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Timestamp: 2019-04-24 13:12:55+00:00

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Rechtsprechung: wistra 2015, 146 - dejure.org
Weitere Entscheidung unten: BGH, 17.12.2014
BGH, 27.01.2015 - 4 StR 476/14
§ 28 I StGB; § 266 StGB; § 27 II StGB
Ausschluss der Strafmilderung nach § 28 I StGB bei vorhandener Tatherrschaft (Untreue; Vermögensbetreuungspflicht)
§ 349 Abs. 2 StPO, § 49 Abs. 1 StGB, § 266 Abs. 1 StGB, § 28 Abs. 1 StGB, § 27 Abs. 2 StGB
§ 27 Abs 2 StGB, § 28 Abs 1 StGB, § 266 Abs 1 StGB, § 49 Abs 1 StGB
Strafmilderung bei Beihilfe zur Untreue
Notwendigkeit einer Strafmilderung bei der Untreue im Hinblick auf die Vermögensbetreuungspflicht
LG Bielefeld, 29.04.2014 - 1 KLs 29/13
wistra 2015, 146
Nach der ständigen Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs ist eine weitere Milderung gemäß § 28 Abs. 1, § 49 Abs. 1 StGB neben derjenigen nach § 27 Abs. 2 StGB aber dann nicht geboten, wenn die Verurteilung wegen Beihilfe allein darauf beruht, dass das strafbarkeitsbegründende persönliche Merkmal bei dem Tatbeteiligten nicht vorliegt (vgl. BGH, Beschlüsse vom 27. Januar 2015 - 4 StR 476/14, wistra 2015, 146; vom 6. März 2013 - 5 StR 66/13; vom 22. Januar 2013 - 1 StR 234/12, NJW 2013, 949, 950; vom 8. Januar 1975 - 2 StR 567/74, BGHSt 26, 53).
BGH, 23.10.2018 - 1 StR 454/17
Steuerrechtliche Erklärungspflicht als besonderes persönliches Merkmal bei einer …
Objektive Umstände, wie die Vermögensbetreuungspflicht in § 266 StGB (st. Rspr.; vgl. BGH, Beschlüsse vom 27. Januar 2015 - 4 StR 476/14, wistra 2015, 146 mwN; vom 25. Oktober 2011.
Verbraucht der Tatrichter den oder die Milderungsgründe der §§ 27, 28 StGB nicht durch das Absehen vom Strafrahmen des § 370 Abs. 3 Satz 2 StPO, ist eine Strafmilderung nach § 28 Abs. 1, § 49 Abs. 1 StGB neben der Milderung nach § 27 Abs. 2, § 49 Abs. 1 StGB zu gewähren, es sei denn, das Tatgericht hätte allein wegen Fehlens der Erklärungspflicht Beihilfe statt Täterschaft angenommen (st. Rspr.; vgl. BGH, Beschlüsse vom 25. Oktober 2017 - 1 StR 310/16, NStZ 2018, 221, 222 mwN; vom 27. Januar 2015 - 4 StR 476/14, wistra 2015, 146 mwN; vom 22. Januar 2013 - 1 StR 234/12, BGHSt 58, 115, 118 mwN und vom 25. Oktober 2011 - 3 StR 309/11, NStZ 2012, 630).
BGH, 20.05.2015 - 1 StR 33/15
Geldwäsche (Herrühren aus der Vortat: zu Teilen aus Straftaten hervorgegangenes …
Dies wäre neben der Milderung aus § 27 Abs. 2 i.V.m. § 49 Abs. 1 StGB aber erforderlich gewesen, weil die Angeklagte das besondere persönliche Merkmal der Vermögensbetreuungspflicht aus § 266 Abs. 1 StGB (siehe nur BGH, Beschluss vom 27. Januar 2015 - 4 StR 476/14, wistra 2015, 146 mwN) in eigener Person nicht aufwies und die Beteiligungsform der Beihilfe nicht aus dem Fehlen der Betreuungspflicht, sondern bereits aus dem geringen Gewicht ihres Tatbeitrags resultiert (UA S. 87; zur erforderlichen Berücksichtigung beider vertypter Milderungsgründe auch bei Geldstrafe KG, Beschluss vom 2. April 2012 - (4) 161 Ss 30/12 (67/12), StV 2013, 89, 91).
