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Timestamp: 2016-10-22 16:06:25+00:00

Document:
8C_446/2013 (14.11.2013)
8C_446/2013 � � Urteil vom 14. November 2013
Unfallversicherung (Kausalit�t),
Beschwerde gegen den Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 30. April 2013.
Die 1971 geborene H.________ war seit 1. Februar 2002 bei der M.________ AG als Einpackerin/Paketmacherin angestellt und dadurch bei der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (SUVA) obligatorisch gegen die Folgen von Unf�llen versichert. Am 25. November 2005 verlor sie die Beherrschung �ber das von ihr auf verschneiter Strasse gelenkte Auto und kollidierte mit zwei neben der gegen�berliegenden Fahrbahn parkierten Fahrzeugen (vgl. Rapport der Kantonspolizei X.________ vom 1. Dezember 2005). Der gleichentags aufgesuchte Dr. med. S.________, Chiropraktor, veranlasste eine radiologische Untersuchung (vgl. Bericht des R�ntgeninstituts "Z.________" vom 2. Dezember 2005) und hielt im Bericht vom 11. Januar 2006 fest, die Patientin habe �ber sofort einsetzende, cervical und lumbal betonte Panvertebralbeschwerden geklagt. Die von diesem Arzt empfohlene kreis�rztliche Untersuchung ergab, dass objektiv kein aussagekr�ftiger pathologischer Befund festgestellt werden konnte; die Schmerzangaben waren derart diffus, �berzeichnet und bei wiederholter Pr�fung different, dass ein zus�tzliches psychosomatisches Moment oder gar eine relativ bewusstseinsnahe Verdeutlichungstendenz nicht auszuschliessen war (Bericht des Dr. med. L._______, Kreisarzt SUVA, vom 7. M�rz 2006). Die SUVA erbrachte die gesetzlichen Leistungen (Heilbehandlung; Taggeld) und t�tigte umfangreiche weitere medizinische und andere Abkl�rungen, unter anderem in der Klinik A.________, wo sich die Versicherte vom 4. M�rz bis 1. April 2009 aufhielt. Deren �rzte kamen laut Austrittsbericht vom 3. April 2009 zum Schluss, es sei ein chronisches myofasziales Schmerzsyndrom mit Auspr�gung einer halbseitigen Schmerz- und Sensibilit�tsst�rung links bei ausgepr�gter muskul�rer Dysbalance und Haltungsinsuffizienz sowie eine anhaltende somatoforme Schmerzst�rung (ICD-10: F45.4) und Major Depression leichten Auspr�gungsgrades (ICD-10: F32.0) zu diagnostizieren; bei fraglicher Leistungsbereitschaft und Kooperation habe keine Verbesserung der Schmerzsymptomatik bzw. keine Belastungssteigerung erzielt werden k�nnen; eine weiterf�hrende psychotherapeutische Betreuung sei deutlich indiziert, um die physische Aktivit�t zu steigern sowie eine sinnvolle Tagesstruktur zu erarbeiten.
Am 6. April 2009 prallte ein Personenwagen in das Heck des von der Versicherten gelenkten und gebremsten Autos (vgl. Rapport der Kantonspolizei Y.________ vom 11. April 2009). Gem�ss Austrittsbericht des Spitals T.________, vom 20. April 2009, wo sie ab Unfalltag hospitalisiert war, war bei akuter Exazerbation des vorbestehenden chronischen Schmerzsyndroms und erheblicher psychischer Komponente eine erneute station�re Rehabilitation zu empfehlen, die vom 27. Juli bis 15. August 2009 in der Klinik B.________ durchgef�hrt wurde (vgl. Austrittsbericht vom 11. September 2009). Die SUVA erbrachte auch f�r die Folgen dieses Unfalles die gesetzlichen Leistungen und t�tigte zus�tzliche medizinische und anderweitige Abkl�rungen. Laut Bericht des Dr. med. D.________, Facharzt FMH f�r Physikalische Medizin und Rehabilitation, Kreisarzt, SUVA, vom 21. Dezember 2009 war der therapierbare Endzustand angesichts des fehlenden Nutzens von insgesamt drei station�ren Rehabilitations- und zus�tzlichen vielseitigen Behandlungsmassnahmen auf somatischer Ebene betrachtet erreicht.
