Source: https://www.caritas-tbb.de/hilfe-beratung/menschen-mit-koerperlicher-und-oder-geistiger-beeintraechtigung/offene-hilfen/teilnahmebedingungen/teilnahmebedingungen
Timestamp: 2020-08-11 06:39:46+00:00

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Bitte lesen Sie die Bedigungen vor Anmeldung genau durch.
Die Anmeldungen zu den Angeboten der Offenen Hilfen Tauberkreis können ausschließlich schriftlich (Post, Fax, Email) über unser Anmeldeformular erfolgen. Eine telefonische Anmeldung ist nicht möglich.
Nach Eingang des Anmeldebogens erhalten Sie eine schriftliche Anmeldebestätigung. Mit Zugang der Anmeldebestätigung ist das Angebot verbindlich gebucht (dies bedeutet keine Garantie, dass das Angebot tatsächlich durchgeführt wird). Mit der Anmeldebestätigung erhalten Sie weiterhin einen Teilnehmer*innenbogen, der korrekt und vollständig ausgefüllt bis spätestens 14 Tage vor Beginn des Angebotes an uns zurückgeschickt werden muss.
Eine Anmeldung ist in der Regel bis 3 Wochen (bei Tagesausflügen, Gruppenangeboten, Bildungsangeboten) bzw. 8 Wochen (bei Wochenend- und Urlaubsreisen) vor Angebotsdurchführung möglich.
Ist ein Angebot bereits ausgebucht wird eine Warteliste geführt. Über die Aufnahme auf die Warteleiste werden Sie schriftlich informiert, ebenso, sobald Plätze in einem Angebot frei geworden sind und Sie teilnehmen können.
Sofern nicht anders beschrieben werden seitens der Offenen Hilfen Tauberkreis folgende Leistungen erbracht: An- und Abreise ab Treffpunkt, Unterbringung, Verpflegung, Betreuung und Unterstützung während des gesamten Angebots, abwechslungsreiches Freizeitprogramm.
Bei Angeboten mit Übernachtung sind keine Nachtwachen möglich, ebenso besteht nicht die Möglichkeit, dass ein*eine Freizeitbegleiter*in im Zimmer des*der Teilnehmer*in schläft. Die Freizeitbegleiter*innen sind aber vor Ort und in Rufbereitschaft.
Bei individuell zusätzlich vereinbarten Leistungen trägt der Teilnehmer die zusätzlichen Kosten zu 100%.
Die im Programmheft angegebenen Sachkosten können im Einzelfall von den tatsächlichen Kosten abweichen, wenn sich beispielsweise Beförderungskosten, Gebühren (z.B. Flughafen), usw. ändern. Darüber werden Sie zeitnah informiert.
Während des Angebots besteht für den*die Teilnehmer*in im Rahmen der Betriebshaftpflicht des Veranstalters Versicherungsschutz.
III. Rücktritt/Stornierung
1. Durch die Offenen Hilfen
Es kann passieren, dass ein Angebot nicht stattfinden kann, wenn sich bspw. zu wenig Teilnehmer*innen anmelden, oder das Wetter nicht mitspielt. Wir sind selbstverständlich jeweils bestrebt eine Ausweichalternative anzubieten oder im Ausnahmefall rechtzeitig abzusagen. Es kann aber auch zu kurzfristigen Absagen kommen, wenn beispielsweise die Freizeitbegleiter*innen erkranken, auch wenn wir uns bemühen entsprechend Ersatz zu organisieren. Es besteht kein Anspruch auf einen Angebotsplatz.
Die Offenen Hilfen können einzelnen Teilnehmern*innen die Teilnahme an einem Angebot auch nach bestätigter Anmeldung absagen, wenn sich im Zuge der Suche nach einer passenden Begleitung für den*die Teilnehmer*in herausstellt, dass der nötige Bedarf des*der Teilnehmers*in trotz aller Bemühungen nicht gedeckt werden kann.
Über Stornierungen seitens der Offenen Hilfen werden Sie schriftlich informiert. In diesem Fall fallen für Sie keine Kosten oder Gebühren an. Eventuell schon geleistete Zahlungen werden umgehend erstattet.
