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Timestamp: 2020-06-06 07:07:29+00:00

Document:
EuGH: Millionen Verbraucher können nun widerrufen
By Rechtsanwälte Stenz & Rogoz06.05.2020Categories: Financing
Text gekürzt - Inhalte mit freundlicher Genehmigung der Kanzlei Stenz & Rogoz, Hersbruck
Es ist ein Paukenschlag, der aus Luxemburg zu vernehmen ist: Der Europäische Gerichtshof hat am 26.03.2020 auf Vorlagefrage des Landgerichts Saarbrücken im Verfahren C-66/19 entschieden, dass eine Widerrufsinformation der Sparkasse - diese wies die in nahezu allen deutschen Darlehensverträgen ausgewiesene Kaskadenverweisung auf - europarechtlichen Anforderungen nicht gerecht wird.
Konkret fordert der EuGH, dass Verbraucherkreditverträge in klarer und prägnanter Form die Modalitäten für die Berechnung der Widerrufsfrist angeben müssen. Andernfalls würde die Wirksamkeit des Widerrufsrechts ernsthaft geschwächt. Außerdem steht die Richtlinie dem entgegen, dass ein Kreditvertrag hinsichtlich der Pflichtangaben, deren Erteilung an den Verbraucher für den Beginn der Widerrufsfrist maßgeblich ist, auf eine nationale Vorschrift verweist, die selbst auf weitere Rechtsvorschriften des betreffenden Mitgliedstaats verweist (sog. Kaskadenverweisung). Dieser Kaskadenverweis findet sich in praktisch allen Darlehensverträgen, die zwischen dem 11.06.2010 und dem 20.03.2016 abgeschlossen wurden. Er lautet:
„Die Frist beginnt nach Abschluss des Vertrags, aber erst, nachdem der Darlehensnehmer alle Pflichtangaben nach § 492 Abs. 2 BGB (z. B. Angabe zur Art des Darlehens, Angaben zum Nettodarlehensbetrag, Angabe zur Vertragslaufzeit) erhalten hat.“
Der EuGH kritisiert, dass sich in § 492 Absatz 2 des Bürgerlichen Gesetzbuches nicht etwa eine Auflistung abgedruckt ist, welche Pflichtangaben im Darlehensvertrag enthalten sein müssen. Vielmehr ist dort erneut eine für den Verbraucher unzumutbare Weiterverweisung folgenden Inhalts enthalten.
Bindet das EU-Urteil deutsche Gerichte?
Auf europäischer Ebene unterscheidet man generell zwischen Verordnungen und Beschlüssen einerseits und Richtlinien andererseits. Während Verordnungen und Beschlüsse ab dem Tag ihres Inkrafttretens automatisch in der gesamten EU gelten, müssen Richtlinien von den EU-Ländern in nationales Recht umgesetzt werden.
Im vorliegenden Fall hat der Gerichtshof der Europäischen Union (EuGH) im Wege der sog. Vorabentscheidung dazu Stellung genommen, ob diverse verbraucherschützende Vorschriften in der Richtlinie 2008/48 von Deutschland richtig umgesetzt wurden. Der EuGH ist zu dem - auch für die Juristen überraschend deutlichem - Ergebnis gekommen, dass dies nicht der Fall war.
Allerdings ist folgendes zu beachten: Der Gerichtshof der Europäischen Union (EuGH) sichert die Wahrung des Rechts bei der Auslegung und Anwendung der EU-Verträge (Art. 19 EUV). Die Urteile des EuGH sind an und für sich bindend für die Institutionen der Union wie auch für die Mitgliedstaaten. Bergmann (veröffentlicht im Handlexikon der Europäischen Union, 5. Auflage, 2015) weist aber darauf hin, dass der Gerichtshof auch auf die Bereitschaft der Mitgliedstaaten angewiesen ist, freiwillig den Urteilen Folge zu leisten; das heißt die Rechtsprechung der Mitgliedstaaten und der Union müssen miteinander kooperieren.
Jedenfalls in den Fällen, in denen Banken oder Sparkassen ihren Kunden Widerrufsinformationen erteilten, die nicht aufgrund sprachlicher oder gestalterischer Abweichungen in den Genuss der sog.Gesetzlichkeitsfiktion (oder Richtigkeitsfiktion) kamen, wird sich das Urteil unserer Einschätzung nach erheblich zu Gunsten der Verbraucher auswirken. Die Oberlandesgerichte in Düsseldorf (Beschluss vom 31.03.2020, Aktenzeichen I-6 U 160/19) und Köln (Beschluss vom 06.04.2020, Aktenzeichen: 12 U 52/19) haben das Urteil des EuGH jeweils als nicht bindend angesehen. Das OLG Düsseldorf hat übersehen, dass sich aus den Gesetzesmaterialien lediglich ergibt, dass sich der deutsche Gesetzgeber Gedanken darüber gemacht hat, wie ein Muster einer Widerrufsbelehrung aussehen kann. Der Gesetzgeber hat aber gerade keine Aussage getroffen, dass eine Belehrung, die sich nicht am Muster orientiert - und damit keiner Richtigkeitsfiktion unterliegt - den Kaskadenbeweis enthalten darf. Kursorisch hat der BGH in einem noch nicht veröffentlichten Beschluss Stellung genommen. Nach Einschätzung der Kanzlei Stenz & Rogoz wird sich der Bundesgerichtshof in Kürze nochmals mit dem Kaskadenverweis befassen müssen. Denn das deutsche (!) Recht war - dies hat der BGH noch nicht gewürdigt - sogar verbraucherfreundlicher als die EU-Verbraucherkreditlinie: So ist der Darlehensgeber dort klar und verständlich über das Bestehen oder Nichtbestehen eines Widerrufsrechts aufzuklären. Art. 10 Abs. 2 Buchst. p der Richtlinie 2008/48 spricht lediglich davon, dass diese Informationen in klarer und prägnanter Form zu erteilen sind. Damit ist das deutsche Schutzniveau also höher als das europäische.
Der Rechtsansicht des BGH (Beschluss vom 19.03.2019, Aktenzeichen: XI ZR 44/18) widerspricht der EuGH eindeutig. U.a. führt es aus, dass die Richtlinie sehr wohl auf Immobilardarlehensverträge anwendbar sei.
Doch auch in den Fällen, in denen Banken und Sparkassen Widerrufsinformationen eins zu eins übernommen haben, erwartet die Kanzlei Stenz & Rogoz zumindest, ein großzügiges Entgegenkommen der Kreditinstitute. Aus höchster Instanz wurden den Verbrauchern nunmehr bescheinigt, dass sie - unabhängig vom Vorliegen einer Gesetzlichkeitsfiktion - nicht verständlich über ihr Widerrufsrecht aufgeklärt wurden. Es wäre ein starkes Stück, so Rechtsanwältin Rogoz in einer ersten Reaktion auf das EuGH-Urteil, wenn sich Banken auf eine formale Position zurückzögen.
Das bedeutet das Urteil für Sie:
Das Urteil erging zwar gegen die Kreissparkasse Saarlouis. Betroffen davon sind grundsätzlich sämtliche in Deutschland von 2010 bis 2016 verwendete Widerrufsinformationen. Das ist nicht nur unsere Meinung. So titelt etwa die Süddeutsche: "Millionen Verbraucher können Kreditverträge widerrufen". Die FAZ schreibt: "Der Europäische Gerichtshof macht Millionen deutscher Verbraucher glücklich." N-TV schreibt von einer "Sensation beim Widerrufsjoker".
Die Kanzlei prüft für Sie kostenfrei, ob Sie von dem Urteil profitieren!
By Florian Anderl15.01.2020Categories: Investment
Die Gesundheitsfragen der Debeka
By Florian G. Anderl28.06.2019Categories: Insurance
...oder warum man besser anderswo krankenversichert sein möchte.
Sicherlich ist Ihnen allen geläufig, dass man bei einer Beantragung einer Krankenversicherung gewisse Gesundheitsangaben an den Versicherer weitergeben muss. Üblich ist dabei, dass der Versicherer 3, 5 oder auch in stationären Bereichen teils auch 10 Jahre in die Vergangenheit rückfragt und konkrete Informationen zu Behandlungen, Untersuchungen oder auch unbehandelten Gebrechen abfragt.
