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Timestamp: 2019-10-23 18:53:33+00:00

Document:
Verordnung über die Berufsausbildung in der Betonbauteil- und Terrazzoherstellung
Verordnung über die Berufsausbildung in der Betonbauteil- und Terrazzoherstellung (BetTerAusbV)
BGBl I: 1985, 1905
Diese Verordnung gilt für die Berufsausbildung in dem Ausbildungsberuf Betonstein- und Terrazzohersteller/Betonstein- und Terrazzoherstellerin nach der Handwerksordnung und für die Berufsausbildung in dem nach § 2 anerkannten Ausbildungsberuf.
Der Ausbildungsberuf Betonfertigteilbauer/Betonfertigteilbauerin wird staatlich anerkannt.
Die Ausbildung dauert 3 Jahre. Auszubildende, denen der Besuch eines nach landesrechtlichen Vorschriften eingeführten schulischen Berufsgrundbildungsjahres nach einer Rechtsverordnung gemäß § 29 Abs. 1 des Berufsbildungsgesetzes und § 27a Abs. 1 der Handwerksordnung als erstes Jahr der Berufsausbildung anzurechnen ist, beginnen die betriebliche Ausbildung im zweiten Ausbildungsjahr.
Die Ausbildung im ersten Ausbildungsjahr vermittelt eine berufsfeldbreite Grundbildung, wenn die betriebliche Ausbildung nach dieser Ausbildungsverordnung und die Ausbildung in der Berufsschule nach den landesrechtlichen Vorschriften über das Berufsgrundbildungsjahr erfolgen.
Be- und Verarbeiten von künstlichen Steinen, Herstellen von Putz,
Verlegen von Platten und Fliesen,
Herstellen von Beton,
Herstellen von Schalungen und Formen,
Herstellen und Einbauen von Bewehrungen,
Herstellen von Betonbauteilen,
Herstellen von Dämmungen,
Herstellen und Behandeln von Oberflächen,
Herstellen, Transportieren, Montieren und Verlegen von Betonfertigteilen.
Die Fertigkeiten und Kenntnisse nach § 5 sollen unter Berücksichtigung der beiden Schwerpunkte "Betonstein und Terrazzo" sowie "Betonfertigteilbau" nach der in der Anlage enthaltenen sachlichen und zeitlichen Gliederung der Berufsausbildung (Ausbildungsrahmenplan) vermittelt werden. Eine von dem Ausbildungsrahmenplan innerhalb der beruflichen Grundbildung und innerhalb der beruflichen Fachbildung abweichende sachliche und zeitliche Gliederung der Ausbildungsinhalte ist insbesondere zulässig, soweit betriebspraktische Besonderheiten die Abweichung erfordern.
(2) Die Zwischenprüfung erstreckt sich auf die in der Anlage in Abschnitt I für das erste Ausbildungsjahr und in Abschnitt II unter laufenden Nummern 2a bis d, 3, 4 und 5a für das zweite Ausbildungsjahr aufgeführten Fertigkeiten und Kenntnisse sowie auf den im Berufsschulunterricht entsprechend den Rahmenlehrplänen zu vermittelnden Lehrstoff, soweit er für die Berufsausbildung wesentlich ist.
(3) Zum Nachweis der Fertigkeiten soll der Prüfling in insgesamt höchstens 6 Stunden 2 Arbeitsproben durchführen. Hierfür kommen insbesondere in Betracht:
Herstellen einer Schalung oder Form,
Herstellen eines Bewehrungskorbes,
Herstellen eines einfachen Betonfertigteils mit Sichtbetonoberfläche,
Herstellen einfacher Bauteile mit künstlichen Steinen,
Zuschläge und Bindemittel,
Bauholz, künstliche Steine, Platten und Kunststoffe,
Grundrechenarten, Prozentrechnung,
Längen-, Flächen-, Körper- und Massenberechnungen,
Zeichnen von Werkstücken in mehreren Ansichten.
(5) Die im Absatz 4 genannte Prüfungsdauer kann insbesondere unterschritten werden, soweit die schriftliche Prüfung in programmierter Form durchgeführt wird.
