Source: https://www.diebewertung.de/staatsanwaltschaft-arnsberg-4/
Timestamp: 2019-12-14 04:29:15+00:00

Document:
Staatsanwaltschaft Arnsberg - Diebewertung
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PIM Gold Insolvenz: Spielt der Insolvenzverwalter die „Schneeballkarte?“
BUNDESGERICHTSHOF in Sachen Volkswagen
European Investment Systems: Verstoß gegen gesetzliche Auskunfts- und Vorlagepflichten
Die BaFin untersagt der Nova Vita Trees d.o.o. das öffentliche Angebot des Direktinvestments in Paulownia Bäume in Deutschland
fuuze.com – VORSICHT!!
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Staatsanwaltschaft Frankfurt am Main
Leipziger OB Wahl 2020 – wer schafft es in die Stichwahl?
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Der Übernahme- und Staatshaftungsausschuss der FINMA heisst die Beschwerden gegen Verfügung 750/01 der UEK vom 22. November 2019 i.S. Schmolz+Bickenbach AG teilweise gut
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Start Justiz Sicherungsmaßnahmen Staatsanwaltschaft Arnsberg
Staatsanwaltschaft Arnsberg
382 Js 479/18
Strafverfahren gegen Kathrin Esperance Raymakers wegen Betruges in 45 Fällen
Mit Urteil vom 23.05.2019 hat das Amtsgericht Meschede –Az.: 5 Ls 48/18– die Einziehung des Wertes von Taterträgen in Höhe von 9.193,37 € angeordnet.
Es lässt sich derzeit nicht abschätzen, ob Vermögenswerte beigetrieben und verwertet werden können.
Über die gesetzlich normierten Möglichkeiten, eine Entschädigung in Höhe des Wertes des Taterlangten zu erlangen, wird hiermit in Kenntnis gesetzt.
Auf das angefügte Merkblatt weise ich hin.
Soweit eine Beschlagnahme bzw. Herausgabe aufgrund vorläufiger Sicherung nicht mehr möglich ist und stattdessen sonstige – auch legal erworbene – Vermögenswerte des Betroffenen nach Rechtskraft beigetrieben werden, kann der Verwertungserlös an die Verletzten ausgekehrt werden (zu vgl. § 459h Abs. 2 StPO).
I) Entschädigungsverfahren nach Rechtskraft der Einziehungsentscheidung:
Entscheidungsvarianten bei der Wertersatzeinziehung (§ 459h Abs. 2 StPO i. V. m. § 111i Abs. 2 StPO, § 459k StPO bzw. § 459m Abs. 1 S. 4 StPO):
Soweit das ursprünglich durch die Tat Erlangte nicht mehr vorhanden ist und daher allein eine Auskehr des Verwertungserlöses in Betracht kommt, prüft die Staatsanwaltschaft nach Ablauf der sechsmonatigen Anmeldefrist nunmehr abschließend, ob der Verwertungserlös ausreicht, um diejenigen Verletzten zu befriedigen, die auf die Mitteilung gem. § 459i StPO tatsächlich berechtigte Ansprüche angemeldet haben. Aus der Prüfung können sich folgende Konstellationen ergeben:
a) Wenn der Verwertungserlös nicht ausreicht, um alle angemeldeten und berechtigten Ansprüche von mindestens zwei Verletzten zu befriedigen (sog. Mangelfall), stellt die Staatsanwaltschaft – wie bereits dargestellt – einen Antrag auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens (§ 459h Abs. 2 Satz 2 StPO i. V. m. § 111i Abs. 2 Satz 1 StPO). Auf die hieraus resultierenden, oben dargestellten Folgen wird verwiesen.
b) Sofern der Verwertungserlös ausreicht, wird dieser nach Rechtskraft der Einziehungsanordnung entsprechend dem vorstehend dargestellten Verfahren gemäß §§ 459k Abs. 1, Abs. 2 StPO an die Verletzten ausgekehrt. Eine Auskehr erfolgt auch dann, wenn der Verwertungserlös nicht ausreicht, jedoch nur ein Verletzter berechtigte Ansprüche angemeldet hat.
In den zuvor geschilderten Fällen besteht nach Auskehr des Verwertungserlöses ebenfalls die Möglichkeit, dass es bei der weiteren Vollstreckung der Wertersatzeinziehung gelingt, ein Gegenstand zu pfänden. Die Entschädigung richtet sich dann nach dem bereits vorstehend beschriebenen Verfahren gemäß § 459m Abs. 2 StPO.
II) Anspruchsanmeldung und allgemeine Hinweise:
Da nicht abzusehen ist, ob letztlich eine der in § 459m StPO geregelten, die Vorlage eines Titels erfordernden Konstellationen Anwendung findet, bleibt es Ihnen insgesamt überlassen, unter Abschätzung der jeweiligen Risiken selbständig Ihre Ansprüche gegenüber dem Schuldner geltend zu machen. Eine dahingehende Rechtsberatung vermag jedoch weder die Staatsanwaltschaft noch das mit der Sache befasste Strafgericht zu erteilen. Bitte nehmen Sie daher von Anfragen Abstand. Es obliegt Ihrem Ermessen, anwaltlichen Beistand in Anspruch zu nehmen und bei berechtigtem Interesse Akteneinsicht zu beantragen.
Sollten durch den Verurteilten bereits Zahlungen an Sie geleistet worden sein, wird um Mitteilung gebeten, wann und in welcher Höhe diese Zahlungen erfolgt sind.
Arnsberg, 01.08.2019
Struck, Rechtspfleger
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 § 111
 § 459
 § 459
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