Source: https://www.wko.at/service/kollektivvertrag/KV-ArbeitnehmerInnen-Telekom-2017.html
Timestamp: 2020-02-28 03:15:34+00:00

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Kollektivvertrag für ArbeitnehmerInnen in Telekom-Unternehmen gültig ab 1.1.2017 - WKO.at
Kollektivvertrag für ArbeitnehmerInnen in Telekom-Unternehmen gültig ab 1.1.2017
Tel.Nr. ++43 (0) 590 900-3173, Fax Nr. ++43 (0) 590 900-3178
Anlage 1 - Muster für einen Dienstzettel
Anlage 2 - Dienstzettel für Telearbeit
Anlage 3 – Liste der Tochterunternehmen
für die ArbeitnehmerInnen in Telekom-Unternehmen
abgeschlossen zwischen dem Fachverband der Telekommunikations- und Rundfunkunternehmungen, 1045 Wien, Wiedner Hauptstraße 63, einerseits und dem Österreichischen Gewerkschaftsbund, Gewerkschaft der Privatangestellten, 1034 Wien, Alfred Dallinger Platz 1, sowie der Gewerkschaft der Post- und Fernmeldebediensteten, 1010 Wien, Biberstraße 5, andererseits.
1. mobile öffentliche Telefondienste gemäß § 3 Z 16 TKG 2003, ausgenommen Call‑Shops,
2. öffentliche Telefondienste gemäß § 3 Z 16 TKG 2003 mittels eines selbst betriebenen festen Telekommunikationsnetzes und
3. öffentlich Mietleitungen gemäß § 3 Z 12 TKG 2003 mittels selbst betriebener fester Telekommunikationsnetze anbieten, und
4. für Rechtsträger, die über eine Zulassung einer terrestrischen Multiplex Plattform gemäß Audiovisuelle Mediendienstegesetz (AMD-G) verfügen,
5. sowie für ausgegliederte Tochterunternehmen von Unternehmen laut 1. bis 4., die überwiegend für das Mutterunternehmen Dienstleistungen erbringen, (siehe Erläuterung 1). Der Kollektivvertrag gilt jedenfalls für jene Tochterunternehmen, welche in der Anlage 3 aufgelistet sind.
c)persönlich: für alle ArbeitnehmerInnen der unter b) genannten Unternehmen.
Soweit in diesem Kollektivvertrag auf Gesetze verwiesen wird, sind diese in der jeweils gültigen Fassung anzuwenden.
a) für FerialpraktikantInnen, Ferialaushilfen (ausgenommen 2. Teil § 1 Abs. 7) und Volontäre/-innen;
FerialpraktikantInnen sind Studierende, die für die Dauer eines Semesters oder zum Zwecke einer beruflichen (technischen, kaufmännischen oder administrativen) Vor- oder Ausbil­dung entsprechend der öffentlichen Studienordnung vorübergehend beschäftigt werden.
Ferialaushilfen sind maximal 3 Monate zur technischen, kaufmännischen oder admi­nistrativen Aushilfe beschäftigte ArbeitnehmerInnen.
Volontäre/-innen sind Personen, die zum Zwecke einer beruflichen (technischen, kaufmänni­schen oder administrativen) Vor- oder Ausbildung beschäftigt werden, sofern dieser Um­stand bei der Einstellung ausdrücklich festgelegt worden ist und sie nicht länger als ein halbes Jahr in einer Firma beschäftigt werden.
(1) Der Kollektivvertrag tritt mit 1. Jänner 2017 in Kraft.
(2) Beide Vertragspartner können den Kollektivvertrag zur Gänze oder einzelne Para­graphen des Kollektivvertrages unter Einhaltung einer dreimonatigen Kündigungsfrist zu jedem Monatsletzten mittels eingeschriebenen Briefes kündigen.
(3) Während der Kündigungsfrist sollen Verhandlungen wegen Erneuerung bzw. Abände­rung des Kollektivvertrages geführt werden.
(2) Für die Arbeitszeit der ArbeitnehmerInnen unter 18 Jahren bzw. der Lehrlinge unter 19 Jahren gelten die Vorschriften des Bundesgesetzes über die Beschäftigung von Kindern und Jugendlichen (KJBG). Die zulässige Wochenarbeitszeit kann für diese ArbeitnehmerInnen entspre­chend § 11 Abs. 1 bis 3 KJBG so auf die einzelnen Werktage aufgeteilt werden, dass die täg­liche Arbeitszeit 9 Stunden und die durchschnittliche Wochenarbeitszeit innerhalb eines Zeit­raumes von 56 Wochen 40 Stunden nicht übersteigt.
(3) Der 24. Dezember und 31. Dezember gelten als arbeitsfrei. Bei notwendiger Tätigkeit an diesen Tagen gebührt die Feiertagsvergütung.
Durch Betriebsvereinbarung kann eine andere, gleichwertige Lösung vereinbart werden.
(4) Für alle anderen ArbeitnehmerInnen kann die zulässige Wochenarbeitszeit so auf die ein­zelnen Werktage aufgeteilt werden, dass die tägliche Normalarbeitszeit 9 Stunden und die durchschnittliche Wochenarbeitszeit innerhalb eines Zeitraumes von 56 Wochen 40 Stunden nicht übersteigt.
(5) Fällt in Verbindung mit Feiertagen die Arbeitszeit an Werktagen aus, um den Arbeit­nehmerInnen eine längere zusammenhängende Freizeit zu ermöglichen, so kann die ausfallende Normalarbeitszeit auf die Werktage von höchstens 26 zusammenhängenden, die Ausfallstage einschließenden Wochen verteilt werden, wobei die tägliche Normalarbeitszeit 10 Stunden nicht überschreiten darf. Durch Betriebsvereinbarung kann ein längerer Durchrechnungs­zeitraum festgelegt werden.
(6) Bei Arbeitsweise mit Schichtwechsel im Sinne des § 4a AZG darf die wöchentliche Normalarbeitszeit in einzelnen Wochen bis auf 56 Stunden ausgedehnt werden. Die tägliche Normalarbeitszeit darf bis auf 12 Stunden ausgedehnt werden, wenn dies mit einem Schicht­wechsel in Verbindung steht oder die arbeitsmedizinische Unbedenklichkeit bestätigt wurde und durch Betriebsvereinbarung eine entsprechende Regelung getroffen wird.
