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Timestamp: 2017-11-23 16:53:12+00:00

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Initiative | Wertmetall Box
Das Konzept des Bedingungslosen Grundeinkommens (kurz BGE, oder besser, bGe, wg. der Verwechslungsgefahr mit dem schweiz. Bundesgericht BGE) sieht monatliche Zuwendungen für jede Person vor.
In der Schweiz sind aktuell SFR. 2500 pro Monat für Erwachsene und 1/4 davon fuer Kinder im Gespräch.
Es würde weder eine sozialadministrative Bedürftigkeitsprüfung erfolgen, noch eine Bereitschaft zur Erwerbstätigkeit gefordert. Auf der anderen Seite entfallen alle allgemeinen steuer- und abgabenfinanzierten Sozialleistungen wie Arbeitslosengeld, Sozialhilfe oder Kindergeld. Inwieweit besondere soziale Bedürftigkeit gesondert berücksichtigt wird, ist bei den verschiedenen Modellen unterschiedlich vorgesehen.
Sehen wir uns das einmal im Detail an:
Video dazu. Grundeinkommen – ein Kulturimpuls: (Für die Kurzfassung (7 Minuten) dieses Videos bitte nach unten scrollen)
Radio DRS 3 Schweiz: Obwohl am 1. April 2012 ausgestrahlt, ist das kein Scherz das Freiherrn Heinrich von Derersteapril:
Ein bedingungsloses Grundeinkommen für alle. Ohne Gegenleistung. Geld würde weniger wichtig, die Menschen würden freier. Sagen die Initianten einer Volksinitiative, die im April lanciert werden soll.
Hören (51:51)
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CD bestellen CHF 31.90
Ist ein bedingungsloses Grundeinkommen machbar? Bezahlbar? Oder doch nur eine chancenlose Utopie? Input spricht mit den Promotoren dieses radikalen Zukunftsmodells, mit Sympathisanten und Kritikern.
Unterschriftenbogen Können ab sofort hier bestellt werden.
Geplanter Start der Unterschriftensammlung ist der 21. April 2012.
Websites der Verfechter des bedingungslosen Grundeinkommens.
Das Buch zum Thema – ebenfalls von den Grundeinkommens-Promotoren:
„Die Befreiung der Schweiz. Über das bedingungslose Grundeinkommen“. Von Christian Müller und Daniel Straub. Erschienen 2012 im Limmatverlag, Zürich. Ein handliches Büchlein. Nicht zur Zahlenbeigerei, sondern auch allerlei gesellschafsphilosophische Gedanken u.a. von Endo Anaconda, Peter Von Matt und Klaus Wellershoff.
Das Bedingungslose Grundeinkommen ist ein sozialpolitisches Finanztransfermodell, nach dem jeder Bürger unabhängig von seiner wirtschaftlichen Lage vom Staat eine gesetzlich festgelegte und für jeden gleiche finanzielle Zuwendung erhält, für die keine Gegenleistung erbracht werden muss (Transferleistung); es wird meist als Finanzleistung diskutiert, die bereits ohne weitere Einkommen oder bedingte Sozialhilfe existenzsichernd wäre.
Die Idee, jedes Gesellschaftsmitglied an den Gesamteinnahmen dieser Gesellschaft ohne Bedürftigkeitsprüfung zu beteiligen, ist ein globales Phänomen,[1] wobei sich der Name der Idee von Land zu Land und zu verschiedenen Zeiten unterscheidet. So wird der Vorschlag zum Beispiel in den USA hauptsächlich unter dem Namen Basic Income Guarantee (BIG) diskutiert,[2] ein Pilotprojekt in Namibia bezeichnet ihn als Basic Income Grant (BIG), in der Sowjetunion hieß er гарантированный минимум (Garantiertes Minimum) und in den 1920er Jahren sprach man in Australien, Großbritannien, Kanada und Neuseeland von Social Credit. Weitere Bezeichnungen im deutschen Sprachraum sind beispielsweise: Sozialdividende, Existenzgeld, wobei unter der Bezeichnung Bürgergeld weitere Bedingungen eingeschlossen sind.
