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Timestamp: 2016-10-27 01:02:12+00:00

Document:
5A_572/2010 (22.02.2011)
5A_572/2010 + 5A_573/2010
Beklagte und Beschwerdef�hrerinnen im Verfahren 5A_572/2010,
beide vertreten durch Rechtsanwalt Bruno Krummenacher,
Kl�gerinnen und Beschwerdegegnerinnen im Verfahren 5A_572/2010,
A.________ bzw. dessen gesetzliche Erben, n�mlich:
die beiden Kl�gerinnen und die Beklagten 2 und 3,
1. B.________, vgt.,
2. C.________, vgt.,
Kl�gerinnen und Beschwerdef�hrerinnen im Verfahren 5A_573/2010,
3. Z.________, vgt.,
Beklagte und Beschwerdegegnerinnen im Verfahren 5A_573/2010,
A.________ bzw. dessen gesetzliche Erben, vgt.,
Beschwerden gegen das Urteil des Obergerichts des Kantons Obwalden, als Appellationsinstanz in Zivilsachen, vom 11. Juni 2010.
Die Ehegatten E.________ und F.________ f�hrten zu Lebzeiten den Gasthof G.________ in T.________ und betrieben daselbst Landwirtschaft auf dem Heimwesen H.________. Sie hatten vier Kinder, n�mlich die S�hne A.________ und D.________, geboren 1916 und 1932, sowie die T�chter B.________ und C.________, geboren 1919 und 1927. Am 7. M�rz 1976 starb E.________, Jahrgang 1886, und am 27. April 1978 starb auch F.________, Jahrgang 1892. Es liegen zwei inhaltlich gleichlautende eigenh�ndige letztwillige Verf�gungen vom 10. und vom 15. Dezember 1966 mit der Unterschrift von E.________ (fortan: Erblasser) vor. Die letztwillige Verf�gung vom 15. Dezember 1966 lautet in den hier massgeblichen Bestimmungen wie folgt:
Nach dem Tode meiner Frau F.________ muss die Erbschaft unter unsere Kinder B.________ C.________ A.________ und D.________ zufallen. D.________ hat sich bereit erkl�rt Bruder A.________ zu �bernehmen und f�r ihn zu sorgen daf�r soll ihm der Zins vom Kapital das auf Gasthaus G.________ lastet und die A.H.V. Rente j�hrlich zukommen.
Ich danke D.________ dass er sich seines Bruders annimmt und sich bereit erkl�rt hat f�r ihn im erw�hnten Sinn zu sorgen.
Nach dem Tode vom Bruder A.________ muss das Kapital vom Gasthaus G.________ in drei Teile verteilt werden an B.________, C.________ und D.________.
Das Heimwesen H.________ geht nach dem Tode beider Eltern an Sohn D.________ �ber und Sohn A.________ hat das Hausrecht.
Auf dem Heimwesen H.________ lastet 16.700 Fr. u. Kantonale Schatzung 25.000 Fr. weil bauf�hlig. Sollte D.________ das Heimwesen verkaufen so muss der Mehrerl�s an alle Geschwister verteilt werden. S�mtliches M�bel von Eltern Wohnung sind alt und m�ssen an D.________ zufallen.
Beim Heimwesen H.________ handelt es sich um das Grundst�ck K.________ im Halte von 10'744 m� (Hofraum, Wiese, Wohnhaus und Stall mit Anbau).
Am 8. M�rz 1993 klagten die Schwestern B.________ und C.________ (fortan: Kl�gerinnen) auf Teilung der Nachl�sse ihrer Eltern. Die Klage richtete sich gegen die gesetzlichen Erben ihres am 13. Januar 1984 gestorbenen Bruders D.________, n�mlich gegen dessen Ehefrau X.________ und die beiden T�chter Y.________ und Z.________ (fortan: Beklagte). A.________ liess durch die f�r ihn zust�ndigen vormundschaftlichen Beh�rden erkl�ren, er wolle sich am Prozess nicht beteiligen und das Urteil anerkennen. Er starb vor Abschluss des kantonalen Verfahrens. Mit R�cksicht auf die Revision der Ortsplanung in der Gemeinde L.________ und im Einverst�ndnis der Parteien blieb der Erbteilungsprozess vom 15. Juni 1993 bis 26. M�rz 2003 sistiert. Streitig war unter den vier Geschwistern bzw. deren Erben die G�ltigkeit und der Inhalt der letztwilligen Verf�gung, Anspr�che der Kl�gerinnen f�r ihre Mitarbeit im Betrieb der Eltern, Forderungen der Beklagten f�r Investitionen in das Heimwesen sowie eine von ihnen zu leistende Entsch�digung f�r die alleinige Nutzung des zum Heimwesen geh�renden Wohnhauses.
Das Kantonsgericht Obwalden f�hrte die Erbteilung durch. Sein Urteil vom 15. Januar 2008 wurde in praktisch allen Punkten von den Kl�gerinnen mit Appellation und von den Beklagten mit Anschlussappellation angefochten. Das Obergericht des Kantons Obwalden hiess die Appellation teilweise gut und wies die Anschlussappellation ab. Im Einzelnen wurde Folgendes entschieden:
C.a Beide kantonalen Gerichte stellten die G�ltigkeit der letztwilligen Verf�gung vom 15. Dezember 1966 fest (Dispositiv-Ziff. 1/1), wiesen s�mtliche Forderungen der Kl�gerinnen und Beklagten ab (Dispositiv-Ziff. 1/2-4) und verpflichteten die Kl�gerinnen, je einen Erbvorbezug von Fr. 10'000.-- zur Ausgleichung in die Erbmasse einzuwerfen (Dispositiv-Ziff. 1/5-6 des obergerichtlichen Urteils vom 11. Juni 2010).
