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Timestamp: 2016-10-28 02:34:39+00:00

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2C_327/2013 (23.10.2013)
2C_327/2013 � � Urteil vom 23. Oktober 2013
Regierungsgeb�ude, 8500 Frauenfeld.
Erl�schen der Niederlassungsbewilligung,
Beschwerde gegen das Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Thurgau vom 27. Februar 2013.
A.a.�Der serbische Staatsangeh�rige X.________ (geb. 1974) leidet seit seiner Geburt an einer Makrocephalie und einem Hydrocephalus internus (Wasserkopf). Er reiste 1991 im Rahmen des Familiennachzuges in die Schweiz ein, wohnte hier bei seinen Eltern und erhielt eine Niederlassungsbewilligung. Die IV-Stelle des Kantons Thurgau sprach ihm ab M�rz 1995 eine Hilflosenentsch�digung mittleren Grades und ab Januar 1996 eine ausserordentliche Invalidenrente zu.
A.b.�X.________ heiratete am 19. August 1999 die serbische Staatsangeh�rige A.________ (geb. 1972) und lebte mit ihr und dem gemeinsamen Sohn B.________ (geb. 27. November 1999) bei seinen Eltern. Ab November 2000 weilte die Ehefrau f�r rund zweieinhalb Monate in der Psychiatrischen Klinik, lebte danach getrennt vom Ehemann und kehrte im April 2001 nach Serbien zur�ck, nachdem ihre Aufenthaltsbewilligung nicht verl�ngert worden war. Die Ehe wurde im Fr�hling 2003 in Serbien geschieden.
A.c.�Am 25. Mai 2005 heirateten X.________ und A.________ erneut in Serbien und am 7. August 2005 kam dort die gemeinsame Tochter C.________ zur Welt. Am 3. September 2006 folgten X.________ sein Sohn B.________ sowie am 30. April 2007 sein Vater nach Serbien.
A.d.�In der Folge stellte die IV-Stelle die Hilflosenentsch�digung per 31. Oktober 2008 und die Invalidenrente per 31. Januar 2009 wegen fehlenden Lebensmittelpunktes in der Schweiz ein. Bem�hungen bei der IV-Stelle um einen weiteren Leistungsbezug schlugen fehl. Ab Fr�hling 2008 lebte X.________ wieder bei seiner Mutter in L.________, wo er seit Oktober 2009 von der Sozialhilfe unterst�tzt wird. Die Vormundschaftsbeh�rde L.________ verbeist�ndete X.________ am 27. September 2011 auf eigenes Begehren hin.
�Im September 2011 stellte X.________ f�r die Ehefrau und seine beiden Kinder ein Familiennachzugsgesuch, das in der Folge sistiert wurde. Nach der Gew�hrung des rechtlichen Geh�rs stellte das Migrationsamt des Kantons Thurgau am 22. Mai 2012 fest, die Niederlassungsbewilligung von X.________ sei zufolge Auslandaufenthalts von mehr als sechs Monaten erloschen. Das Migrationsamt stellte weiter fest, es l�gen keine wichtigen pers�nlichen Gr�nde vor, die dazu f�hren m�ssten, seinen Aufenthalt neu zu regeln und verweigerte daher X.________ den weiteren Aufenthalt im Kanton Thurgau und wies diesen aus der Schweiz weg. Gleichzeitig setzte es ihm eine Frist zum Verlassen der Schweiz.
�Die dagegen erhobenen Rechtsmittel wiesen das Departement f�r Justiz und Sicherheit des Kantons Thurgau mit Rekursentscheid vom 28. August 2012 bzw. das Verwaltungsgericht des Kantons Thurgau mit Urteil vom 27. Februar 2013 ab.
