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Timestamp: 2016-10-24 06:59:54+00:00

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8C_502/2010 (21.07.2010)
8C_502/2010
Urteil vom 21. Juli 2010
Dr. Jascha Schneider-Marfels,
Z�rich Versicherungs-Gesellschaft AG,
Litigation Hauptbranchen, 8085 Z�rich,
vom 3. M�rz 2010.
Die 1956 geborene S.________ war Serviceangestellte im Restaurant L.________ und damit bei der Z�rich Versicherungs-Gesellschaft AG (nachfolgend Z�rich) obligatorisch unfallversichert. Am 2. Februar 2004 hielt sie mit ihrem Auto vor einem Fussg�ngerstreifen an, worauf der nachfolgende Personenwagen mit dem Heck ihres Autos kollidierte. Sie erlitt ein Distorsionstrauma der Halswirbels�ule (HWS). Die Z�rich erbrachte Heilbehandlung und Taggeld. Sie holte unter anderem diverse Arztberichte, ein interdisziplin�res (internistisches, rheumatologisch-orthop�disches und psychiatrisches) Gutachten der medizinischen Begutachtungsstelle X.________ vom 27. Oktober 2008, einen Bericht der medizinischen Begutachtungsstelle X.________ �ber die Evaluation der funktionellen Leistungsf�higkeit (EFL) vom 16. M�rz 2009 und einen Erg�nzungsbericht der medizinischen Begutachtungsstelle X.________ vom 25. M�rz 2009 ein. Mit Verf�gung vom 2. April 2009 stellte die Z�rich die Leistungen per 31. Oktober 2008 ein. Die dagegen erhobene Einsprache wies sie mit Entscheid vom 14. August 2009 ab.
Die hiegegen eingereichte Beschwerde wies das Kantonsgericht Basel-Landschaft mit Entscheid vom 3. M�rz 2010 ab.
Mit Beschwerde beantragt die Versicherte, in Aufhebung des kantonalen Entscheides sei ihr eine Dreiviertelsrente, eventuell eine halbe Invalidenrente zuzusprechen; es sei eine medizinische Oberexpertise betreffend Evaluation der arbeitsbezogenen funktionellen Leistungsf�higkeit einzuholen, die insbesondere dem konkreten Belastungsbild einer Service-Angestellten und dem Zustand der Versicherten nach Vollendung eines intensiven Arbeitstages angemessen Rechnung trage; eventuell sei die Sache zur Neubeurteilung an die Vorinstanz zur�ckzuweisen.
Die Beschwerde kann wegen Rechtsverletzung nach Art. 95 f. BGG erhoben werden. Das Bundesgericht wendet das Recht von Amtes wegen an (Art. 106 Abs. 1 BGG). Immerhin pr�ft es, unter Ber�cksichtigung der allgemeinen Begr�ndungspflicht der Beschwerde (Art. 42 Abs. 1 und 2 BGG), grunds�tzlich nur die geltend gemachten R�gen, sofern die rechtlichen M�ngel nicht geradezu offensichtlich sind (nicht publ. E. 1.1 des Urteils BGE 135 V 412, in SVR 2010 UV Nr. 2 S. 7 [8C_784/2008]).
Streitig und zu pr�fen ist, ob die Versicherte aufgrund des Unfalls vom 2. Februar 2004 ab 1. November 2008 Anspruch auf eine Invalidenrente hat. Die Vorinstanz hat die Grundlagen �ber die f�r die Leistungspflicht des obligatorischen Unfallversicherers vorausgesetzten nat�rlichen Kausalzusammenhang zwischen dem Unfall und dem eingetretenen Gesundheitsschaden (BGE 134 V 109 E. 2.1 S. 111 f.) sowie die erforderliche Ad�quanz des Kausalzusammenhangs bei Folgen eines Unfalls mit HWS-Schleudertrauma oder einer �quivalenten Verletzung ohne organisch nachweisbare Funktionsausf�lle (BGE 134 V 109 ff.) richtig dargelegt. Gleiches gilt betreffend den Wegfall des urs�chlichen Zusammenhangs und damit des Leistungsanspruchs der versicherten Person bei Erreichen des Status quo sine vel ante (SVR 2009 UV Nr. 3 S. 9 E. 2.2 [8C_354/2007]), den Zeitpunkt des Fallabschlusses (Art. 19 Abs. 1 UVG; BGE 134 V 109 E. 3. f. S. 112 ff.), den Beweisgrad der �berwiegenden Wahrscheinlichkeit (BGE 134 V 109 E. 9.5 S. 125) und den Beweiswert von Arztberichten (BGE 134 V 231 f. E. 5.1). Darauf wird verwiesen (Art. 109 Abs. 3 BGG).
