Source: http://klara.versicherung/news.htm
Timestamp: 2017-11-24 18:35:11+00:00

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- Klara auf experten.de -
Beitrag vom 23.6.2017 » zum Artikel
- Ist Klara visionär? -
von Rechtsanwalt Stephan Michaelis LL.M., Fachanwalt für Versicherungsrecht und Handels- und Gesellschaftsrecht
Diese Eingangsfrage möchte ich mit einem klaren Ja beantworten! Bevor ich aber auf unsere zukünftige Planung eingehe, möchte ich an dieser Stelle hervorheben, welche besonderen Mehrwerte unsere Klara bereits heute bietet.
1. Übernahme von Fremdverträgen
Der Versicherungsmakler lebt in einem starken Verdrängungswettbewerb. Die digitale Kommunikation über das Internet und über Apps nimmt immer stärker zu. Es ist heute nicht mehr der Ausschließlichkeitsvertreter oder die Bank, die dem Versicherungsmakler das Leben wirklich schwer machen. Denn in diesem Konkurrenzfeld hat der Versicherungsmakler den Vorteil, für seinen Kunden stets das optimale und im Preis-Leistungsverhältnis beste Produkt auszuwählen. Diese Transparenz, die der Makler bieten kann, wird künftig auch das Internet übernehmen können. Die einfache Vergleichbarkeit von Versicherungsprodukten und der direkte Abschluss über das Internet ist also für den Versicherungsmakler die wesentlich größere Konkurrenz, als der Ausschließlichkeitsvertreter um die Ecke. Deshalb muss sich der Versicherungsmakler dringend technisch neu aufstellen, um dieser digitalen Konkurrenz zu begegnen. Jeder Makler muss also für sich eine Lösung finden, welche digitale Antwort er auf diese neue Internet-Konkurrenz findet. Mit unserem Produkt Klara geben wir daher jedem, gerade auch den kleinen Versicherungsmakler, ein Arbeitsmittel an die Hand, um mit den großen Fin-Techs auf Augenhöhe zu sein.
Die Übernahme von Fremdverträgen seines Bestandskunden ist also nur eines der vielen wichtigen Hilfsmittel, um dem Makler die Expansion seines Unternehmens zu ermöglichen. Eine App, sei es nun Klara oder eine andere, soll nicht ausschließlich das anonyme und digitale Medium sein, wie ein Kunde künftig betreut wird. Gerade der Versicherungsmakler muss hervorheben, dass es nur eine technische Unterstützung ist und die individuelle Beratung seines Kunden stets im Vordergrund steht. Deshalb muss der Versicherungsmakler Mehrwerte bieten, welches gerade die rein digitalen „Vergleichsanbieter“ nicht können. Dies ist und wird immer die persönliche Beratung bleiben!
2. Umdeckung beraten
Auch die Übernahme von Fremdverträgen wird nicht ohne eine ergänzende persönliche Beratung auskommen. Rein digitale Anbieter befinden sich in einer Haftungsfalle! Mit der Übernahme der Fremdverträge ist selbstverständlich die Risikosituation des Kunden zu prüfen und dementsprechend ein geeigneter Versicherungsschutz auszuwählen und gegebenenfalls anzupassen. Auch „Bestandsräuber“ können sich nicht darauf zurückziehen, dass sie nur die Kundenverträge verwalten. Ein Versicherungsmakler hat immer Beratung zu leisten, egal ob online oder offline. Ein Versicherungsmakler ohne Beratung ist kein Versicherungsmakler!
Die technisch einfache Übernahme von Fremdverträgen mit Klara ist also nur ein technisches Hilfsmittel, um den Versicherungsmakler die persönliche Beratung auch zu den „noch Fremdverträgen“ zu ermöglichen. Dieses Potential im eigenen Kundenbestand muss der Versicherungsmakler aber unbedingt heben und ein mögliches Einfallstor für seine Wettbewerber schließen.
