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Timestamp: 2017-03-29 15:11:02+00:00

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Rechtsprechung BGH, 17.07.2013 - I ZR 52/12 Volltextveröffentlichungen (12)
bundesgerichtshof.de Pippi-Langstrumpf-Kostüm
Pippi-Langstrumpf-Kostüm§ 2 Abs 1 Nr 1 UrhG, § 23 UrhG, § 24 Abs 1 UrhGUrheberrechtlicher Schutz einer literarischen Figur: Selbstständiger Urheberrechtsschutz des einzelnen Charakters eines Sprachwerks; Abgrenzung der verbotenen Übernahme von der freien Benutzung bei Abbildung zu Karnevalszwecken - Pippi-Langstrumpf-Kostüm
Pippi-Langstrumpf-Kostüm§§ 2 Abs. 1 Nr. 1, 3, 24 Abs. 1 UrhG
UrhG § 2 Abs. 1 Nr. 1; UrhG § 23; UrhG § 24 Abs. 1Selbstständiger Urheberrechtsschutz bzgl. eines einzelnen Charakters eines Sprachwerks (hier: Pippi Langstrumpf)
Wird zitiert von ... (14) BGH, 16.04.2015 - I ZR 225/12 Zur urheberrechtlichen Zulässigkeit der Übernahme von kurzen Musiksequenzen als …Maßgebend ist dabei ein Vergleich des jeweiligen Gesamteindrucks der Gestaltungen, in dessen Rahmen sämtliche übernommenen schöpferischen Züge in einer Gesamtschau zu berücksichtigen sind (vgl. BGH, Urteil vom 28. Mai 1998 - I ZR 81/96, BGHZ 139, 68, 77 - Stadtplanwerk; Urteil vom 13. April 2000 - I ZR 282/97, GRUR 2000, 703, 704 = WRP 2000, 1243 - Mattscheibe; BGH, GRUR 2004, 855, 857 - Hundefigur;… BGH, GRUR 2014, 65 Rn. 38 - Beuys-Aktion; BGH, Urteil vom 17. Juli 2013 - I ZR 52/12, GRUR 2014, 258 Rn. 40 = WRP 2014, 178 - Pippi-Langstrumpf-Kostüm).Ein solcher Abstand kann nicht nur in einer antithematischen Behandlung zum Ausdruck kommen, sondern auch auf andere Weise hergestellt werden (vgl. BGH, GRUR 2014, 258 Rn. 39 - Pippi-Langstrumpf-Kostüm, mwN).
BGH, 19.11.2015 - I ZR 149/14 Zum wettbewerbsrechtlichen Schutz einer RomanfigurIm Hinblick auf die von der Klägerin hilfsweise geltend gemachten Ansprüche aus wettbewerbsrechtlichem Leistungsschutz gemäß §§ 3, 4 Nr. 9, § 9 UWG sowie aus §§ 823, 826 BGB hat er die Sache an das Berufungsgericht zurückverwiesen (Urteil vom 17. Juli 2013 - I ZR 52/12, GRUR 2014, 258 = WRP 2014, 178 - Pippi-Langstrumpf-Kostüm I).Hierzu hat es auf die - vom Senat in der Entscheidung "Pippi-Langstrumpf-Kostüm I" (GRUR 2014, 258) nicht beanstandeten - Ausführungen in seinem ersten im Streitfall ergangenen Urteil Bezug genommen, mit denen es die urheberrechtliche Schutzfähigkeit der literarischen Figur "Pippi Langstrumpf" als Sprachwerk im Sinne des § 2 Abs. 1 Nr. 1 UrhG festgestellt hat.Daraus ergibt sich, dass das Berufungsgericht die wettbewerbliche Eigenart in der im Werk von Astrid Lindgren detailliert beschriebenen besonderen eigenschöpferischen Kombination von äußeren Merkmalen und ausgeprägten Charaktereigenschaften der Figur "Pippi Langstrumpf" gesehen hat (vgl. BGH, GRUR 2014, 258 Rn. 31 - Pippi-Langstrumpf-Kostüm I).Die von den angegriffenen Abbildungen gezeigten kostümierten Personen weisen vielmehr eine Vielzahl der für die Annahme einer wettbewerblichen Eigenart der literarischen Gestalt der "Pippi Langstrumpf" maßgeblichen äußeren Merkmale (kartoffelförmige Nase, riesig breiter Mund, gelbes Kleid, sichtbare blaue Hose mit weißen Punkten, verschieden gestaltete Strümpfe, viel zu große schwarze Schuhe) nicht auf (vgl. bereits BGH, GRUR 2014, 258 Rn. 48 - Pippi-Langstrumpf-Kostüm I).
