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Timestamp: 2016-10-23 22:24:39+00:00

Document:
Widerhandlung gegen das Bet�ubungsmittelgesetz; Strafzumessung; Willk�r, Grundsatz in dubio pro reo,
Beschwerde gegen das Urteil des Obergerichts des Kantons Z�rich, I. Strafkammer, vom 10. September 2009.
Das Bezirksgericht Z�rich sprach X.________ am 20. November 2008 der mehrfachen Widerhandlung gegen das Bet�ubungsmittelgesetz (Art. 19 Ziff. 1 Abs. 4 und 5), teilweise in Verbindung mit bandenm�ssiger Begehung (Art. 19 Ziff. 2 lit. b BetmG), schuldig und bestrafte ihn mit einer Freiheitsstrafe von 22 Monaten unter Anrechnung von 110 Tagen Untersuchungshaft. Den Vollzug der Freiheitsstrafe schob es im Umfang von 14 Monaten auf und setzte die Probezeit auf f�nf Jahre fest. Im gleichen Verfahren ergingen Urteile gegen A.________ und B.________, die nicht angefochten wurden und deshalb in Rechtskraft erwachsen sind.
X.________ erkl�rte Berufung beim Obergericht des Kantons Z�rich. Diese richtete sich gegen die Qualifizierung der Bandenm�ssigkeit, die Strafzumessung sowie den Vollzug der Freiheitsstrafe. Mit Urteil vom 10. September 2009 best�tigte das Obergericht das erstinstanzliche Urteil.
X.________ f�hrt Beschwerde beim Bundesgericht. Er beantragt, der angefochtene Entscheid sei aufzuheben, und er sei der mehrfachen Widerhandlung gegen das Bet�ubungsmittelgesetz im Sinne von Art.19 Ziff. 1 Abs. 4 und Abs. 5 BetmG schuldig zu sprechen, jedoch vom Vorwurf der bandenm�ssigen Begehung freizusprechen. Er sei ferner unter Anrechnung der erstandenen Untersuchungshaft mit einer Freiheitsstrafe von maximal acht Monaten zu bestrafen. Der Vollzug sei aufzuschieben und die Probezeit auf f�nf Jahre festzusetzen.
Eventualiter sei der angefochtene Entscheid aufzuheben und an die Vorinstanz, eventuell an die erste Instanz zur Neubeurteilung zur�ckzuweisen, mit der Auflage, die Frage der Zurechnungsf�higkeit gutachterlich oder in anderer geeigneter Weise abzukl�ren.
Anfangs 2005 er�ffnete der Beschwerdef�hrer in Z�rich die Videothek "C.________", wo er zwei Angestellte besch�ftigte. Er kaufte von D.________ Marihuana und liess dieses innerhalb der Gesch�ftsr�umlichkeiten bis zu seiner Verhaftung am 2. M�rz 2005 �ber die beiden Angestellten in Portionen � 4 Gramm zum Preis von je Fr. 50.-- verkaufen. Er verkaufte insgesamt rund 2 Kilogramm Marihuana. Nach der Entlassung aus der Untersuchungshaft er�ffnete der Beschwerdef�hrer mit A.________ am 19. April 2005 die ebenfalls in Z�rich gelegene Boutique "E.________", in der sie als Vorwand Kleider, in erster Linie aber Marihuana verkauften. Ab dem 19. Mai 2005 arbeiteten sie mit B.________ zusammen. Der Beschwerdef�hrer und A.________ waren f�r die Beschaffung des Marihuanas und die Bezahlung der Miete f�r das Ladenlokal zust�ndig. Sie bestellten ausserdem das Marihuana bei D.________, bezahlten es und gaben es nach Empfang an B.________ weiter, der das Marihuana aufbewahrte, portionierte und es portionenweise in die Boutique brachte. Hier verkaufte es F.________ an verschiedene Drogenkonsumenten. W�hrend der Ferien von A.________ war der Beschwerdef�hrer alleine f�r die Marihuanabeschaffung verantwortlich und �bernahm weitere Aufgaben mit den Marihuanaverk�ufen in der Boutique. Insgesamt verkauften die Beteiligten bis zur Verhaftung des Beschwerdef�hrers am 30. Juni 2005 rund 16 Kilogramm Marihuana. In der Wohnung von B.________ fanden sich weitere 1'658 Gramm Marihuana, das ebenfalls f�r den Verkauf in der Boutique vorgesehen war.
