Source: https://www.lsvd.de/de/verband/ueber-uns/kleine-geschichte
Timestamp: 2020-04-06 12:54:55+00:00

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Am 18. Februar 1990 gründeten Aktivisten der schwulen Bürgerrechtsbewegung der DDR in Leipzig den "Schwulenverband in der DDR" (SVD). Bei uns verlief die Vereinigung andersrum: Schon im Juni 1990 erfolgte die Umbenennung in "Schwulenverband in Deutschland", mit dem Anspruch bundesweit tätig zu werden. 1999 erfolgte die Erweiterung zum "Lesben- und Schwulenverband" (LSVD).
Unser Verband wird in Leipzig als „Schwulenverband in der DDR“ (SVD) gegründet.
Der SVD richtet einen Appell an die Volkskammer, sich energisch gegen die Ausdehnung des § 175 auf das Gebiet der DDR zu richten. Im Einigungsvertrag wird der § 175 wie der § 218 von der Übertragung des bundesdeutschen Straf­rechts auf die neuen Länder ausgenommen. Das gespaltene Recht legt den Grund­stein für die spätere Strei­chung des Homosexuellen-Paragraphen.
Gemeinsam mit der Ökumenischen Arbeitsgemeinschaft Homo­sexu­elle und Kirche (HuK) organisiert der SVD eine Prominenten-Initiative mit der For­derung nach einer Grundgesetz­klausel, wo­nach niemand wegen der sexuellen Identität diskriminiert werden darf. Der Bundestag schmettert die Gesetzesinitiative ab. Der SVD kann aber darauf Einfluss nehmen, dass in den Landesverfassungen von Brandenburg, Berlin und Thüringen ein ausdrückliches Diskriminierungsverbot aufgenommen wird.
Anhörung im Rechtsausschuss des Bundestages zum § 175. Mit SVD-Sprecher Volker Beck wird erstmals in der Geschichte des § 175 ein Vertreter einer Schwulenorganisation als Sachverständiger zum Homosexuellen-Strafrecht im Parlament angehört. Am 31.05.1994 wird der § 175 StGB schließlich endgültig aufgehoben.
Zusammen mit anderen Organisationen veranstaltet der SVD-Landesverband Nordrhein-Westfalen in Köln den bundesweit ersten Kongress zu Homosexualität und Alter „Gay and Gray“. Rund 150 Teilnehmer diskutieren zwei Tage über das Thema „Schwule und Alter“.
Der SVD-NRW startet gemeinsam mit dem Landeskriminalamt die Aktion „Liebe verdient Respekt“. Mit Großflächenplakaten und weiteren Medien wird um Akzeptanz für homosexuelle Lebensweisen geworben.
Der SVD-Verbandstag fordert ein Denkmal der Bundes­republik Deutschland in Berlin, das sich mit der Ver­folgung und Unterdrückung von Homosexuellen im Nationalsozialis­mus auseinandersetzt.
Gemeinsam mit weiteren Verbänden organisiert der SVD Protest­aktionen gegen ein Hirten­wort der Katholischen Bischöfe. Darin wird die Aner­kennung homo­sexueller Lebens­gemeinschaften als „schädlich für die Menschen“ und „zerstörerisch für die Gesellschaft“ bezeichnet.
Der 11. Verbandstag in Köln beschließt mit überwältigender Mehrheit die Erweiterung zum „Lesben- und Schwulenverband in Deutschland“. Programm, Satzung und Name werden ergänzt. Der SVD wird zum LSVD.
Mit dem Aufruf „Gleich viel Recht für gleich viel Liebe“ gibt der LSVD den Startschuss zur „Aktion JA-Wort“. Ziele sind die rechtliche Gleichstellung schwuler und lesbischer Paare mit der Ehe sowie die volle gesellschaftliche Anerkennung gleich­geschlechtlicher Lebens­weisen.
