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Timestamp: 2020-01-25 21:47:48+00:00

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OVG Niedersachsen, 03.11.1998 - 9 L 5136/97 - dejure.org
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OVG Niedersachsen, 03.11.1998 - 9 L 5136/97 (https://dejure.org/1998,2620)
OVG Niedersachsen, Entscheidung vom 03.11.1998 - 9 L 5136/97 (https://dejure.org/1998,2620)
OVG Niedersachsen, Entscheidung vom 03. November 1998 - 9 L 5136/97 (https://dejure.org/1998,2620)
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Rechtsmittelzulassungsverfahren; Veränderung der Rechtslage; Antragsfrist; Frist
VG Hannover, 11.09.1997 - 1 A 6366/95
DVBl 1999, 476
NdsVBl 1999, 91
Zum Teil wird die Berücksichtigung derartiger Änderungen von vornherein abgelehnt (vgl. OVG Lüneburg, Beschluss vom 5. März 1998 - 6 L 378/98 -, Umdruck S. 3;… OVG Schleswig, NordÖR 1998, S. 30 ;… OVG Münster, DVBl 2000, S. 578), von einer anderen Auffassung jedenfalls nur dann für zulässig erachtet, wenn sich die Rechtslage bis zum Ablauf der Zulassungsbegründungsfrist nach § 124 a Abs. 1 Satz 1 VwGO geändert hat und die Änderung innerhalb dieser Frist auch geltend gemacht wird (…vgl. OVG Koblenz, DVBl 1998, S. 241 ;… NVwZ 1998, S. 1094 ; OVG Lüneburg, NdsVBl 1999, S. 91 ;… VGH Kassel, NVwZ 2000, S. 85).
Auch dann hatte der Tenor im Zeitpunkt des Urteilserlasses wie auch noch während der Frist zur Begründung des Zulassungsantrags (vgl. dazu Nds. OVG, Beschl. v. 03.11.1998 - 9 L 5136/97 - DVBl. 1999, 476;… Beschl. v. 17.02.2010 - 5 LA 342/08 -, juris, Rn. 8; BVerwG, Beschl. v. 15.12.2003 - 7 AV 2.03 -, NVwZ 2004, 744 ).
Nach herrschender Meinung, der sich der Verwaltungsgerichtshof weiterhin anschließt, ist die äußerste zeitliche Grenze dafür, dass das Rechtsmittelgericht im Berufungszulassungsverfahren eine Änderung der Sach- und Rechtslage nach Erlass des angegriffenen Urteils berücksichtigen und wegen dieser Änderung die Berufung zulassen darf, der Ablauf der Darlegungsfrist des § 124a Abs. 4 Satz 4 VwGO für die Begründung des Berufungszulassungsantrags (BVerwG, B.v. 15.12.2003 - 7 AV 2/03 - NVwZ 2004, 744;… BayVGH, B.v. 2.5.2011 - 22 ZB 11.184 - Rn. 10;… wohl auch OVG SH, B.v. 14.10.1999 - 4 L 83/99 - juris, Leitsatz 2, Rn. 6 a.E.; NdsOVG, B.v. 3.11.1998 - 9 L 5136/97 - juris, Rn. 6; HessVGH, B.v. 6.12.2004 - 2 ZU 3375/04 - in juris mit dem falschen Entscheidungsjahr "2014" gespeichert;… Schoch/Schneider/Bier, VwGO, Bd. II, Stand Sept. 2004, § 124 Rn. 26n und 26p m.w.N.;… Sodan/Ziekow, VwGO, 4. Aufl. 2014, § 124 Rn. 97).
OVG Niedersachsen, 13.07.1999 - 9 M 2465/99
Ernstliche Zweifel; nachträgliche Veränderungen; Sachverhalt, falscher; Vortrag, …
Legt das Gericht seiner Entscheidung einen falschen Sachverhalt zugrunde, den ein Verfahrensbeteiligter ausdrücklich vorgetragen hat, so kann der Verfahrensbeteiligte eine Zulassung der Beschwerde oder Berufung nicht mit der Begründung erreichen, der von ihm selbst mitgeteilte Sachverhalt sei falsch (im Anschluss an Beschluss des Senats v. 3.11.1998 - 9 L 5136/97 -, DVBl 1999, 476 = NdsVBl 1999, 91).
