Source: http://www.zahnwissen.de/lexikon_V.htm
Timestamp: 2019-05-20 13:29:48+00:00

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"Dentalstahl", "Wipla"; Name abgeleitet von "Versuchsreihe 2 Austenitgefüge"; in der ZHK eingesetzten "Stähle" für (Klammer-)Drähte (NEM-Legierungen). Sie haben neben Chrom oft auch Vanadium und Molybdän als Legierungsbestandteile.
Durch ein möglichst hohes Vakuum beim Brennen der Keramikmassen in der Brennkammer (sog. "evakuierter Ofen") werden diese während der Sinterung stärker verdichtet und bewirken so eine bessere Oberflächenqualität, geringere Porosität (Poren = Verminderung der Transluzenz), verbunden mit besserer Stabilität und Farbtreue.
Keramik, Sintern, Zwischenbrand
Tauglichkeit, Zuverlässigkeit einer Aussage oder Studie, engl.: validity; gibt den Grad der Genauigkeit bzw. die Qualität an, mit dem ein Verfahren, welches misst/untersucht, was es zu messen beabsichtigt.
Blindversuch, Reliabilität, Sensitivität, Spezifität
Alveolarbucht, Nasenblasversuch
2.) Körperschmuck-Trend, wobei die natürlichen Eckzähne angespitzt oder künstlich verlängert werden. Im Gegensatz zu vielen anderen (harmlosen) Zahnschmuckarten werden bei dieser Form der (Selbst)Verstümmelung an der Zahnsubstanz bleibende Schäden gesetzt, da der bedeckende Zahnschmelz i.d.R. zum erheblichen Teil durch das gewollte Anspitzen entfernt wird.
Dazzler, Zahnschmuck
vom engl. für Lack; Schutzlack bei der Fertigstellung von GIZ-Füllungen. V. wird nach dem Legen der Füllung dünn aufgetragen und mit dem Luftbläser getrocknet. So ist ein temporärer Schutz vor Mundfeuchtigkeit während der Abbindephase gegeben.
Vasokonstringens, (Gegensatz: Vasodilatoren), u.a. Bez. für: gefäßverengende Medikamente (Vasokonstringenzien), engl.: vasoconstrictor(s), welche den Tonus der Gefäßmuskulatur erhöhen. Bei der zahnärztlichen Lokalanästhesie bewirkt ein derartiger Zusatz eine begrenzte Anämie und damit eine gesteigerte Wirkdauer und -tiefe, reduziert den Blutverlust und verringert die systemische Toxizität des Lokalanästhetikums. Als klassische Vertreter gelten Noradrenalin u. Adrenalin als postganglionäre Transmitter des Sympathikus. Regelmäßiger Zusatz bei der Lokalanästhesie.
Das Verzichten auf einen V. bei bestimmten Patienten mit kardiovaskulären Vorerkrankungen (Hintergrund: unnötige Belastung des Herz-Kreislauf-Systems) ist umstritten, da es bei einem Weglassen des V. zu einer ineffektiveren Schmerzausschaltung kommt, mit dann verstärkt statt findender endogener Katecholamin-Ausschüttung. Dies könne ein höheres gesundheitliches Risiko bedeuten als ein V.-Zusatz.
Anämie, Clonidin
In Form des Derivates Felypressin findet es Anwendung bei Lokalanästhetika anstelle von Adrenalin, wie z.B. in Xylonest™.
Vasokonstringenzien, engl.: vasopressors; pharmakologische Stoffe, welche u.a. auf die glatte Muskulatur der Blutgefäße wirken und diese verengen - das Gewebe wird dadurch weniger durchblutet. Dieser Effekt wird bei der örtlichen Betäubung (Lokalanästhesie) angewandt, indem man dem eigentlichen Betäubungsmittel V. beimengt, um durch die geringere Durchblutung ein längeres Verweilen des Medikamentes am Betäubungsort zu erzielen, mit geringeren Mengen des Betäubungsmittels arbeiten zu können (durch Verzögerung der lokalen Resorption) und in dem Operationsgebiet (bei chirurgischen Eingriffen) eine relative Blutleere zu erreichen. Gebräuchliche Zusätze bei der Lokalanästhesie sind Adrenalin oder Noradrenalin.
Adrenalin, Lokalanästhetika, Vasokonstriktoren, Vasopressin
http://www.vddi.de/de
VDZI , Verband Deutscher Zahntechniker Innungen; http://www.vdzi.de/
Vereinigung Demokratische Zahnmedizin e. V. , engl.: combination democratic dental medicine e. V. ; zahnärztlich eher unbedeutender Zusammenschluss von Zahnärztinnen und Zahnärzten (Gründung 1978) sowie Beschäftigten aus allen Bereichen der Zahnmedizin. Der VDZM wendet sich nach Eigenangaben gegen die herkömmliche, nur auf Vertretung der Eigeninteressen beschränkte Standespolitik.
http://vdzm.de
Ultraschallgerät in der Parodontitis-Therapie; engl.: dito:
PerioScan, Ultraschallgeräte, Zahnsteinentfernung
krankheitstypisch tänzelnder Gang, engl.: St. Vitus' dance; umgangssprachliche bzw. historische Bezeichnung für eine extrapyramidale Bewegungsstörung, meist in Form der Chorea Huntington. U.a. kann es zu Schluckstörungen kommen, mit der Gefahr des Verschluckens von Nahrung oder Fremdkörpern. Die etwa im 4. Lebensjahrzehnt auftretende erbliche, nicht geschlechtsgebundene Erkrankung hat als weitere Begleitsymptome Wesensveränderungen bis hin zur Demenz als Folge.
Velum ; i.d.R. in der ZHK abkürzende Bez. für Velum palatinum = Gaumensegel
Vena-Cava-Syndrom ; Schwangerschaft - "jedes Kind ein Zahn"?
Veneers sind Keramik-Verblendschalen für die sichtbaren Zahnflächen im Frontzahnbereich, die mittels Adhäsivtechnik nach entsprechender Präparation (s.u.) an der Zahnhartsubstanz befestigt werden. Sie können hauchdünn industriell hergestellt werden und bieten optimale Eigenschaften für Lichtbrechung und farbliche Individualisierung. V. können direkt im Mund aus Komposite-Materialien hergestellt oder (häufiger) im zahntechnischen Labor bzw. in der Praxis mittels CAD/CAM (meist aus Keramik) gefertigt werden, wobei letztere Fertigungstechnik besonders unter ästhetischen Gesichtspunkten zu bevorzugen ist.
"Non-Prep-Veneers" (werden ohne Zahnsubstanzabtragung aufgeklebt)
"360°-Veneers" (sind ähnlich einer dünnen Vollkeramikkrone bzw. Teilkrone)
bukkale Verblendschalen
V. bieten mögliche Therapielösungen bei:
Reparatur abgebrochener Zähne ( Zahnfrakturen)
Der Substanzverlust ist erheblich geringer als für eine VMK-Krone oder Porzellankrone (nur 0,6-0,8 mm statt 1,2-1,5 mm bei einer Krone). Als Präparationstechnik wird die sog. "Grübchentechnik" empfohlen, wobei mit kleinen Rosenbohrern Orientierungsgruben auf der Labialfläche gesetzt werden, um eine ideale Präparationstiefe (~ 0,5 mm) auf der ganzen Fläche zu gewährleisten.
Keramik ist bekanntermaßen hinsichtlich der Lichtbrechung, Brillanz und Festigkeit der natürlichen Zahnhartsubstanz sehr ähnlich. Die Lichtstrahlen, die in die Zahnoberfläche eintreten, werden durch die Lichtbrechung der Keramikschichten in das angrenzende Zahnfleisch weitergeleitet. Dadurch erhält das Zahnfleisch wie bei den natürlichen Zähnen eine vitale, frisch-rosa Farbe – es sieht gesund aus. Der Unterschied zur „rosa Ästhetik“ wird erkennbar im Vergleich mit metallgestützten Restaurationen, die diese Lichtdurchleitung blockieren und so die Umgebung "tot" erscheinen lassen. Da kein Metall vorhanden ist, fehlt auch die labortechnisch bedingte kreidig-opake Abdeckung derselben, welche eine Krone u.U. "kreidig" erscheinen lässt.
Die Behandlung mit V. oder einer Teilkrone wird als minimalinvasiv bezeichnet; sie ist farblich brillanter und kann parodontal atraumatischer erfolgen. Mittlerweile werden V. in allen Nachuntersuchungen beste Langzeitresultate und eine gute Stabilität bescheinigt. Die klinischen Bewertungen veranlasste die DGZMK, V. als wissenschaftlich anerkannte Therapieform zu bezeichnen. Die früher bestehende Problematik eines Lösens und öfteren Wiederbefestigens ("rebonding") der Schalen ist durch moderne Adhäsivsysteme bei richtiger Indikation auf etwa 1 % gesunken. Insofern stellen keramische V. eine sehr gute und haltbare Alternative dar, wenn z.B. verfärbte Frontzähne ästhetisch ansprechend versorgt werden sollen.
