Source: http://www.verwaltung.uni-halle.de/KANZLER/ZGST/ABL/2007/07'10'07.htm
Timestamp: 2018-01-20 21:04:11+00:00

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17. Jahrgang, Nr. 10 vom 20. November 2007, S. 36
Informatik (120 Leistungspunkte) an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg
Gemäß §§ 13 Abs. 1 in Verbindung mit 67 Abs. 3 Nr. 8 und 77 Abs. 2 Nr. 1 des Hochschulgesetzes des Landes Sachsen-Anhalt (HSG LSA) vom 05.05.2004 (GVBl. LSA S. 256), zuletzt geändert durch Artikel 6 des Gesetzes vom 21.03.2006 (GVBl. LSA S. 102), in Verbindung mit den Allgemeinen Bestimmungen zu Studien- und Prüfungsordnungen für das Bachelor- und Masterstudium an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (ABStPOBM) vom 08.06.2005 hat die Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg folgende Studien- und Prüfungsordnung für den Master-Studiengang Informatik (120 Leistungspunkte) beschlossen.
(1) Diese Studien- und Prüfungsordnung regelt in Verbindung mit den Allgemeinen Bestimmungen zu Studien- und Prüfungsordnungen für das Bachelor- und Master-Studium an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg Ziele, Inhalte und Aufbau des Master-Studiengangs Informatik (120 Leistungspunkte).
(3) Diese Studien- und Prüfungsordnung gilt für Studierende, die ab Wintersemester 2007/2008 das Studium der Informatik im Master-Studiengang an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg aufnehmen.
(1) Bei dem Master-Studiengang Informatik handelt es sich um einen konsekutiven Master-Studiengang, der stärker forschungsorientiert ausgerichtet ist.
(2) Das Masterstudium der Informatik vermittelt wissenschaftlich fundierte, analytische und kreative Fähigkeiten für die Neu- und Weiterentwicklung der Soft- und Hardware von Basissystemen der Informatik und von komplexen Anwendungssystemen. Darüber hinaus soll das Verständnis grundlegender Konzepte der Informationsverarbeitung gefördert sowie die Auseinandersetzung mit gesellschaftlichen Auswirkungen des Einsatzes von Informationstechnologie angeregt werden.
(3) Aufbauend auf einem erfolgreichen Studienabschluss sollen die Studierenden tiefergehendes Fachwissen erwerben, welches sie befähigt, wissenschaftliche Methoden und Erkenntnisse bei informatisch anspruchsvollen und komplexen Problemstellungen sowohl in der Praxis wie auch in der Forschung einzusetzen.
(4) Das Studium soll die Absolventinnen und Absolventen für eine erfolgreiche Tätigkeit über das gesamte Berufsleben befähigen. Es vermittelt daher nicht nur gegenwartsnahe Inhalte, sondern auch theoretisch untermauerte Konzepte und Methoden, die über aktuelle Trends hinweg Bestand haben. Ein weiteres Ziel des Studiengangs ist es, wissenschaftlichen Nachwuchs auszubilden.
Nach Abzug der Quoten gemäß § 7 Abs. 1 Nr. 2 bis 5 der Hochschulvergabeverordnung des Landes Sachsen-Anhalt (HVVO) vom 24. Mai 2005 in der jeweils gültigen Fassung stehen bis 10% der Studienplätze als Vorabquote für die Zulassung von ausländischen Staatsangehörigen und staatenlosen Bewerberinnen und Bewerbern, die Deutschen nicht gleichgestellt sind, zur Verfügung.
(2) Werden Leistungen angerechnet, sind gegebenenfalls die Noten – soweit die Notensysteme vergleichbar sind – zu übernehmen und in die Berechnung der Gesamtnote einzubeziehen. Bei unvergleichbaren Notensystemen wird der Vermerk „bestanden“ aufgenommen. Die Anrechnung wird im Zeugnis gekennzeichnet. Die bzw. der Studierende hat die für die Anrechnung erforderlichen Unterlagen vorzulegen.
(3) Zuständig für die Anrechnungen ist der Studien- und Prüfungsausschuss. Vor Feststellungen über die Gleichwertigkeit sind die zuständigen Fachvertreterinnen und Fachvertreter zu hören.
(1) Das Studium beginnt zum Wintersemester. In begründeten Fällen kann es auch im Sommersemester aufgenommen werden. Hierüber entscheidet auf Antrag der Studien- und Prüfungsausschuss.
