Source: http://blogfsv.blogspot.com/2017/06/
Timestamp: 2017-11-23 14:55:47+00:00

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Juni 2017 ~ Freiheit statt Vollbeschäftigung: Mitteilungen
"...das den Leuten keinen Antrieb gibt, etwas zu tun" - Andrew McAfee über das Bedingungslose Grundeinkommen
In einem Interview für das Handelsblatt anlässlich des Erscheinens seines neuen Buches, "Machine, Platform, Crowd" das er gemeinsam mit Erik Brynjolfsson verfasst hat, äußert sich Andrew McAfee an einer Stelle über das Bedingungslose Grundeinkommen (siehe auch hier):
"Handelsblatt: Kann ein bedingungsloses Grundeinkommens die negativen Effekte der Automatisierung auffangen, wie inzwischen sogar das neoliberale, leistungsorientierte Silicon Valley argumentiert?
McAfee: Die Tech-Manager, die ich kenne, nehmen die Probleme der Arbeitswelt und der überforderten verletzlichen Menschen, die sich an alle Regeln halten und dennoch ihren Lebensunterhalt nicht verdienen können, sehr ernst. Ich streite mich jedoch mit ihnen über die richtige Lösung. Ich glaube eher an Lohnzuschüsse als an das bedingungslose Grundeinkommen, das den Leuten keinen Antrieb gibt, etwas zu tun."
Eine doch erstaunliche Aussage für jemanden, der sich über die Zukunft der Arbeitswelt und die Folgen der Digitalisierung Gedanken macht. Würder McAfee etwa behaupten wollen, dass die Innovationen der vergangenen Jahrzehnte zustande gekommen sind, weil den "Leuten" ein "Antrieb" gegeben wurde - oder nicht etwa, weil sie längst einen hatten, der sich im Beruf entfalten konnte?
30.6.17 Andrew McAfee, Automatisierung, Digitalisierung, Erik Brynjolfsson
"Das Grundeinkommen wird Chefs das Fürchten lehren"...
...so die Ko-Autoren von Götz W. Werner, Marc Friedrich und Matthias Weik bei focus online.
30.6.17 Marc Friedrich, Matthias Weik, Verhandlungsmacht
"Gottes Güter umsonst"... ohne Erwähnung des Grundeinkommens
...ein Feature von Christoph Fleischmann über Reformation und Ökonomie - und das Bedingungslose Grundeinkommen kommt nicht vor. Siehe vom selben Autor "Umverteilen mit Luther".
30.6.17 Christoph Fleischmann, Deutschlandfunk, Gott, Reformation
Am 27. Juni wurde in der Phoenix-Runde über das Bedingungslose Grundeinkommen diskutiert. 45 Minuten waren dafür vorgesehen, das ist nicht viel, aber auch nicht nichts. Mit Anke Hassel (Hertie School of Governance/ WSI Hans Böckler Stiftung) und Ulrike Herrmann (taz) waren zwei Kritikerinnen eingeladen, die sich schon öfter zur Sache geäußert haben. Daniel Häni und Michael Opielka (Ernst-Abbe-Hochschule Jena) auf der anderen Seite sind erfahrene Befürworter. Die Diskussion zeigte, dass zwischen beiden "Lagern" keine Brücken gebaut werden konnten, das hatte auch mit Werthaltungen zu tun. Frau Hassel und Frau Herrmann finden es eben falsch, Geld mit der "Gießkanne" (Herrmann") zu verteilen. Sie plädieren für eine - wie ich es nennen würde - Befreiung von oben zur Erwerbstätigkeit durch Bildung (Hassel, Herrmann), nicht aber für eine Befreiung des Individuums als Bürger eines Gemeinwesens durch "Machtumverteilung" (Häni), also eine Befreiung von unten durch Erweiterung von Handlungsmöglichkeiten ohne Richtungsweisung. Während Häni und Opielka