Neue Tatsachen und Beweismittel d�rfen nur soweit vorgebracht werden, als erst der Entscheid der Vorinstanz dazu Anlass gibt (Art. 99 Abs. 1 BGG; BGE 135 V 194). Solche Umst�nde k�nnen namentlich in formellrechtlichen M�ngeln des angefochtenen Entscheids liegen, mit denen die Partei nicht rechnete und nach Treu und Glauben nicht zu rechnen brauchte, oder darin, dass die Vorinstanz materiell in einer Weise urteilt, dass bestimmte Sachumst�nde neu und erstmals rechtserheblich werden. Der vorinstanzliche Verfahrensausgang allein bildet noch keinen hinreichenden Anlass im Sinne von Art. 99 Abs. 1 BGG f�r die Zul�ssigkeit von unechten Noven, die bereits im kantonalen Verfahren ohne weiteres h�tten vorgebracht werden k�nnen (nicht publ. E. 2.3 des Urteils BGE 135 V 163, in SVR 2009 BVG Nr. 30 S. 109 [9C_920/2008]; vgl. auch Urteil 8C_51/2010 vom 21. Mai 2010 E. 3.1). Das Vorbringen von Tatsachen oder Beweismitteln, die sich erst nach dem angefochtenen Entscheid ereigneten oder entstanden (sog. echte Noven), ist vor Bundesgericht unzul�ssig (Urteil 2C_761/2009 vom 18. Mai 2010 E. 4).
Die Versicherte reicht neu einen Bericht der Frau Dr. med. C.________, Allgemeinmedizin FMH, vom 4. Juni 2010 ein, macht hief�r aber keine im Sinne von Art. 99 Abs. 1 BGG relevanten Gr�nde geltend. Dieser Bericht ist mithin nicht zu ber�cksichtigen.
4.1 Die Vorinstanz hat gest�tzt auf die medizinischen Akten - insbesondere das Gutachten der medizinischen Begutachtungsstelle X.________ vom 27. Oktober 2008 und die in der medizinischen Begutachtungsstelle X.________ am 13./14. Februar 2009 durchgef�hrte EFL - mit einl�sslicher Begr�ndung zutreffend erkannt, dass bei Fallabschluss am 31. Oktober 2008 bzw. bei Erlass des Einspracheentscheides vom 14. August 2009 (BGE 129 V 167 E. 1 S. 169) bei der Versicherten keine organisch objektiv ausgewiesenen Unfallfolgen bestanden, bei denen sich die nat�rliche und ad�quate Kausalit�t weitgehend decken w�rden (BGE 134 V 109 E. 2.1 S. 112); dies ist unbestritten. Weiter ist der Vorinstanz beizupflichten, dass die Versicherte in den obigen Zeitpunkten unfallbezogen in einer mindestens leichten bis mittelschweren bzw. auch in der bisherigen T�tigkeit voll arbeitsf�hig war. Schliesslich hat sie in Anwendung der Schleudertraumpraxis (BGE 134 V 109) nach Pr�fung der Unfallschwere und der von der Versicherten geltend gemachten vier Ad�quanzkriterien richtig erwogen, dass die ad�quate Kausalit�t zwischen dem Unfall und den anhaltenden gesundheitlichen Beschwerden zu verneinen ist, weshalb die Z�rich die Leistungen zu Recht eingestellt hat. Es wird auf die entsprechenden vorinstanzlichen Erw�gungen verwiesen (Art. 109 Abs. 3 BGG).
