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Timestamp: 2019-06-19 20:08:03+00:00

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Agrarwirtschaftliches Fachschulwesen
Ausbildung an Hochschulen
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> Bildung, Beratung und Forschung
Berufsausbildung in der Agrar- und Hauswirtschaft
Seit dem Jahr 2005 ist das Bayerische Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten neben den Agrarberufen auch zuständige Stelle für die gesamte Berufsbildung in der Hauswirtschaft.
Im Jahr 2009 begannen 2 245 Personen eine betriebliche Ausbildung in einem Agrarberuf; das sind 44 Berufsanfänger mehr als im Vorjahr. Von den Berufsanfängern begannen 33,4 % eine Ausbildung im Beruf Landwirt und 36,3 % im Beruf Gärtner. Unter den 2 245 Berufsanfängern befinden sich 250 (Jahr 2008: 187), die bereits einen anderen Beruf erlernt und 614 (Jahr 2008: 742), die ein schulisches Berufsgrundschuljahr mit Erfolg besucht hatten.
In nahezu allen Agrarberufen ist bei der Zahl der Berufsanfänger eine stabile Entwicklung zu verzeichnen.
Berufsanfänger in den landwirtschaftlichen Berufen
Hausw. (ländl.)
1980 5.093 2.304 1.207 1.086 110 386
1990 2.544 986 248 846 137 327
2000 1.961 582 99 823 59 398
2008 2.201 687 57 824 70 563
2009 2.245 751 37 815 54 588
Insgesamt befanden sich 5 393 Lehrlinge (Jahr 2008: 5 488) am Jahresende 2009 in einem Agrarberuf in betrieblicher Ausbildung.
Im Jahr 2009 nahmen an der Berufsabschlussprüfung 3 151 (Jahr 2008: 2 968) Bewerber teil; 85 % davon waren erfolgreich. Unter Berücksichtigung von Wiederholungsprüfungen gelangten 90,7 % zum Berufsabschluss.
Berufsabschlüsse in den landwirtschaftlichen Berufen 2009
Hausw.(ländl.)
Auszubildende insgesamt 5.393 1.391 107 2.259 173 1.463
Berufsanfänger 2.245 751 37 815 54 588
Teilnehmer Abschlussprüfung 3.151 1.180 354 964 61 592
Erfolgreiche Prüfungsteilnehmer 2.666 1.046 329 762 59 470
Die Zahl der Personen, die eine berufliche Abschlussprüfung nach § 45 Abs. 2 Berufsbildungsgesetz (BBiG), d. h. nach mehrjähriger haupt- oder nebenberuflicher Tätigkeit ablegten, ist geringfügig zurückgegangen (vgl. Tabelle „Erfolgreiche Abschlussprüfungsteilnehmer nach § 45 Abs. 2 BBiG“).
Erfolgreiche Abschlussprüfungsteilnehmer nach § 45 Abs. 2 BBiG
1980 323 130 87 40 45 21
1990 632 354 187 34 43 14
2000 762 429 266 21 2 44
2008 675 353 301 4 5 43
2009 654 326 286 16 5 21
Berufsgrundschuljahr Agrarwirtschaft
Vor Beginn der betrieblichen Ausbildung besuchen die künftigen Auszubildenden in den Berufen Landwirt/in und Tierwirt/in in der Regel ein vollzeitschulisches Berufsgrundschuljahr. Bei erfolgreichem Besuch wird dies als erstes Ausbildungsjahr angerechnet. Die Zahl der Schüler im Berufsgrundschuljahr Agrarwirtschaft beträgt im Schuljahr 2009/2010 insgesamt 795.
Die Entwicklung des Berufsgrundschuljahres Agrarwirtschaft
BGJ-Schüler
1985/1986 1.622
1995/1996 722
2000/2001 592
2004/2005 828
2006/2007 894
2007/2008 778
2008/2009 774
2009/2010 795
Im Jahr 2009 begannen 751 Auszubildende eine betriebliche Ausbildung (Lehre) zum Landwirt. Davon haben 585 (Jahr 2008: 531) das Berufsgrundschuljahr (BGJ) erfolgreich besucht. 115 (Jahr 2008: 98) Auszubildende können bereits einen anderen Berufsabschluss nachweisen.
