Source: http://relevancy.bger.ch/php/aza/http/index.php?lang=de&zoom=&type=show_document&highlight_docid=aza%3A%2F%2F04-09-2003-H_243-2001
Timestamp: 2016-10-21 16:53:36+00:00

Document:
H 243/01 (04.09.2003)
Pr�sident Sch�n, Bundesrichter Borella, Bundesrichterin Leuzinger, Bundesrichter Lustenberger und Ferrari; Gerichtsschreiber Fl�ckiger
Grabenstrasse 1, 6300 Zug, Beschwerdef�hrerin,
H.________, Beschwerdegegnerin, vertreten durch Rechtsanwalt Markus Hagmann, Dufourstrasse 43, 8008 Z�rich,
Mit Verf�gung vom 8. Dezember 1998 setzte die Ausgleichskasse Musik und Radio (seit 1. Januar 2003: Ausgleichskasse Verom) die Beitr�ge von H.________ aus selbstst�ndiger Erwerbst�tigkeit f�r die Jahre 1996 und 1997 im ordentlichen Verfahren gest�tzt auf die ihr durch die Steuerbeh�rden am 30. April 1998 gemeldeten Einkommen der Jahre 1993 und 1994 sowie unter Ber�cksichtigung des per 1. Januar 1995 im Betrieb investierten Eigenkapitals und nach Aufrechnung der hohen, mit Verf�gung vom 5. Dezember 1994 festgesetzten pers�nlichen AHV/IV/EO-Beitr�ge der Jahre 1992 und 1993 fest.
Die Versicherte liess Beschwerde erheben mit dem Rechtsbegehren, das beitragspflichtige Einkommen sei um die aufgerechneten, mit Verf�gung vom 5. Dezember 1994 festgesetzten pers�nlichen AHV/IV/EO-Beitr�ge der Jahre 1992 und 1993 zu reduzieren. Zur Begr�ndung wurde erkl�rt, das in der Steuermeldung vom 30. April 1998 angegebene Einkommen der Jahre 1993 und 1994 enthalte keinen diesbez�glichen Abzug. Das Sozialversicherungsgericht des Kantons Z�rich hiess die Beschwerde gut und �nderte die angefochtene Verwaltungsverf�gung im beantragten Sinn ab (Entscheid vom 30. Mai 2001).
H.________ schliesst auf Abweisung der Verwaltungsgerichtsbeschwerde. Zudem verlangt sie eine Neufestsetzung der ihr durch die Vorinstanz zugesprochenen Parteientsch�digung. Das Bundesamt f�r Sozialversicherung (BSV) beantragt, die Verwaltungsgerichtsbeschwerde sei gutzuheissen.
Die Versicherte hat den kantonalen Entscheid nicht innerhalb der Frist von 30 Tagen gem�ss Art. 106 Abs. 1 OG durch Verwaltungsgerichtsbeschwerde angefochten. Sie kann deshalb im letztinstanzlichen Verfahren kein Begehren im Sinne eines Antrages stellen, der �ber den durch die Verwaltungsgerichtsbeschwerde bestimmten Streitgegenstand (BGE 122 V 244 Erw. 2a, 117 V 295 Erw. 2a) hinausgeht. Das verwaltungsgerichtliche Beschwerdeverfahren kennt - von hier nicht bestehenden spezialgesetzlichen Ausnahmen abgesehen - das Institut der Anschlussbeschwerde nicht (BGE 124 V 155 Erw. 1 mit Hinweis). Auf das Begehren der Beschwerdegegnerin, es sei die ihr durch das kantonale Gericht zugesprochene Parteientsch�digung zu erh�hen, ist deshalb nicht einzutreten.
3.1 Streitig und zu pr�fen sind die pers�nlichen Beitr�ge der Beschwerdegegnerin aus selbstst�ndiger Erwerbst�tigkeit f�r die Beitragsperiode 1996/97 und in diesem Rahmen die Frage, ob die Ausgleichskasse das ihr durch die Steuerbeh�rden gemeldete Einkommen der Jahre 1993 und 1994 zu Recht um durch Verf�gung vom 5. Dezember 1994 festgesetzte pers�nliche AHV/IV/EO-Beitr�ge der Jahre 1992/93 von Fr. 3'952'133.-- erh�ht hat.
