Source: https://www.ris.bka.gv.at/JustizEntscheidung.wxe?Abfrage=Justiz&Dokumentnummer=JJT_20140625_OGH0002_0030OB00037_14H0000_000&IncludeSelf=False
Timestamp: 2019-12-08 08:55:42+00:00

Document:
RIS - Rechtssätze für 3Ob37/14h - Justiz (OGH, OLG, LG, BG, OPMS, AUSL)
Rechtssatz für 3Ob660/53 7Ob228/71 4Ob...
RS0016343
3Ob660/53; 7Ob228/71; 4Ob658/75; 7Ob580/77; 3Ob509/81; 3Ob550/81; 1Ob716/81; 5Ob520/82; 1Ob641/90; 1Ob127/98b; 1Ob288/01m; 3Ob93/10p; 3Ob37/14h
ABGB §891
Die Pflicht zur Herausgabe des auf Grund eines nichtigen Vertrages Erlangten beschränkt sich selbst bei Gesamtschuldnern auf das, worum jeder einzelne Schuldner bereichert worden ist. Die Meinung, daß als Gesamtschuld zurückgewährt werden müsse, was als Gesamtschuld empfangen wurde, ist abzulehnen. Sind auf einer Seite mehrere bereichert worden, so haften sie nicht als Gesamtschuldner, sondern anteilig. Jeder haftet nur in Höhe der ihm zugeflossenen Bereicherung.
3 Ob 660/53
Entscheidungstext OGH 04.11.1953 3 Ob 660/53
Veröff: ÖBA 1954,146 = SZ 26/265
Beisatz: Hier: Rückzahlung des Kaufpreises , da Kaufvertrag wegen Versagung der grundverkehrsbehördlichen Genehmigung ungültig . (T1)
4 Ob 658/75
Entscheidungstext OGH 17.02.1976 4 Ob 658/75
Vgl auch; Beisatz: Hier: Titellose Mitbenützung einer Brücke (T2)
Entscheidungstext OGH 04.11.1981 3 Ob 550/81
Auch; Veröff: SZ 54/155
1 Ob 716/81
Entscheidungstext OGH 27.01.1982 1 Ob 716/81
Vgl; Beisatz: Miteigentümer haften im Zweifel im Verhältnis ihrer Miteigentumsanteile . (T3)
5 Ob 520/82
Entscheidungstext OGH 02.03.1982 5 Ob 520/82
Auch; Beisatz: Mangels devisenbehördlicher Genehmigung nichtiges Darlehen, das zwei Personen gewährt wurde . (T4)
1 Ob 641/90
Entscheidungstext OGH 03.10.1990 1 Ob 641/90
Beis wie T4; Veröff: WBl 1991,70 = ecolex 1991,85
nur: Sind auf einer Seite mehrere bereichert worden, so haften sie nicht als Gesamtschuldner, sondern anteilig. Jeder haftet nur in Höhe der ihm zugeflossenen Bereicherung. (T5); Beis wie T3
Auch; Beisatz: Mehrere Bereicherte, die bei Vertragsgültigkeit Solidarschuldner wären, haften anteilig nach Höhe ihrer Bereicherung haften, weil der Anspruch auf Erstattung dessen, was ein Vertragspartner aus einem aufgehobenen Vertrag zu seinem Vorteil erhalten hat, gemäß den §§877, 1435 ABGB grundsätzlich immer nur dem Leistenden gegen den Empfänger der Leistung zusteht. Solidarhaftung gegenüber Bereicherungsansprüchen kann ohne besondere Vereinbarung oder ohne gesetzliche Anordnung nur dann angenommen werden, wenn eine solche Haftung nach der Parteienabsicht oder nach der Verkehrssitte begründet ist. (T6)
Vgl aber; Beisatz: Eine systematische Einordnung des Anfechtungsanspruchs als Kondiktionsanspruch ist in der österreichischen Lehre und Rechtsprechung nicht herrschend. (T7)
Beisatz: Hier bestand eine Gläubigermehrheit iSd § 890 Satz 2 ABGB. (T8); Veröff: SZ 2014/62
ECLI:AT:OGH0002:1953:RS0016343
JJR_19531104_OGH0002_0030OB00660_5300000_001
Rechtssatz für 7Ob600/56 6Ob32/11s 3Ob...
RS0015784
7Ob600/56; 6Ob32/11s; 3Ob37/14h
ABGB §837 B
Wird von einem Miteigentümer die Liegenschaftsverwaltung geführt, dann ist ihm der Mietzins abzuführen. Er handelt bei Einforderung des Mietzinses als Machthaber der Teilgenossen.