C.b Anders als das Kantonsgericht verneinte das Obergericht einen testamentarischen Anspruch der Beklagten auf Zuteilung des Heimwesens. Es stellte fest, dass der Nachlass im Fahrenden Fr. 118'226.95 betr�gt (Dispositiv-Ziff. 2/7), und bestimmte, wie die Anteile der vier Geschwister bzw. deren Erben daran abzurechnen und auszuzahlen sind (Dispositiv-Ziff. 3/8-11 und 4/13). Weiter stellte das Obergericht fest, dass der Nachlass im Liegenden aus dem Heimwesen mit einer Grundpfandschuld von Fr. 33'785.-- besteht (Dispositiv-Ziff. 2/7), und ordnete an, dass das Heimwesen auf dem Wege der Versteigerung zu ver�ussern und der Nettoerl�s daraus zu je � den vier Geschwistern bzw. deren Erben zuzuweisen ist (Dispositiv-Ziff. 4/12 des obergerichtlichen Urteils vom 11. Juni 2010).
C.c Das Obergericht verpflichtete die beiden Kl�gerinnen, die drei Beklagten und A.________ bzw. dessen Erben, die Teilungskosten von Fr. 6'000.-- zu je 1/6 zu tragen. Es auferlegte die Verfahrenskosten beider Instanzen von Fr. 16'783.-- und von Fr. 10'546.-- zu 1/3 den Kl�gerinnen und zu 2/3 den Beklagten. Die Prozessentsch�digungen der Beklagten an die Kl�gerinnen legte das Obergericht auf Fr. 5'000.-- und Fr. 4'000.-- fest (Dispositiv-Ziff. 5/14, 6/15, 7 und 8 des obergerichtlichen Urteils vom 11. Juni 2010).
Mit Eingaben vom 23. August 2010 haben die Beklagten und die Kl�gerinnen je Beschwerde in Zivilsachen erhoben.
D.a Die Beklagten beantragen dem Bundesgericht, das Urteil vom 11. Juni 2010 aufzuheben und die Angelegenheit an das Obergericht zur neuen Beurteilung zur�ckzuweisen. Sie ersuchen, ihrer Beschwerde die aufschiebende Wirkung zu erteilen, soweit ihr diese nicht schon von Gesetzes wegen zukomme. In der Sache beharren die Beklagten auf ihrem Anspruch auf Zuweisung des Heimwesens gem�ss der letztwilligen Verf�gung des Erblassers. In Beachtung ihres Zuweisungsanspruchs habe das Obergericht die Erbteilung neu durchzuf�hren. Die Beklagten r�gen ferner die Verlegung der kantonalen Gerichts- und Parteikosten als verfassungswidrig (Verfahren 5A_572/2010).
D.b Die Kl�gerinnen stellen die Antr�ge, die letztwilligen Verf�gungen vom 10. und vom 15. Dezember 1966 infolge Formung�ltigkeit bei der Erbteilung nicht zu ber�cksichtigen und den Beklagten f�r die Alleinnutzung des Wohnhauses auf dem Heimwesen ab dem Jahr 1993 bis zum 15. Januar 2008 Fr. 248'718.10 an ihren Erbanteil anzurechnen und das Nutzungsentgelt bis zum Urteilszeitpunkt zu aktualisieren (Verfahren 5A_573/2010).
D.c Den Beklagten wurde best�tigt, dass ihrer Beschwerde die aufschiebende Wirkung von Gesetzes wegen zukommt (Verf�gung 5A_572/2010 vom 24. August 2010). Es sind die kantonalen Akten, hingegen keine Vernehmlassungen eingeholt worden.
Die beiden Beschwerden richten sich gegen das gleiche kantonale Urteil, das f�r alle Beteiligten auf einem �bereinstimmenden Sachverhalt beruht und dieselben, voneinander teilweise abh�ngigen Rechtsfragen beantwortet. Es rechtfertigt sich deshalb, die beiden Beschwerdeverfahren zu vereinigen und in einem einzigen Urteil zu erledigen (Art. 71 BGG i.V.m. Art. 24 BZP). Die Beschwerden der Beklagten (5A_572/2010) und der Kl�gerinnen (5A_573/2010) erf�llen die Zul�ssigkeitsvoraussetzungen. Keine der beiden Beschwerden enth�lt einen Antrag, dessen Erhebung zum Urteil die Erbteilung beendete. Sollte das Bundesgericht die von den Parteien je vertretenen Standpunkte teilen, k�nnte es indessen kein Sachurteil f�llen. Die Beklagten verlangen die Zuweisung des Heimwesens zum amtlichen Wert, �ber den sich das Obergericht nicht ausgesprochen hat, und die Kl�gerinnen beantragen eine Entsch�digung f�r die Nutzung des Wohnhauses, zu deren H�he sich das Obergericht nicht ge�ussert hat. Insoweit gen�gen der blosse Aufhebungs- und R�ckweisungsantrag der Beklagten und die unvollst�ndigen Teilungsbegehren der Kl�gerinnen (vgl. BGE 134 III 379 E. 1.3 S. 383). Auf die Beschwerden kann eingetreten werden. Formelle Einzelfragen sind im Sachzusammenhang zu er�rtern.
Gem�ss Testament soll das Heimwesen nach dem Tod beider Eltern an den Sohn D.________ gehen. Beide kantonalen Gerichte haben diese letztwillige Anordnung als Teilungsvorschrift ausgelegt (E. 2a S. 15 f. des angefochtenen Urteils). Das Kantonsgericht hat das Heimwesen deshalb den Beklagten als den Erben des nach seinen Eltern, aber vor der Erbteilung verstorbenen D.________ zugewiesen. Demgegen�ber ist das Obergericht davon ausgegangen, es m�sse vorweg gepr�ft werden, ob die Teilungsvorschrift aktiv vererblich sei, zumal der Sohn D.________ die Erbteilung nicht mehr erlebt habe (E. 2b/aa S. 16). Die Auslegung des Testaments hat ergeben, dass der Anspruch des Sohnes D.________ auf Zuweisung des Heimwesens unvererblich und mit seinem Tod untergegangen ist (E. 2b/bb-cc S. 17 f. des angefochtenen Urteils). Dagegen wenden die Beklagten ein, der Anspruch auf Zuweisung des Heimwesens, den der Erblasser seinem Sohn testamentarisch einger�umt habe, sei vererblich und mit dem Tod des Anspruchsberechtigten auf sie als dessen Erben �bergangen (S. 6 ff. Ziff. III der Beschwerdeschrift).
