Source: https://www.agfw.de/technik-sicherheit/begriffe/letter/b/
Timestamp: 2020-08-03 09:48:21+00:00

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In der Basiskarte sind die grundlegenden geographischen Karteninformationen verschiedener Quellen in lagerichtiger Form zusammengefasst. Üblicherweise finden sich darin topographische Inhalte sowie Katasterinformationen (z. B. automatisiertes Liegenschaftskatasterinformationssystem (ALKIS )) in einem übergeordneten geographischen Bezugssystem (z. B. ETRS89/UTM).
Das Baualter definiert den Zeitabschnitt, in dem ein Gebäude oder Gebäudeteil gebaut wurde.
ANMERKUNG: Im Zusammenhang mit Gebäudetypologisierungen ist es üblich, Gebäude mehrerer Baujahre mit ähnlichen Eigenschaften zu Baualtersklassen zusammenzufassen.
Person, die vom auftraggebenden Unternehmer aufgrund ihrer fachlichen Qualifikation und der vertragsrechtlichen Gestaltung als deren Vertreter mit der Überwachung und der ordnungsgemäßen Bauabwicklung benannt ist [DVUV Regel 103-002 [1], in Anlehnung]
ANMERKUNG 1 zum Begriff: Beim Baubeauftragten liegt bis zum Abschluss einer Baumaßnahme und Übernahme der Anlage durch den Betreiber die Zuständigkeit und Verantwortung für die ordnungsgemäße Bauausführung.
ANMERKUNG 2 zum Begriff: Der Baubeauftragte hat sicherzustellen und zu dokumentieren, dass die Planungsvorgaben eingehalten, die technischen Regeln und die Arbeitssicherheitsregeln beachtet und die geforderten Qualitätskontrollen durchgeführt werden.
Definition in Anlehnung an DVUV Regel 103-002 [1]: Person, die vom auftraggebenden Unternehmer aufgrund ihrer fachlichen Qualifikation und der vertragsrechtlichen Gestaltung als deren Vertreter mit der Überwachung und der ordnungsgemäßen Bauabwicklung benannt ist
Informativ 1: Beim Baubeauftragten liegt bis zum Abschluss einer Baumaßnahme und Übernahme der Anlage durch den Betreiber die Zuständigkeit und Verantwortung für die ordnungsgemäße Bauausführung.
Informativ 2: Der Baubeauftragte hat sicherzustellen und zu dokumentieren, dass die Planungsvorgaben eingehalten, die technischen Regeln und die Arbeitssicherheitsregeln beachtet und die geforderten Qualitätskontrollen durchgeführt werden.
vom Auftrag gebendenUnternehmen beauftragte Person, die aufgrund ihrerfachlichen Qualifikation und der vertragsrechtlichen Gestaltung als Vertreter des Unternehmens mit der Überwachung und der ordnungsgemäßen Bauabwicklung beauftragtund benannt ist
Anmerkung 1 zum Begriff: Bei ihm liegt bis zum Abschluss einer Baumaßnahme und Übernahme der Anlage durch den Betriebsführer die Zuständigkeit und Verantwortung für die ordnungsgemäße Bauausführung. Er hat sicher-zustellen und zu dokumentieren, dass die Planungsvorgaben eingehalten, die technischen Regeln und Arbeitssi-cherheitsregeln beachtet und die geforderten Qualitätskontrollen durchgeführt werden.
FW 430 2020-05
Der Baubeauftragte ist derjenige, der vom auftraggebenden Unternehmer aufgrund seiner fachlichen Qualifikation und der vertragsrechtlichen Gestaltung benannt wird. Er ist als dessen Vertreter mit der Überwachung und der ordnungsgemäßen Bauabwicklung beauftragt.
Bei ihm liegt bis zum Abschluss einer Baumaßnahme und Übernahme der Anlage durch den Betreiber die Zuständigkeit und Verantwortung für die ordnungsgemäße Bauausführung.
