Source: https://issuu.com/expuls/docs/vitas_-_ausgabe_01-2013
Timestamp: 2018-07-16 17:53:57+00:00

Document:
Das Info-Magazin zum Erdchartaweg Amberg-Sulzbach www.erdchartaweg-as.de | Ausgabe Nr. 1 / 2013
Almaz Böhm Prof. Gerald Hüther: Wissenswertes über unser Gehirn
Die Erdcharta wächst: 20 neue Mitglieder präsentieren ihre Projekte
Karl Ludwig Schweisfurth: Die Hermannsdorfer Landwerkstätten
von „Menschen für Menschen“
Liebe Leserinnen, liebe Leser VITAS, das Magazin des Vereins „Erdchartaweg Amberg-Sulzbach e.V.“, liegt in diesem Augenblick in ihren Händen. Mit VITAS verbinden wir Leben, Lebensweise oder Werdegang. Passend zur
Erd-Charta, die sich auf die Achtung gegenüber allem Leben, die allgemeinen Menschenrechte, wirtschaftliche Gerechtigkeit und eine Kultur des Friedens gründet. Wie sich der Werdegang
der Erd-Charta im Landkreis Amberg-Sulzbach gestaltet und entwickelt hat, darüber informieren wir Sie auf den folgenden Seiten dieses Magazin.
Unser Ziel ist es, bewegende Themen des Alltags aufzugreifen und publik zu machen,
Möglichkeiten anzubieten, die zu neuen Einsichten und Sichtweisen führen können und Sie über erfreuliche Bewegungen im Landkreis Amberg-Sulzbach zu informieren.
„Jenseits der Politik finden sich überall in der Welt Menschen zusammen, die sich sorgen.
Sorgen um die Schönheit des Landes, die Vielfalt der Pflanzen, die Schätze der Kultur, der Gesundheit, die Lebensbedingungen ihrer Kinder“. (Geseko von Lüpke)
Aus dieser Sorge heraus sind sie von Herzen bereit sich für den Erhalt unseres wunderschönen Planeten einzusetzen und etwas zu unternehmen.
Es beginnt immer mit einer kleinen Gruppe von Leuten, die von einer Idee fasziniert sind. Sie bringen das Thema in die lokale Öffentlichkeit und finden heraus, was in ihrem Umkreis für
eine friedliche Lebensweise getan werden kann. Sie engagieren sich gegen lokale wie globale Fehlentwicklungen. Sie beginnen vor ihrer eigenen Haustüre. Sie folgen ihrem Gewissen und setzen sich dafür ein, mit neuen Werten eine nachhaltige Lebensweise aufzubauen. Gemeinsam können wir etwas bewegen.
Wir hoffen, Ihnen mit unserem Magazin VITAS etwas von der Freude, dem Mut, den bewegenden Ereignissen und Momenten die wir erleben, weitergeben zu können. Lassen Sie sich inspirieren
und denken wir gemeinsam daran: Jeder Schritt auf einem Weg, und sei er noch so klein, bringt uns dem Ziel näher.
Editorial Seite 2 Inhaltsangabe / Impressum
Erd-Charta - die Präambel
Die 16 Leitlinien Vereinsaktivitäten
Seite 4 Seite 5 Seite 7
Die Anfangsprojekte Seiten 8-13 Die neuen Projekte stellen sich vor
Seiten 14-34
Wendezeit Seite 35 Im Raum des Berührtseins / wendepunkte / Stufen Der Friedensgarten
Die Hermannsdorfer Landwerkstätten Mit Begeisterung bitte -
Noch mehr Wissenswertes über unser Gehirn Was ist los mit unseren Schulen? -
Bericht von Prof. Gerald Hüther
Seite 36 Seite 37 Seite 38 Seite 40
Die Jenaplanschule	Seite 42 Nachhaltigkeit früher und heute Almaz Böhm - „Menschen für Menschen“ Diplomarbeit über die Erd-Charta Bewegung Nachhaltige Zivilgesellschaft
Beiträge von ProjektteilnehmerInnen
Seite 44 Seite 45 Seite 46 Seite 47
Das alte Kraftbaum-Wissen unserer Ahnen
20 Jahre Seminarhaus Deinsdorf
Wasser - unser wichtigstes Lebensmittel Gedicht: Paulo Coelho
Seite 49 Seite 50 Seite 52
Das Info-Magazin für eine nachhaltige Lebensweise im Landkreis Amberg-Sulzbach Herausgeber: Erdchartaweg „Amberg-Sulzbach.e.V.“
Redaktion: Irene Heiß-Eppig, Brigitte Bachmann, Verena Gerhardt-Hüttner, Doris Oeder
Bildnachweis: Fotos von Laura Gräfenhahn und Stefan Bleisteiner. Bilder von den Projekten teilweise von den TeilnehmerInnen selbst. Bilder S.45 Almaz Böhm: Rainer Kwiotek Layoutbilder: Archiv EXPULS Grafik & Gestaltung, Titelseite: EXPULS Druck: Druckerei Frischmann Amberg Erscheinungsweise: jährlich
Die Erd-Charta Auszug aus der Präambel der Erd-Charta Die Erde, unsere Heimat Die Menschheit ist Teil eines sich ständig fortentwickelnden Universums. Unsere Heimat Erde bietet Lebensraum für eine einzigartige und vielfältige Gemeinschaft von Lebewesen. Naturgewalten machen das Dasein zu einem herausfordernden und ungewissen Ereignis, doch die Erde bietet gleichzeitig alle wesentlichen Voraussetzungen für die Entwicklung des Lebens. Die Selbstheilungskräfte der Gemeinschaft allen Lebens und das Wohlergehen der Menschheit hängen davon ab, ob es uns gelingt, eine gesunde Biosphäre zu bewahren mit all ihren ökologischen Systemen, dem Artenreichtum ihrer Pflanzen und Tiere, fruchtbaren Böden, reinen Gewässern und sauberer Luft. Die globale Umwelt mit ihren endlichen Ressourcen ist der gemeinsamen Sorge aller Völker anvertraut. Die Lebensfähigkeit, Vielfalt und Schönheit der Erde zu schützen, ist eine heilige Pflicht. Die Herausforderungen Wir haben die Wahl: Entweder bilden wir eine globale Partnerschaft, um für die Erde und füreinander zu sorgen, oder wir riskieren, uns selbst und die Vielfalt des Lebens zugrunde zu richten. Notwendig sind grundlegende Änderungen unserer Werte, Institutionen und Lebensweise. Wir müssen uns klar machen: sind die Grundbedürfnisse erst einmal befriedigt, dann bedeutet menschliche Entwicklung vorrangig „mehr Sein“ und nicht „mehr Haben“. Wir verfügen über das Wissen und die Technik, alle zu versorgen und schädliche Eingriffe in die Umwelt zu vermindern. Das Entstehen einer weltweiten Zivilgesellschaft schafft neue Möglichkeiten, eine demokratische und humane Weltordnung aufzubauen. Unsere ökologischen, sozialen und spirituellen Herausforderungen sind miteinander verknüpft, und nur zusammen können wir umfassende Lösungen entwickeln.
1. Achtung vor dem Leben und Sorge für die Gemeinschaft des Lebens I. Achtung haben vor der Erde und dem Leben in seiner ganzen Vielfalt
II. Für die Gemeinschaft des Lebens in Verständnis, Mitgefühl und Liebe sorgen III. Gerechte, partizipatorische, nachhaltige und friedliche demokratische Gesellschaften aufbauen
IV. Die Fülle und Schönheit der Erde für heutige und zukünftige Generationen sichern
Grundsätze der Erdcharta
2. Ökologische Ganzheit
V. Die Ganzheit der Ökosysteme der Erde schützen und wiederherstellen, vor allem die biologische Vielfalt und die natürlichen Prozesse, die das Leben erhalten VI. Schäden vermeiden, bevor sie entstehen, ist die beste Umweltschutzpolitik. Bei begrenztem Wissen gilt es, das Vorsorgeprinzip anzuwenden VII. Produktion, Konsum und Reproduktion so gestalten, dass sie die Erneuerungskräfte der Erde, die Menschenrechte und das Gemeinwohl sichern VIII. Das Studium ökologischer Nachhaltigkeit vorantreiben und den offenen Austausch der erworbenen Erkenntnisse und deren weltweite Anwendung fördern
XII. Am Recht aller - ohne Ausnahme - auf eine natürliche und soziale Umwelt festhalten, welche Menschenwürde, körperliche Gesundheit und spirituelles Wohlergehen unterstützt. Besondere Aufmerksamkeit gilt dabei den Rechten von indigenen Völkern und Minderheiten
4. Demokratie, Gewaltfreiheit und Frieden
XIII. Demokratische Einrichtungen auf allen Ebenen stärken, für Transparenz und Rechenschaftspflicht bei der Ausübung von Macht sorgen, einschließlich Mitbestimmung und rechtlichem Gehör
den vollständigen Text finden Sie unter www.erdcharta.org
Sieglinde Mühlberger •	•	•	•	•
Nikola Richter-Kreissl •	•	•	•
Jahrgang 1968 aufgewachsen in Göttingen Organisation, Werbung und Design wohnt in Seiboldstetten
Jahrgang 1959 geboren in Heroldsberg Kinderpflegerin zwei Kinder wohnt in Ammerthal
Laura Gräfenhahn •	•	•	•	•
Jahrgang 1954 geboren in Auerbach/Oberpfalz mit Körper und Seele Physiotherapeutin und Fotografin ein Kind lebt in Aschach
Erdchartaweg Amberg-Sulzbach stellt sich vor
Simone Patzelt
Brigitte Bachmann (2. Vorsitzende) •	Jahrgang 1956 •	geboren in Wuppertal mit prägender Station in Hamburg •	Speditionskauffrau, Gemeinderätin •	drei Kinder •	lebt seit 1981 in Schwend/Birgland
Irene Heiß-Eppig (1. Vorsitzende) •	Jahrgang 1938 Verena •	geboren in Gerhardt Hüttner München •	Jahrgang 1965 •	Gymnasiallehrerin •	geboren in a.D. Schleswig-Holstein •	sechs Enkelkinder •	psychotherapeutische •	lebt und arbeitet Heilpraktikerin seit 1992 im •	zwei Kinder Seminarhaus •	lebt seit 2000 Deinsdorf in Wappersdorf
Jahrgang 1966 geboren in München Studium in Wien und Nürnberg Auslandsaufenthalt in Südfrankreich Bankkauffrau, Kunsthistorikerin, Galeristin zwei Kinder lebt seit 1997 in Hirschau
Vereinsaktivitäten Gute Entwicklungen brauchen Zeit. Den Erdchartaweg Amberg-Sulzbach e.V. gibt es nun seit zweieinhalb Jahren, vieles ist noch ganz in den Anfängen, vieles ist schon gewachsen, manches hat sich verändert. Mit Hilfe der Förderung durch LEADER können wir jetzt die nächsten Schritte auf dem Weg gehen und die Fäden des Netzes enger knüpfen. Hier ein Überblick über die wichtigsten Entwicklungsschritte:
02.02.2010 Der Erdchartaweg Amberg-Sulzbach e.V. wird gegründet. Sein Ziel ist es, die Bevölkerung landkreisweit für die Bedeutung der Erd-Charta und ihrer Leitlinien zu sensibilisieren und den Bürgerinnen und Bürgern die Bedeutung der natürlichen Ressourcen für kommende Generationen zu verdeutlichen. 03.02.2010 Die Homepage des Erdchartaweges geht online: www.erdchartaweg-as.de 08.04.2010 Der Verein erhält eine Spende der Sparkasse Amberg-Sulzbach über 3000 €.
07.05.2010 Mit der Spende der Sparkasse kann das Magazin „vias“ mit einer Auflage von 1200 Stück veröffentlicht werden. Sie enthält wichtige Informationen zur Entstehung des Vereins sowie eine Beschreibung der ersten 26 Erdcharta-Projekte. 08.06.2010 Der Erdchartaweg wird beim Vorstand der „Werbegemeinschaft Sulzbacher Bergland“ vorgestellt und erhält die Zusage über eine finanzielle Unterstützung des Vereins.
29.06.2010 Ausstellung im Landratsamt Amberg-Sulzbach anlässlich des 10-jährigen Bestehens der weltweiten Erd-Charta zeigt der Erdchartaweg eine Ausstellung im Landratsamt. Sie wird in einem feierlichen Festakt durch den Landrat Herrn Richard Reisinger eröffnet. Unter dem Titel der Ausstellung: „Erdchartaweg - Nachhaltig leben in Amberg-Sulzbach, 26 Projekte zeigen wie es gehen kann“, werden die Projekte auf großen Ausstellungstafeln vorgestellt. 26.08.2010 Der Erdchartaweg Amberg-Sulzbach e.V. stellt einen Antrag auf Förderung durch LEADER, ein europäisches Förderprogramm.
15.10.2010 Eröffnung einer weiteren Ausstellung im Kloster Ensdorf. 15.11.2010 Vorstellung des Projektes vor dem LEADER Vorstand.
26.11.2010 Besuch im Chiemgau. Persönliches Interview mit Herrn Schweisfurth, dem Gründer der Herrmannsdorfer Landwerkstätten in Herrmannsdorf. Einladung in das Frauenkloster Chiemsee. Es empfängt uns Nicky Sabnis, ein bekannter ayurvedischer Koch. Mit ihm besuchen wir seinen Friedensgarten.
15.02.2011 Vorstellungsgespräch über das Erdchartaweg-Projekt im Landratsamt. Das Landratsamt sichert für die Umsetzung des Erdchartaweges im Landkreis eine finanzielle Unterstützung zu, denn im Leitbild des Landkreises AmbergSulzbach ist im Handlungsfeld „Bildung und Kultur“ die Einführung eines „Erdchartaweges“ als Schlüsselprojekt beschrieben. Geburtstag 04.02.2011 Vereinstreffen anlässlich des ersten Geburtstages. 06.04.2011 Der Erdchartaweg wird auf Einladung dem Agenda 21 Beirat vorgestellt.
12.04.2011 Der LEADER Antrag wird bei der LAG-Vorstandssitzung angenommen.
22.11.2011 Teilnahme an „Rio+20 vor Ort“ in Augsburg 1.Teil An der Uni Bayreuth läuft eine Forschungsstudie über die „Agenda 21 in Bayern (Erfolgsgeschichte oder Enttäuschung? 20 Jahre Engagement für eine nachhaltige Entwicklung)“.
16.11.2011 Bei einem Besuch im „Zentrum für altes und neues Wissen“ wird auch die Ausstellung „Gegen das Vergessen“ (Gedenken an Hexen- und Ketzerverfolgung um 1600 im Bereich Höchst/ Hofheim) besichtigt und ein Interview mit der Leiterin Dr. Erika Haindl geführt. 07.02.2012 Teilnahme an „Rio+20 vor Ort“ in Bayreuth 2. Teil An der Uni Bayreuth läuft eine Forschungsstudie über die „Agenda 21 in Bayern (Erfolgsgeschichte oder Enttäuschung? 20 Jahre Engagement für eine nachhaltige Entwicklung)“. 19.03.2012 Der Zuwendungsbescheid trifft ein.
14./15.07.2012 Feier zum 20-jährigen Jubiläum des Seminarhauses Deinsdorf. Von hier ging der erste Impuls zu einem Erdchartaweg aus. Februar 2013 Das Magazin zum Erdchartaweg Amberg -Sulzbach VITAS erscheint in einer Auflage von 1200 Stück
Neben den hier aufgelisteten Eckdaten gab es natürlich viele weitere schöne und wichtige Termine und Ereignisse. Vorträge, Besuche, Seminare und jede Menge wundervoller Begegnungen. Auf der Homepage www.erdchartaweg.as.de haben Sie unter dem Button „Vereinsaktivitäten“ die Möglichkeit, durch die dort angegebenen Links alles über bisherige Aktionen zu erfahren.
Die ersten 24 Projekte mit ihren speziellen, individuellen Themen sind im Folgenden unter die 16 Leitartikel der Erd-Charta gegliedert.
