Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=LSG%20Nordrhein-Westfalen&Datum=13.09.2007&Aktenzeichen=L%209%20SO%208/06
Timestamp: 2019-11-15 09:47:18+00:00

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LSG Nordrhein-Westfalen, 13.09.2007 - L 9 SO 8/06 - dejure.org
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LSG Nordrhein-Westfalen, 13.09.2007 - L 9 SO 8/06 (https://dejure.org/2007,17863)
LSG Nordrhein-Westfalen, Entscheidung vom 13.09.2007 - L 9 SO 8/06 (https://dejure.org/2007,17863)
LSG Nordrhein-Westfalen, Entscheidung vom 13. September 2007 - L 9 SO 8/06 (https://dejure.org/2007,17863)
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Anspruch eines Nothelfers auf Erstattung der Heimpflegekosten eines anderen; Zahlung der Heimpflegekosten als Dritter in einem Eilfall; Kenntnisnahme des Sozialhilfeträgers von dem Hilfebedarf als Ausschlussgrund des Eilfalls
Im Hinblick auf das Übertragungs-, Verpfändungs- und Pfändungsverbot des § 17 SGB XII und aufgrund seiner bedarfsorientierten Natur werde der Sozialhilfeanspruch überdies allgemein als höchstpersönlich eingeordnet (Hinweis u.a. auf BVerwGE 58, 68 ff.; Senat, Urt. v. 13.09.2007 - L 9 SO 8/06 - LSG Hamburg, Urt. v. 14.06.2013 - L 4 SO 35/12 -).
Im Hinblick auf das Übertragungs-, Verpfändungs- und Pfändungsverbot des § 17 SGB XII und aufgrund seiner bedarfsorientierten Natur wird der Sozialhilfeanspruch überdies allgemein als höchstpersönlich eingeordnet (BVerwGE 58, 68 ff., LSG NRW, Urteil vom 13.09.2007, Az. L 9 SO 8/06; LSG Hamburg, Urteil vom 14.06.2013, Az. L 4 SO 35/1; Coseriu in: jurisPK-SGB XII, § 17 Rn 7).
Insoweit kann die Anwendbarkeit des § 239 Abs. 1 ZPO auf das vorliegende Prozesskostenhilfeverfahren ebenso dahinstehen wie der Umstand, ob der in der Hauptsache streitgegenständliche Anspruch auf Sozialhilfe, wie im Regelfall, höchstpersönlicher Natur und deshalb nicht vererbbar ist (vgl. insoweit das Urt. des Senats vom 13.09.2007 - L 9 SO 8/06 -, juris Rn. 20, sowie LSG NRW, Urt. v. 19.04.2010 - L 20 SO 44/08 -, juris Rn. 39) oder ob ein Fall des § 19 Abs. 6 Sozialgesetzbuch Zwölftes Buch (SGB XII) vorliegt bzw. ein Dritter im Vertrauen auf die spätere Bewilligung von Sozialhilfe vorgeleistet hat und der Sozialhilfeanspruch deshalb über den Tod hinaus fortbestehen kann (…vgl. insoweit BVerwG, Urt. v. 05.05.1994 - 5 C 43.91 -, juris Rn. 9 ff.).
Außerdem scheidet ein Anspruch nach § 25 SGB XII auch ab dem Zeitpunkt aus, ab dem es dem Nothelfer möglich und zumutbar ist, den zuständigen Sozialhilfeträger über den Hilfefall zu unterrichten (LSG Nordrhein-Westfalen vom 27.02.2012 - L 20 SO 48/11 -, juris; LSG NRW, Urteil vom 13.09.2007 - L 9 SO 8/06; OVG NRW, Urteil vom 30.10.1997 - 8 A 5887/95; VGH Hessen…, Urteil vom 15.12.1992 - 9 UE 1694/87 Rn. 23/24 m.w.N.).
Aufgrund ihrer höchstpersönlichen und bedarfsorientierten Natur sind Sozialhilfeleistungen daher auch nicht vererblich (vgl. BVerwG, Urteil vom 10.5.1979, Az.: V C 79.77; LSG NRW, Urteil vom 13.9.2007, Az: L 9 SO 8/06;… ebenso Wenzel in Fichtner/Wenzel, Kommentar zum SGBXII, 4. Aufl. 2009, § 17 Rn. 13;… Rothkegel, Sozialhilferecht, 2005, Teil II, Kapitel 3, Rn. 100).

References: § 17
 § 17
 § 17
 § 239
 § 19
 § 25
 § 17