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Timestamp: 2020-08-07 11:52:44+00:00

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Fest­stel­lung der be­grenz­ten Dienst­fä­hig­keit | Rechtslupe
Fest­stel­lung der be­grenz­ten Dienst­fä­hig­keit
Die Fest­stel­lung der be­grenz­ten Dienst­fä­hig­keit setzt die Dienst­un­fä­hig­keit des Be­am­ten vor­aus.
Das durch Art. 1 Nr. 3 und Art. 2 Nr. 5 des Ver­sor­gungs­re­form­ge­set­zes vom 29.06.1998 [1] geschaf­fe­ne Rechts­in­sti­tut der begrenz­ten Dienst­fä­hig­keit gemäß § 26a BRRG a.F. ermög­licht es, die ver­blie­be­ne Arbeits­kraft von Beam­ten nutz­bar zu machen, die ihre Dienst­pflich­ten wegen ihres kör­per­li­chen Zustan­des oder aus gesund­heit­li­chen Grün­den auf Dau­er nicht mehr voll erfül­len kön­nen und daher nur teil­dienst­fä­hig sind. Die­se Beam­ten sol­len nach dem Grund­satz „Wei­ter­ver­wen­dung vor Früh­pen­sio­nie­rung“ nicht mehr wegen Dienst­un­fä­hig­keit in den Ruhe­stand ver­setzt, son­dern unter Berück­sich­ti­gung ihres ein­ge­schränk­ten Leis­tungs­ver­mö­gens im akti­ven Dienst gehal­ten wer­den [2]. Das Rechts­in­sti­tut der begrenz­ten Dienst­fä­hig­keit ist damit Aus­druck des her­ge­brach­ten Grund­sat­zes des Berufs­be­am­ten­tums, dass der Beam­te sei­ne vol­le Arbeits­kraft zur Ver­fü­gung zu stel­len hat und mit Art. 33 Abs. 5 GG ver­ein­bar [3].
Nach dem Wort­laut des § 56 Abs. 1 des Nie­der­säch­si­schen Beam­ten­ge­set­zes – NBG – in der maß­geb­li­chen Fas­sung im Zeit­punkt der letz­ten Ver­wal­tungs­ent­schei­dung [4] vom 13.10.2005 [5] setzt die begrenz­te Dienst­fä­hig­keit Dienst­un­fä­hig­keit vor­aus. Nach § 54 Abs. 1 NBG ist ein Beam­ter dienst­un­fä­hig, wenn er infol­ge eines kör­per­li­chen Gebre­chens oder wegen Schwä­che sei­ner kör­per­li­chen oder geis­ti­gen Kräf­te zur Erfül­lung sei­ner Dienst­pflich­ten dau­ernd unfä­hig ist. Maß­stab ist dabei das dem Beam­ten zuletzt über­tra­ge­ne Amt im abs­trakt-funk­tio­nel­len Sinn, so dass die Ver­set­zung in den Ruhe­stand vor­aus­setzt, dass bei der Beschäf­ti­gungs­be­hör­de kein Dienst­pos­ten zur Ver­fü­gung steht, der dem sta­tus­recht­li­chen Amt des Beam­ten zuge­ord­net und gesund­heit­lich für ihn geeig­net ist (§ 55 Abs. 4 NBG a.F.) [6]. Kann der Beam­te unter Bei­be­hal­tung sei­nes Amtes die Dienst­pflich­ten noch wäh­rend min­des­tens der Hälf­te der regel­mä­ßi­gen Arbeits­zeit erfül­len, soll von der Ver­set­zung in den Ruhe­stand abge­se­hen und der Beam­te statt­des­sen für begrenzt dienst­fä­hig erklärt wer­den (§ 56 Abs. 1 NBG a.F.). Mit der Fest­stel­lung der begrenz­ten Dienst­fä­hig­keit wird ein Teil­zeit­sta­tus beson­de­rer Art begrün­det (vgl. § 56 Abs. 2 NBG a.F., § 72a BBesG).
BGBl I S. 1666, 1667[↩]
vgl. BT-Drucks 13/​9527, S. 29[↩]
BVerwG, Urteil vom 28.04.2005 – 2 C 1.04, BVerw­GE 123, 308, 310 = Buch­holz 240 § 72a BBesG Nr. 1 Rn. 10 m.w.N.[↩]
vgl. zur Ruhe­stands­ver­set­zung: BVerwG, Urteil vom 16.10.1997 – 2 C 7.97, BVerw­GE 105, 267, 269 ff. = Buch­holz 232 § 42 BBG Nr. 22 S. 4 f.[↩]
Nds. GVBl S. 296[↩]
BVerwG, Urteil vom 26.03.2009 – 2 C 73.08, BVerw­GE 133, 297, 300 = Buch­holz 232 § 42 BBG Nr. 25 Rn. 14 f.[↩]
Beschul­dig­ten­be­leh­rung – und die Fra­ge des rich­ti­gen… Die Beschul­dig­ten­ei­gen­schaft setzt zwar nicht nur das objek­ti­ve Bestehen eines Ver­dachts, son­dern auch den Ver­fol­gungs­wil­len der Straf­ver­fol­gungs­be­hör­de hin­sicht­lich einer Ver­dachts­hy­po­the­se vor­aus, der sich in einem…
Dienst­un­fä­hig­keit und die „gesam­te Kon­sti­tu­ti­on“ eines… Dienst­un­fä­hig­keit setzt nicht die Fest­stel­lung eines objek­ti­ven medi­zi­ni­schen Krank­heits­bilds vor­aus. Es genügt, dass der Beam­te auf­grund sei­ner gesam­ten Kon­sti­tu­ti­on sei­ne Dienst­pflich­ten nicht aus­üben kann. Dabei…

References: Art. 1
 Art. 2
 § 26
 Art. 33
 § 56
 § 54
 § 56
 § 72
 § 72
 § 42
 § 42