7 Ob 600/56
Entscheidungstext OGH 12.12.1956 7 Ob 600/56
6 Ob 32/11s
Entscheidungstext OGH 16.06.2011 6 Ob 32/11s
ECLI:AT:OGH0002:1956:RS0015784
JJR_19561212_OGH0002_0070OB00600_5600000_001
Rechtssatz für 5Ob221/71 3Ob37/14h
RS0026733
5Ob221/71; 3Ob37/14h
AnfO §13 Abs2
KO §39 Abs2
Mehrere unredliche Anfechtungsgegner haften nach den Grundsätzen des § 1302 ABGB.
5 Ob 221/71
Entscheidungstext OGH 20.10.1971 5 Ob 221/71
Auch; Veröff: SZ 2014/62
ECLI:AT:OGH0002:1971:RS0026733
JJR_19711020_OGH0002_0050OB00221_7100000_001
Rechtssatz für 7Ob191/74 7Ob579/76 (7Ob...
RS0014696
7Ob191/74; 7Ob579/76 (7Ob580/76); 6Ob658/77; 1Ob607/78; 5Ob614/78; 8Ob105/79; 8Ob207/80; 8Ob518/81; 1Ob617/91; 9ObA96/92 (9OBA97/92); 3Ob2/98k; 10ObS211/99y; 4Ob21/03x; 2Ob83/06d; 2Ob150/06g; 2Ob262/08f; 1Ob224/09m; 4Ob2/11i; 2Ob70/11z; 2Ob45/12z; 3Ob37/14h; 3Ob17/15v; 9ObA22/15y; 2Ob71/16d; 1Ob198/17z; 2Ob164/17g; 2Ob24/19x
ABGB §914 IIIf
Vergleiche sind als Verkehrsgeschäfte nach der Vertrauenstheorie auszulegen.
7 Ob 191/74
Entscheidungstext OGH 07.11.1974 7 Ob 191/74
7 Ob 579/76
Entscheidungstext OGH 28.04.1976 7 Ob 579/76
Veröff: RZ 1977/14 S 36
6 Ob 658/77
Entscheidungstext OGH 22.09.1977 6 Ob 658/77
Beisatz: Sie sind im Sinne des § 914 ABGB so zu verstehen, wie es der Übung des redlichen Verkehrs entspricht. (T1)
1 Ob 607/78
Entscheidungstext OGH 22.05.1978 1 Ob 607/78
8 Ob 105/79
Entscheidungstext OGH 21.06.1979 8 Ob 105/79
Beisatz: Bei Meinungsverschiedenheiten sind Erklärungen so zu verstehen, wie sie der Empfänger verstehen musste. (T2)
8 Ob 207/80
Entscheidungstext OGH 04.12.1980 8 Ob 207/80
Auch; Beisatz: Auch bei der Auslegung von Vergleichen gelten die allgemeinen Regeln. Es entscheidet somit der objektive Erklärungswert. (T3)
Veröff: SZ 64/160 = EvBl 1992/45 S 195 = JBl 1992,444 (Ostheim)
9 ObA 96/92
Entscheidungstext OGH 17.06.1992 9 ObA 96/92
Beis wie T2; Veröff: DRdA 1993,243 (Klein) = Arb 11040 = RdW 1993,46
10 ObS 211/99y
Entscheidungstext OGH 05.10.1999 10 ObS 211/99y
4 Ob 21/03x
Entscheidungstext OGH 18.02.2003 4 Ob 21/03x
Beis wie T3; Beisatz: Generalvergleiche erstrecken sich, mangels entgegenstehender Parteienabsicht, zwar auf Fälle, an welche die Parteien nicht gedacht haben, nicht aber auf solche, an die sie trotz Anwendung der pflichtgemäßen Sorgfalt nicht denken konnten. (T4)
2 Ob 83/06d
Entscheidungstext OGH 09.11.2006 2 Ob 83/06d
Beis wie T4; Beis wie T3
1 Ob 224/09m
Entscheidungstext OGH 15.12.2009 1 Ob 224/09m
Vgl auch; Beis ähnlich wie T1; Beisatz: § 915 zweiter Satz ABGB kommt zur Anwendung, jedoch nicht Satz 1. (T5)
Beisatz: Hier: Unterlassungs‑ und Verpflichtungserklärung mit Vertragsstrafe. (T6)
2 Ob 70/11z
Entscheidungstext OGH 16.09.2011 2 Ob 70/11z
Auch; Beis wie T1; Beis wie T3; Veröff: SZ 2014/62
3 Ob 17/15v
Entscheidungstext OGH 18.02.2015 3 Ob 17/15v
9 ObA 22/15y
Entscheidungstext OGH 28.05.2015 9 ObA 22/15y
2 Ob 71/16d
Entscheidungstext OGH 28.03.2017 2 Ob 71/16d
Veröff: SZ 2017/38
2 Ob 24/19x
Entscheidungstext OGH 22.10.2019 2 Ob 24/19x
Vgl; Beis wie T3; Beisatz: Hier: Einverständliche Teilbemessung des Schmerzengelds. (T7)
ECLI:AT:OGH0002:1974:RS0014696
JJR_19741107_OGH0002_0070OB00191_7400000_001
Rechtssatz für 7Ob701/77 3Ob634/78 4Ob...
