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Timestamp: 2020-03-30 13:20:55+00:00

Document:
Saarländisches Gesetz zur Ausführung des Staatsvertrages zum Glücksspielwesen in Deutschland
(AG GlüStV-Saar)
Vom 20. Juni 2012*
zuletzt geändert durch Gesetz vom 30. Oktober 2019 (Amtsbl. S. 1026)
* Verkündet als Artikel 3 des Gesetzes Nr. 1772 zur Neuregelung des Glücksspielwesens im Saarland vom 20. Juni 2012.
§ 8 geändert durch Artikel 15 des Gesetzes vom 22. August 2018 (Amtsbl. I S. 674)
§ 5 geändert durch Artikel 2 des Gesetzes vom 30. Oktober 2019 (Amtsbl. I S. 1026)
Staatliches Glücksspiel als ordnungsrechtliche Aufgabe
§ 1 Staatliches Glücksspiel als ordnungsrechtliche Aufgabe
Suchtprävention und Suchthilfe, Suchtforschung
§ 2 Suchtprävention und Suchthilfe
§ 3 Suchtforschung
Staatliches Glücksspielangebot
§ 5 Saarland-Sporttoto GmbH
§ 6 Klassenlotterie
§ 7 Verwendung der Spieleinsätze und des Reinertrages der Saarland-Sporttoto GmbH
§ 8 Sperrsystem
§ 9 Annahmestellen
§ 10 Örtliche Verkaufsstellen der Lotterieeinnehmer
§ 11 Wettvermittlungsstellen der Konzessionsnehmer
§ 12 Gewerbliche Spielvermittlung
§ 13 Allgemeine Erlaubnis für kleine Lotterien und Ausspielungen
Zuständigkeit, Verordnungsermächtigung, Ordnungswidrigkeiten, Einschränkung von Grundrechten, Gebühren
§ 14 Zuständigkeit, Verordnungsermächtigung
(1) Zur Erreichung der in § 1 des Staatsvertrages zum Glücksspielwesen in Deutschland (Glücksspielstaatsvertrag - GlüStV) genannten Ziele nimmt das Saarland die Glücksspielaufsicht, die Sicherstellung eines ausreichenden Glücksspielangebots und die Sicherstellung der wissenschaftlichen Forschung zur Vermeidung und Abwehr von Suchtgefahren durch Glücksspiele, die Suchtprävention und Suchthilfe als ordnungsrechtliche Aufgaben wahr. § 9a Absatz 3, Absatz 5 bis 8 GlüStV sowie § 19 Absatz 2 Satz 2 GlüStV bleiben unberührt.
(2) Der Glücksspielaufsicht obliegt die Überwachung der durch den Glücksspielstaatsvertrag und der aufgrund des Glücksspielstaatsvertrages begründeten öffentlich-rechtlichen Verpflichtungen einschließlich derjenigen, die durch dieses Gesetz oder aufgrund dieses Gesetzes statuiert werden. § 9 Absatz 1 und 2 GlüStV gilt auch in diesen Fällen. Die für die Glücksspielaufsicht zuständige Behörde ist verpflichtet, erlangte Kenntnisse gegenüber den Finanzbehörden zu offenbaren, soweit die Offenbarung der Durchführung eines Verfahrens in Steuersachen dient.
(3) Die nach § 9a Absatz 1 bis 3 GlüStV , § 19 Absatz 2 GlüStV zuständigen Glücksspielaufsichtsbehörden, das Glücksspielkollegium ( § 9a Absatz 5 Satz 1 GlüStV ) und die Geschäftsstelle ( § 9a Absatz 7 Satz 1 GlüStV ) werden bei der Erfüllung ihrer Aufgaben unterstützt.
(4) Eines Vorverfahrens nach § 68 der Verwaltungsgerichtsordnung bedarf es nicht hinsichtlich Verwaltungsakten, die von den Glücksspielaufsichtsbehörden des Saarlandes nach dem Glücksspielstaatsvertrag, aufgrund des Glücksspielstaatsvertrages, nach diesem Gesetz oder aufgrund dieses Gesetzes erlassen werden. Hiervon ausgenommen sind die nach § 14 Absatz 4 Nummer 1 und 2 sowie § 14 Absatz 5 zuständigen Behörden.
(1) Für den Betrieb von Beratungsstellen, für die Unterstützung des Landes bei der Glücksspielaufsicht sowie für die fachliche Beratung des Landes bei Maßnahmen zur Glücksspielsuchtprävention wird ein angemessener Anteil von den im Saarland erzielten Spieleinsätzen der in § 10 Absatz 2 und 3 GlüStV genannten Veranstalter zur Verfügung gestellt.
(2) Das für das Glücksspielwesen zuständige Ministerium setzt im Benehmen mit dem für das Gesundheitswesen zuständigen Ministerium die Höhe und die Verwendung der abzuführenden Mittel fest.
Das Saarland gewährleistet die Finanzierung wissenschaftlicher Projekte zur Vermeidung und Abwehr von Suchtgefahren durch Glücksspiele. Im Rahmen der Erfüllung dieser Aufgabe kann das Land mit anderen Ländern gemeinsame Projekte fördern.
(1) Eine Erlaubnis gemäß § 4 Absatz 1 GlüStV und nach diesem Gesetz darf nur erteilt werden, wenn
die Erlaubnis den Zielen des Glücksspielstaatsvertrages nicht zuwiderläuft,
der Veranstalter, der Vermittler oder der Betreiber der örtlichen Verkaufsstelle insbesondere in persönlicher, sachlicher und wirtschaftlicher Hinsicht zuverlässig und sachkundig ist und einen ordnungsgemäßen, für die Spieler wie für die Aufsichtsbehörde transparenten und sicheren Spielbetrieb gewährleistet,
bei der Einführung neuer Glücksspielangebote oder der Einführung neuer oder der erheblichen Erweiterung bestehender Vertriebswege die Erfüllung der Anforderungen des § 9 Absatz 5 GlüStV nachgewiesen wird,
gewährleistet ist, dass die Jugendschutzanforderungen gemäß § 4 Absatz 3 GlüStV , die Werbebeschränkungen des § 5 GlüStV , die Anforderungen an ein Sozialkonzept nach § 6 GlüStV sowie die Erfordernisse hinsichtlich der Aufklärung über Suchtrisiken nach § 7 GlüStV erfüllt sind,
sichergestellt ist, dass gesperrte Spieler gemäß § 21 Absatz 5 Satz 1 GlüStV , § 22 Absatz 2 Satz 1 GlüStV von der Teilnahme am Spiel ausgeschlossen sind,
sichergestellt ist, dass Veranstalter nach § 10 Absatz 2 GlüStV nach Maßgabe der §§ 8 und 23 GlüStV am übergreifenden Sperrsystem teilnehmen,
sichergestellt ist, dass Vermittler von Glücksspielen nach Maßgabe von § 8 Absatz 6 GlüStV am Sperrsystem mitwirken,
bei gewerblichen Spielvermittlern die Einhaltung der Anforderungen gemäß § 19 GlüStV gewährleistet ist,
