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Timestamp: 2016-10-21 20:07:58+00:00

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8C_843/2014 � � Urteil vom 18. M�rz 2015
Die 1961 geborene A.________ war seit 1. September 2008 Verkaufsmitarbeiterin bei der B.________ AG und damit bei der AXA Versicherungen AG (nachfolgend AXA) obligatorisch unfallversichert. Am 8. Januar 2009 fiel sie auf die rechte Schulter. Im Krankenhaus C.________, wo sie am 9. Januar 2009 behandelt wurde, wurde eine Schulterkontusion rechts bei Tendinitis calcarea rechts diagnostiziert; r�ntgenologisch wurden keine frischen oss�ren L�sionen festgestellt (Bericht vom 13. Mai 2009). Die AXA kam f�r die Heilbehandlung und das Taggeld auf. Am 27. Januar 2009 wurde die Versicherte im Krankenhaus C.________ an der rechten Schulter operiert (Kalkdepot-Ausr�umung Infraspinatus-Sehne rechts; Akromioplastik rechts; Narkosemobilisation rechtes Schultergelenk). Ab 1. Oktober 2010 arbeitete die Versicherte zu 80 % als Pflegerin eines Ehepaars. Mit Verf�gung vom 10. Dezember 2010 f�hrte die AXA aus, per 30. Juni 2009 sei der Status quo sine bez�glich der Schulterbeschwerden rechts �berwiegend wahrscheinlich erreicht worden; verzichtet werde auf eine R�ckforderung der bereits erbrachten Leistungen ab Juli 2009; die heute vorliegenden Beschwerden am Vorderarm und an der Hand rechts st�nden nicht �berwiegend wahrscheinlich in kausalem Zusammenhang mit dem Unfall vom 9. Januar 2009 bzw. der Operation vom 27. Januar 2009. Die dagegen erhobene Einsprache wies die AXA mit Entscheid vom 1. Juli 2011 ab. Sie �bernahm bis 30. April 2009 Taggelder bei einer 100%igen Arbeitsunf�higkeit und bis 30. Juni 2009 Heilbehandlung.
Gegen den Einspracheentscheid vom 1. Juli 2011 erhob die Versicherte beim Verwaltungsgericht des Kantons Graub�nden Beschwerde. Am 24. April 2012 teilte sie diesem mit, am 29. Februar 2012 sei bei der Staatsanwaltschaft des Kantons Graub�nden eine Strafanzeige erhoben worden zu Frage, ob die Operation vom 27. Januar 2009 lege artis durchgef�hrt worden sei; die Staatsanwaltschaft beabsichtige, hierzu ein Gutachten in Auftrag zu geben. Am 16. April 2013 sistierte die Vorinstanz das Verfahren bis zum Vorliegen dieses Gutachtens. Am 10. September 2013 reichte ihr die Staatsanwaltschaft das interdisziplin�re Gutachten des Spitals D.________ vom 28. August 2013 ein. Am 1. Oktober 2013 hob die Vorinstanz die Verfahrenssistierung auf und holte Stellungnahmen der Parteien ein. In teilweiser Gutheissung der Beschwerde hob sie den Einspracheentscheid vom 1. Juli 2011 insofern auf, als die AXA verpflichtet wurde, der Versicherten f�r den 1. und 2. Mai 2009 Taggelder nachzuzahlen. Im �brigen wies sie die Beschwerde ab (Entscheid vom 17. Juni 2014).
Mit Beschwerde beantragt die Versicherte die Aufhebung des kantonalen Entscheides, soweit die Beschwerde abgewiesen worden sei; die Sache sei zur weiteren Abkl�rung, insbesondere des medizinischen Sachverhalts (Einholung eines interdisziplin�ren Gutachtens etc.) und zur Festlegung der zu ihren Gunsten festzusetzenden Versicherungsleistungen an die AXA, eventuell an die Vorinstanz zur�ckzuweisen; subeventuell seien ihr s�mtliche Versicherungsleistungen (Pflegeleistungen und Kostenverg�tungen, Taggelder/Rente, Integrit�tsentsch�digung etc.) auch �ber den 30. April 2009 hinaus zu gew�hren und die Sache - soweit das Bundesgericht die Leistungen nicht selber festsetze - an die AXA zu deren Festlegung zur�ckzuweisen; diese sei zu verpflichten, ihr die von Dr. med. E.________, Allgemeine Medizin FMH, im Zusammenhang mit dem Bericht vom 20. Juli 2010 fakturierten Kosten von Fr. 359.45 plus 5 % Zins seit 29. September 2010 zu erstatten; die AXA sei zu verpflichten, ihr f�r ihre vorinstanzlichen anwaltlichen Aufwendungen eine Parteientsch�digung von Fr. 12'355.20 zu bezahlen; eventuell sei die Sache zur Festsetzung der Parteientsch�digung an die Vorinstanz zur�ckzuweisen.
