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letztw. Verfügung (Erbrecht) - frag-einen-anwalt.de
www.frag-einen-anwalt.de Erbrecht Themen: Verfügung
letztw. Verfügung
29.12.2005 13:09 |
Dazu folgende Frage: wenn man sein Testament selbst schreibt, bzw. zum Anwalt geht und dort erstellen läßt verhält es sich ja wohl so, dass es sich um ein eigenhändiges Testament handelt (also selbst schreiben oder unterschreiben, sonst ist es ungültig). Der Anwalt schreibt das Testament wohl vor und man schreibt es dann ab oder?
sofern zum Nachlaß auch Immobilien gehören. Macht es dann nicht Sinn, dass man das Testament immer vom Notar beurkunden läßt. Man spart sich/d.h die Erben dann ja die Kosten für den Erbschein. Bei einem Nachlaßwert von 250 TEUR fallen im Erbscheinverfahren (der wird ja wegen § 35 Grundbuchordnung benötigt, wenn man nur ein handschriftliches Testament hat) nicht nur einmal 432,00 Euro an. Es fallen ja zusätzlich nochmals 432,00 Euro für die Eidesstattliche Versicherung an. Diese Kosten für die Eidesstattliche Versicherung kann man sich ja sparen, wenn man gleich ein öffentliches Testament errichtet. In der Gesamtheit der Kosten fallen dann nur 432,00 Euro für das Testament und beim Tod noch die Kosten für die Testamentseröffnung an. Ist die Eidesstattliche Versicherung immer notwendig (im Erbscheinverfahren)?
Sind die o.a. Ausführungen richtig??
Ich nehme aber an die o.a. Aussagen gelten nicht für ein gemeinschaftliches Testament bzw. für einen Erbvertrag, da hier ja für die Beurkundung des Testaments die doppelte Gebühr vom Notar berechnet wird.
Ausschnitt aus Internetseite/www.justiz.nrw.de/BS/Gerichte/FGG/Einzelverfahren/Nachlassverfahren/Erbscheinverfahren.html
Nach der Ab dem 1. Januar 2001 geltenden Gebührentabelle - die Sie nachfolgend in einem kleinen Auszug sehen können - gelten für die Geschäftswerte z.B. folgende Gebühren.
Beträgt der Wert des Nachlasses z.B. 100.000 EUR, so würden in der Regel 2 Gebühren (Aufnahme der eidesstattlichen Versicherung, Erteilung des Erbscheines) in einer Gesamthöhe von 414,00 EUR anfallen.
Bei Erbscheinen, die nur für bestimmte Zwecke erteilt werden (z.B. zur Vorlage beim Grundbuchamt) ermäßigen sich die Gebühren, weil nur der Wert der betreffenden Grundstücke zugrunde gelegt wird. Ebenso ist die Erteilung eines Erbscheins über einen Miterbenanteil kostengünstiger, weil nur vom Wert des Miterbenanteils ausgegangen wird.
Frage in Kategorie: Recht & Justiz - Erbrecht Betreff: Kosten für die Erstellung einer letztwilligen Verfügung
geschrieben am 29.12.2005 09:13:00
http://www.sterbekasse-nordhorn.de/Kostenordnung.pdf
im Internet habe ich eine Übersicht für die Kosten der Errichtung letztwilliger Verfügungen (und zwar beim Notar und alternativ beim Rechtsanwalt) gesehen:
a) Wann fallen beim Notar 1/10, 1/4, 1/2, 1, 1,5 bzw. die zweifache Gebühr an?
b) Wann fallen beim Rechtsanwalt 10/10, 7,5/10, 5/10 bzw. 3/10 an Gebühr an?
c) Hätte die Erstellung beim Notar nicht den Vorteil, dass sich die Erben nach dem Tod die Erstellung des Erbscheins sparen können (für die Erstellung des Erbscheins enstehen ja weitere Kosten) (wegen § 35 Grundbuchordnung)?
Antwort Betreff: >Kosten für die Erstellung einer letztwilligen Verfügung
29.12.2005 10:09:38 von Rechtsanwalt Hans-Christoph Hellmann www.anwaltskanzlei-hellmann.de Kontaktdaten auf 123recht.net Herrenhäuser Str. 38, 30938 Burgwedel, 05139 9703334, Fax: 05139 9703335 Hans-Christoph Hellmann, Burgwedel, beschäftigt sich schwerpunktmäßig mit Familienrecht, Strafrecht, hat Interessensschwerpunkte: Miet und Pachtrecht, Erbrecht, Zivilrecht. Diesem Anwalt jetzt eine persnliche Beratungsanfrage schicken (mit Dokument Upload) Ratgeber Artikel von Rechtsanwalt Hans-Christoph Hellmann auf 123recht.net Alle Antworten von Rechtsanwalt Hans-Christoph Hellmann ansehen Alle Bewertungen von Rechtsanwalt Hans-Christoph Hellmann ansehen
Die von Ihnen zitierte Tabelle ist veraltet, nunmehr gibt es neue gebührenrechtliche Vorschriften. Die Notarkosten für die Abfassung eines notariellen Testaments richten sich nach dem Gegenstandswert. Es fällt insoweit eine 1.0 Gebühr nach § 46 Abs. 1 KostO. Zwei Gebühren fallen bspw. bei einem gemeinschaftlichem Testament an, eine halbe bei einem Testamentswiderruf etc. Wie versiert der jeweilige Notar im Erbrecht ist, ist Tatfrage.
