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Timestamp: 2016-08-28 12:04:24+00:00

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(§§ 31 bis 34 UStDV) > Abschnitt 14.5. UStAE Pflichtangaben in der
Rechnung Abschnitt 14.5. UStAE Pflichtangaben in der
Rechnung Pagination
[ Abschnitt 14.4. UStAE ] [ Inhalt
] [ Abschnitt 14.6. UStAE ] (1) § 14 Abs. 4 und § 14a UStG gelten nur für Rechnungen an andere Unternehmer oder an juristische
Personen, soweit sie nicht Unternehmer sind, sowie an andere
Leistungsempfänger, die in § 14a UStG bezeichnet sind. Dabei ist es unerheblich, ob es sich um
steuerpflichtige oder steuerfreie Leistungen oder um Teilleistungen handelt
oder ob die Sonderregelungen nach den §§ 23
bis 25c UStG angewendet werden.
Sofern eine Verpflichtung zur Erteilung einer Rechnung
besteht, muss die Rechnung alle Pflichtangaben, die sich aus § 14
Abs. 4 , § 14a UStG sowie aus den §§ 33 und 34 UStDV ergeben,
enthalten und die übrigen formalen Voraussetzungen des § 14 UStG erfüllen. Die Gesamtheit aller Dokumente, die die nach § 14
Abs. 4 und § 14a UStG geforderten Angaben insgesamt enthalten, bildet die Rechnung. In einem Dokument fehlende Angaben müssen in anderen Dokumenten
enthalten sein. In einem dieser Dokumente müssen
mindestens das Entgelt und der Steuerbetrag angegeben werden. Außerdem sind in diesem Dokument alle anderen Dokumente zu
bezeichnen, aus denen sich die nach § 14
Abs. 4 und § 14a UStG erforderlichen Angaben insgesamt ergeben ( § 31
Abs. 1 UStDV ). Alle
Dokumente müssen vom Rechnungsaussteller erstellt werden. Im Fall der Gutschrift muss deshalb der Gutschriftsaussteller alle
Dokumente erstellen. Ist ein Dritter mit der
Rechnungserstellung beauftragt ( § 14 Abs. 2
Satz 4 UStG ), ist auch derjenige, der den
Dritten mit der Rechnungserstellung beauftragt hat, zur Erstellung der
fehlenden Dokumente berechtigt. Hinsichtlich der
Leistungsbeschreibung ist es zulässig, auf den vom leistenden Unternehmer
erstellten Lieferschein Bezug zu nehmen. Name und Anschrift des leistenden Unternehmers und des
Leistungsempfängers (2) Nach § 14
Abs. 4 Satz 1 Nr. 1 UStG sind in
der Rechnung der Name und die Anschrift des leistenden Unternehmers und des
Leistungsempfängers jeweils vollständig anzugeben. Dabei ist es nach § 31
Abs. 2 UStDV ausreichend, wenn sich auf
Grund der in die Rechnung aufgenommenen Bezeichnungen der Name und die
Anschrift sowohl des leistenden Unternehmers als auch des
Leistungsempfängers eindeutig feststellen lassen. Verfügt der Leistungsempfänger über ein Postfach oder
über eine Großkundenadresse, ist es ausreichend, wenn diese Daten
anstelle der Anschrift angegeben werden. (3) Auch in einer Rechnung, die unter
Nennung nur des Namens des Leistungsempfängers mit "c/o" an einen Dritten
adressiert ist, muss entsprechend § 14
Abs. 4 Satz 1 Nr. 1 UStG und den
Vereinfachungen des § 31
Abs. 2 und 3 UStDV die
Identität des Leistungsempfängers leicht und eindeutig feststellbar
sein. Die Anschrift des Dritten gilt in diesen Fällen
nicht als betriebliche Anschrift des Leistungsempfängers, wenn dieser
unter der Anschrift des Dritten nicht gleichzeitig über eine
Zweigniederlassung, eine Betriebsstätte oder einen Betriebsteil
verfügt. Dies gilt auch dann, wenn der beauftragte Dritte
mit der Bearbeitung des gesamten Rechnungswesens des Leistungsempfängers
beauftragt ist. Die Sätze 1 bis 3 gelten in den
Fällen der Rechnungserteilung durch einen vom leistenden Unternehmer
beauftragten Dritten entsprechend. (4) Im Fall der umsatzsteuerlichen
Organschaft kann der Name und die Anschrift der Organgesellschaft angegeben
werden, wenn der leistende Unternehmer oder der Leistungsempfänger unter
dem Namen und der Anschrift der Organgesellschaft die Leistung erbracht bzw.
