Source: http://dvarch.de/dva_satzung.php
Timestamp: 2017-04-25 18:34:58+00:00

Document:
Deutscher Verband für Archäologie - Satzung
Der Deutsche Verband für Archäologie e.V. (im Folgenden DVA) ist aus dem 1993 gegründeten "Präsidium der Deutschen Verbände für Archäologie (PDVA)" als dessen Nachfolger hervorgegangen. Er ist die übergeordnete Vereinigung für die Archäologie und die gesamte Altertumsforschung sowie fachverwandte Wissenschaften in der Bundesrepublik Deutschland. Der DVA fördert die Entwicklung der Archäologie in allen ihren Zweigen und Tätigkeitsfeldern und in ihrem interdisziplinären Kontext. Dazu gehört auch die Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses. Er engagiert sich für die Vermittlung der Arbeit und der Forschungsergebnisse der Archäologie an eine breite Öffentlichkeit und fühlt sich den Prinzipien des internationalen Kulturgüterschutzes verpflichtet. Unter dem Dach des DVA arbeiten Archäolog/en/innen und andere Altertumswissenschaftler/innen im Sinne der Ziele und Aufgaben für die Archäologie und die Altertumsforschung in ihrer gesamten Vielfalt zusammen. § 1 – Name, Sitz, Rechtsform und Geschäftsjahr
Der Deutsche Verband für Archäologie e.V. als die übergeordnete Vereinigung für die Archäologie in der Bundesrepublik Deutschland hat die Rechtsform eines eingetragenen Vereins. Der Sitz des DVA ist Berlin.
Es darf keine Person durch Ausgaben, die dem Zweck der Körperschaft fremd sind, oder durch unverhältnismäßig hohe Vergütungen begünstigt werden. § 3 – Zweck und Aufgaben
Zweck des DVA ist die Pflege und Förderung der Wissenschaft und Forschung im Bereich der archäologischen und fachverwandter Wissenschaften in allen ihren Zweigen und Tätigkeitsfeldern im Sinne von § 52 Abs. 2 Nr. 1 AO. Der Satzungszweck wird insbesondere durch die folgenden Aufgaben verwirklicht: die Durchführung von Symposien, Tagungen, Vorträgen und anderen Veranstaltungen, insbesondere die Ausrichtung des "Deutschen Archäologie-Kongresses" in Zusammenarbeit mit den am Tagungsort zuständigen Mitgliedern,
die Förderung des Zusammenwirkens aller Fachgebiete der Archäologie und ihrer Einrichtungen, insbesondere zwischen Universitäten, Denkmalpflege, außeruniversitären Forschungsinstituten, Fachmuseen und interessierter Öffentlichkeit sowie der engen fachlichen Zusammenarbeit zwischen regionalen, nationalen und internationalen Vereinigungen und Organisationen auf dem Gebiet der Archäologie zum Zwecke des verbesserten wissenschaftlichen Austausches, die Information und Beratung supranationaler Institutionen und Zusammenschlüsse, der Bundes- und Landesregierungen sowie Kommunen, der zuständigen Behörden, Körperschaften und Verbände in Angelegenheiten von allgemeiner Bedeutung für die Archäologie, insbesondere auf dem Gebiet des Kulturgüterschutzes,
die Befassung mit für die Archäologie relevanten Themenfeldern aus den Bereichen Wissenschaft und Forschung, Bildung und Lehre, Museen und Denkmalschutz, Gesellschaft und Politik, die Vermittlung und Verbreitung von Wissen zu allen Fachgebieten der Archäologie in der Öffentlichkeit durch Medienberichte, Pressemitteilungen, Gutachten und Stellungnahmen, die Herausgabe von Publikationen. Der DVA ist auch eine Mittelbeschaffungskörperschaft gemäß § 58 Nr. 1 AO. Zweck des DVA ist u. a. die Beschaffung von Mitteln für die Verwirklichung steuerbegünstigter Zwecke anderer steuerbegünstigter Körperschaften, welche die gemeinnützigen Zwecke des DVA gemäß § 3 Abs. 1 dieser Satzung, nämlich die Förderung der Wissenschaft und Forschung im Sinne des § 52 Abs. 2 Nr. 1 AO verfolgen.