Artikel 1: Achtung haben vor der Erde und dem Leben in seiner ganzen Vielfalt FreeArt Geomantieschule Sandra Halter-Götz Deutscher Standort: Wappersdorf 6 | 92289 Ursensollen Tel. 09628 / 9299511 kontakt@freeart-geomantie.com www.freeart.geomantie.com
Artikel 1: Permakulturgarten Brigitte und Hans Wendl Mimbach 11 | 92256 Hahnbach Tel. 09664 / 262
Artikel 2: Für die Gemeinschaft des Lebens in Verständnis, Mitgefühl und Liebe sorgen. Mehrgenerationenhaus Illschwang Diakonieverein Illschwang-Kastl e.V. Am Kirchberg 4a | 92278 Illschwang Tel. 09666 / 188335
Artikel 2: Atelier Anne Bentrop Anne Bentrop Pfistermeisterstraße 6 | 92224 Amberg Tel. 09621 / 784242 a.bentrop@gmx.de www.anne-bentrop.de
Artikel 7: Produktion, Konsum und Reproduktion so gestalten, dass sie die Erneuerungskräfte der Erde, die Menschenrechte und das Gemeinwohl sichern. Seminarhaus Deinsdorf Irene Heiß-Eppig, Monika Ott Deinsdorf 2 | 91249 Weigendorf Tel. 09154 / 946564
Artikel 7: Der Solar Energie Förderverein Hans-Jürgen Frey Reichstraße 11 | 92224 Amberg Tel. 09621 / 320057 info@solarverein-amberg.de www.solarverein-amberg.de
Artikel 8: Das Studium ökologischer Nachhaltigkeit vorantreiben und den offenen Austausch der erworbenen Erkenntnisse und deren weltweite Anwendung fördern. Farbenwald Stadt Hirschau Freizeitpark Monte Kaolino GmbH Rathausplatz 1 | 92242 Hirschau info@montekaolino.eu www.montekaolino.eu
Artikel 9: Armut beseitigen als ethisches, soziales und ökologisches Gebot. Der „Eine-Welt-Laden“ Luitpoldplatz 6 | 92237 Sulzbach-Rosenberg
Tel. 09661 / 2011
Ansprechpartner Frau Johanna Sand, Frau Irmgard Reisima-Renner
Artikel 10: Sicherstellen, dass wirtschaftliche Tätigkeiten und Einrichtungen auf allen Ebenen die gerechte und nachhaltige Entwicklung voranbringen. Holzhandlung Stauber Georg Stauber Speckmühle 1 | 91275 Auerbach Tel. 09643 / 1264 kontakt@holz-stauber.de www.holz-stauber.de
Artikel 10: Bürgerwind Region Freudenberg GmbH Ansprechpartner: Andreas Wilczek, Heribert Wenkmann, Klaus Peter, Matthias Knab
Am Südhang 3, Ortsteil Lintach 92272 Freudenberg | Tel. 09627 / 1575 info@buergerwind-freudenberg.de www.buergerwind-freudenberg.de
Artikel 11: Die Gleichberechtigung der Geschlechter als Voraussetzung für nachhaltige Entwicklung bejahen und den universellen Zugang zu Bildung, Gesundheitswesen und Wirtschaftsmöglichkeiten gewährleisten. Goldene Galerie Simone Patzelt und Familie Hauptstraße 63 | 92242 Hirschau Tel. 09622 / 717253 simone.patzelt@googlemail.com www.goldene-galerie.de
Artikel 12: Am Recht aller - ohne Ausnahme auf eine natürliche und soziale Umwelt festhalten, welche Menschenwürde, körperliche Gesundheit und spirituelles Wohlergehen unterstützt. Besondere Aufmerksamkeit gilt dabei den Rechten von indigenen Völkern und Minderheiten. Keltenringwall am Hagfels Gemeinde Birgland Am Dorfplatz 2 | 92278 Illschwang Tel. 09666 / 913115
Artikel 12: Bow-Vision Jan und Nikola Kreissl Bogenparcours Nähe Wolfertsfeld 92262 Birgland
www.bow-vision.de
Artikel 13: Demokratische Einrichtungen auf allen Ebenen stärken, für Transparenz und Rechenschaftspflicht bei der Ausübung von Macht sorgen, einschließlich Mitbestimmung und rechtlichem Gehör Erdchartaweg Amberg-Sulzbach.e.V. info@erdchartaweg.de www.erdchartaweg.as.de
Artikel 14: In die formale Bildung und in das lebenslange Lernen das Wissen, die Werte und Fähigkeiten integrieren, die für eine nachhaltige Lebensweise nötig sind. Naturheilpraxis-Wappersdorf Verena Gerhardt-Hüttner Wappersdorf 6 | 92289 Ursensollen Tel. 09628 / 9299511
Artikel 14: asimo Stefan Kordick Forstgasse 6 | 92289 Ursensollen/Garsdorf Tel. 09628 / 923650 kordick@atemlust.de www.atemlust.de
Artikel 15: Alle Lebewesen rücksichtsvoll und mit Achtung behandeln. Bon Anima Mobile Hundeschule
Doris Oeder Deinshof 8 | 92280 Kastl Tel. 09625 / 91292 D.Oeder@gmx.de
Artikel 15: Kleintierhof Angela Ruppert und Peter Wenisch Schwenderöd 4 | 92262 Birgland Tel. 0173 / 7690068 oder 0173 / 5621975 ruppert-wenisch@freenet.de
Artikel 16: Eine Kultur der Toleranz, der Gewaltlosigkeit und des Friedens fördern. Die Textil und Kunstwerkstatt
Michaela Lasser-Kenner
Artikel 16: Oedmühle Gabriele Leonie Bräutigam & Familie Am Weinberg 2-4 | 91249 Weigendorf-Oed Tel. 09154-9148-0 info@oedmuehle.net www.oedmuehle.net
Neue Projekte 2011-2012 Eines unserer Arbeitskreistreffen am 01. August 2012 in Kastl
In diesem Jahr konnten weitere 21 Projekte gewonnen werden. Um alle Projekte zu vernetzen und dadurch die Idee der Erd-Charta zu verbreiten, finden alle 4-6 Wochen Arbeitskreistreffen statt, an denen jede/r teilnehmen kann. Hier werden Ideen ausgetauscht, gemeinsam entwickelt und ihre Umsetzung geplant. Zudem hat sich der Arbeitskreis die Aufgabe gestellt, die 16 Leitlinien für alle Menschen zugänglicher und verständlicher zu machen. Vorträge und Beiträge der einzelnen ProjektteilnehmerInnen zu verschiedensten Themen rund um die Erd-Charta sind willkommen und haben einen festen Platz in den Arbeitskreistreffen. Am 19.03.2012 ist der Zuwendungsbescheid im Rahmen der Leaderförderung beim Erdchartaweg Amberg-Sulzbach e. V. eingetroffen. Mit Hilfe der Förderung durch LEADER, können wir jetzt die nächsten Schritte auf dem Weg gehen und die Fäden des Netzes enger knüpfen. Alle die sich angesprochen fühlen, sind zu den Arbeitskreistreffen herzlich eingeladen. Die Termine der Arbeitskreistreffen können auf der Homepage unter „Vereinsaktivitäten“ oder unter info@erdchartaweg.as.de erfragt werden. Auf den folgenden Seiten stellen sich die 20 neuen Projekte vor.
Welche Artikel der Erdcharta repräsentieren wir? Art. 1a Erkennen, dass alles, was ist,
voneinander abhängig ist und alles, was
lebt, einen Wert in sich hat, unabhängig von
seinem Nutzwert für den Menschen Art. 7 Produktion, Konsum und
Reproduktion so gestalten, dass sie
die Erneuerungskräfte der Erde, die
Menschenrechte und das Gemeinwohl
Art. 14 In die formale Bildung und in das
lebenslange Lernen das Wissen, die Werte und Fähigkeiten integrieren, die für eine
nachhaltige Lebensweise nötig sind.
Krickelsdorf 9 | 92242 Hirschau Tel. 09622 / 704755 info@sonnenhof-regler.de www.sonnenhof-regler.de
Bio Sonnenhof Regler Wir sind ein nachhaltiger, zukunftsorientierter Biobetrieb zwischen Amberg und Weiden in der Nähe des „Weißen Berges“ Monte Kaolino. Als Naturlandmitglied arbeiten wir auf unseren Feldern und Wiesen biologisch und umweltverträglich. Die sorgfältige und vielfältige Anbauweise ist uns hierbei besonders wichtig. Über Photovoltaik–Technik erarbeiten wir mit Hilfe der Sonnenkraft biologisch saubere Energie, wodurch wir autark auskommen können.
Als Erlebnis-Bauernhof bieten wir auf einem großzügig angelegten Hof ideale Möglichkeiten für eine schöne Erholungszeit. Raus aus der Hektik – hinein in eine natürliche Idylle mit verschiedenen Pflanzen, alten Obstbäumen, Alpakas, Pferden, Geflügel, Hasen und vielen verschiedenen Vogelarten sowie Insekten – lernen Sie wieder langsam das Leben einzuatmen, welches Kraft gibt und inneres Gleichgewicht bringt. Für Kinder und Jugendliche eröffnet sich auf unserem Hof ein natürlicher Raum zum Lernen, selbst Ausprobieren und sich individuell zu entfalten.
Als ausgebildete Landwirtin und Erlebnis-Bäuerin erarbeite ich zu verschiedenen Themen Lern- und Spieltage. Besonders wertvoll sind hierbei „Begegnungen mit Tieren und Pflanzen“ unter Anleitung und mit informativen Hintergründen und Arbeitsmaterialien zu den verschiedenen Tierarten auf dem Hof und dem Reichtum in Flora und Fauna. Wer als Kind und Jugendlicher den Wert eines natürlichen, artengeschützten Umfeldes kennengelernt hat, kann in seinem späteren Leben auf seine Umweltbedingungen besser eingehen und eigene Umweltmaßnahmen in seinem Umfeld treffen.
Vereins-, Schul-, Kindergarten- und Krabbelgruppen sowie Seniorengruppen zu bestimmten Themen sowie Geburtstagsfeiern und Seniorenfreizeit jederzeit nach Terminabsprache möglich.
Katrin Heldrich
Biohof Heldrich Wir bewirtschaften unseren Hof in Frechetsfeld seit 1996 nach den Richtlinien von Bioland. Ökologischen Landbau praktizieren wir aus Überzeugung, das Futter für unsere Tiere und einen Teil unserer Nahrungsmittel produzieren wir selbst. Über Fruchtfolge und mit Hilfe der Tierhaltung versuchen wir möglichst viel Humus aufzubauen und somit CO2 zu binden. Ein verantwortungsvoller Umgang mit der Erde und ihren Ressourcen ist uns wichtig. Zu unserem Hof gehören neben Wäldern, Äckern und Wiesen eine Mutterkuhherde mit 40 Tieren der Rasse Gelbvieh und Fleckvieh und 2 Ziegen mit ihren Kitzen.
Sie können auch mit ihrem Obst zu uns zum Mosten kommen und bekommen dann ihren eigenen Saft. Die Vielfalt der Apfelsorten und ihr Erhalt sowie die Pflege alter Streuobstbestände liegen uns am Herzen, es finden immer wieder Kurse zum Thema Apfel bei uns am Hof statt.
Verkauf von Saft, Kartoffeln, Rindfleisch ab Hof nach telefonischer Vereinbarung.
Art. 1. Achtung haben vor der Erde
und dem Leben in seiner ganzen Vielfalt
Zusätzlich zu unseren 40 alten Obstbäumen haben wir in den Jahren 2006 - 2009 ca. 140 neue Obstbäume gepflanzt, zum großen Teil Hochstämme. Darunter finden sich alte Mostäpfel und Mostbirnen sowie Tafeläpfel, Quitten, Kirschen, Zwetschgen, Pfirsich, Eberesche und außerdem Sträucher wie Johannisbeeren, schwarze Apfelbeere (Aronia), Sanddorn und Holunder. Daraus pressen wir mit unserer eigenen Presse leckere und gesunde Säfte und vermarkten sie in der Region.
Möglichkeiten für BesucherInnen
Welche Artikel der Erdcharta repräsentieren wir?
Art. 5. Die Ganzheit der Ökosysteme
der Erde schützen und wiederherstellen, vor allem die biologische Vielfalt und die natürlichen Prozesse, die das Leben erhalten.
Biohof Heldrich
Katrin und Roland Heldrich Frechetsfeld 15 92262 Birgland Tel. 09666 / 693
Der BirglandRundwanderweg
Art.4 Die Fülle und Schönheit der Erde für heutige und zukünftige Generationen sichern.
Art. 5b Den Bestand und die Neueinrichtung von Naturschutzgebieten und BiosphärenReservaten fördern, auch von Wildnisgebieten und geschützten Ozeanen, um die Lebensgrundlagen der Erde zu schützen, biologische Vielfalt zu erhalten und unser Naturerbe zu bewahren.
Östlich von Nürnberg, zwischen Sulzbach-Rosenberg und Alfeld, erwartet die Besucher und Besucherinnen die eindrucksvolle Landschaft des Birglandes. In geheimnisvollen Wäldern geben bizarre Felsformationen der unberührten Waldlandschaft ihr besonderes Gepräge. An über 100 km markierten Wanderwegen trifft man auf die vielfältigen Zeugnisse einer Jahrtausende alten Siedlungskultur: Hügelgräber und ehemals bewohnte Höhlen, Burgruinen, Schlösser und Kirchen. Eine Besonderheit ist die reiche und seltene Pflanzenwelt mit einer Vielzahl einheimischer Orchideenarten, die in dieser Fülle einmalig ist. So ist zum Beispiel jedes Jahr im Mai nahe der Burg Lichtenegg ein Meer von „Frauenschuhen“ zu bestaunen. Aber es gibt auch lebendige Dörfer und Gemeinden, in denen es neben den unverkennbaren Zeichen des Fortschritts, wie etwa Solaranlagen auf vielen Dächern, auch noch die vielen traditionellen Feste und Kirchweihen gibt. Mit dem Birglandexpress, der von Mai bis Oktober jeden Sonntag zweimal pro Tag verschiedene Haltestellen im Birgland anfährt, ist dieses Naherholungsziel bequem zu erreichen.
Möglichkeiten für BesucherInnen Frei zugängiger Wanderweg
Gemeinde Birgland Am Dorfplatz 2 92278 Illschwang Tel. 09666 / 9131-0
Rund um Sunzendorf, Fürnried, Frechetsfeld, Schwend, Poppberg, Eckeltshof gemeinde@birgland.de www.birgland.de
Die Wilde 8 Erlebnisgartenbaubetrieb mit Streicheltieren (wird Biobetrieb) Ganzheitliche Naturerfahrung mit allen Sinnen Wechselnde Erlebnisveranstaltungen Vielfalt
Anbau von essbaren, köstlichen Blüten, interessant duftenden Kräutern, Bauerngartenblumen, außergewöhnlichen Salatsorten, besonderen Beeren, fast vergessenen Gemüsesorten, bunten Kartoffeln ... Führungen und Eseltouren auf dem Gelände und im wunderschönen Umland für Jung und Alt, für Kindergärten, Schulklassen und andere Gruppen geeignet, sehr gut auch für Menschen mit Behinderung Tiere pflegen, streicheln, füttern, putzen, führen, bestaunen, lernen und mitarbeiten ...
Die Nähe zu Tieren bereitet Spaß und Freude, Selbstvertrauen und Einfühlungsvermögen werden gefördert, Zugang zum eigenen Gefühl, Selbstwertgefühl und Selbstwertschätzung können durch Kontakt und Arbeiten mit den Tieren gestärkt werden, verlorenes Selbstvertrauen kann wieder erlangt werden und ganz nebenbei wird vieles gelernt.
„Sage es mir, und ich werde es vergessen, zeige es mir, und ich werde es vielleicht behalten. Lass es mich tun, und ich werde es können“ Konfuzius
Möglichkeiten für Besuchergruppen •	•	•	•
Abwechslungsreiches Ferienprogramm (siehe Homepage) Naturnahe Kindergeburtstage am Lagerfeuer mit Stockbrot und Lagerfeuerpizza Die Esel, Ponys, Katzen und Hunde sind gerne mit dabei
Lagerfeuerplatz mit Hütte sind auch für Privat oder Firmenfeste zu mieten, auf Wunsch mit Bio-Schlemmerbüffet und Bio-Wein
Welche Artikel der Erdcharta repräsentieren wir? Art. 1 Achtung vor dem Leben und Sorge für die Gemeinschaft des Lebens
Art. 1.1 Achtung haben vor der Erde und dem Leben in seiner ganzen Vielfalt Art. 1.2 Erkennen, dass alles was ist, voneinander abhängig ist und alles was lebt einen Wert in sich hat, unabhängig von seinem Nutzwert für den Menschen
Art. 1.3 Das Vertrauen bekräftigen in die unveräußerliche Würde eines jeden Menschen und in die Intellektuellen, künstlerischen, ethischen und spirituellen Fähigkeiten der Menschheit
Die Wilde 8 Liss Pirner und Team Hackern 8 92278 Illschwang Tel. 09666 / 188340 info@die wilde 8.de www.diewilde8.de
DONUM VITAE in Bayern e.V. In unserer Bayerischen Verfassung steht in Art. 125: „Kinder sind das köstlichste Gut eines Volkes. Jede Mutter hat Anspruch auf den Schutz und die Fürsorge des Staates.“ Es war die Sorge um das köstlichste Gut, die vor 10 Jahren zur Gründung von Donum Vitae führte, weil die katholische Kirche im Jahr 2000 aus dem staatlichen System der Schwangerenberatung ausstieg.
Den Frauen in allen Fragen und Nöten rund um Schwangerschaft und besonders in Konfliktsituationen beizustehen und Begleitung nach der Geburt anzubieten, um so dem Schutz des Lebens zu dienen, ist unsere Hauptaufgabe. Jedes „Ja“ zum Kind, das durch Beratung, Begleitung und Hilfe erreicht und gestärkt wird, ist ein Sieg für das Leben. Der Schutz für das Leben von Anfang an kann so durch die doppelte Anwaltschaft für Mutter und Kind Realität werden. Aus diesem Weg erfüllen alle Mitarbeiter/-innen von Donum Vitae den staatlichen Lebensschutzauftrag als Staatsbürger und als Christen. Auch die sexualpädagogische Präventionsarbeit von Donum Vitae für SchülerInnen und Jugendliche wird gerne angenommen. Dabei lernen junge Menschen ihren Körper besser kennen, schätzen und wissen ihn dann auch besser zu schützen.
Die Sorge um die unantastbare Würde des Menschen und sein Recht auf Leben ist nicht nur eine Aufgabe der staatlich anerkannten Schwangerenberatung. Es muss unser aller Anliegen sein, denn jedes Kind ist des vollen Einsatzes wert. Mit Moliere bin ich der Überzeugung: „Wir sind nicht nur verantwortlich für das was wir tun, sondern auch für das, war wir zu tun unterlassen. Daher danke ich für Ihr Interesse an der Lebensschutzarbeit von Donum Vitae. Nähere Informationen finden Sie im Internet.