bezogen hat. Bei Unternehmern, die über mehrere
Zweigniederlassungen, Betriebsstätten oder Betriebsteile verfügen,
gilt jede betriebliche Anschrift als vollständige Anschrift. Steuernummer oder USt-IdNr. des leistenden
Unternehmers (5) Nach § 14
Abs. 4 Satz 1 Nr. 2 UStG muss der
leistende Unternehmer in der Rechnung entweder die ihm vom inländischen
Finanzamt erteilte Steuernummer oder die vom BZSt erteilte USt-IdNr. angeben
(vgl. BFH-Urteil vom 2. 9. 2010, V R 55/09, BStBl
2011 II S. 235). Wurde dem leistenden
Unternehmer keine USt-IdNr. erteilt, ist zwingend die erteilte Steuernummer
anzugeben. Wenn das Finanzamt eine gesonderte Steuernummer
für Zwecke der Umsatzbesteuerung erteilt hat (z. B. bei von der
Zuständigkeit nach dem Betriebssitz abweichender Zuständigkeit nach § 21 AO ),
ist diese anzugeben. Erteilt das Finanzamt dem leistenden
Unternehmer eine neue Steuernummer (z. B. bei Verlagerung des
Unternehmenssitzes), ist nur noch diese zu verwenden. Es ist
nicht erforderlich, dass der Unternehmer die vom Finanzamt erteilte
Steuernummer um zusätzliche Angaben (z. B. Name oder Anschrift des
Finanzamts, Finanzamtsnummer oder Länderschlüssel) ergänzt.
Im Fall der Gutschrift ist die Steuernummer bzw. die USt-IdNr.
des leistenden Unternehmers und nicht die des die Gutschrift erteilenden
Leistungsempfängers anzugeben. Zu diesem Zweck hat der
leistende Unternehmer (Gutschriftsempfänger) dem Aussteller der Gutschrift
seine Steuernummer oder USt-IdNr. mitzuteilen. Dies gilt auch
für einen ausländischen Unternehmer, dem von einem inländischen
Finanzamt eine Steuernummer oder vom BZSt eine USt-IdNr. erteilt wurde.
Hinsichtlich des Anspruchs natürlicher Personen auf
Erteilung einer Steuernummer für Umsatzsteuerzwecke vgl. BFH-Urteil vom
23. 9. 2009, II R 66/07, BStBl 2010 II S. 712,
und BMF-Schreiben vom 1. 7. 2010, BStBl I S. 625. (6) Leistet ein Unternehmer im eigenen Namen
(Eigengeschäft) und vermittelt er einen Umsatz in fremden Namen und
für fremde Rechnung (vermittelter Umsatz), gilt für die Angabe der
Steuernummer oder der USt-IdNr. Folgendes: Für das Eigengeschäft gibt
der leistende Unternehmer seine Steuernummer oder USt-IdNr. an. Rechnet der Unternehmer über einen
vermittelten Umsatz ab (z. B. Tankstellenbetreiber, Reisebüro), hat
er die Steuernummer oder USt-IdNr. des leistenden Unternehmers (z. B.
