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Timestamp: 2016-10-24 15:55:58+00:00

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5A_530/2014 (19.03.2015)
5A_530/2014 � � Urteil vom 19. M�rz 2015
B.A.________ (geb. 2002) ist die gemeinsame Tochter von A.A.________ und C.A.________. Mit Beschluss vom 22. Oktober 2013 entzog die Kindes- und Erwachsenenschutzbeh�rde U.________ (KESB U.________) den Eltern die elterliche Sorge �ber ihre Tochter nach Art. 311 ZGB und best�tigte den Obhutsentzug und die Fremdplatzierung nach Art. 310 Abs. 1 und 3 ZGB. Ferner regelte sie das Besuchsrecht nach Art. 274 Abs. 2 ZGB und erteilte Weisungen nach Art. 273 Abs. 2 ZGB. Gegen diesen Beschluss erhob A.A.________ am 2. Dezember 2013 Beschwerde bei der Verwaltungsrekurskommission des Kantons St. Gallen. Insgesamt stellte er 17 Antr�ge. Im Wesentlichen verlangte er die Aufhebung des Beschlusses und die R�ckweisung an die Vorinstanz zur neuen Beurteilung und Entscheidung.
B.a.�Mit Verf�gung vom 20. M�rz 2014 (Verfahren V-2013/295) wies der Pr�sident der V. Abteilung der Verwaltungsrekurskommission das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege ab (Ziffer 1 des Dispositivs) und forderte A.A.________ auf, bis zum 8. April 2014 einen Kostenvorschuss von Fr. 1'000.-- zu bezahlen, falls er an seiner Beschwerde festhalten wolle. Bei unben�tztem Ablauf der Frist werde das Beschwerdeverfahren kostenf�llig als erledigt abgeschrieben (Ziffer 2).
B.b.�Am 31. M�rz 2014 erhob A.A.________ beim Einzelrichter im Familienrecht des Kantonsgerichts St. Gallen gegen diese Verf�gung Beschwerde. Er verlangte, den angefochtenen Entscheid aufzuheben und an die Vorinstanz zu neuer Entscheidung zur�ckzuweisen (Bewilligung der unentgeltlichen Rechtspflege und unentgeltliche Rechtsverbeist�ndung, Verzicht auf die Erhebung eines Kostenvorschusses). Eventualiter sei der angefochtene Entscheid aufzuheben und dem Beschwerdef�hrer f�r das Verfahren vor der Verwaltungsrekurskommission ein unentgeltlicher Rechtsbeistand zu bestellen. Subeventualiter beantragte der Beschwerdef�hrer, auf die Erhebung eines Kostenvorschusses vor Vorinstanz zu verzichten. F�r den Fall der Ablehnung der Beschwerde verlangte er schliesslich einen neuen Zahlungstermin f�r die Zahlung des Kostenvorschusses.
B.c.�Am 27. Mai 2014 best�tigte der Einzelrichter im Familienrecht des Kantonsgerichts St. Gallen den Entscheid des Abteilungspr�sidenten der Verwaltungsrekurskommission vom 20. M�rz 2014. Gleichzeitig forderte er diesen auf, dem Beschwerdef�hrer zur Leistung des Kostenvorschusses eine neue Frist zu setzen. Dem Beschwerdef�hrer wurden die Kosten des Beschwerdeverfahrens von Fr. 400.-- �berbunden und sein Rechtsvertreter f�r das Beschwerdeverfahren mit Fr. 250.-- entsch�digt.
"1. Der angefochtene Entscheid der Vorinstanz 2 sei aufzuheben und zu neuer Entscheidung an die Vorinstanz 2 zur�ckzuweisen.
a. Ziffer 1 und Ziffer 2 des Entscheides der Vorinstanz 1 vom 20.03.2014 seien aufzuheben, dem Beschwerdef�hrer sei die unentgeltliche Rechtspflege und die unentgeltliche Rechtsverbeist�ndung f�r das Beschwerdeverfahren vor der Vorinstanz 1 (V-2013/295) zu bewilligen und es sei der Unterzeichnende als unentgeltlicher Vertreter des Beschwerdef�hrers in diesem Verfahren zu ernennen.
b. Dem Beschwerdef�hrer sei f�r das Verfahren vor der Vorinstanz 2 eine Parteientsch�digung in der H�he von Fr. 3'556.75 zuzusprechen und es seien die Kosten des Beschwerdeverfahrens vor der Vorinstanz 2 auf die Staatskasse zu nehmen.
