Source: https://archivalia.hypotheses.org/date/2013/06
Timestamp: 2018-09-22 08:10:37+00:00

Document:
Juni | 2013 | Archivalia
Nürnberg GNM Hs. 3994a von 1526 stammt aus dem Besitz von Bartholomäus Haller – Bl. 1r Allianzwappen Haller/Memminger http://dlib.gnm.de/item/Hs3994a/7/html – und wurde von Lotte Kurras beschrieben:
Einige Monate später, im August 1526, entstand eine Abschrift der Meisterlin-Chronik dieser Handschrift, die der gleiche Schreiber schrieb. Die „Chroniken“ geben als Signatur Stadtbibliothek Nürnberg „Fol. Sch. 198“ an.
Rätselhaft war für mich zunächst die Angabe in der Ausgabe der „Etlichen Geschichten 1488-1491“ (in unserer Handschrift Bl. 125r-135v)
https://archive.org/stream/diechronikender09kommgoog#page/n281/mode/2up
(Dazu schon: http://archiv.twoday.net/stories/4993981 )
Bl. 81r nennt Blattzahlen (181, 214, 227, 234) und Nummern (12, 14, 15, 16) der Turniere aus einem Turnierbuch Pfalzgraf Johanns (II.) von Pfalz-Simmern, das in schwarzes Leder gebunden sei. Diese Angaben (ohne die Nummern der Turniere, wobei zu beachten ist, dass Rüxner selbst die Nummer nur beim 12. Nürnberger Turnier nennt) wurden nachträglich den Rüxner’schen Texten als Überschriften hinzugefügt. Ich bin wie Kurras bisher davon ausgegangen, dass eine handschriftliche Vorstufe des Turnierbuchs vorliegt, aber beweisbar erscheint mir das nicht mehr. Überprüfbar sind im Netz die Blattzahlen der in Simmern erschienenen Rodler’schen Ausgaben von 1530 (172, 202, 213, 218) und 1532, sie stimmen nicht überein. Die Druckvarianten der Ausgabe von 1532 variieren nicht in der Anzahl der Blätter.
Kann der VD 16 keine römischen Ziffern mehr lesen? „ccxiij[=214]“ ist ja schon recht peinlich:
Bleibt die Hoffnung auf eine Auskunft aus dem Bayerischen Nationalmuseum, das am 14. August 2008 eine bibliographisch bislang nicht beschriebene (und daher auch nicht im VD 16, geschweige denn in Jakob Klingners überschätztem Buch zu den Minnereden im Druck, der die Rodler’sche Presse einmal mehr breittritt, präsente) Simmern’sche Rüxner-Ausgabe mitteilte (spätere Nachfragen aber unbeantwortet ließ):
ANfang / vrsprung vnd herkommen des Thurniers inn Teutscher nation…“, „Getruckt zu Siemmern/ durch Jheronimus Rodler/ Secretarius daselbst. Vollendet auff den Fünffundzwentzigsten tag Februarius. Im jar als man zalt nach der geburt Cristi. D. M. xxxv.“ Die Mehrzahl der Holzschnitte ist koloriert. Das Buch verfügt über einen Ledereinband von 1537, der für Bartholmes Haller vom Hallerstain angefertigt wurde. (Eingeprägter Titel: DVRNIERBVCH DER XXXVI DVRNIER IM H RO REYCH GEHALTEN sowie das Reichswappen und ein Profilbildnis Karls V.). Später befand es sich nach einem Exlibris in der Bibliothek von Christoph Andreas Imhof, „Abet in Helmstatt“. Signatur: Waffen 3657.
http://www.freidok.uni-freiburg.de/volltexte/7140 )
sich nicht notwendigerweise an Johann II. richtete, habe ich bereits früher betont (siehe Graf 2009 bei Freidok und http://archiv.twoday.net/stories/4993981 ).
Der folgende beschreibende Text ist im Druck gekürzt (es fehlen die Namen der Turnierlande, am Schluss fehlen die Dänke). Im Druck folgt die Liste der Teilnehmer, während in der Handschrift die Bestellung von acht Personen sich anschließt, ohne dass wie im Druck Alte und Junge gekennzeichnet werden. Bei Jakob von Bodman hat der Druck Job. In der Handschrift steht irrtümlich „disse zwölff“, was im Druck in „Diese Acht“ korrigiert ist. Die Namen der 12 stimmen überein (abgesehen von orthographischen Differenzen). Bei den folgenden Jungfrauen hat der Druck „Freyburg“, wo die Handschrift „Peussing“ hat. Bei denjenigen, die man zu Blatt getragen hat und die die Seile hielten, lässt der Druck die erstere Eigenschaft weg. Die Namen sind identisch, die Reihenfolge ist anders. Das gilt auch für die Grieswertel. Die vier neuen Könige stehen in der Handschrift nach der folgenden Teilnehmerliste. Ein abschließender formelhafter Absatz zu den Dänken fehlt im Druck. Auch in der Teilnehmerliste gibt es Abweichungen – Details spare ich mir.
