Source: http://www.swiss-tax.ch/Steuer-Tipps.htm
Timestamp: 2016-10-28 02:24:02+00:00

Document:
Steuertipps funktionieren nach bestimmten "Mustern": Meist geht es darum, durch eine geschickte Vorgehensweise w�hrend des Jahres
steuerfreie Eink�nfte zu w�hlen, die Steuerprogression zu brechen,
Vorsorgeprivilegien zu beanspruchen, Besonderheiten der kantonalen Steuerordnung
zu nutzen oder g�nstigere Tarife anderer Kantone oder anderer Steuerarten zur
Anwendung zu bringen. Die nachfolgend aufgef�hrten Steuertipps sind bekannte Anwendungsf�lle f�r diese verschiedenen Effekte. Gegen das Sparen von Steuern durch eine geschickte Vorgehensweise ist nichts einzuwenden. Problematisch ist eine bestimmte Vorgehensweise erst dann, wenn das Vorgehen absonderlich erscheint und sich einzig mit der Absicht der Steuerersparnis begr�nden l�sst. Das ist zwar ebenfalls nicht verboten, wird von den Steuerbeh�rden aber als Steuerumgehung betrachtet. Wenn die Beh�rden eine Steuerumgehung feststellen, werden die steuerlichen Vorteile verweigert. Im Zweifelsfalls lohnt sich eine vorg�ngige Anfrage bei der kantonalen Steuerverwaltung.
S�mtliche Tipps sind sorgf�ltig recherchiert. Es versteht sich aber von selbst, dass f�r die Richtigkeit keine Haftung �bernommen werden kann. Bitte konsultieren Sie bei Unsicherheiten rechtzeitig die Steuerverwaltung Ihres Kantons oder den
Steuerberater Ihrer Wahl. F�r Fragen steht Ihnen auch das
Diskussionsforum zur Verf�gung.
spart man...
1. indem Beitr�ge in die S�ule
3a geleistet werden!
Einkauf in die Pensionskasse!
Erwerbsunterbr�che �ber den Jahreswechsel gelegt werden!
4. indem Arztbesuche in die erste Jahresh�lfte gelegt
5. indem
Schwiegers�hne nicht (direkt) beschenkt werden!
6. indem
die Kinder Miete zahlen!
7. indem
das Verm�gen in Liegenschaften (am richtigen Ort) investiert wird!
Kauf von Aktien statt Obligationen!
9. indem
Wein getrunken statt verkauft wird!
10. mit zinslosen
Darlehen an die Kinder!
11. indem Verm�gen in
eine r�ckkaufsf�hige Lebensversicherung investiert wird!
12. indem Scheidung
oder Trennung auf den Jahresbeginn gelegt werden!
13. indem der nicht
dringende Liegenschaftsunterhalt aufgespart wird!
14. indem
Schenkungen an Konkubinatspartner sorgf�ltig geplant werden!
15. durch
Abtretung der Liegenschaft unter Vorbehalt einer Nutzniessung!
16. indem
Vorsorgeleistungen in verschiedenen Jahren bezogen werden!
17. indem Eink�ufe
in die zweite S�ule gestaffelt werden!
18. indem man z�gelt,
19. durch
Fremdfinanzierung einer r�ckkaufsf�higen Kapitalversicherung!
20. indem die
Hypothek indirekt amortisiert wird!
21. mittels
Vorbezug von Geldern f�r die Wohneigentumsf�rderung!
23. durch
Kombination verschiedener "Muster"!
24. durch
regelm�ssige Information!
spart man indem Beitr�ge in die S�ule 3a geleistet werden! (nach
Beitr�ge in die S�ule 3a k�nnen im vollen Umfang vom steuerbaren Einkommen
abgezogen werden (Art. 7
Abs. 1 BVV3). Bis zum Bezug der Kapitalleistungen im Vorsorgefall (Alter,
Tod oder Invalidit�t) unterliegt das einbezahlte Kapital weder der Einkommens-
noch der Verm�genssteuer. Erst die Auszahlung unterliegt einer separaten
Jahressteuer zum g�nstigen Vorsorgetarif (Art. 11 Abs.
