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Timestamp: 2016-10-22 21:29:06+00:00

Document:
8C_358/2016 (28.09.2016)
8C_358/2016 � � Urteil vom 28. September 2016
A.________, vertreten durch die
Fortuna Rechtsschutz-Versicherungs-Gesellschaft,
Der 1951 geborene A.________ war bei der Garage B.________ AG t�tig und dadurch bei der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (SUVA) gegen die Folgen von Berufs- und Nichtberufsunf�llen versichert. Am 10. September 2014 konsultierte er wegen Schulterbeschwerden seinen Hausarzt Dr. med. C.________, Allgemeinmedizin FMH. Dieser �berwies ihn am 18. September 2014 zur weiteren Abkl�rung in die Chirurgische Klinik des Spitals D.________. Dort liess Dr. med. E.________, Oberarzt Orthop�die, die MR-Arthrographie des linken Schultergelenks vom 14. Oktober 2014 anfertigen. Gem�ss Bericht des Orthop�den vom 20. Oktober 2014 lagen unter anderem eine posttraumatische lange Bizepssehnenluxation und eine Partiall�sion mit begleitender Tendinopathie der kranialen Subscapularissehne und anteriorer L�sion der Supraspinatussehne der linken Schulter vor. Die Schulterverletzung wurde am 17. November 2014 im Spital D.________ operativ saniert.
Mit Schadenmeldung UVG vom 7. Oktober 2014 teilte die Arbeitgeberin der SUVA mit, A.________ habe am 25. August 2014 beim Hochheben des Grosskindes eine Zerrung in Schulter und Oberarm erlitten. Die SUVA verneinte mit Verf�gung vom 3. November 2014 ihre Leistungspflicht im Zusammenhang mit der Schulterverletzung. Es sei weder ein Unfall nachgewiesen, noch liege eine unfall�hnliche K�rpersch�digung vor. Die dagegen erhobene Einsprache wies die SUVA mit Einspracheentscheid vom 12. November 2014 ab.
Die von A.________ dagegen erhobene Beschwerde hiess das Versicherungsgericht des Kantons St. Gallen mit Entscheid vom 2. Mai 2016 gut, hob den Einspracheentscheid vom 12. November 2014 auf und wies die Sache zu medizinischen Abkl�rungen im Sinne der Erw�gungen an die SUVA zur�ck.
Die SUVA f�hrt Beschwerde mit dem Antrag, der vorinstanzliche Entscheid sei aufzuheben.
A.________ l�sst auf Abweisung der Beschwerde schliessen. Das kantonale Gericht und das Bundesamt f�r Gesundheit verzichten auf eine Vernehmlassung.
1.1.�Die Beschwerde an das Bundesgericht ist zul�ssig gegen Endentscheide, das heisst gegen Entscheide, die das Verfahren abschliessen (Art. 90 BGG), und gegen Teilentscheide, die nur einen Teil der gestellten Begehren behandeln, wenn diese unabh�ngig von den anderen beurteilt werden k�nnen, oder die das Verfahren nur f�r einen Teil der Streitgenossen und Streitgenossinnen abschliessen (Art. 91 BGG). Gegen selbst�ndig er�ffnete Vor- und Zwischenentscheide ist hingegen die Beschwerde nur zul�ssig, wenn sie die Zust�ndigkeit oder den Ausstand betreffen (Art. 92 BGG), einen nicht wieder gutzumachenden Nachteil bewirken k�nnen (Art. 93 Abs. 1 lit. a BGG) oder wenn die Gutheissung der Beschwerde sofort einen Endentscheid herbeif�hren und damit einen bedeutenden Aufwand an Zeit oder Kosten f�r ein weitl�ufiges Beweisverfahren ersparen w�rde (Art. 93 Abs. 1 lit. b BGG). R�ckweisungsentscheide, mit denen eine Sache zur neuen Entscheidung an die Vorinstanz zur�ckgewiesen wird, sind Zwischenentscheide, die nur unter den genannten Voraussetzungen beim Bundesgericht angefochten werden k�nnen (BGE 133 V 477 E. 4.2 S. 481). Anders verh�lt es sich nur dann, wenn der unteren Instanz, an welche zur�ckgewiesen wird, kein Entscheidungsspielraum mehr verbleibt und die R�ckweisung nur noch der Umsetzung des oberinstanzlich Angeordneten dient (BGE 135 V 141 E. 1.1 S. 143; 134 II 124 E. 1.3 S. 127).