§ 10 Abschlußprüfung und Gesellenprüfung
(2) Zum Nachweis der Fertigkeiten soll der Prüfling in insgesamt höchstens 14 Stunden zwei Arbeitsproben durchführen. Je eine Arbeitsprobe soll auf die Fertigkeiten entfallen, die Gegenstand der beruflichen Grund- und Fachbildung und die Gegenstand des vereinbarten Schwerpunktes sind. Hierfür kommen insbesondere in Betracht:
für die Fertigkeiten, die Gegenstand der beruflichen Grund- und Fachbildung sind:
a) Herstellen eines profilierten Betonfertigteils,
b) Herstellen eines Betonfertigteils aus Leichtbeton oder aus Beton mit besonderen Eigenschaften,
c) Bearbeiten und Behandeln von Betonoberflächen,
d) Herstellen einer Kunststofform,
e) Ermitteln einer Sieblinie,
f) Durchführen einer Konsistenzprüfung;
für die Fertigkeiten, die Gegenstand des vereinbarten Schwerpunktes sind:
a) im Schwerpunkt Betonstein und Terrazzo:
aa) Herstellen einer Terrazzofläche mit unterteilten Feldern,
bb) Einsetzen von Trennschienen in Unterkonstruktionen,
cc) Aufbau eines leitfähigen Terrazzofußbodens;
b) im Schwerpunkt Betonfertigteilbau:
aa) Herrichten einer Form für Spannbetonfertigteile,
bb) Herrichten einer Form für ein großformatiges Stahlbetonfertigteil
einschließlich Einbringen der Bewehrung,
cc) Einbringen und Befestigen von Transport- und Befestigungselementen,
dd) Einbringen und Befestigen von Aussparungs-, Wärmedämm-, Schalldämm-
und Installationselementen.
a) Baustoffkunde:
aa) Zuschläge, Bindemittel, Zusatzmittel, Zusatzstoffe,
bb) Bauholz, Holzwerkstoffe,
cc) Betonstahl,
dd) Kunststoffe, Kunstharze,
ee) Naturstein,
ff) Beton, Stahlbeton,
gg) Verankerungs- und Verbindungsteile;
b) Arbeitskunde:
aa) Unfallverhütung, Umweltschutz und rationelle Energieverwendung,
bb) Herstellen von Beton,
cc) Herstellen von Formen und Schalungen,
dd) Bewehren von Stahlbetonbauteilen,
ee) Einbauen von Dämmstoffen,
ff) Einbauen von Verankerungs- und Verbindungsteilen,
gg) Versetzen, Verlegen und Montieren von Betonfertigteilen,
hh) Bearbeiten und Behandeln von Oberflächen;
a) Grundrechenarten,
b) Kostenrechnungen,
c) Längen-, Flächen- und Körperberechnungen,
d) Baustoffbedarfsberechnungen,
e) Massenberechnungen,
f) Treppenberechnungen;
a) Bauteile in drei Ansichten und Schnitten,
b) Parallelperspektiven,
c) Handskizze,
d) Lesen von Zeichnungen;
im Prüfungsfach Technisches Zeichnen
Die bisher festgelegten Berufsbilder, Berufsbildungspläne und Prüfungsanforderungen für den Ausbildungsberuf Betonwerker sind vorbehaltlich des § 13 nicht mehr anzuwenden.
