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Timestamp: 2018-03-21 01:41:52+00:00

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7. Kapitel: Haftungsansprüche bei Spielen der Lizenzligen : Verbandshaftung bei Spielmanipulation durch Fußball-Schiedsrichter
7. Kapitel: Haftungsan...
Die im Zivilrecht angesiedelte Arbeit befasst sich mit der Verbandshaftung bei Spielmanipulation durch Fußball-Schiedsrichter. Es wird untersucht, wie und ob die Verbände haften, wenn ein von ihnen eingesetzter Schiedsrichter ein Spiel manipuliert, um für sich oder einen Dritten einen Wettgewinn zu erzielen. Die Verbandswettbewerbe und die Rechtsstellung des Schiedsrichters werden zur Klärung dieser Frage anhand von unveröffentlichten Vertragsunterlagen rechtlich qualifiziert. Für die unterschiedlichen Wettbewerbe werden die Anforderungen bei der Darlegung eines Schadens festgelegt. Ebenso wird aufgezeigt, dass in den meisten Fällen die abgeschlossenen Schiedsgerichtsvereinbarungen mit den Verbänden oder vorherige Schiedsgerichtsurteile den Weg vor die Zivilgerichte nicht versperren.
9783653959062
http://dx.doi.org/10.3726/978-3-653-06376-9
Frankfurt am Main, Berlin, Bern, Bruxelles, New York, Oxford, Wien, 2016. 408 S.
B. Aufbau der Problemlösung und Fragestellungen
A. Der Bundesligaskandal
B. Der Fall Hoyzer
III. Brasilien
D. Die europäische Wettskandal 2009
E. Die aktuellen Fälle
I. Die Grenzen der Verbandsautonomie
II. Überprüfbarkeit verbandsrechtlicher Entscheidungen
aa) Der Bundestag
cc) Das Präsidium
d) Rechtsorgane
e) Revisionsstelle
f) Ausschüsse
g) Schiedsrichter-Kommissionen
h) Spielklassen
2. Die Regionalverbände
3. Die Landesverbände
a) Die Deutsche Fußball Liga GmbH (DFL)
b) Organe
aa) Der Grundlagenvertrag zwischen Ligaverband und DFB
bb) Die satzungsgemäßen Rechte des Ligaverbandes im Verhältnis zum DFB
cc) Die satzungsgemäßen Pflichten des Ligaverbandes im Verhältnis zum DFB
b) Spielerlaubnis
aa) Schiedsgerichtsvertrag
bb) Zulassungsvertrag
cc) Spielerberechtigungsliste
a) Süddeutscher Fußball-Verband
b) Fußball-Regional-Verband-Südwest
c) Westdeutscher Fußball- und Leichtathletikverband
d) Norddeutscher Fußball-Verband
e) Nordostdeutscher Fußball-Verband
3. Rechtsbeziehungen zum DFB
aa) Meinung eines Teils der Literatur
b) Schiedsgerichtsvertrag
c) Spielerlaubnis
5. Rechtsbeziehungen zur Regionalliga Südwest GbR
a) Rechtsbeziehungen zum Verein
aa) Mittelbare Mitgliedschaft
(1) Spielerpass
(2) Spielberechtigungsliste
(3) Spielerlaubnis Lizenzmannschaft
aa) Rechtsbeziehungen zum Verein
(a) Die arbeitsrechtlichen Theorien
(b) Die vereinsrechtlichen Theorien
(c) Die schuldrechtlichen Theorien
(d) Die subordinationsrechtlichen Theorien
(e) Eigene Stellungnahme
(2) Spielerlaubnis für die Lizenzligen
(3) Der Schiedsgerichtsvertrag für Lizenzspieler
bb) Rechtsbeziehungen zu den Verbänden
IV. Wettunternehmer
1. Der Zuschauervertrag
2. Der Sportwetten-Vertrag
1. Rechtbeziehungen des DFB
