Source: https://studylibde.com/doc/2075724/wassergesetz-des-landes-mecklenburg-vorpommern
Timestamp: 2020-06-06 12:59:14+00:00

Document:
Fundstelle: GVOBl. M-V 1992, S. 669
Stand: letzte berücksichtigte Änderung: §§ 84 und 107 geändert durch Artikel 4 des Gesetzes vom
4. Juli 2011 (GVOBl. M-V S. 759, 765)
§ 2 Anwendung internationalen Rechts
Benutzung der Gewässer und Schutz der Gewässer, Genehmigung von Anlagen
§ 7 Zusammentreffen mehrerer Erlaubnis- oder Bewilligungsanträge
§ 14 Verzicht
§ 15 Vorkehrungen bei Erlöschen einer Erlaubnis, einer Bewilligung, eines alten Rechts oder einer alten
§ 16 Entgelt für Wasserentnahme
§ 17 Veranlagungszeitraum für das Wasserentnahmeentgelt, Erklärungspflicht
§ 18 Festsetzung des Wasserentnahmeentgeltes, Fälligkeit, Verwendung
§ 19 Ausgleichsverfahren
§ 20 Wassergefährdende Stoffe
§ 21 Gemeingebrauch
§ 23 Erlaubnisfreie Benutzungen der Küstengewässer
§ 28 Außerbetriebsetzen von Stauanlagen
§ 29 Unbefugtes Aufstauen oder Ablassen
§ 31 Bewirtschaftung des Grundwassers
§ 32 Erweiterung und Beschränkung der erlaubnisfreien Benutzung
§ 33 Erdaufschlüsse
§ 36 Besondere Pflichten
§ 40 Abwasserbeseitigungspflicht
§ 41 Selbstüberwachung von Abwassereinleitungen und Abwasseranlagen
§ 42 Indirekteinleitungen
§ 43 Aufgaben der öffentlichen Wasserversorgung
§ 46 Schutz der Wasservorkommen, Eigenkontrolle
Gewässereinteilung und Eigentumsverhältnisse an den Gewässern
§ 48 Gewässereinteilung
§ 56 Uferabriss
§ 57 Bildung eines neuen Gewässerbettes
§ 58 Entschädigung, Wiederherstellung
§ 59 Verlassenes Gewässerbett, Inseln
§ 62 Umfang
§ 63 Unterhaltungslast
§ 65 Ersatz von Mehrkosten
§ 66 Besondere Pflichten im Interesse der Unterhaltung
Ausbau der Gewässer
§ 68 Ausbau
§ 69 Schutzmaßnahmen bei Ausbau und Unterhaltung
Sicherung des Hochwasserabflusses
§ 72 Deiche und andere den Hochwasserabfluss beeinflussende Anlagen
§ 73 Unterhaltungslast
§ 74 Schutz der Deiche
§ 75 Eigentum
§ 77 Duldungspflichten
Anlagen an, in, unter und über oberirdischen Gewässern
§ 82 Bauliche Anlagen
§ 84 Küstenschutzanlagen
§ 85 Eigentum
§ 87 Nutzungsbestimmungen
§ 89 Anlagen an der Küste
§ 90 Aufgaben und Zuständigkeiten für den Küstenschutz
§ 92 Kosten der Gewässeraufsicht
§ 92a Anwendung für kommunale Behörden
§ 93 Wasserschau, Schaukommission
§ 94 Wassergefahr
§ 95 Wasserwehr
§ 96 Warn- und Alarmdienst
§ 102 Enteignungsrecht
§ 106 Wasserbehörden
§ 107 Zuständigkeiten der obersten Wasserbehörde und des Landesamtes für Umwelt, Naturschutz und
§ 108 Zuständigkeiten der Wasserbehörden
§ 109 Bergrechtliche Genehmigungen
§ 110 Fachbehörden
§ 111 Bestimmung der Zuständigkeit in besonderen Fällen
§ 112 Sachverständige
§ 113a Konzentrationswirkung
§ 121 Verfahrenskosten
§ 122 Förmliche Verfahren
§ 123 Inhalt des Bescheids
§ 124d Überwachung und Überprüfung der Erlaubnis und Genehmigung
§ 124f Grenzüberschreitende Behörden- und Öffentlichkeitsbeteiligung
§ 124h (weggefallen)
§ 125 Ausgleichsverfahren
Wasserwirtschaftliche Planung, Wasserbuch
§ 130 Zuordnung der Gewässer zu Flussgebietseinheiten
§ 130a Maßnahmenprogramm und Bewirtschaftungsplan
§ 130c (weggefallen)
§ 131 Sonstige wasserwirtschaftliche Planung
§ 132 Eintragung in das Wasserbuch
§ 135 Alte Rechte und alte Befugnisse
§ 136 Schutzgebiete und Schutzstreifen
§ 137 Heilquellenschutz
§ 138 Einschränkung von Grundrechten
§ 139 Geltungsbereich von Verordnungen
§ 140 Änderung und Außerkrafttreten früherer Vorschriften
§ 141 Inkrafttreten des Gesetzes
(1) Dieses Gesetz gilt für die Gewässer, die in § 2 Abs. 1 des Wasserhaushaltsgesetzes (WHG) bezeichnet
sind und für das nicht aus Quellen wild abfließende Wasser. Zu den oberirdischen Gewässern gehören auch
unterirdische Strecken und geschlossene Gerinne, soweit sie Teile oder Fortsetzungen von oberirdischen
Gewässern sind. Zu den Küstengewässern gehören auch die Sund- und Boddengewässer sowie Haffe und
Wieken einschließlich ihrer Randgewässer, soweit deren Wasserhaushalt durch das Meer bestimmt wird.
(2) Vorbehaltlich der Sätze 2 und 3 werden von den Bestimmungen des Wasserhaushaltsgesetzes und den
Bestimmungen dieses Gesetzes ausgenommen:
1.Gräben und kleine Wasseransammlungen, die nicht der Vorflut oder der Vorflut der Grundstücke nur eines
Eigentümers dienen und von wasserwirtschaftlich untergeordneter Bedeutung sind,
2.Grundstücke, die ausschließlich zur Fischzucht oder Fischhaltung oder zu anderen nicht
wasserwirtschaftlichen Zwecken mit Wasser bespannt werden und mit einem Gewässer nur durch künstliche
Vorrichtungen zum Füllen und Ablassen verbunden sind.
Satz 1 gilt nicht für die Benutzung im Sinne des § 9 Abs. 1 Nr. 4 und Abs. 2 Nr. 2 des
Wasserhaushaltsgesetzes. Satz 1 Nr. 1 gilt nicht für die Anwendung von Pflanzenschutz- und Düngemitteln,
soweit es sich um Gewässer handelt, die nicht nur zeitweilig mit Wasser gefüllt sind.
(3) Die oberirdischen Gewässer, die nicht Binnenwasserstraßen sind, enden seewärts dort, wo ihr
Wasserhaushalt durch das Meer bestimmt wird. Die Grenze zum Küstengewässer wird durch die gradlinige
Verbindung der Küstenlinien an der Mündung bei Mittelwasserstand oder durch Siele, Schleusen und
Schöpfwerke gebildet. Ist diese Abgrenzung mit Satz 1 nicht vereinbar, kann die oberste Wasserbehörde den
Endpunkt anhand des Wasserhaushalts bestimmen.
(1) Zwischenstaatliche Vereinbarungen oder bindende Beschlüsse der Europäischen Gemeinschaften sind
von den Wasserbehörden bei ihren Entscheidungen zu beachten.
(2) Eine Erlaubnis, Bewilligung, Planfeststellung oder eine Genehmigung nach dem Wasserhaushaltsgesetz,
diesem Gesetz oder nach einer hiernach erlassenen Rechtsvorschrift ist zu versagen, wenn die in Absatz 1
genannten Vereinbarungen und Beschlüsse entgegenstehen oder wenn und soweit diesen nicht durch
Benutzungsbedingungen, Bedingungen, Auflagen und sonstigen Nebenbestimmungen entsprochen werden
(3) Die oberste Wasserbehörde wird ermächtigt, durch Rechtsverordnung die zur Durchführung von
bindenden Rechtsakten der Europäischen Gemeinschaften und zur Umsetzung von internationalen
Vereinbarungen erforderlichen Vorschriften zu erlassen, um im Sinne von § 6 Abs. 1 des
Wasserhaushaltsgesetzes die Gewässer zu bewirtschaften und zu schützen. Dies betrifft insbesondere
1.qualitative und quantitative Anforderungen an die Gewässer,
2.Anforderungen an das Einbringen und Einleiten von Stoffen in die Gewässer und in Abwasseranlagen,
3.den Schutz der Gewässer gegen Beeinträchtigungen durch den Umgang mit wassergefährdenden Stoffen,
4.den Bau und Betrieb von Anlagen,
5.die Festsetzung von Gebieten, in denen bestimmte Anforderungen, Gebote und Verbote zu beachten sind,
6.die durchzuführenden Verfahren,
7.die Einhaltung der Anforderungen, ihre Kontrolle und Überwachung,
8.Messmethoden und Messverfahren,
9.den Austausch der Informationen und den Zugang zu ihnen.
Benutzung und Schutz der Gewässer
(zu § 9 WHG)
(1) Die Vorschriften des Wasserhaushaltsgesetzes und dieses Gesetzes über die Benutzung der Gewässer
gelten auch für
1.das Versickern, Verregnen, Verrieseln und Versenken oder sonstige Aufbringen von Abwasser und
anderen Stoffen, welche die Eigenschaften von Gewässern nachteilig verändern können,
2.die landwirtschaftliche und forstwirtschaftliche Düngung, soweit durch sie dauernde oder mehr als nur
unerhebliche schädliche Änderungen der Beschaffenheit eines Gewässers zu besorgen sind.
Zusammentreffen mehrerer Erlaubnis- oder
(zu den §§ 8 und 91 bis 94 WHG)
Treffen Anträge auf Erteilung einer Erlaubnis oder Bewilligung für Benutzungen zusammen, die sich auch
bei Festsetzung von Benutzungsbedingungen und Auflagen gegenseitig ausschließen, so hat das Vorhaben
den Vorrang, das den größten Nutzen für das Wohl der Allgemeinheit erwarten läßt, insbesondere
hinsichtlich der öffentlichen Wasserversorgung und Abwasserbeseitigung unter besonderer Berücksichtigung
der wasserwirtschaftlichen Auswirkungen. Stehen mehrere beabsichtigte Benutzungen einander gleich, so
gebührt zunächst dem Antrag des Gewässereigentümers vor Anträgen anderer Personen, sodann demjenigen
Antrag der Vorzug, der zuerst gestellt wurde. Nach Ablauf der in der Bekanntmachung des beabsichtigten
Unternehmens bestimmten Frist werden neue Erlaubnis- oder Bewilligungsanträge in demselben Verfahren
nicht mehr berücksichtigt. Satz 1 ist im Verfahren zur Erteilung von Zwangsrechten (§§ 91 bis 94 des
Wasserhaushaltsgesetzes) anzuwenden.
Auf eine Erlaubnis, eine gehobene Erlaubnis, eine Bewilligung, ein altes Recht oder eine alte Befugnis kann
der Unternehmer schriftlich oder zur Niederschrift bei der zuständigen Wasserbehörde verzichten.
Vorkehrungen bei Erlöschen einer Erlaubnis,
oder einer alten Befugnis
(1) Ist eine Erlaubnis oder eine Bewilligung ganz oder teilweise erloschen, kann die Wasserbehörde den
Unternehmer verpflichten,
1.die Anlagen für die Benutzung des Gewässers ganz oder teilweise auf seine Kosten zu beseitigen und den
früheren Zustand wiederherzustellen oder
2.auf seine Kosten Vorkehrungen zu treffen, die geeignet sind, nachteilige Folgen zu verhüten oder
3.eine Stauanlage unter den Voraussetzungen des § 28 dieses Gesetzes weiter zu unterhalten oder die
Unterhaltung nach § 28 Abs. 2 Nr. 1 dieses Gesetzes zu dulden. Der Unternehmer kann die ihm obliegenden
Pflichten nach Nummer 1 bis 3 durch Zahlung an den Ausbau- oder Unterhaltungspflichtigen des Gewässers
ablösen. Die Unterhaltungspflicht an der Stauanlage geht in diesem Falle mit der Zahlung auf den Ausbauoder Unterhaltungspflichtigen des Gewässers über.
(2) Steht eine Anordnung nach Absatz 1 in Zusammenhang mit der Beschränkung oder dem Widerruf einer
Bewilligung nach § 18 Abs. 2 des Wasserhaushaltsgesetzes, so ist dafür Entschädigung zu leisten.
(3) Ist eine Erlaubnis oder Bewilligung, ein Gewässer mittels einer Wasserbenutzungsanlage zu benutzen,
erloschen, so kann die Anlage oder, wenn sie wesentlicher Bestandteil eines Grundstücks ist, das
Grundstück, soweit es für die Anlage benötigt wird, zum Wohl der Allgemeinheit zugunsten des Ausbauoder Unterhaltungspflichtigen des Gewässers enteignet werden. Der Betroffene ist zu entschädigen.
(4) Die oberste Wasserbehörde stellt die Zulässigkeit der Enteignung nach Absatz 3 fest. Im übrigen gilt das
Enteignungsgesetz des Landes Mecklenburg-Vorpommern.
(5) Diese Vorschriften gelten bei Erlöschen alter Rechte oder Befugnisse entsprechend.
(1) Das Land erhebt von dem Benutzer eines Gewässers ein Entgelt für folgende Benutzungen:
1.Entnehmen und Ableiten von Wasser aus oberirdischen Gewässern,
2.Entnehmen, Zutagefördern, Zutageleiten und Ableiten von Grundwasser.
Bei der Erhebung des Entgeltes gilt Grundwasser, das im Zusammenhang mit dem Abbau oder der
Gewinnung von Kies, Sand, Mergel, Ton, Lehm, Torf, Steinen oder anderen Bodenbestandteilen freigelegt
worden ist, als oberirdisches Gewässer.
1.erlaubnisfreie Benutzungen im Sinne des § 8 Abs. 2 und 3, der §§ 25, 26 und 46 des
Wasserhaushaltsgesetzes sowie des § 23 dieses Gesetzes,
2.das Entnehmen, Zutagefördern, Zutageleiten und Ableiten von Wasser aus Heilquellen, soweit das Wasser
nicht im Zusammenhang mit dem Abfüllen von Mineralwasser verwendet wird,
3.das Entnehmen und Ableiten von Wasser aus oberirdischen Gewässern, um aus ihm unmittelbar Wärme zu
gewinnen, und das anschließende Wiedereinleiten in das Gewässer,
4.das Entnehmen, Zutagefördern, Zutageleiten und Ableiten von Grundwasser, um aus ihm unmittelbar
Wärme zu gewinnen, und das anschließende Wiedereinleiten in das Grundwasser oder in ein oberirdisches
5.das Entnehmen, Zutagefördern, Zutageleiten, Ableiten von Wasser für Zwecke der Fischerei und der
landwirtschaftlichen und erwerbsgärtnerischen Beregnung,
6.das Entnehmen und Ableiten von Wasser aus oberirdischen Gewässern zum Zweck der
Wasserkraftnutzung, sofern keine nachteilige Veränderung der chemischen, physikalischen und biologischen
Eigenschaften des Wassers erfolgt,
7.Benutzungen, sofern die Wassermenge insgesamt nicht mehr als zweitausend Kubikmeter im Kalenderjahr
(3) Für das Entnehmen, Zutagefördern, Zutageleiten und Ableiten von Grundwasser beträgt der Abgabesatz
0,05 Euro je Kubikmeter, für das Entnehmen und Ableiten von Wasser aus oberirdischen Gewässern beträgt
der Abgabesatz 0,02 Euro je Kubikmeter. Bei einer Wiedereinleitung des entnommenen Wassers mit einem
Verlust von nicht mehr als 1 Prozent der Wassermenge in das Gewässer, aus dem es entnommen wurde,
ermäßigt sich die Höhe des Entgelts auf 10 Prozent. Bei einer nicht zugelassenen Gewässerbenutzung ist
jeweils der zweifache Betrag je Kubikmeter entnommenen Wassers zu erheben. Beiträge im Sinne des § 13
Abs. 2 Nr. 4 des Wasserhaushaltsgesetzes schließen die Verpflichtung zur Zahlung des
Wasserentnahmeentgelts nicht aus. Das Entgelt steht dem Land zu.
(4) Im Einzelfall kann die oberste Wasserbehörde im Einvernehmen mit der für Finanzen zuständigen
obersten Landesbehörde ganz oder teilweise auf die Erhebung des nach Absatz 3 zu erhebenden Entgeltes
verzichten, wenn das Vorhaben im Besonderen öffentlichen Interesse steht. Satz 1 gilt nicht für