Die Vorinstanz hat die Grundlagen �ber den f�r die Leistungspflicht des obligatorischen Unfallversicherers erforderlichen nat�rlichen und ad�quaten Kausalzusammenhang zwischen dem Unfall und dem Gesundheitsschaden (BGE 134 V 109 E. 2.1 S. 111), den Wegfall unfallbedingter Ursachen eines Gesundheitsschadens bei Erreichen des Status quo sine vel ante (SVR 2011 UV Nr. 4 S. 12 E. 3.2 [8C_901/2009]), den Untersuchungsgrundsatz (Art. 43 Abs. 1, Art. 61 lit. c ATSG) und den massgebenden Beweisgrad der �berwiegenden Wahrscheinlichkeit (BGE 138 V 218 E. 6 S. 221) sowie den Beweiswert von Arztberichten (BGE 139 V 225 E. 5.2 S. 229, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 125 V 351) zutreffend dargelegt. Richtig wiedergegeben hat die Vorinstanz auch die Rechtsprechung zur Leistungspflicht des obligatorischen Unfallversicherers bei Diskushernien (SVR 2009 UV Nr. 1 S. 1 E. 2.3 [8C_677/2007]; Urteile 8C_765/2014 vom 9. Februar 2015 E. 6.1 und 8C_412/2008 vom 3. November 2008 E. 5.1) und zum Unfallbegriff bei einer fehlerhaften Krankheitsbehandlung (BGE 121 V 35 E. 1b S. 38; 118 V 283 E. 2b S. 284; SVR 2014 UV Nr. 5 S. 13 E. 4.1 [8C_999/2012]). Gleiches gilt hinsichtlich des Anspruchs auf rechtliches Geh�r und Akteneinsicht (Art. 29 Abs. 2 BV; Art. 42, Art. 47 Abs. 1 lit. a ATSG; BGE 137 I 195 E. 2.3.2 S. 197; 132 V 387 E. 4.1 S. 389). Darauf wird verwiesen.
3.1.�Die Versicherte bringt vor, die AXA habe ohne ihr Wissen und ohne ihre vorg�ngige Information folgende medizinische Berichte beigezogen: des Spitals F.________ �ber die Sonographie der Schultern beidseits vom 4. Dezember 1995, des Radiologie-Instituts des Medizinischen Zentrums G.________ vom 20. Januar 1997, des beratenden Neurologen der AXA Dr. med. H.________ vom 1. Juni 2011 und des Dr. med. E.________ vom 20. Juni 2011. Die drei erstgenannten Berichte seien ihr erst mit dem Einspracheentscheid zugestellt worden. Der letztgenannte Bericht habe noch nicht einmal bei der vorinstanzlichen Beschwerdeerhebung bei ihr vorgelegen; dessen Seite 2 habe in den vorinstanzlichen Akten gefehlt - womit die Aktenf�hrungspflicht verletzt worden sei (Art. 46 ATSG) - und sei von der Versicherten mit der vorinstanzlichen Replik vollst�ndig eingereicht worden. Diese Berichte w�ren ihr im Rahmen des rechtlichen Geh�rs zur Stellungnahme zu unterbreiten gewesen.