b.1. Eventualiter hierzu sei dem Beschwerdef�hrer f�r das Verfahren vor der Vorinstanz 2 die unentgeltliche Rechtspflege und die unentgeltliche Rechtsverbeist�ndung zu bewilligen und es sei der Unterzeichnende als unentgeltlicher Rechtsbeistand des Beschwerdef�hrers f�r das Beschwerdeverfahren vor der Vorinstanz 2 zu ernennen. Dem Unterzeichnenden sei eine Entsch�digung zufolge unentgeltlicher Rechtsverbeist�ndung in der H�he von Fr. 2'845.50 zuzusprechen.
b.2 Subeventualiter hierzu sei auf die Erhebung von Kosten f�r das Beschwerdeverfahren vor der Vorinstanz 2 zu verzichten.
3. Subeventualiter seien Ziffer 1, 2, 3 und 4 des angefochtenen Entscheides der Vorinstanz 2 aufzuheben und die Vorinstanz 1 sei anzuweisen, dem Beschwerdef�hrer nach rechtskr�ftigem Abschluss des vorliegenden Beschwerdeverfahrens eine neue angemessene Frist f�r die Leistung des Kostenvorschusses anzusetzen.
4. Dem Beschwerdef�hrer sei f�r das vorliegende Beschwerdeverfahren vor Bundesgericht die unentgeltliche Rechtspflege und die unentgeltliche Verbeist�ndung zu bewilligen und es sei der Unterzeichnende als unentgeltlicher Rechtsbeistand des Beschwerdef�hrers zu ernennen.
6. Unter Kosten und Entsch�digungsfolgen zu Lasten des Staates.
Der Pr�sident der II. zivilrechtlichen Abteilung hat am 10. Juli 2014 der Beschwerde antragsgem�ss die aufschiebende Wirkung erteilt.
Das Bundesgericht hat die Vorinstanz und den Abteilungspr�sidenten der Verwaltungsrekurskommission zur Vernehmlassung eingeladen. Letzter hat auf eine solche verzichtet (Schreiben vom 10. Dezember 2014). Die Vorinstanz hat in ihrer Vernehmlassung vom 17. Dezember 2014 auf ihren Entscheid verwiesen und im �brigen auf die Weitschweifigkeit der Beschwerde aufmerksam gemacht. Die Stellungnahmen wurden dem Beschwerdef�hrer zur Wahrung des rechtlichen Geh�rs zugestellt.
1.1.�Der Beschwerdef�hrer wehrt sich gegen den Entscheid des Kantonsgerichts, mit dem dieses die Beschwerde gegen die Verweigerung der unentgeltlichen Rechtspflege vor der Verwaltungsrekurskommission abgewiesen hat. Der Pr�sident dieser Beh�rde hatte das Armenrechtsgesuch mittels einer selbst�ndigen, vorab er�ffneten Verf�gung abgewiesen und die inhaltliche Pr�fung der Beschwerde von der Leistung eines Kostenvorschusses abh�ngig gemacht. Der angefochtene Entscheid betrifft damit einen Zwischenentscheid, der nach der Rechtsprechung einen nicht wieder gutzumachenden Nachteil im Sinne von Art. 93 Abs. 1 Bst. a BGG bewirken kann (Urteil 5D_158/2013 vom 24. September 2013 E. 1 mit Hinweisen). Bei Zwischenentscheiden folgt der Rechtsweg demjenigen der Hauptsache (BGE 133 III 645 E. 2.2 S. 647 f.). In dieser geht es um den Entzug der elterlichen Sorge. Dabei handelt es sich um eine �ffentlich-rechtliche Angelegenheit, die in unmittelbarem Zusammenhang mit dem Zivilrecht steht und der Beschwerde in Zivilsachen unterliegt (Art. 72 Abs. 2 Bst. b Ziff. 6 BGG). Das gleiche Rechtsmittel ist daher gegen den angefochtenen Zwischenentscheid zul�ssig. Auf die fristgerecht (Art. 100 Abs. 1 BGG) eingereichte Beschwerde ist grunds�tzlich einzutreten.
