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Timestamp: 2016-10-22 05:23:08+00:00

Document:
4C.258/2001 (05.09.2002)
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Beklagte und Berufungskl�gerin, vertreten durch Rechtsanwalt Dr. Bruno Pellegrini, Bahnhofstrasse 67, Postfach 183,
8622 Wetzikon,
Kl�gerinnen und Berufungsbeklagte, beide vertreten durch Rechtsanwalt Dr. Franz P. Oesch, Pestalozzistrasse 2,
Werkvertrag; Nachbesserungsanspruch,
Berufung gegen den Entscheid des Handelsgerichts des Kantons St. Gallen vom 18. Mai 2001.
Am 20./23. Januar 1986 schlossen die Y.________ AG und die Z.________ AG (die Kl�gerinnen) mit der X.________ AG (die Beklagte) einen - der SIA-Norm 118 unterstehenden - Werkvertrag ab. Darin verpflichtete sich die Beklagte, das Dach einer Industriehalle mit "Vatec Pur" zu beschichten. Der Werklohn wurde auf Fr. 108'000.-- netto festgesetzt. Bei der Halle handelt es sich um eine Stahlkonstruktion mit einem Dach aus 17 ganzen bzw. 34 halben Shed-Rinnen. Der wasserdichte Belag wurde unter Hochdruck vollfl�chig haftend auf die Blechrinnen aufgespritzt. Die Arbeiten wurden im Herbst 1986 abgeschlossen.
Im Mai 1987 teilten die Kl�gerinnen der Beklagten mit, dass sich die Beschichtung teilweise aufl�se und "abbr�sle", worauf die Beklagte 1987 und 1988 Nachbesserungsarbeiten ausf�hrte. Die urspr�nglich mit "Vatec Pur" beschichteten Shed-Rinnen wurden mit "Nuflex", einer feuchtigkeitsh�rtenden PU-Beschichtung, ausgebessert. Im Schlussbericht der EMPA vom 25. Januar 1990 wurde nach Durchf�hrung einer k�nstlichen Bewitterung festgehalten, die "Vatec Pur"-Beschichtung sei gegen Witterungseinfl�sse best�ndig, wogegen die "Nuflex"-Reparaturbeschichtung nur beschr�nkt witterungsbest�ndig sei.
Mit einer ersten Klage vom 4. Juli 1990 verlangten die Kl�gerinnen, die Beklagte habe alle Shedrinnen mit mehr als 5% reparierter Originalbeschichtung neu mit "Vatec Pur" zu beschichten; eventualiter sei die Beklagte zu verpflichten, den Minderwert der Werkhalle, mindestens aber Fr. 100'000.-- zu bezahlen. Mit Urteil vom 12. Februar 1993 wies das Bezirksgericht St. Gallen das Nachbesserungsbegehren wegen unverh�ltnism�ssig hoher Kosten ab, verpflichtete die Beklagte jedoch, als Minderwert der Werkhalle Fr. 120'000.-- zu bezahlen. Eine dagegen erhobene Berufung der Beklagten wies das Kantonsgericht St. Gallen mit Urteil vom 24. Februar 1994 ab.
Mit Schreiben vom 20. Juni 1996 r�gten die Kl�gerinnen erneut M�ngel an der von der Beklagten angebrachten Beschichtung. Sie f�hrten aus, die Flicke bl�tterten in grossem Umfang ab, die Beschichtung "zerbr�sele" und es bildeten sich eingeschlossene Wasserstaus unter der Beschichtung. Ferner zeigten sich bei den eingelagerten Gegenst�nden in der Halle Feuchtigkeitserscheinungen. Mit Schreiben vom 15. Dezember 1997 forderten die Kl�gerinnen die Beklagte auf, "den untauglichen Belag zu entfernen und das Dach fachgerecht neu zu beschichten". Dies wurde von der Beklagten mit Schreiben vom 15. Januar 1998 abgelehnt. Mit Klage vom 4. Februar 1998 beantragten die Kl�gerinnen im Wesentlichen, sie seien zu erm�chtigen, die Sanierung des Daches bei einem Dritten in Auftrag zu geben. F�r die zu erwartenden Kosten sei die Beklagte zu verpflichten, einen Vorschuss von Fr. 364'500.-- zu bezahlen. Mit Entscheid vom 18. Mai 2001 verpflichtete das Handelsgericht die Beklagte, den Kl�gerinnen f�r die Sanierungsarbeiten an der Werkhalle einen Kostenvorschuss von Fr. 180'000.-- zu leisten. Dieser sei zur�ckzuerstatten, wenn und soweit die Arbeiten nicht innerhalb von drei Jahren ab Leistung des Kostenvorschusses ausgef�hrt und abgerechnet worden seien. Im �brigen wurde die Klage abgewiesen, soweit darauf einzutreten war.
Mit Berufung vom 15. August 2001 beantragt die Beklagte dem Bundesgericht, das angefochtene Urteil sei aufzuheben und die Klage abzuweisen. Die Kl�gerinnen beantragen die Abweisung der Berufung, soweit darauf einzutreten sei.
Eine gegen den Entscheid des Handelsgerichts gerichtete Nichtigkeitsbeschwerde wurde vom Kassationsgericht des Kantons St. Gallen mit Urteil vom 18. Dezember 2001 abgewiesen, soweit darauf einzutreten war.
