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Timestamp: 2019-05-26 08:59:31+00:00

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Sehr geehrter Kunde, wir haben Ihnen auf dieser Seite zusammengestellt wie Versicherungen eine Schadenregulierung sehen. Zahlreiche Urteile gegen Versicherungen finden Sie hier.
Neu ***
Kfz-Unfallregulierung zum Problem Restwert.
Das BGH-Urteil vom 27.09.2016 – VI ZR 673/15
Seit etwas mehr als 20 Jahre war die Rechtsprechung hierzu stabil. Dann irritierte das OLG Köln mit einer abwegigen Interpretation der BGH-Rechtsprechung, und nun hat der BGH die Dinge wieder geradegerückt.
Die Leitsätze des Urteils vom 27.09.2016 - VI ZR 673/15 lauten:
a) Der Geschädigte, der von der Regulierungsbefugnis des § 249 Abs. 2 Satz 1 BGB Gebrauch macht und den Schaden wie im Streitfall nicht im Wege der Reparatur, sondern durch Beschaffung eines Ersatzfahrzeugs beheben will, leistet bei der Verwertung des Fahrzeugs dem allgemeinen Wirtschaftlichkeitsgebot im Genüge, wenn er die Veräußerung zu einem Preis vornimmt, den ein von ihm eingeschalteter Sachverständiger in seinem Gutachten, das eine korrekte Wertermittlung erkennen lässt, als Wert auf dem allgemeinen Markt ermittelt hat ( hier Fortführung Senatsurteil vom 1.6.2010 – VI ZR 316/09).
Lesen Sie in Ruhe unsere Hinweise sonst sind Sie den Profis bei der Versicherung unterlegen. Es geht immerhin um Ihr Geld !
Behindertenfahrzeug-Umbaukosten bei Totalschaden
Der Bundesgerichtshof hat jüngst etwas sehr wichtiges entschieden, was bisher schon als Selbstverständlichkeit erschien, von vielen Versicherern aber nicht so gesehen werden wollte. Auf den ersten Blick handelt es sich um einen für den Kfz Betrieb nicht so interessanten Aspekt eines Totalschadens, der beim zweiten Hinsehen aber für erfreuliche und notwendige Reparaturmöglichkeiten sorgt.
Wenn ein verunfalltes Fahrzeug kein Standardfahrzeug ist, sondern spezielle Umbauten oder Einbauten hat, und in seiner spezifischen Ausstattung am Markt als Ersatz nicht zu bekommen ist, sind Umrüstkosten, um ein Basisfahrzeug entsprechend auszurüsten, Teil des Wiederbeschaffungswertes.
damit wurde endlich Klarheit geschaffen. Hier das Urteil (BGH, Urteil vom 23.05.2017, Az. VI ZR 9/17).
> Wichtig bei willkürlichen Kürzungen der Schadensumme !
– In Berlin gehen Gerichte immer mehr dazu über, die Rechte von Unfallgeschädigten bei der Schadenregulierung gegenüber Versicherungen zu stärken.
Sogenannten ” Prüfprotokollen ” wird hierdurch ernsthaft eine Abfuhr erteilt. Abzüge aus Stundensätzen und benötigten Ersatzteilen und das bloße Zusammenstreichen eines objektiven Kfz Gutachtens könnte in der Zukunft ein Ende finden.
Ein Ende von Carexpert, ControllExpert u.a. wäre wohl die Folge, zumal diese sich darauf beschränken dem Schadenregulierer Millionen an Auszahlungen zu ersparen und zwar zu Lasten der Geschädigten.
Aber es gibt schon Licht am Ende des Tunnels.
Urteil vom 19.08.2014 unter dem Aktz. 3C 3423/13 des AG Mitte in Berlin
Zitat aus dem Urteil :
Der Prüfbericht der Fa. Carexpert ist jedoch nicht ausreichend, um es dem Kläger zu ermöglichen nachzuvollziehen, ob die angegebenen Referenzwerkstätten gemäß dem angegebenen Reparaturweg des Sachverständigen, die Reparatur gleichwertig sach-und fachgerecht, aber kostengünstiger durchführen zu können.
Bei der Prüfkalkulation handelt es sich lediglich um ein tabellarisches Zahlenwerk, das ein geschädigter nicht auf seine Plausibilität hin prüfen kann. Wenn dieser Prüfbericht ausreichen würde, so hätte letzten Endes der Haftpflichtversicherer der Gegenseite eine Geschädigten die Bewertungshoheit über den Gesamtschaden eine Geschädigten im Hinblick auf die Reparaturkosten, ohne das der Geschädigte die Plausibilität überhaupt überprüfen kann.
Es bleibt abzuwarten ob sich Versicherungen nunmehr an Gerichtsvorgaben halten werden.In der Vergangenheit hat man sich bereits häufig über bestehendes Recht hinweggesetzt.
Fazit : Ein Unfallgeschädigter wäre gut beraten sich weiterhin an eine Gutachter zu wenden und sich anwaltlich vertreten zu lassen sollte auch er einmal zur Regulierung einen solchen Prüfbericht vorgelegt bekommen.
gez. Kfz Gutachter Berlin
Ihr Recht wird Ihnen nicht geschenkt, Sie müssen es mit unserer Hilfe durchsetzen !