3. Maklerverträge
Aus meiner Praxis heraus weiß ich, wie viele Versicherungsmakler ohne Maklererträge oder schriftliche Vollmacht arbeiten. Der Bundesgerichtshof bestätigt immer wieder, dass die Haftung des Versicherungsmaklers sehr weit geht. Dieser umfassenden und unbegrenzten Haftungsgefahr kann der Versicherungsmakler nur begegnen, wenn er ein Versicherungsmaklervertrag mit seinem Kunden vereinbart. Mit einem solchen Versicherungsmaklervertrag kann der Versicherungsmakler seine Haftungsverantwortung gegenüber dem Kunden massiv reduzieren. Ein guter Versicherungsmaklervertrag ersetzt natürlich nicht eine gute Beratungsdokumentation. Dennoch ist es eine unerlässliche und wichtige Grundlage für die Zusammenarbeit zwischen einem Versicherungsmakler und seinem Kunden.
Klara zeigt sowohl dem Kunden, als auch dem Versicherungsmakler, ob diese wichtigen Vertragsgrundlagen vorhanden sind oder nicht. Dabei handelt es sich in erster Linie um den Versicherungsmaklervertrag, die Vollmacht und gegebenenfalls eine Datenschutzerklärung. Wurden diese Vereinbarungen zwischen den Parteien noch nicht geschlossen, so zeigt Klara es den Parteien in der Farbe Rot deutlich an, dass diese Dokumente nicht vorhanden sind. Der Makler hat also dafür Sorge zu tragen, dass seine Kunden auch seinen Maklervertrag haben. Erst wenn Klara Grün anzeigt, hat der Versicherungsmakler seine rechtlichen Hausaufgaben erledigt. Nicht nur wegen der Veräußerbarkeit seiner Bestände, sondern auch zur Haftungssicherheit und Kundenbindung sind die Vereinbarungen von Versicherungsmaklerverträgen und den weiteren Unterlagen unerlässlich.
Über AppRiori kann sich der Versicherungsmakler seine eigenen Versicherungsmaklerverträge erstellen und hat den Vorteil, dass durch die Kanzlei Michaelis in der regelmäßigen Überprüfung eine Aktualisierung der Vertragsvorlagen erfolgt. Denn die individuelle Erstellung eines Versicherungsmaklers durch einen qualifizierten Rechtsanwalt kostet gern € 2.000,00 (oder mehr) und bedarf zudem auch immer wieder der Anpassung und Aktualisierung mit den damit verbundenen Kosten.
5. Servicevereinbarung
Eine große und ungenutzte Einnahmequelle hat der Versicherungsmakler auch, wenn nur jeder seiner Bestandskunden ihm € 10,00 pro Monat für weitere Servicedienstleistungen bezahlen würde. Hierbei handelt es sich nicht um ein Honorar für die Vermittlung oder Betreuung eines Versicherungsvertrages. Es handelt sich um ein (umsatzsteuerpflichtiges) Dienstleistungsentgelt, welches der Versicherungsmakler für weitere zusätzliche Dienstleistungen vereinbaren kann. Liegen seine Dienstleistungseinnahmen unter € 17.500,00 im Jahr, kann er sich im Rahmen der Kleinunternehmerregelung im Übrigen auch von der Umsatzsteuerpflicht befreien lassen. Ob die Einnahmen aber nun mit oder ohne Umsatzsteuer erfolgen, ist auch nicht so wichtig, wenn es sich um echte zusätzliche Einnahmen handelt, die der Versicherungsmakler haben könnte.
Es ist also ganz wichtig, dass die Versicherungsmakler darüber nachdenken, ob sie für ihre weiteren Dienstleistungen – neben der Vertragsvermittlung – eine Vergütung vom Kunden einfordern wollen. Welche Dienstleistungen der Versicherungsmakler seinen Kunden anbieten möchte und welche Vergütung er dafür erhalten soll, kann der Versicherungsmakler selbstverständlich individuell über AppRiori einstellen, konfigurieren und für seine Bestandskunden in die Klara-Applikation einspielen. Auch hier ist gewährleistet, dass eine größtmögliche Individualisierung in seinem Massengeschäft erfolgen kann. Diese Individualisierungsmöglichkeit besteht also nicht nur für den Versicherungsmaklervertrag, sondern auch für die Servicevereinbarung über die Plattform AppRiori.