(7) Während des Durchrechnungszeitraumes ist der Verbrauch des Zeitguthabens einver­nehmlich im Vorhinein festzulegen. Andernfalls können ArbeitgeberIn und ArbeitnehmerIn den Verbrauchszeitpunkt für jeweils die Hälfte der Guthabenstunden einseitig bestimmen. Am Ende des Durchrechnungszeitraumes ist die Übertragung von maximal 40 Stunden Zeitguthaben in den nächsten Durchrechnungszeitraum möglich. Erfolgt auch dann der Zeitausgleich nicht, sind diese Zeitguthaben als Überstunden abzurechnen.
(10) Nach Beendigung der Tagesarbeitszeit ist eine ununterbrochene Ruhezeit von min­destens 11 Stunden zu gewähren. Die tägliche Ruhezeit darf auf 10 Stunden verkürzt werden, wenn diese Verkürzung innerhalb der nächsten 10 Kalendertage durch entsprechende Verlän­gerung einer anderen täglichen oder wöchentlichen Ruhezeit ausgeglichen wird. Die tägliche Ruhezeit darf auf 9 Stunden verkürzt werden, wenn neben dem Ausgleich innerhalb der nächsten 10 Kalendertage in ausreichendem Ausmaß Erholungsmöglichkeiten bestehen und der Verkürzung keine nachweisbaren arbeitsmedizinischen Bedenken entgegenstehen.
(12) Zum Aufbau längerer zusammenhängender Freizeit (Sabbatical) kann durch freiwillige Betriebsvereinbarung ein Durchrechnungszeitraum bis zu höchstens 3 Jahren mit unmittelbar anschließender Sabbaticalkonsumation vereinbart werden. Derartige Betriebs­vereinbarungen bedürfen zu ihrer Rechtswirksamkeit der Kenntnisnahme der Kollektivvertragspartner und sollen insbesondere nachfolgende Punkte regeln:
- Ausmaß der Vergütung der angesparten Stunden bei Rücktritt vom Sabbatical oder bei Auflösung des Dienstverhältnisses
- Sabbatical bei Überstundenpauschalbeziehern
Der Absatz 12 (Sabbatical) wird bis 31.12.2017 befristet.
Überstundenarbeit, Sonn-, Feiertags- und Nachtarbeit; Rufbereitschaft
(1) Als Überstunde gilt jede ausdrücklich angeordnete Arbeitsstunde, durch die das Aus­maß der unter Berücksichtigung der Bestimmungen des § 3 festgelegten täglichen Normal­arbeitszeit überschritten wird. Bei Teilzeitbeschäftigten liegen Überstunden erst vor, wenn das Ausmaß der für die vollbeschäftigten ArbeitnehmerInnen festgesetzten täglichen Normalarbeitszeit überschritten wird.
(2) Für Überstunden in der Zeit von 6 bis 22 Uhr gebührt ein Zuschlag von 50 Prozent. Für Überstunden in der Zeit von 22 bis 6 Uhr und für Überstunden an Sonn- und Feiertagen ge­bührt ein Zuschlag von 100 Prozent.
(3) Der/die Arbeitnehmer/in, der nach der für ihn geltenden Arbeitszeiteinteilung während der Zeit der Wochenendruhe beschäftigt wird, hat in jeder Kalenderwoche anstelle der Wochen­endruhe Anspruch auf eine ununterbrochene Ruhezeit von 36 Stunden (Wochenruhe). Die Wochenruhe hat einen ganzen Wochentag einzuschließen. Das Höchstmaß der jährlichen Wochenenddienste ist durch Betriebsvereinbarung festzulegen.
(4) Die Überstundengrundvergütung und die Grundlage für die Berechnung der Überstun­denzuschläge ist 1/173 des Monatsgehaltes.
(6) Wird aus Zweckmäßigkeitsgründen ein Überstundenpauschalentgelt bzw. eine All-In-Regelung vereinbart, so hat für die Berechnung der monatlichen Pauschalsummen der Grund­satz zu gelten, dass sie der durchschnittlich geleisteten Überstundenzahl entspricht, wobei die obigen Überstundenzuschläge ebenfalls einzurechnen sind.
(7) Für Überstunden kann jeweils vereinbart werden, dass der/die Arbeit­nehmer/in anstelle des Überstundenentgeltes für jede geleistete Überstunde bezahlte Freizeit im Ausmaß von 1 1/2 Stunden und für jede geleistete Nacht-, Sonntags- und Feiertagsüberstunde bezahlte Freizeit im Ausmaß von 2 Stunden erhält.
(8) Die Entlohnungen gemäß Abs. 1 bis 6 bzw. deren Abgeltung in bezahlter Freizeit ge­mäß Abs. 7 müssen binnen 4 Monaten nach dem Tage der Überstundenleistung geltend ge­macht werden, widrigenfalls der Anspruch erlischt. Im Falle einer Pauschalabgeltung von Überstunden oder einer Gleitzeitregelung tritt an die Stelle des Tages der in Betracht kommenden Arbeitsleistung das Ende des für die Ermittlung der durchschnittlichen Über­stundenanzahl maßgeblichen Durchrechnungszeitraumes.
(9) Sind regelmäßige Überstunden bei Bemessung des Urlaubsentgeltes mitzuberück­sichtigen, so gelten Überstunden dann als regelmäßig, wenn sie in mindestens 7 der letzten 12 Kalendermonate vor Auszahlung des Urlaubsentgeltes geleistet worden sind. Für die Ermittlung des Durchschnittes sind ebenfalls die letzten 12 Monate heranzuziehen.
(10) Fällt die normale Arbeitszeit aufgrund der im Betrieb festgelegten Arbeitszeiteinteilung regelmäßig zur Gänze oder zum Teil auf einen Sonntag, einen Feiertag oder in die Nachtzeit (22 bis 6 Uhr), so gebührt den zu dieser Arbeit herangezogenen ArbeitnehmerInnen ein Zuschlag in Höhe von € 3,40 pro geleisteter Stunde.
