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Timestamp: 2016-10-24 05:25:43+00:00

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133 II 29226. Auszug aus dem Urteil der I. �ffentlich-rechtlichen Abteilung i.S. Einwohnergemeinde W�renlos gegen Erbengemeinschaft A. und Mitb., Ehepaar D. gegen Einwohnergemeinde W�renlos sowie beide gegen Verwaltungsgericht des Kantons Aargau (Verwaltungsgerichtsbeschwerde)
Art. 15, 19 et 23 LPE; art. 40 al. 3 OPB; protection contre le bruit; exploitation d'une installation sportive. Lors de l'�valuation des �missions de bruit, il y a lieu de prendre en consid�ration tous les bruits occasionn�s par une utilisation conforme � la destination de l'installation (consid. 3.1). Crit�res pour l'appr�ciation du bruit �manant d'une installation sportive, vu l'inexistence de valeurs limites (confirmation de la jurisprudence; consid. 3.3). Evaluation du niveau de bruit par l'OFEV � l'aide de l'ordonnance allemande de protection contre le bruit des installations sportives (18. Verordnung zur Durchf�hrung des Bundes-Immissionsschutzgesetzes vom 18. Juli 1991 [18e BImSchV]) (consid. 3.5). Diff�rences entre la 18e BImSchV et la r�glementation suisse (consid. 4.1 et 4.2). L'ordonnance peut faciliter la d�cision du juge, pour autant que ses crit�res soient compatibles avec le syst�me suisse de protection contre le bruit. L'OFEV a cherch� des parall�les et a mis en �vidence une voie possible (consid. 4.3). Au vu des discussions encore actuelles relatives aux horaires d'exploitation et aux diff�rentes mesures de protection contre le bruit propos�es, la conformit� du projet au droit f�d�ral ne peut pas �tre examin�e d�finitivement. Le Tribunal administratif devra indiquer dans son nouvel arr�t, si et dans quelle mesure, son appr�ciation se fonde sur la 18e BImSchV (consid. 4.4). Faits � partir de page 294
Vom 5. bis 26. November 2001 lag das Baugesuch der Einwohnergemeinde W�renlos f�r eine Sportanlage auf den Parzellen Nrn. 1630, 1629 und 3094 auf. Die geplante Anlage besteht aus einem Rasen- und einem Hartplatz, einer Laufbahn, einem Wegesystem, B�schungen mit Stehrampen, einer Wasserr�ckgewinnungsanlage, Parkpl�tzen und Werkleitungen. Gegen das Vorhaben erhob eine Vielzahl von Anwohnern Einsprache.
Mit Beschluss vom 11. M�rz 2002 erteilte der Gemeinderat W�renlos die Baubewilligung mit zahlreichen Nebenbestimmungen. Die Einsprachen wurden teilweise gutgeheissen. Einige Einsprecher erhoben dagegen Beschwerde ans Baudepartement des Kantons Aargau (heute Departement Bau, Verkehr und Umwelt) und verlangten die Aufhebung der Baubewilligung. Eventualiter forderten sie verschiedene Auflagen im Zusammenhang mit dem Betrieb des Sportplatzes und den zu erwartenden L�rmimmissionen. Zudem ersuchten sie um gewisse �nderungen des Projektes und des Verkehrskonzeptes.
Das Baudepartement hiess die Beschwerde am 25. Juni 2003 teilweise gut und verf�gte verschiedene Nebenbestimmungen zum Betrieb der Sportanlage, insbesondere zur Ben�tzung von Megaphonen, elektrischen Verst�rkern, zur Lautsprecheranlage etc. Im �brigen wies es die Beschwerde ab.
Gegen diesen Entscheid gelangten sowohl die Gemeinde W�renlos wie die beschwerdef�hrenden Anwohner ans Verwaltungsgericht des Kantons Aargau. Das Verwaltungsgericht beauftragte hierauf einen Experten der Eidgen�ssischen Materialpr�fungs- und Forschungsanstalt (EMPA) mit der Erstellung eines L�rmgutachtens. Zudem f�hrte es am 6. Juli 2004 einen Augenschein vor Ort durch. Nach Abschluss zweier Messkampagnen erstattete der Experte am 27. April 2005 seinen Bericht. Die beschwerdef�hrenden Anwohner reichten daraufhin eine "Plausibilit�tspr�fung" des L�rmgutachtens ein, welche in verschiedener Hinsicht Kritik am Expertenbericht �bte. Der Experte nahm dazu mit Schreiben vom 13. April 2006 Stellung.