(2) Die Regelstudienzeit des Master-Studienganges Informatik umfasst vier Semester einschließlich der Master-Arbeit und ihrer Verteidigung.
(3) Der Umfang des Masterstudiums beträgt 120 Leistungspunkte. Pro Semester ist der Erwerb von 30 Leistungspunkten vorgesehen.
(4) Das Lehrprogramm ist so aufgebaut und organisiert, dass das Studium innerhalb der Regelstudienzeit absolviert werden kann.
(5) Auf Antrag an den Studien- und Prüfungsausschuss wird die Inanspruchnahme der Schutzfristen des § 3 Abs. 2 und des § 6 Abs. 1 des Mutterschutzgesetzes (MuSchG) sowie die Regelungen zur Elternzeit in §§ 15, 16 des Gesetzes zum Elterngeld und zur Elternzeit vom 05.12.2006 (BGBl. I S. 2748) (BEEG) entsprechend berücksichtigt.
Aufbau des Master-Studienganges
(3) Die Fachmodule werden durch das fachübergreifende Studium eines Anwendungsfaches ergänzt. Es sollen Kenntnisse und Kompetenzen vermittelt werden, die nicht zu den Kerninhalten des Studienprogramms Informatik gehören.
(4) In § 25 und den Tabellen 1 und 2 sowie der Studiengangübersicht (Tabelle 3) ist der detaillierte Aufbau des Master-Studiengangs Informatik dargestellt.
(5) Das Kontaktstudium im Master-Studiengang Informatik wird durch verschiedene Lehrveranstaltungsarten bestimmt. Wesentliche Unterrichtsformen sind:
(1) Die Studierenden gestalten ihren Studienablauf individuell. Hierbei sind die Festlegungen dieser Ordnung einzuhalten (§ 25). Den Rahmen des Studiums bildet die in der Studiengangübersicht aufgeführte Tabelle 2. Das Studium ist so organisiert, dass sowohl eine individuelle Spezialisierung der Studierenden durch die selbständige Wahl zweier Vertiefungsrichtungen erfolgt, als auch eine Mindestbreite der Ausbildung durch die Verpflichtung, Module aus allen angebotenen Kernbereichen zu belegen, gewährleistet ist.
(2) Für den erfolgreichen Abschluss eines Moduls werden Leistungspunkte in der in der Studienprogrammübersicht (Tabelle 3) festgelegten Anzahl vergeben. Sie werden nach dem voraussichtlich erforderlichen Arbeitsaufwand der Studierenden berechnet. Als Arbeitsbelastung werden 1.800 Arbeitsstunden pro Studienjahr angesetzt. Ein Leistungspunkt entspricht damit einem Arbeitsaufwand der bzw. des Studierenden von ca. 30 Stunden.
(3) Die Zuordnung von durch Prüfungen abgeschlossen Modulen zu den Vertiefungsrichtungen gemäß Tabelle 2 ist von den Studierenden bis spätestens zum Ende des 3. Semesters vorzunehmen und dem Prüfungsamt mitzuteilen. Jedes Modul kann nur genau einem der in Tabelle 2 aufgeführten Bestandteile zugeordnet werden. Bis spätestens zum Ende des 3. Semesters ist es durch schriftlichen Antrag der Studierenden beim Prüfungsamt möglich, eine Umordnung in andere Bestandteile des Masterstudiums vornehmen zu lassen, solange die Regelungen des § 25 hierdurch nicht verletzt werden. Zuordnungen von Modulen sind mit dem Beginn des 4. Semesters endgültig.
(3) In der Woche vor Vorlesungsbeginn des 1. Fachsemesters erfolgt eine fachspezifische Studienberatung zum Aufbau, zu den Regelungen und zur Gestaltung des Master-Studienganges Informatik.
(4) Um Unterstützung zur Vermeidung von Verzögerungen im Studienablauf zu geben, wird eine obligatorische Fachstudienberatung dann durchgeführt, wenn nicht mindestens der folgende Studienumfang erfolgreich absolviert wird:
· zu Beginn des 4. Fachsemesters: 45 Leistungspunkte.
(1) Die kontinuierliche Leistungsüberprüfung im Masterstudium erfolgt durch studienbegleitende Modulleistungen, die jeweils im Zusammenhang mit einem Modul erbracht werden. Die Zulassung zur Erbringung der Modulleistung kann von der Erbringung von Vorleistungen abhängig gemacht werden. Näheres regelt die Studiengangübersicht in Verbindung mit den Modul­beschreibungen.
