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Timestamp: 2016-10-28 06:44:52+00:00

Document:
9C_513/2015 (09.12.2015)
9C_513/2015 � � Urteil vom 9. Dezember 2015
1.�������ASSURA-Basis SA, vormals Assura, assurance-maladie et accident, Avenue Charles-Ferdinand Ramuz 70, 1009 Pully,
2.�������Atupri Krankenkasse, Zieglerstrasse 29, 3000 Bern 65,
3.�������Avenir Assurance Maladie SA, vormals Avenir assurances, vormals Caisse-maladie suisse pour les industries du bois et du b�timent et branches annexes CMBB, Rechtsdienst, Rue des C�dres 5, 1920 Martigny,
4.�������CONCORDIA Schweizerische Kranken- und Unfallversicherung AG, Bundesplatz 15, 6003 Luzern,
5.�������CSS Kranken-Versicherung AG, Tribschenstrasse 21, Postfach 2568, 6005 Luzern,
6.�������Easy Sana Assurance Maladie SA, vormals La Caisse Vaudoise, Martigny - Fondation Vaudoise d'assurance en cas de maladie et d'accident, vormals Caisse-maladie Hermes, Service juridique, Rue des C�dres 5, 1920 Martigny,
7.�������Galenos Kranken- und Unfallversicherung, Milit�rstrasse 36, Postfach, 8021 Z�rich,
8.�������Helsana Versicherungen AG, Versicherungsrecht, Postfach, 8021 Z�rich,
9.�������Intras Kranken-Versicherung AG, Avenue de Valmont 41, 1000 Lausanne 10,
10.�������Kolping Krankenkasse AG, Wallisellsenstrasse 55, 8600 D�bendorf,
11.�������KPT Krankenkasse AG, Tellstrasse 18, 3000 Bern 22,
12.�������Mutuel Assurances, vormals Mutuel Assurances Fondation, vormals Mutuel Assurances, vormals Caisse-maladie Mutuelle Valaisanne, vormals Caisse-maladie et accidents Universa, vormals Fondation Natura Assurances.ch, vormals Caisse-maladie Chemins de Fer du Jura,�Rue des C�dres 5, 1920 Martigny,
13.�������Philos Assurance Maladie SA, vormals Philos Caisse maladie-accident, vormals Caisse-maladie de la fonction publique, Rue des C�dres 5, 1920 Martigny,
14.�������Progr�s Versicherungen AG, Postfach, 8081 Z�rich,
15.�������PROVITA Gesundheitsversicherung AG, c/o SWICA Krankenversicherung AG, R�merstrasse 38, 8400 Winterthur,
16.�������Sanitas Grundversicherungen AG, J�gergasse 3, 8004 Z�rich,
17.�������Sumiswalder Krankenkasse, Spitalstrasse 47, 3454 Sumiswald,
18.�������SUPRA-1846 SA, vormals SUPRA Krankenkasse, Avenue de la Rasude 8, 1006 Lausanne,
19.�������SWICA Krankenversicherung, R�merstrasse 38, 8400 Winterthur,
20.�������Visana AG, vormals Visana, Weltpoststrasse 19/21, Postfach 253, 3000 Bern 15,
21.�������vivacare AG, vormals Innova Krankenversicherung AG, Weltpoststrasse 19, 3015 Bern,
22.�������Vivao Sympany AG, vormals Vivao Sympany Schweiz AG, vormals �KK �ffentliche Krankenkassen Schweiz, Peter Merian-Weg 4, 4052 Basel,
23.�������Wincare Versicherungen, Konradstrasse 14, Postfach 299, 8401 Winterthur,
alle vertreten durch sant�suisse Bern,
und dieser vertreten durch Rechtsanwalt Thomas R�ber,
Beschwerde gegen den Entscheid des Schiedsgerichts in Sozialversicherungsstreitigkeiten des Kantons Bern vom 14. Juni 2015.
A.a.�Mit Urteil K 45/04 vom 25. Januar 2006 best�tigte das Eidg. Versicherungsgericht den vom Schiedsgericht in Sozialversicherungsstreitigkeiten des Kantons Bern mit Entscheid vom 10. Februar 2004 angeordneten Ausschluss des Dr. med. A.________ f�r zwei Jahre von der Kassenpraxis mehrerer Krankenversicherer.
