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Timestamp: 2017-10-21 04:47:13+00:00

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Geldverschwendung express: Nochmal 550.000 Euro fürs Stadion? | webmoritz.
Geldverschwendung express: Nochmal 550.000 Euro fürs Stadion?
Dienstag, 3. Juni 2008 3:35 8. Oktober 2013
Der Greifswalder Sportverein 04 steigt in die vierte Liga auf – vielleicht (aktuelle Tabelle rechts). Sicherheitshalber will die Stadt Greifswald jetzt schon die empfohlenen für diese Liga umsetzten.
Aus diesem Anlass soll an diesen Donnerstag (19 Uhr, Rathaus) eine Sondersitzung der Bürgerschaft, die dazu notwendigen außerplanmäßigen Ausgaben genehmigen. Insgesamt werden in der, dem Ryck-Blick vorliegenden Vorlage, aus der Stadtverwaltung 544.280 Euro beantragt. Der DFB verlangt eine vollständige Einzäunung des Feldes, neue Umkleidekabinen, ein Dopingraum, eine Beschallungsanlage, ein Presseraum mit Internetanschluss uvm. (vgl. PM des GSV).
Bezeichnend dabei: Bereits im April erregte die Greifswalder Bürger ein auf dubiose Weise vom Oberbürgermeister und vom Hauptausschuss* genehmigter Sicherheitszaun (wir berichteten). Dieser Sicherheitszaun umschließt seitdem den Gästefanblock und kostete die Greifswalder Steuerzahler rund 65.000 Euro.
Weder der Sport- noch der Finanzausschuss, noch die Bürgerschaft als Ganzes wurden an diesem Vorgang beteiligt. Angeblich, da ein Spiel gegen den Ex-DDR-Meisters BFC Dynamo anstand. Dieses Spiel hätte nach Aussagen der Stadt wegen zahlreicher, gewaltbereiter Fans, nur mit Zaun stattfinden können.
Am Spieltag jedoch weigerten sich die BFC-Fans den als “Guantannamo-Käfig” bezeichneten Fanbereich zu betreten. Am Ende einigten sich Fans und die Verantwortlichen, dass die BFC-Zuschauer außerhalb des Käfigs stehen durften. Die “Dringlichkeit” sowie die Investition als Ganzes wurde so durch die BFC-Fans ad absurdum geführt.
Anstatt all dies schleunigst unter den Teppich zu kehren und sich den dringend notwendigen Grundschulsanierungen zuzuwenden (Investitionsbedarf ca. 12 Millionen), soll also nun eine weiter halbe Million in das Stadion fließen.
Der Antrag kommt dabei aus der von CDU-Oberbürgermeister Arthur König geführten Verwaltung. Genauer gesagt vom CDU-Senator Reinhard Arenskrieger, der das zuständige Dezernat für Bauwesen und Umwelt führt.
Der GSV 04 Fußballchef Jörg Seering wies schon November 2007 alle Vorwürfe, von der CDU beeinflusst zu sein, in der OZ zurück.
Das zu glauben fällt jedoch schwer. Denn die CDU-Politiker sind eng mit dem Greifswalder Sportverein 04 verstrickt. Der Bürgerschaftspräsident Egbert Liskow etwa ist gleichzeitig Verwaltungsratsvorsitzender des GSV 04 (siehe hier).
Auch Thomas Mundt, der Geschäftspartner von Liskow, sitzt sowohl in der CDU-Fraktion der Bürgerschaft und im GSV 04 Verwaltungsrat. Zudem ist er auch Vorsitzender des Finanzausschusses, der bezüglich des Stadionzaunes nicht mal protestierte. Besonders stark verknüpft ist jedoch Dr. Rainer Steffens. Er ist sowohl Bürgerschaftsmitgliedschaft und Schatzmeister der Greifswalder CDU als auch in der Abteilung Fußball zuständig für Finanzen (vgl hier).
Alle drei sitzen auch im Hauptausschuss und beschlossen – trotz offensichtlicher Befangenheit – über die Zuwendung für ihren eigenen Verein**.
Nun also weitere 500.000 Euro… Welcher Bürger soll das noch verstehen? Die Fußball-Fans vielleicht noch. Ole Ole! Es gibt aber auch andere Sportarten! Deren Sporthallen vergammeln. Und die Stadt hat insgesamt wichtigere Aufgaben als Sport und Fußball. Zumindest solange zur gleichen Zeit die (Grund-)Schulen in einem unzumutbaren Zustand sind, habe ich für solche Vorschläge kein Verständnis.
Infokasten: Woher soll eigentlich das Geld kommen?
Das Geld fürs Stadion soll laut Antrag aus der Haushaltsstelle 02100.90083000 finanziert werden. Hinter dieser Nummer stecken 750.000 Euro, die bisher als Eigenanteil der Hansestadt für die Sanierung der Post am Marktplatz zum “Technischen Rathaus” eingeplant sind. Sehr merkwürdiger Vorschlag, immerhin gilt die Sanierung der Post doch als Prestigeprojekt des Bürgermeisters…
Verschwörungskasten:
Ganz generell ist der Greifswalder Sportverein 04 ein “Ort der Begegnung”. Dort traf man bis vor kurzem Wilhelm Schelsky, der inzwischen wegen angeblicher Entgegennahme von 50 Millionen Euro Schmiergeld aus dem Hause Siemens seit Mitte Februar in Untersuchungshaft sitzt. Schelskys Pseudo-Gewerkschaft AUB war bis vor kurzem Hauptsponsor des GSV 04. Seit Schelsky in Haft ist, ist Dong Energy neuer Hauptsponsor des Fußbfallvereins. Dong Energy plant das in der Region ungeliebte Kohlekraftwerk Greifswald. Über Schelskys Hausdurchsuchung in Lubmin geriet auch der CDU-Bundestagsabgeordnete Ulrich Adam ins Straucheln, der Sachspenden von Schelsky im Wert von 110.000 Euro erhalten haben soll (wir berichteten). Die CDU Greifswald distanziert sich bis heute nicht von Adam (wir berichteten).
