Source: http://www.urantia.nyc/ger01/011.html
Timestamp: 2018-06-19 09:19:31+00:00

Document:
DAS URANTIA BUCH, Schrift 11. Die Ewige Paradies Insel
DAS URANTIA BUCH - Schrift 11. Die Ewige Paradies Insel
Schrift 11. Die Ewige Paradies Insel
§ 1. Die Göttliche Residenz
§ 2. Natur der ewigen Insel
§ 3. Das Obere Paradies
§ 4. Das Periphere Paradies
§ 5. Das Untere Paradies
§ 6. Die Atmung des Raums
§ 7. Raumfunktionen des Paradieses
§ 8. Gravitation des Paradieses
§ 9. Die Einmaligkeit des Paradieses
11:0.2 (118.2) Die materielle Schönheit des Paradieses beruht auf der Herrlichkeit seiner physischen Vollkommenheit; die Größe der Gottesinsel zeigt sich in den überragenden intellektuellen Leistungen und in der mentalen Entwicklung ihrer Bewohner; die Herrlichkeit der zentralen Insel tut sich in der unendlichen Begabung mit göttlicher Geistpersönlichkeit kund — im Licht des Lebens. Aber die Tiefen der geistigen Schönheit und die Wunder dieses erhabenen Ganzen liegen völlig jenseits des Fassungsvermögens des endlichen Verstandes materieller Geschöpfe. Glorie und geistiger Glanz der göttlichen Residenz sind für einen Sterblichen unfasslich. Und das Paradies existiert von Ewigkeit her; es gibt weder Aufzeichnungen noch Überlieferungen, die sich auf den Ursprung dieser Kerninsel des Lichts und Lebens beziehen.
11:1.1 (118.3) Das Paradies dient vielen Verwaltungszwecken der universellen Reiche, aber für Geschöpfeswesen ist es in erster Linie die Wohnstätte der Gottheit. Die persönliche Gegenwart des Universalen Vaters befindet sich genau im Mittelpunkt der oberen Oberfläche dieses annähernd kreis-, aber nicht kugelförmigen Wohnsitzes der Gottheiten. Die Paradies-Gegenwart des Universalen Vaters ist unmittelbar umgeben von der persönlichen Gegenwart des Ewigen Sohnes, während beide in die unaussprechliche Herrlichkeit des unendlichen Geistes eingehüllt sind.
11:1.3 (118.5) Wir alle wissen den direkten Weg einzuschlagen, um den Universalen Vater zu finden. Ihr seid unfähig, von der göttlichen Residenz wegen ihrer Entfernung viel zu begreifen, wegen des immensen zwischen ihr und euch liegenden Raumes, aber jene, die die Bedeutung dieser enormen Distanzen begreifen können, wissen ebenso bestimmt und buchstäblich, wo Gottes Aufenthaltsort ist, wie ihr wisst, wo sich New York, London, Rom oder Singapore befinden, Städte, die an einem bestimmten geographischen Punkt auf Urantia liegen. Wäret ihr ein intelligenter, mit Schiff, Seekarten und Kompass ausgerüsteter Seefahrer, könntet ihr diese Städte leicht finden. Desgleichen könntet ihr, verfügtet ihr über Zeit, Beförderungsmittel, geistige Befähigung und die nötige Führung, euch durch ein Universum nach dem anderen und von einem Kreis zum anderen steuern lassen und durch die Sternreiche immer weiter nach innen reisen, bis ihr schließlich vor dem zentralen Glanz der geistigen Herrlichkeit des Universalen Vaters stündet. Mit allem Erforderlichen zur Reise ausgerüstet, ist es ebenso möglich, Gottes persönliche Gegenwart in der Mitte aller Dinge zu finden, wie entfernte Städte auf eurem eigenen Planeten. Dass ihr diese Orte nie besucht habt, widerlegt in keiner Weise ihre Realität oder wirkliche Existenz. Dass nur so wenige Universumsgeschöpfe Gott im Paradies gefunden haben, widerlegt in keiner Weise die Realität seiner Existenz oder die Realität seiner geistigen Person im Zentrum aller Dinge.
