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Timestamp: 2020-07-05 09:21:45+00:00

Document:
BMF v. 02.07.2019 - IV C 6 -S 2133-b/19/10001 - NWB Datenbank
BMF v. 02.07.2019 - IV C 6 -S 2133-b/19/10001 BStBl 2019 I S. 887
E-Bilanz; Veröffentlichung der Taxonomien 6.3 vom 1. April 2019
Bezug: BMF, Schreiben v. 6. 6. 2018 (BStBl 2018 I S. 714)
Hiermit wird das aktualisierte Datenschema der Taxonomien (Version 6.3) als amtlich vorgeschriebener Datensatz nach § 5b EStG veröffentlicht.
Beispielsweise wurden im Berichtsteil „Bilanz” zur innerbilanziellen Abbildung von gesetzlich geregelten Veräußerungsfiktionen (z. B. § 22 und § 56 InvStG) neue Taxonomie-Positionen geschaffen. Für durch die fingierte Veräußerung der Investment-oder Spezial-Investmentanteile aufgedeckte stille Reserven wurden die Taxonomie-Positionen „Rücklagen nach dem InvStG” geschaffen. Unter anderem zur innerbilanziellen Erfassung von Vorabpauschalen (§ 16 Absatz 1 Nummer 2 i. V. m. § 18 InvStG) und ausschüttungsgleichen Erträgen (§ 34 Absatz 1 Nummer 2 i. V. m. § 36 InvStG) sind als steuerliche Bilanzierungshilfe Ausgleichsposten vorgesehen. Im Berichtsteil „Gewinn- und Verlustrechnung” wurden zahlreiche Taxonomie-Positionen für Erträge und Aufwendungen im Zusammenhang mit Investment- und Spezial-Investmentanteilen ergänzt. Außerdem wurden im Berichtsteil „steuerliche Gewinnermittlung” Taxonomie-Positionen für außerbilanzielle Korrekturen ergänzt (z. B. für die Teilfreistellung gemäß § 20 InvStG: „Abrechnung, nach InvStG steuerfreier Erträge”).
Mit Einführung der Taxonomie-Position „zuzüglich nach InvStG steuerfreie Erträge” im Berichtsteil „Steuerliche Gewinnermittlung bei Feststellungsverfahren” entfiel der Anwendungsbereich der Taxonomie-Position „zuzüglich sonstige steuerfreie Erträge”, sodass die letztgenannte Position gelöscht wurde.
Das Betriebsvermögen (Eigenkapital) am Schluss des Wirtschaftsjahres im Sinne des § 4 Absatz 1 Satz 1 EStG ermittelt sich nach dem Betriebsvermögen am Schluss des vorangegangenen Wirtschaftsjahres zuzüglich oder abzüglich eines Steuerbilanzgewinns oder -verlusts, abzüglich Entnahmen und zuzüglich Einlagen. Ein von der Mitunternehmerschaft erzielter Steuerbilanzgewinn erhöht demnach in einem ersten Schritt stets das steuerliche Eigenkapital und damit die Kapitalanteile der Mitunternehmer entsprechend dem ihnen zuzurechnenden Anteil am Steuerbilanzgewinn. Ist der Gewinnanteil des Mitunternehmers vollständig oder teilweise auf einem als Fremdkapital einzustufenden Gesellschafterkonto zu erfassen (vgl. zur steuerlichen Einordnung von Kapitalkonten der Gesellschafter das BMF-Schreiben vom 30. Mai 1997, BStBl 1997 I S. 627), ist insoweit in einem zweiten Schritt eine Entnahme zu berücksichtigen, die dann zu einer Minderung seines Kapitalanteils führt.
Da entnahmefähige Gewinnanteile, soweit und solange sie nicht entnommen werden, i. d. R. eine dem Sonderbetriebsvermögen I zuzuordnende Forderung des jeweiligen Mitunternehmers darstellen, ist im Sonderbereich des jeweiligen Mitunternehmers in diesem Fall korrespondierend eine Einlage zu erfassen. Zur innerbilanziellen Abbildung steht ab dieser Version 6.3 die neue Taxonomie-Position „Forderungen gegen Gesellschaft/Gesamthand” für Zwecke der Übermittlung einer Sonderbilanz zur Verfügung.
BMF v. 02.07.2019 - IV C 6 -S 2133-b/19/10001
OFD Frankfurt/M. 9.7.2019 - S 2133b
BStBl 2019 I Seite 887
BB 2019 S. 1705 Nr. 30
DStR 2019 S. 1469 Nr. 28
DStZ 2019 S. 553 Nr. 16
EStB 2019 S. 320 Nr. 8
KÖSDI 2019 S. 21343 Nr. 8
StB 2019 S. 274 Nr. 9
DAAAH-22500
Track 03 | Buchführung: Neue E-Bilanz-Taxonomie 6.3 ab 2020, Steuern mobil 9/2019
Riepolt, E-Bilanz: Änderungen der Taxonomie 6.3, StuB 16/2019 S. 627
BMF, Schreiben v. 6. 6. 2018

References: § 5
 § 22
 § 56
 § 18
 § 36
 § 20
 § 4