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Timestamp: 2018-02-25 18:06:48+00:00

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Verordnung über den Schutz von Personendaten (Kantonale Datenschutzverordnung) - PDF
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1 74.0 Verordnung über den Schutz von Personendaten (Kantonale Datenschutzverordnung) vom 8. Februar 995 Der Regierungsrat des Kantons Schaffhausen, gestützt auf Art. 8 Abs., 6 Abs. und des Gesetzes über den Schutz von Personendaten (Kantonales Datenschutzgesetz) vom 7. März 994 ), verordnet: Für Veröffentlichungen von allgemeinem Interesse dürfen folgende Personendaten bekanntgegeben werden: a) für Adressbücher und ähnliche Nachschlagewerke: Name, Vorname, Firma, Adresse, Beruf und Titel von natürlichen und juristischen Personen; b) für Staatskalender, Behördenverzeichnisse und ähnliche Nachschlagewerke: Name, Vorname, Titel, Beruf, Jahrgang, Adresse, Telefon sowie Funktion von Personen, die im öffentlichen Dienst stehen oder gestanden haben; c) für Fahrzeug- und Schiffshalterverzeichnisse: Name, Vorname, Firma und Adresse von Haltern. Eine geplante Bekanntgabe ist der Aufsichtsstelle so früh mitzuteilen, dass diese nötigenfalls noch eingreifen kann. Die Bekanntgabe von Personendaten im Zusammenhang mit Geburten, Todesfällen, Verkündigungen und Trauungen richtet sich nach der kantonalen Zivilstandsverordnung ). 4 Vorbehalten bleiben die Sperrung von Personendaten gemäss Art. Abs. des Gesetzes und andere rechtmässig zugelassene Ausnahmen von der Veröffentlichung. 5 Auf die Bekanntgabe besteht kein Rechtsanspruch. Adressbücher und Nachschlagewerke Amtsblatt 995 S. 7; Rechtsbuch 964, Nr. 7b. Schaffhauser Rechtsbuch 997 /000
2 74.0 Datenschutzverordnung Sperrung Datensicherung a) Allgemeine Massnahmen b) Besondere Massnahmen Will eine betroffene Person die Bekanntgabe ihrer Daten an private Personen und Organisationen sperren lassen, hat sie dies den verantwortlichen Organen schriftlich mitzuteilen. Das verantwortliche Organ hat eine angemessene Datensicherung zu gewährleisten und Personendaten insbesondere vor folgenden Gefahren zu schützen: a) unbefugte oder zufällige Vernichtung; b) zufälliger Verlust; c) technische Fehler; d) Fälschung, Diebstahl oder widerrechtliche Verwendung; e) unbefugtes Ändern, Kopieren, Zugreifen oder andere unbefugte Bearbeitungen. Die technischen und organisatorischen Massnahmen müssen verhältnismässig sein und periodisch überprüft werden. Sie tragen insbesondere folgenden Kriterien Rechnung: a) Zweck der Datenbearbeitung; b) Art und Umfang der Datenbearbeitung; c) mögliche Gefährdung der Persönlichkeitsrechte betroffener Personen; d) Stand der Technik. 4 Das verantwortliche Organ trifft namentlich bei der automatisierten Bearbeitung von Personendaten die geeigneten technischen und organisatorischen Massnahmen, um folgende Ziele zu erreichen: a) Zugangskontrolle: Unbefugten Personen ist der Zugang zu den Einrichtungen, in denen Personendaten bearbeitet werden, zu verwehren; b) Benutzerkontrolle: Unbefugten Personen ist die Benutzung von Einrichtungen, in denen Personendaten bearbeitet werden, zu verwehren; c) Datenträgerkontrolle: Unbefugten Personen ist das Lesen, Kopieren, Verändern, Zerstören oder Entfernen von Personendatenträgern zu verunmöglichen; d) Zugriffskontrolle: Der Zugriff der berechtigten Personen ist auf die Personendaten zu beschränken, die sie für die Erfüllung ihrer Aufgaben benötigen; e) Empfängeridentifikation: Empfängerinnen und Empfänger von bekanntzugebenden Personendaten müssen identifiziert werden können. Schaffhauser Rechtsbuch 997
