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Timestamp: 2013-12-05 14:15:00+00:00

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Hygieneschulung und Infektionsschutzgesetz gehören zusammen Achtung - Neues Recht:
Mit der aktuellen Änderung des Infektionsschutzgesetzes (IfSG) wurde die Verpflichtung des Arbeitgebers zur Folgebelehrung der Mitarbeiter gemäß § 43 Absatz 4 von bisher "jährlich" auf neu "alle zwei Jahre" festgesetzt (siehe Anhang 10a).
Diese Änderung ist am 04. August 2011 in Kraft getreten.
I. Belehrung, Bescheinigung des Gesundheitsamtes
Voraussetzung für die erstmalige Aufnahme einer Tätigkeit im Lebensmittelbereich ist seit dem 01.02.2001 eine Bescheinigung nach § 43 Infektionsschutzgesetz. Ihrer Funktion nach entspricht dieser Bescheinigung dem Zeugnis nach § 18 Bundes-Seuchengesetz. Es müssen jedoch andere Kriterien für die Ausstellung erfüllt sein:
a) Eine mündliche und schriftliche Belehrung durch das Gesundheitsamt.
Ziel der Belehrung ist es, ein Bewusstsein für die Problematik der Übertragung von Krankheitserregern durch Lebensmittel zu schaffen. Sie soll den im Lebensmittelbereich Tätigen in die Lage versetzen, Anhaltspunkte für ein Tätigkeitsverbot bei sich selbst festzustellen und entsprechend handeln zu können.
Inhalte der Belehrung nach dem Infektionsschutzgesetz sind: Bestimmungen zu den Tätigkeitsverboten (Einzelheiten siehe unter II). Verpflichtungen im Falle des Auftretens von Hinderungsgründen bzw. von Anhaltspunkten für ein Tätigkeitsverbot. Informationen über die Wiederholung der Belehrungen durch den Arbeitgeber sowie über die Nachweispflichten gegenüber den zuständigen Behörden.
b) Eine schriftliche Erklärung der o. g. Personen, dass sie vom Gesundheitsamt belehrt wurden
und dass ihnen keine Tatsachen für ein Tätigkeitsverbot bei ihnen bekannt ist.
Vor dem 01.01.2001 ausgestellte Zeugnisse nach § 18 Bundes-Seuchengesetz gelten als Bescheinigungen nach § 43 Infektionsschutzgesetz (§ 77 Abs. 2). D. h. die jährliche Belehrung nach § 43 Infektionsschutzgesetz ist auch für diesen Personenkreis erforderlich. (Weiteres hierzu siehe unter III.).
II. Infektionsschutzgesetz - Tätigkeitsverbote
1. Erkrankungen, die ein Tätigkeitsverbot nach sich ziehen, sind: Ansteckende Durchfall-
erkrankungen, Hepatitis A, Hepatitis E; infizierte Wunden oder Hautkrank
heiten, wenn die Möglichkeit besteht, dass von dort Krankheitserreger auf Lebensmittel
übertragen werden können. 2. Ein Tätigkeitsverbot besteht ebenfalls für Ausscheider folgender Krankheitserreger: Shigellen;
Salmonellen; enterohämorrhagischen Escherichia coli (EHEC); Choleravibrionen (Ausscheider
haben keine Krankheitssymptome, die Bakterien sind aber in großen Mengen im Stuhl vorhanden und können weiterverbreitet werden).
3. Die Tätigkeitsverbote gelten auch für Erkrankte und Ausscheider, die mit den Lebensmitteln über Bedarfsgegenstände in Berührung kommen, wie z. B. Reinigungspersonal in Küchen.
4. Das Gesundheitsamt kann im Einzelfall Ausnahmen von den Tätigkeitsverboten zulassen, sofern die erforderlichen Hygienemaßnahmen getroffen werden können.
5. Tätigkeitsverbote gelten für den gesamten Lebensmittelbereich, der im Gesetz genau
beschrieben ist. Insbesondere sind die Lebensmittel im Einzelnen aufgeführt.
