Source: https://issuu.com/swente/docs/anlegerplusnews_9-2012
Timestamp: 2017-02-28 03:35:00+00:00

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AnlegerPlus News 9/2012 by AnlegerPlus - issuu
UNTERNEHMEN ATOSS erneut mit Rekordzahlen
SdK REALDEPOT Krise 3.0 - Die Krise ist noch nicht vorbei
Wenig Freude hatten Aktionäre der Münchner Steico SE an ihrem
Investment: Binnen eines Jahres verlor der Aktienkurs annähernd 70 %
und notiert aktuell bei knapp über 4 Euro
www.AnlegerPlus.de | Nr. 9 2012 | ISSN 2191-5091
(Wieder-) Einstieg in Sicht
Im August letzten Jahres legten wir Ihnen die Aktie der Neutraublinger Krones
AG ans Herz und empfahlen einen Einstieg bei 53 Euro. Dass es meist sinnvoll
ist, ein Stop-Loss-Limit zu setzen, zeigte sich bei dieser Empfehlung
Der Schaltbau-Konzern legte für das Geschäftsjahr 2011 überraschend gute
Zahlen vor, die Prognosen wurden deutlich übertroffen. Der Aktienkurs unserer
Empfehlung aus dem September 2011 konnte erfreulich zulegen und nähert
sich unserem Kursziel an
KURZMELDUNGEN Delisting der Babcock Borsing AG | Robuster Arbeitsmarkt | Spitzenreiter in Sachen Steuern | Neuer Index an der Deutschen
AnlegerPlus News 09 | 8.5.2012 | 1
Börse | Positive Bilanz | Neun neue Lyxor-ETFs | Vielen Dank für die Teilnahme am Facebook-Gewinnspiel!
Private Großinvestoren schlagen zu
in den letzten Jahren sorgen prominente Privatinvestoren immer wieder für Aufsehen. So engagiert sich der
SAP-Mitgründer Dietmar Hopp seit Jahren über seine Investmentgesellschaft Dievini bei deutschen Biotechnologiefirmen wie der Wilex AG oder der Agennix AG und Carsten Maschmeyer, seines Zeichens Gründer
des Finanzdienstleisters AWD, bereichert in den letzten Monaten sein privates Portfolio gleich branchenübergreifend unter anderem mit Anteilen an der MIFA AG, der mic AG oder GCI Industrie AG.
Damit werden erfolgreiche Unternehmer zu Investoren. Sowohl Hopp als auch Maschmeyer haben in der Vergangenheit Großkonzerne aufgebaut und damit ihr unternehmerisches Können unter Beweis gestellt. Nach dem
Ausstieg aus ihren Firmen, der beiden Hunderte von Millionen Euro, wenn nicht gar Milliardenerlöse, einbrachte,
versuchen sie anderen Unternehmern eine Chance zu geben und gleichzeitig ihr Vermögen zu diversifizieren.
Investor nicht gleich Unternehmer
Dass dies auch für Kapazitäten wie die beiden angesprochenen nicht so einfach ist, zeigt sich am Beispiel des Hopp-Investments Agennix
AG, die früher unter GPC Biotech AG firmierte. Ende 2007 war Hopp in der Hoffnung auf eine baldige Zulassung eines Krebsmedikaments
eingestiegen, Mitte 2008 entpuppte sich diese Hoffnung als unbegründet, die erwartete Zulassung wurde abgelehnt, der Aktienkurs fiel ins
Bodenlose. Dennoch blieb Hopp seinem Investment treu und engagierte sich weiter auch in Form diverser Kapitalerhöhungen. Der Aktienkurs
dankte dieses Engagement jedoch bislang nicht, unter dem Strich dürfte derzeit ein enormer Verlust für Hopp in den Büchern stehen.
Unternehmen können sich freuen
Für die Unternehmensgründer, freien Aktionäre und Vorstände ist der Einstieg eines Privatinvestors jedoch ein Glücksfall. Meist geschieht der
Anteilserwerb über den Weg einer Kapitalerhöhung, der frisches Geld in ein potenziell interessantes Geschäftsmodell bringt. Zudem können
die Unternehmen darauf hoffen, zukünftig von den Netzwerken der Investoren zu profitieren. Nicht zuletzt stehen die neuen Anteilseigner oft
auch „Gewehr bei Fuß“, wenn weitere Finanzierungsrunden nötig werden – wie das Beispiel der Agennix AG zeigt.
Folgen Sie den Investoren
Für freie Aktionäre gilt es deshalb, die Handlungen der privaten Großinvestoren genau zu verfolgen – und es ihnen gleich zu tun. Damit
eröffnet sich die Chance, von Netzwerk und Know-how von Hopp & Co. zu profitieren und die Wahrscheinlichkeit eines hohen Verlusts ihres
Investments zu reduzieren.
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2 | AnlegerPlus News 09 | 8.5.2012
Delisting der
sich die Babcock Borsig AG (ISIN
DE0006638349) bereits in Liquidation.
Nun hat der Insolvenzverwalter das
Delisting der AG bekannt gegeben.
Nach Zustimmung des Gläubigerausschusses hat der Insolvenzverwalter der
Babcock Borsig AG am 17.4.2012 das
Delisting des Unternehmens beschlossen. Somit wird die Börsennotierung der
Babcock-Borsig-Aktien am regulierten
Markt der Börse Düsseldorf (General
Standard) beendet. Möglich ist das Delisting durch eine Änderung der Düsseldorfer Börsenordnung vom 21.3.2012.
Laut dieser Änderung kann ein Insolvenzverwalter nun „ein anerkennenswertes
Interesse am Widerruf der Zulassung“
geltend machen und so den vollständigen Rückzug vom regulierten Markt
(Totaldelisting) ohne ein Kaufangebot an
außenstehende Aktionäre sowie ohne
Beschluss der Hauptversammlung beschließen.
In diesem Fall wird das Delisting durchgeführt, weil der Insolvenzverwalter
erklärt hat, dass ein Abschluss des Insolvenzverfahrens über das Vermögen der
Babcock Borsig AG derzeit nicht absehbar sei. Laut Insolvenzverwalter besteht
zudem keine Aussicht, die Gesellschaft
nach Abschluss des Verfahrens weiterzuführen.
Sowohl im März als auch im April 2012
setzt sich die positive Entwicklung auf
dem deutschen Arbeitsmarkt fort. Im
Vergleich zum März 2011 stieg die Zahl
der Erwerbstätigen im März 2012 um
1,4 % und die Arbeitslosenquote sank
im April 2012 um 0,2 Prozentpunkte
auf 7 %.
als im März 2011. Nach vorläufigen
Ergebnissen der Erwerbstätigenrechnung
entspricht die Zahl vom März dieses
Jahres einem Anstieg von 1,4 % gegenüber März 2011. Laut Destatis ist das
die gleiche Zuwachsrate gegenüber dem
Vorjahresmonat wie schon im Februar
2012 nach einem Zuwachs von 1,5 % im
Januar 2012. Gegenüber dem Vormonat
stieg die Zahl der Erwerbstätigen im März
2012 um 0,2 % (+102.000 Personen).
Grund hierfür sei die einsetzende Frühjahrsbelebung, teilte Destatis mit. Im längerfristigen Vergleich sei die Entwicklung
allerdings überdurchschnittlich ausgefallen: Laut Destatis betrug der Zuwachs
in den letzten zehn Jahren im März gegenüber dem Vormonat durchschnittlich
58.000 Personen. Saisonbereinigt, also
nach Abzug der üblichen jahreszeitlichen
Schwankungen, betrug der Zuwachs im
März 2012 0,1 % (+37.000 Personen).
Auch die Zahl der Erwerbslosen sank im
Vorjahresvergleich: Im März 2012 waren
mit 2,31 Mio. Deutschen rund 418.000
Personen weniger erwerbslos als im
März 2011. Das entspricht nach Ergebnissen der Arbeitskräfteerhebung einem
Rückgang um 15,4 %. Auch gegenüber
Februar 2012 sank die Zahl der Erwerbslosen um 7,2 % (-177.000 Personen).
Bereinigt um saisonale und irreguläre
Einflüsse erhöhte sich die Zahl der Erwerbslosen im März 2012 gegenüber
dem Vormonat allerdings um 0,4 % auf
2,38 Mio. Personen (+16.000 Personen).
Laut Destatis ergibt sich somit für März
2012 eine bereinigte Erwerbslosenquote
von 5,6 %. Gegenüber dem Vorjahresmonat fiel die Quote um 0,6 Prozentpunkte, während sie im Vergleich zum
Februar 2012 unverändert blieb.
Laut Angaben der Bundesagentur für
Arbeit (BA) dauert die positive Grundtendenz auf dem Arbeitsmarkt auch im
April weiter an. So ist die Zahl der Arbeitslosen von März auf April 2012 um 65.000
auf knapp 3 Mio. Personen gesunken.
Die Arbeitslosenquote fiel ebenfalls um
0,2 Prozentpunkte und lag im April bei
Der Zwischenbericht über die Geschäftsentwicklung unseres Unternehmens
für die Zeit vom 01.01.2012 bis 31.03.2012 liegt vor.
über den Link www.rhoen-klinikum-ag.com/zwischenberichte,
auf unserer Website www.rhoen-klinikum-ag.com unter der Rubrik
Investoren > Finanzpublikationen > Zwischenberichte, bzw.
über die Website der Deutschen Börse www.deutsche-boerse.com
Druckexemplare können auf unserer Website unter der Rubrik
Investoren > Finanzpublikationen > Bestellservice oder bei der
RHÖN-KLINIKUM AG, 97615 Bad Neustadt a. d. Saale angefordert werden.
