Source: http://relevancy.bger.ch/php/aza/http/index.php?lang=de&zoom=&type=show_document&highlight_docid=aza%3A%2F%2F11-03-2015-1C_327-2014
Timestamp: 2016-10-27 20:37:54+00:00

Document:
1C_327/2014 � � Urteil vom 11. M�rz 2015
Beschwerdef�hrer, alle vertreten durch Rechtsanwalt Dr. Bruno F. Bitzi,
Regierungsrat des Kantons Zug, Regierungsgeb�ude am Postplatz, 6301 Zug,
Der Grosse Gemeinderat der Stadt Zug beschloss am 7. April 2009 einen neuen Zonenplan sowie eine neue Bauordnung. Wie schon seit 1975 sowie im Zonenplan aus dem Jahr 1994 wurde das Grundst�ck Nr. 191 der Zone des �ffentlichen Interesses f�r Bauten und Anlagen (Zone OeIB) zugeteilt. Das Grundst�ck Nr. 191 hat direkten Seeanstoss und grenzt unter anderem an das Strandbad Zug. Die Stimmberechtigten der Stadt Zug stimmten dem neuen Zonenplan und der neuen Bauordnung am 27. September 2009 zu. Der Regierungsrat des Kantons Zug hiess eine von den Eigent�mern des Grundst�cks Nr. 191 erhobene Beschwerde am 22. Juni 2010 gut, genehmigte die Zuweisung des Grundst�cks zur Zone OeIB nicht und wies die Stadt Zug an, innerhalb von zwei Jahren die Entwicklung des Seeufers im betreffenden Gebiet abzukl�ren und �ber die Zonenzuweisung des Grundst�cks Nr. 191 neu zu befinden.
Am 28. August 2012 beschloss der Grosse Gemeinderat erneut die Zuweisung des Grundst�cks Nr. 191 zur Zone OeIB, was vom Regierungsrat am 13. August 2013 genehmigt wurde. Gleichzeitig wies der Regierungsrat eine Beschwerde der Eigent�mer des Grundst�cks ab, mit welcher diese beantragt hatten, die Zuweisung des Grundst�cks zur Zone OeIB aufzuheben und es stattdessen der Wohnzone zuzuweisen. Der Regierungsrat f�hrte aus, die Zuweisung zur Zone OeIB entspreche den Vorgaben des kantonalen Richtplans und den Planungsgrunds�tzen des Raumplanungsgesetzes. Mit dem Ausscheiden einer Zone OeIB sei gew�hrleistet, dass das Gebiet f�r die Erholung sowie die Freizeit- und Sportbed�rfnisse der Bev�lkerung frei gehalten werde. Es sei eine Erweiterung des Strandbads geplant, wof�r ein Bedarf vorhanden sei. Ausserdem erm�gliche die Zuweisung des Grundst�cks zur Zone OeIB die Umsetzung des geplanten Seeuferwegs und die Schaffung eines Naherholungsgebiets ausserhalb der Badezeit, womit das Seeufer f�r die �ffentlichkeit zug�nglich gemacht werden k�nne. Das �ffentliche Interesse an der Erweiterung des Strandbads und der Ausscheidung einer Zone OeIB auf dem Grundst�ck Nr. 191 �berwiege die privaten Interessen der Grundeigent�mer nach einer Umzonung in eine Wohnzone. Eine von den Eigent�mern des Grundst�cks Nr. 191 gegen den Genehmigungsbeschluss sowie den Beschwerdeentscheid des Regierungsrats erhobene Beschwerde wies das Verwaltungsgericht des Kantons Zug am 19. Mai 2014 ab.