die Einhaltung des Internetverbots gemäß § 4 Absatz 4 GlüStV vorbehaltlich zulässiger Ausnahmen nach Maßgabe von Absatz 5 sichergestellt ist,
keine Tatsachen die Annahme rechtfertigen, dass durch die Erlaubnis aus anderen Gründen die öffentliche Sicherheit oder Ordnung gefährdet wird.
Abweichend hiervon wird die Erlaubnis nach § 24 Absatz 1 GlüStV nach den Bestimmungen des Saarländischen Spielhallengesetzes erteilt.
(2) Alle Erlaubnisvoraussetzungen sind vom jeweiligen Antragsteller durch Einreichung geeigneter Bescheinigungen, Konzepte und sonstiger Darstellungen nachzuweisen und vollständig zusammen mit dem Antrag vorzulegen. Die Erlaubnisbehörde ist in diesem Zusammenhang nicht zu eigenen Ermittlungen verpflichtet. Im Falle der Erfüllung der Erlaubnisvoraussetzungen sind im Rahmen der Ermessensausübung nach § 4 Absatz 2 Satz 3 GlüStV die Ziele des § 1 GlüStV maßgeblich zu berücksichtigen.
(3) Die Erteilung einer Vermittlungserlaubnis für öffentliche Glücksspiele oder die Erteilung einer Erlaubnis für den Betrieb einer örtlichen Verkaufsstelle setzt voraus, dass die zuständige Behörde des Saarlandes zuvor dem Veranstalter, an den vermittelt werden soll, eine Erlaubnis zur Veranstaltung des jeweiligen Glücksspiels erteilt hat.
(4) Im Rahmen ländereinheitlicher Verfahren gemäß §§ 9a , 19 Absatz 2 GlüStV erteilte Erlaubnisse stehen Erlaubnissen saarländischer Behörden gleich.
(5) Zur besseren Erreichung der Ziele des § 1 GlüStV kann abweichend von § 4 Absatz 4 GlüStV der Eigenvertrieb und die Vermittlung von Lotterien sowie die Veranstaltung und Vermittlung von Sportwetten im Internet erlaubt werden, wenn gewährleistet ist, dass neben den Erlaubnisvoraussetzungen von Absatz 1 und 2 auch diejenigen des § 4 Absatz 5 GlüStV eingehalten werden.
(6) In der Erlaubnis sind neben den Regelungen gemäß § 9 Absatz 4 GlüStV insbesondere festzulegen
das veranstaltete bzw. vermittelte öffentliche Glücksspiel,
(7) Die Erlaubnis soll insbesondere widerrufen werden, wenn
die Bestimmungen der Erlaubnis trotz vorheriger Beanstandung durch die Erlaubnisbehörde nicht beachtet worden sind,
die Erfordernisse des Jugend- und Spielerschutzes trotz vorheriger Beanstandung durch die Erlaubnisbehörde nicht eingehalten worden sind,
die Werbung trotz vorheriger Beanstandung durch die Erlaubnisbehörde nicht den Anforderungen des § 5 GlüStV entsprochen hat,
die Verpflichtungen aus § 6 GlüStV nicht erfüllt worden sind,
die Aufklärungspflichten nach § 7 GlüStV verletzt worden sind,
gesperrten Spielern entgegen § 21 Absatz 5 Satz 1 GlüStV , § 22 Absatz 2 Satz 1 GlüStV die Teilnahme am öffentlichen Glücksspiel ermöglicht worden ist,
im Anschluss an die Einführung neuer Glücksspielangebote, im Anschluss an die Einführung neuer Vertriebswege oder im Anschluss an die erhebliche Erweiterung bestehender Vertriebswege entgegen § 9 Absatz 5 Satz 1 Nummer 2 GlüStV der Erlaubnisbehörde nicht über die sozialen Auswirkungen des neuen Angebotes oder des neuen oder erheblich erweiterten Vertriebsweges berichtet wurde,
die Erlaubnis durch arglistige Täuschung erlangt wurde oder
Gründe eingetreten sind, die das Versagen der Erlaubnis rechtfertigen würden, wenn ohne den Widerruf das öffentliche Interesse gefährdet würde.
(8) Kosten, die der Erlaubnisbehörde insbesondere im Zusammenhang mit der Beteiligung des Fachbeirates gemäß § 9 Absatz 5 GlüStV entstehen, sind als besondere Auslagen im Sinne von § 2 Absatz 2 Buchstabe e) des Saarländischen Gebührengesetzes durch den Antragsteller zu erstatten.
(1) Die ordnungsrechtliche Aufgabe des Saarlandes gemäß § 10 Absatz 1 GlüStV und § 1 Absatz 1, Sportwetten sowie Losbrieflotterien und Zahlenlotterien, insbesondere das Zahlenlotto, zu veranstalten, wird durch die Saarland-Sporttoto GmbH erfüllt. Die Erfüllung dieser ordnungsrechtlichen Aufgabe kann die Saarland-Sporttoto GmbH mit Zustimmung des für das Glücksspielwesen zuständigen Ministeriums und des für Finanzen zuständigen Ministeriums vollständig oder teilweise auf juristische Personen übertragen, an denen entweder das Saarland oder das Saarland und andere vertragsschließende Länder unmittelbar oder mittelbar maßgeblich beteiligt sind. § 10 Absatz 6 GlüStV , § 10a GlüStV und § 5 Absatz 5 bleiben unberührt. Sonderauslosungen aus nicht ausgezahlten Gewinnen sind zulässig, um eine möglichst vollständige Ausschüttung des vorgesehenen Gewinnanteils zu erreichen.
(2) An der Saarland-Sporttoto GmbH ist das Saarland mehrheitlich beteiligt. Weiterer Gesellschafter ist der Landessportverband für das Saarland als Körperschaft des öffentlichen Rechts.
(3) Die Saarland-Sporttoto GmbH soll im Rahmen der Erfüllung ihrer öffentlichen Aufgabe die Zahl der Annahmestellen auf höchstens 360 beschränken. Unter Beachtung der Regelungen in § 1 GlüStV , § 10 Absatz 1 Satz 1 GlüStV hat die Saarland-Sporttoto GmbH fortlaufend die Zahl der Annahmestellen zu überprüfen und dem für das Glücksspielwesen zuständigen Ministerium halbjährlich, jeweils zum 30. Juni und zum 31. Dezember eines Jahres, über die Entwicklung zu berichten.
(4) Die Saarland-Sporttoto GmbH ist berechtigt, mit Erlaubnis des für das Glücksspielwesen zuständigen Ministeriums die in Absatz 1 Satz 1 genannten Glücksspiele mit Lotterieunternehmen anderer Länder durchzuführen.
(5) Eine wirtschaftliche Betätigung der Saarland-Sporttoto GmbH, insbesondere die Gründung von Tochterunternehmen, die Beteiligung an anderen Unternehmen sowie die Kooperation mit anderen Unternehmen sind nur zulässig, wenn sichergestellt ist, dass die ordnungsgemäße Veranstaltung der in Absatz 1 Satz 1 genannten öffentlichen Glücksspiele hierdurch nicht gefährdet ist.