III. Infektionsschutzgesetz - Pflichten des Arbeitgebers
1. Auch Arbeitgeber dürfen eine Tätigkeit im Lebensmittelbereich nur ausüben, wenn sie
im Besitz einer Bescheinigung des Gesundheitsamtes nach § 43 Infektionsschutzgesetz
oder eines Zeugnisses nach § 18 Bundes-Seuchengesetz sind 2. Arbeitgeber haben Beschäftigte, die eine Tätigkeit im Lebensmittelbereich ausüben, nach Aufnahme ihrer Tätigkeit und im weiteren jährlich über die Bestimmungen des Infektions-
schutzgesetzes zu den Tätigkeitsverboten zu belehren und die Teilnahme an der Belehrung zu
dokumentieren. Der Arbeitgeber kann geeignete Personen mit der Durchführung der Belehrung beauftragen.
3. Die jährliche Belehrung nach § 43 Infektionsschutzgesetz ersetzt nicht die regelmäßige Belehrung nach § 4 Abs. 2 Lebensmittelhygieneverordnung.
4. Arbeitgeber haben ihre eigene Bescheinigung und die ihrer Beschäftigten sowie die Dokumentation über die letzte Belehrung an der Betriebsstätte aufzubewahren und den
Mitarbeitern der zuständigen Behörde auf Verlangen vorzulegen. Bei Tätigkeiten an wechselnden Standorten genügt die Vorlage einer beglaubigten Kopie.
5. Der Arbeitgeber darf Personen ohne Bescheinigung des Gesundheitsamtes nicht im Lebensmittelbereich beschäftigen.
6. Wenn dem Arbeitgeber Anhaltspunke oder Tatsachen für ein Tätigkeitsverbot bekannt werden, sollte er in jedem Fall das Gesundheitsamt informieren. Gemeinsam mit dem Gesundheits-
amt müssen geeignete Hygiene Maßnahmen getroffen werden, um eine Weiterverbreitung der Krankheitserreger über Lebensmittel zu verhindern.
VI. Infektionsschutzgesetz - Straf- und Bußgeldvorschriften
Das Infektionsschutzgesetz sieht für Verstöße je nach Schweregrad folgende Bußgelder bzw. Freiheitsstrafen vor: • Bescheinigung oder Dokumentation der letzten Belehrung kann nicht vorgelegt werden (§ 73
Abs. 1 Nr. 21)
• Belehrung wurde nicht korrekt durchgeführt (§ 73 Abs. 1 Nr. 18)
• Beschäftigung von Personen ohne Bescheinigung (§ 73 Abs. 1 Nr. 20)
• Beschäftigung von Personen im Lebensmittelbereich, obwohl Anhaltspunkte für ein
Tätigkeitsverbot vorliegen (§ 73 Abs 1 Nr. 2)
• Ausüben einer Tätigkeit im Lebensmittelbereich, obwohl Anhaltspunkte für ein Tätigkeitsverbot
vorliegen (§ 75 Abs. 1 Nr. 2)
• Geldbuße bis 25.000 Euro (Abs. 73 Abs. 3) (bei vorsätzlicher Handlung Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren, wenn dadurch meldepflichtige Krankheiten oder meldepflichtige Krankheitserreger verbreitet werden) (§ 74)
• Freiheitsstrafe bis zu zwei Jahren oder Geldstrafe (bei vorsätzlicher Handlung Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren, wenn dadurch meldepflichtige Krankheiten oder meldepflichtige Krankheits-
erreger verbreitet werden) (§ 78 Abs.1 u. 3) ----------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
Belehrung Infektionsschutzgesetz - Gesundheitsnachweise für Beschäftigte in Lebensmittelbetrieben
Infektionsschutzgesetz - Einführung
Bis zum 31.12.2000 mussten Beschäftigte im Lebensmittelbereich ein Gesundheitszeugnis des Gesundheitsamtes vorweisen, um erstmalig in diesem Bereich tätig zu werden. Hierzu wurden nach den gesetzlichen Bestimmungen des Bundes-Seuchengesetzes (BSeuchG) vorab Stuhlproben und ggf. eine Röntgenaufnahme der Lunge veranlasst.
Diese Vorgehensweise gibt es heute nicht mehr.