Das Handelsgericht ging davon aus, dass die Parteien in Art. 6 des Werkvertrages eine zehnj�hrige (Haltbarkeits-) Garantie vereinbart h�tten. Damit habe sich die Beklagte verpflichtet, zehn Jahre f�r die Dichtigkeit der Beschichtung der Shed-Rinnen einzustehen. Diese Garantiefrist habe anl�sslich der Abnahme vom 1. November 1986 zu laufen begonnen und sei am 31. Oktober 1996 abgelaufen. Bei Ablauf der Haltbarkeitsgarantie am 31. Oktober 1996 seien 25 von insgesamt 34 halben Shed-Rinnen undicht gewesen. In Bezug auf diese 25 halben Shed-Rinnen bestehe ein Nachbesserungsanspruch. Da die Nachbesserung mit dem vertraglichen Produkt "Vatec Pur" nicht mehr m�glich sei, seien die Reparaturen mit dem Produkt "Sarnafil" auszuf�hren. Da die Kl�gerinnen durch die Neubeschichtung ein Werk erhielten, das eine verl�ngerte Lebensdauer aufweise, und da mit dem Produkt "Sarnafil" ein gegen�ber "Vatec Pur" qualitativ besseres Produkt verwendet werde, h�tten sich die Kl�gerinnen den Mehrwert als Vorteil anrechnen zu lassen. Von den Gesamtkosten f�r die Sanierung der 25 halben Shed-Rinnen in der H�he von Fr. 288'600.-- habe die Beklagte daher nur Fr. 260'000.-- zu bezahlen. Ferner sei zu ber�cksichtigen, dass die M�ngel der Beschichtung der Shed-Rinnen bereits Gegenstand eines fr�heren Prozesses zwischen den Parteien gewesen seien. Da die Beklagte damals verpflichtet worden sei, f�r den Minderwert der Industriehalle��������� Fr. 120'000.-- zu bezahlen und seither erst ein Drittel der wahrscheinlichen Lebensdauer des Daches abgelaufen sei, rechtfertige es sich, bei den Reparaturkosten von Fr. 260'000.-- f�r den bereits entsch�digten Minderwert��������� Fr. 80'000.-- anzurechnen. Da die Beklagte sich geweigert habe, die Neubeschichtung selbst vorzunehmen, und die Kl�gerinnen daher berechtigt seien, die Arbeiten von einem Dritten ausf�hren zu lassen, sei die Beklagte verpflichtet, den von ihr zu tragenden Anteil der Kosten von Fr. 180'000.-- zu bevorschussen.
Die Beklagte verlangt zun�chst, das Verfahren sei aus verschiedenen Gr�nden zur Erg�nzung des Sachverhaltes an die Vorinstanz zur�ckzuweisen (Art. 64 Abs. 1 OG).
2.1.�Als unbegr�ndet erweist sich dieser Antrag, soweit geltend gemacht wird, die Vorinstanz sei nicht auf ihre Behauptung eingegangen, dass die Wasserinfiltration nicht (nur) auf M�ngel an den beschichteten Shed-Rinnen, sondern auf konstruktive M�ngel der unbeschichteten Dachfl�che zur�ckzuf�hren sei.
Ein Unternehmer, der an einem bestehenden Werk Arbeiten ausf�hrt, wird grunds�tzlich nicht haftbar f�r die M�ngel, die auf die Arbeit des Vorunternehmers zur�ckzuf�hren sind. Die Haftungsbefreiung des Nachfolgeunternehmers setzt indessen voraus, dass er den Mangel der Vorarbeit nicht erkannt hat (Art. 365 Abs. 3 OR) und auch nicht h�tte erkennen m�ssen ( PETER GAUCH, Der Werkvertrag, 4. Auflage, Z�rich 1996, S. 536, insbes. Rz. 2039). Nach den Feststellungen der Vorinstanz hatte die Beklagte offenbar schon im Jahr 1987 Kenntnis von den nunmehr geltend gemachten konstruktiven M�ngeln des Daches. Sie w�re deshalb verpflichtet gewesen, die angeblichen M�ngel schon damals den Kl�gerinnen anzuzeigen. Da die Beklagte nicht behauptet hat, rechtzeitig auf die angeblichen M�ngel hingewiesen zu haben, bestand f�r das Handelsgericht kein Anlass, Drittursachen f�r die Wasserinfiltration zu pr�fen, die ohnehin nicht rechtzeitig beanstandet worden w�ren. Eine R�ckweisung des Verfahrens zur Erg�nzung des Sachverhaltes nach Art. 64 Abs. 1 OG f�llt deshalb ausser Betracht. Wenn aber angebliche konstruktive M�ngel an der unbeschichteten Dachfl�che - bzw. an der Halle selber - nicht rechtzeitig ger�gt worden sind, kann auch keine Rede davon sein, dass die Vorinstanz den aus Art. 8 ZGB abgeleiteten Beweisf�hrungsanspruch verletzt habe, weil darauf verzichtet worden sei, die behaupteten Drittursachen beweism�ssig abzukl�ren.
2.2.�Unbegr�ndet ist auch die Meinung der Beklagten, das Verfahren sei zur Sachverhaltsabkl�rung an die Vorinstanz zur�ckzuweisen, weil das Handelsgericht nicht abgekl�rt habe, wann die Kl�gerinnen die am 20. Juni 1996 ger�gten M�ngel entdeckt h�tten.
Die Vorinstanz hat zutreffend festgehalten, dass die Parteien eine Garantiefrist von zehn Jahren vereinbart haben. Gem�ss Art. 173 Abs. 1 SIA-Norm 118 kann der Bauherr in Abweichung vom Gesetz (Art. 367 und 370 OR) w�hrend der Garantiefrist M�ngel aller Art jederzeit r�gen. Er muss den Mangel nicht sofort geltend machen, sondern darf damit bis zum letzten Moment der Garantiefrist zuwarten. Die Garantiefrist ist auch eine R�gefrist ( PETER GAUCH, Kommentar zur SIA-Norm 118, Art. 157-190, Z�rich 1991, N. 4 zu Art. 173 m.w.H.; in diesem Sinn auch BGE 107 II 172 E. 1c S. 178). Wenn die M�ngelr�ge w�hrend der zehnj�hrigen Garantiefrist jederzeit erhoben werden kann, bestand f�r das Handelsgericht keine Veranlassung, sich zum genauen Zeitpunkt der M�ngelr�ge zu �ussern. Damit ergibt sich ohne weiteres, dass auch der Einwand der Beklagten unbegr�ndet ist, die Rechtzeitigkeit der M�ngelr�ge sei nicht bewiesen worden. Da die M�ngelr�ge unbestritten w�hrend der Garantiefrist erhoben wurde, ist sie ungeachtet des Zeitpunkts der Entdeckung der M�ngel rechtzeitig erhoben worden. Wenn eine Garantiefrist vereinbart wurde, entf�llt das gesetzliche Erfordernis der sofortigen M�ngelr�ge gem�ss Art. 370 Abs. 3 OR.
