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Timestamp: 2019-02-22 07:57:08+00:00

Document:
Gesetze-Rechtsprechung Schleswig-Holstein BarkSeeNatSchGV SH | Landesnorm Schleswig-Holstein | Gesamtausgabe | Landesverordnung über das Naturschutzgebiet "Barkauer See und Umgebung" vom 11. November 1982 | gültig ab: 01.01.2003
Landesverordnung über das Naturschutzgebiet "Barkauer See...
juris-Abkürzung: BarkSeeNatSchGV SH
Ausfertigungsdatum: 11.11.1982
Fundstelle: GVOBl. 1982, 297
Gliederungs-Nr: 791-4-51
über das Naturschutzgebiet "Barkauer See und Umgebung"
Vom 11. November 1982
Landesverordnung über das Naturschutzgebiet "Barkauer See und Umgebung" vom 11. November 1982 01.01.2003
(1) Der Barkauer See und Umgebung, Gemeinde Süsel, Kreis Ostholstein, wird zum Naturschutzgebiet erklärt.
(2) Das Naturschutzgebiet wird mit der Bezeichnung "Barkauer See und Umgebung" unter Nummer 32 in das beim Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume als oberster Landschaftspflegebehörde geführte Verzeichnis der Naturschutzgebiete eingetragen.
(1) Das Naturschutzgebiet ist rund 137 ha groß und umfaßt
in der Gemarkung Ottendorf, Flur 1, die Flurstücke 1/9, 1/10 tlw., 1/11, 68/2 tlw., 5/3, 68/3, 70/4, 2/6 tlw., 3/9 tlw.,
in der Gemarkung Ottendorf, Flur 3, die Flurstücke 1 und 2,
in der Gemarkung Fassensdorf, Flur 1, die Flurstücke 56/1, 56/2, 56/3 tlw., 57/3 tlw., 63 tlw., 64/4 tlw., 65/6 tlw., 69/8 tlw., 69/4, 69/7 tlw., 70, 71/5 tlw., 72/4 tlw., 77/4 tlw., 77/3, 78 tlw., 84/1 tlw.,
in der Gemarkung Gothendorf, Rahmenkarte 1095, 1096, die Flurstücke 121 tlw., 122 bis 125, 126 tlw., 65 und
in der Gemarkung Barkau, Flur 3, die Flurstücke 1/1, 2, 3 bis 6, 7/1, 8, 9, 13 tlw., 14 bis 17, 18 tlw., 20 tlw.
In der dieser Verordnung als Anlage beigefügten Karte im Maßstab 1:25.000 ist das Naturschutzgebiet schwarz umrandet dargestellt.
(2) Die genauen Grenzen des Naturschutzgebietes sind in der Katasterkarte im Maßstab 1:2.000 rot eingetragen. Die maßgebende Ausfertigung der Karte ist beim Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume als oberster Landschaftspflegebehörde verwahrt. Sie ist Bestandteil dieser Verordnung. Weitere Ausfertigungen sind beim Landrat des Kreises Ostholstein als unterer Landschaftspflegebehörde und beim Bürgermeister der Gemeinde Süsel niedergelegt. Die Karten können dort während der Dienststunden eingesehen werden.
Das Naturschutzgebiet dient dem Schutz eines im Schmelzwassertal der Schwartau liegenden Binnensees mit typischer Verlandungsvegetation in naturnahem Zustand und einer artenreichen Tierwelt. In dem Naturschutzgebiet ist die Natur in ihrer Ganzheit zu erhalten und, soweit erforderlich, zu entwickeln und wiederherzustellen.
(1) In dem Naturschutzgebiet sind alle Handlungen, die zu einer Zerstörung oder Veränderung des Naturschutzgebietes oder zu einer nachhaltigen Störung führen können, verboten; insbesondere ist es verboten,
sonstige bauliche Anlagen zu errichten, auch wenn sie keiner Genehmigung oder Anzeige nach der Landesbauordnung bedürfen, oder sonstige Eingriffe im Sinne des § 7 des Landschaftspflegegesetzes vorzunehmen,
wildlebenden Tieren nachzustellen, sie durch Lärm oder mutwillig anderweitig zu beunruhigen, sie zu fangen, zu verletzen oder zu töten oder gebietsfremde Tiere auszusetzen,
Modellflugzeuge fliegen oder Schiffsmodelle fahren zulassen,
das Naturschutzgebiet außerhalb der Wege zu betreten, im Naturschutzgebiet zu reiten oder zu fahren, die Wasserfläche mit Wasserfahrzeugen aller Art zu befahren. Das Befahren der Wege mit dem Fahrrad oder mit dem Krankenfahrstuhl bleibt erlaubt,
