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Timestamp: 2017-12-15 16:47:52+00:00

Document:
Entlassung mit 59, krank, Nahtlosigkeitsregelung oder Krankengeld einer muss doch zahlen - Erwerbslosen Forum Deutschland (ELO-Forum)
01.06.2017, 18:33 #1
Entlassung mit 59, krank, Nahtlosigkeitsregelung oder Krankengeld einer muss doch zahlen
Ich wurde nach 41 Jahren betriebsbedingt gekündigt, habe mich brav arbeitslos gemeldet. Natürlich ist es so, das man nach 41 Jahren auch Körperlich und Psychisch fertig ist bin ja 59 jahre, habe trotzdem bis zu Schluss durchgehalten, kein Krankenschein.
Nun bin ich arbeitslos und musste zum MDK des Arbeitsamtes da der Sachbearbeiter der Meinung ist das er meine Leistungsfähigkeit testen wolle. Der MDK vom Arbeitsamt hat mich untersucht und festgestellt das ich nur 3 Stunden am Tag arbeiten kann.
Ich sollte eine Rentenantrag stellen.
Mir sagte nun ein bekannter, das nun das Arbeitsamt mir kein Geld zahlen wird, da ich nicht vermittelbar bin, da ich nicht über 3 Stunden arbeiten kann.
Da ich nicht ausgesteuert bin zahlt das Arbeitsamt auch die sogenannte nahtlosigkeitsregelung nicht, sagte man mir.
Sobald mir das Arbeitsamt die Leistung kurz, zahlt mir auch die Krankenkasse kein Geld, auch wen ich Krank geschrieben werde.
Ich sollte wohl vorher zum Arzt gehen, bevor dies Passiert
Ist das wirklich so, das die Krankenkasse im nachhinein kein Krankengeld geben wurde, wen das Arbeitsamt die Zahlungen einstellt, da ich nicht Vermittelbar bin. Auch wen ich mich krankschreiben lasse.
Bekomme ich wirklich auch nicht die Möglichkeit der nahtlosigkeitsregelung vom arbeitsamt da ich nicht ausgesteuert bin?
Da bin ich gespannt, bin doch nicht 41 Jahre Arbeiten gewesen um Hartz 4 zu beantragen was ich sowieso nicht bekommen werde da ich mir was aufgebaut habe
Noch 4 Jahre und ich könnte in der Normale rente gehen.
01.06.2017, 18:42 #2
Ich hoffe sehr Sie haben gegen die Kündigung eine Klage eingereicht ? Wann wurden Sie denn gekündigt? Den Rest muss ich erstmal durchlesen.Bis gleich!
Geändert von Doppeloma (02.06.2017 um 03:37 Uhr) Grund: Titel erweitert und angepasst
01.06.2017, 18:50 #3
AW: Entlassung mit 59, krank, Nahtlosigkeitsregelung oder Krankengeld, wer muss zahlen?
Geklagt habe ich schon, es kam zu Vergleich, nicht viel aber besser als nichts wenn ich nicht geklagt hätte.
Geändert von Doppeloma (02.06.2017 um 03:39 Uhr) Grund: Titel ergänzt und erweitert
01.06.2017, 18:55 #4
AW:Entlassung mit 59, krank, Nahtlosigkeitsregelung oder Krankengeld, wer muss zahlen?
Sie hätten krankgeschrieben beim Auslauf der Kündigung sein sollen, dann hätte sich ihr Anspruch auf Krankengeld immer weiter verlängert und auch ihr Anspruch auf das ALG I wäre erst mit der Meldung bei der Agentur für Arbeit angelaufen. Es ist schon der Hammer das der Mann bei der Arbeitsagentur Sie gleich zum Arzt schickt, eine Frechheit. Was war der Grund, ging es Ihnen schlecht bei der Vorstellung im Arbeitsamt? Das Problem Sie sollen jetzt von der Gesellschaft ausgestossen werden. Keiner will sie mehr haben, Rente bekommt man eigentlich nur mit dem Kopf unter dem Arm.Irgendwie hat man Sie in eine Falle tappen lassen.
Wenn ich schon höre Vergleich beim Arbeitsgericht... Das wollen alle, der Arbeitgeber, Ihr Anwalt und sogar der Richter. Die Anwälte bekommen für Vergleiche noch eine satte Vergleichsgebühr und der Richter hat keine Arbeit, weil er kein Urteil schreiben braucht und sie kein Rechtsmittel mehr haben.
Geändert von Doppeloma (02.06.2017 um 03:40 Uhr) Grund: Das passt auch in einen Beitrag, du hast 60 Minuten zum Editieren
01.06.2017, 19:10 #5
Das sagten mir viele, aber wen man nie etwas mit dem System zutun hatte, kommt man nicht klar. Man weis auch nicht was das richtige ist. Bis es zuspät ist.
Ich habe einen 70% Schwerbehinderung, darum wollte er meine Leistungsfähigkeit prüfen.
Der macht auch nur seine arbeit, aber wen das wirklich so ist, ist das System doch an sich Exkrement. Wen ich bedenke das ich 41 Jahre Arbeitslosengeld bezahlt habe ,für nix ärgert mich das etwas.
sind nicht Wahlen dieses Jahr, das kann der Grund sein.
Bin wirklich auf die Antwort gespannt
Geändert von Doppeloma (02.06.2017 um 03:40 Uhr) Grund: Dito, dafür muss man nicht 2 Beiträge in 3 Minuten schreiben
02.06.2017, 03:45 #6
Auf welche und wo, hier im Forum passt es besser wo anders hin, verlege dein Thema daher in einen besseren Bereich.
Da findest du auch schon einige Antworten auf deine Fragen.
