Source: https://www.ris.bka.gv.at/JustizEntscheidung.wxe?Abfrage=Justiz&Dokumentnummer=JJT_19870708_OGH0002_0080OB00553_8700000_000&IncludeSelf=True
Timestamp: 2020-04-07 18:18:21+00:00

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RIS - Rechtssätze und Entscheidungstext 8Ob553/87 - Justiz (OGH, OLG, LG, BG, OPMS, AUSL)
Rechtssatz für 3Ob144/49 3Ob43/55 3Ob2...
RS0039357
3Ob144/49; 3Ob43/55; 3Ob211/56; 6Ob180/61; 6Ob330/61; 7Ob305/62; 1Ob22/63; 1Ob139/63; 7Ob237/65; 4Ob316/67; 6Ob94/68; 5Ob155/68; 5Ob287/68; 1Ob167/69; 7Ob61/69; 8Ob243/70; 1Ob223/70; 5Ob47/71; 4Ob329/71; 2Ob163/71; 3Ob40/72; 4Ob323/72; 4Ob306/73; 3Ob51/73 (3Ob52/73); 7Ob115/73; 4Ob505/74; 1Ob16/74; 4Ob313/74; 4Ob336/74; 4Ob364/74; 4Ob317/75; 5Ob36/75; 2Ob87/75 (2Ob88/75); 7Ob139/75; 3Ob582/76; 8Ob564/77; 1Ob531/78; 4Ob321/78; 1Ob773/78; 4Ob418/79; 4Ob311/80; 5Ob705/80; 7Ob592/80 (7Ob593/80); 7Ob655/80; 4Ob405/80; 4Ob326/81; 6Ob554/81; 1Ob575/82; 2Ob547/83; 6Ob770/83; 4Ob328/84; 4Ob560/83; 8Ob579/85; 7Ob554/85; 7Ob54/86; 1Ob615/87; 8Ob553/87; 7Ob618/87; 7Ob32/87; 7Ob646/87; 4Ob598/87; 4Ob402/87; 7Ob23/88; 4Ob51/88; 6Ob559/89; 4Ob11/89 (4Ob12/89); 4Ob170/89; 4Ob124/91; 4Ob13/92; 4Ob159/93; 8Ob25/93; 9ObA612/93; 4Ob109/94; 1Ob635/94; 6Ob653/95 (6Ob1683/95); 4Ob2038/96a; 2Ob35/94; 2Ob522/95; 10Ob95/98p; 4Ob102/98y; 2Ob508/96; 9Ob277/98w; 9ObA153/98k; 4Ob312/98f; 4Ob22/99k; 4Ob169/99b; 1Ob236/99h; 6Ob291/99h; 7Ob269/00k; 9ObA202/00x; 1Ob186/01m; 4Ob239/01b; 4Ob136/02g; 4Ob32/03i; 1Ob152/02p; 9Ob50/03y; 4Ob258/04a; 7Ob29/06z; 7Ob7/06i; 6Ob181/06w; 4Ob250/06b; 9ObA94/06y; 6Ob278/06k; 4Ob177/07v; 4Ob68/08s; 2Ob172/08w; 4Ob102/09t; 2Ob277/08m; 4Ob153/09t; 8ObA31/09f; 8ObA62/09i; 4Ob9/10t; 7Ob38/10d; 17Ob1/10m; 4Ob93/10w; 4Ob142/10a; 2Ob7/10h; 9ObA30/10t; 4Ob139/11m; 9Ob37/11y; 3Ob140/11a; 4Ob42/12y; 1Ob130/12t; 3Ob119/12i; 4Ob13/13k; 4Ob97/13p; 4Ob79/13s; 2Ob179/12f; 4Ob202/13d; 3Ob216/13f; 7Ob11/14i; 1Ob37/14v; 1Ob133/14m; 1Ob25/15f; 1Ob67/15g; 6Ob188/15p; 1Ob206/15y; 1Ob222/15a; 7Ob81/16m; 5Ob70/16d; 1Ob122/17y; 4Ob85/17d; 9Ob73/17a; 1Ob21/18x; 2Ob144/18t; 9Ob29/19h
ZPO §235 Abs4 D
ZPO §405 BI
Das Gericht ist berechtigt, dem Urteilsspruch eine klare und deutliche, vom Begehren abweichende Fassung zu geben, wenn sich letztere im Wesentlichen mit dem Begehren deckt.
3 Ob 144/49
Entscheidungstext OGH 18.05.1949 3 Ob 144/49
3 Ob 43/55
Entscheidungstext OGH 02.02.1955 3 Ob 43/55
3 Ob 211/56
Entscheidungstext OGH 25.04.1956 3 Ob 211/56
6 Ob 180/61
Entscheidungstext OGH 10.05.1961 6 Ob 180/61
6 Ob 330/61
Entscheidungstext OGH 04.10.1961 6 Ob 330/61
1 Ob 22/63
Entscheidungstext OGH 06.03.1963 1 Ob 22/63
1 Ob 139/63
Entscheidungstext OGH 09.10.1963 1 Ob 139/63
7 Ob 237/65
Entscheidungstext OGH 22.09.1965 7 Ob 237/65
4 Ob 316/67
Entscheidungstext OGH 09.05.1967 4 Ob 316/67
Veröff: ÖBl 1968,5
6 Ob 94/68
Entscheidungstext OGH 03.04.1968 6 Ob 94/68
Beisatz: Fehlen genauer Firmenbezeichnung bedingt Vorgehen nach § 182 ZPO oder Richtigstellung von Amts wegen. (T1)
5 Ob 155/68
Entscheidungstext OGH 11.09.1968 5 Ob 155/68
5 Ob 287/68
Entscheidungstext OGH 18.12.1968 5 Ob 287/68
7 Ob 61/69
Entscheidungstext OGH 22.10.1969 7 Ob 61/69
8 Ob 243/70
Entscheidungstext OGH 10.11.1970 8 Ob 243/70
Vgl; Veröff: MietSlg 22551
1 Ob 223/70
Entscheidungstext OGH 12.11.1970 1 Ob 223/70
5 Ob 47/71
Entscheidungstext OGH 10.03.1971 5 Ob 47/71
Beisatz: Bei der Fassung des Urteilsspruches ist nicht nur der Wortlaut des gestellten Begehrens, sondern auch das Klagsvorbringen, auf das sich das Begehren stützt, zu beachten. (T2)
Veröff: ÖBl 1972,17
2 Ob 163/71
Entscheidungstext OGH 28.10.1971 2 Ob 163/71
3 Ob 40/72
Entscheidungstext OGH 06.04.1972 3 Ob 40/72
Beisatz: Amtswegige Fassung einer Oppositionsklage durch OGH. (T3)
4 Ob 323/72
Entscheidungstext OGH 30.05.1972 4 Ob 323/72
Beisatz: § 7 UWG (T4)
Veröff: ÖBl 1972,152
Beisatz: § 2 UWG EV. (T5)
Veröff: ÖBl 1973,56
Beisatz: Hier: Amtswegige deutlichere Fassung des Urteilsspruches durch OGH. (T6)
7 Ob 115/73
Entscheidungstext OGH 20.06.1973 7 Ob 115/73
Beisatz: Klagebegehren lautet auf Betrag in österreichische Schilling; aus dem Klagsvorbringen ergibt sich eindeutig, dass der Kläger vom Beklagten die Bezahlung des Gegenwertes in österreichischer Währung für die Wechselsumme von DM 28.000,-- begehrt; das Berufungsgericht verurteilt den Beklagten zur Bezahlung des Gegenwertes der Wechselsumme von DM 28.000,-- in österreichischer Währung am Zahlungstag. (T7)
4 Ob 505/74
Entscheidungstext OGH 29.01.1974 4 Ob 505/74
Vgl auch; Beisatz: Deutlichere, dem tatsächlichen Begehren des Klägers entsprechende Fassung des beantragten Spruches der Entscheidung durch OGH aus Anlass des Rechtsmittels des Beklagten. (T8)
1 Ob 16/74
Entscheidungstext OGH 13.03.1974 1 Ob 16/74
Vgl auch; Beis wie T8; Beis wie T4; Beisatz: Skiwelt (T9)
Veröff: ÖBl 1975,33
Beisatz: Auch noch in höherer Instanz. (T10)
Beisatz: Unterlassungsbegehren nach ZugG. (T11)
Beisatz: Bilder - Bonbonniere - Verpackung. (T12)
Beis wie T8; Veröff: SZ 48/55
2 Ob 87/75
Entscheidungstext OGH 03.07.1975 2 Ob 87/75
7 Ob 139/75
Entscheidungstext OGH 16.10.1975 7 Ob 139/75
Beis wie T10; Beisatz: Allerdings darf das Gericht bei seiner Spruchformulierung nicht die von den Parteien umschriebenen Grenzen des Streitgegenstandes überschreiten. (T13)
3 Ob 582/76
Entscheidungstext OGH 09.11.1976 3 Ob 582/76
8 Ob 564/77
Entscheidungstext OGH 31.01.1978 8 Ob 564/77
4 Ob 321/78
Entscheidungstext OGH 04.04.1978 4 Ob 321/78
4 Ob 418/79
Entscheidungstext OGH 15.01.1980 4 Ob 418/79
Beisatz: Es darf dabei aber nicht über das aus dem Sachverhalt abzuleitende Begehren hinausgehen. (T14)
4 Ob 311/80
Entscheidungstext OGH 04.03.1980 4 Ob 311/80
Beisatz: EV (T15)
5 Ob 705/80
Entscheidungstext OGH 14.10.1980 5 Ob 705/80
7 Ob 655/80
Entscheidungstext OGH 27.11.1980 7 Ob 655/80
Auch; Beisatz: Servitutsklage (T16)
4 Ob 405/80
Entscheidungstext OGH 17.03.1981 4 Ob 405/80
Veröff: ÖBl 1981,159
6 Ob 554/81
Entscheidungstext OGH 08.07.1981 6 Ob 554/81
1 Ob 575/82
Entscheidungstext OGH 05.05.1982 1 Ob 575/82
2 Ob 547/83
Entscheidungstext OGH 13.09.1983 2 Ob 547/83
6 Ob 770/83
Entscheidungstext OGH 20.10.1983 6 Ob 770/83
4 Ob 328/84
Entscheidungstext OGH 08.05.1984 4 Ob 328/84
Vgl auch; Beis wie T8; Beisatz: Ist die Zahlungsverpflichtung des Beklagten zur ungeteilten Hand mit einem am Verfahren nicht beteiligten Dritten nach dem Zusammenhang der Entscheidungsgründe des angefochtenen Urteils nicht zweifelhaft, erscheint es angebracht, eine entsprechende Einschränkung auch in den Tenor der Entscheidung aufzunehmen. (T17)
8 Ob 579/85
Entscheidungstext OGH 21.11.1985 8 Ob 579/85
Veröff: SZ 58/187
7 Ob 554/85
Entscheidungstext OGH 12.12.1985 7 Ob 554/85
7 Ob 54/86
Entscheidungstext OGH 18.12.1986 7 Ob 54/86
Auch; Beis wie T10; Beis wie T8
1 Ob 615/87
Entscheidungstext OGH 26.05.1987 1 Ob 615/87
8 Ob 553/87
Entscheidungstext OGH 08.07.1987 8 Ob 553/87
