Source: http://www.ref-kirche-oberwart.com/gemeindezentrum/friedhof/friedhofsordnung.html
Timestamp: 2019-01-23 08:21:40+00:00

Document:
Friedhofsordnung - Reformierte Kirchengemeinde Oberwart
für den Friedhof der Evangelischen Pfarrgemeinde H.B. Oberwart
§ 1 Eigentums und Zweckbestimmung
Der Friedhof und die Aufbahrungshalle sind Eigentum der Evangelischen Pfarrgemeinde H.B. Oberwart, / Liegenschaft KG 34057 Oberwart, Gst.Nr.: 17571 (Fläche 21219)
Die Aufbahrungshalle dient zur Aufbahrung aller Personen, die im Friedhof der Evang. Pfarrgemeinde H.B. bestattet werden. Der Trauergottesdienst wird in der Kirche abgehalten, wobei diese Möglichkeit auch bei Bedarf von anderen Konfessionen in Anspruch genommen werden kann.
Der Friedhof dient zur Bestattung aller Personen, die zum Zeitpunkt ihres Todes Mitglieder der Evangelischen Pfarrgemeinde H.B. Oberwart waren. Die Bestattung reformierter Personen aus anderen Gemeinden und Personen nicht reformierten Bekenntnisses, bedarf der vorherigen Zustimmung des Presbyteriums der Evang. Pfarrgemeinde H.B. Oberwart.
§ 2 Einteilung des Friedhofes
Entsprechend seiner Einteilung besteht der Friedhof aus den Sektoren / 1 - 4. Die Einteilung ist aus dem dieser Friedhofsordnung beigeschlossenen Plan ersichtlich.
Da in den Sektoren 1und 2 unvollständige Grabreihen vorhanden sind, sollen diese aufgefüllt werden.
Die Sektoren 3 und 4 bieten die Möglichkeit zur Anlegung von Flachgräbern und Urnengräbern.
§ 3 Verwaltung und Aufsicht
Die Verwaltung des Friedhofes obliegt dem Presbyterium der Evang. Pfarrgemeinde H.B. Oberwart.
Die Aufsicht führen die Friedhofspresbyter, die das Presbyterium aus seinen Mitgliedern auf die Dauer der Funktionsperiode zu wählen hat. Sie kontrollieren auch die ordnungsgemäße Errichtung von Grabmälern.
Das Presbyterium behält sich vor, den Friedhof zu bestimmten Zeiten zu schließen und dies jeweils durch Anschlag und Kanzelabkündigung bekanntzugeben.
§ 5 Verhalten der Friedhofsbesucher
Innerhalb des Friedhofes ist alles zu unterlassen, was der Würde des Ortes nicht entspricht. Es ist daher insbesondere verboten:
das Deponieren von Abraum, Müll und Abfall außerhalb der hierfür bestimmten Plätze
die Beschädigung oder Verunreinigung des Friedhofes und seiner Einrichtungen
das ungebührliche Lärmen
das Verteilen von Drucksorten
das Feilbieten von Waren, sowie das Anbieten gewerblicher Dienste
Ansprachen, welche im krassen Widerspruch zum christlichen Glauben und dessen Grundsätzen stehen
das Befahren der Wege mit Sportgeräten und Fahrzeugen.Dies gilt auch für Transportfahrzeuge, wenn keine Genehmigung der Friedhofsverwaltung vorliegt
die Durchführung von Sammlungen ohne Genehmigung durch das Presbyterium
die Durchfahrt durch den Friedhof
das Deponieren von Erdreich im Friedhof oder auf den Nachbargrundstücken
Die Friedhofsbesucher werden gebeten, gemäß der Oberwarter reformierten Gemeindetradition, keine Kerzen anzuzünden.
Den Anordnungen der Friedhofspresbyter, sowie gegebenenfalls des Pfarrers ist Folge zu leisten. Verstöße gegen die vorstehenden Bestimmungen werden behördlich und gerichtlich verfolgt.
Für alle Arbeiten, die im Friedhof durchgeführt werden, wie Neuanlage von Grabplätzen, Änderungen an Einfassungen (Reihe - Linie - Höhe etc.) ist rechtzeitig das Einvernehmen mit denFriedhofspresbytern herzustellen. Bei Nichtbefolgung der Anweisungen der Fried-hofsverwaltung sind die Gräberverantwortlichen bzw. die mit den Arbeiten betrauten Unternehmen verpflichtet, die daraus entstehende Kosten einer eventuell anfallenden Änderung bzw. Abtragung zu tragen.