Anlage (zu § 6) Ausbildungsrahmenplan für die Berufsausbildung zum Betonstein- und Terrazzohersteller/zur Betonstein- und Terrazzoherstellerin, zum Betonfertigteilbauer/zur Betonfertigteilbauerin
(Fundstelle: BGBl. I 1985, 1909 - 1914)
Berufsbildung (§ 5 Nr. 1)
Bedeutung des Ausbildungsvertrags, insbesondere Abschluß, Dauer und Beendigung erklären
Aufbau und Organisation des Ausbildungsbetriebs (§ 5 Nr. 2)
Grundfunktionen des ausbildenden Betriebs wie Beschaffung, Fertigung, Absatz und Verwaltung erklären
Beziehungen des ausbildenden Betriebs und seiner Belegschaft zu Wirtschaftsorganisationen, Berufsvertretungen und Gewerkschaften nennen
Grundlagen, Aufgaben und Arbeitsweise der betriebsverfassungsrechtlichen Organe des ausbildenden Betriebs beschreiben
Arbeits- und Tarifrecht, Arbeitsschutz (§ 5 Nr. 3)
Unfallverhütung, Umweltschutz und rationelle Energieverwendung (§ 5 Nr. 4)
Vorschriften aus Umweltschutzgesetzen, soweit sie den Tätigkeitsbereich betreffen, nennen
Anfertigen und Lesen von Skizzen und Zeichnungen (§ 5 Nr. 5)
Skizzen und Zeichnungen normgerecht anfertigen
Pläne, Zeichnungen und Stücklisten lesen
Zeichnungsmaße maßstabsgerecht übertragen
Be- und Verarbeiten von Holz (§ 5 Nr. 6)
Holzarten unterscheiden und entsprechend ihrer Verwendung auswählen
das Schwinden und Quellen des Holzes erläutern
Holz lagern und stapeln
Holzwerkstoffe, insbesondere Tischler-, Furnier-, Span-, Faser- und Verbundplatten nach Norm bezeichnen und deren Eigenschaften und Verwendungsmöglichkeiten nennen
einfache Holzverbindungen aus Vollholz herstellen
einfache Schalungen und Formen herstellen
Be- und Verarbeiten von künstlichen Steinen, Herstellen von Putz (§ 5 Nr. 7)
Werkzeuge für die Be- und Verarbeitung von Steinen und Platten benennen und den entsprechenden Tätigkeiten zuordnen
Arten, Eigenschaften und Formate von künstlichen Bausteinen nennen
einfache Bauteile mit künstlichen Steinen herstellen
Wandfläche verfugen
Mörtelgruppen nennen
wichtige Putzarten unterscheiden
Putz- und Mauermörtel herstellen
einfache Putzarbeiten durchführen
Verlegen von Platten und Fliesen (§ 5 Nr. 8)
Arten und Eigenschaften von Platten und Fliesen nennen
einfache Verlegearbeiten mit Platten und Fliesen durchführen
Platten und Fliesen bearbeiten
Be- und Verarbeiten von Kunststoffen (§ 5 Nr. 9)
Werkzeuge für die Kunststoffbe- und Verarbeitung nennen
Arten und Eigenschaften der Kunstharze und der Kunststoffe nennen
Kunstharze und Kunststoffe lagern
Kunststoffhalbzeuge formen, kleben und schweißen
Kunststoffhalbzeuge sägen, bohren und schneiden
Herstellen von Beton (§ 5 Nr. 10)
Zementarten, -festigkeits-klassen und -bezeichnungen nennen
Arten und Eigenschaften der Zuschläge beschreiben
Kornzusammensetzung der Zuschläge ermitteln
Zweck von Prüfkörpern nennen
Herstellen von Schalungen und Formen (§ 5 Nr. 11)
Materialien für die Schalungs- und Formenherstellung nennen
Grundregeln des Schalungs- und Formenbaus beschreiben
Herstellen und Einbauen von Bewehrungen (§ 5 Nr. 12)
Arten, Eigenschaften und Verwendung der Betonstähle nennen
Metalle sägen, feilen, bohren und verschrauben
Herstellen von Betonbauteilen (§ 5 Nr. 13)
Arten von Betonfertigteilen, Betonwerkstein und Betonwaren nennen
Lage der Bewehrung in Stahlbetonbauteilen erläutern
Herstellen von Dämmungen (§ 5 Nr. 14)
Arten und Eigenschaften von Dämmstoffen beschreiben
Herstellen, Transportieren, Montieren und Verlegen von Betonfertigteilen (§ 5 Nr. 16)
Arten der Gerüste nennen
einfache Gerüste aufstellen und abbauen
Geräte und Maschinen zur Betonherstellung beschreiben, warten und bedienen
Sieblinie erstellen
Zusatzmittel und Zusatzstoffe nennen sowie deren Eigenschaften und Verwendung beschreiben
Bedeutung des Wasserzementwertes für die Betoneigenschaften erläutern
Betonkonsistenz ermitteln
Bedeutung der Konsistenz für die Betonverarbeitung beschreiben
