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Timestamp: 2016-10-28 14:01:38+00:00

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C 361/99 (27.07.2001)
Bundesrichter Meyer, R�edi und nebenamtlicher Richter
A.- Der 1945 geborene P.________ bezog vom 1. M�rz 1991 bis Ende Februar 1992 sowie ab 1. September 1996 Arbeitslosenentsch�digungen. Ab dem 2. September 1998 machte er erneut einen Anspruch auf Arbeitslosenentsch�digungen geltend. Diesen lehnte die Arbeitslosenkasse des Kantons Aargau durch Verf�gung vom 2. September 1998 mit der Begr�ndung ab, P.________ habe die Mindestbeitragszeit von zw�lf Monaten nicht erf�llt und k�nne von deren Erf�llung nicht befreit werden.
B.- Hiegegen erhob P.________ beim Versicherungsgericht des Kantons Aargau Beschwerde mit dem sinngem�ssen Antrag, in Aufhebung der Verf�gung vom 2. September 1998 sei die Arbeitslosenkasse zu verpflichten, ihm ab 2. September 1998 weiterhin Arbeitslosenentsch�digung zu zahlen, wobei diese auf der Grundlage des Arbeitsvertrags mit der Firma M.________ AG und der entsprechenden Lohnbescheinigung aus dem Jahre 1991 - mithin in der gleichen H�he wie die Arbeitslosenentsch�digung vom M�rz 1991 bis Ende Februar 1992 - zu berechnen sei. Die im Zeitraum zwischen September 1996 bis September 1998 nicht auf dieser Basis erfolgten und daher zu niedrig ausgefallenen Taggeldzahlungen seien nachzuentrichten. Sodann sei den im Antrag auf Arbeitslosenentsch�digung vom 5. September 1996 gestellten Antr�gen und Rechtsbegehren vollumf�nglich zu entsprechen. Dazu geh�re der Wegfall der Verpflichtung zum Stempeln sowie zur Teilnahme an den vom Kantonalen Amt f�r Industrie, Gewerbe und Arbeit (KIGA) verf�gten Massnahmen. Ferner beantragte P.________ den Beizug verschiedener Akten.
C.- Am 4. Januar 1999 teilte die Arbeitslosenkasse P.________ verf�gungsweise mit, dass er bei allf�lliger Gutheissung der eingereichten Beschwerde nur dann Anspruch auf Arbeitslosenentsch�digung ab dem 2. September 1998 habe, wenn er in der fraglichen Zeit auch alle �brigen Anspruchsvoraussetzungen, namentlich auch die Befolgung von Weisungen und Kontrollvorschriften des Arbeitsamtes, erf�lle.
Hiegegen erhob P.________ erneut Beschwerde mit dem Rechtsbegehren um Fortzahlung von Arbeitslosenentsch�digung ab 2. September 1998; insbesondere sei festzustellen, dass er seinen Anspruch auf Arbeitslosenentsch�digung auch bei Nichtbefolgen der Weisungen des KIGA nicht verliere. Im �brigen erneuerte P.________ seine in der Beschwerde gegen die Verf�gung vom 2. September 1998 gestellten Antr�ge betreffend die Berechnung der Arbeitslosenentsch�digung, machte jedoch hinsichtlich der nachtr�glichen Entrichtung zu wenig bezahlter Arbeitslosenentsch�digungen in der Zeit vom September 1996 bis September 1998 nunmehr ausdr�cklich auch Zinsforderungen geltend. Schliesslich verlangte P.________ auch in diesem Beschwerdeverfahren den Beizug verschiedener Akten aus andern Verfahren.
D.- Nach Vereinigung der beiden Beschwerdeverfahren lehnte das Versicherungsgericht des Kantons Aargau den Anspruch auf Arbeitslosenentsch�digung ab dem 2. September 1998 mit Entscheid vom 10. August 1999 ab, weil P.________ weder die erforderliche Beitragszeit erf�llt habe noch von deren Erf�llung befreit sei. Auf die gestellten Zusatzantr�ge trat das kantonale Gericht mangels Anfechtungsgegenstandes nicht ein, soweit ihnen selbstst�ndige Bedeutung zugemessen werden konnte.