Gegen das Urteil des Verwaltungsgerichts haben die Eigent�mer des Grundst�cks Nr. 191, A.________, B.________ sowie C.________ (als Mitglieder der Erbengemeinschaften D.________ und E.________), am 26. Juni 2014 Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten ans Bundesgericht erhoben. Sie beantragen, das angefochtene Urteil und die Beschl�sse des Regierungsrats vom 13. August 2013 sowie des Grossen Gemeinderats vom 28. August 2012 seien aufzuheben. Die Vorinstanzen seien anzuweisen, die auf dem Grundst�ck Nr. 191 festgelegte Zone OeIB aufzuheben und das Grundst�ck Nr. 191 der Wohnzone W2A, eventuell je zur H�lfte der Wohnzone W1A und W2A zuzuweisen. Die Vorinstanz und der Stadtrat von Zug beantragen, die Beschwerde sei abzuweisen, soweit darauf einzutreten sei. Der Regierungsrat beantragt Beschwerdeabweisung. Mit Eingabe vom 9. Oktober 2014 halten die Beschwerdef�hrer an der Beschwerde fest.
Das Verwaltungsgericht best�tigte mit dem angefochtenen Urteil die Zuweisung des Grundst�cks Nr. 191 zur Zone OeIB. Dagegen steht grunds�tzlich die Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten offen (vgl. Art. 82 lit. a, Art. 86 Abs. 1 lit. d und Abs. 2 sowie Art. 90 BGG). Als Adressaten des angefochtenen Urteils und Eigent�mer des betroffenen Grundst�cks sind die Beschwerdef�hrer zur Beschwerde legitimiert (vgl. Art. 89 Abs. 1 BGG). Auf die Beschwerde ist vorbehaltlich zul�ssiger und gen�gend begr�ndeter R�gen einzutreten.
Die Beschwerdef�hrer, die Vorinstanz und der Regierungsrat haben im bundesgerichtlichen Verfahren beantragt, es sei ein Augenschein durchzuf�hren. Dieser Antrag ist abzuweisen, weil sich der rechtlich relevante Sachverhalt mit hinreichender Klarheit aus den Akten ergibt (vgl. BGE 136 I 229 E. 5.3 S. 236 f. mit Hinweisen).
Die Beschwerdef�hrer r�gen, die Vorinstanz habe seine �berpr�fungsbefugnis nicht voll ausgesch�pft und damit Art. 29 Abs. 1 BV, Art. 29a BV sowie Art. 6 Ziff. 1 EMRK verletzt. Sie habe den Entscheid des Regierungsrats als Ermessensentscheid betrachtet und ihn ungen�gend �berpr�ft.
Die Vorinstanz hat sich mit den von den Beschwerdef�hrern erhobenen R�gen in gen�gender Weise auseinandergesetzt und die sich stellenden Sachverhalts- und Rechtsfragen beurteilt. Sie hat gepr�ft, ob f�r die umstrittene Planungsmassnahme ein �ffentliches Interesse besteht und ob sie - namentlich im Hinblick auf die privaten Interessen der Beschwerdef�hrer - verh�ltnism�ssig ist. Dass die Vorinstanz es unter Hinweis auf das kantonale Verfahrensrecht abgelehnt hat, den Entscheid des Regierungsrats auf seine Angemessenheit hin zu �berpr�fen, ist nicht zu beanstanden (vgl. Art. 33 Abs. 3 lit. b RPG) und verst�sst nicht gegen Art. 29 Abs. 1 BV, Art. 29a BV sowie Art. 6 Ziff. 1 EMRK. Soweit die Beschwerdef�hrer eine entsprechende R�ge �berhaupt in gen�gender Weise vorgebracht und begr�ndet haben (vgl. Art. 106 Abs. 2 i.V.m. Art. 42 Abs. 2 BGG), verm�gen sie damit nicht durchzudringen.
Die Beschwerdef�hrer machen sodann geltend, die Vorinstanz habe den Sachverhalt unvollst�ndig und unrichtig festgestellt bzw. es fehle an einer willk�rfreien Entscheidgrundlage. Dass die Vorinstanz beantragte Sachverhaltsabkl�rungen nicht vorgenommen habe, stelle zudem eine Rechtsverweigerung im Sinne von Art. 25 BV (recte: Art. 29 BV) dar.
