Source: http://www.verwaltung.uni-halle.de/KANZLER/ZGST/ABL/1998/98'1'10.HTM
Timestamp: 2018-01-20 18:54:04+00:00

Document:
8. Jahrgang, Nr. 1 vom 22. Dezember 1998, S. 20
§ 10 Verteidigung
§ 11 Bewertung
§ 12 Gesamtprädikat
§ 14 Veröffentlichung
Aufgrund von § 23 des Hochschulgesetzes des Landes Sachsen-Anhalt vom 7. Oktober 1993 hat die Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg die folgende Promotionsordnung als Satzung erlassen:
(1) Die Theologische Fakultät verleiht aufgrund besonderer wissenschaftlicher Leistungen den akademischen Grad eines Doktors der Theologie (Dr.theol.).
(2) Die Fakultät kann für hervorragende wissenschaftliche Leistungen oder für außerordentliche Verdienste in der Wissenschaft den akademischen Grad eines Doktors der Theologie ehrenhalber (Dr.theol.h.c.) verleihen.
eine wissenschaftliche Abhandlung (Dissertation) mit öffentlicher Verteidigung und
(2) Mit der Dissertation weist der Kandidat seine Fähigkeit nach, durch selbständige wissenschaftliche Arbeit Ergebnisse zu erzielen, welche die Entwicklung des Wissenschaftszweiges, sowie seiner Theorien und Methoden fördern.
ein abgeschlossenes Hochschulstudium der Theologie von mindestens 8 Semestern bzw. der Evangelischen Religionslehre für das Lehramt von mindestens 6 Semestern,
den Nachweis der Zugehörigkeit zu einer der Mitgliedskirchen des Ökumenischen Rates oder der Konferenz Europäischer Kirchen. Über Ausnahmen entscheidet der Prüfungsausschuß der Fakultät auf Antrag.
(2) Auf Antrag kann zur Promotion zugelassen werden, wer den gleichwertigen Abschluß eines Theologiestudiums nachweisen kann. Die Gleichwertigkeit kann ggf. durch die Erfüllung bestimmter Auflagen hergestellt werden.
(3) Wer die o. g. Zulassungsvoraussetzungen erfüllt, kann unter Angabe seines in Aussicht genommenen Themas bei der Fakultät die Annahme als Doktorand beantragen.
(4) Der Prüfungsausschuß kann von den Erfordernissen der Note "befriedigend" befreien.
die Dissertation in vier Exemplaren, darin eingebunden ein tabellarischer Lebenslauf (entsprechend § 11 HSDatVO) sowie Thesen oder ein Summary in einer internationalen Sprache (z.B. Englisch oder Französisch) und die schriftliche Versicherung, daß der Bewerber die Dissertation selbständig verfaßt, nur die angegebenen Quellen benutzt und wörtlich oder sinngemäß den Schriften anderer Autoren entnommene Stellen kenntlich gemacht hat;
(1) Die Dissertation ist von drei Hochschullehrern zu begutachten, von denen mindestens einer Professor sein muß. Ein weiterer von ihnen darf der verleihenden Hochschule nicht angehören. In Einzelfällen kann zusätzlich ein Hochschullehrer einer anderen Fakultät zur Begutachtung hinzugezogen werden.
(4) Die Gutachten sind innerhalb von drei Monaten zu erstellen. Die Gutachter bewerten die Dissertation mit einer Note (§ 13 Abs. 1).
im Hauptfach (60 Minuten);
(1) Nach bestandener mündlicher Prüfung hat der Kandidat die Ergebnisse seiner Dissertation vor der Prüfungskommission zu verteidigen.
(2) Der Dekan legt den Termin fest und lädt zur öffentlichen Verteidigung ein.
(3) Der Vorsitzende der Promotionskommission leitet die Verteidigung. Sie beginnt mit einem kurzen Vortrag des Doktoranden über seine Arbeit. Danach haben alle Anwesenden Fragerecht.
(1) Nach der mündlichen Prüfung setzt die Promotionskommission die Noten für die mündliche Prüfung fest (§ 13 Abs. 1).
(4) Über den Verlauf, den Inhalt und das Ergebnis der Verteidigung ist ein Protokoll anzufertigen, das von den Mitgliedern der Promotionskommission zu unterzeichnen ist und eine Note enthalten muß.
Die Promotionskommission berechnet die Gesamtnote (§ 13 Abs. 2) als arithmetisches Mittel aus dem Sechsfachen der Note für die Dissertation, dem Zweifachen der Note für die Verteidigung und den Noten für die mündlichen Prüfungen (je einfach), geteilt durch acht plus die Anzahl der geprüften Fächer.
"ausgezeichnet" (summa cum laude)
bei einem Durchschnitt von 1,0 bis 1,5
"sehr gut" (magna cum laude)
bei einem Durchschnitt über 1,5 bis 2,0,
"gut" (cum laude)
bei einem Durchschnitt über 2,0 bis 3,0,
"genügend" (rite)
bei einem Durchschnitt über 3,0 bis 4,0 oder
"ungenügend" (non sufficit)
bei einem Durchschnitt über 4,0.
(2) Von der Dissertation sind insgesamt 20 Pflichtexemplare innerhalb eines Jahres nach der mündlichen Prüfung in der Fakultät und in der Universitätsbibliothek abzuliefern. Erscheint die Dissertation nicht im Buchhandel, sind 60 weitere Pflichtexemplare abzuliefern.
(2) Die beabsichtigte Ehrenpromotion ist dem Senat der Universität und dem zuständigen Minister anzuzeigen. Über den Antrag entscheidet der Fakultätsrat mit Zweidrittelmehrheit.
(1) Für die Entziehung des Doktorgrades gelten die Vorschriften des Hochschulgesetzes.
(1) Personen- und Funktionsbezeichnungen in dieser Ordnung gelten jeweils in männlicher und weiblicher Form.
(2) Die Promotionsordnung tritt nach ihrer Genehmigung durch das Kultusministerium am Tage nach ihrer Bekanntmachung im Amtsblatt der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg in Kraft.
Ausgefertigt aufgrund der Beschlüsse des Fakultätsrats der Theologischen Fakultät vom 21.04.1994 und des Senates der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg vom 11.05.1994 sowie der Genehmigung des Kultusministeriums des Landes Sachsen-Anhalt vom 17.07.1995.
Halle (Saale), den 18. September 1995

References: § 10

§ 11

§ 12

§ 14
 § 23
 § 11