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Timestamp: 2016-10-25 15:47:13+00:00

Document:
Bundesgerichtspr�sident Aemisegger, Pr�sident, Bundesrichter Aeschlimann, Reeb, F�raud, Catenazzi,
Orange Communications SA, World Trade Center, Avenue de Gratta-Paille 1-2, Case postale 476, 1000 Lausanne 30, Beschwerdef�hrerin, vertreten durch F�rsprecher Hans Ulrich Kobel, Postfach 490,
Einwohnergemeinde R�eggisberg, vertreten durch den Gemeinderat, Dorf, 3088 R�eggisberg,
Gesamtbauentscheid; Mobilfunkanlage in einer Moorlandschaft von besonderer Sch�nheit und nationaler Bedeutung,
Die Orange Communications SA will eine Mobilfunkanlage, bestehend aus einem 30 m hohen Antennenmast und einer Steuerungskabine, auf der Parzelle R�eggisberg Gbbl. Nr. 2287 errichten. Der Standort der projektierten Anlage liegt in der Landwirtschaftszone und im Perimeter der Moorlandschaft von besonderer Sch�nheit und nationaler Bedeutung "Gurnigel/Gantrisch" (Anh. 1 Nr. 163 der Verordnung vom 1. Mai 1996 �ber den Schutz der Moorlandschaften von besonderer Sch�nheit und nationaler Bedeutung [Moorlandschaftsverordnung; SR 451.35]).
Gegen das Baugesuch erhob die Schweizerische Stiftung f�r Landschaftsschutz (SL) Einsprache. Mit Gesamtentscheid vom 5. Juni 2001 erteilte der Regierungsstatthalter von Seftigen f�r das Bauvorhaben die Gesamtbaubewilligung, einschliesslich einer Ausnahmebewilligung nach Art. 24 des Bundesgesetzes vom 22. Juni 1979 �ber die Raumplanung (RPG; SR 700).
Gegen diesen Entscheid erhoben die SL und das Bundesamt f�r Umwelt, Wald und Landschaft (BUWAL) Beschwerde bei der Bau- Verkehrs- und Energiedirektion des Kantons Bern (BVE). Diese f�hrte am 25. Oktober 2001 einen Augenschein durch und holte einen Fachbericht der Eidgen�ssischen Natur- und Heimatschutzkommission (ENHK) ein. Diese kommt in ihrem Gutachten vom 27. M�rz 2002 zum Ergebnis, das Vorhaben stelle eine schwerwiegende Beeintr�chtigung des Charakters und des Landschaftsbildes der Moorlandschaft dar und widerspreche deren Schutzzielen. Im Juli 2002 hiess die BVE die Beschwerden gut und erteilte dem Bauvorhaben den Bauabschlag.
Hiergegen erhob die Orange Communications SA Beschwerde ans Verwaltungsgericht des Kantons Bern. Das Verwaltungsgericht f�hrte einen Augenschein mit Instruktionsverhandlung durch. Am 28. April 2003 wies es die Beschwerde ab.
Gegen den verwaltungsgerichtlichen Entscheid erhob die Orange Communications SA am 3. Juni 2003 Verwaltungsgerichtsbeschwerde ans Bundesgericht. Sie beantragt, das angefochtene Urteil sei aufzuheben und es sei ihr die Gesamtbaubewilligung zu erteilen, d.h. die Gesamtbaubewilligung vom 5. Juni 2001 sei zu best�tigen, oder die Sache sei zu neuem Entscheid an die Vorinstanz zur�ckzuweisen. In formeller Hinsicht beantragt sie die Durchf�hrung eines Augenscheins.
Das Verwaltungsgericht beantragt Abweisung der Verwaltungsgerichtsbeschwerde. Das BUWAL schliesst auf Abweisung der Beschwerde. Die SL stellt formell keinen Antrag, bringt aber in ihrer Vernehmlassung zum Ausdruck, dass sie den Entscheid des Verwaltungsgerichts f�r richtig h�lt und die raumplanerischen Voraussetzungen f�r die Erstellung einer Mobilfunkanlage am projektierten Standort als klar nicht gegeben erachtet. Die BVE hat auf eine Vernehmlassung verzichtet. Auch der Gemeinderat R�eggisberg hat sich nicht vernehmen lassen.
Angefochten ist ein kantonal letztinstanzlicher Endentscheid, der sich auf Bundesverwaltungsrecht, namentlich auf das Bundesgesetz vom 1. Juli 1966 �ber den Natur- und Heimatschutz (NHG; SR 451), die Moorlandschaftsverordnung und Art. 24 RPG st�tzt. Dagegen steht die Verwaltungsgerichtsbeschwerde ans Bundesgericht offen. Die Beschwerdef�hrerin ist als Baugesuchstellerin zur Beschwerde legitimiert (Art. 103 lit. a OG). Auf die rechtzeitig erhobene Verwaltungsgerichtsbeschwerde ist daher einzutreten.
Nach Art. 78 Abs. 5 BV sind Moore und Moorlandschaften von besonderer Sch�nheit und gesamtschweizerischer Bedeutung gesch�tzt. Es d�rfen darin weder Anlagen gebaut noch Bodenver�nderungen vorgenommen werden. Ausgenommen sind Einrichtungen, die dem Schutz oder der bisherigen landwirtschaftlichen Nutzung der Moore und Moorlandschaften dienen.
Art. 23c Abs. 1 NHG umschreibt als allgemeines Ziel des Moorlandschaftsschutzes die Erhaltung jener nat�rlichen und kulturellen Eigenheiten der Moorlandschaften, die ihre besondere Sch�nheit und nationale Bedeutung ausmachen. Art. 4 Abs. 1 Moorlandschaftsverordnung pr�zisiert, dass in allen Objekten die Landschaft vor Ver�nderungen zu sch�tzen ist, welche die Sch�nheit oder die nationale Bedeutung der Moorlandschaft beeintr�chtigen (lit. a). Es sind die f�r Moorlandschaften charakteristischen Elemente und Strukturen zu erhalten, namentlich geomorphologische Elemente, Biotope, Kulturelemente sowie die vorhandenen traditionellen Bauten und Siedlungsmuster (lit. b). Auf gesch�tzte oder gef�hrdete und seltene Pflanzen- und Tierarten ist besonders R�cksicht zu nehmen (lit. c) und es ist die nachhaltige moor- und moorlandschaftstypische Nutzung zu unterst�tzen, damit sie so weit als m�glich erhalten bleibt (lit. d). Den Kantonen obliegt die Konkretisierung der Schutzziele auf der Grundlage der Objektbeschreibungen in Anhang 2 Moorlandschaftsverordnung (Art. 4 Abs. 2 Moorlandschaftsverordnung).
