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Timestamp: 2019-07-20 23:20:37+00:00

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BGH, 22.12.2011 - VII ZR 67/11 - dejure.org
https://dejure.org/2011,214
BGH, 22.12.2011 - VII ZR 67/11 (https://dejure.org/2011,214)
BGH, Entscheidung vom 22.12.2011 - VII ZR 67/11 (https://dejure.org/2011,214)
BGH, Entscheidung vom 22. Dezember 2011 - VII ZR 67/11 (https://dejure.org/2011,214)
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BGB §§ 133, 157; VOB/A § 9 a. F.; DIN 18300 Abschnitt 0. 2. 3
§§ 133, 157 BGB; § 9 VOB_A
§ 133 BGB, § 157 BGB, § 9 VOB/A 2006, Nr 18300 Abschn 0.2.3 DIN
Öffentliche Ausschreibung: Erfordernis eines Hinweises auf die Kontaminierung des zum Aushub und zur Weiterverwendung bestimmten Bodens im Falle eines Bodenaushubs unterhalb einer teerhaltigen Asphaltdecke
Verpflichtung eines öffentlichen Auftraggebers bzgl. Aushubarbeiten zur Angabe von Auskünften hinsichtlich der Kontamination des Bodens
Zur Verpflichtung eines öffentlichen Auftraggebers, ihm mögliche und zumutbare Angaben zur Kontamination eines zum Aushub und zur Weiterverwendung vorgesehenen Bodens zu machen
Keine Hinweispflicht bei Öffentlichen Ausschreibungen wenn Bodenkontaminationen zu erwarten sind, § 133, 157 BGB
VOB/B § 2 Nr. 5; VOB/A § 9 Nr. 1, 3
Kein ausdrücklicher Hinweis auf Kontamination: Zusatzvergütung?
Kein Mehrvergütungsanspruch, auch wenn Bodenkontaminationen im Leistungsverzeichnis nicht beschrieben, aber regelmäßig zu erwarten sind
Keine Mehrvergütung für die Entsorgung belasteter Böden auch bei fehlendem Hinweis auf Kontaminationen
Unvollständige Ausschreibung: Zu fehlendem Hinweis auf kontaminierten Erdaushub
Kein ausdrücklicher Hinweis auf Kontamination: Mehrvergütung für Entsorgung belasteter Böden? (IBR 2012, 65)
LG Koblenz, 22.05.2009 - 8 O 187/05
OLG Koblenz, 24.02.2011 - 2 U 777/09
BGHZ 192, 172
NJW 2012, 518
MDR 2012, 143
NZBau 2012, 102
NJ 2013, 22
WM 2012, 1881
BauR 2012, 490
ZfBR 2012, 241
BGH, 12.09.2013 - VII ZR 227/11
Mehrkostennachforderung des Bauunternehmers nach Vergabe von Brückenbauarbeiten …
Eine revisionsrechtliche Überprüfung findet nur dahin statt, ob Verstöße gegen gesetzliche Auslegungsregeln, anerkannte Auslegungsgrundsätze, sonstige Erfahrungssätze oder Denkgesetze vorliegen oder ob die Auslegung auf Verfahrensfehlern beruht (BGH…, Urteil vom 21. März 2013 - VII ZR 122/11, BauR 2013, 1126 Rn. 15 = NZBau 2013, 428 Rn. 15; Urteil vom 22. Dezember 2011 - VII ZR 67/11, BGHZ 192, 172 Rn. 12).
Das Berufungsgericht hätte den Grundsatz einer interessengerechten Auslegung und auch berücksichtigen müssen, dass im Zweifel der öffentliche Auftraggeber den Anforderungen der VOB/A entsprechend so ausschreiben will, dass der Bieter die Preise sicher kalkulieren kann (BGH, Urteil vom 22. Dezember 2011 - VII ZR 67/11, BGHZ 192, 172 Rn. 15;… Urteil vom 21. März 2013 - VII ZR 122/11, aaO Rn. 16).
BGH, 21.03.2013 - VII ZR 122/11
Öffentlicher Bauauftrag: Fehlende Angaben zu Bodenkontaminationen in der …
Sind erforderliche Angaben zu Bodenkontaminationen nicht vorhanden, kann der Bieter daraus den Schluss ziehen, dass ein schadstofffreier Boden auszuheben und zu entfernen ist (Anschluss an BGH, Urteil vom 22. Dezember 2011, VII ZR 67/11, BGHZ 192, 172).