Hamburg: Mit Bundesfamilienministerin Dr. Christine Berg­mann besucht zum ersten Mal ein Mit­glied der Bundesregierung einen LSVD-Verbandstag. Sie hält eine Gastrede zum 10-­­­jährigen Verbandsjubiläum.
Der Bundes­tag beschließt das Lebens­partnerschaftsgesetz. Zehn Jahre zäher Überzeugungsarbeit des LSVD haben sich gelohnt. Es ist gelungen, die öffentliche Meinung auf unsere Seite zu ziehen.
Auf Initiative des LSVD empfängt Johannes Rau als erster Bundespräsident eine Delegation lesbischer Bürgerinnen und schwuler Bürger.
Die Initiative „Der homosexuellen NS-Opfer gedenken“ und der LSVD treten mit dem Aufruf „Ein Denkmal für die im Nationalsozialismus verfolgten Homosexuellen“ an die Öffentlichkeit. Zahlreiche Prominente unterzeichnen den Aufruf.
Das Lebens­partnerschafts­ge­setz tritt in Kraft. Der LSVD gratuliert den ersten homosexuellen Paaren, die zum Standesamt gehen.
Das Bundes­ver­fas­sungs­gericht stellt fest, dass das Lebens­partner­schafts­gesetz mit dem Grund­­­gesetz ver­einbar ist und weist die Ver­fassungs­klagen der Bundesländer Bayern, Sachsen und Thüringen zurück; es folgt damit in weiten Teilen der Argumentation des LSVD. In der vorausgegangenen mündlichen Verhandlung war Manfred Bruns Gelegenheit gegeben worden, die Position des LSVD darzulegen.
Der LSVD startet das Projekt „Regenbogenfamilien“ zur Beratung von lesbischen Müttern, schwulen Vätern und ihren Kindern sowie von Lesben und Schwulen mit Kinderwunsch.
Der LSVD führt in Berlin die bundesweite Fachtagung „Regen­bogenfamilien – familiäre und gesellschaftliche Wirk­lichkeit“ durch. Die 150 Teilnehmerinnen und Teilnehmer, die zum Teil mit ihren Kindern angereist waren, tauschen sich mit Vertretern aus Politik, Lehre und Forschung sowie mit Fachpersonal aus den Familienverbänden, Familien- und Jugend­beratungsstellen aus.
Der LSVD Berlin-Brandenburg ist Mitveranstalter des ersten Bundeskongresses Türkeistämmiger Lesben, Schwuler, Bisexueller, Transsexueller und Transgender.
Der Bundes­tag beschließt gegen die Stimmen der CDU/CSU, in Berlin ein nationales Denkmal für die im Nationalsozialismus verfolgten Homosexuellen zu errichten.
Der LSVD startet die Kampagne „Gay Solidarnosc“ zur Unterstützung der Lesben- und Schwulen­bewegung in Polen und anderen osteuropäischen Ländern, wo es immer wieder zu CSD-Verboten und Über­griffen auf CSD-­Demonstrationen kommt.
Der LSVD startet seine Kampagne gegen Bühnenauftritte von homophoben Dancehall-Sängern in Deutschland, die in Songtexten zu Gewalt gegen Homosexuelle aufrufen. In den Folgejahren werden mehrere Konzerte abgesagt.
Das Überarbeitungsgesetz zum Lebens­partnerschaftsgesetz tritt in Kraft. Es beinhaltet auch die Stiefkindadoption sowie die Hinterbliebenenversorgung in der gesetzlichen Rente.
Der LSVD startet das Projekt „Homosexualität als Thema in Migrationsfamilien“ zur kultursensiblen Aufklärung von Familien und Trägern der Familienhilfe und -beratung.
Der LSVD und seine Bündnisorganisationen starten die Aktion 1:1 zur vollen rechtlichen Gleichstellung eingetragener Lebenspartnerschaften. Schritt für Schritt gelingt es in den folgenden Jahren, in den Parlamenten und vor Gericht weitere Rechte zu erkämpfen.
