Source: http://relevancy.bger.ch/php/aza/http/index.php?lang=de&zoom=&type=show_document&highlight_docid=aza%3A%2F%2F30-10-2012-4A_273-2012
Timestamp: 2016-10-25 14:03:29+00:00

Document:
4A_273/2012 (30.10.2012)
4A_273/2012
vertreten durch Rechtsanwalt Reto Bieri,
c/o A.________, vertreten durch
Rechtsanwalt Raphael Weiss,
Beschwerde gegen den Entscheid des Obergerichts des Kantons Aargau, Zivilgericht, 3. Kammer,
vom 19. M�rz 2012.
Die X.________ AG (Beschwerdef�hrerin, Kl�gerin) beantragte beim Bezirksgericht Bremgarten mit Klage vom 6. August 2011 u.a., die Y.________ AG in Liquidation (Beschwerdegegnerin, Beklagte) sei unter Androhung von Strafe gem�ss Art. 292 StGB zu verpflichten, die Parzelle (Nr. xxx) bzw. das Geb�ude (Nr. yyy) in M.________, Gemeinde N._______, innert 10 Tagen nach Er�ffnung des Entscheids zu r�umen und zu verlassen. Es sei die Kl�gerin zugleich zu erm�chtigen, die polizeiliche Vollstreckung auf Kosten der Beklagten zu verlangen.
Am 21. September 2011 trat der Gerichtspr�sident III von Bremgarten auf "das Gesuch" bzw. auf die Klage nicht ein, da der Sachverhalt weder unbestritten noch sofort beweisbar sei und auch die Rechtslage keineswegs klar erscheine (Art. 257 Abs. 1 und 3 ZPO).
Eine gegen diesen Entscheid erhobene Berufung wies das Obergericht des Kantons Aargau mit Entscheid vom 19. M�rz 2012 ab.
Die Beschwerdef�hrerin beantragt mit Beschwerde in Zivilsachen, dieses Urteil aufzuheben und die Klage gutzuheissen. Eventuell sei das Verfahren zu neuer Beurteilung an die Vorinstanz zur�ckzuweisen und eine Instruktionsverhandlung durchzuf�hren.
Die Vorinstanz verzichtete unter Hinweis auf die Erw�gungen im angefochtenen Entscheid auf eine Vernehmlassung zur Beschwerde. Die Beschwerdegegnerin beantragt, die Beschwerde abzuweisen, soweit darauf einzutreten sei.
Die Beschwerdef�hrerin reichte am 5. September 2012 eine Replik ein.
Das Bundesgericht pr�ft von Amtes wegen und mit freier Kognition, ob ein Rechtsmittel zul�ssig ist (BGE 136 II 101 E. 1 S. 103, 470 E. 1 S. 472; 135 III 212 E. 1); immerhin muss die Eingabe auch bez�glich der Eintretensvoraussetzungen hinreichend begr�ndet werden (Art. 42 Abs. 1 und 2 BGG; BGE 134 II 120 E. 1 S. 121; 133 II 400 E. 2 S. 403 f.).
1.1 Das angefochtene Urteil des Kantonsgerichts ist ein verfahrensabschliessender Endentscheid (Art. 90 BGG) einer letzten kantonalen Instanz im Sinne von Art. 75 Abs. 1 und 2 BGG, gegen den die Beschwerde in Zivilsachen grunds�tzlich offen steht.
1.2 Nach der vorinstanzlichen Sch�tzung betr�gt der Streitwert lediglich Fr. 10'000.-- und erreicht danach die Streitwertgrenze nach Art. 74 Abs. 1 lit. b BGG nicht.
1.2.1 Die Beschwerdef�hrerin bestreitet allerdings, dass hier �berhaupt eine verm�gensrechtliche Streitigkeit gegeben sei und f�r die vorliegende Beschwerde ein Mindeststreitwerterfordernis bestehe. Zu Unrecht. Daf�r, ob eine verm�gensrechtliche Streitigkeit vorliegt, ist massgebend, ob der Rechtsgrund des Anspruchs genau besehen im Verm�gensrecht ruht, mit dem Begehren letztlich und �berwiegend ein wirtschaftlicher Zweck verfolgt wird (BGE 118 II 528 E. 2c S. 531 mit Hinweisen). Dies ist bei der Klage der Beschwerdef�hrerin, die auf R�umung eines in ihrem Eigentum stehenden Grundst�cks zielt, offensichtlich der Fall.