2.3.�F�r eine R�ckweisung des Verfahrens an die Vorinstanz zur Erg�nzung des Sachverhaltes besteht kein Anlass.
3.1.�Weiter macht die Beklagte geltend, die von der Beklagten erhobene M�ngelr�ge vom 20. Juni 1996 sei nicht gen�gend substanziiert gewesen.
�ber den Inhalt der M�ngelr�ge enth�lt weder Art. 163 Abs. 1 SIA-Norm 118 noch Art. 367 Abs. 1 OR eine aussagekr�ftige Regelung. Rechtsprechung und Lehre gehen davon aus, dass der Mangel, der ger�gt werden soll, genau anzugeben ist, so dass der Unternehmer erkennen kann, was an seinem Werk beanstandet wird (BGE 107 II 172 E. 1a S. 175 m.w.H.; GAUCH, SIA-Norm 118, a.a.O., N. 5 zu Art. 163; DERS., Werkvertrag, a.a.O., S. 560). Diesen Anforderungen entspricht die M�ngelr�ge vom 20. Juni 1996. Einerseits wurde in Bezug auf die Art der M�ngel festgehalten, es zeigten sich lange Risse in der Beschichtung, teilweise sei der Belag zerbr�selt und teilweise bis aufs Blech abgebaut. Andrerseits wurden die schadhaften Stellen auf der Westseite der Dachh�lfte unter Hinweis auf einen beigelegten Plan genau bezeichnet und in Bezug auf die Osth�lfte wurde immerhin festgehalten, es seien die gleichen Mangelerscheinungen zu verzeichnen. Diese R�ge war gen�gend detailliert, so dass sich die Beklagte ein Bild machen konnte, welche Werkteile beanstandet werden.
3.2.�Soweit die Vorinstanz weiter festhielt, die Beklagte habe nicht gen�gend substanziiert, in welcher Weise der von den Kl�gerinnen applizierte Schaum bzw. die Klebeb�nder den Schaden vergr�ssert h�tten, ist das angefochtene Urteil ebenfalls nicht zu beanstanden.
Dazu ist zun�chst zu bemerken, dass die Vorinstanz unangefochten und zutreffend festgehalten hat, dass die Kl�gerinnen berechtigt gewesen seien, schadensmindernde Massnahmen zu treffen, nachdem die Beklagte abgelehnt hatte, auch nur geringe Nachbesserungsarbeiten auszuf�hren. Soweit sich die Beklagte auf die von den Kl�gerinnen angebrachten�
Klebeb�nder�bezieht, ist effektiv nicht substanziiert, inwiefern sie negativ auf die Dachbeschichtung eingewirkt haben sollten. Insbesondere ist nicht ersichtlich, inwieweit durch Klebeb�nder eine chemische Reaktion mit der Beschichtung ausgel�st worden sein sollte. �hnlich verh�lt es sich mit der�
Aussch�umung, die gem�ss den Feststellungen der Vorinstanz zwischen den Zugstangen und den Shed-Abschl�ssen angebracht worden sei. Wenn nicht die Rinnenbeschichtung - sondern andere Teile der Dachkonstruktion - ausgesch�umt worden waren, ist nicht zu sehen, inwiefern die Aussch�umung negativ auf die Rinnenbeschichtung eingewirkt haben soll.
Im kantonalen Verfahren haben die Kl�gerinnen einerseits beantragt, dass sie zu erm�chtigen seien, das Dach der Werkhalle auf Kosten der Beklagten durch einen Dritten neu beschichten zu lassen. Andrerseits haben sie verlangt, die Beklagte sei zu verpflichten, f�r die Sanierungsarbeiten - unter Vorbehalt des Nachklagerechts - einen Kostenvorschuss in der H�he von Fr. 364'000.-- zu leisten. Im Folgenden ist zun�chst zu pr�fen, ob ein Nachbesserungsanspruch geltend gemacht werden kann (nachfolgend E. 4.1). Anschliessend ist zu pr�fen, ob die Beklagten verpflichtet ist, die Kosten f�r eine allf�llige Ersatzvornahme zu bevorschussen (nachfolgend E. 4.2).
4.1.�F�r die Beurteilung des eingeklagten Nachbesserungsanspruchs ist vorab festzuhalten, dass die Parteien ihren Werkvertrag der SIA-Norm 118 unterstellt haben. Das Gesetz sieht f�r die Frage, ob ein Nachbesserungsanspruch besteht, keine zwingenden Bestimmungen vor, die von der SIA-Norm 118 abweichen. Die verschiedenen Beanstandungen, die von der Beklagten gegen eine Nachbesserung geltend gemacht werden, sind daher vor dem Hintergrund der Bestimmungen der SIA-Norm 118 zu pr�fen.
Gem�ss Art. 169 Abs. 1 SIA-Norm 118 hat der Bauherr (abgesehen vom Schadenersatzrecht nach Art. 171) bei jedem Mangel zun�chst einzig das Recht, vom Unternehmer die Beseitigung des Mangels innerhalb angemessener Frist zu verlangen. Wenn der Unternehmer innerhalb der vom Bauherren angesetzten Frist die M�ngel nicht behebt, ist der Bauherr nach seiner Wahl berechtigt, auf der Verbesserung zu beharren, wenn diese im Verh�ltnis zu seinen Interessen an der M�ngelbeseitigung nicht �berm�ssige Kosten verursacht. Der Bauherr kann die Verbesserung statt durch den Unternehmer auch durch einen Dritten ausf�hren lassen oder sie selbst vornehmen, beides auf Kosten des Unternehmers (Art. 169 Abs. 1 Ziff. 1 SIA-Norm 118). Abgesehen von der M�ngelbeseitigung kann sich der Bauherr auch auf Minderung (Art. 169 Abs. 1 Ziff. 2 SIA-Norm 118) oder Wandelung (Art. 169 Abs. 1 Ziff. 3 SIA-Norm 118) berufen. Im vorliegenden Fall ist nur umstritten, ob die Nachbesserung (Ziff. 1) verlangt werden kann. Auf die M�glichkeit der Minderung (Ziff. 2) und Wandelung (Ziff. 3) ist nicht weiter einzugehen.
