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Timestamp: 2016-10-27 18:48:33+00:00

Document:
1A.176/2000 (28.03.2001)
Pr�sident der I. �ffentlichrechtlichen Abteilung, Bundesrichter Aeschlimann, F�raud, Catenazzi, Ersatzrichter Karlen und Gerichtsschreiber Haag.
X.________, Beschwerdef�hrer, vertreten durch Rechtsanwalt Hermann Just, Salishaus, Masanserstrasse 35, Postfach 414, Chur,
Gemeinde Maladers, vertreten durch den Gemeinderat, dieser vertreten durch Rechtsanwalt Dr. Otmar B�nziger, Gauaweg 1, Trimmis, Departement des Innern und der Volkswirtschaft des KantonsG r a u b � n d e n,Verwaltungsgericht des Kantons Graub�nden, Kammer 4,
A.- X.________ ist Eigent�mer eines Ferienhauses im Gebiet H.________ in der Gemeinde Maladers. Seine Liegenschaft liegt oberhalb des Dorfes im �brigen Gemeindegebiet.
Im M�rz 1999 stellte er zusammen mit vier weiteren Ferienhausbesitzern aus diesem Gebiet bei der Gemeinde ein Begehren um einen Anschluss an das �ffentliche Elektrizit�tsnetz.
Die Gemeinde wies das Gesuch am 25. Juni 1999 ab. Dagegen ergriff X.________ einen Rekurs an das Verwaltungsgericht des Kantons Graub�nden. Dieses wies das Rechtsmittel am 14. Januar 2000 ab.
B.- X.________ hat gegen den Entscheid des Verwaltungsgerichts vom 14. Januar 2000 beim Bundesgericht eine Verwaltungsgerichtsbeschwerde und eine staatsrechtliche Beschwerde erhoben. Mit beiden Rechtsmitteln beantragt er die Aufhebung des angefochtenen Entscheids, im Rahmen des verwaltungsgerichtlichen Verfahrens erg�nzt mit zwei Feststellungsbegehren und einem Eventualantrag.
Die Gemeinde Maladers, das Departement des Innern und der Volkswirtschaft Graub�nden und das Verwaltungsgericht stellen den Antrag auf Abweisung der beiden Beschwerden, soweit darauf einzutreten sei. Das Bundesamt f�r Raumentwicklung hat sich eingehend zu den Beschwerden ge�ussert, ohne einen ausdr�cklichen Antrag zu stellen. Den Beteiligten wurde Gelegenheit einger�umt, zur Vernehmlassung des Bundesamts Stellung zu nehmen.
1.- Die beiden vom Beschwerdef�hrer ergriffenen Rechtsmittel richten sich gegen den gleichen Entscheid und haben zu einem grossen Teil die gleichen Fragen zum Gegenstand. Es rechtfertigt sich daher, sie zusammen zu behandeln.
2.- An erster Stelle ist zu pr�fen, ob und in welchem Umfang die beiden ergriffenen Bundesrechtsmittel gegen den Entscheid des Verwaltungsgerichts zul�ssig sind.
a) Die Verwaltungsgerichtsbeschwerde kann erhoben werden gegen Verf�gungen, die sich auf �ffentliches Recht des Bundes st�tzen oder h�tten st�tzen sollen (Art. 5 VwVG in Verbindung mit Art. 97 OG), sofern diese von den in Art. 98 OG genannten Vorinstanzen erlassen worden sind und keiner der in Art. 99 ff. OG oder in der Spezialgesetzgebung vorgesehenen Ausschlussgr�nde vorliegt. Dies gilt auch f�r gemischtrechtliche Verf�gungen, die sowohl auf kantonalem wie auch auf Bundesrecht beruhen, falls und soweit die Verletzung von unmittelbar anwendbarem Bundesrecht in Frage steht (BGE 126 I 50 E. 1 S. 52; 125 II 10 E. 2a S. 13). Im Verfahren der Verwaltungsgerichtsbeschwerde sind zudem auf unselbstst�ndiges kantonales Ausf�hrungsrecht zum Bundesrecht gest�tzte Anordnungen zu �berpr�fen sowie auf dem �brigen kantonalen Recht beruhende Anordnungen, die einen hinreichend engen Sachzusammenhang mit den zu beurteilenden Fragen des Bundesverwaltungsrechts aufweisen (BGE 121 II 72 E. 1b S. 75). Die staatsrechtliche Beschwerde kann entsprechend ihrer subsidi�ren Natur nur ergriffen werden, wenn die Verwaltungsgerichtsbeschwerde nicht offen steht (Art. 84 Abs. 2 OG).
