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Timestamp: 2016-10-23 16:19:21+00:00

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140 III 40961. Auszug aus dem Urteil der I. zivilrechtlichen Abteilung i.S. A. GmbH gegen B. (Beschwerde in Zivilsachen)
Art. 6 al. 2 CPC; comp�tence du tribunal de commerce � raison de la mati�re. Le tribunal de commerce n'est pas comp�tent � raison de la mati�re, selon l'art. 6 al. 2 CPC, lorsque le d�fendeur est inscrit sur le registre du commerce seulement en qualit� d'organe (consid. 2). Regeste b
Art. 6 al. 4 let. b CPC; art. 812 CO; contestations en droit des soci�t�s commerciales; devoir de fid�lit� du g�rant d'une S�rl; droit de la S�rl de se faire renseigner. Le devoir de fid�lit� du g�rant pr�vu par l'art. 812 CO ne conf�re pas � la S�rl, sur le fond, le droit de se faire renseigner. A bon droit, le tribunal de commerce d�cline sa comp�tence pour conna�tre de l'action en renseignement intent�e par la S�rl (consid. 3). Regeste c
Art. 85 CPC; action �chelonn�e; action en paiement non chiffr�e. D�limitation entre l'action �chelonn�e et l'action en paiement non chiffr�e. Conditions de recevabilit� d'une action en paiement non chiffr�e (consid. 4). Faits � partir de page 410
A. B. (Beklagter, Beschwerdegegner), der Gesch�ftsf�hrer der A. GmbH (Kl�gerin, Beschwerdef�hrerin; Sitz in St. Gallen), erkl�rte dieser mit Schreiben vom 25. Februar 2010 die "fristlose/ausserordentliche K�ndigung aus wichtigen Gr�nden". In der Folge forderte die A. GmbH von B. in verschiedener Hinsicht Auskunft zu seiner bisherigen T�tigkeit als Gesch�ftsf�hrer. B. verweigerte die Auskunft.
B. Am 14. Oktober 2011 reichte die A. GmbH beim Handelsgericht des Kantons St. Gallen Klage gegen B. ein. Sie forderte vorab Auskunft �ber diverse einzeln bezeichnete Gesch�ftsvorg�nge (Ziff. 1) und weiter die Verurteilung des B. zur Zahlung von mindestens Fr. 10'000.- nebst Zins unter Vorbehalt der Mehrforderung und unter Vorbehalt der Klage�nderung nach Erteilung der Auskunft gem�ss Ziff. 1 oder nach dem Ergebnis des Beweisverfahrens (Ziff. 2). BGE 140 III 409 S. 411
Mit Entscheid vom 21. Oktober 2013 verneinte das Handelsgericht des Kantons St. Gallen seine sachliche Zust�ndigkeit f�r das Auskunftsbegehren und trat gest�tzt darauf auch auf das Leistungsbegehren nicht ein.
2. Die Beschwerdef�hrerin stellt zu Recht nicht in Frage, dass die Vorinstanz ihre sachliche Zust�ndigkeit nach Art. 6 Abs. 2 ZPO verneint hat, weil der Beschwerdegegner nur in seiner Eigenschaft als Organ, nicht jedoch als Unternehmer unter seiner Firma im Handelsregister eingetragen war (vgl. BERNHARD BERGER, in: Berner Kommentar, Schweizerische Zivilprozessordnung, 2012, N. 10 zu Art. 6 ZPO; VOCK/NATER, in: Basler Kommentar, Schweizerische Zivilprozessordnung, 2. Aufl. 2013, N. 12 zu Art. 6 ZPO; DAVID R�ETSCHI, in: Kommentar zur Schweizerischen Zivilprozessordnung [ZPO], Sutter-Somm/Hasenb�hler/Leuenberger [Hrsg.], 2. Aufl. 2013, N. 24 zu Art. 6 ZPO; ALEXANDER BRUNNER, in: Schweizerische Zivilprozessordnung [ZPO], Brunner/Gasser/Schwander [Hrsg.], Kommentar, 2011, N. 19 zu Art. 6 ZPO).
