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Timestamp: 2019-10-21 11:35:06+00:00

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BGH, 16.02.1973 - I ZR 160/71 - dejure.org
BGH, 16.02.1973 - I ZR 160/71
https://dejure.org/1973,179
BGH, 16.02.1973 - I ZR 160/71 (https://dejure.org/1973,179)
BGH, Entscheidung vom 16.02.1973 - I ZR 160/71 (https://dejure.org/1973,179)
BGH, Entscheidung vom 16. Februar 1973 - I ZR 160/71 (https://dejure.org/1973,179)
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BGHZ 60, 296
NJW 1973, 1119
MDR 1973, 648
GRUR 1973, 552
afp 1973, 438
Der Bundesgerichtshof hat dies für die Briefwerbung bereits entschieden (BGHZ 60, 296, 299).
Diese Belästigung kann gegenüber den Interessen der werbenden Wirtschaft an einer gezielten Individualwerbung und in Anbetracht der Tastsache, dass viele Umworbene an einer Information durch derartige Werbeschriften ein berechtigtes Interesse haben, regelmäßig vernachlässigt werden (BGH, Urteil vom 16. Februar 1973 - I ZR 160/71, BGHZ 60, 296, 300 - Briefwerbung;… Ohly in Piper/Ohly/Sosnitza aaO § 7 Rn. 40;… Koch in Ullmann aaO § 7 Rn. 150).
Denn nur dann, wenn kein Fall der erkennbar unerwünschten Werbung vorliegt, ist persönlich adressierte Werbung grundsätzlich nicht als unzumutbar einzustufen, weil der Grad der Belästigung des Empfängers als gering einzuschätzen ist, während das Interesse des werbenden Unternehmens an einer persönlichen Ansprache zumindest von einigem Gewicht ist (…vgl. BGH, GRUR 2011, 747 [BGH 03.03.2011 - I ZR 167/09] , Rn. 19 - Kreditkartenübersendung; BGH, GRUR 1973, 552, 553 - Briefwerbung).
Auch Werbesendungen, die sich in ihrer äußeren Aufmachung völlig als Privatbriefe tarnen und deren Werbecharakter erst nach näherem Befassen erkennbar ist, können schon nach der älteren Rechtsprechung des Bundesgerichtshofes durchaus eine unzumutbare Belästigung des Adressaten darstellen (vgl. Urt.v. 16.2.1973, NJW 1973, S. 1119, 1120).
Grundsätzlich ist in einem solchen Falle eine Fortsetzung dieser Werbung unzulässig (BGH, Urt.v. 16.2.1973, NJW 1973, S. 1119, 1120).
Auch die von der Revision gerügte Verletzung des Art. 3 GG bei der Beurteilung der Telefonwerbung im Verhältnis zu anderen Formen des Direktmarketing (vgl. BGHZ 60, 296, 300 - Briefwerbung;… BGH, Urt. v. 5.12.1991 - I ZR 53/90, GRUR 1992, 316, 317 = WRP 1992, 309 - Postwurfsendung;… BGH, Urt. v. 30.4.1992 - I ZR 287/90, GRUR 1992, 617 [BGH 30.04.1992 - I ZR 287/90] = WRP 1992, 638 - Briefkastenwerbung) ist nicht begründet.
Doch ist nicht jede Beeinträchtigung des persönlichen Bereichs des einzelnen durch Werbung wettbewerbswidrig (BGHZ 60, 296, 300 - Briefwerbung;… BGH, Urt. v. 6.7. 1989 - I ZR 111/87, GRUR 1989, 828, 829 - Maklerzuschrift auf Chiffre-Anzeige;… BGH - Postwurfsendung aaO).
