Source: https://www.hausarbeiten.de/document/313345
Timestamp: 2019-09-17 17:00:39+00:00

Document:
Organisationsentwicklungsprozess. Onboarding mit dem PDCA Zyklus | Hausarbeiten publizieren
2. Sachverhalt der KTS „XY“
3. Begriffsbestimmung Onboarding und Zielsetzung
4. Bedeutung der Einarbeitung neuer Mitarbeiter
5. Planung des Einarbeitungsprozesses
6. Ausführung und Überprüfung und Umsetzung des Konzeptes
Um hohe Qualität in Bildung, Betreuung und Erziehung auf Dauer gewährleisten zu können, bedarf es qualifiziertem Personal. „Personalbedarf für die direkte Arbeit mit den Kindern ist abhängig einerseits von den Zeiten, in denen die Kindertageseinrichtung für die Kinder geöffnet ist (Öffnungszeit), und andererseits von der Anzahl der anwesenden Kinder. Berücksichtigt werden müssen außerdem besonderer Betreuungsbedarf der Kinder sowie Altersstruktur, Behinderungen, Zugehörigkeit zu einer anderen Kultur, problematische Familiensituation und besondere Bedingungen der Einrichtung wie Lage in einem sozial schwierigen Einzugsgebiet, besondere räumliche Bedingungen“ (Landkreistag Rheinland-Pfalz, Städtetag Rheinland-Pfalz, u.a., www.kita.bildung-rp.de).
Somit ist neben der Öffnungszeit, Gruppengröße und den Qualifikationen eines multiprofessionellen Teams in einer Kindertageseinrichtung (KTS) der Personalschlüssel ein zentraler Aspekt für die Strukturqualität. Bei den Personalschlüssel-Angaben ist zu berücksichtigen, inwieweit Zeiten für Urlaub, Krankheit, Fortbildung und die mittelbare pädagogische Arbeit, die Verfügungszeit[1], Berücksichtigung finden. Die Landesverordnung (LVO) zur Ausführung des Kindertagesstättengesetzes schreibt eine Mindestausstattung zur Norm der Personalausstattung in Rheinlandpfälzischen Kindertagesstätten von 1,75 Stellen § 2 (4) LVO, analog in der Krippe 2,0 Anstellungen § 4 (4) LVO, konform im Hort 1,5 Beschäftigte § 3 (4) LVO vor. Ebenso gestaltet es sich bei der Personalaufstockung um 0,25 bzw. 0,5 Arbeitsplätze bei geöffneten Kindergartengruppen § 2 (3) LVO sowie entsprechend bei den Ganztagsplätzen je 10 Plätze 0,25 Stellen § 2 (4) LVO. Die Personalausstattung wird im Einzelfall mit Bestätigung des Jugendamtes nach § 2 (5) LVO heraufgesetzt. Beispiele hierfür sind längere Öffnungszeiten, Aufnahme von Kindern mit besonderem Betreuungsbedarf, Freistellung der Leitung, Förderung von Kindern mit Migrationshintergrund oder Vermittlung der französischen Sprache (vgl. o.A. 2011, www.kita.rlp.de). Personalgewinnung und Personalentwicklung stellen Träger und KTS im selben Maße vor neue und große Herausforderungen. Nicht nur Personal zur Genüge ist erforderlich, sondern auch probate Fachkräfte (FK). Bedeutend sind bei der Implementierung der Neueinstellung die Anleitung, die Einweisung, die Einarbeitung. Wird diesen Attributen genügend Beachtung geschenkt? Gibt es einen Einarbeitungsplan? Wie sehen angemessene Schritte und Vorkehrungen aus, um den Integrations- und Einarbeitungsprozess erfolgreich zu gestalten? Diese Aufgabenstellungen legen die wesentlichen Fragestellungen für eine erfolgreiche Integration einer neuen Mitarbeiterin[2] dar.
Diese Arbeit beschäftigt sich mit dem Aufgabenfeld des Onboarding im Bezug auf das Einarbeitungskonzept, -plan als Organisationsentwicklung (OE). Dies geschieht mittels des P-D-C-A Zyklus nach Deming[3]. Im Verlauf dieser Hausarbeit wird im zweiten Kapitel der Sachverhalt der KTS „XY“ geklärt. Im darauffolgenden dritten Kapitel wird der Begriff des Onboarding definiert. Daran Anschließend erläutert die Autorin dieser Arbeit grundlegend im Abschnitt vier die Bedeutung der Einarbeitung neuer Mitarbeiterinnen. Aufbauend auf der Ausgangsebene des vierten Kapitels, ist der fünfte Absatz mit dem Themenschwerpunkt Planung (P lan) des Einarbeitungsprozesses überschrieben. Der Textabschnitt sechs beschäftigt sich mit der Ausführung (D o), Überprüfung (C heck) und Umsetzung (A ct) des Konzeptes. Die vorliegende Arbeit schließt mit dem Fazit in Kapitel sieben. Hierbei geht es um die konstruktive Schlussfolgerung, das Resümee.
