Source: https://ausschreibungen-deutschland.de/511003_Neubau_EStw_U7_und_EStw_U9Referenznummer_der_Bekanntmachung_FEM3-0014-2019_2019_Berlin-Mitte
Timestamp: 2019-07-23 13:09:55+00:00

Document:
Öffentliche Ausschreibung Berlin-Mitte 2019 Neubau EStw U7 und EStw U9 Referenznummer der Bekanntmachung: FEM3-0014-2019 2019-02-08
Neubau EStw U7 und EStw U9 Referenznummer der Bekanntmachung: FEM3-0014-2019
Telefon: +49 30-256-20329
Fax: +49 30-256-4920329
Die Auftragsunterlagen stehen für einen uneingeschränkten und vollständigen direkten Zugang gebührenfrei zur Verfügung unter: https://vergabekooperation.berlin/NetServer/TenderingProcedureDetails?function=_Details&TenderOID=54321-Tender-168bc74daf6-5983a2ce5590f3c5
Neubau EStw U7 und EStw U9
Referenznummer der Bekanntmachung: FEM3-0014-2019
Lieferung, Montage und Inbetriebsetzung eines Elektronischen Stellwerkes auf der U7 von Yorkstraße bis Konstanzer Str. sowie auf der U9 Güntzelstraße bis Rathaus Steglitz.
Erneuerung von Zugsicherungsanlagen durch Lieferung, Montage und Inbetriebsetzung der U-Bahn-Stellwerke U7 Berliner Straße/unten und U9 Rathaus Steglitz (Innen- und Außenanlagen) unter Aufrechterhaltung des Fahrbetriebes. Die technische Ausführung der Stellwerke erfolgt in elektronischer Technik. Die Erneuerung umfasst auf der U7 die Stellbereiche Yorkstraße, Kleistpark, Eisenacher Straße, Bayerischer Platz, Berliner Straße/unten, Blissestraße, Fehrbelliner Platz und Konstanzer Straße sowie auf der U9 die Stellbereiche Güntzelstraße, Berliner Straße/oben, Bundesplatz, Friedrich-Wilhelm-Platz, Walther-Schreiber-Platz, Schloßstraße (oben/unten) und Rathaus Steglitz. Die Anbindung der Stellwerke an das Leit-, Informations- und Sicherungssystem (LISI) erfolgt über das vorhandene Fernsteuerungssystem Command 900 der Firma Thales. Die Integration ist vom Auftragnehmer über eine bidirektionale Kommunikationsschnittstelle nach den Parametern der Schnittstellenspezifikation Sahara 2.2 BVG sicherzustellen. Die Schnittstellenspezifikation wird der Ausschreibungsunterlage beigelegt. Der Leistungsumfang beinhaltet u.a. die Lieferung, Montage und Inbetriebsetzung von Tunnellichtsignalen und Zugortungssystemen für den U-Bahn-Betrieb mit einer Zugfolge von 90 Sekunden. Die zu erneuernden Stellwerke weisen zwei Schnittstellen zu benachbarten EStw's vom Typ L90 5NV der Fa. Thales sowie eine Selbstblockschnittstelle Typ Sbl70 der Fa. Siemens auf. Diese müssen beherrscht werden.
Die angebotene Technik muss als Gesamtanlage der Sicherheitsstufe SIL4 gemäß EN 50129 entsprechen. Sie muss die Vorschriften der in Deutschland geltenden Straßenbahn-Bau und Betriebsordnung (BoStrab) einhalten. In Erfüllung dieser Aufgabe erfolgt die Abnahme der zu erneuernden Stellwerke durch die Technische Aufsichtsbehörde (TAB) Berlin gemäß §60 / §62 BoStrab auf der Grundlage des geltenden Personenbeförderungsgesetzes (§54). Die vom Ersteller zugesicherten Kennwerte für die tatsächliche Verfügbarkeit des Stellwerkes in elektronischer Technik (Zuverlässigkeit, Verfügbarkeit, Lebenszykluskosten) werden innerhalb eines vereinbarten Validierungszeitraumes durch den Anwender überprüft.
