Source: http://www.vaeternotruf.de/volljaehrigenadoption.htm
Timestamp: 2017-03-27 20:27:04+00:00

Document:
Erwachsenenadoption Bürgerliches Gesetzbuch (BGB)
http://www.gesetze-im-internet.de/bgb/__1772.html
30.07.2010 | Der praktische Fall
Die Volljährigenadoption wird häufig in Betracht gezogen, wenn eine betagte Person über Vermögen verfügt und dieses einem Erwachsenen zuwenden möchte, ohne mit diesem verwandt zu sein. Ziel ist, die ungünstige Erbschaftsteuerklasse III (§ 15 ErbStG) zu umgehen und einen hohen Erbschaftsteuerfreibetrag beanspruchen zu können.
Nun ist die Katze aus dem Sack, es geht - wie so oft im Kapitalismus - um Geld. War es in der DDR die SED-Führung, die angebetet werden sollte, sind es im Kapitalismus Steuersparmodelle, die höchstrichterlichen Beistand verdienen.
Amtsgericht Schwabach - 1F 897/14 - 29.07.2015: "... das Adoptionsverfahren ist beendet. ... und ... wurden mit Beschluss des Familiengerichts Schwabach vom 22.07.2015 rechtswirksam von ... mit den Wirkungen des §1772 BGB adoptiert." -
da soll einer mal sagen, nur in der DDR wurden Kinder ihren leiblichen Eltern wegadoptiert. Das geht auch prima in der Bundesrepublik Deutschland, sogar mit volljährigen Kindern, der seltsame § 1772 - vermutlich ein Relikt aus der Kaiserzeit - macht es möglich -
http://www.gesetze-im-internet.de/bgb/__1772.html Christine Wehrer (geb. zensiert
durch Anordnung des "Berliner Beauftragten für Datenschutz" 1964) - Richterin am Amtsgericht Schwabach (ab ,
..., 2004, ..., 2015) - im Handbuch der Justiz 2002 ab 01.10.1995 als Richterin am
Angaben im Handbuch der Justiz zum Antrittsdatum sind offenbar fehlerhaft. 2015: Familiengericht - Abteilung 1. 2012:
http://www.gesetze-im-internet.de/bgb/__1772.html Gereon Born (geb. zensiert
- Richter am Amtsgericht Rostock (ab 21.07.1994, ..., 2011) - 81 XVI 7/99 -
Beschluss vom 07.10.1999: "Die Antragstellerin sieht den Antragsteller als
ihren Vater an. ... Dem gegenüber bestehen keine überwiegenden Interessen des
Kindesvaters. ... Unter Abwägung der verschiedenen Interessen war daher die
Adoption auszusprechen." - Volljährigenadoption gegen den Willen des leiblichen
Vaters. Der Adoptivvater ist 23 Jahre älter als die leibliche Mutter des volljährigen
Kindes. Der leibliche Vater wird durch Richter Born mit Beschluss vom 07.10.1999
endgültig ausgemustert, die rechtliche Verwandtschaft zu seiner Tochter wird
von Richter Born annulliert - der deutsche Gesetzgeber ebnet dazu mittels §
1767 und §1772 den gefährlichen Irrweg. Auf Anfrage senden wir Ihnen den
anonymisierten Beschluss von Richter Born zu. 2009: Familiengericht? 2011: Präsidiumsmitglied
am Amtsgericht Rostock.
(1) Ein Volljähriger kann als Kind angenommen werden, wenn die Annahme
sittlich gerechtfertigt ist; dies ist insbesondere anzunehmen, wenn zwischen dem
Annehmenden und dem Anzunehmenden ein Eltern-Kind-Verhältnis bereits entstanden
(2) Für die Annahme Volljähriger gelten die Vorschriften über die Annahme
Minderjähriger sinngemäß, soweit sich aus den folgenden Vorschriften nichts
anderes ergibt. § 1757 Abs. 3 ist entsprechend anzuwenden, wenn der Angenommene
eine Lebenspartnerschaft begründet hat und sein Geburtsname zum
Lebenspartnerschaftsnamen bestimmt worden ist. Zur Annahme einer Person, die
eine Lebenspartnerschaft führt, ist die Einwilligung des Lebenspartners
(1) Das Familiengericht kann beim Ausspruch der Annahme eines Volljährigen
auf Antrag des Annehmenden und des Anzunehmenden bestimmen, dass sich die
Wirkungen der Annahme nach den Vorschriften über die Annahme eines
Minderjährigen oder eines verwandten Minderjährigen richten (§§ 1754 bis
1756), wenn
a) ein minderjähriger Bruder oder eine minderjährige Schwester des
