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Timestamp: 2016-09-28 00:01:46+00:00

Document:
8C_257/2016 (23.08.2016)
8C_257/2016 � � Urteil vom 23. August 2016
Unfallversicherung (Hilflosenentsch�digung),
Beschwerde gegen den Entscheid des Verwaltungsgerichts des Kantons Zug vom 18. Februar 2016.
A.a.�A.________ verunfallte am 17. August 2000 am Steuer seines Autos. Aufgrund der Folgen der damals erlittenen Paraplegie sprach ihm die daf�r zust�ndige Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (SUVA) ab Juli 2004 eine Hilflosenentsch�digung bei Hilflosigkeit leichten Grades zu, dies nebst einer Invalidenrente (Invalidit�tsgrad 100%) und einer Integrit�tsentsch�digung (Integrit�tseinbusse 80%). Die betreffende Verf�gung vom 29. Juni 2004 erwuchs hinsichtlich der Hilflosenentsch�digung unangefochten in Rechtskraft.
A.b.�Mitte Juni 2011 ersuchte der Versicherte die SUVA unter Beilage eines Berichtes des Hausarztes Dr. med. B.________, Facharzt FMH f�r Allgemeinmedizin, vom 13. Mai 2011 um Zusprache einer Hilflosenentsch�digung f�r mittelschwere Hilflosigkeit. Nach einer Erhebung der Verh�ltnisse vor Ort vom 12. August 2011 wies die SUVA dieses Begehren mit Verf�gung vom 26. Oktober 2011 und Einspracheentscheid vom 28. Juni 2012 ab. Zur Begr�ndung hielt sie ihm entgegen, er sei nach wie vor nur in drei Lebensverrichtungen ("Verrichtung der Notdurft", "An- und Ausziehen", "Pflege gesellschaftlicher Kontakte") in erheblicher Weise auf die Hilfe Dritter angewiesen. Einer dauernden pers�nlichen �berwachung bed�rfe er nicht. Was die "K�rperpflege" betreffe, sei er selbstst�ndig. Die dagegen erhobene Beschwerde hiess das Verwaltungsgericht des Kantons Zug mit Entscheid vom 28. Februar 2013 in dem Sinne gut, als es die Sache in Aufhebung des Einspracheentscheides zur weiteren Abkl�rung an die SUVA zur�ckwies. Dabei erwog das Gericht, dass die Hilflosigkeit in den allt�glichen Lebensverrichtungen "Aufstehen/Absitzen/Abliegen" sowie "Fortbewegung (im oder ausser Haus) /Pflege gesellschaftlicher Kontakte" gegeben sei. Fraglos keine Hilflosigkeit bestehe in der Verrichtung "Essen".
A.c.�Gest�tzt auf das hierauf veranlasste Gutachten des Zentrums f�r Paraplegie der Uniklinik C.________ vom 29. April 2014 verf�gte die SUVA am 27. M�rz 2015 - nach Gew�hrung des rechtlichen Geh�rs -, dass die Voraussetzungen f�r eine Erh�hung der Hilflosenentsch�digung nicht erf�llt seien. Daran hielt sie auf Einsprache hin mit Entscheid vom 8. Juli 2015 fest. Sie bejahte die Hilfsbed�rftigkeit in den Verrichtungen "An- und Ausziehen", verwarf sie indessen f�r diejenige der "K�rperpflege" ebenso wie f�r die "Verrichtung der Notdurft". Den geltend gemachten Bedarf an einer lebenspraktischen Begleitung liess die SUVA nicht gelten, womit es bei einer Hilflosigkeit in maximal drei der sechs massgeblichen Lebensverrichtungen blieb.
Die dagegen erhobene Beschwerde wies das Verwaltungsgericht des Kantons Zug mit Entscheid vom 18. Februar 2016 ab.
Mit Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten l�sst A.________ beantragen, es sei ihm in Aufhebung des kantonalen Gerichtsentscheides eine Hilflosenentsch�digung f�r mittelschwere Hilflosigkeit zuzusprechen. Eventuell sei die Sache an die SUVA zur�ckzuweisen zwecks Abkl�rung des Bedarfs an lebenspraktischer Begleitung.
Die SUVA schliesst auf Abweisung der Beschwerde unter Verzicht auf eine einl�ssliche Vernehmlassung. Denselben Antrag stellt das Verwaltungsgericht unter Hinweis auf seine Erw�gungen im angefochtenen Entscheid. Das Bundesamt f�r Gesundheit (BAG) �ussert sich zum Gesichtspunkt der lebenspraktischen Begleitung. Dazu l�sst A.________ unaufgefordert eine Stellungnahme einreichen.