2. Rechtsbeziehungen der Landes- und Regionalverbände
3. Rechtsbeziehungen des Ligaverbandes
4. Rechtsbeziehungen der Vereine
5. Rechtsbeziehungen der Spieler
6. Rechtsbeziehungen der Wettunternehmer
7. Rechtsbeziehungen der Zuschauer
I. Rechtsbeziehung zum Verein
a) Mittelbare Mitgliedschaft
aa) Dauerschuldverhältnis
bb) Rahmenvertrag
c) Übernahme der Spielleitung
aa) Berufung auf die DFB-Schiedsrichterliste
(a) Arbeitnehmerstatus des Schiedsrichters
(b) Schiedsrichter als freier Unternehmer
(c) Schiedsrichter als arbeitnehmerähnliche Person
aa) Werkvertrag
bb) Dienstvertrag
(1) Selbständige wirtschaftliche Tätigkeit im Fremdinteresse
(2) Bestimmung nach dem Interesse der Beteiligten
1. Verletzung einer Hauptleistungspflicht
2. Verletzung einer Nebenpflicht
2. Einbeziehungsinteresse des Gläubigers
3. Erkennbarkeit des geschützten Personenkreises
4. Schutzbedürftigkeit des Dritten
5. Ersatz von Vermögensschäden
I. Haftung gem. § 823 Abs. 1 BGB
1. Betrug zum Nachteil eines Spieler
2. Betrug zum Nachteil des unterlegenen Vereins
3. Betrug zum Nachteil des Verbandes
bb) Kausaler Irrtum und dadurch bedingte Vermögensverfügung
cc) Vermögensschaden
dd) Subjektiver Tatbestand
b) Beihilfe zum Betrug gem. §§ 263 Abs. 1, 27 StGB bei Wettgewinn eines Dritten
5. Betrug zum Nachteil eines Wettteilnehmers
III. Haftung gem. § 826 BGB
I. Mittelbare Mitgliedschaft
a) Aufforderung zur Meldung
b) Meldung der Vereine
c) Rechtliche Qualifikation des Teilnahmevertrages am DFB-Pokal
2. Mängelrechte
a) Haftungszuweisung nach § 31 BGB
aa) Schiedsrichter als Erfüllungsgehilfe
bb) Handeln in Erfüllung einer Verbindlichkeit
cc) Verschulden des Schiedsrichters
III. Verbandsrechtlicher Haftungsausschluss
B. Ansprüche der Spieler
I. Nacherfüllung gem. §§ 634 Nr. 1, 635 BGB
II. Schadensersatz gem. §§ 634 Nr. 4, 636, 280 BGB
a) Grundlagenvertrag als Vertrag zugunsten Dritter
b) Grundlagenvertrag als Vertrag mit Schutzwirkung zugunsten Dritter
c) Lizenzvertrag als Vertrag zugunsten Dritter
a) Schiedsrichter als Verrichtungsgehilfe
b) Widerrechtliches Verhalten
aa) Auswahl der Schiedsrichter
bb) Anleitung der Schiedsrichter
cc) Überwachung der Schiedsrichter
II. Ansprüche der Spieler
III. Ansprüche der Wettunternehmer
IV. Ansprüche der Zuschauer
a) Pflichtverletzung aus Schuldverhältnis
b) Doppelte Anwendung des § 278 BGB
b) Zurechnung nach § 278 BGB
1. Haftung aus Vertrag
a) Rechtliche Qualifikation des Zulassungsvertrages 3. Liga
aa) Anspruch aus dem Zulassungsvertrag
bb) Anspruch aus Mitgliedschaftsverhältnis
aa) Anspruch aus Zulassungsvertrag der Oberliga Nordost
bb) Anspruch aus Zulassungsvertrag der Regionalliga Nordost
c) Bei Spielen der Regionalliga West
d) Bei Spielen der Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar
a) Bei Spielen der Regionalliga West
b) Bei Spielen der anderen Regionalverbände
aa) Bestehen einer GbR
bb) Vorliegen einer Verbindlichkeit der GbR
cc) Gesellschafterstellung im Zeitpunkt der Begründung des Rechtsverhältnisses