1. Die Gestaltung und die Nutzung der Moorlandschaften sind zul�ssig, soweit sie der Erhaltung der f�r die Moorlandschaften typischen Eigenheiten nicht widersprechen.
2. Unter der Voraussetzung von Absatz 1 sind insbesondere zul�ssig:
b. der Unterhalt und die Erneuerung rechtm�ssig erstellter Bauten und Anlagen;
Art. 5 Moorlandschaftsverordnung verpflichtet die Kantone, die zum Erreichen der Schutzziele erforderlichen Schutz- und Unterhaltsmassnahmen zu treffen. Abs. 2 enth�lt zudem folgende Pr�zisierungen:
2. Die Kantone sorgen insbesondere daf�r, dass:
c. die nach Artikel 23d Absatz 2 NHG zul�ssige Gestaltung und Nutzung der Erhaltung der f�r die Moorlandschaften typischen Eigenheiten nicht widersprechen;
Das Verwaltungsgericht vertritt im angefochtenen Entscheid die Auffassung, die vorgesehene Mobilfunkanlage geh�re nicht zur notwendigen Infrastruktur i.S.v. Art. 23d Abs. 2 lit. d NHG. Es pr�fte sodann, ob die Anlage mit den Schutzzielen der Moorlandschaft vereinbar sei und verneinte dies. Es kam deshalb zum Ergebnis, dass die Anlage auch nicht nach Art. 23d Abs. 1 NHG zul�ssig sei. Die Beschwerdef�hrerin macht in erster Linie geltend, die geplante Mobilfunkanlage sei mit den Zielen des Moorlandschaftsschutzes vertr�glich; zudem geh�re die Mobilfunkversorgung zur notwendigen Infrastruktur i.S.v. Art. 23d Abs. 2 lit. d NHG: Sie sei f�r die touristische Nutzung der Landschaft erforderlich und werde von den �rtlichen Beh�rden (Gemeinde, Regierungsstatthalter) und Vereinen (Nordischer Skiclub Gantrisch) gew�nscht. Das BUWAL teilt grunds�tzlich die Rechtsauffassung des Verwaltungsgerichts, st�tzt seinen Antrag auf Abweisung der Verwaltungsgerichtsbeschwerde aber zus�tzlich auf Art. 5 Abs. 2 Bst. d Moorlandschaftsverordnung. Diese Bestimmung sei - entgegen der Auffassung des Verwaltungsgerichts - nicht gesetzwidrig.
Zu pr�fen ist zun�chst, ob das Bauvorhaben unter Art. 23d Abs. 2 NHG f�llt, d.h. ob es sich um eine notwendige Infrastrukturanlage i.S.v. lit. d handelt.
3.1 Die projektierte Anlage dient der Erschliessung der Strasse R�ti-Schwefelberg und des umliegenden Ski- und Wandergebiets Gurnigel/ Gantrisch mit Mobilfunk. In diesem Gebiet befinden sich keine Siedlungen, wohl aber touristische Bauten und Anlagen (u.a. Bergh�user und -h�tten, zwei Skilifte und ein Biathlon-Schiessstand auf der Panzerplatte am Gurnigel-Pass).
3.2 Das Verwaltungsgericht vertritt in seinem Entscheid die Auffassung, zur notwendigen Infrastruktur geh�re die Grundversorgung nach der Fernmeldegesetzgebung, d.h. die fernmeldetechnische Sprach�bertragung �ber analoge oder digitale Anschl�sse, der Zugang zu Notrufdiensten sowie eine ausreichende Versorgung mit �ffentlichen Sprechanlagen (Art. 1 Abs. 2 lit. a i.V.m. Art. 16 Abs. 1 lit. a, b und c des Fernmeldegesetzes vom 30. April 1997 [FMG; SR 784.10] und Art. 19 ff. der Verordnung vom 31. Oktober 2001 �ber Fernmeldedienste [FDV; SR 784.101.1]). Die Mobiltelefonie z�hle dagegen nicht zur Grundversorgung, es sei denn, ein Festanschluss w�re nur mit hohem Aufwand m�glich (so schon Urteil des Berner Verwaltungsgerichts vom 30. April 2001, URP 2001 S. 948 ff. E. 2e S. 953). Im vorliegenden Fall verf�gten die wichtigsten Geb�ude und Infrastrukturanlagen des Gebiets �ber einen Festnetz-Anschluss (Berghaus Gurnigel, H�tte des Stadtturnvereins Bern, Stierenh�tte, Untere Gantrischh�tte, Schwefelbergbad, Skilifte). Einzig die Panzerplattform bzw. Biathlonanlage sei nicht ans Festnetz angeschlossen; sie liege jedoch nur in einer Entfernung von 5 bis 10-min�tigem Fussmarsch zum Berghaus Gurnigel entfernt. Die Versorgung von Wanderern, Bergsteigern, Langl�ufern und sonstigen Ausflugstouristen mit Mobiltelefonie geh�re, wie auch die Versorgung der Strasse R�ti-Schwefelbergbad, nicht zum Grundversorgungsauftrag. Gleiches gelte auch f�r die in der Forstwirtschaft t�tigen Personen.
