Source: http://www.momobasel.ch/heimreglement
Timestamp: 2020-06-02 16:36:10+00:00

Document:
Das Heimreglement
Betagte, welche sich für eine Aufnahme interessieren, wenden sich an das Amt für Langzeitpflege. Da unser Heim vollbesetzt ist, machen wir Sie darauf aufmerksam, dass Sie mit einer gewissen Wartezeit rechnen müssen. Ihre Anmeldung nimmt entgegen:
Abteilung für Langzeitpflege
Telefon 061 205 32 42 | Fax 061 205 32 43
1. Heimeintritt
Der Eintrittstermin wird im Heimvertrag festgelegt. Heimeintritte, oder Rückverlegungen aus Spitälern finden aus Sicherheitsgründen nur von Montag bis Donnerstag statt.
2. Heimleistungen
In der Tagestaxe gemäss Ziffer 5 sind folgende Leistungen inbegriffen:
Die Zimmerzuteilung bzw. ein allfälliger späterer Zimmerwechsel erfolgen nach pflegerischen, medizinischen, sozialen und betrieblichen Gesichtspunkten durch die Heimleitung. Wünsche der Bewohnerin/des Bewohners werden nach Möglichkeit berücksichtigt.
Sie gestalten Ihren Wohnbereich nach eigenen Ideen. Jedoch empfehlen wir Ihnen, sich vor dem Zimmerbezug über Ihre Vorhaben und Vorstellungen, (Möblierung etc.) mit unserem Hauswart abzusprechen. Dieser wird Ihnen gerne beratend zur Seite stehen und auch behilflich sein.
Das Aufhängen von Bilder oder Wanduhren übernimmt er in jedem Fall, er stellt Ihnen auch gerne einen Transportrolli und Schachteln für Ihren Zügeltag zur Verfügung.
Damit Sie bereits im Voraus ein wenig planen können, übergeben wir Ihnen gerne massstabsgetreue Grundrisspläne, die Sie an der Rezeption beziehen können.
Das Heim stellt Ihnen die folgenden Einrichtungsgegenstände zur Verfügung:
Bett mit Inhalt, Nachttisch, Telefon, Einbauschrank und Tüllvorhänge.
Jedes Zimmer verfügt über einen eigenen Briefkasten. Bitte geben Sie bei der Adressänderung deshalb auch Ihre Zimmernummer an. Eingeschriebene Sendungen stellt die Post Ihnen, oder auf Wunsch Ihren Angehörigen direkt zu. Unser Personal ist nicht berechtigt, Privatpost entgegenzunehmen.
Bett- und Toilettenwäsche werden vom Heim zur Verfügung gestellt.
Ihre private Leibwäsche können Sie entweder privat oder durch das Heim bei der Wäscherei des Bürgerspitals Basel waschen lassen. Letztere nimmt auch Kleider zur chemischen Reinigung entgegen. Beachten Sie jedoch, dass beim Heimeintritt sämtliche Wäschestücke gekennzeichnet werden sollten.Die Etiketten werden vom Heim bestellt und der Bewohnerin/dem Bewohner in Rechnung gestellt. (RV, Anhang 1.1).
Das Heim gewährleistet eine fachgerechte Pflege und Betreuung. Das Heim berücksichtigt soweit wie möglich die individuellen Bedürfnisse der Bewohnerinnen/Bewohner sowie die Wünsche der Angehörigen. (RV § 5.1, PT 2.2).
Das Ausmass der Pflegebedürftigkeit wird individuell durch die periodische Pflegebedarfsabklärung mit dem System RAI ermittelt. (RV § 5.2, PT 3.2).
Die Pflegeleistungen werden nach den Kriterien der Wirksamkeit, Zweckmässigkeit und Wirtschaftlichkeit erbracht.(Art. 32 KVG), (PTV 2.2).