3.2 Gem�ss der durch die Vorinstanz eingeholten Auskunft von M.________, Wirtschaftspr�fer, vom 26. Februar 2001 hat die vorgenommene Aufrechnung folgenden tats�chlichen Hintergrund: Die Beschwerdegegnerin ist Teilhaberin (Anteil 50 %) einer Kollektivgesellschaft. Diese erzielte im Jahr 1990 im Zusammenhang mit dem Verkauf einer Gesellschaft einen sehr hohen Gewinn. Im Hinblick auf die darauf voraussichtlich anfallenden AHV/IV/EO-Beitr�ge wurde zu Lasten der Erfolgsrechnung des Gesch�ftsjahres 1989/90 eine R�ckstellung in H�he von Fr. 8'800'000.-- gebildet. Das Einkommen der Jahre 1989 und 1990 bildete die Grundlage der Beitr�ge f�r die Jahre 1992 und 1993, welche mit der Verf�gung vom 5. Dezember 1994 festgesetzt wurden. Auf die Beschwerdegegnerin entfielen Beitr�ge von Fr. 1'976'066.-- pro Jahr oder insgesamt Fr. 3'952'133.--. Der f�r die Begleichung der Beitr�ge beider Gesellschafterinnen nicht ben�tigte Restbetrag der im Gesch�ftsjahr 1989/90 gebildeten R�ckstellung in H�he von Fr. 861'476.-- wurde in der Erfolgsrechnung des Gesch�ftsjahres 1994/95 (1. April 1994 bis 31. M�rz 1995) der Kollektivgesellschaft erfolgswirksam aufgel�st. Die Ausgleichskasse nahm f�r die Ermittlung der Beitr�ge 1996/97, welche auf der Berechnungsperiode 1993/94 beruhen, gegen�ber dem durch die Steuerbeh�rden gemeldeten Einkommen eine Aufrechnung in H�he der am 5. Dezember 1994 verf�gten pers�nlichen Beitr�ge vor.
4.1 Einkommen aus selbstst�ndiger Erwerbst�tigkeit ist jedes Erwerbseinkommen, das nicht Entgelt f�r in unselbstst�ndiger Stellung geleistete Arbeit darstellt (Art. 9 Abs. 1 des Bundesgesetzes �ber die Alters- und Hinterlassenenversicherung, AHVG). Zur Ermittlung des beitragspflichtigen Einkommens aus selbstst�ndiger Erwerbst�tigkeit werden vom hierdurch erzielten rohen Einkommen u.a. der Zins des im Betrieb eingesetzten eigenen Kapitals (Art. 9 Abs. 2 lit. f AHVG) sowie die der Entwertung entsprechenden, gesch�ftsm�ssig begr�ndeten Abschreibungen und R�ckstellungen gesch�ftlicher Betriebe abgezogen (Art. 9 Abs. 2 lit. b AHVG). Nicht abzugsf�hig sind laut Art. 9 Abs. 2 lit. d Satz 2 AHVG die pers�nlichen AHV/IV/EO-Beitr�ge.
4.2 Die zeitliche Bemessung der Beitr�ge im ordentlichen Verfahren wird durch die bis Ende 2000 in Kraft gewesenen Verordnungsbestimmungen (Vergangenheitsbemessung) wie folgt geregelt:
4.2.1 Der Jahresbeitrag vom reinen Einkommen aus selbstst�ndiger Erwerbst�tigkeit wird durch eine Beitragsverf�gung f�r eine Beitragsperiode von zwei Jahren festgesetzt. Die Beitragsperiode beginnt mit dem geraden Kalenderjahr (Art. 22 Abs. 1 AHVV). Der Jahresbeitrag wird in der Regel auf Grund des durchschnittlichen reinen Erwerbseinkommens einer zweij�hrigen Berechnungsperiode bemessen. Diese umfasst das zweit- und drittletzte Jahr vor der Beitragsperiode (Art. 22 Abs. 2 AHVV). Stimmt ein Gesch�ftsjahr nicht mit dem Kalenderjahr �berein, ist f�r die Zuordnung zu einer Berechnungsperiode in der Regel das Datum massgebend, an welchem das Gesch�ftsjahr endet (ZAK 1950 S. 318, 1951 S. 370; nicht ver�ffentlichtes Urteil P. vom 3. September 1991, H 76/90; vgl. auch Art. 43 Abs. 2 des Bundesgesetzes vom 14. Dezember 1990 �ber die direkte Bundessteuer [DBG, in Kraft seit 1. Januar 1995] sowie Art. 22 Abs. 3 AHVV in der seit 1. Januar 2001 geltenden Fassung).
