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Timestamp: 2020-06-06 17:21:01+00:00

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Amtsblatt Kontrollrat (ABlKR) Deutschland 1946, S. 90/1; Amtsblatt des Kontrollrats (ABlKR) in Deutschland 1946, Seite 90/1 (ABlKR Dtl. 1946, S. 90/1)
Amtsblatt des Kontrollrats in Deutschland 1946, Seite 90/1
Amtsblatt des Kontrollrats (ABlKR) in Deutschland 1946, Seite 90/1 (ABlKR Dtl. 1946, S. 90/1); ﻿2. Die Verwandten haften auch, wenn die Rechtsverfolgung gegen den unterhaltspflichtigen Ehegatten im Inland ausgeschlossen oder erheblich erschwert ist. In diesem Falle geht der Anspruch’ gegen den Ehegatten auf den Verwandten über, deü den Unterhalt gewährt hat. Der Übergang kann nicht zum Nachteil des Unterhaltsberechtigten geltend gemacht werden. § 64 Für die Vergangenheit kann der Berechtigte Erfüllung oder Schadenersatz wegen Nichterfüllung erst von der Zeit an fordern, in der der Unterhaltspflichtige in Verzug gekommen oder der Unterhaltsanspruch rechtshängig geworden ist, für eine länger als ein Jahr vor der Rechtshängigkeit liegende Zeit jedoch nur, soweit anzunehmen ist, daß der Verpflichtete sich der Leistung absichtlich entzogen hat. 4) Begrenzung und Wegfall des Unterhaltsanspruchs § 65 Selbstverschuldete Bedürftigkeit 1. Ein Unterhaltsberechtigter, der infolge sittlichen Verschuldens bedürftig ist, kann nur dei notdürftigen Unterhalt verlangen, 2. Ein Mehrbedarf, der durch grobes Verschulden des Berechtigten herbeigeführt ist, begründet keinen Anspruch auf erhöhten Untèrhalt. § 66 Verwirkung Der Berechtigte verwirkt den Unterhaltsanspruch, wenn er sich nach der Scheidung einer schweren Verfehlung gegen den Verpflichteten schuldig macht oder gegen dessen Willen einen ehrlosen oder unsittlichen Lebenswandel führt. * § 67 Wiederverheiratung des Berechtigten Die Unterhaltspflicht erlischt mit der Wiederver-heiratung des Berechtigten. § 68 Wiederverheiratung des Verpflichteten Bei Wiederverheiratung des Verpflichteten finden die Vorschriften des § 1604 des Bürgerlichen Gesetzbuchs über den Einfluß des Güterstandes auf die Unterhaltspflicht entsprechende Anwendung. § 69 Tod des Berechtigten 1. Der Unterhaltsanspruch erlischt mit dem Tode des Berechtigten. Nur soweit er auf Erfüllung oder Schadenersatz wegen Nichterfüllung für die Vergangenheit gerichtet ist oder sich auf Beträge bezieht, die beim Tode des Berechtigten fällig sind, bleibt er auch nachher bestehen. PO;
Verg., Schr., 1946, ABlKR Dtl., , Seite 90-1
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References: § 64
 § 65
 § 66
 § 67
 § 68
 § 1604
 § 69