2008 687 219 104 59 60 77 31 137
2009 751 231 128 80 72 86 39 121
Im Jahr 2009 haben, wie schon 2008, über 1 000 Teilnehmer die Abschlussprüfung zum Landwirt bestanden.
Teilnehmer mit bestandener Abschlussprüfung Landwirt nach Regierungsbezirken
2008 1.043 313 176 119 97 92 54 192
2009 1.046 319 151 98 87 98 70 223
Viele Söhne und Töchter treten erst dann in den landwirtschaftlichen Beruf ein, wenn sie den elterlichen Betrieb übernehmen. Nach einer außerlandwirtschaftlichen Berufsausbildung und -tätigkeit erwerben sich die jungen Landwirte zumeist im Bildungsprogramm Landwirt das für die Bewirtschaftung des Betriebes notwendige fachliche Wissen und Können und legen die Abschlussprüfung nicht nach einer landwirtschaftlichen Lehre, sondern aufgrund ihrer mehrjährigen Berufspraxis nach § 45 Abs. 2 BBiG ab.
Erfolgreiche Teilnehmer an der Abschlussprüfung nach mehrjähriger beruflicher Tätigkeit
2008 353 96 71 48 25 29 28 56
2009 326 88 45 24 31 13 35 90
Der Anteil von Abschlussprüflingen ohne vorausgegangene Berufsausbildung (Zulassung nach § 45 Abs. 2 BBiG) an den gesamten Prüfungsteilnehmern hat einen Anteil von über 31 %. Diese Quote liegt weit über dem Bundesdurchschnitt.
Bei den kleineren Nebenerwerbsbetrieben steht das außerbetriebliche Einkommen im Vordergrund. Die Qualifizierung für die Bewirtschaftung des Nebenerwerbsbetriebs erfolgt meist zu einem späteren Zeitpunkt.
Im modularen Bildungsprogramm Landwirt (BiLa) erhalten diese Betriebsleiter/innen das notwendige fachliche Wissen und Können. Das Bildungsspektrum reicht dabei von der Vermittlung der Standards im Tier- und Umweltschutz über zeitgemäße Produktionsverfahren und Bürokommunikation bis hin zur Vorbereitung auf die Abschlussprüfung Landwirt/in.
In den vergangenen Jahren haben jährlich annähernd 10 000 Männer und Frauen an diesen Bildungsmaßnahmen der Ämter für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten teilgenommen.
Im Gartenbau ist die Zahl der Berufsanfänger stabil. In den einzelnen Fachrichtungen entwickelte sich die Zahl der Berufsanfänger in den letzten Jahren unterschiedlich (vgl. Tabelle „Berufsanfänger in den einzelnen Fachrichtungen des Gartenbaus“).
Berufsanfänger in den einzelnen Fachrichtungen des Gartenbaues
Zierpflanzenbau 390 310 239 235
Staudengärtnerei 20 27 19 25
Gemüsebau 73 32 44 38
Baumschule 65 61 52 56
Obstbau 8 – 6 7
Garten-/Landschaftsbau 282 382 455 446
Friedhofsgärtnerei 8 6 9 8
Gärtner insgesamt 846 823 824 815
Auszubildende im Gartenbau nach schulischer Vorbildung (in %)
1990 51,6 23,2 21,9
2000 65,3 20,4 9,3
2008 65,1 24,1 6,2
2009 65,6 24,7 7,9
Die Zahl der Auszubildenden in den drei Ausbildungsjahren beim Gärtner beträgt 2 259 (Jahr 2008: 2 312).
Auszubildende im Gartenbau nach Fachrichtung in den Regierungsbezirken zum 31.12.2009
Gärtner insgesamt 847 217 146 212 276 309 288 2.295
dav. Zierpflanzenbau 223 61 61 83 77 100 93 698
Staudengärtnerei 17 10 - 10 2 3 4 46
Gemüsebau 57 13 1 5 12 14 10 112
Baumschule 34 23 8 8 15 15 35 138
Obstbau 2 3 – – - 6 2 13
Garten- und Landschaftsbau 505 107 76 106 164 166 142 1.266
Friedhofsgärtnerei 9 – – – 6 5 2 22
Werker Gartenbau insgesamt 136 87 58 57 73 123 117 651
An der Abschlussprüfung zum Gärtner nahmen 2009 964 Bewerber teil, davon waren 79 % erfolgreich. Derzeit bilden 978 Betriebe in den Fachrichtungen des Gartenbaues aus.
