Source: https://www.bitburg-pruem.de/cms/buergerservice-verwaltung/was-erledige-ich-wo/bereiche/veterinaerwesen-lebensmittelueberwachung/196-veterinaerwesen/2034-anmeldevordrucke-tierhaltung
Timestamp: 2019-11-18 18:22:28+00:00

Document:
Anmeldevordrucke Tierhaltung - Eifelkreis Bitburg-Prüm
Anmeldevordrucke Tierhaltung
Die Haltung nachfolgender Tierarten ist vor Beginn der Tätigkeit gegenüber dem zuständigen Veterinäramt mittels der im Download-Bereich zur Verfügung gestellten Vordrucke anzuzeigen:
Einhufer (z.B. Pferde, Esel)
Geflügel (z.B. Hühner, Enten, Gänse, Fasane, Perlhühner, Rebhühner, Tauben, Truthühner, Wachteln oder Laufvögel wie Strauße, Emus, …)
Gehegewild/Gatterhaltung/Kamelieden:
Des Weiteren sind Änderungen unverzüglich mitzuteilen. Die zuständige Behörde erfasst die angezeigten Tierhaltungen unter Erteilung einer Registernummer.
Für weitere Fragen stehen wir Ihnen unter der Tel.: 06561/15-3280 oder per E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!, gerne zur Verfügung
Wir machen Sie zudem über nachfolgende Pflichten als Tierhalter aufmerksam:
1. Rinderhaltung
Rinder sind nach § 27 Abs. 1 ViehVerkV mittels Ohrmarken zu kennzeichnen.
Ein Bestandsregister ist nach § 32 Abs. 1 ViehVerkV zu führen.
Bestandsveränderungen sind in HIT-Datenbank anzuzeigen (§ 29 ViehVerkV).
Nach § 3 Abs. 1 der Verordnung zum Schutz der Rinder vor einer Infektion mit dem Bovinen Herpesvirus Typ 1 (BHV1-Verordnung) sind Rinder auf BHV1 untersuchen zu lassen (Tankmilch alle 6 Monate, Blut alle 12 Monate)
Ferner ist eine Untersuchung auf Brucellose (Blut/Milch: alle 3 Jahre) nach § 3 Abs. 1 der Brucellose-Verordnung durchzuführen.
Eine Untersuchung nach der Verordnung zum Schutz der Rinder vor einer Infektion mit dem Bovinen Virusdiarrhoe-Virus (BVDV-Verordnung) erfolgt mittels Ohrstanze im Rahmen der Kennzeichnung nach Ziffer 1
2. Einhufer-Haltung
Einhufer (Pferde, Esel, …) benötigen einen Equidenpass (§ 44a Abs. 1 ViehVerkV i.V.m. Artikel 5 der Verordnung (EG) Nr. 504/2008).
Weiterhin sind Einhufer nach Artikel 11 der Verordnung (EG) Nr. 504/2008 mittels Transponder zu kennzeichnen (vgl. § 44 Abs. 1, 3 ViehVerkV).
Das Führen eines Bestandsregisters wird empfohlen.
Für Fragen im Zusammenhang mit dem Setzen eines Transponders oder der Ausstellung eines Equidenpasses wenden Sie sich bitte an den Pferdezuchtverband Rheinland-Pfalz-Saar e.V., Tel.: 06357 9750-0, E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.
3. Schaf-/Ziegen-Haltung
Schafe bzw. Ziegen sind nach § 34 Abs. 1 ViehVerkV mittels Ohrmarken zu kennzeichnen.
Ein Bestandsregister ist nach § 37 Abs. 1 ViehVerkV zu führen.
Bestandsveränderungen sind in der Schafs-/Ziegendatenbank (HIT-Datenbank) anzuzeigen (§ 35 ViehVerkV).
Ferner müssen Schafe bzw. Ziegen bei der Abgabe von einem Begleitpapier nach § 36 ViehVerkV begleitet sein.
Jährlich zum Stichtag 01.01. ist eine sog. Stichtagsmeldung in der HIT-Datenbank zu veranlassen. Es besteht auch die Möglichkeit einer Meldung mittels Postkarte an den Landeskontrollverband Rheinland-Pfalz Saar e.V. in Bad Kreuznach (§ 26 Abs. 3 ViehVerkV).