b) Bei Spielen der Regionalliga Bayern
c) Bei Ligaspielen auf Ebene der Landesverbände (Oberliga abwärts)
a) Bei Spielen der Regionalliga Südwest
1. Naturalrestitution
a) Vermögensminderung
b) Gewinnchance
a) Gewöhnlicher Lauf der Dinge
b) Maßgeblicher Zeitpunkt
c) Schadenshöhe
a) Aquivalenztheorie
c) Schutzzweck der Norm
1. Ersatzfähigkeit der Vermögensminderung
2. Ersatzfähigkeit von Aufwendungen
2. Geldersatz
a) TV-Gelder nach Tabellenplatz
b) Qualifikation für einen internationalen Wettbewerb
c) Abstieg aus einer Liga
d) Aufstieg in eine Liga
4. Haftungsausfüllende Kausalität
2. Entgangener Gewinn
3. Haftungsausfüllende Kausalität
II. Art und Umfang des Schadensersatzes für Spieler
a) Inhalt des Vertrages
b) Schiedsfähigkeit der Streitigkeit
c) Form der Schiedsvereinbarung
d) Zusammensetzung des Schiedsgerichts
e) Freiwilligkeit
a) Notwendiger Inhalt
aa) Notwendiger Inhalt
bb) Schiedsfähigkeit der Streitigkeit
cc) Form der Schiedsvereinbarung
dd) Zusammensetzung des Schiedsgerichts
ee) Freiwilligkeit
2. Regionalliga Bayern
4. Regionalliga Südwest
5. Regionalliga Nordost
6. Regionalliga Nord
III. Bei Spielen des DFB-Pokals
I. Vorrang des internen Verbandsrechtsweges
II. Anrufung eines Schiedsgerichts
A. Resümee
I. Zu den Rechtsbeziehungen im Fußballsport
II. Zur Rechtsstellung des Schiedsrichters
III. Zur Haftung des manipulierenden Schiedsrichters
IV. Zur Vertragshaftung des Verbandes als Veranstalter des DFB-Pokal
V. Zu den Haftungsansprüchen bei den Spielen der Lizenzligen (Bundesligen)
VI. Zu den Haftungsansprüchen bei den Spielen der Nicht-Lizenzligen
VII. Zur Haftungsausfüllung
VIII. Durchsetzbarkeit der Haftungsansprüche
7. Kapitel: Haftungsansprüche bei Spielen der Lizenzligen
Als Nächstes richtet sich der Blick auf den Bereich, in welchem am meisten Geld umgesetzt wird und der deshalb neben dem sportlichen auch gerade einen finanziell hohen Anreiz besitzt, den Lizenzspielbetrieb. Ausgangsfall ist wieder, dass ein Schiedsrichter vorsätzlich ein Spiel manipuliert und es sich bei dem Spiel um eines der Bundesliga oder 2. Bundesliga handelt. Wieder stellt sich die Frage für die Vereine, Spieler, Wettunternehmer und Zuschauer, ob ihnen zivilrechtliche Ansprüche gegen einen der beiden Verbände zustehen. Im Gegensatz zum DFB-Pokal ist Veranstalter der Lizenzligen der Ligaverband. Allerdings setzt der DFB auch zu diesen Spielen die Schiedsrichter an. Somit könnten Haftungsansprüche sowohl gegen den Ligaverband als auch gegen den DFB bestehen. Die Fragen zur Haftungsausfüllung werden in diesem Zusammenhang nicht geklärt.
A. Ansprüche gegenüber dem DFB
Der DFB setzt durch die DFB-Schiedsrichterkommission Elite die Schiedsrichter für die Spiele der Bundesliga und 2. Bundesliga an. Für eine vorsätzliche Spielmanipulation, die ein vom DFB angesetzter Schiedsrichter begeht, könnte der Verband evtl. im Verhältnis zu den an diesem Spiel in verschiedener Weise partizipierenden Parteien für entstandene Schäden haften.