(11) Rufbereitschaft liegt vor, wenn der/die Arbeitnehmer/in sich verpflichtet, außerhalb seiner Normalarbeitszeit telefonisch erreichbar zu sein und über Aufforderung unverzüglich in den Betrieb zu kommen, um die Arbeit aufzunehmen.
Innerhalb eines Zeitraumes von drei Monaten darf nur an 30 Tagen Rufbereitschaft vereinbart werden. Das Pauschale für die Rufbereitschaft an Werktagen beträgt € 29,60 pro Tag. Das Pauschale für die Rufbereitschaft an Samstagen, Sonntagen und Feiertagen beträgt € 37,60 pro Tag.
(2) Dem/der Arbeitnehmer/in sind die durch eine Dienstreise oder einen Dienstweg entstehen­den Kosten gegen Vorlage entsprechender Belege zu ersetzen.
b) Bei Dienstreisen mit der Eisenbahn werden die Fahrtkosten der II. Klasse ersetzt, maximal aber die tatsächlich angefallenen Kosten. Liegt die ausdrückliche Bewilligung des/der Arbeitgebers/Arbeitgeberin zur Benützung der I. Klasse oder des Schlaf­wagens vor, so werden diese Kosten ersetzt.
b) Die Reiseaufwandsentschädigung wird bei Dienstreisen im Inland mit jenem Betrag fest­gesetzt, der gemäß § 26 EStG in der Fassung BGBl I Nr 111/2010 als steuerfrei anerkannt wird. Bei Auslandsdienstreisen, die einer ausdrücklichen Bewilligung des/der Arbeitgebers/Arbeitgeberin bedürfen, werden jene Tag- und Nächtigungsgelder festgesetzt, die der höchsten Gebührenstufe der Verordnung über die Festsetzung der Reisezulagen für Dienstverrichtungen im Ausland für Bundesbedienstete entsprechen.
c) Für Dienstreisen im Inland, die weniger als 3 Stunden an einem Kalendertag dauern, ge­bührt kein Taggeld. Bei Dienstreisen, die keinen vollen Kalendertag dauern sowie für den Tag des Antritts und den Tag der Beendigung einer mehrtägigen Dienstreise beträgt das Taggeld für jede angefangene Stunde ein Zwölftel des oben angeführten Satzes nach Maßgabe der Reisedauer am betreffenden Tag.
e) Eine Reiseaufwandsentschädigung entfällt bei Entsendung des/der Arbeitnehmers/Arbeitnehmerin zu Veran­staltungen (z.B. Seminaren, Kursen, Tagungen, Meetings etc.), sofern die Kosten der Teilnahme an diesen Ver­anstaltungen vom/von der Arbeitgeber/in getragen werden.
(1) Der/die Arbeitnehmer/in behält nach § 8 Abs. 3 Angestelltengesetz den Anspruch auf das Entgelt, wenn er durch andere wichtige, seine Person betreffende Gründe ohne sein Ver­schulden während einer verhältnismäßig kurzen Zeit an der Leistung seiner Dienste verhindert wird.
(2) Bei angezeigtem und nachträglich nachgewiesenem Eintritt nachstehender Familien­angelegenheiten ist - ergänzend zu (1) - jedem/jeder Arbeitnehmer/in eine Freizeit ohne Schmälerung seines monatlichen Entgeltes, im unmittelbaren Zusammenhang mit dem Ereignis, in folgen­dem Ausmaße zu gewähren:
a)... beim Tode des Ehegatten(gattin)..................................................................... 3 Arbeitstage
b)... beim Tode des Lebensgefährten (Lebensgefährtin), wenn er (sie) mit
...... dem/der Arbeitnehmer/in im gemeinsamen Haushalt lebte............................. 3 Arbeitstage
c)... beim Tode eines Elternteiles............................................................................ 3 Arbeitstage
d)... beim Tode eines Kindes, das im gemeinsamen Haushalt lebt........................ 3 Arbeitstage
e) beim Tode von Kindern, die nicht im gemeinsamen Haushalt leben, sowie von Geschwistern, Schwiegereltern und Großeltern......................................................................................................... 1 Arbeitstag
f).... bei eigener Eheschließung............................................................................... 3 Arbeitstage
g)... bei Wohnungswechsel im Falle eines bereits bestehenden eigenen
...... Haushaltes oder im Falle der Gründung eines eigenen Haushaltes................ 2 Arbeitstage
h)... bei Eheschließung von Geschwistern oder Kindern........................................ 1 Arbeitstag
i).... bei Niederkunft der Ehefrau bzw. der Lebensgefährtin.................................... 2 Arbeitstage
3. Dienstjahr............................................................................................... 2 Monatsentgelte
5. Dienstjahr............................................................................................... 3 Monatsentgelte
10. Dienstjahr............................................................................................... 4 Monatsentgelte
15. Dienstjahr............................................................................................... 6 Monatsentgelte
20. Dienstjahr............................................................................................... 9 Monatsentgelte
25. Dienstjahr............................................................................................ 12 Monatsentgelte
a)... bei verschuldeter Entlassung;
b)... bei vorzeitigem Austritt ohne wichtigen Grund;
c)... bei Kündigung durch den/die Arbeitnehmer/in, mit Ausnahme bei Erreichung des pensions­fähigen Alters oder der Berufsunfähigkeit im Sinne des Angestelltengesetzes.
Bei ProvisionsbezieherInnen, die außer der Provision ein Monatsgehalt (Fixum) beziehen, wird der Berechnung von Weihnachtsremuneration und Urlaubszuschuss das Fixum zugrunde gelegt.
ProvisionsbezieherInnen, mit denen nur Provision vereinbart ist, haben nur insoweit Anspruch, als ihr Jahresbezug geringer ist als das Vierzehnfache des ihnen gebührenden kollektivvertraglichen Mindestgrundgehaltes.
(3) Die Weihnachtsremuneration ist spätestens am 1. Dezember eines jeden Kalender­jahres auszubezahlen.
(4) Den während des Kalenderjahres eintretenden oder austretenden ArbeitnehmerInnen (Lehrlingen) gebührt der aliquote Teil von Weihnachtsremuneration und Urlaubszuschuss ent­sprechend der im Kalenderjahr zurückgelegten Dienstzeit.