Ordentliche Mitglieder können sein: International, bundes- und landesweit sowie regional und örtlich tätige Altertums-, Fach- und Berufsverbände sowie Gesellschaften auf dem Gebiet der Archäologie und verwandter Fachgebiete und deren institutionelle und persönliche Mitglieder aufgrund einer entsprechenden Beschlussfassung der jeweiligen Verbände und Gesellschaften, sofern deren Satzungen dies vorsehen.
Personen – die im Bereich der Archäologie und verwandter Fachgebiete in Forschung und Lehre sowie freiberuflich oder in Institutionen wissenschaftlich oder in vergleichbarer Tätigkeit beschäftigt sind oder waren bzw. für die genannten Institutionen arbeiten, sowie Studierende, die eine berufliche Tätigkeit mit Bezug zur Archäologie anstreben – soweit sie eine Erstmitgliedschaft in einem dem DVA angehörenden Ordentlichen Mitglied nach § 4 Abs. 2 besitzen. Fördernde Mitglieder können natürliche und juristische Personen werden, die die Archäologie in besonderem Maße unterstützen. Auch Unternehmen können Fördernde Mitglieder werden.
Ehrenmitglieder können Personen werden, die sich besondere Verdienste um die Archäologie erworben haben. Die Mitgliedschaft beim DVA als ordentliches oder förderndes Mitglied nach § 4 Abs. 3 und 4 ist schriftlich zu beantragen. Der Erweiterte Vorstand entscheidet über den Antrag. Gegen eine Ablehnung steht der/dem Antragsteller/in das Recht der Berufung zu, über welche die Mitgliederversammlung entscheidet. Die Ernennung von Ehrenmitgliedern (§ 4 Abs. 5) beschließt die Mitgliederversammlung auf Empfehlung des Erweiterten Vorstandes. Die Mitgliedschaft endet für Ordentliche juristische Mitglieder nach § 4 Abs. 2 durch Austritt oder Auflösung eines Verbandes oder einer Gesellschaft, für deren persönliche Mitglieder durch Austritt, für die übrigen Ordentlichen Mitglieder nach § 4 Abs. 3 a und b durch Austritt oder Ausschluss des Mitglieds. Ein Ausschluss kann erfolgen, wenn ein Mitglied schwerwiegend gegen die Satzung verstößt oder das Ansehen des Verbands in der Öffentlichkeit schädigt. Bei Tod endet die Mitgliedschaft sofort, bei institutionellen Mitgliedern mit der Auflösung ihrer Einrichtung. Der Austritt ist drei Monate vor Ablauf des Geschäftsjahres schriftlich zu erklären. Über den Ausschluss entscheidet der Erweiterte Vorstand. Gegen den Ausschluss steht dem Mitglied das Recht der Berufung zu, über welche die Mitgliederversammlung entscheidet. § 5 – Mitgliedsbeiträge
Über die Höhe und Art der Mitgliedsbeiträge beschließt die Mitgliederversammlung. § 6 – Organe
Den Geschäftsführenden Vorstand zu wählen (gem. § 9 Abs. 4 und 5); zwei Kassenprüfer/innen zu wählen, die nicht dem Erweiterten Vorstand angehören dürfen;
Der Geschäftsführende Vorstand fasst seine Beschlüsse in Sitzungen, die der/die Präsident/in oder eine/r der Vizepräsident/en/innen nach Bedarf einberuft. Die Tagesordnung muss mit der Einberufung bekannt gegeben werden. Der Geschäftsführende Vorstand ist beschlussfähig, wenn mindestens drei seiner Mitglieder anwesend sind. Der Geschäftsführende Vorstand fasst alle Beschlüsse mit einfacher Mehrheit der Stimmen der Anwesenden, bei Stimmengleichheit entscheidet die Stimme des/der Leiter/s/in der Sitzung. Der/die Präsident/in und die vier Vizepräsident/en/innen werden auf die Dauer von drei Jahren von der Mitgliederversammlung gewählt. Die Wahl ist geheim. Wählbar ist jedes Ordentliche persönliche Mitglied nach § 4 Abs. 2 und 3 b im aktiven Dienst. Präsident/in und Vizepräsident/en/innen werden in getrennten Wahlgängen gewählt.
