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Timestamp: 2019-03-23 21:25:43+00:00

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Werbungskosten eines Deutschlehrers für Belletristik - Findok Internet
Berufungsentscheidung - Steuer (Referent) des UFSL vom 11.12.2006, RV/0972-L/04
Werbungskosten eines Deutschlehrers für Belletristik
Der unabhängige Finanzsenat hat über die Berufung des Berufungswerbers, vom 8. Jänner 2003 gegen den Bescheid des Finanzamtes vom 2. Dezember 2002 betreffend Einkommensteuer 2001 entschieden:
Der Bescheid betreffend Einkommensteuer 2001 wie in der Berufungsvorentscheidung vom 5. Mai 2003 wird abgeändert.
Der Berufungswerber ist Hauptschullehrer. Im Rahmen der Einkommensteuererklärung 2001 machte er S 9.609,00 an Werbungskosten für den Erwerb von Literatur geltend. Gleichzeitig erklärte er Einkünfte aus selbständiger Arbeit in Höhe von S 14.459,00 als Trainer.
Mit dem Einkommensteuerbescheid 2001 datiert vom 2. Dezember 2002 zugestellt am 5. Dezember 2002 wurde der Berufungswerber antragsgemäß veranlagt.
Gegen diesen Bescheid richtet sich die Berufung vom 30. Dezember 2002, in welcher vorgebracht wurde, dass die gesondert als Einkünfte aus selbständiger Arbeit genannten S 14.459,00 im Jahr 2001 bereits im Lohnzettel der Schule eingerechnet worden und deshalb doppelt veranlagt worden seien. In Hinblick darauf sei eine Veranlagung nicht mehr notwendig. Er beantrage daher den Einkommensteuerbescheid 2001 aufzuheben und aufgrund der beigelegten Erklärung zur Durchführung einer Arbeitnehmerveranlagung einen Bescheid zu erlassen.
Die vom Berufungswerber beigelegte Erklärung zur Durchführung einer Arbeitnehmerveranlagung 2001 stimmt inhaltlich, abgesehen von den nicht mehr erklärten Einkünften aus selbständiger Arbeit, mit der ursprünglichen Einkommensteuererklärung überein.
Im Ersuchen um Ergänzung datiert vom 22. Januar 2003 wurde der Berufungswerber aufgefordert die geltend gemachten Werbungskosten mit Belegen nachzuweisen und die Titel der angeschafften Bücher bekannt zu geben.
Dazu legte der Berufungswerber ohne weitere Erklärung ein Bündel Kassenbons vor.
Die Berufungsvorentscheidung datiert vom 5. Mai 2005 korrigierte die Doppelerfassung der Einkünfte als Trainer und setze bei den Werbungskosten, die der Arbeitgeber nicht berücksichtigen konnte S 0,00 an. Dies wurde damit begründet, dass nach den vorgelegten Belegen die geltend gemachten Werbungskosten weitgehend allgemeine Literatur wie "Nicht ohne meine Tochter" oder andere Bestseller betreffen würde. Es wäre die Aufgabe des Berufungswerbers gewesen, die einzelnen Bücher und Wirtschaftsgüter genau zu bezeichnen und zu erläutern inwieweit diese geeignet seien, die Berufsausübung des Berufungswerbers konkret zu fördern. Dabei seien Schriften von allgemeinem Interesse, wie Zeitungen für Historiker, Romane für Germanisten und dergleichen, nicht geeignet als Werbungskosten anerkannt zu werden.
Der am 5. Juni 2003 verfasste Antrag auf Vorlage der Berufung an die Abgabenbehörde zweiter Instanz wiederholt die Begründung der oben geschilderten Berufungsvorentscheidung und listet mit dem Hinweis, dass die angeführten Bücher wie dargestellt im Unterricht verwendet wurden, Folgendes auf:
In der Nacht über den Bergen
Buchvorstellungen 4. Klasse
Gruppendynamik / Klassenvorstand
Im Sog der Erinnerung
Textproben/ Zeitzeugen in der Literatur
Textproben / Zeitzeugen in der Literatur
Bröger
Die blauen und die grünen Gedichte
Dich hab ich in die Mitte der Welt gestellt
Engel und Gehilfen
Felix und Gloria
Kuhn's Sport
Referat / SHS
Wokini oder die Sucht
Ergänzung für Wintersportwoche / SHS
Chaos, Liebe und Aupair
Biggis No 1
Gerüchte um Julia
Snowboard-Kalender
Motivation Snowboard-Schwerpunkt in der SHS / Referatgestaltung
Auf eine weitere Begründung seines Vorlageantrages hat der Berufungswerber verzichtet.
Die vom Berufungswerber genannten und teilweise fehlerhaft zitierten Bücher haben folgenden Inhalt:
Isabel Allende, Lieselotte Kolanoske, Porträt in Sepia, Roman Suhrkamp:
Als Aurora del Valle den Schleier zerreißt, der über ihrer Herkunft liegt, hat sie bereits eine bewegte Kindheit und Jugend zwischen Kalifornien, dem Europa der Belle Epoque und Chile hinter sich. Aufgewachsen ist sie im großzügigen und pompösen Haus ihrer Großmutter Paulina del Valle, die sie unter ihre Fittiche genommen hat, um sie 'in die Welt einzuführen'. Je mehr aber Aurora von der Welt kennen lernt, um so deutlicher wächst in ihr das Bedürfnis, aus eigener Kraft zu leben.