Seit dem 01.01.2001 ist ein neues Gesetz in Kraft getreten:
Statt einer Untersuchung nach dem früheren Bundes-Seuchengesetz werden heute mündliche und schriftliche Belehrungen durch das Gesundheitsamt vor der ersten Arbeitsaufnahme durchgeführt.
Hierüber erhalten die Betroffenen eine „Bescheinigung nach § 43 Abs. 1 Infektionsschutzgesetz“.
• Personen, die gewerbsmäßig beim Herstellen, Behandeln und in Verkehr bringen von nicht
verpackten Lebensmitteln tätig sind.
• Schüler/innen und Lehrpersonen von hauswirtschaftlichen und nahrungsgewerblichen Klassen • Lehrpersonen, die Kochunterricht geben
Erstbelehrungen nach dem Infektionsschutzgesetz:
Erstbelehrungen dürfen nur durch das für den Ort des Betriebes zuständige Gesundheitsamt durchgeführt werden. Die anschließenden, gesetzlich vorgeschriebenen, jährlichen Wiederholungsbelehrungen sind vom Arbeitgeber zu organisieren.
Vor der erstmaligen Aufnahme der Tätigkeiten an einem Arbeitsplatz mit gewerbsmäßiger Lebensmittelverarbeitung müssen alle Beschäftigten über die gesetzlichen Verpflichtungen nach §§ 42/43 Infektionsschutzgesetz (IfSG) mündlich und schriftlich unterrichtet werden. Hierüber erhalten sie anschließend eine Bescheinigung.
Die Bescheinigung nach § 43 Infektionsschsutzgesetz (IfSG) darf am 1. Arbeitstag nicht älter als drei Monate sein. Danach ist diese Bescheinigung lebenslang gültig. Sie ist am Ort der Beschäftigung für evtl. Kontrollen verfügbar zu halten (zumindest eine Kopie der Bescheinigung nach dem Infektionsschutzgesetz – das Original kann beim Arbeitnehmer verbleiben).
Eine Terminvergabe für die Erstbelehrung nach dem Infektionsschsutzgesetz erfolgt über die örtlichen Gesundheitsämter.
Wer muss nicht zur Erstbelehrung nach dem Infektionsschutzgesetz?
Alle Beschäftigten, die ein gültiges „altes Gesundheitszeugnis“ nach §§ 17/18 Bundes-Seuchengesetz haben, benötigen keine neue Bescheinigung nach § 43 Abs. 1 Infektionsschutzgesetz (IfSG).
Das „alte Gesundheitszeugnis“ gilt weiter.
Personal, das ausschließlich den Boden reinigt, oder Personen, die nur mit verpackten Lebensmitteln arbeiten sowie Personen, die beim Kellnern nicht den Küchenbereich betreten, benötigen keine Bescheinigung über die Erstbelehrung nach dem Infektionsschutzgesetz.
Wiederholte Belehrung durch den Arbeitgeber nach dem Infektionsschsutzgesetz
Nach der Erstbelehrung durch das Gesundheitsamt sind Sie als Arbeitgeber gesetzlich verpflichtet, Ihre Beschäftigten am 1. Arbeitstag und jedes Jahr im Abstand von 12 Monaten neu über die Inhalte der §§ 42/43 Infektionsschutzgesetz zu belehren. Wiederholt zu belehren sind auch die Beschäftigten, die ein „altes Gesundheitszeugnis“ besitzen und keine Erstbelehrung brauchen.
Diese wiederholenden Belehrungen nach dem Infektionsschutzgesetz können innerbetrieblich durch den Arbeitgeber persönlich oder durch von Ihm ausgesuchte Personen (z. B. Arbeitsmediziner) erfolgen.
Diese Wiederholungsbelehrungen nach dem Infektionsschsutzgesetz sind zu dokumentieren (Inhalte, Datum und Unterschrift der Angestellten), am Ort der Beschäftigung verfügbar zu halten und auf Verlangen der Kontrollbehörde (Lebensmittelüberwachung) zusammen mit der Bescheinigung Ihrer Beschäftigten nach § 43 Abs. 1 Infektionsschutzgesetz (IfSG) vorzulegen.