Das Heim bietet Aktivierung und Freizeitgestaltung an, die den Bedürfnissen der Bewohnerinnen und Bewohner entsprechen. Dadurch werden ihre Ressourcen erhalten und gefördert. (RV § 5.3, GA 3.1, BQ 3.1).
Unseren Bewohnerinnen/Bewohnern bieten wir im Moment folgende Therapie- und Beschäftigungsangebote an:
Heileurythmie und Gruppeneurythmie, Bewegung und Tanz, Bewegung und Spiel, Garten und Naturfreunde, Reisetagebuch, Ausflugsgruppe, Turnen, Krafttraining, Plastizieren, Handarbeit, Maltherapie, Dekogruppe, Singgruppe, Spielrunde, Kinonachmittag, Kochgruppen, Backstube, Männerstammtisch, Vorlesungen, Gedächtnistraining, Erinnerungsgarten, Erzählcafé sowie spezielle Aktivierungen für Demenzerkrankte.
Das Heim organisiert kulturelle und gesellschaftliche Anlässe, die allen Bewohnerinnen/Bewohnern offen stehen. (RV § 5.3, GA 3.2 ).
In der Tagestaxe inbegriffen sind drei Mahlzeiten inkl. ärztlich verordnete spezifische Kost. Zu den Mahlzeiten werden Tee/Kaffee oder Mineralwasser offeriert. Tee, Kaffee und Mineralwasser stehen auch zwischen den Mahlzeiten zur Verfügung (RV § 4, GA 7.1).
Hilfsmittel wie Rollstühle, Rollatoren, Essenshilfen, spezielle Matratzen sind in der Tagestaxe inbegriffen, soweit keine individuellen Spezialanfertigungen erforderlich sind. (RV, Anhang 1.1).
Wasser, Heizung, Energie, Kehrichtabfuhr, krankheitsbedingter Zimmerservice, Reinigung und Unterhalt des Zimmers, ständige Notrufbereitschaft, Rasur und schneiden der Nägel durch Pflegepersonal, Nutzung aller Gemeinschaftseinrichtungen. (RV Anhang 1.1, GA 1.3).
Die ärztliche Betreuung im Heim erfolgt durch eine/n von der Bewohnerin oder dem Bewohner gewählte/n Ärztin/Arzt. Die Bewohnerin, der Bewohner hat freie Arztwahl unter denjenigen Ärztinnen/Ärzten, die sich an der Qualitätssicherung des Heimes beteiligen und der entsprechenden Zusammenarbeitsvereinbarung mit dem Heim beigetreten sind oder beitreten sowie bereit sind Hausbesuche zu machen. (RV § 6.1, PTV 2.2, GA 4, BQ 4.1, 4.2).
Die Kosten für Arztbesuche, Medikamente und verordnete Therapien gehen zu Lasten der Bewohnerin/des Bewohners bzw. der Krankenkasse. (PTV 4.2).
Der Abschluss einer Kranken- und Unfallversicherung ist gesetzlich vorgeschrieben. Die Prämien gehen zulasten der Bewohnerin/des Bewohners. (KVG Art. 3)
Die Bewohnerin/der Bewohner ist beim Heimeintritt verpflichtet, zusätzlich folgende Versicherung abzuschliessen und dies durch Abgabe eines Versicherungsnachweises (Kopie der Police) zu belegen:
Empfohlene Schadensumme CHF 1'000'000.--.
Zusätzlich empfehlen wir den Abschluss folgender Versicherung:
Kombinierte Hausratversicherung
Versicherungssumme mindestens CHF 25'000.--.