?s=vierlande
Die „Etlichen Geschichten“ übergehend (siehe oben), komme ich nun zur Aufzeichnung Bl. 137r-144v über das Bamberger Turnier 1486 (in der Handschrift ohne die Nummer 34!), die nicht von Rüxners Hand stammt (aber auch nicht von der Hand der Meisterlin-Chronik und der deutlich jüngeren Hand der abschließenden Turnierordnung), aber sicher auf ihn zurückgeht. Die Abweichungen gegenüber dem gedruckten Turnierbuch wurden bereits im Anzeiger für Kunde der deutschen Vorzeit 1853 aufgelistet:
Eyb’sches Turnierbuch Cgm 961
Die abschließende Turnierordnung Bl. 146r-152r druckte Gumppenberg 1862 als „Verhandlungen zu Nürnberg im Jahre 1482“ aus dem verschollenen Turnierbuch Raidenbuchers, gab aber die Abweichungen der Nürnberger Handschrift an:
Künstler als Sammler im 15. – 18. Jahrhundert
Die umfangreiche maschinenschriftliche Leipziger (!) Diplomarbeit zur Geschichte des Sammelns von Karl-Heinz Janda 1957 ist gerade online gestellt worden von der Berliner Kunstbibliothek:
http://digiview.gbv.de/viewer/image/749377305/1 (Text)
http://digiview.gbv.de/viewer/image/749378018/1 (Anmerkungen)
http://digiview.gbv.de/viewer/image/749377712/1 (Abbildungen)
Drakonische Strafen gegen Filesharer in den USA
Hierzulande ist man in der Regel als erwischter Filesharer (zivilrechtlich) mit einigen hundert, allenfalls tausend Euro dabei. Anders in den USA:
„Ein US-Berufungsgericht hat das Filesharing-Urteil gegen den Studenten Joel Tenenbaum in dieser Woche erneut bestätigt. Tenenbaum war von einem US-Geschworenengericht im August 2009 wegen Urheberrechtsverstößen zu einer Gesamtstrafe von 675.000 US-Dollar (derzeit rund 517.000 Euro) verurteilt worden. […]
Der Prozess gegen Tenenbaum ist einer der ersten und bisher einzigen beiden, die wegen eines Filesharing-Vergehens durch mehrere Instanzen geführt wurden. In dem anderen Verfahren wehrt sich die US-Bürgerin Jammie Thomas-Rasset bisher ebenfalls erfolglos gegen eine Strafe von 222.000 US-Dollar.“
Ein Beweis mehr, wie verkommen das US-Rechtssystem ist.
Abmahnfalle: Vorsicht bei der Einbindung von Landkarten!
http://klawtext.blogspot.de/2013/06/bing-maps-fotos-werden-abgemahnt.html
http://www.hb-law.de/alle-beitraege/11-urhr/322-bundestag-beendet-fliegenden-gerichtsstand-im-urhr
Der Bundestag hat heute das Gesetz gegen unseriöse Geschäftspraktiken beschlossen (vgl. http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/17/141/1714192.pdf ). Darin enthalten ist die vom Rechtsausschuss geforderte Einführung eines neuen §104a UrhG, welcher es insbesondere für Filesharingklagen in sich haben dürfte:
http://wisspub.net/2013/06/28/bundestag-bringt-zweitveroffentlichungsrecht-auf-den-weg
Der Bundestag hat Open Access mit diesem Recht einen Bärendienst erwiesen, da die Nachteile durch den Wegfall der Möglichkeit, im Zweifel sofort nach Erscheinen online selbstzuarchivieren, deutlich überwiegen. Besser wäre es gewesen, bei dem jetzigen § 38 UrhG zu bleiben und diesen nicht zu verschlimmbessern. Ich darf nicht nur Schmalenstroer auf die detaillierte Stellungnahme von BC Kaemper hier
und meine Hinweise
http://www.ub.uni-dortmund.de/listen/inetbib/msg50240.html
Neue Digitalisate der HAB Wolfenbüttel
http://dbs.hab.de/mss/?list=browse&id=issued
Am 20. Februar kamen hinzu v.a. Briefe von Herzog August an Johann Valentin Andreae
http://dbs.hab.de/mss/?list=issued&id=2013-02-20
Am 25. Februar 2013 kam u.a. hinzu
Hermann Botes Schichtbuch (1514)
http://diglib.hab.de/mss/120-extrav/start.htm
http://www.manuscripta-mediaevalia.de/hs/katalogseiten/HSK0080_b069_jpg.htm
http://www.handschriftencensus.de/13319 (ohne das Digitalisat, bis jetzt)
Psalterium saec. XII ex.