E.- Mit Verwaltungsgerichtsbeschwerde beantragt P.________ sinngem�ss, in Aufhebung des vorinstanzlichen Entscheids sei die Arbeitslosenkasse zur Entrichtung von Arbeitslosenentsch�digung ab dem 2. September 1998 zu verpflichten und die Sache an die Vorinstanz zur�ckzuweisen, damit diese die H�he der seither geschuldeten Taggelder unter Zugrundelegung des bei der Firma M.________ AG in den Jahren 1990 und 1991 erzielten Lohnes festsetze. W�hrend die Arbeitslosenkasse auf Abweisung der Verwaltungsgerichtsbeschwerde schliesst, verzichtet das Staatssekretariat f�r Wirtschaft auf eine Vernehmlassung.
1.- Soweit sich die Verwaltungsgerichtsbeschwerde sinngem�ss gegen das teilweise Nichteintreten des kantonalen Gerichts auf bestimmte materielle Zusatzantr�ge des Beschwerdef�hrers richtet, ist darauf nicht einzutreten, da sich der Beschwerdef�hrer mit dem entsprechenden Nichteintretensentscheid der Vorinstanz nicht auseinandersetzt, die Beschwerdeschrift in dieser Hinsicht einer sachbezogenen Begr�ndung entbehrt und somit keine rechtsgen�gliche Verwaltungsgerichtsbeschwerde im Sinne von Art. 108 Abs. 2 OG darstellt (BGE 123 V 335, 118 Ib 134).
2.- a) In formellrechtlicher Hinsicht beantragt der Beschwerdef�hrer die Durchf�hrung einer �ffentlichen Verhandlung vor dem Eidgen�ssischen Versicherungsgericht; eventualiter sei die Sache an die Beschwerdegegnerin beziehungsweise an die Vorinstanz zur Durchf�hrung eines mit Art. 6 Ziff. 1 EMRK konformen Verfahrens zur�ckzuweisen.
b) Nach Art. 6 Ziff. 1 EMRK hat jedermann unter anderem Anspruch darauf, dass seine Sache �ffentlich von einem Gericht geh�rt wird, das �ber zivilrechtliche Anspr�che und Verpflichtungen oder �ber die Stichhaltigkeit einer strafrechtlichen Anklage zu entscheiden hat. Nach der in BGE 122 V 54 f. Erw. 3 best�tigten Rechtsprechung des Eidgen�ssischen Versicherungsgerichts ist die von Art. 6 Ziff. 1 EMRK geforderte und nunmehr in Art. 30 Abs. 3 der auf den 1. Januar 2000 in Kraft getretenen neuen Bundesverfassung vom 18. April 1999 ausdr�cklich gew�hrleistete �ffentlichkeit der Verhandlung - in �bereinstimmung mit der Praxis der Konventionsorgane - prim�r im erstinstanzlichen Rechtsmittelverfahren zu gew�hrleisten (BGE 122 V 54 Erw. 3 mit Hinweisen). Dabei setzt die Durchf�hrung einer �ffentlichen Verhandlung nach der Rechtsprechung im Sozialversicherungsprozess einen - im erstinstanzlichen Rechtsmittelverfahren zu stellenden - klaren und unmissverst�ndlichen Parteiantrag voraus (BGE 122 V 55 Erw. 3a mit weiteren Hinweisen; vgl. auch BGE 125 V 38 Erw. 2). Vers�umt eine Partei die rechtzeitige Geltendmachung des Anspruchs auf �ffentliche Verhandlung, hat dieser grunds�tzlich als verwirkt zu gelten (BGE 122 V 56 Erw. 3b/bb; nicht ver�ffentlichte Erw. 2 des Urteils AHI 1997 S. 169).
c) Der Beschwerdef�hrer hat im vorinstanzlichen Verfahren keinen Antrag auf �ffentliche Verhandlung gestellt.
Da ein solcher erstmals in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde ausdr�cklich gestellt wurde, ist der Anspruch versp�tet geltend gemacht worden und hat damit als verwirkt zu gelten.
Von der Durchf�hrung einer �ffentlichen Verhandlung vor dem Eidgen�ssischen Versicherungsgericht ist daher abzusehen, zumal keine wesentlichen �ffentlichen Interessen eine solche gebieten. Der vorliegende Entscheid ergeht mithin auf dem Weg der Aktenzirkulation (Art. 36b OG).