�Mit Eingabe vom 15. April 2013 erhebt X.________ Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten und subsidi�re Verfassungsbeschwerde an das Bundesgericht. Er beantragt, es sei das angefochtene Urteil aufzuheben und festzustellen, dass seine Niederlassungsbewilligung nicht erloschen bzw. ihm zu belassen sei. Eventualiter sei dem Beschwerdef�hrer eine Aufenthaltsbewilligung (H�rtefallbewilligung) zu erteilen. Subeventualiter sei die Sache an die Vorinstanz zur�ckzuweisen mit der Weisung, den aktuellen Gesundheitszustand des Beschwerdef�hrers durch ein medizinisches und psychiatrisches Gutachten abkl�ren zu lassen. Schliesslich beantragt er die unentgeltliche Prozessf�hrung und Rechtsverbeist�ndung.
�Das Migrationsamt, das Departement f�r Justiz und Kultur und das Verwaltungsgericht des Kantons Thurgau sowie das Bundesamt f�r Migration schliessen auf Abweisung der Beschwerde. Mit Eingabe vom 24. Juli 2013 h�lt der Beschwerdef�hrer an seinen Antr�gen fest.
�Mit Verf�gung vom 23. April 2013 hat der Pr�sident der II. �ffentlich-rechtlichen Abteilung des Bundesgerichts der Beschwerde antragsgem�ss die aufschiebende Wirkung zuerkannt.
1.1.�Auf dem Gebiet des Ausl�nderrechts ist die Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten gegen die Erteilung oder Verweigerung von Bewilligungen ausgeschlossen, auf die weder das Bundesrecht noch das V�lkerrecht einen Anspruch einr�umen (Art. 83 lit. c Ziff. 2 BGG). Gegen Entscheide �ber den Widerruf oder die Feststellung des Erl�schens einer Niederlassungsbewilligung ist die Beschwerde jedoch zul�ssig, weil grunds�tzlich ein Anspruch auf das Fortbestehen dieser Bewilligung gegeben ist (BGE 135 II 1 E. 1.2.1 S. 4). Auf die Beschwerde ist demnach grunds�tzlich einzutreten (vgl. jedoch E. 1.5 hiernach).
1.2.�Da das kantonale Migrationsamt die �berpr�fung des Erl�schens der Niederlassungsbewilligung erst im Jahr 2011, also nach dem Inkrafttreten des AuG (SR 142.20), eingeleitet und dem Beschwerdef�hrer das rechtliche Geh�r am 2. M�rz 2012 gew�hrt hat, ist die Beschwerde nach neuem Recht zu beurteilen (Urteil 2C_478/2010 vom 17. November 2010 E.1, nicht publ. in: BGE 137 II 10; Urteil 2C_471/2012 vom 18. Januar 2013 E. 1.2). Im �brigen w�rde auch die Anwendung des alten Rechts (ANAG) im vorliegenden Fall zu keinem anderen materiellen Ergebnis f�hren (vgl. E. 2.1 hiernach).
1.3.�Das Bundesgericht ist an die Sachverhaltsfeststellungen der Vorinstanz gebunden, soweit sie sich nicht als offensichtlich unrichtig, d.h. willk�rlich erweisen oder auf einer Rechtsverletzung im Sinne von Art. 95 BGG beruhen (Art. 105 Abs. 1 und 2 BGG; vgl. BGE 137 I 58 E. 4.1.2 S. 62; 133 II 249 E. 1.2.2 S. 252; 133 III 393 E. 7.1 S. 398). Zudem ist vom Beschwerdef�hrer aufzuzeigen, dass die Behebung des Mangels f�r den Ausgang des Verfahrens entscheidend sein kann (Art. 97 Abs. 1 BGG).
