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Timestamp: 2017-06-29 01:08:23+00:00

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Und - es geht immer weiter ppt herunterladen
Veröffentlicht von:Leberecht Helmreich
Präsentation zum Thema: "Und - es geht immer weiter ....."— Präsentation transkript:
Die wichtigsten Änderungen im SGB III ab 2004 durch das030748MVA2_022126_003_k Die wichtigsten Änderungen im SGB III ab durch das Dritte und vierte Gesetz für moderne Dienstleistungen am Arbeitsmarkt und das Gesetz zu Reformen am Arbeitsmarkt
Und - es geht immer weiter .....030748MVA2_022126_003_k Allgemeines zum Beginn Und - es geht immer weiter ..... wir haben jetzt die Präsentation zu den Änderungen des SGB III auf den letzten Stand gebracht. Der Übersichtlichkeit halber wurden die Änderungen durch das Dritte und vierte Gesetz für moderne Dienstleistungen am Arbeitsmarkt sowie das Gesetz zu Reformen am Arbeitsmarkt in eine Präsentation aufgenommen. Wir werden versuchen, die Präsentation durch weitere Folien zu ergänzen, um alle wichtigen Änderungen darzustellen. Insoweit vielen Dank an Alle, die bei der Gestaltung der Folien mitgewirkt haben. Wie es jedoch bei so neuen Gesetzen nun mal ist und dazu noch wenn es schnell gehen soll: Fehler sind nicht auszuschließen. Sollten Sie welche entdecken – teilen Sie uns dies mit *). Danke !! Landesarbeitsamt Sachsen Ihr „Cre tiv-Zentrum Sachsen“ *) z.B per an oder
Reform der Organisation Bundesanstalt für Arbeit030748MVA2_022126_003_k Bundesagentur für Arbeit ( ) - §§ 367, 383, 384, 389 SGB III 1. Bundesagentur für Arbeit ( ) - §§ 367, 383, 384, 389 SGB III - Die Bundesanstalt für Arbeit führt ab den Namen "Bundesagentur für Arbeit“, die untergliedert ist in eine Zentrale auf der oberen, Regionaldirektionen auf der mittleren und" Agenturen für Arbeit" auf der örtlichen Verwaltungsebene. Die Regionaldirektionen tragen die Verantwortung für den Erfolg der regionalen Arbeitsmarktpolitik. Zur Abstimmung der Leistungen der Arbeitsförderung mit der Arbeitsmarkt-, Struktur- und Wirtschaftspolitik der Länder arbeiten sie mit den Landesregierungen zusammen. Die Geschäftsführung in den Regionaldirektionen und Agenturen für Arbeit besteht wie der Vorstand der Bundesagentur aus drei Personen. Die Mitglieder der Geschäftsführung werden vom Vorstand bestellt. Der Vorstand hört die Verwaltungsausschüsse zu den von ihm ausgewählten Bewerberinnen und Bewerbern. Die vorsitzenden Mitglieder der Geschäftsführung der Regionaldirektionen werden vom Vorstand nach Anhörung des Verwaltungsrates und der beteiligten Landesregierungen bestellt. Bei den vorsitzenden Mitgliedern der Geschäftsführungen der Agenturen für Arbeit und den vorsitzenden Mitgliedern und Mitgliedern der Geschäftsführungen der Regionaldirektionen erfolgt zunächst eine Vergabe auf Zeit. Textergänzung von H. Klaus Pohl, BA-Hauptstadtvertretung, Stand ab Reform der Organisation Bundesanstalt für Arbeit Bundesagentur für Arbeit Hauptstelle Zentrale Zielvereinbarungen Controlling Landesarbeitsämter Regionaldirektionen Arbeitsämter Agenturen für Arbeit
Kontraktmanagement Zielvereinbarung Controlling Bundes- regierung030748MVA2_022126_003_k Kontraktmanagement ( ) - §§ 1 Abs. 3 SGB III, 77a SGB IV Das bisherige Verhältnis zwischen Bundesregierung und Arbeitsverwaltung, das geprägt war von Zustimmungen und Genehmigungen, wird durch ein „Agency-Modell“ ersetzt, in dem die Steuerung über zweiseitige Vereinbarungen erfolgt. Dieses Kontraktmanagement bezeichnet eine Steuerung über Zielvereinbarungen, in denen Wirkungsziele definiert werden. Innerhalb der Bundesagentur für Arbeit wird über alle Ebenen ein entsprechendes Steuerungssystem durch den Abschluss von Zielvereinbarungen installiert und die erforderliche Begleitung durch ein effektives Controlling aufgebaut. Die Möglichkeiten des Kontraktmanagements sollen auch im Verhältnis zwischen Bundesregierung bzw. Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit und Bundesagentur für Arbeit genutzt werden. Textergänzung von H. Klaus Pohl, BA-Hauptstadtvertretung, Stand ab Kontraktmanagement Agenturen für Arbeit Regionaldirektionen Zentrale Bundes- regierung Zielvereinbarung Controlling
Reform der Organisation030748MVA2_022126_003_k Die Geschäftsführung in den Regionaldirektionen und Agenturen für Arbeit besteht wie der Vorstand der Bundesagentur aus drei Personen. Die Mitglieder der Geschäftsführung werden vom Vorstand bestellt. Der Vorstand hört die Verwaltungsausschüsse zu den von ihm ausgewählten Bewerberinnen und Bewerbern. Die vorsitzenden Mitglieder der Geschäftsführung der Regionaldirektionen werden vom Vorstand nach Anhörung des Verwaltungsrates und der beteiligten Landesregierungen bestellt. Bei den vorsitzenden Mitgliedern der Geschäftsführungen der Agenturen für Arbeit und den vorsitzenden Mitgliedern und Mitgliedern der Geschäftsführungen der Regionaldirektionen erfolgt zunächst eine Vergabe auf Zeit. Textergänzung von H. Klaus Pohl, BA-Hauptstadtvertretung, Stand ab Reform der Organisation Vorstand Finanzen Vorstands- vorsitzender Vorstand Operativ Zentrale Regional- direktion Geschäftsführer Finanzen Vorsitzender der Geschäftsführung Geschäftsführer Operativ Agentur für Arbeit Vorsitzender der Geschäftsführung Geschäftsführer Finanzen Geschäftsführer Operativ Offizielle Bezeichnungen = Vorsitzendes Mitglied der Geschäftsführung der Regionaldirektion / der Agentur für Arbeit + Mitglieder der Geschäfts-führung der Regionaldirektion / der Agentur für Arbeit (§ 434j Abs. 13 und 14 SGB III in der Fassung von Hartz IV)
Zusammensetzung der Verwaltungsausschüsse030748MVA2_022126_003_k 2. Selbstverwaltung der BA ( ) - § 371 ff SGB III - In den Regionaldirektionen gibt es keine Selbstverwaltung, nur in der Zentrale und in den Agenturen für Arbeit. Die Amtszeit der Mitglieder und stellvertretenden Mitglieder der Verwaltungsausschüsse der Landesarbeitsämter endet am (s. Viertes Gesetz für moderne Dienstleistungen am Arbeitsmarkt; Artikel 3 Nrn. 32c Buchst. a, 32f und Nr. 41a). Der Verwaltungsrat besteht aus 21 Mitgliedern, der Verwaltungsausschuss der Agentur für Arbeit aus höchstens 15 Mitgliedern. Jede Gruppe des Verwaltungsrates kann bis zu drei Stellvertreter und jede Gruppe der Verwaltungsausschüsse der Agenturen für Arbeit bis zu zwei Stellvertreter benennen. Eine Stellvertretung ist nur bei Abwesenheit des Mitglieds zulässig. Das Gesetz enthält keine Regelung mehr über die Aufgabenübertragung an Ausschüsse. Der Verwaltungsrat kann jederzeit vom Vorstand Auskunft über die Geschäftsführung verlangen. Auch ein einzelnes Mitglied kann einen Bericht, jedoch nur an den Verwaltungsrat, verlangen (§ 373 Abs. 2 SGB III). Hiermit korrespondiert eine Berichtspflicht des Vorstands an den Verwaltungsrat (§ 381 Abs. 6 SGB III). Die Satzung kann bestimmen, dass bestimmte Arten von Geschäften nur mit Zustimmung des Verwaltungsrates vorgenommen werden dürfen. Verweigert der Verwaltungsrat die Zustimmung, so kann der Vorstand verlangen, dass das BMWA entscheidet. Ist der Verwaltungsrat der Auffassung, dass der Vorstand seine Pflichten verletzt hat, kann er die Angelegenheit dem BMWA vortragen (§ 373 Abs.3 und 4 SGB III). Der Verwaltungsausschuss der Agentur für Arbeit überwacht und berät die Agentur für Arbeit bei der Erfüllung ihrer Aufgaben. § 373 Abs. 2 SGB III gilt entsprechend. Die Geschäftsführung hat dem Verwaltungsausschuss regelmäßig und aus wichtigem Anlass zu berichten und ihm auf Verlangen jederzeit Auskunft über die Geschäfte der Agentur zu erteilen (§ 383 Abs. 4 SGB III). Ist der Verwaltungsausschuss der Auffassung, dass die Geschäftsführung ihre Pflichten verletzt hat, kann er die Angelegenheit dem Verwaltungsrat vortragen. Textergänzung von H. Klaus Pohl, BA-Hauptstadtvertretung, Stand Zusammensetzung der Verwaltungsausschüsse 21 bis Mitglieder bis Stellvertreter alt 15 bis Mitglieder neu 6 bis Stellvertreter Arbeitsamt Landes- arbeitsamt Agentur für Arbeit Regional- direktion *) Amtsdauer 6 Jahre; Mitglieder der VA der Agenturen für Arbeit werden vom Verwaltungsrat berufen Bildung besonderer Ausschüsse möglich bzw. per Gesetz vorgesehen z.B. Ausschuss zur Förderung der ganzjährigen Beschäftigung in der Bauwirtschaft Keine gesetzliche Regelung zur Aufgaben- übertragung an besondere Ausschüsse *) Nach § 374 Abs. 4 SGB III (in der Fassung von Hartz IV) werden bei den Regionaldirektionen keine Verwaltungsausschüsse mehr gebildet !!