Nach der Spezialbestimmung von Art. 34 Abs. 1 des Bundesgesetzes �ber die Raumplanung vom 22. Juni 1979 (RPG; SR 700) k�nnen letztinstanzliche kantonale Entscheide �ber Entsch�digungen als Folge von Eigentumsbeschr�nkungen, �ber die Zonenkonformit�t von Bauten und Anlagen ausserhalb der Bauzonen sowie �ber Bewilligungen nach Art. 24a-d RPG bzw.
Art. 24 der bis am 31. August 2000 geltenden Fassung des Gesetzes (aRPG) mit Verwaltungsgerichtsbeschwerde angefochten werden. Gegen die �brigen raumplanerischen Entscheide steht dagegen als Bundesrechtsmittel nur die staatsrechtliche Beschwerde zur Verf�gung (Art. 34 Abs. 3 RPG).
b) Der Entscheid des Verwaltungsgerichts st�tzt sich auf zwei voneinander unabh�ngige Begr�ndungen. Einerseits wird dem Beschwerdef�hrer ein Anspruch auf elektrische Erschliessung seiner Liegenschaft gest�tzt auf das kommunale Baugesetz und das Reglement f�r die Abgabe elektrischer Energie des Elektrizit�tswerks Maladers vom 8. M�rz 1985 (EW-Reglement) abgesprochen, anderseits wird ein solcher deshalb verneint, weil f�r den verlangten Anschluss die daf�r erforderliche Ausnahmebewilligung nach Art. 24 aRPG und Art. 9d des Raumplanungsgesetzes f�r den Kanton Graub�nden vom 20. Mai 1973 (KRG; BR 801. 100) nicht erteilt werden k�nne.
Mit Bezug auf die erste Begr�ndung wirft der Beschwerdef�hrer dem Verwaltungsgericht eine willk�rliche Sachverhaltsfeststellung und eine willk�rliche Anwendung des kommunalen EW-Reglements sowie einen Verstoss gegen das Gleichbehandlungsgebot gem�ss Art. 8 Abs. 1 BV vor.
Streitgegenstand bilden somit allein erschliessungsrechtliche Fragen, die nicht in den Anwendungsbereich der Verwaltungsrechtspflege des Bundes fallen (vgl. auch den Entscheid des Bundesgerichts vom 5. August 1994 in ZBl 96/1995 231 E. 1b S. 232 f.). Die fraglichen kommunalen Vorschrif- ten �ber die Erschliessung stehen auch nicht in einem engen Sachzusammenhang zu Art. 24 aRPG. Die erste Begr�ndung des angefochtenen Entscheids kann daher allein mit staatsrechtlicher Beschwerde angefochten werden.
Anders verh�lt es sich dagegen hinsichtlich der zweiten Argumentation des Verwaltungsgerichts. Sie beruht auf einer - nach Ansicht des Beschwerdef�hrers unzutreffenden - Anwendung von Art. 24 aRPG bzw. Art. 9d KRG. Ausserdem l�sst sie nach seiner Auffassung zu Unrecht die Elektrizit�tsgesetzgebung des Bundes ausser Acht. Beide R�gen sind nach den oben dargestellten Grunds�tzen mit Verwaltungsgerichtsbeschwerde vorzubringen.
Der Beschwerdef�hrer h�lt sich nicht an die dargestellte Verzweigung des Rechtsmittelwegs, sondern bringt mit den beiden Rechtsmitteln zu einem erheblichen Teil die gleichen R�gen vor. Dieses schadet ihm nicht, da das Bundesgericht auch unrichtig bezeichnete Eingaben als das im konkreten Fall zul�ssige Rechtsmittel entgegennimmt, soweit dessen formelle Voraussetzungen erf�llt sind (BGE 120 Ib 379 E. 1a S. 381).
c) Die Legitimation des Beschwerdef�hrers ist mit Bezug auf beide ergriffenen Rechtsmittel grunds�tzlich zu bejahen. Die Ablehnung der elektrischen Erschliessung seiner Liegenschaft ber�hrt ihn unmittelbar und begr�ndet damit gem�ss Art. 103 lit. a OG die Befugnis zur Erhebung der Verwaltungsgerichtsbeschwerde.
