Source: https://www.hus23.de/tag/bauantrag/
Timestamp: 2018-10-18 10:12:01+00:00

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Bauantrag – Hus 23
Schlagwort: Bauantrag
Fortführungsentwurf
Vergangene Woche hatten wir nochmals Besuch durch unseren Vermessungsinenieur. Nachdem Haus und Garage endlich an Ihrem Platz stehen, fand die letzte Einmessung statt.
Das Ganze geht mehr oder weniger ohne Zutun der Bauherrschaft. Alle Gebäude (bei uns drei an der Zahl, bestehend aus Wohnhaus, Garage und Schuppen) werden vermessen und in einem sogenannten Fortführungsentwurf eingetragen. Das Ganze gibt es wiedereinmal in Bild und Schrift. Ab jetzt sind also unser Wohnhaus, Garage und Schuppen höchstoffiziell in den Registern eingetragen. Das nächste Mal wenn wir also einen Auszug aus dem Liegenschaftskataster beantragen, würden wir anstelle gähnender Leere unser Häuschen dort wiederfinden.
Ganz ohne Zutun geht es jedoch auch wieder nicht. Gemäß Gebührenverordnung dürfen wir hier mit gut 500€ nochmals in die Baukasse greifen. Zum Glück hatte uns unser Vermessungsingenieur bereits zu Beginn über alle Kosten aufgeklärt.
Damit wären sämtliche Vermessungsleistungen erbracht, und wieder ein Kapitel unseres Bauvorhabens abgeschlossen…
Anzeige Rohbaufertigstellung
Wir hatten recht zu Beginn unseres Bauvorhabens von Danhaus drei Vordrucke erhalten, die an das Baurechtsamt zu senden sind. Die Anzeige des Baubeginns, der Rohbaufertigstellung und der abschließenden Fertigstellung. Ersteres muss vor der Richtung des Hauses versendet werden, bei den anderen beiden ist uns der Amtsprozess bis heute nicht wirklich klar.
Auch wissen wir nicht, wie viel Bedeutung das Amt diesen Anzeigen tatsächlich schenkt, da bei der Baufreigabe lediglich eine Postkarte für die Anzeige des Baubeginns beigelegt war. Weggeschickt haben wir den Brief nichts desto trotz! Es geht ja nichts über das gute Gefühl zusätzlichen Aufwand auf den Ämtern zu verursachen…
Da für die Anzeige der Rohbaufertigstellung noch die Abnahme der Feuerstätte notwendig war und bisher keine Garage weit und breit zu sehen war, haben wir das Schreiben zurück gehalten. Nachdem nun fast Zeitgleich die Freigabe für unseren Kamin (der Winter kann kommen!) und die Garagen kamen, haben wir nun das Schreiben mit der erforderlichen Bestätigung abgeschickt… Im schlimmsten Fall schickt uns die Baurechtsbehörde zu ihrer Entlastung die Unterlagen wieder zurück. Wäre in unserem Fall ja auch nicht das erste Mal.
Wichtig ist nur, dass die Putzarbeiten frühestens ein Tag nach der Anzeige begonnen werden darf. Bis dahin (also 24 Stunden lang) sind alle Anschlüsse (Strom, Wasser, Schalldämmung etc.) zugänglich zu halten. Da der Brief frühestens in einem Tag auf dem Amt sein kann, stellt sich hier die Sinnhaftigkeit der Regelung. Vermutlich stammt dies aus Zeiten, als es noch keine Fertigbauweise gab? Wir wissen es nicht, und werden wohl für ewig mit dieser Unwissenheit leben müssen…
Inzwischen sind wir ja recht entspannt, was undurchsichtige Prozesse auf dem Amt angeht. Anscheinend scheinen diese sich auch von Amt zu Amt, von Land zu Land und von Gemeinde zu Gemeinde zu unterscheiden. Egal, ob es sich um die Anzeigen bei der Baurechtsbehörde, den Umzug oder das Ummelden des Hundes handelt. Aber am Ende klappt’s ja immer irgendwie. Also sind wir guten Gewissens, mal wieder eine Amtsprozess gemeistert zu haben…
Der Papierkriegwahnsinn
Nachdem die Erdarbeiten begonnen haben, gilt es noch dem Papierkriegwahnsinn Herr zu werden. Diese Woche kamen nochmal einige Aufgaben auf uns zu. Zum einen hat uns Danhaus nun die statischen Berechnungen und die Energieberechnung für unser Zukunftshaus übersendet. In dreifacher Ausfertigung macht dies an die 1.500 Blatt Papier, die der Postbote versuchte verzweifelt durch den Briefkastenschlitz zu drücken. Am Ende wurde das Bündel vor der Tür abgestellt.