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Achtung die Geschädigten sollen ausgetrickst werden. Hierzu stelle ich Ihnen einige Urteile die veröffentlicht wurden zu Ihrer Verwendung zur Verfügung !
Bitte beachten, bei Zitaten immer Aktenzeichen verwenden.
Der VI. Senat hat mit einem weiteren Urteil (Az:) VI ZR 217/06 vom 10.07.2007 den Restwertbörsen eine Absage erteilt. Im
Im Leitsatz heißt es wie folgt:
“Benutzt der Geschädigte im Totalschadensfall sein unfallbeschädigtes Fahrzeug nach einer (Teil-)Reparatur weiter, ist bei der Abrechnung nach den fiktiven Wiederbeschaffungs-kosten in der Regel der in einem Sachverständigengutachten für den regionalen Markt ermittelte Restwert in Abzug zu bringen (Ergänzung zum Senatsurteil vom 6. März 2007 – VI ZR 120/06 – zur Veröffentlichung in BGHZ bestimmt).”
AG WEINHEIM, Urteil vom 20.06.1997 (AZ: 3 C 202/97)
2. Dem Geschädigten obliegt nicht die Verpflichtung, vor dem Verkauf eines beschädigten Kfz das von ihm bestellte Kfz Gutachten der Haftpflichtversicherung seines Unfallgegners zur Kenntnis zu bringen. (Aus den Gründen: "Nach der Rechtsprechung des BGH vom 06.04.1993, Az. VI ZR 181/92, ist der Geschädigte der Herr des Restitutionsgeschehens. Er darf auf die Angaben des Kfz Sachverständigen vertrauen und muss sich nicht auf mögliche Erlöse auf einem Sondermarkt verweisen lassen" [...]).
Der BGH hat jedoch entschieden, dass ein Kfz Sachverständiger bei derErmittlung des Restwerts den allgemeinen regionalen Marktberücksichtigen soll (BGH v. 6.3.07, Az. VI ZR 120/06).
Bei der Erstellung unserer Kfz Gutachten werden alle Vorgaben der Urteile berücksichtigt.
Rechtliches für Händler/Urteile LG München I 25.6.2004, 6 O 12298/02
Gewerbliche Kfz-Händler müssen eine Lackschicht-Dickenmessung durchführen. Gewerbliche Kfz-Händler müssen ihre Kunden auf etwaige Unfallschäden am Pkw aufmerksam machen. Dazu müssen sie bei der Untersuchung des Pkw stets eine Lackschicht-Dickenmessung durchführen, um eventuelle Vorschäden festzustellen. Kommen sie dieser Untersuchungspflicht nicht nach, kann der Käufer eines schadhaften Pkw den Kaufpreis zurückverlangen.
Der Kläger hatte von dem beklagten gewerblichen Kfz-Händler einen gebrauchten Pkw zum Preis von 15.500 Euro gekauft. Im Kaufvertrag ist jedoch vermerkt, dass dem Verkäufer angeblich keine Unfallschäden bekannt sind und das Fahrzeug nach den Angaben des Vorbesitzers daher unfallfrei sei.
Der Kläger erklärte deshalb den Rücktritt vom Kaufvertrag. Er habe ausdrücklich ein unfallfreies Fahrzeug erwerben wollen. Der Beklagte weigerte sich beharrlich, das Fahrzeug zurückzunehmen. Ihm sei angeblich kein Unfallschaden bekannt gewesen. Die Klage auf Rückzahlung des Kaufpreises Zug um Zug gegen Rückgabe des Pkw hatte aber dennoch Erfolg.
Der Beklagte muss dem Kläger den Kaufpreis Zug um Zug gegen Rückgabe des Pkw zurückerstatten. Der Schaden an der rechten Vordertür wäre für den Beklagten als Fachmann erkennbar. Die Untersuchungspflicht eines professionellen Kfz-Händlers schließt stets eine Lackschicht-Dickenmessung ein. Hätte der Beklagte eine solche Messung durchgeführt, hätte er die Reparatur und damit den Schaden erkannt. Bei Reparaturkosten von 1.600 DM handelt es sich auch nicht mehr um einen Bagatellschaden. Der Beklagte hätte den Kläger daher auf den zu erkennenden Schaden beim Verkauf des Fahrzeugs hinweisen müssen.
VI ZR 393/02 u. 398/02
Rechtsbereich/Normen: § 249BGB
Autounfall: Auch bei Selbstreparatur gibt's die vollen Werkstattkosten
Auch derjenige, der sein Auto nach unverschuldeten Unfall selbst reparieren will, hat ein Recht auf Bezahlung der vollen Werkstattreparaturkosten. Dies gilt selbst dann, wenn die eigene tatsächlich erfolgte Reparatur offenbar nicht "fachgerecht" ist.
Mit dieser Entscheidung hat vor kurzem der Bundesgerichtshof einer uneinheitlichen Rechtsprechung der unteren Gericht ein Ende bereitet. Danach waren beim Ersatz sog. "fiktiver Reparaturkosten" teilweise erhebliche ungerechtfertigte Abschläge vom Regulierer vorgenommen worden.
Der BGH hat jedoch entschieden, dass ein Sachverständiger bei der Ermittlung des Restwerts den allgemeinen regionalen Marktberücksichtigen soll (BGH v. 6.3.07, Az. VI ZR 120/06).
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 § 249
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