3.2.�Die Vorinstanz hielt fest, dass diese Berichte - denen eine gewisse Entscheidrelevanz zukomme - der Versicherten vor Erlass des Einspracheentscheides nicht zugestellt worden seien. Selbst bei Bejahung einer allf�lligen Geh�rsverletzung w�re diese jedoch geheilt. Sie berief sich dabei auf die Rechtsprechung, wonach eine nicht besonders schwerwiegende Verletzung des rechtlichen Geh�rs ausnahmsweise als geheilt gelten kann, wenn die betroffene Person die M�glichkeit erh�lt, sich vor einer Beschwerdeinstanz zu �ussern, die sowohl den Sachverhalt wie die Rechtslage frei �berpr�fen kann. Von einer R�ckweisung der Sache an die Verwaltung ist selbst bei einer schwerwiegenden Verletzung des rechtlichen Geh�rs dann abzusehen, wenn und soweit die R�ckweisung zu einem formalistischen Leerlauf und damit zu unn�tigen Verz�gerungen f�hren w�rde, die mit dem (der Anh�rung gleichgestellten) Interesse der betroffenen Partei an einer bef�rderlichen Beurteilung der Sache nicht zu vereinbaren w�ren (BGE 137 I 195 E. 2.3.2 S. 197; Urteil 8C_765/2014 vom 9. Februar 2015 E. 4.2). Es ist richtig, dass eine Geh�rsverletzung seitens der AXA als geheilt anzusehen ist, da die Vorinstanz den Sachverhalt und die Rechtslage frei �berpr�fen konnte und auch dem Bundesgericht die volle Kognition zusteht (E. 1 hievor) und die R�ckweisung einem formalistischen Leerlauf gleichk�me.
Da es sich bei den Aktenstellungnahmen des Dr. med. H.________ vom 1. Juli 2010, 30. November 2010 und 1. Juni 2011 nicht um Gutachten nach Art. 44 ATSG handelte, ist die R�ge der Versicherten, sie habe ihm keine Erg�nzungsfragen stellen k�nnen, nicht stichhaltig (BGE 135 V 465 E. 4.2 S. 468; Urteil 8C_400/2013 vom 31. Juli 2013 E. 5.3).
Streitig und zu pr�fen sind als Erstes die Schulter-Arm-Beschwerden rechts.
5.1.�Im interdisziplin�ren (neurologischen, orthop�disch-traumatologischen und an�sthesiologischen) Gutachten des Spitals D.________ vom 28. August 2013 wurde ein chronischer belastungsabh�ngiger Schulter-Arm-Schmerz mit neuropathischer Komponente und sensiblem Ausfallsyndrom diagnostiziert. Weiter wurde ausgef�hrt, zusammenfassend sei �tiologisch von einer multifaktoriellen Genese der Beschwerden auszugehen, wobei das Impingement-Syndrom der rechten Schulter, das die Belastungsabh�ngigkeit der Beschwerden erkl�ren k�nne, im Vordergrund stehe. �hnliche Beschwerden seien zwischen 1995 und 1997 vorhanden gewesen. Nach Beschwerdefreiheit seien sie erneut durch das Sturzereignis vom 8. Januar 2009 ausgel�st worden. Eine Sch�digung von Teilen des Truncus superior des Plexus zervikobrachialis als weitere Schmerzursache und auch als Ursache des Taubheitsgef�hls im Bereich Oberarm, Unterarm und Daumen rechts sei m�glich, da die sensiblen Ausfallsymptome unmittelbar postoperativ aufgetreten seien; es h�tten sich allerdings keine elektrophysiologischen oder bildmorphologischen Korrelate einer solchen Sch�digung ergeben, was diese aber nicht g�nzlich ausschliessen k�nne. Ein zervikoradikul�res Schmerz- und sensibles Ausfallsyndrom C6 rechts sowie ein elektrophysiologisch verifiziertes Karpaltunnelsyndrom rechts seien weitere Komponenten der multifaktoriellen Genese der Beschwerden. Weiter sei das Taubheitsgef�hl am Oberarm rechts auch als Empfindungsst�rung im Rahmen der Schmerzen denkbar. Der Beginn des Taubheitsgef�hls im Narbenbereich am rechten Oberarm und die Allodynie der Narbe liessen annehmen, dass im Verlauf ein postoperativer neuropathischer Narbenschmerz hinzugekommen sei, wobei der zeitliche Beginn schwierig festzulegen sei. Ein Zusammenhang mit An�sthesie und Operation sei nur bei der m�glichen Plexusl�sion und dem neuropathischen Narbenschmerz herzustellen.