Helmstedt, Ehemalige Universitätsbibliothek I Hs. 1
http://dbs.hab.de/mss/?list=ms&id=ed000037
Zur Bibliothek: http://de.wikipedia.org/wiki/Ehemalige_Universit%C3%A4tsbibliothek_Helmstedt (wie üblich ohne Nachweis von Digitalisaten)
Auch I Hs. 2 ist online
http://dbs.hab.de/mss/?list=ms&id=ed000038&catalog=Lesser
Das Mitteldeutsche Evangelistar saec. XIV müsste im Handschriftencensus unter Helmstedt stehen, aber es gibt gar keinen Eintrag zu dieser Bibliothek!
Am 5. März ein Psalterium saec. XIII aus dem Seminar für Mittlere und Neuere Geschichte, Cod. 2E
http://diglib.hab.de/mss/ed000032/start.htm
Am 10. Juni 10 Handschriften aus der Stiftsbibliothek Bad Gandersheim
http://dbs.hab.de/mss/?list=issued&id=2013-06-10
Rezensionen aus dem Jahrbuch der Hessischen Kirchengeschichtlichen Vereinigung
Ab Bd. 60, 2009:
http://www.hessische-kirchengeschichte.de/_private/rezensionen.htm
Wir merken nochmals an, wie unsäglich wir die Weigerung von http://Recensio.net halten, Rezensionen aus landesgeschichtlichen Zeitschriften aufzunehmen.
Köln: Planungsstoppdiskussion als Sanktionierung des Einsturzes?
Veröffentlicht am 28. Juni 2013 von wolfthomas
“ …. Das kommt mir vor wie die nachträgliche, politische Sanktionierung des Einsturzes. Nach dem Motto: Das Ding ist doch zurecht eingestürzt. ….“
Georg Quander zum aktuellen Planungsstopp für den Neubau des Stadtarchivs in der Stadtrevue 6/2013
Informationen zur Petition für die Aufhebenung des Planungsstopps: https://www.facebook.com/petitionstadtarchivkoeln
Link zur Petition, die mindestens bis zur nächsten, hoffentlich entscheidenden Sitzung des Kölner Stadtrates am 18. Juli 2013 gezeichnet werden kann.
Mehr zu Jakob Mennel
http://archiv.twoday.net/stories/434211600
https://archive.org/details/MennelHabsburgerKalender ist ein Auszug aus Der „Habsburger Kalender“ des Jakob Mennel (Urfassung). In Abbildung aus dem Autograph (Württembergische Landesbibliothek Stuttgart HB V 43). Hrsg. von Wolfgang Irtenkauf. Göppingen 1979. Die S. 5-28 enthalten Irtenkaufs Transkription der Handschrift (Kalender und Begräbnisse) und das Faksimile der Handschrift. Sie sind gemeinfrei.
Die UB Freiburg digitalisierte freundlicherweise Knaake, Joachim Karl Friedrich [Hrsg.]: Jahrbücher des deutschen Reichs und der deutschen Kirche im Zeitalter der Reformation
http://dl.ub.uni-freiburg.de/diglit/jb_dt_reich1872
Knaake edierte Drucke zum Augsburger Reichstag 1518.
Die dort nachgewiesene Übersetzung der Mennel-Schrift von August Tittel habe ich als Digitalisat ermittelt und nachgetragen:
http://de.wikisource.org/wiki/Jakob_Mennel#Bericht_.C3.BCber_die_Erhebung_Albrechts_von_Brandenburg_zum_Kardinal
Nachtrag: UB Freiburg Hs. 178 ist nun auch online
http://dl.ub.uni-freiburg.de/diglit/hs178
„Johanna Spyris Erzählungen „Heidi’s Lehr- und Wanderjahre“ (1880) und „Heidi kann brauchen, was es gelernt hat“ (1881) gehören mit ihren zahlreichen Auflagen und den Übersetzungen in mehr als 50 Sprachen zu den erfolgreichsten Kindererzählungen der Schweiz und der Welt überhaupt. Spyri zeichnete mit der Figur H. nicht nur ein unverbildetes Naturkind, sondern auch eine Art gute Fee. Das einfache Leben auf der Alp assoziierte sie mit Naturverbundenheit, Gesundheit, Fröhlichkeit und Liebe, das Leben in der Stadt mit Krankheit, steifem Benehmen, Naturferne. Die in den Erzählungen dargestellte Welt, das Dörfli und die Alp des Alp-Öhi, wurde zum Inbegriff der Schweiz und trug so zum Mythos einer Schweiz bei, in der die Menschen in Unschuld in der gesunden Luft der Alpen leben. “ So das Historische Lexikon der Schweiz
http://www.hls-dhs-dss.ch/textes/d/D44036.php
Jüngst wurden bei http://e-rara.ch viele Publikationen von Johanna Spyri eingestellt, darunter auch die Erstausgaben der beiden Heidi-Bücher.
http://www.e-rara.ch/sikjm/content/titleinfo/5335213
Jimbeaux und Snowden
http://blog.wikimedia.de/2013/06/27/wikimediawoche-262013
Meisterlin-Handschrift online
http://dlib.gnm.de/item/Hs3994/html
Die Handschrift mit der lateinischen und deutschen Nürnberger Chronik Sigmund Meisterlins stammt erst aus der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts und ist beschrieben in:
http://www.manuscripta-mediaevalia.de/hs/katalogseiten/HSK0062_b028_jpg.htm
Gefahr für hebräische Handschriften der ägyptischen Nationalbibliothek?