1.2.�Gegenstand des bundesgerichtlichen Beschwerdeverfahrens bildet einzig das vorinstanzliche Urteil. Das Bundesgericht tritt daher auf die Beschwerde insofern nicht ein, als sich diese gegen das Urteil der Verwaltungsrekurskommission richtet (Art. 75 BGG). Nicht eingetreten werden kann auch auf das Gesuch des Beschwerdef�hrers, Einsicht in die vollst�ndigen Akten zu nehmen und im Anschluss daran einen weiteren Schriftenwechsel durchzuf�hren. Ein solches Akteneinsichtsgesuch bildet nicht Gegenstand des vorinstanzlichen Verfahrens. Ebensowenig tut der Beschwerdef�hrer dar, dass ihm der Zugang zu diesen Akten verweigert worden w�re. Nicht Gegenstand dieses Beschwerdeverfahrens sind schliesslich die allgemein gehaltenen Vorw�rfe an die Adresse der KESB U.________, die ihn als persona non grata behandle. Entsprechend ist auch nicht auf die in diesem Zusammenhang formulierten Verfassungsverletzungen einzugehen (Art. 5 Abs. 3 und Art. 36 Abs. 3 BV).
Rechtsschriften m�ssen eine Begr�ndung enthalten (Art. 42 Abs. 1 BGG). In der Begr�ndung ist in gedr�ngter Form darzulegen, inwiefern der angefochtene Akt Recht verletzt (Art. 42 Abs. 2 BGG). �berm�ssig weitschweifige Rechtsschriften kann das Bundesgericht zur �nderung an den Beschwerdef�hrer zur�ckweisen (Art. 42 Abs. 6 BGG). Obwohl es im vorliegenden Verfahren einzig um die Frage der unentgeltlichen Rechtspflege geht, umfasst die Beschwerde 91 Seiten. Sie hat als weitschweifig zu gelten, worauf die Vorinstanz in ihrer Vernehmlassung zu Recht hingewiesen hat (s. Sachverhalt Bst. E). Dies �ndert aber nichts daran, dass das Anliegen des Beschwerdef�hrers leicht zu isolieren und klar ist: Er wehrt sich dagegen, dass seine Beschwerde an die Verwaltungsrekurskommission von dieser und der Vorinstanz als aussichtslos bezeichnet worden ist. Das Bundesgericht verzichtet deshalb aus prozess�konomischen Gr�nden darauf, die Beschwerde zur Verbesserung an den Beschwerdef�hrer zur�ckzuweisen.
Der Anspruch auf unentgeltliche Rechtspflege vor der Verwaltungsrekurskommission richtet sich nach den Ausf�hrungen der Vorinstanz nach den Vorschriften der Schweizerischen Zivilprozessordnung vom 19. Dezember 2008, auf die Art. 99 Abs. 2 des Gesetzes des Kantons St. Gallen �ber die Verwaltungsrechtspflege (VRP) verweist. Das Bundesgericht �berpr�ft die korrekte Anwendung der subsidi�r und als kantonales Recht zur Anwendung gelangenden ZPO nicht frei, sondern nur auf Willk�r (Art. 9 BV) hin (BGE 139 III 225 E. 2.3 S. 231). F�r diese Vorbringen gilt das R�geprinzip (Art. 106 Abs. 2 BGG). Das Bundesgericht pr�ft nur klar und detailliert erhobene und soweit m�glich belegte Vorw�rfe. Auf ungen�gend begr�ndete R�gen und rein appellatorische Kritik am angefochtenen Entscheid tritt es nicht ein (BGE 134 II 244 E. 2.2 S. 246). Was den Sachverhalt angeht, ist das Bundesgericht grunds�tzlich an die Feststellungen der Vorinstanz gebunden (Art. 105 Abs. 1 BGG). Diesbez�glich kann der Beschwerdef�hrer einzig vorbringen, die vorinstanzliche Feststellung des Sachverhalts sei offensichtlich unrichtig oder beruhe auf einer Rechtsverletzung im Sinne von Art. 95 BGG (Art. 97 Abs. 1 BGG). Auch daf�r gilt das strenge R�geprinzip (vgl. BGE 134 II 244 E. 2.2 S. 246; 133 II 249 E. 1.4.3 S. 254 f.).
4.1.�Nach Art. 117 ZPO hat eine Person Anspruch auf unentgeltliche Rechtspflege, wenn sie nicht �ber die erforderlichen Mittel verf�gt (Bst. a) und ihr Rechtsbegehren nicht aussichtslos erscheint (Bst. b). Sofern es zur Wahrung der Rechte notwendig ist, besteht dar�ber hinaus ein Anspruch auf einen unentgeltlichen Rechtsbeistand (Art. 118 Abs. 1 Bst. c ZPO).