11:1.4 (119.1) Man kann den Vater immer an diesem zentralen Ort finden. Wenn er sich wegbegäbe, würde das Universum in ein Chaos gestürzt, denn in ihm laufen von den Enden der Schöpfung an diesem zentralen Wohnort die universalen Gravitationslinien zusammen. Ob wir den Persönlichkeitskreis durch die Universen zurückverfolgen oder den aufsteigenden Persönlichkeiten auf ihrer Reise nach innen zum Vater folgen; ob wir den Linien der materiellen Gravitation zum Unteren Paradies nachgehen oder den zyklischen Ausbrüchen der kosmischen Kraft folgen; ob wir den Linien der geistigen Gravitation bis zum Ewigen Sohn nachgehen oder der Prozession der Paradies-Söhne Gottes nach innen folgen; ob wir die Verstandeskreise nachzeichnen oder den Billionen und Aberbillionen himmlischer Wesen folgen, die dem Unendlichen Geist entspringen — jede oder alle dieser Beobachtungen führen uns direkt in die Gegenwart des Vaters, an seine zentrale Wohnstätte zurück. Hier ist Gott persönlich, buchstäblich und wirklich anwesend. Und aus seinem unendlichen Wesen fluten in alle Universen Ströme von Leben, Energie und Persönlichkeit.
11:2.8 (119.9) Wir sprechen von der Paradiesoberfläche, die den Persönlichkeitsaktivitäten vorbehalten ist, als von der oberen Seite und von der gegenüberliegenden Oberfläche als der unteren Seite. Die Peripherie des Paradieses dient Aktivitäten, die nicht im strengen Sinne persönlich oder nichtpersönlich sind. Die Trinität scheint die persönliche oder obere Ebene zu beherrschen, das Eigenschaftslose Absolute die untere oder unpersönliche Ebene. Wir können uns das Eigenschaftslose Absolute kaum als eine Person vorstellen, aber wir glauben, dass die funktionelle Raumgegenwart dieses Absoluten im unteren Paradies konzentriert ist.
11:2.9 (120.1) Die ewige Insel besteht aus einer einzigen Form von Materialisierung — aus stationären Rea-litätssystemen. Diese tatsächliche Substanz des Paradieses ist eine homogene Organisation von Raumpotenz, die man nirgendwo anders im ganzen weiten Universum der Universen antrifft. Man hat ihr in verschiedenen Universen viele Namen gegeben, und die Melchisedeks von Nebadon nennen sie seit langem Absolutum. Dieses ursprüngliche Material des Paradieses ist weder tot noch lebendig; es ist der ursprüngliche nichtgeistige Ausdruck des Ersten Zentralen Ursprungs; es ist ganz einfach Paradies, und vom Paradies gibt es kein Doppel.
3. Das Obere Paradies
11:3.2 (120.5) Während es in dieser Zone des Allerheiligsten keine physischen Materialisierungen gibt, sind Erinnerungen an eure materiellen Tage in den Sektoren des Heiligen Landes und noch weitere in den der Rückschau gewidmeten historischen Zonen des peripheren Paradieses in Fülle vorhanden.
11:3.4 (121.1) Jeder von diesen sieben Paradies-Sektoren ist in Wohnungseinheiten unterteilt, die als Hauptquartiere zur Unterbringung einer Milliarde von Arbeitsgruppen verherrlichter Wesen dienen. Tausend derartige Einheiten bilden eine Division. Hunderttausend Divisionen sind in einer Kongregation zusammengefasst. Zehn Millionen Kongregationen bilden eine Versammlung. Eine Milliarde von Versammlungen ergibt eine große Einheit. Und diese aufsteigende Serie geht weiter über die zweite große Einheit zur dritten u.s.w. bis zur siebenten großen Einheit. Und sieben große Einheiten bilden eine Haupteinheit, und sieben Haupteinheiten ergeben eine höhere Einheit; und so setzt sich diese aufsteigende Reihe unter Multiplikation mit sieben von den höheren über die über-höheren, himmlischen und über-himmlischen bis zu den allerhöchsten Einheiten fort. Aber auch das beansprucht nicht allen verfügbaren Raum. Diese Schwindel erregende, eure Vorstellungskraft übersteigende Zahl von Wohnplätzen auf dem Paradies nimmt bedeutend weniger als ein Prozent des dafür bestimmten Gebietes des Heiligen Landes in Anspruch. Es gibt noch Platz in Fülle für die, die auf dem Weg nach innen sind, und auch für all jene, die die Erklimmung des Paradieses erst in den Zeiten der ewigen Zukunft in Angriff nehmen werden.
4. Das Periphere Paradies
11:4.1 (121.2) Die zentrale Insel endet an ihrer Peripherie abrupt, aber sie ist von so gewaltigen Ausmaßen, dass diese Abschlusskante innerhalb irgendeiner bestimmten Zone kaum wahrnehmbar ist. Die periphere Oberfläche des Paradieses wird zum Teil von Lande- und Abflugfeldern für verschiedene Gruppen von Geistpersönlichkeiten eingenommen. Da die Zonen des nichtdurchdrungenen Raums bis nahe an die Peripherie heranreichen, landen alle für das Paradies bestimmten Personentransporte in diesen Regionen. Die Transport-Supernaphim oder andere Raumdurchquerer haben weder zum oberen noch zum unteren Paradies Zutritt.