Das Stadion gehörte übrigens früher zum Kernkraftwerk Greifswald, welches seit 1990 abgeschaltet ist (vgl. hier). Egert Liskow gibt auf seiner Website an von 1982 bis 1990 im KKW gearbeitet zu haben. Der Verein hieß damals “BSG KKW Greifswald”. Sport war damals von der führenden Partei geführt. Heute wieder?
Hier noch mal ein paar Fotos vom Spiel des GSV 04 gegen BFC Dynamo:
* Der Hauptausschuss tagt nicht öffentlich hinter verschlossenen Türen.
** So weit wir wissen. Öffentliche Protokolle gibt es ja von diesen Sitzungen nicht.
*Update* 2. Juni 10 Uhr
Heute berichtete auch die Ostsee-Zeitung über die anstehende Bürgerschaftssitzung und die anstehenden Kosten.
Interessant daran ist:
Die Kosten werden hier schon auf 700.000 Euro beziffert. Weiß die Ostsee-Zeitung mehr?
Die OZ behauptet, dass ohne Umbau der GSV 04 keine Lizenz erhalten würde. Damit wird die Panikmache des GSV 04 unreflektiert übernommen. Kein Verein kann “alle” Auflagen erfüllen. Man kann sich Ihnen nur möglichst gut annähern. Letztlich kommt es auf die Verhandlungen mit dem DFB an.
Bei Spielen mit Gefahrpotential ist laut dem selben Regelwerk beispielsweise auch der Alkoholausschank zu verbieten. Beim Spiel gegen den BFC verdiente sich das Restaurant “Goalden Goal” im Volksstadion eine goldene Nase. Hier waren die Regeln plötzlich doch nicht mehr so wichtig.
Fazit: Das Regelwerk des DFB wird vorgeschoben, um einen Stadionausbau zu rechtfertigen. Das jetzt die Politiker aller Parteien es den Fußballfans recht machen wollen, ist bitter. Politiker mit Profil würden an die Grundschulen erinnern, die man noch auf der letzten Bürgerschaftssitzung zur Priorität erklärt hatte. Aber Kinder dürfen eben noch nicht wählen. Und die nächste Kommunalwahl steht schon im Januar an. Wer will da als Fußballgegner in der OZ stehen?
*Update* 2. Juni 21 Uhr
Die Grünen werden nun einen Antrag in die Bürgerschaft einbringen die offenbar zur Verfügung stehenden 750.000 € für den Umbau der künftigen Greif-Grundschule und der Sanierungen der städtischen Kindertagesstätten und Grundschulen zu verwenden. Den Antrag gibt”s hier zum Download.
Die Sitzung am Donnerstag ist übrigens öffentlich. Jeder Bürger darf teilnehmen.
(Zeitcode wurde wegen intensiver Diskusssion aktualisiert, Erstveröffentlichung am 31. Mai um 23.55 Uhr)
*Update* 3. Juni 11 Uhr:
Wir haben freundlicherweise von einem Leser noch einmal die OZ-Artikel über die Abschaffung der Stadiongebühren zugeschickt bekommen. Faktisch muss der GSV 04 selbst bei hohen Zuschauerzahlen nichts an die Stadt abführen. Die Stadt bleibt also auf allen Kosten sitzen. Schon damals hieß es die Linkspartei, die gegen diese Regelung war, sei unsportlich etc. Doch lest selbst. OZ-Artikel & OZ-Kommentar.
*Update* 4. Juni 12.36 Uhr:
Aus gut informierten Kreisen wurde uns folgende Information zugetragen, dass es um einen “Vorratsbeschluss” ginge, der nur dann wirksam wird, wenn der GSV die Relegation auch wirklich schafft.
Stefan2 3. Juni 2008 um 07:49
@julian Dein Hochmut gegenüber einem unterklassigen Fußballverein passt gut ins Bild. Ich sehe mich jedenfalls nicht als “konservativ-dumpf-biertrinkend” — aber Hauptsache Allgemeinplätze dreschen, da freut sich das intellektuelle Herzchen. Und für deinen strafrechtlich relevanten Vorwurf der “Finanzschmiere” der CDU durch Dong hast du ja bestimmt Beweise, Der Admin sollte sich langsam mal mit der Frage der eigenen Haftung für Forumsbeiträge befassen.
Thema Ausweichstadion: @46 Im Ostseestadion wird der GSV sicher nicht spielen können, der Rasen ist jetzt schon hinüber und in der nächsten Saison muss dort auch noch Hansa II spielen — sonst hätten die keine Regionalligalizenz bekommen. Das stört mich an dem hemmungslos populistischen Antrag der Grünen: Warum sagen sie nicht, dass sie wollen, dass Greifswald keine Regionalligalizenz bekommt? Das wäre ehrlich. Stattdessen das Gerede von einem Ausweichplatz. Es gibt keinen Ausweichplatz. Und der Vergleich zum Stralsunder Handball hinkt — für die wird gerade eine bundesligataugliche Halle gebaut, aus städtischen Mitteln.Um deine Frage zu beantworten: Der Zuschauerschnitt (nur zahlende) dürfte jetzt über 1.000 pro Spiel liegen. Damit liegen wir mit an der Spitze in dieser Staffel.
Thema Schulen: Natürlich ist der bauliche Zustand der öffentlichen Grundschulen schlecht. Und natürlich muss dafür Geld ausgegeben werden. Ich bin aber dagegen, Eltern und Fußballfans gegeneinander auszuspielen. Das ist nicht mein Verständnis einer solidarischen Politik.
Interessierter 3. Juni 2008 um 08:08
@ Jabbusch
Von Mitgliedern der FDP und CDU Fraktion! Dort gab es natürlich wie immer auch schon Gespräche mit den anderen Fraktionen …
letztlich ist es aber dennoch eine “Vermutung”…
jabbusch 3. Juni 2008 um 11:09
“Ich bin aber dagegen, Eltern und Fußballfans gegeneinander auszuspielen. Das ist nicht mein Verständnis einer solidarischen Politik.”