Öffnungszeiten: Mo bis Do: 8.00 - 12.00 Uhr Mo, Mi u. Do: 14.00 - 17.00 Uhr Di: 14.00 - 18.00 Uhr Fr: 8.00 - 13.00 Uhr und nach Vereinbarung
DONUM VITAE in Bayern e.V. Ansprechpartnerin: Maria Geiss-Wittmann
Schenklstr. 4 | 92224 Amberg Tel. 09621 / 973966 | Fax 09621 / 602230 amberg@donum-vitae-bayern.de www.donum-vitae-bayern.de
Welche Artikel der Erdcharta repräsentieren wir? Art. 1 Achtung haben vor der Erde und dem Leben und seiner ganzen Vielfalt.
Art. 2 Für die Gemeinschaft des Lebens in Verständnis, Mitgefühl und Liebe sorgen.
„Eine Juralandschaft erzählt - früher und heute“ Tageswanderung in den Norden der Gemeinde Neukirchen bei Sulzbach-Rosenberg. Wir laden Sie ein, unsere reizvolle Juralandschaft im Naturpark Fränkische Schweiz – Veldensteiner Forst auf alten und neuen Wegen zu erkunden. Lassen Sie sich ein auf die Schätze der Natur, Geologie und Kultur, die wir Ihnen auf einer Wegstrecke von ca. 6 (nördliche, kleine Runde), 12 (südliche Runde) oder 18 (Gesamtstrecke) Kilometern nahebringen können.
Geheimnisvolle Eulen, versteckte Dolinen, eine sprudelnde Quelle, alte Mühlen, ein herrschaftliches Schloss, weite Buchenmischwälder, wunderschöne Orchideen, dunkle Höhlen und vieles mehr erzählen Geschichten von früher und heute, von Eigenart und Besonderheit, aber auch von Aufgabe und Veränderung. Die Frage nach dem Morgen taucht auf. Der Rundweg ist zu jeder Zeit interessant und entfaltet seinen Charme. Nutzen Sie diese Chance und lassen Sie dieses Erlebnis auf sich wirken.
Der Wanderweg ist durch eine Markierung mit einem Mehlbeerenblatt gekennzeichnet. Er startet am Sportplatz in Neukirchen. Es gibt eine reizvolle Wanderwegbroschüre, die über die Sehenswürdigkeiten am Weg informiert. Sie liegt in der Gemeinde, an den Wanderwegetafeln in der Ortsmitte von Neukirchen, am Sportplatz in Neukirchen und in der Ortsmitte von Holnstein sowie in mehreren Gaststätten aus. Bei Bedarf kann eine Führung für Gruppen durch die Ortsgruppe Neukirchen des Landesbund für Vogelschutz organisiert werden.
Welche Artikel der Erdcharta repräsentieren wir? Art. 1 Achtung haben vor der Erde und dem Leben in seiner ganzen Vielfalt
Art. 2 Für die Gemeinschaft des Lebens mit Verständnis, Mitgefühl und Liebe sorgen Art. 4. Die Fülle und Schönheit der Erde für heutige und zukünftige Generationen sichern.
Art. 5 Die Ganzheit der Ökosysteme der Erde schützen und wiederherstellen, vor allem die biologische Vielfalt und die natürlichen Prozesse, die das Leben erhalten. Art. 14 In die formale Bildung und in das lebenslange Lernen, das Wissen, die Werte und Fähigkeiten integrieren, die für eine nachhaltige Lebensweise nötig sind.
Art. 15 Alle Lebewesen rücksichtsvoll und mit Achtung behandeln.
Gemeinde Neukirchen Am Rathaus 1 | 92259 Neukirchen bei Su.-Ro. Tel. 09663 / 9130-0
Ein Weg - Viele Menschen Mit den nachfolgenden Zeilen möchte ich jeder und jedem Mut machen, sich aktiv einzubringen in unseren Erdchartaweg Amberg-Sulzbach e.V., ohne dafür ein eigenes Projekt haben zu müssen.
Seit 01.02.2010 gibt es unseren Verein Erdchartaweg Amberg-Sulzbach, bei
dessen Verwirklichung ich von Beginn an mitwirken durfte und 2. Vorsitzende bin. Dieser Weg stellt keinen Wanderweg da, wie oft irrtümlich angenommen
wird, sondern einen fiktiven Weg von einem Erdcharta-Projekt zum anderen im
Landkreis Amberg-Sulzbach und der Stadt Amberg und einen symbolischen Weg in eine nachhaltige Zukunft.
Wir haben das Glück, in unserem Land in eine friedliche Zeit hineingeboren zu sein. Nie zuvor ging es den Menschen so gut. Auf der anderen Seite befinden wir uns allerdings auch an einem Scheidepunkt, da wir heute die Weichen stellen, die das Leben nachfolgender Generationen enorm beeinflussen werden. Der technologische Fortschritt bringt uns in die Situation, auf eine Weise in unsere Natur einzugreifen, die viele, teils unabsehbare Folgen mit sich bringen, die unsere Lebensgrundlagen bedrohen. Auf der anderen Seite bieten diese Technologien aber auch Chancen, eine Abwendung dessen einzuleiten. Nun sind wir in der Verantwortung für unsere Kinder und Kindeskinder alles, was in unserer Macht steht, zu tun, um auch ihnen eine sichere und nachhaltige Zukunft zu ermöglichen.
Denken wir zurück an unsere Wurzeln und verbinden wir diesen Weg mit den technischen Innovationen und Möglichkeiten, die sich uns heute bieten. Unsere Erde ist unsere Lebensgrundlage. Diese nicht zu achten und zu schützen, würde bedeuten, uns selbst den Boden unter den Füßen wegzuziehen.
Wir stecken nicht den Kopf in den berühmten Sand, sondern ergreifen die Initiative von der Basis aus, um Veränderungen einzuleiten. Bei aller Notwendigkeit der Globalität setzen wir in unserem Landkreis auf Regionalität. Die Erdcharta als globaler Gedanke lässt sich nur vor Ort umsetzen und zwar von den Menschen, die dort leben und deshalb auch dort wirken können.
Der Wunsch nach mehr Regionalisierung bedeutet für mich nicht eine Abkehr von der Forderung, Grenzen zu überwinden, sondern das Besinnen auf die eigene Kraft, die eigene Stärke – im eigenen Umfeld. Hier bietet sich in meiner Wahlheimat, der Oberpfalz, eine entscheidende Möglichkeit der regionalen Zusammenarbeit und Vernetzung an. Es ist großartig, zu entdecken, wie viel Potential hier verborgen liegt, dessen sinnvolle Verwebung zu einem großen Ganzen zu wertvollen Synergieeffekten führt. Deshalb haben wir es uns zur Aufgabe gemacht, diese Schätze, welche unsere Projekteilnehmer bieten, der Öffentlichkeit zu präsentieren, und ich bin stolz, diesen Prozess miteingeleitet zu haben und Brigitte Bachmann Hauptstr. 8
Tel. 09666 / 95047
auch weiterhin zu gestalten.
Mein persönliches Wirkungsfeld sehe ich in der Politik, weil ich mich dort in vielen verschiedenen Bereichen einbringen kann, um unsere gemeinsame Zukunft zu gestalten. Sei es in der Bildung, bei der Chancengleichheit für Frauen, für Menschen mit Behinderung, in der Familienpolitik oder für unsere älteren Mitbürgerinnen und Mitbürger – ich möchte meine Stimme für diejenigen erheben, deren eigene Stimme von keiner Lobby getragen wird, welche aber unser gemeinsames Leben wertvoll machen. Veränderung fängt dort an, wo Menschen zusammenkommen und zusammen gestalten – ihre eigene Zukunft mit eigenen Ideen. Auch Ihre Ideen sind wertvoll. Machen Sie sich mit uns auf den Weg.
Generationenladen Holnstein
Der Generationenladen liegt mitten im Dorf und bietet eine breite Auswahl an besonderen Geschenken für junge und alte Menschen. Unsere Artikel wurden bewusst von inländischen Betrieben gewählt, die noch ein Augenmerk auf Ökologie und Nachhaltigkeit legen.
Das Programm wird ergänzt durch liebevolle Arbeiten diverser Kunsthandwerker. Man findet alte Techniken vor, z. B. handbedruckte Kissen und gebundene Besen genauso wie Modernes.
In Vergessenheit geratene Materialien, wie Emaille oder Schiefer, kommen wieder zum Einsatz und bilden eine Brücke zur aktuellen Rostdekoration und edlen Holzpräsenten. Schönes, Besinnliches und Nützliches in ländlicher Atmosphäre. Der Laden an sich ist handbemalt und mit selbst hergestellten oder restaurierten Möbeln ausgestattet. Der grüne Innenhof wird eingerahmt von einer alten Sandsteinmauer.
Gerade in der heutigen Zeit, der Zeit des Konsumdenkens, der Massenproduktion und Schnäppchenjäger ist es wichtig einen Schritt zurückzugehen und wieder vom Alten zu lernen. Bestimmte Werte wie Tradition, Nachhaltigkeit, Bezug zum Produkt und Menschlichkeit dürfen vor allem in dieser Branche nicht untergehen. Ein Geschenk ist etwas Wunderbares und wir wollen eine Gelegenheit bieten, mit Herz und Verstand zu geben.
Möglichkeiten für BesucherInnen Öffnungszeiten: Mi – Fr: 9.00 - 12.00 und 15.00 - 18.00 Uhr Sa: 9.00 - 12.00 Uhr
Art. 1 Achtung haben vor der Erde und dem Leben in seiner ganzen Vielfalt
Art. 4b Künftigen Generationen Werte, Traditionen und Institutionen weitergeben, die ein langfristiges Gedeihen der Erde und der Menschheit fördern. Art. 7 Produktion, Konsum und Reproduktion so gestalten, dass sie die Erneuerungskräfte der Erde, die Menschenrechte und das Gemeinwohl sichern.
Der Generationenladen Karin Walther Holnstein 39 92259 Neukirchen Tel. 09663 / 536
Geomantischer Wanderweg Markt Kastl Welche Artikel der Erdcharta vertreten wir besonders? Art. 1a Erkennen, dass alles, was ist, voneinander abhängig ist und alles, was lebt, einen Wert in sich hat, unabhängig von seinem Nutzwert für die Mensch. Art. 4b Künftigen Generationen Werte, Traditionen und Institutionen weitergeben, die ein langfristiges Gedeihen der Erde und der Menschheit fördern.
Art. 8b Das überlieferte Wissen und die spirituelle Weisheit aller Kulturen, die zu Umweltschutz und menschlichem Wohlergehen beitragen, anerkennen und bewahren.
Art. 14d Die Bedeutung der moralischen und spirituellen Bildung für einen nachhaltigen Lebensstil anerkennen
Die Intention geomantischer Arbeit ist die ganzheitliche Entwicklung von Lebens-Räumen und allen damit in Verbindung stehenden Lebewesen. In diesen energetischen Prozessen stellen die Kräfte der Natur das Bindeglied zwischen der „äußeren“ (gegenständlichen) und der „inneren“ (geistig-seelischen) Welt dar.
Mit großem Interesse und viel Freude erforschten wir im Laufe eines Jahres die vielschichtige Ortsidentität von Kastl und dessen unmittelbarer Umgebung. Neben Landschaftsformen, Historie, Flurnamen, Tier- und Pflanzenwelt wurde auch der „nicht sichtbare“ Ausdruck des Ortes („genius loci“) untersucht und interpretiert. An zehn „Schlüsselplätzen“ konnten wir besonders gut mit dem Ort in Verbindung treten. Durch die Aneinanderreihung dieser Kraftplätze entstand ein Wanderweg der besonderen Art. Die Begehung dieses „Energieweges“ kann sowohl für Kastl als auch für die Wanderer wertvolle Erkenntnisse liefern und entscheidende Entwicklungsprozesse in Gang bringen.
In einem Handbuch sind neben Details zum Entstehungsprozess die einzelnen Ortsqualitäten aber auch Sehenswürdigkeiten und Kostbarkeiten anschaulich und lebendig beschrieben. Zusätzlich markiert eine übersichtliche Landkarte die teilweise versteckten Orte wie etwa die Quelle, die „Geißkirche“ oder die Ölberggrotte. Die Schweppermannsburg im benachbarten Pfaffenhofen ist ebenso Schauplatz wie die Klosterkirche mit dem Grabmal der kaum dreijährigen Prinzessin Anna. Durch diese liebevolle Arbeit wird die Erde in ihrer allumfassenden Gestalt gewürdigt.
Geomantischer Wanderweg Markt Kastl Studenten des Lehrgangs für „Free-Art-Geomantie“ in Wappersdorf/Obpf. (Ausbildungsjahrgang 2009 - 2011) Markt Kastl in der Oberpfalz www.geomantie_in_kastl.de
Grubenfelder Leonie Durch die langjährige Nutzungsruhe entwickelte sich in dem ehemaligen Bergbaugelände eine bayernweit bedeutende Tierwelt mit europaweit gefährdeten Arten. Seit Mai 1996 ist das Gelände als Naturschutzgebiet „Grubenfelder Leonie“ ausgewiesen, insbesondere wegen der sehr bedeutenden Amphibienbestände von Kammmolch, Gelbbauchunke und Laubfrosch.
Etwa 570 Tier- und Pflanzenarten kommen auf diesem bayernweit einmaligen Gelände vor, davon stehen über 100 Arten auf der Roten Liste Bayerns (z.B. Steinschmätzer, Raubwürger, Eisvogel, Kleine Binsenjungfer, Sumpfstorchschnabelbläuling). Ein reichhaltiges Mosaik aus Acker- und Wiesenbrachen, Pioniergehölzen, Magerrasen, Misch-, Nadelwälder, natürlichem Bachlauf, Quellen und Erdeinbrüchen kennzeichnen das Naturschutzgebiet.
Beweidung: Ohne Eingriffe würde sich das Gelände im Laufe der Jahre wieder bewalden. Sehr viele seltene Vogel-, Amphibien- und Insektenarten sind aber auf freie Flächen angewiesen. Deswegen wird das Gebiet seit Juni 2000 ganzjährig beweidet, zunächst mit Heckrindern, rückgezüchteten Auerochsen, seit Sommer 2006 auch mit Exmoor-Ponys Mit den angesiedelten Auerochsen ist das Wappentier der Stadt Auerbach wieder zum Leben erwacht. Aus der kombinierten Beweidung mit Rindern und Pferden wird eine gleichmäßigere Nutzung des Offenlandes erwartet, da sich die Pferde von ausgewählten Gräsern ernähren und eine etwas andere Funktionsstelle im Ökosystem einnehmen als die Heckrinder.
Führungen durch das Naturschutzgebiet finden in regelmäßigen Abständen oder auf Anfrage mit einer Fachkraft statt. Die Termine werden in der örtlichen Presse bekannt gegeben. Weitere Informationen gibt es unter der Tel. 09154 / 946684, Bernhard Moos.
Grubenfelder Leonie
Eigentümer der Flächen: Landesbund für Vogelschutz in Bayern e.V. (LBV) – Verband für Arten- und Biotopschutz, Kreisgruppe Amberg/Amberg-Sulzbach, Stadt Auerbach i. d. Opf.
Welche Artikel der Erdcharta repräsentieren wir? Art. 1 Achtung haben vor der Erde und dem Leben in seiner ganzen Vielfalt.
Artikel 1a: Erkennen, dass alles, was ist, voneinander abhängig ist und alles, was lebt, einen Wert in sich hat, unabhängig von seinem Nutzwert für die Menschen. Art. 5 Die Ganzheit der Ökosysteme der Erde schützen und wiederherstellen, vor allem die biologische Vielfalt und die natürlichen Prozesse, die das Leben erhalten.
Art. 5 b Den Bestand und die Neueinrichtung von Naturschutzgebieten und Biosphären-Reservaten fördern, auch von Wildnisgebieten und geschützten Ozeanen, um die Lebensgrundlagen der Erde zu schützen, biologische Vielfalt zu erhalten und unser Naturerbe zu bewahren. Artikel 5 c: Die Erholung gefährdeter Artenbestände und Ökosysteme fördern.
Träger: Weideprojekt Leonie e.V., Hunas 2 | 91224 Pommelsbrunn
Beweidungsprojekt im Naturschutzgebiet „Grubenfelder Leonie“ in Auerbach i. d. Opf. mit Auerochsen und Exmoor-Ponys
Hopfenmuseum Illschwang Was wenige wissen: In Illschwang im Landkreis AmbergSulzbach in der Oberpfalz lag einst eines der kleinsten Hopfenanbaugebiete der Welt.
Heute kann man in dem 1990 mit dem europäischen Dorferneuerungspreis ausgezeichneten Ort auf „Hopfenspurensuche“ gehen. In einem alten Hopfenstadel wurde von der Gemeinde und dem Gartenbauverein, ein kleines aber feines Hopfenmuseum eingerichtet. Geräte, Bilder und Dokumente zeigen die Entwicklung des Hopfens vom Anbau bis zur Ernte und zur Verarbeitung. Teil dieses Hopfenmuseums ist auch ein liebevoll vom Gartenbauverein gepflegter Hopfengarten mit angrenzendem Blumengarten. Höhepunkte dort sind die Hopfenernte und das Hopfenfest, bei dem das aus Illschwanger Bio-Hopfen gebraute Bier zum Ausschank kommt. Ebenso dazu gehört ein kleiner mit einer Hopfendolde markierter Rundweg durch das vielfach prämierte Dorf, bei dem man die Geschichte des fast tausendjährigen Ortes kennen lernen kann.
Möglichkeiten für BesucherInnen Öffnungzeiten Museum: von Mai bis Oktober jeden Sonntag von 14 - 17 Uhr Für Gruppen jeder Art und Größenordnung können auch gesonderte Termine zu jedem anderen Zeitpunkt vereinbart werden.
