Source: http://www.gesetze-rechtsprechung.sh.juris.de/jportal/?quelle=jlink&query=EBBaseNatSchGV+SH&psml=bsshoprod.psml&max=true&aiz=true
Timestamp: 2019-02-22 08:25:06+00:00

Document:
Gesetze-Rechtsprechung Schleswig-Holstein EBBaseNatSchGV SH | Landesnorm Schleswig-Holstein | Gesamtausgabe | Landesverordnung über das Naturschutzgebiet "Ehemalige Baggergrube östlich Basedow" vom 16. Dezember 1991 | gültig ab: 01.01.2003
Landesverordnung über das Naturschutzgebiet "Ehemalige Baggergrube...
juris-Abkürzung: EBBaseNatSchGV SH
Fundstelle: GVOBl. 1992, 12
Gliederungs-Nr: 791-4-131
"Ehemalige Baggergrube östlich Basedow"
Landesverordnung über das Naturschutzgebiet "Ehemalige Baggergrube östlich Basedow" vom 16. Dezember 1991 01.01.2003
Aufgrund des § 16 Abs. 1 und des § 21 Abs. 1 des Landschaftspflegegesetzes verordnet der Minister für Natur, Umwelt und Landesentwicklung die folgenden §§ 1 bis 8 mit Ausnahme des § 5 Abs. 1 Nr. 4; aufgrund des § 39 Abs. 1 Nr. 8 des Landesjagdgesetzes verordnet der Minister für Ernährung, Landwirtschaft, Forsten und Fischerei den folgenden § 5 Abs. 1 Nr. 4 und § 8 Abs. 1:
(1) Das aufgelassene Bodenabbaugebiet mit angrenzenden Flächen östlich Basedow in den Gemeinden Dalldorf und Lanze, Kreis Herzogtum Lauenburg, wird zum Naturschutzgebiet erklärt.
(2) Das Naturschutzgebiet wird mit der Bezeichnung "Ehemalige Baggergrube östlich Basedow" unter Nummer 151 in das beim Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume als oberster Landschaftspflegebehörde geführte Verzeichnis der Naturschutzgebiete eingetragen.
(1) Das Naturschutzgebiet ist rund 57 ha groß und umfaßt in den Gemarkungen
Flur 4, die Flurstücke 16/1, 17/1, 17/1, 75, 80/1, 106, 110, 111/1 teilweise,111/2, 144/76, 146/79, 152/84, 156/80,
Flur 1, die Flurstücke 27/1, 27/2, 28, 29/1 und
Flur 2, die Flurstücke 2/1, 3/1, 5/1, 6, 7, 15 teilweise, 16/1, 17, 18/3 teilweise und 19.
(2) Die Grenze des Naturschutzgebietes ist in der Abgrenzungskarte im Maßstab 1 : 5.000 rot eingetragen. Sie verläuft auf der dem Gebiet zugewandten Seite der roten Linie. Die Ausfertigung der Karte ist beim Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume, Oberste Landschaftspflegebehörde, 2300 Kiel, verwahrt. Die Karte ist Bestandteil dieser Verordnung.
Amtsvorsteher des Amtes Lütau, 2058 Lauenburg/Elbe,
Gemeinde Dalldorf, 2059 Dalldorf,
Gemeinde Lanze, 2059 Lanze,
(1) Das Naturschutzgebiet dient dem Schutz und der dauerhaften Sicherung eines kleinstrukturierten Lebensraumes einer besonders geschützten, regionaltypischen Pflanzen- und Tierwelt in einer ehemaligen Bodenentnahmestelle mit mehreren gut gegliederten Sohlengewässern, wertvollen Sekundärstandorten als Lebensstätte von halbruderalen Pionier- und Wildkrautfluren, Anfluggebüschen, Rohbodenflächen und Steilwänden. Zur dauerhaften Sicherung der Kernzone werden die angrenzenden Flächen als Puffer- und Entwicklungszone mit in das Naturschutzgebiet aufgenommen. Hierbei handelt es sich um landwirtschaftliche Nutzflächen, Waldflächen und einen Heidewaldrest im Norden des Gebietes.
(2) In dem Naturschutzgebiet ist die Eigenart und Schönheit der Natur dauerhaft und vollständig zu erhalten sowie die dauerhafte Existenzfähigkeit der Arten und Ökosysteme zur Sicherung und Fortentwicklung der natürlichen genetischen Vielfalt und eines natürlichen Stoffhaushaltes zu gewährleisten. Nutzungsbedingte Störeinflüsse sind auszuschließen oder, soweit dies nicht möglich ist, zu minimieren. Daneben ist die Erlebbarkeit der Natur für den Menschen zu ermöglichen, sofern hierdurch die zu schützende Natur nicht beeinträchtigt wird.
