Source: https://www.ris.bka.gv.at/JustizEntscheidung.wxe?Abfrage=Justiz&Dokumentnummer=JJT_20131217_OGH0002_0080OB00125_13K0000_000&IncludeSelf=True
Timestamp: 2020-01-28 13:22:45+00:00

Document:
RIS - Rechtssätze und Entscheidungstext 8Ob125/13k - Justiz (OGH, OLG, LG, BG, OPMS, AUSL)
Rechtssatz für 5Ob200/75 5Ob531/76 1Ob...
5Ob200/75; 5Ob531/76; 1Ob522/79; 5Ob769/80; 6Ob512/81; 4Ob558/81; 5Ob799/81; 6Ob783/81; 1Ob587/82; 2Ob2/84; 1Ob11/84; 6Ob1547/84; 2Ob544/85; 7Ob572/85; 8Ob526/87; 1Ob600/87; 7Ob708/87; 3Ob623/86; 5Ob627/88; 5Ob555/89; 2Ob596/89; 3Ob625/89; 5Ob515/90; 2Ob16/90; 4Ob512/90; 1Ob10/93; 3Ob545/94; 2Ob17/94 (2Ob18/94); 7Ob629/95; 1Ob2029/96f; 6Ob2174/96s; 8Ob371/97k; 6Ob280/97p; 9Ob114/98z; 9ObA215/98b; 9ObA289/98k; 3Ob51/98s; 1Ob14/00s; 8Ob253/99k; 1Ob278/99k; 10Ob167/00g; 6Ob308/00p; 1Ob93/00h; 7Ob301/00s; 6Ob292/00k; 9Ob31/01a; 10Ob38/00m; 1Ob151/01i; 6Ob53/01i; 1Ob129/02f; 9ObA200/02f; 3Ob304/02f; 2Ob131/03h; 2Ob193/03a; 7Ob276/03v; 6Ob145/03x; 5Ob155/03k; 9Ob66/04b; 10Ob76/05g; 3Ob295/05m; 5Ob275/06m; 1Ob226/07b; 2Ob262/07d; 1Ob233/07g; 4Ob75/08w; 8Ob15/09b; 5Ob38/05g; 5Ob52/09x; 1Ob68/09w; 1Ob74/09b; 3Ob39/11y; 9Ob59/10g; 9Ob11/11z; 17Ob11/11h; 1Ob63/11p; 7Ob170/11t; 9Ob50/11k; 4Ob67/12z; 1Ob172/12v; 7Ob162/12t; 7Ob189/12p; 1Ob23/13h; 8Ob125/13k; 1Ob148/14t; 1Ob199/14t; 4Ob18/15y; 10Ob84/15y; 1Ob240/15y; 1Ob69/16b; 6Ob90/17d; 5Ob9/18m; 6Ob234/17f; 3Ob191/17k; 2Ob115/18b; 1Ob120/18f; 8Ob92/18i; 3Ob175/18h; 3Ob187/18y; 1Ob236/18i; 7Ob164/18w; 9Ob58/18x
Vgl auch; Beisatz: Die Beweislastumkehr des § 1298 ABGB erstreckt sich auch auf die objektive Sorgfaltswidrigkeit. (T24)
Auch; Beis wie T12; Beis wie T22; Beisatz: Wird bei einer Anwaltshaftung die Verletzung einer Aufklärungspflicht behauptet, dann muss der klagende Mandant nachweisen, dass er anders disponiert hätte, wenn er ordnungsgemäß aufgeklärt worden wäre; eine Negativ­feststellung diesbezüglich ginge zu seinen Lasten. (T25)
1 Ob 236/18i
Entscheidungstext OGH 23.01.2019 1 Ob 236/18i
Vgl auch; Beis wie T22; Beis wie T23; Beis wie T25
JJR_19751216_OGH0002_0050OB00200_7500000_003
Rechtssatz für 5Ob556/80 5Ob736/80 6Ob...
