Source: http://relevancy.bger.ch/php/aza/http/index.php?lang=de&zoom=&type=show_document&highlight_docid=aza%3A%2F%2F13-05-2013-2C_1132-2012
Timestamp: 2016-10-26 11:37:14+00:00

Document:
2C_1132/2012 (13.05.2013)
2C_1132/2012 � � Urteil vom 13. Mai 2013
Beschwerdef�hrer, vertreten durch Rechtsanwalt David Husmann, substituiert durch Master of Law David Fischer,
Universit�t Z�rich, vertreten durch den Universit�tsrat, Walchetor, 8090 Z�rich.
Studiengeb�hren,
Verwaltungsgerichts des Kantons Z�rich,
3. Kammer, vom 20. September 2012.
Am 5. M�rz 2012 erliess der Universit�tsrat der Universit�t Z�rich die Verordnung �ber die Studiengeb�hren an der Universit�t Z�rich (GebV UZH), die am 9. M�rz 2012 im Amtsblatt publiziert wurde und auf den 1. Mai 2012 in Kraft trat (LS 415.321). Nach � 2 Abs. 1 lit. a GebV UZH betr�gt die Kollegiengeldpauschale f�r ordentliche Studierende einheitlich Fr. 720.-- pro Semester.
Am 20. April 2012 erhoben der Fachverein Medizin sowie der Medizinstudent X.________ Beschwerde beim Verwaltungsgericht des Kantons Z�rich mit dem Antrag, es sei festzustellen, dass der Universit�tsratsbeschluss vom 5. M�rz 2012 resp. die Verordnung �ber die Studiengeb�hren an der Universit�t Z�rich im Sinne der Beschwerdebegr�ndung unvollst�ndig sei. Weiter sei - entweder vom Gericht oder auf dessen Anordnung hin durch den Universit�tsrat - eine Regelung im Sinne der Beschwerdebegr�ndung zu erlassen, die den gesetzlichen Anforderungen �bergeordneten Rechts Stand halte. Zudem wurde f�r X.________ die Gew�hrung der unentgeltlichen Rechtspflege beantragt. Mit Urteil vom 20. September 2012 wies das Verwaltungsgericht die Beschwerde ab, soweit es darauf eintrat; zugleich wies es das Gesuch von X.________ um unentgeltliche Rechtspflege ab. Die Gerichtskosten von insgesamt Fr. 8'140.-- wurden den Beschwerdef�hrern je zur H�lfte unter solidarischer Haftung f�r den Gesamtbetrag auferlegt.
X.________ erhebt mit Eingabe vom 14. November 2012 Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten und wiederholt die vorinstanzlich gestellten Antr�ge. Eventualiter sei die Sache zur Neubeurteilung an die Vorinstanz zur�ckzuweisen, subeventualiter die angefochtene Verordnung �ber die Studiengeb�hren ganz aufzuheben. Zudem sei die Sache zur Neubeurteilung und Bewilligung des Gesuchs um unentgeltliche Prozessf�hrung an die Vorinstanz zur�ckzuweisen. Sodann beantragt er unentgeltliche Rechtspflege und Rechtsbeistand auch f�r das Verfahren vor dem Bundesgericht.
�Das Verwaltungsgericht und der Universit�tsrat beantragen, die Beschwerde sei abzuweisen, soweit darauf einzutreten sei. X.________ repliziert. Der Universit�tsrat dupliziert.
1.1.�Die Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten gegen den kantonal letztinstanzlichen Entscheid �ber einen kantonalen Erlass ist zul�ssig (Art. 82 lit. b, Art. 86 Abs. 1 lit. d i.V.m. Art. 87 Abs. 2 BGG). Der Beschwerdef�hrer ist als Medizinstudent an der Universit�t Z�rich legitimiert zur Anfechtung des Erlasses, der die Semestergeb�hren f�r Studenten regelt (Art. 89 Abs. 1 BGG).