(6) In dem Gesellschaftsvertrag der Saarland-Sporttoto GmbH ist ein aus sieben Mitgliedern bestehender Aufsichtsrat zu bestellen, dem vier Vertreter der Landesregierung sowie drei Vertreter des Landessportverbandes für das Saarland angehören. Den Vorsitz führt ein Vertreter der Landesregierung. Die Tätigkeit der Aufsichtsratsmitglieder ist ehrenamtlich.
(7) Die Geschäftsführer der Saarland-Sporttoto GmbH werden nach Anhörung des Aufsichtsrates durch die Landesregierung bestellt und abberufen.
Abweichend von § 5 Absatz 1 wird die ordnungsrechtliche Aufgabe des Saarlandes nach § 10 Absatz 1 GlüStV und § 1 Absatz 1, Klassenlotterien und ähnliche Glücksspielangebote im Saarland zu veranstalten, durch die GKL Gemeinsame Klassenlotterie der Länder nach Maßgabe des Staatsvertrages über die Gründung der GKL Gemeinsame Klassenlotterie der Länder oder die NKL Nordwestdeutsche Klassenlotterie oder die SKL Süddeutsche Klassenlotterie nach Maßgabe der jeweils zugrunde liegenden Staatsverträge erfüllt.
Verwendung der Spieleinsätze und des Reinertrages der Saarland-Sporttoto GmbH
(1) Soweit nachfolgend nichts anderes geregelt ist, stehen von den Spieleinsätzen der Lotterien und Sportwetten der Saarland-Sporttoto GmbH den nachgenannten Empfängern und Förderungszwecken folgende Anteile zu:
12,5 Prozent dem Landessportverband für das Saarland zur Förderung des Sports,
1,5 Prozent, mindestens aber 1 534 000 Euro, der Stiftung Saarländischer Kulturbesitz zur Erfüllung ihrer Aufgaben,
1,0 Prozent der Landesakademie für musisch-kulturelle Bildung e.V. für die vom Verein unterhaltene Akademie und zur Förderung kultureller Aufgaben,
0,75 Prozent zur Förderung kultureller Projekte, insbesondere zur Förderung von Projekten im Bereich der Bildung, der Kultur, der Kunst, der Wissenschaft und der Denkmalpflege und
0,4 Prozent zur Förderung sozialer Zwecke.
Über die Verteilung der Mittel nach Satz 1 Nummer 4 entscheidet für den Bereich der Bildung das für das Bildungswesen zuständige Ministerium, für den Bereich der Wissenschaft das für Wissenschaft zuständige Ministerium und für den Bereich der Denkmalpflege das für Denkmalpflege zuständige Ministerium. Über die Verteilung der Mittel nach Satz 1 Nummer 5 entscheidet das für Soziales zuständige Ministerium. Die in Satz 1 Nummer 1 und 3 genannten Empfänger sowie die aus Mitteln nach Satz 1 Nummer 4 und 5 geförderten Empfänger verwenden die ihnen zugewiesenen Mittel gemäß den Richtlinien der Landesregierung; hierbei ist das Benehmen mit den für die jeweiligen Verwendungszwecke zuständigen Ministerien herzustellen.
Werden Lotterien oder Sportwetten mit festen Gewinnausschüttungsbeträgen veranstaltet, deren Gewinnplan oder mathematisch berechnete Gewinnausschüttungskonzeption einen geringeren Gesamtabgabesatz als den in Satz 1 geregelten zur Folge haben kann, werden die in Satz 1 genannten Prozentsätze anteilig ermäßigt.
Über die Verwendung der nach Abzug der Kosten und Steuern verbleibenden Überschüsse entscheidet der Aufsichtsrat der Saarland-Sporttoto GmbH mit Genehmigung des für das Glücksspielwesen zuständigen Ministeriums.
(2) Über die Verwendung des Reinertrages der Losbrieflotterien entscheidet der Aufsichtsrat der Saarland-Sporttoto GmbH mit Zustimmung des für das Glücksspielwesen zuständigen Ministeriums. Dabei hat der Aufsichtsrat ausschließlich kulturelle Institutionen und Institutionen des Naturschutzes zu bedenken.
(3) Vom Reinertrag der länderübergreifend veranstalteten Lotterie Glücksspirale werden dem Deutschen Olympischen Sportbund, der Bundesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege e.V. und der Deutschen Stiftung Denkmalschutz e.V. jeweils 25 Prozent zur Verfügung gestellt. Über die Verwendung des verbleibenden Reinertrages entscheidet das für das Glücksspielwesen zuständige Ministerium im Benehmen mit dem für Finanzen zuständigen Ministerium. Ein angemessener Anteil des jeweils zur Verfügung gestellten Reinertrages soll im Saarland verwendet werden. Über die Verwendung des Reinertrages der auf die Lotterie Glücksspirale gespielten Zusatzlotterien entscheidet der Aufsichtsrat der Saarland-Sporttoto GmbH mit Zustimmung des für das Glücksspielwesen zuständigen Ministeriums.
(4) Über die Verwendung von Einkünften der Saarland-Sporttoto GmbH aus der Beteiligung an anderen Unternehmen oder der Kooperation mit anderen Unternehmen im Sinne des § 5 Absatz 1 Satz 2 entscheidet der Aufsichtsrat der Saarland-Sporttoto GmbH mit Zustimmung des für das Glücksspielwesen zuständigen Ministeriums.
(1) Die Saarland-Sporttoto GmbH ist verpflichtet, Spielersperren nach § 8 GlüStV sowie deren Änderungen und Aufhebungen unverzüglich zur Aufnahme an die für die Führung der Sperrdatei nach § 23 Absatz 1 Satz 1 GlüStV zuständige Stelle des Landes Hessen zu übermitteln. Soweit die Saarland-Sporttoto GmbH im Sinne von § 5 Absatz 1 Satz 2, Absatz 4 und 5 an einem zur Teilnahme am Sperrsystem verpflichteten Veranstalter beteiligt ist, hat sie durch geeignete Maßnahmen sicherzustellen, dass dieser eine unverzügliche Übermittlung nach Satz 1 vornimmt. Dokumente, die zur Sperrung geführt haben, dürfen unbeschadet der Regelung des § 23 Absatz 1 Satz 3 GlüStV auch von der Saarland-Sporttoto GmbH verarbeitet werden. Die Verarbeitung der Daten durch die Saarland Sporttoto GmbH erfolgt insbesondere zum Zweck der Bearbeitung von Anträgen auf Aufhebung von Spielersperren gemäß § 8 Absatz 5 des Staatsvertrages zum Glücksspielwesen in Deutschland vom 15. Dezember 2011 zur Erfüllung der Anforderungen gemäß § 8 Absatz 1 Satz 2, § 8 Absatz 2 und 3 dieses Gesetzes sowie zur Erfüllung der Verpflichtungen gemäß § 6 des Staatsvertrages zum Glücksspielwesen vom 15. Dezember 2011. Die Daten sind sechs Jahre nach Ablauf der Sperre zu löschen. Es ist zulässig, die Löschung am Ende des sechsten Jahres vorzunehmen.
