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Timestamp: 2017-03-25 05:49:17+00:00

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§ 6 5 1 L B G B G A S T S C H U L A U F E N T H A L T E (1) 1 Für einen Reisevertrag, der einen mindestens drei Monate andauernden und mit dem geregelten Besuch einer Schule verbundenen Aufenthalt des Gastschülers bei einer Gastfamilie in einem anderen Staat (Aufnahmeland) zum Gegenstand hat, gelten die nachfolgenden Vorschriften. 2 Für einen Reisevertrag, der einen kürzeren Gastschulaufenthalt (Satz 1) oder einen mit der geregelten Durchführung eines Praktikums verbundenen Aufenthalt bei einer Gastfamilie im Aufnahmeland zum Gegenstand hat, gelten sie nur, wenn dies vereinbart ist. (2) Der Reiseveranstalter ist verpflichtet, 1. für eine bei Mitwirkung des Gastschülers und nach den Verhältnissen des Aufnahmelands angemessene Unterbringung, Beaufsichtigung und Betreuung des Gastschülers in einer Gastfamilie zu sorgen und2. die Voraussetzungen für einen geregelten Schulbesuch des Gastschülers im Aufnahmeland zu schaffen.(3) Tritt der Reisende vor Reisebeginn zurück, findet § 651i Abs. 2 Satz 2 und 3 und Abs. 3 keine Anwendung, wenn der Reiseveranstalter ihn nicht spätestens zwei Wochen vor Antritt der Reise jedenfalls über 1. Namen und Anschrift der für den Gastschüler nach Ankunft bestimmten Gastfamilie und2. Namen und Erreichbarkeit eines Ansprechpartners im Aufnahmeland, bei dem auch Abhilfe verlangt werden kann,informiert und auf den Aufenthalt angemessen vorbereitet hat. (4) 1 Der Reisende kann den Vertrag bis zur Beendigung der Reise jederzeit kündigen. 2 Kündigt der Reisende, so ist der Reiseveranstalter berechtigt, den vereinbarten Reisepreis abzüglich der ersparten Aufwendungen zu verlangen. 3 Er ist verpflichtet, die infolge der Kündigung notwendigen Maßnahmen zu treffen, insbesondere, falls der Vertrag die Rückbeförderung umfasste, den Gastschüler zurückzubefördern. 4 Die Mehrkosten fallen dem Reisenden zur Last. 5 Die vorstehenden Sätze gelten nicht, wenn der Reisende nach § 651e oder § 651j kündigen kann.Die gesetzliche Regelung berücksichtigt einige der Besonderheiten des klassischen Schüleraustauschs. Diese gelten über § 651 l BGB hinaus teilweise auch für ähnliche Aufenthalte, die unter §§ 651 a ff. BGB fallen, nämlich Sprachreisen, Home-Stay-Aufenthalte und Au-pair-Aufenthalte.Da der Europäische Gerichtshof es abgelehnt hat, die Unterbringung in einer Gastfamilie, „in der der Schüler wie ein Mitglied dieser Familie behandelt wirdund deren Kindern gleichgestellt ist“, unter "Reiseleistung" zu subsumieren (5 EuGH, Urt. v. 11. 2. 1999, Rs. C-237/97 , Rdnr. 27 f. ), auch die Auswahl von Schule und Gastfamilie keine „andere touristische Dienstleistung“ sei, hat der Gesetzgeber besondere Regeln in § 651 l BGB aufgestellt.Mit einer Au-Pair-Versicherung können Sie schon bei der Buchung des Au-pair-Aufenthalts Ihren möglichen finanziellen Schaden in Fällen Höherer Gewalt (z.B. Krankheit) gering halten. M I T M Ä N G E L A N Z E I G E B E I M R E I S E L E I T E R R E K L A M I E R E N Mängelanzeige Gastschulaufenthalt (incl. 19% USt. siehe Versand)
D I E M Ä N G E L R Ü G E W A R E R F O L G L O S ? Wenn der Mangel nicht umgehend abgestellt wird, melden Sie Ihre Schadensersatzansprüche mit Anspruchsanmeldungen beim Reiseveranstalter an. Wieviel Prozent Minderung steht Ihnen bei welchem Mangel der Schulreise zu?Das erfahren Sie aus unserer kostenls beigelegten Urteilssammlung "Reisemängeltabelle Schulreisen"