In der Folge hiess das Verwaltungsgericht sowohl die Beschwerde der Gemeinde als auch diejenige der privaten Beschwerdef�hrer teilweise gut, hob verschiedene Ziffern des Entscheiddispositivs des Baudepartementes auf, formulierte sie zum Teil neu und wies die Beschwerden im �brigen ab.
Mit Eingabe vom 13. September 2006 erhob die Gemeinde W�renlos (Beschwerdeverfahren 1A.195/2006) BGE 133 II 292 S. 295Verwaltungsgerichtsbeschwerde beim Bundesgericht gegen das vorinstanzliche Urteil vom 23. Mai 2006. Sie beantragte in erster Linie eine Ab�nderung des Entscheiddispositivs in dem Sinne, dass die Heimspiele (insbesondere Meisterschafts- und Cupspiele) der W�renloser Sportvereine ausserhalb der Ben�tzungszeiten auch am Samstag bis 22.00 Uhr zuzulassen seien. Zugleich forderte sie l�ngere Ben�tzungszeiten der Sportpl�tze. Die vom Verwaltungsgericht auf 21.00 Uhr terminierte Zeitschaltuhr wollte die Gemeinde erst um 22.00 Uhr automatisch ausschalten lassen, w�hrend die Bestimmung �ber die bewilligten Grossanl�sse gem�ss Antrag der Gemeinde gestrichen oder eventualiter umformuliert werden sollte. Weiter wollte die Gemeinde vereinzelte, j�hrlich nicht wiederkehrende, sport- oder nicht sportbezogene Grossanl�sse als bewilligt erkl�ren lassen.
Am 14. September 2006 erhob auch das Ehepaar D. (private Beschwerdef�hrer, Beschwerdeverfahren 1A.201/2006, Eigent�mer der Parzelle Nr. 4060) Verwaltungsgerichtsbeschwerde. Die Ehegatten beantragten, sowohl das vorinstanzliche Urteil vom 23. Mai 2006 als auch den Entscheid des Baudepartementes vom 25. Juni 2004 und die Baubewilligung des Gemeinderates W�renlos vom 11. M�rz 2002 aufzuheben. Eventualiter sei das Urteil des Verwaltungsgerichts dahingehend zu erg�nzen, dass Wettk�mpfe auf der Sportanlage L�ndli verboten werden, zumindest soweit sie zur �berschreitung der Immissionsrichtwerte nach der deutschen Sportanlageverordnung beitragen. Subeventualiter sei das Verfahren zur neuen Beurteilung an das Verwaltungsgericht zur�ckzuweisen.
Das Bundesgericht heisst die Beschwerde der Gemeinde W�renlos gut und hebt das Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Aargau vom 23. Mai 2006 auf. Die Angelegenheit wird zu neuem Entscheid im Sinne der Erw�gungen an das Verwaltungsgericht des Kantons Aargau zur�ckgewiesen. Die Beschwerde der privaten Beschwerdef�hrer weist das Bundesgericht ab, soweit es darauf eintritt.