Eine Kopie für die Unterlagen, zwei gehen als Nachtrag zum Bauantrag an das Bauamt – sobald wir einen entsprechenden Briefumschlag finden und die Preise für übergewichtige Briefe bei der Deutschen Post ermittelt haben.
Darüber hinaus haben wir die finalen Ausführungszeichnungen von Danhaus erhalten. Nach insgesamt drei oder vier Runden, wir wissen es inzwischen nicht mehr, soll nun alles passen und ging bereits gegengezeichnet zurück an Danhaus. Der Fertigung steht aus unserer Sicht nun nichts mehr im Weg.
Auf Anraten unseres Bauleiters haben wir außerdem bei der Stadt, genauer gesagt, beim Ordnungsamt angefragt, ob eine Sperrung der Straße am Richttermin notwendig sei. Leider ist dem so, da es sich um eine Gemeindeverbindungsstraße handelt. Die notwendigen Unterlagen haben wir direkt mit der Antwort erhalten.
Der Antrag mit der geplanten Sperrung und der voraussichtlichen Nutzung der Verkehrsflächen am Richttag geht zurück an die Gemeinde und von dort aus an das Landratsamt. Um die Sperrung selbst kümmert sich eine der beteiligten Firmen. Hier ein Tipp an die Bauherren: im Vorfeld prüfen, welche Firma für die Sperrung zuständig ist. Hier kommen schnell weder 1.000 € zusammen. Obendrein wird noch ein Obolus an die Gemeinde fällig, dessen Höhe uns bisher noch nicht bekannt ist.
Die LKW (drei an der Zahl) werden im Laufe des Tages die Straße blockieren. Der Kran wird auf dem Platz unserer zukünftigen Garage stehen und hinter dem Haus werden die Binder gelagert.
Damit wäre das Wochenpensum an „Büroarbeit“ geschafft und wir sind gespannt was die kommende Woche so mit sich bringt…
Die Woche bisher – Es wird stressig
Bauen oder eher die Bauvorbereitung scheint aus wochenlangem Warten und Momenten absoluter Hektik zu bestehen. So stand diese Woche unser Telefon kaum still.
Unser euer Bauleiter ist nun wieder unser ursprünglicher Bauleiter. Hier hatten wir Glück, dass wir den ursprünglich von Danhaus mitgeteilten Wechsel nicht beim Bauamt angezeigt hatten.
Unser Bauleiter hat uns angesprochen wie weit wir mit der Firma Göllner für die Bodenplatte sind. Gute Frage, daher hat unser Bauleiter einen Termin für Ende Februar mit Bodenarbeiter und der Firma Göllner angefragt. Irgendwie finden wir es gut, dass die beteiligten Partien direkt miteinander sprechen und wir nicht Stille Post spielen. Auch unser Erdarbeiter hat zwischenzeitlich an uns gedacht.
Die Firma Clayton hat sich gemeldet und mitgeteilt, dass das kurzfristig benötigte Bodengutachten innerhalb einer Woche fertiggestellt werden kann. Für dieses Entgegenkommen berechnet Clayton 25% des Pauschalpreises. Aber selbst so ist Calyton noch um die Hälfte günstiger als alle anderen Angebote. Wir erwarten hier keine Überraschungen und haben daher kurzfristig zugesagt.
