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Piratenpartei: Zukunft nur ohne die Gestrigen
Veröffentlicht von Robert Stein-Holzheim am 2. Januar 2014
[Dies ist eine kurze Replik auf den TAZ-Artikel vom 1.1.2014 „Brauchen wir die Piraten noch?“
http://www.taz.de/Der-sonntz-Streit/!130136/]
Die Piratenpartei trat einst auch an, um das klassische Machtspiel der Politik in Richtung Kooperation und Menschenorientierung zu transzendieren. Marina Weisband sagte sinngemäß:“Wir wollen uns überflüssig machen.“ Wir waren und sind leider noch nicht jene, die als Vorbilder für einen dem Ganzen förderlichen Umgang vorausgehen. Im Gegenteil: der irrwitzige Kampf, um das eigene Weltbild durchzusetzen, tobt ungebremst.
Diese ‚Politik‘ der Schmähungen, persönlichen Angriffe, perfiden Machtspielen usw. gehört ganz eigentlich in das Repertoire der ewig Gestrigen, die mit absolutistischem Mindset und Dominanz um jeden Preis herrschen wollen – und sei es nur über die Deutungshoheit einer kleinen Partei. Das ist 1.0 in Reinkultur.
Nur eine steigende Bewusstheit und der ernstgemeinte Ansatz, Würdigung und Kooperation als Basis des Handelns anzunehmen kann die Piratenpartei vor Selbstzerfleischung und Irrelevanz retten. Das würde eine wirklich ‚moderne‘, postmaterialistische Partei ermöglichen. Und würde ich beten, würde ich dafür beten, dass wir es schaffen, so gereift aus unserer pubertären Phase zu erwachen.
Denn: Das Systemupdate brauchen wir und die Gesellschaft mit jedem Tag dringender …
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4 Antworten zu “Piratenpartei: Zukunft nur ohne die Gestrigen”
Idahoe schreibt:
Mir gefallen Deine Beiträge außerordentlich gut, ist wohl eine Art Seelenverwandtschaft…auch ohne Gebet…
Ich gehe davon aus, daß es mit der bisherigen Auffassung, was eine Partei darstellen soll, schon nicht gelingen kann, ein Parteiensystem zu überwinden.
Die Grabenkämpfe sind vorprogrammiert.
Wir haben vor kurzem als Crew Bali mal angedacht, eine Partei nur mit den allernötigsten Auflagen des Parteiengesetzes zu betreiben.
(Politische) Bildung ermöglichen als Ziel, Kommunikation als Mittel. Das bedeutet alle Ressourcen in eine Kommunikationsplattform stecken und nicht in Wahlwerbung. Eine Art kommerz und staatsfreie Kommunikation, sprich ein GesichtsZwitscherWikibuch schaffen.
Keine Wahlprogramme, sondern eine reine Mitmachpartei, die sich Grundsatz verpasst, die ein Mitglied anerkennt. Ähnlich wie Ike das Syncforum ermöglichte. Der Rahmen ist dann selbstverständlich sehr viel größer.
Mitglieder, die der Grundsatzvereinbarung zustimmen, werden per LOS in die Parlamente geschickt. Den Mitgliedsbeitag so gering wie möglich halten und auf Freiwilligkeit setzen.
Die Ahnungslosigkeit überwinden, um aus der Informatiosgesellschaft eine Wissengesellschaft überzugehen, die eh Kooperation voraussetzt.
Das fremdbestimmende BGE mit der Forderung nach selbstbestimmtem Bedingungslosen (Grund)Auskommen ersetzen, das den den Menschen auch das benötigte Vertrauen schenkt.
Dann kann ich auch wieder eine Argumentation aufbauen und die Menschen zum selber denken animieren.
Diskutiert das bitte mal in Hessen, ist von uns aus ja nicht allzu weit.
