Source: https://www.cr-online.de/26974.htm
Timestamp: 2018-02-19 01:37:42+00:00

Document:
In der aktuellen CR Ausgabe (Heft 6, Erscheinungstermin: 15. Juni 2012) lesen Sie folgende Beiträge und Entscheidungen.
Reitsam, Michael / Sollinger, Karl, E-Bilanz – Ist Ihr Unternehmen vorbereitet?, Rechtsgrundlagen, Anforderungen und Lösungsszenarien, CR 2012, 349-354
Für Wirtschaftsjahre, die nach dem 31.12.2011 beginnen, müssen Unternehmen Bilanzen und Gewinn- und Verlustrechnungen nach amtlich vorgeschriebenem Datensatz elektronisch übermitteln. Mit ihrer Steuertaxonomie, einer Art amtlich vorgeschriebenem Kontenplan (III.), greift die Finanzverwaltung zum Teil erheblich in die bisherige Buchungspraxis ein. Ob dafür eine Rechtsgrundlage besteht, ist jedenfalls fraglich (I.). Um die technologischen und prozessualen Voraussetzungen für die elektronische Übermittlung der sog. E-Bilanz (IV.) zu schaffen, werden erhebliche personelle und finanzielle Ressourcen der Unternehmen gebunden (VI.).
OLG Karlsruhe v. 23.1.2012 - 6 U 136/11, OLG Karlsruhe: Kein kartellrechtlicher Zwangslizenzeinwand bei Verwehrung künftigen Lizenzkündigungsrechts, CR 2012, 354-356
LG München I v. 7.3.2011 - 7 O 9760/05, LG München I: Lizenzanalogie bei Arbeitnehmererfindungen, CR 2012, 356-359
BGH v. 27.1.2011 - III ZB 55/10, BGH: Maßgeblichkeit der Fax-Zeitangabe für Fristwahrung, CR 2012, 359
OLG Hamburg v. 15.12.2011 - 4 U 85/11, OLG Hamburg: ASP als Softwaremiete, CR 2012, 359
Pokutnev, Anna / Schmid, Uwe Frank, Die TKG-Novelle 2012 aus datenschutzrechtlicher Sicht, CR 2012, 360-366
Am 9.5.2012 ist das Gesetz zur Änderung telekommunikationsrechtlicher Regelungen im Bundesgesetzblatt verkündet worden (BGBl. I 2012, 958 ff.) Dadurch sind sämtliche datenschutzrechtlich relevanten und in diesem Beitrag erörterten neuen Regelungen zusammen mit den meisten Regelungen der Novelle am 10.5.2012 in Kraft getreten, während die neuen Regelungen für Notrufverbindungen am 11.5.2012 in Kraft getreten sind. Ein späteres Inkrafttreten bzw. die Ablösung durch eine zu erlassende Rechtsverordnung ist insbesondere im Hinblick auf bestimmte Vorschriften in den Bereichen der Warteschleifen, der Preisangaben und der Kostenkontrolle vorgesehen.Bereits in der CR 7/2011, 436 ff. erörterten Eckhardt/Schmitz ausführlich die datenschutzrechtlichen Änderungen, die der Regierungsentwurf des neuen TKG (BT-Drucks. 17/5707) mit sich brachte. Der vorliegende Beitrag betrachtet zum einen die wichtigsten Änderungen, die der Gesetzgeber in der in Kraft getretenen Gesetzesfassung seitdem vorgenommen hat und stellt zum anderen wesentliche Auswirkungen der neuen datenschutzrechtlichen Regelungen für Unternehmen heraus. Dazu geht der Beitrag zunächst auf die Frage ein, für wen der Abschnitt “Datenschutz” des TKG relevant ist (I.), erörtert sodann Fragen in Zusammenhang mit der Verletzung des Schutzes personenbezogener Daten (II.) und geht abschließend auf weitere datenschutzrechtliche Fragestellungen (III.) ein.