Am 21. Mai 2010 st�rzte die Versicherte auf einer Treppe auf den R�cken und rutschte f�nf Stufen hinunter (Schadenmeldung UVG f�r arbeitslose Personen der Unia Arbeitslosenkasse, vom 21. Juni 2010). Der am 25. Mai 2010 konsultierte Dr. med. S.________ verneinte eine Unfallkausalit�t der geltend gemachten Beschwerden mit Blick auf die vorbestandenen "Lumbalprobleme geringeren Ausmasses r�ckgehend auf die Unf�lle von 2005 und 2009" (Bericht vom 30. Juli 2010). Laut dem gest�tzt auf eine kreis�rztliche Untersuchung verfassten Bericht des Dr. med. W.________, Facharzt FMH Chirurgie, SUVA, vom 2. Dezember 2010 erlitt die Versicherte beim Treppensturz ausweislich der �rztlichen Abkl�rungen weder eine Fraktur noch sonst eine Luxation im Bereich des R�ckens, weshalb aus medizinischer Sicht, unabh�ngig davon, inwieweit die Wirbels�ule degenerativ vorgesch�digt gewesen war, l�ngstens f�r den Zeitraum von sechs Monaten von einer unfallbedingten Verschlimmerung der geltend gemachten Beschwerden ausgegangen werden konnte.
Am 27. Dezember 2010 verlor die Versicherte ihren Angaben gem�ss auf vereister Strasse die Kontrolle �ber das von ihr gelenkte Auto, das in einem Strassengraben zum Stillstand kam (Schadenmeldung UVG f�r arbeitslose Personen der Unia Arbeitslosenkasse, vom 1. April 2011). Die SUVA legte die von den bosnischen �rzten am 30. Dezember 2010 angefertigen radiologischen Aufnahmen der HWS und LWS der Klinik C.________ vor, die in Kenntnis auch anderer vorangeganger radiologischer Untersuchungen zum Schluss kam, es liessen sich "leichtgradige, im Verlauf zu den Voruntersuchungen station�re degenerative Ver�nderungen der HWS (betreffend die Segmente C3-C6) sowie leichtgradige degenerative Ver�nderungen im unteren BWS-Bereich und im thorakolumbalen �bergangsbereich, im Verlauf soweit beurteilbar station�r", feststellen.
Unter anderem gest�tzt auf die �rztliche Abschlussuntersuchung des Dr. med. W.________, Facharzt f�r Chirurgie FMH, Kreisarzt, SUVA, vom 22. Dezember 2011 stellte die SUVA mit Verf�gung vom 26. Januar 2012 die bislang erbrachten Leistungen (Heilbehandlung; Taggeld) per 1. M�rz 2012 ein und verneinte ab diesem Zeitpunkt einen rechtserheblichen Kausalzusammenhang der weiterhin geltend gemachten gesundheitlichen Beeintr�chtigungen mit den Unf�llen vom 25. November 2005, 6. April 2009 sowie 27. Dezember 2010 und deren Folgen; hinsichtlich des Unfalles vom 21. Mai 2010 hielt sie fest, die geklagten lumbalen Beschwerden seien nicht mehr �berwiegend wahrscheinlich darauf zur�ckzuf�hren. Daran hielt sie auf Einsprache hin fest (Einspracheentscheid vom 1. Mai 2012).
Die hiegegen eingereichte Beschwerde hat das Versicherungsgericht des Kantons St. Gallen abgewiesen (Entscheid vom 30. April 2013).
Mit Beschwerde l�sst H.________ beantragen, unter Aufhebung des vorinstanzlichen Entscheids seien ihr �ber den 1. M�rz 2012 hinaus weiterhin die versicherungsrechtlichen Leistungen, inbesondere Taggelder, Heilungskosten, eventuell eine Rente und eine Integrit�tsentsch�digung zuzusprechen; eventualiter sie die Sache an die Vorinstanz oder die IV-Stelle zur weiteren Abkl�rung zur�ckzuweisen. Ferner wird um Bewilligung der unentgeltlichen Rechtspflege f�r das bundesgerichtliche Verfahren ersucht.
