Source: https://www.rappelkiste-nordhorn.de/konzeption/
Timestamp: 2020-02-28 02:08:43+00:00

Document:
Rappelkiste e.V. - Konzeption
Ein Kind – das sind zwei kleine Füße, die ihren Weg gehen wollen.
Man muss sie gehen lassen und lernen, wie beglückend es ist, wenn sie freiwillig zurückkommen.
Aus diesem Gedanken heraus und dem Wunsch nach gemeinsamer Hilfe gründeten vor nunmehr 29 Jahren einige Eltern eine Initiative zur gemeinsamen Betreuung und Beaufsichtigung ihrer Kleinkinder. Anfangs stießen sie damit auf viel Kritik und Unverständnis in Nordhorn, denn für viele Eltern war es unvorstellbar, Kinder unter 3 Jahren in „fremde“ Hände abzugeben.
Im Laufe der Zeit lösten sich diese Vorurteile in positive Erfahrungen auf.
Verein für familienergänzende Erziehung e.V, Strengbäume 14 in 48529 Nordhorn Tel. 05921/77666
Mittlerweile ist der Verein als Betreiber der Kinderkrippe Rappelkiste Strengbäume, der Kindertagesstätte Döppersweg und der Kindertagesstätte Heideweg ein wichtiger Bestandteil der Kita-Landschaft in der Stadt Nordhorn.
Im Laufe der Zeit entwickelte sich aus dieser Elterninitiative eine stetig wachsende Dienstleistungseinrichtung mit Vorstand, Elternbeirat - als Vertretung der Elternschaft - und den Erzieherinnen, die teilweise sogar mit zu den Gründungsmitgliedern gehörten. Die große gemeinsame Aufgabe, die sich alle gestellt haben, ist die Betreuung des Kindes.
Auf den folgenden Seiten möchten wir Ihnen uns und unsere Aufgaben näher bringen. Wir möchten Sie begeistern mit einer Idee, in der das Kind und seine Entwicklung für eine große Gemeinschaft an erster Stelle steht.
Der §1 des Gesetzes für Tageseinrichtungen für Kinder in Niedersachsen besagt:
„Tageseinrichtungen dienen der Erziehung, Bildung und Betreuung von Kindern. Sie haben einen eigenen Erziehungs- und Bildungsauftrag. Tageseinrichtungen sollen insbesondere die Kinder in ihrer Persönlichkeit stärken, sie in sozial verantwortliches Handeln einführen. Ihnen Kenntnisse und Fähigkeiten vermitteln, die eine eigenständige Lebensbewältigung im Rahmen der jeweiligen Möglichkeiten des einzelnen Kindes fördern, die Erlebnisfähigkeit, Kreativität und Fantasie fördern, den natürlichen Wissensdrang und die Freude am Lernen pflegen, die Gleichberechtigung von Jungen und Mädchen erzieherisch fördern und den Umgang von behinderten und nicht behinderten Kindern sowie Kindern unterschiedlicher Herkunft und Prägung untereinander fördert. Das Recht der Träger der freien Jugendhilfe, ihre Tageseinrichtung entsprechend ihrer erzieherischen Grundrichtung in eigener Verantwortung zu gestalten, bleibt unberührt.“
Als Träger der Kindertagesstätten „Strengbäume“, „Heideweg“ und „Döppersweg“ richten wir uns nach rechtlichen Regelungen sowie staatlichen Orientierungen und Empfehlungen. Dazu gehören insbesondere:
UN – Kinderechtskonvention
20.11.1989 beschlossen
1992 durch die Bundesrepublik Deutschland ratifiziert
Insbesondere Artikel 1, 2, 3, 6, 20 und 28
Insbesondere § 1631 (Recht des Kindes auf gewaltfreie Erziehung)
Kinder – und Jugendhilfegesetz (SGB VIII)
Insbesondere §§ 1, 3, 4, 5, 8, 8a, 8, 22, 22a, 23, 24, 24a sowie §§ 43, 72a, 74, 79, 79a, 80, 81 und 90
Das SGB IX, insbesondere § 55
Gesetze über Tageseinrichtungen für Kinder (KiTaG) in der Fassung vom 07.02.2002
Letzte berücksichtigte Änderung vom 18.12.2014
Förderung von Kindern in Tageseinrichtungen und daraus folgende Verordnungen, Erlasse, Richtlinien und Empfehlungen einschlägiger Fachorganisationen
Orientierungs- und Handlungsempfehlungen des Landes Niedersachsen
Qualitätsziele und Bildungsempfehlungen
Nach einer mittlerweile 29 - jährigen Geschichte des Vereins verfügen wir über eine Krippeneinrichtung und zwei weitere Kindertagesstätten mit Krippe und Kindergarten. Die Institutionen befinden sich in Trägerschaft des Vereins für familienergänzende Erziehung e.V.
Nach Vorgaben bestehen unsere Einrichtungen wie folgt:
Die Kinderkrippe, Strengbäume 14 ist eine Einrichtung, in der Kinder im Alter von 0 bis 3 Jahren durch fachlich geschultes Personal betreut werden.
Unsere Einrichtung besteht aus vier Gruppen: zwei Vormittagsgruppen (flotten Fledermäuse und wilden Hühner), einer Ganztagsgruppe (starken Küken)und einer Nachmittagsgruppe(kleinen Spatzen). Die Gruppenräume verteilen sich auf zwei Etagen. Im Erdgeschoss befinden sich zwei Gruppenräume, ein Personal – WC, ein Büro, zwei Waschräume für Kinder und eine Küche. Im Obergeschoss stehen der Ganztagsgruppe ein Gruppenraum, ein Schlafzimmer und ein Badezimmer zur Verfügung. Der Personalraum befindet sich ebenfalls im Obergeschoss.
Als der Verein vor Jahren das Gebäude, in dem sich die Rappelkiste heute befindet, übernommen hat, war es ein Einfamilienhaus. Durch den intensiven Einsatz der Eltern wurde die Rappelkiste zur Kinderkrippe umgebaut. Auch heute sorgen wir durch ständige Umbauten und Renovierungen für einen zeitgemäßen Zustand der Einrichtung. Eine Erweiterung und Modernisierung erfolgte im Jahr 2013 mit Hilfe der Stadt Nordhorn und des Landesjugendamtes.
Viele Geld- und Sachspenden ermöglichen es uns, unseren Kleinen eine kindgerechte Ausstattung bieten zu können.
Die Kindertagesstätte, Heideweg 10 ist eine Einrichtung, in der Kinder im Alter von 0 bis 6 Jahren durch pädagogische Fachkräfte betreut werden. Unsere neue Einrichtung besteht zu Beginn aus zwei Ganztageskrippengruppen (Weltentdecker und Weltenbummler) wobei eine Gruppe im Laufe des Jahres zu einer Regelgruppe umgewandelt wird.
In dem Gebäude befinden sich jeweils zwei Gruppenräume, Ruheräume, Intensivräume, Garderoben, Bäder, ein Büro- und Personalraum, eine Bücherei, eine Cateringküche, ein Besprechungsraum und diverse Abstellräume. Zum Spielen im Freien steht ein neu gestalteter Garten zur Verfügung.