Teilnehmer an der Abschlussprüfung Gärtner/in
Bestanden Zahl
Bestanden %
1990	 1.039	 922	 88,7	 383
2000	 911	 720	 79	 236
2008	 812	 642	 79	 154
2009	 964	 762	 79	 197
Werker/in Gartenbau
In 121 (Jahr 2008: 151) Bildungswerken bzw. privaten oder kommunalen Ausbildungsstätten werden insgesamt 646 (Jahr 2008: 651) Personen zu Werkern in den Fachrichtungen Zierpflanzenbau (262), Gemüsebau (70), Garten- und Landschaftsbau (305) und Baumschule (9) ausgebildet.
Von den 184 Prüfungsteilnehmern haben 147 die Prüfung bestanden, davon 57 im Zierpflanzenbau, 13 im Gemüsebau, 74 im Garten- und Landschaftsbau, zwei in der Baumschule und einer in der Staudengärtnerei.
65 Winzerlehrlinge werden in 44 Betrieben in Unterfranken und einem Betrieb in Lindau (Bodensee) ausgebildet.
Von den 56 Teilnehmern an der Abschlussprüfung im Jahr 2009 waren 42 erfolgreich, 11 legten aufgrund ihrer praktischen Tätigkeit ohne betriebliche Lehre (i. d. R. Nebenerwerbswinzer) die Prüfung ab, davon bestanden 7 die Prüfung.
Von den 25 Lehrlingen haben 19 die Prüfung bestanden.
Lehrlinge im Beruf Tierwirt/in
Tierwirt insgesamt 27 18 25 25
dav. Rinderhaltung 4 1 – –
Schweinehaltung 1 1 2 2
Schäferei 10 6 9 9
Geflügelhaltung 11 9 11 11
Imkerei 1 1 3 3
Insgesamt wurden im Jahr 2009 181 Pferdewirtlehrlingen ausgebildet. 61 Auszubildende weisen einen mittleren Bildungsabschluss, 10 die Fachhochschulreife und 35 das Abitur nach. Von 92 Teilnehmern an der Abschlussprüfung haben 72 bestanden (78 %). Im Jahr 2009 betrug die Zahl der Berufsanfänger, deren Ausbildungsverhältnis am Jahresende noch bestand, insgesamt 86; 3 haben das BGJ Agrarwirtschaft erfolgreich besucht und 14 weisen bereits einen anderen Berufsabschluss nach.
Pferdewirtlehrlinge nach Schwerpunkten
Pferdewirt insgesamt 135 154 172 181
dav. Zucht und Haltung 46 69 96 94
Reiten 69 66 61 73
Rennreiten 6 4 6 4
Trabrennfahren 14 15 9 10
Bei 28 Berufsanfängern beträgt die Zahl der Ausbildungsverhältnisse insgesamt 52 Lehrlinge; davon werden 44 im Schwerpunkt Haltung und Zucht und 8 im Schwerpunkt Seen- und Flussfischerei ausgebildet. Von den 43 Teilnehmern an der Abschlussprüfung waren 38 (88 %) erfolgreich.
Die Zahl der Berufsanfänger beträgt 54 (Jahr 2008: 70). Die insgesamt 173 Auszubildenden verteilen sich auf 84 Auszubildende im Staatswald, 49 im Kommunal- und Körperschaftswald, 29 im Privatwald und 11 in Forstunternehmen. Die Zahl der Abschlussprüfungsteilnehmer betrug 61, 59 davon waren erfolgreich.
Derzeit werden 9 Revierjägerlehrlinge, überwiegend in Oberbayern und Schwaben ausgebildet.
Landwirtschaftliche Brenner/in
Derzeit besteht kein Ausbildungsverhältnis zum Brenner.