3.3 Diesen Ausf�hrungen ist zuzustimmen. Wie sich aus der Entstehungsgeschichte von Art. 23d Abs. 2 lit. d NHG ergibt, sollten damit nur solche Infrastrukturanlagen zugelassen werden, die f�r die nachhaltige Nutzung der Moorlandschaft erforderlich sind (Votum Baumberger AB 1993 N 2106), weil sie f�r die in lit. a-c aufgez�hlten Nutzungen unerl�sslich sind (Voten Schallberger, AB 1992 S 621, und Jagmetti, AB 1992 S 622). Dazu geh�ren alle Anlagen zur Erschliessung von Bauten und Anlagen nach Art. 23d Abs. 2 Bst. a-c NHG, die aufgrund von Art. 22 Abs. 2 Bst. b i.V.m. Art. 19 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 22. Juni 1979 �ber die Raumplanung (RPG; SR 700) notwendig sind (Peter M. Keller, NHG-Kommentar, Art. 23d N. 16). Da f�r die Bewirtschaftung der Moore und die Erhaltung der Moorlandschaft als Kulturlandschaft eine gewisse Dauerbesiedlung sichergestellt werden muss (Bernhard Waldmann, Der Schutz von Mooren und Moorlandschaften, Diss. Freiburg 1997, S. 324/325), muss �berdies den Bewohnern der Moorlandschaften ein minimaler Wohnkomfort zugestanden werden, zu dem auch eine ausreichende Versorgung mit Fernmeldediensten geh�rt (Art. 92 Abs. 2 BV).
Was zu einer ausreichenden Grundversorgung z�hlt, wird im Fernmeldegesetz und der Fernmeldeverordnung n�her umschrieben. Die Versorgung mit Mobilfunk z�hlt nur ausnahmsweise zur Grundversorgung, wenn ein Anschluss ans Festnetz nicht oder nur mit grossem Aufwand m�glich w�re (vgl. Art. 16 Abs. 1 lit. a FMG i.V.m. Art. 20 und Art. 22 FDV sowie Art. 1 und 2 der Verordnung des UVEK �ber Fernmeldeanschl�sse ausserhalb des Siedlungsgebiets vom 15. Dezember 1997 [SR 784.101.12]; Alain Griffel, Mobilfunkanlagen zwischen Versorgungsauftrag, Raumplanung und Umweltschutz, URP 2003 S. 123; vgl. auch Hans Rudolf Tr�eb, Grundversorgung mit Fernmeldediensten: Gemeinwohlaufgabe oder Mittel der Strukturerhaltung? AJP 2002 S.1190 f.). Zudem m�ssen die Fernmeldedienste grunds�tzlich nur in Wohn- und Gesch�ftsr�umen erbracht werden (Art. 20 FDV); eine Mobiltelefonversorgung auf Strassen, Wanderwegen oder Loipen ist dagegen weder in der Fernmeldegesetzgebung noch in den Konzessionen der Mobilfunkbetreiberinnen vorgeschrieben (letztere verlangen im Endausbau eine Abdeckung von 55 % der Fl�che der Schweiz). Sie ist auch f�r die in Moorlandschaften durchaus erw�nschte "sanfte" touristische Nutzung nicht erforderlich: Hierf�r gen�gt vielmehr das Bestehen vereinzelter �ffentlicher Sprechanlagen. Wenn diese im Gebiet Gurnigel/Gantrisch noch nicht bestehen sollten, wie die Beschwerdef�hrerin geltend macht, k�nnten sie ohne grossen Aufwand an den Orten eingerichtet werden, die �ber einen Festnetzanschluss verf�gen (z.B. Berghaus Gurnigel, Skilifte).
F�llt die geplante Mobilfunkanlage somit nicht unter Art. 23d Abs. 2 lit. d NHG, stellt sich die Frage, ob sie als andere Nutzung nach Art. 23d Abs. 1 NHG bewilligt werden kann.
4.1 Das Berner Verwaltungsgericht bejaht dies grunds�tzlich: Nach Art. 23d Abs. 1 NHG sei die Gestaltung und Nutzung von Moorlandschaften generell zul�ssig, soweit sie der Erhaltung der typischen Eigenheiten nicht widerspreche. Unter der Voraussetzung der Schutzzielvertr�glichkeit k�nnten somit in den moorfreien Gebieten von Moorlandschaften auch neue nichtlandwirtschaftliche Nutzungen zul�ssig sein. Nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung seien darunter Eingriffe zu verstehen, die den Wert der Moorlandschaft nicht wirklich vermindern bzw. die Moorlandschaft nicht in ihrem Wert gesamthaft, sondern h�chstens ganz am Rande antasten. Art. 5 Abs. 2 Bst. d Moorlandschaftsverordnung schr�nke die Zul�ssigkeit solcher Bauten wieder ein, indem zus�tzlich zur Schutzzielvertr�glichkeit kumulativ die Erfordernisse der nationalen Bedeutung und der Standortgebundenheit aufgestellt w�rden. Dies sei unzul�ssig. Zwar sei Art. 23d NHG in einem Sinne auszulegen, der sich vom Wortlaut und Sinn von Art. 78 Abs. 5 BV m�glichst wenig entferne, d.h. es seien an die Schutzzielvertr�glichkeit neuer Anlagen hohe Anforderungen zu stellen. Es sei jedoch zu ber�cksichtigen, dass der strenge Wortlaut von Art. 78 Abs. 5 BV auf Moorlandschaften zugeschnitten sei, welche herk�mmlicherweise nur landwirtschaftlich genutzt worden seien. Dieses Verbot k�nne dort nicht gleichermassen absolut gelten, wo eine Moorlandschaft auch vorbestehende nichtlandwirtschaftliche Siedlungen umfasse, da es nicht der Sinn der Verfassung sein k�nne, in rechtm�ssig erstellten nichtlandwirtschaftlichen Siedlungen jegliche bauliche Ver�nderung absolut auszuschliessen. Als Beispiele seien Weiler, touristische Zentren oder Gewerbebetriebe zu nennen, d.h. Anlagen, die typischerweise gerade nicht von nationaler Bedeutung seien. Solche sollten auch in Moorlandschaften massvoll ver�ndert und erweitert werden k�nnen, wenn die Schutzzielvertr�glichkeit und die �brigen raumplanerischen Voraussetzungen erf�llt seien. Wenn Art. 5 Moorlandschaftsverordnung eine nationale Bedeutung der Anlage verlange, stelle er ein zus�tzliches Erfordernis auf und gehe insoweit unzul�ssigerweise �ber das Gesetz hinaus (so schon Urteil des Berner Verwaltungsgerichts vom 30. April 2001, URP 2001 S. 948 ff. E. 2f S. 954; krit. Peter M. Keller, Urteilsanmerkung, URP 2001 S. 959 f.).