5.2.�Die Vorinstanz hat in W�rdigung der medizinischen Akten mit einl�sslicher Begr�ndung - auf die verwiesen wird - im Wesentlichen erwogen, an der rechten Schulter der Versicherten h�tten vorbestehende degenerative Sch�digungen (Tendinitis calcarea mit mehreren Kalkdepots an typischer Stelle) vorgelegen, die durch den Unfall vom 8. Januar 2009 vor�bergehend aktiviert worden seien; diesbez�glich sei der Status quo sine per 30. Juni 2009 erreicht gewesen. Weiter hat die Vorinstanz ausgef�hrt, die postoperativ geklagten Schulter-Arm-Beschwerden rechts seien trotz multifaktorieller Genese nicht �berwiegend wahrscheinlich auf den Unfall vom 8. Januar 2009 zur�ckzuf�hren. Hauptverantwortlich f�r die Beschwerden sei - wie aus dem vollumf�nglich beweiskr�ftigen Gutachten des Spitals D.________ vom 28. August 2013 hervorgehe - das Impingement-Syndrom der rechten Schulter, das aber nicht �berwiegend wahrscheinlich auf diesen Unfall zur�ckzuf�hren sei. Eine anl�sslich der Operation vom 27. Januar 2009 erfolgte Sch�digung von Teilen des Truncus superior des Plexus zervikobrachialis rechts als Grund f�r die Schulterbeschwerden erachteten die Gutachter des Spitals D.________ - wie auch die �brigen involvierten �rzte - bestenfalls als m�glich, was f�r die Bejahung der Unfallkausalit�t nicht ausreiche. Zudem sei diese Operation einzig aufgrund der unfallfremden Befunde (Ausr�umung der Kalkdepots und Akromioplastik rechts) und damit nicht unfallbedingt erfolgt. Auch die �brigen, gem�ss dem Gutachten des Spitals D.________ vom 28. August 2013 als Ursache der Beschwerdesymptomatik in Frage kommenden Pathologien (vgl. E. 5.1 hievor) seien nicht �berwiegend wahrscheinlich unfall- oder operationsbedingt. Diesem vorinstanzlichen Ergebnis ist beizupflichten.
5.3.�Die Versicherte sodann r�umt ein, dass im Unfallzeitpunkt am 8. Januar 2009 an der rechten Schulter ein krankhafter Vorzustand im Sinne einer Tendinitis calcarea gegeben war. Soweit sie vorbringt, im Hinblick auf die Kausalit�t sei einzig entscheidend, dass dieser Vorzustand ab ca. 1998 v�llig asymptomatisch gewesen sei, ist dies unbehelflich; denn diese Argumentation l�uft auf einen unzul�ssigen "post hoc, ergo propter hoc"-Schluss hinaus (BGE 119 V 335 E. 2b/bb S. 341 f.; SVR 2012 UV Nr. 5 S. 17 E. 4.5.1 [8C_310/2011]).
5.4.�Gem�ss dem Gutachten des Spitals D.________ vom 28. August 2013 steht das Impingement-Syndrom der rechten Schulter als Schmerzursache im Vordergrund. Dr. med. I.________, Spezialarzt FMH Chirurgie, beratender Arzt der AXA, legte in der Aktenstellungnahme vom 19. November 2013 dar, eine Tendinitis calcarea sei Ausdruck einer degenerativen Ver�nderung von Anteilen der Rotatorenmanschette. Dies f�hre im Verlauf der Zeit zu einer Lockerung dieser Sehnenanteile und damit auch zu einer Minderung der Zentrierung des Humeruskopfes. Durch den deswegen bedingten relativen Humeruskopfhochstand resultiere eine Engpasssituation subakromial, was letztlich die Symptomatik eines Impingements bewirke. Strukturelle Sch�digungen im Bereich des rechten Schultergelenks, die in einen Kausalzusammenhang zum Ereignis vom 8. Januar 2009 gestellt werden k�nnten, h�tten nicht objektiviert werden k�nnen. Es sei davon auszugehen, dass die rein kontusionsbedingte Schmerzsymptomatik ohne nachweisbare strukturelle Sch�digung, der allgemeinen Erfahrung nach, nach sp�testens drei Monaten ausheile.