3 StHG).
Die Maximalbeitr�ge f�r Steuerpflichtige mit Beitr�gen an die 2. S�ule (Pensionskasse) betragen im Steuerjahr 2015 f�r Steuerpflichtige mit Beitr�gen an die 2. S�ule (Pensionskasse) CHF 6'768.-- und f�r Steuerpflichtige ohne 2. S�ule 20% des Erwerbseinkommens, h�chstens CHF 33'840.- (vgl.
Rundschreiben der EStV vom 21.10.2014). Achtung:
Der Beitrag muss im laufenden Steuerjahr bei der Vorsorgeeinrichtung ankommen.
Die Einzahlung sollte also rechtzeitig, nach M�glichkeit vor dem 20. Dezember
des laufenden Jahres, vorgenommen werden.
Ausf�hrliche Informationen zur S�ule 3a gibt's im
Kreisschreiben Nr. 18 der EStV vom 4. Oktober 2007. 2. Steuern
spart man durch Einkauf in die Pensionskasse! (nach
Eink�ufe in die Pensionskasse k�nnen vom steuerbaren Einkommen abgezogen
werden (Art. 81 BVG).
Die H�he des zul�ssigen Einkaufs ist von der individuellen Deckungsl�cke abh�ngig
und kann bei der Pensionskasse erfragt werden. Der H�chstbetrag der Einkaufssumme reduziert sich um ein Guthaben in der S�ule 3a, soweit es die aufgezinste Summe der zul�ssigen j�hrlichen Beitr�ge ab vollendetem 24. Altersjahr �bersteigt. Hat eine versicherte Person Freiz�gigkeitsguthaben, reduziert sich der H�chstbetrag der Einkaufssumme zus�tzlich um diesen Betrag (Art. 60a
BVV2). Achtung: Wurden Eink�ufe get�tigt, so d�rfen die daraus resultierenden Leistungen innerhalb der n�chsten drei Jahre nicht in Kapitalform aus der Vorsorge zur�ckgezogen werden (Art. 79b Abs. 3 BVG). Das Bundesgericht hat mit Urteil vom 12. M�rz 2010 festgehalten, dass innert drei Jahren nach einem Einkauf �berhaupt keine Kapitalleistungen fliessen d�rfen. Andernfalls m�ssten die in Abzug gebrachten Eink�ufe steuerlich wieder aufgerechnet werden (vgl.
BGE 2C_658/2009).
spart man indem Erwerbsunterbr�che �ber den Jahreswechsel gelegt werden! (nach
Weltreise, ein unbezahlter Urlaub oder jede andere Unterbrechung der Erwerbst�tigkeit
sollte wegen der Progression nach M�glichkeit �ber den Jahreswechsel gelegt
werden. Beispiel: Wer
im Jahr 2015 durchgehend erwerbst�tig ist und im Jahr 2016 auf eine einj�hrige Weltreise geht, macht aus steuerlicher Sicht einen Fehler. Geschickter w�re es, die einj�hrige Weltreise erst im Juli 2016 zu beginnen.
Die Steuerersparnis bei den Kantons- und Gemeindessteuern kann bei einem Jahreseinkommen von CHF 100'000 bis zu 50 % betragen. Bei der direkten Bundessteuer kann die Steuerersparnis �ber 70 Prozent betragen. Auf der
Homepage der ESTV lassen sich
Varianten rechnen.
spart man indem Arztbesuche in die erste Jahresh�lfte gelegt werden! (nach
In allen Kantonen sind die selbst getragenen Krankheitskosten steuerlich
abziehbar, soweit sie einen vom kantonalen Recht bestimmten Selbstbehalt �bersteigen
(Art. 9 Abs. 2 Bst. h StHG)
. In den meisten Kantonen betr�gt der Selbstbehalt - wie f�r die direkte
Bundessteuer (Art. 33 Abs.
1 Bst. h DBG) - f�nf Prozent des "Reineinkommens" (Selbstbehalt
in den Kantonen vgl. Steuerm�ppchen 2010, Einkommens- und Verm�genssteuer, Abzug Krankheitskosten" der ESTV). Um
vom Abzug f�r Krankheitskosen zu profitieren, sollten deshalb nicht dringende
Arztbesuche, Theraphien etc. nach M�glichkeit in die erste Jahresh�lfte gelegt
werden. So wird sichergestellt, dass alle (Teil-) Rechnungen noch im gleichen
Jahr eintreffen und der Abzug nicht wegen des Selbstbehaltes verloren geht.