Mahmut Baksi, Elin Clason, In der Nacht über die Berge, Dtv:
Von klein auf fühlt sich das kurdische Mädchen Helin gegenüber ihrem Zwillingsbruder Azad zurückgesetzt. Die Tatsache, dass Töchter in Kurdistan längst nicht so viel gelten wie Söhne, fordert immer wieder ihren Zorn heraus. Umso stolzer ist sie, als sie durch ihre hervorragenden schulischen Leistungen endlich Anerkennung durch ihren Vater erfährt! Doch eines Tages tritt das alles von jetzt auf gleich in den Hintergrund: Ein türkisches Militärkommando überfällt das Dorf, Helins Vater und andere Männer werden misshandelt und verschleppt. Der alltägliche Terror des türkischen Militärs gegen die kurdische Bevölkerung, ihre Sprache und Kultur, hat auch Helins Dorf erreicht.
Als ihrem Vater die Flucht aus dem Gefängnis gelingt, nehmen die Soldaten als Vergeltung die Mutter und die kleine Schwester gefangen. Sie werden zwar wieder freigelassen, doch es steht fest, dass die Soldaten so lange wiederkommen werden, bis sie den Vater erneut inhaftiert haben. So bleibt nur noch die Flucht. Mitten in der Nacht verlässt die Familie das Dorf und erreicht nach mehrtägigen Fußmärschen bis an den Rand der physischen Belastbarkeit die syrische Grenze. Unter Lebensgefahr fliehen sie durch das verminte Niemandsland nach Syrien, wo sie der Vater schon erwartet. Doch die Familie ist noch lange nicht in Sicherheit ...
Christine Bauer-Jelinek, Die helle und die dunkle Seite der Macht, Edition Va Bene:
"Macht war lange ein Tabuthema, wie Sex in den Sechzigerjahren: Jeder tut es, aber kaum einer weiß wie es geht." Viele Jahre von der Öffentlichkeit verkannt, versteckt in wissenschaftlichen Büchern und ignoriert von der Psychologie fristete die Macht ein freudloses Dasein. Sie wurde totgeschwiegen und verachtet und es wurden ihr böse Dinge in die Schuhe geschoben. Die dunkle Seite der Macht wurde hinlänglich beschrieben und diskutiert, nun ist es an der Zeit, dass auch die helle Seite der Macht zu ihrem Recht kommt - denn ob es uns passt oder nicht: Ohne Macht geht es nicht! Sowohl im Beruf als auch im Privatleben sind ständig Mechanismen der Macht wirksam. Doch erst, wenn Macht missbraucht wird oder ganz auffällig negative Auswirkungen hat, nehmen wir sie zur Kenntnis. Außerdem ist Macht nicht gleich Macht. Jeder meint etwas anderes, wenn er darüber spricht, und oft wird übersehen, dass für die Karriereplanung andere Gesetzmäßigkeiten im Machtgefüge gelten als in privaten Beziehungen. Praktische Anleitung zur Entwicklung von Abwehr- und Durchsetzungsstrategien führen unmittelbar zu neuen Erkenntnissen und mit etwas Übung zu einem neuen Verhalten.
Brenda Bellingham, Im Sog der Erinnerung, Egmont Franz Schneider Verlag:
Seit vielen Jahren wird Chloe von einer schrecklichen Erinnerung verfolgt: der an ihre Mutter, wie sie die Hände Hilfe suchend nach ihr ausstreckt -- und doch im See ertrinkt. Es soll ein Segelunfall gewesen sein. Aber warum lastet dann das Gefühl der Schuld auf Chloe? In diesen Sommerferien will sie den damaligen Ereignissen auf die Spur kommen. Daniel und ihre Tante Anna, die Zwillingsschwester ihrer Mutter, wollen ihr dabei helfen. Dach bei einem Segelausflug gerät Chloe in Lebensgefahr -- der Albtraum von einst scheint sich zu wiederholen...
Gioconda Belli, Lutz Kliche, Verteidigung des Glücks, Dtv:
Thomas Bernhard, Ein Kind, Dtv:
Kirsten Boie, Kerle mieten oder Das Leben ändert sich stündlich, Oetinger Verlag:
Jahrhunderte lang konnten sich die Männer die passenden Frauen gegen Bezahlung aussuchen. Lulu und Lissa drehen den Spieß um: In ihrer Kerle - Vermittlungsagentur werden Jungen für Mädels ausgewählt und bezahlt, die sich unbedingt mit einem männlichen Begleiter zeigen müssen. Nach Gebrauch werden die Boys wieder nach Hause geschickt. Leider verfügt die Agentur jedoch nur über einen Kandidaten und der verliebt sich gleich in das erste Mädchen. Peinlich für Lulu, die ebenfalls kurzfristig einen passende Begleiter braucht... Da man ja mit der Freundin nicht immer über alles reden kann und "Schreiben gut ist gegen Traurigkeit und Wut", vertraut Lulu sich ihrem Idol Janis Joplin per Tagebuch an. Bei der kann sie auch ihren Frust über gestressten Eltern und undankbare Lehrer los werden. Zufällig findet sie im Keller das altes Tagebuch ihrer Mutter, für Lulu durchaus aufschlussreich. Eigentlich waren deren Gedanken damals gar nicht so verschieden von Lulus heute - nur erstaunlich, wie sich die eigene Mutter so verändern kann...