1.2.�Der Universit�tsrat ist der Meinung, die M�glichkeit, Studierenden w�hrend des Wahlstudienjahres eine Befreiung von den Studiengeb�hren zu gew�hren, sei bereits in der Verordnung vom 18. April 2011 �ber die Zulassung zum Studium an der Universit�t Z�rich (VZS; LS 415.31) nicht mehr erw�hnt worden. Diese Verordnung sei unangefochten bereits am 1. August 2011 in Kraft getreten; die darin enthaltene Regelung k�nne jetzt nicht mit einer Beschwerde gegen die GebV UZH wieder in Frage gestellt werden. Dieser Auffassung kann nicht gefolgt werden: Die vom Universit�tsrat angerufenen �� 22 und 23 VZS regeln den Urlaub und die Sistierung der Immatrikulation und legen fest, dass w�hrend des Urlaubs und der Sistierung keine Kollegiengeldpauschalen entrichtet werden m�ssen. Das schliesst aber nicht aus, im Rahmen der Anfechtung einer sp�teren Verordnung, welche die H�he der Kollegiengeldpauschalen festlegt, den Antrag zu stellen, diese seien in bestimmten Konstellationen tiefer anzusetzen. Auf die Beschwerde ist somit grunds�tzlich einzutreten.
1.3.�Der Beschwerdef�hrer stellt den Subeventualantrag, die angefochtene Verordnung �ber die Studiengeb�hren ganz aufzuheben. Dieser Antrag wurde vor der Vorinstanz nicht bzw. erst versp�tet gestellt, so dass das Verwaltungsgericht darauf nicht eintrat und insoweit kein materieller Entscheid vorliegt. Mit diesem teilweisen Nichteintretensentscheid setzt sich der Beschwerdef�hrer weder im Rechtsbegehren noch in der Begr�ndung auseinander, so dass darauf nicht weiter einzugehen ist. Der materielle Subeventualantrag ist daher unzul�ssig. Insoweit ist auf die Beschwerde nicht einzutreten.
1.4.�Das Bundesgericht pr�ft frei die richtige Anwendung von Bundesrecht (mit Einschluss des Bundesverfassungsrechts) und des V�lkerrechts (Art. 95 lit. a und b BGG). Ferner kann die Verletzung kantonaler verfassungsm�ssiger Rechte oder kantonaler Bestimmungen �ber die politische Stimmberechtigung ger�gt werden (Art. 95 lit. c und d BGG). Abgesehen von diesen F�llen kann die Verletzung kantonalen Rechts nicht als solche ger�gt werden; zul�ssig ist nur die R�ge, die Anwendung kantonalen Rechts f�hre zu einer Bundesrechtsverletzung, namentlich indem kantonales Recht willk�rlich angewendet wurde (BGE 138 I 143 E. 2 S. 150). Die Verletzung von Grundrechten - mit Einschluss des Willk�rverbots - und von kantonalem Recht pr�ft das Bundesgericht nur insofern, als eine solche R�ge in der Beschwerde vorgebracht und begr�ndet worden ist (Art. 106 Abs. 2 BGG).
Im vorliegenden Streit geht es darum, dass die Studierenden der Humanmedizin an der Universit�t Z�rich das f�nfte Studienjahr als sog. Wahlstudienjahr absolvieren, in welchem sie w�hrend mindestens neun Kalendermonaten eine ganzt�gige praktische T�tigkeit in einer ausseruniversit�ren Einrichtung des Gesundheitswesens aus�ben (� 34 und 35 der Studienordnung f�r das Studium im Bachelor- und Masterstudiengang Humanmedizin an der Medizinischen Fakult�t der Universit�t Z�rich). Nach der fr�her geltenden Regelung konnte Studierenden, die wegen eines im Studienablauf integrierten obligatorischen Praktikums an der Teilnahme an Lehrveranstaltungen verhindert waren, Urlaub gew�hrt werden; w�hrend des Urlaubs blieben die Studierenden an der Universit�t immatrikuliert, hatten jedoch keine Studiengeb�hren zu entrichten. F�r ordentliche Studierende betrug die Kollegiengeldpauschale Fr. 640.-- pro Semester.