3. 3.1 Die L�rmschutzverordnung vom 15. Dezember 1986 (LSV; SR 814.41) soll die Bev�lkerung vor sch�dlichem und l�stigem L�rm sch�tzen, der beim Betrieb neuer und bestehender Anlagen nach Art. 7 USG (SR 814.01) erzeugt wird (Art. 1 Abs. 1 und Abs. 2 lit. a LSV). Von diesem Schutzzweck her erscheint es angemessen, alle BGE 133 II 292 S. 296einem Betrieb zurechenbaren L�rmemissionen in die Betrachtung miteinzubeziehen, d.h. alle Ger�usche, die durch die bestimmungsgem�sse Nutzung der Anlage verursacht werden (BGE 123 II 74 E. 3b S. 79), unabh�ngig davon, ob sie innerhalb oder ausserhalb des Geb�udes bzw. des Betriebsareals verursacht werden (BGE 123 II 325 E. 4a/bb S. 328 mit zahlreichen Hinweisen). �ber den technischen Eigenl�rm hinaus ist einer Sportanlage also derjenige L�rm zuzurechnen, der von ihren Ben�tzern bei bestimmungsgem�sser Nutzung innerhalb und ausserhalb der Anlage erzeugt wird. Dazu geh�rt der bei der Sportaus�bung selber erzeugte L�rm. Auch der Schall von Lautsprecheranlagen und �hnlichen Einrichtungen ist zum Betriebsl�rm zu rechnen, genauso wie der von Trainern, Sportlern und Zuschauern durch Rufe, Schreie und Pfiffe etc. verursachte L�rm (siehe zum Ganzen THOMAS WIDMER DREIFUSS, Planung und Realisierung von Sportanlagen: raumplanerische, baurechtliche und umweltrechtliche Aspekte beim Bau und der Sanierung von Sportanlagen, Diss. Z�rich 2002, S. 326 ff.).
3.2 Die LSV enth�lt jedoch nicht f�r alle L�rmarten Belastungsgrenzwerte. Solche fehlen insbesondere f�r so genannten "untechnischen" Alltagsl�rm, wie er Sportanlagen immanent ist (WIDMER DREIFUSS, a.a.O., S. 332). W�hrend der Schall als physikalische Gr�sse exakt messbar ist, ist dessen unerw�nschte Auswirkung - der L�rm - nicht messbar, sondern wird nach den Reaktionen der Betroffenen beurteilt. F�r einige h�ufige, oft als besonders st�rend empfundene Schall- bzw. L�rmquellen (Strassenverkehr, Regionalflugh�fen und Flugfelder, Industrie- und Gewerbebetriebe, Schiessanlagen) hat der Bundesrat gest�tzt auf Art. 13 Abs. 1 USG in den Anh�ngen 3 bis 7 der LSV mit den Belastungsgrenzwerten (Planungs-, Immissionsgrenz- und Alarmwerte; Art. 2 Abs. 5 LSV) objektive Beurteilungskriterien aufgestellt, die auf die durchschnittliche Reaktion normal l�rmempfindlicher Personen abgest�tzt sind (Urteil 1A.282/1993 vom 1. Dezember 1994, E. 3b, publ. in: URP 1995 S. 31 ff.).
3.3 Fehlen Belastungsgrenzwerte, so beurteilt die Vollzugsbeh�rde die L�rmimmissionen nach Art. 15 USG, unter Ber�cksichtigung der Art. 19 und 23 USG (Art. 40 Abs. 3 LSV; BGE 126 II 300 E. 4c/aa S. 307; BGE 123 II 74 E. 4a und b S. 82 f.; BGE 118 Ib 590 E. 3b S. 596). Nach Art. 15 USG sind die Immissionsgrenzwerte f�r L�rm so festzulegen, dass nach dem Stand der Wissenschaft oder der Erfahrung Immissionen unterhalb dieser Werte die Bev�lkerung in ihrem BGE 133 II 292 S. 297Wohlbefinden nicht erheblich st�ren. Im Rahmen dieser Einzelfallbeurteilung sind der Charakter des L�rms, Zeitpunkt und H�ufigkeit seines Auftretens sowie die L�rmempfindlichkeit bzw. L�rmvorbelastung zu ber�cksichtigen (BGE 123 II 74 E. 5a S. 86, BGE 123 II 325 E. 4d/bb S. 335; BGE 118 Ib 590 E. 4a S. 598). Dabei ist nicht auf das subjektive L�rmempfinden einzelner Personen abzustellen, sondern eine objektivierte Betrachtung unter Ber�cksichtigung von Personen mit erh�hter Empfindlichkeit (Art. 13 Abs. 2 USG) vorzunehmen (BGE 126 II 366 E. 2c S. 368, BGE 123 II 300 E. 4c/aa S. 307; BGE 123 II 74 E. 5a S. 86, BGE 123 II 325 E. 4d/bb S. 334; Urteil des Bundesgerichts 1A.282/1993 vom 1. Dezember 1994, E. 4c, publ. in: URP 1995 S. 31). Unter Umst�nden k�nnen fachlich gen�gend abgest�tzte ausl�ndische bzw. private Richtlinien eine Entscheidungshilfe bieten, sofern die Kriterien, auf welchen diese Unterlagen beruhen, mit denjenigen des schweizerischen L�rmschutzrechtes vereinbar sind. Als grunds�tzlich problematisch muss hingegen die "sinngem�sse" Anwendung von Grenzwerten, namentlich der Grenzwerte f�r Industrie- und Gewerbel�rm, beurteilt werden. Belastungsgrenzwerte setzen typisierbare Situationen voraus, die sich auf einfache Weise durch akustische Beschreibungsgr�ssen zuverl�ssig erfassen lassen (BGE 123 II 325 E. 4d/bb S. 334 mit Hinweisen).