Seit wann bist du denn jetzt arbeitslos, hast du schon einen Bescheid von der AfA bekommen zu deinem Antrag auf ALGI ???
So einfach können die sich das dann doch nicht machen ... dazu aber später mehr, jetzt gehen sogar "Nachteulen" erstmal schlafen.
Geändert von Doppeloma (02.06.2017 um 03:47 Uhr) Grund: Titel korrigiert
02.06.2017, 07:26 #7
ja ich habe schon ein Bescheid bekommen, bin schon seit 1 Monat Arbeitslos. Habe schon das erste mal Arbeitslosengeld erhalten.
02.06.2017, 09:29 #8
Der MDK vom Arbeitsamt hat mich untersucht und festgestellt das ich nur 3 Stunden am Tag arbeiten kann.
Liegt Dir das Gutachten des MDK der AfA (Teil A und B) vor?
Wenn Du tatsächlich noch 3 Stunden täglich bzw. 15 Stunden wöchentlich arbeiten kannst, dann stehst Du somit dem Arbeitsmarkt zur Verfügung und hast Anspruch auf Arbeitslosengeld1 !
§ 138 sagt:
Es kommt also präzise darauf an, was genau im Gutachten steht. Unter drei Stunden arbeitsfähig oder 3 Stunden.
@Doppeloma wird sich dazu sicher auch noch zu Wort melden.
02.06.2017, 12:06 #9
es liegt mir das teil B vor
täglich weniger als 3 Stunden,
also doch keine Geld vom Arbeitsamt und keins von der Krankenkasse?
DANKE Fabiola für die Antwort
eine dumme frage, auch wen er geschrieben hätte das ich mindestens 15 Stunden Arbeiten könnte.
Wird mir nicht das Arbeitslosengeld gekurz werden, auf 15 Stunden, damit kann man auch nicht leben oder ?
Geändert von Curt The Cat (23.06.2017 um 21:05 Uhr)
02.06.2017, 13:34 #10
da läuft wohl etwas verkehrt - oder du gibst nicht alle Informationen - sorry aber...-.
Also wenn man dir nach 41 Jahren gekündigt hat, ist das schon eine Sa.... . Nun gut es ist wie es ist.
Verwundert bin ich aber über deine Aussage, daß du dich dann bei der AfA (sicherlich so gesehen korrekt) arbeitssuchend gemeldet hast.
Das man dich dort jedoch gleich zum ärztlichen Dienst (bzw. MdK, warum den medizinischen Dienst der Krankenkassen) geschickt hat, verwundert mich um so mehr.
Im Regelfall wird der ärztliche Dienst der AfA bei Arbeitsnehmern eingeschaltet, welche seitens der KK ausgesteuert wurden (also nach 78 Wochen KG Bezug immer noch Krank sind) nicht aber bei gesunden die sich Arbeit suchendet melden.
Hast du denn bei deiner Arbeitslosenmeldung eine AU vorgelegt oder wieso kam der SB darauf dich gleich mal zum MdK zu schicken. Vor allem wieso kommt der MdK-Arzt dazu dir gleich eine volle Leistungsunfähigkeit zu attestieren.
Ob keine Leistungsfähigkeit für den Arbeitsmarkt mehr vorliegt, kann nur die DRV entscheiden, aber kein MdK Arzt. Der MdK-Arzt kann allenfalls feststellen das bei dir diverse gesundheitliche Einschränkungen in einem Umfang vorliegen, welche dich ggf. in deinem Beruf ergeblich bzw. gänzlich einschränken.
Warst du denn vor deiner Kündigung schon länger oder öfters Krank, oder schon mal in einer Rehabilitation seitens der DRV.
Nach deinen bisherigen Ausführungen hast du dich doch bis zur Kündigung durchgeschlagen, wie also kommt man jetzt zu einer solchen Prognose, daß du nicht mal mehr 3 Std./tägl. arbeiten kannst.
Mir scheint hier läuft etwas gewaltig schief, oder aber es fehlen gravierende Fakten.
Ganz davon abgesehen, kann/muß die AfA dir jetzt das ALG-I für 24 Monate nach § 145 SGB III zahlen, müßte dich aber gleichfalls dazu auffordern binnen 1 Monat einen Rentenantrag bei der DRV zu stellen, eben weil der MdK angegeben hat das du nur noch unter 3 Std./tägl. Leistungsfähig bist.
Mir kommt es so vor, daß hier offensichtlich die neueste Regelung zur Zusammenarbeit zwischen BA (AfA) und DRV zur Verfahrensvereinfachung umgesetzt wird.
Damit könnest du dir aber ggf. selbst schaden, denn wenn zu den 41. Berufsjahren noch die Ausbildungszeit hinzu zu rechnen wäre, dann könnte dir die jetzige 2 jährige ALG-I Zeit ggf. zu einer Rente mit 63 für langjährig Beschäftigte verhelfen. Aber das wäre eh etwas kompliziert.
Bitte bedenke, eine vorzeitige volle EMR (besonders in deinem Alter) würde für dich bedeuten das man dir lebenslang die Rente kürzen würde und zwar je nach Geburtsdatum um 3 bzw. 4 Rentenpunkte welche aktuell bei einem Rentenwert von 30,45 € West und 28,66 € Ost liegt. Das wären dann so grob um die 100,-€ weniger mtl. Rente, die man ggf. verschenken würde. Gut bei manchem spielt dies keine große Rolle, bei einigen ist es hingegen schon Existenziell ob man deswegen wohlmöglich in die Grusi rutschen würde.
