Source: http://www.gomopa.net/Finanzforum/versicherung/beschwerden-ueber-awd-beratungen-p942857604.html
Timestamp: 2013-05-20 00:25:13+00:00

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NDR legt nach: AWD-Liste beweist Fehlberatung in großem Stil Die "Panorama"-Redaktion des TV-Senders NDR hat mit Blick auf AWD-Gründer Carsten Maschmeyer offensichtlich Blut geleckt und geht in die nächste Runde. Nachdem sie im Januar eine Reportage inklusive Fortsetzung über den "Drückerkönig" gesendet hatte, die für viel Aufsehen sorget, folgt nun der nächste Paukenschlag: So verkündet die "Panorama"-Redaktion, dass ihr eine Liste vorliegt, die beweist, dass die Verluste bei AWD-Anlegern weitaus größer ausfielen, und bei weitem keine Einzelfälle waren, wie Maschmeyer bisher eingeräumt hat.
Auf dieser Liste sollen die Namen von 30.000 Kunden erfasst sein, die in verlustreiche "geschlossene Fonds" investiert hatten – inklusive ihrer Beteiligungssummen. Besonders brisant: Mindestens 20 Prozent von ihnen seien die hoch riskanten Beteiligungen von AWD-Beratern zudem auf Kredit verkauft worden. Heute Abend soll die AWD-interne Liste, die auch dem Magazin "Stern" vorliegt, im Rahmen der Sendung "Panorama - die Reporter" im NDR Fernsehen erstmals gezeigt werden. Der Sendetermin ist 22.35 Uhr. Verlustreiche "Drei-Länder-Fonds"
Sämtlichen Anlegern, die auf der Liste stehen, hatten AWD-Berater in den 90er-Jahren sogenannte "Drei-Länder-Fonds" vermittelt, die ihnen selbst hohe Provisionen brachten, – die Vermittlungssumme auf Basis der Datenliste soll bei rund einer Milliarde Euro liegen – allerdings durch die Reihe weg im Minus landeten – zum Schaden der Anleger, die in der Konsequenz teilweise Verluste in Höhe von mehreren zehntausend Euro hinnehmen mussten. Probleme schon 2002 bekannt?
Neben der Liste präsentieren die Panorama-Reporter im Rahmen der Sendung ein zweites Dokument, das für Zündstoff sorgen könnte. Dabei handelt es sich um ein internes Protokoll von einer Sitzung führender AWD-Manager von September 2002, das belegen soll, dass die mitunter massiven Probleme, die es mit mehreren "Drei-Länder-Fonds" gab, offenbar schon damals bekannt waren. Auf ihrer Sitzung hätten die AWD-Manager unter anderem darüber beraten, wie sie klagewillige Anleger ruhig stellen können. Der AWD habe zu beiden Dokumenten auf Anfrage der Panorama-Reporter keine Stellung bezogen, wie es heißt. Mit Blick auf die Datensatz-Liste habe AWD-Sprecher Béla Anda auf das "Geschäftsgeheimnis" verwiesen und „zu einem solchen angeblichen Treffen“ von 2002 gebe es dem AWD zufolge "keine Erkenntnisse". Mehr Informationen zur Panorama-Sendung heuet Abend finden Sie hier Quelle: FONDS professionell Zitieren
Tagesschau Zitieren
Maschmeyer stellt sich Streitgespräch Nachdem der NDR vor einiger Zeit wenig schmeichelhafte Reportagen über den AWD-Gründer Carsten Maschmeyer gedreht hat, die von der ARD ausgestrahlt wurden, gibt es jetzt einen weiteren ‚Nachschlag’ in der Causa – diesmal allerdings von anderer Seite, wie das Hamburger Abendblatt berichtet.