A.b.�Am 30. Oktober 2013 hiess das bernische Schiedsgericht in Sozialversicherungsstreitigkeiten die Klagen verschiedener Krankenversicherer gut und verpflichtete Dr. med. A.________, den Betrag von Fr. 136'836.50 zur�ckzuerstatten wegen �berarztung in den Jahren 2004 und 2005. Ferner schloss das Gericht Dr. med. A.________ - im Verh�ltnis zu den Kl�gern - definitiv von der T�tigkeit zu Lasten der obligatorischen Krankenpflegeversicherung aus; dessen Begehren auf eine �ffentliche Schlussverhandlung wies es ab.
A.c.�Mit Urteil vom 1. April 2014 (9C_885/2013) hiess das Bundesgericht, II. sozialrechtliche Abteilung, eine Beschwerde des Dr. med. A.________ gut, soweit es darauf eintrat, und wies die Sache an das kantonale Schiedsgericht zur�ck zur Durchf�hrung einer �ffentlichen Verhandlung, zur ordentlichen Bekanntgabe des Spruchk�rpers des Schiedsgerichts und zum Entscheid �ber das Einsichtsrecht des Beschwerdef�hrers in die Daten-CD der Krankenversicherer (Daten-Pool).
A.d.�Der Vorsitzende des Schiedsgerichts wies mit Verf�gung vom���13. Oktober 2014 ein Sistierungsgesuch ab und hielt am Termin der am 24. September 2014 auf den 24. Oktober 2014 angesetzten (�ffentlichen) Schlussverhandlung fest. Am 17. Oktober 2014 reichte Dr. med. A.________ ein Ablehnungsbegehren gegen den Vorsitzenden ein. Die Schlussverhandlung wurde in der Folge abgesagt und der Prozess bis zur rechtskr�ftigen Beurteilung des Ausstandsbegehrens sistiert (Verf�gung vom 21. Oktober 2014). Mit Urteil vom 27. November 2014 wies das Schiedsgericht (in der Besetzung unter Ausschluss des zur Ablehnung beantragten Vorsitzenden) das Ausstandsbegehren ab. Dieses Urteil blieb unangefochten.
A.e.�Nach Aufhebung der Sistierung setzte der Vorsitzende des Schiedsgerichts die �ffentliche Verhandlung mit Verf�gung vom������ 28. Januar 2015 auf den 5. M�rz 2015 an. Am 25. Februar stellte Dr. med. A.________ wegen gesundheitlicher Gr�nde ein Verschiebungsgesuch, welches mit Verf�gung vom 26. Februar abgewiesen wurde, wobei ihm gleichzeitig die M�glichkeit offen gelassen wurde, das Gesuch hinreichend zu begr�nden. Dr. med. A.________ reichte in der Folge einen ausf�hrlicheren �rztlichen Bericht ein, worauf der Vorsitzende - unter Angabe der Verschiebungsgr�nde - die Schlussverhandlung absetzte (Verf�gung vom 4. M�rz 2015). Dr. med. A.________ reichte ein (zweites) Ausstandsbegehren gegen den Vorsitzenden ein (Schreiben vom 16. April, Eingang am 20. April 2015).�Das Schiedsgericht befand �ber das Ablehnungsbegehren - unter Mitwirkung des abgelehnten Vorsitzenden - im Vorgang zur schliesslich auf den 1. Mai 2015 festgesetzten Schlussverhandlung.
Mit Urteil vom 14. Juni 2015 wies das Schiedsgericht in Sozialversicherungsstreitigkeiten des Kantons Bern das zweite Ablehnungsbegehren vom April 2015 gegen den Vorsitzenden als offensichtlich unbegr�ndet ab (Dispositiv-Ziffer 1), verpflichtete den Beklagten in Gutheissung der Klage, den Betrag von Fr. 136'836.50 f�r die Jahre 2004 und 2005 zur�ckzuerstatten (Dispositiv-Ziffer 2) und schloss ihn im Verh�ltnis zu den Kl�gern 1-11 und 13-25 definitiv von der T�tigkeit zu Lasten der obligatorischen Krankenpflegeversicherung aus. Auf die Klage des Kl�gers Nr. 12 trat es nicht ein (Dispositiv-Ziffer 3).
