Source: http://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=AuR%201998,%20253
Timestamp: 2013-12-08 09:15:40+00:00

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Rechtsprechung: AuR 1998, 253 - dejure.org
Rechtsprechung EuGH, 28.04.1998 - C-158/96 Volltextver�ffentlichungen (7)
Freier Dienstleistungsverkehr - Erstattung in einem anderen Mitgliedstaat angefallener Krankheitskosten - Vorherige Genehmigung der zust�ndigen Krankenkasse - Gesundheit - Zahnbehandlung
Artikel 177 EG-Vertrag
1. Soziale Sicherheit der Wanderarbeitnehmer - Zust�ndigkeit der Mitgliedstaaten zur Ausgestaltung ihrer Systeme der sozialen Sicherheit - Grenzen - Beachtung des Gemeinschaftsrechts - Bestimmungen des Vertrages �ber den freien Dienstleistungsverkehr
EG-Vertrag Art. 56, Art. 59, Art. 60Unzul�ssige Pflicht zur Genehmigung des Tr�gers der sozialen Sicherheit vor Zahnbehandlung in einem anderen Mitgliedstaat nach den Tarifen des Versicherungsstaates
Cour de cassation [Luxemburg], 25.04.1996 - 18/96
Slg. 1998, I-1931
AuR 1998, 253
Wird zitiert von ... (169) EuGH, 12.07.2001 - C-157/99 Dienstleistungsfreiheit - Artikel 59 EG-Vertrag (nach �nderung jetzt Artikel 49 …44 Im Hinblick auf die Beantwortung der so umformulierten Fragen ist vorab darauf hinzuweisen, dass das Gemeinschaftsrecht nach st�ndiger Rechtsprechung die Zust�ndigkeit der Mitgliedstaaten zur Ausgestaltung ihrer Systeme der sozialen Sicherheit unber�hrt l�sst (Urteile vom 7. Februar 1984 in der Rechtssache 238/82, Duphar, Slg. 1984, 523, Randnr. 16, vom 17. Juni 1997 in der Rechtssache C-70/95, Sodemare u. a., Slg. 1997, I-3395, Randnr. 27, und vom 28. April 1998 in der Rechtssache C-158/96, Kohll, Slg. 1998, I-1931, Randnr. 17).45 In Ermangelung einer Harmonisierung auf Gemeinschaftsebene bestimmt somit das Recht eines jeden Mitgliedstaats, unter welchen Voraussetzungen zum einen ein Recht auf Anschluss an ein System der sozialen Sicherheit oder eine Verpflichtung hierzu besteht (Urteile vom 24. April 1980 in der Rechtssache 110/79, Coonan, Slg. 1980, 1445, Randnr. 12, vom 4. Oktober 1991 in der Rechtssache C-349/87, Paraschi, Slg. 1991, I-4501, Randnr. 15, und Kohll, Randnr. 18) und zum anderen ein Anspruch auf Leistung gegeben ist (Urteile vom 30. Januar 1997 in den Rechtssachen C-4/95 und C-5/95, St�ber und Piosa Pereira, Slg. 1997, I-511, Randnr. 36, und Kohll, Randnr. 18).46 Gleichwohl m�ssen die Mitgliedstaaten bei der Aus�bung dieser Befugnis das Gemeinschaftsrecht beachten (Urteil Kohll, Randnr. 19).53 Nach st�ndiger Rechtsprechung werden die medizinischen T�tigkeiten von Artikel 60 des Vertrages erfasst, ohne dass danach zu unterscheiden w�re, ob die Versorgung in einer Krankenanstalt oder au�erhalb davon erbracht wird (Urteile vom 31. Januar 1984 in den Rechtssachen 286/82 und 26/83, Luisi und Carbone, Slg. 1984, 377, Randnr. 16, Society for the Protection of Unborn Children Ireland, Randnr. 18, in Bezug auf die Werbung f�r Kliniken, die freiwillige Schwangerschaftsabbr�che praktizieren, und Kohll, Randnrn. 29 und 51).54 Auch f�hren nach st�ndiger Rechtsprechung die Besonderheiten bestimmter Dienstleistungen nicht dazu, dass diese nicht unter den elementaren Grundsatz des freien Verkehrs fallen (Urteile vom 17. Dezember 1981 in der Rechtssache 279/80, Webb, Slg. 1981, 3305, Randnr. 