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Timestamp: 2019-01-18 00:43:34+00:00

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Selbstständig und ALG II – neue Regeln ab 1. Oktober 2005 | Erwerbslosenforum Deutschland
Stichworte 2005 alg oktober regeln selbststaendig selbstständig
Zum obigen Thema Wechsel und leihen: Dann kommen die wohl bei der Skontofinanzierung ganz durcheinder. Ist ja nichts anderes als ein Kredit der kurzfristig für Wareneinkäufe genommen wird. Allerdings wird der erst mit Zahlung des Kunden getilgt, so dass es faktisch in dem Monat in dem die Rechnung bezahlt und der Kredit abgelöst wird, kein erhöhter Gewinn ergibt.
Das mit dem Wechsel mußt du mal meinem SB erklären der bringt einen Wechsel nur mit dem Einwechseln von Ersatzspielern im Fußball in Verbindung.
Die Münchner ARGE hat mit mir einen Zeitraum von 3 Monaten vereinbart, nach dem ich dann die E/ü-Rechnung vorlegen und die Vorausberechnung für die nächsten Monate erfolgen soll. Der war Ende Januar abgelaufen und ich bin mit meiner E/Ü-Rechnung erschienen, und zwar für die einzelnen Monate. Da sah es so aus, dass ich im Nov 4€ und im Dez 480€ Gewinn hatte, im Januar 06 580€ Verlust, da keine Einnahmen da waren, aber die USt-Voranmeldung fällig. Insgesamt gab es einen Verlust von 120€. Mein Betreuer bei der Arge meinte dann nach Rücksprache, dass die ARGE Verluste nicht anerkennen, statt dessen aber die Einnahmen zur Berechnung heranziehen würde. Das hatte dann zum Ergebnis, dass ich man mir ab Feb 132€ monatlich wegen meines "Einkommens" von den 345€ abziehen müsse. Da ich die gesetzlichen Regeln der Buchführung seit ca. 20 Jahren ziemlich gut beherrsche, kommt das natürlich wie ein Schock, dass die ARGE da in den Zahlen volkommen ohne Sachkenntnis rumstochert und sich das rauspickt, was "Einnahme" heißt, reale Ausgaben wie die USt-Voranmeldung aber als privat verursachtes Verlustvergnügen bezeichent: Mit Ihren Verlusten haben wir nichts zu tun, so der Kommentar.
Abrechnung des Nebengewerbes
Ich bin in diesem Forum neu, halte es aber für sehr wichtig uns auszutauschen, da in diesem jahr fest mit gravierenden Änderungen zu rechnen ist.
Ich rechne bisher mein Nebengewerbe zum ALG2 wie folgt ab.
Es gibt seit 2005 ein amtlicher Formular der Einnahme/Überschussrechnung,
das von jedem Gewerbetreibenden und Freiberufler genutzt werden kann, wenn die Betriebseinnahmen (siehe dieses formular) unter 17.500 € pro Jahr liegen. Es muß verwendet werden bei Betriebseinnahmen über 17.500 € pro Jahr und keine Bilanzierungspflicht besteht. Es gibt dazu auch ein entsprechendes BMF-Schreiben.(siehe Seite des Bundesministeriums für Finanzen)
siehe www.Elster.de für die elektronische Einkommensteuererklärung/ Anlage EÜR.
Aus diesem Formular ergiebt sich ein Gewinn des Unternehmens als Differenz zwischen Betriebseinnahmen und Betriebsausgaben.
Dieser Gewinn wird vom Finanzamt als Einnahmen aus selbständiger Tätigkeit gem. Einkommensteuererklärung akzeptiert und sollte eigentlich gem SGB IV auch vom Arbeitsamt und seinen Auswüchsen anerkannt werden.
Ich liege derzeit mit meinem Jobcenter im Streit, den ich ggf auch per Klage für mich entscheiden möchte.