Eine revisionsrechtliche Überprüfung findet nur dahin statt, ob Verstöße gegen gesetzliche Auslegungsregeln, anerkannte Auslegungsgrundsätze, sonstige Erfahrungssätze oder Denkgesetze vorliegen oder ob die Auslegung auf Verfahrensfehlern beruht (BGH, Urteil vom 22. Dezember 2011 - VII ZR 67/11, BGHZ 192, 172 Rn. 12;… Urteil vom 22. Juli 2010 - VII ZR 213/08, BGHZ 186, 295 Rn. 13 m.w.N.).
a) Ein Bieter darf die Leistungsbeschreibung einer öffentlichen Ausschreibung nach der VOB/A im Zweifelsfall so verstehen, dass der Auftraggeber den Anforderungen der VOB/A an die Ausschreibung entsprechen will (vgl. BGH, Urteil vom 22. Dezember 2011 - VII ZR 67/11, BGHZ 192, 172 Rn. 15; Urteil vom 11. März 1999 - VII ZR 179/98, BauR 1999, 897, 898 = ZfBR 1999, 256; Urteil vom 9. Januar 1997 - VII ZR 259/95, BGHZ 134, 245, 248; Urteil vom 11. November 1993 - VII ZR 47/93, BGHZ 124, 64, 68).
Die "Hinweise für das Aufstellen der Leistungsbeschreibung" in Abschnitt 0 der Allgemeinen Technischen Vertragsbedingungen für Bauleistungen, DIN 18299 ff., sind zu beachten, § 9 Nr. 1 bis 3 VOB/A a.F. (BGH, Urteil vom 22. Dezember 2011 - VII ZR 67/11, BGHZ 192, 172 Rn. 15).
Sowohl nach DIN 18299 [Ausgabe 2000] Abschnitt 0.1.18 (ebenso DIN 18299 [Ausgabe 2006] Abschnitt 0.1.20) als auch nach DIN 18300 [Ausgabe 2000 und Ausgabe 2006] Abschnitt 0.2.3 ist in der Leistungsbeschreibung eine Schadstoffbelastung nach den Erfordernissen des Einzelfalls anzugeben (vgl. BGH, Urteil vom 22. Dezember 2011 - VII ZR 67/11, BGHZ 192, 172 Rn. 22).
Die ausdrückliche Angabe einer Bodenkontamination ist allerdings nicht in jedem Fall zwingend; sie kann unterbleiben, wenn sich aus den gesamten Vertragsumständen klar ergibt, dass eine derartige Kontamination vorliegt (vgl. BGH, Urteil vom 22. Dezember 2011 - VII ZR 67/11, BGHZ 192, 172 Rn. 22).
Eine revisionsrechtliche Überprüfung findet allerdings dahin statt, ob Verstöße gegen gesetzliche Auslegungsregeln, anerkannte Auslegungsgrundsätze, sonstige Erfahrungssätze oder Denkgesetze vorliegen oder ob die Auslegung auf Verfahrensfehlern beruht (BGH, Urteil vom 22. Dezember 2011 - VII ZR 67/11, BGHZ 192, 172 Rn. 12 m.w.N.).
BGH, 11.04.2013 - VII ZR 201/12
Gerüstbauvertrag: Vorhaltezeit für ein Baugerüst; Vergütung bei Überschreitung …
Zwar darf ein Bieter die Leistungsbeschreibung einer öffentlichen Ausschreibung nach der VOB/A im Zweifelsfall so verstehen, dass der Auftraggeber den Anforderungen der VOB/A an die Ausschreibung entsprechen will (vgl. BGH NJW 2013, 1957; zitiert nach juris, unter Verweis auf BGHZ 192, 172 Rn. 15; BauR 1999, 897, 898 = ZfBR 1999, 256; BGHZ 134, 245, 248; BGHZ 124, 64, 68).
Neben dem Wortlaut der Ausschreibung sind die Umstände des Einzelfalles zu berücksichtigen (…BGHZ 176, 23 = NJW 2008, 2106 Rdn. 32; BGHZ 192, 172 NJW 2012, 518 Rdn. 14).
Dabei darf ein Bieter die Leistungsbeschreibung einer öffentlichen Ausschreibung nach der VOB/A im Zweifelsfall so verstehen, dass der Auftragnehmer den Anforderungen der VOB/A an die Ausschreibung so entsprechen will, dass der Bieter die Preise sicher kalkulieren kann (BGHZ 192, 172 = NJW 2012, 518 Rdn. 15;… NJW -, 1957 Rn. 16;… NJW -, 3511 Rdn. 13).
Ergibt sich aus der Leistungsbeschreibung unter Berücksichtigung aller dem Vertrag zugrunde liegenden Umstände klar und eindeutig, dass ein bestimmtes Leistungsdetail Gegenstand der Preisvereinbarung ist, so bedarf es seiner weiteren Erwähnung im Vertrag grundsätzlich nicht (BGH, Urt. vom 22. Dezember 2011 - VII ZR 67/11 BGHZ 192, 172-181, Rn. 20).