AußStrG §229
5 Ob 556/80
Entscheidungstext OGH 07.10.1980 5 Ob 556/80
5 Ob 736/80
Entscheidungstext OGH 04.11.1980 5 Ob 736/80
6 Ob 730/80
Entscheidungstext OGH 15.10.1980 6 Ob 730/80
5 Ob 548/81
Entscheidungstext OGH 14.07.1981 5 Ob 548/81
7 Ob 778/81
Entscheidungstext OGH 03.12.1981 7 Ob 778/81
5 Ob 23/81
Entscheidungstext OGH 23.02.1982 5 Ob 23/81
3 Ob 657/81
Entscheidungstext OGH 24.03.1982 3 Ob 657/81
7 Ob 573/82
Entscheidungstext OGH 28.07.1982 7 Ob 573/82
3 Ob 675/82
Entscheidungstext OGH 16.02.1983 3 Ob 675/82
8 Ob 564/82
Entscheidungstext OGH 05.05.1983 8 Ob 564/82
8 Ob 581/82
Entscheidungstext OGH 05.05.1983 8 Ob 581/82
3 Ob 553/83
Entscheidungstext OGH 08.06.1983 3 Ob 553/83
6 Ob 642/84
Entscheidungstext OGH 15.11.1984 6 Ob 642/84
7 Ob 561/84
Entscheidungstext OGH 13.12.1984 7 Ob 561/84
1 Ob 699/84
Entscheidungstext OGH 16.01.1985 1 Ob 699/84
8 Ob 505/85
Entscheidungstext OGH 25.04.1985 8 Ob 505/85
3 Ob 548/85
Entscheidungstext OGH 12.06.1985 3 Ob 548/85
1 Ob 566/85
Entscheidungstext OGH 26.06.1985 1 Ob 566/85
3 Ob 622/86
Entscheidungstext OGH 14.01.1987 3 Ob 622/86
7 Ob 661/87
Entscheidungstext OGH 24.09.1987 7 Ob 661/87
3 Ob 600/87
Entscheidungstext OGH 23.03.1988 3 Ob 600/87
2 Ob 557/88
Entscheidungstext OGH 28.06.1988 2 Ob 557/88
6 Ob 322/01y
Entscheidungstext OGH 18.04.2002 6 Ob 322/01y
6 Ob 7/02a
Entscheidungstext OGH 16.05.2002 6 Ob 7/02a
9 Ob 125/04d
Entscheidungstext OGH 02.02.2005 9 Ob 125/04d
9 Ob 46/06i
Entscheidungstext OGH 07.06.2006 9 Ob 46/06i
1 Ob 158/08d
Entscheidungstext OGH 21.10.2008 1 Ob 158/08d
3 Ob 231/09f
Entscheidungstext OGH 25.11.2009 3 Ob 231/09f
1 Ob 26/11x
Entscheidungstext OGH 23.02.2011 1 Ob 26/11x
1 Ob 32/12f
Entscheidungstext OGH 23.03.2012 1 Ob 32/12f
JJR_19801007_OGH0002_0050OB00556_8000000_002
Rechtssatz für 6Ob839/81 4Ob530/82 2Ob...
RS0057654
6Ob839/81; 4Ob530/82; 2Ob636/86; 2Ob547/86 (2Ob548/86); 3Ob548/94; 4Ob11/99t; 7Ob267/98k; 8Ob188/01g; 7Ob297/03g; 1Ob33/10z; 1Ob138/11t; 1Ob46/13s; 8Ob125/13k
Trotz der festgestellten Einkommensverhältnisse von 1 : 2 zugunsten des Antragsgegners ist eine gleichteilige Aufteilung billig, weil auch die von den Parteien nicht besonders erwähnte und auch nicht besonders festgestellt, aber zweifellos erfolgte Haushaltsführung veranschlagt werden muss und weil vor allem nach dem festgestellten ehelichen Wirtschaftsplan das nicht über dem Durchschnitt liegende Familieneinkommen für die gemeinsamen Bedürfnisse der Lebensführung verbraucht wurde.