2.1 Der Beschwerdef�hrer r�gt, die Vorinstanz habe ihm zu Unrecht eine leicht verminderte Zurechnungsf�higkeit abgesprochen. Die Untersuchungsbeh�rden wie die erste Instanz seien von einer langj�hrigen Cannabissucht ausgegangen, die zur Annahme einer leicht verminderten Zurechnungsf�higkeit gef�hrt habe. Die Vorinstanz habe seine Aussage jedoch als Schutzbehauptung disqualifiziert. Dies m�sse die Vorinstanz im Einzelnen begr�nden. Trotz seiner unterschiedlichen Aussagen gehe aus diesen klar hervor, dass er w�hrend Jahren Cannabis konsumiert habe. Es m�sse daher davon ausgegangen werden, dass er bei seinen Straftaten unter regelm�ssigem Drogeneinfluss gestanden habe. Zumindest habe ihm das Gegenteil nicht rechtsgen�gend nachgewiesen werden k�nnen. Die Vorinstanz habe eine willk�rliche Beweisw�rdigung vorgenommen und damit den Grundsatz "in dubio pro reo" sowie das rechtliche Geh�r verletzt.
Falls wider Erwarten Zweifel an der verminderten Zurechnungsf�higkeit best�nden, solle im Sinne von Art. 20 StGB ein Gutachten in Auftrag gegeben werden. Diese Bestimmung habe die Vorinstanz missachtet.
2.2 Die Vorinstanz betont, entgegen der Auffassung der ersten Instanz k�nne im Marihuanakonsum des Beschwerdef�hrers kein Strafminderungsgrund erblickt werden. Er habe im Rahmen der polizeilichen Einvernahme ausgesagt, er rauche Monatlich einmal bis zweimal Marihuana. Nach seiner zweiten Verhaftung habe er jedoch ausgesagt, er rauche t�glich zwei bis f�nf Joints. Aufgrund der vorg�ngig anderslautenden Aussagen handle es sich offensichtlich um eine Schutzbehauptung. Anders sei nicht vern�nftig erkl�rbar, weshalb er diese Aussagen nicht bereits fr�her deponiert habe.
2.3 Das Bundesgericht legt seinem Urteil den Sachverhalt zugrunde, den die Vorinstanz festgestellt hat. Die Feststellung des Sachverhalts durch die Vorinstanz kann nur ger�gt werden, wenn sie offensichtlich unrichtig, d.h. willk�rlich im Sinne von Art. 9 BV ist (BGE 133 II 249 E. 1.2.2), oder wenn sie auf einer Verletzung von schweizerischem Recht im Sinne von Art. 95 BGG beruht (Art. 97 Abs. 1 BGG). Die R�ge der offensichtlich unrichtigen Feststellung des Sachverhalts pr�ft das Bundesgericht nach Art. 105 Abs. 2 BGG nur insoweit, als in der Beschwerde explizit vorgebracht und substantiiert dargelegt wird, inwiefern der Entscheid an einem qualifizierten und offensichtlichen Mangel leidet (BGE 133 II 249 E. 1.4.3 mit Hinweisen).
2.4 Was der Beschwerdef�hrer gegen die tats�chlichen Feststellungen der Vorinstanz einwendet, ersch�pft sich in einer appellatorischen Kritik am angefochtenen Urteil, die f�r die Begr�ndung einer willk�rlichen Sachverhaltsw�rdigung nicht gen�gt. Der Beschwerdef�hrer bestreitet nicht, unterschiedlich zu seinem Marihuanakonsum ausgesagt zu haben. Er betont, es k�nne nicht ausgeschlossen werden, dass er diese Aussagen gemacht habe, um den Verdacht des Drogenhandels von ihm abzuwenden. Die Ausf�hrungen des Beschwerdef�hrers sind insgesamt nicht geeignet, eine willk�rliche Beweisw�rdigung durch die Vorinstanz darzutun. Denn f�r die Begr�ndung von Willk�r gen�gt praxisgem�ss nicht, dass das angefochtene Urteil mit der Darstellung der Beschwerdef�hrerin nicht �bereinstimmt oder eine andere L�sung oder W�rdigung vertretbar erscheint oder gar vorzuziehen w�re (BGE 127 I 54 E. 2b mit Hinweisen).
