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Timestamp: 2019-06-25 11:42:08+00:00

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Österreichisches Bundesheer - WEB LEXIKON: Ein Blick zurück --- Informationen - Beschreibung - Bedeutung - Definition - Infos
im Innenhof der Wiener Hofburg]]
Das österreichische Bundesheer als bewaffnete Macht der Republik Österreich ist Teil des österreichischen Bundesverwaltung und steht gemäß Artikel 80 B-VG – de iure – unter dem Oberbefehl des Bundespräsidenten und – de iure und de facto – der Befehlsgewalt und, soweit diese nicht dem Bundespräsidenten obliegt, der Verfügungsgewalt des Bundesministers für Landesverteidigung. Der Bundesminister für Landesverteidigung übt die Befehlsgewalt über die Dienststellen des Bundesheeres grundsätzlich durch deren Kommandanten und Leiter aus.
Der derzeitige Bundesminister für Landesverteidigung ist Günther Platter, Chef des Generalstabes ist General Roland Ertl.
Primäre Aufgabe des österreichischen Bundesheeres ist die militärische Landesverteidigung. Weiters obliegen dem Heer vor allem die Aufrechterhaltung der Ordnung und Sicherheit im Inneren sowie Hilfeleistung bei Elementarereignissen.
Das Bundesheer besteht aus 35.000 Mann im Präsenzstand und 75.000 Mann der Miliz.
Die Organisation des Bundesheeres im Frieden umfasst nur Wehrpflichtige des Präsenzstandes, die Einsatzorganisation umfasst auch die Milizsoldaten. Für die Heranziehung von mehr als 5.000 Mann der Miliz oder Reserve ist die Ermächtigung des Bundespräsidenten erforderlich.
Die organisatorische Gliederung des Bundesheeres sieht vor allem folgende Kommanden vor: Das Kommando Landstreitkräfte, das Kommando Luftstreitkräfte, das Kommando Internationale Einsätze und das Kommando Spezialeinsatzkräfte. Diese Konzentration der Truppenführung auf vor allem erstere zwei Kommanden löste die Gliederung in Korps, die bis 2002 bestand, ab.
Seit 1960 ist das Heer an Auslandseinsätzen unter UN-Mandat beteiligt, seit 1995 in der Partnerschaft für den Frieden der NATO. Um das Bundesheer an die Anforderungen der kommenden Jahre anzupassen, wurde von Bundesminister Günther Platter eine Reformkommission eingesetzt, deren Bericht Mitte Juni 2004 offiziell an den Minister übergeben wurde.
1 Aufgaben des Bundesheeres
2 Wehrsystem
2.2 Milizsystem
3 Friedensorganisation und Einsatzorganisation
4 Organisation des Bundesheeres
4.3 Organisatorische Gliederung
4.4 Gliederung nach Waffengattungen
4.5 Gliederung nach Dislokation
5 Hierarchie und Verbandsstärke
9 Waffen und Gerät
10 Bundesheer in Zahlen
11 Geschichte des Bundesheeres
11.6 Die Geschichte der Österreichischen Streitkräfte
11.7 Bundesminister und Ranghöchste Offiziere seit 1956
12 Bundesheer 2010
13 Internationale Bedeutung des Bundesheeres
14 Völkerrechtliche Einschränkungen des Bundesheeres
15 Rechtliche Einordnung
16.8 Artikel
16.8.1 Armeen anderer Länder
16.9 Weblinks
Aufgaben des Bundesheeres sind gemäß Art 79 B-VG und § 2 Abs. 1 Wehrgesetz
Militärische Landesverteidigung (§ 2 Abs. 1 lit. a Wehrgesetz)
Schutz der verfassungsmäßigen Einrichtungen sowie der demokratischen Freiheiten der Bürger (Assistenzeinsatz gemäß § 2 Abs. 1 lit. b Wehrgesetz)
Aufrechterhaltung der Ordnung und Sicherheit im Inneren (Assistenzeinsatz gemäß § 2 Abs. 1 lit. b Wehrgesetz)
Hilfeleistung bei Elementarereignissen und Unglücksfällen außergewöhnlichen Umfanges (Assistenzeinsatz gemäß § 2 Abs. 1 lit. c Wehrgesetz)
Hilfeleistung im Ausland bei Maßnahmen der Friedenssicherung, der humanitären Hilfe und der Katastrophenhilfe sowie der Such- und Rettungsdienste (Auslandseinsatz gemäß § 2 Abs. 1 lit. d Wehrgesetz)
Das Wehrsystem sieht vor, dass jeder männliche österreichische Staatsbürger im Alter von 17 bis 50 (Offiziere, Unteroffiziere und Spezialisten: 65) Jahren wehrpflichtig ist und Frauen freiwillig Dienst im Bundesheer leisten können. Männliche Staatsbürger, die aus Gewissensgründen die Erfüllung der Wehrpflicht verweigern, müssen Ersatzdienst leisten (Zivildienst). Das Bundesheer wird somit vor allem auf Grund der allgemeinen Wehrpflicht gebildet und ergänzt.
