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Timestamp: 2019-09-15 09:37:06+00:00

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§ 42 ZPO: Ablehnung eines Richters
BGH, BESCHLUSS vom 4.8.2016, Az. VII ZB 34/16 Bei der Ablehnung eines Richters wegen Besorgnis der Befangenheit nach § 42 Abs. 2 ZPO müssen Umstände angeführt werden, die die Befangenheit des einzelnen Richters aus Gründen rechtfertigen, die in persönlichen Beziehungen dieses Richters zu den Parteien oder zu der zur Verhandlung stehenden Streitsache stehen (BGH, Beschluss vom 1. Juli 2014 - VIII ZB 27/14, juris).
OLG München, Beschluss vom 2.10.2015, Az. 34 SchH 5/15 17 Inhaltlich orientiert sich der Ablehnungsgrund wegen berechtigter Zweifel an der Unparteilichkeit eines Schiedsrichters an dem für die staatliche Gerichtsbarkeit in § 42 Abs. 2 ZPO normierten Ablehnungsgrund wegen Umständen, die Misstrauen gegen die Unparteilichkeit eines Richters rechtfertigen (OLG Frankfurt SchiedsVZ 2011, 342/343; MüKo/Münch ZPO 4. Aufl. § 1036 Rn. 30; Wieczorek/Schütze ZPO 4. Aufl. § 1036 Rn. 2 und 38; Zöller/Geimer ZPO 31. Aufl. § 1036 Rn. 10).
OLG München, Beschluss vom 5.0.2014, Az. 34 SchH 7/13 Für die Beurteilung gelten trotz unterschiedlicher gesetzlicher Fassung im Wesentlichen die gleichen Maßstäbe wie für die Befangenheit eines staatlichen Richters (vgl. § 42 Abs. 2 ZPO; KG SchiedsVZ 2010, 225; OLG Frankfurt SchiedsVZ 2008, 96/99; MüKo/Münch ZPO § 1036 Rn. 30; Hk-ZPO/Saenger § 1036 Rn. 7 ff.).
OLG München, Beschluss vom 5.5.2013, Az. 34 SchH 5/13 Dafür gelten grundsätzlich die gleichen Maßstäbe, die die Befangenheit eines staatlichen Richters begründen (vgl. § 42 Abs. 2 ZPO; Reichold in Thomas/Putzo ZPO 34. Aufl. § 1030 Rn. 2; KG SchiedsVZ 2010, 225 m. w. N.).
VGH München, Beschluss vom 2.2.2013, Az. 20 ZB 12.1881 Vielmehr müssen besondere zusätzliche Umstände hinzutreten, um in Fällen der „Vorbefassung“ die Besorgnis der Befangenheit (§ 42 Abs. 2 ZPO) zu begründen (BVerwG, B. v. 28.5.2009 - 5 PKH 6.09 - NVwZ-RR 2009, 662 f.; BVerfG, B. v. 4.7.2001 - 1 BvR 730/01 - NJW 2001, 3533 f.).
VGH München, Beschluss vom 2.2.2013, Az. 20 ZB 12.1880 Vielmehr müssen besondere zusätzliche Umstände hinzutreten, um in Fällen der „Vorbefassung“ die Besorgnis der Befangenheit (§ 42 Abs. 2 ZPO) zu begründen (BVerwG, B. v. 28.5.2009 - 5 PKH 6.09 - NVwZ-RR 2009, 662 f.; BVerfG, B. v. 4.7.2001 - 1 BvR 730/01 - NJW 2001, 3533 f.).
VGH München, Beschluss vom 2.2.2013, Az. 20 ZB 12.1914 Vielmehr müssen besondere zusätzliche Umstände hinzutreten, um in Fällen der „Vorbefassung“ die Besorgnis der Befangenheit (§ 42 Abs. 2 ZPO) zu begründen (BVerwG, B. v. 28.5.2009 - 5 PKH 6.09 - NVwZ-RR 2009, 662 f.; BVerfG, B. v. 4.7.2001 - 1 BvR 730/01 - NJW 2001, 3533 f.).
VGH München, Beschluss vom 1.10.2012, Az. 4 ZB 12.2286 Anlass zu einem aus einer „Vorbefassung“ hergeleiteten Misstrauen eines Beteiligten gegen die Unparteilichkeit eines Richters bestünde nur dann, wenn sich aufgrund besonderer, zusätzlicher Umstände der Eindruck einer unsachlichen, auf Voreingenommenheit beruhenden Einstellung dieses Richters aufdrängte (BVerwG Buchholz 303 § 42 ZPO Nr. 1; BGH NJW-RR 1986, 738).
BGH, BESCHLUSS vom 4.1.2012, Az. IX ZB 24/11 Zu § 42 ZPO ist anerkannt, dass die Ehe des Richters mit dem Vertretungsorgan einer beteiligten Partei ein Befangenheitsgrund sein kann (etwa Zöller/Vollkommer, ZPO, 29. Aufl., §42 Rn. 12 unter Hinweis auf VGH Kassel, AnwBI 1991, 161; vgl. auch OLGR Jena 2000, 77 und LG Hanau, NJW-RR 2003, 1368).
BGH, BESCHLUSS vom 4.0.2012, Az. IX ZB 25/11 Zu § 42 ZPO ist anerkannt, dass die Ehe des Richters mit dem Vertretungsorgan einer beteiligten Partei ein Befangenheitsgrund sein kann (etwa Zöller/Vollkommer, ZPO, 29. Aufl., §42 Rn. 12 unter Hinweis auf VGH Kassel, AnwBI 1991, 161; vgl. auch OLGR Jena 2000, 77 und LG Hanau, NJW-RR 2003, 1368).
