB verankerte diskriminierende zusätzliche Sondermindestalter von 18 Jahren ausschließlich für homosexuelle Beziehungen zwischen Männern (zusätzlich zur allgemeinen, für Heterosexuelle, Lesben und Schwule gleichermaßen gültigen Mindestaltersgrenze von 14 Jahren) anzukämpfen. Der Plattform gehören neben nahezu allen Vereinigungen der Homosexuellenbewegung auch allgemeine Organisationen an, wie Aids-Hilfen, die Kinder- und Jugendanwaltschaften Tirol und Wien, die Österreichische Hochschülerschaft, die Bewährungshilfe, die Österreichische Gesellschaft für Sexualforschung u.v.a.m.. Nach der Aufhebung des § 209 StGB dringt die Plattform auf die Entlassung aller Gefangenen und die Rehabilitierung und Entschädigung aller § 209-Opfer und beobachtet die Vollziehung der § 209-Ersatzbestimmung, § 207b StGB.
Die parlamentarische Anfrage der Abgeordneten Mag. Gisela Wurm:
http://www.parlament.gv.at/portal/page?_pageid=908,930025&_dad=portal&_schema=PORTAL
Die Beantwortung durch die Bundesministerin für Inneres:
http://www.parlament.gv.at/portal/page?_pageid=908,948585&_dad=portal&_schema=PORTAL
Die Strafregistereintragungen nach
den anti-homosexuellen Sonderstrafgesetzen
(Stichtag 12.07.2005):
§ 209 StGB 1975 (1975-2002; Sondermindestaltersgrenze 18
für männliche homosexuelle Handlungen,
≥gleichgeschlechtliche Unzucht„) 426
§ 129 I StG 1852 (1971-1975) Sondermindestaltersgrenze 18
für männliche homosexuelle Handlungen, ≥gleichgeschlechtliche Unzucht„) 50
§ 129 I b StG 1852 (1852-1971; Totalverbot homosexueller
Kontakte zwischen Männern und zwischen Frauen;
≥Widernatürliche Unzucht„) 558
§ 210 StGB 1975 (1975-1989; männlich homosexuelle
Prostitution; „gewerbsmäßige gleichgeschlechtliche Uzucht‰) 335
§ 500 StG 1852 (1971-1975; männlich homosexuelle
Prostitution„; gewerbsmäßige gleichgeschlechtliche Uzucht‰) 56
§ 220 StGB 1975 (1975-1997; ≥Werbung für Unzucht mit Personen
des gleichen Geschlechts„) 2
§ 517 StG 1852 (1971-1975; ≥Werbung für Unzucht mit Personen
des gleichen Geschlechts„) 0
§ 220 StGB 1975 (1975-1997; ≥Vereinigungen zur Begünstigung
gleichgeschlechtlicher Unzucht„) 7
§ 518 StG 1852 (1971-1975; ≥Vereinigungen zur Begünstigung
gleichgeschlechtlicher Unzucht„) 0
Shocking Statistics from the Austrian Ministry of Interior
1 ∏ Thousand Lesbians and Gays Still Registered as Sex Offenders
Call on all persons with criminal records from anti-homosexual offences: Platform Against Art. 209 finances litigation
As just revealed by the most recent answer of Austrian Minister of Interior, Liese Prokop, to a question raised by a member of Austria‚s federal parliament, 1.434 men and women are still registered in the National Register of Criminal Convictions for convictions under prior anti-homosexual criminal legislation. While 476 convicts are registered under the discriminatory age-of-consent, Art. 209 CC, repealed in 2002, 558 men and women are still registered for convictions under the total ban of homosexual acts (§ 129 I b CC 1852) which has been struck off the books in 1971.
All convictions by criminal courts on the territory of Austria are registered in the National Register of Criminal Convictions run by the Vienna Police Department. In June social-democrat member of parliament, Mag. Gisela Wurm, asked the Minister of Interior, Liese Prokop, how many persons convicted under the former anti-homosexual offences are still being registered as sex offenders. The reply was received these days: 1.434 men and women are still being massively stigmatised despite the repeal of the laws; 558 of them even for convictions under the total ban abolished more than 34 years ago ∑
The Federal Government and the Federal Parliament are still refusing rehabilitation and compensation for those who have been convicted under anti-homosexual legislation and, in part, even detained in institutions for mentally abnormal offenders. Apart from their registration as sex offenders also the police-files are still being kept.