3 Datenschutzverordnung Die Datensammlungen sind so zu gestalten, dass die betroffenen Pesonen ihre Rechte, insbesondere das Auskunfts- und Berichtigungsrecht, wahrnehmen können. Datensammlungen 6 Das verantwortliche Organ führt das Register der von ihn angelegten Register Datensammlungen in einer für die Übernahme in das zentrale Register geeigneten Form. Die Aufsichtsstelle kann dazu Weisungen erlassen. Kurzfristig verwendete Datensammlungen im Sinne von Art. 5 Abs. lit. a des Gesetzes sind solche, die nur vorübergehend, insbesondere während der Dauer eines Verwaltungsverfahrens, geführt werden. Ausschliesslich persönliche Arbeitsmittel im Sinne von Art. 5 Abs. lit. b des Gesetzes sind Datensammlungen, die der Arbeitserleichterung dienen und auf die nur die verantwortliche Person oder deren Stellvertretung Zugriff hat. 7 Die kantonale Aufsichtsstelle führt das zentrale Register aller Datensammlungen im Kanton. Gemeinden, öffentlich-rechtliche Körperschaften und Anstalten sowie Personen, welche mit öffentlichen Aufgaben betraut sind (öffentliche Einrichtungen), können ein eigenes zentrales Register der in ihrem Zuständigkeitsbereich vorhandenen Datensammlungen führen oder vom Regierungsrat damit beauftragt werden. Das zentrale Register enthält für jedes verantwortliche Organ innerhalb des Zuständigkeitsbereiches die Angaben über die von ihm angelegten Datensammlungen. Zentrales Register a) Inhalt und Umfang 8 Die verantwortlichen Organe melden Errichtung und Aufgabe von registrierungspflichtigen Datensammlungen mitsamt den Angaben gemäss Art. b) Meldepflicht 5 Abs. des Gesetzes der kantonalen Aufsichtsstelle und, falls eine solche besteht, der für die Führung des zentralen Registers einer Gemeinde oder anderen öffentlichen Einrichtung zuständigen Stelle. 9 Jede Person kann das zentrale Register am Ort seiner Führung einsehen. c) Einsichtnahme Schaffhauser Rechtsbuch 997 /000
4 74.0 Datenschutzverordnung Auskunftsrecht Aufsichtsstelle a) Allgemeines b) Befugnisse 0 Jede Person, die Auskunft darüber verlangt, ob Daten über sie bearbeitet werden, hat dies in der Regel schriftlich beim verantwortlichen Organ zu beantragen. Sie hat sich über ihre Identität auszuweisen. Das verantwortliche Organ gibt der betroffenen Person in verständlicher Form Auskunft über: a) alle über sie in der Datensammlung verhandenen Daten; b) die Rechtsgrundlage, den Zweck und die Mittel der Bearbeitung; c) die Art und Herkunft der Personendaten; d) die an der Datensammlung beteiligten Organe und die regelmässigen Empfänger der Personendaten. Die Auskunft wird schriftlich oder auf Verlangen mündlich erteilt. Sie kann, soweit es die Mittel und das Verfahren der Bearbeitung zulassen, auch durch Einsichtnahme erfolgen. Die Aufsichtsstelle erfüllt ihre Aufgaben unabhängig. Die kantonale Aufsichtsstelle ist administrativ dem Volkswirtschaftsdepartement 6) zugeordnet. Besteht Gewähr für eine einwandfreie Erfüllung der Aufgaben gemäss den Datenschutzvorschriften, können Gemeinden und andere öffentliche Einrichtungen mit Ermächtigung des Regierungsrates eine eigene Aufsichtsstelle