Bad Neustadt a. d. Saale, den 26.04.2012
Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes (Destatis) waren im März 2012
insgesamt 41,2 Mio. Deutsche erwerbstätig. Das sind 572.000 Personen mehr
AnlegerPlus News 09 | 8.5.2012 | 3
7 %. Im Vergleich zum März 2011 nahm
die Zahl der arbeitslosen Menschen um
115.000 ab. Saisonbereinigt stieg die Anzahl der Arbeitslosen aber von März auf
April 2012 um 19.000 Personen. Laut BA
liegt das zum einen an einem geringeren
Einsatz von Arbeitsmarktpolitik. Des Weiteren lag der Zähltag innerhalb der Osterferien, weshalb Einstellungen nach den
Ferien in dieser Rechnung nicht mehr berücksichtigt werden konnten. Insgesamt
bleibt laut BA die positive Grundtendenz
aber bestehen. Dies zeige sich vor allem
an der Entwicklung der Unterbeschäftigung. Als unterbeschäftigt zählen nämlich auch Personen, die zum Beispiel an
entlastenden Maßnahmen der Arbeitsmarktpolitik teilnehmen oder aus anderen
Gründen nicht als arbeitslos gelten (ohne
Kurzarbeit). So wird ein umfassenderes
Bild vom Defizit an regulärer Beschäftigung vermittelt als über die Arbeitslosenzahl. Die Zahl der Unterbeschäftigten belief sich im April 2012 auf fast
4 Mio., das sind 347.000 Menschen
weniger als noch im Vorjahr.
Sachen Steuern
Der Bund der Steuerzahler (BdSt)
fordert aufgrund der neuesten Zahlen
der OECD (Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung) erneut eine zügige Entlastung
der deutschen Steuerzahler.
Wie die OECD in einer Pressemitteilung
vom 25.4.2012 erklärt, ist 2011 der Anteil von Steuern und Abgaben an den
Gesamtarbeitskosten in Deutschland
erstmals wieder gestiegen – nach einem
kontinuierlichen Rückgang in den vergangenen Jahren. Nach Angaben der OECD
erhöhte sich die Gesamtbelastung für
einen ledigen Angestellten ohne Kinder
mit einem durchschnittlichen Verdienst
um 0,6 Prozentpunkte auf 49,8 %. Im
Jahr 2000 lag die Gesamtbelastung noch
bei 52,9 %.
Innerhalb der 34 OECD-Länder weist nur
Belgien eine höhere Gesamtbelastung auf
(55,5 %), Deutschland liegt somit auf Rang
zwei in Sachen Steuer- und Abgabenbelastung. Grund genug für den Bund
der Steuerzahler (BdSt) den Gesetzgeber
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erneut aufzufordern, die Belastung der
Steuer- und Beitragszahler zu reduzieren. Es gelte nicht nur die Steuerzahler zu
entlasten, sondern auch im Steuerwettbewerb mit anderen OECD-Ländern
zu bestehen. „Die hohen Einnahmen
resultieren unter anderem aus den Steuereinnahmen aufgrund der kalten Progression“, kritisiert Reiner Holznagel, Vizepräsident des BdSt. Der Abbau der kalten Progression müsse deshalb engagiert
vorangetrieben werden. Nach Angaben
des BdSt kommen selbst Vertreter der
in ihren Frühjahrsgutachten zu diesem
Schluss. Der BdSt wertet das ebenso
wie die Zahlen der OECD als „deutliche
Signale für den zügigen Abbau der kalten
Neuer Index an der
Die Deutsche Börse hat einen neuen Index eingeführt: den DAX ex FinancialsIndex. Dieser richtet sich vor allem an
Die Deutsche Börse hat am 26.4.2012
bekannt gegeben, einen neuen Index
für institutionelle Anleger einzuführen:
den DAX ex Financials-Index. Abgebildet werden die Aktien aller im deutschen
Blue-Chip-Index DAX enthaltenen Unternehmen mit Ausnahme von Banken und
Finanzdienstleistungsunternehmen. Der
neue Index soll sich vor allem an institutionelle Anleger richten, die in führende
deutsche Unternehmen investieren wollen, ohne gleichzeitig ein Engagement im
Finanzsektor einzugehen. Der DAX bildet
die Wertentwicklung der 30 größten und
umsatzstärksten Unternehmen des deutschen Aktienmarktes ab. Damit repräsentiert er rund 80 % der Marktkapitalisierung
der deutschen börsennotierten Unternehmen. Der neue DAX ex FinancialsIndex enthält derzeit 24 der 30 DAXTitel, da die im DAX vertretenen Banken,
Finanzdienstleister, Versicherungsunternehmen und Immobilienfinanzierer nicht
mit eingeschlossen sind. Die Zuordnung
der Unternehmen zu den ausgeschlossenen Bereichen erfolgt nach dem Klassifizierungsschema der Deutschen Börse.
Ein Jahr nach Einführung des Entry
Standards für Anleihen zieht die
Deutsche Börse eine positive Bilanz.
Das Segment hat sich inzwischen
zum Marktführer für Unternehmensanleihen etabliert.
Im Verhältnis Emissionsvolumen und Anzahl der Emissionen hat sich der Entry
Standard für Anleihen in den letzten zwölf
Monaten zum deutschen Marktführer
bei börsenplatzierten Unternehmensanleihen entwickelt. Wie die Deutsche
Börse berichtet, haben inzwischen
elf Unternehmen mit 13 Anleihen den
Entry Standard genutzt. Das prospektierte Emissionsvolumen beträgt insgesamt rund 812 Mio. Euro, das platzierte Volumen gut 530 Mio. Euro. Laut
Alexander von Preysing, Leiter des Bereichs Issuer Services der Deutschen
Börse, hat sich der Entry Standard für
Anleihen als Plattform für alternative
Fremdkapitalaufnahme bewährt. „Gerade
junge und mittelständische Unternehmen der Realwirtschaft können so über
die Börse neues Kapital aufnehmen“,
wird von Preysing in einer Pressemitteilung vom 25.4.2012 zitiert. Auch die
Branchenverteilung in dem Segment ist
breit gestreut: Vier Unternehmen sind
aus dem Bereich Immobilien vertreten,
zwei aus dem Maschinenbau sowie je ein
Unternehmen aus den Bereichen Recycling, Gesundheits-/Sozialwesen, Solarstrom, Landwirtschaft und Bekleidung.
Das durchschnittliche Emissionsvolumen beträgt 41 Mio. Euro, das gesamte
Handelsvolumen 234 Mio. Euro.
Nun ist auch im Zuge der Neusegmentierung des Freiverkehrs (Open Market)
eine Weiterentwicklung der Zugangsregeln geplant. So soll für die Unternehmen im Entry Standard für Anleihen
zukünftig eine fortlaufende Ratingpflicht
gelten. Auch sollen bereits börsennotierte Unternehmen bei Notierung in
dem Segment noch mal Unternehmenskennzahlen zur Kapitaldienstdeckung,
Verschuldung und Kapitalstruktur vorlegen müssen. Des Weiteren ist vorgesehen, dass die Unternehmen direkt nach
der Zeichnungsphase sowie fortlaufend
Informationen über ihr platziertes Emissionsvolumen mitteilen und dass sich
mindestens 10 % der Platzierung im
Streubesitz befinden. Außerdem wird der
Antragssteller die Nachweispflicht haben,
ob das Unternehmen bezüglich Qualität
und Börsenreife geprüft wurde. Hierfür
werden den Emittenten rund 100 ListingPartner der Deutschen Börse als Berater
Am 15.4.2012 endete unser erstes Gewinnspiel auf Facebook.
Wir möchten uns herzlich für die
Viele unserer Facebook-Fans haben
bei unserem Gewinnspiel mitgemacht und einen Tipp abgegeben:
Wie steht der DAX zu Börsenschluss am 29.6.2012 auf Xetra?
Jetzt heißt es abwarten und hoffen,
denn der Hauptpreis ist ein iPad 3
16GB WiFi + 4G!
Doch auch für alle, die nicht ganz
richtig getippt haben, gibt es tolle
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einen Aral-Tankgutschein im Wert
von 25 Euro und als dritten Preis
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Wir drücken jedenfalls allen
Teilnehmern die Daumen!
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und Wohnort in der AnlegerPlusNews-Ausgabe 13/2012 veröffentlicht, die am 3.7.2012 erscheint.
AnlegerPlus-Redaktion!
Neun neue Lyxor-ETFs
Der Emittent Lyxor International Asset Management hat neun neue ETFs auf
Xetra gestartet. Die ETF-Serie soll zielgerichtetes Investieren in US-amerikanische
Aktiensektoren ermöglichen.
Seit dem 23.4.2012 sind neun neue ETFs von Lyxor International Asset Management
auf Xetra im XTF-Segment handelbar. Die ETFs basieren auf der Sektorindex-Serie S&P
500 Capped 20 %, in der ausschließlich Unternehmen des Index S&P 500 enthalten
sind. Der Anteil jeder nach der Streubesitz-Marktkapitalisierung gewichteten Aktie ist in
der Sektorindex-Serie auf 20 % begrenzt. Die neuen Lyxor-ETFs ermöglichen Anlegern
erstmals gezielt an der Wertentwicklung von amerikanischen Unternehmen aus verschiedenen Sektoren teilzuhaben. Folgende ETFs sind handelbar:
• Nicht-Basiskonsumgüter
Lyxor ETF S&P 500 Capped Consumer
Discretionary Sector (ISIN FR0011192681)
• Industriegüter
Lyxor ETF S&P 500 Capped Industrials Sector
(ISIN FR0011192749)
• Basiskonsumgüter
Staples Sector (ISIN FR0011192715)
Lyxor ETF S&P 500 Capped Materials Sector
(ISIN FR0011192780)
Lyxor ETF S&P 500 Capped Energy Sector
(ISIN FR0011158161)
Lyxor ETF S&P 500 Capped Technology Sector (ISIN FR0011192806)
(ISIN FR0011192723)
Lyxor ETF S&P 500 Capped Utilities Sector
(ISIN FR0011192822).
Lyxor ETF S&P 500 Capped Health Care
Sector (ISIN FR0011192848)
Geschäftsvolumen (brutto)
Ergebnisanteil der Konzernanteilseigner
Anzahl Aktien ohne Eigenbesitz
Mio. St.
