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Timestamp: 2016-10-23 14:32:55+00:00

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4A_5/2014 (02.06.2014)
4A_5/2014 � � Urteil vom 2. Juni 2014
Am 21. Juni 2002 kollidierte A.________ (Beschwerdef�hrer), der ein Motorrad lenkte, in einer scharfen Kurve mit einem entgegenkommenden Postauto. Er erlitt schwere Verletzungen.
A.a.�Der Postautolenker fuhr mit knapp 30 km/h und verlangsamte bis zum Scheitelpunkt der Kurve auf 21 km/h. Die Steigung betr�gt im Kollisionsbereich ca. 4.5 %. Das die Steigung herauffahrende Postauto war f�r den Gegenverkehr gut sichtbar. Dem Postauto war es nicht m�glich, die Kurve zu befahren, ohne die Gegenfahrbahn in Anspruch zu nehmen. Es ragte an der Kollisionsstelle 55 cm auf die Gegenfahrbahn. Noch weiter rechts zu fahren, um weniger in die Gegenfahrbahn zu ragen, war fahrtechnisch nicht m�glich. Es ist aber selbst f�r einen Personenwagen m�glich, das Postauto an der fraglichen Stelle zu kreuzen. Als der Postautolenker feststellte, dass der Verunfallte immer n�her zur Mittellinie zog, reagierte er 5.5 m vor dem Aufprall und machte eine Vollbremsung. Im Kollisionszeitpunkt wies das Postauto eine Kollisionsgeschwindigkeit von 19 km/h auf. H�tte der Postautolenker im Moment, als er den Motorradfahrer zum ersten Mal sah, sofort voll gebremst, h�tte er die Kollision verhindern k�nnen.
A.b.�Der Motorradlenker war ortskundig. Er fuhr zun�chst in der Mitte seiner Fahrspur (ca. 1.9 m von der Mittellinie entfernt). H�tte er diese Fahrposition beibehalten, h�tte er die Kollision vermeiden k�nnen. Er zog aber sein Fahrzeug von der Mitte seiner Fahrspur unvermittelt und �berraschend nach innen, so dass es gut 40 cm von der Leitlinie entfernt zum Zusammenprall kam. Die Kollisionsgeschwindigkeit des Motorrades liess sich nicht genau eruieren. Sie war unwesentlich tiefer, als diejenige des Postautos und betrug gem�ss forensischem Gutachten gesch�tzte 11-21 km/h.
Der Verunfallte erhob am 5. Dezember 2011 beim Bezirksgericht Laufen Teilklage und verlangte von der Schweizerischen Post (Beschwerdegegnerin) Fr. 30'000.-- nebst Zins. Antragsgem�ss schr�nkte der Bezirksgerichtspr�sident das Verfahren auf die Frage der Haftpflicht und gegebenenfalls der Haftungsquote ein und wies die Klage am 15. Juni 2013 kostenf�llig ab. Die vom Verunfallten gegen dieses Urteil erhobene Berufung wies das Kantonsgericht Basel-Landschaft am 12. November 2013 ab.
Mit Beschwerde in Zivilsachen beantragt der Verunfallte dem Bundesgericht im Wesentlichen, ihm f�r die Folgen des Verkehrsunfalls mit einer Haftungsquote von 40 % (eventuell nach dem Ermessen des Gerichts) Schadenersatz zuzusprechen und die Sache im �brigen an die erste Instanz zur�ckzuweisen zur Beurteilung der eingeklagten Schadenersatzforderung. Sein Gesuch, der Beschwerde mit Blick auf die Kostenfolgen des angefochtenen Entscheides aufschiebende Wirkung zuzuerkennen, wies das Bundesgericht am 10. Februar 2014 ab. Die Beschwerdegegnerin schliesst auf kostenf�llige Abweisung der Beschwerde, soweit darauf einzutreten sei. Auch das Kantonsgericht beantragt unter Hinweis auf den angefochtenen Entscheid, die Beschwerde abzuweisen. Der Beschwerdef�hrer hat unaufgefordert eine Bemerkung zu einem Punkt in der Beschwerdeantwort eingereicht.