Der Verein übernimmt dieses Gebäude von der Stadt Nordhorn, welches von dieser zu einer Kindertagesstätte umgebaut wurde.
Die Kindertagesstätte, Döppersweg 11 ist eine Einrichtung, in der Kinder im Alter von 0 – 6 Jahren durch pädagogische Fachkräfte betreut werden. Unsere Einrichtung besteht, aus einer Regelgruppe, einer Krippengruppe und einer altersübergreifenden Nachmittagsgruppe.
In unserer Einrichtung, die in einem ehemaligen Bauernhof eingerichtet wurde, befinden sich jeweils zwei Gruppenräume, Bäder, Ruheräume, ein Büro- und Personalraum, eine Cateringküche und diverse Abstellräume.
Alle Angebote der Kindertageseinrichtungen dienen dem Wohl des Kindes, ergänzen und sichern in Kooperation mit den Eltern die Kontinuität des Erziehungsprozesses. Wir verfolgen den Grundsatz, dass jedes Kind eine feste Gruppenzugehörigkeit hat und hier ein Familien - vergleichbares Umfeld durch stabile Beziehungen entsteht. Der Verein ist bestrebt, jeder Zeit sich den Lebenswelten der zu betreuenden Familien und dem demografischen Wandel der Stadt zu stellen und Bedarfsorientiert darauf zu reagieren.
INFRASTRUKTUR DER EINRICHTUNGEN
Die Kinderkrippe Strengbäume ist in einem umgebauten und großzügig erweiterten Einfamilienhaus in der Straße Strengbäume 14 in 48529 Nordhorn untergebracht.
Die Einrichtung bedient ohne Ausnahme alle Familiensysteme, die im ganzen Stadtgebiet ansässig sind, da sie kein festes Einzugsgebiet bedient.
In Kontakt treten können Sie mit uns per Telefon unter der Nummer: 05921 – 77 666, per Fax unter der Nummer: 05921 – 71 22 553 oder per E-Mail unter der Adresse: info@rappelkiste-nordhorn.de.
Die Kindertagesstätte Heideweg ist ein neu errichtetes Gebäude am Heideweg 10 in 48529 Nordhorn, welches ursprünglich als Flüchtlingsheim genutzt werden sollte. Die Einrichtung liegt ebenfalls Stadt nah in einem bestehenden Wohngebiet. Im Einzugsgebiet befinden sich eine Grundschule und eine größere Sportstätte. Das Erreichen der Institution für die Eltern ist bequem per Rad oder Auto über den Heideweg möglich. Öffentliche Verkehrsmittel haben Haltestellen die bequem fußläufig zu erreichen sind.
Neben den klassischen Familiensystemen sind alleinerziehende Familien sowie Patchwork Familien im Einzugsgebiet vertreten. Eine Mischung der sozialen Schichten ist im Einzugsgebiet vorzufinden. Viele Kinder und Familien haben einen Migrationshintergrund.
In Kontakt treten können Sie mit uns vorerst per Telefon unter der Nummer: 05921 – 77 666, per Fax unter der Nummer: 05921 – 7122 553 oder per E-Mail unter der Adresse: info@rappelkiste-nordhorn.de.
Die Kindertagesstätte Döppersweg ist in einem umgebauten Zweifamilienhaus auf dem Grundstück eines ehemaligen Bauernhofes am Döppersweg 11 in 48531 Nordhorn untergebracht. Die Einrichtung befindet sich im Stadtteil Deegfeld in einem erst seit ein paar Jahren bestehenden Wohngebiet mit vielen jungen Familien. Unsere Einrichtung ist über verschiedene Wege bequem mit Auto und Rad zu erreichen. Die Anwohner aus dem anliegenden Wohngebiet können ihre Kinder zu Fuß bringen.
Die Kindertagesstätte ist entstanden in einem sich gerade entwickelnden Wohngebiet mit Ein- bis Zweifamilienhäuser. Welche Mischung der sozialen Schichten und Familiensysteme sich mit der Zeit entwickeln muss hier abgewartet werden.
Informationen über unseren Verein und unsere Einrichtungen finden Sie im Internet unter: www.rappelkiste-nordhorn.de
Der Verein für familienergänzende Erziehung öffnet in den einzelnen Einrichtungen für die Kinder von Montag bis Freitag für die Kinder wie folgt:
Kinderkrippe Strengbäume
Gruppen Öffnungszeiten Sonderöffnungszeiten
Ganztagskrippengruppe: 8.00- 15.00 Uhr 7.00 - 8.00 Uhr & 15.00 - 17.00 Uhr
Vormittagskrippengruppe: 8.00 - 13.00 Uhr 7.00 - 8.00 Uhr & 13.00 - 13.45 Uhr
Nachmittagskrippengruppe: 13.45 – 17.45 Uhr 13.00 - 13.45 Uhr
Ganztagskrippengruppe 8.00 - 15.00 Uhr 7.00 - 8.00 Uhr & 15.00 - 17.00 Uhr
Ganztagsregelgruppe 8.00 - 15.00 Uhr 7.00 - 8.00 Uhr & 15.00 - 17.00 Uhr
Vormittagskrippengruppe: 8.00 - 13.00 Uhr 7.30 - 8.00 Uhr & 13.00 - 15.00 Uhr
Vormittagsregelgruppe: 8.00 - 13.00 Uhr 7.30 - 8.00 Uhr & 13.00 - 14.00 Uhr
Nachmittagsgruppe: 14.00 – 18.00 Uhr 13.00 - 14.00 Uhr
Unsere Einrichtungen schließen an Tagen zwischen Weihnachten und Neujahr, an gesetzlichen Feiertagen sowie Brückentagen. Darüber hinaus werden wir an zwei Tagen, vor Beginn des neuen Kindergartenjahres und im Januar die Einrichtungen für Team – Plantage schließen.
Schließtage sind auf ein Minimum beschränkt. Wir halten uns jedoch vor, unter Berücksichtigung des Bedarfs auf mehr Schließtage bzw. Notbetreuung zurückzugreifen.
In der Zeit von 08.00. - 8.30 Uhr sollten alle Kinder gebracht worden sein. Das ist die Zeit der Freispielphase. Wir begrüßen zur persönlichen Wahrnehmung jedes einzelne Kind und seine Eltern. Für die Kinder findet von 09.00 Uhr - bis ca. 10.00 Uhr ein freies Frühstück statt. Nebenher läuft die Freispiel- bzw. Angebotsphase weiter. Im Laufe des Vormittags sollte jedes Kind im Krippenbereich durch seine Bezugserzieherin gewickelt werden. Die Kinder im Regelgruppenbereich werden in ihrer Sauberkeitserziehung im Tagesablauf unterstützt. Um ca.11.30 Uhr wird das Mittagessen bereitgestellt. Im Anschluss können die Kinder noch ihren Mittagsschlaf halten (bis ca.14 Uhr). Um spätestens 15 Uhr sollten alle Kinder, die keine Sonderöffnungszeit von 15.00 – 17.00 Uhr in Anspruch nehmen, abgeholt worden sein.
