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Timestamp: 2019-06-27 01:06:13+00:00

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Mord, § 211 - Überblick - Jura online lernen
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Strafrecht Besonderer Teil 1 - Mord, § 211 - Überblick
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Mord, § 211 - Überblick
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§ 211 beginnt zunächst in Abs. 1 mit der Feststellung der lebenslangen Freiheitsstrafe. Erst in Abs. 2 werden die Strafbarkeitsvoraussetzungen genannt. Dabei werden drei Gruppen von Mordmerkmalen unterschieden:
verwerflicher Beweggrund
verwerfliche Begehungsweise
verwerflicher Zweck
aus Mordlust
zur Befriedigung des Geschlechtstriebs
aus Habgier
aus sonstigen niedrigen Beweggründen
mit gemeingefährlichen Mitteln
in der Absicht, eine andere Straftat zu ermöglichen
in der Absicht, eine andere Straftat zu verdecken
Nach überwiegender Auffassung handelt es sich bei den Mordmerkmalen der zweiten Gruppe um objektive Tatbestandsmerkmale, die die Art und Weise der Begehung näher beschreiben und im objektiven Tatbestand zu prüfen sind.
Wessels/Hettinger/Engländer Strafrecht BT 1 Rn. 119. Auf die Verwirklichung dieser objektiven Tatbestandsmerkmale muss sich dementsprechend auch der Vorsatz richten. Bei den Mordmerkmalen der ersten und dritten Gruppe handelt es sich nach überwiegender Auffassung um besondere persönliche (Tatbestands-)Merkmale,Joecks/Jäger § 211 Rn. 10, BGHSt 22, 375. die im subjektiven Tatbestand zu prüfen sind. Eine in der Literatur vertretene Gegenauffassung betrachtet die Mordmerkmale der ersten und dritten Gruppe hingegen als spezielle Schuldmerkmale, die mithin in der Schuld zu prüfen sind.Wessels/Beulke/Satzger Strafrecht AT Rn. 674.
Die Einordnung der Mordmerkmale wirkt sich wiederum auf den Aufbau aus. In der Klausur sollten Sie den nachfolgend dargestellten, allgemein anerkannten Aufbau wählen. Eine Begründung, warum Sie die Mordmerkmale der ersten und dritten Gruppe im subjektiven Tatbestand prüfen, ist nicht erforderlich.
Der Prüfungsaufbau des § 211 stellt sich, wenn man mit der überwiegenden Meinung die Mordmerkmale der 1. und 3. Gruppe nicht als spezielle Schuldmerkmale auffasst, wie folgt dar:
Wie prüft man: Mord, § 211
Tötungshandlung
Tötungserfolg
Mordmerkmale der zweiten Gruppe:
Definition und Restriktion
normativer Heimtückebegriff
grausam oder
Mordmerkmale der ersten Gruppe
zur Befriedigung des Geschlechtstriebs oder
aus niedrigen Beweggründen
Mordmerkmale der dritten Gruppe
zur Ermöglichung einer anderen Straftat
zur Verdeckung einer anderen Straftat
zeitlicher Zusammenhang zwischen Vortat und Mord
Verdeckungsabsicht und dolus eventualis bezüglich des Todes
Verdeckungsmord durch Unterlassen
subjektive täterbezogene Mordmerkmale beim Teilnehmer
Nach BGH: Strafrahmenreduzierung gem. § 49 Abs. 1 Nr. 1 in Ausnahmefällen
1.Taterfolg: Tod
2.Tathandlung
5.Mordmerkmale der 2. Gruppe
b)mit gemeingefährlichen Mitteln
c)grausam
II.Subjektiver Tatbestand
2.Mordmerkmale der 1. Gruppe
a)Mordlust
b)zur Befriedigung des Geschlechtstriebs
d)sonstige niedrige Beweggründe
a)Ermöglichungsabsicht
III.Rechtswidrigkeit
IV.Schuld
Mordmerkmale der 3. Gruppe
Verdeckungsabsicht
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Am 04.11.2019 ab 16:00 Uhr

References: § 211
 § 211
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§ 211
 § 211
 § 211
 § 211
 § 49
 § 113
 § 114
 § 244