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Timestamp: 2019-12-08 05:56:00+00:00

Document:
Landesrecht Sachsen-Anhalt BGGVO LSA | Landesnorm Sachsen-Anhalt | Gesamtausgabe | Verordnung zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen in der öffentlichen Verwaltung des Landes Sachsen-Anhalt (Behindertengleichstellungsverordnung des Landes Sachsen-Anhalt - BGGVO LSA) vom 23. Februar 2012 | gültig ab: 01.03.2012
Verordnung zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen...
§ 1 - § 5 Abschnitt 1 - Verwendung von Gebärdensprache und...
§ 6 - § 9 Abschnitt 2 - Dokumentenzugang für blinde und sehbehinderte...
§ 10 - § 13 Abschnitt 3 - Schaffung barrierefreier Informationstechnik...
§ 14 - § 16 Abschnitt 4 - Schlussvorschriften
Amtliche Abkürzung: BGGVO LSA
Ausfertigungsdatum: 23.02.2012
Fundstelle: GVBl. LSA 2012, 71
Gliederungs-Nr: 87.4
Verordnung zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen in der öffentlichen Verwaltung des Landes Sachsen-Anhalt
(Behindertengleichstellungsverordnung des Landes Sachsen-Anhalt - BGGVO LSA) *
Stand: letzte berücksichtigte Änderung: §§ 1, 4 und 5 neu gefasst, §§ 2 und 3 geändert sowie Anlage 1 aufgehoben und Anlage 2 zu einziger Anlage durch Verordnung vom 8. August 2019 (GVBl. LSA S. 258)
Verordnung zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen in der öffentlichen Verwaltung des Landes Sachsen-Anhalt (Behindertengleichstellungsverordnung des Landes Sachsen-Anhalt - BGGVO LSA) vom 23. Februar 2012 01.03.2012
Abschnitt 1 - Verwendung von Gebärdensprache und anderen Kommunikationshilfen im Verwaltungsverfahren 01.03.2012
§ 1 - Anwendungsbereich und Anlass 28.08.2019
§ 2 - Umfang des Anspruchs 28.08.2019
§ 3 - Kommunikationshilfen 28.08.2019
§ 4 - Art und Weise der Bereitstellung von geeigneten Kommunikationshilfen 28.08.2019
§ 5 - Grundsätze für eine angemessene Vergütung oder Erstattung 28.08.2019
Abschnitt 2 - Dokumentenzugang für blinde und sehbehinderte Menschen im Verwaltungsverfahren 01.03.2012
§ 6 - Anwendungsbereich 01.03.2012
§ 7 - Formen des Dokumentenzugangs, Bekanntmachung 01.03.2012
§ 8 - Umfang des Anspruchs 01.03.2012
§ 9 - Organisation und Kosten 01.03.2012
Abschnitt 3 - Schaffung barrierefreier Informationstechnik in der öffentlichen Verwaltung 01.03.2012
§ 10 - Sachlicher Geltungsbereich 01.03.2012
§ 11 - Anwendungsbereich 01.03.2012
§ 12 - Anzuwendende Standards 01.03.2012
§ 13 - Übergangsvorschriften 01.03.2012
Abschnitt 4 - Schlussvorschriften 01.03.2012
§ 14 - Überprüfung 01.03.2012
§ 15 - Sprachliche Gleichstellung 01.03.2012
§ 16 - Inkrafttreten 01.03.2012
Anlage 28.08.2019
Aufgrund von § 14 Abs. 5 , § 15 Abs. 2 und § 16 Abs. 2 des Behindertengleichstellungsgesetzes Sachsen-Anhalt vom 16. Dezember 2010 (GVBl. LSA S. 584) wird verordnet:
Verwendung von Gebärdensprache und anderen
Kommunikationshilfen im Verwaltungsverfahren