10, und Kohll, Randnr. 20); ebenso schlie�t der Umstand, dass die streitige Regelung zum Bereich der sozialen Sicherheit geh�rt, die Anwendung der Artikel 59 und 60 EG-Vertrag nicht aus (Urteil Kohll, Randnr. 21).61 Nach st�ndiger Rechtsprechung verst��t jede nationale Regelung gegen Artikel 59 EG-Vertrag, die die Leistung von Diensten zwischen Mitgliedstaaten im Ergebnis gegen�ber der Leistung von Diensten im Inneren eines Mitgliedstaats erschwert (Urteil vom 5. Oktober 1994 in der Rechtssache C-381/93, Kommission/Frankreich, Slg. 1994, I-5145, Randnr. 17, und Kohll, Randnr. 33).69 Nach allem schreckt eine Regelung von der im Ausgangsverfahren in Rede stehenden Art die Sozialversicherten davon ab oder hindert sie sogar daran, sich an medizinische Dienstleistungserbringer in einem anderen Mitgliedstaat als dem Mitgliedstaat der Versicherungszugeh�rigkeit zu wenden, und stellt sowohl f�r die Versicherten als auch f�r die Leistungserbringer eine Behinderung des freien Dienstleistungsverkehrs dar (in diesem Sinn Urteile Luisi und Carbone, Randnr. 16, vom 28. Januar 1992 in der Rechtssache C-204/90, Bachmann, Slg. 1992, I-249, Randnr. 31, und Kohll, Randnr. 35).72 Wie insbesondere s�mtliche Regierungen, die vor dem Gerichtshof Erkl�rungen abgegeben haben, ausgef�hrt haben, hat dieser entschieden, dass eine erhebliche Gef�hrdung des finanziellen Gleichgewichts des Systems der sozialen Sicherheit einen zwingenden Grund des Allgemeininteresses darstellen kann, der eine Beschr�nkung des Grundsatzes des freien Dienstleistungsverkehrs rechtfertigen kann (Urteil Kohll, Randnr. 41).73 Ferner hat der Gerichtshof anerkannt, dass das Ziel, eine ausgewogene, allen zug�ngliche �rztliche und klinische Versorgung aufrechtzuerhalten, zwar eng mit der Finanzierung des Systems der sozialen Sicherheit verbunden ist, aber auch zu den Ausnahmen aus Gr�nden der �ffentlichen Gesundheit nach Artikel 56 EG-Vertrag (nach �nderung jetzt Artikel 46 EG) z�hlen kann, soweit es zur Erreichung eines hohen Gesundheitsschutzes beitr�gt (Urteil Kohll, Randnr. 50).
BSG, 28.07.2008 - B 1 KR 4/08 R Krankenversicherung - Arzneimittel - kein Herstellerrabatt auf durch …Nach st�ndiger Rechtsprechung des EuGH l�sst das Gemeinschaftsrecht die Zust�ndigkeit der Mitgliedstaaten zur Ausgestaltung ihrer Systeme der sozialen Sicherheit unber�hrt (EuGH, Urteil vom 7.2.1984 - 238/82 - Duphar ua - EuGHE 1984, 523, juris RdNr 16; EuGH, Urteil vom 17.6.1997 - C-70/95 - Sodemare ua - EuGHE I 1997, 3395, juris RdNr 27; EuGH…, Urteil vom 28.4.1997 - C-120/95 - Decker - EuGHE I 1998, 1831, juris RdNr 21 = SozR 3-6030 Art. 30 Nr. 1; EuGH, Urteil vom 28.4.1998 - C-158/96 - Kohll - EuGHE I 1998, 1931, juris RdNr 17 = SozR 3-6030 Art. 59 Nr. 5).In Ermangelung einer Harmonisierung auf Gemeinschaftsebene bestimmt somit das Recht eines jeden Mitgliedstaats, unter welchen Voraussetzungen ua ein Anspruch auf Leistung besteht (EuGH, Urteil vom 30.1.1997 - C-4/95 und C-5/95 - St�ber und Piosa Pereira - EuGHE I 1997, 511, juris RdNr 36; EuGH…, Urteil vom 28.4.1998 - C-120/95 - Decker -EuGHE I 1998, 1831, juris RdNr 22 = SozR 3-6030 Art. 30 Nr. 1; EuGH, Urteil vom 28.4.1998 -C-158/96 - Kohll - EuGHE I 1998, 1931, juris RdNr 18 = SozR 3-6030 Art. 59 Nr. 5).Gleichwohl m�ssen die Mitgliedstaaten bei der Aus�bung dieser Befugnis das Gemeinschaftsrecht beachten (EuGH…, Urteil vom 28.4.1998 - C-120/95 - Decker - EuGHE I 1998, 1831, juris RdNr 23 = SozR 3-6030 Art. 30 Nr. 1; EuGH, Urteil vom 28.4.1998 - C-158/96 - Kohll - EuGHE I 1998, 1931, juris RdNr 19 = SozR 3-6030 Art. 59 Nr. 5).Ebenso hat der EuGH festgestellt, dass die Besonderheiten bestimmter Dienstleistungen nicht dazu f�hren, dass diese nicht unter den elementaren Grundsatz des freien Verkehrs fielen (EuGH, Urteil vom 17.12.1981 - 279/80 - Webb - EuGHE 1981, 3305, juris RdNr 10; EuGH, Urteil vom 28.4.1998 - C-158/96 - Kohll - EuGHE I 1998, 1931, juris RdNr 20).Dass die streitige Regelung zum Bereich der sozialen Sicherheit geh�rt, schlie�t daher auch die Anwendung der Art. 49 ff EG (zuvor: Art. 59 und 60 EG-Vertrag) nicht aus (EuGH, Urteil vom 28.4.1998 - C-158/96 - Kohll - EuGHE I 1998, 1931, juris RdNr 21 = SozR aaO).
EuGH, 13.05.2003 - C-385/99 Freier Dienstleistungsverkehr - Artikel 59 EG-Vertrag (nach �nderung jetzt …29 Das Gericht fragt sich jedoch, ob die Entscheidungen �ber die Ablehnung der Erstattung im Hinblick auf das Urteil vom 28. April 1998 in der Rechtssache C-158/96 (Kohll, Slg. 1998, I-1931) mit den Artikeln 59 und 60 des Vertrages vereinbar sind.62 Im erstgenannten Fall sei nach dem erw�hnten Urteil Kohll eine Behinderung des freien Dienstleistungsverkehrs unter keinen Umst�nden gerechtfertigt.F�r die erste Kategorie h�tten die Ausf�hrungen im Urteil vom 28. April 1998 in der Rechtssache C-120/95 (Decker, Slg. 1998, I-1831) und im Urteil Kohll zu gelten; das Erfordernis einer vorherigen Genehmigung sei demnach mit Ausnahme bestimmter Leistungen, vor allem zahn�rztlicher, �u�erst kostspieliger und spezialisierter Leistungen, mit dem Gemeinschaftsrecht unvereinbar.67 Nach der Rechtsprechung des Gerichtshofes kann das Ziel, eine qualitativ hochwertige, ausgewogene sowie allen zug�ngliche �rztliche und klinische Versorgung aufrechtzuerhalten, zu den Ausnahmen des Artikels 56 EG-Vertrag (nach �nderung jetzt Artikel 46 EG) z�hlen, soweit es zur Erreichung eines hohen Niveaus des Gesundheitsschutzes beitr�gt (Urteile Kohll, Randnr. 50, sowie Smits und Peerbooms, Randnr. 73).72 Zun�chst ist daran zu erinnern, dass nach der Rechtsprechung des Gerichtshofes rein wirtschaftliche Gr�nde eine Beschr�nkung des elementaren Grundsatzes des freien Dienstleistungsverkehrs nicht rechtfertigen k�nnen (in diesem Sinne Urteil vom 5. Juni 1997 in der Rechtssache C-398/95, SETTG, Slg. 1997, I-3091, Randnr. 23, und Urteil Kohll, Randnr. 41).73 Jedoch kann insbesondere soweit Auswirkungen auf das Gesamtniveau des Schutzes der �ffentlichen Gesundheit m�glich sind, eine erhebliche Gef�hrdung des finanziellen Gleichgewichts des Systems der sozialen Sicherheit als solche ebenfalls einen zwingenden Grund des Allgemeininteresses darstellen, der eine derartige Beschr�nkung rechtfertigen kann (Urteile Kohll, Randnr. 41, sowie Smits und Peerbooms, Randnr. 72).Gleichwohl m�ssen die Mitgliedstaaten bei der Aus�bung dieser Befugnis das Gemeinschaftsrecht beachten (Urteile Decker, Randnr. 23, und Kohll, Randnr. 19).