Es ist zudem nicht ersichtlich und wird vom Beschwerdef�hrer auch nicht n�her dargelegt, inwiefern der Grundsatz "in dubio pro reo" sowie das rechtliche Geh�r verletzt worden sein sollen. Auch eine Verletzung von Art. 20 StGB liegt nicht vor. Nach dieser Bestimmung ist durch die Untersuchungsbeh�rde oder das Gericht eine Begutachtung durch einen Sachverst�ndigen anzuordnen, wenn ein ernsthafter Anlass besteht, an der Schuldf�higkeit des T�ters zu zweifeln. Der von der Vorinstanz verbindlich festgestellte Sachverhalt zum Drogenkonsum des Beschwerdef�hrers l�sst keine ernsthaften Zweifel an dessen Schuldf�higkeit aufkommen.
3.1 Der Beschwerdef�hrer macht geltend, das in Bezug auf die Boutique E.________ festgehaltene strafbare Verhalten sei nicht als bandenm�ssig zu qualifizieren. Aus den Akten sei ersichtlich, dass er zum Teil alleine, teilweise aber auch zu zweit oder dritt, t�tig gewesen sei. Dasselbe gelte auch f�r die beiden anderen Mitt�ter. Es sei daher fraglich, ob der Wille der einzelnen T�ter auf die Realisierung aller tatbestandsrelevanten Umst�nde gerichtet gewesen sei. Der Vorsatz einer bandenm�ssigen Deliktsbegehung sei nicht gegeben. Vielmehr habe in wesentlichen Punkten keine Einigung �ber ein gemeinsames Zusammenwirken bestanden.
3.2 Die Vorinstanz h�lt fest, dass der Beschwerdef�hrer in einer gut organisierten Personengruppe mit arbeitsteiligem Vorgehen (Bezahlung der Boutique-Miete; Beschaffung des Marihuanas; Aufbewahrung, Portionierung und portionenweiser Transport in die Boutique; Verkauf in der Boutique; Abrechnung der Tagesums�tze) einen schwunghaften Marihunahandel betrieben habe. Das vors�tzliche Zusammenwirken ergebe sich aus dem unbestrittenen Sachverhalt. Die Annahme eines lockeren, losen, nicht organisierten Zusammenwirkens gem�ss Auffassung des Beschwerdef�hrers sei abwegig.
3.3 Eine Bande liegt nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung vor, wenn sich zwei oder mehrere T�ter mit dem ausdr�cklich oder konkludent ge�usserten Willen zusammenfinden, insk�nftig zur Ver�bung mehrerer selbst�ndiger, im Einzelnen m�glicherweise noch unbestimmter Straftaten zusammen zu wirken. Dabei muss der Wille der T�ter auf die gemeinsame Ver�bung einer Mehrzahl von Delikten gerichtet sein. Auch das Qualifikationsmerkmal der Bande setzt gewisse Mindestans�tze einer Organisation (etwa Rollen- oder Arbeitsteilung) und eine Intensit�t des Zusammenwirkens in einem Masse voraus, dass von einem stabilen Team gesprochen werden kann, auch wenn dieses allenfalls nur kurzlebig ist (BGE 135 IV 158 E. 2 und 3; BGE 132 IV 132 E. 5.2; je mit Hinweisen).