So auch die Debeka, die in den Gesundheitsfragen zuerst ambulante Behandlungen, Medikamentenverordnungen, Untersuchungen und Beratungen der letzten 3 Jahre abfragt. Im stationären Bereich wird 5 Jahre zurück gefragt und in Frage Nr. 5 schließlich auch auf angeratene kommende Untersuchungen eingegangen. Soweit so gut!
Doch dann gibt es noch Frage XI Nr. 6: "Bestehen Krankheiten, Unfallfolgen, körperliche oder geistige Beeinträchtigungen, die zu den bisherigen Gesundheitsfragen noch nicht angegeben wurden?"
Die Problematik ist, dass hier keinerlei zeitliche Begrenzung mehr vorgesehen wurde, was juristisch schwierig, technisch sogar unlösbar ist. Denn geben Sie hier ein "Nein" bei der Frage an, ist der Vertrag dauerhaft kündbar ("vorvertragliche Anzeigepflichtverletzung"), da mit Sicherheit irgendeine Erkrankung oben nicht angegeben werden musste. Normalerweise ist man ja älter als 5 Jahre, wenn man eine private Krankenvollversicherung beantragen will, sodass die Gesundheitsfragen nun von 5 Jahren auf "beliebig lange" ausgeweitet wurden! Bei Angabe von "Nein" haben wir also nicht 5 sondern die vergangenen 20/ 25/ 30 oder mehr Jahre zu beachten und es ist mehr als wahrscheinlich, dass in diesem Zeitraum auch eine gesundheitliche Problematik und eine Behandlung und Untersuchung bestand. Gibt man "Ja" an, kann man sich auf eine tagelange Arbeit einstellen, da man alle (!) Untersuchungen angeben muss. Ob man dabei nicht trotzdem etwas vergessen könnte?!
Fazit: Bei Würdigung dieser Frage kann man guten Gewissens niemandem raten, sich bei der Debeka privat Kranken zu versichern, da dieser Vertrag auf Dauer zu Problemen führen kann. Gesundheitsfrage XI Nr. 6 ist einfach nicht abschließend zu beantworten!
Wir raten also allen unseren Mandanten davon ab, die Debeka mit ins Kalkül zu ziehen und versprechen, dass wir Ihnen gleiche oder bessere Leistung für ähnlichen Beitrag bewerkstelligen können.
Gut geplant in den Ruhestand
By Florian G. Anderl29.05.2019Categories: General
Warum Altersvorsorge eigentlich Ruhestandsplanung und Ruhestandsplanung langfristiger Vermögensaufbau ist…
Wir alle lesen, hören und spüren die Tatsache, dass die gesetzliche Rentenversicherung alleine als Altersvorsorge nicht mehr ausreicht. Überall wird die Notwendigkeit von privater Vorsorge gepredigt. Doch niemand erzählt Ihnen wie Sie ans Ziel kommen.
Eine Rentenversicherung zu kaufen ist jedenfalls nicht die Lösung Ihrer Probleme!
Eine Planung muss her - eine Ruhestandsplanung, die Ihnen die Chance gibt Ihre persönlichen Wünsche und Ziele, die Einnahmen im Alter, die Inflation „unterwegs“ und in der Rente sowie den echten Bedarf an Vermögen gegenüber zu stellen und daraus die nötigen Sparbeiträge und Produktlösungen zu kombinieren.
Der erste Schritt ist also die Analyse des Status Quo („Standortbestimmung“), welche Basis der Planung ist. Danach wird das Ziel herausgearbeitet, denn ohne Start- und Zielpunkt kann Ihnen kein Navigationssystem den Weg weisen. Doch genau das brauchen Sie doch: einen Wegweiser!
Haben Sie das Ziel definiert, können Sie mit Hilfe von einfacher Finanzmathematik den nötigen Kapitalbedarf für die inflationsbereinigte Rente berechnen und daraus die Sparsumme ableiten, die Sie in gewisse Produkte stecken sollten. Hierbei gilt es nun natürlich noch die staatlichen Förderungen, Kosten, Steuern und die mögliche Rendite zusammenzurechnen, damit Sie auch mit dem korrekten „Wirkungsgrad“ der einzelnen Produktlösung rechnen.
Wir raten generell immer alles zusammen zu betrachten und nicht wegen einer Förderung oder steuerlichen Entlastung ein zu teures oder unrentables Angebot anzunehmen!
Da sich Ihr Ruhestand meist noch in der Ferne (20 oder 30 Jahre Arbeit warten noch vorher) befindet und niemand die nächsten Jahrzehnte mit höchster Sicherheit vorhersagen kann, empfehlen wir immer eine Kombination verschiedener Produkte zu Ihrer individuellen Lösung zusammenzustellen. Wie ein Tisch mit 4 Beinen steht Ihre Planung dann stabiler als auf einem.
Nutzen Sie die verschiedenen Schichten und bedenken Sie, dass nicht nur eine Rentenversicherung Ihren Vermögensaufbau für die Rente darstellen kann; oft sind Fonds und ETFs sogar weit rentabler und günstiger… auf einen 30-Jahres-Zeitraum war der weltweite Aktienindex MSCI World seit 1970 nie unter 6% jährlicher Rendite (im Durchschnitt!) gefallen - hätten Sie das gedacht?
Kombinieren Sie also Geldanlagen und Versicherungen in schlauer und logischer Gewichtung und nutzen Sie die Stärken verschiedener Angebote aus, damit Sie den langfristigen Vermögensaufbau für Ihren Ruhestand bestens und mit möglichst geringem Einsatz umsetzen können… schließlich ist auch jetzt schon Zeit das Leben zu genießen und nicht erst mit 67!
By Florian G. Anderl und Christina Anderl15.05.2019Categories: Investment
By Ramona Bochnia08.05.2019Categories: Insurance
Ist der Sommerurlaub schon gebucht? Oder soll es erst in den kalten Monaten in die Sonne gehen? Jeder von uns macht gerne Urlaub. Oftmals verbinden wir dieses Thema jedoch nur mit positiven Aspekten und vergessen dabei an eine Absicherung für den „Fall der Fälle“ zu denken. Etwa jeder zehnte Reisende wird im Urlaub krank. Egal ob Lebensmittelvergiftungen, Magen-Darm-Erkrankungen, Infektionen oder sogar Knochenbrüche, ein Arztbesuch ist dann unumgänglich. Dadurch entstehen Kosten, die schnell mehrere hundert oder gar tausend Euro betragen können.
Was viele nicht wissen: Der Versicherungsschutz der gesetzlichen und auch privaten Krankenversicherungen gilt nicht automatisch auch für Auslandsaufenthalte!
Mit dem Abschluss einer privaten Auslandskrankenversicherung gehen Sie auf Nummer sicher. Denn diese schließt die Deckungslücke zu Ihrer bestehenden Krankenversicherung und übernimmt so nicht nur die Kosten für ambulante und stationäre Behandlungen oder für Arznei- oder Verbandmittel, sondern auch für einen möglicherweise notwendigen Krankenrücktransport.
Hier haben Sie nicht nur die Möglichkeit eine Auslandskrankenversicherung berechnen und beantragen zu können, sondern finden in der Produktübersicht noch weitere Reiseversicherungen wie z.B. die Reiserücktrittsversicherung.
Wir wünschen Ihnen einen erholsamen und sicheren Urlaub!
Sparen Sie für Ihr Kind - aber bitte richtig!
By Florian G. Anderl11.04.2018Categories: Insurance
Kinder haben manchmal große Wünsche und auch das Studium oder die Ausbildung, die erste eigene Wohnung oder das Auto wollen finanziert werden - Eltern und Großeltern sparen daher gerne schon ab der Geburt für die Kleinen. Doch wie spart man heute richtig? Welche Fehler sollte man vermeiden?
Auch 2018 werden häufig noch Ausbildungsversicherungen und sog. Kinderpolicen (mit klangvollen Namen von Comic-Figuren) empfohlen, wenn es darum geht monatliche Sparbeiträge und auch einmalige Geldgeschenke von Geburtstag und Weihnachten gut anzulegen.
Sinnvollerweise startet man die Suche nach dem geeigneten Produkt damit, dass man das Ziel bestimmt, also die Frage klärt: „Wofür soll das Angesparte verwendet werden und wann?“
Abhängig von den Wünschen und Zielen sowie von der Laufzeit bieten sich mehrere sinnvolle Varianten an.