Dies ergibt sich aus den Grundsätzen, die der Senat zur Berücksichtigung nachträglicher Veränderungen der Sach- und Rechtslage im Zulassungsverfahren entwickelt hat (vgl. Beschl. v. 3.11.1998 - 9 L 5136/97 -, DVBl. 1999, 476 = NdsVBl. 1999, 91).
Zu der Frage, in welchem Umfang neues Vorbringen im Zulassungsverfahren berücksichtigungsfähig ist, vertritt der Senat die Auffassung, dass nach Erlass der verwaltungsgerichtlichen Entscheidung entstandene entscheidungserhebliche Umstände grundsätzlich zu berücksichtigen sind, wenn sie innerhalb der Antragsfrist für das Zulassungsverfahren dargelegt werden (Beschl. d. Sen. v. 27.4.2000 - 1 M 1003/00 -, V.n.b.; vgl. auch OVG Lüneburg, Beschl. v. 3.11.1998 - 9 L 5136/97 -, DVBl 1999, 476; OVG Koblenz, Beschl. v. 16.2.1998 - 2 A 11966/97 -, NVwZ 1998, 1094;… Kopp/Schenke, VwGO, 12. Aufl., 2000, § 124 Anm. 7 c).
Sinn und Zweck des Zulassungsverfahrens ist es nicht, Verfahrensversäumnisse der Beteiligten in der ersten Instanz mit Hilfe des Zulassungsrechts zu reparieren (OVG Lüneburg, Beschl. v. 3.11.1998 - 9 L 5136/97 -, aaO).
Bei der Aufstellung der insoweit erforderlichen Prognose ist eine dem angefochtenen Urteil nachfolgende Änderung der Sach- oder Rechtslage mit folgenden Maßgaben zu berücksichtigen (BVerwG, Beschl. v. 11.11.2002 - BVerwG 7 AV 3.02 -, NVwZ 2003, 490 [491], bzw. v. 15.12.2003 - BVerwG 7 AV 2.03 -, NVwZ 2004, 744 [745]; Nds. OVG, Beschl. v. 17.2. 2010 - 5 LA 342/08 - juris, Langtext Rn. 3, und v. 3.11.1998 - 9 L 5136/97 -, OVGE 48, 342 [344];… vgl. auch Seibert, in: Sodan/Ziekow, [Hrsg.], VwGO, 3. Aufl. 2010, § 124a Rn. 257): Zum einen setzt die Berücksichtigung voraus, dass es nach dem materiellen Recht auf die Verhältnisse zum Zeitpunkt der letzten mündlichen Verhandlung oder der gerichtlichen Entscheidung ankommt.
OVG Niedersachsen, 27.04.2000 - 1 M 1003/00
Berücksichtigung neuen Vorbringens im Zulassungsverfahren
Die Frage der Berücksichtigung einer im Laufe des Zulassungsverfahrens eintretenden Veränderung der Sach- und Rechtslage ist in Rechtsprechung und Literatur umstritten (vgl. zur Darstellung des Meinungsstandes den Beschl. d. 9. Sen. d. Nds. OVG v. 3.11.1998 - 9 L 5136/97 -, DVBl. 1999, S. 476 ff. m.w.N.).
Sinn und Zweck des Zulassungsverfahrens ist es nämlich nicht, Verfahrensversäumnisse der ersten Instanz mit Hilfe des Zulassungsrechts zu reparieren (vgl. Beschl. d. 9. Sen. v. 3.11.1998 - 9 L 5136/97 -, a.a.O.).
OVG Niedersachsen, 30.11.1999 - 12 M 4172/99
Nachweis eines Betäubungsmittelmißbrauchs bei der Fahrerlaubnisentziehung; ; …
OVG Niedersachsen, 20.07.1999 - 11 M 1883/99
Neues Vorbringen im Beschwerdezulassungsverfahren;; Aufenthaltserlaubnis; …

References: § 124
 § 124
 § 124
 § 124
 § 124
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