(2) Gesperrte Spieler können ihre Auskunftsrechte nach den gesetzlichen Bestimmungen des Landes Hessen auch gegenüber der Saarland-Sporttoto GmbH geltend machen. Die Saarland-Sporttoto GmbH leitet die Anliegen der gesperrten Spieler an die für die Führung der Sperrdatei nach § 23 Absatz 1 Satz 1 GlüStV zuständige Stelle des Landes Hessen weiter.
(3) Im Fall der Fremdsperre ist der betroffene Spieler unverzüglich anzuhören. Kann der gesperrte Spieler glaubhaft belegen, dass die Sperre unbegründet ist, ist die Sperre unverzüglich aufzuheben. Der gesperrte Spieler hat einen Anspruch auf Aufhebung der Sperre, wenn die Gründe, die zur Aufnahme in die Sperrdatei geführt haben, nicht mehr gegeben sind.
(1) Die Erteilung einer Erlaubnis zum Betrieb einer Annahmestelle setzt einen Geschäftsbesorgungsvertrag des Inhabers mit der Saarland-Sporttoto GmbH zur Vermittlung von Glücksspielen nach § 5 Absatz 1 Satz 1 voraus. Die Erlaubnis beinhaltet die Zulassung der Annahmestelle und die Zulassung des Inhabers der Annahmestelle.
(2) Eine Erlaubnis zum Betrieb einer Annahmestelle kann nur von der Saarland-Sporttoto GmbH beantragt werden. Die Erlaubnis darf nur erteilt werden, wenn die Saarland-Sporttoto GmbH mit der Antragstellung erklärt, dass
die Räumlichkeiten der Annahmestelle, insbesondere nach ihrer Lage und ihrer Gestaltung, den Zielen des § 1 GlüStV nicht entgegenstehen,
die Annahmestelle nicht in einer Spielhalle oder einem ähnlichen Unternehmen im Sinne des § 33i der Gewerbeordnung eingerichtet wird und
die Voraussetzungen für die Zuverlässigkeit des Inhabers gegeben sind und dies insbesondere durch Vorlage eines einwandfreien Führungszeugnisses und durch die Bestätigung, dass hinsichtlich der finanziellen Verhältnisse des Inhabers keine Bedenken bestehen, nachgewiesen wird.
(3) Eine Erlaubnis zum Betrieb einer Annahmestelle darf außerdem nur erteilt werden, wenn die Voraussetzungen des § 4 Absatz 1 und 3 vorliegen und
der zwischen dem Inhaber der Annahmestelle und der Saarland-Sporttoto GmbH abgeschlossene Geschäftsbesorgungsvertrag vorgelegt wird und sich daraus Bedenken nicht ergeben,
keine Tatsachen die Annahme rechtfertigen, dass der Inhaber der Annahmestelle nicht die Gewähr dafür bietet, die ihm aufgrund des Geschäftsbesorgungsvertrages mit der Saarland-Sporttoto GmbH obliegenden Pflichten zu erfüllen,
der Inhaber sich verpflichtet, sich selbst und das sonstige Personal der Annahmestelle im Hinblick auf die notwendigen Fachkenntnisse für den Betrieb einer Annahmestelle schulen zu lassen.
(4) Die Erlaubnis für bei Inkrafttreten dieses Gesetzes bereits zugelassene Annahmestellen der Saarland-Sporttoto GmbH kann als Sammelantrag auch ohne die in Absatz 2 Nummer 3 genannten Nachweise beantragt werden.
(5) Um den Ausschluss gesperrter Spieler von der Teilnahme an öffentlichen Glücksspielen gemäß § 21 Absatz 5 Satz 1 GlüStV , § 22 Absatz 2 Satz 1 GlüStV zu gewährleisten, sind die Inhaber der Annahmestellen der Saarland-Sporttoto GmbH verpflichtet, die Identität des Spielinteressenten durch Kontrolle des Ausweises oder eine vergleichbare Identitätskontrolle zu überprüfen und die persönlichen Daten mit den Daten der Sperrdatei ( § 23 GlüStV ) abzugleichen.
Örtliche Verkaufsstellen der Lotterieeinnehmer
(1) Örtliche Verkaufsstellen der Lotterieeinnehmer der GKL Gemeinsame Klassenlotterie der Länder im Saarland können erlaubt werden, wenn mit der Antragstellung erklärt wird, dass
die Räumlichkeiten der Verkaufsstelle, insbesondere nach ihrer Lage und ihrer Gestaltung, den Zielen des § 1 GlüStV nicht entgegenstehen,
die Verkaufsstelle nicht in einer Spielhalle oder einem ähnlichen Unternehmen im Sinne des § 33i der Gewerbeordnung eingerichtet wird und
(2) Eine Erlaubnis zum Betrieb einer örtlichen Verkaufsstelle eines Lotterieeinnehmers der GKL Gemeinsame Klassenlotterie der Länder darf außerdem nur erteilt werden, wenn die Voraussetzungen des § 4 Absatz 1 und 3 vorliegen und
der zwischen dem Inhaber der örtlichen Verkaufsstelle und dem Lotterieeinnehmer abgeschlossene Geschäftsbesorgungsvertrag vorgelegt wird und sich daraus Bedenken nicht ergeben,
keine Tatsachen die Annahme rechtfertigen, dass der Inhaber der örtlichen Verkaufsstelle nicht die Gewähr dafür bietet, die ihm aufgrund des Geschäftsbesorgungsvertrages mit dem Lotterieeinnehmer obliegenden Pflichten zu erfüllen,
der Inhaber sich verpflichtet, sich selbst und das sonstige Personal der örtlichen Verkaufsstelle im Hinblick auf die notwendigen Fachkenntnisse für den Betrieb einer örtlichen Verkaufsstelle schulen zu lassen.
(3) Die Erlaubnis beinhaltet die Zulassung der Verkaufsstelle und die Zulassung des Inhabers der Verkaufsstelle.
Wettvermittlungsstellen der Konzessionsnehmer
(1) Die Gesamtzahl der im Saarland zulässigen Wettvermittlungsstellen der Konzessionsnehmer gemäß § 10a Absatz 5 GlüStV wird auf höchstens 60 begrenzt. Jedem Konzessionsnehmer steht ein der gemäß § 4a Absatz 3 GlüStV , § 10a Absatz 1 GlüStV zulässigen Höchstzahl von Konzessionen entsprechender Anteil zu.