a) Tagestaxe
Für die vom Heim erbrachten Leistungen bezahlt die Bewohnerin/der Bewohner eine vom Regierungsrat bzw. Amt für Langzeitpflege des Kantons Basel-Stadt genehmigte pauschale Tagestaxe, deren Höhe sich nach der Pflegestufe richtet. Diese wird beim Eintritt und danach halbjährlich, bei bedeutsamer Änderung des Pflegeaufwandes sofort, individuell nach dem Bedarfsabklärungssystem RAI ermittelt und die Bewohnerin/der Bewohner der entsprechenden Pflegestufe (0 - 12) zugeordnet. (RV § 9.1, PTV 3.3, PTV Anhänge 3 und 4)
Taxänderungen infolge Änderungen des Pflegebedarfs treten jeweils auf den 1. Tag nach Abschluss der MDS Phase in Kraft. Sie sind der Bewohnerin/dem Bewohner wenn Möglich vor Inkrafttreten schriftlich anzuzeigen. (PTV 3.6)
Ist die Bewohnerin/der Bewohner mit der Einstufung in die Pflegestufe nicht einverstanden, kann sie/er innert 30 Tagen seit Bekanntgabe schriftlich und begründet Beschwerde erheben. Die Beschwerde ist an das Schiedsgericht für Pflegeeinstufung (vgl. Anhang III zum Heimreglement) zu richten. Dessen Entscheid unterwerfen sich beide Parteien unter Verzicht auf ordentliche Rechtsmittel.
In begründeten Fällen kann die Bewohnerin/der Bewohner im Übrigen bei der Heimleitung um eine Überprüfung ihrer/seiner Pflegestufeneinteilung nachsuchen. Bei Ablehnung des Gesuchs kann das Amt für Langzeitpflege* als Aufsichtsbehörde angerufen werden.
Die Tagestaxen können auch ohne Änderung der Pflegebedürftigkeit durch die kantonalen Behörden angepasst werden. (RV § 13)
Bei vorübergehender Abwesenheit wird nur die Taxe der Stufe 0 (abzüglich Verpflegungskosten) verrechnet. Aus- und Eintrittstage werden zur vollen Tagestaxe berechnet. (RV § 25.1)
b) Abgeltung von Nebenleistungen
Sämtliche unter Ziffer 2 nicht aufgeführten Leistungen werden separat gemäss Anhang II in Rechnung gestellt. (RV Anhang1,2).
Die Kosten für Hotellerie und Betreuung sowie Pflege gemäss der Taxordnung sowie die privaten Auslagen gemäss Preisliste Nebenleistungen werden monatlich in Rechnung gestellt. Die Kosten für Hotellerie und Betreuung werden jeweils zu Beginn des Monats in Rechnung gestellt, die Kosten für Pflege und private Auslagen gemäss Preisliste für Nebenleistungen nach Monatsende. Für Beiträge der Krankenkasse und direkt ans Heim überwiesene Leistungen der AHV und des Amts für Sozialbeiträge, die separat ausgewiesen werden, erfolgt eine entsprechende Gutschrift. (RV § 9.1, PTV 5.1 und 5.2).
Die Rechnungen sind innerhalb von 10 Tagen nach Erhalt zu bezahlen. Beträge, welche mehr als 30 Tage ausstehen sind mit 6% p.a. zu verzinsen.
Mit dem Eintritt ins Heim anerkennt die Bewohnerin/der Bewohner oder ihre gesetzliche Vertretung die Bestimmungen dieses Heimreglements.
Wünsche, Beanstandungen und Beschwerden sind an die Heimleitung zu richten. Entscheide der Heimleitung können beim Stiftungsratspräsidenten, Herrn Marc C. Theurillat, Kirschblütenweg 2, 4059 Basel, angefochten werden.
Allfällige Beschwerden können zudem der Basler Ombudsstelle für Altersfragen und Spitex, Rümelinsplatz 14, Postfach, 4001 Basel, unterbreitet werden.
7. Vertragsbeendigung im Todesfall
Mit dem Tod der Bewohnerin, des Bewohners erlischt der Heimvertrag. Die Räumung des Zimmers muss spätestens fünf Arbeitstage nach dem Todestag erfolgt sein. Während dieser Zeit ist nur die Grundtaxe abzüglich Verpflegungskostenanteil von den Erben des Bewohners zu entgelten. Falls die Erben das Zimmer nicht räumen, ist das Heim berechtigt, die Räumung des Wohnobjekts in Auftrag zu geben und sämtliche Gegenstände der Verstorbenen auf Kosten der Erbschaft einzulagern.