4.2.2 Nach Art. 23 Abs. 1 AHVV obliegt es in der Regel den Steuerbeh�rden, das f�r die Berechnung der Beitr�ge Selbstst�ndigerwerbender massgebende Erwerbseinkommen auf Grund der rechtskr�ftigen Veranlagung f�r die direkte Bundessteuer zu ermitteln. Die Angaben der Steuerbeh�rden sind f�r die Ausgleichskassen verbindlich (Art. 23 Abs. 4 AHVV; BGE 121 V 82 Erw. 2c, AHI 1997 S. 25 Erw. 2b, je mit Hinweisen). Sie beziehen sich auf das Einkommen aus selbstst�ndiger Erwerbst�tigkeit sowie das im Betrieb eingesetzte eigene Kapital (Art. 23 Abs. 1 AHVV; Art. 9 Abs. 3 AHVG in der seit 1. Januar 1997 geltenden Fassung).
4.3 Die Ausgleichskasse legt der Beitragsberechnung (im ordentlichen Verfahren der Vergangenheitsbemessung gem�ss der zitierten, bis Ende 2000 g�ltig gewesenen Regelung) das ihr durch die Steuerbeh�rde gemeldete Einkommen der beiden Jahre der Berechnungsperiode zu Grunde. Sie bringt davon den Zins auf dem im Betrieb arbeitenden Eigenkapital in Abzug (vgl. Art. 9 Abs. 2 lit. f AHVG). Ausserdem hat sie zu beachten, dass die pers�nlichen AHV/IV/EO-Beitr�ge im Rahmen der Ermittlung des steuerbaren Einkommens f�r die direkte Bundessteuer von den gesamten Eink�nften in Abzug zu bringen sind (Art. 22 Abs. 1 lit. g des bis Ende 1994 in Kraft gewesenen Beschlusses �ber die direkte Bundessteuer [BdBSt]; Art. 33 Abs. 1 lit. d und f DBG), nicht jedoch zur Bestimmung des AHV-beitragspflichtigen Einkommens (Art. 9 Abs. 2 lit. d Satz 2 AHVG). Deshalb nimmt die Ausgleichskasse gegen�ber der Meldung der Steuerbeh�rden eine Aufrechnung der Beitr�ge vor, welche im Rahmen der Ermittlung des steuerbaren Einkommens zum Abzug zugelassen wurden (vgl. BGE 111 V 295 f. Erw. 4a mit Hinweisen). Da die AHV/IV/EO-Beitr�ge steuerrechtlich grunds�tzlich in derjenigen Periode abzugsf�hig sind, in der sie entrichtet werden (K�nzig, Wehrsteuer [Direkte Bundessteuer], I. Teil, 2. Auflage 1982, N 189 zu Art. 22 Abs. 1 lit. g BdBSt), kann das Ziel, die R�ckg�ngigmachung des steuerrechtlich zul�ssigen Abzugs zur Ermittlung des beitragspflichtigen Einkommens (BGE 111 V 296 Erw. 4a), regelm�ssig durch Aufrechnung der im entsprechenden Jahr tats�chlich bezahlten oder allenfalls der verf�gten Beitr�ge erreicht werden. Diese Aufrechnung kann die Ausgleichskasse gest�tzt auf die bei ihr vorhandenen Unterlagen vornehmen, ohne dass es zus�tzlicher Angaben der Steuerbeh�rden bed�rfte. Vermerkt dagegen die Steuerbeh�rde in ihrer Meldung, in der Steuererkl�rung seien keine AHV/IV/EO-Beitr�ge abgezogen worden, oder erbringt der Versicherte den Nachweis daf�r, hat eine Aufrechnung zu unterbleiben (BGE 111 V 302 oben Erw. 4g).
