Source: https://issuu.com/embassy-experts/docs/gesobau_gesch_ftsbericht_2012_
Timestamp: 2017-12-17 20:52:20+00:00

Document:
GESOBAU Geschäftsbericht 2012 by embassy experts - issuu
uNseRe aNTWoRTeN FÜR DIe ZuKuNFT
Mieteinheiten nach berliner bezirken und ortsteilen 373 Buch 17.163 Märkisches Viertel 972 Borsigwalde
2.401 Schillerhöhe 3.317 Wedding ohne Schillerhöhe
1.157 Wilmersdorf
10.456 Pankow 7.098 Weißensee
318 Marzahn
114 Hellersdorf
GESOBAU Geschäftsbericht 2012
4 Interview mit dem Vorstand 8
14 Miteinander von Jung und Alt 16
18 Lagebericht der gesobau ag 18 Das Unternehmen 21 Rahmenbedingungen 22
26 Nachtragsbericht 26 Risiko- und Chancenbericht 30
Corporate Governance Bericht der gesobau ag
41 Kapitalflussrechnung 42
60 Mehrjahresübersicht 61 Impressum
UNSERE HERAUSFORDERUNGEN FÜR DIE ZUKUNFT Klimawandel, demografischer Wandel und sozialer Wandel sind die wichtigsten Trends der kommenden Jahre. Die GESOBAU beschäftigt sich intensiv mit den Themen und hat Antworten für die Zukunft.
„In Berlin merken wir stärker als in den Jahren zuvor, dass der soziale Wandel keine abstrakte Größe ist, sondern uns vor vielfältigste Heraus­ forderungen stellt. Hier­für müssen wir soziale, wirtschaftliche und auch umweltgerechte Lösungen finden.“ Jörg Franzen, Vorstand
Jörg Franzen ( links ) und Christian Wilkens ( rechts ), Vorstand
Interview mit dem Vorstand Herr Franzen, Sie und Herr Wilkens diskutieren hier über das Thema Klima­ wandel – einem der drei Megatrends, die Sie ausgemacht haben. Mit welchen Lösungen begegnen Sie den drei Megatrends Klimawandel, Demografischer und Sozialer Wandel ? Jörg Franzen: Als Wohnungsunternehmen haben wir eine klare Nachhaltig­ keitsstrategie. Unser Kerngeschäft ist die ganzheitliche Bewirtschaftung von Mietwohnungen mit dem Fokus auf hohe Kundenzufriedenheit. Unser Handeln haben wir bereits seit vielen Jahren auf den Ausgleich von wirtschaftlichen Interessen, gesellschaftlicher Verantwortung und einem ausgeprägten Umwelt­
bewusstsein ausgerichtet. Eine nachhaltige Quartiersentwicklung in ökonomi­ scher, ökologischer und sozialer Hinsicht ist zentral für die GESOBAU. Deshalb modernisieren wir unsere Gebäude energetisch und optimieren damit die Betriebskosten im Interesse unserer Kunden. Darüber hinaus engagieren wir uns seit vielen Jahren an Schulen und bieten Services für ältere Bewohner. Allein in soziale Initiativen und Bewohnerservices haben wir auch im Jahr 2012 wieder gut 1,25 Mio. € investiert.
Welche Themen sind für Sie besonders wichtig ? Jörg Franzen: Dringenden Handlungsbedarf sehen wir beim Thema Neubau. Das Wohnungsangebot in Berlin ist zu knapp. Nicht nur die derzeitige Schärfe in der gesellschaftlichen Diskussion, sondern auch die prognostizierten Ein­
Dringenden Handlungs­
wohnerzahlen sind wesentliche Treiber. Bis zum Jahr 2030 soll Berlin um rd.
bedarf sehen wir beim
250.000 Bewohner wachsen. Diese Entwicklung haben wir frühzeitig erkannt und das Thema Neubau schon 2010 wieder auf die Agenda gesetzt. Leider dauert die Umsetzung eines Bauvorhabens immer noch viel länger, als uns
Thema Neubau.
allen lieb sein kann. Christian Wilkens: Gleichzeitig können wir im Neubau auch vielfältige wei­ tere Herausforderungen angehen. Wichtig ist es, auf die geänderten Mobili­ tätsanforderungen unserer Kunden zu reagieren. So lassen sich beispiels­ weise Angebote für barrierearmes Wohnen deutlich besser realisieren als im vorhandenen Altbestand. Vor dem Hintergrund des Megatrends Sozialer Wandel denken wir in Berlin auch wieder über unterschiedliche Wohnungs­ standards und Mietbemessungen in einem Neubauprojekt nach.
Sie haben das Geschäftsjahr 2012 erfolgreich abgeschlossen. Wie sehen Sie im Rückblick das vergangene Jahr? Christian Wilkens: Einen Schwerpunkt bildete wie in den Vorjahren die
energetische Modernisierung eines Großteils unserer Bestände, insbeson­dere im Märkischen Viertel. Es wurden 2012 135 Mio. € in die Bestände investiert.
135 Mio. € in unsere
Insgesamt konnten wir 742 Wohnungen in Pankow, in Weißensee und im
Bestände investiert.
der Modernisierung sind nicht nur sehr viele GESOBAU-Mitarbeiterinnen und
Wedding sowie 2.517 Wohnungen im Märkischen Viertel fertigstellen. Mit -Mitarbeiter unmittelbar beschäftigt, sondern auch Dutzende Planer und Baufirmen, hunderte Bauarbeiter verschiedenster Gewerke – und natürlich unsere Kunden, die während der Modernisierung ihrer Wohnung gut versorgt
sein wollen. Jörg Franzen: Im vergangenen Jahr haben wir auch zahlreiche Gespräche mit
dem Berliner Senat geführt, der in dieser Legislatur den Wohnungsmarkt und die Mieten sehr stark in den Fokus seiner Arbeit nimmt. In Berlin merken wir stärker als in den Jahren zuvor, dass der soziale Wandel keine abstrakte Grö­ ße ist, sondern uns vor vielfältigste Herausforderungen stellt. Hierfür müssen wir soziale, wirtschaftliche und auch umweltgerechte Lösungen finden. Eine Lösung für die Zukunft ist das im vergangenen September geschlossene „Bündnis für soziale Wohnungspolitik und bezahlbare Mieten“ zwischen den sechs städtischen Wohnungsunternehmen und dem Senat. Damit wurden wichtige Maßnahmen beschlossen, die auch die GESOBAU ökonomisch betref­ fen und sich beispielsweise auf Mieterhöhungen, Neuvertragsmieten sowie Modernisierungsumlagen auswirken werden. Im vergangenen Jahr hat das Thema Wohnungsmarkt und steigende Mieten die Menschen deutschlandweit beschäftigt. Welche Verantwortung hat die GESOBAU in solch einem Umfeld?
Unsere Aufgabe ist es, ein
be, ein breites Angebot von Wohnungen anzubieten, um unterschiedlichste
breites Wohnungsangebot
Bevölkerungsgruppen zu versorgen. Wir gehen bei Mieterhöhungen und Neu­
für unterschiedlichste Be­völkerungsgruppen anzubieten.
Jörg Franzen: Als kommunales Wohnungsunternehmen ist es unsere Aufga­
vertragsmieten traditionell sozial verträglich vor – nicht erst seit dem Mieten­ bündnis. Die kommunale Wohnungswirtschaft mit ihrem Bestand an 2,4 Mio. Wohnungen ist bundesweit ein entscheidender Akteur, wenn es um die Ge­ staltung des sozialen und demografischen Wandels sowie des Klimawandels geht. Hierfür benötigen die Unternehmen natürlich finanzielle Spielräume, wofür maßgeblich eine positive Einnahmenseite entscheidend ist.
An welchen Projekten arbeiten Sie konkret, um die GESOBAU auf die Zukunft schon heute vorzubereiten? Christian Wilkens: Intern haben wir das Thema demografischer Wandel ganz oben auf die Agenda gesetzt. Denn nicht nur unsere Bevölkerung wird älter, auch unsere Belegschaft. Hier wollen wir vorsorgen: Die Voraussetzun­ gen für lebenslanges Lernen müssen ebenso geschaffen werden, wie für die Gesundheit der Kolleginnen und Kollegen der GESOBAU. Wir sind uns der Ver­ antwortung für unsere Mitarbeiter bewusst. Jörg Franzen: Wesentlich für unser Unternehmen ist auch weiterhin die energetische und zeitgemäße Modernisierung unserer Bestände. Sie ist der Hebel für eine hohe Kundenbindung, niedrige Betriebskosten und angemes­
Wir bauen das Märkische
sene Mieteinnahmen. Zudem arbeiten wir daran, die Großsiedlung Märkisches
Viertel zur größten Niedrig­
Viertel nicht nur zur größten Niedrigenergiesiedlung Deutschlands umzubau­ en, sondern auch deren Image zu verbessern. Wir haben seit 2008 mit einer Imagekampagne für das Märkische Viertel geworben. Jetzt sollen weitere Maß­ nahmen umgesetzt werden, um das Viertel auch im Rest von Berlin interes­
energiesiedlung Deutsch­ lands um.
sant zu machen. Das „MV“ leidet unberechtigterweise unter dem Ruf vergan­ gener Jahre. In der Realität ist das Gegenteil der Fall: Wir haben im MV komfortabel ausgestattete Wohnungen, niedrige Energiekosten, ein grünes Wohnumfeld und qualitativ gute Schulen. Unsere Mieter im MV sind die zufrie­ densten der GESOBAU überhaupt. Das sind ideale Voraussetzungen, um ins MV zu ziehen. Und mit einer Vermietungsreserve von 549 Wohnungen im MV
per Ende 2012 haben wir ein entsprechendes Angebot.
Sehr geehrte Damen, sehr geehrte Herren, der Aufsichtsrat informiert mit diesem Bericht über seine Tätigkeit im Ge­ schäftsjahr 2012 und das Ergebnis der Prüfung des Jahresabschlusses. Im Berichtsjahr hat der Aufsichtsrat die ihm nach Gesetz, Satzung und Geschäfts­ ordnung obliegenden Kontroll- und Beratungsaufgaben verantwortungsvoll und mit der gebührenden Sorgfalt wahrgenommen. Wir haben den Vorstand beratend bei der Leitung der GESOBAU begleitet, seine Tätigkeit überwacht und waren in alle für die Gesellschaft grundlegend be­deutenden Entscheidun­ gen unmittelbar eingebunden. Der Vorstand ist seinen Informationspflichten uneingeschränkt nachgekommen und hat uns regel­mäßig sowohl schriftlich als auch mündlich informiert. Dies geschah zeitnah und umfassend zu allen Aspekten der Unternehmensplanung, dem Verlauf der Geschäfte, der strategi­ schen Weiterentwicklung sowie der aktuellen Lage des Unternehmens. Abwei­ chungen des Geschäftsverlaufes von den Plänen wurden uns im Einzelnen
erläutert und mit schlüssigen Argumenten begründet. Der Vorstand stimmte die strategische Ausrichtung des Unternehmens vertrauensvoll mit uns ab. Die für das Unternehmen bedeutenden Geschäftsvorgänge haben wir auf Basis der Berichte des Vorstandes ausführlich erörtert und seinen Beschluss­ vorschlägen nach gründlicher Prüfung und Beratung zugestimmt. Im Berichtsjahr fanden insgesamt vier turnusgemäße sowie eine außeror­ dentliche Sitzung statt. Ein Aufsichtsratsmitglied hat aufgrund einer Erkran­ kung an weniger als der Hälfte der Sitzungen teilgenommen. Eine Beschluss­ fassung des Aufsichtsrates erfolgte im Umlaufverfahren. Auch zwischen den Sitzungsterminen des Aufsichtsrates und seiner Ausschüsse wurde der Auf­ sichtsratsvorsitzende ausführlich unterrichtet. Hierbei wurde die Strategie des Unternehmens besprochen, wie auch die aktuelle Geschäftsentwicklung und -lage, das Risikomanagement, Fragen der Compliance sowie wesentliche Ein­ zelthemen und bevorstehende bedeutsame Entscheidungen.
Spezifische Themen Außer mit seinen grundsätzlich zu erfüllenden Aufgaben befasste sich der Aufsichtsrat im Berichtsjahr speziell mit der Mietenpolitik der GESOBAU, dem Beitritt der Gesellschaft zum Bündnis für soziale Wohnungspolitik und bezahlbare Mieten sowie dem Ankauf von Wohnungsbeständen bzw. dem
Dr. Horst Föhr, Vorsitzender des Aufsichtsrates
Neubau von Wohnanlagen zur Erweiterung der Geschäftstätigkeit. Darüber hinaus waren die umfangreiche Modernisierungstätigkeit, die Auswertung der Mieterbefragung 2012, Integrationsthemen, die Einigung mit Antragstellern nach dem Vermögensgesetz, die Umstrukturierung von Beteiligungsgesell­ schaften und Fragen der Jahreserfolgsvergütung des Vorstands zu behandeln.
Corporate Governance Der Erfolg des Unternehmens basiert nach Überzeugung des Aufsichtsrates auf guter Corporate Governance. Der Aufsichtsrat verfolgte deshalb regelmä­ ßig die Anwendung der für das Unternehmen maßgeblichen Grundsätze des Berliner Corporate Governance Kodex und überprüfte auch die Effizienz seiner eigenen Tätigkeit. Die Zusammenarbeit zwischen dem Aufsichtsrat und dem Vorstand sowie innerhalb des Aufsichtsrates wurde für sehr gut befunden. Interessenkonflikte zwischen der Gesellschaft und dem Vorstand oder dem Aufsichtsrat gab es nicht.
Sitzungen der Ausschüsse Der Finanz- und Grundstücksausschuss tagte im Berichtszeitraum in drei regulären Sitzungen. Im Fokus standen neben der umfangreichen Modernisie-
rungstätigkeit vor allem die Mietenpolitik und der Ankauf von Wohnungs­ beständen bzw. der Neubau von Wohnanlagen zur Erweiterung der Geschäfts­ tätigkeit der Gesellschaft. Der Personalausschuss beschäftigte sich in zwei regulären Sitzungen mit Fragen der Vorstandsvergütung.
Jahresabschluss festgestellt Bei der ordentlichen Hauptversammlung am 30. März 2012 wurde die Ernst & Young GmbH, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Berlin, zum Jahresab­ schlussprüfer für das Jahr 2012 gewählt und anschließend vom Aufsichtsrat entsprechend beauftragt. Sie hat den Jahresabschluss für den Zeitraum vom 01. Januar bis zum 31. Dezember 2012 sowie den Lagebericht mit den jeweili­ gen Anlagen geprüft und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Die genannten Unterlagen und der Vorschlag des Vorstandes für die Verwendung des Bilanzgewinns haben uns rechtzeitig vorgelegen. Wir haben sie auf der Aufsichtsratssitzung vom 21. März 2013 in Gegenwart der Wirtschaftsprüfer, die über die wesentlichen Ergebnisse ihrer Arbeit noch einmal berichteten, umfassend behandelt. In dieser Sitzung hat auch der Vorstand den Abschluss erläutert und Umfang, Schwerpunkte und Kosten der Abschlussprüfung dargestellt. Wir konnten ohne Einwände den Ergebnissen der Abschlussprüfung zustimmen und haben den vom Vorstand aufgestellten Abschluss gebilligt. Er ist damit gemäß § 172 AktG festgestellt. Der Aufsichtsrat schließt sich dem Vorschlag des Vorstandes an, den Bilanzgewinn in die Anderen Gewinnrücklagen einzustellen. Der Vorstand hat einen Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen gemäß § 312 AktG vorgelegt. Auch dieser Bericht wurde von der Ernst & Young GmbH, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Berlin, geprüft und bestätigt. Eine entsprechende Befassung des Aufsichtsrates ergab keine Einwände. Der Aufsichtsrat empfiehlt der Hauptversammlung, den Vorstand für das Geschäftsjahr 2012 zu entlasten.
