Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=BGH&Datum=14.05.2007&Aktenzeichen=II%20ZR%2048%2F06
Timestamp: 2019-04-24 03:15:09+00:00

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BGH, 14.05.2007 - II ZR 48/06 - dejure.org
AktG §§ 92 Abs. 2, Abs. 3; 93 Abs. 2, Abs. 3 Nr. 6; GmbHG § 64 Abs. 2
Trotz Insolvenzreife kein Verschulden bei Abführung von Lohnsteuer und der Arbeit-nehmeranteile zu Sozialversicherung
Erstattungspflichtigkeit eines organschaftlichen Vertreters durch die Abführung der Arbeitnehmeranteile der Sozialversicherung oder der Lohnsteuer trotz Insolvenzreife der Gesellschaft; Pflicht des organschaftlichen Vertreters einer Gesellschaft zur Prüfung der Überschuldung und der Zahlungsunfähigkeit; Verletzung der Insolvenzantragspflicht mangels Antragsstellung aufgrund einer fehlerhaften Beurteilung der erheblichen Umstände durch eine Fachperson; Widerspruch zwischen der Massesicherungspflicht und einem die sozialrechtlichen und steuerrechtlichen Vorschriften befolgendem Verhalten
Pflicht des Geschäftsleiters zur Zahlung der Sozialversicherungsbeiträge und Lohnsteuer auch bei Insolvenzreife (Änderung der Rspr. des II. Senats)
Keine Verletzung der Massesicherungspflicht des Vorstandes einer AG, der Arbeitnehmeranteile der Sozialversicherung oder Lohnsteuer abführt (Aufgabe früherer Rechtsprechung); keine Verletzung der Insolvenzantragspflicht des Vorstandes, der sachverständigem Rat eines Wirtschaftsprüfers folgend von der Stellung eines Insolvenzantrags absieht
Pflichtenkollision in der Unternehmenskrise
Wirtschafts- und Gesellschaftsrecht: Geschäftsführer-/Vorstandshaftung für Sozialversicherungsbeiträge
Erstattungspflicht gem. § 92 Abs. 3 AktG?
Organvertreter-Haftung bei (Nicht-)Abführung von Steuer- und Sozialabgaben
Haftung eines den Rat eines fachlich qualifizierten Berufsträgers befolgenden organschaftlichen Vertreters
Berater, Haftung für Steuerschulden, Insolvenzreife, Sorgfalt eines ordentlichen Geschäftsmanns, Steuerberater, Verhältnis des Steuerrechts zu § 64 Satz 1 GmbHG, Verschulden
Insolvenz: Haftung von Vorstand und Geschäftsführer
heckschen-vandeloo.de (Leitsatz und ausführliche Zusammenfassung)
Keine Schadensersatzpflicht des Geschäftsführers wegen Abführung der Sozialversicherungsbeiträge bei insolvenzreifer Gesellschaft
Endlich: Haftung von Führungskräften in der Insolvenz gelockert
Haftung für Sozialversicherungsbeiträge (Vorstand AG/Geschäftsführer GmbH)
Geschäftsführerhaftung - Abführungspflicht für Lohnsteuer und SV-Beiträge auch bei Insolvenzreife
GmbH-Geschäftsführer - Klare Handlungsanweisungen für den Geschäftsführer einer GmbH in der Krise
Haftung des Geschäftsführers in Krise und Insolvenz: Haftung für die Zahlung von Arbeitnehmerbeiträgen und Praxishinweise (RA Dr. Florian Stapper/RA Dr. Christoph Alexander Jacobi; Neue Justiz 9/2010, S. 353-355)
GmbHG § 64 Abs. 2; AktG § 92 Abs. 3; StGB § 266a
Keine Erstattungspflicht des Geschäftsführers für bei Insolvenzreife abgeführte Arbeitnehmeranteile der Sozialversicherung oder Lohnsteuer
Keine Schadensersatzpflicht des Vorstandsmitglieds bei Abführung von Sozialversicherungsbeiträgen bei insolvenzreifer Gesellschaft
Keine Haftung des organschaftlichen Vertreters einer Kapitalgesellschaft für die Abführung von Sozialversicherungsbeiträgen trotz Insolvenzreife
Zusammenfassung von "Anmerkung zum Urteil des BGH vom 14.05.2007, Az.: II ZR 48/06 (Haftung eines den Rat eines fachlich qualifizierten Berufsträgers befolgenden organschaftlichen Vertreters)" von RA Dr. Christoph Poertzgen, original erschienen in: DZWIR 2007, 427 - 431.