Generalanwalt beim EuGH, 11.01.2007 - C-444/05 Beschr�nkung des Grundsatzes des freien Dienstleistungsverkehrs - Erstattung der …(10) �- Das Bestehen beider Wege, ausgehend von dem Urteil vom 28. April 1998, Kohll (C-158/96 Slg. 1998, I-1931), wurde auch in der Lehre bejaht; Jorens,�Y., Couchier,�M., und Van Overmeiren,�F., Access t o Health Care in an Internal Market: Impact for Statutory and Complementary Systems.Simon, A.�C., "La mobilit� des patients en droit europ�en", in Nihoul,�P., und Simon,�A.�C., Hrsg., L"Europe et les soins de sant�, Ed. Larcier, Br�ssel, 2005, S.�164, betrachtet Art.�22 der Verordnung Nr. 1408/71 als Baum, der bis zum Urteil Kohll den Wald der Rechte der Patienten aus dem freien Dienstleistungsverkehr nicht erkennen lie�.(13) �- Urteile vom 15. Juni 2006, Acereda Herrera (C-466/04, Slg. 2006, I-0000), sowie Kohll, Randnr. 27, und Vanbraekel u.�a., Randnr.�36.(15) �- Urteil vom 4. Oktober 1991, Society for the Protection of Unborn Children Ireland (C-159/90, Slg. 1991, I-4685, Randnr. 18), sowie Kohll, Randnr. 29, und Watts, Randnr.�86.(20) �- Urteile vom 7. Februar 1984, Duphar u.�a. (238/82, Slg. 1984, 523, Randnr. 16), vom 17. Februar 1993, Poucet und Pistre (C-159/91 und C-160/91, Slg. 1993, I-637, Randnr. 6), und vom 17. Juni 1997, Sodemare u.�a. (C-70/95, Slg. 1997, I-3395, Randnr. 27), sowie Kohll, Randnr.�17.(21) �- Urteil vom 30. Januar 1997, St�ber und Piosa Pereira (C-4/95 und C-5/95, Slg. 1997, I-511, Randnr. 36), sowie Kohll, Randnr.�18.(27) �- Urteile vom 5. Oktober 1994, Kommission/Frankreich (C-381/93, Slg. 1994, I-5145, Randnr. 17), sowie Kohll, Randnr. 33, Smits und Peerbooms, Randnr. 61, und Watts, Randnr.�94.(32) �- Urteile Kohll, Randnr. 41, Smits und Peerbooms, Randnr. 72, M�ller-Faur� und van Riet, Randnr. 73, und Watts, Randnr.�103.(33) �- Urteile Kohll, Randnr. 50, Smits und Peerbooms, Randnr. 73, M�ller-Faur� und van Riet, Randnr. 67, und Watts, Randnr.�104.(34) �- Urteile Kohll, Randnr. 51, Smits und Peerbooms, Randnr. 74, M�ller-Faur� und van Riet, Randnr. 67, und Watts, Randnr.�105.(39) �- Urteile Keller, Randnr. 52, und Kohll, Randnr.�48.