Die erste Ausgabe der LSVD-Zeitschrift für Lesben- und Schwulenpolitik „respekt!“ erscheint.
Der LSVD organisiert Demonstrationen vor den russischen Vertretungen in Berlin, Hamburg, Bonn und München gegen Unterdrückung von Lesben und Schwulen in Russland.
Das Allgemeine Gleichstellungsgesetz tritt in Kraft. Trotz heftiger Widerstände aus Wirtschaft und Politik ist es gelungen, den Diskriminierungsschutz für Lesben und Schwule sowohl im arbeitsrechtlichen wie im zivilrechtlichen Teil des Gesetzes zu verankern.
Der LSVD-Landesverband Berlin-Brandenburg veranstaltet die ersten Respect Gaymes. 300 Sportlerinnen und Sportler nehmen an dem Turnier gegen Homophobie teil. Neben sportlichen Wettbewerben stehen Graffiti, Rap, Streetdance sowie Aufklärungsworkshops auf dem Programm.
Der LSVD erhält offiziellen Beraterstatus beim Wirtschafts- und Sozialausschuss der Vereinten Nationen (ECOSOC).
Der LSVD startet eine Kampagne zur Ergänzung von Artikel 3 Grundgesetz um das Merkmal der sexuellen Identität. Sie wird in den kommenden Jahren als Aktion 3+ bekannt und von zahlreichen Prominenten sowie zivilgesellschaftlichen Verbänden und Organisationen unterstützt.
Der LSVD gründet die Hirschfeld-­Eddy-Stiftung für die Menschenrechte von Lesben, Schwulen, Bisexuellen und Transgender.
Der LSVD initiiert die Kampagne „Keine halben Sachen!“ zur steuerrechtlichen Gleichstellung von Eingetragenen Le­bens­partner­schaften.
Das vom LSVD-Landesverband Sachsen initiierte Projekt "Mission Aufklärung" wird zu einem Bundesprojekt des LSVD mit dem Ziel über die gefährlichen Umpolungs- und Konversionangebote aufzuklären. Das Netzwerk protestiert in den kommenden Jahren regelmäßig gegen evangelikale Netzwerke und Veranstaltungen wie "Campus für Christus", "Christival", "Wüstenstrom" oder "Pro Christ".
In Berlin wird das Denkmal für die im Nationalsozialismus verfolgten Homosexuellen der Öffentlichkeit übergeben. Für den LSVD spricht auf der Veranstaltung Bundesvorstand Günter Dworek. Er erinnert an die Verfolgung im Nationalsozialismus wie in der Nachkriegszeit und betont die Bedeutung des Gedenk­orts für die Gegenwart.
Die Hirschfeld-Eddy-Stiftung veröffent­licht die deutsche Ausgabe der Yogyakarta-Prinzipien mit Unterstützung des Auswärtigen Amtes. Die „Yogyakarta-Prinzipien zur Anwendung der Menschenrechte in Bezug auf die sexuelle Orientierung und geschlechtliche Identität“ waren 2006 von namhaften internationalen Menschenrechtsexpertinnen und -experten entwickelt worden.
Gründung des LSVD-Landesverbandes der Lesben und Schwulen in Mecklenburg-Vorpommern „Gaymeinsam“ e.V. Er versteht sich als Dachverband der lesbisch-schwulen Vereine, Gruppen und Initiativen in Mecklenburg-Vorpommern und als gemeinsames Sprach­rohr gegenüber Politik und Verwaltung.
Der LSVD Bayern feiert das 10-jährige Bestehen des Landesverbandes mit einer großen Gala in Würzburg.
Der LSVD nimmt in einer großen Trauer­feier Abschied von Jacques Teyssier. Der langjährige Bundesschatzmeister und Ehrenvorsitzende erlag mit nur 53 Jahren einem Krebsleiden.