Das Bundesgericht legt seinem Urteil den Sachverhalt zugrunde, den die Vorinstanz festgestellt hat (Art. 105 Abs. 1 BGG). Die Feststellung des Sachverhaltes kann nur ger�gt werden, wenn sie offensichtlich unrichtig ist oder auf einer Rechtsverletzung im Sinne von Art. 95 BGG beruht und wenn die Behebung des Mangels f�r den Ausgang des Verfahrens entscheidend sein kann (Art. 97 Abs. 1 BGG). "Offensichtlich unrichtig" bedeutet dabei "willk�rlich" (BGE 140 III 115 E. 2 S. 117 mit Hinweis).
1.1.�Der Beschwerdef�hrer, der die Sachverhaltsfeststellungen der Vorinstanz anfechten will, kann sich nicht damit begn�gen, den bestrittenen Feststellungen eigene tats�chliche Behauptungen gegen�berzustellen oder darzulegen, wie die Beweise seiner Ansicht nach zu w�rdigen gewesen w�ren. Vielmehr hat er klar und substanziiert aufzuzeigen, inwiefern die ger�gten Feststellungen bzw. die Unterlassung von Feststellungen offensichtlich unrichtig sind oder auf einer Rechtsverletzung im Sinne von Art. 95 BGG beruhen. Auf eine Kritik an den tats�chlichen Feststellungen der Vorinstanz, die diesen Anforderungen nicht gen�gt, ist nicht einzutreten (BGE 133 II 249 E. 1.4.3 S. 254 f.; 133 III 462 E. 2.4 S. 466 f.). Wer sich auf eine Ausnahme von der Bindung des Bundesgerichts an die tats�chlichen Feststellungen der Vorinstanz beruft und den Sachverhalt gest�tzt darauf berichtigt oder erg�nzt wissen will, hat mit Aktenhinweisen darzulegen, dass er entsprechende rechtsrelevante Tatsachen und taugliche Beweismittel bereits bei den Vorinstanzen prozesskonform eingebracht hat (BGE 140 III 86 E. 2 S. 90 mit Hinweisen).
1.2.�Der Beschwerdef�hrer wiederholt in tats�chlicher Hinsicht seine Vorbringen aus dem kantonalen Verfahren und behauptet, die Vorinstanz habe diese Darstellung best�tigt. Da darin keine Sachverhaltsr�ge zu sehen ist, bleibt es insoweit bei den Feststellungen der Vorinstanz. Diese hat zun�chst die Argumentation des erstinstanzlichen Richters wiedergegeben und diese in tats�chlicher Hinsicht in gewissen Punkten korrigiert. Soweit keine Korrekturen erfolgten, sind mithin in tats�chlicher Hinsicht und vorbeh�ltlich substanziierter Sachverhaltsr�gen die im angefochtenen Entscheid wiedergegebenen Feststellungen des erstinstanzlichen Richters massgebend (Art. 105 BGG).
Gem�ss Art. 58 Abs. 1 SVG haftet der Halter f�r den durch den Betrieb eines Motorfahrzeugs verursachten Schaden. Wird ein Schaden durch mehrere Motorfahrzeuge hervorgerufen, so stellt sich die Frage nach der Haftungskollision. Diese wird bez�glich der Sch�den der Halter in Art. 61 SVG geregelt. Bei der k�rperlichen Sch�digung eines Halters sieht Art. 61 Abs. 1 SVG vor, dass der Schaden den Haltern aller beteiligter Fahrzeuge nach Massgabe des von ihnen zu vertretenden Verschuldens auferlegt wird, wenn nicht besondere Umst�nde, namentlich die Betriebsgefahren, eine andere Verteilung rechtfertigen.