Etwas unsicher bin ich der Behandlung von Rücklagen und positiven Salden bei Privateinlagen/Privatentnahmen. Ich würde mich freuen, wenn es jemanden im Forum gibt, der wie ich nach o.g. Verfahrensweise der Einnahme-Überschussrechnung als Besandteil der jährlichen Einkommensteuererklärung mit monatlicher Berichterstattung an das Jobcenter abrechnet. Ich denke zwar, dass betrieblich notwendige Rücklagen auch als Betriebsausgaben unstrittig sind, da sie ja bei Auflösung Gewinn erhöhend wirken, habe aber schon im Buschfunk so einiges gehört.
@ Dienstleister
Also dazu kann ich dir folgendes sagen. Mein SB hat aus einer Dienstanweisung mir vorgelesen, dass zwar prinzipiell das Einkommenssteuerrecht greift, aber eine wesentlich engere Prüfung der "notwendigen" Ausgaben erfolgt.
Bei mir sah das dann so aus, dass er selbst für die Ausgaben unter Bürobedarf alle Belege und Begründungen für diese Ausgaben wollte. Wohlgemerkt es handelte sich um einen Betrag von 20€ für einen Zeitraum von 3 Monaten.
Die sogenannten Ansparabschreibungen sind zwar einerseits durchaus zur Rücklagenbildung geeignet, andererseits sind sie auch ein steuerliches Gestaltungsmittel für Selbständige. Diese aber sind nach Aussagen der Dienstanweisung meines SBs grundsätzlich nicht gestattet.
Man müßte nochmal den genauen Text der Durchführungsverordnungen lesen, um das abzuklären.
Mein SB meinte im Übrigen auch, das Selbständige generell unter Generalverdacht stehen. Darüber könnte sicher nur eine Klage durch alle Instanzen Rechtssicherheit schaffen. Im Moment ist es so, dass du in deinen wirtschaftlichen Entscheidungen nicht frei bist, sondern die ARGEn wie einen Vormund um Erlaubnis bitten musst. Damit wird zwar einerseits das unternehmerische Risiko gemindert, andererseits aber eben auch der geschäftliche Erfolg. Falls dir also mal der Großkunde über den Weg laufen sollte, so sind Bewirtungskosten nicht drin. Du kannst den dann an die nächste Currybude auf Privatkosten schleppen.
So stellt sich der kleine deutsche Beamtenfritz eben die freie Wirtschaft vor. :|
Hallo Taurus 50,
Ich sehe die Probleme weniger aus Richtung Finanzamt/Steuerberater als vielmehr aus Richtung Arbeitsamt und Auswüchse.
Selbstverständlich müssen alle Einnahmen- und Ausgaben bis hin zum letzten Bleistift belegbar sein und im Falle einer Wirtschaftsprüfung auch vorgezeigt werden. Ich führe dafür Kassenbuch und Bankjournal und hebe alle Belege sorgsam auf.
Dein Steuerberater irrt, wenn er behauptet, dass für Selbständige Kleinunternehmen keine Rücklagen/Ansparabschreibungen möglich sind
Er soll sich mal die von mir bereits erwähnte Anlage zur Einkommensteuererklärung ansehen. Es gibt sogar Existenzgründeransparabschreibungen, die erst nach 5 Jahren wieder aufgelöst werden müssen, wenn sie nicht verzinst werden sollen.
Auch Bewirtungskosten sind für Kundenbewirtung möglich. Mann darf dafür zwar die volle Umsatzsteuer ziehen, kann jedoch nur 70% dieser Kosten als Betriebsausgaben (netto) geltend machen.
Ich weiß nicht, was hierzulande für Steuerberater rumrennen.
Ich bin zwar keiner, rechne mein Gewerbe aber allein ab und informiere mich dabei gründlich und spare dabei viel Geld.
Während die Rücklagen/Ansparabschreibungen für das Finanzamt eindeutig zulässig sind, habe ich gehört, dass sie für ALG2-Empfänger, die das Gewerbe als Nebeneinkommen betreiben, als vom Arbeits/Auswüchse als Einkünfte gewertet werden. Und das ist wie ich glaube nicht zulässig, weil sie eindeutig Betriebsausgaben sind im Sinne des EkSt-Gesetzes.
Gibt es da eine gesetzliche Aufweichung ?
:klatsch: so ähnlich seh ich das auch. Als ich noch gesund war und meinen Beruf ausüben konnte, habe ich das alles auch nicht gesehen!