Präsenzstand Personen, die dem Präsenzstand angehören sind Soldaten. Dem Präsenzstand gehören Wehrpflichtige an, die zum Präsenzdienst (in der Dauer von insgesamt 8 Monaten) einberufen sind („Präsenzdiener“) - bzw Frauen, die sich freiwillig zum Ausbildungsdienst melden - sowie Personen, die dem Bundesheer aufgrund eines Dienstverhältnissen angehören („Berufssoldaten“).
Die Friedensorganisation umfasst nur Soldaten, die Einsatzorganisation Soldaten und Wehrpflichtige im Milizstand. Soldaten haben also planmäßig vordefinierte Funktionen in der Einsatzorganisation.
Milizstand Dem Milizstand gehören Personen an, die nicht im Präsenzstand sind, jedoch auch nicht in den Reservestand (siehe unten) getreten sind. Demnach ist „Milizsoldat“, wer beispielsweise im Zuge einer Mobilmachung vom Reservestand in den Milizstand versetzt wird oder sich in Friedenszeiten freiwillig, vor Rückkehr in den Zivilberuf, zur militärischen Weiterbildung in regelmäßigen Truppenübungen verpflichtet hat. Auch im Milizstand stehen Wehrpflichtige, die Grundwehrdienst von weniger als 8 Monaten geleistet haben und die restliche Zeit in Form von z.B. alljährlichen Truppenübungen ableisten.
Der Milizstand zeichnet sich dadurch aus, dass der Milizsoldat zwar in das Bundesheer eingegliedert, jedoch nur zu Übungs- und Einsatzzwecken militärisch tätig ist und ansonsten einem Zivilberuf nachgeht. Der Milizstand ist somit ideal für all diejenigen, die sich gerne im Bundesheer engagieren, aber nach Abschluss des Grundwehrdienstes kein Dienstverhältnis zum Bundesheer begründen möchten.
Die Friedensorganisation umfasst nur Soldaten, die Einsatzorganisation Soldaten und Wehrpflichtige im Milizstand. Milizsoldaten haben also, ebenso wie Soldaten, planmäßig vordefinierte Funktionen in der Einsatzorganisation.
Durch ihre Eingliederung in die Einsatzorganisation treffen Milizsoldaten besonders Pflichten im Rahmen der Einsatzvorbereitung, sie können Bekleidungs- und Ausrüstungsgegenstände zur persönlichen Verwahrung bekommen und sind unter den Voraussetzungen des § 35 Wehrgesetz zum Tragen der Uniform auch in Nichtübungs- oder Einsatzzeiten berechtigt.
Die Friedensorganisation umfasst nur Soldaten, die Einsatzorganisation Soldaten und Wehrpflichtige im Milizstand. Reservisten sind also nicht in eine Einsatzorganisation unmittelbar eingeteilt, können aber nach Maßgabe besonderer Bedarfssituationen zusätzlich bzw. ersatzweise herangezogen werden.
Wehrpflichtige des Reservestandes können in den Fällen eines Einsatzes des Bundesheeres nach § 2 Abs. 1 lit. a bis c Wehrgesetz (militärische Landesverteidigung, Assistenzeinsatz; Näheres siehe oben) - nach Maßgabe des Bedarfs und ihrer Eignung für eine Verwendung in der Einsatzorganisation - in den Milizstand versetzt werden, womit sie z.B. ersatzweise eine planmäßig vordefinierte Funktion in der Einsatzorganisation erhalten.
Von den mehr als 1.000.000 ausgebildeten Wehrpflichtigen im Alter von 18 bis 50 (bzw. 65) stehen ca. 35.000 im Präsenzstand (= ca. 16.000 Berufssoldaten + ca. 17.000 Präsenzdiener), ca. 75.000 im Milizstand und theoretisch ca. 990.000 im Reservestand. Von letzteren wird jedoch aufgrund von mangelnder Eignung für den Einsatz bzw. Unabkömmlichkeit im Zivilberuf nur ein gewisser Teil heranziehbar sein.
Friedensorganisation: Im Frieden tritt das Bundesheer zu Übungen und Assistenzeinsätzen zusammen. Um schnell auf vor allem terroristische Angriffe im Inneren, Assistenzanfragen ziviler Behören (Hochwasserschäden, Lawinen etc.) sowie Veränderungen in der unmittelbaren Nachbarschaft Österreichs reagieren zu können, werden Präsenzkräfte in der Stärke von rund 10.000 Mann aufgestellt, zu deren Bildung bestimmte Verbände und Einheiten abwechselnd herangezogen werden.