4.1.�Nach Art. 105 BGG legt das Bundesgericht seinem Urteil den Sachverhalt zugrunde, den die Vorinstanz festgestellt hat (Abs. 1). Es kann diese Sachverhaltsfeststellung von Amtes wegen berichtigen oder erg�nzen, wenn sie offensichtlich unrichtig ist oder auf einer Rechtsverletzung im Sinne von Art. 95 BGG beruht (Abs. 2). Von der beschwerdef�hrenden Person kann die Feststellung des Sachverhalts wiederum nur ger�gt werden, wenn sie offensichtlich unrichtig, d.h. willk�rlich (Art. 9 BV) ist oder auf einer Rechtsverletzung im Sinne von Art. 95 BGG beruht und wenn die Behebung des Mangels f�r den Ausgang des Verfahrens entscheidend sein kann (Art. 97 Abs. 1 BGG). Eine entsprechende R�ge ist substanziiert vorzubringen (Art. 42 Abs. 2 BGG i.V.m. Art. 106 Abs. 2 BGG).
4.2.�F�r die Beurteilung, ob die Zuweisung des Grundst�cks der Beschwerdef�hrer zur Zone OeIB rechtm�ssig war, haben sich der Regierungsrat und die Vorinstanz in tats�chlicher Hinsicht unter anderem auf verschiedene Fachberichte gest�tzt. Die Beschwerdef�hrer bringen vor, diese Berichte seien fehlerhaft und enthielten unbelegte Angaben. Die Vorinstanz habe die Fachberichte nicht kritisch gew�rdigt und keine eigenen Sachverhaltsabkl�rungen vorgenommen. Insbesondere habe sie es unterlassen, die Besucherzahlen des Strandbads Zug zu erfassen.
Soweit die Beschwerdef�hrer konkret darlegen, inwiefern die Fachberichte fehlerhaft sein sollen, betreffen ihre Ausf�hrungen Tatsachen, die f�r den Ausgang des Verfahrens nicht entscheidend sind. Dass sich die Vorinstanz f�r die entscheidwesentlichen Tatsachen (vgl. auch E. 5.4 nachfolgend) auf die Fachberichte abgest�tzt hat, ist nicht willk�rlich. Ebenso wenig ist es willk�rlich, dass die Vorinstanz keine weiteren Sachverhaltsabkl�rungen getroffen hat, zumal sich die f�r den Entscheid wesentlichen Tatsachen in gen�gender Weise aus den Akten ergaben. Insbesondere konnte die Vorinstanz willk�rfrei den Akten entnehmen, dass das bestehende Strandbad gut bzw. an Spitzentagen sehr gut besucht ist. Auf eine relativ aufw�ndige Erfassung der Besucherzahlen der �ffentlich zug�nglichen Anlage durfte sie unter diesen Umst�nden verzichten, ohne dabei in Willk�r zu verfallen. Soweit die Beschwerdef�hrer die R�ge, die Vorinstanz habe den entscheidwesentlichen Sachverhalt offensichtlich unrichtig und in Verletzung von Art. 29 Abs. 2 BV festgestellt, �berhaupt in gen�gender Weise begr�ndet haben, verm�gen sie damit nicht durchzudringen.
Die Beschwerdef�hrer machen geltend, die Zuweisung ihres Grundst�cks zur Zone OeIB stelle eine ungerechtfertigte Einschr�nkung ihrer Eigentumsrechte dar und verletze Art. 26 i.V.m. Art. 36 BV.
5.1.�Nach Art. 18 Abs. 1 RPG (SR 700) kann das kantonale Recht f�r die Nutzungsplanung ausser den im RPG genannten Bau-, Landwirtschafts- und Schutzzonen weitere Nutzungszonen vorsehen. Das Planungs- und Baugesetz des Kantons Zug vom 26. November 1988 (PBG, BGS 721.11) kennt Zonen des �ffentlichen Interesses (� 26). Diese dienen dem Gemeinwohl und k�nnen Frei- und Gr�nfl�chen enthalten oder Bauten und Anlagen, welche �berwiegend �ffentlich-rechtlichen K�rperschaften dienen (Abs. 1). In den Zonen des �ffentlichen Interesses sind private Bauvorhaben zul�ssig, wenn sie dauernd �ffentlichen Interessen dienen, dieser Zweck dinglich gesichert ist und auf den Heimschlag verzichtet wird (Abs. 2). Die Bauordnung der Stadt Zug vom 7. April 2009 unterscheidet zwischen der Zone des �ffentlichen Interesses f�r Erholung und Freihaltung (� 56) sowie der Zone des �ffentlichen Interesses f�r Bauten und Anlagen (� 55), welche f�r �ffentliche Bauten und Anlagen bestimmt ist (Abs. 1).