6 Ob 839/81
Entscheidungstext OGH 23.12.1981 6 Ob 839/81
4 Ob 530/82
Entscheidungstext OGH 20.04.1982 4 Ob 530/82
nur: Trotz der festgestellten Einkommensverhältnisse von 1 : 2 zugunsten des Antragsgegners ist eine gleichteilige Aufteilung billig, weil auch die von den Parteien nicht besonders erwähnte und auch nicht besonders festgestellt, aber zweifellos erfolgte Haushaltsführung veranschlagt werden muss. (T1)
2 Ob 636/86
Entscheidungstext OGH 30.09.1986 2 Ob 636/86
Ähnlich; Beisatz: Hier: 50 : 50 bei alleinverdienendem Mann und haushaltsführender Frau. (T2)
3 Ob 548/94
Entscheidungstext OGH 28.06.1995 3 Ob 548/94
4 Ob 11/99t
Entscheidungstext OGH 04.02.1999 4 Ob 11/99t
8 Ob 188/01g
Entscheidungstext OGH 15.11.2001 8 Ob 188/01g
7 Ob 297/03g
Entscheidungstext OGH 14.01.2004 7 Ob 297/03g
1 Ob 33/10z
Entscheidungstext OGH 20.04.2010 1 Ob 33/10z
Ähnlich; Beis wie T2; Veröff: SZ 2010/37
ECLI:AT:OGH0002:1981:RS0057654
JJR_19811223_OGH0002_0060OB00839_8100000_002
Rechtssatz für 9Ob195/97k 3Ob192/98a 9...
AußStrG §14 Abs1 D1d4
AußStrG §61 Abs1
3 Ob 192/98a
Entscheidungstext OGH 16.09.1998 3 Ob 192/98a
8 Ob 71/99w
Entscheidungstext OGH 08.07.1999 8 Ob 71/99w
Entscheidungstext OGH 26.02.2002 5 Ob 288/01s
10 Ob 42/03d
Entscheidungstext OGH 18.11.2003 10 Ob 42/03d
2 Ob 181/07t
Entscheidungstext OGH 14.02.2008 2 Ob 181/07t
1 Ob 180/18d
Entscheidungstext OGH 17.10.2018 1 Ob 180/18d
JJR_19970910_OGH0002_0090OB00195_97K0000_002
Rechtssatz für 6Ob229/99s 9ObA201/01a...
6 Ob 229/99s
Entscheidungstext OGH 28.06.2000 6 Ob 229/99s
Entscheidungstext OGH 30.09.2002 1 Ob 149/02x
1 Ob 125/03v
Entscheidungstext OGH 27.05.2003 1 Ob 125/03v
3 Ob 30/03p
Entscheidungstext OGH 28.01.2004 3 Ob 30/03p
6 Ob 9/04y
Entscheidungstext OGH 29.01.2004 6 Ob 9/04y
4 Ob 183/05y
Entscheidungstext OGH 04.10.2005 4 Ob 183/05y
9 Ob 137/06x
Entscheidungstext OGH 20.12.2006 9 Ob 137/06x
3 Ob 203/08m
Entscheidungstext OGH 17.12.2008 3 Ob 203/08m
2 Ob 186/08d
Entscheidungstext OGH 27.11.2008 2 Ob 186/08d
3 Ob 39/10x
Entscheidungstext OGH 24.03.2010 3 Ob 39/10x
1 Ob 145/17f
Entscheidungstext OGH 30.08.2017 1 Ob 145/17f
1 Ob 196/18g
Entscheidungstext OGH 21.11.2018 1 Ob 196/18g
JJR_20000628_OGH0002_0060OB00229_99S0000_001
Entscheidungstext 8Ob125/13k
Zak 2014/183 S 96 - Zak 2014,96 = AnwBl 2014,355 = EFSlg 139.017 = EFSlg 139.052 = EFSlg 140.385
8Ob125/13k
Der Oberste Gerichtshof hat als Revisionsgericht durch den Senatspräsidenten des Obersten Gerichtshofs Dr. Spenling als Vorsitzenden sowie den Hofrat Hon.-Prof. Dr. Kuras, die Hofrätin Dr. Tarmann-Prentner und die Hofräte Mag. Ziegelbauer und Dr. Brenn als weitere Richter in der Rechtssache der klagenden Partei K***** D*****, vertreten durch Mag. Egon Stöger, Rechtsanwalt in Innsbruck, gegen die beklagte Partei Dr. M***** M*****, vertreten durch Mag. Paul Hechenberger, Rechtsanwalt in Innsbruck, wegen 62.000 EUR sA, über die außerordentliche Revision der klagenden Partei gegen das Urteil des Oberlandesgerichts Innsbruck als Berufungsgericht vom 18. Oktober 2013, GZ 1 R 151/13k-35, den
