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Feuerwehrreglement. gültig ab 04. Juni 1998
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Sofie Lorenz
1 Gemeinde Küttigen Feuerwehrreglement gültig ab 04. Juni 1998
2 2 Der Gemeinderat von Küttigen erlässt, gestützt auf 13 des Feuerwehrgesetzes (FwG) vom 23. März 1971 und 32 der Vollziehungsverordnung zum Feuerwehrgesetz vom 04. Dezember 1996, folgendes Feuerwehr-Reglement I. Allgemeine Bestimmungen 1 1. Die Feuerwehr ist dem Gemeinderat unterstellt. Die Verbindung zwi- Verhältnis schen dem Gemeinderat und der Feuerwehr ist durch ein Mitglied des Gemeinderates welches der Feuerwehrkommission angehört, meinderat gewährleistet. Feuerwehr/Ge- 2. Wenn ihr noch weitere Aufgaben im Sinne von 1, Abs. 3 des Zusätzliche Feuerwehrgesetzes zugewiesen werden, wie z.b. Saalwachen bei Aufgaben grösseren Anlässen, Verkehrsregelung bei besonderen Veranstaltungen usw., wird die vom Veranstalter für derartige Einsätze zu leistende Entschädigung auf Grund der vom Gemeinderat beschlossenen Gebührenordnung festgesetzt. II. Rekrutierung und Einteilung 2 Ein Aufenthalt von weniger als drei Monaten begründet keine Pflicht zu aktiver Dienstleistung; hingegen ist für diese Zeit der Feuerwehrpflichtersatz zu bezahlen Männer und Frauen sind in ihrer Wohngemeinde feuerwehrpflichtig. Feuerwehrpflicht 2. Die Feuerwehrpflicht beginnt am 1. Januar des Jahres, in dem das 20., und endet am 31. Dezember des Jahres, in dem das 44. Altersjahr vollendet wird. 3. Zur Sicherstellung der ersten Hilfe kann die Gemeindeversammlung die Feuerwehrpflicht bis zum 50. Altersjahr ausdehnen oder, wenn ein ausreichender Bestand der Feuerwehr gesichert ist, auf 42 Jahre herabsetzen.
3 3 4. Die Rekrutierung verpflichtet zur Leistung des aktiven Dienstes. 5. Das Mindestalter für freiwilligen Feuerwehrdienst im Sinne von 7 Freiwilliger Abs. 6 des Gesetzes wird auf 18 Jahre festgesetzt. Feuerwehrdienst 6. Die Rekrutierung hat im vierten Quartal des Vorjahres zu erfolgen. Rekrutierung Befreiung vom aktiven Feuerwehrdienst 4 1. Wer durch feuerwehrdienstlich verursachte Umstände (Krankheit Pflichtersatz oder Unfall) dienstuntauglich geworden ist, ist von der Leistung des Pflichtersatzes befreit. 2. Bei Ausscheiden aus dem aktiven Feuerwehrdienst wird der Pflichtersatz des Dienstpflichtigen oder, falls dieser in tatsächlich und rechtlich ungetrennter Ehe lebt, des Ehepaares wie folgt herabgesetzt: nach 5 Jahren Dienst um 10 % nach 10 Jahren Dienst um 30 % nach 15 Jahren Dienst um 50 % nach 20 Jahren Dienst um 80 % Befreiung und Ermässigung 3. Als Vertrauensarzt bzw. -ärztin wird der bzw. die von der Feuerwehr- Vertrauensarzt kommission gewählte Feuerwehrarzt bzw. -ärztin bestimmt. III. Organisation der Feuerwehr Allgemeines 5 Die Organisation der Feuerwehr erfolgt gestützt auf die Begebenheiten der Gemeinde sowie die Weisungen und Richtlinien des Versicherungsamtes. Grundlagen für die Organisation Gemeinderat 6 1. Der Gemeinderat wählt für die ordentliche Amtsdauer eine Feuerwehrkommission, bestehend aus: - Feuerwehrkommandanten bzw. Feuerwehrkommandantin - einem Mitglied des Gemeinderates - Vize-Kommandanten bzw. Vize-Kommandantin - ein bis fünf weiteren Mitgliedern (z.b. Offiziere bzw. Offizierinnen, Vertreter bzw. Vertreterinnen der Mannschaft)
