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Timestamp: 2018-09-19 06:01:46+00:00

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Kooperationskatalog 2018
Camper Glossar – Knowhow rund um Wohnmobil, Camping und Caravaning
In diesem Bereich finden Sie viele wertvolle Informationen zu verschiedensten Bereichen der Themen Camping und Caravaning.
Diese Seite soll stetig wachsen. Wir freuen uns auch über Anregungen Ihrerseits!
Es ist sinnvoll, Caravan oder Camper vor Einbruch zu schützen. Beim Einbau einer Alarmanlage sollte darauf geachtet werden, dass sie sich leicht in die Fahrzeugelektronik integrieren lässt und sie notfalls auch ohne Batterieversorgung, also nur mit eigenem Akku funktioniert. Sie sollte nicht zu komplex sein, denn mit jeder zusätzlichen Komponente steigt auch ihre Störanfälligkeit. Sinnvoll sind Systeme, die sich über den CAN-Bus leicht integrieren lassen.
Kurzbezeichnung AHK. Im PKW-Bereich kommen immer Kugelkopfkupplungen zum Einsatz, welche fest installiert oder abnehmbar sein können. Sie müssen vom Fahrzeughersteller freigegeben und in die KFZ-Papiere eingetragen sein. Für die Größe der AHK exisitiert europaweit eine einheitliche Form. Amerikanische Kupplungen sind optisch sehr ähnlich und nur einige Millimeter größer als Europäische! KFZ-seitig bietet FREIKO verschiedene Ausführungen der Firmen Linnepe und Sawiko für Wohnmobile an. Anhängerseitig werden Antischlinger- bzw. Sicherheitskupplungssysteme angeboten.
Um Schlingerbewegungen des Anhängers zu reduzieren gibt es u.a. nachrüstbare Antischlingerkupplungen. Diese verfügen meist über im Kupplungsmaul integrierte Reibelemente, die die Bewegungen des Hängers abbremsen. Führende Hersteller sind die Firmen AL-KO und Winterhoff.
Bei Reisemobilen unterscheidet man zwischen Starter- und Bordnetzbatterien. Starterbatterien sind für die kurzzeitige Abgabe von hohem Strom ausgelegt. Hier muss darauf geachtet werden, dass es zu keiner Tiefentladung kommt, welche die Batterie zerstört. Bordbatterien hingegen sind robuster gebaut und zyklenfest, können also mehrfache Ent- und Aufladung problemlos überstehen. Gel-Batterien sind die haltbarsten Bordnetzbatterien. Sie benötigen allerdings die längste Aufladedauer. Zum Aufladen bei laufendem Motor müssen sowohl Starter- als auch Bordnetzbatterie miteinander verbunden sein. Im Stand müssen beide voneinander getrennt werden, damit sie nicht gemeinsam entladen. Das geschieht automatisch über ein sogenanntes Trennrelais. Ein Trennrelais gibt es ebenfalls für den Kühlschrank, der im Stand vom Bordnetz getrennt wird. Der Kühlschrank ist ein großer Stromverbraucher und würde sonst die Bordbatterie schnell "leersaugen". Für die Wahl der Batterie ist die richtige Batteriekapazität sehr wichtig. Eine Faustformel für die Mindestkapazität lautet: Strombedarf in Ah pro Tag x 4.
Dazu wird die annähernde Tageslaufzeit der Verbraucher im Fahrzeug ermittelt und diese mit der Stromaufnahme multipliziert. Zu empfehlen sind Batterien von Exide oder Büttner Elektronik.
Während einer Reise sollte das Geschirr vor allem zwei Kriterien Rechnung tragen: Es sollte leicht und es sollte bruchsicher sein. Als Benutzer freut man sich, wenn dann die Optik auch noch ansprechend ist. Modernes Melamin-Geschirr vereint alle diese Gesichtspunkte: Der leichte Kunststoff ist extrem kratz- und bruchfest. Lieferanten wie gimex, WACA oder Brunner bieten schöne Geschirr-Linien für jeden Geschmack an.
Campingmöbel müssen eine Menge aushalten. Sie kommen im Außenbereich oder im Zelt zum Einsatz. Vor allem draußen sind sie einer Menge von Umwelteinflüssen ausgesetzt: Sie müssen dauernde UV-Strahlung, Wind, Regen oder sogar Schnee aushalten. Dazu kommen Dreck und Staub, oder im Urlaub häufig feiner Sand. Alle Campingmöbel sollten leicht und gut verstaubar sein und auch nach vielfachem Auf- und Abbau keine Ermüdungserscheinungen zeigen. Flächen aus haltbarem Polyester sind bei Sitz- als auch Staumöbeln zu bevorzugen. Gestänge sollten aus Aluminium gefertigt sein. Beim Kauf ist auf Verarbeitung der Nähte und Gelenke zu achten.
Gute Sitzmöbel zeichnen sich durch hohen Sitzkomfort aus. Wenn Sitzmöbel auf unebenem, bzw. weichem Untergrund zum Einsatz kommen, sollte man wegen der Standfestigkeit Modelle wählen, bei denen jeweils die Vorder- und Hinterbeine u-förmig verbunden sind.
Der richtige Campingplatz ist meist eine Sache der persönlichen Vorlieben, der eigenen Ausstattung und der angestrebten Reise(-route). Je nachdem, welcher Campertyp Sie sind – Wohnmobilist, Caravan-Fan oder Zelter – lassen sich unterschiedlichste Auswahlkriterien finden. Die bekannten Campingführer von ACSI und ADAC bieten hier eine gute Unterstützung. Bei beliebten Campingplätzen ist eine frühzeitige Reservierung via Internet oder Telefon angebracht.
Für Caravanstellplätze gibt es ebenfalls ein Nachschlagewerk: BORDATLAS.
Zu empfehlen ist auch die Anschaffung eines Navigationssystems, dass Camping- und Stellplätze anzeigt.
