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Timestamp: 2020-01-25 04:54:11+00:00

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§ 160 ZPO: Inhalt des Protokolls
§ 160 ZPO
1.den Ort und den Tag der Verhandlung;
2.die Namen der Richter, des Urkundsbeamten der Geschäftsstelle und des etwa zugezogenen Dolmetschers;
3.die Bezeichnung des Rechtsstreits;
4.die Namen der erschienenen Parteien, Nebenintervenienten, Vertreter, Bevollmächtigten, Beistände, Zeugen und Sachverständigen und im Falle des § 128a den Ort, von dem aus sie an der Verhandlung teilnehmen;
5.die Angabe, dass öffentlich verhandelt oder die Öffentlichkeit ausgeschlossen worden ist.
1.Anerkenntnis, Anspruchsverzicht und Vergleich;
2.die Anträge;
3.Geständnis und Erklärung über einen Antrag auf Parteivernehmung sowie sonstige Erklärungen, wenn ihre Feststellung vorgeschrieben ist;
4.die Aussagen der Zeugen, Sachverständigen und vernommenen Parteien; bei einer wiederholten Vernehmung braucht die Aussage nur insoweit in das Protokoll aufgenommen zu werden, als sie von der früheren abweicht;
5.das Ergebnis eines Augenscheins;
6.die Entscheidungen (Urteile, Beschlüsse und Verfügungen) des Gerichts;
7.die Verkündung der Entscheidungen;
8.die Zurücknahme der Klage oder eines Rechtsmittels;
9.der Verzicht auf Rechtsmittel;
10.das Ergebnis der Güteverhandlung.
BGH, BESCHLUSS vom 2.3.2015, Az. VI ZR 132/13 Grundsätzlich erbringt die Protokollierung der Verkündung des Urteils in Verbindung mit der nach § 160 Abs.3 Nr. 6 ZPO vorgeschriebenen Aufnahme der Urteilsformel in das Protokoll - sei es direkt oder als Anlage zu dem Protokoll - Beweis dafür, dass das Urteil auch in diesem Sinne ordnungsgemäß, d.h. auf der Grundlage einer schriftlich fixierten Urteilsformel, verkündet worden ist (vgl. Senatsurteil vom 16. Oktober 1984 -VI ZR 205/83, NJW 1985, 1782, 1783; BGH, Urteil vom 13. April 2011 -XII ZR 131/09, NJW 2011, 1741 Rn. 17; Beschluss vom 11. März 2015 -XII ZB 571/13, juris Rn. 14).
BGH, BESCHLUSS vom 4.1.2015, Az. IX ZR 156/14 Damit ist dem Erfordernis des § 160 Abs.3 Nr. 7 ZPO genügt (vgl. BGH, Urteil vom 7. Oktober 1953 - II ZR 208/52, BGHZ 10, 327, 329; BGH, Urteil vom 16. Oktober 1984 -VI ZR 205/83, NJW 1985, 1782, 1783) und gemäß § 165 Satz 1 ZPO die Verkündung des in Bezug genommenen Urteils vom 22. Juni 2006 bewiesen (vgl. BGH, Urteil vom 11. Oktober 1994 -XI ZR 72/94, NJW 1994, 3358).
BGH, BESCHLUSS vom 3.1.2012, Az. XII ZB 165/11 Dem Erfordernis des § 160 Abs.3 Nr. 7 ZPO ist deshalb Genüge getan, wenn der Richter lediglich protokolliert, dass die anliegende Entscheidung verkündet worden ist, selbst wenn dies zu Zweifeln über die gewählte Form der Verlautbarung Anlass geben könnte (BGH Urteile vom 16. Oktober 1984 - VI ZR 205/83- NJW 1985, 1782, 1783 und BGHZ 10, 327, 329).
BGH, URTEIL vom 2.2.2006, Az. VI ZR 335/04 Eine Änderung der Auffassung des Sachverständigen hätte aber gemäß § 160 Abs.3 Nr. 4 ZPO in das Protokoll aufgenommen werden müssen, um die rechtliche Nachprüfung zu ermöglichen, ob das Berufungsgericht den Sachverständigen richtig verstanden hat (vgl. hierzu Senatsurteile vom 27. September 1994 - VI ZR 284/93 - VersR 1995, 195, 196 und vom 24. Februar 1987 - VI ZR 295/85- VersR 1988, 290, 291; BGHZ 40, 84, 86).
