Source: https://www.komnet.nrw.de/_sitetools/dialog/22152
Timestamp: 2017-02-20 06:29:02+00:00

Document:
KomNet Dialog 22152
Wenn nach LärmVibrationsArbSchV in einem Betrieb der obere Auslösewert von 85 dB(A) überschritten ist und die Betriebsstätte zum Lärmbereich erklärt und entsprechend gekennzeichnet wurde, dürfen Jugendliche (Minderjährige) nach JArbSchG § 22, Absatz 1, Nr. 5 in diesem Bereich arbeiten, wenn dies nicht nach JArbSchG § 22, Absatz 2, Nr. 1 notwendig ist? Als Beispiel seien hier Aushilfen, 400¬-Kräfte, jugendliche Teilzeitangestellte usw. angeführt, also Mitarbeiter, die keine Ausbildung in dem Betrieb machen. Ist JArbSchG § 22, Absatz 2 also eine "und"- oder als eine "oder"-Aufzählung zu verstehen, d.h. muß ein Minderjähriger Auszubildender sein UND der Schutz durch Aufsicht gewährleistet sein oder reicht z.B. auch der Schutz durch Aufsicht, wenn kein Ausbildungsverhältnis besteht.
Laut § 22 (1) Nr.5 des Jugendarbeitsschutzgesetzes - JArbSchG - dürfen Jugendliche nicht beschäftigt werden mit Arbeiten, bei denen sie schädlichen Einwirkungen von Lärm, Erschütterungen oder Strahlen ausgesetzt sind. Die Ausnahmetatbestände des § 22 (2) beziehen sich nur auf Tätigkeiten, die zur Erreichung des Ausbildungszieles erforderlich sind. Somit dürfen minderjährige Aushilfen, minderjährige 400 €-Kräfte und jugendliche Teilzeitangestellte, die keine Ausbildung im Sinne des § 22 JArbSchG machen, im Lärmbereich nicht beschäftigt werden.
Darf eine 17-jährige Auszubildende bei Personalengpässen in der Produktion an den Maschinen eingesetzt werden? Darf ein Jugendlicher unter 18 Jahren innerhalb der Absolvierung seines Freiwilligen Sozialen Jahres im OP-Bereich eingesetzt werden? Wie ist die erlaubte Arbeitszeit von Jugendlichen von 14 und 15 Jahren?

References: § 22
 § 22
 § 22
 § 22
 § 22
 § 22