4. Schweine-Haltung
Schweine sind nach § 39 Abs. 1 ViehVerkV mittels Ohrmarken zu kennzeichnen.
Ein Bestandsregister ist nach § 42 Abs. 1 ViehVerkV zu führen.
Die Übernahme von Schweinen ist in der Schweinedatenbank (HIT-Datenbank) anzuzeigen (§ 40 ViehVerkV).
Ferner müssen Schweine bei der Abgabe von einem Begleitpapier nach § 41 ViehVerkV begleitet sein.
Die Freiland-/Auslaufhaltung von Schweinen ist gemäß § 3 Abs. 4 Schweinehaltungshygieneverordnung (SchHaltHygV) vor Beginn der Tätigkeit anzuzeigen. Das entsprechende Merkblatt nebst einem Antrag steht Ihnen im Downloadbereich zur Verfügung.
Schweinehaltungsbetriebe mit mehr als 20 Tieren haben halbjährlich eine tierärztliche Bestandsbetreuung nach § 7 SchHaltHygV durchzuführen. Ein Nachweis ist dem Veterinäramt zeitnah vorzulegen.
5. Geflügel-Haltung
Ein Bestandsverzeichnis ist zu führen (vgl. § 2 Abs. 2 GeflPestSchV).
Das Verzeichnis ist 3 Jahre lang aufzubewahren und auf Verlangen den Amtstierärzten vorzulegen.
6. Bienenhaltung
Bienenvölker, die dauerhaft an einen anderen Ort verbracht werden:
Es ist unverzüglich nach dem Eintreffen der für den neuen Standort zuständigen Behörde oder einer von ihr beauftragten Stelle eine Bescheinigung des für den Herkunftsort zuständigen beamteten Tierarztes vorzulegen. Die Bescheinigung darf nicht vor dem 1. September des vorhergehenden Kalenderjahres ausgestellt und nicht älter als neun Monate sein (§ 5 Abs. 1 BienSeuchV).
Bienenvölker, die nur vorübergehend an einen anderen Ort verbracht werden:
Auch hier ist eine Bescheinigung erforderlich. Diese wird dem Besitzer oder den mit der Beaufsichtigung, Wartung oder Pflege der Bienenvölker betrauten Personen wieder ausgehändigt, wenn die Bienenvölker aus dem Bezirk der zuständigen Behörde verbracht werden (§ 5 Abs. 2 BienSeuchV). Der Besitzer hat an dem Bienenstand ein Schild mit seinem Namen und seiner Anschrift sowie der Zahl der Bienenvölker in deutlicher und haltbarer Schrift gut sichtbar anzubringen. Er hat dafür zu sorgen, dass die Bienenvölker in seiner Gegenwart oder im Beisein eines von ihm Beauftragten von dem beamteten Tierarzt untersucht werden können, soweit eine solche Untersuchung aus Gründen der Seuchenbekämpfung erforderlich ist (§ 5a BienSeuchV).
7. Gehegewild/Gatterhaltung/Kamelieden:
Es ist ein Bestandsregister zu führen, in das die Gesamtzahl der am 1. Januar eines jeden Jahres im Bestand vorhandenen Tiere der jeweiligen Tierart und die Zu- und Abgänge einzutragen sind.
im Falle eines Zugangs Name und Anschrift des bisherigen Besitzers und das Datum des Zugangs
im Falle eines Abgangs Name und Anschrift des Erwerbers und das Datum des Abgang anzugeben.
Die Aufzeichnungen sind 3 Jahre lang aufzubewahren und den Amtstierärzten auf Verlangen vorzulegen.
Anzeige_Haltung_Einhufer.pdf
Anzeige_Haltung_Kameliden.pdf
Anzeige_einer_Bienenhaltung.pdf
Anzeige_einer_Gefluegelhaltung.pdf
Anzeige_einer_Rinderhaltung.pdf
Anzeige_einer_Schafhaltung.pdf
Anzeige_einer_Schweinehaltung.pdf
Anzeige_einer_Ziegenhaltung.pdf

References: § 27
 § 32
 § 3
 § 3
 § 44
 § 34
 § 37
 § 36
 § 39
 § 42
 § 41
 § 3
 § 7
 § 2