3.4 Was der Beschwerdef�hrer gegen das angefochtene Urteil vorbringt, f�hrt zu keinem anderen Ergebnis. Die Bande zeichnet sich durch Rollen- und Arbeitsteilung aus, weshalb ohne weiteres davon auszugehen ist, wie vom Beschwerdef�hrer hervorgehoben, dass nicht jeder der Mitt�ter an jeder einzelnen Handlung beteiligt war, sondern auch allein gehandelt hat. Gem�ss unbestrittenem Sachverhalt betrieb der Beschwerdef�hrer zusammen mit seinen Mitt�tern von anfangs 2005 bis zu seiner ersten Verhaftung am 2. M�rz 2005 und vom 19. April 2005 bis zur zweiten Verhaftung am 30. Juni 2005 den Marihuanahandel. Entgegen seiner Ansicht ist im Einklang mit der Vorinstanz von einem stabilen Team auszugehen, wenn �ber mehrere Monate arbeitsteilig in gleichen oder wechselnden Rollen eine betr�chtliche Menge Marihuana beschafft, umgeschlagen und weiterverkauft wird.
4.1.1 Der Beschwerdef�hrer wendet sich gegen die Strafzumessung der Vorinstanz. Diese widerspreche bundesrechtlich festgelegten Grunds�tzen. Die Vorinstanz spreche eine extrem hohe Einsatzstrafe von 22 Monaten aus, obwohl sie mit Ausnahme der Zurechnungsf�higkeit zu seinen Gunsten erhebliche Korrekturen im Vergleich zum erstinstanzlichen Urteil vorgenommen habe. Zudem habe sie die Strafe trotz Gest�ndnis aber in Ber�cksichtigung der Vorstrafen sowie des Nachttatverhaltens noch um acht Monate auf insgesamt 30 Monate Freiheitsstrafe erh�ht, um sie aufgrund der Verletzung des Beschleunigungsgebots wieder auf 22 Monate zu reduzieren. Mit sachlichen Erw�gungen lasse sich ein solches Strafmass nicht rechtfertigen. Gewinns�chtiges Verhalten liege nicht vor, habe er doch mit dem ihm zustehenden Gewinn die eigene Drogensucht finanziert.
4.1.2 Der Beschwerdef�hrer r�umt ein, dass er erst im Rahmen des vorinstanzlichen Berufungsverfahrens ein vollst�ndiges Gest�ndnis abgelegt habe. Dieses m�sse sich aber zu seinen Gunsten auswirken. Die Vorinstanz ber�cksichtige auch nicht, dass er sich gegen�ber dem erstinstanzlichen Urteil um weitere neun Monate bew�hrt und er seinen langj�hrigen Cannabiskonsum 2007 aufgegeben habe.
4.1.3 Ferner werde die Verletzung des Beschleunigungsgebots ungen�gend gewichtet. Eine Unt�tigkeit der Untersuchungsbeh�rden w�hrend 22 Monaten m�sse gem�ss europ�ischer Rechtsprechung als aussergew�hnlicher Verstoss gewertet werden. Eine Strafreduktion von nur acht Monaten reiche als Entsch�digung f�r die �berlange Verfahrensverschleppung nicht aus, zudem habe das Strafbed�rfnis nach so langer Zeit abgenommen.
4.1.4 Der Beschwerdef�hrer macht weiter eine erh�hte Strafempfindlichkeit geltend. Aufgrund der Strafh�he von 22 Monaten stehe es im Ermessen der Beh�rden, eine Wegweisung in sein Heimatland zu verf�gen. Der Richter habe sich deshalb damit auseinanderzusetzen, ob eine solche dem Zweck der Verbrechensbek�mpfung zuwiderlaufe. Im Sinne der Resozialisierung sei die Strafe tiefer anzusetzen. Er befinde sich heute in gefestigter beruflicher Stellung und lebe in g�nstigen Familienverh�ltnissen. Er lebe seit rund 30 Jahren in der Schweiz und habe zu seinem Heimatland keinen Bezug. Als verwurzelter Ausl�nder in der Schweiz treffe ihn eine Wegweisung unverh�ltnism�ssig stark. Zudem sei es seiner Frau und seinem f�nfj�hrigen Sohn, die beide Schweizer seien, nicht zuzumuten, ihm in sein Heimatland zu folgen.
