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Timestamp: 2020-03-29 09:55:36+00:00

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BGH, 10.12.2009 - I ZR 154/07 - dejure.org
https://dejure.org/2009,2331
BGH, 10.12.2009 - I ZR 154/07 (https://dejure.org/2009,2331)
BGH, Entscheidung vom 10.12.2009 - I ZR 154/07 (https://dejure.org/2009,2331)
BGH, Entscheidung vom 10. Dezember 2009 - I ZR 154/07 (https://dejure.org/2009,2331)
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CMR Art. 23 Abs. 4; Art. 29 Abs. 1; HGB § 435
Haftung, unbeschränkte - Beweislast
Darlegungslast und Beweislast der Voraussetzungen für eine unbeschränkte Haftung eines Frachtführers bei Genügen der Einlassungsobliegenheit durch den Frachtführer; Umfang der Erstattungspflicht unter Beachtung des Versandwertes
Darlegungslast, Parkplatz bewacht
CMR Art. 23 Abs. 4; CMR Art. 29 Abs. 1; HGB § 459
Verfahrensrecht - Darlegungs- und Beweislast bez. Haftung im Speditionswesen
Transportrecht: Sekundäre Darlegung der Gegenseite
Darlegungslast bei der Spediteuershaftung
Der Anspruchsteller muss nach Einlassung des Frachtführers die Voraussetzungen für dessen unbeschränkte Haftung darlegen und beweisen
grimme-kollegen.de , S. 1 (Kurzanmerkung)
Die Beweislast nach der sekundären Darlegungslast
Kurznachricht zu "Anmerkung zur Entscheidung des BGH vom 10.12.2009, Az.: I ZR 154/07 (Frachtführervertrag: Darlegungs- und Beweislast)" von der Redaktion der PA, original erschienen in: PA 2010, 116 - 119.
LG Lübeck, 29.08.2006 - 11 O 27/06
OLG Schleswig, 12.07.2007 - 16 U 99/06
NJW 2010, 1816
MDR 2010, 511
VersR 2010, 648
DB 2010, 502
AnwBl 2010, 73
Die Grundsätze der Drittschadensliquidation können im Geltungsbereich der CMR ebenfalls zur Anwendung kommen (vgl. BGH, Urteil vom 10. Dezember 2009 - I ZR 154/07, TranspR 2010, 78 Rn. 29).
Danach trägt er die Darlegungs- und Beweislast dafür, dass der Frachtführer vorsätzlich oder in einer dem Vorsatz gleichstehenden Weise schuldhaft gehandelt hat (vgl. BGH, Urteil vom 10. Dezember 2009 - I ZR 154/07, TranspR 2010, 78 Rn. 16 = NJW 2010, 1816).
Diese Grundsätze hat die Rechtsprechung für den Fall des Verlustes von Transportgut entwickelt (vgl. BGH, TranspR 2010, 78 Rn. 16; BGH…, Urteil vom 24. November 2010 - I ZR 192/08, TranspR 2011, 161 Rn. 27;… Urteil vom 13. Januar 2011 - I ZR 188/08, TranspR 2011, 218 Rn. 15 = VersR 2011, 1161).
Der Anspruchsteller muss, wie der BGH mit Urteil vom 10.12.2009 - I ZR 154/07, TranspR 2010, 78 - entschieden hat, die Voraussetzungen für eine unbeschränkte Haftung des Frachtführers darlegen und gegebenenfalls beweisen, wenn der Spediteur/Frachtführer seiner Einlassungsobliegenheit genügt hat.
Eine andere Beurteilung der Darlegungs- und Beweislastverteilung ergibt sich auch dann nicht, wenn der an sich darlegungs- und beweisbelasteten Partei die nähere Darlegung eines zum Wahrnehmungsbereich des Gegners gehörenden Geschehens nicht möglich ist (vgl. BGH NJW 2010, 1816).