Dem Aufsichtsrat liegt eine Unabhängigkeitserklärung der Abschlussprüfer
vor. Sie bestätigt gemäß § 319 HGB, dass keine beruflichen, finanziellen oder
Herr Dr. Horst Föhr ( Vorsitzender )
sonstigen Beziehungen zwischen dem Prüfer, seinen Organen und Prüfungs­
leitern einerseits und dem Unternehmen und seinen Organmitgliedern an­
dererseits bestehen, die Zweifel an seiner Unabhängigkeit begründen können.
Finanz- und Grundstücksausschuss Herr Rolf-Dieter Schippers ( Vorsitzender )
Frau Birgit Galley Frau Karin Müller
Der Aufsichtsrat dankt den Mitgliedern des Vorstands und allen Mitarbeite­
rinnen und Mitarbeitern für ihre Arbeit. Sie haben erneut zu einem für die
GESOBAU sehr erfolgreichen Jahr beigetragen.
Berlin, 21. März 2013 Für den Aufsichtsrat
Energiekosten senken Klimaschutz fängt zu Hause an
Einen Schritt weiter Der Klimawandel ist in aller Munde. Während viele Experten über die Umset­ zung der Energiewende noch diskutieren, handelt die GESOBAU bereits. Das
Berliner Wohnungsunternehmen treibt klimafreundliches und energiebe­ wusstes Wohnen durch gezielte Modernisierungsmaßnahmen voran. Mit einer
energetischen Modernisierung lassen sich der CO2-Verbrauch reduzieren, die Ressourcen schonen und die warmen Betriebskosten erheblich senken. In die Modernisierung investieren Die GESOBAU bekennt sich hierbei zu klaren Zielen: So sollen die CO2-Emissio­ nen um 5.400 Tonnen pro Jahr durch energetische Modernisierung des Immo­
CO2-Verbrauch reduzieren und Ressourcen schonen
bilienbestandes sinken. Ein strategisch fest verankertes Unternehmensziel ist insbesondere die energetische Komplettmodernisierung des Märkischen Viertels bis 2015. Die GESOBAU wird insgesamt 480 Mio. € in die Modernisie­ rung von 13.000 Wohnungen investieren, um die jährlichen CO2-Emissionen um 75 % zu reduzieren – dabei soll die Warmmiete annähernd gleich bleiben, da die Betriebskosten entsprechend stark sinken. Mieter sensibilisieren Das Potenzial für Energieeinsparungen kann nur dann voll ausgeschöpft werden, wenn auch das Verbraucherverhalten Schritt hält. Voraussetzung hierfür ist ein regelmäßiges und zeitnahes Monitoring und Controlling von Verbrauchsdaten – und zwar nicht erst, wenn die Betriebskostenabrechnung erstellt wird. 10.000 intelligente Stromzähler im Märkischen Viertel sind ein erster Schritt da hin. Um auf weitere Möglichkeiten des cleveren Umgangs mit Energie im privaten Haushalt aufmerksam zu machen, bietet die GESOBAU gemeinsam mit der Berliner Energieagentur und dem Caritasverband Berlin ihren Mietern einen „Energiespar - Check“ an. Dabei beraten Energie-Scouts die Mieter, wie sie ihren Verbrauch reduzieren können. Alle diese Maßnahmen unterstreichen die Ambitionen der GESOBAU, mit weniger Verbrauch mehr zu erreichen.
Miteinander von Jung und Alt Heute schon an das Wohnen von morgen denken
Lösungen für die Kunden In den nächsten Jahren und Jahrzehnten wird sich die Bevölkerungsstruktur in Deutschland weiter verändern. Die Menschen leben länger, die Zahl der geborenen Kinder sinkt. Darüber hinaus wird die Gesellschaft noch vielfäl­ tiger, bunter, aber auch sozial ausdifferenzierter. Mit diesen Herausforder­ ungen beschäftigt sich die GESOBAU als Eigentümerin von rd. 37.100 kommu­ nalen Wohnungen in Berlin frühzeitig und erarbeitet Lösungen für ihre Kunden. Die GESOBAU bietet mehr als nur Wohnraum, sie ist generations­ übergreifendes Zuhause für rd. 100.000 Menschen. Barrierefreies Wohnen Eine immer wichtigere Rolle spielen altersgerechte Wohnungen für die unter­ schiedlichsten Bedürfnisse. Und für Mieter, die ihre Wohnung umrüsten lassen möchten, damit sie dort bis ins hohe Alter leben können, baut die GESOBAU Wohnungen barrierearm um und lässt diese mit dem TÜV-Testat
„Wohnkomfort 50 plus“ zertifizieren. Das Unternehmen unterstützt auch zahl­ reiche Initiativen und Projekte, die sich dem Thema der älter werdenden Ge­
sellschaft auf ganz praktische Weise nähern. Das reicht von der Förderung
seniorenfreundlicher Sportangebote bis hin zur Unterstützung von Menschen mit Demenzerkrankung und ihren Angehörigen.
Mehrgenerationen- WG Mehr nachbarschaftliches Miteinander und Zusammenhalt über alle Lebens­
alter hinweg – das ist das Ziel einer Mehrgenerationen- WG. Dabei leben Menschen unterschiedlicher Altersstufen zusammen, bei der GESOBAU sind das auch Großfamilien. Viele Senioren wollen selbstständig sein, aber nicht alleine leben. Die Nachfrage steigt langsam, aber kontinuierlich, und die GESOBAU fördert diese Entwicklung mit passenden Angeboten. Auch künftig
wird sich die GESOBAU mit gesamtgesellschaftlichen Herausforderungen wie dem demografischen Wandel auseinandersetzen – für lebenswerte Stadtvier­ tel überall in Berlin.
Bezahlbares Wohnen Engagement zeigen und Verantwortung übernehmen
An Konzepten mitwirken Die Einkommen stagnieren, die Mittelschicht schrumpft und das soziale Ge­ fälle nimmt zu. Gleichzeitig wachsen die Großstädte, insbesondere Berlin, ohne dass das Angebot in gleichem Maße mitwächst. Mit dem „Bündnis für soziale Wohnungspolitik und bezahlbare Mieten“ mit dem Berliner Senat wirkt die GESOBAU daraufhin, dass kommunale Wohnungen in Berlin auch weiter­ hin zu fairen Mieten angeboten werden. Außerdem soll bei Neuvermietungen künftig ein Teil der Wohnungen an Haushalte mit geringerem Einkommen vergeben werden. Programme für Kinder und Jugendliche
Neben bezahlbarem Wohnraum für Singles ebenso wie für Familien setzt sich die GESOBAU gezielt für Kinder und Jugendliche ein. Mit den „Milchzahn­
„Gut miteinander wohnen“
ath­leten“ des TSV Berlin-Wittenau unterstützt das Unternehmen beispiels­
kümmert sich um eine
weise ein Bewegungsprogramm für Kinder im Alter zwischen eineinhalb und
lebendige Nachbarschaft.
schafts­projekt „Gut miteinander wohnen“ setzt sich die GESOBAU unter ande­
sechs Jahren, das Gesundheitsförderung mit Spaß kombiniert. Im Nachbar­ rem aktiv für Jugendliche ein. Hierzu zählen Ausbildungsförderung, Bildungs­ initiativen und Kooperationen mit Schulen in GESOBAU-Wohngebieten. Harmonisches Zusammenleben Neben der GESOBAU selbst engagiert sich die GESOBAU-Stiftung für die ge­ sellschaftlichen Belange. So fördert die Stiftung finanziell und unbürokratisch gemeinnützige Einrichtungen wie Seniorenwohnheime, Jugendfreizeitstätten, Sportvereine oder Schulen und trägt damit zu einem harmonischen Zusammen­
leben bei. Mit ihrem Handeln wird die GESOBAU dem sozialen Wandel gerecht und übernimmt Verantwortung für eine zukunftsorientierte Stadtentwicklung und eine starke Nachbarschaft.
Lagebericht der gesobau ag, berlin
Das Unternehmen Geschäftstätigkeit und Organisation Die GESOBAU ist eines von sechs städtischen Wohnungsunternehmen im Anteile Erwerbstätiger im Vergleich
Eigentum des Landes Berlin. Die Bewirtschaftung und Entwicklung von eigenen Wohnungsbeständen sowie damit verbundenen Gewerbeobjekten
Durchschnittlicher Anteil bei GESOBAU Durchschnittlicher Anteil in Deutschland
ist Kerngeschäft des Unternehmens. Der Schwerpunkt der Immobilienbestände mit 37.134 Wohnungen liegt im Berliner Norden; in Reinickendorf, Pankow und Weißensee. Über weitere größere Bestände verfügt die GESOBAU in Zentrumsnähe im Wedding und in Wilmersdorf. Attraktive Wohnungsbestände mit einem gesunden Mix aus Neu- und Altbauten in nachgefragten Lagen sowie die solide finanzielle Lage der Gesellschaft schaffen Spielräume für eine weitere nachhaltige Entwicklung.
Die GESOBAU hat das Geschäftsjahr 2012 mit einem Bilanzgewinn in Höhe von 8,2 Mio. € abgeschlossen. Es wurden 135 Mio. € und damit rd. 32 Mio. € mehr als im Jahr 2011 wertsteigernd in die Immobilienbestände investiert. Die monatlichen Durchschnittsmieten im Bestand wurden dabei moderat um 0,13 € auf 4,94 € pro Quadratmeter erhöht. 13,6 %
Auch in den kommenden Jahren soll mit weiteren umfangreichen energe­ tischen Investitionen das erreichte Erfolgsniveau nachhaltig gesichert und
ausgebaut werden. Die Strategie der energetischen Modernisierung wird künf­ tig durch Wohnungsneubau unterstützt.
Mitarbeiter 4,6 %
Zum Bilanzstichtag beschäftigte die GESOBAU 273 Mitarbeiter. Im Vorjahr waren 278 Beschäftigte im Unternehmen tätig. Damit ist der Mitarbeiterbe­
stand seit Jahren weitgehend stabil. Der Frauenanteil lag bei 65,4 % und der Anteil der Schwerbehinderten bei 4,6 %. Mit einer Auszubildendenquote von rd. 13,6 % investiert das Unternehmen intensiv in den Nachwuchs. Am Jahres­ ende 2012 waren 37 Auszubildende und Studenten beschäftigt. Sie können sich bereits während der Ausbildung in Projekten engagieren und ihre berufli­ 65,4 % Frauen
chen und sozialen Fähigkeiten entwickeln. Mit diesem Engagement bei der Ausbildung junger Leute sichert sich das Unternehmen den Zugang zu gut ausgebildeten Nachwuchskräften. Darüber hinaus bietet die GESOBAU die
Möglichkeit zu individuellen Teilzeitmodellen und es wird der Wiedereinstieg von Mitarbeitern nach Eltern- oder Krankenzeit gefördert. Der gesamte Personalaufwand lag insbesondere aufgrund tariflicher An­ passungen im Geschäftsjahr 2012 mit 14,7 Mio. € um 0,9 % über dem des Vor­ jahres.
Nachhaltigkeit Gesellschaftliches Engagement, verantwortungsbewusstes Handeln der eigenen Mitarbeiter sowie ein ausgeprägtes Umweltbewusstsein sind gleich­ berechtigte Bausteine einer wirtschaftlich erfolgreichen und somit nachhal­ tigen Entwicklung des Unternehmens. Die Kunden und auch die interessierte Berliner Öffentlichkeit profitieren in vielfältigster Weise vom Nachhaltigkeitsengagement der GESOBAU. Es erstreckt sich über politische Ziele, energetische Maßnahmen und soziale Projekte bis in die Quartiere und tangiert somit viele Anspruchsgruppen. Die einzelnen Punkte des Nachhaltigkeitsverständnisses hat das Unter­ nehmen erstmalig im Dezember 2011 und im Oktober 2012 bereits zum
zweiten Mal in einem Nachhaltigkeitsbericht dokumentiert.
Arbeitsweise von Vorstand und Aufsichtsrat Vorstand und Aufsichtsrat arbeiten eng und vertrauensvoll im Interesse des Unternehmens zusammen. Der Vorstand besteht zurzeit aus zwei Mitgliedern;
Vorstand und Aufsichts­-
der Aufsichtsrat aus neun, von denen drei von den Arbeitnehmern gewählt
rat arbeiten eng und
werden. Der Vorstand leitet die Gesellschaft und führt deren Geschäfte mit dem Ziel einer nachhaltigen Wertschöpfung. Die Zuständigkeiten der Vor­ standsmitglieder ergeben sich aus dem Geschäftsverteilungsplan. Entsprechend der Satzung bestellt der Aufsichtsrat die Mitglieder des Vorstandes. Der Aufsichtsrat entscheidet, wie viele Mitglieder der Vorstand haben soll. Der Aufsichtsrat erlässt eine Geschäftsordnung und einen Ge­
ver­trauensvoll im Interesse des Unter­ nehmens zu­sammen.
schäftsverteilungsplan für den Vorstand. Die Geschäftsordnung enthält einen Katalog zustimmungsbedürftiger Geschäfte. Jedes Vorstandsmitglied ist be­ rechtigt und auf Verlangen des Aufsichtsrates verpflichtet, an den Sitzungen des Aufsichtsrates teilzunehmen. Der Aufsichtsratsvorsitzende koordiniert die Arbeit des Aufsichtsratsgre­ miums, leitet dessen Sitzungen und nimmt die Belange des Gremiums nach außen wahr. Der Vorstand nimmt an allen Sitzungen des Aufsichtsrates teil. Er berichtet schriftlich und mündlich zu den einzelnen Tagesordnungspunkten und Beschlussvorlagen und beantwortet die Fragen der einzelnen Aufsichts­ ratsmitglieder. Die zur Beschlussfassung notwendigen Unterlagen werden den Mitgliedern des Aufsichtsrates spätestens zwei Wochen vor der Sitzung vorgelegt. Bevor sich das Plenum trifft, findet ein Vorgespräch der Arbeitnehmervertreter mit
dem Vorstand statt, in dem der Vorstand Details erläutert und Fragen beant­ wortet. Von der Möglichkeit Beschlüsse im schriftlichen Umlaufverfahren zu fassen, wird regelmäßig nur in den Fällen Gebrauch gemacht, die besonders eilbedürftig sind. Insbesondere der Vorsitzende des Aufsichtsrates trifft sich regelmäßig
Der Aufsichtsrat hat mit
mit dem Vorstand und erörtert mit diesem aktuelle Fragen. Außerhalb dieser Treffen informiert der Vorstand den Aufsichtsratsvorsitzenden mündlich und
dem Personalausschuss
schriftlich über aktuelle Entwicklungen.
sowie dem Finanz- und
schuss und dem Finanz- und Grundstücksausschuss zwei Gremien gebildet,
Grundstücksausschuss zwei Gremien gebildet.
