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Timestamp: 2017-01-22 16:13:56+00:00

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Mit weniger Aufwand zur Steuerrückerstattung. Jetzt Steuererklärung starten Start Service Steuertipps Arbeitnehmer und Angestellte A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z Nichteheliche Lebensgemeinschaften Inhaltsverzeichnis 1. Veranlagungsform 2. Verträge zwischen den Partnern 2.1. Keine Anwendung der Grundsätze über die Ehegattenverträge 2.1.1. Allgemeines 2.1.2. Die Begründung einer doppelten Haushaltsführung 2.2. Mietverhältnis über eine gemeinsame Wohnung 3. Berücksichtigung von Unterhaltsleistungen nach § 33a Abs. 1 EStG 4. Berücksichtigung von Kinder- und Betreuungsfreibetrag im Sinne des § 32 Abs. 6 EStG 5. Entlastungsbetrag für Alleinerziehende 6. Berücksichtigung von Kinderbetreuungskosten 7. Berücksichtigung des Ausbildungsfreibetrages 8. Literaturhinweise 9. Verwandte Lexikonartikel Zurück zur Übersicht »N« 1. Veranlagungsform
Die Partner einer nichtehelichen Lebensgemeinschaft werden nach § 25 EStG einzeln veranlagt. Sie werden daher grundsätzlich immer nach dem Grundtarif (§ 32a Abs. 1 EStG) besteuert (» Einkommensteuertarif).
Die Partner einer eingetragenen Lebenspartnerschaft i.S.d. LPartG (» Ehegattengemeinschaften und eingetragene Lebenspartnerschaften) werden dagegen in weitem Umfang behandelt wie Ehegatten (s. z.B. für das Einkommensteuerrecht § 2 Abs. 8 EStG). Für sie gilt § 26 Abs. 1 EStG zur Ehegattenveranlagung nach § 26 Abs. 1 EStG.
Auf Verträge zwischen Partnern einer nichtehelichen Lebensgemeinschaft sind die vom BFH aufgestellten Grundsätze für Verträge zwischen Ehegatten – ausgenommen eingetragene Lebenspartnerschaften - nicht anzuwenden (BFH Urteil vom 14.4.1988, IV R 225/85, BStBl II 1988, 670; R 21.4 EStR, H 4.8 [Nichteheliche Lebensgemeinschaften] EStH).
Bei der Begründung einer doppelten Haushaltsführung (» Doppelte Haushaltsführung) wird die nichteheliche Lebensgemeinschaft nicht mit einer ehelichen Lebensgemeinschaft/eingetragenen Lebenspartnerschaft gleichgestellt. Die Rechtsprechung des BFH, nach der eine doppelte Haushaltsführung auch dann erkannt werden kann, wenn die Eheleute/Lebenspartner zunächst an verschiedenen Orten wohnen und dort arbeiten und nach der Eheschließung/Begründung der Lebenspartnerschaft eine der beiden Wohnungen zur Familienwohnung machen, ist auf nicht eheliche Lebensgemeinschaften nicht anzuwenden (BFH Urteil vom 4.4.2001, VI R 130/99, BFH/NV 11/2001, 1384). Mit Urteil vom 15.3.2007 (VI R 31/05, BStBl II 2007, 533) bestätigt der BFH seine Rechtsprechung und ergänzt sie dahingehend, dass die Gründung eines doppelten Haushalts bei nicht verheirateten Personen beruflich veranlasst sein kann, wenn sie vor der Geburt eines gemeinsamen Kindes an verschiedenen Orten berufstätig sind, dort wohnen und im zeitlichen Zusammenhang mit der Geburt des Kindes eine der beiden Wohnungen zur Familienwohnung machen (s.a. H 9.11 (1–4) [Ehegatten/Lebenspartner] und [Eheschließung/Begründung einer Lebenspartnerschaft] LStH).
Allerdings ist ein Mietverhältnis zwischen Partnern einer nichtehelichen Lebensgemeinschaft über eine gemeinsame Wohnung anzuerkennen (H 21.4 [Nichteheliche Lebensgemeinschaft] EStH).
