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Timestamp: 2019-07-22 00:21:10+00:00

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Rechtsprechung: MDR 1993, 1117 - dejure.org
Weitere Entscheidung unten: OLG Köln, 08.07.1993
https://dejure.org/1993,190
BGH, 07.07.1993 - VIII ZR 103/92 (https://dejure.org/1993,190)
BGH, Entscheidung vom 07.07.1993 - VIII ZR 103/92 (https://dejure.org/1993,190)
BGH, Entscheidung vom 07. Juli 1993 - VIII ZR 103/92 (https://dejure.org/1993,190)
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Tatsachenpräklusion bei Abrechnungsrechtsstreit - Abrechnung bei Factoringvertragskündigung - Materielle Rechtskraft - Vorbringen umgekehrter Rubrums im Vorverfahren
Präklusion von Tatsachen zur Abrechnung eines gekündigten Factoringvertrages bei Vorprozeß über Abschlußsaldo dieses Vertrages mit umgekehrten Rubrum
Die Rechtskraft der Entscheidung über den im Vorprozess erhobenen Anspruch darf jedoch nicht mit dem Vorbringen ausgehöhlt werden, das rechtskräftige Urteil gründe sich auf unrichtige tatsächliche Feststellungen (BGH, Urteil vom 7. Juli 1993 - VIII ZR 103/92, BGHZ 123, 137, 140).
Genauso liegt es etwa bei der Abrechnung eines beendeten Factoring-Verhältnisses, weil der Lebenssachverhalt einer hierauf gerichteten Klage alle Posten umfasst, die in eine solche Abrechnung aufzunehmen sind (BGH, Urteil vom 7. Juli 1993 - VIII ZR 103/92, BGHZ 123, 137, 141).
Auch die Rechtskraft der Feststellung der Pflicht der Beklagten zum Schadensersatz beschränkt sich nach § 322 Abs. 1 ZPO auf die im Tenor ausgesprochene Rechtsfolge und erstreckt sich nicht auf die Feststellung zugrunde liegender präjudizieller Rechtsverhältnisse und sonstiger Vorfragen, aus denen der Richter den Schluss auf das Bestehen oder Nichtbestehen der von der Klagepartei beanspruchten Rechtsfolge zieht (st. Rspr., BGH, Urteile vom 7. Juli 1993 - VIII ZR 103/92, BGHZ 123, 137, 140 mwN …und vom 12. Mai 2011 - III ZR 107/10, WM 2011, 1524 Rn. 38).
Der Streitgegenstand wird durch den gesamten historischen Lebensvorgang bestimmt, auf den sich das Rechtsschutzbegehren des Klägers bezieht, unabhängig davon, ob einzelne Tatsachen dieses Lebenssachverhalts von den Parteien vorgetragen worden sind oder nicht (st.Rspr.; BGHZ 98, 353, 358 f.; BGHZ 123, 137, 141; BGH…, Urteil vom 17. März 1995, aaO unter II 1 b), und auch unabhängig davon, ob die Parteien die im Vorprozeß nicht vorgetragenen Tatsachen des Lebensvorgangs damals bereits kannten und hätten vortragen können (…ebenso MünchKomm-ZPO/Gottwald, 2. Aufl., § 322 Rdnr. 133;… Stein/Jonas/Leipold, ZPO, 21. Aufl., § 322 Rdnr. 234;… Zöller/Vollkommer, aaO, Vor § 322 Rdnr. 64; vgl. auch BGH, Urteil vom 24. Juni 1993 - III ZR 43/92, NJW 1993, 3204 unter II 1 zur später erlangten Kenntnis des tatsächlichen Zeitpunkts einer schädigenden Handlung).
Andererseits darf die Rechtskraft der Entscheidung über den erhobenen Anspruch nicht mit dem Vorbringen ausgehöhlt werden, das rechtskräftige Urteil gründe sich auf unrichtige Tatsachen (BGH, Urteil vom 7. Juli 1993 - VIII ZR 103/92, BGHZ 123, 137, 140 f.).
Andererseits darf die Rechtskraft der Entscheidung über den im Vorprozess erhobenen Anspruch nicht mit dem Vorbringen ausgehöhlt werden, das rechtskräftige Urteil gründe sich auf unrichtige tatsächliche Feststellungen (BGH, Urteil vom 7. Juli 1993 - VIII ZR 103/92, BGHZ 123, 137, 140).