- Datenaufnahme durch Service-Center - Örtlich zuständige Agentur030748MVA2_022126_003_k Datenaufnahme durch Call-Center ( ) - § 395 SGB III Die Bundesagentur darf sich für die Erhebung und Verarbeitung ihrer Sozialdaten – unter Geltung der sonstigen Inhalte des § 80 SGB X – eines nicht-öffentlichen Dritten bedienen. Dies können insbesondere von der Bundesagentur mit der Ersterfassung von Kundendaten und Folgeberatung beauftragte Call-Center sein, die wiederum befugt sind, die erhobenen Daten auch auf dem Weg eines automatisierten Abrufverfahrens an die Bundesagentur zu übermitteln. Textergänzung von H. Klaus Pohl, BA-Hauptstadtvertretung, Stand - Datenaufnahme durch Service-Center - ab Service - Center Weiterleitung Erfassung von Kundendaten Arbeitgeberhotline Erteilung von Auskünften Örtlich zuständige Agentur § 80 SGB X auch Nutzung Externer Call-Center möglich
Konzentration auf die Kernaufgaben030748MVA2_022126_003_k Bekämpfung der illegalen Beschäftigung ( ) - § 304 SGB III – Die Bundesagentur ist nur noch für die Ahndung des Leistungsmissbrauchs im Zusammenhang mit einer Beschäftigung zuständig, den sie durch interne Datenabgleiche entdeckt und der keine Außenermittlungen erfordert. Daneben bearbeitet sie Leistungsmissbrauchsfälle, die nicht im Zusammenhang mit einer Beschäftigung stehen und von denen sie im Rahmen des Antrags- und Leistungsverfahrens Kenntnis erlangt. Außenprüfungen werden allein von den Behörden der Zollverwaltung durchgeführt. Textergänzung von H. Klaus Pohl, BA-Hauptstadtvertretung, Stand ab Konzentration auf die Kernaufgaben Teilweiser Übergang von Aufgaben + Personal der Arbeitsmarktinspektion auf die Zollverwaltung Zollverwaltung Änderungen der Zuständigkeiten u.a. bei Verdachtlosen Prüfungen Verfolgung von Ordnungswidrigkeiten Zollverwaltung u.a. zuständig für Mitteilungspflichtverletzungen nach dem Schwarzarbeitsgesetz (§6) Arbeitnehmerentsendegesetz (§ 5 i.V.m. § 2AEntG) SGB III (§ 405 SGB III)
ABM SAM Ziel: Vereinfachung der arbeitsmarktpolitischen Instrumente030748MVA2_022126_003_k 21. Arbeitsbeschaffungs- und Strukturanpassungsmaßnahmen werden zusammengefasst ( ) - § 260 ff SGB III – Die Strukturanpassungsmaßnahmen gehen in den rechtlich veränderten Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen auf. Für ältere Arbeitnehmer ab dem 55. Lebensjahr ist eine 3-jährige Förderung möglich. Auf die ausdrückliche Umsetzung des Ziels Verbesserung der Eingliederungsaussichten der Arbeitnehmer kommt es bei diesem Instrument künftig nicht mehr an. Der Kreis der zusätzlichen Arbeiten im § 261 wird erweitert. Zukünftig sind auch solche Arbeiten förderungsfähig, die ohne die Förderung „nicht in diesem Umfang“ durchgeführt würden. Textergänzung von H. Klaus Pohl, BA-Hauptstadtvertretung, Stand Vereinfachung der arbeitsmarktpolitischen Instrumente ab ABM SAM rechtlich veränderte Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen entsprechend den Problemschwerpunkten der regionalen und beruflichen Teilarbeitsmärkte Ziel: Arbeitslosigkeit abbauen und Arbeitslose zur Erhaltung und Wiedererlangung ihrer Beschäftigungsfähigkeit zumindest vorübergehend eine Beschäftigung ermöglichen
Vereinfachung der arbeitsmarktpolitischen Instrumente030748MVA2_022126_003_k 21. Arbeitsbeschaffungs- und Strukturanpassungsmaßnahmen werden zusammengefasst ( ) - § 260 ff SGB III – (Fortsetzung) Zur Verwaltungsvereinfachung bei Trägern und Agenturen für Arbeit wird der Zuschuss auf eine pauschalierte, nach Qualifikationsstufen gestaffelte Förderung umgestellt. Die Höhe des Zuschusses bemisst sich nach der Art der Tätigkeit des geförderten Arbeitnehmers in der Maßnahme und beträgt bei Tätigkeiten, für die in der Regel erforderlich ist eine Hochschul- oder Fachhochschulausbildung höchstens Euro, eine Aufstiegsfortbildung höchstens Euro, eine Ausbildung in einem Ausbildungsberuf höchstens Euro und keine Ausbildung höchstens 900 Euro. Die Agentur für Arbeit kann den pauschalierten Zuschuss zum Ausgleich regionaler und in der Tätigkeit liegender Besonderheiten um bis zu 10 Prozent erhöhen. Bei Arbeitnehmern, die bei Beginn der Maßnahme das 25. Lebensjahr noch nicht vollendet haben, ist der Zuschuss so zu bemessen, dass die Aufnahme einer Ausbildung nicht behindert wird. Durch die Erweiterung des § 266 SGB III wird die Fördermöglichkeit im Rahmen der verstärkten Förderung von ABM um pauschalierte Beträge oder Beitragsanteile des Arbeitgebers erweitert und damit auch Zuschüsse zu Beitragsanteilen des Arbeitgebers zur Sozialversicherung oder Beiträge, die im Rahmen von Ausgleichssystemen zu zahlen sind, bis zur Höchstgrenze von 300 Euro pro Arbeitnehmer und Fördermonat erbracht. Textergänzung von H. Klaus Pohl, BA-Hauptstadtvertretung, Stand Vereinfachung der arbeitsmarktpolitischen Instrumente ab Weitere Änderungen bei ABM: Aufhebung der individuellen Berechnung des Lohnkostenzuschusses; zukünftig pauschalierter Zuschuss, gestaffelt nach Qualifikationsstufen verstärkte Förderung von Qualifizierung (es wird die Möglichkeit eröffnet, zusätzlich zu den Lohnkosten eine Qualifizierung als verstärkte Förderung zu finanzieren) der Einsatz von arbeitslosen Arbeitnehmern ist zur Schadensbeseitigung von Naturkatastrophen möglich Durchführung der neuen ABM in der Form der Vergabe an Wirtschafts unternehmen ist möglich, aber Vorrang haben Beschäftigung schaffende Infrastrukturförderungen