(2) Für jedes Modul mit Ausnahme des Abschlussmoduls (Master-Arbeit und Verteidigung) werden zwei Termine für die Erbringung von Modulleistungen angeboten. Ein Anspruch auf weitere Termine besteht nicht, es sei denn, Studierende konnten die angebotenen Termine aus von ihnen nicht zu vertretenden Gründen nicht wahrnehmen. Über Ausnahmen entscheidet der Studien- und Prüfungsausschuss. Zwischen zwei Terminen soll ein zeitlicher Abstand von 4 Wochen nicht unterschritten werden.
(3) Modulleistungen können sich aus Teilleistungen zusammensetzen. Formen zur Erbringung von Modulleistungen sind:
· Studienarbeit, einschließlich der Master-Arbeit,
(4) Die Erbringung von Modulleistungen kann von Modulvorleistungen abhängig gemacht werden.
In der Studiengangübersicht und im Modulhandbuch ist für jedes Modul angegeben, ob und welche Modulvorleistungen zu erbringen sind. Formen von Modulvorleistungen sind:
(5) Es ist zulässig, in Klausuren Multiple-Choice-Verfahren einzusetzen. Das Erbrin­gen schriftlicher Modulleistungen ausschließlich nach dem Multiple-Choice-Ver­fah­ren ist jedoch ausgeschlossen. Klausuren dauern in der Regel 120 Minuten, mindesten 60 und höchstens 180 Minuten.
(6) Die mündlichen Prüfungen haben eine Dauer von mindestens 30 und maximal 45 Minuten.
(7) Der Umfang von Studien-, Hausarbeiten und Berichten ist abhängig von der Themenstellung, soll dieser angepasst sein, in der Regel 40 Seiten nicht übersteigen und wird in den Modulbeschreibungen festgelegt.
(8) Der Prüfungszeitpunkt und die Prüfungsdauer werden fünf Wochen vorher vom Prüfungsamt durch öffentlichen Aushang, Veröffentlichung im Internet, individuelle Mitteilung oder andere geeignete Form bekannt gegeben. Zeitliche Überschneidungen unterschiedlicher Prüfungen sind auszuschließen.
(9) Das Bewertungsverfahren für schriftliche Modulleistungen, ausgenommen die Master-Arbeit, soll vier Wochen nicht überschreiten. Das Ergebnis mündlicher Prüfungen ist den Studierenden unmittelbar im Anschluss an die Erbringung der Modulleistung mitzuteilen. Die Mitteilung jeglicher Ergebnisse von Modulleistungen erfolgt schriftlich durch das Prüfungsamt.
(10) Studierende haben das Recht, gleichwertige Modulleistungen in einer anderen als der vorgesehenen Form zu erbringen, wenn sie durch ärztliches Attest nachweisen, dass sie wegen länger andauernder oder ständiger körperlicher Behinderung nicht in der Lage sind, die Modulleistung ganz oder teilweise in der vorgesehenen Form zu erbringen. Insbesondere ist, falls die Art der Behinderung es rechtfertigt, die Bearbeitungszeit bei den schriftlichen Modulleistungen zu verlängern. Über den zu stellenden Antrag entscheidet die bzw. der Vorsitzende des Prüfungsausschusses. Die Entscheidung ist aktenkundig zu machen.
(11) Bei der Abgabe von schriftlichen Modulleistungen hat die Studentin bzw. der Student schriftlich zu versichern, dass sie ihre bzw. er seine Arbeit – bei einer Gruppenarbeit ihren bzw. seinen entsprechend gekennzeichneten Anteil der Arbeit – selbständig verfasst und keine anderen als die angegebenen Quellen und Hilfsmittel benutzt hat.
(12) Für Module, die aus anderen Studienprogrammen übernommen werden, gelten die Bestimmungen der Studien- und Prüfungsordnungen der jeweiligen Studienprogramme und Modul­beschreibungen.