2.1.�Dies bedeutet, dass bei einseitigem erheblichem Verschulden der schuldhafte Halter grunds�tzlich die volle Haftung zu �bernehmen hat. Die Bedeutung des Verschuldens wird aber insoweit relativiert, als besondere Umst�nde, namentlich die Betriebsgefahren, eine andere Verteilung rechtfertigen k�nnen (Art. 61 Abs. 1 SVG). Der schuldlose Halter hat daher dann einen Teil des Schadens zu �bernehmen, wenn sich die Betriebsgefahr seines Fahrzeugs besonders stark ausgewirkt hat oder wenn den allein schuldigen Halter nur ein geringf�giges Verschulden trifft (BGE 123 III 274 E. 1a/bb S. 277 f.; Urteil des Bundesgerichts 4C.3/2001 vom 26. September 2001 E. 2a/aa; je mit Hinweisen).
2.2.�Die Beurteilung der Umst�nde im Sinne von Art. 61 Abs. 1 SVG beruht weitgehend auf richterlichem Ermessen. Solche Ermessensentscheide �berpr�ft das Bundesgericht an sich frei. Es �bt dabei aber Zur�ckhaltung und greift nur ein, wenn die Vorinstanz grundlos von in Lehre und Rechtsprechung anerkannten Grunds�tzen abgegangen ist, wenn sie Tatsachen ber�cksichtigt hat, die f�r den Entscheid im Einzelfall keine Rolle h�tten spielen d�rfen, oder wenn sie umgekehrt Umst�nde ausser Betracht gelassen hat, die h�tten beachtet werden m�ssen. Es greift ausserdem in Ermessensentscheide ein, wenn sich diese im Ergebnis als offensichtlich unbillig, als in stossender Weise ungerecht erweisen (BGE 123 III 274 E. 1a/cc S. 279 f.; Urteil des Bundesgerichts 4A_479/2009 vom 23. Dezember 2009 E. 7.2 mit Hinweisen).
Die Vorinstanz sah die Voraussetzungen f�r eine Haftung der Beschwerdegegnerin nicht als gegeben an.
3.1.�Sie erkannte, den Postautolenker treffe am Unfall kein Verschulden. Im Moment, als er den Motorradfahrer zu ersten Mal sah und durch eine Vollbremsung den Unfall theoretisch h�tte verhindern k�nnen, sei er dazu aufgrund des Vertauensgrundsatzes nicht verpflichtet gewesen, unabh�ngig davon, ob man annehme, der Verunfallte habe sich in diesem Zeitpunkt auf der Mitte seiner Fahrbahn befunden oder lediglich 1 m von der Mittellinie entfernt. Der Lenker des Postautos habe nicht damit rechnen m�ssen, dass ihn der Motorradfahrer nicht gesehen habe und der verbleibende Platz von mindestens 2.5 m nicht zum Kreuzen ausreichen werde. Als er festgestellt habe, dass der Motorradlenker immer n�her zur Mittellinie zog, habe er reagiert.
3.2.�Die Vorinstanz erachtete es in W�rdigung der Beweise als erwiesen, dass der Motorradlenker zun�chst in der Mitte seiner Fahrspur fuhr und die Kollision h�tte vermeiden k�nnen, wenn er diese Fahrposition beibehalten h�tte. Sie hielt allerdings fest, es w�rde sich im Ergebnis nichts �ndern, wenn man davon ausgehe, der Motorradlenker sei zun�chst lediglich 1 m von der Mittellinie entfernt gefahren. Sie erkannte, der Motorradlenker h�tte den Unfall mit einer minimalen und dar�ber hinaus rechtlich gebotenen �nderung seiner Fahrspur verhindern k�nnen. Dem Rechtsfahrgebot komme gerade bei un�bersichtlichen Kurven besondere Bedeutung zu. Die Verletzung dieser fundamentalen Regel in der fraglichen Verkehrssituation gereiche dem Verunfallten zu einem Verschulden, das als mittelschwer einzustufen sei.