2.1 Zur Ordnung der Teilung h�lt Art. 608 ZGB fest, dass der Erblasser befugt ist, durch Verf�gung von Todes wegen seinen Erben Vorschriften �ber die Teilung und Bildung der Teile zu machen (Abs. 1), dass diese Vorschriften f�r die Erben verbindlich sind unter Vorbehalt der Ausgleichung bei einer Ungleichheit der Teile, die der Erblasser nicht beabsichtigt hat (Abs. 2), und dass die Zuweisung einer Erbschaftssache an einen Erben als eine blosse Teilungsvorschrift und nicht als Verm�chtnis gilt, soweit nicht ein anderer Wille des Erblassers aus der Verf�gung ersichtlich ist (Abs. 3). Ob im Einzelfall eine Teilungsvorschrift vorliegt, ist eine Frage der Auslegung (vgl. zu den Grunds�tzen: BGE 100 II 440 E. 5-7 S. 444 ff.; 115 II 323 E. 1 S. 325 ff.). Die obergerichtliche Annahme, die testamentarische Zuweisung des Heimwesens an D.________ sei eine blosse Teilungsvorschrift (E. 2a S. 15 f.), ist vor Bundesgericht unangefochten geblieben. Darauf einzugehen, er�brigt sich (Art. 106 Abs. 1 und Art. 42 Abs. 2 BGG; BGE 136 I 229 E. 4.1 S. 235; 136 II 304 E. 2.5 S. 314).
2.2 Die Teilungsvorschrift ist, obwohl f�r die Erben verbindlich, nur eine Anweisung an sie, die Teilung in einem bestimmten Sinne vorzunehmen, sie ist aber nicht schon selbst Vollzug der Teilung (BGE 58 II 402 E. 1 S. 404) und �ndert nichts daran, dass die zugewiesene Erbschaftssache mit dem Tod des Erblassers kraft Gesetzes an die Erben in ihr Gesamteigentum �bergeht (Art. 560 und Art. 602 ZGB). Grunds�tzlich erst im Zeitpunkt der Erbteilung hat der Erbe Anspruch auf die ihm gem�ss erblasserischer Teilungsvorschrift zugewiesene Erbschaftssache (BGE 101 II 36 E. 3 S. 38). Darin stimmen die Beklagten und das Obergericht �berein.
2.3 In Anbetracht der Rechtsnatur liesse sich die Frage stellen, ob der Anspruch des Erben auf die ihm gem�ss erblasserischer Teilungsvorschrift zugewiesene Erbschaftssache gleich wie zum Beispiel das Gewinnanteilsrecht grunds�tzlich aktiv vererbbar ist (vgl. BGE 112 II 300 E. 4b S. 305 f.; Urteil 5A.37/2005 vom 14. Juli 2006 E. 2, in: ZBGR 89/2008 S. 58 f.). Die Frage kann indessen dahingestellt bleiben. Denn entgegen der Darstellung der Beklagten hat sich das Obergericht nicht abschliessend dazu ge�ussert. Es hat die Frage nach der aktiven Vererblichkeit des Zuweisungsanspruchs zwar allgemein aufgeworfen, jedoch nur f�r den konkreten Fall beantwortet. Es ist davon ausgegangen, f�r die zu entscheidende Frage, ob D.________ den Anspruch auf Zuweisung auf seine Erben habe vererben k�nnen, sei zu pr�fen, ob der Erblasser die Teilungsvorschrift mit der Person von D.________ verkn�pft habe und deshalb auf Grund des pers�nlichen Charakters des �bernahmeanspruchs auf die Unvererblichkeit zu schliessen sei (E. 2b/cc S. 17/18 des angefochtenen Urteils).
2.4 Dass dem Erblasser die vom Obergericht angenommene Gestaltungsm�glichkeit grunds�tzlich zusteht, bestreiten die Beklagten zu Recht nicht. Unter Vorbehalt unsinniger, l�stiger oder schikan�ser wie auch rechts- oder sittenwidriger Teilungsvorschriften ist der Erblasser in der inhaltlichen Ausgestaltung frei (BGE 100 II 98 E. 5 S. 104; 85 II 554 E. 2 S. 561 f., mit dem Beispiel einer Alternativzuweisung des Heimwesens an zwei S�hne in bestimmter Rangfolge). Es steht dem Erblasser deshalb auch frei, die Zuweisung der Erbschaftssache auf eine bestimmte Person zu beschr�nken und den daherigen Zuweisungsanspruch in diesem Sinne als unvererblich zu erkl�ren. Was er gewollt hat, ist wiederum durch Auslegung der konkreten letztwilligen Verf�gung zu ermitteln (E. 2.1 hiervor).
