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Timestamp: 2019-06-16 21:58:14+00:00

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OLG Bamberg, 27.09.2006 - 3 Ss OWi 1050/2006 - dejure.org
OLG Bamberg, 27.09.2006 - 3 Ss OWi 1050/2006
https://dejure.org/2006,967
OLG Bamberg, 27.09.2006 - 3 Ss OWi 1050/2006 (https://dejure.org/2006,967)
OLG Bamberg, Entscheidung vom 27.09.2006 - 3 Ss OWi 1050/2006 (https://dejure.org/2006,967)
OLG Bamberg, Entscheidung vom 27. September 2006 - 3 Ss OWi 1050/2006 (https://dejure.org/2006,967)
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Ahndung der Nutzung eines Mobiltelefons im stehenden PKW bei ausgeschaltetem Motor; Tragweite des strafrechtlichen Bestimmtheitsgebots im Ordnungswidrigkeitenrecht
Telefon - Bei Handy-Nutzung vor roter Ampel Motor ausschalten
Bei Handy-Nutzung vor roter Ampel Motor ausschalten
Funktelefon - unerlaubten Nutzung eines Mobiltelefons am Steuer
Handy am Steuer: Erfolg mit Schwindelei
Ist telefonieren bei Rotlichtphase erlaubt?
Verkehrsrecht - Motor an der Ampel aus - Handy an?
Handy-Benutzung bei rot geschalteter Ampel doch erlaubt
Handynutzung bei ausgeschaltetem Motor vor Ampel
Handyverbot im Straßenverkehr: Handy-Nutzung vor Ampel bei ausgeschaltetem Motor
Motorstopp: Telefonieren erlaubt
Telefonieren bei Rot erlaubt?
Mit dem Handy am Ohr erwischt?
Telefonieren am Steuer nicht immer verboten
Telefonieren bei roter Ampel und ausgestelltem Motor ist erlaubt - § 23 Abs. 1a Satz 2 StVO erlaubt Telefonieren mit Handy - kein besonderes Zeitmoment erforderlich
Handyverbot im Straßenverkehr - Handy-Nutzung vor Ampel bei ausgeschaltetem Motor
Nutzung eines Handys bei ausgeschaltetem Motor
NJW 2006, 3732
NZV 2007, 49
BeckRS 2006, 13254
OLG Hamm, 09.09.2014 - 1 RBs 1/14
Mobiltelefon, Benutzungsverbot, Start-Stopp-Automatik
Die Fahrt kann jederzeit fortgesetzt werden, ohne dass der Motor erst durch eine eigenständige Handlung in Betrieb gesetzt werden müsste (vgl. OLG Bamberg NJW 2006, 3732, 3733, mit gleicher Begründung zu einem abweichenden Sachverhalt).".
Während des Zeitraums, in dem das angehaltene Fahrzeug mit ausgeschalteten Motor steht, ist eine Beeinträchtigung der Fahraufgaben des Fahrzeugführers durch ein in den Händen gehaltenes Telefon deshalb nicht zu befürchten, da solche Aufgaben erst wieder bei einer erneuten Fahrtaufnahme anfallen können, die aber erfordert, dass zuvor der Motor wieder in Gang gesetzt wird (vergleiche OLG Bamberg, Beschluss vom 27.09.2006 - 3 Ss Owi 1050/06 - BeckRS 2006, 13254; OLG Hamm, Beschluss vom 01.12.2005 - 2 Ss OWi 811/05 -, BeckRS 2006, 01391).
KG, 23.08.2018 - 3 Ws (B) 217/18
Analogieverbot im Falle des § 23 Abs. 1b Satz 2 StVO
Soweit die Situation mit derjenigen vergleichbar ist, die für den Gesetzgeber bei Abschalten des Motors über die Start-Stopp-Funktion besteht (vgl. hierzu BR-Drucks. 556/17 S. 28), handelt es sich um eine Lücke im Gesetz, die nicht geschlossen werden kann, weil es sich hierbei um eine nicht mit Art. 103 Abs. 2 GG zu vereinbarende Ausdehnung des Tatbestandes handeln würde (vgl. auch OLG Bamberg NZV 2007, 49 ff.).
OLG Hamm, 06.09.2007 - 2 Ss OWi 190/07
Dies hat das Oberlandesgericht Bamberg bei einer identischen Fallgestaltung mit ausführlicher und überzeugender Begründung in seinem Beschluss vom 27. September 2006 - 3 SsOWi 1050/06 - (= NJW 2006, 3732 = NZV 2007, 49 = DAR 2007, 94) ausgeführt.