7Ob701/77; 3Ob634/78; 4Ob571/79; 4Ob52/80; 1Ob578/81 (1Ob579/81); 5Ob702/81; 8Ob527/90; 8Ob538/93; 1Ob1585/95; 10Ob2445/96y; 7Ob252/99f; 3Ob283/00i; 6Ob32/11s; 6Ob217/13z; 3Ob37/14h; 2Ob12/14z; 7Ob48/18m
ABGB §1203
ABGB §1425 I
7 Ob 701/77
Entscheidungstext OGH 17.11.1977 7 Ob 701/77
3 Ob 634/78
Entscheidungstext OGH 03.10.1979 3 Ob 634/78
4 Ob 571/79
Entscheidungstext OGH 29.04.1980 4 Ob 571/79
4 Ob 52/80
Entscheidungstext OGH 01.07.1980 4 Ob 52/80
1 Ob 578/81
Entscheidungstext OGH 03.06.1981 1 Ob 578/81
8 Ob 527/90
Entscheidungstext OGH 13.03.1991 8 Ob 527/90
8 Ob 538/93
Entscheidungstext OGH 29.04.1993 8 Ob 538/93
7 Ob 252/99f
Entscheidungstext OGH 23.11.1999 7 Ob 252/99f
3 Ob 283/00i
Entscheidungstext OGH 20.12.2000 3 Ob 283/00i
6 Ob 217/13z
Entscheidungstext OGH 20.02.2014 6 Ob 217/13z
2 Ob 12/14z
Entscheidungstext OGH 22.01.2015 2 Ob 12/14z
Vgl; Beisatz: Hier aber: Fehlen einer Gläubigermehrheit. (T7); Veröff: SZ 2015/4
JJR_19771117_OGH0002_0070OB00701_7700000_001
Rechtssatz für 7Ob795/81 8Ob593/86 1Ob...
RS0050372
7Ob795/81; 8Ob593/86; 1Ob590/89; 1Ob684/89; 8Ob558/91; 3Ob59/92; 8Ob140/99t; 2Ob198/98a; 8Ob279/00p; 7Ob153/04g; 3Ob188/12m; 7Ob96/13p; 3Ob37/14h; 3Ob150/15b; 3Ob233/15h; 3Ob251/16g; 3Ob204/16w; 3Ob24/18b
AnfO §13
KO §30
KO §31
Der Anfechtungsanspruch ist ein Forderungsanspruch eigener Natur, sein Ziel ist daher nicht bloß Wiederherstellung des Zustandes der Masse vor der Rechtshandlung, sondern Herstellung des Zustandes in dem sich die Masse befände, wenn die anfechtbare Rechtshandlung nicht vorgenommen worden wäre.