Dienstleister sagte :
Mit SB meinte ich nicht Steuerberater sondern Sachbearbeiter bei der ARGE. Und genau die meinen in meinem Fall, dass die Einkommenssteurgesetzgebung "andere Ziele" verfolgt als das SGB. Insofern seien andere abweichende Anrechnungen anzusetzen.
Tut mir leid, wenn du dachtest, mein Beitrag beziehe sich auf einen Steuerberater, dem ist nicht so.
Wie ein deutscher Beamter überhaupt dazu kommt, sich in der Lage zu empfinden, entscheiden zu können, ob etwas geschäftlich notwendig ist oder nicht, ist mir schleierhaft. Wenn die etwas von Wirtschaft verstünden, dann wären sie doch keine Beamten geworden.
Ausnahmen bestätigen wie immer natürlich nur die Regel.
habe da mal ne Frage zum Thema.
Und zwar möchte ich mich mit Dienstleistungen im Bereich Computer selbsständig machen. Allerdings beziehe ich z.Z. noch Arbeitslosengeld 2.
Welche möglichkeiten habe ich nun ? Nebenselbstständigkeit ? Bekomme ich da weiterhin die leistungen vom Amt ? oder bekomme ich diese nur 3 - 6 Monate ? Muß das wissen denn ich glaub ich weis im moment noch nicht so richtig worauf ich mich da einlasse..
Der Helfer sagte :
grundsätzlich gibt es keine Umstände die gegen eine versuchte Selbstständigkeit (erst mal klein anfangen) spricht.
Es ist insofern auch unschädlich wenn man noch Alg2 bezieht - nur eins muß dir klar sein, das manche Argen und deren SB/FM gerade hinsichtlich einer Selbstständigkeit arge Schwierigkeiten mit der Einschätzung und dem Umgang mit solchen Personen haben.
Es könnte und wird warscheinlich Nerven kosten jeden Monat mit denen die evtl. Einnahmen die berechnet werden müssen um angerechnet werden zu können durchzugehen.
Ein normaler Nebenjob oder Minijob wäre einfacher .....
Aber wer nichts versucht, der wird auch nichts erreichen .
Lese mal gerade dieses Forum nochmal gründlich durch - du wirst viel lernen feiff: feiff:
Danke für deine Antwort Arco,
werde es auf jeden fall versuchen! Wenn die vom Amt zu doof sind müssen die halt überstunden machen damit die das mal auf die reihe bekommen.Habe informationen von meiner arge bekommen das ich mich bei der lawaetz stiftung (www.lawaetz.de) melden soll und denen ein konzept vorlegen soll. Das konzept ist fertig und geht heute bzw. morgen in die Post. Denke aber das die das absegnen werden dann werden die von der arge mir auch keine steine in den weg werfen denke ich.
Aber wie du schon meintest habe auch ich eine große unsicherheit auf seiten der arge bemerkt. Die scheinen nicht so recht zu wissen was sie tun oder tun sollten. Hoffe das mein Vorhaben nicht an der Arge scheitert.
Werde mal abwarten was die von Lawaetz dazu sagen und dann muß ich weiter sehen.
:daumen: alles Gute
Hi, ich mache ähnliches durch und bin mit meinem Konzept auch am Anfang. Die von der Arge unterscheiden aber auch zwischen Kleinunternehmer und aktiv Selbstständig . Ein Aktiver muss jeden Monat Steuerabrechnungen über seine Einkommen etc. machen , das ist aber meistens einer der wirklich Umsätze fährt und somit keine Beihilfe benötigt. Also alles bischen schwammig . Am besten du fängst als Kleinunternehmer an ohne Mehrwertsteuer . der Nachteil das evtl. gewerbetreibende Auftragnehmer abspringen weil sie die MWST nicht absetzen können, da du diese nicht einziehen darfst.Das kannst du aber evtl. mit dem finanzamt klären und die machen das abundzu(regional unterschiedlich).