1.2.�Der kantonale Entscheid vom 2. Mai 2016 ist ein Zwischenentscheid, da er die Sache unter Aufhebung des Einspracheentscheids zur erg�nzenden medizinischen Abkl�rung im Sinne der Erw�gungen und zu erneutem Verf�gungserlass an die SUVA zur�ckweist. Allerdings ist diese R�ckweisung mit der f�r den obligatorischen Unfallversicherer verbindlichen Feststellung verbunden, der Versicherte habe sich die Schulterverletzung am 25. August 2014 beim Hochheben seines Enkelkindes zugezogen. Dieses Ereignis sei grunds�tzlich geeignet, eine unfall�hnliche K�rpersch�digung im Sinne von Art. 9 Abs. 2 lit. f UVV (Sehnenriss) zu verursachen. Diesbez�glich bel�sst der vorinstanzliche Entscheid der SUVA keinen Entscheidungsspielraum. Somit ist auf die Beschwerde einzutreten.
Prozessthema bildet die Leistungspflicht der SUVA f�r die Folgen der Schulterverletzung des Beschwerdegegners. Dabei steht fest, dass der Versicherte keinen eigentlichen Unfall nach Art. 4 ATSG (in Verbindung mit Art. 6 Abs. 1 und 3 sowie Art. 7 und 8 UVG) erlitten hat. Streitig und zu pr�fen ist jedoch, ob er sich am 25. August 2014 eine unfall�hnliche K�rpersch�digung im Sinne von Art. 9 Abs. 2 UVV zugezogen hat.
3.1.�Sehnenrisse sind gem�ss Art. 9 Abs. 2 lit. f UVV (in Verbindung mit Art. 6 Abs. 2 UVG) auch ohne ungew�hnliche �ussere Einwirkung Unf�llen gleichgestellt, sofern sie nicht eindeutig auf eine Erkrankung oder eine Degeneration zur�ckzuf�hren sind.
3.2.�Eine Leistungspflicht des Unfallversicherers ist - auch wenn einer der in Art. 9 Abs. 2 lit. a bis h UVV unter dem Titel "unfall�hnliche Sch�digungen" aufgef�hrten Befunde erhoben wird - nur gegeben, wenn die Verletzung wie in Art. 4 ATSG vorgesehen auf eine pl�tzliche, nicht beabsichtigte sch�digende Einwirkung eines �usseren Faktors zur�ckzuf�hren ist. Bei den unfall�hnlichen K�rpersch�digungen im Sinne von Art. 9 Abs. 2 UVV entf�llt im Vergleich zu den eigentlichen Unf�llen nach Art. 4 ATSG einzig das Tatbestandselement der Ungew�hnlichkeit des auf den K�rper einwirkenden �usseren Faktors (BGE 139 V 327 E. 3.1 S. 328; 123 V 43 E. 2b S. 44 f.). Alle �brigen Begriffsmerkmale eines Unfalles m�ssen hingegen auch bei den unfall�hnlichen K�rpersch�digungen erf�llt sein. Dies gilt namentlich f�r das Erfordernis des einwirkenden �usseren Faktors an sich, worunter ein ausserhalb des K�rpers liegender, objektiv feststellbarer, sinnf�lliger - eben unfall�hnlicher - Einfluss auf den K�rper zu verstehen ist (BGE 129 V 466 E. 2.2 S. 467 mit Hinweisen; vgl. auch BGE 139 V 327 E. 3.3.1 S. 329). Dabei kann die sch�digende Einwirkung auch in einer k�rpereigenen Bewegung bestehen (BGE 129 V 466 E. 4.1 S. 468 f.).
3.3.�Der Begriff der einem Unfall gleichgestellten K�rpersch�digung bezweckt - zu Gunsten der Versicherten - die oft schwierige Unterscheidung zwischen Krankheit und Unfall zu vermeiden. Zudem m�ssen die UVG-Unfallversicherer aufgrund der getroffenen Unterscheidung auch ein Risiko abdecken, welches grunds�tzlich von der Krankenversicherung zu tragen w�re. Die in Art. 9 Abs. 2 UVV erw�hnten K�rpersch�digungen werden selbst dann einem Unfall gleichgestellt, wenn sie ihren Ursprung im Wesentlichen in einer Krankheit oder einer Degeneration haben, sofern eine �ussere Einwirkung zumindest die Symptome ausgel�st hat, unter welchen die versicherte Person leidet (BGE 139 V 327 E. 3.1 S. 328).