Mit einem großen Festakt und über 500 Gästen feiert der LSVD in der Landesvertretung von Baden-Württemberg in Berlin seinen 20. Geburtstag.
Der LSVD­-Verbandstag verabschiedet das neue Programm „Gleiche Rechte, Vielfalt und Respekt“.
Der LSVD veröffentlicht die Studie „Doppelt diskriminiert oder gut integriert? Lebens­situation von Lesben und Schwulen mit Migrations­hintergrund“.
Der LSVD Hamburg ruft am Internationalen Tag gegen Homophobie zum ersten Rainbow-Flash­mob in Deutschland auf. 700 Menschen setzen auf dem Rathausmarkt ein Zeichen für Menschenrechte und gegen Homophobie.
Auf Anregung des LSVD werden 13 LGBT-Aktivistinnen und Aktivisten aus Afrika vom Menschenrechts­be­auf­tragten der Bundes­regierung zu einer Infor­mations­reise nach Deutsch­land einge­­la­den. Die Hirsch­feld-Eddy-­Stiftung wirbt für die Unterstützung von LGBT-­Projekten in Afrika.
Der saarländische Landtag nimmt nach langjährigen Bemühungen des LSVD Saar den Begriff der „sexuellen Identität“ einstimmig in die Landesverfassung auf.
Der LSVD übergibt an den Staatssekretär Max Stadler im Bundesjustizministerium 40.000 Unterschriften, die eine Grundgesetzänderung und die Aufnahme der sexuellen Identität in Artikel 3 fordern.
Der LSVD startet in Köln das bundesweite vom BMFSFJ über drei Jahre geförderte Projekt „Homosexualität und Familien – eine Herausforderung für familienbezogenes Fachpersonal“.
Der LSVD führt im Berliner Roten Rathaus die Konferenz „10 Jahre Lebenspartnerschaft – Reif für die Ehe“ mit rund 150 Teilnehmenden durch.
Der LSVD Berlin-Brandenburg und der LSVD-Bundesverband organisieren am Tag der Papstrede im Bundestag gemeinsam mit einem breiten gesellschaftlichen Bündnis eine Demonstration unter dem Motto „Keine Macht den Dogmen“, an der sich rund 15.000 Menschen beteiligen.
In Brüssel gründet sich das Europäische Netzwerk der Regenbogenfamilienverbände NELFA. Der LSVD hat diesen Prozess von Anfang an begleitet, er ist Gründungsmitglied der NELFA und im Vorstand vertreten.
Die Hirschfeld-Eddy-Stiftung und „Coming Out“ präsentieren in St. Petersburg eine Plakatkampagne mit Motiven, die Pjotr Tschaikowski, Rudolf Nurejew und Marina Zwetajewa mit zugeklebten Mündern zeigen. Kurze Texte aus persönlichen Briefen und Dokumenten der russischen Kulturgrößen verweisen auf deren Homosexualität. Der Protest richtet sich gegen das homophobe sogenannte „Propagandaverbot“.
Der LSVD führt zusammen mit der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) und der Friedrich-Ebert-Stiftung (FES) in Berlin eine Konferenz zum Thema „Sexuelle Identität und Gender. (K)Ein Thema in Schulbüchern?“ durch.
Der LSVD und die Initiative lesbischer und schwuler Eltern (ILSE) setzen zum „International Family Equality Day“ mit Regenbogenfamilienfesten in deutschen Zoos ein Zeichen für die weltweite Solidarität aller Regenbogenfamilien, für ihre Stärkung und Gleichstellung in Deutschland.
Für sein Engagement gegen Diskriminierung erhält Manfred Bruns den Preis der Antidiskriminierungsstelle des Bundes. Der LSVD präsentiert beim Festakt die von der ADS unterstützte zweisprachige Festschrift für Manfred Bruns, in der die rechtliche Entwicklung zum Thema LSBTI in Deutschland und Manfred Bruns’ Rolle dabei gewürdigt werden.