(2) Mit der Anmeldung zu einem Modul erfolgt gleichzeitig die Anmeldung zur Erbringung der Modulleistung. Sie wird einen Monat vor dem jeweiligen Termin der Modulleistung wirksam, sofern die Studentin bzw. der Student bis zu diesem Zeitpunkt die Anmeldung nicht durch schriftliche Erklärung gegenüber dem zuständigen Prüfungsamt widerrufen hat. Eine Begründung des Widerrufs ist nicht erforderlich. Eine durch Widerruf abgemeldete Erbringung einer Modulleistung gilt als nicht angemeldet.
(3) Termine und Zeiträume zur Erbringung von Modulleistungen sind so zu setzen, dass alle Modulleistungen grundsätzlich innerhalb der Regel­studienzeit vollständig erbracht werden können.
(1) Die Studiengangübersicht dieser Ordnung in Verbindung mit den Modulbeschreibungen regeln, welche Module benotet werden und welche in die Gesamtnote eingehen.
(4) Für die Bekanntgabe der Note einer Modulleistung gilt § 9 Abs. 9.
Berechnung der Gesamtnote des Studiengangs
(1) In Tabelle 2 der Studiengangübersicht ist dargestellt, aus welchen Teilkomplexen und in welchem Umfang aus diesen Modulleistungen zu erbringen und mit welchen Anteilen sie in die Bildung der Gesamtnote des Studiengangs eingehen.
(2) Für die Bildung der Gesamtnote des Studienganges gelten die Regelungen der Abs. 3 und 6 des § 11 entsprechend.
(3) Im Diploma Supplement wird die Gesamtnote des Studiengangs entsprechend der jeweils gültigen ECTS-Bewertungsskala ausgewiesen.
Festlegungen zu Wiederholung der Erbringung von Modulleistungen
(1) Nicht bestandene Versuche zur Erbringung von Modulleistungen können für insgesamt acht Modulleistungen zweimal wiederholt werden. Hiervon ausgenommen ist das Abschlussmodul Master-Arbeit, das nur einmal wiederholt werden darf. Wird die Modulleistung auch nach zweimaliger Wiederholung mit „nicht ausreichend“ (5,0) bewertet oder gilt sie als mit „nicht ausreichend“ (5,0) bewertet, so gilt die Modulleistung als endgültig nicht erbracht. Dann ist das Studienprogramm endgültig nicht bestanden. Auf Grund der derzeit gültigen Fassung der Immatrikulationsordnung ist die bzw. der Studierende zu exmatrikulieren.
(2) Die Wiederholung einer nicht bestandenen Prüfung hat spätestens innerhalb eines Jahres nach dem Nichtbestehen zu erfolgen, andernfalls gilt die Wiederholung als erfolgt und die Modulleistung als nicht erbracht.
(3) Abweichend von Abs. 1 Satz 4 gilt: Ist ein Modul eines von den Studierenden gewählten Anwendungsfaches endgültig nicht bestanden, so kann dieser Mangel dadurch ausgeglichen werden, dass ein anderes Anwendungsfach gewählt wird. Der Wechsel des Anwendungsfaches ist genau einmal möglich.
(5) Vor der zweiten Wiederholung der Erbringung der Modulleistung sind die entsprechenden Modulveranstaltungen nochmals zu besuchen und eventuelle Vorleistungen, die zum Versuch der Erbringung der Modulleistung gefordert werden, erneut zu erbringen. Um die Modulveranstaltung erneut zu besuchen, ist eine Anmeldung zum Modul gemäß §10 Abs. 1 und 2 erforderlich.
(6) Termine für erste Wiederholungen für die Erbringung von Modulleistungen werden spätestens bis zum Ende der Vorlesungszeit des darauffolgenden Semesters angeboten.
(9) Die freiwillige Wiederholung erbrachten Modulleistungen zum Zwecke der Notenverbesserung ist ausgeschlossen.
(10) Die Abs. 1 bis 9 gelten für Teilleistungen einer Prüfungsleistung entsprechend
(1) Für den Master-Studiengang Informatik (120 Leistungspunkte) wird durch Beschluss des Fakultätsrates der Naturwissenschaftlichen Fakultät III ein Studien- und Prüfungsausschuss gebildet.
(2) Der für den Master-Studiengang Informatik zuständige Studien- und Prüfungsausschuss achtet darauf, dass die Bestimmungen dieser Studien- und Prüfungsordnung eingehalten werden. Er ist für alle anfallenden Aufgaben und Entscheidungen hinsichtlich der Modulleistungen zuständig.
