Source: https://revosax.sachsen.de/vorschrift_gesamt/9256/38209.html
Timestamp: 2019-08-22 12:17:55+00:00

Document:
REVOSax - POFAMI
für die Zwischen- und Abschlussprüfung sowie die Umschulungsprüfung im Ausbildungsberuf Fachangestellter/Fachangestellte für Medien- und Informationsdienste
(POFAMI)
zuletzt geändert durch Bek. vom 21. Januar 2019 (SächsABl. S. 347)
mit Wirkung vom 1. Januar 2019
Aufgrund des Beschlusses des Berufsbildungsausschusses vom 12. Dezember 2006 erlässt das Regierungspräsidium Leipzig als zuständige Stelle nach § 47 Abs. 1 Satz 1, §§ 59 und 79 Abs. 4 Satz 1des Berufsbildungsgesetzes (BBiG) vom 23. März 2005 (BGBl. I S. 931), das durch Artikel 2a Nr. 1 des Gesetzes vom 23. März 2005 (BGBl. I S. 931, 962) geändert worden ist, folgende Prüfungsordnung für die Zwischen- und Abschlussprüfung sowie die Umschulungsprüfung im Ausbildungsberuf Fachangestellter/Fachangestellte für Medien- und Informationsdienste:
Übergangs- und Schlussbestimmungen#
(2) Die Prüfungsausschüsse bestehen aus jeweils drei Mitgliedern. Der Prüfungsausschuss für gemeinsame Aufgaben besteht aus fünf Mitgliedern.
(4) Ausgeschlossene und befangene Prüfungsausschussmitglieder dürfen nicht an der Beschlussfassung mitwirken. Die §§ 20 und 21 des Verwaltungsverfahrensgesetzes (VwVfG) in der Fassung der Bekanntmachung vom 23. Januar 2003 (BGBl. I S. 102), das durch Artikel 4 Abs. 8 des Gesetzes vom 5. Mai 2004 (BGBl. I S. 718) geändert wurde, gelten entsprechend.
(2) Die Zwischenprüfung erstreckt sich auf die in den Anlagen 1 und 2 zu § 4 der Verordnung über die Berufsausbildung zum Fachangestellten für Medien- und Informationsdienste/ zur Fachangestellten für Medien- und Informationsdienste vom 3. Juni 1998 (BGBl. I S. 1257, 2426), die durch Verordnung vom 15. März 2000 (BGBl. I S. 222) geändert worden ist, in der jeweils geltenden Fassung, für das erste Ausbildungsjahr aufgeführten Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten sowie auf den im Berufsschulunterricht entsprechend dem Rahmenlehrplan zu vermittelnden Lehrstoff, soweit er für die Berufsausbildung wesentlich ist.
(3) Die Zwischenprüfung ist schriftlich, anhand praxisbezogener Aufgaben oder Fälle, in jeweils 60 Minuten in folgenden drei Prüfungsgebieten durchzuführen:
Beschaffung, formale Erfassung,
Arbeitsorganisation, Informations- und Kommunikationssysteme,
(4) Auf die Durchführung der Zwischenprüfung und die Beschlussfassung der Ergebnisse finden die Regelungen über
den Beschluss des Gesamtergebnisses (§ 24 Abs. 1 und 2)
entsprechende Anwendung. Die Regelungen über Täuschungshandlungen und Ordnungsverstöße (§ 20) sind mit der Maßgabe anzuwenden, dass die Prüfung als nicht vollständig abgelegt gilt; Absatz 5 gilt entsprechend.
(5) Wird die Zwischenprüfung nicht oder nicht vollständig abgelegt, sind die nicht erbrachten Prüfungsleistungen zum nächstmöglichen Termin nachzuholen.