4.2.�Mit Art. 117 ff. ZPO wird der als verfassungsrechtliche Minimalgarantie in Art. 29 Abs. 3 BV verankerte Anspruch auf unentgeltliche Rechtspflege und Verbeist�ndung auf Gesetzesstufe geregelt. Die vom Bundesgericht zum Begriff der Aussichtslosigkeit gem�ss Art. 29 Abs. 3 BV entwickelte Praxis ist auch f�r die Auslegung von Art. 117 Bst. b ZPO zu ber�cksichtigen (BGE 138 III 217 E. 2.2.4 S. 218). Als aussichtslos sind demnach Begehren anzusehen, bei denen die Gewinnaussichten betr�chtlich geringer sind als die Verlustgefahren und die deshalb kaum als ernsthaft bezeichnet werden k�nnen. Dagegen gilt ein Begehren nicht als aussichtslos, wenn sich Gewinnaussichten und Verlustgefahren ungef�hr die Waage halten oder jene nur wenig geringer sind als diese. Massgebend ist, ob eine Partei, die �ber die n�tigen Mittel verf�gt, sich bei vern�nftiger �berlegung zu einem Prozess entschliessen w�rde. Eine Partei soll einen Prozess, den sie auf eigene Rechnung und Gefahr nicht f�hren w�rde, nicht deshalb anstrengen k�nnen, weil er sie nichts kostet. Ob im Einzelfall gen�gende Erfolgsaussichten bestehen, beurteilt sich aufgrund einer vorl�ufigen und summarischen Pr�fung der Prozessaussichten, wobei die Verh�ltnisse im Zeitpunkt der Einreichung des Gesuchs massgebend sind (BGE 133 III 614 E. 5 S. 616 mit Hinweisen). Bei der Beurteilung der Erfolgsaussichten eines Rechtsmittels kommt es ferner darauf an, ob das Rechtsmittel prozessual unzul�ssig oder aussichtslos ist (Urteil 5A_417/2009 vom 31. Juli 2009 E. 2.2 mit Hinweisen). Mithin ist zu beachten, dass ein erstinstanzliches Urteil vorliegt, das mit den gestellten Rechtsbegehren verglichen werden kann (Urteil 4A_226/2011 vom 31. Mai 2011 E. 3.2). Bei alledem ist Rechtsfrage, welche Umst�nde bei der Beurteilung der Prozessaussichten in Betracht fallen und ob sie f�r oder gegen eine hinreichende Erfolgsaussicht sprechen, Tatfrage hingegen, ob und wieweit einzelne Tatumst�nde erstellt sind (BGE 124 I 304 E. 2c S. 307).
5.1.�Die Vorinstanz hat erwogen, dass Art. 326 ZPO das Novenrecht f�r das Beschwerdeverfahren gem�ss Art. 319 ff. ZPO regle. Demnach seien neue Antr�ge, neue Tatsachenbehauptungen und neue Beweismittel unter Vorbehalt besonderer Bestimmungen des Gesetzes ausgeschlossen. Der Ausschluss von Noven gelte gem�ss bundesgerichtlicher Rechtsprechung auch f�r Verfahren, die der Untersuchungsmaxime unterst�nden. Der Grundsatz, wonach sich die Angelegenheit nach der zur Zeit der Gesuchseinreichung gegebenen tats�chlichen Situation beurteile, werde dadurch nicht in Frage gestellt, denn der Entscheid �ber die unentgeltliche Rechtspflege werde nur formell, nicht aber materiell rechtskr�ftig, und es k�nne daher jederzeit ein neues Gesuch gestellt werden, wenn sich die Verh�ltnisse seit dem ersten Entscheid ver�ndert h�tten.
5.2.�Der Beschwerdef�hrer kritisiert diesen Standpunkt. Er macht geltend, dass es ihm bei Abweisung der Beschwerde verwehrt sei, unter dem Titel der unentgeltlichen Rechtspflege die bisher entstandenen Kosten geltend zu machen. Zudem habe die Vorinstanz bereits in Aussicht gestellt, das Beschwerdeverfahren bei Nichtbezahlen des Kostenvorschusses kostenpflichtig abzuschreiben. Die Vorinstanz verletze willk�rlich die Untersuchungsmaxime. In Ber�cksichtigung von Art. 29 Abs. 1 BV, Art. 29a BV, sowie Art. 30 Abs. 1 BV h�tte die Vorinstanz alle Tatsachen, Vorbringen und Beweismittel ber�cksichtigen m�ssen, welche bis zur Urteilsberatung vorgetragen w�rden.