Zusammenfassung von "Anmerkung zum Urteil des BGH vom 14.05.2007, Az.: II ZR 48/06 (Kein Schadensersatz des Geschäftsführers wegen Abführung der Sozialversicherungsbeiträge bei insolvenzreifer Gesellschaft)" von RA Hans P. Runkel und RA Dr. Jens M. Schmidt, original erschienen in: NZI 2007, 479 - 480.
Zusammenfassung von "Organvertreter-Haftung bei (Nicht-)Abführung von Steuer- und Sozialabgaben in der Unternehmenskrise" von RA Mark Singer, original erschienen in: ZAP 2007, 1179 - 1180.
Zusammenfassung von "Anmerkung zum Urteil des BGH vom 14.05.2007, Az.: II ZR 48/06 (Keine Schadensersatzpflicht des Geschäftsleiters wegen Abführung von Sozialversicherungsbeiträgen bei insolvenzreifer Gesellschaft)" von Prof. Dr. Holger Altmeppen, original erschienen in: NJW 2007, 2121.
Kurznachricht zu "Anmerkung zum Urteil des BGH vom 14.05.2007, Az.: II ZR 48/06 (AG/GmbH: Haftung des organschaftlichen Vertreters für Nichtabführung von Sozialversicherungsbeiträgen und Massesicherungspflicht)" von RiBGH Prof. Dr. Wulf Goette, original erschienen in: DStR 7/2007, 1176 - 1177.
Zusammenfassung von "Anmerkung zum Urteil des BGH vom 14.5.2007, Az. II ZR 48/06 (Abführung von Sozialversicherungsbeiträgen und Lohnsteuer trotz Insolvenzreife der GmbH - Änderung der Rechtsprechung)" von Prof. Dr. Christian Schröder, original erschienen in: GmbHR 2007, 749 - 762.
Zusammenfassung von "Anmerkung zum Urteil des BGH vom 14.05.2007, Az.: II ZR 48/06 (Keine Haftung bei Abführung der Sozialversicherungsbeiträge in der Insolvenz)" von Dr. Frederik Karsten, original erschienen in: NJ 2007, 554.
Zusammenfassung von "Anmerkung zum Urteil des BGH vom 14.5.2007, Az.: II ZR 48/06 (Pflichtenkollision in der Unternehmerkrise)" von Prof. Dr. Thomas Rönnau, original erschienen in: JZ 2008, 46 - 50.
Zusammenfassung von "Anmerkung zum Urteil des BGH vom 14.05.2007, Az.: II ZR 48/06 (Haftung des Vertretungsorgans wegen Verletzung der Massesicherungspflicht bei Abführung von Arbeitnehmeranteilen trotz Insolvenzreife)" von RA Dr. Carsten Müller-Seils, LL.M., original erschienen in: BB 2008, 1801 - 1804.
Zusammenfassung von "Verbot der Zahlung, aber Strafdrohung bei Nichtzahlung gegen den Geschäftsführer einer insolvenzreifen GmbH?" von Prof. Dr. Jan Wilhelm, original erschienen in: ZIP 2007, 1781 - 1786.
Zusammenfassung von "Die Abführung der Arbeitnehmeranteile zur Sozialversicherung" von LLM. Karl Sikora, original erschienen in: NWB 2008, 1165 - 1182.