(6) Eine Bescheinigung über die Ergebnisse der Zwischenprüfung wird von der zuständigen Stelle ausgefertigt und den Ausbildenden übersandt. Die Berufsschulen und die anderen beteiligten Bildungseinrichtungen erhalten eine anonymisierte Übersicht über die erzielten Ergebnisse.
wer einen vom Ausbilder und Auszubildenden abgezeichneten Ausbildungsnachweis nach § 13 Satz 2 Nummer 7 BBiG vorgelegt hat und
(5) Zur Abschlussprüfung ist ferner zuzulassen, wer in einer berufsbildenden Schule oder einer sonstigen Berufsbildungseinrichtung ausgebildet worden ist, wenn dieser Bildungsgang der Berufsausbildung im Ausbildungsberuf Fachangestellter für Medien- und Informationsdienste entspricht (§ 43 Abs. 2 Satz 1 BBiG).
zum Zeitpunkt des Beginns der Prüfung (Datum der ersten Prüfungsleistung) eine mindestens viereinhalbjährige berufspraktische Tätigkeit als Fachangestellter für Medien- und Informationsdienste nachweisen kann. Als berufspraktische Tätigkeit gelten auch Ausbildungszeiten in einem anderen einschlägigen Ausbildungsberuf.
(4) Die berufspraktische Tätigkeit ist nachzuweisen. Der Nachweis muss einen hinreichenden Aufschluss darüber zulassen, dass tatsächlich die Tätigkeit eines Fachangestellten für Medien- und Informationsdienste ausgeübt wurde. Die zuständige Stelle kann die Verwendung besonderer Formulare verlangen.
Durch die Abschlussprüfung ist festzustellen, ob der Prüfungsteilnehmer die berufliche Handlungsfähigkeit für den Ausbildungsberuf Fachangestellter für Medien- und Informationsdienste erworben hat. In ihr soll der Prüfungsteilnehmer nachweisen, dass er die erforderlichen beruflichen Fertigkeiten beherrscht, die notwendigen beruflichen Kenntnisse und Fähigkeiten besitzt und mit dem im Berufsschulunterricht zu vermittelnden, für die Berufsausbildung wesentlichen Lehrstoff vertraut ist. Die Verordnung über die Berufsausbildung zum Fachangestellten für Medien- und Informationsdienste/zur Fachangestellten für Medien- und Informationsdienste ist zugrunde zu legen (§ 38 BBiG).
(1) Die Abschlussprüfung erstreckt sich auf die in der Anlage 1 Abschnitt I und II Nr. 1 bis 5 zu § 4 der Verordnung über die Berufsausbildung zum Fachangestellten für Medien- und Informationsdienste/zur Fachangestellten für Medien- und Informationsdienste aufgeführten Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten sowie auf den im Berufsschulunterricht zu vermittelnden Lehrstoff, soweit er für die Berufsausbildung wesentlich ist.
(2) Die Abschlussprüfung gliedert sich in drei schriftliche Prüfungsbereiche (schriftliche Prüfung) und in den Prüfungsbereich Praktische Übungen (praktische Prüfung).
(3) Die schriftliche Prüfung in den fünf Fachrichtungen gliedert sich jeweils in die folgenden drei Prüfungsbereiche:
Prüfungsbereich Beschaffen und Aufbereiten von Medien und Informationen:
Beschaffen,
Erfassen, Erschließen, Verzeichnen,
Arbeitsorganisation;
Prüfungsbereich Bereitstellen und Vermitteln von Medien und Informationen:
technische Bearbeitung,
Aufbewahrung und Registratur,
Benutzungsdienst;
Prüfungsbereich Wirtschafts- und Sozialkunde:
Berufsbildung, Arbeitsrecht und soziale Sicherung,
Wirtschaftsordnung und Informationsgesellschaft.