3.4.�Wer Leistungen beansprucht, hat die einzelnen Umst�nde des als Unfall gemeldeten Ereignisses glaubhaft zu machen. Kommt die versicherte Person dieser Forderung nicht nach, indem unvollst�ndige, ungenaue oder widerspr�chliche Angaben gemacht werden, die das Bestehen eines unfallm�ssigen Schadens als unglaubw�rdig erscheinen lassen, so besteht keine Leistungspflicht des Unfallversicherers. Insbesondere ist zu verlangen, dass die Schilderungen mit den vorhandenen Indizien im Wesentlichen �bereinstimmen. Im Streitfall obliegt es dem Gericht zu beurteilen, ob die einzelnen Voraussetzungen des Unfallbegriffs erf�llt sind. Der Untersuchungsmaxime entsprechend hat es von Amtes wegen die notwendigen Beweise zu erheben und kann zu diesem Zweck auch die Parteien heranziehen. Wird aufgrund dieser Massnahmen das Vorliegen eines Unfallereignisses nicht wenigstens mit Wahrscheinlichkeit erstellt - die blosse M�glichkeit gen�gt nicht -, so hat dieses als unbewiesen zu gelten, was sich zu Lasten der den Anspruch erhebenden Person auswirkt (BGE 116 V 136 E. 4b S. 140 mit Hinweis; Urteil 8C_648/2013 vom 18. Februar 2014 E. 3.1).
3.5.�Die Verwaltung als verf�gende Instanz und - im Beschwerdefall - das Gericht d�rfen eine Tatsache nur dann als bewiesen annehmen, wenn sie von ihrem Bestehen �berzeugt sind. Im Sozialversicherungsrecht gilt, soweit das Gesetz nicht etwas Abweichendes vorsieht, der Beweisgrad der �berwiegenden Wahrscheinlichkeit (BGE 126 V 353 E. 5b S. 360). Bei sich widersprechenden Angaben der versicherten Person �ber den Unfallhergang ist auf die Beweismaxime hinzuweisen, wonach die sogenannten spontanen "Aussagen der ersten Stunde" in der Regel unbefangener und zuverl�ssiger sind als sp�tere Darstellungen, die bewusst oder unbewusst von nachtr�glichen �berlegungen versicherungsrechtlicher oder anderer Art beeinflusst sein k�nnen. Wenn die versicherte Person ihre Darstellung im Laufe der Zeit wechselt, kommt den Angaben, die sie kurz nach dem Unfall gemacht hat, meistens gr�sseres Gewicht zu als jenen nach Kenntnis einer Ablehnungsverf�gung des Versicherers (BGE 121 V 45 E. 2a S. 47 mit Hinweisen). Der Grundsatz, wonach die ersten Aussagen nach einem sch�digenden Ereignis in der Regel unbefangener und zuverl�ssiger sind als sp�tere Darstellungen, stellt eine im Rahmen der freien Beweisw�rdigung zu ber�cksichtigende Entscheidungshilfe dar. Sie kann nur zur Anwendung gelangen, wenn von zus�tzlichen Abkl�rungen keine neuen Erkenntnisse zu erwarten sind (RKUV 2004 Nr. U 524 S. 546 f., U 236/03 E. 3.3.4; Urteile 8C_648/2013 vom 18. Februar 2014 E. 3.2; 8C_696/2013 vom 14. November 2013 E. 2).
3.6.�Ist die Gesundheitssch�digung typische Folge einer �usseren Einwirkung, so erlaubt dies allenfalls R�ckschl�sse auf die Ungew�hnlichkeit zu ziehen. Unter Umst�nden kann aufgrund des medizinischen Befundes erstellt sein, dass eine Sch�digung auf eine ungew�hnliche �ussere Einwirkung und somit auf ein Unfallereignis zur�ckzuf�hren ist. Der mangelnde Nachweis eines Unfalls l�sst sich zwar nur selten durch medizinische Feststellungen ersetzen. Diese dienen jedoch mitunter als Indizien im Beweis f�r oder gegen das Vorliegen eines Unfalls (BGE 134 V 72 E. 4.3.2.2 S. 81; Urteil 8C_126/2009 vom 10. Juni 2009 E. 4.1.2 und E. 4.2).