EuGH, 12.07.2001 - C-368/98 Soziale Sicherheit - Krankenversicherung - Artikel 22 und 36 der Verordnung (EWG) …36 Artikel 22 der Verordnung Nr. 1408/71 soll nicht die Erstattung der bei einer Behandlung in einem anderen Mitgliedstaat entstandenen Kosten durch die Mitgliedstaaten zu den im Mitgliedstaat der Versicherungszugeh�rigkeit geltenden S�tzen regeln und hindert die Mitgliedstaaten daher nicht an einer solchen Erstattung (Urteil vom 28. April 1998 in der Rechtssache C-158/06, Kohll, Slg. 1998, I-1931, Randnr. 27), wenn die Rechtsvorschriften des Versicherungsmitgliedstaats eine derartige Erstattung vorsehen und die nach diesen Rechtsvorschriften angewandten S�tze sich als g�nstiger als diejenigen erweisen, die in dem Mitgliedstaat praktiziert werden, in dem die Behandlung erfolgt ist.41 Im �brigen fallen nach st�ndiger Rechtsprechung medizinische T�tigkeiten unter Artikel 60 des Vertrages, ohne dass danach zu unterscheiden ist, ob die Behandlung im klinischen Rahmen oder au�erhalb davon erfolgt (Urteile vom 31. Januar 1984 in den Rechtssachen 286/82 und 26/83, Luisi und Carbone, Slg. 1984, 377, Randnr. 16, vom 4. Oktober 1991 in der Rechtssache C-159/90, Society for the Protection of Unborn Children Ireland, Slg. 1991, I-4685, Randnr. 18, und Kohll, Randnrn. 29 und 51).42 Ferner f�hren nach st�ndiger Rechtsprechung die Besonderheiten bestimmter Dienstleistungen nicht dazu, dass diese nicht unter den elementaren Grundsatz des freien Verkehrs fallen (Urteile vom 17. Dezember 1981 in der Rechtssache 279/80, Webb, Slg. 1981, 3305, Randnr. 10, und Kohll, Randnr. 20); dass die im Ausgangsverfahren in Rede stehende nationale Regelung zum Bereich der sozialen Sicherheit geh�rt, schlie�t daher die Anwendung der Artikel 59 und 60 des Vertrages nicht aus (Urteil Kohll, Randnr. 21).44 Nach st�ndiger Rechtsprechung verst��t jede nationale Regelung gegen Artikel 59 EG-Vertrag, die die Leistung von Diensten zwischen Mitgliedstaaten im Ergebnis gegen�ber der Leistung von Diensten im Inneren eines Mitgliedstaats erschwert (Urteil vom 5. Oktober 1994 in der Rechtssache C-381/93, Kommission/Frankreich, Slg. 1994, I-5145, Randnr. 17, und Kohll, Randnr. 33).45 Im vorliegenden Fall ist der Umstand, dass ein Sozialversicherter eine weniger g�nstige Erstattung erh�lt, wenn er sich einer Krankenhausbehandlung in einem anderen Mitgliedstaat unterzieht, als wenn er die gleiche Behandlung im Mitgliedstaat der Versicherungszugeh�rigkeit in Anspruch nimmt, zweifellos geeignet, diesen Versicherten davon abzuschrecken oder ihn gar daran zu hindern, sich an Erbringer von medizinischen Dienstleistungen in anderen Mitgliedstaaten zu wenden, und stellt sowohl f�r diesen Versicherten als auch f�r die Dienstleistenden eine Behinderung des freien Dienstleistungsverkehrs dar (in diesem Sinn Urteile Luisi und Carbone, Randnr. 16, vom 28. Januar 1992 in der Rechtssache C-204/90, Bachmann, Slg. 1992, I-249, Randnr. 31, und Kohll, Randnr. 35).47 Der Gerichtshof hat bereits entschieden, dass sich nicht ausschlie�en l�sst, dass eine erhebliche Gef�hrdung des finanziellen Gleichgewichts des Systems der sozialen Sicherheit einen zwingenden Grund des Allgemeininteresses darstellen kann, der eine Beschr�nkung des freien Dienstleistungsverkehrs rechtfertigen kann (Urteil Kohll, Randnr. 41).48 Ebenso hat der Gerichtshof anerkannt, dass das Ziel, eine ausgewogene, allen zug�ngliche �rztliche und klinische Versorgung aufrechtzuerhalten, zwar eng mit der Finanzierung des Systems der sozialen Sicherheit verbunden ist, aber auch zu den Ausnahmen aus Gr�nden der �ffentlichen Gesundheit nach Artikel 56 EG-Vertrag (nach �nderung jetzt Artikel 46 EG) z�hlen kann, soweit es zur Erzielung eines hohen Gesundheitsschutzes beitr�gt (Urteil Kohll, Randnr. 50).49 Weiter hat der Gerichtshof festgestellt, dass Artikel 56 EG-Vertrag es den Mitgliedstaaten erlaubt, den freien Di

References: Art. 56
 Art. 59
 Art. 60
 EuGH 
 Art. 30
 Art. 59
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 Art. 59
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 Art. 49
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