Beispiel: Belaufen sich verschiedene Rechnungen auf insgesamt CHF 6'000 und
betr�gt der Selbstbehalt CHF 4'000 (5 % von CHF 80'000), so ist ein Abzug von
CHF 2'000 m�glich, wenn alle Rechnungen im gleichen Jahr eintreffen.
Weitere Informationen zum Abzug der Krankheitskosten gibt's im
Nr. 11 vom 31.08.2005 der ESTV.
spart man indem Schwiegers�hne nicht (direkt) beschenkt werden! (nach
an Schwiegers�hne (und Schwieget�chter) gelten als Schenkungen an Nichtverwandte. Sie unterliegen deshalb in den meisten Kantonen hohen Schenkungssteuern. Diese hohen Schenkungssteuern lassen sich vermeiden, indem in einem ersten Schritt nicht der Schwiegersohn, sondern die Tochter beschenkt wird. Die Tochter kann anschliessend in einem zweiten Schritt ihren Ehemann beschenken. Zivilrechtlich liegen dann zwei Schenkungen vor, die steuerlich privilegiert sind: Denn Schenkungen an Ehegatten und Kinder sind steuerfrei oder unterliegen einem g�nstigen Tarif. Achtung: Liegen die beiden Schenkungen zeitlich sehr nahe beieinander, k�nnte die kantonale
Steuerverwaltung eine Steuerumgehung annehmen. Im Zweifelsfall lohnt sich
eine vorg�ngige Anfrage.
spart man indem die Kinder Miete zahlen! (nach
�berlassen Eltern ihre Liegenschaft gratis den eigenen Kinder (Gebrauchsleihe), sind sie weiterhin verpflichtet den Eigenmietwert als Einkommen zu versteuern. Wird hingegen die Liegenschaft (zu einem g�nstigen Mietzins) vermietet, dann ist nach der Rechtsprechung des Bundesgerichts nur der vereinbarte Mietzins steuerbar
(BGE 2C_12/2007 vom 22.02.2007).
Einzelne kantonale Steuergesetze sehen explizit vor, dass auch bei Vermietung zu Vorzugskonditionen der Eigenmietwert als Einkommen besteuert wird (z.B. Art. 34 Abs. 2 SG-StG,
Art. 25 Abs. 2 BE-StG). Andere Kantone erfassen den Eigenmietwert mit der (�berzeugenden) Begr�ndung, dass die Einr�umung von Vorzugskonditionen eine Form des Eigengebrauchs darstelle. Und: Einige Kantone betrachten die Differenz zwischen dem Eigenmietwert und dem vereinbarten Mietzins als Schenkung. Meist ist das unsch�dlich, weil Schenkungen an die Nachkommen steuerfrei sind oder von einem hohen Freibetrag und g�nstigen Steuers�tzen profitieren. Im
Zweifelsfall empfiehlt sich eine Anfrage bei der
spart man indem das Verm�gen in Liegenschaften (am richtigen Ort) investiert
wird! (nach oben)
sein Verm�gen in Liegenschaften investiert, profitiert in jedem Fall von einer
reduzierten Verm�genssteuer, denn massgeblich ist nicht der Verkehrswert der
Liegenschaft, sondern der amtliche Wert, der 20 bis 50 Prozent unter dem
Verkehrswert liegt.
sein Verm�gen in Liegenschaften investiert, kann jedoch zudem mit einer
geschickten Wahl des Liegenschaftskantons die Einkommens- und Verm�genssteuern
tief halten. Grund: Liegenschaften und deren Ertrag sind nicht am Wohnsitz,
sondern am Liegenschaftsort steuerpflichtig. Die Wahl eines steuerg�nstigen Kantons ist damit ausschlaggebend (vgl.