Aufstellung und Bestandspräsentation,
Medien- und Informationsvermittlung;
Fachrichtung Information und Dokumentation
Prüfungsbereich Informationsdienstleistungen:
Einsetzen von Informations- und Kommunikationssystemen,
Durchführen von Recherchen,
Bearbeiten und Bereitstellen von Informationen;
Fachrichtung Bildagentur
Prüfungsbereich Bereitstellen und Vermitteln von Bildern:
Aufbewahren und Bearbeiten von Bildern,
Durchführung von Recherchen,
Vermitteln von Bildern;
Fachrichtung Medizinische Dokumentation
statistische Auswertung,
Ergebnisdarstellung;
(4) Die Anforderungen in den drei schriftlichen Prüfungsbereichen jeder Fachrichtung sind:
im jeweils ersten Prüfungsbereich soll der Prüfungsteilnehmer in höchstens 120 Minuten praxisbezogene Aufgaben oder Fälle, insbesondere aus den in Absatz 3 aufgeführten Gebieten bearbeiten und dabei zeigen, dass er die Grundlagen und Zusammenhänge dieser Gebiete versteht,
im jeweils zweiten Prüfungsbereich soll der Prüfungsteilnehmer in höchstens 120 Minuten praxisbezogene Aufgaben oder Fälle, insbesondere aus den in Absatz 3 aufgeführten Gebieten bearbeiten und dabei zeigen, dass er die fachlichen Zusammenhänge versteht, Sachverhalte analysieren sowie Lösungsmöglichkeiten entwickeln und darstellen kann,
im jeweils dritten Prüfungsbereich soll der Prüfungsteilnehmer in höchstens 90 Minuten praxisbezogene Aufgaben oder Fälle aus den in Absatz 3 aufgeführten Gebieten bearbeiten und dabei zeigen, dass er wirtschaftliche und gesellschaftliche Zusammenhänge der Berufs- und Arbeitswelt darstellen und beurteilen kann.
(5) Im Prüfungsbereich Praktische Übungen jeder Fachrichtung soll der Prüfungsteilnehmer eine von zwei ihm zur Wahl gestellten praxisbezogenen Aufgaben aus dem Gebiet Dienstleistungs- und Medienangebot bearbeiten. Für die Bearbeitung ist ein Zeitraum von 15 Minuten vorzusehen. Die Aufgabe soll Ausgangspunkt für das folgende Prüfungsgespräch sein. Hierbei ist der Tätigkeitsschwerpunkt des Ausbildungsbetriebes zu berücksichtigen. Der Prüfungsteilnehmer soll dabei zeigen, dass er berufspraktische Vorgänge und Problemstellungen bearbeiten, Lösungen darstellen und in berufstypischen Situationen kooperieren und kommunizieren kann. Das Prüfungsgespräch soll für den einzelnen Prüfungsteilnehmer höchstens 20 Minuten dauern.
(1) Sind in der schriftlichen Prüfung die Prüfungsleistungen in bis zu zwei Prüfungsbereichen mit der Note „mangelhaft” (30,00 bis 49,99 Punkte) und in den übrigen Prüfungsbereichen mindestens mit der Note „ausreichend” (50,00 Punkte) bewertet worden, ist auf Antrag des Prüfungsteilnehmers oder nach Ermessen des Prüfungsausschusses für gemeinsame Aufgaben in einem der mit der Note „mangelhaft” bewerteten Prüfungsbereiche die schriftliche Prüfung durch eine mündliche Prüfung von etwa 15 Minuten zu ergänzen, wenn diese für das Bestehen der Abschlussprüfung den Ausschlag geben kann. § 14 Abs. 6 und 7 gilt entsprechend.
(2) Der Prüfungsbereich ist vom Prüfungsteilnehmer zu bestimmen. Bei der Ermittlung des Ergebnisses für diesen Prüfungsbereich sind die Ergebnisse der schriftlichen Prüfungsarbeit und der Ergänzungsprüfung im Verhältnis zwei zu eins zu gewichten. § 24 Abs. 2 Satz 2 gilt entsprechend.
(3) Wird in den Fällen des Absatzes 2 ein wichtiger Grund nachgewiesen, gilt die Prüfung als nicht abgelegt. Bereits erbrachte Prüfungsleistungen werden anerkannt, wenn mindestens zwei Prüfungsbereiche abgeschlossen sind. Das Prüfungsverfahren wird zum nächsten Prüfungstermin fortgesetzt. Die Anerkennung der bereits erbrachten Prüfungsleistungen erlischt, wenn das Prüfungsverfahren nicht spätestens im übernächsten Prüfungstermin abgeschlossen wird.
