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Timestamp: 2017-05-25 06:58:33+00:00

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TRBS 1201 - Prüfungen von Arbeitsmitteln und überwachungsbedürftigen Anlagen | DGUV-V3.de
Suche	TRBS 1201 – Prüfungen von Arbeitsmitteln und überwachungsbedürftigen Anlagen	Diese Technische Regel konkretisiert die Betriebssicherheitsverordnung hinsichtlich der Ermittlung und Festlegung von Art, Umfang und Fristen erforderlicher Prüfungen, der Verfahrensweise zur Bestimmung der mit der Prüfung zu beauftragenden Person, der Durchführung der Prüfungen und der Erstellung der ggf. erforderlichen Aufzeichnungen.
Anwendungsbereich Diese Technische Regel konkretisiert die Betriebssicherheitsverordnung hinsichtlich
– der Ermittlung und Festlegung von Art, Umfang und Fristen erforderlicher Prüfungen,
– der Verfahrensweise zur Bestimmung der mit der Prüfung zu beauftragenden Person,
– der Durchführung der Prüfungen und
– der Erstellung der ggf. erforderlichen Aufzeichnungen.
– die Ermittlung des lstzustandes
– eines Arbeitsmittels,
– einer überwachungsbedürftigen Anlage oder
– eines Arbeitsplatzes in explosionsgefährdeten Bereichen nach Anhang 4 Abschnitt A Nr. 3.8 BetrSichV,
– der Vergleich des lstzustandes mit dem Sollzustand sowie
– die Bewertung der Abweichung des lstzustandes vom Sollzustand.
– Ordnungsprüfungen und
– technische Prüfungen.
– die erforderlichen Unterlagen vorhanden und schlüssig sind,
– der Prüfgegenstand gemäß Ergebnis der Gefährdungsbeurteilung/sicherheitstechnischen Bewertung eingesetzt und verwendet wird,
– die von der Behörde ggf. geforderten Auflagen im Erlaubnis- oder Genehmigungsbescheid eingehalten sind,
– die erforderlichen Prüfparameter definiert sind (Prüfumfang, Prüffrist),
– die technischen Unterlagen mit der Ausführung übereinstimmen,
– die Beschaffenheit oder die Betriebsbedingungen seit der letzten Prüfung geändert worden ist bzw. sind.
– äußere oder innere Sichtprüfung,
– Funktions- und Wirksamkeitsprüfung,
– Prüfung mit Mess- und Prüfmitteln,
– labortechnische Untersuchung,
– zerstörungsfreie Prüfung und
– Prüfung mit datentechnisch verknüpften Messsystemen (z. B. Online-Überwachung).
2.4 Prüffrist ,,Prüffrist“ ist der Zeitraum bis zur nächsten wiederkehrenden Prüfung. Sie muss so festgelegt werden, dass der Prüfgegenstand nach allgemein zugänglichen Erkenntsnisquellen und betrieblichen Erfahrungen im Zeitraum zwischen zwei Prüfungen sicher benutzt werden kann.
– Prüfungen nach § 3 Abs. 3 BetrSichV
– Prüfungen nach § 10 BetrSichV
– Prüfungen nach Anhang 4 Abschnitt A Nr. 3.8 BetrSichV
– Prüfungen an überwachungsbedürftigen Anlagen nach §§ 14, 15 und 17 BetrSichV
– Informationen des Herstellers des Arbeitsmittels bzw. der überwachungsbedürftigen Anlage,
– Erkenntnisse der gesetzlichen Unfallversicherungsträger,
– betrieblichen Erfahrungen und
– sonstigen lnformationen zum Stand der Technik
– lnformationen des Herstellers,
– standardisierte oder vereinbarte Betriebsbedingungen (z. B. Herstellerspezifikationen, Sicherheitsabstände, Umgebungsbedingungen wie Klima und Beleuchtung, Schallleistungspegel, Leistungsaufnahme, zulässige Abnutzungsraten),
– Bedingungen mit definierter Überlast und sonstige Grenzbedingungen (z.B. Drehzahl, Geschwindigkeiten, Lasten, Bearbeitungsräume) und
– Betriebsabläufe.
– erforderliche Schutzart eines elektrischen Arbeitsmittels
– erforderliche Schutzeinrichtungen: Lichtschranken, Kontaktleisten, Schutzgitter, Sicherheitsventile
3.3.1 Prüfungen, durch unterwiesene Personen, soweit sie nicht nach 3.3.2 bis 3.3.4 geregelt sind Der Arbeitgeber hat die notwendigen Voraussetzungen zu ermitteln und festzulegen, welche die Personen erfüllen müssen, die er mit den Prüfungen an Arbeitsmitteln beauftragt.