F�r die Beurteilung von Sportl�rm bietet sich insbesondere die deutsche Sportanlagenl�rmschutzverordnung (Achtzehnte Verordnung zur Durchf�hrung des Bundes-Immissionsschutzgesetzes vom 18. Juli 1991 [18. BImSchV]) an, deren Regelungen diejenigen des deutschen Bundesimmissionsschutzgesetzes erg�nzen und den besonderen Charakteristiken von Sportger�uschen speziell Rechnung tragen (WIDMER DREIFUSS, a.a.O., S. 335; CHRISTOPH Z�CH/ROBERT WOLF, Kommentar USG, N. 44 zu Art. 15 USG). Der deutsche Verordnungsgeber hat den Sportl�rm in seiner Gesamtheit ber�cksichtigt und an den bestimmungsgem�ss ermittelten L�rmbeurteilungspegeln Korrektive in Form von Zuschl�gen angebracht (siehe dazu Ziff. 1.3.2.3 und 2.4 des Anhangs zur BImSchV).
3.4 Der vom Verwaltungsgericht beauftragte Experte hat denn bei seiner Beurteilung auch die 18. BImSchV ber�cksichtigt. Die Vorinstanz stimmt dem Experten darin zu, dass die deutsche Verordnung die Anforderungen an eine geeignete, den Stand der Technik wiedergebende Beurteilungsgrundlage eher erf�lle als der Anhang 6 der LSV. BGE 133 II 292 S. 298
3.5 Das Bundesamt f�r Umwelt (BAFU) h�lt dazu in seiner Stellungnahme fest, die Systematik der 18. BImSchV unterscheide sich von der in der LSV �blicherweise verwendeten Systematik, welche auf jahresdurchschnittliche Beurteilungspegel abstellt, wohingegen sich die deutschen Beurteilungspegel auf sehr kleine Mittelungszeiten beziehen. Zusammen mit den ebenfalls strengen Richtwerten - insbesondere innerhalb der festgelegten Ruhezeiten - w�rden die Anwohner gest�tzt auf die deutsche Verordnung einen erheblichen Schutzanspruch erhalten, welcher deutlich �ber dem sonst �blichen Schutzanspruch vor L�rm in Deutschland liege. Demgegen�ber w�rden den Anwohnern auch Lasten auferlegt: Es gibt eine Regelung f�r seltene Ereignisse, bei denen die Immissionsrichtwerte um nicht mehr als 10 dB �berschritten werden bzw. keinesfalls gewisse H�chstwerte erreichen d�rfen. Solche seltenen Ereignisse werden auf 18 Kalendertage pro Jahr beschr�nkt (siehe Ziff. 1.5 des Anhangs der 18. BImSchV). Die jeweilige Ermittlungsmethode und die Belastungsgrenz- bzw. Richtwerte h�ngen gem�ss Ausf�hrungen des BAFU aufgrund ihres Zweckes und der gemeinsamen Erarbeitung eng miteinander zusammen, weshalb das Bundesamt die Anwendung der Verordnung nur als "ganzes Paket" empfiehlt, also sowohl hinsichtlich der L�rmermittlung wie auch in Bezug auf die Anwendung der Richtwerte. Das BAFU weist indes darauf hin, dass seines Erachtens die Immissionsrichtwerte der 18. BImSchV Richtwerte darstellen und keine Belastungsgrenzwerte. Der deutsche Verordnungsgeber �berlasse den Vollzugsbeh�rden somit einen Ermessensspielraum. Dieser k�nne u.a. dazu genutzt werden, die Vorbelastung eines Wohngebietes zu ber�cksichtigen, was in der Schweiz durch die Zuordnung der L�rm-Empfindlichkeitsstufen (ES) geschehe. Weiter g�lten die Immissionsrichtwerte gem�ss � 1 Abs. 1 der 18. BImSchV f�r die Errichtung und den Betrieb von neuen Anlagen. F�r Betriebe, welche vor Inkrafttreten der Verordnung baurechtlich genehmigt resp. bereits errichtet waren, g�lten gem�ss � 5 Abs. 4 der 18. BImSchV erh�hte Immissionsrichtwerte. Diese erh�hten Richtwerte entspr�chen in ihrer Funktion den Immissionsgrenzwerten nach schweizerischem System, wohingegen die deutschen Immissionsrichtwerte ihrer Funktion nach den schweizerischen Planungswerten gleichzusetzen seien.