1.2.2 Die Beschwerdef�hrerin h�lt weiter daf�r, es sei im vorliegenden Fall entgegen der mit keinem Wort begr�ndeten vorinstanzlichen Sch�tzung jedenfalls von einem die Streitwertgrenze von 30'000 Franken �bersteigenden Streitwert auszugehen.
Fehlt im kantonalen Entscheid die Angabe des Streitwertes (Art. 112 Abs. 1 lit. d BGG) oder soll ein h�herer als der angegebene Streitwert massgebend sein, obliegt es dem Beschwerdef�hrer, zum Erreichen des Mindeststreitwertes n�here Angaben zu machen, die dem Bundesgericht eine Festsetzung des Streitwertes nach Ermessen gestatten (Art. 42 Abs. 2 i.V.m. Art. 51 Abs. 2 BGG). Dabei ist es nicht Sache des Bundesgerichts, die tatbest�ndlichen Elemente, auf die sich diese Angaben st�tzen, zu erforschen, wenn diese nicht aus den Sachverhaltsfeststellungen im angefochtenen Entscheid oder aus den Verfahrensakten hervorgehen, wozu der Beschwerdef�hrer Aktenhinweise anzubringen hat. Immerhin ist das Bundesgericht nicht an eine offensichtlich unrichtige Sch�tzung der Vorinstanz gebunden (Art. 105 Abs. 1 BGG; vgl. zum Ganzen: BGE 136 III 60 E. 1.1.1 S. 62).
Die Beschwerdef�hrerin tr�gt vor, der Streitwert sei nach ihren hinter der R�umungsklage stehenden Nutzungsinteressen zu bestimmen, konkret nach der M�glichkeit, die Liegenschaft zu vermieten und einen Mietzins zu erwirtschaften. Sie habe seit langem diverse Mietinteressenten. Es gehe um ein Lager mit einer Fl�che von 225 m� und einer nutzbaren Aussenfl�che von ca. 300 m�. Gem�ss Sch�tzung des �rtlichen Hauseigent�merverbands l�gen die monatlichen Preise f�r Gewerbenutzung im Raum N.________ f�r die Lagerhalle bei ca. Fr. 60.--/m2 und f�r die Aussenfl�che bei rund Fr. 20.--/m�. Damit w�rde ein Mietzins von Fr. 1'515.-- resultieren, der auch ungef�hr der monatlichen Hypothekarzinsbelastung der Beschwerdef�hrerin f�r die Liegenschaft entspreche. Die K�ndigung der Gebrauchsleihe sei per 31. Mai 2011 erfolgt. Seit diesem Zeitpunkt h�tte die Beschwerdef�hrerin die Liegenschaft vermieten k�nnen. Die mutmassliche Verz�gerungsdauer durch das vorliegende Verfahren bis zum Entscheid nach einer allf�lligen R�ckweisung und einer allf�lligen Vermietung sei auf 22 Monate zu veranschlagen.
Vor der Vorinstanz war strittig (Art. 51 Abs. 1 lit. a BGG), ob die Voraussetzungen f�r die Anordnung der R�umung der streitbetroffenen Liegenschaft im summarischen Verfahren nach Art. 257 ZPO (sog. "Rechtsschutz in klaren F�llen") gegeben sind. Als Streitwert ist in einem solchen Fall der durch die Verz�gerung mutmasslich entstehende Schaden zu betrachten, wenn die Voraussetzungen einer Ausweisung im Verfahren nach Art. 257 ZPO verneint werden, bestehend im hypothetisch anfallenden bzw. entgangenen Miet- oder Gebrauchswert f�r die Zeit, bis voraussichtlich ein Ausweisungsentscheid in einem Prozess im ordentlichen Verfahren ergehen k�nnte (vgl. Urteil 5A_645/2011 vom 17. November 2011 E. 1.1).
Entgegen den Vorbringen der Beschwerdegegnerin kann nicht davon gesprochen werden, die detaillierten Angaben der Beschwerdef�hrerin zum Streitwert seien unsubstanziiert. Indessen trifft es zu, dass die Beschwerdef�hrerin jeglichen Beleg oder Hinweis auf Verfahrensakten zu den tats�chlichen Angaben vermissen l�sst, auf die sie ihre Berechnung st�tzt. Die Beschwerdegegnerin macht geltend, die Beschwerdef�hrerin habe ihrer Berechnung viel zu hohe Zahlen zugrundegelegt, was sie allerdings ihrerseits nicht n�her substanziiert.
