Source: http://www.familienrecht-allgaeu.de/de/kosten.html
Timestamp: 2017-05-28 16:31:49+00:00

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Kosten | Dr. Schröck | Fachanwalt für Familienrecht
WEGWEISERzur "schnellen & kostengünstigen Scheidung ...
FAMILIENRECHT ONLINEÜberblick - Leitfäden - Wegweiser
"Wieviel kostet der Anwalt?"
Viele klagen über die immensen -> Kosten familiengerichtlicher Auseinandersetzung, wobei im Vorfeld nicht konkret abzusehen ist, welche -> Verfahrenskosten am Ende auf einen zukommen werden. Pauschalpreisangebote werden Sie kaum finden. Aufklärung kann im Vorfeld einer Auseinandersetzung nur so weit stattfinden, dass Sie in der Lage sind, die Kostenstrukturen einer Rechtsberatung und anwaltlichen Vertretung zu erkennen. Eins ist sicher: Je weniger Sie vor Gericht streiten müssen, desto weniger Kosten werden auf Sie zukommen. Zunächst bestimmen Sie mit der Formulierung Ihres Auftrags, welche anwaltlichen Leistungen zu erbringen sind und damit auch, welcher Kostenrahmen Anwendung findet. Je nachdem wie Ihr Auftrag lautet, gelten spezifische Regeln, die hier vorgestellt werden. Meist sind den Gebühren sog. -> Gegenstandswerte zu Grunde zu legen. Unsere Kanzlei (-> Angebot) wir Ihnen grundsätzlich Im Rahmen einer persönlichen und individuellen -> Beratung zu den voraussichtlichen Anwaltskosten -> Kostenvorschläge unterbreiten. Dabei sind wir an die Vorschriften der Bundesrechtsanwaltsordnung (-> BRAO), der Berufsordnung für Rechtsanwälte (-> BORA) und des Rechtsanwaltsvergütungsgesetzes (-> RVG) gebunden. Um Streitigkeiten weitgehend zu vermeiden und um die Kostentransparenz zu erhöhen, schließen wir häufig mit unseren Klienten Vergütungsvereinbarungen ab. Mit § -> 34 Abs.1 S.1 RVG fordert der Gesetzgeber die Anwaltschaft auf, für Beratungen grundsätzlich eine Vergütungsvereinbarung zu treffen.
Autor: Dr. Schröck - Kanzlei für Familienrecht ♦ Dr. Jörg Schröck - zur Person ...♦ Fachanwaltskanzlei - zur Homepage ...♦ Beratung vom Fachanwalt ...♦ Telefon & E-Mail ...
Wegweiser zu den "Kosten"
Beratungskosten ...
Scheidungskosten ...
Kosten individueller Berechnungen ...
Kosten einer außergerichtlichen Vertretung ...
Kosten einer gerichtlichen Vertretung ...
I. Kosten für individuelle Beratung
Gebührenpflichtige Beratung
♦ Ihr Weg zur Beratung ...
Was "Beratung" bedeutet, erfahren Sie -> HIER ...
Die Wegbeschreibung zur Beratung durch unsere Fachanwaltskanzlei für Familienrecht finden Sie -> HIER...
Was die Beratung bei uns kostet, erfahren Sie -> HIER ...
♦ Beratungskosten Die gesetzlichen Rahmenbedingungen zur Vergütung von anwaltlichen Beratungen ist für den Rechtssuchenden nicht ganz einfach zu verstehen. Es wird zwischen dem Begriff -> "Beratung" und -> "Erstberatung" differenziert. Die "Erstberatung" ist ein juristischer Kunstbegriff. Die Beratung ist das, was die meisten Klienten auch im Alltag unter einer Beratung verstehen. Mehr zu den jeweiligen Definitionen erfahren Sie -> HIER ... Wenn danach geklärt ist, welche Beratungstätigkeit vom Anwalt erwartet wird, kann die dafür richtige Vergütung ermittelt werden:
Vorrang der Vergütungsvereinbarung:Mit § -> 34 Abs.1 S.1 RVG fordert der Gesetzgeber die Anwaltschaft auf, vorrangig Vergütungsvereinbarungen zu treffen.
