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Timestamp: 2020-02-19 00:13:37+00:00

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BFH, 06.03.1990 - II R 63/87 - dejure.org
BFH, 06.03.1990 - II R 63/87
https://dejure.org/1990,800
BFH, 06.03.1990 - II R 63/87 (https://dejure.org/1990,800)
BFH, Entscheidung vom 06.03.1990 - II R 63/87 (https://dejure.org/1990,800)
BFH, Entscheidung vom 06. März 1990 - II R 63/87 (https://dejure.org/1990,800)
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ErbStG 1974 § 7 Abs. 1 Nrn. 1, 7, §§ 11, 12
Revision - Prüfungsumfang - Prüfung von Amts wegen - Berechnung der Steuer durch Finanzamt - Entscheidung einer Rechtsfrage durch Finanzamt - Grundstücksschenkung - Erbbaurecht - Bewertung - Steuerwert des Grundstücks
ErbStG (1974) § 7 Abs. 1 Nr. 1, 7, §§ 11, 12
§§ 7, 11, 12 ErbStG 1974
Erbschaftsteuer; Wert einer Grundstücksschenkung
Steuerliche Behandlung der Vor- und Nacherbschaft
Besteuerung des Nacherben
Herausgabe des ererbten Vermögens an den Nacherben vor Eintritt der Nacherbschaft
BFHE 159, 555
BB 1990, 1118
DB 1990, 1546
BStBl II 1990, 504
Seit dem Urteil vom 14. März 1979 II R 67/76 (BFHE 127, 437, BStBl II 1979, 642) hat der erkennende Senat in ständiger Rechtsprechung die Auffassung vertreten, daß ein Schenkungsversprechen über ein Grundstück ausgeführt sei, wenn die Vertragspartner die für die Eintragung der Rechtsänderung in das Grundbuch erforderlichen Erklärungen in gehöriger Form abgegeben haben und der Beschenkte auf Grund dieser Erklärungen in der Lage ist, beim Grundbuchamt die Eintragung der Rechtsänderung zu bewirken (Urteile vom 14. Juli 1982 II R 16/81, BFHE 136, 501, BStBl II 1983, 19 zu 1. der Gründe; vom 18. Mai 1988 II R 163/85, BFHE 153, 231, BStBl II 1988, 741 zu 3. der Gründe, und vom 6. März 1990 II R 63/87, BFHE 159, 555, BStBl II 1990, 504 zu 2. d der Gründe).
Allerdings hat es der Senat in den Entscheidungen in BFHE 136, 501, BStBl II 1983, 19, BFHE 153, 231, BStBl II 1988, 741, und BFHE 159, 555, BStBl II 1990, 504 jeweils offengelassen, ob die Auflassung erst dann als Ausführung der Schenkung anzusehen sei, wenn durch Stellung des Grundbuchantrages seitens des Beschenkten die schützenden Wirkungen des § 17 der Grundbuchordnung (GBO) eingetreten sind.
Während nach dieser Rechtsprechung die Bewertung der Sachleistungsverpflichtung mit 140 v. H. des Einheitswerts unabhängig davon zu erfolgen hatte, ob der Käufer seine Verpflichtung zur Zahlung des Kaufpreises bereits ganz, teilweise oder noch nicht erfüllt hatte, ist die abweichende Entscheidung in BFHE 159, 542, BStBl II 1990, 434 ausdrücklich auf beiderseits noch nicht erfüllte entgeltliche Verträge beschränkt (vgl. auch BFH-Urteil vom 6. März 1990 II R 63/87, BFHE 159, 555, BStBl II 1990, 504).
Außerdem ist das BFH-Urteil vom 6. März 1990 II R 63/87 (BFHE 159, 555, BStBl II 1990, 504) zu beachten.
Der Entscheidungssatz eines finanzgerichtlichen Urteils entspricht nur dann den Anforderungen dieser Vorschrift, wenn dem FA nur die Berechnung der Steuer, nicht auch die Entscheidung einer Rechtsfrage überlassen bleibt (vgl. zur insoweit ähnlichen Vorschrift des Art. 3 § 4 des Gesetzes zur Entlastung der Gerichte in der Verwaltungs- und Finanzgerichtsbarkeit: BFH-Urteile vom 6. März 1990 II R 63/87, BFHE 159, 555, BStBl II 1990, 504;… vom 6. Mai 1986 VIII R 110/83, BFH/NV 1986, 722, …und vom 27. Juni 1995 IX R 11/93, IX R 12/93, BFH/NV 1996, 319;… Beschluss vom 14. August 1996 V B 107/95, BFH/NV 1997, 205).
