Source: https://www.landtreff.de/traktor-fur-faschingsumzuge-zur-verfugung-stellen-t131793-15.html
Timestamp: 2020-02-17 09:43:07+00:00

Document:
Traktor für Faschingsumzüge zur Verfügung stellen • Landtreff
Aktuelle Zeit: Mo Feb 17, 2020 10:43
Traktor für Faschingsumzüge zur Verfügung stellen
Re: Traktor für Faschingsumzüge zur Verfügung stellen
von Neo-LW » So Jan 19, 2020 11:16
von kleinen Gefälligkeiten redet ja niemand.
Aber unter den Augen der Obrigkeit mit grüner Nummer durch die Gegend gurken,
von countryman » So Jan 19, 2020 11:29
Was man aber beachten muß, ist das grüne Kennzeichen.
Das muss man immer im Auge behalten. Für Brauchtumsveranstaltungen scheint es aber einen eigenen Ausnahmetatbestand zu geben:
Aus: https://www.adac.de/infotestrat/oldtimer-youngtimer/newsletter/Traktoren-Gruene-Kennzeichen.aspx
In Köln etwa hat das Festkomitee eine eigene Flotte älterer Deutz-Modelle, die gar keine Kennzeichen führen sondern für den Zug zulassungsfrei unterwegs sind.
Wenn die Feuerwehr einen Landwirt auffordert etwa Löschwasser zu transportieren oder Schneisen zu pflügen wird das auch unproblematisch sein. Tannenbäume einsammeln, naja da muss erstmal einer drauf kommen das anzuzeigen
Problematisch beim Verleihen ist vordringlich die Halterhaftung im Fall der Fälle.
von Obsti » So Jan 19, 2020 11:46
Ich würde das auch nicht machen, da du auf den ganzen Ablauf keinen Einfluß hast. Es ist sowie so fraglich ob die Versicherung das genehmigt, da du den Traktor verleihst. Mitlerweile gibt es Versicherungen die die Brauchtumsfahrten nicht mehr kostenfrei oder gar nicht mehr versichern.
Du mußt einfach sagen : Nein ich möchte das nicht ! Mußt dich nicht rechtfertigen.
Wenn du dich doch dafür entscheidest dann mußt du den Fahrer schriftlich unterweisen und den Führerschein kopieren. Bei der Unterweisung nicht vergessen : Null Promille und das sich bei der An- u. Abfahrt keine Personen auf der Ladefläche befinden.
Der Bauerverband hat darüber eine Info Broschüre .
von berlin3321 » So Jan 19, 2020 11:49
Hier gab´s doch mal den User sowieso der die Frage hatte ob zu Recht angehalten weil Wohnwagen hinter Schlepper und unterwegs zum Treffen Kiekeberg.
Wie war denn das, grüne Nr? Wohnwagen mit Wiederholungskennzeichen?
Na egal. Wer den Schlepper für 4 Wochen versteuert mit in diese Richtung schon mal nichts falsch und ist auf der sicheren Seite. Die 2. Sache ist die, Haftung mit der Versicherung klären und ggfs mit dem Fahrer schriftlichen Vertrag "wenn Sprit" im Spiel.
Ich hätt´s nicht gemacht. Das eine ist das "Ansehen" der Landwirtschaft nach außen hin. Das andere ist das "Ansehen" nach außen wenn was passiert.
Aahh....mir fällt gerade ein, erzählte mir ein Fahrer eines Erntedankzuges, der Veranstalter hätte eine Versicherung für alles beteiligen Fzge abgeschlossen und damit könnte er auch mit seinem Schlepper fahren (nicht zugelassen).
Wenn Versicherungsschutz durch den Veranstalter, ok. Trotzdem bleiben meine Bedenken wenn was passiert.
von Sturmwind42 » So Jan 19, 2020 19:22
Man muß für 4 Wochen den Trecker beim FA versteuern.
Olli du weisst viel , aber nicht alles !
Brauchtumsveranstaltungen darf man mit grüner Nummer und OHNE Nachbesteuerung fahren .
Es sind sogar Brauchtümer mit eingschlossen die nur regional statt finden.