Ein Aktenbericht ist zul�ssig, wenn ein l�ckenloser Befund vorliegt und es im Wesentlichen nur um die �rztliche Beurteilung eines an sich feststehenden medizinischen Sachverhalts geht (SVR 2010 UV Nr. 17 S. 63 E. 7.2 [8C_239/2008]). Diese Voraussetzungen sind hinsichtlich des Berichts des Dr. med. I.________ vom 19. November 2013 erf�llt. Es bestehen keine Anhaltspunkte, die auch nur geringe Zweifel an der Zuverl�ssigkeit und Schl�ssigkeit seiner Beurteilung wecken (zum Beweiswert von Berichten versicherungsinterner �rzte vgl. BGE 139 V 225 E. 5.2 S. 229). Demnach ist der Vorinstanz beizupflichten, dass die Impingementsymptomatik der rechten Schulter im Zeitpunkt der Leistungseinstellung durch die AXA per 30. Juni 2009 nicht mehr �berwiegend wahrscheinlich nat�rlich unfallkausal war.
5.5.�Weiter wurde im Gutachten des Spitals D.________ vom 28. August 2013 ein zervikoradikul�res Schmerz- und sensibles Ausfallsyndrom C6 rechts als Mitursache der Beschwerden angenommen. Indessen geht aus diesem Gutachten hervor, dass dieses Syndrom erst im Verlauf ab Anfang 2010 klinisch relevant wurde; weiter wurde ausgef�hrt, die kernspintomographisch in den Jahren 2009 und 2013 fehlende posttraumatische Ver�nderung sei zusammen mit der fehlenden Zunahme der Nackenbeschwerden im Zeitpunkt des Sturzes ein Argument gegen eine durch diesen hervorgerufene Progression der HWS-Ver�nderungen. In diesem Lichte hat die Vorinstanz zu Recht erkannt, dass es sich bei diesem Syndrom nicht um unfallkausale Beschwerden handelt (vgl. auch E. 8.2 hienach).
5.6.�Dr. med. H.________, beratender Arzt der AXA, legte in der Aktenstellungnahme vom 1. Juli 2010 dar, der Unfall vom 8. Januar 2009 sei bez�glich des Karpaltunnelsyndroms irrelevant. Im Gutachten des Spitals D.________ vom 28. August 2013 wurde ausgef�hrt, das klinisch und ekletrophysiologisch aktuell und bereits am 14. Dezember 2009 diagnostizierte Karpaltunnelsyndrom rechts sei eine weitere Komponente der Beschwerden; es k�nne Schulter-Armschmerzen und ein Taubheitsgef�hl im Daumen rechts erkl�ren. Allerdings legten die Gutachter weiter dar, der fehlende Nachweis in der Untersuchung vom 21. September 2009 lasse annehmen, dass diese Pathologie erst im Verlauf, d.h. einige Monate nach Sturz und Operation einen Beitrag zu den Beschwerden geleistet habe. Aufgrund dieser Aktenlage - insbesondere der langen Latenzzeit - ist es nicht zu beanstanden, dass die Vorinstanz das Karpaltunnelsyndrom als nicht unfallkausal taxierte (vgl. auch Urteil U 154/03 vom 15. Oktober 2003 E. 2.3).
Streitig ist weiter, ob eine Leistungspflicht dar AXA nach Art. 6 Abs. 3 UVG besteht, was nur die strittige Plexusl�sion und den postoperativen Narbenschmerz betrifft (vgl. E. 5.1 a.E. hievor).
Die Regelung betreffend Sch�digung bei Heilbehandlung gem�ss���Art. 6 Abs. 3 UVG kommt nur zur Anwendung, wenn die fragliche medizinische Massnahme der Behandlung einer Unfallfolge diente (vgl. Art. 10 UVG; BGE 128 V 169 E. 1c S. 172; 118 V 286 E. 3b S. 292 f.; SVR 2012 UV Nr. 11 S. 37 E. 5 [8C_708/2011]). Gem�ss dem Operationsbericht erfolgte die Operation vom 27. Januar 2009 zwecks Kalkdepot-Ausr�umung an der Infraspinatus-Sehne rechts mit Ausf�hrung einer Akromioplastik. Dr. med. J.________, Chirurgie, beratender Arzt der AXA, legte in der Aktenstellungnahme vom 26. Januar 2010 dar, operiert worden sei, um die Kalkablagerungen zu entfernen und den subakromialen Raum zu erweitern; weder das Kalkdepot noch die Einengung des Akromions seien durch den Unfall entstanden. Auch Dr. med. I.________ kam in der Aktenstellungnahme vom 19. November 2013 zum Schluss, mit der Operation vom 27. Januar 2009 seien keine Unfallfolgen, sondern einzig der Vorzustand behandelt worden. Diese Stellungnahmen sind �berzeugend, weshalb darauf abgestellt werden kann (vgl. auch E. 5.3 f. hievor). Die Vorinstanz hat in diesem Lichte zutreffend erkannt, dass die Operation vom 27. Januar 2009 nicht unfallbedingt erfolgte. Deshalb besteht keine Leistungspflicht der AXA nach Art. 6 Abs. 3 UVG.
