Source: http://www.beihilferecht.de/landesvorschriften-zur-beihilfe/hamburg/hamburg_beihilferecht_paragraf_12
Timestamp: 2018-04-24 14:09:59+00:00

Document:
Beihilfeverordnung Hamburg: § 12 Sehhilfen
Zur Übersicht der Beihilfeverordnung des Landes Hamburg:
1. als angemessen gelten Aufwendungen bis zu folgenden Höchstbeträgen, soweit nicht etwas anderes bestimmt ist:
a) vergütetes Einstärkenglas bis +/- 6 Dioptrien,
sphärisch 31 Euro,
cylindrisch 41 Euro,
b) vergütetes Einstärkenglas über +/- 6 Dioptrien,
sphärisch 52 Euro,
cylindrisch 62 Euro,
c) vergütetes Mehrstärkenglas bis +/- 6 Dioptrien,
sphärisch 72 Euro,
cylindrisch 92,50 Euro,
d) vergütetes Mehrstärkenglas über +/- 6 Dioptrien,
sphärisch 92,50 Euro,
cylindrisch 113 Euro,
e) vergütetes Dreistufen- oder Multifokalglas bis +/- 6 Dioptrien,
f) vergütetes Dreistufen- oder Multifokalglas über +/- 6 Dioptrien,
sphärisch 113 Euro,
cylindrisch 133 Euro;
2. Mehraufwendungen für Kunststoff- und Leichtgläser sind bis zu einem Betrag von 21 Euro je Glas beihilfefähig nur bei
a) Glasstärken ab +/- 6 Dioptrien,
b) Anisometropie ab 2 Dioptrien,
c) Kindern bis zum vollendeten 14. Lebensjahr,
d) Personen mit chronischem Druckekzem der Nase oder Fehl- oder Missbildungen des Gesichts, wenn mit Silikatgläsern ein ausreichender Sitz der Brille nicht erreicht werden kann,
e) Spastikerinnen und Spastikern, Epileptikerinnen und Epileptikern und Einäugigen;
3. Mehraufwendungen für getönte Gläser (Lichtschutzgläser) und für phototrope Gläser sind bis zu einem Betrag von 11 Euro je Glas nur beihilfefähig, wenn eine der nachstehenden Indikationen vorliegt:
a) umschriebene Transparenzverluste (Trübungen) im Bereich der brechenden Medien, die zu Lichtstreuungen führen (zum Beispiel Hornhautnarben, Linsentrübungen, Glaskörpertrübungen),
b) krankhafte, andauernde Pupillenerweiterungen sowie den Blendschutz herabsetzende Substanzverluste der Iris (zum Beispiel Iriskolobom, Aniridie, traumatische Mydriasis, Iridodialyse),
c) chronisch rezidivierende Reizzustände der vorderen und mittleren Augenabschnitte, die medikamentös nicht behebbar sind (zum Beispiel Keratokonjunktivitis, Iritis, Zyklitis),
d) entstellende Veränderungen im Bereich der Lider und ihrer Umgebung (zum Beispiel Lidkolobom, Lagophthalmus, Narbenzug) und Behinderung der Tränenabfuhr,
e) Ziliarneuralgie,
f) blendungsbedingende entzündliche oder degenerative Erkrankungen der Netzhaut/Aderhaut oder der Sehnerven,
g) totale Farbenblindheit,
h) Albinismus,
i) unerträgliche Blendungserscheinungen bei praktischer Blindheit,
j) intrakranielle Erkrankungen mit pathologischer Blendungsempfindlichkeit (zum Beispiel Hirnverletzungen, Hirntumoren),
k) Glasstärken ab + 10 Dioptrien,
l) Durchführung einer Fotochemotherapie,
m) Aphakie, als UV-Schutz der Netzhaut;
4. Aufwendungen für die Ersatzbeschaffung von Brillen sind nur beihilfefähig, wenn seit dem Kauf der bisherigen Brille mindestens drei Jahre vergangen sind; dies gilt nicht, wenn
a) sich die Refraktion (Brechkraft) geändert hat,
b) die bisherige Brille verloren gegangen oder durch Beschädigung vollständig unbrauchbar geworden ist,
c) sich bei Kindern die Kopfform geändert hat;
5. Nicht beihilfefähig sind Aufwendungen für Brillenversicherungen sowie für Etuis und dergleichen.
1. Aniseikonie,
2. Anisometropie ab 2 Dioptrien,
3. Aphakie,
4. Astigmatismus obliquus ab 2 Dioptrien,
5. regulärer Astigmatismus rectus und inversus ab 3 Dioptrien,
6. irregulärer Astigmatismus,
7. Hyperopie ab 8 Dioptrien,
8. Keratokonus,
9. Myopie ab 8 Dioptrien,
10. progressive Myopie bei Kindern, wenn der progressive Verlauf innerhalb eines Zeitraums von drei Jahren nachweisbar ist,
11. regulärer Astigmatismus ab 3 Dioptrien,
12. als Verbandlinse bei schwerer Erkrankung der Hornhaut, bei durchbohrender Hornhautverletzung oder bei Einsatz als Medikamententräger,
13. als Okklusionslinse in der Schielbehandlung, sofern andere Maßnahmen nicht durchführbar sind,
14. als Irislinsen bei Substanzverlust der Regenbogenhaut,
15. druckempfindliche Narben am Ohransatz oder an der Nasenwurzel.