7 Ob 32/87
Entscheidungstext OGH 09.07.1987 7 Ob 32/87
7 Ob 646/87
Entscheidungstext OGH 24.09.1987 7 Ob 646/87
Auch; Beisatz: Verdeutlichung des durch Teilabweisung undeutlich gewordenen klagsstattgebenden Spruches des Berufungsgerichtes. (T18)
Veröff: SZ 60/255 = JBl 1988,174
Veröff: ÖBl 1989,14
7 Ob 23/88
Entscheidungstext OGH 16.06.1988 7 Ob 23/88
Veröff: SZ 61/149 = VersRdSch 1989,58
Beis wie T2; Beisatz: Das Gericht ist sogar zur Verdeutlichung verpflichtet. (T19)
Beis wie T2; Beis wie T14; Beis wie T19
Beisatz: Der auf einen Wettbewerbsverstoß gestützte Unterlassungsanspruch erfasst nicht das tatsächlich vorgefallene Verhalten, sondern auch gleichwertige ähnliche Handlungen. (T20)
Veröff: MR 1989,104
4 Ob 170/89
Entscheidungstext OGH 09.01.1990 4 Ob 170/89
4 Ob 124/91
Entscheidungstext OGH 19.11.1991 4 Ob 124/91
Auch; Veröff: WBl 1992,135
4 Ob 13/92
Entscheidungstext OGH 07.04.1992 4 Ob 13/92
Veröff: SZ 65/49 = MR 1992,238 (Walter)
Auch; Beis wie T8; Beis wie T10; Beis wie T13; Beis wie T19
Auch; Beisatz: Es ist auch zulässig, dem Beklagten nicht gerade die Äußerung zu verbieten, die er (wörtlich) gemacht hat, sondern eine Aussage des Inhaltes, welcher - wenngleich mit anderen Worten - der beanstandeten Äußerung zu entnehmen ist. (T21)
1 Ob 635/94
Entscheidungstext OGH 23.11.1994 1 Ob 635/94
6 Ob 653/95
Entscheidungstext OGH 23.11.1995 6 Ob 653/95
4 Ob 2038/96a
Entscheidungstext OGH 16.04.1996 4 Ob 2038/96a
Auch; Beisatz: Das Gericht darf aber weder ein plus noch ein aliud zusprechen. (T22)
2 Ob 35/94
Entscheidungstext OGH 31.10.1996 2 Ob 35/94
10 Ob 95/98p
Entscheidungstext OGH 17.03.1998 10 Ob 95/98p
4 Ob 102/98y
Entscheidungstext OGH 05.05.1998 4 Ob 102/98y
2 Ob 508/96
Entscheidungstext OGH 06.05.1998 2 Ob 508/96
Vgl auch; Beis wie T6; Beisatz: Erbrechtsklage. (T23)
Veröff: SZ 71/83
9 ObA 153/98k
Entscheidungstext OGH 23.12.1998 9 ObA 153/98k
Veröff: SZ 71/216
1 Ob 236/99h
Entscheidungstext OGH 25.01.2000 1 Ob 236/99h
Beis wie T10; Beis wie T19; Beis wie T22
6 Ob 291/99h
Entscheidungstext OGH 30.08.2000 6 Ob 291/99h
Beis wie T8; Beis wie T19; Beis wie T22; Beisatz: Insbesondere dann, wenn sonst die Vollstreckbarkeit des Urteils gefährdet wäre. (T24)
Beisatz: Hier: Präzisere Fassung des Unterlassungsgebotes durch das Gericht. (T25)
7 Ob 269/00k
Entscheidungstext OGH 23.01.2001 7 Ob 269/00k
9 ObA 202/00x
Entscheidungstext OGH 07.06.2001 9 ObA 202/00x
Beis wie T10; Beis wie T22
Auch; Beisatz: Hier hat das Berufungsgericht das erörterte Begehren im Urteilsspruch durch eine klarere Fassung nur verdeutlicht. (T26)
4 Ob 239/01b
Entscheidungstext OGH 13.11.2001 4 Ob 239/01b
Beisatz: Gegen § 405 ZPO wird verstoßen, wenn ein "plus" oder "aliud" zugesprochen wird, nicht hingegen, wenn im Spruch nur verdeutlicht wird, was nach dem Vorbringen ohnedies begehrt ist. (T27)
4 Ob 136/02g
Entscheidungstext OGH 02.07.2002 4 Ob 136/02g
4 Ob 32/03i
Entscheidungstext OGH 25.03.2003 4 Ob 32/03i
Auch; Beis wie T13; Beis wie T22; Beisatz: In einem derartigen Fall steht es selbstverständlich auch dem Kläger jederzeit frei, sein Urteilsbegehren entsprechend der Klagserzählung zu berichtigen. (T28)
4 Ob 258/04a
Entscheidungstext OGH 08.02.2005 4 Ob 258/04a
7 Ob 29/06z
Entscheidungstext OGH 08.03.2006 7 Ob 29/06z
Veröff: SZ 2006/33
7 Ob 7/06i
Entscheidungstext OGH 15.02.2006 7 Ob 7/06i
Beisatz: Hier: Umformulierung eines Zwischenfeststellungsantrages durch das Berufungsgericht. (T29)
9 ObA 94/06y
Entscheidungstext OGH 22.10.2007 9 ObA 94/06y
Vgl auch; Beisatz: Dem im Rahmen des Eventualbegehrens begehrten Spruch war eine dem materiellen Begehren entsprechende klarere und deutlichere Fassung zu geben. (T30)
Auch, Beis ähnlich wie T27; Beisatz: Hier: Nach dem Wortlaut des Klagebegehrens bezieht sich das Wiederherstellungsbegehren nur auf den wiederherzustellenden Lichthof. Zu diesem gehört nicht die Überdachung, von der in der Klage nicht einmal die Rede ist. (T31)
Beis wie T22; Veröff: SZ 2008/7
2 Ob 172/08w
Entscheidungstext OGH 25.03.2009 2 Ob 172/08w
Auch; Auch Beis wie T2; Auch Beis wie T27
Beis wie T13; Beis wie T22; Beisatz: Hier: Begehren auf Entfernung von Steinen, die sich auf einem anderen als dem im Klagebegehren bezeichneten Grundstück befinden. (T32)
Beisatz: Die Neufassung in den Behauptungen des Klägers ihre eindeutige Grundlage findet. (T33)
Auch; Beis ähnlich wie T2; Beisatz: Hier: Klage nach § 54 Abs 1 ASGG; Umformulierung durch das Berufungsgericht. (T34)
7 Ob 38/10d
Entscheidungstext OGH 21.04.2010 7 Ob 38/10d
Beis wie T10; Beis wie T19
Auch; Beis ähnlich wie T27
Beis wie T6; Beis wie T8; Beis wie T27; Beisatz: Ein seinem Umfang nach berechtigtes Begehren ist aber als Minus im zu weiten Sicherungsantrag enthalten. (T35)
4 Ob 142/10a
Entscheidungstext OGH 05.10.2010 4 Ob 142/10a
9 ObA 30/10t
Entscheidungstext OGH 22.12.2010 9 ObA 30/10t
Auch; Beis wie T2 nur: Bei der Fassung des Urteilsspruches ist auch das Klagsvorbringen, auf das sich das Begehren stützt, zu beachten. (T36)
Auch; Beis wie T10; Beis wie T14; Beis wie T19
9 Ob 37/11y
Entscheidungstext OGH 25.11.2011 9 Ob 37/11y
4 Ob 42/12y
Entscheidungstext OGH 17.04.2012 4 Ob 42/12y
Auch; Beis wie T33; Beisatz: Hier: Amtswegige Bezugnahme auf das konkrete, von der Urheberrechtsverletzung betroffene Verwertungsrecht. (T37)
Auch; Beis wie T6; Beis ähnlich wie T27; Beis wie T35
Auch; Beis wie T6; Beis wie T8; Beis wie T27; Beis ähnlich wie T37
2 Ob 179/12f
Entscheidungstext OGH 23.10.2013 2 Ob 179/12f
Auch; Beisatz: Hier: Statt „Räumungsbegehren“ in Wahrheit „Anspruch auf Abholung“ der gelagerten Fahrnisse geltend gemacht. (T38)
Auch; Beisatz: Hier: Klage nach § 28a KSchG. (T39)
1 Ob 133/14m
Entscheidungstext OGH 22.10.2014 1 Ob 133/14m
Auch; Beis wie T2; Beisatz: Hier: Präzisierung des Bestandobjekts bei einer Aufkündigung. (T40)
1 Ob 25/15f
Entscheidungstext OGH 23.04.2015 1 Ob 25/15f
Auch; Beis wie T19; Beisatz: Das Gericht ist in der Regel zur Verdeutlichung verpflichtet. Dies muss insbesondere dort gelten, wo der von der klagenden Partei formulierte Wortlaut das Begehren ‑ etwa mangels „Feststellungsfähigkeit“ im Sinne des § 228 ZPO ‑ von vornherein unzulässig machen würde. (T41)
1 Ob 67/15g
Entscheidungstext OGH 21.05.2015 1 Ob 67/15g
Beis wie T2; Beis wie T6; Beis wie T25; Beis wie T41
1 Ob 206/15y
Entscheidungstext OGH 24.11.2015 1 Ob 206/15y
5 Ob 70/16d
Entscheidungstext OGH 11.07.2016 5 Ob 70/16d
Beis wie T27; Beisatz: Hier: Zuspruch einer Vertragsaufhebung zum Zeitpunkt der Klagszustellung anstatt der begehrten Vertragsaufhebung ex nunc unzulässig. (T42)
1 Ob 122/17y
Entscheidungstext OGH 30.08.2017 1 Ob 122/17y
1 Ob 21/18x
Entscheidungstext OGH 29.05.2018 1 Ob 21/18x
Beis wie T8; Veröff: SZ 2018/46
9 Ob 29/19h
Entscheidungstext OGH 23.07.2019 9 Ob 29/19h
ECLI:AT:OGH0002:1949:RS0039357
JJR_19490518_OGH0002_0030OB00144_4900000_001
Rechtssatz für 2Ob272/52 1Ob337/52 1Ob...