Werden defektbezogen die Schneidekante und/oder die Approximalbereiche ganz oder teilweise in die Präparation einbezogen, handelt es sich nach Auffassung der DGZMK um eine Teilkrone.
Ab 2004 werden auf dem deutschen Markt sog. "non-invasible veneers" oder "additional veneers" - was soviel bedeutet, dass am Zahn selbst keine oder nur sehr wenig Substanz abgetragen wird - für ästhetische Korrekturen angeboten (auch unter dem Namen "Non-Prep-Veneers" bekannt). Diese nur 0,3 mm dünnen Lamellen werden einfach auf den Zahn nach vorheriger Reinigung und evtl. Bleichung aufgeklebt - Langzeitergebnisse liegen bisher nicht (2010) vor ( Lumineers™), die kosmetischen Ergebnisse werden kontrovers diskutiert.
ästhetische Zahnmedizin, Componeer, Diastema, Facette, Frontzahnchips, Rezession, Vollkeramik
Erhöhtes Risiko für Veneers auf exponiertem Dentin (zm, 2017)
Minimal- und No Prep Veneers bei Amelogenesis imperfecta (ZWP, 2011)
Video: Ästhetische Versorgung mit Non-Prep-Veneers (ZWP, 2018)
Funktionsrand, "Abdichtungsrand", engl.: valve border; "Abdichten" durch die Schleimhaut am Prothesenrand; Schlagwortbezeichnung für den Abschlussrand einer Vollprothese zu den angrenzenden Strukturen in der Umschlagfalte, welche unter Muskelfunktion variabel in der Länge und dem Verlauf sind. Dieser Rand ist für die Saugwirkung einer Vollprothese von entscheidender Bedeutung: Ist dieser zu kurz, so kann sich mangels Abschluss kein Unterdruck aufbauen; ist er zu lang, so wird die Prothese unter Funktion (Kauen, Sprechen) abgehebelt. Unterteilung in Außen- und Innenventil.
Funktionsabdruck, Haftmittel, Sublingualrolle, Umschlagsfalte
engl.: connecting bar; Oberbegriff für eine Vielzahl von Konstruktionen, deren Aufgabe es ist, die Elemente einer Teilprothese (Prothesensättel, Verbindungselemente) miteinander zu verbinden. Unterteilung in:
verbinden die optisch "großen" Teile (Prothesensättel der rechten und linken Kieferhälfte) mit einander. Hierzu zählen Kummetverankerung, Lochplatte, Palatinalbügel, Torsionsbügel, Transversalbügel, Unterzungenbügel
sind die Teile einer Klammer o. eines Verbindungselements, welche eine "Verbindung" zur Prothesenbasis herstellen
Verankerungselement, engl.: (prosthetic) attachment; Teil für die Fixierung von herausnehmbaren Zahnersatz am Restgebiss. Unterscheidung in:
i.d.R. "in einem Stück" am Modellguss mit versch. Ausführungen, wie Doppelarm-Auflage-Klammern, Bonwill-Klammern, Ring-Klammern; Standard bei "einfachem Zahnersatz" ("Modellguss") oder in Kombination mit entsprechenden Klammerkronen
(s. Abb.) immer aus zwei Teilen bestehend: der positive (+) = Matrize, welcher meist an der Krone des Restgebisses fest verankert (verlötet) und der negative (-) = Patrize, welcher meist mit dem herausnehmbaren Teil verbunden ist
zylindrische Teleskopkronen , mit und ohne Stützfunktion
"Druckknöpfe" ("CeKa-Anker"; kaum noch verarbeitet)
Ankerbandkrone, Ankerelement, bedingt abnehmbar, CeKa-Anker, Geschiebe, Gerber, Gilmore Reiter, Halteelement, Klammer, Kombinationsprothese, Palatinalbügel, Riegel, Stützelement, Teilprothese, Teleskopkrone, Verbinder, Verblockung
Veneerkrone, engl.: faced crown; Metallkrone mit einer zahnfarbenen Deckschicht (Verblendung) zur sichtbaren Zahnaußenseite und evtl. zur Kaufläche und den Zahnseitenflächen hin. Das Verblendungsmaterial kann aus aufgebrannter Keramik oder "aufgeklebten" ( Retentionsperlen, Silanisierung) Kunststoff bestehen.
Kunststoffmaterialien haben den Nachteil, dass sie sich bei intensiver Zahnpflege abnutzen, beim ständigen Kontakt mit dem Zahnfleisch allergische Reaktionen auslösen können, verstärkt zur Bildung von Plaque neigen, eine Tendenz zum Verfärben haben und kosmetisch nicht die Ästhetik der Keramik erreichen; zur Verblendung von Kauflächen sind sie wegen ihrer geringen Abrasionsfestigkeit ungeeignet. Vorteil ist die preiswertere Herstellung und die Möglichkeit einer Reparatur im Mund, falls Beschädigungen an der Verblendschicht auftreten sollten. Ein Haupteinsatzgebiet von Kunststoff-Verblendungen sind Außenteleskope, da Kunststoffe wegen ihrer Elastizität gutmütiger auf Spannungen reagieren, die passungsbedingt bei Doppelkronen im Außenteil auftreten können.
Keramikverblendungen können nur der sichtbaren Außenfläche von künstlichen Kronen eine Zahnähnlichkeit verleihen oder aber die Kaufläche und weitere Teile der Krone mit einbeziehen ("vollverblendet"). Sie sind ästhetisch und biologisch gut, erreichen aber nicht die Natürlichkeit und Bioverträglichkeit von reinen Keramik- oder Galvanokronen. In der Herstellung teurer als Kunststoffverblendungen, ist eine Reparatur im Mund - z.B. nach Abplatzen der Keramik durch einen Biss auf einen harten Fremdkörper oder durch Fehlbelastungen - nur mangelhaft möglich. Wegen der Härte der Keramik (diese ist härter als der natürliche Zahnschmelz) ist die Verblendung der Kaufläche nicht unproblematisch; wenn kosmetisch vertretbar, sollte darauf verzichtet werden.
Die Gesetzliche Krankenversicherung (in D, 2006) kennt nach ihren Richtlinien sog. Verblendgrenzen: Wird ein Zahn mit einer Krone "überzogen", so ist es von der Funktion her völlig ausreichend, wenn diese Krone nur aus Metall besteht. Allerdings entspricht es in unserer Gesellschaft nicht mehr einem "Schönheitsideal", wenn im sichtbaren Bereich Metall zu sehen ist (das war früher bei uns anders und gilt heute noch in ärmeren Ländern als Zeichen des Wohlstands). Nach dem Wirtschaftlichkeitsgebot der Gesetzliche Krankenversicherung kann es aber nicht sein, dass nun jeder Zahn mit einer zahnfarbenen Schicht (= Verblendung) überzogen wird. Deshalb wurden sog. Verblendgrenzen eingeführt, die nach den Richtlinien (unter ZE-Richtlinien o. © KZBV) derart definiert sind, dass im Oberkiefer die Frontzähne und die kleinen Backenzähne, im Unterkiefer ebenfalls die Frontzähne, aber nur noch die vorderen kleinen Backenzähne als "verblendnotwendig" angesehen werden (s. Abb.). Nach dem Zahnschema sind dies die Zähne 15 - 25 u. 34 - 44.
Keramikschulter, Krone, Kunststoffkrone, Mathé Krone, Metallkaufläche, Opaker, Retentionsperlen, Sandwichtechnik
VMK. Die Bezeichnung "VMK" wurde ursprünglich mit "Vita-Metall-Keramik" übersetzt, da die Fa. Vita ("Zahnfabrik") in Bad Säckingen maßgeblich die Entwicklung dieser Technik vorangetrieben hat. Metallkeramik
Stabilisierung, engl.: interlock; der Begriff ist vornehmlich in der Parodontologie oder Prothetik gebräuchlich im Sinne einer starren Verbindung noch vorhandener Zähne (im meist reduzierten Restgebiss/Lückengebiss). Die V. erfolgt hauptsächlich aus Stabilitätsgründen der Konstruktion und zur gleichmäßigen Verteilung der auftretenden Kräfte auf die Restzähne, um einer Überbelastung/Lockerung vorzubeugen. Es wird unterschieden:
mittels Schienen, miteinander verbundenen (gelötet oder gegossen) Kronen o. Inlays, Stegen
durch Teleskope, Geschiebe und ähnliche Konstruktionen. Diese Verblockungsart besteht nur solange, wie sich der herausnehmbare Teil über den Pfeilerzähnen befindet.