Der Aufsichtsrat hat aus dem Kreis seiner Mitglieder mit dem Personalaus­ die seine Arbeit vorbereiten und ergänzen. Der Personalausschuss besteht aus drei Mitgliedern; der Finanz- und Grundstücksausschuss aus fünf. In beide Ausschüsse ist ein Vertreter der Arbeitnehmer entsandt. Der Personalausschuss bereitet die Bestellung von Vorstandsmitgliedern einschließlich der Bedingungen der Anstellungsverträge und der Vergütung vor. Aufgabe des Finanz- und Grundstücksausschusses ist es, den Aufsichts­ rat bei der Wahrnehmung seiner Überwachungsfunktionen insbesondere hinsichtlich der Rechnungslegung zu unterstützen.
Kein Wechsel in den Organen Im Vorstand sowie im Aufsichtsrat gab es im vergangenen Jahr keine perso­ nellen Veränderungen.
Beziehungen zum Land Berlin Über die Beziehungen zum Land Berlin hat der Vorstand gemäß § 312 Aktien­ gesetz ( AktG ) einen Abhängigkeitsbericht erstellt. Dieser schließt mit folgen­ der Erklärung: „Unsere Gesellschaft hat bei den im Bericht über die Beziehungen zum Land Berlin aufgeführten Rechtsgeschäften des Geschäftsjahres 2012 nach den Umständen, die uns zu dem Zeitpunkt, in dem die Rechtsgeschäfte vor­ genommen wurden, bekannt waren, bei jedem Rechtsgeschäft eine ange­ messene Gegenleistung erhalten. Bei den in diesem Bericht genannten Maßnahmen des Geschäftsjahres 2012 wurde das Unternehmen nicht benachteiligt. Dieser Beurteilung liegen die Umstände zugrunde, die dem Vorstand im Zeitpunkt der berichtspflichti­ gen Vorgänge bekannt waren. Über die in diesem Bericht genannten Maßnah­ men des Geschäftsjahres 2012 hinaus wurden im Berichtsjahr keine weiteren Maßnahmen auf Veranlassung oder im Interesse des Landes Berlin und der mit ihm verbundenen Unternehmen getroffen noch unterlassen.“
Rahmenbedingungen Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen Die deutsche Wirtschaft hat sich im Jahr 2012 deutlich besser, als von Experten
erwartet worden war, entwickelt. Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt ( BIP ) war laut Berechnungen des Statistischen Bundesamtes um 0,7 % höher als im Vorjahr. Die anhaltende Eurokrise in Folge der Finanzprobleme einiger EU-Mitgliedsländer sowie die Herabstufungen der Kreditwürdigkeit zahlreicher EU-Mitgliedsländer seitens der Rating-Agenturen belastete das deutsche Wirt­
schaftsklima im abgelaufenen Geschäftsjahr stärker als in den Jahren zuvor. Deutschland konnte trotz der europäischen Rezession weiter wachsen, wenn auch geringer als im Vorjahr. Die wichtigsten Faktoren für das Wirtschafts­ wachstum sind die Außenhandelsbilanz und die Binnennachfrage der priva­ ten Haushalte. Die Arbeitslosenquote blieb mit 6,7 % im Dezember 2012 leicht über dem Vorjahreswert. Durchschnittlich waren knapp 42 Millionen Menschen mit Wohnsitz in Deutschland erwerbstätig. Der Finanzstabilitätsbericht der Europäischen Zentralbank ( EZB ), der im Dezember 2012 veröffentlicht wurde, geht von einer deutlichen Abnahme der Belastung aus der Finanzkrise für die Stabilität im Euro-Währungsgebiet aus. Durchgeführte geldpolitische Maßnahmen und die Einrichtung eines bei der EZB angesiedelten einheitlichen Aufsichtsmechanismus prognostizierten
positive Folgen für die künftige Finanzstabilität. Weiterhin werden allerdings Risiken in den Ungleichgewichten und Schwachstellen in den Bereichen Haus­ haltspolitik, Gesamtwirtschaft und Finanzsektor gesehen. Im Jahr 2012 erreichte der durch die EZB festgelegte Leitzins seinen histori­ schen Tiefstand. Innerhalb des Zeitraumes Juli bis Dezember 2012 verweilte der Leitzins kontinuierlich bei niedrigen 0,75 %, um die Konjunktur in der
2012 verzeichnete das
Eurozone weiter zu stabilisieren.
Berliner Bruttoinlands­
In diesem volatilen, aber insgesamt erfreulich positiven Umfeld hat das Land Berlin die Ausläufer der Eurokrise erneut besser verkraftet als andere Bundesländer. Wie schon im Vorjahr federten die stark diversifizierte Unter­ nehmenslandschaft mit hohem Dienstleistungsanteil und eine weniger
produkt ein starkes Plus von 1,4 %.
konjunkturabhängige Industriestruktur die Negativeffekte erfolgreich ab. Mit einem Plus von 1,4 % nahm das Berliner Bruttoinlandsprodukt 2012 stär­ ker zu als im gesamtdeutschen Durchschnitt ( 0,7 % ). Damit setzte die Berliner Wirtschaft ihre kraftvolle Entwicklung fort.
Die Entwicklung der Immobilienwirtschaft Die Wohnungs- und Immobilienwirtschaft als eine der bedeutendsten Bran­ chen der deutschen Volkswirtschaft konnte auch 2012 von der insgesamt positiven wirtschaftlichen Entwicklung profitieren. Das galt vor allem für die
großen Ballungsräume, wo anhaltend positive Haushaltszahlen Ursache für sinkenden Wohnungsleerstand und steigende Mieten sind. Hier steigt der Neubaubedarf. Diese positive Entwicklung fiel in vielen ländlichen Gegenden hingegen deutlich schwächer aus. Die teilweise stark abnehmenden Bevölkerungs­ zahlen führen dort zur Stagnation oder Verringerung der Wohnungsnachfrage. Das gilt insbesondere auch für die neuen Bundesländer.
Wohnungsmarkt auch 2012 einen weiteren Rückgang des Leerstandes sowie eine anhaltend positive Mietentwicklung. Der Verband Berlin-Brandenburgischer Wohnungsunternehmen e. V. ( BBU ), hat im November 2012 erneut den jährlichen Marktmonitor für das Jahr 2011 veröffentlicht. Demnach stiegen 2011 die Neuvertragsmieten für Wohnungen
Die GESOBAU steht für moderate und sozial ver­ trägliche Mieten.
von BBU-Mitgliedsunternehmen um 2,8 % auf 5,60 € pro Monat und Quadrat­ meter. Damit bewegt sich die Neuvertragsmietenentwicklung insgesamt auf dem Niveau der allgemeinen Inflationsrate. Im Gesamtmarkt mussten die Berliner nach Zahlen des Forschungsinstituts F + B hingegen 6,74 € nettokalt zahlen. Bei den Bestandsmieten gab es 2011 in Berlin bei den BBU-Mitglieds­ unternehmen eine Steigerung um 2,4 % auf durchschnittlich 5,04 € pro Monat und Quadratmeter. Die GESOBAU lag 2011 und 2012 unter diesem Durch­ schnittswert und steht damit nachweislich für moderate und sozial verträg­ liche Mieten. Für die Nettokaltmieten ermittelte das Amt für Statistik Berlin-Brandenburg 2012 eine Zunahme um 1,6 %, vergleichbar mit 2011 ( 1,5 % ) und deutlich nied­ riger als die allgemeine Preissteigerungsrate von 2,4 %.
Geschäftsverlauf Das im Wirtschaftsplan für das Geschäftsjahr 2012 geplante Ergebnis wurde mit 8,2 Mio. € um 2,7 Mio. € übertroffen. Das Kerngeschäft, die Vermietung und Bewirtschaftung der eigenen Immobilienbestände, hat sich wiederum sehr positiv entwickelt. Dabei haben die Mieterzufriedenheit, die Reduzierung von Fluktuation und Leerständen eine hohe Priorität. Die erheblichen Investi­ tionen in die Wohnungsbestände entsprechen der strategischen Ausrichtung und werden auch in der Zukunft für ein nachhaltiges Wachstum sorgen.
Ertragslage Umsatzerlöse Mieterlöse gestiegen Der Gesamtumsatz der GESOBAU stieg im Geschäftsjahr 2012 um 2,0 % von 217,7 Mio. € auf 222,3 Mio. €. Dies war das Ergebnis der Steigerung der Um­ sätze aus der Hausbewirtschaftung sowie aus dem Verkauf von Grundstücken des Umlaufvermögens. Die Soll-Mieteinnahmen aus Wohnungen stiegen von 138,5 Mio. € auf
142,9 Mio. €. Die Miete je m² Wohnfläche stieg um rd. 2,7 % auf durchschnitt­ lich 4,94 € /m². Dieses ist die Folge von Mietsteigerungen nach Moderni­ sierungen entsprechend der strategischen Ausrichtung, höheren Neuvertrags­ mieten sowie von laufenden Mietsteigerungen im Bestand. Die Mieterlöse aus Gewerbe- und sonstigen Einheiten lagen im Berichtsjahr auf dem Vorjahresniveau.
Entwicklung der durchschnittlichen Wohnungsmiete in € / m2 / mtl.
Trotz der umfangreichen Modernisierungstätigkeit und dem dadurch be­
dingten strategischen Leerstand ist es der Gesellschaft gelungen, die Leer­ standsquote zu senken. Der durchschnittliche Wohnungsleerstand lag mit 5,0 % um 0,4 % unter dem des Vorjahres. Die Erlösschmälerungen sind, gegen­ läufig zu den gesunkenen Leerstandsquoten, aufgrund umfangreicher zu ge­ währenden Mietminderungen im Zuge der Modernisierungstätigkeit gestiegen. Aus dem Verkauf von Immobilien aus dem Umlaufvermögen wurden 6,4 Mio. € ( Vorjahr 5,5 Mio. € ) erzielt. Diese betreffen Verkäufe von Eigentums­ wohnungen an Selbstnutzer sowie den Verkauf von nicht betriebsnotwendigen unbebauten Grundstücken. Sonstige betriebliche Erträge Die Sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von 44,0 Mio. € ( Vorjahr 16,4 Mio. € ) resultierten in Höhe von 16,3 Mio. € aus Zuschreibungen zum Sachanlagevermögen ( Vorjahr 0 ). Im Übrigen betrafen sie Auflösungen von Rückstellungen, Buchgewinne aus der Veräußerung von Anlagevermögen und sonstige periodenfremde Erträge. Aufwendungen für bezogene Lieferungen und Leistungen deutlich gestiegen
Entwicklung der Instandhaltungs-, Instandsetzungs- und nicht aktivierungsfähigen Modernisierungskosten je m2 Wohn- und Gewerbefläche in € / m2 / Jahr
24,64 17,21
Die Aufwendungen der Hausbewirtschaftung sind im abgelaufenen Geschäfts­ jahr um rd. 13,2 % auf 158,7 Mio. € gestiegen. Ursache hierfür sind insbeson­ dere die nicht aktivierbaren Modernisierungskosten. Die Betriebskosten und anderen Aufwendungen der Hausbewirtschaftung blieben annähernd auf dem Vorjahresniveau. Bei der Budgetierung der Instandhaltungsmittel folgt die GESOBAU indivi­ duellen Portfoliostrategien. Notwendige Großinstandsetzungen und Moder­ nisierungen basieren durchgängig auf detaillierten Wirtschaftlichkeitsberech­ nungen. Mit den werterhöhenden Ausgaben im Modernisierungsbereich liegt die Gesellschaft weiterhin ganz erheblich über dem Durchschnitt ihrer Wett­ bewerber.
Planmäßige und außerplanmäßige Abschreibungen Bei einem stetigen Anstieg der planmäßigen Abschreibungen aufgrund von zu aktivierenden Modernisierungskosten wurden insgesamt laufende Ab­ schreibungen in Höhe von 24,9 Mio. € ( Vorjahr 22,5 Mio. € ) vorgenommen. Darüber hinaus wurden gem. § 253 Abs. 3 Satz 3 HGB außerplanmäßige Ab­ schreibungen in Höhe von 19,1 Mio. € ( Vorjahr 3,5 Mio. € ) aufgrund voraus­ sichtlich dauerhafter Wert­minderungen im Anlagenbestand durchgeführt. Sonstige betriebliche Aufwendungen weiter gesunken Im Geschäftsjahr verminderte sich der Gesamtbetrag der sonstigen betrieb­ lichen Aufwendungen von 15,9 Mio. € im Vorjahr auf 13,2 Mio. €. Darin ent­ halten sind die Verwaltungskosten mit 7,6 Mio. € (Vorjahr 8,0 Mio. €), Ab­ schreibungen und Wertberichtigungen auf Forderungen sowie Zuführungen zu den Sonstigen Rückstellungen. Nettokreditbestand und Zinsaufwand Der Nettokreditbestand erhöhte sich im Berichtsjahr von 687,1 Mio. € auf 725,9 Mio. €. Die Zugänge beinhalten im Wesentlichen die Finanzierung der umfassenden Modernisierungsmaßnahmen. Der Nettozinsaufwand ist im Geschäftsjahr von 23,8 Mio. € auf 25,8 Mio. € angestiegen. Darin enthalten sind außerordentliche Abschreibungen auf Disagien in Höhe von 0,9 Mio. € aus KfW - Finanzierungen im Rahmen von Umschuldungen dieser Darlehen. Ergebnisentwicklung – Bilanzgewinn
Positiver Bilanzgewinn Das Jahr 2012 war wiederum von großem wirtschaftlichem Erfolg geprägt.
Bei rd. 135 Mio. € Investitionen in die Bestände wurde ein Bilanzgewinn von
8,2 Mio. € erreicht. Die Modernisierung in der Großsiedlung Märkisches Viertel verläuft planmäßig und die Ergebnisse werden von den Mietern sehr positiv angenommen. Dieses spiegelt sich auch in den Jahresergebnissen wider. EBITDA und Cashflow
Der EBITDA stellt das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen dar und spiegelt die operative Ertragskraft wider.
Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit liegt über dem Niveau des
Vorjahres. Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit ist abermals durch die enormen Modernisierungsaufwendungen in den Beständen gekennzeichnet.
Bei einer hohen Neukreditaufnahme für Modernisierungsmaßnahmen im
Cashflow in T €
Finanzlage Qualifiziertes Finanzmanagement Das Finanzmanagement der Gesellschaft sichert die jederzeitige Liquidität der Gesellschaft sowie die Bedienung der Darlehen. Die GESOBAU verfügte während des gesamten Geschäftsjahres 2012 über ausreichende Liquidität. Zur Absicherung von Finanzrisiken bestehen Zinsswapgeschäfte sowie Forward-Geschäfte. Für weitere Informationen wird auf die Angaben im An­ hang zu Finanzderivaten verwiesen. Im Geschäftsjahr 2012 wurden Darlehen mit einem Volumen von 94,2 Mio. € valutiert. Die auch weiterhin im Branchenvergleich als niedrig zu
2012 stieg die Eigen­
bezeichnende Nettoverschuldung pro m² Wohn- und Gewerbefläche erhöhte
kapitalquote auf 21,6 %.
sich in Folge der Investitionen von 276 € pro m² zum Vorjahresstichtag auf 290 € pro m² zum Ende des Jahres 2012. Solide Eigenkapitalausstattung Im Geschäftsjahr 2012 beschloss die Hauptversammlung, den Bilanzgewinn des Jahres 2011 in vollem Umfang den Anderen Gewinnrücklagen zuzuführen. Das Eigenkapital der Gesellschaft hat sich auf 287,5 Mio. € ( Vorjahr 279,4 Mio. € ) erhöht. Die Eigenkapitalquote liegt mit 21,6 % leicht über dem Vorjahresniveau ( Vorjahr 21,3 % ).