Wasserentnahmen zur Trinkwasserversorgung.
Veranlagungszeitraum für das Wasserentnahmeentgelt,
(2) Der Entgeltpflichtige hat der Wasserbehörde in einer Erklärung die zur Festsetzung des Entgelts
erforderlichen Angaben zu machen und die dafür erforderlichen Unterlagen vorzulegen.
(3) Das Wasserentnahmeentgelt ist für die im Vorjahr tatsächlich entnommene Wassermenge zu zahlen. Die
Erklärung ist für jedes Kalenderjahr spätestens bis zum 31. Januar des folgenden Jahres abzugeben.
(4) Kommt der Entgeltpflichtige seinen Verpflichtungen nach den Absätzen 2 und 3 nicht nach, so kann die
zuständige Wasserbehörde das Entgelt im Wege der Schätzung festsetzen.
(5) Die Erklärung ist nach dem von der obersten Wasserbehörde bekanntgegebenen amtlichen Vordruck
Festsetzung des Wasserentnahmeentgeltes,
Fälligkeit, Verwendung
(1) Das Entgelt wird jährlich durch Bescheid festgesetzt (Festsetzungsbescheid).
(2) Die Festsetzungsfrist beträgt vier Jahre, bei Überschreitung der Frist für die Abgabeerklärung nach § 17
Abs. 3 fünf Jahre. Sie verlängert sich auf zehn Jahre, wenn ein Entgelt hinterzogen oder leichtfertig verkürzt
worden ist. Die Festsetzungsfrist beginnt jeweils mit Ablauf des Kalenderjahres, in dem eine der in § 16
genannten Benutzungen ausgeübt worden ist.
(3) Das Entgelt ist einen Monat nach Bekanntgabe des Festsetzungsbescheides fällig.
(4) Das Aufkommen aus dem Entgelt für Wasserentnahmen ist für Maßnahmen, die der Erhaltung oder
Verbesserung der Gewässergüte oder der Gewässerunterhaltung dienen, zweckgebunden. Hierzu gehören
auch Entschädigungen und Ausgleich von wirtschaftlichen Nachteilen in Wasserschutzgebieten gemäß § 52
Abs. 4 und 5 des Wasserhaushaltsgesetzes, sofern das Land die Entschädigung beziehungsweise den
Ausgleich leistet, sowie für die Gewährung von Zuschüssen für die Sanierung von Gewässer- und
Bodenverunreinigungen in Wasserschutzgebieten infolge von Altlasten, deren Verursacher nicht feststeht
oder vorläufig weder zur Beseitigung der Altlast noch zur Finanzierung ihrer Beseitigung herangezogen
werden kann. Der durch den Vollzug der Vorschriften über das Entgelt für Wasserentnahmen entstehende
Verwaltungsaufwand kann aus dem Entgeltaufkommen gedeckt werden.
(5) Die Zweckbindung gemäß Absatz 4 erstreckt sich auch auf Rückflüsse von Zuschüssen nach Absatz 4
Satz 2 und auf Erstattungsbeiträge nach § 97 Satz 4 des Wasserhaushaltsgesetzes.
(1) Der Ausgleich nach § 52 Abs. 5 des Wasserhaushaltsgesetzes ist durch Antrag eines Betroffenen
gegenüber dem Ausgleichspflichtigen bei der Wasserbehörde geltend zu machen. Als landwirtschaftliche
Nutzung eines Grundstücks im Sinne des § 52 Abs. 5 des Wasserhaushaltsgesetzes gilt auch die
erwerbsgärtnerische Nutzung. Der Ausgleich erfolgt nur, wenn die wirtschaftlichen Nachteile jährlich 50
Euro übersteigen. Ein Ausgleich wird insoweit nicht geleistet, als es dem Betroffenen möglich ist, durch
eigene zumutbare Maßnahmen die wirtschaftlichen Nachteile zu mindern.
(2) Der Ausgleich ist durch einen für das Kalenderjahr fällig werdenden Betrag in Geld zu leisten. Der
Anspruch entfällt, wenn ein Antrag nicht bis zum 30. Juni des folgenden Jahres gestellt wird.
(1) Wer Anlagen zum Herstellen, Befördern, Lagern, Abfüllen, Umschlagen, Behandeln und Verwenden
wassergefährdender Stoffe nach § 62 des Wasserhaushaltsgesetzes betreiben, einbauen, aufstellen,
unterhalten oder stilllegen will, hat sein Vorhaben rechtzeitig vor Beginn der Maßnahme, entsprechend der
geltenden Rechtsverordnung über Anlagen zum Umgang mit wassergefährdenden Stoffen, der zuständigen
Wasserbehörde anzuzeigen. Anzeigepflichtig sind auch wesentliche Änderungen des Betriebes. Die
Anzeigepflicht besteht nicht bei oberirdischen Lagerbehältern für Benzin, Heizöl und Dieselkraftstoff mit
einem Rauminhalt von insgesamt nicht mehr als 750 Liter außerhalb von Wasser- und
(2) Die Anzeige hat die Angabe des wassergefährdenden Stoffes, seine Menge sowie den Ort, die Art des
Umganges und vorgesehene Schutzmaßnahmen zu enthalten.
(3) Anlagen nach § 62 Abs. 1 des Wasserhaushaltsgesetzes sind so einzubauen, aufzustellen, in Stand zu
halten, in Stand zu setzen, zu betreiben und zu reinigen, dass Undichtigkeiten bei normalem Betrieb
ausgeschlossen und bei einer Störung leicht und zuverlässig feststellbar sind. Bei Anlagen nach § 62 Abs. 1
des Wasserhaushaltsgesetzes und bei Anlagen zum Umschlagen wassergefährdender Stoffe ist
sicherzustellen, dass wassergefährdende Stoffe nicht über den Sicherheitsbereich der Anlage hinaus gelangen
können; zulässig sind auch Anlagen, die unter Berücksichtigung des Gefährdungspotenzials eine
gleichwertige Sicherheit gewährleisten. Im Hinblick auf Störungen des bestimmungsgemäßen Betriebes sind
besondere Vorsorgemaßnahmen zu treffen. Wenn die Anforderungen nach den Sätzen 1 bis 3 aus
technischen oder betrieblichen Gründen nur teilweise erfüllbar sind, sind zum Ausgleich weitere
Sicherheitseinrichtungen oder Maßnahmen vorzusehen, die eine Gewässerverunreinigung verhindern.
(4) Die oberste Wasserbehörde kann durch Rechtsverordnung für Anlagen nach § 62 Abs. 1 des
1.Ausnahmen von der Anzeigepflicht nach Absatz 1 zulassen,
2.die an das Anlagenkataster nach Absatz 7 zu stellenden Mindestanforderungen festlegen,
3.die Anforderungen für die Zulässigkeit und die technische Ausführung einschließlich der Sicherheit im
Störungsfall von Anlagen regeln,
4.Einzelheiten der Überwachungspflicht, die Zulassung von Sachverständigen und Einzelheiten der Prüfung
von Anlagen auf Kosten des Unternehmers regeln,
5.regeln, wann Maßnahmen zur Beobachtung der Gewässer und des Bodens erforderlich sind,
6.bestimmen, in welchen Fällen ein Gewässerschutzbeauftragter zu bestellen ist,
7.bestimmen, wer technische Überwachungsorganisationen sind, und Tätigkeiten bestimmen, die nicht von
Fachbetrieben ausgeführt werden müssen,
8.Vorschriften über die Überprüfung und Kennzeichnung von Fachbetrieben erlassen.
(5) Gelangen wassergefährdende Stoffe aus Anlagen nach § 62 Abs. 1 des Wasserhaushaltsgesetzes oder aus
Schiffen in ein Gewässer, in eine Abwasseranlage oder in den Boden, so hat derjenige, der die Anlage
betreibt, unterhält, überwacht oder das Schiff führt, unverzüglich geeignete Maßnahmen zu treffen, die ein
weiteres Austreten verhindern und Auswirkungen mindern. Ausgetretene wassergefährdende Stoffe hat er so
zu beseitigen, dass eine schädliche Verunreinigung des Gewässers nicht mehr zu besorgen ist.
(6) Das Austreten von wassergefährdenden Stoffen ist unter den Voraussetzungen des Absatzes 5
unverzüglich der Wasserbehörde oder der nächsten Polizeidienststelle anzuzeigen. Anzeigepflichtig ist neben
den in Absatz 5 genannten Personen auch derjenige, der eine Anlage befüllt oder entleert, in Stand setzt,
reinigt oder prüft, sowie derjenige, der das Austreten wassergefährdender Stoffe verursacht hat. Die
Verpflichtung zur Anzeige besteht auch bei dem Verdacht, dass wassergefährdende Stoffe aus einer Anlage
oder einem Schiff ausgetreten sind.
(7) Die wesentlichen Merkmale, insbesondere die Sicherheitseinrichtungen von Anlagen nach § 62 Abs. 1
des Wasserhaushaltsgesetzes sowie des Betriebsgeländes, sind vom Anlagenbetreiber in einem
Anlagenkataster darzustellen und fortzuschreiben. Für Anlagen, von denen bei Störungen oder Unfällen
erhebliche Gefahren für Gewässer ausgehen können, ist im Anlagenkataster darzulegen, durch welche
Maßnahmen diese Gefahren gering gehalten werden sollen. Störungen oder Unfälle, deren Auswirkungen
und die zur Vermeidung von Wiederholungsfällen getroffenen Maßnahmen sind im Anlagenkataster
auszuweisen. Das Anlagenkataster ist der Wasserbehörde auf Anforderung vorzulegen.
(1) Jedermann darf unter den Voraussetzungen des § 25 des Wasserhaushaltsgesetzes die oberirdischen
Gewässer mit Ausnahme von Talsperren, Rückhalte- und Speicherbecken zum Baden und Eissport benutzen.
1.Wasser in geringen Mengen für einen vorübergehenden Zweck entnommen werden,
2.Wasser zur Speisung von Viehtränken entnommen werden,
3.Grund-, Quell- und Niederschlagswasser aus Einzelanlagen eingeleitet werden, sofern das zugeführte
Wasser nicht Stoffe enthält, die geeignet sind, das Gewässer zu verunreinigen oder sonstige nachteilige
Veränderungen seiner Eigenschaften herbeizuführen, und sofern der Wasserabfluss nicht beeinträchtigt wird.
(3) Die fließenden Gewässer und die im Eigentum von Körperschaften des öffentlichen Rechts stehenden
Seen dürfen mit kleinen Fahrzeugen ohne Motorkraft befahren werden. Sonstige Seen, die von einem
Gewässer durchflossen werden, dürfen mit solchen Fahrzeugen durchfahren werden. Die Anlieger eines
Gewässers haben zu dulden, daß kleine Fahrzeuge ohne Motorkraft um Stauanlagen oder sonstige
Hindernisse herumgetragen werden.
(4) Die Absätze 1 bis 3 gelten nicht für Gewässer in Hofräumen, Gärten und Parkanlagen, die Eigentum der
Anlieger sind, sowie auf Betriebsgrundstücken. Die Absätze 1 bis 3 gelten ferner nicht für Schilf- und
Röhrichtbestände innerhalb der Gewässer.
(5) Die Wasserbehörde kann an künstlichen fließenden Gewässern und an stehenden Gewässern sowie an
Anlagen im Sinne des Absatzes 1 den Gemeingebrauch zulassen.
(6) Die Wasserbehörde kann zum Schutz der Ordnung des Wasserhaushalts den Gemeingebrauch durch
Rechtsverordnung, Allgemeinverfügung oder im Einzelfall regeln, beschränken oder ausschließen und an
Talsperren, Rückhalte- und Speicherbecken die Zulassung des Gemeingebrauchs von der Herstellung,
Unterhaltung und Überwachung erforderlicher Einrichtungen und Anlagen abhängig machen.
(7) Die Wasserbehörde kann das Befahren von nicht schiffbaren Gewässern mit motorgetriebenen
Wasserfahrzeugen durch Allgemeinverfügung oder im Einzelfall zulassen und dabei Nutzungsvorschriften
für das Befahren erlassen, sofern dies die Ordnung des Wasserhaushalts erfordert; §§ 12 und 13 des
Wasserhaushaltsgesetzes gelten entsprechend. Die Zulassung ist widerruflich; sie kann befristet werden.
Jedermann darf die Küstengewässer unentgeltlich zum Baden und zum Wasser- und Eissport benutzen und
hierzu den Strand betreten. § 21 Abs. 6 gilt sinngemäß.
1.das Einbringen von Geräten für Zwecke der Fischerei und der Forschung,
2.das Einleiten von Grund-, Quell- und Niederschlagswasser, sofern es nicht Stoffe enthält, die
Eigenschaften der Küstengewässer nachteilig verändern können.
(1) Jede Stauanlage mit festgesetzter Stauhöhe muß mit mindestens einer Staumarke versehen werden, an der
die einzuhaltende Stauhöhe und, wenn der Wasserstand auf bestimmter Mindesthöhe gehalten werden muß,
auch die Mindesthöhe deutlich angegeben sind.
(2) Die Staumarke ist auf mindestens zwei Sicherungsmarken zu beziehen, von denen eine unter der
Erdoberfläche liegen muß. Staumarke und Sicherungsmarken sind an das amtliche Höhenfestpunktfeld
anzuschließen und ihre Höhen im amtlichen Höhensystem des Landes Mecklenburg-Vorpommern
(3) Die Staumarke wird von der Wasserbehörde gesetzt, die hierüber eine Niederschrift aufnimmt. Der
Unternehmer der Stauanlage ist hinzuzuziehen, andere Beteiligte können zugezogen werden. Die
Eigentümer, Anlieger und Hinterlieger haben das Setzen der Staumarken und der Sicherungsmarken zu
dulden. Sie haben Anspruch auf Entschädigung für entstandene Schäden.
(1) Der Stauberechtigte und derjenige, der die Stauanlage betreibt, haben dafür zu sorgen, daß Staumarken
und Sicherungsmarken sichtbar und zugänglich sind und erhalten bleiben. Sie haben jede Veränderung von
Staumarken oder Sicherungsmarken unverzüglich der zuständigen Wasserbehörde anzuzeigen und bei
amtlichen Prüfungen unentgeltlich Arbeitshilfe zu stellen.
(2) Für das Verändern von Staumarken oder Sicherungsmarken gilt § 25 Abs. 3 entsprechend. Staumarken
oder Sicherungsmarken dürfen ohne Zustimmung der Wasserbehörde nicht entfernt werden.
Die Kosten des Setzens oder Versetzens einer Staumarke und der Sicherungsmarke einschließlich der
Verfahrenskosten trägt der Stauberechtigte. Das gleiche gilt für die Kosten der Erhaltung und Erneuerung der
Staumarke und der Sicherungsmarken.
(1) Der Stauberechtigte darf eine Stauanlage nur mit Genehmigung der Wasserbehörde dauernd außer
Betrieb setzen oder beseitigen. Dies gilt nicht, wenn ein Verfahren nach § 68 Abs. 1 des
Wasserhaushaltsgesetzes durchzuführen ist.
(2) Die Genehmigung darf nur versagt werden, wenn ein anderer, der ein berechtigtes Interesse an dem
Fortbestand oder weiteren Betrieb der Anlage hat, sich verpflichtet,
1.nach Wahl des Stauberechtigten die Kosten für die künftige Unterhaltung der Anlage zu ersetzen oder die
Anlage selbst zu unterhalten,
2.dem Stauberechtigten andere Nachteile zu ersetzen und
3.für die Erfüllung dieser Verpflichtungen Sicherheit zu leisten.
(3) Für Stauanlagen, die aufgrund einer Erlaubnis oder Bewilligung errichtet werden, oder aufgrund eines
alten Rechtes oder einer alten Befugnis errichtet worden sind, gelten die Absätze 1 und 2 nur, soweit im
Einzelfalle nichts anderes bestimmt ist.
(1) Es ist verboten, Wasser über die zugelassenen Höhen aufzustauen oder aufgestautes Wasser so