Eure @CrewBali
Es gibt ne MengeBGE Modelle. Ich bin ja kein Finanzspezialist. Die Richtung inspirieren reicht für mich. Wie genau das dann funktionieren soll, werden wir schon noch rausfinden …
Das BGE reduziert den Menschen auf Geld. Es geht mir nicht um Mathematik oder Finanzkonzepte. Ein BGE bestimmt nicht der Mensch selbst(bestimmt), sondern der Finanzminister fremdbestimmt.
Geld ist Teil des Problemes und wird zur Lösung erklärt. Geld ist K E I N E Inspiration, sondern Religion, denn es verwandelt Wasser zu Wein.
Geld inspiriert nicht, es verdummt die Menschen, wie jeder Glaube.
Geld existiert nur in den Köpfen des Menschen, Geld ist ein reines Manipulationsmittel. Über das Schuldgeldsystem und den damit verbundenen Wachstumszwang schreibe ich lieber nichts mehr. Die Umverteilung findet nicht über Steuern statt, sondern über den Zins. Die Ungleichgewichte werden durch ein BGE noch verstärkt (USt nach Werner/Presse).
Es gibt Gründe, weshalb der Neoliberalen Papst, Milton Friedman, ein BGE mit negativer Einkommensteuer befürwortete, er befürchtete zurecht Aufstände.
Geld ist das Problem, das zur Lösung erklärt wird. Tut mir leid, aber das BGE ist eine reine Irreführung.
10. März 2014 um 08:54
Mal etwas zu Klärung, Erklärung, Aufklärung und Klarheit
Diese Begriffe des Klaren zeigen, daß ein Nebel vorhanden ist, der durch Kommunikation gelichtet werden soll.
Es wird immer wieder behauptet, daß es keine Ideologiefreiheit gäbe. Das stimmt insofern, daß es eine freiheitliche Ideologie und auch eine ideologische Freiheit ein Widerspruch in sich wären.
Es gibt auch keine vielfältige Ideologie und keine ideologische Vielfalt. Es gibt keine ideologische Offenheit und keine offene Ideologie.
Eine Ideologie bedingt ein geschlossenes Weltbild, das der jeweiligen Ideologie entspricht. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis eine Ideologie totalitär wird, da um das entsprechende Ideal zu erreichen immer mehr Filter-Regeln gesetzt werden müssen.Daraus ist leicht erkennbar, daß Freiheit, Offenheit und Vielfalt zwangsläufig zurückgedrängt werden. Es ist ganz egal, mit welchen Voraussetzungen diese Ideologie startet.
Die braune und die rote Diktatur war nur eine Folge des Webfehlers des Liberalismus. Heute wird dies eine gelbe Diktatur, auch Neoliberalismus genannt.
All diese Diktaturen sind nur das Ergebnis eines Selektionsprozesses, das dem Liberalismus innewohnt und auch unvermeidlich. Nur eine reine Frage der Zeit. Auch der Liberalismus ist eine Ideologie.
Eine Ideologie bedingt des Glaubens an diese. Der Glaube steht für die einzig wahre Wahrheit. Glaube hat nichts mit Wissen zu tun, denn wer bereits im Besitz der einzig wahren Wahrheit ist, für den ist Wissen nur ein Behinderung. Glaube ist nicht auf eine Religion beschränkt. Glaube bedingt Selektion. Es sind die, die sich für auserwählt halten, die eine Gemeinschaft unweigerlich zerstören. Der Glaube emotionalisiert den Menschen. Der Glaube verkündet was Gut ist, alles andere ist Böse. Die Auserwählten missionieren die dummen Ungläubigen, um diese zu heilen…
Eine Wissensgesellschaft bedingt der Offenheit und eine Ideologie steht im Widerspruch zu dieser.
Damit dies mal irgendwo steht, denn Aufklärung ist Impfung gegen die Propaganda der Ideologen, damit der Mensch nicht weiter zum Idioten* mutiert.
Der Idiot ist ein Anhänger einer idiotischen Ideologie und daher jeder Ideologie.

References: BGE 
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