Source: http://www.abrechnung-dental.de/goz/2180-aufbaufuellung
Timestamp: 2020-02-23 00:43:30+00:00

Document:
2180 Aufbaufüllung
(1) 8,44 € (2.3) 19,40 € (3.5) 29,53 €
Vorbereitung eines durch umfangreiche Hartsubstanzdefekte geschädigten Zahnes mit einer plastischen Aufbaufüllung bzw. Restauration, um für eine Kronenpräparation genügend Substanz bereitzustellen. Dazu gehören:
Exkavieren des Zahnstumpfes,
ggf. Anbringen einer Matrize,
Aufbringen des Aufbaumaterials (Zement, Komposit etc.),
Modellation und Formgestaltung des Materials,
Ausarbeitung des Aufbaumaterials,
Nachkontrolle,
Lage der Füllung
Art und Anzahl der Anästhesien
Art und Menge des verwendeten Anästhetikums
Art des Füllungsmaterials
Verwendung einer Matrize
Durchführung besonderer Maßnahmen (z. B. separiert, Keil etc.)
Unterfüllung mit welchem Material?
Angabe der ausgewählten Farbe
Die Leistungen nach den GOZ-Nummern 2180, 2190 oder 2195 sind neben den Leistungen nach den GOZ-Nummern 2150 bis 2170 nicht berechnungsfähig.
Die Leistung nach GOZ-Nummer 2190 ist neben der Leistung nach GOZ-Nummer 2180 nicht berechnungsfähig.
Die Leistung nach GOZ-Nummer 2180, 2190 und/oder die Leistung nach GOZ-Nummer 2195 ist je Zahn nur jeweils einmal berechnungsfähig.
Die Leistung nach GOZ-Nummer 2195 ist neben der Leistung nach GOZ-Nummer 2180 berechnungs fähig.
Die Leistungen nach den GOZ-Nummern 2180, 2195 und 2197 können entsprechend den durchgeführten Leistungen auch nebeneinander berechnet werden.
Die Leistung nach der GOZ-Nummer 2180 umfasst den plastischen Aufbau. Dieser kann mit der Leistung nach der GOZ-Nummer 2195 kombiniert werden.
Bei einem gegossenen Aufbau (Nummer 2190) entfällt diese Möglichkeit aus fachlich zahnmedizinischen Gründen.
Die Leistung nach der GOZ-Nummer 2197 gilt den Mehraufwand für eine adhäsive Befestigung z.B. eines plastischen Aufbaumaterials (Nummer 2180) oder eines Schraubenaufbaus bzw. Glasfaserstifts (Nummer 2195) ab. Dabei kann die Leistung nach der GOZ-Nummer 2197 nur einmal je Sitzung und Zahn berechnet werden, da die Aufzählung der adhäsiv zu befestigenden Teile kumulativ angelegt ist. Der denkbare höhere Aufwand bei adhäsiver Befestigung mehrerer Teile im Rahmen des Aufbaus eines Zahnes kann einzelfallbezogen bei der Bemessung des Honorars im Gebührenrahmen berücksichtigt werden. Neben Einlagefüllungen (GOZ-Nummern 2150 bis 2170) können die Aufbauleistungen nach den GOZ-Nummern 2180 bis 2195 nicht berechnet werden.
Je Zahn kann die Leistung nach den GOZ-Nummern 2180 oder 2190 und/oder 2195 nur einmal berechnet werden.
für das Finieren/Polieren einer Nachbarfüllung
GOZ: 2220 Teilkrone, Veneer
GOZ: 2350 Vitalamputation
GOZ: 2360 Vitalexstirpation
GOZ: 2380 Amputation avitaler Milchzahnpulpa
GOZ: 2390 Trepanation eines Zahnes
GOZ: 5010 Krone, Hohlkehl-/Stufenpräparation (Brücken-/Prothesenanker)
GOZ: 5020 Teilkrone als Brücken- oder Prothesenanker
und alle weiteren erbrachten zahnärztlichen Leistungen
GOZ: 2150 Einlagefüllung, einflächig
GOZ: 2160 Einlagefüllung, zweiflächig
GOZ: 2170 Einlagefüllung, mehr als zweiflächig
Die Leistung beinhaltet die Vorbereitung eines durch umfangreiche Hartsubstanzdefekte geschädigten Zahnes mit einer plastischen Aufbaufüllung bzw. Restauration. Sie dient der
Vorbereitung des Zahnes, um für eine Kronenpräparation genügend Substanz bereitzustellen.
Sie wird im Zusammenhang mit der sich anschließenden Überkronung des Zahnes ausgeführt. Kavitätenversorgungen mit Aufbaumaterial, die mit Kauflächenmorphologie und/oder Approximalkontakten gestaltet werden, können nach den Nummern 2050 ff. berechnet werden. Dies kann erforderlich sein, wenn eine klinische Reaktion des Zahnes abgewartet werden muss oder wenn die spätere Versorgung des Zahnes noch nicht entschieden ist.
Die Leistung kann je Zahn nur einmal berechnet werden.