1. Der Vorwurf des Klägers, das Berufungsgericht sei von den Feststellungen des Erstgerichts ohne Beweiswiederholung abgewichen und aktenwidrig davon ausgegangen, dass er erhebliches Vorbringen nicht erstattet habe, ist unberechtigt. Der Äußerung des Erstgerichts, der Kläger habe den Großteil seiner Freizeit für die Durchführung der Arbeiten an der ehelichen Liegenschaft geopfert, kommt schon deshalb keine eigenständige Bedeutung zu, weil das Erstgericht die Arbeiten im Einzelnen beschrieben und zudem festgehalten hat, dass die vom Kläger geleisteten Arbeitsstunden nicht feststellbar sind. Der Hinweis des Berufungsgerichts, dass sich die erwähnte Äußerung des Erstgerichts zur Freizeit des Klägers nur auf dessen Beschäftigungszeitraum beziehen könne, der ausgehend von den Feststellungen 18 Monate betragen habe, stellt keine Sachverhaltskorrektur dar.
2.1 Der Kläger nimmt die während der ehelichen Lebensgemeinschaft bewirkte Wertsteigerung der die Ehewohnung betreffenden Liegenschaft in unbestrittener Höhe von 62.000 EUR zur Gänze für sich in Anspruch.
Die Beurteilung des Berufungsgerichts, dass ausgehend vom Vorbringen des Klägers der Aufteilungsgegenstand nur in der investitionsbedingten Wertsteigerung der Liegenschaft bestanden habe, ist nicht korrekturbedürftig. Der Kläger gesteht in der außerordentlichen Revision selbst mehrfach zu, dass die Liegenschaft bzw der Verkaufserlös von der Aufteilungsmasse ausgenommen war.
2.2 Von der Rechtsprechung, dass Wertsteigerungen einer eingebrachten bzw geerbten Ehewohnung durch Investitionen während der ehelichen Lebensgemeinschaft angemessen zu berücksichtigen sind (RIS-Justiz RS0057308; 8 Ob 61/10v), ist das Berufungsgericht nicht abgewichen.
Richtig ist, dass (auch) bei der Entscheidung nur über einzelne der Aufteilung unterliegende Vermögensteile nach Maßgabe der Billigkeit die übrigen Vermögensverhältnisse der Ehegatten zu berücksichtigen sind (RIS-Justiz RS0008525). Dem vom Kläger dazu inhaltlich erhobenen Einwand, es müsse berücksichtigt werden, dass seine frühere Ehegattin die Liegenschaft aufgrund seiner wertsteigernden Tätigkeiten um einen höheren Betrag verkauft habe, wird mit der Aufteilung des unstrittigen Wertzuwachses durch die Investitionen des Klägers Rechnung getragen.
Die Ermittlung des fiktiven Aufteilungsanspruchs hängt typisch von den Umständen des Einzelfalls ab und stellt im Allgemeinen keine erhebliche Rechtsfrage dar (RIS-Justiz RS0113732). Warum die Entscheidung des Berufungsgerichts im Hinblick auf die Vermögensverhältnisse seiner früheren Ehegattin nicht der Billigkeit entsprechen soll, vermag der Kläger nicht stichhaltig zu begründen.
2.3 Die Entscheidung des Berufungsgerichts beruht auf der Beurteilung, dass der Kläger im vorliegenden Schadenersatzverfahren selbst von einer Gewichtung der Beiträge der Ehegatten zur Schaffung des ehelichen Vermögens zu gleichen Teilen ausgegangen sei. Im Anschluss an diese Ausführungen gelangte das Berufungsgericht zum Ergebnis, dass die Gewichtung der Beiträge (unter Berücksichtigung der Investitionen in die Liegenschaft in Form von Vermögen und Arbeitsleistungen) im Verhältnis 1 : 1 auch der Billigkeit entspreche (vgl RIS-Justiz RS0079235; RS0057654; 1 Ob 46/13s). Die Ermittlung des Aufteilungsschlüssels stellt ebenfalls eine Frage des Einzelfalls dar (RIS-Justiz RS0108756; 1 Ob 46/13s). Auch dazu zeigt der Kläger keine erhebliche Rechtsfrage auf, zumal er im Wesentlichen nur vorbringt, dass es nicht verständlich sei, warum das Berufungsgericht die Billigkeitsentscheidung „gleichteilig“ treffe.