Neben den eigenen Zielen gilt es noch ökonomische Gesichtspunkte ins Auge zu fassen - allen voran die Kosten!
Eine Ausbildungsversicherung oder Kinderpolice ist z.B. nach Art der Lebensversicherung berechnet und entnimmt daher in den ersten 5 Jahren bereits die Provision für die gesamte Vertragsdauer.
Ein Beispiel: Sie möchten 50 Euro für Ihr Kind sparen und kaufen (auf Anraten des Versicherungsvermittlers) eine Police, die bis zum 67. Geburtstag Ihres Kindes läuft. Dann enthält dieser Vertrag etwa 600 Euro Provision. Das erscheint vielleicht wenig, aber wenn Sie beachten, dass damit 20% der Einzahlungen aus den ersten 5 Jahren „verpuffen“ und jede Zuzahlung ebenfalls noch mit Kosten und Provisionen belegt wird, sieht es schon eher teuer aus.
Durch einen Provisionsvertrag erhält das Kind also erst nach 8 Jahren Spardauer und einem angenommenen Zins von 4,5% p.a. ein Vertragsguthaben, das über den eingezahlten Beiträgen liegt; in den Jahren davor fehlen einige hundert Euro durch die Anfangskosten! Berücksichtigt man auch die hohen laufenden Kosten der Provisionspolicen, dauert es sogar noch ein Jahr länger um seine Einzahlungen wieder als Guthaben zu erhalten. Zum 18. Geburtstag verschenken Sie dann etwa 3.000 Euro weniger als in einer Sparform, die keine Provisionskosten enthält.
Zusatzoptionen - was brauchen sie wirklich?
Nun haben Produktanbieter natürlich etliche Gründe für Ihr Produkt in bunten Werbebroschüren stehen: Schulunfähigkeitsoption, Unfallrente, Absicherung eines Versorgers etc.
Auch hier dürfen Sie sich die Frage nach Ihren Zielen und Wünschen stellen…wollen Sie einen Sparvertrag oder Absicherung für Ihr Kind (oder sich selbst) einkaufen? Denn wenn Sie beides wollen, dann kann eine Kinderpolice durchaus sinnvoll sein - aber bitte als provisionsfreier Honorartarif!
Sollten Sie lieber eine einzelne Unfallversicherung abschließen und gewinnbringend Sparen wollen, so bietet sich ein ETF-Sparplan an, der bei einer Direktbank oder einem Honorarberater mit günstigen Kosten geführt werden sollte.
Hinter der Empfehlung des ETF-Sparplanes verbergen Sie mehrere Botschaften:
bei einer Laufzeit von ca. 18 Jahren (oder länger) gibt es - gerade im heutigen Zinstief - keine Alternative zu einem börsenorientierten Investment.
wer in Aktien investieren möchte und gleichzeitig breit streuen will, der sollte Fonds nutzen
aktive Fonds mit hohen Kosten schlagen langfristig den Index nicht…also besser gleich den Index kaufen
Aus Statistiken lernen wir, dass man bei einer Laufzeit von 18-20 Jahren im Durchschnitt mit 8,64% Rendite rechnen konnte, wenn man in der Vergangenheit den weltweiten Index „MSCI World“ gekauft hätte. Im schlechtesten Fall wären es „nur“ 4,17% p.a. gewesen und damit immer noch ein positiver Wert!
Die Ängste vor der Schwankung an den Börsen sind also bei einem langfristigen Sparplan gänzlich unbegründet und somit ist hier die Empfehlung (ob mit oder ohne Versicherungsmantel), sich an der Börse zu engagieren, damit Ihr Kind eine gute Rendite bekommt. Gleichzeitig nutzt der weltweite Aktienindex aber natürlich den positiven Effekt der Risikostreuung, da er weltweit in allen Branchen investiert ist und somit regionale Probleme oder einen „Dieselskandal“ besser verkraftet als eine Aktie eines deutschen Automobilherstellers.
Daher ist der zweite Rat: nutzen Sie Fonds, die breit streuen können.
Doch auch hier gibt es Unterschiede. Viele Fonds haben einen Fondsmanager und ein Team von Analysten, die sich gerne gut bezahlen lassen. Dann liegen die laufenden Kosten schnell bei 1,5 - 2 Prozent pro Jahr und schmälern damit die Rendite.
Ein Indexfonds (kurz: ETF) bildet passiv einen bestimmten Aktienindex nach, zum Beispiel die Kurse der 30 im Dax gelisteten Unternehmen oder die gut 1.600 Aktien im MSCI-World-Index. Der Fonds braucht kein teures Management, da die Auswahl und Gewichtung der Aktien durch den Index vorgegeben sind. Bis zu 90 Prozent der aktiv gemanagten Fonds schaffen es ohnehin nicht, besser als der entsprechende Index zu sein. Je länger die Anlagedauer, desto mehr kommen die geringen Kosten des ETF zum Tragen und erhöhen dadurch die Rendite.
ETF-Sparplan oder doch Kinderpolice?
All diese Vorteile kann man auch in einer fondsgebundenen Rentenversicherung für sein Kind vereinen und dazu noch Steuervorteile und ggf. einen Absicherungsbaustein nutzen. Diese steuerlichen Vorteile kommen aber erst dann sinnvoll zum Tragen, wenn man 20 oder mehr Jahre Laufzeit in seinem Vertrag hat. Und somit kommen wir zur zentralen Frage, die wir eingangs bereits gestellt haben: „Wofür soll das Angesparte verwendet werden und wann?“
Nur wenn Sie diese Frage zu Beginn bereits beantworten können, haben Sie die Chance die beste Variante für die Vorsorge Ihrer Kinder zu wählen. Insgesamt sind jedenfalls beide Lösungen, die mit geringen Kosten daherkommen, sinnvoller und besser als die bekannten Provisionspolicen.
Fazit: lassen Sie sich von lustigen Comic-Namen und Geschenken zur Ausbildungsversicherung eher abschrecken als anlocken, denn dann ist die Chance weit höher, dass Sie richtig wählen!
By Dieser Artikel stammt von: DAS INVESTMENT27.02.2018Categories: Investment
By Florian G. Anderl13.12.2017Categories: Investment
By Martin Schuster13.10.2017Categories: Investment
By Florian G. Anderl13.07.2017Categories: Investment
By Florian G. Anderl und Martin Schuster09.11.2016Categories: Investment
By Florian G. Anderl und Martin Schuster24.06.2016Categories: Investment
Tipps für die Buchhaltung von Selbstständigen und Freiberuflern
By Florian Anderl21.03.2016Categories: General
Wenn Sie sich selbstständig machen bzw. als Freiberufler tätig werden wollen, müssen Sie Ihre sämtlichen Ein- und Ausgaben festhalten. Vor allem in der Anfangsphase einer Existenzgründung ist es sehr wichtig, dass Sie Ihre Buchhaltung richtig ausführen. Entstehen hier zu Beginn schon Lücken oder schleichen sich Fehler ein, können Sie Ihre Gewinne bzw. Verluste später nicht korrekt errechnen und sich keinen genauen Überblick über Ihre persönlichen Finanzen verschaffen. Außerdem kann das unter Umständen Ärger mit dem Finanzamt geben. Diese Tipps helfen Ihnen dabei, dass Ihre Buchhaltung reibungslos funktioniert.
Das beinhaltet eine korrekte Buchhaltung
Sobald Sie Ihren ersten Auftrag an Land gezogen haben, müssen sie sich zwangsläufig mit dem Thema Buchhaltung auseinandersetzen, da Sie auch als Selbstständiger bzw. Freiberufler zu einer ordentlichen Buchführung verpflichtet sind. Sie müssen dem Finanzamt Ihre Geschäftsbücher jederzeit auf Anfrage vorlegen können. Stellt die Behörde Lücken oder Fehler fest, droht Ihnen schlimmstenfalls eine Anzeige, beispielsweise wegen Steuerbetrugs. Aus diesem Grund sollten Sie unbedingt darauf achten, dass Sie Ihre Bücher korrekt führen. Dazu müssen Sie all Ihre Geschäftsfälle auflisten, die das Vermögen Ihrer selbstständig ausgeübten Tätigkeit berühren, unter anderem
Lohnzahlungen.