Dr. med. A.________ erhebt Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten bzw. subsidi�re Verfassungsbeschwerde ("plainte constitutionelle") und beantragt sinngem�ss die Aufhebung des schiedsgerichtlichen Entscheids; eventuell sei die Sache an dieses zur�ckzuweisen, damit es einen allf�lligen R�ckerstattungsbetrag nach der analytischen Berechnungsmethode berechne. In einem weiteren Eventualbegehren verlangt der Beschwerdef�hrer, das Schiedsgericht habe der Tatsache Rechnung zu tragen, dass er multimorbide, chronische Patienten behandle. Der Beschwerde sei �berdies die aufschiebende Wirkung zu erteilen.
1.1.�Die Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten kann wegen Rechtsverletzungen gem�ss Art. 95 und 96 BGG erhoben werden. Das Bundesgericht wendet das Recht von Amtes wegen an (Art. 106 Abs. 1 BGG). Es ist folglich weder an die in der Beschwerde geltend gemachten Argumente noch an die Erw�gungen der Vorinstanz gebunden; es kann eine Beschwerde aus einem anderen als dem angerufenen Grund gutheissen, und es kann sie mit einer von der Argumentation der Vorinstanz abweichenden Begr�ndung abweisen (BGE 130 III 136 E. 1.4 S. 140). Immerhin pr�ft das Bundesgericht, unter Ber�cksichtigung der allgemeinen Begr�ndungspflicht der Beschwerde (Art. 42 Abs. 1 und 2 BGG), grunds�tzlich nur die geltend gemachten R�gen, sofern die rechtlichen M�ngel nicht geradezu offensichtlich sind (BGE 133 II 249 E. 1.4.1 S. 254).
1.2.�Das Bundesgericht legt seinem Urteil den Sachverhalt zugrunde, den die Vorinstanz festgestellt hat (Art. 105 Abs. 1 BGG) und kann deren Sachverhaltsfeststellung von Amtes wegen nur berichtigen oder erg�nzen, wenn sie offensichtlich unrichtig ist oder auf einer Rechtsverletzung im Sinne von Art. 95 BGG beruht (Art. 105 Abs. 2 BGG). Eine unvollst�ndige Sachverhaltsfeststellung stellt eine vom Bundesgericht ebenfalls zu korrigierende Rechtsverletzung im Sinne von Art. 95 lit. a BGG dar (SEILER/VON WERDT/G�NGERICH, Kommentar zum Bundesgerichtsgesetz [BGG], 2007 N. 24 zu Art. 97 BGG). Das Bundesgericht pr�ft die Verletzung von Grundrechten nur insofern, als eine solche R�ge in der Beschwerde vorgebracht und begr�ndet worden ist (Art. 106 Abs. 2 BGG). Dabei gilt eine qualifizierte R�gepflicht: in der Beschwerde muss begr�ndet werden, weshalb der kantonale Entscheid Grundrechte verletzt (SEILER/VON WERDT/G�NGERICH, a.a.O., N. 10 zu Art. 106 BGG).
Auf die subsidi�re Verfassungsbeschwerde nach Art. 113 BGG kann nur dann eingetreten werden, soweit keine Beschwerde nach den Artikeln 72-89 m�glich ist. Zul�ssig ist vorliegend die Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten nach Art. 82 BGG.