Leicht-, Normal- und Schwerbeton sowie Beton mit besonderen Eigenschaften herstellen
Schalungen und Formen für Betonbauteile herstellen
Schalungs- und Formenteile säubern, lagern und warten
Aufgabe der Bewehrung im Spannbeton erläutern
Vorschriften aus geltenden Normen über Betondeckung, Stahlabstände, Endhaken und Aufbiegungen nennen
Stähle schneiden und biegen
Stähle flechten und verlegen
Sichtbetonoberflächen herstellen
Betonwaren herstellen
Betonwerkstein mit besonders gestalteter Oberfläche herstellen
Verankerungen und Verbindungsteile einbauen
Betonbauteile entschalen, nachbehandeln, prüfen und kennzeichnen
Aufgabe von Schall- und Wärmedämmschichten in Bauteilen beschreiben
Schall- und Wärmedämmstoffe einbauen
Herstellen und Behandeln von Oberflächen (§ 5 Nr. 15)
Waschbetonoberflächen herstellen
Oberflächen steinmetzmäßig bearbeiten
Oberflächen sandstrahlen und flammstrahlen
Oberflächen hydrophobieren und fluatieren
Betonfertigteile transportieren, lagern und verladen
Betonfertigteile einmessen und montieren
Betonfertigteile verlegen und einbauen
Abschnitt III: Fertigkeiten und Kenntnisse in den Schwerpunkten
Schwerpunkt A Betonstein und Terrazzo
Naturwerkstein sägen und nachbearbeiten
Naturwerkstein verlegen
Arten von Terrazzoböden beschreiben
Terrazzoböden herstellen
Schwerpunkt B Betonfertigteilbau
Spannbetonbauweisen beschreiben
Spannbetonfertigteile herstellen
Spannbetonfertigteile transportieren, einbauen und verankern
Bundesrecht tritt in dem in Artikel 3 des Vertrages genannten Gebiet mit folgenden Maßgaben in Kraft: - Kapitel V Sachgebiet B Abschnitt III -
bb) zum Einstellen oder zur Ausbildung von Lehrlingen in
Handwerksbetrieben oder
cc) zur Führung des Meistertitels
c) Gewerbetreibende, die am Tage des Wirksamwerdens des Beitritts in dem in Artikel 3 des Vertrages genannten Gebiet berechtigt sind, ein Handwerk als stehendes Gewerbe selbständig zu betreiben, werden auf Antrag oder von Amts wegen mit dem Handwerk der Anlage A der Handwerksordnung in die Handwerksrolle eingetragen, das dem bisherigen Handwerk zugeordnet werden kann. Führen solche Gewerbetreibende rechtmäßig den Titel Meister des Handwerks, sind sie berechtigt, den Meistertitel des Handwerks der Anlage A der Handwerksordnung zu führen.
d) Gewerbetreibende, die am Tage des Wirksamwerdens des Beitritts in dem in Artikel 3 des Vertrages genannten Gebiet selbständig ein stehendes Gewerbe betreiben, das dort nicht als Handwerk eingestuft, jedoch in der Anlage A der Handwerksordnung als Handwerk aufgeführt ist, werden auf Antrag oder von Amts wegen mit diesem Handwerk in die Handwerksrolle eingetragen.
e) Buchstabe c) Satz 1 findet auf Gewerbetreibende, die ein handwerksähnliches Gewerbe betreiben, entsprechende Anwendung.
f) Die am Tage des Wirksamwerdens des Beitritts in dem in Artikel 3 des Vertrages genannten Gebiet bestehenden Organisationen des Handwerks sind bis 31. Dezember 1991 den Bestimmungen der Handwerksordnung entsprechend anzupassen; bis dahin gelten sie als Organisationen im Sinne der Handwerksordnung. Dasselbe gilt für die bestehenden Facharbeiter- und Meisterprüfungskommissionen; bis zum 31. Dezember 1991 gelten sie als Prüfungsausschüsse im Sinne der Handwerksordnung. Die Handwerkskammern haben unverzüglich, spätestens jedoch bis zum 31. Dezember 1991, die Voraussetzungen für die Beteiligung der Gesellen entsprechend den Bestimmungen der Handwerksordnung zu schaffen.
o) Prüfungszeugnisse nach der Systematik der Ausbildungsberufe sowie der Systematik der Facharbeiterberufe in Handwerksberufen aus dem in Artikel 3 des Vertrages genannten Gebiet stehen Gesellenprüfungszeugnisse nach § 31 Abs. 2 der Handwerksordnung gleich.
... - Kapitel XVI Sachgebiet C Abschnitt III -

References: § 2
 § 29
 § 27
 § 5

§ 10
 § 13
 § 6
 § 31