2.5 In Auslegung des Testaments hat das Obergericht festgehalten, die Anordnung des Erblassers, dass D.________ seinen Bruder A.________ "�bernehmen" und f�r ihn sorgen soll und daf�r eine Entsch�digung beanspruchen kann, sei zweifelsohne pers�nlicher Natur. Sie ber�hre die familienrechtliche Rechtsstellung zwischen den beiden Nachkommen D.________ und A.________. Diese erblasserische Teilungsvorschrift sei nicht �bergangsf�hig. Der Erblasser habe mit der Teilungsvorschrift auf Zuweisung des Heimwesens an D.________ sicherstellen wollen, dass A.________ in gewohnter Umgebung betreut und umsorgt werden k�nne. Die Beklagten stellten zu Recht nicht in Abrede, dass die Zuweisung des Heimwesens vom Erblasser in Zusammenhang mit den Betreuungspflichten von D.________ verf�gt worden sei. Der Erblasser habe offensichtlich sowohl die Betreuungspflichten wie auch die Zuweisung des Heimwesens an die Person von D.________ kn�pfen wollen. Diese �berlegungen haben das Obergericht zum Schluss gef�hrt, dass der Anspruch von D.________ auf Zuweisung des Heimwesens unvererblich gewesen sei und mit seinem Tod untergegangen sei (E. 2b/cc S. 18 des angefochtenen Urteils).
2.6 Dass A.________ sprach- und geh�rbehindert sowie geistig zur�ckgeblieben und auf Hilfe angewiesen war, best�tigen die Beklagten (S. 4 Ziff. II/2 der Beschwerdeschrift). Gegen die Auslegung des Testaments wenden sie nichts Stichhaltiges ein.
2.6.1 Die Beklagten machen lediglich geltend, der Erblasser habe gewusst, dass D.________ seinen Bruder A.________ nicht etwa alleine, sondern mit seiner Familie betreue und betreuen werde, aber auch dass diese Betreuung �ber den Tod von D.________ hinaus durch dessen Familie erfolgen werde und im �brigen bis 1989 auch tats�chlich erfolgt sei (S. 6 f. Ziff. III/4 der Beschwerdeschrift).
2.6.2 Ungeachtet der Verdienste, die sich die Beklagten um ihre Familie erworben haben, ist f�r die Testamentsauslegung entscheidend, was der Erblasser gewollt hat. Verbindlich sind dabei f�r das Bundesgericht die Feststellungen der Sachumst�nde, aus denen sich der innere Wille des Erblassers ergibt und sich die Gr�nde erschliessen, die den Erblasser zu seiner Verf�gung bewogen haben. Gegen die Beantwortung dieser Tatfragen k�nnen die Beklagten einwenden, die Feststellung des Sachverhalts sei offensichtlich unrichtig, d.h. willk�rlich, oder beruhe auf einer Rechtsverletzung im Sinne von Art. 95 BGG und die Behebung des Mangels sei f�r den Ausgang des Verfahrens entscheidend (Art. 97 Abs. 1 BGG; vgl. f�r einen Fall der Testamentsauslegung: Urteil 5A_114/2008 vom 7. August 2008 E. 2.3, in: ZBGR 90/2009 S. 302 f.). Derartige R�gen erheben die Beklagten keine. Es ist zwar denkbar, dass der Erblasser sich der Betreuungssituation und der Eingliederung seines Sohnes A.________ in die Familie seines anderen Sohnes D.________ bewusst gewesen ist. Pers�nlich behaftet bei der Bereitschaft, f�r A.________ zu sorgen, hat der Erblasser jedoch einzig seinen Sohn D.________, und dass er deshalb auch seinem Sohn D.________ pers�nlich das Heimwesen aus Dankbarkeit hat zuweisen wollen, ist ein g�ngiger Beweggrund und erscheint als nachvollziehbar. F�r alles Weitere bestehen keine Anhaltspunkte, namentlich nicht f�r die Annahme, der Erblasser habe irgendwie bedenken wollen, sein j�ngerer Sohn D.________ werde vor seinem �lteren Sohn A.________ sterben, weshalb die Betreuung von A.________ den Erben von D.________ obliegen werde und auch ihnen zu verdanken sei. Dass der Erblasser an eine derartige Reihenfolge des Ablebens nicht gedacht hat und vom Gegenteil ausgegangen ist, legen der Altersunterschied der beiden S�hne von sechzehn Jahren und die Testamentsklausel nahe, nach dem Tod von A.________ m�sse "das Kapital vom Gasthaus G.________ in drei Teile verteilt werden an B.________, C.________ und D.________" (Bst. A hiervor).
2.6.3 Insgesamt kann der Zweck der Teilungsvorschrift darin gesehen werden, dass der Erblasser seinem Sohn D.________ ein Verbleiben im Haus der Familie hat erm�glichen wollen, weil er die Verpflichtung �bernommen hat, seinem Bruder die n�tige Betreuung und F�rsorge zu gew�hren. Die Zuweisung des Heimwesens kann insoweit mit der familienrechtlichen Rechtsstellung von D.________ gegen�ber seinem Bruder A.________ begr�ndet werden, wie es das Obergericht getan hat (S. 18 mit Hinweis auf HANS MICHAEL RIEMER, Vererblichkeit und Unvererblichkeit von Rechten und Pflichten im Privatrecht und im �ffentlichen Recht, in: recht 2006 S. 26 ff., S. 29 Ziff. II/3). Die Teilungsvorschrift ist deshalb mit den sp�ter geschaffenen gesetzlichen Bestimmungen vergleichbar, wonach der �berlebende Ehegatte die Zuweisung des ehelichen Hauses auf Anrechnung zu Eigentum verlangen kann. Auch dieser Zuweisungsanspruch wird im Grundsatz als unvererblich betrachtet (vgl. HAUSHEER/AEBI-M�LLER, Basler Kommentar, 2010, N. 8 und N. 10, und PH. MEIER, Commentaire romand, 2010, N. 7, je zu Art. 244 ZGB; SCHAUFELBERGER/KELLER, Basler Kommentar, 2007, N. 9, und WEIBEL, Praxiskommentar Erbrecht, 2007, N. 7, je zu Art. 612a ZGB).
2.7 Die obergerichtliche Testamentsauslegung kann - jedenfalls auf Grund der Vorbringen der Beklagten - nicht beanstandet werden. Ohne Verletzung von Bundesrecht durfte das Obergericht deshalb einen Anspruch der Beklagten auf Zuweisung des Heimwesens in der Erbteilung verneinen.