Es erscheint damit als zweifelhaft, ob entgegen der vorinstanzlichen Sch�tzung ermessensweise von einem 30'000 Franken �bersteigenden Streitwert ausgegangen und damit auf die Beschwerde in Zivilsachen eingetreten werden kann. Soweit dies nicht der Fall ist, w�re weiter zu pr�fen, ob die Beschwerde in Zivilsachen zul�ssig ist, weil sich eine Rechtsfrage von grunds�tzlicher Bedeutung im Sinne von Art. 74 Abs. 2 lit. a BGG stellt, wie die Beschwerdef�hrerin - allerdings mit kaum hinreichender Begr�ndung (Art. 42 Abs. 2 Satz 2 BGG) - geltend macht.
Diese Fragen k�nnen indessen offengelassen werden, da die vorliegende Beschwerde auch nicht durchzudringen vermag, wenn sie als Beschwerde in Zivilsachen behandelt wird und die behaupteten Bundesrechtsverletzungen mit voller Kognition gepr�ft werden.
Diesen Anforderungen gen�gt die vorliegende Beschwerdeschrift zu grossen Teilen nicht. Soweit die Beschwerdef�hrerin lediglich ihre eigene Sicht der Dinge darlegt, ohne unter hinreichender Auseinandersetzung mit den vorinstanzlichen Erw�gungen aufzuzeigen, inwiefern die Vorinstanz mit ihrem Entscheid Bundesrecht verletzt haben soll, ist auf ihre Vorbringen nicht einzugehen.
Die Beschwerde ist innert der Beschwerdefrist vollst�ndig begr�ndet einzureichen (Art. 42 Abs. 1 BGG). Eine Beschwerdeerg�nzung kommt einzig f�r Beschwerden auf dem Gebiet der internationalen Rechtshilfe in Strafsachen in Betracht (Art. 43 BGG). Eine Nachfrist zur Verbesserung einer ungen�genden Begr�ndung wird nicht angesetzt (BGE 134 II 244 E. 2.4). Vor Bundesgericht findet zudem in der Regel nur ein Schriftenwechsel statt (Art. 102 Abs. 3 BGG). Reicht der Beschwerdef�hrer eine Replik ein (dazu BGE 133 I 98), darf er diese nicht dazu verwenden, seine Beschwerde zu erg�nzen oder zu verbessern (vgl. BGE 132 I 42 E. 3.3.4; 125 I 71 E. 1d/aa, je mit Hinweisen). Soweit die Beschwerdef�hrerin ihre Replik benutzt, um die Begr�ndung der Beschwerde zu vertiefen bzw. zu verbessern oder dieselbe zu erg�nzen, kann darauf nicht eingegangen werden.
2.2 Das Bundesgericht legt seinem Urteil den Sachverhalt zugrunde, den die Vorinstanz festgestellt hat (Art. 105 Abs. 1 BGG). Es kann die Sachverhaltsfeststellung der Vorinstanz nur berichtigen oder erg�nzen, wenn sie offensichtlich unrichtig ist oder auf einer Rechtsverletzung im Sinne von Art. 95 BGG beruht (Art. 105 Abs. 2 BGG). "Offensichtlich unrichtig" bedeutet dabei "willk�rlich" (BGE 135 III 397 E. 1.5). �berdies muss die Behebung des Mangels f�r den Ausgang des Verfahrens entscheidend sein (Art. 97 Abs. 1 BGG). Neue Tatsachen und Beweismittel d�rfen nur so weit vorgebracht werden, als erst der Entscheid der Vorinstanz dazu Anlass gibt (Art. 99 Abs. 1 i.V.m. Art. 117 BGG), was in der Beschwerde n�her darzulegen ist (BGE 134 V 223 E. 2.2.1; 133 III 393 E. 3).
Der Beschwerdef�hrer, der die Sachverhaltsfeststellungen der Vorinstanz anfechten will, muss klar und substanziiert aufzeigen, inwiefern die ger�gten Feststellungen bzw. die Unterlassung von Feststellungen offensichtlich unrichtig sind oder auf einer Rechtsverletzung im Sinne von Art. 95 BGG beruhen (vgl. BGE 136 II 508 E. 1.2; 133 II 249 E. 1.4.3; 133 III 350 E. 1.3, 393 E. 7.1, 462 E. 2.4 S. 466). Soweit der Beschwerdef�hrer den Sachverhalt erg�nzen will, hat er zudem mit Aktenhinweisen darzulegen, dass er entsprechende rechtsrelevante Tatsachen und taugliche Beweismittel bereits bei den Vorinstanzen prozesskonform eingebracht hat (Urteile 4A_214/2008 vom 9. Juli 2008 E. 1.2, nicht publ. in: BGE 134 III 570; 4A_470/2009 vom 18. Februar 2010 E. 1.2). �berdies ist in der Beschwerde darzutun, inwiefern die Behebung des ger�gten Mangels f�r den Ausgang des Verfahrens entscheidend sein kann (Art. 97 Abs. 1 BGG; BGE 135 I 19 E. 2.2.2). Auf eine Kritik an den tats�chlichen Feststellungen der Vorinstanz, die diesen Anforderungen nicht gen�gt, namentlich auf rein appellatorische Kritik an der Beweisw�rdigung, ist nicht einzutreten (BGE 133 II 249 E. 1.4.3, 396 E. 3.1 S. 399).
