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Timestamp: 2020-08-05 12:49:07+00:00

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Versicherungslexikon Gesundheit
Das Versicherungslexikon bietet Ihnen eine alphabetische Übersicht der Begriffe, die oftmals im Zusammenhang mit Gesundheit genannt werden oder für den Versicherungsvertrag von Bedeutung sind.
Nach § 2 der Gebührenordnung für Ärzte kann eine davon abweichende Vereinbarung (Abdingung) hinsichtlich der Höhe der Vergütung getroffen werden; eine Abdingung hinsichtlich der Gebührenordnung als Ganzes ist jedoch nicht möglich. Eine solche Vereinbarung zwischen dem Arzt und dem Zahlungspflichtigen bedarf der Schriftform und ist vor Beginn der Behandlung zu treffen. Die Abdingungserklärung muss die beiderseits vereinbarte Vergütungshöhe, d.h. einen höheren als den in der Gebührenordnung vorgesehenen Höchstsatz (Steigerungssatz bzw. Multiplikator) sowie die Feststellung enthalten, dass eine Erstattung der Vergütung durch die Erstattungsstellen möglicherweise nicht in vollem Umfang gewährleistet ist. Darüber hinaus darf sie keine weiteren Erklärungen enthalten. Der Arzt muss dem Zahlungspflichtigen einen Abdruck der Vereinbarung aushändigen.
Nach § 5 der Musterbedingungen (MB/KT) besteht keine Leistungspflicht für Arbeitsunfähigkeit wegen Krankheiten und Unfallfolgen, die auf eine durch Alkoholgenuss bedingte Bewusstseinsstörung (Trunkenheit) zurückzuführen sind. Die Krankheit oder Unfallfolge muss ursächlich auf die alkoholbedingte Bewusstseinsstörung, d.h. die (auch nur teilweise) gestörte Wahrnehmung und/oder bewusste Steuerung des Handelns der Person zurückzuführen sein.
Nach § 2 Abs. 2 der Bundespflegesatzverordnung (BPflV) umfassen die allgemeinen Krankenhausleistungen alle Leistungen des Krankenhauses, die für eine nach Art und Schwere der Erkrankung des Patienten medizinisch zweckmäßige und ausreichende Versorgung erforderlich sind. Dazu gehören bspw. auch die vom Krankenhaus veranlassten Leistungen Dritter und die aus medizinischen Gründen erforderliche Mitaufnahme einer Begleitperson des Patienten ("Rooming in").
Das AGG ist im August 2006 in Kraft getreten. Dieses Gesetz verwirklicht für den Bereich der privaten Versicherungen die Vorgaben mehrerer EU-Richtlinien zur Gleichbehandlung von Frauen und Männern.
Gemäß § 8a Abs. 2 der Musterbedingungen (MB/KK und MB/KT) dürfen wegen des Älterwerdens der versicherten Person die Beiträge nicht erhöht oder die Leistungen gekürzt werden, soweit laut Geschäftsplan hierfür eine Deckungsrückstellung zu bilden ist. Mit Ausnahme bestimmter Tarife für Studenten (PSKV), Beamtenanwärter, Auslandsreisen und der Zahntarife werden in den meisten Tarifen der PKV während der ersten Hälfte der Vertragslaufzeit Teile des Monatsbeitrages zum Ausgleich erhöhter Inanspruchnahme von Versicherungsleistungen mit steigendem Alter verzinslich angespart. Dieser "Sparbeitrag" ist der Teil des vom Versicherten gezahlten Monatsbeitrages, der in jüngeren Jahren den reinen "Risikobeitrag" für die laufenden Versicherungsleistungen übersteigt. Der Risikobeitrag zur Deckung der laufenden Versicherungsleistungen steigt entsprechend den Versicherungsleistungen an den Kunden mit zunehmendem Alter. Bei einem bestimmten Lebensalter des Versicherten entspricht der Monatsbeitrag des Versicherten exakt den aktuellen Versicherungsleistungen (Monatsbeitrag = Risikobeitrag), in der folgenden Vertragslaufzeit werden die bis dahin angesparten Beitragsanteile (= Alterungsrückstellung) dazu verwendet, die Differenz zwischen dem für die Versicherungsleistungen erforderlichen, mit dem Älterwerden steigenden Risikobeitrag, und dem tatsächlich vom Versicherten gezahlten Monatsbeitrag zu decken. Der Monatsbeitrag zur privaten Krankenversicherung ist grundsätzlich als über die gesamte Vertragslaufzeit konstanter Beitrag kalkuliert.