Für die Kinder im Nachmittagsbereich erfolgt ab 14.00 – 18.00 Uhr ein angeglichener Tagesablauf.
Für die Kinder und Eltern stehen je Einrichtung verschiedene Sonderöffnungszeiten, die individuell gebucht werden können, zur Verfügung.
Die Elternbeiträge richten sich nach der Betreuungszeit, der jeweiligen Gruppe und der jeweiligen Stufe aus dem Nordhorn Pass. Sonderöffnungszeiten werden pro angefangene halbe Stunde mit 12,5% vom jeweiligen Grundbetrag erhoben.
Der Träger stellt sicher, dass die Anzahl und die fachliche Qualifikation der Mitarbeiter/innen, den Qualitätskriterien gemäß der Betriebserlaubnis erfüllen. Daher ist es zwingend notwendig, dass jede Fachkraft, jeder Mitarbeiter/innen und jeder Ehrenamtliche ein erweitertes Führungszeugnis vor Beginn der Beschäftigung vorlegt.
Der Träger sichert ein positives Betriebsklima das von gegenseitiger Achtung, Wertschätzung, Akzeptanz, hoher Fachlichkeit, Solidarität und konstruktiver Zusammenarbeit getragen wird.
Der Vorstand des Vereins legt im engen Zusammen wirken mit der Gesamtleitung Stellenbeschreibungen fest, führt regelmäßige Mitarbeitergespräche durch, fördert die Nachwuchsentwicklung und schafft Chancen zur Weiterentwicklung der Fachkräfte. Im Zentrum aller organisatorischen und pädagogischen Handlungen steht das Kind mit seinen Bedürfnissen, Interessen, Entwicklungsanforderungen und seinem Wohlbefinden. Kinder brauchen dafür Bezugspersonen, die zugewandt, geduldig, engagiert, fröhlich, liebevoll und verlässig sind.
Leiter_in der Kindertageseinrichtung: In der Leitungsposition wird eine sozialpädagogische Fachkraft mit (Fach-) Hochschulabschluss (B.A./B.S.W./MA) und abgeschlossener Ausbildung zur staatlich anerkannten Erzieherin beschäftigt. Sie ist verantwortlich für die Erstellung der Einrichtungskonzeption und der regelmäßigen Überarbeitung und Fortschreibung. Sie hält Ergebnisse der Arbeit fest, evaluiert diese und macht diese dem Vorstand gegenüber transparent. Die Leitung sichert den fachlichen Austausch (Dienstberatung, Teamgespräche) sowie gezielte Fort- und Weiterbildungen.
Erzieher_innen: Die pädagogischen Fachkräfte in der Kindertageseinrichtung verfügen als Mindestqualifizierung über den Abschluss als staatlich anerkannte Erzieher_innen. Vertretungskräfte und Drittkräfte verfügen mindestens über den Abschluss staatlich anerkannte Sozialassisten_innen und werden ausschließlich ergänzend zur Gruppenleitung eingesetzt. Die Fachkräfte entwickeln in enger Abstimmung mit der Leitung jährlich eine Konzeption für ihre Gruppenarbeit. Erzieher_Innen wird die Möglichkeit für kollegiale Beratung, Supervision sowie Fort- und Weiterbildung bereitgestellt. Sie werden in Planung und Evaluation einbezogen. Es wird seitens des Trägers und der Leitung ein angemessener Gestaltungs- und Handlungsspielraum ermöglicht. Somit wird Eigenverantwortung und konstruktives Arbeiten innerhalb des Arbeitsfeldes gefördert.
Ehrenamtliche Mitarbeiter: Ehrenamtlich mitarbeitende können in Absprache mit der Einrichtungsleitung unterstützende niedrigschwellige Angebote schaffen, die mit dem Leitbild des Trägers, der Konzeption der Einrichtung sowie mit den Interessen und Bedürfnissen der Kinder und ihren Eltern im Einklang sind. Um einer ehrenamtlichen Tätigkeit in der Kindertagesstätte nachzugehen, ist es zwingend notwendig jährlich ein aktuelles erweitertes Führungszeugnis vorzulegen.
Der Verein gewährleistet als freier Träger eine qualifizierte Dienst- und Fachaufsicht. Die Gesamtverantwortung liegt stets beim Vorstand. Die Fachberatung wird über den Landkreis Grafschaft Bentheim und über die Zusammenarbeit in Fachberatungskreisen gewährleistet.
In der Einrichtung Kinderkrippe Strengbäume arbeiten 15 Mitarbeiterinnen mit pädagogischer Ausbildung (Erzieherinnen, Sozialassistentinnen, eine Kinderkrankenschwester und eine Motopädin) eine Buchhalterin, drei Personen im Bundesfreiwilligendienst, eine Reinigungskraft, eine Hauswirtschafterin und ein Hausmeister.
In der Kindertagesstätte Heideweg arbeiten 8 Mitarbeiterinnen mit pädagogischer Ausbildung (eine Sozialpädagogin als Leitung, Erzieherinnen und Sozialassistentinnen), eine Hauswirtschaftskraft und ein Hausmeister
In der Kindertagesstätte Döppersweg arbeiten 7 Mitarbeiterinnen mit pädagogischer Ausbildung (eine Sozialpädagogin als Leitung, Erzieherinnen und Sozialassistentinnen, ausschließlich als dritte Kraft in der Krippe) und eine Hauswirtschaftskraft
Der Verein beschäftigt weitere Vertretungskräfte (Erzieherinnen) für Urlaubs-, Krankheits- und Fortbildungsvertretungen.
TEAMARBEIT-LERNENDE ERWACHSENE
Um Kinder in ihrer Entwicklung und Eltern in ihrer Erziehungsaufgabe unterstützen zu können, kommt es auch auf die Persönlichkeit und die Qualifikation des Fachpersonals in der Einrichtung an.
Eine Kindertagesstätte ohne Teamarbeit gleicht einem Auto ohne Kraftstoff. Deshalb legt unser Team Wert auf eine partnerschaftliche und konstruktive Zusammenarbeit, in der Loyalität, Toleranz und der respektvolle Umgang miteinander an erster Stelle stehen.
Alle Mitarbeiterinnen treffen sich regelmäßig zu Dienstbesprechungen, Einzel-Teamgesprächen und Mitarbeitergesprächen in der organisatorische, aber auch inhaltliche Aspekte der pädagogischen Arbeit diskutiert und reflektiert werden.
Um die hohe Qualität unserer Arbeit zu sichern und weiterzuentwickeln, sind Zusammenarbeit im Team, regelmäßige Team- und Einzelfortbildungen und das Bearbeiten von Fachliteratur wichtig.
“Erziehungsarbeit ist Beziehungsarbeit“ - so ist es uns wichtig, in den Beziehungen zwischen den Mitarbeiterinnen unserer Einrichtung den Kindern ein positives Beispiel des Zusammenlebens sichtbar und erlebbar zu machen.