Auch Danhaus hat sich nochmals gemeldet, die lang ersehnte und inzwischen überfällige Darlehensabtretung lag noch nicht vor. Die Bank wollte noch Unterschriften für eine sogenannte unwiderrufliche Überweisungsanweisung. Danhaus sichert sich mit der Abtretung bei der Bank ab, dass auf jeden Fall bezahlt wird. Die Bank sichert sich so bei uns ab, dass wir es uns doch nicht anders überlegen. Positiv bleibt zu erwähnen: Das ganze Verfahren einschließlich der Abtretung wird uns nicht berechnet. Manche Banken verlangen hierfür eine Gebühr. Sich frühzeitig erkundigen hilft hier den angehenden Bauherren. Nach geleisteter Unterschrift konnten wir die Abtretung an Danhaus faxen und dem geplanten Richttermin steht nichts mehr im Weg.
Beim lokalen Elektrik haben wir bereits angefragt einen Baustromkasten zu mieten. Das klappt wohl ohne weitere Probleme.
Kurz darauf hat sich die Fa. Elku aus Berlin gemeldet und uns das weitere Verfahren erläutert. Elku geht dazu einen kleinen Fragenkatalog durch um sich ein erstes Bild zu verschaffen. Da wir uns schon viele Gedanken über der Elektrikanalge gemacht hatten, konnten wir unserer Pläne noch am selben Abend zusenden. Keine zwei Arbeitstage später lag uns unser Angebot vor: Danhaus hat tatsächliche einen großen Leistungsumfang, und dennoch sind wir bei 4.500 € Zusatzkosten gelandet. In unserer Kalkulation sind ursprünglich 3.000 € für diese Position eingeflossen. Da wir uns noch ein Angebot für Einbausports und eine SAT-Anlage haben erstellen lassen, wurde die Position entsprechend größer. Beide Punkte hatten wir ursprünglich als Eigenleistung geplant. Elku hat noch einige Zusätze eingeplant, von denen uns einige zusagen, andere nicht. Neben den Einbauspots werden wir nun sämtliche Arbeiten von Elku durchführen lassen und den ersten Entwurf entsprechend erweitert. Obwohl die Summe zunächst recht hoch erscheint, sind die Einzeplositionen preislich weit unter dem, was wir ursprünglich angenommen – oder besser befürchtet – hatten.
German PV wird unserer Solaranlage installieren. Da wir zukünftig eine Erweiterung der PV-Anlage auf unserer Garage in Betracht ziehen, habe wir uns über die Möglichkeit erkundigt. Benötigt wird lediglich ein Leerrohr für die Rückführung der Kabel und ein entsprechender Platz für den zusätzlichen Wechselrichter. Elku haben wir diese Pläne ebenfalls mitgeteilt – das Leerohr zu späteren Einziehen der Kabel als auch die Stromzuführung zur Garage wird von Elku direkt mit ausgeführt.
Am Ende versucht Danhaus noch den vom Bauamt vorgeschriebenen Auflagen nachzukommen. Hier hat das Bauamt von uns den Nachweis nach §10 LBOVVO vor Baufreigabe verlangt. Hier herrscht wohl Verwirrung, wurde versucht die Bestätigung nach §10 EEWärmeG von der Firma Acalor zu erhalten. Diese kann jedoch erst nach Fertigstellung/Übergabe ausgestellt werden. Somit haben wir selbst die Gesetze gewälzt, denn das Baurechtsamt hat uns folgende Einschränkung auferlegt
Die bautechnische Bestätigung nach § 10 Abs. 2 der Verfahrensordnung zur Landesbauordnung -LBOVVO- ist vor Erteilung der Baufreigabe vorzulegen.
Darin steht wiederum
(2) In Genehmigungsverfahren, die nicht unter Absatz 1 fallen, ist eine Erklärung nach Absatz 1 abzugeben, wenn die Voraussetzungen für den Wegfall der bautechnischen Prüfung nach § 18 vorliegen.