2.1.�Der Beschwerdef�hrer hat gem�ss der in dieser Hinsicht rechtskr�ftigen Verf�gung vom 29. Juni 2004 gest�tzt auf Art. 26 UVG in Verbindung mit Art. 38 Abs. 4 UVV Anspruch auf eine Hilflosenentsch�digung f�r eine Hilflosigkeit leichten Grades. Strittig und zu pr�fen ist, ob Beschwerdegegnerin und kantonales Gericht den revisionsweise erhobenen Anspruch auf eine Entsch�digung f�r mittelschwere Hilflosigkeit zu Recht abgelehnt haben.
Im Einzelnen geht es darum, ob der Beschwerdef�hrer, wie von ihm geltend gemacht, in den meisten der allt�glichen Lebensverrichtungen, mithin in deren vier, regelm�ssig und in erheblicher Weise auf die Hilfe Dritter angewiesen ist (vgl. Art. 38 Abs. 3 lit. a UVV). Falls dies nicht zutrifft, wird zu pr�fen sein, ob er sich nebst der Hilflosigkeit in nur zwei (oder allenfalls drei) allt�glichen Lebensverrichtungen auf den Bedarf an lebenspraktischer Begleitung zu berufen vermag, dies analog zur Rechtslage gem�ss Art. 42 Abs. 3 IVG in Verbindung mit Art. 37 Abs. 2 lit. c und Art. 38 IVV.
2.2.�Was die massgebliche Rechtslage gem�ss Gesetzes-, Verordnungsrecht und Rechtsprechung anbelangt, kann hier zun�chst auf die einl�ssliche Darstellung im angefochtenen Entscheid verwiesen werden. Dies gilt nicht nur f�r Art. 26 Abs. 1 UVG und Art. 38 Abs. 2 bis 4 UVV mit der darin enthaltenen, auf einer funktionellen Betrachtungsweise beruhenden Umschreibung der drei verschiedenen Hilflosigkeitsgrade (schwer, mittelschwer, leicht) sowie die nach gefestigter Rechtsprechung und Verwaltungspraxis wesentlichen sechs allt�glichen Lebensverrichtungen ("An-/Auskleiden"; "Aufstehen/Absitzen/Abliegen"; "Essen"; "K�rperpflege"; "Verrichtung der Notdurft"; "Fortbewegung [im oder ausser Haus]/Kontaktaufnahme"; vgl. BGE 127 V 94 E. 3c S. 97; 125 V 297 E. 4a S. 303). Richtig ist auch die Konkretisierung des Erfordernisses der regelm�ssigen und erheblichen Hilfestellung (BGE 121 V 88 E. 3c S. 91; 106 V 153 E. 2a und b S. 157 ff., je mit Hinweisen; ZAK 1986 S. 484, I 410/84 E. 3c; Urteil 8C_30/2010 vom 8. April 2010 E. 2.2), sei es direkter oder indirekter Art (vgl. Urteil 9C_666/2013 vom 25. Februar 2014 E. 8 mit Hinweisen); desgleichen die Massgeblichkeit des Hilfebedarfs bei einer einzigen Teilfunktion, wenn die Lebensverrichtung mehrere davon umfasst (BGE 121 V 88 E. 3c S. 91 mit weiteren Hinweisen) sowie die vorgenommene Abgrenzung zwischen Pflege und �berwachung von den allt�glichen Lebensverrichtungen und der indirekten Dritthilfe (BGE 140 V 543 E. 3.2.2.3 S. 549; ZAK 1984 S. 357, I 389/82 E. 2c). Korrekt wiedergegeben hat die Vorinstanz schliesslich die Grundlagen hinsichtlich der Abkl�rung der Hilflosigkeit, einerseits in Bezug auf die enge, sich erg�nzende Zusammenarbeit zwischen medizinischer Fachperson und Verwaltung, anderseits hinsichtlich der Bedeutung der Abkl�rung der konkreten Verh�ltnisse vor Ort (BGE 130 V 61 E. 6.1.1 S. 61). Dazu geh�ren insbesondere auch die Voraussetzungen, unter denen einem diesbez�glichen Abkl�rungsbericht Beweiswert zuerkannt werden kann (vgl. BGE 130 V 61 E. 6.2 S. 62 f.).
