Source: https://media.zwp-online.info/archiv/pub/sim/ej/2017/ej0317/
Timestamp: 2019-04-26 06:00:21+00:00

Document:
EJ0317
Editorial: Die Präsenz der Endodontie
or dem Hintergrund der weltweiten gesellschaftlichen und politischen Entwicklungen – beispielsweise die Eskalation der Auseinandersetzung auf den Straßen Hamburgs im Rahmen des G20 Gipfels, die unsicherer gewordenen Entwicklungen der Klimapolitik, die bisweilen als ungewiss empfundene Rolle des neuen Präsidenten der USA, die Diskussionen um Europa und nicht zuletzt die Entwicklungen in der Türkei, um nur ein paar Punkte zu nennen –, die manch einem von uns auf eine gewisse Art und Weise Sorgen bereiten, möchte ich dennoch einen Gedanken, der uns und mich persönlich in der Endodontie seit geraumer Zeit umtreibt, näher beleuchten...
Prämolaren gelten bei der Wurzelbehandlung als eher wenig kompliziert und auch von Generalisten gut beherrschbar. Bis auf den oberen Vierer besitzen sie in der Regel nur eine, meist wenig gekrümmte Wurzel mit einem gut instrumentierbaren Wurzelkanalsystem. Doch es gibt gar nicht so selten anatomische Ausnahmen.1
Medikamentöse Einlagen bei der Endo
Calciumhydroxidpasten sind heute ein wichtiger Bestandteil zur temporären Wurzelkanalfüllung. Zusätzlich eignen sie sich zur direkten Pulpenüberkappung, als dauerhafter Verband bei Vitalamputationen und zur indirekten Überkappung bei Caries profunda. Calci-Line (Hager & Werken) ist durch seinen Austrocknungsschutz besonders ergiebig und einzigartig. Hierdurch wird eine chemische Reaktion von CA(OH)2 zu CA(CO)3 Kalkspat vermieden.
Der präendodontische Aufbau
Der möglichst lebenslange Erhalt der eigenen Zähne steht im Zentrum der modernen Zahnerhaltung. Eine entscheidende Rolle kommt dabei der Endodontie zu – der prognostisch vorhersagbaren Therapie von bereits durch eine Infektion des Pulpakomplexes geschädigten Zähnen. Gerade im Bereich der Endodontie wurden in den letzten Jahren erhebliche wissenschaftliche, aber auch technische Fortschritte erzielt. Der folgende Artikel thematisiert die Voraussetzungen für ein antimikrobielles Behandlungskonzept sowie den präendodontischen Aufbau mithilfe des Komposits LuxaCore Z-Dual der Firma DMG.
Mit Glasfaserstiften Grenzfälle meistern
Eine Wurzelstiftversorgung soll folgende Kriterien erfüllen: Den Zahn langfristig funktionell belastbar wiederaufbauen, die Restzahnsubstanz vor Frakturen schützen und bakterielles Leakage durch den Wurzelkanal vermeiden. Wie mit dem kurzen Wurzelstift DPXCL6 (Komet Dental) eine absolute Grenzsituation im sensiblen Frontzahnbereich funktionell wie ästhetisch gerettet werden kann, zeigt der nachfolgende Anwenderbericht.
Eine 58-jährige Patientin klagte über Schmerzen und erhöhte Beweglichkeit ihres Brückenpfeilerzahns 24. Eine herausnehmbare Versorgung war für sie jedoch nicht vorstellbar. Die Problematik wurde mit einem kombinierten parodontalen und endodontischen Eingriff gelöst – und mit Implantationen an den Positionen 25 und 26.
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Interview: „RECIPROC® blue ist definitiv eine bahnbrechende Veränderung“
Dr. Grzegorz Witkowski im Gespräch
Die richtige Spülung spielt weiterhin eine wichtige Rolle für eine erfolgreiche endodontische Behandlung. Allgemeinzahnmediziner und Endodontologen verwenden verschiedene Mittel, um Kanäle effizient zu reinigen und sie auf die Obturation vorzubereiten. Dabei müssen verschiedene Arten von Nadeln und Durchflussraten berücksichtigt werden und es gilt, den richtigen Druck für eine apikale Reinigung auszubalancieren. Das Endodontie Journal sprach mit Dr. Grzegorz Witkowski über seine täglichen Herausforderungen bei der Spülung und über RECIPROC® blue als bahnbrechende Veränderung in der Endodontie.
3. Gemeinschaftstagung der DGZ, DGET, DGPZM und DGR²Z
Vom 23. bis 25. November 2017 wird in Berlin die Zahnerhaltung in all ihren Facetten beleuchtet. Mit dem „DGZ-Tag der Wissenschaft/Universitäten“ gibt es auch speziell für den wissenschaftlichen Nachwuchs wieder ein Programm.
Abrechnungs-Tipp: Endodontische Behandlungen: Erst aufklären, dann abrechnen
Für die Abrechnung endodontischer Behandlungsmethoden über die gesetzliche Krankenkasse gibt der Gemeinsame Bundesausschuss der Zahnärzte und Krankenkassen klare Richtlinien vor: In erster Linie gilt im vertragszahnärztlichen Bereich das Wirtschaftlichkeits gebot. Außerdem geben aber auch die BEMA- Richtlinien B III 9 und 9.1 vor, welche Voraussetzungen für die entsprechende Abrechnung erfüllt sein müssen...
16. Jahrgang | € 10,00 zzgl. MwSt. | ISSN 1611-0870 | PVSt. F 50117 Zeitschrift für moderne Endodontie ENDODONTIE Journal 3 2017 Fachbeitrag Primärbehandlung eines unteren zweiten Prämolaren mit zwei Wurzeln Seite 10 Anwenderbericht Der präendodontische Aufbau Seite 20 Anwenderbericht Mit Glasfaserstiften Grenzfälle meistern Seite 24 Events 3. Gemeinschaftstagung der DGZ, DGET, DGPZM und DGR²Z Seite 42
0 V 2 5 1 8 1 4 · 6 1 0 2 / 6 0 © Ich bin Endo. Ich finde bei Komet für jede Anwendung die perfekte Lösung. Ich kann mich hundertprozentig auf die Qualität, die Einfachheit und die Sicherheit jedes einzelnen Instruments verlassen. Ich bin Dr. Marco Neumann, Zahnarzt aus Düsseldorf. www.ich-bin-endo.de
Die Präsenz der Endodontie Liebe Kollegen, vor dem Hintergrund der weltweiten gesellschaftlichen und politischen Ent- wicklungen – beispielsweise die Eska- lation der Auseinandersetzung auf den Straßen Hamburgs im Rahmen des G20-Gipfels, die unsicherer geworde- nen Entwicklungen der Klimapolitik, die bisweilen als ungewiss empfundene Rolle des neuen Präsidenten der USA, die Diskussionen um Europa und nicht zuletzt die Entwicklungen in der Türkei, um nur ein paar Punkte zu nennen –, die manch einem von uns auf eine gewisse Art und Weise Sorgen berei- ten, möchte ich dennoch einen Ge- danken, der uns und mich persönlich in der Endodontie seit geraumer Zeit umtreibt, näher beleuchten. Die Endodontie hat sich als elementa- rer Bestandteil einer modernen Zahn- erhaltungskunde in den letzten etwa 15 Jahren als Fachgebiet etabliert und sehr gut weiterentwickelt. Die Deut- sche Gesellschaft für Endodontologie und zahnärztliche Traumatologie e.V. (DGET) verzeichnet Mitgliederzuwächse im zweistelligen Prozentbereich und die Nachfrage nach Tagungen, quali ﬁzierter Weiterbildung und Kursen ist bei allen Anbietern weiterhin ungebremst. Die Zahl der von uns und auch den Zahn- ärztekammern angebotenen, meist ausgebuchten Curricula und Master- studiengänge zeigt dies deutlich. Das Engagement der DGET beschränkt sich dabei nicht nur auf Fragen der post- gradualen Ausbildung. In der Vergan- genheit hatten wir auch bei Fragen der universitären Lehre die Möglichkeit, ein Beispiel wäre der Lernzielkatalog Zahn- medizin, uns konstruktiv einzubringen. Jedoch sollten wir bei allen positiven Entwicklungen der Endodontie – wie von Prof. Schäfer in einem Editorial erst kürzlich beleuchtet – einen Sachverhalt nicht aus den Augen ver lieren: Diese positiven Entwicklungen spiegeln sich leider derzeit immer we niger an den Universitäten wider. Es gibt kaum noch junge Kollegen, die sich im universitä- ren Bereich der Endodontie zuwenden. Dies mag auch an den fehlenden Per- spektiven liegen – es gibt kaum noch endodontisch geprägte Lehrstühle und eine Sektion für Endodontie ist an den meisten Standorten wie beschrieben, ebenfalls nicht mehr vorgesehen. Da- mit die Endodontie auch in Zukunft eine nachhal tige Entwicklung nehmen kann, sollten wir in Zukunft auch als Fachgesellschaft gemeinsam mit den Universitäten daran arbeiten, diesen Trend umzukehren und wachsam sein. Die Präsenz der Endodontie an den un terschiedlichen Universitäten schafft Nachhaltigkeit, sichert den wissen- schaftlichen Nachwuchs und ist daher wichtig für die Entwicklung des ge- samten Faches. Bei aller Kritik möchte ich jedoch hier wieder den Bogen zu den interna- tionalen Entwicklungen spannen. Ge- rade mit Blick auf die Entwicklungen in der Türkei – erst kürzlich wurden dort wieder viele Professoren und Angehö- rige der Universitäten aufgrund von politischen Gründen entlassen oder beurlaubt – können wir in Deutschland die Möglichkeiten an den Universitä- ten gar nicht hoch genug einschätzen. Wir können unabhängig von Religion, politischer Ansicht und Geschlecht frei forschen, lehren, internationale Kooperationen eingehen und an den Entwicklungen unseres Fachgebiets mitarbeiten. Dies ist in der heutigen Zeit ein großes Gut und dass wir dies in einem seit vielen Jahrzehnten fried- lichen Europa in Kooperation mit vie- len Partnern tun können, ist sicherlich angesichts der heutigen Entwicklungen nicht mehr nur selbstverständlich. Dies sollten wir bei aller Kritik an den uni- versitären Entwicklungen und Einrich- EDITORIAL tungen in unserem Land immer auch respektvoll und dankbar vor Augen haben und mit aller Kraft dafür Sorge tragen, dass dies auch in Zukunft nicht aufs Spiel gesetzt wird und weiterhin mög lich bleibt oder gar ausgebaut wird. Persönlich wünsche ich Ihnen bei der Lektüre dieser Ausgabe viel Spaß und hoffe, dass Sie viele interessante As- pekte für die tägliche Arbeit in Ihrer Praxis verwenden können. Ich freue mich, Sie auch im Namen des gesam- ten Vorstands der DGZ und DGET zur 3. Gemeinsamen Jahrestagung der DGZ/DGET vom 23. bis 25. November 2017 nach Berlin einladen zu dürfen (www.dget.de). Ich wünsche uns allen ein gutes und erfolgreiches 2. Halbjahr 2017, einen erlebnisreichen und inspirierenden Kongressherbst und alles Gute für die Zukunft. [Infos zum Autor] [Infos zur Fachgesellschaft] Prof. Dr. Christian Gernhardt Präsident der Deutsche Gesellschaft für Endodontologie und zahnärztliche Traumatologie e.V. (DGET) in der Deutschen Gesellschaft für Zahnerhaltung e.V. Endodontie Journal 3 | 2017 3
INHALT Editorial Markt | Firmenporträt 3 Die Präsenz der Endodontie Prof. Dr. Christian Gernhardt 38 Ich sehe was, was du nicht siehst … Kerstin Oesterreich Fachbeitrag Interview 6 10 C-förmige Wurzelkanäle – eine endodontische Herausforderung Dr. Dieter Deußen, M.Sc., M.Sc., M.Sc., M.Sc. Primärbehandlung eines unteren zweiten Prämolaren mit zwei Wurzeln Karsten Troldner 40 „RECIPROC® blue ist deﬁ nitiv eine bahnbrechende Veränderung“ Events 42 3. Gemeinschaftstagung der DGZ, DGET, DGPZM und DGR²Z Anwenderbericht 14 Taktil kluges Vorgehen mit Nickel-Titan-Feilen Dr. Andreas Habash 18 Medikamentöse Einlagen bei der Endo Dr. Hans H. Sellmann 20 Der präendodontische Aufbau Dr. Ralf Schlichting 24 Mit Glasfaserstiften Grenzfälle meistern Dr. Hendrik Zellerhoff 28 Multidisziplinärer Erhalt eines Zahns als temporärer Brückenpfeiler Ramon Boninsegna, DDS, PhD, Luca Bovolato, DDS Recht 44 Verantwortung für korrekte Angaben im Internet zur eigenen Person Dr. Susanna Zentai Tipp | Abrechnung 46 Endodontische Behandlungen: Erst aufklären, dann abrechnen Judith Müller 30 Markt | Produktinformationen 48 News 50 Termine/Impressum 16. Jahrgang | € 10,00 zzgl. MwSt. | ISSN 1611-0870 | PVSt. F 50117 Zeitschrift für moderne Endodontie ENDODONTIE Journal 3 2017 Fachbeitrag Primärbehandlung eines unteren zweiten Prämolaren mit zwei Wurzeln Seite 10 Anwenderbericht Der präendodontische Aufbau Seite 20 Anwenderbericht Mit Glasfaserstiften Grenzfälle meistern Seite 24 Events 3. Gemeinschaftstagung der DGZ, DGET, DGPZM und DGR²Z Seite 42 Titelbild: Meta Biomed Europe GmbH 4 Endodontie Journal 3 | 2017
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FACHBEITRAG C-förmige Wurzelkanalkonﬁgurationen stellen den Behandler vor besondere Herausforderungen bei der Wurzelkanalbehand- lung, da sie mit besonders dünnen Dentinwänden und meist einer unregelmäßigen Formvariation einhergehen. Behutsames Vorgehen sowie ausreichendes Wissen um diese anatomische Besonderheit sind daher bei der Behandlung unabdingbar. Dr. Dieter Deußen [Infos zum Autor] C-förmige Wurzelkanäle – eine endodontische Herausforderung Dr. Dieter Deußen, M.Sc., M.Sc., M.Sc., M.Sc. Der Begriff „c -shaped canal“ (c -förmiger Kanal) wurde das erste Mal 1979 von Cooke und Cox ver- wendet. Sie zeigten Fälle, bei denen der Wurzel kanal nach Eröffnung der Pulpenkammer wie der Buchstabe „c“ aussah. Eine c-förmige Wurzel- kanalkonﬁguration entsteht durch eine unvollständige Fusion oder Fehlen der Hertwig’schen Epithelscheide während der Wurzelentwicklung. c -förmige Ka- näle sind am häuﬁgsten in den zweiten Molaren des Unterkiefers zu ﬁnden, aber auch in anderen Zahnregionen ist diese Kanalkonﬁguration möglich. Die Häuﬁgkeit ist global unterschied- lich. Bei den Kaukasiern ist mit einem Vorkommen von 2,7 bis 7,6 Prozent C2 C4 a c d f b e C1 C3 C5 Abb. 1 Abb. 2 Abb. 1: Darstellung der Klassiﬁkation c -förmiger Wurzelkanäle nach Melton et al. 1991. – Abb. 2: Klinische Darstellung c -förmiger Wurzelkanäle (Lee DG et al. 2007). 6 Endodontie Journal 3 | 2017 in einem unteren zweiten Molar zu rechnen, in der asiatischen Population sogar bis zu 32,7 Prozent. Klassiﬁkation Zähne mit einer c -förmigen Kanal- konﬁguration sind in sehr vielen mor- phologischen Variationen zu ﬁnden. Die am häuﬁgsten verwendete Klas- siﬁkation von Melton et al. ist in der Abbildung 1 aufgeführt. Eine „klassi- sche“ c -förmige Kanalkonﬁguration hat einen durchgängigen Isthmus, der die Form eines „c“ hat, wobei die Rundung meist bukkal liegt. Dieses Muster folgt vollständig oder teilweise bis zum Apex. Eine andere häuﬁge Konﬁguration beinhaltet ein Dentin- band an einem Ende des Isthmus. Die Form ähnelt einem Semikolon. Eine weitere Konﬁguration zeigt einen mesialen und/oder distalen Kanalein- gang wie in einem üblichen Molaren und einem schmalen Isthmus (Abb. 2). Eine weniger häuﬁge Konﬁgu ration ist ein symmetrisch angelegter mesialer und distaler Kanaleingang im Ober- kiefermolar. Ein Isthmus ist nicht vor- handen, aber es zeigt sich eine aus mehreren Wurzeln verschmolzene Wurzel. Wichtig zu wissen ist, dass die Dentinwände am Isthmus sehr dünn sind und nicht stark abgetragen werden dürfen. Dies ist bei der Reini- gung und Desinfektion der Kanalwände
FACHBEITRAG Abb. 3: Darstellung eines UK-Molaren mit c -förmiger Wurzelkanalkonﬁguration (Courtesy Howard Farran). eine schwierige Aufgabe. Somit gelten nicht die herkömmlichen Behandlungs- protokolle, sondern es muss ein indi- vidueller Behandlungsplan entworfen werden. Diagnostik Die meisten Zähne mit einer c -förmi- gen Kanalkonﬁguration sind mit einer Einzelzahnaufnahme zu identiﬁzieren (Abb. 3). Die Wurzeln sind fusioniert und zeigen eine konische Erscheinung. Die Wurzel kanäle vereinigen sich kurz vor dem Apex. Ist man trotzdem nicht sicher, ob es sich um eine c -förmige Wurzel- konﬁguration handelt, dann ist die Erstellung einer DVT-Aufnahme sinn- voll. Mit der horizontalen Darstellung lässt sich die Kanalkonﬁguration sehr gut bestimmen. Die Wanddicke und die Dimension der Pulpa lassen sich ebenfalls gut einschätzen und sind somit für die Behandlungsplanung sehr hilfreich. Bei der klinischen Untersuchung müs- sen alle Tests (Sensibilität, Perkussion, Palpation etc.) durchgeführt werden, um den Zustand der Pulpa und des periradikulären Bereiches bestimmen zu können. Ebenso wichtig ist die Messung des parodontalen Zustan- des. Wegen der schwierigen Behand- lung von Zähnen mit einer c -förmigen Wurzelkanalkonﬁguration sollte bei einer ausgeprägten parodontalen Er- krankung sehr genau überlegt wer- den, ob eine endodontische Behand- lung des Zahnes noch sinnvoll ist. Ist ein Fistelgang vorhanden, so muss die Ursache identiﬁziert werden. Da- bei sollte eruiert werden, ob es sich primär um eine parodontale oder endodontische Ursache oder um eine Fraktur handelt. Eine isolierte distale Taschentiefe von mehr als 4 mm deutet bei dieser Kanalkonﬁguration meist auf eine Fraktur hin. Ist distal des Zahnes ein breiter Bereich mit einer tiefen Tasche vorzuﬁnden, so kann die Ursache eine parodontale Erkrankung oder ein ex- trahierter Weisheitszahn sein. Vertikale Frakturen bei Zähnen mit c -förmiger Wurzelkanalkonﬁguration sind häuﬁger vorzuﬁnden als bei „nor- malen“ Molaren. Ist eine vertikale Fraktur vorhanden, sollte der Zahn extrahiert werden. Zugang Nachdem die Voraussetzungen für eine endodontische Behandlung er- füllt sind, muss der Behandler den idealen Zugang zur Pulpa planen. Die diagnostischen Aufnahmen sind dafür unerlässlich. Die Pulpenkammer ist sehr zentral in der Mitte des Zahnes, sodass ihr Erreichen keine großen Schwierigkeiten verursacht. Der Zu- gang sollte so gewählt werden, dass ein Maximum der Zahnsubstanz erhal- ten bleibt und trotzdem ein gerader Zugang zum Pulpengewebe gewähr- leistet ist. Die Identiﬁzierung und Rei- nigung solcher Wurzelkanalsysteme ist mithilfe eines Dentalmikroskops einfacher möglich. Die Vergrößerung und die optimale Ausleuchtung lassen die Strukturen besser erkennen und anatomisch zuordnen. Schnell kann durch die schwierige Konﬁguration die Orientierung ver- loren gehen, sodass eine Messauf- nahme sinnvoll wird. Aus Erfahrung ist meist der mesiale Bereich schwieriger bis zum Apex hin zu erreichen als der distale. Instrumentierung Eine c -förmige Wurzelkanalkonﬁgu- ration ist ein komplexes Gebilde und stellt eine Herausforderung für den Zahnarzt dar. Meist ist eine Kombination aus ver- schiedenen Aufbereitungsmethoden notwendig, um ein solches Kanal system effektiv säubern zu können. Die Form des Kanalsystems bei Zähnen mit einer c -förmigen Wurzelkanalkonﬁguration ist eher band artig als rund. Häuﬁg ﬁn- den sich Anastomosen, die eine effek- tive Reinigung der Kanäle erschweren. Die Aufbereitung sollte sorgsam und vorsichtig durchgeführt werden: 1. Reinigen Sie zuerst die Pulpenkam- mer und identiﬁzieren Sie dann die vollständige c -förmige Ausdehnung. 8 Endodontie Journal 3 | 2017