(1) Abschnitt 1 dieser Verordnung gilt für alle Menschen mit Hör- oder Sprachbehinderungen nach Maßgabe von § 14 Abs. 3 des Behindertengleichstellungsgesetzes Sachsen-Anhalt , die als Beteiligte eines Verwaltungsverfahrens zur Wahrnehmung eigener Rechte für die mündliche und schriftliche Kommunikation im Verwaltungsverfahren einen Anspruch auf Bereitstellung einer geeigneten Kommunikationshilfe haben (Berechtigte).
(2) Die Berechtigten können ihren Anspruch nach § 14 Abs. 4 des Behindertengleichstellungsgesetzes Sachsen-Anhalt gegenüber jedem Träger der öffentlichen Verwaltung im Sinne des § 7 Abs. 1 des Behindertengleichstellungsgesetzes Sachsen-Anhalt geltend machen.
(2) Die Berechtigten haben nach Maßgabe des Absatzes 1 ein Wahlrecht hinsichtlich der zu benutzenden Kommunikationshilfe. Dies umfasst auch das Recht, eine geeignete Kommunikationshilfe selbst bereit zustellen. Die Berechtigten haben dem Träger der öffentlichen Verwaltung rechtzeitig mitzuteilen, inwieweit sie von ihrem Wahlrecht nach Satz 1 und 2 Gebrauch machen. Der Träger der öffentlichen Verwaltung kann die ausgewählte Kommunikationshilfe zurückweisen, wenn sie ungeeignet ist. Die Hör- oder Sprachbehinderung sowie die Wahlentscheidung nach Satz 1 sind aktenkundig zu machen und im weiteren Verwaltungsverfahren von Amts wegen zu berücksichtigen.
(3) Erhält der Träger der öffentlichen Verwaltung Kenntnis von der Hör- oder Sprachbehinderung von Berechtigten im Verwaltungsverfahren, hat er diese auf ihr Recht auf barrierefreie Kommunikation und auf ihr Wahlrecht nach Absatz 2 hinzuweisen.
(4) Zur Abwehr einer gegenwärtigen erheblichen Gefahr ( § 3 Nr. 3 Buchst. b und c des Gesetzes über die öffentliche Sicherheit und Ordnung des Landes Sachsen-Anhalt ) kann im Einzelfall von dem Einsatz einer Kommunikationshilfe abgesehen werden.
Kommunikationsassistenten oder
sonstige Personen des Vertrauens der Berechtigten;
gestützte Kommunikation für Menschen mit autistischer Störung;
(1) Geeignete Kommunikationshilfen werden von dem Träger der öffentlichen Verwaltung kostenfrei bereitgestellt, es sei denn, die Berechtigten machen von ihrem Wahlrecht nach § 2 Abs. 2 Satz 2 Gebrauch.
(2) Die Landesfachstelle für Barrierefreiheit nach § 17a des Behindertengleichstellungsgesetzes Sachsen-Anhalt berät und unterstützt den Träger der öffentlichen Verwaltung bei seiner Aufgabe nach Absatz 1.
angemessene Vergütung oder Erstattung
(1) Der Träger der öffentlichen Verwaltung richtet sich bei der Entschädigung von Gebärdensprachdolmetschern sowie Kommunikationshelfern nach dem Justizvergütungs- und -entschädigungsgesetz vom 5. Mai 2004 (BGBl. I S. 718, 776), zuletzt geändert durch Artikel 5 Abs. 2 des Gesetzes vom 11. Oktober 2016 (BGBl. I S. 2222), in der jeweils geltenden Fassung.
(2) Eine Vergütung in Höhe des Honorars für Dolmetscher, die gemäß § 9 Abs. 3 Satz 1 des Justizvergütungs- und -entschädigungsgesetzes für simultanes Dolmetschen herangezogen worden sind, erhalten Gebärdensprachdolmetscher nach § 3 Abs. 2 Nr. 1 sowie Kommunikationshelfer nach § 3 Abs. 2 Nr. 2 Buchst. a bis d mit nachgewiesener abgeschlossener Berufsausbildung oder staatlicher Anerkennung für das ausgeübte Tätigkeitsfeld.