Tatsächlich wird auch der Nachweis nach §10 EEWärmeG gefordert. Allerdings nicht vor Baufreigabe.
(G2241) Über die Erfüllung bzw. ersatzweise Erfüllung der Nutzungspflicht nach dem Erneu- erbaren-Energien-Wärme-Gesetz (EEWärmeG) ist der unteren Baurechtsbehörde der Nachweis eines Sachkundigen bzw. Brennstofflieferanten oder Wärmenetzbetreibers ent- sprechend §10 EEWärmeG vorzulegen. Hierzu verweisen wir auf das beiliegende Merkblatt zum Erneuerbaren-Energien-Wärmegesetz (EEWärmeG).
Bei so vielen §§ 10 kann man tatsächlich schnell den Überblick verlieren…
Am Ende erhielten wir noch Post von Danhaus mit einem Stapel an Dokumenten um der staatlich geforderten Bürokratie gerecht zu werden: Baubeginnsanzeige (unserer Meinung nach kein gutes deutsches Wort) und eine Reihe weitere bereits ausgefüllter Dokumente, die vor den entsprechenden Bauphasen bzw. Abschlüssen an das Bauamt übersendet werden müssen. Glücklicherweise wird uns unser Bauleiter dabei unterstützen, das richtige Dokument zum richtigen Zeitpunkt einzureichen…
Veröffentlicht am 27. Dezember 2014 27. Dezember 2014
Teil-Baufreigabe
Pünktlich zu Heilig Abend und zugegebener Maßen durchaus überraschend, kam am 24.12. ein Brief vom Landratsamt: die Teil-Baufreigabe. Jetzt steht den Bodenarbeiten nichts mehr im Weg.
Auch wenn wir die nächsten paar Tage nicht wirklich etwas unternehmen können… das wohl beste Weihnachtsgeschenk in diesem Jahr…
Die Leier von der Fachbauleiterbescheinigung
Heute kam wieder Post von Danhaus. Eine Rechnung konnte es nicht sein, die nächste erwarten wir erst wieder mit der Fertigstellung des Fundaments bzw. der Bodenplatte.
Nein, es war die erfreuliche Nachricht, dass alle Aufträge vergeben sind. Den Bauherren wird von Danhaus alsdann eine Liste der Handwerker für Elektro-, Fliese-, Schornstein-, Heizung-, Verblend- und Fundamentarbeiten, der Solaranlage und für die Estricharbeiten überreicht. Man darf bei Danhaus auch dann direkt mit den einzelnen Handwerkern in Kontakt treten, sollten noch Fragen offen sein. Auch die Kontaktdaten unseres Bauleiters haben wir inzwischen bekommen.
Eine bürokratische Hürde wird uns jetzt leider doch noch vor die Füße geworfen: Für die Gewerke, die in Eigenleistung ausgeführt werden, benötigt Danhaus nach Fertigstellung die Fachbauleiterbescheinigung. In unserem Fall lediglich das Gewerk Fliesen, das wir in Eigenregie durchführen – aber, dank der Bürokratie – einen Fachbauleiter suchen müssen. Mit dieser Bestätigung kann dann unser eigentlicher Bauleiter wiederum die korrekte Ausführung gegenüber dem Bauamt bestätigen.
Wir haben zum Glück Zeit bis das Gewerk fertiggestellt wurde, und eine Idee haben wir auch bereits. Also wandert die Bestätigung an die immer weiter anwachsende Liste an ToDos, die noch auf uns warten…
Veröffentlicht am 14. Dezember 2014 3. Januar 2015
Der Richttermin steht fest
Nachdem wir die Baugenehmigung an Danhaus geschickt hatten (per Einschreiben) kam diese prompt mit ein paar Anmerkungen unseres Sachbearbeiters zurück. Kurzum: Es gibt nichts zu beanstanden. Es gibt ein sog. Grüneintrag, d.h. die Baurechtsbehörde hat eine Änderung am Bauantrag gemacht. Diese wurden aber bereits durch das Ingenieurbüro im Antrag so vorgesehen, also irgendwie doch keine Änderung. Eher eine Anmerkung der Behörde.