1.4.�Die Beschwerdeschrift hat gem�ss Art. 42 Abs. 1 BGG die Begehren und deren Begr�ndung zu enthalten; im Rahmen der Begr�ndung ist in gedr�ngter Form darzulegen, inwiefern der angefochtene Entscheid Recht verletzt (Art. 42 Abs. 2 BGG). Dies setzt voraus, dass sich der Beschwerdef�hrer wenigstens kurz mit den Erw�gungen des angefochtenen Entscheides auseinandersetzt (BGE 134 II 244 E. 2.1 S. 245 f.). Eine qualifizierte R�gepflicht gilt hinsichtlich der Verletzung von Grundrechten und von kantonalem und interkantonalem Recht. Das Bundesgericht pr�ft eine solche R�ge nur insoweit, als sie in der Beschwerde pr�zise vorgebracht und begr�ndet worden ist (Art. 106 Abs. 2 BGG).
1.5.�Nicht eingetreten werden kann auf die Beschwerde insoweit, als der Beschwerdef�hrer die Erteilung einer H�rtefallbewilligung beantragt, da auf eine solche unbestrittenermassen kein Rechtsanspruch besteht. Auf die Frage, ob auf die Eingabe diesbez�glich als subsidi�re Verfassungsbeschwerde einzutreten ist, soll - falls �berhaupt noch n�tig - erst nach Behandlung der Frage des Erl�schens der Niederlassungsbewilligung eingegangen werden (vgl. E. 3 hiernach).
2.1.�Gem�ss Art. 61 Abs. 2 AuG erlischt die Niederlassungsbewilligung unter anderem dann, wenn sich der Ausl�nder, ohne sich abzumelden, w�hrend sechs Monaten tats�chlich im Ausland aufh�lt. Auf vor Ablauf dieser Frist gestelltes Gesuch hin kann die Niederlassungsbewilligung jedoch w�hrend vier Jahren aufrechterhalten werden (vgl. Art. 79 Abs. 2 der Verordnung vom 24. Oktober 2007 �ber Zulassung, Aufenthalt und Erwerbst�tigkeit, VZAE; SR 142.201).
�Art. 61 Abs. 2 AuG entspricht in Bezug auf die Niederlassungsbewilligung dem fr�heren Art. 9 Abs. 3 lit. c ANAG, weshalb die dazu ergangene Rechtsprechung massgebend bleibt (vgl. Urteil 2C_853/2010 vom 22. M�rz 2011 E. 5.1). Danach erlischt die Niederlassungsbewilligung, wenn sich ein Ausl�nder w�hrend sechs aufeinanderfolgenden Monaten ununterbrochen im Ausland aufh�lt, wobei es weder auf die Motive der Landesabwesenheit noch auf die Absichten des Betroffenen ankommt (BGE 120 Ib 369 E. 2c und d S. 372 f.; 112 Ib 1 E. 2a S. 2 f.; vgl. auch Urteile 2C_831/2010 vom 27. Mai 2011 E. 5.1 und 2C_43/2011 vom 4. Februar 2011 E. 2). Die sechsmonatige Frist wird zudem durch vor�bergehende Besuchs-, Tourismus- oder Gesch�ftsaufenthalte in der Schweiz nicht unterbrochen (Art. 79 Abs. 1 VZAE). Somit erlischt die Niederlassungsbewilligung wegen Aufenthaltsunterbruchs auch dann, wenn die ausl�ndische Person w�hrend eines gr�sseren Zeitraums landesabwesend ist, jeweils vor Ablauf von sechs Monaten f�r beschr�nkte Zeit in die Schweiz zur�ckkehrt, dies aber bloss zu Besuchszwecken tut. Bei solchen Verh�ltnissen werden daher nicht etwa die (verschiedenen) Ausreisezeitpunkte, sondern vielmehr die Frage nach dem Lebensmittelpunkt zum ausschlaggebenden Kriterium (Urteil 2C_471/2012 vom 18. Januar 2013 E. 4.1 mit Hinweisen).
