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Timestamp: 2019-12-16 13:16:43+00:00

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BGH, 23.09.1996 - II ZR 126/95 - dejure.org
https://dejure.org/1996,1401
BGH, 23.09.1996 - II ZR 126/95 (https://dejure.org/1996,1401)
BGH, Entscheidung vom 23.09.1996 - II ZR 126/95 (https://dejure.org/1996,1401)
BGH, Entscheidung vom 23. September 1996 - II ZR 126/95 (https://dejure.org/1996,1401)
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Genossenschaft - Feststellungsklage - Beschluß
Wirksame Abberufung eines Genossenschaftsvorstandes durch die Generalversammlung nur bei formeller Beschlussfeststellung
GenG § 39 Abs. 1, § 47 Abs. 1
Vertretung einer Genossenschaft in einem Rechtsstreit mit Mitgliedern; Wirkung der Feststellungen über die Beschlußfassung der Generalversammlung
NJW 1997, 318
ZIP 1996, 2071
MDR 1997, 152
WM 1996, 2234
DB 1997, 153
(3) Da der Zwangsabstieg des Klägers in der hier gegebenen Konstellation ausschließlich durch den Beklagten bewirkt werden kann, liegt entgegen der Revision auch kein sogenanntes Drittrechtsverhältnis vor, das nur unter besonderen Voraussetzungen (vgl. BGH, Urteil vom 23. September 1996 - II ZR 126/95, ZIP 1996, 2071, 2072) zulässiger Gegenstand einer Feststellungsklage sein kann.
In gleicher Weise regelt § 51 Abs. 1 GenG die Anfechtung von Beschlüssen der Generalversammlung, weshalb der Feststellung des Beschlußergebnisses durch den Versammlungsleiter auch im Genossenschaftsrecht konstitutive und verbindliche Wirkung beigelegt wird (BGH, Urt. v. 23. September 1996, II ZR 126/95, NJW 1997, 318, 320).
Fehlt es an einer förmlichen Beschlussfeststellung, ist es dem Betroffenen unbenommen, die Wirksamkeit oder Unwirksamkeit des Beschlusses durch eine Beschlussfeststellungsklage nach § 256 ZPO feststellen zu lassen (BGH…, Urteil vom 13. November 1995, aaO; vom 23. September 1996 - II ZR 126/95, NJW 1997, 318, 319;… vom 1. März 1999, aaO;… vom 11. Februar 2008, aaO).
Erfüllt ist diese Voraussetzung stets, wenn ein Versammlungsleiter diese Feststellung trifft (vgl. BGH, Urteil vom 23. September 1996 - II ZR 126/95, NJW 1997, 318, 320;… vom 11. Februar 2008 - II ZR 187/06, ZIP 2008, 757 Rn. 24).
Da die Klage an die kurze Frist von einem Monat gebunden ist (§ 8 Abs. 6 GV), müssen die Klageberechtigten auch von einem bestimmten Beschlussergebnis als maßgebend ausgehen können (vgl. BGH, Urteil vom 23. September 1996 - II ZR 126/95, ZIP 1996, 2071, 2074).
Schon weil die Klage, mit der die Fehlerhaftigkeit eines Beschlusses geltend zu machen ist, an die kurze Frist von einem Monat gebunden ist (§ 8 Abs. 6 GV), müssen die Klageberechtigten von einem bestimmten Beschlussergebnis als maßgebend ausgehen können (vgl. BGH, Urteil vom 23. September 1996 - II ZR 126/95, ZIP 1996, 2071, 2074).
Dasselbe gilt im Genossenschaftsrecht zumindest für einen Verstoß gegen die Protokollierungsregelung des § 47 Abs. 1 GenG (BGH, Urt. v. 23. September 1996 - II ZR 126/95, NJW 1997, 318).
Ausreichend ist in solchen Fällen, daß auf Grund einer gebotenen und typisierenden Betrachtung regelmäßig die abstrakte Gefahr einer nicht unbefangenen Vertretung der Gesellschaft besteht (…BGH 26. Juni 1995 aaO; 23. September 1996 - II ZR 126/95 - NJW 1997, 318 und 28. April 1997 aaO).
Dieser gesetzgeberische Zweck erfordert auch eine Anwendung der Norm in Rechtsstreitigkeiten zwischen der Gesellschaft und ihrem ausgeschiedenen Vorstandsmitglied (ständige Rechtsprechung des BGH 11. Mai 1981 aaO; 9. Oktober 1986 - II ZR 284/85 - NJW 1987, 254; 8. Februar 1988 aaO; 13. Februar 1989 aaO; 5. März 1990 aaO; 22. April 1991 aaO; 23. September 1996 aaO; 28. April 1997 aaO; 21. Juni 1999 - II ZR 27/98 - ZIP 1999, 1669, 1670; ihm folgend das Bundesarbeitsgericht BAG 20. August 1998 - 2 AZR 12/98 - nv.
BGH, 26.01.1998 - II ZR 279/96
Vertretung einer Genossenschaft in Rechtsstreitigkeiten mit Vorstandsmitgliedern
Das entspricht gefestigter Rechtsprechung des Senats (BGHZ 130, 108, 110; Urt. v. 23. September 1996 - II ZR 126/95, ZIP 1996, 2071 = NJW 1997, 318;… für die Aktiengesellschaft zuletzt Sen.Urt. v. 8. September 1997 - II ZR 55/96, DStR 1997, 2035 mit Anm. Goette) und gilt bei der gebotenen typisierenden Betrachtung auch in Fällen der Rechtsnachfolge aufgrund von Verschmelzungen, selbst wenn das ausgeschiedene Vorstandsmitglied - wie hier - dem Vorstand der übernehmenden Gesellschaft niemals angehört hat (…vgl. Sen.Urt. v. 14. Juli 1997 - II ZR 168/96, ZIP 1997, 1674, 1675 für einen Sparkassenvorstand).
Gegenstand einer Feststellungsklage kann auch ein Rechtsverhältnis zwischen einer Prozeßpartei und einem Dritten sein (BGHZ 69, 37, 40; 83, 122, 125 f.; BGH, Urt. v. 23.9.1996 - II ZR 126/95, NJW 1997, 318, 319), sofern der Kläger ein rechtliches Interesse an der alsbaldigen Feststellung des streitigen Rechtsverhältnisses hat und dieses Interesse gerade gegenüber der anderen Prozeßpartei besteht (…BGH, Urt. v. 11.7.1990 - VIII ZR 165/89, WM 1990, 2128, 2130;… BGH NJW 1997 aaO).

References: § 39
 § 47
 § 51
 § 256
 § 47
 BGH 
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