Nach dem Gesagten ist insbesondere auch das Eventualbegehren um R�ckweisung der Streitsache an die Vorinstanz zur Durchf�hrung einer �ffentlichen Verhandlung gem�ss Art. 6 Ziff. 1 EMRK unbegr�ndet. Soweit der Beschwerdef�hrer zudem sinngem�ss geltend macht, die Verwaltung habe seinen Anspruch auf rechtliches Geh�r (Art. 29 Abs. 2 BV) verletzt, indem ihm keine Gelegenheit zur m�ndlichen Anh�rung gegeben worden sei, ist festzuhalten, dass das rechtliche Geh�r im Rahmen des �usserungsrechts keinen bundesrechtlichen Anspruch auf m�ndliche Anh�rung verleiht (BGE 125 I 219 Erw. 9b; Urteil S. vom 30. M�rz 2001 [C 122/00], Erw. 1b/bb).
3.- a) Die Vorinstanz hat die Bestimmungen �ber die Voraussetzungen f�r den Anspruch auf Arbeitslosenentsch�digung (Art. 8 Abs. 1 AVIG), die Erf�llung der Beitragszeit (Art. 13 Abs. 1 AVIG), die Voraussetzungen f�r die Befreiung von deren Erf�llung (Art. 14 AVIG) sowie die f�r den Leistungsbezug und die Beitragszeit geltenden Rahmenfristen (Art. 9 AVIG) zutreffend dargelegt, sodass darauf verwiesen werden kann.
b) Der Anspruch auf Arbeitslosenentsch�digung setzt unter anderem einen anrechenbaren Arbeitsausfall voraus (Art. 8 Abs. 1 lit. b AVIG). Nicht anrechenbar ist ein Arbeitsausfall, f�r den dem Arbeitslosen Lohnanspr�che oder wegen vorzeitiger Aufl�sung des Arbeitsverh�ltnisses Entsch�digungsanspr�che zustehen (Art. 11 Abs. 3 AVIG). Hat die Kasse hingegen begr�ndete Zweifel dar�ber, ob der Versicherte f�r die Zeit des Arbeitsausfalls gegen�ber seinem bisherigen Arbeitgeber Lohn- oder Entsch�digungsanspr�che im Sinne von Art. 11 Abs. 3 AVIG hat oder ob sie erf�llt werden, so zahlt sie Arbeitslosenentsch�digung aus (Art. 29 Abs. 1 AVIG). Mit der Zahlung gehen alle Anspr�che des Versicherten im Umfang der ausgerichteten Arbeitslosenentsch�digung auf die Kasse �ber (Art. 29 Abs. 2 Satz 1 AVIG).
Mit der Sonderbestimmung von Art. 29 Abs. 1 AVIG kommt das Gesetz dem Versicherten bei Unsicherheit �ber das Bestehen von die Anrechenbarkeit des Arbeitsausfalles als eine gesetzliche Anspruchsvoraussetzung ausschliessenden Anspr�chen nach Art. 11 Abs. 3 AVIG in der Weise entgegen, dass es im Sinne einer unwiderlegbaren gesetzlichen Vermutung dieses Anspruchsmerkmal als gegeben annimmt (Urteil R. vom 15. Januar 2001 [C 91/00], Erw. 5a/bb; ARV 1999 Nr. 8 S. 33 Erw. 3a; Nussbaumer, Arbeitslosenversicherung, in: Schweizerisches Bundesverwaltungsrecht [SBVR], Bd. Soziale Sicherheit, Rz 365). Art. 29 Abs. 1 AVIG gelangt nicht zur Anwendung, wenn vorfrageweise jeder Anspruch aus dem Arbeitsvertrag ausgeschlossen werden muss (BGE 117 V 254 Erw. 4; ARV 1999 Nr. 8 S. 34 Erw. 3b). Ebenso bleibt kein Raum f�r die Anwendung von Art. 29 Abs. 1 AVIG, wenn Lohn- oder Entsch�digungsanspr�che gegen�ber dem Arbeitgeber ausgewiesen sind und auch keine Zweifel �ber deren Realisierbarkeit bestehen (BGE 126 V 371 ff. Erw. 3; 121 V 379 f. Erw. 2b; Nussbaumer, a.a.O., Rz 366).
c) In Bezug auf den Beginn der Rahmenfrist f�r den Bezug von Arbeitslosenentsch�digung gem�ss Art. 9 Abs. 2 AVIG ist nicht danach zu unterscheiden, ob ein ordentlicher Anspruch auf Arbeitslosenentsch�digung oder ein solcher nach Art. 29 Abs. 1 AVIG gegeben ist. In beiden F�llen m�ssen s�mtliche in Art. 8 Abs. 1 lit. a - g AVIG genannten Anspruchsvoraussetzungen erf�llt sein, wobei diejenige des anrechenbaren Arbeitsausfalls unter den tatbest�ndlichen Voraussetzungen des Art. 29 Abs. 1 AVIG von Gesetzes wegen vermutet wird. Art. 29 Abs. 1 AVIG schafft somit keinen besonderen Tatbestand, bei dem die Anspruchsvoraussetzungen nach Art. 8 Abs. 1 AVIG nicht erf�llt zu sein br�uchten, damit Leistungen ausgerichtet werden k�nnen (zum Ganzen BGE 126 V 373 f. Erw. 3b mit weiteren Hinweisen).