VGH München, Beschluss vom 1.11.2011, Az. 13 S 11.2916 Die Besorgnis der Befangenheit im Sinn des § 42 Abs. 2 ZPO ist nur dann gegeben, wenn ein Beteiligter die auf objektiv feststellbaren Tatsachen beruhende, subjektiv vernünftigerweise mögliche Besorgnis hat, der Richter werde in der Sache nicht unparteiisch, unvoreingenommen oder unbefangen entscheiden oder habe sich in der Sache bereits festgelegt (BVerfG vom 5.4.1990 BVerfGE 82, 30).
VGH München, Beschluss vom 5.11.2011, Az. 13 S 11.2614 Die Besorgnis der Befangenheit im Sinn des § 42 Abs. 2 ZPO ist nur dann gegeben, wenn ein Beteiligter die auf objektiv feststellbaren Tatsachen beruhende, subjektiv vernünftigerweise mögliche Besorgnis hat, der Richter werde in der Sache nicht unparteiisch, unvoreingenommen oder unbefangen entscheiden oder habe sich in der Sache bereits festgelegt (BVerfG vom 5.4.1990 BVerfGE 82, 30).
LG Münster, Beschluss vom 1.7.2011, Az. 09 T 37/11 Daher vermag eine ermessensfehlerhafte Ablehnung eines Terminsverlegungsantrags im Einzelfall einen Ablehnungsgrund gemäß § 42 Abs. 2 ZPO zu begründen, wenn tatsächlich erhebliche Gründe vorgelegen haben, die eine Terminsverlegung rechtfertigten (vgl. OLG Frankfurt, NJW 2008, 1328, 1329; Zöller-Vollkommer, a.a.O., § 42, Rdnr. 23).
OLG München, Beschluss vom 2.7.2010, Az. 34 SchH 8/10 Dafür gelten grundsätzlich die gleichen Maßstäbe, die die Befangenheit eines staatlichen Richters begründen (vgl. § 42 Abs. 2 ZPO; Reichold in Thomas/Putzo § 1030 Rn. 2; KG SchiedsVZ 2010, 225 m. w. N.).
BGH, BESCHLUSS vom 1.11.2007, Az. 06 AnwZ (B) 73/06 -5- 9	a) Die Gesuche sind rechtsmissbräuchlich und damit unzulässig, weil nach § 42 ZPO nur einzelne Richter, nicht aber das Gericht als solches oder ein ganzer Senat abgelehnt werden können (vgl. BFH, Beschl. v. 2. März 1967 -VII R 42/66; BGH, Beschl. v. 7. November 1973 -VIII ARZ 14/73, NJW1974, 55, 56 m.w.N.).
BGH, BESCHLUSS vom 5.10.2005, Az. 03 AnwZ (B) 79/03 2	Auf	die	in der Bundesrechtsanwaltsordnung geregelten streitigen Verfah- ren der freiwilligen Gerichtsbarkeit ist § 42 Abs. 2 ZPO entsprechend anwendbar (BGHZ 46, 195, 198; BGH, Beschl. v. 12. Juli 2005 - AnwZ (B) 19/05, n.v.).
BGH, BESCHLUSS vom 3.2.2005, Az. 03 AnwZ (B) 79/03 Das Verfahren richtet sich bei einer Selbstablehnung nach §§ 42, 48 ZPO (BGHZ 46, 195; Feuerich/Weyland, BRAO, 6. Aufl., § 40 Rdnr. 16).
BGH, URTEIL vom 4.5.1990, Az. IX ZR 209/89 Weiter war zu bedenken, daß das Gericht möglicherweise ohne Verstoß gegen Art. 3 Abs. 1 GG ein Spannungsverhältnis erblicken konnte zwischen der durch einen Hinweis erfolgenden Hilfestellung für eine Partei und dem prozessualen Anspruch der Gegnerin auf eine ihr günstige Entscheidung, sobald die Voraussetzungen hierfür Vorlagen, und daß es bei beiderseits anwaltlich vertretenen Parteien (vgl. zu diesem Gesichtspunkt BGH, Urt. v. 6. Juni 1977 - Ill ZR 53/75, WM 1977, 1201, 1203 unter 3 b; Urt. v. 9. November 1983 - VIII ZR 349/82, NJW 1984, 310 f) - sei es auch zu Unrecht - besorgte, durch einen Hinweis auf offensichtliche und gerügte Lücken im Vortrag den Eindruck der Parteilichkeit zugunsten der Beklagten zu erwecken (§ 42 Abs. 1 ZPO).
BGH, BESCHLUSS vom 3.10.1989, Az. IVb ZR 79/89 Dabei muß es sich um einen objektiven Grund handeln, der vom Standpunkt des Ablehnenden aus bei vernünftiger und besonnener Überlegung die Befürchtung aufkommen lassen kann, der Richter stehe den Verfahrensbeteiligten oder dem Gegenstand des Verfahrens nicht sachlich und unvoreingenommen und damit nicht unparteilich gegenüber (vgl. BGH Beschluß vom 30. Januar 1986 -X ZR 70/84 - LM § 42 ZPO Nr. 6; BayObLG DRiZ 1977, 244).
BGH, URTEIL vom 4.9.1972, Az. VII ZR 232/71 Deshalb erscheint es' sachgerecht, wenn das Berufungsgericht in diesem Zusammenhang auf die Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs zurückgreift, wonach die Tatsache, daß die Partei eines bei einem Gericht anhängigen Rechtsstreits Richter an diesem Gericht ist, für sich allein noch nicht die Besorgnis der Befangenheit aller anderen an diesem Gericht tätigen Richter begründet (BGH LM § 42 ZPO Nr. 2).

References: § 42
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 § 1036
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 Art. 3
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