In formeller Hinsicht machen die Beklagten eine Verletzung von Prozessgrunds�tzen geltend (S. 9 f. Ziff. IV der Beschwerdeschrift).
3.1 Unter dem Titel "Verletzung von Verfassungsrecht durch willk�rliche Beweisw�rdigung" r�gen die Beklagten eine Missachtung der im Erbteilungsprozess geltenden Verhandlungsmaxime. Denn die Kl�gerinnen h�tten ihren Antrag, den Zuweisungsanspruch der Beklagten abzuweisen, einzig damit begr�ndet, dass die letztwilligen Verf�gungen des Erblassers ung�ltig seien. Der Einwand, zufolge fehlender aktiver Vererblichkeit der Teilungsvorschrift bestehe kein Zuweisungsanspruch der Beklagten, sei nie erhoben worden. Insoweit habe das Obergericht von sich aus eine W�rdigung des Sachverhalts vorgenommen, zu der es gar nicht berechtigt gewesen sei.
3.2 Im Zivilprozess des Kantons Obwalden gelten allgemein der Verhandlungsgrundsatz (Art. 55 Abs. 3 ZPO/OW) und der Dispositionsgrundsatz (Art. 194 Abs. 1 ZPO/OW), aber auch der Grundsatz der gerichtlichen Rechtsanwendung von Amtes wegen (Art. 57 Abs. 1 ZPO/OW). Das Obergericht hat die �ffentliche Versteigerung der Nachlassliegenschaft und die gleichm�ssige Verteilung des Steigerungserl�ses unter die vier Geschwister bzw. deren Erben angeordnet. Es hat damit dem Eventualantrag der Kl�gerinnen entsprochen und ihnen deshalb weder mehr noch anderes zugesprochen, als sie selbst verlangt hatten (Art. 194 Abs. 1 ZPO/OW). Das Obergericht hat auch keinen anderen als den von den Parteien behaupteten und bewiesenen Sachverhalt festgestellt (Art. 55 Abs. 3 ZPO/OW). Es hat den Sachverhalt lediglich unter einem rechtlichen Gesichtspunkt �berpr�ft, auf den sich keine der Parteien berufen hat. Die Kl�gerinnen haben die Verbindlichkeit der testamentarischen Zuweisung wegen Formung�ltigkeit angefochten. Das Obergericht hat die G�ltigkeit der testamentarischen Zuweisung bejaht, in Auslegung des Testamentes aber die aktive Vererblichkeit des Zuweisungsanspruchs verneint. Darin liegt gerichtliche Rechtsanwendung von Amtes wegen, wie sie Art. 57 Abs. 1 ZPO/OW ausdr�cklich vorschreibt. Eine Auslegung dieser Gesetzesvorschrift gem�ss ihrem klaren Wortlaut aber kann nicht als willk�rlich betrachtet werden (Art. 9 BV; vgl. BGE 95 I 1 E. 1 S. 3; 125 I 161 E. 3c S. 164).
3.3 Die obergerichtliche Anwendung kantonaler Prozessrechtsgrunds�tze erweist sich aus den dargelegten Gr�nden als willk�rfrei. Sie entspricht auch den Vorgaben des Bundesrechts, das kantonale Gerichte verpflichtet, sich von Amtes wegen auch mit einem von den Parteien nicht eingenommenen Rechtsstandpunkt zu befassen (BGE 107 II 119 E. 2a S. 122, in einem Erbteilungsprozess).
Die Kl�gerinnen beantragen, die letztwilligen Verf�gungen des Erblassers vom 10. und vom 15. Dezember 1966 infolge Formung�ltigkeit bei der Erbteilung nicht zu ber�cksichtigen. Sie r�umen ein, dass sie durch die angefochtene Bejahung der G�ltigkeit der letztwilligen Verf�gung vom 15. Dezember 1966 nicht beschwert sind, da das Obergericht den darin enthaltenen Zuweisungsanspruch als nicht vererblich betrachtet habe und die letztwillige Verf�gung des Erblassers auf die Erbteilung keinen Einfluss gehabt habe. Die Frage der G�ltigkeit erlange aber wieder zentrale Bedeutung, falls die Beklagten gegen die Annahme der Unvererblichkeit des Zuweisungsanspruchs Beschwerde erheben w�rden und die Beschwerde gutgeheissen werden sollte (S. 6 Ziff. 5 der Beschwerdeschrift). Die Voraussetzung hat sich erf�llt (vgl. E. 2-3 hiervor), so dass an der Beurteilung des Antrags und der R�gen gegen die G�ltigkeit der letztwilligen Verf�gungen (S. 7 ff. Bst. A der Beschwerdeschrift) kein schutzw�rdiges Interesse besteht (Art. 76 Abs. 1 lit. b BGG; vgl. BGE 135 III 513 E. 7.2 S. 525).
Weiter wenden sich die Kl�gerinnen gegen die obergerichtliche Beurteilung, in welchem Betrag die Beklagten eine Entsch�digung f�r die Nutzung des Wohnhauses auf dem Heimwesen schuldeten. Sie fordern ab dem Jahr 1993 (Klageeinleitung) bis zum 15. Januar 2008 (Urteil des Kantonsgerichts) Fr. 248'718.10 als Nutzungsentgelt, das zudem bis zum Urteilszeitpunkt zu aktualisieren sei (S. 14 ff. Bst. B der Beschwerdeschrift).
5.1 In tats�chlicher Hinsicht steht unangefochten fest, dass die Beklagten f�r die Nutzung des Wohnhauses bis zum Auszug von A.________ (1989) monatlich Fr. 70.-- und seither monatlich Fr. 250.-- bezahlt haben. Das landwirtschaftliche Land wird nicht von ihnen bewirtschaftet und ist verpachtet. Streitig ist die H�he der Entsch�digung. Die Kl�gerinnen st�tzen sich auf das Gerichtsgutachten vom 27. Februar 2007, wonach der Mietwert der Liegenschaft Fr. 16'320.-- pro Jahr betrage (S. 15 Ziff. 3 der Beschwerdeschrift).