Mineralölgesellschaft, Reiseunternehmen) anzugeben. Werden das Eigengeschäft und der
vermittelte Umsatz in einer Rechnung aufgeführt (vgl. Abschnitt 14.10
Abs. 3 ), kann aus Vereinfachungsgründen der
jeweilige Umsatz durch Kennziffern oder durch Symbole der jeweiligen
Steuernummer oder USt-IdNr. zugeordnet werden. Diese sind in
der Rechnung oder in anderen Dokumenten ( § 31 UStDV )
zu erläutern. (7) Im Fall der umsatzsteuerlichen Organschaft muss die
Organgesellschaft die ihr oder dem Organträger erteilte USt-IdNr. oder die
Steuernummer des Organträgers angeben. (8) Die Angabe der Steuernummer oder der USt-IdNr. ist
vorbehaltlich der §§ 33 und 34 UStDV auch
erforderlich, wenn beim leistenden Unternehmer die Umsatzsteuer nach § 19
Abs. 1 UStG nicht erhoben wird, ausschließlich über steuerfreie Umsätze
abgerechnet wird, der Leistungsempfänger nach § 13b
Abs. 5 UStG Steuerschuldner ist (vgl. auch § 14a
Abs. 5 UStG ). (9) Ein Vertrag erfüllt die Anforderung
des § 14
Abs. 4 Satz 1 Nr. 2 UStG , wenn er
die Steuernummer oder die USt-IdNr. des leistenden Unternehmers enthält.
Ist in dem Vertrag die Steuernummer angegeben und erteilt das
Finanzamt dem leistenden Unternehmer eine neue Steuernummer (z. B. bei
Verlagerung des Unternehmenssitzes), ist der Vertragspartner in geeigneter
Weise darüber zu informieren. Die leichte
Nachprüfbarkeit dieser Angabe muss beim Leistungsempfänger
gewährleistet sein. Es ist nicht erforderlich, dass auf
den Zahlungsbelegen die Steuernummer oder die USt-IdNr. des leistenden
Unternehmers angegeben ist. Fortlaufende Nummer (Rechnungsnummer) (10) Durch die fortlaufende Nummer
(Rechnungsnummer) soll sichergestellt werden, dass die vom Unternehmer
erstellte Rechnung einmalig ist. Bei der Erstellung der
Buchstabenreihen zu verwenden. Auch eine Kombination von
Ziffern mit Buchstaben ist möglich. Eine
lückenlose Abfolge der ausgestellten Rechnungsnummern ist nicht zwingend.
Es ist auch zulässig, im Rahmen eines weltweiten
Abrechnungssystems verschiedener, in unterschiedlichen Ländern
angesiedelter Konzerngesellschaften nur einen fortlaufenden Nummernkreis zu
verwenden. (11) Bei der Erstellung der Rechnungsnummer
bleibt es dem Rechnungsaussteller überlassen, wie viele und welche
separaten Nummernkreise geschaffen werden, in denen eine Rechnungsnummer
jeweils einmalig vergeben wird. Dabei sind Nummernkreise
für zeitlich, geographisch oder organisatorisch abgegrenzte Bereiche
zulässig, z. B. für Zeiträume (Monate, Wochen, Tage),
verschiedene Filialen, Betriebsstätten einschließlich
Organgesellschaften oder Bestandsobjekte. Die einzelnen
Nummernkreise müssen dabei nicht zwingend lückenlos sein.
Es muss jedoch gewährleistet sein (z. B. durch
Vergabe einer bestimmten Klassifizierung für einen Nummernkreis), dass die
jeweilige Rechnung leicht und eindeutig dem jeweiligen Nummernkreis zugeordnet
werden kann und die Rechnungsnummer einmalig ist. (12) Bei Verträgen über
Dauerleistungen ist es ausreichend, wenn diese Verträge eine einmalige
Nummer enthalten (z. B. Wohnungs- oder Objektnummer, Mieternummer).
Es ist nicht erforderlich, dass Zahlungsbelege eine gesonderte
fortlaufende Nummer erhalten. (13) Im Fall der Gutschrift ist die
fortlaufende Nummer durch den Gutschriftsaussteller zu vergeben.