Am Ende jedes Jahres müssen Sie die Bilanz sowie eine Gewinn- und Verlustrechnung erstellen, in der Sie all Ihre Gewinne und Verluste gegenüberstellen. Das bietet Ihnen die Möglichkeit, eventuelle Probleme zu erkennen und zu beseitigen, gegebenenfalls also auch den Gewinn zu maximieren.
Da sich die meisten Selbstständigen und Freiberufler meist nicht sehr gut mit der Buchhaltung auskennen und sich diese Aufgabe selbst nicht zutrauen, greifen sie häufig auf einen externen Buchhalter zurück. Dieser muss jedoch in der Regel teuer bezahlt werden. Wenn Sie sich aber von vornherein eingehender mit dem Thema beschäftigen und Sie Ihre Buchhaltung von Beginn an richtig vorbereiten, kann im Grunde nichts schief gehen. Gehen Sie am besten folgendermaßen vor:
Heften Sie die Belege für bezahlte Rechnungen stets nach Datum sortiert in einen Ordner ab.
Verfahren Sie genauso mit Bankenbelegen und anderen wichtigen Dokumenten.
Bezahlen Sie Ihre Geschäfte teilweise in bar, führen Sie am besten ein Kassenbuch, um alle geschäftlichen Ausgaben genau zu protokollieren.
Richten Sie sich ein Geschäftskonto ein und idealerweise ein weiteres Konto für Ihr Privatvermögen, damit das Finanzamt keine Einsicht in Ihre privaten Geldangelegenheiten hat.
Beachten Sie diese Tipps, können Sie bei der Buchhaltung viel Zeit sparen.
Um Ihre Buchhaltung korrekt auszuführen, müssen Sie nicht extra einen teuren Buchhalter anheuern. Wenn Sie sich noch in der Gründungsphase Ihrer Selbstständigkeit befinden, müssen Sie Ihr Geld vermutlich ohnehin zusammenhalten. Um Zeit und Geld zu sparen und damit Ihnen die Buchhaltung zukünftig noch einfacher von der Hand geht, können Sie auch auf eine kaufmännische Unternehmenssoftware zurückgreifen, zum Beispiel von der Firma Lexware. Für ein solches Computer-Programm benötigen Sie weder Vorkenntnisse, noch erfordert es eine langwierige Einarbeitungszeit. Mit wenigen Klicks können Sie Aufträge bearbeiten und Rechnungen erstellen. Darüber hinaus eignet sich die Software optimal für EÜR, doppelte Buchführung und betriebliche Auswertungen und es verfügt über einige praktische Zusatzfunktionen, wie zum Beispiel ein integriertes Kassenbuch oder die Umsatzsteuer-Jahreserklärung. So können Sie alle buchhalterischen Aufgaben reibungslos und unkompliziert selbst erledigen, ohne dass das Finanzamt Lücken oder Fehler findet und ohne Geld für einen teuren Buchhalter auszugeben.
By Martin Schuster und Jürgen Kestler04.03.2016Categories: Investment
BGH stärkt Rechte der Versicherungsnehmer
By Florian G. Anderl und RA Pascal Fuest05.11.2015Categories: Insurance
...oder "Das Märchen vom Garantiezins"!
Der BGH hat in mehreren Urteilen 2014 und 2015 die Rechte von Versicherten, die mit kapitalbildenden Lebensversicherungen sparen, erheblich gestärkt.
Die Richter in Karlsruhe setzen die Rechte der Verbraucher in Bezug auf die Rückabwicklung dieser Lebens- und Rentenversicherungen immer stärker durch. Im Juli 2015 entschieden sie, dass im Falle eines Widerspruches auch die Abschluss- und Verwaltungskosten von den Versicherungen an die Versicherten zurückgezahlt werden müssen.
Bereits im Mai 2014 hatte der BGH klar gestellt, dass ein zeitlich unbefristetes Widerspruchsrecht besteht, wenn der Verbraucher nicht ordnungsgemäß über seine Verbraucherrechte belehrt wurde. Im Fokus der Richter standen dabei die sog. „Garantiezinsen“ und formfehlerhafte Widerrufsbelehrungen, die so gut wie alle Versicherungskonzerne versprachen und verwendeten.
Aber was ist das Problem mit dem „Garantiezins“?
Viele Versicherungsnehmer glauben immer noch an ihre kapitalbildende Lebensversicherung oder an die versprochenen Garantien. Tatsächlich wurde ihnen vom Vertrieb der Versicherer mit dem herausgestellten Garantiezins oftmals nur Sand in die Augen gestreut! Denn der Versicherungsnehmer glaubt, den Garantiezins bekomme er auf seine Einzahlungen. Das ist aber nicht richtig. Von den eingezahlten Prämien ziehen die Versicherungen diverse Kosten ab: für Abschlussprovisionen, für den sonstigen Vertriebsaufwand, für Verwaltung, Gebührenpauschalen und den Todesfallschutz bei Lebensversicherungen.
Nach diesen Abzügen bleibt nur noch ein weit geringerer Betrag, auf den die Versicherer die garantierte Verzinsung berechnen. Statt Sicherheit und einer guten Altersvorsorge wird es für hunderttausende von Kunden nach jahrzehntelangem, braven Beitragszahlen ein böses Erwachen geben. Die Summe der monatlich abgesparten Beträge wird in hunderttausenden von Fällen negativ verzinst werden!
Ist es schon zu spät, um noch zu handeln?
Eine Möglichkeit ist, den Vertrag beitragsfrei zu stellen. Noch effektiver ist bei vielen Verträgen der Ansatz Widerruf. Per Widerruf kann der Versicherungsnehmer deutlich mehr Geld zurück fordern als bei einer bloßen Kündigung: Der Anspruch bei Widerruf ist regelmäßig um 20% bis 40% höher als der Rückkaufswert bei Kündigung.
Das bedeutet: Versicherungsnehmer und deren unabhängige Versicherungsmakler/ Honorarberater sollten von einer kompetenten Anwaltskanzlei prüfen lassen, ob ihre Altverträge widerrufbar sind oder andere Formfehler aufweisen.
Die Verbraucher können nach den BGH-Urteilen auch heute noch widersprechen, wenn z.B. die bei Vertragsschluss übersandten Widerspruchsbelehrungen rechtlich fehlerhaft waren. Die Verbraucherschutzzentralen gehen davon aus, dass rund 70 % der Lebensversicherungen und Rentenversicherungen bis zum Jahre 2008 formfehlerhaft waren.
Der Rückabwicklungsanspruch beträgt bis zu 95 % der seit Abschluss vom Versicherungsnehmer entrichteten Prämien. Mit der durch den Widerruf freigesetzten Liquidität können Sie aktuelle finanzielle Aufgaben lösen oder eine bessere, flexiblere Altersvorsorge treffen.
Sprechen Sie uns gerne an - unsere Partnerkanzlei bietet für Sie eine kostenlose Erstprüfung auf wirtschaftlichen Erfolg eines Widerrufs!
Jeder sechste Rentner lebt in Altersarmut
By Florian G. Anderl und Martin Schuster20.08.2015Categories: Insurance
...oder: eine traurige Bilanz zum Thema Altersvorsorge in Deutschland!
Immer wieder liest man über die Altersarmut in Deutschland. Wie ernst die Lage tatsächlich ist, wissen aber nur die Wenigsten. Wir zeigen Ihnen die aktuellste Studie sowie den Hintergrund, wie es zu Armut im Alter kommen kann.
Die Stuttgarter Lebensversicherung a.G. hat hierfür den ersten Altersarmuts-Atlas erstellt und von TNS Infratest in einer Studie 1.120 Rentner sowie Pensionäre zu ihren aktuellen Lebensumständen befragen lassen.
Das erschreckende Ergebnis: Jeder sechste Rentner ist heute schon von Altersarmut betroffen!
Etwa jeder Zehnte empfindet seine finanzielle Situation als „eher schlecht“ oder „schlecht“, zudem bewerten rund 38 Prozent ihren aktuellen Lebensstandard als „mittelmäßig“. 40 Prozent der Befragten müssen sich im Alltag einschränken um über die Runden zu kommen. Hierbei werden vor allem an Urlauben, Ausflügen sowie an sozialen Aktivitäten und medizinischen Versorgungen gespart. Dazu kommt, dass immer mehr Rentner auf zusätzliche Hilfe des Staates angewiesen sind. Im März 2015 waren rund 512.000 Senioren auf eine weitere Sozialhilfe angewiesen – immer hin schon 3% aller Rentner.