Art. 4 Die Fülle und Schönheit der Erde für heutige und zukünftige Generationen sichern.
Art. 5 Die Ganzheit der Ökosysteme der Erde schützen und wiederherstellen, vor allem die biologische Vielfalt und die natürlichen Prozesse, die das Leben erhalten.
Hopfenmuseum und Hopfengarten Illschwang Gemeinde Illschwang und Gartenbauverein Illschwang Ansprechpartner: Herbert Nägerl
Ulrichstraße | 92278 Illschwang Tel. 09666 / 9131-0 (Gemeinde Illschwang) Tel. 09666 / 188272 (Herbert Nägerl)
gemeinde@illschwang.de | www.illschwang.de
Keramikwerkstatt Grüner Baum Ich komme aus der Arbeit mit Behinderten und habe meine Ausbildung als Töpferin in Holland gemacht. Mein Leben und meine Arbeit sind seit nunmehr 30 Jahren eng miteinander verwoben.
In meinem Haus in Mittelreinbach befindet sich meine Werkstatt mit Atelier, wo ich Geschirr, Gartenobjekte, Lampen, Schmuck und Skulpturen, teilweise mit speziellen Bränden herstelle.
Ich gebe Töpferkurse für Kinder ab vier Jahren und für Erwachsene, daneben auch Fastenkurse mit dem Schwerpunkt Ernährung und Wandern in der heimischen Natur. Bei mir lernen Menschen, wie viel Freude es macht, etwas von Anfang bis zum Ende selber herzustellen. Ich zeige ihnen auch, wie man aus selbst angebautem Gemüse einfaches und doch schmackhaftes, gutes Essen kochen kann, und wie man mit bescheidenen Dingen ein sehr zufriedenes Leben ohne Stress leben kann. Ich möchte das Gute und Schöne, das ich in meinem Leben bekommen habe, weitergeben. Ich glaube, dass die Natur für uns immer ein Kraftfeld sein kann.
Ich mache Ausstellungen, habe aber keine festen Öffnungszeiten. Man kann bei mir einfach anrufen und vorbeikommen.
Welche Artikel der Erdcharta repräsentieren wir? Art. 4 Die Fülle und Schönheit der Erde für heutige und zukünftige Generationen sichern.
Art. 7 Produktion, Konsum und Reproduktion so gestalten, dass sie die Erneuerungskräfte der Erde, die Menschenrechte und das Gemeinwohl sichern.
Mittelreinbach 21 92259 Neukirchen Tel. 09663 / 1088
http://ulrike-fuchs.wix.com/keramik-kunst-kurse
Klosterkirchenführung Die ehemalige Klosterkirche mit ihrem angrenzenden Klostergebäude in Kastl ist ein mittelalterliches Kulturgut, das alle großen Baustile in sich vereint. In der Natur des Lauterachtales eingebettet, gilt es als Wahrzeichen unseres Ortes, mit dessen Erhalt man sich schwer tut.
Klosterkirchenführung Kastl in der Oberpfalz Sabine Palesch Hochholzstr.9 92280 Kastl Tel. 09625 / 1325
In ihren Mauern lebt Geschichte, aus der wir Wissen für die Zukunft nehmen können. Dies versuche ich in meinen Führungen zu vermitteln. Mein Anliegen ist es, solche Kulturgüter wie in Kastl zu erhalten und sie vor dem Verfall zu schützen
Führungen von April - Oktober. Jeden zweiten und vierten Sonntag im Monat um 15.00 Uhr. Führungen auch außerhalb der Zeiten nach Absprache möglich.
palesch@kastl.de
Welchen Artikel der Erdcharta repräsentieren wir? Art. 4 die Fülle und Schönheit der Erde für heutige und zukünftige Generationen sichern.
Art. 14 In die formale Bildung und in das lebenslange Lernen, das Wissen, die Werte und Fähigkeiten integrieren, die für eine nachhaltige Lebensweise nötig sind.
Naturspielplatz „Abenteuerland“ Etzelwang Im Rahmen der Dorferneuerung wurde ein Naturspielplatz am Freibad Etzelwang angelegt. Die Konzeption sieht vor, dass unsere Kinder die Elemente Erde, Wasser und Luft spielerisch erfahren können. Ein kleiner Bachlauf lädt ein zum Staudammbau. Eine Hängebrücke und eine Kletterwand führen in luftige Höhen. Zum Entspannen und Träumen steht die Vogelnestschaukel bereit und im Buddelhaus können die Kinder mit verschiedenen Sand- und Steinarten spielen.
Der Spielplatz wurde von einer Elterninitiative in viel Eigenleistung angelegt und durch die Gemeinde und das Amt für ländliche Entwicklung gefördert. Großer Wert wurde auf den Erhalt des alten Baumbestands und die Verwendung natürlicher Materialen gelegt, welche vollständig aus der Gemeinde bzw. unmittelbaren Umgebung stammen. So stammt das Robinienholz aus Etzelwang und Sulzbach-Rosenberg und wurde von den Eltern selbst geschlagen. Die verwendeten Bruchsteine stammen von Bauern aus der Gemeinde Etzelwang. Die Ruhebänke bestehen aus dem Kirwa-Baum von 2010 und wurden von den Kirwaleuten selbst angefertigt.
Welchen Artikel der Erdcharta repräsentieren wir? Art. 14 f Lokale Gemeinschaften stärken und ihnen ermöglichen, ihre Umwelt zu schützen.
Gerade unsere Kleinsten sind sensibel für lustlos aus dem Katalog zusammengekaufte Massenware. Derartige Spielgeräte üben wenig Reiz auf die Kinder aus und verführen nicht zum Entdecken und Spielen. Kinder wollen keine geometrischen Formen, „schief ist schön“ lautet vielmehr das Motto. Und Kinder wollen sich auch mal so richtig schmutzig machen können. Zusammen mit unserer Planerin wollten wir daher keinen 08/15-Spielplatz erstellen, sondern einen, der sich an den Bedürfnissen der Kinder ausrichtet. Der Erfolg gibt uns Recht. Bis aus Sulzbach-Rosenberg reisen Familien an, um den Spielplatz zu besuchen.
Naturspielplatz „Abenteuerland“ Etzelwang Gemeinde Etzelwang	Schulstr. 7 | 92268 Etzelwang Tel. 09663 / 91300 berr@vg-neukirchen.de www.etzelwang.de
Welchen Artikel der Erdcharta repräsentieren wir? Art. 5 Die Ganzheit der Ökosysteme der Erde schützen und wiederherstellen, vor allem die biologische Vielfalt und die natürlichen Prozesse, die das Leben erhalten.
Pürschläger Tal Gemeinde Ammerthal Kulturbeauftragter Dieter Strobel Mühlweg 16 a 92260 Ammerthal Tel. 09628 / 9233-0 gemeinde@ammerthal.de www.ammerthal.de
Waldgebiet westlich von Ammerthal, nahe Pürschläg
Das Pürschläger Tal, so der richtige Name, ist eines von drei Trockentälern, westlich von Ammerthal gelegen, das sich nicht nur durch seine Länge und Breite, sondern auch durch seine natürlichen Besonderheiten hervorhebt.
Mit seinen Felsformationen zeigt das Tal einen beschaulichen Anblick über den Rückzug des Wassers aus den Urmeerzeiten. Seine reich vorhandenen Blumenteppiche aus Leberblümchen, die insbesondere im Vorfrühling auf den zur Sonne geneigten Talseiten in Erscheinung treten, gaben dem Tal seinen besonderen Namen: „Tal der blauen Blumen“. Auch für die heimischen Vogel- und Wildarten bietet es hervorragenden Lebensraum und Rückzugsgebiete. Als Ausläufer der Fränkischen Alb gilt das Pürschläger Tal als besonders wasserreich und somit auch als Quellgebiet des Ammerbachs, der in östliche Richtung fliesend, immer besser zum Vorschein kommt. Der Wasserreichtum wird auch als natürlicher Brunnen genutzt (Pumpstation), von wo aus mehrere Orte mit reichlich Trinkwasser versorgt werden. Eine weitere Besonderheit ist eine steil aufragende Felsenwand, die „Rote Wand“, die Freizeitkletterern aus Nah und Fern eine sportliche Abwechslung bietet. Aus der jüngeren Geschichte ist in der Ammerthaler Chronik vermerkt, dass es einen so genannten Kriegsbach gab, dessen Flussbett bis heute noch sichtbar ist. Sein Name stammt von einer Eigenheit her, die besagt, dass er jeweils vor Beginn eines Krieges Wasser führt, dass aber später wieder total verschwindet. Mit seinen Besonderheiten bietet das Pürschläger Tal für alle BesucherInnen zu jeder Jahreszeit viel Abwechslung und ist auch außerhalb der Leberblümchen-Blütezeit einen Besuch wert.
Auf Anfrage kann für Gruppen eine Führung organisiert werden.
Tanja Meier, Nicole Forster
wohnraum gestalten Wir sind spezialisiert auf Wohnraumgestaltungen. Hier kann es sich um einzelne Elemente, wie eine Wandgestaltung , bis hin zu kompletten Projekten (mit der Planung von Wand, Boden, Möbel, Accesoires usw.) handeln. Das Besondere bei strabello ist, dass der Kunde auf Wunsch alles aus einer Hand bekommt. Von der Beratung und Planung bis hin zur Ausführung . Und soweit es möglich ist, unter Verwendung hochwertiger möglichst natürlicher Produkte wie Naturfarben, Holzböden, Massivholzmöbel und Naturmatratzen. Wir legen viel Wert auf nachhaltige Produkte mit gutem Design. Viele Materialien sind streng Schadstoff kontrolliert und/oder tragen ein Ökosiegel. Die Meisten unserer Hersteller sind seit Jahrzehnten auf dem Markt, stammen aus Deutschland oder dem nahen Ausland wie Österreich und der Schweiz und produzieren an diesen Standorten. Z. B. leistet unser Matratzenlieferant seit Gründung 1988 durch zwei Biologen Pionierarbeit im Bereich streng Schadstoff kontrollierter Matratzen und Bettwaren und produziert mit hohem Anspruch an Komfort und Qualität. Unser Kundenkreis setzt sich nicht nur aus rein ökologisch denkenden Menschen zusammen, sondern auch aus denen, die sich mit dieser Form des Denken und Handelns noch nicht auseinandergesetzt haben. Diese Kunden schätzen die tolle Ausstrahlung und die angenehme Haptik der Materialien, sowie die geschmackvolle Beratung durch uns.
Wir kommen beide aus branchenfremden Berufen, in denen wir persönlich keine Perspektiven mehr sahen. Inspiriert durch den Besuch bei einer Bekannten, welche ein Korkbodengeschäft führte, gründete ich, Tanja Meier, 1998 die Firma Korpadoor als Kork- und Parkettstudio, welche 2007 in strabello – wohnraum gestalten umbenannt wurde. Angestoßen durch Kundenwünsche nahmen wir kurz nach Gründung Naturfarben in das Angebot auf. Das Ausprobieren dieser Materialien begann und macht noch immer sehr viel Spaß. Diese ursprünglichen Produkte zu verarbeiten, welche auch heute noch z. B. im Denkmalschutz eingesetzt werden, weckte unser Interesse an ökologischen Waren und wir konnten das Sortiment damit in fast allen Bereichen erweitern.
Welche Artikel der Erdcharta repräsentieren wir? Art. 7d Die vollen ökologischen und sozialen Kosten von Gütern und Dienstleistungen in den Verkaufspreis einbeziehen. Den Verbrauchern dadurch ermöglichen, die Produkte mit den höchsten ökologischen und sozialen Standards zu erkennen.
Art. 10c Sicherstellen, dass der gesamte Handel zum nachhaltigen Gebrauch der Ressourcen, zum Umweltschutz und zu fortschrittlichen Arbeitsbedingungen beiträgt.
Tanja Meier, Nicole Forster und Team Fuggerstraße 36 | 92224 Amberg Tel. 09621 / 420 555 info@strabello.de www.strabello.de
Welchen Artikel der Erdcharta repräsentieren wir? Art. 14 d Die Bedeutung der moralischen und spirituellen Bildung für einen nachhaltigen Lebensstil anerkennen.
Trauer erleben und Abschied gestalten Über das Sterben, den Tod und die Trauer hat jeder Mensch seine ganz eigene Philosophie. Sterbe- und Trauerprozesse und der Umgang damit gestalten sich individuell und einzigartig wie unser Fingerabdruck. In der heutigen Gesellschaft hat das Thema Tod wenig Raum und wird gerne verdrängt. Der Tod existiert am Rande unseres Bewusstseins, ohne Integration ins Leben. Sterben soll still und leise vor sich gehen.
Indigene Völker begreifen den Tod nach wie vor als Teil des Lebens. Unsere Gesellschaft sieht den Tod dagegen als Abschluss eines auf Erfolg ausgerichteten Daseins. Er schneidet uns somit vom Leben ab. Bei den Hinterbleibenden entstehen oft emotionale Abgründe und eine tiefe Leere. Passende Abschiedsrituale und Trauerarbeit helfen den Betroffenen, die Beziehung zum Verstorbenen umzuwandeln, auf eine neue Ebene anzuheben und weiterzuführen.
Möglichkeiten Trauer erleben und Abschied gestalten Andrea Seitz Heilpraxis für Psychotherapie Kieferstraße 9 92275 Neukirchen Tel. 09663 / 2015930
Ich biete Ihnen in meiner Praxis einen geschützten Rahmen und professionelle Hilfe, um Ihrem Schmerz Ausdruck zu verleihen und einen Sinn zu geben. Mein Anliegen ist es, in dieser besonderen Situation, Halt und Sicherheit zu geben, damit Sie Mut und neue Kraft für Ihren weiteren Lebensweg entwickeln können. Trauerbegleitung, Trauertherapie, Krisenintervention und Sterbebegleitung.
WasserWanderWeg Den Wasserwanderweg der Amberger Stadtwerke findet man in reizvoller Umgebung auf dem Maria-Hilf-Berg. In dieser herrlichen Landschaft rund um die barocke Wallfahrtskirche aus dem 17. Jahrhundert wurde am 18. Mai 2006 der Amberger Wasserwanderweg eingerichtet.
Übersichtlich strukturiert, mit dem Maskottchen „Flossi“ als Wegweiser, findet sich der Wanderer gut zurecht und wird von Station zu Station geleitet. So erfährt er, wie wichtig gut 100 Jahre neuere Geschichte der Wassererschließung in der Stadt für die Bürger gewesen sind. Amberg hat seit alters her dem Wasser viel zu verdanken. Die Vils war als Transportweg der Lebensnerv Ambergs. Zudem war Wasser schon seit tausenden von Jahren ein wichtiges Kriterium für die Gründung von Siedlungen. Später, als Amberg und die Region als Ruhrgebiet des Mittelalters galten, wurde der Warenverkehr, wie etwa die abgebauten Erze, auf dem Wasser abgewickelt. Der Wasserwanderweg erinnert an die Bedeutung des Wassers als wertvollstes Lebensmittel.
Er soll interessierten Besuchern, ob groß oder klein, aufzeigen, wie wichtig das Lebenselixier Wasser ist und welche Qualität die Amberger Stadtwerke liefern. Insbesondere Kinder sollen schon früh richtig mit diesem wertvollen Gut umgehen können. Neben der Thematisierung im Unterricht besuchen die Klassen dann im praktischen Teil den Wasserwanderweg.
Er startet an einem alten Brunnen, dem Lindenbrünnerl, weiter geht’s zum Kräuterbrünnerl und zu den Hochbehältern. Der nächste Hochbehälter liegt auf 525 Metern Höhe über dem Meeresspiegel und hat ein Fassungsvermögen von 500 Kubikmeter. Der Jesuitenbrunnen, Station Nummer 5, speiste die Brauerei im Maltesertrakt unten in der Stadt, die die Jesuiten betrieben. Dann wird es technisch, denn an einer Wegegabelung stehen Schilder, die man im Alltag oft sieht und deren Bedeutung an dieser Station erklärt wird. Sie verweisen auf Wasserleitungen, Absperrschieber oder Hydranten. Ein historischer Wasserbehälter aus dem Jahre 1929 wurde in dem Weg ebenso integriert wie der moderne Hochbehälter der 1991 gebaut wurde und 2500 Kubikmeter fasst. Den Abschluss bildet ein echtes Highlight, nämlich das alte Amberger Pumpwerk „Am Anger“, das 1893 in Betrieb ging. Heute haben es die Stadtwerke zu einem kleinen Museum rund um das Thema Amberger Wasserversorgung umgestaltet. Der zugehörige Hochbehälter wird sogar heute noch genutzt.
Kostenloser WasserWanderWeg für Vereine und Schulen mit Besuch des kleinen Wassermuseums. Kostenlose WasserWanderWeg-Karte zur eigenen Begehung.
Stadtwerke Amberg Versorgungs GmbH Ansprechpartnerin: Frau Karoline Gajeck-Scheuck
Gasfabrikstraße 16 | 92224 Amberg Tel. 09621 603 / 450 | Fax 09621 603-499 karoline.gajeck@stadtwerke-amberg.de www.wasserwanderweg-amberg.de
Gebrauchtwarenmarkt Werkhof Seit 1. April 2006 gibt es die diakonische Einrichtung in SulzbachRosenberg, die Werkhof Amberg-Sulzbach gemeinnützige G.m.b.H. Zielsetzung dieser Beschäftigungsgesellschaft ist die Integration von arbeitslosen Menschen, insbesondere von behinderten Personen-gruppen. Der Werkhof erfüllt hiermit Aufgaben der Diakonie der Evang.Luth. Kirche in Bayern.