darauf hinwiesen, dass ein BGE durch Einkommenssicherheit zu einer Machtumverteilung führe, zu einer Ermächtigung, betonten Hassel und Herrmann, dass Teilhabe durch Bildung entscheidend sei. Sie stellten aber nicht die Frage, auf welcher Basis Bildungsprozesse sich am besten entfalten können, denn dann hätten sie im Grunde zum BGE gelangen müssen, wenn das Bildungswollen ernst gemeint ist. Sonst bleibt es eine Bildungsverordnung. Weil beide aber eher die Verordnungshaltung vertraten, war der Weg zueinander versperrt. Deswegen stieg wahrscheinlich keine von beiden auf den Hinweis Opielkas wie Hänis ein, dass ein Verständnis von Arbeit, dass sich auf Erwerbsarbeit fokussiere, andere Tätigkeitsformen schlicht unter den Tisch fallen lasse. Hassel "glaube" daran, dass ein Arbeitgeber eben den Lohn eines Mitarbeiters, der ein BGE erhalte, kürzen würde. Dass dies nicht ohne Zustimmung des Mitarbeiters möglich ist, darauf wurde nicht eingegangen oder anders gesagt: die Machtumverteilung wurde nicht ernst genommen. Wie überhaupt der Einzelne in seinen Selbstbestimmungsfähigkeiten und in seiner tatsächlichen Selbstbestimmung, wie sie der politischen Ordnung der Demokratie zugrundeliegt, nicht ernst genommen wurde. Darauf konnte Häni noch so emphatisch hinweisen, er erreichte Hassel und Herrmann nicht. Aufregung verursachte auch das Taschenrechner-Beispiel, dass eine Familie mit zwei Kindern über ein Haushaltseinkommen von 48 Tausend Euro pro Jahr verfügen würde, wenn das BGE mit 1000 Euro angesetzt wäre. Da war offenbar auch Opielka mulmig zumute. Dabei wurde vergessen zu erwähnen, dass dieser Fall nur für einen bestimmten Zeitraum gelten würde, solange nämlich, wie die Kinder zuhause wohnen, nicht aber, wenn sie das Elternhaus verlassen haben. Und worin besteht eigentlich der Skandal dieser Höhe, wenn die mittleren Einkommen in Deutschland betrachtet werden, wie dies die Hans Böckler Stiftung einst getan hat:
Wer einen Boden einziehen will, auf dem jeder sicher stehen kann, der kommt nicht umhin, über den Bedarf von Familien zu reden, ein Bedarf an Zeit frei von anderen Verpflichtungen - und der ist hoch.
29.6.17 Anke Hassel, Daniel Häni, Michael Opeilka, Phoenix-Runde, Ulrike Herrmann
"Die Finanzierung des bedingungslosen Grundeinkommens durch eine Flat Tax"...
...ein Beitrag von Georg Quaas auf Ökonomenstimme. Der Autor revidiert damit seinen Befund aus dem Jahr 2013.
29.6.17 Georg Quaas, Ökonomenstimme, Wirtschaftsdienst
"Grundeinkommen für alle - ein Projekt in der Toskana"...
...ein Bericht im Rahmen der Sendung "Kulturzeit" auf 3sat:
"Im kleinen toskanischen Ort Mercatale di Cortona an der Grenze zu Umbrien, das seit der Stillegung des industriellen Tabakanbaus unter Arbeitslosigkeit leidet, will der Unternehmer Maurizio Sarlo aus Norditalien Abhilfe schaffen: mit einem von ihm selbst finanzierten Grundeinkommen für alle. Mit 1500 Euro soll - so betont Sarlo immer wieder - den Menschen die Würde wiedergegeben werden. Ab September 2017 rechnet man mit rund 100.000 Projektteilnehmern aus ganz Italien."
28.6.17 3Sat, Grundeinkommen, Kulturzeit, Toskana, Umbrien
"Bedingungsloses Grundeinkommen in Schleswig-Holstein – Vor- und Nachteile"...
