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Timestamp: 2020-07-09 05:53:10+00:00

Document:
Verordnung des Kultusministeriums über Rahmenvorgaben für die Umstellung der Studiengänge für das höhere Lehramt an beruflichen Schulen mit den beruflichen Fachrichtungen Gerontologie, Gesundheit und Care sowie Sozialpädagogik/Pädagogik auf die gestufte Studiengangstruktur (Rahmenvorgabenverordnung berufliche Lehramtsstudiengänge - RahmenVO-BS-KM) vom 29. April 2016
§ 4 - Studienumfang
§ 5 - Zeugnisse, Diploma Supplement
Anlage - Berufliche Fachrichtungen
Amtliche Abkürzung: RahmenVO-BS-KM
Verordnung des Kultusministeriums über Rahmenvorgaben für die Umstellung der
Studiengänge für das höhere Lehramt an beruflichen Schulen mit den beruflichen Fachrichtungen
Gerontologie, Gesundheit und Care sowie Sozialpädagogik/Pädagogik auf die gestufte Studiengangstruktur
(Rahmenvorgabenverordnung berufliche Lehramtsstudiengänge - RahmenVO-BS-KM)
(1) Der Studienumfang für die umgestellten Studiengänge der in § 1 Absatz 2 genannten beruflichen Fachrichtungen wird wie folgt ausgewiesen:
Gerontologie, Gesundheit
und Care
Zwei Fächer, davon jeweils
berufliches Fach
allgemein bildendes Zweitfach
mindestens 63
Berufspädagogik, Bildungswissenschaften
(2) Das Studium ist ausgerichtet auf die Erfordernisse der beruflichen Bildung und Erziehung. Der Entwicklung der personalen Kompetenzen wird besondere Bedeutung beigemessen. Angesichts der heterogenen Lerngruppen in den Schulen nehmen die Kooperation mit den an der beruflichen Bildung Beteiligten, die Entwicklung der interkulturellen Kompetenz sowie der Diagnose- und Förderkompetenz insbesondere im Hinblick auf integrative und inklusive Bildungsangebote einen hohen Stellenwert ein. Querschnittskompetenzen sind in der Vermittlung von Deutsch als Zweitsprache, in der Medienkompetenz und -erziehung, der Prävention, der Bildung für nachhaltige Entwicklung, im Umgang mit berufsethischen Fragestellungen, der Gendersensibilität und in der Fähigkeit zur Teamarbeit zu sehen. Sie sind angesichts ihrer übergeordneten Bedeutung in der Berufspädagogik, den Bildungswissenschaften und allen Fächern zu verankern. Es werden vernetzte Kompetenzen in Fachwissenschaft, Fachdidaktik und schulpraktischen Studien angestrebt.
(3) Das Studium für die berufliche Fachrichtung Gerontologie, Gesundheit und Care und für die berufliche Fachrichtung Sozialpädagogik/Pädagogik umfasst Berufspädagogik, Bildungswissenschaften, Fachwissenschaften, Fachdidaktiken und schulpraktische Studien sowie ein allgemein bildendes Zweitfach wie Chemie, Deutsch mit Studienanteilen Deutsch als Zweitsprache, Englisch, Evangelische Theologie, Französisch, Geschichte, Informatik, Jüdische Religionslehre an der Hochschule für Jüdische Studien Heidelberg, Katholische Theologie, Mathematik, Philosophie/Ethik, Physik, Politikwissenschaft, Spanisch oder Sport. Zu den Bildungswissenschaften gehören Erziehungswissenschaft, Psychologie und Soziologie. Weitere allgemein bildende Zweitfächer können einbezogen werden, sofern an der Hochschule ein lehramtsbezogener Studiengang mit entsprechender Studien- und Prüfungsordnung eingerichtet worden ist.
(4) Die Fächer Evangelische Theologie oder Katholische Theologie kann im Hinblick auf eine Zulassung zum Vorbereitungsdienst in Baden-Württemberg nur wählen, wer der jeweiligen Konfession angehört. Darüber sind die Studierenden bei ihrer Immatrikulation zu informieren.
(5) Ein weiteres allgemeinbildendes Zweitfach nach Absatz 3 kann als Erweiterungsfach in einem ergänzenden Masterstudiengang studiert werden. Die Hochschulen ermöglichen durch entsprechende Studienorganisation den Erwerb von Studienleistungen im Erweiterungsfach ab Beginn des Studiums. Fächer mit abweichendem Umfang können studiert werden, sofern hierfür seitens der Hochschule ein Studiengang mit entsprechender Studien- und Prüfungsordnung eingerichtet worden ist.
(6) Es sind schulpraktische Studien für das Schulpraxissemester im Umfang von mindestens zehn Wochen vorzusehen.
