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Timestamp: 2019-02-21 01:32:40+00:00

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Frotscher/Geurts, EStG § 4 Gewinnbegriff im Allgemeinen / 18 ABC der Betriebseinnahmen und Betriebsausgaben | Haufe Personal Office Platin | Personal | Haufe
Frotscher/Geurts, EStG § 4 Gewinnbegriff im Allgemeinen / 18 ABC der Betriebseinnahmen und Betriebsausgaben
Rz. 905
Da der Begriff der betrieblichen Veranlassung bei Betriebsausgaben und Werbungskosten identisch ist, können Aufwendungen gleichermaßen Betriebsausgaben und Werbungskosten sein. Zur Vermeidung von Wiederholungen wird daher auf das umfangreiche ABC der Werbungskosten (mit Verweisungen zu den jeweiligen Darstellungen) in § 9 EStG Rz. 244 verwiesen. Im Folgenden sind nur solche Stichworte aufgenommen, bei denen sich betriebsausgabenspezifische Besonderheiten ergeben.
Fehlgeschlagene Aufwendungen
Fiktive Einnahmen/Ausgaben
Geldbußen/Geldauflage
Kundschaftsessen/-trinken
Nutzungsvergütungen
Organschaftliche Ausgleichszahlungen
Preise (Preisgelder)
Staatspolitische Zwecke
Ständig wechselnde Einsatzstelle
Stillhalteaufwendungen
Unangemessene Aufwendungen
Unübliche Aufwendungen
Vertreter (Versicherungsvertreter)
Vormund (Pfleger)
Warenverkostung
Zeitungen, Zeitschriften etc.
Zuschüsse, erhaltene
Zwangsaufwendungen
Abschreibungen sind Betriebsausgaben, unabhängig davon, ob es sich um lineare, degressive, erhöhte oder Sonderabschreibungen handelt. Sie sind Ausgaben, die über eine bestimmte Zeit verteilt abgesetzt werden (§ 7 EStG Rz. 1ff.).
Literatur: Günkel/Bourseaux, FR 2003, 497; Weitenauer, GWR 2017, 391; Geserich, DStR.Beih 2014, 53; Kolbe, StUB 2017, 729; Leuner, NWB 2018, 251
Gibt ein Unternehmen an die Arbeitnehmer Aktienoptionen aus, handelt es sich bei dem Vorteil bei Ausübung der Optionen um stpfl. Arbeitslohn. Entsprechend ist der Aufwand des Unternehmens Lohnaufwand, also abzugsfähige Betriebsausgabe. Werden die Aktien, auf die sich die Optionen beziehen, durch eine Kapitalerhöhung neu geschaffen, hat das Unternehmen keinen Aufwand; daher liegen auch keine Betriebsausgaben vor. Eine AG kann Rückstellungen für Verbindlichkeiten aus einem Aktienoptionsprogramm zugunsten von leitenden Mitarbeitern nicht bilden, wenn die Optionen nur ausgeübt werden können, falls der Verkehrswert der Aktien zum Ausübungszeitpunkt einen bestimmten Betrag (hier: 10 % des Ausübungspreises) übersteigt und/oder wenn das Ausübungsrecht davon abhängt, dass es in der Zukunft zu einem Verkauf des Unternehmens oder einem Börsengang kommt. Der Grad der Wahrscheinlichkeit des Eintritts eines dieser Ereignisse ist in diesem Zusammenhang ohne Bedeutung.
Anlaufkosten für die betriebliche Tätigkeit sind vorweggenommene Betriebsausgaben (Rz. 590). Anlaufkosten sind z. B. Finanzierungskosten, Planungskosten, Anschaffung von geringwertigen Wirtschaftsgütern, Gründungskosten (Notarkosten, Beratungskosten).
Annehmlichkeiten (Aufmerksamkeiten) sind im Geschäftsverkehr übliche Zuwendungen ohne wesentlichen wirtschaftlichen Wert (z. B. Blumen, Genussmittel von geringem Wert; zum Begriff vgl. § 19 EStG Rz. 83). Sie sind keine Geschenke und fallen daher nicht unter das Abzugsverbot des § 4 Abs. 5 S. 1 Nr. 1 EStG (Rz. 675). Sind sie betrieblich veranlasst, sind sie in voller Höhe als Betriebsausgaben abzugsfähig.
Werden aus betrieblichem Anlass (z. B. bei einer Konferenz) Kaffee, Tee, Gebäck, Zigaretten usw. gereicht, handelt es sich ebenfalls um übliche Aufmerksamkeiten. Es liegt keine Bewirtung nach § 4 Abs. 5 S. 1 Nr. 2 EStG vor; die Aufwendungen sind voll abzugsfähig (Rz. 689).
Aufwendungen für Arbeitsmittel sind Betriebsausgaben (zum Begriff vgl. § 9 EStG Rz. 225). Dies gilt auch, wenn die Arbeitsmittel in einem häuslichen Arbeitszimmer eingesetzt werden; die Abzugsbeschränkung des § 4 Abs. 5 S. 1 Nr. 6b EStG gilt insoweit nicht, da Arbeitsmittel nicht zur "Ausstattung" des Arbeitszimmers gehö...

References: § 4
 § 4
 § 9
 § 19
 § 4
 § 4
 § 9
 § 4