(3) Eine Vergütung in Höhe von 75 v. H. der Vergütung nach Absatz 2 erhalten Gebärdensprachdolmetscher nach § 3 Abs. 2 Nr. 1 sowie Kommunikationshelfer nach § 3 Abs. 2 Nr. 2 Buchst. a bis d mit nachgewiesener abgeschlossener Qualifizierung für das ausgeübte Tätigkeitsfeld.
(4) Eine pauschale Abgeltung in Höhe von 25 v. H. der Vergütung nach Absatz 2, mindestens aber eine Abgeltung für die entstandenen Aufwendungen erhalten Gebärdensprachdolmetscher nach § 3 Abs. 2 Nr. 1 sowie Kommunikationshelfer nach § 3 Abs. 2 Nr. 2 Buchst. a bis e ohne nachgewiesene abgeschlossene Berufsausbildung oder Qualifizierung für das ausgeübte Tätigkeitsfeld.
(5) Für den Einsatz sonstiger Kommunikationshilfen trägt der Träger der öffentlichen Verwaltung die entstandenen Aufwendungen.
(6) Die Träger der öffentlichen Verwaltung können mit Gebärdensprachdolmetschern sowie Kommunikationshelfern hinsichtlich der Vergütung und Abgeltung von den Absätzen 1 bis 4 abweichende Rahmenvereinbarungen treffen.
(7) Der Träger der öffentlichen Verwaltung vergütet die Leistungen unmittelbar denjenigen, die sie erbracht haben. Stellen die Berechtigten die Kommunikationshilfe nach § 2 Abs. 2 Satz 2 selbst bereit, trägt der Träger der öffentlichen Verwaltung die Kosten nach den Absätzen 1 bis 5 nur nach Maßgabe des § 2 Abs. 1. In diesem Fall dürfen die Berechtigten nicht auf eine Erstattung verwiesen werden, es sei denn, sie wünschen dies oder es liegt ein sonstiger besonderer Grund vor.
Dokumentenzugang für blinde und
sehbehinderte Menschen im Verwaltungsverfahren
(1) Abschnitt 2 dieser Verordnung gilt für alle natürlichen Personen, die als Beteiligte eines Verwaltungsverfahrens wegen Blindheit oder einer anderen Sehbehinderung nach § 15 Abs. 2 des Behindertengleichstellungsgesetzes Sachsen-Anhalt zur Wahrnehmung eigener Rechte einen Anspruch darauf haben, dass ihnen Bescheide, öffentlich-rechtliche Verträge und Vordrucke (Dokumente) einschließlich ihrer Anlagen, in einer für sie wahrnehmbaren Form zugänglich gemacht werden (Berechtigte).
(2) Die Berechtigten können ihren Anspruch nach § 15 Abs. 1 Satz 2 des Behindertengleichstellungsgesetzes Sachsen-Anhalt gegenüber den Trägern der öffentlichen Verwaltung gemäß § 7 Abs. 1 des Behindertengleichstellungsgesetzes Sachsen-Anhalt geltend machen.
Formen des Dokumentenzugangs, Bekanntmachung
(2) Der Dokumentenzugang in schriftlicher Form erfolgt in Blindenschrift oder in Großdruck. Bei Großdruck sind ein Schriftbild, eine Kontrastierung und eine Papierqualität zu wählen, die die individuelle Wahrnehmungsfähigkeit der Berechtigten ausreichend berücksichtigen.
(3) Werden Dokumente auf elektronischem Wege zugänglich gemacht, sind die Standards nach Abschnitt 3 dieser Verordnung maßgebend.
(4) Die Dokumente sollen den Berechtigten, soweit möglich, gleichzeitig mit der Bekanntgabe auch in der für sie wahrnehmbaren Form zugänglich gemacht werden.