Geändert von saurbier (02.06.2017 um 13:54 Uhr)
02.06.2017, 14:11 #11
Fehler meiner seits mit MDK meine ich ärztliche Dienst der AfA
Also da wo MDK steht meine ich, ärztliche Dienst der AfA
Diese Abkürzungen
in den letzten 2 Jahren nicht, da ich seit 2 Jahren leichte Tätigkeiten hatte.
Ich habe auch mehrer Kuren gemacht aber das ist alles lange her.
Ich habe beim Beratungsgespräch nur erwähnt das ich keine schwere arbeit mehr machen kann. Das war der Anlass mich zum ärztliche Dienst der AfA zuschicken.
Bei der Begutachtung habe ich ärztliche unterlagen abgegeben, dieser hat mich noch untersucht und kam wohl zu den Entschluss.
Geändert von meinheld2 (02.06.2017 um 14:26 Uhr)
03.06.2017, 08:58 #12
Du solltest dich für eine dieser drei – besser zwei –
Aussagen entscheiden:
„das ich nur 3 Stunden am Tag arbeiten kann“
„da ich nicht über 3 Stunden arbeiten kann“
„weniger als 3 Stunden“
Oder hat sich der ärztliche Dienst der AA so wider-
sprüchlich ausgedrückt? Und ab wann gilt dessen
Einschätzung - zu Alg1-Beginn oder danach?
03.06.2017, 13:20 #13
Ich habe die 3 Stunden angegeben, da war mir nicht bewüst das es so unterschieden wird.
Bei mir Trifft die aussage zu „weniger als 3 Stunden arbeiten kann" mit der Prognose "voraussichtlich über 6 Monate, aber nicht auf Dauer"
Ich wurde untersucht nachdem ich Arbeitslos geworden bin, habe schon mein erstes Arbeitslosengeld bekommen.
Den Arbeitslosengeld bescheid hatte ich schon seit Wochen erhalten.
nach Erhalt der Kündigung, dagegen geklagt,
mehrere Gerichtstermin es wurde Vergleich abgeschlossen, Kündigungsfristen wurden eingehalten,
3 Monate bevor der Kündigungstermin 30.04.2017 zu Arbeitsamt gegangen um mich Arbeitslos/Arbeitssuchend zumelden,
am 03.04.2017 Antrag für Arbeitslosengeld abgegeben, Bewilligung auch erhalten.
Am 28.04.2017 Termin bei meinen Sachbearbeiter gehabt. Dieser schickte mich zum ärztliche Dienst der AfA .
01.05.2017 Arbeitslos.
am 29.05.2017 Termin beim ärztliche Dienst der AfA dieser teilte mir mit wie er sich entschieden hat.
Mein erster Arbeitslosengeld erhalten 30.05.2017.
Anruf vom Sachbearbeiter 30.05.2017 Termin beim Sachbearbeiter am 09.06.2017 bekommen Telefonisch (liegt in der Zukunft) dieser teilte mir nochmal Mündlich die Untersuchungsergebnis mit und schickte mir diese danach per Post nachhause erhalten am 31.05.2017
03.06.2017, 14:01 #14
Nun gut, die Cronologie steht jetzt und wir sehen wohl klarer.
Das ganze ist jedoch ein Witz.
Wieso kommt der SB auf die Idee dich zum äD-Gutachter zu schicken, welche Veranlassung hatte er auf eine massive gesundheitliche Beeinträchtigung zu schließen?
Vielleicht weil du ihm gesagt hast das du in der letzten Zeit nicht mehr voll Leistungsfähig warst und nur noch leichtere Arbeiten im Betrieb verrichtet hast, das alleine ist aber noch kein Grund.
Deine gesundheitlichen Einschränkungen vom äd-Gutachter feststellen zu lassen, dazu bedarf es ärztlicher Aussagen (Berichte).
Eigentlich hätte der SB dir jetzt nach der Feststellung des äD-Gutachter mitteilen müssen, daß du binnen 1 Monat einen Rentenantrag bei der DRV zu stellen hast, weil du "wenn 6 Monate und 3 Std./tgl. Leistungsfähigkeit attestiert wird keine Arbeitsvermittlung vorgenommen werden kann. Da bliebe dann nur eine Einstufung nach § 145 SGB III übrig.
Komisch das dies offensichtlich nicht gelaufen ist.
Das Problem hier könnte jetzt ggf. die DRV werden, denn bevor die tatsächlich eine Rente in Betracht zieht (je nach deinem Tatsächlichen Gesundheitszustand) dürfte man zuerst mal alle Möglichkeiten ausprobieren und dich in eine Rehabilitationsmaßnahme schicken. Da bekäme die DRV dann schon mal aktuelle Arztbefunde die eine weitere Einschätzung ermöglichen würden.
Die und deine in der Vergangenheit vorgenommenen Arztbesuche würden dann eine Beurteilung der Sachlage bei der DRV ergeben, ob Rente oder nicht und in welcher Form.
03.06.2017, 18:17 #15
Hallo @Meinheld2,
aus meiner Sicht steht dir Arbeitslosengeld I (= 60% bzw. 66% vom letzten durchschnittlichen Nettolohn) zu, wenn du dem 1. Arbeitsmarkt vollumfänglich (= 40h/Woche) mit deiner Arbeitskraft zur Verfügung stehst.
Wenn du aber gemäß der Aussage des ÄD dem Arbeitsmarkt nur bis zu 3h/Tag zur Verfügung stehst, müsste sich dein Alg I entsprechend verringern, meine ich.
Müsstest du dann auf deinem Bescheid zum Alg I ersehen.