Steuerf�sse der Kantonshauptorte). Aber Achtung: Letztlich entscheidend ist immer nur die
Gesamtrendite. Nebst den Steuern sollten auch die anderen Faktoren mitber�cksichtigt
spart man durch Kauf von Aktien statt Obligationen! (nach
Fest verzinsliche Papiere wie Obligationen werfen zwar einen regelm�ssigen
Ertrag ab. Diese Zinsen unterliegen aber vollumf�nglich der Einkommenssteuer,
so dass ein guter Teil des Gewinns an den Fiskus abgeliefert werden muss (Art.
20 Abs. 1 Bst. a DBG ). Aktien
hingegen k�nnen nach einiger Zeit gewinnbringend verkauft werden und der dabei
erzielte Gewinn ist vollumf�nglich steuerfrei (Art.
16 Abs. 3 DBG). Eine Garantie, dass die gekauften Aktien tats�chlich an Wert zunehmen, gibt es nat�rlich nicht. Und Vorsicht: Wer zu
fleissig Aktien kauft und verkauft, k�nnte von den Steuerbeh�rden als "gewerbsm�ssiger
Wertschriftenh�ndler" betrachtet werden. Allf�llige Gewinnen w�rden dann als
Einkommen aus selbst�ndiger Erwerbst�tigkeit besteuert (Art.
18 Abs. 1 DBG). Die ESTV hat die diesbez�glichen Regeln im
Kreisschreiben Nr. 36 vom 27.07.2012 festgehalten. Einzelne Kantone gehen bei einem kleinen Wertschriftenbestand immer von einem steuerfreien Kapitalgewinn aus.
spart man indem Wein getrunken statt verkauft wird! (nach
sich w�hrend Jahren einen grossen Weinkeller anlegt, muss damit rechnen, dass
bei einem allf�lligen Verkauf steuerbares Erwerbseinkommen (Art.
18 Abs. 1 DBG) und nicht ein steuerfreier Kapitalgewinn (Art.
16 Abs. 3 DBG) angenommen wird. Das
Bundesgericht hat entschieden, dass beim Verkauf von Wein -
�hnlich wie beim Verkauf von Liegenschaften - ein einmaliger Verkauf gen�gen
kann, um Gewerbsm�ssigkeit anzunehmen (BGE
vom 17.9.2002). Dabei kann Gewerbsm�ssigkeit auch ohne
Einsatz fremder Mittel, ohne Vorliegen besonderer besondere Gesch�ftseinrichtungen
und ohne Zusammenhang mit dem eigenen Beruf gegeben sein. Entscheidend sind die
konkreten Umst�nde im Einzelfall. Sp�testens wenn die Weinsammlung so gross
ist, dass sie realistischerweise nicht mehr selbst konsumiert werden k�nnte, m�sse
von einer Gewinnstrebigkeit ausgegangen werden, was die Sache steuerbar macht.
spart man mit zinslosen Darlehen an die Kinder! (nach
an die erwachsenen Kinder k�nnen vom steuerbaren Einkommen in der Regel nicht
abgezogen werden. Im Gegenteil schulden die Kinder unter Umst�nden hierf�r
sogar Schenkungssteuern. Erhalten die Kinder stattdessen zinslose Darlehen, so
realisieren die Kinder (und nicht die Eltern) den Ertrag aus dem geliehenen Verm�gen.
Dadurch vermindert sich das (hohe) steuerbare Einkommen der Eltern und es erh�ht
sich das (tiefe) steuerbare Einkommen der Kinder. Wegen der Progression ergibt
sich so gesamthaft betrachtet eine geringere Steuerbelastung f�r Eltern und
Steht das entsprechende Kapital den Eltern nicht bar zur Verf�gung, k�nnte
sich eine Erh�hung der Hypothek lohnen: Die Steuerersparnis der Eltern aus dem
zus�tzlichen Schuldzinsenabzug d�rfte h�her sein als die von den Kindern
wegen dem Ertrag aus dem geliehenen Verm�gen zus�tzlich geschuldeten Steuern. 11. Steuern
spart man indem Verm�gen in eine r�ckkaufsf�hige Lebensversicherung
investiert wird! (nach oben)
Ertr�ge auf dem eigenen Verm�gen sind normalerweise steuerbar (Art.
