Source: http://jataka.nibbanam.com/Band_III/j389.htm
Timestamp: 2019-05-25 02:11:13+00:00

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389 Suvannakakkata-Jataka
389. Die Erzählung von dem goldenen Krebs (Suvannakakkata-Jataka)
§A. Dies erzählte der Meister, da er im Veluvana verweilte, mit Beziehung auf die Lebensaufopferung des Ananda um seinetwillen.
§D. Die Begebenheit, soweit sie sich auf die Entsendung der Bogenschützen bezieht, ist im Khandahala-Jataka [Jataka 542], der Schrei des Elefanten Dhanapala im Cullahamsa-Jataka [Jataka 533] erzählt.
§B. Ehedem befand sich an der Ostseite von Rajagaha ein Brahmanendorf, Salindiya mit Namen. Damals nahm der Bodhisattva in diesem Dorfe seine Wiedergeburt in einer Brahmanenfamilie, die das Feld bebaute. Als er herangewachsen war, sorgte er für seine Familie. Auf der Nordostseite dieses Dorfes pflügte er in der Ebene von Magadha ein Feld in der Größe von tausend Karisas.
§1. „Gehörnt ist dieses Tier mit stieren Augen,
Von ihm besiegt schrei ich in meiner Not:
holla, mein Freund, warum verlässt du mich [4]?“
§2. Mit aufgeblähter Brust und steifem Schweif,
so ging die Schlange zu dem Krebse hin,
als Freund dem Freunde Rettung zu erwirken;
doch auch die Schlange packte fest der Krebs.
§3. „Ein Krebs ist doch auf Krähen nicht versessen,
noch auf die Schlangen, um ihr Fleisch zu fressen;
ich frage dich mit deinen stieren Augen,
warum hast du uns beide denn gepackt?“
§4. „Der Mann hier liebte immer meinen Vorteil;
er nahm mich aus dem Wasser mit sich fort.
Nachdem er tot, bin ich in tiefer Trauer,
denn ich und er, wir sind nicht mehr beisammen.
§5. Wenn sie mich sehn mit meinem großen Körper,
wird alles Volk bestrebt sein, mich zu töten,
denn süß ist ja mein Fleisch und weich und kräftig;
auch Krähen töten mich, wenn sie mich sehen.“
§6. „Wenn darum du uns beide hast gepackt,
so stehe auf der Mann; ich hol das Gift heraus.
Befreie nur mich und die Krähe rasch,
bevor das Gift wird wirksam und ihn tötet.“
§7. „Die Schlange mach ich los, doch nicht die Krähe;
gefesselt bleibe unterdes die Krähe.
Doch wenn den Mann heil und gesund ich sehe,
so lass die Kräh' ich los wie jetzt die Schlange.“
§C. Nachdem der Meister diese Unterweisung beschlossen und die Wahrheiten verkündigt hatte, sprach er, um das Jataka zu verbinden, folgende Schlussstrophe:
§8. „Die Krähe war zu der Zeit Devadatta,
die schwarze Schlang' jedoch war Mara;
Ananda war der liebevolle Krebs,
doch ich war damals der Brahmane.“
§A2. Am Ende der Verkündigung der Wahrheiten wurden viele bekehrt u. dgl.
[3] Ein oft gebrauchter Ehrenname Anandas. Zur Sache vgl. „Leben des Buddha“, S. 172 ff.
[4] Dies ist auch die erste Strophe des 267. Jataka.

References: §1

§2

§3

§4

§5

§6

§7

§8