FACHBEITRAG Abb. 4 Abb. 5 Abb. 4: DVT-Aufnahme (Silva EJ et al. 2013). – Abb. 5: Schnittbilder eines Zahnes mit c-förmiger Wurzelkanalkonﬁguration (rootcanalanatomy.blogspot.com). 2. Mit einem schmalen Bohrer oder einer Ultraschallspitze wird in Rich- tung Apex die c -förmige Einziehung sukzessive entfernt. Debris wird dabei in die Tiefe gedrückt. Dies zeigt breitere Bereiche und damit potenzielle Eintrittspunkte. 3. Benutzen Sie schmale Handfeilen mit leichtem Druck, um den gesam- ten Kanal zu erreichen. 4. Der Kanal wird vorsichtig mit Hand- feilen, rotierenden Aufbereitungs- instrumenten oder mit SAF-Feilen erweitert. Eine aggressive Aufbe- reitung mit Gates- Glidden-Bohrern oder großen NiTi-Feilen ist nicht zu empfehlen. Zähne mit einer c -förmi- gen Wurzel kanalkonﬁguration sind anfälliger für Strip-Perforationen, somit sind schmale Feilen mit gerin- gem Taper zu bevor zugen. 5. Eine ausreichende chemomechani- sche Desinfektion erhöht die Pro- gnose. Medikamentöse Einlage Kalziumhydroxid hat gute antimikro- bielle Eigenschaften und reduziert Mikroorganismen und Gewebe, die während der Aufbereitung nicht erreicht wurden. Des Weiteren lässt sich bei einem zweiten Termin fest- stellen, ob die Initialtherapie erfolg- reich war: Sind die klinischen Zeichen und Symptome verschwunden, liegen die Voraussetzungen für eine Füllung des Kanalsystems vor. Zusammenfassung Wurzelkanalfüllung Die Wurzelkanalfüllung eines c -för- migen Wurzelkanalsystems stellt eine weitere Schwierigkeit dar. Die erste Problematik ist die Form. Das Kanal- system ist sehr unregelmäßig, aber die meisten Wurzelfülltech niken sind für runde Wurzelkanalformen produziert, wie Wurzelfüllstifte und Sealer. Mit der Technik der warm-vertikalen Kondensation lassen sich die gereinig- ten und desinﬁzierten Areale gut füllen. Durch ein langsames und vorsichtiges Einbringen des Wurzelfüllmaterials und einer guten Verdichtung sind Luftein- schlüsse vermeidbar. Es sollte darauf geachtet werden, dass das Wurzelfüll- material nicht überpresst wird. Die neuen biokeramischen Wurzel- füllmaterialen sind gut für die Abdich- tung der Kanäle geeignet. MTA lässt sich gut in kleinen Portionen in das Wurzelkanalsystem einbringen und ge- gebenenfalls mit Ultraschallaktivierung verdichten. Restauration Wie bei jedem endodontisch behandel- ten Zahn ist eine schnelle Versiegelung des Zahnes notwendig, um eine Re- infektion zu vermeiden. C-förmige Wurzelkanalkonﬁgurationen kommen am häuﬁgsten bei den zweiten UK-Molaren vor, aber auch in anderen Regionen. Die konische, verschmolzene Wurzel auf dem Röntgenbild lässt den Verdacht einer c -förmigen Wurzelka- nalkonﬁguration aufkommen, der meist klinisch veriﬁziert werden kann. Die Variation der Form ist für den Behandler immer eine große Herausforderung bei einer Wurzelkanalbehandlung, ebenso die dünnen Dentinwände. Nur mit aus- reichenden Kenntnissen und vorsichti- gem Arbeiten lässt sich diese Heraus- forderung zufriedenstellend meistern. t k a t n o K Dr. med. dent. Dieter Deußen, M.Sc., M.Sc., M.Sc., M.Sc. Aachener Straße 222 50931 Köln Tel.: 0221 98862267 info@zahnaerzte-deussen.de www.zahnaerzte-deussen.de Endodontie Journal 3 | 2017 9
FACHBEITRAG Prämolaren gelten bei der Wurzelbehandlung als eher wenig kompliziert und auch von Generalisten gut beherrschbar. Bis auf den oberen Vierer besitzen sie in der Regel nur eine, meist wenig gekrümmte Wurzel mit einem gut instrumentierbaren Wurzelkanalsystem. Doch es gibt gar nicht so selten anato- mische Ausnahmen.1 Karsten Troldner [Infos zum Autor] Primärbehandlung eines unteren zweiten Prämolaren mit zwei Wurzeln Karsten Troldner Der 48-jährige männliche Patient stellte sich bei uns mit unklaren Be- schwerden im Molarenbereich des vierten Quadranten vor. Die allgemeine Anamnese war unauffällig, die spezi- elle Anamnese zeigte ein prothetisch sanierungsbedürftiges Gebiss im zwei- ten und dritten Quadranten. Das an- gefertigte OPG (Abb. 1) zeigte keinen nennenswerten Knochenabbau sowie keine Auffälligkeiten in den apikalen Regionen. Die Zähne des vierten Qua- dranten reagierten auf die Sensibilitäts- probe mittels Kältespray (Orbis Dental) gleichermaßen positiv, die sondier- baren Taschentiefen lagen zwischen 1 und 3 mm. Der Patient vermutete eine Impaktation von Speiseresten zwi- schen 46 und 47. Daraufhin wurden die Approximalräume im Seitenzahn- bereich mit CHX 0,2 % gespült und CHX-Gel eingelegt. Behandlungsablauf Der Patient stellte sich eine Woche später erneut mit persistierenden Beschwerden vor. Ein daraufhin an- gefertigter Zahnﬁlm der Regio 45–47 (Abb. 2) zeigte einen nicht sufﬁzienten Kronenrand an Zahn 46 distal sowie eine Caries profunda unter der Amal- gamfüllung an Zahn 45. Die Sensibili- tätsprobe verlief an allen Zähnen des vierten Quadranten positiv. Daraufhin entschieden wir uns zur Kariestherapie von Zahn 45. Nach Leitungsanästhesie mit Septanest 1 : 100.000 (Septodont) wurde die Amalgamfüllung unter Wasser kühlung mit einem Schnellläufer - Abb. 1: OPG Ausgangssituation. 10 Endodontie Journal 3 | 2017 winkelstück entfernt und das kariöse Dentin niedrigtourig mit Keramikrosen- bohrern (Komet Dental) exkaviert. Das kariöse Dentin ließ sich vollständig ohne Exposition der Pulpa exkavie- ren. Die pulpanahen Bereiche wurden mit dem Kalziumhydroxid-Liner Dycal (Dentsply Sirona) abgedeckt und die Kavität mit dem Glasionomerzement Ketac™ Silver (3M ESPE) im Sinne einer expektativen Diagnostik gefüllt. Fünf Tage später stellte sich der Patient erneut mit stärkeren Beschwerden vor. Der Zahn 45 war mittlerweile perkus- sionsempﬁndlich und reagierte auf die Sensibilitätsprobe mittels Kältespray verzögert. Nach Besprechung der Behandlungsoptionen mit dem Patien- ten entschieden wir uns zur Einleitung einer Wurzelbehandlung. Der vor fünf Tagen angefertigte Zahnﬁlm (Abb. 2) zeigte eine subkrestale Aufteilung in zwei separate Wurzeln. Bartels und Hülsmann geben die Häuﬁgkeit des Vorkommens von zwei Kanälen in einem unteren zweiten Prämolar mit 1 bis 13 Prozent an.2 Nach Leitungsanästhesie mit Septa- nest 1 : 100.000 wurde der Zahn un- ter Kofferdam (Hu-Friedy) isoliert. Die Ketac™-Füllung wurde trepaniert und das Pulpenkavum mit EndoTracer 014 (Komet Dental) freigelegt. Im An- schluss erfolgte unter dem OPMI M320 (Leica) die Darstellung der Furkations- teilung mit den beiden Kanaleingän-
FACHBEITRAG Abb. 2 Abb. 5 Abb. 3 Abb. 6 Abb. 4 Abb. 7 Abb. 2: Zahnﬁlm 45–47. – Abb. 3: Röntgenmessaufnahme. – Abb. 4: Mastercone-Aufnahme. – Abb. 5: Backﬁll. – Abb. 6: Kontrolle Wurzelfüllung. – Abb. 7: Kontrollaufnahme Glasfaserstift. gen, welche mit Micro-Openern 010 (Dentsply Sirona) sondiert wurden. Die Kathederisierung der Kanäle wurde mit vorgebogenen C-Pilot-Feilen (VDW) mit anschließender endometrischer Längenbestimmung mit dem Endome- triemodul des Endomotors VDW.GOLD RECIPROC® (VDW) durchgeführt. Die Längenmessung wurde röntgenolo- gisch überprüft (Abb. 3). Die weitere maschinelle Aufbereitung erfolgte mit RECIPROC® blue R25 NiTi-Feilen (VDW) unter intensiver Spülung mit NaOCl 3 %. Diese neuartige NiTi- Legierung bietet den Vorteil, dass sich die Instrumente vor Insertion in den Wurzelkanal vorbiegen lassen und eine starke Erweiterung der Zugangskavi- tät mittels gekürzter Gates-Glidden- Bohrer mit dem Risiko der Substanz- schwächung vermieden wird.1 Nach erneuter ultraschallaktivierter Spülung mit NaOCl 3 % sowie Zitro- nensäure 17 % erfolgte die medika- mentöse Einlage mit der Ca(OH)2- Paste AH Temp (Dentsply Sirona). Die Kavität wurde auf einem Wiederlager aus Teﬂonband mit dem lichthärten- den temporären Füllmaterial DuoTEMP (COLTENE) und einer Deckschicht aus Venus® Flow (Kulzer) verschlossen. Zwei Wochen später (nach einer Ge- schäftsreise nach Südostasien) stellte sich der Patient beschwerdefrei zur Wurzelfüllung vor. Nach Leitungs- anästhesie und Isolation unter Koffer- dam und erneuter endometrischer Kon- trolle der Arbeitslängen sowie Spülung nach bekanntem Spülprotokoll erfolgte das Anpassen der Mastercones mit röntgenologischer Kontrolle (Abb. 4). Die Wurzelfüllung wurde in warmer 12 Endodontie Journal 3 | 2017 vertikaler Kompaktion mit BeeFill® 2in1 (VDW) durchgeführt und der Down- pack und der Backﬁll (Abb. 5) rönt- genologisch kontrolliert (Abb. 6). Im Anschluss erfolgte in den lingualen Kanal die Insertion eines Glasfaser- stiftes DentinPost (Komet Dental) mit dem selbstadhäsiven Kompositzement RelyX® Unicem (3M ESPE) und ein ad- häsiver Aufbau mit dem dualhärtenden Kompositaufbaumaterial Miraﬁt Core® (Hager & Werken; Abb. 7). Weitere vier Wochen später erfolgte die Prä- paration des Zahnes 45 für eine VMK- Krone, welche dann 14 Tage später eingegliedert wurde. Fazit Wie schon im vergangenen Jahr dar- gestellt1, bieten vermeintlich einfache Zähne wie Prämolaren eine erhebliche Bandbreite an anatomischen Varia- tionen. Unter dem OPMI lassen sich auch komplexe Kanalsysteme durch moderne, speziell für die Behandlung unter dem Mikroskop entwickelte In- strumente und Bohrer sowie durch neue ﬂexiblere NiTi-Legierungen mit minimalinvasiven Zugängen aufberei- ten und füllen. Somit wird ein Zahn- erhalt unter maximaler Substanzscho- nung und ein immer vorhersagbareres Behandlungsergebnis möglich. Weitere Fortschritte in Hinblick auf minimal- invasive Zugangskavitäten erscheinen durch Einbeziehung einer DVT-basier- ten Planungssoftware wie 3D Endo™ (Dentsply Sirona) künftig möglich. Literatur 1 Troldner, Karsten: „Zähne mit besonderen Wurzelkanalanatomien“, Teil 1: Prämolaren; Endodontie Journal 3/16, Seiten 10–13. 2 Hülsmann, M. Schäfer, E., Probleme in der Endodontie S. 173, Quintessenz Verlag 2007. t k a t n o K Karsten Troldner Tätigkeitsschwerpunkt Endodontologie ZAHNÄRZTEMG Tel.: 02166 58888 troldner@zahnaerztemg.de www.zahnaerztemg.de
Dr. Andreas Habash Literatur [Infos zum Autor] ANWENDERBERICHT Ein dreidimensionales Wurzelkanalsystem detailgetreu zu erfas- sen und nachzuempﬁnden, ist oft hochkomplex. In der moder- nen Endodontie erleichtern bildgebende Verfahren zunehmend die Diagnosestellung und Analyse der individuellen Situation im Kanal. Wie man mithilfe vorbiegbarer NiTi-Feilen zudem seine taktile Wahrnehmung zielgerichtet einsetzt, illustriert folgender Patientenfall. Taktil kluges Vorgehen mit Nickel-Titan-Feilen Dr. Andreas Habash Die größte Herausforderung in der Endodontie stellt nach wie vor die Er- kundung der natürlichen dreidimen- sionalen Strukturen im menschlichen Wurzelkanal dar. Bildgebende Verfah- ren wie die digitale Volumentomogra- ﬁe ermöglichen Endoexperten mittler- weile, sich bereits vor der Behandlung ein detailliertes Bild von untypischen Kanalverläufen und strukturellen Be- sonderheiten zu verschaffen. Eine gute anatomische Vorstellungskraft hilft zudem bei der formkongruenten Auf- bereitung einzelner Kanäle. Der Ein- satz hochﬂexibler Nickel-Titan-Feilen bei der Instrumentierung erlaubt da- bei, sich trotz modernster technischer Hilfsmittel zusätzlich durch seine taktil geschulte Wahrnehmung abzusichern. Wie die sogenannte „Tactile Controlled Activation“-Technik (kurz: TCA) in der Praxis funktioniert, zeigt ein aktueller Behandlungsfall, der im Notdienst als akuter Schmerzfall begonnen hat. Irreversible Pulpitis an Zahn 17 Kurz vor Weihnachten stellte sich in un- serer Gemeinschaftspraxis ein 55-jähri- ger Patient mit akuter Schmerzsympto- matik im rechten Oberkiefer vor. Nach eingehender Untersuchung ließen sich seine Beschwerden auf Zahn 17 zurück- führen (Abb. 1). Die im Rahmen der Untersuchung und der durchgeführten Röntgendiagnostik erfassten Befunde wiesen auf das Bestehen einer irrever- siblen Pulpitis hin. So wurde im Not- dienst eine Wurzelkanalbehandlung begonnen, um eine sofortige Schmerz- linderung zu erreichen. Erkennbar war in der Röntgenaufnahme auch der ungewöhnlich geringe Durchmesser der Kanäle, welcher die minimalinva- sive Aufbereitung erschweren würde (Abb. 2). Bei jedem Zahn, bei dem eine endo- dontische Behandlung begonnen wird, muss man mit anatomischen Beson- derheiten und Abweichungen von den in den Lehrbüchern angegebenen Anatomien rechnen. Im vorliegenden Behandlungsfall lag der mesiobukkale Kanal (MB1) weit zentral. Zudem gab es den Verdacht auf einen zweiten me- siobukkalen Kanal (MB2) direkt neben MB1. Alle Kanäle ließen sich nur sehr schwierig katheterisieren (Abb. 3). Aus diesem Grund entschieden wir uns für eine DVT-Aufnahme, um die genauen anatomischen Gegebenheiten näher zu ergründen. Die dreidimensionale Dar- stellung vermittelte uns einen klaren Eindruck von der Anlage der vorhan- denen drei statt vier Hauptkanäle, die sich apikal in nur zwei Kanäle verein- Abb. 1 Abb. 2 Abb. 3 Abb. 1: Ausgangsbefund Zahn 17. – Abb. 2: Ausgangsbefund im Röntgenbild. – Abb. 3: Weitere anatomische Visualisierung bei schwieriger Aufbereitung des zentralen Kanals. (© Dr. Habash) 14 Endodontie Journal 3 | 2017
ANWENDERBERICHT Abb. 4a Abb. 4b Abb. 4c Abb. 4a–c: Dreidimensionale Darstellung der Kanalverläufe mittels DVT – a) koronales Wurzeldrittel, b) mittleres Wurzeldrittel, c) apikales Wurzeldrittel. (© Dr. Habash) ten, sodass wir den notwendigen Ein- griff entsprechend vorbereiten konnten (Abb. 4a–c). Nach Anlegen des Koffer- dams zur Isolierung des Arbeitsfeldes und Eröffnung des Kanals folgte die eigentliche Aufbereitung mit speziel- len, vorbiegbaren NiTi-Feilen, die sich besonders bei engen Kanalverläufen vielfach bewährt haben. Fliegender Feilenwechsel Eine gründliche Aufbereitung und Rei- nigung des Wurzelkanals sollte immer, soweit möglich, die anatomischen Gegebenheiten des jeweiligen Falles respektieren. Konkret bedeutet dies im ersten Schritt das Anlegen eines geradlinigen Zugangs sowie ein sub- stanzschonender Dentinabtrag, der den natürlichen Kanalverlauf weitge- hend erhält. Darüber hinaus sollte auch die ursprüngliche Position des Foramen apicale nicht verlagert werden. Vor al- lem bei eingeschränktem Sichtfeld im Bereich der hinteren Molaren proﬁtiert der Zahnarzt deshalb u. a. von beson- ders ﬂexiblen NiTi-Feilen, die sich sicher im Kanalzentrum bewegen. Das modular aufgebaute NiTi-Feilen- system des Schweizer Dentalspezia- listen COLTENE besticht in erster Linie durch seine hohe Bruchsicherheit. Je nach Indikation und Form des Wurzel- kanals wählt man nach dem Baukas- tenprinzip aus der HyFlex-Serie einfach die passende Feilengröße mit entspre- chendem Taper aus. Der große Vorteil liegt dabei in der Beschaffenheit der Legierung. Rotierende Feilen mit dem „Controlled Memory“-Effekt lassen sich, ähnlich klassischer Edelstahlfeilen, mühelos vorbiegen, was auch die tak- tile Erkundung des Kanals erleichtert. Gleichzeitig weisen sie im Gegensatz zu herkömmlichen NiTi-Feilen fast keinen Rückstelleffekt auf. Dadurch wird einer Verblockung im Kanal effektiv vor- gebeugt, und eine Begradigung oder Verlagerung des Kanals ist bei sachge- mäßem Einsatz der „CM“-behandelten Feilen quasi ausgeschlossen (Abb. 5). Im vorliegenden Fall kam folgende Fei- lensequenz zum Einsatz: Zum korona- ANZEIGE Metapaste Calcium Hydroxid Paste ADSEAL Resin basierter Sealer Zwei, die in keiner Praxis fehlen dürfen! Meta Biomed Europe GmbH Wiesenstraße 35 45473 Mülheim an der Ruhr, Deutschland Telefon: +49 208 309 9190 europe@metabiomed-inc.com www.buymetabiomedonline.com Endodontie Journal 3 | 2017 15
ANWENDERBERICHT Abb. 6 Abb. 5 Abb. 7 Abb. 5: Vorbiegbare NiTi-Feile mit „Controlled Memory“-Effekt. – Abb. 6: Spezialgehärtete Oberﬂäche der HyFlex EDM-Feile unter dem Mikroskop. – Abb. 7: Feilen aus der HyFlex CM-Sequenz. (© COLTENE) len Flaring verwendeten wir zunächst die HyFlex CM 25/08. Den passenden Gleitpfad schufen wir im Anschluss mit der HyFlex EDM 10/05. Die Erschlie- ßung bis apikal war nur mithilfe der TCA-Technik möglich. Die Abkürzung „EDM“ steht hierbei für „Electrical Discharge Machining“. Per Funken- erosion wird in der Produktion der Feile eine gehärtete Oberﬂäche erzeugt, die über eine besondere Schneidleistung verfügt (Abb. 6). In der weiteren Se- quenz wurde mit aufsteigenden Grö- ßen bei zunächst konstantem Taper gearbeitet: HyFlex CM 15/04, 20/04 sowie 25/04. Für einen ﬂiegenden Wechsel wurden die Feilen hierbei abwechselnd in zwei verschiedene drahtlose Winkelstücke eingespannt. Das sparte wertvolle Behandlungszeit für Zahnarzt und Patient und sorgte für einen reibungslosen Ablauf. Die ﬁnale Formgebung erfolgte dann mit den Feilengrößen 20/06, 30/04 und einer 40/04-Feile (Abb. 7). Die aufsteigende Sequenz ist einerseits leicht zu merken und ermöglicht andererseits eine efﬁ - ziente, zuverlässige Aufbereitung. Selbst in stark gekrümmten Kanälen gelingt die formkongruente Aufbereitung bis zur apikalen Spitze dank „Controlled Memory“-Feilen mühelos. Feinfühlige Instrumentierung mittels TCA Für eine sichere und vorhersagbare Instrumentation der Kanäle wurde, wie erwähnt, im vorliegenden Fall die sogenannte TCA-Technik angewendet. In der Literatur wird die praktische Methode detailliert von Chaniotis et al. beschrieben. Prinzipiell wird bei der taktilen Vorgehensweise die rotierende NiTi-Feile nur dann aktiviert, sofern es für das effektive Vorarbeiten und dem Erreichen der endgültigen Arbeitslänge zwingend erforderlich ist. Die Idee ist denkbar einfach: Nach Er- öffnung der Pulpakammer und Sichtung der Kanaleingänge wird zunächst die technische Durchgängigkeit des Kanals bis auf Arbeitslänge bestätigt (Abb. 8). Die erste vorgebogene „CM“-Feile wird nun passiv in den Kanal bis zu dem Punkt eingeführt, an dem maximaler Widerstand spürbar wird. Das Endo- motorstück wird erst jetzt eingeschal- tet, nachdem die deutliche Friktion der Feile dem Zahnarzt einen Anhaltspunkt Abb. 8 Abb. 9 Abb. 10 Abb. 8: Darstellung der vermuteten Kanäle MB1 und MB2. – Abb. 9: Guttapercha in situ. – Abb. 10: Klar erkennbare Wurzelkanalfüllung im Röntgenbild. (© Dr. Habash) 16 Endodontie Journal 3 | 2017