(7) Das Schulpraxissemester kann an beruflichen Schulen nach § 2 Absatz 9 absolviert werden. Das Schulpraxissemester ermöglicht ein fundiertes Kennenlernen des gesamten Tätigkeitsfeldes Schule unter professioneller Begleitung von Schulen und Seminaren für Ausbildung und Fortbildung der Lehrkräfte (Berufliche Schulen). Die Studierenden im Schulpraxissemester nehmen am gesamten Schulleben ihrer Schule teil. Dies umfasst Unterricht (Hospitation und angeleiteter eigener Unterricht im Umfang von in der Regel 100 Unterrichtsstunden, davon insgesamt angeleiteter eigener Unterricht im Umfang von mindestens 30 Unterrichtsstunden), Teilnahme an möglichst vielen Arten von Dienstbesprechungen, Konferenzen und schulischen Veranstaltungen und Teilnahme an regelmäßig stattfindenden Ausbildungsveranstaltungen der nach § 2 Absatz 9 Satz 3 beauftragten Ausbildungslehrkräfte. Die Studierenden für die berufliche Fachrichtung Gerontologie, Gesundheit und Care begleiten zudem Ausbildungslehrkräfte bei Aufgaben der praktischen Ausbildung von Pflegeschülern in den Einrichtungen. Die Universitäten und die Hochschule für Jüdische Studien Heidelberg legen die zeitliche Einfügung des Schulpraxissemesters in den Studienablauf fest. Es wird in einem zusammenhängenden Zeitraum oder in drei Modulen absolviert. Die Studierenden erstellen einen schriftlichen Abschlussbericht als Teil des Portfolios nach § 2 Absatz 10. Die Ausbildungslehrkräfte beraten sie kontinuierlich. Die unterrichtliche Praxis wird in regelmäßigen erziehungswissenschaftlichen und fachdidaktischen Veranstaltungen der Seminare für Ausbildung und Fortbildung der Lehrkräfte (Berufliche Schulen) begleitet. Das Ausbildungsvolumen hierfür beträgt im Bereich Pädagogik/Pädagogische Psychologie 30 Stunden und im Bereich Fachdidaktik jeweils 16 Stunden. Ein Anspruch auf einen Praktikumsplatz an einer bestimmten Schule besteht nicht. Das Schulpraxissemester wird von den Seminaren für Ausbildung und Fortbildung der Lehrkräfte (Berufliche Schulen) in Kooperation mit den Hochschulen und den beruflichen Schulen organisiert.
(8) Am Ende des Schulpraxissemesters erhalten die Studierenden eine Bescheinigung über die durchgeführte Schulpraxis.
(9) Eine vergleichbare sonstige Schulpraxis als Fremdsprachenassistentin oder Fremdsprachenassistent, in einer deutschen beruflichen Schule im Ausland oder in einem Vorbereitungsdienst für ein anderes Lehramt kann von der Hochschule auf entsprechenden Antrag als Ersatz für maximal acht Wochen des Schulpraxissemesters anerkannt werden. Die Begleitveranstaltungen der Seminare für Ausbildung und Fortbildung der Lehrkräfte (Berufliche Schulen) müssen grundsätzlich besucht werden.
(10) Die Bachelorarbeit wird in den Fächern angefertigt, die Masterarbeit kann in den Fächern, in Berufspädagogik oder in Bildungswissenschaften angefertigt werden. Hochschulen können ECTS-Punkte aus den Fachwissenschaften für Masterarbeiten und gegebenenfalls Bachelorarbeiten vorsehen. Dies gilt auch für Masterarbeiten in Berufspädagogik und in den Bildungswissenschaften, soweit ein Bezug zu einem Fach oder einer Fachrichtung vorliegt. Darüber hinaus können die Hochschulen festlegen, bis zu zwei ECTS-Punkte aus dem Bereich der Bildungswissenschaften für wissenschaftliches Arbeiten zu verwenden.
(11) Die jeweiligen inhaltlichen Anforderungen an die Studien- und Prüfungsordnungen der Hochschulen bestimmen sich in den beruflichen Fachrichtungen Gerontologie, Gesundheit und Care sowie Sozialpädagogik/Pädagogik nach der Anlage zu dieser Verordnung. Für die in Absatz 3 genannten allgemein bildenden Zweitfächer sind die Anlage 2 beziehungsweise Anlage 4, für die Bildungswissenschaften Anlage 8 und für Inhalte zu Grundfragen der Inklusion Anlage 9 der Rahmenvorgabenverordnung Lehramtsstudiengänge maßgeblich.
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References: § 4

§ 5
 § 1
 § 2
 § 2
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