Vermögenslage Die Bilanzsumme ist um 22,3 Mio. € gestiegen und betrug 1.334,1 Mio. €. Die Bilanz der GESOBAU entspricht in ihrer Struktur der einer anlagenintensiven Wohnungsgesellschaft.
Stabile Vermögenslage Die Vermögenslage der Gesellschaft zeigt ein ausgeglichenes Bild. Das
Der Bestand an eigenen
langfristige Vermögen ist mit langfristigem Kapital finanziert. Der Bestand an eigenen Wohnungen und Gewerbeeinheiten stieg im Berichtsjahr von
Wohnungen und Ge­
37.555 auf 37.761 an.
werbeeinheiten stieg
rungsinvestitionen um 62,3 Mio. € und durch Umgliederungen von Wohn­
im Be­richtsjahr von
Abschreibungen auf das Sachanlagevermögen in Höhe von 44,1 Mio. € ent­
Das Anlagevermögen erhöhte sich insbesondere durch die Modernisie­ immobilien aus dem Umlaufvermögen in Höhe von 55,1 Mio. €, denen u. a. gegenstehen. Die Finanzanlagen erhöhten sich durch den Beteiligungserwerb an der GEDE Gemeinsame Berliner Wohnen GmbH, in Höhe von 38,4 Mio. € aus Umgliederungen aus dem Umlaufvermögen, da das kurzfristige Gesell­ schafterdarlehen in Eigenkapital umgewandelt wurde. Im Ergebnis stieg das Anlagevermögen um 129,7 Mio. € auf 1.173,1 Mio. €. Bei den Guthaben bei Geldinstituten handelt es sich zu großen Teilen um Festgelder, die zweckgebunden für die Modernisierungsmaßnahmen sind.
Nachtragsbericht Nach Ende des Geschäftsjahres sind keine Ereignisse eingetreten, welche die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich beeinträchtigen.
Risiko- und Chancenbericht Risikobericht Zu den wesentlichen Bestandteilen der Geschäftssteuerung und Kontrolle der GESOBAU gehört seit einigen Jahren ein aktives Risikomanagement. Im Sinne
des Deutschen Corporate Governance Kodex implementierte die GESOBAU ein effektives Risikomanagement in ihren Unternehmensprozess. Das dokumen­ tierte System erfasst alle Unternehmensaktivitäten und beinhaltet auf der Basis einer definierten Risikostrategie neben dem internen Überwachungs­ system und Controlling auch ein systematisches und permanentes Vorgehen hinsichtlich Risikoinventur, -controlling und Risikoberichterstattung.
Aktives Risikomanagement Die GESOBAU hat ihr Risikomanagementsystem darauf ausgerichtet, alle und im Besonderen die wesentlichen Risiken frühzeitig zu erkennen, um auf das jeweilige Einzelrisiko abgestimmte Risikosteuerungsmaßnahmen einzuleiten und die bestehenden Risiken laufend zu überwachen. Risiko definiert sich als negative Abweichung von den Planwerten beziehungsweise den erwarteten Zukunftswerten. Es ist nicht möglich, alle Risiken zu vermeiden, es geht viel­ mehr darum, im Rahmen des bestehenden Risikomanagementsystems, Risi­ ken transparent zu machen und sie möglicherweise zu quantifizieren, um die Handlungsspielräume und die Wahrnehmung von Chancen zu verbessern. Alle relevanten Risiken werden jährlich nach Risikokategorien und -klassen über eine systemgestützte Risikoinventur vom Risikomanagement erfasst und unter Zuhilfenahme von Schadenshöhen und Eintrittswahrscheinlichkeiten bewertet. Im Rahmen des Risikocontrollings fließen alle wesentlichen Risiken in eine halbjährliche Risikoberichterstattung ein, wo sie über Wertgrenzen
Alle relevanten Risiken werden jährlich nach Risikokategorien
gesteuert werden. Darüber hinaus ist die Risikoberichterstattung in Kennzah­
und -klassen erfasst
len auch Teil des Quartalsberichtes an den Aufsichtsrat. Ein weiteres Steue­
rungsinstrument im Unternehmen ist die Balanced Scorecard, die eine Reihe von Risikoindikatoren beinhaltet, für die die GESOBAU Schwellenwerte de­finiert hat. Ein essenzieller Bestandteil der Risikosteuerung ist der regelmäßige Planungsprozess, der sich im Wesentlichen über den Mittelfristzeitraum er­ streckt. Das Berichtswesen durch das Controlling stellt dabei einen weiteren zentralen Aspekt der Risikosteuerung dar. Es werden monatlich von allen Plankennziffern die Ist-Größen den Ziel-Größen gegenüber gestellt. Darüber hinaus werden unterjährige Prognoserechnungen erstellt, um Abweichungen vom Wirtschaftsplan frühzeitig auszumachen und steuernd eingreifen zu können. Über Risiken oder Fehlentwicklungen, die möglicherweise außerhalb der regelmäßigen Berichtszeiträume auftreten, berichtet das Risikomanage­ ment im Bedarfsfall sofort. Der Revision obliegt die interne fortlaufende Prüfung der Zuverlässigkeit und Wirksamkeit des Risikomanagementsystems. Sie zeigt zudem Möglich­ keiten zur Weiterentwicklung der einzelnen Risikomanagementprozesse auf. Die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft kontrolliert nach § 317 Abs. 4 HGB die Einrichtung und Funktionsfähigkeit des Risikofrüherkennungssystems, das Bestandteil des Risikomanagementsystems ist.
Strategische Risiken der GESOBAU Für die Geschäfte der GESOBAU von wesentlicher strategischer Bedeutung sind die Bevölkerungs- und Haushaltsentwicklung, die Tendenz zur Alterung und Internationalisierung der Berliner Bevölkerung, die soziale und die Ein­ kommensentwicklung sowie der steigende Wohnflächenverbrauch der pri­ vaten Haushalte. Zukünftig ist zu erwarten, dass sich die Disparität zwischen
angebotenem und nachgefragtem Wohnraum, in Bezug auf die Preissegmente und Strukturen, nicht verringern wird. Es wird nicht mehr nur den einfachen Nachfrageüberhang von Wohnungen geben. Darüber hinaus wird die Individu­ alisierung der Nachfrage das Angebot zwingen, darauf einzugehen. Hierbei werden der Anpassungsbedarf für die alternde Bevölkerung sowie die Integra­ tion von Migranten eine zentrale Rolle spielen. Aus dem Nachfrageüberhang nach Wohnungen können im Zuge von verstärkter Neubautätigkeit weitere Risiken einhergehen.
Markt- und Objektrisiken Unter Anbetracht der allgemeinen wirtschaftlichen Entwicklung einzelner Standorte ist auch in Zukunft mit einem erhöhten Leerstand, insbesondere durch die Modernisierungstätigkeit, zu rechnen. Die erweiterten Risikofak­ toren, die sich im Zuge der Entwicklung auf den Leerstand auswirken, sind die Sozialstruktur der Bewohner, die Wohnungsstruktur im Verhältnis zur Nach­ frage, der Objektzustand, die Intensität der Modernisierungstätigkeit und die Höhe der Bruttowarmmiete. In den vergangenen Jahren lagen die Betriebskosten deutlich über der all­ gemeinen Preisentwicklung des harmonisierten Verbraucherpreisindex. Für den Fall, dass sich dieser Trend verstärkt, ist davon auszugehen, dass die Bruttowarmmiete die Zahlungsfähigkeit einzelner Mieter übersteigt. Hieraus
Mit der Komplettmoder­ nisierung der Bestände sinken die Betriebskosten für die Mieter nachhaltig.
können Erlösausfälle resultieren. Mit der Strategie der Komplettmodernisierung ihrer Bestände verfolgt die GESOBAU konsequent das Ziel, die Betriebskosten für die Mieter nachhaltig
zu senken und somit einen Handlungsspielraum bei den Nettokaltmieten möglich zu machen. Diese Strategie ist die direkte Gegenmaßnahme des er­ wähnten Leerstands- und Betriebskostenrisikos. Die Gesamtbelastung wird trotz Einsparmaßnahmen für die Mieter in Zukunft weiter anwachsen. Mit der konsequenten energetischen Modernisierung des Märkischen Viertels leistet die GESOBAU zugleich einen großen Beitrag zum Erreichen der Klimaschutz­ ziele der Bundesregierung. Zukünftig wird die GESOBAU auch wieder Neubauvorhaben realisieren. Diese Entscheidung basiert auf der Marktentwicklung und der sehr hohen Nachfrage nach Wohnraum am Markt. Es entsteht hierdurch jedoch ein Risiko, welches in der Risikobetrachtung berücksichtigt werden muss.
Finanzrisiken Durch Umschuldungen und Prolongationen mit dem Ziel der Zinsverbesserung entstehen für die GESOBAU auch Zinsänderungsrisiken, die durch den Ab­ schluss langfristiger Festzinskonditionen zu den aktuell günstigen Zinsbedin­ gungen abgesichert werden. Die geplanten Komplettmodernisierungen und Neubaumaßnahmen in den Immobilienbeständen erfordern Neukreditauf­
nahmen. Dadurch hat das Zinsänderungsrisiko größere Dimensionen als in früheren Jahren angenommen. Es wird jedoch durch das weiterhin moderate Zinsniveau ebenso begrenzt, wie durch den bevorzugten Einsatz zinsgünstiger KfW-Mittel für die geplanten Neukreditaufnahmen. Die noch nicht finanzierten Bauvorhaben sind so in den Unternehmens­ prozess eingegliedert, dass sie zu jeder Zeit bei stark steigenden Zinserwar­ tungen für Baufinanzierungsmittel ausgesetzt werden können, ohne dass dieses Aussetzen ein erhebliches Risiko mit sich bringt. Bauvorhaben werden erst dann begonnen, wenn die Finanzierung sichergestellt ist. Die GESOBAU hält stets Liquiditätsreserven in ausreichender Höhe vor.
Betriebsrisiken Um die in den kommenden Jahren geplanten Baumaßnahmen zu realisieren, schließt die GESOBAU im großen Umfang Bauleistungsverträge ab. Diese er­ höhen das Risiko von Mehrkosten wegen unvorhersehbarer Ereignisse im Zuge der Realisierung der Projekte und des allgemein begrenzten Angebotes an Baudienstleistungen. Bei Komplettmodernisierungen und Neubaumaß­ nahmen besteht außerdem das Risiko der Rentabilität der Investitionen. Dieses kann eintreten, wenn das Unternehmen die für die Rentabilität zu er­ reichende Zielmiete aus unterschiedlichen Gründen nicht erreicht oder sich die Bau- oder Finanzierungskosten für einzelne Maßnahmen erhöhen.
Gesamtaussage zur Risikosituation Nach Überprüfung der Risikolage zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2012 ­liegen keine Risiken vor, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden.
Auch für die Zukunft sind
Auch für die Zukunft sind keine bestandsgefährdenden Risiken erkennbar.
keine bestandsgefähr­
Darüber hinaus sind auch keine Risiken zu identifizieren, die den Fortbestand von Tochterunternehmen gefährden. Für die eingeschätzten Risiken kann davon ausgegangen werden, dass die geplante Liquidität die jederzeitige
denden Risiken erkennbar.
kurzfristige finanzielle Bewältigung eines eventuellen Risikoeintritts erlaubt.
Rechnungslegungsprozess Das interne Kontrollsystem umfasst auch die Grundsätze, Verfahren und Maß­ nahmen zur Sicherung der Wirksamkeit und Wirtschaftlichkeit der Rechnungs­ legung, zur Sicherung der Ordnungsmäßigkeit der Rechnungslegung sowie zur Sicherung der Einhaltung der maßgeblichen rechtlichen Vorschriften. Dazu gehört auch das interne Revisionssystem, soweit es sich auf die Rechnungs­ legung bezieht. Das Risikomanagementsystem im Hinblick auf den Rechnungslegungs­ prozess bezieht sich als Teil des internen Kontrollsystems auf Kontroll- und
Überwachungsprozesse der Rechnungslegung, insbesondere bei handels­ bilanziellen Positionen, die Risikoabsicherungen des Unternehmens erfassen. Die wesentlichen Merkmale des bei der GESOBAU bestehenden internen Kontroll- und Risikomanagementsystems im Hinblick auf den Rechnungs­ legungsprozess können wie folgt beschrieben werden: •	Es gibt eine klare Aufbau- und Ablauforganisation mit eindeutigen
Verantwortlichkeiten. •	Die Funktionen der am Rechnungslegungsprozess wesentlich beteiligten
Bereiche des Rechnungswesens und des Controlling sind klar getrennt. Die Verantwortungsbereiche sind klar zugeordnet. •	Es wird von der GESOBAU vollumfänglich Standardsoftware ( im Wesent­
lichen SAP ECC 6.0 ) eingesetzt. Die Systeme sind durch entsprechende Einrichtungen gegen unbefugte Zugriffe geschützt. •	Ein adäquates Richtlinienwesen ist eingerichtet und wird laufend aktu­
alisiert. •	Die am Rechnungslegungsprozess beteiligten Stellen werden in quanti­
tativer wie qualitativer Hinsicht geeignet ausgestattet. •	Buchhaltungsdaten werden laufend auf Vollständigkeit und Richtigkeit
überprüft. Dies geschieht auch durch Stichproben. Durch die eingesetzte Software finden Plausibilitätsprüfungen, z. B. im Rahmen von Zahlungs­ läufen, statt. •	Bei allen rechnungslegungsrelevanten Prozessen wird durchgängig das
Vier-Augen-Prinzip angewendet.
Umfassende Kontroll­
Das interne Kontroll- und Risikomanagementsystem im Hinblick auf den
mechanismen stellen
Rechnungslegungsprozess stellt damit sicher, dass unternehmerische Sach­
eine korrekte und
legung übernommen werden. Die geeignete personelle Ausstattung, die
aussagefähige Rech­ nungslegung sicher.
verhalte bilanziell erfasst, aufbereitet und gewürdigt sowie in die Rechnungs­ Verwendung von Standard-Software sowie klare gesetzliche und unterneh­ mensinterne Vorgaben bilden die Grundlage für einen ordnungsgemäßen, einheitlichen und kontinuierlichen Rechnungslegungsprozess. Die klare Abgrenzung der Verantwortungsbereiche sowie umfassende Kontroll- und Überprüfungsmechanismen, insbesondere Plausibilitätskontrollen und das Vier-Augen-Prinzip, stellen eine korrekte und aussagefähige Rechnungsle­gung sicher.
