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Timestamp: 2018-12-18 15:35:23+00:00

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Glossar - Hotelberatung - Hotelconsulting - DIEHOGA Denkfabrik
Glossar - Hotelberatung - Hotelconsulting
Glossar (Wert- und Kostenbegriffe im Sachverständigenwesen)
Es werden in Sachverständigengutachten und in Beweisbeschlüssen eine Vielzahl von Wert- und Kostenbegriffen verwendet, die teilweise uneinheitlich definiert und fachbereichspezifisch verschieden eingesetzt werden. Aufgrund der Vielzahl der Wert- und Kostenbegriffe hat eine Arbeitsgruppe der IHK für München und Oberbayern ein Glossar erarbeitet mit dem Ziel, die für die Sachverständigen und Richter wichtigsten Wert- und Kostenbegriffe zu erläutern und zur Vereinheitlichung der fachspezifischen Wertbegriffe beizutragen.
Der Angebotswert ist ein gewichteter Durchschnittspreis, der aus einer Reihe von Vergleichsobjekten gebildet wird.
Für alle Fachbereiche (FB)
Für alle FB
Der im Teilabsatzmarkt (Auktion) erzielbare Zuschlagswert (= Hammerpreis) für einen Bewertungsgegenstand zzgl. Summe aus Aufgeld und Steuern. Wert, der durch den Preis bestimmt ist, den ein Bieter/Erwerber aufwenden muss, um den ersteigerten Gegenstand zu erwerben.
Für alle FB außer Immobilien
Der Beleihungswert ist ein bankspezifischer Wert und stellt eine Wertprognose dar. Er ist inhaltsgleich mit dem Verkehrswert / Marktwert abzüglich bestimmter Risikoabschläge für das Verwertungsrisiko im Zwangsverwertungsfalle.(Der Beleihungswert darf den Marktwert nicht übersteigen)
Vgl. Sandner , Lexikon der Immobilienwertermittlung,
2. Auflage, S. 124,
siehe § 16 Pfandbriefgesetz
Unter Erbschaftsteuerwert wird der Wert verstanden, der nach dem Erbschaftsteuergesetz (ErbStG) als Grundlage zur Feststellung der Erbschaftsteuer zu errechnen ist. Die Ermittlung richtet sich nach dem Bewertungsgesetz (BewG)
Vgl. § 12 ErbStG i.V.m. dem BewG § 9
(Gemeiner Wert) und spezifisch §§ 10,
11, 19, 95 – 99, 103, 109, 137
Unter Erbteilungswert wird der Wert von Teilen aus der Erbteilung verstanden, wenn die Vermögensteile nicht in ihrer Gesamtheit an eine Person übergeben werden oder eine unterschiedliche Bewertung von Vermögensteilen nach dem Erbschaftsteuergesetz erforderlich ist. Die Bewertung richtet sich nach dem BewG.
Vgl. §§ 3 – 8 i.V.m. § 12 ErbStG
Vgl. auch Lexikon der Immobilienbewertung,
S. 256 ff sowie § 17 ff der Verordnung
über Grundsätze für die Ermittlung
Der Begriff Fair Value ist ein Terminus der internationalen Rechnungslegungsvorschriften
International Accounting Standards/ International Financial Reporting Standards (IAS/IFRS), somit ein Bilanzterminus. Er wird in der deutschen Übersetzung als „beizulegender Zeitwert“ (siehe unter Zeitwert) bezeichnet. Mit dem Begriff Market Value besteht Inhaltsidentität
Vgl. Amtsblatt der EU L 394/61
Vgl. Weber et al, IFRS-Immobilien
(2009, S. 82)
Wert, der durch den Preis bestimmt wird, den der leistungsfähige und seriöse Facheinzelhandel für Bewertungsgegenstände in neuwertigem rsp. gebrauchtem Zustand verlangt. Auktionswert zzgl. üblicher Marge des leistungsfähigen und seriösen Facheinzelhandels (Galerien, Antiquitätenhandel
Für Kunst und Antiquitäten
Quelle: Ergebnis des Arbeitskreises
Wertbegriffe für Kunst- und Antiquitäten des BVS
Hausrat, Schmuck, Uhren etc.
Der Fortführungswert ist die Summe der Teilwerte, wenn ein Unternehmen nicht zerschlagen, sondern fortgeführt wird.