(5) Für Angestellte, die während des Kalenderjahres von einer Vollbeschäftigung in eine Teilzeitbeschäftigung oder umgekehrt übertreten, setzt sich das 13. und 14. Monatsgehalt jeweils aus dem der Dienstzeit im Kalenderjahr entsprechenden Teil des 13. und 14. Monats­gehaltes vor dem Übertritt und dem entsprechenden Teil nach dem Übertritt (Auszahlungs­monat) zusammen.
Der/die Arbeitgeber/in hat Anspruch auf Anbietung einer von einem/einer Arbeitnehmer/in während des Bestandes des Dienstverhältnisses gemachten Diensterfindung im Sinne des § 7 (3) des österreichischen Patentgesetzes. Er muss dazu innerhalb einer Frist von vier Monaten vom Tag der Anbietung an Stellung nehmen und erklären, ob er sie für sich in Anspruch nehmen will; bis zur Anmeldung der Patentrechte ist der/die Arbeitgeber/in zur absoluten Geheimhaltung der Erfindung verpflichtet. Er hat im Falle der Inanspruchnahme die im Gesetz vorgesehene Ent­schädigung an den/die ErfinderIn zu entrichten und alle auflaufenden Patentgebühren zu bezahlen. Auf Verlangen des/der Arbeitnehmers/Arbeitnehmerin muss dieser als ErfinderIn bei der Eintragung in das Patent­register genannt werden, auch dann, wenn der/die Arbeitgeber/in als AnmelderIn erscheint. Im Übri­gen gelten die Bestimmungen des österreichischen Patentgesetzes und die gemäß diesem Gesetz getroffenen Einzelvereinbarungen.
Information bei befristeten Dienstverhältnissen
(1) Die Absicht, ein mit Enddatum befristetes Dienstverhältnis nicht über den Endzeitpunkt fortzusetzen, ist dem/der Arbeitnehmer/in spätestens 2 Wochen vor Fristablauf mitzuteilen.
Diese Verpflichtung entfällt, wenn der/die Arbeitnehmer/in erklärt, dieses Dienstverhältnis nicht fort­setzen zu wollen oder von vornherein Klarheit darüber besteht, dass eine Verlängerung des befristeten Dienstverhältnisses nicht beabsichtigt ist.
(2) Erfolgt die Mitteilung nicht oder verspätet, ist bei Befristungen von mehr als 3-mona­tiger Dauer (einschließlich eines allfälligen Probemonats) das auf den Zeitraum von 3 Tagen entfallende Entgelt über das mit Fristablauf beendete Dienstverhältnis hinaus als Ersatz für nicht konsumierte Freizeit für Postensuchtage zu bezahlen.
(2) Der Anspruch besteht nur für Bildungsveranstaltungen, die das persönliche Fort­kommen fördern und Kenntnisse oder Fertigkeiten vermitteln, die innerhalb der Tätigkeits­bereiche des/der Arbeitnehmers/Arbeitnehmerin und der Unternehmen, für die dieser Kollektivvertrag gilt oder die mit diesen in konzernartiger Verbindung stehen, angewendet werden können. Innerbetrieblichen Bildungsveran­staltungen ist Vorrang zu geben.
Im Unternehmen geplante und absolvierte Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen sind anzu­rechnen.
(3) Bei erfolgreicher Absolvierung einer nebenberuflichen Ausbildung im Sinne eines Schul- oder Fachhochschul-/Hochschul-/Universitätsabschlusses ist die in die jeweilige Normalarbeitszeit des/der Arbeitnehmers/Arbeitnehmerin fallende Zeit für die End- bzw. Abschlussprüfungen durch Nachweis des erfolgreichen Abschlusses in eine bezahlte Dienstfreistellung (Bildungsfreistellung) umzuwandeln.
(1) Telearbeit liegt vor, wenn der Arbeitsplatz eines/einer Arbeitnehmers/Arbeitnehmerin in eine außerbetrieb­liche Arbeitsstätte, insbesondere die Wohnung, verlegt wird und die Verwendung neuer Kommunikationstechnologie für die Tätigkeit an der außerbetrieblichen Arbeitsstätte bestim­mend ist. Telearbeit ist nur im Einvernehmen zwischen dem/der Arbeitgeber/in und dem/der Arbeit­nehmer/in möglich.
(2) Für die Telearbeit ist eine ausdrückliche Vereinbarung zwischen ArbeitgeberIn und ArbeitnehmerIn zu treffen, die schriftlich (Vertrag oder Dienstzettel) fest zu halten ist. Über die Bedingungen der Telearbeit können Betriebsvereinbarungen abgeschlossen werden. Insoweit keine Betriebsvereinbarung besteht, sind Vereinbarungen insbesondere über Arbeitsstätte, Arbeitszeit, Arbeitsmittel, allfällige Aufwandserstattungen, Haftungsregelungen, über den Kontakt zum Betrieb und eine Beendigung der Telearbeit zu treffen.
Der von den Kollektivvertragspartnern ausgearbeitete Dienstzettel ist anzuwenden (siehe Anlage 2).
Jeder/Jede Arbeitnehmer/in erhält nach 10 Jahren Betriebszugehörigkeit einmalig einen zusätzlichen Urlaubstag. Nach 15 Jahren und nach 20 Jahren Betriebszugehörigkeit gebühren je einmalig zwei zusätzliche Urlaubstage. Der Anspruch auf diese zusätzlichen Urlaubstage besteht nur in den jeweiligen Jubiläumsjahren. Der Zusatzurlaub gemäß § 14a bleibt bei der Bemessung unberücksichtigt. Karenzzeiten, sowie Präsenzdienstzeiten werden nicht angerechnet. Stichtag für das in Kraft treten ist der 01.01.2015. Günstigere innerbetriebliche Regelungen bleiben aufrecht.
Sondervereinbarungen, Günstigkeitsklausel
Die Bestimmungen dieses Kollektivvertrages können, soweit sie die Rechtsverhältnisse zwischen ArbeitgeberIn und ArbeitnehmerIn regeln, durch Betriebsvereinbarung oder Arbeits­vertrag weder aufgehoben noch beschränkt werden. Sondervereinbarungen sind nur gültig, soweit sie für den/die Arbeitnehmer/in günstiger sind oder Angelegenheiten betreffen, die im Kollek­tivvertrag nicht geregelt sind. Bestehende, für die ArbeitnehmerInnen günstigere Vereinbarungen bleiben unberührt.