Mit der hier angefochtenen Neuregelung wird einerseits die Kollegiengeldpauschale f�r ordentliche Studierende auf Fr. 720.-- pro Semester erh�ht (zus�tzlich f�r Studierende der Humanmedizin im 1. bis 4. und 6. Studienjahr Pr�fungsgeb�hren von Fr. 160.-- pro Studienjahrespr�fung). Andererseits ist nicht mehr vorgesehen, dass w�hrend des Wahlstudienjahres keine Geb�hren zu bezahlen sind, so dass auch in diesem Jahr die vollen Semestergeb�hren anfallen.
3.1.�Der Beschwerdef�hrer beanstandet nicht die Erh�hung der Geb�hr an sich, ist aber der Meinung, dass im Wahlstudienjahr keine oder h�chstens eine reduzierte Kollegiengeldpauschale zul�ssig sei, wobei aus der Begr�ndung der Beschwerde hervorgeht, dass er eine Geb�hr in der H�he von maximal Fr. 150.-- pro Semester als zul�ssig erachtet. Er r�gt eine Verletzung des Legalit�tsprinzips im Abgaberecht (Art. 5 Abs. 1 BV; recte: Art. 127 Abs. 1 BV) und des �quivalenzprinzips (Verh�ltnism�ssigkeitsprinzip; Art. 5 Abs. 2 BV). Er ist der Meinung, dass die Kollegiengeldpauschale zumindest im Umfang von Fr. 570.-- (Fr. 720.-- minus Fr. 150.--) eine Steuer darstellt. Die Studierenden w�rden w�hrend des Wahlstudienjahrs keine Lehrveranstaltungen besuchen oder andere universit�re Einrichtungen ben�tzen, so dass die Universit�t praktisch keine Leistung erbringe. Die H�he der Semestergeb�hr verletze daher das �quivalenzprinzip, so dass die Geb�hr nicht mehr eine Kausalabgabe, sondern eine Steuer sei; f�r eine Steuer fehle aber eine gen�gend bestimmte formellgesetzliche Grundlage, was Art. 5 Abs. 1 BV (recte: Art. 127 Abs. 1 BV) verletze. Zudem seien die Vorgaben gem�ss � 41 Abs. 1 des Universit�tsgesetzes vom 15. M�rz 1998 (UniG; LS 415.11) verletzt: Nach dieser Bestimmung seien die Geb�hren unter Ber�cksichtigung der an den andern Universit�ten geltenden Ans�tze zu bemessen. Schliesslich sei die Rechtsgleichheit (Art. 8 Abs. 1 BV) verletzt, weil die Studierenden im Wahlstudienjahr kaum an der Universit�t Lehrveranstaltungen besuchten und von dieser nicht betreut w�rden, aber trotzdem die gleichen Geb�hren entrichten m�ssten wie Studierende, die t�glich Lehrveranstaltungen besuchten.
3.2.�Es ist unbestritten, dass � 41 UniG keine Grundlage bietet f�r die Erhebung einer Steuer. Der Beschwerdef�hrer bestreitet aber nicht, dass � 41 UniG eine gen�gende gesetzliche Grundlage darstellt f�r die Erhebung einer Kollegiengeldpauschale, welche das Kostendeckungs- und das �quivalenzprinzip einh�lt (vgl. dazu BGE 120 Ia 1; 121 I 273; 123 I 254; 130 I 113). Ebenso wenig r�gt er eine Verletzung des Kostendeckungsprinzips, wohl aber eine Verletzung des �quivalenzprinzips. Dieses verlangt als abgabenrechtliche Konkretisierung des Verh�ltnism�ssigkeitsprinzips, dass eine Geb�hr nicht in einem offensichtlichen Missverh�ltnis zum objektiven Wert der bezogenen Leistung stehen darf und sich in vern�nftigen Grenzen bewegen muss; sie soll nach sachlich vertretbaren, objektiven Kriterien bemessen werden (BGE 138 II 70 E. 7.2 S. 76; 132 II 47 E. 4.1 S. 55 f.; je mit Hinweisen).
