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Timestamp: 2019-05-25 05:23:42+00:00

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§ 331 StPO: Verbot der Verschlechterung
OLG Bamberg, Beschluss vom 4.9.2014, Az. 7 Ss 132/14 § 331 I StPO gebietet es in diesem Fall, den Angeklagten so zu stellen, als ob er von vornherein allein Berufung eingelegt hätte (u. a. Anschluss an BGH NStZ-RR 2000, 39; BayObLG, Beschluss vom 1.2.2001 - 5 St RR 421/00, NStZ-RR 2004, 22 sowie OLG Brandenburg, Beschluss vom 9.1.2009 - 1 Ss 74/08).
OLG Bamberg, Beschluss vom 4.9.2014, Az. 7 Ss 132/14 auch von der StA (zu Ungunsten des Angekl.) eingelegten und ebenfalls auf den Rechtsfolgenausspruch beschränkten Berufung ‚wiederauflebende‘ Verschlechterungsverbot des § 331 I StPO verstoßen (BGH NStZ-RR 2000, 39; BayObLG, Beschl. v. 01.02.2001 - 5St RR 421/00 [bei juris] und NStZ-RR 2004, 22; vgl. auch OLG Brandenburg, Beschl. vom 09.01.2009 - 1 Ss 74/08 [bei juris] sowie LR/Gössel StPO 26. Aufl. § 331 Rn. 26 und KK/Paul StPO 7. Aufl. § 331 Rn. 2, jeweils m. w. N.).
OLG Bamberg, Beschluss vom 4.0.2016, Az. 1 Ws 700/15 Das LG weist in der angefochtenen Entscheidung darauf hin, dass dies konsequenterweise noch in der Berufungsinstanz im Hinblick auf eine nicht vom Verbot der reformatio in peius (§ 331 StPO) erfassten Änderung des Schuldspruchs - nur der Beschuldigte, nicht die StA hat dort ein Rechtsmittel eingelegt - zu erfolgen habe.
OLG Bamberg, Beschluss vom 3.10.2014, Az. 8 Ss 152/14 § 331 I StPO gebietet es in diesem Fall, den Angeklagten so zu stellen, als ob er von vornherein allein Berufung eingelegt hätte (u. a. Anschluss an BGHSt 1, 252; BGH NStZ-RR 2000, 39; BayObLG NStZ-RR 2004, 22 und OLG Bamberg, Beschluss vom 16.10.2014 - 3 OLG 7 Ss 132/14 [bei juris]).
OLG Bamberg, Beschluss vom 3.10.2014, Az. 8 Ss 152/14 Damit hat das LG gegen das Verbot der Schlechterstellung (§ 331 I StPO) verstoßen.
OLG Bamberg, Beschluss vom 3.10.2014, Az. 8 Ss 152/14 eingelegten Berufung lebte das Verschlechterungsverbot des § 331 I StPO wieder auf (BGH NStZ-RR 2000, 39; BayObLG NStZ-RR 2004, 22; LR/Gössel StPO 26. Aufl. § 331 Rn. 26 und KK/Paul StPO 7. Aufl. § 331 Rn. 2, jeweils m. w. N.).
OLG Bamberg, Beschluss vom 4.4.2011, Az. 3 Ss 44/11 im ersten Rechtszug noch in Anwendung allgemeinen (‚Erwachsenen‘ -) Strafrechts und nicht nach materiellem Jugendstrafrecht geahndet hat (OLG Karlsruhe StV 2001, 173 f. m. abl.An. Kutschera; OLG Zweibrücken, Beschluss vom 06.11.1990 - 1 Ss 242/90 [bei Böhm NStZ 1991, 522/523]; OLG Düsseldorf MDR 1986, 257; Eisenberg § 109 Rn. 33, 35; Laubenthal/Baier, Jugendstrafrecht <2005> Rn. 459; vgl. ergänzend auch BayObLG NStZ 1989, 194 ff. zur Frage der Gültigkeit der instanziellen Rechtsmittelbeschränkung bei einem Verstoß gegen das Verschlechterungsverbot des § 331 StPO).
OLG München, Beschluss vom 5.0.2013, Az. 1 Ws 32/13 Ein näheres Eingehen auf diese Thematik erübrigt sich vorliegend, da nach der jüngsten Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs (vgl. BGH Beschluss vom 16.02.2012 in NStZ-RR 2012, 202) die von § 331 Abs. 2 StPO eröffnete Möglichkeit nur dann (noch) durch das Verschlechterungsverbot eingeschränkt ist (und insoweit einer Rechtsmittelbeschränkung wie der vorliegenden zugänglich wäre), wenn und soweit die (Nicht-) Anwendung von § 64 StGB nicht in einem untrennbaren Zusammenhang mit den angefochtenen Urteilsteilen steht (vgl. hierzu auch OLG München NStZ-RR 2009, 10 und Hanseatisches Oberlandesgericht Beschluss vom 10.05.2012,

References: § 331
 BGH 
 § 331
 § 331
 § 331
 § 331
 BGH 
 § 331
 § 331
 § 331
 § 109
 § 331
 BGH 
 § 331
 § 64