zum anatomischen Verlauf des Kanals bietet. Die aktivierte, rotierende Feile wird in tupfenden Bewegungen nach unten bewegt, bis sie an einen zwei- ten Punkt stößt, an dem sie sich nicht weiter in Richtung Apex führen lässt (sogenannte „In-Stroke“-Variante). In diesem Moment wird die Feile aus dem Kanal entfernt, gereinigt und auf mög- liche Verformungen geprüft. Es folgt das übliche Spülprotokoll sowie die Prüfung der Durchgängigkeit. Bei erneuter Einführung derselben Feile erreicht die vorgebogene NiTi-Feile passiv ohne Rotation nun bereits jenen zweiten Punkt, der beim ersten Vorstoß quasi zuerst „erarbeitet“ wurde. Nach der Aktivierung der Feile in situ wird diese weiter Richtung Apex vordringen und damit näher an die gewünschte Arbeitslänge reichen. Der Einsatz jener Feilengröße ist abgeschlossen, sobald die nicht rotierende Feile auf die ge- samte Arbeitslänge in den Kanal einge- führt werden kann, ohne dabei aktiviert werden zu müssen. Mithilfe der taktil kontrollierten Aktivierung lassen sich selbst herausfordernde Kanalverläufe sicher auf die gesamte Arbeitslänge aufbereiten. Bei stark gekrümmten oder verengten Wurzelkanälen kann mit vorgebogenen NiTi-Feilen der genaue Kanalverlauf sogar passiv hinter der Kurve untersucht werden. Bei der „Out- Stroke“- Variante der Technik aktiviert man die Feile ebenfalls am Punkt der maximalen Klemmung der Schneiden. Statt sie aktiv vorzustoßen, zieht man die Feile diesmal jedoch unmittelbar zu- rück. Bei der wiederholten Einführung der Feile wird man schnell spüren, wie die Schneiden erst sehr viel weiter un- ten ansprechen. Auf diese Weise kann durch die Nutzung des normalen takti- len Feedbacks das apikale Drittel sicher sondiert werden. Die gegebene Anato- mie wird Stück für Stück ertastet, was wiederum zu einer optimalen Reinigung des betroffenen Kanals führt. Neben dem „taktil“ klugen Vorgehen spielte selbstverständlich auch die gründliche Spülung des Kanals bei jedem Instrumentenwechsel eine ent- scheidende Rolle bei der beschriebenen Therapie. Zur Entfernung verbleiben- der Debris und entzündetem Gewebes ANWENDERBERICHT wurde Natriumhypochlorit (NaOCI) verwendet, gefolgt von EDTA. Nach Trocknung der Kanäle wurden diese klassisch mit warmer Guttapercha in der warmen vertikalen Kompaktions- technik obturiert (Abb. 9). Das ab- schließende Röntgenbild zeigt deutlich die erfolgreiche Wurzelkanalfüllung und den anatomisch natürlichen Ver- lauf der feingliedrigen drei Hauptkanäle (Abb. 10). Im Follow-up zeigte sich der Zahn weiterhin klinisch unauffällig und der Patient blieb bis heute schmerzfrei. experten sichtlich die Arbeit in der täg- lichen Praxis. Die taktile Sondierung der natürlichen, dreidimensionalen Kanal- anatomie ist dennoch unerlässlich und unterstützt die zuverlässige und sichere Aufbereitung selbst stark gekrümmter und verengter Wurzelkanäle. Bruch- sichere Feilen mit dem „Controlled Memory“-Effekt lassen sich zu diesem Zweck vorbiegen und passen sich sou- verän allen erdenklichen Kanalanato- mien an – für das richtige „Gespür“ in nahezu allen Behandlungssituationen. Zusammenfassung Der clevere Einsatz hochmoderner, technischer Hilfsmittel wie bildgebende Verfahren und extra ﬂexible Nickel- Titan-Instrumente erleichtern dem Endo- t k a t n o K Dr. Andreas Habash Bürgermeister- Zimmermann-Straße 1 93413 Cham praxis@zahnarzt-cham.com ANZEIGE Einfach zu bedienendes, kabelloses Obturationsgerät mit innovativer Kartusche ESE Brüssel Besuchen Sie uns am Stand Nr. 30 Innovative Lösungen für Ihre erfolgreiche Wurzelkanal - behandlung. Das neue EQ-V System von META BIOMED für eine zuverlässige, praktische und präzise Obturation von Wurzelkanälen. Meta Biomed Europe GmbH Wiesenstraße 35 45473 Mülheim an der Ruhr, Deutschland Telefon: +49 208 309 9190 europe@metabiomed-inc.com www.buymetabiomedonline.com Endodontie Journal 3 | 2017 17
ANWENDERBERICHT Calciumhydroxidpasten sind heute ein wichtiger Bestandteil zur temporären Wurzelkanalfüllung. Zusätzlich eignen sie sich zur direkten Pulpenüberkappung, als dauerhafter Verband bei Vital- amputationen und zur indirekten Überkappung bei Caries profunda. Calci-Line (Hager & Werken) ist durch seinen Austrocknungsschutz besonders ergiebig und einzigartig. Hierdurch wird eine chemische Reaktion von CA(OH)2 zu CA(CO)3 Kalkspat vermieden. Dr. Hans Sellmann [Infos zum Autor] Hager & Werken [Infos zum Unternehmen] Medikamentöse Einlagen bei der Endo Calciumhydroxid noch immer State of the Art Dr. Hans H. Sellmann In der Straßenbahn fand meine Mutter immer einen Platz, denn alle Leute hielten einen gehörigen Ab- stand zu ihr. Meine Mutter war näm- lich Rezeptionistin, Zahntechnikerin und Zahnarzthelferin. Sie bereitete immer die entsprechenden Geräte, Materialien und Medikamente vor und der Geruch war untrennbar mit dem angstbesetzten Zahnarztbesuch verbunden. Heute riecht nichts mehr. Nach Mei- nung von Fachleuten ist für medi- kamentöse Einlagen bei der endo- dontischen Zahnbehandlung nur noch (sieht man von Notfällen ab, bei denen die Corticoidpaste gerade noch ge- duldet wird) Calciumhydroxid erlaubt. CA(OH)2, wie die chemische Formel lautet, ist eine Base und nimmt positiv geladenen Wasserstoff (Protonen) auf. Die Homepage des Instituts für Um- weltverfahrenstechnik der Universität Bremen deﬁniert das auch als „slaked lime“ bezeichnete Material als ge- trockneten Kalk, der zu feinem Pulver zerkleinert wurde. Dem in der Natur gebrochenen Kalkstein oder Marmor wird im Ofen durch Brennen die ge- bundene Kohlensäure ausgetrieben. Der so entstehende Branntkalk wird mit Wasser gelöscht, und schon haben wir unser Medikament – Carrara – im Wurzelkanal. Nützliche Base Das Medikament wirkt durch seinen speziﬁschen pH-Wert besonders gut gegen die bei endodontischen Ent- zündungen auftretenden Mikroorga- nismen. Die DGZMK und Fachleute in der Endodontie sowie der sonstigen konservierenden Zahnheilkunde ak- zeptieren dieses – und nur dieses – Präparat für die indirekte und die di- rekte Überkappung der vitalen Pulpa im bleibenden Gebiss und Milch- gebiss sowie die Verwendung als medikamentöse Einlage bei gangrä- nösen Zähnen. Pﬂaster für die Pulpa Calciumhydroxid dient zur temporären Wurzelkanalfüllung und regt Odonto- blasten zur Neubildung von Dentin an. Die röntgensichtbare, gebrauchs- fertige Calciumhydroxidpaste (45 %) Calci-Line® aus dem Hause Hager & Werken eignet sich außerdem zur direkten Überkappung zur Vitalerhal- tung bei Eröffnung der Pulpa oder für die indirekte Überkappung bei Caries profunda. Die Paste erreicht ihren starken antimikrobiellen Effekt durch Abb. 1 Abb. 2 Abb. 3 Abb. 1: Dank der speziellen Aufbewahrungsform von Calci-Line® steht jederzeit frisches Calciumhydroxid zur Verfügung. – Abb. 2: Der Zahn 44 von außen. – Abb. 3: Wegen Schmerzen wurde eine Röntgenaufnahme erstellt, Befund extrem tiefe Karies. 18 Endodontie Journal 3 | 2017
ANWENDERBERICHT Abb. 4 Abb. 5 Abb. 6 Abb. 7 Abb. 4: Nach dem Exkavieren: Die Pulpa ist eröffnet, keine Blutung, Gangrän.– Abb. 5: Calciumhydroxid in der Dose härtet schnell aus und wird bröse- lig. – Abb. 6: Mit der abgewinkelten Kanüle kann Calci-Line® praktisch und direkt appliziert werden. – Abb. 7: Alternativ bietet sich die Aufnahme mit dem Wurzelfüller von einem Anmischblöckchen an. den hohen pH-Wert von über 11,5. Die temporäre Wurzel kanalfüllung mit Calci-Line® kann sowohl bei ab- geschlossenem als auch bei nicht abgeschlossenem Wurzelwachstum angewendet werden. Ebenfalls dient Calci-Line® der Auskleidung von Ka- vitäten als Schutz vor der Säureexpo- sition bei Zementen. Es besitzt eine Aushärtungsschutzhülle, ist sparsam und durch die abgewinkelte Kanüle leicht zu dosieren. Die Paste ist ge- eignet unter allen Unterfüllungs- und Füllungsmaterialien. Das „Frischhalteproblem“ gelöst Calciumhydroxid gibt es in zahlrei- chen Variationen. Auch der Tipp, man könne sich für wenig Geld „ein Kilo“ Pulver in der Apotheke kaufen und mit destilliertem Wasser seine Paste selbst anmischen, ist geläuﬁg. Doch hier ﬁn- det sich bereits ein Haken beim Sparen: Das Pulver aus der Dose zieht die Luft- feuchtigkeit magisch an und ändert, wie ein Chamäleon, seine Eigenart. Aus CA(OH)2 wird CA(CO)3 – Kalkspat. Abb. 8: Calci-Line® wirkt dank hohem pH-Wert von über 11,5 sehr antimikrobiell. Anders aber als beim Chamäleon sieht man diese Änderung nicht. Weil der pH-Wert der Substanz durch die Um- wandlung bei Wasser aufnahme auch sinkt, wird es als Medikament praktisch wirkungslos. Das Unternehmen Hager & Werken aus Duisburg hat auch für das „Frischhalteproblem“ eine Lösung parat: Calci-Line®. Man muss lediglich die Spitze der Kanüle in einem solchen Milieu aufbewahren, damit das Material nicht austrocknet. Das geschieht bei Calci-Line® dadurch, dass die Kanülen- spitze in einem kleinen Reservoir, selbst gefüllt mit Calciumhydroxid, „geparkt“ wird. So trocknet auch das in der Ka- nüle beﬁndliche Ma terial nicht aus. So ist es immer (auch nach dem Urlaub) ge- brauchsfertig, egal, ob medikamentöse Einlagen, direkte oder indirekte Über- kappungen durchgeführt werden sollen. t k a t n o K Hager & Werken GmbH & Co. KG Ackerstraße 1 47269 Duisburg Tel.: 0203 99269-0 info@hagerwerken.de www.hagerwerken.de Endodontie Journal 3 | 2017 19
ANWENDERBERICHT Dr. Ralf Schlichting [Infos zum Autor] DMG [Infos zum Unternehmen] Der möglichst lebenslange Erhalt der eigenen Zähne steht im Zentrum der modernen Zahnerhaltung. Eine entscheidende Rolle kommt dabei der Endodontie zu – der prognostisch vorhersag- baren Therapie von bereits durch eine Infektion des Pulpa- komplexes geschädigten Zähnen. Gerade im Bereich der Endo- dontie wurden in den letzten Jahren erhebliche wissenschaft- liche, aber auch technische Fortschritte erzielt. Der folgende Artikel thematisiert die Voraussetzungen für ein antimikrobiel- les Behandlungskonzept sowie den präendodontischen Aufbau mithilfe des Komposits LuxaCore Z-Dual der Firma DMG. Der präendodontische Aufbau Essenzieller Bestandteil der endodontischen Therapie Dr. Ralf Schlichting Die Etablierung einer Pulpitis bzw. im weiteren Erkrankungsverlauf einer apikalen Parodontitis ist dabei immer an das Vorhandensein von Bakterien im komplexen Wurzelkanalsystem ge- knüpft. Dabei können die Bakterien in planktonischer Form, d. h. in Gewebs- ﬂüssigkeit, frei beweglich vorliegen. Eine Vielzahl unterschiedlicher Bakterienspe- zies ist jedoch in einer viel komplexeren Struktur, dem „Bioﬁlm“, organisiert. Hierunter versteht man ein Konglome- rat unterschiedlichster Bakterienspezies, welche miteinander durch eine extra- polysaccharide Matrix, die von den be- teiligten Bakterienspezies selbst gebildet wird, verbunden sind. Dieser auf Ober- ﬂächen festhaftende Bioﬁlm lässt sich in fortgeschrittenen Stadien einer Infektion des Kanalsystems immer nachweisen. Die möglichst vollständige Eradikation von Mikroorganismen, inﬁzierten Ge- websresten und inﬁziertem Dentin so- wie der abschließende bakteriendichte Verschluss der entstandenen Hohlräume sind deshalb die zentralen Punkte mo- derner endodontischer Therapien. Vo- raussetzung für eine erfolgreiche endo- dontische Therapie ist hierbei die strikte Einhaltung eines antimikrobiellen Be- handlungskonzepts vom ersten Schritt der endodontischen Therapie bis zum dichten postendodontischen Aufbau. Voraussetzung für ein antimikrobielles Behandlungskonzept Zähne, die einer endodontischen The- rapie unterzogen werden, weisen in der Regel mehr oder weniger ausgeprägte Substanzverluste auf. Die Ausnahme stellen Traumazähne dar, die oftmals bis zum Zeitpunkt des Unfalls keine zahnärztlichen Therapien erfahren hat- ten. Dieser Substanzverlust kann auf vorhandene kariöse Läsionen, große Füllungen, Frakturen, Substanzverlust durch Bruxismus oder aber vorange- gangene prothetische Versorgungen zurückzuführen sein. Der bakterien- dichte Verschluss sowie eine Verhin- derung des Eintritts von Bakterien der Mundhöhle in die Pulpakammer und in das Wurzelkanalsystem durch einen präendodontischen Aufbau stellen so- mit einen wichtigen Baustein des endo- dontischen Therapiekonzeptes dar. Nach der Anästhesie sollte – wann im- mer möglich – als erster Arbeitsschritt Abb. 1 Abb. 2 Abb. 3 Abb. 1: Kofferdamapplikation in komplexer Situation. – Abb. 2: Ausgangssituation nach Anlegen von Kofferdam. – Abb. 3: Situation nach Entfernung der Restauration. 20 Endodontie Journal 3 | 2017
ANWENDERBERICHT kann einer Reinfektion des Pulpakam- mersystems durch Karies verursachende Bakterien vorgebeugt werden. Zur ge- nauen Darstellung eventuell noch vor- handener kariöser Areale bietet sich hierbei der Einsatz von Kariesdetekto- ren an. Die vollständige Entfernung al- ler alten Restaurationsmaterialien sowie kariöser Zahnhartsubstanz erlaubt eine genaue Beurteilung der noch vorhande- nen Restzahnsubstanz. Erst jetzt kann der Zahn endgültig hinsichtlich seiner prothetischen Wertigkeit eingeordnet werden (Abb. 4). Des Weiteren können nach Entfernung etwaiger Restaura- tionsmaterialien eventuell vorhandene Frakturlinien entdeckt und beurteilt werden. Die Kariesentfernung erfolgt dabei mit- hilfe langschaftiger Rosenbohrer mit sehr scharf schneidenden Köpfen unter- schiedlicher Durchmesser. Der Einsatz von langschaftigen Rosenbohrern er- möglicht eine direkte Sicht auf die Kavi- tät, da der Winkelstückkopf somit nicht im direkten Blickfeld liegt. Das Vorhan- densein gesunder Zahnhartsubstanz er- möglicht nun eine bakterien dichte den- tinadhäsive Restauration der Zahnhart- substanzdefekte. Dies ist für alle weite- ren Schritte in einem anti mikrobiellen endodontischen Behandlungskonzept von essenzieller Bedeutung. Nur so können die Pulpenkammer und die zu behandelnden Kanalsysteme effektiv vor dem Eindringen von Bakterien aus der Mundhöhle geschützt werden. ANZEIGE Abb. 4 Abb. 5 Abb. 4: Zustand nach vollständiger Kariesentfernung. – Abb. 5: Applikation der Matrize. eine Isolierung der betreffenden Region mithilfe von Kofferdam erfolgen. Hier- bei empﬁehlt es sich, nicht nur den zu behandelnden Zahn, sondern auch die Nachbarzähne in den Kofferdam einzu- beziehen (Abb. 1). Nur so werden ein sauberes Anlegen einer Matrize und damit eine optimale Gestaltung des approximalen Kontaktpunkts sowie eine exakte Adaptation der Füllung an die Kavitätenränder ermöglicht. Des Weiteren erlaubt die Einbezie- hung mehrerer Zähne eine bessere Orientierung beim Anlegen der Trepa- nationsöffnung und der entscheidend wichtigen Gestaltung der Zugangska- vität. Zähne, die aufgrund der Größe des Zahnsubstanzverlustes nicht initial mit Kofferdam isoliert werden können, sollten hinsichtlich der späteren pro- thetischen Wertigkeit einer kritischen Prüfung unterzogen werden. Nach dem Anlegen von Kofferdam müs- sen alle vorhandenen Restaurations- materialien entfernt werden (Abb. 2 und 3). Im Falle einer prothetischen Versorgung erfolgt die Trepanation primär durch die vorhandene prothe- tische Versorgung. Diese kann aber nur dann vorläuﬁg belassen werden, wenn auch hier eine vollständige, intra- koronale Kariesexkavation gelingt. An- dernfalls muss sie entfernt und nach der Karies entfernung durch ein geeignetes Langzeitprovisorium ersetzt werden. Diese wie auch alle weiteren Arbeits- schritte sollten unter Einsatz einer Vergrößerungshilfe, am besten unter Verwendung eines Dentalmikroskops, erfolgen. Über die überlegene Visuali- sierung mithilfe des Dentalmikroskops kann die Präzision aller endodontisch relevanten Behandlungsschritte enorm verbessert werden. Sobald der Kofferdam angelegt ist, muss eine vollständige Entfernung ka- riöser Zahnhartsubstanz erfolgen. Da es sich bei Karies um eine bakterielle Infek tionserkrankung handelt, ist die Ent fernung aller kariöser Läsionen in diesem frühen Therapiestadium von entscheidender Bedeutung. Nur so EndoPilot - Die flexible Endo-Lösung Erweiterbar - Kompakt - Sicher E n d o P i l o t ² Apex EndoMotor DownPack UltraSchall BackFill Pumpe p l u s t c o m f o r l o t E n d o P i Akku Wireless W i r s e h e n u n s : L e i p z i g F a c h d e n t a l 2 0 1 7 S e p t i n f o t a g e M ü n c h e n - 2 3 . 2 2 . O k t o b e r 2 0 1 7 i d . 1 4 . Schlumbohm GmbH & Co. KG Tel.: 04324-89 29 - 0 www.endopilot.de