(2) Ist die Saarland-Sporttoto GmbH Konzessionsnehmer gemäß § 10a Absatz 5 GlüStV , kann die Wettvermittlung an diese entweder ausschließlich in Wettvermittlungsstellen nach Absatz 1 oder ausschließlich in den nach § 5 Absatz 3 zahlenmäßig beschränkten Annahmestellen erfolgen. § 5 Absatz 1 Satz 2, Absatz 4 und 5 gelten entsprechend.
(3) Vorbehaltlich des Absatzes 2 ist eine Vermittlung von Sportwetten in anderen Stellen als in Wettvermittlungsstellen nach Absatz 1 nicht zulässig.
(4) Die Erlaubnis zum Betrieb einer Wettvermittlungsstelle ist vom Konzessionsnehmer nach § 10a Absatz 5 GlüStV zu beantragen und darf nur erteilt werden, wenn mit der Antragstellung erklärt wird, dass
die Räumlichkeiten der Wettvermittlungsstelle, insbesondere nach ihrer Lage und ihrer Gestaltung, den Zielen des § 1 GlüStV nicht entgegenstehen,
die Wettvermittlungsstelle nicht in einer Spielhalle oder einem ähnlichen Unternehmen im Sinne des § 33i der Gewerbeordnung eingerichtet wird, und
(5) Die Erlaubnis zum Betrieb einer Wettvermittlungsstelle ist vom Konzessionsnehmer nach § 10a Absatz 5 GlüStV zu beantragen und darf nur erteilt werden, wenn zusätzlich zu den Erfordernissen nach § 4
der Wettvermittler seine Allgemeinen Geschäftsbedingungen vorgelegt hat und sich daraus Bedenken im Hinblick auf die Einhaltung der in § 1 GlüStV genannten Ziele nicht ergeben,
der Wettvermittler den Vertrag mit dem Konzessionsnehmer vorgelegt hat, an den die Vermittlung erfolgt, und sich daraus Bedenken hinsichtlich der Einhaltung der in § 1 GlüStV genannten Ziele nicht ergeben,
keine Tatsachen die Annahme rechtfertigen, dass der Wettvermittler nicht die Gewähr dafür bietet, die ihm aufgrund des Vertrages mit dem Konzessionsnehmer obliegenden Pflichten zu erfüllen,
der Wettvermittler sich verpflichtet, sich selbst und das sonstige Personal der Wettvermittlungsstelle im Hinblick auf die notwendigen Fachkenntnisse für den Betrieb einer Wettvermittlungsstelle schulen zu lassen.
Die Erlaubnis beinhaltet die Zulassung der Wettvermittlungsstelle und die Zulassung des Inhabers der Wettvermittlungsstelle.
(6) Die Erlaubnis zum Betrieb einer Wettvermittlungsstelle ist nicht auf Dritte, auch nicht auf Tochterunternehmen des Wettvermittlers, übertragbar.
(1) Im Saarland betätigt sich als gewerblicher Spielvermittler, wer Spielverträge an Personen vermittelt, die sich im Saarland aufhalten.
(2) Örtliche Verkaufsstellen gewerblicher Spielvermittler sind im Saarland nicht zulässig.
(3) Eine Erlaubnis zur Betätigung als gewerblicher Spielvermittler im Saarland darf nur erteilt werden, wenn zusätzlich zu den Erfordernissen nach § 4
der gewerbliche Spielvermittler seine Allgemeinen Geschäftsbedingungen vorgelegt hat und sich daraus Bedenken im Hinblick auf die Einhaltung der in § 1 GlüStV genannten Ziele nicht ergeben,
der gewerbliche Spielvermittler den Vertrag mit dem Treuhänder gemäß § 19 Absatz 1 GlüStV vorgelegt hat und sich daraus Bedenken hinsichtlich der Einhaltung der in § 1 GlüStV genannten Ziele nicht ergeben,
die Voraussetzungen für die Zuverlässigkeit des gewerblichen Spielvermittlers gegeben sind und dies insbesondere durch Vorlage eines einwandfreien Führungszeugnisses und durch die Bestätigung, dass hinsichtlich der finanziellen Verhältnisse des gewerblichen Spielvermittlers keine Bedenken bestehen, nachgewiesen wird,
der gewerbliche Spielvermittler sich verpflichtet, sich selbst und das sonstige Personal im Hinblick auf die notwendigen Fachkenntnisse für eine gewerbliche Spielvermittlung schulen zu lassen.
(4) Die Erlaubnis zur gewerblichen Spielvermittlung ist nicht auf Dritte, auch nicht auf Tochterunternehmen des gewerblichen Spielvermittlers, übertragbar.
(5) Die Erlaubnis zur Betätigung als gewerblicher Spielvermittler im Saarland soll unbeschadet der Gründe des § 4 Absatz 7 widerrufen werden, wenn
die für die Abwicklung der Spielverträge erforderlichen Daten dem Veranstalter oder dem Treuhänder nicht vorgelegt werden,
die anteiligen Beträge nach § 19 Absatz 1 Nummer 1 GlüStV nicht unverzüglich oder nicht vollständig an den Veranstalter weitergeleitet werden,
die Sicherheit des Spielgeschäfts sonst nachhaltig gefährdet wird,
der gewerbliche Spielvermittler gegenüber den Spielinteressenten nicht deutlich auf den für die Spielteilnahme an den Veranstalter weiterzuleitenden Betrag hingewiesen hat,
sonstige Gründe eingetreten sind, die das Versagen der Erlaubnis rechtfertigen würden.
(1) Die Erlaubnis für die Veranstaltung von kleinen Lotterien und Ausspielungen im Sinne von § 18 GlüStV kann in Form einer Allgemeinverfügung erteilt werden, wenn
die Veranstaltung nicht über das Gebiet eines Landkreises, des Regionalverbandes Saarbrücken ohne die Landeshauptstadt oder der Landeshauptstadt Saarbrücken hinaus durchgeführt wird,
der Losverkauf die Dauer von einem Monat nicht überschreitet,
die Summe der für den Erwerb aller Lose zu entrichtenden Entgelte den Betrag von 10 000 Euro nicht übersteigt,
der Reinertrag und die Gewinnsumme jeweils mindestens 25 Prozent der Entgelte betragen.
(2) In der allgemeinen Erlaubnis ist die Verpflichtung zur vorherigen Anzeige einer vorgesehenen Veranstaltung bei der nach § 14 Absatz 4 Nummer 1 oder 2 zuständigen Behörde festzulegen.
Zuständigkeit, Verordnungsermächtigung