Diese differenzierende Betrachtungsweise hat in der Rechtsprechung des Senats zur Telefonwerbung einerseits (vgl. BGHZ 54, 188, 190 - Telefonwerbung I;… Urt. v. 8.6. 1989 - I ZR 178/87, GRUR 1989, 753, 754 - Telefonwerbung II;… Urt. v. 8.11.1989 - I ZR 55/88, GRUR 1990, 280, 281 - Telefonwerbung III), andererseits zur Telex- und BTX-Werbung (BGHZ 59, 317, 322 [BGH 06.10.1972 - I ZR 54/71] - Telex-Werbung; BGHZ 103, 203, 206 - BTX-Werbung) sowie zur Briefwerbung (BGHZ 60, 296, 300 - Briefwerbung;… Urt. v. 5.12.1991 - I ZR 53/90, NJW 1992, 1109, 1110 - Postwurfsendung) ihren Niederschlag gefunden.
Er rügt damit in schlüssiger Weise einen Verstoß gegen § 1 UWG (vgl. BGHZ 59, 311, 319 [BGH 05.10.1972 - III ZR 168/70] - Telefonwerbung; BGHZ 60, 296, 300 - Briefwerbung;… BGH, Urt. v. 8.6.1989 - I ZR 178/87, GRUR 1989, 753, 754 - Telefonwerbung II).
Ein Eingriff in den persönlichen Bereich eines einzelnen hat nicht notwendigerweise einen gesetzlichen Verbotsanspruch zur Folge (BGHZ 60, 296, 300 - Briefwerbung; vgl. auch BGHZ 106, 229, 235 - Handzettel-Wurfsendung;… BGH, Urt. v. 6.7.1989 - I ZR 111/87, GRUR 1989, 828, 829 - Maklerzuschrift auf Chiffreanzeige).
Aus der Entscheidung des Bundesgerichtshofs "Briefwerbung" (BGHZ 60, 296 ff.) kann der Kläger insofern nichts für sich herleiten.
Diejenige Belästigung, welche darin liegt, dass das Werbeschreiben nicht bereits auf dem Briefumschlag als Werbung gekennzeichnet gewesen ist, ist auch noch nicht als unzumutbar zu qualifizieren (…BGH, aaO, Kreditkartenübersendung, TZ 19; BGHZ 60, 296 juris Rn. 15 - Briefwerbung;… Köhler in: Köhler/Bornkamm, UWG, 33. Auflage, § 7 Rn. 113 f).
Derartige Werbung dient anerkanntermaßen auch dem Interesse der Verbraucher an Information über das Leistungsangebot der werbenden Unternehmen und ist daher rechtlich zulässig (BGHZ 60, 296, 299 - Briefkastenwerbung; BGH GRUR 1989, 225 ff. - Handzettel-Wurfsendung).
Daneben wird durch ein solches werbliches Vorgehen in der Regel das allgemeine Persönlichkeitsrecht des Betroffenen verletzt sein (BGHZ 60, 296 ff, - Briefkastenwerbung; BGH GRUR 1988, 225 ff. - Handzettel-Wurfsendung).
Daher kann dahingestellt bleiben, ob im Einzelfall trotz der von der Beklagten und ihren Beauftragten ergriffenen Maßnahmen eine Verletzung von Persönlichkeitsrechten einzelner Betroffener vorliegt (vgl. hierzu BGH GRUR 1973, 552 ff. - Briefwerbung), so daß diese sich gegen ein erneutes Zustellen unerwünschter Werbung mit Ansprüchen aus §§ 1004, 862, 903 BGB, § 823 BGB i. V. m. Art. 1, 2 GG zur Wehr setzen können.
OLG Stuttgart, 21.08.1987 - 2 U 33/87
Voraussetzungen einen Unterlassungsanspruchs wegen Verletzung des …
OLG München, 29.05.1984 - 13 U 5383/83
Geltendmachung eines Unterlassungsanspruchs auf Grund einer Verletzung des …

References: § 7
 § 7
 Art. 3
 BGH 
 § 1
 § 7
 BGH 
 BGH 
 BGH 
 § 823
 Art. 1