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Timestamp: 2018-05-24 14:07:47+00:00

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Veröffentlicht am : 04. Feb. 2014., 13:06:49 | Journalistin : Conny Crämer Ressort : Medien & Entertainment & Kultur | Leserzahl : 2458
Kopierabgabe – neuer Betrag steht
Am 28. Januar 2014 berichtete der online-Fachdienst T3N über die Urheberrechtsabgabe für Laptops. Auf 13,19 Euro pro Laptops haben sich die Verwertungsgesellschaften geeinigt. Die ZPÜ, das ist die Zentralstelle für private Überspielungsrechte (ZPÜ) hat sich mit dem Verband BITKOM auf die neue Abgabe für Computer festgelegt. Doch wieso zetern noch immer ganze Heerscharen von Kanzleien wegen angeblich illegalen Downloads von Musik und Filmen? Beide sind in den 13,19 Euro inklusive, die in dem Kauf eines neues Computers inklusive ist. Auch in den letzten Jahren gab es immer die automatische Abgabe bei Computerkauf.
Also wozu extra geldhungrige Anwälte bezahlen, wenn das Werk sowieso ein Original ist oder etwaig ein Film ist, der vorher auf einem öffentlich-rechtlichen Sender lief? Wieso soll man überhaupt mehr zahlen, als ein Download bei iTunes oder Amazon. Das riecht doch glatt nach rechtswidriger Bereicherung. Stars, die sowieso bereits in Geld schwimmen, werden noch reicher. Das schreit nach der Reich-Arm Schere, die es zu brechen gilt.
Strafrecht oder Filesharing-Recht
Aber wie schaut es eigentlich mit der Gesetzeslage aus? Könnte eine Unterlassungsklage oder sogar eine vorherige Abmahnung bereits einen Betrug nach STGB 263 darstellen? Bei Abmahnvereinen mit en Gros Abmahnungen sind da per Strafgesetzbuch durchaus viele Jahre Knast für die Kanzlei möglich. Nötigung mal sowieso, siehe STGB 240.
Tatsache ist, dass jedoch auch Downloads von YouTube oder einer anderen Download-Möglichkeit eigentlich gesetzlich erlaubt sind. Besonders bei YouTube achtet die GEMA besonders darauf, dass das Unternehmen nur noch lizensierte Songs und Videos veröffentlicht. Somit ist die Abgabe bereits durch YouTube erfolgt. Normales Filesharing innerhalb des privaten Freundeskreises via Email war schon immer erlaubt und entspricht der normalen klassischen Schallplattenkopie auf Musikkassette.
Daher könnte auch STGB 263 gegen die Kanzlei anwendbar sein, wenn sich Anwälte oder deren Mandanten zu Unrecht bereichern wollen. Allein der Versuch ist also schon strafbar laut STGB 263 Absatz 2, besonders wenn falsche Tatsachen dargestellt werden. Da das Menschenrecht vorgeht und jeder sich laut Artikel 27.1 sich frei an Kunst, Kultur und Wissenschaft erfreuen darf und das Urheberrecht per United Nations laut Absatz 2 gesichert werden muss, ist klar, dass allein die United Nations als Folge abmahnfähig wären und nicht der einzelne User, der kostenlos Musik tauscht und teilt.
Verwertungsgesellschaften und das Urheberrecht
Fakt ist also auch, dass auf jedem Rechner wie früher auch bei Musikkassetten eine Kopierabgabe bereits enthalten ist. Die VG Bild-Kunst, VG Wort und die sogenannte Zentralstelle für private Überspielungsrechte, kurz ZPÜ genannt, haben bereits vor Jahren eine Kopierabgabe auf PCs eingeführt.
Zu den Gesellschaftern gehören die GEMA, VG Wort, VG Bild-Kunst (Verwertungsgesellschaft Bild-Kunst), VFF (Verwertungsgesellschaft der Film- und Fernsehproduzenten mbH), GWFF (Gesellschaft zur Wahrnehmung von Film- und Fernsehrechten mbH), VGF (Verwertungsgesellschaft für Nutzungsrechte an Filmwerken mbH), GÜFA (Gesellschaft zur Übernahme und Wahrung von Filmaufführungsrechten mbH), GVL (Gesellschaft zur Verwertung von Leistungsschutzrechten mbH), VG TWF (Treuhandgesellschaft Werbefilm mbH) Auf dem Laptop und dem MP3 Player ist also die Gebühr des Tauschens schon inklusive – vereinfacht ausgedrückt.
Der Gesetzgeber hat außerdem die automatische Kopierabgabe auf die Geräte in das Urheberrechtsgesetz vorsorglich mit eingebaut: § 54 (1) Ist nach der Art eines Werkes zu erwarten, dass es nach § 53 Abs. 1 bis 3 vervielfältigt wird, so hat der Urheber des Werkes gegen den Hersteller von Geräten und von Speichermedien, deren Typ allein oder in Verbindung mit anderen Geräten, Speichermedien oder Zubehör zur Vornahme solcher Vervielfältigungen benutzt wird, Anspruch auf Zahlung einer angemessenen Vergütung.
Freibrief für Privatpersonen
Privatpersonen erhalten also damit laut § 53 eigentlich einen Freibrief: § 53 Vervielfältigungen zum privaten und sonstigen eigenen Gebrauch schreibt gesetzlich Folgendes vor:
Damit stellt sich die Frage, ob die Unterlassungsansprüche überhaupt je gegen Personen oder Unternehmen rechtskonform waren oder in Wahrheit eigentlich immer Straftaten darstellten, nämlich Straftaten gegen das Völkerrecht im Sinne des Völkerstrafgesetzbuches § 7 Absatz 1 Nr. 10. Denn schadenspflichtig sind nur die Vereinten Nationen oder das entsprechende Mitgliedsland.
Jugendliche – Downloaden bis die Festplatte ächzt
Die Jugend hat es mal ganz gut. Das Urheberwahrnehmungsgesetz erlaubt per § 13 das Downloaden bis die Festplatte voll ist. Hier Absatz 3
(…) Die Verwertungsgesellschaft soll bei der Tarifgestaltung und bei der Einziehung der tariflichen Vergütung auf religiöse, kulturelle und soziale Belange der zur Zahlung der Vergütung Verpflichteten einschließlich der Belange der Jugendpflege angemessene Rücksicht nehmen.
Die allgemeine Erklärung der Menschenrechte sind jedoch per Artikel 28 die sozio-kulturellen Belange und gesetzliche Pflicht und die schreiben nun mal per Artikel 27 Absatz 1 vor: Kunst, Kultur und Wissenschaft sind gratis. Wer zahlen will, kann dies natürlich gerne tun, alles andere wäre per STGB 240 und 263 bandenmässiger Betrug, wenn eine Privatperson zur Zahlung verpflichtet wird, auch Amtspersonen können bis zu zehn Haftstrafe erwarten, falls diese betrügerisch nötigen und zur Zahlung verdonnern.

References: § 54
 § 53
 § 53
 § 53
 § 7
 § 13