Die Studie zeigt, dass Altersarmut nicht erst die zukünftigen Generationen betreffen kann, sondern es jetzt schon ein aktuelles Thema ist. Mit der gesetzlichen Rente allein lässt sich der gewohnte Lebensstandart nicht halten...es ist daher wichtig, dass man früh genug anfängt für den Ruhestand zu sparen und das Geld richtig anzulegen.
Wie kommt es zur Altersarmut?
Durch den Generationenvertrag sind die Arbeitnehmer als Beitragszahler zur gesetzlichen Rentenversicherung unmittelbar für die Finanzierung der Rentner verantwortlich – das so genannte Umlageverfahren. Dieses System basiert auf einer Situation zu Zeiten Bismarcks, wo eine große Arbeiterschaft sehr wenigen Rentnern gegenüber stand, da die Menschen schon sehr jung starben und deshalb wenig Rente aus den Kassen benötigten.
Konkret bedeutet das, dass die jetzigen Arbeitnehmer mit ihren Beiträgen die heutigen Rentner finanzieren.
Das Problem dieses Systems liegt auf der Hand: Sinkt die Zahl der Arbeitnehmer wohingegen die Rentner mehr werden, so wird in den Kassen zu wenig Geld einbezahlt und es entsteht eine Lücke.
Anhand der Grafik lässt sich dies sehr gut ablesen. Während im Jahr 2000 noch 4,13 Arbeitnehmer für einen Rentner zuständig waren, so sind es heute nur noch rund 2,87 und im Jahre 2040 wird das Verhältnis 1,9:1 sein.
Das Problem der Altersarmut wird in Zukunft immer größer und es wird daher auch noch wichtiger, dass Sie rechtzeitig vorausplanen. Nutzen Sie unsere Informationen und eine fundierte Ruhestandsplanung, damit Sie sehen, was Sie unternehmen können, um Ihren Lebensstandard auch im Alter beizubehalten.
By Florian G. Anderl und Martin Schuster14.08.2015Categories: Investment
By Florian G. Anderl05.08.2015Categories: General
Wünschen Sie sich nicht auch, dass es bei Finanzberatung allein um Ihren Geldbeutel geht?
In einer Zeit, in der alle Informationen über das Internet zu bekommen sind, ist es extrem wichtig geworden, die richtigen Fragen zu stellen und mit den daraus erhaltenen Informationen effizient umzugehen. Das setzt aber voraus, dass man versteht, was man liest. Gerade bei den meist komplexen und undurchsichtig beschriebenen Finanz- und Versicherungsprodukten ist das gar nicht so einfach!
Man könnte einen Finanz- oder Versicherungsvermittler mit einem Dolmetscher vergleichen, der einem das „Fachchinesisch“ in eine verständliche Sprache übersetzt. Genau hier entsteht aber ein Problem: Während der Dolmetscher und andere Dienstleister für ihre Arbeitszeit und ihr Know-How bezahlt werden, verdient der Vermittler nur an den jeweiligen Provisionen und damit am Verkauf.
Wenn ein Vermittler weder für Hilfestellung noch für Übersetzungsdienste, ein Konzept oder eine Strategie bezahlt wird, stellt sich die Frage:
Welche Motivation hat er, eine gewissenhafte Beratung anzubieten? Wer mit wenig Einsatz viel Provision verdienen kann, wählt leider oft den Weg des geringsten Widerstands. Aber ist das in Ihrem Sinne? Suchen Sie nicht eher nach einem neutralen Begleiter, der Ihnen Hilfestellung gibt und Sie in die Lage versetzt, eine effektive und individuelle Strategie für sich selbst (mit) zu entwickeln? Und gibt es einen Berater, der nicht davon lebt, etwas zu verkaufen, sondern wirklich auf Ihrer Seite steht? Ja – denn genau das bieten heute unabhängige Honorarberater!
Die Vergütung macht den Unterschied
Wenn Sie mit einem Honorarberater zusammenarbeiten, wird im Vorfeld ein vom Kauf irgendwelcher Produkte unabhängiges Beratungs- und Betreuungshonorar vereinbart. Es dient ausschließlich der Dienstleistungsvergütung und damit der Beratung sowie lebensbegleitenden Check-Ups. So kann sich der Honorarberater stets zu 100 % auf Ihre Bedürfnisse und das Erreichen Ihrer Ziele konzentrieren!
Trauen Sie sich, die etablierten Werbesprüche und Weisheiten von Banken, Versicherern und deren Vertretern über Altersvorsorge, Lebensversicherungen, sichere Geldanlagen und Vermögensbildung in Frage zu stellen!
Laden Sie unsere Broschüre herunter, die Ihnen, aber auch Ihren Freunden und Bekannten, das neuartige Konzept der Honorarberatung nahe bringen soll. Sie können von kostengünstigen und auf Sie abgestimmten Lösungen profitieren - sowohl beim Vermögensaufbau als auch bei der Absicherung bereits erreichter Ziele. Nutzen Sie die einzigartige Chance, die Sie mit dieser Broschüre in Händen halten. Mehr können Sie für Ihre Rendite und Sicherheit nicht tun.
By Florian G. Anderl16.06.2015Categories: Investment
Wechselrecht in der Privaten Krankenversicherung
By Florian G. Anderl28.05.2015Categories: Insurance
Das im Jahr 2007 neu aufgelegte Versicherungsvertragsgesetz (VVG) bietet in Verbindung mit dem GKV-Wettbewerbsstärkungsgesetz (GKV-WSG) zwei verschiedene Möglichkeiten seinen PKV-Tarif so zu verändern, dass das Ziel der Beitragsreduktion erreicht werden kann:
Neben der Einführung eines branchenweit einheitlichen Basistarifs gibt es auch noch gem. §204 VVG das Recht auf Tarifwechsel innerhalb des aktuellen Versicherungsunternehmens.
Was besagt der § 204 VVG ?
(1) Bei bestehendem Versicherungsverhältnis kann der Versicherungsnehmer vom Versicherer verlangen, dass dieser 1. Anträge auf Wechsel in andere Tarife mit gleichartigem Versicherungsschutz unter Anrechnung der aus dem Vertrag erworbenen Rechte und der Alterungsrückstellung annimmt; soweit die Leistungen in dem Tarif, in den der Versicherungsnehmer wechseln will, höher oder umfassender sind als in dem bisherigen Tarif, kann der Versicherer für die Mehrleistung einen Leistungsausschluss oder einen angemessenen Risikozuschlag und insoweit auch eine Wartezeit verlangen; der Versicherungsnehmer kann die Vereinbarung eines Risikozuschlages und einer Wartezeit dadurch abwenden, dass er hinsichtlich der Mehrleistung einen Leistungsausschluss vereinbart; [...]
§ 204 VVG regelt also die Rechte eines privat Krankenversicherten in Bezug auf einen Tarifwechsel. Er ist sozusagen die Neufassung des früheren § 178 VVG, der es PKV-Versicherten schon seit 1994 ermöglicht innerhalb der eigenen Versicherung in einen anderen Tarif zu wechseln, den diese anbietet. Da viele vor allem ältere Versicherungsnehmer noch zu veralteten, teilweise sogar schon geschlossenen (also nicht mehr angebotenen) Tarifen versichert sind, die oft teuer und mit nicht mehr zeitgemäßen Bedingungen ausgestattet sind, versuchen Versicherer immer noch mithilfe verschiedenster Begründungen einen Wechsel in günstigere Tarife abzulehnen. Diese neue Regelung aus §204 VVG ist deshalb insbesondere für die Zielgruppe mit lange bestehenden Tarifen sehr interessant.