4.1.�Das kantonale Gericht schloss nach W�rdigung der Aktenlage darauf, dass sich der Versicherte am 25. August 2014 beim Hochheben des Enkelkindes die linke Schulter verletzt hat. Es hielt es f�r nachvollziehbar, dass dieser anl�sslich der Besprechung mit dem Aussendienstmitarbeiter der SUVA vom 17. September 2014 die Vermutung �usserte, seine Schulterbeschwerden k�nnten durch eine �berlastung durch den Gehstockgebrauch aufgrund der Achillessehnenruptur verursacht worden sein. Jene Besprechung habe den der SUVA gemeldeten Schadenfall einer Fussverletzung vom 25. Mai 2013 und deren Heilungsverlauf zum Gegenstand gehabt. Die Schulterverletzung sei vom Versicherten in diesem Zusammenhang nur deswegen erw�hnt worden, weil sie aus seiner Sicht die vorgesehene Wiedereingliederung in den Arbeitsprozess als nicht realistisch erscheinen liess. Die anstehende R�ckkehr an den Arbeitsplatz habe den Versicherten laut Bericht des Psychiatriezentrums F.________ vom 6. Oktober 2014 psychisch stark belastet. Das kantonale Gericht hielt es daher nicht f�r abwegig, dass der Beschwerdegegner anl�sslich des Besuchs des SUVA-Aussendienstmitarbeiters eine m�glicherweise falsche Schadensursache benannte. Am 6. Oktober 2014 hat der Versicherte laut Vorinstanz der zust�ndigen SUVA-Mitarbeiterin telefonisch mitgeteilt, am 25. August 2014 sei sein dreij�hriger Enkelsohn auf ihn zugerannt. Er habe diesen mit Schwung angehoben und herumgeschwungen. Die Arbeitgeberin habe der SUVA mit Schadenmeldung vom 7. Oktober 2014 eine Zerrung von Schulter und Oberarm im Zusammenhang mit dem Hochheben des Grosskindes als neues Ereignis angezeigt. Diesen Vorfall habe der Versicherte auch gegen�ber dem im September 2014 wegen der Schulterproblematik konsultierten Hausarzt geschildert. Die Tochter des Beschwerdegegners habe zudem den Hergang am 29. Oktober 2014 gegen�ber der SUVA schriftlich best�tigt.
4.2.�Die SUVA r�gt eine unrichtige Sachverhaltsfeststellung und bestreitet die Richtigkeit der vorinstanzlichen Sachverhaltsw�rdigung. Unter Berufung auf die Beweismaxime der "Aussage der ersten Stunde" macht sie geltend, aufgrund der initialen Angaben des Beschwerdegegners gegen�ber dem Aussendienstmitarbeiter der SUVA und dem Krankenversicherer, wonach er vermutlich aufgrund der Verwendung von Gehst�cken einen Schulterschaden erlitten habe, sei davon auszugehen, dass sich kein sinnf�lliges Ereignis zugetragen habe, das als Ursache f�r die Schulterproblematik in Frage kommen k�nnte. Ein besonderes Vorkommnis habe er damals auch auf ausdr�ckliche Nachfrage hin nicht zu bezeichnen vermocht. Die Korrektur der urspr�nglichen Angaben sei erst erfolgt, nachdem die SUVA m�ndlich mitgeteilt habe, dass sie f�r den Schulterschaden nicht leistungspflichtig sei.
4.3.�Die von der Beschwerdef�hrerin erw�hnte Beweismaxime kommt insbesondere dann zum Zuge, wenn die erste Schilderung des Geschehensablaufs mit sp�teren Darstellungen in wesentlichen Punkten nicht oder nicht mehr �bereinstimmt. Sie beruht auf der Erfahrung, dass die ersten spontanen Angaben einer versicherten Person in der Regel unbefangener und zuverl�ssiger sind als die nachtr�glich im Wissen um die rechtlichen Konsequenzen gemachten Depositionen.
