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Timestamp: 2019-03-26 23:39:53+00:00

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BGH, 30.10.2007 - X ZR 101/06 - dejure.org
BGH, 30.10.2007 - X ZR 101/06
BGB §§ 203, 639 Abs. 2 a. F; ZPO §§ 529 Abs. 1 Nr. 1, 563 Abs. 3
Wahrung der Rechte eines Bestellers durch Hinweise auf die Mangelerscheinungen i.R.d. Geltendmachung eines Werkmangels; Geltung der Grundsätze zum notwendigen Sachvortrag eines Bestellers zur Durchsetzung seiner Gewährleistungsansprüche für die Hemmung der Verjährung; Auslegung einer tatsächlichen Beendigung von Mangelbeseitigungsarbeiten als Erklärung einer erfolgreichen Mangelbeseitigung oder verweigerten Fortsetzung der Mangelbeseitigung; Entscheidung des Revisionsgerichts in der Sache bei bisheriger Feststellung des Sachverhältnisses nur vom erstinstanzlichen Gericht ohne berufungsgerichtliche Prüfung der Zweifel an der Richtigkeit der Feststellungen
Keine Angabe von Ursachen bei Werkmangel; Hemmung der Verjährung für Gewährleistungsansprüche
Zur Frage, ob bei einem Werkmangel für die Geltendmachung der Rechte des Bestellers und für die Hemmung der Verjährung der Hinweis auf die bloßen Mangelerscheinungen genügt
Anforderungen an die Substantiierung der Mängelrüge beim Werkmangel; Voraussetzungen einer Sachentscheidung des Revisionsgerichts
Hemmung der Verjährung durch Hinweis auf Mangelerscheinungen?
Verjährung: Zur Geltendmachung reicht das bloße Berufen auf die Mangelerscheinung
Anforderungen an Nachweis eines Werkmangels
Geltendmachung von Ansprüchen unter Bezeichnung von Mängelerscheinungen - Obliegenheit des Bestellers bei Bestehen eines Mangels
Verjährungshemmung bei Baumängeln: Hinweis auf Mangelerscheinungen genügt
Werkvertrag und Verjährungshemmung durch Verhandlungen
Baurecht: Anforderungen an ordnungsgemäße Mängelrüge
Hinweis auf bloße Mangelerscheinungen genügt zur Hemmung der Verjährung! (IBR 2008, 86)
LG Duisburg, 27.10.2005 - 21 O 162/04
OLG Düsseldorf, 15.08.2006 - 21 U 143/05
NJW 2008, 576
NZBau 2008, 177
VersR 2008, 1122
WM 2008, 656
BauR 2008, 514
ZfBR 2008, 261
Vielmehr hat er in solchen Fällen wiederholt ein Ende der Hemmungswirkung bejaht (vgl. BGH, Urteile vom 30. Oktober 2007 - X ZR 101/06, VersR 2008, 1122 Rn. 24;… vom 18. Juni 2009 - VII ZR 167/08, VersR 2010, 394 Rn. 25;… vom 14. Juli 2011 - III ZR 196/10, juris Rn. 13, 15;… vom 30. April 2015 - IX ZR 1/13, NJW-RR 2015, 1321 Rn. 9; zu § 852 Abs. 2 BGB aF Senatsurteil vom 5. November 2002 - VI ZR 416/01, BGHZ 152, 298, 303).
Sie verhandeln im Sinn von § 203 Satz 1 BGB (BGH ZfBR 2008, 261, Juris RN 13; 2007, 142, Juris RN 10 und 12).
bb) Das Berufungsgericht hat richtig gesehen, dass diese Grundsätze auch im Anwendungsbereich des § 203 Satz 1 BGB Geltung haben (BGH, Urt. v. 30. Oktober 2007 - X ZR 101/06, WM 2008, 656, 659 Rn. 24; Beschl. v. 27. März 2008 - IX ZR 185/05, zitiert nach juris; ebenso OLG Düsseldorf OLGR 2006, 518; KG KGR 2008, 368; LAG Rheinland-Pfalz DB 2008, 592 [LS];… Erman/Schmidt-Räntsch, BGB 12. Aufl. § 203 Rn. 6;… MünchKomm-BGB/Grothe, 5. Aufl. § 203 Rn. 8;… Palandt/Heinrichs, BGB 67. Aufl. § 203 Rn. 4;… Staudinger/Frank Peters, BGB Neubearbeitung 2004 § 203 Rn. 13; a. A. OLG Koblenz NJW 2006, 3150, 3152).