4.4 F�llt das beitragspflichtige Einkommen einer versicherten Person in einer Berechnungsperiode besonders hoch aus, f�hrt dies in der entsprechenden Beitragsperiode (vgl. Erw. 4.2.1 hievor) zu entsprechend hohen Sozialversicherungsbeitr�gen. Es ist steuerrechtlich zul�ssig, diesem zuk�nftigen Aufwand durch die Bildung von R�ckstellungen in demjenigen Jahr, in dem das besonders hohe Einkommen anf�llt, Rechnung zu tragen (Locher, Kommentar zum DBG, I. Teil, Therwil/Basel 2001, Art. 29 N 13 mit Hinweisen; H�hn/Waldburger, Steuerrecht, 9. Auflage, Band II, Bern 2002, S. 347 mit Fn 185; Entscheid des Verwaltungsgerichts des Kantons Luzern vom 16. Juli 2000, publiziert in StE 2001 B 23.44.2 Nr. 3). Die dadurch bewirkte Verminderung des steuerbaren Einkommens ist, da sie Ausgaben betrifft, welche beitragsrechtlich nicht abzugsf�hig sind (Art. 9 Abs. 2 lit. d Satz 2 AHVG), f�r die Beitragsberechnung grunds�tzlich nicht zu �bernehmen. Das von den Steuerbeh�rden gemeldete Einkommen m�sste daher f�r die korrekte Ermittlung des beitragspflichtigen Einkommens um die get�tigte R�ckstellung f�r zuk�nftig f�llig werdende Sozialversicherungsbeitr�ge erh�ht werden. Im Gegensatz zur erfolgten Zahlung oder Verf�gung der Beitr�ge, welche die Ausgleichskasse aus ihren Unterlagen erkennen kann, bleibt ihr jedoch der Umstand, dass R�ckstellungen gebildet wurden, verborgen. Insbesondere ist diese Tatsache aus der Meldung der Steuerbeh�rden nicht ersichtlich. Auch in den Folgejahren erh�lt die Ausgleichskasse im Rahmen des �blichen Verfahrensablaufs keine Kenntnis von der R�ckstellung. Sie nimmt deshalb gegen�ber dem ihr gemeldeten Einkommen derjenigen Berechnungsperiode, in der die zur�ckgestellten Beitr�ge bezahlt oder verf�gt werden, eine entsprechende Aufrechnung vor.
4.5 Der Vorinstanz ist darin zuzustimmen, dass die Addition der pers�nlichen Beitr�ge zum gemeldeten Einkommen derjenigen Jahre, in denen sie schliesslich verf�gt oder bezahlt wurden, nicht gerechtfertigt ist, wenn in den Vorjahren eine entsprechende R�ckstellung get�tigt wurde, da deren Aufl�sung, soweit sie f�r die Entrichtung der Beitr�ge ben�tigt wird, nicht ergebniswirksam ist. Die in der Vernehmlassung des BSV vertretene gegenteilige Ansicht, wonach die Aufl�sung der R�ckstellung in jedem Fall zu einem Ertrag f�hre, ist unzutreffend, steht doch diesem Vorgang im Umfang der Beitragszahlung eine Verminderung der Aktiven gegen�ber. Eine Aufrechnung gegen�ber dem in der Steuermeldung enthaltenen Einkommen ist daher insoweit nicht gerechtfertigt, als die Beitragszahlung durch eine fr�her gebildete R�ckstellung, die nunmehr beansprucht und aufgel�st wird, abgedeckt ist. Andernfalls resultieren in der entsprechenden Beitragsperiode zu hohe beitragspflichtige Einkommen und damit zu hohe Beitr�ge. Die in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde erhobenen Einw�nde gegen diese vorinstanzliche Betrachtungsweise verm�gen ebenfalls nicht zu �berzeugen, wird doch in keiner Weise dargelegt, warum die in der Jahresrechnung 1989/90 vorgenommene, das damalige Jahresergebnis schm�lernde R�ckstellung das der Beitragsperiode 1996/97 zu Grunde zu legende Einkommen der Jahre 1993 und 1994 beeinflussen sollte.
