Source: https://www.viantro.com/zusatzbezeichnung-notfallmedizin/
Timestamp: 2020-08-06 13:04:51+00:00

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Zusatzbezeichnung Notfallmedizin | Viantro | Karriere
So kannst Du Notarzt werden
Spielst Du mit dem Gedanken, eine Zusatzweiterbildung als Notarzt zu absolvieren?
Zudem erfährst Du, wie wir Dich auf dem Weg Deiner Zusatzweiterbildung entlasten können und welche passenden Stellen für Notärzte zur Verfügung stehen.
Facharzt mit Zusatzweiterbildung – Was nun?
Überblick Zusatzbezeichnung Notfallmedizin
Wer als Facharzt gerne auch notärztliche Dienste übernehmen will, muss in Deutschland die Zusatzbezeichnung Notfallmedizin erlangen. Dazu ist eine Zusatz-Weiterbildung in Form eines 80-stündigen Notarztkurses nötig.
Während der Zusatz-Weiterbildung Notfallmedizin beschäftigt man sich mit der Erkennung drohender oder eingetretener Notfallsituationen und der Behandlung von Notfällen sowie der Wiederherstellung und Aufrechterhaltung akut bedrohter Vitalfunktionen.
Unterrichtet werden neben Reanimationen häufig auftretende Notfallsituationen wie das Legen von Thoraxdrainagen, das Retten aus Unfallfahrzeugen oder pädiatrische Notfallsimulationen. Mit erfolgreichem Abschluss des Kurses erlangt man den Notarztschein.
Voraussetzung Zusatzweiterbildung Notfallmedizin
Die Zusatzweiterbildung Notfallmedizin kann in den meisten Ärztekammern nach einer 24-monatigen Weiterbildung in einem Gebiet der unmittelbaren Patientenversorgung absolviert werden.
Weiterbildungsinhalte: Facharzt Notfallmedizin
Organisatorische, einsatztaktische Grundlagen:
Wesentliche Gesetze, Verordnungen und Richtlinien, z. B. Rettungsdienstgesetze
Strukturen des deutschen Rettungsdienstes sowie Indikationen der verschiedenen Rettungsmittel
Einsatzarten, insbesondere Primär-, Sekundäreinsatz, Interhospital- und Schwerlasttransport, Infektionstransport, Neugeborenentransport
Aufgaben und Struktur einer Leitstelle, der Alarmierungswege und Alarmierungsmittel
Besonderheiten und Kontraindikationen bei ambulanter notärztlicher Versorgung
Möglichkeiten einer ambulanten Weiterversorgung durch Hausarzt, sozialpsychiatrischen Dienst, spezialisierte ambulante Palliativversorgung oder Sozialstation
Maßnahmen zum Eigenschutz und zum Schutz von Patienten und Dritten an einer Einsatzstelle
Planung, Vorbereitung und Durchführung von Sekundärtransporten, auch unter intensivmedizinischen Bedingungen
Hygienemaßnahmen beim Umgang mit infektiösen Patienten in Notfallsituationen
Grundlagen der technischen und medizinischen Rettung
Grundlagen der Lagebeurteilung und Sichtung bei Massenanfall von Verletzten/Erkrankten (MANV), auch unter chemischen/biologischen/radiologischen/ nuklearen (CBRN)-Gefahren
Grundlagen des Katastrophenschutzes
Auswahl eines dem Krankheitsbild entsprechend leitliniengerechten und geeigneten Zielkrankenhauses
Anwendung interpersoneller Fertigkeiten einschließlich Teamarbeit, Führung, Entscheidungsfindung
Durchführung einer strukturierten Patientenübergabe (Handover)
Bedeutung notfallmedizinisch relevanter Register (Reanimationsregister, Traumaregister) und Dokumentationsgrundlagen (MIND)
Durchführung von strukturierten Einsatznachbesprechungen
Bedeutung und Indikation von Krisenintervention und Einsatznachsorge
Todesfeststellung und Durchführung der vorläufigen Leichenschau einschließlich rechtsrelevanter Aspekte
Situation des rechtfertigenden Notstandes und der Geschäftsführung ohne Auftrag
Besonderheiten bei der Unterbringung psychisch Kranker nach gesetzlichen Regelungen
Untersuchung des Notfallpatienten:
Lagerung von Notfallpatienten und Herstellung der Transportfähigkeit
Standardisierte Akutanamnese bei einem Notfallpatienten
Erkennung kritischer und lebensbedrohlicher Zustände
Verschaffung eines ersten Überblicks über den Notfallort und das Geschehen (Lage) und gegebenenfalls Nachforderung adäquater Rettungsmittel
Leitliniengerechte Erstuntersuchung
Erkennung von Hinweisen für vital bedrohliche Verletzungen