U N Z U L Ä S S I G E A G B K L A U S E L N I N G A S T S C H U L - V E R T R A G M Ä N G E L B E I E I N E M G A S T S C H U L A U F E N T H A L T A U - P A I R Sie wollen Mängel bei einem Gastschulaufenthalt oder Au-Pair Aufenthalt reklamieren?- nicht entsprechend der Kriterien ausgewählte Gastfamilie- keine muttersprachlichen Gasteltern- Risiko einer Malariainfektion?- keine vergleichbare Schule?- mangelhafte Schulleistungen?- landesuntypisch verschmutzte Schlafzimmer?- unzumutbares Essen in der Gastfamilie?- Hygieneprobleme in der Gastfamilie- Mitschüler dunkler HautfarbeMit einem Klick zur "Mängelanzeige Gastschulaufenthalt" an den Reiseveranstalter. Wenn der Reiseveranstalter den Mangel nicht abstellt, melden Sie Ihre Schadensersatzansprüche mit der "Anspruchsanmeldung Gastschulaufenthalt" beim Reiseveranstalter an. Wird es zu schlimm, können Sie den Vertrag mit der Vorlage "Kündigung Gastschulvertrag" kündigen. In jedem Fall muss zuerst eine Frist zur Abhilfe gesetzt werden (OLG Köln 11.09.2000, 16 U 77/99)Wieviel Prozent Minderung steht Ihnen bei welchem Mangel der Schulreise, Klassenfahrt , Gastschulaufenthalt oder Au-Pair Aufenthalt zu?Das erfahren Sie aus unserer kostenlos beigelegten Urteilssammlung "Reisemängeltabelle Gastschulaufenthalt , Schulreise, Klassenfahrt, Au-Pair Aufenthalt"Zusätzlich ist im zip-Download GRATIS die Checkliste "Verhalten bei Reisemängeln" enthalten. Wenn der Reiseveranstalter innerhalb von 4 Wochen nicht antwortet oder kein akzeptables Angebot unterbreitet, sollten Sie sich für juristischen Rat an die Reiseschiedsstelle wenden oder einen Rechtsanwalt mit Schwerpunkt "Reiserecht" zu beauftragen. S C H Ü L E R R E I S E V E R S I C H E R U N G E N Angesichts der hohen Risiken be Schülerreisen ist der Abschluss einer Reiseversicherung für Schüler sehr zu empfehlen. Sie umfasst idealerweise eine Auslandskrankenversicherung, Reise-Unfallversicherung, Reise-Haftpflichtversicherung, Reise-Gepäckversicherung und eine Notfallversicherung.
A N S P R U C H S A N M E L D U N G G A S T S C H U L A U F E N T H A L T A U - P A I R Anspruchsanmeldung Gastschulaufenthalt (incl. 19% USt. siehe Versand)
U R T E I L E Z U R E I S E M Ä N G E L N B E I M G A S T S C H U L A U F E N T H A L T Im Sommer 2001 unterwarf der Gesetzgeber durch das Zweiten Reiserechtsänderungsgesetz unter anderem im neuen § 651 l die so genannten„Gastschulaufenthalte“ dem deutschen Pauschalreiserecht.Die gesetzliche Neuregelung berücksichtigt einige der Besonderheiten des klassischen Schüleraustauschs. Diese gelten über § 651 l BGB hinaus teilweise auch für ähnliche Aufenthalte, die unter §§ 651 a ff. BGB fallen , nämlich Sprachreisen, Home-Stay-Aufenthalte und Au-pair-Aufenthalte.Da der Europäische Gerichtshof es abgelehnt hat, die Unterbringung in einer Gastfamilie, „in der der Schüler wie ein Mitglied dieser Familie behandelt wirdund deren Kindern gleichgestellt ist“, unter "Reiseleistung" zu sumsumieren (5 EuGH, Urt. v. 11. 2. 1999, Rs. C-237/97 , Rdnr. 27 f. ) , auch die Auswahl von Schule und Gastfamilie keine „andere touristische Dienstleistung“ sei, hat der Gesetzgeber besondere Regeln in § 651 l BGB aufgestellt., Zudem hat der Gesetzgeber in § 7 der BGB-Informationspflichten-Verordnung (BGB-InfoVO) ausdrücklich für Verträge über Gastschulaufenthalte gem. § 651 l BGB festgelegt, daß der Reiseveranstalter über § 6 InfoVO folgende Informationen zu erteilen hat: 1. Namen und Anschrift der unterbringenden Gastfamilie, einschließlich von Veränderungen2. Namen und Erreichbarkeit eines Ansprechpartners im Aufnahmeland, bei dem auch Abhilfe verlangt werden kann, einschließlich von Veränderungen und3. bei Abhilfeverlangen die vom Reiseveranstalter ergriffenen Maßnahmen.§ 6 InfoVO fordert von Reiseveranstalter eine Reisebetätigung (Reisevertrag) mit den Mindestangaben über4. den oder die Bestimmungsorte sowie die einzelnen Zeiträume und deren Termine5. voraussichtliche Zeit und Ort der Abreise und Rückkehr6. Besuche, Ausflüge und sonstige im Reisepreis inbegriffene Leistungen7. Hinweise auf etwa vorbehaltene Preisänderungen sowie deren Bestimmungsfaktoren und auf nicht im Reisepreis enthaltene Abgaben8. vereinbarte Sonderwünsche der Schüler9. Namen und ladungsfähige Anschrift des Reiseveranstalters10. über die Verpflichtung der Schüler, dem Reiseveranstalter einen aufgetretenen Mangel anzuzeigen, sowie darüber, dass vor der Kündigung des Reisevertrags dem Reiseveranstalter eine angemessene Frist zur Abhilfeleistung zu setzen ist, wenn nicht die Abhilfe unmöglich ist oder vom Reiseveranstalter verweigert wird oder wenn die sofortige Kündigung des Vertrags durch