4.1.1.�Die Beklagte widersetzt sich einer Nachbesserung zun�chst mit dem Argument, die Kl�gerinnen h�tten bereits im Jahr 1990 in einem ersten Verfahren eine Nachbesserung der Dachbeschichtung eingeklagt. Es sei daher ausgeschlossen, im vorliegenden zweiten Verfahren erneut die Nachbesserung zu verlangen.
Dazu ist zu bemerken, dass das damals zust�ndige Kantonsgericht im Erstprozess ausdr�cklich festgehalten hatte, dass das Dach dicht und die Dachbeschichtung�
funktionst�chtig�gewesen sei. Ein Mangel wurde nur darin gesehen, dass die Beschichtung un�sthetisch und die voraussichtliche Lebensdauer unsicher gewesen sei. Da die damals beantragte Nachbesserung unter Ber�cksichtigung des Umstandes, dass das Dach damals noch dicht war, zu unverh�ltnism�ssigen Kosten gef�hrt h�tte, wurde im Erstprozess die eingeklagte Nachbesserung abgewiesen und an deren Stelle eine Entsch�digung f�r den Minderwert der Industriehalle in der H�he von Fr. 120'000.-- zugesprochen. Anders verh�lt es sich im vorliegenden Fall. Nach den verbindlichen Feststellungen der Vorinstanz sind 25 von 34 halben Shed-Rinnen undicht, so dass insofern die Beschichtung�
nicht mehr funktionst�chtig�ist. Dem vorliegenden Prozess liegen somit M�ngel zu Grunde, die im Erstverfahren noch nicht zu beurteilen waren. Wenn sich der von den Kl�gerinnen geltend gemachte Nachbesserungsanspruch auf M�ngel bezieht, die w�hrend der 10-j�hrigen Garantiefrist neu eingetreten sind, k�nnen diesbez�glich auch neue M�ngelrechte geltend gemacht werden.
4.1.2.�Ebenfalls unbegr�ndet ist der Einwand der Beklagten, das Handelsgericht habe die von ihr gegen den Nachbesserungsanspruch erhobene Verj�hrungseinrede zu Unrecht verworfen.
Gem�ss Art. 180 SIA-Norm 118 verj�hren die M�ngelrechte des Bestellers nach Ablauf von f�nf Jahren seit der Abnahme des Werkes. Wenn wie im vorliegenden Fall eine Garantiefrist von zehn Jahren vereinbart worden ist, beinhaltet dies auch eine entsprechende Verl�ngerung der Verj�hrungsfrist ( GAUCH, Werkvertrag, a.a.O., S. 661 f.). F�r die Unterbrechung der Verj�hrung von Nachbesserungsanspr�chen gelten die allgemeinen Regeln von Art. 135 ff. OR ( GAUCH, SIA-Norm 118, N. 6 zu Art. 180; DERS., Werkvertrag, a.a.O., S. 596 ff.; ALFRED KOLLER, Das Nachbesserungsrecht im Werkvertrag, 2. Auflage, Z�rich 1995, S. 146). Als Unterbrechungsgr�nde sieht das Gesetz einerseits Anerkennungshandlungen von Seiten des Unternehmers vor (Art. 135 Ziff. 1 OR). Dazu z�hlen Nachbesserungsarbeiten innerhalb der Verj�hrungsfrist, welche die Verj�hrung unterbrechen und eine neue Frist gleicher Dauer ausl�sen (BGE 121 III 270 E. 3c S. 272 m.w.H.; GAUCH, Werkvertrag, a.a.O., S. 596, Rz. 2266, m.w.H.). Andrerseits kann die Verj�hrung durch qualifizierte Rechtsverfolgung von Seiten des Bestellers unterbrochen werden (Art. 135 Ziff. 2 OR). F�r die Verj�hrung der Nachbesserungsforderung ist die Unterbrechung durch Schuldbetreibung allerdings irrelevant, weil diese nicht auf dem Betreibungsweg geltend gemacht werden kann ( KOLLER, Nachbesserung, a.a.O., S. 146; KLAUS TSCH�TSCHNER, Die Verj�hrung der M�ngelrechte bei unbeweglichen Bauwerken, Diss. St. Gallen 1996, S. 70 f.).
Im vorliegenden Fall hat die Abnahme des Werkes nach den Feststellungen der Vorinstanz am 1. November 1986 stattgefunden. Angesichts der 10-j�hrigen Garantie- und Verj�hrungsfrist w�re die Nachbesserungsforderung am��������� 31. Oktober 1996 verj�hrt. Die Beklagte hat jedoch einen Verj�hrungsverzicht bis am 31. Dezember 1997 ausgesprochen. Nachdem sie einen weiteren Verj�hrungsverzicht abgelehnt hatte, leiteten die Kl�gerinnen zur Unterbrechung der Verj�hrung am 18. November 1997 eine Betreibung gegen die Beklagte ein. Die vorliegende Klage wurde am 4. Februar 1998 rechtsh�ngig gemacht. Die Beklagte weist nun zu Recht darauf hin, dass die Verj�hrung des Nachbesserungsanspruchs durch die Betreibung vom 18. November 1997 nicht unterbrochen worden war. Wie erw�hnt kann die Verj�hrung einer Nachbesserungsforderung nicht durch Schuldbetreibung unterbrochen werden. Daran �ndert auch der Umstand nichts, dass die Kl�gerin zwecks Bevorschussung der Nachbesserungsarbeiten Fr. 364'500.-- - mithin einen Geldbetrag - eingeklagt hat. Wenn n�mlich der Nachbesserungsanspruch zufolge Verj�hrung nicht mehr eingeklagt werden kann, muss das Gleiche auch f�r den daraus abgeleiteten Anspruch auf Bevorschussung der Nachbesserungskosten gelten. Die Verj�hrung wurde indessen schon viel fr�her unterbrochen. Wie den verbindlichen Feststellungen der Vorinstanz entnommen werden kann, f�hrte die Beklagte in den Jahren 1987 und 1988 Nachbesserungsarbeiten aus, nachdem die Kl�gerinnen M�ngel an der Beschichtung beanstandet hatten. In Anwendung von Art. 64 Abs. 2 OG kann unter Hinweis auf das Urteil des Kantonsgerichts im Erstprozess erg�nzend festgestellt werden, dass von der Beklagten Nachbesserungsarbeiten bis Ende Oktober 1988 vorgenommen worden waren. Wenn aber davon auszugehen ist, dass bis Oktober 1988 Nachbesserungsarbeiten ausgef�hrt wurden, die nicht bloss nebens�chlich waren, sondern nach der Rechtsprechung als verj�hrungsunterbrechende Anerkennungshandlungen seitens des Unternehmers zu qualifizieren sind (BGE 121 III 270 E. 3c S. 272), ist die Verj�hrungsfrist im Zeitpunkt der Klageeinleitung am 4. Februar 1998 noch nicht abgelaufen.