11:4.2 (121.3) Jeder der Sieben Hauptgeiste hat seinen persönlichen Sitz der Macht und Autorität auf einer der sieben Sphären des Geistes, die im Raum zwischen den strahlenden Gestirnen des Sohnes und dem inneren Kreis der Welten Havonas das Paradies umkreisen, aber auf der Peripherie des Paradieses unterhalten sie Kommandostellen fokussierter Kraft. Hier zeigt die langsam zirkulierende Gegenwart der Sieben Supremen Machtlenker jeweils die Lage der sieben Stationen an, aus welchen bestimmte Paradiesenergien blitzartig nach den sieben Superuniversen abgehen.
11:4.5 (121.6) Aber jeder weitere Versuch, euch ein Bild von der Herrlichkeit des Paradieses zu vermitteln, wäre vergeblich. Ihr müsst warten und während eures Wartens aufsteigen, denn in der Tat „hat das Auge nicht gesehen und das Ohr nicht gehört, noch ist in das Gemüt des sterblichen Menschen eingedrungen, was der Universale Vater für jene bereithält, die weiterleben nach dem körperlichen Dasein auf den Welten von Zeit und Raum.“
5. Das Untere Paradies
11:5.5 (122.5) Die Innere Zone dieses Kraftzentrums scheint als ein gigantisches Herz zu arbeiten, dessen Pulsa tionen Ströme bis zu den äußersten Enden des physischen Raumes schicken. Es lenkt und modifiziert die Kraftenergien, treibt sie aber kaum an. Die tatsächliche Druck-Gegenwart dieser Urkraft ist am Nordende des Paradies Zentrums eindeutig stärker als in den südlichen Regionen; das ist ein einheitlich beobachteter Unterschied. Die Mutterkraft des Raums scheint im Süden ein- und im Norden auszufließen unter der Einwirkung eines unbekannten Zirkulationssystems, dem die Aussendung dieser Grundform von Kraft-Energie zukommt. Von Zeit zu Zeit beobachtet man auch Druckunterschiede zwischen Osten und Westen. Die dieser Zone entströmenden Kräfte sprechen auf die beobachtbare physische Gravitation nicht an, gehorchen aber immer der Gravitation des Paradieses.
11:5.6 (122.6) Die mittlere Zone des Kraftzentrums umschließt die obige unmittelbar. Diese mittlere Zone scheint statisch zu sein, außer dass sie sich in drei Aktivitätszyklen ausdehnt und zusammenzieht. Die schwächste dieser Pulsationen geschieht in ost-westlicher Richtung, die nächststärkere in nord-südlicher Richtung, während die bedeutendste, in alle Richtungen gehende Fluktuation eine allgemeine Ausdehnung und Zusammenziehung ist. Man hat die Funktion dieser mittleren Zone niemals wirklich herausgefunden, aber sie muss etwas mit der gegenseitigen Anpassung zwischen innerer und äußerer Zone des Kraftzentrums zu tun haben. Viele glauben, dass diese mittlere Zone den Kontrollmechanismus für die ruhigen Zonen des Zwischen-Raumes darstellt, die die aufeinander folgenden Raumebenen des Alluniversums voneinander trennen, aber weder Beweise noch Offenbarung bestätigen dies. Diese Annahme beruht auf dem Wissen, dass diese mittlere Zone irgendwie mit dem Funktionieren der Mechanismen des nichtdurchdrungenen Raums des Alluniversums in Verbindung steht.
11:5.8 (123.1) Alle Formen von Kraft und alle Stadien von Energie scheinen Kreisläufen anzugehören; sie zirkulieren in den Universen und kehren auf ganz bestimmten Bahnen zurück. Aber was die Ausströmungen der aktivierten Zone des Eigenschaftslosen Absoluten betrifft, treten diese offenbar entweder aus oder ein — nie beides gleichzeitig. Diese äußere Zone pulsiert in sehr langen Zyklen von gigantischen Ausmaßen. Während etwas mehr als einer Milliarde von Jahren Urantias strömt die Raumkraft dieses Zentrums nach außen; darauf wird sie während einer gleich langen Zeitspanne einströmen. Und die Manifestationen der Raumkraft dieses Zentrums sind universal; sie erstrecken sich durch den gesamten durchdringbaren Raum.