Der bis dato vom Gespräch ausgeschlossene Lütgert hat mit seinem Austritt beim Netwerk Recherche gedroht, falls er nicht vollwertig in das Streitgespräch mit Maschmeyer eingebunden werde. Es sei nicht akzeptabel, „sich von einem Mann wie Maschmeyer die Bedingungen diktieren zu lassen“ zitiert ihn das ‚Hamburger Abendblatt. Quelle: FONDS professionell
Geplanter Maschmeyer-Auftritt sorgt für Ärger beim Netzwerk Recherche. Maschmeyer fühle sich von NDR Redakteur Lütgert „persönlich verfolgt" und von der „Panorama"-Redaktion, die hinter dem Film „Der Drückerkönig und die Politik" steht, unfair behandelt. Ob dieses Umstands hat Lütgert nun seinen Austritt aus dem Netzwerk angedroht. Carsten Maschmeyer, der umstrittene Gründer des Finanzkonzerns AWD, soll nach Informationen der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" (Samstagausgabe) beim Jahrestreffen des Netzwerks Recherche am 1. Juli in Hamburg Rede und Antwort stehen. Sein Auftritt sorgt allerdings für Verstimmung. Christoph Lütgert vom Norddeutschen Rundfunk, Präsentator des Films „Der Drückerkönig und die Politik", der im Januar in der ARD lief, ist Mitglied des Journalistenvereins, der seinen Zweck im Titel führt: „Recherche fordern und fördern". Aber Maschmeyer wird nicht mit Lütgert und auch nicht mit einem anderen Vertreter des NDR-Magazins „Panorama", das seit Monaten um ein Interview mit ihm nachsucht, auf dem Podium sprechen, sondern mit dem „Spiegel"-Redakteur Markus Grill, Vorstandsmitglied des Netzwerks Recherche.
* Auszug MMNEWS Zitieren
Geplantes Interview: Maschmeyer macht einen Rückzieher Mögliches Muffensausen oder schlichtweg Verärgerung und Unverstädnis? Die Rede ist von AWD-Gründer Carsten Maschmeyer, der sich vor wenigen Tagen dazu bereit erklärt hat, sich im Rahmen der Jahreskonferenz von Netzwerk Recherche einem Interview zu stellen. Doch jetzt hat er seine Meinung offenbar geändert, wie verschiedene Medien mit einem Verweis auf einen Artikel in der Süddeutschen Zeitung (SZ) berichten. Demnach habe Maschmeyer seinen Auftritt bereits am gestrigen Mittwoch mittels eines Briefs an Spiegel-Redakteur Markus Grill, der das Interview führen sollte, abgesagt, nachdem er die Debatte um seinen Auftritt „mit Befremden" verfolgt habe. Das Ganze hätte sich ziemlich aufgeschaukelt und durch seine Absage, wolle Maschmeyer „seinen Beitrag zur Glättung der Wogen leisten", wie in den verschiedenen Berichten zitiert wird. Das Ganze also nur ‚Viel Lärm um nichts?’ Im offiziellen Programm war der Auftritt bisher jedenfalls auch noch nicht angekündigt gewesen. Zitieren
Pressesprecher der AWD "Bela Anda" ??? Der Pressesprecher der Schröder Regierung ist also bei Maschmeier untergebracht worden....was für ein Haufen! Zitieren
Zitat	Bei den fünf Sammelklagen des Vereins für Konsumenteninformation (VKI) gegen den Finanzdienstleister AWD war ein Stillstand eingetreten. Der AWD hatte die verfahrensleitenden Beschlüsse der Richter angefochten. Dieses Vorgehen ist unzulässig, urteilte jetzt der Oberste Gerichtshof (OGH). Als Konsequenz müssen nun in den Sammelklagen I bis III weitere Verhandlungen ausgeschrieben werden.
* ORF	AWD Stellungnahme zum OGH-Beschluss betreffend Geheimvereinbarung
Zum nunmehr vorliegenden Beschluss des OGH ist folgendes festzuhalten: Der Beschluss des OGH besagt nichts anderes, als dass die Öffentlichkeit und AWD keinen Einblick in die Geheimvereinbarung zwischen dem Prozessfinanzierer (FORIS AG), dem VKI, dem BMASK und den VKI-Anwälten erhält.
