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Timestamp: 2018-08-19 02:14:40+00:00

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EuGH soll Reichweite der Genehmigung der Flughafenentgelte durch unabhängige Aufsichtsbehörde klären - Recht-Steuern-Wirtschaft - Verlag C.H.BECK
Im Ausgangsverfahren hatte das beklagte Land Berlin – Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt – auf Antrag des beigeladenen Flughafenbetreibers mit Bescheid vom 13.10.2014 eine Änderung der Entgeltordnung für den Flughafen Berlin-Tegel genehmigt. Das OVG Berlin-Brandenburg hat die hiergegen gerichtete Klage eines Luftverkehrsunternehmens als unzulässig abgewiesen (Urt. v. 22.6.2016 – 6 A 3.15, BeckRS 2016, 48668). Das Luftverkehrsunternehmen könne nicht geltend machen, durch Erteilung der Genehmigung in eigenen Rechten verletzt zu sein; deshalb fehle ihm die Klagebefugnis (§ 42 II VwGO). Die Umsetzung der Flughafenentgelte-Richtlinie in § 19b LuftVG habe insoweit an der bisherigen, höchstrichterlich bestätigten Rechtslage nichts geändert. Die Genehmigung der Entgeltordnung habe nach wie vor keine privatrechtsgestaltende Wirkung. Die Regelungen zu den Flughafenentgelten in § 19b LuftVG seien auch nicht dazu bestimmt, die Interessen der Flughafennutzer zu schützen. Die auf privatrechtlicher Grundlage gezahlten Entgelte unterlägen einer ausreichenden zivilgerichtlichen Kontrolle am Maßstab des § 315 BGB.
Das BVerwG hat im Hinblick auf eine Entscheidung des EuGH (Urt. v. 9.11.2017 – C-489/15, BeckRS 2017, 130372) zu Wegeentgelten im Eisenbahnverkehr das Verfahren ausgesetzt und dem EuGH folgende Fragen zur Entscheidung vorgelegt:
1. Ist eine nationale Vorschrift, die vorsieht, dass die vom Flughafenleitungsorgan beschlossene Flughafenentgeltregelung der unabhängigen Aufsichtsbehörde zur Billigung vorzulegen ist, ohne dem Flughafenleitungsorgan und dem Flughafennutzer zu verbieten, andere als die von der Aufsichtsbehörde gebilligten Entgelte festzusetzen, mit der Richtlinie 2009/12/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 11.3.2009 über Flughafenentgelte (ABl. L 70 S 11), insbesondere deren Art. 3, Art. 6 III bis V sowie Art. 11 I und VII, zu vereinbaren?
BVerwG, Beschl. v. 6.4.2018 – 3 C 20.16

References: § 19
 § 19
 § 315
 EuGH 
 EuGH 
 Art. 3
 Art. 6
 Art. 11