Danach trägt er die Darlegungs- und Beweislast dafür, dass der Frachtführer oder seine Leute vorsätzlich oder leichtfertig und in dem Bewusstsein gehandelt haben, es werde mit Wahrscheinlichkeit ein Schaden eintreten (st. Rspr.; vgl. nur BGH, Urteil vom 10. Dezember 2009 - I ZR 154/07, TranspR 2010, 78 Rn. 16 = VersR 2010, 648;… Urteil vom 3. März 2011 - I ZR 50/10, TranspR 2011, 220 Rn. 20 = VersR 2011, 1332).
Danach trägt er die Darlegungs- und Beweislast dafür, dass der Frachtführer/Verfrachter vorsätzlich oder leichtfertig und in dem Bewusstsein gehandelt hat, dass ein Schaden mit Wahrscheinlichkeit eintreten wird (st. Rspr.; BGH, Urteil vom 10. Dezember 2009 - I ZR 154/07, TranspR 2010, 78 Rn. 16).
Kommt er dem nicht nach, kann nach den Umständen des Einzelfalls der Schluss auf ein qualifiziertes Verschulden gerechtfertigt sein (st. Rspr.; vgl. BGH, TranspR 2010, 78 Rn. 16 mwN).
Es gereicht dem Schädiger daher nicht zum Nachteil, dass er den von ihm geschilderten Sachverhalt nicht bewiesen hat, da ihn insoweit keine Beweislast trifft (BGH, TranspR 2010, 78 Rn. 20 mwN).
Dieser Umstand führt nicht zu einer Umkehrung der Beweislast, sondern allenfalls zu erhöhten Anforderungen an die Erklärungslast des Prozessgegners (vgl. BGH…, Urteil vom 22. Januar 2009 - I ZR 139/07, NJW 2009, 2384 Rn. 17; BGH, TranspR 2010, 78 Rn. 20).
Nach der Rechtsprechung des Senats hat grundsätzlich der Anspruchsteller die Voraussetzungen für den Wegfall der zugunsten des Frachtführers bestehenden gesetzlichen oder vertraglichen Haftungsbegrenzungen darzulegen und gegebenenfalls zu beweisen (BGH…, Urteil vom 22. November 2007 - I ZR 74/05, BGHZ 174, 244 Rn. 25; Urteil vom 10. Dezember 2009 - I ZR 154/07, TranspR 2010, 78 Rn. 16 = VersR 2010, 648 mwN).
Eine solche sekundäre Darlegungslast des Anspruchsgegners setzt allerdings voraus, dass der Klagevortrag ein qualifiziertes Verschulden des Anspruchsgegners mit gewisser Wahrscheinlichkeit nahelegt oder sich Anhaltspunkte für ein derartiges Verschulden aus dem unstreitigen Sachverhalt ergeben (BGH, TranspR 2010, 78 Rn. 16).
Danach trägt er die Darlegungs- und Beweislast dafür, dass der Frachtführer oder seine Leute vorsätzlich oder leichtfertig und in dem Bewusstsein gehandelt haben, es werde mit Wahrscheinlichkeit ein Schaden eintreten (st. Rspr.; vgl. nur BGH, Urteil vom 10. Dezember 2009 - I ZR 154/07, TranspR 2010, 78 Rn. 16 = VersR 2010, 648 mwN).
Auch wenn die Klägerin insofern Beweisschwierigkeiten haben mag, führt dies nicht zum Umkehr der Beweislast (s. nur BGH, Urteil vom 10.12.2009 - I ZR 154/07, NJW 2010, 1816).
Danach trägt er die Darlegungs- und Beweislast dafür, dass der Frachtführer vorsätzlich oder in einer dem Vorsatz gleichstehenden Weise schuldhaft gehandelt hat (BGH, NJW 2010, 1816 NJW 2012, 3774 Rn. 16).
OLG Köln, 18.02.2014 - 3 U 15/13
OLG München, 21.12.2011 - 7 U 2281/11
Fixkostenspeditionsgeschäft für Gebrauchtfahrzeuge nach Ägypten: Einschluss des …

References: Art. 23
 Art. 29
 § 435
 Art. 23
 Art. 29
 § 459
 BGH 
 BGH 
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