Vereinfachung der arbeitsmarktpolitischen Instrumente030748MVA2_022126_003_k Beschäftigungen in ABM sind nicht mehr Alg-Anwartschaftsbegründend (ab ) - § 27 Abs. 3 Nr. 5 SGB III – Bislang konnten Beschäftigungen in einer ABM einen Anspruch auf Arbeitslosengeld begründen. Ab sind Personen versicherungsfrei in einer Beschäftigung, die als Arbeitsbeschaffungsmaßnahme gefördert wird. Eine Übergangsregelung im § 434j Abs. 1 SGB III sieht vor, dass Arbeitnehmer, die am in einer Arbeitsbeschaffungsmaß-nahme versicherungspflichtig beschäftigt waren, abweichend von o.a. Neuregelung in dieser Beschäftigung versicherungspflichtig bleiben. Textergänzung von H. Klaus Pohl, BA-Hauptstadtvertretung, Stand Vereinfachung der arbeitsmarktpolitischen Instrumente ab Weitere Änderungen bei ABM: Die Beschäftigung in einer ABM ist zukünftig versicherungsfrei. Sachwidrige Anreize für den Eintritt in eine ABM werden dadurch beseitigt (= Erwerb eines - neuen - Leistungsanspruches ) Beschäftigung an sich und der damit verbundene Zugewinn an fachlichen und persönlichen Fähigkeiten und Qualifikationen steht im Vordergrund
Vereinfachung der arbeitsmarktpolitischen Instrumente030748MVA2_022126_003_k Anzahl der Eingliederungszuschüsse verringert ( ) - § 217 ff SGB III – Generell gibt es nur noch zwei Typen von Eingliederungszuschüssen geben: Eingliederungszuschüsse für Arbeitnehmer mit Vermittlungshemmnissen und Eingliederungszuschüsse für behinderte Menschen. Der Eingliederungszuschuss für Arbeitnehmer mit Vermittlungshemmnissen kann längstens für eine Dauer von bis zu 12 Monaten und in einer Höhe von bis zu 50 Prozent des berücksichtigungsfähigen Arbeitsentgelts geleistet werden. Lediglich für ältere Arbeitnehmer gibt es für eine begrenzte Zeit (bis Ende 2009) die Möglichkeit einer verlängerten Förderung von bis zu 36 Monaten. Die Förderung von Schwerbehinderten bleibt in Höhe und Umfang erhalten. Auch der Einstellungszuschuss bei Neugründungen (§ 225 ff SGB III) bleibt erhalten. Textergänzung von H. Klaus Pohl, BA-Hauptstadtvertretung, Stand Vereinfachung der arbeitsmarktpolitischen Instrumente ab Zusammenführung der Eingliederungszuschüsse: EGZ für Ältere EGZ für Jugendliche EGZ für Schwer- vermittelbare EGZ für … Eingliederungszuschuss für Arbeitnehmer mit Vermittlungs- hemmnissen für Behinderte
Eingliederungszuschuss (Dauer und Höhe)030748MVA2_022126_003_k Eingliederungszuschuss (Dauer und Höhe) Der Eingliederungszuschuss für Arbeitnehmer mit Vermittlungshemmnissen kann längstens für eine Dauer von bis zu 12 Monaten und in einer Höhe von bis zu 50 Prozent des berücksichtigungsfähigen Arbeitsentgelts geleistet werden. Lediglich für ältere Arbeitnehmer gibt es für eine begrenzte Zeit (bis Ende 2009) die Möglichkeit einer verlängerten Förderung von bis zu 36 Monaten. Die Förderung von Schwerbehinderten bleibt in Höhe und Umfang erhalten. Textergänzung von H. Klaus Pohl, BA-Hauptstadtvertretung, Stand Arbeitnehmer mit Vermittlungshemmnissen Dauer Höhe Behinderte Dauer Höhe bis zu 96 Monate ältere Behin- derte bis zu 70 % bis zu 50 % bis zu 36 Monate ältere AN bis zu 36 Monate 12 Monate
Förderung der Selbständigkeit030748MVA2_022126_003_k Überbrückungsgeld für Existenzgründer = Pflichtleistung ( ) - § 57 SGB III - Das sechsmonatige Überbrückungsgeld wird zu einer Pflichtleistung. Damit wird der Tatsache Rechnung getragen, dass den Arbeitsämtern bezüglich Höhe und Dauer der Leistung bereits nach der geltenden Rechtslage praktisch kein Ermessensspielraum verbleibt. Für die Bezieher resultiert daraus Klarheit und Eindeutigkeit bezüglich ihres Anspruchs. Zudem wird Gleichheit mit der Regelung beim Existenzgründungszuschuss nach § 421 I (Ich-AG) hergestellt, der nach geltender Rechtslage bereits eine Pflichtleistung ist. Erneute Förderung einer Existenzgründung erst nach 24 Monate ( ) §§ 57, 421l SGB III – Nach geltender Rechtslage war eine mehrfach aufeinander folgende Förderung mit Überbrückungsgeld nicht ausgeschlossen, sofern die erneute Aufnahme einer Selbständigkeit aus Arbeitslosigkeit auf der Grundlage eines neuen Geschäftskonzepts erfolgte. Eine erneute Förderung der Existenzgründung durch die Agentur für Arbeit ist nur noch möglich, wenn nach Beendigung der letzten Förderung der selbständigen Erwerbsaufnahme 24 Monate vergangen sind. Im Einzelfall kann von dieser Frist abgesehen werden, wenn Gründe vorliegen, die in der Person des Existenzgründers liegen und ihm nicht anzulasten sind (z.B. Krankheit, Unfall). Textergänzung von H. Klaus Pohl, BA-Hauptstadtvertretung, Stand Förderung der Selbständigkeit ab Überbrückungsgeld: wird von einer Ermessens- zu einer Pflichtleistung Herstellen einer Gleichheit mit der Regelung zum Existenzgründerzuschuss (Ich-AG) die erneute Förderung einer Existenzgründung (sowohl Ich-AG als auch Überbrückungsgeld) ist zukünftig erst 24 Monate nach Beendigung einer Förderung erneut möglich
Arbeitslosengeld bei beruflicher Weiterbildung030748MVA2_022126_003_k Teilnahme an nicht geförderter Bildungsmaßnahme schließt Verfügbarkeit nicht aus (ab ) - § 120 Abs. 3 SGB III – Arbeitnehmer, die der Arbeitsvermittlung nicht zur Verfügung stehen, haben nach geltendem Recht regelmäßig keinen Anspruch auf Arbeitslosengeld. Um auch Arbeitslosen, deren berufliche Weiterbildung nicht nach diesem Buch gefördert wird, die Möglichkeit zu geben, ihre beruflichen Fähigkeiten und Qualifikationen an die ständig wachsenden und wechselnden Anforderungen des Arbeitsmarktes anzupassen und die dazu notwendige Eigeninitiative zu unterstützen, sollen künftig auch diese Arbeitslosen unter bestimmten Voraussetzungen Arbeitslosengeld bei Arbeitslosigkeit beziehen können. Erforderlich ist insoweit, dass die Teilnahme an einer beruflichen Weiterbildungsmaßnahme den Vorrang der jederzeitigen Vermittelbarkeit des Arbeitslosen in eine neue Beschäftigung nicht wesentlich beeinträchtigt. Ob davon auszugehen ist, vermag in erster Linie der für den Arbeits-losen zuständige Arbeitsvermittler zu beurteilen. Die Fortzahlung des Arbeitslosengeldes setzt daher voraus, dass der Vermittler der Teilnahme zustimmt. Die Fortzahlung des Arbeitslosengeldes soll daher nur dann erfolgen, wenn der Arbeitslose sich bereit erklärt, die Maßnahme sofort abzubrechen, wenn eine berufliche Eingliederung möglich ist, und diese Bereitschaft durch eine vertragliche Vereinbarung zwischen dem Arbeitslosen und dem Träger der Maßnahme manifestiert ist. Die Bundesagentur wird im § 152 SGB III im Interesse einer einheitlichen Rechtsanwendung zusätzlich ermächtigt, Grundsätze der Zustimmung zur Teilnahme von Arbeitslosengeldbeziehern bei Arbeitslosigkeit an Bildungsmaßnahmen festzulegen. Textergänzung von H. Klaus Pohl, BA-Hauptstadtvertretung, Stand Arbeitslosengeld bei beruflicher Weiterbildung ab Förderung der beruflichen Weiterbildung: Unterhaltsgeld neu:  Arbeitslosengeld bei beruflicher Weiterbildung Erstattung der Fahrtkosten neu:  einheitliche Entfernungspauschale Nahtloser Bezug von Arbeitslosengeld bei Teilnahme an einer anerkannten Maßnahme der beruflichen Weiterbildung nicht geförderte Weiterbildung schließt Verfügbarkeit nicht aus