Streitig ist, ob die Beschwerdef�hrerin ab 1. M�rz 2012 weiterhin Anspruch auf Leistungen der obligatorischen Unfallversicherung hat.
3.1.�Hinsichtlich des Unfalles vom 21. Mai 2010 (Treppensturz) und dessen Folgen (lumbale Beschwerden) ist mit der Vorinstanz gest�tzt auf den kreis�rztlichen Bericht des Dr. med. W.________ vom 2. Dezember 2010 ohne Weiteres anzunehmen, dass der status quo sine vel ante sp�testens nach Ablauf von sechs Monaten erreicht gewesen, mithin der nat�rliche Kausalzusammenhang weggefallen war (vgl. dazu Urteil U 6/05 vom 27. April 2005 E. 1.2 mit Hinweisen). In antizipierender Beweisw�rdigung ist von zus�tzlichen Abkl�rungen abzusehen, da davon keine neuen Erkenntnisse zu erwarten sind (vgl. dazu BGE 124 V 90 E. 4b S. 94).
3.2.1.�In Bezug auf die Unf�lle vom 25. November 2005, 6. April 2009 und 27. Dezember 2010 ist zun�chst zu pr�fen, ob im Zeitpunkt der Leistungseinstellung (1. M�rz 2012) von der Fortsetzung der �rztlichen Behandlung noch eine namhafte Besserung des Gesundheitszustandes erwartet werden konnte und allf�llige Eingliederungsmassnahmen der Invalidenversicherung (IV) abgeschlossen waren (Art. 19 Abs.1 Satz 1 UVG; BGE 134 V 109 E. 4.3 und E. 5 S. 115). Von der Beurteilung dieser Frage h�ngt ab, ob die Beschwerdef�hrerin weiterhin Anspruch auf die vor�bergehenden Leistungen (Heilbehandlung; Taggeld) hat (vgl. Art. 19 Abs. 1 Satz 2 UVG).
3.2.2.�Eingliederungsmassnahmen der IV standen im Zeitpunkt des Fallabschlusses unstreitig nicht zur Diskussion. Die Beschwerdef�hrerin macht aber geltend, schon angesichts des komplexen unfallbedingten Krankheitsbildes h�tte das kantonale Gericht ein umfassendes interdisziplin�res Gutachten einholen m�ssen. Entgegen dessen Auffassung k�nne nicht auf den Bericht des Kreisarztes Dr. med. W.________ vom 22. Dezember 2011 abgestellt werden, weil er im Rahmen der Abschlussuntersuchung trotz klarer Anhaltspunkte weder ein neurologisches noch ein psychiatrisches Konsilium eingeholt habe. Das kantonale Gericht habe den audio-neurootologischen Bericht des Dr. med. R.________, Spezialarzt FMH f�r Otorhinolaryngologie, vom 29. November 2011 in die Beweisw�rdigung nicht einbezogen, obwohl dieser die weiterhin behandlungsbed�rftigen Folgen (Cervico-Cephalgien mit cervicogener Schwindelkomponente) des mehrfach erlittenen cervico-encephalen Akzelerations-/Dezelerationstraumas mittels der dynamischen Posturographie habe objektivieren und gest�tzt darauf neue Behandlungsm�glichkeiten habe empfehlen k�nnen. Sodann st�tze sich das kantonale Gericht zu Unrecht auf das von der IV veranlasste, vor dem letzten Unfall vom 27. Dezember 2010 erstellte und damit unzureichende Gutachten der MEDAS vom 28. April 2010. Schliesslich habe es die im kantonalen Verfahren eingereichten Berichte des Dr. med. K.________, Facharzt FMH f�r Neurologie, vom 15. M�rz 2012 sowie des Dr. med. N.________, Psychiatrie und Psychotherapie, vom 31. Mai 2012 nicht gew�rdigt.