BGH, 28.07.2016 - I ZR 9/15 auf fett getrimmtEine freie Benutzung setzt voraus, dass angesichts der Eigenart des neuen Werkes die entlehnten eigenpersönlichen Züge des geschützten älteren Werkes verblassen (vgl. BGH, Urteil vom 11. März 1993 - I ZR 263/91, BGHZ 122, 53, 60 - Alcolix; Urteil vom 11. März 1993 - I ZR 264/91, GRUR 1994, 191, 194 - Asterix-Persiflagen; Urteil vom 29. April 1999 - I ZR 65/96, BGHZ 141, 267, 280 - Laras Tochter; Urteil vom 20. März 2003 - I ZR 117/00, BGHZ 154, 260, 267 - Gies-Adler;… Urteil vom 1. Dezember 2010 - I ZR 12/08, GRUR 2011, 134 Rn. 34 = WRP 2011, 249 - Perlentaucher; BGH, Urteil vom 17. Juli 2013 - I ZR 52/12, GRUR 2014, 258 Rn. 38 = WRP 2014, 178 - Pippi-Langstrumpf-Kostüm I).Auch in einem solchen Fall kann davon gesprochen werden, dass die entlehnten individuellen Züge des älteren Werkes im neueren Werk "verblassen" (BGHZ 122, 53, 60 f. - Alcolix; BGHZ 141, 267, 280 f. - Laras Tochter; BGHZ 154, 260, 268 - Gies-Adler; BGH, GRUR 2014, 258 Rn. 39 - Pippi-Langstrumpf-Kostüm I).Ein innerer Abstand kann vielmehr auch auf andere Weise hergestellt werden (vgl. BGHZ 122, 53, 60 f. - Alcolix; BGH, GRUR 1994, 191, 193 - Asterix-Persiflagen; BGHZ 141, 267, 281 - Laras Tochter; BGHZ 154, 260, 268 - Gies-Adler;… BGH, GRUR 2011, 134 Rn. 34 - Perlentaucher; GRUR 2014, 258 Rn. 39 - Pippi-Langstrumpf-Kostüm I).
BGH, 24.09.2014 - I ZR 35/11 Hi Hotel II - Urheberrechte an Werbefotos: Bestimmung des anwendbaren Rechts im …(1) Das Berufungsgericht ist zutreffend davon ausgegangen, dass Fragen des Urhebervertragsrechts - wie hier diejenige nach der durch Auslegung eines Vertrags zu klärenden Reichweite eines urheberrechtlichen Nutzungsrechts - grundsätzlich nicht nach dem Schutzlandprinzip, sondern nach dem Vertragsstatut zu beurteilen sind (vgl. BGHZ 136, 380, 388 - Spielbankaffaire; BGH, Urteil vom 17. Juli 2013 - I ZR 52/12, GRUR 2014, 258 Rn. 13 = WRP 2014, 178 - Pippi-Langstrumpf-Kostüm;… Katzenberger in Schricker/Loewenheim aaO Vor §§ 120 ff. UrhG Rn. 147 bis 151;… Dreier in Dreier/Schulze, UrhG, 4. Aufl., Vor § 120 Rn. 49 f.).
BGH, 29.09.2016 - I ZR 11/15 Verfassungskonforme Reduzierung des Anwendungsbereichs des § 4 Abs. 3 …Das Revisionsgericht prüft nur, ob der Auslegungsstoff vollständig berücksichtigt ist und gesetzliche Auslegungsregeln, Denkgesetze, Erfahrungssätze oder Verfahrensvorschriften verletzt sind (vgl. BGH, Urteil vom 17. Juli 2013 - I ZR 52/12, GRUR 2014, 258 Rn. 11 = WRP 2014, 178 - Pippi-Langstrumpf-Kostüm I;… Urteil vom 12. November 2015 - I ZR 168/14, WM 2016, 968 Rn. 9).
BGH, 12.11.2015 - I ZR 168/14 Schuldbeitritt: Darlegungs- und Beweislast für das Vorliegen eines …Dessen Auslegung unterliegt im Revisionsverfahren nur einer eingeschränkten Überprüfung im Hinblick darauf, ob gesetzliche Auslegungsgrundsätze, Denkgesetze oder Erfahrungssätze verletzt sind oder ob die Auslegung auf Verfahrensfehlern beruht, etwa weil wesentliches Auslegungsmaterial unter Verstoß gegen Verfahrensvorschriften außer Acht gelassen worden ist (st. Rspr.; vgl. BGH…, Urteil vom 17. März 2011 - I ZR 93/09, GRUR 2011, 946 Rn. 17 f. = WRP 2011, 1302 - KD; Urteil vom 17. Juli 2013 - I ZR 52/12, GRUR 2014, 258 Rn. 11 = WRP 2014, 178 - Pippi-Langstrumpf-Kostüm).