Der ambulante Pflegedienst unterstützt Pflegebedüftige und ihre Angehörigen bei der Pflege zu Hause. Er bietet Familien Unterstüzung und Hilfe im Alltag, damit pflegende Angehörige z. B. Beruf und Betreuung besser organisieren können. Das Personal des Pflegedienstes kommt zu den Pflegebedüftigen nach Hause und hilft fach- und sachkundig bei der täglichen Pflege.
Der Wohngruppenzuschlag, den Pflegebedürftige aus der Pflegeversicherung erhalten, wenn sie eine gemeinsam beauftragte Person in einer ambulant betreuten Wohngruppe mit mindestens drei Pflegebedürftigen oder drei Personen in der sogenannten „Pflegestufe 0“ beschäftigen, beträgt seit dem 1. Januar 2015 205 Euro pro Monat.
Der Antrag ist eine einseitig, empfangsbedürftige Willenserklärung, die auf den Abschluss eines Vertrags gerichtet ist und so angelegt sein muss, dass der Erklärungsgegner sie durch ein einfaches "Ja" annehmen kann. Der Antrag wird zumeist mit Hilfe eines Formulars des Versicherers gestellt, das alle zur Beurteilung des Risikos relevanten Informationen erfragt. Der Antrag hat in der Privaten Krankenversicherung eine besondere Bedeutung für die Gesundheitsprüfung des Versicherers, weshalb falsche, fehlerhafte oder fehlende Angaben den Versicherungsschutz gefährden können.
Unter einer Anwartschaftsversicherung (AWV) versteht man ein Ruhen des Versicherungsverhältnisses gegen Zahlung eines Beitrages. Der Abschluss einer Anwartschaftsversicherung ist nur möglich, wenn ein Anwartschaftsgrund vorliegt. Die Gründe hierfür können sein:
Der Arbeitgeber muss für einen in der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) versicherungspflichtigen Arbeitnehmer einen Teil des Beitrags zur Sozialversicherung, entrichten. Der Arbeitgeberanteil am Beitrag der GKV beträgt 50 Prozent des Beitragssatzes der Krankenkasse des Arbeitnehmers.
Arbeitnehmer, Höhe der Tagegeldversicherung
Arbeitslosigkeit, Tagegeldversicherung
Nach § 15, Abschnitt a) endet die Tagegeldversicherung hinsichtlich des betroffenen Versicherten zum Ende des Monats, in dem eine tarifliche Voraussetzung für die Versicherungsfähigkeit wegfällt; bei Arbeitsunfähigkeit in einem bereits eingetretenen Versicherungsfall endet das Versicherungsverhältnis nach Ablauf der tariflichen Leistungspflicht, spätestens jedoch drei Monate nach dem Wegfall der Voraussetzung.
Nach § 3 Abs. 4 der Musterbedingungen (MB/KK) können, falls der Tarif dies vorsieht, die allgemeine und die besondere Wartezeit erlassen werden, wenn innerhalb einer vom Versicherer bestimmten Frist (z.B. 14 Tage) ein ärztliches Zeugnis (Attest) über den Gesundheitszustand der zu versichernden Person eingereicht wird. Der Versicherer stellt meist ein entsprechendes Formular als Vordruck zur Verfügung. Nach Ablauf dieser Frist gilt die Versicherung als mit Wartezeiten beantragt. Die Kosten des Attests gehen i.d.R. zu Lasten des Antragstellers. Anmerkung: Die Bindefrist des Antragstellers endet sechs Wochen nach Zugang Attests beim Versicherer.