4.2 S�mtliche Einwendungen der Versicherten verm�gen an diesem Ergebnis nichts zu �ndern. Festzuhalten ist insbesondere Folgendes:
4.2.1 Aufgrund einer EFL wird der Zeitraum gesch�tzt, w�hrend dessen die Probanden die gepr�ften T�tigkeiten im Verlaufe eines ganzen Tages auszu�ben imstande sind. Steht ein Schmerzsyndrom im Vordergrund, wird eine objektive EFL zwar schwieriger, weil die Anstrengung oft durch eine Selbstlimitierung gepr�gt ist; auch in solchen F�llen erlaubt die EFL indes eine Quantifizierung der Leistungen, welche die Probanden einverstanden sind zu erbringen. Eine Selbstlimitierung allein spricht somit nicht grunds�tzlich gegen eine EFL, solange die versicherte Person bereit und einverstanden ist, sich einem entsprechenden Testverfahren zu unterziehen und Leistungen zu erbringen (vgl. SVR 2009 IV Nr. 26 S. 73 E. 4.2.1 [8C_547/2008]; Urteil 9C_512/2009 vom 25. November 2009 E. 5.2).
Die Abkl�rung der Arbeitsf�higkeit im Rahmen des Gutachtens der medizinischen Begutachtungsstelle X.________ vom 27. Oktober 2008 und der dortigen EFL vom 13./14. Februar 2009 ist rechtsgen�glich, wie die Vorinstanz zutreffend erkannt hat. Im EFL-Bericht der medizinischen Begutachtungsstelle X.________ erfolgte die Sch�tzung der Belastbarkeit der Versicherten bezogen auf einen ganzen Arbeitstag. Unbehelflich ist ihr Einwand, die medizinischen Untersuchungen seien mehrheitlich im entspannten Zustand erfolgt, wogegen ihre Schmerzzust�nde erst nach Belastung auftr�ten. Gleiches gilt f�r ihr Vorbringen, es seien Belastungstests durchgef�hrt worden, die keinen konkreten und nachgewiesenen Bezug zu ihrer T�tigkeit als Service-Mitarbeiterin aufgewiesen h�tten.
4.2.2 Die Vorinstanz hat den Auffahrunfall vom 2. Februar 2004 aufgrund des augenf�lligen Geschehensablaufs mit den sich dabei entwickelnden Kr�ften (SVR 2008 UV Nr. 8 S. 26 E. 5.3.1 [U 2/07]; RKUV 2005 Nr. U 549 S. 236 E. 5.1.2 [U 380/04]) zu Recht als mittelschwer, im Grenzbereich zu den leichten Unf�llen liegend qualifiziert. Der pauschale Einwand der Versicherten, der Unfall sei mittelschwer gewesen, ist unbehelflich. Die von ihr angerufenen Ad�quanzkriterien - erhebliche Beschwerden; fortgesetzt spezifische, belastende �rztliche Behandlung; schwieriger Heilungsverlauf und erhebliche Komplikationen; erhebliche Arbeitsunf�higkeit trotz ausgewiesener Anstrengungen - sind aufgrund der Akten klarerweise nicht erf�llt.
4.2.3 Eine weitere medizinische Abkl�rung ist - der Vorinstanz folgend - nicht durchzuf�hren, da hievon keine neuen Erkenntnisse zu erwarten sind (antizipierte Beweisw�rdigung; nicht publ. E. 5.2 des Urteils BGE 136 V 45, in SVR 2010 IV Nr. 39 S. 123 [9C_365/2009]).
Die offensichtlich unbegr�ndete Beschwerde wird ohne Durchf�hrung eines Schriftenwechsels und mit summarischer Begr�ndung erledigt (Art. 102 Abs. 1, Art. 109 Abs. 2 lit. a und Abs. 3 BGG). Die unterliegende Versicherte tr�gt die Gerichtskosten (Art. 66 Abs. 1 BGG).
Luzern, 21. Juli 2010

References: Art. 95
 BGE 
 BGE 
 BGE 
 Art. 99
 BGE 
 Art. 99
 BGE 
 Art. 109