Vieleicht gefällt Dir meine Lösung, ich stecke eben alles Geld in die TÜV-Terifizierung und verhelfe bald vielen arbeitslosen oder behinderten Praktikern,Technikern, Meister wie auch immer mit meinem Konzept in die Selbstständigkeit. Das Arbeitsamt zahlt das nach der Zertifizierung und Anerkennung wirklich Alles sogar die Übernachtung bei uns(ähnlich wie Kurse bei HWK&IHK).
Schau gerne mal rein bei mir und fragt nach der Adresse! ich habe diese zwar schon angegeben , möchte aber hier keine Eigenwerbung machen. Lest vieleicht auch das Thema Existenzgründung, da sind die Weblinks drin und durften auch drin bleiben weil mein Konzept wirklich für die ambitionierte Allgemeinheit ist. Vielleicht ist das was für Dich!?
immer wieder lese ich mit großem interesse eure einträge durch. ich habe mich auch selbständig gemacht und beziehe/bezog (ich glaube nicht an die bewilligung einer verlängerung meiner förderung). voller optimismus, voller energie und mit vielen kreativen idenn im kopf ging ich an die sache ran.
mitlerweile muß ich immer lachen, wenn ich lese, dass sich jemand. mit unterstützung der arge selbständig machen will. über beamtenwitze kann ich jedoch nicht mehr lachen, denn was als witz dargestellt wird, ist die realität von der viele existenzen abhängen. ich muß auch jeden monat keine umsatzsteuervoranmeldung bei der arge einreichen und ich könnte nur noch :kotz: wenn ich an den monatlichen ärger denke. die sind so dämlich bei der arge, dass man mich bei verlusten fragt, wo ich denn das geld herhabe, womit ich das minus bezahle. für die zählt der verlust genauso als einnahmen wie tatsächliche umsätze.
dann hatte man noch einen sozialschnüffler auf uns angesetzt und schon hieß es, dass mein mann "schwarz" bei mir arbeitet und er sich privat versichern müsse, da sie die kosten zu der familienversicherung nicht mehr übernehmen wollen. mein steuerberater schüttelte den kopf (o-ton: da sitzen nur dumme umschüler) und die krankenkasse schüttelte ebenfalls den kopf.
man strich mir meine ALGII und nach langem hin und her überwies die arge, mit verspätung, mein geld. gestern bekam ich dann das nächste schreiben und man fordert weitere unterlagen von mir an. erst dann könne man über die weitere bewilligung von ALGII entscheiden. das heißt für mich, dass das geld, wenn überhaupt, wieder mit verspätung kommt. ich muß in der firma präsent sein, ich soll mich um die unterlagen kümmern und diese einreichen.
ich komme zu dem schluß, dass im grunde alles vom "guten" willen der arge abhängt. habe nun mit dem arbeitslosenzentrum gesprochen und der nette sachbearbeiter hat mir die telefonnummer eines anwaltes gegeben, der für mich eine einstweilige verfügung (heißt es so?) beim sozialgericht bewirken soll. der sachbearbeiter meinte, damit wird erstmal die weiterzahlung gesichert, da kinder im spiel sind. ich halte euch auf dem laufenden.
hab schon überlegt, ob ich nachts arbeiten gehe um die arge loszuwerden.
molli sagte :
Hi, es ist schon wirklich mühselig. Ich habe im September 2006 Überbrückungsgeld beantragt und dachte auch "wird schon alles klappen" da ich Schulden habe , nicht liquid (scheiss Bonität) bin, gebe ich derzeit mein Konzept an einen guten Freund ab(natürlich mit Vertrag beim Anwalt) und lass mich über meine Behinderungen über Rehamaßnahmen in meinen (Quasi) eigenen Betrieb dann mit 50 % Förderung für 12 Monate einstellen.(die wollen es nicht anders und übrigens legitim!!!!) Ich selbst melde das Gewerbe jetzt ab, zumal ich bis heute keinen Cent von meinem Übergangsgeld erhalten habe. Klage reiche ioch auch ein und fordere Schadenersatz , natürlich auch wieder vom Staat bezahlt wegen Prozesskostenhilfe. Die sind überall inkompetent oder versuchen scheinbar mit allen Mitteln das Geld zurückzuhalten für die Statistiken. Wir sind ja leider auch nur Zahlen. Aber lass den Kopf nicht hängen, bleib dran und gib alles, es wird nur Dir zu gute kommen wenn du es denn geschafft hast. Hau rein und viel Kraft und Glück ! Gruß A.Lutz
Link Selbstständigkeit Arbeitslosengeld 2 Existenzgründung
Zu dem Themenkreis Selbstständigkeit, Arbeitslosengeld 2, Existenzgründung gibt es wertvolle Infos unter http://www.beamte4u.de und bei Tacheles http://www.tacheles-sozialhilfe.de .