(3) Die bzw. der Vorsitzende des Studien- und Prüfungsausschusses berichtet dem Fakultätsrat regelmäßig über die Entwicklung der Studien- und Prüfungspraxis und gibt Anregungen zur Verbesserung des Studiengangs und seiner Umsetzung.
(13) Die bzw. der Vorsitzende kann in unaufschiebbaren Angelegenheiten und in Routineangelegenheiten allein entscheiden. Eine Entscheidung ist unaufschiebbar, wenn eine Ladung der Mitglieder nicht mehr möglich ist. Die bzw. der Vorsitzende unterrichtet den Studien- und Prüfungsausschuss spätestens in dessen nächster Sitzung über die Entscheidung.
(1) Prüferin bzw. Prüfer kann jede nach § 12 Abs. 4 und § 33 Abs. 2 Nr. 1 und 2 HSG LSA genannte prüfungsberechtigte Person sein, sowie wissenschaftliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, wenn sie bzw. er an der Ausbildung im Master-Studiengang Informatik an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg beteiligt sind.
(3) Modulleistungen werden gemäß § 12 Abs. 5 HSG LSA in der Regel von zwei Prüferinnen und Prüfern oder bei mündlichen Modulleistungen von einer Prüferin bzw. einem Prüfer in Gegenwart einer sachkundigen Beisitzerin bzw. eines sachkundigen Beisitzers bewertet. Dabei sind in der Regel die am jeweiligen Modul beteiligten Lehrenden auch die Prüfenden. Der zuständige Studien- und Prüfungsausschuss bestellt die Beisitzerin bzw. den Beisitzer. Über die mündliche Modulleistung ist ein Protokoll zu führen.
(1) Wenn die Kandidatin bzw. der Kandidat nach Meldung oder Einschreibung zum Modul und nach Ablauf der Rücktrittsfrist, zu einem Prüfungstermin ohne triftige Gründe nicht erscheint oder wenn sie bzw. er nach Beginn der Prüfung ohne triftigen Grund von der Prüfung zurücktritt, gilt die Prüfung als nicht bestanden und wird mit „nicht ausreichend” (5) bewertet. Das gleiche gilt, wenn eine schriftliche Prüfungsleistung nicht innerhalb der vorgegebenen Bearbeitungszeit erbracht wird. Der für den Rücktritt oder das Versäumnis geltend gemachte Grund muss dem zuständigen Prüfungsamt unverzüglich schriftlich angezeigt und glaubhaft gemacht werden.
(1) Die Abschlussarbeit im Master-Studiengang Informatik ist eine Modulleistung des Abschlussmoduls, in der die Studentin bzw. der Student zeigen soll, dass sie bzw. er in der Lage ist, im Rahmen des vorgegebenen Arbeitsaufwandes ein Problem mit wissenschaftlichen Methoden zu bearbeiten. Das Thema der Master-Arbeit wird vom Studien- und Prüfungsausschuss ausgegeben. Thema, Ausgabe- und Rückgabezeitpunkt der Arbeit sind aktenkundig zu machen. Die Master-Arbeit ist innerhalb von 6 Monaten zu bearbeiten.
(2) Eine Master-Arbeit ist im Master-Studiengang Informatik obligatorisch. Sie ist Hauptbestandteil des Abschlussmoduls, welches eine mündliche Leistung (Verteidigung) beinhaltet. Das Abschlussmodul einschließlich der Verteidigung umfasst 30 Leistungspunkte.
(3) Zur Master-Arbeit zugelassen wird, wer die Vorleistungen gemäß § 25 Abs. 7 erbracht hat. Ab dem Tag, der dem der Erbringung der für die Zulassung notwendigen letzten Modulleistung folgt, kann das Thema der Master-Arbeit ausgegeben werden.
(4) Die Themenstellung erfolgt durch die fachlich zuständige Professorin bzw. den fachlich zuständigen Professor oder einer Person aus der in § 33 Abs. 2 Nr. 1 und 2 HSG LSA genannten Gruppen. Das Thema ist so zu begrenzen, dass die Bearbeitungszeit eingehalten werden kann. Der Umfang der Master-Arbeit soll in der Regel 100 Seiten nicht übersteigen. Den Studierenden ist Gelegenheit zu geben, eigene Themenvorschläge zu machen.