Öffenbare Luke im Dach von Wohnmobil oder Wohnwagen. Sie dient der Belüftung bzw. Beleuchtung des Fahrzeuges mit Tageslicht. Dachhauben gibt es in den unterschiedlichsten Ausführungen: Mit integriertem Fenster (bzw. komplett aus transparentem Kunststoff), mit Ventilator, mit Rollo und/oder mit Mückenschutz, zum Aufschieben oder zum Hochklappen. Bei der Montage klappbarer Dachhauben ist darauf zu achten, dass das Scharnier in Fahrtrichtung nach vorne schaut, da sonst die geöffnete Haube vom Fahrtwind weggerissen würde. Eine gut verarbeitete und flexible Lösung bietet der Hersteller Thule mit seiner Dachhaube (Art. 89 331 - 89 338).
Drehkonsolen für Fahrer- und Beifahrersitze dienen der Integration der Sitze in den "Wohnbereich" des Wohnmobils während dem Stand. Die Sitze können so als bequeme "Sessel" genutzt werden. Die Firma Sportscraft liefert Drehkonsolen sowohl für eigene Pilotensitze als auch für serienmäßige Fahrer-/Beifahrersitze.
Die Entsorgung von Abwasser, Fäkalien im Wohnmobil bzw. Caravan ist ein notwendiges Übel.
Es gibt tragbare und fest eingebaute Toilettensysteme. Erstere können überall zum Einsatz kommen, wo örtliche Flexibilität gefragt ist. Diese sind vom Fahrzeug unabhängig. Sie verfügen über einen abnehmbaren Fäkaltank. Am bekanntesten sind hier die Porta-Potti-Toiletten.
Die sog. Kassettentoiletten hingegen werden fest im Fahrzeug eingebaut und haben in der Regel einen von der Fahrzeugaußenseite über eine Klappe zugänglichen herausnehmbaren Fäkaltank. Es gibt aber auch Systeme mit fest eingebautem Tank. Bei genannten Ausführungen muss vor Nutzung Toilettenchemie in den unteren Tank gefüllt werden. Des weiteren gibt es Komfortmodelle mit integriertem Spülwassertank.
Die sehr umweltfreundliche Trockentoilette mit Entsorgungsbeutel benötigt keine zusätzliche Chemie.
Die Entsorgung der fest eingebauten Tanks mit Toilettenchemie erfolgt an Entsorgungsstationen. Herausnehmbare Tanks müssen über das Toiletten-Kanalisationsnetz entsorgt werden (einfach in den Gulli schütten ist nicht erlaubt!) Chemiefreie Abfälle können theoretisch auf jedem Misthaufen entsorgt werden.
Energierzeuger
Wer mit Wohnmobil oder Caravan unterwegs ist hat meist Bedarf an zusätzlicher Energieversorgung. Bordnetzbatterien haben eine begrenzte Kapazität, Strom zur Verfügung zu stellen. Wer in Gegenden unterwegs ist, wo nicht selbstverständlich ein Stromanschluss auf dem nächtlichen Stellplatz zur Verfügung steht, ist froh, wenn er zusätzlich Strom selbst erzeugen kann. Die Herangehensweise ist unterschiedlich. Energieerzeuger verschiedener Hersteller arbeiten nach eigenen Konzepten:
So bietet Honda kleine und mobile 4-Takt-Motoren als Stromerzeuger an, die mit bleifreiem Normalbenzin betrieben werden können. Die TEC-Stromerzeuger von Dometic sind ebenfalls kleine Benzin- oder Dieselgeneratoren, die jedoch stationär im Wohnmobil oder Caravan verbaut werden.
Die Firma EFOY geht mit Ihrer Brennstoffzelle einen etwas anderen Weg: Diese wandelt chemische Energie aus Methanol ohne Zwischenschritte, ohne bewegte mechanische Teile und ohne große Wirkungsgradverluste in Strom um. Alle EFOY-Brennstoffzellen basieren auf der DMFC (Direktmethanol-Brennstoffzellen)-Technologie. Dies bietet gerade für mobile Anwendungen entscheidende Vorteile, denn das flüssige Methanol kann in den praktischen Tankpatronen leicht und überall hin transportiert werden.
Fahrradträger – Lastenträger
Die Auswahl an Fahrrad- und Lastträgern für den Wohnmobil- und Caravanbereich ist groß. Es gibt verschiedene Typen für verschiedene Einsatz- und Montagemöglichkeiten. Generell kann gesagt werden, dass es die für PKWs typischen Fahrradträger für das Dach in diesem Bereich so gut wie gar nicht gibt. Das hat mehrere Gründe: Zum einen ist es aufwändig die Fahrräder auf das meistens hohe Dach zu schaffen. Zu anderen wird die Dachfläche häufig für andere Aufbauten, wie Klima- oder Sat-Anlage genutzt. Die ohnehin schon problematische Durchfahrthöhe unter Brücken etc. würde noch mehr eingeschränkt. Außerdem verträgt das Dach nicht beliebig viel Gewicht.
Also muss der Fahrradträger hinten oder bei Caravans auch vorne am Fahrzeug Platz finden. Hier gibt es im Wesentlichen drei Möglichkeiten der Befestigung. Bei Wohnwagen kommen Deichselträger zum Einsatz: Der Fahrradträger sitzt auf der Deichsel zwischen Zugfahrzeug und Caravan. Diese Position ist dank der Starre der Deichsel sehr stabil und belastbar.
Bei Wohnmobilen werden einfache Fahrradträger an der Fahrzeugrückwand, oft an bereits vorhandenen Befestigungspunkten montiert. Eine Montageschiene zum Fixieren des Trägers kann aber auch nachträglich angebracht werden. Diese wird fest am Fahrzeug verschraubt. Die schweren sogenannten Lastenträger müssen stabiler montiert werden. Sie werden fest mit dem Fahrzeugchassis verschraubt. Es kommt relativ häufig vor, dass das Chassis zu kurz ist. Für diesen Fall bieten die Hersteller Rahmenverlängerungen an.
