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Timestamp: 2019-12-06 06:22:18+00:00

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BFH, 09.11.2015 - VI R 36/13 - dejure.org
https://dejure.org/2015,39257
BFH, 09.11.2015 - VI R 36/13 (https://dejure.org/2015,39257)
BFH, Entscheidung vom 09.11.2015 - VI R 36/13 (https://dejure.org/2015,39257)
BFH, Entscheidung vom 09. November 2015 - VI R 36/13 (https://dejure.org/2015,39257)
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Steuerliche Behandlung von Krankheitskosten - Feststellung des Zusammenhangs zwischen Erkrankung und Beruf
§ 33 des Einkommensteuergesetzes (EStG), § ... 126a der Finanzgerichtsordnung (FGO), § 9 Abs. 1 Satz 1 EStG, § 19 EStG, § 12 Nr. 1 Satz 2 EStG, § 4 Abs. 4 EStG, § 9 EStG, § 10 EStG, § 33 EStG, § 118 Abs. 2 FGO, § 33 Abs. 2 Satz 1 EStG, §§ 2, 23, 31 bis 33 des Fünften Buchs Sozialgesetzbuch, § 64 Abs. 1 Nr. 2 EStDV, § 275 SGB V, § 64 Abs. 1 Nr. 2 Satz 2 EStDV, § 84 Abs. 3f EStDV, § 64 EStDV, § 64 Abs. 1 Nr. 2 Satz 1 Buchst. b EStDV, § 120 Abs. 2, 3 FGO, § 135 Abs. 2 FGO
§ 9 Abs 1 S 1 EStG 2002, § 12 Nr 1 S 2 EStG 2002, § 33 EStG 2002, § 118 Abs 2 FGO, § 64 Abs 1 EStDV 2000 vom 01.11.2011
EStG § 9 Abs. 1 S. 1; EStG § 33
Voraussetzungen der Abzugsfähigkeit von Krankheitskosten bei den Einkünften aus nichtselbständiger Tätigkeit
Aufwendungen einer psychotherapeutischen Behandlung als außergewöhnliche Belastung nur bei qualifiziertem Nachweis der Zwangsläufigkeit; steuerliche Behandlung einer Berufskrankheit
Aufwendungen für den Aufenthalt in einer psychosomatischen Klinik nur bei Feststellung des Zusammenhangs zwischen Erkrankung und Beruf als Werbungskosten abziehbar
Verwaltung beachtet Anforderung aus § 363 Abs. 2 AO nicht
Steuerrecht | Einkommensteuerrecht | Feststellung des Zusammenhangs zwischen Erkrankung und Beruf
Sie sind beruflich veranlasst, wenn ein objektiver Zusammenhang mit dem Beruf besteht und die Aufwendungen subjektiv zur Förderung des Berufs getätigt werden (ständige Rechtsprechung, z.B. Senatsbeschluss vom 9. November 2015 VI R 36/13, BFH/NV 2016, 194, m.w.N.).
Berücksichtigung weiterer Werbungskosten bei den Einkünften aus …
Das Gesetz will aber die typischen Kosten der Lebenshaltung, wie auch § 12 Nr. 1 Satz 2 EStG zu entnehmen ist, nicht wie Betriebsausgaben (§ 4 Abs. 4 EStG ) oder Werbungskosten (§ 9 EStG ) bei der Ermittlung der Einkünfte abgesetzt wissen, sondern betrachtet sie als Ausgaben zur Verwendung des erzielten Einkommens, die allenfalls als Sonderausgaben nach § 10 EStG oder als außergewöhnliche Belastungen nach § 33 EStG die Höhe der Einkommensteuer beeinflussen (vgl. BFH-Beschluss vom 9. November 2015 VI R 36/13, juris m.w.N.).
Sie können deshalb nur dann als Betriebsausgaben oder Werbungskosten abgezogen werden, sofern sie - ganz oder teilweise - klar und eindeutig durch die berufliche Tätigkeit veranlasst sind (BFH-Beschluss vom 9. November 2015 VI R 36/13, juris m.w.N.).
Die Rechtsprechung des BFH erkennt darüber hinaus Krankheitskosten als Betriebsausgaben oder Werbungskosten an, wenn im einzelnen Fall der Zusammenhang zwischen dem Beruf und der Entstehung der Erkrankung offenkundig ist (vgl. BFH-Beschluss vom 9. November 2015 VI R 36/13, juris m.w.N.).
Maßgebend dafür, ob ein solcher Zusammenhang besteht, ist zum einen die wertende Beurteilung des die betreffenden Aufwendungen auslösenden Moments und zum anderen die Zuweisung dieses maßgebenden Besteuerungsgrundes zur einkommensteuerrechtlich relevanten Erwerbssphäre (Senatsurteile vom 6. Mai 2010 VI R 25/09, BFHE 229, 297, BStBl II 2010, 851; vom 8. Juli 2015 VI R 46/14, BFHE 250, 392, BStBl II 2015, 1013; Senatsbeschluss vom 9. November 2015 VI R 36/13, BFH/NV 2016, 194).

References: § 33
 § 9
 § 19
 § 12
 § 4
 § 9
 § 10
 § 33
 § 118
 § 33
 § 64
 § 275
 § 64
 § 84
 § 64
 § 64
 § 120
 § 135

§ 9
 § 12
 § 33
 § 118
 § 64
 § 9
 § 33
 § 363
 § 12
 § 10
 § 33