Bei einer V. ist besonders darauf zu achten, dass der Interdentalraum nicht bedeckt ist ("hygienische Verblockung") und somit die Interdentalpapille frei liegt. Daraus ergibt sich, dass z.B. künstliche Kronen nach Möglichkeit nur an den Kontaktpunkten punktförmig verblockt werden sollten.
Interlock-Geschiebe, Kombinationsprothese, Parodontalschiene, Stabilisierungsschiene, Zahnersatz
zwei miteinander verblockte
Kronen als sog. "primäre Verblockung"
Hybridbrücke, Kombinationsbrücke, engl.: composite bridge; als V. werden festsitzende bzw. bedingt abnehmbare Zahnersatzkonstruktionen bezeichnet, die zumindest einen eigenen Zahn und mindestens ein Implantat verbinden. Von der Statik her besteht das Problem, dass ein osseointegriertes (d.h. starr bzw. ankylotisch im Kieferknochen verankert) Implantat über das Brückenzwischenglied mit einem natürlichen Zahn verbunden ist, welcher elastisch im Knochenfach aufgehängt ist. Dieser theoretische Nachteil sollte aber in der Praxis bei normalen Bissverhältnissen (Bruxismus s.u.) keine gravierende klinische Bedeutung haben, obwohl neuere Untersuchung (2013) über 10 Jahre bei 60 Brückenkonstruktionen den rein implantat-getragenen Konstruktionen mit 87% einen Vorteil vor Verbundkonstruktionen (78%) geben
Die Verbundbrücke - ob geteilt oder einteilig - sollte definitiv zementiert werden; resiliente Verbindungen sind zu vermeiden.
Brücke, Implantat, Kombinationsbrücke
Kostenvergleich: konventioneller oder implantatgetragener Zahnersatz bei der verkürzten Zahnreihe
Verbundkonuskrone, engl.: compound crown; Sonderform einer Doppelkrone, bei welcher die Innenkrone durch einen kleinen Steg mit einer Nachbarzahnkrone (Verblendkrone, Teleskopkrone) starr verbunden ist. Trotz technisch bedingter Schlitzung der Außenkrone kommt es bei einem kleineren Konuswinkel nicht zu einem Verlust der Haftkraft.
engl.: bio(re)aktiv osteogenesis; Bezeichnung für einen direkten, physiko-chemischen Verbund zwischen dem Knochen und einem inserierten Implantat; eine V. wird dabei über die Anpassung der chemischen, physikalischen, biologischen und morphologischen Oberflächeneigenschaften des Implantates an das Empfängergewebe mit dem Ziel einer klinisch erwünschten Wechselwirkung erreicht. Diese Wirkung wird besonders durch biokeramische Beschichtungen des Implantats ( TCP-Keramik) erreicht.
Osseointegration, TPS-Implantat
Kinder und Jugendliche zu verbesserter Zahnhygiene zu motivieren
und auf die Notwendigkeit regelmäßigen vorsorglichen Zahnarztbesuchs hinzuweisen
info@zahnhygiene.de ; http://www.zahnhygiene-ev.de
engl.: suppuration; eine zunächst ohne eine Infektion bestehender abnormaler Zustand - z.B. eine Zahnwunde - welcher dann durch Bakterien infiziert wird ( Alveolitis). In der Laiensprache häufig mit jeglicher Entzündung bzw. einem Abszess gleichgesetzt.
von Zähnen, Zahnverfärbungen, extrinsische Oberflächenveränderungen, engl.: defects in tooth color, discoloration, staining; fälschlicherweise auch als Zahnstein bezeichnet. Es handelt sich dabei um Beläge, welche durch versch. Anziehungskräfte (van der Waals-Kräfte (zwischenmolekulare Kräfte), elektrostatische Aufladung, Wasserstoffbrücken) der auf der Zahnoberfläche befindlichen Verunreinigungen (Plaque, Zahnstein, Pellicle), durch Farbstoffe (Chromogene) aus Nahrungs- und Genussmitteln, Getränke und Medikamente, Metalle sowie Bakterien (Melanodontie) gebunden werden.
V. können durch äußere Auflagerungen (s.o.) bedingt sein ( extrinsische Verfärbungen) oder auf während der Zahnentwicklung stattfindende Einflüsse bzw. aus dem Zahn heraus stammenden Gegebenheiten ( intrinsische Verfärbungen; z.B. durch Tetrazycline, Folge einer Wurzelkanalbehandlung) zurückzuführen sein.
Metall(-salz) Ursprung Farbe
Antimon (II) beruflich orange bis gelbbraun
Cadmium beruflich gelblich / gold
Eisen (III) Medikamente (grau-)schwarz
Kalium Desinfektion violett / schwarz
Kupfer Spüllösung, beruflich grün
Nickel beruflich grün
Silber Desinfektionslösung
Medikament graubraun /
Zinn Spüllösung/ Zahncreme
(Zinnfluorid) goldbraun
» N2-Typ: Nach der Einlagerung in das Schmelzoberhäutchen (Pellicle) erfahren die Substanzen eine Farbveränderung. Meist beruht dieser Effekt auf einer chemischen Modifikation der Proteine durch Säuren und Divergentien.
Amalgamtätowierung, Antimonzähne, Belag, Betelkauen, Komposite, Lobene Stain Index, Melanodontie, Plaque, Plaquehemmung, Professionelle Zahnreinigung (PZR), Raucherbelag, Schwermetallsaum, Stainbuster, Weißmacher-Zahnpasten, Zahnbelag, Zahnstein
Vergütung, Aushärten, Verhärten, engl.: annealing, tempering;
1.) Maßnahmen zur Steigerung der Festigkeit einer Legierung durch Beseitigung von übersättigten Mischkristallen. Durch Weiterführung der unterbrochenen Entmischung mittels Wärme (z.B. bei 400 °C über 15 min) werden bessere mechanische Eigenschaften erreicht. Ebenfalls spricht man von einer V., wenn im Mund direkt gefertigte Komposite-Inlays zur Verbesserung der Härte und Volumenveränderung außerhalb des Mundes im heißen Wasser oder Lichtofen nachvergütet werden.
2.) Maßnahmen zur Verbesserung der Oberfläche eines Werkstücks. In der ZHK wird dieses besonders durch eine sorgfältige Politur erreicht
engl.: limitation. Bei Honorar- und Auslagenansprüchen bei privatzahnärztlichen Leistungen gilt ab 2002 eine regelmäßige Verjährungsfrist von drei Jahren (bisher zwei Jahre), beginnend mit dem Schluss des Jahres, in dem der Anspruch entstanden ist und der Zahlungspflichtige hiervon Kenntnis erhalten hat. Die Zeit der Gewährleistungsansprüche gegenüber Zahntechnikern stieg von sechs Monaten auf zwei Jahre an, ebenso gegenüber Lieferanten.
Für den Fall von Schmerzensgeld und/oder Schadenersatz verjähren die Ansprüche gegen den behandelnden Zahnarzt erst in 30 Jahren nach dem angeblichen Fehler.
Verkalkung , Kalkinfiltration, engl.: calcification; Ablagerung von Kalksalzen; Mineralisation, Obliteration
Verkehrstüchtigkeit, Fahrtüchtigkeit (nach zahnärztlichen Maßnahmen), engl.: traffic ability, driving capability (after dental treatments); im Gegensatz zu Alkohol gibt es keine eindeutigen Grenzwerte für Medikamente im Straßenverkehr. Nach neueren Untersuchungen sind bei jedem 4. Verkehrsunfall Medikamente im Spiel. So warnten z.B. Mediziner auf einem ADAC-Fachsymposium für Verkehrsmedizin über die V. bei lokalen Betäubungen während zahnärztlichen Behandlungen oder anderen ambulanten Operationen. Diese könnten zu einer starken Beeinträchtigung der V. führen und raten daher, sich erst 24 Stunden, auch nach kleineren ambulanten medizinischen Eingriffen, hinter das Steuer zu setzen. Andere Untersuchungen belegen eindeutig, dass im Normalfall nur eine geringe Beeinträchtigung der Fahrtüchtigkeit über einen derart langen Zeitraum eintritt - im Gegenteil: Die Erwartungsangst VOR einer zahnärztlichen Behandlung führt u.U. zu einer erheblichen Desorientierung im Straßenverkehr.
