Source: https://www.bibukurse.de/teil-c/fachliche-themen/bilanzen-hgb/ansatz-ausweis-bewertung.html
Timestamp: 2020-04-04 21:17:26+00:00

Document:
Ansatz, Ausweis, Bewertung - Bilanzbuchhalter-Prüfung
Mündliche Prüfung - Präsentation und Fachgespräch - Ansatz, Ausweis, Bewertung
Kursangebot | Mündliche Prüfung - Präsentation und Fachgespräch | Ansatz, Ausweis, Bewertung
Die drei großen Themen der Bilanzierung, sowohl in der Handelsbilanz nach HGB, nach IAS/IFRS und auch in der Steuerbilanz, sind
also die Frage, ob eine Sache in die Bilanz kommt,
wo sie, wenn die erste Frage mit ja zu beantworten war, hinkommt und
in welcher Höhe sie in die Bilanz kommt.
Die Bewertung zerfällt wiederum in Erstbewertung und Folgebewertung.
Der Ansatz ist zunächst eine Frage des § 246 I 1 HGB, nach der Vermögensgegenstände und Schulden zu bilanzieren sind. Was "Vermögensgegenstände sind, sagt das Gesetz nicht. Deshalb musste der Begriff der Vermögensgegenstände durch die Rechtsprechung und durch die Literatur mit Leben gefüllt werden. Man hat dies getan durch die abstrakte Aktivierungsfähigkeit, die davon spricht, dass etwas, was
selbstständig bewertbar und
selbstständig veräußerbar ist und
nutzenstifend ist,
abstrakt aktivierungsfähig ist. Wenn dann keine Aktivierungsverbote entgegenstehen und auch keine Aktivierungswahlrechte existieren, so spricht man von einer einem Aktivierungsgebot, also einer Aktivierungspflicht.
Zusätzlich zu dem sehr unbestimmten Rechtsbegriff des § 246 I 1 HGB existieren allerdings weiterhin sehr detaillierte Ansatzvorschriften für
den derivativen Geschäftswert (§ 246 I 4 HGB),
die Aktivierungsverbote des § 248 I und II 2 HGB,
den Ansatz von Rückstellungen des § 249 HGB und den
Ansatz von Rechnungsabgrenzungsposten des § 250 HGB.
Zum Ausweis ist zu sagen, dass dieser in § 266 II HGB (für die Aktivseite) und § 266 III (für die Passivseite) geregelt ist.
Die Bewertung wird zunächst für die Erstbewertung in § 253 I 1 HGB geklärt, nämlich dass Positionen der Bilanz anfänglich mit ihren Anschaffungs- oder Herstellungskosten anzusetzen sind. Die Folgebewertung wird es dann durch Abschreibungen (planmäßig bzw. außerplanmäßig) und möglicherweise Zuschreibungen ausgestaltet. Planmäßige Abschreibungen sind ausschließlich für das Anlagevermögen möglich, sie sind kodifiziert in § 253 III 1 HGB. Ihr Sinn ist, die Anschaffungs- oder Herstellungskosten auf die Laufzeit zu verteilen. Die außerplanmäßigen Abschreibungen haben dann zum Ziel, einen unvorhergesehenen Schaden zu bemessen und wiederzugeben. Sie sind mit dem Niederstwertprinzip verbunden und für das Anlagevermögen kodifiziert in § 253 III 5,6 HGB sowie für das Umlaufvermögen in § 253 IV 1 HGB. Beachte die unterschiedliche Behandlung von auf der einen Seite immateriellen Vermögensgegenständen und Sachanlagevermögen und auf der anderen Seite das Finanzanlagevermögen. Schließlich haben Zuschreibungen den Sinn, bei Wegfall des Grundes für vorhergehende außerplanmäßige Abschreibungen diese dann zurückzunehmen.
Gemäß § 253 III 1 HGB sind das zeitlich begrenzt nutzbare Anlagevermögen, das Umlaufvermögen und langfristige Rückstellungen planmäßig abzuschreiben.
Gemäß § 253 III 1 HGB sind das zeitlich begrenzt nutzbare Anlagevermögen und das Umlaufvermögen planmäßig abzuschreiben.
Gemäß § 253 III 1 HGB ist das zeitlich begrenzt nutzbare Anlagevermögen planmäßig abzuschreiben.
Gemäß § 252 I HGB sind Vermögensgegenstände zunächst mit den Anschaffungs- oder Herstellungskosten anzusetzen.
Gemäß § 253 I 1 HGB sind Vermögensgegenstände zunächst mit den Anschaffungs- oder Herstellungskosten anzusetzen.
Gemäß § 255 I 1 HGB sind Vermögensgegenstände zunächst mit den Anschaffungs- oder Herstellungskosten anzusetzen.
Wenn zusätzlich zu einer abstrakten Aktivierungsfähigkeit keine Bilanzierungswahlrechte oder -verbote bestehen, dann handelt es sich um ein Aktivierungswahlrecht.
Wenn zusätzlich zu einer abstrakten Aktivierungsfähigkeit keine Bilanzierungswahlrechte oder -verbote bestehen, dann handelt es sich um ein Aktivierungsverbot.
Wenn zusätzlich zu einer abstrakten Aktivierungsfähigkeit keine Bilanzierungswahlrechte oder -verbote bestehen, dann handelt es sich um eine Aktivierungspflicht.

References: § 246
 § 246
 § 248
 § 249
 § 250
 § 266
 § 266
 § 253
 § 253
 § 253
 § 253
 § 253
 § 253
 § 253
 § 252
 § 253
 § 255