Die Offenen Hilfen können Angebote gegenüber einzelnen Teilnehmern*innen auch fristlos kündigen, insbesondere wenn:
Notwendige Zahlungen nicht fristgerecht geleistet wurden
Der Teilnehmerbogen nicht, nicht vollständig oder falsch ausgefüllt wurde
Der am Treffpunkt vor Ort festgestellte Gesundheitszustand des*der Teilnehmers*in eine Teilnahme nicht möglich macht/ausschließt oder
Der*die Teilnehmer*in das Angebot trotz Abmahnung nachhaltig und so massiv stört, dass es weder den Freizeitbegleitern*innen noch den Teilnehmern*innen zumutbar ist. Eine (weitere) Teilnahme am Angebot ist somit nicht (mehr) möglich und führt zum sofortigen Ausschluss.
In diesen Fällen sind die Gesamtkosten von der*die Teilnehmer*in zu tragen.
2. Durch Teilnehmer*in
Sollten Sie an einem Angebot nicht teilnehmen können, so informieren Sie uns bitte rechtzeitig schriftlich darüber. Der Eingang der Absage entscheidet über den Rücktrittszeitpunkt.
Tagesausflüge, Gruppen- und Bildungsangebote
Bei Absagen bis spätestens 7 Tage vor Beginn des Angebotes entstehen Ihnen keine Kosten. Bei einer späteren Absage trägt der*die Teilnehmer*in die vollen Kosten des Angebotes. Kann der freiwerdende Platz noch besetzt werden, so fällt lediglich eine Bearbeitungsgebühr in Höhe von 10€ an.
Bei Absagen bis spätestens 8 Wochen vor Reisebeginn entstehen Ihnen keine Kosten. Bei einer späteren Absage trägt der*die Teilnehmer*in die vollen Kosten der Reise. Kann der freiwerdende Platz noch besetzt werden, so fällt lediglich eine Bearbeitungsgebühr in Höhe von 50€ an.
Dem*Der Teilnehmer*in bleibt in jedem Fall die Möglichkeit nachzuweisen, dass dem Veranstalter gar kein oder ein geringer Schaden entstanden ist
Bei Wochenend- und Urlaubsreisen gelten zusätzliche Bedingungen:
Sofern nicht anders ausgeschrieben, beträgt die Mindestteilnehmerzahl für Reisen sechs Personen.
Gerade bei Reisen mit Zug, Flugzeug oder Schiff können die im Programmheft angegebenen Kosten bspw. durch höhere Gebühren am Flughafen, abweichen. Da Zug- und Flugtickets preislichen Schwankungen unterliegen, können auch hier Kostenschwankungen auftreten.
Falls Sie von einer Reise (kurzfristig) zurücktreten müssen, ist der Abschluss einer Reise-Rücktritt-Versicherung sinnvoll. Wir empfehlen Ihnen daher eine solche abzuschließen.
Bei Reisen ins Ausland ist es zu empfehlen zusätzlich noch eine Auslands-Reise-Krankenversicherung abzuschließen, da Ihnen ansonsten im Krankheitsfall im Ausland erhebliche Kosten entstehen können.
Eigene Hilfsmittel können gerne mitgenommen werden, eine Garantie für den Transport kann jedoch nicht übernommen werden. Dies muss zudem vorher mit den Offenen Hilfen abgesprochen werden. Außerdem wird keine Verantwortung für mitgeführte Hilfsmittel übernommen, auch nicht hinsichtlich der Funktionsfähigkeit.
Werden Pflegehilfsmittel wie z.B. ein Pflegebett oder ein Toilettenstuhl benötigt, muss dies den Offenen Hilfen rechtzeitig mitgeteilt werden. Wir erfragen dann, ob die entsprechenden Hilfsmittel in der Unterkunft zur Verfügung stehen. Ist dem nicht so, sind wir bemüht diese durch Sanitätshäuser vor Ort anzumieten. Die dadurch entstehenden Kosten stellen wir Ihnen separat in Rechnung.
Bei längeren Reisen findet vorher ein Kennenlerntreffen statt, bei dem sich Teilnehmer*innen und Freizeitbegleiter*innen näher kennen lernen können.
V. Betreuung und Pflege
Die Betreuung und grundlegende Versorgung/Pflege erfolgt auch durch Freiwillige, die nicht entsprechend beruflich ausgebildet sind. Die Freiwilligen werden durch hauptamtliche Mitarbeiter*innen eingearbeitet und geschult.