Aus zahnärztlicher Sicht ist folgendes zu beachten:
Zahnärztliche lokale Betäubungen ("Spritze" Lokalanästhesie) sind bei reparativen Maßnahmen heute die Regel bei einem Eingriff. Im Gegensatz zu Alkohol enthalten diese Medikamente keine euphorisierenden Bestandteile und so dürfte der "Überschätzungseffekt" nicht eintreten. Tatsache ist aber auch, dass je nach Schwere des Eingriffs eine herabgesetzte körperliche und geistige Konzentration eintreten kann und individuell das zahnärztliche Trauma ("Behandlungsstress") verschieden verarbeitet wird. Deshalb gehen vorsichtige Empfehlungen von einer Verkehrsuntüchtigkeit bis zu 24 Stunden aus, ohne dies jemals wissenschaftlich belegen zu können. Gerichte akzeptieren das Argument der Betäubungsspritze oder des zahnärztlichen Eingriffs als Entschuldigung für ein Verkehrsfehlverhalten nicht.
die oben genannten Empfehlungen müssen individuell nicht zutreffen, da der Stress während einer Behandlung sehr unterschiedlich auftreten kann und verarbeitet wird. Auf der sicheren Seite ist man immer, wenn ein öffentliches Verkehrsmittel benutzt wird oder eine Begleitperson VOR und NACH der Behandlung das Steuer übernimmt. Rückfragen in der Zahnarztpraxis zur V. sollten im Zweifelsfall immer erfolgen
Medikamente zur Schmerzlinderung werden zwar in der zahnärztlichen Praxis nur in geringem Umfang verschrieben, bergen aber grundsätzlich die Gefahr einer (individuellen) Beeinträchtigung. Dies kann auch für "harmlose", rezeptfreie Stoffe gelten, wenn sie in entsprechend hoher Dosierung eingenommen werden. Hierbei unbedingt den Beipackzettel beachten und im Zweifelsfall den (Zahn-)Arzt oder Apotheker fragen. Antibiotika gelten als unproblematisch, sieht man von (seltenen) schweren allergischen Reaktionen ab, welche aber i.d.R. bald nach Einnahme des Präparates eintreten. Von pflanzlichen Präparaten ("Naturheilmittel") oder homöopathischen Stoffen ist nur selten eine Beeinträchtigung zu erwarten.
http://www.blzk.de/archiv/zbay/12_99/9912s67.html ; http://www.medizin.de/ratgeber/themen-a-z/f/fahrtuechtigkeit.html
Verknöcherung , engl.: ossification; Ossifikation
verkürzte Zahnreihe , VZR, engl.: shortened dental arch (SDA); Zahnreihe
Aberration, Okklusalaufnahme, parallaktisch verschobene Projektion, Weisheitszahn, Zahnektopie, Zahnkeimverlagerung
Vermessen , engl.: surveying; Modellvermessung, Parallelometer
restriktiver chirurg. Eingriff bei einer habituellen Luxation des Kiefergelenks: das Tuberculum wird entweder durch eine Auflagerungsosteoplastik (nach Rehrmann) oder Herunterklappen des osteotomierten Jochbogens (nach Le Clerc) erhöht und bietet dem Condylus so keine Möglichkeit mehr, über die Gelenkpfanne hinaus zu gleiten.
engl.: shading; Begriff aus der Röntgenologie; im engen Bezug zur Opazität eines Stoffes stehend. So wird beispielsweise eine Metallkrone auf einem Röntgenfilm sehr viel heller als die Umgebung abgebildet, da Metall wenig Röntgenstrahlung durchlässt (= radiopak ist), wird die Filmschicht kaum geschwärzt, man spricht aber fachlich korrekt von einer V. . Dieser irreführende Begriff ist historisch bedingt und stammt noch aus einer Zeit, wo die Röntgenbefunde als Positiv-Bilder betrachtet wurden; heute wird klinisch i.d.R. die negative Form eines Röntgenbildes ausgewertet. Das Gegenteil einer V. ist die Transparenz oder Aufhellung.
Mukoperiostlappen, Osteotomie, Periost, Periostschlitzung, Rezession, Schwenklappen, Spaltlappen, Stiellappen, Trapezlappen, VY-Plastik, Z-Plastik
V. zur Deckung einer Rezession
provisorischer Zement, engl.: seal cement; "weiche", relativ leicht wieder zu entfernende Materialien zum vorübergehenden Verschließen einer Kavität oder Einlage; Befestigungszement, Cavit, Fletscher-Zement
Stufenbohrer, Stirnbohrer, engl.: countersink burr o. drill; spezielle zylindrische Bohrerform, bei welcher nur die Stirnseite mit einem schneidfähigen Material belegt ist. Anwendung hauptsächlich bei der Stufenpräparation ("Versenken" unter den Gingivarand) oder zum "Versenken" von Wurzelkanalstiften
Versichertenkarte, engl.: (electronic) patient card; Chip-Karte, Elektronische Gesundheitskarte
VEG; in 2018 Entwurf eines Gesetzes zur Entlastung der Versicherten in der GKV - sog. "Beitragsparitätgesetz". Es zielt darauf ab, die Beiträge zur GKV von Arbeitgebern und Mitgliedern wieder paritätisch finanzieren zu lassen. Soll 2019 in Kraft treten.
https://aok-bv.de/hintergrund/gesetze/index_20415.html
Koalition lässt die Kassenrücklagen schmelzen (Ärztezeitung 10/2018)
VVG, ab 2008 gültig; umfangreiche Reform des bis dato geltenden Rechtes; die Grundlage für die Neugestaltung des VVG ist der Bericht einer Kommission, die sich 4 Jahre mit der Reform befasst hat. Oberstes Ziel des Kommissionsberichts unter der Überschrift eines „verbraucherfreundlichen und modernen Versicherungsrechts“ war es, das für die GKV prägende Element „Wirtschaftlichkeitsgebot“ auch in der Privaten Krankenversicherung (PKV) zu verankern. Neben den Regelungen zur Privaten Krankenversicherung zielt das VVG vor allem auf die Lebensversicherungen und die Sachversicherungen. Für den (zahn)medizinischen Bereich ergeben sich folgende "Dienstleistungsrechte" der Versicherer gegenüber ihren Kunden:
Kurzbz. f. Versiegelung von Zahnoberflächen, engl.: sealing; zur Kariesvorbeugung und zur Beseitigung schmerzhafter Abrasions- und Erosionsfolgen eingesetzte Behandlungsmethoden. Bekannteste Anwendung ist die Fissurenversiegelung. Die V. kann durch Fluoridlacke und - gelees, Dentinadhäsive und Versiegelungskunststoffe (z.B. Seal&Protect) erfolgen.
Versorgungsauftrag ,
engl.: service guarantee?; häufig mit dem Sicherstellungsauftrag gleichgestellte Bezeichnung für eine Verpflichtung (aber auch Berechtigung von zugelassenen Personen) zur (zahn-)ärztlichen Versorgung sozialversicherter Patienten.
Während der Sicherstellungsauftrag bisher (2006) ausschließlich bei bei den Kassen(zahn-)ärztlichen Vereinigungen liegt - d.h. diese gewährleisten, dass eine medizinische Versorgung in ihrem Gebiet sichergestellt ist - bestimmt der V., mit welcher Qualifikation und mit welchem Umfang diese Sicherstellung zu erfolgen hat. Bis auf die vage Beschreibung nach dem Wirtschaftlichkeitsgebot bestehen nach Gesetz keine klare Definitionen: § 140b "Verträge zu integrierten Versorgungsformen" des Sozialgesetzbuches sagt z.B.: "... Gegenstand des Versorgungsauftrags an die Vertragspartner der Krankenkassen nach den Absätzen 1 und 2 dürfen nur solche Leistungen sein, über deren Eignung als Leistung der Krankenversicherung der Gemeinsame Bundesausschuss nach § 91 im Rahmen der Beschlüsse nach § 92 Abs. 1 Satz 2 Nr. 5 und der Ausschuss nach § 137c Abs. 2 im Rahmen der Beschlüsse nach § 137c Abs. 1 keine ablehnende Entscheidung getroffen hat. ..."
engl.: (health) services research; wissenschaftliche Untersuchung der (medizinischen) Versorgung von Einzelnen und der Bevölkerung mit gesundheitsrelevanten Produkten und Dienstleistungen unter Alltagsbedingungen - im Gegensatz zu der mehr präventionsorientierten Compliance- oder Public-Health-Forschung.