Isabelle Bossi Fedrigotti, Unter Freundinnen, Piper:
Sie haben alles, was das Herz begehrt: Sie sind attraktiv und beruflich erfolgreich, sie stehen mitten im Leben und lieben interessante Männer. Und sie haben noch etwas gemeinsam: Nie genügen sie den hohen Ansprüchen, die sie an sich selbst stellen.
Toril Brekke, Gabriele Haefs, Die Asche der Vergangenheit, Droemer Knaur:
Der ehemalige Straßenbahnschaffner Ib wohnt allein auf einem abgelegenen Fleck am norwegischen Iddefjord - seine Frau ist tot, die Kinder sind ausgezogen. Diese Tristesse hellt sich auf, als in das leer stehende Nachbarhaus eine allein stehende Frau einzieht. Sie heißt Marie, so wie Ibs erste große Liebe, die am Ende des Zweiten Weltkriegs durch seine Schuld ums Leben kam. Doch auch durch Maries Leben zieht sich ein Riss schmerzhafter Erinnerungen. Ehe die beiden aus der Asche der Vergangenheit neue Glut entfachen können, muss jeder erst mit sich Frieden schließen.
Lily Brett, Anne Lösch, Zu sehen, Suhrkamp:
"Dein Körper muss dir jetzt fremd vorkommen", sagt Lily Bretts Mann eines Nachts. Aber sie hatte sich inzwischen gewöhnt an Bizeps, Trizeps, Quadrizeps und Deltamuskel, Ergebnis konsequenten Körpertrainings.
Lily Brett, Silvia Morawetz, Auschwitz Poems, Suhrkamp:
Die Beschädigungen und Konflikte einer Holocaust-Überlebenden der zweiten Generation sind das Thema, mit dem sich Lily Brett in ihrem ersten Buch, den preisgekrönten Auschwitz Poems, auseinandersetzt. Es war ihr erster Versuch, die Geschichte ihrer Eltern, die Auschwitz überlebten, aufzuarbeiten. Lily Brett erspürt Bilder und Erlebnisse aus Auschwitz, die sie nie selbst gesehen und die ihr keiner explizit erzählt hat - und schildert sie ähnlich wie ihren New Yorker Alltag: präzise, klar, schonungslos. In sparsamen, konzentrierten Sätzen beschreibt sie das Grauen des Konzentrationslagers, das ihre Eltern nicht aussprechen konnten.
Lily Brett, Melanie Walz, Zu viele Männer, Suhrkamp:
Achim Bröger, Wahnsinnsgefühl, Bertelsmann:
Schon im Bahnhof ist sie Jos aufgefallen. Die freche Brünette mit den wunderschönen Augen. Jetzt steht er neben ihr im Zug und ihr Anblick macht ihn sprachlos. Aber er muss doch etwas sagen! Sonst steigt sie aus und er sieht sie nie wieder. Jos fällt fast in Ohnmacht, als sie ihn anspricht - sie ist wunderbar! Es darf einfach nicht bei einer zufälligen Zugbekanntschaft bleiben ....
Melvin Burgess, Billy Elliot. I will dance., Ravensburger:
Der 12jährige Billy, Sohn einer Bergarbeiterfamilie, boxt sich durch: er hängt die Boxhandschuhe an den Nagel, um seiner Leidenschaft fürs Tanzen nachzugehen, und wird ein begnadeter Balletttänzer.
Albert Camus, Der erste Mensch, Rowohlt:
Was Camus als ein Geschichtsepos in der Art von Tolstois "Krieg und Frieden" geplant hatte, hinterließ er, bedingt durch seinen frühen Unfalltod, als Fragment. Dieses liegt nun vor und präsentiert sich dem Leser als die bewegende autobiographische Schilderung einer Kindheit und Jugend in Algier.
Denise Chong, Das Mädchen hinter dem Foto. Die Geschichte der Kim Phuc., Lübbe:
Werner J. Egli, Tunnelkids, Bertelsmann:
Monika Feth, Die blauen und die grauen Tage, Bertelsmann:
Seit kurzem lebt Evis Oma im Haus der Familie. Evi beobachtet, daß Oma Tage hat, an denen sie eine Menge im Haushalt tun kann, daß dann aber manchmal Tage kommen, an denen Oma Dinge tut, die ungewöhnlich sind und an die sie sich selbst später nicht mehr erinnern kann. Oma ist unglücklich darüber und bittet Evi, ein Tagebuch über die guten blauen Tage und die schlechten grauen Tage zu führen, damit sie auf diese Art eine Erinnerungshilfe hat. Eines Tages ist es jedoch soweit: Es wird in der Familie darüber gesprochen, ob es nicht besser ist, wenn Oma in ein Altersheim umzieht. Evi will alles tun, um das zu verhindern...
