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Tacheles Rechtsprechungsticker KW 17/2014 | Rechtsanwalt König in Göttingen für Strafrecht Arbeitsrecht Sozialrecht Ausländerrecht Rechtsanwalt in Göttingen für Strafrecht Arbeitsrecht Sozialrecht Ausländerrecht
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1.1 Bayerisches Landessozialgericht, Urteil vom 28.06.2012 – L 7 AS 985/11
1.2 Bayerisches Landessozialgericht, Beschluss vom 26.03.2014 – L 7 AS 220/14 B ER
1.3 Landessozialgericht Nordrhein-Westfalen, Beschluss vom 27.03.2014 – L 7 AS 326/14 B ER – rechtskräftig
Griechische Staatsbürgerin hat Anspruch auf ALG II im Rahmen der Folgenabwägung – Familienzusammenführung
Bei der Antragstellerin handelt es sich um ein Aufenthaltsrecht aus familiären Gründen, das aus dem Zusammenleben der Partner mit einem gemeinsamen Kind folgt. Diese Personengruppe bildet eine Familie i.S. des Art. 6 GG und der §§ 27 Abs. 1, 28 Abs. 1, 29 und 32 AufenthG und kann sich auch auf den Schutz aus Art. 8 der Konvention des Europarates zum Schutz der Menschenrechte und Grundfreiheiten (MRK) berufen (so im Ergebnis BSG, Urteil vom 30.01.2013 – B 4 AS 54/12 R, das im Zusammenhang mit § 7 Abs. 1 S 2 Nr. 2 SGB II bereits einen vorgeburtlichen Schutz bejaht hat ).
1.4 Landessozialgericht Nordrhein-Westfalen, Beschluss vom 26.03.2014 – L 7 AS 425/14 B ER – und – L 7 AS 426/14 B – rechtskräftig
Die Übernahme von Schulden ist nicht allein bei wirtschaftlich unvernünftigem (vorwerfbarem) Verhalten des Leistungsberechtigten abzulehnen. Die Regelung des § 22 Abs. 8 SGB II liefe sonst leer, weil Schulden im dort genannten Sinn in aller Regel auf ein Fehlverhalten des Leistungsberechtigten zurückzuführen sind (BSG Urteil vom 17.06.2010 – B 14 AS 58/09 R – Rn. 31). Für einen absichtlichen Leistungsmissbrauch, der die Übernahme der Schulden möglicherweise als missbräuchlich erscheinen lassen würde, bestehen vorliegend jedenfalls keine ausreichenden Anhaltspunkte.
Der Grundsicherungsträger hat keine Alternativen aufgezeigt oder der Antragstellerin, wie nach der gefestigten Rechtsprechung des Senats notwendig, mit Rat und Tat zur Seite gestanden (vgl. hierzu LSG NRW Beschluss vom 14.08.2013 – L 7 AS 1143/13 B ER). Der Verweis darauf, dass die Rückzahlung der Stromschulden selbst geregelt werden müsse, reicht nicht aus.
Anmerkung: Vgl. zur Übernahme von Stromschulden i.S. d. Folgenabwägung vgl. LSG NRW, Beschluss vom 19.09.2013 – L 7 AS 1591/13 B ER und – L 7 AS 1592/13 B
1.5 Landessozialgericht Nordrhein-Westfalen, Beschluss vom 24.03.2014 – L 19 AS 250/14 B ER – rechtskräftig
Eingliederungsverwaltungsakt ist rechtswidrig, soweit das Jobcenter Festsetzungen für die Zeit vor seiner Bekanntgabe (§ 37 Abs. 2 S. 1 SGB X) – trifft (vgl. hierzu auch Beschluss des Senats vom 04.03.2014 – L 19 AS 2344/13 B). Dennoch ist die Beschwerde auch nicht teilweise begründet, weil in keiner Weise absehbar ist, dass das JC hinsichtlich der Verletzung von Obliegenheiten, die auf die Zeit vor der Bekanntgabe fallen, Sanktionen zu verhängen beabsichtigt. Im Rahmen der im Verfahren nach § 86b Abs. 1 SGG gebotenen Interessenabwägung ist davon auszugehen, dass der Antragsgegner bei der Prüfung einer Sanktionsentscheidung beachtet, dass Wirkungen eines Verwaltungsakts erst mit seiner Bekanntgabe eintreten können (§ 39 Abs. 1 S. 1 SGB X). Andernfalls kann der Antragsteller effektiven Rechtsschutz im Rahmen der Anfechtung einer evtl. Sanktionsentscheidung erlangen.