Molkereifachmann/-fachfrau
104 Jugendliche haben 2009 (Jahr 2008: 108) eine Berufsausbildung begonnen; insgesamt werden 335 Lehrlinge in 63 milchwirtschaftlichen Betrieben zur Molkereifachfrau und zum Molkereifachmann ausgebildet. An der Abschlussprüfung nahmen 111 Auszubildende teil, 97 haben die Prüfung bestanden.
Milchwirtschaftliche Laborant/in
Im Jahr 2009 haben 51 (Jahr 2008: 56) Auszubildende mit einer Ausbildung begonnen. Von den 82 Teilnehmern an der Abschlussprüfung bestanden 55, davon 49 weibliche, die Prüfung.
14 Auszubildende haben die Ausbildung begonnen. Insgesamt befinden sich 18 Auszubildende in Lohnunternehmen zur Berufsausbildung.
Im Herbst 2009 haben insgesamt 206 Jugendliche eine betriebliche Ausbildung zum/zur Hauswirtschafter/in begonnen. Die Möglichkeit der Heimlehre wird meist nur noch aus familiären Gründen oder aufgrund schwieriger Ausbildungsstellensituationen genutzt.
Auszubildende in der Hauswirtschaft im zweiten Ausbildungsjahr
Davon Beruf der HW
Davon Beruf der LW
2007	 257	 192	 55
2008	 210	 159	 51
2009	 183	 146	 37
Die Prüfungsteilnehmer/innen an der Abschlussprüfung in der Hauswirtschaft gliedern sich in drei Gruppen:
Auszubildende der dualen Ausbildung, § 43 Abs. 1 BBiG
Berufsfachschüler/innen, § 43 Abs. 2 BBiG
Prüfungsteilnehmer nach § 45 Abs. 2 BBiG (Zulassung aufgrund von Praxiszeiten).
Die Mehrzahl der Auszubildenden bevorzugen den Weg über die Berufsfachschule (BFS). Neben der schwierigen Ausbildungsstellensituation ist dies auch darauf zurückzuführen, dass die Berufsschulen zentral liegen und gut erreichbar sind. Viele Schülerinnen erhalten zudem eine Förderung über BAföG.
Die Zahl der Prüfungsteilnehmer nach § 45 Abs. 2 BBiG ist in den letzten Jahren relativ konstant. Dazu bieten städtische Verbände spezielle Lehrgänge zur Vorbereitung auf die Abschlussprüfung an.
Studierende können im Anschluss an den einsemestrigen Studiengang Hauswirtschaft an den Landwirtschaftsschulen bei ausreichender Praxiszeit die Abschlussprüfung „Hauswirtschafter/in“ ablegen.
Teilnehmer/innen an der Abschlussprüfung in der Hauswirtschaft
Davon Azubis1)
Davon BFS1)
Davon § 45 Abs.2 BBiG1)
Davon Azubis2)
Davon BFS2)
Davon § 45 Abs. 2 BBiG2)
2006	 2.227	 214	 1.269	 380	 64	 20	 280
2007	 2.198	 222	 1.287	 355	 60	 27	 247
2008	 2.302	 204	 1.352	 363	 79	 36	 268
2009	 1.984	 162	 1.189	 282	 72	 34	 248
1) Beruf der Hauswirtschaft.
2) Beruf der Landwirtschaft.
Hauswirtschaftstechnische Helfer/in
Der Beruf des/der Hauswirtschaftstechnischen Helfer/in wird in Berufsbildungswerken von jungen Menschen mit Behinderung erlernt. Die Ausbildung ist auf den Großhaushalt mit den Schwerpunkten Nahrungszubereitung, Hausreinigung und Entsorgung sowie Textilpflege und Instandhaltung ausgerichtet. Um die Arbeitsmarktchancen der Jugendlichen zu erhöhen, wird derzeit die Ausbildungsverordnung zum/zur zukünftigen „Dienstleistungshelfer/in Hauswirtschaft“ überarbeitet
Hauswirtschaftstechnische/r Helfer/innen Ausbildungsverhältnisse und Teilnehmer/innen an der Abschlussprüfung
Zahl der Ausbildungsverhältnisse
Teilnehmer/innen an der Abschlussprüfung
2008 742 252
2009 684 231

References: § 45
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 § 43
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 § 45
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