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Timestamp: 2019-10-15 10:10:24+00:00

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Rechtsprechung: NJW 1989, 3149 - dejure.org
Weitere Entscheidung unten: BGH, 23.05.1989
https://dejure.org/1989,830
BGH, 08.03.1989 - IVa ZR 221/87 (https://dejure.org/1989,830)
BGH, Entscheidung vom 08.03.1989 - IVa ZR 221/87 (https://dejure.org/1989,830)
BGH, Entscheidung vom 08. März 1989 - IVa ZR 221/87 (https://dejure.org/1989,830)
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Hemmung der Verjährung eines erbrechtlichen Erstattungsanspruchs durch ein rechtzeitig und ordnungsgemäß eingereichtes Gesuch um Prozesskostenhilfe - Erklärung der armen Partei über ihre persönlichen und wirtschaftlichen Verhältnisse, sowie entsprechende Belege als ...
BGB § 203; ZPO § 270 Abs. 3
NJW 1989, 3149
MDR 1989, 720
FamRZ 1989, 728
VersR 1989, 642
DB 1989, 1465
Ist die Masse zur Tragung der Kosten des Anfechtungsprozesses außerstande, wird zwar die Frist des § 41 Abs. 1 Satz 1 KO durch ein rechtzeitig gestelltes, ordnungsgemäß begründetes und vollständiges Prozeßkostenhilfegesuch gehemmt im Sinne von § 203 Abs. 2 BGB (BGHZ 70, 235, 237; BGH, Urt. v. 8. März 1989 - IVa ZR 221/87, NJW 1989, 3149).
Doch wahrt dieses eine gesetzliche Frist nach ständiger Rechtsprechung nur dann, wenn es vor Fristablauf in ordnungsgemäßer Form bei Gericht eingeht (vgl. für die Wiedereinsetzung nach der Versäumung von Rechtsmittelfristen: BGH, Beschlüsse vom 19. Mai 2004 - XII ZA 11/03 - FamRZ 2004, 1548 unter II 2; vom 12. Februar 2003 - XII ZR 232/02 - FamRZ 2003, 668 und ständig; für die Unterbrechung und Hemmung der Verjährung: BGHZ 70, 235, 237, 239; BGH, Urteile vom 8. März 1989 - IVa ZR 221/87 - VersR 1989, 642; vom 29. Oktober 2003 - IV ZR 26/03 - FamRZ 2004, 177 unter II 1;… für die Frist des § 12 Abs. 3 VVG: BGHZ 98 aaO und Urteil vom 8. März 1989 - IVa ZR 17/88 - NJW-RR 1989, 675 unter 1).
Als Hindernis für die Rechtsverfolgung im Sinne von § 203 Abs. 2 BGB ist das Unvermögen einer Partei, die Prozeßkosten zu tragen, anerkannt (BGHZ 70, 235, 239; BGH, Urteile vom 24. März 1987 - VI ZR 217/86 - BGHR BGB § 203 Abs. 2 höhere Gewalt 1 = NJW 1987, 3120 , vom 8. März 1989 - IVa ZR 221/87 - BGHR aaO. höhere Gewalt 2 und Senatsurteil vom 9. Januar 1991 - XII ZR 85/90 - BGHR aaO. höhere Gewalt 4 = FamRZ 1991, 545).
Hierzu mussten aber innerhalb der Verjährungsfrist ein ordnungsgemäß begründetes und vollständiges Bewilligungsgesuch eingereicht und die nach § 117 ZPO erforderlichen Unterlagen rechtzeitig und vollständig dem Gericht vorgelegt werden (vgl. BGHZ 70, 235, 237, 239 ; BGH, Urteile vom 20. Dezember 1988 - IX ZR 88/88, WM 1989, 450, 453 undvom 8. März 1989 - IVa ZR 221/87, NJW 1989, 3149); außerdem war weitere Voraussetzung, dass der Antragsteller subjektiv der Ansicht sein durfte, er sei bedürftig (vgl. BGH, Beschluss vom 16. September 1981 - IVb ZB 832/81, VersR 1982, 41 f.; OLG Düsseldorf WM 1998, 1628, 1630) .