ANWENDERBERICHT Abb. 6 Abb. 7 Abb. 6: LuxaCore Z in A3 und Blau. – Abb. 7: Gut sichtbarer Kontrast zwischen natürlicher Zahnhartsubstanz und LuxaCore Z-Dual in blauer Einfärbung. Sollten die Kavitätengrenzen von der Gingiva überlagert sein, empﬁehlt sich eine Gingivektomie nach lokaler Inﬁl- tration eines adrenalinhaltigen Anäs- thetikums in einer Konzentration von 1:100.000. Blutungen können dabei durch Hämostypika, lokale Antikoa- gulanzien oder aber die Verwendung mechanischer Hilfsmittel wie Teﬂon- band, Retraktionsfäden etc. kontrolliert werden. Bei nicht vorhandenen Approximalkon- takten sollte vor einem dentinadhäsi- ven Aufbau immer ein Matrizensystem angelegt werden. Hier stehen mehrere moderne Teilmatrizensysteme, aber auch z. B. die klassische Tofﬂemire-Matrize (Abb. 5) zur Auswahl. In jedem Fall ist auf eine dichte Adaptation der Matrize an den Kavitätenrand sowie die Gestal- tung eines guten Approximalkontaktes zum Nachbarzahn zu achten. Nach Applikation des ausgewählten Matrizensystems erfolgt das Anätzen des Zahnschmelzes und Dentins mit 30- bis 40%iger Phosphorsäure. Hier- durch wird im Zahnschmelz eine ideale Oberﬂächenmorphologie für die mikro- mechanische Verankerung von Kunst- stoffen geschaffen. Ähnlich wie bei Kompositen kommt es auch bei den Ad- häsivsystemen zu einer kontinuierlichen Weiterentwicklung. Obwohl auch mit modernen Einﬂaschensystemen gute Haftwerte erreicht werden können, gelten als Goldstandard nach wie vor Mehrﬂaschensysteme in Etch&Rinse- Technik. Falls das Pulpakammerdach bereits entfernt wurde bzw. wenn bei Revisionsbehandlungen die Wurzel- kanaleingänge bereits erkennbar sind, kann sterilisierte Teﬂonfolie als Platz- halter in die Pulpakammer eingebracht werden. Dadurch wird zuverlässig ein ungewolltes Einﬂießen von Komposit in die Pulpakammer verhindert. Präendodontischer Aufbau mit Komposit Nun erfolgt die schichtweise Rekon- struktion der fehlenden Kavitäten- wände. Hierbei empﬁehlt sich die Ver- wendung eines ﬂießfähigen dualhärten- den Kompositmaterials. Dualhärtende Komposite wurden entwickelt, um die Einschränkungen selbst- oder licht- härtender Komposite zu umgehen. Ein Nachteil der selbsthärtenden Kompo- site ist der für den Behandler schlecht Abb. 8 Abb. 9 Abb. 8: Fertiggestellter präendodontischer Aufbau. – Abb. 9: Kontrolle der Wurzelfüllung. 22 Endodontie Journal 3 | 2017 beeinﬂussbare Aushärtungszeitpunkt. Außerdem kann es beim manuellen An- mischen durch Lufteinschlüsse zu Po- rositäten innerhalb der ausgehärteten Komposite kommen. Bei lichthärtenden Kompositen sollte eine Schichtstärke von 2 mm nicht überschritten werden, da ansonsten eine vollständige Poly- merisationsreaktion nicht gewährleistet ist. Eine unvollständige Polymerisation kann zu einer Abnahme der mechani- schen Eigenschaften der Restauration oder Microleakage und Sekundärkaries führen. Die dualhärtenden Komposite vereinen die Vorteile selbst- bzw. licht- härtender Komposite. Aufgrund der lichthärtenden Komponenten kann eine schnelle Lichtpolymerisation erfolgen. Dies führt zu einer initialen Stabilisie- rung der Restauration. Dadurch können nach Aushärtung des Materials sofort die nächsten Behandlungsschritte ein- geleitet werden. In tieferen Bereichen der Restauration kommt es zu einer chemisch gesteuerten Aushärtung. Hier gibt es in Studien Hinweise auf einen geringeren Aushärtegrad in tie- fen Arealen dualhärtender Komposite. Allerdings befassen sich viele Studien nur mit der Aushärtung bis zu 24 Stun- den nach Polymerisationsbeginn. An- dere Studien beschreiben jedoch auch eine Nachhärtung nach 24 Stunden. Beispiele für ﬂießfähige dualhärtende Komposite sind CLEARFIL DC CORE Automix (Kuraray), core·X Flow (Dentsply Sirona), LuxaCore Z-Dual (DMG) und MultiCore Flow (Ivoclar Vivadent). Bei LuxaCore Z-Dual handelt es sich um ein modernes, dualhärtendes Nanohybridkomposit. Es weist eine dentinähnliche Beschleifbarkeit, hohe Druckfestigkeit sowie ein sehr gutes
ANWENDERBERICHT Fließverhalten auf. Gerade ein gutes Fließverhalten auf der einen Seite, aber auch eine hohe Standfestigkeit auf der anderen sind für die Gestaltung des präendodontischen Aufbaus entschei- dend. Gute Fließfähigkeit ermöglicht ein „Anﬂießen“ des Komposits an die Kavitätenränder und damit eine opti- male Adaption. Hohe Standfestigkeit ermöglicht eine gezielte Applikation des Komposits ohne Gefahr des Ver- blockens von Wurzelkanaleingängen oder Pulpaarealen. Die Applikation des Komposits erfolgt dabei ebenfalls in Schichten, um die Polymerisations- schrumpfung so klein wie möglich zu halten. Hierbei steht LuxaCore Z-Dual mit unterschiedlich breiten Ansätzen zur Verfügung. Ein weiterer positiver Aspekt besteht darin, dass es sowohl für den präendodontischen Aufbau als auch für die direkt im Anschluss an die Obturation erfolgende dichte dentinad- häsive Füllung verwendet werden kann. Aufgrund der guten Fließfähigkeit kann auch ein eventuell zu inserierender, adhäsiv befestigter Glasﬁberstift mit dem Material zementiert werden. Es ist sowohl in A3 als auch mit einer blauen und hell-opaken Einfärbung erhältlich (Abb. 6). Diese blaue Färbung stellt ei- nen nicht zu unterschätzenden Vorteil bei der Gestaltung des präendodonti- schen Aufbaus dar. So werden in unse- rer Praxis iso- oder subgingival liegende Füllungsanteile immer mit LuxaCore Z-Dual in blauer Farbe aufgebaut. So hat der weiterbehandelnde Hauszahn- arzt bei einer auf die endodontische Behandlung erfolgenden Präparation des Zahns zur prothetischen Weiterver- sorgung einen ausgesprochen guten Kontrast zur gesunden Zahnhartsub- stanz (Abb. 7). Dies erleichtert die Be- urteilung einer ausreichenden Fassung (Ferrule) des zu präparierenden Zahns. Als passendes Adhäsivsystem wird das Mehrﬂaschensystem LuxaBond Total Etch empfohlen. Nach Fertigstellung des präendodonti- schen Aufbaus erfolgt die Ausarbeitung der Außenkonturen mit rotierenden Instrumenten. Nun ist der Zahn optimal für das Anlegen der für die weitere The- rapie entscheidenden, endodontischen Zugangskavität vorbereitet (Abb. 8). Fazit Zusammenfassend stellt die korrekte Gestaltung des präendodontischen Aufbaus einen wichtigen Bestandteil in einem kompletten antimikrobiellen Behandlungskonzept dar. Durch das Anlegen des präendodontischen Auf- baus werden wichtige Voraussetzun- gen für die weiteren Therapieschritte geschaffen: – die Möglichkeit des Arbeitens in ei- nem Flüssigkeitssee und damit der langfristigen Einwirkung von NaOCl – das Anlegen reproduzierbarer Re- ferenzpunkte für den weiteren Be- handlungsverlauf – die Gestaltung leicht konischer, glatter Kavitätenwände bei der Zu- gangskavität – die Möglichkeit eines dichten ad- häsiven Verschlusses mit dualhär- tendem Komposit zwischen den Behandlungssitzungen – die Möglichkeit eines zeitsparenden, dichten postendodontischen Ver- schlusses am Ende der Obturations- sitzung Somit stellt der präendodontische Auf- bau eine unabdingbare Voraussetzung für eine spätere postendodontische Versorgung behandelter Zähne dar (Abb. 9). Daher sollte dem präendo- dontischen Aufbau genau dieselbe Sorgfalt wie allen anderen Schritten in einem antimikrobiellen Behandlungs- konzept geschenkt werden. Literatur t k a t n o K Dr. Ralf Schlichting Spezialist für Endodontie Dr.-Hans-Kapfinger-Straße 30 94032 Passau www.endo-dontie.de ANZEIGE
ANWENDERBERICHT Eine Wurzelstiftversorgung soll folgende Kriterien erfüllen: Den Zahn langfristig funktionell belastbar wiederaufbauen, die Rest- zahnsubstanz vor Frakturen schützen und bakterielles Leakage durch den Wurzelkanal vermeiden. Wie mit dem kurzen Wurzel- stift DPXCL6 (Komet Dental) eine absolute Grenzsituation im sensiblen Frontzahnbereich funktionell wie ästhetisch gerettet werden kann, zeigt der nachfolgende Anwenderbericht. Dr. Hendrik Zellerhoff [Infos zum Autor] Komet Dental [Infos zum Unternehmen] Mit Glasfaserstiften Grenzfälle meistern Dr. Hendrik Zellerhoff Jeder Zahnarzt kennt die kritische Entscheidung, ob ein endodontisch vorbehandelter Zahn mit einer frak- turierten, klinischen Krone durch eine geeignete Rekonstruktion mittels eines Stift- oder Schraubenaufbaus über- haupt noch behandelt werden kann. Ist dann überhaupt noch genügend Retention für den späteren Aufbau und die prothetische Versorgung gegeben? Limitierende Faktoren sind der Zustand des Dentins im Bereich des Kanalein- gangs, der Grad der Zerstörung des Zahnes (häuﬁg sind diese Zähne stark kariös und bieten nur noch wenig ge- sunde Zahnhartsubstanz), die Kanal- anatomie und die zu erwartende bio- logische Breite für die geplante spätere prothetische Versorgung. Im Grundsatz stellt sich für uns Zahnärzte also die Frage: Gibt es in solchen Grenzfällen ei- nen Wurzelstift, mit dem trotz aller wid- riger Umstände ein stabiles und ästhe- tisches Langzeitresultat erzielt werden kann? Der Markt bietet Wurzelstifte aus unterschiedlichen Materialien (z. B. glasfaserverstärktes Komposit, Titan, Zirkonoxid, Gusslegierung) und in um- fassenden Formen und Größen an. Sie bedienen diverse Indikationen und Auf- baumöglichkeiten. Nun sind wir keine ausgewiesene Spezialpraxis für Endo- dontie, sind aber im Praxisalltag mit vie- len Extremsituationen mit hohem Zer- störungsgrad konfrontiert. 2015 wurde ich auf den beschichteten Glasfaserstift DentinPost X Coated (DPXCL6, Komet Dental) aufmerksam. Er sticht durch drei besondere Eigenschaften hervor: seine Beschichtung, den ausgeprägten Retentionskopf und die extrem kurze Schaftlänge. Die Beschichtung (voll- ständig silikatisiert, silanisiert und mit einer haftvermittelnden Polymerschicht versehen) sorgt für eine sehr gute Retention, denn zwischen Stift und Komposit kann eine identische Grenz- ﬂäche von apikal bis koronal entstehen. Der große Retentionskopf fällt sofort ins Auge und sorgt für eine gut verteilte Kraftübertragung in den Bereich der Wurzel. Die kurze Schaftlänge von nur 6 mm folgt laut Herstellerangabe dem Ergebnis von Spannungsverteilungs- tests, die ergaben, dass es bei kurzen Stiften im apikalen Bereich keine nen- nenswerte Spannungszunahme gibt. Aufgrund der geringen Verankerungs- tiefe wird die Zahnwurzel also nicht zu- sätzlich geschwächt und der Behandler läuft nicht Gefahr einer Via falsa. Inzwi- schen arbeite ich seit drei Jahren mit dem DentinPost X Coated-Set. Es enthält neben den zehn DPXCL6- Wurzelstiften in einer Größe (070 bzw. 090) die zu- gehörigen Aufbereitungsinstrumente, Abb. 1 Abb. 2 Abb. 3 Abb. 4 Abb. 1 und 2: Ausgangssituation, die alte Krone ist komplett abgebrochen. – Abb. 3: Wurzelfüllung mit GuttaMaster (VDW). – Abb. 4: Vorbohrung für den Stiftaufbau. 24 Endodontie Journal 3 | 2017
Op(cid:87)imale (cid:57)er(cid:74)r(cid:249)(cid:263)erun(cid:74), ho(cid:70)hwer(cid:87)i(cid:74)e Quali(cid:87)ä(cid:87)(cid:86)op(cid:87)i(cid:78), maximale S(cid:70)här(cid:73)e, (cid:87)olle(cid:86) (cid:39)e(cid:86)i(cid:74)n (cid:88)(cid:81)(cid:71)(cid:3)(cid:68)(cid:88)(cid:74)(cid:72)(cid:81)(cid:82)(cid:83)(cid:87)(cid:76)(cid:86)(cid:70)(cid:75)(cid:72)(cid:3)(cid:36)(cid:81)(cid:83)(cid:68)(cid:86)(cid:86)(cid:88)(cid:81)(cid:74)(cid:29) (cid:47)upenbrillen von Bajohr (cid:37)(cid:72)(cid:85)(cid:68)(cid:87)(cid:88)(cid:81)(cid:74)(cid:3)(cid:16)(cid:3)(cid:36)(cid:81)(cid:83)(cid:68)(cid:86)(cid:86)(cid:88)(cid:81)(cid:74)(cid:3)(cid:16)(cid:3)(cid:57)(cid:72)(cid:85)(cid:87)(cid:85)(cid:76)(cid:72)(cid:69) (cid:39)(cid:72)(cid:85)(cid:3)(cid:36)(cid:88)(cid:74)(cid:72)(cid:81)(cid:82)(cid:83)(cid:87)(cid:76)(cid:78)(cid:86)(cid:83)(cid:72)(cid:93)(cid:76)(cid:68)(cid:79)(cid:76)(cid:86)(cid:87)(cid:3)(cid:73)(cid:273)(cid:85)(cid:3)(cid:83)(cid:85)(cid:82)(cid:73)(cid:72)(cid:86)(cid:86)(cid:76)(cid:82)(cid:81)(cid:72)(cid:79)(cid:79)(cid:72)(cid:3)(cid:47)(cid:88)(cid:83)(cid:72)(cid:81)(cid:69)(cid:85)(cid:76)(cid:79)(cid:79)(cid:72)(cid:81)(cid:3)(cid:88)(cid:81)(cid:71)(cid:3)(cid:47)(cid:76)(cid:70)(cid:75)(cid:87)(cid:86)(cid:92)(cid:86)(cid:87)(cid:72)(cid:80)(cid:72)(cid:3) (cid:80)(cid:76)(cid:87)(cid:3)(cid:71)(cid:72)(cid:85)(cid:3)(cid:74)(cid:85)(cid:249)(cid:263)(cid:87)(cid:72)(cid:81)(cid:3)(cid:48)(cid:68)(cid:85)(cid:78)(cid:72)(cid:81)(cid:68)(cid:88)(cid:86)(cid:90)(cid:68)(cid:75)(cid:79)(cid:3)(cid:76)(cid:81)(cid:3)(cid:39)(cid:72)(cid:88)(cid:87)(cid:86)(cid:70)(cid:75)(cid:79)(cid:68)(cid:81)(cid:71)(cid:17) Bajohr GmbH & Co. KG(cid:3)(cid:333)(cid:3) (cid:37)(cid:68)(cid:77)(cid:82)(cid:75)(cid:85)(cid:3)(cid:50)(cid:51)(cid:55)(cid:40)(cid:38)(cid:80)(cid:72)(cid:71)(cid:3)(cid:333)(cid:3)(cid:43)(cid:68)(cid:81)(cid:86)(cid:72)(cid:86)(cid:87)(cid:85)(cid:68)(cid:263)(cid:72)(cid:3)(cid:25)(cid:3)(cid:333)(cid:3)(cid:39)(cid:16)(cid:22)(cid:26)(cid:24)(cid:26)(cid:23)(cid:3)(cid:40)(cid:76)(cid:81)(cid:69)(cid:72)(cid:70)(cid:78)(cid:3)(cid:333)(cid:3)(cid:55)(cid:72)(cid:79)(cid:17)(cid:3)(cid:11)(cid:19)(cid:3)(cid:24)(cid:24)(cid:3)(cid:25)(cid:20)(cid:12)(cid:3)(cid:22)(cid:20)(cid:3)(cid:28)(cid:28)(cid:3)(cid:28)(cid:28)(cid:16)(cid:19) www.lupenbrille.de
ANWENDERBERICHT Abb. 5 Abb. 6 Abb. 7 Abb. 8 Abb. 5: Anprobe Glasfaserstift (Komet DPXCL6, 090). – Abb. 6: Glasfaserstiftaufbau präpariert. – Abb. 7: Röntgenbild vom Stiftaufbau. – Abb. 8: Krone eingesetzt mit Multilink Automix (Ivoclar Vivadent). also einen Pilotbohrer (Ref. 183LB), einen Erweiterer ( Reamer, Ref. 196S) und ein Aufrauinstrument (Ref. 196DS). Der DPXCL6 ergibt mit dem in unserer Praxis individuell angefertigten CEREC- Keramikzahnersatz eine wunderbare Kombination: Schnell, unkompliziert und professionell kommen wir selbst bei Grenzfällen zu beeindruckenden Ergebnissen in kürzester Zeit, wie der folgende Patientenfall zeigt. Patientenfall Bei dem 76-jährigen Patienten ist Zahn 22 isogingival frakturiert, die Pulpa sichtbar, Schmerzen vorhanden. Bei der Überlegung, wie der Zahn wie- der aufgebaut werden kann, fällt die Entscheidung gegen eine Implantation, denn es handelt sich um einen Mar- cumar-Patienten mit eingeschränkter Compliance. Auf dem röntgenologi- schen Befund stellt sich die Wurzel von Zahn 22 einwandfrei dar. Die Vorausset- zung für den DPXCL6 ist in diesem Fall gegeben, weil eine zirkuläre koronale Restsubstanz von 2,00 mm bei dem Patienten gerade noch vorhanden ist. Der kurze Stift erfordert außerdem ein Ferrule-Design (sonst chirurgische Kro- nenverlängerung) und eine apikale Rest- wurzelfüllung von mindestens 4 mm. Nach der Wurzelbehandlung stellt die Instrumentierung beim DPXCL6 eine kleine Ausnahme innerhalb des bekann- ten ER-Systems dar. Mit dem Erweiterer 196S können der Reten tions kasten und das Stiftbett gleichzeitig präpariert werden. Da dieser formkongruent zum Wurzelstift ist, kann ich mich mit Sicht auf die tief liegende Guttapercha sehr gut im Kanal orientieren. Anschließend doch ein extrem invasiver Eingriff, sprich Extraktion und Implantation, erspart. Der „Grenzfall im Grenzfall“ konnte dank des kurzen Wurzelstiftes DPXCL6 zur vollsten Zufriedenheit für Behandler und Patient minimalinvasiv umgesetzt werden. Behandlungen dieser Art, bei denen ich mich „weit aus dem Fenster lehne“, sind in meiner Praxis tatsäch- lich zur Routine geworden: schnell, un- kompliziert, nichtinvasiv und mit einer guten Langzeitprognose. Ich empﬁnde es als sehr vorteilhaft, dass in dem Set jeweils zehn DPXCL6-Stifte mit dem komplett passenden Instrumentarium ausgestattet sind (Pilotbohrer 183LB, Erweiterer 196S und Aufrauinstrument 196DS). Das verhindert den versehent- lichen Einsatz etwaiger stumpfer In - strumente. Dank der CEREC- Fertigung können unangenehme Abdrücke oder Provisorien sowie ein weiterer Behand- lungstermin zum Einsetzen der Restau- ration entfallen. Dadurch ist man sehr ﬂexibel im Praxisalltag und kann auch spontan viele sonst schwierige Fälle ad- äquat rekonstruieren. Der zahnfarbene Glasfaserstift DPXCL6 unterstützt das ästhetische Ergebnis maßgeblich. geben ein Röntgenbild und eine Pass- probe Klarheit über die Gesamtsitua- tion. Nun folgt die mechanische Kon- ditionierung mit dem Aufrauinstrument 196DS durch zwei- bis dreimaliges druckloses Rotieren. Die Insertion des DPXCL6 geschieht anschließend mit geringem Druck. Unter leicht drehen- der Bewegung wird das Handlingsteil einfach abgeknickt. Zur Stiftbefesti- gung und zum Stiftaufbau verwende ich das selbstätzende Adhäsiv Dentin- Bond Evo und DentinBuild Evo (beide Komet Dental) als Komposit aus der Minimix-Spritze. Beide Produkte sind dualhärtend. Nach der Präparation, dem Legen eines Retrak tionsfadens, dem Scan mit der Omnicam (Dentsply Sirona), der Konstruktion mit der Soft- ware 4.5 und der Farbnahme mittels Easyshade®-Guide (VITA) konnte der Patient circa 20 Minuten im Warte- zimmer Platz nehmen. Währenddessen wird der neue Zahn per CEREC aus Celtra Duo (Dentsply Sirona) ausge- schliffen, dann am Patienten anpro- biert, individualisiert und anschließend im Ofen kristallisiert, wodurch wir eine Härte von 370 MPa erhalten. Nach ins- gesamt nur zwei Stunden konnte der Patient mit einer ästhetisch und funk- tionell einwandfreien Frontzahnreihe die Praxis wieder verlassen. Resümee: Grenzfall im Grenzfall Mir ist bewusst: Dies ist ein extremer Fall für eine Stiftversorgung. Die Vor- gaben für einen Wurzelstift (koronale Restsubstanz von 2,00 mm) waren nur grenzwertig erfüllt. Bei korrekter Abwä- gung blieben dem Risikopatienten je- t k a t n o K Dr. Hendrik Zellerhoff Königstraße 20 48366 Laer hzelle@gmx.de www.dr-Zellerhoff.de 26 Endodontie Journal 3 | 2017
WIE FÜR SIE GEMACHT LASER EINFACH, SICHER & SANFT www.henryschein-dental.de HENRY SCHEIN DENTAL – IHR PARTNER IN DER LASERZAHNHEILKUNDE Wir bieten Ihnen ein breites und exklusives Sortiment marktführender Lasermodelle verschiedener Hersteller an. Unsere Laserspezialisten beraten Sie gern über die vielfältigen Möglichkeiten und das für Sie individuell am besten geeignete System. Laser ist nicht gleich Laser und genau hier liegt bei uns der Unterschied: Sie, Ihre Patienten und Ihre gemeinsamen Bedürfnisse stehen bei uns an erster Stelle. Bei Henry Schein profitieren Sie vom Laserausbildungskonzept! Von der Grundlagenvermittlung über hochqualifizierte Praxistrainings und Workshops zu allen Wellenlängen bis hin zu Laseranwendertreffen. Unsere Laser-Spezialisten in Ihrer Nähe beraten Sie gerne. FreeTel: 0800–1400044 oder FreeFax: 08000–404444