Durch unsere Offenheit und Kommunikationsfreude möchten wir dazu beitragen, eine Atmosphäre zu schaffen, in der sich jeder wohlfühlen kann.
Mitarbeiterentwicklungsgespräche, kollegiale Beratung, Verpflichtung des Einzelnen zu Fort- und Weiterbildungen, Zielsetzungsvereinbarungen, Teilnahme an Dienstbesprechungen, Fallbesprechungen, Kooperation mit Fachberatungen, Inhouse – Schulungen, Supervisionen,
Als Verein bieten wir in Nordhorn für Familien aufgeteilt auf unsere drei Standorte ca. 140 Plätze im Regel- und Krippenbereich eine individuelle Betreuung im Kindes- und Kleinkindalter an. Es ist unser Bestreben, den Kindern eine liebevolle Begleitung in unserer Einrichtung zu bieten. Deshalb steht das Kind immer im Mittelpunkt unserer Arbeit. Wir möchten für die Kinder Partner sein, sie zu Neuem anregen, Geborgenheit geben, Trost spenden, wenn es das Bedürfnis danach hat. Durch Zuwendung und Vertrauen lernt jedes Kind, sich und andere in ihrer Einzigartigkeit wahr- und anzunehmen.
„Der Förderauftrag von Kindern in Tageseinrichtungen umfasst deren Bildung, Betreuung und Erziehung. Bildung ist nicht mit schulischer Bildung, d.h. mit einer unterrichtlich vermittelten Aneignung von Wissen und Fähigkeiten gleichzusetzen. Vielmehr meint Bildung die lebenslange aktive Aneignung der Welt, der Kultur […] und Natur, die mit der Geburt beginnt.“ (BMFSFJ, 2008)
Der Förderauftrag von Kindern in Tageseinrichtungen umfasst die soziale, emotionale, körperliche und geistige Entwicklung des Kindes. Die Förderung orientiert sich am Alter und Entwicklungsstand des Kindes sowie an seinen Interessen und Bedürfnissen. Bildung ist eine zentrale Dimension für Teilhabe- und Chancengerechtigkeit. In der UN-Konvention über die Rechte des Kindes ist neben dem Recht auf Leben sowie auf ein erreichbares Höchstmaß an Gesundheit auch das Recht auf Bildung beschrieben, das allen Kindern zugänglich zu machen und durch die Bereitstellung von Unterstützung bei Bedürftigkeit zu gewährleisten ist. Die Chancengleichheit nach Art. 28 der UN-Konvention über die Rechte des Kindes und das Recht auf freie Entfaltung der Persönlichkeit nach Art. 2 unseres Grundgesetzes sind Voraussetzung für Bildung.
Die Kinder und ihre Rechte auf sozial-emotionale, kognitive, körperlich-motorische, sprachlich-kommunikative und musisch-künstlerische Entwicklung stehen im Mittelpunkt unserer Arbeit.
Die Kinderrechte werden u.a. wie nachstehend aufgelistet im pädagogischen Alltag umgesetzt:
Konfliktlösungsstrategien für Kleinkinder
Altersangemessene Beteiligung
ausgewogen und gesunde Ernährung (Bereitstellung von Obst und Gemüse)
Entwicklung von Körperbewusstsein und psychomotorische Bewegungsangebote
Umweltbewusstsein und -erfahrung
Wertevermittlung, soziales Lernen sowie kulturelle Bildung
Musische, künstlerische und ästhetische Angebote
Das elementare Bedürfnis eines jeden Kindes auf Wohlbefinden, Spiel, Spaß und Freude findet in der Einrichtung besondere Beachtung. Die Einrichtung sorgt für eine gelingende Eingewöhnung jedes Kindes nach dem Berliner Modell. Die Übergangsphasen werden sensibel gestaltet. Unser Handeln zielt auf einen gelingenden Übergang der Kinder in die nächste Bildungsinstanz.
Bildung wird von uns als ein höchst individueller und kontinuierlicher Prozess betrachtet. Damit ist nicht nur die vordergründige Vermittlung von Wissen das Ziel von Bildung. Urteilsvermögen und Reflexionsfähigkeit gehören ebenso zu den elementaren Grundlagen von Bildung wie Ausbildung sozialer und emotionaler Kompetenz, von Gerechtigkeit und Solidarität, Besonnenheit und Vernunft. Die Vermittlung dieser Basiskompetenzen und Werte als inneres Gerüst für das Kind wird verknüpft mit dem Erwerb von inhaltlichem Wissen.
In der Kindertageseinrichtung steht das Kind mit seinem Recht auf diese Bildung im Mittelpunkt. Bildung heißt somit die Entwicklung folgender Basiskompetenzen (Staatsinstitut für Frühpädagogik, 2006):
Persönlichkeit, Selbstbewusstsein und Selbstwirksamkeit,
emotionale, soziale und kulturelle Kompetenz,
Wissen und lernmethodische Kompetenz,
Teilhaben und Mitgestalten, Übernahme von Verantwortung (Partizipation),
Widerstandsfähigkeit / Resilienz.
Dabei muss die Qualität von Bildungsprozessen stetig überprüft und weiterentwickelt werden. Zahlreiche Studien belegen, dass gerade in den ersten Lebensjahren Lern- und Förderangebote, die qualitativ hochwertig auf die alterstypischen Bedürfnisse, Entwicklungsprozesse und Lernbereitschaften der Kinder abgestimmt sind, nachhaltig positive Auswirkungen auf deren kognitiv-sprachliche, soziale und Persönlichkeitsentwicklung haben. (NUBBEK-Studie, 2012)
Das Freispiel nimmt bewusst den größten Teil unseres Tagesablaufes im Alltag ein. Es ist im Wesentlichen dadurch gekennzeichnet, dass die Kinder Spielart und Spieldauer, Beschäftigungsmaterial, Spielgefährten oder das Alleinspiel selbst wählen und bestimmen können. Zeit, Raum und Material stehen daher zur freien Verfügung.
Im Vordergrund unserer Arbeit steht nicht das ergebnisorientierte Handeln, sondern das Entdecken, Erleben und Erkennen von Zusammenhängen. Dieses Experimentieren und Selbstherausfinden wird den Kindern in unterschiedlichen Einzel- und Gruppenerfahrungen während des Spiels ermöglicht. Gemeinsames Spiel bedeutet für Kinder mehr Anregungen, mehr Möglichkeiten und auch mehr Spaß und Vergnügen. Sie können die Dinge mit all ihren Sinnen erforschen, erkunden und untersuchen. Gerade im Alter zwischen 0 – 6 Jahre unterstützt das lustbetonte Spielen eine optimale und gesunde Entwicklung. Wir begleiten die Kinder durch entsprechende Spielangebote und schaffen ihnen immer wieder neue Möglichkeiten zur neugierigen Auseinandersetzung mit ihrer Umwelt.
Das Spiel ist die Lebenspraxis des kleinen Kindes, und alle Entwicklungsbereiche werden nahezu gleichzeitig angesprochen. Motorische Fähigkeiten, Beobachtungsfähigkeit, Gedächtnis und Fantasie werden geschult und gefördert.