(1) Zuständige Behörde für die Erteilung von Erlaubnissen nach diesem Gesetz sowie zuständige Behörde für die Ausübung der Befugnisse nach § 9 Absatz 1 GlüStV ist, soweit sich aus § 9a GlüStV , § 19 Absatz 2 GlüStV oder aus diesem Gesetz nicht die Zuständigkeit einer anderen Behörde ergibt, das Landesverwaltungsamt.
(2) Zuständige Behörde für die Erteilung von Erlaubnissen, die die Saarland-Sporttoto GmbH, die Annahmestellen der Saarland-Sporttoto GmbH und die örtlichen Verkaufsstellen der Lotterieeinnehmer der GKL Gemeinsame Klassenlotterie der Länder betreffen, sowie zuständige Behörde für die in diesem Zusammenhang stehende Ausübung der Befugnisse nach § 9 Absatz 1 GlüStV ist, soweit sich die Zuständigkeit nicht aus § 9a GlüStV oder aus Absatz 6 ergibt, das für das Glücksspielwesen zuständige Ministerium.
(3) Die Zuständigkeit für die Erteilung der glücksspielrechtlichen Erlaubnis gemäß § 24 Absatz 1 GlüStV sowie die Zuständigkeit für die in diesem Zusammenhang stehende Ausübung der Befugnisse nach § 9 Absatz 1 GlüStV wird auf die nach dem Saarländischen Spielhallengesetz zuständige Behörde übertragen.
(4) Zuständige Behörde für Erlaubnisverfahren, die Lotterien mit geringerem Gefährdungspotenzial nach dem dritten Abschnitt des Glücksspielstaatsvertrages betreffen, sowie zuständige Behörde für die in diesem Zusammenhang stehende Ausübung der Befugnisse nach § 9 Absatz 1 GlüStV ist, soweit sich die Zuständigkeit nicht aus § 9a GlüStV oder aus Absatz 6 ergibt,
bei Lotterien mit einem Spielkapital von bis zu 10 000 Euro die Gemeinde, in der die Lotterie veranstaltet wird,
bei Gemeindegrenzen überschreitenden Lotterien sowie bei Lotterien mit einem Spielkapital von mehr als 10 000 Euro und bis zu 40 000 Euro, wenn die Lotterie nur in dem Gebiet eines Landkreises, des Regionalverbandes Saarbrücken ohne die Landeshauptstadt Saarbrücken oder der Landeshauptstadt Saarbrücken durchgeführt wird, der jeweilige Landkreis, der Regionalverband Saarbrücken oder die Landeshauptstadt Saarbrücken,
im Übrigen das Landesverwaltungsamt.
(5) Zuständige Behörde für den Erlass einer Allgemeinverfügung nach § 13 Absatz 1 ist der jeweilige Landkreis, der Regionalverband Saarbrücken oder die Landeshauptstadt Saarbrücken.
(6) Vorbehaltlich bestehender Zuständigkeiten nach § 9a GlüStV , § 19 Absatz 2 GlüStV ist zuständige Stelle für die Untersagung
des Veranstaltens und Vermittelns nicht nach § 4 Absatz 5 GlüStV erlaubter öffentlicher Glücksspiele in Telemedien und
von Werbung für unerlaubtes öffentliches Glücksspiel und unerlaubte gewerbliche Spielvermittlung im Rundfunk und in Telemedien
mit Ausnahme von Angeboten des öffentlich-rechtlichen Rundfunks die Landesmedienanstalt Saarland.
Einzelheiten der Erstattung der Kosten der Landesmedienanstalt Saarland für Aufsichtsmaßnahmen nach Satz 1, insbesondere die Erstattung von Prozesskosten sowie eine Pauschale für entstehende Personal- und Sachkosten, regeln das für das Glücksspielwesen zuständige Ministerium im Einvernehmen mit dem für Finanzen zuständigen Ministerium und die Landesmedienanstalt Saarland in einer Verwaltungsvereinbarung.
Für Angebote des Saarländischen Rundfunks (SR) überwacht dessen Intendant die Einhaltung der Bestimmungen des Staatsvertrages zum Glücksspielwesen in Deutschland. Die Bestimmungen des ARD-Staatsvertrages, des ZDF-Staatsvertrages und des Deutschlandradio-Staatsvertrages bleiben unberührt.
(7) Die nach Absatz 1, Absatz 2, Absatz 4 Nummer 3 und Absatz 6 zuständigen Behörden sind auch zuständig für die Ermächtigung der zuständigen Behörde eines anderen Landes gemäß § 9 Absatz 1 Satz 4 GlüStV .
(8) Das für das Glücksspielwesen zuständige Ministerium kann in Ausübung der Fachaufsicht
Auskünfte, Berichte sowie die Vorlage der Akten und sonstigen Unterlagen fordern und Prüfungen anordnen,
im Rahmen seiner Zuständigkeit Weisungen erteilen.
In Ausübung der Fachaufsicht kann das für das Glücksspielwesen zuständige Ministerium einzelne Angelegenheiten an sich ziehen.
(9) Das für das Glücksspielwesen zuständige Ministerium wird zum Erlass einer Verordnung ermächtigt, in der zur besseren Erreichung der Ziele des § 1 GlüStV Regelungen
zu Kriterien betreffend die räumliche Verteilung der örtlichen Vermittlungs- und Verkaufsstellen nach §§ 9 bis 12 innerhalb des Saarlandes,
zu Beschränkungen der Vertriebswege bei der Veranstaltung und Vermittlung von öffentlichen Glücksspielen, insbesondere zur Begrenzung des Glücksspielangebots in örtlichen Verkaufsstellen,
zur Verbesserung der Gewährleistung des Jugend- und Spielerschutzes, insbesondere zur Einhaltung der §§ 4 bis 7 GlüStV ,
zu Erlaubnisverfahren nach § 4 Absatz 1 GlüStV , insbesondere zu Umfang, Inhalt und Zahl der erforderlichen Anträge, Anzeigen, Nachweise und Bescheinigungen,
zur Mitwirkung von Veranstaltern und Vermittlern am Sperrsystem nach § 8, soweit dies nach der Errichtung der zentralen Sperrdatei durch das Land Hessen zur Vorbereitung der Übernahme nach § 29 Absatz 3 Satz 1 GlüStV erforderlich ist,
zu zulässigen Glücksspielen der Anbieter nach § 5 und § 6 ,
zur Senkung oder Erhöhung der Zahl der Annahmestellen nach § 5 Absatz 3 Satz 1 und der Zahl der Wettvermittlungsstellen nach § 11 Absatz 1 Satz 1 ,
zur ergänzenden Ausgestaltung der Erlaubnisvoraussetzungen für gewerbliche Spielvermittler einschließlich solcher, die der Gewährleistung eines ordnungsgemäßen und transparenten Geschäftsbetriebs dienen,
getroffen werden können.