Die adhäsive Verankerung der Aufbaufüllung wird separat mit der Nummer 2197 berechnet.
Wird eine neue Aufbaufüllung an diesem Zahn erforderlich, kann die Leistung erneut berechnet werden.
Zu unterscheiden vom Leistungsinhalt der Nummer 2180, ggf. auch unter zusätzlicher Heranziehung der Nummer 2197 ist der mehrschichtige Aufbau verlorengegangener Zahnhartsubstanz mit Kompositmaterial in Adhäsivtechnik
einschließlich Lichthärtung als Vorbereitung zur Aufnahme einer Krone. Diese Leistung ist im Wege der Analogie zu berechnen.
Der kanalverankerte Kronenkernaufbau ist mit dieser Gebührennummer nicht abgebildet und wird entsprechend § 6 Absatz 1 analog berechnet.
Die Leistung ist im Zusammenhang mit einer Versorgung von Einlagefüllungen (Nummern 2150 bis 2170) oder mit einem gegossenen Aufbau mit Stiftverankerung (Nummer 2190) nicht berechnungsfähig.
Die GOZ-Nr. 2180 beschreibt lediglich Aufbaufüllungen im Zusammenhang mit einer Überkronung des Zahnes. Prospektive Füllungen, die zur Abklärung des Therapieerfolgs für einen längeren Zeitraum, aber nicht als definitive Versorgung gelegt werden, können als Interimsfüllungen gem. § 6 Abs. 1 GOZ analog berechnet werden.
Mehrschichtige Kronenstumpfaufbauten in Adhäsivtechnik werden gem. § 6 Abs.1 GOZ analog berechnet, siehe Rechtsprechung.
Eine Leistung nach der Nr. 2180 GOZ ist mit Versicherten der GKV im Rahmen der Mehrkostenregelung nach § 28 Abs. 2 Satz 2 SGB V nur für die adhäsive Vorbereitung eines zerstörten Zahnes mit plastischem Aufbaumaterial zur Aufnahme einer Krone oder Ankerkrone vereinbarungsfähig. Bei einer Mehrkostenvereinbarung können nur die Nrn. 13a oder 13b BEMA in Abzug gebracht werden. Die Nrn. 13e und 13f BEMA sind nicht für Aufbaufüllungen abrechenbar und können daher auch nicht in Abzug gebracht werden.
Beim 2,3-fachen Gebührensatz ist die Leistung nach der Nr. 2180 GOZ geringer bewertet als die Sachleistung und somit nicht vereinbarungsfähig, da keine Mehrkosten anfallen.
Für die adhäsive Befestigung des plastischen Aufbaus ist die Nr. 2197 GOZ zusätzlich vereinbarungsfähig.
Die Leistung ist auch für die "Ummantelung" eines konfektionierten Stiftes (Nr. 18a BEMA) mit Kompositmaterial in Adhäsivtechnik vereinbarungsfähig.
Die Nr. 2030 GOZ ist zusätzlich vereinbarungsfähig, wenn beispielsweise störendes Zahnfleisch beseitigt, eine Papillenblutung gestillt oder eine Formgebungshilfe angelegt werden muss.
Ein präendodontischer Aufbau ist gem. § 6 Abs. 1 GOZ zu vereinbaren. Eine Mehrkostenvereinbarung gem. § 28 Abs. 2 Satz 2 SGB V ist hierfür nicht möglich.
Positionspapier der Bundeszahnärztekammer (April 2014)
In der Sitzung, in der der Zahn zur Aufnahme einer Krone präpariert wird, sind die Geb.-Nrn. 2050-2120 GOZ am selben Zahn nicht berechnungsfähig. Wird in vorangegangener Sitzung aus zahnmedizinischer Notwendigkeit der Leistungsinhalt der Geb.-Nrn. 2050-2120 GOZ vollständig erbracht, so sind die entsprechenden Gebührennummern berechnungsfähig.
Der Leistungsinhalt der Geb.-Nrn. 2050-2120 GOZ dient der Restauration eines Zahnes auf direktem Wege. Die Restauration umfasst in Abhängigkeit von Lokalisation und Umfang des zu versorgenden Zahnhartsubstanzdefizites die Wiederherstellung der physiologischen Außenkonturen des Zahnes, die Gestaltung adäquater approximaler Kontaktbeziehungen und die okklusale Adjustierung.
In der Sitzung, in der ein Zahn zur Aufnahme einer Krone präpariert wird, liegt eine zahnmedizinische Notwendigkeit im Sinne des § 1 Abs. 2 Satz 1 GOZ zur Leistungserbringung nach den Geb.-Nrn. 2050-2120 GOZ an dem zu präparierenden Zahn nicht vor.