3.3.�Das Verwaltungsgericht hat dazu erwogen, das Medizinstudium sei als eine Einheit zu betrachten, so dass die Geb�hren nicht semesterweise, sondern gesamthaft zu beurteilen seien. Das Wahlstudienjahr bilde Teil des Medizinstudiums. Die Kosten f�r die Medizinausbildung w�rden �ber 40'000.-- Franken pro Semester und gesamthaft rund 490'000.-- Franken betragen. Demgegen�ber w�rden die Studierenden mit ihren Semestergeb�hren pro Semester Fr. 720.-- bzw. f�r das ganze Studium nur Fr. 8'660.-- bezahlen, so dass kein Verstoss gegen das �quivalenzprinzip vorliege; zudem bewegten sich die Geb�hren im Bereich der an anderen Hochschulen geltenden Ans�tze.
3.4.�Der Beschwerdef�hrer stellt diese Zahlen als solche nicht in Frage und beanstandet auch nicht grunds�tzlich, dass die Semestergeb�hren zu hoch seien. Die f�r die Leistungserbringung erforderlichen Kosten k�nnen denn auch durchaus als Indiz f�r den objektiven Wert der Leistung betrachtet werden (vgl. Urteile 2P.7/2007 vom 26. Juni 2007 E. 4.5; 1P.645/2004 vom 1. Juni 2005 E. 4, in: ZBl 107/2006 S. 478). Der Beschwerdef�hrer ist jedoch der Meinung, das �quivalenzprinzip enthalte auch ein zeitliches Element. Es m�sse ein zeitlicher Zusammenhang zwischen der Leistung und der Gegenleistung bestehen, zumal die Geb�hren semesterweise erhoben w�rden. Da die Universit�t im Wahlstudienjahr keine kongruente Gegenleistung erbringe, sei die in diesem Jahr zu bezahlende Kollegiengeldpauschale zu hoch.
3.5.�Eine Ben�tzungsgeb�hr darf grunds�tzlich nur erhoben werden, wenn effektiv Leistungen in Anspruch genommen bzw. erbracht werden, ausser wenn die Inanspruchnahme der Leistung obligatorisch ist (Urteile 2P.223/2005 vom 8. Mai 2006 E. 4.1, in: ZBl 108/2007 S. 493; 2P.117/2003 vom 29. August 2003 E. 4.3.1, in: ZBl 104/2003 S. 533; 2P.178/1995 vom 23. Dezember 1996 E. 5d, in: ZBl 99/1998 S. 239). Die Argumentation des Beschwerdef�hrers ist insoweit verst�ndlich. In der vorliegenden Konstellation ist aber zu ber�cksichtigen, dass das Wahlstudienjahr nicht isoliert, sondern nur als obligatorischer Teil des Gesamtstudiums absolviert werden kann. Der Studierende kommt also nicht in die Lage, bloss ein Wahlstudienjahr zu absolvieren und einzig daf�r eine Geb�hr zu bezahlen, ohne eine entsprechende Gegenleistung zu erhalten. Sodann wird die Semestergeb�hr ohnehin nicht nach Massgabe der von den einzelnen Studierenden bezogenen Leistungen, sondern als Pauschale erhoben. Da der Nutzen einer staatlichen Leistung nicht immer ohne weiteres klar bemessen werden kann, ist ein derartiger Schematismus in gewissen Grenzen zul�ssig (vgl. BGE 128 I 46 E. 5b/bb S. 55 f.; 126 I 180 E. 3a/bb S. 188), auch wenn in der Folge die erhobene Geb�hr nicht genau mit der Dauer der Ben�tzung korreliert (Urteil 2P.191/2004 vom 10. August 2005 E. 4.6, in: ZBl 107/2006 S. 254). Dies gilt zumindest solange die schematisch erhobene Geb�hr immer noch deutlich unter den effektiven Kosten bzw. dem objektiven Nutzen liegt (vgl. Urteile 2C_275/2009 vom 26. Oktober 2010 E. 7.2, nicht publ. in: BGE 137 I 107, aber in: ZBl 113/2012 S. 92; 2P.266/2003 vom 5. M�rz 2004 E. 3.4). Unter diesen Umst�nden ist die vom Verwaltungsgericht vorgenommene Gesamtbetrachtung �ber das ganze Studium durchaus sachgerecht und verletzt das �quivalenzprinzip nicht, jedenfalls solange die gesamthaft erhobene Geb�hr deutlich unter den Gesamtkosten des Studiums liegt, wie das hier der Fall ist.