<< Es geht auch nicht ums "gegenseitige" ausspielen?! Aber ein Sportverein der Einnahmen hat und große Sponsoringverträge muss nicht auch noch 750.000 Euro von der Stadt bekommen. Versuch mal für ne Grundschule ne Sponsor zu finden! Und nochmal: Wie anders willst du Schulen reparieren, wenn nicht mit öffentlichem Geld ? Ich glaube jeder gönnt dem GSV ein tolles Stadion. Aber solange eben kein Geld im Rathaus gedruckt werden kann, muss das Projekt eben vom Verein selbst getragen werden (oder sie müssen mal, so wie die Kirche auch, ein Spendenprojekt starten...) Also: Solange es um startliches Geld geht, MUSST du immer zwischen Eltern und Sport abwägen. Das hat nix mit "ausspielen" zu tun, sondern ist das tägliche Brot der Politik!
Stefan2 3. Juni 2008 um 11:42
@jabbusch Drücke ich mich so unklar aus? Die Stadt gibt doch nicht nur Geld für Fußball und Schulen aus? Es heißt doch nicht “Fußball oder Schulen”, sondern es muss “Schulen und Fußball” heißen. Obwohl der Grünen-Antrag ja genau diese simple Logik transportieren will.
“Ich glaube, jeder gönnt dem GSV ein tolles Stadion”. Ist nicht mein Eindruck.
jabbusch 3. Juni 2008 um 11:56
@ Stefan2:
In diesem Falll ist es aber genau so einfach. Eine Entscheidung zwischen Schule und Stadion.
Genau genommen ist diese Entscheidung aber gar nicht notwendig: Das Geld könnte in die Schulen gesteckt werden und der GSV 04 auch ohne Sicherheitszaun ums Fußballfeld in die nächste Liga aufsteigen. Die ganzen DFB-Vorgaben sind imho Empfehlungen und keine Verpflichtungen. Wenn es Verpflichtungen wären, müssten eine ganze Reihe an Vereinen sofort aus der Regionalliga absteigen?!
Nochmal: Kein Verein (schon gar nicht ein Aufsteiger!) kann diese Auflagen erfüllen!
Das Stadion muss die nächsten Jahre sicher ausgebaut werden, keine Frage. Aber langsam und Schritt für Schritt. Und zwar immer NACHDEM der sportliche Erfolg des GSV 04 erreicht ist – nicht DAVOR! Und dann muss sich der GSV 04 erst mal in der neuen Liga bewähren…
Übrigens hat der Zuschauer GAR NIX von den geplanten Umbaumaßnahmen. Denn im Zuschauerbereich soll nix investiert werden! Im Gegenteil: Wenn die den Zaun einmal rund ums Spielfeld ziehen, ist der Blick aufs Spielfeld viel schlechter als vorher. (siehe Bilder oben).
Echte Fans sollten also gegen den Zaun sein.
Der langsame Stadionausbau kann über die nächste Jahre problemlos Schritt für Schritt über (meintetwegen auch günstige Stadt-)Kredite erfolgen.
Aber die 750.000 Euro müssen in die Schulen. Alles andere wäre verlogen und eine Strafe an den Kindern dieser Stadt.
Maik28 3. Juni 2008 um 12:04
Fakt ist das der GSV in einer höheren Spielklasse auch mit mehreren Tausen Auswärtsfans rechnen kann und muss, die Wiederrum Geld in die Vereinskassen bringen. Wenn man alleine darüber nachdenkt das Leipzig mit bis zu 5000 Fans anreist. Das sind immerhin 25 000 €, nur durch den Eintritt. Und die ein oder andere Bratwurst wird dann wohl auch über den Ladentisch wandern. Dies könnte in der Regionalliga zum ständigen Zustand werden, so dass der Verein Finanziell selbständig werden kann. Jedoch benötigt der GSV dafür die “Starthilfe” von der Stadt.
Dieser Verein ist enorm wichtig für die Stadt. Schon alleine die Zusammenkunft der verschiedensten Fangruppen im Stadion. Der Zusammenhalt von Arm und Reich… wieviele Hartz IV Empfänger leisten sich die 3 € und sitzen dann auf den Rängen neben Besser gestellten Chefs von größeren Firmen, und liegen sich in den Armen bei einem GSV Treffer…. Beim Fußball ist das egal, und das alleine ist Gold wert!
Fußball macht die Leute zu einer Großen Gemeinschaft und wo hat man das heutzutage schon noch….
Silvio 3. Juni 2008 um 13:28
@jabbusch
Verbreitest du mit Abschicht falsche Nachrichten? Oder bist du wirklich so ignorant?
Diese Teams erhalten die Lizenz ohne Auflagen:
– SpVgg. Greuther Fürth II
Die Lizenz mit Auflagen zu erhalten, heißt, man müsse sie noch erfüllen.
Und ansonsten kann man deine Argumentation auch wieder mal in die Tonne werfen…
Du unterstützt Politiker, die hier öffentlich Leute, welche sachlich argumentieren, als faul und assozial anprangern? (“wenn du in die Senkrechte kommst..” – von Herr Rose) Du argumentierst mit Fakten, die du dir aus der Nase saugst, ohne irgendeine Ahnung zu haben. Es ist beschämend, wie viele Leute auf diese populistische Meinungsmache hereinfallen.
Ich fasse es nicht, wie verantwortungslos, ignorant und arrogant man sein kann.
jabbusch 3. Juni 2008 um 13:43
Nur weil andere Leute nicht Deiner Meinung sind, brauchst Du sie nicht zu beleidigen. Eigentlich müsste ich ihn löschen, da sich der Post aber überwiegend auf mich bezieht und ich damit klar komme, lasse ich ihn mal stehen… Trotzdem meine Bitte: Sachargumente & keine Flamewars. Danke
bonn 3. Juni 2008 um 13:49
@silvio: super zwei teams in ganz deutschland, davon eine zweite mannschaft und eine die vor nicht so langer zeit noch in der zweiten buli war.
und ich will immer noch wissen, wieso eine solche spezielle, exklusivförderung, die weit über eine normale sanierung hinausgeht von der stadt gezahlt werden sollte.