3.1 Das Hauptargument des Klägers in der außerordentlichen Revision besteht darin, dass der Wertzuwachs der Liegenschaft nicht aufzuteilen, sondern - im Rahmen eines Vorwegabzugs - nur ihm allein zukomme, weil dieser überwiegend bzw zur Gänze auf seinen finanziellen und physischen Mitteln beruhe. Mit diesen Überlegungen zielt der Kläger auf die Feststellung ab, dass der von ihm geerbte Geldbetrag (in Höhe von 200.000 EUR) zu einem nicht genau feststellbaren, jedoch 100.000 EUR übersteigenden Teil für Investitionen in die eheliche Liegenschaft verwendet wurde.
3.2 Das Erstgericht hat den Umstand der Erbschaft des Klägers mit der Begründung in die Beurteilung miteinbezogen, dass ein pflichtgemäß handelnder Parteienvertreter eine Frage nach geerbtem oder geschenktem Vermögen gestellt hätte.
Bei dieser Beurteilung ist - ungeachtet der Frage, ob die mit geerbtem Geld angeschafften Werte im Ehevermögen abgrenzbar (vgl 7 Ob 109/97y; 2 Ob 314/01t) oder dafür gewidmet sind (vgl 1 Ob 86/13y) - zu beachten, dass im vorliegenden Schadenersatzprozess für die Frage des zu ersetzenden Schadens an die vorgeworfene Pflichtverletzung anzuknüpfen ist. Dazu ergibt sich, dass auch im Rahmen der Anwaltshaftung die Pflichtverletzung sowie der Kausalzusammenhang zwischen pflichtwidrigem Verhalten und schadensbegründendem Prozessverlust vom Geschädigten dargelegt und bewiesen werden muss (RIS-Justiz RS0022686; RS0022700). Das Berufungsgericht hat zutreffend ausgeführt, dass der Geschädigte für die Behauptung beweispflichtig ist, dass bei sachgerechter Vertretung im Vorprozess (hier im Aufteilungsverfahren) ein bestimmter Sachverhalt festgestellt, also ein bestimmter Prozessstoff zum Gegenstand des Verfahrens gemacht worden wäre (vgl RIS-Justiz RS0127136).
Die dem Beklagten von den Vorinstanzen angelastete Pflichtverletzung besteht in der verspäteten Einbringung des Aufteilungsantrags. Nach der Tatsachengrundlage war dem Beklagten im Aufteilungsverfahren nicht bekannt, dass der vom Kläger auf das gemeinsame Sparbuch gelegte Betrag von 200.000 EUR aus einer Erbschaft stammte; über die allgemeinen Aufteilungsgrundsätze wurde der Kläger vom Beklagten unterrichtet. Zur Darlegung einer die Erbschaft des Klägers betreffenden erweiterten Pflichtverletzung hätte sich dieser darauf berufen müssen, dass sich der Beklagte als pflichtgemäßer Rechtsanwalt in Vorbereitung des Aufteilungsantrags trotz der erfolgten Beratung und der mit dem Kläger geführten Gespräche nach einer allfälligen Erbschaft hätte erkundigen müssen. Dazu hat der Kläger im erstinstanzlichen Verfahren allerdings kein Vorbringen erstattet.
4. Insgesamt gelingt es dem Kläger nicht, mit seinen Ausführungen eine erhebliche Rechtsfrage iSd § 502 Abs 1 ZPO aufzuzeigen. Die außerordentliche Revision war daher zurückzuweisen.
ECLI:AT:OGH0002:2013:0080OB00125.13K.1217.000
JJT_20131217_OGH0002_0080OB00125_13K0000_000

References: § 1298
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 §229
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 § 502