04.06.2017, 07:24 #16
Zwar versteht hier bisher keiner, wie es sein kann, bis zum letzten
Tag des Arbeitsverhältnisses voll zu arbeiten und ab dem Tag danach
vom ärztlichen Dienst der Arbeitsagentur so eingestuft zu werden:
„weniger als 3 Stunden arbeiten kann" mit der Prognose "voraus-
sichtlich über 6 Monate, aber nicht auf Dauer"
Da wäre es wohl deutlich besser gewesen, gegen Ende des Arbeits-
Verhältnisses AU-Bescheinigungen zu holen und erstmal das - höhere -
Krankengeld zu beziehen.
Trotzdem findet damit die Nahtlosikeitsregelung Anwendung:
https://dejure.org/gesetze/SGB_III/145.html Die zwangsläufige Auf-
forderung wird noch kommen aber im Übrigen ist Ruhe, denn in
solchen Fällen gibt es keinen Ansatz für Aktionismus oder Schikane.
Auch die Unkerei von avalanche ist verfehlt: Einschränkungen
des Leistungsvermögens bleiben unberücksichtigt, wenn Arbeits-
losengeld nach § 145 geleistet wird:
https://dejure.org/gesetze/SGB_III/151.html
Interessant wird, was der Rententräger macht. Wenn er Erwerbs-
fähigkeit feststellt, ist danach der Weg vom Alg 1 ins Krankengeld
theoretisch offen.
P.S.: Kennt die AA das Ergebnis des Arbeitsgerichts-Verfahrens?
Geändert von Machts Sinn (04.06.2017 um 07:42 Uhr)
04.06.2017, 11:39 #17
Ja das AA kennt das Ergebnis des Arbeitsgerichtsverfahren, das ist kein Problem da die Kündigungsfristen eingehalten wurden.
Es wurde keine frühzeitige Beendigung des Arbeitsverhältnis vereinbart.
Also die Untersuchung fand am 29.05.2017 statt bei ärztliche Dienst der AfA , mein erster Arbeitslosen Tag war der 01.05.2017. Wie meinst du das "bis zum letzten Tag des Arbeitsverhältnisses voll zu arbeiten und ab dem Tag danach vom ärztlichen Dienst der Arbeitsagentur so eingestuft zu werden"
Können die das Rückwirkend ?
Natürlich hätte ich mich vorher Krankschreiben lassen sollen, bevor das Arbeitsverhältnis beendet wurde, das bereue ich auch.
Nun versuche ich, wenigsten jetzt einiges zu Korrigieren.
Danke für alle Informationen, ich möchte gerne alle Informationen zusammenfassen ob ich die alle richtig Verstanden habe, für mich sind Paragrafen sehr Kompliziert und ich versuche es in meinen Worten zufassen :-)
Bei mir trift diese aussage zu.
„weniger als 3 Stunden arbeiten kann" mit der Prognose "voraussichtlich über 6 Monate, aber nicht auf Dauer"
Bei mir wurde die Nahtlosikeitsregelung Anwendung finden § 145. (egal ob ich ausgesteuert bin oder nicht)
Das wurde wiederum bedeuten das ich kein Krankengeld Anspruch mehr habe, bis ich wieder mehr als 3 Stunden arbeiten kann.
Bis jetzt habe ich nach der Untersuchung nur das Ergebnis bekommen, wen ich am Dienstag zum Arzt gehe und dieser mich Krankschreibt, (glaubt mir dieser schreibt mich nicht umsonst Krank ich habe eine 70% Schwerbehinderung) wurde ich den noch Krankengeld Anspruch haben, da ich noch kein Nahtlosikeitsantrag unterschrieben habe.
Diese Trieft bei mir nicht zu aber interessant zu wissen.
hätte bei mir gestanden das ich 3 Stunden am Tag arbeiten könnte, hätte man mir das Arbeitslosengeld auch dementsprechend gekürzt. Die Nahtlosikeitsregelung würde hier nicht zutragen kommen.
wen ich 40 Stunden gearbeitet hätte und ich z.b. 1000,-Euro Arbeitslosengeld Anspruch hätte, wurde ich bei 15 Stunden 375,-Euro Arbeitslosengeld bekommen im Monat.
Da aber ist es möglich sich krankschreiben zulassen und man wurde nur 375,- Euro Krankengeld bekommen im Monat.
04.06.2017, 14:25 #18
Wenn es so im äD-Gutachten steht, dann ist es auch so.
Nach dieser Aussage bzw. Feststellung des äD hast du Anspruch auf ALG-I (58+ max. 2-Jahre) nach § 145 SGB III.
Der Krankengeldanspruch ergibt sich aus einer beitragsfähigen Leistungen (Arbeit) und solange Sozialleistungen bezogen werden eh nicht. Wenn du nicht arbeiten gehst, gibt es logischer Weise auch kein Krankengeld. Die Anzahl der tägl. Arbeitsstunden spielt da weniger eine Rolle als das Arbeitsverhältnis selber (sozialversicherungspflichtig), denn man kann auch bei tägl. 3Std. arbeit durchaus mächtig Geld verdienen (Stundensatz ?) Genaueres könnte/kann dazu sicherlich Machts Sinn sagen, denn der kennt sich beim KK-Recht besser aus als ich (rudimentär).
(glaubt mir dieser schreibt mich nicht umsonst Krank ich habe eine 70% Schwerbehinderung)
Na bitte, da haben wir doch mal einen Ansatzpunkt, der den AfA-SB zu einem äD-Gutachten veranlaßt haben könnte.
...da ich noch kein Nahtlosikeitsantrag unterschrieben habe.
Diese Trieft bei mir nicht zu aber interessant zu wissen
Einen Nathlosigkeitsantrag gibt es nicht. Es gibt lediglich einen Antrag auf Arbeitslosengeld welcher dann nach gewichteter Rechtslage beschieden wird. In deinem Fall hier nun nach § 145 SGB III, weil du eben nicht mehr als 3 Std./tägl. arbeiten kannst für mehr als 6 Monate aber dennoch nicht auf Dauer.
hätte bei mir gestanden das ich 3 Stunden am Tag arbeiten könnte, hätte man mir das Arbeitslosengeld auch dementsprechend gekürzt.