Auf dem städtischen Grundstück der ehemaligen Landwirtschaftsschule, entsteht der Neubau einer sechsgruppigen KTS „XY“. Auf die Notwendigkeit für die Errichtung der Institution wird in der internen Bedarfsplanung der Kindertagesstätten ausführlich hingewiesen. Um dem gesetzlich vorgegebenen Rechtsanspruch für Kinder unter drei Jahren nach dem Kindertagesstättengesetz Rheinland-Pfalz (§ 5 Abs. 1) in „XY“ entsprechen zu können, werden mit dem Neubau KTS „XY“ drei weitere Krippengruppen mit jeweils zehn Kindern unter drei Jahren geschaffen. Die Gesamtkapazität der Einrichtung umfasst 105 Plätze, das heißt 30 Ganztagsplätze (GZ) für unter Dreijährige und 75 Plätze für Kinder über drei Jahren, davon 36 Ganztagsplätze. Die 30 Krippenplätze sind auch zur Erfüllung des Anspruches nach dem Bundesrecht (§ 24 Abs. 2 und 3 Sozialgesetzbuch VIII) notwendig. Nach derzeitiger Planung entsteht auf einer Fläche von rund 2.900 m² eine zweistöckige KTS inklusive Außengelände. Dies bedeutet, dass die Einrichtung neu an den Start geht und laut Landesverordnung zur Ausführung des Kindertagesstättengesetzes einer Mindestpersonalausstattung von 13,5 Stellen bei drei Krippengruppen, drei Ü3-LWSGruppen[4], 0,75 Ganztagsbetreuung für 36 Plätze, 0,5 Personalerweiterung für die verlängerte Öffnungszeit und eine Vollzeitstelle der Leitungsfreistellung bedarf. Dabei ist die Bemessungsgrundlage der 13,5 Stellen auf der Wochenarbeitszeit von 39 Stunden je Stelle bezogen. Diese 526,5 Wochenstunden müssen besetzt werden, um das Haus mit seinem gesamten Aufnahmevermögen von 105 Kindern zu betreiben. Auf wie viele pädagogische FK sich die Wochenstunden aufteilen hängt von der Dienstplangestaltung sowie der pädagogischen Konzeption ab, ergänzend dazu ebenso von der Arbeitsmarktlage und den damit verbundenen Bewerbungen.
Einen Teil der Stellen kann der kommunale Träger möglicherweise mit bereits vertraglich gebundenem pädagogischen FK besetzen, sollten Mitarbeiterinnen aus der Elternzeit vergleichsweise Beendigung von Sonderurlaub oder analog ihren Dienst wieder aufnehmen wollen. Eine weitere Alternative bietet sich, indem Erzieherinnen einen Versetzungsantrag stellen, um die Einrichtung zu wechseln. Dies ist bei dem Träger von 17 städtischen KTS gängige Praxis. Daraus ergibt sich die Notwendigkeit, die zukünftige FK schnell zu einer vollwertigen Kollegin zu führen. Nach der Bemühung, die richtige Mitarbeiterin zu finden, ist es wichtig, dieses Engagement fortzusetzen, wenn die neue FK angefangen hat zu arbeiten, beispielsweise bei den Information: Wo genau arbeitet die neue Kollegin? Wer sind ihre Ansprechpartner? Wo findet sie die relevanten Arbeitsunterlagen?
[1] Unter Verfügungszeit für das pädagogische Personal fallen speziell Vor- und Nachbereitung der pädagogischen Arbeit, Dokumentation, Teambesprechungen, Eltern-, Kooperations-, Netzwerkarbeit sowie Leitungsaufgaben. Diese Zeit ist generell in der Institution abzuleisten.
[2] In der vorliegenden Arbeit wird zwischen männlicher und weiblicher Form gewechselt. Gemeint sind jeweils beide Geschlechter.
[3] Der PDCA Zyklus dient in der Organisationsentwicklung als Grundlage des kontinuierlichen Verbesserungsprozesses. Der P-D-C-A Zyklus steht dabei für Plan-Do-Check-Act . P-D-C-A ist ein kontinuierlicher Kreis.
[4] Ü3-Gruppen sind Regelgruppen in einer KTS mit Kindern ab drei Jahre bis zum Schuleintritt.
Anke Jendahl (Autor)
V313345
9783668125667
9783668125674
organisationsentwicklungsprozess onboarding pdca zyklus
Anke Jendahl (Autor), 2014, Organisationsentwicklungsprozess. Onboarding mit dem PDCA Zyklus, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/313345
Eignung des KTQ-Verfahrens für die Qualitätssteigerung in Krankenh...

References: § 2
 § 4
 § 3
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