Kernstück der Angebotspalette des Werkhofes Amberg-Sulzbach ist der Gebrauchtwarenmarkt. Gebrauchtware jeglicher Art wird im Verkaufsraum in der Hauptstrasse 40 in Sulzbach-Rosenberg angeboten, und zwar für Jederfrau und Jedermann. Was bei vielen BürgerInnen aus dem Haus oder Laden muss, kann beim Werkhof Amberg-Sulzbach neue Interessenten finden. Möbel, Elektroartikel, Flohmarktartikel, Bücher u. v. m. werden zu vernünftigen Preisen angeboten. Gleichzeitig werden dadurch Beschäftigungsmöglichkeiten für ehemals arbeitslose Personen geschaffen. Aber auch der Aspekt der Müllvermeidung - durch Rückführung der Gegenstände in den Wirtschaftskreislauf – spielt eine wichtige Rolle. Die BürgerInnen wissen, dass durch ihre gespendeten, gebrauchten Waren zwei wichtige Ziele erreicht werden: Soziales Engagement durch Schaffung von Beschäftigungsmöglichkeiten für langzeitarbeitslose (insbesondere behinderte) Personen und Umweltschutzengagement durch Müllvermeidung und Wiederverwertung.
Möglichkeiten für BesucherInnen Öffnungszeiten: Montag - Freitag 10 - 18 Uhr
Welche Artikel der Erdcharta repräsentieren wir? Art. 3a Sicherstellen, dass die Menschenrechte und Grundfreiheiten überall gewährleistet werden und jeder Mensch die Chance bekommt, seine Begabungen voll zu entfalten. Art. 3b Soziale und wirtschaftliche Gerechtigkeit fördern, die es allen ermöglicht, ein materiell gesichertes und erfülltes Leben zu führen, ohne dabei ökologische Grenzen zu verletzen.
Silvia Zitzmann
Werkhof Amberg-Sulzbach Ansprechpartnerin: Silvia Zitzmann Hauptstraße 40 92237 Sulzbach-Rosenberg Tel. 09661 / 814 890
Themen & Denkanstöße
Wendezeit und Zeitenwandel
Die Spatzen pfeifen es von den Dächern, egal wo wir hin-
schauen oder hinhören. Die Medien sind voll von Berichten über politische Unruhen, Wirtschaftskrisen, Umwelt- und
Naturkatastrophen. Man liest über Hardcore-Methoden wie
zum Beispiel die Agrar-Investments oder andere zerstörerische Kapitalraubzüge grausamster Art durch die Natur. Die, die heutzutage Milliarden besitzen, schaffen und sichern
sich damit die Kontrolle und die Produktionsgrundlagen der Zukunft. Geht es wirklich so lange weiter, bis wir endgültig feststellen, dass wir Geld nicht essen können?
Was passiert da gerade eigentlich? Ist das alles schon immer so gewesen oder ist das jetzt der „große Wandel“? Eines jedenfalls ist sicher: Wir selbst sind es, die
entscheiden was ist und was sein wird. Jeder Einzelne von uns ist aufgerufen für
sich und vor sich selbst Rechenschaft abzulegen. Die Eigenverantwortung zu über-
nehmen für das, was in Zukunft auf diesem Planeten geschieht und wie unser zukünf-
tiges Leben aussehen wird. Ein bisschen mehr Leichtigkeit, ein bisschen mehr Freude, ein bisschen mehr Liebe – es ist der Zeitgeist der Menschen und der Erde, welcher
auf einen Paradigmenwechsel hinweist, und das nicht erst seit den Massenprotesten.
Der Wind des Wandels, der Spirit 2012, erreicht die Erde zunehmend. Mehr und mehr Menschen rund um den Erdball realisieren, dass sie das, was gerade um uns herum geschieht, so nicht wollen. Der Schleier der Illusionen fällt. Lügen, Korruption,
Ungerechtigkeit und gnadenlose Zerstörung unserer Lebensgrundlage, der Erde, zugunsten einiger Weniger? Nein, danke!
Wie ist ihre persönliche Vision einer friedlichen Welt, und was tragen Sie dazu bei, zum Zeitenwandel? Steter Tropfen höhlt den Stein: •
sich in Netzwerken zusammenschließen
Visionen, wie wir Menschen leben wollen
in irgendeiner Form aktiv zur Wendezeit beitragen
und gemeinsam an einer globalen Partnerschaft zur Schaffung einer gerechten, nachhaltigen und friedlichen Weltgesellschaft arbeiten.
Jeder kann etwas beitragen ...
und dann kann sie kommen ... und gelingen ...
Verena Gerhardt-Hüttner
Im Raum des Berührtseins von Gertrud Royer
versuch einer näherung
Ja so ist das nun, wenn die Basisarbeit wieder in den Vordergrund gerückt wird, die Basis soll dann auch
was tun. Zum Beispiel kann sie schreiben, über ihre
Projekte. Sie kann und soll beitragen zur Gestaltung des neuen Vitas.
Mein Beitrag sind Worte. Mit Worten möchte ich auch ein wenig auf dem Erdchartaweg gehen.
Wichtig ist mir in jedem Fall, sie sollen berühren,
die Worte. Sie sollen helfen in den Raum des Berührtseins einzutreten.
Ich stell ihn mir blau vor, den Raum des Berührtseins. Mit blauem Licht durchflutet, blaues Licht, das sich an den Grenzen des Raumes, der von unendlicher
Tiefe ist, verdichtet und überleitet in die Grenzenlosigkeit. So stell ich ihn mit vor. Für eine Andere,
einen Anderen mag es eine Blumenwiese sein, im
Abendlicht, über die Schmetterlinge gaukeln oder ein Lied.
Berührt sein und dann den nächsten Schritt zu tun - Richtung Wende oder Wandel, so ist auch meine persönliche Vorstellung vom Erdchartaweg.
Und wie komme ich nun in den Raum des Berührt-
seins? Ich weiß es nicht. Es kennt jeder. Manchmal ist er einfach da, manchmal gar nicht. Ganz gewiss hat es mit einer offenen Haltung zu tun, eintreten
zu wollen in diesen Raum, in dem die Schritte des Wandels leichter gehen und eine Verbindung zu anderen Menschen da ist.
Aus: wendepunkte
von Gertrud Royer
wende 1	wende 2 für den pfannkuchen	die qualität liegt der wendepunkt	der landung in der luft	eines pfannkuchens dann	ist nicht allein wenn er nicht mehr haftet	vom wendepunkt bestimmt wenn er die schwere pfanne verläßt	dieser steht bereit wenn er frei schwebt	pfannkuchen ja es dauert nur einen moment	pfannkuchen nein der fall ist gewiss	pfannkuchen heute doch dann	pfannkuchen morgen ist die andere seite oben	entscheidend wenn alles gut läuft	ist der koch der die pfanne erstmal vom ofen erhebt und bereit ist sie in schwung zu versetzen der rest ist übung
Stufen Wie jede Blüte welkt und jede Jugend Dem Alter weicht, blüht jede Lebensstufe, Blüht jede Weisheit auch und jede Tugend Zu ihrer Zeit und darf nicht ewig dauern. Es muß das Herz bei jedem Lebensrufe Bereit zum Abschied sein und Neubeginne, Um sich in Tapferkeit und ohne Trauern In andre, neue Bindungen zu geben. Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne, Der uns beschützt und der uns hilft, zu leben. Wir sollen heiter Raum um Raum durchschreiten, An keinem wie an einer Heimat hängen, Der Weltgeist will nicht fesseln uns und engen, Er will uns Stuf‘ um Stufe heben, weiten. Kaum sind wir heimisch einem Lebenskreise Und traulich eingewohnt, so droht Erschlaffen, Nur wer bereit zu Aufbruch ist und Reise, Mag lähmender Gewöhnung sich entraffen. Es wird vielleicht auch noch die Todesstunde Uns neuen Räumen jung entgegen senden, Des Lebens Ruf an uns wird niemals enden... Wohlan denn, Herz, nimm Abschied und gesunde! Herrmann Hesse
Der Garten des Friedens von Nicky Sitaram Sabnis
Auf einem Hügel am Chiemsee, zwischen Breitbrunn und Gstadt, findet man ihn. Den Garten des Friedens. Der indische Koch Nicky Sabnis hat diesen Ort mit Hilfe von Freunden geschaffen, um an den Frieden zu erinnern. Der Garten ist nicht groß, er ist nicht imposant, aber deshalb nicht minder beeindruckend. Jeder der vorbeikommt ist eingeladen anzuhalten, innezuhalten.
Beim Betreten des Gartens kann man die Stille hören. Von der Bank aus blickt man über den Chiemsee, es riecht nach Natur und Leben. Verschiedene heimische Baum- und Buschsorten umgeben den Friedensgarten und in seinem Zentrum befindet sich eine mit Pflanzen und Steinen gestaltete, liegende Acht. Bei genauer Betrachtung entdeckt man auf 12 Steinen in 12 verschiedenen Sprachen das Wort Frieden. In der Mitte der Acht ist neben einem Apfelbaum eine Steinpyramide aufgeschichtet. Viele Steine tragen einen Wunsch, eine Botschaft oder ein Wort des Dankes und täglich werden es mehr. Jeder Besucher ist eingeladen, einen Stein mit seinem Anliegen dazuzulegen.
Frieden muss gepflegt, behütet und geschützt werden. Gerade so wie ein Garten. Und jeder kann etwas dazu tun. Jeder auf seine Weise und nach seinen Möglichkeiten. Daran soll der Garten des Friedens erinnern. Er gibt keine Meinungen oder Ratschläge vor. Man sollte sich Zeit nehmen für den Besuch, für eigene Gedanken und Gefühle und auch die kleinen Dinge beachten, die man im Leben so oft übersieht. Es wird immer anders sein, aber es wird immer etwas sein.
„Friede kommt, wenn wir ihn nicht nur als ein Ziel betrachten, sondern ihn im eigenen Herzen tragen als unseren Wegbegleiter.“ Mit diesen Worten eröffnete Nicky Sabnis am 05. Juli 2008 die Einweihungsfeier des Friedensgartens. Nicky Sitaram Sabnis ist ayurvedischer Koch. „Ein Hindu im Frauenkloster?“ Unmöglich, hieß es zuerst, aber dann durfte er vorkochen. Und er muss wohl sehr überzeugend gewesen sein, denn seit 1998 arbeitet er als Koch und Dozent in der Abtei Frauenwörth auf der Fraueninsel im Chiemsee und zählt mittlerweile zu den 25 ungewöhnlichsten Köchen der Welt.
In Gstadt am Chiemsee ist er fast schon so etwas wie eine Legende: Nicky Sabnis, der indische Koch in der Abtei Frauenwörth. Als im November 2011 eine Delegation des Erdchartavereins Amberg-Sulzbach den Garten des Friedens besucht, treffen sie ihn dort in seinem Reich, der Küche, wo er zuallererst ein wunderbares ayurvedisches Essen serviert. Später halten Nicky und seine Freunde eine weitere Überraschung bereit: vier junge Buchsbäume warten darauf gepflanzt zu werden, um damit eine Verbindung zum Erdchartaweg herzustellen. Nun zieren die Bäumchen den Eingang zur liegenden Acht und zu dem Herzen aus Lavendelbüschen, das einen der beiden Kreise ausfüllt. Namasté Doris Oeder
„Friede kommt, wenn wir - Du und ich - Frieden im eigenen Herzen tragen. Das ist eine schwere und lebenslange Aufgabe.
Wenn Sie neugierig geworden sind und mehr über Nicky Sabnis, den Garten des Friedens oder die ayurvedische Küche erfahren möchten, besuchen Sie doch einmal seine Website www.laxmifoods.de
Sie ist unpopulär, unspektakulär, bringt kein Geld oder Ansehen und ist darüber hinaus noch anstrengend. Weil wir das alle wissen, delegieren wir diese Aufgabe an unsere Parteien, Regierungen, Staatsmänner oder Kirchen. Die sollen es richten. Aber wie könnte denen gelingen, was uns auch nicht gelingt? Haben sie sich denn ein friedvolles Herz erkämpft? Es sieht nicht so aus, sonst wäre unsere Erde in einem besseren Zustand. Lasst uns darum aufhören mit der Hoffnung, dass andere es für uns tun. Wenn wir eine friedlichere Welt und ein friedlicheres Leben im Kleinen und Großen haben wollen, müssen wir selbst darum ringen. Der Garten des Friedens soll dazu einen kleinen Beitrag leisten“ Nicky Sabnis
Nicky Sitaram Sabnis Hochriesstr. 4 83253 Rimsting a. Chiemsee Tel. 08051 / 30 95 51 Fax 08051 / 30 95 52
gabnic.laxmi@t-online.de
Ein Besuch bei den Herrmannsdorfer Landwerkstätten „Die Qualität des Essens ist der Gradmesser für die Wertschätzung, die der Mensch sich selber schenkt.“ Vor einiger Zeit unternahm eine Delegation des Erdchartawegvereins einen Besuch zu den Herrmannsdorfer Landwerkstätten im Chiemgau. Zu einem persönlichen Interview mit Herrn Schweisfurth angemeldet, sahen wir uns vorab in dem Hofladen der Herrmannsdorfer Landwerkstätten um. „Viele fragen uns, warum wir „Landwerkstätten“ heißen, ein ungewöhnlicher Begriff. Der Begriff stammt aus unserem Credo der handwerklichen Produktion, und die findet in Werkstätten, nicht in Fabrikhallen statt. Da wir auf dem Land sind und für die Region – d. h. auch für die Städte in der Region – arbeiten, haben wir das Wort „Land“ den „Werkstätten“ vorangestellt“, lautet die Erklärung des Familienunternehmens. Seit 1986 zeigen die Herrmannsdorfer Landwerkstätten vorbildhaft auf, wie ein ökologisches Unternehmen für Ackerbau und Viehzucht sowie zur Erzeugung und Vermarktung von frischen Lebensmitteln in handgemachter, ökologischer Qualität regional wirtschaften kann. Gut 70 ökologisch ausgerichtete Bauern der näheren Umgebung sind Zulieferer für die Landwerkstätten geworden. Sie bilden damit eine Synthese aus landwirtschaftlicher Erzeugung von Pflanzen und Tieren, der Lebensmittelverarbeitung in Metzgerei, Bäckerei, Brauerei und Käserei und der Vermarktung im Hofmarkt in Herrmannsdorf und eigenen Geschäften in und um München. Aufgrund der großen Nachfrage werden die Herrmannsdorfer Lebens-Mittel inzwischen nicht ausschließlich in eigenen Läden, sondern auch an Dritte vermarktet, wie beispielsweise Naturkostläden, Bio-Supermärkte, Restaurants und Metzgereien, die ihr eigenes Sortiment mit hochwertiger Biowurst und anderen Produkten aus Herrmannsdorf ergänzen möchten. Es folgt ein Interview mit Karl Ludwig Schweisfurth, dem ehemaligen Besitzer der „Herta“ Fleischwarenfabrik und Begründer des Unternehmens.
Erdchartaweg: Herr Schweisfurth, Sie waren Besitzer einer der größten Fleischwarenfabriken in Europa und haben dennoch auf der Höhe Ihres Erfolges nicht nur „Herta“ verkauft, sondern danach einen vollkommen anderen Weg eingeschlagen. Wie kam es dazu?
Schweisfurth:
Tja, so genau kann ich das gar nicht mehr sagen ... es war wohl mehr ein schleichender Prozess.
Es fühlte sich so an, als ob ich mich irgendwann mit einem Virus mit langer Inkubationszeit infiziert hatte. Denn zunächst war es ja so, dass mich mein Vater 1955 nach Amerika schickte. Damals
war ich erst 25 Jahre alt und als junger Mensch natürlich begeistert von den Massenställen der Schlachthöfe in Chicago und von den technischen Möglichkeiten der industriellen Verarbeitung
von Fleisch (Er zeigt uns ein Foto vom Schlachthof in Chicago mit einer riesigen Fläche mit wartenden Tieren, die sich gegenseitig fast zerdrückend eingepfercht stehen).
Begeistert kam ich nach Hause zurück und konnte meinen Va-
ter davon überzeugen, sich dem neuen Wachstum und den erfolgsversprechenden wirtschaftlichen Aussichten anzupassen.
So wurde aus unserem damaligen Handwerksbetrieb ein stetig
wachsendes Großunternehmen. Schon bald konnte aus der Um-
„Was verlangen wir eigentlich von den Menschen, die den ganzen Tag an den Fließbändern stehen ? Wie fühlt es sich an, wenn man am Fließband auf einen einzigen Handgriff reduziert wird?“ „Was tun wir eigentlich den Tieren an, wenn wir sie in diesen grausamen Massentierhaltungen leben lassen?“ „Wie können wir ihnen diese grausamen oft endlosen Transportwege antun ... durch ganz Europa manchmal, wo sie teilweise verdursten oder sonst wie qualvoll sterben?“ Mir wurde klar, dass wir Tiere wie Schrauben behandeln und ich sage Ihnen auch woher das meiner Meinung nach kommt. Aus der Zeit der Aufklärung. René Descartes wird der Satz zugeschrieben: „Tiere, die schreien, sind quietschende Maschinen“ und genau das ist heute unser Problem: wir behandeln Tiere wie Maschinen.
Ich konnte mir auch nicht mehr vorstellen, dass das Fleisch derart gequälter Tiere für uns Menschen ein gutes Nahrungsmittel sein kann. So kam es auch, dass ich anfing weniger Fleisch zu essen. Mir war mittlerweile die Qualität viel wichtiger geworden als die Quantität. Lieber esse ich nur noch einmal oder zweimal in der Woche Fleisch, aber dann wirklich richtig Gutes. Tja, und dann war klar, dass sich weder ich noch meine Kinder weiter an dieser Form der Tierbehandlung und Haltung beteiligen wollten und so verkaufte ich 1985 meinen Herta-Wurst Betrieb.
gebung gar nicht mehr so viel Fleisch, also Vieh, eingekauft wer-
Erdchartaweg:
mein Beitrag leistete ...