entgegen § 4 Absatz 1 GlüStV ohne Erlaubnis öffentliche Glücksspiele veranstaltet, durchführt oder vermittelt,
entgegen § 4 Absatz 1 Satz 2 GlüStV an Zahlungen im Zusammenhang mit unerlaubtem Glücksspiel mitwirkt,
entgegen § 4 Absatz 3 Satz 1 GlüStV beim Veranstalten oder Vermitteln öffentlicher Glücksspiele den Erfordernissen des Jugendschutzes zuwiderhandelt,
entgegen § 4 Absatz 3 Satz 2 GlüStV Minderjährige an öffentlichen Glücksspielen teilnehmen lässt,
entgegen § 4 Absatz 3 Satz 3 GlüStV nicht sicherstellt, dass Minderjährige von der Teilnahme an öffentlichen Glücksspielen ausgeschlossen sind,
entgegen § 4a Absatz 1 Satz 1 GlüStV ohne Konzession öffentliches Glücksspiel veranstaltet oder vermittelt,
entgegen § 4a Absatz 1 Satz 2 GlüStV an Zahlungen im Zusammenhang mit unerlaubtem Glücksspiel mitwirkt,
entgegen § 5 Absatz 1 und 2 und Absatz 5 GlüStV Werbung betreibt,
entgegen § 6 GlüStV seiner Verpflichtung nicht nachkommt, die Spieler zu verantwortungsbewusstem Spiel anzuhalten und der Entstehung von Glücksspielsucht vorzubeugen,
entgegen § 7 Absatz 1 GlüStV seinen Aufklärungspflichten nicht nachkommt,
entgegen § 7 Absatz 2 GlüStV die geforderten Hinweise auf Losen, Spielscheinen, Spielquittungen und vergleichbaren Bescheinigungen nicht anbringt,
entgegen § 8 Absatz 2 GlüStV eine notwendige Sperre nicht rechtzeitig ausspricht oder entgegen § 8 Absatz 5 GlüStV eine Sperre vorzeitig aufhebt,
entgegen § 8 Absatz 6 Satz 2 GlüStV nicht unverzüglich die bei ihm eingereichten Anträge auf Selbstsperren übermittelt,
entgegen § 9 Absatz 1 Satz 3 Nummer 1 GlüStV die erforderlichen Auskünfte nicht oder nicht vollständig erteilt oder verlangte Unterlagen und Nachweise nicht oder nicht vollständig vorlegt,
entgegen § 9 Absatz 1 Satz 3 Nummer 2 GlüStV die von der Glücksspielaufsichtsbehörde gestellten Anforderungen nicht erfüllt,
entgegen § 19 Absatz 1 Nummer 1 Satz 1 GlüStV die an den Veranstalter weiterzuleitenden Beträge nicht oder nicht vollständig weiterleitet,
entgegen § 19 Absatz 1 Nummer 1 Satz 2 GlüStV die nach § 19 Absatz 1 Nummer 1 Satz 1 GlüStV vorzunehmende Weiterleitung der Beträge nicht durch einen zur unabhängigen Ausübung eines rechts- oder steuerberatenden Berufs befähigten Beauftragten zur Vorlage bei der Erlaubnisbehörde bestätigen lässt,
entgegen § 19 Absatz 1 Nummer 1 Satz 3 GlüStV seinen Hinweis- und Mitteilungspflichten gegenüber dem Spielteilnehmer nicht nachkommt,
entgegen § 19 Absatz 1 Nummer 2 GlüStV seiner Verpflichtung zur Offenlegung der Vermittlung gegenüber dem Veranstalter nicht nachkommt,
entgegen § 19 Absatz 1 Nummer 3 Satz 1 GlüStV nicht dafür Sorge trägt, dass bei Vertragsabschluss ein zur unabhängigen Ausübung eines rechts- oder steuerberatenden Berufs befähigter Treuhänder mit der Verwahrung der Spielquittungen und der Geltendmachung des Gewinnanspruches gegenüber dem Veranstalter beauftragt wird,
entgegen § 19 Absatz 1 Nummer 3 Satz 2 GlüStV dem Spielteilnehmer kein Einsichtsrecht einräumt,
entgegen § 19 Absatz 1 Nummer 3 Satz 3 GlüStV den Gewinnbetrag im Falle eines nicht geltend gemachten Gewinnanspruchs nicht an den Veranstalter abführt,
entgegen § 19 Absatz 3 GlüStV seiner Berichtspflicht nicht oder nicht vollständig nachkommt,
entgegen § 21 Absatz 2 GlüStV Sportwetten in einem Gebäude oder Gebäudekomplex vermittelt, in dem sich eine Spielhalle oder eine Spielbank befindet,
entgegen § 21 Absatz 4 Satz 2 GlüStV Sportwetten während eines laufenden Sportereignisses veranstaltet oder vermittelt, ohne dass eine Zulassung nach § 21 Absatz 4 Satz 2, 1. Halbsatz GlüStV besteht,
entgegen § 21 Absatz 5 GlüStV oder § 22 Absatz 2 GlüStV gesperrte Spieler an den dort genannten Glücksspielen teilnehmen lässt,
entgegen § 13 Absatz 2 die Veranstaltung einer allgemein erlaubten Lotterie den zuständigen Behörden nicht oder nicht rechtzeitig schriftlich anzeigt,
bei Beantragung einer Erlaubnis nach diesem Gesetz wesentliche Tatsachen verschweigt oder wahrheitswidrig vorträgt,
gegen Bestimmungen oder Nebenbestimmungen einer behördlichen Erlaubnis verstößt.
(2) Eine Ordnungswidrigkeit nach Absatz 1 kann mit einer Geldbuße von bis zu fünfhunderttausend Euro geahndet werden.
(3) Ist eine Ordnungswidrigkeit nach Absatz 1 begangen worden, so können die Gegenstände,
auf die sich die Ordnungswidrigkeit bezieht oder
(4) Zuständig für die Ahndung der Ordnungswidrigkeiten
nach Absatz 1 Nummer 1 bis 11, 14, 15 und 29 ist die nach § 14 Absatz 1, 2, 4 oder 6 zuständige Behörde,
nach Absatz 1 Nummer 12 und 26 ist die nach § 14 Absatz 2 zuständige Behörde,
nach Absatz 1 Nummer 13 ist die nach § 14 Absatz 1 oder 2 zuständige Behörde,
nach Absatz 1 Nummer 16 bis 24 ist die nach § 14 Absatz 1 zuständige Behörde,
nach Absatz 1 Nummer 25 ist die nach § 14 Absatz 1 oder 6 zuständige Behörde,
nach Absatz 1 Nummer 27 ist die nach § 14 Absatz 5 zuständige Behörde,
nach Absatz 1 Nummer 28 ist die nach § 14 Absatz 1, 2 oder 4 zuständige Behörde.
Aufgrund dieses Gesetzes kann das Recht auf informationelle Selbstbestimmung ( Artikel 2 der Verfassung des Saarlandes) und das Grundrecht der Unverletzlichkeit der Wohnung ( Artikel 13 des Grundgesetzes , Artikel 16 der Verfassung des Saarlandes) eingeschränkt werden.
Nach dem Saarländischen Gebührengesetz sind für alle Amtshandlungen der zuständigen Behörde Gebühren entsprechend der Anlage zur Verordnung über den Erlass eines Allgemeinen Gebührenverzeichnisses (Allgemeines Gebührenverzeichnis, GebVerz) zu erheben.