Er hat sicherzustellen und zu dokumentieren, dass die Planungsvorgaben eingehalten, die technischen Regeln und Arbeitssicherheitsregeln beachtet und die geforderten Qualitätskontrollen durchgeführt werden
FW 430 2009-06
zusammenhängende Konstruktion aus Bauteilen, die mit einer baulichen Anlage verbunden wird oder die zusammen mit anderen zusammenhängenden Konstruktionen zu ein Stahlbautragwerk zusammengefügt wird
Bauleitender Muffenmonteur
ist diejenige Person, dem von der verantwortlichen Fachperson die Verantwortungen und Befugnisse zur Überwachung der Muffenmontagearbeiten auf der Baustelle/den Baustellen übertragen wurden. Gegenüber dem Auftraggeber ist er auf der Baustelle der verantwortliche Ansprechpartner. Er ist gegenüber dem weiteren Fachpersonal des Unternehmens weisungsbefugt.
FW 605 2012-12
Laut § 1 BauGB ist die Aufgabe der Bauleitplanung die Vorbereitung und Leitung der baulichen und sonstigen Nutzung der Grundstücke in der Gemeinde. Die Bauleitplanung ist mit den beiden Planungsinstrumenten Flächennutzungsplan und Bebauungsplan zweistufig aufgebaut. Dabei stellt der Flächennutzungsplan den vorbereitenden Bauleitplan und der Bebauungsplan den verbindlichen Bauleitplan dar.
ANMERKUNG: Bauleitpläne sind an die Ziele der Raumordnung (§ 3 Abs. 1 Nr. 2 ROG), die sich aus den Raumordnungsplänen ergeben, anzupassen (§ 1 Abs. 4 BauGB). Bei der Aufstellung von Bauleitplänen sind öffentliche und private Belange zu berücksichtigen und gegeneinander abzuwägen.
Bauwerk, Ingenieurbauwerk
mit dem Erdboden verbundene, aus Bauprodukten hergestellte Anlage; eine Verbindung mit dem Bodenbesteht auch dann, wenn die Anlage durch eigene Schwere auf dem Boden ruht [QUELLE: Musterbauordnung – MBO -, §2(1), zuletzt geändert 2016-05-13, angepasst]
Anmerkung 1 zum Begriff: Bauliche Anlagen sind z. B. Wohn-, Geschäfts- und Industriegebäude, Pump- und Wärmeübertragerstationen, Infrastruktur- und Sammelkanäle, begehbare und nicht begehbare Fernwärmekanäle sowie Armaturenschächte.
Anmerkung 2 zum Begriff: Nach DIN 1076 sind Ingenieurbauwerke Brücken, Tunnel, Tragbauwerke, Stützbauwerke mit mindestens 1,5 m sichtbare Höhe, Lärmschutzwände mit mindestens 2,0 m sichtbarer Höhe und Bauwerke, für die ein statischer Einzelstandsicherheitsnachweis erforderlich ist, wie z. B., Regenrückhaltebecken und Schachtbauwerke.
FW 411-1 2019-02
mit dem Erdboden verbundene, aus Baustoffen oder Bauteilen hergestellte Anlage einschließlich der Gebäudetechnik
Anmerkung: Bauwerke bestehen in erster Linie aus mineralischen Baustoffen wie Stahlbeton oder Mauerwerk und / oder aus Stahl.
Einzelteil einer technischen Konstruktion
Informativ: Bauteile sind z. B. offene und geschlossene Stahlprofile (Doppel-T-Träger oder Rechteckrohre), Bleche, Schrauben und Muttern
Bebauungspläne setzen die planungsrechtlichen Rahmenbedingungen für die Zulässigkeit von Vorhaben fest. Sie sind aus dem Flächennutzungsplan zu entwickeln und als Satzung zu beschließen. In Bebauungsplänen werden alle verbindlichen Flächennutzungsentscheidungen getroffen.