Auch diesen Vorschriften wird in der vorliegenden Beschwerde weitgehend nicht Rechnung getragen, indem darin nach Belieben vom im angefochtenen Urteil festgestellten Sachverhalt abgewichen wird, ohne dazu hinreichend substanziierte Sachverhaltsr�gen zu erheben und pr�zise Aktenhinweise anzubringen oder indem bloss appellatorische Kritik an der Beweisw�rdigung der Vorinstanz ge�bt wird. Entsprechende Vorbringen m�ssen unber�cksichtigt bleiben.
Die Beschwerdef�hrerin r�gt, die Vorinstanz habe ihren Anspruch auf rechtliches Geh�r (Art. 29 Abs. 2 BV) verletzt, indem sie mit der Begr�ndung auf eine Instruktionsverhandlung verzichtet habe, dass die Beschwerdef�hrerin Gelegenheit gehabt h�tte, sich zur Beschwerde- (recte: Berufungs-)antwort der Beschwerdegegnerin zu �ussern. Dies treffe indes keineswegs zu. Die Vorinstanz habe der Beschwerdef�hrerin die Berufungsantwort mit Verf�gung vom 9. Januar 2012 "zur Kenntnis" zugestellt. Es sei zu keinem Zeitpunkt eine Aufforderung zur Stellungnahme erfolgt. Ohne eine solche k�nne eine Stellungnahme aus den Akten gewiesen werden. Es treffe damit nicht zu, dass die Beschwerdef�hrerin in concreto Gelegenheit gehabt habe, sich zur Berufungsantwort zu �ussern. Die vorinstanzliche Begr�ndung f�r den Verzicht auf eine Instruktionsverhandlung, die auch vor der Erstinstanz nicht stattgefunden habe, ziele ins Leere.
Die R�ge ist unbegr�ndet, soweit darauf eingetreten werden kann.
3.1 Soweit sich die Beschwerdef�hrerin �ber die Nichtabhaltung einer Instruktionsverhandlung vor der Erstinstanz beschweren will, kann auf ihre R�ge mangels kantonaler Letztinstanzlichkeit im Sinne von Art. 75 Abs. 1 und Art. 75 Abs. 2 Satz 2 BGG nicht eingetreten werden; diese Frage ist nicht Gegenstand des angefochtenen Entscheids der Vorinstanz.
3.2 Der Rechtsschutz in klaren F�llen wird im summarischen Verfahren nach den Art. 248 ff. ZPO gew�hrt und unterliegt grunds�tzlich den allgemeinen Regeln �ber das summarische Verfahren gem�ss Art. 252 ff. ZPO (SUTTER-SOMM/L�TSCHER, in: Kommentar zur Schweizerischen Zivilprozessordnung, Sutter-Somm und andere [Hrsg.], 2010, N. 15 zu Art. 257 ZPO; TARKAN G�KSU, in: Kommentar zur Schweizerischen Zivilprozessordnung, Brunner und andere [Hrsg.], 2011, N. 16 zu Art. 257 ZPO; DIETER HOFMANN, in: Basler Kommentar, Zivilprozessordnung, 2010, N. 19 zu Art. 257 ZPO). Wie die Beschwerdef�hrerin selber einr�umt, wird im summarischen Verfahren in der Regel kein zweiter Schriftenwechsel durchgef�hrt und ist ein solcher im Rechtsmittelverfahren praktisch ausgeschlossen (vgl. Art. 253 ZPO; BGE 138 III 252 E. 2.1 S. 254). Dasselbe gilt f�r die Durchf�hrung einer Instruktions- bzw. einer Hauptverhandlung. Grunds�tzlich liegt es im Ermessen des Gerichts, ob es das Verfahren rein schriftlich durchf�hrt oder nach einer m�ndlichen Verhandlung entscheidet (Art. 256 Abs. 1 ZPO; Botschaft zur Schweizerischen Zivilprozessordnung, BBl 2006 7221 ff., Ziff. 5.17 zu Art. 248-252 E-ZPO S. 7351; vgl. dazu auch SUTTER-SOMM/L�TSCHER, a.a.O., N. 19 zu Art. 257 ZPO; G�KSU, a.a.O., N. 18 zu Art. 257 ZPO; GASSER/RICKLI, Kurzkommentar zur ZPO, 2010, N. 1 zu Art. 256 ZPO). Die Beschwerdef�hrerin durfte demnach im vorinstanzlichen Verfahren weder von der Anordnung eines zweiten Schriftenwechsels noch von der Durchf�hrung einer m�ndlichen Hauptverhandlung als Regelfall ausgehen.
