Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=20%20W%20119/05
Timestamp: 2020-04-10 00:29:23+00:00

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OLG Frankfurt, 10.10.2005 - 20 W 119/05 - dejure.org
https://dejure.org/2005,5981
OLG Frankfurt, 10.10.2005 - 20 W 119/05 (https://dejure.org/2005,5981)
OLG Frankfurt, Entscheidung vom 10.10.2005 - 20 W 119/05 (https://dejure.org/2005,5981)
OLG Frankfurt, Entscheidung vom 10. Januar 2005 - 20 W 119/05 (https://dejure.org/2005,5981)
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Spruchverfahren; Antragsberechtigung; Frist
Darlegung der Antragsberechtigung des Antragstellers eines Spruchverfahrens innerhalb der Antragsfrist; Erforderlichkeit des Nachweises durch Urkunden; Ziel und Zweck des Spruchverfahrensgesetzes (SpruchG)
SpruchG § 3 § 4
NZG 2006, 153
Solche Verfügungen sind Entscheidungen des Gerichts mit Außenwirkung, damit insbesondere Zwischenentscheidungen, die unmittelbar in die Rechtssphäre der Beteiligten eingreifen (BayObLG ZIP 2002, 935; BayObLG ZIP 2004, 1952; OLG Stuttgart ZIP 2004, 1907; OLG Düsseldorf ZIP 1997, 1420; OLG Frankfurt NZG 2006, 153).
Dass kein Sonderfall des Auseinanderfallens von materiell-rechtlicher Berechtigung und dem Inhalt des Aktienregisters vorliege, muss der Antragsteller im Spruchverfahren nicht vortragen (Drescher, in Spindler/Stilz AktG 3. Aufl. 2015 § 4 SpruchG § 4 Rn. 18; im Ergebnis wie hier OLG Frankfurt, Beschluss vom 09. Januar 2006 - 20 W 166/05 -, Rn. 19, 20, juris: "zusätzliche Angabe, im Aktienregister eingetragen zu sein, nicht zwingend"; wohl auch OLG Frankfurt, Beschluss vom 10. Oktober 2005 - 20 W 119/05 -, Rn. 12, juris: "Darstellung der Aktionärseigenschaft in dem für die Antragsberechtigung nach § 3 Satz 1 SpruchG im Einzelnen maßgebenden Zeitpunkt"; OLG Düsseldorf, Beschluss vom 09. Februar 2005 - I-19 W 12/04 AktE -, Rn. 16, juris; Ederle/Theusinger in: Bürgers/Körber, Aktiengesetz, 4. Aufl. 2017, § 4 SpruchG Rn. 8: "der Eintrag ins Aktienregister muss nicht angegeben werden"; wohl auch Wälzholz in: Widmann/Mayer, Umwandlungsrecht, 1. Aufl. 2002, 172.
Eine hiergegen mit Blick auf den zweiten Teil der Entscheidung gerichtete sofortige Beschwerde der Antragsgegnerin ist mit Beschluss vom 10. Oktober 2005 zurückgewiesen worden (Bl. 509 ff. = NZG 2006, 153).
Wie der Senat sowohl in Bezug auf das vorliegende Spruchverfahren bereits mit Beschluss vom 10. Oktober 2005 (20 W 119/05) als auch in weiteren Verfahren (vgl. ZIP 2005, 2069 sowie Senatsbeschluss vom 10. Oktober 2005 - 20 W 244/05 - dokumentiert bei Juris) in Übereinstimmung mit dem OLG Stuttgart (ZIP 2004, 1907) und dem OLG Düsseldorf (ZIP 2005, 1369) entschieden hat, reicht diese Darlegung für die fristgerechte Antragsbegründung gemäß § 4 Satz 2 Nr. 2 SpruchG aus, während der urkundliche Nachweis der Antragsberechtigung nicht zwingend innerhalb der Antragsfrist erfolgen muss.

References: § 3
 § 4
 § 4
 § 4
 § 3
 § 4
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