Der Beschwerdef�hrer r�gt, wie schon vor der Vorinstanz, eine mangelnde Vertretung von einzelnen Beschwerdegegnerinnen. Hiezu hat das Schiedsgericht umfassend und �berzeugend Stellung genommen. Die entsprechenden Vollmachten, soweit die einzelnen Kassen aus dem Verband sant�suisse ausgetreten sind, sind aktenkundig. Nach der Rechtsprechung ist eine Kollektivklage aller Versicherer, vertreten durch einen Krankenkassenverband, zul�ssig und eine Spezifikation der auf den einzelnen Versicherer entfallenden Betr�ge nicht erforderlich. Die interne Aufteilung des erstrittenen Betrags unter den Kl�gern ist deren Sache. Es schadet daher auch nicht, wenn einzelne Kl�ger in der fraglichen Zeit keine Leistung erbracht haben (vgl. Urteil des Eidg. Versicherungsgerichts K 6/06 vom 9. Oktober 2006 E. 3.3 mit Hinweisen, nicht publiziert in: BGE 133 V 37, aber in: SVR 2007 KV Nr. 5 S. 19). Darauf ist nicht weiter einzugehen; der Beschwerdef�hrer legt nicht substantiiert dar, inwiefern diesbez�glich im angefochtenen Entscheid Bundesrechtsverletzungen vorliegen sollten.
4.1.�Streitig ist vorerst, ob das kantonale Schiedsgericht das zweite Ausstandsbegehren des Beschwerdef�hrers gegen den Vorsitzenden des Schiedsgerichts zu Recht als offensichtlich unbegr�ndet abgewiesen hat.
4.2.�Nach Art. 30 Abs. 1 BV hat jede Person, deren Sache in einem gerichtlichen Verfahren beurteilt werden muss, Anspruch auf ein durch Gesetz geschaffenes, zust�ndiges, unabh�ngiges und unparteiisches Gericht. Die Garantie ist verletzt, wenn in einem bestimmten Verhalten des betreffenden Gerichtsmitglieds oder in gewissen �usseren Gegebenheiten funktioneller und organisatorischer Natur begr�ndete Umst�nde vorliegen, die bei objektiver Betrachtung den Anschein der Befangenheit und die Gefahr der Voreingenommenheit zu wecken verm�gen. Mit andern Worten muss gew�hrleistet sein, dass der Prozess aus Sicht aller Betroffener als offen erscheint (BGE 117 Ia 324 E. 2 S. 325; Urteil 8C_557/2011 vom 1. Februar 2012 E. 3.1 mit Hinweisen, in: SVR 2012 UV Nr. 22 S. 80; vgl. auch Urteil 2C_755/2008 vom������ 7. Januar 2009 E. 3.2, in: SJ 2009 I S. 233). Nach der Rechtsprechung k�nnen Verfahrensfehler nur ausnahmsweise die Unbefangenheit eines Richters oder einer Richterin in Frage stellen. Es m�ssen objektiv gerechtfertigte Gr�nde zur Annahme bestehen, dass sich in Rechtsfehlern gleichzeitig eine Haltung manifestiert, die auf fehlender Distanz bzw. mangelnder Neutralit�t beruht. Es muss sich um besonders krasse Fehler oder wiederholte Irrt�mer handeln, die eine schwere Verletzung der Richterpflichten darstellen (BGE 116 Ia 135 E. 3a S. 138; Urteile 4F_10/2015 vom 13. August 2015 E. 3.2 und 1P.206/2001 vom 15. Juni 2001 E. 2b, in: RDAT�2002 I Nr. 40 S. 294).
4.3.�Nach Art. 9 Abs. 2 des bernischen Gesetzes vom 23. Mai 1989 �ber die Verwaltungsrechtspflege (VRPG; BSG 155.21) entscheidet �ber Ablehnungsbegehren sowie �ber den bestrittenen Ausstand die in der Sache zust�ndige Rechtsmittelbeh�rde oder, wenn Mitglieder einer Kollegialbeh�rde in den Ausstand treten, die Beh�rde unter Ausschluss der Betroffenen. Es gilt somit auch nach dem hier anwendbaren kantonalen Recht (Art. 89 Abs. 5 KVG) der Grundsatz, dass niemand �ber ein gegen ihn gerichtetes Begehren befinden soll (BGE 122 II 471 E. 3a S. 476; Urteil 2C_464/2014 vom 30. Mai 2014��������� E. 10.1; Urteil des Eidg. Versicherungsgerichts K 56/02 vom 31. Juli 2002 E. 4c). Nach der Rechtsprechung rechtfertigt sich ein Abweichen von dieser Regel, und eine Beh�rde kann selber �ber ihren eigenen Ausstand bzw. �ber denjenigen ihrer Mitglieder bestimmen, wenn die gestellten Ablehnungsbegehren von vornherein unzul�ssig oder offensichtlich unbegr�ndet sind (Urteile 2C_334/2015 vom 19. Mai 2015��� E. 3.1, 8C_570/2014 vom 9. M�rz 2015 E. 2.2 und 8C_557/2011 vom 1. Februar 2012 E. 3.2 mit Hinweisen, in: SVR 2012 UV Nr. 22 S. 80; vgl. auch BGE 129 III 445 E. 4.2.2 S. 464).
