Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=NStZ-RR%202010,%20359
Timestamp: 2020-02-28 13:15:03+00:00

Document:
Rechtsprechung: NStZ-RR 2010, 359 - dejure.org
Weitere Entscheidung unten: OLG Koblenz, 16.07.2010
https://dejure.org/2010,5054
OLG Frankfurt, 17.06.2010 - 2 Ws 134/09 (https://dejure.org/2010,5054)
OLG Frankfurt, Entscheidung vom 17.06.2010 - 2 Ws 134/09 (https://dejure.org/2010,5054)
OLG Frankfurt, Entscheidung vom 17. Juni 2010 - 2 Ws 134/09 (https://dejure.org/2010,5054)
Tipp: Um den Kurzlink (hier: https://dejure.org/2010,5054) schnell in die Zwischenablage zu kopieren, können Sie die Tastenkombination Alt + R verwenden - auch ohne diesen Bereich zu öffnen.
Prognosegutachten, Kostentragungspflicht, Verjährung
Verpflichtung zur Erstattung der Kosten für kriminalprognostische Gutachten bzgl. eines Verfahrens auf Aussetzung des Strafrestes bei zeitiger Freiheitstrafe durch den Verurteilten; Absehen von einer Kostentragungspflicht aus Billigkeitserwägungen bei positiver Prognose ...
LG Kassel, 11.05.2009 - 3 KLs 8841 Js 26853/01
NStZ 2010, 719
NStZ 2011, 600 (Ls.)
NStZ-RR 2010, 359
Anm. Eisenberg JR 2006, 57 ff.; 2 Ws 576/01 v. 16.07.2001 und 06.09.2001; 2 Ws 731/93 v. 03.12.1993, juris; OLG Koblenz, 1. Strafsenat, 1 Ws 575/02 v. 24.10.2002 und 14.11.2002; 1 Ws 135/97 v. 10.03.1997, NStZ-RR 1997, 224; KG, 3 Ws 36/00 v. 02.02.2000, juris Rn. 2; OLG Karlsruhe, 1 Ws 229/02 v. 17.03.2003, juris Rn. 13 ff., NStZ-RR 2003, 350 f.; OLG Köln, 2 Ws 466/04 v. 10.12.2004, juris Rn.6; OLG Düsseldorf, 4 Ws 446/06 v. 14.09.2006, juris Rn. 8 f., JR 2007, 129 f.; OLG Frankfurt, 2 Ws 134/09 v. 17.06.2010, juris Rn. 9 f., NStZ-RR 2010, 719 mit abl.
Anm. Oelbermann, NStZ 2011, 600; Meyer-Goßner/ Schmitt , StPO, 59. Aufl., § 464a Rn. 3; KK-StPO/ Grieg , 7. Aufl., § 464a Rn. 5).
Darunter fallen nach ganz herrschender Auffassung auch die zur Prüfung einer bedingten Entlassung angefallenen Gutachterkosten (vgl. BGH NJW 2000, 1128; OLG Frankfurt NStZ 2010, 719; OLG Düsseldorf JR 2007, 129; OLG Koblenz StraFo 2005, 348; OLG Köln StV 2005, 279; OLG Karlsruhe StraFo 2003, 290; KG, Beschluss vom 2. Februar 2000 - 3 Ws 36/00 -, juris; Senat…, Beschluss vom 31. März 2009 - 1 Ws 13/09 - Meyer-Goßner, StPO 58. Aufl., § 464a Rdn. 3; a.A. OLG Hamm NStZ 2001, 167).
Eine analoge Anwendung kommt nicht in Betracht, weil es an einer planwidrigen Regelungslücke und einer vergleichbaren Interessenlage fehlt (vgl. OLG Frankfurt NStZ 2010, 719; im Ergebnis ebenso OLG Koblenz JurBüro 2011, 380).
OLG Jena, 10.08.2015 - 1 Ws 275/15
Auch diese Kosten sind letztlich Folge des delinquenten Verhaltens des Verurteilen und daher von ihm zu tragen (vgl. OLG Frankfurt NStZ 2010, 719).
OLG Stuttgart, 31.08.2017 - 4 Ws 335/17
Auslagenentscheidung bei sogenanntem fiktivem Teilfreispruch
Dieser Grundsatz wird von § 465 Abs. 2 StPO , einer nur in engen Grenzen zugänglichen Ausnahmebestimmung zu dem das Kostenrecht durchziehenden Veranlasserprinzip (BVerfG, Nichtannahmebeschluss vom 27. Juni 2006 - 2 BvR 1392/02 -, [...]; OLG Frankfurt, Beschluss vom 17. Juni 2010 - 2 Ws 134/09 -, [...]), eingeschränkt.