Wird Arbeitslosenentsch�digung gest�tzt auf Art. 29 Abs. 1 AVIG zugesprochen und ausgerichtet, f�hrt die sp�tere vollst�ndige oder teilweise Erf�llung der im Bestand oder im Hinblick auf die Realisierbarkeit mit Zweifeln behafteten Lohn- und Entsch�digungsanspr�che im Sinne von Art. 11 Abs. 3 AVIG nicht zu einer Verschiebung des Beginns der Rahmenfrist (BGE 126 V 368, 374 f. Erw. 3b und 3c/aa).
4.- Im Streite liegt der Anspruch auf Arbeitslosenentsch�digung ab dem 2. September 1998.
a) Vorinstanz und Verwaltung haben einen Anspruch auf Arbeitslosenentsch�digung ab dem 2. September 1998 mit der Begr�ndung verneint, unmittelbar nach Ablauf der (zweiten) - vom Eidgen�ssischen Versicherungsgericht mit Urteil vom 14. April 1999 (C 204/97) als rechtens best�tigten - zweij�hrigen Rahmenfrist f�r den Leistungsbezug vom 2. September 1996 bis 1. September 1998 habe der Beschwerdef�hrer weder die Mindestbeitragszeit von zw�lf Monaten erf�llt noch sei er von deren Erf�llung befreit; mangels Vorliegens s�mtlicher Anspruchsvoraussetzungen gem�ss Art. 8 Abs. 1 AVIG bestehe somit kein Anspruch auf Einr�umung einer neuen Rahmenfrist f�r den Leistungsbezug ab 2. September 1998.
b) Der Beschwerdef�hrer bestreitet nicht, dass er w�hrend der f�r die Anspruchsberechtigung ab 1. September 1998 massgebenden, vom 2. September 1996 bis zum 1. September 1998 laufenden Rahmenfrist f�r die Beitragszeit nicht zw�lf Monate lang eine beitragspflichtige Besch�ftigung ausge�bt hat. Indessen h�lt er dies nicht f�r entscheidend, sondern bringt im Wesentlichen vor, das Arbeitsverh�ltnis zwischen ihm und der Firma M.________ AG habe zwischen 1992 und 1998 mangels K�ndigung formell weiterbestanden, weshalb er aufgrund der allenfalls bestehenden Lohn- oder Lohnersatzforderungen zwischen 1996 und 1998 Anspruch auf Arbeitslosenentsch�digungen gem�ss Art. 29 Abs. 1 AVIG gehabt habe, die fraglichen Anspr�che gegen�ber dem bisherigen Arbeitgeber kraft Art. 29 Abs. 2 AVIG auf die Beschwerdegegnerin �bergegangen seien und alsdann gem�ss der in BGE 119 V 494 dargelegten Rechtsprechung als Beitragszeiten h�tten angerechnet werden m�ssen. Bei dieser Sach- und Rechtslage aber sei das Erfordernis einer Mindestbeitragszeit von zw�lf Monaten erf�llt. Dass die Beschwerdegegnerin entgegen dem in Art. 29 Abs. 2 AVIG statuierten Grundsatz auf eine Geltendmachung der subrogierten
Anspr�che aus Arbeitsvertrag verzichtet habe, d�rfe ihm nicht zum Nachteil gereichen.
c) aa) Die Betrachtungsweise des Beschwerdef�hrers setzt voraus, dass die Beschwerdegegnerin w�hrend der fraglichen Zeitspanne zwischen 1996 und 1998 �berhaupt Zweifelsfall-Leistungen gem�ss Art. 29 AVIG entrichtet hat, f�r welche ihr ein Subrogationsrecht zustand.