6. Schadenunterstützung
Zuletzt hat der Versicherungsmakler auch die Möglichkeit, sich durch die Kanzlei Michaelis im Schadenfall seines Kunden unterstützen zu lassen. Allerdings kostet dieser Beratungsservice durch die Kanzlei Michaelis dem Versicherungsmakler € 1,00 pro Jahr pro Kunde. Wenn der Versicherungsmakler also diesen Service für ausgewählte oder alle Kunden anbieten, erhält der Kunde über Klara eine individuelle Registrierungsnummer und gibt diese bei seinem Anruf in der Kanzlei Michaelis bekannt. Sodann wird der Versicherungsnehmer an einen Fachanwalt weitergeleitet, der dem Kunden neben dem Makler weitere wichtige Rechtstipps geben kann, um nach einem Schadenfall der einer Ablehnung des Versicherers keine Fehler zu machen. Ich bin der Meinung, dass es ein weiteres Serviceangebot für den Makler ist, welches er in der Zusammenarbeit mit der Kanzlei Michaelis sehr günstig für seine Bestandskunden einkaufen kann.
7. Eigene Verträge
So, nun komme ich aber auch endlich mal zu unseren weiteren Visionen: Zunächst wollen wir es allen Versicherungsmaklern ermöglichen, dass diese auch ihre eigenen Versicherungsmaklerverträge hochladen können, um nicht nur auf die Empfehlungen der Kanzlei Michaelis zurückgreifen zu müssen. Jeder Makler soll also weiterhin die Maklerverträge nutzen können, die er bereits für richtig und sinnvoll für seine Firma erachtet.
8. Fotoservice
Des Weiteren ist es natürlich auch ganz wichtig, dass die Übermittlung von Fotos ermöglicht wird. Zum einen, damit der Versicherungsnehmer einfach seine Policen fotografieren kann, um dem Versicherungsmakler die Betreuung dieser Verträge zu ermöglichen. Dieser Service zur Unterstützung der Übernahme von Fremdverträgen muss zeitnah fertiggestellt werden.
9. Auch im Schaden
Zum anderen bietet die Übermittlung von Fotos auch deutliche Erleichterungen im Rahmen der Schadenregulierung. Mit der Schadenmeldung kann der Versicherungsnehmer bereits per Foto gegenüber dem Makler schnell und einfach dokumentieren, welcher Schaden eingetreten ist. Auch zur Schadenunterstützung wird daher die Übermittlung von Fotos im Rahmen der Schadenmeldung einer unserer nächsten Mehrwerte sein.
10. Fingerunterschrift
Unter Zuhilfenahme anderer Apps ist es heute auch bereits leicht möglich, die Dokumente einer „Fingerunterschrift“ zu zeichnen. Dies ersetzt allerdings nicht das Schriftformerfordernis. Ein Schriftformerfordernis braucht der Versicherungsmakler unbedingt für jedwede Verzichtserklärung. Außerdem empfehlen wir auch dringend, dass eine echte Datenschutzerklärung und auch eine Maklervollmacht schriftlich erfolgt. Eine Fingerunterschrift ersetzt keine Schriftform. Schriftform liegt eigentlich nur dann vor, wenn der Versicherungsmakler im Original ein unterzeichnetes Dokument in den Händen hält. Trotz jedweder technischen Weiterentwicklung werden wir also diesen Systembruch in der digitalen Kommunikation nicht verhindern können. Deshalb unterstützt Klara die Übermittlung der Dokumente. Der Versicherungsmakler sollte sich aber alle diese Dokumente auf dem Postwege zuschicken lassen, um möglichst eine 100%-ige Rechtsicherheit zu haben.
Bei allen anderen Dokumenten genügt selbstverständlich die Textform. Daher werden wir auch dafür Sorge tragen, dass die weiteren Dokumente, wie die Bestandsübertragung oder der Maklervertrag mit einer Fingerunterschrift versehen werden können. Eine Signatur über das Pad oder das Handy gehört insofern auch schon zu den Voraussetzungen, welche eine moderne App bieten muss. Auch in dieser Hinsicht werden wir also den digitalisierten Arbeitsprozess optimieren. Dennoch ist es natürlich für den Juristen von großer Bedeutung, die jeweiligen Formerfordernisse einzuhalten, um für den Versicherungsmakler maximale Rechtsicherheit zu gewährleisten.