Die Anleger müssen sich die berechtigte Frage stellen, ob es nicht der VKI selbst ist, der einer sachgerechten Lösung für die Anleger im Wege steht. Zitieren
Wie der Radiosender NDR Info berichtet, soll der Konzern im Jahr 2000 bei zahlreichen vom AWD vermittelten geschlossenen Fonds insgesamt mehr als 15 Prozent Provision kassiert haben. Demnach sollen unter anderem für mehrere Falk-Immobilienfonds sowie die Medienfonds IMF 1 und 2 teilweise mehr als 16 Prozent Provision geflossen sein. Einer der Falk-Fonds wurde den Informationen zufolge sogar mit 20 Prozent vergütet. Insgesamt sollen nach NDR-Informationen mehr als 20 Produkte, die der Finanzdienstleister um die Jahrtausendwende vertrieben hatte, betroffen sein. „Nach geltender Rechtsprechung hätte eine Provision von mehr als 15 Prozent den Kunden zwingend mitgeteilt werden müssen“, so NDR Info. Deshalb sieht der Sender für viele geschädigte Kunden eine Chance, den Konzern zu verklagen.
Der AWD bestreitet die Vorwürfe und droht rechtliche Schritte „gegen solche unwahren Behauptungen“ an. * Das Investment Zitieren
Nach aktuellen Informationen des Radioprogramms NDR Info hat der Finanzdienstleister AWD massiv gegen seine Offenlegungspflicht bei Provisionen verstoßen. Den Recherchen zufolge kassierte der AWD für die Beratung und Vermittlung von geschlossenen Fondsbeteiligungen bis zu 20 Prozent Provision, ohne dies seinen Kunden offenzulegen. Sollten sich diese Vorwürfe als berechtigt erweisen, könnten Tausende von betroffenen Anlegern jetzt Schadensersatzansprüche geltend machen. „Die AWD-Mitarbeiter müssen als freie Anlageberater ihren Kunden zwar eigentlich über ihre Innenprovisionen keine Auskunft geben.“, erklärt Nicole Mutschke, Fachanwältin für Bank- und Kapitalmarktrecht. „Allerdings urteilt der Bundesgerichtshof in seiner ständigen Rechtsprechung, dass auch Anlageberater über Vertriebsprovisionen aufklären müssen, sofern diese 15 Prozent des eingebrachten Kapitals überschreiten (Az. III ZR 170/10)“, so Mutschke weiter. Sollten die Informationen von NDR Info stimmen, so hätte der Finanzdienstleister AWD in jedem Fall seine Provisionen im Beratungsgespräch offenlegen müssen
„Wenn sich die Vorwürfe des NDR erhärten, stehen die Chancen sehr gut, dass geschädigte Anleger ihr Geld zurückbekommen“, schätzt Nicole Mutschke die Lage der Betroffenen ein. Allerdings drängt die Zeit, denn zum 31. Dezember 2011 verjähren die Schadensersatzansprüche aus Kapitalanlage-Geschäften, die vor 2001 getätigt wurden. Pressemitteilung von: Kanzlei Mutschke Zitieren
Dem AWD drohen laut dem Radiosender “NDR Info” sowie dem NDR-TV-Magazin “Panorama” Kunden-Rückforderungen “in dreistelliger Millionenhöhe”. Der Finanzdienstleister – so NDR-Recherchen – soll über eine Tochterfirma überhöhte Provisionen für Fondsgeschäfte kassiert haben. Der AWD weist die Vorwürfe zurück und sieht in ihnen eine “kampagnenartige Inszenierung”. Die Vorwürfe beziehen sich nach Informationen des Senders auf den Vertrieb geschlossener Fonds rund um den Börsengang im Jahr 2000. Demnach würd Dokumente aus der damaligen Zeit belegen, dass in vielen Fällen offenbar mehr als 15 Prozent Provision geflossen seien. Laut geltender Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs (BGH) hätte der AWD seine Kunden in solchen Fällen aufklären müssen. Der BGH hatte 2004 erstmals klargestellt, dass Finanzberater dazu verpflichtet sind, wenn mehr als 15 Prozent Provision fließen. Das Urteil gilt auch rückwirkend.