Zu den in Deutschland diskutierten Modellen eines BGE gehören zum Beispiel das Solidarische Bürgergeld (Althaus-Modell), das Ulmer Modell oder das Modell der von Götz Werner gegründeten Initiative Unternimm die Zukunft. Einen ähnlichen Ansatz verfolgt die auf Milton Friedman zurückgehende Negative Einkommensteuer,[3] die jedoch nur Personen mit geringem oder ohne Einkommen zugute käme. In der Schweiz entwickelt die Initiative Grundeinkommen ein Modell der Umsetzung eines BGE. Nicht mit dem BGE zu verwechseln ist das Modell des „Liberalen Bürgergelds“, dessen Auszahlung an Bedingungen geknüpft ist.
Wichtig erscheint uns, darauf hinzuweisen, es scheint relativ gesichert, dass das BGE nicht faul macht:
„Das bedingungslose Grundeinkommen macht nicht faul“
Video Kurzfassung (7 min)
„Ein Einkommen ist wie Luft unter den Flügeln!“ so beginnt der Film.
Sollte das für jeden bedingungslos sein? Kann es das geben: ein wirtschaftliches Bürgerrecht?
Kurzfassung (7 min) (des Videos Grundeinkommen – ein Kulturimpuls, s. oben)
(http://www.kultkino.ch/kultkino/besonderes/grundeinkommen)
DRS2 Filmbesprechung: Start Radio
Tagesschau und Kultplatz SF1 Videos
http://mindwin.ch/miteinander/bGe/Bedingungsloses-Grundeinkommen-schweizer-fernsehen-sf1.html
Unterschriften Sammlung Papier der Initiative fuer ein bedingungsloses Grundeinkommen bge als pdf
Nach einer Pressekonferenz des Initiativkomitees – auch in Bezug auf den baldigen Unterschriftensammlungsbeginn für die Verankerung des Bedingungslosen Grundeinkommens in der schweizersichen BV (Art. 110a, s. auch o.) schrieb Amir Mustedanagic am 12.04.2012:
Antworten zum Grundeinkommen
12.4.2012, 15:25 Uhr
Würde die Schweiz durch ein Grundeinkommen von Glücksrittern überschwemmt? Wie lässt es sich finanzieren? Was passiert mit schlechtbezahlten Jobs? Antworten auf die typischen Fragen. Von Amir Mustedanagic
Daniel Haeni, Ursula Piffaretti, Christian Mueller und Oswald Sigg, von links. (Bild: Peter Schneider/Keystone)
Wer soll ein bedingungsloses Grundeinkommen erhalten?
Jeder Mensch, der rechtmässig und legal in der Schweiz lebt.
Wer würde welchen Betrag erhalten?
Die Höhe des Grundeinkommens ist in der Volksinitiative nicht festgelegt. Der Betrag soll bei Annahme der Initiative
vom Volk in einem weiteren Schritt entschieden werden. Diskussionsbasis sind 2500 Franken für Erwachsene und ein Viertel davon für Kinder.
Ich verdiene 6000 Franken, erhalte ich in Zukunft mehr Geld?
Nein, das bedingungslose Grundeinkommen kommt nicht auf den Verdienst oben drauf. Sie verdienen in Zukunft weiterhin 6000 Franken, 2500 Franken bezahlt aber nicht ihr Arbeitgeber, sondern kommt aus dem Topf des Grundeinkommens.
Wie wird das Grundeinkommen finanziert
Das Grundeinkommen kostet bei den angenommenen 2500 Franken jährlich rund 200 Milliarden Franken.
110 davon stammten aus bisherigen Löhnen,
60 aus den Sozialleistungen, die überflüssig würden.
Die fehlenden 30 Milliarden könnten aus einer Erhöhung der Mehrwertsteuer stammen.
Was bedeutet das für die Rechnung des Arbeitsgebers?