2.2.�Zu beurteilen ist hier zun�chst die Frage, ob die Niederlassungsbewilligung des Beschwerdef�hrers durch seine Auslandaufenthalte in Serbien im Sinne von Art. 61 Abs. 2 AuG erloschen ist, wie dies die Vorinstanz angenommen hat. Dabei ist unbestritten, dass der Beschwerdef�hrer kein Gesuch um Verl�ngerung der sechsmonatigen Frist im Sinne von Art. 79 Abs. 2 VZAE gestellt hat.
2.2.1.�Die Vorinstanz hat in tats�chlicher Hinsicht festgestellt, dass folgende Auslandabwesenheiten vorliegen: 1. Januar bis 17. April 2005, 5. Mai bis 30. Juli 2005, 27. August bis 16. Oktober 2005, 22. Oktober bis 11. Dezember 2005, 1. Januar bis 11. April 2006, 1. September bis 5. November 2006, 11. November 2006 bis 21. Januar 2007, 31. M�rz 2007 bis 3. Juni 2007, 16. Juni bis 12. August 2007, 20. August 2007 bis 21. Oktober 2007 und 26. Oktober 2007 bis 27. Januar 2008 (vgl. angefochtener Entscheid E. 3). Diese Angaben werden vom Beschwerdef�hrer als zutreffend bezeichnet (vgl. Beschwerdeschrift S. 9).
2.2.2.�Damit steht zwar fest, dass sich der Beschwerdef�hrer in der fraglichen Zeit nie l�nger als sechs Monate ununterbrochen in Serbien aufgehalten hat. Andererseits ist der Vorinstanz zuzustimmen, wenn sie ausf�hrt, dass der Beschwerdef�hrer in den Jahren 2005 bis 2007 mehrheitlich in Serbien gelebt hat. Bezogen auf die fast zehnmonatige Periode zwischen dem 31. M�rz 2007 und dem 21. Januar 2008 hat der Beschwerdef�hrer lediglich drei Kurzbesuche von insgesamt ca. vier Wochen in der Schweiz vorzuweisen; diese Kurzbesuche verm�gen aber praxisgem�ss die sechsmonatige Frist nicht zu unterbrechen. �ber die gesamte dreij�hrige Periode von 2005 bis 2007 betrachtet, hat sich der Beschwerdef�hrer offensichtlich nicht mehrheitlich, d.h. innerhalb eines Jahres mindestens sechs Monate, in der Schweiz aufgehalten, weshalb hier die widerlegbare Vermutung besteht, dass der Lebensmittelpunkt des Beschwerdef�hrers in der Schweiz aufgegeben worden ist (vgl. Silvia Hunziker, in: Bundesgesetz �ber die Ausl�nderinnen und Ausl�nder [AuG], 2010, Art. 61 N. 21).
2.2.3.�Die Vorinstanz hat sodann aufgrund diverser Indizien zu Recht angenommen, dass der Beschwerdef�hrer seinen Lebensmittelpunkt seit Anfang Januar 2005 nach Serbien verlegt hat: So hat er dort im Mai 2005 seine im Jahr 2003 von ihm geschiedene Ehefrau wieder geheiratet und ist seine Tochter am 7. August 2005 zur Welt gekommen. Zudem sind ihm am 3. September 2006 sein Sohn und am 30. April 2007 sein Vater nach Serbien nachgefolgt. Seine Ehefrau, seine beiden Kinder und sein Vater wohnen denn auch noch heute in Serbien. Unter diesem Umst�nden kann dem Beschwerdef�hrer nicht gefolgt werden, wenn er ausf�hrt, angesichts seines seit dem 17. Altersjahr andauernden Aufenthalts in der Schweiz und seines Gesundheitszustandes habe er seinen Lebensmittelpunkt in der Schweiz beibehalten.
�Der Beschwerdef�hrer scheint zudem zu verkennen, dass er s�mtliche �nderungen betreffend seinen Wohnsitz den zust�ndigen Beh�rden h�tte melden m�ssen (Art. 12 Abs. 2 und Art. 15 AuG); ihm oblag gem�ss Art. 90 AuG im Verfahren vor den Vorinstanzen eine Mitwirkungspflicht (Urteil 2C_471/2012 vom 18. Januar 2013 E. 4.2.1).