Eine zusätzliche Milderung gemäß § 28 Abs. 1 StGB wäre nur dann vorzunehmen gewesen, wenn die Tatbeiträge des Angeklagten ohnehin nicht als täterschaftliche Verwirklichung zu werten gewesen wären (…vgl. BGH, Beschlüsse vom 22. Januar 2013 - 1 StR 233/12 Rn. 9 und vom 27. Januar 2015 - 4 StR 476/14, wistra 2015, 146).
BGH, 21.03.2018 - 1 StR 423/17
Insolvenzverschleppung (Mitglied des Vertretungsorgans als besonderes …
Bei einem Gehilfen, der - wie der Angeklagte - im Zeitpunkt der Gehilfenhandlung nicht selbst die Sondereigenschaft als Mitglied eines Vertretungsorgans einer juristischen Person (Fall II. der Urteilsgründe) und die besondere Pflichtenstellung als Schuldner innehatte (Fall IV. der Urteilsgründe), ist die Strafe nach § 28 Abs. 1, § 49 Abs. 1 StGB zu mildern, es sei denn, das Tatgericht hätte allein wegen Fehlens der Sondereigenschaft Beihilfe statt Täterschaft angenommen (st. Rspr.; vgl. BGH, Beschlüsse vom 8. Januar 1975 - 2 StR 567/74, BGHSt 26, 53, 54 f.;… vom 22. April 1988 - 2 StR 111/88, BGHR StGB § 28 Abs. 1 Merkmal 2; vom 1. März 2005 - 2 StR 507/04, NStZ-RR 2006, 109; vom 26. November 2008 - 5 StR 440/08, NStZ-RR 2009, 102 und vom 27. Januar 2015 - 4 StR 476/14, wistra 2015, 146).
BGH, 17.12.2014 - 4 StR 398/14
§ 263 StGB; § 52 StGB
Handlungseinheit und Handlungsmehrheit beim Betrug (Teilidentität der Handlungen)
§ 349 Abs. 2 StPO, § 260 Abs. 4 Satz 5 StPO, § 265 StPO, § 473 Abs. 4 StPO
§ 52 StGB, § 263 StGB
Betrug: Konkurrenzverhältnis bei Teilidentität der objektiven Ausführungshandlungen
Rechtliche Überprüfung der Annahme von zwei selbstständigen und realkonkurrierenden Betrugstaten
StGB § 52; StGB § 263
LG Münster, 04.04.2014 - 12 KLs 2/14
BGH, 06.10.2015 - 4 StR 38/15
Betrug (Verhältnis von Betrugstaten bei sich überschneidenden …
Die sich aus der Überschneidung der Täuschungshandlungen ergebende Teilidentität der objektiven Ausführungshandlungen führt zu einer tateinheitlichen Verknüpfung der jeweiligen Betrugshandlungen (st. Rspr.; vgl. BGH, Beschluss vom 25. November 1997 - 5 StR 526/96, BGHSt 43, 317, 319; Urteil vom 25. April 2013 - 4 StR 418/12, NStZ 2014, 162; Beschluss vom 17. Dezember 2014 - 4 StR 398/14, wistra 2015, 146;… Eschelbach in Satzger/Schluckebier/Widmaier, StGB, 2. Aufl., § 52 Rn. 52 mwN), so dass sich der Angeklagte in den Fällen II.B.43 und 48 sowie II.B.45 und 46 der Urteilsgründe jeweils eines Betrugs in zwei tateinheitlichen Fällen schuldig gemacht hat.
BGH, 16.05.2018 - 2 StR 417/17
Vorliegen von Tatmehrheit bei Tätigung von wahrheitswidrigen Aussagen über die …
Die Teilidentität der objektiven Ausführungshandlungen führt zu einer tateinheitlichen Verknüpfung der Betrugshandlungen (st. Rspr.; vgl. BGH, Beschluss vom 25. November 1997 - 5 StR 526/96, BGHSt 43, 317, 319; Urteil vom 17. Dezember 2014 - 4 StR 398/14, wistra 2015, 146;… LK-Rissingvan Saan, 12. Aufl., § 52 Rn. 20 mwN), so dass sich der Angeklagte in den Fällen II. 7 und II. 8 der Urteilsgründe eines Betrugs in zwei tateinheitlichen Fällen schuldig gemacht hat.

References: § 28
 § 266
 § 27
 § 28

§ 349
 § 49
 § 266
 § 28
 § 27

§ 27
 § 28
 § 266
 § 49
 § 28
 § 49
 § 27
 § 266
 § 370
 § 28
 § 49
 § 27
 § 49
 § 27
 § 49
 § 266
 § 28
 § 28
 § 49
 § 28

§ 263
 § 52

§ 349
 § 260
 § 265
 § 473

§ 52
 § 263
 § 52
 § 263
 § 52
 § 52