The Federal Government and Federal Parliament not only are refusing to lift the convictions, but Minister of Justice, Mag. Karin Gastinger (formerly: Miklautsch) (as her ancestor), even persistently refuses to suggest pardons to the Federal President. Recently thereby she made impossible a pardon in two tragic cases. One of a successful applicant before the European Court of Human Rights who succeeded in getting lifted his respective conviction, and asked for the deletion of his entry in the national registry of offenders regarding another conviction which he did not contest in Strasbourg. And a second man on his part had been detained in an institution for mentally abnormal offenders solely on the basis of Art. 209, having been later released just upon probation. For both, thanks to Minister of Justice Gastinger, there is no pardon.
Vienna honours victims with a memorial, the federation still stigmatizes them
Given this the European Court of Human Rights still repeatedly condemns Austria, be it upon applications of convicts (L. & V. v. Austria 2003; S.L. v. Austria 2003; Woditschka & Wilfling v. Austria 2004; F.L. v. Austria 2005; H.G: & G.B: v. Austria 2005; http://www.echr.coe.int), or of juveniles who have been denied their right to engage in consensual sexual relations with adult partners (S.L. v. Austria 2003; http://www.echr.coe.int). In sum Austria has to pay already more than EUR 300.000,-- to the hitherto nine successful applicants.
Just at the end of May the Court in a sensational judgment held that also acquitted victims of Art. 209 have to be compensated (Thomas Wolfmeyer v. Austria, http://www.echr.coe.int). And Amnesty International in its report 2005 again called for rehabilitation and compensation of the victims of Art. 209.
Now we have to learn that not only 1 ∏ thousand lesbians and gays are still registered as sex offenders but that nearly 40% of them are stigmatized on the basis of the total ban struck off the books more than 34 years ago.
The city of Vienna recently decided to honour the victims of anti-homosexual persecution in Austria, not only by the Nazis and before but also after 1945, with a memorial in the city-center. It is grotesque and scandalous that the federation still is putting the same victims in the pillory.
„This stigmatization is absolutely unacceptable and we indeed do not accept it anymore. We are going to take the government to the courts‰, says Dr. Helmut Graupner, attorney-at-law and spokesperson for „Platform Against Art. 209‰, „There are already some applicants and the other victims of anti-homosexual legislation are to call us; the Platform will finance litigation for those of them who cannot afford‰.
Question by MP Mag. Gisela Wurm:
Reply by the Minister of Interior:
Platform Against Art. 209: +43/1/876 30 61, 0676/3094737, office (at) paragraph209.at, www.paragraph209.at
Sex-Offender-Registrations for convictions
under former anti-homosexual legislation
(12.07.2005):
§ 209 StGB 1975 (1975-2002; Additional age limit of 18 for gay sex;
≥Same-Sex Lewdness„) 426
§ 129 I StG 1852 (1971-1975) Additional age limit of 18 for gay sex;
≥Same-Sex Lewdness„) 50
§ 129 I b StG 1852 (1852-1971; Total ban of sex between men
and between Women; ≥Lewdness Against the Order of Nature‰) 558
§ 210 StGB 1975 (1975-1989; male-homosexual prostitution;
„Professional Same-Sex Lewdness‰) 335
§ 500 StG 1852 (1971-1975; male-homosexual prostitution;
„Professional Same-Sex Lewdness‰) 56
§ 220 StGB 1975 (1975-1997; ≥Promotion of Lewdness Between
Persons of the Same Sex„) 2
§ 517 StG 1852 (1971-1975; ≥Promotion of Lewdness Between
Persons of the Same Sex„) 0
§ 220 StGB 1975 (1975-1997; ≥Associations Favouring
Same-Sex Lewdness„) 7
§ 518 StG 1852 (1971-1975; ≥Associations Favouring
Same-Sex Lewdness„) 0
http://mund.at/butt/Termine/August/0408.htm
http://www.mund.at/butt/Termine/August/0508.htm
http://www.mund.at/butt/Termine/August/0608.htm

References: § 209
 § 209
 § 209
 § 209
 § 209
 § 209
 § 209
 § 209
 § 209
 § 209
 § 209
 § 209
 § 209
 § 207

§ 209

§ 129

§ 129

§ 210

§ 500

§ 220

§ 517

§ 220

§ 518
 Art. 209
 Art. 209
 Art. 209
 Art. 209
 Art. 209
 Art. 209
 Art. 209

§ 209

§ 129

§ 129

§ 210

§ 500

§ 220

§ 517

§ 220

§ 518