Christian Müller hat an der Pressekonferenz des Iniktiativkomitees ein Beispiel gemacht, wie sich der Topf für das Grundeinkommen speisen könnte: Eine Schreinerei baut und verkauft Stühle. Preis: 300 Franken. Ein Teil davon sind Personal- und Sozialkosten – 100 Franken angenommen. Dieser Teil geht in Zukunft direkt ins Grundeinkommen, weil der Arbeiter ja mit 2500 Franken günstiger wird für den Unternehmer. Der Preis des Stuhls bleibt 300 Franken, ebenso die Einnahmen und sonstigen Ausgaben des Schreiners – so die Theorie.
Wird die Schweiz nicht gestürmt von Leuten, die das Modell missbrauchen wollen?
Die Initianten sagen: Ja, möglich. Es müssten Rahmenbedingungen geschaffen werden, die die Schweiz davor bewahren.
Das bedingungslose Grundeinkommen wäre allerdings auch ein Wettbewerbsvorteil gegenüber anderen Ländern, weil
die Lohnkosten für die Arbeitgeber sinken. Weshalb – so die Initianten – das Modell durchaus in anderen Ländern Schule machen könnte.
Wer steckt hinter der Initative?
Das Volksbegeheren für ein bedingungsloses Grundeinkommen stammt nicht aus der Feder einer Partei oder einer Lobbyorganisation. Die Initianten sind: Christian Müller, Buchautor aus Schaffhausen; Ursula Pifaretti, Unternehmerin aus Bellinzona; Daniel Häni, Gründer «unternehmen mitte» in Basel; Daniel Sträub, Publizist aus Zürich; Ina Pretorias, Autorin aus Wattwil SG; Franziska Schläfer, Rapperin Big Zis aus Zürich; Oswald Sigg, ehemaliger Bundesratssprecher, lebt in Bern. Sie sind keine Politiker, sondern in einem losen Netzwerk organisiert.
http://www.tageswoche.ch/de/2012_14/schweiz/415064/Antworten-zum-Grundeinkommen.htm
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Würde des bGe noch verknüpft mit einem Wechsel des Finanzsystems durch den Ersatz des Zinseszinssystems mit Einführung einer Umlaufgebühr (je länger Geld gehortet wird, desto teurer wird es (s. Prof. Bernd Senf (Literatur und Videos), Silvio Gesell, Hermann Benjes et. al.)) wird es nach allen bekannten Regeln der rein naturwissenschaftlichen Logik sicher funktionieren.
Wenn Sie einmal durch deutsche Altstädte wandern, sehen Sie viele geschmückte Gebäude, die va. zur Zeit, als es diese Umlaufgebühr noch gab, verschönert wurden und noch heute das Auge des Betrachters erfreuen vermögen – man kann den Eindruck gewinnen, die damals auftraggebenden Eigentümer wussten zT. nicht mehr, wo sie sonst “ihr Geld vor dem nächsten Einzug der Umlaufgebühr noch einsetzen” sollten (!) (wie erwähnt, Horten gab keinen Zins) und gaben wiederum Aufträge an Künstler, Ingenieure, Architekten und Bauarbeiter, die sonst diese Aufträge nicht erhalten hätten (!), ein natürliches win win.
Hinweis: Ein sehr lesenswerter Bericht über das (va. das schweizerische) bGe findet sich in der (deutschen) brandeins 04.12, Hefttitel: SCHWERPUNKT: Kapitalismus
In der Schweiz beginnt im April eine Volksinitiative. Sie fordert ein bedingungsloses Grundeinkommen für alle Bürger. Geld vom Staat soll nicht länger Zuschuss nur für Bedürftige, sondern Anstoß sein, sich über Arbeit ganz neu zu verständigen. Erstaunlich, welche Emotionen das weckt.
Text: Andreas Molitor | Illustration: Alexander Glandien
(Diesen und weitere sehr lesenswerte Artikel finden via http://www.brandeins.de/sonstige-seiten/suchergebnisse.html)
Veröffentlicht in EURO, Mensch, Wirtschaft und Politik
Verschlagwortet mit Bedingungsloses Grundeinkommen, Bern, Initiative, Schweiz, Volksinitiative, Zürich

References: BGE 
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 bGe 
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