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Timestamp: 2017-09-21 03:06:29+00:00

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BGH, 21.07.2005 - I ZR 312/02 - dejure.org
§ 14 MarkenG; § 21 MarkenG; § 26 MarkenG; § 152 MarkenG; § 153 MarkenG
Rechtmäßigkeit der Verwendung allgemeiner Zeichenformen; Anforderungen an die Verwirkung eines Anspruchs; Unterlassungsanspruch bezüglich der Verwendung der Zeichen "BOSS" und "BOSS CLUB"; Ansprüche wegen Markenverletzung gegen eine vor dem 1. Januar 1995 aufgenommene Zeichennutzung; Kündigung eines Gestattungsvertrages
MarkenG § 14 Abs. 2 Nr. 3, § 21 Abs. 2, § 21 Abs. 4, § 26 Abs. 3, § 152, § 153
"BOSS-Club"; Ansprüche des Inhabers einer Marke für vor dem Inkrafttreten des MarkenG begangene Verstöße; Rechte des Lizenznehmers
Markenrecht - Schriftzug "BOSS" für Tanzlokal?
Alte Marken sind nicht zwingend geschützt
LG Stuttgart, 29.01.2002 - 17 O 422/01
NJW-RR 2006, 117
GRUR 2006, 56
Dabei sind vor allem die wirtschaftliche sowie die rechtliche Bedeutung der Angelegenheit, insbesondere für den Begünstigten, die Interessenlage der Parteien (vgl. BGH, Urteile vom 22. Juni 1956 - I ZR 198/54, BGHZ 21, 102, 106 f., vom 21. Juli 2005 - I ZR 312/02, NJW-RR 2006, 117, 120…, vom 18. Dezember 2008 - IX ZR 12/05, NJW 2009, 1141 Rn. 7 …und vom 21. Juni 2012 - III ZR 291/11, NJW 2012, 3366 Rn. 14) und das objektive Bedürfnis nach einer rechtsverbindlichen Regelung (…vgl. MüKoBGB/Seiler, 6. Aufl., § 662 Rn. 59 f.) zu berücksichtigen.
Im Übrigen wird auch im gewerblichen Rechtsschutz - ungeachtet der auch dort geführten Diskussion um die Geltung des Abstraktionsprinzips (…vgl. etwa Kraßer, Patentrecht, 6. Aufl., § 41 I 1;… Götting, Gewerblicher Rechtsschutz, 9. Aufl., § 27 Rn. 3) - stets davon ausgegangen, dass das dem Lizenznehmer eingeräumte Recht mit der Beendigung des Lizenzvertrags an den Lizenzgeber zurückfällt und dementsprechend die Fortsetzung der Benutzung eine Schutzrechtsverletzung darstellt (…vgl. zum Patentrecht Osterrieth, Patentrecht, 4. Aufl., Rn. 404;… ferner Benkard/Ullmann, Patentgesetz, 10. Aufl., § 15 Rn. 203 f.;… Busse/Keukenschrijver, Patentgesetz, 6. Aufl., § 15 Rn. 102;… für das Markenrecht Hacker in Ströbele/Hacker, Markengesetz, 10. Aufl., § 30 Rn. 72;… Ingerl/Rohnke, Markengesetz, 3. Aufl., § 30 Rn. 33;… Fezer, Markenrecht, 4. Aufl., § 30 MarkenG Rn. 50 f.;… E.-I. v. Gamm in Büscher/Dittmer/Schiwy aaO § 30 MarkenG Rn. 13; vgl. auch BGH, Urteil vom 21. Juli 2005 - I ZR 312/02, GRUR 2006, 56 Rn. 26 = WRP 2006, 96 - BOSS-Club).
Dies ist anhand objektiver Kriterien aufgrund der Erklärungen und des Verhaltens der Parteien zu ermitteln, wobei vor allem die wirtschaftliche sowie die rechtliche Bedeutung der Angelegenheit, insbesondere für den Begünstigten, und die Interessenlage der Parteien heranzuziehen sind (BGHZ 21, 102, 106 f ; 92, 164, 168 ;… BGH, Urt. v. 16. November 1989 - IX ZR 190/88, NJW-RR 1990, 204, 205; v. 21. Juli 2005 - I ZR 312/02, NJW-RR 2006, 117, 120).