20 Abs. 1 DBG und Art.
7 Abs. 1 StHG). Weil aber die Selbstvorsorge steuerlich gef�rdert werden
soll, sind Ertr�ge aus r�ckkaufsf�higen Kapitalversicherungen steuerfrei (Art.
24 Bst. b DBG und Art.
7 Abs. 4 Bst. d StHG). Dabei
k�nnen Kapitalversicherungen nicht nur mit j�hrlichen Pr�mien finanziert
werden. Sie k�nnen auch mit einer einmaligen Investition "gekauft"
werden. Ertr�ge aus "gekauften" Kapitalversicherungen (sog. Einmalpr�mienversicherungen)
sind ebenfalls steuerfrei. Im Erlebensfall und bei R�ckkauf ist die
Steuerfreiheit gegeben, wenn die Auszahlung nach dem 60 Altersjahr aufgrund eines mindestens
f�nfj�hrigen Vertrages erfolgt, der vor
dem 66. Alterjahr abgeschlossen wurde (Art.
20 Abs. 1 Bst. a DBG und Art.
7 Abs. 1 ter StHG). Die Einzelheiten sind im Kreisschreiben
Nr. 24 1995/96 der ESTV festgehalten. 12. Steuern
spart man indem Scheidung oder Trennung auf den Jahresbeginn gelegt werden! (nach
meisten Kantone sehen vor, dass Ehegatten im Jahr der Scheidung oder Trennung
separat besteuert werden. In einzelnen Kantonen ergibt sich bei einer Scheidung
oder Trennung am Jahresende eine
insgesamt bis zu 50 Prozent h�here Steuerbelastung. Grund:
Unterhaltsbeitr�ge an geschiedene oder getrennte Ehegatten sind steuerlich
abziehbar (Art. 33 Abs. 1
Bst. c DBG und Art. 9
Abs. 2 Bst. c StHG). Bei einer Scheidung oder Trennung am Jahresende k�nnen
f�r das laufende Jahr noch keine oder erst wenige Unterhaltsbeitr�ge
steuerlich wirksam zum Abzug gebracht werden. Dadurch ist das ausgewiesene
Einkommen des einen Ehegatten sehr hoch, dasjenige des anderen Ehegatten sehr
tief. Wegen des progressiven Steuertarifs ergibt sich so insgesamt eine deutlich
h�here Steuerbelastung. Scheidung und Trennung sollten daher keinesfalls am
Jahresende sondern unbedingt zu Jahresbeginn vorgenommen werden!
F�r Personen in eingetragener Partnerschaft (vgl.
Partnerschaftsgesetz vom 18.06.2006), gilt sinngem�ss das Gleiche.
spart man indem der nicht dringende Liegenschaftsunterhalt aufgespart wird! (nach
In den meisten Kantonen kann jedes Jahr zwischen dem Abzug f�r die tats�chlichen
Unterhaltskosten und dem Abzug einer Pauschale gew�hlt werden (vgl.
Steuerm�ppchen 2010, Einkommens- und Verm�genssteuer, Abzug f�r Unterhaltskosten der ESTV). Solange die
tats�chlichen Unterhaltskosten nicht gr�sser sind als der zul�ssige
Pauschalabzug lohnt sich die Geltendmachung der tats�chlichen Kosten nicht. Damit
die tats�chlichen Liegenschaftskosten nicht "wirkungslos" verpuffen,
k�nnen nicht dringende Arbeiten aufgespart oder vorgezogen werden, so dass sie
im gleichen Jahr anfallen. Entscheidend ist je nach Kanton das Rechnungsdatum oder das Zahlungsdatum. So kann
zumindest alle paar Jahre der h�here Abzug f�r die tats�chlichen
Unterhaltskosten geltend gemacht werden. Immer zu beachten: Steuerlich abziehbar
sind nur die eigentlichen Unterhaltskosten (Renovationen, Reparaturen).
