Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=IX%20ZR%20142/14
Timestamp: 2020-03-28 18:39:25+00:00

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BGH, 17.03.2016 - IX ZR 142/14 - dejure.org
https://dejure.org/2016,7339
BGH, 17.03.2016 - IX ZR 142/14 (https://dejure.org/2016,7339)
BGH, Entscheidung vom 17.03.2016 - IX ZR 142/14 (https://dejure.org/2016,7339)
BGH, Entscheidung vom 17. März 2016 - IX ZR 142/14 (https://dejure.org/2016,7339)
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§ 280 BGB, § ... 308 Abs. 1 Satz 1 ZPO, § 253 Abs. 2 Nr. 2 ZPO, § 263 ZPO, § 533 ZPO, § 530 ZPO, § 31 Abs. 1 Satz 2 ZVG, § 888 Abs. 2 BGB, § 859 Abs. 1 Satz 1 ZPO, §§ 857, 829 Abs. 1 Satz 2 ZPO, § 23 ZVG, § 859 Abs. 1 Satz 2 ZPO, § 28 Abs. 1 ZVG, § 308 Abs. 1 ZPO, § 719 Abs. 1 BGB, § 563 Abs. 3 ZPO
Rechtsanwaltshaftung: Reichweite der Beratungs- und Aufklärungspflichten bei offenen Rechtsfragen; Beweiserleichterung der Vermutung beratungsgemäßen Verhaltens
Schadenersatzbegehren eines Mandanten gegenüber dem Rechtsanwalt wegen eines unterlassenen Fortsetzungsantrags; Beauftragung des Anwalts mit der Durchsetzung eines Versäumnisurteils; Umfang der Pflichten eines Rechtsanwalts im Rahmen des ihm erteilten Mandates; ...
Zu den Anwaltspflichten bei Bearbeitung einer ungewöhnlichen Fallgestaltung zur Bestimmung des Streitgegenstands einer Klage auf Schadensersatz wegen anwaltlicher Pflichtverletzung
Offene Rechtsfrage: Anwalt muss kreative Rechtsfortbildung nicht vorausahnen
Anwaltshaftung, Schadensersatzklage - und der nicht eingeklagte Klagegrund
Anwalt haftet nicht für kreative Rechtsfortbildung
§ 888 Abs. 2 BGB analog - Rettung der Teilungsversteigerung nach Vereinigung aller Anteile (IVR 2016, 96)
LG Stade, 20.11.2013 - 2 O 117/13
OLG Celle, 04.06.2014 - 3 U 257/13
WM 2016, 2091
AnwBl 2016, 524
AnwBl Online 2016, 400
Dieser wird bestimmt durch den Klageantrag, in dem sich die vom Kläger in Anspruch genommene Rechtsfolge - hier die Erledigung - konkretisiert, und den Lebenssachverhalt (Klagegrund), aus dem der Kläger die begehrte Rechtsfolge herleitet (st. Rspr.; etwa BGH, Urteil vom 17. März 2016 - IX ZR 142/14, juris Rn. 17 mwN).
a) Ein Rechtsanwalt hat seinen Auftrag so zu erledigen, dass Nachteile für den Mandanten möglichst vermieden werden (vgl. etwa BGH, Urteil vom 17. März 2016 - IX ZR 142/14, WM 2016, 2091 Rn. 9).
d) Die Vermutung beratungsgerechten Verhaltens würde zwar möglicherweise nicht gelten, wenn für die Klägerin nicht nur eine einzige verständige Entschlussmöglichkeit bestanden hätte, sondern nach pflichtgemäßer Beratung verschiedene Handlungsweisen ernsthaft in Betracht gekommen wären, die unterschiedliche Vorteile und Risiken mit sich gebracht hätten (so für den Bereich der Rechtsanwaltshaftung BGH…, Urteil vom 10. Mai 2012 - IX ZR 125/10, BGHZ 193, 193 Rn. 36; Urteil vom 17. März 2016 - IX ZR 142/14, WM 2016, 2091 Rn. 14, jeweils mwN; anders allerdings für den Bereich der Kapitalanlageberatung BGH…, Urteil vom 8. Mai 2012 - XI ZR 262/10, BGHZ 193, 159 Rn. 33;… Urteil vom 15. März 2016 - XI ZR 122/14, NJW-RR 2016, 1187 Rn. 17 mwN).