... also wenn ich das so richtig sehe, dann hast Du leider die A-Karte gezogen und das in zweierlei Hinsicht
Die Anschaffung eines neues PC`s wird wohl nicht von der Arge "gesponsert" werden und fällt auch nicht unter/bzw. ist mit drin - die Grundpauchale des 100 Euro Grundfreibetrages bei Erwerbseinkommen.
Auch die Meinung das wenn Einkommen über 400 Euro im Monat dazuführt tatsächliche Kosten abrechnen zu können ist nach meiner Meinung nicht so richtig - hier sind vorallem höhere Fahrtkosten geltend zu machen (also über den 100 Euro).
Hinzu kommt ob dein Honorar überhaupt als regelmäßiges Erwerbseinkommen gerechnet wird und nicht als "einmalige" (unregelmäßige) Einnahme mit den noch negativeren Folgen.....
So, die letzte schlechte Nachricht - das evtl. "Krediteinkommen" von deinem Freund kann sogar von der Arge noch als "Einkommen" angerechnet werden denen ist ja leider alles zuzutrauen ....
Also wenn, dann BAT gellllll
Ich hoffe das meine Meinung falsch ist ........ aber so sehe ich das :kinn:
Das hoffe ich allerdings auch, daß Deine Meinung falsch ist.
Die Fahrtkosten werden immer nur als Beispiel angeführt, weil die ganze Regelung doch eher für nicht-selbständige Tätigkeiten ausgelegt ist und Fahrtkosten dabei sicherlich eine wichtigere Rolle spielen als für selbständige Tätigkeit.
Es dürfen bei selbständiger Tätigkeit und Einnahmen über 400 Euro tatsächlich die echten Kosten veranschlagt werden, aber was genau erlaubt ist, das liegt wohl im Ermessensspielraum der ARGEn.
Und ja, da hast Du vermutlich recht, sie werden mir eventuell einen Strick draus drehen, daß mein gesamtes Jahreseinkommen aus der freien Tätigkeit sehr unregelmäßig und auch nicht so hoch war.
Aber das sind eben halt Meinungen, ich würde gern wirklich mal von jemandem etwas hören, der damit Erfahrungen gemacht hat.
Eine erste Hilfe zur Beantwortung vieler Fragen bietet die weiter unten eingestellte Broschüre.
Weitere hilfreiche Informationen sind unter
http://www.akademie.de/fuehrung-org...sen/alg-ii-und-selbststaendigkeit.html?page=1
M.W. wird aber von ARGE zu ARGE unterschiedlich gehandelt, das kommt auch davon, weil die Mitarbeiter bei den Leistungsbehörden von Betriebswirtschaft und vom Steuerrecht nur wenig, meistens fast keine Kenntnisse haben.
Und nach nochmaligem Nachbohren habe ich seit eben die Antwort der ARGE, wenn auch bislang nur telefonisch:
Ich müsse REGELMÄSSIG Einkommen über 400 Euro haben, dann könne man Betriebsausgaben anerkennen. So - mal gar nichts, öfters sogar unter 100 Euro, dann wieder drüber - nicht. Peng.
Aber warum haben sie mir das nicht schon Wochen früher gesagt?
Das beste an dieser Nachricht ist, daß ich sie heute, bei diesem unglaublich guten Wetter bekommen habe. Rausgehen, Luft und Licht genießen, überlegen, wie ich nun weiter vorgehe.
ALG II, Selbständigkeit und Kleinunternehmertum
Ich bin gerade dabei, mich mit ALG II selbständig zu machen, als freie Journalistin (habe früher fest angestellt als Journalistin gearbeitet).
