Source: http://www.verwaltung.uni-halle.de/KANZLER/ZGST/ABL/1997/97'2'02.HTM
Timestamp: 2018-01-20 18:26:50+00:00

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7. Jahrgang, Nr. 2 vom 15. April 1997, S. 2
§ 6 Habilitationskommission
§ 7 Eröffnung des Habilitationsverfahrens
§ 8 Schriftliche Habilitationsleistung
§ 11 Veröffentlichung der Habilitationsschrift
§ 12 Wiederholung des Habilitationsverfahrens
§ 13 Aufheben und Erlöschen der Habilitation
§ 15 Privatdozenten
§ 17 Umhabilitation
§ 18 Erlöschen der Lehrbefugnis
§ 19 Recht auf Akteneinsicht
Aufgrund des § 24 Abs. 4 sowie der §§ 77 Abs. 3 Nr. 11 und 88 Abs. 2 Nr. 1 des Hochschulgesetzes des Landes Sachsen-Anhalt vom 07.10.1993 (GVBl. LSA S. 614) hat die Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg die folgende Habilitationsordnung als Satzung erlassen.
den Doktorgrad in der Regel an einer wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät einer deutschen Universität oder einer dieser gleichgestellten Hochschule erworben hat oder einen gleichwertigen akademischen Grad einer ausländischen wissenschaftlichen Hochschule besitzt.
nachweist, daß er mindestens zwei Jahre nach dem Erwerb des Doktorgrades in dem Wissenschaftsgebiet, für das er die Lehrbefähigung anstrebt, wissenschaftlich und in der Lehre tätig war.
Vorlage einer Habilitationsschrift, in der Regel in deutscher Sprache. Die Schrift muß sich von der Doktorarbeit des Antragstellers wesentlich unterscheiden und soll noch nicht veröffentlicht sein.
die mündlichen Leistungen bestehen in einem hochschulöffentlichen wissenschaftlichen Vortrag (in der Regel in deutscher Sprache) mit anschließendem Kolloquium gemäß § 9.
(1) Das Gesuch um Zulasssung zur Habilitation ist schriftlich beim Dekan der Fakultät einzureichen. Hierbei ist das Fach oder Fachgebiet anzugeben, für welches der Bewerber die Lehrbefähigung anstrebt. Dem Gesuch sind beizufügen:
ein Lebenslauf mit Darstellung des persönlichen und beruflichen Werdeganges,
Urkunden und Nachweise über die Voraussetzungen gemäß § 2 sowie alle Zeugnisse über Hochschulabschlußprüfungen,
Die Habilitationsschrift in mindestens drei Exemplaren mit der Versicherung, daß der Bewerber diese Habilitationsleistung selbständig verfaßt und keine anderen als die angegebenen Quellen und Hilfsmittel benutzt hat,
ein vollständiges Verzeichnis der wissenschaftlichen Veröffentlichungen des Bewerbers,
eine Erklärung über etwaige frühere Habilitationsverfahren oder abgelehnte Habilitationsgesuche an anderen Hochschulen,
eine Erklärung über straf- und disziplinargerichtliche Verurteilungen und anhängige Straf- und Disziplinarverfahren,
eine Aufstellung der bisherigen Lehrveranstaltungen an wissenschaftlichen Hochschulen.
(4) Der Habilitationsausschuß ist beschlußfähig, wenn die Sitzung ordnungsgemäß einberufen wurde und geleitet wird und mindestens die Hälfte seiner Mitglieder gemäß Abs. 2 Satz 1 an-wesend ist. Der Habilitationsausschuß beschließt mit einfacher Mehrheit.
(2) Nach Annahme der Habilitationsschrift wird vom Habilitationsausschuß aus drei Vorschlägen des Bewerbers das Thema für den öffentlichen Vortrag ausgewählt. Der wissenschaftliche Vortrag soll ein Thema des Faches oder Fachgebiets behandeln, für das die Lehrbefähigung angestrebt wird. Die Themenvorschläge müssen sich von den im Verzeichnis der wissenschaftlichen Arbeiten gemäß § 4 Abs. 1 Ziffer 4 angeführten Themenkreisen unterscheiden. Der Habilitationsausschuß kann weitere Themenvorschläge vom Bewerber verlangen. Das ausgewählte Thema und der Termin sind dem Bewerber mindestens zwei Wochen vor dem Vortrag mitzuteilen.