Für alle im Friedhof durchgeführten Arbeiten gelten die unter § 5, Pkt. 1 Zi. a/ bis k/ angeführten Verbote. Weiters ist dabei auf eventuelle Bestattungsfeierlichkeiten Rücksicht zu nehmen.
Beschwerden in Friedhofsangelegenheiten sind an die Friedhofspresbyter, solche die sich gegen diese richten, an das Presbyterium zu richten.
Eine Bestattung darf nur stattfinden, wenn der Friedhofsverwaltung bzw. dem Pfarramt die standesamtliche "Bescheinigung über die Eintragung eines Sterbefalles" vorgelegt wird.
Eine Bestattung darf nur stattfinden, wenn das Nutzungsrecht an dieser Grabstelle nachgewiesen werden kann.
§ 9 Sanitätspolizeiliche Bestimmungen
Zur Bestattung sind Holzsärge zu verwenden, sodass sie in der Verwesungszeit verrotten können. Die Fugen derselben müssen flüssigkeitsdicht verschlossen sein. Die Verwendung von Särgen aus Materialien, die nicht verrotten, ist unzulässig.
Die Särge müssen mindestens 1,10 m hoch mit Erde überdeckt sein. Darüber soll, außer bei Flachgräbern, ein 20 cm hoher Grabhügel aufgeworfen werden. Werden zwei Särge nebeneinander beigesetzt, so ist eine Zwischenschicht Erde von mindestens 10 cm Stärke einzubringen.
Die Wiederbelebung eines Grabes ist nur nach Ablauf der Verwesungszeit zulässig. Die Verwesungszeit / Ruhefrist / beträgt 10 Jahre. Bei Anlegung eines Tiefengrabes kann ein Grab vor Ablauf der Verwesungszeit neu benutzbar gemacht werden.
§ 10 Arten der Grabstellen
Bei Neuanlegung von Gräbern ist darauf zu achten, dass die vorgesehene Platzverteilung eingehalten wird.
Im Friedhof sind folgende Arten von Grabstellen vorgesehen:
Bei Erdgräbern sind Einfachgräber, Doppelgräber und Kindergräber zu unterscheiden. Einfach-und Doppelgräber können auch als Tiefengräber ausgeführt werden.
Vorläufig werden die leeren Plätze in den bestehenden Reihen (lt. Friedhofsplan-Sektor 2) vergeben. Aus diesen Plätzen kann der Ansuchende die Grabstelle im Einvernehmen mit den Friedhofspresbytern selbst auswählen
Die Reservierung von Grabstellen ist nicht möglich, jedoch können bestehende, aber nicht mehr gepflegte Gräber für eine spätere Beerdigung übernommen und innerhalb von 6 Monaten neu ausgeführt werden. Das unbelegte Grab ist wie ein belegtes Grab zu gestalten und zu pflegen. Die, damit im Zusammenhang anfallenden Gebühren, sind zu entrichten.
§ 11 Ausmaß der Grabstellen
Urnen können in jeder Form eines Erdgrabes bestattet werden.
Die Einfassungsbreite darf das Ausmaß von 15cm nicht überschreiten
Die Höhe der Einfassung, außer bei Flachgräbern, ist so zu bemessen, dass sie 25 cm - 30 cm nicht übersteigt.
Außer in begründeten Ausnahmefällen dürfen die Grabsteine ab Grabeinfassung folgendes Ausmaß nicht überschreiten: Höhe bis 140 cm, Breite bis max. 2/3 der Einfassungsbreite
Die Form der Grabeinfassung des Grabmals und der umgebenden Befestigung dürfen nur nach dem vom Presbyterium genehmigten Plan durchgeführt werden. Flachgräber sind nach den Vorschriften des Presbyteriums auszuführen.
Durch den Erwerb eines Grabes erhält der Berechtigte ein Nutzungsrecht nach Maßgabe dieser Friedhofsordnung. Das Verfügungsrecht der Friedhofsverwaltung wird durch den Erwerb eines Grabes zwar beschränkt, aber nicht aufgehoben.
Die Vergabe des Nutzungsrechtes für Erdgräber, Urnengräber und Flachgräber erfolgt durch die Friedhofspresbyter.
Es ist den Angehörigen möglich, bei der Bestattung eines Familienangehörigen gleichzeitig ein Doppelgrab zu beanspruchen, das für die Beerdigung anderer Familienangehöriger vorgesehen ist.
Die Nutzungsberechtigung wird zunächst für 20 Jahre erteilt, eine Verlängerung kann jeweils für 10 / 15 / Jahre durch Bezahlung der dafür vorgesehenen Gebühren erreicht werden.