(1) Unberührt von den Verboten des § 4 bleiben:
die auf den Schutzzweck ausgerichtete Bodennutzung auf den im Eigentum der Stiftung Naturschutz befindlichen Flächen nach Maßgabe der Empfehlungen des Landesamtes für Natur und Umwelt als obere Naturschutzbehörde;
die ordnungsgemäße landwirtschaftliche Bodennutzung im Sinne des § 7 Abs. 3 des Landesnaturschutzgesetzes der übrigen, bei Inkrafttreten dieser Verordnung genutzten Flächen in der bisherigen Art und in dem bisherigen Umfang;
die auf den Schutzzweck ausgerichtete forstwirtschaftliche Bodennutzung der Waldflächen, soweit keine Bestimmungen des § 15 a des Landesnaturschutzgesetzes entgegenstehen; die natürlichen Entwicklungsabläufe haben Vorrang;
die ordnungsgemäße Ausübung des Jagdschutzes im Sinne des Abschnittes VI und des § 22 a des Bundesjagdgesetzes in Verbindung mit den §§ 21 und 22 des Landesjagdgesetzes sowie die Ausübung des Jagdrechtes im Sinne des § 1 des Bundesjagdgesetzes auf Schalenwild im Eigenjagdbezirk des Landes Schleswig-Holstein;
die ordnungsgemäße Ausübung des Jagdrechtes im Sinne des § 1 des Bundesjagdgesetzes auf den übrigen Flächen;
die ordnungsgemäße Ausübung der erwerbsmäßigen Fischerei im Barkauer See im Sinne des § 7 Abs. 3 des Landesnaturschutzgesetzes und des § 3 Abs. 1 des Landesfischereigesetzes bis zum 31. Dezember 2012; nicht zulässig ist es,
die Fischerei in der Zeit vom 1. September bis zum 1. März eines jeden Jahres,
die Fischerei in der Schilf- oder Röhrichtzone, c) die Fischerei mit Reusen ohne Otterschutzgitter oder ohne Otterausstieg und
den Fischfang mit der Handangel auszuüben; unberührt von den Einschränkungen der Buchstaben a bis d bleibt die Hegepflicht nach Maßgabe der -Bestimmungen der §§ 3, 13 und 21 des Landesfischereigesetzes;
die erforderliche Unterhaltung der der Vorflut dienenden Gewässer nach Maßgabe der Bestimmungen des Landeswassergesetzes;
das Baden im Barkauer See von der genehmigten und in der Örtlichkeit gekennzeichneten; am Nordostufer des Sees gelegenen Badestelle aus; nicht zulässig ist die Benutzung von Badebooten, Badeflößen oder Luftmatratzen;
Untersuchungen und Maßnahmen zum Schutz oder zur Entwicklung des Naturschutzgebietes, die die untere Naturschutzbehörde durchführt oder durchführen lässt.
(2) Soweit eine der in Absatz 1. aufgeführten Maßnahmen im Einzelfall mit einem Eingriff in Natur und Landschaft verbunden ist, gilt Abschnitt III des Landesnaturschutzgesetzes.
(3) Die untere Naturschutzbehörde kann bei Gefährdung des Schutzzweckes nach pflichtgemäßem Ermessen die erforderlichen Maßnahmen treffen
§ 4 Abs. 1 Nr. 6 Sprengungen oder Bohrungen vornimmt,
§ 4 Abs. 1 Nr. 8 Pflanzen, Pflanzenteile oder sonstige Bestandteile des Naturschutzgebietes entnimmt oder Pflanzen standortfremder Arten sowie sonstiges Material organischer und anorganischer Zusammensetzung einbringt,
§ 4 Abs. 1 Nr. 9 wildlebenden Tieren nachstellt, sie durch Lärm oder mutwillig anderweitig beunruhigt, sie fängt, verletzt oder tötet oder gebietsfremde Tiere aussetzt,
§ 4 Abs. 1 Nr. 10 Modellflugzeuge fliegen oder Schiffsmodelle fahren läßt,
§ 4 Abs. 1 Nr. 11 das Naturschutzgebiet außerhalb der Wege betritt, im Naturschutzgebiet reitet oder fährt oder die Wasserfläche mit Wasserfahrzeugen aller Art befährt,
§ 4 Abs. 1 Nr. 12 Zelte und Wohnwagen aufstellt, Sachen aller Art lagert, Feuer macht oder Hunde frei umherlaufen läßt.

References: § 7
 § 4
 § 7
 § 15
 § 22
 § 1
 § 1
 § 7
 § 3

§ 4

§ 4

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§ 4

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