Die Leistungsablehnung der SUVA vom 17. September 2014 bezog sich auf den allf�lligen Zusammenhang zwischen der Stockben�tzung wegen der Fussverletzung und den Schulterbeschwerden. Sie ber�hrte somit einen fr�heren Unfall, welcher nicht Gegenstand des vorliegenden Verfahrens bildet. Wenn der Versicherte im Zeitpunkt der Befragung zum fr�heren Unfallereignis zun�chst vermutete, die Schulterbeschwerden seien allenfalls darauf zur�ckzuf�hren, dass er �ber ein halbes Jahr lang an St�cken ging, ist dies nachvollziehbar. Ein anderer Schluss l�sst sich auch nicht aufgrund der identischen Meldung bei der Swica (vorleistungspflichtiger Krankentaggeldversicherer) ziehen. Es ist mit der Vorinstanz glaubhaft, dass sich der Versicherte in der Folge fragte, ob nicht der Vorfall mit dem Enkelkind f�r die Schulterverletzung verantwortlich gewesen sein k�nnte. Am 6. Oktober 2014 teilte er der zust�ndigen SUVA-Mitarbeiterin telefonisch mit, er habe am 25. August 2014 seine Enkelkinder geh�tet. Dabei sei sein dreij�hriger Enkelsohn auf ihn zugerannt. Er habe ihn mit Schwung angehoben und herumgeschwungen. Dem Beschwerdegegner vorzuwerfen, er habe nicht schon im Rahmen des Gespr�chs mit dem Aussendienstmitarbeiter vom 17. September 2014 auf dieses Ereignis hingewiesen, ist nicht gerechtfertigt. Gegen�ber der zust�ndigen SUVA-Mitarbeiterin legte dieser am 29. Oktober 2014 in nachvollziehbarer Weise dar, dass er zu jenem Zeitpunkt gar nicht an den Vorfall vom 25. August 2014 gedacht habe. Zudem schilderte er den Hergang nochmals gleich wie am 6. Oktober 2014. Seine Tochter legte am 29. Oktober 2014 schriftlich einen damit inhaltlich �bereinstimmenden Vorgang dar. D ie Schilderungen des Versicherten und seiner Tochter zum Vorfall sind plausibel und schl�ssig. Mit dem Hinweis im �berweisungsschreiben vom 18. September 2014 und im Arztzeugnis vom 21. Oktober 2014, wonach sich der kleine Enkel dem Patienten rennend in den Arm geworfen habe, hat Dr. med. C.________ das sinnf�llige Ereignis nicht grunds�tzlich anders, sondern allenfalls weniger pr�zis wiedergegeben. Ein entscheidender Widerspruch kann darin nicht erblickt werden. Zwar hat der Beschwerdegegner wegen der Schulterbeschwerden erst am 10. September 2014 seinen Hausarzt aufgesucht. Da er wegen der Fussbeschwerden regelm�ssig Schmerzmittel einnahm, versp�rte er an der Schulter offenbar unmittelbar keinen abnormen Schmerz. Insgesamt erscheinen die Angaben des Versicherten zum Ereignis vom 25. August 2014 mit der Vorinstanz koh�rent und glaubhaft.
5.1.�Das kantonale Gericht pr�fte im Weitern, ob das Auffangen und anschliessende Hochheben des auf den Versicherten zurennenden Enkelkindes einen unfall�hnlichen Vorfall darstellt. Es bejahte dies mit der Begr�ndung, dieser Vorgang stelle keine blosse Lebensverrichtung dar. Vielmehr sei damit eine dar�ber hinausgehende Dynamik mit einem gesteigerten Kraftaufwand einhergegangen.
5.2.�Die SUVA bestreitet unter Hinweis auf die bundesgerichtliche Rechtsprechung, dass im Hochheben des dreij�hrigen Enkels ein unfall�hnliches Ereignis erblickt werden kann. Beim gesamten Bewegungsablauf habe sich nichts Programmwidriges ereignet. Sie vergleicht den zu beurteilenden Sachverhalt unter anderem mit dem Anheben und anschliessenden Abdrehen einer ca. 20 kg schweren Waage durch einen Mann, dem Heben eines bepackten ca. 20 kg schweren Koffers durch eine Frau, dem Ausziehen eines 25 bis 30 kg schweren Rucksackes, dem Anheben einer 15 kg schweren B�cherkiste mit Schwung und dem Werfen eines 15 bis 20 kg schweren Sackes. In diesen bundesgerichtlich beurteilten F�llen wurde die Mitbeteiligung eines sch�digenden �usseren Faktors verneint (vgl. auch die �bersicht der bundesgerichtlichen Rechtsprechung von KILIAN RITLER, Die unfall�hnliche K�rpersch�digung [UKS], in: Unfall ? Novembertagung 2015 zum Sozialversicherungsrecht, 2016, S. 115 ff.).