abzulassen, daß für fremde Grundstücke oder Anlagen Gefahren oder Nachteile entstehen, die Ausübung von
Rechten und Befugnissen zur Benutzung des Gewässers beeinträchtigt oder die Unterhaltung des Gewässers
(2) Sobald das Wasser über die zugelassene Höhe steigt, hat der Unternehmer ohne Anspruch auf
Entschädigung das aufgestaute Wasser nach Maßgabe des Absatzes 1 abzulassen, bis das Wasser wieder auf
die Höhe der Staumarke gesunken ist.
(3) Ist das Ablassen einer Stauanlage wegen Gefahr im Verzug erforderlich, so hat der Betreiber der Anlage
der Wasserbehörde unverzüglich die getroffenen Maßnahmen anzuzeigen.
(1) Wenn zu besorgen ist, daß das Grundwasserdargebot im Entnahmegebiet oder der Wasser- und
Naturhaushalt nachteilig beeinträchtigt werden können, ist auf Kosten des Antragstellers vor Entscheidung
über den Antrag ein Beweissicherungsverfahren durchzuführen.
(2) Die öffentliche Wasserversorgung hat den Vorrang vor allen anderen Benutzungen des Grundwassers.
Für sonstige Zwecke soll die Entnahme von Grundwasser, das aufgrund seiner Beschaffenheit für die
Wasserversorgung nutzbar ist, auf solche Fälle beschränkt werden, in denen bereits genutztes Wasser,
Oberflächen- oder Niederschlagswasser nicht eingesetzt werden kann.
(3) Bei der Planung und Durchführung von Baumaßnahmen und Aufforstungen sind die Belange der
Grundwasserneubildung zu beachten. Es ist darauf hinzuwirken, daß die Grundwasserneubildung nicht durch
Versiegelung des Bodens oder andere Beeinträchtigungen des Versickerungsvermögens des Bodens
wesentlich eingeschränkt wird. Feuchtgebiete und bedeutende Einsickerungsbereiche sind von baulichen
Anlagen freizuhalten, soweit nicht überwiegende Gründe des Wohls der Allgemeinheit etwas anderes
(4) Die Wasserbehörde kann Handlungen und Maßnahmen untersagen, wenn diese auf das
Grundwasservorkommen einwirken oder einwirken können und dadurch entweder der Bestand einer
Wasserversorgungsanlage gefährdet wird oder die Gefährdung eines für die Wasserversorgung benötigten
Grundwasservorkommens zu besorgen ist. § 52 Abs. 4 des Wasserhaushaltsgesetzes gilt entsprechend. Sind
bereits Schäden entstanden, trifft die Wasserbehörde die zur Beseitigung und Sanierung erforderlichen
(1) Das Entnehmen, Zutagefördern, Zutageleiten oder Ableiten von Grundwasser bedarf der Erlaubnis oder
1.in den Fällen des § 46 Abs. 1 Satz 1 Nr. 2 des Wasserhaushaltsgesetzes in besonders geschützten Teilen
2.in den in Absatz 2 genannten Fällen, sofern eine Umweltverträglichkeitsprüfung durchzuführen ist.
(2) Von dem Erlaubnis- oder Bewilligungserfordernis werden das Entnehmen, Zutagefördern, Zutageleiten
oder Ableiten von Grundwasser in geringen Mengen für gewerbliche Betriebe sowie für die Landwirtschaft,
die Forstwirtschaft oder den Gartenbau über die in § 46 Abs. 1 Satz 1 des Wasserhaushaltsgesetzes
bezeichneten Zwecke hinaus ausgenommen, soweit
a)keine signifikanten nachteiligen Auswirkungen auf den Wasserhaushalt zu besorgen sind und
b)sie für Zwecke des nicht gewerblichen Gartenbaus oder zur Erhaltung der Bodenfruchtbarkeit außerhalb
besonders geschützter Teile von Natur und Landschaft erfolgen.
(3) Der Wasserbehörde ist eine Benutzung in den Fällen des § 46 Abs. 1 Satz 1 des Wasserhaushaltsgesetzes
und des Absatzes 2 anzuzeigen. Die endgültige Untersagung oder die Festsetzung von
Benutzungsbedingungen hat binnen zwei Monaten nach der Anzeige oder der vorläufigen Untersagung zu
(4) Wenn eine Verunreinigung des Grundwassers nicht zu besorgen ist und sonstige Belange nicht
entgegenstehen, können die Gemeinden durch Satzung regeln, dass Niederschlagswasser außerhalb von
Wasserschutzgebieten auf den Grundstücken, auf denen es anfällt, oder auf besonders hierfür ausgewiesenen
Flächen erlaubnisfrei versickert werden kann. Bei einer Beeinträchtigung des Wohls der Allgemeinheit oder
sonstiger Belange kann die Benutzung durch die Wasserbehörde im Einzelfall untersagt werden.
(5) Soweit die Ordnung des Wasserhaushalts es erfordert, kann unter Berücksichtigung der
wasserwirtschaftlichen Verhältnisse allgemein oder für einzelne Gebiete durch Rechtsverordnung bestimmt
werden, dass abweichend von den in Absatz 2 geregelten Fällen eine Erlaubnis oder eine Bewilligung
(1) Bei einer unbeabsichtigten, nicht nur vorübergehenden Erschließung des Grundwassers sind die Arbeiten
(2) Die Zuständigkeiten der Bergbehörden bleiben unberührt. Entscheidungen der Bergbehörden ergehen im
Einvernehmen mit den Wasserbehörden.
Besondere Pflichten bei Heilquellen
Eigentümer und Unternehmer einer staatlich anerkannten Heilquelle sind verpflichtet, das Heilwasser in
regelmäßigen, von der für Gesundheit zuständigen obersten Landesbehörde zu bestimmenden Abständen auf
ihre Kosten bakteriologisch und chemisch prüfen und untersuchen zu lassen und das Untersuchungsergebnis
der Gesundheitsbehörde und der Wasserbehörde mitzuteilen.
(1) Die Abwasserbeseitigung obliegt den Gemeinden im Rahmen der Selbstverwaltung, soweit sie nicht nach
Absatz 4 anderen Körperschaften des öffentlichen Rechts übertragen wurden. Die Beseitigungspflicht
umfaßt bei Kleinkläranlagen auch das Entleeren und Transportieren des anfallenden Schlammes und bei
abflußlosen Gruben das Entleeren und Transportieren des Grubeninhaltes.
(2) Anfallendes Abwasser ist dem Beseitigungspflichtigen zu überlassen. Die Beseitigungspflichtigen
können durch Satzung bestimmen, wie ihnen das angefallene Abwasser zu überlassen ist. Sie können
insbesondere vorschreiben, daß Abwasser vor der Überlassung behandelt werden muß.
(3) Die Pflicht zur Abwasserbeseitigung nach Absatz 1 und zur Überlassung des Abwassers nach Absatz 2
1.für Niederschlagswasser, das von öffentlichen Verkehrsflächen im Außenbereich abfließt,
2.für Niederschlagswasser, das verwertet oder versickert wird,
3.für Abwasser, das bei der Mineralgewinnung anfällt,
4.für Abwasser, das noch weiter verwendet werden soll, und für Abwasser aus landwirtschaftlichen oder
forstwirtschaftlichen Betrieben oder Gärtnereibetrieben, das in dem Betrieb, in dem es angefallen ist, unter
Beachtung der abfallrechtlichen Bestimmungen zur Bodenbehandlung Verwendung findet,
5.für Abwasser, dessen Einleitung in ein Gewässer wasserrechtlich erlaubt ist, für die Dauer der Erlaubnis,
6.für verunreinigtes Wasser, das im Rahmen einer Grundwassersanierung mit Zustimmung der
Wasserbehörde entnommen und nach einer Behandlung wieder versickert oder in ein Oberflächengewässer
7.durch widerrufliche oder befristete Entscheidungen der Wasserbehörde auf Antrag des
Beseitigungspflichtigen, wenn eine anderweitige Beseitigung des Abwassers oder des Schlammes aus
Gründen des Gewässerschutzes oder wegen eines unvertretbar hohen Aufwandes zweckmäßig ist,
a)das Abwasser wegen seiner Art oder Menge nicht zusammen mit dem in Haushaltungen anfallenden
Abwasser beseitigt werden kann oder
b)eine Übernahme des Abwassers auch technisch nicht möglich ist oder wegen der Siedlungsstruktur das
Abwasser gesondert beseitigt werden muss
Zur Beseitigung dieses Abwassers ist derjenige verpflichtet, bei dem das Abwasser anfällt; anderweitige
Regelungen in Ortssatzungen bleiben unberührt.
(4) Die Beseitigungspflichtigen können die Aufgaben nach Absatz 1 sowie nach den §§ 61 und 101 Abs. 1
des Wasserhaushaltsgesetzes oder deren Durchführung auf andere Körperschaften des öffentlichen Rechts
übertragen, sie können insbesondere Wasser-, Boden- oder Zweckverbände bilden oder öffentlich-rechtliche
Vereinbarungen abschließen. Sie können sich zur Erfüllung ihrer Aufgaben Dritter bedienen. Wenn es aus
Gründen des Wohls der Allgemeinheit geboten ist, können die Beseitigungspflichtigen nach den
Bestimmungen des Wasserverbandsgesetzes (WVG) vom 12. Februar 1991 (BGBl. I S. 405) auch zu
Körperschaften des öffentlichen Rechts zusammengeschlossen werden. Die Möglichkeit des
Zusammenschlusses nach anderen Gesetzen bleibt unberührt.
(5) Die zur Abwasserbeseitigung gebildeten Wasser- und Bodenverbände können durch Satzung Anschlußund Benutzungszwang vorschreiben sowie Gebühren und Beiträge nach den Vorschriften des Gesetzes über
kommunale Abgaben in der jeweils geltenden Fassung erheben, sofern zu ihren Aufgaben auch das
Übernehmen und Sammeln des Abwassers und der unter die Beseitigungspflicht fallenden Stoffe am
Anfallort gehört.
Die oberste Wasserbehörde kann zum Schutz der Gewässer durch Rechtsverordnung allgemein festlegen,
1.dass die Unternehmer von Abwasseranlagen Untersuchungen des Abwassers, der anfallenden Schlämme
oder des von ihnen beeinflussten Gewässers auf ihre Kosten durchzuführen und ein Abwasserkataster zu
führen haben, das eine Zusammenstellung über Art, Menge und Herkunft des Abwassers enthält,
2.dass die Unternehmer von Abwasseranlagen die Einleitung nicht häuslichen Abwassers Dritter in ihre
Anlage auf Kosten des Einleiters durch regelmäßige Untersuchungen zu überwachen haben,
3.dass die Unternehmer von Abwasseranlagen die Sicherheit und Funktion ihrer Anlagen sowie den
baulichen Zustand auf ihre Kosten daraufhin zu prüfen haben, ob diese den jeweils in Betracht kommenden
Regeln der Technik entsprechen und welche weiteren Anforderungen zu berücksichtigen sind,
4.dass bestimmte Untersuchungen nach den Nummern 1 und 2 sowie Prüfungen nach Nummer 3 von
staatlichen oder staatlich anerkannten Stellen durchzuführen sind,
5.in welchen Zeitabständen und in welcher Form die Untersuchungen und Prüfungen nach den Nummern 1
bis 4 durchzuführen sind,
6.in welcher Form, in welchen Fällen, in welchen Zeitabständen und welchen Stellen die
Untersuchungsergebnisse, Aufzeichnungen und Prüfungsergebnisse nach den Nummern 1 bis 4 zu
Die Rechtsverordnung nach Satz 1 Nr. 4 regelt auch die Voraussetzungen und das Verfahren der staatlichen
(zu den §§ 58 und 59 WHG)
(1) Über die Genehmigungen nach den §§ 58 und 59 des Wasserhaushaltsgesetzes entscheidet die
Wasserbehörde, welche die Einleiterlaubnis nach den §§ 8 und 10 des Wasserhaushaltsgesetzes erteilt hat.
Sie ist auch für die Überwachung der Indirekteinleitung zuständig. Liegt der Ort der Indirekteinleitung
außerhalb des Zuständigkeitsbereiches der Behörde nach Satz 1, so entscheidet die am Ort der
Indirekteinleitung zuständige Behörde im Benehmen mit der Erlaubnisbehörde. Die §§ 100 und 101 des
Wasserhaushaltsgesetzes und § 92 finden entsprechende Anwendung.
(2) Die oberste Wasserbehörde wird ermächtigt, die Zuständigkeit zur Erteilung einer
Indirekteinleitergenehmigung nach den §§ 58 und 59 des Wasserhaushaltsgesetzes dem Träger der
Abwasserbeseitigungspflicht durch Rechtsverordnung zu übertragen. Die Aufgaben werden in diesem Fall
zur Erfüllung nach Weisung wahrgenommen.
(3) Genehmigungspflichten und Anforderungen nach kommunalem Satzungsrecht bleiben unberührt.
(4) Die oberste Wasserbehörde wird nach Maßgabe des § 58 Abs. 1 Satz 3 des Wasserhaushaltsgesetzes
ermächtigt, durch Rechtsverordnung die Voraussetzungen zu bestimmen, unter denen eine Genehmigung als
(1) Die Gemeinden haben im Rahmen der Selbstverwaltung in ihrem Gebiet die Bevölkerung und die
gewerblichen und sonstigen Einrichtungen ausreichend mit Trink- und Brauchwasser zu versorgen, soweit
diese Verpflichtung nicht auf andere Körperschaften des öffentlichen Rechts übertragen wurde (Träger der
öffentlichen Wasserversorgung).
Die Versorgungspflicht besteht nicht
1.wenn die Versorgung technisch oder wegen des unverhältnismäßig hohen Aufwands nicht möglich ist und
2.für die Versorgung mit Brauchwasser, wenn es dem Verbraucher zumutbar ist, diesen Bedarf
einzuschränken oder anderweitig zu decken.
(2) Die zur Wasserversorgung Verpflichteten können die Aufgaben nach Absatz 1 oder deren Durchführung
auf andere Körperschaften des öffentlichen Rechts übertragen und sich Dritter bei der Erfüllung ihrer
Aufgaben bedienen. § 40 Abs. 4 und 5 gilt sinngemäß.
(3) Entsprechen Wasservorkommen infolge äußerer und behebbarer Einflüsse nicht den
Qualitätsanforderungen für die öffentliche Wasserversorgung, hat das Land die Sanierung sicherzustellen.
Der Träger der öffentlichen Wasserversorgung hat die Wassergewinnungsanlage zu überwachen und bei der
Überwachung des festgesetzten Wasserschutzgebietes hinsichtlich Vermeidung von Verunreinigungen und
anderer für die Wasserversorgung nachteiliger Veränderungen hinzuwirken. Er hat bestehende Gefahren
unverzüglich der Wasserbehörde und dem zuständigen Gesundheitsamt mitzuteilen und auf eine Begrenzung
beziehungsweise Abwendung des Schadens hinzuwirken. Die Wasserbehörde kann geeigneten Mitarbeitern
der Versorgungsunternehmen zum Zwecke der Überwachung des Schutzgebietes die Rechte nach § 101 des
Wasserhaushaltsgesetzes übertragen. Wenn das Wasserschutzgebiet noch nicht festgesetzt ist, gilt die
Verpflichtung nach Satz 1 und 2 für das Einzugsgebiet der Wassergewinnungsanlage.
Gewässereinteilung und Eigentumsverhältnisse
(1) Die Gewässer mit Ausnahme des Grundwassers, der Heilquellen und des aus Quellen wild abfließenden
Wassers werden nach ihrer wasserwirtschaftlichen Bedeutung und Vorteilswirkung eingeteilt in:
1.Gewässer erster Ordnung:
2.Gewässer zweiter Ordnung:
Das in der Anlage 1 zu diesem Gesetz enthaltene Verzeichnis der Gewässer oder Gewässerbereiche erster
Ordnung kann durch Rechtsverordnung der obersten Wasserbehörde geändert werden.
(2) Oberirdische Gewässer, die von einem natürlichen oberirdischen Gewässer abzweigen und sich wieder
mit ihm vereinigen, sowie Mündungsarme eines natürlichen Gewässers gehören zu der Ordnung, der das
Hauptgewässer an der Abzweigstelle angehört.
Die Gewässer erster Ordnung sind Eigentum des Landes, soweit sie nicht Bundeswasserstraßen sind. Den
Gewässern erster Ordnung gleichgestellt sind Talsperren, Rückhalte- und Speicherbecken mit überregionalen
Wasserbewirtschaftungs- und Hochwasserschutzaufgaben.
Die Gewässer zweiter Ordnung gehören den Eigentümern der Ufergrundstücke, sofern das Gewässer kein
selbständiges Grundstück bildet.
Soweit bei Inkrafttreten dieses Gesetzes das Eigentum an Gewässern nicht den Eigentümern der
Ufergrundstücke zusteht, bleibt es unabhängig von der Unterhaltungspflicht aufrechterhalten. Auf anderer
Rechtsgrundlage bestehende Ansprüche auf Eigentumsübertragung bleiben unberührt.
(1) Ist ein Gewässerbett ein selbständiges Grundstück, so wird die Eigentumsgrenze zwischen dem
Gewässerbett und den Ufergrundstücken durch die Uferlinie bestimmt.
(2) Bildet ein Gewässerbett mit den Ufern ein selbständiges Grundstück, so bestimmt sich die
Eigentumsgrenze zu den angrenzenden Grundstücken nach dem Liegenschaftskataster.
(3) Steht das Eigentum an einem Gewässer den Eigentümern der Ufergrundstücke zu, so sind die Anteile
Bestandteil der Ufergrundstücke. Die Eigentumsgrenze im Gewässerbett bestimmt sich wie folgt:
1.für gegenüberliegende Grundstücke durch eine Linie, die in der Mitte des Gewässers bei Mittelwasserstand
2.für nebeneinanderliegende Grundstücke durch eine vom Schnittpunkt ihrer Grenze mit der Uferlinie
senkrecht auf die vorbezeichnete Mittellinie zu ziehende Linie,
3.für auf der anderen Seite des Gewässers sich fortsetzende Grundstücke durch die Verbindungslinien der
beiderseitigen Grundstücksgrenzen.
(4) Bei Eigentumsänderungen nach §§ 54 bis 57 wird die neue Eigentumsgrenze durch die neue Uferlinie
(1) Die Grenze zwischen dem Gewässer und den Ufergrundstücken wird durch die Linie des
Mittelwasserstandes bestimmt.
(2) Als Mittelwasserstand gilt das arithmetische Mittel der Jahresmittelwasserstände der letzten zwanzig
Jahre. Stehen für diesen Zeitraum keine vollständigen Pegelregistrierungen zur Verfügung, so bezeichnet die
zuständige Wasserbehörde die Beobachtungen, die zu verwenden sind.
(3) Die Uferlinie kann, auch wenn keine Pegelbeobachtungen vorliegen, durch die Wasserbehörde
festgesetzt und soweit erforderlich, bezeichnet werden. Die Beteiligten sind zu hören. Jeder Beteiligte kann
verlangen, daß die Uferlinie auf seine Kosten festgesetzt und bezeichnet wird.
(1) Bei einem fließenden Gewässer wächst eine durch allmähliches Anlanden oder durch Zurücktreten des
Wassers entstandene Verlandung den Eigentümern der Ufergrundstücke zu, wenn die Verlandung mit dem
bisherigen Ufer bei Mittelwasserstand zusammenhängt, sich darauf Pflanzenwuchs gebildet hat und danach
drei Jahre verstrichen sind.
(2) Bei einem stehenden Gewässer, dessen Grenzen sich nach § 52 Abs. 1 bestimmen, tritt im Falle der
Verlandung keine Eigentumsänderung ein. Der Eigentümer hat den früheren Anliegern den Zutritt zum
Gewässer zu gestatten, soweit dies zur Ausübung des Gemeingebrauchs in dem bisher ausgeübten Umfange
Werden an einem fließenden Gewässer, dessen Bett ein selbständiges Grundstück im Sinne des § 52 Abs. 1
oder 2 ist, infolge natürlicher Ereignisse Ufergrundstücke und dahinterliegende Grundstücke bei
Mittelwasserstand dauernd überflutet, so wächst das Eigentum an den überfluteten Flächen dem Eigentümer
des Gewässerbettes zu, jedoch in den Fällen des § 58 Abs. 1 Satz 2 erst, wenn das Recht auf
Wiederherstellung des ursprünglichen Zustandes erloschen ist.
Wird ein Stück Land durch Naturgewalt vom Ufer abgerissen und mit einem anderen Grundstück vereinigt,
so wird es zu dessen Bestandteil, jedoch in den Fällen des § 58 Abs. 1 Satz 2 erst, wenn das Recht auf
Hat sich ein fließendes Gewässer infolge natürlicher Ereignisse für dauernd ein neues Bett geschaffen, so
geht das Eigentum am neuen Gewässerbett auf den Eigentümer des alten Gewässerbettes über, jedoch in den
Fällen des § 58 Abs. 1 Satz 2 erst, wenn das Recht auf Wiederherstellung des ursprünglichen Zustandes
(1) In den Fällen der §§ 55, 56 und 57 hat der Eigentümer des Gewässerbettes den bisherigen Eigentümer zu
entschädigen. Der bisherige Eigentümer kann anstelle der Entschädigung den ursprünglichen Zustand
(2) Der frühere Zustand ist vom Unterhaltungspflichtigen wiederherzustellen, wenn es das Wohl der
Allgemeinheit erfordert und die Wasserbehörde dies verlangt.
(3) Das Recht auf Entschädigung und Wiederherstellung erlischt binnen drei Jahre. Die Frist beginnt mit
Ablauf des Jahres, in dem die Veränderung eingetreten ist. Die §§ 202 ff. BGB gelten entsprechend.
Wird ein Gewässerbett vom Wasser verlassen oder tritt in einem Gewässer eine Erderhebung hervor, die den
Mittelwasserstand überragt und bei diesem Wasserstand nach keiner Seite hin mit dem Ufer zusammenhängt
(Insel), so bleibt das Eigentum an den hierdurch entstandenen Landflächen unverändert. Das gleiche gilt,
wenn bei der Bildung eines neuen Gewässerbettes Grundstücke zu einer Insel werden.
Maßnahmen der Gewässerunterhaltung nach § 39 Abs. 1 des Wasserhaushaltsgesetzes sind auch die
Unterhaltung und der Betrieb der Anlagen, die der Abführung des Wassers dienen.
Die Unterhaltung der Gewässer, mit Ausnahme der Erhaltung der Schiffbarkeit, obliegt
1.bei Gewässern erster Ordnung mit Ausnahme der Bundeswasserstraßen dem Land,
2.bei Gewässern zweiter Ordnung den durch besonderes Gesetz gegründeten Unterhaltungsverbänden,
3.bei Häfen, Lande- und Umschlagstellen dem, der sie betreibt.
Die Verpflichtung zur Unterhaltung begründet keinen Rechtsanspruch Dritter gegen den Träger der
Unterhaltungslast.
Erhöhen sich die Kosten der Unterhaltung, weil ein Grundstück in seinem Bestand besonders gesichert
werden muß oder weil eine Anlage in, an oder über dem Gewässer sie erschwert, so hat der Eigentümer des
Grundstücks oder der Anlage dem Unterhaltungspflichtigen die Mehrkosten zu ersetzen. Dazu ist auch
verpflichtet, wer die Unterhaltung durch Einleiten von Abwasser erschwert. Der Unterhaltungspflichtige
kann statt der tatsächlichen Mehrkosten jährliche Leistungen entsprechend den durchschnittlichen
Mehrkosten, die durch Erschwernisse gleicher Art verursacht werden, verlangen. Als Berechnungsgrundlage
genügt eine annähernde Ermittlung der Mehrkosten.
Die Anlieger und die Hinterlieger haben das Aufbringen und Einebnen des Aushubs auf ihren Grundstücken
zu dulden, soweit dadurch die bisherige Nutzung nicht dauernd beeinträchtigt wird. Der Träger der
Unterhaltungslast hat den Nachweis der Unbedenklichkeit zu erbringen.
(1) Der zum Wohl der Allgemeinheit erforderliche Ausbau ist eine öffentlich-rechtliche Verpflichtung; sie
begründet keinen Rechtsanspruch Dritter gegen den Träger dieser Verpflichtung. Die Pflicht nach Satz 1
1.bei Gewässern erster Ordnung dem Land, soweit diese Pflicht nicht bereits dem Bund obliegt,
2.bei Gewässern zweiter Ordnung den Gemeinden.
(2) Legt der Ausbau den Gemeinden Lasten auf, die in keinem Verhältnis zu dem ihnen dadurch
erwachsenen Vorteil und ihrer Leistungsfähigkeit stehen, so kann der Ausbau nur erzwungen werden, wenn
das Land sich an der Aufbringung der Kosten angemessen beteiligt und dadurch eine ausreichende
Entlastung entsteht.
(3) Erfolgt der Ausbau im öffentlichen Interesse, sind die §§ 41 und 42 des Wasserhaushaltsgesetzes und §
66 sinngemäß anzuwenden.
(1) Der Unternehmer des Ausbaues und der Unterhaltungspflichtige können durch die Wasserbehörde
verpflichtet werden, Einrichtungen herzustellen und zu unterhalten, um Beeinträchtigungen des Wohls der
Allgemeinheit oder schutzwürdiger Belange anderer Gewässerbenutzer oder der Anlieger infolge des
Ausbaues oder der Unterhaltung abzuwehren. Dies gilt insbesondere bei Nachteilen für den Naturhaushalt,
die durch die Unterbrechung von natürlichen Lebensräumen entstehen.
(2) Die vom Ausbau betroffenen öffentlichen Verkehrs- und Versorgungseinrichtungen sind auf Kosten des
Unternehmers des Ausbaues anzupassen.
Die Sicherung des Hochwasserabflusses, die dem Wohl der Allgemeinheit dient, ist eine öffentliche
Aufgabe. Sie begründet keinen Rechtsanspruch Dritter.
(1) Für Deiche oder andere Anlagen, die zum Zweck des Hochwasserschutzes errichtet werden
(Hochwasserschutzanlagen), ist § 69 sinngemäß anzuwenden.
(2) Hochwasserschutzanlagen sind so zu unterhalten und zu betreiben, dass sie den Schutzzweck erfüllen.
(3) Zur Unterhaltung der Deiche gehört insbesondere die regelmäßige Pflege der Grasnarbe, die Kontrolle
auf Schadstellen und deren Beseitigung sowie die Bekämpfung der deichspezifischen Schädlinge.
(4) Die Unterhaltung umfaßt die Pflicht, den Deich in seinem bisherigen Umfang zu festigen, zu sichern und
(1) Der Bau und die Unterhaltung von Deichen und anderen Anlagen zur Sicherung des
Hochwasserabflusses, welche im Interesse des Wohls der Allgemeinheit erforderlich sind, obliegt:
1.hinsichtlich der in der Anlage 2 aufgeführten Deiche und der dazugehörigen anderen Anlagen zur
Sicherung des Hochwasserabflusses (Landesschutzdeiche), den nach besonderer gesetzlicher Vorschrift zu
bildenden Deichverbänden,
2.hinsichtlich aller übrigen Deiche und anderen Anlagen zur Sicherung des Hochwasserabflusses den für die
Unterhaltung der Gewässer zweiter Ordnung gebildeten Unterhaltungsverbänden im jeweiligen
Verbandsgebiet. Bestehende Verpflichtungen anderer bleiben unberührt.
(2) Bis zu dem Zeitpunkt, zu dem die neuen Unterhaltungsverbände ihre Tätigkeit aufnehmen, obliegt die
Unterhaltung den bisher Verpflichteten.
(3) Ist streitig, wer zur Unterhaltung eines Deiches verpflichtet ist, so obliegt die Unterhaltung vorläufig der
Gemeinde, in deren Gebiet sich der Deich befindet. Der Träger der Unterhaltungslast hat der Gemeinde die
(1) Jede Benutzung der Deiche und ihrer beiderseitigen, mindestens drei Meter breiten Schutzstreifen, die
ihre Wehrfähigkeit beeinträchtigen kann, ist unzulässig. Zum Schutz der Deiche und ihrer Schutzstreifen ist
insbesondere verboten:
1.das Reiten, das Treiben von Vieh, das Weiden von Großvieh oder das Halten von anderen Haus- und
Nutztieren mit Ausnahme der vertraglich geregelten Schafhütung,
2.das Betreten außerhalb der angelegten Wege und Übergänge,
3.das Fahren mit Fahrzeugen aller Art und das Parken,
4.das Lagern von Stoffen,
5.das Errichten oder Verändern von Bauwerken und Anlagen, das Aufstellen, Lagern oder Ablagern von
Gegenständen aller Art sowie das Verlegen von Rohren, Kabeln und anderen Leitungen,
6.das Pflanzen von Bäumen oder Sträuchern,
7.das Abbrennen von Gräsern oder Treibseln sowie die Beschädigung oder das Entfernen der Grasnarbe,
8.das Vornehmen von Abgrabungen.
Verbote oder Beschränkungen nach anderen Rechtsvorschriften bleiben unberührt.
(2) Die Verbote nach Absatz 1 gelten nicht für Maßnahmen, die der Erhaltung und Verbesserung der
Wehrfähigkeit, der Unterhaltung, der Wiederherstellung oder der Verteidigung des Deiches oder der
Bewirtschaftung der Schutzstreifen und des Vorlandes dienen.
(3) Die Wasserbehörde kann auf Antrag oder von Amts wegen Ausnahmen von den Verboten nach Absatz 1
im Einvernehmen mit dem Unterhaltungspflichtigen des Deiches genehmigen, wenn die Wehrfähigkeit und
die ordnungsgemäße Unterhaltung des Deiches nicht beeinträchtigt werden und entweder das Verbot im
Einzelfall zu einer unbilligen Härte führen würde oder eine Ausnahme im Interesse des Wohls der
(4) Das Beweiden von Deichen mit Schafen soll als spezielle Deichpflege finanziell gefördert werden.
Soweit bei Inkrafttreten dieses Gesetzes das Eigentum an den Deichen nicht den Unterhaltungspflichtigen
zusteht, bleibt es aufrechterhalten. Der Unterhaltungspflichtige hat das Eigentum an Deich und
Schutzstreifen zu übernehmen, wenn der Grundstückseigentümer es ihm unentgeltlich anbietet.
Soweit es zur Planung und Durchführung von Maßnahmen zum Bau oder zur Unterhaltung von Deichen
oder Küstenschutzanlagen erforderlich ist, haben die Eigentümer und Nutzungsberechtigten der anliegenden
und hinterliegenden Grundstücke nach rechtzeitiger Ankündigung zu dulden, daß die Bau- oder
Unterhaltungspflichtigen oder deren Beauftragte die Grundstücke betreten, vorübergehend nutzen oder ihnen
Bestandteile entnehmen, wenn diese anderweitig nur mit unverhältnismäßig hohen Kosten beschafft werden
können. Entstehen Schäden, so können die Betroffenen Entschädigungen verlangen. Das Recht der Wasserund Bodenverbände bleibt unberührt. Im Übrigen finden § 41 des Wasserhaushaltsgesetzes und § 66
(1) Die Errichtung, Beseitigung oder wesentliche Änderung wasserrechtlich zulassungsfreier baulicher