3. Die Vorinstanz ist mit der Beschwerdef�hrerin davon ausgegangen, dass der Kanton St. Gallen das Handelsgericht f�r zust�ndig erkl�rt hat, "Streitigkeiten aus dem Recht der Handelsgesellschaften und Genossenschaften" zu beurteilen (Art. 6 Abs. 4 lit. b ZPO). Sie hat jedoch verneint, dass die Auskunftsbegehren (Ziff. 1 der Klage) als Teil der Stufenklage unter diese Zust�ndigkeitsbestimmung fallen, da f�r diese Begehren keine gesellschaftsrechtliche Grundlage bestehe. Die Beschwerdef�hrerin beanstandet dies als bundesrechtswidrig.
3.1 Die sachliche Zust�ndigkeit gem�ss Art. 6 Abs. 4 lit. b ZPO bezieht sich auf Klagen, die ihre Grundlage in der dritten Abteilung des OR �ber "[d]ie Handelsgesellschaften und die Genossenschaft" (Art. 552-926 OR) haben, auf welche der Wortlaut verweist (BERGER, a.a.O., N. 46 zu Art. 6 ZPO; VOCK/NATER, a.a.O., N. 16 zu Art. 6 BGE 140 III 409 S. 412ZPO; R�ETSCHI, a.a.O., N. 36 zu Art. 6 ZPO). Die Beschwerdef�hrerin sucht denn auch, ihren Anspruch auf Auskunft gem�ss Ziff. 1 ihrer Rechtsbegehren auf Art. 812 OR zu st�tzen. Danach m�ssen die Gesch�ftsf�hrer sowie Dritte, die mit der Gesch�ftsf�hrung befasst sind, ihre Aufgabe mit aller Sorgfalt erf�llen und die Interessen der Gesellschaft in guten Treuen wahren (Abs. 1). Sie unterstehen der gleichen Treuepflicht wie die Gesellschafter (Abs. 2) und d�rfen grunds�tzlich keine konkurrenzierenden T�tigkeiten aus�ben (Abs. 3). Die Gesch�ftsf�hrer einer GmbH stehen wie die Gesch�ftsf�hrer einer AG in einem schuldrechtlichen und gesellschaftsrechtlichen Doppelverh�ltnis zur Gesellschaft mit der Folge, dass sich das in einem Anstellungsverh�ltnis stehende Organ sowohl an die Treuepflicht des Arbeitnehmers nach Art. 321a OR wie auch an die organschaftliche Treuepflicht nach Art. 812 OR halten muss (BGE 130 III 213 E. 2.1 S. 216 f. [zur AG]; WATTER/ROTH PELLANDA, in: Basler Kommentar, Obligationenrecht, Bd. II, 4. Aufl. 2012, N. 9 zu Art. 809 OR; BRIGITTA KRATZ, in: GmbH, Genossenschaften, Handelsregister und Wertpapiere, 2. Aufl. 2012, N. 3a zu Art. 809 OR). 3.2 Ein materiellrechtlicher Anspruch auf Auskunft oder Rechenschaft kann sich aus Gesetz oder Vertrag ergeben und kann selbst�ndig eingeklagt werden (vgl. z.B. BGE 139 III 49 E. 3.4 S. 53; BGE 138 III 728 E. 2 S. 729 ff.; Urteil des Bundesgerichts 5A_136/2012 vom 17. Dezember 2012 E. 3; vgl. auch YVES WALDMANN, Informationsbeschaffung durch Zivilprozess, 2009, S. 40 ff.; ALEXANDER MARKUS, in: Berner Kommentar, Schweizerische Zivilprozessordnung, 2012, N. 18 zu Art. 85 ZPO; KARL SP�HLER, in: Basler Kommentar, Schweizerische Zivilprozessordnung, 2. Aufl. 2013, N. 14 zu Art. 85 ZPO). Fraglich ist, ob sich aus der allgemeinen Treuepflicht nach Art. 812 OR ein solcher materiellrechtlicher Auskunftsanspruch ableiten l�sst. 3.2.1 Die Vorinstanz hat die Frage verneint. Die Beschwerdef�hrerin gesteht denn auch zu, dass Art. 812 OR eine Auskunfts- oder Rechenschaftspflicht nicht ausdr�cklich vorsieht und dass eine solche "bisher in Lehre und Rechtsprechung, soweit ersichtlich, nicht thematisiert worden ist". Sie macht jedoch geltend, die Rechenschaftspflicht sei Bestandteil der allgemeinen Treuepflicht und werde auch in Bezug auf den Gesch�ftsf�hrer ohne Auftrag, den Willensvollstrecker und den amtlichen Erbschaftsverwalter bejaht, obwohl eine solche Pflicht weder in Art. 419 OR noch in Art. 518 bzw. Art. 554 ZGB ausdr�cklich vorgesehen sei. BGE 140 III 409 S. 413