Der Senat kann in der Sache selbst nicht abschließend entscheiden, weil noch erforderliche Feststellungen fehlen und das Berufungsgericht - von seinem Rechtsstandpunkt aus folgerichtig - sich nicht mit dem Berufungsangriff des Beklagten befasst hat, der vorgetragen hat, dass die erstinstanzlichen Tatsachenfeststellungen rechtsfehlerhaft getroffen worden seien, weil das Amtsgericht den Beklagten nicht persönlich angehört habe (vgl. BGH Urteil vom 30. Oktober 2007 - X ZR 101/06 - NJW 2008, 576 Rdn. 26 f.).
Zwar greift § 563 Abs. 3 ZPO, wonach das Revisionsgericht in der Sache selbst zu entscheiden hat, wenn die Aufhebung des Urteils nur wegen Rechtsverletzung bei Anwendung des Gesetzes auf das festgestellte Sachverhältnis erfolgt und nach Letzterem die Sache zur Endentscheidung reif ist, grundsätzlich nicht ein, wenn das Sachverhältnis bisher nur vom erstinstanzlichen Gericht festgestellt worden ist und das Berufungsgericht noch nicht gemäß § 529 Abs. 1 Nr. 1 ZPO geprüft hat, ob konkrete Anhaltspunkte Zweifel an der Richtigkeit der Feststellungen des erstinstanzlichen Gerichts begründen (BGH, Urt. v. 30.10.2007 - X ZR 101/06, NJW 2008, 576 Tz. 27).
Diese Prüfung kann nicht vom Revisionsgericht vorgenommen werden, weil die Ermittlung oder Verneinung konkreter Anhaltspunkte für eine Unrichtigkeit der erstinstanzlichen Tatsachenfeststellungen ihrerseits eine neue Tatsachenfeststellung darstellen kann und damit in die Zuständigkeit des Tatrichters fällt ( BGH, Urt. v. 30. Oktober 2007 - X ZR 101/06, NJW 2008, 576, 577 Rn. 27).
Da das Berufungsgericht - von seinem Standpunkt aus zu Recht - nicht geprüft hat, ob konkrete Anhaltspunkte Zweifel an der Richtigkeit oder Vollständigkeit der entscheidungserheblichen Feststellungen des Amtsgerichts begründen und deshalb eine erneute Feststellung gebieten (§ 529 Abs. 1 Nr. 1 ZPO) und diese Prüfung vom Revisionsgericht nicht nachgeholt werden kann (BGH, Urt. v. 30.10.2007 - X ZR 101/06, NJW 2008, 576 Tz. 27), ist die Sache zu neuer Verhandlung und Entscheidung an das Berufungsgericht zurückzuverweisen.
Ferner brauchen die Parteien diesen Lebenssachverhalt auch "nicht richtig erfasst zu haben", um zu einer umfassenden Hemmungswirkung zu gelangen (Staudinger/Peters/Jacoby, a.a.O., Rn. 14, u.a. unter Hinweis auf BGH NJW 2008, S. 576).
OLG Naumburg, 23.10.2008 - 9 U 19/08
Weitergeltung der Grundsätze zur Verjährungshemmung nach § 852 Abs. 2 BGB a. F. …
Weder der Wortlautvergleich zwischen § 203 S. 1 BGB n. F. und § 852 Abs. 2 BGB a. F. noch die Gesetzgebungsgeschichte zu § 203 S. 1 BGB n. F. legen es nahe, die Verjährungshemmung erst und nur mit einer eindeutigen, unmissverständlichen Zurückweisung durch den Schuldner enden zu lassen (in Abweichung vom Urteil des OLG Koblenz vom 16.02.2006, Az. 5 U 271/05, und im Anschluss an OLG Düsseldorf, Beschluss vom 21.10.2005, Az. 23 U 49/05, OLG Bremen, Urteil vom 16.08.2007, Az. 2 U 29/07, und KG Berlin, Urteil vom 23.11.2007, Az. 7 U 114/07; im gleichen Sinne: BGH, Urteil vom 30.10.2007, Az. X ZR 101/06, NJW 2008, 576, 578, dort Rn. 24).