Das käme darauf an, wie du dich der Arbeitsvermittlung zeitlich zur verfügung gestellt hättest (Antrag 2a bis 2d). Wenn du da gesagt hättest du kannst nicht mehr als 3 Std./tägl. arbeiten, dann hättest du natürlich auch nur für die 3 Std. bzw. 15 Wochenstunden dein ALG-I berechnet aus dem Gesamtanspruch erhalten. Hast du geschrieben das du weiterhin vollschichtig arbeiten willst, dann mußt du es auch dafür berechnet bekommen.
Beachte dabei unbedingt, daß du für alle Bescheide lediglich 4 Wochen Widerspruchsfrist hast. Wenn da also etwas falsch gelaufen ist weil man dich falsch beraten hat oder etwas vom Antrag falsch übernommen hat, bleiben dir nur diese 4 Wochen um das zu korregieren.
Alleine der Umstand das der äD-Gutachter dich jetzt für unter 3 Std./tägl. leistungsfähig eingestuft hat, bedeutet nicht das du dein ALG-I nur noch für 3 Std./tägl. berechnet bekommst. Das muß nach der bisherigen Arbeitszeit (tägl./wöchentlich/monatlich) berechnet werden, dafür gibt es ja gerade den § 145 SGB III. Also unbedingt aufpassen!
Übrigens wie oben von dir ausgeführt - hab zuletzt nur leichtere Arbeit verrichtet - ist nicht gleich bedeutend mit nur 3 Std./tägl. gearbeitet.
Ich z.B. wurde 1998 bei der BU-Verrentung arbeitsfähig zwischen 3 - 6 Std./tägl. mit max. 15kg Belastung eingestuft. Mein zuletzt gezahltes ALG-I (vor voller Verrentung) wurde voll gezahlt, eben auf die von mir auch geleistete wöchentliche/monatliche Arbeitszeit. Also Monatslohn geteilt durch Arbeitsstunden gleich ALG-I Tagessatz, mal grob gesagt.
Im übrigen bekommst du doch jetzt von der AfA dein ALG-I gezahlt. Schau einfach mal nach in dem Bescheid nach welcher Rechtslage die dir dein Geld zahlen, denn das steht da garantiert drin, z.B. - sie erhalten ALG-I nach § ...., § .... ab dem .... .
Da du ja bei der AfA von deinem ALG-I gleichzeitig auch Krankenkassenbeiträge und Rentenbeiträge abführst, hast du auch weiterhin einen Anspruch auf KG.
Nur als nach § 145 SGB III eingestufter brauchst du dich da nicht Krank schreiben zu lassen, denn das bringt dir eh nichts.
Lediglich das du bisher noch keine schriftliche Aufforderung für einen Antrag auf Erwerbsminderungsrente erhalten hast verwundert mich hier, denn den müßtest du eigentlich unmittelbar nach Bekanntgabe des äD-Gutachtens binnen einen Monat stellen. Es könnte allerdings auch so sein, das dies nunmehr seitens der AfA erfolgt, denn da gab es im Zusammenspiel zwischen AfA und DRV eine Vereinfachsänderung so wie ich dies vor kurzem aus den Medien erfahren hab.
Mal ganz nebenbei, ein 70%iger GdB ist für die DRV noch lange kein Grund eine EMR zu bescheiden. Das prüfen die Herrschaften ganz alleine und zumeist (sofern nicht unmittelbar geschehen) durch eine Reha-Maßnahme im Vorfeld (Reha vor Rente). Sollte dies dann bei dir auch so geschehen, wäre es sicherlich von Vorteil wenn du sämtliche Arztberichte zusammen tragen würdest - vor allem alle neueren -, um die dann zusätzlich der DRV zukommen zu lassen. Denn je mehr ärztliche Befunde vorhanden sind, die deine Leiden nachweisen je eher könnte dies eine Entscheidung der DRV hin zu einer Rente beeinflussen.
In meinem Fall z.B. sieht es so aus, daß ich auch einen 100% GdB plus Merkzeichen habe, ebenfall auf die 60 zusteuere und dennoch nach bereits 4 Jahren voller Rente nur wieder eine erneute Verlängerung meiner vollen EM-Arbeitsmarktrente erhalte, gleichwohl bei der letzten Untersuchung für die DRV auch noch Bluthochdruck und Diabetis hinzu gekommen ist. Man sieht - die DRV trifft mitunter sehr merkwürdige Entscheidungen.
Geändert von saurbier (04.06.2017 um 14:37 Uhr)
04.06.2017, 18:54 #19
Kontrollfrage wegen Krankengeld:
Kann Zeues2000 noch arbeitsunfähig werden, nachdem er
wegen einer Leistungsminderung auf unter 3 Stunden schon
Nahtlosigkeits-Alg 1 erhält?
05.06.2017, 10:39 #20
Ich bekomme langsam Kopfschmerzen, die Sache überfordert mich.
Also Morgen früh gehe ich zum Arzt. Mall sehen was es sagt und was dann passiert.
Damit meine ich das das Krankengeld genau so hoch ist, wie das Arbeitslosengeld, welches man bewilligt bekommen hat.
05.06.2017, 11:12 #21
Nur als nach § 145 SGB III eingestufter brauchst du dich da nicht Krank schreiben zu lassen, ...
Soweit erst mal korrekt, wenn er AlgI nach Nahtlosigkeit bezieht.
... denn das bringt dir eh nichts.
