Source: http://rechtsprechung.hamburg.de/jportal/portal/page/bshaprod.psml?showdoccase=1&doc.id=jlr-FOSchulAPOHA2006V1Anlage4&doc.part=X&doc.origin=bs&st=lr
Timestamp: 2013-05-23 18:38:40+00:00

Document:
DokumentansichtAusbildungs- und Prüfungsordnung der Fachoberschule
Vom 20. April 20061)Zum Ausgangs- oder TiteldokumentFundstelle: HmbGVBl. 2006, S. 189
Stand: letzte berücksichtigte Änderung: mehrfach geändert durch Artikel 1 der Verordnung vom 17. Juli 2012 (HmbGVBl. S. 354)*
Fußnoten*) Red. Anm.: Vgl. Übergangsvorschrift des Artikel 3 Abs. 2: Schülerinnen und Schüler, die ihre Ausbildung an der Fachoberschule vor dem 1. August 2012 begonnen haben, setzen ihre Ausbildung nach den am 31. Juli 2012 geltenden Bestimmungen fort.1) Verkündet als Artikel 3 der Verordnung zur Neufassung und Änderung von Ausbildungs- und Prüfungsordnungen beruflicher Schulen vom 20. April 2006 (HmbGVBl. 2006 S. 189)
Auf Grund von § 44 Absatz 1 Satz 3 und Absatz 2 Satz 3, § 45 Absatz 4, § 46 Absatz 2 und § 47 Absatz 2
des Hamburgischen Schulgesetzes vom 16. April 1997 (HmbGVBl. S. 97), zuletzt geändert am 29. Juni 2005 (HmbGVBl. S. 267), und § 1 Nummern 7, 13, 14, 15 und 16
der Weiterübertragungsverordnung-Schulrecht vom 9. Dezember 2003 (HmbGVBl. S. 580), geändert am 17. Mai 2005 (HmbGVBl. S. 199), wird verordnet: § 1 AnwendungsbereichDiese Verordnung gilt in Verbindung mit der Ausbildungs- und Prüfungsordnung für berufsbildende Schulen - Allgemeiner Teil - (APO-AT) vom 25. Juli 2000 (HmbGVBl. S. 183, 184), geändert am 20. April 2006 (HmbGVBl. S. 189, 200), in der jeweils geltenden Fassung für die Fachoberschule. § 2 Ziel und Struktur der Ausbildung(1) Die Ausbildung soll die Schülerinnen und Schüler zur Fachhochschulreife führen.(2) Die Ausbildung dauert in Vollzeitform ein Schuljahr; Ausbildungen in Teilzeitform dauern entsprechend länger. Die Ausbildung schließt mit der Abschlussprüfung ab.(3) Die Ausbildung gliedert sich in die folgenden Fachrichtungen und Schwerpunkte:1. Fachrichtung Technik mit den Schwerpunkten
- Bautechnik,
- Metalltechnik,
- Vermessung;
2. Fachrichtung Wirtschaft und Verwaltung;
3. Fachrichtung Agrarwirtschaft, Bio- und Umwelttechnologie mit dem Schwerpunkt Agrarwirtschaft;
4. Fachrichtung Ernährung und Hauswirtschaft mit dem Schwerpunkt Hauswirtschaft;
5. Fachrichtung Gestaltung mit den Schwerpunkten
- Bekleidung,
- Raum- und Objektgestaltung;
6. Fachrichtung Gesundheit und Soziales mit den Schwerpunkten
- Pflege und Gesundheit,
- Sozialpädagogik.