Wertvermehrende Anlagekosten (Ausbau Dachstock, Anbau eines Wintergartens etc.)
sind nicht abziehbar.
spart man indem
Schenkungen an Konkubinatspartner sorgf�ltig geplant werden! (nach
Die wenigsten Kantons stellen Konkubinatspartner bei der Schenkungssteuer den Ehegatten gleich. W�hrend Schenkungen an Ehegatten und Personen in eingetragener Partnerschaft (vgl. Partnerschaftsgesetz vom 18.06.2006) in den meisten Kantonen steuerfrei sind, schulden Konkubinatspartner in einzelnen Kantonen gem�ss dem
Tarif f�r Nichtverwandte Steuers�tze bis �ber 50 %! Diese
Schenkungssteuern lassen sich vermeiden, wenn die Schenkung auf einen sp�teren
Zeitpunkt verschoben wird und das Verm�gen bis dahin in eine ausserkantonale
Liegenschaft investiert wird. Eine sp�tere Schenkung der Liegenschaft ist n�mlich
steuerg�nstig m�glich, wenn der Liegenschaftskanton keine Schenkungssteuer
kennt (z.B. Kanton Schwyz) oder die Konkubinatspaare wie Ehegatten privilegiert (z.B. Kanton Zug).
Achtung: Wenn die ausserkantonale Liegenschaft bereits kurz nach dem Erwerb
verschenkt wird, k�nnten die Steuerbeh�rden eine Steuerumgehung annehmen.
spart man durch Abtretung der Liegenschaft unter Vorbehalt einer Nutzniessung! (nach
Der Schenkungssteuer unterliegt in diesen F�llen nur der amtliche Wert der
Liegenschaft abz�glich des Wertes der vorbehaltenen Nutzniessung. Je fr�her
eine Liegenschaft an die k�nftigen Erben abgetreten wird, umso h�her ist der
Wert der Nutzniessung und um so tiefer ist der Wert der erhaltenen Schenkung. Im
Zeitpunkt des Erbgangs ist keine weitere Erbschafts- oder Schenkungssteuer mehr
geschuldet. Die Liegenschaft geht also insgesamt betrachtet teilweise steuerfrei
auf die Erben �ber. Details zu den Erbschafts- und Schenkungssteuern in den
Kantonen sind in der diesbez�glichen Darstellung
der ESTV zu finden.
spart man indem Vorsorgeleistungen in verschiedenen Jahren bezogen werden! (nach
aus Vorsorge unterliegen in allen Kantonen einem separaten Tarif. Mehrere
Kapitalleistungen des gleichen Jahres werden zur Satzbestimmmung
zusammengerechnet. Aus steuerlicher Sicht ist es deshalb sinnvoll,
Kapitalleistungen aus Vorsorgeeinrichtungen (Art.
13 BVG), Freiz�gigkeitskonten (Art.
16 FZV) und der S�ule 3a (Art.
3 BVV3) in verschiedenen Jahren zu beziehen. Sinnvoll
ist etwa auch ein Vorbezug von Pensionskassengeldern f�r Zwecke des
selbstbewohnten Eigentums (Art
30 Bst. c BVG und
Kreisschreiben Nr. 17 der EStV vom 03.10.2007) oder die Errichtung mehrerer Konti S�ule 3a, die zu unterschiedlichen Zeitpunkten aufgel�st werden k�nnen. Und: Ehegatten sollten die ihnen zustehenden Vorsorgeleistungen aus dem gleichen Grund in unterschiedlichen Jahren beziehen. Achtung: In einzelnen Kantonen werden zur Satzbestimmung die Vorsorgeleistungen mehrerer Jahre zusammengerechnet. Auskunft gibt im Einzelfall die kantonale Steuerverwaltung.
spart man indem Eink�ufe in die zweite S�ule gestaffelt werden! (nach
mit zunehmendem Einkommen die Steuerbelastung �berproportional steigt, lohnt es
sich, steuerlich abziehbaren Aufwand �ber mehrere Jahre zu verteilen. So kann
die Spitze der Progression gebrochen werden und die durch den Abzug m�gliche
Steuerersparnis wird maximiert. Generell gilt: Je h�her der abziehbare Aufwand,
umso mehr lohnt sich eine Verteilung �ber die Jahre.