ANMERKUNG: Dazu regelt das BauGB eine Vielzahl von Festsetzungsmöglichkeiten. Festsetzungsmöglichkeiten zur Energieversorgung werden in § 9 Abs. 1 Nr. 12 und 23b BauGB geregelt.
Demnach können aus städtebaulichen Gründen Versorgungsflächen festgesetzt werden einschl. der „Flächen für Anlagen und Einrichtungen zur dezentralen und zentralen Erzeugung, Verteilung, Nutzung oder Speicherung von Strom, Wärme oder Kälte aus erneuerbaren Energien oder Kraft-Wärme-Kopplung“ (§ 9 Abs. 1 Nr. 12 BauGB). Nach § 9 Abs. 1 Nr. 23b BauGB können Gebiete festgesetzt werden in denen „bei der Errichtung von Gebäuden oder bestimmten sonstigen baulichen Anlagen bestimmte bauliche und sonstige technische Maßnahmen für die Erzeugung, Nutzung oder Speicherung von Strom, Wärme oder Kälte aus erneuerbaren Energien oder Kraft-Wärme-Kopplung getroffen werden müssen“.
Weiterhin regelt § 9 Abs. 6 BauGB die nachrichtliche Übernahme von „nach anderen gesetzlichen Vorschriften getroffene Festsetzungen, gemeindliche Regelungen zum Anschluss- und Benutzungszwang […], soweit sie zu seinem Verständnis oder für die städtebauliche Beurteilung von Baugesuchen notwendig oder zweckmäßig sind“.
Sammlung von Informationen für Benutzer zum sicheren und bestimmungsgemäßen Umgang mit einem Produkt
FW 449-1 Entwurf 2020-05
Person, die durch ihre Berufsausbildung, ihre Berufserfahrung und über ihre zeitnahe berufliche Tätigkeit über die erforderlichen Fachkenntnisse zur Zustandsbewertung/Prüfung der baulichen Anlagen in der Fernwärme verfügt
Informativ: Als befähigte Personen gelten Meister und Fachingenieure mit fachspezifischer Ausbildung sowie langjähriger Erfahrung mit baulichen Anlagen im Fernwärmebereich.
Je nach Art und Umfang der zu bewertenden Schäden und für Prüfungen sind Fachingenieure bzw. Experten der entsprechende Gewerke hinzuzuziehen.
Person, die durch ihre Berufsausbildung, ihre Berufserfahrung und ihre zeitnahe berufliche Tätigkeit über die erforderlichen Fachkenntnisse zur Prüfung der Arbeitsmittel gemäß BetrSichV, in diesem Fall der Fernwärmestation, verfügt.
FW 531 2019-02
Person, die durch ihre Ausbildung, Berufserfahrung und zeitnahe berufliche Tätigkeit über Fachkenntnisse zur Prüfung von Schläuchen verfügt (siehe auch TRBS 1203)
FW 427 2017-01
das Hineinbeugen, Einsteigen, Betreten und Einfahren in Anlagenteile
Die Begrenzungseinrichtung ist eine Einrichtung, die bei Erreichen eines Grenzwertes anspricht.
Dokument, das Informationen zu einem Arbeitsblatt, jedoch keine zusätzlich genormten Festlegungen enthält
Anmerkung 1 zum Begriff: Die in einem Beiblatt enthaltenen Informationen können Erläuterungen, Beispiele, Anmerkungen, Ratschläge, Anwendungshilfsmittel usw. sein. Anmerkung 2 zum Begriff: „Keine zusätzlich genormten Festlegungen“ bedeutet, dass genormte Festlegungen des Arbeitsblattes, auf die sich das Beiblatt bezieht, wiedergegeben werden dürfen, damit die Informationen darauf bezogen werden können. [QUELLE: DIN 820-3:2014-06, Begriff 3.3.13, modifiziert - "Arbeitsblatt" anstatt "Norm"]
FW 100 2020-01
Beladezeit – Nennwert
Die Beladezeit ist die Zeit gebildet aus dem Quotienten von Energieinhalt und Ladeleistung.