Auch von der Aufnahmekapazität unterscheiden sich Lasten- und Fahrradträger deutlich: Während Fahrradträger in der Regel 50 kg Tragkraft haben, was in etwa 3 Fahrrädern entspricht (einige Fahrradträger können auch 4 Räder aufnehmen), können Lastträger bis max. 200 kg Nutzlast tragen. Diese können dann je nach Ausführung zusätzlich zu einem bis zwei Fahrrädern einen Motorroller oder ein bis zwei E-Bikes transportieren. Als Ladehilfe werden für Lastenträger Auffahrschienen angeboten. Bei den Fahrradträgern gibt es Typen, die heruntergelassen, beladen und dann mittels Kurbelmechanismus wieder auf Transporthöhe gebracht werden können.
Hersteller für Fahrradträger sind Thule und Fiamma. Hersteller für Lastenträger sind z.B. Linnepe oder Sawiko.
Die Fahrzeugpflege ist ein weites Feld. Der Abschnitt beschränkt sich auf einige nützliche Tipps, die einerseits das Start-Klar-Machen des Caravans/Wohnmobils für die Saison im Frühjahr und andererseits das Präparieren für den "Winterschlaf" betreffen:
Checkliste Frühjahr:
Den Reifendruck überprüfen.
Alter und Profil der Reifen kontrollieren.
Stoßdämpfer auf Leckagen überprüfen.
Rahmen und Achse auf Korrosion überprüfen.
Auflaufbremse, Gestänge und Seilzüge auf Gangbarkeit hin überprüfen.
Kupplung, Stützrad und Hubstützen auf Gangbarkeit überprüfen.
Schürzen auf Risse, Dellen und festen Schmutz überprüfen.
Außenhaut auf Beschädigungen hin überprüfen.
Fenster, Türen, Luken auf Dichtigkeit, Gangbarkeit und Verschluss hin überprüfen.
Innen-, Rück- und Bremsleuchten checken (neben Birnen auch auf matte Stellen der Reflektoren überprüfen).
Stecker und 12 V-Anschlusskabel prüfen.
Fahrzeuginnenraum inklusive aller Stauräume auf Wassereinbruch und Kondeswasser überprüfen.
Auf Schimmelbildung achten (Sicht und Geruch); auch auf Schimmelbildung in Wand- und Dachverkleidung achten.
Batterie wieder einbauen (falls im Winter entfernt).
Heizung und Zündautomatik checken.
Alle anderen technischen Geräte (12 V - 230 V - Gas) checken.
Alle Tanks gründlich ausspülen.
Teppiche herausnehmen und lüften.
Polster, wenn möglich herausnehmen und lüften.
Möbelhalterungen, -verschlüsse und -züge auf Funktionalität überprüfen.
Sanitäranlagen reinigen, auf Schimmelbildung (z.B. in Verfugungen) achten.
Checkliste Überwinterung:
Fahrzeug waschen und mit Wachs konservieren.
Reifendruck prüfen und Fahrzeug auf Stützen stellen.
Dichtungen mit Gummipflege behandeln.
Handbremse lösen (zum sicheren Stand Unterkeile verwenden).
Kamine und Öffnungen mäusesicher abdecken.
Polster und Teppiche reinigen.
Genügend Trockengranulat im Innenraum aufstellen.
Kühlschrank und Frosterfach reinigen und offen stehen lassen.
Innenraum ab und an gut belüften.
Bordbatterie ausbauen, voll laden und frostsicher lagern.
Sämtliche Tanks entleeren, reinigen und desinfizieren.
Wasserpumpe und Leitungen entleeren; Wasserhähne offen stehen lassen.
Gasflaschen abklemmen und einlagern.
Gasanlage schließen.
Gasversorgung und -geräte
Gas ist ein wichtiger Energieträger für die Energieversorgung an Bord eines Caravans und Wohnmobils: Wichtige Geräte, wie Heizung, Absorberkühlschrank, Warmwasser, Kocher und zum Teil auch Backofen werden mit Gas betrieben. Über externe Anschlüsse können auch z.B. Grills ans 50-Millibar-Bordgas-Netz (Standard) angeschlossen werden. Das am häufigsten verwendete Gas ist im Campingbereich ein Propan(95%)-Butan(5%)-Gemisch. Deutsche Gasanlagen sind in der Regel für 5 und 11 kg-Gasflaschen ausgelegt. Die kleineren blauen 3 kg-Flaschen von Camping-Gaz sind mit Butan gefüllt. Die deutschen Standardflaschen haben einen roten Ring am Fuß. Sie werden von allen Gaslieferanten in Deutschland eingetauscht.
Caravanhalter müssen ihre Gasanlage alle zwei Jahre von einem anerkannten Sachkundigen überprüfen lassen. Es wird in erster Linie auf Dichtigkeit hin geprüft.
Typische gasbetriebene Caravan-/Wohnmobilgeräte:
Gasheizungen der Firma Truma: Die Truma S Klasse gehört in nahezu allen Caravans zur Grundausstattung. Ein häufig verwendetes Gerät ist die Trumatic S 5004 (Art. 309/500).
Absorberkühlschränke der Firma Dometic: Die modernen Geräte arbeiten sehr effektiv nach dem Absorberprinzip und können sowohl mit Gas, als auch mit 12 Volt und 230 Volt betrieben werden. Die erfolgreiche RM 4er-Serie wurde zur neuen 5er-Serie weiterentwickelt (z.B. RM 5330 mit 70l Bruttoinhalt, Art. 35 009).
Kocher-Backofen-Kombinationen der Firma Thetford: Das Modell Triplex wird in Puncto Kochen und Backen auch gesteigerten Ansprüchen gerecht (Art. 41 711).
