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Timestamp: 2018-08-18 14:36:23+00:00

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Rauchmelder & Brandschutz von Rauchmelder-Experten.de
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In den meisten Bundesländern besteht längst eine Rauchmelderpflicht, denn die unscheinbaren kleinen weißen Plastikkörper an den Decken sind wahre Lebensretter im Brandfall. Ein Rauchmelder ziert für ca. 10 Jahre die Zimmerdecken in unseren...
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Informationen zum Rauchmelder | Grundsätzliches zum Rauchmelder
Alle in Deutschland im Handel erhältlichen Rauchmelder sind entsprechend der DIN14604 gefertigt und zertifiziert. In Deutschland wird die Zertifizierung nach DIN vom VdS und vom TÜV Kriwan vorgenommen. Diese DIN legt fest über welche Eigenschaften ein Rauchmelder verfügen muss. So ist unter anderem festgelegt, dass ein Rauchmelder über eine Prüftaste verfügen muss, er durch ein akustisches Signal einen niedrigen Batteriestand 30 Tage vor der Entladung ankündigt und der Alarm eine Lautstärke von mindestens 85dB haben muss. Somit verfügen alle erhältlichen Rauchmelder über diese Mindestvorrausetzung. Der Unterschied zwischen preisgünstigen und "teuren" Rauchmelder liegt meist in längerer Laufzeit (resultierend aus besserer Verarbeitung), höhere Alarmsicherheit (weniger Fehlalarme) und Sonderfunktionen. Sonderfunktionen sind Funktionen wie die Stummschaltung welche Ihnen die Möglichkeit gibt den Rauchmelder bei einem Fehlalarm für einen Zeitraum von 10 min in seiner Empfindlichkeit herabzusetzen und somit zu deaktivieren. Nach 10 Minuten setzt sich der Rauchmelder selbstständig zurück.
Im Gegensatz zur weitläufigen Meinung ist eine LED die die Ordnungsgemäße Funktion eines Rauchmelders anzeigt nicht Pflicht. Bei Modellen wie dem Pyrexx PX-1 oder den EI-Electronics Rauchmeldern der 650er Serie gibt es diese LED nicht und ist auch für besonders sensible Menschen im Schlafzimmer geeignet.RauchmelderpflichtDie Pflicht zur Montage von Rauchmelder wird in Deutschland auf Länderebene geregelt und in der Landesbauordnung verankert. Eine aktuelle Übersicht zur Regelung der Pflicht in den jeweiligen Bundesländern finden Sie hier.
Montageort vom Rauchmelder
Ausgerüstet werden sollten Schlafzimmer, Kinderzimmer, Flucht- und Rettungswege, sowie auch Wohnzimmer und Arbeitszimmer. Grundsätzlich bietet jeder Raum mit elektrischen Geräten ein Gefahrenpotential. In Bad und Küche, sowie in Räumen mit einer hohen Staubbelastung (Keller, gedämmter Dachboden) empfehlen wir Hitzemelder. Diese schlagen ab einer Temperatur oberhalb von 58°C Alarm. Für den Montageort in den Räumen gilt grundsätzlich in der Mitte des Raumes an der Decke. Empfehlungen für Sonderfälle können Sie bei uns telefonisch erfragen bzw. sich in unserem Infobereich belesen (hier).
Symbolik in unserem Shop
Um Ihnen einen schnellen Überblick über die Funktionalität, Garantiezeiträume, vom Hersteller angegebene Batterielaufzeit und Zertifizierung zu geben, wurden alle Rauchmelder in unserem Shop mit Symbolen versehen. Eine Erklärung zu den einzelnen Symbolen finden Sie hier.
Viele Menschen halten das Installieren von Rauchmeldern immer noch für Unsinn. Dabei ist es statistisch erwiesen, dass durch diese Rauchmelder schon viele Menschenleben gerettet werden konnten. Ein Brand entsteht schnell. Oftmals wird er jedoch von den Bewohnern nicht bemerkt, da es häufig nachts zu Bränden kommt. In den meisten Fällen verbrennen die Opfer auch nicht, sondern sie sterben an einer Rauchvergiftung, denn wer schläft, nimmt den Brandgeruch nicht wahr. Ein Rauchmelder hat deshalb die Aufgabe, die Personen in den Wohnungen zu warnen, wenn es zu einem Brand gekommen ist. Die Stromversorgung erfolgt durch Batterien und sie schlagen sofort Alarm, wenn Rauch auftritt.
Es gibt fast im ganzen Bundesgebiet eine Rauchmelderpflicht. Lediglich in Berlin, Brandenburg und in Sachsen ist das Anbringen von Rauchmeldern keine Pflicht. Rheinland-Pfalz war das erste Bundesland, das im Jahr 2003 eine Rauchmelderpflicht eingeführt hatte. Viele weitere Bundesländer haben sich diesem Beispiel angeschlossen. Die Verpflichtung für das Anbringen von Rauchmeldern regelt jedes Bundesland für sich in der Landesbauordnung.