Beurteilung von Depressivität und Suizidalität des Patienten einschließlich Gefährdungsprognose
Einleitung einer symptomorientierten Erstbehandlung bei
Bewusstseinsstörungen/neurologischen Defiziten
akutem Abdomen/Bauchschmerzen
Durchführung und Befunderstellung des Elektrokardiogramms im Notfall
Applikation und Bewertung des Basismonitorings einschließlich Besonderheiten des kindgerechten Monitorings beim Transport
Messung und Bewertung der Kapnometrie und Kapnographie
Indikationsstellung und Durchführung einer symptomadaptierten und der Verdachtsdiagnose entsprechenden Lagerung unter Berücksichtigung von Hilfsmitteln
Indikationsstellung und Durchführung von Repositionen bei Frakturen und Luxationen
Reanimation einschließlich der Reanimation von Säuglingen und Kleinkindern, auch als Reanimationstraining
Durchführung von Defibrillation oder Kardioversion, auch als Simulation
Grundlagen der transkutanen Schrittmachertherapie
Durchführung einer Thoraxentlastung, insbesondere
Behandlung von Problemen im Bereich des Atemweges (Airwaymanagement) einschließlich der Hinweiszeichen auf schwierige Atemwegsverhältnisse
Durchführung der Maskenbeatmung, auch bei Säuglingen und Kindern, auch als Simulation
Sicherung der Atemwege durch Anwendung von supraglottischen Atemwegshilfen, auch bei Säuglingen und Kindern, auch als Simulation
Sicherung der Atemwege durch endotracheale Intubation einschließlich Videolaryngoskopie
Einleitung und Aufrechterhaltung einer Notfallnarkose
Anwendung alternativer Medikamentenapplikationsformen, z. B. nasal, sublingual und intraossär
Blutungsmanagement/Blutstillung durch Kompression und mittels Anlage von Tourniquet und Beckenschlinge
Behandlung mit notfallmedizinisch relevanten Medikamenten
Durchführung einer Volumentherapie, auch bei Säuglingen und Kindern
Durchführung einer Schmerztherapie, auch bei Säuglingen und Kindern
Besonderheiten und Ablauf einer Neugeborenen-Erstversorgung
Ablauf der Zusatzweiterbildung Notfallmedizin
24 Monate Weiterbildung in der unmittelbaren Patientenversorgung in einem Krankenhaus, bei dem Tag und Nacht Aufnahmebereitschaft für Notfälle besteht und ein breites Spektrum akuter stationärer Behandlungsfälle vorliegt, davon 6 Monate Weiterbildung in der Intensivmedizin an einer Weiterbildungsstätte gemäß § 5 Abs. 1.
80 Stunden Kurs-Weiterbildung gemäß § 4 Abs. 8 in allgemeiner und spezieller Notfallbehandlung im zweiten Jahr der Weiterbildung und anschließend
Nachweis von 50 Notarzteinsätzen unter Anleitung eines Arztes, der zum Führen der Zusatzbezeichnung „Notfallmedizin“ berechtigt ist, davon können bis zu 25 Notfalleinsätze in Form eines anerkannten Simulatortrainings in der Notfallmedizin gemäß § 4 Abs. 8 absolviert werden
Mit der Zuerkennung der Zusatzbezeichnung Notfallmedizin ist der Nachweis der Eignung im Sinne des § 10 Abs. 1 Satz 1 des Rettungsdienstgesetzes geführt.
24 Monate Weiterbildung in einem Gebiet der unmittelbaren Patientenversorgung in einem Krankenhaus, bei dem durchgehend eine Aufnahmebereitschaft für Notfälle besteht und ein breites Spektrum akuter stationärer Behandlungsfälle vorliegt, davon sechs Monate Weiterbildung in Intensivmedizin oder Anästhesiologie oder in der Notfallaufnahme an einer Weiterbildungsstätte gemäß § 5 Abs. 1 Satz 2.
80 Stunden Kurs-Weiterbildung gemäß § 4 Abs. 8 in Notfallmedizin
50 Einsätze unter Anleitung eines verantwortlichen Notarztes im Notarztwagen bzw. Rettungshubschrauber. 25 dieser Einsätze können durch Notfallversorgungen, bei denen unter notfall- bzw. intensivmedizinischem Handeln Maßnahmen des geforderten Weiterbildungsinhalts zur Anwendung kommen, ersetzt werden, auf die bis zu 25 standardisierte und von der Kammer anerkannte simulationsbasierte Trainingsprogramme angerechnet werden können.
24 Monate Weiterbildung in einem Gebiet der unmittelbaren Patientenversorgung im stationären Bereich bei einem Weiterbildungsbefugten an einer Weiterbildungsstätte gemäß § 5 Absatz1 Satz 1.