4.6 Nach dem Gesagten f�hrt das Zusammenwirken verschiedener Faktoren (Abweichen des steuerbaren vom beitragspflichtigen Einkommen in Bezug auf die Sozialversicherungsbeitr�ge; Fehlen von Angaben zu get�tigten R�ckstellungen f�r k�nftige Sozialversicherungsbeitr�ge in der Steuermeldung; keine entsprechende Auskunftspflicht der versicherten Person und keine anderweitige Erkennbarkeit f�r die Ausgleichskasse) dazu, dass die Beitr�ge, welche auf einem durch eine R�ckstellung f�r zuk�nftig f�llig werdende Sozialversicherungsbeitr�ge verminderten Einkommen berechnet werden, regelm�ssig zu tief ausfallen, da die Ausgleichskasse die gegen�ber dem von den Steuerbeh�rden gemeldeten Einkommen erforderliche Aufrechnung nicht t�tigen kann, weil ihr die dazu notwendigen Informationen fehlen. Dagegen wird die Kasse zu einem sp�teren Zeitpunkt, wenn die Beitr�ge bezahlt (oder verf�gt) und die entsprechenden R�ckstellungen aufgel�st werden, gegen�ber dem dannzumal gemeldeten Einkommen der Berechnungsperiode eine Aufrechnung vornehmen, da sie nunmehr Kenntnis davon hat, dass Beitr�ge bezahlt wurden. Dies ergibt f�r die betreffende Beitragsperiode ein zu hohes beitragspflichtiges Einkommen. Im Regelfall wird die ungerechtfertigte Beitragsforderung der sp�teren Periode umfangm�ssig demjenigen Betrag entsprechen, um welchen die fr�her erhobenen Beitr�ge zu tief waren. Diese betragsm�ssige �bereinstimmung kann jedoch - auf der Basis der Vergangenheitsbemessung nach der bis Ende 2000 g�ltig gewesenen Regelung - dann nicht gegeben sein, wenn ein Ergebnis beispielsweise durch eine Verlustverrechnung beeinflusst wird oder wenn die selbstst�ndige Erwerbst�tigkeit zwischenzeitlich eingestellt wurde. Zudem ist es m�glich, dass die eine Periode in die durch die Umstellung auf die Gegenwartsbemessung entstandene Bemessungsl�cke oder verk�rzte Beitragsperiode f�llt. Es besteht daher nicht nur aus theoretischer Sicht, sondern auch auf Grund der praktischen Ergebnisse ein Bed�rfnis, die jeweiligen beitragspflichtigen Einkommen der richtigen Periode zuzuordnen. Dies ist nur m�glich, indem die Ausgleichskasse, sobald sie Kenntnis von der vorgenommenen R�ckstellung sowie deren Zweck und Ausmass erh�lt, einerseits die f�r die Berechnungsperiode, in der die Beitr�ge bezahlt wurden, vorgenommene Aufrechnung r�ckg�ngig macht und die auf diesem Einkommen berechneten Beitr�ge entsprechend reduziert und neu festsetzt; andererseits sind f�r diejenige Beitragsperiode, deren Berechnungsperiode das durch die R�ckstellung geschm�lerte Einkommen enth�lt, nachtr�glich zus�tzliche Beitr�ge zu erheben.
4.7 Zu pr�fen bleibt, inwieweit die Ausgleichskasse die M�glichkeit hat, die Beitr�ge nachzufordern, welche sie seinerzeit zu wenig erhoben hat, weil sie die steuerrechtlich zul�ssige, beitragsrechtlich aber unbeachtliche R�ckstellung f�r zuk�nftige Sozialversicherungsbeitr�ge mangels entsprechender Informationen nicht aufgerechnet hat.
4.7.1 Gem�ss Art. 39 Abs. 1 AHVV in der seit 1. Januar 2001 geltenden wie auch Art. 39 AHVV in der fr�heren Fassung hat die Ausgleichskasse, wenn sie davon Kenntnis erh�lt, dass ein Beitragspflichtiger keine oder zu niedrige Beitr�ge bezahlt hat, die Nachzahlung der geschuldeten Beitr�ge zu verlangen und n�tigenfalls durch Verf�gung festzusetzen. Vorbehalten bleibt (sowohl nach der geltenden als auch der fr�heren Fassung) die Verj�hrung nach Art. 16 Abs. 1 AHVG. Der M�glichkeit, Beitr�ge nachzufordern, wird somit durch Art. 16 Abs. 1 AHVG, der eine Frist mit Verwirkungsfolge statuiert (BGE 115 V 186 Erw. 2b mit Hinweisen; AHI 1993 S. 243 Erw. 3), eine zeitliche Grenze gesetzt.
