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Timestamp: 2019-07-22 18:16:03+00:00

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eBay - Lexikon des Steuerrechts | smartsteuer
eBay – Lexikon des Steuerrechts
3.2.11 Behandlung der Versand- und Portokosten
eBay bezeichnet sich selbst als Pionier der ersten Stunde im Internethandel. In 2014 hat eBay weltweit ein mobiles Handelsvolumen von 28 Mrd. US-Dollar erzielt; das gesamte Handelsvolumen betrug in 2014 83 Mrd. US-Dollar. Der Umsatz von eBay betrug im zweiten Quartal 2015 2,1 Mrd. US-Dollar. Das Handelsvolumen, der Gesamtwert der erfolgreich abgeschlossenen Transaktionen, betrug im zweiten Quartal 2015 20,1 Mrd. US-Dollar. eBay hat weltweit 157 Millionen aktive Käufer. Auf dem weltweiten Marktplatz befinden sich jederzeit 800 Millionen Angebote. Der eBay-Marktplatz zählt weltweit etwa 25 Millionen Verkäufer (www.ebay.de, Presse Service Center, Stand: Dezember 2015). Die für das Handeln mit Waren und Leistungen aller Art erforderliche Registrierung als Mitglied kann von unbeschränkt geschäftsfähigen natürlichen Personen, juristischen Personen sowie von Personengesellschaften vorgenommen werden. Letztere müssen allerdings eine vertretungsberechtigte Kontaktperson benennen.
Der weltweite eBay-Marktplatz hat aktuell 168 Mio. aktive private Verkäufer (www.ebay.de, Presse Service Center, Stand: November 2017). Das Handelsvolumen betrug im 3. Quartal 2017 21,7 Mrd &dollar;. Angesichts der Umsätze ist es kaum verwunderlich, dass ein erhebliches Interesse der Finanzverwaltung an einer ordnungsgemäßen steuerlichen Erfassung besteht.
der Verkauf von gleichartige Waren über einen längeren Zeitraum.
Auch wenn keine Zuordnung zu den Einkünften aus Gewerbebetrieb i.S.d. § 15 EStG in Betracht kommt, können die Gewinne aus der Veräußerung von Privatvermögen als → Private Veräußerungsgeschäfte gem. § 22 Nr. 2 i.V.m. § 23 Abs. 1 Nr. 2 EStG der Einkommensteuer unterliegen. Voraussetzung dafür ist, dass der Zeitraum zwischen der Anschaffung und Veräußerung nicht mehr als ein Jahr beträgt. Mit Jahressteuergesetz 2010 (BGBl I 2010, 1768) wurde ein neuer Satz 2 in § 23 Abs. 1 Nr. 2 EStG eingefügt. Danach wird die Veräußerung von Gegenständen des täglichen Gebrauchs von den privaten Veräußerungsgeschäften ausgenommen. Die Regelung ist erstmals auf Veräußerungsgeschäfte anzuwenden, bei denen die Gegenstände des täglichen Gebrauchs auf Grund eines nach dem 13.12.2010 rechtskräftig abgeschlossenen Vertrags oder gleichstehenden Rechtsakts angeschafft wurden. Gem. § 23 Abs. 3 Satz 5 EStG bleiben Gewinne steuerfrei, wenn der aus den privaten Veräußerungsgeschäften erzielte Gesamtgewinn im Kalenderjahr (ab 1.1.2008) weniger als 600 € betragen hat (bis 31.12.2007 512 €). Zur ausführlichen Darstellung vgl. → Private Veräußerungsgeschäfte.
Die zusätzlich eingefügte 50 000 €-Grenze hinsichtlich des voraussichtlichen Umsatzes des laufenden Kalenderjahres soll lediglich verhindern, dass die vorgesehene Regelung zu einer nicht mehr vertretbaren ungleichmäßigen Besteuerung führt (vgl. Beschlussempfehlung und Bericht des Finanzausschusses zu dem von der Bundesregierung eingebrachten Entwurf eines Umsatzsteuergesetzes – UStG 1979 –, BT-Drs. 8/1779, BT-Drs. 8/2827, 1, 77). Sie findet in Kalenderjahren, in denen der Unternehmer sein Unternehmen beginnt, keine Anwendung. In diesen Fällen ist die Umsatzgrenze von 17 500 € für das laufende Kalenderjahr maßgeblich. Der voraussichtliche Gesamtumsatz ist dabei ggf. entsprechend der Vorschrift des § 19 Abs. 3 Sätze 3 und 4 UStG auf einen für das restliche Jahr prognostizierten Gesamtjahresumsatz umzurechnen (vgl. BFH vom 22.11.1984, BStBl II 1985, 142). Ebenso hat die Umsatzgrenze von 50 000 € keine eigene Bedeutung, wenn der Vorjahresumsatz bereits die Grenze von 17 500 € übersteigt (BFH vom 15.10.1992, V R 91/87, BStBl II 1993, 209). Bedeutung hat die Umsatzgrenze nur für den Fall, dass die Umsätze des vorangegangenen Jahres geringer sind als 17 500 €, aber im laufenden Jahr voraussichtlich 50 000 € übersteigen.
3.2.11. Behandlung der Versand- und Portokosten

References: § 15
 § 22
 § 23
 § 23
 § 23
 § 19