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Timestamp: 2018-01-20 21:09:57+00:00

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Robo-Advisor Vergleich 2017
1. Robo-Advisor Vergleich 2017
2. Finanzanlagenvermittler
3. Finanzportfolioverwalter
4. Was ist ein Robo-Advisor?
5. Anlageablauf beim Robo-Advisor?
6. Vorteile eines Robo-Advisors?
Robo-Advisor Vergleich 2017 der besten Anbieter Deutschlands
In Deutschland unterscheidet man grob zwischen 2 Arten von Robo-Advisors (für genauere Informationen sehen Sie unten):
Finanzanlagenvermittler [gem. § 34f Gewerbeordnung (GewO)] sind nicht der Regulierung der BaFin unterstellt und legen daher auch kein Geld für ihre Kunden direkt an. Meisten empfehlen diese Anbieter spezielle Investmentfonds, die sie zumeist selbst initiiert haben.
Finanzportfolioverwalter [gem. § 1 Abs. 1a Satz 2 Nr. 3 Kreditwesengesetz (KWG)] andererseits sind streng regulierte Vermögensverwalter mit eigner BaFin Registrierung. Diese Anbieter übernehmen die Anlageentscheidung (im Rahmen der festgelegten Anlagerichtlinien) für ihren Kunden ohne die Genehmigung des Anlegers einholen zu müssen.
Finanzanlagenvermitter
Visualvest ist ein 2015 in Frankfurt gegründete Robo-Advisor. Als Anleger muss man sich bei diesem Anbieter zunächst zwischen 3 verschiedenen Anlagestrategien entscheiden. Visualvest bietet nämlich Portfolios mittels ETFs, aktiven Fonds und nachhaltigen Fonds. Für die ETF und aktiven Portfolios kann man jeweils zwischen 7 risikoorientierten Zusammensetzungen wählen. Für das nachhaltige Portfolio existieren nur 3 verschiedene Zusammensetzungen. Die jeweiligen Portfolios werden dann jährlich "rebalanced", damit die ursprüngliche Verteilung erhalten bleibt.
Besonderheit: Im Gegensatz zu den anderen Robo-Advisorn hat Visualvest einen besonderen Fokus auf Nachhaltigkeit, der in seinem dritten Portfolio zum Tragen kommt. Für alle, die sozial- und umweltverträglich investieren wollen, stellt Visualvest daher eine interessante Alternative dar.
Der Robo-Advisor Ginmon wurde 2014 in Frankfurt gegründet. Als vollautomatisierte Anlageberatung stützt sich Ginmon auf die wissenschaftliche Theorie von Fama & Markowitz. Dementsprechend werden sog. Value-Aktien und Small Cap Aktien stärker im Portfolio gewichtet. Insgesamt werden von Ginmon 10 Anlagestrategien angeboten mit einer Sparrate, die jederzeit änderbar ist.
Besonderheit: Der Fama & Markowitz Ansatz wird als einziger in solcher Form von Ginmon betrieben. Zusätzlich erhebt Ginmon neben Cashboard als einziger Advisor eine Gewinnbeteiligung.
Easyfolio wurde von der Extravest GmbH in 2014 gegründet. Mittlerweile gehört der Anbieter zur Privatbank Hauck & Aufhäuser und konnte die FAZ als offiziellen Medienpartner gewinnen. Der Robo-Advisor bietet seinen Anlegern 3 verschiedene ETF-Portfolios gemäß eines 30, 50 und 70 prozentigen Aktienanteils an. Zusätzlich werden die Portfolios regelmäßig rebalanced. Nach eigenen Angaben liegt die Zielgruppe bei gut informierten Anlegern mit Interesse an einer passivem und breitgestreuten Anlagestrategie.
Besonderheit: Easyfolio verfügt über einen hauseigenen Online-Broker. Es wird kein separates Depot bei einer anderen Bank benötigt.
UPDATE: Cashboard meldete im Mai 2017 Insolvenz an!
2014 wurde der Robo-Advisor Cashboard als einer der ersten am deutschen Markt von R.I.T. Refined Investment Technologies GmbH gegründet. Bei diesem Anbieter kann man zwischen vier Anlagestrategien (Kapitalschutz, Ausgewogen, Rendite und Individuell) wählen, die sich im Anteil der Aktien-ETFs unterscheiden. Hinzu kommt noch die Möglichkeit, mittels aktiven Investmentfonds, Social-Trading und Immobilien zu investieren.