Streitig ist weiter, ob bei der Operation vom 27. Januar 2009 ein Behandlungsfehler passierte, der den Unfallbegriff nach Art. 4 ATSG erf�llt (hierzu vgl. BGE 118 V 283 E. 2b S. 284, E. 3b S. 285; SVR 2014 UV Nr. 5 S. 13 E. 4.1 [8C_999/2012]).
7.1.�Im Gutachten des Spitals D.________ vom 28. August 2013 wurde ausgef�hrt, dass sowohl die Schulteroperation als auch die Plexusan�sthesie vom 27. Januar 2009 lege artis durchgef�hrt worden seien. Die Vorinstanz hat gest�tzt hierauf zutreffend festgestellt, dass die Operation vom 27. Januar 2009 den Unfallbegriff nicht erf�lle (hierzu vgl. SVR 2014 UV Nr. 5 S. 13 E. 4.1), weshalb die AXA in diesem Lichte ebenfalls nicht leistungspflichtig sei.
7.2.1.�Die Einw�nde der Versicherten sind nicht stichhaltig. Sie bringt vor, die Gutachterin Frau Dr. med. K.________ habe festgehalten, eine Par�sthesie im Sinne einer Missempfindung w�hrend der Punktion sei nicht dokumentiert worden; im An�sthesieprotokoll vom 27. Januar 2009 sei demgegen�ber eine Par�sthesie ausdr�cklich erw�hnt worden. Diese Behauptung ist aktenwidrig, wurden doch in diesem Protokoll Par�sthesien verneint.
7.2.2.�Die Versicherte macht geltend, die Eintragungen der Operationsan�sthesistin Frau Dr. L.________ m�ssten sorgf�ltig gepr�ft werden, da die Narkoseart im Operationsbericht vom 27. Januar 2009 mit Larmix-Maske falsch angegeben worden sei. Dem ist entgegenzuhalten, dass im Gutachten des Spitals D.________ vom 28. August 2013 richtigerweise von der Plexusan�sthesie als der durchgef�hrten und im An�sthesieprotokoll vom 27. Januar 2009 dargelegten Narkoseart ausgegangen wurde.
7.2.3.�Im Gutachten des Spitals D.________ vom 28. August 2013 wurde festgehalten, aus orthop�discher Sicht k�nne zur Narkosemobilisation nicht konsekutiv Stellung bezogen werden. Im Operationsbericht werde einerseits eine Narkosemobilisation des rechten Schultergelenks angegeben. Es sei jedoch keine Textzeile vorhanden, welche die Durchf�hrung und die Art dieser Mobilisation beschreibe. Der Gutachter Prof. Dr. med. M.________, Chefarzt Orthop�die und Traumatologie, habe deshalb am 19. August 2013 den Operateur Dr. med. N.________ telefonisch kontaktiert. Dieser habe best�tigt, dass er die Mobilisation durchgef�hrt habe, da intraoperativ die Beweglichkeit nicht normal gewesen sei. Er k�nne sich nicht erinnern, dass irgendetwas speziell an dieser Mobilisation gewesen sei. Die Beweglichkeit habe sich durch sanften Druck sofort gebessert. Weiter f�hrten die Gutachter aus, insgesamt k�nne die Mobilisation in Narkose als lege artis bezeichnet werden.