11. Patientenverfügung
Des Weiteren plane ich auch, dem Versicherungsmakler einen Mehrwert für seine Endkunden zu bieten, in dem wir Muster für Patientenverfügungen und Vorsorgevollmachten anbieten. Dieses, wie auch andere vorgenannte Themen, gehen in den Bereich der rechtlichen Unterstützung ein. Der Versicherungsmakler darf nur im Rahmen der Vermittlung und Betreuung von Versicherungsverträgen rechtsberatend tätig sein. Darüberhinausgehende rechtliche Beratung ist dem Versicherungsmakler untersagt. Mir aber nicht! Deshalb bieten wir diese rechtlichen Unterstützungen äußerst preisgünstig künftig den Versicherungsmaklern als Mehrwert an. Damit hat jeder Versicherungsmakler einen weiteren Mehrwert und „Türöffner“ gegenüber seinen Kunden und kann echte Mehrwerte bieten, die andere Dienstleister ohne eine Rechtszulassung eben nicht anbieten können.
12. Rechtliche Mehrwerte
Die Konkurrenz wählt eher Applikationen und diese Anbieter sind selbst als Versicherungsmakler registriert, um in den Vermittlungsprozess eingebunden werden zu können. Dies gilt aber nicht für Klara! Wir werden gerade nicht in den Vermittlungsprozess eingebunden, wollen keine (umsatzsteuerfreien) Courtagen oder Provisionen, sondern sind ein beratender Dienstleister, der die Kommunikationslücke zwischen dem Versicherungsmakler und seinen Kunden schließt. Deshalb werden wir uns weiter überlegen, welche weiteren rechtlichen Mehrwerte dem Versicherungsmakler über Klara angeboten werden können.
Auch in technischer Hinsicht werden wir natürlich weitere Optimierungen vorantreiben. Jede Maklerverwaltungssoftware ist herzlich eingeladen, die vorhandene technische Schnittstelle zu unseren Produkten zu nutzen. Darüber wollen wir die Vertragsverwaltung der vielen Endkundenverträge vereinfachen und optimieren. Derartige Schnittstellen zu den großen Maklerverwaltungsprogrammen sind also unerlässlich, obwohl wir natürlich Ihre Kundendaten in jedem beliebigen Format in Klara einspielen können. In technischer Hinsicht müssen wir aber auch hier eine vollständige Automatisierung schaffen. Wir sind daher sehr froh, dass bereits der vielleicht größte Anbieter, die Firma AMS, eine digitale Schnittstelle zu AppRiori eingerichtet hat.
Sämtliche Vertriebe und Pools sind natürlich auch herzlich eingeladen, eine Schnittstelle zu Klara zu schaffen und über einen äußerst günstigen Einkaufsrabatt sämtlichen Partnern unsere technische Lösung anzubieten. Ich freue mich hier auf jede Kontaktaufnahme, um den gesamten Versicherungsvertrieb unterstützen zu dürfen.
Es gibt also nicht nur viele Visionen in der Erweiterung des Leistungsspektrums unserer Klara, sondern es gibt auch in technischer Hinsicht noch viele Weiterentwicklungsmöglichkeiten. Dennoch ist es unser Ziel, den Mitbewerbern mit den wirklich wichtigen Dingen für den Versicherungsmakler einen Schritt voraus zu sein. Klara ist mit seiner Funktionalität einzigartig und wird nicht so einfach durch einen Mitbewerber zu kopieren sein! Vertrauen Sie daher auf Kompetenz, Rechtsicherheit, Verlässlichkeit, Kontinuität und Unabhängigkeit. Den eins kann ich Ihnen heute schon versprechen: Klara wird es immer geben!
- Die unabhängige Endkunden-App für Makler namens „Klara“ -
Frage: Sehr geehrter Herr Rechtsanwalt Michaelis, Sie haben als Rechtsanwalt eine eigene Insure-Tech-App namens Klara entwickelt und auf den Markt gebracht. Wie kamen Sie auf diese Idee?