Wann wurden die Rauchmelderpflichten in den einzelnen Bundesländern eingeführt?
Die Nachfolgende Aufstellung gibt Aufschluss darüber, wann die Rauchmelderpflicht in dem jeweiligen Bundesland eingeführt wurde.
In Bremen wurde die Rauchmelderpflicht im Jahr 2009 eingeführt. Sie gilt für alle Wohnungen mit einer Übergangsfrist bis 31.12.2015. Bis zu diesem Zeitpunkt müssen alle Wohnungen mit Rauchmeldern ausgestattet sein. Angebracht werden müssen sie in Schlafzimmern, Kinderzimmern und in Fluren. Geregelt wird dies in der Landesbauordnung § 48 Absatz 4 (LBauOHB). Grundsätzlich müssen alle Neubauten mit Rauchmeldern ausgestattet sein. Bestandsbauten, die vor dem 22.12.2009 gebaut wurden, müssen bis zum 31.12.2015 zusätzlich mit Rauchmeldern ausgerüstet werden. Für den Einbau sind die Vermieter verantwortlich. Wird die Wartung nicht vom Vermieter übernommen, so ist der Mieter dafür verantwortlich.
In Hamburg gilt seit dem 7. Dezember 2005 eine Rauchmelderpflicht für alle Wohnungen. Die Übergangsfrist lief am 31.12.2010 aus. Sie müssen in Kinderzimmern, Schlafzimmern und Flure angebracht werden. Die Regelung ergibt sich aus § 45 Absatz 6 (HBauO) Hamburgische Bauordnung.
Hessen hat die Rauchmelderpflicht am 24.6.2005 eingeführt. Zunächst waren nur die Neubauten betroffen. Im Jahr 2011 wurde das jedoch auf alle Wohnungen erweitert. Die Übergangszeit lief am 31.12.2014 aus. Auch hier müssen sie in Kinderzimmern, Schlafzimmer und Flure angebracht werden. Zuständig für den Einbau ist der Vermieter, die Wartung muss jedoch von den Mietern übernommen werden. Gültig ist hier § 13 Absatz 5 (HBO) der Hessischen Bauordnung.
Dieses Bundesland führte im April 2006 die Rauchmelderpflicht ein. Die Verpflichtung galt für alle Wohnungsneubauten und Umbauten. Für Bestandswohnungen galt eine Übergangsregelung bis zum 31.12.2009. Demnach müssen Kinderzimmer, Schlafzimmer und Flure mit jeweils einem Rauchmelder ausgestattet sein. Geregelt ist dies in der Mecklenburg-Vorpommerschen Landesbauordnung § 48 Absatz 4 (LBauO).
Seit 22.12.2003 gilt hier die Rauchmelderpflicht für Umbauten und Neubauten. 2014 wurden auch die Bestandswohnungen mit aufgenommen. Für sie galt eine Übergangsregelung bis 12. Juli 2012. Folgende Zimmer müssen demnach mit Rauchmeldern ausgerüstet sein: Schlafzimmer, Flur, Kinderzimmer. Geregelt wird dies in der Landesbauordnung Rheinland-Pfalz (LBauO) §44 Abs. 8. Da nicht geregelt ist, wer für den Einbau und die Wartung zuständig ist, fällt dieses automatisch auf den Vermieter.
Im Saarland gilt seit 2004 die Rauchmelderpflicht für alle Wohnungen. Die Übergangsfrist für bestehende Wohnungen lief am 12.Juli 2012 aus. Auch hier müssen in Schlafzimmern, Kinderzimmern und Flure Rauchmelder installiert werden. Geregelt wird dies in § 46 Absatz 4 (LBauO) der Landesbauordnung Saarland. Auch hier ist nicht geregelt, wer den Einbau veranlassen muss. In diesem Fall ist der Vermieter für die Installation und Wartung verantwortlich.
Seit 21. Dezember 2009 gilt hier die Rauchmelderpflicht für alle Wohnungen. Es existiert noch für Bestandsbauten, die vor dem 21.12.2009 gebaut wurden, eine Übergangsfrist bis 31.12.2015. Auch hier müssen in Kinderzimmern, Flure und Schlafzimmern Rauchmelder installiert werden. Auch hier ist der Eigentümer beziehungsweise der Vermieter für den Einbau und die Wartung verantwortlich, da dieses nicht speziell geregelt wurde. Geregelt wird dies in der Bauordnung des Landes Sachsen-Anhalt unter § 47 Abs. 4.
