Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=BGH&Datum=18.10.1979&Aktenzeichen=III%20ZR%2068/77
Timestamp: 2019-12-07 11:40:11+00:00

Document:
BGH, 18.10.1979 - III ZR 68/77 - dejure.org
https://dejure.org/1979,1492
BGH, 18.10.1979 - III ZR 68/77 (https://dejure.org/1979,1492)
BGH, Entscheidung vom 18.10.1979 - III ZR 68/77 (https://dejure.org/1979,1492)
BGH, Entscheidung vom 18. Januar 1979 - III ZR 68/77 (https://dejure.org/1979,1492)
Tipp: Um den Kurzlink (hier: https://dejure.org/1979,1492) schnell in die Zwischenablage zu kopieren, können Sie die Tastenkombination Alt + R verwenden - auch ohne diesen Bereich zu öffnen.
Anspruch auf Entschädigung aufgrund der Versagung der Bauerlaubnis - Unwirtschaftlichkeit eines bestehenden Wirtschaftsbetriebes durch die Beschränkung - Anwendungsbereich der"Junktimklausel"
NJW 1980, 888
DB 1980, 829
Die Annahme grober Fahrlässigkeit erfordert dabei, daß der Versicherungsnehmer wußte oder wissen mußte, daß sein Verhalten geeignet war, den Versicherungsfall zu fördern (BGH NJW 1980, 888;… Prölss-Martin, VVG, 25. Aufl., § 61 Anm. 4 B).
Grob fahrlässig handelt, wer die im Verkehr erforderliche Sorgfalt durch ein subjektiv unentschuldbares Fehlverhalten objektiv in ungewöhnlich hohem Maße außer Acht läßt, wer das nicht beachtet, was in der konkreten Situation jedem hätte einleuchten müssen (BGHZ 10, 16 [BGH 11.05.1953 - IV ZR 170/52]; NJW 1980, 888; 1988, 1266 [BGH 12.01.1988 - VI ZR 158/87]; OLG Hamm VersR 1997, 961 [OLG Hamm 05.06.1996 - 20 U 288/95]).
Derartige Planungsfolgen müssen sich am Grundsatz der Lastengleichheit messen lassen (vgl. Senatsurteile BGHZ 62, 305, 311 f.; 67, 320, 327 f.; 80, 111, 115 [BGH 05.03.1981 - III ZR 9/80] und vom 18. Oktober 1979 - III ZR 68/77 = NJW 1980, 888, 889 = LM BaubeschränkungsVO Nr. 1).
Im Rahmen des § 61 VVG setzt die Annahme grober Fahrlässigkeit sodann weiter voraus, daß der Versicherungsnehmer wußte oder wissen mußte, daß sein Verhalten geeignet war, den Eintritt des Versicherungsfalles zu fördern (BGH NJW 1980, 888;… Prölss-Martin a.a.O. Anm. 4 B zu § 61 m.w.N.).
Die Annahme grober Fahrlässigkeit im Sinn von § 61 VVG erfordert dabei, daß der Versicherungsnehmer wußte oder wissen mußte, daß sein Verhalten geeignet war, den Versicherungsfall zu fördern (BGH NJW 1980, 888;… Prölls-Martin, VVG, 25. Aufl., § 61 Anm. 4 B).
Der Senat hat zu den für den Rechtsstreit erheblichen Rechtsfragen bereits in seinem Urteil vom 18. Oktober 1979 (III ZR 68/77 = WM 1980, 221) Stellung genommen.
Grobe Fahrlässigkeit ist anzunehmen, wenn die erforderliche Sorgfalt nach den gesamten Umständen in ungewöhnlich hohem Maße verletzt worden ist, d. h. wenn dasjenige nicht beobachtet worden ist, was im Einzelfall jedem einleuchten mußte (vgl. BGH in NJW 80, 888; BGHZ 10, 16; BayObLG VersR 76, 33; OLG Stuttgart VersR 68, 954).

References: § 61
 § 61
 § 61
 § 61
 § 61
 BGH