Michaelis: Unsere neue Klara ist nur eine logische Fortentwicklung unserer Makler-App mit dem Namen AppRiori. Vor ungefähr vier Jahren waren wir einer der ersten, die bereits eine App für den Versicherungsmakler entwickelt hatten. Heutzutage sind es immerhin über 5000 Makler, die unsere technische Anwendung nutzen. Mit AppRiori kann der Versicherungsmakler rechtssichere Maklerverträge erstellen und dies nach seinen ganz individuellen Wünschen konfigurieren. Ich beobachte laufend die Rechtsprechung und überlege, welche Vorteile für den Versicherungsmakler noch in seine wichtigen Kundenverträge aufgenommen werden können. Neben dem Herzstück der Maklerverträge bietet AppRiori.de natürlich auch viele weitere Mehrwerte, wie z.B. die Erstellung einer Servicevereinbarung (versicherungsvermittlungs-unabhängige Dienstleistung), das Muster einer Beratungsdokumentation oder auch die weiteren notwendigen Unterlagen wie Maklervollmacht oder eine gesonderte Datenschutzerklärung.
Insofern war es natürlich für uns der nächste logische Schritt, dass wir den Makler in seiner Rechtsbeziehung zum Endkunden weiter unterstützen und ihm auch ein technisches Mittel an die Hand geben, wie er diese Kommunikation in der Endkundenbeziehung optimiert. Früher musste er beispielsweise seine Maklerverträge per E-Mail an den Kunden schicken, heute kann er dies auch über die Klara automatisch einstellen und hinterlegen. Es ist also eine Vereinfachung seiner Kundenkommunikation mit den Versicherungsnehmern auf erweiterter technischer Basis.
Frage: Ihre Klara sieht sehr gut aus, gibt es denn noch weitere wichtige Funktionen für den Makler?
Michaelis: Selbstverständlich, denn die bestmögliche Haftungssicherheit ist mit unseren Maklerverträgen dennoch nur einer der vielen Vorteile. In erster Linie soll die Klara den Makler die umfassende Kundenbetreuung ermöglichen. Dementsprechend kann der Versicherungsmakler seine Kunden die Rahmendaten der Versicherungsverträge einspielen und den Kunden mit der Klara eine Vertragsübersicht seiner Verträge erstellen.
Sollte der Versicherungsmakler dabei seine Kunden nicht alle Versicherungsverträge betreuen, so erhält der Kunde eine Aufforderung, auch die sogenannten „Fremdverträge“ auf seinen Versicherungsmakler zu übertragen. Diesen Übertragungswunsch legt dann der Kunde seinen Makler vor, so dass dieser die bestehenden Fremdverträge in seine eigene Betreuung übernehmen kann. Leichter und einfacher kann ein Versicherungsmakler kein Geld verdienen. Gleichwohl empfehle ich dringend, dass im Rahmen der Betreuungsübernahme der Versicherungsmakler ein eingehendes Beratungsgespräch führt, um gegebenenfalls den bestehenden Versicherungsschutz bestmöglich zu aktualisieren.
Frage: Ich habe verstanden, dass die Übernahme von courtagepflichtigen Fremdverträgen für den Versicherungsmakler sehr interessant ist. Außerdem verhindert der Versicherungsmakler ja auf diesem Wege, dass andere Ihm seine Bestandsverträge wegnehmen. Gibt es noch einen Vorteil, auf den Sie Hinweisen möchten?
Michaelis: Ja, durchaus. Denn ich bin nicht nur der Auffassung, dass die Digitalisierung sehr rasch voranschreiten wird, ich fürchte langfristig auch, dass sich die Courtagehöhe reduzieren könnte. Deshalb sollte der Versicherungsmakler überlegen, ob er nicht aus seinen bestehenden Geschäftsverbindungen heraus weitere Einnahmen generieren könnte?
Hierbei denke ich insbesondere an das Angebot weiterer Dienstleistungen, die gerade nicht im unmittelbaren Zusammenhang mit der Vermittlung eines Versicherungsvertrages stehen. Der Versicherungsmakler kann sein Dienstleistungsspektrum gegenüber dem Endkunden erweitern und muss dann natürlich auch berechtigt sein, dass er diese Dienstleistung vergütet erhält.
