Source: https://bravors.brandenburg.de/verordnungen/nsg_bruchwald_rossdunk
Timestamp: 2020-02-23 16:39:18+00:00

Document:
(GVBl.II/96, [Nr. 12], S.86)
geändert durch Artikel 2 der Verordnung vom 10. November 2016
Die in § 2 näher bezeichneten Flächen in den Gemeinden Göttin und Schmerzke (Stadt Brandenburg) werden als Naturschutzgebiet festgesetzt. Das Naturschutzgebiet trägt die Bezeichnung "Bruchwald Roßdunk".
(1) Das Naturschutzgebiet hat eine Größe von rund 90 Hektar. Es umfaßt folgende Flächen in den Gemarkungen
Göttin Flur 2 Flurstücke 168, 169 anteilig, 170 anteilig, 171 anteilig, 172 anteilig, 173 anteilig, 175, 176 anteilig;
Flur 3 Flurstücke 1, 2 anteilig, 4-12, 17, 18, 23, 24, 29, 33-35, 38, 39, 42, 43, 47-49, 52-56, 60, 63, 64, 66 anteilig, 68, 69, 70;
Schmerzke Flur 3 Flurstücke 80, 82 anteilig, 83 anteilig, 84 anteilig, 86 anteilig, 90, 91 anteilig, 92, 98, 102 anteilig, 103 anteilig, 104 anteilig, 105 anteilig, 106 anteilig;
Flur 4 Flurstücke 84 anteilig, 85 anteilig, 86 anteilig, 87 anteilig, 89 anteilig.
(2) Die Grenze des Naturschutzgebietes ist in einer Übersichtskarte zur Verordnung über das Naturschutzgebiet „Bruchwald Roßdunk“ und in vier Flurkarten mit ununterbrochener Linie eingezeichnet; als Grenze gilt der innere Rand dieser Linie. Die Übersichtskarte mit der Blattnummer 0807-334 im Maßstab 1 : 10 000, unterzeichnet von dem Bearbeiter Herrn Dietmar am 2. Februar 1996, Siegelnummer 9 des Ministeriums für Umwelt, Naturschutz und Raumordnung, ermöglicht die Verortung im Gelände. Maßgeblich für den Grenzverlauf ist die Einzeichnung in den Flurkarten der Gemarkung Göttin, Fluren 2 und 3, jeweils im Maßstab 1 : 2 500 mit den Blattnummern 1 und 2 und in den Flurkarten der Gemeinde Schmerzke, Fluren 3 und 4 jeweils im Maßstab 1 : 2 500 mit den Blattnummern 3 und 4, jeweils unterzeichnet von dem Bearbeiter Herrn Dietmar am 2. Februar 1996, Siegelnummer 9 des Ministeriums für Umwelt, Naturschutz und Raumordnung.
(3) Die Verordnung mit Karten kann bei dem für Naturschutz und Landschaftspflege zuständigen Fachministerium des Landes Brandenburg, oberste Naturschutzbehörde, in Potsdam sowie bei der kreisfreien Stadt Brandenburg an der Havel, untere Naturschutzbehörde, von jedermann während der Dienstzeiten kostenlos eingesehen werden.
als Standort eines natürlichen, teilweise mesotrophen Bruchwaldkomplexes mit eingelagerten Feuchtwiesen auf einem Versumpfungsmoor sowie gefährdeten, vorwiegend eutrophen Erlen-Eschenwäldern;
als Lebensraum bestandsbedrohter Tierarten, insbesondere von Schmetterlings-, Käfer- und Vogelarten sowie von Amphibien und Reptilien;
aus ökologischen Gründen wegen seiner Bedeutung im Rahmen des regionalen Biotopverbundes;
wegen seiner besonderen Eigenart als natürlicher, reich gegliederter Bruchwaldkomplex inmitten einer intensiv genutzten Agrarlandschaft.
(2) Die Unterschutzstellung dient der Erhaltung und Entwicklung des Gebietes von gemeinschaftlicher Bedeutung „Bruchwald Roßdunk“ (§ 7 Absatz 1 Nummer 6 des Bundesnaturschutzgesetzes) mit seinen Vorkommen von Pfeifengraswiesen auf kalkreichem Boden, torfigen und tonig-schluffigen Böden (Molinion caeruleae) als natürlichem Lebensraumtyp von gemeinschaftlichem Interesse im Sinne von § 7 Absatz 1 Nummer 4 des Bundesnaturschutzgesetzes.
Wasserfahrzeuge aller Art und Luftmatratzen zu benutzen;
Hunde auszubilden oder zu prüfen;
die im Sinne des § 11 Abs. 2 des Brandenburgischen Naturschutzgesetzes ordnungsgemäße landwirtschaftliche Bodennutzung im bisherigen Umfang auf den bisher dafür genutzten Flächen unter Beachtung der Verbote nach § 4 Abs. 2 Nr. 20 und 23 dieser Verordnung und mit der Maßgabe, daß
die Ausbringung von Klärschlamm und Gülle verboten ist,
die Phosphat-Kali-Erhaltungsdüngung im Einvernehmen mit der unteren Naturschutzbehörde erfolgt und die Stickstoff-Düngung verboten ist;
keine fremdländischen Baumarten ausgebracht werden;
die im Sinne des § 11 Abs. 4 des Brandenburgischen Naturschutzgesetzes ordnungsgemäße fischereiwirtschaftliche Flächennutzung und Angelfischerei im bisherigen Umfang auf den bisher dafür genutzten Flächen mit der Maßgabe, daß die Angelfischerei auf den von der unteren Naturschutzbehörde im Einvernehmen mit der unteren Fischereibehörde ausgewiesenen Flächen zulässig ist;
das Verbot nach § 4 Abs. 2 Nr. 14 gilt;
die ordnungsgemäße Unterhaltung der Gewässer und sonstiger rechtmäßig bestehender Anlagen, einschließlich der dem öffentlichen Verkehr gewidmeten Straßen und Wege, im Einvernehmen mit der unteren Naturschutzbehörde. Der Herstellung des Einvernehmens bedarf es nicht, soweit es sich um unaufschiebbare Maßnahmen handelt;
Anlage - Lage des Naturschutzgebietes "Bruchwald Roßdunk" 139.0 KB

References: § 2
 § 7
 § 11
 § 4
 § 11
 § 4