Source: http://www2.lubw.baden-wuerttemberg.de/public/abt2/dokablage/oac_12/vo/4/4144.htm
Timestamp: 2018-12-19 04:09:00+00:00

Document:
4.144 Bürgle
Verordnung des Regierungspräsidiums Tübingen über das Naturschutzgebiet »Bürgle« vom 7. Dezember 1987(GBl. v. 29.01.1988, S. 12).
Auf Grund von §§ 21, 58 Abs. 2 und § 64 Abs. 1 Nr. 2 des Gesetzes zum Schutz der Natur, zur Pflege der Landschaft und über die Erholungsvorsorge in der freien Landschaft (Naturschutzgesetz-NatSchG) vom 21. Oktober 1975 (GBl. S. 654), geändert durch das Gesetz zur Bereinigung des Ordnungswidrigkeitenrechts vorn 6.Juni 1983 (GBl. S. 199) und von § 22 Abs.2 Landesjagdgesetz in der Fassung vorn 20. Dezember 1978 (GBl. 1979 S. 12) wird verordnet:
Die in § 2 näher bezeichnete Fläche auf dein Gebiet der Gemeinde Jungingen, Gemarkung Jungingen, Zollernalbkreis wird zum Naturschutzgebiet erklärt. Das Naturschutzgebiet führt die Bezeichnung »Bürgle«.
(1) Das Naturschutzgebiet hat eine Größe von rund 14,17 ha. Es umfaßt auf Gemarkung Jungingen die Flurstücke Nummer 2816 und 2817 jeweils teilweise, sowie die innerhalb der Abgrenzung liegenden Wege und Wasserläufe.
(2) Die Grenzen des Naturschutzgebietes sind in eitler Flurkarte des Regierungspräsidiums Tübingen, Stand 20. Oktober 1987 im Maßstab 1:2500, kombiniert mit einer Übersichtskarte im Maßstab 1:25000, gekennzeichnet und rot angelegt. Die Karte ist Bestandteil der Verordnung. Die Verordnung mit Karte wird beim Regierungspräsidium Tübingen in Tübingen, beim Landratsamt Zollernalbkreis in Balingen und bei der Stadt Hechingen in Hechingen auf die Dauer von drei Wochen, beginnend am achten Tag nach Verkündung dieser Verordnung im Gesetzblatt, zur kostenlosen Einsicht durch jedermann während der Sprechzeiten öffentlich ausgelegt.
Schutzzweck ist die Erhaltung, Pflege und Weiterentwicklung einer floristisch hochwertigen, das Landschaftsbild prägenden extensiv genutzten Wacholderheide.
1. bauliche Anlagen im Sinne der Landesbauordnung in der jeweils geltenden Fassung zu errichten oder der Errichtung gleichgestellte Maßnahmen durchzuführen. Sport‑, Spiel‑ oder Erholungseinrichtungen zu schaffen sowie Einfriedigungen jeder Art zu errichten
3. die Bodengestalt zu verändern
11. das Schutzgebiet in der Zeit vorn 1. April bis 31. August außerhalb der Wege zu betreten;
12. das Schutzgebiet zu befahren oder im Schutzgebiet zu reiten;
13. Luftfahrzeuge aller Art zu starten oder zu landen;
1. für die ordnungsgemäße Ausübung der Jagd mit der Maßgabe, daß Futterstellen und Hochsitze nur dort aufgestellt werden, wo sie weder wertvolle Pflanzenstandorte noch das Landschaftsbild beeinträchtigen. Als Hochsitze sind nur einfach Ansitzleitern aus naturbelassenen Hölzern zulässig. Futterstellen sind hinsichtlich Anzahl und Umfang auf das zur Erfüllung der Hegepflicht erforderliche Ausmaß zu begrenzen;
2. für die ordnungsgemäße landwirtschaftliche Nutzung in der bisherigen Art und im bisherigen Umfang mit der Maßgabe, daß die Schafbeweidung nur in Hutehaltung und nicht vor dem 1. August jeden Jahres erfolgen darf.
(1) Ordnungswidrig im Sinne des § 64 Abs. 1 Nr. 2 NatSchG handelt, wer in dem Naturschutzgebiet vorsätzlich oder fahrlässig eine der nach § 4 und 5 Nr. 2 und 3 verbotenen Handlungen vornimmt.
(2) Ordnungswidrig im Sinne des § 33 Abs. 2 Nr. 4 des Landesjagdgesetzes handelt, wer in dem Naturschutzgebiet vorsätzlich oder fahrlässig entgegen § 5 Nr. 1 die Jagd ausübt.
(2) Gleichzeitig tritt die Verordnung des Landratsamtes Hechingen über das Landschaftsschutzgebiet »Oberes Starzeltal« und Zollerberg« vom 19. Dezember 1972 (Schwarzwälder Bote vorn 28. Dezember 1972) außer Kraft, soweit sie sich auf den Geltungsbereich dieser Verordnung bezieht.
Tübingen, den 7. Dezember 1987

References: § 64
 § 22
 § 2
 § 64
 § 4
 § 33
 § 5