Das bringt ihm insofern etwas, da diese Krankschreibungen von Bedeutung sind, wenn er EM-Rente beantragt bzw. dazu aufgefordert werden wird/sollte. Für den EM-Antrag bei der DRV wäre es wichtig, Krankschreibungen nachweisen zu können.
Nur sollter er keinesfalls die Krankschreibungen bei der AfA abgeben!!!
Zuhause archivieren und eine Durchschrift bei der Krankenkasse abgeben
05.06.2017, 14:15 #22
eine jetzige Krankschreibung bringt nichts, denn er bekommt doch ALG-I und dies mit hoher Wahrscheinlichkeit nach § 145 SGB III, weil ihn ja der äD-Gutachter auf unter 3std./tägl. Leistungsfähigkeit eingestuft hat.
Als einfacher Arbeitnehmer könnte er da wohl kaum dickes Geld in 3Std./tägl. verdienen.
Anders sähe es da auch wenn er das als Akademiker hätte, denn je nach Beruf kann man da locker einige hunderter verdienen.
So ist eben die Leistungseinstufung.
Was bitte sollte ihm jetzt nach der Meldung bei der AfA ein Krankenschein denn bitte noch für die DRV bringen, außer es wäre eine so Akute Erkrankung die ihm tatsächlich seine Leistungsfähigkeit auf Null herab setzt, das wäre dann mal eine Ausnahme.
Nach meiner Auffassung bringen für eine vorzeitige EMR allenfalls die bisherigen ärztlichen Atteste etwas bei der DRV und einzig ggf. noch neuere aus denen dann eine weitere Verschlechterung des bisherigen Gesundheitszustandes ersichtlich ist, solange das Rentenverfahren läuft.
Wir wollen ja nicht vergessen das vor der Arbeitslosmeldung wohl keine grvierenden Au´s mit längerer Dauer und Bezug von KG vorlagen, die eine Aussteuerung bzw. Reha angezeigt hätten - zumindest wurde hier nichts dazu geschrieben -.
Und meines Wissens würde sich ein jetziges KG auch auf den Lohn der letzten 12 Monate beziehen und nicht auf das ALG-I.
Wer bitte ist Zeues2000?
Also deine Frage auf meinheld2 bezogen, erscheint sie mir sehr interessant.
Ich würde da mal sagen - es kommt darauf an.
Also zuerst einmal hat diese Feststellung ja nur der äD-Gutachter gemacht, wobei ich mich eh Frage wie er darauf kommt. Denn aus dem bisherigen ist seitens meinheld2 ja nur zu entnehmen, daß er bis zur ALG-Meldung nicht krank geschrieben war/wurde aber 70% SchwerB (die Frage ist/bleibt offen in welcher Form wie z.B. körperlich/organisch/seelisch?) ist.
Letzten Endes kann und darf ja nur die DRV eine entgültige Feststellung über die Leistungsfähigkeit abgeben, die dann für alle Leistungsträger bindend ist (§ 44a SGB II, § 45 SGB XII in Verbindung mit § 109 SGB XI).
Dazu käme dann auch der kleine Unterschied bezüglich des Verdienstes. Man kann bei 3 Std./tägl. ja innerhalb eines Minijobs liegen, was einem die DRV ja auch erlauben würde, aber man kann genauso gut damit in einen sozialversicherungspflichtiges Einkommen gelangen, wenn der Stundensatz wegen der beruflichen Befähigung des Betroffenen hoch genug wäre. Man sieht - ganz einfach kann man nichts sagen.
Würde letzteres zutreffen, würde er ja wieder in den Genuss von KG gelangen können.
Aber auch ein weiteres wollen wir nicht vergessen, die bei der AfA geltende 15 wochenstunden Regel. Damit würde er ja als vermittelt abgehakt.
Deshalb empfehle ich immer lediglich Minijobs mit 2 3/4 Std./tägl., oder weniger aber keinesfalls genau 3Std.
Seitens der AfA wird man im vorliegenden Fall (die kennen ja seinen Beruf mit bisherigem Einkommen) wohl kaum auf eine AU bestehen, wozu auch, wenn er mangels Leistungsfähigkeit nicht in die Vermittlung kommt.
Da bringt eine AU nichts mehr.
Genauso wie ich voher bereits schrieb, hab ich meine Zweifel ob die DRV eine jetzige AU noch großartig bei einem Rentenantrag bewerten wird.
Geändert von Curt The Cat (23.06.2017 um 21:06 Uhr)
05.06.2017, 15:05 #23
@sauerbier,
Meinheld2 heißt im Krankenkassen Forum Zeues2000.
Machts Sinn antwortet ihm in beiden Foren, da ist er wohl durcheinander gekommen.
05.06.2017, 15:26 #24
ist das ein buntes Durcheinander hier geworden, muss noch mal kurz deinen ersten Beitrag sichten, dann sortiere ich das mal ... jedenfalls wie ich mir das aus deinen Informationen zusammenreimen kann.
Wenn du bereits einen Bescheid zum ALGI erhalten hast, dann dürfte dein Problem mit deinem AG ja keine Rolle mehr spielen dabei ...
Welcher Anspruch (Dauer) steht denn da drin, du müsstest ja (theoretisch) 24 Monate Anspruch haben ???
Du bist also direkt zur AfA und warst bis zum (offiziellen) Ende deines Arbeitsvertrages NICHT längere Zeit AU geschrieben ... das ist SEHR WICHTIG ... obwohl es (leider) ziemlich "dumm" war von dir dich nicht AU schreiben zu lassen ... so lange dein Arbeitsvertrag noch gelaufen ist.