3.2.2 Die in Art. 812 Abs. 1 und 2 OR vorgesehene Treuepflicht der Gesch�ftsf�hrer einer GmbH schreibt diesen vor, ihre eigenen Interessen und diejenigen von ihnen nahestehenden Personen hinter die Interessen der Gesellschaft zu stellen (CHRISTOPHE BUCHWALDER, in: Commentaire romand, Code des obligations, Bd. II, 2008, N. 6 zu Art. 812 OR; WATTER/ROTH PELLANDA, a.a.O., N. 6 zu Art. 812 OR; SIFFERT/FISCHER/PETRIN, in: GmbH-Recht, Revidiertes Recht der Gesellschaft mit beschr�nkter Haftung [Art. 772-827 OR], 2008, N. 5 zu Art. 812 OR; K�NG/CAMP, GmbH-Recht, Das revidierte Recht zur Gesellschaft mit beschr�nkter Haftung, 2006, N. 5 zu Art. 812 OR). Insbesondere sind dem Gesch�ftsf�hrer Insichgesch�fte grunds�tzlich untersagt (BUCHWALDER, a.a.O., N. 7 zu Art. 812 OR; WATTER/ROTH PELLANDA, a.a.O., N. 6 zu Art. 812 OR; SIFFERT/FISCHER/PETRIN, a.a.O., N. 5 zu Art. 812 OR). Zudem ergibt sich aus der Treuepflicht die Pflicht zur Geheimhaltung (BUCHWALDER, a.a.O., N. 11 zu Art. 812 OR; WATTER/ROTH PELLANDA, a.a.O., N. 7 zu Art. 812 OR; SIFFERT/FISCHER/PETRIN, a.a.O., N. 6 zu Art. 812 OR).
Ein materiellrechtlicher Anspruch auf Auskunftserteilung wurde in der Lehre und der Rechtsprechung aus dieser Norm bisher nicht abgeleitet. Ein solcher ergibt sich weder aus dem Wortlaut noch aus den Materialien (vgl. Botschaft vom 19. Dezember 2001 zur Revision des Obligationenrechts [GmbH-Recht sowie Anpassungen im Aktien-, Genossenschafts-, Handelsregister- und Firmenrecht], BBl 2002 3162 Ziff. 1.3.11, 3203 Ziff. 2.1.2.11). Systematisch und teleologisch ist zu ber�cksichtigen, dass in den von der Beschwerdef�hrerin angef�hrten Beispielen die Rechenschaftspflicht jeweils nicht aus den zitierten Artikeln abgeleitet, sondern Auftragsrecht (analog oder erg�nzend) angewandt wird (zur Gesch�ftsf�hrung ohne Auftrag: BGE 112 II 450 E. 5 S. 458; zum Willensvollstrecker: BGE 101 II 47 E. 2 S. 53; zum amtlichen Erbschaftsverwalter: vgl. nur KARRER/VOGT/LEU, in: Basler Kommentar, Zivilgesetzbuch, Bd. II, 4. Aufl. 2011, N. 38 zu Art. 554 ZGB). Eine analoge Anwendung von Art. 400 OR auf das gesellschaftsrechtliche Verh�ltnis zwischen Gesellschaft und Organ ist indessen nicht am Platz. Dieses mag zwar auftrags�hnliche Merkmale aufweisen. Daraus ergibt sich jedoch nicht, dass die eigenst�ndige auftragsrechtliche Rechenschaftspflicht nach Art. 400 OR allgemein und ohne R�cksicht auf die konkreten vertraglichen Vereinbarungen auf das gesellschaftsrechtliche Verh�ltnis zwischen einer Gesellschaft und ihren Organen �bertragen werden kann. Die gesellschaftsrechtliche Treuepflicht l�sst sich insofern nicht zu einem eigentlichen Auftrag erweitern. BGE 140 III 409 S. 414
Schliesslich ist zu ber�cksichtigen, dass die Verneinung eines eigenst�ndigen materiellrechtlichen Anspruchs gest�tzt auf das Gesellschaftsrecht nicht bedeutet, dass der Gesch�ftsf�hrer einer GmbH keine Auskunftspflicht hat, wie die Beschwerdef�hrerin offenbar zu bef�rchten scheint. Den Gesellschaftern muss der Gesch�ftsf�hrer als Organ f�r die Gesellschaft nach Art. 802 Abs. 1 OR Auskunft erteilen (vgl. dazu WALDMANN, a.a.O., S. 174 ff.). Dies ist gleichzeitig ein Indiz daf�r, dass der Gesetzgeber Auskunftspflichten ausdr�cklich geregelt hat, wo er Bedarf f�r solche sah. H�tte er weitere gesellschaftsrechtliche Auskunftspflichten eines Organs einf�hren wollen, so w�re auch zu bestimmen gewesen, welchen �brigen Organen die Auskunft geschuldet w�re (Gesellschafterversammlung [Art. 804 ff. OR] oder Revisionsstelle [Art. 818 i.V.m. Art. 727 ff. OR]). Auskunftspflichten hat der Gesch�ftsf�hrer zudem aus dem mit der Gesellschaft in der Regel parallel bestehenden Arbeits- oder Auftragsverh�ltnis (dazu sogleich E. 3.2.3). Daraus ergibt sich insgesamt, dass sich aus Art. 812 OR kein materiellrechtlicher Anspruch auf Auskunftserteilung des Gesch�ftsf�hrers ableiten l�sst.
