Source: http://familienrecht.at/index.php?id=2044&L=%20%20%2F%2F0_admin%2F%22
Timestamp: 2019-11-15 16:22:22+00:00

Document:
Verzeichnispfad: Internetplattform Österr. Recht / Familienrecht / Aufteilungsverfahren / JK / Kriterien für Aufteilung
Die Grundsätze des Aufteilungsverfahrens, wie sie in § 83 (Billigkeit, Gewicht und Umfang des Beitrages zur ehelichen Errungenschaft, Wohl der Kinder), § 84 (möglichste Trennung der Lebensbereiche der geschiedenen Ehegatten), § 87 (die Ehewohnung betreffende gerichtliche Anordnungen der Rechtsübertragung oder Begründung) und § 90 Abs 1 (Bewahrungsgrundsatz: Übertragung oder Begründung von dinglichen Rechten nur, wenn eine billige Regelung in anderer Weise nicht erzielt werden kann) EheG genannt werden, stehen weder nach dem Gesetz in einer bestimmten Reihenfolge, noch kann eine solche für sie allgemein aufgestellt werden. Sie sind gemeinsam in jedem Fall bestmöglich zu wahren.
Beurteilungsfaktoren für die Billigkeit zählt Abs 1 Satz 2 des § 83 EheG nur demonstrativ auf.
Die im § 83 EheG genannten Grundsätze stehen weder in einer bestimmten Reihenfolge, noch kann eine solche für sie allgemein aufgestellt werden. Vielmehr sind sie gemeinsam in jedem Fall bestmöglichst zu wahren.
EheG § 83 (1) Die Aufteilung ist nach Billigkeit vorzunehmen.
Dabei ist besonders auf Gewicht und Umfang des Beitrags jedes
Ehegatten zur Anschaffung des ehelichen Gebrauchsvermögens
und zur Ansammlung der ehelichen Ersparnisse sowie auf das
Wohl der Kinder Bedacht zu nehmen; weiter auf Schulden, die mit
dem ehelichen Lebensaufwand zusammenhängen, soweit sie nicht
ohnedies nach § 81 in Anschlag zu bringen sind.
(2) Als Beitrag sind auch die Leistung des Unterhalts, die
Mitwirkung im Erwerb, soweit sie nicht anders abgegolten
worden ist, die Führung des gemeinsamen Haushalts, die Pflege
und Erziehung gemeinsamer Kinder und jeder sonstige eheliche

References: § 83
 § 84
 § 87
 § 90
 § 83
 § 83
 § 83
 § 81