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Timestamp: 2016-10-28 00:44:47+00:00

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9C_699/2010 (22.12.2010)
Der 1952 geborene A.________ arbeitete ab ... 1977 bei der S.________ AG. Am 24. Januar 2003 l�ste die Arbeitgeberin das Arbeitsverh�ltnis auf Ende April 2003 auf. An diesem Freitag hatte A.________ letztmals gearbeitet. Danach war er krank geschrieben. Im Dezember 2003 meldete sich A.________ bei der Invalidenversicherung an und beantragte eine Rente. Nach Abkl�rungen sprach ihm die IV-Stelle des Kantons Aargau mit Verf�gung vom 2. Dezember 2005 eine ganze Rente ab 1. Januar 2004 zu. Das von der Pensionskasse der Batigroup (Vorsorgeeinrichtung des letzten Arbeitgebers von A.________) angestrengte Einsprache- und Beschwerdeverfahren endete mit der R�ckweisung der Sache zu weiteren Abkl�rungen und zu neuer Verf�gung an die Verwaltung (Entscheid des Versicherungsgerichts das Kantons Aargau vom 15. November 2006). Im September 2007 wurde A.________ im medizinischen Institut X.________ abgekl�rt (Expertise vom 20. November 2007). Nach durchgef�hrtem Vorbescheidverfahren sprach ihm die IV-Stelle am 30. M�rz 2009 in Form mehrerer Verf�gungen, mit welchen sie gleichzeitig auf die R�ckforderung der f�r den jeweiligen Zeitabschnitt zu viel ausgerichteten Leistungen verzichtete, eine Viertelsrente ab 1. Januar 2004 zu.
A.________ l�sst Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten f�hren mit dem Rechtsbegehren, der Entscheid vom 8. Juni 2010 und die Verf�gungen vom 30. M�rz 2010 seien aufzuheben und ihm mit Wirkung ab 1. Januar 2004 eine ganze oder eine Dreiviertels- oder eine halbe IV-Rente zuzusprechen, eventuell die Sache zur weiteren Abkl�rung an die IV-Stelle zur�ckzuweisen.
Die IV-Stelle und die Implenia Vorsorge (fr�her: Pensionskasse der Batigroup) beantragen die Abweisung der Beschwerde. Kantonales Versicherungsgericht und Bundesamt f�r Sozialversicherungen haben auf eine Vernehmlassung verzichtet.
Das kantonale Gericht hat durch Einkommensvergleich (Art. 16 ATSG in Verbindung mit Art. 28a Abs. 1 IVG) einen Invalidit�tsgrad von 49 % ermittelt, was Anspruch auf eine Viertelsrente gibt (Art. 28 Abs. 2 IVG). Das Valideneinkommen (Fr. 62'790.- [= 13 x Fr. 4'830.-]) entspricht dem Verdienst, den der Beschwerdef�hrer 2004 an der letzten vor der Anmeldung bei der Invalidenversicherung im Dezember 2003 innegehabten Arbeitsstelle erzielt h�tte (Fragebogen Arbeitgeber vom 24. Februar 2004). Das Invalideneinkommen (Fr. 32'064.61) hat die Vorinstanz auf der Grundlage der Schweizerischen Lohnstrukturerhebung 2004 des Bundesamtes f�r Statistik (LSE 04) berechnet (vgl. dazu BGE 124 V 321). Dabei hat sie einen Abzug vom Tabellenlohn von 20 % gem�ss BGE 126 V 75 vorgenommen. Die trotz gesundheitlicher Beeintr�chtigung zumutbare Arbeitsf�higkeit hat sie gest�tzt auf das Gutachten des medizinischen Instituts X.________ vom 20. November 2007 auf 70 % festgesetzt.
2.1 Mit Bezug auf das Invalideneinkommen r�gt der Beschwerdef�hrer eine Verletzung des Untersuchungsgrundsatzes (Art. 43 Abs. 1 und Art. 61 lit. c ATSG) sowie des rechtlichen Geh�rs (Art. 29 Abs. 2 BV), weil IV-Stelle und kantonales Gericht keine Abkl�rungen zur Frage der Verschlechterung des psychischen Gesundheitszustandes seit der Untersuchung im medizinischen Institut X.________ im September 2007 get�tigt h�tten. Im Weitern sei vom Tabellenlohn der maximale Abzug von 25 % vorzunehmen.