kathweb: „Akute Gefahr droht aber nun den 280.000 hebräi­schen und ara­mä­i­schen Handschriften in der ägyp­ti­schen Nationalbibliothek Dar al-Kutub (Haus der Bücher). Der von Mursi im Mai zum Kulturminister ernannte Muslimbruder Alaa Abdel Aziz hat eine «Reinigung» der Bestände von allem Unislamischem ange­kün­digt und zu die­sem Zweck die gesamte Bibliotheksleitung gefeu­ert. „
http://www.univie.ac.at/voeb/blog/?p=27808
Technology, identity, and time. Studies in the archaeology and historical anthropology of the eastern alpine region from late antiquity to the early middle ages
„Ich darf Sie auf die neueste Online-Publikation der Historischen Landeskommission für Steiermark hinweisen:
Kirk Patrick Fazioli, Technology, identity, and time. Studies in the archaeology and historical anthropology of the eastern alpine region from late antiquity to the early middle ages (= Forschungen zur geschichtlichen Landeskunde der Steiermark 60, Graz 2013)
Den Link zur Publikation finden Sie unter: http://www.hlkstmk.at/index.php?option=com_content&task=view&id=39&Itemid=88
Das Werk ist nicht im Buchhandel erhältlich, steht aber im Sinne des open access kostenlos online zur Verfügung. Einige wenige gedruckte Exemplare werden ausgewählten Bibliotheken im In- und Ausland übergeben.
Meinhard Brunner“
Waldeckische Femerechtshandschrift
In einer Rezension für die ZRG GA 2012 weist Wilhelm A. Eckhart auf einen Fund von Uta Löwenstein hin:
http://www.koeblergerhard.de/ZRG129Internetrezensionen2012/FrickeEberhard-DiewestfaelischeVeme.htm
Der meines Erachtens wichtigste Fund ist aber eine bisher unbekannte Handschrift des 15. Jahrhunderts, die in einem unverzeichneten Aktenpaket des Bestandes 141 b (Waldeck, Gerichte, Rüge- und Bußregister) im Staatsarchiv Marburg lag und jetzt die Signatur Bestand 147.1 (Waldeck, Handschriften) Nr. 2 trägt. Sie enthält (ohne einer genaueren Beschreibung vorgreifen zu wollen) Bl. 2r-10r Wigands Rechtsbuch A (Paul Wigand, Das Femgericht Westfalens, 2. Aufl., Halle 1893, Neudruck Aalen 1968, S. 425-431; Oppitz, Bd. 1, S. 69, Ziffer 10.7), Bl. 10r-19v die Ruprechtschen Fragen (Oppitz, S. 68, Ziffer 10.1), Bl. 19v-23v die Arnsberger Reformation (Oppitz, S. 69, Ziffer 10.2) in der Fassung B bis § 18: Item wert dat eynich wetten man eynen andern wetten man vorboden dede yn dat hemelike gerichte, dar umme dat hey em to den eren nicht antworden en wolde, unde vorbode sich dey geyn dey also geladen. Der Rest fehlt. Diese waldeckische Femrechtshandschrift wird bei künftigen Arbeiten über die Feme in der Grafschaft Waldeck gewiss eine Rolle spielen.
Veröffentlicht unter Oeffentlichkeitsarbeit	| 10 Kommentare
Als Ergänzung meines Aufsatzes „Hohenurach und seine Gefangenen“ [7.5.2018: https://doi.org/10.6094/UNIFR/15490 (Scan ohne OCR)] und zur Entlastung des dortigen Anmerkungsapparats lege ich hier eine Liste der mir bis jetzt bekannt gewordenen Gefangenen auf dem Schloss bzw. der Festung Hohenurach vor. Es sind gut 50 Personen (gefangen in der Zeit 1471 bis 1765), wobei die meisten Hinweise Google Books verdankt werden. Soweit Angaben über die Dauer der Inhaftierung vorliegen, scheint es nicht selten gewesen zu sein, dass die Gefangenen mehrere Jahre auf Hohenurach blieben.
Den Hinweis auf die Urfehde des Hans von Geroldseck vom 11. Dezember 1473, Hauptstaatsarchiv Stuttgart A 169 U 113, in der von der Gefangenschaft zu Urach die Rede ist, verdanke ich einem von Christoph Bühler freundlicherweise zur Verfügung gestellten Auszug aus seinen Geroldsecker Regesten.
OAB Sulz 1863: Hohenurach
http://books.google.de/books?id=Oqg4AAAAYAAJ&pg=PA143
Hertzog 1592: nach Urach
Hans Bimwang genannt Schreiber, Bürger und Büttel zu Urach, wegen des „Handels“ um die Gefangenschaft des Peter Hafenberg zu Urach gefangen, schwört Urfehde. 1476 August 19. Siegler: Burgvogt von Hohenurach, daher Haft auf Hohenurach anzunehmen.