2.3.�Der vorliegende Rechtsstreit gr�ndet in einer revisionsrechtlichen Fragestellung. Auch in dieser Hinsicht erweist sich die Darstellung der massgeblichen Rechtslage (Art. 17 ATSG) und deren Anwendung auf die Hilflosenentsch�digung im vorinstanzlichen Entscheid als zutreffend (vgl. BGE 137 V 424 E. 3.1 S. 428; vgl. auch Urteil 9C_882/ 2010 vom 25. Januar 2011 E. 1.1 mit Hinweisen). Gleiches gilt f�r die Festlegung des massgeblichen Vergleichszeitraums f�r die Pr�fung, ob sich eine revisionsrechtlich bedeutsame Ver�nderung des Sachverhalts ergeben hat (BGE 133 V 108 E. 5 S. 110 ff.), n�mlich vom 29. Juni 2004 (Verf�gung �ber die Zusprache der Hilflosenentsch�digung) bis zum 8. Juli 2015 (streitbetroffener Einspracheentscheid). Korrekt ist schliesslich der Hinweis im angefochtenen Entscheid auf die Befugnis der Verwaltung, unter besonderen Umst�nden wiedererw�gungsweise auf eine (ab Beginn) "zweifellos unrichtige" rechtskr�ftige Verf�gung zur�ckzukommen (Art. 53 Abs. 2 ATSG) und die entsprechende Kompetenz des Gerichts, mit derselben ("substituierten") Begr�ndung eine (zu Unrecht auf Art. 17 ATSG gest�tzte) Verf�gung zu sch�tzen.
3.1.�Der leistungszusprechenden Verf�gung lag als massgeblicher Gesundheitszustand das Verletzungsbild einer sensomotorisch inkompletten Paraplegie unterhalb des 12. Brustwirbels (Th12; ASIA D) mit vorwiegender Rollstuhlpflichtigkeit als verbleibender Unfallfolge zugrunde. Gem�ss kreis�rztlicher Feststellung vom 5. Juni 2003 bestanden deswegen je dauernd eine Blasenfunktionsst�rung (vermehrte Miktion bei Kontinez und Drangversp�rung) sowie - nebst einer St�rung der Sexualfunktion - auch eine solche der Darmfunktion (Spastizit�t im Sphinkterbereich mit Unterhaltung des vorbestehenden H�morrhoidalleidens, Kontinenz und physiologischer Stuhlgang). Es ist weder geltend gemacht noch ersichtlich, dass sich seither in dieser Hinsicht eine bedeutsame Ver�nderung ergeben h�tte. Ein zumindest im Sinne von Teilurs�chlichkeit auf den Unfall r�ckf�hrbares Geschehen, das sich in einer neuen fach�rztlich gestellten Diagnose niedergeschlagen h�tte und Auswirkungen auf die Hilfsbed�rftigkeit in allt�glichen Lebensverrichtungen zeitigen k�nnte, l�sst sich nicht ausmachen; dies auch unter Ber�cksichtigung des Gutachtens der Uniklinik C.________ vom 29. April 2014. Derlei wird denn auch gar nicht behauptet.
3.2.�Was diese Auswirkungen der genannten Funktionsst�rungen auf die Hilfsbed�rftigkeit anbelangt, bestanden im Zeitpunkt der Leistungszusprechung widerspr�chliche Angaben, insbesondere zwischen den Feststellungen gem�ss der Abkl�rung vor Ort vom 1. Oktober 2003, die auf eine Hilflosigkeit mittelschweren Grades hindeuteten, und denjenigen der Rehaklinik D.________ gem�ss Austrittsbericht vom 17. Mai 2004. Namentlich hinsichtlich der Lebensverrichtungen "Notdurft" sowie "Aufstehen/Absitzen/Abliegen" gab es abweichende Feststellungen, was die Vorinstanz in ihrem R�ckweisungsentscheid vom 28. Februar 2013 (E. 5.1) zum Schluss f�hrte, es lasse sich nicht nachvollziehen, weshalb die SUVA ihrer Verf�gung lediglich eine Hilflosigkeit leichten Grades zugrunde gelegt habe. Aufgrund dieser Widerspr�chlichkeiten sowie der Unterlassung weiterer Abkl�rungen trotz �rztlicher Empfehlung folgerte die Vorinstanz, dass es an einer Vergleichsbasis f�r eine rechtskonforme Pr�fung der Frage fehle, ob sich die massgebenden Verh�ltnisse seither in wesentlicher Weise ge�ndert h�tten. Auf diese Einsch�tzung ist die Vorinstanz im angefochtenen Entscheid (E. 6.1) nicht zur�ckgekommen. Erg�nzt hat sie indessen aufgrund der Vorbringen der Beschwerdegegnerin, dass mit Blick auf die seinerzeitige einl�ssliche Abkl�rung des Gesundheitszustandes nicht von einer zweifellosen Unrichtigkeit der urspr�nglichen Leistungszusprache bei leichter Hilflosigkeit auszugehen sei.