Die Bewertung richtet sich nach dem Bewertungsgesetz (BewG) und ggf. der Insolvenzordnung (InsO).
Vgl. § 10 BewG, InsO
Quelle: Vgl. Brockhaus Taschenlexikon
Wiederbeschaffungspreis eines Bewertungsgegenstandes in gleicher Art und Güte in gebrauchtem Zustand. Der Gebrauchtwert wird häufig mit dem (technischen) Zeitwert vermischt.
Quelle: Schmidbauer, Der Wert der
Dinge, S. 133, 933, 1. Auflage 2008
Der Gemeine Wert wird durch den Preis bestimmt, der im gewöhnlichen Geschäftsverkehr nach der Beschaffenheit des Wirtschaftsgutes bei einer Veräußerung zu erzielen wäre. Dabei sind alle Umstände, die den Preis beeinflussen, zu berücksichtigen. Ungewöhnliche oder persönliche Verhältnisse sind nicht zu berücksichtigen. Der Gemeine Wert ist inhaltsgleich mit dem Verkehrswert, Marktwert und grundsätzlich auch mit dem Fair Value.
Vgl. § 9 Abs. 2 BewG
Als (Gemeiner) Handelswert wird der im Handelsverkehr zu erzielende Durchschnittspreis (Marktpreis) einer Ware (Bewertungsobjekt) bezeichnet. Er entspricht dem Marktpreis.
Vgl. Brockhaus Lexikon sowie auch
Händler - Ein-/Ankaufswert
Betrag, der von einem Händler für einen Bewertungsgegenstand bezahlt wird, ohne dass hierbei besondere Umstände, wie z. B. Inzahlungnahme bei Kauf eines neuen Objektes oder Ähnliches, berücksichtigt werden dürfen.
(Besonderheiten Kfz: Zustand!)
Händler - Verkaufswert
Dieser Wert ist in der Regel bei den Bewertungsgegenständen identisch mit dem Wiederbeschaffungswert (siehe unten).
Der Installationswert umfasst die Kosten der Installation des Bewertungsgegenstandes einschließlich der Inbetriebnahme vor Ort (auch Inbetriebnahmekosten genannt).
Quelle BVS*
Der Kurswert ist der Wert eines Wertpapiers aufgrund seines Börsenkurses. Unterschieden wird in Stücknotiz (Kurswert = Wertpapierkurs) und Einheitsnotiz (Effekten in Prozent des Nominalwertes). (Wertermittlung insbesondere zu steuerlichen Zwecken)
Vgl. Brockhaus Lexikon und Wirtschaftslexikon24.net
Ein von persönlichen und subjektiven Kriterien geprägter Wert, den einzelne Marktteilnehmer einem Bewertungsgegenstand zumessen. Disparater und nicht objektivierbarer Aufschlag auf den Marktwert. Als Bewertungsbasis zur Marktwertermittlung nicht geeignet.
Der Liquidationswert stellt den Wert von Vermögens-(Bewertungs-) Gegenständen bei der Auflösung von Unternehmungen dar. Die Unternehmung wird hierbei nur als Ansammlung von wirtschaftlichen Gütern angesehen. Bei der Wertermittlung werden die schlechtesten Verwendungsverhältnisse zugrunde gelegt.
Vgl. Wirtschaftslexikon24.net
Market Value (int.) Marktwert (nat.)
„Der Market Value (MV) ist der geschätzte Betrag, für welchen ein Immobilienvermögen am Tag der Bewertung zwischen einem verkaufsbereiten Veräußerer und einem kaufbereiten Erwerber nach angemessener Vermarktungsdauer in einer Transaktion im gewöhnlichen Geschäftsverkehr ausgetauscht werden sollte, wobei jede Partei mit Sachkenntnis, Umsicht und ohne Zwang handelt.“ Verkehrswert, Marktwert, Gemeiner Wert, Market Value und Fair Value sind inhaltsgleiche Begriffe.
Der Verkehrswert hat durch das Europarechts- Anpassungsgesetz-Bau (EAGBau vom 24.6.2004) den Klammerzusatz Marktwert erhalten, somit besteht Inhaltsidentität mit dem internationalen Begriff Market Value der TEGoVA (Internationale Grundstücksbewerter-Organisation) Vgl.auch Weber et al, IFRS Immobilien
Wert, der durch den Preis bestimmt wird, der bei Veräußerung aller wertbildenden Materialen eines Bewertungsgegenstandes am Markt erzielbar wäre.