Für die Eignungsprüfung hat der Bewerber/die Bewerbergemeinschaft für sich und ggf. für Nachunternehmer seine Fachkunde, Leistungsfähigkeit und Zuverlässigkeit gemäß III.1.1) bis III.1.3) mit demTeilnahmeantragnachzuweisen. Der Nachweis der Eignung erfolgt für Bewerber/Bewerbergemeinschaftendurch Vorlage des Formblattes "Eigenerklärung zur Eignung".
Das Formblatt (Eigenerklärungen zur Eignung; Variante 1) liegt den Vergabeunterlagen bei.
- über Zahlung von Mindestlohn gemäß Berliner Ausschreibungs- und Vergabegesetz(GVBl. für Berlin vom 22.07.2010, geändert mit GVBl. für Berlin vom 16.6.2012),
- die Erklärung gemäß Frauenförderverordnung(FFV) § 1 Abs. 2 FFV.
Eigenerklärung (Bestandteil des Formblattes Eigenerklärungen zur Eignung; Variante 1):
- zum Umsatz des Unternehmens in den letzten 3 abgeschlossenen Geschäftsjahren
Die technische Leistungsfähigkeit ist durch die abgefragten Referenzen, vgl. `Eigenerklärung zur Eignung´ (siehe vergabeunterlagen) nachzuweisen. Hierzu zählen
- Vorlage von max. 3 Referenzen über erfolgreich realisierte Anlagen innerhalb der letzten 5 Jahre, die mit der zu vergebenden Leistung gemäß Ziffer II.1.4 vergleichbar sind,
- Detaillierte Angaben hinsichtlich der Anzahl der eingesetzten Anlagenelemente wie Signale, Weichen, Gleiskreise sind separat auszuweisen.
Das Qualitätsmanagementsystem hat gemäß DIN EN ISO 9001 zu erfolgen. Der Gesamtsicherheitssystemnachweis ist beizufügen. Der Nachweis einer Referenzanlage mit der Sicherheitsstufe SIL 4 ist eine Mindestanforderung. Wird diese Mindestanforderung durch den Bewerber nicht erfüllt bzw. erfolgt die Nachweisführung unvollständig, erfolgt der Ausschluss vom weiteren Verfahren.
Mindestens eine Referenzanlage muss in seiner Gesamtheit der Sicherheitsstufe SIL 4 gemäß EN 50129 entsprechen und störungsfrei arbeiten.
Die objektiven Mindestanforderungen und Teilnahmekriterien sind den Teilnahmeunterlagen (vgl. Formblatt`Eigenerklärungen zur Eignung´) zu entnehmen.
Bewerber-/Bietergemeinschaften haben eine gemeinsame rechtsverbindlich unterschriebene Erklärung überdie Bildung einer Arbeitsgemeinschaft im Auftragsfall, über alle Mitglieder und deren bevollmächtigten Vertreter,über die rechtsverbindliche Vertretung der Bevollmächtigten gegenüber dem Auftraggeber und über die Haftungaller Mitglieder als Gesamtschuldner bei Angebotsabgabe zu stellen.