Silvio 3. Juni 2008 um 13:52
es kamen Sachargumente;-)
Silvio 3. Juni 2008 um 13:59
Das Argument war, es würde gar kein Team schaffen können. Das habe ich widerlegt. Es ist keine Exklusivförderung, da die Förderung in städtische Anlagen fließt, und die Stadt über deren Nutzung befindet. Ein Kredit ist nicht möglich, das dem Verein Greifswalder SV die Anlage nicht gehört. Wie Oben geschrieben. Macht euch mal kundig, in Rathenow, Berlin, Hamburg (Victoria), Kiel, Fulda, Altona usw. passiert gerade dasselbe.
Kredite sind nur innerhalb der Handlungsfähigkeit des Vereins möglich. Man kann, wie in Dresden zB. für die wirtschaftliche Konsolidierung Kredite ausgeben, aber nicht für (der Stadt gehördende) Infrastruktur. Was hätte das für einen Sinn?
Fleischervorstadt-Blog 3. Juni 2008 um 14:07
grüne politik vertritt nicht unbedingt meine persönlichen politischen präferenzen, aber ich bin dankbar über den querulanten rose. es ist ein beruhigendes gefühl für mich, dass da jemand kommunalpolitisch, -kulturell aktiv ist, der wirklich von bestimmten zuständen angepisst ist. der anfragen in der bürgerschaft auf den weg bringt, leserbriefe schreibt, sich positioniert und sogar hier aktiv mitliest. gerade den letzten punkt finde ich hervorhebenswert, diskurse, bürgernähe blablabla!
Interessierter 3. Juni 2008 um 14:28
Absolut richtig…von daher auch von mir ein Lob an Herrn Rose !!!
Anonymous 3. Juni 2008 um 14:47
der text ist etwas polemisch aber nicht beleidigend.
wir sind alle papst titelte einmal ein zeitung mit den großen buchstaben. nun sind wir alle gsv04, jedenfalls wenn ein tor gefallen ist. nur das die chefs der firmen meist auf auf den rängen des vereinsgebäudes sitzen und die alg2-empfänger an der gegenüberliegenden geraden stehen. die einzigen verbindungen zwischen den beiden personenkreisen finden allenfalls an den bierständen oder aber vor dem urinal statt. beides keine orte der wirklichen orte der verbrüderung, wenn doch, dann wohl eher wegen des reichlich genossenen alkohols. aber daran erinnert sich am nächsten tag niemand mehr.
jabbusch 3. Juni 2008 um 15:34
Natürlich gehört das Stadion der Stadt. Und trotzdem: Wenn EIN (!) Verein (oder besser gesagte EINE (!) Mannschaft) da nen Zaun drum haben will, soll DIESER Verein / diese Mannschaft auch für die Kosten aufkommen!
Zumal gleichzeitig die Stadt über das Stadion keine Einnahme mehr erhält: Alle Einnahme über den Ticketverkauf fließen zu 100 % (mehr ist nicht möglich) an den Verein / die Mannschaft. Wer die Einnahmen hat, muss auch die Ausgaben finanzieren (können). Alles andere ist egoistisch. Warum erlaubt sich der (Profi-)Fußball immer wichtiger zu nehmen als alle anderen Sportarten? Oder alle anderen Ausgaben wie Schulen in der Stadt? Wir haben nur diesen einen Topf…
Denn all die anderen Vereine haben nichts vom Zaun! Im Gegenteil: Der stört sogar! Eigentlich müsste der GSV 04 auch dafür aufkommen, dass der Zaun – zum Beispiel bei Konzerten – jedes mal wieder entfernt wird! Aber ich vermute wir Bürger werden auch auf diesen Kosten sitzen bleiben dürfen.
Und nochmal: Der GSV 04 ist EIN Nutzer des Stadtions von vielen Vereinen. Da hat die Stadt den Verein schon von ALLEN Kosten befreit! ALLE Einnahmen der Spiele fließen direkt an den Verein! Wenn der Verein also so toll ist und in Zukunft also tausende Zuschauer kommen, warum kann der Verein dann nicht auch die Kosten für seinen Erfolg selbst tragen? Warum muss das der Steuerzahler übernehmen?
Und für die Fußball-Romantiker: Ich find ja Fußball auch toll – bin großer Fan des FCH und dort gerne im Stadion – tolle Stimmung! Aber wir werden auch in 100 Jahren mit 50.000 Einwohnern keinen zweiten FCH aufziehen können. Fußball in der Regionalliga zieht – nach euren Ausgaben – wöchentlich ca. 1000 Zuschauer aus Greifswald. Wahrscheinlich immer die gleichen… Warum sollen die anderen 49.000 Euer Hobby finanzieren?
Gruß in die Runde! 😉
jabbusch 3. Juni 2008 um 15:41
Die Lizenz wird der GSV 04 schon bekommen. Gab es wirklich mal Vereine die keine bekommen haben?
Hat überhaupt schon mal jemand beim DFB angerufen und seriös mit denen verhandelt? Ich bin mir sicher, dass es für finanzschwache Vereine (also wahrscheinlich “alle”) Übergangsfristigen gibt… Notfalls muss man das eben verhandeln.
Stefan2 3. Juni 2008 um 15:55
@silvio: Lass gut sein, es geht hier um Vorurteile, Stimmungsmache und Ideologie, nicht um Sachargumente oder Fakten. Wie sich der GSV in der neuen Liga erstmal bewähren soll (schöner DDR-Ausdruck übrigens), wenn er dafür gar keine Lizenz bekäme, wird wohl das Geheimnis des admins bleiben. Und wenn man selbst offenkundig nicht zum Fußball geht, sind die tausenden Zuschauer auch egal. Dafür darf dann kein Geld ausgegeben werden. Ich mag diese deutsche Neid-Kultur nicht besonders.