* CLLB Rechtsanwälte - www.cllb.de Zitieren
Am Mittwoch konnte der Verein für Konsumenteninformation (VKI) einen Teilerfolg gegen den AWD verbuchen. Das Handelsgericht Wien hat die Abtretung der Anlegeransprüche an den VKI in der Sammelklage gegen die AWD für rechtens erklärt. Der AWD geht nun in die nächste Instanz, das erklärt der Finanzdienstleister in einer Aussendung. Im Kern ging es bei der Verhandlung darum, ob die Sammelklagen in der Form, wie sie der VKI mithilfe des Prozessfinanzierers Foris organisiert hat zulässig sind oder doch gegen die sogenannte „quota litis“-Regel verstößt. Die Regel soll verhindern, dass Klienten mit undurchsichtigen Abtretungsverträgen oder Erfolgshonoraren über den Tisch gezogen werden, weil sie den Prozesserfolg nicht abschätzen können. Nun sah das Handelsgericht Wien dabei keinen Verstoß.
Der VKI hat gegen den AWD im Namen von 2500 Anlegern fünf Sammelklagen mit einem Streitwert von insgesamt 40 Millionen Euro eingebracht. Der Vorwurf betrifft die systematische Fehlberatung von Anlegern mit Immofinanz- und Immoeast-Aktien. Quelle: FONDS professionell Zitieren
Hoffnung für tausende Filmfondsanleger: Ein Gericht hat eine wichtige Entscheidung gegen den Finanzdienstleister AWD gefällt. Das ehemalige Unternehmen von Firmengründer Carsten Maschmeyer hatte im großen Stil Filmfonds der Münchener DCM vertrieben - die dann grandios floppten. Niederlage für den Finanzdienstleister AWD: Das Oberlandesgericht Naumburg (Az. 5 U 187/11) und das Landgericht Braunschweig (Az. 5 O 1976/10) haben in zwei Fällen gegen AWD geurteilt. Der Finanzvertrieb hatte Anfang der 2000er Jahre Anteile an Filmfonds des Münchener Emittenten DCM verkauft. Die Fonds mit der Bezeichnung IMF 2 und IMF 3 brachten jedoch bei weitem nicht die erhofften Ergebnisse.
Bedeutend ist nach Einschätzung von Hahn-Anwältin Petra Brockmann vor allem der Urteilsspruch des OLG Naumburg. Erstens wird dieser nach Ablauf der Nichtzulassungsbeschwerdefrist in Kürze rechtskräftig werden, so Brockmann. Zweitens erkannte der Richter Fehler im Prospekt der Fonds IMF 2 sowie IMF 1, der ebenfall beim Verkauf herangezogen worden war. Auf diese Prospektfehler können sich nun weitere Anleger berufen, die ähnliche Ansprüche geltend machen wollen. Allein die Kanzlei Hahn vertritt nach eigenen Angaben insgesamt 600 unzufriedene Anleger der Fonds IMF 2 und IMF 3. Zum Hintergrund: Bei den Fonds IMF 2 und IMF 3 handelt es sich um geschlossene Fonds, die in die Produktion von Kinofilmen investiert haben. Am IMF 2 beteiligten sich 2000 und 2001 beinahe 5000 Anleger mit insgesamt rund 110 Millionen Euro. Der Fonds beteiligte sich unter anderem an der Finanzierung von Streifen wie "Alexander" von Oliver Stone mit Colin Farrell und Angelina Jolie in den Hauptrollen, sowie "K-Pax" mit Kevin Spacey und Jeff Bridges. Die versprochenen Renditen kamen nicht Von den versprochenen Renditen erhielten die Anleger allerdings nicht viel. Insgesamt bekamen sie bislang lediglich Ausschüttungen von weniger als 20 Prozent ihrer Einlage, so Hahn Rechtsanwälte. In den letzten Jahren kamen gar keine Ausschüttungen mehr. Ähnlich lief es beim IMF 3, dessen Anleger nach Angaben von Hahn Rechtsanwälte bisher lediglich auf Ausschüttungen von maximal 17 Prozent der eingezahlten Summe kamen. Dort beteiligten sich von 2001 bis 2003 insgesamt rund 10.000 Zeichner mit zusammen mehr als 160 Millionen Euro. Prominentestes Projekt des Fonds war der Hollywood-Streifen "Terminator 3" mit Arnold Schwarzenegger. Ein Vorwurf, der dem AWD im Zusammenhang mit dem Vertrieb geschlossener Fonds häufig gemacht wird, ist, dass die hoch riskanten Anlagen an Investoren verkauft worden seien, deren Risikoneigung dem nicht entsprach. So wurden vielfach Anleger in die Fonds geleitet, die nach Produkten für die Altersvorsorge suchten. So auch im Fall, der jetzt vor dem OLG Naumburg entschieden wurde. Der Kläger, ein Anleger aus Burghausen, wollte seine Altersbezüge zum Teil mit dem beabsichtigten Investment absichern. Der AWD-Mitarbeiter habe ihn jedoch beim Verkauf des Filmfonds nicht darauf hingewiesen, dass es sich "um eine spekulative Beteiligung handelt, die keine hinreichende Sicherheit für eine Altersvorsorge bietet", schreibt das Gericht im Urteilstext.