3.2.3.1.�Ob von der Fortsetzung der �rztlichen Behandlung eine namhafte Besserung des Gesundheitszustandes erwartet werden kann, beurteilt sich namentlich nach Massgabe der zu erwartenden Steigerung oder Wiederherstellung der Arbeitsf�higkeit, soweit sie unfallbedingt beeintr�chtigt war. Dabei verdeutlicht die Verwendung des Begriffes "namhaft" des Gesetzgebers, dass die durch weitere Heilbehandlung zu erwartende Besserung ins Gewicht fallen muss. Unbedeutende Verbesserungen gen�gen nicht (BGE 134 V 109 E. 4.3 S. 115 mit Hinweisen). Sodann gilt, dass der Gesundheitszustand der versicherten Person prognostisch und nicht aufgrund retrospektiver Feststellungen zu beurteilen ist (RKUV 2005 Nr. U 557 S. 388, U 244/04 E. 3.1 mit Hinweisen; vgl. auch Urteil 8C_849/2011 vom 29. Mai 2012 E. 3.2)
3.2.3.2.�Die Vorbringen der Beschwerdef�hrerin gegen die vorinstanzliche Beweisw�rdigung und das gest�tzt darauf getroffene Ergebnis sind nicht stichhaltig. Wie das kantonale Gericht anhand des Urteils U 197/04 vom 29. M�rz 2006 E. 3.2 zutreffend erkannt hat, ist mit der wissenschaftlich anzuerkennenden Untersuchungsmethode der dynamischen Posturographie nicht zuverl�ssig zu ermitteln, ob eine geltend gemachte Gleichgewichtsst�rung auf einen Unfall zur�ckzuf�hren ist und damit den Anspruch auf die vor�bergehenden Leistungen zu begr�nden vermag. Inwiefern von dieser Rechtsprechung abzuweichen ist, legt die Beschwerdef�hrerin nicht dar. Dem angerufenen Bericht des Dr. med. R.________ vom 29. November 2011 sind zudem keine konkreten Anhaltspunkte zu entnehmen, dass sich der Gesundheitszustand mit zus�tzlichen medizinischen Massnahmen wesentlich verbessern liesse. Weiter ist den Vorbringen der Beschwerdef�hrerin zu entgegnen, dass auch Dr. med. K.________ mit Bericht vom 15. M�rz 2012 anl�sslich seiner konsiliarischen Untersuchung keine die Arbeitsf�higkeit beeintr�chtigenden medizinischen Befunde festhielt; er wies einzig auf die von Dr. med. N.________ verordnete Medikation hin, die mit zwei sedativ wirkenden Medikamenten erg�nzt werden k�nne. Dr. med. N.________ hielt, was die Beschwerdef�hrerin weiter �bersieht, im psychiatrischen Bericht vom 31. Mai 2012 fest, �ber die m�gliche Kausalit�t lasse sich nur spekulieren; die Prognose sei bei zweifellos vorhandener erh�hter Vulnerabilit�t schlecht. Insgesamt betrachtet ist daher nicht zu ersehen, inwiefern von zus�tzlichen �rztlichen Ausk�nften neue Erkenntnisse in Bezug auf die zur Diskussion stehende und prognostisch zu beurteilende Rechtsfrage (vgl. dazu RKUV 2005 Nr. U 557 S. 388, U 244/04 E. 3.1 mit Hinweisen; zuletzt Urteil 8C_258/2013 vom 16. Oktober 2013 E. 3.3.1 mit Hinweis) gewonnen werden k�nnte, mit medizinischen Massnahmen sei eine namhafte Besserung des Gesundheitszustands ab 1. M�rz 2012 zu erreichen gewesen.
4.1.�Zu pr�fen ist weiter, ob die �ber den 1. M�rz 2012 hinaus geltend gemachten gesundheitlichen Beeintr�chtigungen in einem rechtserheblichen Kausalzusammenhang mit den Unf�llen vom 25. November 2005, 6. April 2009 und 27. Dezember 2010 und deren Folgen standen. Zu den dabei zu beachtenden Rechtsgrundlagen wird auf die zutreffende Darstellung im vorinstanzlichen Entscheid verwiesen.