Versorgungsstrukturgesetz ; GKV-Versorgungsstrukturgesetz
Altersversorgungswerk, engl.: pension fund o. insurance; vornehmlich bei den verkammerten Freien Berufen bestehende Sicherung der Kammerangehörigen (Selbstständige, Angestellte) im Alter und bei Erwerbsunfähigkeit sowie die Sicherung der Hinterbliebenen an Stelle einer staatlichen Einrichtung. V. erhalten keinerlei staatliche Zuschüsse, sondern finanzieren sich aus Mitgliedsbeiträgen und Kapitalanlagen der V. . Die wesentliche Aufgabe des V. besteht darin, bei vorzeitiger Berufsunfähigkeit, im Alter und nach dem Tode des Mitgliedes für seine Familie eine ausreichende Versorgung zu gewährleisten. Auf die Leistungen des Versorgungswerkes besteht ein Rechtsanspruch. Der Anspruch auf Versorgungsleistungen ist unabhängig von einer Wartezeit; die Beiträge werden neben einem Sockelbetrag i.d.R. einkommens-/umsatz-bezogen erhoben. Es besteht im zahnärztlichen Bereich eine Pflichtmitgliedschaft; eine Befreiung zugunsten staatlicher Einrichtungen ist unter besonderen Umständen möglich, wird aber wegen der schlechteren Rendite derartiger Institutionen wenig genutzt.
Geschichtlich gehen die V. auf die bayrische Ärzteversorgung (1923) zurück, welche als Folge der damaligen Wirtschaftskrise eingerichtet wurde. V. heutiger Prägung entstanden erst in den 50er Jahren des letzten Jhds., da die Freiberufler nicht in die "dynamische Rentenversorgung" das Staates passten; heute sind die Intuitionen des Staates eher umgekehrt.
http://www.abv.de/zahnaerzte.html
engl.: intensifying foil; Röntgenstrahlen haben den Nachteil, dass sie hochenergetisch sind und daher von einem normalen Film kaum absorbiert, sondern "durchgelassen" werden - die Folge sind hohe Strahlendosen, um zu einem brauchbaren diagnostischen Bild zu kommen. V. sind mit einem Fluoreszenzstoff versehen, welcher die hochenergetische Strahlung in sichtbares Licht umwandelt, welches vom Film gut absorbiert wird. Das Nutzsignal erfährt dabei eine erhebliche Verstärkung (der Verstärkungsfaktor kann bis etwa 60mal so hoch sein), dass die Röntgendosis bei gleicher Bildqualität um ein Vielfaches niedriger angesetzt werden kann. Die Schwärzung des Röntgenfilms geht dadurch insgesamt nur zu 5% auf die Röntgenstrahlen direkt zurück, 95% sind Anteil fluoreszierender Wirkung der V.
Röntgenfilm, Röntgengerät,
Kakao-Instantpulver 70 - 80 %
5 Bonbons 10 g
1/2 l Cola-Getränk 52 g
5 Gummibärchen 12 g
1 Becher Fruchtjoghurt 17 g
1 Teelöffel Marmelade 7 g
1 EL Ketchup 4 g
1 Rippe Schokolade 10 g
1 Stück Gugelhupf 15 g
1/4 l Kakao-Getränk 12 g
Nach dem deutschen Lebensmittelgesetz heißt "zuckerfrei" lediglich, dass in diesem Produkt kein Haushaltszucker enthalten ist; wohl aber können andere vergärbare - und damit potentiell Karies auslösende - Kohlenhydrate darin enthalten sein.
Aktion zahnfreundlich, kariogen, Zucker, Zuckeraustauschstoffe, Zuckerersatzstoffe
vertikal , engl.: verticular, perpendicular; lotrecht, senkrecht, parallel zur Körperlängsachse; Zahnflächen
VD, in der neueren Literatur gebr. Ausdr. für Bisshöhe, engl.: vertical dimension; Untergesichtshöhe bei Einnehmen der statischen Okklusion oder in Ruhelage; Bisslage, Kieferrelationsbestimmung, Shimbashi Norm
Vertragszahnärztin, früher: Kassenzahnarzt, engl.: dental panel doctor, sick fund dentist; Bezeichnung für einen Zahnarzt(in), der (überwiegend) in der Versorgung gesetzlich versicherter Patienten tätig ist und dafür eine Zulassung erhalten hat. Die V. in Deutschland haben im Jahr 2009 rund 60 Mio. Patienten behandelt. Das entspricht ca. 200 Mio. Patientenkontakten.
Ein V. muss Mitglied in einem Landesverband der KZBV sein, um mit den Krankenkassen die Behandlung von Gesetzlich Versicherten abzurechnen. Dieser muss seinen Patienten ”in üblichem Umfang” bzw. ”regelmäßig zu den üblichen Sprechzeiten” zur Verfügung stehen und diese auch behandeln ( Kontrahierungszwang). Bei der Ausübung von Nebentätigkeiten als Vertragszahnarzt gibt es sehr enge Grenzen, die im Wesentlichen in der § 20 Zahnärzte-Zulassungsverordnung (ZV-Z) festgeschrieben sind. Demnach ist ein Zahnarzt für die Teilnahme an der Kassenversorgung "nicht geeignet", wenn er "wegen eines Beschäftigungsverhältnisses oder wegen anderer nichtehrenamtlicher Tätigkeiten für die Versorgung der Versicherten persönlich nicht in erforderlichem Maße zur Verfügung steht". Das Bundessozialgericht (BSG) konkretisierte im Jahr 2002 in zwei grundlegenden Urteilen (Az.: B 6 KA 20/01 R und B 6 KA 23/01 R), was unter "nicht in erforderlichem Maße" zu verstehen ist. Nach Meinung der Richter ist die vertragszahnärztliche Tätigkeit als Hauptberuf ("wesentliche berufliche Prägung") zu qualifizieren. Nebentätigkeiten - auch nicht zahnärztliche - dürften maximal ca. 13 Wochenstunden umfassen. Weiter sagt der § 20, 2 der Zahnärzte-ZV aus, dass eine Nebentätigkeit von ihrem Wesen her mit dem Beruf eines V. vereinbar sein muss. So könnte bspw. die abhängige Tätigkeit eines Zahnarztes in einem gewerblichen Labor diesem Paragraphen entgegenstehen.
Ein neues Vertragsarztrechtsänderungsgesetz (VÄndG, VÄG) mit erheblichen Liberalisierungen gilt ab 1. Januar 2007 ( http://www.buzer.de/gesetz/7580/ ; http://www.aok-bv.de/lexikon/v/index_00081.html) :
Die vertragszahnärztliche Tätigkeit darf auch außerhalb des Vertragszahnarztsitzes an weiteren Orten – auch jenseits des originären KZV-Bereichs – wahrgenommen werden ( "Zweigpraxis"). Inwieweit hierbei Steuerprobleme auftreten können (Gewerbesteuer, da die Befreiung davon auf dem Prinzip der Freiberuflichkeit beruht), nämlich dann, wenn in der Zweigpraxis ein oder mehrere angestellte Zahnärzte beschäftigt werden, bedarf noch einer Klärung, da der Praxischef auch hier "leitend und verantwortlich" tätig sein muss, um den § 18 Einkommensteuergesetz zu erfüllen.
Zugelassen werden sollen örtliche und überörtliche Bildungen von Berufsausübungsgemeinschaften.
Weiter wurde der Begriff der "ausgelagerten Praxisräume" eingeführt.
Ab Februar 2019 können niedergelassene Vertragszahnärzte in Einzelpraxen oder Berufsausübungsgemeinschaften (BAG) mehr Kollegen als Angestellte beschäftigen. Darauf haben sich Kassenzahnärztliche Bundesvereinigung (KZBV) und GKV-Spitzenverband geeinigt (nach einer PM der Ärztezeitung vom 11.02.2019).
Pressemitteilung vom 31.10.2018:
Berlin, 31. Oktober 2018 – 878.000 Arbeitsplätze hängen direkt oder indirekt von der zahnmedizinischen Versorgung ab. Auf jeden Arbeitsplatz bei Zahnärzten oder deren Zulieferern kommt durchschnittlich fast ein weiterer Arbeitsplatz in anderen Bereichen. 391.000 Personen arbeiten in Praxen, Krankenhäusern oder dem Öffentlichen Gesundheitsdienst an der zahnmedizinischen Versorgung der Patienten. Die direkte Bruttowertschöpfung des ganzen zahnärztlichen Systems (ambulante und stationäre Versorgung, Industrie, Handwerk und Versicherung) liegt bei rund 21,4 Mrd. Euro.
