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Timestamp: 2016-10-25 12:11:45+00:00

Document:
X.________ verschaffte sich zusammen mit A.________ am 28. April 2007, um ca. 04.50 Uhr, mittels eines zuvor beschafften Schl�ssels maskiert Zugang zum Haus von B.________ in St. Niklausen, wo sie diesen im Schlaf �berraschten. Sie sch�chterten ihn mit vorgehaltenen Pistolen ein, fesselten seine H�nde mit Klebeband, klebten ihm den Mund zu und verlangten Geld. In der Folge zwangen sie ihn unter Waffengewalt, den im Untergeschoss befindlichen Tresor zu �ffnen. Sie beh�ndigten Fr. 45'000.-- sowie in der Wohnung zwei Funktelefone und eine Digitalkamera. Darauf sperrten sie den nackten B.________ in die Toilette im Obergeschoss und verliessen das Haus.
Das Kriminalgericht des Kantons Luzern sprach X.________ am 4. November 2010 des bewaffneten Raubes nach Art. 140 Ziff. 2 StGB sowie (in anderem Zusammenhang) des Hausfriedensbruchs nach Art. 186 StGB schuldig und verurteilte ihn zu einer Freiheitsstrafe von drei Jahren, wovon f�r 18 Monate bei einer Probezeit von zwei Jahren der bedingte Vollzug gew�hrt wurde.
Das Obergericht des Kantons Luzern sprach X.________ am 14. Juli 2011 des einfachen Raubes nach Art. 140 Ziff. 1 StGB und des Hausfriedensbruchs nach Art. 186 StGB schuldig. Das Strafmass wurde best�tigt.
X.________ beantragt vor Bundesgericht, es sei auf ein Strafmass von 24 Monaten zu erkennen, unter Gew�hrung des bedingten Strafvollzuges f�r die gesamte Strafe bei einer Probezeit von vier Jahren.
2.1 Gem�ss Art. 47 Abs. 1 StGB misst das Gericht die Strafe nach dem Verschulden des T�ters zu. Es ber�cksichtigt das Vorleben, die pers�nlichen Verh�ltnisse und die Wirkung der Strafe auf das Leben des T�ters. Die Bewertung des Verschuldens richtet sich gem�ss Abs. 2 derselben Bestimmung nach der Schwere der Verletzung oder der Gef�hrdung des betroffenen Rechtsguts, nach der Verwerflichkeit des Handelns, den Beweggr�nden und Zielen des T�ters sowie danach, wie weit er nach den innern und �ussern Umst�nden in der Lage war, die Gef�hrdung oder Verletzung zu vermeiden. Es liegt im Ermessen des Sachgerichts, in welchem Umfang es den verschiedenen Strafzumessungsfaktoren Rechnung tr�gt. Das Bundesgericht greift nur ein, wenn die Vorinstanz den gesetzlichen Strafrahmen �ber- oder unterschritten hat, wenn sie von rechtlich nicht massgebenden Kriterien ausgegangen ist oder wesentliche Gesichtspunkte ausser Acht gelassen bzw. in �berschreitung oder Missbrauch ihres Ermessens falsch gewichtet hat. Nach Art. 50 StGB hat der Richter, sofern er sein Urteil zu begr�nden hat, die f�r die Zumessung der Strafe erheblichen Umst�nde und deren Gewichtung festzuhalten. Diese nunmehr gesetzlich festgeschriebene Begr�ndungspflicht entspricht der Rechtsprechung des Bundesgerichts zum alten Recht, wonach der Richter die �berlegungen, die er bei der Bemessung der Strafe vorgenommen hat, in den Grundz�gen wiedergeben muss, so dass die Strafzumessung nachvollziehbar ist. Besonders hohe Anforderungen an die Begr�ndung der Strafzumessung werden unter anderem gestellt, wenn die ausgesprochene Strafe ungew�hnlich hoch oder auffallend milde ist (BGE 134 IV 17 E. 2.1 mit Hinweisen).
2.2 In Anwendung von Art. 109 Abs. 3 BGG kann auf die Ausf�hrungen der Vorinstanz verwiesen werden (vgl. angefochtenen Entscheid S. 12-16 mit Hinweisen auf das Urteil des Kriminalgerichts).
2.3 Der Beschwerdef�hrer r�gt als Verletzung von Art. 47 StGB, die Vorinstanz befasse sich nicht mit den Auswirkungen der Strafe auf ihn (Beschwerde Ziff. 8). Es trifft zwar zu, dass sich die Vorinstanz zur Strafempfindlichkeit des Beschwerdef�hrers nicht �ussert. Indessen sind die von ihm erw�hnten Einschr�nkungen und Ver�nderungen im Familien- und Berufsleben zwangsl�ufige Auswirkungen eines unbedingten Freiheitsentzugs und schliessen dessen Anordnung nicht aus. Inwieweit in seinem speziellen Falle etwas anderes gelten sollte, ist nicht ersichtlich.
2.4 Der Beschwerdef�hrer macht geltend, die Vorinstanz habe weder die besonderen Umst�nde seines im Laufe des Appellationsverfahrens abgelegten Gest�ndnisses noch die gezeigte Reue ber�cksichtigt (Beschwerde Ziff. 9). Die Vorinstanz stellt fest, das kurz vor der Appellationsverhandlung ge�usserte Gest�ndnis f�hre zu keiner Strafminderung (angefochtener Entscheid S. 15). Auch wenn das Gest�ndnis spontan und ohne Einwirkung des Rechtsbeistandes abgelegt worden sein sollte, w�re die Annahme der Vorinstanz, es sei nur aufgrund der erdr�ckenden Beweislage erfolgt, nicht widerlegt. Woraus sich eine tiefe Reue des Beschwerdef�hrers ergeben soll, ist der Beschwerde denn auch nicht zu entnehmen.
