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Timestamp: 2019-11-20 01:44:07+00:00

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BFH, 18.10.1983 - VI R 180/82 - dejure.org
https://dejure.org/1983,259
BFH, 18.10.1983 - VI R 180/82 (https://dejure.org/1983,259)
BFH, Entscheidung vom 18.10.1983 - VI R 180/82 (https://dejure.org/1983,259)
BFH, Entscheidung vom 18. Januar 1983 - VI R 180/82 (https://dejure.org/1983,259)
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Aufwendungen für ein häusliches Arbeitszimmer sind dann keine Werbungskosten, wenn es sich um ein sog. Durchgangszimmer handelt
BFHE 139, 518
NJW 1984, 832 (Ls.)
BStBl II 1984, 110
Denn nach der Rechtsprechung des BFH konnten Aufwendungen für die eigene Wohnung bei der Einkommensteuer grundsätzlich nicht abgezogen werden, weil es sich bei diesen Aufwendungen regelmäßig um solche der privaten Lebensführung handele, die nach § 12 Nr. 1 EStG nicht abziehbar seien (s. BFH-Urteil v. 18.10.1983 VI R 180/82, BStBl 1982 II S. 1984 11, 110, betr. Durchgangszimmer).
Aufwendungen für ein häusliches Arbeitszimmer werden nach ständiger Rechtsprechung des Bundesfinanzhofs (BFH) als Werbungskosten nach § 9 Abs. 1 Satz 1 EStG bei den Einkünften aus nichtselbständiger Arbeit anerkannt, wenn dieses Zimmer so gut wie ausschließlich beruflich genutzt wird; bei einer mehr als nur geringfügigen privaten Mitbenutzung steht die Vorschrift des § 12 Nr. 1 EStG der Abziehbarkeit auch nur eines Teils der Aufwendungen entgegen (vgl. z. B. BFH-Urteil vom 18. Oktober 1983 VI R 180/82, BFHE 139, 518, BStBl II 1984, 110, m. w. N.).
Ist eine solche Trennung nicht vorhanden, so kann nicht mehr davon gesprochen werden, daß eine private Mitbenutzung von nicht nur untergeordneter Bedeutung vorliegt (BFH-Urteil in BFHE 139, 518, BStBl II 1984, 110).
Kosten eines Durchgangszimmers ausnahmsweise als Aufwendungen für ein häusliches …
Es rügt die Verletzung des Einkommensteuergesetzes (EStG) und führt aus, nach dem Urteil vom 18. Oktober 1983 VI R 180/82 (BFHE 139, 518, BStBl II 1984, 110) liege eine schädliche private Mitbenutzung vor, wenn es sich beim Arbeitszimmer um ein Durchgangszimmer, also um einen Raum handele, der durchquert werden müsse, um andere privat genutzte Räume der Wohnung zu erreichen.
Wie er insbesondere im Urteil in BFHE 139, 518, BStBl II 1984, 110 hervorgehoben hat, ist die Frage, ob ein Raum so gut wie ausschließlich beruflich genutzt wird, entsprechend dem vorgenannten Urteil auch nach dem Beweisanzeichen zu entscheiden, ob das Arbeitszimmer von den Privaträumen getrennt liegt.
Der Senat führte in seiner Entscheidung in BFHE 139, 518, BStBl II 1984, 110 ferner aus, daß ähnliche Erwägungen dazu führten, bei einem Arbeitszimmer eine schädliche private Mitbenutzung grundsätzlich dann anzunehmen, wenn es sich bei dem Zimmer um ein Durchgangszimmer, also um ein Zimmer handele, das durchquert werden müsse, um andere private benutzte Räume der Wohnung zu erreichen, weil es die einzige Verbindung zu diesen Räumen herstelle.