Das Grabnutzungsrecht wird gegen Bezahlung der in der Gebührenordnung festgesetzten Gebühr erworben.
§ 13 Instandhaltung
Der Nutzungsberechtigte ist verpflichtet, sobald wie möglich, die Grabstelle mit einer befestigten Einfassung aus Beton oder Stein / außer bei Flachgräbern / zu versehen, dabei ist die Bestimmung des § 11 zu beachten.
Künstlerisch und geschichtlich wertvolle Grabdenkmäler dürfen ohne Genehmigung des Presbyteriums weder verändert noch entfernt werden.
Wird nicht für eine ordnungsgemäße Erhaltung und Pflege der Grabstätte gesorgt, ist der Nutzungsberechtigte über Aufforderung der Friedhofsverwaltung verpflichtet, innerhalb einer Frist von einem Monat die begehrte Entfernung oder Änderung durchzuführen. Ansonsten ist die Friedhofsverwaltung berechtigt, auf Kosten des Inhabers der Grabstelle, die begehrte Änderung oder Entfernung durchführen zu lassen.
Nach Ablauf oder Erlöschen infolge Nichtverlängerung des Nutzungsrechtes ist der Inhaber verpflichtet, die auf der Grabstelle befindlichen Grabmäler, Umfassungen usw. innerhalb von 6 Monaten zu entfernen und den ursprünglichen Zustand / eingeebneter Grund / wieder herzustellen. Nach Ablauf dieser Frist ist die Friedhofsverwaltung nach vorheriger schriftlicher Aufforderung und angemessener Fristsetzung berechtigt, die Ersatzvornahme auf Kosten des Inhabers der Grabstelle zu veranlassen.
§ 14 Gärtnerische Gestaltung
Die Grabstellen dürfen nur mit solchen Pflanzen bepflanzt werden, die die Höhe des Grabsteines nicht übersteigen und andere Grabstellen oder die öffentlichen Anlagen und Wege nicht beeinträchtigen.
Außerhalb der Grabstelle obliegt die Gestaltung und Pflege der Friedhofsverwaltung.
Der Erwerber kann nur im Einvernehmen mit der Friedhofsverwaltung ein Grabmal errichten:
Die Schlichtheit, die gerade im reformierten Glauben zum Ausdruck kommt, soll auch in der Ausführung des Grabmals gewahrt werden. In bestehenden Reihen muss das Grab umrandet werden.
Die Grabmale sind so zu fundamentieren und so zu befestigen, dass sie dauerhaft standsicher sind. Die Friedhofsverwaltung ist berechtigt, Grabmale, die nicht mehr standsicher sind, zur Vermeidung von Gefahren für die Friedhofsbesucher, auf Kosten des Nutzungsberechtigten abzusichern oder abzutragen. Der Nutzungsberechtigte kann für die Schäden haftbar gemacht werden, die durch das Stürzen von Grabmälern verursacht werden.
Der Friedhofeigentümer haftet nicht für Beschädigung, Verlust, Diebstahl oder Zerstörung der von wem immer in den Friedhof eingebrachten Gegenstände bzw. für Schäden an Gräbern und Grabmälern.
Die von der Gemeindevertretung beschlossene Gebührenordnung ist für die Einhebung folgender Gebühren maßgebend:
Grabstellengebühr für die Überlassung einer Grabstelle
Verlängerungsgebühr für die Verlängerung des Nutzungsrechtes an einer Grabstelle
Jährlicher Friedhofspflegebeitrag
diese Friedhofsordnung tritt am 2. April 2001 in Kraft
Die zum Zeitpunkt des Inkrafttretens dieser Friedhofsordnung bereits bestehenden Ansprüche und Rechte von Nutzungsberechtigten werden durch diese Friedhofsordnung nicht berührt. Doch gilt auch für sie in Hinkunft die nunmehr in Kraft stehende Gebührenordnung.
A. GRABSTELLENGEBÜHR:
Von Gemeindegliedern wird keine Grabstellengebühr eingehoben, sofern diese den Kirchenbeitrag ordnungsgemäß entrichtet haben.
Für Nichtmitglieder unserer Gemeinde:
pro Person ATS 5000,00 - (€ 363,36) * wenn Ehepartner(in) reformiert ATS 3000,00 (€ 218,01)
B. VERLÄNGERUNGSGEBÜHR:
Nach Ablauf von 20 Jahren ist der vom Presbyterium bestimmte Betrag für alle bestehenden Gräber zu entrichten.

References: § 1

§ 2

§ 3

§ 5
 § 5

§ 9

§ 10

§ 11

§ 13
 § 11

§ 14