8. Patientenverfügung / Sterbehilfe
Jeder Mensch hat das Recht in Würde zu sterben. Damit wir Ihr Recht auch durchsetzen können, wenn sie dies aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr selber tun können, benötigen wir von Ihnen eine korrekt erstellte Patientenverfügung.
Wir gewähren den anerkannten Organisationen der Sterbehilfe wie Exit und Dignitas nur dann Zutritt zu Ihnen, wenn Sie in Ihrer Patientenverfügung ausdrücklich festhalten, dass sie gegebenenfalls Sterbehilfe in Anspruch nehmen wollen und eine Mitgliedschaft zu einer Sterbehilfeorganisation besteht.
9. Wertsachendepot
Wir empfehlen Ihnen unbedingt, grössere Geldbeträge, teure Schmuckgegenstände und Wertsachen anderer Art, bei Ihrer Bank in einem Depot zu hinterlegen. Für alle anderen Wertsachen befindet sich in jedem Zimmer ein kleiner Tresor. Das Heim muss bei Diebstahl von nicht weggeschlossen Wertgegenständen und Bargeld jede Haftung ablehnen.
Kleinere Haustiere (Katzen, Vögel etc.) dürfen Sie zu uns selbstverständlich mitbringen, einzige Voraussetzung ist, dass Sie sie selbst versorgen und finanzieren können. Die Betreuung auch bei längeren Abwesenheiten muss gewährleistet bleiben.
Es ist unser Wunsch, dass Sie Ihren Tagesablauf wie bis anhin möglichst selbständig und ihren eigenen Bedürfnissen entsprechend gestalten.
Sicher liegt es im allseitigen Interesse, wenn im Rahmen des ordentlichen Tagesablaufes die Essenszeiten geregelt sind:
Frühstück 08.00 bis 10.00 Uhr
Wenn sie mit Ihren Besuchern im Café Restaurant Momo gemeinsam essen können sie Ihr vorbestelltes Menu ohne Aufpreis im Café Momo konsumieren.
Pflegen Sie ganz bewusst die Kontakte zu Ihren Angehörigen, Freunden und Bekannten. Wir freuen uns über jeden Besuch, den Sie empfangen und kennen deshalb auch keine vorgeschriebenen Besuchszeiten.
Wenn Sie selber auf Besuch gehen, einen Spaziergang oder kleineren Ausflug machen, das Heim aus einem anderen Grund verlassen, nicht zum Essen oder erst zu vorgerückter Stunde zurückkehren, dann sollten Sie uns dies mitteilen. Sie ersparen uns dadurch unnötige Sorgen und Suchaktionen.
12. Zuwendungen an das Personal
Geschenke sollten dem gesamten Personal zugute kommen. Aus diesem Grund besteht für Bargeldspenden eine gemeinsame Kasse. Die Annahme von Bargeld zum persönlichen Gebrauch ist allem Personal strikte untersagt. Wir bitten Sie deshalb höflich, niemandem ein Trinkgeld oder einen Zustupf für sogenannte Spezialleistungen anzubieten. Die Annahme von Aufmerksamkeiten ohne wesentlichen Geldwert ist gestattet.
Das Heim haftet nur für Schäden, die nachgewiesenermassen von Seiten des Personals verursacht wurden. Für Schäden, die von Gästen verursacht wurden, kann das Heim nicht belangt werden. Für abhanden gekommene Gegenstände ist das Heim nur dann haftbar, wenn sie dem Sekretariat gegen Quittung zum Aufbewahren übergeben wurden.

References: § 5
 § 5
 § 5
 § 5
 § 4
 § 6
 Art. 3
 § 9
 § 13
 § 25
 § 9