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Timestamp: 2018-03-24 15:39:41+00:00

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Krankengeldzuschuss | Personal Office Premium | Personal | Haufe
Der Krankengeldzuschuss ist eine lohnsteuerpflichtige Zahlung des Arbeitgebers während des Bezugs von Krankengeld. Er soll finanzielle Nachteile ausgleichen. Der Anspruch, die Höhe und Dauer sind oft in Tarifverträgen oder in Betriebsvereinbarungen geregelt; eine gesetzliche Zahlungsverpflichtung besteht nicht.
Lohnsteuer: Die Lohnsteuerpflicht ergibt sich aus § 8 Abs. 1 EStG i. V. m. § 2 LStDV; weitere Einzelheiten zum steuerlichen Arbeitslohnbegriff regelt § 19 Abs. 1 EStG. Die R 19.3 - 19.8 LStR sowie H 19.3 - 19.8 LStH ergänzen die beispielhafte Aufzählung der nichtselbstständigen Einkünfte im Einkommensteuergesetz.
Sozialversicherung: Die beitragsrechtliche Beurteilung ist in § 23c SGB IV geregelt. Die Spitzenorganisationen der Kranken- und Rentenversicherung und die Bundesagentur für Arbeit haben am 13.11.2007 ein Gemeinsames Rundschreiben zur Thematik der sonstigen nicht beitragspflichtigen Einnahmen nach § 23c SGB IV (GR v. 13.11.2007-I) herausgegeben.
Auswirkungen des Krankengeldzuschuss
Einmalzahlung während Bezug
Krankengeldzuschuss, Grenze der Beitragsfreiheit
Erkrankt ein Arbeitnehmer, ist nach dem Entgeltfortzahlungsgesetz der Arbeitslohn für 6 Wochen weiterzuzahlen. Durch Tarifvertrag, Betriebsvereinbarung oder Einzelarbeitsvertrag können sich auch längere Lohnfortzahlungszeiträume ergeben. Der fortgezahlte Arbeitslohn ist lohnsteuerpflichtig; er unterliegt dem Lohnsteuerabzug nach den allgemeinen Vorschriften. Fallen in einem Lohnzahlungszeitraum Arbeitslohn für tatsächlich geleistete Arbeit und fortgezahlter Arbeitslohn zusammen, sind die Beträge zusammenzurechnen. Bei einem monatlichen Lohnzahlungszeitraum ist die Lohnsteuer für den zusammengerechneten Betrag aus der Monatslohnsteuertabelle zu ermitteln.
Besteht die Krankheit nach Beendigung des 6-wöchigen Lohnfortzahlungszeitraums weiter, erhält der Arbeitnehmer Krankengeld von seiner Krankenkasse. Dieses Krankengeld gehört weder zum steuerpflichtigen Arbeitslohn noch zu einer anderen Einkunftsart - auch dann nicht, wenn es an Hinterbliebene gezahlt wird.[1]
Das Krankengeld unterliegt dem Progressionsvorbehalt.[2] Deshalb muss der Arbeitnehmer die Bescheinigung, die er über die Höhe des Krankengelds von seiner Krankenkasse erhält (sog. Leistungsnachweis), bei seiner Veranlagung zur Einkommensteuer dem Finanzamt vorlegen.
Damit das Finanzamt diese Fälle erkennen kann, muss der Arbeitgeber bei Zahlung von Krankengeld für mindestens 5 aufeinanderfolgende Arbeitstage sowohl im Lohnkonto als auch in der Lohnsteuerbescheinigung den Buchstaben "U" (Unterbrechung) bescheinigen. Ist im Lohnkonto des Arbeitnehmers ein "U" bescheinigt, darf der Arbeitgeber für diesen Arbeitnehmer keinen internen Lohnsteuer-Jahresausgleich durchführen.
Verschiedene Arbeitgeber zahlen während des Bezugs von Krankengeld an den Arbeitnehmer Zuschüsse oder gewähren ihm bestimmte Bezüge weiter (z. B. vermögenswirksame Leistungen, Werkswohnung). Die beitragsrechtliche Behandlung dieser Bezüge richtet sich nach § 23 c Abs. 1 SGB IV.
Werden während des Krankengeldbezugs Zuschüsse des Arbeitgebers und sonstige Einnahmen aus einer Beschäftigung gewährt, gelten diese nicht als beitragspflichtiges Arbeitsentgelt. Die Einnahmen dürfen zusammen mit dem Krankengeld das Nettoarbeitsentgelt um nicht mehr als 50 EUR monatlich übersteigen. Dies hat zur Folge, dass entsprechende Leistungen, die für die Zeit des Bezugs von Krankengeld laufend gezahlt werden, bis zum maßgeblichen Nettoarbeitsentgelt nicht beitragspflichtig sind.
Die vom Arbeitgeber darüber hinaus gezahlten Beträge sind erst dann als beitragspflichtiges Arbeitsentgelt zu berücksichtigen, wenn sie die Freigrenze in Höhe von 50 EUR übersteigen. Der Krankengeldzuschuss wird in dem Umfang beitragspflichtig, in dem er das Vergleichs-Netto überschreitet.
Regelung gilt auch für PKV-Versicherte
Dies gilt sowohl für Mitglieder der gesetzlichen als auch für Versicherte der privaten Krankenversicherung.
Bei dem Betrag von 50 EUR handelt es sich um eine Freigrenze, nicht jedoch um einen Freibetrag. Demzufolge scheidet ein Ruhen des Krankengeldes aus, wenn bei arbeitgeberseitigen Leistungen mit dem Krankengeld das Vergleichs-Nettoarbeitsentgelt (nur) bis 50 EUR monatlich überschritten wird.
Kein Ruhen des Krankengeldes
Monatliches Vergleichs-Nettoarbeitsentgelt 2.100,00 EUR
weiter gezahltes Teilentgelt monatlich 490,00 EUR
Netto-Krankengeld täglich 55,15 EUR
Netto-Krankengeld monatlich 1.654,50 EUR
SV-Freibetrag (2.100 EUR abzüglich 1.654,50 EUR) = 445,50 EUR
Der SV-Freibetrag wird durch die monatlich weiter gezahlte Bruttoleistung des Arbeitgebers (490 EUR) um 44,50 EUR überschritten. Dieser Betrag übersteigt jedoch nicht die Freigrenze von 50 E...
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References: § 8
 § 2
 § 19
 § 23
 § 23
 § 23