1.6 Landessozialgericht Berlin-Brandenburg, Urteil vom 24.02.2014 – L 34 AS 1130/11
Grundsicherung für Arbeitssuchende – Einkommensberücksichtigung – Absetzung von angemessenen Beiträgen für eine Kapitallebensversicherung bzw. eine private Rentenversicherung
Anmerkung: Vgl. LSG Bayern, Beschluss vom 11.5.2010 – L 7 AS 232/10 B ER und Klerks in info also 2/2014, 57 – Ausgaben für eine Kapitallebensversicherung können gem. § 11 Abs. 2 Satz 1 Nr. 3b SGB II vom Einkommen abgesetzt werden, wenn der Antragsteller von der gesetzlichen Rentenversicherung befreit ist.
1.7 Landessozialgericht Berlin-Brandenburg, Urteil vom 19.02.2014 – L 10 AS 881/10
1.8 Landessozialgericht Berlin-Brandenburg, Beschluss vom 10.04.2014 – L 25 AS 811/14 B ER – rechtskräftig
Grundsicherung für Arbeitsuchende – Untätigkeitsbeschwerde – Statthaftigkeit (verneint) – Anschluss an BSG, Beschlüsse vom 21.05.2007 – B 1 KR 4/07 R – und vom 06.02.2008 – B 6 KA 61/07 B –
1.9 Sächsisches Landessozialgericht, Beschluss vom 05.03.2014 – L 3 AS 1883/13 B ER
1.10 Landessozialgericht Rheinland-Pfalz, Urteil vom 19.03.2014 – L 4 AS 615/12
Anmerkung 1: Siehe dazu auch RA Kay Füßlein, Scharnweberstraße 20, 10247 Berlin: Und abermals wurde mit dem Sozialgericht Berlin eine vorgezogene Altersrente nach den § 12a SGB II, § 5 SGB II verhindert (Beschluss des SG Berlin vom 04.04.2014 – S 167 AS 6266/14 ER) . Das Gericht führt aus: http://www.ra-fuesslein.de/wordpress/?p=588
Anmerkung 2: Vgl. SG Dresden, Beschl. v. 21.02.2014 – S 28 AS 567/14 ER (PM v. 19.03.2014): Die Aufforderung des Jobcenters zur vorzeitigen Beantragung einer Altersrente ohne Kenntnis der zu erwartenden Rentenhöhe ist rechtswidrig.
2.2 SG Frankfurt/Oder, Beschluss vom 17.04.2014 – S 20 AS 453/14 ER
KdU-Satzung im Landkreis Oder-Spree höchstwahrscheinlich rechtswidrig – Anordnungsgrund
2.3 SG Itzehoe, Urteil vom 22.07.2013 – S 29 AS 607/11
2.4 Sozialgericht Detmold, Urteil vom 28.03.2014 – S 28 AS 1937/12 – und – S 28 AS 1935/12 – Die Berufung wird zugelassen
Unterkunft und Heizung – angemessene Heizkosten – Elektroheizung – Abgrenzung des Heizungsstroms vom Haushaltsstrom bei fehlenden technischen Vorrichtungen zur Verbrauchserfassung – kein Abzug der Haushaltsenergie vom undifferenzierten Gesamtabschlag
Einem Herausrechnen des in der Regelleistung für die Haushaltsenergie zugrunde gelegten Betrags steht entgegen, dass nach dem Leistungssystem des SGB II eine individuelle Bedarfsermittlung bzw. abweichende Bestimmung der Höhe der Regelleistung gesetzlich nicht vorgesehen ist. Dies gelte sowohl zu Gunsten wie auch zu Lasten des Hilfebedürftigen ( BSG, vom 24.11.2011 – B 14 AS 151/10 R, zu einer sogenannten Inklusivmiete.
Anmerkung: Anderer Auffassung BayLSG, Beschluss vom 07.10.2013 – L 7 AS 644/13 B ER
2.5 SG Leipzig, Urteil vom 20.02.2014 – S 25 AS 2286/12
Anmerkung 1: S.a.: Urteil S 25 AS 2286/12 vom 20.02.2014 – Lebenslauf beim Maßnahmeträger vorlegen? : http://elo-leipzig.de/?p=973
Anmerkung 2: SG Leipzig, Beschluss vom 29.05.2012,- S 25 AS 1470/12 ER – Hartz IV – Empfänger müssen beim Maßnahmeträger – keinen – Lebenslauf vorlegen. Eine nichterteilte Zustimmung kann im Umkehrschluss nicht dazu führen, den Leistungsempfänger in der Sache dafür zu sanktionieren (so im Ergebnis auch Sozialgericht Berlin, Beschluss vom 15.02.20 12 – S 107 AS 1034/12 ER).
Auf Seite 3: http://www.harald-thome.de/media/files/BA_Mitarbeiter_Vorschlaege_Aenderungen_Hartz_2014.pdf – §§ 7 bis 13 SGB II-Anspruchsvoraussetzungen

References: Art. 6
 Art. 8
 § 7
 § 22
 § 86
 § 11
 § 12
 § 5