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Timestamp: 2020-02-22 16:37:38+00:00

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BVerfG, 10.06.1975 - 2 BvR 1018/74 - dejure.org
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BVerfG, 10.06.1975 - 2 BvR 1018/74 (https://dejure.org/1975,15)
BVerfG, Entscheidung vom 10.06.1975 - 2 BvR 1018/74 (https://dejure.org/1975,15)
BVerfG, Entscheidung vom 10. Juni 1975 - 2 BvR 1018/74 (https://dejure.org/1975,15)
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§ 44 StPO, Wiedereinsetzung, keine zu hohen Anforderungen an die Ausräumung des Verschuldens;
§ 31 BVerfGG, Verbindlichkeit einer verfassungskonformen Auslegung durch das BVerfG
§§ 45 Abs. 1, 44 StPO; Artt. 103 Abs. 1, 20 Abs. 3, 19 Abs. 4 GG; § 31 BVerfGG
BVerfGG § 31; GG Art. 103 Abs. 1; StPO § 44 Abs. 2
Sachnähere Fachgerichte - Verbindliche Bestimmung eines Gesetzes - Interpretationsmöglichkeiten - Verfassungskonforme Auslegung - Verfassungsbeschwerde - Grundrechtsverletzung
AG Laufen, 25.09.1974 - Cs 112/74
LG Traunstein, 18.11.1974 - 4 Qs 248/74
BVerfGE 40, 88
NJW 1975, 1355
MDR 1975, 995
DVBl 1975, 624
DÖV 1976, 238
Sollte das BVerfG der Interpretation des § 22 Abs. 1 S. 1 Hs. 2 SGB II überhaupt eine verfassungsrechtliche Relevanz zubilligen, wäre das vorlegende Gericht gemäß § 31 Abs. 1 BVerfGG auch an die Vorgaben des BVerfG zur verfassungskonformen Anwendung der Regelung gebunden (BVerfG, Beschluss vom 10.06.1975 - 2 BvR 1018/74 - Rn. 14; BVerfG…, Beschluss vom 27.01.2006 - 1 BvQ 2/06 - Rn. 33 ff.).
Die Bindungswirkung der Entscheidungen des BVerfG umfasst in sachlicher Hinsicht nicht nur die Entscheidungsformel, sondern auch die tragenden Gründe der Entscheidung (…BVerfG, Entscheidung vom 20.01.1966 - 1 BvR 140/62 - Rn. 40; BVerfG, Beschluss vom 10.06.1975 - 2 BvR 1018/74 - Rn. 13 f.;… vgl. BVerfG, Einstweilige Anordnung vom 27.01.2006 - 1 BvQ 4/06 - Rn. 27 ff. ;… vgl. Gaier , JuS 2011, S. 961).
Der Bundesfinanzhof hat nicht gegen Art. 2 Abs. 1 in Verbindung mit Art. 20 Abs. 3 GG oder gegen Art. 19 Abs. 4 GG verstoßen, weil er zu Lasten des Beschwerdeführers die Bindungswirkung (§ 31 BVerfGG) einer Senatsentscheidung des Bundesverfassungsgerichts nicht beachtet hätte (vgl. BVerfGE 40, 88 ;… BVerfG, Beschluss der 1. Kammer des Zweiten Senats vom 5. Mai 1987 - 2 BvR 104/87 -, NJW 1988, S. 249).
Dabei kann dahinstehen, ob die Bindungswirkung allein den in der Entscheidungsformel ausgedrückten konkreten Streitgegenstand (vgl. BVerfGE 104, 151 ) oder auch die tragenden Gründe der Entscheidung umfasst, soweit diese Ausführungen zur Auslegung der Verfassung enthalten (vgl. BVerfGE 40, 88 m.w.N.).
Diese erfasst grundsätzlich nur die gerichtliche Auslegung des Grundgesetzes (hier in Bezug auf die Frage eines Verstoßes gegen das Rückwirkungsverbot), nicht aber die der einfachrechtlichen Normen, die Sache der dazu berufenen Fachgerichte ist (etwa BVerfGE 40, 88, 93 f;… 135, 1 Rn. 46 ff, 49;… Heusch in Burkiczak/Dollinger/Schorkopf, Bundesverfassungsgerichtsgesetz, Neuausgabe, § 31 Rn. 57).
Im ersten Fall hat das Bundesverfassungsgericht, wenn von mehreren nach den anerkannten Auslegungsgrundsätzen möglichen Deutungen des Norminhalts wenigstens eine mit dem Grundgesetz übereinstimmt, die Norm als solche nicht beanstandet, sie vielmehr verfassungskonform ausgelegt und nur die als verfassungswidrig erkannte Interpretationsvariante verworfen (vgl. zur verfassungskonformen Auslegung allgemein etwa BVerfGE 40, 88 [94]; - 64, 229 [242]; - 83, 201 [214 f.]; speziell zum Zweck der Aufrechterhaltung eines aus mehreren Teilen bestehenden, aufeinander abgestimmten Regelungssystems auch BVerfGE 86, 288 [320 f.]).
a) Dies gilt allerdings nur, wenn das Bundesverfassungs-gericht, anders als der Bundesgerichtshof im angegriffenen Urteil annimmt, wie in der Bürgschaftsentscheidung vom 19. Oktober 1993 nicht nur die Verfehlung verfassungsrechtlicher Vorgaben bei der rechtlichen Subsumtion im Einzelfall beanstandet, sondern für die Auslegung des bürgerlichen Rechts - über den Einzelfall hinausreichende Maßstäbe setzt, an welche die Zivilgerichte bei ihrer künftigen Rechtsprechung in gleichgelagerten Fällen ebenso gebunden sind, wie wenn das Bundesverfassungsgericht eine Rechtsvorschrift verfassungskonform in der Weise auslegt, dass es die verfassungswidrige Interpretationsmöglichkeit ausschließt (vgl. BVerfGE 40, 88 [94]).
Die Missachtung dieser Bindungswirkung in den Beschlüssen vom 8. und 30. November 2005 verstößt gegen Art. 20 Abs. 3 GG (vgl. BVerfGE 40, 88 ); sie verletzt den Beschwerdeführer in seinem Grundrecht aus Art. 2 Abs. 1 GG (…vgl. hierzu Benda/Klein, a.a.O., Rn. 1348).
Nichts anderes gilt, wenn auf Verfassungsbeschwerden gegen gerichtliche Entscheidungen hin festgestellt worden ist, dass gewisse, sonst vertretbare und mögliche Interpretationen des einfachen Rechts zu einer Grundrechtsverletzung führen (BVerfG, Beschluss vom 10. Juni 1975 - 2 BvR 1018/74, BVerfGE 40, 88, 94).
Erfolglose Verfassungsbeschwerde betreffend die verfassungsrechtlichen …
BGH, 23.10.2012 - 4 StR 292/12
Völlig ungeeignete und daher unzulässige Ablehnungsgesuche gegen (ehemalige) …
VerfG Brandenburg, 20.03.2015 - VfGBbg 30/14
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LAG Berlin, 31.08.1992 - 12 Sa 56/92
Arbeitsverhältnis: Weiterbeschäftigung von schwerbehinderten Arbeitnehmern aus …
BVerwG, 03.02.1977 - 2 B 71.76
OVG Berlin, 02.12.1991 - 4 S 36.91
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VGH Baden-Württemberg, 18.12.1987 - 2 S 2425/86

References: § 44

§ 31
 § 31
 § 31
 Art. 103
 § 44
 § 22
 § 31
 Art. 2
 Art. 20
 Art. 19
 § 31
 Art. 20
 Art. 2