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Timestamp: 2018-08-18 12:33:34+00:00

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Vergleich von Kapital-und Personengesellschaft
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Kapitalgesellschaften /
1. Ertragsteuern Kapitalgesellschaften
Steuerbelastung der Gesellschaften
Der Körperschaftsteuersatz wurde von 25 % auf 15 % abgesenkt, § 23 Abs. 1 KStG. Dafür mindert die Gewerbesteuer nicht mehr die körperschaftsteuerliche Bemessungsgrundlage. Insgesamt sinkt -ohne Berücksichtigung der nachstehend aufgeführten Sonderfaktoren- die Gesamtsteuerbelastung auf die Gewinne von Kapitalgesellschaften von früher 38,65 % auf 29,83 % (14 % Gewerbesteuer + 15 % KSt + 0,83 % SolZ). Ab dem Jahr 2009 ist für die steuerliche Behandlung zu unterscheiden, ob sich die Kapitalgesellschaftsanteile im Privat- oder Betriebsvermögen befinden.
Besteuerung der Anteile im Betriebsvermögen
Werden die Anteile im Betriebsvermögen gehalten, so sind die nach dem 31.12.2008 zufließenden Dividenden nur noch zu 40 % von der Steuer freigestellt, so dass im Ergebnis 60 % der Dividenden steuerpflichtig sind und dem persönlichen Einkommensteuersatz des jeweiligen Gesellschafters gem. § 3 Nr. 40 Buchst. d EStG unterliegen. Korrespondierend dazu können die im wirtschaftlichen Zusammenhang stehenden Anschaffungs- und Werbungskosten zu 60 % gem. § 3 c Abs. 2 Satz 1 EStG berücksichtigt werden. Dadurch wurde das
Halbeinkünfteverfahren durch ein „Teileinkünfteverfahren“ abgelöst.
Besteuerung der Anteile im Privatvermögen
Bei Privatanlegern unterliegen Dividenden ab 2009 der Abgeltungssteuer mit einem 25 %-igen Abgeltungssteuersatz zzgl. SolZ, maximal dem persönlichen Steuersatz des jeweiligen Gesellschafters. Werbungskosten sind nicht mehr abzugsfähig.
Veräußerungsgewinne bei Beteiligung von mindestens 1 %
Von § 17 EStG erfasste Veräußerungsgewinne unterliegen nicht der Abgeltungssteuer, sondern werden mit 60 % des Veräußerungserlöses abzüglich 60 % der Anschaffungskosten und 60 % der Transaktionskosten mit dem persönlichen Einkommensteuertarif versteuert, § 3 Nr. 40 Buchst. c i.V. mit § 3 c Abs. 2 S. 1 EStG.
Veräußerungsgewinne bei Beteiligung von weniger als 1 %
Anschaffung nach dem 31.12.2008
Der Veräußerungsgewinn unterliegt der 25 %-igen Abgeltungssteuer gem. § 20 Abs. 4 S. 1 i.V.m. § 32 d Abs. 1 EStG, und zwar für Anteile, die nach dem 31.12.2008 angeschafft worden sind.
Anschaffung vor dem 1.1.2009
Für vor dem 1.1.2009 angeschaffte Wertpapiere gilt die Regelung des § 23 Abs. 1 Nr. 2 i.V.m. § 3 Nr. 40 Buchst. j i.V.m. § 3 c Abs. 2 EStG, so dass Veräußerungsgewinne nach Ablauf der einjährigen Spekulationsfrist steuerfrei bleiben.
• Gesamtsteuerbelastung 29,83 %
• Einschränkung des Verlustabzugs gem. § 8 c KStG
• Besteuerung der Anteile im Betriebsvermögen: .
zu 40 % von der Steuer befreit
• Besteuerung der Anteile im Privatvermögen: .
25 %-iger Abgeltungssteuersatz
• von § 17 EStG erfasste Veräußerungsgewinne werden mit 60 % versteuert
• Veräußerungsgewinne von weniger als 1 % sind steuerpflichtig
2. Ertragsteuern bei Einzelunternehmen und Personengesellschaften
Gemäß § 15 Abs. 1 EStG unterliegen der Einkommensteuer Einkünfte aus Gewerbebetrieb
• Einkünfte aus gewerblichen Unternehmen
• Gewinnanteile einer offenen Handelsgesellschaft, einer Kommanditgesellschaft und einer anderen Gesellschaft, bei der der Gesellschafter als Unternehmer (Mitunternehmer des Betriebs) anzusehen ist.
• Gewinnanteile der persönlich haftenden Gesellschafter einer Kommanditgesellschaft auf Aktien, soweit sie nicht auf Anteile am Grundkapital entfallen.
