Source: http://www2.lubw.baden-wuerttemberg.de/public/abt2/dokablage/oac_12/vo/4/4108.htm
Timestamp: 2018-12-15 23:50:09+00:00

Document:
4.108 Kornbühl
Verordnung des Regierungspräsidiums Tübingen als höhere Naturschutzbehörde über das Naturschutzgebiet »Kornbühl« vom 15. Juni 1983 (GBl. v. 29.07.1983, S. 355).
Auf Grund von § 21 und § 58 Abs. 2 des Gesetzes zum Schutz der Natur, zur Pflege der Landschaft und über die Erholungsvorsorge in der freien Landschaft (Naturschutzgesetz -NatSchG) vom 21. Oktober 1975 (GBI. S. 654) wird verordnet.
Die in § 2 näher bezeichneten Flächen auf dem Gebiet der Stadt Burladingen, Zollernalbkreis, werden zum Naturschutzgebiet erklärt. Das Naturschutzgebiet führt die Bezeichnung »Kornbühl«.
(1) Das Naturschutzgebiet hat eine Größe von 11,64 ha. Es umfaßt auf Gemarkung Salmendingen die Flurstücke und Flurstücksteile 2486, 2487, 2493/1 (nordwestlicher Teil) und 2493/2.
(2) Die Grenzen des Naturschutzgebietes sind in einer Flurkarte des Regierungspräsidiums Tübingen vom 12. Januar 1982 im Maßstab 1:2500, kombiniert mit einer Übersichtskarte im Maßstab 1:25000, gekennzeichnet und rot angelegt. Die Verordnung mit Karte wird beim Regierungspräsidium Tübingen als höhere Naturschutzbehörde in Tübingen verwahrt; eine Ausfertigung befindet sich beim Landratsamt Zollernalbkreis als untere Naturschutzbehörde in Balingen. Die Verordnung mit Karte kann während der Dienststunden eingesehen werden.
Der wesentliche Schutzzweck ist die Erhaltung des Kornbühls als landschaftlich exponierter ökologischer Ausgleichsraum inmitten der Feldflur. Die Wacholderheiden und einmähdigen Wiesen auf den Hängen des Kornbühls beherbergen eine reichhaltige Fauna und Flora, die je nach Exposition unterschiedliche Ausprägung besitzt und zahlreiche gefährdete Arten umfaßt.
7. Tiere einzubringen, wildlebenden Tieren nachzustellen, sie mutwillig zu beunruhigen, sie zu fangen, zu verletzen oder zu töten oder Puppen, Larven, Eier oder Nester oder sonstige Brut-, Wohn- oder Zufluchtsstätten dieser Tiere freizulegen, zu entfernen, zu beschädigen oder zu zerstören;
14. Flugdrachen zu starten.
2. für die sonstige bisher rechtmäßigerweise ausgeübte Nutzung der Grundstücke und Wege sowie der rechtmäßigerweise bestehenden Einrichtungen in der bisherigen Art und im bisherigen Umfang sowie deren Unterhaltung und Instandsetzung;
3. für Pflegemaßnahmen, die auf Grund eines Patenschaftsvertrages mit der Stadt Burladingen durchgeführt werden;
Ordnungswidrig im Sinne des § 64 Abs. 1 Nr. 2 NatSchG handelt, wer in dem Naturschutzgebiet vorsätzlich oder fahrlässig eine der nach § 4 und § 5 Nr. 2 dieser Verordnung verbotenen Handlungen vornimmt.
TÜBINGEN, den 15. Juni 1983

References: § 21
 § 58
 § 2
 § 64
 § 4
 § 5