4.2.�Das kantonale Gericht hat erkannt, dass die Frage des nat�rlichen Kausalzusammenhangs letztlich offen gelassen werden k�nne, da jedenfalls die nach der f�r Schleudertraumen der HWS oder gleichgestellter Verletzungen ohne organisch nachweisbare Funktionsausf�lle entwickelten Rechtsprechung zu pr�fende Ad�quanz (BGE 134 V 109, 117 V 359) zu verneinen sei.
4.3.�Der Beschwerdef�hrer macht vorab geltend, entgegen der vorinstanzlichen Auffassung m�sse eine gesamthafte Pr�fung aller Unf�lle vorgenommen werden, was zur Folge habe, dass mindestens von einer "mittelschweren Unfallgeschichte", die insgesamt betrachtet an der Grenze schwerer Ereignisse liege, auszugehen sei. Nach der vorinstanzlich zutreffend zitierten Rechtsprechung (vgl. auch Urteil 8C_477/2008 vom 19. Dezember 2008 E. 6.1 mit weiteren Hinweisen) ist indessen grunds�tzlich die Ad�quanz f�r jeden Unfall gesondert zu beurteilen, wenn die versicherte Person mehr als einen Unfall mit Schleudertrauma der HWS oder �quivalenter Verletzung erlitten hat. Die wiederholte Betroffenheit desselben K�rperteils kann aber bei der Ad�quanzpr�fung insbesondere dann ber�cksichtigt werden, wenn die Auswirkungen der verschiedenen Ereignisse auf gewisse Beschwerden und/oder auf Grad und Dauer der Arbeitsunf�higkeit nicht voneinander abgegrenzt werden k�nnen. Der hinreichend nachgewiesenen, durch einen fr�heren versicherten Unfall verursachten dauerhaften Vorsch�digung der HWS kann diesfalls im Rahmen der Pr�fung der einzelnen Kriterien - beispielsweise der besonderen Art der Verletzung, der erheblichen Arbeitsunf�higkeit trotz ausgewiesener Anstrengungen oder der fortgesetzt spezifischen, belastenden �rztlichen Behandlung (vgl. BGE 134 V 109 E. 10.3 S. 130) - Rechnung getragen werden. Anhand dieser Pr�missen ist im Folgenden die vorinstanzliche Ad�quanzbeurteilung zu pr�fen.
4.4.1.�Das kantonale Gericht hat mit nicht zu beanstandender Begr�ndung erwogen, dass die Verkehrsunf�lle vom 25. November 2005 und 6. April 2009, ausgehend vom allein massgeblichen augenf�lligen Geschehensablauf her betrachtet (vgl. dazu BGE 134 V 109 E. 10.1 S. 126), als mittelschwere, an der Grenze zum Bereich der leichten Unf�lle liegende Ereignisse einzustufen sind. Hinsichtlich des Verkehrsunfalles vom 27. Dezember 2010 ist jedoch aufgrund des vorinstanzlich festgestellten und nicht bestrittenen Sachverhalts von einem unerheblichen Geschehen auszugehen: Die Versicherte kam ihren Angaben gem�ss in ihrem Heimatland mit dem von ihr gelenkten Auto auf verschneiter Strasse von der Fahrbahn ab, das rechtsseitig einen Lattenzaun und ein Geb�sch streifte und in einem Graben zum Stillstand kam; die am Fahrzeug dokumentierten Besch�digungen auf der rechten Seite (vgl. Bericht des Expertenb�ros F.________, vom 31. Januar 2011) sowie die vom kantonalen Gericht zitierten �rztlichen Dokumente (worunter auch die radiologischen Aufnahmen der bosnischen �rzte) belegen keine derart heftige Kollision, dass ein mittelschwerer Unfall angenommen werden k�nnte (vgl. zur Kasuistik hinsichtlich anzunehmender leichter Verkehrsunf�lle: SVR 2010 UV Nr. 10 S. 40, 8C_626/2009 E. 4.2.2 mit Hinweisen), weshalb der ad�quate Kausalzusammenhang mit den geltend gemachten Beschwerden ohne Pr�fung der unfallbezogenen Kriterien von vornherein zu verneinen ist. Aufgrund der gesonderten Ad�quanzbeurteilung ist damit nur in Bezug auf die Unf�lle vom 25. November 2005 und 6. April 2009 und deren Folgen zu pr�fen, ob die Vorinstanz die einzelnen Kriterien zutreffend gew�rdigt und den ad�quaten Kausalzusammenhang zu Recht verneint hat.