Die Verletzung in rechtlich gesch�tzten Interessen, die Art. 88 OG f�r die Ergreifung einer staatsrechtlichen Beschwerde voraussetzt, liegt ebenfalls vor, soweit der Beschwerdef�hrer geltend macht, der angefochtene Entscheid verstosse gegen das Gleichbehandlungsgebot (Art. 8 Abs. 1 BV). Die Legitimation zur R�ge, das Verwaltungsgericht habe das EW-Reglement willk�rlich angewendet, besteht nur, wenn die entsprechende Norm dem Beschwerdef�hrer einen Rechtsanspruch einr�umt oder den Schutz seiner Interessen bezweckt (BGE 126 I 81 E. 3a S. 85). Diese Voraussetzung ist mit Bezug auf den hier zur Diskussion stehenden Art. 5 des EW-Reglements, der die Lieferungspflicht des Elektrizit�tswerks umschreibt, erf�llt.
Nicht betroffen ist dagegen die in der Beschwerde am Rand ebenfalls angerufene Eigentumsgarantie (Art. 26 BV), da dieses Grundrecht dem Grundeigent�mer grunds�tzlich keinen Anspruch auf Erschliessung einr�umt (BGE 105 Ia 330 E. 3d S. 337; vgl. zur Problematik der Aufhebung einer Erschliessung im Lichte von Art. 26 BV: BGE 126 I 213 ff.). Insoweit ist daher auf die staatsrechtliche Beschwerde nicht einzutreten.
d) Auch wenn gegen den angefochtenen Entscheid grunds�tzlich sowohl die Verwaltungsgerichtsbeschwerde als auch die staatsrechtliche Beschwerde zur Verf�gung stehen, sind diese beiden Rechtsmittel nicht unabh�ngig voneinander.
Der angefochtene Entscheid beruht auf zwei selbstst�ndigen Argumentationen und ist nur dann aufzuheben, wenn beide der bundesgerichtlichen Pr�fung nicht standhalten, im vorliegenden Fall also beide erhobenen Rechtsmittel begr�ndet sind.
Andernfalls bleibt der Entscheid gest�tzt auf die unbeanstandete Begr�ndung auch dann bestehen, wenn die im anderen Rechtsmittel vorgebrachten Einw�nde sich als zutreffend erweisen (BGE 121 IV 94 E. 1b S. 95).
3.- Das Verwaltungsgericht erkl�rt in seiner zuerst angef�hrten Begr�ndung, der Beschwerdef�hrer habe gem�ss Art. 57 Abs. 2 des Baugesetzes der Gemeinde Maladers vom 7./20. Februar 1997 (BauG) keinen Anspruch auf einen Anschluss seiner Liegenschaft an das �ffentliche Elektrizit�tsnetz, da diese ausserhalb der Bauzone liege. Aus der in Art. 5 des EW-Reglements statuierten Lieferungspflicht des Elektrizit�tswerks Maladers lasse sich keine Pflicht der Gemeinde ableiten, im �brigen Gemeindegebiet gelegene Ferienh�user an das elektrische Verteilnetz anzuschliessen.
Der Beschwerdef�hrer kritisiert diese Auffassung als willk�rlich und macht zudem eine Ungleichbehandlung mit der Liegenschaft von A.________ geltend, die vor wenigen Jahren an das Elektrizit�tsnetz angeschlossen worden sei.
a) Nach Art. 19 Abs. 2 RPG hat das Gemeinwesen die Pflicht, Bauzonen fristgerecht zu erschliessen. Das Bundesrecht verpflichtet die �ffentliche Hand demgegen�ber nicht, auch Nichtbauzonen zu erschliessen (BGE 120 II 185 E. 2c S. 188; Andr� Jomini, Kommentar RPG, Art. 19 Rz. 33; Vera Marantelli-Sonanini, Erschliessung von Bauland, Diss. Bern 1997, S. 61). In �bereinstimmung damit h�lt Art. 57 Abs. 2 Satz 3 BauG fest, dass im �brigen Gemeindegebiet kein Anspruch auf Anschluss an �ffentliche Erschliessungsanlagen bestehe.