Du hättest bis zu 78 Wochen Anspruch auf Krankengeld nach deinem letzten Einkommen gehabt ... das ist nun allerdings in der Höhe nicht mehr möglich ... ABER ...
Ich gebe zu, dass ich die bisherigen Antworten für dich nur "überflogen" habe, denn das geht überwiegend alles am Kern vorbei ... nehme mal an, dass du wegen deiner Schwerbehinderung und eigener Angaben zu deinem Gesundheitzustand zum ÄD geschickt wurdest ...
Denn eine Aussteuerung gab es ja nicht, also muss man normal nicht zum ÄD um sich "ausmustern" zu lassen ... weil man gerade arbeitslos geworden ist (auch nicht mit Schwerbehinderung oder weil man 59 ist) ...
Hast du dir dieses "Gutachten" (Teil A und Teil B) direkt beim ÄD als Kopie geben lassen ???
Wenn du bis zum letzten (theoretischen) Arbeitstag nicht mal AU gewesen bist, stellt sich mir schon die Frage wie (welche Befunde / Infos hast du dazu an den ÄD gegeben?) der ÄD da beschließen kann, dass du nun faktisch direkt nicht mehr "Erwerbsfähig" sein sollst ...
Was meinst du damit, "rückwirkend in dein Arbeitsverhältnis" kann dich Keiner für EM beurteilen, wenn du nicht mal einen Krankenschein hattest, der dir zunächst mal "Arbeits-UNFÄHIGKEIT" bescheinigt hätte.
Habe auch keine Ahnung woher hier nun die Gedanken zu § 145 SGB III kommen, dazu gehört ja etwas mehr als der "unklare" Wille der AfA und des dortigen Med. Dienstes ... dir vielleicht / hoffendlich keine 24 Monate ALGI zahlen zu müssen, weil man dich für zu krank erklärt ...
Hätte dieses "Gutachten" bereits diese weitreichende Bedeutung, dann wäre dein Antrag auf ALGI direkt abgelehnt worden, weil du der Arbeitsvermittlung (mit weniger als 15 Wochenstunden) gar nicht erst zur Verfügung stehen kannst.
Da sehe ich also auch schon extremen Korrektur-Bedarf ...
Für welche Arbeits-Zeit hat man dir denn jetzt ALGI bewilligt (und für welchen Anspruchszeitraum), WANN genau hast du den Bescheid bekommen, kann noch Widerspruch eingelegt werden (Frist 1 Monat ab Erhalt des Bescheides) ???
Die Nahtlosigkeit (§ 145 SGB III) greift in der Regel erst nach einer Aussteuerung aus dem Krankengeld (also nach 78 Wochen AU mit Geld von der KK), mit dem Bescheid zu ALGI bist du aber für Krankengeld versichert, allerdings nur noch in Höhe des bewilligten ALGI-Betrages.
Der hat aber deinem letzten Einkommen (entsprechend der letzten Arbeitszeit) zu erfolgen und nicht reduziert auf die "Tagträume" des ÄD der AfA ... da kann ich einigen Hinweisen hier überhaupt NICHT folgen.
Jedenfalls habe ich das kurz gefasst so verstanden, dass der ÄD (der AfA) dich (ohne überhaupt wenigstens krank geschrieben zu sein) "ausgemustert" hat, obwohl du zuletzt Vollzeit beschäftigt warst und auch bis zum Schluss gearbeitet hast und das GEHT SO NICHT ...
Dann würde mich doch mal interessieren welchen SINN das ergeben soll, darum meine Frage nach den Betrag (im Vergleich zu den von dir gezahlten Beiträgen) deines ALGI im Bescheid ???????
Das machen die ja nicht, um dich zu "schonen" sondern für ihre eigenen Finanzen ... also muss es ja irgendeinen "Vorteil" für die AfA bringen ... ???
Wo steht das, hast du das schriftlich bekommen, magst du dieses Schreiben mal (anonymisiert) einstellen ???
So geht das in der Regel überhaupt nicht, der AfA - ÄD kann diese Enscheidung so extrem gar nicht einfach treffen.
Welche gesundheitlichen Unterlagen hast du eingereicht und bist du beim Arzt gewesen oder hat man das direkt auch noch "per Aktenlage" erledigt ?
Sorry wenn du das schon irgendwo geschrieben hast, ich muss das für micht selbst sortieren können, damit MIR klar wird, was dazu gelaufen ist NUR bei der AfA ...
Wie kommst du darauf, der ÄD der AfA entscheidet doch nicht ob du Krankengeld von der KK zu bekommen hast, wenn du endlich mal eine AU-Bescheinigung laufend abgeben würdest ...
Du bist doch bei der KK gar nicht offiziell "ausgesteuert", nur dann entfällt dein Krankengeld-Anspruch ...
Ansonsten MUSS die AfA dich nach 6 Wochen sowieso an die KK abgeben ALGI bei der AfA wird aufgehoben und die KK hat Krankengeld zu zahlen, denn aus ALGI bist du dafür versichert ... dein Anspruch an die KK ist doch gar nicht abgelaufen.
Das hat doch nicht der ÄD der AfA zu entscheiden, ob du Krankengeld bekommen wirst oder nicht ... was erwartet denn die AfA (schriftlich !!!) jetzt von dir im Bezug auf deine "angebliche" Leistungsminderung gemäß § 145 SGB III ???
Sollst du eine Reha oder EM-Rente beantragen, denn das gehört dann üblicherweise dazu, sonst stellt die AfA das ALGI auch bald wieder ein ...
Das Ergebnis vom ÄD braucht NUR die AfA, das interessiert deinen Arzt nicht und auch NICHT die KK wenn ein Krankengeld-Anspruch besteht und der ergibt sich aus deinem ALGI-Leistungsbescheid, also nutze die Zeit, ehe die neue Ideen dazu haben werden.