Stefan2 3. Juni 2008 um 16:07
@jabbusch Ich gehe mal wieder in den Krümelkackermodus:
1. Die Zuschauerangaben sind offiziell — und nicht nur “unsere Angaben”:
http://www.diefussballecke.de/liga4_non/index.php?seite=zuschauer
2. Greifswald spielt im Moment in der Oberliga, nicht in der Regionalliga. In der Regionalliga ist mit mehr als 1.194 zahlenden Zuschauern im Schnitt zu rechnen. Kinder (und nicht zu knapp, aber für eine Recherche vor Ort hat es ja leider nicht gereicht) zählen dabei übrigens nicht mit — weil sie keinen Eintritt zahlen müssen.
3. Hansa Rostock (da gibt es natürlich keine rassistischen Rufe im Stadion ;-), war da nicht mal was mit Asamoah?) ist nicht das allerbeste Beispiel für eine Finanzierung ohne öffentliche Hand. Ich erinnere mal an die Landesbürgschaft nach dem letzten Abstieg, ohne die es gar keine Lizenz gegeben hätte.
4. Vielleicht solltest du ja mal beim DFB anrufen, du kannst bestimmt seriös verhandeln.
5. Thema Lizenzentzug/Lizenzverweigerung
http://de.wikipedia.org/wiki/Lizenzentzug
Aktuelle Lizenzverweigerung für die Regionalliga zum Beispiel:
http://www.gelnhaeuser-tageblatt.de/sixcms/detail.php?id=3659129&template=d_artikel_import&_adtag=sports&_zeitungstitel=1133845&_dpa=sport
Dauer der Recherche hierfür: 30 Sekunden
Krümelkackermodus OFF
Ärgermodus ON
Stefan2 3. Juni 2008 um 16:11
OK, mein letzter Beitrag hat es offensichtlich in die Moderationsschleife geschafft.
SW 1 3. Juni 2008 um 16:22
“Warum erlaubt sich der (Profi-)Fußball immer wichtiger zu nehmen als alle anderen Sportarten? ”
Na warum wohl? Ich glaub Millionen Fußballfans in ganz Deutschland sind ja wohl Erklärung genug!
Und zur EM versammeln sich auch wieder tausende Fußballbegeisterte auf dem Markt.
Fußball ist nun mal ohne Frage die beliebteste Sportart Europas.
Außerdem wage ich zu bezweifeln das immer nur die gleichen 1000 Fans ins Volksstadion strömen.
Und dazu das man keinen zweiten FCH hochziehen kann, Warum nicht?
Also wenn wir mal außen vor lassen das meiner persönlichen Meinung zufolge Rostock jetzt erst einmal komplett durchgereicht wird… muss ich sagen das jeder Verein klein anfängt. Und jeder hat Unterstützung erhalten, sei es von Sponsoren oder den jeweiligen Städten. Ich bin mir sicher das der GSV in Zusammenarbeit mit der Stadt das Potential hat in 10, vllt. 20 Jahren mal in die 2. BL sich hochzuarbeiten. Ich weis das ich mich damit sehr weit aus dem Fenster lehne, aber man darf ja wohl mal träumen dürfen!
Anonymous 8. Juni 2008 um 19:07
@72 “Millionen Fußballfans in ganz Deutschland sind ja wohl Erklärung genug!
Fußball ist nun mal ohne Frage die beliebteste Sportart Europas. ”
wie groß die begeisterung in greifswald für den fussball ist, sah man gestern eindrucksvoll auf dem markt. viel war da nicht los.
k.k. 9. Juni 2008 um 13:12
es war richtig großes kino, welches die bürgerschaft am vergangenen donnerstag da präsentierte. erstmals betrat der schwarze block die arena der kommunalpolitik. die meist leicht adipösen herren der cdu-fraktion betraten fast geschlossen, in meist zu engen schwarzen t-shirts mit gsv-logo, den heiligen saal demokratischen meinungsstreits. auf einer reihe von stühlen im zuschauerbereich lagen schon lange vor beginn der sitzung mappen und papiere, die diese als besetzt auswiesen. wie sich später zeigen sollte, reserviert von einigen damen der verwaltung für die herren der mannschaft des gsv04. für kommunalpolitisch interessierte greifswalder, war kaum platz. einmalig, als sich herausstellte, dass die reservierten stühle nicht ausreichten, wuselten die damen herum und besorgten neues gestühl. bislang galt für kommunalpolitisch interessierte, wer zu spät kommt, den bestraft das leben. entweder mussten sie stehen oder, so dies aus alters- und krankheitsgründen nicht möglich war, den ort der veranstaltung verlassen. im zuschauerbereich also eine menge gsv04 und freunde und förderer der lokalen fussballmannschaft. das ganze erinnerte an die kleine niedliche , vom geparden gehetzte, antilope, die schon den odem des nahenden todes mit ihren nüstern aufnimmt und wissend um das baldige ende ihres irdischen daseins, einen letzten verzweifelten haken schlägt. so ähnlich mussten sich die abgeordneten der „opposition“ gefühlt haben. Denn genau hinter ihnen, deren kritik an diesem verfahren schon im vorfeld laut geworden war, hatte man die gsv04er platziert.
vorn saß ihnen ein sichtlich fahriger und überforderter bürgerschaftspräsident. der gleichzeitig verwaltungsratsvorsitzender des gsv04 ist, gegenüber. selbstherrlich verkündete er sinngemäß, eine thema ist dringlich, wenn er es für dringlich hält und die sitzung anberaumt. die linke kritisierte das fehlen des oberbürgermeisters bei einer so wichtigen entscheidung. egi liskow hatte dafür eine plausible begründung parat, der ob hätte einen schwächeanfall. bevor man sich gedanken über eine bald anstehende neuwahl des stadtoberhauptes machen konnte, schob er aber nach, der gelernte physiker könig würde sich bereits auf dem weg der besserung befinden. Zwei tage später berichtete die lokalzeitung, der könig hätte keinen schwächeanfall erlitten, er wäre lediglich unpässlich und würde seinen dienst bald wieder aufnehmen.