Ja, der Virus hatte ganze Arbeit geleistet. Der Prozess bewirkte natürlich eine Zunahme an Bewusstheit gegenüber allem Lebendigen, Tieren, Pflanze ... der Natur gegenüber. Für mich hat heute die Ehrfurcht und die Achtsamkeit den Tieren und der Natur gegenüber oberste Priorität. Die Natur hat ihre Gesetzmäßigkeiten und die gilt es zu beachten. Sehen Sie, der riesige Massenbetrieb machte mir auch bewusst, wenn ein System zu groß geworden ist und jegliche Moral verloren hat, dann muss es vergehen ... und man wird wieder klein anfangen müssen. Nur so kann Neues entstehen.
den, wie für ein Großunternehmen nötig war ... so entwickelte sich die Massentierhaltung, zu der ich ja auf die Art und Weise
Ja ... und so nach und nach wirkte der Virus mehr und mehr. Es tauchten zunehmend Fragen auf, wie „was machen wir hier ei-
gentlich“? ... es kamen die Fragen meiner Kinder dazu. Ich erinnere mich, wie ich eines Tages mit meinem Sohn in den Massenstäl-
len stand , er sah mich an und sagte: “Vater, hier läuft irgendwas total falsch, das kann es nicht sein ...“
Und so kam eine Frage nach der anderen.
Und wie kamen Sie auf den Gedanken einen Biobetrieb aufzubauen?
So ähnlich sehe ich das auch mit dem Handwerk. Das Handwerk ist eigentlich Kunst ... eben Handwerkskunst. Nehmen wir doch mal einen Metzgermeister, der sein Handwerk nach allen Regeln der Kunst ausübt. Bestenfalls kennt er die Bauern und seine Tiere und kann somit eine Auswahl des Tieres treffen. Daraufhin folgt eine humane und respektvolle Tötung mit kurzen Transportwegen und einem für das Tier stressfreien Tod. Die Zerlegung und Verarbeitung des Fleisches ist eine Wissenschaft für sich. Dafür ist eine gute Ausbildung und auch Begabung und Leidenschaft für den Beruf unumgänglich. Aber nur so erhält man wirklich gutes und schmackhaftes Fleisch. Dies alles ist in der Massentierhaltung und der industriellen Verarbeitung heutzutage gar nicht mehr möglich. In den Herrmannsdorfer Werkstätten wollen wir hochwertige Nahrungsmittel herstellen, die ein gesundes und nachhaltiges Leben ermöglichen. Alle Tiere, die wir verarbeiten, kommen aus dem direkten Umland. So werden die Transportwege kurz gehalten, die Tiere kommen zunächst wieder in Ställe, beruhigen sich. Am Schlachttag werden sie bei ihrem letzten Gang zum Schlachthaus begleitet, ruhig und ahnungslos, mit Respekt und Würde. Die stress- und qualfreie Situation vor der Schlachtung steigert die Qualität des Fleisches immens. Auf diese Weise sind die vielen Stufen der Verarbeitung unter einem Dach vereint. Es wird die Nähe hergestellt zwischen dem Ort, an dem die Tiere und Pflanzen wachsen und dem Ort, wo sie zu Lebensmitteln umgewandelt werden. Hinter diesem Verbund steht ein neues umfassendes Leitbild des achtsamen Umgangs mit allem Leben und Lebensnotwendigem, mit dem Boden, dem Wasser, der Luft, den Pflanzen, den Tieren und den Menschen.
Die meisten Menschen würden sicherlich lieber Fleisch essen, das so gewonnen wird, aber es ist natürlich wesentlich teuerer als im Supermarkt, oder?
Wenn man darüber nachdenkt ist das ja eine Sache der Selbstverständlichkeit. Die zeitaufwändige und pflegeintensive Tierhaltung mit hochwertigem Futter und einer ausreichend langen Zeit für das Wachstum der Tiere ist natürlich viel teurer. Die zunehmende BilligMentalität finden wir ja auch in anderen Bereichen der Industrie. Die Folge von Billig heißt immer, dass die Herstellung auf Kosten anderer Menschen und vor allem der Umwelt geht. Es ist noch viel Aufklärungsarbeit nötig um die Verbraucher davon zu überzeugen, dass ehrliche, qualitativ höchsten Ansprüchen genügende Produkte einfach mehr kosten. Beim Fleisch ist die Grundvoraussetzung für beste Qualität möglichst naturnahe Lebensbedingungen für die Tiere zu schaffen. So entstand im Laufe der Zeit durch Erfahrung und Beobachtung der Tiere das, was ich heute die „symbiotische Tierhaltung“ nenne ...
Durch meine Beobachtungen kam ich natürlich immer mehr dahinter, dass Tiere, die in einem Verbund miteinander leben, einen gegenseitigen Nutzen voneinander haben. Früher war das etwas ganz
Selbstverständliches. Erst durch die Massen- und Käfigtierhaltung ist das verloren gegangen. Zum Beispiel leben bei mir die Schweine mit den Hühnern zusammen auf der Weide. Die Schweine beschützen die Hühner vor dem Fuchs und sie wühlen für sie den Boden auf. Die Hühner sitzen dafür liebend gerne auf den Schweinen herum und machen für sie Körperpflege. Viele wissen noch, dass in Pferdeställen oft Ziegen mit gehalten werden, denn diese halten so manche Krankheiten von den Pferden fern. Diese Art der Tierhaltung möchte ich heute gerne weiterentwickeln und habe auch mittlerweile einige Bücher darüber geschrieben.
Wenn heute jemand seinen Betrieb auf Bio umstellen möchte, welche Tipps würden Sie ihm geben?
Wer auf ökologische Erzeugung umstellen möchte, ist am Besten aufgehoben in einem größeren Verbund. So wie es zum Beispiel Bauern und Metzger tun, das erhöht für alle die Chancen auf Erfolg. Man braucht Mut und die innere Bereitschaft, vielleicht erst einmal gegen den leider noch vorherrschenden Strom zu schwimmen, eine innere Überzeugung und Leidenschaft sich für ein gesundes Leben, eine gesunde Umwelt und Natur einsetzen zu wollen. Ich kann aus Erfahrung nur eines sagen: es lohnt sich ... ...
Herr Schweisfurth, wir bedanken uns von ganzem Herzen für das Interview und die Zeit, die Sie uns geschenkt haben und wünschen den Herrmannsdorfer Landwerkstätten weiterhin alles erdenklich Gute. Es ist eine wahre Freude ein solch vorbildhaftes und wegweisendes Familienunternehmen besucht und besichtigt zu haben. Vielen Dank. Verena Gerhardt-Hüttner
Karl Ludwig Schweisfurth in „Über-Lebens-Mittel“
„Wir alle waren lange begeistert von den Möglichkeiten des technischen und wissenschaftlichen Fortschritts. Wir sprachen vom Wunder der grünen Revolution, obwohl bald erste Zweifel aufkamen. Trotzdem geht die Entwicklung in der Landwirtschaft und Nahrungsmittelproduktion heute immer noch in Richtung industrieller Automation in zentralen Großbetrieben: Tiere - Schmerz und Freude empfindende, sensible Wesen - werden produziert wie technische Güter. In Mega-Fabriken werden daraus Nahrungsmittel gemacht. Was tun wir da eigentlich? Wo ist das Leben in den Lebensmitteln geblieben? Wo bleiben ethische Grundwerte, auf die wir uns so gerne berufen? Was sagt unser Gewissen? Wo bleibt die Würde von Mensch und Tier? Was wird aus unserem schönen Land, unseren Bauern, unseren Handwerkern?“
Herrmannsdorfer Landwerkstätten Glonn GmbH & Co. KG Herrmannsdorf 7 | 85625 Glonn | Deutschland
Tel. 0049 (0)8093 / 90 94 – 0 | Fax 0049 (0)8093 / 90 94 – 10 glonn@herrmannsdorfer.de
Mit Begeisterung bitte ... Wissenswertes über unser Gehirn von Prof. Dr. Gerald Hüther Selbstdoping für das eigene Gehirn „Leider ist vielen Erwachsenen genau das weitgehend verloren gegangen, was einem Kind die pure Lebensfreude vermittelt: die Begeisterung. Zwanzig bis fünfzig mal am Tag erlebt ein Kleinkind einen Zustand größter Begeisterung. Und jedes Mal kommt es dabei im Gehirn zur Aktivierung der emotionalen Zentren. Die dort liegenden Nervenzellen haben lange Fortsätze, die in alle anderen Bereiche des Gehirns ziehen. An den Enden dieser Fortsätze wird ein Cocktail von neuroplastischen Botenstoffen ausgeschüttet. Diese Botenstoffe bringen nachgeschaltete Nervenzellverbände dazu, verstärkt bestimmte Eiweiße herzustellen. Diese werden für das Auswachsen neuer Fortsätze, für die Bildung neuer Kontakte und für die Festigung und Stabilisierung all jener Verknüpfungen gebraucht, die im Hirn zur Lösung eines Problems oder zur Bewältigung einer neuen Herausforderung aktiviert worden sind.
Das ist der Grund, warum wir bei all dem, was wir mit Begeisterung machen, auch so schnell immer besser werden. Jeder kleine Sturm der Begeisterung führt gewissermaßen dazu, dass im Hirn ein selbsterzeugtes Doping abläuft. So werden all jene Stoffe produziert, die für alle Wachstums- und Umbauprozesse von neuronalen Netzwerken gebraucht werden. So einfach ist das: Das Gehirn entwickelt sich so, wie und wofür es mit Begeisterung benutzt wird. Wir haben zwar unser Leben optimal in den Griff bekommen; unsere kindliche Begeisterungsfähigkeit mit seinen ganzen Reizen für unseren Geist haben wir aber bis zur Leblosigkeit abgewürgt. Es ist dringend an der Zeit, dass wir als Gesellschaft dieser negativen Entwicklung entgegensteuern.
Denn wie es einem einzelnen Menschen mit der fehlenden Begeisterung ergeht, ergeht es auch unserer menschlichen Gemeinschaft. Wir erleben das Tag für Tag in der Familie, der Schule, dem Beruf. Unsere ganze Gesellschaft hat gewissermaßen kollektiv die Begeisterungsfähigkeit verloren. Es fehlt ihr sichtbar an Kreativität, Lebensfreu-
de, Entdeckerlust und Gestaltungskraft. Daher dümpelt sie in eingefahrenen Routinen mit festgefügten Verwaltungsstrukturen dahin. Sie hat alles – scheinbar – im Griff und lässt sich sogar von Krisen kaum noch erschüttern. Sie funktioniert noch, aber sie lebt nicht mehr. Dazu kommt: den allermeisten Menschen (unseren Verwandten, Freuden, Arbeitskollegen) wird es immer wichtiger, gut zu funktionieren. So funktionalisiert diese begeisterungslos gewordene Gesellschaft erst ihre Erwachsenen und am Ende sogar noch ihre Kinder. Die werden mit Wissen abgefüllt und es werden ihnen bestimmte Fähigkeiten und Fertigkeiten beigebracht, anstatt in ihnen die Fackel der Begeisterung am eigenen Entdecken und Gestalten zum Lodern zu bringen. Die moderne Hirnforschung kennt den Weg hinaus aus diesem Dilemma. Sie hat wissenschaftlich ergründet: Alles, was Menschen hilft, was sie einlädt, ermutigt und inspiriert, eine neue, andere Erfahrung zu machen als bisher, ist gut für das Hirn und damit gut für die Gemeinschaft. Menschen, denen es gelingt, ihr Gehirn noch einmal auf eine andere als die bisher gewohnte Weise zu benutzen, bekommen ein anderes Gehirn. Menschen, die sich noch einmal mit Begeisterung für etwas öffnen, was ihnen bisher verschlossen war, praktizieren dieses wunderbare Selbstdoping für das eigene Gehirn. Die Wissenschaft nennt diesen Prozess Potenzialentfaltung. Es ist das genaue Gegenteil von dem, was die meisten Menschen gegenwärtig betreiben: bloße Ressourcennutzung.“ Prof. Dr. Gerald Hüther Leiter der Zentralstelle für Neurobiologische Präventionsforschung der Univ. Göttingen und Mannheim/Heidelberg Psychiatrische Klinik v. Siebold Str. 5 | 37075 Göttingen www.gerald-huether.de | www.schule-im-aufbruch.de www.kulturwandel.org
Connectedness - Warum wir ein neues Weltbild brauchen 2012 / Gerald Hüther & Christa Spannbauer Was wir sind und was wir sein könnten ein neurobiologischer Mutmacher 2011 / Gerald Hüther
Männer - Das schwache Geschlecht und sein Gehirn 2009 / Gerald Hüther Damit das Denken Sinn bekommt: Spiritualität, Vernunft und Selbsterkenntnis. Mit Texten des Dalai Lama - Herder Verlag Freiburg 2008 von Gerald Hüther, Wolfgang Roth und Michael von Brück Wie aus Kindern glückliche Erwachsene werden Gräfe und Unzer Verlag München 2008 von Gerald Hüther und Cornelia Nitsch
Auf Schatzsuche bei unseren Kindern: Ein Entdeckungsbuch für neugierige Eltern und Erzieher 2006 / von Jirina Prekop und Gerald Hüther
Was ist los mit unseren Schulen? Bildung ist eines der wichtigsten Themengebiete, wenn es um unsere Zukunft geht. Zeiten und Zeitepochen verändern sich, die menschliche Entwicklung geht rasant voran. So dürfte es eigentlich ein Akt der Selbstverständlichkeit sein, dass sich Bildungseinrichtungen an stattfindende Veränderungsprozesse anpassen, Entwicklungen fördern, unterstützen und mitgestalten. Wir jedoch stehen vor unseren altertümlichen Bildungseinrichtungen wie vor fest einbetonierten Denkmälern und sind verwundert über das Ergebnis ... Wenn es um das Thema Bildung geht, erscheint Prof. Dr. Gerald Hüther wie ein heller Sonnenstrahl am dunklen, wolkenverhangenen Bildungshimmel. Prof. Dr. Gerald Hüther zählt mittlerweile zu den bekanntesten Hirnforschern Deutschlands. Er leitet die Zentralstelle für neurobiologische Präventionsforschung der psychiatrischen Universitätsklinik Göttingen und des Instituts für Public Health der Universität Mannheim/Heidelberg. Er schreibt Sachbücher, hält Vorträge, organisiert Kongresse, arbeitet als Berater für Politiker und Unternehmer. Als Mitherausgeber wissenschaftlicher Zeitschriften, Mitbegründer des Netzwerkes für Erziehung und Bildung und häufiger Gesprächsgast in Rundfunk und Fernsehen ist er Wissensvermittler und -umsetzer in einer Person. Da das ganze Thema rund um die „Bildung“ eines der zentralen Anliegen des Erdchartaweges ist, bemühen wir uns natürlich auch in diesem Themenbereich um Aufklärung und Verbreitung von neuen wissenschaftlichen Erkenntnissen. Und wo erkundigt man sich da am Besten?
und alle Lehrer solche Schulen wünschen. Und die Schüler erst recht. Woran also liegt es, wer oder was ist dafür verantwortlich, dass noch immer so viele Schulen nicht das sind, was sie sein sollten: Lernwerkstätten für ein gelingendes Leben?
Auf diese Frage gibt es nur eine einzige Antwort. Um darauf zu kommen, ist es möglicherweise ganz gut, wenn man Hirnforscher ist. Es liegt nämlich nicht an den Schülern, nicht an den Eltern, nicht an den Lehrern oder Schulleitern und auch nicht an den für die Schule verantwortlichen Bildungspolitikern, sondern es liegt an den Vorstellungen, die sie alle in ihren Köpfen haben. Diese Vorstellungen, diese festen Überzeugungen und inneren Einstellungen davon, wozu die Schule da ist, wie sie zu funktionieren hat und worauf es dort ankommt, sind fest in den Gehirnen aller Beteiligten verankert. Diese Verschaltungsmuster müssten sich verändern, damit sich endlich auch das ändern kann, was sie hervorgebracht, gestaltet und stabilisiert haben: unser gegenwärtiges Schulsystem, mit seinen, wie heilige Kühe behandelten Begabungskonzepten, Auswahlkriterien, Unterrichtsformen, Leistungskatalogen und Bewertungsmaßstäben.
Wir danken Herrn Prof. Dr. Gerald Hüther für seine Zeit, seine Kooperation und seine freundliche Art des persönlichen Umgangs mit den Vertreterinnen des Erdchartawegvereins. Ein großes und herzliches Dankeschön nach Göttingen. Verena Gerhardt-Hüttner
Bericht von Prof. Dr. Gerald Hüther:
„Einigermaßen unbefangen, erwartungsvoll und froh, endlich in die Schule gehen zu können um zu lernen, dürften wohl vorwiegend nur noch die Schulanfänger sein. Wie lange wird es wohl dauern, bis ihnen diese Freude vergangen ist? Man braucht kein Hirnforscher zu sein, um zu begreifen, dass es nicht gut sein kann, wenn Kinder ihre angeborene Lust am Lernen, am eigenen Entdecken und Gestalten verlieren. Und das auch noch genau dort, wo sie doch eigentlich all das lernen sollten, worauf es im Leben ankommt.