3.6.�Aus analogen Gr�nden ist auch die Rechtsgleichheit nicht verletzt: Nach den vom Beschwerdef�hrer angelegten Massst�ben m�sste die Studiengeb�hr nach Massgabe der im Einzelfall effektiv bezogenen Leistungen erhoben werden. Dies h�tte zur Folge, dass die einheitliche Kollegiengeldpauschale f�r alle Studierenden schon im Grundsatz unzul�ssig w�re. Gerade f�r Medizinstudierende wie den Beschwerdef�hrer m�ssten die Studiengeb�hren deutlich h�her sein als f�r Studierende anderer Fakult�ten, da gerichtsnotorisch die Studienkosten in der Medizin erheblich h�her sind als die durchschnittlichen Studienkosten. Wenn der zust�ndige Gesetz- und Verordnungsgeber stattdessen die Geb�hren einheitlich und nicht nach Massgabe der konkret festgelegten Leistungen festsetzt, so h�lt sich das im Rahmen des verfassungsrechtlich Zul�ssigen, zumindest solange als auch f�r diejenigen, welche wenig Leistungen beziehen, die Geb�hr nicht in einem offensichtlichen Missverh�ltnis zum objektiven Wert der von ihnen bezogenen Leistung steht.
3.7.�Ist somit das �quivalenzprinzip nicht verletzt, so ist die streitige Geb�hr als Kausalabgabe zul�ssig. Eine gesetzliche Grundlage f�r eine Steuer ist deshalb nicht erforderlich und damit auch das Legalit�tsprinzip nicht verletzt.
3.8.�In Bezug auf � 41 Abs. 1 Satz 2 UniG hat das Verwaltungsgericht erwogen, der Zweck dieser Bestimmung liege darin, den Zugang zum Medizinstudium an der Universit�t gegen�ber anderen Universit�ten im Bereich der Semestergeb�hren nicht erheblich zu erschweren; damit m�sste aber die Geb�hrengestaltung anderer Universit�ten nicht f�r jeden Ausnahmefall und einzelne Semester ber�cksichtigt werden. Diese Auslegung des kantonalen Rechts durch das Verwaltungsgericht kann vom Bundesgericht nur auf Willk�r hin �berpr�ft werden (vgl. E. 1.4 hiervor). Der Beschwerdef�hrer erhebt jedoch bloss appellatorische Kritik gegen die Betrachtung der Vorinstanz, bringt aber nichts vor, was diese als willk�rlich erscheinen liesse.