Wird die Rechnung nach § 14
Abs. 2 Satz 4 UStG von einem Dritten
ausgestellt, kann dieser die fortlaufende Nummer vergeben. (14) Kleinbetragsrechnungen nach § 33 UStDV und Fahrausweise nach § 34 UStDV müssen keine fortlaufende Nummer enthalten. Menge und Art der gelieferten Gegenstände oder Umfang
und Art der sonstigen Leistung (15) Die Bezeichnung der Leistung muss eine
ermöglichen, über die abgerechnet worden ist
(BFH-Urteile vom 10.11.1994,
V R 45/93, BStBl 1995 II S. 395, und vom
8.10.2008, V R 59/07,
BStBl 2009 II S. 218). Handelsüblich
( § 14 Abs. 4
Satz 1 Nr. 5 UStG ) ist jede im
Geschäftsverkehr für einen Gegenstand allgemein verwendete
Bezeichnung, z. B. auch Markenartikelbezeichnungen. Handelsübliche Sammelbezeichnungen sind ausreichend, wenn sie
die Bestimmung des anzuwendenden Steuersatzes eindeutig ermöglichen,
z. B. Baubeschläge, Büromöbel, Kurzwaren, Schnittblumen,
Spirituosen, Tabakwaren, Waschmittel. Bezeichnungen
allgemeiner Art, die Gruppen verschiedenartiger Gegenstände umfassen,
z. B. Geschenkartikel, reichen nicht aus. Zur Verwendung
der Geräteidentifikationsnummer als Bestandteil der handelsüblichen
Bezeichnung des gelieferten Gegenstands vgl. BMF-Schreiben vom
1.4.2009, BStBl I S. 525. Zeitpunkt der Leistung und Vereinnahmung des
Entgelts (16) Nach § 14
Abs. 4 Satz 1 Nr. 6 UStG ist in
der Rechnung der Zeitpunkt der Lieferung oder sonstigen Leistung anzugeben.
Dies gilt auch dann, wenn das Ausstellungsdatum der Rechnung
Satz 1 Nr. 3 UStG ) mit dem Zeitpunkt
der Lieferung oder der sonstigen Leistung übereinstimmt; in diesen
Fällen genügt eine Angabe wie z. B. "Leistungsdatum entspricht
Rechnungsdatum"(vgl. BFH-Urteil vom 17.12.2008,
XI R 62/07, BStBl 2009 II S. 432).
Abs. 4 UStDV kann als Zeitpunkt der
Lieferung oder der sonstigen Leistung der Kalendermonat angegeben werden, in
dem die Leistung ausgeführt wird. Die Verpflichtung zur
Angabe des Zeitpunkts der Lieferung oder der sonstigen Leistung besteht auch in
den Fällen, in denen die Ausführung der Leistung gegen Barzahlung
erfolgt. Im Einzelnen gilt hierbei Folgendes: 1. Angabe des Zeitpunkts der Lieferung in einem
Lieferschein: Nach § 31
Abs. 1 UStDV kann eine Rechnung aus
mehreren Dokumenten bestehen, aus denen sich die nach § 14 Abs. 4
Satz 1 UStG erforderlichen Angaben
insgesamt ergeben. Demzufolge können sich
Rechnungsangaben auch aus einem in dem Dokument, in dem Entgelt und
Steuerbetrag angegeben sind, zu bezeichnenden Lieferschein ergeben.
Sofern sich der nach § 14 Abs. 4 Satz 1
Nr. 6 UStG erforderliche Leistungszeitpunkt
aus dem Lieferschein ergeben soll, ist es erforderlich, dass der Lieferschein
neben dem Lieferscheindatum eine gesonderte Angabe des Leistungsdatums
enthält. Sofern das Leistungsdatum dem Lieferscheindatum
entspricht, kann an Stelle der gesonderten Angabe des Leistungsdatums ein
Hinweis in die Rechnung aufgenommen werden, dass das Lieferscheindatum dem
Leistungsdatum entspricht. 2. Angabe des Zeitpunkts der Lieferung in den Fällen,
in denen der Ort der Lieferung nach § 3
Abs. 6 UStG bestimmt wird: In den Fällen, in denen der
Gegenstand der Lieferung durch den Lieferer, den Abnehmer oder einen vom
Lieferer oder vom Abnehmer beauftragten Dritten befördert oder versendet
wird, gilt die Lieferung nach § 3
Abs. 6 Satz 1 UStG dort als
ausgeführt, wo die Beförderung oder Versendung an den Abnehmer oder
in dessen Auftrag an einen Dritten beginnt (vgl. Abschnitt 3.12 ).