Keine Vergütungsvereinbarung:Wird zur Durchführung der Beratung keine Gebührenvereinbarung getroffen, gilt Folgendes:
Für eine -> Erstberatung betragen die Anwaltgebühren höchstens 190,- € netto (§ 34 Abs.1 S.3 3.Hs. RVG) zzgl. 20,- € Auslagenpauschale (Nr. 7002 VV RVG) und MwSt, d.h. insgesamt 249,90 €. Dies ergibt sich aus § -> 34 Abs.1 S.3 3. Hs RVG.
Für eine -> Beratung von Verbrauchern betragen die Anwaltsgebühren höchstens 250,- € netto (§ 34 Abs.1 S.3 1.Hs. RVG) zzgl. 20,- € Auslagenpauschale (Nr. 7002 VV RVG) und MwSt.
UNSER ANGEBOTfür familenrechtliche BeratungenSie brauchen keinen "Anwalt um die Ecke". In unserer Praxis führen wir viele -> (Erst-)Beratungen online durch. Da der jeweillige Beratungsgegenstand im Hinblick auf Umfang und Schwierigkeit sehr individuell ist, führen wir grundsätzlich keine Beratung durch, bevor wir Ihren Beratungsbedarf fachlich eingeschätzt und Sie von uns einen -> Kostenvorschlag dazu erhalten haben. Mit anderen Worten: wir führen Beratungen (auch Online-Beratungen) in der Regel auf der Grundlage von Honorarvereinbarungen (§§ 3a ff. RVG) durch. Damit werden die Beratungsgkosten für Sie transparent und nachvollziehbar; Gebührenstreitigkeiten werden vermieden; Wir können uns als ausschließlich auf Ihre Sache konzentrieren.
ANWALTSCHECK in der Erstberatung ...
Checken Sie den Anwalt Ihrer Wahl, bevor Sie sich endgültig entscheiden, im Rahmen eines -> ersten Beratungsgesprächs. Wenn er die notwendige Fachkompetenz besitzt, um Sie "gut beraten" durch die Trennungsphase und das folgende -> Scheidungsverfahren zu begleiten, dann muss er im Beratungsgespräch auf wichtige praxisrelevante Fragen ad hoc eine zufriedenstellende Antwort geben können. Wenn nicht: "Finger weg!" Einen Katalog von möglichen -> Musterfragen finden Sie -> HIER... Notieren Sie sich im Vorfeld Ihre Fragen schriftlich, auf die Sie eine Antwort wünschen. Notieren Sie - zumindest stichwortartig - die Antworten des Beraters. Prüfen Sie mit unseren Informationen Online, ob die Antwort stimmt. Mehr dazu beim -> ANWALTSCHECK.
♦ Was umfasst eine Beratung?
Was "Beratung" bedeutet, ist in § -> 34 Abs.1 S.1 RVG legal definiert. Jede außergerichtliche Anwaltstätigkeit, die über ein -> Erstberatungsgespräch hinausgeht, aber noch keine außergerichtliche Vertretung gegenüber der Gegenseite oder Geschäftsbesorgung ist, ist eine Beratung im Sinne des § -> 34 Abs.1 S.1 RVG. Die meisten gewünschten Beratungen gehen über den Rahmen eines Erstberatungsgesprächs oder über den Rahmen einer (bloßen) Beratung hinaus. Dies gilt insbesondere für -> Unterhaltsberechnungen. Folgt im Anschluss an ein Erstberatungsgespräch bzw. Beratung eine anwaltliche Vertretung gegenüber der Gegenseite oder eine sonstige Geschäftsbesorgung, so werden die -> Beratungskosten auf die dann entstehende Geschäftsgebühr angerechnet. Den Weg zur -> Beratung finden Sie -> HIER...
♦ Was ist ein erstes Beratungsgespräch?
Wie der Name schon sagt, verfolgt das erste Beratungsgespräch das Ziel einer ersten mündlichen Einschätzung der Angelegenheit (-> Kosten der Erstberatung). Im Rahmen eines Erstberatungsgesprächs kann seriöser Weise nicht die schnelle und vollständige Lösung Ihres Problems geleistet werden. Ebenso wenig umfasst das Erstberatungsgespräch die Abfassung von Schreiben, die schriftliche Niederlegung der Antworten, Telefonate mit der Gegenseite oder die Prüfung von Prozessaussichten usw. Den größten Gewinn bieten Ihnen Erstberatungsgespräche beim Anwalt, wenn Sie im Vorfeld Ihre Fragen schriftlich notieren, damit der Anwalt hierauf gezielter eingehen kann und muss.