Dient zur Verankerung von Zelt, Vorzelt und auch zum Abspannen von Windschutzwänden und Markisen. Heringe gibt es je nach Anforderung in den verschiedensten Ausführungen: Wenn Gewichtersparnis gefragt ist, können Kunststoffheringe zum Einsatz kommen. Stahlheringe gibt es in unterschiedlichen Größen und Stärken, je nachdem wieviel abgespannt werden soll und wie hart der Untergrund ist. Sogenannte Erdschrauben verwendet man, wenn der Untergrund nicht allzu fest ist, aber eine starke Verankerung erreicht werden soll. Die Firma Peggy Peg bietet ein innovatives Komplettsystem aus glasfaserverstärkten und höhenverstellbaren Schraubheringen an (Starterkit mit Leinen, 30 20-cm-Heringen, 20 12-cm-Heringen, 30 Haken, Tasche: Art. 610/121).
Generell kann das lokale UMTS-Netz mit Zusatz-UMTS-Stick genutzt werden. Über in den jeweiligen Ländern geltende Roaming-Tarife sollte man sich vor Nutzung aber unbedingt informieren.
Mobiler Internetempfang in Caravan und Reisemobil ist jedoch auch über spezielle Sat-Anlagen möglich. Wir führen diese Sat-Anlagen der Hersteller Crystop ( Art. 72 447, 72 448, 72 450, 72 451) und Ten Haaft (Art. 71 501 oder Art. 71 507).
Eigentlich Isoliermatte, dient als platzsparende, leichte Unterlage zum Schlafen im Schlafsack bei Camping und Trekking. Gewöhnliche Isomatten bestehen aus Polyethylen (PE). Bei dieser Variante sollte man auf Druckbeständigkeit des Materials achten. Bessere Matten bestehen aus geglättetem PE-Schaum und sind stabiler.
Eine mittlerweile sehr beliebte Weiterentwicklung sind selbstaufblasende Thermomatten. Diese gibt es in verschiedenen Stärken: bis zu 7 cm Höhe.
Um sich im Wohnmobil-/Caravanurlaub gut zu erholen ist ein angenehmes Raumklima ein nicht zu unterschätzender Faktor. Da die Außenisolierung der Fahrzeuge meist nicht allzu intensiv ist, bietet sich die Raumklimatisierung über eine fest installierte Klimaanlage an. Man unterscheidet hier generell zwei Einbautypen: Die Staukastenanlage und die Dachklimaanlage. Staukastenanlagen werden im Fußbereich des Fahrzeuges in Schränken und Staukästen verbaut. Dachanlagen werden im Bereich einer ggf. vorhandenen Dachfensteröffnung oder auch in einer eigens geschaffenen Öffnung im Fahrzeugdach eingesetzt.
Vorteil der Staukastenanlage ist, das sie versteckt verbaut werden kann. Bei kleineren Fahrzeugen ist zudem auf dem Dach für eine Klimaanlage zu wenig Platz. Nachteil der Staukastenanlage ist, dass sie zunächst nur im Beinbereich kühlt. Die Luft muß erst über einzubauende Lüftungsrohre in die Höhe gebracht werden. Dachklimaanlagen dagegen sind relativ leicht zu montieren und verteilen die Luft immer von oben. Die Luft kann über Lüftungsschlitze in unterschiedliche Richtungen geführt werden. Die Hersteller Truma und Dometic bieten Lösungen beiden Typs an.
Staukastenanlage Saphir (z.B. Saphir comfort Art. 72 863)
Dachklimaanlage: Aventa (z.B. Aventa comfort Art. 72 837)
Staukastenanlage HB 2500 (Art. 72 815)
Dachklimaanlage: FreshLight (z.B. FreshLight 2200 Art. 72 810)
Kühlschrank-, Kühlboxtypen und Kühlmethoden
Absorberkühlschränke / Absorberboxen
Der Kühlschrank wird mit einem Wasser-Ammoniak-Gemisch betrieben. In einem Kocher werden Ammoniak und Wasser durch Wärmezufuhr (im Caravan meist Gasflamme) verdampft. Danach werden beide im Kondensator getrennt und verflüssigt. Dann werden Wasser und Ammoniak über unterschiedliche Kreisläufe geleitet. Der Verdampfer im Innenraum macht den Ammionak wieder gasförmig. Dabei gibt der Kühlschrank Wärme nach außen ab und nach innen kühlt der Kühlschrank. Anschließend werden im Absorber Ammoniak und Wasser wieder vereint und der Kreislauf beginnt von Neuem. Die Kühlschränke von Dometic und Thetford (z.B. der N 100E LCD, Art. 34 819) funktionieren mit Absorbertechnik.
Kompressorkühlschränke / Kompressorboxen
Jeder Standard-Küchenkühlschrank arbeitet nach dem Kompressorprinzip: Über einen Kompressor wird das Kältemittel verdichtet und vom gasförmigen in den flüssigen Zustand gebracht. Bei Durchfließen des Leitungssystems im Kühlschrank entspannt sich die Flüssigkeit im sogenannten Verdampfer wieder zu Gas. Dabei wird der Umgebung Wärme entzogen – der Kühlschrank kühlt. Das Kältemittel fließt in den Kompressor zurück und der Kreislauf beginnt neu. Ein typisches Gerät im Caravanbereich ist z.B. der CoolMatic MDC von WAECO (z.B. MDC 65 mit 65 Litern Bruttoinhalt, Art. 33 507).
Thermoelektrische Kühlboxen (Peltiersystem)
Diese Technik funktioniert mit thermoelektrischen Bauteilen, benannt nach dem Uhrmacher Peltier, der im 19. Jahrhundert in Paris lebte. Er entdeckte, dass einige Halbleiterlegierungen, wenn Strom anliegt, auf der einen Seite des Metalls Wärme und auf der anderen Seite Kälte abgeben. Werden diese in Reihe geschaltet, entsteht ein genügend großer Kühleffekt, der aber nur für Kühlboxen (z.B. die TropiCool Classic TC-14 von WAECO, Art. 32 157) ausreichend ist.