4.4.2.1.�Unbestritten ist, dass sich keiner der zwei letztgenannten Unf�lle unter besonders dramatischen Begleitumst�nden ereignete und dass sie - objektiv betrachtet - auch nicht von besonderer Eindr�cklichkeit waren.
4.4.2.2.�Die Beschwerdef�hrerin macht aber geltend, dass bei anzunehmender wiederholter Betroffenheit der HWS das unfallbezogene Ad�quanzkriterium der Schwere oder besonderen Art der erlittenen Verletzung in ausgepr�gter Weise bejaht werden m�sse. Sie �bersieht, dass gem�ss nicht zu beanstandendem vorinstanzlichem Entscheid zumindest fraglich ist, ob sie beim ersten Unfall vom 25. November 2005 angesichts fehlender Latenz der daf�r typischen Symptomatik ein Schleudertrauma der HWS erlitten hatte. Die Vorinstanz hat diesen Punkt offen gelassen und ist zutreffend davon ausgegangen, dass jedenfalls nicht von einer nachgewiesenermassen durch einen fr�heren Unfall verursachten erheblichen Vorsch�digung der HWS und entsprechender Symptomatik gesprochen werden kann (vgl. dazu Urteil 8C_477/2008 vom 19. Dezember 2008 E. 6.1 mit Hinweis). Die Auffahrkollision vom 6. April 2009 war geeignet, zu der im erstbehandelnden Spital T.________ diagnostizierten Exacerbation des vorbestehenden chronischen Schmerzsyndroms mit cericogenem Schwindel (Austrittsbericht vom 20. April 2009) beizutragen, bereits anl�sslich der kreis�rztlichen Untersuchung vom 21. Dezember 2009 gab die Versicherte indessen nicht mehr spezifisch auf die HWS bezogene, sondern auf den ganzen R�cken ausgebreitete generalisierte Beschwerden an. Unter diesen Umst�nden ist nicht zu beanstanden, wenn das kantonale Gericht das angesprochene Ad�quanzkriterium h�chstens in durchschnittlicher Weise als erf�llt betrachtet hat.
4.4.2.3.�Auch die weiteren Vorbringen der Beschwerdef�hrerin lassen den Schluss nicht zu, dass der ad�quate Kausalzusammenhang zwischen den Unf�llen vom 25. November 2005 und 6. April 2009 mit den weiterhin geltend gemachten gesundheitlichen Beeintr�chtigungen zu bejahen ist. Sie stellt nicht in Abrede, dass sie trotz vorhandenen Potentials zu keinem Zeitpunkt Anstrengungen unternahm, die ihr verbliebene Arbeitsf�higkeit zu verwerten (vgl. dazu BGE 134 V 109 E. 10.2.7 S. 129 f.). Dieser Umstand ist als starkes Indiz gegen die Annahme eines ad�quaten Kausalzusammenhangs zu werten. Das kantonale Gericht hat zutreffend erwogen, dass die station�r und ambulant durchgef�hrten Rehabilitationsmassnahmen hinsichtlich der somatisch geltend gemachten Beschwerden allesamt fehl schlugen, ohne dass daf�r ein hinreichendes klinisches Korrelat gefunden werden konnte. Wohl stellte die nach dem Unfall vom 6. April 2009 ein- bis zweimal monatlich in Anspruch genommene psychiatrische Therapie einen Hinweis f�r eine fortgesetzt spezifische, belastende �rztliche Behandlung dar; indessen konnte daraus nicht ohne Weiteres auf unfallbezogene erhebliche Beschwerden geschlossen werden, zumal das soziale Leben ausweislich der Akten nicht erheblich beeintr�chtigt gewesen sein d�rfte. Die Beschwerdef�hrerin verkennt insgesamt, dass die �rzte bereits kurze Zeit nach dem ersten Unfall vom 25. November 2005 wegen unspezifischer Schmerzangaben (vgl. Bericht des Dr. med. L._______ vom 7. M�rz 2007) und fraglicher Leistungsbereitschaft (vgl. Bericht der Klinik A.