2.2 Das kantonale Gericht hat zum gleichen Einwand in der vorinstanzlichen Beschwerde Stellung genommen und ist zum Ergebnis gelangt, es l�gen keine Anhaltspunkte f�r eine Ver�nderung der medizinischen Situation seit der Begutachtung vor. Der Beschwerdef�hrer setzt sich mit den betreffenden vorinstanzlichen Erw�gungen nicht auseinander, weshalb auf seine Vorbringen nicht n�her einzugehen ist (Art. 41 Abs. 2 BGG; BGE 134 II 244 E. 2.1-2.3 S. 245 ff.). Der Beweiswert des Gutachtens des medizinischen Instituts X.________ vom 20. November 2007 wird nicht bestritten. Den maximalen Abzug vom Tabellenlohn von 25 % sodann begr�ndet er damit, es seien s�mtliche denkbaren K�rzungsgr�nde (Art und Ausmass der Behinderung, Alter, Dienstjahre, Nationalit�t und Besch�ftigungsgrad; vgl. BGE 126 V 75 E. 5b/bb S. 80) gegeben. Mit dieser pauschalen Begr�ndung ohne Bezugnahme auf die diesbez�glichen vorinstanzlichen Erw�gungen vermag er jedoch nicht darzutun, inwiefern die Vorinstanz mit einem Abzug von 20 % ihr Ermessen rechtsfehlerhaft ausge�bt haben soll (BGE 132 V 393 E. 3.3 S. 399; Urteil 9C_728/2009 vom 21. September 2010 E. 4.1.2).
Zum Valideneinkommen bringt der Beschwerdef�hrer sinngem�ss vor, die Vorinstanz habe die Lohnsteigerung von 2000 bis 2002 gem�ss den IK-Eintragungen zu Unrecht nicht oder jedenfalls zu wenig ber�cksichtigt und damit Art. 16 ATSG verletzt. Die beigeladene Vorsorgeeinrichtung macht wie schon im vorinstanzlichen Verfahren geltend, dem Versicherten sei die letzte Stelle am 24. Januar 2003 aus wirtschaftlichen Gr�nden gek�ndigt worden, bevor die gesundheitliche Beeintr�chtigung eingetreten sei, weshalb das Valideneinkommen anhand von statistischen Durchschnittsl�hnen zu ermitteln sei.
3.1 Das Valideneinkommen bestimmt sich danach, was die versicherte Person nach dem Beweisgrad der �berwiegenden Wahrscheinlichkeit als Gesunde im Zeitpunkt des fr�hestm�glichen Rentenbeginns (hier: 1. Januar 2004) bis zum Verf�gungserlass (hier: 30. M�rz 2009; BGE 129 V 222) tats�chlich verdient h�tte. Dabei ist in der Regel am zuletzt vor Eintritt der Gesundheitssch�digung im angestammten Bereich erzielten Lohn anzukn�pfen. Ausnahmen m�ssen mit �berwiegender Wahrscheinlichkeit erstellt sein (BGE 134 V 322 E. 4.1 S. 325; SVR 2009 IV Nr. 28 S. 79, 8C_576/2008 E. 6.2; vgl. zur Ber�cksichtigung einer hypothetischen beruflichen Weiterentwicklung im Gesundheitsfall SVR 2010 UV Nr. 13 S. 51, 8C_550/2009 E. 4.1 und 4.2 sowie Urteil I 831/06 vom 10. Oktober 2007 E. 2.3.1-2). Nach der Rechtsprechung ist der Lohn f�r regelm�ssig geleistete �berstunden ebenfalls zum Valideneinkommen zu z�hlen (AHI 2002 S. 155, I 357/01 E. 3b; Urteile 8C_765/2007 vom 11. Juli 2008 E. 4.1.2 und I 433/06 vom 23. Juli 2007 E. 4.1.2, je mit Hinweisen).
3.2 Die Vorinstanz hat das Valideneinkommen gest�tzt auf die Angaben im Fragebogen Arbeitgeber vom 24. Februar 2004 ermittelt. Danach h�tte der Beschwerdef�hrer in diesem Jahr Fr. 62'790.- (13 x Fr. 4'830.-) verdient. Auf die Eintragungen im Individuellen Konto (IK) hat das kantonale Versicherungsgericht deshalb nicht abgestellt, weil die betreffenden Einkommen von Fr. 57'164.- (2000), Fr. 60'653.- (2001) und Fr. 66'066.- (2002) stark schwankten und bezogen auf den Durchschnittsverdienst von Fr. 61'301.- die vom Versicherten behauptete Lohnsteigerung von 5,4 % 2002/03 nicht nachvollziehbar sei. Dagegen wendet der Beschwerdef�hrer zu Recht ein, dass die L�hne ab 2000 nicht stark schwankten, sondern kontinuierlich stiegen. Die Zunahmen lagen zwar deutlich �ber der durchschnittlichen Nominallohnerh�hung im Baugewerbe (vgl. Die Volkswirtschaft 3-2007 S. 91 Tabelle B 10.2), was jedoch f�r sich allein genommen kein hinreichender Grund ist, nicht darauf abzustellen.
Das Beiziehen des Verdienstes, den der Beschwerdef�hrer 2004 erzielt h�tte, ist rechtlich gesehen hier grunds�tzlich nicht zu beanstanden. Daran �ndert entgegen der Auffassung der Vorsorgeeinrichtung nichts, dass im Fragebogen Arbeitgeber vom 24. Februar 2004 angegeben wurde, dem Versicherten sei die seit August 1977 innegehabte Stelle als Bauarbeiter aus wirtschaftlichen Gr�nden (am 24. Januar 2003 auf Ende April 2003) gek�ndigt worden. Es besteht aufgrund der zeitlichen N�he der Aufl�sung des langj�hrigen Arbeitsverh�ltnisses und des Eintritts der gesundheitlichen Beeintr�chtigung jedenfalls kein hinreichender Grund, auf Tabellenl�hne abzustellen.