(5) Das Thema der Master-Arbeit kann einmal zurückgegeben werden. Die Themenrückgabe kann nur innerhalb einer Frist von vier Wochen nach Ausgabe des Themas erfolgen und ist innerhalb der genannten Befristung dem Studien- und Prüfungsausschuss schriftlich anzuzeigen. Die Bearbeitungszeit für ein ersatzweise ausgegebenes Thema ist von der Rückgabe unberührt.
(8) Die Note der Master-Arbeit wird als arithmetisches Mittel der beiden Benotungen gebildet. Besteht in den Noten der beiden Gutachten eine Differenz von mindestens 2 oder wird von genau einem der beiden Gutachterinnen und Gutachter die Abschluss-Arbeit mit „nicht ausreichend“ (5,0) bewertet, bestellt der Studien- und Prüfungsausschuss eine weitere sachkundige Gutachterin bzw. einen weiteren sachkundigen Gutachter. Die Drittbewertung soll binnen acht Wochen erfolgen. Auf der Grundlage der drei Bewertungen entscheidet der Studien- und Prüfungs­ausschuss endgültig.
(9) Die Verteidigung kann erst nach Abgabe der Master-Arbeit erfolgen. Für die Dauer der Verteidigung gilt § 9 Abs. 6.
(11) Die Leistung des Abschlussmoduls ist erbracht, sofern die Bewertung der Master-Arbeit und der Verteidigung jeweils mindestens mit der Note „ausreichend” (4,0) benotet wurden. Die Wichtung der beiden Teile erfolgt im Verhältnis 5 (Master-Arbeit) zu 1 (Verteidigung).
Nach erfolgreichem Abschluss des Studiums wird von der Naturwissenschaftlichen Fakultät III der akademische Grad Master of Science (M.Sc.) verliehen.
Masterzeugnis und Masterurkunde
(1) Das Masterstudium hat erfolgreich abgeschlossen, wer an allen für den Studiengang Informatik erforderlichen Modulen, einschließlich der Master-Arbeit und ihrer Verteidigung erfolgreich teilgenommen und 120 Leistungspunkte erworben hat.
a. das Thema der Master-Arbeit,
b. die Note der Master-Arbeit und der Verteidigung,
d. die Gesamtnote des Studiengangs die bis zum erfolgreichen Abschluss des Studiums benötigte Fachstudiendauer.
(3) Das Zeugnis enthält das Datum, an dem die letzte Prüfungsleistung erbracht worden ist. Es ist von der bzw. dem Vorsitzenden des Prüfungsausschusses zu unterzeichnen. Das Zeugnis ist zweisprachig in Deutsch und Englisch auszufertigen. Dem Zeugnis wird ein Diploma Supplement in englischer Sprache beigefügt. Das Diploma Supplement informiert über den absolvierten Studiengang, die belegten Module, die Module mit erfolgreich absolvierten Studienleistungen, und die Abschlussergebnisse. Haben Kandidatinnen und Kandidaten Modulleistungen erbracht, die nicht in die Bildung der Gesamtnote eingehen, so werden die Bezeichnungen der entsprechenden Module und die Noten der erbrachten Modulleistungen im Diploma Supplement aufgeführt.
(4) Gleichzeitig mit dem Zeugnis wird der Kandidatin bzw. dem Kandidaten eine Urkunde mit dem Datum des Zeugnisses ausgehändigt. Darin wird die Verleihung des akademischen Grades „Master of Science” beurkundet. Die Urkunde wird von der Dekanin bzw. vom Dekan der Fakultät unterzeichnet sowie mit dem Siegel der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg versehen. Die Urkunde ist zweisprachig in Deutsch und Englisch auszufertigen.
(5) Bei endgültigem Nichtbestehen des Master-Studienganges erhält die Kandidatin bzw. der Kandidat auf Antrag eine vom Prüfungsamt ausgestellte Bestätigung über die von ihr bzw. ihm erbrachten und im Antrag bezeichneten Prüfungsleistungen, die darauf hinweist, dass es sich nur um Teile der Anforderungen des Studiengangs handelt. Entsprechendes gilt, wenn Studierende, die Teile des Studiengangs absolviert haben, die Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg verlassen.
(1) Hat die Studentin bzw. der Student bei der Erbringung einer Modulleistung getäuscht und wird diese Tatsache erst nach der Aushändigung des Zeugnisses bekannt, kann die Dekanin bzw. der Dekan nachträglich das Ergebnis und ggf. die Noten für diejenigen Leistungen, bei deren Erbringen die Studentin bzw. der Student getäuscht hat, entsprechend berichtigen und die Modulleistung ganz oder teilweise für nicht erbracht erklären.
