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Timestamp: 2020-07-13 18:20:08+00:00

Document:
Hunde: Hundesteuer - Stadt Bad Oldesloe
Gemäß der Hundesteuersatzung der Stadt Bad Oldesloe sind Halter von mehr als drei Monate alten Hunden im Stadtgebiet steuerpflichtig.
Wer einen Hund anschafft oder mit einem Hund zuzieht, hat ihn binnen 14 Tagen bei der Stadt anzumelden. Neugeborene Hunde sind mit Ablauf des dritten Monats nach der Geburt anzumelden.
für den ersten Hund 120 €
für den zweiten Hund 150 €
für jeden weiteren Hund 160 €
für jeden Gefahrenhund 600 €
In bestimmten Fällen wird eine Ermäßigung oder Befreiung gewährt (siehe Hundesteuersatzung).
eines Hundes sind grundsätzlich keine Unterlagen erforderlich
Bei der Abmeldung:
(Wegzug, Abgabe) ist die Hundesteuermarke zurückzugeben
(Tod des Hundes) ist die Hundesteuermarke zurückzugeben und ein Nachweis vom Tierarzt (z. B. Rechnung des Tierarztes) vorzulegen
910.1 Satzung der Stadt Bad Oldesloe über die Erhebung einer Hundesteuer (Hundesteuersatzung)
Aufgrund des § 4 der Gemeindeordnung für Schleswig-Holstein (GO) und der §§ 1, 2 und 3 des Kommunalabgabengesetzes des Landes Schleswig-Holstein (KAG) wird nach Beschlussfassung durch die Stadtverordnetenversammlung am 27.11.2017 folgende Satzung erlassen:
Gegenstand der Steuer ist das Halten von Hunden im Gebiet der Stadt Bad Oldesloe.
§ 2 Steuerpflicht, Haftung
(1) Steuerpflichtig ist der/die Hundehalter/in. Hundehalter/in ist, wer einen Hund für einen Zeitraum von gewisser Dauer im eigenen Interesse, im Interesse seiner/ihrer Haushaltsangehörigen in seinem/Ihrem Haushalt oder Wirtschaftsbetrieb aufgenommen hat oder in einen Haushalt mit bestehender Hundehaltung einzieht.
(2) Alle in einem gemeinsamen Haushalt lebenden Personen gelten als Halter/in der in den Haushalt aufgenommenen Hunde. Halten mehrere Personen gemeinschaftlich einen Hund, so besteht eine Gesamtschuldnerschaft.
(3) Als Hundehalter/in gilt auch, wer einen Hund in Pflege oder Verwahrung genommen hat oder auf Probe oder zum Anlernen hält, wenn er/sie nicht nachweisen kann, dass der Hund in einer anderen Gemeinde der Bundesrepublik Deutschland bereits versteuert wird oder von der Steuer befreit ist. Die Steuerpflicht tritt ein, wenn die Pflege, Verwahrung oder die Haltung auf Probe oder zum Anlernen den Zeitraum von einem Monat überschreitet.
(1) Die Steuerpflicht entsteht mit Beginn des Kalendermonats, in dem ein Hund in einen Haushalt oder Wirtschaftsbetrieb aufgenommen wird, frühestens jedoch mit dem Kalendermonat, in dem der Hund drei Monate alt wird.
(2) Die Steuerpflicht endet mit Ablauf des Kalendermonats, in dem die Hundehaltung aufgegeben wird.
(3) Bei Wohnortwechsel eines/r Hundehalters/in endet die Steuerpflicht mit Ablauf des Kalendermonats, in den der Wegzug fällt; sie beginnt mit dem auf den Zuzug folgenden Kalendermonat.
(4) Wer einen versteuerten Hund erwirbt, wird mit dem auf den Erwerb folgenden Kalendermonat steuerpflichtig.
