Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=VersR%201973,%20764
Timestamp: 2019-09-22 19:26:50+00:00

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BGH, 11.05.1973 - I ZR 123/71 - dejure.org
https://dejure.org/1973,736
BGH, 11.05.1973 - I ZR 123/71 (https://dejure.org/1973,736)
BGH, Entscheidung vom 11.05.1973 - I ZR 123/71 (https://dejure.org/1973,736)
BGH, Entscheidung vom 11. Mai 1973 - I ZR 123/71 (https://dejure.org/1973,736)
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Unterlassungsanspruch bezüglich einer Behauptung, die den Anspruch erweckt Urheberrechte seien vom betroffenen Verlag zurückerworben worden - Haftung eines Presseinformanten für falsche Aussagen - Nachweis der Verursachung des sachlich unwahren Eindrucks durch den ...
Kollo-Schlager
NJW 1973, 1460
GRUR 1974, 105
VersR 1973, 764
DB 1973, 1399
afp 1973, 533
Sieht man lediglich in der Verbreitung des Filmes den Eingriff in das Persönlichkeitsrecht (vgl. dazu OLG München OLGR 2001, 171), hat auch der Hersteller hierzu einen Ursachenbeitrag geleistet, wobei eine mittelbare Beeinträchtigung ausreicht (BGH NJW 1973, 1460).
Neben dem Verleger haftet auch der Verfasser als Autor oder Redakteur für eine von ihm vorgenommene Veröffentlichung eines rechtsverletzenden Berichtes, sofern ebenfalls eine konkrete Mitwirkung an der Veröffentlichung vorliegt (…Wenzel/Gamer, a.a.O:, Kap. 13, Rn. 53 a; BGH NJW 1968, 1419; BGH NJW 1967, 675; BGH NJW 1973, 1460).
Im vorliegenden Fall mußte der Beklagte sowohl nach der Natur der von ihm gegebenen - stark auf seine Person bezogenen - Informationen, die sich u.a. mit seinen - in der Öffentlichkeit wiederholt kontrovers diskutierten - Behandlungsmethoden befaßten, als auch im Hinblick auf den bekannten Charakter des in Frage stehenden Publikationsmediums als Bildillustrierte für ein Millionenpublikum mit einer solchen Möglichkeit rechnen, so daß er gehalten sein konnte, sich vor Gewährung des Interviews ein Überprüfungsrecht vorzubehalten (vgl. BGH, OLG Hamburg, KG und OLG Düsseldorf a.a.O. sowie BGH Urt. v. 11.5.1973 - I ZR 123/71, GRUR 1974, 105, 106 - Kollo-Schlager).
Nach Auffassung des BGH (U.v. 11.05.1973, NJW 1973, 1460-Kollo-Schlager) haftet, der Informant einer Presseberichterstattung jedenfalls für eine adäquate Verursachung (…ebenso Löffler/Ricker, Handbuch des Presserechts, 2. Aufl. 1986, Kapitel 41 RN 20 = S. 267).
Es kann außer von dem Beklagten zu 2. als Autor des Buches auch von dem Beklagten zu 1. als dem Verleger (vgl. BVerfGE 30, 173, 189 = NJW 71, 1645, 1646: BGH NJW 80, 2810, 2811) und auch von dem ggf. als Auftraggeber und Informant gem. § 830 BGB mithaftenden (vgl. BGH NJW 73, 1460, 1461) Beklagten zu 3. in Anspruch genommen werden.
Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs haftet ein Informant, der durch sein Verhalten zu erkennen gab, daß er die Fassung des Berichts vor dessen Veröffentlichung nicht überprüfen wolle, für eine sachlich unrichtige oder mißverständliche Darstellung und für Schärfen der Ausdrucksweise eines Presseberichts, soweit nach den Umständen mit derartigen Ungenauigkeiten, Abweichungen oder Schärfen der Darstellung gerechnet werden mußte (BGH GRUR 1974, 105 f - Kollo-Schlager;… kritisch Wenzel, Das Recht der Wort- und Bildberichterstattung, 3. Aufl., 5.286 ff).

References: BGH 
 BGH 
 BGH 
 BGH 
 BGH 
 BGH 
 § 830
 BGH