Ein Ersatz von Zahnhartsubstanz durch plastisches Material ist in dieser Sitzung vielmehr nur in dem Umfang angezeigt, wie er zur Schaffung der angestrebten Präparationsform des Zahnes, der Erhöhung der statischen/dynamischen Belastbarkeit des Zahnstumpfes und/oder der Isolierung vitaler Strukturen des Zahnes notwendig ist. Diese Leistung ist mit der Geb.-Nr. 2180 GOZ zu berechnen, bei adhäsiver Befestigung des Aufbaumaterials ist zusätzlich die Geb.-Nr. 2197 GOZ in Ansatz zu bringen.
Die vorstehende gebührenrechtliche und fachliche Beurteilung findet Ausdruck in der den Geb.-Nrn. 2200-2220 GOZ, nicht jedoch anderen Gebührennummern, die die Präparation eines Zahnes zur Aufnahme einer Krone beinhalten, nachgelagerten Abrechnungsbestimmung zum Ausschluss einer Nebeneinanderberechnung mit den Geb.-Nrn. 2050 ff. GOZ.
In bestimmten Fällen kann es jedoch zahnmedizinisch notwendig sein, sitzungsmäßig getrennt den Zahn mit einer Restauration nach den Geb.-Nrn. 2050-2120 GOZ zu versorgen, auch wenn ggf. zu einem späteren Zeitpunkt eine Präparation des Zahnes zur Aufnahme einer Krone erfolgt.
Eine derartige Konstellation liegt dann vor, wenn z. B.
vor der Überkronung zunächst eine Restauration nach den Geb.-Nrn. 2050-2120 GOZ zur prognostischen Abklärung des Zahnes erforderlich ist,
die Überkronung des betreffenden Zahnes erst im Zusammenhang mit der prothetischen Versorgung anderer Zähne, Implantate oder Lücken erfolgen kann und diese Versorgung zum Zeitpunkt der Leistungserbringung nach den Geb.-Nrn. 2050-2120 GOZ noch nicht möglich ist,
aus vom Zahnarzt nicht zu vertretenden Gründen die Präparation des Zahnes zur Aufnahme einer Krone in der Sitzung, in der der Leistungsinhalt der Geb.-Nrn. 2050-2120 GOZ erbracht wird, nicht vorgenommen werden kann.
Berechnungsvoraussetzung der Geb.-Nrn. 2050-2120 GOZ ist in jedem Fall, dass eine zumindest begrenzte Funktionalität des Zahnes aufgrund zahnmedizinischer Notwendigkeit für einen bestimmten Zeitraum sichergestellt werden muss.
Unter den vorstehend skizzierten Voraussetzungen ist eine Berechnung der erbrachten Leistung mit der Geb.-Nr. 2180 GOZ, ggf. zzgl. der Geb.-Nr. 2197 GOZ nicht angezeigt.
Da sich, wie bereits dargestellt, die Leistungsinhalte der Geb.-Nrn. 2050-2120 GOZ und der Geb.-Nr. 2180 GOZ, ggf. zzgl. der Geb.-Nr. 2197 GOZ unterscheiden, ist eine Berechnung der Geb.-Nr. 2180 GOZ, ggf. zzgl. der Geb.-Nr. 2197 GOZ an Stelle der Geb.-Nrn. 2050-2120 GOZ nicht möglich. Ggf. bestehende Intentionen des Verordnungsgebers sind in dieser Frage irrelevant. Maßgeblich ist § 4 Abs. 1 und Abs. 2 Satz 1 GOZ, wonach die Gebührennummer zu berechnen ist, deren Leistungsinhalt erbracht wurde.
Auch die Einschätzung, dem sich deutlich unterscheidenden Leistungsinhalt bei den Geb.-Nrn. 2050-2120 GOZ könne bei ersatzweiser Berechnung der Geb.-Nr. 2180 GOZ, ggf. zzgl. der Geb.-Nr. 2197 GOZ gemäß § 5 Abs. 2 GOZ Rechnung getragen werden, ist nicht haltbar.
Selbst wenn durch Anwendung eines erhöhten Steigerungssatzes in Einzelfällen eine vergleichbare Vergütung darstellbar wäre, könnten andere, einen erhöhten Steigerungssatz begründende Kriterien keine Berücksichtigung mehr finden. In Bezug auf Leistungen der GOÄ hat der Bundesgerichtshof (Az.: III ZR 344/03 vom 13.05.2004) bei einem vergleichbaren Sachverhalt bereits entschieden, dass dem Arzt nicht angesonnen werden kann, in einem solchen Fall regelmäßig wiederkehrend eine abweichende Vereinbarung über die Vergütungshöhe zu treffen.
Die Vorbereitung eines Zahnes zur Aufnahme einer Krone mit plastischem Aufbaumaterial in einer von der Präparation des Zahnes getrennten Sitzung ist nach der Geb.-Nr. 2180 GOZ (ggf. zuzüglich 2197 GOZ) zu berechnen, wenn die funktionellen und morphologischen Kriterien einer Restauration nach den Geb.-Nrn. 2050/2060 ff. GOZ nicht erfüllt sind.
Glasfaserstift und Aufbau mit plastischem Material - PKV

References: § 6
 § 6
 § 6
 § 28
 § 6
 § 28
 § 1
 § 4
 § 5