4.7.2 Laut Art. 16 Abs. 1 Satz 1 AHVG k�nnen Beitr�ge nicht mehr eingefordert oder entrichtet werden, wenn sie nicht innert f�nf Jahren nach Ablauf des Kalenderjahres, f�r welches sie geschuldet sind, durch Verf�gung geltend gemacht werden. Art. 16 Abs. 1 Satz 2 AHVG in der bis Ende 1996 g�ltig gewesenen Fassung sah vor, f�r Beitr�ge, die auf Grund einer Nachsteuerveranlagung festgesetzt werden, beginne die f�nfj�hrige Verwirkungsfrist mit dem Ablauf des Kalenderjahres, in welchem die Nachsteuer rechtskr�ftig veranlagt wurde. Gem�ss der vom 1. Januar 1997 bis 31. Dezember 2002 g�ltig gewesenen Fassung von Art. 16 Abs. 1 Satz 2 AHVG wird dagegen der Beginn der allgemeinen Verwirkungsfrist von f�nf Jahren nach Ablauf des Kalenderjahres, f�r welches die Beitr�ge geschuldet sind, im Fall einer Nachsteuerveranlagung nicht mehr aufgeschoben. Die Frist endet aber erst ein Jahr nach Ablauf des Kalenderjahres, in welchem die massgebende Steuerveranlagung oder Nachsteuerveranlagung rechtskr�ftig wurde. Die seit 1. Januar 2003 geltende Regelung ist damit inhaltlich identisch.
4.7.3 Wie festgestellt, erlangt die Ausgleichskasse regelm�ssig ohne Zutun der versicherten Person keine Kenntnis von der Bildung einer R�ckstellung im Hinblick auf zuk�nftige Beitr�ge. Erst wenn sich die versicherte Person gegen die Aufrechnung der inzwischen bezahlten Beitr�ge in einer sp�teren Berechnungsperiode zur Wehr setzt mit dem Argument, sie habe in der zu Grunde liegenden Steuererkl�rung keinen entsprechenden Abzug vorgenommen (vgl. Erw. 4.3 hievor), besteht ein Anhaltspunkt daf�r, dass allenfalls die entsprechenden ergebniswirksamen Verbuchungen bereits zu einem fr�heren Zeitpunkt vorgenommen worden sein k�nnten. Diese Situation entspricht weitgehend derjenigen, welche sich ergibt, wenn seitens der Steuerbeh�rden ein Nachsteuerverfahren eingeleitet wird. In diesem wie in jenem Fall nimmt ein Verfahren seinen Lauf, das allenfalls zus�tzliches, der Ausgleichskasse ohne deren Verschulden unbekannt gebliebenes beitragspflichtiges Einkommen einer Periode zutage f�rdern kann, deren Beitr�ge bereits mit rechtskr�ftiger Verf�gung festgesetzt wurden. Es bestehen keinerlei Hinweise darauf, dass Gesetz und Verordnung die Verwirkung f�r die vorliegende Problematik bewusst abweichend von derjenigen f�r das Nachsteuerverfahren regeln wollten. Vielmehr wurde die analoge Konstellation offenbar nicht wahrgenommen. Das Fehlen einer der Regelung zur Nachsteuerveranlagung entsprechenden Bestimmung f�r den Fall der nachtr�glichen Entdeckung einer Schm�lerung des beitragspflichtigen Einkommens durch eine R�ckstellung f�r zuk�nftige Sozialversicherungsbeitr�ge stellt daher kein qualifiziertes Schweigen, sondern eine planwidrige Unvollst�ndigkeit und damit eine L�cke der gesetzlichen Regelung dar (vgl. dazu BGE 126 V 122 Erw. 2c, 125 V 11 f. Erw. 3 mit Hinweisen; H�felin/M�ller, Grundriss des Allgemeinen Verwaltungsrechts, 4. Aufl., Z�rich 2002, S. 47 Rz 233 ff.). Diese hat das Gericht nach derjenigen Regel zu schliessen, die es als Gesetzgeber aufstellen w�rde (BGE 125 V 14 Erw. 4c am Ende mit Hinweisen).
4.7.4 Der zitierte Art. 16 Abs. 1 Satz 2 AHVG in der ab 1. Januar 1997 geltenden Fassung beruht auf der �berlegung, mit dem Eintritt der Rechtskraft der Nachsteuerveranlagung k�nne die Ausgleichskasse hinreichend gefestigte Kenntnis von Bestand und H�he des zus�tzlichen beitragspflichtigen Einkommens erlangen, w�hrend ein allf�lliges sp�teres Fehlverhalten von Beh�rden (Unterbleiben der Steuermeldung oder Unterlassen der Nachtragsverf�gung innert Jahresfrist) nicht der beitragspflichtigen Person anzulasten sei (vgl. K�ser, Unterstellung und Beitragswesen in der obligatorischen AHV, 2. Auflage, Bern 1996, S. 335 f. Rz 16.7).