3.3.�Die Betriebsgefahr eines Motorrades und diejenige eines Postautos g�lten grunds�tzlich als gleichwertig. Das h�here Gewicht der Postautos werde durch die deutlich erh�hte Verletzbarkeit des Motorradfahrers aufgewogen. Das mit angemessener Geschwindigkeit erfolgte Fahren seitens des Postautofahrers k�nne im zu beurteilenden Fall nicht als erh�hte Betriebsgefahr oder anderer besonderer Umstand i.S.v. Art. 61 Abs. 1 SVG gewertet werden, da es ein Kreuzen f�r entgegenkommende Motorr�der oder Autos nicht verunm�glicht und sich in keiner Weise unfallverursachend ausgewirkt habe. Aus dem gleichen Grund begr�nde auch die Tatsache, dass der Postautolenker aufgrund der Bauart seines Fahrzeugs die Kurve nur mit einem �berragen der Mittellinie in die Gegenfahrbahn hinein befahren konnte, nicht eine erh�hte Betriebsgefahr respektive einen anderen besonderen Umstand im Sinne von Art. 61 Abs. 1 SVG. Ob der Umstand, dass der Postautolenker beim Bremsen auf die Passagiere R�cksicht nehmen m�sse, abstrakt die Betriebsgefahr erh�he, liess die Vorinstanz offen, da zufolge des zur Verf�gung stehenden Kreuzungsraums kein Anlass f�r eine starke Bremsung bestanden habe. Ausschliesslich das Fehlverhalten des Motorradfahrers habe den Unfall verursacht.
3.4.�Die Vorinstanz gelangte zum Ergebnis, selbst wenn eine erh�hte Betriebsgefahr des Postautos angenommen w�rde, h�tte sie sich nicht konkret unfallverursachend ausgewirkt, so dass sie neben dem eindeutigen Verschulden des Motorradlenkers als "quantit� n�gligeable" erscheine. Mangels Verschuldens des Postautolenkers und besonderer Umst�nde, die eine andere Verteilung rechtfertigen w�rden, und zufolge mittelschweren Verschuldens des Motorradlenkers habe der Motorradlenker die volle Haftung zu �bernehmen.
Zun�chst r�gt der Beschwerdef�hrer vor dem Hintergrund des bundesrechtlichen Kausalit�tsbegriffs (vgl. hierzu BGE 132 III 715 E. 2.2 S. 719) die Feststellung, dass sich das Befahren der Gegenfahrbahn durch das Postauto in keiner Weise unfallverursachend ausgewirkt habe, als offensichtlich unrichtig und damit willk�rlich. Die R�ge geht an der Sache vorbei. Aufgrund der Feststellungen der Vorinstanz ist in der Tat davon auszugehen, dass es nicht zum Unfall gekommen w�re, wenn das dem Motorradlenker entgegenkommende Fahrzeug nicht in die Gegenspur hin�bergeragt h�tte. Die Vorinstanz traf ihre Feststellung aber nicht mit Blick auf die nat�rliche Kausalit�t, sondern im Zusammenhang mit Art. 61 Abs. 1 SVG. Es ging mithin nicht um die Kausalit�t, sondern darum, ob im �berragen in die Gegenfahrbahn ein besonderer Umstand im Sinne von Art. 61 Abs. 1 SVG zu erblicken ist.
Der Beschwerdef�hrer ist der Auffassung, das wesentlich h�here Gewicht des Postautos, dessen schlechte Lenkbarkeit und das Her�berragen in die Gegenfahrbahn habe die Betriebsgefahr erh�ht. Diese begr�nde eine Kausalhaftung, die mit dem Verschulden nichts zu tun habe. Die Vorinstanz argumentiere aber mit Verschuldenselementen, wenn sie darauf abstelle, dass es nicht zum Unfall gekommen w�re, wenn sich der Motorradfahrer an das Rechtsfahrgebot gehalten h�tte. Auch die Tatsache, dass bei einer fr�heren Bremsung des Postautos der Unfall h�tte vermieden werden k�nnen, eine solche Bremsung mit Blick auf die Passagiere aber nicht m�glich gewesen sei, k�nne als unfallkausale Erh�hung der Betriebsgefahr angesehen werden. Der Beschwerdef�hrer ist der Ansicht, die Betriebsgefahr habe sich im zu beurteilenden Fall besonders stark ausgewirkt und h�tte daher zwingend ber�cksichtigt werden m�ssen. Zudem spricht er sich f�r eine Aufteilung des Schadens nach der "sektoriellen Methode" aus.