...listet das Satiremagazin titanic auf:
"Die Landesregierung Schleswig-Holsteins (CDU, Grüne, FDP) plant, ein bedingungsloses Grundeinkommen als Pilotprojekt einzuführen. Die Vor- und Nachteile dieser Idee auf einen Blick:
Sie müssen in Schleswig-Holstein leben"
28.6.17 Landesregierung, Schleswig-Holstein, titanic
"A “Paid Volunteer” against the Monetization of Voluntary Labor (and for Basic Income)"...
...Gedanken dazu von Kate McFarland auf den Basic Income News.
28.6.17 Basic Income News, Kate McFarland, Monetization, Volunteering
"phoenix Runde: '1000 Euro für jeden – Wie sinnvoll ist das Grundeinkommen?'"...
...am Dienstag, den 27. Juni, von 22.15 bis 23 Uhr.
Ankündigung: "Die Idee klingt geradezu revolutionär: Jeden Monat ein sicheres Grundeinkommen in Höhe des Existenzminimums – für jeden, ob mit Job oder ohne. Finnland probiert das schon aus, und auch die neue Jamaika-Koalition in Kiel will das Konzept in einem Modellversuch in Schleswig-Holstein testen. Die Schweizer dagegen haben das bedingungslose Grundeinkommen in einem Referendum abgelehnt. Und auch bei uns halten Kritiker die Idee für brandgefährlich, fürchten sogar die Abschaffung des Sozialstaats. Wie funktioniert das bedingungslose Grundeinkommen? Ist mehr Gleichheit auch gerechter? Ist das überhaupt bezahlbar?
Anke Plättner diskutiert u.a. mit: Prof. Michael Opielka (Soziologe, FH Jena)"
27.6.17 Phoenix-Runde
Philippe Van Parijs in Stanford - Vorstellung seines neuen Buches
27.6.17 Juliana Bidadanure, Philippe van Parijs, Stanford-University, Yannick Vanderborght
"Kleines Plädoyer für das garantierte Grundeinkommen"...
...ein Beitrag in der Neuen Zürcher Zeitung von Doris Aebi. Auch hier wieder gilt vor allem die Digitalisierung und ihre etwaigen Folgen als Begründung für die Einführung. Vor einiger Zeit plädierte die Autorin schon einmal - für ein bedingtes Grundeinkommen.
21.6.17 Digitalisierung, Doris Aebi, Neue Zürcher Zeitung
"...und keiner hat mehr einen Anreiz, dafür zu sorgen, dass diese Menschen jemals aus diesem prekären Einkommenssegment entkommen..."
Ein Gespräch zwischen Anke Hassel (Hertie School of Governance/ WSI Hans Böckler Stiftung) und Thomas Straubhaar (Universität Hamburg) in der Wirtschaftswoche (siehe auch dieses Interview mit Anke Hassel) unter dem Titel "Bedingungsloses Grundeinkommen. Geld für gar nichts?". Meine früheren Kommentare zur Haltung von Anke Hassel zum BGE finden Sie hier. Zu Thomas Straubhaars Argumentation habe ich mich ebenso wiederholt geäußert, siehe hier. Es ist nicht allzulange her, dass er die Hartz-Reformen gelobt hat, siehe hier. Damals sagte Straubhaar z. B. folgendes:
"Viele Komponenten der Hartz-Gesetze haben sich als reine Luftnummern erwiesen und haben viel Geld gekostet. Aber entscheidend war der Mentalitätswechsel, der durch die kürzeren Bezugszeiten von Arbeitslosengeld befördert wurde. Dadurch stieg für viele Menschen der Druck, sich rasch nach einer neuen Arbeit umzuschauen, weil sonst sehr schnell Hartz-IV-Verhältnisse drohen."
Mit seiner Argumentation für ein BGE heute passt das überhaupt nicht mehr zusammen. Was ist denn der Erfolg einer solchen Politik des Drucks, die er mittlerweile nicht für förderlich hält? Das Gespräch stammt aus dem Jahr 2012, womöglich ist ein "Ruck" durch ihn gegangen. Und damals lagen schon lange die Befunde dazu vor, ob der Bezug von Arbeitslosengeld oder vergleichbaren Leistungen, Menschen davon abhält, den Bezug wieder zu verlassen, siehe hier.
