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Timestamp: 2019-05-21 16:48:46+00:00

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§ 317 BGB: Bestimmung der Leistung durch einen Dritten
BGH, URTEIL vom 4.4.1966, Az. III ZR 69/65 zwischen dem Amt für Verteidigungslasten und dem Klager zu dem Schiedsgutachter bestellt worden, bevor er seine Feststellungen traf.Pas ist unstreitige Im übrigen wäre diesi trag des Amtes für Verteidigungslasten in dessen Aufgaben-kreise tätig wurde und deshalb nicht Schiedsgutachter sei] konnte (vglo BGH IM § 317 BGB Nr. 3, 8; BGB RGRK 11» Auf § 317 An. 1).
BGH, URTEIL vom 5.9.1972, Az. V ZR 196/71 Juli 1971, V ZR 54/70, BGHZ 57, 47) und - mangels eines im Vertrag bestimmten Maßstabs - die Maßgeblichkeit billigen Ermessens für den Inhalt der Neufestsetzung (§ 317 Abs. 1 BGB).
BGH, Urteil vom 1.5.1994, Az. II ZR 100/92 a) Der Schiedsgutachter übernimmt es, als Dritter die einer Vertragspartei obliegende Leistung zu bestimmen (§ 317 BGB; vgl. BGHZ 43, 374, 376).
BGH, URTEIL vom 5.11.1975, Az. IV ZR 107/73 7 Schiedsgutachtervertrag im eigentlichen (engeren) Sinne anzusehen (vgl. BGH LM Nr. 7 zu § 317 BGB).
BGH, URTEIL vom 5.1.1995, Az. V ZR 222/93 Zwar kann das Gericht nicht 'Dritter' im Sinne des § 317 BGB sein, weil sein gesetzlicher Aufgabenbereich nicht der Parteidisposition vinterliegt (BGH, ürt. v. 5. Januar 1955, VI ZR 256/53, LM BGB § 317 Nr. 3 und v. 14. Oktober 1977, I ZR 119/76, LM BGB S 339 Nr. 21; RGZ 169, 232, 237); doch kann eine Anpassungsklausel vorsehen, daß die Festsetzung des Erbbauzinses, sofern darüber keine Einigung erzielt wird, entsprechend den §§ 315 Abs. 3, 319 Abs. 1 Satz 2 BGB durch Urteil erfolgen soll (st.
BGH, , Az. 7 ZR 197/58 mit der Revision als ein solches Prozeßurteil aufzufassen0 Das Berufungsgericht' hat allerdings (3TJ 32-49) auch zur sachlichen Schlüssigkeit des Klagbegehrens eingehend Stellung genommen (sie wird im Hinblick auf § 317 Satz 2 BGB verneint)„ Das geschah jedoch nur im Ha'nmen der Prüfung des Antrags, das Verfahren bis zur Entscheidung des Eachlaßgerichts über, die die Person der Testamentsvollstrecker betreffenden Fragen ausau-setzen«-.Das Revisionsgericht hat diese Darlegungen des Berufungsgerichts in der gegenwärtigen Lage des Verfahrens nicht nachzuprüfen * da die Ablehnung der Aussetzung durch das Oberlandesgericht nicht anfechtbar ist (vgl« •■§§ 232 j 5_67 Ai So 3 ZPO) und für die Entscheidung in der Hauptsache die ''Erörterungen über die - Begründet-heit der Klage deshalb unbeachtlich sind, weil das Obe.rlandesgericht keine Sachaoweisungp sondern eine Prozeßabweisung ausgesprochen hat (BGHZ-11? 222).
BGH, URTEIL vom 5.9.1977, Az. I ZR 119/76 Dritter im Sinne des § 317 BGB - darüber sind sich die Parteien einig - kann jedoch nicht das ordentliche Gericht innerhalb seines gesetzlichen Wirkungskreises sein (BGH LM Nr. 3 zu § 317 BGB).
BGH, Urteil vom 5.3.2014, Az. Ein Schiedsgutachter übernimmt es, gemäß § 317 Abs. 1 BGB als Dritter die einer oder beiden Parteien obliegende Leistung zu bestimmen (vgl. BGH, Urteil vom 25. September 2008 - IX ZR 133/07, NJW 2008, 3641, 3642).
BGH, URTEIL vom 4.10.2015, Az. III ZR 41/15 Es trifft zwar zu, dass eine Behörde, die gesetzlich zur Bestimmung einer Leistung berufen ist, nicht als Dritter im Sinne des § 317 BGB tätig werden kann, weil dieser die Bestimmung in vertraglicher Kompetenz vornehmen muss (MüKoBGB/Würdinger, 6. Aufl., § 317 Rn. 15, 17).
BGH, URTEIL vom 4.10.2015, Az. III ZR 41/15 Wenn eine gesetzlich geregelte Zuständigkeit nicht entgegensteht und die Gefahr einer Interessenkollision nicht gegeben ist, können die Vertragsparteien wirksam vereinbaren, dass eine Behörde als Dritter im Sinne von § 317 BGB fungieren soll (BGH, Urteil vom 18. Februar 1955 - V ZR 110/53, NJW 1955, 665; MüKoBGB/Würdinger aaO; Palandt/ Grüneberg, BGB, 74. Aufl., § 317 Rn. 2).