Die Ausgleichskasse hat (auf der Grundlage der bis Ende 2000 g�ltig gewesenen Regelung) regelm�ssig erst dann Anlass, die Aufrechnung der Beitr�ge in der Berechnungsperiode, als die Zahlung oder Verf�gung erfolgte, zu �berpr�fen, wenn die versicherte Person geltend macht, es sei in der entsprechenden Steuererkl�rung kein diesbez�glicher Abzug vorgenommen worden. Im Verlauf der anschliessenden Abkl�rungen, sei es im Verwaltungs- oder im gerichtlichen Rechtsmittelverfahren, kann sich herausstellen, dass zu einem fr�heren Zeitpunkt eine diesbez�gliche R�ckstellung gebildet wurde. Hinreichend gesichert, um der Ausgleichskasse den Erlass einer entsprechenden Nachtragsverf�gung zu erlauben, ist diese Information - analog zum Nachsteuerverfahren - regelm�ssig dann, wenn die Beitr�ge der Periode, in welcher die Beitr�ge zufolge Bezahlung oder Verf�gung aufgerechnet wurden, rechtskr�ftig festgesetzt sind. Die festgestellte L�cke der gesetzlichen Regelung ist daher in der Weise zu schliessen, dass die Verwirkungsfrist gem�ss Art. 16 Abs. 1 AHVG f�r die Nachforderung von Beitr�gen wegen der nachtr�glichen Entdeckung beitragspflichtigen Einkommens, welches in der Steuermeldung wegen einer R�ckstellung f�r k�nftige Sozialversicherungsbeitr�ge nicht enthalten war, erst ein Jahr nach Ablauf des Kalenderjahres endet, in dem die Beitr�ge derjenigen Beitragsperiode (Art. 4.2.1 hievor) rechtskr�ftig festgesetzt werden, in deren Berechnungsperiode die zur�ckgestellten Beitr�ge bezahlt oder verf�gt wurden.
4.8 Nach der am 1. Januar 2001 in Kraft getretenen �nderung der AHVV vom 1. M�rz 2000 (AS 2000 1441; vgl. auch die Erl�uterungen in AHI 2000 S. 104 ff.), werden die pers�nlichen Beitr�ge der Selbstst�ndigerwerbenden neu nach dem System der Gegenwartsbemessung festgesetzt (Art. 22 ff. AHVV). Grunds�tzlich sind Akontozahlungen zu leisten, welche die laufenden Beitr�ge abdecken sollten (Art. 24 AHVV). Da diese Akontobeitr�ge gerade beim Anfall besonders hoher Einnahmen unter Umst�nden nicht hoch genug sind, ist es m�glich, dass eine R�ckstellung im Hinblick auf die sp�ter notwendige Ausgleichszahlung (Art. 25 AHVV) in der Steuererkl�rung vorgenommen und auch zugelassen wird. Die Steuerbeh�rden haben gem�ss Art. 27 Abs. 1 Satz 2 AHVV (in der seit 1. Januar 2001 geltenden Fassung) in Abzug gebrachte AHV/IV/EO-Beitr�ge wieder aufzurechnen. Laut Art. 27 Abs. 1 Satz 3 AHVV erl�sst das Bundesamt Weisungen �ber die erforderlichen Angaben, welche die Steuermeldung an die Ausgleichskasse zu enthalten hat, und das Meldeverfahren. Die entsprechenden Formulare finden sich im Anhang zur Wegleitung des BSV �ber die Beitr�ge der Selbstst�ndigerwerbenden und Nichterwerbst�tigen (WSN). Die Meldung der Bildung einer R�ckstellung f�r k�nftig zu bezahlende Sozialversicherungsbeitr�ge ist darin nicht vorgegeben und wird auch in Rz 1202 WSN, der m�gliche besondere Vereinbarungen �ber zus�tzliche Angaben aufz�hlt, nicht erw�hnt. Unter der Voraussetzung, dass eine derartige R�ckstellung gebildet, steuerlich zugelassen und weder (im Rahmen von Art. 27 Abs. 1 Satz 2 AHVV) aufgerechnet noch der Ausgleichskasse gemeldet wird, gelten die vorstehenden Ausf�hrungen zur Verl�ngerung der Verwirkungsfrist grunds�tzlich in analoger Weise auch unter dem System der Gegenwartsbemessung. Diese Konstellation d�rfte sich allerdings nur in Ausnahmef�llen ergeben.