Ist beispielsweise ein Einkauf von CHF 50'000 in die zweite S�ule zul�ssig, so ist die Steuerersparnis insgesamt gr�sser, wenn anstelle eines einmaligen Einkaufs von CHF 50'000 w�hrend f�nf Jahren je CHF 10'000 einbezahlt werden. Auf der Homepage der ESTV lassen sich
weitere Varianten rechnen.
spart man indem man z�gelt, doch wohin? (nach
Die Steuerbelastung ist von Kanton zu Kanton, von Gemeinde zu Gemeinde unterschiedlich hoch. �berraschend: Nicht immer ist der als steuerg�nstig bekannte Kanton
Zug erste Wahl. Bei ganz tiefen L�hnen kann auch mal der Kanton
Waadt oder ein anderer Kanton die Nase vorne haben (vgl.
Steuerbelastung in den Kantonshauptorten der EStV). Ein Wohnsitzwechsel kann sich �brigens auch Ende Jahr noch lohnen. Die Einkommens- und Verm�genssteuerpflicht besteht f�r
das ganze Jahr in demjenigen Kanton, in welchem sich der Wohnsitz am Ende des
Jahres befindet (Art. 68
Abs. 1 StHG). Ausnahme: Kapitalleistungen aus Vorsorge sind in demjenigen
Kanton zu versteuern, in welchem sich der Wohnsitz im Zeitpunkt der F�lligkeit
der Vorsorgeleistung befindet (Art.
68 Abs. 1 StHG). 19. Steuern
spart man durch Fremdfinanzierung einer r�ckkaufsf�higen Kapitalversicherung! (nach
Versicherungspr�mien steuerlich nur in begrenztem Umfang abziehbar sind, lohnt
es sich unter Umst�nden, anstelle einer pr�mienfinanzierten Lebensversicherung
eine Einmalpr�mienversicherung abzuschliessen und die Einmalpr�mie durch
Aufnahme eines Darlehens zu finanzieren. Im Gegensatz zu den Versicherungspr�mien
sind die Schuldzinsen vollumf�nglich abziehbar, sofern sie nicht "CHF
50'000 zuz�glich H�he der Bruttoverm�gensertr�ge" �bersteigen (Art.
9 Abs. 2 Bst. a StHG und Art.
33 Abs. 1 Bst. a DBG). Achtung:
Einige Kantone pr�fen, ob das Darlehen auch anders als durch Verpf�ndung der
Versicherungspolice sichergestellt werden k�nnte. Ist das nicht der Fall, wird
eine Steuerumgehung angenommen und der Schuldzinsenabzug wird verweigert.
Sinnvoll ist deshalb eine vorg�ngige Konsultation der kantonalen Steuerverwaltung. Die Voraussetzungen f�r die Steuerfreiheit einer Einmalpr�mienversicherung
sind im Steuertipp Nr. 11 dargestellt.
spart man indem die Hypothek indirekt amortisiert wird! (nach
zur Pensionierung sollte die Hypothek auf dem Wohneigentum in der Regel bis auf
65 Prozent des Kaufpreises reduziert werden. Bei der klassischen Amortisation
wird die Hypothekarschuld deshalb Jahr f�r Jahr entsprechend reduziert.
Nachteile: Die steuerlichen Abz�ge f�r Schulden und Schuldzinsen vermindern
sich. Die Amortisation der Hypothekarschuld ist steuerlich nicht abziehbar.
der indirekten Amortisation bleibt die Hypothek bis zur Pensionierung unver�ndert.
Die "Amortisationszahlungen" erfolgen n�mlich vorerst auf eine Konto
der S�ule 3a, wobei das Guthaben als Sicherheit f�r die Bank dient. Vorteile:
Die H�he der steuerlich abziehbaren Schulden und Schuldzinsen bleibt unver�ndert.
Und: Anders als bei der klassischen Amortisation der Hypothek sind die
Einzahlungen in die S�ule 3a vollumf�nglich steuerlich abziehbar (vgl. Steuertipp
spart man mittels Vorbezug von Geldern f�r die Wohneigentumsf�rderung! (nach
Wohneigentumsf�rderungsgesetz erlaubt den vorzeitigen Kapitalbezug aus der
Pensionskasse, wenn die Gelder f�r den Erwerb von selbst bewohntem Wohneigentum
eingesetzt werden. Zul�ssig ist aber auch eine Amortisation der auf dem
Eigenheim lastenden Hypothek (Art.