OVG Nordrhein-Westfalen v. 25.5.2011 - 13 B 339/11, OVG Nordrhein-Westfalen: Verbraucherschutz gegen rufnummerunterdrückte Werbeanrufe über VoIP, CR 2012, 366-368
VG Köln v. 12.1.2012 - 1 K 535/10, VG Köln: Kostenträger für Verlegung von TK-Leitungen, CR 2012, 368-371
OLG Schleswig-Holstein v. 27.3.2012 - 2 U 2/11, OLG Schleswig-Holstein: AGB eines Mobilfunkanbieters, CR 2012, 371-378
BVerfG v. 9.11.2011 - 1 BvR 665/10, BVerfG: Befreiung von Rundfunkgebühren – Härtefall, CR 2012, 378
Leier, Barbara, Die Buttonlösung gegen Kostenfallen im Internet, Entstehungsgeschichte und Ausgestaltung des neuen § 312g BGB, CR 2012, 378-384
Der Beitrag beschäftigt sich mit der Genese und dem Regelungsgehalt des am 2.3.2012 vom Deutschen Bundestag verabschiedeten Gesetzes zur Änderung des Bürgerlichen Gesetzbuchs zum besseren Schutz der Verbraucherinnen und Verbraucher vor Kostenfallen im elektronischen Geschäftsverkehr und zur Änderung des Wohnungseigentumsgesetzes (Gesetz v. 10.5.2012, BGBl. I, 1084). Einführend werden das Phänomen der Kostenfallen (I.) sowie die bisherige Rechtslage (II.) kurz dargestellt. Der Schwerpunkt des Beitrags liegt auf der Entstehungsgeschichte der Vorschrift (III.) und der verbesserten Rechtsstellung der Verbraucher (IV.) Dabei werden die engen Bezüge zwischen dem neuen § 312g BGB und der europäischen Regelung in Art. 8 Abs. 2 der Verbraucherrechterichtlinie (Richtlinie 2011/83/EU des Europäischen Parlaments und des Rates vom 25.10.2011 über die Rechte der Verbraucher, ABl. EG 2011 Nr. L 304, 64) aufgezeigt. Nach Auffassung der Verfasserin wird die am 1.8.2012 in Kraft tretende Neuregelung es den Verbrauchern erleichtern, sich gegen Kostenfallen zur Wehr zu setzen. Gleichwohl komme es aber weiterhin entscheidend darauf an, dass die Verbraucher die Rechtslage kennen und sich selbstbewusst auf diese berufen.
EuGH v. 19.4.2012 - Rs. C-461/10, EuGH: Vorratsdaten gegen Filesharing, CR 2012, 385-387
OLG Stuttgart v. 4.4.2012 - 4 U 171/11, OLG Stuttgart: Keine prozentuale Lösung für Lehrmaterial im Intranet von Bildungseinrichtungen, CR 2012, 387-391
LG Hamburg v. 20.4.2012 - 310 O 461/10, LG Hamburg: GEMA/Youtube, CR 2012, 391-397
OLG Köln v. 23.3.2012 - 6 U 67/11, OLG Köln: Berechnungsgrundlage für Schadensersatz bei Filesharing, CR 2012, 397-399
OLG Frankfurt v. 8.3.2012 - 16 U 125/11, OLG Frankfurt: Bewertungsportal für Ärzte im Internet, CR 2012, 399-401
VG Düsseldorf v. 29.11.2011 - 27 K 458/10, VG Düsseldorf: Keine Störerhaftung der DENIC, CR 2012, 401-404
OLG München v. 9.2.2012 - 6 U 2488/11, OLG München: Namensrechtsverletzung in Metatags, CR 2012, 404-408
LG Saarbrücken v. 16.12.2011 - 4 O 287/11, LG Saarbrücken: Schutz der Vertraulichkeit von E-Mails, CR 2012, 408-410
EuGH v. 17.11.2011 - Rs. C-454/10, EuGH: Zollschuldner im Fall der Vermittlung von Kaufverträgen über vorschriftswidrig verbrachte Waren, CR 2012, 410
BVerfG v. 15.12.2011 - 1 BvR 1248/11, BVerfG: Schutz durch Presse- und Meinungsfreiheit bei Link auf rechtswidrige Software, CR 2012, 410-411
BVerfG v. 17.11.2011 - 1 BvR 1145/11, BVerfG: Fotografierte Kunst im Online-Archiv, CR 2012, 411