Uschi Flacke, Mädchen, Mädchen! Ich, die Welt, die Liebe und das Leben, Dtv:
Wie ihre Eltern wollen sie nicht leben, aber wohin der eigene Weg gehen soll, das wissen sie noch nicht. Mädchen, Mädchen! - Ihre Welt, die Liebe und das Leben. In diesem dtv pocket reader kommen sie selbst zu Wort: Sie äußern sich zu ihren Wünschen, Träumen und Hoffnungen. Erzählen von ihren Ängsten, Aggressionen und Niederlagen. Von Freundschaft und Liebe. Von der Pubertät und dem Verhältnis zu den Eltern. Von Mode und Models, vom Diktat der Diäten und vielem mehr.
Ken Follett, Die Kinder von Eden, Lübbe:
Ein kleines, verschwiegenes Tal in Kalifornien. Hier lebt seit den sechziger Jahren eine Hippie-Kommune. Nun aber soll ihr Dorf einem Stausee weichen. Doch die "Kinder von Eden" wollen sich nicht aus ihrem Paradies vertreiben lassen und greifen in ihrer Not zu einem wahnwitzigen Plan: Sie drohen der Regierung, ein Erdbeben stattfinden zu lassen, das entsetzliche Folgen haben wird. Niemand nimmt ihre Ankündigung ernst. Nur die junge FBI-Agentin Judy Maddox , die bereits auf der Abschussliste ihrer Vorgesetzten steht, hat ihre Zweifel und versucht, die Katastrophe zu verhindern.
Susanne Fülscher, Salut Lilli!, Dtv:
Lange hat Lilli darum gekämpft, für ein Jahr als Aupairmädchen nach Frankreich gehen zu dürfen, und nun ist es endlich so weit. Doch leider verschlägt es sie nicht etwa nach Paris, sondern aufs platte Land und dann ist der Empfang, den ihr ihre Gastfamilie bereitet, auch eher kühl als herzlich. Monsieur Saurrante macht zwar einen ganz netten Eindruck, doch seine Frau wirkt überarbeitet und launisch und die beiden Zwillingsmädchen mustern Lilli skeptisch. Nicht gerade rosige Aussichten, doch Lilli beschließt sich von diesem schlechten Start nicht die Stimmung vermiesen zu lassen und stürzt sich voller Elan in die Hausarbeit und in die fremde Sprache. Doch was sie auch versucht, Madame Saurrante und sie können sich einfach nicht miteinander anfreunden, und auch die Zwillinge tun alles, um Lilli das Leben schwer zu machen. Erst als sie nach einer heftigen Auseinandersetzung endlich durchsetzen kann, dass sie an dem für die Aupairschüler vorgesehenen Sprachkurs teilnehmen darf, und sie dort Marek und Amy kennen lernt, scheint ein Silberstreif am Horizont aufzutauchen.
Maja Gerber-Hess, Reto, HIV-positiv. cbt. Ein Abschied, Bertelsmann:
Ein junges Mädchen beschreibt in diesem Roman die letzten beiden Lebensjahre ihres Freundes Reto, eines ehemaligen Fixers, der an AIDS erkrankte. Sie schreibt ihre schönen und ihre traurigen Erinnerungen nieder, berichtet, welche Spuren Reto und seine Krankheit bei den Menschen seiner Umgebung hinterlassen haben.
Klaus Nüchtern, Rain on my crazy Bärenfellmütze, Falter Verlag:
Die Erlebnisse eines Mannes, der viel erlebt hat. - Das haut nicht nur den kleinen Tapir um! Endlich gibt es die Kolumnen von Klaus Nüchtern, "Nüchtern betrachtet", in gesammelter Form. Die Kolumne "Nüchtern betrachtet" erscheint seit 1993 in der Wiener Stadtzeitung Falter. Aus den Reihen der großen Fangemeinde gibt es seit geraumer Zeit den Ruf nach einem repräsentativen Sammelband. Diesem Wunsch entgegenzukommen ist der Zweck des Bandes Rain On My Crazy Bärenfellmütze. Er enthält eine umfassende Auswahl von Klaus Nüchterns aberwitzigen Berichten über seinen hochinteressanten, zermürbenden und nervtötenden Alltag. In Kapiteln zu den Themen Drogen und Didaktik, Gemüse und Getränke, Nähe und Ferne, Kummer und Kärnten, Sonne und Regen, Damen und Herren, Haushalt und Familie, Hosen und Haare, Traum und Wirklichkeit gewährt Klaus Nüchtern Einblick in sein urbanes Leben. Seine ganz und gar normalen Geschichten handeln von Silberzwiebelchen in Flugzeugen, der Küchenrollenmafia, Fadgaskonzentrationen, Schnee auf schwarzsamtenen Sakkos, Wurstgesprächen oder von Männern und Frauen vor Ketchupregalen.
Petra Hammesfahr, Meineid, Rowohlt:
Sie waren unzertrennlich - als Kinder und auch später, obwohl sie unterschiedlicher nicht sein konnten. Greta ist die Vernünftige, ehrgeizig in der Schule, im Studium und als Anwältin. Tess bleibt nie lange bei einer Sache oder bei einem Mann. Jahre vergehen, bis eine der beiden Frauen begreift, dass ihr Leben ein Netz aus Lügen ist.
