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Timestamp: 2019-03-27 02:57:48+00:00

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Freiwillige Rentenbeiträge - Beamtentalk.de
Re: Freiwillige Rentenbeiträge
Beitrag von Torquemada » 09.08.2018 22:16
Rentiert sich für Beamte nach knapp 18 Jahren Rentenbezug (wegen des Beitragszuschusses für die private KV).
http://www.rentenfuchs.info/2018/02/05/ ... sicherung/
https://www.finanztip.de/gesetzliche-re ... sicherung/
Beitrag von freshair » 10.08.2018 08:05
grundsätzlich muss man dazu natürlich sagen, dass sich solche Einzahlungen für Beamte nur lohnen, wenn sie nicht die höchstmögliche Pension erreichen. Und selbst in diesen Fällen ist eine genaue Durchrechnung erforderlich, weil "überschüssige" Renten bei Pensionszahlungen ja verrechnet werden. Da kann sich die Rendite von 5 % mal schnell in eine Negativrendite verwandeln....
Beitrag von Tom321 » 10.08.2018 08:07
Man sollte noch prüfen, ob die Rente später dann nicht auf die Beamtenpension angerechnet wird (so wie das bei Beamten sein kann, die aufgrund einer vorherigen Beschäftigung als Angestellter Rentenanwartschaften haben - hängt da dann von der Höhe der Pension ab, ob diese gekürzt wird).
Beitrag von Gertrud1927 » 10.08.2018 08:53
Hallo. Die Rente die durch freiwillige Einzahlungen ohne Arbeitgeberbeitrag entsteht wird nicht auf die Pension angerechnet.
Beitrag von GFunkt » 10.08.2018 09:47
In § 55 Abs. 4 Nr. 1 BeamtVG für den Bund oder entsprechendes Landesrecht.
Beitrag von Torquemada » 10.08.2018 09:53
Es ist vereinfacht so erklärbar, dass eine solche Rente nichts anderes wie eine private Leibrente ist, die keinerlei Auswirkungen auf die Pension hat.
Die DRV tritt hier wie ein privater Finanzdienstleister auf.
Beitrag von Gertrud1927 » 10.08.2018 10:25
Hallo Hanselmann. Auf dem Rentenkonto sind alle Einzahlungen nach Zeit ,Höhe und Zahlungsart aufgelistet.
Deine maximale Versorgung wird in einer fiktiven Berechnung der Höchstgrenze festgesetzt.
Hinzuverdienst ist §53 BeamtVG.
Beitrag von sailor » 10.08.2018 23:13
Mein Vater war leider so naiv und hat in die Rentenversicherung einbezahlt, und was hat er daraus gelernt? Rente wurde erhöht und bleibt ,aber die Pension wurde gekürzt. Also lieber das Geld auf das Sparbuch einzahlen als in die Rentenversicherung.
Beitrag von Gertrud1927 » 10.08.2018 23:44
Hallo. Wenn der Vater freiwillige Beiträge in die Rentenversicherung eingezahlt hat sollte der Anteil der Rente aus diesen Beiträgen nicht auf die Pension angerechnet werden.
Der Anteil der Rente aus Pflichtbeiträgen bei sozialpflichtiger Beschäftigung werden natülich angerechnet.
Beitrag von sailor » 11.08.2018 07:10
Die Höchstgrenze richtet sich grundsätzlich nach der Endstufe der Besoldungsgruppe, aus der sich Ihr Ruhegehalt errechnet, wobei die Summe aus Versorgungsbezügen und Rente in der Regel nicht 71,75 v.H. der ruhegehaltfähigen Dienstbezüge übersteigen darf.
Somit wird die Pension gekürzt.
Beitrag von Gertrud1927 » 11.08.2018 08:58
Hallo. Es ist gut das Du nicht entscheiden mußt was falsch und richtig ist.
Ich denke Du hast §55 BeamtVG nicht bis zum Ende gelesen . Unter Abs4.1 steht das die Rente aus freiwilligen Beiträgen außer Ansatz bleibt.
Beitrag von sailor » 11.08.2018 15:20
Nein leider nicht. Er hat zusätzlich freiwillig einen höheren Betrag in die Rentenversicherung einbezahlt und somit wurde die Pension gekürzt.