einrichten. Die Aufsichtsstelle klärt einen Sachverhalt von sich aus oder auf Meldung Dritter hin ab. Die verantwortlichen Organe sind zur Mitwirkung verpflichtet. Ergibt die Abklärung, dass Datenschutzvorschriften verletzt sind, so empfiehlt die Aufsichtsstelle dem verantwortlichen Organ, die Bearbeitung zu ändern oder zu unterlassen. Wird eine Empfehlung nicht befolgt oder abgelehnt, so kann die Aufsichtsstelle die zuständige Aufsichtsbehörde oder die betroffenen Personen über den Sachverhalt orientierten. 4 Die Aufsichtsstelle kann Stellung nehmen zu Erlassen, Vorhaben und Verfahrensfragen, welche die Bearbeitung von Personendaten und den Datenschutz betreffen. 5 Sie kann Empfehlungen für die Bearbeitung von Personendaten und die dabei erforderlichen Massnahmen im Bereich der Datensicherheit erlassen. 4 Schaffhauser Rechtsbuch 997
5 Datenschutzverordnung 74.0 Die Berichte der kantonalen Aufsichtsstelle über ihre Tätigkeit werden im Verwaltungsbericht veröffentlicht. Haben Gemeinden und andere öffentliche Einrichtungen eine eigene Aufsichtsstelle eingerichtet, bestimmen sie selber über die Art und Weise, in der die Tätigkeitsberichte veröffentlicht werden. 4 Die öffentlichen Organe können für die auf das Gesetz und diese Verordnung gestützten Verrichtungen Gebühren erheben. Für die kantonalen Gebühren Organe gilt die Verwaltungsgebührenverordnung ), insbesondere deren 4. Bei Bekanntgaben gemäss dieser Verordnung sowie Gesuchen um Berichtigung, Unterlassung und anderen Ansprüchen nach Art. 0 und des Gesetzes gelten die Ansätze von der Verwaltungsgebührenverordnung. Keine Gebühren werden erhoben für: a) die Behandlung von Gesuchen um Berichtigung, Unterlassung und anderen Ansprüchen gemäss Art. 0 und des Gesetzes, soweit dadurch eine Widerrechtlichkeit behoben werden kann; b) die Erteilung von Auskünften durch die Aufsichtsstelle sowie deren Vermittlertätigkeit gemäss Art. 5 Abs. lit. b und c des Gesetzes; c) die Einsichtnahme in die öffentlichen Register gemäss Art. 5 und 6 sowie die Auskunftserteilung nach Art. 8 des Gesetzes. 4 In den Fällen von Abs. lit. b und c kann ausnahmsweise eine Gebühr erhoben werden, wenn die Behandlung eines Gesuches einen erheblichen Verwaltungsaufwand erfordert oder wenn eine Person wiederholt in derselben Angelegenheit Auskünfte einholt, Vermittlung in Anspruch nimmt, in dieselben Daten Einsicht nimmt oder darüber Auskunft verlangt. 5 7) c) Veröffentlichung der Tätigkeitsberichte 6 Diese Verordnung tritt am. April 995 in Kraft. Schlussbestimmungen Sie ist im Amtsblatt zu veröffentlichen 5) und in die kantonale Gesetzessammlung aufzunehmen. Innert einem Jahr nach Inkrafttreten haben die verantwortlichen Organe die bestehenden Datensammlungen zu registrieren und mitsamt den gesetzlichen Angaben zur Eintragung in den zentralen Registern anzumelden. Auf begründetes Gesuch hin kann der Regierungsrat diese Übergangsfrist um höchstens ein Jahr verlängern. Schaffhauser Rechtsbuch 997 /000 5
6 74.0 Datenschutzverordnung Fussnoten: ) SHR ) SHR.. ) SHR ) SHR ) Amtsblatt 995, S. 7. 6) Fassung gemäss V vom 4. Dezember 999, in Kraft getreten am. Januar 000 (Amtsblatt 999, S. 8). 7) Aufgehoben durch V vom 4. Dezember 999, in Kraft getreten am. Januar 000 (Amtsblatt 999, S. 8). 6 Schaffhauser Rechtsbuch 997

References: Art. 8
 Art. 5
 Art. 5
 Art. 0
 Art. 0
 Art. 5
 Art. 5
 Art. 8