Hausrat, Wertgegenstände wie z. B.
Schmuck, Edelsteine, Münzen, Pelze
Der Materialwert umfasst die Kosten für den Erwerb aller Bestandteile, die für die Herstellung eines Bewertungs-gegenstandes aufzuwenden sind.
Der Mietwert umfasst die Kosten, die berechnet werden können, wenn ein Bewertungsgegenstand eines Dritten während eines bestimmten Zeitraums benutzt wird.
Quelle BVS
Der Minderwert bezeichnet ganz allgemein die Summe Geldes, die ein Bewertungsgegenstand durch einen Mangel, einen Schaden oder durch eine Reparatur an Wert verliert.
Siehe auch Wert des Mangels
Kfz: Zum technischen und merkantilen
Minderwert siehe u.a. IfS* - Kraftfahrzeugschäden
und -bewertung, S. 38
Der merkantile Minderwert ist ein Vermögensschaden, der bei beschädigten oder mangelhaften Sachen trotz technisch einwandfreier Reparatur durch Abschlag vom Marktwert eintreten
Vgl. auch IfS, Kraftfahrzeugschäden
und –bewertung, S. 37
Ein technischer Minderwert verbleibt, wenn trotz sorgfältiger und fachgerechter Reparatur der Sache nicht sicher der gleiche technische Zustand (Gebrauchsfähigkeit, Betriebssicherheit,
Lebensdauer, äußeres Bild) wie vor der Beschädigung wiederhergestellt werden kann. Bei Immobilien besteht er in der Differenz in Geldwert zwischen der günstigsten Nutzung bei vertragsgemäßer Beschaffenheit und der Nutzungsmöglichkeiten bei nicht vertragsgemäßer Beschaffenheit.
Vgl. BGH-Urteil 15.12.1994,
Az. VII ZR 246/93
Versicherungsrecht beachten
Vgl. (BGH, NJW-RR 1991 = ZfBR 1991,
Martin, Sachversicherungsrecht,
3. Aufl., S. 1316 Rz.. R I 20)
Der Mindestwert ist ein Begriff aus der steuerlichen Einheitsbewertung von Grundbesitz. Der für ein bestimmtes Grundstück anzusetzende Wert darf bei der Feststellung des Einheitswertes nicht geringer sein als der Bodenwert ohne Bebauung. Ist dieser Einheitswert geringer, so muss der höhere Mindestwert angesetzt werden Gebäudeabbruchkosten dürfen vom Mindestwert abgezogen werden.
Vgl. § 77 BewG und Brockhaus Taschenlexikon
Der Neuwert umfasst die Kosten, die für den Bewertungsgegenstand am Bewertungsstichtag in neuem und untadeligem Zustand aufzuwenden wären. Hinweis: Zu beachten sind die speziellen versicherungstechnischen Definitionen zum Neuwert!
Quelle IfS*
Quelle: u.a. Allgemeine Versicherungsbedingungen
für die Haftpflichtversicherungen
Zu erwartender Wert bei einer weiteren Nutzung eines Bewertungsgegenstandes an Ort und Stelle unter Berücksichtigung des Alters, der Abnutzung und des Gebrauchs.
Der Residualwert ist der Wert, der sich bei einem Neubauvorhaben auf Kostenkalkulationsbasis ergibt, wenn alle Bau-, Entwicklungs- und Vermarktungskosten einschließlich Unternehmergewinn von den errechneten Gesamtkosten der Baumaßnahme abgezogen werden und somit nur noch der Bodenwert(Residuum=tragbarer Bodenwert) als offener Restposten übrig
Der Restwert (Veräußerungswert) ist der Wert eines Bewertungsgegenstandes nach Ablauf der zugrunde gelegten oder technischen Nutzungsdauer oder nach einem Schadensereignis, wenn der Bewertungsgegenstand zu seinem ursprünglichen Verwendungszweck nicht mehr benutzt werden kann oder soll.
Ein funktionierender Bewertungsgegenstand, der bereits die übliche Nutzungsdauer überschritten
hat und noch in Betrieb ist oder zum Schadenszeitpunkt war, kann einen Wert haben, der größer ist als der Restwert.