5.2.�Die Zuweisung eines Grundst�cks zu einer im kantonalen bzw. kommunalem Recht vorgesehenen Zone f�r �ffentliche Bauten und Anlagen kann unter Umst�nden zu einer �ffentlich-rechtlichen Eigentumsbeschr�nkung f�hren, die mit der Eigentumsgarantie (Art. 26 Abs. 1 BV) nur vereinbar ist, wenn sie sich auf eine gen�gende gesetzliche Grundlage st�tzt, im �ffentlichen Interesse liegt und verh�ltnism�ssig ist (vgl. Art. 36 BV; Urteil 1P.542/1992 vom 10. M�rz 1995 E. 2a; ERIC BRANDT/PIERRE MOOR, in: Aemisegger/Kuttler/Moor/Ruch [Hrsg.], Kommentar RPG, 2010, N. 23 zu Art. 18; DANIEL GSPONER, Die Zone f�r �ffentliche Bauten und Anlagen, Diss. 1999, S. 90 ff.). Das Verh�ltnism�ssigkeitsprinzip besagt, dass eine �ffentlich-rechtliche Eigentumsbeschr�nkung zur Erreichung des angestrebten Ziels geeignet und erforderlich und dem Betroffenen in Anbetracht der Schwere der Einschr�nkung zumutbar sein muss.
5.3.�Das Grundst�ck der Beschwerdef�hrer wurde nicht erst mit dem Beschluss des Grossen Gemeinderats vom 28. August 2012, sondern schon fr�her der Zone f�r �ffentliche Bauten und Anlagen zugewiesen. Mit dem genannten Beschluss wurde die Zuweisung des Grundst�cks zur Zone OeIB nur best�tigt und die Beschwerdef�hrer machen nicht geltend, ihre Verf�gungsbefugnisse �ber das Grundst�ck seien damit weiter eingeschr�nkt worden. Es stellt sich daher die Frage, ob der Beschluss des Grossen Gemeinderats vom 28. August 2012 die von Art. 26 BV gesch�tzten Eigentumsrechte der Beschwerdef�hrer tats�chlich tangiert, was die Vorinstanz im angefochtenen Entscheid bejaht hat.
5.3.1.�In BGE 114 Ia 335 besch�ftigte sich das Bundesgericht mit einer Beschwerde, welche die Eigent�mer eines Grundst�cks gegen die Zuweisung ihres Grundst�cks zur Zone f�r �ffentliche Bauten und Anlagen statt zu einer Wohnzone erhoben hatten. Das Bundesgericht f�hrte in seinem Entscheid aus, die beanstandete Zone f�r �ffentliche Bauten und Anlagen sei zwar schon vor sieben Jahren in Rechtskraft erwachsen. Die Eigent�mer seien aber nach Art. 21 Abs. 2 RPG befugt, bei einer erheblichen �nderung der Verh�ltnisse eine �berpr�fung der Planfestsetzung zu verlangen. Eine solche erhebliche �nderung der Verh�ltnisse sei darin zu erblicken, dass seit der rechtskr�ftigen Zuweisung des Grundst�cks zur Zone f�r �ffentliche Bauten und Anlagen klar geworden sei, dass der Kanton die Liegenschaft nicht wie urspr�nglich vorgesehen f�r Bauten und Anlagen der Kantonsschule ben�tige, das Grundst�ck aber von der Gemeinde f�r Sportanlagen beansprucht werde. Das Bundesgericht bejahte (sinngem�ss), dass die Best�tigung der Zuweisung zur Zone f�r �ffentliche Bauten und Anlagen unter diesen Umst�nden eine �ffentlich-rechtliche Eigentumsbeschr�nkung bewirke, und pr�fte, ob der damit verbundene Eingriff in die Eigentumsgarantie gerechtfertigt sei (a.a.O., E. 1 f. S. 337 ff.).
