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Timestamp: 2019-04-19 22:20:41+00:00

Document:
Hohenfelder Moor - Landschaftsschutzgebiete | Kreis Steinburg
Hohenfelder Moor
Kreisverordnung zum Schutze von Landschaftsteilen in der Gemeinde Hohenfelde vom 27.08.1982
Aufgrund des § 16 des Gesetzes für Naturschutz und Landschaftspflege (Landschaftspflegegesetzes - LPflegG -) vom 16. April 1973 (GVOBl. Schleswig-Holstein Seite 122) i. V. m. § 1 der Landesverordnung zur Übertragung von Zuständigkeiten nach dem Landschaftspflegegesetz vom 19. Juli 1973 (GVOBl. Schl.-H. S. 301) wird verordnet:
§ 1 Bezeichnung des geschützten Gebietes:
Die in § 2 beschriebene Fläche wird zum Landschaftsschutzgebiet erklärt und mit der Bezeichnung "Hohenfelder Moor" im Verzeichnis der geschützten Landschaftsteile beim Landrat des Kreises Steinburg als untere Landschaftspflegebehörde unter der Nummer 40 geführt.
§ 2 Geltungsbereich der Verordnung:
(1) Das Landschaftsschutzgebiet ist rd. 54 ha groß und umfaßt ein Teilgebiet des ehemaligen Hohenfelder Moores in der Flur 1 der Gemarkung Hohenfelde im Norden der Gemeinde Hohenfelde.
(2) Die Grenze des Landschaftsschutzgebietes ist in einer Katasterplankarte 1 : 5 000 und einer Übersichtskarte 1 : 25000 dunkelgrün eingetragen.
Sie verläuft auf der Südgrenze des Flurstücks 167/2 in westlicher Richtung bis zu seiner Südwestecke, in nördlicher Richtung auf der Westgrenze der Flurstücke 167/2, 169/2, 41, 170/2 und 42 bis zur Nordwestecke des Flurstücks 42, in westlicher Richtung der Südgrenze der Flurstücke 171/2 und 176/2 folgend bis zur Südwestecke des Flurstücks 176/2, der Westgrenze des Flurstücks 176/2 in nördlicher Richtung folgend bis zur Südspitze des Flurstücks 165/2, der Südwestgrenze der Flurstücke 165/2 und 55/43 folgend bis zur Gemeindegrenze, der Gemeindegrenze folgend bis zu ihrem Schnittpunkt mit der Verlängerung der Nordostgrenze des Flurstücks 252/180 und von dort das Flurstück 106/15 überquerend der Nordostgrenze der Flurstücke 252/80, 180/4, 166/2, 171/2 und 167/2 folgend bis zur Südostecke des Flurstücks 167/2. Die Karten sind Bestandteil dieser Verordnung. Sie sind beim Landrat des Kreises Steinburg im Dienstzimmer der unteren Landschaftspflegebehörde archivmäßig verwahrt und können dort während der Dienstzeit von jedermann eingesehen werden. Jeweils eine weitere Ausfertigung der Landschaftsschutzkarten befindet sich beim Amtsvorsteher des Amtes Horst in 2203 Horst (Holst.).
§ 3 Landschaftliche Gegebenheiten:
die Vielfalt unterschiedlicher Stadien der Regeneration ehemaliger Torfstiche im Hochmoor,
den reichhaltigen Baum- und Strauchbestand der Wegränder und der entwässerten Teilflächen,
den Wechsel des Landschaftsbildes zwischen Torfstich, Moor und Grünlandflächen,
die überwiegend naturnahen Pflanzenbestände der Hoch- und Niedermoorvegetation.
(2) In dem geschützten Gebiet sind das Landschaftsbild in seinen bestimmenden Merkmalen sowie die Leistungsfähigkeit des Landschaftshaushaltes und die dauerhafte Nutzungsfähigkeit der Naturgüter vor allem durch Bewahrung der vorhandenen besonders bedeutsamen Lebensstätten bestimmter Tiere und Pflanzen zu erhalten, zu pflegen und - soweit erforderlich - zu entwickeln und wiederherzustellen. Der Naturgenuß ist zu gewährleisten.
§ 4 Verbotene Handlungen:
(1) Im Landschaftsschutzgebiet ist es verboten, die Ruhe der Natur und den Naturgenuß durch Lärmen oder auf andere Weise zu stören.
Pflanzenbestände, die nicht land- oder forstwirtschaftlich genutzt werden, zu beschädigen oder zu beseitigen; § 13 Landschaftspflegegesetz bleibt unberührt,
§ 5 Genehmigungsbedürftige Handlungen:
(1) Die nachfolgenden Handlungen im Landschaftsschutzgebiet bedürfen der Genehmigung der unteren Landschaftspflegebehörde, sofern sie nicht nach § 4 verboten sind:
die Errichtung von baulichen Anlagen nach § 2 Abs. 2 der Landesbauordnung für Schleswig-Holstein, auch wenn sie keiner baurechtlichen Genehmigung bedürfen. Das gleiche gilt für die der Errichtung von baulichen Anlagen gleichgestellte Maßnahmen,
die Veränderung der Bodengestalt und des Landschaftshaushalts durch Abgrabungen, Aufschüttungen, Auf- oder Abspülungen und Ausfüllungen,
die Beseitigung von Einzelbäumen mit einem Brusthöhendurchmesser von über 20 cm, von Baumgruppen, Baumreihen und Baumalleen sowie die Entnahme von mehr als 40 v. H. des Holzbestandes aus Feldgehölzen.
an Gewässern, Quellen, Wald- und Straßenrändern, in Schutzwäldern (§ 24 des Landeswaldgesetzes) sowie an Hügelgräbernund Wallanlagen chemische Mittel zur Bekämpfung von Schadorganismen und Pflanzenkrankheiten sowie Wirkstoffe, die den Entwicklungsablauf von Pflanzen beeinflussen, nicht angewendet werden dürfen,
§ 7 Ausnahmen:
Maßnahmen, die in ihren Einzelheiten in Raumordnungs-, Landschafts-, Landschaftsrahmen- und forstlichen Rahmenplänen festgelegt worden sind.
§ 8 Ordnungswidrigkeiten:
bauliche Anlagen nach § 2 Abs. 2 der Landesbauordnung für Schleswig-Holstein errichtet, auch wenn sie keiner baurechtlichen Genehmigung bedürfen. Das gleiche gilt für die der Errichtung von baulichen Anlagen gleichgestellten Maßnahmen,
Einzelbäume mit einem Brusthöhendurchmesser von über 20 cm, Baumgruppen, Baumreihen oder Baumalleen beseitigt oder mehr als 40 v. H. des Holzbestandes aus Feldgehölzen entnimmt.
Itzehoe, den 27.08.1982

References: § 16
 § 1

§ 1
 § 2

§ 2

§ 3

§ 4
 § 13

§ 5
 § 4
 § 2

§ 7

§ 8
 § 2