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Timestamp: 2018-03-17 16:25:44+00:00

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Direktversicherung pauschal versteuert - Alles über Versicherungen
Direktversicherung pauschal versteuert
Direktversicherung – Besteuerung beim Arbeitnehmer – Beiträge
Ab 01.01.2005 ist das Steuerprivileg der Pauschalversteuerung nach 40b EStG für Neuverträge weggefallen. Bei Altverträgen (vor dem 31.12.2004 abgeschlossene Direktversicherung), die die Voraussetzungen für die nachgelagerte Besteuerung nach § 3 Nr. 63 nicht erfüllen oder auf Antrag, ermöglicht der Gesetzgeber einen Bestandsschutz (Beibehaltung der Pauschalversteuerung der Beiträge nach §40b EStG). Unter bestimmten Voraussetzungen gilt dieser Bestandsschutz auch, wenn der Vertrag zukünftig erhöht wird. Erfüllt die Direktversicherung die Voraussetzungen für die nachgelagerte Besteuerung nach § 3 Nr. 63 kann der Arbeitnehmer den Bestandsschutz nur erhalten, wenn er auf eine steuerfreie Verwendung seiner Beiträge verzichet.
Der Verzicht musste spätestens bis zum 30.06.2005 von dem Arbeitnehmer gegenüber seinem Arbeitgeber erklärt werden, da ansonsten die neue Förderung rückwirkend ab Januar 2005 gilt. Der Verzicht gilt jeweils für die Dauer des Dienstverhältnisses. Bei einem späteren Arbeitgeberwechsel muss bis zur ersten Beitragsfälligkeit ein erneuter Verzicht erklärt werden.
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Für Altverträge mit Bestandsschutz gilt:
Die Besteuerung der Beiträge beim Arbeitnehmer ist in §40, 40b EStG und LStR 129 geregelt.
(Gilt nur für Altverträge – vor dem 01.01.2005)
Beiträge zu einer Direktversicherung sind Arbeitslohn, und gehören daher zu dem zu versteuernden Einkommen des Arbeitnehmer. Dies ist unabhängig von der Höhe der Beiträge und setzt nur voraus, dass der Arbeitnehmer oder seine Hinterbliebenen bezugsberechtigt ist.
Unter folgenden Voraussetzungen ist die Pauschalbesteuerung durch den Arbeitgeber möglich:
Es handelt sich um das 1. Dienstverhältnis (Lohnsteuerklasse I – V);
die Direktversicherung hat eine Versicherungsdauer von mindestens 5 Jahren, außer bei Rentenversicherungen ohne Kapitalwahlrecht, oder wenn bei Gruppenversicherungsverträgen eine kürzere Dauer – mind. 3 Jahre – aus dem arbeitsrechtlichen Grundsatz der Gleichbehandlung erforderlich ist;
bei einer kapitalbildenden Direktversicherung ist der Mindesttodesfallschutz bei Lebensversicherungen eingehalten, bei einer aufgeschobenen Rente mit Kapitalwahlrecht die Mindestfristen für die Ausübung eines Kapitalwahlrechtes;
die Erlebensfalleistung wird nicht vor der Vollendung des 59. Lebensjahres fällig (siehe Direktversicherung – Alters- und Dauerbegrenzungen);
eine vorzeitige Kündigung durch den Arbeitnehmer sowie eine Abtretung oder Beleihung des unwiderruflichen Bezugsrecht durch den Bezugsberechtigten ist ausgeschlossen (im allgemeinen über die sog. Kündigungsausschlussklausel vereinbart).
Der Pauschalsteuersatz beträgt (Stand 2004) 20%. Dazu kommen Solidaritätszuschlag und pauschale oder individuelle Kirchensteuer.
Der pauschalbesteuerungsfähige Beitrag beträgt bis zu 1752 € jährlich. Bei einem Arbeitsplatzwechsel kann dieser Betrag doppelt ausgeschöpft werden (er gilt nicht pro Arbeitnehmer, sondern pro 1. Dienstverhältnis; 129(9) LStR).
Bei einer Rückdatierung (die zur Vermeidung einer teilweisen Kapitalertragsteuerpflicht nicht über 3 Monate betragen sollte) muss die Gesamtheit der in einem Kalenderjahr fälligen Beiträge unterhalb dieser Grenze liegen Kapitalertragsteuer in der Lebensversicherung.
Beitragsteile über der Pauschalversteuerungsgrenze sind vom Arbeitnehmer als Einkommen zu versteuern; diese Beitragsteile können im Rahmen von Sonderausgaben steuerlich berücksichtigt werden.
Der Arbeitgeber führt die zu zahlende Pauschalsteuer einschließlich Solidaritätszuschlag und Kirchensteuer direkt an das Finanzamt ab. Die Pauschalsteuer kann mit den Direktversicherungsbeiträgen vom Arbeitgeber als betrieblicher Aufwand steuerlich geltend gemacht werden (siehe Direktversicherung – Besteuerung beim Arbeitgeber)
Steuerschuldner der Pauschalsteuer ist der Arbeitgeber. Der Arbeitnehmer kann sie deshalb nicht von seiner Steuerschuld oder seinem zu versteuernden Einkommen abziehen (EStG §40(3)), selbst wenn er sie bei einer Gehaltsumwandlung wirtschaftlich selbst trägt. Dies gilt seit 1.4.1999. Seit diesem Zeitpunkt vermindert eine vom Arbeitnehmer übernommene Pauschalsteuer auch nicht mehr die Bemessung seiner Sozialversicherungsbeiträge (siehe auch Gehaltsumwandlung – Sozialversicherungsbeiträge).