Prognosebericht 2013 wird in der Eurozone wieder ein schwieriges Jahr Nach Aussage verschiedener Institute wird das Wachstum des Bruttoinland­ produktes in Deutschland 2013 unter einem Prozent ausfallen. Die Schätzun­
gen reichen von 0,3 % bis 0,9 %. Für den Euroraum hingegen wird ein Rück­ gang von 0,2 % vorausgesagt. Die erwartete Entwicklung der deutschen Wirtschaft liegt trotz der widrigen Umfeldbedingungen in Europa weiterhin bei einem Plus und gibt damit den Maßstab für die Eurozone vor. Die binnenwirtschaftlichen Voraussetzungen für eine konjunkturelle Belebung sind in Deutschland gegeben, auch dank der weiterhin günstigen Finanzierungsmöglichkeiten. Im Außenhandel verändert sich jedoch zunehmend die Struktur, da der Euroraum als Nachfrager für die deutsche Produktion nachlässt. Investitionen in der Immobilienbranche erfolgen auf Rekordniveau. Geplan­ te Neubaumaßnahmen werden höher ausfallen als noch 2012 und auch die Investitionen in den Bestand steigen weiter an. Dies bestätigt auch der Haupt­ verband der deutschen Bauindustrie, der für 2013 mit einem nominalen Um­
Der Hauptverband der
satzplus von 2,0 % im Bauhauptgewerbe rechnet. Die Baukonjunktur ist damit
weiterhin sehr robust. In Berlin ist die Zahl der Baugenehmigungen auf einen neuen Höchststand der vergangenen Jahre gestiegen. Aus immobilienwirtschaftlicher Sicht ist die
rechnet für 2013 mit
Vorschau positiv. Die Investitionsbedingungen sind sehr günstig und die
einem nominalen
Nachfrage hoch. Die hohe Investitionstätigkeit kann zu einer Verknappung
Umsatzplus von 2,0 %.
des Angebots führen, wodurch ein überproportionaler Anstieg von Bau- und Baunebenkosten zu erwarten wäre. Die Berliner Wohnungswirtschaft wird auch in absehbarer Zeit von vier gro­ ßen Trends geprägt: die demografische Entwicklung, die zunehmende soziale Spreizung der Gesellschaft, die stetig steigenden Anforderungen an Klima­ schutz- und Energieeffizienz sowie die wachsende Vielfalt der persönlichen Lebensstile. Diese Trends gilt es aufzugreifen und mit differenzierten Wohn­ konzepten auszugestalten. Neben diesen qualitativen Aspekten sind aber auch quantitative Effekte zu berücksichtigen. Bei den Haushaltszahlen stehen die Zeichen in Berlin immer noch klar auf Wachstum. Bis 2030 rechnet der Berliner Senat mit einer Bevölkerungszunahme um rd. 254.000 Personen. Das Wohnungsmarktbarometer 2012 der Investitionsbank Berlin ( IBB ) be­ stätigt, dass im unteren Preissegment ( < 5 € /qm ) mit einem deutlichen Nach­ frageschub zu rechnen ist. Bereits jetzt besteht im unteren und preisgebunde­ nen Segment ein Angebotsdefizit. Auch eine Verknappung des Angebots im mittleren Preissegment ( < 5 – 7 € /qm ) wird bis zum Jahr 2015 erwartet. Die anhaltende und im Zuge der dynamischen demografischen Entwicklung eher noch steigende Nachfrage nach Wohnraum für einkommensschwache Haus­ halte verlangt nach einer vorausschauenden Planung. Einigkeit herrscht bei allen Marktteilnehmern darüber, welche Maßnahmen die Marktgängigkeit von Bestandswohnungen und -häusern am deutlichsten verbessern. Genannt werden energetische Maßnahmen, barrierefreier/seniorengerechter Umbau sowie der Einbau von Aufzügen und neuen Bädern. Es erfolgte im Berichtsjahr der Beitritt zum Bündnis für soziale Wohnungs­ politik und bezahlbare Mieten durch die GESOBAU und weitere städtische Wohnungsunternehmen. Der Senat verfolgt mit Hilfe des Bündnisses das Ziel einer Steuerung des Berliner Wohnungsmarktes. Als wesentliche Maßnahmen
sind hier der Wohnungsneubau sowie der Ankauf von mindestens 30.000 Wohnungen bis 2016, die Begrenzung von allgemeinen Mieterhöhungen so­ wie die Absenkung der Modernisierungsumlage aufzuführen. Insgesamt blickt die GESOBAU aufgrund dieser Prognosen und ihrer eigenen guten Portfoliostruktur auch unter Beachtung der Rahmenbedingungen des Bündnisses für soziale Wohnungspolitik und bezahlbare Mieten mit Zuver­ sicht in die kommenden Jahre.
Weiterentwicklung der erfolgreichen Strategie Das Unternehmen rechnet für 2013 mit einer Umsatzsteigerung, die auf dem Niveau des Jahres 2012 liegt. Auch beim Ergebnis ist für 2013 mit einer er­ neuten Verbesserung zu rechnen. Auf Basis der Mittelfristplanung geht der Vorstand in den darauf folgenden Jahren weiterhin von positiven, stetig steigenden Umsätzen und Jahresergebnissen der GESOBAU aus. Die wirtschaftliche Stabilität ist die Basis für alle ökologischen und sozia­
Die GESOBAU plant für die
len Aktivitäten und Grundlage für die nachhaltige Entwicklung der Gesell­
schaft. Die GESOBAU wird den sozialen und gesellschaftlichen Wandel auch
Investitionen in Höhe von rd. 248 Mio. €.
künftig weiter mitgestalten. Für die kommenden zwei Jahre sind Investitionen in Höhe von rd. 248 Mio. € geplant, für die unter anderem die zinsgünstigen Förderprogramme der KfW in Anspruch genommen werden. Dabei bleibt der Maßnahmenschwerpunkt die nachhaltige energetische Modernisierung der Bestände. Diese berücksichtigt zukunftsorientiert die Bedürfnisse der Mieter ebenso wie eine langfristige Wertsteigerung der Bestände. Zur Optimierung des Portfolios und zur nachhal­ tigen Ertragssteigerung wird die GESOBAU auch weitere Wohnungsbestände ankaufen und durch bedarfsgerechte Neubaumaßnahmen ihren Wohnungs­ bestand erweitern. Die Zukunftsaussichten der GESOBAU bleiben insgesamt positiv: Die guten Branchenaussichten sowie die strategische Ausrichtung des Unternehmens werden sich weiterhin positiv auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage auswirken. Mit ihren engagierten und motivierten Mitarbeitern will die GESOBAU eine kontinuierliche positive Entwicklung des Unternehmens erreichen. Ziel des Unternehmens ist es, Werte zu schaffen – materielle Werte für die finanzielle Solidität der GESOBAU und ideelle Werte für die Menschen in den Stadtvier­ teln, in denen unser Unternehmen tätig ist. Berlin, 21. Februar 2013
Corporate Governance Bericht Anlage zum Lagebericht Der Begriff Corporate Governance bezeichnet die verantwortungsvolle Führung und Kontrolle eines Unternehmens. Bei der GESOBAU AG hat Corporate Gover­ nance seit Jahren einen hohen Stellenwert. Der Berliner Corporate Governance Kodex in der jeweiligen von der für die Beteilungsführung zuständigen Stelle des Landes Berlin herausgegebenen Fassung wurde in die Satzung und die Geschäftsordnungen des Aufsichtsrates und des Vorstandes aufgenommen. Vorstand und Aufsichtsrat der GESOBAU erklären, dass dem auf Basis der Empfehlungen der Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex entwickelten Berliner Corporate Governance Kodex in der Fassung vom 17. Februar 2009 wie folgt entsprochen wird und wurde:
I. Gute Zusammenarbeit zwischen Vorstand und Aufsichtsrat Geschäftsleitung und Aufsichtsrat haben eng und vertrauensvoll zusammen­ gearbeitet. Alle Unternehmensangelegenheiten und Kenntnisse wurden von der Geschäftsleitung offengelegt. Die außerhalb der Organe stehenden Perso­ nen wurden auf ihre Verschwiegenheit verpflichtet. Der Aufsichtsrat hat seine Sitzungen in der Regel unter Beteiligung der Ge­ schäftsleitung abgehalten. Die strategischen Unternehmensplanungen wur­ den mit dem Aufsichtsrat abgestimmt; die Geschäftsleitung hat regelmäßig über den Umsetzungsstand berichtet. Die Geschäftsleitung hat alle Geschäfte von grundlegender Bedeutung dem Aufsichtsrat zur Zustimmung vorgelegt. Neben den Regelungen in der Satzung bestand eine Geschäftsordnung des Aufsichtsrates für die Geschäftsleitung. Die Geschäftsleitung ist ihrer Berichtspflicht regelmäßig und in mündlicher und schriftlicher Form unter Hinzufügung der erforderlichen Dokumente nach­
Die Geschäftsleitung hat alle Geschäfte von grund­ legender Bedeutung dem
gekommen; der zeitliche Vorlauf der übersandten Dokumente für Sitzungs-
Aufsichtsrat zur Zustim­
und Entscheidungstermine war ausreichend. Soll / Ist - Vergleiche wurden vor­
genommen, Planabweichungen plausibel und nachvollziehbar dargestellt; Maßnahmen eventuell erforderlicher Gegensteuerung wurden in umsetzungs­ fähiger Form vorgeschlagen. Geschäftsleitung und Aufsichtsrat sind ihren Pflichten unter Beachtung ordnungsgemäßer Unternehmensführung nachgekommen; sie haben die Sorgfaltspflichten eines ordentlichen und gewissenhaften Geschäftsleiters bzw. Aufsichtsrates gewahrt. D & O-Versicherungen wurden für Mitglieder des Aufsichtsrates ohne und für die Geschäftsleitung mit Selbstbehalt abge­ schlossen.
II. Vorstand – Wertorientierte Unternehmensführung
Die Geschäftsleitung hat ausschließlich im Interesse des Unternehmens und dessen nachhaltiger Wertsteigerung gearbeitet; das Unternehmen benachtei­
ausschließlich im Inte­
ligende Tätigkeiten wurden nicht ausgeübt. Für die Einhaltung der gesetzli­
resse des Unternehmens
Geschäftsleitung Sorge getragen. Das Unternehmen verfügt über ein angemes­
und dessen nachhaltiger Wertsteigerung gearbeitet.
chen Bestimmungen und der unternehmensinternen Richtlinien wurde von der senes Risikomanagement und Risikocontrolling. Geschäftsverteilung und Zusammenarbeit in der Geschäftsleitung sind in der Geschäftsordnung für die Geschäftsleitung geregelt. Es wurde kein Vorsit­ zender der Geschäftsleitung bestimmt. Eine Zielvereinbarung für das Geschäftsjahr 2012 über eine variable Ziel­ tantieme wurde im Aufsichtsrat diskutiert und am 16. Dezember 2011 mit den Mitgliedern der Geschäftsleitung abgeschlossen; sie wurde nicht nachträglich geändert. Die Vergütung wurde unter Beachtung der Aufgaben und Leistungen der einzelnen Mitglieder der Geschäftsleitung, der aktuellen und erwarteten wirtschaftlichen Lage des Unternehmens und durch Branchen- und Umfeldver­ gleiche festgelegt; bei der Festlegung der Vergütungen waren andere Bezüge nicht zu berücksichtigen. Über die Vergütungsregelungen hat der Aufsichtsrat im Plenum beraten und entschieden, sie unterliegen seiner regelmäßigen Überprüfung. Die Gesamtbezüge werden im Anhang zum Jahresabschluss jeweils einzeln ausgewiesen.
III. Proaktiver Aufsichtsrat Der Aufsichtsrat hat seine Aufgaben nach der Satzung und der Geschäftsord­ nung für die Geschäftsleitung und den Aufsichtsrat wahrgenommen. Er wurde in Entscheidungen von grundlegender Bedeutung für das Unternehmen einbe­ zogen und sah keinen ergänzenden Regelungsbedarf. Er hat keine weiteren Geschäfte an seine Zustimmung gebunden. Sitzungsfrequenzen und Zeitbud­ gets entsprachen den Erfordernissen des Unternehmens. Der Aufsichtsrat hat eine Geschäftsordnung. Anstellungs- und Vergütungsregelungen wurden im Plenum des Aufsichts­ rates nach Vorbefassung im Personalausschuss entschieden. Der Aufsichtsrat hat keine Altershöchstgrenzen für die Geschäftsführer festgelegt. Es gab keine Erstbestellung; eine Wiederbestellung wurde nicht vorzeitig ausgesprochen. Zwischen dem Aufsichtsratsvorsitzenden und der Geschäftsleitung hat ein regelmäßiger Kontakt stattgefunden, es wurden u. a. die Unternehmensstra­ tegie, die Geschäftsentwicklung, das Risikomanagement, die Restrukturierung von Beteiligungsgesellschaften, die Mietenpolitik, die Komplettmodernisie­ rung großer Teile des Wohnungsbestandes, Ankäufe von unbebauten Grund­ stücken und Wohnanlagen in Berlin, der Neubau von Wohnungen für den eigenen Bestand sowie Finanzierungsfragen beraten. Die Geschäftsleitung hat den Aufsichtsratsvorsitzenden fortlaufend über besondere Ereignisse unterrichtet.
Mittels von Umlaufverfahren hat der Aufsichtsrat über den Corporate Gover­ nance Bericht der GESOBAU für das Geschäftsjahr 2011 beschlossen. In einer außerordentlichen Aufsichtsratssitzung wurde über den Beitritt der GESOBAU zum Bündnis für soziale Wohnungspolitik und bezahlbare Mieten beraten. Der Aufsichtsratsvorsitzende war nicht Vorsitzender des mit Prüfungsfragen
Immobilien wurden im Finanz- und Grundstücksausschuss beraten. Der Perso­ nalausschuss und der Finanz- und Grundstücksausschuss haben Entschei­
Aufsichtsrates wurde von den Vorsitzenden der Ausschüsse über Inhalt und Ergebnis der Ausschussberatungen unterrichtet. Kein Aufsichtsratsmitglied hat die maximale Zahl von fünf bzw. zehn Auf­ sichtsratsmandaten erreicht. Ein Aufsichtsratsmitglied nimmt den Aufsichts­ ratsvorsitz bei zwei Wohnungsunternehmen in Berlin in der Rechtsform einer Genossenschaft wahr; ein Aufsichtsratsmitglied ist zugleich Mitglied des Aufsichtsrates eines weiteren städtischen Wohnungsunternehmens in Berlin. Die einzelnen Vergütungen ergeben sich aus dem Anhang zum Jahresab­ schluss. Sonderleistungen wurden nicht gezahlt. Ein Aufsichtsratsmitglied hat aufgrund einer Erkrankung an weniger als der Hälfte der Aufsichtsratssitzungen teilgenommen. Der Aufsichtsrat hat sich in seiner letzten Sitzung im Geschäftsjahr 2012 mit der Effizienz seiner Tätigkeit befasst. Es waren nach seinen Feststellungen keine Ereignisse zu verzeichnen, die eine eingeschränkte Effizienz erkennen lassen.
IV. Keine Interessenkonflikte Die Mitglieder der Geschäftsleitung haben die Regeln des Wettbewerbsver­ bots beachtet. Sie haben weder Vorteile gefordert noch angenommen oder solche Vorteile Dritten ungerechtfertigt gewährt. Der Geschäftsleitung ist kein Fall der Vorteilsannahme oder -gewährung bei den Beschäftigten des Unter­ nehmens bekannt geworden. Geschäftsleitung und Aufsichtsrat haben die Unternehmensinteressen ge­
wahrt und keine persönlichen Interessen verfolgt. Interessenkonflikte bei Mitgliedern der Geschäftsleitung oder des Aufsichtsrates sind nicht entstanden.