Ein Tag danach kam ein weiterer Brief mit einem vorläufigen Richttermin. KW 14 soll es also voraussichtlich sein. Natürlich vorbehaltlich der Verfügbarkeit an Produktionskapazität.
Außerdem kamen mit dem Brief die zweite Abschlagsrechnung und jeder Menge weitere Anschreiben:
Hinweise für den Außenastrich
Hinweise für die Spachtel- und Malerarbeiten
Hinweise für die Fliesen- und Bodenbelagarbeiten
Zusätzlich haben wir hier die fermacell Gipsfaser-Platten Verarbeitsungsanleitung bekommen, denn wie jeder weiß, die Spachtelarbeiten sind bauseits zu erbringen.
Als nächsten Schritt werden wir die Zahlungsgarantie der Bank an Danhaus schicken. Hier konnte inzwischen alles geklärt werden und liegt zur Bearbeitung bei der Bank vor. Sobald wir die Bestätigung an Danhaus schicken können, ist erst einmal alles von unserer ToDo Liste hinsichtlich der Vorbereitungen getan…
Heute war es endlich so weit: Die Baugenehmigung kam per Einschreiben an. Wir wussten bereits seit Donnerstag, dass die Baugenehmigung erteilt wurde, denn das Baurechtsamt des Landratsamt Karlsruhe bietet den Service an, den Bearbeitungsstand online abzufragen. Die Login-Daten gingen und bereits einige Tage nach dem Eingang des Bauantrags ein. Natürlich haben wir von diesem Dienst täglich gebraucht gemacht.
Die Baugenehmigung wurde uns per Einschreiben zugestellt und setzt sich zusammen aus einer Kopie der eingereichten Planunterlagen (Bauantrag), diversen Hinweis und Merkblättern, einer Postkarte zur Anzeige des Baubeginns, einem Anschreiben und natürlich dem Gebührenbescheid in Höhe der schon nahezu allgegenwärtigen 1.000 €.
Außerdem haben wir eine Liste mit diversen Punkte, die nach und auch noch vor der Baufreigabe zu erledigen sind. Die Baugenehmigung wurde uns nämlich zunächst ohne Baufreigabe erteilt. Konkret heißt das, der Rote Punkt fehlt noch.
Als erstes war aus dem Bauantrag die Qualifikation unseres Bauleiters nicht ersichtlich und wurde nun vom Baurechtsamt eingefordert. Nach kurzer Rücksprache mit Danhaus wurde innerhalb eines Arbeitstages eine Kopie des Meisterbriefs unseres designierten Bauleiters samt Adresse zugestellt. Wir werden die Informationen noch in den nächsten Tagen an das Baurechtsamt weiterleiten.
Während wir unter dem zweite Punkt noch eine grundsätzliche Idee haben, was zu tun ist:
Nach Erstellung des Schnurgerüstes ist durch einen zugelassenen Vermessungssachverstandigen nachprufen zu lassen, dass Grundriss und Hohenlage des Bauvorhabens auf dem Baugrundstuck mit den genehmigten Planen übereinstimmen. Der Nachweis hier- über ist uns vor Baufreigabe (Roter Punkt) vorzulegen.
Gibt uns die dritte Aufgabe noch allerlei Rätsel auf:
Die Gesamte Baugenehmigung geht als Einschreiben zu Danhaus. Dort werden von den, für Danhaus relevanten, Dokumenten Kopien gemacht und hoffentlich alle weiteren Schritte eingeleitet. Das Original geht dann an uns zurück. In den nächsten Wochen bekommen wir dann den vorläufigen Liefer- und Richttermin für unser Danhaus.
