Source: https://windfakten.at/?xmlval_ID_KEY%5B0%5D=1240
Timestamp: 2020-05-24 21:12:34+00:00

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In Österreich sehen verschiedene Gesetze zwingend Abstände zu Wohngebieten vor. Die Abstände sind je nach Bundesland verschieden. Die zwingenden Mindestabstände in Österreich zählen weltweit zu den strengsten Regelungen. Auch ohne Mindestabstände hätte die Errichtung von Windrädern durch das strenge gesetzliche Genehmigungsverfahren kaum Auswirkungen auf die Anrainer und Anrainerinnen, da Themen wie Schall und Schattenwurf im Genehmigungsverfahren detailliert und streng geprüft werden.
Rechtsgrundlage: §20 Abs2 Z19 ROG, §20 Abs 3a ROG
Widmung: Grünland Windkraftanlage
Eine neue Windkraftanlage muss in Niederösterreich mindestens 1.200 Meter von Wohnbauten entfernt sein. Im Niederösterreichischen Raumordnungsgesetz sind für die Widmung von Windkraftanlagen folgende Abstandsregelungen vorgesehen:
Rechtsgrundlage: §30 Abs4 ROG; §12 Abs2 OÖElWOG
Widmung: Sonderwidmung Grünland
Mindestabstand zu überwiegend für Wohnzwecke genutzten Gebäuden im Grünland, zu gewidmetem Bauland und zu Flächen, die als künftiger Baulandbedarf festgelegt sind.
Bis zu 30 kW: 100 m
30 kW bis 0,5 MW: 500 m
über 0,5 MW: bei wesentlichen Änderungen am gleichbleibenden Standort mindestens 800 m; bei Neuerrichtungen mindestens 1.000 m
Rechtsgrundlage: Burgenländisches Raumplanungsgesetz; Bgld Planzeichenverordnung
Widmung: Grünfläche – Windkraftanlage (§ 13 und § 16 Abs 2 RplG)
Abstände: 1000m zu Siedlungsgebiet
Ausgewiesene Eignungszonen: Regionales RO-Konzept, das von der Landesregierung beschlossen wurde und auf welches sich Fachdienststellen des Landes im Verfahren beziehen.
Rechtsgrundlage: §25 ROG, § 26 Abs 7, § 32 Abs 3 Z 1 ROG
Widmung: Freiland mit Sondernutzung Energieerzeugungsanlagen
Abstände: Keine rechtlichen Regelungen zu Mindestabständen
Rechtsgrundlage: § 5 Abs 6 Kärntner Windkraftstandorträume-Verordnung
Widmung: Sonderwidmung Grünland § 5 GplG oder Sonderwidmung Bauland § 3 Abs 10
Abstände: Entfernung von Windparks zu ständig bewohnten Gebäuden und zu gewidmetem Bauland: 1500 m, dieser Abstand ist reduzierbar, wenn eine "unzumutbare Belastungen von ständig bewohnten Gebäuden“ vermieden werden kann.
Abstände zu Infrastruktureinrichtungen
Zusätzlich zu den Abstandsregelungen betreffend Siedlungsgebiete sind Mindestabstände zu Infrastruktureinrichtungen (Wege, Straße, Autobahnen, Leitungen und Hochspannungsleitungen) zu berücksichtigen. Diesbezüglich besteht eine unterschiedliche Verwaltungspraxis, die nach Land unterschiedlich ist und an Größe und Rotordurchmesser der Anlage anknüpft.
Vorschriften im Elektrizitätswesen und Naturschutz
Auch die landesspezifischen Vorschriften aus dem Elektrizitätswesen und Naturschutz sind zu berücksichtigen.
Abstände im internationalen Vergleich
In Europa stehen Windräder zumeist viel näher bei Häusern als dies in Österreich der Fall ist. Mindestabstände zu Wohnhäusern gibt es nur in den seltensten Fällen. Im Schnitt werden Windräder in Deutschland mit einem Abstand zwischen 500 Meter und 800 Meter errichtet. Die oft zitierte Regelung in Bayern (10 H Regelung = 10 Mal die Höhe der Windräder) wurde zur Beschränkung des Windkraftausbaus eingeführt, hat keine inhaltliche Grundlage und gilt nur für die Standortgemeinde. An Wohnhäuser der Nachbargemeinde kann ohne Mindestabstand herangebaut werden. In Großbritannien stehen moderne Windräder in einem Abstand von 300 Meter. Immer wieder behauptete Mindestabstände von 3.000 Meter gibt es in keinem Staat der Welt. Die hier angeführten Länder haben gesetzlich vorgeschriebene Mindestabstände. Die zwingenden Mindestabstände in Österreich zählen weltweit zu den strengsten Regelungen.
© Wind Europe, IG Windkraft 2013
WHO empfiehlt keine Mindestabstände zu Windrädern
Die WHO (World Health Organization) fordert angeblich Mindestabstände von 2.000 Meter zu Windrädern. Dies ist aber nicht der Fall. Die deutsche Umweltschutzorganisation BUND hat direkt bei der WHO nachgefragt und die klare Antwort bekommen, dass die WHO noch nie Mindestabstände zu Windrädern gefordert hat.
Stellungnahme WHO zu Abständen (PDF) download
Projektleiter Windpark Pottendorf
Würde es im Energiebereich keine Subventionen geben, wäre die Windenergie einer der billigsten Stromerzeugungstechnologien. ...

References: §20
 §20
 §30
 §12
 § 16
 §25
 § 26
 § 32
 § 5
 § 5
 § 3