https://dejure.org/2010,9452
OLG Koblenz, 16.07.2010 - 1 Ws 189/10 (https://dejure.org/2010,9452)
OLG Koblenz, Entscheidung vom 16.07.2010 - 1 Ws 189/10 (https://dejure.org/2010,9452)
OLG Koblenz, Entscheidung vom 16. Juli 2010 - 1 Ws 189/10 (https://dejure.org/2010,9452)
Tipp: Um den Kurzlink (hier: https://dejure.org/2010,9452) schnell in die Zwischenablage zu kopieren, können Sie die Tastenkombination Alt + R verwenden - auch ohne diesen Bereich zu öffnen.
§ 66 Abs 4 GKG, Nr 9005 GKVerz, Nr 9015 GKVerz, § 464a Abs 1 StPO, § 465 Abs 2 StPO
Kosten des Ermittlungsverfahrens: Prüfungskompetenz des Erinnerungsgerichts und des Gerichts der weiteren Beschwerde hinsichtlich der in Ansatz gebrachten Auslagen der Ermittlungsbehörde im Falle der Entschädigung einer als Sachverständige herangezogenen Arzthelferin
Prüfungsumfang im weiteren Beschwerdeverfahren nach § 66 Abs. 4 GKG; Entscheidung über Einwendungen gegen den Kostenansatz; Entschädigung einer von der Staatsanwaltschaft herangezogenen Arzthelferin in einem Strafverfahren wegen Abrechnungsbetruges eines Arztes
LG Mainz, 15.12.2009 - 5 Qs 36/09
OLG Schleswig, 10.01.2017 - 2 Ws 441/16
Auswertung von Datenträgern nicht in jedem Falle als Sachverständigengutachten …
Aus diesem Grund ist etwa eine von der Staatsanwaltschaft herangezogene Arzthelferin nur dann als Sachverständige entschädigt worden, wenn sie nicht nur eine Sichtung beschlagnahmter Unterlagen einer Arztpraxis vorgenommen hat, sondern unter Einsatz geeigneter Rechenprogramme und ihres Fachwissens die ermittlungsrelevanten Tatsachen fest- und zusammengestellt hatte (OLG Koblenz NStZ-RR 2010, 359).
Mithin prüft das nach § 66 Abs. 4 Satz 3 GKG zuständige Oberlandesgericht die Entscheidung nur auf Rechtsfehler nach (OLG Koblenz, Beschluss vom 16. Juli 2010 - 1 Ws 189/10, juris Rn. 15;… NK-GK/Volpert, GKG § 66 Rn. 116).
OLG München, 17.10.2013 - 4 Ws 135/13
Kostentragungspflicht des Verurteilten: Kosten der Telekommunikationsüberwachung …
Es war daher Aufgabe des Landgerichts als Beschwerdegericht, den als Justizverwaltungsakt zu behandelnden Kostenansatz sowohl unter rechtlichen als auch tatsächlichen Gesichtspunkten ohne Bindung an die Auffassung der Kostenbeamten und der beteiligten Strafverfolgungs- und Ermittlungsbehörden umfassend zu untersuchen (s. OLG Koblenz, Beschluss vom 16.7.2010 - 1 Ws 189/10 zitiert nach juris Rdn. 17).
Die Beschränkung der Beschwerde allein auf die Frage, ob der Angeklagte die durch das Mantrailing entstanden Kosten und Auslagen als Verfahrenskosten zu tragen hat, ist zulässig, weil die Auferlegung der durch einzelne Untersuchungen entstandenen Auslagen auf die Staatskasse nach Billigkeitserwägungen gemäß § 465 Abs. 2 StPO grundsätzlich mit der Kostengrundentscheidung im Urteil zu erfolgen hat und der Angeklagte die Auferlegung einzelner Auslagen nicht erst im Kostenansatzverfahren rügen kann (vgl. OLG Koblenz, Beschluss vom 16.07.2010, 1 Ws 189/10; KG, Beschluss vom 23.12.2008, 1 Ws 1/07 - beide zitiert nach juris).

References: § 464
 § 464
 BGH 
 § 464
 § 465

§ 66
 § 464
 § 465
 § 66
 § 66
 § 66
 § 465