Es gibt keinen "Nahtlosigkeits-Antrag", was konkret meinst du damit ... stelle jetzt bloß keine ungeklärten Anträge auf was auch immer ...
Was trift bei dir nicht zu ... Krankengeld bekommt man nicht mehr wenn man bereits 78 Wochen lang welches bekommen hat, was die AfA "begutachtet" interessiert die KK dabei nicht.
Die KK haben bei Bedarf einen eigenen medizinischen Dienst (den MDK) und da wird Mancher ganz schnell wieder "gesund begutachtet" (damit die KK nicht weiter zahlen muss).
Ich weiß nicht wer dir all diesen Unsinn zur Nahtlosigkeit erzählt hat, ich denke die AfA behandelt dich (angeblich) gerade als Nahtlosfall (obwohl das gar nicht geht), gerade dann DARF das ALGI deswegen NICHT gekürzt werden.
Ich war selbst wirklich ausgesteuert aus dem Krankengeld, wurde (berechtigt) vom AfA-ÄD als Leistungseingeschränkt unter 15 Wochenstunden begutachtet (2009), bekam ein Schreiben, dass ich EM-Rente einreichen soll und 1,5 Jahre wurde mein ALGI gemäß meiner letzten Stundenzahl gezahlt.
Was man dir erzählt dazu passt "vorne und hinten" nicht zusammen, ich müsste aber mal Unterlagen sehen können, um dir da weiter zu helfen und dann ist wohl Widerspruch / Überprüfungsantrag (falls Frist schon vorbei) und wahrscheinlcih auch eine Beschwerde dazu in Nürnberg fällig.
Stimmt dein Bescheid und dein Geld, dann kannst du dir das (vielleicht) auch schenken und wirst wie oben beschrieben nach 6 Wochen zur Krankengeldzahlung an die KK übergeben ... mit der AfA hast du dann zunächst nichts mehr zu tun.
Du schreibst oben, der Bescheid zum ALGI liegt dir schon vor und Geld hast du auch schon bekommen, dann kennst du doch die Zahlen schon ...
Das ist Unsinn, weil die AfA NICHT nach den 15 Stunden zahlen DARF, das ist NICHT erlaubt ... und dein Krankengeld ist dann allerdings in der gleichen Höhe von der KK zu zahlen.
Wenn die wirklich so reduziert haben, dann muss das schnellstens bei der AfA geregelt werden, denn das ist NICHT korrekt ...
Du darfst aber auch nicht alles glauben was man dir so "erzählt" rechtlich wirksam ist nur was du schriftlich hast und zu deiner Erwerbsfähigkeit würde endgültig auch die Rentenkasse entscheiden müssen, AfA-ÄD gilt NUR für die AfA ... da muss sich sonst Keiner nach richten wollen.
Mein EM-Renten-Antrag wurde übrigens von der DRV abgelehnt, die meinten ich könne Vollzeit am "allgemeinen Arbeitsmarkt" arbeiten und für meine "Vermittlung" wäre ja die AfA zuständig ... die mich aufgefordert hatte die Rente zu beantragen.
Es dauerte dann fast 3 Jahre und wurde letztlich am Gericht entschieden, inzwischen bin ich EM-Rentnerin (Ü 60) aber wenigstens Krankengeld und ALGI habe ich damals noch ohne so viel Theater bekommen, wie es aktuell mit dir (und vielen Anderen) veranstaltet wird.
05.06.2017, 17:43 #25
Hallo und guten Tag liebe Doppeloma,
gut das du hier mit machst.
Mir erscheint das ganze Prozedere auch irgendwie sehr merkwürdig.
Vor allem hast du´s auch sofort erkannt wieso a) sofort der äD-Gutachter eingeschaltet wurde und b) wie dieser zu seiner Beurteilung (medizinische Grundlage) kam. Im besonderen da die nach § 145 SGB III Abs. 1 ja dann die DRV festzustellen hätte. Aber auch wie du schon festgestellt hast hier ja keine Aussteuerung seitens der KK vorgelegen hat.
Nichts desto trotz müßte nun aber auch eine Aufforderung der AfA gemäß o.g. § auf einen Reha-/ bzw. Rentenantrag binnen einem Monat erfolgen.
Wenn ich mal spekuliere weil wie gesagt keine konkreten Informationen vorliegen, müßte die ziemlich zu Schluß erwähnte 70%ige SchwerB alleine ja schon so schwerwiegende gesundheitliche Beeinträchtigungen mit sich bringen, daß a) der AfA SB zu seiner Entscheidung kam den äD einzuschalten und b) dieser dann wiederum zu seiner Entscheidung der Leistungseinschränkung kam.
Allerdings wie du zu recht schon festgestellt hast, wenn die AU der KK vorgelegt wird und diese ggf. nach 6 Wochen zum KG verpflichtet ist, wird diese sicherlich ihre eigene Leistungsprüfung durch den MDK vornehmen um abzuklären ob hier wirklich ein Leistungsfall fürs KG vorliegt. Sollte dort dann wirklich nur Leistungsfähigkeit unter 3 Std./tägl. gegeben sein sollte wird sich die KK versuchen mit dem Anspruch einer vollen EMR (bei voller EMR entfällt der KG-Anspruch) das KG abzulehnen.
Hier wurden wohl leider einige Fehler gemacht (ich hab mich so durchgeschleppt), die sich jetzt ggf. nicht besonders gut auswirken dürften.

References: § 138
 § 145
 § 145
 § 145
 § 145
 § 145
 § 145
 § 145
 § 145
 § 145
 § 145
 § 45
 § 109
 § 145
 § 145
 § 145