4.4.�Das kantonale Schiedsgericht hat unter Mitwirkung des Vorsitzenden �ber das gegen diesen zum zweiten Mal gerichtete Ausstandsbegehren entschieden. Dabei hat es erwogen, es begr�nde keinen Anschein von Befangenheit, dass der instruierende Vorsitzende nach Abschluss von Schriftenwechsel und Beweisverfahren am 28. Januar 2015 dem wiederholt gestellten Antrag auf Wiederaufnahme der Beweiserhebung nicht stattgegeben habe. Sodann seien Gesuche um Verschiebung eines Verhandlungstermins umfassend und frei zu pr�fen, auch wenn gesundheitliche Gr�nde geltend gemacht w�rden. Die Gegenpartei h�tte ein eminentes und rechtlich gesch�tztes Interesse, die Gr�nde f�r die (nochmalige) Absetzung der vom Beschwerdef�hrer anbegehrten �ffentlichen Verhandlung zu erfahren, weshalb sie Anspruch auf Einsicht in alle diesbez�glich relevanten Akten habe; dazu geh�rten auch medizinische Unterlagen. Die Kenntnisnahme der vor Gericht entscheidrelevanten Tatsachen sei ein Kerngehalt des verfassungsm�ssig gesch�tzten Anspruchs auf rechtliches Geh�r. Schliesslich h�tte der Beklagte bereits kurz vor der f�r den 23. Oktober 2014 angesetzten Schlussverhandlung ein Ablehnungsbegehren gegen den Vorsitzenden des Schiedsgerichts gestellt, was mit Blick auf das erneute selbe Gesuch kurz vor dem Verhandlungstermin vom 1. Mai 2015 zumindest die Frage nach einer allf�lligen Rechtsmissbr�uchlichkeit dieses Verhaltens aufkommen lasse. In jedem Fall sei das Ausstandsbegehren offensichtlich unbegr�ndet.
4.5.�Mit Verf�gung vom 4. M�rz 2015, die er auch den klagenden Krankenversicherern er�ffnete, hatte der Vorsitzende des Schiedsgerichts dem Begehren stattgegeben, wobei er die wesentlichen Befunde und Diagnosen aus dem �rztlichen Bericht wiedergab. Dieses Vorgehen r�gt der Beschwerdef�hrer als pers�nlichkeitsverletzend, weshalb eine Befangenheit des Richters vorliege. Dem kann unter den konkreten Umst�nden nicht beigepflichtet werden, wie u.a. der Ablauf der vorangegangenen Prozessschritte deutlich macht:
4.5.1.�Nachdem die Vorinstanz am 24. September 2014 den Schriftenwechsel geschlossen und eine �ffentliche Schlussverhandlung auf den 23. Oktober 2014 angesetzt hatte, reichte der Beschwerdef�hrer am 17. Oktober 2014 ein erstes Ablehnungsbegehren gegen den Vorsitzenden des Schiedsgerichts wegen Befangenheit ein. Grund f�r das Begehren bildete die Verf�gung vom 13. Oktober 2014, womit dieser ein Sistierungsbegehren abwies. Der Beschwerdef�hrer machte geltend, sein rechtliches Geh�r sei verletzt worden; er habe dem Gericht mitgeteilt, er sei nicht erreichbar bis zum 6. Oktober 2014. Gleichwohl sei die Verhandlung zu kurzfristig angesetzt worden, sodass er zu wenig Zeit zu deren Vorbereitung gehabt h�tte. In der Folge sagte das Gericht die Schlussverhandlung ab und befand unter Ausschluss des Vorsitzenden �ber das Ausstandsbegehren. Mit unangefochtenem Entscheid vom 27. November 2014 wies das Schiedsgericht das Ablehnungsgesuch ab.