3.3 In masslicher Hinsicht ist Folgendes zu beachten: Gem�ss dem Fragebogen Arbeitgeber vom 24. Februar 2004 belief sich der Jahresverdienst 2001 auf Fr. 65'993.- bei 2'157 Arbeitsstunden und 2002 auf Fr. 69'574.- bei 2'115 Arbeitsstunden. Die normale w�chentliche Arbeitszeit im Betrieb betrug 41,4 Stunden (5 x 8,28 h), was bei vier Wochen Ferien rund 1'988 Arbeitsstunden im Jahr ergibt. Der Beschwerdef�hrer hatte somit - im gesetzlich zul�ssigen Rahmen (vgl. Art. 9 ff. des Bundesgesetzes vom 13. M�rz 1964 �ber die Arbeit in Industrie, Gewerbe und Handel [Arbeitsgesetz (ArG); SR 822.11) - 2001 und 2002 ein deutlich h�heres Arbeitspensum geleistet als das Normalarbeitspensum. Bezogen auf ein solches entspricht der angegebene Jahresverdienst f�r 2004 von Fr. 62'790.- (13 x Fr. 4'830.-) einem Stundenlohn von brutto Fr. 31.60. F�r 2001 und 2002 ergibt sich ein Stundenlohn von Fr. 30.60 resp. Fr. 32.90. Daraus ist zu folgern, dass sich die Lohnangabe des Arbeitgebers f�r 2004 auf ein Normalarbeitspensum bezog. Es ist davon auszugehen, dass der Beschwerdef�hrer auch 2004 �berstundenarbeit (vgl. dazu in Abgrenzung zu �berzeitarbeit BGE 126 III 337) geleistet h�tte und daher mehr als Fr. 62'790.- verdient h�tte. Von diesbez�glichen Abkl�rungen kann abgesehen werden. Bereits 23 �berstunden, was mit Fr. 726.- (23 x Fr. 31.60) zu entl�hnen ist, ergeben einen Invalidit�tsgrad von mehr als 49,5 % ([Fr. 63'516.- - Fr. 32'064.61]/Fr. 63'516.- x 100 %; zum Runden BGE 130 V 121) und somit Anspruch auf eine halbe Invalidenrente. Unbestrittener Leistungsbeginn ist der 1. Januar 2004.
Bei diesem Ausgang des Verfahrens ist die IV-Stelle kostenpflichtig (Art. 66 Abs. 1 BGG) und hat dem Beschwerdef�hrer eine Parteientsch�digung zu bezahlen (Art. 68 Abs. 2 BGG). Die beigeladene Vorsorgeeinrichtung des letzten Arbeitgebers des Versicherten, welche die Abweisung der Beschwerde beantragt hat, ist als massgebliche Verfahrensbeteiligte zu betrachten. Sie hatte die urspr�ngliche Zusprechung einer ganzen Rente angefochten und vor dem kantonalen Versicherungsgericht die R�ckweisung der Sache an die IV-Stelle zu weiteren Abkl�rungen und zu neuer Verf�gung erstritten. Es rechtfertigt sich daher, ihr die H�lfte der Gerichtskosten aufzuerlegen und sie zur Bezahlung der H�lfte der Parteientsch�digung an den Beschwerdef�hrer zu verpflichten (Art. 69 Abs. 2 BZP in Verbindung mit Art. 71 BGG; Urteil 4A_440/2007 vom 6. Februar 2008 E. 3, nicht publiziert in BGE 133 III 255). Anlass zu einer Reduktion der Parteientsch�digung besteht nicht, weil das �berklagen den Prozessaufwand nicht wesentlich beeinflusst hat (BGE 117 V 401 E. 2c S. 407; Urteil 9C_672/2008 vom 23. Oktober 2008 E. 5.3.1).
Die Beschwerde wird teilweise gutgeheissen. Der Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons Aargau vom 8. Juni 2010 und die Verf�gung der IV-Stelle des Kantons Aargau vom 30. M�rz 2009 werden aufgehoben und es wird festgestellt, dass der Beschwerdef�hrer Anspruch auf eine halbe Rente der Invalidenversicherung ab 1. Januar 2004 hat.
Die Gerichtskosten von Fr. 500.- werden je zur H�lfte der IV-Stelle des Kantons Aargau und der Implenia Vorsorge auferlegt.
Die IV-Stelle des Kantons Aargau und die Implenia Vorsorge haben den Beschwerdef�hrer f�r das bundesgerichtliche Verfahren je mit Fr. 1'400.- zu entsch�digen.
Dieses Urteil wird den Parteien, der Implenia Vorsorge, Basel, dem Versicherungsgericht des Kantons Aargau, der Ausgleichskasse des Kantons Aargau und dem Bundesamt f�r Sozialversicherungen schriftlich mitgeteilt.

References: Art. 28
 BGE 
 BGE 
 Art. 61
 BGE 
 BGE 
 Art. 16
 BGE 
 Art. 9
 BGE 
 BGE 
 Art. 71
 BGE