Geschäfte mit dem Unternehmen durch Mitglieder der Geschäftsleitung oder ihnen nahestehende Personen oder ihnen persönlich nahestehende Unternehmen sind dem Aufsichtsrat nicht zur Zustimmung vorgelegt worden. Dem Aufsichtsrat wurden keine Berater-, Dienstleistungs- und Werkverträge oder sonstige Verträge von Aufsichtsratsmitgliedern mit dem Unternehmen zur Zustimmung vorgelegt. Der Aufsichtsrat hat keine auf Einzelfälle bezoge­ nen Verfahrensregelungen für Geschäfte mit dem Unternehmen erlassen.
Folgende Tätigkeiten in Gremien außerhalb der GESOBAU wurden vom Vorstandsmitglied Jörg Franzen ausgeübt: •	 BBT Treuhandstelle des Verbandes Berliner und Brandenburgischer
Wohnungsunternehmen GmbH ( Mitglied des Aufsichtsrates ) •	 vhw Bundesverband für Wohneigentum und Stadtentwicklung e. V.
( Mitglied des Kuratoriums bis zum 21. September 2012 ) •	 GdW Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen e. V.
( Delegierter bis zum 12. September 2012 ) •	 Arbeitsgemeinschaft der Großen Wohnungsunternehmen des GdW ( AGW )
( Stellvertretender Vorsitzender des Vorstands seit dem 27. April 2012 ) •	 Bundesarbeitsgemeinschaft kommunaler Wohnungsunternehmen des GdW
( Mitglied ) •	 Verband Berlin-Brandenburgischer Wohnungsunternehmen
( Mitglied des Verbandsausschusses, Mitglied des Arbeitsausschusses ) •	 Ausschuss Umwelt und Energie der IHK Berlin
( Mitglied bis zum 05. September 2012 ) •	 Berliner Wasserbetriebe ( B WB ) Anstalt des öffentlichen Rechts
( Mitglied des Beirates )
Folgende Tätigkeiten in Gremien außerhalb der GESOBAU wurden vom Vorstandsmitglied Christian Wilkens ausgeübt : •	 GdW Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen e. V.
( Ersatzdelegierter ) •	Industrie- und Handelskammer zu Berlin
( Mitglied der Vollversammlung seit dem 05. September 2012 ) Dem Aufsichtsratsvorsitzenden sind diese Nebentätigkeiten zur Zustimmung vorgelegt worden. Mitgliedern der Geschäftsleitung bzw. deren Angehörigen wurden keine Darlehen gewährt. An zwei Arbeitnehmervertreter im Aufsichtsrat wurden in Vorjahren besicherte Darlehen über 25.564,59 € bzw. 25.565,00 € zum Erwerb von Wohneigentum mit einer Laufzeit bis zum Jahr 2012 gewährt. Die Darlehen wurden im Geschäftsjahr 2012 vollständig getilgt.
V. Transparenz gewährleistet Tatsachen im Tätigkeitsbereich des Unternehmens, die nicht unwesentliche Auswirkungen auf die Vermögens- und Finanzlage bzw. auf den allgemeinen Geschäftsverlauf hatten, sind nicht bekannt geworden. Unternehmensin­ Für Nutzer eines Smartphones mit Barcode-Scanner : Hier finden Sie den Link zu www.gesobau.de.
formationen ( z. B. Geschäftsbericht ) wurden auch über das Internet unter www.gesobau.de veröffentlicht.
VI. Rechnungslegung vollständig und fristgerecht Der Jahresabschluss wurde entsprechend den anerkannten Rechnungs­ legungsgrundsätzen aufgestellt. Zusätzlich wurden Quartalsberichte erstellt. Der Jahresabschluss und die Quartalsberichte wurden in den vorgesehenen Fristen ( geprüfter Jahresabschluss 90 Tage nach Geschäftsjahresende, Quartalsberichte 45 Tage nach Ende des Berichtszeitraumes ) dem Gesell­ schafter vorgelegt. Die Quartalsberichte wurden vom Aufsichtsrat mit der Geschäftsführung erörtert. Die Bewertungsmethoden sind erläutert und begründet. Der Jahresabschluss führt die Beteiligungsunternehmen des Unternehmens auf.
VII. Abschlussprüfer unabhängig Der Aufsichtsrat hat vom Abschlussprüfer die Erklärung erhalten, dass keine
beruflichen, finanziellen oder sonstigen Verpflichtungen – auch nicht mit Organen des Abschlussprüfers – und dem Unternehmen /s einen Organmit­ gliedern bestanden; an der Unabhängigkeit des Prüfers, seiner Organe bzw. der Prüfungsleiter bestanden keine Zweifel. Der Abschlussprüfer ist aufgefor­ dert worden, den Vorsitzenden des Finanz- und Grundstücksausschusses bei Vorliegen möglicher Befangenheitsgründe unverzüglich zu unterrichten; der Abschlussprüfer hat keine Befangenheitsgründe vorgetragen. Der Aufsichtsrat, vertreten durch den Vorsitzenden des Finanz- und Grund­ stücksausschusses, hat dem Abschlussprüfer den Prüfungsauftrag erteilt und
mit ihm die Honorarvereinbarungen getroffen. Der Abschlussprüfer hat den Aufsichtsrat über keine wesentlichen Fest­ stellungen und Vorkommnisse unterrichtet. Dem Abschlussprüfer sind keine Tatsachen bekannt geworden, die eine Unrichtigkeit dieser abgegebenen Erklärung zum Berliner Corporate Governance Kodex ergeben. Der Abschlussprüfer wird an den Beratungen des Aufsichtsrates über den Jahresabschluss teilnehmen und über wesentliche Ergebnisse seiner Prüfung berichten.
Jahresabschluss der gesobau ag Bilanz der Gesobau AG Zum 31. Dezember 2012 Aktiva
4. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsver­ hältnis besteht
Summe Umlaufvermögen C.	Rechnungsabgrenzungsposten Bilanzsumme
2. Andere Gewinnrücklagen
3. Sonderrücklage gemäß § 27 Abs. 2 DMBilG
[ 1 4 ]
2. Rückstellungen für Bauinstandhaltung
3. Sonstige Rückstellungen
2. Verbindlichkeiten gegenüber anderen Kreditgebern
3. Erhaltene Anzahlungen
7. Sonstige Verbindlichkeiten davon aus Steuern: 262 T € ( 31.12.2011 183 T € ) davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: 0 T € ( 31.12.2011 0 T € )
Summe Verbindlichkeiten D.	Rechnungsabgrenzungsposten Bilanzsumme
Gewinn- und Verlustrechnung der gesobau AG Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 01. Januar bis 31. Dezember 2012
Summe 2.	Verminderung des Bestands an zum Verkauf bestimmten Grundstücken mit fertigen und unfertigen Bauten sowie unfertigen Leistungen
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung, davon für Altersversorgung 1.089 T € ( Vorjahr: 926 T € )
8. Erträge aus Beteiligungen 9. Erträge aus Gewinnabführungsverträgen 10. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 11. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge davon aus Abzinsungen: 0 T € ( Vorjahr: 224 T € ) 12. Zinsen und ähnliche Aufwendungen davon aus Aufzinsungen: 560 T € ( Vorjahr: 261 T € ) 13. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 14. Steuern vom Einkommen und Ertrag
Summe 15. Sonstige Steuern
17. Gewinnvortrag
18. Einstellungen in Gewinnrücklagen
a) in andere Gewinnrücklagen
Kapitalflussrechnung der gesobau AG 2012
Zuschreibungen auf Sachanlagen
– 16.286
– 15.905
Zunahme der Sonderrücklage nach § 27 Abs. 2 DMBilG
Sonstige zahlungsunwirksame Erträge ( Vorjahr: Aufwendungen )
– 63.123
– 45.215
Auszahlungen für Investitionen in das Finanzanlagevermögen – 526
– 22.216
– 37.998
– 1.186
Erwerb Beteiligungen kurzfristige Darlehen Ausleihungen
– 1.800
– 150.634
– 27.869
– 37.589
Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds ( Zwischensummen 1–3 )
Entwicklung des Anlagevermögens der gesobau AG Für die Zeit vom 01. Januar bis 31. Dezember 2012
1. 608.936
– 708
Kumuliert 31.12.2011
Sachanlagen Grundstücke und grundstücksgleiche Rechte mit Wohnbauten Mit Restitutionsansprüchen behaftete Grundstücke und grundstücksgleiche Rechte mit Wohnbauten
Technische Anlagen und Maschinen Andere Anlagen, Betriebs­ und Geschäftsausstattung
– 284
1.794.111
– 225 – 11.503
– 1.217
Finanzanlagen Anteile an verbundenen Unternehmen Ausleihungen an verbundene Unternehmen Beteiligungen
– 200
Ausleihungen an beteiligte Unternehmen
1.186 159
– 122
– 422
– 1.648
– 315
– 16.286
– 255
– 221
– 791
– 800
Anhang des Jahresabschlusses 2012
A. Allgemeine Angaben Die Gliederung der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung richtet sich nach der Verordnung über Formblätter für die Gliederung des Jahresabschlus­ ses von Wohnungsunternehmen, die zuletzt durch Artikel 13 Abs. 5 des Bilanz­ rechtsmodernisierungsgesetzes vom 25. Mai 2009 geändert worden ist. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren erstellt. Die Positionen der Formblatt-Verordnung sind um die Positionen „Andere Finanzanlagen“, „Verbindlichkeiten aus Vermietung“ und „Verbindlichkeiten aus Betreuungstätigkeit“ ergänzt worden. Unter den Verbindlichkeiten aus Vermietung werden die vorausgezahlten Mieten und Pachten sowie sonstige Verbindlichkeiten aus Mietverhältnissen ausgewiesen. Die Gesellschaft ist gemäß § 290 Abs. 5 HGB von der Pflicht, einen Konzern­
abschluss aufzustellen, befreit. Die Tochtergesellschaft, aktiva Haus- und Wohnungseigentumsverwaltung GmbH, Berlin, ist gemäß § 296 Abs. 2 HGB aufgrund des geringen Geschäftsumfanges der Gesellschaft für die Vermitt­ lung eines den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns von untergeordneter Bedeutung.
B. E  rläuterungen zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Bei der Aufstellung der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung wurden folgende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden angewandt:
I. Anlagevermögen Immaterielle Vermögensgegenstände Alle entgeltlich erworbenen immateriellen Wirtschaftsgüter, deren Anschaf­ fungskosten nicht mehr als 150,00 € betragen, werden im Zugangsjahr akti­ viert, voll abgeschrieben und als Abgang gezeigt. Immaterielle Wirtschafts­ güter, deren Anschaffungskosten mehr als 150,00 € betragen, werden aktiviert und über eine Nutzungsdauer von drei Jahren abgeschrieben.
Sachanlagen Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten ab­ züglich planmäßiger Abschreibungen über die voraussichtliche wirtschaftliche Nutzungsdauer bewertet. Fremdkapitalzinsen werden nicht aktiviert. Die Gesellschaft hat im Berichtsjahr außerplanmäßige Abschreibungen gemäß § 253 Abs. 3 Satz 3 HGB vorgenommen, sofern zum Abschlussstichtag eine voraussichtlich dauernde Wertminderung zu erkennen war. Darüber hinaus wurden bei Immobilien des Anlagevermögens Zuschreibungen gemäß § 280 Abs. 1 HGB in den Fällen vorgenommen, in denen in den Vorjahren außerplanmäßige Abschreibungen getätigt wurden und die Gründe für die dauernde Wertminderung im Geschäftsjahr 2012 entfallen sind. Die Abschreibungen von Grundstücken und grundstücksgleichen Rechten mit Wohnbauten werden mit 2,0 % p. a. bzw. 2,5 % p. a. planmäßig vorge­ nommen. Dachgeschossausbauten werden mit 3,3 % p. a. abgeschrieben. Die Gebäude auf Grundstücken mit Geschäfts- und anderen Bauten werden planmäßig linear mit 2,0 % bis 10,0 % p. a. entsprechend ihrer wirtschaft­ lichen Nutzungsdauer abgeschrieben. Bei Betriebseinrichtungen sowie der Betriebs- und Geschäftsausstattung erfolgt die Abschreibung entsprechend ihrer wirtschaftlichen Nutzungsdauer. Geringwertige Wirtschaftsgüter werden im Anschaffungsjahr aktiviert, voll abgeschrieben und als Abgang gezeigt. Finanzanlagen Das Finanzanlagevermögen wird zu Anschaffungskosten und die Ausleihun­ gen grundsätzlich zum Nennwert bzw. zu den niedrigeren beizulegenden Werten bilanziert, sofern die Wertminderung von Dauer ist. Unverzinsliche Ausleihungen sind auf den Barwert abgezinst.
II. Umlaufvermögen Verkaufsgrundstücke Die unbebauten und bebauten Verkaufsgrundstücke werden zu Anschaffungsbzw. Herstellungskosten bewertet und gemäß § 253 Abs. 4 HGB um notwen­ dige Wertberichtigungen gemindert. Unfertige Leistungen Die unfertigen Leistungen betreffen die noch nicht mit den Mietern abgerech­ neten Betriebskosten. Die Bewertung erfolgt zu Anschaffungskosten unter Berücksichtigung des Leerstandes sowie nicht umlagefähiger Positionen.
Forderungen Bei den zu Nennwerten angesetzten Forderungen und sonstigen Vermögens­ gegenständen wurde allen erkennbaren Risiken durch Abschreibungen und Wertberichtigungen Rechnung getragen. Bei Unverzinslichkeit und einer Lauf­ zeit von über einem Jahr werden Forderungen zum Barwert angesetzt. Forde­ rungen gegen ehemalige Mieter werden vollständig wertberichtigt, wenn der Rückstand eine Monatsmiete übersteigt. Vollständige Wertberichtigungen von Forderungen gegen wohnende Mieter erfolgen, sofern der Rückstand drei Monatsmieten übersteigt. Im Rahmen des KfW-CO2-Gebäudesanierungsprogramms werden zinsver­ billigte Darlehen ausgereicht. Sofern bei der Modernisierung ein bestimmtes Energieniveau erreicht und durch ein unabhängiges Sachverständigengut­ achten nachgewiesen wird, besteht aufgrund vertraglicher Regelungen ein Anspruch auf einen Tilgungszuschuss. Ist zum Bilanzstichtag die Baumaß­ nahme abgeschlossen und sind die Voraussetzungen für die Gewährung des Tilgungszuschusses gegeben, wird eine Forderung unter den sonstigen Vermögensgegenständen ausgewiesen und in gleicher Höhe ein passiver Rechnungsabgrenzungsposten gebildet. Nach Gutschrift durch die kreditge­ währende Bank erfolgt eine Verrechnung der Forderung mit der Kreditverbind­ lichkeit. Der Rechnungsabgrenzungsposten wird über die Zinsbindungsfrist der zugrunde liegenden Darlehen linear aufgelöst. Latente Steuern Latente Steuern werden aufgrund von temporären oder quasi permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögens­ gegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuer­lichen Wertansätzen oder aufgrund steuerlicher Verlustvorträge gebil­ det. Die Beträge der sich ergebenden Steuerbelastung und -entlastung werden mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und nicht abgezinst. Die folgende Tabelle stellt die Differenzen zwischen der Handels- und Steuerbilanz bei den aufgeführten Bilanzposten dar. Insgesamt ergibt sich ein aktiver Saldo, welcher aufgrund des gemäß § 274 Abs. 1 HGB bestehenden Aktivierungswahlrechts nicht bilanziert wird. Die aktiven latenten Steuern resultieren aus folgenden Sachverhalten: 2012 zum 31.12.2012
250.231 16.467 9 208 41.328 589
Der Berechnung wurde ein Steuersatz von 30,175 % zugrunde gelegt. Auf kör­ perschaftsteuerliche Verlustvorträge in Höhe von 798,5 Mio. € und gewerbe­ steuerliche Verlustvorträge in Höhe von 585,0 Mio. € wurden latente Steueran­ sprüche berücksichtigt, für die eine Steuerentlastung innerhalb von 5 Jahren nicht erwartet wird. Darüber hinaus wird auch für den aktivischen Überhang der latenten Steuern ( Steueranspruch ) eine Steuerentlastung innerhalb der nächsten 5 Jahre nicht erwartet.