Beim anwaltlichen Testament, empfehlenswert ist es dabei einen fachlich qualifiziert erbrechtlich tätigen Kollegen (Schwerpunkt, Fachanwalt) aufzusuchen, kommt regelmäßig eine 1,3-Geschäftsgebühr (Nr. 2400 VV RVG) auf Sie zu. Die genaue Gebühr hängt vom Gegenstandswert ab.
Ein Erbschein ist bei notariellem Testament nicht erforderlich, soweit das Grundbuchamt nicht nach § 35 Abs. 1 am Ende GBO einen Erbschein verlangt.
Burgwedel, den 29.12.2005
29.12.2005 | 15:11
die notarielle Beurkundung spielt für den Erbscheinsantrag zwar insofern eine Rolle, als Sie dadurch die Echtheit des Testaments nachweisen können, was Sie beim handschriftlichen Testament durch eidesstattliche Versicherung bewirken.
§ 35 GBO wirkt nur für die Vorlage beim Grundbuchamt. Bei Banken müssen Sie in der Regel einen ERbschein vorlegen, wobei Sie also keine Kosten sparen.
Ich rate Ihnen doch, sich umfassend beraten zu lassen, um die beste Lösung für Sie zu erwirken.
Bitte nutzten Sie die Nachfragefunktion .
Mit freundlichen Grüssen+
Nachfrage vom Fragesteller	31.12.2005 | 14:47
ein Bankmitarbeiter hat mich darauf hingewiesen, dass ich bezüglich (er fügte hinzu: und zwar nur bezüglich der Bankkonten) der Bankkonten das Problem mit dem Erbnachweis regelmäßig nicht ergibt, wenn ich eine sogenannte Bankvollmacht auf den Todesfall (und zwar für alle Bankkonten) erteile, dass heißt, die Vollmacht greift erst nach meinem Tod. Ich kann also jetzt schon meinen Erben (wobei ich es sogar so gestalten kann, dass die Erben die Vollmacht jeweils einzeln oder auch nur gemeinschaftlich ausüben können) für alle Bankkonten Vollmacht auf den Todesfall erteilen, dann will die Bank - so jedenfalls die Aussage des Bankmitarbeiters - keinen Erbnachweis von meinen Erben. Wenn ich dann noch ein notarielles Testament erstelle, wird auch bezüglich der Immobilien kein Erbschein benötigt (wegen § 35 GBO). Dann sollte ein Erbschein doch nicht mehr notwendig sein oder??
Schließlich noch eine Nachfrage: Wie können meine Erben gegenüber dem Nachlaßgericht die Echtheit des Testaments durch eidestattliche Versicherung (die Frage bezieht sich auf den Fall der Erstellung eines handschriftlichen Testaments) nachweisen?
Das Testament wird ja vom Erblasser verfaßt (der dann ja nicht mehr lebt). Ist ein absoluter sicherer Nachweis der Echtheit eines handschriftlich erstellten Testaments nicht nur durch Einholung eines Schriftprüfungsgutachtens möglich??
Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 02.01.2006 | 10:26
eine Vollmacht über den Tod hinaus kann Ihnen bezüglich Bankgeschäften helfen, dann müssen Sie aber daran denken, diese Vollmacht zu Lebzeiten bei der Bank zu hinterlegen. Nur dann kann eine solche Vollmacht bei dieser Bank den Erbschein "ersetzen". Sollten Sie mehrer Konten bei verschiedenen Banken haben, nutzt Ihnen die eine Vollmacht bei den anderen Banken nicht viel.
Die Echtheit wird durch die eidesstattliche Versicherung "bewiesen". Sie ist eine Form der Beteurung der Richtigkeit einer Erklärung. Eine falsche eidesstattliche Versicherung vor einer zur Abnahme zuständigen Behörde ist strafbar, § 156, 163 StGB. Darüber wird der Abgebende vorher informiert. Man geht davon aus, dass die Versicherung wahrheitsgemäß abgegeben wird, das ist dann der Nachweis. Ein Gutachten zum Schriftvergleich würde nur angeordnet werden, wenn Zweifel an der Echtheit bestehen.
Erlangung der Verfügung über meinen Erbteil
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References: § 35
 § 35
 § 46
 § 35

§ 35
 § 35
 § 156