Besonderheit: Cashboard garantiert eine jährliche Verzinsung von 2% für eines der drei angebotenen Portfolios bei einer Einlagen von bis zu 10.000 Euro. Als einziger Anbieter wird auch keine Grundgebühren verlangt, dafür jedoch eine Gewinnbeteiligung.
Quirion wurde 2013 gegründet und gehört zur quirin bank AG aus Berlin. Diese „Online-Anlageplattform“ bietet bietet elf verschiedene Portfolios mit einem Aktienanteil von 0 bis 100 Prozent an, die je nach Risikoneigung und Renditeerwartung des Anlegers ausgewählt werden.
Besonderheit: Gegen Honorar bietet Quirion auch eine telefonische Anlageberatung an. Damit geht er Robo-Advisor einen großen Schritt Richtung klassischer Vermögensverwaltung und ist daher auch für internet-averse Anleger geeignet.
Von drei Privatpersonen wurde Vaamo 2013 gegründet und 2014 am Markt etabliert. Zunächst nur als klassischer Finanzanlagenvermittler am Markt aufgetreten, hat Vaamo seit 2016 auch eine BaFin Lizenz und agiert seitdem als Finanzportfolioverwalter. Basierend auf wissenschaftlichen Theorien und Algorithmen macht Vaamo nun auch eigenständig Anlageentscheidungen. Für die Portfolios werden ETFs von ishares, Dimensional, HSBC und UBS angewendet.
Besonderheit: Die Risikoklasse wird in einem ansprechendem “Chat” Verlauf in insgesamt nur 10 – 15min ermittelt.
Whitebox wurde 2016 gegründet und stellt somit einen automatisierte Vermögensverwalter der zweiten Generation dar. Whitebox bietet verschiedene Anlagestrategien an, die mithilfe des Conditional Value at Risk (CVaR) gesteuert werden. Insgesamt stehen 10 verschiedene Strategien im Angebot. Nach der Eröffnung eines Kontos muss der Kunde nicht mehr eingreifen, das Anlageportfolio wird von Whitebox für ihn überwacht und gegebenenfalls angepasst.
Besonderheit: Im Vergleich zu anderen Robo-Advisors fällt die Ermittlung der Anlagestrategie und der Antrag bei Whitebox deutlich umfangreicher aus. Dies hat jedoch zum Vorteil, dass man sich direkt mehr Gedanken über seine konkreten Anlageziele macht.
Fintego ist eine Marke der European Bank for Financial Services GmbH (kurz: ebase). ebase selbst gehört dabei zur comdirect Gruppe und daher indirekt zur Commerzbank. Fintego’s Angebot umfasst 5 verschiedene ETF-Portfolios, die gemäß der ermittelten Risikoklasse und Renditeziel ausgewählt werden. Je nach der im vorhinein definierten Verlustschwelle findet auch bei Fintego ein Rebalancing statt.
Besonderheit: Fintego bietet neben der klassischen Depot- und Kontolösung auch B2B-spezifische Angebote zum Vermögensaufbau an.
Gegründet in 2015, bietet LIQID insgesamt zwei Investmentfonds an. Der Robo-Advisor hat einen der umfangreichsten Erstellungsprozesse beim Risikoprofil. Bei diesem Anbieter gibt es 30 Risikoklassen. LIQID bietet als einziger Anbieter in unser Darstellung auch indirekte Investments in die alternative Anlage des Private Equity an. Mit 100.000€ verlangt Liqid die höchste Mindestanlagesumme in der Branche derzeit.
Besonderheit: Einer der drei angebotenen Fonds, der LIQID Select, ist ein Mischung aus passiven ETFs und einem aktives Anlageportfolio. Dieses aktiv gemanagte Portfolio wird vom HQ Trust (Family Office der BMW-Besitzerfamily Quant) betreut. Dadurch sind Sie in der Lage vom der Expertise von Millonärsberatern zu profitieren.