ANWENDERBERICHT Eine 58-jährige Patientin klagte über Schmerzen und erhöhte Beweglichkeit ihres Brückenpfeilerzahns 24. Eine herausnehm- bare Versorgung war für sie jedoch nicht vorstellbar. Die Pro- blematik wurde mit einem kombinierten parodontalen und endodontischen Eingriff gelöst – und mit Implantationen an den Positionen 25 und 26. W&H Literatur [Infos zum Unternehmen] Multidisziplinärer Erhalt eines Zahns als temporärer Brückenpfeiler Eingriff mit Piezochirurgie und neuem Implantologiemotor Ramon Boninsegna, DDS, PhD (Brescia, Italien), Luca Bovolato, DDS (Brescia, Italien) Die Pathogenese kombinierter Paro - Endo-Läsionen ist hochgradig variabel und kann nur mit einer differenzierten Diagnostik ermittelt werden.1 Die Be- handlung beginnt in vielen Fällen mit orthograder Endodontie. Bleiben die Symptome bestehen, muss die Behand- lung gegebenenfalls um parodontale Maßnahmen ergänzt werden. Im vorliegenden Fall wurde für Zahn 24 eine kombinierte Paro-Endo-Läsion dia- gnostiziert. Die ätiologische Hauptkom- ponente war unklar und die Prognose fraglich, auch für den zweiten Pfeiler- Abb. 1 Abb. 2 Abb. 3 Abb. 4 Abb. 1: Einen Monat nach der orthograden endodontischen Revision wird ein Debridement der Wurzeloberﬂäche am Brückenpfeilerzahn 24 mit einem piezochirurgischen Gerät (Piezomed S1, W&H) vorgenommen. – Abb. 2: Nach der WSR von Zahn 24 wird das erste Implantatbett an Position 25 mit dem neuen Implantmed Implantologiemotor und einem chirurgischen Winkelstück (WS-75 L, W&H) präpariert. – Abb. 3: An Position 26 wird ein 8 mm langes Im- plantat bei geringer Geschwindigkeit und einer Drehmomentbegrenzung von 35 Ncm eingeschraubt. – Abb. 4: Nach Platzierung der Abdeckschrauben werden die Knochendefekte um die Implantate und Zähne mit xenogenem Knochen- ersatzmaterial augmentiert und anschließend mit xenogenen Kollagenmembranen abgedeckt (nicht abgebildet). 28 Endodontie Journal 3 | 2017 zahn 27. Die Patientin wollte jedoch, wenn irgendwie möglich, ihre eigenen Zähne behalten. Aus diesem Grund wurde die Wurzelfüllung von Zahn 24 revidiert und anschließend eine topische und systematische Parodontaltherapie durchgeführt. Um auf der sicheren Seite zu sein, wurden zusätzlich Implantate an den Positionen 25 und 26 geplant. Offenes Debridement und Wurzelspitzenresektion Einen Monat nach der erneuten Befes- tigung der Brücke waren sowohl die Schmerzen als auch die Entzündung an Zahn 24 minimal, die Zahnbeweglich- keit lag jedoch noch bei Miller-Klasse II. Nach der Freilegung wurde das Ausmaß des Knochendefekts deutlich (Abb. 1–4). An der bukkalen Wurzel von Zahn 24 fehlte der gesamte vestibuläre und dis- tale Knochen; bei Zahn 27 zeigte sich ein horizontaler Knochenverlust bis zum mittleren Niveau der mesialen Wurzel. Trotz dieses Befunds blieben wir bei un- serem ursprünglichen Plan, beide Zähne als vorübergehende Brückenpfeiler wäh - rend der 6-monatigen Osseointegrations- phase der Implantate zu erhalten. Zu- nächst wurde eine vorsichtige Belag- entfernung an der verbleibenden Wur- zeloberﬂäche von Zahn 24 mit einem
ANWENDERBERICHT piezochirurgischen Gerät (Piezomed und Aufsatz S1, W&H; Abb. 1) durchgeführt. Mit dem gleichen Instrument wurde eine Wurzelspitzenresektion vorgenommen.2 Sinuslift und Platzierung der Implantate Vor der Platzierung der Implantate wurde inﬁziertes Gewebe vom Alveolar- knochen im Implantationsbereich und um die Pfeilerzähne mit dem Piezomed und dem Instrument B5 entfernt. Die Implantatbetten wurden mit rotieren- den Instrumenten in einem Winkelstück mit einem Übersetzungsverhältnis von 20 : 1 (WS-75 L, W&H) und einem ge- rade aktualisierten leistungsstarken Im- plantologiemotor (Implantmed, W&H) präpariert (Abb. 2). Die Abschlusspräparation am Sinus wurde mit einem piezochirurgischen Instrument (Piezomed S2, W&H)3 durchgeführt. Vor der Platzierung der Implantate wurde der interne Sinusboden mit xenogenem Kno- chenersatzmaterial augmentiert. Dann wurden die Implantate (3,75 mm Durch- messer; 8,0 mm Länge) mit dem Implan- tologiemotor eingesetzt (Abb. 3). Die Knochendefekte um die Implantate und Zähne wurden im Sinne einer gesteuer- ten Knochenregeneration (GBR, Guided Bone Regenation; Abb. 4) augmentiert, und die Eingriffsstelle wurde mit resor- bierbarem 5-0 Nahtmaterial vernäht.4 Die postoperative Röntgenaufnahme zeigt beide Implantate in ihrer korrekten vertikalen Position (Abb. 5). Zwischenergebnis und Prognose Abbildung 6 zeigt das klinische Ergeb- nis zwei Monate nach dem Eingriff. Die nun verminderte Beweglichkeit von Zahn 24 lag bei Miller-Klasse I und das Weichgewebe war entzündungsfrei. Um eine neue Infektion zu verhindern und das epitheliale Attachment zu erhalten, wurde auf eine Sondierung verzichtet. Das Weichgewebsniveau entsprach dem von Zahn 23. Es lagen außerdem keine endodontischen oder parodontalen Symp tome mehr vor. Nach erfolgreicher Osseointegration sol- len die Implantate an den Positionen 25 Abb. 5 Abb. 6 Abb. 7 Abb. 8 Abb. 5: Die postoperative Röntgenaufnahme zeigt beide Implantate in ihrer korrekten vertikalen Position. Man beachte das Knochenersatzmaterial um die bukkale Wurzel von Zahn 24. – Abb. 6: Zwei Monate nach dem Eingriff ist das Weichgewebe praktisch entzündungsfrei. Zahn 24 weist verminderte Beweglichkeit auf (Miller-Klasse I). – Abb. 7: Die Behandlung wurde selektiv mit dem piezochirurgischen System Piezomed (oben) und dem neuen, aktualisierten Implantologiemotor Implantmed durchgeführt. – Abb. 8: Um die Behandlung für den Operateur noch komfortabler zu gestalten, können beide Geräte mit einer kabellosen Fußsteuerung bedient werden. und 26 mit verblockten Kronen versorgt werden. Falls einer der beiden Zähne (24 oder 27) extrahiert werden muss, wird er durch eine implantatgetragene Einzelkrone ersetzt. Angesichts des kli- nischen Zustandes nach zwei Monaten muss die ursprüngliche Prognose mög- licherweise bei der Wiederaufnahme der Behandlung sechs Monate nach Einset- zen der Implantate revidiert werden. In diesem Fall werden sowohl die Patientin als auch die Zahnärzte für ihren Auf- wand belohnt. Gezielter Geräteeinsatz Der Eingriff wurde sowohl mit einem piezochirurgischen als auch mit einem rotierenden Gerät vorgenommen. We- gen seiner präzisen und schonenden Arbeitsweise wurden sowohl das pa- rodontale Debridement als auch die Wurzelspitzenresektion von „Zahnele- ment“ 24 mit dem piezochirurgischen System (Piezomed, W&H) ausgeführt (Abb. 7).5,6 Für den Erhalt des Zahns war eine sorgfältige Belagentfernung ohne zu großen Druck notwendig. Das Implantatbett wurde mit einem neuen Implantologiemotor (Implantmed, W&H) in Verbindung mit einem speziell für die Oralchirurgie und Implantologie konzipierten Winkelstück präpariert. Das Übersetzungsverhältnis von 20 : 1 und das hohe Drehmoment des Im- plantologiemotors von bis zu 6,2 Ncm ermöglichen die Implantatlagerpräpa- ration, das Eindrehen des Implantats und das Gewindeschneiden bei gerin- ger Geschwindigkeit. Der kombinierte Einsatz eines piezo- chi rurgischen Systems und eines ro- tierenden Implantologiemotors beim gleichen Eingriff erwies sich als un- problematisch. Die Programmierung und Bedienung beider Geräte gelingt mit ﬂachen Lernkurven. Die neue ka- bellose Fußsteuerung steuert beide Geräte selektiv durch einfache Pedal- nutzung. Die Fußsteuerung kann zu- dem bequem an einem Bügel bewegt werden (Abb. 8). All diese Merkmale zusammen erlauben dem Operateur, sich auf den Eingriff und vor allem auf den Patienten zu konzentrieren. t k a t n o K W&H Deutschland GmbH Raiffeisenstraße 3b 83410 Laufen/Obb. office.de@wh.com www.wh.com Endodontie Journal 3 | 2017 29
MARKT | PRODUKTINFORMATIONEN Komet Dental Präzise und sanft zugleich Der EndoTracer ist ein graziler Rosenbohrer für die Präparation der endodontischen Zugangskavität. Häuﬁg sind bei mehrwurze- ligen Zähnen die Kanäle nicht sofort zu ﬁn- den und penetrierbar. In vielen Fällen muss erst ein Isthmus über einen Teil oder die gesamte Länge dargestellt werden. Hier setzt der EndoTracer mit all seinen Spezial- eigenschaften an. Der lange schlanke Hals ge- währleistet eine gute Sicht am Instrument vorbei in die Zugangska- vität. Die Darstellung der Pulpakammerboden- anatomie, die substanzschonende Eröffnung der Wurzelkanaleingänge und die Freilegung von obliterierten Kanälen werden dadurch erleichtert. Den Bohrer gibt es in zwei Län- gen (31 und 34 mm) und jeweils sechs Grö- ßen 004, 006, 008, 010, 012 und 014. Die schnittfreudige Verzahnung ermöglicht ein druckloses und substanzschonendes Arbeiten. Einsteiger können z. B. das Set 4670 nutzen. Für Endo-Spezialisten eignen sich dagegen die Instrumente L34 hervorragend für das Arbeiten unter dem Mikroskop und auch bei Revisions- behandlungen. Mehr dazu auf der diesjährigen DGET-Jah- restagung im Rahmen des Workshops mit Nils Widera. Komet Dental [Infos zum Unternehmen] Komet Dental Tel.: 05261 701-700 www.kometdental.de SMD-DENT Smart Dentistry: Von Endo-Motor bis Polymerisationsgerät SMD-DENT mit Standort in Berlin, ent- wickelt und vertreibt durchdachte und höchst inno vative Dental instrumente für die endodon tische Wurzel kanalbehandlung. Die Kernkompetenz des Unternehmens liegt in der Forschung und Entwicklung qualitativ hochwer tiger Geräte für den Ein- satz in der modernen Endodontie. Neben einem ausgewählten Expertenteam wird SMD-DENT durch führende Meinungs- macher der Branche unterstützt. Die Pro- duktpalette ausgeklügelter kabelloser Instrumente umfasst Endo-Motoren zur maschi nellen Wurzelkanalaufbereitung, kabellose Wurzelkanal-Füllsysteme und LED-Polymerisations- und Diagnosegeräte. Alle Instrumente zeichnen sich durch ein schlankes und handliches Design und aus gewählte Features aus. Das führende Modell SmartDriveRL verfügt über einen ein gebauten Apex-Finder mit Auto-Stop- und Auto-Reverse-Funktion, verschiedenen reziproken und rotierenden Programmen und einer LED-Beleuchtung mit Touch- bedienung. Zudem bietet der Apex-Loka- tor SmartXL eine spezielle Kalibrierung für Natriumhypochlorit/EDTA/Chlorhexidin. SMD-DENT überzeugt gleichermaßen mit einem fairen Preis-Leistungs-Verhältnis, einer Garantie von 24 Monaten auf alle Produkte des Portfolios sowie einer nahe am Kunden geschaffenen Servicestruktur, die, ausgehend vom Berliner Standort, Kunden im deutschen ebenso wie west- euro päischen Markt kompetent betreut. SMD-DENT Tel.: 030 92121022 info@smd-dent.de · www.smd-dent.com Die Beiträge in dieser Rubrik stammen von den Herstellern bzw. Vertreibern und spiegeln nicht die Meinung der Redaktion wider. 30 Endodontie Journal 3 | 2017
PRODUKTINFORMATIONEN | MARKT NSK Sicherheit bei der Wurzelkanal behandlung Der batteriebetriebene NSK Apex-Lokalisator iPex II wurde auf Basis zahlreicher klinischer Studien und Veriﬁkationstests ent- wickelt und ist mit den unterschiedlichsten Zahn- und Wurzel- formen kompatibel. Der Lokalisator mit SmartLogic-Technologie gewährleistet höchste Präzision bei der Detektion der Wurzel- spitze und gibt jederzeit zuverlässig Informationen über die aktu- elle Position der Feilenspitze. Die Technologie beseitigt durch das Wechseln zwischen zwei Frequenzen praktisch alle Signalstörun- gen aus dem Wurzelkanal selbst, sodass der Apex ganz genau geortet werden kann. Außerdem verwendet der iPex II zur präzi- sen Signalanalyse das gesamte Wellensystem, um die extrahierte Frequenz zu analysieren. Dadurch werden zuverlässige Messaus- wertungen erzielt, selbst dann, wenn sich die Bedingungen im Wurzelkanal ändern. Gleichzeitig wird eine konstante Echtzeit- verbindung zum Status der Feileneinführung aufrechterhalten und visuell auf dem Display dargestellt. Unterschied liche Signal- töne geben parallel zur Anzeige auf dem dreifarbigen Display einen akustischen Hinweis über den Aufbereitungsfortschritt. NSK Europe GmbH Tel.: 06196 77606-0 www.nsk-europe.de NSK [Infos zum Unternehmen] Meta Biomed Europe Sichere und präzise Obturation Die Erfolgsgeschichte von Meta Biomed geht wei- ter. Der koreanische Medizintechnikkonzern mit über 1.000 Mitarbeitern weltweit hat seinen euro- päischen Hauptsitz in Mülheim an der Ruhr ge- gründet und freut sich darauf, den europäischen Markt zu erschließen. Mit einem verdienten Ruf als einer der wichtigsten Innovatoren der Dental- industrie liegt der Fokus der europäischen Nie- derlassung auf Forschung und Entwicklung, um seine qualitativen Medizinprodukte und Bioma- terialien weiter zu verbessern. Damit bekennt sich Meta Biomed gleichzeitig klar zum Label „made in Germany“. Der Fokus auf Innovation setzt sich fort mit der Einführung von Meta Biomeds neuem EQ-V Guttapercha Obturator. Der EQ-V Pack and Fill bietet eine revolutio- näre Art der Continuous-Wave-Obturation. Das Gerät zeichnet sich durch seine hohe Benutzerfreundlichkeit und seine komforta- ble Handhabung aus. Dank der hervorragen- den Heizleistung benötigt er nur 35 Sekunden für eine Temperatur von 200 °C. Der EQ-V, dessen einzigartige 360°-Rotationskartusche eine unvergleichliche Präzision bietet, verkörpert einmal mehr das Engagement von Meta Biomed, kos- tengünstige und qualitativ hochwertige Lösungen anzubieten. Auf der IDS 2017 präsentierte das Unternehmen eine breite Palette an führenden Produkten für den Schwerpunkt Endodontie. Das Meta Biomed-Team freut sich auf Ihren Besuch auf der ESE in Brüssel, der Fachdental Stuttgart, den id infotagen dental Frankfurt und der DGET-Jahrestagung in Berlin. Meta Biomed Europe GmbH Tel.: 0208 3099190 www.buymetabiomedonline.com Die Beiträge in dieser Rubrik stammen von den Herstellern bzw. Vertreibern und spiegeln nicht die Meinung der Redaktion wider. Endodontie Journal 3 | 2017 31
MARKT | PRODUKTINFORMATIONEN Henry Schein Absage an aufwendigen Papierkram Hygiene- und Qualitätsmanagement ist für viele Praxen zu einem zentralen, aber auch zeitintensiven Thema geworden. Die gesetzlichen Hygieneanforderungen sowie das praxiseigene Qualitätsmanagement erfordern eine Dokumentation aller Hygiene- prozesse. Mit DOCma® bietet Henry Schein eine Software, mit der Praxis- und Labor- inhaber ihre Hygiene- sowie Material- verwaltungsprozesse efﬁzient und prozessorientiert archivieren und dokumentieren können. Die Software wurde mit Zahnärz- ten und Instituten für einen opti- malen Hygieneprozess und eine organisierte Lagerhaltung ent- wickelt. Sie bietet die Möglichkeit, Material- und Sterilgut mit Charge den behandelten Patienten zuzuordnen. Dabei werden auch die gesetzlichen Anfor- Henry Schein [Infos zum Unternehmen] IHR OPTIMALER LAGERBESTAND! MIT DOCMA® ALLES BESTENS IM BLICK Wir zeigen Ihnen wie unter www.henryschein-docma.de derungen berücksichtigt. Der modulare Aufbau ermöglicht eine ﬂexible Zusammenstel- lung je nach Praxisbedarf, da der Praxisinhaber aus unterschiedlichsten Komponenten wählen kann. Die Software bindet sich nahtlos in alle vorhandenen Ge- rätekonstellationen und Netzwerke ein. Henry Schein Dental Deutschland GmbH Tel.: 0800 1400044 www.henryschein-dental.de Sendoline Neuer Antrieb für die Endodontie Dank ausgefeilter Technologie und smar- tem Design vereinfacht das S1 System von Sendoline die tägliche Praxis in der Endodontie. Das 1-Feilen-System besteht aus einem Winkelstück für reziproke Bewegungen und einem sterilen Treat- ment-Pack für zwei Behandlungen. Im Unterschied zu herkömmlichen Systemen entsteht die reziproke Bewegung durch ein im Winkelstück integriertes Getriebe, womit ein externer Motor sowie Kabel und Fußanlasser überﬂüssig werden. Das Win- kelstück kann direkt an die Dentaleinheit angeschlossen werden. Das einzigartige S-Proﬁl der Sendoline Feile mit doppelter Schneidekante entfaltet dank der reziproken Bewegung maximale Wirkung im Wurzelkanal. Die nicht schnei- dende Spitze erleichtert das Zen trieren des Instruments. Die Feile bewegt sich abwech- selnd 180° im Uhrzeigersinn und 30° gegen den Uhrzeigersinn. Dies und die Elastizität und Flexibilität der Nickel-Titan-Legierung minimieren das Risiko von Instrumenten- Sendoline [Infos zum Unternehmen] brüchen. Da in Kombination mit dem Winkelstück nur eine Feile benötigt wird, verringert sich die Behandlungszeit deutlich. Zusätzlich werden die Feilen in sterilen Verpackungen geliefert und können so direkt nach dem Auspacken verwendet werden. Das bedeutet: noch mehr Zeit für Patient und Anwender. Das Winkelstück kann zusätzlich via beiliegendem Apex-Clip mit einem Apex-Lokalisator verbunden werden, er sitzt am Ende des Winkelstücks und sorgt damit für freie Sicht und beste Er gonomie. Reini- gung und Sterilisation erfolgen wie bei her- kömmlichen Hand- und Winkelstücken. Die Beiträge in dieser Rubrik stammen von den Herstellern bzw. Vertreibern und spiegeln nicht die Meinung der Redaktion wider. 32 Endodontie Journal 3 | 2017 Sendoline info@sendoline.com www.sendoline.com
TM ® WO SICHERHEIT AUF EFFIZIENZ TRIFFT Reziproke und rotierende Aufbereitung: Mit Genius-Motor, -Winkelstück und -Feilen auf Knopfdruck SICHERHEIT EFFIZIENZ 360˚ UND REZIPROK ROTIEREND DIE SICHERHEIT REZIPROKER BEWEGUNGEN DIE EFFIZIENZ BEI DER ENTFERNUNG VON DEBRIS MIT ROTIERENDEN BEWEGUNGEN SICHERHEIT ODER EFFIZIENZ? SIE BEKOMMEN BEIDES! © 2017 Ultra rved. © 2017 Ultradent Products, Inc. All Rights Reserved. ghts Reser U L T R A D E N T . C O M / D E