Arbeitslosengeld bei beruflicher Weiterbildung030748MVA2_022126_003_k Nr. 67 zu § 124a Unterhaltsgeld wird durch Arbeitslosengeld ersetzt (ab ) - §§ , 216a SGB III - Arbeitslosengeld und Unterhaltsgeld werden zu einer einheitlichen Versicherungsleistung Arbeitslosengeld bei Arbeitslosigkeit und bei beruflicher Weiterbildung zusammengefasst. Es bleibt bei der bislang schon geltenden Berücksichtigung von Bildungszeiten im Verhältnis zu Arbeitslosigkeitszeiten von "Zwei zu Eins". Durch die einheitliche Leistung wird gewährleistet, dass beim Übergang in eine Maßnahme der beruflichen Weiterbildung der Entgeltersatz ohne zeitliche Verzögerungen weiter ausgezahlt werden kann. Als Weiterbildung gilt die gesamte Zeit vom ersten bis zum letzten Unterrichtstag. Soweit es zu Fehlzeiten kommt, führt dies nicht zu einer Rückforderung von Leistungen. Der Träger ist jedoch verpflichtet, der Agentur für Arbeit Fehlzeiten mitzuteilen (s. § 318), damit auch während der Maßnahme geprüft werden kann, ob eine erfolgreiche Teilnahme und Beendigung noch erwartet werden kann oder ob die Förderung eingestellt werden muss. Für Bezieher von Arbeitslosenhilfe verbleibt es – bis zur Zusammenführung von Arbeitslosenhilfe und Sozialhilfe - dabei, dass sie Unterhaltsgeld in Höhe der geleisteten Arbeitslosenhilfe erhalten. Teilnahme an nicht geförderter Bildungsmaßnahme schließt Verfügbarkeit nicht aus (ab ) - § 120 Abs. 3 SGB III - Arbeitnehmer, die der Arbeitsvermittlung nicht zur Verfügung stehen, haben nach geltendem Recht regelmäßig keinen Anspruch auf Arbeitslosengeld. Um auch Arbeitslosen, deren berufliche Weiterbildung nicht nach diesem Buch gefördert wird, die Möglichkeit zu geben, ihre beruflichen Fähigkeiten und Qualifikationen an die ständig wachsenden und wechselnden Anforderungen des Arbeitsmarktes anzupassen und die dazu notwendige Eigeninitiative zu unterstützen, sollen künftig auch diese Arbeitslosen unter bestimmten Voraussetzungen Arbeitslosengeld bei Arbeitslosigkeit beziehen können. Erforderlich ist insoweit, dass die Teilnahme an einer beruflichen Weiterbildungsmaßnahme den Vorrang der jederzeitigen Vermittelbarkeit des Arbeitslosen in eine neue Beschäftigung nicht wesentlich beeinträchtigt. Ob davon auszugehen ist, vermag in erster Linie der für den Arbeitslosen zuständige Arbeitsvermittler zu beurteilen. Die Fortzahlung des Arbeitslosengeldes setzt daher voraus, dass der Vermittler der Teilnahme zustimmt. Die Fortzahlung des Arbeitslosengeldes soll daher nur dann erfolgen, wenn der Arbeitslose sich bereit erklärt, die Maßnahme sofort abzubrechen, wenn eine berufliche Eingliederung möglich ist, und diese Bereitschaft durch eine vertragliche Vereinbarung zwischen dem Arbeitslosen und dem Träger der Maßnahme manifestiert ist. Die Bundesagentur wird im § 152 SGB III im Interesse einer einheitlichen Rechtsanwendung zusätzlich ermächtigt, Grundsätze der Zustimmung zur Teilnahme von Arbeitslosengeldbeziehern bei Arbeitslosigkeit an Bildungsmaßnahmen festzulegen. Textergänzung von H. Klaus Pohl, BA-Hauptstadtvertretung, Stand Arbeitslosengeld bei beruflicher Weiterbildung § 124 SGB III i.V. m. § 117 SGB III = nahtloser Bezug von Arbeitslosengeld bei Teilnahme an einer nach § 77 SGB III anerkannten Maßnahme 2 Tage Maßnahme = 1 Tag Alg-Minderung ab § 120 Abs. 3 SGB III = Nicht geförderte Weiterbildung schließt Verfügbarkeit nicht aus Zustimmung durch Arbeitsvermittler Abbruch der Maßnahme muss möglich sein, wenn berufliche Eingliederung möglich ist ab
Einführung einer Entfernungspauschale (§ 81 Abs. 2 SGB III)030748MVA2_022126_003_k Nr. 55 zu § 81 Abs. 2 SGB III Fahrkostenpausschale während der Förderung der beruflichen Weiterbildung (ab ) - 81 SGB III – Anstelle der bisher geltenden Regelung, die auf das jeweilige genutzte Verkehrsmittel abstellte, tritt eine einheitliche Entfernungspauschale. Die parallele Fahrkostenregelung bei der Berufsausbildungsbeihilfe (§ 67) bleibt unverändert. Als Fahrkosten ist für jeden Tag, an dem der Teilnehmer die Bildungsstätte aufsucht, eine Entfernungspauschale für jeden vollen Kilometer der Entfernung zwischen Wohnung und Bildungsstätte von 0,36 Euro für die ersten zehn Kilometer und 0,40 Euro für jeden weiteren Kilometer anzusetzen. Zur Abgeltung der Aufwendungen für die An- und Abreise bei einer erforderlichen auswärtigen Unterbringung sowie für eine Familienheimfahrt ist eine Entfernungspauschale von 0,40 Euro für jeden vollen Kilometer der Entfernung zwischen dem Ort des eigenen Hausstands und dem Ort der Weiterbildung anzusetzen. Für die Bestimmung der Entfernung ist die kürzeste Straßenverbindung maßgebend. Textergänzung von H. Klaus Pohl, BA-Hauptstadtvertretung, Stand Einführung einer Entfernungspauschale (§ 81 Abs. 2 SGB III) ab Alt: Fahrkostenerstattung individuell  je nach benutztem Verkehrsmittel Neu: Entfernung maßgeblich  Berechnung einheitlich  unabhängig vom benutzten Verkehrsmittel für jeden weiteren km km 0,36 € / km 0,40 € / km Achtung: Die neue Entfernungspauschale nach § 9 Abs. 1 Satz 3 Nr. 4 EStG ( = 0,30 € / km) gilt insoweit nicht !!