"Hassel: Nein, denn dadurch [durch ein BGE, SL] würden ja alle sozialen Sicherungssysteme wegfallen. Das wäre ein fataler Fehler. Wir würden alles dem Einzelnen oder dem Markt überlassen, also den privaten Kranken- und Rentenversicherungen. Doch das sind keine Solidargemeinschaften. Das wäre ein Rückschritt in unserer Entwicklung des Wohlfahrtsstaates. Stattdessen hätten wir eine Gießkanne, die über alle Menschen einen gewissen Geldbetrag ausschüttet."
Straubhaar reagiert darauf und weist auf die Ineffizienz des heutigen Systems sozialer Sicherung hin, wenn es um die Einkommenssicherung geht. Der Vorwurf, es werde mit der Gießkanne Geld verteilt, kann ja gar keiner sein, weil das BGE gerade, weil es "mit der Gießkanne" auf alle verteilt wird, eine Einkommenssicherheit über die gesammte Lebensspanne verschafft. Bedarfsgeprüfte Leistungen müssen ja fortbestehen, wenn der Zweck eines BGE, die Handlungsmöglichkeiten zu erweitern, für alle auch erreicht werden können soll.
"Hassel: Ich habe überhaupt nichts dagegen, Kapitaleinkommen höher zu besteuern. Womit ich ein Problem habe, ist die Grundannahme, dass wir Beschäftigung verlieren. Die Arbeit wird uns nicht ausgehen. Wir haben den höchsten Beschäftigungsstand seit 25 Jahren. Mit dem Grundeinkommen gäbe es eine Gruppe, die nicht mehr am Erwerbsleben teilnehmen würde. Das wäre ein Nachteil für die soziale Mobilität in diesem Land."
In der Diskussion um "das Ende der Arbeit", die in der Digitalisierungsdebatte eine Neuauflage erhält, ist es nicht weniger seriös, wenn Hassel nun der Digitalisierungseuphorie entgegenhält, das alles mehr oder weniger beim Alten bleibt. Dass hier so ohne Vorbehalt der Beschäftigungsstand gefeiert wird, überrascht ebenso, siehe hier. Soziale Mobilität scheint nur dann zu bestehen, wenn ein Einkommensaufstieg angestrebt wird, weshalb? Könnte diese Mobilität nicht ebenso darin bestehen, sich anderweitig zu engagieren? Diese Mobilität wäre dann nicht eine, die in Einkommen, sondern in Erfahrung gemessen wird. Und weshalb ist soziale Mobilität überhaupt ein Selbstzweck? Wir schreiben auch heute niemandem vor, dass er sozial mobil zu sein hat. Wenn er es will, ist das eine andere Sache.
"Hassel: Das leuchtet mir überhaupt nicht ein. Wenn Sie allen ein Grundeinkommen geben von einer Summe, die unter der Armutsgrenze liegt, kann jeder Arbeitgeber sagen: Du hast dein Grundeinkommen, also kannst du günstiger bei mir arbeiten. Wer heute für zwölf Euro arbeitet, würde dies künftig vielleicht noch für 4,50 Euro tun. Menschen, die unter unanständigen Bedingungen arbeiten, stünden in Konkurrenz zu Robotern. Und dass dann die Mehrheit der Betroffenen sagt: Super, dann gehe ich meinen Neigungen nach, das ist doch völlig unrealistisch."
In dieser Passage kommen mehrere Dinge zusammen. Ein zu niedriges BGE hätte in der Tat andere Auswirkungen als ein auskömmliches. Weshalb es notwendig unter der Armutsgrenze sein sollte, ist hier nicht ersichtlich. Dass, wo verhandelt werden kann, die Löhne sich entwickeln, ist unbestritten und in der Tat, kann das BGE nicht einfach "oben drauf" kommen, auch das ist richtig. Dennoch aber wäre es denkbar, dass die Einkommenssumme aus BGE und Lohn höher ausfällt als heute nur aus Lohn. Weshalb aber wäre das ein Problem, wenn der Einzelne nicht gezwungen werden könnte, Arbeitsbedingungen anzunehmen? Auch in der BGE-Welt wäre es möglich, für eine angebotene Leistung keine Nachfrage zu finden, derjenigen wäre dann lediglich nachfrage-, aber nicht BGE-los. Im Unterschied zu heute verfügte er über ein nicht-stigmatisierendes Einkommen von der Wiege bis zur Bahre. Das ist ein erheblicher Unterschied zur gegenwärtigen Lage.