Die Direktversicherung wird in die bisher schon für die Pensionskasse und den Pensionsfonds gültige Förderung gemäß § 3 Nr. 63 EStG eingebunden:
Direktversicherungsbeiträge sind bis zu einem Höchstbetrag von 4 % der Beitragsbemessungsgrenze in der gesetzlichen Rentenversicherung einkommenssteuerfrei. Der Höchstbetrag im Jahr 2005 beträgt 2496,00 € West bzw. 2.112 € Ost.
Dazu kommt ein konstanter Aufstockungsbetrag von 1.800 Euro, wenn keine Pauschalversteuerung nach § 40b EStG für bestehende Direkt- oder Pensionskassenversicherungen genutzt wird.
Steuerfreie Beiträge aus dem Bruttoentgelt bis 4 % der Beitragsbemessungsgrenze sind nicht sozialversicherungspflichtig. Dies gilt bis Ende des Jahres 2008. Beiträge über 4 % der Beitragsbemessungsgrenze sind grundsätzlich sozialversicherungspflichtig. Das gilt auch für den Aufstockungsbetrag.
Tritt der Leistungsfall ein, sind Leistungen, die aus steuerbefreiten Beiträgen resultieren, vollständig zu versteuern. Mitglieder gesetzlicher Krankenkassen sind beitragspflichtig zur Krankenversicherung der Rentner sowie zur Pflegeversicherung.
Die EintrГ¤ge im Lexikon sind veraltet.
>Steuerlexikon
>Lexikon Steuer
> Direktversicherung – Pauschalierung
Direktversicherung – Pauschalierung
Pauschalierungsgrenzen des В§ 40b EStG
Pauschalierungsgrenze bei EinzelvertrГ¤gen
bei denen in einem Direktversicherungsvertrag mehrere Arbeitnehmer (mindestens 2) versichert sind.
in denen die Bedingungen der Direktversicherung hinsichtlich der versicherten Personen und der versicherten Wagnisse geregelt sind. Weitere Einzelheiten, z.B. die individuelle BeitragshГ¶he, kГ¶nnen in zusГ¤tzlichen Vereinbarungen geregelt werden. Solche RahmenvertrГ¤ge kГ¶nnen sowohl mit einem als auch mit mehreren Versicherern abgeschlossen werden (R 40b.1 Abs. 9 LStR).
Hat der Arbeitgeber bereits in der Vergangenheit DirektversicherungsbeitrГ¤ge fГјr den Arbeitnehmer gezahlt und pauschal besteuert, muss der vervielfГ¤ltigte Betrag um die pauschal besteuerten BeitrГ¤ge des letzten und der sechs vorangegangenen Jahre gekГјrzt werden.
BeitrГ¤ge im laufenden und den 6 vorangegangenen Jahren (7В x
Direktversicherung – Steuerfreiheit
Doppelte BuchfГјhrung
Doppelte HaushaltsfГјhrung
EhegattenarbeitsverhГ¤ltnis
Auszahlung Direktversicherung: Altvertrag steuerfrei?
09.07.2005 12:10 Uhr
DÜSSELDORF. Gemach, gemach. So dramatisch, wie es sich hier und da liest, ist es nicht: Die meisten Verträge sind nicht betroffen. Dennoch sollten Sparer noch einmal einen Blick in ihre Dokumente werfen. In einigen Fällen muss der Versicherte jetzt tatsächlich handeln, wenn er sich alte Steuervorteile sichern will.
Für alle, welche die viel verzweigten deutschen Wege zur höheren Rente nicht stets gegenwärtig haben: Die Direktversicherung funktioniert ähnlich wie eine Lebensversicherung, wird aber über den Arbeitgeber abgeschlossen. Die Firma führt einen Teil des Mitarbeiter-Gehalts und häufig auch eigene Zuschüsse an den Versicherer ab.
Die Direktversicherung war bis 2004 mit großzügigen Steuergeschenken versehen. Der Sparer zahlt bei der Besteuerung nach altem Muster nämlich nur einen ermäßigten Einkommenssteuersatz von 20 Prozent auf die Beiträge (Pauschalbesteuerung). Die Kapitalerträge sind beim Eintritt ins Rentenalter steuerfrei. Sollte sich der Sparer jedoch die angesparte Summe als Rente ausbezahlen lassen, werden davon nur 18 Prozent versteuert. Der doppelte Steuervorteil nach der alten Regelung bringt vor allem den Besserverdienenden mit höherem Grenzsteuersatz Renditen um die sieben Prozent, sagen Experten.
Die alten Vorteile gelten für alle bis 2004 abgeschlossenen Verträge. Direktversicherungen, die erst 2005 abgeschlossen wurden, sind in der Regel weniger lukrativ. Zwar sind die vom Gehalt abgezweigten Beträge steuerfrei, das dicke Ende kommt aber mit dem Renteneintritt. Dann werden die Renteneinkünfte voll versteuert. Sollte der Versicherte sich das angesparte Kapital auf einen Schlag auszahlen lassen, dann ist sogar der gesamte ausgezahlte Betrag voll einkommenssteuerpflichtig. „Bei den höheren Einkommen ist die Pauschalbesteuerung fast immer günstiger“, sagt Andrea Zimmermann von der Gothaer Leben.
Nachfragen ist besser als Nachsehen
Источники: http://www.versicherung-vergleiche.de/betriebliche_altersvorsorge/lexikon/direktversicherung_besteuerung_arbeitnehmer.htm, http://www.steuerlinks.de/steuerlexikon/lexikon/direktversicherung-pauschalierung.html, http://www.handelsblatt.com/finanzen/vorsorge/altersvorsorge-sparen/bei-einigen-direktversicherungen-besteuert-fiskus-altvertraege-automatisch-neu-nachfragen-ist-besser-als-nachsehen/2524190.html

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