Weitere Veränderungen bei den arbeitsmarktpolitischen Instrumenten030748MVA2_022126_003_k Leistungen für Berufsrückkehrer ( ) Berufsrückkehrer sollen gem. des neu eingefügten § 8b SGB III die zu ihrer Rückkehr in die Erwerbstätigkeit notwendigen Leistungen der aktiven Arbeitsförderung unter den Voraussetzungen des SGB III erhalten. Hierzu gehören insbesondere Beratung und Vermittlung sowie die Förderung der beruflichen Weiterbildung durch Übernahme der Weiterbildungskosten. Die Vorschrift betont, dass Frauen und Männer, die ihre Erwerbstätigkeit oder Arbeitslosigkeit wegen Kindererziehung oder Betreuung pflegebedürftiger Angehöriger unterbrochen haben, nach Maßgabe der individuellen und maßnahmebezogenen Leistungsvoraussetzungen alle die zu ihrer beruflichen Wiedereingliederung notwenigen Leistungen der aktiven Arbeitsförderung erhalten können. Damit wird klargestellt, dass Berufsrückkehrer auch nach der Zusammenführung von Arbeitslosengeld und Unterhaltsgeld zu einer einheitlichen Entgeltersatzleistung unverändert durch die Übernahme der Kosten der beruflichen Weiterbildung gefördert werden können. Textergänzung von H. Klaus Pohl, BA-Hauptstadtvertretung, Stand Weitere Veränderungen bei den arbeitsmarktpolitischen Instrumenten ab Leistungen an Berufsrückkehrer Zugang zu allen Leistungen der aktiven Arbeits förderung nach dem SGB III, die zur Rückkehr in die Erwerbstätigkeit notwendig sind, insbesondere Beratung und Vermittlung Förderung der beruflichen Weiterbildung durch Übernahme der Weiterbildungskosten
Vereinfachtes Leistungsrecht030748MVA2_022126_003_k Nebeneinkommensregelung vereinfacht (ab ) - § 141 SGB III – Die Nebeneinkommensregelung wird in verschiedenen Punkten vereinfacht. Insbesondere entfällt der relative Freibetrag von 20 Prozent des Arbeitslosengeldes. Es gilt einheitlich der absolute Freibetrag von 165 Euro monatlich. Dies gilt auch für selbstständige Tätigkeiten und Tätigkeiten als mithelfender Familienangehöriger entsprechend mit der Maßgabe, dass pauschal 30 Prozent der Betriebseinnahmen als Betriebsausgaben angesetzt werden, es sei denn, der Arbeitslose weist höhere Betriebsausgaben nach. Die neue Regelung gilt auch für Teilnehmer an beruflichen Weiterbildungsmaßnahmen Textergänzung von H. Klaus Pohl, BA-Hauptstadtvertretung, Stand Vereinfachtes Leistungsrecht ab Arbeitslosengeld: Der Arbeitslose entscheidet darüber, wann sein Anspruch entsteht Die Anforderungen an die Eigenbemühungen werden neu gefasst; die Eingliederungsvereinbarung tritt in den Vordergrund Leistungsansprüche aufgrund von Teilzeit werden vereinfacht Die Anrechung von Nebeneinkommen wird vereinfacht (Freibetrag pauschal nur noch 165 € monatlich)
Arbeitslosigkeit (§ 118 SGB III)030748MVA2_022126_003_k Rücknahme der Arbeitslosmeldung durch den Arbeitslosen bis zur Bewilligung der Leistungen ( ) - § 118 Abs. 2 SGB III – Der Anspruch auf Arbeitslosengeld entsteht mit der erstmaligen Erfüllung aller Anspruchsvoraussetzungen, in der Regel mit der Arbeitslosmeldung des Anspruchsberechtigten. Da die Arbeitslosmeldung eine Tatsachenerklärung ist, die anders als eine Willenserklärung nicht widerrufen kann, haben weder das Arbeitsamt noch die Anspruchsberechtigten eine Möglichkeit, die Anspruchsentstehung nach der Meldung des Arbeitslosen zu beeinflussen. Dies kann in Einzelfällen zu erheblichen Nachteilen für die Anspruchsberechtigten etwa dann führen, wenn der Arbeitslose bei einer späteren Anspruchsentstehung ein höheres Lebensalter erreicht hat und deshalb einen Anspruch mit längerer Dauer erwerben könnte. Bis zur Entscheidung über den Anspruch soll dem Arbeitslosen daher künftig die Möglichkeit eingeräumt werden, zu bestimmen, zu welchem Zeitpunkt nach Erfüllung aller Anspruchsvoraussetzungen der Anspruch entstehen soll. Textergänzung von H. Klaus Pohl, BA-Hauptstadtvertretung, Stand Arbeitslosigkeit (§ 118 SGB III) Die Arbeitslosmeldung ist künftig bereits Monate vorher möglich ab Der Anspruch auf Arbeitslosengeld entsteht automatisch mit der Arbeitslosmeldung ab Die Rücknahme der Arbeitslosmeldung ist zur Vermeidung leistungsrechtlicher Nachteile bis zur Bewilligung der Leistung möglich Beispiel: Altersgrenze für längeren Alg-Anspruch wird erst später erreicht
Einschränkung auf Teilzeit030748MVA2_022126_003_k Nr. 63 c zu § 120 Abs. 4 Einschränkung auf Teilzeit generell zulässig, wenn arbeitsmarktüblich – § 120 Abs. 4 SGB III – Nach geltendem Recht müssen Arbeitnehmer grundsätzlich für die Aufnahme einer zumutbaren Vollzeitbeschäftigung zur Verfügung stehen. Einschränkungen bei der Arbeitszeit waren ausnahmsweise zulässig wegen der Betreuung und Erziehung eines aufsichtsbedürftigen Kindes, der Pflege eines Angehörigen oder – beschränkt auf die Dauer von sechs Monaten – bei einer der Arbeitslosigkeit vorangegangenen Teilzeitbeschäftigung, wenn die Anwartschaftszeit durch eine Teilzeitbeschäftigung erfüllt worden und Arbeitslosengeld nach einer Teilzeitbeschäftigung bemessen worden ist. Ab ist eine Einschränkung auf Teilzeitbeschäftigungen generell zulässig, wenn sich die Arbeitsbereitschaft auf Teilzeitbeschäftigungen erstreckt, die versicherungspflichtig sind, mindestens 15 Stunden wöchentlich umfassen und den üblichen Bedingungen des in Betracht kommenden Arbeitsmarktes entsprechen. Eine Einschränkung auf Teilzeitbeschäftigungen aus Anlass eines konkreten Arbeits- oder Maßnahmeangebots ist nicht zulässig. Die Einschränkung auf Heimarbeit schließt Verfügbarkeit nicht aus, wenn die Anwartschaftszeit durch eine Beschäftigung als Heimarbeiter erfüllt worden ist und der Leistungsberechtigte bereit und in der Lage ist, Heimarbeit unter den üblichen Bedingungen auf dem für ihn in Betracht kommenden Arbeitsmarkt auszuüben. Textergänzung von H. Klaus Pohl, BA-Hauptstadtvertretung, Stand Verfügbarkeit ab Einschränkung auf Teilzeit künftig immer möglich, wenn der / die Arbeitslose dies will Beschäftigung muss versicherungspflichtig sein mindestens 15 Stunden wöchentlich auf dem Arbeitsmarkt üblich
Leistungsentgelt (§ 133, 134 SGB III)030748MVA2_022126_003_k Nr. 71 - Beispiel : Monat Februar: Leistungsbezug vom = 27 Kalendertage; vom = 30 Kalendertage Regelung dient vorwiegend der Verwaltungsvereinfachung; Einsparung dennoch, weil künftig jährlich nur noch 360 (alt 365) Tage gezahlt werden. ab Leistungsentgelt (§ 133, 134 SGB III) Kein pauschaler Abzug der Kirchensteuer mehr Pauschaler Abzug der Sozialversicherungsbeiträge (= 21 %) Berechnung des Arbeitslosengeldes je Kalendertag Zahlung kalendertäglich - voller Monat 30 Tage
Fiktive Bemessung (§ 132 SGB III)030748MVA2_022126_003_k Nr. 71 zu § 132 Die fiktive Bemessung richtet sich nach Qualifikationsstufen , denen jeweils ein an die Bezugsgröße der Sozialversicherung gekoppeltes Entgelt zugeordnet ist. Bezugsgröße 2003  RV + Arbeitslosenversicherung : NBL: jährlich €, monatlich 2.380,00 € ABL: jährlich €, monatlich 1.995,00 € ( KV / PV bundeseinheitlich 2.380,00 € monatlich; hier ohne Bezug ) Fiktive Bemessung (§ 132 SGB III) ab Keine 150 Tage mit Entgelt feststellbar ? Stark vereinfachte Festsetzung des Bemessungsentgelts abhängig von der Qualifikationsstufe fiktives AE täglich 1/300 1/360 1/450 1/600 ABL 79,80 € 66,50 € 53,20 € 39,90 € NBL 95,20 € 79,33 € 63,47 € 47,60 € Hochschul- oder Fachhoch- schulaus- bildung Meister oder ähnlich Ausbildung mit anerkanntem Abschluss Ohne Ausbildung Achtung ! Unterschiedliche Bezugsgrößen Ost  West Bezugs- größe davon 1 / 300 1 / 360 1 / 450 1 / 600