Hüglin, Sohn des Hug Claußen aus Straßburg, wegen „mercklichen Verschuldens“ im Gefängnis des Grafen Eberhard d.Ä., von Württemberg gefangen, schwört Urfehde. 1484 August 12. Siegler: Burgvogt von Hohenurach, daher Haft auf Hohenurach anzunehmen.
Graf Heinrich von Württemberg wurde im August 1490 von Graf Eberhard im Bart als geisteskrank nach Hohenurach gebracht. Dort lebte er mit seiner Familie. Er befand sich auf Hohenurach – unterbrochen von einem Aufenthalt in Stuttgart bei seinem Sohn Herzog Ulrich – bis zu seinem Tod 1519.
Nachträge dazu: http://archiv.twoday.net/stories/6057224
Peter Schott von Grabenstetten, der als Schlosswächter auf Hohenurach einem Gefangenen Botschaft hatte zukommen lassen, schwört Urfehde. 1503 November 9. Er wurde wohl auf dem Hohenasperg gefangen gehalten.
http://www.landesarchiv-bw.de/plink/?f=1-515410
Michel Schott von Unterlenningen, wegen Gefangenenbegünstigung im Gefängnis Herzog Ulrichs gelegen, jedoch auf Fürbitte gegen Bezahlung der Atzung aus der Haft entlassen, schwört Urfehde. 1503 August 2. „Sein Vergehen: Er hatte zugelassen, dass in seinem Haus zu Urach sein Vetter Michel Ott Briefe an seinen Bruder Peter, gewesenen Schlosswächter zu Hohen-Urach, übergab, die für eine auf Hohen-Urach gefangengehaltene Person bestimmt waren, und hatte dieses pflichtwidrige Verhalten seines Bruders nicht angezeigt; außerdem hatte er der betreffenden Person durch seinen Bruder ausrichten lassen, sein Vetter und er wollten helfen, ihn zu befreien, falls er ihnen die Kunst, derentwegen sein Vetter sich an ihn gewandt hat, mitteilen würde.“
Manfred Eimer: Konrad Breuning. Vogt zu Tübingen, Mitglied der Landschaft und des Regimentsrats. Um 1440-1517, in: Schwäbische Lebensbilder Bd. 4, Stuttgart 1948, S. 1-15, hier S. 10f.
Wilhelm Ohr: Ein Brief Conrad Breunings, Lit. Beilage des Staats-Anzeigers für Württ. 1904, S. 242-247 (nicht eingesehen) [17.11.2017: Commons]
http://books.google.de/books?id=WRNMAAAAYAAJ&pg=PA360
http://www.freidok.uni-freiburg.de/volltexte/5968
450 Jahre Evangelische Landeskirche in Württemberg. Teil 1: Reformation in Württemberg (Stuttgart 1984), S. 71 [Nr. 5.11: 31. Mai 1525 Hauptstaatsarchiv Stuttgart H 54 Bü 16, Bl. 25: Verhaftungs- und Hinrichtungsbefehl des Schwäbischen Bundes an die Regierung in Württemberg mit der Anweisung 1. den Pfarrer Gall von Tübingen wegen aufrührerischer Predigten auf Hohenurach gefangenzusetzen, 2. Franz Gigelin von Stuttgart wegen lutherischer Neigungen foltern und richten zu lassen, 3. den Pfarrer von Schützingen hinzurichten.]
http://books.google.de/books?id=TovYAAAAMAAJ&q=hohenurach
Nach den eben genannten Belegen zu 1525 liegt es nahe anzunehmen, dass das in einigen Stuttgarter Urfehden – vor allem vom Herbst 1525 – genannte Gefängnis des Schwäbischen Bundes in Urach mit Hohenurach zu identifizieren ist.
Der Tübinger Keller Wilhelm Dachtler genannt Gilg wurde 1535 wegen Agitation gegen Herzog Ulrich nach Hohenurach verbracht und kam erst Anfang 1537 gegen Urfehde wieder frei.
„Nach längerer Haft auf Hohenurach kam er Anfang 1537 zwar frei, mußte aber 1000 Gulden Strafe zahlen und beschwören, an keiner »Winkelzusammenkunft« mehr teilzunehmen, sich nur noch mit den engsten Anverwandten, und zwar jeweils nicht mehr als acht Personen, zusammenzusetzen, keine Badstube zu betreten und das Amt Tübingen nicht zu verlassen, wobei seine 15 Bürgen unter Stellung von 3000 Gulden verpflichtet wurden, ihn im Übertretungsfall zur Verhaftung anzuzeigen“ (Janssen S. 316)
Roman Janssen: Mittelalter in Herrenberg, Ostfildern 2008, S. 131, 316
https://archive.org/stream/DieAbteienUndStifteDesHerzogthumsWuerttemberg#page/n53/mode/2up
Im Herbst 1543 fielen der Rentkammerrat Martin Nüttel und der Landschreiber Johann Hafenberg in Ungnade und wurden auf Hohenurach gefangen gesetzt. Hafenberg wurde zu dem nicht weiter bekannten Klingenschmied in den Turm gelegt, Nüttel kam in das Gemach, das der Herrenalber Abt Lukas Götz bewohnt hatte. Hafenberg kam erst am 25. Mai 1548 gegen Schwören einer Urfehde wieder frei bzw. wechselte in den lebenslangen Arrest in seinem Stuttgarter Haus.
