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Timestamp: 2019-11-19 21:27:12+00:00

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[ STEUERSPAR-URTEILE.de ] - Urteil, Aktenzeichen: VIII R 37/15, Bundesfinanzhof 20.11.2018
Aktenzeichen: VIII R 37/15
Aktenzeichen: 9 K 4203/13 E
Abgeltungsteuer, Anschaffungskosten, Differenzausgleich, Kapitaleinkünfte, Kapitalvermögen, Knock-Out-Zertifikat, Termingeschäft, Verlust, Zertifikat
Kommt es bei Knock-out-Zertifikaten zum Eintritt des Knock-out-Ereignisses, können die Anschaffungskosten dieser Zertifikate nach der ab 1. Januar 2009 geltenden Rechtslage im Rahmen der Einkünfte aus Kapitalvermögen als Verlust berücksichtigt werden, ohne dass es auf die Einordnung als Termingeschäft ankommt.
EStG § 20 Abs. 2 Satz 1 Nr. 3 Buchst. a, § 20 Abs. 2 Satz 1 Nr. 7, § 20 Abs. 2 Satz 2, § 20 Abs. 4 Satz 1 und 5, § 20 Abs. 6, § 20 Abs. 9
Hintergrund: Hat ein Steuerpflichtiger in Knock-Out-Zertifikate investiert, die durch Erreichen der Knock-Out-Schwelle verfallen, kann er den daraus resultierenden Verlust nach der seit 1.1.2009 unverändert geltenden Rechtslage im Rahmen seiner Einkünfte aus Kapitalvermögen abziehen. Damit wendet sich der Bundesfinanzhof (BFH) gegen die Auffassung der Finanzverwaltung.
Das Urteil ist eine Fortsetzung der Rechtsprechung des BFH, dass seit Einführung der Abgeltungsteuer grundsätzlich sämtliche Wertveränderungen im Zusammenhang mit Kapitalanlagen zu erfassen sind und dies gleichermaßen für Gewinne und Verluste gilt (vgl. Urteil vom 24. Oktober 2017 VIII R 13/15 zum insolvenzbedingten Ausfall einer privaten Darlehensforderung).

References: § 20
 § 20
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