Die Verj�hrung ist daher nicht durch Schuldbetreibung (Art. 135 Ziff. 2 OR), sondern durch Nachbesserungsarbeiten w�hrend der Garantiefrist unterbrochen worden (Art. 135 Ziff. 1 OR). Im Ergebnis hat das Handelsgericht die Verj�hrungseinrede der Beklagten zu Recht verworfen.
4.1.3.�Weiter macht die Beklagte geltend, dass die Klage h�tte abgewiesen werden m�ssen, weil eine Nachbesserung �berm�ssige Kosten verursache.
Wie Art. 368 Abs. 2 OR sieht auch Art. 169 Abs. 1 Ziff. 1 SIA-Norm 118 vor, dass der Nachbesserungsanspruch nur durchgesetzt werden kann, wenn die Verbesserung im Verh�ltnis zu den Interessen des Bauherren an der M�ngelbeseitigung�
nicht �berm�ssige Kosten�verursacht. Rechtsprechung und Literatur gehen �bereinstimmend davon aus, dass von �berm�ssigen Kosten dann zu sprechen ist, wenn ein Missverh�ltnis zwischen den voraussichtlichen Nachbesserungskosten und dem Nutzen besteht, den die M�ngelbeseitigung dem Besteller bringt. Das Verh�ltnis der Nachbesserungskosten zu den Baukosten bzw. zum Werklohn ist nicht massgebend. Bei der Abw�gung von Kosten und Nutzen k�nnen auf seiten des Bestellers nicht nur wirtschaftliche, sondern auch nichtwirtschaftliche Interessen ber�cksichtigt werden (BGE 111 II 173 f.; GAUCH, Werkvertrag, a.a.O., S. 1754 ff.; B�HLER, a.a.O., N 144 zu Art. 368; je mit Hinweisen).
Im vorliegenden Fall liegt auf der Hand, dass die Kl�gerinnen ein erhebliches Interesse daran haben, dass das Dach ihrer Industriehalle dicht ist. Entgegen der Darstellung der Beklagten handelt es sich dabei selbstverst�ndlich um ein rechtlich gesch�tztes - und nicht bloss faktisches - Interesse. Der Nachbesserungsanspruch ist ausgewiesen (vgl. E. 4.1.1) und kann auch rechtlich durchgesetzt werden (vgl. E. 4.1.2). Auch der Umstand, dass der Nachbesserungsanspruch am Ende der zehnj�hrigen Garantiefrist geltend gemacht wird, kann sich nicht zum Nachteil der Kl�gerinnen auswirken. Wenn ein Unternehmer eine zehnj�hrige Garantie f�r ein mangelfreies Werk abgibt, muss er damit rechnen, dass M�ngelrechte bis zum Ablauf der Frist geltend gemacht werden. Im �brigen kann die Beklagte nichts daraus ableiten, dass das angefochtene Urteil erst vier Jahre nach Ablauf der Garantiefrist gef�llt wurde. Nicht �berzeugend ist ferner das Argument der Beklagten, die Verpflichtung, die Nachbesserungskosten im Umfang von Fr. 180'000.-- vorzuschiessen, sei nicht verh�ltnism�ssig, nachdem sie im Erstprozess bereits zur Bezahlung eines Minderwertes von��� Fr. 120'000.-- verpflichtet worden sei und der Werklohn lediglich Fr. 108'000.-- betragen habe. Allein der Umstand, dass die Nachbesserungskosten den Werklohn �bersteigen, l�sst wie erw�hnt nicht auf "�berm�ssige Kosten" schliessen. Vielmehr sind die Interessen der Kl�gerinnen an einem dichten Dach zu ber�cksichtigen, die wie erw�hnt als "erheblich" einzustufen sind. Der von der Beklagten bereits bezahlte Minderwert ist im �brigen an die zu bevorschiessenden Nachbesserungskosten im Umfang von Fr. 80'000.-- angerechnet worden, was von der Beklagten im Quantitativ nicht beanstandet wird. Unzutreffend ist schliesslich auch die Behauptung, das angefochtene Urteil laufe im Ergebnis darauf hinaus, dass die Kl�gerinnen seit 1986 eine unentgeltliche Dachbeschichtung h�tten. Die Beklagte verschweigt, dass nach den Feststellungen der Vorinstanz f�r die gesamten Nachbesserungsarbeiten mit Kosten in der H�he von Fr. 392'500.-- zu rechnen ist, wobei auf die 25 defekten Shed-Rinnen Kosten in der H�he von Fr. 288'600.-- entfallen.
Insgesamt kann somit festgehalten werden, dass der Vorinstanz kein Ermessensfehler vorgeworfen werden kann, wenn sie festh�lt, dass unter Ber�cksichtigung der Interessen der Kl�gerinnen an einem mangelfreien Werk nicht mit �berm�ssigen Nachbesserungskosten zu rechnen sei.
4.1.4.�Schliesslich kritisiert die Beklagte das angefochtene Urteil insoweit, als eine Neubeschichtung mit dem Produkt "Sarnafil" angeordnet wurde, weil eine Nachbesserung mit dem vertraglichen Produkt "Vatec Pur" nicht mehr m�glich ist. Dies sei keine Nachbesserung, sondern laufe auf die Erstellung eines neuen Werkes mit dem Produkt "Sarnafil" hinaus. Geschuldet sei aber nur eine Nachbesserung - und keine Neuherstellung - des Werkes.