Diese Belehrungen ersetzten nicht die regelmäßige Belehrung nach der Lebensmittel-Hygieneverordnung.
Wechsel der Arbeitsstelle
Wechseln Beschäftigte ihre Arbeitsstelle oder arbeiten sie längere Zeit nicht im Lebensmittel-bereich, so bleibt die Bescheinigung nach § 43 Abs. 1 Infektionsschutzgesetz (lfSG) gültig. Die Bescheinigung ist diesen Beschäftigten bei ihrem Ausscheiden aus dem Betrieb auszuhändigen.
Die Beschäftigten sind durch den neuen Arbeitgeber am ersten Arbeitstag im Lebensmittelbereich zu belehren.
Infektionsschutzgesetz - Vorgehen bei Erkrankungen und Tätigkeitsverboten
Die Beschäftigten in Ihrem Betrieb sind nach §§ 42/43 Infektionsschutzgesetz (IfSG) verpflichtet, Ihnen Folgendes sofort anzuzeigen:
1. Frühe Anzeichen einer ansteckenden Krankheit der Leber (z. B. Gelbfärbung der Augäpfel), des
Magen-Darm-Traktes (z. B. Durchfall und Erbrechen), der Haut (z. B. Verletzungen der Hautoberfläche vorwiegend an Händen und Unterarmen).
2. Bestehen einer festgestellten ansteckenden Krankheit:
• Hepatitis A oder E, • ansteckende Durchfallerkrankungen, • entzündete und eitrigeWunden vorwiegend an Händen und Unterarmen
• sowie Hauterkrankungen, deren Erreger über Lebensmittel weiter verbreitet werden können.
3. (Dauer)ausscheidung von Krankheitserregern über den Stuhl (Nachweis von bestimmten Darmkrankheitserregern in Stuhlproben).
Sind Ihnen durch die Beschäftigten die genannten Tatsachen mitgeteilt worden, liegt automatisch (d. h. ohne zusätzliche Anordnung einer Behörde) ein Tätigkeitsverbot nach dem Infektionsschutzgesetz vor und Sie haben die Pflicht, die Betroffenen sofort von der Tätigkeit mit Lebensmitteln bzw. aus dem Küchenbereich fern zu halten.
Die Aufhebung des gesetzlichen Tätigkeitsverbotes nach dem Infektionsschutzgesetz tritt ebenfalls automatisch ein, wenn die Hinderungsgründe nicht mehr vorliegen.
Ausnahmeregelungen vom gesetzlichen Tätigkeitsverbot können nur durch das Gesundheitsamt zugelassen werden.
Infektionsschutzgesetz - Straf- und Bußgeldvorschriften
Ein Arbeitgeber macht sich strafbar, wenn er Personen im Lebensmittelbereich arbeiten lässt, obwohl Erkrankungen oder sonstige Hinderungsgründe im Sinne des Infektionsschutzgesetzes vorliegen.
Ein Arbeitgeber muss mit Bußgeldern rechnen, wenn er • Beschäftigte nicht regelmäßig wiederholt nach dem Infektionsschutzgesetz belehrt oder über die
erfolgte Wiederholungsbelehrung keinen Nachweis vorzeigen kann
• Beschäftigte ohne Bescheinigung vom Gesundheitsamt nach § 43 Abs. 1 Infektionsschutzgesetz
(IfSG) arbeiten lässt. Nur das Gesundheitsamt darf die Bescheinigung ausstellen und nur das Gesundheitsamt führt die Erstbelehrungen durch.
Selbstverständlich braucht auch jeder Arbeitgeber, der mit Lebensmitteln gewerbsmäßig umgeht, eine Bescheinigung nach § 43 Abs. 1 Infektionsschutzgesetz (IfSG) oder ein gültiges Zeugnis nach §§ 17/18 Bundes-Seuchengesetz (altes Gesundheitszeugnis).
Der Arbeitgeber muss sich selbständig über die Inhalte nach dem Infektionsschutzgesetz (IfSG) für die wiederholten Belehrungen seiner Beschäftigten informieren. Für den Arbeitgeber sind bisher per Gesetz keine Wiederholungsbelehrungen vorgesehen.