2.2.4.�Dem Erl�schen der Niederlassungsbewilligung steht schliesslich die R�ckkehr des Beschwerdef�hrers in die Schweiz nicht entgegen. Allein der Umstand, dass sich der Beschwerdef�hrer ab Fr�hling 2008 wieder bei seiner Mutter in der Schweiz aufgehalten hat, l�sst eine vor dieser R�ckkehr erloschene Bewilligung nicht wieder automatisch aufleben (Urteil 2C_609/2011 vom 3. April 2012 E. 3.8). Schliesslich wird - mangels eines entsprechenden Anspruchs - auch nicht beantragt, dem Beschwerdef�hrer sei eine neue (ordentliche) Aufenthalts- oder Niederlassungsbewilligung zu erteilen.
2.2.5.�Die Annahme der Vorinstanz, der Beschwerdef�hrer sei in der Zeitspanne von Anfang 2005 bis Anfang 2008 nur vor�bergehend und zu Besuchszwecken in die Schweiz zur�ckgekehrt bzw. habe seinen Lebensmittelpunkt ins Ausland verlegt, kann somit nicht als einseitig oder gar willk�rlich gelten. Das Bundesgericht ist demnach an die Sachverhaltsfeststellung der Vorinstanz gebunden (vgl. E. 1.3 hiervor). Auch die Beweise wurden auf korrekte Weise gew�rdigt, sodass insgesamt von einer mehrj�hrigen Landesabwesenheit unter Verlagerung des Lebensmittelpunkts ins Ausland auszugehen ist. Die Vorinstanz hat zu Recht angenommen, die Niederlassungsbewilligung des Beschwerdef�hrers sei infolge l�ngeren Auslandaufenthalts erloschen (Art. 61 Abs. 2 AuG i.V.m. Art. 79 Abs. 1 VZAE).
2.3.�Soweit der Beschwerdef�hrer im Zusammenhang mit dem Erl�schen der Niederlassungsbewilligung eine Verletzung von Art. 5 Abs. 2 BV (Verh�ltnism�ssigkeitsprinzip), Art. 8 Abs. 2 BV (Diskriminierungsverbot) und Art. 8 EMRK (Schutz des Privat- und Familienlebens) geltend macht, kann - sofern die Anforderungen an die Begr�ndungspflicht (vgl. E. 1.4 hiervor) �berhaupt erf�llt sind - im Wesentlichen auf die zutreffenden Ausf�hrungen der Vorinstanz verwiesen werden.
In seiner Rechtsprechung hat das Bundesgericht das Diskriminierungsverbot gem�ss Art. 8 Abs. 2 BV in seiner direkten und indirekten Form umschrieben und die Diskriminierung als qualifizierte Ungleichbehandlung von Personen in vergleichbaren Situationen bezeichnet (BGE 136 I 309 E. 4.1 S. 312). Wie die Vorinstanz zu Recht ausgef�hrt hat, ist die Niederlassungsbewilligung des Beschwerdef�hrers hier aber nicht aufgrund seiner Krankheit bzw. Behinderung erloschen, sondern aufgrund seiner Landesabwesenheiten und der Verlagerung seines Lebensmittelpunktes (vgl. angefochtener Entscheid E. 5). Ebenso wenig zu �berzeugen vermag das Vorbringen, der Beschwerdef�hrer sei sich mangels Zurechnungsf�higkeit �ber die Konsequenzen der Auslandaufenthalte nicht im Klaren gewesen; die seit 2011 bestehende Beistandschaft hatte keinen Einfluss auf die Handlungsf�higkeit des Beschwerdef�hrers und dessen Handeln weist durchaus eine gewisse Planm�ssigkeit auf (vgl. angefochtener Entscheid E. 4). Die Vorinstanz hat sodann verbindlich festgestellt, dass sich der Beschwerdef�hrer noch im Sommer 2009 auf seine Autonomie und Selbst�ndigkeit berufen und seine Familie sogar eine Beistandschaft abgelehnt hatte. Gem�ss Dr. med. Q.________ sei er seit Jahren in seiner Urteilsf�higkeit intermittierend reduziert. Daraus folgt entgegen der Darstellung des Beschwerdef�hrers nicht, dass er im massgeblichen Zeitraum andauernd urteilsunf�hig gewesen w�re.