Die Lernform der Kinder ist das Spiel. Es ist nicht Mittel zum Zweck, sondern zunächst zweckfrei. Diese zweckfreie und selbstgewollte Betätigung bereitet Spaß und Freude. Für das Kind ist es jedoch eine sehr ernsthafte und anstrengende Tätigkeit, denn Spielen, Fantasie und Lernen gehören zusammen.
SINNESERFAHRUNGEN/KREATIVITÄT
Der Drang, die Umwelt zu erforschen, ist dem kleinen Kind als ursprüngliche Lernlust und Lernfähigkeit mitgegeben.
Durch Sehen, Hören, Riechen, Schmecken, Betasten und Hantieren gewinnt das Kind Kenntnisse über Dinge und erfährt Zusammenhänge. Vom frühesten Alter an braucht ein Kind andere Menschen, die seine Erlebnisse und Sinneserfahrungen in Worte kleiden. Alle Sinne liefern dem Kind viele Eindrücke über seine Umwelt und über sich selbst. Das Greifen ist immer auch ein Begreifen, das Fassen ein Erfassen, deshalb brauchen Kinder vielfältige Möglichkeiten für den Einsatz und die Erprobung ihrer Sinne.
Ziel unserer Arbeit ist es, die Beschäftigung mit allen Sinnen zu einem freudvollen, sinnvollen Tun werden zu lassen. In unserer Einrichtung zeichnet sich die Gestaltung von Spielmitteln für Säuglinge, Kleinkinder und Kinder durch einfache Formen und wenige klare Farben aus. Neben Materialien zum Entdecken und Erforschen gibt es auch Spielzeug zum Bauen, einfache Dinge für Rollenspiele und erste Bilderbücher. Von großer Bedeutung sind insbesondere elementare Materialien wie Sand, Wasser, Kleister und verschiedene Farben. Sie regen zum Erforschen und zur Kreativität an.
In einer Welt voller einseitiger Sinneserfahrungen, sind Kinder einer Überflutung mit optischen und akustischen Reizeinwirkungen ausgesetzt. Die Sinne sind in Gefahr aus der Übung zu kommen. Je weniger sie im Alltag gebraucht werden, umso mehr Aufmerksamkeit müssen ihnen die Einrichtungen widmen, die sich für die Erziehung von Kindern verantwortlich fühlen.
Die Kontrolle über seinen Bewegungsapparat erwirbt ein Kind schrittweise. Wesentliche Fortschritte werden im ersten Lebensjahr gemacht. Zu einem relativen Abschluss kommt dieser Prozess etwa erst im 6. Lebensjahr mit der Beherrschung der Feinmotorik, die unter anderem auch eine Voraussetzung für das Schreiben lernen ist.
Die Beachtung und angemessene Befriedigung des kindlichen Bewegungsbedürfnisses ist gerade in den ersten Lebensjahren von grundlegender Bedeutung für die Gesamtentwicklung. Einschränkungen in diesem Bereich beeinträchtigen die motorische Entwicklung und behindern den gesamten Zugriff auf die Welt. Im Bereich der Familie setzen aber häufig enge, hellhörige Wohnungen, der Straßenverkehr etc. dem Ausleben des kindlichen Bewegungsdranges Grenzen.
In unserer Einrichtung wird deshalb auf ausreichende vielfältige Bewegungsmöglichkeiten geachtet, um die Bewegungsentwicklung zu fördern und zu unterstützen. Dies geschieht unter anderem durch Spielmaterialien, die zur Bewegung anregen, Mobiliar, welches für Bewegungsspiele genutzt werden kann (Matratzen zum Hüpfen), gemeinsame Bewegungsspiele, Nutzung des Turnkellers und natürlich die Bewegung im Freien (Spielplatz, Spaziergang). Sich mit allen Sinnen bewegen ist immer auch sinnvolles Spielen. In einer Zeit des Fern - sehens, Fern - hörens, Fern - schreibens, Fern - sprechens brauchen Kinder auch das Greifbare, nämlich eine Welt, die sie anfassen und in der sie sich bewegen können.
Sprachentwicklung beginnt bereits bei der Geburt. Denn schon das Schreien ist ein verfügbares Mittel, mit dessen Hilfe das Neugeborene auf sich aufmerksam machen kann. Schon nach kurzer Zeit lassen sich verschiedene Formen des Schreiens beobachten, die unterschiedliche Bedürfnisse ankündigen. Weiterhin ist es eine Vorübung der Stimmfunktion. Die eigentliche Sprachentwicklung beginnt, wenn dem Kind bewusst wird, dass Wörter Bezeichnungen für Dinge sind. Sobald es diesen Zusammenhang erkennt, will es sich die Namen der Dinge aneignen. Dass es sich dabei um ein inneres Bedürfnis handelt, zeigen die in dieser Zeit gehäuft auftretenden Fragen. In diesem so genannten Fragealter erschließt sich die Welt des Kindes immer mehr über die Sprache. Sprachliche Entwicklung und geistige Entfaltung sind hochgradig miteinander verflochten.
Kleine Kinder auf ihrem Weg zur Sprache zu begleiten, bedeutet für unsere Arbeit vor allem in vielfältigen Situationen des Tagesablaufes mit den Kindern zu sprechen. Zum Beispiel beim gemeinsamen Spiel, den Mahlzeiten, bei der Körperpflege und auch ständig um eine gute und deutliche Sprache bemüht zu sein. Sprachfreude und Sprachentwicklung werden in unserer Einrichtung durch Vorlesen und Erzählen von Büchern und Geschichten, durch gemeinsames Spielen und Singen gefördert.
Denn zu einer lebendigen Sprache gehören auch die Sprachmelodie, die Mimik und Gestik. Hier sind das Vorbild der Erwachsenen und die Ausdrucksstärke seiner Sprache von großer Bedeutung.
Einzelne Mitarbeiterinnen haben sich intensiv mit dem Thema Sprache auseinandergesetzt und zur Sprachfachkraft weitergebildet.
Grundsätzlich bieten wir den Kindern alles an, was ihnen Freude und Spaß bereitet und was ihre Entwicklung unterstützt. Dabei orientieren wir uns am Erfahrungs- und Entwicklungsstand des Kindes. Wichtiger Bestandteil der Arbeit mit Kindern ist die Sinneswahrnehmung. Hören, Sehen, Schmecken, Riechen und Tasten sind von großer Bedeutung, um sich selbst und seine Umwelt wahrzunehmen.
Die Kinder haben jederzeit die Möglichkeit, mit den unterschiedlichsten Materialien (Papier, Knete, Fingerfarbe, Naturmaterial, und …) Erfahrungen zu sammeln, um somit auch ihre Motorik und Kreativität anzuregen.
Durch Sprechen, Singen, Fingerspiele, Bilderbücher etc. fördern wir die Sprachentwicklung des Kindes. Auch Freude an der Musik wird durch Bewegungsspiele und Musikinstrumente unterstützt. Ihre Erfahrungen können die Kinder bei den regelmäßigen Aufenthalten im Freien ebenso anlässlich der verschiedenen Feste im Jahr vertiefen.