________ vom 3. April 2009) von einem generalisiertem Schmerzsydrom im Bereich des R�ckens ohne spezifisch nachweisbare Ursache ausgingen und daher im Wesentlichen nur Rehabilitationsmassnahmen im Sinne einer aktiven k�rperlichen, durch psychiatrische Behandlung zu st�tzende Rekonditionierung empfehlen konnten. Daran �nderte sich nach dem Unfall vom 6. April 2009 mit Exacerbation der weiterhin geltend gemachten Beschwerden nichts (vgl. Bericht des Dr. med. D.________ vom 21. Dezember 2009). Wohl mag zutreffen, dass Dr. med. R.________ Gleichgewichtsst�rungen objektivieren konnte (vgl. E. 3.2.3.2 ab initio hievor), mangels einer spezifisch auf die diagnostizierten Schwindelbeschwerden durchgef�hrten Therapie l�sst sich aus dessen Bericht vom 29. November 2011 ad�quanzrechtlich jedoch nichts gewinnen. Auch die weiteren Vorbringen der Beschwerdef�hrerin ersch�pfen sich im Wesentlichen in der R�ge, das kantonale Gericht habe den Sachverhalt in Verletzung der ihr obliegenden Untersuchungspflicht (vgl. Art. 61 lit. c ATSG) ungen�gend abgekl�rt, weshalb ihre Ad�quanzbeurteilung auf unvollst�ndigen Beweisgrundlagen beruhe. Sie verkennt, dass der Voraussetzung des ad�quaten Kausalzusammenhangs auch bei denjenigen Gesundheitssch�den die Funktion einer Haftungsbegrenzung zukommt, die aus �rztlicher Sicht mit �berwiegender Wahrscheinlichkeit als nat�rliche Unfallfolge gelten k�nnen (BGE 125 V 456 E. 5c S. 462, 123 V 98 E. 3b S. 102 mit Hinweisen). Von den beantragten Abkl�rungen ist daher auch im vorliegenden Zusammenhang abzusehen.
4.4.3.�Zusammengefasst ist mit der Vorinstanz festzuhalten, dass von den zu pr�fenden, objektiv fassbaren und unmittelbar mit den Unf�llen vom 25. November 2005 und 6. April 2009 in Zusammenhang stehenden oder als Folge davon erscheinenden Umst�nden, die als massgebende Kriterien in die Gesamtw�rdigung einzubeziehen sind (vgl. BGE 134 V 109 E. 10.1 S. 126 f. in Verbindung mit E. 10.3 S. 130), allenfalls diejenigen der Schwere oder besonderen Art der erlittenen Verletzung, der fortgesetzt spezifischen belastenden �rztlichen Behandlung sowie der erheblichen Beschwerden erf�llt waren, allerdings ohne besondere Auspr�gung. Daher ist in Best�tigung des vorinstanzlichen Entscheids der ad�quate Kausalzusammenhang mit den �ber den 1. M�rz 2012 hinaus geltend gemachten gesundheitlichen Beeintr�chtigungen zu verneinen.
Dem Gesuch um Gew�hrung der unentgeltlichen Rechtspflege ist stattzugeben, da die Bed�rftigkeit ausgewiesen ist, die Beschwerde nicht als aussichtslos bezeichnet werden kann und die anwaltliche Vertretung geboten war (Art. 64 Abs. 1 und 2 BGG; vgl. BGE 125 V 201 E. 4a S. 202 und 371 E. 5b S. 372). Die Beschwerdef�hrerin wird indessen darauf hingewiesen, dass sie der Gerichtskasse Ersatz zu leisten hat, wenn sie sp�ter dazu in der Lage ist (Art. 64 Abs. 4 BGG).
Der Beschwerdef�hrerin wird die unentgeltliche Rechtspflege gew�hrt und Rechtsanwalt Matthias Horschik wird als unentgeltlicher Anwalt bestellt.

References: BGE 
 BGE 
 Art. 19
 BGE 
 BGE 
 BGE 
 Art. 61
 BGE 
 BGE