2. Kapitel: Historie der Fußballmanipulationen
C. Die großen Manipulationsskandale im Ausland
3. Kapitel: Autonomie des Sportrechts und rechtliche Strukturen im Fußballsport
A. Die Autonomie des Sportrechts
B. Rechtliche Strukturen und Vertragsbeziehungen
I. Die Verbände
1. Der Deutsche Fußball-Bund
4. Der Ligaverband
c) Die Rechtsbeziehungen zwischen dem Ligaverband und dem DFB
II. Die Vereine und Kapitalgesellschaften
1. Rechtsbeziehungen zu den Landesverbänden
c) Regionalliga Bayern
2. Rechtsbeziehungen zu den Regionalverbänden
4. Rechtsbeziehungen zum Ligaverband
a) Rechtliche Einordnung des Lizenzvertrages
III. Die Fußballspieler
1. Der Amateurfußballer
b) Rechtsbeziehungen zu den Verbänden
bb) Spielererlaubnis
2. Der Nicht-Amateurfußballer
a) Der Lizenzspieler
(1) Der Lizenzvertrag für Lizenzspieler
b) Der Vertragsspieler
V. Zuschauer
VI. Zusammenfassung der Rechtsbeziehungen der Beteiligten
4. Kapitel: Die Rechtsstellung des Schiedsrichters
A. Die Organisation des Schiedsrichterwesens
II. Rechtsbeziehungen zu den Verbänden
1. Verhältnis zu den Landes- und Regionalverbänden
b) Schiedsrichterlizenz in Form des Schiedsrichterausweises
2. Verhältnis zum DFB
bb) Rahmenvereinbarung
(1) Qualifikation der Schiedsrichtertätigkeit
cc) Geschäftsbesorgungsvertrag
5. Kapitel: Haftung des manipulierenden Schiedsrichters
I. Haftung aus der Rahmenvereinbarung
II. Haftung aus Geschäftsbesorgungsvertrag
III. Haftung aus dem Auftragsverhältnis
IV. Vertrag mit Schutzwirkung zugunsten Dritter
B. Deliktische Haftung
II. Haftung gem. § 823 Abs. 2 BGB i.V.m. § 263 StGB
4. Betrug zum Nachteil des Wettanbieters
a) Betrug gem. § 263 Abs. 1 StGB bei eigenem Wettgewinn des Schiedsrichters
6. Kapitel: Vertragshaftung des DFB als Veranstalter von Pokalspielen
A. Ansprüche der Vereine und Kapitalgesellschaften
II. Teilnahmevertrag
b) Haftung für Erfüllungsgehilfen nach § 278 BGB
C. Ansprüche der Wettunternehmer
D. Ansprüche der Zuschauer
I. Ansprüche der Vereine
d) Exkulpationsmöglichkeit nach § 831 Abs. 1 S. 2 BGB
B. Ansprüche gegenüber dem Ligaverband
8. Kapitel: Haftungsansprüche bei Spielen der Nicht-Lizenzligen
A. Ansprüche bei Spielen der 3. Liga
B. Ansprüche gegenüber den Regionalverbänden
a) Bei Spielen der Regionalliga Nord
b) Bei Spielen der Regionalliga und Oberliga Nordost
C. Ansprüche gegenüber den Landesverbänden
9. Kapitel: Haftungsausfüllung
A. Bei Spielen des DFB-Pokals
I. Art und Umfang des Schadensersatz für Vereine
II. Schadensersatz der Zuschauer
B. Bei Spielen der Lizenzligen
I. Art und Umfang des Schadensersatzes für Vereine
II. Art und Umfang des Schadensersatzes für Lizenzspieler
C. Bei Spielen der Nicht-Lizenzligen
10. Kapitel: Durchsetzbarkeit der Haftungsansprüche
A. Einrede der Schiedsgerichtsbarkeit
I. Bei Spielen der Lizenzligen
1. Schiedsgerichtsvertrag für Vereine und Kapitalgesellschaften
2. Schiedsgerichtsvertrag für Lizenzspieler
II. Bei Spielen der Nicht-Lizenzligen
a) Schiedsgerichtsvertrag für Vereine
B. Entgegenstehende Rechtskraft
11. Kapitel: Schlussbetrachtung

References: § 823
 § 826
 § 31
 § 278
 § 278
 § 823
 § 263
 § 263
 § 278
 § 831