RS0043463
2Ob272/52; 1Ob337/52; 1Ob160/53; 3Ob716/54; 1Ob410/48; 3Ob332/59; 6Ob273/61; 6Ob21/64; 5Ob284/65; 5Ob129/65; 8Ob327/66; 8Ob124/70; 7Ob129/70; 3Ob92/71 (3Ob93/71, 3Ob94/71, 3Ob110/71 -3Ob112/71); 1Ob70/72; 1Ob122/72; 1Ob14/73; 4Ob546/73; 4Ob544/75; 5Ob618/76; 1Ob583/77; 3Ob515/77; 1Ob681/77; 1Ob728/78; 5Ob685/81; 1Ob532/82; 8Ob629/84; 6Ob582/83; 8Ob553/87; 10Ob2335/96x; 4Ob194/98b; 9Ob273/99h; 10Ob66/99z; 9Ob209/01b; 3Ob154/01w; 7Ob173/02w; 6Ob58/02a; 7Ob305/02g; 6Ob264/03x; 8Ob65/04y; 7Ob8/04h; 6Ob174/05i; 10Ob16/07m; 3Ob61/09f; 10Ob73/09x; 5Ob158/12i; 3Ob172/12h; 9Ob40/12s; 6Ob226/12x; 5Ob58/14m; 3Ob164/14k; 2Ob194/17v; 2Ob151/18x; 2Ob190/19h
ABGB §655
Die Auslegung einer letztwilligen Verfügung ist Rechtsfrage und Tatfrage.
2 Ob 272/52
Entscheidungstext OGH 02.04.1952 2 Ob 272/52
Veröff: SZ 25/85 = JBl 1953,125
1 Ob 337/52
Entscheidungstext OGH 09.09.1952 1 Ob 337/52
1 Ob 160/53
Entscheidungstext OGH 25.02.1953 1 Ob 160/53
3 Ob 716/54
Entscheidungstext OGH 10.11.1954 3 Ob 716/54
1 Ob 410/48
Entscheidungstext OGH 12.01.1949 1 Ob 410/48
Abweichend; Beisatz: Testamentsauslegung ist Rechtsauslegung. (T1) Veröff: SZ 22/5
3 Ob 332/59
Entscheidungstext OGH 24.11.1959 3 Ob 332/59
6 Ob 273/61
Entscheidungstext OGH 22.11.1961 6 Ob 273/61
6 Ob 21/64
Entscheidungstext OGH 29.01.1964 6 Ob 21/64
5 Ob 284/65
Entscheidungstext OGH 16.12.1965 5 Ob 284/65
Veröff: SZ 38/221
5 Ob 129/65
Entscheidungstext OGH 11.11.1965 5 Ob 129/65
Beisatz: Feststellungen über den Inhalt der letztwilligen Verfügung sind nur revisibel, wenn sie sich mit den Regeln der Sprache, mit allgemeinen Erkenntnisgrundsätzen oder mit gesetzlichen Auslegungsregeln in Widerspruch setzen. (T2)
8 Ob 327/66
Entscheidungstext OGH 29.11.1966 8 Ob 327/66
Abweichend; Beisatz: Testamentsauslegung - rechtliche Beurteilung. (T3) Veröff: SZ 39/204
8 Ob 124/70
Entscheidungstext OGH 02.06.1970 8 Ob 124/70
Beis wie T2; Veröff: EvBl 1971/34 S 69
7 Ob 129/70
Entscheidungstext OGH 22.07.1970 7 Ob 129/70
1 Ob 70/72
Entscheidungstext OGH 04.05.1972 1 Ob 70/72
Beis wie T2; Veröff: NZ 1973,187 = ZfRV 1973 H2,139
1 Ob 122/72
Entscheidungstext OGH 05.07.1972 1 Ob 122/72
1 Ob 14/73
Entscheidungstext OGH 21.03.1973 1 Ob 14/73
4 Ob 546/73
Entscheidungstext OGH 11.09.1973 4 Ob 546/73
Vgl auch; Beisatz: Ziel der Auslegung einer letztwilligen Verfügung ist, den Bewusstseinsinhalt des Erblassers zur Zeit der Verfügung und insbesondere seine Willensbestrebungen festzustellen. Erfolgt eine derartige Feststellung nicht lediglich aus dem Inhalt der letztwilligen Urkunde, sondern auch auf Grund anderer Beweismittel, so ist sie tatsächlicher Art. Was der Erblasser bei der Errichtung der Urkunde gewollt hat, ist eine der Vergangenheit angehörende Tatsache. Hier greift die richterliche Beweiswürdigung und Tatsachenfeststellung ein. (T4)
4 Ob 544/75
Entscheidungstext OGH 24.06.1975 4 Ob 544/75
Beis wie T4 nur: Was der Erblasser bei der Errichtung der Urkunde gewollt hat, ist eine der Vergangenheit angehörende Tatsache. (T5); Beisatz: Die durch den Inhalt der letztwilligen Verfügung zum Ausdruck gebrachte Absicht ist nach dem wahren Willen des Erklärenden zu beurteilen. (T6)
5 Ob 618/76
Entscheidungstext OGH 22.06.1976 5 Ob 618/76
1 Ob 583/77
Entscheidungstext OGH 07.06.1977 1 Ob 583/77
Beisatz: Die nicht bloß aus dem Inhalt der letztwilligen Verfügung, sondern auch aus sonstigen Beweismitteln gewonnene Feststellung des Bewusstseinsinhaltes des Erblassers zur Zeit, als er die Verfügung getroffen hat, stellt eine Feststellung tatsächlicher Art dar. (T7)
3 Ob 515/77
Entscheidungstext OGH 14.06.1977 3 Ob 515/77
1 Ob 681/77
Entscheidungstext OGH 08.03.1978 1 Ob 681/77
1 Ob 728/78
Entscheidungstext OGH 08.11.1978 1 Ob 728/78
5 Ob 685/81
Entscheidungstext OGH 20.10.1981 5 Ob 685/81
1 Ob 532/82
Entscheidungstext OGH 21.04.1982 1 Ob 532/82
8 Ob 629/84
Entscheidungstext OGH 28.02.1985 8 Ob 629/84
6 Ob 582/83
Entscheidungstext OGH 20.02.1986 6 Ob 582/83
Vgl; Beisatz: Die inhaltliche Feststellung eines besonderen Sprachverständnisses des Erblassers bei Auslegung einer strittigen Vermächtnisanordnung durch die Vorinstanzen ist Tatsachenfeststellung. (T8)
10 Ob 2335/96x
Entscheidungstext OGH 05.11.1996 10 Ob 2335/96x
Beis wie T5; Beis wie T7; Beisatz: Die Auslegung einer dem Wortlaut nach feststehenden Urkunde ist hingegen immer dann eine Frage der rechtlichen Beurteilung (und damit auch vor dem Obersten Gerichtshof bekämpfbar), wenn sie allein aufgrund des Urkundeninhaltes geschieht (NZ 1973, 187, ZAS 1984, 19, JBl 1985, 97, Strigl in EBspr AnwBl 1989, 230). Dies gilt ebenso für die Frage, ob aus dem Inhalt dieser Urkunde auch das Bewusstsein des Verstorbenen, jetzt eine letztwillige Verfügung zu errichten, also ein Testierwille (animus testandi) abzuleiten ist. (T9) Veröff: SZ 69/247
Auch; Beis wie T4 nur: Ziel der Auslegung einer letztwilligen Verfügung ist, den Bewusstseinsinhalt des Erblassers zur Zeit der Verfügung und insbesondere seine Willensbestrebungen festzustellen. Erfolgt eine derartige Feststellung nicht lediglich aus dem Inhalt der letztwilligen Urkunde, sondern auch auf Grund anderer Beweismittel, so ist sie tatsächlicher Art. Was der Erblasser bei der Errichtung der Urkunde gewollt hat, ist eine der Vergangenheit angehörende Tatsache. (T10); Beis wie T9 nur: Die Auslegung einer dem Wortlaut nach feststehenden Urkunde ist hingegen immer dann eine Frage der rechtlichen Beurteilung (und damit auch vor dem Obersten Gerichtshof bekämpfbar), wenn sie allein aufgrund des Urkundeninhaltes geschieht. (T11)
9 Ob 273/99h
Entscheidungstext OGH 03.11.1999 9 Ob 273/99h
Vgl auch; Beis wie T11; Veröff: SZ 72/179
9 Ob 209/01b
Entscheidungstext OGH 19.09.2001 9 Ob 209/01b
Vgl aber; Beis wie T11; Beisatz: Die Auslegung des Urkundeninhalts des strittigen Testaments ist eine Frage der rechtlichen Beurteilung, deren Beantwortung aber von den Umständen des Einzelfalles abhängt und der daher, von Fällen krasser Fehlbeurteilung abgesehen, keine erhebliche Bedeutung im Sinne des § 14 Abs 1 AußStrG zukommt. (T12)
3 Ob 154/01w
Entscheidungstext OGH 21.11.2001 3 Ob 154/01w
7 Ob 173/02w
Entscheidungstext OGH 30.10.2002 7 Ob 173/02w
Vgl auch; Beis wie T10; Beis wie T11; Beisatz: Wird also der Wille des Erblassers für den Zeitpunkt, in dem er seine letztwillige Verfügung getroffen hat, nicht ausschließlich aus der letztwilligen Verfügung abgeleitet, sondern werden noch andere Beweismittel herangezogen und damit außerhalb der letztwilligen Verfügung liegende Tatsachen zu Grunde gelegt, liegt eine Tatfrage vor. (T13)
6 Ob 58/02a
Entscheidungstext OGH 07.11.2002 6 Ob 58/02a
Abweichend; Beis wie T1; Beis wie T12
Vgl auch; Beis wie T10; Beis wie T11; Beis wie T12; Beis wie T13
Vgl; Beis wie T11; Beis wie T12
8 Ob 65/04y
Entscheidungstext OGH 16.07.2004 8 Ob 65/04y
Auch; Beis wie T4; Beis wie T7; Beis wie T13; Beis wie T9; Beis wie T12
Auch; Beisatz: Die ausreichende Bestimmbarkeit der letztwilligen Verfügung ist eine mit Hilfe der Auslegung zu lösende Rechtsfrage. (T14)
10 Ob 16/07m
Entscheidungstext OGH 20.03.2007 10 Ob 16/07m
3 Ob 61/09f
Entscheidungstext OGH 22.04.2009 3 Ob 61/09f
Auch; Beisatz: Auch für die Auslegung eines Testaments gilt der allgemeine Grundsatz, dass die Auslegung einer dem Wortlaut nach feststehenden Urkunde immer dann eine Frage der rechtlichen Beurteilung darstellt, wenn sie - wie hier - allein aufgrund des Urkundeninhalts geschieht. (T15); Beis wie T12
5 Ob 158/12i
Entscheidungstext OGH 05.09.2012 5 Ob 158/12i
6 Ob 226/12x
Entscheidungstext OGH 19.12.2012 6 Ob 226/12x
Vgl; Beis wie T12; Beisatz: Bekämpft der Rechtsmittelwerber die Entscheidung des Erstgerichts ausschließlich mit Argumenten aus dem Inhalt des Testaments, wendet sich jedoch in keiner Weise gegen die sonst vom Erstgericht herangezogenen Beweismittel bzw die von diesem getroffenen Tatsachenfeststellungen, ist die Richtigkeit der Auslegung des Testaments nur im Rahmen der Behandlung der Rechtsrüge zu prüfen. (T16)
3 Ob 164/14k
Entscheidungstext OGH 19.11.2014 3 Ob 164/14k
Vgl auch; Beis wie T2; Beis wie T12
2 Ob 151/18x
Entscheidungstext OGH 24.09.2018 2 Ob 151/18x
2 Ob 190/19h
Entscheidungstext OGH 30.01.2020 2 Ob 190/19h
ECLI:AT:OGH0002:1952:RS0043463
JJR_19520402_OGH0002_0020OB00272_5200000_005
Rechtssatz für 3Ob121/60 1Ob152/62 5Ob...