Aufgrund der Aktenlage ist erstellt, dass der Beschwerdef�hrer vom 1. Juli 1994 bis 31. August 1996 nahezu ununterbrochen bei zwei verschiedenen Arbeitgebern, so zun�chst bei der Firma T.________ AG und anschliessend bei der Firma H.________ AG beitragspflichtiges Erwerbseinkommen erzielte. Als der Beschwerdef�hrer anfangs September 1996 zufolge K�ndigung des damaligen Arbeitsverh�ltnisses arbeitslos geworden war und Arbeitslosenentsch�digung beantragte, anerkannte die Beschwerdegegnerin das Bestehen eines anrechenbaren Arbeitsausfalls gem�ss Art. 8 Abs. 1 lit. b AVIG ab diesem Zeitpunkt ohne weiteres. Es bestand f�r sie kein Anlass zur Pr�fung der Frage, ob ein nicht anrechenbarer Arbeitsausfall im Sinne von Art. 11 Abs. 3 AVIG vorliegt, weshalb von vornherein kein Raum f�r die Zahlung von Arbeitslosenentsch�digungen gest�tzt auf Art. 29 Abs. 1 AVIG und einen entsprechenden �bergang allf�lliger Anspr�che gegen�ber der Firma M.________ AG auf die Beschwerdegegnerin blieb. F�r diese war somit keine M�glichkeit gegeben, irgendeinen Lohn- oder Entsch�digungsanspruch zu realisieren, der dann als Beitragszeit gelten k�nnte.
bb) Daran �ndert nichts, dass die Arbeitslosenkasse dem Beschwerdef�hrer vom M�rz 1991 bis Februar 1992 unbestrittenermassen Taggelder gest�tzt auf Art. 29 Abs. 1 AVIG ausgerichtet hat. Entgegen der Auffassung des Beschwerdef�hrers wird beim erstmaligen Vorliegen eines Zweifelsfalls gem�ss Art. 29 Abs. 1 AVIG keine allgemeine Vorschusspflicht der Arbeitslosenversicherung begr�ndet, welche keine Rahmenfrist f�r den Leistungsbezug zu er�ffnen verm�chte. Vielmehr werden auch die dem Versicherten auf der Grundlage von Art. 29 Abs. 1 AVIG ausbezahlten Arbeitslosenentsch�digungen in zeitlicher Hinsicht durch die mit Beginn der Taggelderbringung er�ffneten zweij�hrigen Rahmenfrist gem�ss Art. 9 Abs. 1 AVIG begrenzt (vgl. Erw. 4c hievor); entsprechend gehen die Anspr�che des arbeitslosen Versicherten gegen�ber dem Arbeitgeber nur im Umfang der w�hrend dieser Zeitspanne erbrachten Leistungen auf die Arbeitslosenkasse �ber. F�r dar�ber hinausgehende Forderungen der arbeitslosen Person aus Arbeitsvertrag findet nur dann erneut eine Subrogation von Gesetzes wegen statt, wenn die Arbeitslosenkasse im Rahmen einer neuen Frist f�r den Leistungsbezug wiederum Leistungen nach Art. 29 Abs. 1 AVIG erbringt; eben dies ist nach dem hievor Gesagten beim Beschwerdef�hrer im fraglichen Zeitraum zwischen 1996 und 1998 nicht der Fall.
Selbst wenn es sodann zutreffen sollte, dass der Arbeitsvertrag mit der Firma M.________ AG im Zeitraum zwischen 1992 und 1998 aus rechtlicher Sicht weiterbestand, kann der Beschwerdef�hrer hieraus nichts zu seinen Gunsten ableiten. Tatsache ist, dass das entsprechende Arbeitsverh�ltnis anfangs 1991 faktisch beendet wurde, somit die tatbest�ndlichen Voraussetzungen der Arbeitslosigkeit im Sinne von Art. 8 Abs. 1 lit. a in Verbindung mit Art. 10 Abs. 1 AVIG erf�llt waren (ARV 1989 Nr. 4 S. 77) und die Arbeitslosenkasse in der Folge gem�ss dem Antrag des Versicherten Arbeitslosenentsch�digungen innerhalb einer vom 1. M�rz 1991 bis 28. Februar 1993 dauernden Rahmenfrist erbrachte. Den innerhalb dieser Rahmenfrist bestehenden Taggeldanspruch hat der Beschwerdef�hrer ausgesch�pft, weshalb er im Zusammenhang mit der faktischen Beendigung des Arbeitsverh�ltnisses mit der Firma M.________ AG keine weiteren Taggeldanspr�che mehr geltend machen kann. Der Umstand, dass der Arbeitsvertrag mit dem bisherigen Arbeitgeber m�glicherweise formell weiterbestand, erlaubt es der Beschwerdegegnerin nicht, Arbeitslosenentsch�digungen ungeachtet der in Art. 9 AVIG vorgesehenen Rahmenfristen zu entrichten (vgl. BGE 126 V 373 Erw. 3b).