Altersgrenze, ausgelagerte Praxisräume, Angestellter Zahnarzt, Behandlungspflicht, Berufsausübungsgemeinschaft, Budget, Compliance-Leitlinie, Degression, EDV in der Zahnarztpraxis, Einkommen, Ermächtigung, Fortbildung, GKV-Versorgungsgesetz, GKV-WSG (Gesetz zur Stärkung des Wettbewerbs in der Gesetzlichen Krankenversicherung), Honorarzahnarzt, IGel-Leistungen, Kassenabrechnung, Kooperationsarten in einer Zahnarztpraxis, Kündigungsschutz, Notfalldienst, Praxisvorschriften, Prüfungsausschuss, Residenzpflicht, Selbstverwaltung, Sicherstellungsauftrag, Tagesprofil, Teilgemeinschaftspraxis, Teilzulassung, Therapiefreiheit, Umsatzsteuer, Vertreter, Vorbereitungszeit, Wirtschaftlichkeitsgebot, Zahnarztregister, Zulassung
Zahnärzte _ Anteile
an den GKV Ausgaben (2009)
Entwicklung für Zahnärzte, GKV, von 1991 - 2016
engl.: dental consultant, insurance company dentist; 1930 eingeführte historische Berufsbezeichnung für von den Gesetzlichen Krankenkassen haupt- o. nebenamtlich angestellten Zahnärzten mit überwiegend überwachender Funktion; heute durch den Medizinischen Dienst der Krankenkassen (MDK) abgelöst.
engl.: relationship clause?: höchstrichterlich bestätigter Leistungsausschluss (§ 5 Abs. 1 g MBKK 76) privater Versicherungen und Beihilfestellen durch liquidationsberechtigte Ehegatten, Eltern oder Kinder. Begründet wird die V. mit einer praktisch nicht kontrollierbaren Möglichkeit der Manipulation in diesem engen Verwandtschaftsverhältnis. Die begrenzte Einschränkung der freien Arztwahl sei daher aus übergeordneten Gesichtspunkten hinzunehmen. Die V. bezieht sich nicht auf nachweisbare Fremdkosten; so fallen z.B. die Laborkosten bei Zahnersatz nicht unter diese Regelung.
vestibulär , engl.: vestibular; zum Mundvorhof hin, nach außen hin; bei Zahnflächen als Oberbegriff von bukkal bzw. labial; labiobukkal, oral, Zahnflächen
Außenokklusion, zu den Nonokklusionen zählende Störung des Zusammenbisses einzelner Zähne oder Zahngruppen im Backenzahnbereich, indem der (meist obere) Antagonist bukkal "vorbeibeißt"
Okklusion, Okklusionsstörung
Mundvorhofplastik, Alveolarextensionsplastik, engl.: vestibuloplasty; präprothetische, chirurgische Maßnahme zur Verbesserung des Prothesenlager; i.d.R. bei Vollprothesen. Dieses - durch die Implantologie zunehmend seltenere - Verfahren besteht im Prinzip darin, dass die Umschlagsfalte chirurgisch "tiefer" gelegt wird (relative Erhöhung des Alveolarfortsatzes), um so eine größere Haftfläche für die Prothese zu erhalten. Der dadurch frei liegende Kieferknochen wird entweder der "freien Heilung" überlassen oder kann durch ein körpereigenes freies oder gestieltes Schleimhauttransplantat überdeckt werden.
Alveolarkammatrophie, Alveolarkammplastik, Edlan-Mejchar Operation, Infrakrestalplatik, Tuberplastik
Fausse route, Wurzelperforation, "Wurzelkanaldurchbohrung", wörtlich: "falscher Weg", engl.: do.; eine beim Aufbereiten des Zahnwurzelkanals entstehende seitliche Perforation durch die Zahnwurzel hindurch, meist im Zusammenhang mit dem Setzen einer Stiftverankerung oder bei abgekrümmten Wurzeln bzw. schwer zugänglichen Wurzelkanälen. Dabei durchstößt das Aufbereitungsinstrument die Zahnwurzel und gelangt in den umgebenden Kieferknochen. Meist kommt es dann in der Folge zur Infektion und einer Entzündungsreaktion des die Wurzel umgebenden Gewebes; eine Erhaltung des gesamten Zahnes ist nur noch bedingt möglich.
Ein auf Dauer erfolgreicher Verschluss der Perforation wird von verschiedenen Faktoren beeinflusst: Größe und Lokalisation der V. f., die Zeit zwischen Eintritt und Behebung des Defekts, der Grad der bakteriellen Verunreinigung sowie die Verschlusskapazität und Biokompatibilität des Versiegelungs- bzw. Wurzelfüllmaterials (z.B.: Versuch der Reparatur mit Proroot MTA™ ).
Batt-Spitze, Beutelrock Bohrer, Ellbogen Effekt, Mineral Trioxid Aggregat, Nadelaufnahme, Obliteration, Stiftsysteme, Wurzelkanal, Wurzelkanalbehandlung
engl.: palatal vibrating area; Gebiet zwischen der Ah-Linie und der Nasenblaslinie. Schwingungen dieses Gebietes erzeugen z.B. die beim Schnarchen typischen Geräusche. Gaumensegel
Position des Unterkiefers zum Oberkiefers beim Schluss der Zahnreihen ("Zusammenbeißen"), in welcher die maximale Kontaktbeziehung der Antagonisten besteht; Antagonist, Okklusion
Vier-Phasen-Biss ; Kauakt
Vier-Hand-Technik
engl.: four-handed dentistry; Schlagwortbezeichnung für das Zusammenwirken von Zahnarzt und dessen Assistenz während einer zahnärztlichen Behandlung. Absaugen
engl.: Vicent's symptom; funktionelle Störung (Hypästhesie o. Parästhesie bis hin zur kompletten Anästhesie) im Versorgungsgebiet des Nervus alveolaris inferior (li. oder re. Unterlippe); nach Unterkieferfrakturen mit verbundener Ruptur des Nervs im Mandibularkanal auftretend; gelegentlich auch bei Unterkiefervereiterungen, Unterkiefertumoren oder nach zahnärztlich-chirurgischen Eingriffen bzw. endodontischen Behandlungen (Überstopfen des Wurzelfüllmaterials in den Mandibularkanal) auftretend.
engl.: study of Vipeholm; Einfluss niedermolekularer Kohlenhydrate auf die Kariesentwicklung in Abhängigkeit von der Frequenz der Aufnahme und der Klebrigkeit der Zwischenmahlzeit. In den vierziger Jahren des letzten Jhds. an den Insassen eines schwedischen Heimes für geistig Behinderte durchgeführte und ethisch kontrovers diskutierte 5-Jahres-Studie über die Verabreichung von zuckerhaltiger Kost und deren Auswirkungen im Bezug auf eine Kariesentstehung. Kernergebnisse der Untersuchung waren, dass nicht die Absolutmenge des täglich aufgenommenen Zuckers für den Zuwachs an Karies, sondern vielmehr die Häufigkeit ("Naschen zwischendurch") und die Klebrigkeit der Speisen (z.B. Stärkeprodukte wie Kartoffelchips) entscheidend ist.
Zahlreiche der uns bekannten Viren wie Grippevirus, HIV-Virus, SARS-Virus oder Ebolavirus, sind mit einer stabilen Membranhülle umgeben. Diese Hülle umschließt und schützt das virale Genom (Erbgut), das die Information für die nächste Virusgeneration enthält. Da sich Viren allerdings nicht aus eigener Kraft vermehren können, müssen sie parasitieren: Sie benutzen die Reproduktionsmöglichkeiten von Zellen höherer Organismen. Dazu müssen sie ihr Genom in das Innere einer Wirtszellen einschleusen. Dabei sind zwei Hindernisse zu überwinden: Zum einen die der Membran, die die attackierte Wirtszelle nach außen begrenzt, zum anderen die der eigenen viralen Hüllmembran. Die Viren benutzen dazu winzige, nur etwa ein Zehntausendstel mm lange Eiweißmoleküle ("Spikes"), die wie die Widerhaken einer Klette zu Tausenden aus ihrer Membranoberfläche ragen. Diese Spikes ketten das Virus nicht nur an der Wirtszelle fest, sie enthalten gleichzeitig auch das molekulare Werkzeug, die Membranen zu durchdringen. Auf ein Signal der Wirtszelle hin, das eigentlich der Abwehr des Angreifers dienen soll, aktivieren sich die Spikes und brechen die Membranen auf: Virale Hüllmembran und Wirtszellmembran verschmelzen miteinander und das virale Genom tritt vom Virus in die Zelle über - die Wirtszelle ist infiziert. Die molekularen Details dieses Vorganges, der, wie man inzwischen weiß, untrennbar mit einer Strukturänderung der Spikes verbunden ist, sind allerdings noch nicht verstanden.