5.3.�Wie die ZPO das Verh�ltnis von Novenverbot und Untersuchungsmaxime genau geregelt hat, braucht vorliegend nicht gepr�ft zu werden. Der Beschwerdef�hrer kann n�mlich zum vorneherein nur die Verletzung verfassungsm�ssiger Rechte r�gen (E. 3). Diesbez�glich ist festzustellen, dass er auch nicht ansatzweise dartut, welche Nachteile ihm daraus entstanden sind, dass die Vorinstanz das Novenrecht in der kritisierten Art und Weise gehandhabt hat. Die Auflistung vermeintlich verletzter Verfassungsbestimmungen gen�gt nicht, um eine Verfassungsverletzung in einer dem R�geprinzip entsprechenden Art und Weise darzutun.
6.1.�Umstritten ist, ob die Vorinstanz die Beschwerde als aussichtslos bezeichnen durfte und - in diesem Zusammenhang - ob B.A.________ vor dem Entzug der elterlichen Sorge (erneut) anzuh�ren bzw. zu begutachten gewesen w�re. Die Vorinstanz verweist auf Art. 314a Abs. 1 ZGB. Danach sei ein Kind pers�nlich anzuh�ren, soweit nicht sein Alter oder andere wichtige Gr�nde dagegen sprechen w�rden. Im konkreten Fall habe die langj�hrige Therapeutin von B.A.________ von einer erneuten Befragung und Begutachtung mit Hinweis auf deren psychische Belastung abgeraten. Auch die KESB U.________ habe sich im Rahmen der Helfersitzung vom 10. Juni 2013 mit dieser Frage auseinandergesetzt und sei zum Schluss gekommen, dass auf eine erneute Befragung und Begutachtung von B.A.________ verzichtet werden k�nne. Aufgrund dieser eindeutigen Vorbehalte der Fachpersonen sei es nicht zu beanstanden, wenn derzeit sowohl auf die Anh�rung als auch die Begutachtung von B.A.________ verzichtet worden sei, zumal das Kindeswohl an oberster Stelle stehe und insbesondere den Interessen der Eltern klar vorgehe.
�In Bezug auf die Erziehungsf�higkeit des Beschwerdef�hrers wies die Vorinstanz darauf hin, dass der Beschwerdef�hrer am 12. M�rz 2005 [recte: 11. September 2008] der mehrfachen sexuellen Handlung und mehrfachen Sch�ndung seiner Tochter schuldig gesprochen worden sei. Dieses Urteil sei sp�ter vom Bundesgericht best�tigt worden (Urteil 6B_793/2010 vom 14. April 2011). Die vom Beschwerdef�hrer an seiner Tochter begangenen Taten seien schwerwiegend und w�rden vom Anwalt des Beschwerdef�hrers in unzul�ssiger Weise bagatellisiert. B.A.________ sei im Zeitpunkt der Tatbegehung ein zwei bis vier Jahre altes Kleinkind gewesen. Sie sei dem Vater schutzlos ausgeliefert gewesen und habe aufgrund des kindlichen Alters auch keine M�glichkeit gehabt, sich gegen den Vater zu wehren oder dessen Verhalten einzuordnen. Die Taten h�tten sich im Haus der Familie, dem Ort, der gew�hnlich f�r Schutz und Geborgenheit stehe, ereignet. Das Fehlverhalten des Beschwerdef�hrers gegen�ber seinem Kind, welchem er Schutz und Sicherheit bieten m�sste, w�gen so schwer, dass der Gedanke, das Kind derzeit in dessen Obhut zur�ckzugeben und unter seiner elterlichen Sorge zu belassen, unverst�ndlich erscheine. Dass die Taten mehrere Jahre zur�ckl�gen, verm�ge daran nichts zu �ndern. Dies gelte umso mehr, als der Beschwerdef�hrer die Taten nach wie vor leugne. Eine spezifische Therapie erscheine unter diesem Gesichtspunkt als unm�glich. Auch aus dem Therapiebericht von Dr. med. D.________ vom 19. November 2013 k�nne zugunsten des Beschwerdef�hrers f�r das vorliegende Verfahren nichts abgeleitet werden. Die Wahrscheinlichkeit f�r weitere Delikte im Sinne der bisher gezeigten Delinquenz werde zwar als zur�ckgegangen eingestuft. Allerdings werde auch betont, dass sich die Frage stelle, wie weit mit der aktuell laufenden Therapie noch eine weitere Verbesserung der Legalprognose zu erreichen sei. Im Vordergrund stehe auch hier die Perspektive des Kindes. Es sei aufgrund des Gesagten nicht zu beanstanden, wenn die Vorinstanz aufgrund des schwerwiegenden Fehlverhaltens des Beschwerdef�hrers auf dessen Erziehungsunf�higkeit schliesse.