In einem solchen Fall ist es einem Gericht nach der geltenden publizierten Rechtsprechung gestattet, sich bei der Zustellung der Vernehmlassungen auf die entsprechende Information, ohne f�rmliche Aufforderung zur Stellungnahme, zu beschr�nken. Dadurch wird der Beschwerdef�hrer hinreichend in die Lage versetzt, die Notwendigkeit einer Stellungnahme von seiner Seite zu pr�fen und ein derartiges Anliegen wahrzunehmen; andernfalls ist davon auszugehen, dass er darauf verzichtet (BGE 132 I 42 E. 3.3.3 S. 47; vgl. auch BGE 138 III 252 E. 2.2 S. 255 f.). Die Partei, der eine Vernehmlassung oder eine Beschwerdeantwort zur blossen Kenntnisnahme �bermittelt wurde, hat nach Treu und Glauben unverz�glich zu reagieren, wenn sie sich nochmals zur Sache �ussern will. In der Regel soll sie ihre Replikschrift umgehend einreichen, ohne vorher um eine gerichtliche Fristansetzung zu ersuchen (BGE 133 I 98 E. 2.2, 100 E. 4.8; 132 I 42 E. 3.3.4).
Im vorliegenden Fall wurde die Berufungsantwort der Beschwerdef�hrerin ihren eigenen Vorbringen nach mit Verf�gung vom 9. Januar 2012 "zur Kenntnis" zugestellt. Nach dem Ausgef�hrten durfte sie im vorliegenden Berufungsverfahren �ber Rechtsschutz in klaren F�llen weder mit der Anordnung eines zweiten Schriftenwechsels noch mit der Durchf�hrung einer m�ndlichen Verhandlung rechnen. In dieser Situation h�tte es ihr oblegen, von sich aus unverz�glich zu reagieren und zur Berufungsantwort Stellung zu nehmen. Bis zum Ergehen des angefochtenen Entscheids am 19. M�rz 2012 h�tte ihr dazu hinreichend Zeit zur Verf�gung gestanden. Es kann demnach nicht davon die Rede sein, dass die Beschwerdef�hrerin keine Gelegenheit erhalten h�tte, sich zur Berufungsantwort zu �ussern. Wenn sie auf die Zustellung der Berufungsantwort zur Kenntnisnahme hin unt�tig geblieben ist, hat sie sich dies selber zuzuschreiben und kann sich nicht �ber eine Geh�rsverletzung beklagen.
3.3 Auch wenn entgegen der vorstehend dargestellten Praxis davon ausgegangen w�rde, die Vorinstanz h�tte den Geh�rsanspruch der Beschwerdef�hrerin verletzt, indem sie dieser die Berufungsantwort bloss zur Kenntnisnahme und nicht mit einer Fristansetzung f�r eine allf�llige Stellungnahme zustellte, f�hrte dies vorliegend nicht zu einer Aufhebung des angefochtenen Entscheids.
Eine nicht besonders schwerwiegende Verletzung des rechtlichen Geh�rs kann ausnahmsweise als geheilt gelten, wenn die betroffene Person die M�glichkeit erh�lt, sich vor einer Rechtsmittelinstanz zu �ussern, die sowohl den Sachverhalt wie auch die Rechtslage frei �berpr�fen kann. Unter dieser Voraussetzung ist dar�ber hinaus - im Sinne einer Heilung des Mangels - selbst bei einer schwerwiegenden Verletzung des Anspruchs auf rechtliches Geh�r von einer R�ckweisung der Sache an die Vorinstanz abzusehen, wenn und soweit die R�ckweisung zu einem formalistischen Leerlauf und damit zu unn�tigen Verz�gerungen f�hren w�rde, die mit dem (der Anh�rung gleichgestellten) Interesse der betroffenen Partei an einer bef�rderlichen Beurteilung der Sache nicht zu vereinbaren w�ren (vgl. zum Ganzen: BGE 137 V 195 E. 2.3; 136 V 117 E. 4.2.2.2 S. 126 f.; 133 I 201 E. 2.2 S. 204 f.).
