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Timestamp: 2019-10-23 14:49:10+00:00

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BGH, 31.05.1994 - VI ZR 233/93 - dejure.org
https://dejure.org/1994,628
BGH, 31.05.1994 - VI ZR 233/93 (https://dejure.org/1994,628)
BGH, Entscheidung vom 31.05.1994 - VI ZR 233/93 (https://dejure.org/1994,628)
BGH, Entscheidung vom 31. Mai 1994 - VI ZR 233/93 (https://dejure.org/1994,628)
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Treppenhausaußenwand aus Fensterglas
§ 823 Abs. 1 BGB, Verkehrssicherungspflicht, § 276 BGB, nur ausnahmsweise kein Schluß von der Verletzung der "äußeren Sorgfalt" auf die Verletzung der "inneren Sorgfalt", keine Entlastung des Verkehrssicherungspflichtigen wegen baurechtlicher Genehmigung, ...
Verkehrssicherungspflicht - Verglasung
Mehrfamilienhaus - Treppenhaus - Außenwandverglasung - Verkehrssicherungspflicht
Verkehrssicherungspflicht; Gefahrenlage; Fensterglas in Treppenhausaussenwand
Keine Haftung wegen bauaufsichtlicher Genehmigung? (IBR 1994, 437)
NJW 1994, 2232
NJW-RR 1995, 23 (Ls.)
MDR 1994, 889
VersR 1994, 996
BauR 1994, 646
ZfBR 1994, 211
Insofern ist der vorliegende Fall anders gelagert als derjenige, der dem Senatsurteil vom 31. Mai 1994 - VI ZR 233/93 - (VersR 1994, 996, 997) zugrunde lag.
Das Maß der erforderlichen Sorgfalt richtet sich also nach den durchschnittlichen Anforderungen des in Betracht kommenden Verkehrskreises (BGH, Urteil vom 31.05.1994, Az.: VI ZR 233/93, u. a. in: NJW 1994, Seite 2232).
Zwar haben die Kläger im Übrigen insofern vorgetragen, dass ihnen für das verschimmelte Bücherregal und den verschimmelten Vitrinen-Schrank auch noch ein Schadenersatzbetrag in Höhe von 232, 80 Euro gegenüber der Beklagten zustehen würde und kann einem Mieter, wenn ihm in Folge eines Baumangels an eingebrachten Sachen einen Schaden entsteht, dem Grunde nach auch ein Schadenersatzanspruch gegen den Vermieter wegen schuldhafter Verletzung der allgemeinen mietvertraglichen Obhuts- und Sorgfaltspflichten (§ 280 BGB) bzw. nach § 536a BGB zustehen (BGH, Beschluss vom 24.10.2001, Az.: VIII ARZ 1/01, u. a. in: NJW 2002, Seiten 673 ff.; BGH, Urteil vom 31.05.1994, Az.: VI ZR 233/93, u. a. in: NJW 1994, Seiten 2232 ff.; BGH, Urteil vom 11.10.1990, Az.: VII ZR 120/89, u. a. in: NJW 1991, Seiten 562 f.; BGH, Urteil vom 15.02.1978, Az.: VIII ZR 47/77, u. a. in: NJW 1978, Seite 883; BGH, Urteil vom 09.12.1970, Az.: VIII ZR 149/69, u. a. in: NJW 1971, Seiten 424 ff.; OLG Koblenz, Urteil vom 22.02.1996, Az.: 5 U 929/95, u. a. in: NJW-RR 1997, Seiten 331 f.).
Da auch der die Frage des Verschuldens bestimmende Sorgfaltsmaßstab ein objektiver ist, kann sich ein Rechtsanwalt, der seine Pflichten verletzt hat, nur in Ausnahmefällen darauf berufen, nicht schuldhaft gehandelt zu haben (BGH Urteil vom 31. Mai 1994 - VI ZR 233/93 - NJW 1994, 2232, 2233).
Jedenfalls soweit der Bauherr bei einer für ihn erkennbaren Gefahrenlage keine Abhilfe schafft, kann er sich auch nicht darauf berufen, dass er mit der Planung und Bauleitung einen bewährten Architekten beauftragt hat (vgl. BGH MDR 1994, 889 ).