VGH Baden-Württemberg, 24.11.1992 - 11 S 2397/92
Glaubhaftmachung der persönlichen und wirtschaftlichen Voraussetzungen für die …
Hierfür muß sich der Antragsteller des vom Bundesminister der Justiz eingeführten Vordrucks (§ 117 Abs. 4 ZPO) bedienen, der grundsätzlich vollständig auszufüllen ist (vgl. BGH Urt. v. 8.3.1989 - IV a ZR 221/87 - JZ 1989, 504; OVG Hamburg, Beschl. v. 17.6.1991 - Bs IV 205/91 - NVwZ-RR 1992, 668).
Außerdem müssen die entsprechenden Belege beigefügt werden (vgl. VGH Bad.-Württ., Beschl. v. 19.4.1991 - A 16 S 335/91 - Hess.VGH, Beschl. v. 28.12.1988 - 10 TP 4824/88 - Anwaltsblatt 1990, 55, BGH, Urt. v. 8.3.1989 - IV a ZR 221/87 - JZ 1989, 504).
Gibt der Antragsteller im Prozeßkostenhilfeantrag an, vom Sozialamt laufende Leistungen zum Lebensunterhalt zu beziehen, so muß als Beleg hierfür zunächst ein Nachweis über die Höhe der ihm gewährten Sozialhilfeleistungen vorgelegt werden (vgl. VGH Bad.-Württ., Beschl. v. 19.4.1991 - A 16 S 334/91 - BGH, Urt. v. 8.3.1989 - IV a ZR 221/87 - JZ 1989, 504, Hess.VGH, Beschl. v. 28.12.1988 - 10 TP 4824/88 - Anwaltsblatt 1990, 55 und OVG Hamburg, Beschl. v. 17.6.1991 - Bs IV 205/91 - NVwZ-RR 1992, 668).
BGH, 24.11.1999 - XII ZB 134/99
Mangels jeglicher Belege durfte der Kläger bei Ablauf der Rechtsmittelfrist nicht darauf vertrauen, daß seinem Prozeßkostenhilfeantrag - allein auf der Grundlage seiner bis dahin erfolgten Darlegung - entsprochen würde (BGH, Beschluß vom 20. Dezember 1984 - V ZB 7/84 - VersR 1985, 287; vgl. auch BGH, Urteil vom 8. März 1989 - IVa ZR 221/87 - VersR 1989, 642).
OLG Brandenburg, 14.08.1998 - 2 W 33/97
Beschwerde gegen einen Prozesskostenhilfebeschluss; Hinreichende …
Die Einreichung eines Prozeßkostenhilfegesuchs innerhalb der noch nicht beendeten Verjährungsfrist hemmt den Ablauf der Verjährung gem. § 203 BGB nur, wenn ein ordnungsgemäß und begründetes und vollständiges Prozeßkostenhilfegesuch eingereicht wurde (BGH in VersR 1989, S. 642).
Gem. § 117 Abs. 2 ZPO sind dies die Erklärung über die persönlichen und wirtschaftlichen Verhältnisse sowie entsprechende Belege (BGH NJW 1989, S. 3149).
Sowohl für die Verjährungsunterbrechung nach § 270 Abs. 3 ZPO als auch für die Hemmung der Verjährung gem. § 203 BGB ist es nämlich Voraussetzung, daß die Klägerin rechtzeitig, d.h. vor Eintritt der Verjährung, ein ordnungsgemäß begründetes und vollständiges Prozeßkostenhilfegesuch einreicht (BGH NJW 1989, S. 3149, BGHZ 70, S. 235).