Wobei ich jetzt nicht weiß ob das Länder oder Bundessache ist. Brauchtum haben wir in Bayern sicher mehr als ihr da oben , gefühlt hat auch eine andere (größere ) Gewichtung .
von JSW78 » So Jan 19, 2020 21:05
Hier in Bayern ist es definitiv so, das die Traktoren für Faschingsumzüge zweckentfremdet werden dürfen. Dies muss jedoch der Schlepper Versicherung mitgeteilt werden, im welchem Zeitraum dies stattfindet. Normalerweise erhält der Versicherungsnehmer einen Nachtrag mit Bestätigung der Haftung für diesen Zeitraum. Ebenfalls richtig ist, dass je nach Region die Faschingswagen vom TÜV abgenommen werden bezüglich Aufbau, Abmessungen wie auch technischem Zustand des Anhängers. Ich selbst stelle schon seit über 20 Jahren einen Traktor für einenörtlichen Verein zur Verfügung. Bisher ohne Probleme.
Registriert: Mo Dez 04, 2017 16:44
von Säger3 » Mo Jan 20, 2020 19:35
wir bauen auch schon seit Jahren Fasnachtswägen, wir sind eine lose Gruppe(Dorfjugend), kein Verein.
Einen Traktor zu bekommen war noch nie ein großes Problem, wir lassen uns von der Versicherung eine Bescheinigung ausstellen dass die Fasnachtsveranstaltungen, die als Brauchtumsveranstaltung anerkannt sind auch Mitversichert sind, das Ganze wird problemlos und auch Kostenlos gemacht. Wir wechseln mit den Zugfahrzeugen etwas ab, da wir genug Fahrzeuge zur verfügung gestellt bekommen und somit wechseln auch die Fahrer etwas, da immer die von uns fahren, die auch genug Fahrpraxis auf der jeweiligen Maschine besitzen.
Für das Fahren gilt ein Mindestalter von 18 Jahren, Klasse T reicht aus, bzw. eigentlich auch L.
Traktoren vor den Wägen sind zwischen 70-180 PS mit einem Notstromgenerator in der Fronthydraulik.
Seit 3 Jahren werden die Wägen im nahezu fertig gebauten Zustand 2 Wochen vor der 1. Veranstaltung vom Tüv begutachtet, vermessen und Fotografiert. Danach wir ein Gutachten erstellt, das einem dann vom Landratsamt zugeschickt wird.
Außerdem wird eine Bremsprobe verlangt.
Der Prüfer war im 1. Jahr sehr vom Guten Zustand der Wägen und dem Professionellen und Stabilen Bau der Wägen überrascht.
Als Fazit: Nichts wird so heiß gegessen wie es gekocht wird.
Länge Mitte Lenkrad bis Vorderkante Gespann 3,5m halten wir nicht ein, wir nehmen einen Einweiser mit, das geht soweit Klar, Geländerhöhe 1,5m, Max.Breite 3,5m, Höhe auf der Straße Max.4m, Länge gesammt gemäß STVO und Verkleidung des Wagens bis 20 cm über dem Boden.
Als Fahrer muss man natürlich nüchtern sein und gut Aufpassen.
Pflicht sind 6 Begleitpersonen pro Gespann die bei uns Funkgeräte zur Kommunikation mit dem Fahrer haben.
Im Link Gibt es Mehr Informationen zu Maßen...
http://ncvr.de/images/2016-11-28_Merkbl ... uchtum.pdf
von Neo-LW » Mo Jan 20, 2020 20:10
Wobei ich jetzt nicht weiß ob das Länder oder Bundessache ist. Brauchtum haben wir in Bayern sicher mehr als ihr da oben ,
gefühlt hat auch eine andere (größere ) Gewichtung .
von Favorit822 » Mo Jan 20, 2020 20:28
Passt hier zwar nicht her und ich bin mir auch sicher das ich nie eine Antwort kriegen werde, aber ich versuchs Mal wieder.
Du stellst alles in Frage, weißt alles besser aber eine Antwort wie du dein 60t Gespann (oder mehr) legal ohne jegliche Genehmigung im öffentlichen Straßenverkehr bewegst bist du mir immer noch schuldig ???? Herr Ingenieur !
von countryman » Mo Jan 20, 2020 20:36
Neo-LW hat geschrieben: Wo steht das ?
Wie in dem weiter oben von mir angeführten Zitat vom ADAC erwähnt, offenbar im § 1 Absatz 1 der Zweiten Verordnung über Ausnahmen von straßenverkehrsrechtlichen Vorschriften.