(2) Mit der Habilitation wird der akademische Grad eines habilitierten Doktors in der Weise verliehen, daß dem bereits verliehenen Doktorgrad die Abkürzung „habil.“ angefügt wird. Weicht das Fach der Habilitation von dem der Promotion ab, so ist dies durch einen entsprechenden Zusatz kenntlich zu machen.
Vorname und Name, Geburtstag und -ort sowie Doktorgrad,
das Fach oder das Fachgebiet, für das die Lehrbefugnis (venia legendi) verliehen wird,
einen kennzeichnenden Zusatz über die Verleihung gemäß Absatz 2,
Tag der Feststellung der Lehrbefähigung und der Zuerkennung der Lehrbefugnis durch den Habilitationsausschuß und die Habilitationskommission,
einen Zusatz über die Berechtigung zur Führung der Bezeichnung „Privatdozent“,
die Unterschriften des Dekans und des Rektors, 8. Siegel der Universität.
(2) Der Habilitierte soll die Habilitationsschrift innerhalb eines Jahres nach Feststellung der Lehrbefähigung veröffentlichen. Die Veröffentlichung kann auch in einem Sammelwerk oder einer Fachzeitschrift erfolgen; etwaige Änderungen gegenüber der ursprünglich vorgelegten Fassung bedürfen der Genehmigung durch den Dekan. Die Schrift ist in einer vom Dekan festz
(3) Ausnahmen hinsichtlich des Veröffentlichungsverfahrens bedürfen der Genehmigung des Dekans.
(1) Die Habilitation wird aufgehoben, wenn sich herausstellt, daß sie mit unlauteren Mitteln erlangt worden ist. Die Entscheidung hierüber trifft der gemäß § 5 einzuberufende Habilitationsausschuß. Die Entscheidung erfolgt unter Beachtung des § 48 Verwaltungsverfahrensgesetz für das Land Sachsen-Anhalt (VwVfG LSA) vom 18. August 1993 (GVBl. 1993, S. 412).
(1) Mit der Zuerkennung der Lehrbefugnis gemäß § 10 Abs. 3 ist das Recht zur Führung der Bezeichnung „Privatdozent“ verbunden. Dies gilt nicht nach einer Umwandlung des Grades „Dr. der Wissenschaften“ (Dr. sc.) in den Grad „doctor habilitatus“ gemäß § 119 des Hochschulgesetzes des Landes Sachsen-Anhalt. Inhabern des Grades „Dr. habil.“, die über keine Lehrbefugnis verfügen, kann diese und damit die Berechtigung zur Führung der Bezeichnung „Privatdozent“ von der Fakultät zuerkannt werden.
Umhabilitationen an die Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg sind mit einem dieser Ha-bilitationsordnung entsprechenden Verfahren durchzuführen. Eine an einer anderen Universität angenommene, fachlich einschlägige Habilita-tionsschrift kann in diesem Fall erneut als Ha-bilitationsschrift gemäß § 3 Abs. 1 Ziffer 1 vorge-legt werden. Das Erfordernis, daß die Schrift noch nicht veröffentlicht sein soll, entfällt dabei.
bei Widerruf der Mitgliedschaft zur Hochschule nach Verhängung einer Ordnungsmaßnahme.
Mit dem Erlöschen der Lehrbefugnis erlischt das Recht zur Führung der Bezeichnung „Privatdozent“.
der Privatdozent aus Gründen, die er zu vertreten hat, zwei Jahre keine Lehrtätigkeit mehr ausgeübt hat, es sei denn, er hat das 62. Lebensjahr schon vollendet,
Ausgefertigt aufgrund der Beschlüsse der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät vom 22.06.1994, des Senates der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg vom 05.10.1994 und der Genehmigung des Ministeriums für Wissenschaft und Forschung des Landes Sachsen-Anhalt vom 21.10.1994.

References: § 6

§ 7

§ 8

§ 11

§ 12

§ 13

§ 15

§ 17

§ 18

§ 19
 § 24
 § 9
 § 2
 § 4
 § 5
 § 48
 § 10
 § 119
 § 3