Siehe Fahrradträger
LEDs kommen im Caravaningbereich zusehends zum Einsatz. In Puncto Robustheit, Langlebigkeit, Helligkeitsausbeute und Stromverbrauch sind sie allen klassischen Leuchtsystemen weit überlegen. Auch die sehr geringe Bauhöhe bietet im Caravan und Wohnmobil, wo Platz meistens ein wertvolles Gut ist, Vorteile gegenüber klassischen Leuchtmitteln. Da sie wenig Wärme entwickeln, besteht bei LEDs auch kaum Brandgefahr. Einziger Schwachpunkt ist das relativ kalte Licht, das LEDs abgeben. Aber durch geschickte Verbauung (z.B. in Verbindung mit Holzelementen in warmen Farbtönen) kann eine angenehme Beleuchtung erreicht werden.
LEDs werden wegen ihrer Vorteile auch vermehrt als Zusatzfeature z.B. an Markisen angeboten. Der Hersteller Thule Omnistor bietet entsprechende Produkte an (Art. 89 799).
Besser Camping- und Caravaningliteratur: Zu den beiden Themenbereichen gibt es sehr viel Literatur und Ratgeber. Hier sollen nur einige ausgesuchte Bücher vorgestellt werden:
Das Bordbuch ist ein jährlich erscheinender Ratgeber, den FREIKO und FRANKANA in Kooperation mit der European Engineering GmbH herausgeben. Das Buch mit Journalcharakter bietet interessante Informationen rund um die FREIKO-FRANKANA-Produktpalette und deren Einsatz im Camperleben. Das Bordbuch kostet € 9,95 und kann über FREIKO und FRANKANA bestellt werden.
Wichtige Nachschlagewerke sind die ebenfalls jährlich neu erscheinenden Camping- und Stellplatzführer:
ACSI-Campingführer Europa: Der Führer beinhaltet mehr als 8.600 Campinplätze in Europa. Er listet 200 Merkmale auf und gilt als der umfangreichste Campingführer (Art. 066/011).
ADAC-Campingführer: Bis zu 2000 Campingplätze, die jährlich von hochqualifizierten ADAC-Mitarbeitern inspiziert und bewertet werden, enthält dieses deutsche Standardwerk. Er ist in zwei Teilen erhältlich: Südeuropa (Art. 066/002) und Deutschland, Nordeuropa (Art. 066/003).
ADAC-Stellplatzführer: Der Stellplatzführer weist mehr als 4000 Stellplätze europaweit aus (Art. 066/048).
Der BORDATLAS vom Reisemobil-Verlag ist das Stellplatz-Standardwerk in zwei Bänden mit über 5700 Stellplätzen in Europa (Art. 066/020).
EEC-Campingführer Europa: Seit über 50 Jahren einer der führenden Camping- und Caravaningführer Europas mit 1000 Plätzen in Deutschland und 5000 europaweit.
Die Markise als Sonnenschutz am Reisemobil oder Caravan erfreut sich immer größerer Beliebtheit. Grund dafür sind vor allem Flexibilität und einfache Handhabung, die Markisen im Gegensatz zu herkömmlichen Sonnensegeln bieten: Sie sind nämlich mit etwas Kurbel- oder Zugkraft schnell aus- und wieder eingefahren. Langwieriges Auf- und Abbauen entfällt. Und so kann schon bei einer kurzen Rast die Markise als Schattenspender dienen. Hochwertige Markisen, wie z.B. Modelle der Firma Thule Omnistor besitzen ein sehr robustes PVC-Gewebetuch, welches beidseitig versiegelt und bedruckt ist. So kann die Markise auch Schutz vor leichtem und mäßigem Regen bieten. Bei starkem Regen, Hagel oder Schnee sollte die Markise nicht ausgefahren werden. Die Markise kann im feuchten/nassen Zustand eingerollt werden, muss (!) aber bei längerer Nichtbenutzung unbedingt vorher getrocknet werden. Bei starkem Wind sollte die Markise auch eingerollt bleiben. Bei längerer Benutzung im Regen sollte eine Spannstange in der Mitte verstärkend eingesetzt und die Markise schräg gestellt werden, damit das Wasser gut ablaufen kann.
Man kann verschiedene Funktions-Typen unterscheiden:
Sack-Markisen: Einfache Markisen, die von Hand ausgerollt und anschließend gespannt werden. Sie müssen auch von Hand wieder eingerollt werden (Thule Omnistor 1200, z.B. Art. 89 910).
Teleskoparm-Markisen: Funktionieren nach dem Prinzip eines Schnapp-Rollos mit einem automatischen Aufrollsystem (Thule Omnistor 2000, z.B. Art. 89 778).
Gelenkarm-Markisen: Diese besitzen Gelenkarme, die mit einer Kurbel ausgefahren werden (Thule Omnistor 6200, z.B. Art. 90 500).
Motormarkisen: Gelenkarmmarkisen, die mit Motorkraft ausgefahren werden (Thule Omnistor 8000, z.B. Art. Markise 90 340 und Motor 89 688).
Die Hersteller bieten viel Zubehör zu den Markisen an. So sind komplette Schutzzelte mit Markisendach, diverse Regen- und Sonnenschutze erhältlich.
Die Montage der Markise am Fahrzeug sollte von einem Fachbetrieb durchgeführt werden.
Navigationssysteme für Wohnmobile
Wohnmobilisten reisen nach eigenen Gesetzmäßigkeiten. Zum einen wird die Fahrt durch die Reiseziele, wie z.B. bestimmte Stell- oder Campingplätze bestimmt. Zum anderen erlauben die Maße eines Wohnmobiles bestimmte Routen, v.a. mit niedrigen oder engen Durchfahrten nicht. Vielleicht will man auch nicht unbedingt schnell ans Ziel kommen, sondern eher unterwegs Sehenswürdigkeiten "mitnehmen".
Auf diese Features haben sich bestimmte Hersteller von Navigationssystemen spezialisiert. Herkommend aus der LKW- & Logistikbranche wurden die Softwares für Reisemobile weiterentwickelt.