Bei Interesse bitte selber googeln.
von LW20 » Mo Jan 20, 2020 20:54
HL1937 hat geschrieben: Die Landwirtschaft sollte sich komplett aus jeglichen Angelegenheiten die die dekadente und gegen Bauern hetzende Freizeitgesellschaft betrifft raushalten.
Die Faschingsveranstalter sollen ihre Karren mit Eseln ziehen und nicht mehr mit stinkenden Traktoren, wie in unserer Tageszeitung steht, bezüglich der Bauernproteste.
Manche haben wohl immer noch nicht kapiert, dass auch der Landwirt Kundschaft hat. Jedes andere Unternehmen, welches seiner Kundschaft so hochnäsig gegenüber tritt, wäre schon längst pleite.
Sich von den Menschen, diese kaufen letztendlich unsere Produkte, noch weiter zu distanzieren wird unweigerlich in einem Fiasko für die Landwirte enden! Dann sehen sie nur noch die Milliarden, die „sinnlos“ in die Landwirtschaft gepumpt werden.
Und jetzt wieder zurück zum Fasching
von Barbicane » Mo Jan 20, 2020 21:37
Ich versuch das Brauchtumswirrwarr mal irgendwie zusammenzufügen:
In der zweiten Verordnung über Ausnahmen von straßenverkehrsrechtlichen Ausnahmen steht: (die kommt weiter unten nochmals)
1.auf örtlichen Brauchtumsveranstaltungen,
2.für nicht gewerbsmäßig durchgeführte Altmaterialsammlungen oder Landschaftssäuberungsaktionen,
3.zu Feuerwehreinsätzen oder Feuerwehrübungen,
4.von Feldgeschworenen im Rahmen ihrer Tätigkeit oder
5.auf den An- oder Abfahrten zu Einsätzen nach den Nummern 1 bis 4
zusammen mit Paragraph 3 Kraftfahrzeugsteuergesetz:
1.Fahrzeugen, die von der Zulassungspflicht nach § 3 Absatz 1 der Fahrzeug-Zulassungsverordnung vom 3. Februar 2011 (BGBl. I S. 139) in der jeweils geltenden Fassung ausgenommen sind;
Daher kommt die Steuerfreiheit auf oben genannten Einsätzen.
Das alles gilt aber nur wenn diese Fahrten extra versichert werden und bis max 25km/h mit Schild:
1.für jedes der eingesetzten Fahrzeuge eine Kraftfahrzeughaftpflichtversicherung besteht, die die Haftung für Schäden abdeckt, die auf den Einsatz der Fahrzeuge im Rahmen der Absätze 1 bis 3 zurückzuführen sind,
2.die Fahrzeuge mit einer Geschwindigkeit von nicht mehr als 25 km/h, auf den örtlichen Brauchtumsveranstaltungen nur mit Schrittgeschwindigkeit, gefahren werden und
3.die Fahrzeuge bei der Verwendung nach Absatz 1 Satz 1 Nr. 2 einschließlich An- und Abfahrten für eine Geschwindigkeit von nicht mehr als 25 km/h nach § 58 der Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung gekennzeichnet sind.
Die Klassen L und T gelten dabei auch:
Abweichend von § 6 Abs. 1 der Fahrerlaubnis-Verordnung berechtigt die Fahrerlaubnis der Klasse L oder T auch zum Führen von Zugmaschinen und Anhängern im Sinne von Absatz 1 Satz 1 Nummer 1, 2 und 3 sowie Nummer 5 in den Fällen von Absatz 1 Satz 1 Nummer 1, 2 oder 3, bei Klasse L jedoch nur bis zu einer durch die Bauart bestimmten Höchstgeschwindigkeit der Zugmaschine von nicht mehr als 40 km/h, wenn die Zugmaschinen und Anhänger gemäß dieser Vorschrift eingesetzt werden und der Fahrzeugführer das 18. Lebensjahr vollendet hat.
Die Aufbauten führen nicht zum Erlöschen der Betriebserlaubnis.