BGH, 18.06.2014 - I ZR 215/12 Gesamtvertrag Tanzschulkurse - Urheberrechtswahrnehmung: Ermessensausübung durch …aa) Die tatrichterliche Auslegung von Individualvereinbarungen unterliegt im Revisionsverfahren nur einer eingeschränkten Überprüfung im Hinblick darauf, ob gesetzliche Auslegungsgrundsätze, Denkgesetze oder Erfahrungssätze verletzt sind oder ob die Auslegung auf Verfahrensfehlern beruht, etwa weil wesentliches Auslegungsmaterial unter Verstoß gegen Verfahrensvorschriften außer Acht gelassen worden ist (Urteil vom 17. Juli 2013 - I ZR 52/12, GRUR 2014, 258 Rn. 11 = WRP 2014, 178 - Pippi-Langstrumpf-Kostüm, mwN).
BPatG, 17.02.2017 - 29 W (pat) 37/13 Selbst wenn man unterstellt, dass es "Astrid Lindgren gelungen [sei], eine einmalige Figur zu schaffen, die ihre charakteristischen Wesenszüge durch alle Geschichten unverkennbar beibehalte und die sich von den bis dahin bekannten Figuren deutlich abhebe" (BGH GRUR 2014, 258 Rn. 31 - Pippi-Langstrumpf-Kostüm I), mag dies zu einem sachbeschreibenden Hinweis für Güter mit einem bezeichnungsfähigen Inhalt führen, die vorliegend jedoch nicht verfahrensgegenständlich sind.
OLG Schleswig, 28.01.2016 - 6 U 4/15 Einstweilige Verfügung; AufhebungsverfahrenHintergrund war eine zwischenzeitlich am 17.07.2013 ergangene Entscheidung des BGH - I ZR 52/12 - (BGH NJW 2014, 771 u.v.a.), in der eine Urheberrechtsverletzung in einem nahezu gleichartigen Fall verneint wurde.Es hat allerdings auch gemeint, dass es darauf nicht ankomme, weil mit der Entscheidung des BGH vom 17.07.2013 (NJW 2014, 771) erstmals die bereits geltende Rechtslage höchtrichterlich festgestellt worden sei.Vielmehr hat der BGH mit der Entscheidung vom 17.07.2013 (NJW 2014, 771) erstmals - verneinend - zu der Frage Stellung genommen, ob literarische Figuren auch außerhalb des Handlungs- und Beziehungsgeflechts des Romans, zu dem sie gehören, selbständigen Urheberrechtsschutz genießen.Diese Frage hatte der BGH bislang offen gelassen (BGH GRUR 1958, 354, 356 - Sherlock Holmes - Stang in Anm. zu BGH GRUR 2014, 258, 262).
OLG Düsseldorf, 16.06.2015 - 20 U 203/14 Framing-Entscheidung des EuGH ist bei Übernahme eines Bildes nicht anwendbarIn der Regel ist diese Voraussetzung erfüllt, wenn die dem geschützten älteren Werk entlehnten eigenpersönlichen Züge im neuen Werk zurücktreten, so dass die Benutzung des älteren Werkes durch das neuere nur noch als Anregung zu einem neuen, selbstständigen Werkschaffen erscheint (BGH, GRUR 2014, 258 Rn. 38 - Pippi Langstrumpf Kostüm).Maßgebend dabei ist ein Vergleich des jeweiligen Gesamteindrucks der Gestaltungen, in dessen Rahmen sämtliche übernommenen schöpferischen Züge in einer Gesamtschau zu berücksichtigen sind (BGH, GRUR 2014, 258 Rn. 40 - Pippi Langstrumpf Kostüm).
OLG Köln, 20.06.2014 - 6 U 176/11 Umfang des Schadensersatzes wegen Bewerbung eines Karnevalskostüms mit einer …
OLG Frankfurt, 30.06.2015 - 11 U 127/14 Schutz von Bildmotiven (hier: Babyköpfe)

References: § 23
 § 24
 § 2
 § 23
 § 24
 § 9
 § 2
 § 120
 § 4
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