(2) In der praktischen Prüfung sowie der Ergänzungsprüfung einigen sich die Mitglieder des Prüfungsausschusses auf eine Bewertung. Kommt eine Einigung nicht zustande, ist das Ergebnis die Durchschnittspunktzahl der Einzelbewertungen; § 24 Abs. 2 Satz 2 gilt entsprechend.
(1) Die Beschlüsse über die Ergebnisse der schriftlichen Prüfung, das Gesamtergebnis sowie das Bestehen und Nichtbestehen der Abschlussprüfung werden vom Prüfungsausschuss für gemeinsame Aufgaben gefasst. Die Beschlüsse über die Ergebnisse der praktischen Prüfung und der Ergänzungsprüfung werden vom jeweiligen Prüfungsausschuss gefasst.
(2) Bei der Ermittlung des Gesamtergebnisses der Abschlussprüfung haben alle vier Prüfungsbereiche das gleiche Gewicht. Das Gesamtergebnis ist auf zwei Dezimalstellen zu errechnen; alle weiteren Dezimalstellen bleiben unberücksichtigt.
(3) Die Abschlussprüfung ist bestanden, wenn in mindestens drei Prüfungsbereichen sowie im Gesamtergebnis mindestens die Note „ausreichend” (50,00 Punkte) erreicht worden ist. Werden die Prüfungsleistungen in einem Prüfungsbereich mit der Note „ungenügend” (0 bis 29,99 Punkte) bewertet, ist die Abschlussprüfung nicht bestanden.
(2) In der Wiederholungsprüfung ist der Prüfungsteilnehmer auf Antrag von der Prüfung in einzelnen Prüfungsbereichen zu befreien, wenn seine Leistungen in diesen Prüfungsbereichen mindestens mit der Note „ausreichend” (50,00 Punkte) bewertet worden sind und die Wiederholungsprüfung spätestens im übernächsten Prüfungstermin abgeschlossen wird.
(2) Für die Bewertung von nachzuholenden Prüfungsleistungen (§ 7 Abs. 5, § 21 Abs. 3) gilt § 23 in der für die bereits erbrachten Prüfungsleistungen maßgeblichen Fassung. Das Gleiche gilt für die Bewertung von nicht vollständig zu wiederholenden Abschlussprüfungen (§ 27 Abs. 2), letztmalig jedoch für den Prüfungstermin 2008.
(1) Diese Prüfungsordnung tritt am 1. März 2007 in Kraft. Gleichzeitig tritt die Prüfungsordnung des Regierungspräsidiums Leipzig für die Zwischen- und Abschlussprüfung und für die Umschulungsprüfung im Ausbildungsberuf Fachangestellte/r für Medien- und Informationsdienste (POFAMI) vom 7. Mai 2004 (SächsABl. S. 516) außer Kraft.
(2) Die Prüfungsordnung wurde durch Erlass des Staatsministeriums des Innern vom 18. Januar 2007 – Az.: 13-6041.90/12 – genehmigt.
Bekanntmachung der Landesdirektion Leipzig über die Bereinigung aller Prüfungsordnungen des Regierungspräsidiums Leipzig
vom 13. Oktober 2008 (SächsABl. S. 1523)
Bekanntmachung der Landesdirektion Sachsen Bereinigung aller Prüfungsordnungen
vom 28. Juni 2012 (SächsABl. S. 1012)
Bekanntmachung der Landesdirektion Sachsen zur Änderung aller Prüfungsordnungen für die Zwischen- und Abschlussprüfungen
vom 21. Januar 2019 (SächsABl. S. 347)
Quelle: REVOSax http://revosax.sachsen.de/vorschrift_gesamt/9256/38209.html Stand vom 22.08.2019

References: § 47
 § 4
 § 13
 § 4
 § 14
 § 24
 § 24
 § 21
 § 23