Ruhen bei Sperrzeiten (§ 144 SGB III)030748MVA2_022126_003_k Änderungen bei den Sperrzeitregelungen, u.a. Sperrzeit auch bei unzureichenden Eigenbemühungen und Meldeversäumnis - Sperrzeit wegen Arbeitsaufgabe zählt für Erlöschen des Leistungsanspruchs mit (zum ) - §§ 144, 147 SGB III – Neben die bisherige Sperrzeit bei Arbeitsaufgabe, Arbeitsablehnung, Ablehnung bzw. Abbruch einer beruflichen Eingliederungsmaßnahme treten– neu – die Sperrzeit bei unzureichenden Eigenbemühungen und die Sperrzeit bei Versäumung eines Meldetermins. Die Sperrzeit bei Arbeitsablehnung schließt künftig auch Sachverhalte ein, denen ein bei der Agentur für Arbeit arbeitsuchend gemeldeter Arbeitnehmer (§ 37b) ein Arbeitsangebot der Agentur für Arbeit für einen Zeitpunkt nach Eintritt der Arbeitslosigkeit ablehnt. Mit der Neuregelung wird der Grundsatz “Fördern und Fordern“ konsequent weiterentwickelt. Künftig werden auch die Sperrzeit wegen Arbeitsaufgabe, die in einem engen zeitlichen Zusammenhang mit der Entstehung eines Anspruchs eintritt, für das Erlöschen eines Anspruchs (bei einer Gesamtdauer von 21 Wochen) berücksichtigt. Textergänzung von H. Klaus Pohl, BA-Hauptstadtvertretung, Stand Ruhen bei Sperrzeiten (§ 144 SGB III) ab Säumniszeit Neu: Sperrzeit 1 Woche ( § 144 Abs. 1 Nr. 6 SGB III) Unzureichende Eigenbemühungen zur Beendigung der Arbeitslosigkeit Neu: Sperrzeit 2 Wochen ( § 144 Abs. 1 Nr. 3 SGB III) Leistungsanspruch erlischt, wenn insg. 21 Wochen Sperrzeit Neu: Auch die „erste“ Sperrzeit wg. Arbeitsaufgabe zählt mit
Anwartschaftszeit (§ 123 SGB III)030748MVA2_022126_003_k Nr. 65 zu § 123 S. 1 Künftig einheitliche Anwartschaftszeit und Verkürzung der Rahmenfirst Einheitliche Anwartschaftszeit: Für den Anspruch auf Arbeitslosengeld gilt künftig eine einheitliche Anwartschaftszeit (Vorversicherungszeit) von zwölf Monaten. Die bisherigen Sonderregelungen zu einer sechsmonatigen Anwartschaftszeit für Saisonarbeitnehmer, für Wehrdienstleistende und Zivildienstleistende entfallen. Verkürzung Rahmenfrist von drei auf zwei Jahre: Die für den Anspruch auf Arbeitslosengeld erforderliche Anwartschaftszeit von zwölf Monaten muss derzeit grundsätzlich innerhalb der letzten drei Jahre vor der Arbeitslosmeldung (sog. Rahmenfrist) erfüllt werden. Diese Rahmenfrist wird von drei auf zwei Jahre verkürzt. Wegfall erweiterter Rahmenfrist für Selbständige und Pflegepersonen: Verlängerung der Rahmenfrist für Zeiten des Bezuges von Unterhaltsgeld, für Zeiten einer selbständigen Tätigkeit sowie für Zeiten der Pflege eines Angehörigen entfällt. Anstelle dessen wird die Möglichkeit einer freiwilligen Weiterversicherung für Pflegende und Existenzgründer sowie - zusätzlich - für Arbeitnehmer, die sich vorübergehend im Ausland aufhalten, eröffnet Die Neuregelungen gelten grundsätzlich ab , jedoch sind Vertrauensschutz-Übergangsregelungen bis vorgesehen, so dass die Änderungen erst für ab entstandene Neuansprüche greifen. Textergänzung von H. Klaus Pohl, BA-Hauptstadtvertretung, Stand ab Anwartschaftszeit (§ 123 SGB III) Einheitliche Anwartschaftszeit (Vorversicherungszeit) von 12 Monaten Keine Sonderregelungen mehr für Wehr- und Zivildienstleistende Saisonbeschäftigungen *) Anmerkung: Änderung nach § 434j Abs. 3 SGB III faktisch erst ab wirksam
Veränderungen bei der Rahmenfrist ...030748MVA2_022126_003_k ab Veränderungen bei der Rahmenfrist ... ... zur Erfüllung der Alg-Anwartschaftszeit (§ 123 SGB III) 3 Jahre 2 Jahre 12 Monate Beschäftigung 12 Monate Beschäftigung bisherige Regelung neue Regelung Keine weitere Verlängerungsmöglichkeit mehr (z.B. bei Pflege, Selbständigkeit) Wegfall der Sonderregelungen für Saison - Arbeitnehmer *) Anmerkung: Änderung nach § 434j Abs. 3 SGB III faktisch erst ab wirksam
Veränderungen bei der Rahmenfrist ...030748MVA2_022126_003_k ab Veränderungen bei der Rahmenfrist ... ... zur Feststellung der Anspruchsdauer (§ 127 SGB III) *) 7 Jahre 3 Jahre 3 Jahre 2 Jahre ggf. Verlängerung auf …. ggf. Verlängerung auf …. bisherige Regelung neue Regelung *) Anmerkung: Änderungen durch das Gesetz zur Reform am Arbeitsmarkt (BT-Drucksache 15/1587); Änderung nach § 434k Abs. 2 SGB III faktisch erst ab wirksam
Verkürzung der Anspruchsdauer (§ 127 SGB III)030748MVA2_022126_003_k Verkürzung der Anspruchsdauer auf Arbeitslosengeld …… ( bzw ) §§ 127 Mit dem verabschiedeten Gesetz zu Reformen am Arbeitsmarkt wird die Bezugsdauer des Arbeitslosengeldes ab dem 1. Februar 2006 grundsätzlich auf 12 Monate und nach Vollendung des 55. Lebensjahres auf 18 Monate begrenzt werden. Bisher haben ältere Arbeitnehmer einen Anspruch auf Arbeitslosengeld für die Dauer von bis zu 32 Monaten. Das Gesetz sieht ein Inkrafttreten zum 1. Januar 2004 vor. Das Verfassungsrecht garantiert einen Vertrauensschutz von 25 Monaten, so dass das neue Recht für das Arbeitslosengeld erst auf Ansprüche anwendbar sein wird, die zu Beginn des Jahres 2006 entstehen. Textergänzung von H. Klaus Pohl, BA-Hauptstadtvertretung, Stand Verkürzung der Anspruchsdauer (§ 127 SGB III) alt neu Mindestalter Versicherungszeiten Mindestalter 32 Monate 64 Monate 57 55 26 Monate 52 52 Monate 47 22 Monate 44 Monate 18 Monate 36 Monate 18 Monate 45 30 Monate 15 Monate 12 Monate 24 Monate 12 Monate ab Anmerkung: Änderungen durch das Gesetz Zur Reform am Arbeitsmarkt Anspruchdauer Anspruchdauer Keine Änderung bei der Anspruchsdauer bei Versicherungszeiten bis zu 24 Monaten
Erstattungspflicht des AG bei Älteren (§ 147a SGB III) *030748MVA2_022126_003_k Wir arbeiten fieberhaft einer Präsentation nur zum § 147a SGB III in d. F. ab Nach § 434j Abs. 3 und 4 SGB III i.d.n.F. ist die Verschärfung des § 147a SGB III bereits ab wirksam. Jedoch hat der Bundesrat am das „Gesetz zur Reform am Arbeitsmarkt“ abgelehnt und an den Vermittlungsausschuss überwiesen. Der Gesetzentwurf muss daher erneut durch den Bundestag verabschiedet werden. Es könnten sich demnach auch bei der nun vorliegenden Fassung des § 147a SGB III noch Änderungen ergeben. Die Erstattungspflicht entfällt für alle Arbeitnehmer, deren Arbeitslosengelddauer sich ausschließlich nach der ab dem geltenden neuen Anspruchsdauerregelung richtet. Umkehrschluss hieraus: Für alle Arbeitnehmer, deren Leistungsanspruch noch bis zum entsteht, verbleibt es bei einer Erstattungspflicht auch über den hinaus. Thomas Berndt, IIc2, LAA Sachsen, ab Erstattungspflicht des AG bei Älteren (§ 147a SGB III) * Altersgrenze Keine Erstattung bei Beendigung des Arbeitsver- hältnisses vor dem _ Lj. Einheitliche Dauer der Vorbeschäftigungszeit für alle AN Erstattungs- zeitraum alt 58 neu 57 neu 32 Monate alt 56 12 Jahre vor Eintritt der Arbeits-losigkeit 10 Jahre Beschäf- tigung neu 55 alt 24 Monate ab Die Erstattungspflicht entfällt ab *) Anmerkung: Änderungen durch das Gesetz zur Reform am Arbeitsmarkt (BT-Drucksache 15/1587). Die Erstattungspflicht entfällt ab Bitte Notiz lesen!