5.3.2.�Die Beschwerdef�hrer bringen vor, ihr Grundst�ck sei zwar bereits seit fast 40 Jahren der Zone des �ffentlichen Interesses zugewiesen. W�hrend das Grundst�ck fr�her - ohne dass je ein konkreter Bedarf begr�ndet worden sei - jedoch als Standort f�r ein Kunsthaus, eine Altersresidenz, ein Bootshaus oder Lokale f�r Sportvereine im Gespr�ch gewesen sei, stehe eine Erweiterung des Strandbads erst seit dem Jahr 2009 zur Diskussion. Der Stadtrat f�hrt dazu aus, auf dem Grundst�ck der Beschwerdef�hrer sei seit Anfang der Planung eine Nutzung f�r die �ffentlichkeit vorgesehen gewesen und das Grundst�ck sei schon bis anhin Teil der Seeufergestaltung bzw. der Seeuferplanung gewesen. Dass die Absicht, das Strandbad zu erweitern, erst seit wenigen Jahren besteht, wird von den kommunalen und kantonalen Beh�rden hingegen nicht bestritten. Ob darin eine erhebliche �nderung der Verh�ltnisse im Sinne von Art. 21 Abs. 2 RPG erblickt werden kann, welche dazu f�hrt, dass die Best�tigung der Zuweisung des Grundst�cks zur Zone OeIB ausnahmsweise eine weitere �ffentlich-rechtlichen Eigentumsbeschr�nkung bewirkt, welche die von Art. 26 BV gesch�tzten Eigentumsrechte der Beschwerdef�hrer tangiert, kann somit diskutiert werden. Die Frage kann allerdings offenbleiben, weil - wie nachfolgend aufzuzeigen ist - der behauptete Eingriff in die Eigentumsrechte der Beschwerdef�hrer jedenfalls im Sinne von Art. 36 BV gerechtfertigt ist.
5.4.�Dass f�r die Zuweisung des Grundst�cks der Beschwerdef�hrer zur Zone OeIB eine gen�gende gesetzliche Grundlage besteht, ist unbestritten (vgl. E. 5.1 hiervor). Die Beschwerdef�hrer machen aber geltend, die umstrittene Planungsmassnahme liege nicht im �ffentlichen Interesse und sei nicht verh�ltnism�ssig.
5.4.1.�Voraussetzung f�r die Festsetzung einer Zone f�r �ffentliche Bauten und Anlagen ist nach der Rechtsprechung des Bundesgerichts, dass das geltend gemachte zuk�nftige Bed�rfnis gen�gend konkretisiert ist. Das Bed�rfnis ist vom Gemeinwesen so genau wie m�glich anzugeben und die Errichtung der �ffentlichen Baute bzw. Anlage muss mit einiger Sicherheit zu erwarten sein. Als unzul�ssig m�sste die Schaffung von Zonen f�r �ffentliche Bauten und Anlagen bezeichnet werden, wenn diese Zonenfestsetzung einzig ein Vorwand daf�r w�re, dass sich das Gemeinwesen ausgedehnte Landfl�chen sichern wollte, um �ber eine m�glichst grosse Handlungsfreiheit f�r die raumplanerische Gestaltung des Gemeindegebiets zu verf�gen. Steht jedoch aufgrund sorgf�ltiger Analysen und Prognosen fest, dass der geltend gemacht Landbedarf f�r bestimmte �ffentliche Bed�rfnisse ausgewiesen ist, so ist die Festsetzung der Zone f�r �ffentliche Bauten und Anlagen nicht zu beanstanden (BGE 114 Ia 335 E. 2d S. 339 f. mit Hinweisen; Urteil 1P.542/1992 vom 10. M�rz 1995 E. 3a, publ. in ZBl 97 [1996] 115).