(3) Sofern es zur Gewährleistung des Schutzzweckes, insbesondere zur Erhaltung bestimmter bedrohter Pflanzen- und Tierarten und ihrer Ökosysteme oder zur Regeneration des Naturhaushaltes erforderlich ist, sind weitere Schutz-, Entwicklungs- und Renaturierungsmaßnahmen durchzuführen.
Gewässer im Sinne des § 31 Abs. 1 des Wasserhaushaltgesetzes auszubauen oder Maßnahmen durchzuführen, die den Wasserstand oder den Wasserabfluß oder die Fließgeschwindigkeit nicht nur unerheblich verändern, oder Stoffe einzubringen, einzuleiten, zu entnehmen oder andere Maßnahmen vorzunehmen, die geeignet sind, die physikalische, chemische oder biologische Beschaffenheit der Gewässer nachteilig zu verändern;
die auf den Schutzzweck ausgerichtete Pflege und Entwicklung der im Eigentum der Stiftung Naturschutz befindlichen Flächen auf der Grundlage der Empfehlungen des Landesamtes für Naturschutz und Landschaftspflege Schleswig-Holstein;
die ordnungsgemäße landwirtschaftliche Bodennutzung der bei Inkrafttreten dieser Verordnung als
Acker genutzten, in der Abgrenzungskarte kariert dargestellten Flächen mit der Einschränkung, daß ab 1. Januar 1994 ein 10 m breiter Randstreifen weder bearbeitet noch genutzt werden darf und Pflanzenschutzmittel oder Dünger nicht ausgebracht werden dürfen;
Grünland genutzten, in der Abgrenzungskarte in waagerechter Schraffur dargestellten Flächen in der bisherigen Art und dem bisherigen Umfang mit der Einschränkung, daß ab 1. Januar 1994 die Flächen weder gedüngt noch mit Pflanzenschutzmitteln behandelt werden dürfen;
Spargelkultur genutzten, in der Abgrenzungskarte unterbrochen schräg schraffiert dargestellten Flächen in der bisherigen Art und dem bisherigen Umfang bis zur Beendigung der Sondernutzung und Überführung in eine Nutzungsart nach Buchstabe a oder b; die zeitliche Befristung für die Sondernutzungsflächen ist parzellenweise in die Abgrenzungskarte eingetragen;
die den Schutzzweck berücksichtigende, ordnungsgemäße forstwirtschaftliche Bodennutzung im Sinne des § 7 Abs. 2 des Landschaftspflegegesetzes der bei Inkrafttreten dieser Verordnung als Wald genutzten Flächen;
die Ausübung des Jagdschutzes im Sinne des Abschnittes VI und des § 22 a des Bundesjagdgesetzes in Verbindung mit den §§ 21 und 22 des Landesjagdgesetzes auf der im Eigentum der Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein und der Gemeinde Lanze befindlichen, in der Örtlichkeit eingezäunten und in der Abgrenzungskarte in senkrechter Schraffur dargestellten Kernfläche des Naturschutzgebietes;
die ordnungsgemäße Ausübung des Jagdrechtes im Sinne des § 1 des Bundesjagdgesetzes auf den übrigen Flächen; nicht zulässig ist es, Wildäcker anzulegen oder zu betreiben, geschlossene Hochsitze zu errichten oder Fütterungseinrichtungen zu errichten oder zu betreiben;
§ 4 Abs. 1 Satz 2 Nr. 6 Gewässer im Sinne des § 31 Abs. 1 des Wasserhaushaltgesetzes ausbaut oder Maßnahmen durchführt, die den Wasserstand oder den Wasserabfluß oder die Fließgeschwindigkeit nicht nur unerheblich verändern, oder Stoffe einbringt, einleitet, entnimmt oder andere Maßnahmen vornimmt, die geeignet sind, die physikalische, chemische oder biologische Beschaffenheit der Gewässer nachteilig zu verändern;
die Verordnung zum Schutze von Landschaftsteilen im Kreise Herzogtum Lauenburg vom 13. Juli 1971 (Amtsbl. Schl.-H./AAz. S. 168), zuletzt geändert durch Kreisverordnung vom 15. Februar 1988 (Amtliches Kreisblatt für den Kreis Herzogtum Lauenburg Nr. 8 vom 26. Februar 1988), soweit sie das in § 2 Abs. 1 dieser Verordnung beschriebene Gebiet betrifft;
die Landesverordnung zur einstweiligen Sicherstellung eines Landschaftsteiles in den Gemeinden Dalldorf und Lanze vom 13. Juli 1989 (GVOBl. Schl.-H. S. 94).

References: § 16
 § 21
 § 5
 § 39
 § 5
 § 8
 § 31
 § 7
 § 22
 § 1

§ 4
 § 31
 § 2