1 WEFV). Ein
Vorbezug zum Zwecke der Amortisation der Hypothek ist einerseits unter dem
Aspekt der Progression beim Bezug der Vorsorgeleistungen sinnvoll (vgl. Steuertipp
Nr. 16). Andererseits kann die Hypothek in einem sp�teren Zeitpunkt auch wieder erh�ht werden ohne dass eine Pflicht zur R�ckerstattung des Vorbezugs besteht.
Ausf�hrliche Informationen hierzu gibt's im
Kreisschreiben Nr. 17 der EStV vom 03.10.2007.
spart man mit Gewissenhaftigkeit! (nach oben)
der Praxis lassen sich die allermeisten hier erw�hnten Steuersparm�glichkeiten
nur nutzen, wenn die entsprechenden Ausgaben, Investition etc. belegt werden k�nnen.
Deshalb ist das Sammeln der hierf�r notwendigen Belege und Quittungen �usserst
wichtig (vgl. Liste der
wichtigsten Belege). Gewissenhaftigkeit ist ein weiteres Mal gefordert, wenn
es darum geht, s�mtliche kantonal m�glichen Abz�ge tats�chlich zu
beanspruchen. Die Voraussetzungen zu den wichtigsten Abz�gen
(Zweiverdienerabzug, Spendenabzug, Versicherungsabzug, Abz�ge f�r bescheidene
Einkommen usw.) sind in den Steuerm�ppchen
der ESTV umschrieben. Ist
die Steuererkl�rung fristgerecht und sauber abgeliefert (schafft Goodwill!) ist
Gewissenhaftigkeit ein letztes Mal gefordert bei der Kontrolle der definitiven
Veranlagung. Wer hier noch Fehler findet - sei es solche der Beh�rden oder
eigene Fehler beim Ausf�llen der Steuererkl�rung - kann innert 30 Tagen seit Zustellung der Verf�gung Einsprache erheben.
Die Einsprache ist in allen F�llen gratis. Die Frist von 30 Tagen ist aber
unter allen Umst�nden zu beachten!
spart man durch Kombination verschiedener "Muster"! (nach
hier vorgestellten Tipps beruhen alle auf einigen wenigen "Mustern".
Meist geht es darum, durch eine geschickte Vorgehensweise w�hrend des Jahres
Anwendung zu bringen. Eine
geschickte Steuerplanung zeichnet sich letztlich durch eine sinnvoll kombinierte
Anwendung all dieser Muster aus. Dabei ergeben sich die meisten Steuersparm�glichkeiten
typischerweise bei Personen mit Liegenschaften, gr�sseren Verm�gen und bei
solchen, die wenige Jahre vor der Pensionierung stehen. Hier lohnt sich deshalb
in der Regel der Beizug eines Steuerberaters.
Gegen das Sparen von Steuern durch eine geschickte Vorgehensweise ist nichts einzuwenden. Problematisch ist eine bestimmtes Vorgehen erst dann, wenn das Vorgehen absonderlich erscheint und einzig mit der Absicht der Steuerersparnis begr�ndet werden kann. Das ist zwar ebenfalls nicht verboten, wird von den Steuerbeh�rden aber als Steuerumgehung betrachtet. Wird ein solches Vorgehen bemerkt, werden die steuerlichen Vorteile verweigert. Wenn bei einer bestimmten Vorgehensweise Zweifel bestehen, lohnt sich eine vorg�ngige Anfrage bei der zust�ndigen
24. Steuern
spart man durch regelm�ssige Information! (nach
schweizerische Steuerrecht ist in Bewegung! Zur Zeit sind viele Reformvorhaben in Arbeit und auch das Bundesgericht pr�zisiert und entwickelt die geltende
Rechtsordnung st�ndig weiter (vgl. Liste
der neuesten Bundesgerichtsentscheide). Wer
k�nftige Entwicklungen rechtzeitig in seine Steuerplanung einbeziehen will, ist
auf aktuelle Informationen angewiesen. Die steuerrechtlichen Informationen im
Internet werden via Swiss-Tax auf einfache und �bersichtliche Weise zug�nglich

References: BGE 
 Art. 34

Art. 25
 Art.
7
 Art.
7
 Art.
7
 Art. 9
 Art.
33