Eigenkapital (EK) der Konzernanteilseigner
Aktienkurs Jahresende
€/Aktie
Bilanzpressekonferenz: 9. Mai 2012, Düsseldorf
Hauptversammlung: 15. Mai 2012, Messe Essen
* Dividendenvorschlag
Erfolgreiches Wachstum ist kein Zufallsprodukt, sondern das Ergebnis des richtigen Know-hows
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AnlegerPlus News 09 | 8.5.2012 | 5
Wachstumspause schafft gute
Sechs Jahre ist die Software AG (ISIN DE0003304002)
ununterbrochen gewachsen, nun weist sie für 2011 einen
Umsatzrückgang aus und sieht auch noch keine Besserung für 2012. Das hat die Aktie wieder stark verbilligt, dabei hat das Unternehmen mittelfristig weiter sehr ehrgeizige
Um knapp 2 % gingen die Erlöse bei den Darmstädtern im
Geschäftsjahr 2011 zurück, insgesamt setzte die Softwarefirma
1,09 Mrd. Euro um. Schuld am Rückgang ist die Datenbanksparte
„Enterprise Transaction Systems“ (ETS), wo die Erlöse währungsbereinigt um 8 % auf 381 Mio. Euro sanken. Als Grund nennt
die Firma eine im vierten Quartal eingesetzte Investitionszurückhaltung der Kunden wegen der schwieriger gewordenen
Wirtschaftslage. Der in den letzten Jahren stark ausgebaute
Geschäftsbereich „Business Process Excellence“ (BPE) konnte
den Umsatz hingegen weiter steigern: Die Erlöse legten währungsbereinigt um 7 % auf 528 Mio. Euro zu.
Noch keine Besserung für 2012
in Sicht …
Mit einem EBIT von 269 Mio. Euro konnte die operative Marge
zudem auf 24,5 % gesteigert werden. Trotz des Umsatzrückgangs wurde mit einem Jahresüberschuss von 177 Mio. Euro
deshalb auch erneut ein Rekordgewinn ausgewiesen. Wegen der
Ausübung von Aktienoptionen ging der Gewinn je Aktie allerdings
minimal zurück und sank von 2,06 auf 2,05 Euro. Die Dividende
wird aber von 0,43 auf 0,46 Euro angehoben. Das neue Geschäftsjahr wird nach Ansicht des Managements im Großen und Ganzen
ähnlich verlaufen wie 2011, allerdings hält man auch einen Gewinnrückgang für möglich: Der Konzernumsatz werde im Bereich
-3 bis +3 % schwanken, so die Prognose, und die EBIT-Marge
sich in der Spanne 23 bis 24,5 % bewegen. Die Sparte BPE soll
dabei in der Bandbreite von 5 bis 15 % wachsen, bei ETS hingegen wird ein weiterer Rückgang von 7 bis 12 % erwartet.
Doch die Hoffnungen ruhen vor allem auf dem zweiten Halbjahr.
Dann soll nämlich die neue Marketing- und Vertriebsoffensive in
den USA erste Erfolge zeigen. Mit der Eroberung des US-Markts,
auf dem das Unternehmen genauso viel Potenzial für seine Produkte sieht wie in Europa, will man mittelfristig auch wieder auf
den Wachstumspfad zurückkehren: Die auf Geschäftsprozesse
spezialisierte BPE-Sparte soll ihre Erlöse bis 2015 verdoppeln,
bei der Datenbanksparte ETS soll der Umsatz zumindest stabil
bleiben. Damit will die Software AG bis 2015 eine EBIT-Marge von
30 % erreichen und den Nettogewinn verdoppeln.
Aktienkurs noch immer über
dem von 2007
Darüber hinaus sind weiterhin alle zwei bis vier Jahre größere
Akquisitionen geplant, was bei einer Nettoverschuldung von
nahezu null auch problemlos umzusetzen ist. Dennoch hat die
Börse heftig auf die aktuellen Probleme reagiert: Die Aktie ist seit
Mitte 2011 um 40 % abgestürzt. Deshalb liegt das KGV für das
laufende Jahr mittlerweile nur noch bei knapp 13 – sehr preiswert
für Deutschlands zweitgrößten Softwarekonzern nach SAP. Trotz
des Kurseinbruchs besteht bei den Anlegern auch noch längst
kein Grund zur Panik: Der Titel notiert immer noch über seinem
höchsten Stand aus dem Boomjahr 2007, als der DAX bei über
8.000 Punkten lag. Die Aktionäre können also gelassen bleiben
und für Neuengagements mit langfristigem Anlagehorizont wirkt
der Wert jetzt wieder sehr attraktiv.
… aber Gewinnverdopplung bis
2015 angepeilt
Diese Prognose wurde nach dem ersten Quartal bestätigt, obwohl
das einen Umsatzrückgang von 7 % brachte, die EBIT-Marge nur
bei 21,5 % lag und der Periodenüberschuss um 10 % zurückging.
6 | AnlegerPlus News 09 | 8.5.2012
Quelle: TraderFox Börsensoftware, www.traderfox.de / Kurs am 8.5.2012: 24,86 Euro
Wenig Freude hatten Aktionäre der Münchner
Steico SE (ISIN DE000A0LR936) an ihrem Investment: Binnen eines Jahres verlor der Aktienkurs
annähernd 70 % und notiert aktuell bei knapp
über 4 Euro. Damit wird der Hersteller von ökologischen Bauprodukten derzeit mit überschaubaren 50 Mio. Euro bewertet. Dieses Niveau könnte
eine interessante Einstiegschance für risikobewusste Anleger darstellen.
Steico hat sich in einem zukunftsträchtigen Bereich der
Bauindustrie positioniert. Als Systemanbieter für den
ökologischen Hausbau bietet Steico eine branchenweit einmalige Produktvielfalt und Fertigungstiefe.
Zum Kerngeschäft des Unternehmens zählen neben
Holzfaser-Dämmstoffen auch Steg- und Schalungsträger als konstruktive Bauelemente sowie Furnierschichtholz als Handelsware. Daneben stellt der
Steico-Konzern Hartfaserplatten her und ist im Holzhandel aktiv. Im Segment der Holzfaser-Dämmstoffe
bezeichnet sich Steico sogar als europäischer Marktführer.
Umsatzsteigerung in 2011 –
Ergebnis kann nicht Schritt halten
In 2011 gingen 144,8 Mio. Euro durch die Bücher, eine
Steigerung von 11,2 % gegenüber dem Vorjahr. Das
Konzernergebnis lag bei 5,9 Mio. Euro, ein Rückgang
von knapp 5 % gegenüber dem Vorjahr. Der Vorstand begründet den Ergebnisrückgang mit über den
Erwartungen liegenden Aufwendungen bei der Inbetriebnahme neuer Produktionsanlagen sowie einem
zunehmenden Wettbewerbsdruck in der Branche, der
vor allem im vierten Quartal 2011 zu einer Verlangsamung des Wachstums geführt habe.
Unabhängig von der – auch für das Management –
enttäuschenden Ergebnisentwicklung in 2011 stellt
sich die Bilanzsituation der Steico SE sehr solide
dar: Das Konzerneigenkapital liegt bei 92 Mio. Euro,
die Eigenkapitalquote beträgt ordentliche 64 %. Die
Bankverbindlichkeiten liegen bei überschaubaren
25,8 Mio. Euro. Das Anlagevermögen – vorwiegend
bestehend aus Grundstücken, technischen Anlagen
und geleisteten Anzahlungen – beträgt 91 Mio. Euro
und wird durch das Eigenkapital vollständig abgedeckt. In der Kasse liegen 6 Mio. Euro.
Auch wenn die schlechte Witterung der ersten beiden Monate im laufenden Geschäftsjahr die Bautätigkeit in Europa deutlich beeinträchtigte, soll es im Gesamtjahr 2012 im Steico-Konzern spürbar aufwärtsgehen. So wird erwartet, dass die
Umsätze im Jahresverlauf erneut wachsen werden. Auch die Ergebnisse dürften
sich wieder verbessern, wobei Ergebnis-Margen klar oberhalb des Niveaus von
2011 erwartet werden.
Wir gehen davon aus, dass im Lauf der nächsten Monate und Jahre die Isolierung
von Gebäuden im Kontext der oft zitierten „Energiewende“ eine größere Beachtung
finden wird. Genau in diesem Umfeld dürften sich große Chancen für Steico ergeben. Zudem ist die Gesellschaft ordentlich aufgestellt und bilanziell gesund. Vor
diesem Hintergrund sehen wir die Aktie als Kauf bis 4,50 Euro, das mittelfristige
Kursziel sehen wir bei mindestens 8 Euro, ein Stop-Loss sollte bei 3 Euro gesetzt
Wir laden unsere Aktionäre am Freitag, den 22. Juni 2012, um 11:00 Uhr
zur ordentlichen Hauptversammlung in das Gesellschaftshaus der Stadt
Kirn, Neue Straße 13, 55606 Kirn, ein.
1. Vorlage des festgestellten Jahresabschlusses der SIMONA AG und des
gebilligten Konzernabschlusses für das Geschäftsjahr 2011, Vorlage
des Lageberichts für die SIMONA AG und des Konzernlageberichts, des
erläuternden Berichts des Vorstandes zu den Angaben nach § 289
Abs. 4, § 315 Abs. 4 HGB sowie des Berichts des Aufsichtsrates für das
6. Wahl des Abschlussprüfers und des Konzernabschlussprüfers
Der vollständige Wortlaut der Tagesordnung mit den Vorschlägen zur
Beschlussfassung sowie die Teilnahmebedingungen werden im Elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht. Unsere Aktionäre erhalten die
ausführliche Tagesordnung über ihre Depotbanken. Den vollständigen Wortlaut der Einladung und die Teilnahmebedingungen finden Sie auch im
Internet unter www.simona.de.
Letzter Anmeldetag zur Hauptversammlung ist Freitag, der 15. Juni 2012.
Kirn, im Mai 2012
AnlegerPlus News 09 | 8.5.2012 | 7
Im August letzten Jahres legten wir Ihnen die Aktie der Neutraublinger Krones AG (ISIN DE0006335003) ans Herz und
empfahlen einen Einstieg bei 53 Euro. Dass es meist sinnvoll ist, ein Stop-Loss-Limit zu setzen, zeigte sich bei dieser
Empfehlung. Kurz nach unserem Bericht fiel die Aktie unter das Verkaufslimit von 48 Euro und wurde im Anschluss bis auf
Kurse unter 40 Euro durchgereicht. Mittlerweile hat sich der Kurs wieder auf 43 Euro erhöht.
Dabei ist der Weltmarktführer in der Getränkeabfüll- und
Verpackungstechnik Krones gut positioniert, wie die Zahlen für
das erste Quartal 2012 zeigen.
Umsatz, 5 % (Vorjahr 5,8 %). Trotz dieses leichten Rückgangs
liegt das Ergebnis des ersten Quartals voll im Plan für das
Gesamtjahr 2012.