4.1.�Der Beschwerdef�hrer r�gt sodann, dass ihm im vorinstanzlichen Verfahren die unentgeltliche Rechtspflege verweigert wurde. Das Verwaltungsgericht begr�ndete dies damit, der Beschwerdef�hrer habe seine Mittellosigkeit nicht gen�gend dargelegt, insbesondere nicht unter Einbezug einer allf�lligen elterlichen Unterst�tzungspflicht. Der Beschwerdef�hrer erblickt darin eine Verletzung der Bestimmungen �ber die unentgeltliche Rechtspflege (Art. 29 Abs. 3 BV) sowie eine Verletzung des rechtlichen Geh�rs, �berspitzten Formalismus und Rechtsverweigerung (Art. 29 Abs. 1 und 2 BV) : Er habe im Gesuch seine eigene Mittellosigkeit dargelegt und anerboten, weitere Unterlagen einzureichen, falls das Gericht dies als notwendig erachten sollte. Wenn die Vorinstanz auf den fehlenden Nachweis hinsichtlich der elterlichen Unterst�tzungspflicht abstellen wollte, so h�tte sie ihm vorher Gelegenheit geben m�ssen, sich zu diesem Punkt zu �ussern, zumal Zweifel an einer elterlichen Unterst�tzungspflicht bestehen, da er bereits 28-j�hrig sei und �ber eine abgeschlossene Erstausbildung verf�ge.
4.2.�Mit dem Anspruch auf unentgeltliche Rechtspflege nach Art. 29 Abs. 3 BV soll eine nicht �ber gen�gend finanzielle Mittel verf�gende Partei in den Stand versetzt werden, zur Durchsetzung ihrer Rechte einen Prozess zu f�hren, und es soll ihr, gleich wie einer verm�genden Partei, der Zugang zum Gericht ungeachtet ihrer Bed�rftigkeit m�glich sein. Die Aufgabe des Staates beschr�nkt sich darauf, den Einzelnen dann zu unterst�tzen, wenn er ohne diese Unterst�tzung eines Rechts verlustig ginge oder sich gegen einen als unzul�ssig erachteten Eingriff nicht wehren k�nnte. Der Anspruch besteht deshalb in der Regel nicht in einem Verfahren der abstrakten Normenkontrolle, weil derartige Nachteile in der Regel nicht bereits dann unmittelbar drohen, wenn eine Norm erlassen wird; erst die Anwendung einer Norm im Einzelfall f�hrt zu einem massgeblichen Eingriff in Rechte, und es gen�gt, wenn einer betroffenen bed�rftigen Partei die unentgeltliche Prozessf�hrung in jenem Zeitpunkt bewilligt wird. Nur ausnahmsweise wird es sich anders verhalten und ein Anspruch auf unentgeltliche Rechtspflege bereits f�r die pr�ventive Anfechtung einer generell-abstrakten Norm zu bejahen sein, n�mlich dann etwa, wenn aufgrund der Umst�nde mit einem sofortigen Anwendungsakt zu rechnen ist und der Betroffene sich gegen�ber den rechtsanwendenden Beh�rden, zum Beispiel mangels f�rmlicher Anfechtungsm�glichkeiten, nicht wirksam wird wehren k�nnen (BGE 121 I 314 E. 3b S. 317; Urteile 2P.108/2005 vom 5. Juli 2006 E. 2; 2P.184/1999 vom 25. Mai 2000 E. 6; 2P.273/1999 vom 18. November 1999 E. 2; STEFAN MEICHSSNER, Das Grundrecht auf unentgeltliche Rechtspflege [Art. 29 Abs. 3 BV], 2008, S. 66).
4.3.�F�r den vorliegenden Fall ergibt sich daraus Folgendes: Es handelt sich hier zwar um eine abstrakte Normenkontrolle einer kantonalen Verordnung. Gem�ss der oben erw�hnten Praxis ist aber im Sinne einer Ausnahme der Anspruch auf unentgeltliche Rechtspflege bereits f�r die pr�ventive Anfechtung der Studiengeb�hrenverordnung zu bejahen, da aufgrund der Umst�nde mit einem sofortigen Anwendungsakt zu rechnen ist. Auch wenn der Beschwerdef�hrer sich allenfalls noch gegen den Anwendungsakt als solchen (Studiengeb�hrenrechnung) mit einem Rechtsmittel wehren k�nnte, w�re es im Rahmen der Pr�fung der unentgeltlichen Rechtspflege �berspitzt formalistisch, ihn auf den (hier sofort folgenden) Anwendungsakt zu verweisen. Entscheidend ist vielmehr, dass der Beschwerdef�hrer die Studiengeb�hrenverordnung zur Wahrung seiner aktuellen individuellen Rechte - und nicht bloss aus virtueller Betroffenheit - angefochten hat.