Die Hirsch­feld-Eddy-Stiftung und das Russian LGBTI Network führen in St. Peters­burg mit Unterstützung der EVZ-­Stif­tung und des Aus­wärti­gen Amtes die Menschenrechts­konfe­renz „Be­deu­tung, He­­raus­­for­de­rungen und Pers­pektiven der Anti­diskri­mi­nie­rungspolitik in der Russischen Föderation“ durch.
Die Hirschfeld-Eddy-Stiftung führt mit Unterstützung des Auswärtigen Amtes eine Besuchsreise von afrikanischen LSBTI-Menschenrechtsverteidiger*innen in Berlin durch, um Unterstützung für ihren Menschenrechtskampf zu mobilisieren. Die Gäste treffen mit Abgeordneten, Kirchen- und Religionsvertreter*innen und Aktivist*innen aus Deutschland zusammen. Auch in den folgenden Jahren werden ähnliche Delegationsreisen organisiert.
Vor dem Bundesrat demonstriert der LSVD für die Unterstützung der Gesetzesinitiative der Länder Rheinland-Pfalz, Hamburg, Schleswig-Holstein und Niedersachsen zur Öffnung der Ehe.
Spitzengespräch des LSVD mit dem Deutschen Olympischen Sportbund über die Positionierung des Leistungssports und des DOSB zur russischen Gesetzgebung gegen „Propaganda nicht-traditioneller sexueller Beziehungen“ im Vorfeld und während der Olympiade in Sotschi.
Der LSVD demonstriert am Ort der Koalitionsverhandlungen vor der SPD-Parteizentrale und fordert angesichts der drohenden Festschreibung der Diskriminierung im Koalitionsvertrag insbesondere die Öffnung der Ehe einschließlich des Adoptionsrechts.
Der LSVD und das Bundesminis­teri­um für wirtschaftliche Zu­sammen­arbeit führen in Berlin die Konferenz „Increasing Support and Resources for LSBTI Rights“ für Vertreterinnen und Vertreter von NGOs, Stiftungen und Regierungen von Geberländern durch. Rund 80 Personen aus 21 Ländern nehmen teil.
Start des LSVD-­Projektes zur „Stärkung von Lesben und Transgender in Subsahara-Afrika“, das in Kooperation mit unserer Partnerorganisation Coali­tion of African Lesbians und filia.die frauenstiftung sowie mit Unterstützung des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit für drei Jahre von Südafrika aus in den Nachbarländern Botswana, Namibia, Sambia und Simbabwe durchgeführt wird.
Der LSVD präsentiert in Berlin die Ergebnisse seines vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend geförderten Projektes „Homosexualität und Familie - eine Herausforderung für familienbezogenes Fachpersonal“.
Der LSVD-Verbandstag verabschiedet das Berliner Manifest gegen Homophobie und Transphobie „Freiheit, Gleichheit und Respekt“ .
Der LSVD führt in Köln zusammen mit dem Network of European LSBTI Families Associations (Nelfa) und der Friedrich-Ebert-Stiftung und mit Unterstützung des BMFSFJ die Europäische Konferenz für Regenbogenfamilien „Different Families – Same Schools” durch.
Der Benefiz­song „100 % Mensch“ zu­gun­sten der Menschen­rechts­arbeit der Hirschfeld-­Eddy-Stiftung in Nigeria, Russ­land und Uganda wird auf dem Kölner CSD präsentiert.
11.-13.09.2014
Zusam­men mit der serbischen Partnerorganisation „Labris“ und dem „Forum for Ethnic Relations“ veranstaltet die Hirschfeld-Eddy-Stiftung in Belgrad mit Unterstützung der Stiftung „Erinnerung, Verantwortung und Zukunft“ und des Auswärtigen Amtes eine Konferenz zum Thema „Menschenrechte von sexuellen Minderheiten und Nichtdiskriminierung in Serbien“.