5.2 Das Kantonsgericht ist davon ausgegangen, die Beklagten seien mit der Bezahlung der Mietzinsen und der nicht ausgemittelten Unterhalts- und Investitionskosten ihrer Entsch�digungspflicht f�r die Nutzung des Wohnhauses vollst�ndig nachgekommen. Dass das Obergericht diese Erw�gungen als "nachvollziehbar und �berzeugend" (E. 3a S. 22 des angefochtenen Urteils) bezeichnet hat, r�gen die Kl�gerinnen als willk�rlich (S. 16 Ziff. 5 der Beschwerdeschrift). Das Obergericht hat zweitens daf�rgehalten, nach �bereinstimmender Darstellung der Prozessparteien habe die Erbengemeinschaft gegen Entgelt die Nutzung des Wohnhauses auf dem Heimwesen den Beklagten �berlassen. Die �bertragung des Nutzungsrechts gegen Entgelt sei wohl als Mietverh�ltnis zu qualifizieren. Da die Beklagten ebenfalls Mitglieder der Erbengemeinschaft seien, w�re eine Erh�hung der Nutzungsentsch�digung nur mit ihrer Zustimmung m�glich gewesen. In Bezug auf diese strittige Frage sei die Erbengemeinschaft somit handlungsunf�hig gewesen. In dieser Situation h�tten die Kl�gerinnen gest�tzt auf Art. 602 Abs. 3 ZGB einen Erbenvertreter beantragen k�nnen, der als gesetzlicher Vertreter der Erbengemeinschaft verpflichtet und berechtigt gewesen w�re, die Nutzungsentsch�digung zu �berpr�fen und allenfalls eine Anpassung zu fordern. Die Beklagten w�ren dann aber auch (zeitgerecht) in der Lage gewesen, die Einwendungen gegen die Erh�hung der Nutzungsentsch�digung vorzubringen oder auf die Nutzung zu verzichten. Sp�testens als die Sistierung des Erbteilungsprozesses - 15. Juni 1993 bis 26. M�rz 2003 (Bst. B) - notwendig geworden sei, h�tten die Kl�gerinnen mit der Begr�ndung, dass �ber ihr Begehren um Anpassung der Entsch�digung keine Einigung erzielt werden k�nne, die Ernennung eines Erbenvertreters beantragen m�ssen. Die Begehren der Kl�gerinnen seien vom Kantonsgericht deshalb zu Recht abgewiesen worden (E. 3c S. 23 f. des angefochtenen Urteils). Die Beklagten wenden eine Verletzung von Bundesrecht ein (S. 16 f. Ziff. 6-7 der Beschwerdeschrift).
5.3 Hat ein Erbe an einer Erbschaftssache, die im Gesamteigentum aller Erben steht, die ausschliessliche und alleinige Nutzung, schuldet er daf�r eine Entsch�digung. Dieser Entsch�digungsanspruch beruht auf einem erbrechtlichen Verh�ltnis. Er geh�rt zu den Nachlassaktiven und ist in der Erbteilung geltend zu machen (vgl. BGE 101 II 36 E. 3 S. 39 f. und die seitherige st�ndige Rechtsprechung, zuletzt: Urteil 5A_338/2010 vom 4. Oktober 2010 E. 6.1). Davon zu unterscheiden ist der Fall, dass die Erbengemeinschaft mit einem ihrer Mitglieder einen Vertrag �ber die Nutzung einer Erbschaftssache abschliesst. Der Erbe, der eine zum Nachlass geh�rende Wohnung beispielsweise mietet, ist gleichzeitig Mieter als Einzelperson und Vermieter als Mitglied der Erbengemeinschaft. Will die Erbengemeinschaft als Vermieterin den Mietzins erh�hen und versagt der betreffende Erbe als Mieter und Mitglied der Erbengemeinschaft die Zustimmung zur Mietzinserh�hung, ist das gesetzlich vorgesehene gemeinsame Verf�gen der Erben �ber die Rechte der Erbschaft (Art. 602 Abs. 2 ZGB) nicht mehr m�glich und muss ein Erbenvertreter bestellt werden (Art. 602 Abs. 3 ZGB), der eine sachentsprechende Entscheidung zu treffen hat (vgl. BGE 125 III 219 E. 1c S. 221; aus der kantonalen Rechtsprechung z.B. BJM 1976 S. 333 ff.).
5.4 Das Obergericht ist zutreffend davon ausgegangen, es liege nicht bloss ein erbrechtliches, sondern ein mietvertragliches Verh�ltnis zwischen den Beklagten und der Erbengemeinschaft vor. Denn ein Mietvertrag kann auch m�ndlich geschlossen werden und durch konkludentes Verhalten zustande kommen, wenn - wie hier - die Erbengemeinschaft als Eigent�merin des Wohnhauses �ber l�ngere Zeit vorbehaltlos die Zahlungen der Beklagten als Benutzer des Wohnhauses entgegengenommen hat (vgl. Urteile 4C.441/2004 vom 27. April 2005 E. 2.1 und 4A_247/2008 vom 19. August 2008 E. 3.2, in: Droit du bail 2005 S. 15 und 2008 S. 54). In diesem Sinn haben die Erben im Jahre 1989 nach dem Auszug von A.________ aus dem Wohnhaus den Mietzins auch einvernehmlich erh�ht. Es gen�gt deshalb nicht, dass die Kl�gerinnen - nach ihrer eigenen Darstellung (S. 17 Ziff. 7) - mit Klage vom 8. M�rz 1993 begehrt haben, einen angemessenen Mietwert f�r das Wohnhaus festzulegen, und ihr Begehren nach Vorliegen des Gerichtsgutachtens vom 27. Februar 2007 beziffert haben. Es h�tte den Beklagten als Mietern vielmehr - unter Nichtigkeitsfolge - f�rmlich eine Mietzinserh�hung mitgeteilt werden m�ssen (Art. 269d OR; vgl. BGE 128 III 419 E. 2.4.1 S. 424), und zwar - entgegen der Annahme der Kl�gerinnen - durch einen zu bestellenden Erbenvertreter, zumal die Erben als Mitglieder der Erbengemeinschaft und Vermieter nicht gemeinsam zu handeln in der Lage waren. Vor Einreichung der Klage w�re zudem zwingend das gesetzlich vorgesehene Schlichtungsverfahren durchzuf�hren gewesen (Art. 274a OR; vgl. BGE 118 II 307; 133 III 645 E. 5.1 S. 651 f.). Insoweit trifft die vom Obergericht nicht beanstandete Feststellung des Kantonsgerichts zu, die Erbengemeinschaft habe in keinem Zeitpunkt - formell korrekt - h�here Mietzinse geltend gemacht und habe sich dies selbst zuzuschreiben, weshalb das Begehren der Kl�gerinnen abzuweisen sei.