(5) Fällt die Aufhebung der Hundehaltung nach Abs. 2 und die Neuaufnahme eines Hundes in denselben Kalendermonat, beginnt die Steuerpflicht für den neu erworbenen Hund mit dem auf die Aufnahme folgenden Kalendermonat.
(6) Wird bei einem Hund die Gefährlichkeit (gefährlicher Hund) durch die Ordnungsbehörde nach dem Gesetz über das Halten von Hunden des Landes Schleswig-Holstein (HundeG) festgestellt, beginnt die Steuerpflicht mit dem 1. des Monats, in dem der Feststellungsbescheid zugegangen ist; sie endet mit Ablauf des Monats, in dem die Wirksamkeit des Festzustellungsbescheides endet.
(1) Die Steuer beträgt für ein Kalenderjahr für den 1. Hund 120,00 €, für den 2. Hund 150,00 €, für jeden weiteren Hund 160,00 €, für jeden gefährlichen Hund gemäß § 3 Abs. 6 600,00 €.
(2) Hunde, die steuerfrei gehalten werden dürfen, werden bei der Berechnung der Anzahl der Hunde nicht angesetzt; Hunde, für die die Steuer ermäßigt wird, gelten als 1. Hunde.
§ 5 Steuerermäßigung
(1) Die Steuer ist auf die Hälfte zu ermäßigen für das Halten von Hunden, die zur Bewachung von Gebäuden benötigt werden, welche von dem nächsten bewohnten Gebäude mehr als 200 m Luftlinie entfernt liegen.
(2) Die Steuerermäßigung gilt von dem Kalendermonat an, in dem der Antrag gestellt worden ist.
(3) Für gefährliche Hunde nach § 3 Abs. 6 wird keine Steuerermäßigung gewährt.
(4) Alleinstehenden Hilfebedürftigen, die Transferleistungen nach SGB II oder SGB XII erhalten, wird eine Steuerermäßigung von 20 % auf den 1. Hund gewährt.
(1) Steuerbefreiung ist zu gewähren für das Halten von
Diensthunden staatlicher und kommunaler Dienststellen und Einrichtungen, deren Unterhaltungskosten überwiegend aus öffentlichen Mitteln bestritten werden;
Gebrauchshunden von Forstbeamten/innen, im Privatforstdienst angestellten Personen, von bestätigten Jagdaufseher/innen und von Landschaftswarten/innen in der für den Forst-, Jagd- oder Landschaftsschutz erforderlichen Anzahl bei erwerbsmäßiger Ausübung;
Herdengebrauchshunden in der erforderlichen Anzahl bei erwerbsmäßiger Ausübung;
Sanitäts- oder Rettungshunden, die von anerkannten Sanitäts- oder Katastrophenschutzeinheiten selbst oder von Personen gehalten werden, die anerkannten Sanitäts- oder Katastrophenschutzeinheiten angehören, wenn die Hunde eine Prüfung vor anerkannten Leistungsrichtern abgelegt haben. Das mit dem Antrag vorzulegende Prüfungszeugnis darf nicht älter als zwei Jahre sein;
Therapiehunden, die nachweislich eine zertifizierte Therapiehundeprüfung abgelegt haben und für soziale und therapeutische Zwecke verwendet werden. Der Einsatz ist nachzuweisen und von fachlich ausgebildeten Hundehalter/innen durchzuführen.
Hunden, die in Anstalten von Tierschutz- oder ähnlichen Vereinen vorübergehend untergebracht sind und nicht auf die Straße gelassen werden;
Hunden, die zum Schutze und zur Hilfe blinder, tauber oder hilfloser Personen unentbehrlich sind. Die Personen müssen die Merkzeichen „aG“, „B“, „Bl“, „Gl“ oder „H“ in ihrem Schwerbehindertenausweis verzeichnet haben.
