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Timestamp: 2018-02-20 17:43:27+00:00

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﻿ Alkohol am Steuer: Welche Strafe droht? | Bussgeldkataloge.de
Wichtige Informationen zu Alkohol im Straßenverkehr
Alkoholkonsum am SteuerNachtrunkVollrauschGeldstrafe bei AlkoholfahrtRestalkoholAlkomat – AlkoholmessgeräteSchuldunfähigkeitAlkohol unter 21 JahrenAlkohol in der ProbezeitAbsolute FahruntüchtigkeitMischkonsumPromillegrenze
Bußgeldtabelle: Was droht laut Bußgeldkatalog bei Alkohol am Steuer?
Sie wurden wegen Alkohol am Steuer von der Polizei angehalten und möchten nun wissen, welche Konsequenzen Ihnen drohen? Nutzen Sie unseren Bußgeldrechner, um mehr zu erfahren.
Promillegrenze im Auto: Welche Werte sind relevant?
Alkohol-Bußgeldkatalog: Das kostet es, betrunken Auto zu fahren.
1 Bußgeldtabelle: Was droht laut Bußgeldkatalog bei Alkohol am Steuer?
3 Promillegrenze im Auto: Welche Werte sind relevant?
3.1 Wann führt der Konsum von Alkohol zum Fahrverbot?
3.2 Sanktion oder Strafe für Alkohol am Steuer in der Probezeit
4 Trunkenheit im Verkehr: Straftat nach deutschem Recht
4.1 Ist der Weg zum Anwalt sinnvoll?
Alkohol und Autofahren verträgt sich in der Regel nicht besonders gut. Doch hierbei muss stets danach differenziert werden, wie viel getrunken wurde und ob der Fahrer noch in der Probezeit bzw. unter 21 Jahren ist oder nicht. Danach entscheidet sich, mit welchen Sanktionen jeweils zu rechnen ist. Nicht immer sind diese gleich.
Wann führt der Konsum von Alkohol zum Fahrverbot?
Betrunken mit dem Auto zu fahren kann schnell teuer werden und zudem zu einem Fahrverbot führen. Liegt die Promillegrenze zwischen den Werten 0,5 und 1,09 und es kann keine Ausfallerscheinung, wie beispielsweise das Fahren in Schlangenlinien oder Ähnliches festgestellt werden, so droht ein saftiges Bußgeld ab 500 Euro, Punkte im Fahreignungsregister in Flensburg und zudem die Anordnung eines Fahrverbots.
Betroffene handeln in dem Fall ordnungswidrig. In diesem Fall ist der Führerschein wegen Alkohol am Steuer für den jeweiligen Zeitraum abzugeben.
Sanktion oder Strafe für Alkohol am Steuer in der Probezeit
Alkohol am Steuer ist in der Probezeit tabu.
Wer seinen Führerschein erst frisch erworben hat und noch in der Probezeit ist, hat in puncto Alkohol am Steuer gewisse Besonderheiten zu beachten. Hier liegt die Promillegrenze nämlich bei null, was bedeutet, dass das Fahren unter Alkoholeinfluss gänzlich verboten ist.
Alkohol am Steuer ist zudem unter 21-jährigen Personen untersagt, selbst wenn sie nicht mehr in der Probezeit sind. Diese Regelung ergibt sich aus § 24c des Straßenverkehrsgesetzes (kurz: StVG).
Neben einem Punkt im Flensburger Fahreignungsregister und einem Bußgeld, welches bei 250 Euro liegt, muss hierbei der Fahranfänger mit Probezeitmaßnahmen rechnen. Fahren unter Alkohol bedeutet hier bereits ab 0,1 ‰ eine Ordnungswidrigkeit, die zugleich einen sogenannten A-Verstoß darstellt. Ein einmaliger A-Verstoß in der Probezeit hat zur Folge, dass sich diese um zwei Jahre verlängert und die Teilnahme an einem Aufbauseminar gefordert wird.