Mit der Beilegung von Gesamtstreitigkeiten, die sich aus der Auslegung dieses Kollektiv­vertrages oder aus der Einführung des neuen Mindestgrundgehaltsschemas mit 1.1.2001 ergeben, hat sich vor Anrufung des Bundeseinigungsamtes oder des Arbeits- und Sozial­gerichtes ein paritätisch aus je drei Vertretern der vertragschließenden Organisationen (Fachverband der Telekommunikations- und Rundfunkunternehmungen, ÖGB) zusammen­gesetzter Ausschuss zu befassen, dessen Mitglieder tunlichst dem Kreise der an den Ver­handlungen über diesen Kollektivvertrag Beteiligten zu entnehmen sind.
2. Teil: GEHALTSRECHTLICHER TEIL
Verwendungsgruppen und Mindestgrundgehälter
(4) Der/die Arbeitnehmer/in ist darüber hinaus in eine Qualifikationsstufe einzuordnen.
Die Qualifikationsstufen werden in Grundstufe, Fachstufe und Expertenstufe eingeteilt.
(5) Die Einreihung in die Verwendungsgruppe und Qualifikationsstufe wird von der Firmenleitung dem 2. Teil dieses Kollektivvertrages entsprechend vorgenommen. Falls in einem Betrieb ein Betriebsrat gewählt ist, ist die Einreihung in die Verwendungsgruppe und Qualifikationsstufe unter seiner Mitwirkung vorzunehmen. Die Einreihung in die Verwendungsgruppe, die Qualifikationsstufe und die Höhe des Gehaltes sowie alle weiterhin eintretenden Veränderungen sind dem/der Arbeitnehmer/in mittels Dienstzettel unmittelbar bekanntzugeben (sh. Empfehlung im Anhang).
(6) Nachgewiesene tätigkeitsspezifische Vordienstzeiten entsprechend der jeweiligen Verwendungsgruppe sind bei der Einreihung in die Qualifikationsstufe anzurechnen. Für die Anrechnung derartiger Vordienstzeiten ist es ohne Belang, ob diese bei einem oder verschie­denen DienstgeberInnen erbracht wurden.
Bei DienstgeberInnen im Ausland verbrachte Vordienstzeiten sind bei geeignetem – erforder­lichenfalls übersetztem – Nachweis unter denselben Voraussetzungen anzurechnen wie die im Inland zurückgelegten Vordienstzeiten.
(7) Ferialaushilfen mit abgelegter Matura sind unge­achtet der Art der ausgeübten Tätigkeit in die Verwendungsgruppe 1 einzureihen.
Ferialaushilfen ohne abgelegter Matura sind ungeachtet der Art der ausgeübten Tätigkeit wie Lehrlinge im 2. Lehrjahr zu entlohnen.
(8) Der/die Arbeitnehmer/in kann jährlich vom/von der Arbeitgeber/in die Überprüfung seiner Einstufung in die Verwendungsgruppe und Qualifikationsstufe verlangen (zB im Rahmen eines Mitarbeitergespräches). Kommt es diesbezüglich zu keinem Einvernehmen, ist dies vom/von der Arbeitgeber/in entsprechend zu begründen. Der Betriebsrat ist auf Verlangen des/der Arbeitnehmers/Arbeitnehmerin hinzuzuziehen.
Der Bezug kann aus fixen und variablen Bestandteilen bestehen. Der variable Bestandteil (z.B. Provisionen) muss jedoch so bemessen sein, dass er zusammen mit dem fixen Be­standteil das Mindestgrundgehalt erreicht.
a)... das Gehalt,
b)... der Verrechnungsmonat,
c)... Überstunden,
d)... allfällige Zulagen,
e)... Sonderzahlungen,
f).... Abzüge und deren Bemessungsgrundlage,
g)... Aufschlüsselung der verwendeten Abkürzungen und Codenummern.
(2) Bei Eintritt und Ausscheiden eines/einer Arbeitnehmers/Arbeitnehmerin während eines Monates ist zur Er­mittlung des aliquoten Gehaltsteiles das für den betreffenden Monat gebührende Bruttomonatsgehalt durch 30 zu dividieren und das Resultat mit der Anzahl der Kalendertage zu multiplizieren.
Kollektivvertragliche Mindestgrundgehälter für teilzeitbeschäftigte ArbeitnehmerInnen
Kaufmännische und administrative ArbeitnehmerInnen:
z.B.: Hilfskräfte in Büro, Werkstätte, Registratur, Magazin, Lager, Versand;
Die Grundstufe der Verwendungsgruppe 2 gilt als Einstiegsstufe während der Ausbildungszeit von maximal 18 Monaten. Sollten tätigkeits- und telekommunikationsspezifische Vordienstzeiten im Ausmaß von mindesten 24 Monaten vorliegen, erfolgt nach einer Einarbeitungszeit von 12 Monaten eine Vorrückung von der Grundstufe der Verwendungsgruppe 2 in die Grundstufe der Verwendungsgruppe 3.
Werden während der Ausbildungs- oder Einarbeitungszeit Zusatzfunktionen übernommen (z.B.: „Lead-Verkäufer“, Profi-Consultants oder Shop Manager Assistants), sind die ArbeitnehmerInnen im Folgemonat in die Grundstufe der Verwendungsgruppe 3 einzustufen.
z.B.: TelefonistInnen mit einfacher Auskunftserteilung;
Qualifizierte Hilfskräfte in Büro (z.B.: Schreibkräfte, FakturistInnen mit einfacher Verrechnung);
Qualifizierte Hilfskräfte in Lager, Versand, Vertrieb, Einkauf, Logistik, Marketing, Rechtsabteilung, Stabstellen sowie im technischen und EDV-Bereich;
Tätigkeiten in der Datenerfassung zur Eingabe bzw. Übertragung von Daten auf Daten­träger, einschließlich der Prüfung der eingegebenen Daten.
