Source: https://www.kanzlei-laaser.com/kuenstlersozialabgabe-auch-bei-auslandsbezug/
Timestamp: 2019-10-21 16:30:50+00:00

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Zu (1.3.3) – > keine Einnahmeerzielung
Keine Einnahmeerzielung kann vorliegen, wenn der Verband keinen Eintritt für die Aufführungen verlangt. Gem. § 24 Abs. 2 KSVG ist es für die Verpflichtung eines Verwerters, KSA abzuführen, Voraussetzung, dass die künstlerische Leistung im unmittelbaren Zusammenhang mit der Erzielung von Einnahmen steht. Ein solcher unmittelbarer Zusammenhang ist nach unserer Auffassung nicht gegeben, wenn die Aufführung zwar durch öffentliche Mittel gefördert wird, jedoch keine Eintrittsgelder eingenommen werden. In diesem Fall besteht kein unmittelbarer Zusammenhang zwischen der Kunstverwertung und der Erzielung der Einnahmen.
Der Grundsatz, wonach keine KSA bei Zahlungen an juristische Personen anfällt, gilt u.a. nicht, wenn diese juristische Personen sog. Dritte i. S. d. § 25 Abs. 1 S. 2 KSVG oder § 25 Abs. 2 KSVG sind.
Der deutsche Veranstalter muss keine KSA abführen, da er die künstlerische Leistung nicht in Deutschland verwertet. Besteht jedoch die Möglichkeit, dass die im Ausland erprobte Aufführung auch in Deutschland gezeigt werden könnte, muss der Verwerter auch auf das Probenhonorar im Ausland Künstlersozialabgabe abzuführen (vgl. BSG Urteil vom 18.09.2008, Aktenzeichen B 3 KS 4/07 R). Die Möglichkeit der Aufführung in Deutschland führt dazu, dass auch die Proben in Russland einen Inlandsbezug aufweisen.
Unternehmen mit Sitz im Ausland müssen keine KSA abführen. Dies gilt selbst dann, wenn der Auftritt in Deutschland stattfindet. Nach dem Territorialprinzip kann die Künstlersozialabgabe nur von Verwertern mit Sitz in Deutschland erhoben werden, vgl. § 36a KSVG i.V.m § 30 Abs. 1 SGB I; Münchner Anwaltshandbuch Sozialrecht, 5. Auflage, 2018 Rn. 110.
Sofern ein nicht abgabepflichtiger Dritter (z.B. Produktionsfirma mit Sitz im Ausland) Entgelt für eine künstlerische Leistung (Honorare an Künstler*in) zahlt, die für einen Abgabepflichtigen (Auftritt bei einem Theaterveranstalter in Deutschland) erbracht wird, muss der Abgabepflichtige KSA abführen, vgl. § 25 Abs. 1 S. 2 KSVG.
Der inländische Veranstalter muss keine KSA auf das Honorar abführen, das er an die ausländische Produktionsfirma geleistet hat. Bei der ausländischen Produktionsfirma handelt es sich um eine juristische Personen. Auf Zahlungen an juristische Personen müssen keine KSA abführt werden.
Geposted am 9. Juli 2018 30. Juni 2019 in KSK/KSA, Soziales/KSK, Auslandsgeschäfte, Auslandsgeschäfte
Schauspieler können nach § 4 Nr. 20 a UStG von der Umsatzsteuer befreit werden!

References: § 24
 § 25
 § 25
 § 36
 § 30
 § 25
 § 4