3.3.�Diese Beurteilung ist seitens der Parteien im vorliegenden Verfahren unbeanstandet geblieben, womit insoweit kein Grund f�r Weiterungen besteht.
Dies �ndert nichts daran, dass ein Mangel der urspr�nglichen Leistungszusprache insofern besteht, als sie auf einer nicht nachvollziehbaren Beurteilung der Hilflosigkeit beruht. Daher ist auch nicht feststellbar, ob sich seither bedeutsame Ver�nderungen ergeben haben. Bei einer solchen Ausgangslage muss es in analoger Anwendung der Rechtsprechung zur substituierten Begr�ndung auch im Fall einer Hilflosenentsch�digung m�glich sein, die Leistungsverf�gung zu Gunsten eines Versicherten abzu�ndern, selbst wenn die Revisionsvoraussetzungen nicht nachgewiesen sind. Darin liegt keine gerichtliche Verpflichtung der Verwaltung, ihre Verf�gung in Wiedererw�gung zu ziehen, was rechtsprechungsgem�ss unzul�ssig w�re (BGE 133 V 50 E. 4.2.1 S. 54). Vielmehr wird damit lediglich der fehlenden Nachvollziehbarkeit der urspr�nglichen Leistungszusprechung Rechnung getragen. Diesen Umstand hat nicht die versicherte Person zu vertreten. Andernfalls w�rde ihr Anspruch auf revisionsweise Leistungserh�hung (Art. 17 ATSG) dann beeintr�chtigt oder gar vereitelt, wenn eine gerichtliche Beurteilung, ob die Revisionsvoraussetzungen tats�chlich eingetreten sind, infolge der M�ngel des fr�heren Verwaltungsaktes von vornherein nicht m�glich ist (vgl. Urteil 9C_602/2007 vom 11. April 2007 E. 4.3 und 5.1).
3.4.�Mangels nachvollziehbarer Beurteilung der Auswirkungen auf die Hilfsbed�rftigkeit in den allt�glichen Lebensverrichtungen zum Zeitpunkt der urspr�nglichen Leistungszusprache entf�llt auch im vorliegenden Fall die M�glichkeit eines Vergleichs. Daher ist allein darauf abzustellen, wie sich der entsprechende Bedarf an Hilfe im Zeitpunkt des streitbetroffenen Einspracheentscheids vom 8. Juli 2015 darbot (vgl. Urteil 9C_602/2007 vom 11. April 2007 E. 5.2).
4.1.�Zwischen den Parteien nicht bestritten ist, dass beim Beschwerdef�hrer in der allt�glichen Lebensverrichtung "Essen" kein Hilfsbedarf besteht. Anderseits steht ausser Frage, dass er beim "Aufstehen/Absitzen/Abliegen" ebenso wie bei der "Fortbewegung/Pflege gesellschaftlicher Kontakte" auf die Hilfe Dritter angewiesen ist. Mangels gegenteiliger Anhaltspunkte bedarf es in diesem Zusammenhang keiner weiteren Erw�gungen.
4.2.�Was die �brigen Lebensverrichtungen angeht, f�llt auf, dass die Beschwerdegegnerin noch im Einspracheentscheid vom 28. Juni 2012 unter anderem von einem bedeutsamen Hilfsbedarf hinsichtlich "Verrichtung der Notdurft" ausgegangen war. Gest�tzt auf die im Zuge der nach dem R�ckweisungsentscheid vom 28. Februar 2013 getroffenen weiteren Abkl�rungen in der Uniklinik C.________ verwarf die Beschwerdegegnerin schliesslich eine Hilfsbed�rftigkeit in diesem Punkt, und zwar sowohl in der diesem Verfahren zu Grunde liegenden Verf�gung vom 27. M�rz 2015 als auch im Einspracheentscheid vom 8. Juli 2015.