Robo-Advisor – Die neue Art zu investieren
Im Anschluss an unseren Robo-Advisor Vergleich möchten wir Ihnen nun kurz mal eine Einführung in diese neue Branche geben. Im Zuge der immer stärkeren Abdeckung aller möglichen Märkte und Anlageklassen von ETFs hat leider auch die Übersichtlichkeit dieser Anlageform gelitten. So können Privatanleger in Deutschland heute in fast über 1.500 ETFs investieren, alle mit unterschiedlichsten Kosten und Steuereffekten. Nimmt man sich nun auch noch vor die Anlageklassen zu mischen (mit Hinblick auf die Diversifikation grundsätzlich sehr empfehlenswert) und somit in mehrere ETFs zu investieren, stellt sich einem gleich die Frage der besten Anlagen und optimalen Aufteilung. Bei solchen Fragen stehen sehr vermögenden Anlegern meist professionelle Portfoliomanager und -berater zur Seite. Dem durchschnittlichen Bürger bleibt nur die eigene mühselig Recherchenarbeit, die zumeist nie alle Risikofaktoren abdeckt. Genau hier kommen die modernen Robo-Advisor nun zum Spiel. Ihr Ziel: Professionelle und individuelle Anlageberatung jedem günstig und einfach anzubieten.
Wir von Rendite Vergleich begrüßen diese Motivation und wollen Ihnen daher hier im Folgenden ein kurze Erklärung geben, was Robo-Advisor überhaupt genau sind, welche Vorteile diese Ihnen bieten und was Sie bei der Wahl Ihres Anbieters beachten sollten. Abschließend werden wir noch ein paar der erfolgreichsten Anbieter in Deutschland vergleichen und hier kurz vorstellen.
Grundsätzlich umfasst der Begriff “Robo-Advisor” (dt. ~ “automatisierte Beratung”) alle Unternehmen, die in irgendeiner Form einen (teilweise) automatisierten Prozess der Geldanlage anbieten. Als zumeist junge Internet-affine Firmen, fallen diese unter die Kategorie der “Fintechs”. Sie sitzen in unserer Anlagewelt in etwa zwischen einem reinen Investment in einen ETF und der Geldanlage durch einen professionellen Vermögensberater.
Wie oben schon erwähnt unterteilt man in Deutschland Robo-Advisor in verschiedene Kategorien, je nach der regulatorischen Basis und tatsächlichen Tätigkeit. Eine genau Einteilung erfolgt gemäß folgender Tabelle:
Finanzanlagevermittlung Anlageberatung Vermögensverwaltung
Tatbestand Tatbestand gilt als erfüllt, wenn der Vermittler den Erwerb einer Finanzanlage fördert und im Namen des Anlegers die Auftragsbestätigung an den Veräußerer der Finanzanlage überbringt.
§ 1 Abs. 1a Satz 2 Nr. 1 KWG Tatbestand gilt als erfüllt, wenn sich die Empfehlung des Beraters auf konkrete Finanzinstrumente bezieht und unter Prüfung aller relevanten Kundeninformationen als geeignet darstellt.
§ 1 Abs. 1a Satz 2 Nr. 1a KWG Unterscheidungsmerkmal zur Anlageberatung liegt in der Dauerhaftigkeit der Beratungsvereinbarung und darin, dass Anlageentscheidungen eigenständig durch den Vermögensverwalter getroffen werden können.
Erlaubnispflicht Finanzanlagevermittler unter Behördlicher Aufsicht
§ 34f Abs. 1 Satz 1 GewO Anlageberater gemäß BaFin
§ 32 Abs. 1 Satz 1 KWG Vermögensverwalter gemäß BaFin
Ausnahmen von der Erlaubnis-pflicht Finanzanlagevermittler als vertraglich gebundener Agent eines Finanzdienstleistungsinstituts gemäß
§ 2 Abs. 10 Satz 1 KWG Finanzanlagevermittler als vertraglich gebundener Agent eines Finanzdienstleistungsinstituts gemäß
§ 2 Abs. 10 Satz 1 KWG Finanzanlagevermittler als vertraglich gebundener Agent eines Vermögensverwalters gemäß
§ 2 Abs. 10 Satz 1 KWG
Stand: 03.11.16
Der Anlageablauf beim Robo-Advisor
Alle großen Robo-Advisors funktionieren nach einem ähnlichen Prinzip. Der Kunde meldet sich online auf der Website des Advisors an, oder direkt über die hauseigene Smartphone-App. Hierzu gehören neben der Angabe der üblichen persönlichen Daten auch die Beantwortung einiger Fragen, die später dazu dienen sollen die richtige Anlagestrategie für Sie zu finden. Die Fragen sind dabei entweder direkt (“Wie risikobereit sind Sie auf einer Skala von 1 bis 5?”) oder indirekt (“Würden Sie eine Anlage wählen, bei der Sie 5% mehr verdienen können, aber auch 10% mehr verlieren?”) formuliert. Das Ergebnis ist aber das gleiche. Nach erfolgreicher Beantwortung werden Sie in eine sog. “Risikoklasse” eingeordnet, der eine klare Anlagestrategie zugewiesen ist.