7 Ob 795/81
Entscheidungstext OGH 10.12.1981 7 Ob 795/81
8 Ob 593/86
Entscheidungstext OGH 18.12.1986 8 Ob 593/86
Veröff: SZ 59/228
1 Ob 590/89
Entscheidungstext OGH 11.10.1989 1 Ob 590/89
Veröff: SZ 62/163 = JBl 1990,454
1 Ob 684/89
Entscheidungstext OGH 21.02.1990 1 Ob 684/89
Veröff: SZ 63/26 = ÖBA 1990,564
8 Ob 558/91
Entscheidungstext OGH 30.04.1992 8 Ob 558/91
Veröff: SZ 65/71 = JBl 1992,798 = ÖBA 1992,1113 (Koziol)
3 Ob 59/92
Entscheidungstext OGH 26.08.1992 3 Ob 59/92
8 Ob 140/99t
Entscheidungstext OGH 11.11.1999 8 Ob 140/99t
Auch; Veröff: SZ 72/177
2 Ob 198/98a
Entscheidungstext OGH 13.01.2000 2 Ob 198/98a
Auch; Veröff: SZ 73/3
8 Ob 279/00p
Entscheidungstext OGH 11.06.2001 8 Ob 279/00p
Veröff: SZ 2004/134
Auch; Beisatz: Das Anfechtungsrecht dient aber nicht dazu, den Konkursgläubigern Vorteile zu verschaffen, die sie ohne Vornahme der anfechtbaren Rechtshandlung nicht erzielt hätten. Durch eine Anfechtung soll der Masse nur dasjenige wieder zugeführt werden, was ihr ohne die anfechtbare Rechtshandlung verblieben wäre (so schon 3 Ob 181/11f). (T1)
7 Ob 96/13p
Entscheidungstext OGH 19.06.2013 7 Ob 96/13p
Vgl auch; Veröff: SZ 2014/62
3 Ob 150/15b
Entscheidungstext OGH 20.01.2016 3 Ob 150/15b
Auch; Veröff: SZ 2016/3
3 Ob 233/15h
Entscheidungstext OGH 27.04.2016 3 Ob 233/15h
Auch; Beisatz: Ziel des Anfechtungsanspruchs ist es, den Zustand wiederherzustellen, in dem sich das Schuldnervermögen befände, wenn die anfechtbare Rechtshandlung nicht vorgenommen worden wäre. (T2)
Auch; Beis wie T2; Beisatz: Der Anfechtungsanspruch wegen einer dem Anfechtungsgegner vom Schuldner unentgeltlich eingeräumten, widerruflichen Bezugsberechtigung aus einer Lebensversicherung richtet sich der Höhe nach auf die gesamte (allenfalls bereits ausbezahlte) Versicherungssumme. (T3)
ECLI:AT:OGH0002:1981:RS0050372
JJR_19811210_OGH0002_0070OB00795_8100000_001
Rechtssatz für 6Ob617/81 3Ob37/14h
RS0017334
6Ob617/81; 3Ob37/14h
WEG §9 Abs1
Das Wort "ausdrücklich" bedeutet "deutlich erkennbar" und schließt in diesem Sinne auch bloß schlüssige Erklärungen ein.
6 Ob 617/81
Entscheidungstext OGH 19.05.1982 6 Ob 617/81
Veröff: RZ 1983/2 S 42 = MietSlg 34139(19)
ECLI:AT:OGH0002:1982:RS0017334
JJR_19820519_OGH0002_0060OB00617_8100000_003
Rechtssatz für 1Ob589/83 (1Ob590/83) 3O...
RS0017954
1Ob589/83 (1Ob590/83); 3Ob583/86; 2Ob94/88; 8Ob609/88; 1Ob617/91; 1Ob568/92; 10Ob507/93; 3Ob343/97f; 7Ob99/98d; 7Ob67/99z; 6Ob287/01a; 7Ob155/04a; 2Ob83/06d; 2Ob237/06a; 2Ob150/06g; 2Ob262/08f; 2Ob70/11z; 2Ob45/12z; 3Ob37/14h; 2Ob36/15f; 2Ob71/16d; 2Ob218/17y; 2Ob164/17g; 2Ob24/19x
ABGB §1380 D
Der übereinstimmend erklärte Parteiwille entscheidet, was die Streitteile als Gegenstand der Streitbereinigung angenommen haben.