3.5.1 Sodann kenne die 18. BImSchV mehr Empfindlichkeitsstufen als das schweizerische Recht. Das BAFU macht darauf aufmerksam, dass bei der �bertragung auf hiesige Verh�ltnisse deshalb nicht BGE 133 II 292 S. 299nur auf die Beschreibung der Nutzung in den Wohngebieten abzustellen sei. Vielmehr sei sowohl die Praxis bei der Ausscheidung bzw. Bezeichnung solcher Gebiete in Deutschland als auch diejenige bei der schweizerischen ES-Zuordnung zu beachten. Gest�tzt auf diese �berlegungen empfiehlt das BAFU, die Werte f�r die allgemeinen Wohngebiete und Kleinsiedlungsgebiete (� 2 Abs. 2 Ziff. 3 der 18. BImSchV) als massgebende Richtwerte f�r die ES II anzuwenden. Die Werte f�r die reinen Wohngebiete in Deutschland (� 2 Abs. 2 Ziff. 4 der 18. BImSchV) m�ssten als Zwischenstufe zwischen der ES I und II betrachtet werden. Das BAFU erstellt dazu ein Beurteilungsschema und leitet in Anlehnung an die 18. BImSchV Richtwerte ab, welche in ihrer Funktion den schweizerischen Planungs- und Immissionsgrenzwerten entsprechen sollen.
3.5.2 Auf diese Grundlagen abstellend, kommt das BAFU zum Schluss, das L�rmgutachten der EMPA vom 27. April 2005 und die Erg�nzungen vom 13. April 2006 w�rden den Anforderungen der 18. BImSchV nicht gerecht; sie seien f�r die Beurteilung des Projekts unvollst�ndig. Demgegen�ber entspreche das von den privaten Beschwerdef�hrern beim L�rmkontor in Hamburg neu in Auftrag gegebene Gutachten der deutschen Verordnung und lasse eine st�rungsgerechte Beurteilung der Situation im Prinzip zu. Die Quellenwerte, welche der L�rmkontor seinen Berechnungen zu Grunde gelegt habe, k�nnten im vorliegenden Fall als gute Ausgangswerte bezeichnet werden. Hinsichtlich der Beurteilung kurzzeitiger Ger�uschspitzen k�nne zudem auf die Messungen der EMPA abgestellt werden. Das BAFU zieht darum f�r seine Beurteilung beide Gutachten bei, was ihm seines Erachtens eine st�rungsgerechte Beurteilung der L�rmsituation erlaubt. Nach seinen neuen Berechnungen w�ren folgende Ben�tzungszeiten der Anlage "L�ndli" m�glich:
- Montag-Freitag von 6.00-8.00 Uhr (morgendliche Ruhezeit): Schulsport ist m�glich.
- Montag-Freitag von 8.00-20.00 Uhr: jeglicher Trainingsbetrieb, Ligaspiele ohne Zuschauerrampe sowie Turntraining mit Musik sind BGE 133 II 292 S. 300 m�glich. Eine Mittagspause muss nicht eingelegt werden.
- Montag-Freitag von 20.00-22.00 Uhr: jeglicher Trainingsbetrieb, Ligaspiele ohne Zuschauerrampe sowie Turntraining mit Musik sind m�glich.