Unterhaltsleistungen (» Unterhaltsaufwendungen) an den Partner können nach § 33a Abs. 1 Satz 3 EStG nur dann als außergewöhnliche Belastungen anerkannt werden, wenn zum Unterhalt bestimmte inländische öffentliche Mittel wegen der Unterhaltsleistungen gekürzt werden (H 33a.1 [Gleichgestellte Personen] EStH; BMF vom 7.6.2010, BStBl I 2010, 582).
Ein Anspruch auf Kinderfreibetrag oder Kindergeld setzt eine ›typische Unterhaltssituation‹ der Eltern voraus. Eine solche Unterhaltssituation besteht nicht mehr, wenn vorrangig eine andere Person (z.B. nach Eheschließung des Kindes der Ehegatte) zum Unterhalt des Kindes verpflichtet ist.Abb.: Unterhaltsverpflichtungen bei nichtehelicher Lebensgemeinschaft
Die Partner erhalten jeweils den Freibetrag i.S.d. § 32 Abs. 6 Satz 1 EStG (» Kinderfreibetrag). Die Verdoppelung nach § 32a Abs. 6 Satz 2 EStG und die Sondervorschriften des § 32a Abs. 6 Satz 3 EStG gelten nur für Ehegatten.
Die Partner einer nichtehelichen Lebensgemeinschaft sind nicht allein erziehend i.S.d. § 24b EStG (» Entlastungsbetrag für Alleinerziehende).
» Kinderbetreuungskosten können unter den Voraussetzungen des § 10 Abs. 1 Nr. 5 EStG als Sonderausgaben berücksichtigt werden.
Jedem Elternteil steht grundsätzlich ein halber » Ausbildungsfreibetrag gem. § 33a Abs. 2 EStG zu. Ein Elternteil kann seinen Anteil auf den anderen Elternteil übertragen.
↠ Haushaltshilfe
↠ Eingetragene Lebenspartnerschaften
↠ Unterhaltsaufwendungen
↠ Verträge zwischen Angehörigen
Zum Lexikonartikel Stand: 2015-07-01
Autor(en): Josef Schneider Steuer-Rechner 15000 60000 120000 Bruttojahresgehalt (€): 0 5 10 Anzahl Ihrer Kinder: Weiter Verwandte Lexikonartikel Haushaltshilfe Eingetragene Lebenspartnerschaften Unterhaltsaufwendungen Verträge zwischen Angehörigen Weitere Lexikonartikel mit »N« Nachträgliche Anschaffungskosten Nebenberufliche Tätigkeiten Negative Einkünfte mit Auslandsbezug Nennkapital Nicht abnutzbares Anlagevermögen Nicht abzugsfähige Ausgaben gem. § 12 EStG Nichtabziehbare Aufwendungen gem. § 10 KStG Nichteheliche Lebensgemeinschaften Nießbrauch Nutzungsüberlassung einer Wohnung Interessante Steuertipps Vermögensübergabe gegen Rente Einkünfte und Bezüge von Kindern Unterhalt an den/die „Ex“ Sonderwünsche beim Hausbau Pflegepauschbetrag bei mehreren Personen Privatschule: Neues zum Schulgeldabzug smartsteuer Blog In vier Schritten den Steuerbescheid prüfen Steuerliche Stolperfalle: Riesterrente Arbeiten von zuhause aus – was kann man dabei steuerlich geltend machen? Geld stinkt nicht. Oder: Was sind eigentlich Steuern? Kaffee oder Tee? Was alles versteuert wird Top-Themen bei smartsteuer Lohnsteuerklassen Vorsorgepauschale Entfernungspauschale Photovoltaikanlage Nebenberufliche Tätigkeit Einsatzwechseltätigkeit Eigenheimzulage Gewerbesteuerrechner Weitere Tipps Steuer online Abgabefristen Steuererklärung Steuererklärungspflicht Vorsorgeaufwendungen Altersentlastungsbetrag Doppelte Haushaltsführung Steuertipps Freiberufler Geringwertige Wirtschaftsgüter Technischer Support (Kundenservice) (0800) 7 238 222 7 Tage die Woche, rund um die Uhr –kostenfrei! Oder senden Sie uns einfach jederzeit eine E-Mail an die Adresse hilfe@smartsteuer.de Impressum AGB Presse Datenschutz Bestellung und Zahlung Partnerprogramm Jobs Newsletter Kann man das absetzen? steuern.de ©

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