4.1.5 Die Vorinstanz habe schliesslich die Koh�renz der Strafen unter den verschiedenen Mitangeklagten missachtet. Obwohl verschiedene Parallelen bez�glich Bet�ubungsmitteldelinquenz und Vorstrafen best�nden, seien die Mitt�ter erheblich milder bestraft worden, was sich sachlich nicht rechtfertigen lasse. A.________ und B.________ h�tten ebenfalls eine gewisse Unbelehrbarkeit an den Tag gelegt. Eine Ungleichbehandlung rechtfertige sich auch bez�glich Aufschub der Strafe nicht. Gegen die Mitt�ter seien g�nstige Prognosen gestellt worden. Er habe sich gleichermassen wohl verhalten. Er habe seine Drogensucht therapiert und konsumiere kein Cannabis mehr, was in die Prognosebildung h�tte einbezogen werden sollen. Die ungleichm�ssige Strafzumessung sowie die Ungleichbehandlung betreffend Strafaufschub verletzten das Gleichheitsgebot.
4.2.1 Die Vorinstanz f�hrt zur Strafzumessung aus, aufgrund der Bandenm�ssigkeit der Bet�ubungsmitteldelikte (Art. 19 Ziff. 2 lit. b BetmG) sei von einer Mindesteinsatzstrafe von einem Jahr auszugehen. Sie weist auf das Doppelverwertungsverbot straferh�hender und strafmindender Umst�nde innerhalb des ge�nderten Strafrahmens hin. Sie korrigiert ferner die erste Instanz, die von einer zentralen Rolle des Beschwerdef�hrers ausging, obwohl dies einem Bandenmitglied innerhalb der Bande inh�rent sei. Ein straferh�hendes Element sei darin nicht zu erblicken. Die betr�chtliche kriminelle Energie der professionell aufgezogenen Organisation sei hingegen straferh�hend zu ber�cksichtigen. Die in Frage stehende Marihuanamenge stehe bei der Strafzumessung nicht im Vordergrund. Umgang und Handel mit 16 Kilogramm Marihuana in relativ kurzer Zeit stelle jedoch objektiv kein leichtes Verschulden mehr dar. Straferh�hend seien ferner neben der bandenm�ssigen Begehung die mehrfachen einfachen Widerhandlungen gegen das Bet�ubungsmittelgesetz zu ber�cksichtigen. Insgesamt sei das Verschulden objektiv nicht mehr als leicht, aber auch noch nicht als erheblich zu qualifizieren.
4.2.2 Die vom Beschwerdef�hrer geltend gemachte Beschaffungskriminalit�t sei nicht nachvollziehbar und als Schutzbehauptung zu werten; vielmehr habe er aus rein finanziellen Motiven gehandelt. Andere Motive seien beim Drogenhandel auch nur schwer vorstellbar. Entgegen der erstinstanzlichen Ansicht sei der intensive deliktische Wille bereits im qualifizierten Straftatbestand der Bandent�tigkeit ber�cksichtigt und k�nne aufgrund des Doppelverwertungsverbots nicht zus�tzlich straferh�hend wirken. Subjektiv sei keine Relativierung des objektiven Tatverschuldens ersichtlich.
4.2.3 Im Rahmen der T�terkomponenten seien die drei Vorstrafen straferh�hend zu ber�cksichtigen, wobei nur die erste aus dem Jahr 1995 als einschl�gig zu betrachten sei. Der lange Zeitablauf sei zu relativieren, da auf die Entlassung aus dem Strafvollzug abzustellen sei, weshalb sich die Bew�hrungszeit halbiere. Der Beschwerdef�hrer habe w�hrend der laufenden Strafuntersuchung wiederum, und zwar noch massiver als zuvor, delinquiert, was deutlich straferh�hend zu gewichten sei. Bez�glich Nachtatverhalten sei das Gest�ndnis des Beschwerdef�hrers zu ber�cksichtigen. Da er auch bereits mit einem teilweisen Gest�ndnis M�he bekundet und nur soviel wie notwendig zugegeben habe, stehe eine strafzumessungsrelevante Anrechnung des Gest�ndnisses nicht zur Diskussion. Das Wohlverhalten des Beschwerdef�hrers bis heute sei leicht strafmindernd zu ber�cksichtigen, wobei eine rechtsgetreue Lebensf�hrung an sich bei jedem B�rger vorausgesetzt werden k�nne.