3.2.3 F�r Anspr�che auf Auskunft oder Rechenschaft gest�tzt auf den zwischen den Parteien geschlossenen Arbeitsvertrag (vgl. Art. 321b OR) erachtete sich die Vorinstanz als nicht zust�ndig. Die Beschwerdef�hrerin r�gt, die Vorinstanz habe gegen die Praxis zum Doppelverh�ltnis verstossen, indem sie ihren Auskunftsanspruch als arbeitsvertraglichen und damit nicht als gesellschaftsrechtlichen Anspruch qualifiziert habe. Dies trifft nicht zu. Die Vorinstanz ist im Gegenteil davon ausgegangen, dass sich ein Auskunftsanspruch theoretisch sowohl gesetzlich gest�tzt auf das Recht der Handelsgesellschaften als auch vertraglich begr�nden liesse. Erst nachdem sie einen gesetzlichen gesellschaftsrechtlichen Anspruch verneint hatte, f�hrte die Vorinstanz zus�tzlich aus, f�r einen arbeitsrechtlichen Auskunftsanspruch sei sie nicht zust�ndig. Denn die Geltendmachung eines solchen Anspruchs ist nicht als Streitigkeit aus dem Recht der Handelsgesellschaften und Genossenschaften i.S. von Art. 6 Abs. 4 lit. b ZPO zu beurteilen.
3.3 Die Vorinstanz hat somit zutreffend erkannt, dass sich aus den Bestimmungen zum Recht der Handelsgesellschaften und der Genossenschaft keine materielle Rechtsgrundlage f�r den geltend gemachten Anspruch der Kl�gerin auf Auskunftserteilung durch den Beklagten ergibt, der unabh�ngig und selbst�ndig vom Vertragsverh�ltnis bestehen w�rde, das die Beschwerdef�hrerin mit ihrem BGE 140 III 409 S. 415ehemaligen Gesch�ftsf�hrer eingegangen ist. Sie hat bundesrechtskonform verneint, dass die Rechtsbegehren der Beschwerdef�hrerin auf Auskunftserteilung in Ziff. 1 ihrer Klage ihre Grundlage im Recht der Gesellschaft mit beschr�nkter Haftung haben und damit in die sachliche Zust�ndigkeit des Handelsgerichts nach Art. 6 Abs. 4 lit. b ZPO fallen.
4. Die Vorinstanz hat aus ihrer fehlenden sachlichen Zust�ndigkeit zur Beurteilung der Auskunftsbegehren in Ziff. 1 der Klage abgeleitet, dass auch auf die Leistungsklage nach Ziff. 2 nicht einzutreten sei.
4.1 Die Beschwerdef�hrerin hat in der Klage erkl�rt, sie mache Anspr�che aus gesellschaftsrechtlicher Verantwortlichkeit gegen den Beschwerdegegner als ihren ehemaligen Gesch�ftsf�hrer geltend (Art. 827 i.V.m. Art. 754 OR). Es sei ihr ein Schaden dadurch entstanden, dass der Beschwerdegegner Geld von ihr bezogen und dar�ber nicht abgerechnet und es nicht zur�ckerstattet habe. Verantwortlichkeitsklagen fallen unstreitig in den sachlichen Zust�ndigkeitsbereich des Handelsgerichts nach Art. 6 Abs. 4 lit. b ZPO (BERGER, a.a.O., N. 46 zu Art. 6 ZPO; VOCK/NATER, a.a.O., N. 16 zu Art. 6 ZPO; R�ETSCHI, a.a.O., N. 36 zu Art. 6 ZPO; BRUNNER, a.a.O., N. 37 zu Art. 6 ZPO).