Momentan ist noch unklar, ob ein solches honorarpflichtiges Dienstleistungsangebot auch Verbrauchern angeboten werden darf. In jedem Fall ist der Versicherungsmakler aber berechtigt, weitere Servicegebühren gegenüber seinen gewerblichen Kunden zu erheben. Die Erweiterung des Dienstleistungsspektrums des Maklers dürfte sehr leicht möglich sein. Er hat also ein sehr großes Geschäftsfeld „aus seinem bestehenden Bestand“, welches der Makler derzeit nicht aktiv nutzt. Deshalb bietet Klara auch die individuelle Erstellung einer Servicedienstleistung für jeden Makler an, der sein individualisiertes Dokument dann an den jeweils gewünschten Kunden über Klara weitergeben kann. Nicht nur den Umfang, sondern auch den jeweiligen Preis kann der Makler natürlich selbst festlegen. Würde er also nur drei Kunden von seinem Dienstleistungsangebot für € 10,00 im Monat überzeugen können, so hätte er bereits die Nutzungsgebühren für die Klara wieder drin. Jeder Makler wird aber mehr als drei Kunden haben, welche an einem erweiterten Dienstleistungsspektrum interessiert sind. Fast alle Makler haben hier noch ein riesiges Potential, um mit ihren Kunden über weitere Vergütungen und Dienstleistungen zu sprechen. Klara kann nur die Kommunikation mit dem Kunden etwas einfacher machen.
Frage: Das sind ja schon drei große Vorteile: Rechtsicherheit durch Maklerverträge, Courtagesteigerung durch Übernahme der Fremdverträge und Honorareinnahmen durch Servicevereinbarungen. Haben Sie auch noch ein viertes Highlight?
Michaelis: Selbstverständlich! Ich habe noch ein schönes Alleinstellungsmerkmal. Der Versicherungsmakler kann sich auch in der Unterstützung der Schadenregulierung für den VN entlasten. Die Klara kann den Endkunden dazu berechtigen, im Versicherungsfall die Fachanwälte unserer Kanzlei Michaelis Rechtsanwälte zu kontaktieren. Sodann erhält der Klara-Endkunde des Maklers telefonische kostenfreie Beratung im Schadenfall. Der Makler kann nicht nur auf die hohe Qualität seines eigenen Hauses hinweisen, sondern auch auf die Schadensunterstützung durch die Fachkanzlei Michaelis. Wenn der Makler diesen kostenlosen Service der Kanzlei wünscht, dann muss er pro Kunde im Jahr nur € 1,00 bezahlen. Der Kunde erhält dann also die kostenfreie rechtliche Unterstützung und der Makler hat für geringe Kosten eine eigene Rechtsabteilung, die unterstützend helfen kann.
Frage: Damit bietet Klara ja wirklich interessante Mehrwerte. Was ist denn aber, wenn der Makler nur die Übernahme der Fremdverträge möchte?
Michaelis: Sie haben recht, neben den weiteren Grundfunktionen wie die Kontaktdaten des Versicherungsmaklers und ein Chat-Fenster muss der Versicherungsmakler natürlich nicht alle angebotenen Funktionen nutzen. In welchen Modulen der Versicherungsmakler seinen Kunden die Nutzungsmöglichkeit anbietet, kann der Versicherungsmakler individuell über AppRiori einstellen. Der Makler, der keine Servicevereinbarung möchte, kann also einfach diese Nutzungsfunktion deaktivieren. Selbiges gilt selbstverständlich auch für das Angebot der Schadenunterstützung im Versicherungsfall. Daher ist es möglich, dass sich die Nutzung der Klara auch nur auf eine Bestandsübersicht bezieht und dem Kunden für seine Fremdverträge der Betreuungsauftrag angeboten wird.
Frage: Sie sprachen davon, dass es sich bei drei Kunden für den Makler bereits finanziell lohnt? Können Sie das bitte noch einmal genau erklären?
Michaelis: Natürlich sehr gern. Hinsichtlich der Kosten hat der Versicherungsmakler zunächst eine einmalige Installationsgebühr von € 99,00 zu bezahlen. Hierfür wird ihm die App Klara zur Verfügung gestellt und auf seine Bedürfnisse individualisiert und seine Versicherungsbestände werden eingespielt.