LG München I, 18.03.2010 - 7 O 2475/09
Patentübertragungsanspruch: Wechsel des Streitgegenstands bei Beschränkung des …
OLG Bremen, 07.02.2001 - 1 U 34/00
https://dejure.org/1993,2230
OLG Köln, 08.07.1993 - 7 W 9/93 (https://dejure.org/1993,2230)
OLG Köln, Entscheidung vom 08.07.1993 - 7 W 9/93 (https://dejure.org/1993,2230)
OLG Köln, Entscheidung vom 08. Juli 1993 - 7 W 9/93 (https://dejure.org/1993,2230)
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Anforderungen an die sofortige Beschwerde; Anspruch auf Zahlung eines Dienstleistungshonorares; Auslegung eines Arbeitsverhältnisses
LG Bonn, 12.11.1992 - 2 O 400/92
VersR 1994, 498
Einige Landesarbeitsgerichte haben dagegen die Auffassung vertreten, nachdem es sich nunmehr um eine Frage der Rechtswegzuständigkeit und nicht mehr der sachlichen Zuständigkeit handele, müsse der schlüssige Vortrag des Klägers, daß er Arbeitnehmer sei, ausreichen (LAG Köln Beschluß vom 22. April 1994 - 13 Ta 18/93 - AP Nr. 16 zu § 17 a GVG; LAG Hamm Urteil vom 18. Januar 1995 - 4 Sa 993/94 - LAGE § 48 ArbGG 1979 Nr. 11; LAG München Beschluß vom 5. Oktober 1992 - 4 (6) Ta 94/92 - DB 1993, 2392; vgl. auch LAG Sachsen-Anhalt Beschluß vom 19. Mai 1995 - 5 Ta 44/95 - DB 1995, 1820; ebenso bereits OLG Köln Beschluß vom 8. Juli 1993 - 7 W 9/93 - EzA § 17 a GVG Nr. 8).
In der Rechtsprechung werden zum Beschwerdewert bei Rechtswegverweisungen unterschiedliche Positionen vertreten: voller Hauptsachewert (OLG Köln, OLGR 1993, 140, 141; LAG Köln MDR 1993, 915); Bruchteil des vollen Hauptsachewertes in der Größenordnung von 1/3 (OLG Köln VersR 1994, 498, 499/500; OLG Frankfurt OLGR 1994, 119); Orientierung am Kosteninteresse (OLG Karlsruhe MDR 1994, 415; OLG Braunschweig DAR 1993, 390;… zusammenfassende Darstellung des Meinungsstandes bei Schneider/Herget, Streitwertkommentar, 11. Aufl. 1996 Rn. 3846 a).
Deshalb ist es, wie das OLG Köln (VersR 1994, 498, 500) zutreffend hervorhebt, sachlich nicht gerechtfertigt, das Interesse des Rechtsmittelführers im Beschwerdeverfahren, den Rechtsstreit in dem seiner Meinung nach eröffneten Gerichtszweig zu entscheiden, mit dem Interesse an einer Hauptsacheentscheidung gleichzubewerten.
In der Rechtsprechung werden zum Beschwerdewert bei Rechtswegverweisungen unterschiedliche Positionen vertreten: voller Hauptsachewert (OLG Köln, OLG-Report 1993, 140, 141; LAG Köln, MDR 1993, 915); Bruchteil des vollen Hauptsachewertes in der Größenordnung von 1/2 (OLG Köln, OLG-Report 1997, 228; OVG Münster, NVwZ-RR 2004, 776), von 1/3 (OLG Köln, VersR 1994, 498, 499; OLG Frankfurt a.M., OLG-Report 1994, 119; BayObLG, WoM 1999, 232) bzw 1/5 (OLG Naumburg, OLG-Report 1997, 356; OLG Rostock, OLG-Report 2005, 720); Orientierung am Kosteninteresse (OLG Karlsruhe, MDR 1994, 415; OLG Braunschweig, DAR 1993, 390, 391;… zusammenfassende Darstellung des Meinungsstandes bei Schneider/Herget, Streitwertkomm, 12. Aufl 2007, RdNr 4673 - 4677).
Das Rechtsweginteresse ist vielmehr deutlich niedriger anzusetzen, wobei aus Gründen der Praktikabilität die Orientierung an einem Bruchteil des Hauptsachewertes zu erfolgen hat (ebenso BGH, NJW 1997, 1636, 1637; OLG Köln, VersR 1994, 498, 500).
In der Rechtsprechung werden zum Beschwerdewert bei Rechtswegverweisungen unterschiedliche Positionen vertreten: voller Hauptsachewert (OLG Köln OLGR 1993, 140, 141; LAG Köln MDR 1993, 915); Bruchteil des vollen Hauptsachewertes in der Größenordnung von 1/3 (OLG Köln VersR 1994, 498, 499 f; OLG Frankfurt OLGR 1994, 119); Orientierung am Kosteninteresse (OLG Karlsruhe MDR 1994, 415; OLG Braunschweig DAR 1993, 390, 391;… zusammenfassende Darstellung des Meinungsstandes bei Schneider/Herget, Streitwertkommentar, 11. Aufl. 1996 Rn. 3846 a).