Anlagen an, in, über und unter oberirdischen Gewässern ist rechtzeitig vor Beginn der Maßnahme
anzuzeigen. Stehen wasserwirtschaftliche Belange dem Vorhaben entgegen, so hat die Wasserbehörde diese
der anderen Zulassungsbehörde binnen eines Monats nach Eingang der vollständigen Unterlagen mitzuteilen.
(2) Absatz 1 gilt nicht für bauliche Anlagen, die aufgrund eines rechtsverbindlichen Bebauungsplanes
errichtet oder wesentlich geändert werden, der unter Beteiligung der zuständigen Wasserbehörde zu Stande
(3) Lässt sich innerhalb der Frist nach Absatz 1 Satz 2 nicht mit genügender Sicherheit feststellen, ob und
wieweit nachteilige Wirkungen eintreten werden, so kann die Entscheidung unter Vorbehalt des Widerrufs
und nachträglicher Auflagen ohne Entschädigung ergehen.
(4) Im Falle des Widerrufs ohne Entschädigung kann die Wasserbehörde dem Eigentümer der Anlagen
aufgeben, auf seine Kosten den früheren Zustand ganz oder teilweise wieder herzustellen oder andere zur
Abwendung nachteiliger Folgen geeignete Vorkehrungen zu treffen. Die Änderung oder Beseitigung von
Anlagen, die ohne Vorbehalt nach Absatz 3 errichtet sind, kann nur aus Gründen des Gewässerschutzes,
insbesondere zur Erreichung eines guten ökologischen und chemischen Zustandes, oder aus Gründen des
Wohls der Allgemeinheit, insbesondere der öffentlichen Sicherheit und Ordnung, und gegen Entschädigung
(5) Führen die in Absatz 1 genannten Anlagen zu Mehraufwendungen bei der Gewässerunterhaltung, sind
diese den Trägern der Unterhaltungs- und Ausbaupflicht zu ersetzen.
(1) Der Schutz der Küsten durch den Bau, die Unterhaltung und Wiederherstellung von See-, Bodden- und
Haffdeichen (Deiche), Buhnen, Deckwerken und von anderen technischen Einrichtungen und Maßnahmen,
einschließlich biologischer Maßnahmen, sowie durch die Sicherung, Erhaltung und Wiederherstellung der
seewärtigen Dünen und des Strandes (Küstenschutz) ist eine öffentliche Aufgabe. Sie begründet keinen
Rechtsanspruch Dritter. Die Pflicht zur Sicherung der Küsten erstreckt sich auf den Schutz von im
Zusammenhang bebauten Gebieten.
(2) Die Durchführung des Küstenschutzes ist eine öffentliche Aufgabe von Küstenschutzverbänden, die nach
besonderer gesetzlicher Vorschrift errichtet werden. Bis zu dem Zeitpunkt, zu dem die neuen Küstenschutzund Deichverbände ihre Tätigkeit aufnehmen, obliegt die Aufgabenerfüllung dem bisher Verpflichteten.
(3) Die Aufgabe zur Durchführung des Küstenschutzes erstreckt sich nicht auf den Bau, die Unterhaltung
und Wiederherstellung von Deichen, die ausschließlich dem Schutz landwirtschaftlicher Flächen gegen
Hochwasser und Sturmflut dienen. Diese Aufgabe obliegt den durch dieses Gesetz für die
Gewässerunterhaltung gebildeten Unterhaltungsverbänden im jeweiligen Verbandsgebiet. Deiche mit dieser
Bedeutung werden nach Anhörung des zuständigen Unterhaltungsverbandes von der obersten
Wasserbehörde festgestellt und im Amtsblatt für Mecklenburg-Vorpommern bekanntgemacht.
(1) Die Errichtung und wesentliche Umgestaltung von nicht UVP-pflichtigen Küstenschutzanlagen und
Sandvorspülungen bedürfen der Genehmigung. Satz 1 gilt nicht für Deichbauten. Die Beseitigung von
Küstenschutzanlagen, die nicht der UVP-Pflicht unterliegen, bedarf der rechtzeitigen Anzeige.
(2) Die Genehmigung ist zu untersagen, wenn von der Anlage eine Beeinträchtigung des Wohls der
Allgemeinheit, insbesondere der Belange des Küstenschutzes oder der öffentlichen Sicherheit zu erwarten
ist, die nicht durch Auflagen verhütet oder ausgeglichen werden kann.
(3) Für die Unterhaltung der Deiche, Buhnen, Deckwerke und der anderen Anlagen des Küstenschutzes sind
§ 41 des Wasserhaushaltsgesetzes und die §§ 66 und 72 Abs. 2 sinngemäß anzuwenden.
(5) Benutzungen der Deiche und der seewärtigen Dünen richten sich nach § 74, sofern nach § 87 nicht
weitergehende Verbote gelten.
(1) Soweit bei Inkrafttreten dieses Gesetzes das Eigentum an den Deichen, Buhnen, Deckwerken und
anderen Anlagen des Küstenschutzes sowie an den seewärtigen Dünen und dem Strand nicht den
Unterhaltungspflichtigen zusteht, bleibt es aufrechterhalten.
(2) Soweit unter § 83 Abs. 3 fallende Deiche im Eigentum des Landes stehen, geht das Eigentum an ihnen
unentgeltlich auf den zuständigen Unterhaltungsverband über.
(3) Der Strand steht unbeschadet wohlerworbener Rechte Dritter im Eigentum des Landes. Strand ist der
zwischen Niedrigstwasser und der Linie des mittleren Hochwassers gelegene Küstenstreifen.
(1) Auf dem Strand ist es verboten:
1.Sand, Kies, Geröll oder Steine zu entnehmen,
2.Liegeplätze für Wasserfahrzeuge oder Netztrockenplätze einzurichten,
3.Abgrabungen, Abspülungen oder Bohrungen vorzunehmen,
4.mit Fahrzeugen aller Art zu fahren,
5.Gegenstände aller Art aufzustellen, zu lagern oder abzulagern, die geeignet sind, Küstenschutzanlagen zu
beschädigen oder deren Unterhaltung zu beeinträchtigen.
Satz 1 Nr. 1, 3 und 5 gelten auch für den Vorstrand. Satz 1 Nr. 1 findet für seewärtige Dünen entsprechend
Anwendung. Darüber hinaus ist es verboten, auf seewärtigen Dünen schützenden Bewuchs wesentlich zu
verändern, zu beseitigen oder zu beschädigen. Naturschutzrechtliche Bestimmungen bleiben unberührt.
(2) Durch die Nutzung des Vorlandes dürfen die Belange des Küstenschutzes als öffentliche Aufgabe nicht
(3) Auf den durch Küstenschutzanlagen gesicherten Steilufern und innerhalb eines Bereiches von 50 Metern
landwärts der Böschungsoberkante gilt Absatz 1 Nr. 1 und 3 entsprechend. Die wesentliche Veränderung,
Beseitigung oder Beschädigung schützenden Bewuchses ist verboten.
(4) Die Wasserbehörde kann von den Verboten der Absätze 1 bis 3 Ausnahmen zulassen, wenn die Belange
des Küstenschutzes als öffentliche Aufgabe nicht beeinträchtigt werden. Darüber hinaus kann die
Wasserbehörde die Verlegung von Leitungen in den Überwegen von Schutzdünen während der Badesaison
zulassen, wenn dies mit den Belangen des Küstenschutzes vereinbar ist.
(5) Die Gemeinden dürfen, als Aufgabe im eigenen Wirkungskreis, für einen zum Gemeindegebiet
gehörenden Strand im Einvernehmen mit dem Unterhaltungspflichtigen der Küstenschutzanlagen durch
Satzung Ausnahmen von den Verboten des Absatzes 1 Satz 1 Nr. 2, 4 und 5 für den saisonalen Badebetrieb
und die Fischerei zulassen.
(6) Die Wasserbehörde kann über die Verbote nach den Absätzen 1 bis 3 und nach § 84 Abs. 5 hinaus zur
Wahrung der Belange des Küstenschutzes als öffentliche Aufgabe weitere Handlungen oder Unterlassungen,
die geeignet sind, den Küstenschutz als öffentliche Aufgabe zu gefährden, insbesondere die Nutzung und
Benutzung des Strandes, des Vorstrandes, der Schutzdünen, des Vorlandes und der sonstigen Flächen und
Anlagen, die dem öffentlichen Küstenschutz zu dienen bestimmt oder geeignet sind, durch Verfügung
regeln, beschränken oder untersagen.
(1) Die Errichtung, wesentliche Änderung oder Beseitigung baulicher Anlagen an Küstengewässern in einem
Abstand von 200 Metern land- und seewärts von der Mittelwasserlinie sowie im Vorstrandbereich (seewärts
des Strandes gelegener Meeresbereich bis zu einer von Seegangswirkung unbeeinflussten Wassertiefe)
bedarf bei der Wasserbehörde der rechtzeitigen Anzeige.
(2) Das Vorhaben ist zu untersagen, wenn es nicht mit den Belangen des Küstenschutzes als öffentliche
Aufgabe vereinbar ist.
(3) Vorhaben an Steilküsten sind zu untersagen, wenn durch bestehende Küstenschutzanlagen oder durch
zulässige Maßnahmen des Vorhabenträgers zur Verhinderung des Steiluferrückganges eine Gefährdung der
zu errichtenden baulichen Anlagen durch Steiluferrückgang langfristig nicht ausgeschlossen werden können.
(4) § 82 Abs. 2 bis 4 gilt sinngemäß.
Die §§ 100 und 101 des Wasserhaushaltsgesetzes gelten für den Küstenschutz sinngemäß.
(1) Wer zu Maßnahmen der Gewässeraufsicht Anlaß gibt, hat die notwendigen Kosten zu erstatten. Zu
diesen Kosten gehören auch
-Kosten der Ermittlung des Verantwortlichen,
-Kosten der Gefahrerforschung,
-Kosten der Maßnahmen zur Gefahrenabwehr,
-Kosten der Kontrollmaßnahmen zur Beurteilung des Erfolges der Gefahrenabwehrmaßnahmen.
Die Kosten werden von der Wasserbehörde durch Bescheid festgesetzt.
(2) Für die im Rahmen der Gewässeraufsicht regelmäßig durchzuführenden Abwasseruntersuchungen
besteht eine Verpflichtung zur Kostentragung in dem Umfang, wie er in dem die Abwassereinleitung
zulassenden Bescheid geregelt ist. Für darüber hinausgehenden Untersuchungen besteht die Verpflichtung
zur Kostentragung, wenn ein Verstoß gegen die Festsetzungen des Zulassungsbescheides festgestellt wird.
Weitergehende gesetzliche Bestimmungen bleiben unberührt.
Die §§ 100 und 101 des Wasserhaushaltsgesetzes und § 92 finden für die Bürgermeister, Amtsvorsteher und
Abwasserbeseitigungspflichtigen nach § 40 für die ihnen nach diesem Gesetz oder aufgrund dieses Gesetzes
übertragenen Vollzugsaufgaben entsprechende Anwendung.
(1) Die Schaukommissionen unterstützen die Wasserbehörde durch Schauen der natürlich fließenden
oberirdischen Gewässer zweiter Ordnung (Gewässerschaukommission), sie wirken bei den sich aus der
Wasserschau ergebenden Entscheidungen der Wasserbehörden mit.
(2) Mit der Schau der Gewässer kann ein Wasser- und Bodenverband beauftragt werden (§§ 44 und 45 des
Wasserverbandsgesetzes in der jeweils geltenden Fassung).
(1) Werden zur Abwendung einer durch Hochwasser, Sturmfluten, Eisgang oder andere Ereignisse
entstehenden Wassergefahr augenblicklich Vorkehrungen notwendig, so sind die benachbarten Gemeinden,
auch wenn sie nicht bedroht sind, verpflichtet, die erforderliche Hilfe zu leisten.
(2) Ist ein Deich bei Hochwasser gefährdet, so haben auf Anordnung der Wasserbehörde die Bewohner der
bedrohten und, falls erforderlich, der benachbarten Gemeinden durch persönliche Dienste oder andere
Leistungen die erforderliche Hilfe zu leisten.
(3) Die Körperschaft, in deren Interesse Hilfe geleistet wird, hat auf Verlangen für Sachschaden und
Verdienstausfall eine angemessene Entschädigung zu gewähren.
(1) Gemeinden haben einen Wasserwehrdienst einzurichten, wenn sie erfahrungsgemäß durch
Überschwemmungen beziehungsweise Hochwasser oder Sturmfluten gefährdet werden können. Das Nähere
regeln die Gemeinden durch Ortssatzungen.
(2) Die Wasserbehörde legt gegenüber den Gemeinden den Beginn und das Ende der Überwachung der
Deiche fest und kann zur Sicherung der Deiche Weisungen erteilen. Die Wasserbehörden unterstützen die
Gemeinden bei der Beobachtung und Sicherung der Deiche und beraten sie bei der Abwehr von
(1) Die oberste Wasserbehörde wird ermächtigt, durch Rechtsverordnung für Gewässer einen Warn- und
Alarmdienst zum Schutz der Gewässer gegen Verunreinigung und zum Schutz vor Wassergefahren
(2) Die Verordnung bestimmt die Meldestellen, das Meldeverfahren und legt die Verantwortung für die
Bedienung der Hochwasserschutzanlagen sowie für die Bekämpfung von Verunreinigungen und deren
Auswirkungen fest.
(4) Warn- und Alarmpläne für länderübergreifende oberirdische Gewässer sind mit den angrenzenden
Ländern abzustimmen.
Soweit für Zwecke der öffentlichen Wasserversorgung oder der öffentlichen Abwasserbeseitigung die
Entziehung oder die Beschränkung von Grundeigentum oder Rechten am Grundeigentum im Wege der
Enteignung erforderlich wird, stellt die Wasserbehörde die Zulässigkeit der Enteignung fest. § 15 Abs. 4 Satz
2 ist anzuwenden.
Die Durchführung des Wasserhaushaltsgesetzes, des § 20 des Gesetzes über die
Umweltverträglichkeitsprüfung bei wasserbezogenen Vorhaben„ dieses Gesetzes und der aufgrund dieser
Gesetze erlassenen Verordnungen ist Aufgabe der Wasserbehörden, soweit durch Rechtsvorschriften nicht
etwas anderes bestimmt ist. Wasserbehörden sind:
1.das Ministerium für Landwirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz als oberste Wasserbehörde,
2.die Staatlichen Ämter für Umwelt und Natur sowie die Landräte und die Oberbürgermeister
(Bürgermeister) der kreisfreien Städte als untere Wasserbehörden.
Die Landkreise und kreisfreien Städte nehmen die Aufgaben nach Satz 1 als Pflichtaufgaben zur Erfüllung
nach Weisung wahr. Satz 3 gilt für die amtsfreien Gemeinden und Ämter entsprechend, soweit ihnen
Vollzugsaufgaben nach diesem Gesetz oder aufgrund dieses Gesetzes übertragen werden.
und des Landesamtes für Umwelt, Naturschutz und Geologie
(1) Die oberste Wasserbehörde ist zuständig für den Erlass von Rechtsverordnungen
1.zur Festsetzung von
a)Wasserschutzgebieten nach § 51 Abs. 1 des Wasserhaushaltsgesetzes,
b)Heilquellenschutzgebieten nach § 53 Abs. 4 des Wasserhaushaltsgesetzes,
c)Überschwemmungsgebieten nach § 76 Abs. 2 des Wasserhaushaltsgesetzes,
2.über eine Veränderungssperre nach § 86 des Wasserhaushaltsgesetzes.
Sie ist zuständige Behörde nach den §§ 73 bis 75, 76 Abs. 3, §§ 79 und 80 Abs. 2 des
(2) Das Landesamt für Umwelt, Naturschutz und Geologie ist zuständig für
1.die Erteilung, Änderung, Beschränkung oder Rücknahme einer Erlaubnis oder Bewilligung für
Gewässerbenutzungen bei kerntechnischen Anlagen,
2.Planfeststellungen oder -genehmigungen nach § 68 des Wasserhaushaltsgesetzes für Gewässer erster