Andrea Hensgen, Dich hab ich in die Mitte der Welt gestellt, Bertelsmann:
Nur noch acht Tage bis zur Abitursfeier. Acht Tage, in denen nichts Besonderes mehr passieren kann. Und doch ändert sich einiges. Alles fängt an mit der Idee von Geschichtslehrer Dr. Rullon, eine Projektwoche über die Zeit der Renaissance abzuhalten. Svenja, Johannes, Paul, Matz und Angela suchen sich unterschiedliche Themen aus, und auf einmal wird eine vergangene Zeit lebendig.
Kai Hermann, Engel und Joe. Nach einer wahren Geschichte, Ullstein:
Hermann Hesse, Jedem Anfang wohnt ein Zauber inne, Insel:
Jedem Anfang wohnt ein Zauber inne ist die Ausformulierung des bekannten Gedichts "Stufen". Eine wundervolle Sammlung von bekannten und weniger bekannten Texten Hesses, der uns rät, sich auf alles neue zu freuen, stets das Kind in sich zu bewahren und immer neugierig zu bleiben.
Markus Humbach, Felix und die wilden Tiere, Ravensburger:
Felix liebt wilde Tiere und träumt von Elefanten, Giraffen und Löwen. Verkehrserziehung findet er dagegen langweilig. Als aber ein kleiner Hund auf der Straße in Not ist, weiß er, was zu tun ist.
A. L. Kennedy, Ingo Herzke, Ein makelloser Mann, Fischer:
Elf Erzählungen. Sie handeln von den Fallen der Sexualität, der Gewalt hinter der Liebe, der Farce der Verführung, der Clownerie der Selbstliebe, der Demütigung hinter der Leidenschaft.
Michael Kuhn, Kuhn's Sportchronik, Das österreichische Sportjahrbuch, Pichler Verlag:
Darstellung der sportlichen Ereignisse des jeweils vergangenen Jahres.
Sigrid Laube, Der unterbrochene Ton, Jungbrunnen-Verlag:
Autobiographisch gefärbt zeichnet sie mit der Protagonistin Clara ein umfassendes Bild aus dem Wien unmittelbar vor dem Anschluss Österreichs an Hitler-Deutschland und die erste Nachkriegszeit. Sie erzählt dabei auf mehreren Zeitebenen und wechselt zwischen Tagebucheintragungen und auktorialen Passagen, in denen historischer Hintergrund und analysierende Überlegungen Platz finden.
Betty Mahmoody, William Hoffer, Nicht ohne meine Tochter, Lübbe:
Im Sommer 1984 fliegt Betty Mahmoody zusammen mit ihrer kleinen Tochter und ihrem persischen Ehemann zu einem zweiwöchigen Ferienaufenthalt in den Iran. Bereits nach kurzer Zeit muss sie feststellen, dass ihr Mann sich immer mehr verändert. Er schlägt sie und das Kind und sperrt sie ein. Der Urlaub wird auf unbestimmte Zeit verlängert, und bald gibt es keine Hoffnung mehr für Betty auf eine Rückkehr in die USA - es sei denn, sie ließe ihre Tochter zurück. Es gelingt ihr, Kontakt zur Schweizer Botschaft aufzunehmen; dort rät man ihr, das Land ohne ihre Tochter zu verlassen. Das aber will sie unter keinen Umständen.
Henning Mankell, Die Brandmauer. Der achte Fall von Kommissar Kurt Wallander:
Billy Mills, Nicholas Sparks, Wokini oder Die Suche nach dem verborgenen Glück, Heyne:
Wokini oder Die Suche nach dem verborgenen Glück ist die Geschichte von dem Lakota-Jungen David. Zutiefst unglücklich über den Tod seiner älteren Schwester, begibt er sich auf eine Reise in der Hoffnung, einen Weisen zu finden, der ihm erklären kann, wie er das verlorene Glück wieder finden kann. Diese höchst unterhaltsame und gefühlvoll geschriebene Erzählung zeigt, was es heißt glücklich zu sein und was man dafür tun kann. Wokini verbindet die traditionellen Vorstellungen der Indianer, die auf Meditation, Reflexion, Träumen und der Liebe zur Schönheit der Natur gründen, mit den Grundsätzen des positiven Denkens. Das Buch führt dem Leser zehn Einstellungen vor Augen, durch die man zu einem glücklicheren und zufriedeneren Menschen wird.
Toni Morrison, Paradies, Rowohlt:
Der Weltbestseller der Nobelpreisträgerin für Literatur 1993: Es scheint, als läge ein Fluch über dem Städtchen Ruby, Oklahoma. Dessen Bewohner, Nachkommen ehemaliger Sklaven, bilden eine verschworene Gemeinschaft. Siebzehn Meilen weiter, in einem verlassenen Kloster, wohnt die Sünde in Gestalt von fünf Frauen... "Toni Morrison gestattet uns tiefe Einblicke in das Denken und Fühlen des schwarzen Amerika." (F.A.Z.) "Ein intensives Leseerlebnis, das in seiner poetischen Kraft seinesgleichen sucht."
