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Timestamp: 2020-01-26 03:39:08+00:00

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Gesetz �ber die j�dischen Kultusgemeinden im Lande Nordrhein-Westfalen
(GV. NW. S. 424)
SGV. NRW. 222
1 [Amtl. Anm.:] (GV. NW. 1952 S. 2).
§ 1 [Verleihungsakt]
Jüdischen Kultusgemeinden (Synagogengemeinden) können auf Antrag die Rechte einer Körperschaft des öffentlichen Rechts verliehen werden.
Die Verleihung spricht der Kultusminister im Einvernehmen mit dem Justizminister aus.
§ 2 [Satzung]
Verfassung und Verwaltung der antragstellenden jüdischen Kultusgemeinde müssen durch Satzung geregelt sein.
a) die Abgrenzung des Gemeindebezirks,
b) den Erwerb und den Verlust der Mitgliedschaft,
c) die Rechte und Pflichten der Mitglieder,
d) die Kultusgemeindesteuern und -beiträge,
e) die Organe der Gemeinden und ihre Befugnisse,
f) die Gemeindeanstalten und Verwaltungskommissionen,
h) die Auflösung der Gemeinde.
3. Die Satzung und ihre Änderungen bedürfen der Genehmigung des Kultusministers.
§ 3 [Steuerordnungen]
1. Kultusgemeindesteuern werden auf Grund der von den jüdischen Kultusgemeinden zu erlassenden Steuerordnungen erhoben.
2. Die Steuerordnungen bedürfen der Genehmigung des Kultus- und des Finanzministers.
§ 4 [Durchführung]
Die zur Durchführung dieses Gesetzes erforderlichen Rechts- und Verwaltungsvorschriften erläßt der Kultusminister, zu § 3 im Einvernehmen mit dem Finanzminister.
§ 5 [Schlussvorschrift]
Dieses Gesetz tritt mit dem Tage seiner Verkündung1 in Kraft.
Mit diesem Zeitpunkt treten entgegenstehende Bestimmungen außer Kraft.
1 [Amtl. Anm.:] GV. NW. ausgegeben am 7. Januar 1952.

References: § 1

§ 2

§ 3

§ 4
 § 3

§ 5