1. sich die Refraktion (Brechkraft) geändert hat,
2. die bisherigen Kontaktlinsen verloren gegangen oder durch Beschädigung vollständig unbrauchbar geworden sind.
1. Progressive Myopie bei Kindern, wenn der progressive Verlauf (Änderung der Brechwerte um mindestens 2 Dioptrien jährlich) nachweisbar ist,
2. Unverträglichkeit jeglicher Linsenpflegesysteme,
3. Einsatz als Verbandlinse bei schweren Erkrankungen von Hornhaut, Lidern oder Bindehaut oder bei Einsatz als Medikamententräger,
4. Ektropium,
5. Entropium,
6. Symblepharon,
7. Lidschlussinsuffizienz.
Anlage 1 (zu § 6 Nummer 1 Satz 2 HmbBeihVO)
Anlage 2 (zu § 6 Nummer 4 HmbBeihVO)
Anlage 3 (zu § 13 Absatz 3 Satz 1 Nummer 2 HmbBeihVO)
Beihilfe Hamburg: Änderungen im Beihilferecht ab 1.8.2005
Beihilfe Hamburg: Beihilfefähigkeit von zahnärztlichen Leistungen einschließlich Kieferorthopädie
Beihilfe Hamburg: Verfahren zur Anerkennung der Beihilfefähigkeit einer psychotherapeutischen Behandlung
Beihilfeverordnung Hamburg: § 1 Regelungszweck
Beihilfeverordnung Hamburg: § 2 Beihilfefähigkeit von Aufwendungen
Beihilfeverordnung Hamburg: § 3 Begrenzung der Beihilfen
Beihilfeverordnung Hamburg: § 4 Verfahren
Beihilfeverordnung Hamburg: § 5 Ambulante ärztliche Leistungen und Heilpraktikerleistungen
Beihilfeverordnung Hamburg: § 6 Psychotherapeutische Leistungen
Beihilfeverordnung Hamburg: § 7 Zahnärztliche und kieferorthopädische Leistungen
Beihilfeverordnung Hamburg: § 8 Arznei- und Verbandmittel
Beihilfeverordnung Hamburg: § 9 Heilbehandlungen
Beihilfeverordnung Hamburg: § 10 Komplexleistungen
Beihilfeverordnung Hamburg: § 11 Aufwendungen für Hilfsmittel, Geräte zur Selbstbehandlung und Selbstkontrolle sowie für Körperersatzstücke
Beihilfeverordnung Hamburg: § 13 Häusliche Krankenpflege
Beihilfeverordnung Hamburg: § 14 Familien- und Haushaltshilfe
Beihilfeverordnung Hamburg: § 15 Soziotherapie
Beihilfeverordnung Hamburg: § 16 Fahrtkosten
Beihilfeverordnung Hamburg: § 17 Unterkunftskosten bei auswärtigen ambulanten Behandlungen
Beihilfeverordnung Hamburg: § 18 Krankenhausleistungen
Beihilfeverordnung Hamburg: § 19 Palliativversorgung
Beihilfeverordnung Hamburg: § 20 Behandlungen in Rehabilitationseinrichtungen
Beihilfeverordnung Hamburg: § 21 Kuren
Beihilfeverordnung Hamburg: § 22 Aufwendungen bei dauernder Pflegebedürftigkeit
Beihilfeverordnung Hamburg: § 23 Erste Hilfe
Beihilfeverordnung Hamburg: § 24 Früherkennung von Krankheiten, Vorsorgemaßnahmen und Schutzimpfungen
Beihilfeverordnung Hamburg: § 25 Geburten, Schwangerschaften und Sterilisationen
Beihilfeverordnung Hamburg: § 26 Organtransplantationen
Beihilfeverordnung Hamburg: § 27 Todesfälle
Beihilfeverordnung Hamburg: § 28 Außerhalb der Bundesrepublik Deutschland entstandene Aufwendungen
Beihilfeverordnung Hamburg: § 29 Übergangsvorschriften
Beihilfeverordnung Hamburg: § 30 Inkrafttreten
Beihilfeverordnung in Hamburg

References: § 12
 § 6
 § 6
 § 13
 § 1
 § 2
 § 3
 § 4
 § 5
 § 6
 § 7
 § 8
 § 9
 § 10
 § 11
 § 13
 § 14
 § 15
 § 16
 § 17
 § 18
 § 19
 § 20
 § 21
 § 22
 § 23
 § 24
 § 25
 § 26
 § 27
 § 28
 § 29
 § 30