4.4.�Die Ausf�hrungen der Vorinstanz, welche zur Verweigerung der unentgeltlichen Rechtspflege gef�hrt haben (vgl. angefochtener Entscheid E. 7), �berzeugen bei n�herer Betrachtung nicht:
4.4.1.�Bed�rftig ist eine Partei, welche die Leistung der erforderlichen Prozess- und Parteikosten nur erbringen kann, wenn sie die Mittel angreift, die sie zur Deckung des Grundbedarfs f�r sich und ihre Familie ben�tigt; dabei sind nebst den Einkommens- auch die Verm�gensverh�ltnisse zu ber�cksichtigen (BGE 135 I 221 E. 5.1 S. 223 f.; 128 I 225 E. 2.5.1 S. 232).
4.4.2.�Zwar trifft die Annahme der Vorinstanz zu, die Unterhaltspflicht der Eltern gegen�ber m�ndigen Kindern (Art. 277 Abs. 2 ZGB) umfasse grunds�tzlich auch die Prozesskosten (vgl. BGE 127 I 202 E. 3 S. 204 ff., insb. E. 3c-f S. 206 ff.). Die Vorinstanz hat es jedoch g�nzlich unterlassen, im konkreten Fall zu pr�fen, ob die Voraussetzungen der elterlichen Unterhaltspflicht �berhaupt gegeben sind, obwohl der Beschwerdef�hrer ausdr�cklich seine Mitwirkung offeriert hat. So hat die Vorinstanz nicht ber�cksichtigt, dass der Beschwerdef�hrer �ber eine (erste) abgeschlossene Berufsausbildung als Informatiker verf�gt. Vor dem Bundesgericht hat nun der Beschwerdef�hrer mit diversen Dokumenten (Steuerrechnungen, Kontoausz�ge, Schreiben seiner Eltern, F�higkeitsausweis als Informatiker) seine materielle Bed�rftigkeit nachgewiesen (vgl. auch E. 5 hiernach). Die Vorinstanz hat es damit im Ergebnis vers�umt, dem Beschwerdef�hrer Gelegenheit zu geben, sich zur Frage der elterlichen Unterhaltspflicht zu �ussern. Damit ist der angefochtene Entscheid betreffend die unentgeltliche Rechtspflege unter Verletzung des Geh�rsanspruchs des Beschwerdef�hrers ergangen, weshalb er diesbez�glich aufzuheben und an die Vorinstanz zur Neubeurteilung zur�ckzuweisen ist.
5.1.�Zusammenfassend ist die Beschwerde daher teilweise gutzuheissen, soweit darauf eingetreten werden kann, und der angefochtene Entscheid des Verwaltungsgerichts des Kantons Z�rich vom 20. September 2012 ist insoweit aufzuheben, als das Gesuch des Beschwerdef�hrers um unentgeltliche Rechtspflege abgewiesen und ihm eine Gerichtsgeb�hr von Fr. 8'140.-- auferlegt wurde. Die Sache ist zur neuen Pr�fung des Gesuchs um unentgeltliche Rechtspflege sowie zur Neuregelung der Kosten- und Entsch�digungsfrage an die Vorinstanz zur�ckzuweisen. Im �brigen ist die Beschwerde abzuweisen.