6 Monate Weiterbildung auf einer Intensivstation und
6 Monate stationäre Weiterbildung in dem Gebiet Anästhesiologie oder in der Notaufnahme eines Notfallkrankenhauses oder Notfallzentrums unter Anleitung eines für diesen Bereich Weiterbildungsbefugten gemäß § 5 Absatz 1 Satz 1 oder 2 sowie
Teilnahme an einem Kurs von insgesamt 80 Stunden und dem 80-Stunden-Kurs nachfolgend
mindestens 2 Wochen in der Kinderanästhesie oder Pädiatrie, ersetzbar durch Weiterbildungskurs nach § 4 Absatz 8, und
2 Wochen in der Geburtshilfe, ersetzbar durch Weiterbildungskurs nach § 4 Absatz 8, und
2 Wochen in der Anästhesiologie (stationär), ersetzbar durch Simulationskurs zum Atemwegsmanagement nach § 4 Absatz 8, und
2 Wochen in der Notaufnahme eines Notfallkrankenhauses oder Notfallzentrums, ersetzbar durch Weiterbildungskurs nach § 4 Absatz 8 sowie abschließend
unter Anleitung eines verantwortlichen zur Weiterbildung befugten Arztes gemäß § 5 Ab-satz 1 Satz 1 oder 2 bzw. ärztlichen Stützpunktleiters 100 Primäreinsätze mit notfallmedizinisch relevantem Spektrum im arztbesetzten bodengebundenen Rettungsmittel oder Rettungshubschrauber, davon mindestens 20 in Begleitung eines Facharztes mit Zusatzbezeichnung Notfallmedizin. 25 Einsätze können in Form eines Simulationstrainings gemäß § 4 Absatz 8 absolviert werden.
Liegt die Teilnahme am 80-Stunden-Kurs bei Antragstellung länger als fünf Jahre zurück, sind geeignete notfallmedizinische Fortbildungen sowie eine regelmäßige Einsatztätigkeit in den letzten drei Jahren nachzuweisen.
Die 6 Monate Weiterbildungszeit auf einer Intensivstation und 6 Monate Weiterbildungszeit in dem Gebiet Anästhesiologie (stationär) oder in der Notaufnahme eines Notfallkrankenhauses oder Notfallzentrums können während der für den Erwerb der Bezeichnung vorausgesetzten 24 Monate Weiterbildung in einem Gebiet der unmittelbaren Patientenversorgung im stationären Bereich erbracht werden.
24 Monate Weiterbildung in einem Gebiet der unmittelbaren Patientenversorgung im stationären Bereich bei einem Weiterbildungsbefugten an einer Weiterbildungsstätte gemäß § 5 Abs.1 Satz 1 oder 18 Monate Weiterbildung im Gebiet Anästhesiologie bei einem Weiterbildungsbefugten an einer Weiterbildungsstätte gemäß § 5 Abs. 1 Satz 1.
6 Monate Weiterbildung in Intensivmedizin, Anästhesiologie oder in der Notfallaufnahme unter Anleitung eines Weiterbildungsbefugten gemäß § 5 Abs. 1
80 Stunden Kurs-Weiterbildung gemäß § 4 Abs. 8 in allgemeiner und spezieller Notfallbehandlung und anschließend
unter Anleitung eines verantwortlichen Notarztes
24 Monate Weiterbildung in einem Gebiet der unmittelbaren Patientenversorgung im stationären Bereich bei einem Weiterbildungsbefugten an einer Weiterbildungsstätte gemäß § 5 Abs.1
80 Stunden Kurs-Weiterbildung gemäß § 4 Abs. 8 in allgemeiner und spezieller Notfallbehandlung und anschließend unter Anleitung eines verantwortlichen Notarztes
24 Monate Weiterbildung in einem Gebiet der unmittelbaren Patientenversorgung im stationären Bereich bei einem Weiterbildungsbefugten an einer Weiterbildungsstätte gemäß § 5 Abs.1 Satz 1
24 Monate Weiterbildung in einem Gebiet der stationären Patientenversorgung bei einem Weiterbildungsbefugten an einer Weiterbildungsstätte gemäß § 5 Abs.1 Satz 1
erfolgreiche Teilnahme an 80 Stunden Kurs-Weiterbildung gemäß § 4 Abs. 8 in allgemeiner und spezieller Notfallbehandlung und anschließend unter Anleitung eines verantwortlichen Notarztes
50 Einsätze im Notarztwagen oder Rettungshubschrauber, davon können bis zu 25 Notfalleinsätze in Form eines anerkannten Simulatortrainings in der Notfallmedizin gemäß § 4 Abs. 8 absolviert werden.