4.2 Die Vorinstanz ist auf das Schadenersatzbegehren mit der Begr�ndung nicht eingetreten, eine objektive Klagenh�ufung nach Art. 90 ZPO sei nur zul�ssig, wenn f�r alle Anspr�che die gleiche sachliche Zust�ndigkeit bestehe. Fehle es an der sachlichen Zust�ndigkeit des Handelsgerichts in Bezug auf den materiellen Auskunftsanspruch, so sei auf die Stufenklage insgesamt nicht einzutreten, da die zweite Klage auf der ersten aufbaue.
Die Beschwerdef�hrerin h�lt daf�r, ihr Leistungsbegehren in Ziff. 2 der Klage d�rfe mit dem Auskunftsbegehren in Ziff. 1 nicht derart verkn�pft werden, dass dieser Leistungsanspruch mit dem Auskunftsbegehren geradezu stehe und falle. Sie r�gt eine Verletzung von Art. 85 ZPO.
4.3 Art. 85 Abs. 1 ZPO regelt sowohl die unbezifferte Forderungsklage im engeren Sinne einerseits wie die Stufenklage andererseits (MARKUS, a.a.O., N. 1 zu Art. 85 ZPO; SP�HLER, a.a.O., N. 9 zu Art. 85 ZPO). Die Stufenklage ist dadurch charakterisiert, dass ein materiellrechtlicher Hilfsanspruch auf Rechnungslegung mit einer unbezifferten Forderungsklage verbunden wird (BGE 123 III 140 E. 2b S. 142; BGE 140 III 409 S. 416
BGE 116 II 215 E. 4a S. 220). Eine Stufenklage liegt somit definitionsgem�ss nicht vor, wenn kein selbst�ndiger Hilfsanspruch auf Auskunftserteilung besteht, der mit der unbezifferten Forderungsklage verbunden werden kann. Zu pr�fen bleibt hingegen, ob das Leistungsbegehren der Beschwerdef�hrerin in Ziff. 2 der Klage als unbezifferte Forderungsklage im engeren Sinne h�tte behandelt werden m�ssen, wie sie behauptet.
4.3.1 Nach Art. 85 Abs. 1 ZPO kann die klagende Partei eine unbezifferte Forderungsklage erheben, wenn es ihr unm�glich oder unzumutbar ist, ihre Forderung bereits zu Beginn des Prozesses zu beziffern. Sie muss dabei einen Mindeststreitwert angeben, der als vorl�ufiger Streitwert gilt. Nach der Botschaft des Bundesrates wird damit die klagende Partei von der Verpflichtung befreit, ihr Rechtsbegehren zu beziffern (Botschaft vom 28. Juni 2006 zur Schweizerischen Zivilprozessordnung, BBl 2006 7287 zu Art. 83 Entwurf). Dies hat insbesondere dort zu gelten, wo erst das Beweisverfahren die Grundlage der Bezifferung der Forderung abgibt; hier ist dem Kl�ger zu gestatten, die Pr�zisierung erst nach Abschluss des Beweisverfahrens vorzunehmen (so bereits vor Inkrafttreten der ZPO: BGE 131 III 243 E. 5.1 S. 245 f.; BGE 116 II 215 E. 4a S. 219). Da die ZPO die Bezifferung von Forderungsklagen grunds�tzlich verlangt (Art. 84 Abs. 2 ZPO), ist jedoch der Anspruch soweit m�glich und zumutbar zu substanziieren; so wird namentlich auch in Anwendungsf�llen von Art. 42 Abs. 2 OR verlangt, dass der Gesch�digte alle Umst�nde, die f�r den Eintritt eines Schadens sprechen und dessen Absch�tzung erlauben oder erleichtern, soweit m�glich und zumutbar behauptet und beweist (BGE 122 III 219 E. 3a S. 221 mit Hinweisen; vgl. auch Urteil des Bundesgerichts 4A_463/2012 vom 19. Dezember 2012 E. 6).