Soweit es sich um eine Lieferung handelt, für die der Ort
der Lieferung nach § 3
Abs. 6 UStG bestimmt wird, ist in der
Rechnung als Tag der Lieferung der Tag des Beginns der
Beförderung oder Versendung des Gegenstands der Lieferung anzugeben.
Dieser Tag ist auch maßgeblich für die
Entstehung der Steuer nach § 13 Abs. 1 Nr. 1
Buchstabe a Satz 1 UStG (vgl. Abschnitt 13.1 Abs. 1 und 2
Satz 5 ). 3. Angabe des Zeitpunkts der Lieferung in anderen
Fällen: In allen Fällen, in denen sich der
Ort der Lieferung nicht nach § 3
Abs. 6 UStG bestimmt, ist als Tag der
Lieferung in der Rechnung der Tag der Verschaffung der
Verfügungsmacht anzugeben. Zum Begriff der Verschaffung
der Verfügungsmacht vgl. Abschnitt 3.1
Abs. 2 . 4. Angabe des Zeitpunkts der sonstigen Leistung: Nach § 14 Abs. 4 Satz 1
Nr. 6 UStG ist in der Rechnung der
Zeitpunkt der sonstigen Leistung anzugeben. Dies ist der
Zeitpunkt, zu dem die sonstige Leistung ausgeführt ist. Sonstige Leistungen sind grundsätzlich im Zeitpunkt ihrer
Vollendung ausgeführt. Bei zeitlich begrenzten
Dauerleistungen ist die Leistung mit Beendigung des entsprechenden
Rechtsverhältnisses ausgeführt, es sei denn, die Beteiligten hatten
Teilleistungen vereinbart (vgl. Abschnitt 13.1
Abs. 3 ). Bei sonstigen
Leistungen, die sich über mehrere Monate oder Jahre erstrecken,
reicht die Angabe des gesamten Leistungszeitraums (z. B. "1.1.01 bis
31.12.01") aus. 5. Noch nicht ausgeführte Lieferung oder sonstige
Leistung: Wird über eine noch nicht
ausgeführte Lieferung oder sonstige Leistung abgerechnet, handelt es sich
um eine Rechnung über eine Anzahlung, in der die Angabe des Zeitpunkts der
Vereinnahmung des Entgelts oder des Teilentgelts entsprechend § 14 Abs. 4 Satz 1
Nr. 6 UStG nur dann erforderlich ist, wenn
der Zeitpunkt der Vereinnahmung bei der Rechnungsstellung feststeht und nicht
mit dem Ausstellungsdatum der Rechnung übereinstimmt. Auch in diesem Fall reicht es aus, den Kalendermonat der
Vereinnahmung anzugeben. Auf der Rechnung ist kenntlich zu
machen, dass über eine noch nicht erbrachte Leistung abgerechnet wird
(vgl. Abschnitt 14.8
Abs. 4 ). (17) Ist in einem Vertrag - z. B. Miet-
oder Pachtvertrag, Wartungsvertrag oder Pauschalvertrag mit einem Steuerberater
- der Zeitraum, über den sich die jeweilige Leistung oder Teilleistung
erstreckt, nicht angegeben, reicht es aus, wenn sich dieser Zeitraum aus den
einzelnen Zahlungsbelegen, z. B. aus den Überweisungsaufträgen
oder den Kontoauszügen, ergibt. Soweit periodisch
wiederkehrende Zahlungen im Rahmen eines Dauerschuldverhältnisses in der
Höhe und zum Zeitpunkt der vertraglichen Fälligkeiten erfolgen und
keine ausdrückliche Zahlungsbestimmung vorliegt, ergibt sich der Zeitpunkt
der Leistung aus Vereinfachungsgründen durch die Zuordnung der Zahlung zu
der Periode, in der sie geleistet wird. Dabei wird es nicht
