Source: https://journalistik.tu-dortmund.de/studium/im-studium/haeufig-gestellte-fragen/bachelorarbeit/
Timestamp: 2019-11-22 20:48:41+00:00

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"Die Bachelorarbeit soll zeigen, dass die Kandidatin oder der Kandidat in der Lage ist, innerhalb einer vorgegebenen Frist eine komplexe Aufgabenstellung aus dem Bereich des Journalismus unter sachgerechter Auswahl und Anwendung geeigneter wissenschaftlicher Methoden selbstständig zu bearbeiten.“ (§ 17 Abs. 1 PO BA)
2. Welches Thema kann ich wählen?
Die Kandidatin/der Kandidat kann Vorschläge für das Thema machen (§ 17 Abs. 2 S. 2 PO BA). In der Praxis besteht hier – in Abstimmung mit der Betreuerin/dem Betreuer der BA-Arbeit – Flexibilität: Denkbar sind sowohl eigene Themenvorschläge als auch Vorschläge von der Betreuerin/dem Betreuer.
Das Thema und die Aufgabenstellung müssen allerdings so beschaffen sein, dass die Arbeit innerhalb dieser Frist abgeschlossen werden kann (§ 18 Abs. 6 S. 2 PO BA).
Für eine BA-Arbeit inklusive Präsentation sieht die Prüfungsordnung 15 CP vor (§ 17 Abs. 1 PO BA).
BA-Arbeiten können "in der wissenschaftlichen Bearbeitung eines Themas aus der Journalistik bestehen (wissenschaftliche Hausarbeit)“ oder "in der Anfertigung einer praktischen Arbeit (z.B. eines TV- oder Hörfunkbeitrags)“ (vgl. § 17 Abs.1 S. 2 PO BA).
Eine praktische Arbeit muss wissenschaftlich begründete Angaben zur Zielgruppe und zur Relevanz der aufgegriffenen Fragestellung enthalten (§ 17 Abs. 1 S. 4 PO BA).
5. Können BA-Arbeiten zu zweit angefertigt werden?
BA-Arbeiten können alleine von einer Kandidatin/einem Kandidaten (Normalfall) oder von zwei Kandidatinnen/ zwei Kandidaten angefertigt werden (Sonderfall, dazu § 17 Abs. 5 BA PO).
Wenn Arbeiten von zwei Kandidatinnen/Kandidaten angefertigt werden, müssen die Anteile beider abgrenzbar sein, damit sie selbstständig bewertet werden können (§ 17 Abs. 5 BA PO: „wenn der als Prüfungsleistung zu bewertende Beitrag der oder des Einzelnen aufgrund der Angabe von Abschnitten, Seitenzahlen oder anderen objektiven Kriterien, die eine eindeutige Abgrenzung ermöglichen, deutlich unterscheidbar und bewertbar ist“). Eine Abstimmung mit der Betreuerin/dem Betreuer der BA-Arbeit ist sinnvoll.
Die Betreuerin/Der Betreuer ist die erste Prüferin/der erste Prüfer (vgl. § 18 Abs. 2 S. 2 PO BA – "... soll die Betreuerin bzw. der Betreuer der Arbeit sein“). Mit ihm/ihr wird das Thema der BA-Arbeit abgestimmt, das dann vom Vorsitzenden des Prüfungsausschusses offiziell ausgegeben wird. Beim der Betreuerin/dem Betreuer schreibt die Kandidatin/der Kandidat also seine Arbeit.
Betreuerin/Betreuer können vorrangig jeder Hochschullehrerin/jeder Hochschullehrer des ij sein sowie jede Habilitierte/jeder Habilitierter des Fachs sein, der in Forschung und Lehre am ij tätig ist (§ 17 Abs. 3 S. 1 PO BA).
Weiter bestimmt § 65 Abs. 1 HG NRW, dass „zur Abnahme von Hochschulprüfungen (...) die an der Hochschule Lehrenden und in der beruflichen Praxis und Ausbildung erfahrene Personen, soweit dies zur Erreichung des Prüfungszweckes erforderlich oder sachgerecht ist, befugt“ sind. Deshalb können andere Wissenschaftler, die die Voraussetzungen nach § 65 Abs. 1 HG NRW erfüllen, mit Zustimmung des Prüfungsausschusses zur Betreuerin/zum Betreuer bestellt werden (§ 17 Abs. 3 S. 2 PO BA). In der Praxis ist dies aber eine absolute Ausnahme.