Für die Entziehung oder den Widerruf des Mastergrades gilt § 20 HSG LSA.
Fachspezifiche Bestimmungen zum Studienaufbau und zur Studiengestaltung
(1) Die Module des Masterstudiums Informatik an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg sind 5 Hauptgebieten zugeordnet. Jedem Hauptgebiet entsprechen wiederum mindestens 2 Vertiefungsrichtungen: Tabelle 1 nennt Hauptgebiete und zugeordnete Vertiefungsrichtungen.
(2) Jeder Vertiefungsrichtung sind Module zugeordnet. Es wird unterschieden zwischen Primärmodulen und Sekundärmodulen. Die Modulübersicht (Tabelle 3) gibt einen Überblick darüber, welches Modul in welcher Vertiefungsrichtung primär (PRIM) oder sekundär (SEK) ist.
(3) Die Studierenden haben zwei Vertiefungsrichtungen zu wählen, in denen sie sich individuell spezialisieren. Mindestens eine Vertiefungsrichtung muss aus den Hauptgebieten 1.-4. entstammen. In einer Vertiefungsrichtung sind 25 Leistungspunkte, in der anderen 20 Leistungspunkte zu erwerben, davon jeweils mindestens 15 durch Primärmodule dieser Vertiefungsrichtung. Ist Wirtschaftsinformatik eine der beiden gewählten Vertiefungsrichtungen, so ist mindestens ein Projektseminar zu belegen.
(4) Weitere 15 Leistungspunkte sind durch Primärmodule innerhalb der Hauptgebiete 1.-4. zu erbringen. Dabei sind die Hauptgebiete ausgeschlossen, aus denen die gewählten Vertiefungsrichtungen stammen.
(5) Darüber hinaus sind weitere 15 Leistungspunkte zu erbringen aus der Mathematik oder aus den Hauptgebieten der Informatik.
(6) Nochmals 15 Leistungspunkte sind aus genau einem Anwendungsfach zu erbringen. Das Anwendungsfach soll sich an dem im Bachelor-Studiengang Informatik belegten Anwendungsfach orientieren. Die Wahl von Anwendungsfächern hat aus dem in der Studienprogrammübersicht (Tabelle 3) aufgeführten Spektrum zu erfolgen. Der Studien- und Prüfungsausschuss kann auf Antrag hierzu Ausnahmen zustimmen, falls
· von der das gewünschte Anwendungsfach anbietenden Einrichtung ein verbindlicher Studienplan erstellt und bestätigt wird, so dass die in Tabelle 2 angegebenen erforderlichen Leistungspunkte erreicht werden.
(7) Dem Abschlussmodul sind 30 Leistungspunkte zugeordnet. Es kann nur innerhalb einer der beiden gewählten Vertiefungsrichtungen belegt werden. Das Abschlussmodul besteht aus der Master-Arbeit und ihrer Verteidigung. Die Master-Arbeit kann erst nach erfolgreichem Abschluss aller Primärmodule der Vertiefungsrichtung, der das Thema der Master-Arbeit zugeordnet ist, erfolgen.
Diese Ordnung wurde beschlossen vom Fachbereichsrat Informatik am 26.04.2006 und vom Fakultätsrat der Naturwissenschaftlichen Fakultät III am 20.06.2007 bestätigt; der Senat hat hierzu Stellung genommen am 10.10.2007; der Rektor hat die Ordnung genehmigt am 15.10.2007.