§ 3 Zulassung zur AusbildungZur Fachoberschule wird zugelassen, wer1. den mittleren Schulabschluss erworben hat und eine mindestens zweijährige Berufsausbildung in einem für die gewählte Fachrichtung und den gewählten Schwerpunkt geeigneten Ausbildungsberuf oder im öffentlichen Dienst oder an einer Berufsfachschule abgeschlossen hat oder
Für den Schwerpunkt Sozialpädagogik in der Fachrichtung Gesundheit und Soziales wird zugelassen, wer den mittleren Schulabschluss erworben hat und eine mindestens zweijährige Berufsausbildung abgeschlossen hat oder wer den mittleren Schulabschluss erworben hat und drei Jahre berufstätig war. Die Voraussetzungen nach den Sätzen 1 und 2 können auch durch eine von der zuständigen Behörde als gleichwertig anerkannte Vorbildung nachgewiesen werden. § 4 Fächer der AusbildungDer Unterricht umfasst fachrichtungsübergreifende und schwerpunktbezogene Fächer. Die einzelnen Unterrichtsfächer sind aus der Anlage 1 ersichtlich. § 5 Gliederung und Gegenstand
der Abschlussprüfung(1) Die Abschlussprüfung besteht aus einem schriftlichen und einem mündlichen Teil. Prüfungsfächer sind alle Fächer gemäß § 4, auch wenn der einzelne Prüfling nicht in jedem Fach geprüft wird.(2) Schriftlich wird in vier Fächern geprüft. Die Prüfungsfächer ergeben sich aus der Anlage 1 zu dieser Verordnung. Die Fächer der schriftlichen Prüfung sind mit „P“ gekennzeichnet. Weisen zwei oder mehrere Fächer einer Fachrichtung oder eines Schwerpunkts die Kennzeichnung „*“ auf, erfolgt die Festlegung des Prüfungsfaches durch Wahl des Prüflings. Für die Bearbeitung der Prüfungsaufgaben stehen in den Fächern Fachenglisch und Mathematik zwei, im Fach Sprache und Kommunikation drei Zeitstunden zur Verfügung. Für die Bearbeitung der Prüfungsaufgaben in den anderen Prüfungsfächern der fünf Fachrichtungen Technik, Wirtschaft und Verwaltung, Agrarwirtschaft, Bio- und Umwelttechnologie, Ernährung und Hauswirtschaft sowie Gesundheit und Soziales stehen jeweils drei Zeitstunden, in der Fachrichtung Gestaltung jeweils vier Zeitstunden zur Verfügung. Die schriftliche Prüfung kann auch praktische Anteile umfassen.(3) Mündlich kann in jedem Fach geprüft werden. Die mündliche Prüfung kann auch praktische Anteile umfassen. § 6 Ergebnis der Abschlussprüfung(1) Die Abschlussprüfung ist bestanden, wenn die Leistungen des Prüflings in allen Prüfungsfächern mindestens mit der Endnote „ausreichend“ bewertet wurden oder wenn der Prüfling für nicht ausreichende Leistungen einen Ausgleich gemäß Absätze 2 und 3 hat.(2) Die Endnote „mangelhaft“ in einem Fach wird durch mindestens die Endnote „gut“ in einem anderen Fach oder die Endnote „befriedigend“ in zwei anderen Fächern ausgeglichen. Mangelhafte Endnoten in zwei Fächern werden durch mindestens gute Endnoten in zwei anderen Fächern oder durch mindestens eine Endnote „gut“ in einem anderen Fach und befriedigende Endnoten in zwei anderen Fächern oder durch befriedigende Endnoten in vier anderen Fächern ausgeglichen.(3) Die Endnoten „mangelhaft“ in zwei Fächern der schriftlichen Prüfung, mangelhafte Endnoten in drei Fächern oder die Endnote „ungenügend“ in einem Fach werden nicht ausgeglichen. § 7 Abschlusszeugnis(1) Das Abschlusszeugnis wird als Zeugnis der Fachhochschulreife erteilt.(2) Das Abschlusszeugnis enthält eine Durchschnittsnote. Sie wird aus dem arithmetischen Mittel der Endnoten für die Prüfungsfächer gebildet. Die Durchschnittsnote wird auf eine Stelle hinter dem Komma errechnet; es wird nicht gerundet. § 8 Prüfung für Externe(1) Die Prüfung besteht aus einem schriftlichen und einem mündlichen Teil.