Kann eine Kandidatin/ein Kandidat keine Betreuerin/keinen Betreuer nennen, dann sorgt der/die Vorsitzende des BA dafür, dass er eine Betreuerin/einen Betreuer und ein Thema erhält (§ 17 Abs. 4 PO BA).
8. Wer kann die zweite Prüferin/der zweite Prüfer sein?
Gem. § 18 Abs. 2 PO BA ist die BA-Arbeit von zwei Prüferinnen/Prüfern zu begutachten. Davon muss „eine oder einer der Prüferinnen bzw. Prüfer die Betreuerin bzw. der Betreuer der Arbeit sein“ (§ 18 Abs. 2 S. 2 PO BA). Die zweite Prüferin/der zweite Prüfer wird von der/dem PA-Vorsitzenden bestimmt (§ 18 Abs. 2 S. 3 PO BA).
Die Ausgabe des Themas erfolgt über die Vorsitzenden/den Vorsitzenden des Prüfungsausschusses (§ 17 Abs. 1 S.1, 1. HS PO BA). Der Zeitpunkt der Ausgabe "ist aktenkundig zu machen" (§ 17 Abs. 1 S. 1, 2. HS. PO BA).
Die Praxis sieht wie folgt aus: Die Kandidatin/der Kandidat holt sich beim Prüfungsamt den "Laufzettel“ – also die Zulassung zur BA-Arbeit – und geht damit zu seiner Betreuerin/seinem Betreuer. Mit ihr/ihm formuliert er das Thema und trägt es auf dem "Handzettel" ein; die Betreuerin/der Betreuer zeichnet den "Handzettel" mit seinem Kürzel ab. Dann geht der Zettel an die PA-Vorsitzende/den PA-Vorsitzenden, der die Zweitgutachterin/den Zweitgutachter einträgt.
Eine wissenschaftliche BA-Arbeit soll einen Umfang von 60 Seiten haben (§ 17 Abs. 1 S. 3 PO BA). Darüber hinausgehende Formalia sind mit der Prüferin/dem Prüfer abzustimmen.
12. Kann ein Thema zurückgegeben werden?
Das Thema einer BA-Arbeit kann nur einmal und nur innerhalb der ersten 14 Tage ab Ausgabe des Themas zurückgegeben werden; die Arbeit gilt dann als nicht begonnen (§ 17 Abs. 7 PO BA). Die Rücknahme wird also nicht als Fehlversuch gewertet.
Jede Kandidatin/jeder Kandidat muss gem. § 17 Abs. 8 PO BA ihrer/seiner Arbeit eine eidesstattliche Versicherung beifügen. Hiermit erklärt die Kandidatin/der Kandidat, dass er "die Arbeit - bei einer Gruppenarbeit einen entsprechend gekennzeichneten Anteil der Arbeit - selbstständig verfasst und keine anderen als die angegebenen Quellen und Hilfsmittel benutzt sowie wörtliche und sinngemäße Zitate kenntlich gemacht hat".
Ein Vordruck für diese eidesstattliche Versicherung ist beim Prüfungsamt erhältlich.
Die Frist beginnt mit der Ausgabe des Themas. Sie wird auf dem "Laufzettel" vermerkt – und von der Kandidatin/dem Kandidaten gegengezeichnet. Die Frist endet, wenn sie nicht verlängert wurde, 12 Wochen – nicht drei Monate! – nach Ausgabe.
16. Kann die Bearbeitungszeit verlängert werden?
„Auf begründeten Antrag“ der Kandidatin/des Kandidaten kann die/der PA- Vorsitzende im Einvernehmen mit der Betreuerin/dem Betreuer "ausnahms- weise" eine Verlängerung der Bearbeitungszeit der BA-Arbeit um bis zu vier Wochen gewähren (§ 17 Abs. 6 S. 3 PO BA).
Der Verlängerungsantrag ist mindestens 14 Tage vor Ablauf der Bearbeitungsfrist an den PA zu stellen (§ 17 Abs. 6 S. 4 PO BA). Mangels näherer Bestimmung sind Antrag und Begründung formlos möglich; sinnvollerweise per Mail.
Beachte: Bei Vorlage eines ärztlichen Attests verlängert sich die Bearbeitungszeit immer um die Zeit, für die die Kandidatin/der Kandidat krankgeschriebene ist. Hier gilt die Frist von 14 Tagen vor Ablauf der Bearbeitungszeit nicht.