Hat das FG bei seiner Entscheidung eine Rechtsfrage offen gelassen, so ist dieser Verfahrensfehler im Revisionsverfahren von Amts wegen zu berücksichtigen und die Vorentscheidung aufzuheben (Urteil in BFHE 159, 555, BStBl II 1990, 504).
Im Falle einer Schenkung werde das Grundstück nach Erklärung der Auflassung gemäß § 9 Abs. 1 Nr. 2 Erbschaftsteuer- und Schenkungsteuergesetz in der bis 31.12.1995 geltenden Fassung ( ErbStG 1974) bereits zum Vermögen des Beschenkten gerechnet (vgl. BFH-Urteil vom 06.03.1990 II R 63/87 , BStBl. II 1990, 504).
Da für den hier strittigen Erwerb von Todes wegen eine dem § 9 Abs. 1 Nr. 2 ErbStG 1974 für Schenkungen unter Lebenden vergleichbare Vorschrift fehle, könnten die Ausführungen zu dieser Vorschrift im BFH-Urteil vom 06.03.1990 (in BStBl. II 1990, 504) auf den hier streitigen Erbfall nicht übertragen werden.
c) Entgegen der Auffassung der Antragstellerin kann auch nicht in entsprechender Anwendung der von der Rechtsprechung zur Ausführung einer Grundstücksschenkung ( § 9 Abs. 1 Nr. 2 ErbStG 1974) entwickelten Grundsätze (BFH-Urteile in BStBl. II 1990, 504 sowie vom 26.09.1990 II R 150/88 , BStBl. II 1991, 320) von einem Eigentumsübergang bereits im Erbzeitpunkt ausgegangen und der Einheitswert für die Eigentumswohnung angesetzt werden, auch wenn die Auflassung schon erklärt, die Eintragung des Eigentumswechsels in das Grundbuch bewilligt und der Besitzübergang nur noch von der allerdings noch ausstehenden Kaufpreiszahlung abhängig war.
Ansatz des Sachleistungsanspruchs und der Sachleistungsverpflichtung mit dem …
Der Senat hält für den Bereich der Einheitsbewertung des Betriebsvermögens und der Vermögensteuer an der bisherigen Rechtsprechung zur Bewertung von Sachleistungsverpflichtungen bzw. -ansprüchen des früher für diese Rechtsmaterien zuständigen III. Senats (vgl. Urteil vom 3. März 1978 III R 7/76, BFHE 125, 75, BStBl II 1978, 398) nicht mehr fest (vgl. auch schon Senatsurteile vom 6. Dezember 1989 II R 103/86, BFHE 159, 542, BStBl II 1990, 434, und vom 6. März 1990 II R 63/87, BFHE 159, 555, BStBl II 1990, 504).
Ob das FA in der Rentenverpflichtung, die die Klägerin gegenüber M eingegangen ist, zutreffend eine zur Annahme einer gemischten Schenkung führende Gegenleistung gesehen hat, bei der nur der die Gegenleistung des Bedachten übersteigende Wert der Zuwendung schenkungsteuerrechtlich relevant ist (vgl. BFH-Urteil vom 6. März 1990 II R 63/87, BFHE 159, 555, BStBl II 1990, 504), kann mit Rücksicht auf das im gerichtlichen Verfahren geltende Verböserungsverbot dahingestellt bleiben.
Soweit der Kläger auf bundesgerichtliche Rechtsprechung verweist, die eine Grundstücksschenkung als ausgeführt ansieht, wenn die Vertragspartner die für die Eintragung der Rechtsänderung in das Grundbuch erforderlichen Erklärungen in gehöriger Form abgegeben haben und der Beschenkte in der Lage ist, die Eintragung der Rechtsänderung herbeizuführen (vgl. z. B. BFH Urteil vom 6. März 1990 II R 63/87, BFHE 159, 555, BStBl II 1990, 504), ergibt sich hieraus keine Abweichung vom Grundsatz der Besteuerung eines zivilrechtlichen Erwerbsvorganges.
BFH, 27.07.1993 - VIII R 67/91
Urteil - Unwirksamkeit - Revision - Verfahrensmängel
BFH, 06.05.2004 - II B 12/03
Rüge einer Divergenz unter Berufung auf einen vom BFH nicht aufgestellten …
FG Düsseldorf, 16.08.2000 - 7 K 3075/97
Getrennte Veranlagung; Wahlrecht; Bindung an Erledigungserklärung; …

References: § 7
 § 7
 § 17
 Art. 3
 § 4
 § 9
 § 9
 § 9