Die Hardware der Systeme ist auch auf Reisemobile ausgelegt. So ist das Display oft größer, da einfach mehr Platz im Armaturenbereich zur Verfügung steht.
Die Systeme integrieren oft auch Rückfahr-Video- oder Entertainmentsysteme.
Ein interessantes multifunktionales Gerät stellt das ESX Vision VNC711 (z. B. Art. 82 587) dar.
Ordnung in Wohnmobil & Zelt
Der begrenzte Platz in Wohnmobil, Caravan und Zelt erfordert eigene Wege in Sachen Aufbewahrung. Es gibt speziell für diese Bereiche entwickelte Ablagesysteme:
Zusammenlegbare Hängeregale aus Polyester oder Polypropylen.
Utensilientaschen zum Aufhängen. Die Firma Thule bietet hier ein stabiles und optisch ansprechendes System an (z.B. Wand-Organizer, Art. 71 986)
Verschließbare Radausschnitt-Taschen und sogenannte Caravankeller für den Außenbereich am Radkasten und unter dem Fahrzeug.
Im und vor dem Zelt kommen Campingmöbel zum Einsatz.
Wer viel unterwegs ist, der kann in die Verlegenheit einer Panne oder sogar eines Unfalls kommen. Daher ist es sinnvoll, ein Mindestmaß an Hilfs- und Notfallmitteln mit an Bord zu haben. Auch sind im Ausland (Italien, Spanien, Österreich) Warnwesten zur Pflicht geworden. Hier eine kleine Checkliste sinnvollen Zubehörs:
Verbandskasten (Art. 86 062)
Warndreieck (Art. 86 064)
Warnweste (z.B. orange, Art. 86 065)
Wagenheber (z.B. Rangierwagenheber Art. 86 036)
Benzinkanister (z.B. 20 Liter, Art. 86 051)
Set zur schnellen Behebung von Reifenpannen (Art. 86 088)
Das Rangieren mit dem Wohnmobil ist wegen seiner Ausmaße nicht ganz einfach. Hier kann sich der Fahrer durch sogenannte Rückfahr-Videosysteme (RVS) oder durch akustische Rückfahrsensoren unterstützen lassen. Bei den RVS (z.B. Camos SV-430, Art. 82 693) ist oben am Fahrzeugheck eine wetterfeste Videokamera montiert, die live ein Bild vom Fahrzeugrückraum an einen Monitor am Armaturenbrett überträgt. Hilfreich sind auch Zusatz-Rückspiegel, die den toten Winkel verkleinern. Bei Gespannen ist das Rangieren noch komplizierter und will geübt sein. Generell gilt: Beim Rückwärtsfahren muß eine unterstützende Person außerhalb des Fahrzeugs Rangierhilfe geben. Beim Rückwärtsfahren reagiert der Anhänger entgegengesetzt der Lenkeinschläge: Lenkrad nach rechts – der Anhänger steuert nach links (und umgekehrt)! Als Faustformel gilt: Dahin lenken, wo der Hänger im Rückspiegel auftaucht und das Gespann bleibt gerade. Das Wenden mit Gespann bedarf ganz besonderer Übung: Wenn möglich in einem Zug wenden; sich eine genügend große Fläche, z.B. Supermarktparkplatz zum Wenden suchen. Falls man alleine unterwegs ist, sollte nur nach links, also dort, wo der Fahrer direkt aus dem Fenster schauen kann, gewendet werden.
Sie sollte nach den individuellen Bedürfnissen zusammengestellt werden. Bei den vorbestückten Reiseapotheken-Sets aus der Apotheke fehlen oft wichtige Mittel, z.B. Medikamente gegen Darmprobleme, Halsschmerzen oder Husten. Fertige Pakete sind meist teuerer als selbst zusammengestellte. Zur Minimalausstattung sollten gehören: Sonnenschutzcreme mit einem hohen Lichtschutzfaktor, Anti-Mückenstich-Spray oder -Creme, Pflaster-Set mit Pflastern in verschiedenen Größen, Verbandsmaterial, eine Schere, eine Pinzette, desinfizierende Wundsalben, kühlendes Gel bei Insektenstichen, Thermometer, fiebersenkende Mittel, Mittel gegen Schmerzen und Durchfallerkrankungen. Bei verschreibungspflichtigen Medikamenten sollte ggf. eine Bescheinigung des Hausarztes, am besten auf englisch, mitgeführt werden.
Ältere Menschen und chronisch Kranke sollten sich vor einer Reise auf jeden Fall mit ihrem Hausarzt beraten und sich die Notwendigkeit über das Mitführen von verschreibungspflichtigen Medikamenten und medizinischen Hilfmitteln (Insulinpumpe, Spritzen etc.) in englischer Sprache bescheinigen lassen.
In den 25 Ländern (22 EU-Länder und Norwegen, Island und Schweiz), die dem Schengener Abkommen beigetreten sind, gilt Reisefreiheit. Hier reicht der gültige Personalausweis als Reisedokument aus. Achtung: Großbritannien und Irland sind nicht dem Schengen-Raum beigetreten! Hier gibt es Einreisekontrollen. Zur Identifkation reicht der gültige Personalausweis aber aus. Für Kroatien, Serbien, Bosnien, Mazedonien, Albanien reicht ebenfalls ein gültiger Personalausweis aus. Ein vorläufiger Personalausweis wird hier nicht aktzeptiert. Für Bulgarien und Rumänien genügt sogar der vorläufige Personalausweis. Die Türkei akzeptiert ebenfalls den Personalausweis.
Außerhalb Europas muss meistens der Reisepass mitgeführt werden. Die Website des Auswärtigen Amtes informiert ausführlich über die jeweils herrschenden Vorschriften.
Die Sat-Anlage auf dem Wohnmobil ermöglicht jederzeit und überall mobilen Fernsehempfang. Die Anlage besteht aus einer Parabol- oder Flachantenne, einer Empfangseinheit, dem LNB (Low Noise Block Converter) und einem Receiver, der die Signale für den Fernseher umsetzt.