4.2 Das BUWAL ist dagegen der Auffassung, Art. 5 Abs. 2 Bst. d Moorlandschaftsverordnung sei gesetzeskonform: Im Rahmen der parlamentarischen Debatte zu Art. 23d NHG seien als weitere, unter der Voraussetzung von Abs. 1 zul�ssige Nutzungen milit�rische Nutzungen und sanfte touristische Nutzungen genannt worden. Die touristische Nutzung sei in Art. 5 Abs. 2 Bst. e Moorlandschaftsverordnung geregelt worden. Bst. d trage dagegen den in den R�ten aufgef�hrten milit�rischen Bed�rfnissen allgemein Rechnung, indem er festlege, dass Bauten und Anlagen, die von nationaler Bedeutung sind, neu errichtet werden d�rfen. Die Versorgung von dauernd bewohnten D�rfern und Weilern k�nne auch im mobilfunktechnischen Bereich von nationaler Bedeutung sein. Der Nachweis hierf�r sei am konkreten Vorhaben zu erbringen. Im vorliegenden Fall habe das Verwaltungsgericht festgestellt, dass die fragliche Mobilfunkanlage nicht notwendig sei. Damit sei zugleich dargetan, dass der Nachweis der nationalen Bedeutung nicht erbracht sei.
4.3 Art. 78 Abs. 5 BV sieht ein absolutes Ver�nderungsverbot sowohl f�r Moore als auch f�r Moorlandschaften vor und l�sst Ausnahmen nur zu, wenn sie dem Schutz oder der bisherigen landwirtschaftlichen Nutzung der Moore und Moorlandschaften dienen. Dagegen treffen das NHG und das darauf gest�tzte Verordnungsrecht eine Unterscheidung zwischen Mooren (d.h. Moorbiotopen) und Moorlandschaften: W�hrend bei Moorbiotopen neue nicht landwirtschaftliche Nutzungen nur zul�ssig sind, wenn sie dem Schutzziel dienen (vgl. Art. 5 Abs. 1 lit. b und c der Verordnung vom 21. Januar 1991 �ber den Schutz der Hoch- und �bergangsmoore von nationaler Bedeutung [Hochmoorverordnung; SR 451.32] und Art. 5 Abs. 2 lit. b und d der Verordnung vom 7. September 1994 �ber den Schutz der Flachmoore von nationaler Bedeutung [Flachmoorverordnung; SR 451.33]), ersetzt Art. 23d NHG f�r Moorlandschaften das Kriterium der Schutzzieldienlichkeit durch dasjenige der Schutzzielvertr�glichkeit.
Diese Regelung wurde in den R�ten damit gerechtfertigt, dass es sich bei Moorlandschaften - im Gegensatz zu den Moorbiotopen - um Kulturlandschaften handelt, die durch Menschen gestaltet wurden und die weiterhin von Menschen bewohnt und genutzt werden (Voten Bundesr�tin Dreifuss, AB 1993 N 2078 und 2105; Wyss, AB 1993 N 2103). Die R�te wollten die Beibehaltung der traditionellen Besiedlung und Nutzung dieser Gebiete und deren angepasste und nachhaltige Weiterentwicklung erm�glichen (Voten Frick, AB 1992 S 602; Baumberger, AB 1993 N 2104 und 2106), in der Erkenntnis, dass Moorlandschaftsschutz als Kulturlandschaftsschutz nur mit und nicht gegen die betroffene Bev�lkerung durchgesetzt werden k�nne (Voten Blatter, AB 1993 N 2073; Baumberger, AB 1993 N 2104). Zur Klarstellung, welche Nutzungen auch k�nftig - unter dem Vorbehalt der Schutzzielvertr�glichkeit - m�glich sein sollen, wurde die Aufz�hlung in Abs. 2 beschlossen (Voten Schallberger, AB 1992 S 619, Frick, AB 1992 S 620), bei der es sich allerdings, wie das Wort "insbesondere" zeigt, nicht um eine abschliessende Aufz�hlung handelt. Aus den Debatten geht hervor, dass neben den ausdr�cklich genannten Nutzungen auch milit�rische Nutzungen und eine sanfte touristische Nutzung m�glich sein sollten (Votum Schallberger, AB 1992 S 619). Abgelehnt wurden dagegen die Antr�ge von SR K�chler, in Art. 23d Abs. 2 auch die "Erweiterung" rechtm�ssig erstellter Bauten und Anlagen sowie den "Neubau notwendiger Erschliessungsanlagen" zu erw�hnen: Die Zulassung von Erweiterungen w�rde den verfassungsrechtlichen Rahmen sprengen (Voten Jagmetti, AB 1992 S 621; Bundesrat Cotti, AB 1992 S 621); Erschliessungsanlagen seien nur zul�ssig, soweit sie f�r die in lit. a-c aufgez�hlten Nutzungen unerl�sslich seien (Voten Schallberger, AB 1992 S 621; Jagmetti, AB 1992 S 622), d.h. f�r die nachhaltige Nutzung der Moorlandschaft erforderlich seien (Votum Baumberger, AB 1993 N 2106).
4.4 Ber�cksichtigt man diese Entstehungsgeschichte, so verbleibt f�r weitere als die in Art. 23d Abs. 2 NHG umschriebenen Nutzungen nur ein sehr enger Raum (Bundesgerichtsentscheid 1A.14/1999 vom 7. M�rz 2000 E. 3b, publ. in RDAF 2000 1 261 und URP 2001 S. 437 ff.; so auch Peter M. Keller, NHG-Kommentar, Art. 23d N. 11: "ausserordentlich strenger Massstab"). Aus Art. 23d Abs. 2 lit. b und d NHG kann e contrario geschlossen werden, dass die Erweiterung bestehender und die Errichtung neuer Bauten und Anlagen wie auch der Bau von Infrastrukturanlagen, die �ber den in lit. d gesteckten Rahmen hinausgehen, grunds�tzlich unzul�ssig sind (so auch der zitierte Bundesgerichtsentscheid vom 7. M�rz 2000 E. 3b; a.A. wohl BGE 123 II 248 E. 3a/cc S. 253). Insofern kann der Erw�gung des Berner Verwaltungsgerichts, wonach die massvolle Erweiterung von bestehenden Weilern, touristischen Zentren, Gewerbebetrieben usw. in Moorlandschaften zul�ssig sein m�sse, nicht zugestimmt werden. Vorbehalten bleiben selbstverst�ndlich Anlagen oder Bauten, die dem Schutz der Moorlandschaft - direkt oder indirekt - dienen und damit schon nach Art. 78 Abs. 5 BV zul�ssig sind. Insofern k�nnte u.U. eine neue Anlage bewilligt werden, die bestehende, die Moorlandschaft st�rker beeintr�chtigende Anlagen ersetzt, d.h. eine f�r den Moorlandschaftsschutz positive Gesamtbilanz aufweist (vgl. Bernhard Waldmann, a.a.O., S. 289-291).