5.4.2.�Vorliegend ist wesentlich, dass das bestehende Strandbad Zug zentral gelegen und einfach erreichbar ist, dass es gut bzw. an Spitzentagen sehr gut besucht ist, dass es zwar eine gute Infrastruktur aufweist (Garderoben, Restaurant, Infrastruktur f�r die Badeaufsicht), aber nicht gen�gend Spielbereiche und Fl�chen hat, die sich als Liegewiese eignen, sowie dass im Einzugsgebiet des Bads und insbesondere in seiner n�heren Umgebung mit einer weiteren Zunahme der Bev�lkerung zu rechnen ist. Weiter ist zu ber�cksichtigen, dass angesichts der klar ge�usserten Absicht der kommunalen Beh�rden, das Grundst�ck der Beschwerdef�hrer f�r die Erweiterung des bestehenden Strandbads und die Realisierung des Seeuferwegs sowie eines Naherholungsgebiets ausserhalb der Badezeit verwenden zu wollen, sowie aufgrund der erstellten Projektstudien die Verwirklichung eines gen�gend konkret formulierten Projekts mit einiger Sicherheit zu erwarten ist. Es kann somit nicht gesagt werden, die Zonenfestsetzung sei einzig ein Vorwand daf�r, dass sich die Stadt Zug ausgedehnte Landfl�chen sichern wolle, um �ber eine m�glichst grosse Handlungsfreiheit f�r die raumplanerische Gestaltung des Gemeindegebiets zu verf�gen.
Die Beschwerdef�hrer wenden ein, ihr Grundst�ck sei vor dem Beschluss des Grossen Gemeinderats vom 28. August 2012 fast vierzig Jahre lang der Zone f�r �ffentliche Bauten und Anlagen zugewiesen gewesen, ohne dass es von der Stadt beansprucht worden sei und ohne dass geplante Projekte n�her konkretisiert worden seien. Im Jahr 2004 habe der Stadtrat ihnen in Aussicht gestellt, dass ihr Grundst�ck im Rahmen der anstehenden Zonenplanrevision der Wohnzone zugewiesen werden k�nnte. Diese Einw�nde �ndern allerdings nichts daran, dass inzwischen ein gen�gend konkretes, im �ffentlichen Interesse liegendes Projekt definiert worden ist, dessen Realisierung mit hinreichender Sicherheit zu erwarten ist. Die kantonalen Beh�rden haben damit ein �ffentliches Interesse an der Zuweisung des Grundst�cks der Beschwerdef�hrer zur Zone OeIB in gen�gender Weise dargetan.
5.4.3.�Dass sich das Grundst�ck der Beschwerdef�hrer grunds�tzlich f�r eine Erweiterung des Strandbads und die Realisierung des Seeuferwegs sowie eines Naherholungsgebiets ausserhalb der Badezeit und damit f�r die Zuweisung zur Zone OeIB eignet, ergibt sich aus der besonderen Lage des Grundst�cks und dem Umstand, dass es bisher nicht �berbaut ist. Zu Recht hat die Vorinstanz bei ihrem Entscheid sodann mitber�cksichtigt, dass das Grundst�ck gem�ss dem Inventar der sch�tzenswerten Ortsbilder der Schweiz (ISOS) in einer sch�tzenswerten Umgebungszone und nach dem kantonalen Richtplan in einem Erholungsgebiet liegt, was mit der von den Beschwerdef�hrern beantragten Zuweisung des Grundst�cks zu einer Wohnzone im Widerspruch stehen d�rfte. Soweit die Beschwerdef�hrer sodann (sinngem�ss) einwenden, die kantonalen Beh�rden h�tten nicht gepr�ft, ob die mit der Erweiterung des Strandbads verbundenen baulichen Massnahmen bzw. deren Auswirkungen rechtm�ssig w�ren, hat die Vorinstanz zu Recht darauf hingewiesen, dass solche Fragen im Detail nicht vor der Zuweisung des Grundst�cks zur Zone OeIB, sondern erst im Rahmen eines sp�teren Baubewilligungsverfahrens zu pr�fen seien. Nicht nachvollziehbar sind schliesslich die Ausf�hrungen der Beschwerdef�hrer, wonach eine Erweiterung des Strandbads nicht m�glich bzw. nicht sinnvoll sei, ohne gleichzeitig noch andere, bereits �berbaute Grundst�cke in das Projekt miteinzubeziehen bzw. diese ebenfalls der Zone OeIB zuzuweisen.