5.3.�Die Argumentation der Beschwerdef�hrerin ist indessen nicht geeignet, die Betrachtungsweise der Vorinstanz zu entkr�ften. Eine �ussere Einwirkung mit erheblichem Sch�digungspotenzial ist als gegeben anzunehmen, wenn die zum einschiessenden Schmerz f�hrende T�tigkeit im Rahmen einer allgemein gesteigerten Gefahrenlage vorgenommen wurde oder die in Frage stehende Lebensverrichtung einer mehr als physiologisch normalen und psychologisch beherrschten Beanspruchung des K�rpers, insbesondere seiner Gliedmassen, gleichkommt (BGE 129 V 466 E. 4.2.2 S. 470; vgl. auch HANS-JAKOB MOSIMANN, Ungew�hnlichkeit des Ereignisses als Unfallmerkmal, in: Unfall ? Novembertagung 2015 zum Sozialversicherungsrecht, S. 49 ff.). Dies ist insbesondere der Fall, wenn ein besonderer Umstand dazu f�hrt, dass ein allt�gliches Geschehen unkontrollierbar wird. Anders als beispielsweise beim Aufstehen mit einem Kleinkind auf dem Arm (vgl. Urteil 8C_772/2009 vom 7. Mai 2010) handelt es sich beim Auffangen und Hochheben eines heranrennenden dreij�hrigen Knaben um einen Vorgang, der durchaus die Gefahr einer fehlerhaften Steuerung in sich birgt und den K�rper, namentlich Arme und Oberk�rper, mehr als normal beansprucht. Da mit dem Kind eine zus�tzliche physikalische Kraft und damit ein in den Bewegungsablauf hineinspielendes �usseres Moment auf den K�rper eingewirkt hat, ist die zu beurteilende Konstellation nicht vergleichbar mit den von der Beschwerdef�hrerin angef�hrten F�llen, denen ein besonderes Sch�digungspotenzial abgesprochen wurde. Vielmehr ist mit der Vorinstanz davon auszugehen, dass dem Vorfall mit dem Enkelkind ein gewisses gesteigertes Gef�hrdungspotenzial nicht aberkannt werden kann. Aufgrund des Hergangs liegt demnach das f�r die Annahme einer unfall�hnlichen K�rpersch�digung verlangte sinnf�llige �ussere Ereignis vor.
6.1.�Das kantonale Gericht hat sich �berdies mit der Frage befasst, ob sich der Beschwerdegegner beim Ereignis vom 25. August 2014 einen Sehnenriss im Sinne von Art. 9 Abs. 2 lit. f UVV zugezogen hat. Dabei hat es erwogen, der SUVA-Kreisarzt Dr. med. G.________ sei am 24. Oktober 2014 aufgrund des MRI-Befundes des Schultergelenks vom 14. Oktober 2014 von einer solchen Verletzung ausgegangen. Dagegen entspreche laut Kreisarzt die von Dr. med. E.________ im Bericht vom 20. Oktober 2014 angef�hrte Diagnose einer Bizepssehnenluxation keiner unfall�hnlichen K�rpersch�digung. Der behandelnde Orthop�de habe sich jedoch eine Neubeurteilung der Situation im Rahmen der arthroskopischen Revision vorbehalten. Im Operationsbericht vom 26. November 2014 habe dieser festgehalten, die luxierte Bizepssehne mit der arthroskopisch frischen Subscapularissehne spreche f�r ein traumatisches Ereignis der L�sion. Ob mit der intraoperativen Erkenntnis des Dr. med. E.________ eine Listenverletzung im Sinne von Art. 9 Abs. 2 lit. f UVV nachgewiesen wurde, l�sst sich laut Vorinstanz nicht ohne erg�nzende spezial�rztliche Beurteilung entscheiden. Sie hat die Sache daher zur Veranlassung der entsprechenden Abkl�rungen an die SUVA zur�ckgewiesen.
6.2.�Dagegen bringt die SUVA keine begr�ndeten Einwendungen vor. Es ist Aufgabe des Arztes zu beurteilen, ob eine Listenverletzung vorliegt. Da die derzeitige medizinische Aktenlage mit dem kantonalen Gericht keine abschliessende Beurteilung zul�sst, ist die R�ckweisung der Sache an die SUVA zur erg�nzenden Abkl�rung und neuem Entscheid nicht zu beanstanden.
Bei diesem Verfahrensausgang sind die Gerichtskosten (Art. 65 Abs. 1 und Abs. 4 lit. a BGG) von der Beschwerdef�hrerin als unterliegender Partei zu tragen (Art. 66 Abs. 1 BGG). Sie hat dem Beschwerdegegner �berdies eine Parteientsch�digung zu bezahlen (Art. 68 Abs. 1 und 2 BGG).

References: Art. 9
 Art. 4
 Art. 6
 Art. 7
 Art. 9
 Art. 9
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 Art. 9
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 BGE 
 Art. 9
 Art. 9
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