3 Ob 583/86
Entscheidungstext OGH 02.12.1986 3 Ob 583/86
8 Ob 609/88
Entscheidungstext OGH 19.10.1989 8 Ob 609/88
Ähnlich; Beisatz: Hier: Scheidungsvergleich nach § 55a Abs 2 EheG. (T1)
Beisatz: Dem konkreten Vergleichszweck kommt bei der Auslegung großes Gewicht bei. (T2)
1 Ob 568/92
Entscheidungstext OGH 24.04.1992 1 Ob 568/92
Veröff: SZ 65/65
10 Ob 507/93
Entscheidungstext OGH 06.12.1994 10 Ob 507/93
7 Ob 99/98d
Entscheidungstext OGH 10.08.1998 7 Ob 99/98d
7 Ob 67/99z
Entscheidungstext OGH 30.03.1999 7 Ob 67/99z
6 Ob 287/01a
Entscheidungstext OGH 11.07.2002 6 Ob 287/01a
7 Ob 155/04a
Entscheidungstext OGH 29.09.2004 7 Ob 155/04a
Veröff: SZ 2014/62
2 Ob 218/17y
Entscheidungstext OGH 22.03.2018 2 Ob 218/17y
Beisatz: Hier: Einverständliche Teilbemessung des Schmerzengelds. (T3)
ECLI:AT:OGH0002:1983:RS0017954
JJR_19830413_OGH0002_0010OB00589_8300000_001
Rechtssatz für 3Ob620/86 3Ob37/14h
RS0017306
3Ob620/86; 3Ob37/14h
Wurde bei einem Gemeinschaftskonto Kollektivzeichungsberechtigung vereinbart, so liegt ein Fall der Gesamthandforderung vor. Die Kreditunternehmung darf daher nur gemeinsame Auszahlungsverfügungen aller Kontoinhaber ausführen.
3 Ob 620/86
Entscheidungstext OGH 11.11.1987 3 Ob 620/86
Veröff: WBl 1988,62 = ÖBA 1988,160 = RdW 1988,129
ECLI:AT:OGH0002:1987:RS0017306
JJR_19871111_OGH0002_0030OB00620_8600000_001
Rechtssatz für 9Ob24/04a 9Ob10/07x 3Ob...
RS0006361
9Ob24/04a; 9Ob10/07x; 3Ob37/14h
KO §31 Abs1 Z2
KO §38
Grundsätzlich haften mehrere Geschäftsgegner nur auf das jeweils aus der anfechtbaren Handlung Erlangte. Im vorliegenden Fall haben aber die Banken nicht die jeweiligen Eingänge des angefochtenen Zeitraumes zurückzustellen, sondern es geht um den Ausgleich der Quotenverschlechterung. Jedenfalls ist die Interessenlage mit jener des § 1302 ABGB durchaus vergleichbar: So, wie es für die Solidarhaftung bei fährlässiger Schädigung als angemessen angesehen wird, dass ein Einzelner aus den Unvorsichtigen statt des schuldlos Geschädigten den Schaden tragen soll, entspricht es diesem Grundsatz, dass die einzelnen "unvorsichtigen" Banken statt der schutzwürdigeren Gläubiger diese Verschlechterung solidarisch annehmen sollen. Einerseits lassen sich ihre Anteile an der Quotenverschlechterung nicht bestimmen - gemeinsam haben sie dem Gemeinschuldner den notwendigen Kredit für das "Weiterwursteln" (6 Ob 110/00w) gegeben -, andererseits sind sie gemeinsam für die Verschlechterung mitursächlich. Diese Nähe zum Schadenersatzrecht wird auch von der Judikatur zur mittelbaren Nachteiligkeit gesehen (4 Ob 306/98y).
9 Ob 24/04a
Entscheidungstext OGH 17.11.2004 9 Ob 24/04a
9 Ob 10/07x
Entscheidungstext OGH 07.05.2008 9 Ob 10/07x
Auch; Beisatz: Mehrere Gläubiger, die zu einer nachteiligen Quotenverschlechterung iSd § 31 Abs 1 Z 2 zweiter Fall KO beigetragen haben, können aus diesem Grunde nur im Rahmen des Gesamtnachteils zur Haftung herangezogen werden, da die Masse sonst bereichert wäre. (T1)
ECLI:AT:OGH0002:2004:RS0006361
JJR_20041117_OGH0002_0090OB00024_04A0000_001
Rechtssatz für 3Ob37/14h
RS0129545
3Ob37/14h
ABGB §890 Satz2
IO §38
Besteht die anfechtbare Rechtshandlung in einer Zahlung, die einer Gläubigermehrheit iSd § 890 Satz 2 ABGB geleistet wurde, haften die Gläubiger als Anfechtungsgegner solidarisch für die Rückzahlung.
ECLI:AT:OGH0002:2014:RS0129545
JJR_20140625_OGH0002_0030OB00037_14H0000_001

References: §891
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 § 890
 §837
 OGH 
 OGH 
 §13
 §39
 § 1302
 OGH 
 §914
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 § 914
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 § 915
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 §1203
 §1425
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 §13
 §30
 §31
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 §9
 OGH 
 §1380
 OGH 
 OGH 
 § 55
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 §31
 §38
 § 1302
 OGH 
 OGH 
 § 31
 §890
 §38
 § 890