Der Beschwerdef�hrer geht ebenfalls von dieser Rechtslage aus, stellt sich aber auf den Standpunkt, aus Art. 5 des EW-Reglements ergebe sich ein Anspruch auf Lieferung von Elektrizit�t und damit auch auf einen Anschluss an das Verteilnetz. Bei der zuletzt genannten Bestimmung handle es sich um eine Spezialnorm, die der allgemeinen erschliessungsrechtlichen Regelung von Art. 19 Abs. 2 RPG und Art. 57 Abs. 2 BauG vorgehe. Jedenfalls verm�ge Art. 57 Abs. 2 BauG die spezialgesetzliche Lieferungspflicht gem�ss Art. 5 des EW-Reglements nicht aufzuheben. Die gegenteilige Auffassung des Verwaltungsgerichts sei willk�rlich.
b) Art. 5 des EW-Reglements schreibt vor, dass das Elektrizit�tswerk Maladers den Bez�gern elektrische Energie liefert, soweit die technischen, rechtlichen und wirtschaftlichen Voraussetzungen f�r die Abgabe erf�llt sind und soweit keine Gr�nde f�r die Einstellung der Energielieferung vorliegen. Diese Lieferungspflicht stellt - wie der Beschwerdef�hrer zu Recht hervorhebt - das Gegenst�ck zum Monopol der Gemeinde im Bereich der Elektrizit�tsversorgung dar (vgl. Art. 3 und 4 des EW-Reglements). Die Pflicht zur Energielieferung gilt - entsprechend dem Umfang der Monopolisierung - f�r das ganze Gemeindegebiet (Art. 6 des EW-Reglements).
Die erw�hnte umfassende Belieferungspflicht setzt jedoch einen Anschluss an das Verteilnetz voraus und verleiht dem Grundeigent�mer dort, wo ein solcher fehlt, nicht zugleich einen Anspruch auf Erstellung einer entsprechenden Zuleitung. Die Erschliessung mit elektrischen Leitungen richtet sich nach dem Generellen Erschliessungsplan und allf�lligen weiteren besonderen Planungen (Art. 32 ff. KRG und Art. 70 BauG). Dabei sind nicht die gleichen Gesichtspunkte massgebend wie bei der Umschreibung der Lieferungspflicht von elektrischer Energie. Art. 5 des EW-Reglements regelt dementsprechend nicht den Anschluss an das �ffentliche Elektrizit�tsnetz und stellt daher im Verh�ltnis zu Art. 57 Abs. 2 BauG keine Spezialnorm dar. Der Beschwerdef�hrer verkennt, dass der Anspruch auf einen Anschluss an die Energieleitungen von jenem auf Belieferung mit Energie auseinander zu halten ist (vgl. Peter R�egger, Rechtsprobleme der Verteilung elektrischer Energie durch �ffentlichrechtliche Anstalten, Diss. Z�rich 1992, S. 100).
Die Ansicht des Verwaltungsgerichts, aus Art. 5 des EW-Reglements lasse sich kein Anspruch auf elektrische Erschliessung ableiten, ist somit sachlich ohne weiteres vertretbar und demzufolge nicht willk�rlich. Unter diesen Umst�nden entbehrt auch der in diesem Zusammenhang erhobene weitere Vorwurf der Verletzung des rechtlichen Geh�rs der Grundlage. Da eine Anschlusspflicht gest�tzt auf Art. 5 des EW-Reglements ohne Willk�r verneint werden durfte, brauchte das Verwaltungsgericht auch die weiteren in dieser Norm genannten Voraussetzungen nicht zu pr�fen.
c) Der Beschwerdef�hrer sieht in der Verweigerung des Anschlusses an das elektrische Verteilnetz indessen auch einen Verstoss gegen den Grundsatz der Rechtsgleichheit gem�ss Art. 8 Abs. 1 BV. Dieser ergebe sich daraus, dass die Gemeinde vor kurzem die Liegenschaft von A.________, die sich in ungef�hr derselben H�henlage und in derselben Distanz zum bestehenden Verteilnetz befinde wie jene des Beschwerdef�hrers, mit elektrischen Leitungen erschlossen habe.
Da die Gemeinde grunds�tzlich nicht verpflichtet ist, Liegenschaften ausserhalb der Bauzonen zu erschliessen, verf�gt sie bei der Behandlung entsprechender Anschlussgesuche �ber ein relativ grosses Ermessen (R�egger, a.a.O., S. 102). Die Pflicht zum Erlass eines Erschliessungsprogramms, das eine geordnete und zeitgerechte Erstellung der erforderlichen Anlagen gew�hrleistet, besteht lediglich f�r die Bauzonen (Urs Eymann, Erschliessungsrecht und Erschliessungsprogramm, hrsg. EJPD/BRP, Bern 1999, S. 10). Das bedeutet indessen nicht, dass sich das Gemeinwesen um die Erschliessung von ausserhalb der Bauzonen gelegenen Geb�uden �berhaupt nicht zu k�mmern brauchte und es diese von vornherein nicht an die �ffentlichen Leitungsnetze anschliessen d�rfte. Vielmehr schreibt Art. 10 Abs. 1 lit. b des Bundesgesetzes �ber den Schutz der Gew�sser vom 24.