4 4 Die Feuerwehrkommission konstituiert sich, vorbehältlich der Wahl des Präsidenten bzw. der Präsidentin, in der Regel den Feuerwehrkommandanten bzw. die Feuerwehrkommandantin, durch den Gemeinderat, selbst. 2. Er beschliesst über die Anträge der Feuerwehrkommission. 3. Der Gemeinderat kann in eigener Kompetenz oder auf Antrag der Feuerwehrkommission verfügen, dass die Kosten notwendiger Einsätze von Fall zu Fall weiterverrechnet werden können ( 6a FwG). Feuerwehrkommission 7 Der Feuerwehrkommission obliegen neben den im Feuerwehrgesetz Obliegenheiten ( 6) ewähnten Aufgaben: der Feuerwehrkommission Weiterleitung des Arbeitsprogrammes und des Übungsplanes an das AVA und an den zuständigen Kreisexperten (VO 19 Abs. 1) Wahl eines Aktuars bzw. Aktuarin Die Organisation der Feuerwehr erfolgt entsprechend den Richtlinien der Grössenklassenverordnung des AVA ( 3 VO FwG) IV. Löscheinrichtungen 8 Wo auf dem Gemeindegebiet die Löscheinrichtungen bzw. Hydrantenanlagen nicht genügen oder fehlen, meldet dies die Feuerwehrkommission dem Gemeinderat, welcher die Massnahmen gemäss 17 des Feuerwehrgesetzes trifft. Ungenügende oder fehlende Löscheinrichtungen V. Ausrüstung 9 1. Die Ausrüstung der Feuerwehr erfolgt entsprechend der Feuerwehraus- Grössenklasse nach den Richtlinien des Aargauischen rüstung, Versicherungsamtes. Die Feuerwehrkommission stellt die Umfang entsprechenden Anträge an den Gemeinderat. 2. Der Materialverwalter führt über das vorhandene Material ein Inventar. Inventarführung
5 5 3. Ueber die persönliche Ausrüstung der Feuerwehrangehörigen ist Ab- und Rückgabe eine Kontrolle zu führen. der Ausrüstung VI. Alarmwesen Die von der Gemeinde bestimmte Feuerwehralarmstelle muss Ge- Feuerwehralarmwähr für ein allzeitig, sicheres Funktionieren bieten. stelle 2. Die Kontrolle der Feuerwehralarmeinrichtung ist monatlich an Feuerwehralarm einem von der Feuerwehrkommission bestimmten Tag nach deren Kontrolle Weisungen vorzunehmen. Vll. Dienstbereitschaft Die Dienstbereitschaft wird mittels Vereinbarung zwischen den Ge- Dienstbereitschaft meinden Erlinsbach und Küttigen aufrechterhalten. Nötigenfalls sind sofort Nachbargemeinden und Stützpunkt zur Hilfeleistung anzufordern. 2. Für den gewählten Materialverwalter und AS-Gerätewart besteht ein Pflichtenheft für Pflichtenheft. den Materialverwalter VIII. Ausbildungs-, Uebungs- und Branddienst Ausbildung Die Ausbildung der AdF obliegt dem Feuerwehrkommandanten bzw. Ausbildung, der Feuerwehrkommandantin und den Chargierten aufgrund der Grundlagen Richtlinien des AVA sowie der Feuerwehrkommission. 2. Die Feuerwehrkommission ist dafür verantwortlich, dass genügend Ausbildung, Chargierte und Spezialisten bzw. Spezialistinnen zur Verfügung stehen. Diese haben die notwendigen Kurse zu besuchen. Verantwortung Übungsdienst Für jede Übung ist ein detailliertes Übungsprogramm aufzustellen. Uebungsbefehl
