Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=BSG&Datum=23.05.2007&Aktenzeichen=B%201%20KR%2027/07%20B
Timestamp: 2020-02-18 13:02:19+00:00

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BSG, 23.05.2007 - B 1 KR 27/07 B - dejure.org
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BSG, 23.05.2007 - B 1 KR 27/07 B (https://dejure.org/2007,15256)
BSG, Entscheidung vom 23.05.2007 - B 1 KR 27/07 B (https://dejure.org/2007,15256)
BSG, Entscheidung vom 23. Mai 2007 - B 1 KR 27/07 B (https://dejure.org/2007,15256)
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SG Lübeck, 27.02.2006 - S 5 KR 109/03
LSG Schleswig-Holstein, 14.02.2007 - L 5 KR 40/06
Die Implantatreinigung betrifft keinen vergleichbaren Schweregrad (vgl zu Zahnimplantaten auch BSG Beschluss vom 23.5.2007 - B 1 KR 27/07 B) .
Das BSG hat insoweit auch bereits entschieden, dass der Leistungsausschluss von implantologischen Leistungen bis auf eng begrenzte Ausnahmeindikationen insbesondere im Hinblick auf das weite gesetzgeberische Ermessen im Bereich der Sozialleistungen nicht gegen höherrangiges Recht verstößt (…BSG 19.06.2001, B 1 KR 4/00 R, BSGE 88, 166 = SozR 3-2500 § 28 Nr. 5; BSG 23.05.2007, B 1 KR 27/07 B, juris).
Der Leistungsanspruch des § 55 Abs. 1 Satz 1 SGB V sei auf befundbezogene Festzuschüsse begrenzt und zwar unabhängig von der Ursache der Behandlungsbedürftigkeit (…beispielsweise Adelt in: LPK-SGB V, 3. Aufl. 2009, § 55 Rdn. 62 ff.;… Höfer in: Kass.Komm., § 55 SGB V Rdn. 9;… Wagner in: Krauskopf, § 55 SGB V Rdn. 5;… Krasney in: JurisPK-SGB V, § 55 Rdn. 22, 31 ff.; Hessisches LSG, Urteil vom 24.05.2007, L 8 KR 82/06; Schleswig-Holsteinisches LSG, Urteil vom 22.02.2006, L 5 KR 123/04; BSG, Urteil vom 13.07.2004, B 1 KR 37/02 R; Beschluss vom 23.05.2007, B 1 KR 27/07 B).
Es entspricht ständiger Rechtsprechung des BSG, dass dieser beschränkte Leistungskatalog verfassungsrechtlichen Anforderungen auch in den Fällen entspricht, in denen etwa die gesetzlich ausgeschlossene Art der Zahnersatzversorgung als einzig medizinisch sinnvolle Leistung in Betracht kommt (vgl. BSG Beschl. v. 23.05.2007 - B 1 KR 27/07 B - m. w. N.).
Es entspricht ständiger Rechtsprechung des BSG, dass dieser beschränkte Leistungskatalog verfassungsrechtlichen Anforderungen auch den Fällen entspricht, in denen etwa die gesetzlich ausgeschlossene Art der Zahnersatzversorgung (zB implantologische Leistungen) als einzig medizinisch sinnvolle Leistung in Betracht kommt (BSG 23.05.2007, B 1 KR 27/07 B, juris).
Das bloße Berufen auf eine unrichtige Rechtsanwendung ist indes kein Zulassungsgrund (vgl BSG Beschluss vom 23.5.2007 - B 1 KR 27/07 B - Juris RdNr 5 mwN).
Selbst in den Fällen, in denen ein Zahnverlust nicht anders als mit einer Implantatversorgung zu behandeln sei, bestünden keine verfassungsrechtlichen Bedenken, dass gesetzlich Versicherte insoweit keinen Leistungsanspruch gegen ihre Krankenkasse hätten (BSG, Beschl. vom 23.05.2007, Az. B 1 KR 27/07 B, www.juris.de, mit Hinweis auf BSG, Beschl. vom 05.10.2005, Az.: B 1 KR 42/05 B, bestätigt durch Bundesverfassungsgericht (BVerfG), Kammerbeschl. vom 09.01.2006, Az.: 1 BvR 2344/05, jeweils nicht veröffentlicht).
Das BSG hat inzwischen in zahlreichen Entscheidungen präzisiert, wann Krankheiten den vom BVerfG geforderten Schweregrad erfüllen bzw. ihm gleichstehen (vgl. zuletzt BSG, Beschl. vom 23.05.2007, a.a.O., m.w.N.).
Nach ständiger Rechtsprechung des Bundessozialgerichts (…BSG, Urt. v. 13.07.2004, B 1 KR 37/02 R - juris; BSG, B v. 23.05.2007, B 1 KR 27/07 B - juris;… siehe auch BSG, Urt. v. 02.09.2014, B 1 KR 12/13 R - juris), welcher der Senat folgt, verstoßen die gesetzliche Regelung des § 28 Abs. 2 Satz 9 SGB V und die darauf beruhende Behandlungsrichtlinie mit den dort geregelten Ausnahmeindikationen selbst dann nicht gegen verfassungsrechtliche Vorgaben, wenn Implantate als einzig medizinisch sinnvolle Leistung in Betracht kommen.
An dieser Rechtsprechung hat das BSG seitdem fortlaufend festgehalten (…SozR 4-2500 § 28 Nr. 2, vgl auch Beschluss vom 5.10.2005, Az.: B 1 KR 42/05 B, bestätigt durch BVerfG (Kammer), Beschluss vom 9.1.2006, Az.: 1 BvR 2344/05, zuletzt BSG, Beschluss vom 23.05.2007, Az.: B 1 KR 27/07 B, www.juris.de).
Entgegen der Auffassung der Prozessbevollmächtigten der Klägerin ergibt sich - in Kenntnis der negativen Folgen eines nur unzureichend versorgten Kiefers auf die Kaufähigkeit - ein Anspruch auf KE auch nicht aus dem Beschluss des BVerfG vom 06.12.2005 (…a. a. O., vgl. zur Anwendbarkeit auf implantologische Leistungen: BSG, Beschluss vom 23.05.2007, Az.: B 1 KR 27/07 B, www.juris.de).
Auch wenn die gesetzlich ausgeschlossene Art der Zahnersatzversorgung als einzig medizinisch sinnvolle Leistung in Betracht kommt, genügen nach der ständigen Rechtsprechung des Bundessozialgerichts, der der Senat folgt, § 28 Abs. 2 Satz 9 SGB V und die darauf beruhenden Richtlinien den verfassungsrechtlichen Anforderungen (BSG, Urteil vom 13. Juli 2004; B 1 KR 37/02 R; Beschlüsse vom 5. Oktober 2005, B 1 KR 42/05 B - bestätigt durch Bundesverfassungsgericht vom 9. Januar 2006, 1 BvR 2344/05 - und vom 23. Mai 2007, B 1 KR 27/07 B).
Ebenso hat das BSG entschieden - auch dem schließt sich der erkennende Senat an - , dass § 28 Abs. 2 S. 9 SGB V und die darauf beruhenden Richtlinien verfassungsrechtlichen Anforderungen auch in den Fällen entsprechen, in denen die gesetzlich ausgeschlossene Art der Zahnersatzversorgung als einzig medizinisch sinnvolle Leistung in Betracht kommt (z.B. BSG, Beschluss vom 23.05.2007 - B 1 KR 27/07 B - s. auch LSG NRW, Urteil vom 04.02.2010 - L 16 KR 202/09 - m.w.N.).

References: § 28
 § 55
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 § 28
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 § 28
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