So legte der Umsatz im Vergleich zum Vorjahr um 6,9 % auf
648,6 Mio. Euro zu, wobei die Märkte in Osteuropa und Südamerika den größten Wachstumsbeitrag leisteten. Der Auftragseingang des Unternehmens stieg im Vergleich zum Vorjahr
um 5 % auf 659,8 Mio. Euro. Von Januar bis März 2012 erwirtschaftete Krones ein Ergebnis vor Steuern von 32,5 Mio. Euro.
Damit unterschritt das Ergebnis das hohe Vorjahresniveau von
35,2 Mio. Euro um 7,7 %. Im ersten Quartal 2012 betrug die
EBT-Marge, also das Ergebnis vor Steuern im Verhältnis zum
Auf Basis der Entwicklung der Krones-Märkte und der weiterhin
unsicheren gesamtwirtschaftlichen Aussichten geht Krones für
2012 von einem moderaten Umsatzwachstum von 2 % bis 4 %
aus. Die EBT-Marge wird 2012 bei mehr als 5 % liegen.
Unter der Voraussetzung einer weiterhin positiven Entwicklung
der Weltwirtschaft rechnet Krones aus heutiger Sicht damit, seinen Wachstumskorridor, also ein Umsatzwachstum von durchschnittlich 5 % bis 7 %, im Jahr 2013 wieder erreichen zu können und die EBT-Marge weiter zu steigern.
Am 13. Juni findet die Hauptversammlung bei Krones statt. Den
Aktionären wird eine Dividende von 0,60 Euro vorgeschlagen,
ein Aufschlag von 50 % gegenüber der Vorjahreszahlung. Die
Dividendenrendite liegt somit bei etwa 1,4 %. Mit der Dividendenanhebung setzt das Krones-Management ein Zeichen der
Solidität und Ertragskraft. Sollten sich die Prognosen für 2012
bestätigen, ist die Aktie unbedingt kaufenswert (bis 45 Euro).
Das mittelfristige Kursziel belassen wir bei 70 Euro, ein StopLoss-Limit sollte bei 40 Euro platziert werden.
Quelle: TraderFox Börsensoftware, www.traderfox.de / Kurs am 8.5.2012: 40,00 Euro
8 | AnlegerPlus News 09 | 8.5.2012
Der Schaltbau-Konzern (ISIN DE0007170300) legte für das Geschäftsjahr 2011
überraschend gute Zahlen vor, die Prognosen wurden deutlich übertroffen. Der
Aktienkurs unserer Empfehlung aus dem September 2011 konnte erfreulich zulegen und nähert sich unserem Kursziel an.
Der Umsatz 2011 erhöhte sich um 13,6 % auf 318,4 Mio. Euro
und lag damit über den prognostizierten 315 Mio. Euro. Das unverwässerte Ergebnis je Aktie betrug 9,38 Euro, deutlich über
den avisierten 8,85 Euro. In das Jahr 2012 ist der SchaltbauKonzern gut gestartet. Für das Gesamtjahr wird einschließlich
der am Jahresanfang erworbenen Tiefenbach GmbH ein Umsatzanstieg auf rund 350 Mio. Euro erwartet. Durch Integrationskosten und sonstige Einmalaufwendungen wird diese Akquisition
im ersten Jahr nur einen geringen positiven Ergebnisbeitrag
liefern. Im Geschäftsjahr 2012 fallen außerdem Vorleistungen im
Personalbereich an, die notwendig sind, um die bereits eingeleiteten Wachstumsschritte erfolgreich fortzuführen. Das Ergebnis
prognostiziert der Schaltbau-Vorstand bei 20,8 Mio. Euro, der
Gewinn je Aktie wird auf 8,83 Euro veranschlagt.
Angesichts der erneut positiven Ergebnisentwicklung im
Geschäftsjahr 2011 und der weiterhin günstigen Perspektiven
für die weitere Geschäftsentwicklung des Schaltbau-Konzerns
soll den Aktionären auf der am 6. Juni stattfindenden Haupt-
versammlung ein Dividendenvorschlag von 1,80 Euro je Aktie
unterbreitet werden. Dies ist ein Anstieg von 61 % gegenüber
Aktie kaufenswert –
Vor dem Hintergrund der exzellenten Unternehmensentwicklung
ist die Aktie auch bei einem aktuellen Kursniveau von 81 Euro
nicht teuer. Auf Basis des 2011er-Ergebnisses errechnet sich ein
KGV von günstigen 8,6. Da wir das Schaltbau-Management als
sehr konservativ einschätzen, was die Ergebnisprognosen betrifft, sollte auch für 2012 ein deutlich höheres Ergebnis als die
avisierten 8,83 Euro je Aktie erzielt werden.
Für interessierte Anleger, die unsere Empfehlung bei 66 Euro
übersehen haben, bietet sich daher aktuell noch ein Einstieg an.
Das Kursziel heben wir um 10 Euro auf 100 Euro an, das StopLoss-Limit ziehen wir auf 75 Euro nach.
Wir laden hiermit die Aktionäre unserer Gesellschaft zu der am Dienstag, dem 22. Mai 2012, 10.00 Uhr, im Best Western Palatin Kongresshotel GmbH,
Ringstraße 17-19, 69168 Wiesloch, stattfindenden ordentlichen Hauptversammlung ein.
gebilligten Konzernabschlusses mit dem zusammen­
gefassten Lagebericht für das Geschäftsjahr 2011 sowie
des Berichts des Aufsichtsrats und des erläuternden
Berichts des Vorstands zu den Angaben nach §§ 289
Abs. 4 und 5, 315 Abs. 4 HGB
Beschlussfassung über die Verwendung des Bilanzge­
winns für das Geschäftsjahr 2011
Beschlussfassung über die Änderung der Satzung zur
Die vollständige Einladung einschließlich der Tagesordnung mit den Beschlussvorschlägen der Verwaltung und den Bedingungen für die Teilnahme und die Ausübung des Stimmrechts einschließlich der Stimmrechtsvertretung sowie Hinweisen zu Tagesordnungsergänzungsverlangen,
Gegenanträgen und Wahlvorschlägen durch Aktionäre ist im elektronischen Bundesanzeiger seit dem 05. April 2012 veröffentlicht und kann auf
der Internetseite der REALTECH AG ➩ www.realtech.de unter dem Pfad
„Investor Relations, Hauptversammlung, Hauptversammlung 2012“ eingesehen werden. Die vollständige Einladung ist auch bei der Anmeldestelle
der Gesellschaft, REALTECH AG, c/o LBBW Landesbank Baden-Württemberg, Am Hauptbahnhof 2, D-70173 Stuttgart kostenfrei erhältlich. Des
Weiteren kann der vollständige Text den Mitteilungen gemäß § 125 AktG
entnommen werden. Diese erhalten die Aktionäre depotgeführter Aktien
unaufgefordert von ihren depotführenden Kreditinstituten.
Letzter Anmeldetag ist Dienstag, der 15. Mai 2012, 24.00 Uhr. Aktionäre haben ihre Berechtigung zur Teilnahme an der Hauptversammlung
und im Falle von Stammaktien zur Ausübung des Stimmrechts nachzuweisen. Der Nachweisstichtag für depotgeführte Aktien ist der 01. Mai
2012, 00.00 Uhr MESZ.
Walldorf, im April 2012
REALTECH AG - Der Vorstand
AnlegerPlus News 09 | 8.5.2012 | 9
Der DAX scheiterte Anfang Mai am
Widerstand bei 6.827 Punkten und
setzt den Abverkauf der Vorwochen
seither weiter fort. Wie erwartet
wurde zuletzt auch die Unterstützung bei 6.387 Punkten attackiert.
Mit einem Doppelboden knapp unterhalb der 5.000-Punkte-Marke konnten
die Bullen den Abverkauf des DAX
im September 2011 beenden. Zuvor
brach der Index ausgehend vom Jahreshoch bei 7.600 Punkten um über
30 % ein und fiel damit unter die Tiefpunkte des Seitwärtsmarktes aus dem
Jahr 2010 zurück. Mit dem Bruch einer kurzfristigen Abwärtstrendlinie
Anfang Oktober konnte die im September etablierte Erholung ausgeweitet werden und ein Anstieg bis 6.430
Punkte erfolgen. Im Anschluss setzte
der Index entlang einer mittelfristigen
Abwärtstrendlinie zurück. Deren Bruch
entfachte zum Jahreswechsel eine
Kaufwelle, die den DAX in der Spitze
bis 7.194 Punkte haussieren ließ. Erst
mit dem Unterschreiten der bis dahin
federführenden Aufwärtstrendlinie Anfang April auf einem Kursniveau von
6.991 Punkten wurde eine deutlichere
Korrektur ausgelöst, die bislang anhält.
Eine erste Verkaufswelle führte den
Index dabei bis Ende April auf 6.500
Punkte zurück, ehe es von dort aus zu
einem Wiederanstieg bis zum Widerstand bei 6.827 Punkten kam. An dieser Barriere gewannen die Verkäufer
jedoch erwartungsgemäß wieder die
Oberhand und setzten einen zweiten
Abwärtsimpuls in Gang. Übergeordnet bildete sich im Index somit in den
10 | AnlegerPlus News 09 | 8.5.2012
letzten Wochen ein abwärtsgerichteter
Trendkanal, an dessen Unterseite der
Index derzeit zurückfällt. Dabei dient
die 6.387-Punkte-Marke aktuell als
letzte signifikante Unterstützung vor
einem möglichen weiteren Abverkauf.
Ausgehend von 6.400 Punkten dürfte
der DAX kurzfristig in Richtung 6.580
Punkte und darüber gegebenenfalls
bis 6.650 Punkte ansteigen. Auf diesem Niveau wäre allerdings mit einer weiteren Abwärtsbewegung bis
6.410 und 6.387 Punkte zu rechnen.
Sollte der DAX jedoch direkt unter
6.387 Punkte zurücksetzen, könnte
es in den kommenden Tagen direkt zu
einem massiven Ausverkauf bis unter die 6.200-Punkte-Marke kommen.