Wenn StVZO Gewichte und Maße überschritten werden braucht's ein Gutachten:
Abweichend von § 19 Abs. 2 der Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung erlischt für Fahrzeuge, die mit An- oder Aufbauten versehen sind, bei der Verwendung nach Absatz 1 Satz 1 Nr. 1 die Betriebserlaubnis nicht, wenn die Verkehrssicherheit dieser Fahrzeuge auf solchen Veranstaltungen nicht beeinträchtigt wird. Abweichend von den §§ 32 und 34 der Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung dürfen bei der Verwendung von Fahrzeugen nach Absatz 1 Satz 1 Nr. 1 die zulässigen Abmessungen, Achslasten und Gesamtgewichte überschritten werden, wenn durch das Gutachten eines amtlich anerkannten Sachverständigen oder Prüfers für den Kraftfahrzeugverkehr bescheinigt wird, daß keine Bedenken gegen die Verkehrssicherheit des Fahrzeugs auf solchen Veranstaltungen bestehen. Abweichend von § 17 Abs. 1 Satz 2 der Straßenverkehrs-Ordnung und § 49a Abs. 1 Satz 1 der Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung dürfen an Fahrzeugen bei der Verwendung nach Absatz 1 Satz 1 Nr. 1 die vorgeschriebenen oder für zulässig erklärten lichttechnischen Einrichtungen verdeckt und zusätzliche lichttechnische Einrichtungen angebracht sein, wenn die Benutzung der Beleuchtung nach § 17 Abs. 1 Satz 1 der Straßenverkehrs-Ordnung nicht erforderlich ist. Eine Änderung der Fahrzeugpapiere nach § 13 Absatz 1 der Fahrzeug-Zulassungsverordnung ist nicht erforderlich.
Unabhängig davon verlangen manche Landkreise bzw. Veranstalter immer Gutachten.
Das erfährt man bei der jeweiligen Anmeldung bzw. bei google.
von Sturmwind42 » Di Jan 21, 2020 8:32
Traust du dir selbst das goockeln nicht mehr zu ?
Oder ist das nur Bequemheit ?
von Sturmwind42 » Di Jan 21, 2020 8:35
Nicht wegen Fasching , sondern wegen allgemeiner Sicht der Dinge in Sachen LW -- Restvolk .
Die Zeit ist überreif für ein Umdenken bei Politik und Verbraucher, mit gegenseitigen Hassparolen und Anfeindungen schaffen wir das nicht .
Wer Hass sät , kann nie Verständnis oder Akzeptanz ernten .
von Bayern-Racing » Mi Jan 22, 2020 17:12
Also wir fahren schon seit 10 Jahren bei den umzügen mit. Jedes jahr um die 5-6 Stück im Umkreis von 50km.
Da fährt absolit jeder mit grüner nummer und ist auch nach Nachfrage für diesen Zweck erlaubt.
Aber zurück zur Frage, wir hatten noch nie Probleme Traktoren irgentwo zu leihen. Ab und An ist es eher schwierig einen Fahrer zu finden:)
Wenn man so durch die ganzen Traktoren Kolonnen schaut und sich unterhält ist da ca 3/4 der Traktoren irgentwo geliehen. Gab auch noch nie Probleme. Der wird sauber aufgetankt wieder zurückgebracht und damits wars wieder gegessen man muss halt einfach die richtigen Leute, Lohnunternehmer kennen.
Auserdem ist das eine Wahnsinns Werbung... was da "bauernbuben" mitfahren auf den Wägen oder wie man da mit Leuten, Lohnern zusammenkommt ist schon nicht ohne...
Wird dann auch viel drüber gesprochen und von Zuschauern die Fahrzeue inspiziert. Wenn man auf diese weise "gemütliche" und unkomplizierte Lohner kennenlernt wurde sprang schon häufig der ein oder andere Auftrag ab.
Wildfremden würd ich meinen Traktor auch nicht geben aber ansonsten spricht wirklich nix dagegen... man muss nicht immer alles übertreiben.
Klar ist schon viel passiert bei Umzügen, aber das kann dir bei vielen Sachen passieren wenn du irgentwo was leihst oder verleihst.
Mitglieder: bastler22, Bing [Bot], bootstaucher1, Google [Bot], Google Adsense [Bot], Hamm-Lerche, Luetti, mf4255, rima0900

References: § 1
 § 3
 § 58
 § 6
 § 19
 § 17
 § 49
 § 17
 § 13