Weshalb ist das so? Weshalb lassen wir zu, dass es so ist? Weshalb sorgen wir nicht dafür, dass sich das ändert? Ist uns gleichgültig, was in den Schulen mit unseren Kindern geschieht? Oder halten wir das insgeheim sogar für notwendig? Sollen sich unsere Kinder schon in der Schule an das gewöhnen, was später draußen im Berufsleben auf sie wartet? Durchhalten, durchboxen, Zähne zusammenbeißen, nicht lange nachdenken, keine dummen Fragen stellen, sich irgendwie durchmogeln, tun was getan werden muss.
Klar, es gibt auch Schulen, in denen das nicht so ist, auf die sich die Schüler freuen, wenn die Ferien zu Ende sind. Aber weshalb ist das nicht überall so? Eigentlich müssten sich doch alle Eltern
Wie aber lassen sich solche fest im Hirn verankerten inneren Einstellungen und Überzeugungen verändern? Sicher nicht, indem man den betreffenden Personen kluge Ratschläge erteilt. Auch nicht durch das in Aussicht stellen von Belohnungen oder die Androhung von Bestrafungen. Diese festen Vorstellungen und inneren Überzeugungen sind ja im Hirn aufgrund von Erfahrungen entstanden, die diese Personen im Lauf ihres Lebens gemacht und die ihnen selbst irgendwie weitergeholfen haben. Deshalb sind diese Vorstellungen und Überzeugungen auch sehr stark an Gefühle gekoppelt und deshalb schmerzt es so sehr, sie loszulassen. Man kann sie nicht umdenken, man müsste sie „umfüllen“. Und das geht nur,
indem man eine neue, eine andere Erfahrung macht. Dazu aber kann man niemand zwingen oder überreden, dazu kann man die betreffende Person nur einladen, ermutigen und inspirieren.
Drei mögliche Ansätze
Die Vorstellung, dass Schule auch anders gehen könnte, müsste sich für sie irgendwie „gut anfühlen“, müsste ihnen unter die Haut gehen, ihr Herz erwärmen, wie man so schön sagt. Mit der Frage, wie man das erreicht, beschäftige ich mich nun schon seit einiger Zeit, und jetzt zeichnen sich endlich die ersten Ansätze für eine Lösung ab.
Zu einem ist das der Versuch, das alte Begabungskonzept in Frage zu stellen, das ja gewissermaßen das theoretische Gerüst darstellt, auf dem unser gegenwärtiges Schulsystem aufgebaut ist. „Jedes Kind ist hoch begabt“ heißt deshalb ein neues Buch, das ich zusammen mit dem STERN-Reporter Uli Hauser geschrieben habe und das jetzt erschienen ist. Ich bin sehr gespannt auf die Diskussionen, die es auslöst. Der zweite Ansatz verfolgt das Ziel, dem gegenwärtigen Lehrerbild als „Wissensvermittler“ etwas gegenüberzustellen, eine Zusatzqualifikation für Pädagogen in Form eines Masterstudienganges aufzubauen, der einen Abschluss als Potenzialentfaltungscoach zum Ziel hat. Pädagogen mit einem solchen Abschluss verstehen sich als „Schatzsucher für die Entdeckung“ und als „Hebammen“ für die Entfaltung der in jedem Schüler angelegten besonderen Talente und Begabungen. Im Herbstsemester nächsten Jahres soll dieser Studiengang starten.
Der dritte Ansatz ist der Versuch, eine breite zivilgesellschaftliche Bewegung zur Veränderung der bisherigen Lern- und Beziehungskultur in Schulen zu initiieren (www.schule-im-aufbruch. de). Ob das gelingt, hängt davon ab, wie viele Lehrer und Eltern und Schüler sich dieser Bewegung anschließen und sich vor Ort, also in ihrer jeweiligen Schule daran machen, eine Lern- und Beziehungskultur aufzubauen, die künftig niemandem mehr Bauchschmerzen bereitet und die alle Schüler und auch ihre Lehrer einlädt, ermutigt und inspiriert, all das wirklich zur Entfaltung zu bringen, was in ihnen steckt. Alles darf in Schulen passieren, nur eines nicht mehr: dass Kinder und Jugendliche ihre Lust am Lernen, am eigenen Entdecken und Gestalten verlieren. Auch wenn dieser neue Geist nicht gleich in allen Schulen Einzug hält, es wird sich nicht verhindern lassen, dass er sich ausbreitet.“ Herzlichst Ihr Gerald Hüther
Skandal Schule Macht Lernen dumm? Dieser Frage ist Prof. Dr. Gerald Hüther zusammen mit Richard David Precht am 2. September 2012 um 23:25 im ZDF nachgegangen. Auf seiner Homepage: www.gerald-huether.de kann es angeschaut werden.
Jenaplanschule Die Nürnberger Jenaplankinder in Deinsdorf Im Hof stehen schon 25 Koffer nebeneinander aufgereiht, von den Eltern der Jenaplan Kinder voraus geschickt, die Kinder sind mit dem Zug gefahren. Kurz darauf kommen sie angerannt, erhitzt vom steilen Weg vom Bahnhof zum Seminarhaus. „Hoffentlich bin ich wieder im selben Zimmer wie letztes Jahr“. „Du musst aber zu mir ins Zimmer.“ „ Dürfen wir schon hochgehen?“ „Das Karussell ist ja weg!“ „Hoffentlich ist der Fußballplatz gemäht!“ Aufgeregt und atemlos werden gleich die wichtigsten Fragen geklärt, bevor die LehrerInnen beruhigend eingreifen. „Jetzt setzen wir uns erst mal alle her und schauen uns um.“ Seit ca. sechs Jahren kommen immer wieder Klassen der Jenaplanschule Nürnberg nach Deinsdorf ins Schullandheim. Dieses Jahr waren im Januar die Bären und im Juli die Delphine zu Besuch. Da die Klassen ja altersübergreifend von sechs bis zu zehn Jahren zusammengesetzt sind, haben wir immer Kinder dabei, die schon ein- oder mehrmals hier waren und andere, die zum ersten Mal dabei sind. Gleich nach der Ankunft zeigen dann jeweils die Großen, den Kleinen, nicht ohne einen gewissen Stolz, dass sie schon Bescheid wissen, führen sie zu den Schafen, den Schaukeln, der Katze, dem Feuerplatz und was es sonst noch an Attraktionen gibt. Auch bei den Arbeiten, für die die Kinder zuständig sind, etwa Tischdecken oder Geschirrspülen, nehmen die
Älteren die Jüngeren an der Hand und unterstützen sie wenn nötig. „Du kannst noch nicht mehr als fünf Teller tragen“, meint Ilka, „gib mir die anderen.“
Was nicht bedeutet, dass nicht auch gelegentlich Schwierigkeiten und Streitigkeiten auftreten, wenn zum Beispiel etwas kaputt gegangen ist und keiner will’s gewesen sein. In solchen Fällen ordnen die Lehrer einen Sitzkreis an unter der Linde im Hof, unserem kleinen „Tingplatz“ und dann heißt die Frage: “Wie können wir unser Problem lösen?“ Jede und jeder darf sich äußern. Es wird erklärt, verhandelt und diskutiert. Die Gespräche verlaufen ruhig und geordnet, notfalls muss ein „Everybody ist listening while another one is speaking“ nachhelfen. Die Kinder sprechen ihren Standpunkt offen aus, ohne besorgt sein zu müssen, dass sie für ein Eingeständnis oder eine Meinung bestraft werden.
An den Nachmittagen ist meist Töpfern, Filzen oder eine Wanderung ins Schwimmbad angesagt oder die Kinder toben einfach nach Lust und Laune im Garten herum, spielen Volleyball oder - bevorzugt - Fußball, selbstverständlich auch die Mädchen. Am Abend gibt es Zimmerkontrolle mit Prämierung der ordentlichsten Gruppe.
Der Abend ist für manche der jüngeren Kinder eine Hürde. Der eine oder die andere bekommt Heimweh und möchte nur noch weg. Dann sitzt einer der Erwachsenen so lange bei dem Kind, bis es klar ist, ob die Krise überwunden ist oder das Kind von den Eltern geholt werden muss. Meistens schaffen es die Kinder dazubleiben und sind am nächsten Morgen unglaublich stolz auf diesen Erfolg. Ganz offensichtlich legen die Jenaplan-Pädagogen besonderen Wert darauf, die Kinder zu Selbstverantwortung, Selbständigkeit und Selbstbewusstsein zu erziehen, aber immer im Hinblick und mit Rücksicht auf die Gemeinschaft. Soziale Kompetenz, die in anderen Schultypen oft zu kurz kommt, ist hier eines der wichtigsten Lernziele.
Dass dieses Ziel weitgehend erreicht wird, zeigt sich an der ruhigen und entspannten Atmosphäre, die während der Tage des Schullandheims auch für uns deutlich spürbar ist. Irene Heiß-Eppig
Leitgedanken der Jenaplan-Schule Die Jenaplan-Schulen fußen auf den vier Grundformen der Bildung: Gespräch - Spiel - Arbeit - Feier.
Die Jenaplan-Pädagogik unterstützt die Personwerdung der Schülerinnen und Schüler durch Erziehung und Bildung. Erziehung steht vor dem Unterricht; oder anders ausgedrückt: ein guter schulischer Unterricht ist nur über eine gute schulische und familiäre Erziehung möglich.
Die Kinder sind in Stammgruppen - eine Gemeinschaft von jeweils drei Jahrgängen - zusammengefasst, in denen bewusst jahrgangsübergreifend gelernt wird. Schulneulinge wachsen so mit dem ersten Schultag in eine vorhandene Gruppentradition hinein. Die Älteren sind diejenigen, die mehr Wissen, mehr Erfahrung haben und mehr Verantwortung tragen können. Die Jüngeren lernen, Hilfe von Älteren anzunehmen und sie schau-
en ihnen beim Lernen und Arbeiten über die Schulter. In der Jenaplan-Pädagogik wird zentral in Gruppenarbeit gelernt und gearbeitet. Die Bildungsgrundformen Gespräch, Spiel, Arbeit und Feier, Anschauung, Empfindung, Wahrnehmung, Überlegen usw. sind die Elemente des gemeinschaftlichen Schullebens und des entdeckenden Lernens. Neben einer Vielfalt von Kursen werden im Kernunterricht fächerübergreifend Themen in Epochen und Projekten bearbeitet. Die Grundformen der Bildung wechseln einander im Schulalltag rhythmisch ab, sodass die Schulzeit durch eine kindgemäße Tagesrhythmisierung bestimmt wird. Der Rhythmus als solcher stellt in der Jenaplan-Pädagogik einen zentralen Wert dar.
Die Woche beginnt und endet mit einer Feier, welche das Schulleben rhythmisiert und das Gemeinschaftsgefühl fördert. Sie schenkt den Kindern Öffentlichkeit. Alles, was ein Kind erarbeitet, allein oder mit anderen, stellt es anderen zur Einsicht zur Verfügung. Das gegenseitige Helfen ist ein Kennzeichen der Jenaplan-Schule.
Es findet hier kein Frontalunterricht statt wie wir ihn gewöhnt sind. Der/die LehrerIn hat eine beratende Funktion, er/sie kann im Projektunterricht jederzeit als GesprächspartnerIn angesprochen oder gefragt werden. Den Lernstoff erarbeiten sich die Kinder selbst in ihren frei gewählten Gruppen. Die Informationen hierzu werden aus Büchern, aus der schuleigenen Bibliothek, vom PC oder anderen Medien eingeholt. Die einzelnen Gruppen stellen am Ende ihre Ergebnisse den anderen Gruppen vor, d. h. sie lehren sich gegenseitig. Es werden in den ersten Klassen keine Noten gegeben, wohl aber Berichte. Noten werden erst später eingeführt, wenn es in die höheren Klassen geht. Auch gibt es kein Sitzenbleiben. An der Jenaplanschule in Jena ist es möglich von der Vorschule bis zum Abitur die Schulzeit zu absolvieren. 2006 erhielt sie den Deutschen Schulpreis. Die Jenaplan-Schule steht unter dem Gesetz der Ehrfurcht vor dem Leben. Hospitationstage sind in der Jenaplanschule in Jena für Jedermann/Jederfrau möglich und für Interessierte sehr zu empfehlen. Doris Oeder
Staatliche Jenaplan-Schule Jena Tatzendpromenade 907745 Jena
Tel. 03641 / 394788
Nachhaltigkeit früher und heute „Nachhaltigkeit“ - ein Begriff, der aus dem heutigen Sprachgebrauch nicht mehr wegzudenken ist. Doch wo kommt er her? Was drückt er heute aus? Bereits im späten Mittelalter wurde deutlich, dass in Gebieten Mitteleuropas mit einer starken Bergbautradition zu viel Holz geschlagen wurde. Die Wälder wurden immer weniger, das Holz hatte keine Zeit mehr nachzuwachsen. In dieser Zeit entstand die eigentliche Forstwirtschaft, welche im Auftrag der jeweiligen Landesherren, das planmäßige Abholzen und Wiederaufforsten der Wälder überwachte, um einer Ausbeutung der Wälder vorzubeugen. Der Begriff Nachhaltigkeit wurde erstmals 1713 von Hans Carl von Carlowitz, Oberberghauptmann am kursächsischen Hof in Freiberg (Sachsen) formuliert, der von einer „nachhaltenden Nutzung der Wälder“ schrieb. Er geriet allerdings in den folgenden Jahren weitestgehend wieder in Vergessenheit.
Erst seit der UN-Umweltkonferenz 1992 in Rio de Janeiro, ist „nachhaltige Entwicklung“ eine Idee und ein Ziel. Der Begriff hat sich von der Forstwirtschaft auf alle gesellschaftlichen Bereiche ausgedehnt und wurde zum Schlüsselbegriff für modernes Wirtschaften, das die Folgen unseres gegenwärtigen Handelns für die Zukunft mit bedenkt. Der Rat für nachhaltige Entwicklung schreibt: „Nachhaltige Entwicklung heißt, Umweltgesichtspunkte gleichberechtigt mit sozialen und wirtschaftlichen Gesichtspunkten zu berücksichtigen“. Zukunftsfähig wirtschaften
bedeutet also auch: Wir müssen unseren Nachkommen ein intaktes ökologisches, soziales und ökonomisches Gefüge hinterlassen. Auf www.nachhaltigkeit.info findet sich ein ausgiebiges „Lexikon der Nachhaltigkeit“ für alle, die mehr Einblick in dieses überaus interessante und umfassende Thema erhalten wollen. Erst nachdem wir angefangen hatten, uns mit dem Begriff der Nachhaltigkeit zu beschäftigen, stellten wir fest, wie umfangreich und komplex dieses Thema ist. Kaum ein Begriff wird zurzeit in den Medien, in der Werbung und in politischen Kontroversen so häufig und in so unterschiedlichen Zusammenhängen gebraucht. Es drängt sich der Eindruck auf, dass Nachhaltigkeit zu einem schlagkräftigen und missbräuchlichen Modewort geworden ist und somit den unterschiedlichsten Absichten dienen kann, nicht zuletzt rein partikularen wirtschaftlichen Interessen, die der ursprünglichen Idee von Nachhaltigkeit eher zuwider laufen.
Ihre Meinung interessiert uns - Deshalb fragen wir Sie: Was verstehen Sie unter Nachhaltigkeit? Hält der Begriff noch das, was er verspricht? Ist da, wo Nachhaltigkeit drauf steht, noch Nachhaltigkeit drin? Wie hat sich der Begriff entwickelt, was bedeutet und beinhaltet das Wort ihrer Meinung nach? Schreiben Sie uns unter info@erdchartaweg-as.de Ihre Meinung, Ihre Gedanken zur Nachhaltigkeit.