Die Versicherte r�gt, es werde nicht dargestellt, weshalb die Beweglichkeit nicht normal gewesen sei und welche konkreten Mobilisationsmassnahmen durchgef�hrt worden seien. Angesichts dieser L�cken sei die gutachterliche Schlussfolgerung, die Mobilisation in Narkose k�nne als lege artis bezeichnet werden, nicht nachvollziehbar. Hierzu ist festzuhalten, dass es grunds�tzlich den Gutachterpersonen �berlassen blieb, �ber Art und Umfang der aufgrund der konkreten Fragestellung erforderlichen Untersuchungen zu befinden. Aufgabe des Versicherers und des Gerichts ist es alsdann, das Gutachten bei der Beweisw�rdigung u.a. darauf zu pr�fen, ob es f�r die streitigen Belange umfassend ist und auf allseitigen Untersuchungen beruht (BGE 134 V 231 E. 5.1 S. 232; Urteil 8C_450/2014 vom 24. Juli 2014 E. 4.2). Dies trifft vorliegend zu.
Umstritten ist, ob die Diskushernienproblematik �ber den 30. Juni 2009 hinaus unfallbedingt ist.
8.1.�Es entspricht einer medizinischen Erfahrungstatsache im Bereich des Unfallversicherungsrechts, dass praktisch alle Diskushernien bei Vorliegen degenerativer Bandscheibenver�nderungen entstehen und ein Unfallereignis nur ausnahmsweise, unter besonderen Voraussetzungen, als eigentliche Ursache in Betracht f�llt. Als weitgehend unfallbedingt kann eine Diskushernie betrachtet werden, wenn das Unfallereignis von besonderer Schwere und geeignet war, eine Sch�digung der Bandscheibe herbeizuf�hren, und die Symptome der Diskushernie (vertebrales oder radikul�res Syndrom) unverz�glich und mit sofortiger Arbeitsunf�higkeit auftreten. In solchen F�llen hat die Unfallversicherung auch f�r Rezidive und allf�llige Operationen aufzukommen. Ist die Diskushernie bei degenerativem Vorzustand durch den Unfall nur aktiviert, nicht aber verursacht worden, so hat sie nur Leistungen f�r das unmittelbar im Zusammenhang mit dem Unfall stehende Schmerzsyndrom zu erbringen. Nach derzeitigem medizinischem Wissensstand kann das Erreichen des Status quo sine bei posttraumatischen Lumbalgien und Lumboischialgien nach drei bis vier Monaten erwartet werden, wogegen eine allf�llige richtunggebende Verschlimmerung r�ntgenologisch ausgewiesen sein und sich von der alters�blichen Progression abheben muss; eine traumatische Verschlimmerung eines klinisch stummen degenerativen Vorzustandes an der Wirbels�ule ist in der Regel nach sechs bis neun Monaten, sp�testens aber nach einem Jahr als abgeschlossen zu betrachten (SVR 2009 UV Nr. 1 S. 1 E. 2.3 [8C_677/2007]; Urteil 8C_765/2014 vom 9. Februar 2015 E. 6.1)
8.2.�In den Berichten des Krankenhauses C.________ - wo die Versicherte seit 9. Januar 2009 behandelt wurde - vom 27. Januar, 4. Februar, 13. Mai und 30. Juni 2009 wurde eine unmittelbar nach dem Unfall vom 8. Januar 2009 aufgetretene Diskushernienproblematik nicht beschrieben. Demnach fehlte es initial an einem vertebralen oder radikul�ren Syndrom. Zudem wurde im Gutachten des Spitals D.________ vom 28. August 2013 eine durch diesen Unfall hervorgerufene Progression des HWS-Ver�nderungen entkr�ftet (vgl. E. 5.5 hievor). In diesem Lichte kam die Vorinstanz in W�rdigung der medizinischen Akten zu Recht zum Schluss, dass die vorbestehende Diskushernie C4/5 und C5/6 durch den Unfall vom 8. Januar 2009 nicht verursacht, aber aktiviert wurde, wobei eine richtunggebende Verschlimmerung zu verneinen ist. Wenn die AXA ihre Leistungspflicht f�r die unmittelbar mit dem Unfall im Zusammenhang stehenden Beschwerden bis 30. Juni 2009 anerkannte, ist dies angesichts der bundesgerichtlichen Rechtsprechung (E. 8.1 hievor) nicht zu beanstanden. Unbehelflich ist der Einwand des Versicherten, vor dem Unfall vom 8. Januar 2009 habe sie keine relevanten Nackenschmerzen gehabt (vgl. E. 5.2 hievor).