Der Sachwert setzt sich zusammen aus dem Wert des Bodens (Grundstückspreis und Nebenkosten) und dem Wert der baulichen Anlagen, generiert aus den Herstellungskosten einschließlich
der Nebenkosten aller Gebäude samt Außenanlagen unter Berücksichtigung des
Gebäudealters sowie der Bauschäden und Baumängel.
Vgl. §§ 21-23 ImmoWertV
Wert, den ein spezifischer Kreis von Marktteilnehmern (Sammlern) einem Bewertungsgegenstand zumisst. Voraussetzung ist, dass ein ausreichend großer Sammlermarkt, zu dem alle Marktteilnehmer Zugang haben, als objektivierbare Bewertungsgrundlage existiert.
Wert, den ein spezifischer Kreis von Marktteilnehmern (Sammlern) einem Bewertungsgegenstand zumisst. Voraussetzung ist, dass ein ausreichend großer Sammlermarkt, zu dem
alle Marktteilnehmer Zugang haben, als objektivierbare Bewertungsgrundlage existiert.
Zusätzlicher, über die Summe der Einzelwerte hinausgehender Wert, der sich aus Zusammensetzung, Einzigartigkeit, Vollständigkeit, kunst- und kulturhistorischer Bedeutung einer Sammlung ergeben kann.
Gegenstände von besonderem Wert wie z. B. Kunst, Antiquitäten, Oldtimer
Bei Veräußerung eines Bewertungsgegenstandes (Anlagen, Maschinen, Kfz) am Ende seiner Nutzungsdauer erzielbarer Wert unter Berücksichtigung möglicher Ausbau-, Abbruch- und Entsorgungskosten.
Vgl. Brockhaus Taschenlexikon 2010
Taxwert/ Schätzwert
Taxwert ist ein veralteter Begriff und Synonym für Schätzwert. Schätzwert ist der von dem Sachverständigen zum Zweck des Verkaufs, der Verpachtung, der Versicherung, der Beleihung durch Schätzung ermittelte Wert eines Bewertungsgegenstandes.
(Feste) Taxe
Der Versicherungswert kann durch Vereinbarung auf einen bestimmten Betrag (Taxe) festgesetzt werden. Die Taxe gilt auch als Wert den das versicherte Interesse bei Eintritt des Versicherungsfalles hat, es sei denn, sie übersteigt den wirklichen Versicherungswert zu diesem Zeitpunkt erheblich.
Ist die Versicherungssumme niedriger als die Taxe, hat der Versicherer, auch wenn die Taxe erheblich übersetzt ist, den Schaden nur nach dem Verhältnis der Versicherungssumme zur Taxe zu ersetzen.
Versicherungen § 76 VVG
Der Teilwert ist der Wert, den der Erwerber eines Unternehmens im Rahmen des Gesamtkaufpreises für den Bewertungsgegenstand ansetzen würde, wenn das Unternehmen fortgeführt wird (vgl. auch § 10 BewG).
Der Verkehrswert wird durch den Preis bestimmt, der im gewöhnlichen Geschäftsverkehr nach der Beschaffenheit des Bewertungsgegenstandes bei einer Veräußerung zu erzielen wäre. Dabei sind alle Umstände, die den Preis beeinflussen, zu berücksichtigen. Ungewöhnliche oder persönliche Verhältnisse bleiben außer Betracht. Der Verkehrswert entspricht dem Gemeinen Wert (vgl. § 9 Abs. 2 BewG und speziell für Grundstücke § 194 Baugesetzbuch).
Inhaltsidentität mit Marktwer bzw.
Der Vergleichswert wird durch den Preis bestimmt, den vergleichbare Objekte am Markt schon erzielt haben. Die Vergleichbarkeit bezieht sich auf Art, Alter, Maß, Beschaffenheit, Qualität, Technik, Erhaltungszustand, etc.
Immobilien §§ 15 ff ImmoWertV
Kunst: Leitlinie zur Vergleichswertermittlung für Kunstgegenstände, Urteil des BHF vom 06.06.2001, Az. II R 76/99
Wertbegriff, der in den einzelnen Versicherungssparten durch die Bedingungen des Versicherungsvertrages und die Allgemeinen Versicherungbedingungen oder das Gesetzt bestimmt wird.
Sachversicherungen: Neuwert/ Zeitwert, Gemeiner Wert/ Verkehrswert (feste) Taxe und Wiederbeschaffungswert
Haftpflichtversicherung: Wiederbeschaffungswert, Gebrauchswert
Wert des Mangels
Der Wert des Mangels ist im Regelfall gleich den Kosten zur Herstellung eines mangelfreien Zustands.