BGH, 29.10.2003 - IV ZR 26/03
Hemmung der Verjährung durch Anbringung eines Prozeßkostenhilfeantrages
OLG Köln, 23.01.1991 - 2 U 56/90
Haftung des Treuhänders für falsche Prospektangaben
VGH Baden-Württemberg, 19.04.1991 - A 16 S 335/91
Zur Nachweispflicht bei einem Prozeßkostenhilfeantrag
VGH Baden-Württemberg, 22.06.1993 - 11 S 488/93
(Kein Erlöschen der Aufenthaltsgestattung des AsylVfG § 55 Abs 1F: 1992-06-26) …
OLG München, 19.12.1996 - 25 W 3385/96
Hemmung des Ablaufs der Verjährungsfrist durch Antrag auf Gewährung von …
AG Bad Iburg, 10.02.2003 - 4d C 1075/02
Voraussetzungen der Hemmung einer Verjährung durch einen Antrag auf …
BGH, 23.05.1989 - XI ZR 82/88
https://dejure.org/1989,942
BGH, 23.05.1989 - XI ZR 82/88 (https://dejure.org/1989,942)
BGH, Entscheidung vom 23.05.1989 - XI ZR 82/88 (https://dejure.org/1989,942)
BGH, Entscheidung vom 23. Mai 1989 - XI ZR 82/88 (https://dejure.org/1989,942)
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Kein scheckrechtlicher Einwendungsausschluß gegenüber dem Erwerber eines mit einem Nichteinlösungsvermerk versehenen Schecks
BGB § 404; ScheckG Art. 22, 24
Einwendungsausschluß - Nichteinlösungsvermerk - Scheckerwerber - Scheck - Ausschluß von Einwendungen
NJW 1989, 3149 (Ls.)
NJW-RR 1989, 1207
ZIP 1989, 1384
MDR 1989, 991
WM 1989, 1009
DB 1989, 1966
Daran fehlt es, wenn Veräußerer und Erwerber rechtlich oder wirtschaftlich identisch sind (…Senat, Urt. v. 19. Juni 1998, V ZR 356/96, WM 1998, 1832, 1835), also etwa bei einer Veräußerung zwischen personenidentischen Gesellschaften (…BGH, Urt. v. 2. April 1998, IX ZR 232/96, NJW-RR 1998, 1057, 1058), von der Mutter- auf die Tochtergesellschaft (BGH, Urt. v. 23. Mai 1989, XI ZR 82/88, NJW-RR 1989, 1207) oder von dem Alleingesellschafter auf die Gesellschaft (…Senat, Urt. v. 19. Juni 1998, V ZR 356/96, WM 1998, 1832, 1835), aber auch bei der Übertragung von Gesamthandsvermögen auf einen oder mehrere Gesamthänder (Senat, BGHZ 30, 255, 256), etwa im Rahmen einer Erbauseinandersetzung (…BGH, Urt. v. 13. Dezember 2000, IV ZR 239/99, NJW 2001, 1069).
Im Streitfall haben die Beklagten ausweislich der Sitzungsniederschrift jedenfalls nach Stellung der - z.T. geänderten - Anträge zunächst zur Sache verhandelt und erst dann der Klageänderung widersprochen (vgl. auch BGH Urteil vom 23. Mai 1989 - XI ZR 82/88 = WM 1989, 1009, 1011).
Nur wenn besondere Umstände zur arglistigen Täuschung hinzutreten, die das Geschäft nach seinem Gesamtcharakter als sittenwidrig erscheinen lassen, kann § 138 Abs. 1 BGB neben § 123 Abs. 1 BGB anwendbar sein (vgl. BGH, Urteil vom 7. Juni 1988 - IX ZR 245/86, WM 1988, 1156, 1159; Senatsurteil vom 23. Mai 1989 - XI ZR 82/88, WM 1989, 1009, 1010 f.).