In die Grundstufe der Verwendungsgruppe 3 sind ArbeitnehmerInnen nach der Ausbildungs- oder Einarbeitungszeit für die Dauer von höchstens 24 Monaten einzustufen. Im Anschluss daran werden ArbeitnehmerInnen für höchstens 60 Monate in die Fachstufe der Verwendungsgruppe 3 eingestuft.
z.B.: ÜbersetzerInnen,
ArbeitnehmerInnen im Marketing, Vertrieb, Einkauf, Logistik, Rechtsabteilung, Stabstellen sowie Customer Service ohne Kundenkontakt..
Technische ArbeitnehmerInnen:
z.B.: HaustechnikerInnen.
ArbeitnehmerInnen (AdministratorInnen) in der Netzwerk- und Datenbanküberwachung;
System- und ProdukttechnikerInnen;
Für ArbeitnehmerInnen des Customer Service und in Verkaufsstellen (z.B.: Shops), gilt Folgendes:
z.B.: StellvertreterInnen von ArbeitnehmerInnen der Verwendungsgruppe 5.
Nachstehende Beispiele gelten für BerufseinsteigerInnen nach Abschluss einer berufs- bzw. fach­einschlägigen Universität oder einer Fachhochschule, längstens jedoch für die Dauer von 3 Jahren, für BerufseinsteigerInnen nach Abschluss eines berufs- und facheinschlägigen Bachelor Studiums längstens für die Dauer von 5 Jahren:
ArbeitnehmerInnen im Bereich der technischen Planung, Betrieb, Errichtung und Wartung der Netz­komponenten.
z.B.: StellvertreterInnen von ArbeitnehmerInnen der Verwendungsgruppe 6;
z.B.: ProgrammiererInnen;
ArbeitnehmerInnen im Bereich der technischen Planung, Errichtung, Betrieb und Wartung der Netz­komponenten;
Fachlaufbahn: ArbeitnehmerInnen, die aufgrund ihrer umfangreichen und überdurchschnitt­lichen fachlichen Expertise strategisch wichtige Tätigkeiten selbständig und eigenverantwortlich ausführen. Diese ArbeitnehmerInnen sind im Rahmen dieser Tätigkeiten letztverantwortlich im Unternehmen und tragen dafür Budgetverantwortung.
Führungskräfte in Customer Service und in Verkaufsstellen, die wiederum selbst mindestens 3 Führungskräfte führen (z.B.: Gebietsleiter, Regionalverkaufsleiter, Gruppenleiter). Während einer Einarbeitungszeit von 6 Monaten kann das kollektivvertragliche Mindestgrundgehalt um bis zu 10% unterschritten werden.
z.B.: ArbeitnehmerInnen im Rechnungswesen und Controlling;
z.B.: SpezialistInnen im Sinne obiger Tätigkeitsmerkmale, insbesondere
ArbeitnehmerInnen im Bereich der technischen Planung, Errichtung und Wartung der Netzkomponenten
ArbeitnehmerInnen mit umfassenden Kenntnissen und Erfahrungen in leitenden, das Unter­nehmen in ihrem Wirkungsbereich entscheidend beeinflussenden Stellungen.
Aus niedrigeren Verwendungsgruppen umgereihte ArbeitnehmerInnen bis zu maximal 1 Jahr bei gleichbleibenden Tätigkeiten (Ausnahme siehe 2. Teil § 5 für Customer Service und Verkaufsstellen mit erheblichem Kundenkontakt).
Aus niedrigeren Verwendungsgruppen umgereihte ArbeitnehmerInnen nach spätestens 1 Jahr (Ausnahme siehe 2. Teil § 5 für Customer Service und Verkaufsstellen mit erheblichem Kundenkontakt),
b) Teilnahme bzw. erfolgreiche Absolvierung inner- und außerbetrieblicher Weiter­bildungsmaßnahmen zur Tätigkeitsfestigung bzw. –erweiterung (Ausnahme siehe 2. Teil § 5 für Customer Service und Verkaufsstellen mit erheblichem Kundenkontakt),
In die Expertenstufe sind ArbeitnehmerInnen einzustufen, welche die entsprechende Anzahl nach­stehender Kriterien erfüllen:
Verwendungsgruppe 1 und 2 2 Kriterien
Verwendungsgruppe 3 und 4 3 Kriterien
Verwendungsgruppe 5 bis 7 4 Kriterien
a)Innovation/Verbesserungsvorschläge: aktive Gestaltung und Optimierung von Arbeitsabläufen, soweit nicht Teil der Tätigkeit, ohne Notwendigkeit von abteilungsübergreifenden Tätigkeiten
Vorgangsweise bei Vorrückungen und Umreihungen
(2) Erfolgt eine Umreihung in eine höhere Verwendungsgruppe aus einer Grundstufe, so gebührt das Mindestgrundgehalt der höheren Grundstufe mit 1. des Umreihungsmonats.
Erfolgt eine Umreihung in eine höhere Verwendungsgruppe aus einer Fachstufe, so gebührt das Mindestgrundgehalt der Grundstufe der höheren Verwendungsgruppe mit 1. des Um­reihungsmonats.
Erfolgt eine Umreihung in eine höhere Verwendungsgruppe aus einer Expertenstufe, so ge­bührt das Mindestgrundgehalt der Fachstufe der höheren Verwendungsgruppe mit 1. des Umreihungsmonats.
(3) Bei ArbeitnehmerInnen in Customer Service und in Verkaufsstellen (z.B.: Shops), welche aus der Grundstufe der Verwendungsgruppe 3 in die Fachstufe der Ver­wendungsgruppe 3 umgereiht werden, beträgt die maximale Verweildauer 60 Monate. Danach sind diese ArbeitnehmerInnen in die Expertenstufe der Verwendungsgruppe 3 umzustufen.
(5) Für zum 31.12.2009 bestehende Arbeitsverhältnisse mit ArbeitnehmerInnen in Customer Service (Call-Center/Help-Desk), welche nach erfolgter Einarbeitungs- bzw. Ausbildungszeit von maximal 6 Monaten in der Grundstufe der Verwendungsgruppe 2 in die Grundstufe der Verwendungsgruppe 3 umgereiht werden, bzw. ArbeitnehmerInnen in Verkaufsstellen in der Grundstufe der Verwendungsgruppe 3 beträgt die maximale Verweildauer unter Anrechnung der Einarbeitungs- bzw. Ausbildungszeit 3 Jahre. In diesem Fall erfolgt keine automatische Vorrückung in die Expertenstufe.