Ordnung und für die Hochwasser- und Küstenschutzanlagen,
3.Genehmigungen nach § 60 Abs. 3 des Wasserhaushaltsgesetzes einschließlich der Erlaubnis nach § 8 des
5.das Führen des Wasserbuchs nach § 87 des Wasserhaushaltsgesetzes,
6.die Mitwirkung in Verfahren nach § 19 des Wasserhaushaltsgesetzes und
7.die Überprüfung und Aktualisierung der Maßnahmenprogramme und Bewirtschaftungspläne entsprechend
§ 84 Abs. 1 des Wasserhaushaltsgesetzes.
(3) Das Landesamt für Umwelt, Naturschutz und Geologie ist ferner zuständige Behörde nach:
1.§ 5 Abs. 1 des Gesetzes zur Ausführung des Protokolls über Schadstofffreisetzungs- und verbringungsregister vom 21. Mai 2003 sowie zur Durchführung der Verordnung (EG) Nr. 166/2006 vom 6.
Juni 2007 (BGBl. I S. 1002),
2.§ 7 Abs. 2 bis 4, § 29 Abs. 2 Satz 1, den §§ 30, 44, 47 Abs. 2 Satz 2 und Abs. 3, § 83 Abs. 4 und § 85 des
Zuständigkeiten der Wasserbehörden
(1) Soweit in § 107 oder durch Rechtsverordnung nicht etwas Anderes bestimmt ist, sind die unteren
Wasserbehörden zuständig, und zwar:
1.die Staatlichen Ämter für Umwelt und Natur für
a)die Gewässer erster Ordnung,
b)den Küstenschutz,
c)die Landesschutzdeiche,
d)Entscheidungen nach § 20 des Gesetzes über die Umweltverträglichkeitsprüfung, sofern die
Rohrleitungsanlagen über die Grenzen eines Landkreises oder einer kreisfreien Stadt hinausgehen,
e)die Gewässeraufsicht einschließlich der Gefahrenabwehr für die in Buchstabe a bis c und § 107 Abs. 2 Nr.
2 genannten Aufgaben und Vorhaben,
2.die Landräte und Oberbürgermeister der kreisfreien Städte für Entscheidungen und Anordnungen über
a)Gewässer zweiter Ordnung und das Grundwasser,
b)Entscheidungen nach § 20 des Gesetzes über die Umweltverträglichkeitsprüfung, soweit nicht eine
Zuständigkeit nach Nummer 1 Buchstabe d gegeben ist,
c)Maßnahmen nach Anzeigen über Anlagen zum Umgang mit wassergefährdenden Stoffen und nach
Betriebsstörungen und Schadensfällen bei solchen Anlagen und der hierzu erlassenen Verordnungen,
d)die allgemeine Gefahrenabwehr im Rahmen der Gewässeraufsicht,
e)alle übrigen für die Durchführung der in § 1 genannten Gesetze erforderlichen Maßnahmen.
(2) Die Staatlichen Ämter für Umwelt und Natur sind ferner
1.zuständige Behörde nach
a)den §§ 3, 5 Abs. 3 bis 5 und § 7 des Gesetzes zur Ausführung des Protokolls über Schadstofffreisetzungsund -verbringungsregister vom 21. Mai 2003 sowie zur Durchführung der Verordnung (EG) Nr. 166/2006
vom 6. Juni 2007 (BGBl. I S. 1002),
b)den §§ 78 und 91 des Wasserhaushaltsgesetzes,
2.Anhörungsbehörde in den von der obersten Wasserbehörde und dem Landesamt für Umwelt, Naturschutz
und Geologie durchzuführenden Planfeststellungsverfahren und förmlichen Verfahren
und führen den gewässerkundlichen Mess- und Beobachtungsdienst durch.
(3) Die Bürgermeister der amtsfreien Gemeinden und die Amtsvorsteher der Ämter sind für die
Entgegennahme der Anzeige für den Umgang mit wassergefährdenden Stoffen im Zusammenhang mit
Haustankanlagen und für die Zulassung von Abweichungen von den Vorschriften bei wild abfließendem
Wasser nach § 37 des Wasserhaushaltsgesetzes zuständig.
Entstehen bei Vorhaben, die der bergrechtlichen Aufsicht unterliegen, Gewässer, so darf die Genehmigung
nur im Einvernehmen mit dem zuständigen Staatlichen Amt für Umwelt und Natur erteilt werden.
(1) Das Landesamt für Umwelt, Naturschutz und Geologie ist Fachbehörde. Es ermittelt und entwickelt
jeweils in seinem Dienstaufgabenbereich die naturwissenschaftlichen, gewässerkundlichen, geologischen
und technischen Grundlagen für die Ordnung des Wasserhaushalts. Es führt konzeptionelle und
fachbegleitende Arbeiten für die Vorbereitung und die Durchführung wasserbehördlicher Verfahren durch.
Es nimmt die ihm durch Rechtsverordnung übertragenen Vollzugsaufgaben wahr.
(2) Technische Fachbehörden für die Wasserbehörden und für das Landesamt für Umwelt, Naturschutz und
Geologie, soweit dieses Vollzugsaufgaben wahrnimmt, sind die Staatlichen Ämter für Umwelt und Natur.
Ist in derselben Sache die örtliche oder sachliche Zuständigkeit mehrerer Wasserbehörden begründet oder ist
es zweckmäßig, eine Angelegenheit einheitlich zu regeln, so bestimmt die oberste Wasserbehörde die
zuständige Wasserbehörde oder die Fachbehörde nach dem Schwerpunktprinzip. Ist auch die Zuständigkeit
der Behörde eines anderen Bundeslandes gegeben, so vereinbart die oberste Wasserbehörde mit der
zuständigen Obersten Landesbehörde des anderen Bundeslandes die in der Sache zuständige Wasserbehörde
durch Verwaltungsvereinbarung.
1.bestimmte Aufgaben, insbesondere Prüf- und Überwachungsmaßnahmen, auf anerkannte Sachverständige
oder sachverständige Stellen übertragen,
2.die Voraussetzungen für die Anerkennung der Sachverständigen oder sachverständigen Stellen und die
Entgelte für deren Leistungen regeln,
3.die Vorlage eines Nachweises über Maßnahmen von Sachverständigen oder sachverständigen Stellen nach
Nummer 1 bei der Wasserbehörde vorschreiben.
(1) Soweit in diesem Gesetz oder in den aufgrund dieses Gesetzes erlassenen Rechtsvorschriften nichts
anderes bestimmt ist, gilt für das Verwaltungsverfahren das Landesverwaltungsverfahrensgesetz.
(2) Anträge, über die die Wasserbehörden und das Landesamt für Umwelt, Naturschutz und Geologie zu
entscheiden haben, sind mit den zur Beurteilung erforderlichen Unterlagen (Plänen, Zeichnungen,
Nachweisungen und Beschreibungen) schriftlich oder elektronisch einzureichen. Dokumente, die Betriebsoder Geschäftsgeheimnisse enthalten, sind als solche zu kennzeichnen und getrennt von den übrigen
Unterlagen vorzulegen. Ihr Inhalt muß, soweit dies ohne Preisgabe des Geheimnisses möglich ist, so
ausführlich dargestellt sein, daß Dritte beurteilen können, ob und in welchem Umfange sie von den
Auswirkungen des Vorhabens betroffen werden können.
(3) Werden Benutzungen ohne die erforderliche Erlaubnis oder Bewilligung ausgeübt, Gewässer, Deiche
oder Anlagen ohne die erforderliche Planfeststellung, Genehmigung, Eignungsfeststellung oder
Bauartzulassung ausgebaut, errichtet, geändert, angebaut oder betrieben, kann die Wasserbehörde verlangen,
daß ein Antrag schriftlich oder elektronisch gestellt und die erforderlichen Unterlagen vorgelegt werden.
Über Genehmigungen und Ausnahmegenehmigungen nach § 52 Abs. 1 Satz 2, § 53 Abs. 5 und § 78 Abs. 2
bis 4 des Wasserhaushaltsgesetzes sowie nach § 74 Abs. 3, § 136 Abs. 3 und § 137 Abs. 2 entscheidet
gleichzeitig mit Erteilung der Baugenehmigung die Bauaufsichtsbehörde im Einvernehmen mit der
Wasserbehörde, wenn das Vorhaben einer Baugenehmigung bedarf. In den übrigen Fällen schließt die
wasserrechtliche Genehmigung die Baugenehmigung ein.
(1) Sind gegen einen Antrag Einwendungen aufgrund von Privatrechtsverhältnissen erhoben worden, so kann
die Wasserbehörde unter Vorbehalt dieser Einwendungen entscheiden oder das Verfahren aussetzen, bis das
Privatrechtsverhältnis geklärt ist.
(1) Entscheidungen nach dem Wasserhaushaltsgesetz und diesem Gesetz sind schriftlich oder elektronisch zu
erlassen, es sei denn, daß sie nur eine vorläufige Regelung treffen oder wegen Gefahr im Verzug erlassen
werden. Den Verfahrensbeteiligten, die nicht Antragsteller sind, kann die Entscheidung ohne die
zugehörigen Planunterlagen mit dem Hinweis bekanntgegeben oder zugestellt werden, an welchem Ort und
in welcher Frist diese eingesehen werden können.
(2) Sind mehr als fünfzig Benachrichtigungen oder Zustellungen vorzunehmen, so können sie durch
öffentliche Bekanntgabe ersetzt werden.
(3) Soweit eine wasserrechtliche Entscheidung andere öffentlich-rechtliche Entscheidungen einschließt oder
von einer anderen öffentlich-rechtlichen Entscheidung ersetzt wird, ist die ersetzte Entscheidung
ausdrücklich zu bezeichnen.
(1) Die Wasserbehörde kann die Leistung einer Sicherheit oder den Nachweis einer Haftpflichtversicherung
verlangen, soweit sie erforderlich sind, um die Erfüllung von Bedingungen, Auflagen und sonstigen
Verpflichtungen zu sichern oder finanzielle Risiken abzudecken, die bei Unfällen oder Betriebsstörungen
entstehen können. Das Land und sonstige Körperschaften des öffentlichen Rechts sind von der
Sicherheitsleistung frei, sofern nicht im Einzelfall etwas anderes bestimmt wird. Auf Sicherheitsleistungen
sind die §§ 232 bis 240 des Bürgerlichen Gesetzbuches anzuwenden.
(3) Ist der Grund für die Sicherheitsleistung weggefallen, so ist dem Begünstigten eine Frist zu setzen,
binnen deren er die Einwilligung in die Rückgabe der Sicherheit zu erklären oder die Erhebung der Klage
wegen seiner Ansprüche nachzuweisen hat. Nach Ablauf der Frist ist die Rückgabe der Sicherheit
anzuordnen, wenn nicht inzwischen die Erhebung der Klage nachgewiesen ist.
(1) Ist ein Verfahren nach dem Wasserhaushaltsgesetz oder diesem Gesetz eingeleitet, so kann die
Wasserbehörde zur Sicherung der in Aussicht genommenen Maßnahmen vorläufige Anordnungen treffen,
wenn das Wohl der Allgemeinheit diese erfordert. Die Anordnung kann befristet werden.
(2) Zur Feststellung von Tatsachen, die für eine nach dem Wasserhaushaltsgesetz oder diesem Gesetz zu
treffende Entscheidung von Bedeutung sein können, insbesondere zur Feststellung des Zustandes einer
Sache, kann die Wasserbehörde die erforderlichen Maßnahmen anordnen, wenn sonst die Feststellung
unmöglich oder wesentlich erschwert würde (Beweissicherungsverfahren).
(1) Soweit in diesem Gesetz nichts Anderes bestimmt ist, gilt für anzeigepflichtige Vorhaben, dass:
1.der Anzeige die zur Beurteilung des Vorhabens erforderlichen Unterlagen beizufügen sind,
2.die Wasserbehörde die Vollständigkeit der eingereichten Unterlagen zu bestätigen hat,
3.mit dem Vorhaben frühestens sechs Wochen nach Eingang der vollständigen Unterlagen begonnen werden
darf; die Behörde kann diese Frist verkürzen oder um bis zu vier Wochen verlängern,
4.die Wasserbehörde, wenn sich aus der Anzeige ergibt, dass weitere Maßnahmen zum Schutz der Gewässer
erforderlich sind, Auflagen erteilen kann, mit denen die angezeigte Handlung auch befristet oder beschränkt
(2) Das anzeigepflichtige Vorhaben ist von der Wasserbehörde zu untersagen, wenn die Verunreinigung
eines Gewässers oder eine sonstige nachteilige Veränderung der Gewässereigenschaften zu besorgen ist. Das
Vorhaben kann versagt werden, wenn von dem beabsichtigten Unternehmen eine nicht unter Satz 1 fallende
Beeinträchtigung des Wohls der Allgemeinheit oder erhebliche Nachteile, Gefahren oder Belästigungen für
andere Grundstücke, Bauten oder sonstige Anlagen oder eine erhebliche Beeinträchtigung der
Gewässerunterhaltung zu erwarten sind, die durch Bedingungen oder Auflagen weder verhütet noch
(3) Die nach diesem Gesetz begründete Anzeigepflicht besteht nicht, wenn das Vorhaben nach anderen
Rechtsvorschriften einer Zulassung oder Anzeige bedarf. Die hierfür zuständige Behörde hört die
Wasserbehörde vor ihrer Entscheidung an.
Die Verfahrenskosten fallen dem Antragsteller oder dem nach § 51 des Wasserhaushaltsgesetzes
Begünstigten zur Last. Kosten, die infolge unbegründeter Einwendungen, oder im Falle eines
Entschädigungsverfahrens durch wesentlich überhöhte Entschädigungsanforderungen entstanden sind,
können demjenigen auferlegt werden, der die Einwendungen oder die Entschädigungsforderung erhoben hat.
(1) Im förmlichen Verwaltungsverfahren nach den Bestimmungen des Verwaltungsverfahrensgesetzes
ergehen die Entscheidungen über
1.die Erteilung von Bewilligungen nach den §§ 8 und 10 des Wasserhaushaltsgesetzes,
2.den Ausgleich von Rechten und Befugnissen mit Ausnahme von Erlaubnissen untereinander,
3.die Zulassung von Vorhaben, die der Umweltverträglichkeitsprüfung unterliegen.
(2) Für die Festsetzung von Wasserschutzgebieten, Quellenschutzgebieten und Überschwemmungsgebieten
gelten die Vorschriften über das förmliche Verwaltungsverfahren sinngemäß. Auszulegen sind der Entwurf
der vorgesehenen Rechtsverordnung mit den dazu gehörenden Plänen. Die Verfahren zur Festsetzung von
Wasserschutzgebieten, Quellenschutzgebieten und Überschwemmungsgebieten finden mit dem Erlaß der
Verordnung ihren Abschluß. Die Festsetzung ist durch die beteiligten Gemeinden ortsüblich
(3) Für das Verfahren nach den Absätzen 1 und 2 ist ein Anhörungsverfahren nach den Bestimmungen des
Verwaltungsverfahrensgesetzes durchzuführen. In den Fällen des Absatz 1 erfolgt die Durchführung der
Umweltverträglichkeitsprüfung im Rahmen des förmlichen Verfahrens.
(4) Wasserschutzgebiete nach § 51 des Wasserhaushaltsgesetzes, Heilquellenschutzgebiete nach § 53 des
Wasserhaushaltsgesetzes und Überschwemmungsgebiete nach § 76 des Wasserhaushaltsgesetzes sind im
Liegenschaftskataster nachzuweisen.
1.die genaue Bezeichnung des bewilligten Rechts oder der erlaubten Benutzung nach Art, Umfang und
Zweck und des der Benutzung zugrundeliegenden Planes,
2.die Dauer der Bewilligung oder der Erlaubnis, die Benutzungsbedingungen und Auflagen, soweit die
Festsetzung der Auflagen nicht einem späteren Verfahren vorbehalten wird,
3.die Frist für den Beginn der Benutzung,
4.die Entscheidung über Einwendungen und andere Anträge nach § 7 dieses Gesetzes,
