Source: http://lexbrowser.provinz.bz.it/doc/20120911/de/dpgp-1986-20/dekret_des_landeshauptmanns_vom_20_oktober_1986_nr_20.aspx?view=1
Timestamp: 2020-04-08 19:58:27+00:00

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Lexbrowser - m) DEKRET DES LANDESHAUPTMANNS vom 20. Oktober 1986, Nr. 201)
Landesgesetzgebung Gesundheitswesen und Hygiene Gesundheitsdienst DEKRET DES LANDESHAUPTMANNS vom 20. Oktober 1986, Nr. 20
m) DEKRET DES LANDESHAUPTMANNS vom 20. Oktober 1986, Nr. 201)
Durchführungsverordnung betreffend die Ausbildung der Sprengelärzte
Kundgemacht im A.Bl. vom 16. Dezember 1986, Nr. 56.
Art. 1 (Anzahl der Ausbildungsplätze für Sprengelärzte)
(1) Die Landesregierung legt jährlich innerhalb März fest, wie viele Ausbildungsstellen für Sprengelärzte gemäß Landesgesetz vom 11. März 1986, Nr. 10, von den Sanitätseinheiten zur Besetzung ausgeschrieben werden können.
Art. 2 (Ausschreibung der Ausbildungsstellen für Sprengelärzte)
(1) Die Sanitätseinheiten schreiben die von der Landesregierung festgelegten Ausbildungsstellen für Sprengelärzte bis zum 1. Juni eines jeden Jahres aus.
Art. 3 (Zulassung zu den Ausbildungsstellen für Sprengelärzte)
(1) Zur Besetzung der Ausbildungsstellen für Sprengelärzte sind Ärzte zugelassen, die italienische Staatsbürger sind, in Südtirol ihren Wohnsitz haben und im Besitz der Bescheinigung gemäß Artikel 4 des D.P.R. vom 26. Juli 1976, Nr. 752, in geltender Fassung, sind.
(2) Wer sich um eine Ausbildungsstelle für Sprengelärzte bewirbt, richtet ein Gesuch auf Stempelpapier an die Sanitätseinheiten und legt folgende Unterlagen bei:
- Geburtsschein
- Wohnsitzbescheinigung
- Diplom der Staatsprüfung für Mediziner
- Bestätigung über die Eintragung in das Berufsverzeichnis bei der Ärztekammer der Provinz Bozen
- eventuelle Dienst- und Arbeitszeugnisse, die vom medizinischen Leiter und der Verwaltung der Dienststelle bestätigt sein müssen
- Zweisprachigkeitsnachweis der Gruppe A
(3) Der Verwaltungsrat der Sanitätseinheit erstellt eine Rangordnung der Bewerber nach Titeln aufgrund der Kriterien für Wettbewerbe, die mit Dekret des Gesundheitsministers vom 30. Jänner 1982, insbesondere mit Artikel 36 desselben Dekretes, festgelegt wurden.
Art. 4 (Theoretische und praktische Ausbildung)
(1) Die fachliche Ausbildung zum Sprengelarzt dauert drei Jahre und erfolgt die ersten 30 Monate gemäß Punkt 9.5.1 des Anhanges 1 zum Landesgesetz vom 5. Jänner 1984, Nr. 1, "Landesgesundheitsplan 1983 - 1985". geändert durch das Landesgesetz vom 11. März 1986, Nr. 10. und die restlichen sechs Monate nach Auswahl der Sanitätseinheiten in den Bereichen:
- Orthopädie - Traumatologie, mindestens ein Monat
- Dienst für Anästhesie und Wiederbelebung, mindestens ein Monat
- Dienst für Hygiene und öffentliche Gesundheit, mindestens ein Monat
- sowie in den Bereichen und Diensten, die vom Anwärter bevorzugt werden, mindestens ein Monat.
Darüber hinaus können die Sprengelarztanwärter im Bedarfsfall auch für den ärztlichen Bereitschaftsdienst bei Nacht und an Feiertagen gemäß Artikel 48 des Gesetzes Nr. 833 vom 23. Dezember 1978 aktiv eingesetzt werden. 2)
(2) Während der praktischen Ausbildung hat der Anwärter nicht nur in der Abteilung Dienst zu leisten, sondern wird auch unter Anleitung in den Poliambulatorien des jeweiligen Krankenhauses eingesetzt.
(3) Die Ausbildung der Sprengelarztanwärter in den einzelnen Bereichen steht unter der Leitung des jeweiligen Primars bzw. Verantwortlichen des Dienstes. Der Koordinator der Gesundheitsdienste der Sanitätseinheit sorgt für die gesetzlich fällige Rotation der Anwärter in den Bereichen und Diensten.
(4) Sollte eine Sanitätseinheit über Bereiche und Dienste, wie sie durch diese Verordnung für die praktische Ausbildung zum Sprengelarzt vorgesehen sind, nicht verfügen, so muß der Anwärter die Ausbildung im entsprechenden Bereich in einer anderen Sanitätseinheit absolvieren. Dazu haben die Verwaltungen in den betroffenen Sanitätseinheiten die erforderlichen organisatorischen Maßnahmen zu treffen, wobei die Gehälter von der Herkunftssanitätseinheit zu leisten sind.
(5) Den Sprengelarztanwärtern steht für diese Zeit keine Außendienstvergütung zu.
(6) Der unter Punkt 9.5.2 des Anhanges 1 zum Landesgesetz vom 5. Jänner 1984, Nr. 1, in geltender Fassung vorgeschriebene Lehrgang wird vom Assessorat für Gesundheitswesen in Zusammenarbeit mit der Ärztekammer und Zahnärztekammer der Provinz Bozen organisiert.
(7) Die Teilnahme am Lehrgang wird als reguläre Dienstzeit gewertet.
(8) Der Besuch des Lehrganges wird bescheinigt.
Absatz 1 wurde ergänzt durch D.LH. vom 7. September 1987, Nr. 14.
Art. 5 (Abwesenheiten)
(1) Die Ausbildung zum Sprengelarzt kann nur aus den Gründen unterbrochen werden, die in den für das Stammrollenpersonal geltenden Bestimmungen im Sinne des D.P.R. 761/1979 und des D.P.R. 348/1983 vorgesehen sind.
Art. 6 (Ausbildungsdiplom)
(1) Nach abgeschlossener Ausbildung erhält der Sprengelarzt ein Diplom, das vom zuständigen Koordinator der Gesundheitsdienste, vom Präsidenten der Sanitätseinheit und vom Landesrat für das Gesundheitswesen unterzeichnet wird.
Art. 7 (Besoldung)
(1) Während der Ausbildungszeit steht dem Sprengelarztanwärter die Besoldung eines Assistenzarztes in Ausbildung zu.

References: Art. 1

Art. 2

Art. 3

Art. 4

Art. 5

Art. 6

Art. 7