Gustav Bossert d. J.: Der Beamtenwechsel in Württemberg um 1544, in: Zeitschrift für württembergische Landesgeschichte 8 (1944-1948), S. 280-297, hier S. 285
Gerhard Seibold: Die Entlassung des Erbmarschalls Hans Konrad Thumb von Neuburg, in: Genealogisches Jahrbuch 40 (2000), S. 87-104 [mit widersprüchlichen Angaben zur Gefangenschaft Nüttels. S. 99 Hafenberg gemeinsam mit Nüttel verhaftet und auf Hohenurach festgesetzt; S. 97: Nach der Verhaftung zunächst nach Oberwittlingen gebracht, starb auf dem Ritt nach Urach. Anders Bossert. Vgl. auch Pfeilsticker – wie unten – 1 § 1684: auf Hohenurach gebracht, Folter 31.3.1544 auf Hohenwittlingen.]
http://www.landesarchiv-bw.de/plink/?f=1-10333
Bezeugt wird ein späterer Aufenthalt durch Pfeilsticker: Neues württ. Dienerbuch 2 (1963) § 2951: Burgvogt empfängt Atzungsgeld für ihn und zwar 10 Kreuzer/Tag von Dezember 1552 bis 1.10.1553.
Abt Andreas Boxler (gest. nicht vor 1572) der Zisterzienserabtei Königsbronn wurde am 10. März 1553 verhaftet. Er lebte als Gefangener seines Ordens zunächst im Kloster Bebenhausen, dann im Kloster Maulbronn und kam nach einem gescheiterten Fluchtversuch im November 1555 nach Hohenurach. Am 6. April 1557 unterzeichnete er eine umfangreiche Urfehde und versprach, auf der Markung Urach zu bleiben.
Horst Boxler: Ambrosius Boxler. Der letzte katholische Abt von Königsbronn, in: Zeitschrift für württembergische Landesgeschichte 54 (1995), S. 121-140, hier S. 136-139
http://periodika.digitale-sammlungen.de/bdlg/Blatt_bsb00000313,00235.html
Briefwechsel Herzog Christoph zu 1555
https://archive.org/stream/briefwechseldes03chrigoog#page/n411/mode/2up
https://archive.org/stream/DieAbteienUndStifteDesHerzogthumsWuerttemberg#page/n127/mode/2up =
http://books.google.de/books?id=pm8wAQAAMAAJ&pg=PA104 (US)
„Ambrosius Boxler, vormaliger Abt von Königsbronn, stellt nach seiner Entlassung von der Feste Hohenurach dem Herzog eine Verschreibung aus, dass er alles, was er von der Befestigung und deren Bewachung wahrgenommen habe, bei dem von ihm geschworenen Eide geheim halten werde.“
Joachim Riekhart aus „Kirchen“ (= Kirchheim unter Teck?), Knecht auf Hohenurach, daselbst gefangen, weil er ohne Erlaubnis seines Hauptmanns – wiewohl mit Wissen der Knechte – nach Stuttgart gezogen war, jedoch auf Fürbitte der im Artikelbrief für solche Vergehen bestimmten Strafe enthoben und mit der Auflage freigelassen, sich künftig wohl zu verhalten und seinen Dienst getreulich zu versehen, gelobt dies eidlich und schwört Urfehde. 1557 Januar 12
http://www.landesarchiv-bw.de/plink/?f=1-517472
https://archive.org/stream/DieAbteienUndStifteDesHerzogthumsWuerttemberg#page/n167/mode/2up
https://archive.org/stream/DieAbteienUndStifteDesHerzogthumsWuerttemberg#page/n187/mode
https://archive.org/stream/geschichtedesklo00glatuoft#page/160/mode/2up
[Pfeilsticker 2 § 3273: 3.12.1562 verhaftet und „mit seinen Zugeordneten“ nach Hohenurach geführt.]
Der spanische Barfüßermönch Vincenz Forer traf 1568 aus den Niederlanden in Württemberg ein, wurde als angeblicher Konvertit ins Stift aufgenommen, erwies sich aber als katholischer Spion. Er wurde zunächst auf der Burg Württemberg festgesetzt, ist 1569/70 auf Hohenwittlingen und später auf Hohenurach bezeugt, wo er 1592 (Hauptstaatsarchiv Stuttgart A 206 Bü 5075 Nr. 3) nach 25jähriger Haft vergeblich um Verlegung bat.