(2) Die Berechtigten haben nach Maßgabe des Absatzes 1 ein Wahlrecht zwischen den in § 7 genannten Formen, in denen Dokumente zugänglich gemacht werden können. Die Berechtigten haben dazu dem Träger der öffentlichen Verwaltung rechtzeitig mitzuteilen, in welcher Form und mit welchen Maßgaben die Dokumente zugänglich gemacht werden sollen. Er kann die ausgewählte Form zurückweisen, wenn sie ungeeignet ist oder in sonstiger Weise den Voraussetzungen des Absatzes 1 nicht entspricht. Die Blindheit oder die Sehbehinderung sowie die Wahlentscheidung nach Satz 1 sind aktenkundig zu machen und im weiteren Verwaltungsverfahren von Amts wegen zu berücksichtigen.
(3) Erhält der verpflichtete Träger der öffentlichen Verwaltung Kenntnis von der Blindheit oder einer anderen Sehbehinderung von Berechtigten im Verwaltungsverfahren, hat er diese auf ihr Recht, dass ihnen Dokumente in einer für sie wahrnehmbaren Form zugänglich gemacht werden, und auf ihr Wahlrecht nach Absatz 2 Satz 1 hinzuweisen.
(1) Die Dokumente können den Berechtigten durch einen Träger der öffentlichen Verwaltung oder durch eine Beauftragung Dritter in einer für sie wahrnehmbaren Form zugänglich gemacht werden.
(2) Der Dokumentenzugang gemäß § 7 ist für den Berechtigten kostenfrei. Die Vorschriften über die Kosten (Gebühren und Auslagen) öffentlich-rechtlicher Verwaltungstätigkeit bleiben im Übrigen unberührt.
Abschnitt 3 dieser Verordnung gilt für folgende Angebote der Informationstechnik der Träger der öffentlichen Verwaltung gemäß § 7 Abs. 1 des Behindertengleichstellungsgesetzes Sachsen-Anhalt :
Die Gestaltung von Angeboten der Informationstechnik nach § 10 ist dazu bestimmt, natürlichen Personen, insbesondere Menschen mit Behinderungen im Sinne des § 2 des Behindertengleichstellungsgesetzes Sachsen-Anhalt , denen ohne die Erfüllung zusätzlicher Bedingungen die Nutzung der Informationstechnik nur eingeschränkt möglich ist, den Zugang dazu zu eröffnen.
Die in § 10 genannten Angebote der Informationstechnik sind nach der Anlage 2 so zu gestalten, dass alle Angebote die unter Priorität I aufgeführten Anforderungen und Bedingungen erfüllen. Weiterhin sollen zentrale Einstiegs- und Navigationsseiten zusätzlich die unter Priorität II aufgeführten Anforderungen und Bedingungen berücksichtigen.
(1) Die in § 10 genannten Angebote der Informationstechnik, die sechs Monate nach Inkrafttreten dieser Verordnung neu erstellt oder in wesentlichen Bestandteilen oder größerem Umfang verändert oder angepasst werden, sind gemäß § 12 zu gestalten. Mindestens ein Zugangspfad zu den genannten Angeboten soll mit der Freischaltung dieser Angebote die Anforderungen und Bedingungen der Priorität I der Anlage 2 erfüllen. Die von Satz 1 erfassten Angebote müssen spätestens zwölf Monate nach Inkrafttreten dieser Verordnung die Anforderungen und Bedingungen der Priorität I der Anlage 2 erfüllen.