6. Die Atmung des Raums
11:6.2 (123.4) Wenn die Universen in der horizontalen Ausdehnung des durchdrungenen Raums expandieren, kontrahieren sich die Reservoire der vertikalen Ausdehnung des nicht durchdrungenen Raums, und umgekehrt. Gerade unterhalb des unteren Paradieses befindet sich ein Zusammenfluss durchdrungenen und nicht durchdrungenen Raums. Beide Raumtypen durchfließen hier transformierende Regulierungskanäle, wo Umwandlungen stattfinden, die während der Schrumpfungs- und Dehnungszyklen des Kosmos aus durchdrungenem Raum nicht durchdrungenen machen und umgekehrt.
11:6.3 (123.5) „Nicht durchdrungener“ Raum bedeutet: nicht durchdrungen von jenen Kräften, Energien, Mächten und Gegenwarten, deren Existenz man im durchdrungenen Raum kennt. Wir wissen nicht, ob es die Bestimmung des vertikalen (Reservoir-) Raums ist, immer als Gegengewicht zum horizontalen (Universums-) Raum zu funktionieren; wir wissen nicht, ob hinsichtlich des nicht durchdrungenen Raums eine schöpferische Absicht besteht; wir wissen wirklich sehr wenig über die Raumreservoire, nur, dass es sie gibt und dass sie die räumlichen Zyklen der Ausdehnung und Zusammenziehung des Universums der Universen auszugleichen scheinen.
11:7.1 (124.2) Raum existiert auf keiner der Oberflächen des Paradieses. Wenn man von der oberen Oberfläche des Paradieses direkt „aufschauen würde“, „sähe“ man nichts als ein- oder austretenden, gegenwärtig gerade eintretenden, nicht durchdrungenen Raum. Der Raum berührt das Paradies nicht; einzig die ruhigen Zwischen- Raum-Zonen kommen mit der zentralen Insel in Kontakt.
11:7.3 (124.4) Der vertikale Querschnitt durch den totalen Raum würde ein wenig einem Malteserkreuz gleichen, wobei dessen horizontale Arme den durchdrungenen (Universums-) Raum und dessen vertikale Arme den nicht durchdrungenen (Reservoir-) Raum darstellen würden. Die zwischen den vier Armen gelegenen Zonen würden diese ungefähr so voneinander trennen, wie die Zonen des Zwischen-Raums durchdrungenen und nicht durchdrungenen Raum trennen. Diese ruhigen Zwischen-Raum-Zonen werden mit wachsender Distanz vom Paradies größer und größer und umfassen letzten Endes die äußersten Grenzen allen Raumes und kapseln sowohl die Raumreservoire als auch die ganze horizontale Ausdehnung des durchdrungenen Raums ein.
11:7.4 (124.5) Raum ist weder eine unter-absolute Bedingtheit innerhalb des Eigenschaftslosen Absoluten noch dessen Gegenwart, noch ist er eine Funktion des Ultimen. Er ist eine Gabe des Paradieses, hingegen glaubt man, dass der Raum des Großen Universums und derjenige aller äußeren Regionen wirklich von der Ur-Raumpotenz des Eigenschaftslosen Absoluten durchdrungen sind. Dieser durchdrungene Raum beginnt in der Nähe des peripheren Paradieses und dehnt sich horizontal nach außen durch die vierte Raumebene und bis über die Peripherie des Alluniversums hinaus; aber wie weit darüber hinaus, wissen wir nicht.
11:7.8 (125.2) Eine Raumebene funktioniert also als eine sich bewegende elliptische Region, die allseitig von relativer Bewegungslosigkeit umgeben ist. Derartige Beziehungen zwischen Bewegung und Ruhe bilden einen gekrümmten Raumpfad geringeren Widerstandes gegenüber der Bewegung, dem kosmische Kraft und erwachende Energie bei ihrer ewigen Umkreisung der Paradies-Insel universell folgen.
11:8.2 (125.5) Mitte und Brennpunkt der absoluten materiellen Gravitation ist die Paradies- Insel, die durch die Havona umkreisenden dunklen Gravitationskörper ergänzt und durch die oberen und unteren Raumreservoire im Gleichgewicht gehalten wird. Alle bekannten Ausströmungen des unteren Paradieses gehorchen ausnahmslos und unfehlbar der zentralen Anziehung der Gravitation, die auf die endlosen Kreisläufe der elliptischen Raumebenen des Alluniversums wirkt. Jede bekannte Form kosmischer Realität besitzt die Krümmung der Ewigkeit, die Tendenz zum Kreis und den Schwung der großen Ellipse.