OLG Hamburg v. 14.3.2012 - 5 U 87/09, OLG Hamburg: Rapidshare, CR 2012, 411
OLG Hamburg v. 13.2.2012 - 3 W 92/11, OLG Hamburg: Haftung des Rechtsanwalts für fehlerhafte B2B-Unterlassungserklärung, CR 2012, 411-412
OLG München v. 2.2.2012 - 29 U 3538/11, OLG München: Internationale Zuständigkeit für Urheberrechtsverletzungen – “Sparen & Vorsorgen”, CR 2012, 412
OLG Naumburg v. 14.12.2011 - 10 W 74/11, OLG Naumburg: Handelsregister.de kein Ersatz für Urkunde, CR 2012, 412
OLG Köln v. 21.4.2011 - 6 W 58/11, OLG Köln: Illegales Filesharing – Haftung, CR 2012, 412-413
Kaufmann, Noogie C., Bestellpflicht betrieblicher Datenschutzbeauftragter, Analyse zum Schwellenwert bei automatisierter Verarbeitung, CR 2012, 413-416
Die Sicherstellung des Datenschutzes im Unternehmen verknüpft der deutsche Gesetzgeber insbesondere mit der Bestellpflicht eines betrieblichen Datenschutzbeauftragten. Bei einer automatisierten Verarbeitung personenbezogener Daten entfällt die Auflage nach dem Wortlaut für nicht-öffentliche Stellen (undogmatisch für Unternehmen), “die in der Regel höchstens neun Personen ständig mit der automatisierten Verarbeitung personenbezogener Daten beschäftigen” (sog. Schwellenwert). Welche Personen konkret für den Schwellenwert mitzuzählen sind, lässt der Wortlaut offen und ist auch gerichtlich nicht abschließend geklärt. Bevor die gesetzliche Grenzzahl angewendet werden kann, hat eine Analyse zu erfolgen, ob die in Betracht kommenden “Personen” (I.) mit “automatisierter Datenverarbeitung” (II.) tatsächlich “beschäftigt” (III.) sind und zwar “ständig” (IV.). Erst wenn alle diese Tatbestandsvoraussetzungen erfüllt sind, besteht die Pflicht zur Bestellung eines betrieblichen Datenschutzbeauftragten.
Schräder, Ulrike, EuGH: Kein Urheberrechtsschutz von Programmiersprachen und Funktionalitäten eines Computerprogramms, CR 2012, R055
Sturm, Fabian, BVerfG: Gesetzliche Preisansagepflicht bei Call-by-call-Gesprächen aufgeschoben, CR 2012, R055-R056
Krauß, Friederike, Schlussanträge EuGH: Anmeldung von Marke als .eu-Domäne nur bei Unternehmenssitz in EU, CR 2012, R056-R057
Funke, Michael, BGH: Internationale Zuständigkeit für Persönlichkeitsrechtsverletzung im Internet, CR 2012, R057-R058
Raapke, Julius, BGH: Schadensersatzpflicht des Bankkunden bei Pharming-Angriffen, CR 2012, R058
Hasenstab, Sven, BSA Piraterie-Studie: Deutschland auf Platz 7 der größten Märkte für unlizenzierte Software, CR 2012, R058-R059
Krauß, Friederike, Geplanter “Schultrojaner” kommt nicht, CR 2012, R059
Lachenmann, Matthias, 19. Drei-Länder-Treffen der DGRI, CR 2012, R060
Alt, Holger, Buchbesprechungen, Der Lizenzvertrag, CR 2012, R061
Lederer, Beatrice, Buchbesprechungen, Transparenz, Partizipation, Kollaboration – Web 2.0 für die öffentliche Verwaltung, CR 2012, R061-R062
Splittgerber, Andreas, Buchbesprechungen, Der Handel mit Second Hand-Software aus rechtlicher Sicht, CR 2012, R062
Kremer, Sascha / Sander, Stefan, Buchbesprechungen, juris PraxisKommentar Internetrecht, CR 2012, R063
Verlag Dr. Otto-Schmidt vom 06.06.2012 09:36

References: BGH 
 § 312
 § 312
 Art. 8

EuGH 

EuGH