Entsprechend den Musterbedingungen (MB/KK) besteht innerhalb Europas zeitlich unbegrenzt Versicherungsschutz, selbst wenn der VN seinen gewöhnlichen Aufenthaltsort innerhalb der EU in einen anderen Staat verlegt. Der VR ist in diesem Fall jedoch nur zu Leistungen verpflichtet, die auch im Inland hätten erbracht werden müssen. Darüber hinaus besteht weltweit im ersten Monat eines vorübergehenden Aufenthaltes Versicherungsschutz, ohne dass es einer besonderen Vereinbarung bedarf.
Soweit tariflich Leistungen für einen Krankenrücktransport und darüber hinaus ggf. auch für die Überführung bzw. Bestattung vorgesehen sind, gilt folgendes:
Auslandsaufenthalte - Leistungen
Der Tarif kann Leistungen für eine Heilbehandlung GKV-Versicherter bei kurzfristigen Reisen im europäischen und außereuropäischen Ausland vorsehen. Zu den Erstattungsleistungen gehören meist die ärztliche Behandlung, Arznei-, Heil- und Verbandmittel, Röntgendiagnostik, die Kosten eines stationären Krankenhausaufenthaltes, die Krankentransportkosten dorthin sowie die Kosten einer schmerzstillenden Zahnbehandlung, der Zahnfüllung in einfacher Ausführung und Reparaturen von Zahnersatz. Darüber hinaus sind vielfach der Auslandsrücktransport bzw. im Todesfall die Kosten einer Überführung oder Bestattung im Ausland mitversichert.
GKV-Versicherte erhalten nach § 48 Sozialgesetzbuch (SGB V) das Krankengeld für den Fall der Arbeitsunfähigkeit wegen derselben Krankheit für längstens 78 Wochen innerhalb von je 3 Jahren, gerechnet vom Tage des Beginns der Arbeitsunfähigkeit an. Tritt während der Arbeitsunfähigkeit eine weitere Krankheit hinzu, wird die Leistungsdauer nicht verlängert. Für GKV-Versicherte, die im letzten 3-Jahres-Zeitraum wegen derselben Krankheit für 78 Wochen Krankengeld bezogen haben (siehe oben), besteht nach Beginn eines neuen 3-Jahres-Zeitraums ein neuer Anspruch auf Krankengeld wegen derselben Krankheit, wenn sie bei Eintritt der erneuten Arbeitsunfähigkeit mit Anspruch auf Krankengeld versichert sind und in der Zwischenzeit mindestens 6 Monate
Die private Krankenversicherung (PKV) wird ab 01.01.2009 dazu verpflichtet, einen "Basistarif" anzubieten, dessen Leistungsbedingungen und -umfang mit denen der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) vergleichbar sind. Sonst in der PKV mögliche Wartezeiten und Risikozuschläge sind für den Basistarif ausgeschlossen. Er kann von allen gewählt werden, die in der PKV versichert sind oder dort versichert sein können (z. B. freiwillige Mitglieder der GKV). Dies gilt auch für Personen, die aktuell nicht versichert sind oder aus dem Ausland zurückkehren. Voraussetzung hierbei ist, dass sie dem System der PKV grundsätzlich zuzuordnen sind (z. B. als Selbstständige/r). Die Aufnahme in den Basistarif kann durch den privaten Versicherer nicht abgelehnt werden (Kontrahierungszwang). Die Prämien für den Basistarif dürfen sich nur aufgrund des Alters und des Geschlechts unterscheiden.
Der Versicherungsschutz beginnt gemäß § 2 der Musterbedingungen (MB/KK und MB/KT) mit dem im Versicherungsschein bezeichneten Zeitpunkt (Versicherungsbeginn), jedoch
lexikon-48372-pflegeversicherung-Begutachtungsmodul-Mobilitaet Im ersten Modul des Begutachtungsinstruments werden ausschließlich die motorischen Fähigkeiten der Person begutachtet. Die Gutachterin oder der Gutachter wird verschiedene Funktionsprüfungen durchführen, etwa um zu beurteilen, ob die Person allein aufstehen, sich umsetzen oder gehen kann.
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References: § 2
 § 5
 § 2
 § 8
 § 15
 § 3
 § 48
 § 2