Entgegen den Vorbringen in der Beschwerde ist gegen eine derartige Neubeurteilung nichts einzuwenden. Insbesondere kann darin kein unzul�ssiges widerspr�chliches Verhalten ("venire contra factum proprium") erblickt werden; dies wenigstens solange nicht, als sie unter dem Eindruck zus�tzlicher, in der Sache haltbarer Erkenntnis erfolgt ist. Ebenso wenig scheitert sie aus Gr�nden der Rechtskraft. Im Streit zwischen den Parteien lag der Anspruch auf Hilflosenentsch�digung insgesamt, dies im Sinne eines Rechtsverh�ltnisses, das mehrere Elemente oder Teilaspekte umfasst, die in der Regel lediglich der Begr�ndung einer Verf�gung dienen, jedoch grunds�tzlich nicht selbstst�ndig anfechtbar sind (vgl. BGE 125 V 413 E. 2a und b S. 415 f.; SVR 2012 BVG Nr. 30 S. 121, 9C_702/2011 E. 3.2 mit Hinweis). Die Annahme von Teilrechtskraft hinsichtlich einzelner Lebensverrichtungen scheidet damit aus.
4.3.�Im Einzelnen verh�lt es sich mit den noch strittigen allt�glichen Lebensverrichtungen wie folgt:
4.3.1.�Hinsichtlich der "K�rperpflege" erwog das kantonale Gericht bereits in seinem R�ckweisungsentscheid (E. 5.2.4), es sei unbestritten, dass in den Teilbereichen "Waschen, K�mmen und Rasieren" kein Hilfsbedarf bestehe. Betreffend den strittigen Teilbereich "Baden/Duschen" erkannte es - Bezug nehmend auf das in ZAK 1986 S. 483 Gesagte (Urteil des Eidg. Versicherungsgerichts [heute: sozialrechtliche Abteilungen des Bundesgerichts] I 25/85 vom 11. Juni 1985 E. 2a und b) -, es sei dem Beschwerdef�hrer angesichts seiner gesunden oberen Extremit�ten zumutbar, sich den R�cken mithilfe einer Stielb�rste selbst zu waschen. Was sodann das Schneiden der Zehenn�gel anbelange, so k�nne die daf�r ben�tigte Hilfe weder als erheblich noch als regelm�ssig qualifiziert werden. Im �brigen finde in den Akten keine St�tze, dass der Beschwerdef�hrer beim Transfer vom Rollstuhl in die Dusche Hilfe ben�tige. Diese Erw�gungen hat die Vorinstanz nach Einsicht in das Gutachten der Uniklinik C.________ vom 29. April 2013 bekr�ftigt (E. 6.3). Danach verm�ge er die Transfers selbstst�ndig auszuf�hren, und auch hinsichtlich des R�ckens sei er in der Lage, diesen mittels einer ausreichend langen B�rste selber zu waschen.
Dieser Beurteilung kann mit Blick auf das insofern beweiskr�ftige Gutachten der Uniklinik C.________ ohne weiteres beigepflichtet werden, wie die Vorinstanz einl�sslich dargelegt hat. Was der Beschwerdef�hrer dagegen vorbringt, verf�ngt nicht. Dies gilt insbesondere f�r das beschwerdeweise erw�hnte �berlastungssyndrom beider Schultergelenke, die schmerzbedingten Paresen im Schulterbereich und motorischen Defizite der Arme, genauso wie f�r die Tatsache, dass der Beschwerdef�hrer seit Jahren an chronischen Schmerzen im nicht gel�hmten Bereich leide. Wie die Vorinstanz in diesem Zusammenhang in �berzeugender Weise erkannt hat, hatten die Gutachter aufgrund dokumentierter und eigener Abkl�rungen hinl�nglich Kenntnis von den bestehenden Einschr�nkungen im Bereich von Thorax, Schulter und Arm. Dass ihnen die fachliche Kompetenz f�r die Beurteilung der Zumutbarkeit eines auch bei limitierter Schulterfunktion verf�gbaren Hilfsmittels zukam, steht ausser Frage. Die Verneinung des besonderen Hilfebedarfs in dieser Lebensverrichtung steht folglich mit den tats�chlichen Gegebenheiten in Einklang und verletzt unter den gegebenen Umst�nden kein Bundesrecht.