Gemäß § 15 Abs. 3 EStG gelten als Gewerbebetrieb in vollem Umfang die mit Einkünfteerzielungsabsicht unternommene Tätigkeit einer Personengesellschaft, wenn die Gesellschafter auch eine Tätigkeit im Sinne des Abs. 1 Nr. 1 ausüben oder gewerbliche Einkünfte beziehen (sog. Infizierung)
Eine Personengesellschaft, die keine Tätigkeit im Sinne des Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 ausübt und bei der ausschließlich eine oder mehrere Kapitalgesellschaften persönlich haftende Gesellschafter sind und nur diese oder Personen, die nicht Gesellschafter sind, zur Geschäftsführung befugt sind (gewerblich geprägte Personengesellschaft).
Die Steuervergünstigung, die der Gesetzgeber durch Absenkung des Körperschaftsteuersatzes den Kapitalgesellschaften gewährt, räumt er auch Personenunternehmen in der Weise ein, nicht entnommene Gewinne gem. § 34 a Abs. 1 EStG einem Sondertarif in Höhe von 28,25 % zu unterwerfen. Kommt es in den Folgejahren zu einer Entnahme, greift eine Nachbelastung ein. Gem. § 34 a Satz 2 EStG beträgt die Einkommensteuer auf den Nachversteuerungsbetrag stets 25 %, wenn also der Personenunternehmer den bisher thesaurierten Gewinn, z. B. zum Lebensunterhalt, entnimmt, so dass gegenüber Kapitalanlegern erhebliche Mehrbelastungen entstehen. Bei einem individuellen Einkommensteuersatz von 0 % wird für den Gesellschafter einer Kapitalgesellschaft nur die Vorbelastung auf Gesellschaftsebene in Höhe von 29,83 % definitiv, während die Entnahme des Personenunternehmers stets mit 48,3 % belastet wird,
Der Steuervergleich ergibt somit, dass bei den Ertragssteuern keine Besteuerungsneutralität besteht.
In den Fällen der unentgeltlichen Übertragung eines Betriebs oder Mitunternehmeranteils nach § 6 Abs. 3 EStG hat der Rechtsnachfolger gem. § 34 a Abs. 7 EStG den nachversteuerungspflichtigen Betrag fortzuführen.
3. Gewerbesteuerbelastung
Besteuert wird nicht der Jahresgewinn als solcher, sondern die Ertragskraft eines Unternehmens, sodass selbst in Verlustjahren durch die seit der Unternehmenssteuerreform 2008 erweiterten Hinzurechnungstatbestände Gewerbesteuer anfallen kann.
Hinzugerechnet werden 25 % der Finanzierungsanteile in Mieten, Pachten, Leasingraten und entgeltlich überlassen Rechten; der Finanzierungsanteil wird dabei pauschal mit 20 % für bewegliche Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens, mit 25 % für Rechte und pauschal mit 75 % für die Überlassung von unbeweglichen Wirtschaftsgütern des Anlagevermögens fingiert. Effektiv erfolgt somit eine gewerbesteuerliche Hinzurechnung von 5 % der Miet- und Pachtzinsen sowie Leasingraten für bewegliche Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens und Rechte sowie 16,25 % der Miet- und Pachtzinsen sowie Leasingraten für unbewegliche Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens.
Lediglich in Höhe eines Freibetrages von 100.000 € unterbleibt eine Hinzurechnung, so dass Kleinbetriebe von den gewerbesteuerlichen Verschärfungen verschont bleiben, der gehobene Mittelstand mit einer geringen Eigenfinanzierungsquote ganz erheblich belastet wird.
Gewerbesteueranrechnung auf die Einkommensteuer bei Personenunternehmen
Durch die pauschalierte Anrechnung der Gewerbesteuer auf die Einkommensteuer entfaltet die Gewerbesteuer bei Personenunternehmen eine andere Belastungswirkung als bei Kapitalgesellschaften. Während sich die Gewerbesteuer bei Kapitalgesellschaften mit einem Jahresaufkommen von über 40 Mrd. € zur dominierenden Unternehmenssteuer entwickelt hat, wird die Belastungswirkung bei Personenunternehmen nahezu vollständig aufgehoben, soweit die pauschalierte Anrechnung gem. § 35 EStG greift.
Der Anrechnungsüberhang hat größere Bedeutung gewonnen, sodass auch der Betrieb ohne Gewinn aufgrund der Hinzurechnungstatbestände gewerbesteuerpflichtig sein kann, ohne Anrechnungsmöglichkeit mangels einkommensteuerlichen Gewinns
4. Verlustverrechnung
Ein wichtiges Merkmal der Steuerbelastung ist auch die Verlustverrechnung mit den Einkünften des Gesellschafters, die bei einer Personengesellschaft aufgrund ihrer Transparenz möglich ist, während eingetretene Verluste bei einer Kapitalgesellschaft in der Regel gefangen sind und allenfalls mit späteren Gewinnen ausgeglichen werden können.
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References: § 23
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 § 17
 § 3
 § 3
 § 20
 § 32
 § 23
 § 3
 § 3
 § 8
 § 17
 § 15
 § 15
 § 34
 § 34
 § 6
 § 34
 § 35