Das nimmt auch der Bundesgerichtshof in seinem Urteil vom 30.10.2007 an (Az. X ZR 101/06, NJW 2008, 576, 578, dort unter Rn. 24).
OLG München, 10.12.2013 - 9 U 543/12
Verjährung von Gewährleistungsansprüchen wegen fehlerhafter Errichtung einer …
Die Behauptung einer fehlerhaften Wirtschaftlichkeitsberechnung stellt sich als unerhebliche Vermutung einer Mangelursache dar (BGH BauR 2003, 1247; BGH NJW 2008, 576 ).
Gefährdungshaftung nach dem Arzneimittelgesetz: Zulässigkeit eines Teilurteils …
OLG Karlsruhe, 29.05.2009 - 4 U 160/08
Änderungsvorbehalte sind (stets) unwirksam!
BGH, 27.05.2008 - XI ZR 409/06
Verjährung des Bereicherungsanspruchs des Darlehensnehmers bei vorzeitiger …
BGH, 26.01.2009 - II ZB 6/08
Zulässigkeit einer Rechtsbeschwerde als Folge der Verletzung des Anspruchs des …
BGH, 11.03.2010 - IX ZR 68/08
Haftung des Steuerberaters: Hemmung der Verjährung von Regressansprüchen des …
OLG Schleswig, 28.04.2017 - 1 U 165/13
Zur Verjährung eines Schadenersatzanspruchs gegen einen Architekten aus § 635 BGB …
BGH, 17.06.2010 - III ZR 243/09
Vereinbarung über eine konkludente Abtretung bzgl. einer streitgegenständlichen …
BGH, 01.07.2011 - V ZR 84/10
Schadensrecht - Kauf von Waldgrundstücken und Rücktritt
OLG München, 24.07.2015 - 10 U 4220/14
Keine Beendigung der Verjährungshemmung durch Teilzahlung des …
OLG München, 08.03.2016 - 9 U 2241/15
Regress des Bauträgers gegen den Architekten nach vorangegangenem …
Feststellung der Schadensersatzpflicht für Insolvenzverschleppungsschäden der …
OLG Hamm, 26.02.2008 - 25 U 17/07
OLG Karlsruhe, 27.10.2010 - 7 U 170/08
OLG München, 16.11.2010 - 9 U 2342/10
Bauprozess wegen Mängeln einer Wohnungseigentumsanlage: Klageermächtigung des …
OLG München, 19.04.2016 - 9 U 3566/15
Wann liegt ein ausreichender Vergemeinschaftungsbeschluss vor?
OLG Koblenz, 06.08.2015 - 2 U 1306/14
Mangelbeseitigung erfolglos: Verjährung bleibt gehemmt!
OLG Schleswig, 03.08.2012 - 1 U 78/11
Heizungsanlage undicht: Wer trägt die Beweislast nach Abnahme?
OLG Köln, 15.11.2017 - 5 U 62/17
Umfang der Hemmung der Verjährung von Gewährleistungsansprüchen aufgrund …
OLG Koblenz, 01.07.2015 - 2 U 1306/14
OLG München, 10.12.2013 - 9 U 1317/13
Zu geringes Gefälle gerügt: Kein Verjährungsneubeginn in Bezug auf …
LG Kleve, 23.01.2013 - 4 T 295/12
Keine Einstellung der Zwangsvollstreckung wegen Bluthochdrucks!
LG Freiburg, 11.10.2013 - 5 O 331/12
GU-Nachunternehmer arbeitet nach: Kein Neubeginn der Verjährung!
LG Karlsruhe, 10.08.2018 - 10 O 569/16
Eine Kostengruppe ausgenommen: Keine verbindliche Kostenobergrenze vereinbart!

References: § 852
 § 203
 § 203
 § 203
 § 203
 § 203
 § 203
 BGH 
 § 563
 § 529
 BGH 
 § 852
 § 203
 § 852
 § 203
 BGH 
 § 635