4.5.2.�Am 15. Januar 2015 schlug der Vorsitzende des Schiedsgerichts verschiedene Termine f�r die Schlussverhandlung vor, und am 28. Januar 2015 setzte er den Verhandlungstermin auf den 5. M�rz 2015 fest. Am 25. Februar stellte der Beschwerdef�hrer ein Gesuch um Verschiebung aus gesundheitlichen Gr�nden, welches der Vorsitzende mit Verf�gung vom 26. Februar 2015 abwies, wobei er dem Beschwerdef�hrer freistellte, eine hinreichende Begr�ndung f�r das Verschiebungsgesuch einzureichen. Davon machte der Beschwerdef�hrer Gebrauch. Mit prozessleitender Verf�gung vom 4. M�rz 2015 gab der Vorsitzende dem Begehren nachtr�glich statt, wobei er die wesentlichen Befunde und Diagnosen aus dem �rztlichen Bericht in der Begr�ndung wiedergab; mit Verf�gung vom 19. M�rz setzte er schliesslich das Datum der Schlussverhandlung auf den 1. Mai 2015 fest. Nach einer schriftlichen Kritik vom 16. M�rz an diesem Vorgehen (Bekanntgabe von �rztlichen Diagnosen an die Gegenpartei) stellte der Beschwerdef�hrer erst mit Eingabe vom 16. April 2015 (eingegangen am 20. April 2015) wiederum ein Ausstandsbegehren gegen den Vorsitzenden des Schiedsgerichts.
4.5.3.�Das Vorgehen des kantonalen Gerichts nach dem zweiten Ausstandsbegehren vom 16. April 2015 ist in keiner Weise zu beanstanden. So hatte der Beschwerdef�hrer das zweite, ausf�hrlichere �rztliche Attest ohne Geheimhaltungsvorbehalt eingereicht, jedenfalls nicht explizit als nur zur Kenntnisnahme des Gerichts bestimmt. Er musste daher damit rechnen, dass auch die Gegenpartei davon Kenntnis erhielt. denn das Vorenthalten von Urkunden gegen�ber einer Prozesspartei bedarf bestimmter Gr�nde und stellt die Ausnahme dar. Es kommt Folgendes hinzu: Wie schon das erste Ablehnungsbegehren stellte der Beschwerdef�hrer auch das zweite nicht, wie es geboten w�re, unmittelbar nach dem von ihm ger�gten Vorgang (Verf�gung vom 4. M�rz 2015 mit Bekanntgabe der medizinischen Gr�nde f�r das Verschiebungsgesuch), sondern �ber einen Monat sp�ter (16. bzw. 20. April 2015), und dies unter Angabe eines Krankheitsbildes, das, wie im Arztzeugnis dargelegt, �ber eine l�ngere Zeit andauert und sich schon im Sommer 2014 verschlimmert habe. Unter diesen Umst�nden kann weder von einer Verletzung von Pers�nlichkeitsrechten des Beschwerdef�hrers noch von einem Befangenheitsgrund die Rede sein. Es verletzt Bundesrecht nicht, wenn das Schiedsgericht das zweite, wiederum kurzfristig vor einem weiteren Prozessschritt (Schlussverhandlung) gestellte Ausstandsbegehren gegen den Vorsitzenden in ordentlicher Besetzung als offensichtlich unbegr�ndet, allenfalls sogar rechtsmissbr�uchlich qualifiziert hat.
4.6.�Der Beschwerdef�hrer r�gt �berdies Verfahrensfehler, insbesondere die Verletzung des rechtlichen Geh�rs und den Verstoss gegen Art. 6 EMRK, weil der Vorsitzende des Schiedsgerichts mit Verf�gung vom 9. Juni 2015 Dokumente aus dem Recht gewiesen hat, die nach der Schlussverhandlung vom 1. Mai 2015 eingereicht worden sind. Auf diese R�gen ist nicht n�her einzugehen, denn es muss qualifiziert, d.h. eingehend begr�ndet werden, weshalb im Vorgehen des kantonalen Gerichts eine Grundrechtsverletzung vorliegen soll; wiederholt allgemeine Hinweise auf einschl�gige EMRK- bzw. Bundesverfassungsartikel gen�gen nicht (E. 1.2 hievor). Beizuf�gen ist in diesem Zusammenhang der Vollst�ndigkeit halber, dass der Beschwerdef�hrer an der Schlussverhandlung kein Pl�doyer einreichte, sondern dem Gericht nachtr�glich Eingaben zukommen liess, nachdem der Schriftenwechsel geschlossen worden war. Von einer Verletzung des rechtlichen Geh�rs kann unter diesen Umst�nden nicht die Rede sein.
