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Timestamp: 2016-10-21 22:10:00+00:00

Document:
H._______, 1967, Beschwerdef�hrerin,
1. November 1995 als Customer Service Representative bei der C._______ AG. Am 31. Mai 1999 k�ndigte sie diese Stelle auf den 31. Juli 1999 (mit Verl�ngerung der Anstellung bis
31. August 1999), ohne ein neues Arbeitsverh�ltnis in Aussicht zu haben. Sie meldete sich am 1. September 1999 zur Arbeitsvermittlung und zum Bezug von Arbeitslosenentsch�digung an. Per 1. Oktober 1999 fand sie eine neue T�tigkeit.
Mit Verf�gung vom 26. Januar 2000 stellte die Arbeitslosenkasse des Kantons Zug H._______ wegen selbstverschuldeter Arbeitslosigkeit f�r 35 Tage ab 1. September 1999 in der Anspruchsberechtigung ein, da sie das Arbeitsverh�ltnis aufgel�st habe, ohne dass ihr eine neue Stelle zugesichert gewesen sei. Daran hielt die Arbeitslosenkasse wiedererw�gungsweise fest (Entscheid vom 22. November 2000).
C.- H._______ f�hrt Verwaltungsgerichtsbeschwerde mit dem Antrag, die Einstellungsverf�gung sei aufzuheben und es sei die ihr zustehende Arbeitslosenentsch�digung auszurichten.
Die Arbeitslosenkasse und das Staatssekretariat f�r Wirtschaft verzichten auf eine Vernehmlassung. Das Verwaltungsgericht des Kantons Zug beantragt Abweisung der Verwaltungsgerichtsbeschwerde.
1.- Die Vorinstanz hat die gesetzlichen Bestimmungen �ber die Einstellung in der Anspruchsberechtigung wegen selbstverschuldeter Arbeitslosigkeit (Art. 30 Abs. 1 lit. a AVIG), namentlich bei Aufgabe einer Stelle ohne Zusicherung einer anderen (Art. 44 Abs. 1 lit. b AVIV) und zur verschuldensabh�ngigen Dauer der Einstellung (Art. 30 Abs. 3 AVIG in Verbindung mit Art. 45 Abs. 2 und 3 AVIV) zutreffend wiedergegeben. Entsprechendes gilt f�r die Erw�gungen zur Pflicht des Versicherten, zur Schadenminderung alles Zumutbare zu unternehmen, um Arbeitslosigkeit zu vermeiden oder zu verk�rzen (Art. 17 Abs. 1 AVIG). Auch richtig dargelegt wurde die Rechtsprechung, wonach bei der Frage der Unzumutbarkeit des Verbleibens am Arbeitsplatz ein strenger Massstab anzulegen ist (ARV 1989 Nr. 7 S. 89 Erw. 1a mit Hinweisen; vgl. auch Gerhards, Kommentar zum Arbeitslosenversicherungsgesetz, N 13 und 14 zu Art. 30). Darauf kann verwiesen werden.
2.- Streitig und zu pr�fen ist, ob und gegebenenfalls f�r welche Dauer die Beschwerdef�hrerin in der Anspruchsberechtigung einzustellen ist.
a) Unbestrittenermassen hat die Versicherte ihr Arbeitsverh�ltnis mit der C._______ AG auf den 31. Juli 1999 von sich aus aufgel�st, ohne dass ihr eine neue Stelle zugesichert war. Ihre Arbeitslosigkeit ist daher nach Art. 44 lit. b AVIV nur dann nicht selbstverschuldet, wenn ihr das Verbleiben an der Arbeitsstelle nicht zugemutet werden konnte.
b) Die Beschwerdef�hrerin macht vorwiegend gesundheitliche Gr�nde f�r die Unzumutbarkeit des Verbleibens bei der C._______ AG geltend, welche durch ein eindeutiges Arztzeugnis oder Gutachten zu belegen sind (BGE 124 V 238).
Dr. med. J._______, Spezialarzt f�r Gyn�kologie und Geburtshilfe, f�hrt in seiner Stellungnahme vom 25. Januar 2000 zuhanden der Arbeitslosenkasse aus, wegen v�lliger �berforderung am Arbeitsplatz bei unzumutbaren Arbeitsverh�ltnissen habe die Versicherte ihre Stelle nach einem notfallm�ssig behandelten Kreislaufkollaps aufgeben m�ssen.
Eine K�ndigung sei unumg�nglich geworden, um einen m�glicherweise bleibenden Gesundheitsschaden abzuwenden. In seiner zweiten Stellungnahme vom 14. April 2000 pr�zisiert er seine Aussagen dahingehend, dass er der Beschwerdef�hrerin nicht empfohlen habe zu k�ndigen, ihr jedoch in Absprache mit der Personalchefin der Firma geraten habe, nicht mehr als acht Stunden am Tag zu arbeiten. Dies deckt sich mit den Aussagen der Firma und der Versicherten selbst. Im Schreiben an die Arbeitslosenkasse vom 24. September 1999 h�lt die Beschwerdef�hrerin ausdr�cklich fest, dass die Arbeitgeberin f�r den Rat des Arztes, nicht mehr als acht Stunden t�glich zu arbeiten, Verst�ndnis gezeigt habe und sie fast zum Bezug zweier zus�tzlicher Ferienwochen gezwungen worden sei.
