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BRANDENBURGISCHES-OLG - 23.11.2006, 5 W (Lw) 4/06 - JuraForum.de
BRANDENBURGISCHES-OLG – Aktenzeichen: 5 W (Lw) 4/06Urteil vom 23.11.2006
Rechtsgebiete:FGG, LwAnpG, LwVG, ZPOVorschriften:§ 127 FGG, § 22 FGG, § 23 Abs. 1 LwAnpG, § 25 LwAnpG, § 34 Abs. 2 LwAnpG, § 34 Abs. 3 LwAnpG, § 42 LwAnpG, § 44 LwAnpG, § 65 Abs. 2 LwAnpG, § 65 Abs. 2, 2. Halbs. LwAnpG, § 69 Abs. 3 LwAnpG, § 9 LwVG, § 22 LwVG, § 256 ZPOVerfahrensgang:AG Fürstenwalde 29 Lw 15/04 vom 21.03.2006Jetzt Volltext der Entscheidung kostenlos ansehenBitte ergänzen Sie die folgende Sicherheitsfrage:53 - Sieb e_n = Weitere Entscheidungen vom BRANDENBURGISCHES-OLGBRANDENBURGISCHES-OLG – Beschluss, 3 U 88/06 vom 15.11.20061. Ist der Mieter ohne Rücksicht auf den weiter bestehenden Mietvertrag endgültig ausgezogen und hat keine Miete mehr gezahlt, so kann er sich, wenn der Vermieter daraufhin Vermietungsbemühungen unternimmt, gegenüber dem Mietzinsanspruch des Vermieters nicht darauf berufen, der Vermieter sei wegen seiner Bemühungen zur Weitervermietung zur Gebrauchsüberlassung an ihn nicht mehr in der Lage gewesen (vgl. BGH-Urteil vom 31.03.1993 ? XII ZR 198/91 = BGHZ 122, 163).2. Gibt eine Partei durch ihr Verhalten einen Kündigungsgrund, so kommt ein Schadensersatzan-spruch des Kündigungsberechtigten auch dann in Betracht, wenn dieser den Vertrag daraufhin statt zu kündigen durch eine einvernehmliche Vertragsaufhebung beendet (vgl. Wolf/Eckert/Ball, Handbuch des gewerblichen Miet-, Pacht- und Leasingrechts, 9. Auflage, Rn. 1082 m.w.N.). Ist der Vermieter schadensersatzberechtigt, schuldet der Mieter in diesem Fall den Betrag, den er bei normalem Ver-tragsverlauf bis zum erstmöglichen Endtermin als Miete hätte zahlen müssen (vgl. Wolf/Eckert/Ball, a.a.O., Rn. 1088 m.w.N.)3. Ausnutzen i. S. d. § 5 WiStrG (Mietpreisüberhöhung) bedeutet nach seinem Wortsinn das bewusste Zunutzemachen, einer für den anderen Teil ungünstigen Lage; dazu gehört mindestens, dass der Vermieter erkennt oder in Kauf nimmt, dass der Mieter sich in einer Zwangslage befindet, weil er aus nachvollziehbaren gewichtigen Gründen nicht auf eine preiswertere Wohnung ausweichen kann (BGH, Urteil vom 13.04.2005 ? VIII ZR 44/04 = NZM 2005, 534).4. Der Teilgewerbeaufschlag besteht unabhängig von der Ausübung des mietrechtlich eingeräumten Gebrauchsrechts (§ 537 Abs. 1 Satz 1 BGB). Er entfällt ohne Änderungsvereinbarung mit dem Vermie-ter nicht einmal bei Aufgabe der gewerblichen Nutzung und wird im Übrigen nicht durch § 5 WiStrG, sondern nur durch § 138 BGB begrenzt (vgl. Bub in: Bub/Treier, Handbuch der Geschäfts- und Wohn-raummiete, 3. Aufl., II Rn. 685 m.w.N.).BRANDENBURGISCHES-OLG – Beschluss, 3 W 25/06 vom 27.09.20061. Die Bewilligungsreife für das PKH-Gesuch einer beklagten Partei in der Klageerwiderung besteht frühestens nach Eingang der Replik der klagenden Partei.2. Soweit die klagenden Partei in ihrer Klagereplik auf die Klageerwiderung einer PKH beantragenden Partei ihre Klage ermäßigt, ist der beklagten Par-tei für diesen Teil ihrer Klageverteidigung keine Prozesskostenhilfe mehr zu bewilligen (vgl. OLG Hamm, NJW-RR 2004, 79).BRANDENBURGISCHES-OLG – Beschluss, 3 U 78/06 vom 04.09.2006&lt;dt/&gt;&lt;dd&gt;&lt;p&gt;
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References: § 22
 § 23
 § 25
 § 34
 § 34
 § 42
 § 44
 § 65
 § 65
 § 69
 § 9
 § 22
 § 256
 § 5
 § 5
 § 138