OLG-Urteil schwer zu Fall zu bringen Der AWD schreibt auf Anfrage von manager magazin Online, er werde "gegen die nicht nachvollziehbare Entscheidung des OLG Naumburg den BGH anrufen, um eine grundsätzliche Klärung und die Einheitlichkeit der Rechtsprechung zu diesem Streitpunkt herbeizuführen". In einer weiteren Mitteilung heißt es, AWD werde gegen die beiden Entscheidungen des OLG Naumburg und des LG Braunschweig Rechtsmittel einlegen und sehe gute Erfolgsaussichten, die Entscheidungen in den weiteren Instanzen zu Gunsten von AWD zu korrigieren".
Nach Angaben der Rechtsanwaltskanzlei Hahn dürfte aber schwer fallen, das wichtige Urteil des OLG Naumburg zu Fall zu bringen. "Das Oberlandesgericht hat die Revision nicht zugelassen", so Anwältin Brockmann zu manager magazin Online. "Dementsprechend wäre grundsätzlich nur die Nichtzulassungsbeschwerde innerhalb der Nichtzulassungsbeschwerdefrist möglich." Dieses setze allerdings voraus, dass seitens des AWD eine so genannte Beschwerde von mindestens 20.000,01 Euro vorliegt. Der Beschwerdewert müsse 20.000 Euro übersteigen, also mindestens 20.000,01 Euro betragen, so Brockmann. Ausgehend von dem Zahlungsantrag liege die Beschwer des AWD jedoch lediglich bei 13.804,88 Euro. Zudem wurde festgestellt, dass der AWD zum Ersatz aller weiteren und zukünftigen Schäden des Klägers verpflichtet ist. Ob die 20.000,01 Euro Nichtzulassungsbeschwerdesumme erreicht wird, hängt also entscheidend davon ab, wie hoch der Feststellungsantrag bewertet wird, sagt die Anwältin. "Unseres Erachtens lässt sich hier allerdings kein so hoher Wert begründen, dass insgesamt die Beschwer des AWD in Höhe von 20.000,01 Euro erreicht wird, so dass für diesen Fall die Nichtzulassungsbeschwerde nicht zulässig wäre
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Der AWD, der mittlerweile zum Swiss Life-Konzern gehört, weist in einer heutigen Aussendung derartige Anschuldigungen abermals vehement zurück: "Auch durch diesen Privatbeteiligtenanschluss ändert sich nichts an der Haltlosigkeit der vom VKI in seiner Strafanzeige erhobenen Vorwürfe. Dieser aktuelle Schritt stellt nur einen weiteren Versuch des VKI dar, unserem Unternehmen systematisch Imageschaden zuzufügen." (mb) Quelle:FONDS professionell Zitieren
Nach einem Urteil des Bundesgerichtshofs von 1997, das bis heute Gültigkeit hat, müssen freie Finanzvermittler über die Höhe von Vertriebsprovisionen aufklären, wenn diese 15 Prozent und mehr des Kapitalanteils ausmachen. Eine solch hohe Provision lasse auf geringe Werthaltigkeit der Anlage schließen, worüber der Interessent zu informieren sei, urteilte der BGH Als der Medienfonds aufgelegt wurde, seien zwölf Prozent Provision üblich gewesen, heute noch sieben bis neun Prozent, so der Kläger-Anwalt. Wieviel Provision der AWD kassierte – unter 15 Prozent oder laut Anwalt Thiel mehr als 16 Prozent – ist umstritten. Zwecks Aufklärung hat der Anlegeranwalt beantragt, AWD-Gründer Carsten Maschmeyer als Zeugen zu hören. Nur er und wenige andere Personen hätten Einblick in die Provisionsabrechnungen gehabt. 2011 waren beim Landgericht etwa 1200 Klagen von Kapital-Anlegern eingegangen, die Schadenersatz fordern. Laut Gerichtssprecher Patrick Gerberding dreimal soviel wie im Vorjahr. Der Löwenanteil soll sich gegen den AWD richten. Hintergrund der Prozessflut war der Ablauf einer Zehnjahres-Frist. Schadenersatzansprüche aus Anlagegeschäften, die bis Ende 2001 abgeschlossen wurden, wären sonst verjährt