Die Gefahr eines Verkaufsimpulses
bis 6.120 und 6.106 Punkte wäre jedoch auch bei einer Erholung bis
6.580 Punkte und darüber nicht gebannt. Sollte die Unterseite des Abwärtstrendkanals also unterhalb von
6.400 Punkten durchbrochen werden,
dürfte dieser Zielbereich relativ rasch
erreicht werden. Lediglich bei 6.250
Punkten könnte es zu einer leichten
Gegenreaktion und einem kurzfristigen
Anstieg kommen. Wird im Anschluss
die 6.106-Punkte-Marke erreicht, wäre
dort mit einer Stabilisierung und einer
übergeordneten Aufwärtsbewegung
zu rechnen. Sollte diese signifikante
Unterstützung dagegen ebenfalls
durchbrochen werden, sind auf mittlere Sicht weitere Verluste bis 5.833
Punkte zu erwarten. Kann der Index
dagegen über 6.650 Punkte zurückfinden, dürfte es zu einem weiteren
Ausbruchsversuch über die Hürde bei
6.827 Punkten kommen. Allerdings
wäre erst ein nachhaltiger Anstieg über
diesen Widerstand bullisch zu werten.
Ein solcher Ausbruch würde ein kurzfristiges Kaufsignal mit einem Ziel bei
7.000 Punkten nach sich ziehen. Darüber könnte der Index bereits wieder
an das Jahreshoch bei 7.194 Punkten
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Quelle: GodmodeCharting, 07.05.2012
Quelle: GodmodeCharting, Stand 7.5.2012
und setzte unter die kurzfristige Unterstützung
bei 1,315 US-Dollar zurück. Zum Wochenauftakt löste der darauffolgende Bruch der wichtigen 1,300-US-Dollar-Marke einen massiven
Ausverkauf aus, der Euro/US-Dollar bislang
in der Spitze bis 1,296 US-Dollar einbrechen
ließ. Damit wurde zugleich die Unterseite der
Dreieckskonsolidierung durchbrochen und
der Seitwärtsmarkt der Vormonate nach unten
Verkaufssignal belastet
Der Euro befand sich seit Anfang
März in einer bärisch zu wertenden
der wichtigen Unterstützung bei
1,300 US-Dollar. Diese Marke wurde
zum Wochenauftakt mit einem Abwärtsgap durchbrochen und so ein
kurzfristiges Kaufsignal ausgebildet.
Nach einem bärischen Rücklauf an die
ehemalige Unterstützung bei 1,428 USDollar Anfang November 2011 kam
das Währungspaar Euro/US-Dollar
ein weiteres Mal massiv unter Druck
und fiel in einer breit angelegten Verkaufswelle bis an die langfristig wichtige Unterstützung bei 1,260 US-Dollar
zurück. Erst an dieser Haltemarke
konnten die Käufer wieder erfolgreich
in das Geschehen eingreifen und eine
Erholungsphase einleiten. In der Folge
stieg Euro/US-Dollar bis zum März
in den Bereich um 1,350 US-Dollar,
prallte von dort jedoch nach unten hin
ab. Bei 1,300 US-Dollar konnte dieser
Abverkauf zunächst gestoppt werden
und eine weitere Aufwärtsbewegung
einsetzen. Dieser Vorgang wiederholte
sich Anfang April ein weiteres Mal, wobei es den Käufern in diesem Fall nicht
gelang, über den Zwischenwiderstand
bei 1,330 US-Dollar anzusteigen. Übergeordnet bildete sich somit seit März
ein bärisch zu wertendes absteigendes Dreieck, welches eine allgemeine
Marktschwäche indizierte. Anfang Mai
kam die europäische Gemeinschaftswährung erneut deutlich unter Druck
Unterhalb der Widerstandsmarke bei 1,315 USDollar und einer nun unterschrittenen flachen
Aufwärtstrendlinie bleibt der Euro stark angeschlagen. Auf kurze Sicht dürfte das Devisenpaar bis 1,292 US-Dollar zurücksetzen.
Ausgehend von dieser Unterstützung könnte
sich eine Erholung anschließen, die das gerissene Abwärtsgap schließen und zu einem
Anstieg bis 1,310 und 1,315 US-Dollar führen
könnte. Von dieser Kursbarriere dürfte das
Devisenpaar jedoch erneut zurücksetzen.
Wird im Anschluss die 1,292-US-Dollar-Marke
nachhaltig durchbrochen, sind weitere Abverkäufe bis 1,280 US-Dollar und auf mittlere
Sicht bis 1,260 US-Dollar die Folge. Auf diesem Niveau dürfte sich Euro/US-Dollar stabilisieren und eine Bodenbildung vollziehen.
Sollte diese Marke dagegen dem Ansturm
der Bären ebenfalls nicht standhalten, wäre
ein langfristiges Verkaufssignal aktiv. In diesem Fall dürfte eine erste Verkaufswelle bis
1,245 US-Dollar führen. Langfristig hätte das
Devisenpaar damit jedoch weiteres Abwärtspotenzial bis 1,210 US-Dollar generiert. In der
derzeitigen Situation wäre erst ein nachhaltiger Ausbruch über das letzte Verlaufshoch bei
1,328 US-Dollar bullisch zu werten. Kann das
Hoch des 1. Mai also überschritten werden,
wäre dies ein klares Signal für ein Erstarken
der Käuferseite. Im Anschluss dürfte Euro/USDollar zügig in Richtung 1,340 und 1,348 USDollar ansteigen. Auf diesem Niveau wäre mit
einer leichten Zwischenkorrektur bis 1,330 USDollar zu rechnen, ehe es zu einem Ausbruchsversuch über 1,348 US-Dollar kommen dürfte.
Ein Anstieg über diesen mittelfristigen Widerstand würde entsprechend ein Kaufsignal auslösen, welches zu Kaufwellen und einer mehrwöchigen Erholung bis 1,386 und 1,400 USDollar führen dürfte.
AnlegerPlus News 09 | 8.5.2012 | 11
enorm wichtig, qualifiziertes Personal optimal einzusetzen. Dies
klingt zunächst banal. Gerade in größeren Firmen gestaltet sich
die Umsetzung aber hochkomplex. ATOSS hat zur Bewältigung
dieser Aufgabe einen ausgefeilten Logarithmus entwickelt, der
ständig weiterentwickelt wird. Jedes Jahr werden 20 % des
Umsatzes in die Entwicklung investiert. Obereder sieht ATOSS
klar als technologischen Marktführer und schätzt den Abstand
zum Wettbewerb auf fünf Jahre.
Internationalisierung eröffnet
Cashbestand steigt auf 25 Mio. Euro
Die ATOSS Software AG (ISIN DE0005104400) hat unsere
Erwartungen voll erfüllt. 2011 war das sechste Rekordjahr in Folge und es sieht alles danach aus, als ob sich die
Erfolgsgeschichte weiter fortsetzt. Auf der Hauptversammlung war vonseiten der Aktionäre viel Lob zu hören.
Mit einem Umsatzanstieg von 8 % auf 31,6 Mio. Euro wuchs
ATOSS erneut stärker als der Markt. Die EBIT-Marge blieb stabil
bei rund 23 %, das Nettoergebnis erhöhte sich um 18 % auf
5,7 Mio. Euro und der Gewinn je Aktie stieg auf 1,43 Euro
(Vorjahr 1,21 Euro), wovon mit 0,71 Euro (Vj. 0,60 Euro) wieder
die Hälfte als Dividende beschlossen wurde. Nicht zum ersten
Mal kam der Vorschlag, über eine Sonderausschüttung nachzudenken, nachdem die Kasse mit 25 Mio. Euro prall gefüllt ist –
das sind stolze 6,30 Euro je Aktie. Seit 2003 gab es auch schon
zweimal eine Bonuszahlung und insgesamt hat ATOSS seither
11,41 Euro pro Anteilsschein ausgeschüttet. Der Vorstand will
aber ausreichend Liquidität vorhalten, um schnell auf Veränderungen in der Branche reagieren oder, sofern es sich ergibt, eine
Akquisition finanzieren zu können. Das viele Geld ist konservativ
in Festgeld, einigen ausgewählten Aktien und Gold angelegt.
Der Einsatz der Software bringt den Firmen durch die steigende
Mitarbeiterproduktivität erhebliche Vorteile. Wichtig ist allerdings, die Lösungen an die Besonderheiten der jeweiligen
Branche anzupassen. ATOSS hat den Fokus vor allem auf Gesundheitswesen, Handel, Gastronomie und Hotellerie gerichtet.
Zuletzt konnten beispielsweise das Versandhaus Walz und die
Maritim Hotels als Kunden gewonnen werden. Nachdem bislang
über 90 % der Umsätze in Deutschland erwirtschaftet werden,
soll in den kommenden Jahren die Internationalisierung vorangetrieben werden. Obereder setzt dabei auf Partnerschaften wie
die mit der Wincor Nixdorf AG, die über Vertriebsstrukturen in
140 Ländern verfügt. Nachdem bisher schon im Inland große
Erfolge gefeiert werden konnten, eröffnet dies erhebliches zusätzliches Potenzial.
Aktie immer noch attraktiv bewertet
Im ersten Quartal 2012 ging es weiter voran. Der Umsatz hielt mit
7,8 Mio. Euro zwar nur das hohe Vorjahresniveau. Das margenstarke Softwaregeschäft wuchs jedoch um weitere 6 % und
das EBIT verbesserte sich auf 2 Mio. Euro (Vj. 1,9 Mio. Euro).
Der Gewinn je Aktie stieg, positiv beeinflusst von einem Teilverkauf des Goldbestandes, sogar um 15 % auf 0,39 Euro
(Vj. 0,34 Euro) – ATOSS befindet sich also auf dem besten Weg,
2012 zum siebten Rekordjahr zu machen. Die Aktie hat auf den
anhaltenden Erfolg reagiert. In den letzten drei Jahren hat sich
der Kurs auf über 20 Euro mehr als verdoppelt. Mit Blick auf
die enormen Wachstumschancen ist die Bewertung mit einem
2012er-KGV von etwa 13 aber immer noch moderat. Und steigt
der Cashbestand weiter an, könnte es zusätzlich zur normalen
Dividende auch wieder einmal eine Sonderausschüttung geben.
Hinweis: Der Autor hält Aktien der ATOSS Software AG.