Der anführer des schwarzen blocks schwang dann eine peinlich pathetische rede, die nur so von fussballerischen allgemeinplätzen, wie das runde muss ins eckige, ein spiel dauert 90 minuten und dergleichen, strotzte. spd – kuessner hatte einen ganz passablen vorschlag. Er wollte zu einer spendensammlung mit hilfe der lokalzeitung aufrufen und die entscheidung bis zu nächsten bürgerschaftssitzung vertagen. Doch er hatte die rechnung ohne die befürworter gemacht. Neben trainer zachhuber durfte dann auch der gsv-vereinsvorsitzende reden. seine rede war fast eine erpressung. wenn die bürgerschaft nicht an diesem abend im sinne des vereins entscheidet, wird der verein am nächsten tag die meldung zur regionalliga zurückziehen. zurückzog dann die spd ihren antrag auf vertagung der entscheidung. der spendenaufruf blieb. die linke wies auf den umfangreichen katalog der dfb sicherheitsrichtlinien http://www.dfb.de/uploads/media/08-03-10_SiRiLi.pdf hin. reflexartig, wie fast immer, wenn der linke multhauf einen seiner berühmten auftritte hat, reagierte ein sichtlich echauffierter senator und zieh ihn, die unwahrheit gesprochen zu haben. diese richtlinie ließe schließlich ausnahmegenehmigungen zu. ende der diskussion? vorerst wohl schon. beide haben recht. der eine mehr, der andere weniger. das was da umgebaut werden soll, entspricht eben nur zu einem teil den mindestanforderungen an die regionalliga. die mindeststandards sind weit umfangreicher als der bürgerschaft vorgegaukelt. so müssen sicherlich noch in teile der äußeren umfriedung, sanitäreinrichtungen in den einzelnen sektoren, beschallungstechnik und telekommunikationsanlagen investiert werden. Ein tunnel für spieler und schiedsrichter hingegen, ist nicht gefordert. ob tatsächlich container für die mannschaften angeschafft werden müssen, ergibt sich aus dieser richtlinie auch nicht.
es ist zu vermuten, dass der umbau tatsächlich deutlich teurer wird als geplant. aber in der eile der notwendigkeit einer entscheidung, kann das ein oder andere schon einmal untergehen. der verwaltung ist jedenfalls ein lob zu zollen. in der kürze der zeit, konnte sie schon einen konkreten plan und fast sichere zahlen für den umbau nennen. in greifswald scheint das bild von den faulen beamten jedenfalls nicht zu stimmen. was die bürgerschaft da bot, waren lehrstunden greifswalder demokratie. die mehrheit des schwarzen blocks stand. das ganze procedere, nichts weiter als eine scheinveranstaltung mit offenkundig schon vorher feststehendem ergebnis. wieder einmal.
§ 34 Befreiung
1. Von den einzelnen Vorschriften kann in begründeten Ausnahmefällen unter
Berücksichtigung der jeweiligen Gegebenheiten Befreiung erteilt werden. Die
Befreiung kann nur auf Antrag des Platzvereins erteilt werden. Der Antrag ist
Zuständig ist die DFB-Kommission Prävention & Sicherheit.
2. Beim Übergang von der Oberliga zur Regionalliga sind jedoch in jedem Fall folgende Sicherheitsstandards baulicher und organisatorischer Art einzuhalten:
– äußere Umfriedung mit Kontrolleinrichtungen (§ 5.1, 5.4 und 5.5 der
– Spielfeldumfriedung (§ 7.1 der Richtlinien)
– Spielerzugang (§ 7.6 der Richtlinien)
– Schaffung eines gesicherten Zuschauerblocks für die Fans der Gastmannschaft
mit eigenem Zugang, eigenen Kiosken und eigenen Toiletten
(§ 9.1 und 9.8 der Richtlinien)
– Schaffung eines Sicherheitsbereichs für Mannschaften und Schiedsrichter
(§ 11.1 der Richtlinien)
– Beschallungseinrichtungen (§ 13 der Richtlinien)
– Telefoneinrichtungen (§ 14 der Richtlinien)
– Einhaltung der §§ 17 – 26
§ 5 Äußere Umfriedung, Kassen, Zugänge und Kontrollstellen
1. Die äußere Umfriedung umschließt weiträumig die gesamte Fläche der Platzanlage.
Sie muss mindestens 2,20 m hoch sein und darf nicht leicht zu übersteigen,
zu durchdringen, zu unterkriechen und zu beseitigen sein. Die Umfriedung
soll in ihrer ganzen Länge einsehbar sein; in der Nähe befindliche Büsche,
Bäume etc. dürfen nicht zum Überklettern geeignet sein. Kassen, Kioske oder
andere Gebäude, welche in der Umfriedung liegen, sind so auszubilden, dass
sie keine Übersteighilfen bieten.
4. An den Zugängen zur Platzanlage sind grundsätzlich Leiteinrichtungen, z. B.
Drängelgitter, einzurichten und so aufzustellen, dass Personen nur einzeln und
hintereinander Einlass finden können. Im Stauraum vor den Zugängen sollen
bei Bedarf Vorsperren eingerichtet werden.
5. An den Zugängen/Zufahrten sind Einrichtungen zu schaffen, an denen die
Möglichkeit besteht, Personen und Gegenstände zu durchsuchen, Sachen abzulegen und gesichert zu verwahren (Kontrolleinrichtungen).
§ 7 Spielfeldumfriedung, Rettungstore zum Spielfeld, Spielerzugang
1. Der Innenraum ist durch eine mindestens 2,20 m hohe Einzäunung (Metallkonstruktion, Sicherheits-Verbundglas etc.) oder einen schwer überwindbaren
Graben oder durch eine Kombination von Zaun und Graben oder durch die Anhebung der ersten Zuschauerreihe von mindestens 2 m über Spielfeldniveau
von den Zuschauerbereichen abzugrenzen.