4.2.4 Eine deutliche Strafempfindlichkeit sei nicht ersichtlich. Eine Betreuung des leiblichen Sohnes durch die Mutter und Partnerin des Beschwerdef�hrers, die zudem ein eigenes achtj�hriges Kind erziehe, sei ohne weiteres gew�hrleistet. Eine aussergew�hnliche berufliche Situation liege gleichermassen nicht vor. Die Ber�cksichtigung der Tatkomponenten f�hre zu einer deutlichen Erh�hung der Einsatzstrafe von 22 auf 30 Monate.
4.2.5 Die Vorinstanz bejaht eine Verletzung des Beschleunigungsgebots. Es k�nne nicht ausgeblendet werden, dass das Untersuchungsverfahren mit �ber drei Jahren aussergew�hnlich lange gedauert habe. Eine derartige Verletzung des Beschleunigungsgebots wirke sich leicht strafmindernd aus, weshalb die tat- und schuldentsprechende Strafe von 30 Monaten auf 22 Monate zu reduzieren sei.
4.2.6 Bez�glich Strafmassvergleich mit den Mitt�tern A.________ (14 Monate Freiheitsstrafe) und B.________ (16 Monate Freiheitsstrafe) scheine die gegen den Beschwerdef�hrer veranschlagte Strafe (30 Monate Freiheitsstrafe) gerechtfertigt und nicht auffallend hoch. Zwar best�nden bei der bandenm�ssigen Widerhandlung gegen das Bet�ubungsmittelgesetz hinsichtlich der Tatkomponenten zahlreiche Parallelen. Die unterschiedlichen Strafh�hen resultierten jedoch aufgrund weiterer vorgeworfener Vergehen gegen das BetmG, w�hrend ein Verm�gensdelikt von A.________ eher im Bagatellbereich liege. Zudem weise der Beschwerdef�hrer eine mehrj�hrige und einschl�gige Vorstrafe auf und habe unmittelbar nach Entlassung aus der Untersuchungshaft und w�hrend laufender Strafuntersuchung zu den ersten BetmG-Widerhandlungen erneut gegen das Bet�ubungsmittelgesetz verstossen.
4.2.7 Die Vorinstanz gewichtet die einschl�gige Vorstrafe sowie die erneute Delinquenz des Beschwerdef�hrers w�hrend der Strafuntersuchung bei der Frage des Vollzugs der Freiheitsstrafe deutlich zu seinen Ungunsten. Dieser Umstand wecke ganz erhebliche Bedenken bez�glich seines k�nftigen Wohlverhaltens. Da er sich aber mittlerweile beruflich stabilisiert und seit rund vier Jahren nicht mehr delinquiert habe, seien von insgesamt 22 Monaten Freiheitsstrafe acht Monate unbedingt auszusprechen.
4.3 Das Bundesgericht hat die Grunds�tze der Strafzumessung und die an sie gestellten Anforderungen wiederholt dargelegt. Darauf kann verwiesen werden (vgl. zuletzt BGE 134 IV 17 E. 2.1). Was der Beschwerdef�hrer gegen die Strafzumessungserw�gungen der Vorinstanz vorbringt, �berzeugt nicht. Die Vorinstanz begr�ndet die Strafzumessung im angefochtenen Urteil ausf�hrlich. Sie erw�hnt und gewichtet die objektiven und subjektiven Tatkomponenten sowie die T�terkomponenten korrekt. Die gegen�ber der ersten Instanz zu Gunsten des Beschwerdef�hrers korrigierten Strafzumessungsgr�nde (keine straferh�hende Ber�cksichtigung der Hierarchiestufe, Doppelverwertungsverbot qualifizierender Tatsachen, Nichtber�cksichtigung eines intensiven deliktischen Willens im Rahmen einer Bandent�tigkeit) k�nnen die von der Vorinstanz verneinte verminderte Schuldf�higkeit nicht aufwiegen.