Das Infektionsschutzgesetz kann derzeit im Internet unter der Adresse:
http://www.gesetze-xxl.de/pdf/Infektionsschutzgesetz-IfSG.pdf
Die folgenden Informationen werden jedem/jeder Teilnehmer/in als „schriftliche Belehrung“ zu der Bescheinigung nach dem Infektionsschutzgesetz ausgehändigt.
gemäß § 43 Abs. 1 Nr. 1 INFEKTIONSSCHUTZGESETZ (IFSG)
• Milch und Erzeugnisse auf Milchbasis
• Säuglings- oder Kleinkindernahrung
• Feinkost-, Rohkost- und Kartoffelsalate, Marinaden, Mayonnaisen, andere emulgierte Soßen, Nahrungshefen
und dabei mit ihnen direkt (mit der Hand) oder indirekt über Bedarfsgegenstände (z. B. Geschirr, Besteck und andere Arbeitsmaterialien) in Berührung kommen oder in Küchen von Gaststätten, Restaurants, Kantinen, Cafes oder sonstigen Einrichtungen mit und zur Gemeinschaftsverpflegung tätig sind, benötigen vor erstmaliger Ausübung dieser Tätigkeiten eine Bescheinigung gemäß § 43 Abs. 1 Infektionsschutzgesetz durch ihr Gesundheitsamt.
Infektionsschutzgesetz - Warum müssen besondere Vorsichtsmaßnahmen beachtet werden?
In den oben genannten Lebensmitteln können sich bestimmte Krankheitserreger besonders leicht vermehren. Durch den Verzehr von derartig mit Mikroorganismen verunreinigten Lebensmitteln können Menschen an Lebensmittelinfektionen oder - vergiftungen schwer erkranken.
In Gaststätten oder Gemeinschaftseinrichtungen kann davon eine große Anzahl von Menschen betroffen sein.
• Waschen Sie sich vor Arbeitsantritt, vor jedem neuen Arbeitsgang und selbstverständlich nach
jedem Toilettenbesuch gründlich die Hände mit Seife unter fließendem Wasser. Verwenden Sie
zum Händetrocknen Einweghandtücher.
• Tragen Sie saubere Schutzkleidung (Kopfhaube, Kittel, Handschuhe, Schuhe für Innenräume)
• Husten oder niesen Sie nie auf Lebensmittel.
• Decken Sie kleine, saubere Wunden an Händen und Armen mit wasserundurchlässigem
Pflaster ab.
• Nicht verpackte Lebensmittel dürfen nur in Behältern und abgedeckt transportiert werden. Transportbehältnisse und Verpackungsmaterialien müssen sauber und für Lebensmittel
geeignet sein. • Bei der Aufbewahrung muss Rohware getrennt von verzehrfertigen Speisen gelagert werden. Dies gilt auch für die Kühlung.
• Gerätschaften und Arbeitsflächen müssen sauber, leicht zu reinigen und unbeschädigt sein. Sie sind regelmäßig zwischenzureinigen. • Husten und niesen Sie nicht auf Lebensmittel. • Lebensmittel, die nicht durcherhitzt werden, sollten nicht unter Verwendung roher Eianteile hergestellt werden (Salmonellengefahr). Nicht durcherhitzte eihaltige Zubereitungen sollten daher nicht abgegeben werden.
• Zu garende Speisen sollten durcherhitzt werden.
• Warm verzehrte Speisen sind bis zur Abgabe durchgängig heiß zu halten.
• Verzehrfertige Speisen dürfen nicht mit der bloßen Hand angefasst werden.
Das Infektionsschutzgesetz bestimmt, dass Sie die oben genannten Tätigkeiten nicht ausüben dürfen,
• wenn bei Ihnen Krankheitserscheinungen (Symptome) auftreten, die auf eine der folgenden
Erkrankungen hinweisen oder die ein Arzt bei Ihnen festgestellt hat:
• Akute infektiöse Gastroenteritis (plötzlich auftretender, ansteckender Durchfall) ausgelöst durch Salmonellen,
• Shigellen, Cholerabakterien, Staphylokokken, Campylobacter, Rotaviren oder andere Durchfallerreger.