"Hassel: Das ist eine Stilllegeprämie für alle, die in diesem Segment tätig sind. Die gehen dann vielleicht noch für drei Euro arbeiten, sind versorgt – und keiner hat mehr einen Anreiz, dafür zu sorgen, dass diese Menschen jemals aus diesem prekären Einkommenssegment entkommen. So wie es heute auch schon ist."
Sie sieht nicht, dass das BGE "diese Menschen" ja überhaupt einmal ernst nimmt und ihnen eine Basis verschafft, die nicht abhängig ist von Erwerbstätigkeit. Heute haben sie die Basis doch gerade nicht. Darauf entgegnet Straubhaar:
"Straubhaar: Wer sich weiterbilden möchte, hat erst auf Basis des Grundeinkommens alle Freiheiten dazu. Die Betroffenen bleiben nicht so wie heute aus Existenzgründen am aktuellen Job kleben, nur weil sie sich eine Auszeit für Weiterbildung nicht leisten können.
Straubhaar: Weil es heute gerade für Menschen mit Existenzproblemen unmöglich ist, sich ein Jahr nicht mit Einkommensfragen herumschlagen zu müssen. Sie müssen bei Hartz IV jeden Job annehmen und können nicht argumentieren, dass sie sich gerade weiterbilden."
21.6.17 Anke Hassel, Arbeitslosigkeitsfalle, Arbeitsvolumen, Armutsfalle, Erwerbstätige, Thomas Straubhaar, Wirtschaftswoche
Bündnis Grundeinkommen - wo fehlen noch Unterschriften?
20.6.17 Bundestagswahl 2017, Bündnis Grundeinkommen
"Was wäre, wenn wir plötzlich kein Geld mehr verdienen müssten?"...
...das Schweizer Fernsehen berichtete erneut über das Bedingungslose Grundeinkommen. Das Video ist nur auf der Schweizer Website abspielbar, deswegen haben wir den Link wieder herausgenommen. Siehe auch "Carole im Glück".
19.6.17 Schweizer Fernsehen SRF
"Arbeit ist unbezahlbar" - Götz Werner bei Markus Lanz
...das sagte Götz W. Werner bei Markus Lanz über das Beindungslose Grundeinkommen. In der Sendung beginnt das Gespräch mit ab Minute 52, das BGE kommt ab Stunde 1.10,45 zur Sprache. Hier nur der Ausschnitt über das BGE bei youtube.
19.6.17 Götz W. Werner, Markus Lanz, ZDF
Jamaika-Koalition in Schleswig-Holstein - irgendwie auch was mit Grundeinkommen
Der entsprechende Auszug aus dem Koalitionsvertrag der neuen Regierung in Schleswig-Holstein lautet:
"Wir werden daher ein Zukunftslabor mit den Akteurinnen und Akteuren der Arbeitsmarktpolitik und aus der Wissenschaft ins Leben rufen, in deren Rahmen die Umsetzbarkeit neuer Absicherungsmodelle, z.B. ein Bürgergeld, ein Grundeinkommen oder die Weiterentwicklung der sozialen Sicherungssysteme, diskutiert und bewertet werden sollen. Ebenso wichtig wie die soziale und ökonomische Flexibilisierung des Arbeitslebens soll dabei auch die Entbürokratisierung der Arbeits- und Sozialverwaltung sein. Die Ergebnisse dieses Prozesses wollen wir in die bundespolitische Debatte tragen, um unser Land fit für die Herausforderungen der Zukunft zu machen und um Existenzängste von den Bürgerinnen und Bürgern fern zu halten." (S. 31)
19.6.17 Bündnis 90/ Die Grünen, CDU, FDP, Koalitionsvertrag, Schleswig-Holstein
Bedingungsloses Grundeinkommen im ARD Mittagsmagazin
16.6.17 ARD Mittagsmagazin
"Die meisten..." - wieder einmal eine Meingungsumfrage...