2.5 Der Beschwerdef�hrer r�gt, die Vorinstanz habe nicht ber�cksichtigt, dass es ihm darum gegangen sei, eine Gefahr f�r Leib und Leben abzuwenden, die ihm und seiner Familie vom Gl�ubiger einer Spielschuld gedroht habe (Beschwerde Ziff. 10). Die Vorinstanz stellt fest, das Vorgehen des Beschwerdef�hrers sei egoistisch gewesen, sei es doch einzig um die Tilgung von Spielschulden gegangen (angefochtener Entscheid S. 14). Von einer Bedrohung von Leib und Leben ist im angefochtenen Entscheid nicht die Rede. Dass die Annahme, der Beschwerdef�hrer habe aus reinem Egoismus gehandelt, willk�rlich im Sinne von Art. 9 BV w�re, ist der Beschwerde, die in diesem Punkt den Begr�ndungsanforderungen von Art. 106 Abs. 2 BGG nicht gen�gt, nicht zu entnehmen.
2.6 Der Beschwerdef�hrer bem�ngelt unter Hinweis auf BGE 121 IV 49 S. 56, dass die Vorinstanz in Bezug auf sein Vorleben und Verhalten nach der Tat keine eigene differenzierte W�rdigung vorgenommen, sondern nur auf das erstinstanzliche Urteil verwiesen hat (Beschwerde Ziff. 11). Aus welcher Bestimmung sich ergeben sollte, dass ein kantonales Gericht f�r die genannten Punkte nicht auf die Ausf�hrungen ihrer Vorinstanz verweisen d�rfte, ist nicht ersichtlich. Aus dem zitierten Pr�judiz folgt dies jedenfalls nicht.
2.7 Der Beschwerdef�hrer r�gt als Verletzung von Art. 50 StGB, dass die Vorinstanz im Gegensatz zum Kriminalgericht nur auf einen einfachen Raub erkannte und dennoch das Strafmass der ersten Instanz best�tigte. Die Strafe von drei Jahren sei denn auch auffallend hoch und aufgrund der Erw�gungen im angefochtenen Urteil nicht plausibel und f�r ihn nicht nachvollziehbar (Beschwerde Ziff. 14-18).
Wie schon das Kriminalgericht geht auch die Vorinstanz davon aus, dass sich in den verwendeten Pistolen keine Munition befand. Sie kommt im Gegensatz zur ersten Instanz allerdings zum Schluss, dass eine ungeladene Pistole nicht als eine gef�hrliche Schusswaffe angesehen werden k�nne, weshalb der Beschwerdef�hrer "nur" des einfachen und nicht des bewaffneten Raubes schuldig zu sprechen sei (vgl. angefochtenen Entscheid S. 7-10). Bei der Strafzumessung verweist die Vorinstanz indessen auf das skrupellose Vorgehen der T�ter und deren hohe kriminelle Energie, weshalb der Umstand, dass die Waffen w�hrend des �berfalls ungeladen waren, auf das Verschulden keinen mildernden Einfluss habe, und sich die erstinstanzlich ausgef�llte Strafe von drei Jahren als angemessen erweise (vgl. angefochtenen Entscheid S. 14). Die Strafe von drei Jahren ist aufgrund des schweren Verschuldens denn auch nicht auffallend hoch und verletzt jedenfalls die Grunds�tze der Strafzumessung nicht.
2.8 Der Beschwerdef�hrer macht geltend, er sei zum Tatzeitpunkt stark betrunken gewesen, weshalb die Vorinstanz die Strafe in Anwendung von Art. 19 Abs. 2 StGB h�tte mildern m�ssen (Beschwerde Ziff. 20-27). Soweit der angefochtene Entscheid keine Ausf�hrungen in Bezug auf seinen Alkoholkonsum enthalte, liege eine Verletzung des Willk�rverbots von Art. 9 BV vor (Beschwerde Ziff. 29-32).
Die Vorinstanz geht davon aus, dass Strafmilderungsgr�nde nicht erkennbar seien (angefochtener Entscheid S. 13). Im �brigen verweist sie unter anderem auf das Pl�doyer des Verteidigers, welches dieser nach dem Gest�ndnis des Beschwerdef�hrers an der Appellationsverhandlung hielt (angefochtener Entscheid S. 4 mit Hinweis auf OG amtl. Bel. 8). Den Ausf�hrungen ist nur zu entnehmen, dass der Beschwerdef�hrer im Tatzeitpunkt stark alkoholisiert gewesen sein will (Pl�doyer S. 5). Davon, dass er den Vorgang nicht mehr realisiert habe (Beschwerde S. 11), ist nicht die Rede. Da auch das zielgerichtete Vorgehen der T�ter gegen eine alkoholbedingte Verminderung der Schuldf�higkeit im Sinne von Art. 19 Abs. 2 StGB spricht, musste die Vorinstanz den der Tat vorangehenden Alkoholkonsum bei der Strafzumessung nicht ber�cksichtigen.

References: Art. 140
 Art. 186
 Art. 140
 Art. 186
 Art. 47
 Art. 50
 Art. 109
 Art. 47
 Art. 9
 Art. 106
 BGE 
 Art. 50
 Art. 19
 Art. 9
 Art. 19