Gustav Bossert: Die Liebestätigkeit der evangelischen Kirche Württembergs von der Zeit des Herzogs Christoph bis 1650, in Württembergische Jahrbücher 1905, Heft 1, S. 1-28; Heft 2, S. 66-117; 1906, Heft 1, S. 44-94, hier 1905, Heft 2, S.81 (nicht eingesehen), 1906, Heft 1, S. 45, 50f.
http://hdl.handle.net/2027/nyp.33433062747591?urlappend=%3Bseq=779 US]
Bossert 1906:
https://archive.org/stream/WuerttembergischeJahrbuecherFuerStatistik-1906#page/n83/mode/2up
http://www.gameo.org/encyclopedia/contents/dauber_hans_16th_century
Die meisten Wiedertäufer lagen auf Schloss Hohenwittlingen, siehe
http://www.gameo.org/encyclopedia/contents/hohenwittlingen_baden_wurttemberg_germany
http://www.gameo.org/encyclopedia/contents/glock_paul_d._1585
Die Gefangenschaft von Wiedertäufern auf Hohenurach legt nahe Bossert: Wiedertäufer S. 1184 (Register s.v. Urach), explizit ist sie bezeugt S. 496 (bei der Geistlichen Verwaltung Urach sind für die Wiedertäufer und Mönche zu Hohenwittlingen und Urach 1559/76 über 3076 Pfund Heller aufgelaufen, 1576/77 364 Pfund Heller), S. 670 (Verhaftete auf Hohenurach und Wittlingen)
Siehe auch Otto Herding: Räte empfehlen Isolation wie bei den Wiedertäufern auf Hohenurach und Wittlingen
[Frischlin kommt in das „widertüeffers gemach“
Hedwig Röckelein/Casimir Bumiller: … ein unruhig Poet. Nikodemus Frischlin 1547-1590, Balingen 1990, S. 124]
Der neulateinische Dichter Nikodemus Frischlin lag vom 17. April 1590 bis zu seinem Tod bei einem gescheiterten Fluchtversuch am 29. November 1590 auf Hohenurach.
Wilhelm Glässner: Waiblingen in Chroniken des 16. Jahrhunderts (1978), S. 41 (“zu Urach im ewigen Gefängnis”), 97, 115
[1590 wurde für den Abt von Anhausen, der sich „wegen grober Unsittlichkeit“ in Untersuchung befand, ein Gemach auf Burg Württemberg vorbereitet:
http://books.google.de/books?id=K-w5AAAAcAAJ&pg=PA471
Pfeilsticker 2 § 3292. Siehe auch die Kommentare.]
Bernhardt: Zentralbehörden 1, S. 155
Harald Drös: Die Inschriften des Landkreises Göppingen, Wiesbaden 1997, S. 273
Am 29. Januar 1608 starb Herzog Friedrich I. Schon am nächsten Tag wurden Magdalena Möringer, der man Kuppelei vorwarf, und weitere Frauen verhaftet. Acht Tage später kam Möringer auf Hohenurach, wo sie bis zur Freilassung gegen Urfehde am 5. September 1614 verblieb.
Ruth Blank: Magdalena Möringer. Eine Gefangene auf der Festung Hohenurach, in: Zeitschrift für württembergische Landesgeschichte 65 (2006), S. 49-95
Die mir in Kopie vorliegende Aufzählung gehört nach freundlicher Mitteilung von Peter Rückert zu einem Schreiben vom 9. Dezember 1608. Es ist die Rede von Verhafteten auf Hohenurach und Albeck. Genannt werden: Sabina Scheyhing, deren Haft auf Hohenurach anderweitig bezeugt ist (siehe unten), Anna Maria, Ehefrau des Trabanten Hans Jakob Stählin im Harnischhaus (Stuttgarter Zeughaus?), Dorothea, Christoph Lindners gewesenen Lichtkämmerers Ehefrau auf (Hohen-)Tübingen und die Möringerin.
Zu allen diesen Personen gibt es biographische Informationen in:
Ruth Blank, Margaretha Matthiä, Ursula Dorothea Linder, Sabina Scheyhing. Drei Kupplerinnen in Diensten Herzog Friedrichs v. Württemberg, in: Südwestdeutsche Blätter für Familien- und Wappenkunde 29 (2011), S. 63-74.
Für Stählin und Lindner sehe ich im Augenblick keinen Beleg bezüglich der Unterbringung auf Hohenurach, sie könnten auch auf Albeck inhaftiert gewesen sein.
Nicht nur dem Burghauptmann Schweitzer – siehe unten – und seinem Vorgänger Urban Stierle/Stierlin (vgl. Blank 2006 S. 72) wurde Unterstützung der Möringerin vorgeworfen, sondern auch dessen Sohn Hans Ludwig Stierle, später Hauptmann der Stadt Ulm. Dieser soll auch Botendienste für den inhaftierten Burkhard von Berlichingen geleistet haben, was er bestritt. RKG-Akten von 1617/18: Alexander Brunotte/Raimund J. Weber: Akten des Reichskammergerichts im Hauptstaatsarchiv Stuttgart S-T, Stuttgart 2005, S. 371f. Nr. 4130.
