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Timestamp: 2019-10-15 12:27:05+00:00

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Konzernabschluss. Von der Vollkonsolidierung zur Equity Methode | Masterarbeit, Hausarbeit, Bachelorarbeit veröffentlichen
2. Vollkonsolidierung
2.2 Kapitalkonsolidierung
2.2.1 Kapitalkonsolidierung nach der Erwerbsmethode
2.2.2 Phase der Erstkonsolidierung:
2.2.3 Phase der Folgekonsolidierung:
2.2.4 Phase der Endkonsolidierung
3. Equity Methode
3.1 Assoziierte Unternehmen Definition und Überblick:
3.2 Grundkonzept der Equity-Methode
3.3 Anwendung Equity Methode
3.3.1 Erstbewertung nach der Buchwertmethode
3.3.2 Fortschreibung in den Folgejahren
4. Wechsel von der Vollkonsolidierung auf die Equity-Methode
4.1 Begriff und Notwendigkeit der Übergangskonsolidierung
4.2 Übergang auf die Equity-Methode
In den Zeiten der Globalisierung und dem erhöhten Wettbewerbsdruck, der auf den Märkten liegt, kommt es immer wieder zu Zusammenschlüssen von Unternehmen. Dieser Zusammenschluss besteht aus einem Mutterunternehmen, das Anteile eines anderen Unternehmens teilweise oder vollständig erwirbt. Nach diesem Kriterium unterscheidet man die Rechnungslegungspflicht eines Konzerns.
Um den Wechsel von der Vollkonsolidierung zur Equity-Methode so verständlich wie möglich zu machen, werden zunächst die Methoden einzeln beleuchtet und erläutert. Beginnend mit der Vollkonsolidierung, in welcher nur die Kapitalkonsolidierung behandelt wird, soll die Erwerbsmethode vorgestellt und in der Praxis anhand eines Beispiels angewendet werden. Dabei gewinnen die einzelnen Schritte der Kapitalkonsolidierung an Bedeutung.
Darauf folgend wird die Equity-Methode näher betrachtet und erklärt auf welche Konzernunternehmen diese Methode anzuwenden ist. Hier wird ebenfalls Wert auf den Praxisbezug gelegt und mit einem Beispiel anschaulich gemacht.
Durch die nähere Betrachtung beider Methoden, welche auf Grundlage des HGB ausgelegt sind, wird der Grundstein für den Wechsel der Konsolidierungsmethoden gelegt. Bei diesem Wechsel handelt es sich um den eigentlichen Kern dieser Ausarbeitung, welcher nach Erläuterung der einzelnen Methoden, an einem Beispiel veranschaulicht wird.
Damit gelangt die Hausarbeit zu einem abschließenden Fazit.
Unter Vollkonsolidierung wird der vollständige Einbezug von Vermögens- und Schuldposten eines Tochterunternehmens im Konzernabschluss verstanden. Grundsätzlich sind alle einbezogenen Unternehmen konsolidierungspflichtig, die auf Dauer gehaltene Anteile des Mutterunternehmens bzw. Konzernunternehmens ausweisen und unter beherrschenden Einfluss stehen (§290 HGB).1
Die Vollkonsolidierung unterscheidet die Schritte der Kapitalkonsolidierung, der Schuldenkonsolidierung, der Zwischenergebniskonsolidierung und der Aufwands- und Ertragskonsolidierung. Sie haben die Aufgabe konzerninterne Beziehungen aus dem Summenabschluss herauszurechnen.2
Für die folgende Ausarbeitung des Wechsels zur Equity-Methode wird nur die Kapitalkonsolidierung näher betrachtet; die übrigen Schritte werden daher nicht behandelt.
Die Kapitalkonsolidierung ist eine der wichtigsten Maßnahmen zur Entwicklung eines Konzernabschlusses, in der die Einzelabschlüsse des Mutterunternehmens und die der einbezogenen Tochterunternehmen miteinander verschmelzen.