Das Maß der erforderlichen Sorgfalt richtet sich also nach den durchschnittlichen Anforderungen des in Betracht kommenden Verkehrskreises (BGH, Urteil vom 31.05.1994 - VI ZR 233/93, NJW 1994, 2232;… MüKoBGB/Grundmann BGB § 276 Rn. 57).
Dass der Beauftragte im Besitz der erforderlichen abfallrechtlichen Genehmigungen ist, ist Voraussetzung für eine entlastende Pflichtendelegation, kann den Abfallerzeuger aber entgegen einer gelegentlich vertretenen Ansicht (vgl. Dombert, PHI 1992, 42, 45 f.; Ekrutt, NJW 1976, 885 f.; ähnlich Klingelhöfer, VersR 2002, 530, 538;… Wilmowsky, NuR 1991, aaO; a.A. Birn, NJW 1976, 1880 f.; vgl. auch OLG Hamm, VersR 1988, 804 mit Nichtannahmebeschluss des erkennenden Senats vom 10. Mai 1988 - VI ZR 236/87) nicht ohne weitere Umstände entlasten (vgl. auch Senat, Urteil vom 31. Mai 1994 - VI ZR 233/93 - VersR 1994, 996, 997 m.w.N.).
Die Genehmigung der Inanspruchnahme einer öffentlichen Verkehrsfläche und die Vorgaben zur Absicherung der Baustelle entsprechend dem vorgelegten Beschilderungsplan gemäß Bescheid vom 30.03.1999 verfolgten andere Zwecke als die auf den Vertrauenserwartungen des Verkehrs beruhende und auf den Integritätsschutz gefährdeter Personen ausgerichtete und deshalb in ihrer Zielsetzung umfassendere Verkehrssicherungspflicht der Beklagten zu 1 und 5 (BGH, Urt. v. 31.05.1994 - VI ZR 233/93, NJW 1994, 2232, 2233;… Urt. v. 12.11.1996 - VI ZR 270/95, NJW 1997, 582, 583).
Welche Sorgfalt jeweils erfordert wird, ist ohne Rücksicht auf die individuellen Kenntnisse und Fähigkeiten des Betroffenen nach einem objektivierten Maßstab zu beurteilen (BGHZ 24, 21/27; BGHZ 80, 186/193; BGH NJW 1994, 2232 ff), sodass sich die Beklagte nicht darauf berufen kann, dass ihr die Unkenntnis der DIN-Vorschriften nicht vorwerfbar ist.
Geht es um die Anforderungen an die verkehrssichere Erstellung des Treppenhauses eines Mehrfamilienhauses, so ist zu fragen, ob der Hauseigentümer sich bei der baulichen Gestaltung wie ein ordentlicher und besonnener Bauherr verhalten und den Integritätsansprüchen der das Treppenhaus benutzenden Personen in vernünftiger und gewissenhafter Weise Rechnung getragen hat (BGH NJW 1994, 2232 ff).
Nur bei solcher Sachlage ist ausnahmsweise der Schluss von der Nichteinhaltung der 'äußeren' Sorgfalt auf eine Verletzung der 'inneren' Sorgfalt nicht gerechtfertigt (BGHZ 80, 186/199; BGH VersR 1986, 765 f; BGH NJW 1994, 2232 ff).
Denn die Erteilung der öffentlich-rechtlichen Erlaubnis verfolgt andere Zwecke als die auf den Vertrauenserwartungen des Verkehrs beruhende, auf den Integritätsschutz gefährdeter Personen ausgerichtete und deshalb in ihrer Zielsetzung umfassendere Verkehrssicherungspflicht (BGH VersR 1964, 279 f; BGH NJW 1994, 2232 ff).
Sorgfaltspflicht: Ein Knallkörper im Geschenk
OLG Naumburg, 05.04.2005 - 9 U 132/04
Zu den Anforderungen der Verkehrssicherungspflicht bei besonderen Gefahrenquellen …
OLG Koblenz, 21.01.2019 - 4 U 979/18
OLG Hamm, 12.09.2001 - 13 U 4/01

References: § 823
 § 276
 § 536
 BGH 
 § 276
 BGH 
 BGH 
 BGH 
 BGH