4.3.2.�Betreffend "Verrichtung der Notdurft" gelangten die Gutachter der Uniklinik C.________ zum Schluss, dass lediglich ein minimaler Bedarf an Dritthilfe beim Ab- und Anziehen der Unterhose �ber das Ges�ss bestehe, dies wegen einer ungen�genden Anziehtechnik des Versicherten. Den WC-Transfer k�nne er komplett selbstst�ndig ausf�hren. Ebenso wenig best�nden Einschr�nkungen aufgrund der Thorax- und Armschmerzen beim Ordnen der Kleider nach Toilettengang. Dazu und unter Ber�cksichtigung der Angaben des Beschwerdef�hrers anl�sslich der Abkl�rung vor Ort vom 12. August 2011 hat die Vorinstanz einleuchtend erwogen, dass nicht von einem erheblichen Hilfsbedarf auszugehen sei. Denn es k�nne ihm zugemutet werden, dass er sich eine Technik aneigne, die ihm das selbstst�ndige Ab- und Anziehen der Unterhose erm�gliche.
Zu �berzeugen verm�gen auch die vorinstanzlichen Ausf�hrungen hinsichtlich des ein- bis zweimal pro Woche vorkommenden tr�pfchenweisen Urin- und des gelegentlichen unkontrollierbaren Stuhlverlusts. Mit Blick auf die H�ufigkeit dieser Vorkommnisse kann mit dem kantonalen Gericht nicht von einem t�glichen und daher nicht von einem regelm�ssigen Hilfsbedarf ausgegangen werden (vgl. ZAK 1986 S. 484, I 25/85 E. 3c; Urteil 8C_30/2010 vom 8. April 2010 E. 2.2; Urteil 8C_912/2008 vom 5. M�rz 2009 E. 3.2.2; Urteil I 563/04 vom 2. M�rz 2005, E. 6.2). Was dagegen vorgetragen wird, dringt nicht durch. Dies betrifft nicht nur die Kritik am Gutachten der Uniklinik C.________, die insofern unbehelflich ist, als dem Beschwerdef�hrer das Erlernen der n�tigen Techniken zumutbarerweise m�glich ist. Auch was dieser in Zusammenhang mit dem unwillk�rlichen Stuhl- und tr�pfchenweisen Urinverlust einwendet, der gem�ss eigenen Angaben gegen�ber den Gutachtern gelegentlich (Stuhl) bzw. ein- bis zweimal pro Woche (Urin) auftrete, verf�ngt nicht. Die Angabe der Ehefrau im Nachgang zum Gutachten, dass sie den Versicherten t�glich neu einkleiden bzw. ihm die Kleider daf�r bereit legen m�sse, vermag vor diesem Hintergrund nicht zu �berzeugen. Jedenfalls hinsichtlich des Ausmasses wird sie denn auch in der Beschwerde nicht aufgenommen. Im �brigen geht es bei den zur Verwendung empfohlenen Inkontinenzeinlagen nicht darum, den Beschwerdef�hrer in menschenunw�rdiger Weise in seinen blutigen F�kalien liegen zu lassen. Der vorinstanzliche Verweis zielt vielmehr darauf ab, das Ausmass der Verunreinigung an Kleidern, Bettw�sche und Rollstuhl und damit den gelegentlich anfallenden Reinigungsaufwand zu begrenzen.
4.3.3.�Das Ausmass des Hilfebedarfs in der Lebensverrichtung "An- und Auskleiden" hat die Vorinstanz letztlich offen gelassen. Denn selbst bejahendenfalls best�nde Hilflosigkeit lediglich in drei von sechs allt�glichen Lebensverrichtungen, was keinen Anspruch auf eine Hilflosenentsch�digung f�r mittelschwere Hilflosigkeit vermittle. Dies trifft mit Blick auf Art. 38 Abs. 3 lit. a UVV zu, kann doch bei insgesamt sechs allt�glichen Lebensverrichtungen selbst bei gegebener Hilfsbed�rftigkeit in drei davon nicht geschlossen werden, diese bestehe "in den meisten" davon (BGE 121 V 88 E. 3b S. 90 mit Hinweis; vgl. ferner die Verwaltungspraxis zur analogen Rechtslage in der Invalidenversicherung: Rz. 8009 des Kreisschreibens des Bundesamtes f�r Sozialversicherungen �ber Invalidit�t und Hilflosigkeit in der Invalidenversicherung [KSIH] in der seit 1. Januar 2015 g�ltigen, hier anwendbaren Fassung). Folglich er�brigen sich Weiterungen hinsichtlich dieser allt�glichen Lebensverrichtung.