Start der Bund-Länder-Koordination des LSVD zur Stärkung der Landesverbände und deren inhaltlicher Arbeit. Die BLK ist die Kontaktstelle in allen Fragen der Verbandsarbeit und Schnittstelle zwischen den Landesvorständen und dem Bundesverband.
Start des Projektes „LSBTI-Plattform Menschenrechte“ der Hirschfeld-Eddy-Stiftung zur Vernetzung in der Menschenrechtsarbeit für LSBTI.
Beschluss der Ministerpräsident*innenkon­ferenz über einen neuen ZDF-Staatsvertrag. Auf Druck des LSVD gibt es erstmals eine LSBTI-Vertretung im ZDF-Fernsehrat: Der Freistaat Thüringen entsendet Jenny Renner vom dortigen LSVD-Landesverband.
Auf seinem 27. Verbandstag verabschieden die LSVD-Mitglieder zwei wegweisende Beschlüsse. Zum einen die LSVD-Perspektive 2020 „Akzeptanz ohne Aber. Gleichstellung durchsetzen, Homo- und Transphobie zurückdrängen, Vielfalt weiterdenken.“ Zum anderen „Schule als Ort für Respekt und Vielfalt. Kinder und Jugendliche stärken“ zur Bildungspolitik. Höhepunkt war der Festakt zum 25-jährigen Jubiläum mit zahlreichen Gästen aus Community, Politik und Gesellschaft.
LSVD-Kongress „Respekt statt Ressentiment. Strategien gegen die neue Welle von Homo- und Transphobie“ zusammen mit der Amadeu Antonio Stiftung und mit Unterstützung des BMFSFJ in der Berliner Werkstatt der Kulturen.
Der LSVD appelliert an die 16 Regierungschefinnen und -chefs der Länder, über den Bundesrat für die Öffnung der Ehe initiativ zu werden. Mit einer Kundgebung vor dem Bundesrat stärkt der LSVD den Ländern den Rücken, die sich für Gleichstellung einsetzen.
Start des 3-jährigen LSVD-Modellprojektes „Beratungskompetenz zu Regenbogenfamilien – Erfordernisse und Potenziale in professioneller Begleitung“ mit Unterstützung Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend BMFSFJ.
Konfe­renz der Hirschfeld-Eddy-­Stiftung in Belgrad zusammen mit der serbischen Partnerorganisation Labris und dem US-Victory Institute und mit Unterstützung des Auswärtigen Amtes: Mehr als 160 Menschenrechtsaktivist*innen und Parlamentarier*innen aus allen Ländern des Westlichen Balkans und seiner Nachbarn beraten über Strategien für mehr politische Partizipation von LSBTI. Weitere Konferenzen finden 2016 im Kosovo und 2017 in Montenegro statt.
Die Ministerpräsidentin des Saarlandes, Annegret Kramp-Karrenbauer, stellt sich auf einer öffentlichen Veranstaltung des LSVD-Saar in Saarbrücken der Diskussion über ihre diffamierende Verknüpfung der Ehe für alle mit Inzest und Polygamie.
Der Bundesrat bringt einen Gesetzesentwurf zur Öffnung der Ehe auf den Weg, der schließlich 2017 zum Erfolg führt.
Der LSVD trauert um Martin Pfarr. Er war bereits in der DDR als schwuler Bürgerrechtler aktiv und danach langjähriges Mitglied im LSVD-Landesvorstand Sachsen-Anhalt und im Bundesvorstand.
Der LSVD­-Verbandstag fasst einen umfangreichen Grundsatzbeschluss „Flüchtlinge schützen – Integration fördern“.
Der LSVD legt ein gemeinsam mit dem Bundesverband Trans* (BVT*) und weiteren LSBTI-Organisationen entwickeltes Eckpunktepapier für einen Nationalen Aktionsplan gegen Homophobie und Transfeindlichkeit vor, das von zahlreichen weiteren zivilgesellschaftlichen Organisationen unterstützt wird.