4.3.2 Nach dem Gesagten gen�gt es entgegen der Ansicht der Beschwerdef�hrerin nicht, einzig unter Hinweis auf fehlende Informationen auf die an sich erforderliche Bezifferung zu verzichten. Vielmehr obliegt der Beschwerdef�hrerin der Nachweis, dass und inwieweit eine Bezifferung unm�glich oder unzumutbar ist. Nur soweit ein Beweisverfahren schon f�r schl�ssige Behauptungen unabdingbar ist, fehlt es an der M�glichkeit oder Zumutbarkeit der Bezifferung. Ist diese Voraussetzung nicht erf�llt, ist die Forderung nach dem Grundsatz von Art. 84 Abs. 2 ZPO zu beziffern. Dass es aber der Beschwerdef�hrerin aus objektiven Gr�nden unm�glich oder wenigstens unzumutbar gewesen w�re, die von ihr BGE 140 III 409 S. 417eingeklagten Schadenspositionen zu beziffern oder dass sie gegebenenfalls s�mtliche Umst�nde f�r Eintritt und H�he des Schadens soweit zumutbar behauptet h�tte, bringt sie nicht vor.
Entgegen der Ansicht der Beschwerdef�hrerin h�tte die Vorinstanz sie auch nicht dazu auffordern m�ssen, ihr Leistungsbegehren zu beziffern. Insbesondere stellt die fehlende Bezifferung vorliegend keinen Mangel i.S. von Art. 132 Abs. 1 ZPO dar, zu dessen Verbesserung das Gericht eine Nachfrist einzur�umen h�tte. Bei Einreichung einer unbezifferten Forderungsklage ist es vielmehr Aufgabe der klagenden Partei, ihr Begehren so weit wie m�glich zu beziffern und wo dies nicht m�glich ist aufzuzeigen, dass die erw�hnten Bedingungen f�r eine unbezifferte Forderungsklage erf�llt sind. Es liegt somit keine Verletzung des rechtlichen Geh�rs (Art. 29 Abs. 2 BV) vor.
4.4 F�r eine unbezifferte Leistungsklage im engeren Sinne gem�ss Art. 85 ZPO fehlt nach dem Gesagten der Nachweis seitens der Beschwerdef�hrerin, dass ihr eine Bezifferung der einzelnen Schadenspositionen nicht m�glich bzw. nicht zumutbar war. Selbst wenn also das Leistungsbegehren in Ziff. 2 der Klage als unbezifferte Forderungsklage ausgelegt w�rde, die nach dem Willen der Beschwerdef�hrerin auch unabh�ngig vom Hilfsanspruch auf Rechnungslegung zu beurteilen sei, so ist auf diese mangels Bezifferung der Schadenersatzforderung nicht einzutreten (vgl. NICOLAS GUT, Die unbezifferte Forderungsklage nach der Schweizerischen Zivilprozessordnung, 2014, N. 131 mit Hinweisen; SABINE BAUMANN WEY, Die unbezifferte Forderungsklage nach Art. 85 ZPO, 2013, N. 547 ff.). Damit kann offenbleiben, ob die Vorinstanz bei geh�riger Substanziierung auf die unbezifferte Forderungsklage im engeren Sinn auch dann h�tte eintreten m�ssen, wenn die Beschwerdef�hrerin dieses Begehren ausdr�cklich nur in Verbindung mit dem Auskunftsbegehren als Stufenklage h�tte beurteilt haben wollen.
138 III 728 suite... ,
131 III 243,
art. 812 CO,
Art. 6 al. 4 let. b CPC suite... ,
Art. 809 OR,
Art. 84 Abs. 2 ZPO,
Art. 552-926 OR,
Art. 419 OR,
Art. 812 Abs. 1 und 2 OR,
Art. 772-827 OR,
Art. 802 Abs. 1 OR,
Art. 804 ff. OR,
Art. 321b OR,
Art. 132 Abs. 1 ZPO,

References: Art. 6

Art. 6
 art. 812

Art. 85
 BGE 
 Art. 6
 Art. 6
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 BGE 
 Art. 6
 Art. 812
 Art. 321
 Art. 812
 Art. 809
 Art. 809
 BGE 
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 Art. 85
 Art. 85
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 Art. 812
 Art. 419
 Art. 518
 Art. 554
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 Art. 812
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 Art. 554
 Art. 400
 Art. 400
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 Art. 802
 Art. 727
 Art. 812
 Art. 321
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 Art. 754
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 Art. 90
 Art. 85
 Art. 85
 Art. 85
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 Art. 85
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