�Sind die gesetzlichen Voraussetzungen erf�llt, erlischt die Niederlassungsbewilligung von Amtes wegen (Art. 61 AuG; Urteil 2C_831/2010 vom 27. Mai 2011 E. 5.4). Ein Ermessensspielraum, innerhalb dessen eine Verh�ltnism�ssigkeitspr�fung vorzunehmen w�re (Art. 96 Abs. 1 AuG), besteht nicht. Eine solche w�re erforderlich bei der Beurteilung eines Gesuchs gem�ss Art. 61 Abs. 2 Satz 2 AuG (Urteil 2C_461/2012 vom 7. November 2012 E. 2.4), doch liegt ein solches nicht vor.
�Schliesslich ist auch der Schluss der Vorinstanz, es liege kein Verstoss gegen Art. 8 EMRK vor, nicht zu beanstanden: Die Ehefrau, die beiden Kinder sowie der Vater des Beschwerdef�hrers leben in Serbien. Nur die Mutter und zwei Schwestern leben in der Schweiz. Unter diesen Umst�nden hat die Vorinstanz zu Recht gefolgert, eine R�ckkehr des Beschwerdef�hrers in seine Heimat sei zumutbar (vgl. angefochtener Entscheid E. 6.2). Nicht �berzeugend sind die Ausf�hrungen des Beschwerdef�hrers, er sei f�r seine Lebensf�hrung auf die Unterst�tzung und Pflege durch seine Mutter und seine Schwestern angewiesen, konnte er doch freiwillig auch ohne diese die Jahre 2005 bis 2007 mehrheitlich in Serbien verbringen; in seiner Heimat lebt sodann seine Familie, insbesondere seine Ehefrau, die ihn ebenfalls unterst�tzen und pflegen kann.
2.4.�Unter den gegebenen Umst�nden besteht damit auch kein Grund, dem Subeventualantrag um R�ckweisung bzw. Abkl�rung des Gesundheitszustandes des Beschwerdef�hrers mittels Gutachten stattzugeben.
3.1.�Der Beschwerdef�hrer erhebt sodann subsidi�re Verfassungsbeschwerde und macht geltend, die Vorinstanz habe im Rahmen der Pr�fung der Erteilung einer H�rtefallbewilligung im Sinne von Art. 30 Abs. 1 lit. b AuG durch die Weigerung, die beantragten medizinischen Abkl�rungen einzuleiten bzw. das Verfahren zu sistieren, den Anspruch auf rechtliches Geh�r (Art. 29 Abs. 2 BV) verletzt. W�re der Gesundheitszustand des Beschwerdef�hrers wie beantragt beurteilt worden, h�tte die Erteilung einer H�rtefallbewilligung durch die Vorinstanz resultiert.