Soweit im vorliegenden Fall �berhaupt eine Geh�rsverletzung angenommen wird, w�re diese jedenfalls als nicht so schwerwiegend einzustufen, dass die Schwere der Verletzung einer Heilung im vorliegenden Beschwerdeverfahren entgegenst�nde. Das Bundesgericht verf�gt im Verfahren der Beschwerde in Zivilsachen hinsichtlich aller sich vorliegend stellenden Rechtsfragen �ber eine volle Kognition (Art. 95 und Art. 106 Abs. 1 BGG). Seine beschr�nkte Kognition in Sachverhaltsfragen (Art. 105 Abs. 2 BGG) hindert im vorliegenden Fall eine Heilung nicht. Die Beschwerdef�hrerin behauptet zwar pauschal, dass sie auf die Berufungsantwort hin zu entscheidrelevanten Tatsachen, auf welche die Vorinstanz ihren Entscheid gest�tzt habe, nicht mehr habe reagieren k�nnen. Damit gen�gt sie indessen den Begr�ndungsanforderungen im Zusammenhang mit der geltend gemachten Verletzung von Grundrechten im Rahmen einer Beschwerde in Zivilsachen nicht (Erw�gung 2.1 vorne). Denn sie l�sst jegliche n�here Substanziierung dieser Behauptung vermissen, in der sie konkret darlegen w�rde, auf welche entscheidwesentlichen Tatsachen, zu denen sie nicht mehr habe Stellung nehmen k�nnen, die Vorinstanz ihren Entscheid gest�tzt haben soll. Unter diesen Umst�nden ist von einer Heilung einer allf�lligen Geh�rsverletzung im vorliegenden Verfahren auszugehen.
Die Beschwerdef�hrerin wirft der Vorinstanz vor, den Anspruch auf rechtliches Geh�r verletzt zu haben, indem sie in ihrem Entscheid eine stringente und zielf�hrende Begr�ndung vermissen lasse und auf verschiedene R�gen in der Berufung der Beschwerdef�hrerin gar nicht eingegangen sei. Die Beschwerdef�hrerin wisse nach dem angefochtenen Urteilsspruch nicht, weshalb die Vorinstanz auf den Rechtsschutz in klaren F�llen nicht eingetreten sei.
Aus dem verfassungsm�ssigen Anspruch auf rechtliches Geh�r ergibt sich die Verpflichtung der Beh�rde, ihren Entscheid zu begr�nden. Die Begr�ndung muss so abgefasst sein, dass der Betroffene den Entscheid gegebenenfalls sachgerecht anfechten kann. Sie muss kurz die wesentlichen �berlegungen nennen, von denen sich das Gericht hat leiten lassen und auf die es seinen Entscheid st�tzt. Nicht erforderlich ist, dass sich die Begr�ndung mit allen Parteistandpunkten einl�sslich auseinandersetzt und jedes einzelne Vorbringen ausdr�cklich widerlegt (BGE 136 I 184 E. 2.2.1 S. 188 mit Hinweisen).
Diesen Begr�ndungsanforderungen wurde die Vorinstanz offensichtlich gerecht. Aus ihrem Entscheid geht ohne weiteres hervor, auf welche �berlegungen sie diesen st�tzt. Soweit die Beschwerdef�hrerin r�gt, es fehle eine stringente und zielf�hrende Begr�ndung, verkennt sie, dass die grundrechtliche Geh�rsgarantie keinen Anspruch auf einen sachlich richtigen Entscheid verleiht (vgl. BGE 133 III 439 E. 3.3; 129 I 232 E. 3.2; 127 III 576 E. 2b; 126 I 97 E. 2b, je mit Hinweisen); die materielle Richtigkeit bzw. die Schl�ssigkeit der Begr�ndung und des darauf gest�tzten Entscheids ist Gegenstand der materiellen Beurteilung und von der Frage zu unterscheiden, ob der Entscheid den formellen Anforderungen an die Begr�ndung gen�gt (vgl. Urteil 4A_106/2009 vom 1. Oktober 2009 E. 4.4, nicht publ. in BGE 136 III 23; BGE 130 II 530 E. 4.3 S. 540; 114 Ia 233 E. 2d in fine S. 242).