Hätte er den Betrag anderweitig angelegt wäre alles gut gewesen.
Deshalb : bloß nichts freiwillig einzahlen!!
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Beitrag von Mikado » 17.09.2018 23:53
Das kann man so nicht stehen lassen. Freiwillige Beiträge zu einer Weiter- oder Höherversicherung, zu denen der Arbeitgeber keine Beiträge geleistet hat, bleiben anrechnungsfrei, § 55 Abs. 4 BeamtVG.
Etwas anderes sagt auch das BVerfG nicht.
BVerfGE 76, 256:
Daß Renten, die auf einer freiwilligen Weiter-, Höher- oder Selbstversicherung beruhen, unter den Voraussetzungen des § 55 Abs. 4 BeamtVG nicht auf die Versorgungsbezüge angerechnet werden, ist ebenfalls sachlich gerechtfertigt im Sinne von Art. 3 Abs. 1 GG:
Mit § 55 Abs. 4 BeamtVG verfolgt der Gesetzgeber - wie früher bei § 160a Abs. 4 BBG a.F. - das Ziel, die Rente aus einer freiwilligen Höher-, Weiter- oder Selbstversicherung von der Anrechnung auf die Versorgungsbezüge auszunehmen, "soweit hinter ihr nur die Fiktion einer Arbeitsleistung steht" (BTDrucks. IV/2174, S. 24). Er unterscheidet also danach, ob eine Rente ihre Grundlage tatsächlich im Arbeitsleben hat oder ob ihr keine Arbeitsleistung zugrunde liegt; nur im letztgenannten Fall soll eine Rentenanrechnung nicht stattfinden. Hat der Arbeitnehmer mehr als die Hälfte der Beiträge selbst getragen, so wird gemäß § 55 Abs. 4 Satz 2 BeamtVG vermutet, daß hinter den Beitragszahlungen kein echtes Arbeitsverhältnis, sondern nur die Fiktion einer Arbeitsleistung steht und die Beiträge freiwillig zum Zweck der Eigenvorsorge entrichtet worden sind. Der in dem betreffenden Rententeil verkörperte Gegenwert dieser freiwilligen Beitragsleistungen soll - ebenso wie etwa eine Rente aus einem privaten Lebensversicherungsvertrag - dem Rentenempfänger ungeschmälert erhalten bleiben. Hat hingegen der Arbeitgeber mindestens die Hälfte der Beiträge geleistet, so nimmt der Gesetzgeber ausweislich der Regelung in § 55 Abs. 4 Satz 2 BeamtVG an, daß den Beiträgen und dem auf ihnen beruhenden Rententeil eine Arbeitsleistung zugrunde liegt und daß bei ihnenBVerfGE 76, 256 (334)BVerfGE 76, 256 (335) nicht in gleicher Weise und in gleichem Umfang wie bei den vom Nur-Beamten allein oder überwiegend aufgebrachten Beiträgen ein freiwilliges eigenes Vermögensopfer zum Zwecke der Altersvorsorge besteht.
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Beitrag von snike98 » 18.09.2018 21:33
Dann setzt im Falle des Falles Eure Interessen mal durch.
Ich kann mich den Skeptikern nur anschließen: Nur Bares ist Wahres! Bloß nichts freiwillig in die Rente einzahlen. Meinem Vater wurde es auch später zum Nachteil. Dann lieber andere Wege bestreiten
Beitrag von Mikado » 30.10.2018 15:52
Es wird durch Wiederholungen nicht richtiger.. freiwillige Zahlungen in die gesetzliche Rentenversicherung führen nicht zu einer Kürzung der Pension.
Andere Aussagen sind schlicht falsch.
Es bleibt natürlich trotzdem die Entscheidung zu treffen, ob man die politischen Unsicherheiten in Kauf nimmt, dass die Regeln geändert werden. Oder ob man das Geld nicht gewinnbringender - aber auch risikoreicher - anlegen sollte.

References: § 55
 §53
 §55
 § 55
 § 55
 Art. 3
 § 55
 § 160
 § 55
 § 55