6. Die Spieler und Schiedsrichter sind durchgängig auf dem Weg zwischen Kabinen
und Spielfeld durch geeignete Sicherheitsmaßnahmen gegen Einwirkungen
Dieser Bereich darf nur besonders berechtigten Personen zugänglich sein.
§ 9 Zuschauerbereiche
1. Zuschauerbereiche sind grundsätzlich in mindestens 4 getrennte Sektoren zu
unterteilen, die jeweils über eigene Zugänge, Toiletten, Kioske und andere
wichtige Einrichtungen verfügen. An den Grenzen der Sektoren und zwischen
den Sitz- und Stehplätzen sind Abtrennungen – mindestens 2,20 m hoch – anzuordnen, welche den Wechsel von Zuschauern in die anderen Bereiche verhindern.
8. Die Blöcke für die Fans der beiden Mannschaften sollen möglichst weit voneinander entfernt angeordnet werden. Ihre Abtrennung zu den Zuschauerbereichen ist besonders stabil auszubilden. Der Block für die Fans der Gastmannschaft muss einen eigenen Zugang haben. Der Weg dorthin soll möglichst wenig andere, von den übrigen Stadionbesuchern benutzte Wege kreuzen.
§ 11 Regelungen für Mannschaften/Schiedsrichter und gefährdete Personen
1. Für Vereine, Schiedsrichter und andere Offizielle müssen ausreichend Parkplätze
bereitgestellt werden. Diese Plätze sollen sich in unmittelbarer Nähe der
Umkleideräume, von den öffentlich zugänglichen Bereichen getrennt, und vorzugsweise innerhalb oder in Nähe des Stadiongebäudes befinden. Spieler und
Schiedsrichter sollen sich aus ihren Fahrzeugen direkt in ihre Umkleideräume
begeben können, ohne dabei mit Zuschauern in Kontakt zu kommen. Ist ein solch direkter Zugang für die Vereine und die Offiziellen nicht möglich, muss ein Schutz durch Ordnungs-, Sicherheitskräfte gewährleistet sein.
§ 13 Beschallungseinrichtungen
1. Die Platzanlage ist mit einer Beschallungseinrichtung auszustatten. Sie soll
folgende Bereiche, wahlweise gesamt oder selektiv, ausreichend beschallen:
– die Ein- und Ausgänge/Zu- und Abfahrten, Kassen und Kartenkontrollstellen,
Aufstellflächen und -räume an der äußeren/inneren Umfriedung
– den Umgriff zwischen äußerer und innerer Umfriedung sowie Tribünen
samt Zu- und Abgängen/Zu- und Abfahrten
– die Zwischenbereiche mit folgender Unterteilung:
o hinter den Toren,
o Gerade und Gegengerade (insbesondere die Bereiche der „Gäste-“
und „Heimfans“),
o das Spielfeld.
2. Die Beschallungsanlage ist so auszugestalten, dass Durchsagen auch bei ungünstigen
Verhältnissen zu verstehen sind. Für Notfälle muss gewährleistet
sein, dass der Lautsprecherpegel automatisch den höchsten Level erreicht; eine
besondere Schaltung (Panikschaltung) ist vorzusehen.
Die Vorschriften über die Sicherheitsstromversorgung (§ 12 Abs. 2) gelten
entsprechend. Die Befehlsstelle der Polizei (§10, Abs.2) ist mit einer Vorrangschaltung für die Beschallungseinrichtung auszugestalten.
3. Im Stadion eingesetzte mobile Beschallungsanlagen müssen sowohl vom Stadionsprecher als auch über die Vorrangschaltung der Polizei abgeschaltet
§ 14 Kommunikationseinrichtungen
1. Die Regiezentrale der Veranstaltungsleitung sowie die Befehlsstellen der Sicherheitsträger sind mit amtsberechtigten Telefonanschlüssen auszustatten.
2. Das interne Telefonnetz – auch mobil – soll folgende Anschlüsse erfassen:
– Regiezentrale,
– Kabine Stadionsprecher
– Befehlsstellen der Polizei, des Rettungsdienstes, der Feuerwehr, des Ordnungsdienstes,
– Polizeiwache,
– Verwahrräume der Polizei,
– Mannschafts-, Schiedsrichterräume,
– Geschäftsstelle des Vereins.
Die Einrichtung weiterer Telefonanschlüsse an potentiellen Brennpunkten der
Platzanlage (für Polizei, Ordnungsdienst, Rettungs- und Sicherheitsdienst sowie
Feuerwehr) ist erforderlich.
3. Die Einrichtung von Gegensprechanlagen für die in Abs. 2 genannten Anschlüsse
4. Wird die Funkkommunikation der Einsatzkräfte von Polizei und Feuerwehr innerhalb des Stadions durch bauliche Anlagen gestört, ist die Stadionanlage mit
technischen Anlagen zur Unterstützung des Funkverkehrs auszustatten.
Ja schön 9. Juni 2008 um 16:20
Ja schön, der GSV muss also unterstützt werden weil dies den Tourismus fördert. Ich glaube mehr als Tagestouristen erreicht man mit Fussball nicht. Aber ne, wir müssen ja auch für das Kohlekraftwerk sein. Warum? Ersetzen die Fussballtagestouristen jetzt die normalen Urlauber? Ne, aber wenn man vor der Frage steht auf einen schönen Planeten zu wohnen, dazu sanierte Schulen zu haben oder in der Regionalliga zu spielen, ja dann nimmt doch jeder die Regionalliga. Wer dies anders sieht ist ein unpatriotischer Fussballhasser! Ah, ja? Das klingt polemisch, aber das ist der Diskussionsstand.