Großer Abstand zum Wettbewerb
Der Vorstandsvorsitzende und Großaktionär Andreas Obereder
sieht weiterhin beste Perspektiven für den Spezialisten für die
Arbeitszeitoptimierung. Gerade in Zeiten kurzer wirtschaftlicher
Zyklen, eines zunehmenden Fachkräftemangels und einer stetig
steigenden Flexibilisierung im Arbeitsmarkt ist es für Unternehmen
12 | AnlegerPlus News 09 | 8.5.2012
Quelle: TraderFox Börsensoftware, www.traderfox.de/Kurs am 8.5.2012: 20,32 Euro
Krise 3.0 – Die Krise
anderen Krisenländer der Eurozone, allen
voran Spanien. In Spanien ist es jedoch
nicht der Staat, der überschuldet ist, sondern die heimischen Banken stehen aufgrund des Platzens der Immobilienblase
in Spanien vor der Pleite. Nun wurde
zunächst diskutiert, dass Spanien selbst
die heimischen Banken retten soll. Dies
lehnt jedoch die spanische Regierung ab,
da dies die Bonität des Landes weiter gefährden würde. Nun soll also der europäische Rettungsschirm 2.0, der ESM, den
Banken unter die Arme greifen und diesen frisches Geld zur Verfügung stellen.
Das Geld für diesen ESM kommt indirekt
zu ca. einem Viertel wieder von der Bundesrepublik Deutschland. Frau Merkel
hat dies deshalb abgelehnt und zunächst
gefordert, dass Spanien selbst seine
Banken retten soll. Nach kurzer Diskussion ist diese Position aber offenbar wieder einmal, wie so oft zuvor, in der Eurogruppe nicht mehrheitsfähig, und Frau
Merkel scheint umzufallen. Rechnet man
nun alle Hilfsmaßnahmen zusammen und
betrachtet man noch die ungedeckten
Schecks, welche die Südländer Deutsch-
land über das sogenannte Target-System
der EZB gegeben haben, so dürfte sich
das Risiko mittlerweile auf über 1 Billion
Euro summieren. Der einzige Ausweg
scheint also zu sein, die Zinsen auf
Staatsanleihen niedrig zu halten, indem
man alle anderen Anlageformen gegenüber den Staatsanleihen diskriminiert
und gleichzeitig weiterhin die Gelddruckmaschine am Laufen hält. Letzteres dürfte
zwangsläufig zu Inflation führen. Ist es da
unwahrscheinlich, dass die Renditen auf
Deutschlands Anleihen steigen und das
Vertrauen in Deutschland und dessen
Bonität schwinden wird? Für uns bedeutet dies: Wir müssen für unser Realdepot
weiterhin Unternehmen suchen, die steigende Preise weitergeben können und
über eine solide Bilanzstruktur verfügen
bei gleichzeitig annehmbarer Bewertung.
Mitte April titelte die Wirtschaftspresse
„Star-Investor John Paulson wettet gegen Deutschland“. Grundlage dieser
Meldungen war der Kauf von sogenannten Kreditausfallversicherungen auf von
der Bundesrepublik begebene Anleihen
durch einen von John Paulson betreuten
Hedgefonds. Paulsen war einer der ersten, welcher die amerikanische Immobilienblase vorhergesehen hatte und damit
Milliarden verdiente. Nun wettet er also
auf eine Bonitätsverschlechterung von
Deutschland und somit auf ein gestiegenes Risiko, dass unsere Bundesrepublik
pleitegeht. Wie kommt der Mann nur
dazu? Die Zinsen auf Bundesanleihen
fallen doch seit Jahren auf immer neue
Rekordtiefs, und Deutschland ist doch
der sichere Hafen in der Eurozone.
Wer sich jedoch die Entwicklung der
letzten Monate anschaut, wird zu dem
Schluss kommen, dass der Mann mit
seiner Wette wohl doch sehr gute Chancen haben wird. Nach der „Lösung“ des
Griechenlandproblems durch die QuasiZwangsenteignung der Anleihegläubiger
verlagert sich nun das Problem auf die
Beiersdorf Aktiengesellschaft,
Wertpapier­Kennnummer 520000
Dividendenbekanntmachung gemäß § 30b Abs. 1 Satz 1 Nr. 2 WpHG
Die ordentliche Hauptversammlung unserer Gesellschaft vom 26. April 2012 hat beschlossen, den Bilanzgewinn des Geschäftsjahres 2011
der Beiersdorf Aktiengesellschaft von 176.400.000,00 Euro zur Ausschüttung einer Dividende von 0,70 Euro je dividendenberechtigte
Stückaktie zu verwenden und einen Betrag von 17.626.711,20 Euro in andere Gewinnrücklagen einzustellen.
Die Auszahlung erfolgt am 27. April 2012 grundsätzlich unter Abzug von 25% Kapitalertragsteuer sowie 5,5% Solidaritätszuschlag auf die
Kapitalertragsteuer (Gesamtabzug 26,375%) über die Clearstream Banking AG durch die depotführenden Kreditinstitute.
Bei inländischen Aktionären entfällt der Abzug der Kapitalertragsteuer und des Solidaritätszuschlags, wenn sie ihrer Depotbank eine
„Nichtveranlagungsbescheinigung“ des für sie zuständigen Finanzamtes eingereicht haben. Das Gleiche gilt ganz oder teilweise für
Aktionäre, die ihrer Depotbank einen „Freistellungsauftrag“ eingereicht haben, soweit das in diesem Auftrag angeführte Freistellungs­
volumen nicht durch andere Erträge aus Kapitalvermögen bereits aufgebraucht ist.
Bei ausländischen Aktionären kann sich die einbehaltene Kapitalertragsteuer einschließlich des Solidaritätszuschlags unter Berücksichtigung
der Doppelbesteuerungsabkommen zwischen der Bundesrepublik Deutschland und dem betreffenden Staat sowie unter Einhaltung der
gesetzlichen Antragsfrist ermäßigen. Die Anträge sind beim Bundeszentralamt für Steuern, 53225 Bonn, zu stellen.
Zahlstelle: Commerzbank AG, Frankfurt/Main
Beiersdorf, Anzeige Dividendenbekanntmachung, Format 175 x 113 mm,
1 SF Reflex Blue, Ausdruck 100%, 20.04.2011
AnlegerPlus News 09 | 8.5.2012 | 13
Dr. Kloiber kauft zu 4,40 Euro
Bevor die Gesellschaft am 3. Mai wie erwartet die
Zwischenmitteilung zum Verlauf des ersten Quartals
2012 veröffentlicht hat, wurde am Vortag noch eine
überaus interessante Mitteilung bezüglich einer Wertpapiertransaktion des Aufsichtsratsvorsitzenden und
Großaktionärs Dr. Kloiber veröffentlicht. Aus dieser geht
hervor, dass Herr Dr. Kloiber am 30.3.2012 außerbörslich
insgesamt 350.000 Aktien der CinemaxX AG zu einem
Kurs von 4,40 Euro erworben hat. Dies entspricht einem
Aufschlag zum aktuellen Kurs von ca. 20 %. Wer der
Verkäufer dieses Aktienpakets war, wurde hingegen bis
zu Redaktionsschluss nicht bekannt. Mit dem Erwerb
dieser Aktien hält Herr Dr. Kloiber nun mehr als 75 %
an der CinemaxX AG. Eine Komplettübernahme durch
Dr. Kloiber scheint dadurch wahrscheinlicher geworden
zu sein. Das operative Geschäft läuft laut Zwischenmitteilung weiterhin im Rahmen der Erwartungen des Vorstands. Besonders erfreulich ist aus unserer Sicht, dass
das Angebot abseits der klassischen Kinovorführungen,
wie Live-Übertragungen aus Theatern und Opern, weiterhin wächst und gut bei den Kunden ankommt. Wir
sehen den fairen Wert der Aktie daher weiterhin bei über
5 Euro und bleiben investiert.
*7,52
*20,21
angefallene Transaktionskosten: 266,76 Euro
Gesamtdepotwert: 101.777,71 Euro
Die das SdK Realdepot verwaltenden Personen und zur Erstellung des nebenstehenden Artikels beteiligten Personen halten Aktien der Emittenten. Ferner halten die Schutzgemeinschaft der Kapitalanleger e.V. und Mitglieder des SdK Vorstands, welche nicht an
der Erstellung dieser Ausgabe mitgewirkt haben, Aktien der Emittenten. Wir weisen darauf hin, dass Mitarbeiter, Sprecher und/oder Mitglieder der Schutzgemeinschaft der Kapitalanleger e.V. und/oder diesen nahestehende Dritte Wertpapiere der Emittenten halten
können. Diese waren jedoch nicht in die Erstellung des Artikels eingebunden und verfügten über keinerlei Informationen über dessen Publikation. Diese Information stellt keine Beratung im Sinne des Wertpapierhandelsgesetzes und weder Angebot noch Aufforderung zum Kauf, Halten oder Verkauf von Finanzinstrumenten des Emittenten dar. Geschäfte mit Finanzinstrumenten sind generell mit Risiken verbunden, die bis hin zum Totalverlust des eingesetzten Vermögens und in bestimmten Fällen auch zu einem Verlust
über das eingesetzte Vermögen hinaus führen können. Die historische Wertentwicklung ist nicht notwendigerweise ein Hinweis auf zukünftige Resultate. Die verwendeten Parameter und die verwendeten Inhalte stellen die persönliche Meinung der Autoren dar.
Der Haftungsausschluss der Kapital Medien GmbH (Seite 19) gilt für Beiträge der SdK entsprechend. Die Nutzung der Informationen erfolgt insofern auf eigenes Risiko des Nutzers. Der Leser sollte in jedem Fall vor Entscheidung über eine Geldanlage eine
14 | AnlegerPlus News 09 | 8.5.2012
Stand: 8.5.2012,
09.05.2012 Allianz SE
09.05.2012 Dyckerhoff AG
09.05.2012 comdirect bank AG
09.05.2012 Softing AG
09.05.2012 Fuchs Petrolub AG
09.05.2012 Deutsche Post AG
Frankfurt/Hoechst 10:00 Uhr
09.05.2012 Shareholder Value Beteiligungen AG Frankfurt/Main 17:00 Uhr
09.05.2012 K+S Aktiengesellschaft
09.05.2012 Württembergische Leben AG
09.05.2012 Data Modul AG
09.05.2012 SFC Energy AG
09.05.2012 paragon AG
09.05.2012 DATAGROUP IT Services Holding AG Pliezhausen
09.05.2012 freenet AG
09.05.2012 CompuGroup Medical AG
10.05.2012 Fresenius AG & Co. KGaA
10.05.2012 WashTec AG
10.05.2012 Bilfinger Berger SE
10.05.2012 Saint-Gobain Oberland AG
10.05.2012 Biotest AG
Frankfurt/Main 10:30 Uhr
10.05.2012 Grenkeleasing AG
10.05.2012 SGL Carbon SE
10.05.2012 adidas AG
10.05.2012 AUDI AG
10.05.2012 Prime Office REIT-AG
10.05.2012 Landshuter Kunstmühle AG
10.05.2012 GBW AG
11.05.2012 Fresenius SE & Co. KGaA
11.05.2012 Fraport AG
11.05.2012 Balda AG
Anz_GB
210x138_Layout
1 13.02.12
AG 15:40 Seite 1Neu-Ulm
11.05.2012 Scherzer & Co. AG
TRANSRADIO AG
GTG Dienstleistungsgruppe AG i.L.