Die Qualität des Empfangs steigt mit der Größe der Antenne. Der optimale Empfang ist von der exakten Ausrichtung der Antenne auf den jeweiligen Fernsehsatelliten abhängig. Eine Sat-Anlage mit Skew-Funktion verbessert den Empfang zusätzlich. Als Skew wird die Erdkrümmung bezeichnet. Die Skew-Funktion gleicht diesen Fehlwinkel automatisch aus. Nach jedem Standortwechsel des Wohnmobils/Caravans muss die Antenne neu auf den Satelliten ausgerichtet werden. Bei einer manuellen Anlage muss die Ausrichtung von Hand vorgenommen werden. Halbautomatische Systeme sind mit Suchfunktion ausgestattet. Vollautomatische Anlagen nehmen alle Einstellungen selbst vor (sogar die Skew-Einstellung) und man kann in kürzester Zeit wieder fernsehen. Die meisten Systeme werden auf dem Reisemobil-/Caravandach installiert und können während der Fahrt eingeklappt werden. Es gibt aber auch komplett mobile Geräte (z.B. Megasat Satmaster Portable Clasic, Art. 72 251). Eine gute manuelle Sat-Anlage ist z.B. die Omnisat Twister von Maxview (Art. 72 290). Eine leistungsfähige vollautomatische Anlage ist die Oyster 65 HDTV Single CI (Art. 71 241).
Solarmodule sind auf dem Fahrzeugdach leicht zu installieren. Für die Stromerzeugung ist das Solarmodul zuständig, das mit einer passenden Halterung versehen, einfach auf dem Dach festgeklebt werden kann. Eine entsprechende Regelelektronik wird im Innenraum installiert. Die Anlage wird einfach an die Bordbatterie angeschlossen und arbeitet nach fertiggestellter Verkabelung autark. Sie arbeitet wie ein Ladegerät und hält die Batterie im Voll-Ladezustand. Alle anderen Lademöglichkeiten für die Batterie bleiben erhalten! Eine Solaranlage ist leistungsfähiger, je größer sie ist. Hier eine kleine Übersicht, um die richtige Dimensionierung zu ermitteln:
Solaranlage mit 55/60 Watt (Wp) / ca. 220/240 Wh/Tag
Fahrzeugklasse Kleinere Reisefahrzeuge ohne TV/Sat
Reisezeit Frühling bis Herbst
Verbraucher Licht, Wasserpumpe, Radio
Solaranlage mit 80/90 Watt (Wp) / ca. 320/360 Wh/Tag
Fahrzeugklasse Kleinere bis mittlere Reisefahrzeuge
Verbraucher Licht, Wasserpumpe, Radio, Truma, TV/Sat (2-3 Std.)
Solaranlage ab 110 Watt (Wp) / ca. 440 Wh/Tag
Fahrzeugklasse Mittlere bis große Reisefahrzeuge
Verbraucher Licht, Wasserpumpe, Radio, Truma, TV/Sat
Solaranlage ab 160 Watt (Wp) / ca. 640 Wh/Tag
Reisezeit Ganzjährig (abhängig von Wetterverhältnissen und Batterie-Kapazität)
Verbraucher Licht, Wasserpumpe, Radio, Truma, TV/Sat, Kompressorkühlschrank
Eine mittlerweile sehr beliebte Weiterentwicklung zu herkömmlichen Isomatten sind selbstaufblasende Thermomatten. Bei diesen ist der PE-Kern von einer luftdichten Hülle umgeben, die von einem Ventil abgeschlossen wird. Im zusammengerollten Zustand ist der PE-Schaum zusammengedrückt. Beim Öffnen der Verschlussbänder rollt sich die Matte durch das sich ausdehnende PE-Material selbst aus, Luft wird über das Ventil eingesaugt. Es bedarf nur einiger Luftstöße, um die Matte in die endgültige Form zu bringen. Anschließend wird das Ventil geschlossen. Die Thermoluftmatratzen gibt es in verschiedenen Stärken und Größen. Mittlerweile sind Modelle auf dem Markt, auf denen es sich komfortabel schlafen lässt, z.B. die ISO Camp Selbstaufblasmatte Sleepin 3.0 mit 10 cm Höhe (Art. 612/011).
Träger an Wohnmobil und Caravan
Es kommen meist Heckträger zum Einsatz. Es ist zu unterscheiden zwischen Fahrradträgern und Lastenträgersystemen für Motorroller. Heckfahrradträger sind meist mit Schienen für zwei Fahrräder ausgestattet und in der Regel mit Zusatzschienen auf 3 bis 4 Räder erweiterbar. Die Räder werden mit Felgenbändern auf den Schienen fixiert und oben an der Querstange mit (zum Teil verschließbaren) Abstandshaltern fest gehalten. Moderne Fahrradträger sind aus robustem Aluminiumrohr gefertigt, die verbindenden und haltenden Teile aus stabilen langlebigen Kunststoffen. Es gibt Lösungen, die an die Hecktüre eines Transporters montiert werden und Systeme, die auf die Deichsel eines Caravans montiert werden (hierbei auf Lastverteilung achten!). Es existieren auch Lösungen an denen die Fahrräder per Kurbel oder Motor an höhere Fahrzeugpositionen gebracht werden. FREIKO empfiehlt Träger der Marke Thule, wie z.B. den Klassiker Thule Elite oder Thule Sport. Diese sind mit verbessertem Schienensystem als G2-Ausführung erhältlich: Elite G2 (Art. 89 424), Sport G2 (Art. 89 420).
Der Thule Excellent (Art. 89 446) ist zudem auch für den Transport von eBikes geeignet.