�Auch aus dem Umstand, dass zwischen der Fremdplatzierung und dem Entzug der elterlichen Sorge einige Jahre liegen, k�nne der Beschwerdef�hrer nichts zu seinen Gunsten ableiten: Im Kindesschutz gelte der Grundsatz der Proportionalit�t. Es solle die im Einzelfall mildeste Erfolg versprechende Massnahme angeordnet werden. Der Entzug der elterlichen Sorge stelle die ultima ratio dar. Indem die Vormundschaftsbeh�rde V.________ zuerst die Obhut entzogen und beobachtet habe, ob diese Massnahme ausreiche, sei sie diesem Grundsatz nachgekommen. Hierzu sei festzuhalten, dass allf�llige formelle Unzul�nglichkeiten nicht dazu f�hren d�rfen, die Kindesinteressen und das Kindeswohl in den Hintergrund zu dr�ngen.
�Die Verwaltungsrekurskommission habe auch in Bezug auf das Kontaktverbot die Aussichtslosigkeit der Beschwerde festgestellt: Sie habe festgehalten, B.A.________ habe zu entscheiden, ob und wann sie mit dem Vater Kontakt haben m�chte. Diese Beurteilung erscheine angesichts der erheblichen Verfehlung des Vaters und insbesondere der Empfehlungen der Therapeutin plausibel. Gerade auch das Verhalten und die Prozessf�hrung des Vaters im vorliegenden Verfahren zeigten, dass er einzig seine Interessen im Auge habe, ohne R�cksicht auf B.A.________ vorgehe und das Geschehene bagatellisiere. So sei beispielsweise der ohne jede Einschr�nkung (und ohne Hinweis auf eine �bergangsfrist) gestellte Hauptantrag betreffend Erteilung von elterlicher Sorge und Obhut an den Vater v�llig unverst�ndlich und zeuge von einem eigenartigen Verst�ndnis des Kindeswohls. Selbst wenn dieses Ziel als denkbar erachtet w�rde, br�uchte es offensichtlich vorerst eine behutsame Wiederann�herung. In diesem Zusammenhang h�tten auch die sehr vielen formellen Einwendungen in Ber�cksichtigung des Kindeswohls und angesichts des Hauptvorwurfes an die Adresse des Vaters keine eigenst�ndige Bedeutung. Die ganze Prozessf�hrung zeuge von wenig Sensibilit�t gegen�ber B.A.________ und best�tige damit die Vorbehalte gegen�ber dem Beschwerdef�hrer.
�Selbstverst�ndlich sollten damit nicht f�r alle Zeiten die Br�cken zwischen Kind und Vater abgebrochen werden, es habe aber dabei zu bleiben, dass in diesem Zusammenhang die Initiative von der Tochter komme m�sste. B.A.________ habe ihren Vater seit mehreren Jahren nicht mehr gesehen. Eine allf�llige Ann�herung habe behutsam und unter enger Begleitung der involvierten Fachpersonen zu erfolgen. Auch wenn der Beschwerdef�hrer in seinen Eingaben stets behaupte, B.A.________ w�nsche den Kontakt zu ihm und habe den Wunsch bei den Eltern zu leben, so finde sich in den Akten kein Hinweis, der diese Behauptung unterst�tze. B.A.________ sei fast 12 Jahre alt und in Bezug auf das Besuchs- und Kontaktrecht urteilsf�hig.