Erstmals führt der LSVD eine Schulung von Entscheider*innen und Sonderbeauftragten für ge­­schlechts­spezifische Verfolgung im Bundesamt für Migration und Flüchtlinge durch.
Der LSVD-­Verbandstag in Berlin beschließt ein detailliertes Positionspapier „Regenbogenfamilien im Recht“ als Ergebnis eines 2-jährigen intensiven Diskussionsprozesses im Verband.
Basierend auf dem 2016 entwickelten Eckpunktepapier für einen Nationalen Aktionsplan gegen Homophobie und Transfeindlichkeit erarbeitet eine Redaktionsgruppe aus LSVD, Bundesvereinigung Trans* (BVT) und dem Netzes gegen Rassismus ein gemeinsames Papier „Menschenrechte schützen, Diskriminierung be­seitigen“. Es wird dem am 14. Juni 2016 beschlossenen Regierungsdokument für einen Nationalen Aktionsplan offiziell als Anhang beigefügt. Den Regierungsplan selbst kritisiert der LSVD als völlig unzureichend.
LSVD-Fachtagung „Regenbogenfamilien bewegen! Beratung zukunftsträchtig gestalten“ in Berlin mit über 100 Fachkräften aus der Familien-, Erziehungs-, Schwangerschafts- und Paarberatung.
Internationale Konferenz „Time to react – zivilgesellschaftliche Handlungsspielräume stärken“ der Hirschfeld-Eddy-Stiftung im Auswärtigen Amt in Berlin.
Der Bundestag beschließt das Gesetz zur Rehabilitierung und Entschädigung der Opfer antihomosexueller Strafgesetzgebung. Mit zahlreichen Eingaben und Stellungnahmen hatte der LSVD seit Jahren Druck auf Bundesregierung und Bundestag gemacht.
Mit dem Beschluss des Deutschen Bundestages über die Öffnung der Ehe für gleichgeschlechtliche Paare findet der jahrzehntelange Kampf des LSVD einen bewegenden Höhepunkt auf dem Weg zur vollständigen rechtlichen Gleichstellung von gleichgeschlechtlichen Paaren.
Start des bundes­weit agierenden LSVD-­Projekts „Miteinander stärken. Rechtspopulismus ent­­ge­gen­wirken“. Ziele sind die Stär­kung von Aktivist*­innen, Fachkräften und Bündnis­­­partner*­innen, die Ver­netzung für neue Bündnisse für gleiche Rechte, Vielfalt und Respekt sowie die Ent­wicklung von Strategien gegen Rechtspopulismus.
Start des LSVD-Projektes Queer Refugees Deutschland mit Unterstützung der Integrationsbeauftragten des Bundes.
Der LSVD reicht einen Bericht zu Deutsch­land im UN-Men­schen­rat in Genf im Rahmen von dessen periodischer Überprüfung der Mitgliedstaaten ein. Er thematisiert darin vor allem die unzureichende Gesetzgebung gegen Hasskriminalität, den notwendigen Nationalen Aktionsplan gegen Homophobie und Transfeindlichkeit und die ausstehende menschenrechtsorientierte Re­­­form des Trans­sexuellenrechts.
Der LSVD muss Eddi Stapel zu Grabe tragen. Der Bürgerrechtler, Gründungsvater und langjährige Ehrenvorsitzende des LSVD starb am 3. September 2017. Er ist auf dem Friedhof von Bismark (Sachsen-Anhalt) bestattet.
Das Bundes­ver­fassungsgericht verkündet seine wegweisende Entscheidung zur „dritten Option“ beim Geschlechtseintrag. Der LSVD hatte zu dem Verfahren auf Anfrage des Bundesverfassungsgerichts eine detaillierte Stellungnahme abgegeben und eindringlich für eine solche Öffnung plädiert.
