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Timestamp: 2019-08-21 14:44:45+00:00

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FG Baden-Württemberg Urteil vom 06.05.2005 - 2 K 365/04 | Finance Office Professional | Finance | Haufe
EStG 2002 §§ 31, 32 Abs. 6, § 65 Abs. 1 S. 1 Nr. 2; EStG 2002 § 70 Abs. 2; AO 1977 § 37 Abs. 2; EWGV 1408/71 Art. 2 Abs. 1, Art. 4 Abs. 1h, Art. 13 Abs. 1, 2a, 2d, Art. 73, 76; EWGV 574/72 Art. 10 Abs. 1a; GG Art. 20 Abs. 1
Zur Begründung der am 17. Mai 2004 erhobenen Klage lässt der Kläger folgendes vortragen: Würden er und seine Ehefrau nicht in der Schweiz arbeiten, so stünde ihnen seit Juni 2002 monatlich Kindergeld i.H.v. 2 × 154 EUR = 308 EUR zu. Als Grenzgänger nach der Schweiz erhalte er ab Juni 2002 eine Schweizer Kinderzulage i.H.v. 2 × 190 SFr = 380 SFr.. Dies entspreche 247 EUR. Der Umstand, dass ihm sowie seiner Ehefrau aufgrund ihrer Tätigkeit in der Schweiz monatlich 61 EUR weniger „Kindergeld” zustehen solle, werde von der Familienkasse mit der im Verhältnis der EU-Mitgliedstaaten zur Schweiz anwendbaren VO (EWG) Nr. 1408/71 begründet. Diese VO verstoße jedoch gegen den verfassungs- und europarechtlichen Grundsatz der Gleichbehandlung und sei daher rechtswidrig. Das deutsche Kindergeld bzw. die Freibeträge nach § 32 Abs. 6 EStG seien nach dem deutschen Recht von Verfassungs wegen erforderlich, um die steuerliche Freistellung des Existenzminimums des Kindes zu gewährleisten (§ 31 EStG). Bei § 31 EStG handle es sich um eine verfassungskonkretisierende Norm, die grundsätzlich nicht zur Disposition des deutschen sowie des europäischen Gesetzgebers stehe. Vorliegend sei die Freistellung des s...

References: § 65
 § 70
 § 37
 Art. 2
 Art. 4
 Art. 13
 Art. 73
 Art. 10
 Art. 20
 § 32
 § 31