(2) Angebote nach § 10 Nr. 1 und 2 , die vor dem in Absatz 1 Satz 1 genannten Stichtag veröffentlicht wurden, sind bis spätestens 30 Monate nach Inkrafttreten dieser Verordnung gemäß § 12 zu gestalten, wenn diese Angebote sich speziell an behinderte Menschen im Sinne des § 2 des Behindertengleichstellungsgesetzes richten. Im Übrigen sind die Angebote, die vor Inkrafttreten dieser Verordnung im Internet oder im Intranet veröffentlicht wurden, bis spätestens 36 Monate nach Inkrafttreten dieser Verordnung gemäß § 12 zu gestalten.
(1) Abschnitte 1 und 2 werden spätestens zwei Jahre nach Inkrafttreten auf ihre Wirkung hin überprüft.
(2) Abschnitt 3 wird spätestens vier Jahre nach Inkrafttreten auf seine Wirkung hin überprüft.
Magdeburg, den 23. Februar 2012.
Bedingung 1.1.1
Bedingung 1.2.1
Bedingung 1.2.2
Bedingung 1.2.3
Bedingung 1.2.4
Bedingung 1.2.5
Bedingung 1.2.6
Bedingung 1.2.7
Bedingung 1.2.8
Bedingung 1.2.9
Bei Live-Übertragungen von Audio-Inhalten ist eine Text-Alternative mit gleichwertigen Informationen bereitzustellen
Bedingung 1.3.1
Bedingung 1.3.2
Bedingung 1.3.3
Anweisungen zum Verständnis und zur Nutzung des Inhalts stützen sich nicht ausschließlich auf sensorische Merkmale der Elemente wie z. B. Form, Größe, visuelle Platzierung, Orientierung oder Ton
Bedingung 1.4.1
Bedingung 1.4.2
Bedingung 1.4.3
Bedingung 1.4.4
Bedingung 1.4.5
Bedingung 1.4.6
Bedingung 1.4.7
Bedingung 1.4.8
Bedingung 1.4.9
Bedingung 2.1.1
Bedingung 2.1.2
Kann der Tastaturfokus durch Verwendung einer Tastaturschnittstelle auf ein Element der Seite bewegt werden, muss der Fokus über die Tastaturschnittstelle auch von diesem Element wegbewegt werden können. Sind hierfür mehr als die Standard-Pfeil- oder -Tab-Tasten erforderlich, sind die Nutzerinnen und Nutzer darüber zu informieren, mit welcher Methode der Fokus wegbewegt werden kann.
Bedingung 2.1.3
Bedingung 2.2.1
Bedingung 2.2.2
Bedingung 2.2.3
Bedingung 2.2.4
Bedingung 2.2.5
Bedingung 2.3.1
Bedingung 2.3.2
Bedingung 2.4.1
Bedingung 2.4.2
Bedingung 2.4.3
Bedingung 2.4.4
Bedingung 2.4.5
Bedingung 2.4.6
Bedingung 2.4.7
Bedingung 2.4.8
Bedingung 2.4.9
Bedingung 2.4.10
Bedingung 3.1.1
Bedingung 3.1.2
Bedingung 3.1.3
Bedingung 3.1.4
Bedingung 3.1.5
Bedingung 3.1.6
Bedingung 3.2.1
Bedingung 3.2.2
Bedingung 3.2.3
Bedingung 3.2.4
Bedingung 3.2.5
Bedingung 3.3.1
Bedingung 3.3.2
Bedingung 3.3.3
Bedingung 3.3.4
Bedingung 3.3.5
Bedingung 3.3.6
Inhalte müssen so sein, dass sie von möglichst allen Benutzeragenten, einschließlich assistiver Technologien, zuverlässig interpretiert werden können.
Bedingung 4.1.1
Bedingung 4.1.2
Der Tonspur hinzugefügte Beschreibung wichtiger visueller Einzelheiten, deren Verständnis sich nicht allein aus der Haupttonspur ergibt. Sie wird auch „Video-Beschreibung“ und „Beschreibende Schilderung“ genannt. Eine Audio-Deskription von Videoinhalten stellt Informationen über Handlungen, Figuren oder Akteure, Szenenwechsel, Texte auf dem Bildschirm und über andere visuelle Inhalte bereit. In standardmäßigen Audio-Deskriptionen wird die Schilderung in Pausen zwischen den Dialogen hinzugefügt (siehe auch „erweiterte Audio-Deskription“).Wenn sämtliche Informationen des Videos bereits in der vorhandenen Tonspur enthalten sind, ist keine zusätzliche Audio-Deskription notwendig.