(2) Die Fächer der schriftlichen Prüfung ergeben sich aus der Anlage 1 zu dieser Verordnung; § 6 gilt entsprechend. Sie sind mit „EP“ gekennzeichnet. Für die Durchführung der schriftlichen Prüfung gilt § 5 Absatz 2 entsprechend.(3) Die Fächer der mündlichen Prüfung ergeben sich aus der Anlage 1 zu dieser Verordnung. Sie sind mit „EMP“ gekennzeichnet. Für die Durchführung der mündlichen Prüfung gilt § 5 Absatz 3 entsprechend. In einem Fach der schriftlichen Prüfung wird in der Regel von einer mündlichen Prüfung abgesehen, wenn der Prüfling in der schriftlichen Prüfung mindestens ausreichende Leistungen erbracht hat. In diesem Fall kann der Prüfling eine mündliche Prüfung beantragen. Der Antrag ist schriftlich innerhalb von drei Tagen nach Bekanntgabe der Ergebnisse der schriftlichen Prüfung zu stellen. Zur mündlichen Prüfung wird nicht zugelassen, wer in der schriftlichen Prüfung in drei Fächern mangelhafte oder in einem Fach ungenügende Leistungen erbracht hat. In diesem Fall ist die Prüfung insgesamt nicht bestanden.(4) Für das Ergebnis der Prüfung gilt § 7 entsprechend. § 9 Stundentafel(1) Die dieser Verordnung als Anlagen 2 bis 14 beigefügten Stundentafeln weisen für jedes Fach des fachrichtungsübergreifenden und des schwerpunktübergreifenden Unterrichts sowie für den Wahlpflichtbereich die Unterrichtsstunden aus, die über die Dauer des Bildungsganges von einem Jahr mindestens zu erteilen sind (Grundstunden). Bei der Umrechnung der Grundstunden in Wochenstunden entspricht ein Schuljahr 40 Unterrichtswochen.(2) Bis zu einem Zehntel der für jedes Fach vorgesehenen Unterrichtsstunden kann zur Verstärkung eines anderen Faches oder mehrerer anderer Fächer genutzt werden. Anlage 1Verzeichnis der Unterrichtsfächer nach § 4, der Fächer der schriftlichen Prüfung
1. Schwerpunkt Bautechnik
2. Schwerpunkt Chemie
3. Schwerpunkt Elektrotechnik
4. Schwerpunkt Metalltechnik
5. Schwerpunkt Vermessung
1. Schwerpunkt Bekleidung
2. Schwerpunkt Grafik
3. Schwerpunkt Raum- und Objektdesign
1. Schwerpunkt Pflege und Gesundheit
2. Schwerpunkt Sozialpädagogik
Anlage 2Stundentafel Fachrichtung Technik, Schwerpunkt Bautechnik Unterrichtsstunden
1. Fachrichtungsübergreifender Unterricht:
2. Schwerpunktbezogener Unterricht:
3. Wahlpflichtbereich:
Anlage 3Stundentafel Fachrichtung Technik, Schwerpunkt Chemie Unterrichtsstunden
Anlage 4Stundentafel Fachrichtung Technik, Schwerpunkt Elektrotechnik Unterrichtsstunden
Anlage 5Stundentafel Fachrichtung Technik, Schwerpunkt Metalltechnik Unterrichtsstunden
Anlage 6Stundentafel Fachrichtung Technik, Schwerpunkt Vermessung Unterrichtsstunden
Anlage 7Stundentafel Fachrichtung Wirtschaft und Verwaltung Unterrichtsstunden
Anlage 8Stundentafel Fachrichtung Agrarwirtschaft, Bio- und Umwelttechnologie,
Schwerpunkt Agrarwirtschaft Unterrichtsstunden
Anlage 9Stundentafel Fachrichtung Ernährung und Hauswirtschaft,
Schwerpunkt Hauswirtschaft Unterrichtsstunden
Anlage 10Stundentafel Fachrichtung Gestaltung, Schwerpunkt Bekleidung Unterrichtsstunden
Anlage 11Stundentafel Fachrichtung Gestaltung, Schwerpunkt Grafik Unterrichtsstunden
Anlage 12Stundentafel Fachrichtung Gestaltung,
Schwerpunkt Raum- und Objektgestaltung Unterrichtsstunden
Anlage 13Stundentafel Fachrichtung Gesundheit und Soziales,
Schwerpunkt Pflege und Gesundheit Unterrichtsstunden
Anlage 14Stundentafel Fachrichtung Gesundheit und Soziales,
Schwerpunkt Sozialpädagogik Unterrichtsstunden

References: § 44
 § 45
 § 46
 § 47
 § 1
 § 1
 § 2

§ 3
 § 4
 § 5
 § 4
 § 6
 § 7
 § 8
 § 6
 § 5
 § 5
 § 7
 § 9
 § 4