- Der Bewerber muss über die Laufzeit des Auftrags eine deutschsprachige Projektleitung sowie dessenVertretung zu Verfügung stellen,
- Gemäß Berliner Ausschreibungs- und Vergabegesetz (BerlAVG) gelten die "Besonderen Vertragsbedingungenzu Tariftreue, Mindestentlohnung und Sozialversicherungsbeiträgen". Die Bieter müssen mit ihren Angeboteneine Eigenerklärung zu Tariftreue, Mindestentlohnung und Sozialversicherungsbeiträgen einreichen. Aufdie Sanktionen nach § 6 BerlAVG wird hingewiesen. Außerdem wird auf die Verpflichtung nach §13 Abs. 1Landesgleichstellungsgesetz Berlin in Verbindung mit der Frauenförderverordnung (FFV),insbesondere §§ 1 bis4 FFV und zugehörige Sanktionen nach § 7 FFV verwiesen. Es gelten die "Besonderen Vertragsbedingungenzur Frauenförderung". Die Bieter müssen mit ihren Angeboten eine Erklärung gemäß §1 Abs. 2 FFV einreichen.Weitere Einzelheiten ergeben sich aus den unter der angegebenen URL verfügbaren Vergabeunterlagen.
1) Das Lastenheft, einschließlich seiner Anlagen, enthalten besonders schutzwürdige und vertrauliche Informationen. Der Auftraggeber stellt diese Unterlagen daher erst nach bestandenem Teilnahmewettbewerb und rechtskräftig unterschriebener Vertraulichkeitserklärung (siehe Vergabeunterlagen) zur Verfügung;
2) Die Bewerbung ist entsprechend dem vorgegebenen Teilnahmeantrag zu gliedern und hat die nachgefragtenInformationen in den jeweiligen Rubriken zu enthalten;
3) Angeforderte Drittbescheinigungen, z. B. Handelsregisterauszug, dürfen nicht älter als 6 Monate vom Tag derVeröffentlichung im Amtsblatt der EU sein darf;
4) Die Verpflichtung zur Vorlage von Drittbescheinigungen entfällt, wenn und sofern ein vergleichbares Register nicht geführt wird bzw. eine Registrierung nicht erforderlich ist. Dies hat der Bewerber nachzuweisen und zu erläutern;
5) Im Sinne der vorherigen Ziffer 3 sind ausländische Bewerber angehalten, vergleichbare Drittbescheinigungenvorzulegen. Deren Gleichwertigkeit ist nachzuweisen. Es wird eine erschöpfende Darstellung erwartet. Sollte ein amtliches Dokument oder Referenzangaben etc. nicht in deutscher Sprache gefasst sein, so muss eine wörtliche Übersetzung eines vereidigten Dolmetschers vorgelegt werden;
6) Sofern der Bewerber zum Nachweis seiner Eignung die Kapazitäten eines anderen Unternehmens(Dritter/Nachunternehmer) in Anspruch nehmen will (Eignungsleihe), muss er den Namen dieses anderenUnternehmens benennen und angeben, wofür er die Kapazitäten des anderen Unternehmens in Anspruchnehmen will. Entsprechende Nachweise sind in dem Umfang vorzulegen, wie sie für den Bewerber vorzulegenwären. Außerdem muss der Bewerber durch Vorlage einer Verpflichtungserklärung dieses Unternehmensnachweisen, dass ihm die für den Auftrag erforderlichen Mittel tatsächlich zur Verfügung gestellt werden. Im Hinblick auf Nachweise für die erforderliche berufliche Leistungsfähigkeit oder die erforderliche berufliche Erfahrung kann ein Bewerber die Kapazitäten anderer Unternehmen gemäß § 47 Abs. 2 SektVO nur dann in Anspruch nehmen, wenn diese die Leistungen erbringen, für die dieseKapazitäten benötigt werden;
7) Fragen zum Teilnahmeantrag sind ausschließlich elektronisch bis 7 Kalendertage vor Ablauf der Bewerbungsfrist an die in Ziffer I.1 genannte Kontaktstelle zu richten. Danach eingehende Fragen werden nichtmehr berücksichtigt;
8) Der Auftraggeber behält sich vor, im Rahmen des Vergabeverfahrens - und insbesondere in der Verhandlungsphase - zur Beurteilung der technischen Qualität der Angebote Dritte einzubeziehen.

References: §60
 §62
 § 1
 § 6
 §13
 § 7
 §1
 § 47