beanstandet, wenn der Zahlungsbeleg vom Leistungsempfänger ausgestellt
wird. Entgelt (18) Nach § 14
Abs. 4 Satz 1 Nr. 7 UStG ist in
der Rechnung das nach Steuersätzen und einzelnen Steuerbefreiungen
aufgeschlüsselte Entgelt anzugeben. Im Voraus vereinbarte Minderung des Entgelts (19) Zusätzlich ist jede im Voraus
vereinbarte Minderung des Entgelts, sofern sie nicht bereits im Entgelt
berücksichtigt ist, anzugeben. Dies bedeutet im Fall der
Vereinbarung von Boni, Skonti und Rabatten, bei denen im Zeitpunkt der
Rechnungserstellung die Höhe der Entgeltminderung nicht feststeht, dass in
der Rechnung auf die entsprechende Vereinbarung hinzuweisen ist
( § 31
Abs. 1 UStDV ). Dies gilt
sowohl im Fall des Steuerausweises in einer Rechnung als auch im Fall des
Hinweises auf eine Steuerbefreiung. Da Vereinbarungen
über Entgeltminderungen ebenfalls Bestandteil einer Rechnung sind, gelten
die sich aus § 14
Abs. 1 Satz 2 UStG ergebenden
Formerfordernisse auch für diese. Sofern die
Entgeltminderungsvereinbarung in dem Dokument, in dem Entgelt und Steuerbetrag
angegeben sind, nicht enthalten ist, muss diese als gesondertes Dokument
schriftlich beim leistenden Unternehmer und beim Leistungsempfänger oder
dem jeweils beauftragten Dritten vorliegen. Allerdings sind in
dem Dokument, in dem das Entgelt und der darauf entfallende Steuerbetrag
zusammengefasst angegeben sind, die anderen Dokumente zu bezeichnen, aus denen
sich die übrigen Angaben ergeben ( § 31
Abs. 1 UStDV ). Bei Rabatt-
und Bonusvereinbarungen ist es deshalb ausreichend, wenn in dem Dokument, das
zusammengefasst die Angabe des Entgelts und des darauf entfallenden
Steuerbetrags enthält, auf die entsprechende Konditionsvereinbarung
hingewiesen wird. Für eine leichte und eindeutige
Nachprüfbarkeit ist allerdings eine hinreichend genaue Bezeichnung
erforderlich. Dies ist gegeben, wenn die Dokumente über
die Entgeltminderungsvereinbarung in Schriftform vorhanden sind und auf
Nachfrage ohne Zeitverzögerung bezogen auf die jeweilige Rechnung
vorgelegt werden können. Ändert sich eine vor
Ausführung der Leistung getroffene Vereinbarung nach diesem Zeitpunkt, ist
es nicht erforderlich, die Rechnung zu berichtigen. Die
Verpflichtung zur Angabe der im Voraus vereinbarten Minderungen des Entgelts
bezieht sich nur auf solche Vereinbarungen, die der Leistungsempfänger
gegenüber dem leistenden Unternehmer unmittelbar geltend machen kann.
Vereinbarungen des leistenden Unternehmers mit Dritten, die
nicht Leistungsempfänger sind, müssen in der Rechnung nicht
bezeichnet werden. Bei Skontovereinbarungen genügt eine
Angabe wie z. B. "2 % Skonto bei Zahlung bis" den Anforderungen des § 14
Abs. 4 Satz 1 Nr. 7 UStG .
Das Skonto muss nicht betragsmäßig (weder mit dem
Bruttobetrag noch mit dem Nettobetrag zzgl. USt) ausgewiesen werden.
