Source: https://www.bmdw.gv.at/Berufsausbildung/LehrlingsUndBerufsausbildung/Seiten/BAG-Novelle2011.aspx
Timestamp: 2018-12-17 16:57:46+00:00

Document:
Novellen zum Berufsausbildungsgesetz (BAG) 2015, 2011, 2010
Lehrausbildung in verlängerter Lehrzeit gem. § 8b Abs. 1 BAG und in Teilqualifikation gem. § 8b Abs. 2 BAG
Staatliche Auszeichnung gem. § 30a BAG und EQAMOP am 13. November 2018
Novellen zum Berufsausbildungsgesetz (BAG) 2015, 2011, 2010.
Die BAG-Novelle 2015 ist mit 10. Juli 2015 in Kraft getreten und enthält folgende Neuerungen:
Schaffung von niederschwelligen Einstiegsqualifikationen im Rahmen der integrativen Berufsausbildung
Neue Bestimmungen zur Unterstützung der Ausbildungsqualität
Verbesserung bei Lehre mit Matura
Leichteres Nachholen des Pflichtschulabschlusses
Modernisierung der Bestimmungen für die Lehrabschlussprüfung
Einführung einer Richtlinienkompetenz für den Bundesminister für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft zur Erstellung von standardisierten Curricula für niederschwellige Einstiegs- und Teilqualifikationen im Rahmen der integrativen Berufsausbildung, um die Eingliederung sogenannter potentieller „NEETs" (Not in Employment, Education or Training) in den Arbeitsmarkt bzw. in eine fortgesetzte betriebliche Lehrausbildung zu erleichtern (§ 8b Abs. 14 BAG). Das System soll durchlässig gestaltet werden, damit eine Höherqualifikation im entsprechenden Beruf jederzeit und einfach möglich ist. Diese Maßnahme ist Teil der Umsetzung der Strategie "Ausbildung bis 18".
Neue Bestimmungen zur Unterstützung der Ausbildungsqualität:
Einführung einer Zieldefinition für Qualität in der Berufsausbildung. Damit erhält der 2013 gestartete Prozess „Qualitätsmanagement in der Lehre" einen gesetzlichen Rahmen (§ 1a BAG)
Einrichtung eines Qualitätssauschusses beim Bundes-Berufsausbildungsbeirat mit der Aufgabe, qualitätsbezogene Maßnahmen zu entwickeln (§ 31d BAG)
Vom Bundesminister für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft zu genehmigende Modellprojekte zur Weiterentwicklung des dualen Systems (§ 1a Abs. 4 BAG)
(Erweiterte) Möglichkeit der gemeinsamen Lehrlingsausbildung von mehreren Unternehmen im Rahmen von qualitätsgesicherten Projekten (bisher nur durch Ausbildungsverbünde möglich, bei welchem aber ein Unternehmen die wesentlichen Berufsbildpositionen überwiegend selbst ausbilden muss; § 2a Abs. 4 BAG)
Neu durchzuführendes § 3a-BAG-Verfahren zur Feststellung der für die Ausbildung erforderlichen Sachausstattung und betrieblichen Organisation, wenn seit Beginn der letzten Lehrausbildung im Lehrbetrieb mindestens zehn Jahre vergangen sind (§ 3a Abs. 4 BAG)
Die Landes-Berufsausbildungsbeiräte erhalten die Möglichkeit, eine zwischenzeitliche Überprüfung der für die Ausbildung notwendigen betrieblichen Ausstattung und Organisation zu beantragen, wenn sich Hinweise ergeben, dass die Voraussetzungen dafür nicht bzw. nicht mehr vollständig vorliegen (§ 2 Abs. 6a BAG).
Vereinfachung bei Lehre mit Matura durch aliquote Verlängerung der Lehrzeit bei gleichzeitiger Vorbereitung auf die Berufsreifeprüfung (§ 13 BAG).
Möglichkeit zur aliquoten Verlängerung der Lehrzeit, wenn sich Lehrlinge auf das Nachholen des Pflichtschulabschlusses vorbereiten, insb. als strukturelle Unterstützung der Initiative Erwachsenenbildung (§ 13b BAG).
Änderung der Formalvoraussetzungen für die Bestellung von Prüferinnen und Prüfern für die Lehrabschlussprüfung, um sicherzustellen, dass auch zukünftig die erforderliche Anzahl an qualifizierten Personen zur Verfügung steht, bei gleichzeitiger stärkerer Betonung von prüfungsdidaktischen und prüfungspädagogischen Anforderungen an Prüfer und Prüferinnen (§ 22 BAG).
Einbeziehung der Auszubildenden in der überbetrieblichen Ausbildung in die zentralen Schutzbestimmungen des Mutterschutzgesetzes.
Die BAG-Novelle 2011 ist seit 1. Juli 2012 in Kraft. Zu den geplanten neuen Förderungen zählen schwerpunktmäßig:
Rechts- und Förderberatung, aber auch Mediation und Krisenintervention
für zehn Zukunftsberufe (wie zum Beispiel Metalltechnik, Elektrotechnik, Chemielabortechnik, bautechnischer Zeichner) werden neue Leitlinien erstellt, die insbesondere erstmals in die Lehre einsteigende Betriebe bei der Ausbildungsplanung unterstützen sollen
ein besonderer Fokus liegt auf der Unterstützung von Lehrlingen mit Migrationshintergrund und ihren Ausbildnern sowie auf von Migranten geführten Betrieben
stärkere Unterstützung von Ausbildungsunternehmen, die Auslandspraktika von Lehrlingen forcieren
Qualitätssicherung bei den Lehrabschlussprüfungen
die Anrechnungs- und Anerkennungsmöglichkeiten bei Lehrabschlussprüfungen werden verbessert
BAG-Novelle 2010
Die BAG-Novelle 2010 ist am 1. Juli 2010 in Kraft getreten und enthält folgende Neuerungen:
- Flexibilisierung bei der Integrativen Berufsausbildung (§§ 8b, 8c BAG):
Administrative Vereinfachung beim Wechsel in eine Integrative Berufsausbildung
reduzierte Tages- oder Wochenstundenanzahl aus gesundheitlichen Gründen
Dokumentation von Fertigkeiten und Kenntnissen im Abschlussprüfungszeugnis
- Einrichtung einer gesetzlichen Interessenvertretung für Jugendliche in überbetrieblichen Ausbildungseinrichtungen (Vertrauensrat, § 30c BAG)
- Erweiterung der Möglichkeit zur Anrechnung von facheinschlägigen Ausbildungszeiten im Ausland auf die Lehrzeit von maximal vier Monaten pro Lehrjahr auf maximal sechs Monate pro Lehrjahr (§ 27c BAG)
Letzte Änderung am: 22.04.2016 09:49

References: § 8
 § 8
 § 30
 § 2
 § 3
 § 30