MARKT | PRODUKTINFORMATIONEN Schlumbohm Erfolgreiche Komplettlösung in neuem Design Die bewährte, ausgefeilte Technik der bekannten EndoPilot-Gerätereihe begeisterte auf der IDS in einem neuen, modernen Design. Auch die EndoPilot²-Reihe wurde modular entwickelt und wird in verschiedenen Ausbaustufen erhältlich sein. Von der Apex- messung während der Aufbereitung (EndoMotor) über die Ultraschallnut- zung mit und ohne Spülﬂüssigkeit bis zu den Abfülltechniken DownPack und BackFill sind alle Arbeitsschritte einer effektiven Wurzelkanalbehand- lung mit einer komfortablen, platzsparenden Geräteeinheit durchführbar. Über das große und intuitiv bedienbare 7“-Farb-Touchdisplay mit Frontglas sind alle Arbeitsschritte und Einstellungen komfortabel auswählbar. Alle Handstücke sind in ansprechender Optik am Gerät platziert und leicht erreichbar. Der EndoPilot² bleibt, mithilfe einer SD-Karte, immer auf dem neuesten Stand. Feilensysteme sowie aktualisierte EndoPilot²-Technologie kann der Anwender leicht auf sein Gerät aufspielen. Schlumbohm GmbH & Co. KG Tel.: 04324 8929-0 www.schlumbohm.de Good Doctors Weltweit kleinster Apex Lokator mit 3-Frequenz-Technologie In allen Alltagsbereichen erleichtern intelligente Technologien das Leben. Zeit, dass diese cleveren Lösungen auch die Arbeit in der dentalen Praxis verbessern: So wie beispielsweise der neue Dr’s Finder NEO. Der innovative Apex Lokator von GoodDrs ist eine rich- tungsweisende Entwicklung, die Hightech mit Behandlungskomfort verbindet. So ist laut wissenschaftlicher Stellungnahme der DGZMK bei der Bestimmung der endodontischen Arbeitslänge die elektrische Längenmessung der röntgenologischen in der direkten Lokali- sierung der Konstriktion überlegen. Allerdings störten bisher der Platzbedarf auf dem Behandlungstisch und die langen Kabel. Der Dr’s Finder NEO hat dieses Problem gelöst. Kompakt wie eine Smartwatch kann man das kleine Gerät mit einem Clip am Finger tragen, sodass das Display optimal im Blickfeld liegt. Das Touch- display bietet diverse Darstellungsoptionen und wird durch Fingerwischen bedient. Auch akustische Signale können aktiviert wer- den. Die Arbeitslänge lässt sich individuell einstellen. Die Berechnung erfolgt aus drei Messfrequenzen. Der eingebaute Lithium-Poly- mer-Akku wird über den Mini-USB-Anschluss gela- den. Zudem ist das neue Gerät auch wirtschaftlich attraktiv. Das Messen eines Kanals dauert wenige Sekunden und wird nach GOZ 2400 zusätzlich zu den BEMA-Leistungen abgerechnet. Da der Dr’s Finder NEO mit Smart- phone-Technologien entwickelt wurde, bietet er ein hervorragendes Preis-Leistungs-Verhältnis. Good Doctors Germany GmbH Tel.: 0228 53441465 www.gooddrs.de Good Doctors [Infos zum Unternehmen] Touchdisplay Verschiedene Anzeige-Modi Wiederauﬂadbarer Akku Präzise Messgenauigkeit durch 3 Messfrequenzen Finger-Clip Die Beiträge in dieser Rubrik stammen von den Herstellern bzw. Vertreibern und spiegeln nicht die Meinung der Redaktion wider. 34 Endodontie Journal 3 | 2017
PRODUKTINFORMATIONEN | MARKT Carl Zeiss Meditec Mikroskop optimiert minimalinvasive Therapien Durch moderne Visualisierungslösungen bietet das neue Dental- mikroskop EXTARO® 300 von ZEISS eine Verbesserung der mini- malinvasiven Behandlungen in der Praxis. Erstmals kombiniert ein Dentalmikroskop optische Vergrößerung mit einer Technologie zur Kariesdetektion. Der neue Fluorescence Mode unterstützt die Erkennung von kariösem Gewebe während der Exkavation, womit der Behandler möglichst viel gesunde Zahnsubstanz erhalten kann. Direkt und ohne Unterbrechung des Arbeitsablaufes ermöglicht das Mikroskop somit eine efﬁzientere Karieserkennung und die Unterscheidung zwischen Zahnsubstanz und Kompositmaterial. Diese und weitere Visualisierungsoptionen können direkt und einfach angesteuert werden, ohne die bevorzugte Arbeitsposition zu verändern. Darüber hinaus erlaubt die integrierte HD-Kamera mithilfe der ZEISS Connect-App die digitale und drahtlose Dokumentation der Behandlung und vereinfacht so die Kommuni- kation mit dem Patienten. Carl Zeiss Meditec AG Tel.: 03641 220-0 www.zeiss.de/Zahnheilkunde/extaro-300 Dentsply Sirona Restorative & Endodontics Behandlung und Nachsorge in einem Bei endodontischen Behandlungen geht es nicht nur um die Aufbereitung, Rei- nigung und Füllung von Wurzelkanälen. Auch die Qualität der koronalen Restau- ration ist entscheidend. Dentsply Sirona bündelt den kompletten Behandlungspro- zess unter der Marke R2C (The Root to Crown Solution). Der Zahnarzt kann sich damit auf die Diagnose und die Auswahl der besten Therapieoption konzentrieren. R2C bietet eine breite Palette aufeinan- der abgestimmter klinischer Vorgehens- weisen und dafür geeigneter Produkte. Sie reicht von der 3-D-Röntgendiagnostik über die Herstellung des Gleitpfads und die Wurzelkanalaufbereitung bis hin zum Post-Endo-Verschluss und zur anschlie- ßenden direkten oder indirekten Versor- gung. Im Endeffekt ergibt sich für den Zahnarzt dadurch ein Plus an klinischer Sicherheit. Denn oft kommt er in einer besonders ge- ringen Zahl von einzelnen Schritten zum Ergebnis – und das sogar in einer kürzeren Behandlungsdauer. R2C realisiert für die Praxis umfassende Vorteile – für ein einfa- ches, sicheres und schnelles Vorgehen von der Wurzel bis zur Krone. Dentsply Sirona Restorative & Endodontics Tel.: 08000 735000 (gebührenfrei) www.dentsplysirona.com Die Beiträge in dieser Rubrik stammen von den Herstellern bzw. Vertreibern und spiegeln nicht die Meinung der Redaktion wider. Endodontie Journal 3 | 2017 35
MARKT | PRODUKTINFORMATIONEN DEMED VDW Materialwagen jetzt mit Staubschutzlippen gemäß RKI Einer für alles – Endo leicht gemacht Der Gerätewagenspezialist DEMED hat seine Gerätewagen der S-Serie neu konzipiert. Ab sofort stehen drei Korpusformate mit 21 bzw. 24 Höheneinheiten und fünf Schubladenhöhen für eine umfangreiche und individuelle Gestaltung zur Verfügung. Alle Schubladen sind mit Vollauszü- gen und auf Wunsch mit Staub- schutzlippen gemäß RKI ausge- stattet. Bei der Arbeitsplatte hat der Kunde die Möglichkeit, aus Mineralwerkstoff, Stahlarbeits- platten mit einer umlaufenden Reling aus Edelstahl oder Glas zu wählen. Zur farblichen Ge- staltung steht das gesamte RAL- Farb system zur Verfügung. Passend zum Hygienekonzept gibt es zu den Schubladen Ein- sätze mit ﬂexibel gestaltbaren Einteilungen aus gebürstetem Edelstahl. Diese sind in zwei Breiten und drei verschiedenen Höhen erhältlich. In der Endodontie spielt neben fachlicher Expertise auch das Equipment eine wichtige Rolle. Zunehmend platzieren Dentalhersteller punktuell Einzelangebote und keine Gesamtlösungen – sowohl im Premium- als auch im rein preisorientierten Segment. Von diesem Ansatz distanziert sich VDW. Als erfahrener Partner mit fast 150 Jahren Endo-Expertise bie- tet das Unternehmen Systemlösungen von höchster Qualität und umfassende Services. So werden Zahnärzte optimal darin unter- stützt, Wurzelkanalbehandlungen einfach, efﬁzient und erfolg- reich in den Praxisalltag zu integrieren. Im Fokus des Versprechens „Endo Easy Efﬁcient“ steht der Praxisnutzen. Ein Beispiel dafür sind die RECIPROC® Produkte. Dank einem validierten Zusammenspiel von Feile und Motor lassen sich Wurzelkanäle mit nur einem In- strument aufbereiten. Mit Innovationen, dem Ausbau der welt- weiten Marktposition sowie Investitionen in Maschinen und Anlagen will VDW wei- terhin die Weichen für die Zukunft in der Endodontie stellen. [Infos zum Unternehmen] VDW DEMED Dental Medizintechnik e.K. Tel.: 07151 270760 www.demed-online.de VDW GmbH Tel.: 089 62734-0 www.vdw-dental.com LegacyENDO Erschaffe eine Legende Die treibende Kraft hinter den LegacyENDO-Feilen ist D&S Dental, eine Abkürzung aus Derek (Heath) und Steve (Tread- way) Dental. Mit mehr als 30 Jahren Erfahrung produziert dieser amerika- nische Hersteller von Wurzelkanalfei- len für alle größeren Marken auf dem Endodontiemarkt. Derek Heath ist der Begründer des Einsatzes von Nitinol (einer Legierung aus Nickel und Titan) in Wurzelkanalfeilen. Die Mission der Firma ist die Lieferung endodontischer Produkte und Lösungen von hoher Qualität für die tägliche Praxis zu einem erschwinglichen Preis – „to create your own legacy!“ Die Kosten für Zahnarzt und Patient sollen gesenkt werden. Die originale, mehrfach- konische Nitinol-Feile bietet mehr Efﬁzienz, Flexibilität und Präzision (Packung mit sechs Feilen für 28,50 Euro). Eine einzigartige Wärmebehandlung verleiht den Feilen eine höhere Flexibilität und grö- ßere Beständigkeit gegen zyklische Ermü- dung (Packung mit sechs Feilen 29,95 Euro). LegacyENDO Tel.: +31 30 8505576 www.legacy-endo.com Die Beiträge in dieser Rubrik stammen von den Herstellern bzw. Vertreibern und spiegeln nicht die Meinung der Redaktion wider. 36 Endodontie Journal 3 | 2017
DMG Mit Bestnoten abgeschnitten PRODUKTINFORMATIONEN | MARKT DMG [Infos zum Unternehmen] LuxaCore, DMGs seit Jahrzehnten be- währtes Komposit für Stumpfaufbau und Wurzelstiftzementierung, wurde nun endgültig von der nächsten Gene- ration abgelöst: LuxaCore Z. Alle Ma- terialvorteile bleiben erhalten, aber es gibt noch einige neue. So konnte u. a. die Druckfestigkeit noch einmal verbessert werden. Die her- vorstechende Eigenschaft ist das echte Dentingefühl. Die mechanischen Eigenschaften des Materials kommen dem natürlichen Zahn extrem nahe. Der Be- handler spürt beim Prä- parieren keinen Un- terschied im Über- gang vom Dentin zum Material, die Hand kann sicher geführt werden. Das sorgt für kontrollier- ten Substanzabtrag und eine präzise Prä- parationsgrenze. LuxaCore Z erhielt u. a. die höchste Aus- zeichnung des Fachmagazins The Dental Advisor. Das Portal vergab 5 von 5 Punk- ten (Vol. 32, No. 01, Januar – Februar 2015). Außerdem wurde das Prädikat „Preferred Product“ verliehen. DMG Tel.: 040 840060 www.dmg-dental.com Ultradent Products Für Sicherheit, Efﬁ zienz und Präzision in der Endodontie Mit dem neuen Endo-Eze Genius System proﬁ tieren Zahnärzte von reziproken und rotierenden Bewegungen für vorhersehbaren Erfolg. So schützt die reziproke Aufbereitung um 90°/30° von Beginn der Behandlung an vor Feilenseparation und räumt zugleich rasch und wirksam die Kanäle aus. Im Anschluss daran sorgen rotierende Bewegungen um 360° für die Glättung der Kanalwände und eine efﬁ ziente Debrisentfernung. Praktisch jede Behandlung kann dabei mit nur zwei Genius Feilen aus NiTi abgeschlossen werden, die man aus vier verschiedenen Stärken, je nach Kanalgeometrie, wählt. Alle Parameter für rezi- proke oder rotierende Bewegung können im Genius Motor variiert und gespeichert werden; so ist er auch für andere Feilen einsetz- bar. Ergänzt wird das Endo-Eze Genius System durch den präzisen Apex-Locator FIND. Auch die NaviTips erleichtern die Behandlung: Sie ermöglichen das gezielt kontrollierte Einbringen von Spüllösungen, Medikamenten und Sealern tief in den Kanal. Ultradent Products – ein verlässlicher Partner in Sachen Endodontie. Ultradent Products Tel.: 02203 3592-0 www.ultradent.com Ultradent Products [Infos zum Unternehmen] Endodontie Journal 3 | 2017 37
MARKT | FIRMENPORTRÄT Bajohr [Infos zum Unternehmen] In allen Fachbereichen der modernen Zahnmedizin wachsen die Ansprüche an die Präzision der Behandlung und damit an die Sehanforderung. Der Bedarf an zusätzlicher Vergrößerung wird dabei häuﬁg als Folge mangelnder Sehleistung missgedeu- tet. Mithilfe einer individuell angepassten Lupenbrille aus dem Hause Bajohr, dem bundesweiten Marktführer für vergrößernde Optiksysteme in der Medizin, lassen sich sowohl die Diagnostik verbessern als auch neue minimal invasive Therapieverfahren an- wenden – bei gleichzeitig optimierter Ergonomie. Ich sehe was, was du nicht siehst … Kerstin Oesterreich Bajohr OPTECmed ist seit 35 Jah- ren der Augenoptikexperte für pro- fessionelle Lupenbrillen und die dazu passenden Beleuchtungssysteme in Medizin und Technik. Ein Team aus über 130 spezialisierten Mitarbeitern garantiert perfekte Lösungen für jede Sehanforderung – und das nicht nur im einzigartigen Kompetenzzentrum für Lupenbrillen am Hauptsitz in Ein- beck bei Göttingen, sondern durch die engagierten Augenoptiker und Augen- optikermeister der großen Außendienst- ﬂotte in allen Gebieten Deutschlands, Österreichs sowie der Schweiz. Täglich werden Ärzte und Kliniken besucht und vor Ort kompetent beraten. Denn erst die individuelle Anpassung macht das Vergrö ßerungssystem zu einem unver- zichtbaren Arbeitsinstrument. Durchblick mit Vielfalt Seit der Gründung des Unternehmens 1982 durch Augenoptikermeister Chris- toph Bajohr wird die Palette an Pro- dukten und Dienstleistungen ständig erweitert und optimiert. So ist Bajohr OPTECmed nicht nur deutschlandweit der einzige augenoptische Fachhan- delspartner für Lupenbrillen aus dem Hause Carl Zeiss Meditec, sondern bietet als Mehrmarkenhaus auch Systeme des amerikanischen Herstellers PeriOptix, des dänischen Anbieters ExamVision sowie die qualitativ hochwertige Ei- genmarke BaLUPO. Passend dazu hat das Unternehmen Lichtsysteme füh- render Hersteller für eine schattenfreie Ausleuchtung der Mundhöhle im Port- folio, denn erst mit dieser Beleuchtung erlangt die Lupenbrille die richtige Efﬁzienz. Entspannt Sehen, entspannt Arbeiten Mit bloßem Auge sind feine Strukturen von Zähnen und Zahnﬂeisch oft nicht ausreichend zu erkennen und können daher nicht mit der erforderlichen Sorgfalt behandelt werden. Lupen- brillen mit passender Be- leuchtung verhindern in vielen Fällen, dass krankhafte Befunde an Zähnen, Zahnﬂeisch und Mundschleim- haut übersehen werden. Auf diese Weise kann der Behandler im Frühstadium ein- greifen und minimalinvasiver vorgehen. Die Patienten proﬁtieren durch weniger Begleiterscheinungen und einer oftmals schnelleren Heilung. Damit Zahnärzte entspannt und stress- frei arbeiten können, ist der Tragekom- fort entscheidend: Während sich der Anbieter ZEISS durch eine der weltweit besten Optiken auszeichnet, liegen die speziellen Vorteile der Systeme von ExamVision auch in der Ergonomie. Die Lupenbrillen von PeriOptix sind besonders leicht und punkten dazu mit Abb. 1: Das kabellose Lupenlicht FireFly des amerikanischen Herstellers PeriOptix wiegt weniger als 28 Gramm. 38 Endodontie Journal 3 | 2017
FIRMENPORTRÄT | MARKT Abb. 2 Abb. 3 Abb. 2: Lupenbrillen unterscheiden sich in Galilei- und in Kepler-Systeme – die Auswahl, hier in Form von ExamVision-Lupenbrillen, erfolgt nach einer ausführlichen augen- optischen Beratung. – Abb. 3: Augenoptikermeister Christoph Bajohr feiert mit seinem Unternehmen in diesem Jahr das 35. Jubiläum.– Abb. 4: Die Kopﬂupe EyeMag Pro F mit gehärteten Markenkunststoff gläsern aus dem Hause ZEISS. sportlich-modernen Gestellen, während die Eigenmarke BaLUPO ein optimales Preis-Leistungs-Verhältnis bietet. Bajohr OPTECmed hat einfach für jeden Wunsch die passende Lupenbrille. So ist ein kontinuierlicher Einsatz in der Dia gnostik und Therapie möglich. viduellen Parameter speziell an die Seh- und Arbeitsgewohnheiten des Trägers angepasst, um die Vorausset- zungen für körperschonendes Arbei- ten in natürlicher Haltung zu schaffen. Zur Bestimmung des bevorzugten Arbeitsabstandes wird die typische Dis tanz zwischen den Augen des Behand- lers und seinem Behandlungsfeld gemessen. Abb. 4 So individuell wie die Iris Qualität bedeutet für Bajohr OPTEC- med die Einhaltung höchster Standards – und das nicht nur bei den Produkten. Auch im Service und in der Beratung legt das Unternehmen Wert auf höchs- tes Niveau. Jede Lupenbrille ist ein hoch spezialisiertes Arbeitsgerät, das die Augenmuskulatur entlasten und somit eine Tätigkeit im Nahbereich bei langen Behandlungen und Operatio- nen erleichtern soll. Daher wird bei Bajohr OPTECmed jedes System nach Analyse der indi- Die sogenannte Pupillen- distanzmessung dient der Ausrichtung der optischen Achsen von Brillengläsern (Hauptdurchblickspunkt) an denen der Augen (Augenachsen). Zusätzlich überprüft das Optikexperten- team mit hilfe der neuesten Technik, ob eventuell eine Fehlsichtigkeit vorliegt, und berät, welches Glas sich am besten für die Lupenbrille eignet. Sollte sich im Laufe der Zeit die Sehstärke verändern, können die Gläser jederzeit problem- los ausgetauscht werden. So erhalten Kunden garantiert eine Lupenbrille, die perfekt auf sie und ihre Anforderun- gen des Arbeitsalltags zugeschnitten ist. Sollten Fragen aufkommen oder sollte mal etwas nicht einwandfrei funk- tionieren, hilft die hauseigene Werkstatt schnell und unkompliziert weiter. So weit das Auge reicht Um das Angebot stets den ständig wachsenden Herausforderungen des zahnmedizinischen Arbeitsalltags an- passen zu können, arbeitet Bajohr OPTECmed immer wieder mit verschie- denen Experten zusammen, deren Ex- pertise dabei hilft, das Produkt- und Dienstleistungsangebot weiterhin zu optimieren. In Zusammenarbeit mit ZEISS entwickelt das Unternehmen Lupenbrillen, die an den Bedürfnissen der potenziellen Kunden ausgerichtet sind. Um insbeson dere Neulingen auf dem Gebiet der vergrößernden Optik- systeme im richtigen Umgang mit den Lupenbrillen zu schulen, werden regel- mäßig informative Workshops an Uni- versitäten oder in Kliniken organisiert. Spezielle Angebote für Studierende und deren bundesweite Betreuung an den Hochschulen runden das Angebot ab. t k a t n o K Bajohr GmbH & Co. KG Bajohr OPTECmed Hansestraße 6 37574 Einbeck Tel.: 05561 319999-0 www.lupenbrille.de Endodontie Journal 3 | 2017 39