Eine revisionsrechtliche Überprüfung findet allerdings dahin statt, ob Verstöße gegen gesetzliche Auslegungsregeln, anerkannte Auslegungsgrundsätze, sonstige Erfahrungssätze oder Denkgesetze vorliegen oder ob die Auslegung auf Verfahrensfehlern beruht (BGH…, Urteil vom 31. August 2017 - VII ZR 5/17 Rn. 24, NJW 2017, 3590; Urteil vom 22. Dezember 2011 - VII ZR 67/11 Rn. 12 m.w.N., BGHZ 192, 172).
OLG Koblenz, 06.11.2014 - 6 U 245/14
Vergütungsansprüche des Auftragnehmers bei Abweichung der vereinbarten von der …
Deshalb darf der Bieter die Leistungsbeschreibung einer öffentlichen Ausschreibung nach der VOB/A im Zweifelsfall so verstehen, dass der Auftraggeber den Anforderungen der VOB/A (vgl. § 9 Nr. 1-3 VOB/A in der im Jahr 2006 geltenden Fassung) an die Ausschreibung entsprechen will (vgl. BGH, Urteil vom 22. Dezember 2011 - VII ZR 67/11, BGHZ 192, 172 Rdnr. 13 ff., 24 m.w.Nachw.).
Er darf sich auch darauf verlassen, dass Details vollständig angegeben sind, soweit sich aus dem Vertrag nichts Abweichendes ergibt (BGH, Urteil vom 22. Dezember 2011, aaO, Rdnr. 17).
Da in der Ausschreibung Angaben zu der Einordnung des Bodens in die verschiedenen Deponieklassen bzw. die Einordnung als "gefährlicher Abfall" gemacht worden sind und es in dem vorliegenden Rechtsstreit nicht darum geht, dass erst während der Arbeitsausführung überraschend eine Kontaminierung des zur Weiterverwendung vorgesehenen Aushubs festgestellt worden ist, folgt auch aus dem Urteil des Bundesgerichtshofs vom 22.12.2011 (Az.: VII ZR 67/11, NJW 2012, 518) keine abweichende Beurteilung der Verantwortungsbereiche (…vgl. hierzu OLG Koblenz, Urt. v. 26.10.2012 - 10 U 336/11, juris Rn. 137 ff.).
Es widerspricht aber einer interessengerechten Auslegung, eine Partei dem erklärten oder sonst zum Ausdruck gebrachten Vertragszweck zuwider weitgehend rechtlos zu stellen (…vgl. Singer, a.a.O., Rz. 53 m.w.N.) oder ihr ein ungewöhnliches Wagnis aufzuerlegen (vgl. BGH, Urt. v. 22. Dezember 2011 - VII ZR 67/11, NJW 2012, 518 Tz. 15) .
OLG Naumburg, 18.02.2016 - 2 U 17/13
VOB-Vertrag: Mehrvergütungsanspruch des Auftragnehmers für die vorübergehende …
OLG Köln, 26.11.2014 - 11 U 103/14
Pflicht des Generalunternehmers zur Tragung der Kosten des Anschlusses eines …
KG, 30.06.2015 - 27 U 120/14
Keine Vergütung erkennbarer besonderer Leistungen für fachkundigen Bieter!
OLG Koblenz, 26.10.2012 - 10 U 336/11
Zwischenfeststellungsurteil als Ersatz für Grundurteil; Bauvertrag über …
LG Wiesbaden, 21.02.2018 - 5 O 211/16
OLG Dresden, 05.02.2013 - 5 U 773/12
LV-Position im gleichen Sinn verstanden: Kein Raum für Auslegung!
OLG Dresden, 11.07.2013 - 10 U 1689/12
Wasserrechtliche Bohranzeige muss der Auftragnehmer einreichen!
KG, 25.03.2014 - 27 U 99/13
Wirksamkeit der Vertragsstrafenregelungen in den Vertragsbedingungen der …
OLG Koblenz, 10.07.2013 - 5 U 177/13
Keine Vergütung vereinbart: Zusatzarbeiten sind nicht "ohne Auftrag" erbracht!
VK Sachsen-Anhalt, 25.04.2013 - 2 VK LSA 43/12
Keine Rügeobliegenheit hinsichtlich der Uneindeutigkeit der Vergabeunterlagen - …
OLG Düsseldorf, 02.11.2015 - 23 U 45/15
OLG Koblenz, 03.05.2013 - 5 U 177/13

References: § 9
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§ 133
 § 157
 § 9
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 § 2
 § 9
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 BGH 
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