5.die Entscheidung über eine Entschädigung, soweit deren Festsetzung nicht einem späteren Verfahren
6.die Entscheidung über die Kosten des Verfahrens.
Geltungsbereich, Koordinierungspflicht
Betrifft eine Gewässerbenutzung nach § 9 Abs. 1 Nr. 4 und 5 oder Abs. 2 Nr. 2 des Wasserhaushaltsgesetzes
oder eine Indirekteinleitung nach den §§ 58 und 59 des Wasserhaushaltsgesetzes die Errichtung und den
Betrieb oder die wesentliche Änderung einer Anlage, die nach Spalte 1 des Anhangs zur Verordnung über
genehmigungsbedürftige Anlagen in der Fassung der Bekanntmachung vom 14. März 1997 (BGBl. I S. 504),
die zuletzt durch Artikel 13 des Gesetzes vom 11. August 2009 (BGBl. I S. 2723) geändert worden ist,
genehmigungsbedürftig ist, darf eine Erlaubnis oder eine Genehmigung für die Indirekteinleitung nur erteilt
werden, wenn auch die in diesem Abschnitt geregelten Anforderungen eingehalten werden. Die
Immissionsschutzbehörde entscheidet anstelle der Wasserbehörde über die Gewässerbenutzung im
Einvernehmen mit der für das Wasser zuständigen Behörde.
(1) Dem Antrag auf Erteilung der Erlaubnis oder der Genehmigung nach § 124a sind vom Antragsteller
mindestens Beschreibungen zu folgenden Gegenständen beizufügen:
1.Art, Herkunft, Menge und stoffliche Belastung des Abwassers sowie Feststellung der Auswirkungen der
Emissionen auf die Gewässer,
2.Roh- und Hilfsstoffe sowie sonstige Stoffe, die in der Produktion verwendet oder erzeugt werden,
3.Ort des Abwasseranfalls und der Zusammenführung von Abwasserströmen,
4.Maßnahmen zur Schadstoffrückhaltung des Schmutzwassers und des auf dem Anlagengelände anfallenden
Niederschlagswassers,
5.vorgesehene Maßnahmen zur Überwachung der Emissionen in die Umwelt,
6.die wichtigsten vom Antragsteller gegebenenfalls geprüften Alternativen in einer Übersicht.
Bei den Beschreibungen nach Satz 1 kann auf solche Angaben verzichtet werden, die für die beantragte
Gewässerbenutzung offensichtlich ohne Belang sind. Dem Antrag ist eine nichttechnische Zusammenfassung
der in Satz 1 genannten Angaben beizufügen. Die Anforderungen nach § 113 Abs. 2 gelten entsprechend.
(2) Für Organisationen und Standorte, die in ein Verzeichnis gemäß Artikel 6 in Verbindung mit Artikel 7
Abs. 2 Satz 1 oder Artikel 17 Abs. 4 Satz 1 der Verordnung (EG) Nr. 761/2001 des Europäischen Parlaments
und des Rates vom 19. März 2001 über die freiwillige Beteiligung von Organisationen an einem
Gemeinschaftssystem für das Umweltmanagement und die Umweltbetriebsprüfung - EMAS - (ABl. EG Nr.
L 114 S. 1, 2002 Nr. L 327 S. 10) eingetragen oder nach DIN EN ISO 14001:2004 zertifiziert sind und
dieses Zertifikat der zuständigen Überwachungsbehörde übersandt haben, kann auf die nach Absatz 1
geforderten Unterlagen verzichtet werden, wenn gleichwertige Unterlagen im Rahmen einer
Umweltbetriebsprüfung erstellt wurden.
Die Erlaubnis oder die Genehmigung nach § 124a haben neben dem Emissionsumfang mindestens auch
Regelungen zu enthalten über die Verpflichtung zur Überwachung der Gewässerbenutzung oder der
Indirekteinleitung und zur Vorlage der Ergebnisse der durchzuführenden Überwachung sowie über die
Methode und die Häufigkeit von Messungen und das Bewertungsverfahren.
(1) Die Erlaubnis und die Genehmigung nach § 124a sind regelmäßig zu überwachen, inhaltlich zu
überprüfen und soweit erforderlich dem Stand der Technik anzupassen. Die Überprüfung wird aus
besonderem Anlass vorgenommen, wenn
1.Anhaltspunkte dafür bestehen, dass der Schutz der Gewässer nicht ausreichend ist und deshalb die in der
Erlaubnis oder Genehmigung festgelegten Begrenzungen der Emissionen überprüft oder neu festgesetzt
2.wesentliche Veränderungen des Standes der Technik eine erhebliche Verminderung der Emissionen
3.eine Verbesserung der Betriebssicherheit durch die Anwendung anderer Techniken erforderlich ist oder
4.Rechtsvorschriften dies fordern.
(2) Über die Beschränkung oder Rücknahme einer Erlaubnis entscheidet die Immissionsschutzbehörde auf
Antrag und im Einvernehmen mit der für das Wasser zuständigen Behörde. Sie trifft auch nachträgliche
Entscheidungen nach den §§ 58 und 59 des Wasserhaushaltsgesetzes; Satz 1 gilt entsprechend.
(1) Bei Erlaubnissen und Genehmigungen nach § 124a und deren Anpassung nach § 124d Abs. 1 Satz 1 ist
die Öffentlichkeit nach Maßgabe der Absätze 2 bis 4 zu beteiligen.
(2) Die zuständige Behörde macht die beantragte oder die von ihr nach § 124d Abs. 2 beabsichtigte
Entscheidung öffentlich bekannt. Für die öffentliche Bekanntmachung sowie für die Auslegung von Antrag
und Unterlagen gelten § 10 Abs. 3 und 4 des Bundes-Immissionsschutzgesetzes sowie §§ 9 und 10 der
Verordnung über das Genehmigungsverfahren in der Fassung der Bekanntmachung vom 29. Mai 1992
(BGBl. I S. 1001), die zuletzt durch Artikel 4 des Gesetzes vom 23. Oktober 2007 (BGBl. I S. 2470)
geändert worden ist, in der jeweils geltenden Fassung entsprechend.
(3) Der Öffentlichkeit ist Gelegenheit zu geben, zu dem Vorhaben binnen zwei Wochen nach Ablauf der
Auslegungsfrist schriftlich Stellung zu nehmen. Mit Ablauf der Frist sind Einwendungen gegen das
Vorhaben, die nicht auf besonderen privatrechtlichen Titeln beruhen, ausgeschlossen. Bei Entscheidungen
nach § 124d Abs. 1 Satz 1 sind einwendungsbefugt Personen, deren Belange durch die vorgesehenen
Anpassungsmaßnahmen berührt sind, sowie Vereinigungen, die den Anforderungen des § 2 Abs. 1 und 2 des
Umwelt-Rechtsbehelfsgesetzes entsprechen.
(4) Entscheidungen nach Absatz 1 sind öffentlich bekannt zu machen. Der Öffentlichkeit sind der Inhalt der
Entscheidung, die Gründe, auf denen sie beruht, die Art und Weise der durchgeführten
Öffentlichkeitsbeteiligungen sowie vorhandene Überwachungsergebnisse nach § 124d Abs. 1 zugänglich zu
machen. Die Bestimmungen für den Zugang zu Umweltinformationen gelten entsprechend.
(1) Könnte eine Gewässerbenutzung oder eine Indirekteinleitung nach § 124a erhebliche nachteilige, in den
Antragsunterlagen zu beschreibende Auswirkungen in einem anderen Staat haben oder ersucht ein anderer
Staat, der möglicherweise von den Auswirkungen erheblich berührt wird, darum, so werden die von dem
anderen Staat benannten Behörden zum gleichen Zeitpunkt und im gleichen Umfang über das Vorhaben und
Verfahren nach § 124d Abs. 1 Satz 1 wie die beteiligten Behörden unterrichtet. Dabei ist eine angemessene
Frist für die Mitteilung einzuräumen, ob eine Teilnahme an dem Verfahren gewünscht wird. Wenn der
andere Staat die zu beteiligenden Behörden nicht benannt hat, ist die oberste für Umweltangelegenheiten
zuständige Behörde des anderen Staates zu unterrichten. Die Unterrichtung wird durch die zuständige
Behörde vorgenommen.
(2) Die unterrichtende Behörde stellt den zu beteiligenden Behörden des anderen Staates jeweils die
Angaben nach § 124e Abs. 2 zur Verfügung und teilt den geplanten zeitlichen Ablauf des
Zulassungsverfahrens mit. Rechtsvorschriften zur Geheimhaltung, insbesondere zum Schutz von Geschäftsoder Betriebsgeheimnissen, bleiben unberührt; entgegenstehende Rechte Dritter sind zu beachten. Ebenfalls
unberührt bleiben die datenschutzrechtlichen Vorschriften über die Datenübermittlung an Stellen außerhalb
des Geltungsbereichs des Grundgesetzes. Die zuständige Behörde gibt den zu beteiligenden Behörden des
anderen Staates auf der Grundlage der übersandten Unterlagen Gelegenheit, innerhalb angemessener Frist
vor der Entscheidung über den Antrag ihre Stellungnahmen abzugeben.
(3) Die zuständige Behörde hat darauf hinzuwirken, dass das Vorhaben in dem anderen Staat auf geeignete
Weise bekannt gemacht und dabei angegeben wird, bei welcher Behörde Einwendungen erhoben werden
können. Die in dem anderen Staat ansässigen Personen sind im Hinblick auf ihre weitere Beteiligung am
Genehmigungsverfahren Inländern gleichgestellt.
(4) Die zuständige Behörde übermittelt den beteiligten Behörden des anderen Staates die Informationen nach
§ 124e Abs. 4. Werden einer Behörde des Landes Informationen im Sinne des Satzes 1 übermittelt, macht sie
diese den in § 124e Abs. 3 Satz 3 genannten Personen in geeigneter Weise zugänglich. Sofern sich in dem
anderen Staat ansässige Personen oder Behörden am Genehmigungsverfahren beteiligt haben, kann sie eine
Übersetzung des Genehmigungsbescheides beifügen.
(5) Die zuständige Behörde kann verlangen, dass ihr der Träger des Vorhabens eine Übersetzung der
Unterlagen und des Genehmigungsbescheides zur Verfügung stellt.
Bis spätestens 30. Oktober 2007 müssen vorhandene Abwassereinleitungen, die Anlagen nach § 124a
betreffen, den Anforderungen nach § 57 des Wasserhaushaltsgesetzes und vorhandene Indirekteinleitungen
von Abwasser den Anforderungen nach § 57 des Wasserhaushaltsgesetzes, unbeschadet anderer Regelungen,
Die Kosten des Ausgleichsverfahrens fallen den Beteiligten nach dem Maß ihres zu schätzenden Vorteils zur
(1) Die oberirdischen Gewässer im Land Mecklenburg-Vorpommern einschließlich des zugeordneten
Grundwassers werden, soweit sie
1.im Einzugsgebiet der Elbe liegen, der Flussgebietseinheit „Elbe“,
2.im Einzugsgebiet der Trave liegen, der Flussgebietseinheit „Schlei/Trave“,
3.im Einzugsgebiet der Oder und des Stettiner Haffs liegen, der Flussgebietseinheit „Oder“ und
4.in den sonstigen Einzugsgebieten liegen, der Flussgebietseinheit „Warnow/Peene“,
(2) Das Stettiner Haff wird der Flussgebietseinheit „Oder“, die sonstigen Küstengewässer werden der
Flussgebietseinheit „Warnow/Peene“ zugeordnet.
(3) Die Flussgebietseinheiten sind in der Anlage 3 in Kartenform dargestellt.
(1) Für die Flussgebietseinheit sind ein Maßnahmenprogramm und ein Bewirtschaftungsplan aufzustellen,
um die in den §§ 27, 44 und 47 Abs. 1 des Wasserhaushaltsgesetzes festgelegten Ziele zu erreichen.
(2) Für die Flussgebietseinheit „Warnow/Peene“ erstellt das Landesamt für Umwelt, Naturschutz und
Geologie ein Maßnahmenprogramm und einen Bewirtschaftungsplan. Für die anderen Flussgebietseinheiten
in Mecklenburg-Vorpommern erstellt das Landesamt für Umwelt, Naturschutz und Geologie Beiträge für die
Erstellung der Maßnahmenprogramme und Bewirtschaftungspläne und koordiniert diese mit den übrigen an
den Flussgebietseinheiten beteiligten Ländern. Die oberste Wasserbehörde wird ermächtigt, durch
Verwaltungsabkommen mit den anderen Beteiligten an dem jeweiligen Flusseinzugsgebiet Einzelheiten der
Koordinierung zu regeln.
(3) Bei Flussgebietseinheiten, die auch im Hoheitsgebiet anderer Mitgliedstaaten der Europäischen
Gemeinschaft liegen, koordiniert das Landesamt für Umwelt, Naturschutz und Geologie die
Maßnahmenprogramme und Bewirtschaftungspläne auch mit den zuständigen Behörden dieser Staaten. Die
Koordinierung erfolgt im Benehmen und, soweit auch Verwaltungskompetenzen des Bundes berührt sind, im
Einvernehmen mit den zuständigen Bundesbehörden. In den Fällen des Satzes 1 ist das Einvernehmen mit
den zuständigen Bundesbehörden auch erforderlich, soweit die Pflege der Beziehungen zu auswärtigen
Staaten nach Artikel 32 des Grundgesetzes berührt ist.
(4) Die Maßnahmenprogramme und Bewirtschaftungspläne sind bis zum 22. Dezember 2009 aufzustellen.
Ein Hinweis, wo die Bewirtschaftungspläne oder deren Teilbereiche, die sich auf die in MecklenburgVorpommern liegenden Gebiete einer Flussgebietseinheit beziehen, sowie die entsprechenden
Maßnahmenprogramme und die übrigen Unterlagen nach § 14l Abs. 2 des Gesetzes über die
Umweltverträglichkeitsprüfung einsehbar sind, wird im Amtsblatt für Mecklenburg-Vorpommern
veröffentlicht. Sie sind mit der Veröffentlichung für alle Behörden verbindlich. Zusätzlich kann die oberste
Wasserbehörde Anforderungen und Maßnahmen des Maßnahmenprogramms nach Satz 2, die von den
Unterhaltungspflichtigen oder von den Ausbaupflichtigen umzusetzen sind, für diese durch
Rechtsverordnung für verbindlich erklären.
(1) Soweit dies für die Erfüllung wasserwirtschaftlicher Aufgaben erforderlich ist, stellt die oberste
Wasserbehörde wasserwirtschaftliche Sonderpläne auf.
(2) Der Entwurf des wasserwirtschaftlichen Sonderplanes ist in den betroffenen Gemeinden zur
Einsichtnahme einen Monat öffentlich auszulegen. Innerhalb eines weiteren Monats können schriftlich
Anregungen und Bedenken vorgebracht werden. Ort und Zeit der Auslegung und der Hinweis auf die
Einwendungsfrist sind ortsüblich bekannt zu machen. Die Träger öffentlicher Belange sind von dem
Planungsentwurf in geeigneter Form zu unterrichten und zur Stellungnahme aufzufordern. Die Staatlichen
Ämter für Umwelt und Natur führen das Beteiligungsverfahren durch.
(1) Die oberste Wasserbehörde bestimmt Einrichtung, Inhalt und Form des Wasserbuchs.
(2) In das Wasserbuch sind außer den in § 87 des Wasserhaushaltsgesetzes genannten Rechtsverhältnissen
Heilquellenschutzgebiete (§ 53 des Wasserhaushaltsgesetzes) und Zwangsrechte (§§ 93 und 94 des
Wasserhaushaltsgesetzes) einzutragen.
1.ohne die erforderliche Erlaubnis, gehobene Erlaubnis oder Bewilligung oder unter Nichtbefolgung einer
vollziehbaren Auflage Benutzungen im Sinne des § 5 ausübt,