5.1.�Die Betriebsgefahr ist nicht abstrakt zu bestimmen, sondern es ist zu ber�cksichtigen, ob und wenn ja in welchem Masse sie sich in der konkreten Situation ausgewirkt hat (vgl. BGE 105 II 209 E. 4b S. 214; zit. Urteile 4A_479/2009 E. 7.1; 4C.3/2001 E. 2a/aa). Die Ber�cksichtigung der Auswirkung der Betriebsgefahr im Rahmen von Art. 61 Abs. 1 SVG setzt voraus, dass die Gefahr des einen Fahrzeugs nach dessen Art, Gr�sse, Geschwindigkeit usw. offensichtlich �berwiegt und zwischen den Betriebsgefahren der beteiligten Fahrzeuge ein erheblicher Unterschied besteht (vgl. BGE 99 II 93 E. 2b S. 96; zit. Urteil 4C.3/2001 E. 2a/aa mit Hinweisen). Der Hinweis des Beschwerdef�hrers auf die Kausalit�t der Betriebsgefahr greift vor diesem Hintergrund zu kurz. W�rden s�mtliche beteiligten Verkehrsteilnehmer auf die Benutzung des von ihnen gew�hlten Verkehrsmittels verzichten, liesse sich jeder Unfall, der mit dem Betrieb eines Motorfahrzeugs zusammenh�ngt, vermeiden. In diesem Sinne ist die Betriebsgefahr eines Verkehrsmittels regelm�ssig nat�rlich kausal f�r den Unfall. Dies gen�gt nicht, um darin einen besonderen Umstand im Sinne von Art. 61 Abs. 1 SVG zu erblicken (vgl. Brehm, Motorfahrzeughaftpflicht, 2008, S. 318 Rz. 823), und sagt �ber die f�r eine Ber�cksichtigung massgebende Intensit�t der Auswirkung der Betriebsgefahr in der konkreten Situation nichts aus.
5.1.1.�H�tte der Postautolenker im ersten Augenblick gebremst, w�re es zwar nicht zum Unfall gekommen. Selbst wenn diesbez�glich mit Blick auf die Passagiere des Postautos abstrakt eine erh�hte Betriebsgefahr anzunehmen w�re, h�tte sich diese Gefahr aber im konkreten Fall nicht ausgewirkt. Da im Moment, da der Unfall noch h�tte vermieden werden k�nnen, kein Anhaltspunkt daf�r gegeben war, dass es zu Problemen beim Kreuzen kommen k�nnte, war der Lenker des Postautos nicht gehalten zu bremsen. Daran h�tte sich nichts ge�ndert, auch wenn er keine Passagiere bef�rdert h�tte, auf die er R�cksicht zu nehmen hatte.
5.1.2.�Das Gewicht kann zwar f�r die Frage der Betriebsgefahr eine Rolle spielen (zit. Urteil 4C.3/2001 E. 2a/aa; FELLMANN, Schweizerisches Haftpflichtrecht, Bd. 2, 2013, S. 163 Rz. 525 f.). Eine Auswirkung auf den konkreten Unfallablauf ( OFTINGER/STARK, Schweizerisches Haftpflichtrecht, Bd. II/2, 4. Aufl. 1989, S. 288 � 25 Rz. 669) zeigt die darin liegende Gefahr indessen nur, wenn der Unfall bei einer Kollision mit einem leichteren Fahrzeug wegen des geringeren Gewichts weniger gravierende Auswirkungen gehabt h�tte. Dass dies der Fall ist, hat die Vorinstanz nicht festgestellt, und der Beschwerdef�hrer macht nicht geltend, er h�tte Entsprechendes prozesskonform behauptet (vgl. E. 1.1 hiervor). Daher musste die Vorinstanz in der konkreten Situation dem Gewicht des Postautos im Vergleich zum Fahrfehler des Beschwerdef�hrers keine entscheidende Bedeutung zumessen.