(2) Die Steuerbefreiung gilt von dem Kalendermonat an, in dem der Antrag gestellt worden ist.
(3) Für gefährliche Hunde nach § 3 Abs. 6 wird keine Steuerbefreiung gewährt.
§ 7 Allgemeine Voraussetzung für die Steuerermäßigung und die Steuerbefreiung
Steuerermäßigung oder Steuerbefreiung wird nur auf schriftlichen Antrag gewährt und wenn
die Hunde für den angegebenen Verwendungszweck hinlänglich geeignet sind und
die Voraussetzungen für die Steuerermäßigung oder Steuerbefreiung nachgewiesen werden.
Bei Bekanntwerden von Verstößen gegen das Tierschutzgesetz wird die Steuerermäßigung oder Steuerbefreiung sofort widerrufen.
§ 8 Steuerfreiheit
Steuerfrei sind Personen, die sich nicht länger als zwei Monate im Stadtgebiet von Bad Oldesloe aufhalten, für die Hunde, die sie bei ihrer Ankunft besitzen und nachweislich in einer anderen Gemeinde der Bundesrepublik versteuern.
(1) Wer einen Hund im Gebiet der Stadt Bad Oldesloe anschafft oder mit einem Hund zuzieht, hat ihn binnen 14 Tagen bei der Stadt anzumelden. Neugeborene Hunde gelten mit Ablauf des dritten Monats nach der Geburt als angeschafft. Bei der Anmeldung sind die Anzahl der gehaltenen Hunde und deren Rasse anzugeben. Zur Überprüfung der Angaben sind auf Verlangen Dokumente (z. B. Impfausweis, Versicherungspolice, Nachweis über den Erwerb/die Anschaffung) vorzulegen.
(2) Wird die Hundehaltung aufgegeben oder verzieht der Hundehalter aus dem Stadtgebiet, so ist dies der Stadt innerhalb von 14 Tagen schriftlich zu melden. Im Falle der Abgabe an eine andere Person sind bei der Abmeldung der Name und die Anschrift dieser Person anzugeben.
(3) Fallen die Voraussetzungen für eine Steuerermäßigung oder Steuerbefreiung fort, so hat der/die Hundehalter/in dies binnen 14 Tagen anzuzeigen.
(4) Der Halter eines Hundes ist verpflichtet mitzuteilen, ob der Hund als gefährlicher Hund nach dem HundeG eingestuft ist.
§ 10 Festsetzung und Fälligkeit der Steuer
(2) Die Steuer wird vierteljährlich in Teilbeträgen zum 15.02., 15.05., 15.08. und 15.11. jeden Jahres fällig. Entsteht die Steuerpflicht im Laufe eines Kalendervierteljahres, so ist die Steuer wie mit Steuerbescheid festgesetzt fällig.
§ 11 Steuermarken
(1) Jeder/Jede Hundehalter/in erhält mit dem ersten Steuerbescheid eine Steuermarke. Diese ist Eigentum der Stadt und ist bei Abmeldung des Hundes zurückzugeben. Bei Verlust der gültigen Steuermarke wird gegen Gebühr eine neue Steuermarke ausgehändigt.
(2) Der/die Hundehalter/in darf Hunde außerhalb seiner/ihrer Wohnung oder seines/ihres umfriedeten Grundbesitzes nur mit der sichtbar befestigten Hundesteuermarke umherlaufen lassen.
(3) Der/die Hundehalter/in ist verpflichtet, den Mitarbeitern/innen der Stadt die Steuermarke auf Verlangen vorzuzeigen.
(4) Die Steuermarke darf ausschließlich nur für den angemeldeten Hund verwendet werden.
