Source: http://www.verwaltung.uni-halle.de/KANZLER/ZGST/ABL/MAGISTER/Phil_hf.htm
Timestamp: 2017-09-22 08:18:25+00:00

Document:
12. Jahrgang, Nr. 10 vom 17. September 2002, S. 31
für das Hauptfach „Philosophie“
(1) Gemäß § 2 Abs. 3 sind für das Fach Philosophie folgende spezielle Sprachkenntnisse zu erbringen: Erwerb des Latinums oder des Graecums bzw. ausreichender Kenntnisse in einer der beiden Sprachen.
Ausreichend sind die Kenntnisse in einer der beiden Sprachen dann, wenn der Prüfling vier Leistungsnachweise aus erfolgreich besuchten universitären Latein- oder Griechischkursen vorweisen kann oder wenn ein Textstück eines philosophischen Klassikers in einer zweistündigen Klausur übersetzt wird. Für den Erwerb dieser speziellen Sprachkenntnisse werden zwei Semester nicht auf die Regelstudienzeit angerechnet.
(3) Gemäß § 6 Abs. 3 beträgt die Dauer der mündlichen Zwischenprüfung 30 Minuten, die der mündlichen Magisterprüfung im Fach Philosophie 60 Minuten.
(5) Gemäß § 7 Abs. 3 dauert die schriftliche Zwischenprüfung 180 Minuten, die schriftliche Magisterprüfung 240 Minuten.
(1) Gemäß § 15 sind Voraussetzung zur Zulassung zur Zwischenprüfung folgende drei bewertete Nachweise über die erfolgreiche Teilnahme und vier Leistungsnachweise:
jeweils ein Nachweis über die erfolgreiche Teilnahme an:
einer Einführungsveranstaltung aus dem Bereich der Theoretischen Philosophie,
einer Einführungsveranstaltung aus dem Bereich der Praktischen Philosophie;
jeweils einem Leistungsnachweis aus:
einem Proseminar zur Logik (Grundkurs),
zwei Proseminaren aus dem Bereich der Theoretischen Philosophie (davon ein Anschlusskurs zur Logik),
Als Nachweis über die erfolgreiche Teilnahme an einer Einführungsveranstaltung gilt eine mindestens mit ausreichend bewertete Arbeit (Referat, Klausur, Hausarbeit).
Die Veranstaltungen müssen so gewählt sein, dass durch sie mindestens drei der vier Epochen der Geschichte der Philosophie (Antike, Mittelalter, Neuzeit, Moderne) abgedeckt sind und mindestens zwei Texte klassischer Autoren behandelt worden sind. Ein klassischer Autor ist ein Autor, der paradigmatisch sowohl für die gesamte Theoretische wie für die gesamte Praktische Philosophie für alle Epochen ist. Nach diesem Kriterium sind z.B. Platon, Aristoteles, Thomas von Aquin, Duns Scotus, Ockham, Descartes, Locke, Leibniz, Hume, Kant, Hegel, Heidegger und Wittgenstein Klassiker.
In der Klausur muss ein zentraler Abschnitt aus dem Text eines philosophischen Klassikers interpretiert werden.
An die Stelle der Interpretationsklausur kann ein fünfter qualifizierter Schein treten, der in einem Proseminar erworben wurde.
In der mündlichen Prüfung soll der Prüfling zeigen, dass er über hinreichende Grundkenntnisse und methodische Fertigkeiten verfügt, um das Hauptstudium beginnen zu können. Die Themen können mit dem Prüfer bzw. der Prüferin besprochen werden. Daraus folgt jedoch kein Anspruch auf Berücksichtigung im Zwischenprüfungsgespräch.
Das Thema der schriftlichen darf nicht Gegenstand der mündlichen Prüfung sein.
(1) Gemäß § 20 Abs. 2 sind Voraussetzung zur Zulassung zur Magisterprüfung folgende vier Leistungsnachweise:
zwei weiteren Haupt- bzw. Oberseminaren nach eigener Wahl aus den Bereichen der Theoretischen oder Praktischen Philosophie. Scheine aus diesen Bereichen können auch im Rahmen von Klassikerseminaren erworben werden;
einem Haupt- bzw. Oberseminar nach eigener Wahl (z.B. auch Kultur- oder Technikphilosophie, Ästhetik).
(2) Gemäß § 21 Abs. 1 besteht die Magisterprüfung im Fach Philosophie im Falle der Wahl dieses Faches zum ersten oder einzigen Hauptfach aus
Der Prüfling soll einen Überblick über die Hauptprobleme und Problemzusammenhänge der gegenwärtigen Philosophie besitzen. Darüber hinaus soll er vertiefte Kenntnisse in zwei der folgenden philosophischen Disziplinen nachweisen: Logik, Erkenntnistheorie, Ontologie, Metaphysik, Philosophie des Geistes, Wissenschaftstheorie, Sprachphilosophie, Ästhetik, Naturphilosophie, Philosophische Anthropologie, Ethik, Sozialphilosophie, Rechts- und Staatsphilosophie, Geschichtsphilosophie, Religionsphilosophie, von denen in Absprache mit dem Prüfer bzw. der Prüferin je eine Disziplin aus dem Bereich der Theoretischen und aus dem Bereich der Praktischen Philosophie zu wählen ist. Eine der beiden Disziplinen muss Logik, Metaphysik, Erkenntnistheorie oder Ethik sein.
Der Prüfling soll zumindest zwei Texte philosophischer Klassiker (gemäß § 20) aus jeder Epoche der Geschichte der Philosophie (Antike, Mittelalter, Neuzeit, Moderne) gründlich kennen.
In mindestens drei der vier Epochen der Geschichte der Philosophie soll der Prüfling gründliche Kenntnisse und eine Übersicht über die verschiedenen Diskussionszusammenhänge einer Epoche besitzen.
Die Magisterarbeit soll einem der Prüfungsschwerpunkte zugeordnet sein.
Die Prüfung geht in der Regel von drei Schwerpunkten - gründliche Kenntnisse in zwei philosophischen Disziplinen, gründliche Kenntnisse zumindest zweier Texte philosophischer Klassiker, gründliche Kenntnisse in drei philosophischen Epochen - aus, beschränkt sich jedoch nicht auf diese.
(4) Gemäß § 22 Abs. 3 besteht die Möglichkeit, das Thema der Magisterarbeit vor der Erbringung der Zulassungsvoraussetzungen festzulegen.
Die fachspezifischen Bestimmungen für das Hauptfach "Philosophie" treten zum 01.10.2002 in Kraft.

References: § 2
 § 6
 § 7
 § 15
 § 20
 § 21
 § 20
 § 22