Das Ziel der Kapitalkonsolidierung ist es, die Kapitalverflechtungen der Konzernunternehmen untereinander zu eliminieren.
Im Summenabschluss sind sowohl die Beteiligungen des Mutterunternehmens an dem Tochterunternehmen, die die Beteiligungen am Eigenkapital der Tochterunternehmen repräsentieren, als auch Eigenkapital des Tochterunternehmens selbst ausgewiesen. Somit ergeben sich im Summenabschluss Doppelzählungen.
Die Einheitstheorie gemäß §297 Abs. 3 Satz 1 HGB besagt, dass die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der einbezogenen Unternehmen so darzustellen sind, als ob diese Unternehmen ein einziges Unternehmen bilden. Die Doppelzählungen der Posten müssen daher aufgerechnet werden.3
Der Teil des Eigenkapitals des Tochterunternehmens, der nicht konsolidiert wird, entfällt auf die übrigen Gesellschafter (Minderheitsgesellschafter). Gemäß §307 HGB wird dies in der Konzernbilanz auf der Passivseite ausgewiesen.
Das Gesetz schreibt für die Kapitalkonsolidierung in §301 Abs. 1 HGB die Erwerbsmethode vor. Hierbei liegt ein tatsächlicher Kaufakt vor, bei dem das Mutterunternehmen keine Beteiligungen des Tochterunternehmens erwirbt, sondern sämtliche Vermögensgegenstände und Schulden einzeln nach dem sogenannten Asset-Deal Prinzip (Einzelerwerbsfiktion). „Dies ist der theoretische Hintergrund von §301 HGB, der das methodische Vorgehen bei der Kapitalkonsolidierung von Tochterunternehmen regelt und dieses Vorgehen zutreffend als >>Erwerbsmethode<< bezeichnet.“ 4
Die Erwerbsmethode enthält verschiedene Phasen, in denen die Aufrechnung von den Beteiligungen des Mutterunternehmens am Tochterunternehmen enthalten ist und aufzeigen, wie das Eigenkapital des Tochterunternehmens im Konzernabschluss abzubilden ist.
Noch vor der Phase der Erstkonsolidierung, werden die Vermögensgegenstände, Schulden und Ansatzwahlrechte (§300 HGB) erfasst. Des Weiteren werden bei Tochterunternehmungen mit Sitz im Ausland Währungsumrechnungen der Einzelabschlüsse durchgeführt.5
Als Erstkonsolidierung gilt der Zeitpunkt, an dem das Unternehmen erstmalig Tochterunternehmen geworden ist und die einheitliche Leitung durch den Erwerber übernommen wird (§301 Abs. 2 Satz 1 HGB). Die Erstkonsolidierung ist gemäß §301 Abs. 1 Satz 2 HGB nach der Neubewertungsmethode zwingend vorgeschrieben.6
Am folgenden Beispiel7 soll die Erstkonsolidierung nach der Neubewertungsmethode veranschaulicht werden.
Tabelle 1, (Quelle: in Anlehnung an Baetge, Kirsch, Thiele (2013) S. 193)
Das Mutterunternehmen ist in diesem Beispiel zu 100% am Tochterunternehmen beteiligt.
Im ersten Schritt der Neubewertungsmethode, werden die stillen Reserven bzw. stillen Lasten aufgedeckt (stR/stL in t=0). Dabei müssen sämtliche bilanzierungsunfähige Posten im Einzelabschluss des Tochterunternehmens angesetzt und zum Zeitwert bestimmt werden.
Dazu gehören z.B. „selbsterstellte Marken des Tochterunternehmens, für die nach §248 Abs. 2 Satz 2 im Einzelabschluss ein Aktivierungsverbot besteht, (…) weil diese aus Sicht des Konzerns durch den Kauf des Tochterunternehmens entgeltlich erworben wurden“.8
Die stillen Reserven und stillen Lasten werden gesondert in der HB III aufgedeckt, welche die Vermögensgegenstände und Schulden des Tochterunternehmens zu Zeitwerten ausweisen. Damit wirken sie sich in voller Höhe auf das Eigenkapital des Tochterunternehmens aus, das um die Summe der aufgedeckten Einzeldifferenzen korrigiert und somit neubewertet wird.