INTERVIEW VDW [Infos zum Unternehmen] Die richtige Spülung spielt weiterhin eine wichtige Rolle für eine erfolgreiche endodontische Behandlung. Allgemeinzahnmedizi- ner und Endodontologen verwenden verschiedene Mittel, um Kanäle efﬁzient zu reinigen und sie auf die Obturation vorzube- reiten. Dabei müssen verschiedene Arten von Nadeln und Durch- ﬂussraten berücksichtigt werden und es gilt, den richtigen Druck für eine apikale Reinigung auszubalancieren. Das Endodontie Journal sprach mit Dr. Grzegorz Witkowski über seine täglichen Herausforderungen bei der Spülung und über RECIPROC® blue als bahnbrechende Veränderung in der Endodontie. „RECIPROC® blue ist deﬁnitiv eine bahnbrechende Veränderung“ Dr. Witkowski, könnten Sie sich bitte vorstellen? Ich bin seit 14 Jahren niedergelassener Zahnarzt und betreibe eine familienge- führte Klinik in Nordpolen. Hauptsäch- lich führe ich Wurzelkanalbehandlun- gen und CAD/CAM-basierte Restau- rationen durch. Es ist mir wichtig, mit den besten Produkten zu arbeiten und meinen Patienten die bestmögliche Be- handlung zu bieten. Seit Beginn meiner Karriere arbeite ich mit VDW-Produk- ten. Darüber hinaus halte ich zahlreiche Vorträge im Auftrag einer Reihe von Unternehmen. Was bedeutet Endodontie für Sie? Endodontie bedeutet für mich die rich- tige Spülung und damit die Reinigung des Wurzelkanalsystems. Sie stellt die größte Herausforderung in der endo- dontischen Behandlung dar. Die Wur- zelspitze zu erreichen, ist erst der An- fang der endodontischen Behandlung, und Maschinenfeilen helfen uns nur, die Wurzelspitze schneller und auf vorhersehbarere Weise zu erreichen. Wir brauchen jedoch eine Verbesse- rung der Spülungstechniken. Drei un- regelmäßige Kanäle eines Prämolaren beispielsweise erfordern unabhängig von der Feile eine ordnungsgemäße 40 Endodontie Journal 3 | 2017 Abb. 1: Dr. Grzegorz Witkowski spricht über seine Erfahrung mit RECIPROC® blue. (Foto: Dr. G. Witkowski) Spülung. Erst danach kann man eine ordentliche 3-D-Obturation erreichen. Während man sich stark auf die Ob- turation konzentriert, liegt das Haupt- problem aber in der richtigen Rei- nigung. Ich freue mich auf neue Lösun- gen im automatischen Austausch der Spülungsﬂüssigkeiten. Es ist wichtig, welche Flüssigkeit man verwendet, aber man benötigt auch die richtige Dosis. Glücklicherweise erlauben mo- derne Maschinen und Instrumente eine verkürzte Vorbereitungszeit und lassen uns mehr Zeit für die Spülung. Dies ist eine riesige Verbesserung. Viele Ihrer Kollegen arbeiten weiter- hin mit konventionellen Präparations -
methoden. Sie hingegen verwen - methoden. Sie hingegen verwen - den schon seit Langem rotie- den schon seit Langem rotie- rende und reziprok arbeitende rende und reziprok arbeitende Instrumente sowie Endodon- Instrumente sowie Endodon- tiemotoren. Was ist der Grund tiemotoren. Was ist der Grund dafür, dass Sie auf RECIPROC® dafür, dass Sie auf RECIPROC dafür, dass Sie auf RECIPROC dafür, dass Sie auf RECIPROC blue umgestiegen sind, und was blue umgestiegen sind, und was würden Sie Ihren Kollegen ra- würden Sie Ihren Kollegen ra- ten, die noch mit herkömmli- ten, die noch mit herkömmli- chen Methoden arbeiten? chen Methoden arbeiten? Als ich mich in das Gebiet Als ich mich in das Gebiet der Endodontie begab, fragte der Endodontie begab, fragte ich mich: Was sollte ich tun, ich mich: Was sollte ich tun, um eine gute Behandlung mit um eine gute Behandlung mit vorhersehbaren Ergebnissen si- vorhersehbaren Ergebnissen si- cherzustellen? Verbessert die cherzustellen? Verbessert die Handfeile wirklich meine Arbeit? Handfeile wirklich meine Arbeit? Wie ich schon sagte, ist die Spü- Wie ich schon sagte, ist die Spü- lung das Hauptproblem in der lung das Hauptproblem in der Endo dontie. Nur wenn wir für 30 Endo dontie. Nur wenn wir für 30 bis 40 Minuten richtig spülen, wird bis 40 Minuten richtig spülen, wird die endodontische Behandlung die endodontische Behandlung wirksam. Ich beschloss direkt nach wirksam. Ich beschloss direkt nach meinem Abschluss, mit Maschi- meinem Abschluss, mit Maschi- neninstrumenten zu arbeiten. Ro- neninstrumenten zu arbeiten. Ro- tierende Instrumente ermöglichen tierende Instrumente ermöglichen es, die Wurzelspitze schneller und es, die Wurzelspitze schneller und mit weniger Fehlern zu erreichen. mit weniger Fehlern zu erreichen. Meist arbeite ich mit Maschinen- Meist arbeite ich mit Maschinen- instrumenten. In einigen Situatio- instrumenten. In einigen Situatio- nen verwende ich noch Handfeilen, nen verwende ich noch Handfeilen, dies ist aber nur bei sehr gebogenen dies ist aber nur bei sehr gebogenen und verkalkten Kanälen der Fall. Das FlexMaster-System war das Das FlexMaster-System war das erste rotierende Feilensystem, das ich erste rotierende Feilensystem, das ich verwendete. Während man im Gegen- satz zur Vorbereitung von Hand auf jeden Fall weniger Zeit für die Vorbe- reitung des Kanals benötigte, war das System noch immer recht langsam. Ich wechselte dann zu Mtwo, einem aus- gezeichneten und schnellen System für alle Kanäle. Dieser Ferrari der Endo- dontie erlaubte es mir, apikal vorzuge- hen und innerhalb von Minuten einen Gleitpfad zu schaffen. Allerdings bin ich nicht sehr risikofreudig und ziehe es vor, so sicher wie möglich vorzuge- hen, um einen Bruch der Instrumente zu vermeiden. Schließlich hatte ich die Gelegenheit, RECIPROC® zu testen. Seitdem wollte ich nie wieder zurück. RECIPROC® bietet mir die Sicherheit des FlexMaster und die Schnelligkeit der Mtwo. Die Wechselbewegung ermög- licht es der Feile, sich leicht in den INTERVIEW Abb. 2: RECIPROC® blue Feile R25. Kanal und wieder zurück zu be- Kanal und wieder zurück zu be- wegen. Sie hat auch eine Bürst- wegen. Sie hat auch eine Bürst- bewegung, was einen großen bewegung, was einen großen Vorteil bietet. Vorteil bietet. Kann RECIPROC® auch für enge, Kann RECIPROC unsichtbare Kanäle verwendet unsichtbare Kanäle verwendet werden? werden? Ja, ich verwende ausschließlich Ja, ich verwende ausschließlich RECI PROC®, auch für sehr enge RECI PROC Kanäle. Diese Feilen folgen dem Kanäle. Diese Feilen folgen dem Pfad mühelos. Das Einzige, was Pfad mühelos. Das Einzige, was man berücksichtigen muss, ist, dass man berücksichtigen muss, ist, dass man die Feile zu Beginn mit einem man die Feile zu Beginn mit einem sanften Druck nach vorne bewegen sanften Druck nach vorne bewegen muss. Danach ist ein Schieben der muss. Danach ist ein Schieben der Feile nicht besonders empfehlens- Feile nicht besonders empfehlens- wert, da dies zum Instrumenten- wert, da dies zum Instrumenten- bruch führen könnte. Man sollte die bruch führen könnte. Man sollte die Feile einfach dem Pfad folgen las- Feile einfach dem Pfad folgen las- sen. Wenn die Feile nicht im Kanal sen. Wenn die Feile nicht im Kanal vorankommt, sollte man manuelles vorankommt, sollte man manuelles Arbeiten in Betracht ziehen. ger ﬂ exibel war. Darüber hinaus ist RECIPROC® rund 60 Prozent schnel- ler als viele andere Feilensysteme. Mir geﬁ el RECIPROC® blue bereits, als ich anﬁ ng, sie einzusetzen, aber nun will ich nie wieder etwas anderes verwenden. Es gibt einige Fälle, in de- nen ich immer noch die ursprüngliche RECIPROC® nehme, etwa bei Nachbe- handlungen, bei denen ich ein wenig Druck auf die Feile ausüben muss. RECIPROC® blue kommt beinahe überall hin. Den Seitenkanal zu errei- chen, stellt aber noch immer eine He- rausforderung dar. Aus diesem Grund verwende ich wie bereits erwähnt eine schallbasierte Aktivierung von Spülﬂ üssigkeiten. Man muss die unter- schiedlichen Rei nigungstechniken des Isthmus sorgfältig bewerten, aber mit dem RECIPROC® blue System haben wir die nächste Stufe in der efﬁ zienten Kanal- und Isthmusreinigung erreicht Welche Instrumentenkombination Welche Instrumentenkombination für die Vorbereitung eines Wurzel- für die Vorbereitung eines Wurzel- kanals auf die Obturation bevorzu- kanals auf die Obturation bevorzu- gen Sie im Allgemeinen? Es hängt sicherlich vom Fall und der korrekten Lokalisation des apikalen Foramens ab. Ich verwende meistens die R25 für Molaren und Prämolaren. Um die Flüssigkeiten zu aktivieren, setze ich Ultraschall-Irrigation ein. Dies hilft, die Flüssigkeiten aus den Kanälen in die Tubuli freizugeben. Danach wende ich die Continous- Wave- Technique mit BeeFill und Bee- Fill Pack für eine 3-D-Obturation des Kanals an. Wie lange verwenden Sie bereits RECIPROC® blue und was gefällt Ihnen am besten daran? Ich habe RECIPROC® blue seit gerau- mer Zeit getestet. Vor allem gefällt mir die Flexibilität der Feile. Bei der R25 wurde zuvor eine andere Art von NiTi-Material verwendet, das weni- – es ist deﬁ nitiv eine bahnbrechende Entwicklung in der Endodontie. Ich empfehle jedem Allgemeinzahnmedi- ziner, dieses System auszuprobieren. Sie werden nie wieder den Wunsch haben, zu wechseln. Vielen Dank für das Interview. t k a t n o K VDW GmbH Bayerwaldstraße 15 81737 München Tel.: 089 62734-0 info@vdw-dental.com www.vdw-dental.com Endodontie Journal 3 | 2017 41
EVENTS © Patino/Shutterstock.com Vom 23. bis 25. November 2017 wird in Berlin die Zahnerhaltung in all ihren Facetten beleuchtet. Mit dem „DGZ-Tag der Wissen- schaft/Universitäten“ gibt es auch speziell für den wissenschaft- lichen Nachwuchs wieder ein Programm. 3. Gemeinschaftstagung der DGZ, DGET, DGPZM und DGR²Z „Erhalte Deinen Zahn – Fakten, Kontroversen, Perspektiven“ heißt das zentrale Thema der 3. Gemeinschafts- tagung der Deutschen Gesellschaft für Zahnerhaltung (DGZ) und Deutschen Gesellschaft für Endodontologie und zahnärztliche Traumatologie (DGET) mit der Deutschen Gesellschaft für Präventivzahnmedizin (DGPZM) und Deutsche Gesellschaft für Restaura- tive und Regenerative Zahnerhaltung (DGR²Z), die vom 23. bis 25. November 2017 im Hotel Palace Berlin stattﬁ ndet. Bei dieser Veranstaltung werden unter Federführung des DGZ-Verbundes alle Aspekte der Zahnerhaltung aufge- griffen – von der Präventivzahnmedizin über die Endodontologie bis hin zur Restauration. Der gesamte Kongress wird zudem durch eine Dentalausstel- lung begleitet. Schon der Vormittag des ersten Haupt- kongresstages wartet mit einem ab- wechslungsreichen und attraktiven Programm auf. Nach der Kongress- eröffnung befasst sich zum Beispiel Prof. Dr. Norbert Gutknecht/Aachen mit dem Thema „Laser in der Endo- dontie – Facts und Fiction?“. Prof. Dr. Gabriel Krastl/Würzburg referiert über Möglichkeiten und Grenzen bei der Vitalerhaltung des Zahns durch partielle Pulpotomie. Prof. Dr. Reinhard Hickel/ München stellt in seinem Vortrag die provokative Frage „Reparaturfüllung – minimalinvasive Option oder Pfusch?“. Parallel dazu ﬁ ndet das Symposium der Firma DMG statt. Hier setzen sich die drei Referenten mit Auswirkungen der Epidemiologie auf zukünftige Trends in der Zahnmedizin auseinander. Den Nachmittag läuten Prof. Dr. Sebas- tian Paris/Berlin und Prof. Dr. Roland Frankenberger/Marburg mit einem gemeinsamen Vortrag ein. Das Thema lautet „Kariesexkavation/Caries pro- funda-Therapie – Fakten, Kontroversen, Perspektiven“. Der aus den USA ange- reiste Ashraf F. Fouad, DDS, MS, befasst sich in seinem anderthalbstündigen Fachvortrag mit der Frage „Endodontic Infections and Systemic Disease, can one inﬂ uence the other?“ Parallel zu diesen beiden Hauptvorträgen veran- stalten die DGPZM und die DGR²Z ihre Symposien. Im Forum der Präventiv- zahnmedizin geht es um die Wechsel- 42 Endodontie Journal 3 | 2017
I E G E Z N A I F O R T B ILDUN G S P E T K N U beziehungen von Mund- und Allgemeinerkrankungen, im Forum der Restaurativen und Regenerativen Zahnmedizin um große plastische Restaurationen und Faserverstärkung. Den zweiten Tag eröffnet Ashraf F. Fouad, DDS, MS, und beschäftigt sich mit „Antibiotics in Endodontics“. Giovanni Olivi MD aus Italien referiert im Anschluss zum Thema „Laser activated irrigation: PIPS and SWEEPS, the evolution“. Pa rallel dazu ﬁ ndet der Vortragsblock der DGR²Z statt. Neben der Forschungsförderung geht es hier um sogenannte „Bulk-Fill-Komposite“. Beim folgenden Vortragsblock der DGPZM setzen sich die drei Referentinnen und Referenten mit oralen Nebenwirkungen von Medikamenten ausein- ander. Das Nachmittagsprogramm bei den Hauptvorträ- gen der DGZ und DGET füllen vier weitere hochkarätige Experten. Dr. Eugenio Pedulla aus Italien etwa behandelt das Thema „Traditional and heat-treated nickel-titanium instru mentation: how and when to use it“, Dr. Dan-K. Rechenberg aus der Schweiz lotet Grenzen und Möglich- keiten bei konventionellen und molekularen diagnostischen Markern in der Endodontologie aus. Den Schlusspunkt setzt Prof. Dr. Hendrik Meyer-Lückel/Aachen mit dem Vor- trag „Karies inﬁ ltration – Fakten, Kontroversen, Perspekti- ven“. Parallel zu den nachmittäglichen Vorträgen ﬁ ndet das DGZ-Spe zialistenforum mit ganz unterschiedlichen Fach- themen statt. Dem Hauptkongress ist der „DGZ-Tag der Wissenschaft/ Universitäten“ vorgeschaltet, der im letzten Jahr erfolgreich Premiere feierte. Die Veranstaltung am 23. November bietet vor allem dem wissenschaftlichen Nachwuchs die Möglich- keit zum intensiven Austausch. Nach Keynote Lectures von Dr. Paul Zaslansky/Berlin und Prof. Dr. Matthias Hannig/ Homburg (Saar) gibt es spannende Kurzvorträge zu aktu- ellen Forschungsprojekten der Universitäten für Zahnerhal- tung. Die Nachwuchsforscher können den Tag dann beim Referenten-/Assistentenabend vor der außergewöhnlichen Kulisse der Hörsaalruine im Medizinhistorischen Museum der Charité ausklingen lassen. 1 2 3 www. Für Einsteiger, Fortgeschrittene und das Team Termine 2017 | | Baden-Baden Sichere und professionelle Lösungen auch komplexer endodontologischer Probleme Termine 2017 | | Baden-Baden Termine 2017/2018 | Essen | inkl. Hands-on 3. Gemeinschafts- tagung [Anmeldung/Programm] Faxantwort an 0341 48474-290 Bitte senden Sie mir das Programm für die Kursreihe ENDO UPDATE zu. t k a t n o K Deutsche Gesellschaft für Zahnerhaltung e.V. (DGZ) Universitätsklinik Frankfurt am Main ZZMK-Carolinum Theodor-Stern-Kai 7 60590 Frankfurt am Main info@dgz-online.de www.dgz-online.de Titel | Vorname | Name E-Mail (Für die digitale Zusendung des Programms.) Stempel 7 1 / 3 J E O EM U S M E D I A AG Holbeinstraße 29 · 04229 Leipzig · Tel.: 0341 48474-308 · event@oemus-media.de
RECHT © Billio n P h otos/S h utterstock.co m Verantwortung für korrekte Angaben im Internet zur eigenen Person Dr. Susanna Zentai Meist ungewollt taucht man mit seiner Praxis in diversen Suchportalen, Verzeichnissen und sonstigen Seiten auf. Oft hat man nicht einmal Kennt- nis darüber, wo man überall als Zahn- arzt geführt wird. Problematisch wird es, wenn falsche Angaben gemacht werden, wie zum Beispiel Titel oder Qualiﬁkationen, die man gar nicht hat. Sobald man von dieser Tatsache posi- tive Kenntnis erlangt, muss man dafür Sorge tragen, dass der Eintrag geän- dert wird. So ist es einer Zahnärztin ergangen, die, ohne dies selber veranlasst zu haben, auf mehreren Portalen mit ei- nem Doktortitel geführt wurde, den sie aller dings nie erworben hat. Sie selber hat nirgends falsche Angaben hierüber gemacht. Auch hat sie diese Einträge nicht veranlasst. Auf ihrer eigenen Praxishomepage wird kein Doktortitel genannt. Die zahlreichen anderen Ein- träge – wo sie jeweils mit Doktortitel „Problematisch wird es, wenn falsche Angaben gemacht werden, wie zum Beispiel Titel oder Qualiﬁkationen, die man gar nicht hat.“ geführt wurde – ﬁelen einem Verband zur Förderung der gewerblichen oder selbstständigen beruﬂichen Interessen seiner Mitglieder, dem u. a. die Zahn- ärztekammern Mecklenburg-Vorpom- mern und Niedersachsen angehören, auf. Daraufhin wurde die Zahnärztin aufgefordert, dafür Sorge zu tragen, dass die konkret aufgeführten Internet- seiten die Einträge berichtigen und den Doktortitel entfernen. Die Zahnärztin wurde mehrfach angeschrieben, immer ohne eine Reaktion und ohne dass die Einträge korrigiert wurden. Schließlich klagte der Verband auf Unterlassung der falschen Titelführung. Das Landgericht Hamburg gab dem Verband Recht und verurteilte die Zahnärztin auf Unterlassung. Für jeden Fall der „Zuwiderhandlung“, also Nichtveranlassung der Korrek- tur der falschen Einträge, wurde ein Verstoß gegen das Gesetz gegen unlauteren Wettbewerb festgestellt und eine Strafe in Höhe von jeweils 250.000 Euro für jeden weiteren Ver- 44 Endodontie Journal 3 | 2017
RECHT stoß verhängt. Für den Fall, dass die- ser Betrag nicht eingetrieben werden kann, droht jeweils eine Haftstrafe von bis zu sechs Monaten. In seinen Entscheidungsgründen zum Urteil des Landgerichts Hamburg vom 26.07.2016 (Az. 312 O 574/15) wird ausgeführt: „Dem Kläger steht der geltend ge- machte und aus dem Tenor zu 1. er- sichtliche Unterlassungsanspruch auch in der Sache nach § 8 Abs. 1 Satz 1, § 3 Abs. 1 und 2, § 5 Abs. 1 Satz 1 und 2 Nr. 3 UWG zu. „Eine täterschaftliche Haftung nach § 8 UWG kann nicht nur durch positives Tun, sondern auch durch pﬂichtwidriges Unterlassen begründet werden.“ Es liegt eine Irreführung im Sinne des § 5 Abs. 1 Satz 1 und 2 Nr. 3 UWG vor. Wird im geschäftlichen Verkehr ein Doktortitel ‚Dr. med. dent‘ verwendet, der – was vorliegend unstreitig ist – tatsächlich nicht erlangt wurde, so stellt dies eine irreführende Handlung über die Befähigung und Qualiﬁkation der so betitelten Unternehmerin dar, wenn diese, wie hier die Beklagte, als Zahnärztin zahnmedizinische Leistun- gen anbietet. Insofern hat die Beklagte auch eine Wiederholungsgefahr im Sinne des § 8 Abs. 1 Satz 1 UWG gesetzt. Zwar hat sie – wiederum unstreitig – den Titel ‚Dr. med. dent.‘ oder auch die Be- zeichnung ‚Dr. dent.‘ nicht selbst aktiv verwendet. Sie haftet für die streitge- genständlichen irreführenden Einträge im Internet jedoch als Täterin durch pﬂichtwidriges Unterlassen. Eine täterschaftliche Haftung nach § 8 UWG kann nicht nur durch positives Tun, sondern auch durch pﬂichtwid- riges Unterlassen (einschließlich Dul- den) begründet werden. Pﬂichtwidrig ist ein Unterlassen oder Dulden dann, wenn eine Erfolgsabwendungspﬂicht besteht, und die dazu erforderliche Handlung dem Verpﬂichteten möglich und zumutbar ist, diese Pﬂicht aber nicht erfüllt wird. Die Erfolgsabwen- dungspﬂicht kann sich vor allem aus Gesetz, Vertrag, Vertrauen oder voran- gegangenem gefahrbegründendem Tun ergeben … Die Beklagte war nach Auffassung der Kammer aufgrund ihrer unternehmeri- schen Sorgfaltspﬂicht gemäß § 3 Abs. 2 UWG verpﬂichtet, ab Kenntnis von den jeweiligen Verletzungshandlungen die ihr möglichen und zumutbaren Maß- nahmen zu ergreifen, um dafür Sorge zu tragen, dass die konkreten irrefüh- renden Einträge im Internet entfernt oder korrigiert würden. Indem sie indes über einen Zeitraum von mehreren Mo- naten keinerlei Maßnahmen zu diesem Zweck ergriffen hat, hat sie pﬂichtwid- rig und daher haftungs begründend ge- duldet, dass Dritte in fehlerhafter und irreführender Weise unter Verwendung des Doktortitels ‚Dr. med. dent.’ auf ihre Praxis hinweisen.“ Fazit Es ist nicht nur problematisch, unbe- rechtigt einen Titel zu führen. Auch das Nichtverhindern falscher Einträge kann zu einer Verurteilung und empﬁndlichen Strafzahlungen führen! Dr. Susanna Zentai [Infos zur Autorin] t k a t n o K Dr. Susanna Zentai Justitiarin des BDO Kanzlei Dr. Zentai – Heckenbücker Rechtsanwälte Partnerschaftsgesellschaft mbB Hohenzollernring 37, 50672 Köln kanzlei@d-u-mr.de www.dental-und-medizinrecht.de ANZEIGE SMD-DENT ist eine Berliner Niederlassung mit lokalem Service und Support. Wir bieten Produkte mit einzigartigen Features, wettbewerbsfähigen Preisen und 24 Monate Garantie. SMD-DENT Platanenstr. 96, 13156 Berlin | info@smd-dent.de | Tel.: +49(0)171 9360510 / +49(0)30 92121022 Weitere Details finden Sie in unserer aktuellen Beilage