Mit der Terminvergabe kommt dann vermutlich eine eher anstrengende Phase: Die Gründung der Garage soll möglichst zeitnah mit der Erstellung der Bodenplatte stattfinden, als dass die Garagen kurz nach dem Richttermin geliefert werden können. Diese gilt es dann noch zum entsprechenden Termin bei der Fa. Grötz abzurufen. Unserer zukünftige Mehrsparteneinführung (in Reihenausführung) muss vor den Gründungsarbeiten beim unserem zuständigen Netzbetreiber bestellt werden, da diese eine Lieferzeit von ca. drei Wochen hat. Ebenso müssen wir die Zistene bestellen, damit diese bereits mit den Erdarbeiten gesetzt werden kann. Da es sich hierbei um bauseits erbrachte Leistungen handelt, müssen wir die meisten Punkte selbst koordinieren und abstimmen…
Veröffentlicht am 26. Oktober 2014 26. Oktober 2014
Der Papierzweifrontenkrieg
Der Papierkrieg geht weiter, zum einen haben wir von Danhaus Post bekommen: eine To-Do Liste mit offenen Punkten.
Im Detail gibt es darin folgende Aufgaben, teilweise von Danhaus, teilweise vom Bauherren (mit Verkaufsberater) zu erledigen:
Bauantrag einreichen
Nachricht an Danhaus wenn Bauantrag eingereicht
Termin Ausstattungsbemusterung
Ausstattungs-Detail-Checklisten an Danhaus
Termin Sanitär- und Fliesenbemusterung
Küchenzeichnungen an Danhaus
Angaben zu Boden- und Wandbelägen an Danhaus
Finanzierungsbestätigung klären
Versicherungsnachweis klären
Abruf Vorplanung
Überprüfung Vorplanung
Baugenehmigung (Original) an Danhaus
Gleichzeitig haben wir ja bereits von der Stadt die Aufgabe erhalten, binnen 14 Tagen sämtliche Anträge zur „Ver- und Entwässerung“ einzureichen. Hier tut sich im Papierkrieg demnach eine zweite Front auf. Teilweise waren Unterlagen bereits dem Bauantrag beigefügt. Wir werden vorsichtshalber nochmals den kompletten Antrag ausfüllen, Anlagen zusammen sammeln und bei den Stadtwerken einreichen.
Zwischenzeitlich wurde auch klar was in dem ursprünglichen Schreiben „nach §8 i.V.m. § 2 (1) Nr. 4 LBOVVO“ gemeint war: Zunächst handelt es sich um die Verordnung der Landesregierung, des Ministeriums für Verkehr und Infrastruktur und des Umweltministeriums über das baurechtliche Verfahren. Ausgesprochen bedeutet der Hinweis im Übrigen „nach Paragraph 8 in Verbindung mit Paragraph 2 Absatz 1 Nummer 4“ der oben genannten Verordnung ist irgend einer Art Folge zu leisten. Der zweite Teil basiert zunächst auf dem § 2
§ 2 Bauvorlagen in Genehmigungsverfahren
(1) In Genehmigungsverfahren hat der Bauherr dem Bauantrag nach Maßgabe der folgenden
Vorschriften als Bauvorlagen beizufügen:
4. die Darstellung der Grundstücksentwässerung ( § 8),
Die in Satz 1 Nr. 4 bis 6 genannten Bauvorlagen mit Ausnahme der Erklärung zum Standsicherheitsnachweis können nachgereicht werden; sie sind der Baurechtsbehörde vor Baubeginn vorzulegen. Die Darstellung der Grundstücksentwässerung und die bautechnischen Nachweise sind so rechtzeitig vorzulegen, dass sie noch vor Baubeginn geprüft werden können.
und der erste auf dem § 8
§ 8 Darstellung der Grundstücksentwässerung
(1) Wenn nicht an eine öffentliche Kanalisation angeschlossen wird, sind Anlagen zur Beseitigung des Abwassers und des Niederschlagswassers in einem Entwässerungsplan im Maßstab 1:500 darzustellen. Der Plan muss enthalten:
1. die Führung der vorhandenen und geplanten Leitungen außerhalb der Gebäude mit Schächten und Abscheidern,
2. die Lage der vorhandenen und geplanten Kleinkläranlagen, Gruben und ähnlichen Einrichtungen. Kleinkläranlagen, Gruben und ähnliche Einrichtungen sind, soweit erforderlich, durch besondere Bauzeichnungen darzustellen.