Das kantonale Gericht hat die rechtlichen Voraussetzungen f�r die Zul�ssigkeit von R�ckforderungen gegen�ber Leistungserbringern, die sich nicht an die Vorgaben der obligatorischen Krankenpflegeversicherung halten - an die Wirtschaftlichkeit, Zweckm�ssigkeit und Wirksamkeit gem�ss Art. 32 Abs. 1 KVG - zutreffend und umfassend dargelegt. Darauf kann verwiesen werden.
5.1.�Soweit der Beschwerdef�hrer, wie schon vor Vorinstanz, geltend macht, das Schiedsgericht h�tte die Wirtschaftlichkeit der Behandlungsweise nicht nach der statistischen, sondern nach der analytischen Methode beurteilen m�ssen, ist auf fr�here ihn betreffende Urteile hinzuweisen (Urteile K 46/04 vom 25. Januar 2006 E. 5.1 und K 9/07 vom 25. M�rz 2008 E. 8.3). Demgem�ss ist die Zul�ssigkeit der statistischen Methode unter Zugrundelegung der Statistik der sant�suisse in der Rechtsprechung anerkannt, und die kantonalen Gerichte sind in der Wahl der Pr�fungsmethode frei. Nicht zu beanstanden ist auch die Vergleichsgruppe, verf�gt doch der Beschwerdef�hrer �ber keine anderen FMH-Titel als f�r Innere Medizin (heute: Allgemeine Innere Medizin), weshalb die Vergleichbarkeit mit den in derselben Gruppe eingeteilten �rzten ohne weiteres gegeben ist, wie das Eidg. Versicherungsgericht bereits in verschiedenen ihn betreffenden Verfahren festgehalten hat (Urteile K 46/04 vom 25. Januar 2006 E. 5.2 und K 208/97 vom 30. November 1998 E. 3b). Wenn der Beschwerdef�hrer gegen die Vergleichsgruppe einwendet, einzelne �rzte der Vergleichsgruppe w�rden nur wenige oder keine Patienten behandeln, so �bersieht er, wie das kantonale Gericht zutreffend erwog, dass in den Durchschnittswerten auch Sonderf�lle Ber�cksichtigung finden. Durch einen allgemeinen Hinweis auf Recherchen "bei swisscom" vermag er jedenfalls die Annahme der Vorinstanz gest�tzt auf den Datenpool der Krankenversicherer nicht zu entkr�ften.
5.2.�Unbehelflich ist die Behauptung des Beschwerdef�hrers, er habe nicht alle notwendigen statistischen Unterlagen erhalten. Das Gegenteil trifft zu. Mit Verf�gung vom 15. Mai 2014 sind dem Beschwerdef�hrer gem�ss seinem Wunsch Papierausdrucke der von den Beschwerdegegnerinnen eingereichten Daten-CD zur Einsichtnahme zugestellt worden. Nach der Rechtsprechung (BGE 136 V 415 E. 6.3.3 S. 418) hat der Beschwerdef�hrer Anspruch darauf, die Namen der �rzte der Vergleichsgruppe in anonymisierter Form zu erfahren. Soweit er dar�ber hinaus verlangt, alle Rechnungen der �rzte der Vergleichsgruppen einzusehen, ist nicht ersichtlich, inwiefern eine solch �beraus grosse Datenmenge, enthaltend alle Rechnungen von �ber 300 �rzten, geeignet sein soll, einen zuverl�ssigeren Beweis als der Datenpool der Krankenversicherer zu erbringen.