Die verwendete Einheit ist [h].
Der höchste innerhalb der planmäßigen Nutzungsdauer zu erwartende Grundwasser-, Schichtenwasser- oder Hochwasserstand unter Berücksichtigung langjähriger Beobachtungen und zu erwartender zukünftiger Gegebenheiten: der höchste planmäßige Wasserstand.
EN 13480-3: Die Berechnungstemperatur ist die maximale, unter normalen Betriebsbedingungen bei Berechnungsdruck in der Mitte der Rohrleitungswanddicke zu erwartende Temperatur.
Bereiche mit leitfähiger Umgebung
Bereiche, deren Begrenzung vollständig oder teilweise aus metallischen oder elektrisch leitfähigen Teilen bestehen und bei denen eine großflächige Berührung nicht zwingend gegeben ist, jedoch auf Grund der Arbeitshaltung auftreten kann
ANMERKUNG 1 zum Begriff: angelehnt an DGUV-Information 203-004
Bereinigte Brennstoffwärme
Vorhaltung von Personal zur Störungsbeseitigung außerhalb der betrieblichen Arbeitszeiten.
FW 525 2006-12
Bereitschaftsdienst erbringt ein Arbeitnehmer, der sich außerhalb seiner regelmäßigen Arbeitszeit an einer vom Arbeitgeber bestimmten Stelle aufzuhalten hat, um auf Abruf unverzüglich, d. h. ohne schuldhafte Verzögerung im Sinne von § 121 BGB, seine Arbeit aufzunehmen. Mit dieser Verpflichtung geht also eine Aufenthaltsbeschränkung einher, verbunden mit der Verpflichtung, bei Bedarf tätig zu werden. Nach der jüngsten Rechtsprechung des EuGH ist jeder Bereitschaftsdienst, der eine persönliche Anwesenheit des Arbeitnehmers in den Räumlichkeiten des Arbeitgebers erfordert, dem Rechtsbegriff der Arbeitszeit im Sinne der Richtlinie 93/104/EG zuzuordnen. Mithin genügt eine Zuordnung des Bereitschaftsdienstes zur Ruhezeit im Sinne von § 5 ArbZG den Anforderungen der europäischen Richtlinie nicht (EuGH vom 03.10.2000 – RsC-303/98-SIMAP, NZA 2000, 1227). Der EuGH hat seine Rechtsprechung inzwischen bestätigt (Urteil vom 03.07.01-Rs-C 241/99 Sergas, AuA 02, 355 u. EuGH Urteil vom 09.09.2003 – RsC 151/02). Als Folge dieser Rechtsprechung des EuGH, die die bisherige Auffassung in Rechtsprechung und Literatur gravierend änderte, sind auch die Änderungen des Arbeitszeitgesetzes durch die Agenda 2010 zu sehen. Denn es galt auf nationaler Ebene eine Anpassung an die Richtlinie 93/104/IG vorzunehmen und nunmehr den Bereitschaftsdienst als Arbeitszeit und nicht als Ruhezeit zu werten.
flüssiges, pastenförmiges oder pulverförmiges Produkt, das auf einem Substrat zu einer Beschichtung erhärtet und eine Schicht mit schützenden, dekorativen und/oder anderen spezifischen Eigenschaften ergibt [Quelle: EN ISO 4618:2007, 2.50]
Informativ: Beschichtungsstoffe werden nach dem eigenschaftsbestimmenden Bindemittel und ggf. dem eigenschaftsbestimmenden Pigment und nach seiner Funktion bezeichnet, z. B. Epoxidharz/Zinkstaub-Grundbeschichtung, 1K-PUR-Eisenglimmer-Zwischenbeschichtung, Polyurethan-Deckbeschichtung (mit oder ohne Eisenglimmer).