c) Hieraus erhellt, dass die Firma die zweifellos vorhandenen gesundheitlichen Probleme im Sinne der �rztlichen Empfehlung ernst nahm und ad�quate Vorkehrungen traf, indem das Arbeitsteam der Versicherten per sofort vergr�ssert und ihr Zust�ndigkeitsbereich begrenzt wurde, damit sie in der Lage sein sollte, am Abend jeweils p�nktlich um 17.30 Uhr das B�ro verlassen zu k�nnen. Die zus�tzlichen zwei Ferienwochen konnten zudem umgehend angetreten werden (Schreiben der Arbeitgeberin vom 18. M�rz 1999).
Soweit die Beschwerdef�hrerin zus�tzlich ein schlechtes Arbeitsklima geltend macht, ist zu ber�cksichtigen, dass nach st�ndiger Rechtsprechung (ARV 1986 Nr. 23 S. 92 Erw. 2b; SVR 1997 ALV Nr. 105 S. 324 Erw. 2a; vgl. BGE 124 V 239 Erw. 4b/bb) ein gespanntes Arbeitsklima oder auch Meinungsverschiedenheiten mit Vorgesetzten oder Arbeitskollegen nicht gen�gen, eine Stelle als unzumutbar erscheinen zu lassen. Die Beschwerdef�hrerin spricht letztinstanzlich erstmals in Zusammenhang mit einem erhaltenen E-Mail vom 31. Mai 1999, mit welchem die Versicherte um eine Unterredung mit der Personalchefin gebeten wurde, von Mobbing, f�hrt dies jedoch nicht n�her aus. Diesbez�glich kann ihr nicht gefolgt werden, zumal aufgrund der gesamten Aktenlage nicht auf irgendeinen Hinweis dieser Art geschlossen werden kann.
3.- Nach dem Gesagten ist der Vorinstanz darin beizupflichten, dass die Arbeitslosigkeit selbstverschuldet ist, da von der Beschwerdef�hrerin h�tte erwartet werden k�nnen, dass sie bis zum Abschluss eines Arbeitsvertrages bei der alten Firma verblieben w�re. Was indessen die Festsetzung der Einstellung f�r die Dauer von 35 Tagen betrifft, mithin im Bereich des schweren Verschuldens, kann dem kantonalen Gericht im Rahmen der Angemessenheitskontrolle (Art. 132 OG; BGE 122 V 42 Erw. 5b mit Hinweis) nicht gefolgt werden.
a) Nach Art. 45 Abs. 3 AVIV liegt bei Aufgabe einer zumutbaren Arbeitsstelle ohne entschuldbaren Grund ein schweres Verschulden vor. Beim Einstellungsgrund der Aufl�sung des Arbeitsverh�ltnisses ohne Zusicherung einer neuen Stelle kommt dem konkreten Sachverhalt f�r die Verschuldensbeurteilung jedoch im Allgemeinen eine gr�ssere Bedeutung zu als bei der Ablehnung einer zugewiesenen zumutbaren Arbeit (Art. 30 Abs. 1 lit. d AVIG), wo Tatsache und Schwere des Verschuldens meist klar feststehen. Wie das Eidgen�ssische Versicherungsgericht im unver�ffentlichten Urteil B. vom 15. Februar 1999, C 226/98, festgestellt hat, kann bei Einstellungen nach Art. 44 Abs. 1 lit. b AVIV die Bestimmung von Art. 45 Abs. 3 AVIV lediglich die Regel bilden, von welcher beim Vorliegen besonderer Umst�nde im Einzelfall abgewichen werden darf. Insoweit ist das Ermessen von Verwaltung und Sozialversicherungsrichter nicht auf eine Einstellungsdauer im Rahmen eines schweren Verschuldens beschr�nkt, sondern l�sst auch eine mildere Sanktion zu.
b) Angesichts des - aufgrund der grossen Arbeitsbelastung (Schreiben der Firma vom 7. November 2000) - angegriffenen Gesundheitszustandes der Versicherten, welcher sich gem�ss Dr. med. J._______ (Berichte vom 25. Januar und
14. April 2000) an der neuen Stelle deutlich besserte und die Versicherte seither an keinen Ersch�pfungszust�nden litt, ist das Verlassen der Arbeitsstelle bis zu einem gewissen Grad verst�ndlich, weshalb das Verschulden als mittelschwer einzustufen ist. In W�rdigung aller relevanten Gesichtspunkte erscheint die Einstellungsdauer von 20 Tagen als angemessen.
Verf�gung der Arbeitslosenkasse des Kantons Zug vom 26. Januar 2000 dahingehend abge�ndert, dass die Dauer
III. Dieses Urteil wird den Parteien, dem Verwaltungsgericht des Kantons Zug, dem Kantonalen Amt f�r Wirtschaft und Arbeit, Zug, und dem Staatssekretariat f�r

References: Art. 45
 Art. 30
 Art. 44
 BGE 
 BGE 
 Art. 45
 Art. 44
 Art. 45