Wir werden uns weiterhin mit dem Begriff beschäftigen, Ihre Beiträge sammeln und im nächsten VITAS Magazin teilweise mit veröffentlichen. Kürzlich beantwortete jemand die Frage, was Nachhaltigkeit für ihn bedeute, wie folgt: Nachhaltigkeit heißt „Enkelkindertauglichkeit“
Doris Oeder / Verena Gerhardt-Hüttner
Nachhaltige Zivilgemeinschaft In den letzten Jahrzehnten hat ein stetig zunehmender Wandel, eine Veränderung in unserer Gesellschaft stattgefunden. Vor gut hundert Jahren gab es ca. 180 sogenannter „ Nicht-RegierungsOrganisationen“. 2010 sind es weltweit geschätzt mindestens 10 Millionen solcher Bürgerinitiativen. Darunter werden kleine, lokale Initiativen oder große Organisationen wie Greenpeace gezählt. Gemeinsam bilden sie die größte Massenbewegung aller Zeiten. Der Einfluss reicht bis in alle Winkel des modernen Lebens hinein. Sie gestalten Sozialpolitik, treiben den Umweltschutz voran und leisten Friedensarbeit, bauen Städte nachhaltig um oder gestalten den Umbau hin zu einer grünen Landwirtschaft. Dabei leisten sie oft mehr als gewählte Regierungen, ihre Politiker und Minister. Manchmal gelingt es ihnen, Dinge durch zu setzen, an denen internationale Konferenzen mit all ihren Spezialisten scheitern. Jüngster Ausdruck dieser erstaunlichen Macht von einfachen Bürgern ist die sogenannte Transition-Town Bewegung. Diese hat sich vorgenommen, alle großen Städte vor dem Ende der Ölförderung so nachhaltig verändert zu haben, dass es in Folge weder zu Energie noch zu Transportengpässen noch zu Hungersnöten kommen wird. (…)
Wer sind die Leute, die da scheinbar ohne koordinierende Leitung , ohne Hierarchien und Verwaltungsapparat einfach so die Welt verändern? Menschen wie Du und ich. Ehrenamtliche Mitarbeiter von Bürgerinitiativen, die sich gegen lokale wie globale Fehlentwicklungen engagieren. Sie beginnen vor ihrer eigenen Haustüre, leisten Widerstand und setzen immer öfter naheliegende Lösungen um, ohne lang zu planen und zu fragen. Eine soziale Bewegung aus Einzelpersonen , Initiativen, Vereinen, Verbänden aber auch kirchlichen und religiösen Institutionen , ja sogar Gewerkschaften und alternativen Wirtschaftunternehmen, die ihrem Gewissen folgen und mit neuen Werten eine andere Welt bauen wollen. Jenseits der Politik finden sich überall in der Welt Menschen zusammen, die sich sorgen. Sorgen um die Schönheit des Landes, die Vielfalt der Pflanzen, die Schätze der Kultur, der Gesundheit, die Lebensbedingungen ihrer Kinder. (…) Es ist das Engagement und die Phantasie das scheinbar Unmögliche in die Welt zu bringen , was die globale Zivilgesellschaft so erfolgreich macht, einen Keimling zu setzen, der dafür sorgt, dass die Zukunft anders wird als die Vergangenheit. Letztlich geht es dabei darum, eine Lösung für Probleme zu finden, bevor sie der Politik über den Kopf wachsen. Flöße zu bauen für den möglichen Untergang der Titanic. Eine kranke Gesellschaft zu heilen, bevor sie zerbricht. Lösungen zu finden, die von Herzen kommen, ein neues Denken und neue Werte zu verbreiten, aus denen dann eine andere Politik und Ökonomie erst entstehen können (…)
Inseln der Zukunft brauchte es schon immer. Deshalb ist die Idee einer Zivilgesellschaft auch schon alt wie die europäische Zivilisation. Aristoteles prägte das Wort schon vor 2300 Jahren. (…)
„Der inhaftierte Reformkommunist Antonio Gramsci schuf in den 30er Jahren mit seinen Gedanken die Grundlage für die heute weltweite moderne Zivilbewegung“, sagt der alternative Nobelpreisträger Nicolas Perlas Inhaltlich sagt er in etwa, wir müssen anerkennen, dass es sich bei der Zivilgesellschaft um ein unabhängiges Forum für Ideen handelt. Bevor wir das staatliche System verändern können, muss ein Kampf um die Ideen geführt werden. Denn wir müssen die Menschen von ihrer Angst und ihrem Gefühl der Hoffnungslosigkeit befreien. Als es in den 80er und 90er Jahren zu einer Wiedergeburt der Zivilgesellschaft kam, spielten besonders die osteuropäischen Bürgerbewegungen eine Rolle, weil sie zivilgesellschaftliche Ansätze nutzten um das kommunistische System zu untergraben. Hier wurde ironischer Weise die Idee des italienischen Kommunisten Gramsci intensiv genutzt, dass die Menschen zuerst von ihrem Gefühl der Hoffnungslosigkeit befreit werden müssten, bevor der diktatorische Staat selbst gestürzt werden könne. Im Untergrund blühten eben in Gestalt der Bürgerbewegungen ganz besonders die zivilgesellschaftlichen Organisationen auf, die weder mit der Wirtschaft noch mit dem autoritären Staat verknüpft waren. Das war dann die Geburt der modernen Zivilgesellschaft. Unlängst nannte man sie noch den 3. Sektor, der sich irgendwo zwischen Staatsgewalt und ökonomischer Macht ansiedelte und so etwas war wie das Zünglein an der Waage. Der heutige Begriff der Zivilgesellschaft steht eher für eine unabhängige Kraft, die durch ihre Größe und Vielfalt neue Werte schafft Damit wird sie für Reformkräfte für Staat und Wirtschaft zum interessanten Kooperationspartner. (…) Doch die neue Rolle als 3. Weltmacht ist vielschichtig. Ohne organisierte Macht und hierarchische Struktur ist sie zwar allgegenwärtig, aber wenig berechenbar. Sie hat keine Macht außer der, die aus kreativer Aktion wächst. Sie muss versuchen, Kultur, Staat und Wirtschaft zu verändern und darf sich von keiner der 3 Säulen der Gesellschaft über den Tisch ziehen lassen. Sie muss gleichzeitig gegen Fehlentwicklungen protestieren und neue überzeugende Modelle erschaffen. Sie muss an den Wurzeln der Gesellschaft arbeiten und zugleich das ganze System erreichen. (…)
„Dabei kann es um den Kampf für Menschenrechte oder gegen einen Krieg ebenso gehen, wie um die Besetzung von Ölplattformen wie der Brent Spar, oder dem Tankstellenboykott gegen Shell. Aber auch um kleine Kaufentscheidungen an der Kasse des lokalen Supermarktes. „Entscheidend ist die moralische Macht, welche die Zivilgesellschaft gegen die Macht des Geldes oder die Macht der Waffen einsetzt“, sagt Nicolas Perlas :„ Die Zivilgesellschaft kreiert nicht nur neue Werte, sie demonstriert gleichzeitig auch wie eine andere Welt praktisch aussehen könnte. Also kommen drei Aufgaben zusammen: Einmal die Opposition, der Widerstand. Das zweite ist die Schaffung neuer Werte. Und die dritte Aufgabe ist es neue Initiativen zu initiieren und modellhaft aufzuzeigen wie eine andere Welt funktionieren könnte.“ (…) „Kulturelle Macht kann etwas sehr Gefährliches sein. Denn sie legt fest, wie Menschen leben, denken und handeln. Und die Zivilgesellschaft ist der Motor für den Wertewandel. Ob sie die Globalisierung kritisiert, die Menschenrechtsverletzungen, die Umweltzerstörung oder die mangelnde Gleichberechtigung, es beginnt immer mit einer Kritik an den herrschenden Werten. Und aus dieser kritischen Haltung formt sich bei ihren Protagonisten eine neue politische Identität. In ihrer Essenz muss die Zivilgesellschaft deshalb als kulturelle Bewegung verstanden werden. Sie beginnt in der kulturellen Sphäre, entwickelt dort kreativ neue Werte und stellt Sinnfragen.“ (Nicolas Perlas) Deshalb ist sie als größte kulturelle Bewegung der Menschheitsgeschichte auch nicht zu schlagen. Vielmehr wächst sie kontinuierlich weiter und bietet ständig neue Ideen für die Probleme der Welt. Schlägt der Gegner ihr einen Kopf ab, dann wachsen drei neue nach. Und sie baut ganz wie einer ihrer großen Pioniere, Mahatma Gandhi, konsequent auf Gewaltlosigkeit. (…) „ Wir müssen den Riesen nicht mit der Steinschleuder erlegen. Wir sollten viel mehr verständnisvoll so mit ihm arbeiten, dass er zu unserem Partner wird bei all den Problemen, die er alleine nicht lösen kann, um dann gemeinsam eine bessere Welt zu erschaffen. Wir müssen ihm die Gelegenheit geben sich zur Ruhe zu setzen.“ (Mary Win Ashford)
Geseko von Lüpke (gekürzte Mitschrift eines Radiovortrags auf BR2)
B e i t r ä g e von ProjektteilnehmerInnen Jede/r kann mitmachen
Das alte Kraft-Baum-Wissen unserer Ahnen Im Zeitalter von Technik und Elektronik haben wir eines verloren „den Bezug zur Natur.“ In der materiellen Wahrnehmung ist uns leider das Gespür für das nicht „Fassbare“ verloren gegangen. Unsere Vorfahren, z.B. die Kelten lebten nicht nur in der Natur, sie lebten mit der Natur. So wurden aus Birkenholz Babywiegen geschnitzt damit die Kleinen vor Unheil bewahrt wurden. Dieser edle weiße Baum steht anmutig und robust im Wald. Er steht für Schutz und für das Loslassen. Auch heute noch trinken wir bei Blasenentzündungen Birkenblättertee um die Krankheit „loszuwerden“ und in der skandinavischen Sauna beklopft man den ganzen Körper mit Birkenreisern, um die Durchblutung zu fördern. Auch das gehört zum „loslassen.“ Unsere Ahnen kehrten am Morgen des 22. Dezembers mit Birkenbesen das alte Jahr aus den Häusern.
Ein sehr hoch geschätzter Baum war den Kelten die Buche. Der Baum wird bis zu 500 Jahre alt und diente als Nahrungslieferant (Blätter und Nüsse). Die Heilkräfte der Buche reichten von der Desinfektion bis zum antiseptischen Mittel, das Holz wurde nicht nur für Möbel gebraucht! Man staune, die Begriffe Buch und Buchstabe stammen von der Buche. Auch heute noch findet die „Buche oder Beech“ in den Bach-Blüten Verwendung. Dort werden die Tropfen unter anderen zur Förderung von Toleranz bei zu viel „Härte“ eingesetzt. Auf der Seelenebene hilft die Buche nicht nur den Kindern beim Lernen, eine sehr gute Wirkung hat die Buche bei Beschwerden der Wirbelsäule.
Der Eiche, früher genannt der große Busch, sagt man nach, dass er allen Schutz-Suchenden oder Flüchtenden Unterschlupf gewährte. Er beschützte alle wie ein König sein Volk. Auch die „Eiche oder Oak“ findet sich in den Bach-Blüten wieder, für Stärke aber auch für die Einsicht. Die Eicheln dienten erst den Menschen, dann hauptsächlich den Tieren als Nahrung. Das Holz wird auch heute noch sehr geschätzt wegen seiner Härte. Im Seelenbereich spiegelt die Eiche die Männlichkeit und Härte wieder. Wenn also jemand zu sehr oder zu wenig im „Männlichen“ steht, gleicht die Eiche dieses aus. Eva-Maria Pfab
20 Jahre Seminarhaus Deinsdorf e.V. Um es gleich vorweg zu nehmen: Unsere Erwartungen an diesen 14. Juli, den Tag unseres Jubiläumsfestes, wurden weit übertroffen - und nicht nur wegen des überraschenden Sonnenscheins. Freilich hatten wir auf ein fröhliches Fest mit vielen Gästen gehofft, aber als dann die Menschen strömten, um mit uns zu feiern, waren wir überwältigt von all der Zustimmung, Verbundenheit, Freude und Herzlichkeit.
Es zeigte sich, wie viele Menschen schon während der Bauphase, bei den ersten Gehversuchen und während des anfänglichen Seminarbetriebs dabei gewesen waren, ihren Beitrag geleistet, etwas mitgenommen und vieles dagelassen hatten an Anregungen, Hilfe, Freundschaft und Begeisterung. Und wir erinnerten uns, wie viel Unterstützung wir von der Gemeinde, vom Dorf, von den Freunden bekommen haben und immer noch bekommen. So war der Tag ein Anlass zum Erinnern zum Danken und Prüfen, zum Erneuern und zur Bekräftigung unserer Vision.
Wir haben über die Jahre an den Ideen von Gewaltfreiheit, Ökologie und Völkerverständigung, mit denen wir angefangen haben, fest gehalten und immer wieder versucht sie zu leben und sie für andere sichtbar zu machen. Wir haben versucht, einen Ort zu schaffen, an dem man entspannen, sich wohl fühlen und erleben kann, dass eine einfache Lebensweise, die sich nicht am Konsum orientiert, dennoch Lebensqualität bieten und eine Basis für Kreativität und Freude sein kann. Seit vielen Jahren hat uns dabei die Erd-Charta Anregung und Orientierung gegeben.
B e i t r ä g e von ProjektteilnehmerInnen
Der Festredner Gil Ducommun brachte es auf den Punkt: Die individuelle Entwicklung, die durch Meditation, Kunst, Selbsterfahrung gefördert wird, muss ergänzt und erweitert werden, durch die Bereitschaft, sich für das „Wir“, die Gesellschaft, einzusetzen. Es gilt Lebens- und Handlungsmodelle zu schaffen, die uns aus der Sackgasse von Ungerechtigkeit und Naturzerstörung heraus führen. Im Podiumsgespräch mit Menschen, die uns zu verschiedenen Zeiten und in verschiedenen Rollen unterstützt haben, zeigte sich, dass diese Arbeit – so schwierig sie oft war – insgesamt viele Menschen angeregt und ermutigt hat, selbst ähnliche Wege zu gehen. Das alles haben wir uns bewusst gemacht und haben es gefeiert, begleitet von mitreißender Balkan- und leichtfüßiger Musettemusik, von gutem Essen, von Töpfern, Filzen, Luftballonfliegenlassen, Märchen für Kinder und Erwachsene, Pantomime und – einigen wenigen - Reden.
Wie gesagt, es war ein rauschendes Fest. Nun ist es an uns, dem eigenen Anspruch und der Zustimmung und Ermunterung durch so viele Menschen auch in den nächsten Jahren gerecht zu werden. Irene Heiß-Eppig
Wasser Seit
Zeit beschäftige ich
mich intensiv mit dem The-
ma Wasser und stelle fest, dass
in unserer Bevölkerung leider ein
Unwissen zum Thema Wasser besteht.
Wenn wir Menschen verstehen, warum
reines, gesundes Wasser unser wichtigstes Le-
bensmittel und somit Grundlage unserer Gesund-
heit ist, und was uns mittlerweile die Wasserwerke
(denen ich keinen Vorwurf mache) liefern dürfen, empfinde ich blankes Entsetzen.
Von daher gilt auch für unser Wasser: Nachhaltigkeit ! Für unsere Kinder, die zukünftige Generation. Hier nur ein Beispiel:
Sauberes, reines Wasser sollte nach Meinung von Ärzten und Heilpraktikern
unter 80ys liegen (Messwert für leitfähige Metalle und Salze). Gemäß Trink-
wasserverordnung von 1980 lag der Grenzwert für die elektr. Leitfähigkeit bei
einem Höchstwert von max. 280ys. Durch den natürlichen Wasserkreislauf kommen immer mehr Substanzen ins Wasser.
Was hat der Gesetzgeber gemacht? Den Grenzwert erhöht! 1990: 1000ys, 2001: 2000ys,
2011: 2500ys, Heute 2790ys. Was das für bedenkliche gesundheitliche Auswirkungen hat, darauf weisen Ärzte und Wissenschaftler schon lange hin.
Jeder, den ich bisher darauf angesprochen habe, schüttelt den Kopf und ist auf Grund der Tatsache, was mit unserem Leitungs- und Mineralwasser wirklich los ist, „verunsichert und verärgert“.
Alles auf dieser Welt ist ein zusammenhängender Kreislauf und so bekommen wir praktisch alle sieben Jahre wieder das gleiche Wasser zurück, was wir in den Kreislauf hineingegeben haben ... Wollen wir uns das antun? Mit herzlichen Grüßen Siegfried Demleitner
Last but not least ... Nun sind wir am Ende eines weiteren kleinen Schrittes auf dem Erdchartaweg Amberg-Sulzbach angelangt. Vieles hat sich ereignet, entwickelt, verändert und gewandelt - passend zu dem seit Jahrtausenden vorausgesagtem großen Zeitenwandel am 21.12. 2012.
Nun haben wir global diesen sagenumworbenen Termin überlebt und 2013 schreitet in schnellen Schritten voran. Was wird das Jahr 2013 mit sich bringen? Hat sich wirklich etwas verändert, und wenn ja, was? Unsere Hoffnung ist, dass tatsächlich Wandlungen stattfinden werden. Es ist der Wunsch und die Hoffnung einer weltweiten Bewusstseinsentwicklung, einer Erkenntnis der Menschheit für den Umgang und die Verantwortung füreinander, für die Erde und alles Leben auf ihr. Von daher schreiten wir mit Elan ins Jahr 2013 und werden mit Mut und Vertrauen unseren Weg langsam aber sicher weitergehen. Begleitet von der Lust auf mehr Leichtigkeit, Freude und Zuversicht für eine lebenswerte Zukunft.
Wir wünschen allen viel Freude auf dem weiteren Weg, bis wir uns 2013/2014 mit neuen Berichten, Ereignissen, Ideen und Informationen wieder sehen werden – in VITAS 2 – bis dahin gutes Gelingen bei der Umsetzung der Vision einer gerechten, nachhaltigen und friedlichen Weltgesellschaft .
Für Fragen, Rückmeldungen, Ideen, Unterstützung und Menschen mit oder ohne Projekte sind wir erreichbar unter: info@erdchartaweg-as.de und über die Homepage: www.erdchartaweg-as.de Wenn Sie uns finanziell unterstützen möchten, können Sie auf unser Spendenkonto überweisen: Raiffeisenbank Sulzbach-Rosenberg eG Konto - Nr: 920169 BLZ 752 617 00
Ich danke allen, die meine Träume belächelt haben; sie haben meine Phantasie beflügelt. Ich danke allen, die mich in ein Schema pressen wollten, sie haben mich den Wert der Freiheit gelehrt. Ich danke allen, die mich belogen haben; sie haben mir die Kraft der Wahrheit gezeigt. Ich danke allen, die nicht an mich geglaubt haben; sie haben mir zugemutet Berge zu versetzen. Ich danke allen, die mich abgeschrieben haben; sie haben meinen Mut geweckt. Ich danke allen, die mich verlassen haben; sie haben mir Raum gegeben für Neues. Ich danke allen, die mich verraten haben und missbraucht haben; sie haben mich wachsam werden lassen. Ich danke allen, die mich verletzt haben; sie haben mich gelehrt im Schmerz zu wachsen. Ich danke allen, die meinen Frieden gestört haben; sie haben mich stark gemacht, dafür einzutreten. Vor allem aber danke ich all jenen, die mich lieben, so wie ich bin; sie geben mir die Kraft zum Leben.
vi tas www.erdchartaweg-as.de

References: Art. 1
 Art. 7

Art. 14

Art. 1

Art. 5

Art.4

Art. 5
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 Art. 125
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Art. 2
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Art. 15

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Art. 8

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Art. 10
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 Art. 3
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