II. Kosten für individuelle Berechnungen
♦ Familienrechtliche Berechnungen
UNSER ANGEBOTfür familenrechtliche Berechnungen
Die -> Anwaltskosten für individuelle -> professionelle Berechnungen (z.B. Unterhaltsberechnungen, Zugewinnausgleichsermittlung, sonstige Entschädigungen wegen Vermögensauseinandersetzung) ermitteln wir in der Regel nach den -> gesetzlichen Gebühren des Rechtsanwaltsvergütungsgesetzes (RVG). Davon kann über Honorarvereinbarungen abgewichen werden (§ 3a RVG). Wir machen von Honorarvereinbarungen Gebrauch, wenn Umfang und/oder Schwierigkeit des Auftrags in keinem angemessenen Verhältnis zur gesetzlich vorgesehenen Vergütung stehen. Wir informieren Sie stets im Vorfeld einer Mandatserteilung über die voraussichtlichen (kalkulierten) Kosten (-> Kostenvorschlag). Wird der Auftrag erteilt eine -> individuelle Unterhaltsberechnung durchzuführen, ist dies keine Beratung mehr (-> Was ist eine "Beratung"?), sondern eine Geschäftsbesorgung.
♦ Anwaltsgebühren nach RVG
Anwaltsgebühren richten sich nach sog. -> Gegenstandswerten. Für Unterhaltsberechnungen gilt § -> 51 FamGKG. Für die außergerichtliche Tätigkeit inkl. Korrespondenz mit der Gegenseite fällt bei uns grundsätzlich eine Geschäftsgebühr zu einem Gebührensatz zwischen 1,5 und 2,0 nach Nr. -> 2300 VV RVG, je nach Umfang und Schwierigkeit der Angelegenheit, an.
♦ § 51 FamGKG
♦ Gesetzes - Text
(1) In Unterhaltssachen, die Familienstreitsachen sind und wiederkehrende Leistungen betreffen, ist der für die ersten zwölf Monate nach Einreichung des Klageantrags oder des Antrags geforderte Betrag maßgeblich, höchstens jedoch der Gesamtbetrag der geforderten Leistung. (...)(2) Die bei Einreichung des Klageantrags fälligen Beträge werden dem Wert hinzugerechnet (…). ♦ Kurz gesagt
Der Jahresbetrag des für die Zukunft geforderten zzgl. des Betrags des für die Vergangenheit rückständigen Unterhalts ist als Gegenstandswert und damit als Bemessungsgrundlage für die anfallen Anwaltsgebühren maßgebend. Für verschiedene Verfahrensabschnitte fallen unterschiedliche Gebühren an.
III. Kosten einer außergerichtlichen Vertretung
♦ Anwaltliche Vertretung Eine -> anwaltliche Vertretung ist immer dann gegeben, wenn wir für Sie nach außen - gegenüber der Gegenseite - anwaltlich auftreten. Dafür wird eine auf uns lautende -> Vollmacht benötigt. In dieser wird der Gegenstand der Vertretung angegeben. Ein familienrechtliches Mandat kann aus mehreren Angelegenheiten und Gegenständen bestehen (vgl. -> Scheidungsverbund & Kosten). Die Gegenstandswerte des FamGKG sind über § -> 23 Abs.1 RVG auch für die Anwaltsgebühren nach RVG maßgebend. Hier eine beispielhafte Auswahl von Gegenstandswerten:
♦ Gegenstandswerte
Unterhaltssachen: Jahresbetrag des geforderten Unterhalt ( -> § 51 FamGKG) Scheidung: Klicken Sie -> HIER... . Der Weg zur kostengünstigen Scheidung -> HIER...