In der Zeit des freien Spiels werden Angebote mit einem Teil oder der gesamten Kindergruppe durchgeführt. Angebote werden situationsbedingt und dem Entwicklungsstand angepasst. Sie sind von dem Tagesbefinden der Kinder abhängig, vom Alter, von der Anzahl der Kinder und sollten gut überlegt sein. Angebote sind der Jahreszeit angepasst, aus der Natur und Umwelt der Kinder.
Die Ziele orientieren sich am Entwicklungsniveau und Interesse der Kinder. Unsere Kinder erhalten genug Zeit und Ruhe und die Möglichkeit zur Weiterführung oder Wiederholung, um eine Über – oder Unterforderung zu vermeiden.
Dabei findet zum einen eine gezielte Förderung statt und zum anderen eine Erweiterung von Sach- und Wissens - oder sozialen Kompetenzen.
Die Eingewöhnung in unseren Einrichtungen erfolgt angelehnt an das Berliner Modell.
Mit den Eltern wird ab dem ersten Kontaktgespräch und dem Abschluss des Betreuungsvertrages eine intensive Zusammenarbeit in der Betreuung ihres Kindes durch eine Bezugserzieherin gewährleistet. Die Kinder und Eltern werden Schrittweise in den Tagesablauf integriert.
Die Kinder erkunden dabei in ihrer eigenen Art und Weise und in ihrem eigenen Tempo die neue Umgebung. Es ist wichtig, dass die Eltern dem Bindungsaufbau zwischen dem Kind und der Erzieherin positiv gegenüberstehen und diesen unterstützen. Erst wenn es dem Kind gelungen ist, zur Erzieherin eine verlässliche Bindung aufzubauen, kann es sich auf diese stützen, um dann den Anforderungen der neuen Umgebung gerecht werden zu können.
Alle Kinder sollten daher zu Beginn der Eingewöhnungszeit immer von der gleichen Bezugsperson (im besten Fall ein Elternteil) begleitet werden. Diese begleitete Eingewöhnungszeit dauert in der Regel 3-5 Tage. Die tägliche, begleitete Anwesenheitszeit des Kindes in der Einrichtung sollte während dieser Phase der Eingewöhnung zwischen ein und zwei Stunden dauern. In den ersten Tagen in der Kita hält sich die elterliche Bezugsperson als „sicherer Hafen“ aufmerksam im Hintergrund. Sie sollte sich an einem vorher besprochenen Platz im Hintergrund aufhalten und passiv verhalten. Um den Kindern den Einstieg zu erleichtern, arbeiten wir mit einem/r Bezugserzieher/in für das Kind. Diese Person kümmert sich hauptsächlich um das neue Kind. Damit soll die Zahl der sorgenden Erzieherinnen möglichst gering gehalten werden, um dem Kind die Bindung auf die Bezugserzieherin zu erleichtern.
Der erste Trennungsversuch findet dann am vierten Tag statt. Nach einigen Minuten gemeinsamer Anwesenheit verabschiedet sich die Bezugsperson/das Elternteil klar und eindeutig von dem Kind. Dann verlässt sie für ca. 30 Minuten den Gruppenraum und hält sich in der Nähe im Gebäude auf. Gelingt diese erste Trennung gut, erfolgt in den folgenden Tagen eine langsame Ausdehnung der Trennungszeit.
Die Eingewöhnung ist dann beendet, wenn das Kind sich schnell vom Bezugserzieher trösten lässt und grundsätzlich in guter Stimmung spielt. Die Bezugsperson/das Elternteil muss sich nun nicht mehr in der Einrichtung aufhalten, sollte aber jederzeit erreichbar sein. Deshalb ist es wichtig, dass die Eltern einen Zeitraum von ca. 2 Wochen für die Eingewöhnung einplanen. Dieser Zeitraum sollte ausreichend gewählt werden, um eindeutig und unmissverständlich die Bedürfnisse und das Wohl des Kindes in den Vordergrund schieben zu können. Ein gutes Gelingen der Eingewöhnung ist davon abhängig.
Unsere Grundlagen, Unterstützung und Orientierung in unserer pädagogischen Arbeit basieren auf der Vorgabe des Orientierungsplanes des Niedersächsischen Kultusministeriums. Hier finden wir unsere Rahmenbedingen und Anregungen für die Arbeit am und mit dem Kind. Lernbereich
1: Emotionale Entwicklung und soziales Lernen
Kinder erfahren Wertschätzung, Verlässlichkeit und Sicherheit. Wir unterstützen dies durch verlässliche personelle Strukturen und einer Eingewöhnung nach dem Berliner Modell. Sie lernen eigene Gefühle wahrzunehmen und damit umzugehen. Mit den Kindern werden Konflikte, Regeln, Probleme und Verhalten angesprochen, um gemeinsam Lösungsmöglichkeiten zu entwickeln.
Lernbereich 2: Entwicklung kognitiver Fähigkeiten und der Freude am Lernen
Die Kinder haben die Möglichkeit ihre natürliche Neugier, ihren Forschungsdrang auszuleben. Wir können uns vorstellen, einen Forschungs- und Experimentierraum einzurichten.
Lernbereich 3: Körper - Bewegung - Gesundheit
Spielebenen in Gruppenräumen, Wasserspielflächen, Außengelände, verschiedene Fahrzeuge bieten den Kindern viele Möglichkeiten sich körperlich auszuprobieren. Eine gesunde und ausgewogene Ernährung ist uns wichtig. Deshalb planen wir, zum täglichen gemeinsamen Frühstück Gemüse und Obst zureichen.
Lernbereich 4: Sprache und Sprechen
Um das Sprachverständnis und die Sprechfähigkeit unserer Kinder zu fördern, bieten wir ihnen vielfältige Möglichkeiten an: Gesellschaftsspiele, Platz und Materialien für Rollenspiele, Bücher, Stifte und Papier, Projekte. Besonders Kinder mit Migrationshintergrund haben einen besonderen Förderbedarf, den wir in unserer Arbeit berücksichtigen werden (Sprachförderung).
Ein wichtiger Erfahrungsbereich für die Kinder ist das selbstständige Handeln mit alltäglichen, handwerklichen und technischen Materialien: hauswirtschaftliche Tätigkeiten, Zähneputzen, An- und Ausziehen, Umgang mit verschiedenen Werkzeugen.
Lernbereich 6: Mathematisches Grundverständnis
Mathematik ist überall, sie hilft uns die Welt zu entdecken. Kinder machen Erfahrungen mit Mengen, Zahlen und Größen, sowie mit Raum und Form durch verschieden Spielmaterialien, aber auch durch hauswirtschaftliche Tätigkeiten (z.B. Mengenverhältnisse).
Lernbereich 7: Ästhetische Bildung
Die Sinne der Kinder werden entfaltet durch bildnerisches und plastisches Gestalten, Werken, Rollenspiele und Musizieren. Wir können uns vorstellen einen Intensivraum als Atelier zu nutzen und mit der Musikschule der Stadt Nordhorn zu kooperieren.