Gesamtheit der Schichten aus Beschichtungsstoffen, die auf einen Untergrund aufzutragen sind oder aufgetragen wurden, um Korrosionsschutz zu bewirken [Quelle: EN ISO 12944-1:1998, 3.9]
Besicherung ist die Kompensation des Ausfalls wichtiger Betriebsmittel
Besonders befähigte Person
Person, die zusätzliche Qualifikationen gemäß Anhang 2, Abschnitt 4, Punkt 3 der BetrSichV erfüllt. Sie prüft überwachungsbedürftige Fernwärmestationen, sofern diese nicht von einer zugelassenen Überwachungsstelle zu prüfen sind.
Definition nach BGR 119: Betreiben ist die Gesamtheit aller Tätigkeiten, die an Anlagen und Anlagenteilen vom Zeitpunkt des erstmaligen Einsatzes des Wärmeträgers ausgeübt werden.
Informativ: Zum Betreiben zählen die Inbetriebnahme, der Probe- und Normalbetrieb, die Instandhaltung und die Erweiterung von in Betrieb befindlichen Anlagen sowie Anlagenteilen.
die Gesamtheit aller Tätigkeiten, die an Anlagen vom Zeitpunkt des erstmaligen Einsatzes von Betriebs- und Hilfsstoffen ausgeübt werden, wobei Errichtung und der Rückbau von Anlagen zählen nicht zum Betreiben
ANMERKUNG 1 zum Begriff: Zum Betreiben zählen auch Inbetriebnahme, Probebetrieb, Normalbetrieb, Instandhaltung und die Erweiterung von in Betrieb befindlichen Anlagen.
ANMERKUNG 2 zum Begriff: Zur Inbetriebnahme, Probebetrieb, Normalbetrieb, Instandhaltung und Erweiterung siehe auch „Begriffe der Instandhaltung“ (DIN EN 13 306) und „Grundlagen der Instandhaltung“ (DIN 31 051).
Der Betreiber ist der vom Eigentümer / Netzbetreiber Beauftragte, in dessen Zuständigkeit und Verantwortung das Betreiben der Fernwärmeverteilungsanlagen mit oder nach der Inbetriebnahme übergeht. Das Betreiben kann auch vom Eigentümer / Netzbetreiber selbst wahrgenommen werden.
Organisation mit der rechtlichen Verantwortung für die Fernwärmeverteilungsanlage
Anmerkung 1 zum Begriff: Die genauen Aufgaben können der Definition im AGFW Arbeitsblatt FW 1100; 2017, Abschnitt 3.2 entnommen werden.
Betreiber von Versorgungsanlagen sind diejenigen, die Wärme/Kälte erzeugen, in ein Netz einspeisen und verteilen oder für die Eigenversorgung bereitstellen (s. a. KWKG; § 3, (10)). Die Betreibereigenschaft ist unabhängig von der Eigentümerstellung. Der Betreiber ist verantwortlich für die Betriebsführung, die Instandhal­tung sowie erforderlichenfalls den Ausbau der Versorgungsanlagen. Der Betreiber hat dafür zu sorgen, dass die Versorgungsanlagen in einem ordnungsgemäßen Zustand erhalten bleiben, überwacht und notwendige Arbeiten unverzüglich vorgenommen werden. Teile dieser Aufgaben und der damit verbundenen operativen Verantwortung können an Dritte (z. B. Betriebsführer) übertragen werden. Auswahl- und Kontrollverantwortung (gegenüber Dritten) verbleiben immer beim Betreiber. Der Betreiber hat dafür zu sorgen, dass die wirtschaftliche Abbildung seiner Betreiberverantwortung vorhanden ist.
Die Rollen des Betreibers und des Betriebsführers können in einer Organisation oder in unterschiedlichen Organisationsmodellen wahrgenommen werden. Bei mehreren Betreibern in einem Verbundnetz sind die Betreiber-Schnittstellen im Rahmen der Systemverantwortung gemeinsam zu definieren und festzulegen.