Unter Wertminderung wird ein Abschlag vom Marktwert verstanden, die infolge von Beschädigungen oder Mängel entstanden ist. Beschädigungen stehen für Schadensereignisse am fertigen Objekt; Mängel treten bereits im Produktionsprozess auf und mindern den Marktwert von Anbeginn.
Der Wiederbeschaffungswert umfasst die Kosten, die aufgewendet werden müssen, um am Bewertungsstichtag einen gleichartigen Bewertungsgegenstand wieder zu beschaffen.
(technischer bzw. beizulegender)
Zeitwert (technisch)
Der Zeitwert ist der Wert eines Bewertungsgegenstandes unter Berücksichtigung von Alter, Betriebszustand, insbesondere Abnutzung und Instandhaltung, Verwendung, Einsatz sowie der durchschnittlichen technischen Lebens- und Nutzungsdauer.
Zeitwert (beizulegender) (für Grundstücke):
Der beizulegende Zeitwert ist der Betrag, zu dem ein Vermögensgegenstand zwischen sachverständigen, vertragswilligen und voneinander unabhängigen Vertragspartnern getauscht werden könnte.
Für alle FB außer Immobilien, Quelle IfS*
Vgl. Amtsblatt der Europäischen Union L 394/60 zu den IAS/IFRS 16 bzw. 40 (auch als Fair Value bezeichnet)
Im Teilabsatzmarkt (Auktion) erzielbarer Zuschlag (= Hammerpreis) für einen Bewertungsgegenstand ohne Berücksichtigung von Auf- bzw. Abgeld und Steuern. International abrufbarer und damit transparenter Wert.
FB: Kunst, Antiquitäten, Schmuck, Uhren, Hausrat pp.
Quelle: Ergebnis des Arbeitskeises Wertbegriffe für Kunst- und Antiquitäten des BVS
Unter Abschreibungskosten versteht man Kostensätze für Wertminderungen der Bewertungsgegenstände. Sie ergeben sich aus der Steuer-und Handelsrechtesgesetzgebung.
Vgl. EStG, HGBm IFRS, etc.
Betriebskosten sind im allgemeinen Kosten des Betriebs, der Wartung und Pflege des Bewertungsgegenstandes.
Vgl. z.B. Betriebskostenverordnung bei Immobilien
Gemeinkosten ist ein Begriff aus der betriebswirtschaftlichen Kostenkalkulation. Gemeint sind Kosten, die sich keinem bestimmten Produkt bzw. keiner Leistungseinheit (Kostenträger, Kostenstelle) zurechnen lassen, wie Mietkosten, Geschäftsführergehälter, etc. In der Vollkostenrechnung gehen Gemeinkosten im Wege der Kostenschlüsselung in die Kalkulation ein (Das Gegenteil sind Einzelkosten).
Ohnehin – Kosten
Siehe Sowieso – Kosten.
Als Opportunitätskosten bezeichnet man die Kosten der alternativen Verwendung eines knappen Faktors. Sie werden auch Alternativkosten genannt. Sie sind der entgangene Grenznutzen der Handlungsmöglichkeit bei einem Entscheidungsproblem, auf den zu Gunsten der durchgeführten Alternative verzichtet wird. Sie sind in der Entscheidungsrechnung zu berücksichtigen, wenn eine Engpasssituation besteht. Kann Beispielsweise wegen mangelnder Produktionskapazität ein Produkt nicht in genügender Anzahl hergestellt werden, sind die dadurch vorauszusehenden Deckungsbeiträge 1- Verluste die Opportunitätskosten für die Bevorzugung des anderen Produkts.
Sekundärkosten sind die Kosten der selbst erstellten Güter. Sie werden in der Kostenstellenrechnung im Rahmen der Durchführung der innerbetrieblichen Leistungsverrechnung erfasst. Häufig nutzt man zu diesem Zweck den Betriebsabrechnungsbogen (BAB). Es handelt sich um Kosten z.B. für Eigenstrom und Eigendampf, für Eigenreparaturen und Eigentransporte, selbst erstellte Maschinen und Werkzeuge.