Seit 1.1.2005 gilt hier die Rauchmelderpflicht. Es müssen in alle Neubauten, Umbauten und seit 2008 auch in alle Bestandswohnungen Rauchmelder in Fluren, Kinderzimmern und Schlafzimmern eingebaut sein. Der Einbau muss vom Vermieter veranlasst werden. Die Wartung ist dem Mieter überlassen, kann aber auch vom Vermieter veranlasst werden. Geregelt wird dies in § 49 Absatz 4 (BauO S-H) der Landesbauordnung Schleswig-Holstein.
Seit 5. Januar 2008 besteht hier die Rauchmelderpflicht für alle Neubauten und Umbauten. Die Übergangsfrist für alle Bestandsbauten läuft am 31.12.2018 aus. Es müssen Kinderzimmer, Schlafzimmer und Flure mit Rauchmelder ausgestattet sein. Hier wurde nicht geregelt, wer für den Einbau und die Wartung zuständig ist. In dem Fall ist dann der Vermieter beziehungsweise der Eigentümer verantwortlich. Geregelt ist dies in § 48 Absatz 4 (ThürBO) der Landesbauordnung Thüringen.
Seit 20.3.2012 gibt es hier die Rauchmelderpflicht für Neubauten. Bestandsbauten müssen bis zum 31.12.2015 mit Rauchmeldern im Schlafzimmer, Kinderzimmer und Flur ausgestattet werden. Verantwortlich für den Einbau sind hier Vermieter und Mieter. Die Wartung, wie zum Beispiel das Wechseln der Batterien, muss vom Mieter übernommen. Allerdings ist in der Niedersächsischen Bauordnung (NBauO) festgehalten, dass auch der Vermieter die Wartung veranlassen kann.
Hier gibt es noch keine entsprechende gesetzliche Regelung.
Seit September 2012 besteht hier eine Rauchmelderpflicht für alle Neubauten, die ab 1.1.2013 gebaut wurden. Die Übergangsfrist für Bestandsbauten endet am 31.12.2017. Kinderzimmer, Schlafzimmer und Flure müssen mit Rauchmeldern ausgestattet sein. Geregelt wird dies in der Bayrischen Bauordnung. Für den Einbau sind die Vermieter zuständig. Übernimmt dieser nicht die Wartung, muss diese vom Mieter veranlasst werden.
Seit 1.4.2013 gilt in diesem Bundesland die Rauchmelderpflicht. Für Bestandsbauten gibt es eine Übergangsfrist bis 1.1.2017. Je ein Rauchmelder müssen in Kinderzimmer, Flure und Schlafzimmer installiert werden. Der Vermieter ist für den Einbau verantwortlich. Um die Wartung muss sich der Mieter kümmern. Ist ein Gerät defekt, muss es vom Vermieter auf seine Kosten ausgetauscht werden. Zu lesen ist dies in der Bauordnung für NRW (BauO NRW).
Am 11. Juli 2013 trat das Gesetz in diesem Bundesland in Kraft. Es gilt für alle Wohnungen. Eine Überganszeit für Bestandswohnungen ist am 1.1.2015 ausgelaufen. Für den Einbau ist der Vermieter zuständig. Die Wartung muss vom Mieter übernommen werden, wenn dies nicht anders geregelt wurde. Nachgelesen werden kann dies in der Landesbauordnung für Baden-Württemberg.
Eine Rauchmelderpflicht ist erst für das Jahr 2016 geplant. Rauchmelder müssen dann in allen Räumen eingebaut werden. Ausgenommen sind Küche und Bad. Alle Bestandswohnungen müssen bis zum Jahr 2020 mit Rauchmeldern ausgestattet werden. Für den Einbau ist der Vermieter verantwortlich. Die Wartung muss der Mieter veranlassen. In Berlin wurde dieser Punkt noch nicht in die Bauordnung aufgenommen.
Sollten bei einem Brand Personen oder Sachen zu Schaden kommen, dann kann dies strafrechtliche Konsequenzen nach sich ziehen. Außerdem können Versicherungen für Wohngebäude oder Hausrat die Leistungen bei Fehlen eines Rauchmelders kürzen. Auch das Nichtwissen der gesetzlichen Vorgaben schützt nicht. Man sollte nicht vergessen, dass bei einem Brand auch Familienmitglieder umkommen können. Mit einem Rauchmelder hätte das verhindert werden können. Die Frage beantwortet sich deshalb eigentlich schon von selbst. Allerdings sollte auch erwähnt werden, dass es keine Kontrolleure gibt, die die Wohnungen auf Rauchmelder überprüften. Jeder Besitzer einer Wohnung ist selbst dafür verantwortlich, die gesetzliche Regelung im jeweiligen Bundesland zu befolgen.

References: § 48
 § 45
 § 13
 § 48
 §44
 § 46
 § 47
 § 49
 § 48