Januar 1991 (GSchG; SR 814. 20) ausdr�cklich vor, dass auch bestehende Geb�udegruppen ausserhalb der Bauzonen an die �ffentliche Kanalisation anzuschliessen sind, wenn die besonderen Verfahren der Abwasserbeseitigung keinen ausreichenden Schutz der Gew�sser gew�hrleisten oder nicht wirtschaftlich sind. Die �ffentliche Hand ist zudem bei der Erschliessung von Liegenschaften ausserhalb der Bauzonen an den Grundsatz der Rechtsgleichheit (Art. 8 Abs. 1 BV) gebunden (vgl. auch R�egger, a.a.O., S. 101 ff.).
Anschlussgesuche, die in den massgeblichen Punkten �bereinstimmen, d�rfen nicht ungleich behandelt werden (vgl.
BGE 125 I 166 E. 2 S. 168). Allerdings ist es den Beh�rden nicht verwehrt, eine bisher ge�bte Praxis zu �ndern, wenn sie zur Einsicht gelangen, dass eine andere Rechtsanwendung oder Ermessensbet�tigung dem Sinn des Gesetzes oder ver�nderten Verh�ltnissen besser entspricht.
Eine solche Praxis�nderung muss sich jedoch auf ernsthafte sachliche Gr�nde st�tzen k�nnen, die umso gewichtiger sein m�ssen, je l�nger die als nicht mehr richtig erkannte bisherige Praxis befolgt wurde (BGE 125 II 152 E. 4c/aa S. 162 f.).
d) Es ist unbestritten, dass sich die im Jahre 1995 an das elektrische Verteilnetz angeschlossene Liegenschaft von A.________ unter erschliessungsm�ssigen Gesichtspunkten in einer vergleichbaren Lage befindet wie jene des Beschwerdef�hrers.
Das w�rde grunds�tzlich eine Gleichbehandlung und damit eine positive Beantwortung seines Anschlussgesuchs nahelegen. Das Elektrizit�tswerk Maladers ging denn auch in seinem Schreiben vom 11. Februar 1999 davon aus, dass einer elektrischen Erschliessung der Liegenschaft des Beschwerdef�hrers nichts entgegenstehe, wenn noch vier weitere Eigent�mer eine solche Erschliessung w�nschten und zu bezahlen bereit seien. Immerhin behielt das Elektrizit�tswerk ausdr�cklich die Erteilung einer entsprechenden Bewilligung der Gemeinde vor. Das Verwaltungsgericht sieht nun in der sp�teren Abweisung des Anschlussgesuchs des Beschwerdef�hrers deshalb keine Ungleichbehandlung, weil seit dem Anschluss der Liegenschaft von A.________ das neue kommunale Baugesetz in Kraft getreten sei, in dessen Art. 57 Abs. 2 ein Erschliessungsanspruch f�r Parzellen im �brigen Gemeindegebiet jetzt ausdr�cklich verneint werde. Die Gemeinde erkl�rte in ihrer Vernehmlassung im Rekursverfahren zudem ausdr�cklich, der Entscheid des Bundesgerichts vom 16. September 1998 (BGE 124 II 538 ff.), der ebenfalls eine Liegenschaft im H.________ betraf, habe den Beh�rden die Problematik der Erschliessung von Ferienh�usern deutlicher als bisher vor Augen gef�hrt. Sie seien nun gewillt, s�mtliche Anschlussgesuche an das elektrische Verteilnetz ausserhalb der Bauzonen abzuweisen, soweit es sich nicht um zonenkonforme Bauten handle.
Diese Erw�gungen, welche die Gemeinde zu einer Versch�rfung der gegen�ber der Liegenschaft von A.________ ge�bten Praxis bewogen haben, sind nicht unsachlich und rechtfertigen nach der angef�hrten Rechtsprechung eine andere Behandlung des Anschlussgesuchs des Beschwerdef�hrers.