4.3.4.�Nach dem Gesagten ist der Beschwerdef�hrer in zwei, allenfalls in drei Lebensverrichtungen regelm�ssig in erheblicher Weise auf die Hilfe Dritter angewiesen. Da er selbst nicht geltend macht, einer dauernden pers�nlichen �berwachung zu bed�rfen, scheidet nach Art. 38 Abs. 3 lit. a und b UVV ein Anspruch auf Hilflosenentsch�digung f�r mittelschwere Hilflosigkeit aus.
5.1.�Dar�ber hinaus macht jedoch der Beschwerdef�hrer geltend, dass er nebst der erwogenen Hilfe auch der lebenspraktischen Begleitung bed�rfe. Dies vermittle ihm - in Analogie zu Art. 37 Abs. 2 lit. c IVV - kraft der verfassungsrechtlich gebotenen Gleichbehandlung (Art. 8 BV) - auch im Bereich der sozialen Unfallversicherung Anspruch auf eine Entsch�digung f�r mittelschwere Hilflosigkeit. Zur Abkl�rung des betreffenden Bedarfs sei die Sache an die Beschwerdegegnerin zur�ckzuweisen.
5.2.1.�Ein Bedarf des Beschwerdef�hrers an lebenspraktischer Begleitung klingt erstmals im Bericht des Hausarztes vom 13. Mai 2011 an. Genau besehen beziehen sich jedoch die dortigen Angaben auf den Hilfsbedarf in den allt�glichen Lebensverrichtungen, worauf es hier indessen nicht ankommt (vgl. BGE 133 V 450 E. 9 S. 466; Rz. 8040 KSIH).
In der Folge liess der Beschwerdef�hrer erstmals in der am 26. Februar 2015 erstatteten Stellungnahme zum Gutachten der Uniklinik C.________ nach entsprechendem Hinweis seiner Ehefrau vorbringen, dass er aufgrund seiner sich zusehends verschlechternden labilen psychischen Situation gef�hrdet sei, sich dauernd von der Aussenwelt abzuschneiden. In der Einsprache vom 12. Mai 2015 bekr�ftigte er diesen Standpunkt, indem er darlegte, dass er die Wohnung nur noch selten verlasse und seine Kontakte nicht mehr pflege; er weise ein depressives Stimmungsbild auf und sei oftmals traurig. Im gleichen Sinne �usserte er sich im Rahmen seiner Beschwerde an die Vorinstanz.
5.2.2.�Vor Bundesgericht macht er nunmehr geltend, er sei nicht in der Lage, selbstst�ndig zu wohnen, sondern brauche Hilfe bei der Tages-strukturierung, Unterst�tzung bei der Bew�ltigung von Alltagssituationen sowie Anleitung zur Erledigung des Haushaltes, womit er in einem gewissen Sinne �berwacht werden m�sse. Sodann sei er f�r Verrichtungen ausserhalb der Wohnung (z.B. Einkaufen, Freizeitaktivit�ten, Kontakte mit Amtsstellen oder Medizinalpersonen, Coiffeurbesuch usw.) auf Begleitung einer Drittperson angewiesen. Sein "Assistenzbedarf" liege regelm�ssig vor und betrage deutlich mehr als zwei Stunden pro Woche.
Diese Vorbringen tats�chlicher Art sind neu, weshalb sie im vorliegenden Verfahren nicht zuzulassen sind, woran auch die umfassende Sachverhaltskognition nach Art. 97 Abs. 2 BGG nichts �ndert (BGE 135 V 194 E. 3.4 S. 199 f.; Urteil 8C_81/2016 vom 8. April 2016 E. 1.3). Anders verhielte es sich nur dann, wenn erst der Entscheid der Vorinstanz Anlass zu den neuen Tatsachenbehauptungen g�be (Art. 99 Abs. 1 BGG). Der vorinstanzliche Verfahrensausgang allein bildet indessen noch keinen hinreichenden Anlass f�r die Zul�ssigkeit unechter Noven, die bereits im kantonalen Verfahren ohne Weiteres h�tten vorgebracht werden k�nnen (Urteil 8C_690/2011 vom 16. Juli 2012 E. 1.2, nicht publ. in: BGE 138 V 286, aber in: SVR 2012 FZ Nr. 3 S. 7). Da der Beschwerdef�hrer nicht dartut, dass ihm letzteres trotz hinreichender Sorgfalt prozessual unm�glich oder objektiv unzumutbar gewesen w�re, k�nnen diese Vorbringen hier nicht mehr geh�rt werden (vgl. Urteil 8C_71/2016 vom 1. Juli 2016 E. 2.1; Urteil 8C_911/2015 vom 3. Februar 2016 E. 4.3, je mit Hinweisen).