Bedeutende inhaltliche Änderungen einer Webseite, die - falls sie ohne Kenntnis oder Absicht der Nutzerin oder des Nutzers vorgenommen werden - insbesondere die Nutzerinnen und Nutzer verwirren könnten, die eine ganze Seite nicht auf einmal überblicken können. Änderungen des Kontextes beinhalten Änderungen
Synchronisierte visuelle Alternative und/oder Text-Alternative für sprachliche und nichtsprachliche Audio-Informationen, die zum Verständnis des Medieninhalts benötigt werden. Erweiterte Untertitel ähneln grundsätzlich Untertiteln, die gesprochene Dialoge wiedergeben. Darüber hinaus beinhalten sie jedoch auch nichtsprachliche Audioinformationen (wie u. a. Toneffekte, Musik, Gelächter), die zum Verständnis des Programminhalts erforderlich sind. Erweiterte Untertitel sollten relevante Informationen im Video nicht beeinträchtigen. Audio-Deskriptionen müssen nicht mit erweiterten Untertiteln versehen werden, da es sich um Beschreibungen von Information handelt, die bereits visuell präsentiert wurden. Man unterscheidet zwischen „Closed Captions“ und „Open Captions“: „Closed Captions“ können, wenn das Abspielgerät es zulässt, an- oder abgeschaltet werden. „Open Captions“ können nicht abgeschaltet werden.
Eine Sprache, die durch Kombinationen von Hand- und Armbewegungen, Mimik oder Körperhaltung Inhalte vermittelt.
Allgemeiner Blitz („general flash“): Ein Paar von entgegengesetzten Änderungen der relativen Luminanz um 10 % oder mehr als die maximale relative Luminanz, wobei die relative Luminanz der dunkleren Bilder unter 0,80 liegt und wobei „ein Paar von entgegenwirkenden Änderungen“ ein Anstieg gefolgt von einem Rückgang bzw. ein Rückgang gefolgt von einem Anstieg ist.
Roter Blitz („red flash“): Ein beliebiges Paar von entgegengesetzten Übergängen, die ein gesättigtes Rot mit sich bringen.
Ein Aufblitzen, welches ein feines ausgewogenes Muster darstellt - wie z. B. ein weißes Rauschen oder ein wechselndes Schachbrettmuster, bei dem die Quadrate auf einer Seite kleiner als 0,1 Grad sind -, überschreitet die Schwellenwerte nicht.
Für allgemeine Software oder Webinhalte liefert der Gebrauch eines auf dem angezeigten Bildschirmbereich beliebig platzierten 341 x 256 Pixel großen Rechtecks bei einer Bildschirmauflösung von 1 024 x 768 Pixel einen guten Schätzwert eines 10-Grad-Sicht-feldes für Standard-Bildschirmgrößen und Standard-Entfernungen der Augen zum Bildschirm (z. B. 15- bis 17-Zoll-Bildschirm bei 59 bis 66 cm Entfernung). Da höher auflösende Bildschirme den Inhalt in gleicher Weise mit kleineren und schärferen Bildern wiedergeben, wird die geringere Auflösung für die Definition der Grenzwerte verwendet.
wenn für entweder einen oder beide Zustände eines jeden Überganges gilt: R/(R + G + B) ≥ 0,8
R-, G- und B-Werte reichen - wie in der Definition für die „relative Luminanz“ angegeben von 0 bis 1.