Anzunehmenden von dem Annehmenden als Kind angenommen worden ist oder
gleichzeitig angenommen wird oder
b) der Anzunehmende bereits als Minderjähriger in die Familie des
Annehmenden aufgenommen worden ist oder
Familiengericht eingereicht wird, noch nicht volljährig ist. Eine solche
Bestimmung darf nicht getroffen werden, wenn ihr überwiegende Interessen der
Eltern des Anzunehmenden entgegenstehen.
(2) Das Annahmeverhältnis kann in den Fällen des Absatzes 1 nur in
sinngemäßer Anwendung der Vorschriften des § 1760 Abs. 1 bis 5 aufgehoben
werden. An die Stelle der Einwilligung des Kindes tritt der Antrag des
Anzunehmenden.
(1) Zur Annahme eines Kindes ist die Einwilligung der Eltern erforderlich.
Sofern kein anderer Mann nach § 1592 als Vater anzusehen ist, gilt im Sinne des
Satzes 1 und des § 1748 Abs. 4 als Vater, wer die Voraussetzung des § 1600d
Abs. 2 Satz 1 glaubhaft macht.
(2) Die Einwilligung kann erst erteilt werden, wenn das Kind acht Wochen alt
ist. Sie ist auch dann wirksam, wenn der Einwilligende die schon feststehenden
Annehmenden nicht kennt.
(3) Sind die Eltern nicht miteinander verheiratet und haben sie keine
Sorgeerklärungen abgegeben, 1. kann die Einwilligung des Vaters bereits vor der
Geburt erteilt werden; 2. darf, wenn der Vater die Übertragung der Sorge nach
§ 1672 Abs. 1 beantragt hat, eine Annahme erst ausgesprochen werden, nachdem
über den Antrag des Vaters entschieden worden ist; 3. kann der Vater darauf
verzichten, die Übertragung der Sorge nach § 1672 Abs. 1 zu beantragen. Die
Verzichtserklärung muss öffentlich beurkundet werden. § 1750 gilt sinngemäß
mit Ausnahme von Absatz 4 Satz 1.
Abgabe einer Erklärung dauernd außerstande oder sein Aufenthalt dauernd
unbekannt ist. § 1748 Ersetzung der Einwilligung eines Elternteils
(1) Das Familiengericht hat auf Antrag des Kindes die Einwilligung eines
Elternteils zu ersetzen, wenn dieser seine Pflichten gegenüber dem Kind
anhaltend gröblich verletzt hat oder durch sein Verhalten gezeigt hat, dass ihm
das Kind gleichgültig ist, und wenn das Unterbleiben der Annahme dem Kind zu
unverhältnismäßigem Nachteil gereichen würde. Die Einwilligung kann auch
ersetzt werden, wenn die Pflichtverletzung zwar nicht anhaltend, aber besonders
schwer ist und das Kind voraussichtlich dauernd nicht mehr der Obhut des
Elternteils anvertraut werden kann.
Pflichtverletzung ist, darf die Einwilligung nicht ersetzt werden, bevor der
Elternteil vom Jugendamt über die Möglichkeit ihrer Ersetzung belehrt und nach
Maßgabe des § 51 Abs. 2 des Achten Buches Sozialgesetzbuch beraten worden ist
und seit der Belehrung wenigstens drei Monate verstrichen sind; in der Belehrung
Elternteil seinen Aufenthaltsort ohne Hinterlassung seiner neuen Anschrift
gewechselt hat und der Aufenthaltsort vom Jugendamt während eines Zeitraums von
drei Monaten trotz angemessener Nachforschungen nicht ermittelt werden konnte;
in diesem Falle beginnt die Frist mit der ersten auf die Belehrung und Beratung
oder auf die Ermittlung des Aufenthaltsorts gerichteten Handlung des Jugendamts.
(3) Die Einwilligung eines Elternteils kann ferner ersetzt werden, wenn er
wegen einer besonders schweren psychischen Krankheit oder einer besonders
schweren geistigen oder seelischen Behinderung zur Pflege und Erziehung des
Kindes dauernd unfähig ist und wenn das Kind bei Unterbleiben der Annahme nicht
in einer Familie aufwachsen könnte und dadurch in seiner Entwicklung schwer
(4) In den Fällen des § 1626a Abs. 2 hat das Familiengericht die
Einwilligung des Vaters zu ersetzen, wenn das Unterbleiben der Annahme dem Kind
zu unverhältnismäßigem Nachteil gereichen würde.

References: §1772
 § 1772
 §
1767
 §1772
 § 1757
 § 1760
 § 1592
 § 1748
 § 1600

§ 1672
 § 1672
 § 1750
 § 1748
 § 51
 § 1626