Halle (Saale), 15.Oktober 2007
Tabelle 1: Hauptgebiete und ihre Vertiefungsrichtungen
1. Theoretische Informatik/Algorithmen und Datenstrukturen
2. Software (Praktische Informatik)
3. Technische Informatik und Automatisierungstechnik
4. Computergraphik und Mustererkennung
5. Angewandte Informatik
Tabelle 2: Aufteilung der zu erwerbenden Leistungspunkte
Leistungspunkte sind zu erbringen aus
Vertiefungsrichtung I (§ 25 Abs. 3)
Vertiefungsrichtung II (§ 25 Abs. 3)
Informatik (Hauptgebiete 1.-4. außerhalb der Vertiefungsrichtungen) (§ 25 Abs. 4)
Informatik oder Mathematik (§ 25 Abs. 5)
Anwendungsfach (§ 25 Abs. 6)
Abschlussmodul (§ 25 Abs. 7)
Tabelle 3: Studiengangübersicht für den Master-Studiengang Informatik (120 Leistungspunkte)
Statusdes Moduls
Primär- (PRIM) oder Sekundärmodul (SEK) in dieser Vertiefungsrichtung
Hauptgebiet Theoretische Informatik/Algorithmen und Datenstrukturen
VTH03
Informationstheoretische Probleme der Informatik
Algorithmische Probleme der fraktalen Geometrie
VSÜ04
VTI06
Praxis der Datensicherheit
VDI02
DBMS-Implementierung (Datenbanken II B)
VDI07
VTI01
VTI02
Test und Verifikation digitaler Schaltungen
Hauptgebiet Software (Praktische Informatik)
VSÜ01
VSÜß2
VSÜ03
VSÜ05
Konstruktion sicherer Software
VSÜ06
VDI03
Modulare Modellierung und Analyse technischer Systeme
Modellierung und Analyse technischer Systeme mit Petri-Netzen
Modellierung und Verifikation von Steuerungen
VCG04
Einführung in das 3D-Grafiktoolkit Open Inventor
Datenbankentwurf (Datenbanken II A)
VDI05
Ausgewählte Kapitel aus den Bereichen Datenbanken, XML, WWW
VDI06
VDI08
Zugriffsstrukturen für Datenbanken
VTI04
Hauptgebiet Technische Informatik und Automatisierungstechnik
VTI05
Grundlagen des Entwurfs von Regelungs- und Steuerungssystemen
Hauptgebiet Computergraphik und Mustererkennung
VMB03
Geometrische Szenenrekonstruktion
VMB06
Ausgewählte Kapitel der Bildverar­bei­tung
VMB07
Spezielle Probleme der Computergraphik
Ausgewählte Probleme der Bioinformatik
Programmierung virtueller Welten II
Fachvortag und schriftliche Ausarbeitung
Hauptgebiet Angewandte Informatik
VBI02
Biologische Netzwerke: Modellierung und Analyse
VBI03
Statistische Datenanalyse in der Bioinformatik II
VBI04
Molekulare Phylogenien
VBI05
Programmierung von interaktiven 3D-Welten
Ausgewählte Kapitel der Bildverarbeitung
Vertiefungsrichtung Wirtschaftsinformatik (mindestens ein Projektseminar ist zu belegen)
VWI01
VWI02
Optimierung, Netzwerke und Transport­l­o­gistik
VWI03
VWI04
VWI05
VWI06
VWI07
VWI08
VWI09
Projektseminar: Angewandte Optimie­rung und Simulation
VWI11
VWI12
Seminar: Information Systems and E-Business
Seminar Management Science/OR and Knowledge Based Systems
Ausgewählte Kapitel der numerischen Mathematik I
Ausgewählte Kapitel der numerischen Mathematik II
Mathematische Biologie I
Mathematische Biologie II
Biologie (zu belegen sind zwei Vorlesungen und ein Seminar zu einer dieser beiden Vorlesung)
ABIO01
ABIO02
ABIO03
ABIO04
ABIO06
ABIO07
ABIO08
Analytik für das Anwendungsfach Chemie
Umweltanalytik und analytische Qualitätssicherung
Theoretische Physik_E_B
Physikalische Ergänzung C
Wahrnehmung, Aufmerksamkeit, Handlung
Experimentalpsychologisches Praktikum zur Kognitionspsychologie
Projektbericht und Präsentation eigener Untersuchungen
Modul I im Anwendungsfach Geowissenschaften für den Master Informatik
AGEO02
Modul II im Anwendungsfach Geowissenschaften für den Master Informatik
AGEO03
Modul III im Anwendungsfach Geowissenschaften für den Master Informatik
AGEO04
Modul IV im Anwendungsfach Geowissenschaften für den Master Informatik
Experimentelle Interaktionsstudien und Grundlagen der Gestaltung
Projektbericht, Präsentation eigener Untersuchungen und mündliche Prüfung
Experimentelle 3D-Interaktionsstudien und VR-Conception II
Experimentelles VR-Prototyping
Investitions- & Finanzierungstheorie
AVW03

References: § 7
 § 3
 § 6
 § 25
 § 25
 § 9
 § 11
 §10
 § 12
 § 33
 § 12
 § 25
 § 33
 § 9
 § 20