Source: https://www.avacon.de/cps/rde/xchg/avacon/hs.xsl/3265.htm
Timestamp: 2017-02-27 13:36:43+00:00

Document:
1.1 Welche Anlagen sind vom Einspeisemanagement betroffen?
Gemäß EEG 2014 erhalten die Betreiber von Anlagen zur Erzeugung von Strom aus erneuerbaren Energien, Grubengas und Kraft-Wärme-Kopplung eine Entschädigungszahlung, wenn die Einspeisung von Strom aus Gründen eines Netzengpasses reduziert wurde.
Einspeise- und KWK-Anlagen größer 100KW
PV-Anlagen größer 30KW
PV-Anlagen kleiner 30KW, sofern diese nicht auf 70% Einspeiseleistung begrenzt sind 1.2 Wieso müssen Betreiber von EEG-Anlagen am Einspeisemanagement teilnehmen?
1.3 Welches sind die gesetzlichen Grundlagen für den Einsatz des Einspeisemanagements?
Gemäß §13 (2) EnWG „Systemverantwortung der Betreiber von Übertragungsnetzen“ ist der ÜNB berechtigt und verpflichtet, u. a. die Stromeinspeisung aufgrund einer Gefährdung oder Störung anzupassen oder diese Anpassung zu verlangen. Dieses „Verlangen einer Anpassung“ ist eine Aufforderung zum Abregeln der Einspeiseleistung. Nach Absatz 4 ist eine Haftung für die Vermögensschäden ausgeschlossen. Es besteht somit kein Entschädigungsanspruch.
Nach §14 EEG 2014 sind Netzbetreiber berechtigt, Einspeiser abzuregeln, wenn Netzengpässe im jeweiligen (einschließlich im vorgelagerten) Netzbereich entstehen. Gemäß §15 (1) EEG 2014 hat der Anschlussnetzbetreiber in diesem Fall den Anlagenbetreiber zu entschädigen. Der Anschlussnetzbetreiber kann sich die Kosten für die Entschädigung vom verursachenden Netzbetreiber erstatten lassen.
1.4 Woran erkenne ich, ob ein entschädigungspflichtiger EinsMan-Einsatz vorlag?
Auf der Internetseite des Netzbetreibers werden sämtliche Einsätze des Einspeisemanagements veröffentlicht. Hier sind u. a. für jeden EinsMan-Einsatz der Zeitraum, die Regelungsstufe sowie der Hinweis aufgeführt, ob der Einsatz entschädigungspflichtig ist. Darüber hinaus ist jede betroffene Einspeise-Anlage mit dem dazugehörigen „EEG-Anlagenschlüssel“ aufgeführt. Daraus können Sie ersehen, ob Ihre Anlage geregelt wurde.
Folgen Sie bitte der Navigation:
-> Netz -> Stromeinspeisung -> Einspeisemanagement -> Abgeschlossene Einsätze 1.5 Wie oft kann meine Anlage von Regelungen betroffen sein?
1.6 Wie erfahre ich, ob meine Anlage geregelt wurde?
Grundsätzlich sind auf der Internetseite des Netzbetreibers sämtliche Einsätze des Einspeisemanagements veröffentlicht. Hier sind u. a. für jeden EinsMan-Einsatz der Zeitraum, die Regelungsstufe sowie der Hinweis aufgeführt, ob er Einsatz entschädigungspflichtig ist.
1.7 Welche Änderungen ergeben sich aus dem EEG 2014?
1.8 Ich habe eine sehr kleine Anlage. Kann ich trotzdem geregelt werden?
Nach §9 EEG 2014 haben Betreiber von PV-Anlagen bis 30 kW installierter Leistung die Wahl zwischen einer dauerhaften Absenkung auf maximal 70% oder dem Einbau einer technischen Einrichtung zur ferngesteuerten Reduzierung der Einspeiseleistung. Mit dem Einbau dieser technischen Einrichtung haben Sie dem Netzbetreiber die Möglichkeit eingeräumt, Ihre Anlage zu regeln. 1.9 Wo finde ich meinen „EEG-Anlagenschlüssel“?
-> Netz -> Stromeinspeisung -> Einspeisemanagement
Für Anlagen in der Direktvermarktung können grundsätzlich alle Berechnungsmethoden aus dem BNetzA-Leitfaden zum Einspeisemanagement verwendet werden.
Beim Pauschalverfahren wird für die direktvermarkteten Strommengen der üblicherweise in dem Kalenderjahr an die Anlage zu zahlende durchschnittliche EEG-Vergütungssatz angesetzt.
Zudem ist auch eine Entschädigung nach vertraglich-individuell-vereinbartem Preis möglich.
Anstatt mit dem EEG-Vergütungssatz wird die Entschädigungszahlung mit dem vertraglich vereinbarten Preis zwischen Anlagenbetreiber und Abnehmer des direktvermarkteten Stroms ermittelt. Der Nachweis über die Richtigkeit des vereinbarten Preises ist mittels
Offenlegung des Vertrages zwischen Anlagenbetreiber und dem Dritten. Testat eines Wirtschaftsprüfers zu erbringen. 2.5 Wie werde ich im Fall eines Eigenverbrauchs entschädigt?