Dem Versicherungsnehmer wird durch diese gesetzliche Regelung das Recht eingeräumt, auf Antrag bei seinem Versicherer in einen anderen Tarif zu wechseln, sofern der Versicherungsschutz des angestrebten Tarifes mit dem bisherigen Versicherungsschutz identisch ist. Die Versicherer sind nach § 6 Abs. 4 VVG gegenüber ihren Kunden sogar zur Auskunft und Beratung verpflichtet. Allerdings sieht die Praxis hier anders aus, da die meisten Krankenversicherer diese Option nicht gerne unterstützen. Der Vorteil für den Versicherungsnehmer ist nämlich, dass alle aus dem alten Tarif erworbenen Rechte, Altersrückstellungen inbegriffen, angerechnet werden müssen, was häufig zu deutlichen Beitragseinsparungen führt.
Der Versicherer kann von dem Versicherten zwar im Gegenzug einen Risikozuschlag verlangen oder einen Leistungsausschluss vereinbaren, sofern die Leistungen des Tarifes, in den dieser wechseln will, höher sind als die des bisherigen Tarifs, jedoch nur für den Teil, der die aktuellen Leistungen übersteigt. Auch in Betracht kommt eine Wartezeit für mögliche höhere Ansprüche. Durch die Vereinbarung eines Leistungsausschlusses in Bezug auf die höheren Leistungen kann der Versicherte Risikozuschläge grundsätzlich vermeiden. Wer alle Möglichkeiten geschickt zu seinen Gunsten ausnutzt, kann enorm Beiträge sparen ohne dabei auf gewohnte Tarifmerkmale verzichten zu müssen.
Falls man sich dafür entscheidet den Wechsel nach §204 VVG innerhalb der eigenen Versicherungsgesellschaft durchzuführen, sollte man sich nicht entmutigen lassen, falls der Krankenversicherer nicht sofort problemlos mitspielt. Fragen Sie schriftlich nach und setzen Sie eine angemessene Frist zur Bearbeitung bei Ihrem Unternehmen. Verlangen Sie ausdrücklich einen Tarifwechsel gemäß §204 VVG und dem Hinweis, die Mehrleistungen ausschließen zu wollen, falls eine Risikoprüfung einen Abschluss sonst verhindert.
bitte unterbreiten Sie mir für meinen Vertrag Nr. ….. ein Angebot für einen Tarifwechsel gemäß § 204 VVG. Sollten keine leistungsgleichen Tarife vorhanden sein, so unterbreiten Sie mir bitte ein Angebot unter Ausschluss der Mehrleistungen. Ergeben sich Verschlechterungen in dem neuen Tarif, so informieren Sie mich bitte schriftlich über solche.
Ich weise ausdrücklich darauf hin, dass ich ein Interesse an einer Prämiensenkung habe und daher einen solchen Tarifwechsel ernsthaft in Erwägung ziehe.”
Honorarberater oder Versicherungsberater helfen Ihnen gegen ein entsprechendes Honorar bei der Klärung welcher Weg für Sie der richtige sein kann (Basistarif oder Wechsel nach §204 VVG), bei der Suche nach einem geeigneten Tarif und ggf. bei der Umstellung und Abwicklung mit dem Versicherer. Da hier keine Provision fällig wird, werden Versicherungsvertreter sowie ihre Gesellschaften kein Interesse daran haben, Sie dabei zu unterstützen.
By Florian G. Anderl und Martin Schuster22.05.2015Categories: General
Seit Anfang Mai steigen die Baufinanzierungszinsen merklich an, ohne dass die Leitzinsen von der Europäischen Zentralbank (EZB) erhöht wurden. Wie lässt sich die Verteuerung von bis zu 0,50 Prozentpunkten bei einer 10-jährigen Zinsbindung erklären?
Die aktuelle Niedrigzinssituation der vergangen Jahre ist stark durch die Geldpolitik der EZB geprägt: Der Leitzins wurde auf ein Rekordtief von 0,05 Prozent gesenkt und die Zentralbank kauft seit Mitte März 2015 Staatsanleihen der Eurostaaten, um die Eurozone mit Liquidität zu versorgen und dadurch die Konjunktur anzukurbeln.
Der Kauf der Anleihen war für viele Investoren bereits im Vorfeld absehbar, worauf diese ebenfalls Staatsanleihen erwarben und auf steigende Kurse spekulierten. Die EZB kaufte also die Staatsanleihen zu einem höheren Kurs, wodurch die Renditen der Anleihen zurückgehen. Dies wirkt sich auch auf die Bauzinsen aus, die in Folge dessen auf einen Tiefstand sanken.
Der steigende Kurs für Staatsanleihen war für die Investoren der optimale Zeitpunkt um wieder aus dem Markt auszusteigen. Durch den Verkauf Ihrer Wertpapiere und der dadurch sinkenden Nachfrage stiegen zuletzt die Renditen der Anleihen und folglich auch die Bauzinsen wieder.
Da die Politik der EZB eine entscheidenden Einfluss auf die Höhe der Zinsen hat, kann man bisher nicht von einer Trendwende sprechen. Alles steigt und fällt mit der jeweiligen Strategie der Zentralbank. Es lässt sich aber sagen, dass ein Risiko eines Zinsanstieges gegeben ist.
Sie sollten daher drauf achten, dass Sie sich eine längere Zinsbindung vertraglich festhalten lassen, was zu einer minimalen Erhöhung des Zinses führt - jedoch kann man einen leicht höheren Zins in der aktuellen Niedrigzinsphase gerne in Kauf nehmen!
Auch bei in den nächsten 2-3 Jahren auslaufenden bzw. zur Verlängerung anstehenden Krediten können Sie mittels eines sog. Forward-Darlehens die noch günstigen Zinsen sichern.
Woran erkenne ich einen seriösen Finanzberater?
By Florian G. Anderl12.05.2015Categories: General
eine Checkliste für Konsumenten...
Viele Verbraucher glauben, Nichts oder wenig hinterfragen zu müssen, wenn sie einen Finanzberater einschalten. Dabei gehen sie von vielen unausgesprochenen Annahmen zur Qualität des Beraters aus, die leider in der Realität allzu oft nicht gegeben sind.
Damit Sie in Zukunft bei der Wahl Ihres Berater die richtigen Fragen stellen können und damit wirklich ein Stück Verantwortung in die richtigen Hände abgehen können, schlagen wir vor folgende Punkte zu prüfen:
Nr.1: Ausbildung
Kompetent beraten kann nur derjenige, der eine fachliche/ kaufmännische Ausbildung und fundierte Kenntnisse am Finanzmarkt vorweisen kann. Es sollte auch eine mehrjährige Berufserfahrung und Referenzen gegeben sein...aber Vorsicht: nicht der Berater mit der größten Erfahrung ist automatisch der Beste!
"falsche Ratschläge werden auch nach Jahren nicht richtiger!"
Da der Markt einem dauerhaften Wandel unterliegt, bringt Ihnen nur die Expertise eines Beraters einen Mehrwert, der sich laufend weiterbildet und Ihnen das auch belegen kann.
Nr.2: Abhängigkeiten
Anders gesagt: ein seriöser Berater wird Ihnen zu Beginn der Zusammenarbeit klar signalisieren, ob und von wem und wie er bezahlt wird. Beim klassischen Modell der Provisionsberatung wird der Berater nur dann bezahlt, wenn Sie einen Abschluss tätigen; damit ist eine neutrale Bewertung Ihrer aktuellen Situation/ Verträge eher schwierig.
Eine echte Alternative bietet hier die Honorarberatung an! Sie bezahlen die Beratungszeiten und den Aufwand des Finanzberaters nach Stunden oder durch eine Pauschale und er kann wirklich fair beraten. Aber auch hier muss das Honorar ordentlich kalkuliert und mit den Kosten der Provision verglichen werden, damit Sie sicher sind, dass es sich für Sie lohnt.
Nr.3: Qualität
Am Anfang einer Beratung stehen Sie mit Ihren Wünschen und Bedürfnissen. Nur wenn ein Berater danach fragt und Sie kennenlernt, kann er die passende Strategie für Sie erarbeiten. Berater, die gleich mit Produkten kommen und auf einen schnellen Abschluss drängen, sind in aller Regel nicht daran interessiert Sie als Individuum mit einer hervorragenden Finanzplanung zu begleiten.
Ein guter Berater stell Vor- und Nachteile möglicher Wege vor und geht von der allgemeinen Strategie als "Gesamtlösung" in die Produktauswahl über, wenn Sie die Planung gemeinsam angepasst haben und keine Fragen mehr offen sind. Sie sollten in jeder Sekunde spüren, dass Sie entscheiden und Fragen fundiert beantwortet werden (statt mit Allgemeinplätzen "weggewischt" zu werden)!