Die Vorinstanz hat bei ihrem Entscheid ber�cksichtigt, dass es in der Stadt Zug und in der Region weitere Badem�glichkeiten am See gibt. Sie hat jedoch �berzeugend dargelegt, dass eine Erweiterung anderer Badefl�chen entweder nicht m�glich ist oder jedenfalls keine geeignete Alternative zur Erweiterung des Strandbads darstellt. Im Naherholungsgebiet "Br�ggli" soll zwar der Campingplatz aufgehoben und ein Infrastrukturangebot f�r die Naherholung geschaffen werden. Badem�glichkeiten mit zugeh�rigen Infrastrukturanlagen, die mit denjenigen des Strandbads vergleichbar w�ren, sind aber nicht vorhanden und k�nnen mit R�cksicht auf den Natur- und Landschaftschutz auch nicht geschaffen werden. Soweit weitere Badefl�chen nicht ohnehin zu weit weg vom Stadtzentrum liegen, bieten sie aufgrund der baulichen Gegebenheiten oder aus Naturschutzgr�nden keine nennenswerten Erweiterungsm�glichkeiten.
Die Verf�gungsbefugnisse der Beschwerdef�hrer �ber ihr Grundst�ck sind aufgrund von dessen Zuweisung zur Zone OeIB statt zu einer Wohnzone unbestrittenermassen stark eingeschr�nkt. Andererseits sprechen besonders gewichtige im �ffentlichen Interesse liegende Gr�nde f�r die umstrittene Planungsmassnahme. Neben dem geplanten Ausbau des Strandbads sichert sie die Freihaltung des See-ufers sowie den �ffentlichen Zugang dazu und dient der Vervoll-st�ndigung sowie Aufwertung eines gr�sseren zusammenh�ngenden Naherholungsgebiets am Zugersee f�r die Bev�lkerung. Dass die Vorinstanz zum Schluss gekommen ist, die durch die Zuweisung des Grundst�cks zur Zone OeIB beeintr�chtigten privaten Interessen der Beschwerdef�hrer w�rden von den �ffentlichen, f�r die Planungs-massnahme sprechenden Interessen �bertroffen, ist nicht zu bean-standen.
5.5.�Damit steht fest, dass die Beschwerdef�hrer mit der R�ge, die umstrittene Planungsmassnahme liege nicht im �ffentlichen Interesse und sei nicht verh�ltnism�ssig, nicht durchdringen. Soweit der Be-schluss des grossen Gemeinderats vom 28. August 2012 �berhaupt einen Eingriff in ihre von Art. 26 BV gesch�tzten Eigentumsrechte bewirkt (vgl. E. 5.3 hiervor), ist er jedenfalls im Sinne von Art. 36 BV gerechtfertigt.
Die Beschwerde ist abzuweisen, soweit darauf einzutreten ist. Bei diesem Ausgang des Verfahrens werden die Beschwerdef�hrer kostenpflichtig (vgl. Art. 66 Abs. 1 BGG).
Dieses Urteil wird den Beschwerdef�hrern, dem Stadtrat von Zug, dem Regierungsrat des Kantons Zug, dem Verwaltungsgericht des Kantons Zug, Verwaltungsrechtliche Kammer, und dem Bundesamt f�r Umwelt schriftlich mitgeteilt.

References: Art. 82
 Art. 86
 Art. 90
 Art. 89
 BGE 
 Art. 29
 Art. 29
 Art. 6
 Art. 33
 Art. 29
 Art. 29
 Art. 6
 Art. 106
 Art. 42
 Art. 25
 Art. 29
 Art. 105
 Art. 95
 Art. 95
 Art. 106
 Art. 29
 Art. 26
 Art. 36
 Art. 18
 Art. 36
 Art. 18
 Art. 26
 BGE 
 Art. 21
 Art. 21
 Art. 26
 Art. 36
 Art. 26
 Art. 36
 Art. 66