- Samstag von 8.00 Uhr bis 20.00 Uhr: jeglicher Trainingsbetrieb, zwei Ligaspiele mit Zuschauerrampe sowie Turntraining mit Musik sind m�glich. Der Einsatz der mobilen Beschallungsanlage mit plombierter Pegelbegrenzung ist ebenfalls m�glich. Eine Mittagspause muss nicht eingelegt werden.
- Samstag von 20.00-22.00 Uhr: jeglicher Trainingsbetrieb, Ligaspiele ohne Zuschauerrampe sowie Turntraining mit Musik sind m�glich.
- Sonntag: Eine Nutzung ist grunds�tzlich nicht ausgeschlossen, m�sste sich jedoch auf maximal vier Stunden beschr�nken.
Zus�tzlich h�lt das BAFU fest, kurzzeitige Ger�uschspitzen w�hrend dieses Betriebs w�rden gem�ss der Messungen der EMPA die einzuhaltenden Immissionsgrenzwerte nicht �berschreiten. Als so genannte "seltene Ereignisse" k�nnten insgesamt an 18 Kalendertagen sportliche oder nicht sportliche Grossanl�sse (z.B. auch weitere Ligaspiele mit Zuschauerrampe) unter Einhaltung der speziell daf�r vorgesehenen Immissionsgrenzwerte stattfinden.
Die Berechnungen des BAFU lassen demzufolge einerseits eine grossz�gigere Nutzung der Anlage zu als die vom Verwaltungsgericht errechnete. Andererseits l�sst das BAFU unter der Woche und samstags von 20.00-22.00 Uhr bei Ligaspielen keine Zuschauerrampe zu. Nach Auffassung des BAFU kommt Art. 11 Abs. 3 USG (die versch�rfte Emissionsbegrenzung) als Grundlage f�r die vom Verwaltungsgericht verf�gten Einschr�nkungen nicht in Frage. Indessen seien strengere Betriebszeiten im Rahmen des Vorsorgeprinzips gest�tzt auf Art. 11 Abs. 2 USG i.V.m. Art. 8 Abs. 1 LSV allenfalls zu rechtfertigen. Da eine Pr�fung unter diesem Aspekt bis anhin nicht stattgefunden hat, l�sst das BAFU diese Frage offen.
3.6 Die Gemeinde wendet sich grunds�tzlich gegen die Anwendung der 18. BImSchV. Es sei nicht ang�ngig, die Systematik der deutschen Verordnung derjenigen des schweizerischen Rechts anzugleichen. Insbesondere kenne das USG weder spezielle Ruhezeiten noch Spezialwerte f�r Sonn- und Feiertage. Sodann stellt sie Detailfragen zu der vom BAFU vorgeschlagenen Nutzungsregelung.
3.7 Die privaten Beschwerdef�hrer qualifizieren das Vorhaben als Neuanlage. Zudem erachten sie die Auslegung der 18. BImSchV durch das BAFU in verschiedener Hinsicht als fehlerhaft.
3.8 Nachfolgend ist zu pr�fen, ob das vom BAFU vorgeschlagene Vorgehen zur Kl�rung der L�rmsituation sachgerecht und rechtm�ssig ist und welche Konsequenzen sich gegebenenfalls daraus ergeben. BGE 133 II 292 S. 301
4. 4.1 Die 18. BImSchV stellt zum Schutz der Allgemeinheit und der Nachbarschaft vor sch�dlichen Umwelteinwirkungen Anforderungen an die Errichtung und den Betrieb (immissionsschutzrechtlich) nicht genehmigungsbed�rftiger Sportanlagen. Zu diesem Zweck konkretisieren die Richtwerte verbindlich die Zumutbarkeit (so das deutsche Bundesverwaltungsgericht [BVwGer] in der Neuen Zeitschrift f�r Verwaltungsrecht [NVwZ] 2000 S. 1050, 1051; BVerwG, NVwZ 1995 S. 993; NVwZ 2000 S. 550). Umstritten ist, ob die Richtwerte zugleich eine absolute Zumutbarkeitsschwelle markieren, die unter keinen Umst�nden unterschritten werden darf (GERD KETTELER, Die Sportanlagenl�rmschutzverordnung in Rechtsprechung und beh�rdlicher Praxis, NVwZ 2002 S. 1072 mit Hinweisen). Die von den privaten Beschwerdef�hrern ger�gte Feststellung des Bundesamtes, wonach der deutsche Gesetzgeber den Vollzugsbeh�rden bei der Anwendung der Richtwerte einen Ermessensspielraum zugestehe, ist nicht entscheidrelevant; das BAFU hat die vorgegebenen Richtwerte bei seiner Beurteilung des Sportl�rms herangezogen, was grunds�tzlich nicht zu beanstanden ist.