5.2.�Der Universit�t Z�rich und dem Kanton Z�rich sind keine Gerichtskosten aufzuerlegen (Art. 66 Abs. 1 und 4 BGG). Hingegen hat die Universit�t Z�rich den Beschwerdef�hrer im Umfang seines Obsiegens f�r das bundesgerichtliche Verfahren zu entsch�digen (Art. 68 Abs. 2 BGG). Insofern wird das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege gegenstandslos. Soweit der Beschwerdef�hrer mit seiner Beschwerde unterliegt, wird er kostenpflichtig (Art. 66 Abs. 1 BGG). Das Gesuch um Gew�hrung der unentgeltlichen Rechtspflege im Sinne der vorl�ufigen Befreiung von den Gerichtskosten kann in diesem Umfang gutgeheissen werden. Seine Bed�rftigkeit ist nunmehr ausgewiesen und die Beschwerde war nicht von vornherein aussichtslos (Art. 64 Abs. 1 BGG). Der Beschwerdef�hrer wird indessen auf Art. 64 Abs. 4 BGG aufmerksam gemacht, wonach er als Beg�nstigter der Gerichtskasse Ersatz zu leisten haben wird, wenn er sp�ter dazu in der Lage ist.
5.3.�Was das Gesuch um unentgeltliche Rechtsvertretung betrifft, ist Art. 64 Abs. 2 BGG massgeblich, wonach als unentgeltlicher Rechtsbeistand nur ein Anwalt beigegeben werden kann. Der Beschwerdef�hrer hat zwar am 20. April 2012 eine Anwaltsvollmacht unterzeichnet, die indessen eine Substitutionsanzeige enth�lt. Die Beschwerdeschrift wurde vom Substituten verfasst, der seinerseits um Beigabe als unentgeltlicher Rechtsbeistand ersucht ("im Namen von RA David Husmann oder des Unterzeichneten"). Es handelt sich dabei zwar um einen Juristen (MLaw), der jedoch nicht Rechtsanwalt ist. Dessen Bestellung als unentgeltlicher Vertreter nach Art. 64 Abs. 2 BGG ist daher nicht zul�ssig. Der bevollm�chtigte Anwalt selber kann nicht bestellt werden, da die massgebliche Rechtsvertretungsarbeit, f�r die Entsch�digung aus der Gerichtskasse beantragt wird, nicht von ihm geleistet wurde. Das Gesuch um unentgeltliche Rechtsvertretung ist daher abzuweisen (vgl. Urteile 8C_888/2011 vom 7. Mai 2012 E. 8; 2C_331/2011 vom 25. Januar 2012 E. 6; 2C_323/2011 vom 29. August 2011 E. 2).
Die Beschwerde wird, soweit darauf einzutreten ist, teilweise gutgeheissen und der angefochtene Entscheid des Verwaltungsgerichts des Kantons Z�rich vom 20. September 2012 insoweit aufgehoben, als das Gesuch des Beschwerdef�hrers um unentgeltliche Rechtspflege abgewiesen und ihm eine Gerichtsgeb�hr auferlegt wurde. Die Sache wird zu neuem Entscheid im Sinne der Erw�gungen an die Vorinstanz zur�ckgewiesen. Im �brigen wird die Beschwerde abgewiesen.
Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege (im Sinne der vorl�ufigen Befreiung von den Gerichtskosten) wird, soweit es nicht gegenstandslos geworden ist, gutgeheissen. Das Gesuch um Beigabe eines unentgeltlichen Rechtsvertreters wird abgewiesen.
Die Gerichtskosten von Fr. 2'000.-- werden dem Beschwerdef�hrer zu Fr. 1'000.-- auferlegt. Der Anteil des Beschwerdef�hrers wird vorl�ufig auf die Gerichtskasse genommen.
Die Universit�t Z�rich hat dem Beschwerdef�hrer f�r das bundesgerichtliche Verfahren eine Entsch�digung von insgesamt Fr. 500.-- auszurichten.
Dieses Urteil wird dem Beschwerdef�hrer, der Universit�t Z�rich und dem Verwaltungsgericht des Kantons Z�rich, 3. Kammer, schriftlich mitgeteilt.

References: Art. 86
 Art. 87
 Art. 127
 Art. 5
 Art. 5
 Art. 127
 BGE 
 BGE 
 BGE 
 Art. 29
 BGE 
 Art. 64
 Art. 64
 Art. 64