Ich war bis vorkurzem der Ansicht - weil meine Fallmanagerin immer nur von Gewinnen schrieb - dass ich erst mal für mich meine Zufluss- Abflussrechung für das Finanzamt machen kann und was dann noch übrig bleibt ist der Gewinn, den ich beim Jobcenter angeben muss. Jetzt dämmert mir, dass das nicht stimmt. Meine Fallmanagerin will die einfache Buchführung von mir monatlich haben, zum 15. - obwohl ich als Kleinunternehmerin beginne und für die ersten beiden Quartale 2007 in meinem eingereichten Antrag noch keine Einnahmen prognostiziert habe.
Ich fühle mich nun sehr gegängelt, z. T. wohl, da ich von einer, wie ich nun weiß, falschen Voraussetzung ausgegangen war. Muss ich jetzt das Einstiegsgeld da aufführen - und alles genau dokumentieren, was ich davon kaufe? Ich dachte das wäre pauschal und da müsste ich nichts nachweisen. Was will die von mir sehen zu jedem 15.?
Bei meinem ersten Antrag auf Zuschuss und Darlehen war mir kein Höchstbetrag genannt worden, so dass ich - aufgrund der Technik - auf sehr hohe Beträge gekommen bin, die bei meiner Fallmanagerin zu einer großen emotionalen Aufregung gesorgt haben. Sie beschied mehrere Posten negativ und schrieb in dem Bescheid, die könne ich von meinen ersten "Gewinnen" (müsste natürlich heißen "Eingängen") bezahlen. Nun ist es so, dass ich aufgrund der drastischen Deckelung viele Geräte wie Kamera und Computer erst einmal suboptimal gekauft habe, für den Anfang so zu sagen, wie sie es auch laut Bescheid wollte. Von den ersten Zuflüssen würde ich nun gerne meine Ausrüstung optimieren, was, solange
ich Kleinuntgernehmerin bin, voll abzugsfähig ist
(laut Finanzamt). Ich bin zurzeit immer noch dabei,
den Schock zu verdauen, dass ich das überhaupt alles vorlegen muss. Aber was kann da noch alles auf mich zukommen? Wie sehr kann sie mich noch gängeln? Ich hatte zum Beispiel auch Dienstreisen eingeplant - und muss nun erfahren, dass ich da bereits aus dem Grund kontrolliert werde, da ich trotz Selbständigkeit immer noch Ortsabwesenheit genehmigen lassen muss - kann sie da auch kleinlichst von mir verlangen zu wissen, wohin
ich fahre? Und sich dann ausrechnen: das könnte ich ja vom Zufluss abziehen und daher genehmigt sie es mir nicht - obwohl es mit dem eigentlichen Sinn der Ortabwesenheit gar nicht zu tun hat - wenn ich für die nicht erreichbar bin, bin ich nicht da, da müsste es egal sein, ob ich in Potsdam oder in Oslo bin. Also: wieviel muss ich vor einer Ortsabwesenheit preisgeben - muss ich den Ort nennen?
Wie sehr darf sie mich gängeln? Wieviel muss ich mir - an Ausgaben - von ihr genehmigen lassen? Von meinen eigenen Zuflüssen? (Z. B. wollte ich mir ursprünglich eine bessere semiprofessionelle Kamera für ca. €3.000 kaufen, dann eine semiprofessionelle für 1.700, letztlich habe ich eine nicht einmal semiprofessionelle für 600 gekauft - ich denke nicht, dass ich damit sehr weit komme im Profibereich.) Und: irgendwo habe ihc gelesen, dass Selbstaändige mit unregelmäßigem bzw. nicht absehbarem Einkommen möglicherweise NICHT jeden Monat eine ERklärung zur einfachen Buchführung abgeben müssen - wer weiß das genauer?
Ich empfehle Dir in deinem Fall einen Fachanwalt aufzusuchen , da diese Angelegenheit sehr schwer zu Handhaben und Tipps zur Sache hier fast unmöglich sind.
Frage deine FM mal , ob die überhaupt weiß , was zur Umsetzung zur Freiberuflichen Journalistin an Ausrüstung notwendig ist.
Welche Leistungen hast Du denn genau Beantragt ???