Freiwillige Versicherung gegen Arbeitslosigkeit030748MVA2_022126_003_k Freiwillige Versicherung gegen Arbeitslosigkeit für Existenzgründer, Personen, die Angehörige pflegen, und Arbeitnehmer, die eine Beschäftigung außerhalb der EU oder in einem assoziierten Staat ausüben (ab ) - § 28a SGB III – Mit der Regelung zur freiwilligen Weiterversicherung eröffnet das Gesetz bestimmten Personengruppen, die nicht kraft Gesetzes der Versichertengemeinschaft angehören, die Möglichkeit, sich freiwillig weiterzuversichern und damit ihren Versicherungsschutz aufrecht zu erhalten. Versicherungsberechtigt sind Personen, die Angehörige pflegen, Existenzgründer und Arbeitnehmer, die eine Beschäftigung im Ausland außerhalb der Europäischen Union oder einem assoziierten Staat (Norwegen, Island, Liechtenstein, Schweiz) ausüben. Die im Übrigen geforderten Vorversicherungszeiten und Anknüpfungstatbestände gewährleisten, dass von dem Privileg der Versicherungsberechtigung nur Personen profitieren, die der Versichertengemeinschaft bereits in der Vergangenheit angehört haben. Ein unmittelbarer Anschluss im Sinne der Regelung liegt vor, wenn die Unterbrechung nicht mehr als einen Monat beträgt. Mit der freiwilligen Weiterversicherung für Existenzgründer und Auslandsbeschäftigte sollen zunächst Erfahrungen im Hinblick auf die Inanspruchnahme und die damit verbundenen Risiken für die Arbeitslosenversicherung gesammelt werden. Die freiwillige Weiterversicherung für diese Personengruppen ist deshalb zunächst bis zum 31. Dezember 2010 befristet. Textergänzung von H. Klaus Pohl, BA-Hauptstadtvertretung, Stand ab Freiwillige Versicherung gegen Arbeitslosigkeit Möglichkeit der freiwilligen Weiterversicherung für: Personen, die Angehörige pflegen Existenzgründer Aufnahme einer Beschäftigung außerhalb der EU Innerhalb der EU gilt die VO (EWG) Nr. 1408/71
Transfermaßnahmen (216a SGB III) (alt: Sozialplanmaßnahmen)030748MVA2_022126_003_k Wegfall der Zuschüsse zu Sozialplanmaßnahmen und des Kurzarbeitergeldes in betriebs-organisatorisch eigenständigen Einheiten - Einführung der Instrumente "Transfermaß-nahmen" und "Transferkurzarbeitergeld" (ab ) - §§ 216a, § 216b SGB III – Die Leistungen zur Förderung der Teilnahme an Transfermaßnahmen lösen die bisherigen Regelungen über Zuschüsse zu Sozialplanmaßnahmen (§§ ) ab. Die vorgesehene 50%-Förderung bis zu einer Höchstgrenze von Euro durch die Bundesagentur für Arbeit setzt einen angemessenen finanziellen Eigenbeitrag des Arbeitgebers voraus. Dabei ist irrelevant, ob die Finanzierungszusage im Rahmen eines Sozialplans oder aufgrund einer sonstigen kollektiv- oder individualrechtlichen Vereinbarung abgegeben wird. Die förderfähigen Eingliederungsmaßnahmen müssen von einem Dritten angeboten werden. Es werden ausschließlich tatsächlich anfallende Maßnahmekosten mitfinanziert. Zuschüsse zur Finanzierung der Lebenshaltungskosten der Arbeitnehmer werden nicht gewährt. Das neue Instrument Transferkurzarbeitergeld löst als Sonderform des Kurzarbeitergeldes das Kurzarbeitergeld in einer betriebsorganisatorisch eigenständigen Einheit (§ 175) ab. Im Gegensatz zu der bisherigen Regelung in § 175 wird eine Erheblichkeit des Arbeitsausfalles im Sinne des § 170 nicht mehr gefordert. Ein dauerhafter Arbeitsausfall ist anzunehmen, wenn unter Berücksichtigung der Gesamtumstände des Einzelfalles davon auszugehen ist, dass der betroffene Betrieb in absehbarer Zeit die aufgebauten Arbeitskapazitäten nicht mehr im bisherigen Umfang benötigt. Regelmäßig wird ein Arbeitsausfall unvermeidbar sein. Er ist aber insbesondere dann vermeidbar, wenn aufgrund offensichtlicher Umstände lediglich ein vorübergehender Personal(mehr)bedarf anzunehmen war und gleichwohl Arbeitskapazitäten auf Dauer aufgebaut wurden (Beispiel: unbefristete Einstellungen zur Bewältigung zeitlich befristeter einmaliger Projekte, etwa Organisation der Expo 2000). Auf das bisherige Merkmal der Strukturkrise, die eine Betriebsänderung nach sich ziehen musste, wird künftig verzichtet. Damit wird allein auf die betriebliche Ebene abgestellt und das Instrument zur Begleitung aller betrieblichen Restrukturierungsprozesse geöffnet. Neu ist die Verpflichtung der Arbeitnehmer, vor ihrer Überleitung in eine betriebsorganisatorisch eigenständige Einheit zum Zwecke des Bezugs von Kurzarbeitergeld eine Maßnahme zur Feststellung ihrer Eingliederungsaussichten zu durchlaufen. Diese Vorschaltung eines Profiling-Moduls bezweckt die Aktivierung der Arbeitnehmer: sie werden in die Lage versetzt, die eigenen Perspektiven auf dem Arbeitsmarkt besser einzuschätzen und danach zu handeln. Arbeitnehmer, die keine Vermittlungsdefizite aufweisen, können sich auf dieser Erkenntnisbasis gegen den Eintritt in eine betriebsorganisatorisch eigenständige Einheit aussprechen und für die bevorstehenden Bewerbungsverfahren erforderliche Fertigkeiten mittels Teilnahme an Transfermaßnahmen erwerben oder sich um eine sofortige Vermittlung bemühen. Arbeitnehmern mit Qualifizierungsdefiziten sollen während des Bezugs von Transferkurzarbeitergeld geeignete Maßnahmen zur Verbesserung ihrer Eingliederungschancen angeboten werden. Dabei sollten Weiterbildungs- und Qualifizierungsmaßnahmen möglichst frühzeitig einsetzen. Die Geeignetheit einer Maßnahme hängt dabei von den konkreten Umständen des Einzelfalls ab. Für das neue Transfer-Kurzarbeitergeld gilt eine Höchstbezugsdauer von 12 Monaten. Die derzeit bestehende Verlängerungsmöglichkeit auf bis zu 24 Monate entfällt. Für Arbeitnehmer, die bis zum Jahresende 2003 mit dem Bezug von Struktur-Kurzarbeitergeld beginnen, bleibt es bei der Bezugsfrist von 24 Monaten (längstens bis Ende 2005). Textergänzung von H. Klaus Pohl, BA-Hauptstadtvertretung, Stand ab Transferleistungen Transfermaßnahmen (216a SGB III) (alt: Sozialplanmaßnahmen) Förderung der Teilnahme an beschäftigungswirksamen Maßnahmen für von Arbeitslosigkeit bedrohte Arbeitnehmer als Zuschuss von 50 % der aufzuwendenden Maßnahmekosten (max €) je gefördertem AN Transferkurzarbeitergeld (216b SGB III) (alt: „Struktur-Kug“): eine Strukturkrise ist nicht mehr erforderlich der AN muss sich verpflichten vor Übertritt in die neue betriebliche Einheit eine Maßnahme zur Eignungsfeststellung zu durchlaufen Die Bezugsdauer beträgt max. 12 Monate. Es gibt keine Verlängerungsmöglichkeit auf dem Verordnungswege mehr.