Die dem angefochtenen Schuldspruch zu Grunde liegende Auffassung ist mit dem möglichen Wortsinn der Bußgeldbewehrung (vgl. auch OLG Bamberg NJW 2006, 3732/3733 f. = NZV 2007, 49 f.) nicht mehr vereinbar.
Der Grundsatz der Bestimmtheit des Tatbestandes ist nicht verletzt; für den Normadressaten ist jedenfalls bei der hier konkret gegebenen Fallkonstellation zumindest das Risiko einer bußgeldrechtlichen Ahndung voraussehbar (vgl. hierzu etwa OLG Bamberg B. v. 27.09.2006 - 3 Ss OWi 1050/06 - m.w.N. bei juris - Rspr.).
Nutzung eines Mobiltelefon während der Fahrt als "Wärmeakku" ist erlaubt aber …
Das würde eine mit Art. 103 Abs. 2 GG nicht vereinbare Ausdehnung der Bußgeldbewehrung zu Lasten des Betroffenen darstellen (vgl. dazu auch OLG Bamberg DAR 2007, 95 = NJW 2006, 3732 = NZV 2007, 49 = VRR 2006, 431).
Die dem Schuldspruch zugrunde liegende Rechtsauffassung und Normauslegung des Amtsgerichts ist mit dem möglichen Wortsinn der Bußgeldbewehrung des § 23 Abs. 1a StVO (vgl. rechtsgrundsätzlich Senatsbeschluss v. 27.09.2006, 3 Ss OWi 1050/06 = NJW 2006, 3732/3733 f. = NZV 2007, 49 f. = DAR 2007, 95 f. = VerkMitt 2007, Nr. 12 = OLGSt StVO § 23 Nr. 5 = VRR 2006, 431 f. und zuletzt Senatsbeschluss v. 27.04.2007, 3 Ss OWi 452/07 = VerkMitt 2007, Nr. 62 = OLGSt StVO § 23 Nr. 7, jeweils m. zahl. weit. Nachw.) nicht vereinbar.
bb) Diese dem Schuldspruch zugrunde liegende Rechtsauffassung und Normauslegung des § 23 Abs. 1 Satz 2 StVO, insbesondere des dort verwandten Begriffs der ' Vorschriftsmäßigkeit' , ist auch mit dem möglichen Wortsinn der Bußgeldbewehrung vereinbar (zum verfassungsrechtlichen Maßstab rechtsgrundsätzlich OLG Bamberg NJW 2006, 3732/3733 f. = NZV 2007, 49 f. = DAR 2007, 95 f. = VerkMitt 2007, Nr. 12 = OLGSt StVO § 23 Nr. 5 = VRR 2006, 431 f.; vgl. ferner OLG Bamberg NJW 2008, 599 f. = DAR 2008, 217 f. = VRR 2008, 35 f. und OLG Bamberg VerkMitt 2007, Nr. 62 = OLGSt StVO § 23 Nr. 7, jeweils m.w.N.).
OLG Bamberg, 18.01.2017 - 2 Ss OWi 1363/16
Umfang der Bindungswirkung verfahrensbezogener revisionsgerichtlicher …
Kammer des 1. Senats], Beschl. v. 20.08.2015 - 1 BvR 980/15 [bei juris]; ferner BVerfGE 64, 389/393; 71, 108/115; 87, 209/224; 105, 135/152; BVerfG NJW 1998, 2589 und BVerfG NJW 2005, 349, jeweils m. w. N.; siehe auch schon OLG Bamberg, Beschl. v. 27.09.2006 - 3 Ss OWi 1050/06 = NJW 2006, 3732 = DAR 2007, 95 = OLGSt StVO § 23 Nr. 5; 05.11.2007 - 3 Ss OWi 744/07 = ZfS 2008, 52 = NJW 2008, 599 = VerkMitt 2008, Nr. 12 = DAR 2008, 217 = OLGSt StVO § 23 Nr. 9 = VRR 2008, 35 [Burhoff] und 27.04.2007 - 3 Ss OWi 452/07 = VerkMitt.
vgl. allgemein hierzu auch: OLG Bamberg, Beschluss vom 27. September 2006 - 3 Ss OWi 1050/06 -, NZV 2007, 49; Brandenburgisches OLG, Beschluss vom 3. November 2003 - 1 Ss (OWi) 218Z/03 -, NJW 2004, 961.

References: § 23
 § 23
 Art. 103
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 § 23
 § 23
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 § 23
 § 23
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