Für den Einwendungserhalt nach § 404 BGB genügt es, daß der Rechtsgrund der Einrede in dem Schuldverhältnis angelegt war (BGHZ 93, 71, 79 [BGH 29.11.1984 - IX ZR 44/84]; BGH, Urteil vom 23. Mai 1989 - XI ZR 82/88 = WM 1989, 1009, 1010 unter I 2 a).
Ein schutzwürdiges Verkehrsgeschäft liegt bei Indossierung eines Wechsels von einer Gesellschaft an eine andere nicht vor, wenn die Gesellschafter beider Gesellschaften - anders als hier - personenidentisch sind (vgl. Senatsurteil vom 23. Mai 1989 - XI ZR 82/88, WM 1989, 1009, 1010).
Der Wechselschuldner, der den Wechsel einlöst und zurückerhält, rückt deshalb in seine alte Position im Wechselverband wieder ein, so daß ihm gegenüber die früheren Einwendungen und Einreden automatisch wieder aufleben (BGH, Urteil vom 7. Januar 1971 - II ZR 28/70, WM 1971, 376, 377; BGH, Urteil vom 23. Februar 1976 - II ZR 10/75, WM 1976, 562, 563; Senatsurteil vom 23. Mai 1989 - XI ZR 82/88, WM 1989, 1009, 1010).
In der höchstrichterlichen Rechtsprechung ist geklärt, daß der Schuldner dem neuen Gläubiger nach § 404 BGB nicht nur Einwendungen entgegenhalten kann, deren Voraussetzungen bereits im Zeitpunkt der Abtretung vorlagen, sondern auch solche, die sich erst aus der Weiterentwicklung des Vertragsverhältnisses ergeben haben (BGH, Urteil vom 23. März 1983 - VIII ZR 335/83, NJW 1983, 1903, 1905; vom 23. Mai 1989 - XI ZR 82/88, ZIP 1989, 1384, 1386).
BGH, 09.02.1993 - XI ZR 84/92
b) Das Berufungsgericht hat auch erkannt, daß gleichwohl, trotz Nichtigkeit der Begebungsverträge, eine scheckrechtliche Haftung unter dem Gesichtspunkt zurechenbar veranlaßten Rechtsscheins in Betracht kommen kann (vgl. Senatsurteil vom 23. Mai 1989 - XI ZR 82/88, WM 1989, 1009, 1010 f.;… Baumbach/Hefermehl, Wechselgesetz und Scheckgesetz, 17. Aufl., Art. 22 ScheckG Rdn. 1, Art. 17 WechselG Rdn. 30 ff.).
Die Ausschlussfrist des § 41 KO ist durch den PKH-Antrag des Klägers vom 09.03.2000 gem. § 203 BGB gehemmt worden (vgl. BGH in NJW 1989, 3149), weil der Kläger mit diesem Antrag sein Anfechtungsrecht - auch bezogen auf die Pfändungsverfügung - hinreichend dargetan hat.
Deshalb sind auch "Einwendungen" zu berücksichtigen, deren Tatbestandsvoraussetzungen zwar zum Zeitpunkt der Abtretung noch nicht vorlagen, die aber ihrem Rechtsgrund nach zu diesem Zeitpunkt in dem Vertrag angelegt waren und sich - so wie hier - erst aus der Weiterentwicklung des Schuldverhältnisses ergeben haben (BGH NJW-RR 1989, 1207 f, 1208 m.w.N.; vgl. zum Ganzen auch Staudinger-Busche, 1999, § 404 Rn 10 f m.w.N.).

References: § 203
 § 270
 § 41
 § 203
 § 12
 § 203
 § 203
 § 117
 BGH 
 § 203
 § 117
 § 270
 § 203
 § 55
 § 404
 Art. 22
 BGH 
 § 138
 § 123
 § 404
 § 404
 Art. 22
 Art. 17
 § 41
 § 203
 BGH 
 § 404