5.5 Die Beschwerde erweist sich aus den dargelegten Gr�nden als unbegr�ndet, soweit die Kl�gerinnen damit ihre Forderung erneuern, die Beklagten h�tten ein h�heres Entgelt f�r die Nutzung des Wohnhauses auf dem Heimwesen zu bezahlen. Bei diesem Ergebnis kann dahingestellt bleiben, ob der Entsch�digungsanspruch aus Vertrag im Rahmen der Erbteilung und am Gerichtsstand der Erbteilungsklage eingeklagt werden durfte (vgl. BGE 117 II 26 E. 2a S. 28). Desgleichen er�brigt sich die Pr�fung der Feststellung auf Willk�r hin, die Beklagten seien mit der Bezahlung der Mietzinsen und der nicht ausgemittelten Unterhalts- und Investitionskosten ihrer Entsch�digungspflicht f�r die Nutzung des Wohnhauses vollst�ndig nachgekommen (vgl. BGE 133 III 221 E. 7 S. 228; 135 III 608 E. 4.6 S. 613).
Schliesslich r�gen die Beklagten die Verlegung der Gerichts- und Parteikosten als verfassungswidrig. Sie machen geltend, das Obergericht habe seinen Entscheid, die Prozesskosten beider Verfahren zu einem Drittel den Kl�gerinnen und zu zwei Dritteln den Beklagten aufzuerlegen, nicht begr�ndet (S. 10 Ziff. V/2). Sie halten dagegen, unter Ber�cksichtigung des Erfolgsprinzips und der Besonderheiten des Erbteilungsprozesses sei eine Auferlegung von 2/3 der Prozesskosten zu ihren Lasten unbillig und w�ren die Kl�gerinnen mit einem �berwiegenden Teil, zumindest mit der H�lfte der Kosten zu belasten (S. 11 f. Ziff. V/3 der Beschwerdeschrift).
6.1 Gem�ss Art. 93 Abs. 1 ZPO/OW tr�gt die unterlegene Partei s�mtliche Gerichtskosten und die Parteikosten der Gegenpartei. Als Hauptgrundsatz gilt f�r die Verteilung der Prozesskosten damit das Erfolgsprinzip, das auf der Vermutung beruht, dass die unterliegende Partei die Kosten verursacht hat. Die Kostenverursachung ist dabei nicht in einem engen Sinn zu verstehen, wonach eine Partei nur solche Kosten zu tragen habe, die durch ihr Verhalten unmittelbar entstanden sind. Darunter fallen vielmehr auch Kosten, die durch Massnahmen des Gerichts im Interesse oder auf Antrag einer Partei veranlasst worden sind (BGE 119 Ia 1 E. 6b S. 2 f.). Vom Erfolgsprinzip kann das Gericht in erbrechtlichen Prozessen je nach den Umst�nden abweichen (Art. 93 Abs. 2 lit. c ZPO/OW).
6.2 Die Beklagten r�gen eine Verletzung der verfassungsm�ssigen Begr�ndungspflicht. F�r den Kosten- und Entsch�digungsentscheid gen�gt h�ufig eine nur kurze Begr�ndung, wenn alle tatbest�ndlichen und rechtlichen Berechnungsgrundlagen klar sind, so dass die �berlegungen, die das Gericht zu seinem Entscheid gef�hrt haben, erkennbar sind (vgl. Urteil 4P.211/2002 vom 18. Februar 2003 E. 2, in: ZBJV 141/2005 S. 44). Das Obergericht hat die Prozesskostenverlegung im Verh�ltnis von 1/3 zu 2/3 nur knapp unter Hinweis auf den Ausgang des Verfahrens und die einschl�gige Gesetzesvorschrift begr�ndet (E. 7 S. 30 f. des angefochtenen Urteils). Die Begr�ndung erf�llt indessen verfassungsrechtliche Minimalanforderungen, zumal die Beklagten mit ihrer Eingabe selber belegen, dass sie sich �ber die Tragweite der Prozesskostenverlegung Rechenschaft geben und das Urteil in voller Kenntnis der Sache weiterziehen konnten (Art. 29 Abs. 2 BV; vgl. BGE 114 Ia 233 E. 2d S. 242).
