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Timestamp: 2019-06-19 20:14:48+00:00

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BGH, 20.12.1990 - IX ZR 268/89 - dejure.org
https://dejure.org/1990,806
BGH, 20.12.1990 - IX ZR 268/89 (https://dejure.org/1990,806)
BGH, Entscheidung vom 20.12.1990 - IX ZR 268/89 (https://dejure.org/1990,806)
BGH, Entscheidung vom 20. Dezember 1990 - IX ZR 268/89 (https://dejure.org/1990,806)
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Gesamtschuld - Ausgleichspflicht - Sicherheiten - Pfandgläubiger
Keine Änderung des Ausgleichsverhältnisses mehrerer gleichstufiger Sicherungsgeber durch nachträgliche Aufgabe einer Sicherheit
BGB § 421, § 426 Abs. 1, § 776, § 1225
Ausgleichsverhältnis bei gleichstufigen Sicherheiten
BGH, 21.02.1991 - IX ZR 268/89
NJW-RR 1991, 499
ZIP 1991, 647
WM 1991, 399
BB 1991, 500
Da die Ausgleichspflicht der Gesamtschuldner bereits bei Begründung des Gesamtschuldverhältnisses und nicht erst mit der Leistung eines Gesamtschuldners an den Gläubiger entsteht (BGHZ 114, 117, 122; BGH, Urt. v. 20. Dezember 1990 - IX ZR 168/89, WM 1991, 399, 400; v. 11. Juni 1992 - IX ZR 161/91, NJW 1992, 2286, 2287; v. 13. Januar 2000 - IX ZR 11/99, WM 2000, 408, 409), ist dies wirksam nur in der Weise möglich, daß der Anspruch des Gläubigers gegen den am Vergleich nicht beteiligten Gesamtschuldner im Wege eines Vertrages zugunsten Dritter in dem Umfang aufgehoben wird, in welchem der durch den Erlaß begünstigte Gesamtschuldner, wäre er vom Gläubiger voll in Anspruch genommen worden, Ausgleich von dem anderen Gesamtschuldner verlangen könnte (BGHZ 58, 216, 220).
b) Das Ausgleichsverhältnis unter Mitbürgen gemäß § 774 Abs. 2, § 426 BGB entsteht bereits mit Begründung des Gesamtschuldverhältnisses, d.h. bei Übernahme der Bürgschaften (BGH, Urteil vom 20. Dezember 1990 - IX ZR 268/89, WM 1991, 399, 400), und nicht erst mit der Leistung eines Mitbürgen an den Gläubiger.
Aus dieser beiderseitigen Haftung auf den Gesamtbedarf ergibt sich zugleich die - für die Annahme einer Gesamtschuld im Sinne des § 421 BGB wesentliche - Gleichstufigkeit (…vgl. dazu BGH, Urt. v. 24.9.1992 - IX ZR 195/91, MDR 1993, 292; Urt. v. 20.12.1990 - IX ZR 268/89, WM 1991, 399 = MDR 1991, 849) ihrer Verbindlichkeit.
Der interne Ausgleichsanspruch ist ein Anspruch zwischen den Gesamtschuldnern und kann nicht durch nachträgliche Rechtsgeschäfte des Gläubigers oder seiner Rechtsnachfolger einseitig zu Lasten eines der Gesamtschuldner verändert werden (…vgl. BGH, Urt. v. 11.6.1992 - IX ZR 161/91, NJW 1992, 2286 m.w.N. u. Urt. v. 28.9.1993 - III ZR 170/91, BGHR § 426 Abs. 1 S. 1 BGB - Ausgleichung 9 für den Fall der Entlassung von mehreren Gesamtschuldnern aus dem Haftungsverhältnis durch den Gläubiger; s.a. Urt. v. 20.12.1990 - IX ZR 268/89, WM 1991, 399 = MDR 1991, 849).
Diesem rechtlichen Ausgangspunkt, den auch die Revision nicht beanstandet, ist zuzustimmen (vgl. bereits Senatsurt. v. 20. Dezember 1990 - IX ZR 268/89, WM 1991, 399, 401).
Die Ausgleichspflicht der Gesamtschuldner entsteht bereits mit der Begründung der Gesamtschuld und nicht erst mit der Leistung eines Gesamtschuldners an den Gläubiger (Senatsurt. v. 20. Dezember 1990 - IX ZR 268/89, WM 1991, 399, 400 [BGH 20.12.1990 - IX ZR 268/89] m.w.N.;… BGH, Urt. v. 5. März 1981 - III ZR 115/80, NJW 1981, 1666, 1667 m.w.N.).
Allerdings kann im Sinne des § 426 Abs. 1 BGB auch dann etwas anderes bestimmt sein, wenn sich aus der Natur der Sache eine anderweitige Regelung des Innenverhältnisses ergibt (…BGH, Urt. v. 4. Juli 1963 - VII ZR 41/62, WM 1963, 991, 993; v. 10. November 1983 - IX ZR 34/82, WM 1983, 1386, 1387; v. 15. Mai 1986 - IX ZR 96/85, WM 1986, 961, 963; v. 20. Dezember 1990 - IX ZR 268/89, WM 1991, 399, 401) [BGH 20.12.1990 - IX ZR 268/89].
Dessen Einbeziehung in den Ausgleich nach den Regeln über die Gesamtschuld (vgl. hierzu BGHZ 108, 179;… BGH, Urt. v. 9. Oktober 1990 - XI ZR 200/89, WM 1990, 1956, 1957; v. 20. Dezember 1990 - IX ZR 268/89, WM 1991, 399, 400) [BGH 20.12.1990 - IX ZR 268/89] setzt voraus, daß es überhaupt als Sicherheit für die gegen die Hauptschuldnerin gerichtete Darlehensverbindlichkeit gedient hat.
Im Übrigen ist die auf die Bürgschaft zugeschnittene Vorschrift des § 776 BGB auf das Verhältnis eines Pfandgläubigers zum Verpfänder nicht entsprechend anwendbar (vgl. BGH, Urt. v. 20.12.1990 - IX ZR 268/89, NJW-RR 1991, 499, 500;… a.A. MünchKomm.BGB/Habersack, 5. Aufl., § 776 Rdn. 2;… MünchKomm.BGB/Damrau, 5. Aufl., § 1225 Rdn. 9).
a) Etwas anderes im Sinne des § 426 Abs. 1 BGB ist auch dann bestimmt, wenn sich eine abweichende Regelung des Innenverhältnisses aus der Natur der Sache ergibt (…BGH, Urt. v. 10. November 1983 - IX ZR 34/82, WM 1983, 1386, 1387; v. 15. Mai 1986 - IX ZR 96/85, WM 1986, 961, 963; v. 20. Dezember 1990 - IX ZR 268/89, WM 1991, 399, 401) [BGH 20.12.1990 - IX ZR 268/89].
BGH, 18.06.2009 - V ZR 226/08
Zumutbarkeit der Verpflichtung des Erbbauberechtigten zum Wiederaufbau und zur …

References: § 421
 § 426
 § 776
 § 1225
 § 774
 § 426
 § 421
 § 426
 § 426
 § 776
 § 776
 § 1225
 § 426