Die R�ge, die Vorinstanz habe den Geh�rsanspruch verletzt, weil sie sich mit verschiedenen R�gen nicht auseinandergesetzt habe, ist nicht rechtsgen�gend begr�ndet. Zwar nennt die Beschwerdef�hrerin verschiedene R�gen aus ihrer Berufung, auf welche die Vorinstanz nicht eingegangen sei. Sie l�sst dazu jedoch jegliche Aktenhinweise vermissen (Erw�gung 2.2 vorne) und legt insbesondere auch nicht dar, weshalb diese R�gen entscheidwesentliche Gesichtspunkte betreffen sollen, so dass die Vorinstanz darauf h�tte eingehen m�ssen (vgl. dazu BGE 136 I 184 E. 2.2.1 S. 188).
Der Vorinstanz l�sst sich demnach auch in diesen Punkten keine Geh�rsverletzung vorwerfen, soweit auf die R�ge �berhaupt eingetreten werden kann.
Die Anwendung dieser bundesrechtlichen Bestimmung wird frei gepr�ft (Art. 95 lit. a und Art. 106 Abs. 1 BGG). Die Beweisw�rdigung selbst hingegen ist eine Frage der Feststellung des Sachverhalts, die der �berpr�fung grunds�tzlich entzogen ist (Art. 105 Abs. 1 und 2 BGG; vgl. Erw�gung 2.2 vorne).
5.1.1 Ein Sachverhalt ist dann sofort beweisbar im Sinne von Art. 257 Abs. 1 lit. a ZPO, wenn er ohne zeitliche Verz�gerung und ohne besonderen Aufwand nachgewiesen werden kann. Der Beweis ist in der Regel durch Urkunden zu erbringen (BGE 138 III 123 E. 2.1.1 S. 125 mit Hinweisen). Der Rechtsschutz in klaren F�llen unterliegt keiner Beweisstrengebeschr�nkung. Blosses Glaubhaftmachen gen�gt f�r die Geltendmachung des Anspruchs nicht, sondern der Kl�ger hat den vollen Beweis der anspruchsbegr�ndenden Tatsachen zu erbringen (BBl 2006 7351, Ziff. 5.18 zu Art. 253 E-ZPO; SUTTER-SOMM/L�TSCHER, a.a.O., N. 6 zu Art. 257 ZPO; HOFMANN, a.a.O., N. 10 zu Art. 257 ZPO; INGRID JENT-S�RENSEN, in: Kurzkommentar zur ZPO, Paul Oberhammer [Hrsg.], 2010, N. 10 zu Art. 257 ZPO; ISAAK MEIER, Schweizerisches Zivilprozessrecht, 2010, S. 375).
Bestreitet die Gegenpartei die Tatsachen glaubhaft, kann der schnelle Rechtsschutz in klaren F�llen nicht gew�hrt werden, da kein liquider Sachverhalt vorliegt (BBl 2006 7352, Ziff. 5.18 zu Art. 253 E-ZPO; SUTTER-SOMM/L�TSCHER, a.a.O., N. 7 zu Art. 257 ZPO; GASSER/RICKLI, a.a.O., N. 7 zu Art. 257 ZPO; STAEHELIN/STAEHELIN/GROLIMUND, Zivilprozessrecht, 2008, � 21 Rz. 54; INGRID JENT-S�RENSEN, a.a.O., N. 11 zu Art. 257 ZPO mit Hinweisen; FRANO KOSLAR, in: Handkommentar zur ZPO, Baker & McKenzie [Hrsg.], 2010, N. 13 zu Art. 257 ZPO). Anders als eine glaubhafte Bestreitung gen�gen nach Rechtsprechung und einhelliger Lehre offensichtlich unbegr�ndete oder haltlose Bestreitungen, �ber die sofort entschieden werden kann, nicht, um einen klaren Fall auszuschliessen (Urteil 5A_645/2011 vom 17. November 2011 E. 1.2 mit Hinweisen). Ein - wohl �berwiegender - Teil der Lehre vertritt die Auffassung, der Rechtsschutz in klaren F�llen sei dagegen mangels Liquidit�t des Sachverhalts auszuschliessen, wenn die Gegenpartei konsistent und vollst�ndig erhebliche Einwendungen oder Einreden geltend macht, die nicht haltlos erscheinen und umfangreicher beweism�ssiger Abkl�rungen bed�rfen (FRAN�OIS BOHNET, in: Code de proc�dure civile comment�, Fran�ois Bohnet und andere [Hrsg.], 