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Timestamp: 2019-07-19 04:15:46+00:00

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Die richtige Rechtsform für Solo-Gründer | Rechtslupe
Macht man sich selbstständig, dann gibt es einige Hindernisse auf dem Weg, bevor man überhaupt starten kann. Jeder Gründer sollte daher einen Businessplan erstellen, egal ob er ihn für eine Präsentation bei Kapitalgebern, für potentielle Geschäftspartner oder den Gründungszuschuss der Agentur für Arbeit nutzt.
Auf diese Weise setzt man sich mit unterschiedlichen Aspekten auseinander wie Geschäftsmodell, Durchführung einer Marktanalyse, Definition der Zielgruppe, Finanzierung oder Haftungsfragen.
Man stellt in einem soliden Businessplan nicht nur die eigene Geschäftsidee unter verschiedenen Gesichtspunkten auf den Prüfstand, sondern setzt sich auch mit den rechtlichen Rahmenbedingungen auseinander.
Gerade junge Gründer sind voller Enthusiasmus und schenken dem Punkt Rechtsform wenig Beachtung. Dabei weisen die unterschiedlichen Rechtsformen Unterschiede auf, die man kennen sollte.
Primär gibt es für Einzelpersonen verschiedene Optionen.
Startet man allein und ohne nennenswertes Kapital in die Selbstständigkeit, wird man in der Regel Einzelunternehmer. Das hat den Vorteil, dass man relativ geringe Kosten hat. Diese Rechtsform ist für Dienstleister, Kleingewerbetreibende und freie Berufe der Einstieg. Man hat volle Kontrolle über sein Unternehmen, aber trägt aber auch das volle unternehmerische Risiko. Das bedeutet, dass man auch mit dem gesamten Privatvermögen unbeschränkt haftet. Eine Absicherung durch eine entsprechende Berufshaftpflicht ist hier kein Luxus, sondern eine Notwendigkeit.
Der Unterschied zwischen Freiberuflern und Einzelunternehmern kann im Einzelfall strittig sein. Unproblematisch ist es, wenn man eine der Katalogtätigkeiten nach § 18 EStG ausüben möchte. Hierunter fallen unter anderem Rechtsanwälte. Ärzte und Steuerberater. Schwierig wird die Abgrenzung bei künstlerischen oder unterrichtenden Tätigkeiten. Hier ist stets der Einzelfall zu betrachten. Auch der Freiberufler haftet mit seinem Privatvermögen.
Hat man nach Art oder Umfang einen in kaufmännischer Weise eingerichteten Gewerbebetrieb, so ist man nach § 1 HGB ein Istkaufmann. Daran knüpft § 29 HGB auch die Eintragung ins Handelsregister.
Der Kaufmann haftet wie der Einzelunternehmer mit seinem Privatvermögen und sollte sich entsprechend absichern.
Eine kostengünstige Option für Gründer ist hier die Unternehmergesellschaft (UG), einer Kapitalgesellschaft. Mit einem Startkapital von einem Euro kann man das Haftungsrisiko auf das Gesellschaftsvermögen beschränken. Die Gründung der UG muss beurkundet und im Handelsregister eingetragen werden. Für die UG gelten damit die Bestimmungen des HGB und des GmbHG. Auch wenn man relativ unkompliziert eine UG gründen kann, ist man verpflichtet, Rücklagen in Höhe von mindestens 25% des Jahresüberschusses zu bilden. Übersteigt man das Mindeststammkapital einer GmbH mit 25.000 €, ist eine Umwandlung in eine GmbH möglich und sinnvoll, § 5a GmbHG. Nicht unterlassen sollte man die Kennzeichnung der Haftungsbeschränkung bei einer UG, denn sonst greift die Rechtscheinshaftung, § 179 BGB analog.
Auch eine Einzelperson kann eine GmbH gründen, wenn man ein Stammkapital von 25.000 € einlegt und die Hälfte davon sofort bezahlen kann. Der Nachweis über das gesamte Kapital wird bei der Eintragung ins Handelsregister fällig. Die Haftung ist bei der GmbH wie bei der UG auf das Gesellschaftsvermögen beschränkt.
Welche Form man am Ende wählt, ist natürlich eine individuelle Entscheidung und von vielen Faktoren abhängig.
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References: § 18
 § 1
 § 29
 § 5
 § 179
 § 1
 § 64