Eine andere Frage ist, ob Art. 5 Abs. 2 lit. d Moorlandschaftsverordnung den verbleibenden Spielraum mit den Kriterien der nationalen Bedeutung und der Standortgebundenheit zutreffend umschreibt. Im schon zitierten Bundesgerichtsentscheid vom 7. M�rz 2000 (E. 3b) wurde die Verfassungs- und Gesetzm�ssigkeit von Art. 5 Abs. 2 Moorlandschaftsverordnung lit. c, d und e angezweifelt, soweit damit gewisse "privilegierte Kategorien" von Bauten oder Anlagen geschaffen w�rden, die in Moorlandschaften erweitert oder neu erstellt werden k�nnten. Die Frage wurde offen gelassen, weil die streitigen Anlagen ohnehin nicht unter diese Bestimmungen fielen. Das Bundesgericht erachtete also im damaligen Entscheid Art. 5 Abs. 2 lit. c-e Moorlandschaftsverordnung als m�glicherweise zu weit, nicht aber (wie das Berner Verwaltungsgericht) als zu restriktiv.
Die Frage braucht aber im vorliegenden Fall nicht entschieden zu werden. F�r s�mtliche Nutzungen - sowohl die in Art. 23d Abs. 2 NHG genannten als auch alle anderen - gilt n�mlich, dass sie der Erhaltung der f�r die Moorlandschaften typischen Eigenheiten nicht widersprechen d�rfen, d.h. schutzzielvertr�glich sein m�ssen. Dabei ist generell ein strenger Massstab anzulegen. Dies gilt erst Recht, wenn es sich um eine �ber Art. 23d Abs. 2 NHG hinausgehende Nutzung handelt. Hat das Verwaltungsgericht die Schutzzielvertr�glichkeit der projektierten Mobilfunkantenne zutreffend verneint, so ist deren Bewilligung ausgeschlossen, ohne dass die weiteren Kriterien gem�ss Art. 5 Abs. 2 lit. d Moorlandschaftsverordnung noch gepr�ft werden m�ssen.
5.1 Die Schutzzielvertr�glichkeit ist zum einen anhand der allgemeinen Kriterien von Art. 23c Abs. 1 NHG und Art. 4 Abs. 1 Moorlandschaftsverordnung zu pr�fen. Einschl�gig ist im vorliegenden Fall namentlich Art. 4 Abs. 1 lit.a Moorlandschaftsverordnung, wonach die Landschaft vor Ver�nderungen zu sch�tzen ist, welche die Sch�nheit oder die nationale Bedeutung der Moorlandschaft beeintr�chtigen. Sodann sind die objektspezifischen Schutzziele zu beachten, die in Anhang 2 Moorlandschaftsverordnung sowie im Sachplan Moorlandschaften des Kantons Bern vom 8. Januar 2001 festgelegt sind.
5.1.1 Die Moorlandschaft Gurnigel/Gantrisch wird im Bundesinventar der Moorlandschaften von besonderer Sch�nheit und nationaler Bedeutung als eine der gr�ssten Moorlandschaften der Schweiz beschrieben, die durch ihren rauhen Charakter und ihre teilweise schwer zug�nglichen Gebiete fasziniert. Im waldreichen Nordteil der Moorlandschaft nehmen Flachmoore fast das ganze Offenland zwischen den dichten W�ldern ein; am S�dhang gegen die Gantrischsense �berziehen sie das weite Alpweidegebiet. Die H�nge werden hier von bewaldeten Gr�ben in Kammern unterteilt, wodurch ein Mosaik aus Wald und Offenland mit vielen Flach- und einigen Hochmooren entsteht. Die Moorbildung steht teilweise eng mit dem Relief im Zusammenhang. Die typischen Formen des Flysches sind lehrbuchartig sch�n ausgepr�gt und tragen wesentlich zum Aspekt der Landschaft bei: Die steilen H�nge werden von tief eingeschnittenen Bachtobeln, schmalen R�cken, hohen H�geln ("Hubel") und Graten zerteilt und weisen viele Rutschungen ("Louine") auf. Im S�dteil der Moorlandschaft sind Elemente des Hochgebirges und Glazialformen zu finden. Die land- und alpwirtschaftliche Nutzung ist an die nat�rlichen Gegebenheiten angepasst, erfolgt heute aber gebietsweise auch sehr intensiv. Es existieren noch verschiedene f�r die Nutzung typische Kulturelement wie Tristen, Reste von Pr�gelpfaden durch Moore, Lesesteinhaufen und Weidem�uerchen. In Taln�he und in den tieferen Hanglagen liegen vereinzelt ganzj�hrig bewohnte H�fe. Die �brige Moorlandschaft wird alpwirtschaftlich genutzt. Die Geb�ude (Alph�tten, St�lle und Feldscheunen) stehen meist auf erh�hten Standorten wie Gel�nder�cken und Kreten ausserhalb der vermoorten Fl�chen und werden oft von Bergahornen begleitet. Die ganze Moorlandschaft ist seit mehr als 100 Jahren ganzj�hrig ein sehr bedeutendes, insgesamt die Natur und die Landschaft nur lokal und in geringem Umfang beeintr�chtigendes Naherholungsgebiet und ist mit entsprechenden touristischen Anlagen ausger�stet (z.B. Gastst�tten, Kurbetriebe, Skilifte, Wanderwege, Langlaufloipen). Der Tourismus hat eine wesentliche wirtschaftliche und durch den B�dertourismus auch kulturhistorische Bedeutung f�r die Region. Eine Staatsstrasse durchquert die Moorlandschaft, und mehrere Gemeindestrassen erschliessen gr�ssere Teile davon f�r eine zweckm�ssige Nutzung. Neben der Land- und Forstwirtschaft beschr�nkt sich der Siedlungsbau auf die Ferienhaussiedlung Ottenleuebad sowie verschiedene Kurb�der und Gastst�tten. Die meisten Bauten und Anlagen in der Moorlandschaft sind mit den heute n�tigen technischen Infrastrukturen versehen (Zufahrt, Wasser, Abwasser, Elektrizit�t, Telefon, etc.).