...diesmal berichtet die Wirtschaftswoche über eine Studie von Ipsos.
16.6.17 Katharina Matheis, Meinungsumfrage, Wirtschaftswoche
"Der Kommunismus ist machbar" - Interview mit Erik Olin Wright...
...über das Bedingungslose Grundeinkommen und "Real Utopias" in der Frankfurter Rundschau.
16.6.17 Erik Olin Wright, Frankfurter Rundschau
Eckart von Hirschhausen zum Bedingungslosen Grundeinkommen bei "hart aber fair"
Das BGE sieht Eckart von Hirschhausen im Zusammenhang mit dem Generationenvertrag. Karl Lauterbach würde statt eines BGE das dafür notwendige "Geld" lieber gezielt einsetzen, um eine "Bezahlung" für pflegende Angehörige zu erwirken. Das eine steht dem anderen nicht entgegen, wenn BGE eben als Basisleistung betrachtet wird über das hinaus es weitere bedarfsgeprüfte Leistungen auch für die Pflege geben kann. Susanne Hellermann, die auf Karl Lauterbach antwortet, hat offenbar das BGE nicht verstanden, wenn sie sagt, dass es den pflegenden Angehörigen nicht helfe und dann aber auf die Altersabsicherung zu sprechen kommt. Das will sie stattdessen kommunal lösen. das BGE wäre ja aber gerade eine solche Lösung (ohne gegen bezahlte Pflegekräfte ausgespielt werden zu müssen). Frau Hellermann weist auch auf die Kompliziertheit der Pflegeversicherung hin, die, wie im gesamten System sozialer Sicherung dazu führt, dass etwaiger Ansprüche aufgrund dieser Kompliziertheit nicht abgerufen werden.
Siehe frühere Kommentare von unserer Seite zu Pflege
14.6.17 Eckart von Hirschhausen, Generationenvertrag, Hart aber fair, Karl Lauterbach, Pflege, Susanne Hellermann
"Rise of the Robots" - Martin Fords Buch über Automatisierung in Auszügen online...
Auszüge der englischen Fassung von Martin Fords Buch sind online zugänglich, siehe hier. Mehr über Martin Ford erfahren Sie hier. Die Leseprobe zur deutschen Ausgabe finden Sie hier.
13.6.17 Automatisierung, Dienen, Digitalisierung, Martin Ford
WDR 360: "1000 € für ALLE! Ist ein bedingungsloses Grundeinkommen realistisch?"
13.6.17 WDR 360
Bündnis Grundeinkommen - wo werden noch Unterschriften gesammelt?
12.6.17 Bundestagswahl 2017, Bündnis Grundeinkommen
"The big misunderstanding..." - Karl Widerquist über OECD-Studie zum Basic Income
12.6.17 Basic Income News, Karl Widerquist, Kate McFarland, OECD, Universal Basic Income
Volksabstimmung - "das ist für uns ein normaler Vorgang wie Zähneputzen...
...ein Interview von Brigitte Krenkers mit Daniel Häni über direkte Demokratie für die Aktion "ich will abstimmen".
9.6.17 Brigitte Krenkers, Daniel Häni, Direkte Demokratie, Omnibus für direkte Demokratie
Roboter und Menschen arbeiten zusammen - KUKA flexFELLOW
8.6.17 Automatisierung, Digitalisierung, Produktion, Roboter
"Die Stadt, die all ihren Bewohnern ein Grundeinkommen schenkte"...
...ein Beitrag von Whitney Mallett das Grundeinkommensprojekt in Dauphin, Kanada. Siehe auch hier.