Lernbereich 8: Natur und Leben
Es ist wichtig, dass Kinder die Natur als Lebensraum für Pflanzen und Tiere erfahren. Daher planen wir unter anderem im Außenbereich gemeinsam mit den Kindern Obst und Gemüse anzubauen.
Lernbereich 9: Ethische und religiöse Fragen; Grunderfahrungen menschlicher Existenz
Wir verstehen uns als Bildungseinrichtung, zu der alle Kinder, unabhängig von Nationalität und Religion Zugang haben. Daher werden wir bedeutsame Feste aus allen vertretenden Nationen und Religionen in den Gruppen thematisieren. Die Auseinandersetzung mit anderen Kulturen und Religionen ist für uns eine wichtige Grundlage zur weltoffenen Erziehung. Wir werden in unserer Arbeit nicht nur die Kinderrechte der UN-Konvention berücksichtigen, sondern diese auch für die Kinder transparent und zugänglich machen.
Um die Kindern beim Übergang in die Schule besser begleiten zu können, sind wir um eine enge Zusammenarbeit mit den umliegenden Grundschulen bemüht. Wir pflegen einen engen Kontakt zu den ortsansässigen Grundschulen und stimmen uns in der Einzelförderung der Kinder mit den Eltern ab.
Der Übergang von KiTa zur Schule stellt für Kinder und ihren Eltern eine wichtige Etappe dar. So müssen Kinder und Eltern folgende Entwicklungsebenen bewältigen (vgl. Griebel/Niesel, 2004, S. 123f.):
Individuelle Ebene<<<
Regulierung starker Emotionen
Bewältigung von Unsicherheiten und Unklarheiten mit dem Schulsystem
Unterstützung des Kindes bei seiner Übergangsbewältigung
Verlust von alten Beziehungen
Aufbau und Gestaltung von neuen Beziehungen zu Lehrern und neuen Kindern
Verlust von alten Beziehungen aus der Kindergartenzeit
Aufbau und Gestaltung von neuen Beziehungen zu den Lehrkräften und anderen Eltern
Anpassung an die schulischen Lernmethoden
Zurechtkommen in der Schulkultur und im Schulrhythmus
Sich den Anforderungen der Eltern an ein Schulkind stellen
Herausbildung von neuen Strukturen, die das Familien- und Berufsleben mit den sich aus dem Schulsystem und deren Rhythmus ergebenden Anforderungen in Einklang bringen
Um den Kindern und ihren Eltern bei der Bewältigung dieser Entwicklungsaufgaben Unterstützung zu bieten, planen wir eine Kooperation mit den umliegenden Grundschulen aufzubauen und ein gemeinsames Konzept für eine erfolgreiche Transaktion zu entwerfen. So können wir uns unter anderem vorstellen, dass angehende Schulkinder in ihrem letzten KiTa-Jahr regelmäßig durch zukünftige Lehrer besucht werden, Besuche in den Grundschulen stattfinden und ein Schulkinderprojekt durchgeführt wird. Zudem ist es uns wichtig, dass die Eltern der zukünftigen Schulkinder von Beginn an in den Übergang KiTa – Schule eingebunden werden (z.B. gemeinsame Elternabende / Vorstellung der Schulen, etc.)
VERPFLEGUNG-SCHLAFEN-PFLEGE
Für uns ist ein strukturierter Tagesablauf mit möglichst gleichbleibenden Bezugspersonen von wichtiger Bedeutung. Durch einen immer wiederkehrenden Rhythmus erlangen unsere Kinder Orientierung und Sicherheit in ihrem Alltag. Es ist uns ein großes Anliegen, in den wichtigen Elementen wie z.B. Essen, Schlafen und Pflege pädagogisch sinnvolle Ziele zu verfolgen.
In unserer Einrichtung können die Kinder in der Zeit von 08.30 – 10.30 Uhr gleitend Frühstücken. Das gemeinsame Mittagessen in der Gruppe dient zur Stärkung des Gemeinschaftsgefühls und der gegenseitigen Rücksichtnahme. Es ist selbstverständlich, dass ein Kind auf sein Essen wartet, weil ein jüngeres Kind zuerst versorgt werden muss. Darüber hinaus wird auch die Selbstständigkeit der Kinder trainiert, dadurch dass sie mit Löffel oder Gabel essen sollen und somit den Essensvorgang selbst koordinieren lernen können. Daneben können die Mahlzeiten auch Momente der Ruhe und Entspannung sein, bei dem jedoch eine gemütliche Atmosphäre mit einem gedeckten Tisch eine wichtige Rolle spielt. Wir achten auf eine ausgewogene Ernährung mit viel Obst und Gemüse. Deshalb hat jede Gruppe einen sogenannten „ Obstteller“ auf dem das mitgebrachte Obst und Gemüse der Kinder gesammelt wird. Getränke (eine stark verdünnte Apfelschorle, Tee oder Wasser)
stehen den Kindern zur Auswahl. Bis 08.30Uhr sollten die Kinder spätestens in der Einrichtung sein, damit für die Anwesenden das Mittagessen zubereitet werden kann. Unser Speiseplan hängt für alle sichtbar im Flur an der Pinnwand aus.
Einmal in der Woche findet ein sogenannter „ Selbstschmiertag“ statt, der von allen Eltern im Wechsel ausgerichtet wird. An diesem Tag können sich die Kinder ihr Frühstück selbst zubereiten.
Neben dem Essen nimmt die Schlafens- und Ruhezeit einen wichtigen Platz im geregelten Tagesablauf einer Ganztagsgruppe ein, der zu Förderung des Kindes bedeutsam ist. In den Einrichtungen steht den Kindern ein Schlafraum zur Verfügung. Die Schlafenszeit beginnt nach dem Mittagessen. Nach dem Spielen und Austoben benötigen die Kinder den Schlaf, um einerseits zu neuen Kräften zu kommen und sich auszuruhen, andererseits, aber auch um das gerade Erlernte und Erlebte zu verarbeiten und im Gedächtnis abzuspeichern. Da Kleinkinder und Babys einen höheren Schlafbedarf haben, ist die Schlafenzeit für sie auf ihren individuellen Schlaf- Wach- Rhythmus abgestimmt. Daneben werden Schlafgewohnheiten wie z.B. als Einschlafhilfen, Stofftiere, Schnuller usw. berücksichtigt und gezielt eingesetzt.
KRIPPENKINDER: Außer dem Essen und dem Schlafen halten wir es für wichtig, eine pädagogische Pflegesituation zu schaffen, die mehr als nur „ Saubermachen“ bedeutet. Das Kind soll in der Situation mit der Bezugsperson positive Zuwendung spüren. Dies erreichen wir durch Blick- und Hautkontakt, aber auch durch sprachliche Zuwendung. Für unsere zwei - bis dreijährigen ist die „selbstständige Versorgung“, wie zum Beispiel das eigenständige An- und Ausziehen der Schuhe und Jacken, Hände und Gesicht waschen, eine wichtige Erfahrung zur Stärkung des Selbstbewusstseins. Das Erlernen der richtigen Hygiene liegt nicht nur in der alleinigen Verantwortung der Eltern, sondern die Einrichtungen unterstützen diesen Bereich der hygienefördernden Rituale ebenfalls und damit auch die Gesundheitserziehung der Kinder.