Ivica Osim, Gerald Enzinger, Tom Hofer, Das Spiel des Lebens, Deuticke:
Ivica Osim ist eine Legende - sowohl bei den Fans des SC Puntigamer Sturm als auch in Sarajevo und Frankreich. Dies hauptsächlich, weil er in seiner gesamten Sportlerkarriere ein nachdenklicher, bescheidener Mensch geblieben ist, der nicht an sich selbst denkt. Dieses Buch beschreibt sein Leben und seine Gedanken sehr anschaulich. Man bekommt einen Einblick in die Kriegswirren auf dem Balkan und die Biographie hat auch für Osim-Kenner noch einige Überraschungen auf Lager. Kommentare seiner Freunde und Kollegen runden das Bild ab. Gut für Sturm-Fans auch die Statistik der Spiele unter Osim samt Aufstieg in die Champions-League.
Karl-Heinz Raach, Bernd Wagner, Heike Wagner, Kanada, Bruckmann:
Kanada bietet alles, was die Sehnsucht nach einsamer Natur stillt. Dieser Bildband im praktischen Format zeigt Ihnen mit zahlreichen Tipps die Highlights. Es ist nicht nur die gewaltige Dimension, sondern auch die schier unglaubliche Vielfalt, die Kanadas Faszination ausmachen: Sturmumtoste Klippen, pulsierende Städte wie Toronto, Montr,al und Qu,bec, weite Prärien, die Rocky Mountains, von Regenwäldern gesäumte Küsten, große Seen im Süden und die eisige Welt von Nunavut im Norden. Dieser praktische Reisebegleiter entfaltet einen ebenso informativen wie bunten Bilderbogen vom Pazifik zum Atlantik.
Christoph Ransmayr, Die Unsichtbare, Fischer:
Friederun Reichenstetter, Chaos, Liebe und Aupair, Ueberreuter:
Claire weiß nicht so recht, was sie will. Darum beschließt sie, nach dem Abitur erst mal ein Jahr als Aupairmädchen nach London zu gehen. Mit dem, was sie dort erwartet, hat sie allerdings nicht gerechnet: eine superchaotische Familie mit einer völlig überforderten Mutter, einem ständig abwesenden Vater und drei grässlichen, frechen Kindern! Am liebsten würde Claire sofort wieder nach Hause zurück. Aber da gibt es auch noch Stefan, den sie auf dem Flug nach England kennen gelernt hat. Und Simon, den jungen Onkel der Kinder. Soll sie also doch noch ein bisschen bleiben?
Volkmar Röhrig, Biggis No 1, Bertelsmann:
Biggi ist 15 und zum ersten Mal verliebt, sie will Joe ganz! Ihre Mutter Hanna, die bei der AIDS-Beratung arbeitet, hat volles Verständnis für Biggi. Zufällig entdeckt sie eine an Joe gerichtete Aufforderung der Blutspendestelle, sich zu melden. Sie spricht mit ihrer Tochter darüber. Joe, von Biggi befragt, verschwindet. Was stimmt mit ihm nicht?
Ulrieke Ruwisch, Amanda - Sonnenbrand auf Wolke sieben, Sauerländer:
Die 12-jährige Amanda heißt zwar wie eine Schildkröte, aber sonst hat sie mit diesem Tierchen nichts gemein, schon gar nicht die Langsamkeit. Amanda ist sogar ziemlich schnell - vor allem, wenn es darum geht, ihr Herz zu verschenken. Sie verliebt sich ständig und nahezu täglich aufs Neue, in vieles und viele: in ihren Kater oder den Nachbarshund, das Meer oder die Wolkenberge, die sieben Zwerge oder den Engel Gabriel, in ihren Lehrer oder ihren Chorleiter, in Filmstars oder Comic-Helden ... Das ist ein ganz schönes Auf und Ab! Amanda kommt schon selbst ins Grübeln, ob das viele Verlieben noch normal ist oder ob sie, wie ihre beste Freundin Nadine meint, total verrückt ist.
Andreas Schlüter, Die Fernsehgeisel, Dtv:
Anonym, Fragt mal Alice, Dtv:
Edith Schreiber-Wicke, Regenbogenkind, Thienemann:
Bevor sich ein Kind auf die große Lebensreise macht, sucht es sich eine Aufgabe aus, die es auf der Welt erfüllen will. Naomi, ein mongoloides Mädchen, hat sich vorgenommen, dass jeder, der ihr begegnet, darüber nachdenken soll, was wirklich wichtig ist im Leben. Als Bruder hat sie sich Jakob ausgesucht und weiß, dass er ihr bei ihrer Aufgabe helfen wird.Jakob betrachtete den Winzling im Babykorb. "War ich auch so klein"?, fragte er. "Mit so kurzen Fingern?" Er merkte, wie seine Eltern einen schnellen Blick wechselten. "Kann mir vielleicht irgendwer sagen, was los ist?", beschwerte sich Jakob. Wieder dieser Blick. "Es ist doch nicht, weil es ein Mädchen ist?", forschte Jakob weiter. Jetzt wenigstens lachten die beiden ein bisschen. "Nein, das ist es nicht." "Was dann?", fragte Jakob. "Naomi ist ein Down-Syndrom-Kind", sagte Jakobs Vater langsam. "Was für ein Kind?" fragte Jakob. "Ich denke, es ist unser Kind?" Darüber lachten sie wieder. "Na, immerhin, sie haben's nicht verlernt, das Lachen", dachte Jakob. "Down Syndrom, das bedeutet, Naomi ist anders als andere Kinder." "Ja, und?", fragte Jakob. "Macht das was?" "Sie wird manches weniger können", sagte Jakobs Mutter. "Meinst du Basketball?", fragte Jakob. "Das macht gar nichts. Ist mir sowieso nicht so wichtig wie früher." "Nein, es geht nicht um Basketball", sagte Jakobs Vater. "Naomi wird später als andere Kinder laufen und sprechen lernen." "Dann eben später", sagte Jakob. "Ist doch nicht eilig, oder?"