TIPP | ABRECHNUNG Judith Müller [Infos zur Autorin] Büdingen Dent [Infos zum Unternehmen] © bezikus/Shutterstock.com Endodontische Behandlungen: Erst aufklären, dann abrechnen Judith Müller Für die Abrechnung endodontischer Be handlungsmethoden über die gesetz- liche Krankenkasse gibt der Gemeinsame Bun desausschuss der Zahnärzte und Krankenkassen klare Richtlinien vor: In erster Linie gilt im vertragszahnärzt lichen Bereich das Wirtschaftlichkeits gebot. Außerdem geben aber auch die BEMA- Richtlinien B III 9 und 9.1 vor, welche Voraussetzungen für die entsprechende Abrechnung erfüllt sein müssen. So besteht bei gesetzlich versicher- ten Pa tienten bei der Abrechnung von Wurzel kanalbehandlungen grundsätz- lich ein Zuzahlungsverbot. Zusätzlich können dem Patienten selbstständige Leistungen auch privat nach GOZ in Rechnung gestellt werden –, wenn diese nicht im Bewertungsmaßstab zahnärzt- licher Leistungen (BEMA) enthalten sind. Allerdings muss der Behandler im Vor feld ausführlich über Details und mögliche Komplikationen sowie die damit verbun de nen Kosten informieren. So zum Beispiel über mögliche Behand- lungsalternativen, wie der Extraktion des Zahns. In solchen Fällen würden zusätzliche Kosten für Folgebehandlun- gen, wie eine Brücke, Prothese oder ein Implantat, entstehen. Nur so kann sich der Patient bewusst für oder gegen eine Wurzelbehandlung entscheiden. Dies ist gerade im Hinblick auf das 2013 in Kraft getretene Patientenrechtegesetz unerlässlich. Vor Erbringung der Leistungen muss also eine schriftliche Privatvereinba- rung gemäß § 4 Abs. 5 BMV-Z bzw. § 7 Abs. 7 EKVZ zwischen Zahnarzt und Zahlungspﬂ ichti gem getroffen werden. Beispiele für privat mit Kassenpatienten vereinbarte Leistungen: – Präendodontischer Aufbau analog gem. § 6 Abs. 1 GOZ – GOZ 0080 Intraorale Oberﬂ ächen- anästhesie, je Kieferhälfte oder Front- zahnbereich – GOZ 2400 Elektrometrische Längen- bestimmung eines Wurzelkanals, 2 x je Kanal und Sitzung – GOZ 2420 Zusätzliche Anwendung elektrophysikalisch-chemischer Me- thoden, je Kanal – GOZ 2197 Adhäsive Befestigung des keimdichten Verschlusses oder den- tinadhäsive Verankerung der Wurzel- füllung. Die Kosten für die Aufbereitungsinstru- mente dürfen dem gesetzlich versicher- ten Patienten nicht in Rechnung gestellt werden, wenn die Sachleistung im Rah- men der vertragszahnärztlichen Versor- gung abgerechnet wird. Gleiches gilt auch für die maschinelle Auf bereitung des Wurzelkanals. Grundsätzlich gilt bei der Abrechnung privater endodontischer Behandlungs- leistungen, in der Faktorgestaltung den Aufwand und die besondere Schwierig- keit – insbesondere im Rahmen einer Wurzelkanalrevision – entsprechend zu berücksich tigen. Wer seine Leistungen aufwandsgerecht kalkuliert, korrekt berechnet und die Kosten gegenüber dem Patienten mit Kostenvoranschlä- gen transparent kommuniziert, sichert auch langfristig den Praxiserfolg. t k a t n o K Büdingen Dent ein Dienstleistungsbereich der Ärztlichen Verrechnungsstelle Büdingen GmbH Judith Müller Gymnasiumstraße 18–20 63654 Büdingen Tel.: 0800 8823002 info@buedingen-dent.de www.buedingen-dent.de 46 Endodontie Journal 3 | 2017
(cid:36)(cid:81)(cid:71)(cid:72)(cid:85)(cid:72)(cid:3)(cid:86)(cid:72)(cid:75)(cid:72)(cid:81)(cid:3)(cid:72)(cid:76)(cid:81)(cid:72)(cid:81)(cid:3) (cid:48)(cid:88)(cid:81)(cid:71)(cid:17)(cid:3)(cid:54)(cid:76)(cid:72)(cid:3)(cid:86)(cid:72)(cid:75)(cid:72)(cid:81)(cid:3)(cid:72)(cid:76)(cid:81)(cid:72)(cid:3) (cid:72)(cid:81)(cid:71)(cid:82)(cid:71)(cid:82)(cid:81)(cid:87)(cid:76)(cid:86)(cid:70)(cid:75)(cid:72)(cid:3)(cid:43)(cid:72)(cid:85)(cid:68)(cid:88)(cid:86)(cid:16)(cid:3)(cid:3) (cid:73)(cid:82)(cid:85)(cid:71)(cid:72)(cid:85)(cid:88)(cid:81)(cid:74)(cid:17) (cid:44)(cid:75)(cid:85)(cid:3)(cid:37)(cid:72)(cid:75)(cid:68)(cid:81)(cid:71)(cid:79)(cid:88)(cid:81)(cid:74)(cid:86)(cid:93)(cid:76)(cid:80)(cid:80)(cid:72)(cid:85)(cid:3)(cid:76)(cid:86)(cid:87)(cid:3)(cid:71)(cid:72)(cid:85)(cid:3)(cid:86)(cid:83)(cid:68)(cid:81)(cid:81)(cid:72)(cid:81)(cid:71)(cid:86)(cid:87)(cid:72)(cid:3)(cid:36)(cid:85)(cid:69)(cid:72)(cid:76)(cid:87)(cid:86)(cid:83)(cid:79)(cid:68)(cid:87)(cid:93)(cid:3)(cid:71)(cid:72)(cid:85)(cid:3)(cid:58)(cid:72)(cid:79)(cid:87)(cid:17)(cid:3) (cid:58)(cid:76)(cid:85)(cid:3)(cid:79)(cid:76)(cid:72)(cid:73)(cid:72)(cid:85)(cid:81)(cid:3)(cid:44)(cid:75)(cid:81)(cid:72)(cid:81)(cid:3)(cid:69)(cid:72)(cid:86)(cid:87)(cid:72)(cid:3)(cid:48)(cid:68)(cid:87)(cid:72)(cid:85)(cid:76)(cid:68)(cid:79)(cid:76)(cid:72)(cid:81)(cid:3)(cid:80)(cid:76)(cid:87)(cid:3)(cid:76)(cid:81)(cid:81)(cid:82)(cid:89)(cid:68)(cid:87)(cid:76)(cid:89)(cid:72)(cid:81)(cid:3)(cid:51)(cid:85)(cid:82)(cid:71)(cid:88)(cid:78)(cid:87)(cid:72)(cid:76)(cid:74)(cid:72)(cid:81)(cid:16) (cid:86)(cid:70)(cid:75)(cid:68)(cid:73)(cid:87)(cid:72)(cid:81)(cid:15)(cid:3)(cid:71)(cid:76)(cid:72)(cid:3)(cid:54)(cid:76)(cid:72)(cid:3)(cid:76)(cid:81)(cid:3)(cid:44)(cid:75)(cid:85)(cid:72)(cid:85)(cid:3)(cid:51)(cid:85)(cid:68)(cid:91)(cid:76)(cid:86)(cid:3)(cid:90)(cid:72)(cid:76)(cid:87)(cid:72)(cid:85)(cid:69)(cid:85)(cid:76)(cid:81)(cid:74)(cid:72)(cid:81)(cid:3)(cid:178)(cid:3)(cid:93)(cid:88)(cid:80)(cid:3)(cid:37)(cid:72)(cid:76)(cid:86)(cid:83)(cid:76)(cid:72)(cid:79)(cid:3)(cid:73)(cid:129)(cid:85)(cid:3)(cid:72)(cid:76)(cid:81)(cid:72)(cid:3) (cid:83)(cid:72)(cid:85)(cid:73)(cid:72)(cid:78)(cid:87)(cid:72)(cid:3)(cid:83)(cid:82)(cid:86)(cid:87)(cid:16)(cid:72)(cid:81)(cid:71)(cid:82)(cid:71)(cid:82)(cid:81)(cid:87)(cid:76)(cid:86)(cid:70)(cid:75)(cid:72)(cid:3)(cid:57)(cid:72)(cid:85)(cid:86)(cid:82)(cid:85)(cid:74)(cid:88)(cid:81)(cid:74)(cid:17)(cid:3) (cid:39)(cid:72)(cid:81)(cid:87)(cid:68)(cid:79)(cid:3)(cid:48)(cid:76)(cid:79)(cid:72)(cid:86)(cid:87)(cid:82)(cid:81)(cid:72)(cid:86)(cid:3)(cid:42)(cid:88)(cid:68)(cid:85)(cid:68)(cid:81)(cid:87)(cid:72)(cid:72)(cid:71)(cid:17)(cid:3)(cid:3) (cid:40)(cid:81)(cid:87)(cid:71)(cid:72)(cid:70)(cid:78)(cid:72)(cid:81)(cid:3)(cid:54)(cid:76)(cid:72)(cid:3)(cid:80)(cid:72)(cid:75)(cid:85)(cid:3)(cid:89)(cid:82)(cid:81)(cid:3)(cid:39)(cid:48)(cid:42)(cid:3)(cid:68)(cid:88)(cid:73)(cid:3) (cid:90)(cid:90)(cid:90)(cid:17)(cid:71)(cid:80)(cid:74)(cid:16)(cid:71)(cid:72)(cid:81)(cid:87)(cid:68)(cid:79)(cid:17)(cid:70)(cid:82)(cid:80)
NEWS Neues E-Book Hygiene Wissensupdate für die Praxis E-Book Hygiene Der wirtschaftliche Erfolg einer Zahnarztpraxis hängt nicht unwesentlich von efﬁ zienten und verlässlichen Praxis- abläufen ab. Hierzu nimmt neben der Organisation inner- halb eines QM-Systems auch das Hygienemanagement eine zentrale Rolle ein. Genau hier greift das neue E-Book Hygiene. Renommierte Experten geben Hilfe stellung bei zentralen Aufgabenstellungen des QM sowie zu den Grundlagen und Vorbereitungen im Bereich Hy giene und zeigen, worauf es bei Infektionsschutz, Aufbereitung, Dokumentation und Validierung an- kommt. Gerade weil die Hygiene in Praxen und Kran- kenhäusern immer wieder in den öffentlichen Fokus rückt, ist es unerlässlich, in diesem Themengebiet up to date zu sein. Wie gewohnt kann das E-Book mit einem Klick überall auf der Welt und zu jeder Zeit gelesen werden, eine realistische Blätterfunktion sorgt dabei für ein natürliches Leseverhalten. Benötigt werden lediglich ein Internetanschluss und ein aktueller Browser. Das E-Book ist selbstverständ lich auch in gedruckter Form als Broschüre über Print on Demand zum Preis von 22 Euro zzgl. MwSt. und versandkostenfrei er- hältlich. Jetzt im Onlineshop unter www.oemus-shop.de/ bücher bestellen. OEMUS MEDIA AG Tel.: 0341 48474-200 www.oemus.com Rundumblick Forschung Vergleichsportal für Lupenbrillen Vital statt devital Ist man auf der Suche nach einem zuverlässigen Begleiter für den richtigen Durchblick im Praxisalltag, hat man wie in vielen Berei- chen des alltäglichen Arbeitslebens aufgrund des großen Produkt- portfolios auch in puncto Lupenbrillen die Qual der Wahl. Hier versucht Tobias Ponert, Facharzt für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, ausreichend Licht ins Dunkel zu bringen. Vor wenigen Monaten ging der Mediziner mit seiner unabhängigen Vergleichsplattform, der Website lupenbrille-vergleich.de, ans Netz, um interessierten Nutzern aus dem medizinischen sowie zahnmedizinischen Bereich die Suche zu erleichtern. Die Plattform richtet sich gleichermaßen an Zahnärzte wie auch operativ tätige Mediziner sowie Studenten der Zahnmedizin, Zahn- techniker und Zahnmedizinische Fachangestellte. Vergleichstabel- len reihen sich neben Fachcontent sowie Erfahrungsberichten und bieten so einen souveränen Rundumblick zum Thema Lupenbrille. Quelle: ZWP online © Borkin Vadim/Shutterstock.com © crystal light/Shutterstock.com Wissenschaftler aus Portland, USA, haben jetzt eine Methode entwickelt, die Vitalität des Zah- nes trotz Wurzelkanalbehand- lung zu erhalten. Es ist ihnen gelungen, künstliche Blutgefäße zu entwickeln, die dem Zahn seine Vitalität wiedergeben und somit seinen Verbleib im Kiefer längerfristig sicher- stellen können. Bisher wurde die Methode nur an bereits extrahierten Zähnen getestet, das aber sehr erfolgreich. Statt, wie bisher, synthetische Materialien in den Wurzelkanal zu füllen und diesen bakteriensicher zu verschließen, kommt eine Kohlenstofffaser und Hydrogel zum Einsatz. Die Kohlen- stofffaser wird in den Wurzelkanal eingeführt und die vorhandenen Hohlräume mit dem Hydrogel, das mit dentalen Zellen angereichert ist und später zur Bildung neuen Dentins führen soll, gefüllt. Das Gel verfestigt sich nach wenigen Minuten und die Kohlenstofffaser wird wieder entfernt. In den „neuen“ Wurzelkanal werden anschließend Endothelzellen gegeben, die die Entstehung neuer Blut gefäße för- dern. Im Labor hat es circa sieben Tage gedauert, bis sowohl die Dentinproduktion als auch die Ausbildung der Blutgefäße sichtbar waren. Quelle: ZWP online 48
Wurzelkanalbehandlung In einer Sitzung zum aseptischen Wurzelkanal NEWS Ein Forscherteam des King’s College London hat jetzt eine Methode entwickelt, mit der eine Wurzelkanalbehandlung in nur einer Sitzung erfolgreich ist. Die Methode nennen die Wissenschaftler SafeRoot. Mit ihr soll es möglich sein, bereits während der Wurzelkanalbehandlung Bakterien zu identiﬁ zieren und einen aseptischen Kanal zu erhalten. Bisher gibt es noch keine Me- thode, mit der überprüft werden kann, dass der Wurzelkanal auch garantiert frei von Bakterien ist. Mithilfe ﬂ uoreszierender Farbstoffe und einem Fluoreszenzspektro- skop kann nun innerhalb weniger Minuten nach der Wurzelkanalbehandlung nach Bakterien gesucht werden. In Kontroll- durchläufen während der Studie gelang dies binnen drei Minuten. Für die neue Methode sind keine zusätz- lichen klinischen Schritte während der Wurzel- kanalbehandlung nötig. SafeRoot kommt bei der Trockenlegung des Wurzelkanals mittels Papierspitzen zum Einsatz und signalisiert dem Zahnarzt, wann der Kanal aseptisch und bereit für die Füllung ist. Wann die neu- artige Methode auch in Deutschland verfüg- bar ist, ist leider noch nicht bekannt. © Dzmitry Held/Shutterstock.com Quelle: ZWP online Key-Opinionleader-Meeting Ein Blick in die Zukunft In Zürich trafen sich rund 100 Dental- experten aus über 25 Nationen zum 2. Europäischen Key-Opinionleader-Mee- ting des Schweizer Dentalspezialisten COLTENE. Getreu der Qualitätsoffensive „Upgrade Dentistry“ entwarfen führende Zahnärzte, Wissenschaftler und Erﬁ nder gemeinsam ihre Vision der Zahnmedizin der Zukunft. Die dritte Dimension der Endodontie erforschte dabei ein promi- nent besetztes Panel unter Vorsitz von Prof. Dr. Hagay Shemesh der renommier- ten ACTA. So beleuchtete Dr. Joerd van der Meer die Möglichkeiten moderner 3-D-Technologie. Prof. Dr. Eugenio Pedullà zeigte, wie man dreidimensionale Wurzel- kanalsysteme mit komplett vorbiegbaren NiTi-Feilen wie der HyFlex EDM am besten nachempﬁ nden kann. An der Schnittstelle zur Restaurativen Zahnheilkunde gewährte COLTENE auch Einblicke in die geheimen Forschungslabore des Innovationsführers. Weitere Gipfeltreffen in den USA und Lateinamerika sind längst geplant, zu- dem bietet das Serviceteam eine Vielzahl praxisorientierter Angebote vom Work- shop im Fußballstadion bis zur Endo- Abrechnungshilfe. Quelle: COLTENE Endodontie Journal 3 | 2017 49
IMPRESSUM Kongresse, Kurse und Symposien 14. Leipziger Forum für Innovative Zahnmedizin 15./16. September 2017 Veranstaltungsort: Leipzig Tel.: 0341 48474-308 Fax: 0341 48474-290 www.leipziger-forum.info ENDO UPDATE Basis-/Fortgeschrittenenkurs 13./14. Oktober 2017 Veranstaltungsort: Essen Tel.: 0341 48474-308 Fax: 0341 48474-290 www.endo-seminar.de 3. Gemeinschaftstagung der DGZ und der DGET mit der DGPZM und der DGR²Z 23.–25. November 2017 Veranstaltungsort: Berlin Tel.: 0341 48474-308 Fax: 0341 48474-290 www.endo-kongress.de Faxantwort an 0341 48474-290 Bitte senden Sie mir die angekreuzten Veranstaltungsprogramme zu. Titel, Name, Vorname E-Mail-Adresse (Für die digitale Zusendung des Programms.) 50 Endodontie Journal 3 | 2017 Zeitschrift für moderne Endodontie ENDODONTIE Journal Impressum Verleger: Torsten R. Oemus Verlag: OEMUS MEDIA AG Holbeinstraße 29, 04229 Leipzig Tel.: 0341 48474-0 Fax: 0341 48474-290 kontakt@oemus-media.de www.oemus.com Deutsche Bank AG Leipzig IBAN DE20 8607 0000 0150 1501 00 BIC DEUTDE8LXXX Verlagsleitung: Ingolf Döbbecke Dipl.-Päd. Jürgen Isbaner (V.i.S.d.P.) Dipl.-Betriebsw. Lutz V. Hiller Redaktionsleitung: Georg Isbaner, M.A. Tel.: 0341 48474-123 g.isbaner@oemus-media.de Redaktion: Lisa Schmalz, M.A. Tel.: 0341 48474-159 l.schmalz@oemus-media.de Layout: Sandra Ehnert/Theresa Weise Tel.: 0341 48474-119 Korrektorat: Frank Sperling/Sophia Pohle Tel.: 0341 48474-125 Marion Herner Tel.: 0341 48474-126 Produktmanagement: Simon Guse Tel.: 0341 48474-225 s.guse@oemus-media.de Druck: Silber Druck oHG Am Waldstrauch 1 34266 Niestetal Wissenschaftlicher Beirat: Prof. Dr. Benjamin Briseño, Mainz; Prof. Dr. Pierre Machtou, Paris; Prof. Dr. Vinio Malag - ni no, Rom; Dr. Cliff Ruddle, Santa Barbara/Kalifornien; Dr. Julian Webber, London; Dr. John McSpadden, Chattanooga/USA; Priv.-Doz. Dr. Ove Peters, Zürich und San Francisco; Dr. Clemens Bargholz, Hamburg; Priv.-Doz. Dr. Claudia Barthel, Berlin; ZA Thomas Clauder, Hamburg; Dr. Hans-Willi Herrmann, Bad Kreuznach; Dr. Thomas Mayer, München; Dr. Oliver Pontius, Bad Homburg; Dr. Wolf Richter, München; Priv.-Doz. Dr. Thomas Schwarze, Hanno- ver; Dr. Helmut Walsch, München; Dr. Reinhardt Winkler, München Erscheinungsweise/Auﬂ age: Das Endodontie Journal – Zeitschrift für moderne Endodontie – erscheint 2017 mit 4 Ausgaben. Es gelten die AGB. Verlags- und Urheberrecht: Die Zeitschrift und die enthaltenen Beiträge und Abbildungen sind urheberrechtlich geschützt. Jede Verwertung ist ohne Zustimmung des Verlegers und Herausgebers unzulässig und strafbar. Dies gilt besonders für Vervielfältigungen, Übersetzungen, Mikroverﬁ lmungen und die Einspei - cherung und Bearbeitung in elektronischen Systemen. Nachdruck, auch auszugsweise, nur mit Genehmigung des Verlages. Bei Einsendungen an die Redaktion wird das Einver ständnis zur vollen oder auszugsweisen Veröffentlichung vorausgesetzt, sofern nichts anderes vermerkt ist. Mit Einsendung des Manuskriptes gehen das Recht zur Veröffentlichung als auch die Rechte zur Übersetzung, zur Vergabe von Nachdruckrechten in deutscher oder fremder Sprache, zur elektronischen Speicherung in Datenbanken, zur Herstellung von Sonderdrucken und Foto- kopien an den Verlag über. Die Redaktion behält sich vor, eingesandte Beiträge auf Formfehler und fachliche Maßgeblichkeiten zu sichten und gegebenenfalls zu berichtigen. Für unverlangt eingesandte Bücher und Manuskripte kann keine Gewähr übernommen werden. Mit anderen als den redaktionseigenen Signa oder mit Verfasser namen gekennzeichnete Beiträge geben die Auffassung der Verfasser wieder, die der Meinung der Redaktion nicht zu entsprechen braucht. Der Verfasser dieses Beitrages trägt die Verantwortung. Gekennzeichnete Sonderteile und Anzeigen beﬁ nden sich außerhalb der Verantwortung der Redaktion. Für Verbands-, Unternehmens- und Marktinformationen kann keine Gewähr übernommen werden. Eine Haftung für Folgen aus unrichtigen oder fehlerhaften Darstellun- gen wird in jedem Falle ausgeschlossen. Gerichtsstand ist Leipzig. Graﬁ k/Layout: Copyright OEMUS MEDIA AG
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