FW1100 2017-02
Betreiber von Versorgungsanlagen für Wärme/Kälte
diejenigen, die Wärme/Kälte erzeugen, in ein Netz einspeisen und verteilen oder für die Eigenversorgung bereitstellen (siehe auch § 2 Nr. 6 KWKG)
ANMERKUNG 1 zum Begriff: Die Betreibereigenschaft ist unabhängig von der Eigentümerstellung.
ANMERKUNG 2 zum Begriff: Der Betreiber ist verantwortlich für die Betriebsführung (als Betriebsführer), die Instandhaltung sowie erforderlichenfalls den Ausbau der Versorgungsanlagen. Der Betreiber hat dafür zu sorgen, dass die Versorgungsanlagen in einem ordnungsgemäßen Zustand erhalten bleiben, überwacht und notwendige Arbeiten unverzüglich vorgenommen werden (als Anlagenverantwortlicher). Teile dieser Aufgaben und der damit verbundenen operativen Verantwortung können an Dritte (z. B. Betriebsführer, Anlagenverantwortlicher) übertragen werden. Auswahl- und Kontrollverantwortung (gegenüber Dritten) verbleiben immer beim Betreiber.
Aufgaben der Betriebsführung (Bedienen, Schalten) sowie der Inspektion, Wartung und der betriebsnahen Instandsetzung
ANMERKUNG 1 zum Begriff: Instandsetzungsmaßnahmen, die dem Betriebsaufwand nicht zuzurechnen sind (aktivierungspflichtige Investitionen), zählen - ebenso wie zugehörige Teilaufgaben (z. B. deren Planung, Controlling) - nicht zur betriebsnahen Instandsetzung.
Betrieblicher Wasserverlust
VB [m³/a]
Wasserverlust in Folge einer geplanten betrieblichen Maßnahme
Anmerkung 1 zum Begriff: Eine geplante Maßnahme kann z. B. das Spülen und Entleeren von Leitungen darstellen.
Anmerkung 2 zum Begriff: Der nicht quantifizierbare betriebliche Wasserverlust ist in der Kennzahlen für das Leckwasser enthalten.
Anmerkung 3 zum Begriff: Beim Umpumpen des Heizmediums von z. B. der Vorlauf- in die Rücklaufleitung ist dies in der Bilanz zu berücksichtigen.
Angabe des Inverkehrbringers einer Einrichtung, eines verwendungsfertigen technischen Erzeugnisses, von Stoffen oder Zubereitungen zum sachgerechten, bestimmungsgemäßen und sicheren Betreiben bzw. Verwenden
FW 432 2020-03
Anweisung und Angabe des Betreibers bzw. Verwenders von Einrichtungen, technischen Erzeugnissen, Arbeitsverfahren, Stoffen oder Zubereitungen an seine Mitarbeiter mit dem Ziel, Unfälle und Gesund-heitsrisiken zu vermeiden
OP (Operating Pressure)
Druck, der in einem System beim Betrieb unter normalen Betriebsbedingungen auftritt. Nach EN 13480-3 muss der Betriebsdruck unter dem für das jeweilige Rohrsystem festgelegten maximal zulässigen Druck liegen.
Der Betriebsdruck ist der Druck, unter dem der Wärmeträger während des Heizbetriebes steht.
Betriebseigenverbrauch Strom
AB Eig
Betriebseigenverbrauch Strom der ungekoppelten Stromerzeugung
AB Eig Kond
Betriebseigenverbrauch Strom des KWK-Prozesses
AB Eig KWK
Betriebseigenverbrauch Wärme
QB Eig
Eigenschaft, absehbare als auch zufällig auftretende statische, quasistatische oder dynamische Einwirkungen im Rahmen der vorgesehenen Nutzungsdauer und unter Berücksichtigung der Umgebungsbedingungen schadensfrei zu ertragen
ein vom Betreiber mit dem ordnungsgemäßen Einsatz (Bedienen, Schalten) sowie ggf. der Inspektion, Wartung und der betriebsnahen Instandsetzung der Anlagen Beauftragter
vom Betreiber mit dem ordnungsgemäßen Betrieb der Anlagen Beauftragter [Quelle: AGFW Arbeitsblatt FW 1100; 2017, Pkt. 3.2.1]
Anmerkung 1 zum Begriff: Der Betriebsführer im Sinne dieses Arbeitsblattes ist die mit dem unmittelbaren Betrieb der Fernwärmeverteilungsanlage beauftragte Organisationseinheit, in deren Zuständigkeit und Verantwortung der Betrieb mit oder nach der Inbetriebnahme übergeht.