Es ist der Gemeinde nicht verwehrt, zur Bewahrung des Nichtbaugebiets vor zivilisatorischen Einfl�ssen den Bau zus�tzlicher Erschliessungsanlagen nur sehr zur�ckhaltend zuzulassen. Von einer verfassungswidrigen Ungleichbehandlung kann unter diesen Umst�nden nicht gesprochen werden. Es ist aber darauf hinzuweisen, dass dem Beschwerdef�hrer in Zukunft ein Anschluss nicht verwehrt werden k�nnte, wenn die Gemeinde von ihrer neuen Praxis wieder abr�cken und Liegenschaften an das elektrische Verteilnetz anschliessen sollte, die sich in vergleichbarer Lage befinden wie jene des Beschwerdef�hrers.
Einem solchen Anschluss w�rde zudem grunds�tzlich weder das eidgen�ssische noch das kantonale Recht von vornherein entgegenstehen (s. nachfolgende E. 4).
e) Die gegen�ber der ersten Begr�ndung des angefochtenen Entscheids erhobenen R�gen erweisen sich demnach als unbegr�ndet. Die staatsrechtliche Beschwerde ist daher abzuweisen, soweit darauf einzutreten ist.
f) Bei diesem Ergebnis ist auf die gegen die zweite Begr�ndung im angefochtenen Entscheid erhobene Verwaltungsgerichtsbeschwerde nicht einzutreten, da selbst dann, wenn sie begr�ndet w�re, eine Aufhebung des angefochtenen Entscheids nicht in Betracht k�me (vgl. vorne E. 2d). Allerdings legt es der Umstand, dass die zweite Begr�ndung bei der Beurteilung k�nftiger Gesuche von Bedeutung sein kann und auch das zust�ndige kantonale Departement sein Interesse an einer grunds�tzlichen Kl�rung der darin aufgeworfenen Fragen �ussert, nahe, auf diese weiteren Erw�gungen des Verwaltungsgerichts gleichwohl noch einzugehen.
4.- Die elektrische Erschliessung der Liegenschaft des Beschwerdef�hrers m�sste nach dem angefochtenen Entscheid auch deshalb abgelehnt werden, weil daf�r eine Ausnahmebewilligung nach Art. 24 ff. RPG erforderlich w�re und die Voraussetzungen f�r die Erteilung einer solchen Bewilligung nicht vorl�gen. Umstritten ist sowohl, ob f�r einen Anschluss an das elektrische Verteilnetz eine Bewilligungspflicht gem�ss Art. 24 ff. RPG bestehe, als auch, ob gegebenenfalls daf�r eine derartige Bewilligung erteilt werden k�nnte.
a) F�r den Bau elektrischer Schwach- und Starkstromanlagen sieht Art. 16 des Elektrizit�tsgesetzes vom 24. Juni 1902 (EleG; SR 734. 0) ein Plangenehmigungsverfahren vor. Dieses ist durch das Bundesgesetz �ber die Koordination und Vereinfachung von Entscheidverfahren vom 18. Juni 1999 in verschiedenen Punkten neu geregelt worden (vgl. dazu die Botschaft des Bundesrats vom 25. Februar 1998, BBl 1998, S. 2627 ff.; zum fr�heren, auf Starkstromanlagen beschr�nkten Plangenehmigungsverfahren vgl. J�rg Ruf, Infrastrukturbauten, in: Peter M�nch/Peter Karlen/Thomas Geiser, Beraten und Prozessieren in Bausachen, Basel/Genf/M�nchen 1998, Rz. 21.112 ff.). Das neue Recht l�sst gleich wie das alte keinen Raum f�r kantonale und kommunale Bewilligungen neben der bundesrechtlichen Plangenehmigung (Art. 16 Abs. 3 und 4 EleG; vgl. auch die zitierte Botschaft des Bundesrats, BBl 1998, S. 2629 in Verbindung mit S. 2618, sowie zum bisherigen Recht VPB 58/1994, Nr. 42 E. 2.1 S. 335; PVG 1985 Nr. 22). Dies gilt auch bei der Erstellung von Hausinstallationen und Niederspannungsverteilnetzen, f�r die der Bundesrat gest�tzt auf Art. 16 Abs. 7 EleG eine verfahrensm�ssige Erleichterung eingef�hrt hat und f�r die lediglich eine Genehmigung des Eidgen�ssischen Starkstrominspektorats erforderlich ist (Art. 1 Abs. 2 der Verordnung �ber das Plangenehmigungsverfahren f�r elektrische Anlagen vom 2. Februar 2000 [VPeA; SR 734. 25]). Da sich somit das Bewilligungsverfahren f�r die Erstellung der fraglichen elektrischen Erschliessungsanlagen ganz nach den Vorschriften der eidgen�ssischen Elektrizit�tsgesetzgebung richtet, bedarf es daf�r entgegen der Ansicht des Verwaltungsgerichts keiner Ausnahmebewilligung nach Art. 24 ff. RPG. An diesem Ergebnis w�rde auch eine allf�llige teilweise Gesetzwidrigkeit der Ausf�hrungsregelung von Art. 1 Abs. 2 VPeA, auf die das Bundesamt f�r Raumentwicklung in seiner Vernehmlassung hinweist, nichts �ndern, weshalb auf diese Frage nicht weiter einzugehen ist.