LG Berlin, 05.07.2004 - 14 O 198/04
NJW 2007, 1265
NJW 2007, 2118
ZIP 2007, 1265
MDR 2007, 1085
DNotZ 2008, 141
NZBau 2007, 644 (Ls.)
NZI 2007, 477
NZS 2007, 590
WM 2007, 1174
WM 2007, 1274
BB 2007, 1801
DB 2007, 1455
NZG 2007, 545
Der Geschäftsführer einer Gesellschaft mit beschränkter Haftung ist nach ständiger Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs verpflichtet, für eine Organisation zu sorgen, die ihm die zur Wahrnehmung seiner Pflichten erforderliche Übersicht über die wirtschaftliche und finanzielle Situation der Gesellschaft jederzeit ermöglicht; verfügt er selbst nicht über ausreichende persönliche Kenntnisse, muss er sich gegebenenfalls fachkundig beraten lassen (BGH, Urteil vom 6. Juni 1994 - II ZR 292/91, BGHZ 126, 181, 199; vom 20. Februar 1995 - II ZR 9/94, ZIP 1995, 560, 561; vom 14. Mai 2007 - II ZR 48/06, ZInsO 2007, 660 Rn. 16;… vom 27. März 2012 - II ZR 171/10, ZInsO 2012, 1177, Rn. 15;… vom 19. Juni 2012 - II ZR 243/11, ZInsO 2012, 1536 Rn. 11).
Erforderlich ist vielmehr, dass sich das Vertretungsorgan, das selbst nicht über die erforderliche Sachkunde verfügt, unter umfassender Darstellung der Verhältnisse der Gesellschaft und Offenlegung der erforderlichen Unterlagen von einem unabhängigen, für die zu klärende Frage fachlich qualifizierten Berufsträger beraten lässt und die erteilte Rechtsauskunft einer sorgfältigen Plausibilitätskontrolle unterzieht (vgl. BGH, Urteil vom 14. Mai 2007 - II ZR 48/06, ZIP 2007, 1265 Rn. 16 ff. [zur Prüfung der Insolvenzreife durch einen Wirtschaftsprüfer]; OLG Stuttgart, ZIP 2009, 2386, 2389; Fleischer, NZG 2010, 121 ff.).
Soweit Ersatzansprüche gegen den Geschäftsführer wegen verspäteter Antragstellung in Betracht zu ziehen sind, ist anerkannt, dass es an einem Verschulden fehlen kann, wenn ein unabhängiger externer Berater nach umfassender Darstellung der Verhältnisse der Gesellschaft und Offenlegung der erforderlichen Unterlagen eine Insolvenzreife ausschließt und das Prüfergebnis einer Plausibilitätskontrolle durch den Geschäftsleiter standhält (BGH, Urteil vom 14. Mai 2007 - II ZR 48/06, WM 2007, 1274 Rn. 15 ff;… vom 27. März 2012 - II ZR 171/10, DB 2012, 1320 Rn. 16, 19).
Dem hinzugezogenen Berater ist dabei der relevante Sachverhalt umfassend mitzuteilen und die von ihm erteilte Auskunft einer Plausibilitätskontrolle zu unterziehen (BGH…, Urteil vom 14. Mai 2013 - XI ZR 335/11, juris Rn. 46;… Beschluss vom 29. Juli 2014 - II ZB 1/12, ZIP 2014, 2121 Rn. 77; vgl. auch BGH, Urteil vom 14. Mai 2007 - II ZR 48/06, ZIP 2007, 1265 Rn. 16, 18;… Urteil vom 20. September 2011 - II ZR 234/09, ZIP 2011, 2097 Rn. 18).