Bakterien, Mikroben, Procalcitonin-Test, Virustatika
engl.: virulence; Ausdruck der "Infektionskraft" (Pathogenität) eines Erregers. Für eine hohe V. bedarf es den Fähigkeiten, in gesundes Körpergewebe einzudringen, sich dort gut zu vermehren und den befallenen Organismus zu schädigen oder teilweise zu zerstören.
Bekanntester Vertreter in der ZHK ist das (meist lokal) bei Herpes-Erkrankungen (Herpes labialis) angewandte Aciclovir (Zovirax™), welches in der Wirtszelle durch ein Enzym, das von den Herpesviren gebildet wird, in eine aktive Wirkform überführt wird; es hemmt dann die virale Nukleinsäuresynthese; keine Wirkung auf rezidivierende Aphthen. In hoher Dosierung auch Anwendung bei Zoster-bedingten Trigeminusneuralgien.
viruzid , engl.: virucide; Viren inaktivierend bzw. zerstörend
"Zähflüssigkeit", Zähigkeit von flüssigen oder gasförmigen Körpern, engl.: viscosity; im Gegensatz zur Plastizität (Formbarkeit) bzw. Sprödigkeit bei festen Körpern. V. bezeichnet die innere Reibung, welche durch zwischenmolekulare Kräfte erzeugt wird. Bei den meisten Stoffen nimmt die V. bei einer Erwärmung ab (das Fließverhalten verbessert sich). In der ZHK von Bedeutung für die Fließfähigkeit von Abdruckmassen oder dem "Fließverhalten" von Füllungsmaterialien ( Komposites).
VitA, Pulpaamputation, Teilentfernung eines (lebenden) Zahnnervs, Pulpotomie, engl.: vital amputation; dabei wird unter örtlicher Betäubung die erkrankte Kronenpulpa entfernt mit dem Ziel der Lebenderhaltung der verbleibenden Wurzelpulpa. Unterteilung in:
unter Einsatz von Calciumhydroxid und einer dadurch bedingten Tertiärdentinbildung. Angestrebt wird eine völlige Überdeckung der Pulpa-Wurzelstümpfe durch körpereigenes Dentin. Dieses Verfahren erfordert eine sehr enge Indikationsstellung und ist nur bei Sicherstellung einer absolut entzündungsfreien Wurzelpulpa erfolgreich; siehe auch autologes Dentinimplantat
Anwendung nur noch im Milchzahngebiss oder bei Jugendlichen, bei welchen das Wurzelwachstum der bleibenden Zähne noch nicht abgeschlossen ist. Die Heilungsaussichten hängen vom Grad der Entzündung des Nervs ab und sind bei Kindern u. Jugendlichen günstiger als bei Erwachsenen. Gelegentliche Anwendung auch, wenn aus ökonomischen Gründen eine Wurzelkanalbehandlung akut nicht in Frage kommt und Schmerzen beseitigt werden sollen - ohne dabei den Weg der Extraktion zu beschreiten.
Behandlung von Milchzähnen, Dentinimplantat, Formokresol, Mortalamputation, Pulpotomie, Überkappung, Vitalexstirpation
engl.: preservation of the vitality; Fern- und Wunschziel jeder Pulpitistherapie, da ein "lebender Zahn" ungleich wertvoller für den Organismus ist als ein endodontisch behandelter. Derartige Therapien sind nur dann erfolgversprechend, wenn der Zahnnerv noch nicht irreversibel geschädigt worden ist ( Pulpitis). Im Rahmen einer Caries profunda Therapie wird meist mit Calciumhydroxid-haltigen Präparaten versucht, die Entzündung positiv abklingen zu lassen. Der Einsatz von Kombinationen aus Antibiotika und Corticosteroiden (z.B. Ledermix™)wird kontrovers diskutiert.
VitE, Pulpaexstirpation, vollständige Entfernung eines (lebenden) Zahnnervs, Pulpektomie, engl.: vital extirpation; unter örtlicher Betäubung. Chemische Abtötungen ( Devitalisation) sind heute nur noch in Ausnahmefällen gebräuchlich. Anwendung fast ausschließlich im bleibenden Gebiss, da im Milchgebiss die Schädigung des darunter liegenden Zahnkeims möglich ist
Behandlung von Milchzähnen, Mortalexstirpation, Pulpektomie, Vitalamputation
der Pulpa und Versorgung
mit einer Wurzelfüllung (blau); darüber normale Kaufüllung
Sensibilitätsprüfung,(-probe) engl.: vitality (o. sensibility) test, pulp testing; Überprüfung der Zahnpulpa ("Nerv") auf ihre Vitalität (Leben) als ein wichtiges Kriterium bei der Untersuchung des Zahnes. So können z.B. schon auf Grund dieser relativ einfachen Anwendung diagnostische Aussagen gemacht werden: Bspw. kann ein vital reagierender Zahn keine Eiterung an der Wurzelspitze aufweisen, ebenso, wie ein devitaler Zahn keine Schmerzreaktionen auf chemische oder thermische Reize auslösen kann.
früher mit Kohlensäureschnee durchgeführt. Dieses Verfahren ist relativ umständlich im Handling; zusätzlich kann die tiefe Temperatur dieses Gases (- 76° C) heftige Schmerzen verursachen. Heute mit Kältesprays (etwa - 30° C), mit den ein Wattekügelchen präpariert wird, durchgeführt. Dieses Verfahren gilt als Standard, da es an allen Zähnen (auch Kronen und großen Füllungen) durchgeführt werden kann. Einzig ist eine graduelle Reizung nicht möglich.
Reaktionen auf Wärme werden allgemein wegen einer Verletzungsgefahr (umliegende Gewebe bei unsachgemäßer Anwendung; der Zahnnerv wird durch zuviel Wärme stark geschädigt) abgelehnt.
elektrische Reizung durch schwachen Strom, elektrischer Pulpentester, sog. "Elektrotest (mit einem Pulpaprüfer)":
Caries profunda, Chlorethyl, devital, Herzschrittmacher, Perkussionstest, Pulpa, Temperaturempfindlichkeit, Überkappung, Zahn
nichtedelmetallische Chrom-Cobald-Molybdän-Legierung für das Anfertigen eines Modellgusses. 1932 entwickelt (Fa. Austenal, Chicago), gilt V. als erster brauchbarer Nichtedelmetallwerkstoff der Neuzeit
Bezeichnung für eine Stoffgruppe von chemisch sehr unterschiedlichen Substanzen, die i.d.R. von Pflanzen oder Bakterien produziert werden. Sie sind für den Stoffwechsel des Menschen unentbehrlich (essenziell), sie zeigen bereits in kleinsten Dosierungen (1 mg und weniger) biologische Aktivitäten ( Skorbut). Da sie vom menschlichen Organismus nicht oder nur gering synthetisiert werden können, muss eine ständige Zufuhr mit der Nahrung erfolgen, um nicht Vitaminmangelerkrankungen auszulösen. Einige V. können vom menschlichen Körper aus Vorstufen, den Provitaminen, in einem letzten Syntheseschritt selbst hergestellt werden (z.B. die Vitamine A1 und A2 aus b-Karotin, die Vitamine D2 und D3 aus Ergosterin bzw. Dehydrocholesterin und die Nikotinsäure aus Tryptophan).
VMK , Abk. v. Vita-Metall-Keramik; Metallkeramik
Vogelgesicht , engl.: bird-like face (deformation); besonders stark ausgeprägte Unterentwicklung (Hypoplasie) des Untergesichtes (einseitig oder doppelseitig auftreten; "Negativkinn") und meist zusätzlicher Überentwicklung des Mittelgesichts verbunden mit einer prominenten Nase, sodass im Profil Ähnlichkeiten mit einem Vogelschnabel erkennbar werden.
Neben einer angeborenen Fehlstellung (Robin-Syndrom) u. genetischer Prädisposition kommen besonders Wachstumsstörungen im frühen Kindesalter (Frakturen der Kiefergelenkfortsätze mit daraus resultierender Ankylose, Osteomyelotitiden) in Betracht.
Ästhetiklinie, Mikrogenie, SNA-Winkel, SNB-Winkel
Gebissreduktion, unbezahnt
vollständig aus Metall bestehende Kronenart, engl.: cast crown; Herstellung in einem zahntechnischen Labor im Gussverfahren (goldhaltige Legierung, NEM-Legierung). Eine der dauerhaftesten und risikoärmsten Kronenarten. Aus kosmetischen Gründen Verwendung in den meisten Industrieländern nur noch im nicht-sichtbaren Bereich der Molaren (Backenzähne).