vom Betreiber mit dem ordnungsgemäßen Einsatz (Bedienen, Schalten) sowie ggf. der Inspektion, War-tung und der Instandsetzung der Wärmeverteilungsanlagen Beauftragter [QUELLE: FW 1100]
Ein Betriebsführer ist ein vom Betreiber mit dem ordnungsgemäßen Einsatz der Anlagen Beauftragter.
Unter Betriebsführung im Sinne dieses Arbeitsblattes versteht man alle Prozesse und Maßnahmen, die zum Betrieb einer Fernwärmeverteilungsanlage erforderlich sind. Die Aufgabenverteilung ist unternehmensspezifisch zu regeln.
umfasst im Sinne dieses Arbeitsblattes alle Prozesse und Maßnahmen, die zum Betrieb einer Fernwärmeverteilungsanlage erforderlich sind, dabei ist die Aufgabenverteilung unternehmensspezifisch zu regeln
Die Betriebsführung stellt die Aktivitäten dar, die notwendig sind, das Fernwärmeverteilnetz von beginnend an den festgelegten Eigentumsgrenzen für den Standort bis hin zur Übergabestelle der Kundenanlage nach den festgelegten Parametern zu betreiben, zu kontrollieren, zu warten und auftretende Störungen zu beseitigen.
Beinhaltet folgende Aufgaben:
– Betrieb und Betriebsführung aller Fernwärmeleitungen von der Übergabestelle bis zum Kunden
– Inspektions-, Wartungs- und Instandsetzungsarbeiten an Fernwärmeleitungen
– Inspektions-, Wartungs- und Instandsetzungsarbeiten an und in Schachtbauwerken
– Inspektions-, Wartungs- und Instandsetzungsarbeiten in Übergabestationen
– Inspektions-, Wartungs- und Instandsetzungsarbeiten an Dampfumformstation und Blockstation im Fernwärmeverteilnetz
– Übernahme, Inbetriebnahme und Außerbetriebnahme von Fernwärme-Verteiler-anlagen und Übergabestationen
– Geplante Instandsetzung
– Ungeplante Instandsetzung
Betriebsführungsverantwortung
– Verantwortung für den ordnungsmäßigen Einsatz der Anlagen
– Durchführung von Verfügbarkeitsbewertungen und treffen von Feststellungen bzgl. des Gesamtsystems und Kommunikation an den Betreiber.
– operatives Risikomanagement der Anlagen (z. B. Fehler- und Ausfallanalyse, Grenzfahrweisen, etc.)
Betriebsschläuche
Schlauchleitungen, die mit Betriebsmedium und Betriebsparameter beaufschlagt und im laufenden Betrieb der Fernwärmeverteilungsanlagen eingesetzt werden
Anmerkung zum Begriff: Betriebsschläuche werden z. B. bei Rohrleitungsverbindungen, Kurzschlüssen,Umpumparbeiten verwendet.
Betriebsschläuche werden z. B. bei Rohrleitungsverbindungen, Kurzschlüssen, Umpumparbeiten verwendet.
Der Betriebsstatus legt fest, ob ein Netzbestandteil in Betrieb, stillgelegt etc. ist.
EN 13480-3: Die Betriebstemperatur muss unterhalb der für das jeweilige Rohrsystem festgelegten maximal zulässigen Temperatur liegen.