Daran ändert nichts, dass der organschaftliche Vertreter einer zahlungsunfähigen Kapitalgesellschaft inzwischen einhellig als verpflichtet angesehen wird, die Arbeitnehmeranteile zum Gesamtsozialversicherungsbeitrag abzuführen, selbst wenn dies die Gläubigergleichbehandlung im Insolvenzverfahren beeinträchtigt (zur Änderung der Rechtsprechung des II. Zivilsenats in diesem Punkt vgl. BGH, Urt. v. 14. Mai 2007 - II ZR 48/06, ZIP 2007, 1265 Rn. 12).
Die dadurch bewirkte Pflichtenkollision hat den Senat bewogen, die Zahlung von Umsatz- oder Lohnsteuer als mit der Sorgfalt eines ordentlichen Geschäftsmanns vereinbar anzusehen (BGH, Urteil vom 14. Mai 2007 - II ZR 48/06, ZIP 2007, 1265 Rn. 11 f.;… Urteil vom 29. September 2008 - II ZR 162/07, ZIP 2008, 2220 Rn. 10).
a) Nach der neueren Rechtsprechung des Senats handelt ein Geschäftsführer einer GmbH grundsätzlich mit der Sorgfalt eines ordentlichen Geschäftsmanns i.S. des § 64 Satz 2 GmbHG und haftet deshalb nicht nach § 64 Satz 1 GmbHG, wenn er nach Eintritt der Insolvenzreife fällige Arbeitnehmeranteile zur Sozialversicherung an die zuständige Einzugsstelle zahlt (BGH, Urteil vom 14. Mai 2007 - II ZR 48/06, ZIP 2007, 1265 Rn. 11 f.;… Urteil vom 2. Juni 2008 - II ZR 27/07, ZIP 2008, 1275 Rn. 6).
Die durch das Urteil des Senats vom 14. Mai 2007 vollzogene Rechtsprechungsänderung betrifft allein die Frage, ob der Anwendungsbereich der § 64 Satz 1, 2 GmbHG, § 92 Abs. 2 Satz 1, 2 AktG bei einer Zahlung von Arbeitnehmeranteilen zur Sozialversicherung wegen der Strafandrohung in § 266a StGB und der deliktischen Schadensersatzhaftung aus § 823 Abs. 2 BGB einzuschränken ist (BGH, Urteil vom 14. Mai 2007- II ZR 48/06, ZIP 2007, 1265 Rn. 11 f.; ebenso Urteil vom 8. Januar 2001 - II ZR 88/99, BGHZ 146, 264, 274 f.; Urteil vom 18. April 2005 - II ZR 61/03, ZIP 2005, 1026, 1029; Beschluss vom 9. August 2005 - 5 StR 67/05, ZIP 2005, 1678).
Zu Lasten eines Geschäftsführers, der in der in § 64 Abs. 2 GmbHG aF beschriebenen Lage der Gesellschaft Zahlungen aus ihrem Gesellschaftsvermögen leistet, wird vermutet, dass er dabei schuldhaft, nämlich nicht mit der von einem Vertretungsorgan einer GmbH zu fordernden Sorgfalt gehandelt hat (BGH, Urteil vom 8. Januar 2001 - II ZR 88/99, BGHZ 146, 264, 274 f.; Urteil vom 14. Mai 2007 - II ZR 48/06, ZIP 2007, 1265 Rn. 11, 15;… Urteil vom 5. Mai 2008 - II ZR 38/07, ZIP 2008, 1229 Rn. 8;… Urteil vom 8. Juni 2009 - II ZR 147/08, ZIP 2009, 1468 Rn. 7;… Urteil vom 18. Oktober 2010 - II ZR 151/09, ZIP 2010, 2400 Rn. 14 - Fleischgroßhandel).
Dabei muss sich der Geschäftsführer, sofern er nicht über ausreichende persönliche Kenntnisse verfügt, gegebenenfalls fachkundig beraten lassen (BGH, Urteil vom 6. Juni 1994 - II ZR 292/91, BGHZ 126, 181, 199; Urteil vom 14. Mai 2007 - II ZR 48/06, ZIP 2007, 1265 Rn. 16).