1. Betreuungssituation
In aller Regel findet bei Angeboten der Offenen Hilfen Tauberkreis eine 3:1 Betreuung statt. Benötigt ein*e Teilnehmer*in generell eine intensivere Betreuung und/oder besteht besonderer pflegerischer Bedarf, so ist vorher abzuklären ob und wie der Bedarf gedeckt werden kann.
Insbesondere für folgende Situationen gilt es im Vorhinein zu klären, ob und wie eine Reise mit uns möglich ist:
Die Pflege eines Menschen mit komplexen Behinderungen kann mangels Hilfsmitteln oder unzureichender Ausstattung nicht ohne Weiteres bewältigt werden.
Bei sehr hohem Pflegebedarf und/oder Aufwand bei der medizinischen Versorgung, da unsere Angebote nicht von pflegerischen/medizinischen Fachpersonal begleitet werden.
Bei besonders auffälligen Verhaltensweisen wie etwa Aggressivität, Intoleranz, keine Gruppenfähigkeit, starker Verweigerungshaltung, absolute Einzelgänger usw.
Wird eine 24h Betreuung, also auch in der Nacht, oder ständige Aufsicht benötigt. Bei unseren Angeboten können wir keine Nachtwachen zur Verfügung stellen.
Sprechen Sie uns trotzdem gerne diesbezüglich an. Wir beraten Sie ausführlich und versuchen über eine individuelle Absprache eine Teilnahme zu ermöglichen.
Für notwendige Medikamente ist eine aktuelle ärztliche Verordnung erforderlich. Ohne eine solche Verordnung dürfen durch die Freizeitbegleiter*innenkeine Medikamente verabreicht werden, auch keine frei verkäuflichen Bedarfsmedikamente.
Die täglich einzunehmenden Medikamente müssen in der Originalverpackung mit aktueller Medikamentenverordnung mitgegeben werden. Eine mit dem Namen des*der Teilnehmers*in beschrifteten Medikamentenbox/Dosett ist ebenfalls erforderlich.
Die mitgegebene Medikation wird durch das Begleitpersonal gerichtet und (sofern im Teilnehmer*innen-Bogen nicht anders angekreuzt) verabreicht.
VI. Kosten, Bezahlung und Finanzierung
Die Kosten der Angebote setzen sich immer aus Sachkosten (z.B. Unterkunft, Verpflegung, Eintritt, Material, Fahrtkosten) und Personalkosten für die Begleitung und Betreuung zusammen.
Sachkosten müssen grundsätzlich von den Teilnehmer*innen selbst gezahlt werden.
Bei einem vorliegenden Pflegegrad können die Personalkosten bei der Pflegekasse eingereicht werden. Bitte sprechen Sie diesbezüglich vorher mit Ihrer Pflegekasse. Es ist möglicherweise nötig zuvor entsprechende Anträge bei der Pflegekasse zu stellen.
1) Verhinderungspflege nach §39 SGB XI
Anspruch auf Verhinderungspflege besteht, wenn mindestens Pflegegrad 2 vorliegt. Ist eine Pflegeperson wegen Erholungsurlaubs, Krankheit oder aus anderen Gründen an der Pflege gehindert, übernimmt die Pflegekasse die nachgewiesenen Kosten einer notwendigen Ersatzpflege für längstens sechs Wochen je Kalenderjahr. Die Aufwendungen der Pflegekasse können sich im Kalenderjahr auf bis zu 1.612€ belaufen.
2) Umwandlung Kurzzeitpflege nach §42 SGB XI
Die Kurzzeitpflege bietet Versicherten ab Pflegegrad 2 die Möglichkeit bis zu 50% (=maximal 806€) der Kurzzeitpflege in Verhinderungspflege umzuwandeln, wenn die Kurzzeitpflege nicht vollständig genutzt wurde.
Dann stehen im Jahr maximal 2418€ der Verhinderungspflege und 806€ der Kurzzeitpflege zur Verfügung.
3) Entlastungsleistungen nach §45b SGB XI
Bereits ab Pflegegrad 1 besteht Anspruch auf Entlastungsleistungen.