24 Monate Weiterbildung in einem Gebiet der unmittelbaren Patientenversorgung im stationären Bereich oder in der Intensivmedizin bei einem Weiterbildungermächtigten gemäß § 6 Abs.1 Satz 1
6 Monate Weiterbildung in Intensivmedizin, Anästhesiologie oder in der Notfallaufnahme unter Anleitung eines Weiterbildungermächtigten gemäß § 6 Abs. 1
80 Stunden Kurs-Weiterbildung gemäß § 5 Abs. 9 in allgemeiner und spezieller Notfallbehandlung
50 Einsätze im Notarztwagen oder Rettungshubschrauber unter Anleitung eines verantwortlichen Notarztes oder 20 Einsätze im Notfallwagen oder Rettungshubschrauber unter Anleitung eines Weiterbildungermächtigten gemäß § 6 Abs. 1
6 Monate Weiterbildung in Intensivmedizin, Anästhesiologie oder in der Notfallaufnahme unter Anleitung eines
Weiterbildungsbefugten gemäß § 5 Abs. 1
50 Einsätze im Notarztwagen oder Rettungshubschrauber.
24 Monate Weiterbildung in einem Gebiet der unmittelbaren Patientenversorgung im stationären Bereich bei einem Weiterbildungsbefugten an einer Weiterbildungsstätte gemäß § 5 Absatz 1 Satz 1
24 Monate Weiterbildung in einem Gebiet der unmittelbaren Patientenversorgung bei einem Weiterbildungsbefugten an einer Weiterbildungsstätte gemäß § 5 Abs.1 Satz 1
6 Monate Weiterbildung in Intensivmedizin, Anästhesiologie oder in der Notfallaufnahme unter Anleitung eines Weiterbildungsbefugten gemäß § 5 Abs. 1 (Weiterbildungsabschnitte von mindestens 3 Monaten können angerechnet werden)
50 Einsätze unter Anleitung eines verantwortlichen Notarztes im Notarztwagen oder Rettungshubschrauber. Von diesen 50 Einsätzen können 25 durch ein von der Landesärztekammer anerkanntes strukturiertes Simulatortraining ersetzt werden. Auf das Simulatortraining sind § 4 Abs. 8 sowie § 5 Abs. 1 anzuwenden.
18 Monate Weiterbildung in einem Gebiet der unmittelbaren Patientenversorgung im stationären Bereich bei einem Weiterbildungsbefugten an einer Weiterbildungsstätte gemäß § 5 Abs.1
unter Anleitung eines verantwortlichen Notarztes 50 Einsätze im Notarztwagen oder Rettungshubschrauber. 25 Notfalleinsätze können in Form eines Simulatortrainings absolviert werden.
unter Anleitung eines verantwortlichen Notarztes 50 Einsätze im Notarztwagen oder Rettungshubschrauber
24 Monate Weiterbildung in einem Gebiet der unmittelbaren Patientenversorgung im stationären Bereich bei einem Weiterbildungsbefugten an einer Weiterbildungsstätte gemäß § 5 Abs. 1 Satz 2
80 Stunden Kurs-Weiterbildung gemäß § 4 Abs. 9 in allgemeiner und spezieller Notfallbehandlung und anschließend
24 Monate Weiterbildung in einem Gebiet der unmittelbaren Patientenversorgung im stationären Bereich bei einem Weiterbildungsermächtigten an einer Weiterbildungsstätte gemäß § 5 Abs.1 Satz 1
6 Monate Weiterbildung in Intensivmedizin, Anästhesiologie oder in der Notfallaufnahme, deren Tätigkeitsspektrum zu grundlegenden Kenntnissen und Erfahrungen in der Erkennung und Behandlung von lebensbedrohlichen Zuständen befähigt, unter Anleitung eines Weiterbildungsermächtigten an einer zugelassenen Weiterbildungsstätte gemäß § 5 Abs. 1 Satz 1
80 Stunden Kurs-Weiterbildung gemäß § 4 Abs. 8 in allgemeiner und spezieller Notfallbehandlung nach einer 18-monatigen klinischen Tätigkeit und anschließend
Den Verlauf Deiner Zusatzweiterbildung Notfallmedizin musst Du, wie auch den Ablauf Deiner Facharztweiterbildung, in einem Logbuch dokumentieren.
Zum Musterlogbuch der Bundesärztekammer für die Zusatzbezeichnung Notfallmedizin geht es hier.
Wenn Du alle Anforderungen der Zusatzweiterbildung erfüllt und die Abschlussprüfung bestanden hast, erhältst Du die Zusatzbezeichnung Notfallmedizin.
Stellenangebote für Notärzte
Marie Mueller2020-07-07T17:13:23+02:00

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