5.1.2 Der kantonale Sachplan Moorlandschaften enth�lt f�r die Moorlandschaft Gurnigel/Gantrisch u.a. folgende f�r den vorliegenden Fall bedeutsame Schutzziele:
"Der Gesamtaspekt des Landschaftsbildes soll erhalten werden. Es ist dies vor allem auch das weitgehend durch Bewirtschaftung entstandene Mosaik aus Wald, Geh�lzen und Offenland mit vielen Flach- und einigen Hochmooren (...)
Gebiete, welche bisher frei von Anlagen und Bauten sind, m�ssen grunds�tzlich unverbaut bleiben.
Die moorlandschaftstypische Verteilung der Siedlungen auf erh�hten Standorten ausserhalb der vermoorten Fl�chen und ihre Struktur sollen erhalten werden.
Neue Geb�ude sind nur zul�ssig, wenn sie der bisherigen angepassten land-, forst- und alpwirtschaftlichen Nutzung dienen. Vorbehalten bleibt das Auff�llen einzelner Baul�cken in der Ferienhauszone beim Ottenleuenbad.
F�r die zuk�nftige Nutzung erforderliche Infrastrukturanlagen sollen unter Ber�cksichtigung des Moorbiotop- und Moorlandschaftschutzes erstellt werden k�nnen.
Die touristische Nutzung soll natur- und landschaftsschonend bleiben; ein gewisser Ausbau ist m�glich, sofern er mit den Schutzzielen in Einklang steht. Eine Erg�nzung der bestehenden Anlagen soll im Bereich der lokalen, intensiver genutzten Zentren zul�ssig sein."
Der geplante Antennenstandort befindet sich an der n�rdlichen Strassenb�schung des Strassenabschnitts zwischen dem Berghaus Gurnigel und der Panzerplattform, etwa vis � vis der H�tte des Stadtturnvereins Bern. Das Bauprojekt soll einige Meter unterhalb der Krete, am bewaldeten Grat, d.h. am strassenseitigen Waldrand, erbaut werden.
Der runde Mast weist an der Basis einen Durchmesser von 0,9 m auf und verj�ngt sich nach oben auf einen Durchmesser von ca. 0,3 - 0,4 m. Entlang der ganzen H�he des Masts f�hrt eine Leiter. Die Mastspitze ist mit vier Hohlspiegeln von unterschiedlichen Durchmessern (zwei tiefer liegende gr�ssere Hohlspiegel von 1,2 m und zwei h�her liegende kleinere von 0,6 m Durchmesser) sowie mehreren schlanken GSM-Antennen ausger�stet. Am Boden soll eine 4 m hohe, 2,8 m breite und 4 m lange Steuerungskabine aus Holz erstellt werden. Die Steuerungskabine und der Mastsockel sollen mit einer niedrigen Bepflanzung abgedeckt werden.
Gem�ss Baueingabepl�nen �berragt der Mast (Gesamth�he 30 m) die Baumwipfel um ca. 7 m. Am Augenschein wurde jedoch festgestellt, dass die Antenne die Baumwipfel um ca. 8 - 10 m und damit auch die Krete �berragen werde.
Zur Wahrnehmbarkeit der projektierten Antenne hielt das Verwaltungsgericht fest, dass diese vom Strassenrand aus gut sichtbar sein werde. Wegen ihrer Lage an der Krete und im Sichtfenster werde sie auch vom ganzen gegen�berliegenden Gebiet - Talkessel und Bergh�nge - wahrgenommen werden k�nnen, insbesondere auch vom vis � vis verlaufenden Wanderweg aus. Auch vom unteren Parkplatz nahe der Wasserscheide werde der gesamte Mast klar sichtbar sein.
5.3 Diese Sachverhaltsfeststellungen werden (anders als die daraus vom Verwaltungsgericht gezogenen Schlussfolgerungen) von der Beschwerdef�hrerin nicht bestritten. Sie stimmen mit den Akten, insbesondere der darin enthaltenen Fotodokumentation �berein und sind weder offensichtlich unrichtig noch - im Hinblick auf die Beurteilung der Schutzzielvertr�glichkeit - unvollst�ndig (zur Frage der Interessenabw�gung vgl. unten, E. 5.6). Damit ist das Bundesgericht an den vom Verwaltungsgericht festgestellten Sachverhalt gebunden (Art. 105 Abs. 2 OG). Es besteht somit kein Anlass, nochmals einen Augenschein durchzuf�hren. Der entsprechende Antrag der Beschwerdef�hrerin ist deshalb abzuweisen.
5.4 Das Verwaltungsgericht nahm an, dass die von weither einsehbare Mobilfunkantenne dem Schutzziel der Erhaltung des Gesamtaspekts der Landschaft nicht gerecht werde. Da die Anlage die Baumwipfel auf der Krete um mehrere Meter �berrage, st�re sie von Weitem die Silhouette der Krete, hebe sich gegen den Horizont ab und durchschneide als Fremdk�rper das Landschaftsbild. Zwar befinde sich der geplante Standort nicht in einem Gebiet, das frei von Bauten sei. Der Beschwerdef�hrerin k�nne jedoch nicht gefolgt werden, wenn sie meine, wegen dieser Bauten und Anlagen (Berghaus Gurnigel, H�tte des Stadtturnvereins Bern, Stierenh�tte, Stromleitungsmasten, Panzerplattform mit integriertem Biathlon-Scheibenstand, Strasse, Parkpl�tze und Skilifte bei der Wasserscheide) liege kein intaktes Landschaftsbild mehr vor, weshalb weitere Bauten bewilligt werden m�ssten. Zum einen seien die meisten vorbestehenden Bauten bereits vor Inkrafttreten der Moorlandschaftsschutzgesetzgebung bewilligt worden, weshalb sie nicht zum Massstab genommen werden d�rften; zum anderen seien die in der Umgebung bestehenden Geb�ude von Dimension und Stellung in der Landschaft nicht mit der projektierten Anlage vergleichbar. Soweit die urspr�ngliche Landschaft durch Anlagen wie die Panzerplattform, die Parkpl�tze und die Skilifte bereits gewisse Einbussen erlitten habe, schliesse dies Massnahmen zum Landschaftsschutz nicht aus, wenn die Beh�rden, wie hier, willens seien, die noch vorhandenen Werte k�nftig zu erhalten.