Bei einem seriösen Finanzberater können Sie Verantwortung abgeben, werden aber immer so informiert sein, dass Sie selbst eine Entscheidung auf Basis fundierter Beratung treffen können und verstehen was Sie da tun.
Achten Sie also künftig bei Ihrem Finanzberater auf Ausbildung, Abhängigkeiten und Beratungsqualität, damit Sie sich sicher sein können, Ihr Vertrauen (und die dazugehörigen Verantwortung) in die richtigen Hände gelegt zu haben.
Baufinanzierung will durchdacht sein!
By Florian G. Anderl30.04.2015Categories: Financing
oder "warum der billigste Zins schnell teuer wird..."
Die meisten Menschen bauen oder kaufen in ihrem Leben nur ein Haus, wodurch die passende Finanzierung genauestens überlegt sein muss.
Der folgende Artikel klärt Sie über mögliche Stolperfallen auf und zeigt Ihnen, wie Sie sich am besten auf einen bevorstehendes Eigenheimprojekt vorbereiten.
Bausteine einer guten Baufinanzierung:
Eigenkapital verbessert Ihre Zinskondition (ca. 20% des Neubaupreises sind „gut“)
Immobiliennebenkosten werden nicht im Darlehensbetrag gedeckt!
Es wird der Wert der Immobilie mit der Höhe des Darlehens in Relation gesetzt um das Risiko für das Kreditinstitut zu bewerten. Dadurch variiert der Zuschlag auf den Basiszins je nach Höhe der Beleihung des Objektes, d.h. je nach Eigenkapital.
niedriger Zins und lange Zinsbindung
Ein geringer Zinssatz bedeutet nicht automatisch, dass man ein gutes Angebot vorliegen hat. Ebenfalls wichtig ist die Zinsbindung, d.h. wie lange der Zinssatz festgeschrieben ist und nicht verändert werden darf.
Gerade in Niedrigzinsphasen ist es wichtig, dass man die geringen Zinsen so lange wie möglich vertraglich festhält!
Laufzeit der gesamten Finanzierung bis zur Schuldenfreiheit
Überprüfen Sie bei den Angeboten genauestens, ob die Konditionen und Angaben zur Laufzeit immer so kalkuliert sind, dass am Ende keine Restschuld fällig ist - diese müssten Sie ansonsten mit einer teuren Anschlussfinanzierung begleichen.
Gesamtkosten der Baufinanzierung beachten
Behalten Sie die Gesamtkosten im Auge!
Eine niedrige anfängliche Tilgung hört sich im ersten Moment gut an, verlängert allerdings die Laufzeit und damit die Gesamtkosten enorm! Vereinbaren Sie lieber eine höhere Anfangstilgung - dadurch steigen zwar Ihre monatlichen Raten, aber Sie haben Ihr Darlehen schneller und günstiger abbezahlt.
Was passiert, wenn man „blind“ ein Angebot nur aufgrund eines niedrigen Zinssatzes wählt?
Ein Darlehensbetrag wäre beispielsweise bei 2,5% Zins und 2% anfänglicher Tilgung unter optimalen Bedingungen - sprich wenn sich das Zinsniveau nicht erhöht – nach ca. 32 Jahren getilgt. Da wir uns derzeit in einer Niedrigzinsperiode aufhalten, kann bzw. muss man davon ausgehen, dass die Zinsen innerhalb der nächsten Jahre wieder (stark) ansteigen werden.
Deshalb haben wir die gleichen Finanzierungsdaten angenommen, jedoch nach Ende der Sollzinsbindung von 10 Jahren mit einer Anschlussfinanzierung i.H.v. 4,5% gerechnet. Hierbei wird man feststellen, dass sich die Länge der Finanzierung - sowie deren gesamte Kosten - stark erhöht. Man braucht also bei einer realistischeren Betrachtung bis weit ins Rentenalter!
Dies kann man umgehen, indem man von Anfang an eine längere Zinsbindung vereinbart, wobei man mit einer Erhöhung der Zinsen von weniger als 0,5% rechnen muss.
Machen Sie sich nicht nur Gedanken um Ihr Eigenkapital oder einen billigen Einstiegszins, sondern beachten Sie bei der Kontrolle von Finanzierungsangeboten auch den Zinssatz in Verbindung mit der Zinsbindung sowie die anfängliche Tilgung. Planen Sie die gesamte Laufzeit vom Anfang bis zur vollständigen Tilgung jetzt!
Einkommenssicherung - sinnvoll und doch unterschätzt!
By Florian G. Anderl20.04.2015Categories: Insurance
Eine Berufsunfähigkeitsversicherung soll dem Versicherten für den Fall einer Berufsunfähigkeit sein Einkommen durch Zahlung einer Rente sichern und so ein existenzbedrohendes Risiko abwenden. Das kann die Versicherung aber nur leisten, wenn eine ausreichend hohe Rente versichert wird und auch ein geeignetes Versicherungs- und Leistungsendalter gewählt wird. Im besten Fall hält man dank der BU-Rente seinen Lebensstandard bis zum Renteneintrittsalter bzw. bis zur Wiedereingliederung ins Berufsleben.
Welche Ursachen hat die Berufsunfähigkeit und wie groß ist das Risiko?
Laut Statistik müssen fast 25% aller Erwerbstätigen vor Beginn der Altersrente aus gesundheitlichen Gründen ihren Beruf aufgeben. Das Risiko berufsunfähig zu werden, ist also enorm.
Welche finanziellen Folgen hat der Eintritt einer Berufsunfähigkeit für einen Erwerbstätigen?
Einer Berufsunfähigkeit geht in der Regel eine längerfristige Krankheit voraus, die oft auch zum Verlust des Arbeitsplatzes führt. Die Krankengeldzahlung der gesetzlichen oder privaten Krankenversicherung endet in den meisten Fällen nach Eintritt der Berufsunfähigkeit. Dabei spielt es auch keine Rolle ob eine andere gesetzliche oder private Versicherung eine Leistung erbringt. Spätestens nach dem Wegfall des Anspruches auf Arbeitslosengeld beginnt der soziale Abstieg.
Die Leistungen der gesetzlichen Rentenversicherung erreichen, sofern überhaupt ein Anspruch besteht, oft noch nicht einmal die Höhe des gesetzlichen Existenzminimums. Ohne private Vorsorge ist für den Berufsunfähigen in den meisten Fällen der soziale Abstieg vorprogrammiert.
Seit dem 01.01.2001 gilt ein neues Gesetz, wonach die bisherigen gesetzlichen Berufsunfähigkeitsrenten für alle nach dem 01.01.1961 Geborenen gestrichen und durch neue, so genannte Erwerbsminderungsrenten ersetzt wurden. Die volle Rente bekommt nur, wer weniger als drei Stunden am Tag arbeiten kann. Bei weniger als sechsstündiger Arbeitsfähigkeit pro Tag wird die halbe Rente gezahlt.
Leistungsansprüche aufgrund Erwerbsminderung:
staatliche Rente bei einem Bruttoeinkommen i.H.v.
2.000 EUR 2.500 EUR 3.000 EUR 4.000 EUR
mind. 6 Std. täglich keine 0 EUR 0 EUR 0 EUR 0 EUR
3 bis 6 Std. täglich halbe 335 EUR 419 EUR 502 EUR 596 EUR
weniger als 3 Std. täglich volle 670 EUR 837 EUR 1.005 EUR 1.192 EUR
Fazit: Jeder, der auf seine Arbeitskraft bei der Einkommenserzielung angewiesen ist, braucht eine private Berufsunfähigkeitsversicherung. Dies betrifft aufgrund der reduzierten Versorgung der gesetzlichen Rentenversicherung auch gesetzlich Versicherte.
Kein Berufsschutz in der gesetzlichen Rentenversicherung
Wer seinen Beruf nach einer schweren Krankheit oder einem Unfall nicht mehr ausüben kann, hat nur dann Anspruch auf Erwerbsminderungsrente, wenn er keine andere Tätigkeit in einem bestimmten Umfang mehr ausüben kann. Ein Bankkaufmann erhält zum Beispiel keine staatlichen Leistungen mehr, wenn er noch als Pförtner arbeiten könnte. Somit spielen der erlernte Beruf und das bisher erzielte Erwerbseinkommen keine Rolle. Für Arbeitnehmer, die vor dem 01.01.1961 geboren wurden, gilt eine Übergangsregelung. Sie erhalten die alten Berufsunfähigkeitsrenten weiter, allerdings drastisch gekürzt. Das Rentenniveau entspricht in etwa dem der halben Erwerbsminderungsrente.