Für alle anderen zum 31.12.2009 bestehenden Arbeitsverhältnisse, auf welche die ab 1.1.2010 geltenden Bestimmungen des 2. Teils § 5 anwendbar sind, darf es zu keiner verschlechternden Umstufung kommen.
MINDESTGRUNDGEHALTSTABELLE im Sinne 2. TEIL § 1
Qualfikationsstufen 1 2 3 4 5 6 7
Grundstufe € 1.438,24 1.725,26 1.984,95 2.304,56 2.747,17 3.530,43 4.491,35
Fachstufe € 1.575,96 1.890,32 2.178,39 2.539,00 3.022,63 3.898,39 4.970,77
Expertenstufe € 1.752,60 2.100,59 2.431,77 2.841,80 3.382,18 4.363,10 5.563,73
Die monatliche Lehrlingsentschädigung für Lehrlinge beträgt ab 1. Jänner 2017
Im 1. Lehrjahr € 534,15
Im 2. Lehrjahr € 725,07
Im 3. Lehrjahr € 913,95
Im 4. Lehrjahr € 1.226,72
(1) Alle ArbeitnehmerInnen, die dem Geltungsbereich dieses Kollektivvertrages unterliegen, sind bis spätestens 30.6.2001 den Verwendungsgruppen und Qualifikationsstufen unter Berück­sichtigung der Anrechnungsbestimmungen zuzuordnen.
Während des Zeitraums der Übergangsbestimmungen dürfen Verfallsfristen nicht eingewendet werden.
(2) Soweit das neue Mindestgrundgehalt niedriger ist als das Mindestgrundgehalt des Verwendungsgruppenschemas „alt“, wird dieses individuelle Mindestgrundgehalt "alt" wie folgt abgesichert: Das individuelle Mindestgrundgehalt darf jenen Betrag nicht unterschreiten, der sich aus dem jeweiligen Mindestgrundgehalt „alt“ ergibt. Das individuelle Mindestgrundgehalt bleibt solange abgesichert, bis die entsprechende Mindestgrundgehaltsposition „neu“ diesem Betrag entspricht.
(3) Durch den Umstieg und die dementsprechende Einstufung in das Verwendungsgruppenschema „neu“ bleiben die IST-Gehälter unberührt, soweit die neuen Mindestgrund­gehälter bzw. Mindestgrundgehaltsabsicherungen nicht unterschritten werden.
(1) Das tatsächliche Monatsgehalt - IST-Bezug (bei Provisionsbeziehern das Fixum) - der ArbeitnehmerInnen wird mit Wirkung ab 1. Jänner 2017 um 1,45 %, maximal jedoch um € 72,50 erhöht. Anspruchsberechtigt sind ArbeitnehmerInnen, die am 31.12.2016 in einem aktiven Dienstverhältnis stehen. Für Teilzeitbeschäftigte erfolgt eine entsprechende Aliquotierung.
(2) Berechnungsgrundlage für diese Erhöhung ist das Dezembergehalt 2016.
„fachlich: für alle Mitgliedsbetriebe des Fachverbandes der Telekommunikations- und Rundfunkunternehmungen, die konzessionspflichtige Dienste gemäß § 14 Telekom-Gesetz[1] erbringen sowie für ausgegliederte Tochterunternehmen, die überwiegend für das Mutterunternehmen Dienstleistungen erbringen.“
Durch das Bundesgesetz, mit dem ein Telekommunikationsgesetz erlassen wird (in der Folge TKG 2003) und das Bundesgesetz über die Verkehrsarbeits-Inspektion und das KommAustria-Gesetz geändert werden; BGBl I 2003/70 tritt das Telekommunikationsgesetz 1997, BGBl I 1997/134 idF BGBl I 2002/134 außer Kraft. Durch das TKG 2003 wird daher auch die bisher geltende Konzessionspflicht gemäß § 14 TKG 1997 abgeschafft und durch eine Anzeigepflicht für die beabsichtigte Bereitstellung von öffentlichen Kommunikationsdiensten und -netzen ersetzt.
[1] § 14 (1) Einer Konzession bedarf das Erbringen des mobilen Sprachtelefondienstes und anderer öffent-licher Mobilfunkdienste mittels selbstbetriebener Mobilkommunikationsnetze nach Maßgabe des § 20 TKG.
1. öffentlicher Sprachtelefondienst mittels eines selbstbetriebenen festen Telekommunikationsnetzes
Wolfgang KATZIAN e.h.
Alois BACHMAIER
Wirtschaftsbereich Kommunikation
geboren am....................................... Staatsbürgerschaft:.........................................................
II. Beginn des Dienstverhältnisses.................................................................................................
Das Dienstverhältnis ist unbefristet/bis.....................befristet (Nichtzutreffendes streichen!).
III. Für das Dienstverhältnis findet der Kollektivvertrag für ArbeitnehmerInnen von Telekomunter­nehmen, in seiner jeweils geltenden Fassung, Anwendung sowie alle zwischen Firmenlei­tung und Betriebsrat abgeschlossenen Betriebsvereinbarungen in der jeweils geltenden Fassung.
IV. Für die Kündigung des Dienstverhältnisses gelten die Bestimmungen des Angestelltenge­setzes/der Gewerbeordnung (Nichtzutreffendes streichen!).
V. Dienstort:....................................................................................................................................
Kollektivvertragliches Mindestgrundgehalt:
€ ......................................... ........ mal jährlich zahlbar.
Darüber hinaus hat der/die Arbeitnehmer/in Anspruch auf folgende Entgeltbestandteile:
1. Zulagen (pro Monat ......................... ........ mal jährlich zahlbar):
2. Überstundenpauschale: € ......................................
(pro Monat ......................... ........ mal jährlich zahlbar für ............. Überstunden).
3. Provision/Prämie:...................................................................................................................
Der/die Arbeitnehmer/in hat Anspruch auf Einbeziehung dieser Provision/Prämie in die Bemessungsgrundlage für die Berechnung der Sonderzahlungen.
