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Timestamp: 2017-11-22 10:50:13+00:00

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Miete wird nicht voll bezahlt was nun? - Erwerbslosen Forum Deutschland (ELO-Forum)
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19.04.2011, 22:22 #1
Miete wird nicht voll bezahlt was nun?
Bin zum 1.2 ohne Erlaubnis umgezogen und nun will die Arge die volle Miete nicht anerkennen.
Ich habe vorher bei meinen Eltern mit meinen Geschwistern in einer 3 Zimmer Wohnung gewohnt (wir waren 5 Personen).
Mir war das Zimmer zu klein, weil ich das mit meinem Bruder teilen musste und weil es zum Streit kam musste ich raus.
Daher der schnelle Umzug.
Da die Miete bei meinen Eltern durch 5 Personen geteilt wurde, sollten mir 170 zustehen, von denen aber nur 134 überwiesen wurden.
Die aktuelle Wohnung Kostet (schon halbiert) 259,95 und die wollen nur 134 zahlen.
(da ich einen Untermietsvertrag habe, muss ich nur die hälfte zahlen).
Der grund soll § 22 Abs 1 satz 2 SGBII sein.
1)Was kann ich machen das die volle, halbe, Miete gezahlt wird?
2)Ich darf doch mit 25 schon umziehen oder liege ich falsch?
Liebe grüße mobile
Edit: Mir stehen 378 für die Miete normalerweise zu (Berlin).
19.04.2011, 23:21 #2
AW: Miete wird nicht voll bezahlt was nun?
Bist du über 25 Jahre? (d.h. 25. Geburtstag vorbei)
§ 22 Abs 1 Satz 2, das heißt, sie werfen dir einen nicht erforderlichen Umzug vor.
19.04.2011, 23:50 #3
Der grund sol nicht nur sein, er dürfte es wohl auch sein....
Warum bist du mit deiner "Problematik" nicht vorher einfach mal kurz zur ARGE/JC und hast dort den Umzug bewilligen lassen, bzw. das Gespräch dort gesucht?!?!
Da du das nicht hast und vermutlich auch das von dir nicht mitgeteilt wurde, das du umziehen wirst, sondern es dann einfah bist, kommt man dir nun mit dieser Begründung.
Und ich würd fast behaupten, rechtlich gar korrekt erstmal... (zumindest vom grundsätzlichen her)
20.04.2011, 00:56 #4
Nun - ich gehe mal davon aus, dass einem 25-jährigen Erwachsenen, das Wohnen in einem Zimmer, dass man noch mit dem Bruder teilt, nicht zugemutet werden kann. Daher war der Umzug erforderlich. Darauf würde ich mich jetzt auch beim Widerspruch beziehen - auch wenn eben der Umzug nicht im Vornehinein genehmigt war, entspricht ja die jetzige Wohnung den Anforderungen für Wohnraum in Berlin!
20.04.2011, 01:00 #5
Bei einem 'unerlaubten' Umzug eines U 25, gibt es 0 Euro KdU.
Ausnahme: Notfälle, in denen die Einholung der Erlaubnis nicht zumutbar war.
Hier geht es aber vermutlich um einen Umzug eines über 25-Jährigen ohne Zusicherung.
Ohne Zusicherunge heißt ja nicht unbedingt, dass der Umzug 'nicht erforderlich' war.
Ob der Umzug erforderlich oder nicht erfolderlich war, das ist hier der Streitpunkt, denke ich.
Ergänzung: Das sehe ich wie Donauwelle.
20.04.2011, 01:21 #6
Hi ja ich bin schon über 25.
Ich hatte eigentlich angegeben, das ich von der Wohnung meiner Eltern "rausgeflogen" bin.... reicht das auch als grund mit der angabe, dass ich mit meinem Bruder ein Zimmer von 2,38x5,08 bzw. 12qm geteilt hab?
Wie berechnen die das mit der Miete wenn es doch höher wird?
Ich ich beziehe mich damit auf die 134€, die ja nur ein 5tel der "richtigen" vollen Miete sind.
20.04.2011, 06:19 #7
Lege umgehend Widerspruch ein und beantrage eine EA beim SG.
Ob ein Umzug erforderlich ist, bestimmt sich danach, ob für ihn ein plausibler, nachvollziehbarer und verständlicher Grund vorliegt, von dem sich auch ein Nichthilfeempfänger leiten lassen würde (SG Lüneburg 19.8.2005 - S 24 AS 472/05 ER; OVG HB 24.11.2008 - S2 B 558/08; LSG Hamburg, Az.: L 5 B 18/08 PKH AS (S 31 AS 152/07); LSG BE-BB L 32 AS 612/09 B ER; Berlit in LPK-SGB II, 3. Auflage 2009, § 22 Rn. 84; vgl. ebenso Hessisches LSG, Beschluss vom 19. März 2009 - L 7 AS 53/09 B ER - Rdnr. 19 unter Bezugnahme auf die Beispiele in der amtlichen Begründung der Neuregelung des § 22 Abs. 1 Satz 2 SGB II = BT Drs. 16/1410 Seite 23 zu Nr. 21). Dies ist in Fallkonstellationen der Fall (s.a. Frank in GK-SGB II § 22 Rn 58), in denen der Umzug durch den Wunsch nach einer eigenen Wohnung veranlasst ist, von dem sich auch ein Nichthilfeempfänger leiten lassen würde (z.B. Umzug aus einem Studentenwohnheim in eine eigene Wohnung [LSG BE-BB 30.11.2007 - 32 B 1912/07 AS ER - ZFSH/SGB 2008, 93] oder Erreichen des 25. Lebensjahres, mit dem ohne besondere zusätzliche Gründe der Wunsch anzuerkennen ist, aus dem Elternhaus auszuziehen [LSG MV 22.7.2008 - L 10 B 203/08])
20.04.2011, 09:55 #8
Das wird wohl erst das Sozialgericht entscheiden. Daher ist mit einer schnellen Entscheidung nicht zu rechnen.
20.04.2011, 17:25 #9
Kann es sein, dass die Eltern zum Zweck der Deeskalation den Auszug "empfohlen" haben? Da gibt es keine Möglichkeit unerlaubt umzuziehen, da gibt es nur die Möglichkeit Obdachlosigkeit zu vermeiden.
Die Berechnungsmethode der ARGE ist anzuweifeln. Wenn man aus dem elterlichen Nobelanwesen auszieht bekommt man mehr KdU als wenn man sich aus der Bretterbude verabschiedet.
Auch ein Umzug in den Bereich einer anderen ARGE erhöht die Chance auf volle Kostenübernahme.
Hier ist eine gewaltige Regelungslücke zu schliessen.
21.04.2011, 01:35 #10
Ich bin grad dabei ein Widerspruch anzufertigen welches wie folgt aussieht:
§ 22 Abs. 1 Satz 2 SGBII behandelt einen nicht Erforderlichen Umzug.
Es handelte sich in diesem Fall um die Vermeidung der Obdachlosigkeit, da ich in der Wohnung meiner Eltern nicht mehr wohnen durfte.
Weiterhin musste ich ein Zimmer die 12qm hatte, mit meinem Bruder teilen.
Mir fällt leider nix besseres ein.
Ist das so gut geschrieben oder soll ich noch was dazu tun?
Ich bitte euch noch mal um Unterstützung.
bezahlt, miete, voll
Wird miete bezahlt trotz 400€Job? khd4005 KDU - Miete / Untermiete 5 15.09.2008 21:51

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