Ich glaube niemand hat etwas gegen den GSV und dass die Mannschaft aufsteigen soll. Die Frage ist viel eher, wie gebe ich das wenige Geld aus, das ich habe. Und da man es nur einmal ausgeben kann, finde ich es besser, es in Bildung zu investieren, weil wir alle ein Leben lang von dieser profitieren.
Wenn dies gesichert ist, bin ich bei den ersten, die Geld für den GSV fordern.
Und um auf mein Lieblingszitat kurz einzugehen:
“Die Grünen sind ja ohnehin mehr am Rotweinschlürfen auf dem Marktplatz interessiert. Also: Kommt zuhauf und macht den Verein zu einem Verein der ganzen Stadt!”
Jedem das seine, aber gute Bildung für alle, unabhängig wie vermögend die Eltern sein mögen!
Und mal ganz undenkbar, was ein Zeichen wäre ein Verein, der auf einen wo möglich hart erkämpften Aufstieg verzichtet, damit die Schulen wieder ein ordentlicher Ort werden können. Dies würde dem GSV doch sicherlich keine Sympathien, keine Fans kosten.
Dieses Undenkbare denken auch einige Fussballvereine:
http://www.wiesbadener-kurier.de/sport/objekt.php3?artikel_id=3207752
Zitat: “Die TSG Wörsdorf werde hart daran arbeiten, mittelfristige Aufstiegsweichen zu stellen.”
Man mag diesen Sportlern vieles unterstellen, was sicherlich nicht, dass sie Fussballhasser sind!
PS: Gerüchten zufolge gibt es auch grüne GSV-Anhänger und noch schlimmer, GSV-Fans die gerne mal was trinken, auch Wein 😉
Anonymous 9. Juni 2008 um 20:07
das ist wirklich nur ein gerücht. getränke gibt es im stadion nur im wenig ökologischen plastikbecher. schon bei der vorstellung sträuben ich dem weinkenner, die grünen sind doch ästheten und gourmets, die nackenhaare. ist fast so schlimm wie wein aus dem tetrapack.;-)))))
Bratislav Metulski 11. Juni 2008 um 21:40
Sensationell, Glückwunsch an die Stadt, eindeutige Befürwortung für den Umbau. Bei der letzten zurückliegenden Schülerolympiade musste ich mich sehr schämen, angesichts der unzumutbaren Zustände im Volksstadion, da ist wirklich schon seit 1927 nix mehr getan worden. Wenn man bedenkt das allein der GSV 04 über 240 Kinder kostenlos(!) Woche für Woche nur das Fussballspielen beibringt.. Traurig für die Stadt, dieser Schandfleck, fahrt mal alle z.b. nach Neustrelitz, da hat es die Stadt geschafft ein Schmuckkästchen zu zaubern und nicht nur für den Fussball! Mein Respeckt geht auch an einige Herren in der Bürgerschaft zu Greifswald, Herr M. von den Linken z.b., der muss doch jeden Morgen schon mit schlechter Laune aufwachen und in der Nacht grübeln über die Untaten des nächsten Tages, selbst eine Frau Socher musste mit dem Kopf schütteln und hat sich da sicherlich nicht nur einmal gewünscht, nicht in ein und der selben Fraktion zu sein mit diesem unwissenden, ewig vorlauten und unangenehmen Parteikollegen. Und das Geheule wird sowie so wieder losgehen, sollte es der GSV nicht schaffen sportlich aufzusteigen, dann bin ich zum GLück nicht mehr Gast auf dieser Seite, denn die ist genau so deplaziert un d überflüssig wie Herr M. von den Linken in der Bürgerschaftssitzung.
Ja schön 11. Juni 2008 um 23:50
Ja schön, eigentlich müsste ich nicht antworten, du entkräftest dein einziges Argument selbst.
Du schreibst selber, dass seit 1927 nix mehr getan wurde am Stadion. Spalten statt Versöhnen! Über Jahre hätte man Jugendliche besser fördern können, ob jetzt die Umkleiden im Volkspark, Kitas oder Schulen. Hier geht es schon lange nicht mehr um Politik, um Inhalte und Prioritäten, wie eine gute Jugendförderung. Es geht nur noch um Prestigeprojekte deren Sinn egal ist, solange es populär ist und den Kritiker zum Feind macht. Stadthalle, Kohlekraftwerk, jetzt GSV, wer dagegen ist, ist böse. Identifikation und Arbeit, hier wird mit den Gefühlen von Menschen gespielt. Um das allgemeine Beste geht es schon lange nicht mehr, es geht nur noch um das Populärste. So gewinnt man Wahlen, so sichert man Macht, so macht man Demokratie wie gelacht!
GSV 04 -Mitglied 12. Juni 2008 um 09:18
@ja schön
dann solltest Du froh sein, dass endlich etwas passiert. Auch mit meinen Gefühlen wird gespielt, als treuer Sportler und Vereinsmitglied Sektion Leichtathletik, absolviere ich mehrmals in der Woche mein Trainingsprogramm im Volksstadion. Gerade bei den Temperaturen der letzten Tage und Wochen gibt es wohl für einen Sportler nichst schöneres, als nach dem Training ausgiebig zu duschen. Im Volksstadion vergeht mir die Körperpflege, nicht nur seit heute oder gestern, da spreche ich sicherlich auch im Namen unzähliger anderer Kollegen die sich Woche für Woche fit halten. Wir sind froh, das endlich etwas passieren könnte und drücken dem GSV die Daumen, der einzige Weg um Zustände zu verbannen, die ins vorletzte Jahrhundert gehören. Peinlich für eine Stadt, die mal unter die ersten 100 im Städteranking kommen will….
Anonymous 12. Juni 2008 um 12:50
unabhängig davon, ob hier die prioritäten richtig gesetzt wurden, das städtische geld ist für einen zaun, einen tunnel und die anmietung von containern für die fussballmannschaft des gsv. ob andere nutzer des stadions die duschen in den containern nutzen können, ist mehr als zweifelhaft. der wunsch nach dieser investition endlich einmal ausgiebig duschen zu können, ist da wohl eher ein traum.
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References: § 34

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§ 11

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