Sowohl nach Art. 169 Abs. 1 Ziff. 1 SIA-Norm 118 als auch nach Art. 368 Abs. 2 OR ist die Nachbesserungsforderung auf die unentgeltliche "Verbesserung" des Werkes gerichtet. Nachbesserung bedeutet grunds�tzlich Verbesserung des�
bestehenden Werkes. Ob im Rahmen der Nachbesserung auch die Erstellung eines�
neuen Werkes�verlangen werden kann, ist umstritten. Das Bundesgericht hat in seiner bisherigen Rechtsprechung festgehalten, dass der Besteller nicht berechtigt sei, die Lieferung eines neuen Werkes zu verlangen (BGE 98 II 118 E. 2 S. 120). In einem j�ngeren Entscheid wurde festgehalten, dass der Unternehmer�
berechtigt�sei, anstelle einer Nachbesserung des bestehenden Werkes eine Neuherstellung vorzunehmen, wenn nicht schutzw�rdige Interessen des Bestellers entgegenst�nden. Ob der Unternehmer gegebenenfalls auch�
verpflichtet�sei, anstelle der Nachbesserung eines bestehenden ein neues Werk zu erstellen, wurde ausdr�cklich offen gelassen (Urteil 4C.80/2000 vom 4. April 2001, Erw. 3). In der Literatur wird von einem Teil der Autoren die Meinung vertreten, dass kein Anspruch auf Herstellung eines neuen Werkes bestehe (Oser/Sch�nenberger, Z�rcher Kommentar, N. 14 zu Art. 368 OR; Georg Gautschi, Berner Kommentar, N. 4d zu Art. 368 OR). Andere Autoren bef�rworten - teilweise mit Einschr�nkungen -, dass mit dem Nachbesserungsanspruch ein neues Werk verlangt werden k�nne (Gauch, Werkvertrag, a.a.O., S. 478 f.; Koller, Nachbesserung, a.a.O., S. 40 f.; Theodor B�hler, Z�rcher Kommentar, N. 120 zu Art. 368; Zindel/Pulver, Basler Kommentar, 2. Auflage, Basel 1996, N. 57 zu Art. 368 OR; Pierre Tercier, Les contrats sp�ciaux, 2. Auflage, Z�rich 1995, S. 440, Rz. 3572). Ein Teil dieser Autoren st�tzt sich dabei insbesondere auf die deutsche Rechtsprechung, die einen Anspruch auf ein neues Werk ebenfalls bejaht. Dies wird damit begr�ndet, dass die strikte Ablehnung einer Neuherstellung zu sehr auf der begrifflichen Unterscheidung zwischen "Nachbesserung" und "Neuherstellung" beruhe. Je weiter der Mangel reiche, desto gr�sser sei der Umfang der Nachbesserung, der gefordert werden k�nne. Der Anspruch auf umfassende M�ngelbeseitigung k�nne bis zum vollst�ndigen Ersatz der mangelhaften durch eine mangelfreie Leistung reichen, wenn auf andere Art die M�ngel nicht beseitigt werden k�nnten. Nachbesserung, bei der von der urspr�nglich erbrachten Leistung nur ein - m�glicherweise geringf�giger Rest - verbleibe, gehe h�ufig nahtlos in Neuherstellung �ber, wenn auch die letzte erbrachte Teilleistung ersetzt werden m�sse. Zwischen solchen M�ngelbeseitigungen bestehe kein wesensm�ssiger, sondern nur dem Umfang nach ein Unterschied (BGHZ 96/1996, Nr. 14, S. 117 ff.).
F�r die Beurteilung der Streitfrage ist vom�
Grundsatz�auszugehen, dass der Besteller kein Recht auf Neuherstellung des mangelhaften Werkes hat. Mit dem Abschluss des Werkvertrages erh�lt der Besteller Anspruch auf ein mangelfreies Werk. Wenn der Unternehmer ein mangelhaftes Werk abliefert, treten an die Stelle des Erf�llungsanspruchs die M�ngelrechte. Unter anderem kann der Besteller die Nachbesserung des mangelhaften Werkes, grunds�tzlich aber nicht die Erstellung eines neuen Werkes verlangen (Gauch, Werkvertrag, a.a.O., Rz. 1775; Koller, Nachbesserung, a.a.O., S. 41). Der Grundsatz, wonach der Besteller kein Recht auf Neuherstellung des ganzen Werkes hat, gilt freilich nicht ohne�
Ausnahme. Wenn die Nachbesserung aus sachlichen Gr�nden unm�glich, die Neuherstellung eines mangelfreien Werkes aber m�glich ist, hat der Besteller das Recht, vom Unternehmer die m�gliche Neuherstellung anstatt der unm�glichen Nachbesserung zu verlangen. Einerseits ist zu ber�cksichtigen, dass der Besteller mit dem Abschluss des Werkvertrages Anspruch auf ein mangelfreies Werk erh�lt. Wenn das Ziel eines mangelfreien Werkes nur durch Neuherstellung erreicht werden kann, ist diese geschuldet (B�hler, a.a.O., N. 120 zu Art. 368 OR; Koller, Nachbesserung, a.a.O., S. 41). Andrerseits f�llt in Betracht, dass eine umfangreiche Nachbesserung bei weitreichenden M�ngeln einer Neuherstellung des Werkes nahe kommen oder sogar gleich gestellt sein kann (B�hler, a.a.O., N. 120 zu Art. 368; Koller, Nachbesserung, a.a.O., S. 41). Auch wenn der Besteller im Rahmen der Nachbesserung ausnahmsweise berechtigt ist, die Neuherstellung des Werkes zu verlangen, bleibt der Unternehmer indessen dadurch gesch�tzt, dass die Neuherstellung nur verlangt werden kann, wenn dadurch nicht �berm�ssige Kosten verursacht werden (Art. 169 Abs. 1 Ziff. 1 SIA-Norm 118, Art. 368 Abs. 2 OR). Die Herstellung eines neuen Werkes kann somit verweigert werden, wenn diese im Verh�ltnis zum Nutzen des Bestellers �berm�ssige Kosten verursacht (Gauch, Werkvertrag, a.a.O.,��� S.479, Rz. 1781; B�hler, a.a.O., N. 121 zu Art. 368; Tercier, a.a.O., S. 440, Rz. 3572).