III. Rückstellungen Rückstellungen für Pensionen Die Pensionsrückstellungen werden gemäß § 249 Abs. 1 HGB in Verbindung mit § 253 Abs. 1 HGB nach dem versicherungsmathematischen Anwartschafts­ barwertverfahren ( projekted-unit-credit-method ) ermittelt. Im Rahmen der Berechnung werden nachfolgende Parameter verwendet: 31.12.2012
Rechnungsmäßiges Endalter Richttafeln von Klaus Heubeck ( Sterbetafeln )
Sonstige Rückstellungen Die Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten. Sie sind gemäß § 253 Abs. 1 Satz 2 HGB mit dem nach ver­ nünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag ange­ setzt. Nach § 253 Abs. 2 HGB werden die Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr mit dem durchschnittlichen fristenkongruenten Markt­
zins der vergangenen sieben Jahre abgezinst. Gemäß Art. 67 Abs. 3 EGHGB wird von dem Beibehaltungswahlrecht für Aufwandsrückstellungen gemäß § 249 Abs. 2 HGB ( a. F. bis 28.05.2009 ), welche vor dem 01. Januar 2010 gebil­ det wurden, Gebrauch gemacht.
IV. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten werden mit ihren Erfüllungsbeträgen ausgewiesen. Auf­
wendungsdarlehen, für die nach § 88 II. Wohnungsbaugesetz ein Passivie­ rungswahlrecht besteht, wurden auf der Basis von Individualvereinbarungen zum Barwert angesetzt und sind ausnahmslos passiviert. Die Restlaufzeiten ergeben sich aus dem Verbindlichkeitenspiegel.
VI. Sonstiges Soweit Bewertungseinheiten gemäß § 254 HGB gebildet werden, kommt folgender Bilanzierungsgrundsatz zur Anwendung: Sicherungsbeziehungen werden durch die Bildung von Bewertungseinheiten bilanziell nachvollzogen. Dabei werden die sich ausgleichenden positiven und negativen Wertänderun­ gen aus dem abgesicherten Risiko ohne Berührung der Gewinn- und Verlust­ rechnung erfasst ( Einfrierungsmethode ).
C. Erläuterungen zur Bilanz Die Entwicklung des Anlagevermögens ist im Anlagenspiegel dargestellt. (1 ) Sachanlagevermögen Die Investitionen in das Sachanlagevermögen in Höhe von 63,2 Mio. € ( Vorjahr: 60,8 Mio. € ) betrafen überwiegend umfassende Modernisierungsund Instandsetzungsmaßnahmen im Immobilienbestand der Gesellschaft. Im Geschäftsjahr 2012 wurden gemäß § 253 Abs. 3 Satz 3 HGB außerplan­ mäßige Abschreibungen in Höhe von 19,1 Mio. € ( Vorjahr: 3,5 Mio. € ) aufgrund voraussichtlich dauernder Wertminderungen sowie Zuschreibungen entspre­ chend § 280 Abs. 1 HGB in Höhe von 16,3 Mio. € ( Vorjahr: 0,0 Mio. € ) im Rah­ men der Wertaufholung von in Vorjahren außerplanmäßig abgeschriebenen Sachanlagen vorgenommen. Die GESOBAU hatte im Jahr 1996 einen Teilbestand von Wohnungen im Märkischen Viertel für die Einzelprivatisierung vorgesehen. Die Wohnanlagen wurden im Umlaufvermögen ausgewiesen und sukzessive veräußert. Die Ver­ triebstätigkeit für diese Wohnanlagen wurde zum 30. Juni 2012 eingestellt. Die verbliebenen Wohnungen wurden im Geschäftsjahr in das Anlagevermö­ gen umgebucht ( 55,1 Mio. € ). Abschreibungen für Vorjahre waren nicht nachzu­holen, da diese Wohnanlagen auch im Umlaufvermögen planmäßig abgeschrieben wurden. ( 2 ) Anteile an verbundenen Unternehmen Die GESOBAU ist zu 100 % an der aktiva Haus- und Wohnungseigentumsver­ waltung GmbH, Berlin, mit einem Stammkapital von 1,3 Mio. € beteiligt. Gegenstand des Unternehmens sind die Verwaltung von fremdem Haus- und Wohneigentum, der Erwerb, die Errichtung und die Unterhaltung von Kabel­
netzanlagen in Gebäuden sowie die Vermittlung von Wohn- und Gewerbe­ mietverträgen. Das Eigenkapital der Gesellschaft beläuft sich per 31. Dezember 2012 auf 1,4 Mio. €. Aufgrund des bestehenden Beherrschungs- und Gewinnabfüh­ rungsvertrages erfolgt für das Geschäftsjahr 2012 eine Gewinnabführung in Höhe von 1,4 Mio. € an die GESOBAU. Darüber hinaus ist die GESOBAU am KapHag-Fonds 49 „Wohnen in Berlin-Karow“ AG & Co. KG, Berlin, als Komplementärin beteiligt. ( 3 ) Beteiligungen Die GESOBAU hat, mit Wirkung zum 31. Dezember 2011, eine Beteiligung von 47,45 % an der GEDE Gemeinsame Berliner Wohnen GmbH, Berlin (GEDE Woh­ nen) erworben. Der Gesellschaft gehören 4.680 Wohnungen und 59 Gewerbe­ einheiten in Berlin. Zum 31. Dezember 2012 betrug das Eigenkapital der Gesellschaft 71,8 Mio. €
( Vorjahr: – 9,2 Mio. € ). Die Erhöhung resultiert aus der Umwandlung von im Vorjahr ausgereichten Gesellschafterdarlehen in Eigenkapital. Die GEDE Woh­ nen weist ein Jahresergebnis von 5,1 Mio. € aus. Darüber hinaus ist die GESOBAU mit 47,45 % an der GEDE Grundstücksbe­ teiligungs GmbH & Co. KG, Berlin, beteiligt. Das Eigenkapital der Gesellschaft beträgt 2,0 T €. Ein Jahresabschluss liegt noch nicht vor. Die GESOBAU hatte im Geschäftsjahr 2001 einen 5,01 %igen Geschäftsanteil an der Wohnungsbaugesellschaft Marzahn mbH ( nunmehr degewo Marzahner Wohnungsgesellschaft mbH ) vom Land Berlin erworben. Mit Datum vom 13. Dezember 2012 haben die GESOBAU und die aktiva Haus- und Wohnungs­ eigentumsverwaltung GmbH ( Komplementärin ) die Marzahn Beteiligungen GmbH & Co. KG gegründet. In diese Gesellschaft wurde die 5,01 %ige Beteili­ gung an der degewo Marzahner Wohnungsgesellschaft mbH eingebracht. Die degewo AG hat sodann unter gleichem Datum die Kommanditbeteiligung von der GESOBAU erworben. ( 4 ) Sonstige Ausleihungen Ein an das Fernheizwerk Märkisches Viertel GmbH, Berlin, ausgereichtes langfristiges unverzinsliches Darlehen mit einer Laufzeit bis 2065 wird mit dem Barwert unter den sonstigen Ausleihungen ausgewiesen. ( 5 ) Grundstücke und grundstücksgleiche Rechte mit fertigen Bauten Die Grundstücke und grundstücksgleichen Rechte mit fertigen Bauten ver­ minderten sich durch den Verkauf von Wohnungen im Rahmen der Mieter­ privatisierung sowie durch die Umgliederung der für die Mieterprivatisierung vorgesehenen Wohnanlagen in das Anlagevermögen. Die Umgliederung er­ folgte zum 01. Juli 2012 aufgrund der Einstellung der Verkaufsaktivitäten zum 30. Juni 2012. ( 6 ) Forderungen aus Vermietung Zum 31. Dezember 2012 bestehen Forderungen aus ausstehenden Mieten und
aus der Betriebskostenabrechnung für das Jahr 2011 in Höhe von 1,7 Mio. € ( Vorjahr: 1,9 Mio. € ). Davon haben 63,9 T € (Vorjahr: 49,7 T €) eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. Die Forderungen aus Vermietung sind zu 59,1 % ( Vorjahr: 63,4 % ) wertberichtigt. ( 7 ) Forderungen aus Verkauf von Grundstücken Am Bilanzstichtag bestehen Forderungen aus dem Verkauf von Grundstücken in Höhe von 0,2 Mio. € ( Vorjahr: 0,7 Mio. € ); davon sind Kaufpreiszahlungen in Höhe von 0,2 Mio. € ( Vorjahr: 0,6 Mio. € ) auf Notaranderkonten hinterlegt. ( 8 ) Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungs­verhältnis besteht Die im Vorjahr ausgewiesenen Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, haben sich im Berichtsjahr reduziert, da ge­mäß Gesellschafterbeschluss vom 14. Februar 2012 das im Vorjahr gewährte Darlehen an die GEDE Wohnen rückwirkend zum 01. Januar 2012 der Kapital­ rücklage der GEDE Wohnen zugeführt wurde. In Vorjahren wurde ein Darlehen an die Grundstücksgesellschaft „Rundling“ Schorfheidestraße GbR, Berlin, ausgereicht. Dieses erfolgte unverzinslich. Es besteht eine Tilgungsaussetzung bis zum Jahr 2015. Die Forderung hat einen Nominalwert von 2,2 Mio. €. ( 9 ) Sonstige Vermögensgegenstände Unter den sonstigen Vermögensgegenständen werden insbesondere Forde­ rungen aus Steuererstattungen, aus Überzahlungen sowie aus Tilgungszu­ schüssen ausgewiesen. Es sind keine Beträge enthalten, die erst nach dem Abschlussstichtag rechtlich entstehen. ( 10 ) Aktiver Rechnungsabgrenzungsposten Unter dem aktiven Rechnungsabgrenzungsposten werden aktivierte Disagien sowie Bearbeitungsgebühren ausgewiesen. Diese werden über die Zinsbin­ dungsfrist der zugrunde liegenden Darlehen linear abgeschrieben. ( 11 ) Gezeichnetes Kapital Das Grundkapital der Gesellschaft beträgt unverändert 78.265.000,00 €. Es ist aufgeteilt in 15.653.000 Stückaktien ohne Nennbetrag, die in einer Globalurkunde verbrieft sind. Inhaber aller Aktien ist das Land Berlin. ( 12 ) Kapitalrücklage Die Kapitalrücklage resultiert aus der unentgeltlichen Einbringung von Grund­ stücken in den Ortsteilen Wedding und Wilmersdorf sowie aus Schwestern­ wohnanlagen. Für einen Teil der Bestände bestehen Rückauflassungsvormer­ kungen zu Gunsten des Landes Berlin, sofern diese Grundstücke für einen öffentlichen Zweck in Anspruch genommen werden sollen; bei Schwestern­ wohnanlagen darüber hinaus, wenn diese überwiegend durch Einrichtungen des Landes Berlin genutzt werden sollen.
( 13 ) Gewinnrücklagen Gemäß Beschluss der Hauptversammlung vom 30. März 2012 wurde der Bilanzgewinn des Geschäftsjahres 2011 den Anderen Gewinnrücklagen zu­ geführt. ( 14 ) Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen enthalten auch Beträge für Zusagen, die vor dem 01. Januar 1987 gegeben wurden. ( 15 ) Rückstellung für Bauinstandhaltung Die Rückstellung für Bauinstandhaltung wurde im Geschäftsjahr 2012 in Höhe von 13,0 Mio. € ( Vorjahr: 2,7 Mio. € ) in Anspruch genommen. (16) Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden unter Beachtung des Einzelbewertungsgrundsatzes mit dem durch­ schnittlichen Marktzins der letzten sieben Jahre abgezinst. Sie setzen sich wie folgt zusammen: Sonstige Rückstellungen Ausstehende Rechnungslegung
Die gesamten Rückstellungen betragen 151,0 Mio. €, davon haben 76,8 Mio. € eine Laufzeit von mehr als fünf Jahren. Die Rückstellungen aus Abrechnungsrisiken von Beständen mit offenen Vermögensfragen wurden aufgrund des nicht verlässlich ermittelbaren Zeit­ punktes des Risikoeintritts als kurzfristige Rückstellungen eingestuft. (17) Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten betragen zum 31. Dezember 2012 788,2 Mio. €. Hiervon sind 724,0 Mio. € durch Grundpfandrechte und 64,1 Mio. € durch Landesbürgschaften besichert. In den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind Aufwendungsdarlehen in Höhe von 2,9 Mio. € mit dem Barwert ausgewiesen. 752,1 Mio. € haben eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. 36,0 Mio. € haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.
Kurzfristige Inanspruchnahmen von Rahmenkrediten bestanden zum 31. Dezember 2012 nicht. Die Verzinsung der Fremdmittel erfolgt zu Zinssätzen zwischen 0,40 % und 5,57 % ( durchschnittlich 3,63 % ). ( 18 ) Verbindlichkeiten gegenüber anderen Kreditgebern Unter der Position „Verbindlichkeiten gegenüber anderen Kreditgebern“ werden Darlehen von Bezirksämtern für Modernisierungsmaßnahmen sowie Mieterdarlehen ausgewiesen. Verbindlichkeitenspiegel Die Fälligkeitsstruktur der nachfolgend dargestellten Verbindlichkeiten orientiert sich an der Fristigkeit der Verbindlichkeiten.
mit einer Restlaufzeit von Gesamt
1.	Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten ( Vorjahr )
mehr als fünf Jahren in T €
788.154 ( 760.639 )
36.040 ( 53.998 )
173.304 ( 157.239 )
578.810 ( 549.402 )
1.621 ( 1.631 )
1.619 ( 1.622 )
2 ( 9 )
80.873 ( 76.238 )
4.	Verbindlichkeiten aus Vermietung ( Vorjahr )
3.329 ( 3.859 )
5.	Verbindlichkeiten aus Betreuungstätigkeit ( Vorjahr )
10 ( 1.285 )
15.112 ( 15.406 )
13.685 ( 13.731 )
1.307 ( 1.656 )
120 ( 19 )
788 ( 578 )
889.886 ( 859.636 )
136.344 ( 151.311 )
174.612 ( 158.904 )
578.930 ( 549.421 )
2.	Verbindlichkeiten gegenüber anderen Kreditgebern ( Vorjahr ) 3.	Erhaltene Anzahlungen ( Vorjahr )
6.	Verbindlichkeiten aus Lieferung und Leistungen ( Vorjahr ) 7.	Sonstige Verbindlichkeiten ( Vorjahr ) Gesamt ( Vorjahr )
D. Erläuterungen zur Gewinnund Verlustrechnung (19) Umsatzerlöse aus der Hausbewirtschaftung Die GESOBAU erzielt Umsatzerlöse überwiegend aus der Vermietung von eige­ nen Wohn- und Gewerbeimmobilien. Die durchschnittlichen Sollmieten für Wohnungen konnten im Jahresverlauf von 4,81 €/m²/mtl. auf 4,94 €/m²/mtl. gesteigert werden. Grundlage für die realisierten Mietsteigerungen sind insbe­ sondere Modernisierungsumlagen im Zuge der Komplettmodernisierungen sowie höhere Neuvertragsmieten.