(2) Bei Anschluss an eine öffentliche Kanalisation sind darzustellen:
1. Lage, Abmessung, Gefälle der öffentlichen Kanalisation sowie die Sohlenhöhe und
Einlaufhöhe an der Anschlussstelle,
2. Lage, Querschnitte, Gefälle und Höhe der Anschlusskanäle.
(3) Über die Absätze 1 und 2 hinaus sind darzustellen:
1. die Lage der vorhandenen und geplanten Brunnen,
2. die Lage der vorhandenen und geplanten Anlagen zur Reinigung oder
Vorbehandlung von Abwasser unter Angabe des Fassungsvermögens,
3. besondere Anlagen zur Löschwasserversorgung.
Von 3-facher Ausfertigung konnten wir in den genannten Paragraphen nichts finden, aber wir werden die Kopien der Entwässerungspläne einfach nachreichen. Dummerweise liegen alle Pläne im Maßstab 1:100 vor, weshalb wir uns hier nochmal an unseren Architekten wenden müssen…
Weiterleitung Bauantrag
Heute haben wir wieder einmal einen Brief von der Stadt im Briefkasten vorgefunden. Erste Vermutung: Rechnung, aber für was? Bauantrag? Geht das so schnell? Tatsächlich haben wir eine Kopie des Schreibens erhalten, das die Stadt als Anlage zu unserem Bauantrag an Landratsamt bzw. Baurechtsamt des Landkreises versendet hat. Darauf ist die Bearbeitung durch das Bürgermeisteramt Dokumentiert, und aufgeführt ob für das Baugrundstück ein Bauvorbescheid vorliegt, ob Zufahrtswege, Ver- und Entsorgung gesichert sind und ob das Grundstück in Naturschutz-, Wasserschutz- oder Flurbereinigungsgebieten liegt, ob Flugplätze oder Starkstromleitungen in der Nähe sind und so weiter. Dem Schreiben ist zu entnehmen, dass die dritte Ausfertigung des Bauantrags nach eventuellen Einwendungen der Nachbarn und der Stellungnahme der Gemeinde nachgereicht wird.
Natürlich lag dem Schreiben, wie vermutet eine Rechnung bei: 35 € für die Nachbarbeteiligung und die Stellungnahme nach §53 (4) LBO:
(4) Zum Bauantrag wird die Gemeinde gehört, wenn sie nicht selbst Baurechtsbehörde ist. Soweit es für die Behandlung des Bauantrags notwendig ist, sollen die Stellen gehört werden, deren Aufgabenbereich berührt wird. Ist die Beteiligung einer Stelle nur erforderlich, um das Vorliegen von fachtechnischen Voraussetzungen in öffentlich-rechtlichen Vorschriften zu prüfen, kann die Baurechtsbehörde mit Einverständnis des Bauherrn und auf dessen Kosten dies durch Sachverständige prüfen lassen. Sie kann vom Bauherrn die Bestätigung eines Sachverständigen verlangen, dass die fachtechnischen Voraussetzungen vorliegen.
Jetzt ist uns natürlich alles klar. Außerdem sind laut Schreiben die Entwässerungspläne dem Landratsamt in 3-facher Ausfertigung vorzulegen, bezogen auf §8 i.V.m. § 2(1) Nr.4 LBOVVO. Wir werden uns in den nächsten Tagen lieber nochmal beim Bauamt erkundigen, ob hier für uns noch Handlungsbedarf besteht.
Zusätzlich haben wir noch den Hinweis erhalten, den Entwässerungs- und Wasserantrag bei der Gemeinde einzureichen. Glücklicherweise haben wir bereits mit dem Wassermeister gesprochen und können die Unterlagen vorbereiten.

References: §10
 §10
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 § 18
 §10
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 §8
 § 2
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 § 8
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 §53
 §8
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