Sowieso – Kosten
Begriff aus dem Mängelbeseitigungs-und Schadensrecht. Im Mängelbeseitigungsrecht sind Sowieso – Kosten solche Kosten, die dem Auftraggeber auch bei mängelfreier Vertragsdurchführung entstanden wären. Im Schadensersatzrecht handelt es sich um diejenigen Kosten, die dem Geschädigten, auch ohne das schädigende Ereignis entstanden wäre. Der Besteller einer Werkleistung hat z.B. die Kosten für Leistungen zu tragen, die der Unternehmer nach den vertraglichen Vereinbarungen nicht schuldet, dann aber, weil zur ordnungsgemäßen Ausführung erforderlich, zusätzlich doch erbringen muss und zwar nach dem Preisstand im Zeitpunkt der Auftragsvergabe.
Vgl. Palandt, Kommentar zum BGB, (70. Auflage 2011) § 635, Rn. 7
Unter Transaktionskosten versteht man Kosten, die nicht bei der Güterherstellung, sondern bei der Übertragung von Gütern von einem Wirtschaftobjekt zum anderen entstehen. Zunächst entstehen bei der Übertragung Informationskosten bei der Suche nach Transaktionspartnern, der Anbahnung von Transaktionen (Vertragsabschlusskosten, Versicherungsprämien) und der Transaktion selbst (Transportkosten).
Vgl. Managementlexikon (manalex.de)
Variable Kosten sind veränderliche Kosten im Herstellungsprozess von Gütern. Es handelt sich um die Herstellungskosten, die sich bei einer bestimmten Produktionskapazität mit dem Produktionsvolumen verändern und somit von den tatsächlichen Produktionsvolumen abhängig sind. Variable Kosten sind also Kosten, die sich in Abhängigkeit von Beschäftigten des Unternehmens verändern. Die tendieren gegen Null, wenn die Produktion unterbrochen wird. Unterscheiden lassen sie sich in:
- Proportionale Kosten (steigen/sinken in gleichem Maße)
- Progressive Kosten (steigen/ sinken stärker)
- Degressive Kosten (steigen/ sinken weniger stark)
- (Gegenteil zu variablen Kosten stellen die Fixkosten dar).
Als Wartungskosten werden die Kosten bezeichnet, die entstehen, um den Bewertungsgegenstand in betriebsbereitem Zustand zu erhalten (Kundendienst, Aufzugswartung, Heizungswartung, etc.).
Es ist eine Kostenart aus den Betriebskosten.
Deckungsgleich mit dem Wiederbeschaffungswert. Steuerlich und betriebswirtschaftlich handelt es sich um die Bewertung der Vermögensgegenstände im Jahresabschluss.
Vgl. Wirtschaftslexikon24.net und IfS Maschinenbewertung
Zusatzkosten sind Kosten, denen kein Aufwand gegenübersteht. In der Kostenrechnung werden kalkulatorische Kosten verrechnet, die größer als der Zweckaufwand sind. Der Zweckaufwand wird auch als Betriebsaufwand bezeichnet. So sind kalkulatorische Eigenkapitalzinsen immer Zusatzkosten, da sie nicht zu einem Aufwand führen. Der kalkulatorische Unternehmerlohn wird nur bei der Einzelunternehmung und bei Personengesellschaften als Zusatzkosten verrechnet. Die kalkulatorischen Abschreibungen und Wagnisse können Zusatzkosten sein, wenn die entsprechenden Kostenarten größer als die Aufwendungen sind.
Angemessenheit (eines Minderungsbetrags)
Minderung ist die verhältnismäßige Herabsetzung des Kaufpreises um den Betrag, der dem durch den Mangel geminderten Wert der gekauften Sache entspricht. Von den drei Faktoren, bestehend aus Kaufpreis, Wert des Bewertungsgegenstands in mangelfreien Zustand, sind beim Neukauf im Regelfall der Kaufpreis und der Wert des Bewertungsgegenstandes in mangelfreien Zustand zum Zeitpunkt des Kaufs deckungsgleich. Der Minderwert ist der Unterschied zwischen dem Wert der mangelhaften Sache und dem einer mangelfreien. Das kann im Einzelfall der (fiktive) Reparaturaufwand sein, ist s aber häufig nicht, weil in vielen Fällen die Beseitigung eines mangels hohe Kosten erfordert und eine mangelhafte Sache im Geschäftsverkehr oder Gebrauch einen nur wenig geminderten Wert haben kann, weil ihr durch das Schadensereignis ein Makel anhaftet.