Wartezeit von 5 Jahren
Besonders für junge Arbeitnehmer ist das Thema private Absicherung von Bedeutung: Um Rentenansprüche wegen Erwerbsminderung geltend zu machen, müssen Berufseinsteiger in der Regel ohnehin 5 Jahre versichert sein (Wartezeit) und davon 36 Monate Pflichtbeiträge für eine versicherte Beschäftigung abgeführt haben. Aufgrund dessen ist die wirtschaftliche Existenz grundlegend gefährdet.
Selbständige und Freiberufler können oftmals, trotz Beitragszahlung, keine Ansprüche auf Erwerbsminderungs- bzw. Berufsunfähigkeitsrente erwerben!
Warum eine Berufsunfähigkeitsversicherung allein oft nicht reicht
Es gibt einige Krankheiten, die typischerweise nicht direkt oder gar nicht zur Berufsunfähigkeit führen, bei denen dennoch eine Absicherung des Einkommens oder zumindest eine Überbrückung nötig wird.
Bei einem Herzinfarkt oder einer Krebsdiagnose beispielsweise ist es häufig nötig einige Zeit im Beruf zu pausieren um eine vollständige Genesung zu erreichen und meist ist es auch nach dieser noch ärztlich angeraten im Beruf kürzer zu treten. Damit man sich das aus finanzieller Sicht auch erlauben kann (trotz Hypothek für das Haus oder Studienfinanzierung der Kinder) braucht man in den allermeisten Fällen ein finanzielles Polster; dieses erhält man durch eine Schwere-Krankheiten-Versicherung (Dread Disease).
Eine Dread Disease bezahlt Ihnen bei bestimmten vertraglich festgelegten Diagnosen bzw. schweren Krankheiten eine vorher festgelegte Einmalleistung um eventuelle finanzielle Verpflichtungen abzugelten oder auch um nötige Umbaumaßnahmen am Eigenheim vornehmen lassen zu können. So können Sie sich voll und ganz auf die wichtigste Sache konzentrieren: Ihre Genesung bzw. Gesundheit
Für Selbständige: Soll Ihr Unternehmen für die Dauer einer Reha „brach liegen“ oder durch einen Interimsmanager weitergeführt werden? In jedem Fall kostet das Geld, das Sie dann haben müssen!
Zusätzliche Hinweise zum Krankentagegeld bei Arbeitsunfähigkeit
Bei einer Arbeitsunfähigkeit bis zu 6 Monaten entsteht eine Versorgungslücke, denn als gesetzlich Krankenversicherter bekommen Sie nach der 6-wöchigen Lohnfortzahlung des Arbeitgebers ein Krankengeld, das nur noch zu ca. 75% Ihr Nettoeinkommen abdecken wird. Hierdurch kann es zu einem Verlust Ihres Lebensstandards kommen.
Bei Selbständigen und Freiberuflern gibt es im Normalfall keine Lohnfortzahlung, daher existiert hier schon ab dem ersten Tag der Arbeitsunfähigkeit eine Versorgungslücke.
Um diese entstehenden Einbußen aufzufangen und somit die Einkommenssicherung lückenlos zu gewährleisten ist ein Krankentagegeld in ausreichender Höhe unverzichtbar!
Qualitätsmerkmale einer guten Einkommenssicherung
Unabhängige Rating-Agenturen wie Morgen & Morgen oder Franke und Bornberg empfehlen folgende Fragen an eine leistungsstarke Berufsunfähigkeitsversicherung zu stellen:
Verzichtet der Versicherer altersunabhängig und eindeutig auf sein Recht auf abstrakte Verweisung?
Wird der Versicherer leisten, wenn die Berufsunfähigkeit voraussichtlich länger als 6 Monate fortbesteht? (Der sogenannte verkürzte Prognosezeitraum)
Bietet der Versicherer umfangreiche Nachversicherungsmöglichkeiten, um den Versicherungsschutz während der gesamten Laufzeit der persönlichen Situation ohne Gesundheitsprüfung anzupassen?
Für Selbständige: In welchem Umfang verlangt der Versicherer die Umorganisation des Arbeitsplatzes?
Für Beamte: Ist eine Dienstunfähigkeitsklausel vereinbart?
Für die Schwere-Krankheiten-Absicherung (Dread Disease) gelten folgende Fragen:
Welche Krankheiten gelten (zu welchen Bedingungen) als versichert?
Was passiert mit der Absicherung, wenn einmal Leistung ausgeschüttet wurde? (Second Event-Klausel?)
Wie lange nach Diagnose einer versicherten Krankheit wird die Leistung ausbezahlt? (Karenzzeit)
Das sind nur wenige Kriterien, die eine leistungsstarke Absicherung kennzeichnen. Umso wichtiger ist eine inhaltliche Beratung, um für Sie ein angemessenes Preis-Leistungs-Verhältnis zu schaffen.
Produktauswahl - wichtige Punkte
Unsere Produktempfehlungen basieren auf einer umfangreichen und regelmäßig durchgeführten Markt-analyse. Dabei berücksichtigen wir Ihre Wünsche, Ihre derzeitige Vorsorgesituation und Ihren finanziellen Spielraum. Folgende Prüfkriterien spielen bei der Auswahl des passenden Versicherungsschutzes eine wichtige Rolle:
1. finanzstarke und erfahrene Versicherer
2. transparente und kundenfreundliche Bedingungswerke
3. günstige Prämien
Sie sollten u. a. die folgenden Punkte beachten, wenn Sie einen Vertrag abschließen wollen:
1. Je früher, desto besser: Je früher Sie den Antrag stellen, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass es keine gesundheitlichen Einschränkungen gibt, die seitens des Versicherers zu Beitragserhöhungen, Ausschlüssen oder gar Ablehnung führen können. Außerdem erhöht sich mit steigendem Eintrittsalter auch die Prämie.
Zudem gilt: Besonders als Berufsanfänger besteht keine Absicherung durch die gesetzliche Rentenversicherung.
2. Dynamik: Vereinbaren Sie eine regelmäßige Erhöhung der vereinbarten Leistungen, um die Kaufkraft der versicherten Leistungen zu erhalten. Denken Sie dabei auch an zukünftige Einkommenssteigerungen. Diese regelmäßige Erhöhung Ihrer Leistungen findet ohne erneute Gesundheitsprüfungen statt.
3. Vorsicht bei den Antragsfragen: Achten Sie darauf, dass die Antragsfragen zeitlich so befristet sind, dass Sie diese objektiv richtig beantworten können. Machen Sie alle Angaben im Antrag mit äußerster Sorgfalt. Aufgrund falscher oder unvollständiger Angaben kann der Versicherer ggf. die Leistung verweigern und vom Vertrag zurücktreten bzw. diesen anfechten. Dann erhalten Sie möglicherweise trotz jahrelanger Beitragszahlung keine Leistung.
Bei diesen Tipps und Informationen handelt es sich um allgemeine Hinweise zur Berufsunfähigkeits-, Schwere Krankheiten- und Krankentagegeldversicherung. Die rechtsverbindlichen Bestimmungen regeln die Versicherungsbedingungen Ihres Versicherers.
By Florian G. Anderl10.04.2015Categories: Investment
By Florian G. Anderl08.04.2015Categories: General
Ein Blog mit vielen helfenden Inhalten
Da viele unserer Mandanten den Newsletter sehr schätzen und einige sogar noch tiefergehende Informationen wünschten, habe ich mich entschlossen einen Blog zu starten.
Dieser Blog wird regelmäßig wichtige Informationen zu den Themen Versicherungen, Finanzierung und v.a. Geldanlage bzw. Finanzstrategie beinhalten und auch kritische Fragen stellen.
Damit sollen Sie als Leser in die Lage versetzt werden sich durch die undurchsichtige Welt der Banken und Versicherer besser "durchschlagen" und Werbebotschaften genauer hinterfragen zu können.
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 Art. 10
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