4.2 Weiter erscheint die Interpretation von � 5 Abs. 4 der 18. BImSchV, wie sie das BAFU vorgenommen hat, missverst�ndlich. Gem�ss der zitierten Norm soll die zust�ndige Beh�rde bei Sportanlagen, die vor Inkrafttreten dieser Verordnung baurechtlich genehmigt oder - soweit eine Baugenehmigung nicht erforderlich war - errichtet waren, von einer Festsetzung von Betriebszeiten absehen, wenn die Immissionsrichtwerte an den in � 2 Abs. 2 genannten Immissionsorten jeweils um weniger als 5 dB(A) �berschritten werden; dies gilt nicht an den in � 2 Abs. 2 Nr. 5 genannten Immissionsorten. Indes bedeutet dies nichts anderes, als dass bei einer L�rm�berschreitung von mehr als 5 dB(A) Betriebszeiten festgelegt werden sollen, welche den Immissionen Rechnung tragen. Gem�ss deutscher Praxis bezieht sich die Privilegierung von Altanlagen nur auf die Festsetzung von Betriebszeiten und beinhaltet keine generelle Erh�hung der Richtwerte, so dass alle anderen (technischen, baulichen, organisatorischen) Massnahmen, die der Einhaltung der Immissionsrichtwerte dienen, angeordnet werden k�nnen (KETTELER, a.a.O., S. 1074 mit Hinweisen). Grunds�tzlich gelten demnach im deutschen Recht bei Altanlagen dieselben Richtwerte wie bei neu erstellten Anlagen. Die Feststellung des BAFU ist dennoch nicht schlechthin falsch, wenn es davon ausgeht, bei Altanlagen g�lten um BGE 133 II 292 S. 3025 dB(A) erh�hte Richtwerte. Altanlagen werden gegen�ber neuen Anlagen immerhin in gewissem Umfang privilegiert. Zumindest eine �hnlichkeit zwischen den schweizerischen Planungs- und Immissionsgrenzwerten einerseits und den Richtwerten f�r Neuanlagen und den erh�hten Richtwerten, welche bei Altanlagen zur Festlegung von Betriebszeiten f�hren, andererseits, ist damit nicht von der Hand zu weisen. Im Sinne des Ermessens, welches dem Richter bei der l�rmrechtlichen Beurteilung aufgrund von Art. 15 USG mangels vorgegebener Belastungsgrenzwerte zukommt, scheint das Vorgehen des BAFU nicht bundesrechtswidrig, sondern nachvollziehbar.
4.3 Die Verordnung kann dem Richter als Entscheidhilfe dienen, soweit deren Kriterien mit dem schweizerischen L�rmschutzsystem vereinbar sind. Zu beachten ist dabei konkret, dass das deutsche Recht die St�rwirkung von an sich nicht messbaren Faktoren mit einem Korrekturzuschlag von einer bestimmten Anzahl dB(A) auf die technisch ermittelten Werte erfasst. WIDMER DREIFUSS weist denn auch darauf hin, dass das deutsche System die Gefahr bergen k�nnte, Sportger�usche zu starr zu beurteilen (WIDMER DREIFUSS, a.a.O., S. 352). Hinzu kommt, dass die 18. BImSchV Ruhezeiten kennt (an Werktagen morgens von 6.00-8.00 Uhr und abends von 20.00-22.00 Uhr; an Sonn- und Feiertagen von 7.00-9.00 Uhr, von 13.00-15.00 Uhr und von 20.00-22.00 Uhr; � 2 Abs. 5 der 18. BImSchV), welche dem schweizerischen System grunds�tzlich fremd sind. Indes regelt die LSV wie gesehen den Sportl�rm �berhaupt nicht, weshalb eine Anlehnung an die deutsche Regelung auch in diesem Bereich m�glich ist. Allenfalls lassen sich solche Einschr�nkungen unter dem Aspekt des Vorsorgeprinzips gem�ss Art. 11 Abs. 2 USG begr�nden.