Der selbst nicht hinreichend sachkundige Geschäftsführer ist nur dann entschuldigt, wenn er sich unter umfassender Darstellung der Verhältnisse der Gesellschaft und Offenlegung der erforderlichen Unterlagen von einer unabhängigen, für die zu klärenden Fragestellungen fachlich qualifizierten Person hat beraten lassen (BGH, Urteil vom 14. Mai 2007 - II ZR 48/06, ZIP 2007, 1265 Rn. 16; vgl. auch BGH…, Urteil vom 20. September 2011 - II ZR 234/09, ZIP 2011, 2097 Rn. 18) und danach keine Insolvenzreife festzustellen war.
Die Sorgfalt eines ordentlichen und gewissenhaften Geschäftsleiters gebietet es zudem, das Prüfergebnis einer Plausibilitätskontrolle zu unterziehen (BGH, Urteil vom 14. Mai 2007 - II ZR 48/06, ZIP 2007, 1265 Rn. 18; vgl. auch BGH…, Urteil vom 20. September 2011 - II ZR 234/09, ZIP 2011, 2097 Rn. 18).
Der Senat hat lediglich festgestellt, die Sachkompetenz und Fachkunde eines Wirtschaftsprüfers für eine solche Prüfung, wie sie in dem entschiedenen Fall vorzunehmen war, stehe außer Frage (BGH, Urteil vom 14. Mai 2007 - II ZR 48/06, ZIP 2007, 1265 Rn. 17).
Der Geschäftsführer kann entschuldigt sein, wenn er bei Anzeichen einer Krise unverzüglich eine fachlich qualifizierte Person mit der Prüfung beauftragt, ob die Gesellschaft insolvenzreif ist und ein Insolvenzantrag gestellt werden muss, und er sich dann nach der gebotenen Plausibilitätskontrolle dem fachkundigen Rat entsprechend verhält (vgl. BGH, Urteil vom 14. Mai 2007 - II ZR 48/06, ZIP 2007, 1265 Rn. 17).
Dem hinzugezogenen Berater ist dabei der relevante Sachverhalt umfassend mitzuteilen und die erteilte Auskunft einer sorgfältigen Plausibilitätskontrolle zu unterziehen (BGH, Urteil vom 14. Mai 2007 - II ZR 48/06, ZIP 2007, 1265 Rn. 16;… Urteil vom 20. September 2011 - II ZR 234/09, ZIP 2011, 2097 Rn. 18;… Urteil vom 23. Oktober 2012 - II ZR 45/11, juris Rn. 22;… Urteil vom 14. Mai 2013 - XI ZR 335/11, juris Rn. 46).
Dem hinzugezogenen Berater ist dabei der relevante Sachverhalt umfassend mitzuteilen und die erteilte Auskunft einer Plausibilitätskontrolle zu unterziehen (BGH, Urteil vom 14. Mai 2007 - II ZR 48/06, ZIP 2007, 1265 Rn. 16;… Urteil vom 20. September 2011 - II ZR 234/09, ZIP 2011, 2097 Rn. 18;… Urteil vom 23. Oktober 2012 - II ZR 45/11, juris Rn. 22;… Urteil vom 14. Mai 2013 - XI ZR 335/11, juris Rn. 46).
BGH, 07.02.2008 - IX ZR 244/06
Zurückweisung des Prozesskostenhilfeantrags für die Durchführung einer vom …
OLG Frankfurt, 03.04.2009 - 19 W 17/09
Unerlaubte Handlung: Vorsätzliches Nichtabführen von Arbeitnehmeranteilen zur …

References: § 64
 § 92
 § 64
 § 64
 § 92
 § 266
 BGH 
 BGH 
 BGH 
 BGH 
 BGH 
 BGH 
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 § 92
 § 266
 § 823
 § 64