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Timestamp: 2020-01-21 15:27:43+00:00

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Verletzung AGG wegen diversity policy - recht.de
Verletzung AGG wegen diversity policy
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Beitrag von veni » 21.11.18, 16:23
Person A bewirbt sich bei Unternehmen B in einer klassischen Männerdomäne (IT). Trotz passenden Erfahrungen und Referenzen erfolgt keine Reaktion. In der gleichen Zeit welchen schlechter qualifizierte Kolleginnen in dieses Unternehmen.
Später bekommt Person A mit, dass dieses Unternehmen eine Policy hat, ein Gendergleichgewicht von 50:50 erreichen zu wollen. Dies gelingt im vorgeschlagenen Zeitraum nur, wenn nur noch Frauen eingestellt werden. Eine Überprüfung in den sozialen Netzwerken hat ergeben, dass fast alle neue Mitarbeiter Frauen sind.
Ist anhand dieses Sachverhaltes einen Entschädigungsklage nach AGG sinnvoll?
Re: Verletzung AGG wegen diversity policy
Beitrag von ktown » 21.11.18, 16:36
Wir reden hier von einem privaten Unternehmen?
Beitrag von veni » 21.11.18, 16:40
Ist ein privates Unternehmen. Aber dieses dürfte doch Person A nach AGG genausowenig aufgrund des Geschlechtes diskriminieren.
Beitrag von Evariste » 21.11.18, 17:23
Derartige Quotenregelungen sind ausdrücklich erlaubt. § 5 AGG:
Beitrag von Pünktchen » 21.11.18, 20:53
Evariste hat geschrieben: Derartige Quotenregelungen sind ausdrücklich erlaubt. § 5 AGG:
Der § 5 AGG ist sehr allgemein gehalten. Wo steht da, dass so eine Diskriminierung erlaubt ist? Hast du dazu auch ein Urteil?
Auch wenn Frauen im Vorstand oder Aufsichtsrat unterrepräsentiert sind, ist es nicht zulässig, Frauen bei gleicher oder sogar niedriger Qualifikation automatisch und unbedingt vorrangig vor Männern in das betreffende Gremium einzustellen oder zu befördern. Der männliche Kandidat kann sich bei einem solchen Automatismus erfolgreich gegen seine Benachteiligung wehren
https://www.humanresourcesmanager.de/ne ... enzen.html
Einen Anspruch auf die Stelle hat man nicht, man könnte nach § 15 AGG das Unteernehmen auf Schadensersatz verklagen. Die Gerichtskosten vor dem Arbeitsgericht sind nicht sehr hoch. Einen Rechtsanwalt braucht man nicht.
Beitrag von Evariste » 21.11.18, 21:18
Pünktchen hat geschrieben: Der § 5 AGG ist sehr allgemein gehalten. Wo steht da, dass so eine Diskriminierung erlaubt ist? Hast du dazu auch ein Urteil?
Was ist denn "so eine Diskriminierung"? Zu den Details des Auswahlverfahrens ist anscheinend nichts bekannt. Immerhin steht da:
Eine Überprüfung in den sozialen Netzwerken hat ergeben, dass fast alle neue Mitarbeiter Frauen sind.
Es wurden also zumindest auch einige Männer eingestellt, von "nur noch Frauen", wie behauptet, kann also schon einmal keine Rede sein.
Es kann übrigens auch noch andere Gründe für das
Trotz passenden Erfahrungen und Referenzen erfolgt keine Reaktion. In der gleichen Zeit welchen schlechter qualifizierte Kolleginnen in dieses Unternehmen.
geben. Ein Arbeitgeber sucht nicht immer unbedingt den besten Bewerber, sondern den mit dem besten Preis-Leistungs-Verhältnis. Frauen haben tendenziell niedrigere Gehaltsforderungen. Und schlechter qualifizierte Bewerber haben ebenfalls niedrigere Gehaltsforderungen.
Beitrag von Pünktchen » 21.11.18, 21:24
Was ist denn "so eine Diskriminierung"? Zu den Details des Auswahlverfahrens ist anscheinend nichts bekannt.
Bitte nicht ablenken. Die Antwort von dir lautete:
Also bist du selbst davon ausgegangen, dass es eine harte Quote gibt.
Da steht auch etwas von eine Diversity Police. Es reicht aus, wenn es in dem einen Fall eine Diskriminierung gab. Gemäß § 22 AGG müsste hier aufgrund der o. g. Tatsachen der AG zumindest beweisen, dass es keine Diskriminierung gab. Das dürfte ihm schwer fallen. Daher spielt es nicht unbedingt eine Rolle, ob tatsächlich eine Diskriminierung vorliegt.
Beitrag von was_guckst_du » 04.12.18, 10:42
...am besten in den "sozialen netzwerken" klagen...

References: § 5
 § 5
 § 5
 § 15
 § 5
 § 22