Das BAFU hat nach Parallelen gesucht und einen gangbaren Weg aufgezeigt. Insbesondere scheint die von ihm vorgenommene tabellarische Umdeutung der deutschen L�rmzuteilung je nach besonderer Wohnsituation auf die schweizerischen Empfindlichkeitsstufen als praktikabel. Indes geht aus seiner Stellungnahme nicht mit hinreichender Deutlichkeit hervor, in welcher Hinsicht die L�rmmessungen des vom Gericht beauftragten Experten fehlerhaft sein sollen. Ebenso wenig zeigt das angefochtene Urteil auf, inwiefern die deutschen Richtwerte an die schweizerischen Planungs-, resp. Immissionsgrenzwerte angepasst wurden. Auch das Gutachten der EMPA hilft nicht weiter, wenn dort festgestellt wird, die Richtwerte BGE 133 II 292 S. 303k�nnten im Sinne von schweizerischen Immissionsgrenzwerten interpretiert werden. Hinzu kommt, dass das zweite Gutachten des L�rmkontors, auf welches das BAFU sich massgeblich abgest�tzt hat, erst im bundesgerichtlichen Verfahren eingereicht wurde, dem Verwaltungsgericht mithin noch nicht zur Verf�gung stand.
4.4 Insgesamt l�sst sich die Bundesrechtskonformit�t des umstrittenen Projekts aufgrund der heute zur Diskussion stehenden Betriebszeiten und verschiedenen vorgeschlagenen L�rmschutzmassnahmen nicht abschliessend beurteilen. Es ist nicht Aufgabe des Bundesgerichts, dies als erste und einzige Instanz zu tun, weshalb dem detaillierten Antrag der Gemeinde in dieser Form nicht Folge gegeben werden kann. Die Berechnungen des BAFU legen indes nahe, dass die vom Verwaltungsgericht festgelegten Benutzungszeiten zu restriktiv sind, weshalb die Gemeinde mit ihrem Hauptanliegen sinngem�ss obsiegt. In Gutheissung ihrer Beschwerde und in Aufhebung des angefochtenen Entscheids hat das Verwaltungsgericht das Projekt im Sinne der Erw�gungen nochmals zu beurteilen. Es wird aufgrund der Ausf�hrungen des BAFU zu pr�fen haben, ob es das zweite Gutachten des L�rmkontors zu Rate ziehen oder ein zus�tzliches Gutachten einholen will; desgleichen hat es darzulegen, ob und inwiefern es bei seiner Beurteilung auf die 18. BImSchV abstellt. Legt es seinen Betriebsvorschriften und den von ihm verh�ngten baulichen Massnahmen die eigene Erfahrung zugrunde, hat es darzulegen, von welchen �berlegungen es sich leiten liess und inwiefern es allenfalls zus�tzlich dem Vorsorgegedanken Rechnung getragen hat.
Die privaten Beschwerdef�hrer dringen demgegen�ber mit ihren Anliegen nicht durch, auch wenn sie in ihrem Subeventualantrag um R�ckweisung an das Verwaltungsgericht ersuchen. Sie bezwecken damit strengere Vorgaben, welche aufgrund der Berechnungen des BAFU und der gesamten Interessenabw�gung nicht zu erwarten sind.
126 II 300 suite... ,
126 II 366,
123 II 300
Art. 15, 19 et 23 LPE,
art. 40 al. 3 OPB,
Art. 11 Abs. 2 USG suite... ,

References: Art. 15
 art. 40
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 Art. 7
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 Art. 13
 Art. 2
 Art. 15
 Art. 19
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 Art. 15
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 Art. 15
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 Art. 11
 Art. 11
 Art. 8
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 Art. 15
 Art. 11
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Art. 15

art. 40

Art. 11