6 6 2. Der Erlass der Aufgebote zu den Übungen wird durch die Feuer- Aufgebote, wehrkommission geregelt. Zustellung 3. Eine Feuerwehrübung hat mindestens zwei Stunden zu dauern. Uebungsdauer 4. Die Soldauszahlung hat gemäss Rapport zu erfolgen; dies ge- Soldauszahlung schieht in der Regel einmal jährlich. Branddienst, Einsatzpläne Für besondere Risiken (abgelegene Objekte, Heime, Industrien Einsatzpläne Tiefgaragen usw.) sind Einsatzpläne zu erstellen (Wassertransport, Anmarschroute usw.). Im Bedarfsfall sind Nachbarfeuerwehren und Stützpunkte mit einzubeziehen. 2. Bei länger andauernden Einsätzen werden die Feuerwehrleute auf Verpflegung der Rechnung der Gemeinde verpflegt. Die Anordnungen hierzu trifft der Feuerwehrleute Einsatzleiter bzw. die Einsatzleiterin. IX. Kontrollwesen Die Material- und Korpskontrollführung obliegt dem Feuerwehr- Kontrollführung kommando. 2. Die Erfassung der Ersatzpflichtigen ist Sache des Gemeindesteuer- Ersatzpflichtige amtes. 3. Sämtliche Dienstleistungen, Mutationen usw. werden in das vom Dienstbüchlein AVA abgegebene Dienstbüchlein eingetragen. 4. Das Feuerwehrkommando meldet Wegzüge von Feuerwehrange- Wohnortswechsel hörigen der Feuerwehrkommission der neuen Wohngemeinde. 5. Bei einem Kommandowechsel sind alle Kommandoakten dem neuen Kommandowechsel Amtsinhaber bzw. der neuen Amtsinhaberin zu übergeben. Hierüber ist ein Uebergabeprotokoll zu erstellen. X. Versicherung der Feuerwehren Die Feuerwehrleute sind bei der Hilfskasse des Schweizerischen Versicherung der Feuerwehrverbandes gegen die Folgen von Krankheit und Unfall Feuerwehrleute versichert. und ihren Privatfz
7 7 2. Ferner ist die Feuerwehr haftpflichtversichert. 3. Das Feuerwehr-Mobiliar ist ebenfalls versichert. 4. Schäden an Privatfahrzeugen von Feuerwehrleuten, die infolge der Verwendung bei Einsätzen, Uebungen und Kursen entstehen, werden durch die Gemeinde ersetzt. Xl. Ordnungsbussen 17 Die Busse beträgt pro Dienstversäumnis einen Uebungssold, im Wiederholungsfall innert Jahresfrist höchstens den vierfachen Uebungssold. Bussen Xll. Schlussbestimmungen 18 Dieses Feuerwehrreglement ersetzt dasjenige vom und tritt nach erfolgter Genehmigung durch das Aargauische Versicherungsamt in Kraft. Inkrafttreten, Aufhebung bis- herigen Rechts Küttigen, den 02. April 1997 Namens des Gemeinderates Der Gemeindeammann: Hans Peter Frey Der Gemeindeschreiber: Walter Vock Genehmigt durch das Aargauische Versicherungsamt Aarau, 04. Juni 1998 Aargauisches Versicherungsamt Der Direktor: Dr. Rolf Eichenberger
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 Art. 2
 Art. 3
 Art. 4
 Art. 26
 Art. 36
 Art. 1
 Art. 1
 Art. 2
 Art. 1
 Art. 2
 Art. 5
 Art. 3
 Art. 1
 Art. 1
 Art. 34
 Art. 6