Pflegeartikel wie zum Beispiel Windeln, Feuchttücher, Seife und Taschentücher, Creme für den „Popo“ werden von der Einrichtung nach Absprache mit den Eltern (Einverständnis in Textform)für die Kinder zur Verfügung gestellt.
Ein Praktikant ist jemand, der sich entweder bereits für einen sozialpädagogischen Beruf entschieden hat und somit schon in der Ausbildung ist, oder er/sie nutzt das Praktikum als Lern – und Erfahrungsfeld zur Orientierung für die spätere Berufsauswahl.
Wenn ein Praktikant sich für einen sozialpädagogischen Beruf entschieden hat, sollte er zuverlässig, ehrlich und motiviert sein. Auch sollte er Interesse am Kind und der pädagogischen Arbeit haben. Dies sind nur einige wichtige Voraussetzungen für ein Praktikum in einer sozialpädagogischen Einrichtung.
Ein Praktikant sollte während des Praktikums an Sommerfesten, Weihnachtsfeiern, Elternabenden, Abschiedsfahrten und Ausflügen teilnehmen.
In der ersten Zeit des Praktikums ist es sehr wichtig, zunächst Vertrauen zu den Kindern und Eltern aufzubauen und die gesamte Einrichtung und den Tagesablauf kennen zu lernen.
Die Anleitung eines Praktikanten übernimmt eine Erzieherin. Sie ist dabei die direkte Ansprechperson, die den Praktikanten einarbeitet und das Praktikum betreut.
Reflexionsgespräche finden regelmäßig statt. In diesen Gesprächen werden die Angebote, Erfahrungen und Eindrücke besprochen. Defizite sollen durch das Gespräch aufgedeckt und Verbesserungen angestrebt werden.
Wir als Verein für familienergänzende Erziehung bieten jungen Menschen in Form des Bundesfreiwilligendienstes die Möglichkeit, sich für einen gewissen Zeitraum in unserer Einrichtung zu engagieren, auszuprobieren und unser Berufsfeld kennenzulernen. Unsere Freiwilligen werden in den verschiedensten Bereichen unserer Einrichtung eingesetzt. Sie werden im Sinne des Bildungsprojektes des Bundesfreiwilligendienstes „ lebenslanges Lernen“ in der Einrichtung begleitet und fachlich durch unser Personal angeleitet. Darüber hinaus soll bei den Freiwilligen die soziale und interkulturelle Kompetenz und das Verantwortungsbewusstsein für die Gemeinschaft gestärkt werden. Aus diesem Grund werden die Freiwilligen einer Kindergruppe zugeordnet. Sie erhalten so einen festen Orientierungspunkt in unserer Einrichtung. In der Zeit ihres Dienstes bekommen sie einen Einblick in den Arbeitsablauf unserer Einrichtungen mit Kindern im Alter von 0 bis 3(6) Jahren. Sie werden überwiegend in den hauswirtschaftlichen, haustechnischen aber auch in den pflegerischen und pädagogischen Bereich der Kinderbetreuung eingeführt. Somit haben sie ein breitgefächertes Angebot, ihre Kenntnisse, Fähigkeiten und Erfahrungen zu erweitern, sowie ihre Stärken zu entwickeln. Unsere Freiwilligen nehmen zur Förderung der Gemeinschaft an allen im Haus für das Personal stattfindenden Veranstaltungen teil: Dienstbesprechungen, Mitgliederversammlungen, Elternabenden, Festen und Feiern, an Erste - Hilfe - Kursen am Kleinkind, Hygieneschulungen, hausinternen Fortbildungen, Studientagen und Supervisionen.
Praktikanten und Bundesfreiwilligendienstler sind keine Fachkräfte und bedürfen stets der Begleitung und Anwesenheit der Fachkräfte.
SICHERUNG DES KINDESWOHL NACH §8a SGB VIII
Mit der Verankerung des §8a SGB VIII (2005) und den Ausführungen zum besonderen Schutzauftrag im Bundeskinderschutzgesetz (2012) ist die Verantwortungsgemeinschaft für den Schutz der Kinder vor Gefährdung deutlich gestärkt worden. Als Verein haben wir mit dem örtlichen öffentlichen Träger der Kinder und Jugendhilfe Vereinbarungen zum besonderen Schutzauftrag.
Ausgehend vom Selbstverständnis und den Grundsätzen des Vereins sowie den gesetzlichen Grundlagen sind die vom Träger betriebenen Kindertageseinrichtungen an die Abschätzung der Kindeswohlgefährdung und die Gefahrenabwendung gebunden.
Auf der Grundlage verbindlicher Verhaltensstandards und Handlungsrichtlinien kommunizieren und kooperieren wir mit Einrichtungen und Diensten, die für die Sicherung des Kindeswohls von Bedeutung sind. Um Kindeswohlgefährdung rechtzeitig abzuwenden arbeiten wir gemäß des besonderen Schutzauftrages mit Eltern, Personensorgeberechtigten und Einrichtung, Diensten sowie Ämtern unter Beachtung des Datenschutzes zusammen.
Wir garantieren notwendige Rahmenbedingungen wie zum Beispiel Zeit für Elterngespräche, für Kooperation und Reflexion sowie Dokumentation (Portfolio). Durch regelmäßige Fortbildungsangebote und Weiterbildungen sorgen wir für kontinuierliche Weiterqualifizierung unserer Fachkräfte.
Grundsätzlich findet in unseren Einrichtungen alle fünf Jahre ein „Tag der offenen Tür“ statt. Anlass dafür ist meistens ein Jubiläum, welches dann gefeiert wird. Hier kann sich die Öffentlichkeit intensiv über unsere Arbeit informieren. Besonders zu diesem Anlass, aber auch zwischendurch, sind wir stets bemüht, unsere Arbeit z.B. durch Zeitungsberichte der Öffentlichkeit immer wieder neu vorzustellen.
Die Einrichtungen können eigenständig verschiedentliche in dem Stadtteil angebotene Veranstaltungen, Feste und Feiern für die Öffentlichkeitsarbeit nutzen und daran mitwirken.
Landkreis Grafschaft Benteim
Benötigen Kinder und /oder Eltern Hilfe, die außerhalb des KiTa- Angebotes fällt, sind wir bereit Kontakte herzustelln und/oder Hilfen in unser Haus zu holen. Wir verstehen uns als Wegbegleiter und Berater der Familien.
Konzeption 2010; Rappelkiste Verein für Familien ergänzende Erziehung e.V.
überarbeitet 2013 /2014/2015/2016/2017
Eine Konzeption ist nie fertig und befindet sich daher stets im Wandel. Wir leben in Spannung J

References: §1
 § 1631
 § 55
 Art. 28
 Art. 2
 §8
 §8