Ob den Erklärungen der Parteien nach diesen Maßstäben ein Wille zur rechtlichen Bindung zu entnehmen ist oder die Parteien nur aufgrund einer außerrechtlichen Gefälligkeit handeln, ist eine Sache tatrichterlicher Würdigung (BGH, Urteil vom 21. Juli 2005 - I ZR 312/02, GRUR 2006, 56 Rn. 37 und 39 = WRP 2006, 96 - BOSS-Club, mwN).
Die Stellung des Lizenznehmers im Verhältnis zum Lizenzgeber nach Beendigung des Lizenz oder Gestattungsvertrags ist insoweit nicht besser als diejenige eines Dritten, der erstmals ein mit dem lizenzierten Kennzeichen identisches oder ähnliches Zeichen benutzt (vgl. BGH, Urteil vom 21. Juli 2005 - I ZR 312/02, GRUR 2006, 56 Rn. 26 = WRP 2006, 96 - BOSS-Club).
Die Stellung des Lizenznehmers im Verhältnis zum Lizenzgeber nach Beendigung des Lizenz- oder Gestattungsvertrags ist insoweit nicht besser als diejenige eines Dritten, der erstmals ein mit dem lizenzierten Kennzeichen identisches oder ähnliches Zeichen benutzt (vgl. BGH, Urteil vom 21. Juli 2005 - I ZR 312/02, GRUR 2006, 56 Rn. 26 = WRP 2006, 96 - BOSS-Club;… BGH, GRUR 2013, 1150 Rn. 44 - Baumann I; BGH…, Urteil vom 21. Oktober 2015 - I ZR 173/14, GRUR 2016, 201 Rn. 31 = WRP 2016, 203 - Ecosoil).
OLG Düsseldorf, 21.11.2006 - 20 U 241/05
Wettbewerbsverstoß bei Verwendung der Kennzeichnung "Peugeot-Tuning" als …
Für die Verwirkung eines kennzeichenrechtlichen Unterlassungsanspruch nach § 242 BGB ist insbesondere erforderlich, dass durch eine länger andauernde redliche und ungestörte Benutzung eines Kennzeichens ein Zustand geschaffen ist, der für den Benutzer einen beachtlichen Wert hat, der ihm nach Treu und Glauben erhalten bleiben muss (vgl. BGH GRUR 2006, 56, 59 - BOSS-Club m.w.N.).
Dies ist anhand objektiver Kriterien aufgrund der Erklärungen und des Verhaltens der Beteiligten zu ermitteln, wobei vor allem die wirtschaftliche sowie die rechtliche Bedeutung der Angelegenheit, insbesondere für den Begünstigten, und die Interessenlage der Beteiligten heranzuziehen sind (BGH NJW-RR 2006, 117 [120]; NJW 2009, 1141 [1142] m.w.N.).
Zu würdigen sind die wirtschaftliche und rechtliche Bedeutung der Angelegenheit, vor allem für den Begünstigten, ferner Art, Grund und Zweck der Gefälligkeit, sowie die Interessenlage (ständige Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs, vgl. NJW-RR 2006, 117, 120; NJW 1985, 1778 mit weiteren Nachweisen).
Die Verwirkungsfrist beginnt indes nicht zu laufen, solange dem Inhaber des älteren Schutzrechts aufgrund eines Gestattungsvertrages ein Vorgehen gegen den Benutzer der jüngeren Bezeichnung nicht möglich ist (vgl. BGH, GRUR 2006, 56, Tz. 33 ff., 43 - BOSS-Club).
OLG Stuttgart, 27.10.2009 - 12 U 76/09
Schadensersatz wegen Beratungsfehler: Zustandekommen eines Beratungsvertrages im …
LG Düsseldorf, 05.03.2008 - 2a O 24/07
Markenrechtsverletzung durch Verwendung des Kennzeichens im Domainnamen
OLG Frankfurt, 30.04.2008 - 15 U 91/07
Schadensersatz aus Architektenvertrag
LG Koblenz, 01.03.2013 - 8 O 134/12
Bauüberwachung übernommen: Energieberater haftet!

References: § 14
 § 21
 § 26
 § 152
 § 153
 § 14
 § 21
 § 21
 § 26
 § 152
 § 153
 § 662
 § 41
 § 27
 § 15
 § 15
 § 30
 § 30
 § 30
 § 30
 § 242
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