Die genauen Berechnungsverfahren entnehmen Sie bitte dem BNetzA-Leitfaden. 2.7 An wen sende ich die Rechnung zur Entschädigung?
Senden Sie Ihre erstellten Rechnungen unter Angabe einer Rechnungsnummer bitte an Ihren Netzbetreiber. Die erforderliche Postadresse finden Sie auf Ihren Gutschriften. 2.8 Bis wann muss ich meine Rechnung eingereicht haben?
Grundsätzlich ist es wünschenswert, wenn die Rechnung zeitnah nach Einsatz des Einspeisemanagements eingereicht wird. Dann können wir Ihnen die entsprechende Entschädigungssumme unverzüglich auszahlen.
2.10 Kann ich die Mehrwertsteuer in der Entschädigungsrechnung geltend machen?
3.1 Wer veranlasst das Einspeisemanagement?
Der verursachende Netzbetreiber (dies kann sowohl der ÜNB als auch der VNB sein) veranlasst das Einspeisemanagement. Die Aufforderung kann dabei an einen unterlagerten Netzbetreiber weitergegeben werden. Im Folgenden ist das Beispiel einer solchen „Kaskade“ beschrieben:
Der verursachende Netzbetreiber (z. B. ein Übertragungsnetzbetreiber wie 50Hertz oder TenneT) stellt im eigenen Netzgebiet einen Netzengpass oder eine Gefährdung / Störung fest. Dieser regelt direkt in seinem Netz angeschlossene Einspeiseanlagen ab und (sollte diese Reduzierung nicht ausreichen) meldet dem entsprechend nachgelagerten Netzbetreiber (z. B. ein Verteilnetzbetreiber wie Avacon, Bayernwerk, E.DIS oder Hansewerk), dass im jeweiligen Netzgebiet die Einspeiseleistung um einen bestimmten Betrag reduziert werden muss. Dieser wiederum regelt direkt in seinem Netz angeschlossene Einspeiseanlagen ab und (sollte diese Reduzierung nicht ausreichen) meldet ebenfalls dem nachgelagerten Netzbetreiber (z. B. Stadtwerke), dass im jeweiligen Netzgebiet die Einspeiseleistung um einen bestimmten Betrag reduziert werden muss. Dieses Kaskadenkonzept wird so lange durchgeführt, bis die erforderliche Reduzierung der Einspeiseleistung erfolgt ist.
3.2 Wie kommt der Regelbefehl zu meiner Einspeise-Anlage?
Die verantwortliche Netzleitstelle sendet Signale für die jeweils zu reduzierenden Einspeiser. Der an der Einspeiseanlage angebrachte FRE (bzw. FWA) empfängt das Signal und schaltet den entsprechenden Kontakt. Die Steuerung an der Einspeiseanlage reduziert die jeweilige Einspeiseleistung der Anlagen auf 60%, 30% oder 0% der installierten Leistung.
3.3 Was sind „Technische Einrichtungen“ nach § 9 EEG 2014?
Neuanlagen bis 500 kW = FRE
Neuanlagen größer 500 kW = FWA
3.4 Wer installiert die technische Einrichtung und überprüft die Bereitschaft?
Die Installation des FRE bzw. der FWA sowie die Anbindung an die Anlagensteuerung erfolgt entweder durch einen vom Anlagenbetreiber zu beauftragenden Elektroinstallateur oder durch Avacon als Dienstleistung.
Im Rahmen der Inbetriebsetzung der Neuanlage wird vom Netzbetreiber geprüft, ob der FRE bzw. die FWA eingebaut ist. Die Funktion kann bei der Montage direkt von Ihrem Elektroinstallateur geprüft werden.
3.5 Was passiert, wenn ich keinen FRE oder FWA eingebaut habe?
Bei Neuanlagen müssen generell die technischen Einrichtungen zur Inbetriebnahme funktionsbereit verbaut sein. Werden die technischen Vorgaben nach § 9 EEG nicht fristgerecht eingehalten, so verringert sich nach § 25 Abs. 2 EEG der Vergütungsanspruch auf den Monatsmarktwert - solange diese Verpflichtungen vom Anlagenbetreiber nicht erfüllt wurden.
3.6 Wie bekomme ich die Lastgangdaten von meinem Zählpunkt?
Die Datenbasis der Entschädigungszahlungen kann nur der abrechnungsrelevante Zählpunkt bilden. Für diese Zwecke senden wir Ihnen gern den Lastgang des abzurechnenden Zeitraums zu. Für häufig geregelte Anlagen kann der Lastgangversand auf Anfrage auch monatlich (zum 10. Werktag des Folgemonats) erfolgen. Bitte senden Sie uns dazu Ihre Anfrage mit folgenden Angaben per E-Mail.
Kontaktadresse für Lastgangdatenversand (E-Mail)
Registriernummer der Erzeugungsanlage
Scan der letzten Abrechnung

References: §13
 §14
 §15
 §9
 § 9
 § 9
 § 25