Source: https://www.visitvestsjaelland.dk/de/das-daenische-hundegesetz
Timestamp: 2019-05-19 12:23:38+00:00

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Das dänische Hundegesetz | Sjællands Vestkyst
Nachstehend ein Auszug aus dem Hundegesetz, aus dem Sie ersehen, was Sie als Gast an der Westküste Seelands und in Dänemark beachten müssen.
Das Hundegesetz soll für Ausgewogenheit zwischen der Rücksichtnahme auf Menschen, die Angst vor Hunden haben, und Hundebesitzern, die ihre Hunde lieben, sorgen.
Das Hundegesetz von 2010 verbietet u. a. 13 bestimmte Hunderassen (siehe unten) und enthält die Vorschrift, dass Hunde, die Menschen oder andere Hunde beißen, einzuschläfern sind.
§ 1 Der Besitzer eines Hundes hat dafür zu sorgen, dass der Hund ab dem Alter von 4 Monaten gekennzeichnet und registriert und mit einem Halsband mit einer Marke mit Namen und Anschrift des Besitzers versehen ist.
Abs. 3 Die Polizei kann einen Hund auf Rechnung des Besitzers kennzeichnen und registrieren lassen, falls der Hund entgegen Abs. 1 nicht gekennzeichnet und registriert ist.
§ 3 In Orten und Bereichen mit geschlossener Bebauung sind Hunde angeleint zu halten. Siehe Erläuterungen hier.
Abs. 4 Es obliegt dem Besitzer eines Hundes, dafür zur sorgen, dass dieser nicht streift.
§ 4 Stört ein Hund die Ruhe der Anwohner durch wiederholtes oder andauerndes Bellen oder Heulen und wird darüber Beschwerde bei der Polizei geführt, so erlegt diese dem Besitzer auf, den Hund eingesperrt zu halten oder, falls diese Maßnahme nicht hilft oder der Hund bereits eingesperrt ist, diesen zu entfernen.
§ 5 Abs. 2 Wird ein Hund angekettet gehalten, so muss die Kette mindestens 5 m lang sein, und der Hund muss Zugang zu einem Schutzraum haben.
§ 6 Hat ein Hund einem Menschen Schaden zugefügt oder einen sonstigen wesentlichen Schaden verursacht oder ist anzunehmen, dass der betreffende Hund eine Gefahr für seine Umgebung darstellt, so kann der Polizeipräsident
a. dem Besitzer auferlegen, den Hund angeleint zu halten oder mit einem sachgerechten Maulkorb zu versehen oder beides, oder
b. das Einschläfern des Hundes verfügen.
§ 6 a. Auf Aufforderung der Polizei ist der Besitzer eines Hundes verpflichtet, bei einer sachverständigen Untersuchung des Verhaltens des Hundes mitzuwirken.
§ 8 Der Besitzer eines Hundes ist verpflichtet für von dem Hund verursachten Schaden Schadensersatz zu leisten. Stellt sich heraus, dass der Geschädigte zur Schädigung beigetragen hat, kann der Schadensersatz jedoch herabgesetzt werden oder ganz entfallen.
Abs. 2 Es obliegt dem Besitzer eines Hundes, eine Haftpflichtversicherung für diesen abzuschließen. Die Versicherungsgesellschaft haftet dem Geschädigten unmittelbar für Schadensersatz gem. Abs. 1. Ausgenommen von der Versicherungspflicht sind Hunde, die von staatlichen Behörden, staatlichen Institutionen oder Gemeinden gehalten werden.
§ 12 a. Das Recht, sich persönlich mit Hunden zu beschäftigen, kann durch Urteil wegen einer Straftat auf Dauer oder für einen näher festzusetzenden Zeitraum aberkannt werden, falls der Betreffende
a. einen Hund für einen Angriff oder zur Bedrohung von Menschen und Tieren eingesetzt hat,
b. es unterlassen hat, seinen Hund zurückzuhalten , als er bemerkte, dass der Hund Menschen oder Tiere überfiel,
c. als Eigentümer oder Besitzer einen Hund an einem Hundekampf hat teilnehmen lassen oder
d. Hundekämpfe veranstaltet hat.
Von dem Verbot des Hundegesetzes sind z. Zt. folgende 13 Rassen sowie Kreuzungen mit diesen Rassen umfasst:
Amerikanischer Staffordshireterrier (Amstaff)
Sind Sie seit dem 16. März 2010 oder länger Eigentümer des Hundes, so dürfen Sie ihn in den Urlaub nach Dänemark mitbringen. Es bestehen jedoch besondere Vorschriften für den Hund in der Öffentlichkeit: Er ist stets an einer höchstens 2 m langen Leine zu halten und muss ständig einen Maulkorb tragen. Der Hund darf in den genannten Hundewäldern frei herumlaufen, muss jedoch STETS einen Maulkorb tragen.
Verbeißt ein Hund – ungeachtet der Rasse – einen Menschen oder einen anderen Hund, so ist die Polizei verpflichtet, ihn einschläfern zu lassen. Verbeißen bedeutet eine ernsthafte Schädigung oder Misshandlung durch Biss; in der Gesetzgebung gibt es jedoch keine Definition von Verbeißen, dies unterliegt der Einschätzung der Polizei.

References: § 1

§ 3

§ 4

§ 5

§ 6

§ 6

§ 8

§ 12