09 | 8.5.2012 | 15
Bekanntmachung eines gerichtlichen Teilvergleichs in Spruchverfahren
In den Spruchverfahren
Az. 39 O 134/06 AktE (Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag
ERGO Versicherungsgruppe AG / VICTORIA Versicherung
ehemals Az. 40 O 58/02 u.a.
der Frau Carmen Barth-Weber, Delbrückstrasse 6 b, 14193 Berlin,
des Herrn Rechtsanwalt Hans-Dieter Oermann, Wunsiedler
Straße 18, 95199 Thierstein,
der Omega Vermögensverwaltung GmbH, vertreten durch die
Geschäftsführerin Ute Stein, Keferloher Straße 142, 80807
des Herrn Ferdinand Pesch, Falkenweg 12, 40670 Meerbusch,
des Herrn Dr. Ulrich Ronge, Alte Steige 17 a, 97204 Höchberg,
des Herrn Rechtsanwalt Dr. Hans Norbert Götz, ReinholdSchneider-Straße 10, 76530 Baden-Baden,
des Herrn Reinhard Onnasch, Fritschestraße 62, 10627 Berlin,
Überprüfung der Angemessenheit von Barabfindung und Ausgleich
(„Spruchverfahren I“)
ehemals Az. 40 O 181/02 u.a. AktE
zu 1: Rechtsanwalt …
zu 2, 9: Rechtsanwälte König, Alt-Moabit 115, 10559 Berlin,
zu 4: Rechtsanwalt Dr. jur. Siegfried Zinkeisen, Herzogspitalstraße 13, 80331 München,
zu 5: Rechtsanwältin Christiane Paffrath, Friedrichstraße 31,
40217 Düsseldorf,
zu 6: Rechtsanwälte …
zu 7: Rechtsanwalt Conzelmann, Ermelestraße 53, 72379
zu 8: Rechtsanwalt Dr. jur. Hans Norbert Götz, Lichtentaler
Straße 3, 76530 Baden-Baden,
die ERGO Versicherung AG, vertreten durch den Vorstand,
Victoriaplatz 2, 40198 Düsseldorf,
die ERGO Versicherungsgruppe AG, vertreten durch den Vorstand, Victoriaplatz 2, 40198 Düsseldorf,
- Antragsgegnerinnen –
Rechtsanwälte Dr. Gerhard Wirth / Dr. Thorsten Gayk,
Rechtsanwälte Gleiss Lutz, Maybachstr. 6, 70469 Stuttgart,
für die Barabfindung:
Rechtsanwalt Folker Künzel, Am Bärenkamp 20 B,
40589 Düsseldorf,
für den Ausgleich:
Rechtsanwalt Dr. Andreas Urban, Rechtsanwälte Heuking Kühn
Lüer Wojtek, Georg-Glock-Str. 4, 40474 Düsseldorf,
16 | AnlegerPlus News 09 | 8.5.2012
Az. 39 O 03/07 AktE (Ausschluss der Minderheitsaktionäre
VICTORIA Versicherung AG / ERGO Versicherungsgruppe AG),
des Herrn Heiner Stein, Keferloherstraße 142, 80807 München,
des Herrn Dr. oec. Robert Goecke, Schafhäutlstraße 14,
80937 München,
der Frau Carmen Barth-Weber, als Rechtsnachfolgerin des
Herrn Hermut Weber, Delbrückstrasse 6 b, 14193 Berlin,
der Frau Adelheid Schulz, Gregor-Mendel-Straße 16,
des Herrn Dieter Schulz, Gregor-Mendel-Straße 16,
des Herrn Dr. Ulrich Lüdemann, Josephplatz 11,
90403 Nürnberg,
des Herrn Karl Erich Müller, Heinrich-Doergens-Straße 7,
der Frau Hildegard Müller, Heinrich-Doergens-Straße 7,
der Frau Annelore Lohmann, Zechenplatz 2, 45527 Hattingen,
der SCI AG, vertreten durch den Vorstand Oliver Wiederhold,
Weilburger Straße 6, 61250 Usingen,
des Herrn Dr. Ulrich Ronge, Alte Steige 17a, 97204 Höchberg,
der Frau Martina Gais, Monschauer Straße 18, 46483 Wesel,
der Schüma GmbH & Co. KG, vertreten durch die Proxymas
HV-Service GmbH, diese vertreten durch den Geschäftsführer
Stefan Schüpfer, Bachgasse 6-9, 97070 Würzburg,
- Antragsteller -,
Rechtsanwältin Christiane Paffrath, Friedrichstraße
31, 40217 Düsseldorf,
Rechtsanwälte Velte, Kalveram & Eichinger, Adalbertstraße 110, 80798 München,
Rechtsanwalt Dr. jur. Siegfried Zinkeisen, Herzogspitalstraße 13, 80331 München,
Rechtsanwälte König, Alt-Moabit 115, 10559 Berlin,
zu 8-10: Rechtsanwalt Dr. jur. Hans Norbert Götz, Lichtentaler
zu 11-14: Rechtsanwälte Bergheim Pluta, Dachauer Straße 31,
80335 München,
zu 17, 18: Herrn Dipl.-Kfm. Jochen Knoesel, Ludwigstr. 22,
97070 Würzburg,
Rechtsanwalt Mellin, Wertheimer Straße 34,
97297 Waldbüttelbrunn,
die in dem Übertragungsbeschluss festgelegte Barabfindung
in Höhe von jeweils 1.762,81 € je Stückaktie an der Victoria
Versicherung AG (die „ursprüngliche Barabfindung“)
nach näherer Maßgabe dieses Vergleichs zu erhöhen.
Die Verfahrensbeteiligten des Spruchverfahrens I und des
Spruchverfahrens II mit Ausnahme des Antragstellers zu
6. (Spruchverfahren I) und der Antragsteller zu 6. und 7.
(Spruchverfahren II) sind mit dem nachfolgenden Vergleich
unter Aufrechterhaltung ihrer jeweiligen Rechtsauffassungen
- Antragsgegnerinnen Verfahrensbevollmächtigte:
Dies vorausgeschickt, vereinbaren die Vergleichschließenden des
Spruchverfahrens I und des Spruchverfahrens II was folgt:
Erhöhung der ursprünglichen Barabfindung und der
ursprünglichen jährlichen Ausgleichszahlung
Überprüfung der Angemessenheit der Barabfindung
(„Spruchverfahren II“)
haben die Verfahrensbeteiligten mit Ausnahme der Antragsteller
zu 6. (Spruchverfahren I) und zu 6. und 7. (Spruchverfahren II) am
20. April 2012 den nachfolgenden gerichtlichen
Die Hauptaktionärin verpflichtet sich – unter Erhöhung der
ursprünglichen Barabfindung auf 2.150,00 € zuzüglich Zinsen
in Höhe von 172,29 € in beiden Verfahren bis einschließlich
zum 15. Mai 2012 (insgesamt 2.322,29 € in beiden Verfahren einschließlich Zinsen bis zum 15. Mai 2012) sowie der
jährlichen Ausgleichszahlung auf 131,46 € – an sämtliche
ehemaligen Aktionäre der Victoria Versicherung AG bzw. deren
Rechtsnachfolger,
Die frühere Victoria Versicherung AG (heute ERGO Versicherung AG) mit Sitz in Düsseldorf als abhängige Gesellschaft hat am 29. Oktober 2001 einen Beherrschungs- und
Gewinnabführungsvertrag mit ihrer Hauptaktionärin, der ERGO
Versicherungsgruppe AG (nachfolgend „Hauptaktionärin“),
geschlossen. Die außerordentliche Hauptversammlung der
Victoria Versicherung AG vom 17. Dezember 2001 hat dem
Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag zugestimmt.
Ferner hat die außerordentliche Hauptversammlung der Victoria Versicherung AG vom 05. Juni 2002 die Übertragung der
Aktien der Minderheitsaktionäre der Victoria Versicherung AG
auf die Hauptaktionärin gemäß §§ 327a ff. AktG beschlossen.
Der Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag wurde am
15. April 2002 in das Handelsregister der Victoria Versicherung AG
eingetragen. Der Übertragungsbeschluss wurde am 18. Juli 2002
im Handelsregister der Victoria Versicherung AG eingetragen. Mit
Eintragung des Übertragungsbeschlusses sind sämtliche Aktien
der Minderheitsaktionäre der Victoria Versicherung AG auf die
Hauptaktionärin übergegangen.