• Infizierte Wunden oder eine Hautkrankheit, bei denen die Möglichkeit besteht, dass deren
Krankheitserreger über Lebensmittel auf andere Menschen überragen werden können.
wenn die Untersuchung einer Stuhlprobe von Ihnen den Nachweis eines der folgenden Krankheitserreger ergeben hat:
• Enterohämorrhagische Escherichia coli-Bakterien
• Choleravibrionen.
Zeichen für Typhus und Paratyphus sind:
mit mehr als zwei dünnflüssigen Stühlen pro Tag, gegebenenfalls mit Übelkeit, Erbrechen und Fieber.
Hohes Fieber mit schweren Kopf-, Bauch oder Gelenkschmerzen und Verstopfung (erst nach Tagen folgt schwerer Durchfall).
Typisch für Cholera sind milchigweiße Durchfälle mit hohem Flüssigkeitsverlust. Gelbfärbung der Haut und der Augäpfel mit Schwäche und Appetitlosigkeit weisen auf eine Hepatitis A oder E hin.
Treten bei Ihnen die genannten Krankheitszeichen auf, nehmen Sie unbedingt den Rat Ihres Haus- oder Betriebsarztes in Anspruch! Sagen Sie ihm auch, dass Sie in einem Lebensmittelbetrieb arbeiten. Außerdem sind Sie verpflichtet, unverzüglich Ihren Vorgesetzten über die Erkrankung zu informieren.
• Typhus abdominalis, Paratyphus
Die Erreger sind Salmonella typhi und paratyphi. Ihre Aufnahme erfolgt vorwiegend durch Wasser und Lebensmittel, die damit verunreinigt sind.
Die Erkrankung beginnt mit hohem Fieber, das über mehrere Tage ansteigt und unbehandelt wochenlang anhalten kann.Weitere Symptome sind Kopf-, Bauch- und Gliederschmerzen. Es kann zusätzlich Verstopfung auftreten, später bestehen häufig „erbsbreiartige“ Durchfälle.
Beide Erkrankungen werden in der Regel aus endemischen Gebieten (Afrika, Südamerika, Südostasien) importiert (Reiseerkrankung).
Gegen Typhus stehen mehrere Schutzimpfungen zur Verfügung. Wenn Sie beruflich oder privat in die betroffenen Länder verreisen wollen, sprechen Sie Ihren Hausarzt, Ihren Betriebsarzt oder ihr Gesundheitsamt an; dort werden Sie zur Notwendigkeit einer Impfung beraten.
Die Erreger sind Cholerabakterien. Ihre Aufnahme erfolgt durch verunreinigtesWasser oder Lebensmittel; auch direkte Übertragung von Mensch zu Mensch ist möglich.
Die Infektion verläuft in der Regel als Durchfallerkrankung mit Erbrechen und Bauchschmerzen. Der Stuhl ist milchig weiß ohne Blutbeimengungen. Fieber ist nicht typisch. Bei schwerem Verlauf ist der Flüssigkeitsverlust hoch und der Körper trocknet aus (tiefliegende Augen, stehende Hautfalten). Auch dieser Erreger kommt nur in Gegenden mit schlechten hygienischen Voraussetzungen und mangelhafter Trinkwasserversorgung vor (Ostasien, Südamerika, Afrika). Zur Frage einer möglichen Schutzimpfung sollten Sie mit Ihrem Hausarzt, Betriebsarzt oder dem Gesundheitsamt Kontakt aufnehmen.
• Shigellose (Bakterielle Ruhr)
Die Erreger sind Shigellabakterien. Ihre Aufnahme erfolgt meist von Mensch zu Mensch (bei mangelhafter Händehygiene), aber auch durch verunreinigte Lebensmittel und Trinkwasser. Shigellen sind hochinfektiös, d. h. um krank zu werden genügt die Aufnahme von nur wenigen Bakterien! In Kindereinrichtungen sind auch bei uns immer wieder Epidemien beschrieben worden. Die Erkrankung beginnt plötzlich mit hohem Fieber, Kopf- und krampfartigen Bauchschmerzen.