RS0038852
3Ob121/60; 1Ob152/62; 5Ob275/62; 3Ob21/65; 6Ob322/67; 2Ob181/68; 5Ob335/68; 4Ob71/73; 3Ob170/74; 4Ob70/74; 8Ob32/75 (8Ob33/75, 8Ob34/75); 4Ob352/76; 4Ob71/76 (4Ob72/76 -4Ob87/76); 7Ob38/78; 4Ob571/78; 4Ob152/80 (4Ob153/80 -4Ob155/80); 4Ob377/82; 2Ob540/81; 7Ob530/85; 7Ob641/85; 8Ob579/85; 8Ob605/86; 8Ob541/87; 8Ob553/87; 4Ob14/88; 8Ob565/87; 9ObA173/88; 4Ob519/91; 8Ob25/93; 3Ob142/93; 9ObA55/94 (9ObA56/94); 8ObA232/94 (8ObA233/94, 8ObA234/94); 1Ob1030/95; 2Ob35/94; 8ObA158/99i; 1Ob236/99h; 9ObA314/99p; 1Ob56/04y; 10Ob76/05g; 7Ob7/06i; 4Ob14/08z; 2Ob183/07m; 1Ob187/08v; 2Ob172/08w; 8ObA31/09f; 8ObA62/09i; 6Ob92/11i; 4Ob139/11m; 1Ob77/14a; 4Ob140/14p; 8Ob62/14x; 9Ob13/15z; 7Ob81/16m; 9ObA53/17k; 8Ob159/18t; 9Ob29/19h
ZPO §236 A
ZPO §405 BII
Das Gericht kann dem Urteilsspruch eine dem Gesetz entsprechende, vom Feststellungsbegehren der Partei abweichende Fassung geben, wenn er sachlich nicht mehr oder etwas anderes enthält als das Begehren.
3 Ob 121/60
Entscheidungstext OGH 29.03.1960 3 Ob 121/60
Veröff: EvBl 1960/231 S 400
1 Ob 152/62
Entscheidungstext OGH 11.07.1962 1 Ob 152/62
Beisatz: Änderung eines Begehrens auf Nichtigerklärung eines Adoptionsvertrags. (T1)
5 Ob 275/62
Entscheidungstext OGH 25.10.1962 5 Ob 275/62
3 Ob 21/65
Entscheidungstext OGH 24.02.1965 3 Ob 21/65
Auch; Beisatz: Streichung des Wortes "derzeit" im Oppositionsbegehrens von Amts wegen, weil die beklagte geschiedene Ehegattin vor Schluss der Verhandlung ihren Lebensgefährten geheiratet hat (§ 75 EheG !). (T2)
6 Ob 322/67
Entscheidungstext OGH 13.12.1967 6 Ob 322/67
Beisatz: Umdeutung eines nicht feststellungsfähigen Begehrens ist unzulässig. (T3)
2 Ob 181/68
Entscheidungstext OGH 25.06.1968 2 Ob 181/68
5 Ob 335/68
Entscheidungstext OGH 08.01.1969 5 Ob 335/68
4 Ob 71/73
Entscheidungstext OGH 25.09.1973 4 Ob 71/73
Veröff: SZ 46/89 = EvBl 1974/6 S 16 = Arb 9143 = SozM IA/e,1057
3 Ob 170/74
Entscheidungstext OGH 17.09.1974 3 Ob 170/74
Veröff: JBl 1975,605
4 Ob 352/76
Entscheidungstext OGH 21.09.1976 4 Ob 352/76
Beisatz: Zusammenarbeit Arzt - Optiker. (T4)
Veröff: ÖBl 1977,35
7 Ob 38/78
Entscheidungstext OGH 12.10.1978 7 Ob 38/78
Beisatz: "Feststellung" einer fälligen Zahlungspflicht. (T5)
Veröff: SZ 51/137
Beisatz: Hier: Feststellung des Bestandes des Dienstverhältnisses. (T6)
4 Ob 377/82
Entscheidungstext OGH 09.11.1983 4 Ob 377/82
Beisatz: Nur als beispielhaft angeführte Sonderfälle dürfen nicht als selbständige Unterlassungsbegehren beurteilt werden. "Baumax" (T7)
Beisatz: Hier: Feststellungsbegehren nach § 508 ABGB. (T8)
7 Ob 530/85
Entscheidungstext OGH 28.03.1985 7 Ob 530/85
7 Ob 641/85
Entscheidungstext OGH 21.11.1985 7 Ob 641/85
Beisatz: Hier: Deutliche Fassung. (T9)
8 Ob 541/87
Entscheidungstext OGH 12.03.1987 8 Ob 541/87
Auch; nur: Das Gericht kann dem Urteilsspruch eine dem Gesetz entsprechende, vom Feststellungsbegehren der Partei abweichende Fassung geben. (T10)
Beisatz: Hier: Dem durch die Behauptungen der Antragstellerin inhaltlich klar umschriebenen Begehren die entsprechende Fassung (EV). (T11)
Vgl auch; nur T10; Beisatz: Hier: Aufnahme eines einschränkenden Hinweises auf § 9 Abs 3 LMG bei auf Verstoß gegen § 9 Abs 1 lit a LMG in Verbindung mit § 1 UWG gestützten Klage. (T12)
Auch; Veröff: GesRZ 1988,229
9 ObA 173/88
Entscheidungstext OGH 31.08.1988 9 ObA 173/88
Auch; Beisatz: Für die Zulässigkeit eines Feststellungsbegehrens ist aber nicht dessen Wortlaut, sondern der Sinn des Begehrens maßgeblich. (T13)
4 Ob 519/91
Entscheidungstext OGH 28.05.1991 4 Ob 519/91
Auch; Veröff: ÖBA 1994,566
3 Ob 142/93
Entscheidungstext OGH 10.11.1993 3 Ob 142/93
Vgl; Beisatz: Hier: Klage nach § 14 Abs 2 AbgEO (oder § 37 EO). (T14)
8 ObA 232/94
Entscheidungstext OGH 06.05.1994 8 ObA 232/94
Auch; nur T10; Beis wie T13; Beisatz: § 48 ASGG. (T15)
8 ObA 158/99i
Entscheidungstext OGH 26.08.1999 8 ObA 158/99i
9 ObA 314/99p
Entscheidungstext OGH 15.03.2000 9 ObA 314/99p
1 Ob 56/04y
Entscheidungstext OGH 12.10.2004 1 Ob 56/04y
Auch; Beisatz: Das Gericht ist, auch noch in höherer Instanz, berechtigt und sogar verpflichtet, dem Urteilsspruch - auch auf Grund eines Feststellungsbegehrens - eine klare und deutlichere, vom Begehren abweichende Fassung zu geben, sofern diese in den Behauptungen des Klägers ihre eindeutige Grundlage findet und sich im Wesentlichen mit dem Begehren deckt. (T16)
4 Ob 14/08z
Entscheidungstext OGH 11.03.2008 4 Ob 14/08z
2 Ob 183/07m
Entscheidungstext OGH 10.04.2008 2 Ob 183/07m
Auch; Beisatz: Hier: Begehren eines Zwischenfeststellungsantrags. (T17)
Vgl auch; Beisatz: Hier: Zur Fassung des Klagebegehrens beziehungsweise Urteilsspruchs bei einer Amtshaftungsklage, die auf die Feststellung der Haftung des Bundes für bereits eingetretene, aber noch nicht bezifferbare Schäden, die aus Aufsichtspflichtverletzungen des Bundes resultieren, gerichtet ist. (T18)
Auch; Beis wie T13; Beis wie T16; Beisatz: Das Klagebegehren ist so zu verstehen, wie es im Zusammenhalt mit der Klageerzählung vom Kläger gemeint ist. (T19)
Beisatz: Hier: Klage nach § 54 Abs 1 ASGG (T20)
Auch; Beis ähnlich wie T19; Beisatz: Bei der Neufassung des Urteilsspruchs hat sich das Gericht aber stets im Rahmen des vom Kläger Gewollten und damit innerhalb der von § 405 ZPO gezogenen Grenzen zu halten. (T21)
Vgl; Beis wie T13; Beis wie T16; Beis wie T19
1 Ob 77/14a
Entscheidungstext OGH 22.05.2014 1 Ob 77/14a
4 Ob 140/14p
Entscheidungstext OGH 21.10.2014 4 Ob 140/14p
Auch; Beisatz: Hier: Keine Umdeutung bei Inanspruchnahme als unmittelbarer Täter dahin, dass sich der Antrag gegen das Ermöglichen einer Rechtsverletzung durch Dritte richtet. (T22)
Veröff: SZ 2014/93
9 Ob 13/15z
Entscheidungstext OGH 29.04.2015 9 Ob 13/15z
9 ObA 53/17k
Entscheidungstext OGH 27.09.2017 9 ObA 53/17k
8 Ob 159/18t
Entscheidungstext OGH 19.12.2018 8 Ob 159/18t
ECLI:AT:OGH0002:1960:RS0038852
JJR_19600329_OGH0002_0030OB00121_6000000_001
Rechtssatz für 4Ob544/75 5Ob699/76 2Ob...