Das ist die Temperatur des Wärmeträgers beim Heizbetrieb.
Betriebsvolllaststunden
Zeit, die die Anlage bei voll ausgeschöpfter Leistung benötigt, um die in einem definierten Zeitraum abgegebene Arbeit herzustellen
Informativ: Die Betriebsvolllaststunden beziehen sich in diesem Arbeitsblatt auf die eingesetzte Brennstoffmenge (Heizwert Hi) und ergeben sich aus der durchschnittlichen Brennstoffmenge der letzten drei Abrechnungszeiträume dividiert durch die Nennleistung des Kessels. Auf die Brennstoffmenge des letzten Jahres ist nur zurückzugreifen, wenn die Voraussetzungen nach § 9 Abs. 2 WärmeLV vorliegen (Modernisierung der Heizungsanlage).
Bikarbonatspaltung / Sodaspaltung
Nach Enthärtung kann durch die hohen Temperaturen Sodaspaltung einsetzten – thermische Zersetzung von Natriumcarbonat (ab ca. 55°C, erhöhter Druck).
Kapillar im Boden gebundenes Wasser.
Der Begriff Brauchwarmwasser wird in der Heizungstechnik für erwärmtes Trinkwasser verwendet.
ANMERKUNG: Brauchwarmwasser (oder auch Trinkwarmwasser) ist lt. § 2 Abs. 1 TrinkwV Wasser mit einer für den menschlichen Gebrauch geeigneten Qualität. Als Brauchwarmwasser wird in der i.d.R. Wasser im Temperaturbereich von 15-95 °C bezeichnet.
Abwinkelung der Rohrleitung, die sich in Verbindung mit Dehnelementen zur Kompensation der Leitungsdehnung nutzen lässt
ANMERKUNG 1 zum Begriff: Als Dehnelemente werden vorzugsweise natürliche Kompensationen wie L- und Z-Schenkel bzw. U-Bögen genutzt.
ein chemischer Stoff, dessen gespeicherte Energie sich durch Verbrennung in nutzbare Energie umwandeln lässt, z. B. Kohle, Holz, Öl und Gas
Brennstoffwärme für die ungekoppelte Wärmeerzeugung
Brennstoffzellenanlage
Wärmemenge bei vollständiger Verbrennung eines Brennstoffs im Normzustand mit Berücksichtigung der im Wasserdampf des Abgases gebundenen Kondensationswärme
Anmerkung 1 zum Begriff: Die nationalen Normzustände für gasförmige Brennstoffe sind der DIN EN ISO 13443 zu entnehmen.
Anmerkung 2 zum Begriff: Einheit: J/m3 oder J/kg
DIN 4749
Kessel, der für die permanente Kondensation eines Großteils der in den Abgasen enthaltenen Wasserdämpfe konstruiert ist [3]
Als Brutto-Grundfläche bezeichnet man gemäß DIN 277 diejenige Fläche, die sich aus der Summe der Grundflächen aller Grundrissebenen eines Gebäudes errechnet.
ANMERKUNG: Davon zu unterschieden ist der Begriff Geschossfläche nach § 20 Abs. 3 BauNVO. Der häufig verwendete Begriff Bruttogeschossfläche ist nicht definiert.
Brutto-Kondensationsstromerzeugung
ABbr Kond
Bruttowärmeerzeugung
Bürgerbeteiligung oder auch -partizipation ist ein auf Einflussnahme und Mitgestaltung gerichtetes Instrument für Planungs- und Entwicklungsprozesse. Hierbei ist zwischen der gesetzlich vorgeschriebenen formellen Bürgerbeteiligung und informellen Beteiligungsformen zu unterscheiden
ANMERKUNG: Sie ist eine zentrale Grundlage der demokratischen Gesellschaft.

References: § 1
 §2
 § 9
 § 9
 § 9
 § 121
 EuGH 
 § 5
 EuGH 
 EuGH 
 § 3
 § 2
 § 9
 § 2
 § 20