Die anfänglich wässrigen Durchfälle sind bald blutig. Der Erreger ist auch in Deutschland heimisch. Die Shigellose ist also keine typische Reisekrankheit; mit ihrem Auftreten muss jederzeit gerechnet werden.
• Salmonellen-Infektion
Erreger sind zahlreiche Salmonellenarten, die durch Nahrungsmittel aus infizierten Tieren (z. B. Fleisch, Milch, Eier) aufgenommen werden. Die häufigste Erkrankung durch Salmonellen ist der akute Brech-Durchfall mit Bauchschmerzen und mäßigem Fieber. Allerdings können die Symptome erheblich schwanken. Diese Krankheitserreger sind weltweit verbreitet, mit einer Infektion ist jederzeit zu rechnen; häufig sind Erkrankungen in den Sommermonaten.
• Gastroenteritis durch andere Erreger
Auch andere Bakterienarten (z. B. Staphylokokken, bestimmte coli-Bakterien, Campylobacter, Yersinien) oder Viren (z. B. Rota-, Adeno-, Norwalkviren) können Durchfall, Erbrechen oder Bauchschmerzen verursachen.
• Hepatitis A oder E
Die Erreger sind Viren. Ihre Aufnahme erfolgt durch Nahrungsmittel, die mit Hepatitis-A- oder -E-Viren behaftet sind. Auch Übertragungen von Mensch zu Mensch sind möglich, da das Virus bereits1 bis 2Wochen vor Auftreten erster Symptome mit dem Stuhl ausgeschieden wird. Hauptsächlich Erwachsene erkranken an einer Gelbsucht mit Leberschwellung, Appetitlosigkeit und Abgeschlagenheit. Während das Hepatitis-A-Virus auch bei uns zirkuliert, kommt das Hepatitis-E-Virus hauptsächlich in Asien, Afrika und Zentralamerika vor (importierte Infektion nach Fernreisen!).
Gegen Hepatitis A kann man sich durch Impfungen schützen.
Vor Reisen in südliche Länder sollten Sie unbedingt an eine Schutzimpfung denken und ihren Hausarzt, Ihren Betriebsarzt oder Ihr Gesundheitsamt darauf ansprechen.
AnhangGröße Belehrung_Infektionsschutzgesetz_für_Einrichtungen_mit_Kleinkindern.pdf84.67 KB Belehrung_Infektionsschutzgesetz_hygienischer Umgang mit Lebensmitteln.pdf96.2 KB Belehrung-Infektionsschutzgesetz_in verschiedenen Fremdsprachen.pdf777.83 KB Belehrung-Infektionsschutzgesetz_Japanisch.pdf331.03 KB Belehrung-Infektionsschutzgesetz_Arabisch.pdf161.6 KB Belehrung-Infektionsschutzgesetz-Chinesisch.pdf535.75 KB Infektionsschutzgesetz bei Vereinsfesten.pdf49.16 KB Infektionsschutzgesetz bei ehrenamtlich Tätige_Erlass MLR.pdf19.07 KB Belehrungsnachweis für Beschäftigte in Lebensmittelbetrieben.pdf27.27 KB BGN_Haendereinigung_11-02_04.pdf627.84 KB Belehrung_Infektionsschutzgesetz_Campylobacter.pdf26.74 KB Belehrung_Infektionsschutzgesetz_Salmonellose.pdf22.79 KB Belehrung_Infektionsschutzgesetz_Staphylokokken.pdf82.61 KB Belehrung_Infektionsschutzgesetz_Noroviren.pdf27.45 KB Belehrung_Infektionsschutzgesetz_Listerien.pdf129.32 KB Belehrung_Infektionsschutzgesetz_Rotaviren.pdf21.57 KB Belehrung_Infektionsschutzgesetz_Botulismus.pdf104.22 KB IFSG 2011Bundesgesetzblatt - Infektionsschutzgesetz Änderung 2011.pdf103.55 KB Home

References: § 43
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 § 18
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 § 4
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