5.3.�Weitgehend appellatorisch sind die wiederholten und weitschweifigen Vorbringen des Beschwerdef�hrers betreffend Praxisbesonderheiten; er zeigt nicht auf, inwiefern die diesbez�glichen Erw�gungen des kantonalen Schiedsgerichts bundesrechtsverletzend sein sollen. Das Bundesgericht hat sich zudem in mehreren den Beschwerdef�hrer betreffenden Verfahren wegen �berarztung in fr�heren Jahren mit diesem Argument befasst und mehrmals ausgef�hrt, allf�llige Praxisbesonderheiten w�rden nicht einen derart hohen Indexwert (von 156 f�r 2004 und von 169 f�r 2005) rechtfertigen; die Praxis des kantonalen Schiedsgerichts, den durchschnittlichen Indexwert von 135 als massgebliche Limite zu betrachten, sei grossz�gig, jedenfalls nicht rechtsmissbr�uchlich (so beispielsweise Urteil K 9/07 vom 25. M�rz 2008 E. 8.4 unter Hinweis auf K 208/97 vom 30. November 1998). Schliesslich trifft nicht zu, wie der Beschwerdef�hrer behauptet, dass das kantonale Gericht die bundesgerichtliche Praxis�nderung (BGE 137 V 43) unbeachtet gelassen hat, wonach nur die eigenen und nicht auch die veranlassten Kosten einbezogen werden. Die Ber�cksichtigung einer Praxisbesonderheit insofern, als der Beschwerdef�hrer, der diverse Zusatzausbildungen absolvierte, Patienten nicht weiter verweist, sondern selber behandelt, k�me nach der Rechtsprechung nur dann in Frage, wenn er wenig veranlasste Kosten ausweisen w�rde (BGE 137 V 43 E. 2.5.6 S. 49). Davon kann aber vorliegend in keiner Weise gesprochen werden. Seine Indexwerte f�r die massgeblichen Jahre 2004 und 2005 f�r die veranlassten Kosten sind gem�ss der unbestrittenen Feststellung des Schiedsgerichts, die f�r das Bundesgericht verbindlich ist (Art. 105 Abs. 1 BGG), 276 bzw. 313 Prozentpunkte.
Im Gegensatz zu seinen Angaben im Verfahren 9C_885/2013, wonach er nicht mehr als Arzt t�tig sei und welches Verfahren demzufolge die strittige Frage des Kassenausschlusses mangels Rechtsschutzinteresses mit dem Nichteintretensentscheid vom 1. April 2014 abschloss, bringt der Beschwerdef�hrer im vorliegenden Verfahren vor, er wolle weiter als Arzt t�tig sein und auf Kosten der obligatorischen Krankenpflegeversicherung abrechnen. Die Unvereinbarkeit dieser unterschiedlichen Standpunkte ist nicht weiter zu w�rdigen. Das kantonale Gericht erwog zutreffend, dass der Kassenausschluss mit schiedsgerichtlichem Urteil vom 30. Oktober 2013 rechtskr�ftig geworden ist.
Der Beschwerdef�hrer r�gt schliesslich die H�he der Kosten und der Prozessentsch�digung im kantonalen Verfahren, die das Schiedsgericht gest�tzt auf die einschl�gigen kantonalen Vorschriften festgelegt hat. Soweit er die willk�rliche Anwendung von kantonalem Verfahrensrecht r�gt, besteht eine qualifizierte R�gepflicht (E. 1.2 hievor). Diesen Anforderungen gen�gt die Beschwerde nicht (vgl. Art. 106 Abs. 2 BGG; BGE 133 IV 286 E. 1.4 S. 287; Urteil 8C_ 568/2010 vom 3. Dezember 2010 E. 4.2).
Dieses Urteil wird den Parteien, dem Schiedsgericht in Sozialversicherungsstreitigkeiten des Kantons Bern und dem Bundesamt f�r Gesundheit schriftlich mitgeteilt.

References: Art. 95
 Art. 95
 Art. 95
 Art. 97
 Art. 106
 Art. 113
 Art. 82
 BGE 
 Art. 30
 Art. 9
 BGE 
 Art. 6
 Art. 32
 Art. 106
 BGE