BGH, BESCHLUSS vom 4.8.2004, Az. III ZR 21/04 Das Ergebnis einer solchen Anhörung muß, anders als eine förmliche Beweisaufnahme (§ 160 Abs.3 Nr. 4 ZPO), mangels eines Antrags nach § 160 Abs.4 ZPO auch nicht protokolliert werden (vgl. BGH, Urteil vom 1. Dezember 1961 - VI ZR 60/61 - VersR 1962, 281; Urteil vom 27. November 1968 - IV ZR 675/68 - NJW 1969, 428, 429 = LM § 161 ZPO Nr. 11; Urteil vom 19. Oktober 1988 - IVbZR 27/88 - FamRZ 1989, 157, 158).
BGH, BESCHLUSS vom 3.6.2004, Az. XII ZB 12/03 Damit ist dem Erfordernis des § 160 Abs.3 Nr. 7 ZPO genügt, auch wenn die Formulierung des Verkündungsprotokolls zu Zweifeln veranlassen könnte, ob der gesamte Urteilstenor verlesen worden ist (BGHZ 10, 327, 329; BGH Urteil vom 16. Oktober 1984 - VI ZR 205/83 - NJW 1985, 1782).
BGH, BESCHLUSS vom 2.4.1997, Az. IX ZR 225/96 Mit der Abweichung von § 160 Abs.3 Nr. 4 ZPO (zur Zulässigkeit vgl. BGH, Urt. v. 24. Oktober 1990 -XII ZR 101/89, NJW 1991, 1547, 1548 f) haben die Parteien sich zu Gerichtsprotokoll einverstanden erklärt.
BGH, BESCHLUSS vom 4.10.1995, Az. III ZR 227/94 Sie ist auf die ursprüngliche Fassung der Sitzungsniederschrift gestützt, in der die Richterin am OLG Hartlage-Stewes mit aufgeführt war (vgl. §§ 160 Abs. 1 Nr. 2, 165 ZPO).
BGH, Urteil vom 2.9.1994, Az. VI ZR 303/93 8 forderungen des § 160 Abs.3 Nr. 4 ZPO, so kann das Rechts-mittelgericht allerdings verpflichtet sein, den Sachverständigen nochmals anzuhören, um sich selbst .die volle Überzeugung zu verschaffen (vgl. Senatsurteil vom 24. Februar 1987 - VI ZR 295/85 - BGHR ZPO § 160 Abs.3 Nr. 4 Protokollinhalt 1 und § 411 Abs.3 Anhörung, erneute 2 = MDR 1987, 751, insoweit in VersR 1988, 290 nicht vollständig abgedruckt).
BGH, URTEIL vom 3.9.1988, Az. TVh ZR 27/88 Die Angaben, die er bei dieser informatorischen Anhörung gemacht hat, mußten - anders als es nach § 160 Abs.3 Nr. 4 ZPO für Aussagen einer Partei bei der Parteivernehmung gesetzlich vorgeschrieben ist (vgl. dazu BGHZ 40, 84 bis 86) - weder im Protokoll noch in einem Berichterstattervermerk festgehalten werden.
BGH, Urteil vom 5.3.1962, Az. I ZR 121/60 Das Unterbleiben der Feststellung, daß mündlich verhandelt worden ist, beweist entgegen der Ansicht der Revision nicht, daß eine Verhandlung nicht stattgefunden habe, denn die Vorträge der Parteien und der nur im allgemeinen anzugebende Gang der Verhandlung (§ 160 Abs. 1 ZPO) gehören nicht zu den für die mündliche Verhandlung vorgeschriebenen Förmlichkeiten, deren Beobachtung nach § 164 ZPO nur durch das Protokoll bewiesen werden könnte; insbesondere gehört der Sachvortrag der Parteien im Gegensatz zu den Anträgen nicht zu den nach § 160 Abs. 2 ZPO durch Aufnahme in das Protokoll festzustellenden Vorkommnissen (BGH Urt. v. 28. November 1955, II ZR 203/54, S, 24).
BGH, Urteil vom 2.9.1934, Az. vi ZR 205/83 Dem Erfordernis des § 160 Abs.3 Nr. 7 ZPO ist deshalb Genüge getan, wenn der Richter - wie hier - lediglich protokolliert, daß 'anliegendes Urteil verkündet' worden ist, selbst wenn dies zu Zweifeln über die von ihm gewählte Form der Verlautbarung veranlassen könnte (vgl. auch BGHZ 10, 327, 329).

References: § 160
 § 128
 § 160
 § 160
 § 165
 § 160
 § 160
 § 160
 § 161
 § 160
 BGH 
 § 160
 § 160
 § 160
 § 411
 § 160
 § 164
 § 160
 § 160