Tabelle 2 (Quelle: in Anlehnung an Baetge, Kirsch Thiele (2013) S.194)
Im nächsten Schritt wird der Beteiligungsbuchwert des Mutterunternehmens mit dem neubewerteten Eigenkapital des Tochterunternehmens verrechnet. Nur in seltenen Fällen stimmen diese überein.
Tabelle 3 (Quelle: in Anlehnung an Baetge, Kirsch, Thiele (2013) S. 194)
Hier ergibt sich ein positiver Unterschiedsbetrag von 160 GE, der als Geschäfts- oder Firmenwert auf der Aktivseite der Konzernbilanz auszuweisen ist. Dieser gilt nach §246 Abs. 1 Satz 4 HGB als Vermögensgegenstand und ist planmäßig in der Folgekonsolidierung abzuschreiben (immaterielle Vermögensgegenstände).
Sollte das Eigenkapital den Beteiligungsbuchwert übersteigen, entsteht ein negativer Unterschiedsbetrag, der im gesonderten Posten „Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung“ zu passivieren ist.9
In der Spalte KB ist die resultierende Konzernbilanz nach der Kapitalkonsolidierung zu sehen, weshalb das Eigenkapital des Tochterunternehmens und die Beteiligung des Mutterunternehmens nicht mehr ersichtlich sind. In der Konzernbilanz sind die Vermögensgegenstände und Schulden des Tochterunternehmens zu Konzernanschaffungskosten sowie ein verbleibender Unterschiedsbetrag ausgewiesen.
Unabhängig von der Höhe der Beteiligung des Mutterunternehmens, müssen die Vermögensgegenstände und Schulden des Tochterunternehmens zu 100% im Konzernabschluss übernommen werden. Dazu ist in der Konzernbilanz gemäß §307 Abs. 1 HGB ein Ausgleichsposten für „Anteile anderer Gesellschafter“ zu erstellen. Dieser Posten errechnet sich aus der Neubewertungsmethode durch multiplizieren des Beteiligungsanteils der Konzernaußenstehenden mit dem neubewerteten Eigenkapital des Tochterunternehmens. Somit werden die Konzernaußenstehende auch an den stillen Reserven und Lasten beteiligt.10
1 Coenenberg, Haller, Schutlze (2014) S. 668.
2 Vgl. Baetge, Kirsch, Thiele (2013) S.175.
3 Vgl. Baetge, Kirsch Thiele (2013) S. 181.
4 Vgl. Coenenberg, Haller, Schultze (2014) S. 669.
5 Vgl. Küting, Weber (2008) S. 199.
6 Vgl. Coenenberg, Haller, Schultze (2014) S. 675 f.
7 Vgl. Baetge, Kirsch, Thiele (2013) S. 189 ff.
8 Vgl: Baetge, Kirsch, Thiele (2013) S.190.
9 O.V: http://www.lucanet.com/de/footer/glossar/neubewertungsmethode.html (letzter Zugriff am 07.12.2014)
10 O.V: http://wirtschaftslexikon.gabler.de/Definition/vollkonsolidierung.html?referenceKeywordName=Anteile+anderer+Gesellschafter (letzter Zugriff am 07.12.2014)
V296166
9783656940999
9783656941002
Bilanzen, Konzernbilanzen, Konzernabschluss, Equitymethode, Vollkonsolidierung, BWL, Wirtschaft, Konzern
Anonym, 2014, Konzernabschluss. Von der Vollkonsolidierung zur Equity Methode, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/296166

References: §297
 §307
 §301
 §301
 §301
 §248
 §246
 §307