Der Urlaubsanspruch beträgt pro Dienstjahr ................................ Werktage/Arbeitstage, ab dem ............ Dienstjahr ............. Werktage/Arbeitstage.
Die regelmäßige wöchentliche Arbeitszeit beträgt .......................... Stunden.
X. Der/die Arbeitnehmer/in hat Anspruch auf Ausfolgung einer Kopie aller für ihn/sie geltenden Betriebsvereinbarungen.
Diese liegen ............................................................................ zur Einsichtnahme auf.
XI. Folgende Zeugnisse wurden zwecks Anrechnung von Vordienstzeiten gemäß 2. Teil § 1 des Kollektivvertrages fristgerecht vorgelegt:
XII. Mitarbeitervorsorgekasse des/der Arbeitnehmers/Arbeitnehmerin nach dem BMVG (Name und Adresse):
............................................., am ........................................
gemäß § 13 des Kollektivvertrages für ArbeitnehmerInnen in Telekom-Unternehmen
Zwischen der Firma ...................................................................................... (ArbeitgeberIn) und Herrn/Frau .................................................................... (ArbeitnehmerIn) wird Telearbeit an einer außerbetrieblichen Arbeitsstätte im Sinne des § 14 des Kollektivvertrages vereinbart.
Ort der außerbetrieblichen Arbeitsstätte: .......................................................
b) Abweichend von der betrieblichen Normalarbeitszeit wird folgende Lage der Normal­arbeitszeit vereinbart: ....................................................................
c) Abweichende Vereinbarung über die Erbringung der Normalarbeitszeit: ............................
Anmerkung: Selbstbestimmte Normalarbeitszeit kann vereinbart werden, wenn der tägliche Rahmen der Normalarbeitszeit, die Dauer und das Höchstausmaß von Über­tragungsmöglichkeiten und die Dauer und Lage der fiktiven Normalarbeitszeit ge­regelt sind und im Übrigen die arbeitszeitgesetzlichen Bestimmungen eingehalten werden.
Alle geleisteten Arbeitszeiten sind vom/von der Arbeitnehmer/in aufzuzeichnen, so weit die Arbeitszeit vom/von der Arbeitnehmer/in bestimmt wird. Privat bedingte Unterbrechungen der Arbeitszeit sind dabei fest zu halten. Der/die Arbeitnehmer/in hat die Aufzeichnungen unmittelbar nach dem Monatsletzten vorzulegen.
Folgende Tätigkeiten werden in Telearbeit verrichtet: ...............................................................
Folgende für die Arbeitsleistung notwendige dem ergonomischen und sicherheitstechnischen Standard entsprechende Arbeitsmittel werden vom/von der Arbeitgeber/in für die Zeit der Tätigkeit an der außerbetrieblichen Arbeitsstätte zur Verfügung gestellt: ......................................................
Diese Arbeitsmittel werden vom/von der Arbeitgeber/in installiert und gewartet.
Der/die Arbeitnehmer/in ist verpflichtet, diese Arbeitsmittel nur im Rahmen der vereinbarten Tele­arbeit zu benutzen und die Benützung durch Dritte auszuschließen.
Die zur Verfügung gestellten Arbeitsmittel sind bei Beendigung der Telearbeit bzw. über Auf­forderung des/der Arbeitgebers/Arbeitgeberin dem/der Arbeitgeber/in unverzüglich zurückzustellen bzw. ihm zu ermög­lichen, die Arbeitsmittel zu übernehmen.
a) Folgende durch die außerbetriebliche Arbeitsstätte erforderlichen Aufwendungen werden dem Angestellten erstattet: .........................................................................................................
b) Der Aufwandsersatz wird wie folgt pauschaliert: ..................................................................
Für Schäden, die der/die Arbeitnehmer/in dem/der Arbeitgeber/in im Zusammenhang mit dem Betrieb der außerbetrieblichen Arbeitsstätte zufügt, haftet er nach den Bestimmungen des Dienstnehmerhaftpflichtgesetzes.
Dies gilt auch für die im gemeinsamen Haushalt mit dem/der Arbeitnehmer/in lebenden Personen.
Der/die Arbeitgeber/in ist verpflichtet, den TelearbeitnehmerInnen hinsichtlich Aus- und Weiterbildungsangebot die betrieblichen Informationen zukommen zu lassen. Der/die Arbeitgeber/in ist darüber hinaus verpflichtet, die ArbeitnehmerInnen an einem vorhandenen, gemeinsamen betrieblichen Informationssystem teilnehmen zu lassen.
Beendigungsmöglichkeit der Telearbeit (gilt nur in Fällen, in denen die Telearbeit während eines aufrechten Angestelltenverhältnisses im Betrieb vereinbart wird und der/die Arbeitnehmer/in die Räumlichkeit für die außerbetriebliche Arbeitsstätte zur Verfügung stellt):
Die Telearbeit kann bei Weiterbestand des Dienstverhältnisses von beiden Seiten unter Ein­haltung einer dreimonatigen Ankündigungsfrist eingestellt werden. Aus wichtigen Gründen, wie Verlust der Wohnung vor diesem Zeitpunkt, verkürzt sich die Ankündigungsfrist entsprechend.
Sonstige Vereinbarungen: ........................................................................................................
Ein Dienstzettel ist nur insoweit notwendig, als die obigen Gegenstände nicht durch Betriebs­vereinbarung geregelt sind. Der Dienstzettel kann daher überhaupt entfallen oder entspre­chend verkürzt werden.
Liste der Tochterunternehmen, für die jedenfalls der Kollektivvertrag für die ArbeitnehmerInnen in Telekom-Unternehmen gilt:
simpli services GmbH (FN 276729 f)
simpli services GmbH & Co KG (FN 384789 t)
Gehaltstafel für ArbeitnehmerInnen in Telekom-Unternehmen gültig ab 1.1.2017	PDF
Information zum Kollektivvertragsabschluss für ArbeitnehmerInnen in Telekom-Unternehmen gültig ab 1.1.2017	PDF

References: § 3
 § 3
 § 3
 § 1
 § 11
 § 4
 § 3
 § 26
 § 8
 § 7
 § 14
 § 5
 § 5
 § 5
 § 5
 § 1
 § 14
 § 14
 § 14
 § 20
 § 1
 § 13
 § 14