Ein Belegaustausch ist bei tatsächlicher Inanspruchnahme
der im Voraus vereinbarten Entgeltminderung nicht erforderlich (vgl. aber Abschnitt 17.1 Abs. 3
Satz 4 ). Steuersatz und Steuerbetrag oder Hinweis auf eine
Steuerbefreiung (20) Nach § 14
Abs. 4 Satz 1 Nr. 8 UStG ist in
der Rechnung der Steuersatz sowie der auf das Entgelt entfallende Steuerbetrag
oder im Fall der Steuerbefreiung ein Hinweis auf die Steuerbefreiung
anzubringen. Bei dem Hinweis auf eine Steuerbefreiung ist es
nicht erforderlich, dass der Unternehmer die entsprechende Vorschrift des UStG oder
der MwStSystRL nennt. Allerdings soll in der Rechnung ein Hinweis auf den Grund der
Steuerbefreiung enthalten sein. Dabei reicht eine Angabe in
umgangssprachlicher Form aus (z. B. "Ausfuhr", "innergemeinschaftliche
Lieferung"). (21) Die Regelung des § 32 UStDV für Rechnungen über Umsätze, die verschiedenen Steuersätzen
unterliegen, gilt entsprechend, wenn in einer Rechnung neben steuerpflichtigen
Umsätzen auch nicht steuerbare oder steuerfreie Umsätze
aufgeführt werden. Soweit Kosten für
Nebenleistungen, z. B. für Beförderung, Verpackung,
Versicherung, besonders berechnet werden, sind sie den unterschiedlich
besteuerten Hauptleistungen entsprechend zuzuordnen. Die
Aufteilung ist nach geeigneten Merkmalen, z. B. nach dem Verhältnis
der Werte oder Gewichte, vorzunehmen. (22) In Rechnungen für Umsätze, auf die die
Durchschnittssätze des § 24
Abs. 1 UStG anzuwenden sind, ist
außer dem Steuerbetrag der für den Umsatz maßgebliche
Durchschnittssatz anzugeben ( § 24 Abs. 1
Satz 5 UStG ). Hinweis auf die Aufbewahrungspflicht des
Leistungsempfängers (23) Nach § 14
Abs. 4 Satz 1 Nr. 9 UStG ist der
leistende Unternehmer bei Ausführung einer steuerpflichtigen Werklieferung
oder sonstigen Leistung im Zusammenhang mit einem Grundstück verpflichtet,
in der Rechnung auf die einem nichtunternehmerischen Leistungsempfänger
nach § 14b
Abs. 1 Satz 5 UStG obliegenden
Aufbewahrungspflichten hinzuweisen. Hierbei ist es
ausreichend, wenn in der Rechnung z. B. ein allgemeiner Hinweis enthalten
ist, dass ein nichtunternehmerischer Leistungsempfänger diese Rechnung
zwei Jahre aufzubewahren hat. Ein Hinweis auf die
Aufbewahrungspflicht des Leistungsempfängers nach § 14b
Abs. 1 Satz 5 UStG ist nicht
erforderlich, wenn es sich bei der steuerpflichtigen Werklieferung oder
sonstigen Leistung um eine Bauleistung im Sinne des § 13b
Abs. 2 Nr. 4 UStG an einen anderen
Unternehmer handelt, für die dieser die Umsatzsteuer schuldet, oder mit
einer Kleinbetragsrechnung im Sinne des § 33 UStDV abgerechnet wird. Pagination
] [ Abschnitt 14.6. UStAE ] Weitere Paragraphen
Abschnitt 13c.1. UStAE - Haftung bei Abtretung,
Verpfändung oder Pfändung von Forderungen Abschnitt 14.1. UStAE - Zum Begriff der
Rechnung Abschnitt 14.2. UStAE - Rechnungserteilungspflicht bei
Leistungen im Zusammenhang mit einem Grundstück Abschnitt 14.3. UStAE - Rechnung in Form der
Gutschrift Abschnitt 14.4. UStAE - Echtheit und Unversehrtheit von
Rechnungen Abschnitt 14.5. UStAE - Pflichtangaben in der
Rechnung Abschnitt 14.6. UStAE - Rechnungen über
Kleinbeträge Abschnitt 14.7. UStAE - Fahrausweise als
Rechnungen Abschnitt 14.8. UStAE - Rechnungserteilung bei der
Istversteuerung von Anzahlungen Abschnitt 14.9. UStAE - Rechnungserteilung bei verbilligten
Leistungen ( § 10
Abs. 5 UStG ) Abschnitt 14.10. UStAE - Rechnungserteilung in
EinzelfällenWeitere RichtlinienAEAOErbStH 2003ErbStR 2003ErbStR 2011EStH 2006EStH 2007EStH 2008EStH 2009EStH 2010EStR 2005GewStR 2009KStH 2006KStH 2008KStR 2004LStH 2007LStH 2009LStH 2010LStH 2011LStR 2008LStR 2011LStR 2015UStR 2008© Lizenziert von LexisNexis Deutschland GmbHAlle Rechte vorbehalten

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