So schreibt es die Neue Presse. Zitieren
In der Prozessflut gegen den Finanzdienstleister AWD hat erstmals Firmengründer Carsten Maschmeyer ausgesagt. Der ehemalige Unternehmenschef war Zeuge in einem Zivilverfahren am Oberlandesgericht. 16 Anleger klagen dort gegen AWD, gegen eine Fondsgesellschaft sowie gegen eine Treuhandgesellschaft. Es geht um möglicherweise überhöhte Provisionen bei einem Immobilienfonds. Auf die Frage nach den strittigen Provisionen habe Maschmeyer geantwortet, er könne sich nicht erinnern. „Er sei nur in Einzelfällen über die Provisionen von Mitarbeitern unterrichtet gewesen”, zitierte die Sprecherin den Kern der Aussage Zitieren
Dabei ging es um die Frage, ob AWD-Berater zu hohe Prämien für den Vertrieb von Medienfonds einstrichen. Zuvor hatte es in Hannover schon ein ähnliches Urteil gegeben. «Die 7. Zivilkammer konnte keine Verletzung der Aufklärungspflichten feststellen», sagte ein Sprecher. Der AWD sieht sich durch die Entscheidung bestätigt Zitieren
Obschon die Swiss Life den Namen ihrer Vertriebstochter AWD getilgt hat, ist das unrühmliche Kapitel in der Firmengeschichte des grössten Schweizer Lebensversicherers noch nicht abgeschlossen. Wie Recherchen der «Handelszeitung» ergaben, wird in den nächsten Monaten der Oberste Gerichtshof (OGH) in Wien über noch hängige Verfahrenseinsprachen von AWD befinden. Dabei geht es um Klagen angeblich geprellter AWD-Kunden in Österreich, die dem deutschen Finanzvertrieb vorwerfen, sie systematisch falsch beraten zu haben. Im Zentrum des Verfahrens steht der seinerzeitige Verkauf der Immobilienaktien Immofinanz und Immoeast. Die Swiss Life bestreitet die Anschuldigungen energisch. Sollten allerdings die höchsten Richter Österreichs so entscheiden, wie es bereits zwei tiefere Instanzen getan haben, steht einer Sammelklage nichts mehr im Wege. Zum heutigen Zeitpunkt haben sich unter der Ägide des Vereins für Konsumenteninformation (VKI) in Österreich rund 2'500 angeblich Geschädigte zusammengetan. Sie vereinen einen Streitwert von total 40 Millionen Euro auf sich. Die Swiss Life hat laut eigenen Angaben «adäquate» Rückstellungen vorgenommen. Sie will dazu aber «keine spezifischeren Angaben» machen Zitieren
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Finanziert werden die VKI-Klagen vom deutschen Prozesskostenfinanzierer Foris, die Erfolgsquote betrage je nach Verfahrensdauer zwischen 30 und 40 Prozent. Peter Kolba, Chefjurist des VKI, geht nun davon aus, dass die Rechtsmeinung des OGH auch für die restlichen vier Sammelklagen gegen das Finanzberatungsunternehmen zur Anwendung kommt. Die Verhandlungen sollen noch vor dem Sommer starten. Zitieren

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