Schliesslich ging das Verwaltungsgericht davon aus, dass sich die Qualit�t der Landschaft nicht in einer anthropozentrisch ausgerichteten visuellen Beurteilung ersch�pfe, sondern der Landschaft ein selbst�ndiger, qualitativer und quantitativer Wert zukomme. Mit der Aufnahme im Inventar Gurnigel/Gantrisch seien nat�rliche Landschaftsformen und -elemente in ihrer Eigenart, Vielfalt und Sch�nheit als besondere Erhaltungsziele angestrebt. Nebst dem rein visuellen Aspekt w�rde auch dieser Eigenwert durch die Realisierung der projektierten Anlage nicht nur am Rande angetastet, sondern fraglos beeintr�chtigt. Diese Beurteilung stimmt mit derjenigen der ENHK �berein.
5.5 Diese Einsch�tzung wird von der Beschwerdef�hrerin bestritten. In den Gesamtaspekt der Landschaft greife die Antenne nicht ein, die weitgehend vor dem Hintergrund des Waldes verschwinde. Gem�ss Sachplan m�ssten Gebiete, die frei von Anlagen und Bauten sind, grunds�tzlich unverbaut bleiben. Im vorliegenden Fall handle es sich jedoch um ein bereits bebautes Gebiet. Die Mobilfunkversorgung sei f�r die touristische Nutzung der Landschaft erforderlich, dessen Ausbau der Sachplan im Bereich der lokalen, intensiver genutzten Zentren ausdr�cklich zulasse. F�r die Antenne gebe es aus Sicht des Landschaftsschutzes keinen besseren Standort. Schliesslich stelle sich die Frage der Verh�ltnism�ssigkeit: Das allgemeine Ziel der ungeschm�lerten Erhaltung der Landschaft sei abzuw�gen mit den �ffentlichen und privaten Interessen, namentlich dem Interesse an einer fl�chendeckenden Mobilfunkversorgung in einem Gebiet, das touristisch stark genutzt werde und in dem �ffentliche Sprechstellen fehlten. Hervorzuheben sei zudem die notfallm�ssige Bedeutung der Mobilfunktelefonie, namentlich f�r Bergsteiger und Forstarbeiter. Zu ber�cksichtigen sei ferner, dass heute f�r die Moorlandschaft keine Versorgung durch die Beschwerdef�hrerin m�glich sei, dass keine Standorte ausserhalb des Moorlandschaftsperimeters m�glich seien und die �rtlichen Beh�rden eine Mobilfunkversorgung w�nschten.
5.6 Festzuhalten ist zun�chst, dass Art. 78 Abs. 5 BV - wie schon Art. 24sexies Abs. 5 aBV - ein absolutes Ver�nderungsverbot enth�lt, das grunds�tzlich keinen Raum f�r eine Interessenabw�gung bel�sst (BGE 117 Ib 243 E. 3b S. 247; Peter M. Keller, NHG-Kommentar, Vorbem. Art. 23a-23d N. 7; Bundesamt f�r Justiz, Gutachten vom 30. Oktober 1995 zur Aufnahme der Moorlandschaft Grimsel ins Inventar der Moorlandschaften von besonderer Sch�nheit und von nationaler Bedeutung, URP 1997 S. 66 ff.; Alfred K�lz, Erg�nzendes Gutachten betreffend die Aufnahme der Moorlandschaft Grimsel in das Moorlandschaftsinventar des Bundes zuhanden des Grimselvereins, URP 1997 S. 74 ff.; Bernhard Waldmann, a.a.O., S. 90, 251 ff., 292). Ist ein Eingriff mit den Schutzzielen f�r eine Moorlandschaft nicht vereinbar, so ist er gem�ss Art. 23d Abs. 1 NHG unzul�ssig, und zwar unabh�ngig von den anderen auf dem Spiele stehenden Interessen (Peter M. Keller, a.a.O., N. 9). Das Verwaltungsgericht hat deshalb die �ffentlichen und privaten Interessen an einer Mobilfunkversorgung der Strasse R�ti-Schwefelberg und des umliegenden Ski- und Wandergebiets Gurnigel/ Gantrisch durch die Beschwerdef�hrerin zu Recht nicht ber�cksichtigt. Insofern kann dem Gericht auch nicht zum Vorwurf gemacht werden, einzelne f�r die Interessenabw�gung bedeutsame Tatsachen nicht festgestellt zu haben. Es durfte sich vielmehr auf die Frage beschr�nken, ob das projektierte Vorhaben den oben (E. 5.1) dargelegten Schutzzielen f�r die Moorlandschaft Gurnigel/Gantrisch widerspricht.
5.7 Diese Frage hat das Verwaltungsgericht bejaht. Zu Recht: Der projektierte Mobilfunkmast mit Antennen und Hohlspiegel stellt einen technischen Fremdk�rper in der nat�rlichen Landschaft dar, die durch ihren rauhen, insgesamt nur wenig ber�hrten Charakter gepr�gt ist. Er f�gt sich auch nicht in die durch die land-, forst- und alpwirtschaftliche Nutzung sowie durch gewisse touristische Bauten (Berghaus und -h�tten) gepr�gte Kulturlandschaft, sondern wird aus Sicht des Landschaftsschutzes als st�rend empfunden. Diese St�rung ist nicht auf die unmittelbare Umgebung des Masts beschr�nkt: Dieser �berragt vielmehr die Baumwipfel und die Krete um mehrere Meter und ist von Weitem einsehbar. Schon aus diesem Grund ist die Schutzvertr�glichkeit der Anlage zu verneinen.