Stephanie Sinclair, Gerüchte um Julia, Ravensburger:
Alle scheinen etwas gegen Julia zu haben. Selbst Austin, ihre neue Liebe, schenkt den Gerüchten über sie Glauben. Wie kann sie ihn nur überzeugen?
Jürgen Weineck, Optimales Ausdauertraining, Spitta:
Optimales Training muss nach den Gegebenheiten der Sportart, dem Alter und dem Leistungsvermögen des einzelnen ausgerichtet werden. In diesem Buch werden verschiedene Trainingsmethoden und -mittel aus sportmedizinischer und leistungsphysiologischer Sicht dargestellt, wobei wissenschaftliche Erkenntnisse und praktische Erfahrungen berücksichtigt wurden. Das Buch ist vor allem dem Training der motorischen Hauptbeanspruchungsformen und einigen ausgewählten Faktoren der sportlichen Leistungsfähigkeit gewidmet und gibt sowohl dem Spitzentrainer (-sportler) als auch dem Sportlehrer im Schulbereich eine Fülle von Hinweisen, die eine Optimierung des sportlichen Trainings ermöglichen.
Christa Wolf, Der geteilte Himmel, Dtv:
Ende August 1961: In einem kleinen Krankenhauszimmer erwacht Rita Seidel aus ihrer Ohnmacht. Und mit dem Erwachen wird auch die Vergangenheit wieder lebendig. Da ist die Erinnerung an den Betriebsunfall und vor allem die Erinnerung an Manfred Herrfurth. Zwei Jahre sind vergangen, seit sie dem Chemiker in die Stadt folgte, um an seiner Seite und mit ihm gemeinsam ein glückliches Leben zu beginnen. Wann hat die Trennung begonnen? Hat sie die ersten Anzeichen einer Entfremdung übersehen? Denken, Grübeln, Fiebern - Tage und Nächte hindurch! »Ich gebe Dir Nachricht, wenn Du kommen sollst. Ich lebe nur für den Tag, da Du wieder bei mir bist.« Manfred ist von einem Chemikerkongress in Westberlin nicht zurückgekehrt in dem festen Glauben, daß Rita ihm folgen wird. Sie muss eine Entscheidung treffen, die sie in eine tiefe Krise stürzt.
Nach § 16 Abs. 1 EStG 1988 (Einkommensteuergesetz 1988, BGBl. Nr. 400/1988) sind Werbungskosten die Aufwendungen oder Ausgaben zur Erwerbung, Sicherung oder Erhaltung der Einnahmen. Aufwendungen und Ausgaben für den Erwerb oder Wertminderungen von Wirtschaftsgütern sind nur insoweit als Werbungskosten abzugsfähig, als dies im Gesetz ausdrücklich zugelassen ist. Sie sind bei der Einkunftsart abzuziehen, bei der sie erwachsen. Werbungskosten eines Dienstnehmers sind Aufwendungen oder Ausgaben, die beruflich veranlasst sind.
Eine berufliche Veranlassung ist gegeben, wenn die Aufwendungen oder Ausgaben objektiv in Zusammenhang mit einer nichtselbständigen Tätigkeit stehen und subjektiv zur Erwerbung, Sicherung oder Erhaltung der Einnahmen geleistet werden oder den Steuerpflichtigen unfreiwillig treffen und nicht unter ein Abzugsverbot des § 20 EStG 1988 fallen. Ob man diese Bestimmung nun im Sinne des kausalen oder finalen Werbungskostenbegriffes versteht, hat keine Auswirkung darauf, ob man die Grenze für die Absetzbarkeit solcher Aufwendungen und Ausgaben im § 20 EStG 1988 insofern als deklarativ oder konstitutiv begreift.
Jedenfalls sieht § 20 Abs. 1 lit. a EStG 1988 im Sinne einer Gleichbehandlung derjenigen ohne Privatleben, welches in irgendeiner Weise das berufliche berührt, mit denjenigen, welche beides miteinander verbinden können, vor, dass Aufwendungen oder Ausgaben für die Lebensführung, selbst, wenn sie die wirtschaftliche oder gesellschaftliche Stellung des Steuerpflichtigen mit sich bringen und sie zur Förderung des Berufes oder der Tätigkeit des Steuerpflichtigen erfolgen, nicht abzugsfähig sind.