– Gefährdungen, die vom Prüfgegenstand ausgehen, ohne oder mit einfachen Hilfsmitteln offensichtlich feststellbar sind und
– der Sollzustand jedem nach § 9 BetrSichV unterwiesenen Beschäftigten einfach vermittelbar ist und
– der Istzustand von jedem nach § 9 BetrSichV unterwiesenen Beschäftigten leicht erkennbar ist und
– der Prüfumfang nur wenige Prüfschritte umfasst und
– die Abweichung zwischen Ist- und Sollzustand durch nach § 9 BetrSichV unterwiesene Personen einfach bewertbar ist.
3.3.2 Prüfungen nach § 10 BetrSichV durch befähigte Personen Die Prüfung des Arbeitsmittels durch eine befähigte Person (siehe Bild 2) ist erforderlich nach
– § 10 Abs. 1 Satz 1 BetrSichV, wenn die Sicherheit der Arbeitsmittel von den Montagebedingungen abhängt,
– § 10 Abs. 2 Satz 1 BetrSichV, wenn die Arbeitsmittel Schäden verursachenden Einflüssen unterliegen, die zu gefährlichen Situationen führen können,
– § 10 Abs. 2 Satz 2 BetrSichV, wenn außergewöhnliche Ereignisse stattgefunden haben, die schädigende Auswirkungen auf die Sicherheit der Arbeitsmittel haben können sowie
– § 10 Abs. 3 BetrSichV nach Instandsetzungsarbeiten, welche die Sicherheit der Arbeitsmittel beeinträchtigen können.
– Baustellenkrane
– Zentrifugen
– Arbeitsmittel, die vor der ersten Inbetriebnahme zusammengesetzt, montiert und aufgestellt werden (z. B. Werkzeugmaschinen, Krane, Baustromverteiler)
– Rammen Beispiele für Schäden verursachende Einflüsse, die zu gefährlichen Situationen führen können:
– Verschleiß der Tragmuttern an einer Fahrzeughebebühne
– Korrosive Medien bei Lagerbehältern
– Verschmutzung von lsolierstrecken an elektrischen Arbeitsmitteln
– Abnutzung von Kupplungs- und Bremsbelägen an Exzenterpressen
– UV-Strahlung, die zur Versprödung von Kunststoffteilen führt
– längere Zeiten der Nichtbenutzung (Alterung, Witterung, Verschmutzung)
– Naturereignisse (Blitzschlag, Sturm, Überschwemmung)
– Unfälle (Umstürzendes Arbeitsmittel, Abstürzen eines Arbeitsmittels, Zusammenstoß)
– Veränderungen an Arbeitsmitteln (Aufspielen einer neuen Software, Austausch der Antriebe mit solchen anderer Kenndaten)
– Längere Zeiträume der Nichtbenutzung (Stillstandszeiten des Arbeitsmittels, die den Zeitraum zwischen den wiederkehrenden Prüfungen überschreiten)
– Austausch von Steuerungselementen
– Austausch von Schutzeinrichtungen
– Austausch einer elektrischen, hydraulischen oder pneumatischen Netzanschlussleitung
3.3.4 Prüfungen von überwachungsbedürftigen Anlagen durch zugelassene Überwachungsstellen oder befähigte Personen Die Prüfung einer überwachungsbedürftigen Anlage durch eine zugelassene Überwachungsstelle oder befähigte Person ist erforderlich nach
– § 14 Abs. 1 BetrSichV vor erstmaliger lnbetriebnahme und vor lnbetriebnahme nach einer wesentlichen Veränderung,
– § 14 Abs. 2 BetrSichV nach einer Änderung, soweit der Betrieb oder die Bauart
– § 14 Abs. 6 BetrSichV nach Instandsetzung von Geräten, Schutzsystemen oder Sicherheits-, Kontroll- oder Regelvorrichtungen im Sinne der Richtlinie 94/9/EG,
– § 15 BetrSichV wiederkehrend sowie
– § 17 BetrSichV in Verbindung mit Anhang 5 bei besonderen Druckgeräten.