Pflegebedürftige in häuslicher Pflege haben Anspruch auf einen Entlastungsbetrag in Höhe von bis zu 125€ monatlich. Der Betrag ist zweckgebunden für Leistungen zur Entlastung von Pflegenden, Betreuungsangeboten oder Angebote zur Entlastung im Alltag, welche nach § 45a SGB XI anerkannt sind.
Die monatliche Leistung (125€) kann über mehrere Monate hinweg angespart, aber nicht im Voraus verwendet werden. Dabei kann alles, was bis zum 31.12. eines Jahres nicht genutzt wird, noch bis zum 30.06. des Folgejahres genutzt werden.
4) Umwandlung des ambulanten Sachleistungsbetrags nach §45a SGB XI
Ab Pflegegrad 2 können Pflegebedürftige in häuslicher Pflege eine Kostenerstattung zum Ersatz von Aufwendungen für Leistungen der nach Landesrecht anerkannten Angebote zur Unterstützung im Alltag unter Anrechnung auf ihren Anspruch auf ambulante Pflegesachleistungen nach § 36 SGB XI erhalten.
Das geht nur, wenn für den entsprechenden Leistungsbetrag nach § 36 SGB XI in dem jeweiligen Kalendermonat keine ambulanten Pflegesachleistungen bezogen wurden.
Der hierfür verwendete Betrag darf je Kalendermonat 40 % der Pflegesachleistungen des für den jeweiligen Pflegegrad vorgesehenen Höchstleistungsbetrag nicht überschreiten.
Die Inanspruchnahme der Umwandlung des Sachleistungsbetrags nach § 45a SGB XI und die Inanspruchnahme des Entlastungsbetrags nach § 45b SGB XI erfolgen unabhängig voneinander.
Beachten Sie bitte auch, dass Sie die Personalkosten selbst bei Ihrer Pflegekasse einreichen müssen.
Sie erhalten daher zwei getrennte Rechnungen.
Für Sachkosten muss in manchen Fällen in Vorleistung gegangen werden. Sie erhalten daher eine entsprechende Rechnung, die vor der Teilnahme am jeweiligen Angebot zu begleichen ist. Ohne eine fristgerechte Zahlung ist die Teilnahme nicht möglich.
Die Rechnung für die Personalkosten erhalten sie grundsätzlich nach der Teilnahme an einem Angebot.
Die Rechnungen überweisen Sie fristgerecht auf das aus der Rechnung angegebene Konto. Zahlungsverzug kann zu Entstehung von Verzugszinsen, Mahngebühren oder dem Ausschluss von bestimmten Angeboten führen.
Rechnungen werden, wenn nicht anders vereinbart, immer an die*den gesetzlichen Betreuer*in verschickt.
VII. Aufnahmen
Während der Angebote dürfen keine ungefragten Ton-, Bild-und Videoaufnahmen von Freizeitbegleiter*innen und Teilnehmer*innen gemacht werden.
Solche Aufnahmen können jedoch während der Angebote durch den Veranstalter, mit eigens dafür vorgesehenen Geräten, gemacht werden. Die Aufnahmen können für die Öffentlichkeitsarbeit der Offenen Hilfen Tauberkreis (z.B. Programmhefte, Homepage, Flyer/Faltblätter) verwendet werden. Wollen Sie dieser Verwendung nicht zustimmen, so müssen Sie vor Beginn des Angebots schriftlich Widerspruch einlegen.
VIII. Datenverarbeitung und -nutzung
Mit der Anmeldung zu einem unserer Angebote erteilen Sie uns die Erlaubnis für das Speichern und Verarbeiten Ihrer persönlichen Daten (Name, Postadresse, Email, Telefon- bzw. Handynummer).
Darüber hinaus werden die Daten in unseren Post- und E-Mail-Verteiler aufgenommen um über Veranstaltungen der Offenen Hilfen Tauberkreis (z.B. Programmheft) zu informieren. Der Aufnahme in den Verteiler kann jederzeit schriftlich widersprochen werden.
Frau Miriam Engelbertz
Ansprechpartnerin Offene Hilfen, Freizeitbegleitung
+49 9341 9220-2424
+49 151 55027737
+49 9341 9220-2424 +49 151 55027737
m.engelbertz@caritas-tbb.de

References: §39
 §42
 §45
 § 45
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 § 36
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