4.4 Das in Art. 29 Abs. 1 BV festgeschriebene Beschleunigungsgebot verpflichtet die Beh�rden, das Strafverfahren voranzutreiben, um den Beschuldigten nicht unn�tig �ber die gegen ihn erhobenen Vorw�rfe im Ungewissen zu lassen. Wird ein Verstoss gegen das Beschleunigungsgebot festgestellt, ist diesem Umstand angemessen Rechnung zu tragen. Bei der Frage nach der sachgerechten Sanktion ist einerseits zu ber�cksichtigen, wie schwer die beschuldigte Person durch die Verfahrensverz�gerung getroffen worden ist, andererseits aber auch, wie gravierend die ihr vorgeworfenen Straftaten sind und welche Strafe ausgesprochen werden m�sste, wenn das Verfahren innert angemessener Frist durchgef�hrt worden w�re. Einzubeziehen sind schliesslich auch die Interessen der Gesch�digten. Das Gericht ist verpflichtet, die Verletzung des Beschleunigungsgebots im Urteil ausdr�cklich festzuhalten und darzulegen, in welchem Ausmass es diesen Umstand ber�cksichtigt hat (BGE 130 IV 54 E. 3.3). Das vorinstanzliche Urteil tr�gt diesen Begr�ndungsanforderungen Rechnung. Die Strafreduktion von acht Monaten (d.h. von rund einem Viertel) ist ebenfalls nicht zu beanstanden.
4.5 Betreffend Strafempfindlichkeit hat sich das Bundesgericht in seiner j�ngeren Rechtsprechung in verschiedenen nicht publizierten Entscheiden ge�ussert (vgl. die �bersicht im Urteil 6B_470/2009 vom 23. November 2009 E. 2.5). Dabei hielt es fest, dass die Verb�ssung einer Freiheitsstrafe f�r jeden in ein famili�res Umfeld eingebetteten Beschuldigten mit einer gewissen H�rte verbunden ist. Als unmittelbare gesetzm�ssige Folge jeder Sanktion d�rfe diese Konsequenz daher nur bei Vorliegen aussergew�hnlicher Umst�nde erheblich strafmindernd wirken. Solche aussergew�hnliche Umst�nde sind, wie die Vorinstanz zu Recht ausf�hrt, nicht erkennbar. Insbesondere ist nicht zu beanstanden, dass die Vorinstanz keine besondere Strafempfindlichkeit aufgrund der zwei kleinen Kinder des Beschwerdef�hrers, die durch seine Partnerin und Mutter der Kinder betreut werden k�nnen, ber�cksichtigt. Die Vorinstanz darf bei dieser Sachlage, ohne Bundesrecht zu verletzen, eine �ber das normale Mass hinausgehende Strafempfindlichkeit des Beschwerdef�hrers verneinen.
4.6.1 Das Bundesgericht hat sich in einem k�rzlich ergangenen Entscheid ebenfalls ausf�hrlich mit der angemessenen Sanktionierung von Mitt�tern auseinandergesetzt (BGE 135 IV 191). Gem�ss Art. 47 StGB ist das Strafmass individuell nach dem Verschulden eines T�ters im Rahmen des richterlichen Ermessens festzusetzen. Der Grundsatz der Individualisierung und der dem Sachrichter vom Gesetz bei der Strafzumessung einger�umte weite Ermessensspielraum f�hren nach der Rechtsprechung notwendigerweise zu einer gewissen, vom Gesetzgeber in Kauf genommenen Ungleichheit. Unterschiedliche Gewichtungen der massgebenden Faktoren sind zudem Folge der Unabh�ngigkeit des Richters, des weiten Strafrahmens, der freien Beweisw�rdigung sowie des erheblichen Ermessens des Sachrichters. In dieser Hinsicht ist zu beachten, dass selbst gleich oder �hnlich gelagerte F�lle sich durchwegs massgeblich in zumessungsrelevanten Punkten unterscheiden. Die aus diesen Umst�nden resultierende Ungleichheit in der Zumessung der Strafe reicht f�r sich allein nicht aus, um auf einen Missbrauch des Ermessens zu schliessen. Es ist nicht Sache des Bundesgerichts, auf eine exakte �bereinstimmung einzelner Strafmasse hinzuwirken. Es hat lediglich f�r eine korrekte Anwendung von Bundesrecht besorgt zu sein. Soweit die Strafe innerhalb des gesetzlichen Strafrahmens, gest�tzt auf alle wesentlichen Gesichtspunkte und im Rahmen des richterlichen Ermessens festgesetzt wurde, sind Unterschiede in der Strafzumessungspraxis innerhalb dieser Grenzen als Ausdruck unseres Rechtssystems hinzunehmen (BGE 135 IV 191 E. 3.1 mit Hinweisen).