Gemäß § 20 Abs. 1 EStG 1988 dürfen nämlich bei den einzelnen Einkünften die für den Haushalt des Steuerpflichtigen und für den Unterhalt seiner Familienangehörigen aufgewendeten Beträge, Aufwendungen oder Ausgaben für die Lebensführung, nicht abgezogen werden, selbst wenn sie die wirtschaftliche oder gesellschaftliche Stellung des Steuerpflichtigen mit sich bringt und zur Förderung des Berufes oder der Tätigkeit des Steuerpflichtigen erfolgen.
Wendet man diese Gedanken auf die vom Berufungswerber geltend gemachten Aufwendungen an, ist als erstes zu Bedenken, dass der Berufungswerber als Werbungskosten bei den Einkünften aus nichtselbständiger Tätigkeit als Hauptschullehrer in den Fächern Deutsch und Leibeserziehung ausschließlich die Aufwendungen für den Erwerb von Büchern beziehungsweise eines Kalenders als Werbungskosten geltend gemacht hat.
Nach der Judikatur sind den oben dargestellten Gedanken folgend Werke der Literatur, welche von allgemeinem Interesse, beziehungsweise für einen nicht abgrenzbaren Teil der Allgemeinheit bestimmt sind nicht abzugsfähig (für viele Doralt, Einkommensteuergesetz4, Tz 163 zu § 20, 66f und die dort zitierten Fundstellen: VwGH 23.5.1984, 1984/455 zum Lesestoff eines Deutschprofessor, VwGH 3.11.1981, 81/14/0022, 1982/196 zu Werken der Belletristik eines Mittelschulprofessors für Deutsch).
Bei Büchern, die auch dem Beruf nutzen können, vertritt der Verwaltungsgerichtshof auch in der jüngeren Judikatur die Ansicht, dass diese dann unberücksichtigt bleiben, wenn sie in typisierender Betrachtungsweise der privaten Lebenssphäre zuzuordnen sind. Auf die konkrete tatsächliche Nutzung kommt es dabei nicht an (siehe etwa zuletzt VwGH 29.9.2004, 2000/13/0150: "Bei der Abgrenzung beruflich bedingter Aufwendungen von den Kosten der Lebensführung ist eine typisierende Betrachtungsweise derart anzuwenden, dass nicht die konkrete tatsächliche Nutzung, sondern die typischerweise zu vermutende Nutzung als allein erheblich angesehen werden muss. Als Ergebnis dieser gebotenen typisierenden Betrachtungsweise hat der Verwaltungsgerichtshof in ständiger Rechtsprechung daran festgehalten, dass die Anschaffung von Werken der Literatur, die von allgemeinem Interesse oder für einen nicht fest abgrenzbaren Teil der Allgemeinheit mit höherem Bildungsgrad bestimmt ist, nicht abzugsfähige Kosten der Lebensführung begründet.").
Für alle oben beschriebenen Werke trifft dies mit Ausnahme von Jürgen Weineck, Optimales Ausdauertraining zu. Es handelt sich um Romane oder Dokumentationen (Sportchronik, Kanada Reiseführer), die für jedermann von Interesse sind, auch wenn sich teilweise Werke der Jugendliteratur darunter befinden. Auch Bildkalender wie jener über das Snowboardfahren dienen in typisierender Betrachtung nicht bloß dem Nutzen von Sportlehrern. Für all diese Posten kommt daher ein Abziehen als Werbungskosten gemäß § 20 Abs. 1 EStG 1988 nicht in Betracht.
Anders liegt der Fall bei Jürgen Weineck, Optimales Ausdauertraining, welches sich als Fachbuch auch an Sportlehrer wendet. Dieses ist zum Werbungskostenabzug zuzulassen.
Da die Anschaffungskosten dieses Buches S 715,00 betragen haben, der Berufungswerber aber keine andere steuerlich anzuerkennenden Werbungskosten geltend gemacht hat, liegt dieser Betrag unter den S 1.800,00 Werbungskostenpauschale des § 16 Abs. 3 EStG.
Aus diesem Grund ist einerseits dem ursprünglichen Berufungsbegehren, die Einkünfte als Trainer nicht doppelt bei den Einkünften aus selbständiger und nichtselbständiger Arbeit zu berücksichtigen wie in der Berufungsvorentscheidung vom 5. Mai 2003 stattzugeben. Andererseits ist der angefochtenen Bescheid entgegen dem Begehren im Antrag auf Vorlage der Berufung an die Abgabenbehörde zweiter Instanz in gleicher Weise wie in der Berufungsvorentscheidung vom 5. Mai 2003 insofern abzuändern, dass bei den Einkünften aus nichtselbständiger Tätigkeit Werbungskosten bloß in der Höhe des Pauschalbetrages von S 1.800,00 berücksichtigt werden.
Werbungskosten, typisierend, Abzugsfähigkeit, Bücher, Belletristik, Lehrer, Fachbuch, Fachbücher, Unterricht, Privatleben
Findok-Nr: 25353.1, aufgenommen am: 29.12.2006 11:46:32, Dokument-ID: bb123f68-846a-49da-8d98-7350fa9c8321, Segment-ID: 27de477f-051c-4201-b5f9-e4e173bc882b

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 § 16