Im vorliegenden Fall ist die Nachbesserung der Dachbeschichtung mit dem vertraglichen Produkt "Vartec Pur" nach den Feststellungen der Vorinstanz objektiv unm�glich. Umgekehrt ist die Neuherstellung eines mangelfreien Werkes - n�mlich die Beschichtung mit dem Produkt "Sarnafil" - m�glich. Die Kl�gerinnen sind daher berechtigt, anstelle der Nachbesserung der schadhaften Dachbeschichtung die Neubeschichtung zu verlangen. Wenn das vertragliche Produkt (Vatec pur) nicht mehr verf�gbar bzw. f�r den vereinbarten oder vorausgesetzten Gebrauch nicht brauchbar ist, besteht Anspruch auf Neuherstellung mit einem neuen Produkt (Sarnafil). Selbstverst�ndlich hat sich der Besteller allf�llige Vorteile, die er durch das neu zu erstellende Werk erh�lt, anrechnen zu lassen. Dazu hat das Handelsgericht verbindlich festgehalten, dass sich die Kosten f�r die Sanierung von 25 von 34 halben Shed-Rinnen auf Fr. 288'600.-- beliefen. Da die Beschichtung mit "Sarnafil" verglichen mit "Vatec pur" technisch insbesondere in Bezug auf die Lebensdauer weiterentwickelt worden sei, rechtfertige es sich, zur Ausgleichung des Vorteils anstatt der effektiven Kosten von���Fr. 288'600.-- lediglich Fr. 260'000.-- anzurechnen. Im �brigen wurde bereits ausgef�hrt, dass die Neubeschichtung mit "Sarnafil" auch nicht zu �berm�ssigen Kosten f�hrt (vgl. E. 4.1.3). Insgesamt ist die Auffassung der Vorinstanz, es sei eine Neubeschichtung der 25 halben Shed-Rinnen mit "Sarnafil" geschuldet, nicht zu beanstanden.
4.2.�Nachdem sich ergeben hat, dass das Handelsgericht den Anspruch der Kl�gerinnen auf eine Neubeschichtung des Daches zu Recht gesch�tzt hatte, ist im Folgenden zu pr�fen, wie dieser Anspruch durchgesetzt werden kann.
4.2.1.�Der Anspruch auf Nachbesserung - bzw. ausnahmsweise Neuherstellung - eines mangelhaften Werkes begr�ndet eine Pflicht des Unternehmers zu einem Tun. Sofern der zwischen den Parteien abgeschlossene Werkvertrag den gesetzlichen Bestimmungen untersteht, kann sich der Besteller bei Unt�tigkeit des Unternehmers gest�tzt auf Art. 98 OR vom Richter zur Ersatzvornahme erm�chtigen lassen. Wenn das Vertragsverh�ltnis zwischen den Parteien wie im vorliegenden Fall der SIA-Norm 118 untersteht, hat der Bauherr ein Recht auf Ersatzvornahme, ohne dass dazu eine richterliche Erm�chtigung n�tig w�re ( GAUCH, SIA-Norm 118, a.a.O., N. 17 zu Art. 169). Streng genommen erweist sich somit das Rechtsbegehren der Kl�gerinnen, sie seien zu erm�chtigen, das Dach der Werkhalle auf Kosten der Beklagten durch einen Dritten sanieren zu lassen, im Anwendungsbereich der SIA-Norm 118 als unn�tig.
4.2.2.�Im vorliegenden Fall ist der Anspruch auf Ersatzvornahme indessen ohnehin unbestritten. Umstritten ist nur die Frage, ob die Vorinstanz zu Recht dem Antrag der Kl�gerinnen entsprochen hatte, die Beklagte zu verpflichten, den von ihr zu tragenden Anteil der Kosten der Ersatzvornahme in der H�he von Fr. 180'000.-- - zu bevorschussen.
Das Bundesgericht hatte sich noch nie zur Frage zu �ussern, ob der Besteller Anspruch darauf hat, dass die Kosten f�r die Nachbesserung durch einen Dritten vom Unternehmer zu bevorschussen sind (in BGE 126 III 230 wurde die Frage angeschnitten, dann aber offen gelassen [E. 7a/bb, S. 236]). In der Literatur wird teilweise die Meinung vertreten, dass der Richter den Schuldner - beispielsweise den Unternehmer - verpflichten kann, die dem Gl�ubiger - beispielsweise dem Besteller - anfallenden Kosten der Ersatzvornahme vorzuschiessen. Zur Begr�ndung wird ausgef�hrt, nach Treu und Glauben sei eher dem Unternehmer, der nicht erf�llt habe, als dem Besteller zuzumuten, die Kosten der Leistungserbringung vorzufinanzieren (im Allgemeinen: ROLF H. WEBER, Berner Kommentar, Bern 2000, N. 80 zu Art. 98 OR; von TUHR/ESCHER, Allgemeiner Teil des Schweizerischen Obligationenrechts, 3. Auflage, Z�rich 1974, S. 91; im Speziellen zum Werkvertrag: GAUCH, Werkvertrag, a.a.O., S. 487, Rz. 1816 f.; TERCIER, a.a.O., S. 441, Rz. 3584; KOLLER, Nachbesserung, a.a.O., S. 165 f.; DERS., Berner Kommentar, N. 571 zu Art. 366 OR; DERS., M�ngelbeseitigung durch Ersatzvornahme, in: Haftung f�r Werkm�ngel, St. Gallen 1998, S. 19 f.; J�RG NIKLAUS, Das Recht auf Ersatzvornahme gem�ss Art. 366 Abs. 2 OR, Diss. St. Gallen 1999, S. 37). Andere Autoren lehnen dagegen eine Vorschusspflicht bei Ersatzvornahme ohne n�here Begr�ndung ab (im Allgemeinen: EUGEN BUCHER, Schweizerisches Obligationenrecht, Allgemeiner Teil, 2. Auflage, Z�rich 1998, S. 332; WOLFGANG WIEGAND, Basler Kommentar, Obligationenrecht I, 2. Auflage, Basel 1996, N. 7 zu Art. 98 OR; im Speziellen zum Werkvertrag: B�HLER, a.a.O., N. 73 zu Art. 366 OR; im Speziellen zur zivilprozessualen Ersatzvornahme: MAX GULDENER, Schweizerisches Zivilprozessrecht, 3. Auflage, Z�rich 1979, S. 627 Fn. 30; VOGEL/SP�HLER, Grundriss zum Zivilprozessrecht, 7. Auflage, Z�rich 2001, Kap. 15, Rz 35).