ein besonderes Interesse des Reisenden gerechtfertigt wird11. über die nach § 651g des Bürgerlichen Gesetzbuchs einzuhaltenden Fristen, unter namentlicher Angabe der Stelle, gegenüber der Ansprüche geltend zu machen sind12. über den möglichen Abschluss einer Reiserücktrittskostenversicherung oder einer Versicherung zur Deckung der Rückführungskosten bei Unfall oder Krankheit unter Angabe von Namen und Anschrift des Versicherers.13. über zugrunde gelegte Allgemeine GeschäftsbedingungenDer Reiseveranstalter kann seine Verpflichtungen auch durch Übergabe eines Prospekte mit allen Angaben erfüllen.14. In jedem Fall hat die Reisebestätigung den Reisepreis und die Zahlungsmodalitäten anzugeben. Diese Anforderungen zu erfüllen, wird in vielen Fällen die lediglich pädagogisch qualifizierten Lehrkränfte überfordern. Hier ist dann die Zivilcourage und der Einsatz von Eltern gefordert, um die Kinder vor mangelhaften Reisevorbereitungen zu schützen. Der Gesetzgeber hat freilich mit der Regelung in § 11 InfoVO kapituliert:§ 11 Gelegenheitsreiseveranstalter "Die §§ 4 bis 8 gelten nicht für Reiseveranstalter, die nur gelegentlich und außerhalb ihrer gewerblichen Tätigkeit Pauschalreisen veranstalten."Heute gehört es zwar praktisch schon zum guten Ton eines Gymnasiums, Gastschulaufenthalte mit Partnerschulen im Ausland zu organisieren. Über die Risiken einer Schülerreise erfährt man dort freilich nichts. Bedauerlicherweise besteht auch keine gesetzliche Hinweispflicht der Schule, die Eltern auf den Abschluss einer Reiseversicherung hinzuweisen. Auf den Elternversammlungen überschauen die Lehrer in der Regel die Rechtslage auf Klassenreisen überhaupt nicht. In typischer Gutmenschenart werden meistens die Hinweise auf den notwendigen Abschluss einer Reiseversicherung verballhornt. Hier können Sie die Urteile zum Gastschulaufenthalt bestellen.Die BGH-Urteile stellen wir Ihnen kostenlos zur Verfügung.Einfach nur bestellen. Nach dem Anklicken eines Urteils wird der Leitsatz angezeigt. Soweit vorhanden können Sie den Sachverhalt einsehen. Die Entscheidungsgründe erhalten Sie per E-Mail nach der Bestellung gegen Kostenersatz.Rechtsprechung zu § 6 InfoVO- BGH, 12.06.2007 - X ZR 87/06 Ausschlußfrist- BGH, 25.07.2006 - X ZR 182/05: Der Reiseveranstalter ist nicht zum Hinweis auf eine Reiseabbruchversicherung verpflichtet.- LG Köln 02.03.2004 Kündigung
U R T E I L E Z U G A S T S C H U L A U F E N T H A L T Urteil AG Offenbach 21.12.2007 schwere Erkrankung 1. Ein Schiffsarzt ist kein Erfüllungsgehilfe des Reiseveranstalters aus dem Reisevertrag. 2. Der Reiseveranstalter haftet für die sorgfältige Auswahl des eingesetzten Schiffsarztes. 3. Ein Reiseveranstalter haftet nicht, wenn das Schiff wegen schwerer Erkrankung eines Passagiers zum letzten Hafen zurückfahren muss und dadurch aus Zeitgründen die Stadtbesichtigung im nächsten Hafen ausfällt. Urteil OLG Köln 03.09.2007 Gastschulniveau 1. Wird im Rahmen eines Gastschulvertrages der Besuch einer „High School“ versprochen, kann der Reisende einen Unterricht erwarten, der einem entsprechenden Anforderungsprofil entspricht. Die Klassifizierung, die sich die Schule selbst gibt, ist unbeachtlich. 2. Wird für einen Gastschulaufenthalt ein Ort ausgewählt, bei dem die Gefahr mit einer Malaria-Infektion besteht, liegt ein Reisemangel vor Urteil LG Köln 02.03.2004 Kündigung 1. Nach Antritt der Reise zum Gastschulaufenthalt ist ein Rücktritt auch dann ausgeschlossen, wenn die ARB für einen Rücktritt zu diesem Zeitpunkt eine Rücktrittspauschale vorsehen, aber eine Kündigung des Vertrags ist zulässig. OLG Köln 26.02.1998 keine Muttersprachler OLG Köln 26.02.1998 nicht muttersprachliche Familie beim Gastschulaufenthalt OLG Köln 11.09.2000 Hygieneprobleme OLG Köln 11.09.2000 Abbruch Gastschulaufenthalt wegen Hygieneproblemen und Mitschüler dunkler Hautfarbe Urteil AG Keywords: Normen: Titel: Leitsatz Gericht: Quelle: Bestellnr.: Sachverhalt Entsch... B O O K M A R K S -->
Datum der letzten Änderung OLG Köln 26.02.1998 keine Muttersprachler

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