In Sachen Umweltschutz hat sich in den vergangenen Jahren in der Wohnmobilbranche viel getan. Das ist auch ganz konsequent, denn Reisemobilbesitzer möchten ja meistens autark agieren können. Dass das nur bis zu einem bestimmten Punkt funktioniert ist klar. Dennoch ist die Intakthaltung der Umwelt für die meisten Camper ein hohes Gut, denn dort wollen sie ihre Zeit ja verbringen! Energieverbrauch mindernde Maßnahmen, wie Leichtbauweise, verbesserte Dämmung und effizientere Dieselmotoren sind ein Aspekt des Umweltschutzes. Neue Arten der Energieerzeugung wie Brennstoffzellen und Solaranlagen der andere. Moderne Fahrzeuge sind serienmäßig mit Rußfilter ausgestattet.
Zelturlaub, der sich neuerdings wieder größerer Beliebheit erfreut, ist vergleichsweise noch umweltfreundlicher.
Mit dem Vorzelt wird der Wohnraum des Reisemobiles/Caravans vergrößert. Vorzelte sind daher ein sehr beliebtes Zubehör. Über Kederschienen wird das Zelt mit dem Fahrzeug verbunden und über Spannstangen, Seilverspannungen und Heringe standfest gesichert. Es existieren die unterschiedlichsten Vorzelttypen: Großer Beliebtheit erfreut sich immer noch die klassische Art mit Giebel. Diese sind sehr hochwertig mit stabilem Stahlgestänge gearbeitet und werden oft ganzjährig als Dauerlösungen eingesetzt. Besonders für diese Art der Vorzelte gibt es fest installierbare modulare Kassettenböden, die etwas erhöht guten Schutz vor Nässe und Kälte bieten. Eine einfache und weit verbreitete Variante dieses Zeltbodens stellen die bewährten Vorzeltteppiche dar, die als Meterware angeboten werden. Sie bestehen aus Kunstfasergeweben, wie Nylon oder Polyester und sind dadurch sehr flexibel und witterungsbeständig.
Dach-oder Wandmarkisen von Fiamma oder Thule Omnistor lassen sich zu ganzen Vorzelten aufrüsten.
Mittlerweile werden auch zusehens flexible Tunnelvorzelte angeboten, die aber eher für Busse und kleinere Wohnmobile geeignet sind.
Trinkwasser soll keimfrei und sauber sein. Wenn man weit im Süden unterwegs ist, kommt man zum Teil nicht mehr an keimfreies Trinkwasser, wie in unseren Breiten gewohnt. Es gibt mehrere Möglichkeiten, Wasser trinkbar aufzubereiten. Die einfachste Methode ist die Zugabe von Chlor oder Silberionen. Die aufwändigere, aber bessere Lösung stellen fest installierte Filtersysteme dar:
Es gibt Kartuschensysteme aus mikroporöser Keramik mit eingebettetem Silberanteil.
Durch ein System mit UV-Licht, das ebenfalls keimtötend wirkt, wird auch Desinfizierung erreicht.
Die beste Entkeimung wird durch das kombinerte Verfahren der Absolutfiltration (Absorbtion und statischen Flockungsfaktoren) erreicht. Dieses System wird z.B. vom Hersteller Seagul angeboten (z.B. Art. 70 404).
Um ein Zelt zu schonen, sollte schon beim Aufbau auf einen "schonenden" Standort geachtet werden: Ein Untergrund ohne Dornen oder spitze Steine schont den Zeltboden. Kunststoffzelte zersetzen sich mit der Zeit durch UV-Einstrahlung. Ein schattiger Standplatz verlangsamt diesen Prozess. Ein Zelt sollte auch nie ausgefegt, sondern nur ausgeschüttelt werden, weil so ebenfalls der Zeltboden geschont wird. Ganz wichtig ist, das Zelt trocken zu lagern, weil sonst Schimmelbildung die Folge ist. Nach dem Urlaub sollte das Zelt von Sand, Staub und auch Meersalzrückständen befreit werden, indem man es mit einem Schwamm abwäscht und anschließend trocknen lässt. Danach wird es lose verpackt. Vor dem Einlagern können undichte Stellen und Nähte im aufgebauten Zustand mit Nahtversiegelung versehen werden. Gestänge und Heringe sollten von Erde und Dreck gereingt werden und Steckverbindungen ggf. mit etwas Silikonspray (kein Fett verwenden!) gangbar gehalten werden. Pflege verlangen auch die Reißverschlüsse: Diese immer wieder von Staub und Dreck befreien und gegebenenfalls auch mit Silikonspray gangbar halten. Beim Aufbau darauf achten, dass die Reißverschlüsse nicht unter zu großer Spannung stehen, weil sie dadurch ebenfalls kaputt gehen können.
Ein hoher Kaufpreis ist kein Merkmal für eine gute Zeltqualität. Allerdings sind teure Materialien viel robuster und halten länger. Die Wassersäule (dabei Wasserdruck als mit Wasser gefüllte Röhre vorgestellt) alleine sollte nicht als Qualitätskriterium herangezogen werden. Bei billigen Materialien kann das Zelt bereits nach einer Saison dem angegebenen Druck nicht mehr standhalten. Daher mehr auf die Reißfestigkeit des Materials achten. In der Regel ist eine Wassersäule von 3000 - 4000 mm vollkommen ausreichend. Hochwertige Trekkingzelte haben eine Reißfestigkeit des Außenmaterials von 2-4 kg. Beim Gestänge sollte Aluminium unbedingt vorgezogen werden. Denn falls es bricht, kann es durch ein Hülse verstärkt und repariert werden. Bei Glasfieberstangen ist das nicht möglich. Achten Sie beim Kauf Ihres Zeltes darauf, dass dieses gut genähte Doppelkappnähte besitzt. Die sind für die Langlebigkeit eines Zeltes unerlässlich. Alle Nähte sollten zusätzlich versiegelt sein.
Brunner 2018
© 2018 Freiko

References: Art. 35
 Art. 610
 Art. 72
 Art. 71
 Art. 72
 Art. 72
 Art. 72
 Art. 34
 Art. 33
 Art. 32
 Art. 89
 Art. 89
 Art. 90
 Art. 82
 Art. 71
 Art. 86
 Art. 86
 Art. 86
 Art. 82
 Art. 72
 Art. 70