Source: http://kfzhilfe.de/zulassung-kennzeichen/item/63-oldtimerzulassung
Timestamp: 2018-08-17 17:50:39+00:00

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Ein Oldtimer wird als ein historisch-technisches Kulturgut angesehen und ist mindestens 30 Jahre alt. Fahrzeuge, die auch nicht mehr gebaut werden, aber noch keine 30 Jahre alt sind, bezeichnet man als Youngtimer.
Zulassungsmöglichkeiten für Oldtimer:
Normale Zulassung
Die Versicherungsprämie hängt von Ihrem individuellen Schadenfreiheitsrabatt ab. Die Kfz-Steuer berechnet sich in der Regel nach dem Steuersatz für nicht schadstoffarme Fahrzeuge.
Sie lassen das Fahrzeug für bestimmte Monate im Jahr zu. Die Versicherungsprämie und die Kfz-Steuer wird wird wie bei der normalen Zulassung, nur anteilig berechnet. Fahren außerhalb dieses Zeitraums ist wie das Führen eines Fahrzeugs ohne Zulassung. Sie haben außerdem keinen Versicherungsschutz (Jede Menge Punkte und Strafe).
Für diese Art der Zulassung gibt es günstige Versicherungstarife und Steuervergünstigungen.
Fahrzeuge, für die ein H-Kennzeichen zugeteilt werden soll, müssen mindestens 30 Jahre alt sein.
Umbauten müssen mindestens 20 Jahre alt sein.
Das Fahrzeug und die Umbauten müssen der geltenden STVZO entsprechen.
Das Fahrzeug muss in einem erhaltungswürdigen Zustand sein.
Es darf der Grundcharakter des Fahrzeugs nicht verändert werden, d.h. das Fahrzeug muss sich weitgehend im Originalzustand befinden.
Die Vergabe eines H-Kennzeichens (und den damit verbundenen Vorteilen) setzt voraus, dass das Fahrzeug von einer amtlich anerkannten Prüfstelle nach § 21c der StVZO nach ganz bestimmten Vorlagen geprüft wird
Wortlaut des § 21c STVZO: Gutachten zur Erteilung einer Betriebserlaubnis als Oldtimer.
(1) Für die Erteilung einer Betriebserlaubnis als Oldtimer gelten die Paragraphen §§ 20 und 21. Zusätzlich ist das Gutachten eines amtlich anerkannten Sachverständigen erforderlich. Dieses Gutachten muss folgende Angaben enthalten:
die Feststellung, dass dem Fahrzeug ein Oldtimerkennzeichen nach § 23 Abs. 1c zugeteilt werden kann
den Hersteller des Fahrzeugs einschließlich seiner Schlüssel-Nr.
die Fahrzeugidentifizierungsnummer
den Ort und das Datum des Gutachtens
die Unterschrift mit Stempel und Kennummer des amtlich anerkannten Sachverständigen
Die Begutachtung ist nach einer im Verkehrsblatt nach Zustimmung der zuständigen obersten Landesbehörden bekanntgemachten Richtlinie durchzuführen und das Gutachten nach einem in der Richtlinie festgelegten Muster auszufertigen. Im Rahmen der Begutachtung ist auch eine Untersuchung im Umfang einer Hauptuntersuchung nach § 29 durchzuführen, es sei denn, dass mit der Begutachtung gleichzeitig ein Gutachten nach § 21 erstellt wird. (2) Fahrzeugen, denen eine Betriebserlaubnis als Oldtimer erteilt worden ist, darf nur ein Kennzeichen nach § 23 Abs. 1c zugeteilt oder nach der 49. Ausnahmeverordnung zur StVZO vom 15 September 1994 (BGBl. I S. 2416) ausgegeben werden.
Derzeit beträgt die Kfz-Steuer für Motorräder 46,02 € Im Übrigen beträgt die Steuer 191,73 €
Das Rote Kennzeichen zur wiederkehrenden Verwendung
Das Fahrzeug muß 30 Jahre alt sein oder älter. Für diese Art der Zulassung ist die Nutzung des Fahrzeugs recht eingeschränkt. Im Gegensatz zu den schwarzen Kennzeichen dient das rote Kennzeichen zu Probefahrten und Überführungsfahrten. Weiterhin wird erlaubt, dass man mit Oldtimerfahrzeugen und roten Kennzeichen außerdem auch an Veteranenveranstaltungen teilnehmen und Fahrten zur Reparatur und Wartung unternehmen kann. Der Vorteil im o.g. roten Kennzeichen liegt darin, dass man mehrere Fahrzeuge unter einem Kennzeichen fahren kann. Man bezahlt nur einmal Steuer und Versicherung und kann die Fahrzeuge bewegen. Ein Fahrtenbuch ist zu führen. Es wurden jedoch wegen des Missbrauchs hohe Auflagen an den Erhalt eines roten Kennzeichens gemacht. Bei Beantragung des Kennzeichens müssen Sie der Zulassungsstelle folgende Unterlagen vorlegen:
Auszug aus dem Verkehrszentralregister der Flensburger Kartei
Liste der Oldtimerfahrzeuge
Deckungszusage der Versicherung (EVB-Nummer)
Eine Betriebserlaubnis nach §§ 19 ff StVZO besteht nicht. Diese ist nicht erforderlich, da es sich bei den Fahrzeugen um keine üblichen Beförderungsmittel, sondern mehr um Gegenstände der Pflege von Automobiltradition und technischem Kulturgut handelt. Es ist weiterhin davon auszugehen, dass diese Fahrzeuge sorgfältig gewartet und gepflegt werden und somit auch den Bau- und Beschaffenheitsvorschriften nachkommen, die seinerzeit für sie gegolten haben und deren Erfüllung die Übergangsvorschriften in § 72 Abs. 2 StVZO in der Regel auch für die Gegenwart einräumen und genügen lassen.
Tipp: Oft haben Fahrzeuge einen geringeren Hubraum, sodass man den Betrag der angegebenen Oldtimer-Kfz-Steuer nicht erreichen würde (zB. Fiat 500). Viele Versicherungen versichern dennoch Fahrzeuge nach Oldtimer-Tarif, wenn Fahrzeuge 30 Jahre alt und älter sind.
Freigegeben in Zulassung/Kennzeichen
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References: § 21
 § 21
 § 23
 § 29
 § 21
 § 23
 § 72