Lasse Dir , wenn noch nicht geschehen , alles mal schriftlich und ausführlich begründet von der FM geben und dann ab zum Anwalt für Arbeits und Sozialrecht.
Vielen Dank. Das werde ich tun - daher auch die Frage nach einem extrem guten Anwalt.
Ich habe Darlehen und Zuschuss beantragt und Einstiegsgeld. Damals hatte man mir keine Deckelung genannt und die FM war dann entsetzt, welche Beträge nach meiner Recherche zusammenkamen. Die Deckelung beläuft sich angeblich auf je 2000 für Dahrlehen und Zuschuss. Aber insgesamt arbeitet die FM plötzlich und für mich unerklärlich extrem gegen mich (manchmal ist sie ganz ok aber ich habe immer mal wieder das Gefühl, sie wird von irgendwem "geimpft" und danach fährt sie plötzlich seltsame Geschütze auf mit noch seltsameren Unterstellungen), so dass ich nächste Woche auf jeden Fall zum Anwalt gehe.
wäre da nicht die ICH AG sinnvoll?
Oder stimmt das Gerücht daß es die so nicht mehr gibt..
Wie ist das bei Kleinunternehmertun? Das Finanzamt gibt diese Möglichkeit, damit ich mir durch eine einfache Zufluss- Abfluss-Rechnung erst mal wichtige Geräte kaufen kann (was mir den Start erleichtern soll), ich bleibe also von allem was mit Umsatzsteuer zu tun hat, unberührt.
Kann die Arge dann von mir verlangen, monatliche Aufstellungen über Zufluss und Abfluss vorzulegen und so den Kauf wichtiger Geräte vereiteln?
die ist erstens abgeschafft und ging sowieso nur für ALG I - deshalb habe ich in einem Forum für ALG II geschrieben.
Hallo an alle! Hab die Ausführungen hier genau gelesen und möchte folgendes anmerken und hoffe, dass dies zur Klarstellung beitragen kann: 1. Die Berechnung des Einkommens orientiert sich zwingend nach den Regeln des Einkommensteuerrechts. Dies ist gesetzlich eindeutig geregelt in § 13 SGB II i.V.m. § 2a ALG II-Verordnung. Dies bedeutet, dass im Grundsatz als Betriebsausgaben alles anerkannt werden muss, was auch im Einkommensteuerrecht anerkannt wird. Etwas anderes kann sich allenfalls aus § 11 II nr. 5 ergeben ("notwendige" Ausgaben"). Man kann also darüber streiten, ob es ein sehr teuerer PC etc. sein muss, oder ob es auch ein günstigerer tut. 2. Daraus folgt grundsätzlich, dass ZWINGEND jährlich über eine Anrechnung entschieden werden muss, also nicht monatlich, nicht in 3-monatigem Abstand, etc. Dies steht WÖRTLICH in einem GESETZ, und zwar dem schon genannten § 2a ALG II-Verordnung. 3. Es ist nicht zutreffend, dass ein Selbstständiger seine wirklichen betriebsausgaben erst geltend machen kann, wenn er MEHR ALS 400 € umsatz in einem Monat macht. Wenn ein Selbstständiger also pro Monat 1000,- € Betirebsausgaben hat, dann fließen die immer in die Jahresberechnung ein, egal ob in einem Monat keine Einnahmen zufließen oder 100 € oder 300 € oder 800 € oder mehr als 1000,- €. Dies ergibt sich eindeutig aus dem Sinn der gesetzlichen Regelung und steht auch wörtlich in den Durchführungshinweisen der BA zum SGB II auf S. 12/13!!! Das heißt, § 11 II SGB II wird bei Selbstständigen modifiziert durch § 2a ALG II - Verordnung. @ Martin Behrsing. Bitte ändere doch deine Eingangsseite, damit alle hier die tatsächliche Rechtslage kennen. Den JobCentern muss die Hölle heiß gemacht werden in diesem Zusammenhang!!!! Die graphische Darstellung lässt leider zu wünschen übrig
Rechtsanwalt 123 sagte :
Leistungsangelegenheit sagte :
chefingenieur sagte :
Sol13 sagte :

References: § 13
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 § 11
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