Nach Art. 16 Abs. 4 Satz 2 EleG ist im Rahmen des bundesrechtlichen Plangenehmigungsverfahrens bzw. des vereinfachten Genehmigungsverfahrens nach Art. 1 Abs. 2 VPeA das kantonale Recht zu ber�cksichtigen, soweit es die Betreiberin von Stark- und Schwachstromanlagen in der Erf�llung ihrer Aufgaben nicht unverh�ltnism�ssig einschr�nkt.
Demnach muss bei der Genehmigung von Erschliessungsanlagen mitber�cksichtigt werden, ob diese nach der kommunalen Nutzungsplanung im Baugebiet oder ausserhalb desselben zu liegen kommen. Elektrische Anlagen sind jedoch ausserhalb der Bauzonen nicht generell unzul�ssig. Im vorliegenden Fall nimmt das Verwaltungsgericht an, die beim Ferienhaus des Beschwerdef�hrers festgestellte fehlende Standortgebundenheit gelte ohne weiteres auch f�r eine elektrische Erschliessungsleitung.
Diese Ansicht verkennt, dass Erschliessungsleitungen nicht einen Teil der dadurch erschlossenen Liegenschaft bilden und nicht nach den gleichen Regeln zu beurteilen sind wie die Letzteren. Die Erteilung der bundesrechtlichen Genehmigung f�r die fragliche elektrische Erschliessungsleitung erscheint vorliegend jedenfalls nicht von vornherein ausgeschlossen. Das Gesuch des Beschwerdef�hrers um elektrische Erschliessung h�tte demzufolge vom Verwaltungsgericht nicht mit dieser Begr�ndung abgelehnt werden d�rfen.
b) Soweit ein Eigent�mer seine Liegenschaft auf Grund des Anschlusses an das �ffentliche Elektrizit�tsnetz neuen Zwecken zuf�hren oder bauliche Ver�nderungen an seinem Haus vornehmen will, braucht er daf�r eine Baubewilligung der Gemeinde (Art. 97 Abs. 2 lit. b BauG). Denn solche Zweck�nderungen und baulichen Massnahmen werden vom bundesrechtlichen Planungsgenehmigungsverfahren bzw. vom Genehmigungsverfahren nach Art. 1 Abs. 2 VPeA nicht miterfasst.
Auch blosse Nutzungs�nderungen, mit denen keine baulichen Massnahmen verbunden sind, unterstehen der Baubewilligungspflicht (BGE 119 Ib 222 E. 3a S. 227; 113 Ib 219 E. 4d S. 223). Damit erweist sich die von der Gemeinde ge�usserte Bef�rchtung als unbegr�ndet, das eidgen�ssische Elektrizit�tsrecht verunm�gliche eine vorg�ngige baurechtliche Pr�fung von Nutzungs�nderungen, die durch einen Anschluss an das elektrische Verteilnetz erm�glicht w�rden.
Im vorliegenden Fall beabsichtigt der Beschwerdef�hrer, sein Ferienhaus auch nach dem umstrittenen Anschluss an das �ffentliche Elektrizit�tsnetz nicht anders zu nutzen als bisher. Er bewohnt es bereits seit 1995 w�hrend des ganzen Jahres. Eine Solaranlage liefert ihm elektrischen Strom, der zumindest f�r die Beleuchtung ausreicht. Anstelle der �blichen elektrischen Ger�te verwendet er solche, die mit Gas betrieben werden. Der Anschluss an das elektrische Verteilnetz d�rfte dem Beschwerdef�hrer wohl eine deutliche Komfortsteigerung erm�glichen; eine neue oder wesentlich ver�nderte Nutzung w�re damit aber nicht verbunden. Vielmehr w�rde damit lediglich die bereits vor einigen Jahren erfolgte Umnutzung des Ferienhauses in einen Dauerwohnsitz bis zu einem gewissen Grad komfortm�ssig nachvollzogen. Diese Nutzungs�nderung war jedoch, wie sich aus dem in diesem Zusammenhang ergangenen Entscheid des Bundesgerichts ergibt, zul�ssig (BGE 124 II 538 E. 2e S. 542 f.). Die blosse Komfortverbesserung dieser erlaubten Nutzung stellt f�r sich allein keine bewilligungspflichtige Zweck�nderung dar, zumal davon im vorliegenden Fall keine neuen Belastungen f�r Raum und Umwelt, sondern - wegen der nicht mehr erforderlichen Batterien und gasbetriebenen Ger�te - eher Entlastungen zu erwarten w�ren. Das Anschlussgesuch des Beschwerdef�hrers h�tte entgegen der Ansicht des Verwaltungsgerichts somit auch im Blick auf eine beabsichtigte Komfortsteigerung nicht abgewiesen werden d�rfen.