RS0012342
4Ob544/75; 5Ob699/76; 2Ob508/77; 1Ob583/77; 7Ob675/80; 6Ob563/81; 6Ob1/82; 4Ob520/83; 6Ob577/83; 1Ob561/84; 3Ob546/84; 7Ob675/85; 8Ob553/87; 1Ob656/87; 7Ob579/88; 6Ob1/90; 8Ob690/89; 8Ob546/89; 7Ob610/92; 4Ob1580/94; 6Ob189/98g; 1Ob28/03d; 5Ob158/04b; 2Ob190/08t; 2Ob128/10b; 2Ob20/12y; 2Ob41/11k; 2Ob151/18x; 2Ob220/17t; 2Ob190/19h
ABGB §914 IIIe
Die durch den Inhalt der letztwilligen Verfügung zum Ausdruck gebrachte Absicht ist nach dem wahren Willen des Erklärenden zu beurteilen. Da bei letztwilligen Verfügungen nach Möglichkeit dem subjektiven Willen des Erklärenden entsprochen werden muss, kann sich niemand darauf berufen, dass er auf den Wortlaut einer letztwilligen Verfügung vertraut habe.
2 Ob 508/77
Entscheidungstext OGH 04.02.1977 2 Ob 508/77
nur: Die durch den Inhalt der letztwilligen Verfügung zum Ausdruck gebrachte Absicht ist nach dem wahren Willen des Erklärenden zu beurteilen. (T1) Veröff: SZ 50/19 = EvBl 1977/232 S 522
Vgl auch; Beisatz: Die Erklärung des letzten Willens unterliegt den für Willenserklärungen bei Rechtsgeschäften überhaupt geltenden Regeln. Es ist also der wahre Wille des Erblassers zu erforschen. (T2)
6 Ob 563/81
Entscheidungstext OGH 30.03.1981 6 Ob 563/81
6 Ob 1/82
Entscheidungstext OGH 03.02.1983 6 Ob 1/82
4 Ob 520/83
Entscheidungstext OGH 12.04.1983 4 Ob 520/83
6 Ob 577/83
Entscheidungstext OGH 26.04.1984 6 Ob 577/83
Vgl auch; Beisatz: Im Rahmen der Testierfreiheit soll die Anordnungsabsicht des Erblassers uneingeschränkt zur Geltung kommen, soweit nur die Willensäußerung formwirksam erfolgte. (T3)
1 Ob 561/84
Entscheidungstext OGH 23.05.1984 1 Ob 561/84
nur T1; Veröff: NZ 1985,26
3 Ob 546/84
Entscheidungstext OGH 10.10.1984 3 Ob 546/84
nur T1; Beisatz: Es sind dabei alle Umstände zu berücksichtigen, außer es fände sich in der letztwilligen Verfügung nicht einmal der geringste Anhaltspunkt für einen aus dem Wortlaut desselben selbst ableitbaren Willen. (T4)
7 Ob 675/85
Entscheidungstext OGH 16.01.1986 7 Ob 675/85
Beis wie T2; Auch Beis wie T4
1 Ob 656/87
Entscheidungstext OGH 21.10.1987 1 Ob 656/87
nur T1; Beis wie T2; Beis wie T4 nur: Es sind dabei alle Umstände zu berücksichtigen. (T5); Beisatz: Es sind auch außerhalb der letztwilligen Anordnung liegende Umstände aller Art, sonstige mündliche oder schriftliche Äußerungen sowie ausdrückliche oder konkludente Erklärungen des Erblassers zur Auslegung heranzuziehen. (T6) Veröff: NZ 1989,266
6 Ob 1/90
Entscheidungstext OGH 08.02.1990 6 Ob 1/90
nur T1; Veröff: SZ 63/15 = JBl 1990,582 (Eccher)
8 Ob 690/89
Entscheidungstext OGH 30.08.1990 8 Ob 690/89
nur T1; Beis wie T3; Beis wie T6; Veröff: SZ 63/148 = NZ 1992,69
8 Ob 546/89
Entscheidungstext OGH 13.09.1990 8 Ob 546/89
7 Ob 610/92
Entscheidungstext OGH 12.11.1992 7 Ob 610/92
nur T1; Beis wie T4; Beisatz: Dies gilt auch für die ergänzende (hypothetische) Auslegung, für die größte Zurückhaltung gefordert wird. (T7)
4 Ob 1580/94
Entscheidungstext OGH 12.07.1994 4 Ob 1580/94
6 Ob 189/98g
Entscheidungstext OGH 15.10.1998 6 Ob 189/98g
nur T1; Veröff: SZ 71/166
5 Ob 158/04b
Entscheidungstext OGH 28.09.2004 5 Ob 158/04b
Auch; Beisatz: Es gilt die Willenstheorie, wonach es auf den wahren erblasserischen Willen zur Zeit der Verfügung ankommt. (T8)
Auch; nur T1; Beis wie T6; Veröff: SZ 2010/143
2 Ob 41/11k
Entscheidungstext OGH 24.04.2012 2 Ob 41/11k
Vgl; nur T1; Auch Beis wie T4; Beis wie T6
Veröff: SZ 2012/49
nur T1; Beis ähnlich wie T8
2 Ob 220/17t
Entscheidungstext OGH 17.12.2018 2 Ob 220/17t
ECLI:AT:OGH0002:1975:RS0012342
JJR_19750624_OGH0002_0040OB00544_7500000_001
Rechtssatz für 5Ob196/75 4Ob571/78 8Ob...
RS0039564
5Ob196/75; 4Ob571/78; 8Ob553/87; 9ObA51/92 (9ObA52/92); 6Ob181/06w
Für die einwandfreie sprachliche Fassung eines zulässigen Zwischenfeststellungsantrages hat das Gericht gegebenenfalls auch im Berufungsverfahren zu sorgen (6 Ob 134/71).
5 Ob 196/75
Entscheidungstext OGH 04.11.1975 5 Ob 196/75
Auch; Beisatz: Das Begehren ist immer so zu verstehen, wie es im Zusammenhalt mit dem Vorbringen tatsächlicher Art von der Partei gemeint war. (T1)
ECLI:AT:OGH0002:1975:RS0039564
JJR_19751104_OGH0002_0050OB00196_7500000_002
Rechtssatz für 1Ob728/78 1Ob583/80 7Ob...
RS0012340
1Ob728/78; 1Ob583/80; 7Ob675/80; 6Ob563/81; 5Ob685/81; 7Ob798/81; 5Ob523/82; 1Ob532/82; 6Ob1/82; 2Ob589/82; 4Ob520/83; 5Ob655/83; 6Ob577/83; 1Ob561/84; 8Ob629/84; 7Ob675/85; 2Ob709/86; 8Ob553/87; 2Ob590/89; 10Ob2335/96x; 6Ob189/98g; 7Ob189/99s; 4Ob151/02p; 2Ob308/01k; 5Ob158/04b; 7Ob185/05i; 6Ob18/06z; 10Ob16/07m; 8Ob127/08x; 8Ob112/08s; 2Ob128/10b; 2Ob20/12y; 2Ob41/11k; 8Ob69/14a; 2Ob220/17t
Die letztwillige Erklärung stellt nicht die einzige Quelle der Auslegung dar, es sind auch außerhalb dieser Anordnung liegende Umstände aller Art, sonstige mündliche oder schriftliche Äußerungen sowie ausdrückliche oder konkludente Erklärungen des Erblassers zur Auslegung heranzuziehen.