6.3 Beide Parteien haben vor Obergericht ihre Begehren erneuert, wie sie an der Kantonsgerichtsverhandlung vom 15. Januar 2008 streitig waren. F�r die Verlegung der Kosten und Entsch�digung des gesamten Verfahrens war deshalb das Endergebnis des Prozesses massgebend (vgl. GULDENER, Schweizerisches Zivilprozessrecht, 3. Aufl. 1979, S. 406 Anm. 6a). Haben beide Parteien selbstst�ndige Sachantr�ge gestellt, ist zu bestimmen, in welchem Verh�ltnis jede Partei mit ihren Begehren obsiegt und unterlegen ist (Urteil 4A_175/2008 vom 19. Juni 2008 E. 2.5). Solange in der verh�ltnism�ssigen Kostenaufteilung das Prozessergebnis nach dem Erfolgsprinzip noch zum Ausdruck kommt, darf ein Obsiegen in der grunds�tzlichen Frage mitber�cksichtigt werden (Urteil 5P.281/1998 vom 1. September 1998 E. 4b/aa; BGE 131 III 243 E. 5.2 S. 247). Die Erbteilungsklage (vgl. Art. 604 ZGB) kann Begehren auf Feststellung des Nachlasses, auf Bestimmung der Erbanteile und auf Erlass von Teilungsanordnungen umfassen (BGE 130 III 550 E. 2.1.1 S. 552). Sie kann namentlich mit einer Ausgleichungsklage verbunden werden (BGE 123 III 49 E. 1a S. 50 ff.). Bei einer derartigen Vielfalt von m�glichen Begehren und insbesondere bei vollst�ndiger Teilung eines Nachlasses ist es oftmals schwierig oder gar unzutreffend, von Obsiegenden und Unterliegenden zu sprechen, da ja letztlich jeder seinen Anteil erh�lt. Es kann deshalb gerechtfertigt sein, die Prozesskosten auf alle Erben zu verteilen. Der Entscheid liegt im Ermessen des Gerichts (Urteil 5P.200/2005 vom 2. November 2005 E. 6.1 mit Hinweis auf Seeberger, Die richterliche Erbteilung, Diss. Freiburg i.Ue. 1992, S. 93).
6.4 Entgegen der Darstellung der Beklagten durfte hier eine Vielfalt von Begehren verneint und nach dem Erfolgsprinzip abgerechnet werden. Es hat sich um eine eher einfache Erbteilung gehandelt. �ber deren Grundsatz und die Anteilsquoten von je einem Viertel waren die die Parteien einig. Der Hauptstreitpunkt betraf die Frage, ob das Heimwesen mit einem Verkehrswert von Fr. 680'000.-- (Gerichtsgutachten) unter den Erben aufzuteilen sei und den Beklagten daran auch nur ein Viertel zukommen sollte (so die Begehren der Kl�gerinnen) oder ob das Heimwesen zum amtlichen Schatzungswert von Fr. 270'815.-- (S. 5 Ziff. 3.6 der Anschlussappellationsbegr�ndung, act. 9) den Beklagten allein zu Eigentum zuzuweisen sei (so das Begehren der Beklagten). Da das Heimwesen ihnen nicht zugewiesen und zum Verkehrswert in die Teilung einbezogen wurde, durfte willk�rfrei ein vollst�ndiges Unterliegen der Beklagten und ein Obsiegen der Kl�gerinnen in diesem Punkt angenommen werden. Die gegenseitigen Forderungen f�r Lidlohn der Kl�gerinnen (Fr. 41'900.-- und Fr. 45'500.--) und f�r Investitionen der Beklagten in das Wohnhaus (Fr. 85'000.--) wurden sodann allesamt abgewiesen und gleichen sich f�r die Prozesskostenverlegung in etwa aus. Die Kl�gerinnen haben Vorempf�nge von je Fr. 10'000.-- ohne weiteres anerkannt ( S. 16 zu 8 der Replik, act. 85) und sind mit ihrem Begehren um Entgelt f�r die Nutzung des Wohnhauses (rund Fr. 250'000.--) unterlegen. Wertm�ssig und mit R�cksicht auf das Obsiegen der Kl�gerinnen im Hauptstreitpunkt erweist sich eine Verlegung der Prozesskosten mit 1/3 zu Lasten der Kl�gerinnen und mit 2/3 zu Lasten der Beklagten nicht als willk�rlich. Dass die Kl�gerinnen mit ihrer Einrede der Formung�ltigkeit der Testamente die Kosten des letztlich �berfl�ssig gewordenen Schriftgutachtens von Fr. 3'390.-- verursacht haben, wie das die Beklagten hervorheben, kann in Anbetracht der �brigen streitigen Betr�ge nicht ausschlaggebend ins Gewicht fallen.
6.5 Dass das Obergericht die Gerichtskosten zu 2/3 den Beklagten und zu 1/3 den Kl�gerinnen auferlegt und die Beklagten zu einer im gleichen Verh�ltnis herabgesetzten Parteientsch�digung an die Kl�gerinnen verpflichtet hat, erweist sich insgesamt nicht als willk�rlich (Art. 9 BV; vgl. zum Begriff: BGE 136 I 316 E. 2.2.2 S. 318 f.).
Aus den dargelegten Gr�nden sind die vereinigten Beschwerden abzuweisen, soweit auf sie einzutreten ist. Die Kl�gerinnen und die Beklagten werden je kostenpflichtig (Art. 66 Abs. 1 und 5 BGG), schulden einander hingegen keine Entsch�digungen, da keine Vernehmlassungen eingeholt wurden (vgl. Art. 68 BGG).
Die Verfahren 5A_572/2010 und 5A_573/2010 werden vereinigt.
Die Gerichtskosten von insgesamt Fr. 14'000.-- werden im Betrag von Fr. 7'000.-- den drei Beklagten unter solidarischer Haftbarkeit und im Betrag von Fr. 7'000.-- den beiden Kl�gerinnen unter solidarischer Haftbarkeit auferlegt.

References: Art. 24
 BGE 
 Art. 608
 BGE 
 Art. 42
 BGE 
 Art. 602
 BGE 
 Art. 95
 Art. 244
 Art. 612
 Art. 57
 BGE 
 BGE 
 Art. 602
 BGE 
 BGE 
 BGE 
 BGE 
 BGE 
 BGE 
 Art. 93
 BGE 
 BGE 
 Art. 604
 BGE 
 Art. 68