Ursula Stierlin, die Tochter des Burghauptmanns Urban Stierle, diente als eine Art Magd der Magdalena Möringer und trug für sie
Briefe und Botenlohn aus der Festung (Blank 2006 S. 72).
Zum weiteren Kontext des „Großreinemachens“ nach dem Tod des Herzogs siehe auch die Hinweise in den Württembergischen Landtagsakten:
Matthäus Enzlin, Geheimer Rat Herzog Friedrichs I. und dessen engster Vertrauter, hatte sich die Landstände zum Feind gemacht und wurde nach dem Tod des Herzogs 1608 verhaftet. 1609 kam er auf den Hohenneuffen, 1610 nach Hohenurach. Er wurde vor allem aufgrund des Bruchs seiner Urfehde zum Tode verurteilt und am 22. November 1613 auf dem Uracher Marktplatz hingerichtet.
Oliver Auge: Holzinger, Enzlin, Oppenheimer. Günstlingsfälle am spätmittelalterlichen und frühneuzeitlichen Hof der Württemberger, in: Der Fall des Günstlings (2004), S. 365-399, hier S. 393 (zu Enzlins Verhandlungen)
Aus dem Bericht des Leonberger Obervogts Burkhard Stickel vom 21. Mai 1610: Enzlin „uf Hohenurach verführt ins Berlingers Losament“ – wer war Berlinger? Burkhard von Berlichingen?
Die „Frau von Treffen“ könnte auf Wittlingen oder auf Hohenurach „ins Früschlins Losament“ gelegt werden.
Wer war die Frau von Treffen?
Hugo Gmelin: Über Burkhard Stickel und dessen Kriegsfeldordnung vom Jahr 1607. In: Württembergische Vierteljahrshefte 12 (1889), S. 4-10, hier S. 8
Vier Monate [Vom 25. Januar 1630 bis zur Durchsetzung der Anordnung der Haftentlassung durch Ferdinand II. am 12. März 1630 über vier Wochen später] lag Dr. Wilhelm Bidembach auf Hohenurach, weil er öffentlich eine für Württemberg unvorteilhafte juristische Beurteilung der Frage der Klösterrestitution vertreten hatte.
“Welchermassen Dr. Wilhelm Bidembach, Professor zu Tübingen, wegen eines in der Frankfurter Zeitung eingerückten Passus von einer Untreue der Professoren zu Tübingen in Stellung eines Bedenkens wegen Restitution der Klöster an die Katholischen und seiner ausgestoßenen bedrohlichen Reden verdächtig, darüber ex Senatu removiert und nach Hohenurach gefänglich gesetzt worden”
[Bernhard Zaschka: Die Lehrstühle der Universität Tübingen im Dreißigjährigen Krieg, Tübingen 1993, S. 96
„… helfen zu graben den Brunnen des Lebens“, Tübingen 1977, S. 100f.: verhaftet 25.1.1630, nach dem kaiserlichen Mandat 12.3.1630 an die Universität Tübingen dauerte es aber noch mehr als vier Wochen.
https://archive.org/stream/dasrestitutions00gngoog#page/n78/mode/2up
http://www.libreka.de/9783874077989/216
Gratianus 1831
http://books.google.de/books?id=vGgAAAAAcAAJ&pg=PA388
Hänle 1847
http://books.google.de/books?id=E1AAAAAAcAAJ&pg=PA15
Steiff-Mehring S. 615
Siehe dazu Osswald-Bargende: Ein Teil der Graevenitz-Partei „fand sich – wie Oberhofmarschall Friedrich Wilhelm von Grävenitz d.J., die Regierungsräte Scheid und Vollmann oder Kirchenratsdirektor von Pfeil – im Dezember 1733 nach der Regierungsübernahme Herzog Carl Alexanders auf den Festungen Hohenasperg, Hohenneuffen und Hohenurach wieder“ (S. 76).
http://books.google.de/books?id=e2SsLKwJ6JgC&pg=PA76
Steiff-Mehring S. 640: Hohenurach genannt
Werner Fleischhauer: Barock im Herzogtum Württemberg, Stuttgart 1958, S. 232. [Ebd.: „Man warf ihnen vor, herzogliche Gelder veruntreut, sich betrügerisch bereichert und große Kapitalien bei einem oberschwäbischen Prälaten und beim Schwäbischen Kreis stehen zu haben.“]
http://books.google.de/books?id=i9PqAAAAMAAJ&q=verhaftet+hohenurach
http://www.heimatkundliche-vereinigung.de (PDF) [23.7.2018 Link korrigiert]
Nachtrag: Preprint meines Aufsatzes „Hohenurach und seine Gefangenen“

References: §104
 § 38
 § 18
 § 1684
 § 2951
 § 3273
 § 3292