Die monatlichen Nutzungskosten betragen € 29,00 für jeweils ein Paket von 1000 Kunden. Für jeden Endkunden, den der Makler Klara zur Verfügung stellt, zahlt er also aufgerundet nur 30 Cent pro Monat. Diese zusätzlichen Kosten muss er zwar aus seiner Courtage finanzieren, sollte aber mit der Übernahme von Fremdverträgen und den Abschluss von Servicevereinbarungen schnell und leicht gegenfinanziert sein. Wir haben insofern versucht, ein sehr preisgünstiges Angebot für den Makler zu entwickeln. Bei unseren ersten 100 Neukunden verzichten wir übrigens auf die Einrichtungsgebühr und stellen dem Makler die Nutzung von Klara drei Monate zum Testen kostenfrei zur Verfügung.
Frage: Vielen Dank, Herr Rechtsanwalt Michaelis, dass Sie uns erläutert haben, welche Vorteile die Klara den Versicherungsmaklern bietet. Möchten Sie dem noch etwas hinzufügen?
Michaelis: Auch das möchte ich sehr gern. Zunächst bedanke ich mich ganz herzlich für das Interview. Neben den wirtschaftlichen aufgezeigten Vorteilen möchte ich am Schluss noch darauf hinweisen, dass die richtige Anbieterauswahl einer App für den Versicherungsmakler sehr wichtig ist. Er muss darauf achten, dass diese Technik ihm langfristig zur Verfügung steht, regelmäßig weiterentwickelt wird und damit ein zukunftsfähiges und preisgünstiges Arbeitstool bietet. Ich biete den Versicherungsmaklern diese Unabhängigkeit, Sicherheit ihrer wertvollen Datenbestände und das fachliche Know-How um den großen Fin-Techs die Stirn zu bieten. Außerdem habe ich keine versteckten Provisions- oder Produktinteressen, sondern biete aus langjähriger Erfahrung eine qualitativ hochwertige Dienstleistung an. Ich hoffe sehr, dass die Versicherungsmakler diesen Vorteil der Unabhängigkeit zu schätzen wissen, wenn sie sich für einen Anbieter in der neuen digitalen Welt entscheiden.
- Sind schriftliche Datenschutzerklärungen für Makler erforderlich oder nicht? -
von Rechtsanwälten Conradt / Michaelis, Kanzlei Michaelis Rechtsanwälte
- Anspruch auf schriftliche Originalvollmacht bei Maklerwechsel -
1. Doppelmandatierung
2. Konkludente Kündigung
3. Zurückweisung der Kündigung
[18] Schubert, in: MüKo/BGB, § 174 Rn. 15; BGH, Urteil vom 17. 10. 2000 - X ZR 97/99, NJW 2001, 289.
[20] So auch Schubert, in: MüKo/BGB, § 174 Rn. 15; BGH, Urteil vom 17. 10. 2000 - X ZR 97/99, NJW 2001, 289.
[21] Vgl. Karle, VersR 2001, 825, 826.Diese technische Lösung sollte der Versicherungsmakler immer gleichermaßen für alle seine Kunden im Online-Vertrieb anbieten – egal, ob Verbraucher oder Unternehmer.
- Onlinevermittlung von Versicherungsverträgen -
Ein Kurz-Leitfaden von Stephan Michaelis LL.M. – Kanzlei Michaelis Rechtsanwälte
Statusinformationen gemäß § 11 Versicherungsvermittlungs-verordnung
•	Versicherungsombudsmann e.V., Postfach 08 06 32, 10006 Berlin www.versicherungsombudsmann.de
•	Ombudsmann Private Kranken- und Pflegeversicherung, Kronenstrasse 13, 10117 Berlin www.pkv-ombudsmann.de
Eine Datenschutzerklärung kann sich der Makler ebenfalls unter www.appriori.de erstellen lassen. Vergleichen Sie auch die beiliegende Anlage nach den Gesetzestexten.