Der Erweiterte Vorstand hat folgende Aufgaben: Der Erweiterte Vorstand ist das Entscheidungs- und Steuerungsgremium für die Arbeit des DVA. Bei seiner Arbeit bewegt er sich im Rahmen der durch die Mitgliederversammlung aufgestellten Grundsätze. Er bereitet insbesondere die Mitgliederversammlung vor und stellt die Tagesordnung der Mitgliederversammlung auf. Der Erweiterte Vorstand fasst seine Beschlüsse in Sitzungen, die der/die Präsident/in oder eine/r der Vizepräsident/en/innen nach Bedarf, jedoch mindestens zweimal im Jahr, einberuft. Die Tagesordnung muss mit der Einberufung bekannt gegeben werden. Der Erweiterte Vorstand ist beschlussfähig, wenn mindestens ein Drittel seiner Mitglieder anwesend sind. Der Erweiterte Vorstand fasst alle Beschlüsse mit einfacher Mehrheit der Stimmen der Anwesenden, bei Stimmengleichheit entscheidet die Stimme des/der Leiter/s/in der Sitzung. Der Erweiterte Vorstand kann sich eine Geschäftsordnung geben.
§ 11 – Das Kuratorium Der DVA kann ein Kuratorium bestellen.
Das Kuratorium trifft sich in der Regel einmal jährlich auf Einladung seines/er Vorsitzenden. Seine Mitglieder erhalten zur Wahrnehmung ihrer Aufgaben Protokolle über die Sitzungen des Erweiterten Vorstandes und der Mitgliederversammlungen. Das Kuratorium kann sich eine Geschäftsordnung geben. Die Mitglieder des Kuratoriums können vom Erweiterten Vorstand zu den Mitgliederversammlungen als Gäste eingeladen werden und haben dort Rederecht. Die Mitglieder des Geschäftsführenden Vorstandes nehmen an den Sitzungen des Kuratoriums teil, die Mitglieder des Erweiterten Vorstandes können auf eigenen Wunsch ebenfalls teilnehmen. Die Mitglieder des Kuratoriums erhalten keine Zuwendungen aus Mitteln des Vereins. Sie sind ehrenamtlich tätig.
§ 12 – Die Geschäftsstelle Der Deutsche Verband für Archäologie e.V. (DVA) unterhält eine Geschäftsstelle. Die Geschäftsstelle leitet ein/e Geschäftsführer/in, der/die auf Vorschlag des Präsidenten durch die Mitgliederversammlung gewählt wird. Der/die Geschäftsführer/in führt die laufenden Geschäfte und gibt im Auftrag des Erweiterten Vorstands das Verbandsorgan heraus. Die/Der vom Erweiterten Vorstand bestellte Schriftführer/in ist der Geschäftsstelle zugeordnet.
Bei Auflösung oder Aufhebung des Vereins oder bei Wegfall seiner steuerbegünstigten Zwecke fällt das Vermögen des Vereins an eine oder mehrere Körperschaft/en des öffentlichen Rechts oder eine oder mehrere andere steuerbegünstigte Körperschaft/en zum Zwecke der Verwendung für die Förderung von Wissenschaft und Forschung im Bereich der Archäologie. § 14 – Inkrafttreten
Prof. Dr. mult. Hermann Parzinger	(Präsident)

References: § 1
 § 3
 § 52
 § 58
 § 3
 § 52
 § 4
 § 4
 § 4
 § 4
 § 5
 § 6
 § 9
 § 4

§ 11

§ 12
 § 14