Einsatzorganisation: Bei Einsätzen zur militärischen Landesverteidigung kann die Organisation des Bundesheeres von der Friedens- zur Einsatzorganisation werden. Letztere unterscheidet sich von der Friedensorganisation dadurch, dass ihr auch die Wehrpflichtigen des Milizstandes angehören, womit die Gesamtstärke des Heeres beträchtlich anwächst.
Der Übergang von der Friedens- in die Einsatzorganisation erfolgt durch die Mobilmachung. Alle für den Einsatz aufzubietenden Soldaten leisten dann Einsatzpräsenzdienst. Die Heranziehung von Milizsoldaten und Reservisten zum Einsatzpräsenzdienst verfügt bis zu einer Gesamtzahl von 5.000 Mann (innerhalb der ihm von der Bundesregierung erteilten Ermächtigung) der Bundesminister für Landesverteidigung, darüber hinaus der Bundespräsident.
Kommando Landstreitkräfte [1]
1., 6., 7. Jägerbrigade (direkt dem Kommando Landstreitkräfte unterstellt)
Jägerbataillon 25 (luftlandetauglich; der 7. Jägerbrigade unterstellt)
3., 4. Panzergrenadierbrigade (direkt dem Kommando Landstreitkräfte unterstellt)
Kommando Luftstreitkräfte [1] [1] [1] (Abzeichen)
Kommando Internationale Einsätze (KdoIE)
Kommando Spezialeinsatzkräfte (KdoSEK; AUSOC)
Theresianische Militärakademie (1)
Wirtschaftstruppe
Taktische Zeichen siehe: Artzeichen
Gliederung nach Dislokation
Hierarchie und Verbandsstärke
Funktion Vorgesehene Dienstgrade
für diese Funktion Verbandsstärke derzeitiger
Chef des Generalstabes General Generalstab Gen Roland Ertl
Kommandant der Landstreitkräfte Generalleutnant Landstreitkräfte GenLt Edmund Entacher [1] [1]
Kommandant der Luftstreitkräfte Generalmajor Luftstreitkräfte GenMjr Erich Wolf [1] [1]
Kommandant einer Brigade Brigadier Brigade
Kommandant eines Regiments Oberst
Oberstleutnant Regiment
Kommandant eines Bataillons Oberst
Oberstleutnant Bataillon
Kommandant einer Kompanie Major
Oberleutnant Kompanie
Kommandant eines Zuges Leutnant
Stabswachtmeister Zug
Kommandant einer Gruppe Oberwachtmeister
Wachtmeister Gruppe
Kommandant eines Trupps Zugsführer
Gefreiter 'Trupp
Taktische Zeichen siehe: Größenordnungszeichen
siehe: Dienstgrade im Bundesheer
siehe: Abzeichen
siehe: Uniformen
siehe: Waffen und Gerät
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Ausgaben in US-$ pro Bürger
Überblick über die Österreichischen Streitkräfte
Militärstrategische Lage
Die B-Gendarmerie (1952 - 1955)
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siehe auch: Ranghöchste Offiziere des Österreichischen Bundesheeres seit 1956
Um das Bundesheer an die Anforderungen der kommenden Jahre anzupassen, wurde von Bundesminister Günther Platter eine Reformkommission, bestehend aus militärischen Experten und prominenten österreichischen Persönlichkeiten, unter der Leitung von Helmut Zilk, eingesetzt, deren Bericht Mitte Juni 2004 offiziell an den Minister übergeben wurde.
Verkürzung der Wehrdienstzeit von 8 auf insgesamt nur mehr 6 Monate ab 2007
Die Möglichkeiten eines Berufsheeres werden teilweise erwogen.
Senkung der Mobilmachungsstärke von derzeit ca. 110.000 auf ca. 50.000 Mann
Zwei Bataillone (2500 Mann) und ein Brigade (3500) für Auslandseinsätze
Knapp die Hälfte der Liegenschaften des Bundesheeres sollen verkauft werden.
Internationale Bedeutung des Bundesheeres
Das österreichische Bundesheer nimmt seit 1960 an friedenserhaltenden internationalen Einsätzen teil:
1960: Kongo
1972: Zypern
1974: Golanhöhen (Syrien)
1990: Irak
Völkerrechtliche Einschränkungen des Bundesheeres
Der Staatsvertrag von Wien 1955 enthält zahlreiche, insbesondere Spezialwaffen betreffende, Einschränkungen des Bundesheeres.
siehe: Militärische und Luftfahrt-Bestimmungen des Staatsvertrages von Wien 1955.
Das Bundesheer ist Teil der Bundesverwaltung.
Ein militärischer Befehl ist als Weisung im Sinne des Artikel 20 B-VG zu qualifizieren.
Dienstgrade im Bundesheer
Armeen anderer Länder

References: § 2
 § 2
 § 2
 § 2
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 § 35
 § 2