BGH, Urteil , Az. V ZK 169/62 274 P)o Einen solchen Vorbehalt haben hier die Parteien in Nr« IV der Vertragsurkundo ausdrücklich erklärt« Da auch die vorbehaltene nachträgliche Verständigung nicht erzielt werden konnte, kommt der letzte Halbsatz der angeführten Vertragsbe3tiomung zu dem Zuge, d«h« es 11 soll das Gericht entscheiden11« Diese Regelung stellt, wie das ange-fochtcnc Urteil zutreffend au3führt, kein Schiedsabkommen in Sinne von § 317 BGB dar (KGZ 169? 232, 237; BGH Urteil von 5o Januar 1955, VI ZR 256/53? DM 3GB § 317 Nr« 3)o Ebensowenig liegt ein Anv/cndungsfall des § 316 BGB vor; das hat der Berufungcrichtcr unter Würdigung des Vertragsinhalts und der beiderseitigen Interessenlage rechtsirrtumsfrei dargelegt, und insoweit werden auch von den Klägern, die in den Vorin-stanzon einen abweichenden Standpunkt vertreten hatten, jetzt keine Einwendungen mehr erhoben« Die in Hr« IV de3 Vertrages vorgesehene gerichtliche Entscheidung darüber, welche Gegenleistung den Klägern für die Bereitstellung ihres Grundbesitzes gebührt?
BGH, , Az. v als eine gemäß § 317 BGB zu treffende Entscheidung eines Britten darstellt (vgl über das Sehiedsgutachten einer Behörde BGH NJW 1955, 665) c Benn das Reichsbauamt Hanno»-ver hat in seiner Aufstellung vom 28. Februar 1949 Seite 5 auf Grund der Rechnungsbelege den Kostenaufwand der von der Mieterin durchgeführten Arbeiten auf 54.568,93 RM festgestellt und damit die ihm obliegende Aufgabe, die vom Berufungsgericht zutreffend als eine solche der Beurteilung von Baufragen durch die Fachbehörde gekennzeichnet worden ist, erfüllt.
BGH, URTEIL vom 1.4.1974, Az. VIII ZR 38/73 Der Schiedsgutachter konnte daher nach § 317 Abs. 1 BGB den Mietzins nach billigem Ermessen bestimmen (BGH Urteil vom 20. Oktober 1971 - V ZR 137/71 = NJW 1973, 142 = WM 1973, 102).
BGH, Urteil vom 3.4.1962, Az. B) Rcstanopruch aus der Hausabrechnung« 1« Bac Berufungsgericht führt auss Der Beklagte habe sich zur Bezahlung des von dem Sachverständigen berechneten Nachforderungsanspruchs für das Haus des Beklagten in Höhe von 7 376*94 Bl! verpflichtet« Bie von «allen Siedlern abgegebene Erklärung, den von dem Sachverständigen berechneten Bifferenzbetrag zu bezahlen, stelle eine im voraus erfolgte Anerkennung des zu errechnenden Betrages und damit ein Sehiedsgutachtervertrag (mit dem Verein) dar« Zwar könne bei einem solchen in entsprechender Anwendung des § 319 Abs« 1 Satz 1 die berechnete Leistung trotz vorheriger Anerkennung unverbindlich sein (RGZ 96, 61; 152* 204; BGH IM § 317 BGB Nr« 7)* nämlich bei offenbarer Unbilligkeit, d«h« wenn das Schiedsgut-achten sachwidrig sei und offenbar gegen die Interessen eines Teiles verstoße (RG LZ 1913* 400)« BafUr sei jedoch nichts Ausreichendes dargetan«
BGH, URTEIL , Az. VII ZR 131/13 -12- Dritten (§§ 317-319 BGB) aufgrund einer ausdrücklichen oder stillschweigenden Vereinbarung Vorbehalten bleibt, den Leistungsinhalt zu bestimmen (vgl. Motive zu dem Entwürfe eines Bürgerlichen Gesetzbuches, Band II, 191; Staudinger/Rieble, BGB [2009], §315 Rn. 6; Palandt/Grüneberg, BGB, 74. Aufl., § 315 Rn. 1,4).
BGH, URTEIL vom 4.10.1997, Az. III ZR 177/96 2. Diese Vereinbarung ist entgegen der Auffassung des Berufungsgerichts nicht im Hinblick auf den Grundsatz unwirksam, daß ein staatliches Gericht an sich im Rahmen seiner Zuständigkeit nicht als 'Dritter' im Sinne von § 317 BGB zur Bestimmung der Leistung benannt werden kann, weil der gesetzliche Aufgabenbereich des Gerichts nicht der Parteidisposition unterliegt (BGH, Urteile vom 5. Januar 1955 - VI ZR 256/53 -LM BGB § 317 Nr. 3, vom 14. Oktober 1977 - I ZR 119/76 - WM 1978, 64 und vom 3. Februar 1995 - V ZR 222/93 - NJW 1995, 1360).
LAG Hamm, Urteil vom 4.2.2004, Az. 16 Sa 1649/03 70Auch wenn die Parteien den Inhalt des Arbeitsvertrags der Bestimmung durch die arbeitsrechtliche Kommission, einem Dritten im Sinne des § 317 Abs. 1 BGB (vgl. BAG vom 17.04.1996 - 10 AZR 558/95 - NZA 1997, 55), überlassen haben, so bedeutet es nicht, dass sie sich der Anwendung jedweder Arbeitsrechtsregelung im Bereich RWL unterworfen haben (vgl. hierzu BAG vom 19.02.2003,
LAG Hamm, Urteil vom 4.2.2004, Az. 16 Sa 1649/03 Die ARK-RWL, deren Entscheidungen sich die Klägerin durch die Bezugnahme im Arbeitsvertrag grundsätzlich unterworfen hat, ist im Verhältnis zu den Parteien Dritter im Sinne des § 317 Abs. 1 BGB (vgl. BAG vom 15.11.2001 – 6 AZR 88/01 - NZA 2002, 1055; vom 17.04.1996 – 10 AZR 558/95 – NZA 1997, 55).

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