5.1.3.�Heikler ist das �berragen auf die andere Fahrbahn. Das konstruktionsbedingte Befahren der Gegenfahrbahn in engen Kurven erh�ht namentlich bei un�bersichtlichen Verh�ltnissen die Gefahr, dass es beim Kreuzen zu einem Unfall kommen k�nnte. Nach den Feststellungen der Vorinstanz war das Postauto f�r den Gegenverkehr indessen gut sichtbar und h�tte das �berragen selbst das Kreuzen mit einem Auto nicht verunm�glicht. H�tte der Beschwerdef�hrer seine Fahrposition in der Mitte seiner Fahrspur (ca. 1.9 m von der Mittellinie entfernt) beibehalten, h�tte er die Kollision vermeiden k�nnen. Vor diesem Hintergrund �berschreitet die Vorinstanz ihr Ermessen nicht, wenn sie trotz gegebener Kausalit�t annimmt, in der konkreten Situation habe sich die im �berragen beziehungsweise in der geringeren Man�vrierf�higkeit liegende Betriebsgefahr nicht in einer Weise manifestiert, die als besonderer Umstand im Sinne von Art. 61 SVG zu ber�cksichtigen w�re. Entscheidend wirkte sich aus, dass der Beschwerdef�hrer das entgegenkommende Fahrzeug offenbar nicht gesehen hat und jedenfalls, statt die Fahrspur beizubehalten oder an den rechten Rand zu ziehen, sein Fahrzeug �berraschend nach innen gezogen hat (was umso unverst�ndlicher ist, sofern er das Postauto nicht �bersehen haben sollte, da er diesfalls damit rechnen musste, dass es aufgrund der Gr�sse des Postautos bei einem Kreuzen nahe der Mittellinie zu Problemen kommen k�nnte). Es ist nicht zu beanstanden, wenn die Vorinstanz annimmt, den allein schuldigen Halter treffe nicht bloss ein geringf�giges Verschulden, und ihm die volle Haftung �berbindet (vgl. Botschaft vom 14. November 1973 betreffend �nderung des Bundesgesetzes �ber den Strassenverkehr, BBl. 1973 II 1173 ff. S. 1198 f.; BGE 123 III 274 E. 1a/bb S. 277 f. mit Hinweisen). Gerade weil das Postauto notorisch gross ist, muss beim Betrieb desselben in der Regel nicht damit gerechnet werden, es k�nnte �bersehen werden, obwohl es objektiv f�r den Gegenverkehr gut sichtbar war, oder ein entgegenkommendes Motorrad werde trotz der Breite des Postautos in die Mitte der Fahrspur ziehen, wenn das Kreuzen bei Beibehalten der Fahrspur problemlos m�glich w�re. Im Unfall hat sich prim�r nicht die spezielle Gefahr des Postautos manifestiert, sondern die Folge des Fahrfehlers des Beschwerdef�hrers.
5.2.�Der Hinweis auf die "sektorielle" Aufteilung des Schadens ( OFTINGER/STARK, a.a.O., S. 284 � 25 Rz. 653; FELLMANN, a.a.O., S. 152 Rz. 489; ebenso BREHM, a.a.O., S. 328 Rz. 849 jedoch ausschliesslich f�r den Fall, dass die Betriebsgefahr des Motorfahrzeugs des nichtschuldigen Halters gewichtig genug ist, um als besonderer Umstand im Sinne von Art. 61 Abs. 2 SVG in die Abw�gung einbezogen zu werden vgl. BGE 129 III 65 E. 7.3 S. 70) hilft dem Beschwerdef�hrer nichts. Nach dieser Aufteilung, bei der alle rechtlich relevanten Ursachen zusammen 100 % der Gesamtverursachung ergeben und durch Werturteil jeder relevanten Mitursache eine Quote zugeteilt wird (vgl. OFTINGER/STARK, a.a.O., S. 252 � 25 Rz. 558 i.V.m. S. 284 � 25 Rz. 653; FELLMANN, a.a.O., S. 152 Rz. 489; BREHM, a.a.O., S. 324 Rz. 838) haftet zwar in der Regel der schuldlose