Kindschaftssache: pauschal 3.000,- € (-> § 45 FamGKG)
Ehewohnung- und Haushaltssache: zwischen 2.000,- € bis 4.000,- € (-> § 48 FamGKG)
IV. Kosten einer gerichtlichen Vertretung
Eine ausführliche Darstellung sämtlicher Fall-Varianten mit Bezug auf die jeweiligen Verfahrenskosten für -> familiengerichtliche Verfahren würde hier den Rahmen sprengen. Weitere Hinweise und Informationen erhalten Sie unter den angegebenen -> Links. Informationen zu den Verfahrenskosten einer Scheidung erhalten Sie beim Thema -> Scheidungskosten. Gerne erteilen wir Ihnen im Rahmen von Mandatsanfragen konkrete Auskunft zu den voraussichtlichen Verfahrenskosten. Mehr Informationen zu unserem -> Beratungsangebot finden Sie -> HIER.... Auf Wunsch erhalten Sie vor Mandatserteilung einen Kostenvorschlag zu den voraussichtlichen Kosten, soweit der Verlauf der Auseinandersetzung zu überblicken ist. Bei Fragen dazu -> Telefonservice ... V. Was kostet die Zwangsvollstreckung von Unterhaltstiteln?
ZWANGSVOLLSTRECKUNG - UNTERHALTZu den Kosten siehe -> Wertberechnung bei der Pfändung wegen Unterhaltsansprüchen -> HIER...
VI. Kostenerstattung
♦ Verfahrenskosten & Kostenerstattung
Nach § 81 FamFG kann das Familiengericht die Kosten eines familiengerichtlichen Verfahrens (= Anwaltskosten, Gerichtskosten, Parteiauslagen) nach billigem Ermessen auf die Beteiligten verteilen. Diese Vorschrift gilt aber nicht für alle famillienrechtlichen Angelegenheiten. Insbesondere Rechtstreitigkeiten, bei denen ums Geld gestritten wird, (z.B. Unterhaltssachen und Güterrechtssachen) und die sog. Familienstreitsachen (§ 112 FamFG) sind, gilt § 81 FamFG nicht. Vielmehr gelten die allgemeinen Verfahrensvorschriften der ZPO, auf die § 113 FamFG verweist. Dies hat Konsequenzen für die Kostentragungspflicht und Kostenverteilung zwischen den Beteiligten. Die Kosten werden in ZPO-Verfahren grundsätzlich nach Maßgabe des Obsiegens und Unterliegens aufgeteilt (§ 91 ZPO). Eine Kostenentscheidung der Familiengerichts nach billigem Ermessen (§ 81 FamFG) gibt es in Familienstreitsachen nach § 112 FamFG nicht. Wird also Unterhalt gerichtlich geltend gemacht, so sind die Verfahrenskosten genauso zu tragen, wie bei einer ganz normalen zivilrechtlichen Streitigkeit: Der Unterliegende trägt die Kosten des Verfahrens (§ 91 ZPO -> Thema "Erstattungsfähige Verfahrenskosten"). In Ausnahmefällen kann bei einer Unterhaltsklage von diesem Grundsatz abgewichen werden, wenn der auf Unterhalt Verklagte mangels Auskünfte zum Einkommen & Vermögen ein Unterhaltsverfahren provoziert hat (-> Thema Klage ohne Auskunft). Zur Verteilung der Kosten eines Scheidungsverfahrens -> HIER ...
VII. Prozessfinanzierung
VERFAHRENSKOSTENHILFE vom Staat
VERFAHRENSKOSTENVORSCHUSS im Familienkreis
Bevor VKH beansprucht werden kann, ist zu klären, ob vorrangig ein Anspruch auf Kostenvorschuss gegen einen Unterhaltspflichtigen geltend gemacht werden muss. Mehr dazu -> HIER.
In der Regel bieten die Rechtschutzversicherer in familienrechtlichen Angelegenheiten nur einen Erstbeartungsrechtschutz. Die ARAG bietet dem gegenüber einen Ehe-Rechtschutz wegen Getrenntlebens, Scheidung oder Scheidungsfolgesachen an -> HIER...
Enders, Die Kosten des Treminsvertreters in der Kostenfestsetzung, JurBüro 1/2012
♦ In eigener Sache

References: § 51
 § 51
 § 45
 § 48
 § 81
 § 81
 § 113
 § 112