Deshalb ist es, wie das OLG Köln (VersR 1994, 498, 500) zutreffend hervorhebt, sachlich nicht gerechtfertigt, das Interesse des Rechtsmittelführers im Beschwerdeverfahren, den Rechtsstreit in dem seiner Meinung nach eröffneten Gerichtszweig zu entscheiden, mit dem Interesse an einer Hauptsacheentscheidung gleich zu bewerten.
Das Landesarbeitsgericht Köln in dem angefochtenen Beschluß und einige andere Landesarbeitsgerichte haben dagegen die Auffassung vertreten, nachdem es sich nunmehr um eine Frage der Rechtswegzuständigkeit und nicht mehr der sachlichen Zuständigkeit handele, müsse der schlüssige Vortrag des Klägers, daß er Arbeitnehmer sei, ausreichen (LAG Köln Beschluß vom 22. April 1994 - 13 Ta 18/93 - AP Nr. 16 zu § 17 a GVG; LAG Hamm Urteil vom 18. Januar 1995 - 4 Sa 993/94 - LAGE § 48 ArbGG 1979 Nr. 11; LAG München Beschluß vom 5. Oktober 1992 - 4 (6) Ta 94/92 - DB 1993, 2392; vgl. auch LAG Sachsen-Anhalt Beschluß vom 19. Mai 1995 - 5 Ta 44/95 - DB 1995, 1820; ebenso bereits OLG Köln Beschluß vom 8. Juli 1993 - 7 W 9/93 - EzA § 17 a GVG Nr. 8).
Entscheidend ist jedoch nicht die Bewertung des Rechtsstreits durch den Kläger, sondern ob sich das Klagebegehren nach den zu seiner Begründung vorgetragenen Tatsachen bei objektiver Würdigung aus einem Sachverhalt herleitet, der nach dem bürgerlichen Recht zu beurteilen ist (st. Rspr. BGH NJW 1996, 3012 unter Bezugnahme auf BGH NJW 1993, 1799; BGH NJW 1991, 1686 m.w. Rspr.nachweisen; OLG Köln MDR 1993, 1117;… Zöller/Gummer, ZPO, aaO., § 13 GVG Rn. 11).
Beschwerdewert: 6.666,00 DM (= 1/3 des Hauptsachewertes; vgl. OLG Köln, 7. Zivilsenat, OLGR 1993, S. 295 f. = VersR 94, 498).
Die vom Bundesarbeitsgericht zur Rechtswegfindung schon 1959 entwickelte und in jüngerer Zeit wieder beschäftigte "Beweiserhebungstheorie" (Beschluß vom 26.10.1993, 2 AZB 6/93 - in EzA § 2 ArbGG 1979 Nr. 25) steht, spätestens seit dem das 4. VwGOÄndG auch die Beziehung der Arbeitsgerichte zu den ordentlichen Gerichten als Rechtswegfrage ausgestaltet hat und die Gleichwertigkeit aller Rechtswege betont, im Widerspruch zur "Schlüssigkeitstheorie" iSv Leitsatz 1 (wie OLG Köln, Beschluß vom 08.07.1993 - 7 W 9/93 in VersR 1994, 498 = MDR 1993, 1117).
Spätestens jedoch nachdem im Verhältnis zwischen Arbeitsgerichten und ordentlichen Gerichten - auch nach der Rechtsprechung des BAG (Urteil vom 26.03.1992 - 2 AZR 443/91 -, in AP Nr. 7 zu § 48 ArbGG 1979 = NZA 1992, 954 ) - ebenfalls verschiedene Rechtswege vorliegen, ist die Rechtswegfindung nach der "Beweiserhebungstheorie" zu einem Abweichen von der aufgezeigten Rechtsprechung des Gemeinsamen Senats und der übrigen Bundesgerichte geworden (so auch OLG Köln - Beschluss vom 08.07.1993 - 7 W 9/93 -, in MDR 1993, 1117 ) - so auch die Rechtsprechung der erkennenden Kammer (Beschluss vom 22.04.1994 - 13 Ta 18/93 -) und der 2. Kammer des LAG (Beschluss vom 11.10.1994 - 2 Ta 169/94 -), außerdem LAG München, Beschluss vom 05.10.1992 - 4/6 Ta 94/92 -, in DB 1993 Heft 47.

References: § 322
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 § 17
 § 48
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 BGH 
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 § 13
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