Das Bundesgericht hat im bereits erw�hnten Entscheid allerdings erkl�rt, dass ein Um- und Ausbau eines bescheidenen Ferienhauses zu einer Wohnbaute, die den f�r eine dauernde Ben�tzung erforderlichen Komfort aufweise, den Rahmen einer teilweisen �nderung nach Art. 24 Abs. 2 aRPG sprengen w�rde (BGE 124 II 538 E. 2d S. 542). Damit wurden indessen allein bauliche Massnahmen am Haus selber ins Auge gefasst und nicht blosse Komfortsteigerungen, die sich aus einer neu herangef�hrten Erschliessungsleitung ergeben. Es ist freilich m�glich, dass der Beschwerdef�hrer mit dem Anschluss an das �ffentliche Elektrizit�tsnetz an seinem Haus auch gewisse bewilligungspflichtige bauliche �nderungen - ausserhalb der von der Elektrizit�tsgesetzgebung geregelten Hausinstallation - vornehmen muss oder will. Inwieweit sie zu bewilligen w�ren, h�ngt vom konkreten Projekt ab und kann hier nicht beurteilt werden. Es ist jedenfalls nicht ausgeschlossen, dass daf�r eine Ausnahmebewilligung nach Art. 24c RPG erteilt werden kann.
c) Aus den vorstehenden Erw�gungen ergibt sich, dass die elektrische Erschliessung der Liegenschaft des Beschwerdef�hrers weder nach der Elektrizit�tsgesetzgebung des Bundes noch unter raumplanerischen Gesichtspunkten von vornherein unzul�ssig erscheint. Das Verwaltungsgericht h�tte daher das Anschlussgesuch des Beschwerdef�hrers nicht mit der Begr�ndung abweisen d�rfen, dass die verlangten elektrischen Erschliessungsanlagen bzw. damit verbundene bauliche Massnahmen ohnehin nicht bewilligt werden k�nnten.
Bei diesem Ausgang sind die Kosten des bundesgerichtlichen Verfahrens dem Beschwerdef�hrer aufzuerlegen (Art. 156 Abs. 1 OG). Er hat �berdies die durch einen Anwalt vertretene Gemeinde f�r das staatsrechtliche Beschwerdeverfahren angemessen zu entsch�digen (Art. 159 Abs. 2 OG).
4.- Der Beschwerdef�hrer hat die Gemeinde Maladers f�r das bundesgerichtliche Verfahren mit Fr. 1'500.-- zu entsch�digen.
5.- Dieses Urteil wird dem Beschwerdef�hrer, der Gemeinde Maladers, dem Departement des Innern und der Volkswirtschaft und dem Verwaltungsgericht des Kantons Graub�nden, Kammer 4, sowie dem Bundesamt f�r Raumentwicklung schriftlich mitgeteilt.
Lausanne, 28. M�rz 2001

References: Art. 97
 Art. 98
 Art. 99
 Art. 34
 Art. 24

Art. 24
 Art. 24
 Art. 9
 Art. 8
 Art. 24
 Art. 24
 Art. 9
 Art. 103
 Art. 88
 Art. 5
 Art. 26
 BGE 
 Art. 57
 Art. 5
 Art. 19
 Art. 19
 Art. 57
 Art. 5
 Art. 19
 Art. 57
 Art. 57
 Art. 5
 Art. 5
 Art. 3
 Art. 70
 Art. 5
 Art. 57
 Art. 5
 Art. 5
 Art. 8
 Art. 10

BGE 
 Art. 57
 Art. 24
 Art. 24
 Art. 16
 Art. 16
 Art. 24
 Art. 1
 Art. 16
 Art. 1
 Art. 1
 Art. 24
 Art. 24