LSVD-Workshop mit Multiplikator*innen in Berlin zum Spannungsfeld Islamophobie und Homophobie.
Erster Empowerment- und Vernetzungs-Workshop mit geflüchteten LSBTI-Aktivist*­innen in Köln im Rahmen des LSVD-Projektes „Queer Refugees Deutschland".
Maw­jou­­din Queer Film Festival in Tunis mit Unterstützung des Auswärtigen Amtes und der Hirschfeld-Eddy-Stiftung.
Der LSVD lädt im Rahmen des Projektes „Miteinander stärken“ zu einem ersten Regen­bogenparlament in Berlin mit 100 Teil­nehmenden. Ähnliche Ver­anstaltungen in weiteren Regionen folgen.
Der LSVD-Verbandstag in Köln beschließt unter dem Motto „Menschenrechte, Vielfalt und Respekt“ ein neues Grundsatzprogramm für neue Zeiten. Es setzt einen Fokus darauf, die Anerkennung von LSBTI weiter auszubauen, die erkämpften Rechte im Alltag durchzusetzen und sich jedem Rollback entgegenzustemmen.
Anlässlich des 10. Jahrestages des Denkmals für die im Nationalsozialismus verfolgten Homosexuellen besucht mit Frank-Walter Steinmeier auf Einladung des LSVD, der Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas und der Bundestiftung Magnus Hirschfeld erstmals ein Bundespräsident den Gedenkort und überhaupt eine LSBTI-Veranstaltung. In seiner vielbeachteten Rede bittet der Bundespräsident ausdrücklich um „Vergebung – für all das geschehene Leid und Unrecht, und für das lange Schweigen, das darauf folgte.“
Bundeskanzlerin Angela Merkel empfängt erstmals eine Delegation des LSVD im Bundeskanzleramt. Themen des intensiven Gesprächs sind vor allem die Situation von Regenbogenfamilien (insbesondere das Abstammungsrecht), die Ergänzung vom Artikel 3 Absatz 3 Grundgesetz sowie der Kampf gegen Hasskriminalität.
Der LSVD protestiert gegen die im Bundestag von der Regierungskoalition beantragte gesetzliche Einstufung der Maghreb-Länder Algerien, Marokko und Tunesien als sogenannte „sichere Herkunftsstaaten“. Er appelliert, dass keine Staaten als „sicher“ eingestuft werden dürfen, die Homosexualität mit Strafe bedrohen.
Mit Jahresbeginn ist der LSVD mit einem Sitz im Hörfunkrat und Programmausschuss des Deutschlandradios vertreten.
Der LSVD-Verbandstag verab­schiedet die Resolution „Für ein inklusives und würdiges Gedenken aller Opfer des Nati­onalsozialismus“ Weitere Schwer­punkte sind das inter­nationale Engagement für Menschen­rechte, Vielfalt und Respekt sowie das 20-jährige Jubiläum der Erweiterung zum LSVD.
Beginn des internationalen Jugendaustausches „For our Rainbow Future“ mit Teilnehmenden aus Frankreich, Deutschland und dem Westbalkan. Durchgeführt wird das Trainingsprogramm vom LSVD, dem Mouvement d’Affirmation des Jeunes Gais, Lesbiennes, Bi & Trans (und der LGBTI Equal Rights Association zusammen mit dem Deutsch-Französischen Jugendwerk und dem in Albanien ansässigen „Regional Youth Cooperation Office“. Unterstützt wir das Projekt mit Mitteln aus dem Auswärtigen Amt und dem Französischen Außen­ministerium.
Die vom geplanten Verbot von sogenannten Konversionsthera­pien eingerichtete Fach­kom­­mis­sion legt ihren Ab­schluss­be­richt vor. Für den LSVD waren Gabriela Lüns­mann aus dem LSVD-­Bundes­­vor­stand und Hartmut Rus vom LSVD-­Netzwerk „Mission Auf­klärung“ Mitglied in der Fach­kom­mission.

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