Der prozessuale Anspruch (Streitgegenstand) wird durch den Klageantrag bestimmt, in dem sich die vom Kläger in Anspruch genommene Rechtsfolge konkretisiert, und den Lebenssachverhalt (Klagegrund), aus dem der Kläger die begehrte Rechtsfolge herleitet (BGH…, Urteil vom 29. Juni 2006 - I ZR 235/03, BGHZ 168, 179 Rn. 15;… vom 5. Juli 2016 - XI ZR 254/15, WM 2016, 1831 Rn. 24; vom 17. März 2016 - IX ZR 142/14, WM 2016, 2091 Rn. 17).
Der Streitgegenstand einer Haftpflichtklage wegen fehlerhafter Beratungsleistungen wird wesentlich durch die Pflichtverletzung bestimmt, welche der klagende Mandant dem Berater zur Last legt, und den Schaden, welchen die behauptete Pflichtverletzung nach Darstellung des Klägers verursacht hat und welcher nunmehr ersetzt verlangt wird (BGH, Urteil vom 17. März 2016, aaO Rn. 18).
Droht dem Mandanten ein Rechtsverlust, hat der Anwalt diesem durch geeignete Maßnahmen entgegenzuwirken (BGH, Urteil vom 17. März 2016 - IX ZR 142/14, WM 2016, 2091 Rn. 9).
Rechtsanwaltshaftung: Ungeprüfte Übernahme der Angaben des Mandanten zum …
Gegenstand der zunächst erhobenen Klage war sowohl eine andere Pflichtverletzung als auch ein anderer Schaden (vgl. BGH, Urteil vom 17. März 2016 - IX ZR 142/14, WM 2016, 2091 Rn. 18).
Denn der prozessuale Anspruch im Sinne des § 253 Abs. 2 Nr. 2 ZPO wird durch den Klageantrag, in dem sich die vom Kläger in Anspruch genommene Rechtsfolge konkretisiert, und den Lebenssachverhalt (Anspruchsgrund), aus dem der Kläger die begehrte Rechtsfolge herleitet, festgelegt (BGH, Urteil vom 17. März 2016 - IX ZR 142/14, juris Rn. 17;… Urteil vom 23. Juni 2015 - II ZR 166/14, ZIP 2015, 1701 Rn. 14).
(BGH, Urteil vom 17. März 2016 - IX ZR 142/14 -, Rn. 9, juris).
Klageanträge sind vielmehr immer auch unter Berücksichtigung der Klagebegründung auszulegen (siehe nur BGH…, Urteil vom 21.02.2012 - X ZR 111/09, juris Rn. 23 mwN), denn der prozessuale Anspruch im Sinne des § 253 Abs. 2 Nr. 2 ZPO wird ergänzend durch die vom Kläger in Anspruch genommene Rechtsfolge konkretisiert und den Lebenssachverhalt, aus dem er die begehrte Rechtsfolge herleitet (st. Rspr.; siehe nur BGH, Urteile vom 17.03.2016 - IX ZR 142/14, juris Rn. 17 …und vom 23.06.2015 - II ZR 166/14, juris Rn. 14; jeweils mwN).
Denn eine Klageänderung ist in der Revisionsinstanz nicht zulässig (vgl. BGH, Urteile vom 23. Juni 1988 - IX ZR 172/87, BGHZ 105, 34, 36…, vom 10. Juli 2012 - VI ZR 341/10, WM 2012, 1591 Rn. 37, insoweit nicht abgedruckt in BGHZ 194, 26, und vom 17. März 2016 - IX ZR 142/14, WM 2016, 2091 Rn. 21).
KG, 07.08.2018 - 20 U 46/17
Knie-TEP - Arzthaftungsprozess: Erstmalige Aufklärungsrüge in der …

References: § 280
 § 253
 § 263
 § 533
 § 530
 § 31
 § 888
 § 859
 § 23
 § 859
 § 28
 § 308
 § 719
 § 563

§ 888
 § 253
 § 253