1 Ob 583/80
Entscheidungstext OGH 04.06.1980 1 Ob 583/80
7 Ob 798/81
Entscheidungstext OGH 21.01.1982 7 Ob 798/81
5 Ob 523/82
Entscheidungstext OGH 02.03.1982 5 Ob 523/82
2 Ob 589/82
Entscheidungstext OGH 22.02.1983 2 Ob 589/82
NZ 1984,130
Auch; Beisatz: Die Bedeutung einer Teststelle in einer letztwilligen Verfügung muss unter Heranziehung aller Tatumstände, die einen Rückschluss auf den wahren Willen des Erblassers im Zeitpunkt der Errichtung der Urkunde erlauben, erforscht werden. (T1)
NZ 1985,26
Auch; Beisatz hier: Berücksichtigung des korrespondierenden Testaments des Ehegatten. (T2)
2 Ob 709/86
Entscheidungstext OGH 07.04.1987 2 Ob 709/86
2 Ob 590/89
Entscheidungstext OGH 19.12.1989 2 Ob 590/89
NZ 1991,315
Auch; Beis wie T1; Beisatz: Die Auslegung soll möglichst so erfolgen, dass der vom Erblasser beabsichtigte Erfolg eintritt und er wenigstens teilweise aufrecht bleibt. (T3) Veröff: SZ 69/247
Veröff: SZ 71/166
7 Ob 189/99s
Entscheidungstext OGH 01.09.1999 7 Ob 189/99s
4 Ob 151/02p
Entscheidungstext OGH 20.08.2002 4 Ob 151/02p
Beisatz: Freilich muss nach ständiger Rechtsprechung die Auslegung in der letztwilligen Verfügung irgendeinen, wenn auch noch so geringen Anhaltspunkt finden und darf nicht völlig dem unzweideutig ausgedrückten Willen zuwiderlaufen. Den Vorzug verdient eine Auslegung, bei der die Verfügung aufrecht bleiben kann. (T4)
2 Ob 308/01k
Entscheidungstext OGH 13.02.2003 2 Ob 308/01k
Beis wie T4 nur: Freilich muss nach ständiger Rechtsprechung die Auslegung in der letztwilligen Verfügung irgendeinen, wenn auch noch so geringen Anhaltspunkt finden und darf nicht völlig dem unzweideutig ausgedrückten Willen zuwiderlaufen. (T5)
Vgl auch; Beisatz: Andere außerhalb der Urkunde liegende Umstände dürfen nicht zur Feststellung des Inhalts, sondern nur zur Auslegung des (leserlichen) Inhalts. (T6)
Auch; Beisatz: Der Grundsatz, wonach der Absicht des Erblassers nur gefolgt werden darf, wenn sie noch irgendeinen Anhaltspunkt im Wortlaut der letztwilligen Verfügung selbst finde („Andeutungstheorie), wird im österreichischen Recht traditionell weniger streng als in Deutschland gesehen. (T7); Veröff: SZ 2006/57
Auch; Beisatz: Zur Ermittlung des Willens des Erblassers sind alle Umstände, insbesondere mündliche und schriftliche Äußerungen des Erblassers sowie sein Verhalten gegenüber der bedachten Person zu berücksichtigen. (T8)
8 Ob 112/08s
Entscheidungstext OGH 23.02.2009 8 Ob 112/08s
Beis wie T3; Beis wie T5; Beis ähnlich wie T7; Beisatz: Außerhalb der Urkunde liegende Umstände, die einen Rückschluss auf den wahren Willen des Erblassers im Zeitpunkt der Errichtung der Urkunde erlauben, dürfen nicht zur Feststellung eines nicht erklärten Inhalts, wohl aber zur Auslegung des Inhalts der Verfügung herangezogen werden. (T9)
Auch; Beis wie T3; Beis wie T5; Beis wie T9; Beisatz: Am Wortlaut einer letztwilligen Verfügung ist nicht haften zu bleiben. (T10); Veröff: SZ 2010/143
Beis wie T3; Beis wie T5; Beis wie T6; Beis wie T9; Beis wie T10
8 Ob 69/14a
Entscheidungstext OGH 30.10.2014 8 Ob 69/14a
Beis wie T3; Beis wie T4; Beis wie T5; Beis wie T9
ECLI:AT:OGH0002:1978:RS0012340
JJR_19781108_OGH0002_0010OB00728_7800000_002
Entscheidungstext 8Ob553/87
8Ob553/87
Der Oberste Gerichtshof hat als Revisionsgericht durch den Senatspräsidenten des Obersten Gerichtshofes Dr. Stix als Vorsitzenden und durch die Hofräte des Obersten Gerichtshofes Dr. Kralik, Dr. Vogel, Dr. Kropfitsch und Dr. Zehetner als Richter in der Rechtssache der klagenden Partei Helga C***, Pensionistin, 4801 Traunkirchen, Viechtau Nr. 12, vertreten durch Dr. Wilfried Mayer, Rechtsanwalt in Gmunden, wider die beklagte Partei Dr. Max C***, prakt. Arzt. i.R., 1080 Wien, Florianigasse 60, vertreten durch Dr. Josef Lenz, Rechtsanwalt in Wien, wegen S 23.248,25 s.A. und Zwischenantrag auf Feststellung, infolge Revision der klagenden und beklagten Partei gegen das Urteil des Kreisgerichtes Wels als Berufungsgerichtes vom 16. Dezember 1986, GZ R 418/85-51, womit infolge Berufung der beklagten Partei das Urteil des Bezirksgerichtes Gmunden vom 23. November 1983, GZ 3 C 503/81-20, teilweise abgeändert wurde, in nichtöffentlicher Sitzung zu Recht erkannt:
Der Revision der Klägerin wird teilweise, jener des Beklagten nicht Folge gegeben.
Die Urteile der Vorinstanzen werden dahin abgeändert, daß die Entscheidung unter Berücksichtigung unangefochten gebliebener und bestätigter Teile insgesamt zu lauten hat:
Das Klagebegehren, der Beklagte sei schuldig, der Klägerin S 23.248,25 samt 4 % Zinsen seit 1. Jänner 1981 zu bezahlen und dessen Zwischenantrag auf Feststellung, daß das Recht, Räume im Haus Viechtau Nr. 12 zu vermieten, den Streitteilen im Verhältnis ihrer Eigentumsanteile zustehe und daß der Klägerin im Haus Viechtau Nr. 11 die Räume im Obergeschoß nur zur persönlichen Benützung überlassen seien, werden abgewiesen.
Die Kosten des Verfahrens erster, zweiter und dritter Instanz werden gegenseitig aufgehoben.
Die Klägerin verlangt vom Beklagten die Bezahlung von S 23.248,25 samt Anhang. Sie sei Verwalterin der Liegenschaften EZ 47 und EZ 179 KG Winkl, welche zu zwei Drittel in ihrem Eigentum und zu einem Drittel im Eigentum des Beklagten seien. In der Zeit vom 1. Juli 1975 bis zum 31. Dezember 1980 hätten die Aufwendungen die Einnahmen um S 69.744,75 überstiegen. Der auf den Beklagten entfallende Drittelanteil betrage S 23.248,25. Nach dem Testament des gemeinsamen Vaters sei sie allein berechtigt, das Haus Viechtau Nr. 12 zu benützen oder zu vermieten. Weiters habe sie den ersten Stock des Hauses Viechtau Nr. 11 zur Benützung erhalten. Sie müsse daher die Mieteinnahmen aus beiden Objekten gegenüber dem Beklagten nicht verrechnen.
Der Beklagte beantragte die Abweisung des Klagebegehrens. Der Klägerin stünde aus dem gemeinsamen Besitz kein Anspruch auf Auslagenersatz zu. Der Beklagte habe hingegen gegenüber der Klägerin einen S 48.000,-- übersteigenden Anspruch. Nach Vorlage der Belege über die Auslagen für die Liegenschaften anerkannte der Beklagte rechnerisch S 37.425,89 als berechtigten Anspruch der Klägerin, bestritt aber die übrigen geltend gemachten Auslagen, weil es sich um Verbindlichkeiten der am 30. Juni 1975 verstorbenen Mutter der Streitteile bzw. um Privatausgaben der Klägerin handle. Weiters stellte der Beklagte den Zwischenantrag auf Feststellung, daß das Recht, Räume im Haus Viechtau Nr. 12 zu vermieten, den Streitteilen im Verhältnis ihrer Eigentumsanteile zustehe und daß der Klägerin im Haus Viechtau Nr. 11 die Räume im Obergeschoß nur zu persönlichen Benützung überlassen seien.
Das Erstgericht wies diesen Zwischenantrag des Beklagten auf Feststellung ab, verpflichtete den Beklagten, der Klägerin S 18.759,70 samt Anhang zu bezahlen und wies das Mehrbegehren von S 4.488,55 samt Anhang ab.
Das Erstgericht nahm folgenden Sachverhalt als erwiesen an:
Die Streitteile sind Geschwister. Die Klägerin ist zu je zwei Drittel Eigentümerin der Liegenschaften EZ 47 und EZ 179 KG Winkl. Der Beklagte ist zu je einem Drittel Eigentümer dieser Liegenschaften mit den Häusern Viechtau Nr. 11 und 12. Am 6. Jänner 1964 verstarb Dr. Max C***, der Vater der Streitteile. Aufgrund des Testamentes vom 22. April 1963 wurde der Nachlaß zu je einem Drittel der erblasserischen Witwe Anna C***, dem Sohn Dr. Max C***, dem nunmehrigen Beklagten, und der Tochter, der nunmehrigen Klägerin, eingeantwortet. Das Testament hatte u.a. folgenden Wortlaut:
"Als Erben in meinen Nachlaß setzte ich ein zu gleichen Teilen
meine Gattin Anna C***, .... meinen Sohn Dr. Max C***, .... meine
Tochter Helga O***,
.... mithin jeden dieser drei Erben zu je einem Drittel. Meiner
Gattin vermache ich das lebenslängliche unentgeltliche Fruchtgenußrecht an meiner Liegenschaft Viechtau Nr. 11/12 in Traunkirchen, wie sie liegt und steht ....
Nach dem Ableben meiner Gattin soll mein Sohn Max die Wohnung im Parterre des Neubaues Nr. 11 Viechtau und die Tochter Helga die Wohnung im ersten Stock dieses Hauses zur Benützung erhalten aber auch befugt sein, die Räume im Haus Nr. 12 Viechtau zu benützen oder zu vermieten ...."
Aufgrund der Einantwortungsurkunde des Bezirksgerichtes Linz vom 11. September 1964, 2 A 46/64-17, wurde ob den Liegenschaften EZ 47 und EZ 179 je Katastralgemeinde Winkl das Eigentumsrecht zu je einem Drittel für Anna C***, dem Beklagten und der Klägerin und ob der Anteile der beiden Letzteren die Dienstbarkeit des Fruchtgenußrechtes für Anna C*** einverleibt.
Dr. Max C*** sen. hatte mehrere Testamente verfaßt. In einem solchen vom 4. August 1959 ist unter anderem folgender Absatz enthalten:
"Nach dem Ableben meiner Gattin soll die Benützung der beiden Häuser Nr. 11 und 12 Viechtau von meinen beiden Kindern in der Weise benützt werden, daß mein Sohn sämtliche Räume zu ebener Erde im Haus Nr. 11 Viechtau-Neubau, meine Tochter entweder nach ihrer Wahl die Wohnung im ersten Stock dieses Hauses oder die Räume im Haus Nr. 12 Viechtau zur Benützung erhält, während die verbleibenden übrigen Räume vermietet und der Mietzins dann unter meinen Kindern aufgeteilt wird."