Vgl. Palandt, 70 Auflage 2011, § 411 Rd. 12 ff.
Vgl. Reinking/ Eggert, Der Autokauf, 10 Auflage, Rn. 664 ff.
Nicht selten sind Vermögensverschiebungen zwar rechtlich wirksam vollzogen, entbehren aber des rechtfertigenden Grundes (z.B. erweist sich ein Kaufvertrag als unwirksam, die Ware hat aber bereits den Eigentümer gewechselt). In solchen Fällen geben die Vorschriften über die ungerechtfertigte Bereicherung im BGB aus Billigkeistgründen einen Ausgleichsanspruch auf Wiederherstellung oder Wertersatz.
Wenn eine Bereicherung jedoch den Willen Bereicherten erfolgt und für ihn kein Interesse oder Wert hat, ihm also „aufgedrängt“ wird, muss ein Bereicherungsanspruch des Entreicherten gegen dem Bereicherten aufgrund getätigter Aufwendung regelmäßig entfallen.
Vgl. Creifelds, Rechtswörterbuch, 20. Auflage 2011, S. 1263, Stichwort „Verarbeitung“
Vgl. Palandt, 70. Auflage 2011,
§ 812, Rd. 52
Vgl. Brox, Besonderes Schuldrecht, 35 Auflage, § 38, Rd. 15
Wird eine gebrauchte Sache durch eine neue ersetzt oder durch den Einbau von Neuteilen repariert, kann dies zu einer Werterhöhung führen (z.B. im Zuge der Mängelbeseitigung, werden abgenutzte Teile gegen Neuteile ausgetauscht, die den Wert des Gegenstandes z.B. eines Fahrzeuges erhöhen oder dessen Lebensdauer verlängern). Diese Werterhöhung mindert die Ersatzpflicht unter folgenden Voraussetzungen: Es muss erstens eine messbare Vermögensmehrung eingetragen sein (z.B. Einbau eines generalüberholten Motors). Die Werterhöhung muss sich zweitens für den Geschädigten wirtschaftlich günstig auswirken. Die Vorteilsausgleichung muss drittens dem Geschädigten zumutbar sein und darf nicht gegen rechtliche Wertungen verstoßen.
Vgl. Reinking/ Eggert, Der Autokauf, 10 Auflage Rn. 403
Vgl. Palandt, 70 Auflage 2011,
§ 249 Rd. 97
Realisierungswert
Der Begriff Realisierungswert wird bei Börsengeschäften, bei Kreditbesicherung, bei der Liquidationsbilanz im Insolvenzverfahren von Unternehmen verwendet. Der Realisierungswert wird oft im Wege der Schätzung unter Berücksichtigung des Vorsichtsprinzips als voraussichtlicher Verkaufswert angesetzt.
(der Mangelbeseitigung)
Eine Verweigerung der möglichen Nacherfüllung kann wegen unzumutbaren Aufwands als Einrede gegen den Nacherfüllungsanspruch geltend gemacht werden. Als unzumutbar für den Schuldner ist gemäß §275 II BGB ein Aufwand einzustufen, der unter Beachtung des Inhalts des Schuldverhältnisses und der Gebote von Treu und Glauben in einem groben Missverständnis zu vertreten hat.
Vgl. Palandt, 70. Auflage,
§ 439 Rd. 17
Vorteilsausgleichung/
Hat das zum Schadensersatz verpflichtete Ereignis nicht nur Nachteile sondern auch Vorteile für den Betroffenen gebracht, so stellt sich die Frage, ob und inwieweit sich der Betroffene diese Vorteile auf seinen Schadensersatzanspruch anrechnen lassen muss. Sinn und Zweck dieses Rechtsinstitutes ist, dass dem Betroffenen kein unbilliger Vorteil zuwächst, sondern im Einzelfall ein gerechter Ausgleich der widerstreitenden Interessen erfolgt.
Vgl. Palandt, 70. Auflage 2011, Vorb. V. § 249, Rd. 67 ff.
Vgl. Creifelds, Rechtswörterbuch, 20 Auflage 2011, S. 1382
Die Tabelle ist in Arbeit.

References: § 16
 § 12
 § 9
 § 12
 § 17
 § 10
 § 9
 § 77
 § 76
 § 10
 § 9
 § 194
 § 635
 § 411

§ 812
 § 38

§ 249
 §275

§ 439
 § 249