Verschiedene Gr�nde sprechen daf�r, von einer Pflicht des Unternehmers auszugehen, die Kosten f�r die Ersatzvornahme vorzuschiessen. Erstens ist dem Unternehmer als der vertragsuntreuen Partei nach dem Grundsatz von Treu und Glauben zuzumuten, die Kosten f�r die Nachbesserung vorzufinanzieren, wie in der Literatur zutreffend festgehalten wird. Zweitens kann durch die Vorschusspflicht des Unternehmers, der seine Nachbesserungspflicht nicht selbst erf�llen will oder kann, erreicht werden, dass dieser nicht besser gestellt wird als der Unternehmer, der seine Nachbesserungspflicht sogleich selbst erf�llt (in diesem Sinn KOLLER, Werkmangel, a.a.O., S. 19). Und drittens hat der Besteller ein evidentes Interesse an der finanziellen Absicherung der Ersatzvornahme, w�hrend dem Unternehmer nur eine Pflicht �berbunden wird, die er sp�ter ohnehin erf�llen m�sste. Um den Interessen des Unternehmers angemessen Rechnung zu tragen, ist die Vorschusspflicht aber an bestimmte Modalit�ten zu binden. Erstens ist festzuhalten, dass der Besteller in der Verwendung des Kostenvorschusses nicht frei ist. Vielmehr ist der Vorschuss ausschliesslich f�r die Finanzierung der Ersatzvornahme bestimmt ( WEBER, a.a.O., N. 80 zu Art. 98; GAUCH, Werkvertrag, a.a.O., S. 487; KOLLER, Nachbesserung, a.a.O., S. 166). Zweitens ist der Besteller verpflichtet, nach Abschluss der "Ersatznachbesserung" �ber die Kosten abzurechnen und dem Unternehmer einen allf�lligen�
�berschuss�zur�ckzuerstatten ( WEBER, a.a.O., N. 80 zu Art. 80; GAUCH, Werkvertrag, a.a.O., S. 487; KOLLER, Nachbesserung, a.a.O., S. 166). Eine allf�llige�
Nachforderung�ist ausgeschlossen, wenn wie im vorliegenden Fall �ber den Umfang der Nachbesserungsarbeiten im Detail bereits entschieden wurde und insofern eine "res iudicata" vorliegt. Drittens hat der Besteller den gesamten Betrag zur�ckzuerstatten, wenn er die Nachbesserung nicht innert angemessener Frist vornehmen l�sst ( KOLLER, Nachbesserung, a.a.O., S. 166).
Aus diesen Gr�nden kann der Vorinstanz beigepflichtet werden, dass ein Anspruch auf Bevorschussung der Kosten f�r die Ersatzvornahme besteht. Auch bez�glich der Modalit�ten der Bevorschussung ist das angefochtene Urteil nicht zu beanstanden. Das Handelsgericht hat festgehalten, dass die Beklagte einen Kostenvorschuss von Fr. 180'000.-- f�r die Sanierungsarbeiten an der Werkhalle zu bezahlen habe und dass die Kl�gerinnen den Vorschuss zur�ckzuerstatten h�tten, wenn und soweit die Arbeiten nicht innerhalb von drei Jahren ab Leistung des Kostenvorschusses ausgef�hrt und abgerechnet worden seien. Damit hat die Vorinstanz klar zum Ausdruck gebracht, dass die Kl�gerinnen den Vorschuss nur f�r die genannten Sanierungsarbeiten verwenden d�rfen, dass sie �ber die Kosten abrechnen m�ssen und dass die Nachbesserung innert angemessener Frist vorgenommen werden muss.
4.3.�Zusammenfassend kann festgehalten werden, dass das Handelsgericht den Anspruch der Kl�gerinnen auf eine Neubeschichtung der 25 halben Shed-Rinnen zu Recht bejaht hat (vgl. E. 4.1). Zu Recht wurde die Beklagte auch verpflichtet, die Kosten, die dadurch entstehen, dass die Arbeiten von einem Dritten ausgef�hrt werden m�ssen, im Umfang von Fr. 180'000.-- zu bevorschussen (vgl. E. 4.2). Die Berufung ist daher abzuweisen und das angefochtene Urteil zu best�tigen.
Bei diesem Ausgang des Verfahrens wird die Beklagte kosten- und entsch�digungspflichtig (Art. 156 Abs. 1 OR und Art. 159 Abs. 2 OG).
Die Berufung wird abgewiesen und der Entscheid des Handelsgerichts des Kantons St. Gallen vom 18. Mai 2001 best�tigt.
Die Gerichtsgeb�hr von Fr. 6'000.-- wird der Beklagten auferlegt.
Die Beklagte hat die Kl�gerinnen f�r das bundesgerichtliche Verfahren insgesamt mit Fr. 8'000.-- zu entsch�digen.

References: Art. 6
 Art. 64
 Art. 8
 Art. 173
 Art. 157
 Art. 173
 BGE 
 Art. 370
 Art. 163
 Art. 367
 Art. 163
 Art. 169
 Art. 171
 Art. 180
 Art. 135
 Art. 180
 Art. 64
 Art. 368
 Art. 169
 Art. 368
 Art. 169
 Art. 368
 Art. 368
 Art. 368
 Art. 368
 Art. 368
 Art. 368
 Art. 368
 Art. 368
 Art. 368
 Art. 98
 Art. 169
 BGE 
 Art. 98
 Art. 366
 Art. 366
 Art. 98
 Art. 366
 Art. 98
 Art. 80
 Art. 159