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Timestamp: 2020-08-10 06:09:28+00:00

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#DATENGOLD Scholl Deutschland Impressum - IT-Sicherheit, Internetsicher
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=> Update auf DS-GVO
Das Recht an meinem Bild
Es kommt in letzter Zeit häufiger vor, dass Fotos von mir >unrechtmäßig für Werbezwecke< genutzt werden. Damit das künftig nicht mehr passiert, hier einige grundlegende Informationen zum Recht am eigenen Bild sprich an meinem Bild:
Das Recht am eigenen Bild - auch Bildnisrecht - ist eine besondere Ausprägung des allgemeinen Persönlichkeitsrechts. Es besagt, dass jeder Mensch grundsätzlich selbst darüber bestimmen darf, ob überhaupt und in welchem Zusammenhang Bilder von ihm veröffentlicht werden (§ 22 Satz 1 Kunsturheberrechtsgesetz (KUG/KunstUrhG)).
Besonders interessant: 8.1 Zivilrechtliche Ansprüche
Wurde das Recht am eigenen Bild durch eine unbefugte Veröffentlichung verletzt, oder droht die unberechtigte Veröffentlichung eines Bildes, kann der Betroffene einen Unterlassungsanspruch gem. §§ 12, 862, 1004 Abs. 1 S. 2 BGB analog in Verbindung mit § 823 Abs. 2 in Verbindung mit §§ 22,23 KUG gegen das jeweilige Medium geltend machen (Verbreiterhaftung) um die Erstveröffentlichung des Bildes oder eine wiederholte Veröffentlichung zu verhindern.
Daneben kann auch ein Anspruch auf Schadensersatz nach § 823 Abs. 2 in Verbindung mit §§ 22,23 KUG bestehen. Hier ist neben dem Ersatz des konkreten Schadens nach der sogenannten Lizenzanalogie (§ 97 Abs. 1 S. 1 UrhG) eine fiktive Lizenzgebühr für die Verwendung des Bildes zu bezahlen und ein etwaiger Gewinn (z. B. wegen Steigerung der Auflage) herauszugeben. Einen guten Anhaltspunkt für die Berechnung der fiktiven Lizenzgebühr bietet dabei bei professionellen Fotomodellen die VELMA-Liste, herausgegeben vom Verband lizenzierter Modellagenturen e. V.[12]
Wurde durch die Veröffentlichung schwerwiegend in das Recht am eigenen Bild eingegriffen, beispielsweise durch den Abdruck von Nacktfotos, kann auch ein Anspruch auf Entschädigung in Geld für einen immateriellen Schaden (Schmerzensgeld) bestehen. Dieser wird aus § 823 Abs. 1 BGB in Verbindung mit Art. 1 Abs. 1, Art. 2 Abs. 1 GG abgeleitet und soll neben der Genugtuungsfunktion für das Opfer auch eine Präventionsfunktion für den Verletzer haben.
Wurden die Bildnisse unbefugt erstellt, kann auch die Herausgabe des Bildmaterials verlangt (§§ 1004 Abs. 1 S. 2 BGB analog in Verbindung mit §§ 823 Abs. 1, 249 S. 1 BGB) oder ein Anspruch auf Vernichtung nach §§ 37, 38 KUG geltend gemacht werden.
Auszug aus § 22 KUG Kunsturheberrechtsgesetz (KUG/KunstUrhG))
Möchte also jemand ein Foto von jemandem veröffentlichen, sollte er sich dessen Einwilligung bestätigen lassen, am besten schriftlich. Liegt diese Einwilligung nicht vor, besteht ein Anspruch des Abgebildeten auf Löschung und ggf. auf Schadenersatz. Die Einwilligung wird als gegeben angenommen, wenn der Abgebildete eine Entlohnung für die Ablichtung erhielt.
Für die unrechtmäßige Veröffentlichung meiner Fotos verlange ich 10.000 Euro.
Siehe auch ein Urteil vom Landgericht München:
http://www.nennen.de/blog/blog/date/2008/09/16/artikel/unfreiwillig-werbemodel.html

References: § 5
 § 6
 § 10
 § 19
 § 823
 § 823
 § 823
 Art. 1
 Art. 2
 § 22