17. Wie erfolgt eine ordnungsgemäße Einreichung meiner BA-Arbeit?
Die BA-Arbeit muss fristgemäß in zweifacher Ausfertigung sowie (zusätzlich) in elektronischer Form beim PA eingereicht werden (§ 18 Abs. 1 PO BA). Der Abgabezeitpunkt ist aktenkundig zu machen. Das geschieht, indem der Tag der Einreichung der BA-Arbeit durch das zuständige Sekre- tariat auf dem unteren Teil des "Laufzettels" vermerkt wird. Bei Postein- lieferung gilt das Datum des Poststempels (§ 18 Abs. 1 S.2 PO BA).
Wird die BA-Arbeit nicht fristgemäß eingereicht, ist sie gemäß § 18 Abs. 1 S. 3 PO BA mit "nicht ausreichend" (5,0) – also nicht bestanden – zu bewerten.
Die Note der BA-Arbeit wird aus dem arithmetischen Mittel der Noten der Erstprüferin/der Erstprüfers, also der Betreuerin/des Betreuers, und der Zweitprüferin/des Zweitprüfers gebildet, sofern die Differenz der Einzelbe- wertungen nicht mehr als 2,0 beträgt. Sollte die Differenz mehr als 2,0 betragen, wird vom PA eine dritte Prüferin/ein dritter Prüfer bestimmt und die Note aus dem Mittel der beiden besseren Noten gebildet; allerdings kann die Arbeit nur dann als bestanden bewertet werden, wenn mindestens zwei der drei Prüferinnen/Prüfer sie mit "ausreichend" (4,0) oder besser bewertet haben (§ 18 Abs. 3 PO BA).
Die Bewertung der BA-Arbeit ist der Kandidatin/dem Kandidaten spätestens drei Monate nach Abgabe mitzuteilen (§ 18 Abs. 4 PO BA).
19. Welche mündliche Prüfung ist vorgesehen?
Die Präsentation der Bachelor-Arbeit erfolgt vor den beiden Prüferinnen/ Prüfern der Arbeit (§ 19 Abs. 2 PO BA). Die Kandidatin/der Kandidat hat Fragestellung, Methodik und Ergebnisse der Arbeit vorzustellen, muss sie in den Gesamtzusammenhang des Fachs einordnen und hat Fragen zur wissenschaftlichen Begründung und Einordnung zu beantworten (§ 19 Abs. 1 PO BA).
Die Dauer der Präsentation beträgt 20 bis 30 Minuten (§ 19 Abs. 3 PO BA). Die Note wird gem. § 19 Abs. 4 PO BA aus dem arithmetischen Mittel der beiden Einzelbewertungen gebildet.
20. Wie bereite ich mich auf eine mündliche Prüfung vor?
Folgende, hilfreiche Empfehlungen von Prof. Dr. Eurich seien hier dokumentiert: „Bitte bereiten Sie einen 15- max.(!) 20 minütigen freien Vortrag vor, in dem Sie folgenden Fragen nachgehen:
Beweggrund und Ausgangspunkt für die Arbeit
Einordnung der Ergebnisse/Resümee
Sie können dafür, wenn es sich zur Veranschaulichung anbietet, mit einer Präsentation arbeiten, das muss aber nicht sein. Ein einseitiges Handout mit den wichtigsten Informationen reicht.“
21. Bis wann muss die mündliche Prüfung absolviert sein?
In der Prüfungsordnung BA-Journalistik ist zur Zeit keine Frist für das Ablegen der mündlichen Prüfung vorgesehen. Gleichwohl sollte die mündliche Prüfung in einem sinnvollen zeitlichen Zusammenhang zur Abgabe und Bewertung der BA-Arbeit erfolgen. Als Maßgabe lässt sich davon ausgehen, dass es ratsam ist, die mündliche Prüfung zumindest innerhalb eines Jahres nach Bewertung der BA-Arbeit zu absolvieren.
22. Wie können Zusatzqualifikationen im Zeugnis berücksichtigt werden?
Vor Abschluss der letzten Prüfung – das kann die mündliche Prüfung oder die letzte Prüfung im Komplementfach sein – können Studierende freiwillig zusätzliche Prüfungen in anderen Modulen ablegen (§ 20 Abs.1 PO BA). Die Ergebnisse werden bei der Bildung der Gesamtnote nicht berücksichtigt (§ 20 Abs. 2 S. 1 PO BA), aber auf Antrag an den Prüfungsausschuss in das Zeugnis aufgenommen (§ 20 Abs. 2 S. 2 PO BA).

References: § 17
 § 17
 § 18
 § 65
 § 65
 § 18
 § 17
 § 18
 § 19