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Timestamp: 2018-04-19 23:28:42+00:00

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Hier erhalten Sie Informationen zu den Altersversorgungsmöglichkeiten über den Betrieb.
Das Gesetz über die betriebliche Altersversorgung regelt bestimmte arbeitsrechtlichen Mindestvoraussetzungen und die Absicherung der Arbeitnehmer bei Insolvenz des Betriebes.
Man unterscheidet folgende Gruppen der betrieblichen Altersversorgung:
Bei der Pensionszusage kann der Betrieb schon ab der Zusage steuerbegünstigte Pensionsrückstellungen bilden ( § 6a EStG ). Im Versorgungsfall sind die Zahlungen steuerpflichtige Versorgungsbezüge ( § 19 Abs. 1 Nr. 2 EStG ), der Arbeitgeber hat beim Lohnsteuerabzug den Versorgungsfreibetrag von 40 % der Versorgungsbezüge, höchstens 3.072 EUR / 6.000 DM zu berücksichtigen.
Neue Förderung der betrieblichen Altersvorsorge
Zur Stärkung der betrieblichen Altersvorsorge wurde der Pensionsfonds ab 1.1.2002 als fünfte Möglichkeit der betrieblichen Altersversorgung aufgenommen. Zahlungen an eine Pensionskasse , einen Pensionsfonds oder an eine Direktversicherung gehören nur dann zu den mit Altersvorsorge/Zulage oder Altersvorsorge/Sonderausgabenabzug begünstigten Altersvorsorgebeiträgen, wenn sie aus individuell versteuertem Arbeitslohn des Arbeitnehmers geleistet werden und eine lebenslange Altersversorgung i. S. d. Altersvorsorge-Zertifizierungsgesetzes ( AltZertG ) gewährleistet ist. Eine Zertifizierung ist im Rahmen der betrieblichen Altersvorsorge nicht erforderlich. Der Arbeitnehmer kann also ggf. seine „Riester-Förderung“ über die betriebliche Altersversorgung erreichen, ohne einen Privat-Vertrag abschließen zu müssen.
Ab dem 1.1.2002 hat der Arbeitnehmer einen Anspruch auf Entgeltumwandlung bis zu 4 % der Beitragsbemessungsgrenze in der gesetzlichen Rentenversicherung. Der Arbeitgeber muss sich mit dem Arbeitnehmer auf einen/mehrere Durchführungsweg(e) einigen. Kommt es zu keiner Einigung, kann der Arbeitnehmer auf jeden Fall den Abschluss einer Direktversicherung verlangen. Tarifvorbehalte sind zu beachten ( § 17 Abs. 3 BetrAVG ). Der Tarifvertrag darf die gesetzliche Regelung nicht aushebeln. Sieht hingegen ein Tarifvertrag Regelungen vor, die eine Ausschöpfung des gesetzlichen Anspruchs nach § 1a BetrAVG für jeden Arbeitnehmer ermöglichen, sind diese in tarifgebundenen Unternehmen (auch Unternehmen mit Anwendungsvereinbarungen) maßgeblich für die Durchführung der Entgeltumwandlung für die Altersvorsorge. Bestehende „Umwandlungen“ sind mit einzubeziehen (§ 1a Abs. 2 BetrAVG).Steuerlich flankiert wird der Anspruch auf Entgeltumwandlung durch die Möglichkeit, Beitragsleistungen aus einem ersten Dienstverhältnis gem. § 3 Nr. 63 EStG an einen Pensionsfonds oder eine Pensionskasse (nicht jedoch eine Direktversicherung!) bis zu 4 % der Beitragsbemessungsgrenze der Rentenversicherung als steuerfrei zu behandeln. Insoweit scheidet eine Zulagen- bzw. Sonderausgabenförderung aus (vgl. o. 1. Absatz). Die späteren Leistungen sind dann auch gem. § 22 Nr. 5 EStG voll als sonstige Einkünfte zu versteuern, Altersvorsorge/Besteuerung.
Für die Steuerfreiheit ist unerheblich, ob die Beitragsleistung aus einer Entgeltumwandlung oder einer (zusätzlichen) Arbeitgeberleistung erfolgt. Die Steuerfreiheit ist auch nicht gebunden an den Personenkreis, der die private Förderung mit Zulagen oder Sonderausgaben erhalten kann (= in der gesetzlichen Rentenversicherung Pflichtversicherte), vgl. Altersvorsorge/Personenkreis Somit sind z. B. auch steuerfreie Leistungen bezüglich eines Gesellschafter-Geschäftsführers möglich.
Für nähere Informationen zu den einzelnen Durchführungswegen klicken Sie hier:
Gerne können Sie und bei Fragen zur betrieblichen Altersversorgung auch telefonische mit uns in Verbindung setzen.

References: § 6
 § 19
 § 17
 § 1
 § 3
 § 22