5.1 Die Aufrechnung der zur�ckgestellten Beitr�ge f�r die Ermittlung des beitragspflichtigen Einkommens der Berechnungsperiode 1993/94, welche die Beitr�ge der Beitragsperiode 1996/97 bestimmt, ist nach dem Gesagten zu Unrecht erfolgt. Das kantonale Gericht hat die Verf�gung vom 8. Dezember 1998 zu Recht in dem Sinne abge�ndert, dass es die Aufrechnung der Beitr�ge nicht zuliess. Die Verwaltungsgerichtsbeschwerde ist daher abzuweisen.
5.2 Das ausserordentlich hohe, im Jahr 1990 erzielte Einkommen bildet Teil der Berechnungsperiode 1989/90, welche der Beitragsermittlung f�r 1992/93 zu Grunde liegt. Das beitragspflichtige Einkommen dieser Periode wurde infolge der in der Erfolgsrechnung der Kollektivgesellschaft vorgenommenen R�ckstellung von Fr. 8'800'000.-- zu Unrecht geschm�lert. Deshalb sind die Beitr�ge der Periode 1992/93 zu tief ausgefallen, sodass allenfalls eine Nachtragsverf�gung f�r die Beitr�ge auf dem sich daraus ergebenden zus�tzlichen beitragspflichtigen Einkommen der Beschwerdegegnerin zu erlassen sein wird. Dies ist nach dem Gesagten solange m�glich, als die Verwirkung nicht eingetreten ist, was ein Jahr nach Ablauf des Kalenderjahres, in dem der vorliegende Prozess rechtskr�ftig abgeschlossen wird, der Fall w�re.
5.3 Anzuf�gen bleibt, dass der auf die Beschwerdegegnerin entfallende Anteil an der per 31. M�rz 1995 erfolgten Aufl�sung der R�ckstellung im Umfang von Fr. 861'476.-- (verbleibende, nicht mehr ben�tigte R�ckstellung nach Bezahlung der durch diese erfassten Beitr�ge) f�r die Ermittlung des beitragspflichtigen Einkommens der entsprechenden Periode vom in der Steuermeldung genannten Betrag in Abzug zu bringen ist, da die gesamte R�ckstellung in der Periode 1992/93 aufzurechnen ist, sodass f�r eine sp�tere Aufl�sung kein Raum mehr bleibt.
Das Verfahren ist kostenpflichtig (Umkehrschluss aus Art. 134 OG). Die unterliegende Beschwerdef�hrerin hat die Gerichtskosten zu bezahlen (Art. 156 Abs. 1 in Verbindung mit Art. 135 OG) und der Beschwerdegegnerin eine Parteientsch�digung auszurichten (Art. 159 Abs. 2 in Verbindung mit Art. 135 OG).
Auf den Antrag der Beschwerdegegnerin betreffend �nderung von Ziffer 3 des Entscheids des Sozialversicherungsgerichts des Kantons Z�rich vom 30. Mai 2001 wird nicht eingetreten.
Die Gerichtskosten von Fr. 9'000.-- werden der Beschwerdef�hrerin auferlegt und mit dem geleisteten Kostenvorschuss verrechnet.
Die Beschwerdef�hrerin hat der Beschwerdegegnerin f�r das Verfahren vor dem Eidgen�ssischen Versicherungsgericht eine Parteientsch�digung von Fr. 3'000.-- (einschliesslich Mehrwertsteuer) zu bezahlen.

References: Art. 106
 Art. 9
 Art. 43
 Art. 22
 Art. 23
 BGE 
 Art. 9
 Art. 9
 Art. 33
 BGE 
 Art. 22
 Art. 29
 Art. 39
 Art. 39
 Art. 16
 Art. 16
 Art. 16
 Art. 16
 Art. 16
 BGE 
 Art. 16
 Art. 16
 Art. 27
 Art. 27
 Art. 27
 Art. 134
 Art. 135
 Art. 135