(1) Zur Ermittlung der Steuerpflichtigen/des Steuerpflichtigen und zur Festsetzung der Steuer im Rahmen der Veranlagung nach dieser Satzung ist die Erhebung folgender Daten gem. § 13 Abs. 1 Satz 2 in Verbindung mit § 13 Abs. 3 Nr. 1 Landesdatenschutzgesetz des Landes Schleswig-Holstein (LDSG) durch die Stadt Bad Oldesloe – Sachbereich Allgemeine Finanzwirtschaft – zulässig:
Personenbezogene Daten werden erhoben über
a) Name, Vorname(n), Anschrift, Geburtsdatum und ggf. Kontoverbindung (bei Erstattung der Steuer) des/der Steuerpflichtigen,
b) Name und Anschrift eines evtl. Handlungs- oder Zustellungsbevollmächtigten,
c) Name und Anschrift eines evtl. früheren oder nachfolgenden Hundehalters.
Neben diesen Daten werden die für die Errechnung und Festsetzung der Steuer forderlichen Daten erhoben.
(2) Personenbezogene Daten werden mitgeteilt oder übermittelt von
a) Polizeidienststellen,
b) Ordnungsämtern,
c) Einwohnermeldeämtern,
d) Kontrollmitteilung anderer Kommunen,
e) Tierschutzvereinen,
f) Bundeszentralregister,
g) Fachbereich Finanzen und Stadtkasse der Stadt Bad Oldesloe.
(3) Die Stadt Bad Oldesloe ist befugt, auf der Grundlage von Angaben der Steuerpflichtigen und von Daten, die nach Abs. 1 und 2 anfallen, ein Verzeichnis der Steuerpflichtigen mit den für die Steuererhebung nach dieser Satzung erforderlichen
Daten zu führen und diese Daten zum Zwecke der Steuererhebung nach
dieser Satzung zu verwenden und weiter zu verarbeiten.
(3) Der Einsatz von technikunterstützter Informationsverarbeitung ist zulässig.
Ordnungswidrig im Sinne des § 18 Abs. 2 Nr. 2 KAG handelt, wer entgegen dieser Satzung vorsätzlich oder leichtfertig der Steuerabteilung der Stadt als Hundehalter/in,
a) entgegen § 9 Abs. 1 einen Hund nicht oder nicht rechtzeitig anmeldet und die erforderlichen Angaben nicht oder falsch mitteilt;
b) entgegen § 9 Abs. 2 einen Hund nicht oder nicht rechtzeitig abmeldet und im Falle einer Abgabe an eine andere Person die erforderlichen Angaben nicht oder falsch mitteilt;
c) entgegen § 9 Abs. 3 nicht innerhalb von 14 Tagen anzeigt, dass die Voraussetzungen für eine Steuerermäßigung oder -befreiung fortgefallen sind;
d) entgegen § 11 Abs. 2 den Hund außerhalb seiner/ihrer Wohnung oder ihres umfriedeten Grundbesitzes ohne sichtbar befestigte Hundesteuermarke umherlaufen lässt;
e) entgegen § 11 Abs. 4 die ausgegebene Hundesteuermarke nicht für den angemeldeten Hund verwendet bzw. unbefugt diese an andere Hundehalter/innen weitergibt
(1) Diese Hundesteuersatzung tritt am 01.01.2018 in Kraft.
(2) Gleichzeitig tritt die Hundesteuersatzung vom 25.05.2000 (in Kraft getreten rückwirkend zum 01.01.2000), zuletzt geändert am 01.11.2012 (in Kraft getreten am 01.01.2013), außer Kraft.
Bad Oldesloe, den 11.12.2017
Hundesteuer-Anmeldung (Formular) 703 kB
Hundesteuer-Abmeldung (Formular) 701 kB
SEPA-Lastschriftmandat 710 kB
Frau Müller-Ahrens
Telefon: 04531 504-212
Telefon: 04531 504-900
Hundesteuer-Anmeldung (Formular) PDF, 703 kB
Hundesteuer-Abmeldung (Formular) PDF, 701 kB
SEPA-Lastschriftmandat PDF, 710 kB
Formulare - Hinweise

References: § 4

§ 2
 § 3

§ 5
 § 3
 § 3

§ 7

§ 8

§ 10

§ 11
 § 13
 § 13
 § 18
 § 9
 § 9
 § 9
 § 11
 § 11