– Sichtprüfung vor Arbeitsaufnahme, um zu erkennen, ob am Hammerkopf der Keil fehlt
– Funktionsprüfungen der Bedienungseinrichtungen an einem Kran bei Arbeitsbeginn
– Funktionsprüfung von Bremsen an Flurförderzeugen vor Beginn jeder Arbeitsschicht
– Funktionsfähigkeit der Beleuchtung in der Aufzugskabine
3.4.2 Prüfungen nach § 10 BetrSichV durch befähigte Personen Für Arbeitsmittel, die von der befähigten Person entsprechend Nummer 3.3.2 dieser Technischen Regel geprüft werden, sind die zu prüfenden Merkmale in Abhängigkeit von den Erfordernissen der bestimmungsgemäßen Benutzung erforderlichen Eigenschaften ggf. schriftlich festzulegen.
– Welche sicherheitstechnisch relevanten Merkmale sind für das jeweilige Arbeitsmittel festgelegt? (z. B. Warn- und Signalfarbe, maximal zulässige Drehzahl, notwendige elektrische Schutzart, zulässiger Lärmpegel, zulässige Toleranz, Vorhandensein von Schutzeinrichtungen)
– Mit welchen Abweichungen vom Sollzustand muss gerechnet werden?
– Wie können Abweichungen vom Sollzustand erkannt werden?
– Mit welcher Prüfart und welchem Prüfumfang kann der lstzustand ermittelt werden?
– Welche Hilfsmittel sind dazu erforderlich?
– Sicht- und Funktionsprüfung an Lastaufnahmemitteln
– Sicht- und Funktionsprüfung des Zustandes der Bauteile und Einrichtungen, einschließlich des bestimmungsgemäßen Zusammenbaus auf Vollständigkeit und Wirksamkeit der Sicherheitseinrichtungen
– Technische Teilprüfungen von elektrischen und mechanischen Merkmalen durch zwei befähigte Personen mit unterschiedlichen Anforderungen
– Funktionsfähigkeit eines Gabelstaplers, arbeitstäglich
– Prüfung der Wirksamkeit einer Lichtschranke vor der Benutzung der Maschine
– Einsatzbedingungen (spezielle Belastungen, Benutzungszeit je Tag usw.) bei denen das Arbeitsmittel benutzt wird
– Herstellerhinweise, die in der Betriebsanleitung enthalten sind
– Schädigung des Arbeitsmittels, Qualifikation der Beschäftigten, Erfahrungen mit dem ,,Ausfallverhalten“ des Arbeitsmittels
– Funktionsfähigkeit eines Verfahrens, mit dem eine planmäßige Instandhaltung (ständige Überwachung), insbesondere für sicherheitsrelevante Bau- und Verschleißteile erfolgt
– Unfallgeschehen oder Häufung von Mängeln an vergleichbaren Arbeitsmitteln Aufgrund der Prüfergebnisse durchgeführter Prüfungen kann eine Änderung der Prüffristen im Sinne einer Verlängerung oder Verkürzung erforderlich sein. Dabei sind die oben genannten Kriterien ebenfalls zu berücksichtigen.
– die Bereitstellung der für die Prüfung erforderlichen Hilfsmittel und Unterlagen,
– die Zugänglichkeit des zu prüfenden Arbeitsmittels/der zu prüfenden überwachungsbedürftigen Anlage gewährleisten,
– ausreichend bemessene Zeit für die Prüftätigkeit und
– für die Prüfung geeignete und für den Prüfer sichere Arbeitsbedingungen.
– Sichtprüfung: Besichtigung des Arbeitsmittels auf äußerlich erkennbare Mängel (z. B. Schäden am Gehäuse, sicherheitsbeeinträchtigende Verschmutzung und Korrosion) ggf. nach Öffnung der Gehäuse
– Überprüfung des Schutzleiterwiderstandes durch Messung oder Grenzwertermittlung
– Messen des Isolationswiderstandes, des Schutzleiterstromes, des Berührungsstromes und des Ableitstromes mit geeigneten Messgeräten
– Erproben des Arbeitsmittels und Überprüfen der Funktionsfähigkeit der Schutzeinrichtungen
4.2.2 Aufzeichnungen von Prüfungen nach Nr. 3.3.2 Der Arbeitgeber legt fest, dass und wie das Ergebnis der Prüfung durch die befähigte Person nach Nr. 3.3.2 aufgezeichnet wird. Die Aufzeichnungen müssen der Art und dem Umfang der Prüfung angemessen sein und können dementsprechend folgende Angaben enthalten:
– Bewertung festgestellter Mängel und Aussagen zum Weiterbetrieb

References: § 3
 § 10
 § 9
 § 9
 § 9
 § 10
 § 10
 § 10
 § 10
 § 10
 § 14
 § 14
 § 14
 § 15
 § 17
 § 10