Mit dem Übergabsvertrag vom 11. Oktober 1965 übergab Anna C*** ihren Drittelanteil an den genannten Liegenschaften an die Klägerin. Anna C*** verstarb am 30. Juni 1975. Der Nachlaß wurde der Klägerin aufgrund des Testamentes vom 27. August 1964 eingeantwortet. Die Klägerin übernahm nach dem Tod der Mutter der Streitteile die Verwaltung der Liegenschaften insoweit, als sie die Einnahmen entgegennahm die Ausgaben für Betriebskosten, öffentliche Abgaben, Erhaltungsarbeiten und dgl. tätigte. Die Klägerin bewohnt das Obergeschoß im Haus Viechtau Nr. 12; das Parterre des Hauses Viechtau Nr. 11 wird vom Beklagten bewohnt und benützt. Er hält sich etwa 2 bis 3 Monate im Sommer dort auf. Das Erdgeschoß im Haus Viechtau Nr. 12 und das Obergeschoß im Haus Viechtau Nr. 11 werden vermietet. Die Mieteinnahmen kassiert die Klägerin. Die im ersten Stock des Hauses Viechtau Nr. 11 vermietete Wohnung hat ein Ausmaß von ca. 60 m2, annähernd dieselbe Größe hat die Wohnung der Klägerin im Haus Viechtau Nr. 12. Die dortige Parterrewohnung hat eine Größe von rund 45 m2. Die vom Beklagten benützten Räume im Haus Viechtau Nr. 11 sind etwas größer als die Wohnung im Obergeschoß. Die Betriebskosten werden derzeit so vorgeschrieben und verrechnet, daß von beiden Häusern zusammen je ein Viertel die beiden Mieter, die Klägerin und der Beklagte bezahlen, bzw. vorgeschrieben bekommen. Die beiden Liegenschaften werden teilweise als landwirtschaftliche Liegenschaften geführt. Alle Miteigentümer einer solchen Liegenschaft haben Beiträge zur landwirtschaftlichen Unfallversicherung zu zahlen, wodurch alle Mitbesitzer versichert sind. Der zu den Häusern gehörige Garten wird von beiden Streitteilen benützt, ein Autoabstellplatz ausschließlich vom Beklagten. Bis 1. April 1980 war bei der O***
LANDES-B***T eine Feuerversicherung nur
für die Zwei-Drittel-Anteile der Klägerin abgeschlossen. Seit
3. September 1979 hat der Beklagte seinen Drittel-Anteil bei der
W*** O*** V***
feuerversichert.
Im zweiten Halbjahr 1975 tätigte die Klägerin folgende Ausgaben, die in diesem Zeitraum für beide Liegenschaften angefallen sind, bzw. erbracht wurden:
Grundsteuer S 529,20
Sozialversicherung 4. Quartal 1975 S 27,--
Füllungsgitter für Haustüre S 3.000,--
Rauchfangkehrer 3. Quartal 1975 S 69,--
Kanalgebühr, Viechtau Nr. 11 und 12 S 583,23
S 4.208,43.
Die Ausgaben für die beiden Häuser
betrugen im Jahr 1976 S 14.765,35
1977 S 25.674,25
1978 S 5.808,50
1979 S 10.581,80
im Jahr 1980 S 8.855,--.
Die Gesamtausgaben vom 1. Juli 1975 bis zum 31. Dezember 1980 betrugen somit S 69.893,33.
Von der Gemeinde Traunkirchen wurde bereits vor 1975 die Kanalanschlußgebühr vorgeschrieben, aber anschließend Ratenzahlung bewilligt. Am 27. Dezember 1976 wurde für diese Anschlußgebühr ein Betrag von S 7.500,--, am 18. Juli 1977 ein solcher von S 12.500,-- bezahlt.
Die Einnahmen aus Servitutsholzverkäufen betrugen 1978 S 6.050,83, 1980 S 3.317,87 und S 4,245,48, insgesamt daher S 13.614,18.
Rechtlich war das Erstgericht der Ansicht, daß die Mieteinnahmen nach dem Willen des Vaters der Streitteile nur der Klägerin zukommen sollten. Da die Ausgaben der Streitteile S 69.893,33 betrugen, die Einnahmen S 13.614,18, habe der Beklagte ein Drittel der Differenz zu bezahlen, was S 18.759,70 ausmache.
Das Berufungsgericht gab im ersten Rechtsgang der Berufung des Beklagten Folge, änderte die erstgerichtliche Entscheidung in die Feststellung ab, daß die Mieteinnahmen der Liegenschaften Traunkirchen, Viechtau Nr. 11 und 12 der Klägerin und dem Beklagten im Verhältnis ihrer Eigentumsanteile an diesen Liegenschaften zustehen und wies das restliche Leistungsbegehren von S 18.759,70 samt Anhang ab.
Der dagegen erhobenen Revision des Beklagten gab der Oberste Gerichtshof Folge, hob das Urteil des Berufungsgerichtes wegen eines Verfahrensmangels auf und trug diesem eine neue Entscheidung nach allfälliger Verfahrensergänzung auf.
Im zweiten Rechtsgang gab das Berufungsgericht der Berufung des Beklagten teilweise Folge und änderte das angefochtene Urteil dahinab, daß es im Feststellungsausspruch wie folgt lautete:
"1) Es wird festgestellt, daß die Mieteinnahmen der Liegenschaft Traunkirchen Viechtau Nr. 11, Wohnung Obergeschoß, der Klägerin Helga C*** und dem Beklagten Dr. Max C*** im Verhältnis ihrer Eigentumsanteile an diesen Liegenschaften zustehen. Der weitere Zwischenantrag auf Feststellung, daß das Recht, Räume im Haus Traunkirchen, Viechtau Nr. 12 zu vermieten, beiden Teilen im Verhältnis ihrer Eigentumsanteile zustehe, wird abgewiesen. Im übrigen wies das Berufungsgericht das gesamte noch offene Leistungsbegehren ab. Das Gericht zweiter Instanz sprach aus, daß der von der Abänderung und Bestätigung betroffene Teil des Streitgegenstandes je S 300.000,-- übersteigt. Es führte das Verfahren in wesentlichen Belangen neu durch und traf zusätzlich folgende hier noch relevante Feststellungen:
Dr. Max C*** sen. wollte den Besitz in Traunkirchen für seine Familie erhalten, wußte aber um die Differenzen zwischen den Geschwistern (den nunmehrigen Streitteilen), verfaßte verschiedene Testamente und beschwor weiters schriftlich beide Geschwister, eine gerichtliche Auseinandersetzung zu vermeiden.
Am 3. Jänner 1964 verfaßte Dr. Max C*** sen. noch folgende letztwillige Nachtragsverfügung zu dem oben dargestellten Testament vom 22. April 1963:
"Letztwillige Nachtragsverfügung des in meinem gültigen Testament meinen Kindern Dr. Max C*** und Helga O*** zugesicherte Wohnungsrecht im Hause Nr. 11 in Viechtau soll erlöschen, wenn sich meine Erben untereinander nicht vertragen. Eine Aufhebung des Eigentumsrechts von meinem Besitz in Viechtau 11/12 ist untersagt. Sollte sich mein Erbe darüber hinwegsetzen, ist er verpflichtet, die Hälfte des Erlöses seines Anteiles dem anderen Erben auszubezahlen ...."
Dr. Max C*** hatte mit seinen Verwandten und Bekannten über den Inhalt seines Testamentes nicht gesprochen. Seine langjährige Sekretärin Annelie M*** hatte nie den Eindruck, daß der Verstorbene seine Gattin oder die beiden anderen Kinder ungleich behandeln wollte.
Die Klägerin verzeichnete als Verwalterin der Liegenschaften für die Zeit vom 1. Juli 1975 bis zum 31. Dezember 1980 Einnahmen von S 92.075,-- und Auslagen in der Gesamthöhe von S 83.358,95, von denen sie Einnahmen aus Holzverkäufen von insgesamt S 13.614,18 abzog, sodaß sich ein Restbetrag von S 69.744,77 ergibt. Die Beziehungen des Beklagten zu seinem Vater hatten sich in den letzten Jahren vor dessen Tod nicht verschlechtert. Dr. Max C*** sen. hatte ab Frühjahr 1963 gesundheitliche Beschwerden. Aus diesem Grunde besuchte ihn der Beklagte regelmäßig in der Linzer Wohnung. Er konnte seinen Vater auch noch kurz vor seinem Ableben besuchen. Seit 1969 wohnt der Beklagte mit seiner Gattin nur mehr 2 bis 3 Monate während der warmen Jahreszeit in Traunkirchen. Rechtlich vertrat das Berufungsgericht die Auffassung, daß der oben wiedergegebene Passus des Testamentes vom 22. April 1963 über die Benützung der Wohnungen durch die Streitteile nur als Benützungsregelung oder Empfehlung nach dem Tod der Mutter Anna C*** zu verstehen sei. An und für sich habe der Verstorbene geplant, daß Sohn und Tochter je eine Wohnung im Neubau Viechtau 11 benützen können. Wenn der Erblasser beiden Kindern eine Wohnung im Neubau zubilligt, sei das ein gewichtiges Indiz für die gewollte Gleichbehandlung seiner Deszendenten. Daß der Beklagte der Klägerin die Möglichkeit einräumt, das Haus Viechtau Nr. 12 zu benützen oder zu vermieten, sei lediglich eine Konsequenz der zwischen den Geschwistern herrschenden Spannungen und Streitereien, welche eine wenn auch bescheidene räumliche Trennung erfordern. Folge man der Meinung der Klägerin, daß sie die Mieteinnahmen aus den beiden Wohnungen allein für sich verwenden könne, würde dies eine bedeutende Privilegierung eines der beiden Erben und damit untrennbar die Schlechterstellung des anderen Erben bedeuten, weil die Liegenschaft sonst keine nennenswerten Erträgnisse abwirft. Die Folgen wären, daß der Beklagte und seine Rechtsnachfolger als Dritteleigentümer der Liegenschaft praktisch keine Einnahmen aus diesem Besitz hätten. Die von der Klägerin dafür ins Treffen geführten Argumente seien nicht stichhältig. Hätte der Erblasser tatsächlich seine beiden erwachsenen Ki%der ungleich behandeln wollen, hätte er im Testament seinen Sohn auf den Pflichtteil setzen können, was er aber nach den anderen älteren Entwürfen nicht gewollt habe. Der Testator habe keineswegs die Absicht gehabt, durch einen späteren Halbsatz im Testament die zunächst verfügte Erbeinsetzung zu gleichen Teilen nachträglich nahezu wieder aufzuheben. Wären tatsächlich so gravierende Differenzen vorhanden gewesen, wie von der Klägerin unterstellt wurde, so wäre es dem emeritierten Rechtsanwalt leicht gewesen, seinen erwachsenen Sohn und dessen Gattin auf Räumung der Liegenschaft zu klagen. Der Umstand, daß trotz verschiedener Spannungen und Meinungsverschiedenheiten der Beklagte und seine Gattin über Jahre auf dem Besitz ihres Vater bzw. Schwiegervaters wohnen konnten, sei ein gewichtiges Indiz dafür, daß der Erblasser beide Geschwister annähernd gleich behandeln wollte. Daraus folge, daß die Klägerin die Mieteinnahmen aus der im Obergeschoß des Hauses Viechtau Nr. 11 befindlichen Wohnung nicht für sich allein beanspruchen darf, sondern diese zunächst zur Deckung der auflaufenden Ausgaben verwenden muß. Da sie in der Zeit vom 1. Juli 1975 bis zum 31. Dezember 1980 aus dieser Wohnung Mieteinnahmen von S 92.675,-- erzielte, denen restliche Ausgaben von S 69.744,75 gegenüber stehen, sei die Klage auf Zahlung von S 23.248,25 zur Gänze abzuweisen gewesen. Da die Klägerin nach dem Testament vom 22. April 1963 entweder die Wohnung im ersten Stock des Hauses Viechtau 11 oder das Haus Viechtau 12 benützen kann, sei sie allerdings berechtigt, über die Mieteinnahmen der zweiten Wohnung im Haus Nr. 12 frei zu verfügen, weil es letztlich ihre Entscheidung sei, ob sie das ganze Haus für sich verwenden will oder nicht. Der Beklagte wolle mit seinem Antrag auf Feststellung erreichen, daß ihm 1/3 der Mieteinnahmen zusteht. Der Zwischenantrag auf Feststellung des Beklagten sei daher teilweise zu modifizieren. Dabni handle es sich lediglich um eine Anpassung an das Vorbringen beider Parteien.