Abgeschlossen wird die Anmeldung dann mit der Verbindung Ihres Bankkontos und Ihrem neuen automatischen Anlageberater. Im späteren Verlauf können dann weitere Parameter wie Anlageregionen oder Industrien eingestellt, sowie die Risikobereitschaft individuell angepasst werden. Im weiteren Verlauf kann dann das eigene Anlagevermögen einfach und übersichtlich in der jeweiligen App beobachtet werden.
Die Vorteile der Robo-Advisor
Um ihr ehrgeiziges Ziel der professionellen “Beratung” bei kleinem Preis gerecht zu werden, bediene sich Robo-Advisor zwei der aktuellsten Trends der Finanzbranche:
Günstigen, passiv gemangte Indexfonds (ETFs) und
Die Digitalisierung bzw. digitale Automatisierung
Robo-Advisor nutzen nämlich ETFs um Anlagen in globale Wertpapiere der breiten Masse einfach und zu geringen Kosten zugängig zu machen. Analog zu den ETFs machen Robo-Advisor dabei auch keinen Gebrauch von einem klassischem Portfoliomanager oder aufwändigen Timing- oder Selektionsstrategien. Die Anlageentscheidung wird abhängig vom gewählten Advisor meist über einen Algorithmus getätigt. Dadurch können diese Kostenersparnisse gleich an Sie weitergegeben werden.
Gleichzeitig wollen Robo-Advisor aber ja zusätzlich noch einen Anlageplan auf die individuellen Bedürfnisse anbieten und in gewisser Form ein “aktives” Portfoliomanagement anbieten. Dieses geschieht durch die zuvor erwähnten Risikoklassen.
Daher lassen sich die Vorteile der Anlage bei einem Robo-Advisor im Vergleich zum professionellen Portfoliomanager oder eigenhändiger ETF Auswahl wie folgt zusammenfassen:
Niedrige Kosten: Durch Nutzung von günstige ETFs und geringem Personalbedarf haben die meisten Robo-Advisors eine Management Fee deutlich unter 1%. Im Vergleich liegen klassische Fonds bei 1 – 5%!
Geringe Anlagebetrag: Vor allem im Vergleich zu professionellen Vermögensverwaltern haben Robo-Advisor deutlich geringere Mindestanlagebeträge.
Transparenz: Durch App oder Online-Portal sind die wichtigsten Informationen ihrer Geldanlage bei allen Anbietern übersichtlich und leicht einsehbar.
Schnelle Anlageentscheidung: Mit wenigen Klicks kann mittels dieser Anbieter schon unter 15min eine sinnvolle und individuelle Anlagestrategie gefunden werden.
Keine Interessenkonflikte: Der typische Bankberater hat oft einen finanziellen Anreiz Ihnen ein teuereres Produkt zu vermitteln. Die automatisierte Beratung beim Robo-Advisor richtet sich einzig nach Ihren Risikovorstellungen.
Kein emotionalen Anlagefehler: Als automatisiertes System wird beim Robo-Advisor der menschliche Störfaktor komplett eliminiert und eine persönliche Fehlentscheidung oder Unaufmerksamkeit unmöglich.
Die Wahl des besten Robo-Advisors
Für welchen Anbieter Sie sich am Ende jedoch entscheiden, sollten Sie nicht nur von der Kostenstruktur abhängig machen, sondern auch von den angebotenen Investmentklassen und Parametern mit denen Sie Ihre Strategien gestalten können. Zusätzlich sollten Sie auch immer den Servicegrad und die Innovationstiefe des jeweiligen Anbieters im Hinterkopf haben.
Bei einem Robo-Advisor Geld anlegen
Sollten Sie sich entschieden haben, bei einem Robo-Advisor -genauer bei einem Finanzanlagevermittler- Geld anzulegen, dann müssen Sie dafür auch Wertpapier-Depot anlegen. Welche Schritte dafür genau notwendig sind lesen sie hier.
Hinweis: Rendite Vergleich übernimmt keine Haftung für die Vollständigkeit, Richtigkeit und Genauigkeit der hier angegebenen Werte. Zutreffend sind immer die direkten Informationen auf den Webseiten der jeweiligen Anbieter. Wir empfehlen jedem Anleger, eine eigene Recherche des Marktumfelds zu machen um ein besseres Verständnis der aktuellen Angebotslage zu haben.
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