Höhe des Insolvenzgeldes030748MVA2_022126_003_k Höhe des Insolvenzgeldes (ab ) - §§ 185, 208 SGB III – Bislang wurde Insolvenzgeld in Höhe des Nettoarbeitsentgelts ohne betragsmäßige Begrenzung, d.h. auch für sehr hohe Nettoarbeitsentgelte gezahlt. Die Höhe des Insolvenzgeldes ist seit dem auf die Höhe der Beitragsbemessungsgrenze begrenzt. Zum Gesamtsozialver-sicherungsbeitrag erhobene Säumniszuschläge, Stundungszinsen und Kosten der Zwangsvoll-streckung sind von der Erstattung ausgeschlossen. Den Arbeitnehmern entstehen dadurch keine Nachteile. Textergänzung von H. Klaus Pohl, BA-Hauptstadtvertretung, Stand ab Höhe des Insolvenzgeldes Insolvenzgeld nicht höher als die Beitrags-bemessungsgrenze Nebenforderungen wie Säumniszuschläge, Stundungszinsen, Kosten der Zwangsvoll-streckung werden nicht mehr erstattet
Änderungen bei der Altersteilzeit030748MVA2_022126_003_k Änderung der Altersteilzeitregelungen (ab ) Bisher war das jeweilige monatliche Arbeitsentgelt für die Altersteilzeit um 20 Prozent aufzustocken, mindestens jedoch um einen festgelegten Mindestnettobetrag. Eine Aufstockung um 20 Prozent hat weiterhin zu erfolgen. Allerdings ist nicht mehr das verminderte bisherige Arbeitsentgelt, sondern das Regelarbeitsentgelt im Sinne des neu gefassten § 6 Absatz 1 aufzustocken. Das Korrektiv des Mindestnettobetrages entfällt. Der Arbeitgeber muss die Beiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung mindestens um den Beitrag aufstocken, der auf 80 v.H. des Regelarbeitsentgelts entfällt. Der Betrag in Höhe von 80 v.H. des Regelarbeitsentgelts ist zu begrenzen, wenn er höher ist als der Unterschiedsbetrag zwischen 90 vom Hundert der monatlichen Beitragsbemessungsgrenze und dem Regelarbeitsentgelt; der Arbeitgeber muss in diesem Fall die Beiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung mindestens um den Beitrag aufstocken, der auf den genannten Unterschiedsbetrag entfällt. Der Arbeitgeber kann - wie auch nach dem geltenden Recht - höhere Beiträge entrichten, er ist allerdings an die Beitragsbemessungsgrenze der gesetzlichen Rentenversicherung gebunden. Im § 3 Abs. 2 wurden nach der Angabe „§ 2 Abs. 2 und 3“ das Wort „auch“ gestrichen. Damit wird klargestellt, dass eine rechtswirksame Wiederbesetzung im sog. Blockzeitmodell kann nur mit Beginn der sog. Freistellungsphase erfolgen kann. In der Praxis traten durch das Wort „Auch“ Probleme bei der Feststellung des Zeitpunktes einer rechts-wirksamen Wiederbesetzung auf. Die Ergänzung des § 8 Abs. 3 lockert die Anforderungen an den Nachweis der ordnungsgemäßen Insolvenzsicherung. Der Arbeitgeber bleibt zwar grundsätzlich verpflichtet, gegenüber den einzelnen Beschäftigten in der Altersteilzeit die Durchführung geeigneter Sicherungsmaßnahmen nachzuweisen. Besonders in Betrieben mit vielen Altersteilzeitbeschäftigten kann ein solch individueller Nachweis in Textform jedoch aufwändig sein. Daher sollen die Betriebsparteien gleichwertige Regelungen zum Nachweis der Sicherungsmaßnahmen vereinbaren können. Als gleichwertig gelten alle Regelungen, die es den Arbeitnehmern in Altersteilzeit weiterhin ermöglichen, eventuelle Ansprüche nach Absatz 4 geltend zu machen. Dies erfasst beispielsweise einen Nachweis in elektronischer Form, soweit die Betroffenen darauf zugreifen können. Die Regelung des § 10 Abs. 2 Satz 2 bestimmt, dass bei Krankheit eines in Altersteilzeitarbeit beschäftigten Arbeitnehmers über den Lohnfortzahlungszeitraum von sechs Wochen hinaus nicht mehr nur die Bundesagentur für Arbeit die Aufstockungsleistungen nach § 10 Abs. 2 direkt an den in Altersteilzeit Beschäftigten erbringen kann, sondern diese Aufgaben auch zukünftig der Arbeitgeber - anstelle der Bundesagentur für Arbeit – erbringen kann. In diesem Falle werden keine Leistungen an den Arbeitnehmer durch die Bundesagentur erbracht. Der Arbeitgeber muss nur noch zu Beginn des Erstattungsverfahrens einen Leistungsantrag bei den Agenturen für Arbeit stellen und erhält die Erstattungsleistungen - solange dafür die Voraussetzungen vorliegen - nachträglich monatlich während der Gesamtförderzeit. Wurde mit der Altersteilzeitarbeit vor dem begonnen, sind die Vorschriften in der bis zum 30. Juni 2004 geltenden Fassung mit Ausnahme des § 15 weiterhin anzuwenden. Auf Antrag des Arbeitgebers erbringt die Bundesagentur abweichend von § 15g. Satz 1 Leistungen nach § 4 in der ab 1. Juli 2004 geltenden Fassung, wenn die hierfür ab dem 1. Juli 2004 maßgebenden Voraussetzungen erfüllt sind. Die Vorschrift stellt sicher, dass Arbeitnehmer, die mit ihren Arbeitgebern vor den Änderungen des Gesetzes eine Altersteilzeitvereinbarung geschlossen haben, ihre Altersteilzeitarbeit zu den bisherigen Bedingungen planmäßig abwickeln können. Gleichwohl haben Arbeitgeber die Möglichkeit, auf Antrag auch bei bereits laufenden Erstattungsverfahren von den vereinfachten Berechnungsmethoden und anderen Verfahrenserleichterungen Gebrauch zu machen. Diese Regelung betrifft aber ausschließlich das Verhältnis zwischen dem Arbeitgeber und der Bundesagentur für Arbeit für das laufende Erstattungsverfahren. Textergänzung von H. Klaus Pohl, BA-Hauptstadtvertretung, Stand ab Änderungen bei der Altersteilzeit Schaffung einer Insolvenzsicherung zum Schutz der von den Arbeitnehmern durch Vorarbeit entstandenen Wertguthaben Vereinfachte Berechnungsbasis - Einführung eines Regelarbeitentgelts - dadurch Vermeidung monatlicher Neuberechnungen der Aufstockungsbeträge Wegfall des Mindestnettobetrages von 70% Keine Reduzierung auf die Hälfte der tariflichen Arbeitszeit bei nicht tarifgebundenen Arbeitgebern
Weitere gesetzliche Änderungen030748MVA2_022126_003_k ab Weitere gesetzliche Änderungen Die Aufforderung zur Meldung des Arbeitslosen wirkt für den Fall der Arbeitsunfähigkeit auf den ersten Tag der Arbeitsfähigkeit fort Wegfall der Erstattungspflicht bei Konkurrenzklausel Wegfall der Erstattungspflicht bei witterungsbedingter Kündigung Winterbauförderung: Widerlegbare gesetzliche Vermutung der Baubetriebe Eigenschaft bei Betrieben, die gewerblich Bauleistungen erbringen Übernahme der Kosten notwendiger sozialpädagogischer Betreuung bei Berufsausbildungsvorbereitung nach dem BBiG
030748MVA2_022126_003_k Nr. 17 zu § 26  Einbeziehung Grundwehrdienst etc in die Versicherungspflicht Nr. 50 zu § 73  BAB auch für Blockschulunterricht Nr. 45 zu § 57  Überbrückungsgeld als Pflichtleistung Zeitliche Abfolge 2006 2004 2005 Arbeitslosmeldung bis zu 3 Monate vorher möglich ABM nicht mehr Alg - Anwart- schaftsbegründend Änderung Höhe Insolvenzgeld Transfer-Kurzarbeitergeld Aus- und Weiterbildung: Fahrt- kostenpauschale BAB auch für Berufsschulunter- richt in Blockform Überbrückungsgeld für Existenz- gründer als Pflichtleistung Verfügbarkeit auch bei nicht geförderter Weiterbildung Änderungen bei der Altersteil- zeitregelung (ab ) Vereinfachte Anrechnung von Nebeneinkommen Änd. bei der Alg-Bemessung Änd. bei der Sperrzeitregelung Alg bei beruflicher Weiterbildung Einschränkung auf Teilzeit immer zulässig wenn arbeitsmarktüblich Freiwillige Weiterversicherung beim Arbeitslosengeld möglich Einbeziehung Grundwehr-, Zivil- dienst in die Arbeitslosenvers. Alg-Anwartschaft : Wegfall der Sonderregelungen für Saison-AN *) Verkürzung der Anspruchsdauer Änderungen bei der Erstattungs- pflicht des AG bei Älteren *) Anmerkung: Änderung gilt nach § 434j (3) SGB III faktisch erst ab 2006
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Die Vorschläge der Kommission wurden in vier Phasen (Hartz I bis IV) umgesetzt: Hartz I mit Wirkung ab 1. Januar 2003 Erstes Gesetz für moderne Dienstleistungen. Über Projekt

References: § 371
 § 373
 § 374
 § 395
 § 80
 § 80
 § 304
 § 2
 § 260
 § 261
 § 260
 § 266
 § 27
 § 434
 § 217
 § 57
 § 421
 § 120
 § 152
 § 124
 § 318
 § 120
 § 152
 § 124
 § 117
 § 77
 § 120
 § 81
 § 9
 § 8
 § 141
 § 118
 § 120
 § 120
 § 132
 § 144
 § 144
 § 123
 § 434
 § 434
 § 434
 § 147
 § 434
 § 147
 § 147
 § 28
 § 216
 § 175
 § 170
 § 6
 § 3
 § 8
 § 10
 § 10
 § 15
 § 15
 § 4
 § 26
 § 73
 § 57
 § 434