( 20 ) Bestandsveränderungen Neben den noch nicht mit Mietern abgerechneten Aufwendungen für Betriebs­ kosten als Bestandserhöhungen sind auch Abschreibungen in Höhe von 0,7 Mio. € auf zur Veräußerung an Mieter vorgesehene Wohnungen im Märki­ schen Viertel als Bestandsveränderungen erfasst worden. ( 21 ) Sonstige betriebliche Erträge Unter den Sonstigen betrieblichen Erträgen in Höhe von 44,0 Mio. € werden periodenfremde sonstige betriebliche Erträge in Höhe von 26,1 Mio. € ( Vorjahr: 13,3 Mio. € ) ausgewiesen. Diese enthalten im Wesentlichen die Auf­ lösung von Rückstellungen ( 19,8 Mio. € ), eine Zahlung in Zusammenhang mit einer vermögensrechtlichen Einigung in Höhe von 2,3 Mio. € sowie Ein­gänge auf in Vorjahren abgeschriebene Mietforderungen ( 0,7 Mio. € ). Die perioden­ bezogenen sonstigen Erträge betreffen Zuschreibungen auf das Sachanlage­ vermögen in Höhe von 16,3 Mio. €, Buchgewinne aus der Veräußerung von Anlagevermögen in Höhe von 0,4 Mio. € ( Vorjahr: 1,9 Mio. € ) sowie 1,2 Mio. € übrige sonstige Erträge. ( 22 ) Aufwendungen für Hausbewirtschaftung Unter den Aufwendungen für Hausbewirtschaftung werden die Instandhal­ tungskosten, die Betriebskosten inklusive der umlagefähigen Grundsteuer sowie die sonstigen Aufwendungen der Hausbewirtschaftung ausgewiesen. ( 23 ) Personalaufwendungen Die Aufwendungen für die betriebliche Altersversorgung der Angestellten analog den Regelungen des öffentlichen Dienstes belaufen sich auf 1,1 Mio. € ( Vorjahr: 0,9 Mio. € ). ( 24 ) Abschreibungen Im abgelaufenen Geschäftsjahr sind planmäßige Abschreibungen in Höhe von 24,9 Mio. € ( Vorjahr: 22,5 Mio. € ) angefallen. Darüber hinaus wurden außerplanmäßige Abschreibungen gem. § 253 Abs. 3 Satz 3 HGB in Höhe von 19,1 Mio. € ( Vorjahr: 3,5 Mio. € ) aufgrund voraussichtlich dauernder Wertminderungen vorgenommen. ( 25 ) Sonstige betriebliche Aufwendungen Die Sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von 13,2 Mio. € bein­halten periodenfremde Aufwendungen in Höhe von 4,6 Mio. € ( Vorjahr: 6,1 Mio. € ). Diese werden im Wesentlichen durch Abschreibungen und Wertberichtigungen
auf Forderungen, durch Ergebnisveränderungen aufgrund vermögensrechtli­ cher Entscheidungen sowie durch Zuführungen zu Rück­stellungen beeinflusst. Darüber hinaus sind die Verwaltungskosten der Gesellschaft enthalten. ( 26 ) Steuern vom Einkommen und Ertrag Unter den Steuern vom Einkommen und Ertrag werden Erstattungen aus Kör­ perschaft- und Gewerbesteuer aufgrund berichtigter Steuererklärungen für das Geschäftsjahr 2007 ausgewiesen.
E. Außerbilanzielle Geschäfte und Sonstige finanzielle Verpflichtungen Bezugsverpflichtungen Der Fernheizwerk Märkisches Viertel GmbH wurde Ende der 1960er Jahre zur Finanzierung der Herstellung eines Fernheizverteilungsnetzes im Märkischen Viertel ein unverzinsliches Darlehen über 7.783 T € mit einer Laufzeit bis 2065 gewährt und gleichzeitig ein Erbbaurechtsvertrag über Grundstücksflächen im Märkischen Viertel zwecks Errichtung eines Fernheizwerkes sowie ein Wärme­ lieferungsvertrag mit entsprechenden Laufzeiten abgeschlossen. Der Wärme­ lieferungsvertrag wurde im Geschäftsjahr 2012 angepasst. Der Vertrag läuft nunmehr bis zum 31. Dezember 2020. Er verlängert sich jeweils um 10 Jahre, sofern der Vertrag nicht neun Monate vor Ablauf von einem der Vertragspartner
gekündigt wird. Die Zahlungen für Wärmelieferungen aus diesem Vertrag beliefen sich 2012 auf 19,9 Mio. € ( Vorjahr: 19,6 Mio. € ). Die sich aus dem Vertrag ergebenden finanziellen Verpflichtungen werden als Betriebskosten weiterverrechnet. Haftungsverhältnisse Die GESOBAU ist Komplementärin des KapHag-Fonds 49 „Wohnen in BerlinKarow“ AG & Co. KG. Die Höhe der tatsächlichen Haftung bzw. Inanspruch­ nahme der GESOBAU wird maßgeblich von der Entwicklung des Marktes für Vermietungen in Berlin-Karow und von dem Maß der Durchsetzung von An­ sprüchen gegen die Kommanditisten bestimmt. Wir gehen von einer Fortfüh­ rungsprognose für die Fondsgesellschaft aus. Bei gleichbleibenden Marktbe­ dingungen wird der Fonds auch in den kommenden Jahren über ausreichend liquide Mittel verfügen, um seinen Verpflichtungen nachzukommen. Mit Aus­ lauf der Förderung durch das Land Berlin im November 2016 dürfte jedoch – aus heutiger Sicht – eine Sanierung des Fonds notwendig werden. Für die Grundstücksgesellschaft „Rundling“ Schorfheidestraße GbR liegt der GESOBAU eine Haftungsfreistellungserklärung der finanzierenden Bank vor.
Eigenkapital (Einlagen)
Die Fonds konnten im abgelaufenen Geschäftsjahr ihre Zahlungsverpflichtun­ gen jederzeit erfüllen. Die der Gesellschaft überlassenen Mietsicherheiten gemäß § 551 BGB betra­ gen zum 31. Dezember 2012 15,6 Mio. € ( Vorjahr: 13,2 Mio. € ) und wurden vom übrigen Vermögen getrennt bei einem Kreditinstitut angelegt. Angabe zu Finanzderivaten Zur Absicherung von Zinsänderungsrisiken bestehen Zinsswapgeschäfte mit einem Gesamtvolumen von 17,8 Mio. €, denen entsprechende Grundgeschäfte
gegenüber stehen, so dass Bewertungseinheiten gebildet werden konnten. Darüber hinaus bestehen drei Forwardswapgeschäfte über 49,4 Mio. € ( Laufzeiten von 2014 bis 2035 ), die für die nach Auslaufen der Zinsbindungs­ frist geplante Prolongation von bestehenden Darlehensverbindlichkeiten zur zukünftigen Absicherung von Zinsänderungsrisiken abgeschlossen wurden. Für diese Forwardswapgeschäfte wurden ebenfalls Bewertungseinheiten gebildet. Die Ermittlung des Marktwertes der Finanzderivate erfolgt durch Diskontierung der zukünftigen Zahlungsströme auf Basis der mark-to-market Methode anhand marktüblicher Zinsen über die Restlaufzeit der Instrumente.
einbezogener Betrag zum Stichtag
Sicherungsinstrument / Höhe des abgesicherten Risikos ( Marktwert)
17.780.626
– 2.821.503
mit hoher Wahrscheinlichkeit erwartete Darlehensprolongation / Forward Swap
– 2.735.359
Die gegenläufigen Zahlungsströme von Grund- und Sicherungsgeschäft sollen sich im Sicherungszeitraum ausgleichen, da gemäß der Risikopolitik der Ge­ sellschaft für Risikopositionen ( Grundgeschäft ) unverzüglich nach Entstehung
in betraglich gleicher Höhe und Laufzeit Zinssicherungsgeschäfte abge­ schlossen werden. Bis zum Abschlussstichtag haben sich die gegenläufigen Zahlungsströme aus Grund- und Sicherungsgeschäft fast vollständig ausge­
glichen. Zur Messung der Effektivität der Sicherungsbeziehungen wird die „Critical-Terms-Match-Methode“ sowie die „Dollar-Offset-Methode“ ( für Zins­
swapgeschäfte mit bestehenden Grundgeschäften ) verwendet.
F. Sonstige Angaben Das Gesamthonorar für die Abschlussprüfungsleistungen des Jahres 2012 beträgt 98,2 T €. Das Honorar für weitere Bestätigungsleistungen beträgt 12,8 T €. Das Bestellobligo für vergebene Bauaufträge im Rahmen der umfassenden Modernisierungs- und Instandsetzungsmaßnahmen in Höhe von 64,6 Mio. € ist durch zugesagte Kredite abgedeckt. Die GESOBAU bedient sich zur Erfüllung ihrer Zusage auf Alters- und Hinter­ bliebenenversorgung einer Zusatzversorgungskasse, der VBL-Versorgungsan­ stalt des Bundes und der Länder. Die VBL, als rechtsfähige Anstalt des öffent­ lichen Rechts, gewährt den Arbeitnehmern der beteiligten Arbeitgeber im Wege privatrechtlicher Versicherung eine zusätzliche Alters- und Hinterbliebe­ nenversorgung gegen Zahlung einer Umlage durch die GESOBAU. Darüber hinaus zahlt die GESOBAU ein Sanierungsgeld, um den zusätzlichen Mittel­ bedarf der VBL zur Finanzierung der vor dem 01. Januar 2002 begründeten Ansprüche abzudecken. Die Sanierungsgelder sind Bestandteil der Umlagen­ finanzierung und werden deshalb in dem Geschäftsjahr als Aufwand erfasst, für das sie erhoben werden. Aufgrund der Einschaltung einer Zusatzversor­ gungskasse als externen Träger besteht eine mittelbare Pensionsverpflich­ tung, für die das Passivierungswahlrecht gemäß Art. 28 Abs. 1 EGHGB gilt. Die Höhe einer möglichen Subsidiärhaftung der GESOBAU ist gegenwärtig nicht verlässlich ermittelbar. Der derzeitige Umlagensatz-West beträgt 8,28 % bei einer Summe der umlagepflichtigen Gehälter von 6,6 Mio. €. Im Geschäftsjahr 2012 wurde ein Sanierungsentgelt in Höhe von 120,5 T € gezahlt.
Erste Bestellung ab dem 15. Februar 2006
Bestellt bis zum 14. Februar 2014
Vorstand Service und Investition Andrea Emer Christian Wilkens
Erste Bestellung ab dem 01. August 2008
Bestellt bis zum 31. Juli 2014 Vorstand Finanzen und Controlling
Die Bezüge des Vorstandes beliefen sich im Berichtszeit­
raum auf 537,0 T € ( Vorjahr: 534,7 T € ). Bezüge des Vorstands in T € Grundvergütung
Birgit Galley Mitglied des Aufsichtsrates seit dem 03. Mai 2010 Geschäftsführerin der Forensic Management GmbH, Berlin
Variable Vergütung auf Basis einer Zielvereinbarung für das Jahr 2011
An frühere Vorstandsmitglieder bzw. deren Hinterblie­bene
und Beihilfen in Höhe von 186,2 T € ( Vorjahr : 180,2 T € )
gezahlt. Den Pensionsrückstellungen für diesen Personen­
kreis wurden 267,5 T € ( Vorjahr: 142,3 T € ) zu­geführt.
Sie betragen zum 31. Dezember 2012 2.223 T € (Vorjahr:
2.142 T €). Mitgliedern des Vorstandes bzw. deren Angehörigen wurden keine Darlehen eingeräumt.
Anja Scholze Mitglied des Aufsichtsrates seit dem 14. März 2007 Kaufmännische Angestellte, Berlin Ramona Senier Mitglied des Aufsichtsrates seit dem 23. Mai 2005 Kaufmännische Angestellte, Berlin Bezüge Die Mitglieder des Aufsichtsrates erhielten 40,1 T € ( Vorjahr: 41,3 T € ) an Sitzungsgeldern und festen Ver­ gütungen, die sich wie folgt aufgliedern : Bezüge des Aufsichtsrates in €
An zwei Arbeitnehmervertreter im Aufsichtsrat wurde in Vorjahren ein besichertes Darlehen über jeweils 26 T € zum Erwerb von Wohneigentum mit einer Laufzeit bis zum Jahr 2012 gewährt. Die Darlehen wurden mit 2 % verzinst; sie wurden 2012 vollständig getilgt.
Durchschnittliche Anzahl der Beschäftigten Die Gesellschaft beschäftigte im Jahresdurchschnitt 272 ( Vorjahr: 272 ) Mitarbeiter. Berlin, 21. Februar 2013 GESOBAU AG
Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers „Wir haben den Jahresabschluss – bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang – unter Ein­beziehung der Buchführung und den Lagebericht der GESOBAU AG, Berlin, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2012 geprüft. Die Prüfung umfasst nicht die inhaltliche Prüfung der Anlage zum Lagebericht „Er­klärung des Vorstandes und des Aufsichts­rates der GESOBAU AG“ zur Corporate Governance. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresab­ schluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Ver­ antwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbezie­ hung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben. Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer ( IDW ) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschluss­ prüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtig­ keiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäfts­ tätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartun­ gen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buch­ führung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentli­ chen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.“ Berlin, 21. Februar 2013 Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Schepers	Breske Wirtschaftsprüfer
GESOBAU-Mehrjahresübersicht 2012
Mio. €
1.224,63 20,27
Anlagendeckung II2	Anlagenintensität 4
Finanzlage Mio. €
Zuschreibungen Anlagevermögen
Gesamtleistung5
Fläche Wohnungen (Jahresdurchschnitt)
Fläche Gewerbe (Jahresdurchschnitt)
Mieterlöse Wohnungen p. a.
Mieterlöse Gewerbe p. a.
durchschnittliche Mieterlöse pro m2/mtl. Wohnfläche
Personalaufwand	Personalaufwandsquote6	1 2
Eigenkapital im Verhältnis zur Bilanzsumme  igenkapital und langfristiges Fremdkapital im Verhältnis E zum Anlagevermögen (Goldende Bilanzregel)
Fremdkapital im Verhältnis zum Eigenkapital Anlagevermögen im Verhältnis zum durchschnittlichen Gesamtkapital Umsatzerlöse und Bestandsveränderungen 6 Personalaufwand im Verhältnis zur Gesamtleistung 3 4 5
Frank Höhne, Berlin Fotos
Telefon 030 40 73­ 0
Telefax 030 40 73­13 58
Daniele Ansidei, Berlin
www.gesobau.de info@gesobau.de

References: § 172
 § 312
 § 319
 § 312
 § 253
 § 317
 § 27
 § 27
 § 290
 § 296
 § 253
 § 280
 § 253
 § 274
 § 249
 § 253
 § 253
 § 253
 Art. 67
 § 249
 § 88
 § 254
 § 253
 § 280
 § 253
 § 551
 Art. 28
 § 317