Gegen die Entscheidung des Gerichtes zweiter Instanz richtet sich die Revision der Klägerin aus den Anfechtungsgründen des § 503 Abs 1 Z 2 und 4 ZPO mit dem Antrag, das angefochtene Urteil dahin abzuändern, daß die Entscheidung des Erstgerichtes wiederhergestellt werde. Auch der Beklagte erhebt Revision aus dem Anfechtungsgrund des § 503 Abs 1 Z 4 ZPO und beantragt die Abänderung der angefochtenen Entscheidung dahin, daß die Mieteinnahmen der Häuser Viechtau Nr. 11 und 12 den Streitteilen im Verhältnis ihrer Miteigentumsanteile zustehen sollen.
In den Revisionsbeantwortungen beantragen die Parteien, dem Rechtsmittel der Gegenseite nicht Folge zu geben.
Die Revision der Klägerin ist teilweise berechtigt, jene des Beklagten ist nicht berechtigt.
Die von beiden Revisionen gemeinsam relevierte Frage, welchen Sinn der oben dargestellte Zusatz des Testamentes vom 22. April 1963 haben sollte, hat das Berufungsgericht im zweiten Rechtsgang nach Beweiswiederholung und Einvernahme von weiteren Zeugen endgültig geklärt. Danach war die Absicht des Erblassers nur darauf gerichtet, seinen beiden Kindern nach dem Tod der Mutter eine Benützungsregelung nahezulegen, die von Grundsätzen der Gleichbehandlung getragen war. Die Klägerin bewohnt allerdings den ersten Stock des Hauses Viechtau Nr. 12, obwohl ihr primär die Wohnung im ersten Stock des neu erbauten Hauses Viechtau Nr. 11 zugedacht war. Der strittige Zusatz zum Testament vom 22. April 1963 unterliegt wie jede Erklärung des letzten Willens den für Willenserklärungen bei Rechtsgeschäften überhaupt geltenden Regeln (vgl. Unger, Das Österreichische Erbrecht 55; Stubenrauch, Kommentar 760; Krasnopolski, Österreischisches Erbrecht 120;
Ehrenzweig, System2 II 2 418; Weiß in Klang, Kommentar2 III 221;
SZ 25/203, SZ 38/221, 5 Ob 618/76; 2 Ob 508/77). Es ist also der wahre Wille des Erblassers zu erforschen. Dabei stellt die letztwillige Anordnung nicht die einzige Quelle der Auslegung dar, es sind auch außerhalb dieser Anordnung liegende Umstände aller Art, sonstige mündliche oder schriftliche Äußerungen sowie ausdrücklich oder konkludente Erklärungen des Erblassers zur Auslegung heranzuziehen (Koziol-Welser, Grundriß3 229; JBl 1965, 264). Allerdings muß diese Auslegung in der letztwilligen Verfügung irgendeinen, wenn auch noch so geringen Anhaltspunkt finden, sie darf dem in der Verfügung unzweideutig ausgedrückten Willen des Erblassers nicht zuwiderlaufen (SZ 25/203; SZ 38/221; 6 Ob 21/64 ua). Was der Erblasser bei Errichtung der Urkunde gewollt hat, ist aber eine der Vergangenheit angehörige Tatsache. Der Oberste Gerichtshof hat nun bereits wiederholt ausgesprochen, daß die nicht bloß aus dem Inhalt der letztwilligen Verfügung, sondern auch aus sonstigen Beweismitteln gewonnene Feststellung des Bewußtseinsinhaltes des Erblassers zur Zeit, als er die Verfügung getroffen hat, eine Feststellung tatsächlicher Art ist, welche im Revisionsverfahren im allgemeinen nicht mehr bekämpft werden kann (vgl. Weiß in Klang aaO 226; SZ 25/85 und 203; SZ 38/221;
EvBl 1967/152; 6 Ob 21/64; 4 Ob 546/73; 5 Ob 618/87).
Feststellungen über den Inhalt von letztwilligen Verfügungen, die
nicht nur auf Grund des Urkundeninhaltes, sondern auch auf Grund
anderer Beweisergebnisse getroffen werden, wären nur dann revisibel,
wenn sie sich mit den Regeln der Sprache, mit allgemeinen
Erkenntnisgrundsätzen oder mit gesetzlichen Auslegungsregeln in
Widerspruch setzten (Klang aaO 222; Fasching IV 329; EvBl 1971/34;
NZ 1973, 187; 1 Ob 14/73, 5 Ob 618/76; 1 Ob 583/77 ua). Davon kann
im vorliegenden Fall nicht die Rede sein, weil das Berufungsgericht
die strittige Erklärung des Erblassers durchaus sinnvoll auslegte.
Zusammenfassend ist daher 1.) die Revision der Klägerin betreffend davon auszugehen, daß ihr
a) die Einnahmen aus der Vermietung der Wohnung im Haus Viechtau Nr. 11 nicht allein zustehen, sodaß ihr Leistungsbegehren, das von ihrer diesbezüglich alleinigen Berechtigung ausging und daher dem festgestellten Beweisergebnis nicht Rechnung trug, schon aus diesem Grunde nicht berechtigt ist. Die Klägerin geht in ihrer Revision selbst nicht mehr auf ihr Leistungsbegehren ein. Es genügt daher, diesbezüglich auf die Ausführungen des Berufungsgerichtes zu verweisen. Sie wendet sich aber zutreffend
b) dagegen, daß das Berufungsgericht zur Wohnung im Obergeschoß des Hauses Viechtau Nr. 11 die Feststellung traf, daß die Mieteinnahmen den Streitteile im Verhältnis ihrer Eigentumsanteile zustehen. Gewiß ist es richtig, daß das Berufungsgericht berechtigt, ja sogar verpflichtet ist, für eine einwandfreie sprachliche Fassung eines Zwischenantrages auf Feststellung zu sorgen (6 Ob 134/71; 5 Ob 196/75 ua) und dabei das Begehren dahin zu verdeutlichen hat, daß der Wille der Partei klar zum Ausdruck gebracht wird; es darf aber dem durch den Zwischenantrag angestrebten Begehren keinen anderen sachlichen Inhalt geben, als er durch den Antrag der Partei umfaßt ist (EvBl 1960/231 uza). Dies hat aber das Berufungsgericht im vorliegenden Fall getan, indem es statt der angestrebten Feststellung, wonach der Klägerin im Haus Viechtau Nr. 11 die Räume im Obergeschoß nur zur persönlichen Benützung überlassen seien, die Feststellung traf, daß die Mieteinnahmen beider Streitteile im Verhältnis ihrer Eigentumsanteile zustünden. Dies ist etwas anderes und - wie die Klägerin mit Recht rügt - keine bloße Verdeutlichung des erhobenen Begehrens.
Wird berücksichtigt, daß es sich im Sinne der oben behandelten Erwägungen bei dem Testamentzusatz vom 22. April 1963 um eine Benützungsempfehlung handelt, die aber dem Grundsatz der Gleichbehandlung der Beklagten nicht vorgreifen wollte und die durch die beiden Erbgänge nach dem Vater und der Mutter geschaffenen Eigentumsverhältnisse nicht aus der Welt schaffen sollte, erweist sich der hier behandelte Teil des Zwischenantrages des Beklagten, nach welchem der Klägerin im Haus Viechtau Nr. 11 die Räume im Obergeschoß nur zur persönlichen Benützung überlassen seien, als unberechtigt. Insoweit ist daher der Revision der Klägerin Folge zu geben und dieser Teil des vom Beklagten gestellten Zwischenantrages auf Feststellung aus den dargelegten Gründen abzuweisen.
2.) Die Revision des Beklagten stellt darauf ab, dem schon von beiden Vorinstanzen abgewiesenen anderen Teil des Zwischenantrages, wonach das Recht, Räume im Haus Viechtau Nr. 12 zu vermieten, den Streitteilen im Verhältnis ihrer Eigentumsanteile zustehe, doch noch zum Erfolg zu verhelfen. Seinem Begehren steht aber sowohl der Wortlaut des bezogenen Testamentszusatzes entgegen als auch die vom Berufungsgericht dazu erhobene Absicht des Testators, einen seiner Ansicht nach gerechten Ausgleich zwischen seinen Kindern sicherzustellen. Wenn er der Klägerin aus diesen Gedankengängen heraus ausdrücklich das Recht einräumte, die Räume im Haus Viechtau Nr. 12 nicht nur zu benützen, sondern auch zu vermieten, kann dem Zwischenantrag auf Feststellung, wonach dieses Recht auch dem Beklagten im Verhältnis seines Eigentumsanteiles zustehen soll, kein Erfolg beschieden sein. Dies hat das Berufungsgericht richtig erkannt, weshalb der Revision des Beklagten der Erfolg zu versagen war.
Das berufungsgerichtliche Urteil war demnach im Umfang der Abweisung des Leistungsbegehrens und des Zwischenantrages zu bestätigen, in Ansehung des dem Zwischenantrag stattgebenden Teiles abzuändern, was die Neubeurteilung der Kosten des Verfahrens erster, zweiter und dritter Instanz wie im Spruch zur Folge hatte.
ECLI:AT:OGH0002:1987:0080OB00553.87.0708.000
JJT_19870708_OGH0002_0080OB00553_8700000_000

References: §235
 §405
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 § 503
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