4.6.2 Ist nur �ber einen Mitt�ter zu urteilen, w�hrend die Strafe der andern bereits feststeht, so geht es darum, einen hypothetischen Vergleich anzustellen. Der Richter hat sich zu fragen, welche Strafen er ausf�llen w�rde, wenn er mehrere Mitt�ter gleichzeitig beurteilen m�sste. Dabei hat er sich einzig von seinem pflichtgem�ssen Ermessen leiten zu lassen. Es w�re mit der richterlichen Unabh�ngigkeit unvereinbar, m�sste er sich gegen seine �berzeugung einem anderen Urteil anpassen. Die Autonomie des Richters kann zur Folge haben, dass die Strafen der Mitt�ter untereinander in einem gewissen Missverh�ltnis stehen. Dies ist verfassungsrechtlich unbedenklich und hinzunehmen, solange die in Frage stehende Strafe als solche angemessen ist. Allerdings ist zu verlangen, dass in der Begr�ndung auf die Strafe der Mitt�ter Bezug genommen und dargelegt wird, weshalb sich diese nicht als Vergleichsgr�sse eignet. Ein Anspruch auf Gleichbehandlung im Unrecht besteht grunds�tzlich nicht. Die Rechtsprechung hat denn auch stets den Vorrang des Legalit�tsprinzips vor dem Gleichheitsprinzip betont. Eine falsche Rechtsanwendung in einem Fall begr�ndet grunds�tzlich keinen Anspruch, seinerseits ebenfalls abweichend von der Norm behandelt zu werden (BGE 135 IV 191 E. 3.3 mit Hinweis).
4.6.3 Im zu beurteilenden Fall begr�ndet die Vorinstanz die unterschiedlichen Strafen der drei Bandenmitglieder ausf�hrlich und setzt sich mit dem Verh�ltnis der verschiedenen Strafen auseinander. Eine Verletzung von Art. 47 StGB ist nicht erkennbar. Die Vorinstanz zeigt die bestehenden Parallelen auf, weist jedoch auch auf die hinsichtlich Strafmass entscheidenden Unterschiede in Bezug auf die Vorstrafen sowie die erneute Delinquenz des Beschwerdef�hrers w�hrend des laufenden Untersuchungsverfahrens hin, was nicht zu beanstanden ist. Die Vorinstanz �berschreitet ihren Ermessensspielraum bei der Strafzumessung nicht.
4.7 Zur Frage des Aufschubs der Freiheitsstrafe erw�gt die Vorinstanz korrekt, weshalb ein teilbedingter Vollzug der Freiheitsstrafe sachgerecht ist. Entgegen der Ansicht des Beschwerdef�hrers beachtet sie seine berufliche Stabilisierung und deliktsfreie Zeit, bezieht jedoch richtigerweise auch die f�r eine ung�nstige Prognose sprechenden Elemente mit ein. Dass sich der Beschwerdef�hrer seit dem erstinstanzlichen Urteil weitere neun Monate strafrechtlich bew�hrt hat, ber�cksichtigt die Vorinstanz in der Tat nicht, kann am Ergebnis aber nichts �ndern. Die Vorinstanz �berschreitet auch hier ihren Ermessensspielraum nicht.

References: in dubio
 Art.19
in dubio
 Art. 20
 Art. 9
 Art. 95
 Art. 105
in dubio
 Art. 20
 BGE 
 BGE 
 Art. 29
 Art. 47
 Art. 47