8.6.17 Dauphin, Evelyn L. Forget, Kanada
"Roboter und Automatisierung - Erwartet uns ein Leben ohne Arbeit?"...
..., auch wenn der Titel der Sendung übertrieben ist, weil er wieder nur einen bestimmten Begriff von Arbeit voraussetzt, sei dennoch auf diese Diskussion im Deutschlandfunk mit folgenden Gästen hingewiesen:
7.6.17 Automatisierung, Deutschlandfunk, Digitalisierung
"Die Zukunft der Arbeit als öffentliches Thema" - eine Studie der Otto Brenner Stiftung...
...von Hans-Jürgen Arlt, Martin Kempe und Sven Osterberg. Hier geht es zur Studie. Siehe auch das Interview, das junge Welt Arlt geführt hat, da heißt es am Ende:
"Wie lautet Ihre Grundbotschaft?
Die Arbeit an der Studie hat mich darin bestärkt, dass es zwei große gesellschaftspolitische Projekte voranzutreiben gilt: das bedingungslose Grundeinkommen und eine generelle Verkürzung der Normalarbeitszeit. Dabei geht es um mehr Lebensqualität für die Bevölkerungsmehrheit, sowie auch darum, unbezahlte Arbeit für den Haushalt und die Familie in Zukunft gerecht zwischen Männern und Frauen zu verteilen."
7.6.17 Automatisierung, Digitalisierung, Hans-Jürgen Arlt, Martin Kempe, Otto Brenner Stiftung, Sven Osterber
"Susanne Wiest: die Parteivorsitzende" - Beitrag in "Die Zeit" online verfügbar
6.6.17 Bündnis Grundeinkommen, Die Zeit, Susanne Wiest, Sven Siedenberg
"Wohlstand für alle?" - eine Reportage von Thomas Leif...
...in der Reihe 3Sat, "Wissen aktuell". Hier geht es zum Beitrag.
6.6.17 3Sat, Armut, Rente, Thomas Leif, Wohlstand
"Bayerische Wirtschaft strikt dagegen" und stattdessen: weiter wie bisher?
6.6.17 Bayrische Wirtschaft, Institut der deutschen Wirtschaft, Michael Hüther
"Arbeitslose - das Grundeinkommen verspricht Geld für alle" - so das Schweizer Fernsehen
...mit einem doch ziemlich missverständlichen Titel, so, als sei das BGE nur für Arbeitslose vorgesehen.
2.6.17 Eva Wannenmacher, Kulturplatz, Schweizer Fernsehen SRF
"Bedingungsloses Grundeinkommen Hirngespinst oder Alternative?"...
...ein Feature von Beate Krol bei SWR2 Wissen. Hier geht es zur Audiodatei, hier zum Manuskript.
2.6.17 Beate Krol, SWR2 Wissen
2.6.17 Arbeitsagentur, Arbeitslosigkeit
Bündnis Grundeinkommen - wo Unterstützerunterschriften noch nötig sind
1.6.17 Bundestagswahl 2017, Bündnis Grundeinkommen
1.6.17 Beschäftigungsgarantie, Bildung, Henning Meyer, Süddeutsche Zeitung
"Die Starre vor dem Fall. Wie ein junger Mensch vom Jobcenter unter das Existenzminimum gedrückt wird - und wie er aus dem System fällt"...
...eine Reportage von Timo Stukenberg auf der Website CORRECT!V.
Angesichts dessen, dass die Praxis der Arbeitsagenturen und Jobcenter nach wie vor von "Jubelberichten über den Arbeitsmarkt" (siehe auch hier) überstrahlt werden, kann nicht oft genug daran erinnert werden, wie wir heute mit denjenigen umgehen, die im Leistungsbezug sind. Und nicht nur mit denjenigen, denn die Gesetzgebung gilt für alle, sie ist also ein Zeichen dafür, wie wir als Gemeinwesen zu den anderen und uns selbst stehen.
1.6.17 Arbeitslosengeld II, Demokratie, Existenzminimum, Jobcenter, Sanktionen, Sozialgesetzbuch

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