11:8.3 (125.6) Der Raum spricht nicht auf die Gravitation an, aber er wirkt auf diese ausgleichend. Ohne das Raumkissen würden die umliegenden Raumkörper von explosiven Aktivitäten geschüttelt. Der durchdrungene Raum übt auch einen Antigravitations-Einfluss auf die physische oder lineare Gravitation aus; der Raum kann diese Gravitationswirkung tatsächlich neutralisieren, wenn auch nicht aufhalten. Absolute Gravitation ist Paradies-Gravitation. Lokale oder lineare Gravitation geht mit dem elektrischen Stadium von Energie oder Materie einher; sie wirkt innerhalb des Zentraluniversums, der Superuniversen und der äußeren Universen, wo immer eine angemessene Materialisierung stattgefunden hat.
11:8.4 (125.7) Die zahlreichen Formen kosmischer Kraft, physischer Energie, Universumsmacht und verschiedener Materialisierungen lassen drei allgemeine, wenn auch nicht vollkommen scharf voneinander getrennte Stadien der Reaktion auf die Gravitation des Paradieses erkennen:
11:8.5 (126.1) 1. Vorgravitationsstadien (Kraft). Dies ist der erste Schritt der Differenzierung der Raumpotenz in die Vorenergieformen der kosmischen Kraft. Dieses Stadium entspricht der Vorstellung von der Urkraftladung des Raums, die man manchmal als reine Energie oder Segregata bezeichnet.
11:8.8 (126.4) Die Raumpotenz ist keiner Einwirkung irgendwelcher Gravitationsform unterworfen. Diese uranfängliche Gabe des Paradieses ist keine verwirklichte Realitätsebene, aber sie geht allen relativen funktionellen nichtgeistigen Realitäten voraus — allen Manifestationen der Kraft-Energie und der Organisation von Macht und Materie. Raumpotenz ist ein schwer definierbarer Begriff. Er bezeichnet nicht das, woraus der Raum hervorgegangen ist; er sollte vielmehr die Idee der innerhalb des Raums existierenden Potenzen und Potentiale vermitteln. Ganz allgemein kann man unter diesem Begriff all jene absoluten Einflüsse und Potentiale zusammenfassen, die vom Paradies ausgehen und die Raumgegenwart des Eigenschaftslosen Absoluten ausmachen.
11:9.3 (127.1) Als der Universale Vater in der vergangenen Ewigkeit seinem geistigen Selbst im Wesen des Ewigen Sohnes unendlichen persönlichen Ausdruck verlieh, offenbarte er gleichzeitig das Unendlichkeitspotential seines nichtpersönlichen Selbst als Paradies. Das nichtpersönliche und nichtgeistige Paradies scheint der unvermeidliche Widerhall des Willensaktes des Vaters gewesen zu sein, der den Ursprünglichen Sohn in die Ewigkeit rief. So entwarf der Vater die Realität in zwei wirklichen Daseinsformen — der persönlichen und der nichtpersönlichen, der geistigen und der nichtgeistigen. Und die zwischen beiden herrschende Spannung rief angesichts des Willens zur Tat von Vater und Sohn den Mit-Vollzieher und das Zentraluniversum materieller Welten und geistiger Wesen ins Dasein.
11:9.5 (127.3) Das Paradies ist nicht Stammvater irgendwelcher Wesen oder lebendiger Wesenheiten; es ist kein Schöpfer. Persönlichkeit und Verstand-Geist-Beziehungen sind übertragbar, nicht so die Urmuster; Urmuster sind niemals Spiegelbilder; sie sind Kopien — Reproduktionen. Das Paradies ist das Absolute der Urmuster; Havona ist eine Zurschaustellung dieser Wirklichkeit gewordenen Potentiale.
11:9.7 (127.5) Das Paradies ist das universale Hauptquartier aller Persönlichkeitsaktivitäten und der Zentrale Ursprung aller Manifestationen der Raumkraft und Energie. Alles, was je gewesen ist, jetzt ist oder noch sein wird, ist aus dieser zentralen Wohnstätte der ewigen Götter hervorgegangen, geht jetzt daraus hervor oder wird daraus hervorgehen. Das Paradies ist das Zentrum aller Schöpfung, die Quelle aller Energien und der uranfängliche Herkunftsort aller Persönlichkeiten.

References: § 1

§ 2

§ 3

§ 4

§ 5

§ 6

§ 7

§ 8

§ 9