References: § 8

§ 5

§ 1

§ 2

§ 3

§ 5

§ 6

§ 7

§ 8

§ 9

§ 10

§ 11

§ 12

§ 13

§ 14
 § 1
 § 9
 § 19
 § 9
 § 9
 § 19
 § 9
 § 9
 § 68
 § 14
 § 14
 § 10
 § 4
 § 9
 § 4
 § 5
 § 6
 § 7
 § 21
 § 22
 § 10
 § 8
 § 19
 § 4
 § 24
 § 4
 § 1
 § 1
 § 4
 § 4
 § 9
 § 5
 § 6
 § 7
 § 21
 § 22
 § 9
 § 9
 § 2
 § 10
 § 1
 § 10
 § 10
 § 5
 § 1
 § 10
 § 5
 § 10
 § 1
 § 5
 § 8
 § 23
 § 5
 § 23
 § 8
 § 8
 § 8
 § 6
 § 23
 § 5
 § 1
 § 33
 § 4
 § 21
 § 22
 § 23
 § 1
 § 33
 § 4
 § 10
 § 4
 § 10
 § 10
 § 5
 § 5
 § 10
 § 1
 § 33
 § 10
 § 4
 § 1
 § 1
 § 4
 § 1
 § 19
 § 1
 § 4
 § 19
 § 18
 § 14
 § 9
 § 9
 § 19
 § 9
 § 9
 § 24
 § 9
 § 9
 § 9
 § 13
 § 9
 § 19
 § 4
 § 9
 § 1
 § 4
 § 8
 § 29
 § 5
 § 6
 § 5
 § 11
 § 4
 § 4
 § 4
 § 4
 § 4
 § 4
 § 4
 § 5
 § 6
 § 7
 § 7
 § 8
 § 8
 § 8
 § 9
 § 9
 § 19
 § 19
 § 19
 § 19
 § 19
 § 19
 § 19
 § 19
 § 19
 § 21
 § 21
 § 21
 § 21
 § 22
 § 13
 § 14
 § 14
 § 14
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