3.2.�Bei Art. 30 Abs. 1 lit. b AuG geht es um eine Ermessensbewilligung, welche vom Kanton im Rahmen von Art. 96 AuG erteilt werden kann. Nach Art. 83 lit. c Ziff. 2 (fehlender Rechtsanspruch) und Art. 83 lit. c Ziff. 5 BGG (Abweichungen von den Zulassungsvoraussetzungen) ist die Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten in diesem Zusammenhang ausgeschlossen, weshalb das Bundesgericht die Anwendung von Art. 30 Abs. 1 lit. b AuG nur im Rahmen der subsidi�ren Verfassungsbeschwerde (Art. 113 ff. BGG) und der dort zul�ssigen R�ge der Verletzung verfassungsm�ssiger Rechte (Art. 116 BGG) pr�fen kann (vgl. auch E. 1.5 hiervor). Trotz fehlender Legitimation in der Sache selbst ist der Beschwerdef�hrer berechtigt vorzubringen, ihm zustehende Verfahrensgarantien, namentlich der Anspruch auf rechtliches Geh�r, seien verletzt worden. Nicht geltend gemacht werden k�nnen hingegen R�gen, die im Ergebnis auf eine materielle �berpr�fung des angefochtenen Entscheids abzielen, wie die Behauptung, die Begr�ndung sei unvollst�ndig oder zu wenig differenziert bzw. die Vorinstanz habe sich nicht oder in willk�rlicher Weise mit den Argumenten der Partei auseinandergesetzt und Beweisantr�ge in offensichtlich unhaltbarer antizipierter Beweisw�rdigung abgelehnt (sog. "Star-Praxis"; vgl. 137 II 305 E. 2 S. 308 mit Hinweisen).
�Die Vorbringen des Beschwerdef�hrers beziehen sich durchwegs auf die �berpr�fung des negativen materiellen Entscheids, indem sinngem�ss ger�gt wird, der rechtserhebliche Sachverhalt h�tte umfassender abgekl�rt werden m�ssen; das Vorbringen erweist sich auch mit Blick auf die ger�gte antizipierte Beweisw�rdigung durch die Vorinstanz als unzul�ssig. Zudem hat die Vorinstanz erwogen, dass auch die vom Beschwerdef�hrer geltend gemachten gesundheitlichen Gr�nde vorliegend eine H�rtefallbewilligung nicht rechtfertigen, so dass der Gesundheitszustand nicht rechtserheblich ist. Auf die gleichzeitig erhobene subsidi�re Verfassungsbeschwerde kann demnach nicht eingetreten werden (vgl. Urteile 2C_900/2012 vom 25. Januar 2013 E. 4.3; 2C_3/2012 vom 15. August 2012 E. 6.3).
�Die Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten ist somit unbegr�ndet und abzuweisen, soweit darauf einzutreten ist. Auf die gleichzeitig erhobene subsidi�re Verfassungsbeschwerde kann nicht eingetreten werden.
�Da sich die Beschwerde nicht als aussichtslos erweist und der Beschwerdef�hrer bed�rftig ist, kann die beantragte unentgeltliche Rechtspflege bewilligt und auf die Erhebung von Gerichtskosten verzichtet werden (Art. 64 Abs. 1 BGG).
�Die Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten wird abgewiesen, soweit darauf einzutreten ist.
�Auf die Verfassungsbeschwerde wird nicht eingetreten.
�Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege und Verbeist�ndung wird gutgeheissen.
3.2.�Dem Beschwerdef�hrer wird Rechtsanw�ltin Barbara Wyler als Rechtsbeist�ndin beigegeben. Dieser wird aus der Gerichtskasse eine Entsch�digung von Fr. 2'000.-- ausgerichtet.
�Dieses Urteil wird dem Beschwerdef�hrer, dem Migrationsamt, dem Departement f�r Justiz und Sicherheit und dem Verwaltungsgericht des Kantons Thurgau sowie dem Bundesamt f�r Migration schriftlich mitgeteilt.

References: BGE 
 Art. 95
 BGE 
 Art. 42
 Art. 61
 Art. 79
 Art. 9
 Art. 61
 Art. 79
 Art. 61
 Art. 15
 Art. 90
 Art. 79
 Art. 5
 Art. 8
 Art. 8
 Art. 8
 Art. 61
 Art. 8
 Art. 30
 Art. 30
 Art. 96
 Art. 83
 Art. 83
 Art. 30