6.2.�Der Beschwerdef�hrer begr�ndet in weitschweifiger Weise (vgl. E. 2), weshalb der Entscheid der KESB falsch sei und er diesen deshalb mit Grund bei der Verwaltungsrekurskommission angefochten habe. Darauf ist nur insofern einzutreten, als er damit darzulegen versucht, dass seine Beschwerde nicht als aussichtslos bezeichnet werden kann. Dies gelingt ihm nicht. Vielmehr sind die Erw�gungen der Vorinstanz in jeder Hinsicht nachvollziehbar: Der Beschwerdef�hrer hat sich an seiner Tochter vergangen und ist daf�r mit einer mehrj�hrigen Freiheitsstrafe bestraft worden. Auch wenn er damit nicht ex lege das Sorgerecht verloren hat, hat sich der Beschwerdef�hrer durch sein Verhalten als Vater disqualifiziert. Er musste in der Folge damit rechnen, dass die vormalige Vormundschaftsbeh�rde und heutige Kindes- und Erwachsenenschutzbeh�rde, ihm gest�tzt auf Art. 311 Abs. 1 ZGB die elterliche Sorge entziehen w�rde, um so jeder weiteren Traumatisierung und Gef�hrdung der Tochter zuvorzukommen. Daran �ndert nichts, dass sich die Beh�rde bis zu ihrem definitiven Entscheid sehr viel Zeit liess. Ebensowenig ist von Belang, dass der Beschwerdef�hrer nicht einsichtig ist. Er kann von der Kindes- und Erwachsenenschutzbeh�rde nicht erwarten, dass sie den vom Strafrichter verbindlich festgestellten Sachverhalt einer erneuten Pr�fung unterzieht.
�Fehl geht der Beschwerdef�hrer auch, wenn er meint, dass die Vorinstanz gehalten gewesen w�re, einen differenzierteren Entscheid in Bezug auf die Aussichtslosigkeit seiner ganz unterschiedlichen Rechtsbegehren zu f�llen. Es ist mit anderen Worten nicht zu beanstanden, dass sich die Vorinstanz bez�glich ihrer Prozessprognose auf den umstrittenen Sorgerechtsentzug konzentrierte. Es ist im �brigen keineswegs so, dass die Vorinstanz die weniger weit reichenden Anliegen des Beschwerdef�hrers, wie beispielsweise seinen Wunsch nach einem begleiteten Kontakt, ausser Acht gelassen h�tte. Vielmehr hielt sie auch seine diesbez�glichen Antr�ge so lange f�r aussichtslos, als sich B.A.________ keinen Kontakt zu ihm w�nsche. Vor diesem Hintergrund geht die Kritik des Beschwerdef�hrers ins Leere, wonach die Vorinstanz ihren Entscheid nicht ausreichend begr�ndet h�tte. Eine Verletzung des rechtlichen Geh�rs des Beschwerdef�hrers ist nicht auszumachen.
�Der Beschwerdef�hrer irrt schliesslich, wenn er seiner Beschwerde deshalb Erfolgschancen einr�umt, weil ihm im Verfahren vor der Kindes- und Erwachsenenschutzbeh�rde die unentgeltliche Rechtspflege und Verbeist�ndung gew�hrt worden ist. Die beiden Verfahren sind strikte voneinander zu trennen. W�hrend es im Verfahren vor der Kindes- und Erwachsenenschutzbeh�rde darum gegangen ist, ob dem Beschwerdef�hrer die elterliche Sorge entzogen werden kann, besteht die Aufgabe der Verwaltungsrekurskommission darin, diesen Entscheid gerichtlich zu �berpr�fen. Dieser Unterschied macht den Weg frei, die Prozessaussichten unterschiedlich zu beurteilen. Von Willk�r kann keine Rede sein und auch nicht von einem Entscheid, der in stossender Weise dem Gerechtigkeitsgedanken zuwiderlaufen w�rde. Schliesslich begr�ndet die Gew�hrung unentgeltlicher Rechtspflege im Verfahren vor der Kindes- und Erwachsenenschutzbeh�rde keine Vertrauensposition (Art. 5 Abs. 3 BV), die dazu f�hren w�rde, dass danach auch die Rechtsmittelinstanz unentgeltliche Rechtspflege zu gew�hren h�tte. Ebensowenig kann der Beschwerdef�hrer etwas daraus ableiten, dass die Verwaltungsrekurskommission seiner Ehefrau die unentgeltliche Rechtspflege gew�hrt hat. Das Rechtsgleichheitsgebot (Art. 8 BV) wird dadurch nicht verletzt. Es ist kein Rechtsmissbrauch ersichtlich.