Vor der Einfügung des Abzugsverbots bzw. der typisierenden Abzugsbegrenzung konnten nach ständiger Rechtsprechung Aufwendungen für ein häusliches Arbeitszimmer aufgrund des § 12 Nr. 1 EStG (nur) abgezogen werden, wenn das häusliche Arbeitszimmer nahezu ausschließlich betrieblich oder beruflich genutzt wurde (vgl. z.B. BFH-Urteil vom 18. Oktober 1983 VI R 180/82, BFHE 139, 518, BStBl II 1984, 110, m.w.N.).
Hinsichtlich der auf den Flur entfallenden Aufwendungen handelt es sich damit aufgrund der eindeutigen Einbindung dieser Räumlichkeit in den privaten Wohnbereich um Aufwendungen, die dem vollständigen Abzugsverbot des § 12 Satz 1 Nr. 1 EStG unterfallen (…BFH-Urteile vom 28. August 2003 IV R 38/01, BFH/NV 2004, 327, unter II. 2. c der Gründe, und vom 18. Oktober 1983 VI R 180/82, BFHE 139, 518, BStBl II 1984, 110, unter 3. der Gründe).
Hat das FG die Revision zugelassen, so kann der Bundesfinanzhof (BFH) die Revision grundsätzlich selbst dann nicht als unzulässig verwerfen, wenn er die Frage der Grundsätzlichkeit anders beurteilen würde als das FG (BFH-Urteil vom 18. Oktober 1983 VI R 180/82, BFHE 139, 518, BStBl II 1984, 110; Gräber/Ruban, Finanzgerichtsordnung, § 115 Anm. 45; Tipke/Kruse, Abgabenordnung-Finanzgerichtsordnung, § 115 FGO Tz. 75),.
Nach der bislang geltenden Rechtsprechung wurde die Berücksichtigung entsprechender Aufwendungen daher versagt, wenn zwischen dem privaten Wohnbereich des Steuerpflichtigen und dem Arbeitszimmer keine klare Abgrenzung gegeben war, da dann stets eine nicht völlig untergeordnete privat Mitbenutzung angenommen wurde und unter Rückgriff auf § 12 Nr. 1 EStG der Abzug insgesamt versagt wurde (vgl. etwa BFH vom 29.11.2006 - VI R 3/04, BStBl. II 2007, 308;… vom 16.08.2005 - VI B 8/05, BFH/NV 2005, 2006;… vom 19.05.1995 - VI R 3/95, BFH/NV 1995, 880; und vom 06.12.1991 - VI R 101/87, BStBl II 1992, 304; vom 18.10.1983 - VI R 180/82, BStBl II 1984, 110).
Bei einer mehr als nur geringfügigen privaten Mitbenutzung steht die Vorschrift des § 12 Nr. 1 EStG der Abziehbarkeit auch nur eines Teils der Aufwendungen entgegen (vgl. z.B. BFH-Urteil vom 18. Oktober 1983 VI R 180/82, BFHE 139, 518 , BStBl II 1984, 110, m.w.N.).
Die Entscheidung des BFH vom 18. Oktober 1983 VI R 180/82 a.a.O. betraf einen Fall, in dem der Kläger nur durch das Arbeitszimmer die übrigen Räume seiner Wohnung, nämlich Wohnzimmer, Schlafzimmer und Bad, erreichen konnte.
Auch beide Umstände - drei Kinder und Durchgang zu einem weiteren Arbeitszimmer - zusammen genommen, machen nach Auffassung des Senats nicht die Intensität aus, die für eine steuerschädliche Mitbenutzung eines Durchgangszimmers erforderlich ist und wie sie im Sachverhalt der BFH-Entscheidung vom 18. Oktober 1983 VI R 180/82 (…a.a.O.) vorgelegen hat.
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Abziehbarkeit von Aufwendungen für ein häusliches Arbeitszimmer als …
BFH, 18.10.1983 - VI R 206/82

References: § 12
 § 9
 § 12
 § 12
 § 12
 § 115
 § 115
 § 12
 § 12