Hinzu kommt, dass die Beeintr�chtigung einer Landschaft in ihrem Gesamtwert in aller Regel nicht durch einen einzigen Eingriff, sondern durch die Kumulation vieler, f�r sich allein nicht allzu gravierender Eingriffe bewirkt wird. Art. 78 Abs. 5 BV sieht deshalb f�r Moorlandschaften ein absolutes Ver�nderungsverbot vor. Bei der Anwendung von Art. 23d Abs. 1 NHG ist deshalb ein strenger Massstab anzulegen und grunds�tzlich jede zus�tzliche Beeintr�chtigung des Landschaftsbilds zu verhindern. Dies hat einerseits zur Folge, dass bereits bestehende Beeintr�chtigungen des Landschaftsbilds kein Grund sind, weitere Beeintr�chtigungen zu erlauben; zum anderen muss bei der Bewertung der Auswirkungen auf das Landschaftsbild auch die Pr�zedenzwirkung des Entscheids ber�cksichtigt und bedacht werden, wie sich die Errichtung mehrerer Anlagen der gleichen oder �hnlicher Art auf die Landschaft auswirken w�rde. Im vorliegenden Fall kann deshalb aus den bestehenden Beeintr�chtigungen der Moorlandschaft durch die Panzerplattform mit Biathlon-Schiessstand, den Skiliften und Parkpl�tzen nicht gefolgert werden, dass weitere landschaftsst�rende Bauwerke bewilligt werden d�rften. Zudem muss bedacht werden, dass die Bewilligung eines Mobilfunkmastes Pr�judizwirkung f�r die Bewilligung weiterer derartiger Masten haben k�nnte, welche die Moorlandschaft in ihrer Gesamtheit nicht unerheblich beeintr�chtigen w�rden.
Schliesslich beruft sich die Beschwerdef�hrerin auf das Rechtsgleichheitsgebot (Art. 8 Abs. 1 BV) und das in der Wirtschaftsfreiheit (Art. 27 BV) enthaltene Gebot der Gleichbehandlung der Gewerbegenossen.
6.1 Sie macht zun�chst geltend, dass im Jahr 2000 eine Biathlon-Schiessanlage bewilligt worden sei, die einen ungleich gr�sseren Eingriff in die Moorlandschaft bewirke. Damit h�tten die kantonalen Beh�rden zum Ausdruck gebracht, dass jedenfalls im Bereich zwischen dem Berghaus Gurnigel und der Panzerplattform neue Anlagen m�glich sein sollen.
Aufgrund der Sachverhaltsfeststellungen des Verwaltungsgerichts erscheint es zweifelhaft, ob die Bewilligung der Biathlon-Schiessanlage zu Recht erfolgt ist. Daraus ergibt sich jedoch, wie das Verwaltungsgericht zutreffend dargelegt hat, kein Anspruch der Beschwerdef�hrerin auf eine gesetzwidrige Bewilligung ihres Bauvorhabens. Auf die entsprechenden Ausf�hrungen im angefochtenen Entscheid (E. 7h/cc S. 31) kann verwiesen werden.
6.2 Die Beschwerdef�hrerin beruft sich weiter auf die der Swisscom AG bewilligte Mobilfunkantenne in der Moorlandschaft bei Ottenleuenbad. Diese Antenne sei auf einer Alph�tte montiert, die auf einer Krete liege und aus allen Richtungen frei sichtbar sei. Sie stelle deshalb aus landschaftlicher Sicht einen st�rkeren Eingriff dar. Die Zustimmung des BUWAL und der Eidgen�ssischen Heimatschutzkommission zu dieser Antenne lasse den Verdacht aufkommen, dass die Swisscom, an der die Eidgenossenschaft noch massgeblich beteiligt sei, besser behandelt werde als ihre privaten Konkurrenten.
Die Swisscom-Antenne unterscheidet sich jedoch von ihrem �usseren Erscheinungsbild erheblich von der vorliegend streitigen Anlage: Sie wurde in ein bestehendes landwirtschaftliches Geb�ude integriert, wobei die Antenne den Dachfirst um nur drei Meter �berragt. Aus der Bewilligung dieser Anlage kann daher - unabh�ngig davon, ob diese zu Recht oder zu Unrecht erfolgt ist - kein Anspruch auf die Bewilligung eines 30 m hohen freistehenden Mobilfunkmastes im Moorlandschaftsgebiet abgeleitet werden. Aufgrund der erheblichen Unterschiede zwischen beiden Antennen liegt auch keine verfassungswidrige Ungleichbehandlung von Gewerbegenossen vor.
Nach dem Gesagten ist die Verwaltungsgerichtsbeschwerde abzuweisen. Bei diesem Ausgang des Verfahrens tr�gt die Beschwerdef�hrerin die Gerichtskosten (Art. 156 OG) und es sind keine Parteientsch�digungen zuzusprechen (Art. 159 Abs. 2 OG).
Dieses Urteil wird der Beschwerdef�hrerin, dem Bundesamt f�r Umwelt, Wald und Landschaft, der Stiftung Landschaftsschutz Schweiz (SL), der Einwohnergemeinde R�eggisberg sowie der Bau-, Verkehrs- und Energiedirektion und dem Verwaltungsgericht des Kantons Bern, Verwaltungsrechtliche Abteilung, schriftlich mitgeteilt.

References: Art. 24
 Art. 24
 Art. 78

Art. 23
 Art. 4

Art. 5
 Art. 23
 Art. 23
 Art. 23
 Art. 5
 Art. 23
 Art. 16
 Art. 19
 Art. 23
 Art. 23
 Art. 22
 Art. 19
 Art. 23
 Art. 16
 Art. 20
 Art. 22
 Art. 1
 Art. 23
 Art. 23
 Art. 23
 Art. 5
 Art. 23
 Art. 78
 Art. 78
 Art. 5
 Art. 5
 Art. 23
 Art. 5
 Art. 78
 Art. 5
 Art. 5
 Art. 23
 Art. 23
 Art. 23
 Art. 23
 Art. 23
e contrario
 BGE 
 Art. 78
 Art. 5
 Art. 5
 Art. 5
 Art. 23
 Art. 23
 Art. 5
 Art. 23
 Art. 4
 Art. 4
 Art. 78
 Art. 24
 Art. 23
 Art. 23
 Art. 78
 Art. 23