7.1.�Der Beschwerdef�hrer stellt in Bezug auf das kantonale Verfahren diverse Eventualbegehren (s. Sachverhalt Bst. C). Wie weit diese selbst�ndigen Gehalt aufweisen, d.h. auch bei Abweisung des Hauptantrags Bestand haben, kann offen bleiben. So oder so ist der Beschwerde auch bez�glich dieser Eventualbegehren nur dann Erfolg beschieden, wenn dem Beschwerdef�hrer der Nachweis der Verletzung verfassungsm�ssiger Rechte gelingt. Konkret m�sste der Beschwerdef�hrer beispielsweise aufzeigen, inwiefern es willk�rlich war, dass die Verwaltungsrekurskommission von ihm einen Kostenvorschuss verlangte (Art. 96 Abs. 1 VRP), nachdem sie sein Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege und Verbeist�ndung abgewiesen hatte. Diesen Nachweis f�hrt der Beschwerdef�hrer nicht in einer dem R�geprinzip gen�genden Weise (E. 3). Einfach auf seine Mittellosigkeit zu verweisen und zu behaupten, dass das Einfordern eines Kostenvorschusses im vorliegenden Fall Art. 29 Abs. 1 BV, Art. 29a BV, Art. 30 Abs. 1 BV und Art. 6 Ziff. 1 EMRK verletze, gen�gt nicht.
7.2.�Das Gleiche gilt f�r den Vorwurf des Beschwerdef�hrers, dass ihm die Vorinstanz zu Unrecht Verfahrenskosten auferlegt und ihn trotz teilweise Obsiegens nicht angemessen entsch�digt habe. Auch damit ist noch keine Verletzung der Verfassung dargetan. Geradezu tr�lerisch mutet es schliesslich an, wenn der Beschwerdef�hrer der Vorinstanz Rechtsverweigerung vorwirft, weil sie gem�ss Dispositiv das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege abgewiesen, �ber den Antrag auf unentgeltliche Rechtsverbeist�ndung sowie �ber den Antrag betreffend Verzicht auf Erhebung von Kosten bzw. Erlass von Kosten gar nicht entschieden habe.
Auch wenn ein gewisses Verst�ndnis daf�r besteht, dass sich ein Vater mit allen zur Verf�gung stehenden (Rechts-) Mitteln gegen den Entzug der elterlichen Sorge zur Wehr setzt, ist der Entscheid der Vorinstanz nicht zu beanstanden. Die Chancen sind im konkreten Fall als �usserst gering zu bezeichnen, dass die Verwaltungsrekurskommission den Entscheid der Kindes- und Erwachsenenschutzbeh�rde in Sachen des Entzugs der elterlichen Sorge umstossen k�nnte. Anders als dem Strafprozess (Art. 130 StPO) ist dem Zivilprozess das Institut der notwendigen Verteidigung fremd bzw. es existiert nur bei Unverm�gen einer Partei (Art. 69 ZPO). Davon kann im vorliegenden Fall, in dem der Beschwerdef�hrer in der Lage war, einen Anwalt mit der Interessenwahrung zu beauftragen, erkl�rtermassen keine Rede sein.
Zusammengefasst muss die Beschwerde abgewiesen werden, soweit darauf einzutreten ist. Es bleibt damit beim vorinstanzlichen Urteil, worin die Verwaltungsrekurskommission aufgefordert wird, dem Beschwerdef�hrer eine neue Frist f�r das Leisten eines Kostenvorschusses zu setzen. Im bundesgerichtlichen Verfahren wird der Beschwerdef�hrer kostenpflichtig, nicht hingegen entsch�digungspflichtig (Art. 66 Abs. 1 und Art. 68 Abs. 3 BGG). Seinem Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege kann nicht entsprochen werden. Es gelten die gleichen Voraussetzungen wie im kantonalen Verfahren (Art. 64 Abs. 1 und 2 BGG; betreffend Aussichtslosigkeit der Rechtsbegehren: BGE 139 III 396 E. 1.2 S. 397, E. 2.4 S. 399). Die vorstehenden Erw�gungen verdeutlichen, dass die gestellten Rechtsbegehren von Beginn an keinen Erfolg haben konnten. Mit R�cksicht auf die finanziellen Verh�ltnisse auf Seiten des Beschwerdef�hrers wird auf die Erhebung von Gerichtskosten ausnahmsweise verzichtet (Art. 66 Abs. 1 BGG).

References: Art. 311
 Art. 310
 Art. 274
 Art. 273
 Art. 93
 Art. 36
 Art. 99
 Art. 95
 BGE 
 Art. 117
 Art. 117
 Art. 29
 Art. 29
 Art. 117
 Art. 326
 Art. 319
 Art. 29
 Art. 29
 Art. 30
 Art. 314
 Art. 311
 Art. 29
 Art. 29
 Art. 30
 Art. 6
 Art. 68
 BGE