Video (Breitbandverbindung empfohlen): Uni-Köln
"Ganzkeramik", Schlagwortbezeichnung für: ausschließlich aus Keramik bestehend, besser: vollkeramische Restauration, engl.: complete o. full ceramics. Vollkeramische Kronen und Brücken erfreuen sich wegen der ausgezeichneten Ästhetik und Körperfreundlichkeit zusehends großer Beliebtheit. Dentalkeramiken verfügen über eine begrenzte elastische Verformbarkeit, deren Elastizitätsmodul zwischen 50 GPa (Silikatkeramik) und 300 GPa (Aluminiumoxid) angesiedelt ist. Industriell hergestellte Keramikkörper, die auf CAD/CAM-Anlagen zu Restaurationen ausgeschliffen werden, haben aufgrund der homogeneren Kristallstruktur eine höhere Dauerbiegefestigkeit als die entsprechenden Sinterkeramiken, die im Labor verarbeitet werden. Zusätzliche Festigkeit erhalten vollkeramische Restaurationen durch den Einsatz der Adhäsivtechnik bei der Eingliederung (ausführlich unter: Vollkeramik - eine Standortbestimmung (2005)) .
Aus Gründen der Materialqualität werden deshalb zunehmend industriell vorgefertigte Keramiken im CAD/CAM-Verfahren eingesetzt. Eines der ersten verbreiteten Systeme waren Cerec und das Anfang der 90er eingeführte Celay-System. Die Anwendung von V. erstreckt sich hauptsächlich auf Inlays, Kronen, Veneers und Onlays. Brückenkonstruktion werden zwar immer wieder von Seiten der Hersteller propagiert, jedoch fehlt hier noch jegliche positive Langzeiterfahrung (über 5 Jahre und mehr, Stand 2006). Hauptschwachpunkt ist nach bisherigen Kenntnissen der Übergangsbereich zwischen Brückenpfeiler und Brückenzwischenglied, wo es spannungsbedingt zu Brüchen und Abplatzungen kommt.
Abdrucklose Praxis, CAD/CAM, CEREC,Cercon, Chipping, Frontzahnchips, Keramik, Metallkeramik, Veneer
Totalprothese, "Totale", "Gebiss", engl.: full denture, full set, complete replacements for teeth; Ersatz aller natürlichen Zähne durch einen herausnehmbaren Zahnersatz.
die Adhäsion des Speichels an der Prothesenbasis und am Prothesenlager und
Die Totalprothetik gehört zu den schwierigsten Fachbereichen der Prothetik und sie wird zunehmend schwieriger und anspruchsvoller. Denn die Zahnlosigkeit verschiebt sich immer mehr in eine höhere Altersgruppe, wo mit einer geringeren Adaptation der Patienten gerechnet werden muss. Gleichzeitig nimmt die Erfahrung der Zahnärzte in der Versorgung des zahnlosen Patienten durch die Verminderung der Zahl an notwendigen V. ab.
Untersucht worden ist, dass 11 % der Totalprothesenträger Haftcremes verwenden und 5 % ihren Ersatz beim Essen herausnehmen.
Wissenschaftliche Untersuchungen zeigen, dass V. oftmals länger getragen werden, als dies medizinisch vertretbar wäre: Besonders die Abrasion der heute gängigen Kunststoff-Ersatzzähne und der altersbedingte Kieferschwund lasen es als geboten erscheinen, nach spätestens 10 Jahren eine Erneuerung oder eine labormäßige Anpassung (Unterfütterung, Erneuerung der Zähne) vorzunehmen.
Abschlussrand, Adhäsionsprothese, All-Oral-Verfahren, Alveolarkammatrophie, Ästhetikschablone, Alameter, A-Linie, Alveolarkammplastik, Bissnahme, Camper-Ebene, Cheilion (Mundwinkelpunkt), Christensensche Phänomen, Coverdenture, CPC-Linie, Eckzahnlinie, Extensionsabdruck, Foveola palatina (Gaumengrübchen), Frontzahnlinie (Lachlinie), Funktionsabdruck, Funktionszähne, Gaumen, Gerber, Greisenkiefer, Haftmittel, Halteelement, Inaktivitätsatrophie, Interalveolärlinie, Kalottenartikulation, Kammlinie, Kauabdruck, Kaukraft, kaustabile Zone, Kennlinien, Kompensationskurve, Kompressionsabdruck, Körperbautypen, Kunstzahn, Lippenbändchen, Ludwigs Prothese, Magnetkräfte, Mittellinie, Muco-Seal® Abformung, Nasenbasislinie, Okklusionsebene, Okklusionskonzepte, Papillameter, präprothetische Chirurgie, Proglissement, Prothese, Prothesenbasis, Prothesenhalt, Prothesenlager, Prothesenreinigung, Prothesenstomatitis, Prothesenunverträglichkeit, Ruheposition, Sauger, schleimhautgelagert, Schlotterkamm, Schluckabdruck, senkbare Prothese, Spee-Kurve, Sprechabstand, Stereognosie, Sublingualrolle, Tripodisierung, Unterzungenflügel, Vibrationszone, Wachsaufstellung, Würgereiz, Zahnaufstellung, Zahnbreite, Zahnform, ZahnProthetiker, Zungenäquator
Vorabformung, engl.: precast; Bezeichnung für einen einfachen Kieferabdruck, auf dessen Grundlage ein spezieller Abdrucklöffel (z.B. Funktionslöffel, individueller Löffel) in einem zahntechnischen Labor gearbeitet wird.
engl.: preparative treatment; im Sinne von vorbereitenden Maßnahmen zur Einleitung der eigentlichen Behandlung. Dazu zählt z.B. in der Parodontologie die Initialbehandlung, da so erst nach Abklingen der akuten Beschwerden eine regelrechte Befunderhebung und Behandlungsplanung möglich ist.
engl.: "make-ready time", preparation time; Begriff aus dem Vertragszahnarztrecht: Zwischen Approbation und selbstständiger Versorgung gesetzlich versicherter Patienten muss eine mindestens zweijährige V. liegen, welche in einer Vertragspraxis abgeleistet werden sollte. Tätigkeiten in anderen Einrichtungen (Kliniken, Bundeswehr, Ausland usw.) werden nur z.T. anerkannt; eine mindestens 3-monatige V. in einer Vertragspraxis ist auch in diesen Fällen immer erforderlich; Ausnahme: Personen mit einer EG-Approbation, welche nach geltendem Recht (2011) keine V. benötigen.
Angestellter Zahnarzt, Budget, Degression, Konkurrenzschutzklausel, Wert einer Zahnarztpraxis, Zahnarztregister, Zulassung
Ableistung der Vorbereitungszeit als Voraussetzung für die Teilnahme an der vertragszahnärztlichen Versorgung (zm, 2018)
Vorbiss , Progenie
maxilläre Prognathie, engl.: protrusive face; Begriffe stammt aus der Profilanalyse nach A. M. Schwarz; Profilform, bei welchem die Subnasale vor einer gedachten Senkrechten durch das Nasion liegt. Liegt die Subnasale hinter dieser Linie, so bezeichnet man dies als Rückgesicht (retrusive lower face).
Ästhetiklinie, Biomet-Gesicht, Harmonielinie, Kieferprofilfeld, Prognathie
Vorhakensonde ; historisch gebräuchliche, 3-fach gebogene, spitze Sonde für den Approximalraum als Kariesdiagnostikum.
treten von Natur aus selten auf, sondern erfolgen meist durch zu hohe Wiederherstellungsmaßnahmen an einzelnen Zähnen und sind somit i.d.R. iatrogen bedingt; Korrektur der Restauration erforderlich
Vorkontakte auf der Balanceseite bewirken meist ein Auseinanderklaffen (Disklusion) auf der Arbeitsseite (sog. Hyperbalancekontakt) und sollten beseitigt werden.
Vorkontakte bei der Vorschubbewegung (Protrusion)
Einschleifen (von Zähnen), Gleithindernis, Okklusion, Okklusionsstörung, Überbelastung
http://www.zahnlabor.de/artikel-615.htm
auch V-Y-Plastik, engl.: VY-flap, VY-plasty; chirurgische Verschiebeplastik, in der ZHK z.B. bei der Lippenbändchenexzision angewandt: ein Defekt wird durch einen V-förmigen Schleimhaut-Nahlappen von seinem Rande her gedeckt. Der Hautanteil des Lappens wird allseits umschnitten und bezieht seine Blutversorgung über einen subkutanen Lappenstiel. Einen solchen allseits umschnittenen Lappen nennt man "Insellappen". Nach Verschieben des V-förmigen Lappens in den Defekt kann auch die Entnahmestelle primär verschlossen werden, wobei ein Y entsteht.

References: § 140
 § 91
 § 92
 § 137
 § 137
 § 20
 § 20
 § 18