Sind Teile des Inhalts und werden von Nutzerinnen und Nutzern als einzelnes Kontrollelement für eine eindeutige Funktion wahrgenommen. Komponenten der Benutzerschnittstelle schließen sowohl Formularelemente und Links als auch durch Skripte erzeugte Komponenten ein. Mehrere Komponenten der Benutzerschnittstelle können als einzelnes programmtechnisches Element implementiert werden. Komponenten sind hier nicht ausschließlich an Programmiertechniken gebunden, vielmehr auch an die Wahrnehmung als einzelnes Kontrollelement durch Nutzerinnen und Nutzer.
Das Kontrastverhältnis berechnet sich aus: (L 1 + 0,05)/(L2 + 0,05), wobei
L 1 die relative Luminanz der Ausleuchtung der Vorder- oder Hintergrundfarben ist und
L 2 die relative Luminanz der dunkleren Vorder- oder Hintergrundfarben ist.
Die Erfüllung der Anforderungen und Bedingungen sollte für Farbpaare evaluiert werden, die inhaltlich typischerweise so vorgegeben sind, dass eine Autorin oder ein Autor sie nebeneinander erwartet. Autorinnen und Autoren müssen keine unüblichen Präsentationen (wie z. B. vom Nutzer oder von der Nutzerin veranlasste Farbwechsel) bedenken, außer wenn diese von ihnen selbst verursacht wurden.
Auch „Auszeichnungssprache“ genannt. Markup-Sprache ist eine Kategorie von Programmiersprachen, die z. B. HTML (Hypertext Markup Language) oder XML (Extensible Markup Language) umfasst. Auszeichnungssprachen basieren auf der in der ISO-Norm 8879 festgelegten SGML (Standard Generalized Markup Language). Sie dienen in ihren spezifischen Anwendungsgebieten der logischen Beschreibung von Inhalten, dem Datenaustausch oder der Definition weiterer Auszeichnungssprachen.
Inhalt, der keine Abfolge von Buchstaben darstellt, der durch Programme erkennbar ist oder dessen Abfolge keine natürliche Sprache darstellt. Nicht-Text-Inhalte sind auch ASCII-Zeichnungen (Muster aus Buchstaben), Emoticons (Zeichenfolgen aus Satzzeichen, die ein Smiley nachbilden), Leetspeak (Ersetzen von Buchstaben durch ähnlich aussehende Ziffern und Sonderzeichen) oder Bilder, die einen Text abbilden.
wenn RsRGB ≤ 0,03928 dann R = RsRGB/12,92 oder R = [(RsRGB + 0,055)/1,055] 2.4
wenn GsRGB ≤ 0,03928 dann G = GsRGB/12,92 oder G = [(GsRGB + 0,055)/1,055] 2.4
wenn BsRGB ≤ 0,03928 dann B = BsRGB/12,92 oder B = [(BsRGB + 0,055)/1,055] 2.4
Eine nicht-eingebettete Quelle einer einzelnen Adresse (URL), welche HTTP gebraucht, sowie alle weiteren Quellen, die für das Rendern durch einen Benutzeragenten benötigt werden oder die zum Rendern durch einen Benutzeragenten mit dem Inhalt angedacht sind. Obwohl jede andere Quelle zusammen mit der ursprünglichen Quelle gerendert würde, würden sie nicht zwangsläufig zeitgleich miteinander gerendert werden. Zum Zweck der Konformität mit diesen Richtlinien muss eine Quelle „nicht eingebettet“ innerhalb des Geltungsbereichs der Konformität sein, um als Webseite zu gelten.

References: § 1
 § 5

§ 6
 § 9

§ 10
 § 13

§ 14
 § 16

§ 1

§ 2

§ 3

§ 4

§ 5

§ 6

§ 7

§ 8

§ 9

§ 10

§ 11

§ 12

§ 13

§ 14

§ 15

§ 16
 § 14
 § 15
 § 16
 § 14
 § 14
 § 7
 § 3
 § 2
 § 17
 § 9
 § 3
 § 3
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 § 2
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