2.die Grenzen des Gemeingebrauchs gemäß den §§ 21 und 22 ohne Erlaubnis oder Bewilligung
3.Staumarken oder Sicherungsmarken ohne Zustimmung gemäß § 26 Abs. 2 Satz 2 entfernt, abändert oder
4.die Bezeichnung der Uferlinie gemäß § 53 Abs. 3 unbefugt entfernt, abändert oder beschädigt,
5.ohne die erforderliche Genehmigung oder unter Nichtbefolgen einer vollziehbaren Auflage
a)eine Stauanlage gemäß § 28 Abs. 1 Satz 1 dauernd außer Betrieb setzt oder beseitigt,
b)Nutzungen im Sinne des § 74 Abs. 1 ausübt,
c)nach § 84 Abs. 1 Bauten des Küstenschutzes errichtet oder Sandvorspülungen vornimmt,
d)in Heilquellenschutzgebieten nach § 137 Abs. 2 Bohrungen, Grabungen und andere Arbeiten, welche den
Bestand oder die Beschaffenheit einer Heilquelle beeinflussen könnte, vornimmt,
6.einer Verordnung
a)zur Regelung des Gemeingebrauchs nach § 21 Abs. 6 und § 22 Satz 2,
b)über Anlagen zum Umgang mit wassergefährdenden Stoffen nach § 20 Abs. 4,
c)über die Selbstüberwachung von Abwassereinleitungen und Abwasseranlagen nach § 41,
d)über den Warn- und Alarmdienst nach § 96
zuwiderhandelt, wenn die Verordnung für einen bestimmten Tatbestand auf diese Bußgeldvorschrift
7.den Verpflichtungen durch die Wasserbehörde gemäß § 15 Abs. 1 nicht nachkommt,
8.der Anzeigepflicht nach § 20 Abs. 1 und 6, § 26 Abs. 1 Satz 2, § 32 Abs. 3 Satz 1, § 82 Abs. 1, § 84 Abs. 1
Satz 2 oder § 89 Abs. 1 nicht, nicht richtig, nicht vollständig oder nicht rechtzeitig nachkommt oder entgegen
§ 20 Abs. 2, § 113 Abs. 4 und § 118 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 der Anzeige die erforderlichen Unterlagen nicht
9.das Anlagenkataster entgegen § 20 Abs. 7 Satz 1 oder 2 nicht oder nicht ordnungsgemäß führt oder
entgegen § 20 Abs. 7 Satz 4 auf Anforderung nicht vorlegt,
10.den Vorschriften des § 29 über das Aufstauen von Wasser oder das Ablassen aufgestauten Wassers
11.als Eigentümer oder Unternehmer einer staatlich anerkannten Heilquelle die Pflicht verletzt, das
Heilwasser gemäß § 36 untersuchen zu lassen,
12.der Pflicht zur Überlassung von Abwasser an den Beseitigungspflichtigen nach § 40 Abs. 2 Satz 1 oder
zur Beseitigung von Abwasser nach § 40 Abs. 3 Satz 2 nicht nachkommt,
13.entgegen § 46 Satz 1, 2 und 4 die Wassergewinnungsanlage, das festgesetzte Wasserschutzgebiet oder das
Einzugsgebiet der Wassergewinnungsanlage nicht überwacht, bestehende Gefahren der unteren
Wasserbehörde nicht oder nicht rechtzeitig mitteilt oder nicht auf die Begrenzung des Schadens hinwirkt,
14.die Verbote auf den Deichen und ihren beiderseitigen Schutzstreifen gemäß § 74 Abs. 1 und § 84 Abs. 5
15.vollziehbare Auflagen gemäß § 82 Abs. 3, § 89 Abs. 4, § 118 Abs. 1 Satz 1 Nr. 4 nicht erfüllt oder die
gemäß § 82 Abs. 4 und § 89 Abs. 4 geforderten Handlungen nicht vornimmt,
16.den Nutzungsbestimmungen auf den seewärtigen Dünen und dem Strand sowie den Steilufern gemäß § 87
Abs. 1 und 3 zuwiderhandelt oder entgegen § 87 Abs. 3 ohne Genehmigung Nutzungen ausübt,
17.einer nach § 40 Abs. 2 und 3 erlassenen Satzung zuwiderhandelt, soweit diese Satzung für einen
(3) Zuständige Verwaltungsbehörde (§ 36 Abs. 1 Nr. 1 des Gesetzes über Ordnungswidrigkeiten) für die
Verfolgung und Ahndung von Ordnungswidrigkeiten nach dem Wasserhaushaltsgesetz und diesem Gesetz
sind die Landräte als untere staatliche Verwaltungsbehörden oder die Oberbürgermeister (Bürgermeister) der
(zu den §§ 20 und 21 WHG)
(1) Eine Erlaubnis oder eine Bewilligung ist nicht erforderlich für Benutzungen, die nach dem Wassergesetz
vom 2. Juli 1982 (GBl. DDR I S. 467) erteilt oder aufrechterhalten worden sind. § 20 Abs. 2 des
Wasserhaushaltsgesetzes gilt entsprechend.
(2) Ist bei Rechten, die vor dem Inkrafttreten dieses Gesetzes erteilt sind, für die Erstellung von Anlagen eine
Frist gesetzt, so bedarf es einer Erlaubnis oder Bewilligung nicht, wenn innerhalb der Frist rechtmäßige
Anlagen erstellt werden.
(3) Inhalt und Umfang der alten Rechte und alten Befugnisse bestimmen sich, soweit sie auf besonderem
Titel beruhen, nach diesem, im übrigen nach dem vor Inkrafttreten dieses Gesetzes geltende Recht. Sind
Inhalt und Umfang nicht festgelegt oder ungewiß, so kann die Wasserbehörde Inhalt und Umfang festsetzen.
(4) Nutzungsrechte und Mitbenutzungsrechte an Grundstücken zur Errichtung, zum Betrieb und zur
Erhaltung von öffentlichen Wasserversorgungs- und Abwasseranlagen, die nach § 40 Abs. 1 Buchstabe c des
Wassergesetzes vom 2. Juli 1982 (GBl. DDR I S. 467) oder nach früheren Rechtsvorschriften begründet
wurden, bleiben bestehen und stehen dem jeweiligen Betreiber der Anlage zu.
(1) Die auf der Grundlage des Wassergesetzes vom 2. Juli 1982 (GBl. DDR I S. 467) festgelegten
Trinkwasserschutzgebiete und Trinkwasservorbehaltsgebiete (§ 29 des Wassergesetzes), bei denen die
Voraussetzungen des § 51 Abs. 1 des Wasserhaushaltsgesetzes vorliegen, Uferstreifen (§ 33 Abs. 2 des
Wassergesetzes), Hochwasserschutzgebiete und Deichschutzstreifen (§ 36 des Wassergesetzes),
Küstenschutzgebiete (§ 37 des Wassergesetzes) und wasserwirtschaftlichen Vorbehaltsgebiete (§ 39 des
Wassergesetzes) sowie die nach früheren wasserrechtlichen Vorschriften festgelegten Schutzgebiete und streifen bleiben bestehen. Sie sind in das Wasserbuch einzutragen.
(2) Trinkwasserschutzgebiete und Trinkwasservorbehaltsgebiete, die nicht den Voraussetzungen des
Absatzes 1 Satz 1 entsprechen, sind aufgehoben. Die aufgehobenen Trinkwasserschutzgebiete und
Trinkwasservorbehaltsgebiete werden von der Wasserbehörde öffentlich bekannt gemacht. In Zweifelsfällen
stellt die Wasserbehörde auf Antrag oder von Amts wegen das Vorliegen der Voraussetzungen des Satzes 1
(3) Die Wasserbehörde kann auf Antrag von den Verboten und Nutzungsbeschränkungen Ausnahmen
zulassen, wenn sie dem jeweiligen Schutzziel nicht zuwiderlaufen oder eine Ausnahme im Interesse des
Wohls der Allgemeinheit erforderlich ist. Für die Zulassung von Ausnahmen sind die §§ 12, 13 Abs. 1 und §
14 Abs. 3 des Wasserhaushaltsgesetzes sinngemäß anzuwenden.
(1) Die vor dem 1. Dezember 1992 anerkannten Heilquellen gelten als staatlich anerkannte Heilquellen im
Sinne des § 53 Abs. 2 des Wasserhaushaltsgesetzes.
(2) Die vor dem 1. Dezember 1992 festgesetzten Quellenschutzgebiete gelten als Heilquellenschutzgebiete
im Sinne des § 53 Abs. 4 des Wasserhaushaltsgesetzes. Bis zum Erlaß neuer Schutzvorschriften bedürfen in
diesen Schutzgebieten, soweit im Einzelfalle nicht anderes bestimmt ist, Bohrungen, Grabungen und andere
Arbeiten, welche den Bestand oder die Beschaffenheit der Heilquelle beeinflussen können, einer
Genehmigung; besondere Schutzvorschriften bleiben unberührt.
(3) Die Genehmigung erteilt die oberste Wasserbehörde; sie entscheidet im Einvernehmen mit der
zuständigen Bergbehörde.
Soweit durch die Vorschriften dieses Gesetzes die Grundrechte
1.der Unverletzlichkeit der Wohnung (Artikel 13 des Grundgesetzes) und
2.der Unverletzlichkeit des Eigentums (Artikel 14 des Grundgesetzes)
berührt werden, werden diese Grundrechte eingeschränkt.
(1) Erstreckt sich der Geltungsbereich von Rechtsverordnungen oder einzelner ihrer Bestimmungen nicht auf
das Gebiet des Landes oder einer Gebietskörperschaft, so ist der Geltungsbereich in der Verordnung zu
beschreiben oder in Karten, Plänen oder Verzeichnissen darzustellen, die einen Bestandteil der
Rechtsverordnung bilden. Die Karten, Pläne oder Verzeichnisse müssen erkennen lassen, welche
Grundflächen von der Verordnung betroffen werden. Im Zweifel gilt ein Eigentümer oder
Nutzungsberechtigter als nicht betroffen.
(2) Sind Karten, Pläne oder Verzeichnisse Bestandteil einer Rechtsverordnung, kann die Verkündung dieser
Teile dadurch ersetzt werden, daß sie zu jedermanns Einsicht während der Dienststunden bei den Gemeinden
ausgelegt werden, deren Gebiet von der Rechtsverordnung betroffen ist, sofern der Inhalt der Karten, Pläne
oder Verzeichnisse in der Rechtsverordnung grob umschrieben ist. Im textlichen Teil der Rechtsverordnung
müssen Ort und Zeit der Auslegung bezeichnet sein.
(1) Das Wassergesetz vom 2. Juli 1982 (GBl. DDR I S. 467) und die hierzu erlassenen Vorschriften werden
im Land Mecklenburg-Vorpommern aufgehoben.
(2) § 21 Abs. 3 Buchstabe g des Gesetzes über die Selbstverwaltung der Gemeinden und Landkreise in der
DDR (Kommunalverfassung) vom 17. Mai 1990 (GBl. DDR I S. 255), soweit dort die Festlegung und
Einhaltung von Schutz- beziehungsweise Vorbehaltsgebieten zur Sicherung der Trinkwasserversorgung und
zur Abwendung von Hochwasserschäden geregelt ist, wird im Lande Mecklenburg-Vorpommern
(3) § 1 des Gesetzes über die Bildung von Gewässerunterhaltungsverbänden (GUVG) vom 4. August 1992
(GVOBl. M-V S. 458) erhält folgende Fassung:
"Für die Unterhaltung der Gewässer zweiter Ordnung werden durch dieses Gesetz Unterhaltungsverbände
(Wasser- und Bodenverbände) nach Wasserverbandsgesetz für die Gewässereinzugsgebiete entsprechend der
Anlage zu diesem Gesetz gegründet."
Dieses Gesetz tritt mit Wirkung vom 1. Dezember 1992 in Kraft.
Schwerin, den 30. November 1992
zu § 48 Abs. 1
Verzeichnis der Gewässer I. Ordnung
Recknitz Recknitz
(*) Mündung in die Peene
(*) "umfassend Rödliner Verbindungsgraben (1,80 km), Wanzkaer See (3,40 km), Nonnenbach (4 km),
Lieps (3,50 km), Liepskanal (0,78 km), Tollensesee (10,60 km), Oelmühlenbach (1,96 km), Oberbach (0,80
km), Lindebach (16,70 km), Gätenbach (1,80 km), Randkanal (5,50 km) und Tollense (79,40 km)."
Verzeichnis der Landesschutzdeiche
Elb-km 468,3
Elbdeich/B 195
Elbdeich bei Lenzen
Praggerdeich
Prachter Deich
Seedorfer Deich
Hofdeich
Löcknitzdeich
unterhalb Seedorf
Löcknitzd. oberhalb Seedorf
Qualmdeiche
Wilkenbrack
Kabelbrack
Paetowbrack
Elbdeich-Stat. 39,7
Elbdeich-Stat. 53,6
Elbdeich-Stat. 54,5
Elbdeich-Stat. 54,8
Elbdeich-Stat. 60,8
Elbdeich-Stat. 61,2
Elbdeich-Stat. 64,2
Dömitzer StadtRückstaudeiche
Schmöl. Brakdeich
Eldenburger Deich
Ziegelhofdeich
Elbvorland bei
östl. Klein Schmölen
unterhalb Eldenburg
Seetorbrücke Lenzen
links: oberhalb Gandow
rechts: Kl. Schmölen
oberhalb Gandow
Elb-km 512,2
Elb-km 559,2
Bleckeder Holz
mit Qualmdeich
Sudedeich b. Soltow
Sudedeich
Volzdeich
Deich oberhalb
u. Qualmdeiche
links: Preten
u. oh. Brömsenberg
rechts: Sückau
- Röthedeich
- Querdeich Mahnkenw.
- Bandekow/Gülze
- Schaaledeich
- Krainkedeiche
- Brahlst. Bach
- Langenh. D.
- Wehrdamm Boize
Sudedeich b. Bandekow
Blücher/Hohe Brücke
Schöpfwerk Krainke
unterhalb Brahlstorf
unterhalb Langenheide
unterhalb Gresse
mit Querdeich
Sückau West
Sudedeich b. Sückau
oberhalb Woosmer
im Elbvorland oberhalb Gothmann
Steckbrief Europ. Sumpfschildkröte
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Umweltchemie - Ihre Homepage bei Arcor
Populationsgröße, Altersstruktur und genetische Diversität einer
Überörtlicher Meldeplan - Landkreis Bernkastel
Gesetz zur Regelung der gewerbsmäßigen

References: § 2

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§ 14

§ 15

§ 16

§ 17

§ 18

§ 19

§ 20

§ 21

§ 23

§ 28

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§ 31

§ 32

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§ 56

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§ 124

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§ 139

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 § 6
 § 9
 § 28
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 § 52
 § 97
 § 52
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 § 62
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 § 52
 § 46
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 § 41
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 § 84
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 § 92
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 § 53
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 § 68
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 § 8
 § 87
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 § 29
 § 83
 § 85
 § 107
 § 20
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 § 7
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 § 52
 § 53
 § 78
 § 74
 § 136
 § 137
 § 51
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 § 53
 § 76
 § 7
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 § 124
 § 113
 § 124
 § 124
 § 124
 § 124
 § 124
 § 10
 § 124
 § 2
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 § 124
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 § 57
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 § 26
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 § 28
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 § 84
 § 137
 § 21
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 § 20
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 § 26
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 § 20
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 § 29
 § 36
 § 40
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 § 118
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 § 89
 § 87
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 § 53
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