Wer dann innerhalb der verlängerten Probezeit mit Alkohol am Steuer erwischt wird, bekommt eine Verwarnung und die Empfehlung zur Teilnahme an einer verkehrspsychologischen Beratung. Ein sich dann wiederholender Verstoß führt zur Entziehung der Fahrerlaubnis.
Trunkenheit im Verkehr: Straftat nach deutschem Recht
In bestimmten Situationen stellt Alkohol am Steuer nicht bloß eine Ordnungswidrigkeit dar, sondern sogar eine Straftat. Einschlägige Norm bei einer Trunkenheitsfahrt ist § 316 des Strafgesetzbuches (kurz: StGB). Hier heißt es in Absatz 1:
Unter den Begriff „Fahrzeug“ fällt im Sinne der vorstehenden Norm nicht nur das Auto, sondern zudem auch das Fahrrad. Die Grenze zur absoluten Fahruntüchtigkeit liegt hier allerdings bei 1,6 ‰. Für das Auto hingegen liegt die Grenze zur absoluten Fahruntüchtigkeit bei dem Wert 1,1 ‰. Wer mit dieser Konzentration Alkohol im Blut von der Polizei erwischt wird, macht sich obigem Tatbestand gemäß strafbar. Hierbei wird unwiderleglich die Ungeeignetheit zum Führen von Kraftfahrzeugen vermutet.
Nicht möglich ist es im Rahmen eines Strafverfahrens, einen entsprechenden Gegenbeweis anzubringen.
Trunkenheit am Steuer: Mit welcher Strafe ist zu rechnen?
Doch auch Werte unterhalb der Grenze zur absoluten Fahruntüchtigkeit können unter § 316 StGB fallen, sofern zum Vorwurf „Alkohol am Steuer“ noch sogenannte Ausfallerscheinungen hinzukommen. In Betracht kommt hier beispielsweise das Fahren in Schlangenlinien bzw. das Missachten von Ampelanlagen oder sonstigen Verkehrszeichen. Auch die Beschädigung fremder Fahrzeuge beim Ausparken ist als Ausfallerscheinung zu qualifizieren.
Die Folgen sind weitaus härter als bei einer bloßen Ordnungswidrigkeit. Hier droht eine Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr oder eine Geldstrafe. In der Regel wird der Fahrer als ungeeignet zum Führen von Kraftfahrzeugen im Sinne des § 69 StGB eingestuft. Die Folge ist dann die Entziehung der Fahrerlaubnis, ggf. nebst medizinisch-psychologischer Untersuchung (kurz: MPU). Alkohol am Steuer kann also entsprechend harte Folgen für die Betroffenen nach sich ziehen.
Wie dem Wortlaut des § 316 StGB zu entnehmen ist, wird das Delikt durch § 315c StGB verdrängt. Hierbei wird auch der Vorwurf „Alkohol am Steuer“ bestraft, allerdings muss es in diesem Kontext zu einer konkreten Gefährdung eines anderen Menschen der einer Sache von bedeutsamem Wert gekommen sein.
Die Norm § 315a StGB verdrängt die Alkoholfahrt nach § 316 StGB ebenfalls, bezieht sich jedoch auf den Bahn-, Schiffs- und Luftverkehr.
Ist der Weg zum Anwalt sinnvoll?
Bei Alkohol am Steuer hilft Ihnen ein Anwalt für Straf- oder Verkehrsrecht.
Wer mit Alkohol am Steuer in eine Kontrolle geraten ist und nun ein Bußgeld- oder gar ein Strafverfahren am Hals hat, ist mit einem Anwalt für Verkehrs- und/oder Strafrecht gut beraten.
Er kann für Sie Akteneinsicht beantragen, mögliche Fehler im Bußgeldbescheid ausfindig machen und für Sie die bestmögliche Verteidigungsstrategie erarbeiten. Im Falle eines Strafprozesses sollten Sie sich über das Ausmaß der drohenden Folgen bewusst sein.
Ein erfahrener Rechtsanwalt weiß, worauf es hier ankommt, um diese so gering wie möglich zu halten.

References: § 24
 § 316
 § 316
 § 69
 § 316
 § 315
 § 315
 § 316