5.3.1.�Mit Blick auf die prozessual zul�ssigen Vorbringen des Beschwerdef�hrers gr�ndet ein m�glicher Bedarf an lebenspraktischer Begleitung ausschliesslich in einem depressiven Stimmungsbild und der deswegen erforderlichen Motivation und Anleitung hinsichtlich der Pflege ausserh�uslicher Kontakte und Aktivit�ten (vgl. Art. 38 Abs. 1 lit. c IVV dazu Rz. 8024, 8049, 8051 ff. KSIH).
5.3.2.�In diesem Zusammenhang f�llt auf, dass bereits im Rahmen einer Verlaufskontrolle im Schweizer Paraplegiker Zentrum (SPZ) vom 4. Mai 2012 auf einen "suboptimalen Rehabilitationszustand" verwiesen wurde. Da bislang verschiedene Behandlungsmethoden ohne nennenswerten positiven Effekt geblieben seien, w�nsche der Versicherte keinen erneuten medikament�sen Therapieversuch mehr. Bei dieser resignativ-passiven Haltung blieb es offenbar in der Folge, wie insbesondere aus dem j�ngsten Gutachten der Uniklinik C.________ erhellt, wo eine depressive Grundstimmung mit fehlender Krankheitsakzeptanz des Beschwerdef�hrers aufgefallen war und die soeben erw�hnte Einsch�tzung des SPZ hinsichtlich des Rehabilitationsstatus best�tigt wurde. Aus dem Gutachten ergibt sich auch, dass eine irgendwie geartete Behandlung des bestehenden depressiven Geschehens seit l�ngerem nicht erfolgt. Eine psychiatrische Behandlung soll in der Vergangenheit offenbar stattgefunden haben, doch vermochte sich der Beschwerdef�hrer an den Behandlungszeitraum nicht mehr zu erinnern; ebenso wenig war von ihm mit Sicherheit anzugeben, ob er das Medikament Tryptizol tats�chlich eingenommen hatte.
5.3.3.�Mit Blick auf die Labilit�t des psychischen Gesundheitszustandes und den in dieser Hinsicht bestehenden Behandlungsbedarf ist der Beschwerdef�hrer zun�chst im Rahmen seiner Schadenminderungspflicht gehalten, das ihm M�gliche und Zumutbare vorzukehren, um seine - bislang im �brigen auch nicht fach�rztlich-psychiatrisch erfasste - depressive Grundstimmung zu beheben. Solange er dies unterl�sst, verbietet sich bereits die Annahme eines dauerhaften Bedarfs an lebenspraktischer Begleitung, womit auch die Zusprechung einer als Dauerleistung ausgestalteten Hilflosenentsch�digung ausser Betracht f�llt. Ob und inwieweit er dabei auch Sachleistungen der Beschwerdegegnerin beanspruchen kann (Art. 21 Abs. 1 lit. d UVG; Art. 18 UVV), ist nicht im vorliegenden Verfahren zu beurteilen und steht der Bezugnahme auf seine priorit�re Schadenminderungspflicht (vgl. BGE 141 V 642 E. 4.3.2 S. 648; Urteil 9C_410/2009 vom 1. April 2010 E. 5.4; I 1013/06 vom 9. November 2007 E. 7.2) nicht entgegen.
5.4.�Unter diesen Umst�nden er�brigen sich weitere Ausf�hrungen zur Rechtm�ssigkeit von Art. 38 UVV im Rahmen einer vorfrageweisen Normpr�fung.
Dies f�hrt zum Schluss, dass der angefochtene Entscheid stand h�lt und die Beschwerde abzuweisen ist.

References: Art. 26
 Art. 38
 Art. 38
 Art. 42
 Art. 37
 Art. 38
 Art. 26
 Art. 38
 BGE 
 BGE 
 BGE 
 Art. 17
 BGE 
 Art. 38
 Art. 38
 Art. 37
 BGE 
 Art. 97
 BGE 
 Art. 38
 Art. 18
 BGE 
 Art. 38