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16.07.2004 · IWW-Abrufnummer 041886
Bundesgerichtshof: Beschluss vom 09.06.2004 – 5 StR 579/03
c) Auch der Hinweis, der Stiefvater des Angeklagten habe als Mehrheitsgesellschafter die Anteile als ?Strohmann' für den Angeklagten gehalten, führt nicht weiter.
"Der Begriff ?Strohmannverhältnis' wird mit unterschiedlichen Bedeutungen und Rechtsfolgen verwendet. Tritt jemand im Rechtsverkehr im eigenen Namen, aber im Innenverhältnis für einen anderen auf, treffen in der Regel den ?Strohmann' zivilrechtlich und steuerrechtlich die Folgen aus den von ihm abgeschlossenen Rechtsgeschäften, es sei denn, es handelt sich um ein nach § 41 Abs. 2 AO 1977 unwirksames Scheingeschäft (vgl. Urteil des FG Rheinland-Pfalz vom 8. Januar 1987 3 K 340/86, Entscheidungen der Finanzgerichte --EFG-- 1987, 332, rechtskräftig, zur Strohmanngründung einer GmbH; BFH-Urteil vom 12. Juli 1991 III R 47/88, BFHE 165, 498, BStBl II 1992, 143, unter 2., zur Strohmanngründung einer KG; BFH-Beschluß vom 31. Januar 2002 V B 108/01, BFHE 198, 208, BFH/NV 2002, 835, zum Strohmanngeschäft bei der Umsatzsteuer).
RechtsgebieteEStG, AO, AO 1977, GmbHG	VorschriftenEStG § 16 AO § 370 Abs. 1 AO § 396 AO 1977 § 41 Abs. 2 AO 1977 § 39 Abs. 2 Nr. 1 Satz 2 GmbHG § 15 Abs. 4 Satz 1

References: § 41
 § 16
 § 370
 § 396
 § 41
 § 39
 § 15