Aus s�mtlichen von ihr ins Feld gef�hrten Arztberichten kann die Versicherte aufgrund der Aktenlage nichts zu ihren Gunsten ableiten. Da von weiteren medizinischen Abkl�rungen - insbesondere der Befragung des Dr. med. N.________ (Operateur) und der Frau Dr. L.________ (Operations-An�sthesistin) - keine entscheidrelevanten Ergebnisse mehr zu erwarten sind, hat die Vorinstanz zu Recht darauf verzichtet. Dies verst�sst weder gegen den Untersuchungsgrundsatz noch gegen den Anspruch auf rechtliches Geh�r bzw. auf Beweisabnahme (Art. 29 Abs. 2 BV) noch gegen das Gebot eines fairen Verfahrens nach Art. 6 Ziff. 1 EMRK bzw. Art. 29 Abs. 1 BV (antizipierte Beweisw�rdigung; BGE 136 I 229 E. 5.3 S. 236, 134 I 140 E. 5.3 S. 148, BGE 124 V 90 E. 4b S. 94; Urteil 8C_765/2014 E. 7). Von einer vorinstanzlichen Verletzung des Grundsatzes der freien Beweisw�rdigung (Art. 61 lit. c ATSG) kann keine Rede sein.
Strittig ist weiter, ob die AXA die Kosten des Berichts des Dr. med. E.________ vom 20. Juli 2010 im Umfang von Fr. 359.45 plus 5 % Zins seit 29. September 2010 zu tragen hat. Die Voraussetzungen hief�r sind nicht erf�llt, da keine pflichtwidrig unterlassene Abkl�rung durch die Verwaltung Anlass f�r die Einholung dieses Berichts bot und dieser keine relevanten neuen Erkenntnisse gebracht hat. Das kantonale Gericht hat daher einen Auslagenersatz zu Recht abgelehnt (Art. 45 Abs. 1 ATSG; SVR 2011 IV Nr. 13 S. 35 E. 2 [9C_178/2010]; Urteil 8C_531/2014 vom 23. Januar 2015 E. 7).
Die Versicherte verlangt schliesslich, die Parteikosten des vorinstanzlichen Verfahrens seien der AXA aufzuerlegen, weil diese ihren Anspruch auf rechtliches Geh�r verletzt habe.
Nach Art. 61 lit. g ATSG hat die unterliegende Partei grunds�tzlich keinen Anspruch auf Ersatz der Parteikosten. Trotz Unterliegens der versicherten Person in der Sache kann ihr eine Parteientsch�digung ausnahmsweise zugesprochen werden, soweit die Beschwerdegegnerin die Kosten verursacht hat. Dies kann bei einer Verletzung des Geh�rsanspruches der Fall sein. Massgebend f�r die Kostenfolgen ist, dass der Partei Kosten entstehen, die ihr ohne Geh�rsverletzung nicht entstanden w�ren (BGE 134 I 234; SVR 2010 IV Nr. 51 S. 157 E. 3.3 [9C_363/2009]).
Die Beschwerdef�hrerin weist nicht nach und es ist auch nicht ersichtlich, dass ihr wegen der - leichten und heilbaren - Geh�rsverletzung (vgl. E. 3.2 hievor) zus�tzliche Kosten entstanden sind. Insbesondere kann ausgeschlossen werden, dass sie sich nur aus diesem Grunde zur Beschwerde an die Vorinstanz veranlasst sah. Vielmehr hat sie schon vor dem kantonalen Gericht zahlreiche weitere R�gen vorgebracht, weshalb ihr f�r das geringe Obsiegen zu Recht keine �ber Fr. 500.- gehende Parteientsch�digung zugesprochen worden ist.
Die Beschwerde ist demnach abzuweisen. Bei diesem Verfahrensausgang wird die Versicherte kostenpflichtig (Art. 66 BGG).

References: Art. 61
 Art. 42
 Art. 47
 BGE 
 Art. 44
 BGE 
 Art. 6
 Art. 10
 BGE 
 Art. 6
 Art. 4
 BGE 
 Art. 6
 Art. 29
 BGE 
 BGE 
 Art. 61