Gegenstand des Spruchverfahrens I (39 O 134/06) vor dem
Landgericht Düsseldorf ist die gerichtliche Überprüfung
der Angemessenheit der im Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag festgelegten Barabfindung und des
Ausgleichs gemäß §§ 304, 305 AktG. Gegenstand des
Spruchverfahrens II (39 O 03/07) vor dem Landgericht
Düsseldorf ist die Überprüfung der Angemessenheit der
im Übertragungsbeschluss festgelegten Barabfindung
gemäß §§ 327a ff. AktG. Die Hauptaktionärin hat sich im
Interesse einer zügigen Beendigung der Spruchverfahren I und II bereit erklärt, die in dem Beherrschungs- und
Gewinnabführungsvertrag festgelegte Barabfindung in Höhe
von jeweils 1.750,57 € je Stückaktie und die angebotene
jährliche Ausgleichszahlung von 96,55 € je Stückaktie sowie
die ihre Victoria Versicherung-Aktien in Annahme der im
Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag festgelegten Barabfindung auf die Hauptaktionärin übertragen
haben, einen weiteren Betrag in Höhe von 571,72 €
(399,43 € Erhöhung zuzüglich 172,29 € Zinsen bis
einschließlich zum 15. Mai 2012) je übertragene Victoria
Versicherung-Aktie auszuzahlen.
die aufgrund des Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrags den jährlichen Ausgleich erhalten haben,
über den gezahlten Ausgleich von 96,55 € hinaus einen
weiteren Ausgleich von 34,91 € pro Aktie zu zahlen.
deren Victoria Versicherung-Aktien aufgrund Eintragung
des Übertragungsbeschlusses im Handelsregister auf die
Hauptaktionärin übergegangen sind, einen weiteren Betrag in Höhe von 559,48 € (387,19 € Erhöhung zuzüglich
172,29 € Zinsen bis einschließlich zum 15. Mai 2012) je
übertragene Victoria Versicherung-Aktie zu zahlen
Die Verpflichtung nach Abs. 1 gegenüber ehemaligen Aktionären der Victoria Versicherung AG bzw. deren Rechtsnachfolger, die nicht vergleichschließende oder ihnen gleichgestellte
Antragsteller in den Spruchverfahren I oder II sind, steht unter
der aufschiebenden Bedingung, dass der jeweilige ehemalige
Aktionär bzw. sein Rechtsnachfolger / seine Rechtsnachfolger bis zum 30. September 2012, spätestens aber innerhalb
von fünf Monaten nach Veröffentlichung dieses Vergleichs
gemäß § 7 Abs. 2 im elektronischen Bundesanzeiger schriftlich
über seine / ihre depotführende Bank gegenüber der ERGO
Versicherungsgruppe AG und der ERGO Versicherung AG
erklären, dass mit der Erfüllung der sich aus diesem Vergleich ergebenden Verpflichtungen durch die Hauptaktionärin
sämtliche Ansprüche aus und im Zusammenhang mit dem
Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag sowie aus und
im Zusammenhang mit der Übertragung von Aktien auf die
Hauptaktionärin aufgrund des Übertragungsbeschlusses, insbesondere Ansprüche auf Abfindung und Ausgleich einschließlich Ansprüche auf Zinsen gemäß § 305 Abs. 3 Satz 3 AktG
sowie § 327b Abs. 2 AktG, abgegolten sind.
AnlegerPlus News 09 | 8.5.2012 | 17
Die Auszahlung der vorstehenden Beträge erfolgt über die
Depotbanken der jeweiligen Aktionäre innerhalb von 20
Bankarbeitstagen in Düsseldorf nach Veröffentlichung des
wesentlichen Inhaltes dieses Vergleichs im elektronischen
Bundesanzeiger bzw. innerhalb von 20 Bankarbeitstagen nach
Zugang der Erklärung nach Abs. 2 zuzüglich jeweils 0,0559 €
täglich pro Aktie ab 16. Mai 2012 auf die Barabfindung. Eines
entsprechenden Antrags der betroffenen Aktionäre bedarf es
aus diesem Vergleich, als ob sie diesem von vornherein
zugestimmt hätten. Weitergehende Rechte - etwa wegen der
vorübergehenden Fortsetzung des Verfahrens – sind damit
Der Vergleich gilt als Teilvergleich, sollten die Antragsteller
der Spruchverfahren I und II, die an dem Abschluss dieses
Vergleichs nicht teilnehmen, dem Vergleich nicht bis zum
15. Mai 2012 gemäß Abs. 1 beitreten.
Abgeltung von Ansprüchen
Mit der Erfüllung der sich aus diesem Vergleich ergebenden Verpflichtungen durch die Hauptaktionärin sind sämtliche Ansprüche
der ehemaligen außenstehenden Victoria Versicherung-Aktionäre
aus und im Zusammenhang mit dem Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag sowie aus und im Zusammenhang mit der Übertragung von Aktien auf die Hauptaktionärin aufgrund des Übertragungsbeschlusses, insbesondere Ansprüche auf Abfindung und
Ausgleich einschließlich Ansprüche auf Zinsen gemäß § 305 Abs. 3
Satz 3 AktG sowie § 327b Abs. 2 AktG, abgegolten.
Wirksamwerden des Vergleichs; Wirkung zugunsten aller
außenstehenden Victoria Versicherung-Aktionäre
Die vergleichschließenden Antragsteller der Spruchverfahren I und II erklären hiermit wegen der teilweise geäußerten
Bedenken gegen die Möglichkeit, ein Spruchverfahren nach
§ 306 AktG a.F. durch Vergleich zu beenden, die Verfahren
übereinstimmend für erledigt und nehmen für den Fall, dass
eine Erledigterklärung nicht ausreichen sollte, höchst vorsorglich ihre Anträge zurück.
Die gemeinsamen Vertreter der außenstehenden Aktionäre für
die Barabfindung bzw. für den Ausgleich gemäß §§ 304, 305
AktG bzw. §§ 327a ff. AktG stimmen hiermit jeweils dem Vergleich zu und erklären unwiderruflich, dass sie auf eine eigene
Beschwerde verzichten. Die gemeinsamen Vertreter erklären
hiermit weiterhin, dass sie unwiderruflich auf die Fortführung
des Verfahrens verzichten, soweit die bisher nicht am Vergleich
beteiligten Antragsteller dem Vergleich rechtzeitig beitreten,
ihre Anträge zurücknehmen oder eine in erster Instanz getroffene Entscheidung nicht mit der Beschwerde angreifen, oder
soweit sämtliche von ihnen vertretenen nicht antragstellenden
ehemaligen Aktionäre bzw. ihre Rechtsnachfolger Erklärungen
nach § 1 Abs. 2 abgeben.
Die gemeinsamen Vertreter der außenstehenden Aktionäre
behalten sich ausdrücklich vor, dass sie – soweit die bisher
nicht am Vergleich beteiligten Antragsteller eine in erster
Instanz getroffene Entscheidung mit der Beschwerde angreifen
– in zweiter Instanz einen diesem Vergleich entsprechenden
Vergleich schließen.
Die Antragsteller der Spruchverfahren I und II, die an dem
Abschluss dieses Vergleichs nicht teilnehmen, erhalten Gelegenheit, bis zum 15. Mai 2012 durch schriftsätzliche Erklärung
gegenüber dem Landgericht zu den Verfahren, an denen sie
beteiligt sind, diesem Vergleich beizutreten. Mit dem Beitritt
gelten für sie dieselben Erklärungen als abgegeben und haben
die Beitretenden dieselben Rechte der übrigen Antragsteller
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Dieser Vergleich wird mit seiner gerichtlichen Protokollierung
Er entfaltet die Rechtswirkungen eines Vertrags zugunsten
Dritter im Sinne von § 328 BGB im Verhältnis zu sämtlichen
außenstehenden Victoria Versicherung-Aktionären.
Die vergleichschließenden Antragsteller, die ihnen gleichgestellten Antragsteller, die gemeinsamen Vertreter und die
Antragsgegner sind sich einig, dass dieser Vergleich hilfsweise
und unabhängig von der Wirksamkeit des gerichtlichen Vergleichs als außergerichtlicher Vergleich wirksam sein soll.
Die ERGO Versicherungsgruppe AG und die ERGO Versicherung AG versichern, dass sie weder den Antragstellern in den
Spruchverfahren I und II noch Dritten im Zusammenhang mit
diesen Spruchverfahren irgendwelche sonstigen Zahlungen,
Vergütungen oder sonstige Sondervorteile, gleich welcher Art
unmittelbar oder mittelbar gewährt oder in Aussicht gestellt
haben und zukünftig nicht gewähren werden, soweit nicht eine
gerichtliche Entscheidung mit einer höheren Abfindung oder
Ausgleich ergeht.
Der vollständige Inhalt dieses Vergleichs wird unter namentlicher Nennung der Antragsteller (mit Ausnahme der Antragsteller zu 1. und 6. im Spruchverfahren I und zu 4., 6., 7., 14. und
15. im Spruchverfahren II sowie ohne § 5) unverzüglich durch
die Antragsgegnerinnen und auf ihre Kosten im elektronischen
Bundesanzeiger sowie in dem elektronischen Börsenpflichtblatt „AnlegerPlus NEWS“ des Verlags Kapital Medien GmbH
(Redaktion AnlegerPlus), Hackenstraße 7b, 80331 München,
Soweit eine Bestimmung dieses Vergleichs unwirksam oder
undurchsetzbar sein oder werden sollte, wird die Gültigkeit dieses Vergleichs im Übrigen hierdurch nicht berührt. Anstelle der
undurchsetzbaren oder unwirksamen Bestimmungen gilt eine
solche durchsetzbare und wirksame Bestimmung, die dem von
den Parteien wirtschaftlich Gewollten am nächsten kommt.
Düsseldorf, im April 2012
Daniel Bauer, Maximilian Fischer, Harald Rotter, Thomas May (BörseGo),
Stefan Müller, Matthias Wahler, Stephanie Wente
Redaktionsschluss: 8.5.2012
Realdepot: emu-coffee@fotolia.com, Technische Analyse: p!xel66@fotolia.com,
TinoNeitz@fotolia.com, HV-Termine: auris@fotolia.com
Die Kapital Medien GmbH ist nicht verpﬂichtet, die Informationen zu aktualisieren.
oder den daraus resultierenden Ertrag nachteilig beeinﬂussen, und solch ein Investor geht ein effektives Währungskursrisiko ein. Zusätzlich kann ein Ertrag von einer
Mit den nachstehenden Erläuterungen möchten wir Sie auf mögliche Interessenkonﬂikte im Zusammenhang mit unseren Beiträgen in AnlegerPlus NEWS hinweisen. Diese Angaben beziehen sich auf den Zeitpunkt der Veröffentlichung. Mögliche Interessenkonﬂikte sind mit den nachfolgenden Ziffern beim jeweiligen Beitrag
wie folgt gekennzeichnet: Mögliche Interessenkonﬂikte in Bezug auf die Schutzgemeinschaft der Kapitalanleger e.V. (SdK)
6. An der Veröffentlichung des Beitrags beeiligte Personen halten Finanzinstrumente, deren Wertentwicklung von der Wertentwicklung des Emittenten
zu den speziﬁschen Anlagezielen, zur ﬁnanziellen Situation oder zu bestimmten
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AnlegerPlus News 9/2012
Die aktuelle Ausgabe AnlegerPlus News vom 8.5.2012.

References: § 289
 § 315
 § 125
 § 30
 § 7
 § 305
 § 327
 § 305
 § 327

§ 306
 § 1
 § 328
 § 5