4. Einhaltung der §§ 312i + 312j BGB
II.	Der Maklervertrag
1. Beratungsnotwendigkeit
2. Art der Beratung
3. Intensität der Beratung
Die Intensität der Produktberatung durch einen Versicherungsmakler richtet sich gem. § 61 Abs. 1 S. 1 VVG nach der Komplexität des Produkts sowie der Person und Situation des Versicherungsnehmers. Es handelt sich hierbei um ein „bewegliches Modell“. Je komplexer oder je unerfahrener der Versicherungsnehmer ist, desto intensiver hat die Beratung stattzufinden. Es erscheint nur logisch, dass die Beratung für eine private Krankenversicherung nicht den gleichen Beratungsbedarf hat wie eine private Hausratversicherung. Der Schwerpunkt der Beratung eines Versicherungsmaklers liegt dabei auf einem Produktvergleich. Der Makler muss das für den Versicherungsnehmer passendste und damit dasjenige Produkt ermitteln, welches den Interessen und Wünschen des Versicherungsnehmers am ehesten entspricht. Wie dieses Ergebnis erzielt und präsentiert wird, ist dabei nicht zwingend vorgegeben. Der Bedarf kann beispielsweise auch über eine Reihe von anzukreuzenden Kästchen mit vorstehenden und nachstehenden Erläuterungen erfolgen.
Ein anschließender Verweis auf pauschale Deckungslücken genügt jedoch laut dem BGH (BGH NJW 2016, 3366) ausdrücklich nicht. Da es zu den originären Pflichten des Versicherungsmaklers gehört zu ermitteln, wie die effektivste Deckung erreicht werden kann, bei welchem Risikoträger die Absicherung vorgenommen werden kann und zu welcher Prämienhöhe welche Risikoabdeckung erhältlich ist, muss sichergestellt werden, dass Sie als Makler diesen Verpflichtungen weiter gerecht werden können.
IV.	Ausfertigung und Übergabe der Dokumente
1. Zu übermittelnden Dokumente
2. Form der Übermittlung
Grundsätzlich sind sämtliche Informationen in Textform zu übermitteln. Dies setzt voraus, dass die jeweilige Erklärung in einer Urkunde oder auf andere, zur dauerhaften Wiedergabe in Schriftzeichen geeigneten Weise abgegeben, die Person des Erklärenden genannt und der Abschluss der Erklärung z. B. durch Nachbildung der Namensunterschrift erkennbar gemacht werden. Ohne Zweifel sind die genannten Voraussetzungen der „Textform“ bzw. eines „dauerhaften Datenträger“ erfüllt, wenn der Vermittler seine Informationen dem Adressaten schriftlich oder per Fax übersendet oder sie per E-Mail übermittelt, so dass dieser sie auf seinem Rechner abspeichern und ggf. ausdrucken kann. Unklar und streitig war dagegen, ob es ausreicht, dass die mitzuteilenden Informationen auf der Homepage des Vermittlers abrufbar sind. Nach h. M. (vgl. BGH VersR 2011, 269; VersR-Hdb/Dörner § 9 Rn. 76) genügt diese bloße Möglichkeit eines Downloads allein nicht. Die Form sei erst eingehalten, nachdem der Kunde die Informationen tatsächlich heruntergeladen oder ausgedruckt habe (Prölss/Martin/Dörner VVG § 62 Rn. 5f.). Sofern der Vermittler wirklich sichergehen will, dass er seiner Übermittlungspflicht nachgekommen ist, sollte er die Dokumente per E-Mail verschicken und gleichzeitig eine Empfangsbestätigung anfordern.
1. Versendung von E-Mail-Werbung
Zusammenfassend lassen sich also zwei Arten der Haftung unterscheiden. Sofern sich der Verwender die Informationen zu Eigen macht, haftet er streng wie für eigene Äußerungen. Handelt es sich jedoch um einen informatorischen Link treffen den Verwender „lediglich“ Prüfungspflichten. Auch das - immer wieder zu bestaunende - Setzen eines sog. „Disclaimers“ wonach für Inhalte von Hyperlinks keine Haftung übernommen wird, bedarf es nicht, da es hierdurch nicht zu einer Haftungserleichterung kommt.
3. Kenntlichmachung von Bild-Urhebern
4. Werbeaussagen auf Internetseiten
IV.	Zusammenfassung & Ausblick IDD
- NEUES von Klara -
Klara für den Versicherungsmakler

References: § 174
 § 174
 § 11
 § 61
 BGH 
 BGH 
 § 9
 § 62