Der vom Gesetzgeber vorgesehene Mechanismus des Ablaufs von Rahmenfristen f�r die Beitragszeit und den Leistungsbezug bewirkt keine unzul�ssige Besserstellung jener Versicherten, welche beim faktischen Eintritt der Arbeitslosigkeit mit einem Antrag auf Arbeitslosenentsch�digung im Sinne von Art. 29 Abs. 1 AVIG zuwarten und ihre Forderungen aus Arbeitsvertrag zun�chst selber geltend machen: Sie haben zwar in der Tat den Vorteil, dass sich der Beginn der Rahmenfrist f�r den Leistungsbezug hinausz�gert; gleichzeitig aber werden sie im Unterschied zu den arbeitslosen Personen, die sofort Leistungen gest�tzt auf Art. 29 Abs. 1 AVIG verlangen und somit den sofortigen Beginn der Rahmenfrist f�r den Leistungsbezug in Kauf nehmen, nicht von den mit einem Prozess gegen den fr�heren Arbeitgeber verbundenen Kosten- und Inkassorisiken entlastet. Dem Versicherten steht es grunds�tzlich frei, ob er den einen oder andern Weg w�hlt, wobei eine diesbez�gliche Aufkl�rungspflicht der Arbeitslosenkasse nicht besteht (vgl. BGE 126 V 374 f. Erw. 3c/aa). Die unterschiedliche Stellung des Versicherten mit Bezug auf den Beginn der Rahmenfrist je nachdem, f�r welches Vorgehen er sich entscheidet, ergibt sich aus dem Normzweck von Art. 29 AVIG und ist insoweit sachlich begr�ndet. Mit seinen diesbez�glichen Einw�nden verkennt der Beschwerdef�hrer insbesondere, dass der Arbeitslosenversicherung nicht die Funktion zukommt, dem Versicherten ganz allgemein die Aufgabe abzunehmen, zweifelhafte Lohnforderungen gegen einen fr�heren Arbeitgeber durchzusetzen und ihn uneingeschr�nkt von entsprechenden eigenen Bem�hungen zu entlasten.
d) Zusammenfassend ergibt sich, dass Vorinstanz und Verwaltung zu Recht den Anspruch auf Arbeitslosenentsch�digung ab 2. September 1998 wegen Nichterf�llung der Mindestbeitragszeit verneint haben.
Wie schon im erw�hnten Urteil vom 14. April 1999 festgestellt wurde, bleibt es dem Beschwerdef�hrer unbenommen, allf�llige Lohnanspr�che gegen die Firma M.________ AG selber geltend zu machen. Die Beschwerdegegnerin hatte hiezu mit Blick auf die nach Ablauf der ersten Rahmenfrist f�r den Leistungsbezug entrichteten Arbeitslosenentsch�digungen gar kein Recht mehr, da ihr f�r diese ein Subrogationsrecht nicht zustand. Falls es dem Beschwerdef�hrer gelingt, allf�llige Lohn- und Entsch�digungsanspr�che f�r die hier fragliche Zeit auf dem zivilrechtlichen Weg durchzusetzen, m�ssten die entl�hnten oder entsch�digten Tage von der Arbeitslosenversicherung nachtr�glich als Beitragszeit anerkannt werden (vgl. BGE 119 V 496 f. Erw. 3).
III. Dieses Urteil wird den Parteien, der Versicherungsgericht des Kantons Aargau, dem Industrie-, Gewerbe- und Arbeitsamt des Kantons Aargau und dem Staatssekretariat f�r Wirtschaft zugestellt.

References: Art. 108
 Art. 6
 Art. 6
 BGE 
 Art. 6
 Art. 30
 BGE 
 Art. 6
 Art. 11
 Art. 29
 Art. 11
 Art. 29
 Art. 29
 Art. 9
 Art. 29
 Art. 8
 Art. 29
 Art. 29
 Art. 8
 BGE 
 Art. 29
 Art. 11
 Art. 8
 Art. 29
 Art. 29
 BGE 
 Art. 29
 Art. 29
 Art. 8
 Art. 11
 Art. 29
 Art. 29
 Art. 29
 Art. 29
 Art. 9
 Art. 29
 Art. 8
 Art. 10
 Art. 9
 BGE 
 Art. 29
 Art. 29
 BGE 
 Art. 29
 BGE