Halter f�r die Betriebsgefahr seines Fahrzeugs, auch wenn sich diese nicht besonders stark ausgewirkt hat oder wenn den allein schuldigen Halter mehr als nur ein geringf�giges Verschulden trifft. Auch bei einer sektoriellen Aufteilung besteht aber, wie der Beschwerdef�hrer selbst ausf�hrt, die M�glichkeit, einer Betriebsgefahr den Wert 0 % zuzuweisen, wenn die anderen Faktoren so stark �berwiegen, dass die Betriebsgefahr als "quantit� n�gligeable" nicht mehr zu ber�cksichtigen ist ( OFTINGER/STARK, a.a.O., S. 284 � 25 Rz. 653; anders wohl FELLMANN, a.a.O., S. 167 Rz. 543, der eine Befreiung von der Haftung nur nach Massgabe von Art. 59 Abs. 1 SVG zulassen will). In dieser Situation besteht auch nach der sektoriellen Aufteilung f�r den schuldlosen Halter keine Haftung. Die Vorinstanz nahm in einer Zusatzbegr�ndung aber an, eine allenfalls erh�hte Betriebsgefahr des Postautos erscheine neben dem eindeutigen Verschulden des Motorradlenkers als "quantit� n�gligeable". Auch insoweit gelingt es dem Beschwerdef�hrer nicht aufzuzeigen, dass die Vorinstanz ihr Ermessen �berschritten h�tte.
5.2.1.�Im zu beurteilenden Fall steht nicht ein kleiner Fehler des Motorradlenkers zur Diskussion, der zufolge der Betriebsgefahr des entgegenkommenden Fahrzeugs zu einem grossen Schaden gef�hrt hat (vgl. FELLMANN, a.a.O., S. 152 Rz. 487). Die vom Beschwerdef�hrer behauptete besondere Betriebsgefahr des Postautos hat in der konkreten Situation nicht zu einer wesentlichen Gefahr gef�hrt, da aufgrund der Ausgangsposition des Beschwerdef�hrers sowie der Sicht- und Platzverh�ltnisse ein Kreuzen ohne Probleme m�glich blieb. Damit kommt dem Fehlverhalten des Beschwerdef�hrers massgebende Bedeutung zu.
5.2.2.�Auch hat die Vorinstanz die Sorgfaltsanforderungen nicht �berspannt (vgl. FELLMANN, a.a.O., S. 154 ff. Rz. 495 ff., der auf die Probleme hinweist, die sich bei der nachtr�glichen Beurteilung des Verschuldens durch das Gericht ergeben k�nnen). Vom Motorradfahrer wird kein Verhalten verlangt, das dem widerspricht, was man intuitiv tun w�rde (vgl. FELLMANN, a.a.O., S. 150 f. Rz. 485 ff. betreffend abruptes Bremsen, das wegen der Schleudergefahr ausnahmsweise unangebracht war). Es ist nicht ersichtlich, inwiefern es dem intuitiven Verhalten eines Verkehrsteilnehmers widersprechen sollte, zu schauen, wohin er f�hrt, und nicht zur Strassenmitte zu ziehen, wenn ihm ein Postauto entgegenkommt und er damit rechnen muss, dass das Kreuzen nahe der Strassenmitte problematisch werden k�nnte.
5.2.3.�Damit ist nicht zu beanstanden, dass die Vorinstanz die Betriebsgefahr des Postautos neben dem eindeutigen Verschulden des Motorradlenkers als "quantit� n�gligeable" betrachtete. Der Frage, nach welcher Methode der Schaden aufzuteilen ist, kommt daher keine Bedeutung zu.
Die Beschwerde erweist sich insgesamt als unbegr�ndet. Sie ist abzuweisen, soweit darauf einzutreten ist. Dem Ausgang des Verfahrens entsprechend wird der Beschwerdef�hrer kosten- und entsch�digungspflichtig.

References: Art. 95
 Art. 95
 Art. 58
 Art. 61
 Art. 61
 Art. 61
 Art. 61
 Art. 61
 BGE 
 Art. 61
 Art. 61
 BGE 
 Art. 61
 BGE 
 Art. 61
 Art. 61
 BGE 
 Art. 61
 BGE 
 Art. 59