Source: https://p-konto.de/wiki/freibetrag-fur-einmalige-geldleistungen-im-sinne-des-%C2%A7-54-abs-2-sgb/
Timestamp: 2019-08-18 18:10:46+00:00

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Freibetrag für einmalige Geldleistungen auf dem P-Konto, § 54 II SGB I
Einmalige Geldleistungen im Sinne des § 54 Abs. 2 SGB I
Für einmalige Geldleistungen im Sinne des § 54 Abs. 2 SGB I kann in dem Monat, in dem die Leistungen auf das P-Konto gezahlt werden ein zusätzlicher Freibetrag eingerichtet werden, um die Leistungen vor einer Pfändung zu schützen.
Hierfür reicht es in der Regel aus, der Bank den Bescheid über die Bewilligung der Leistungen vorzulegen, um einen einmaligen weiteren Freibetrag auf dem Pfändungsschutzkonto zu erhalten.
Nur wenn die Bank den Nachweis in Form des Bescheides nicht akzeptiert, muss eine P-Konto Bescheinigung vorgelegt werden.
Mit der P-Konto Bescheinigung können folgende einmalige Leistungen bei einer Kontopfändung geschützt werden:
Besondere Unterstützungen gemäß § 39 Abs. 2 SGB VII
Bestattungsgeld gemäß §§ 36, 53 BVG und § 39 SGB XI
Einmalige Leistungen zur Sicherung des Lebensunterhalts in Form von abweichenden Leistungen gemäß § 23 Abs. 1, Abs. 3 SGB II
Erstattung der Heizkosten-/Nebekosten-Differenz für das zurückliegende Kalenderjahr durch den Jobcenter
Kosten von Klassenfahrten, wenn Sie vom Jobcenter übernommen werden
Leistungen für die Schule gemäß § 24a SGB II
Rentenabfindungen gemäß §§ 75ff SGB VII, § 44 BVG
Sterbegeld gemäß § 64 SGB VII, § 37 BVG
Wohngeld gemäß WoGG
Zu den einmaligen Geldleistungen gehören nicht Nachzahlungen von Sozialleistungen für zurückliegende Zeiträume. Nachzahlungen können mit einer P-Konto Bescheinigung nicht geschützt werden. Wenn Sie eine Nachzahlung erhalten müssen Sie bei der Vollstreckungsstelle einen Antrag stellen, dass Sie für die Nachzahlung einen einmaligen erhöhten Freibetrag erhalten.
Hierfür müssen Sie folgende Unterlagen im Rahmen des Antrags vorlegen:
Abrechnung über die zu schützenden Leistungen (Bescheid über die Nachzahlung)
Pfändungsbeschluss über die bestehende Kontopfändung
Die Vollstreckungsstelle ist das Amtsgericht an Ihrem Wohnort, das den Beschluss über die Kontopfändung erlassen hat. Wurde die Pfändung durch das Finanzamt erlassen, muss der Freigabeantrag für Ihr Pfändungsschutzkonto beim Finanzamt gestellt werden.

References: § 54
 § 54
 § 54
 § 39
 § 39
 § 23
 § 24
 § 44
 § 64
 § 37