2011, N. 12 zu Art. 257 ZPO; HOFMANN, a.a.O., N. 10 zu Art. 257 ZPO; G�KSU, a.a.O., N. 8 zu Art. 257 ZPO; KOSLAR, a.a.O., N. 13 zu Art. 257 ZPO; vgl. auch die Hinweise bei JENT-S�RENSEN, a.a.O., N. 11 zu Art. 257 ZPO; LEUENBERGER/UFFER-TOBLER, Schweizerisches Zivilprozessrecht, 2010, Rz. 11.180; vgl. in diesem Sinne f�r die Gew�hrung raschen Rechtsschutzes gem�ss Art. 197 lit. a aZPO/SG: Urteil 4P.6/2005 vom 30. M�rz 2005 E. 3.4). Andere Autoren fordern gest�tzt auf die Botschaft zur ZPO, in der von "glaubhaftem Vorbringen der Einw�nde" die Rede ist (BBl 2006 7352, Ziff. 5.18 zu Art. 253 E-ZPO), dass der Beklagte seine Einwendungen wie bei der provisorischen Rechts�ffnung nach Art. 82 Abs. 2 SchKG glaubhaft macht (STAEHELIN/STAEHELIN/GROLIMUND, a.a.O., � 21 Rz. 54; GASSER/RICKLI, a.a.O., N. 7 zu Art. 257 ZPO).
Die Vorinstanz liess es vorliegend f�r ihre Verneinung eines klaren Falles gen�gen, dass die Beschwerdegegnerin Einwendungen vorbrachte, die ihr "nicht haltlos" erschienen. Die Beschwerdef�hrerin r�gt, die Vorinstanz h�tte verlangen m�ssen, dass die Beschwerdegegnerin ihre Einreden bzw. deren tats�chliche Grundlagen glaubhaft macht.
Der Rechtsschutz in klaren F�llen nach Art. 257 ZPO erlaubt es der klagenden Partei, bei eindeutiger Sach- und Rechtslage rasch, d.h. ohne einl�sslichen Prozess im ordentlichen Verfahren, zu einem rechtskr�ftigen und vollstreckbaren Entscheid zu kommen (BBl 2006 7351, Ziff. 5.18 zu Art. 253 E-ZPO). Bei Gew�hrung des Rechtsschutzes ergeht mithin ein definitives, der materiellen Rechtskraft f�higes Urteil, das einer neuen Beurteilung der Sache wegen der res iudicata-Wirkung entgegensteht. Mit Blick auf diese Wirkung ist vom Kl�ger mit der einhelligen Lehre zu verlangen, dass er sofort (Art. 257 Abs. 1 lit. a ZPO) den vollen Beweis (vgl. BGE 133 III 153 E. 3.3 S. 162; 128 III 271 E. 2b/aa S. 275) f�r die anspruchsbegr�ndenden Tatsachen erbringt, so dass klare Verh�ltnisse herrschen (vgl. die vorstehend zitierten Autoren; vgl. dazu auch BGE 119 II 141 E. 4a S. 143 f. und E. 4c). Dies allein ist der relevante gesetzliche Massstab und nicht, ob der Beklagte seine Einwendungen glaubhaft gemacht hat oder nicht (HOFMANN, a.a.O., N. 10 zu Art. 257 ZPO). Demnach muss es f�r die Verneinung eines klaren Falles gen�gen, dass der Beklagte substanziiert und schl�ssig Einwendungen vortr�gt, die in tats�chlicher Hinsicht nicht sofort widerlegt werden k�nnen und die geeignet sind, die bereits gebildete richterliche �berzeugung zu ersch�ttern (vgl. Urteil 4P.6/2005 vom 30. M�rz 2005 E. 3.4). Die Ausf�hrungen in der Botschaft, in denen "glaubhaftes Vorbringen der Einw�nde" verlangt wird, k�nnen zwangslos in diesem Sinne verstanden werden (in diesem Sinn wohl auch SUTTER-SOMM/L�TSCHER, a.a.O., N. 7 zu Art. 257 ZPO, wo von "glaubhaften Einreden" gesprochen wird; s. ferner KOSLAR, a.a.O., N. 13 zu Art. 257 ZPO). Demgegen�ber ist ein klarer Fall zu bejahen, wenn das Gericht aufgrund der Aktenlage zur �berzeugung gelangt, der Anspruch des Kl�gers sei ausgewiesen und eine eingehende Abkl�rung der beklagtischen Einw�nde k�nne daran nichts �ndern.
Somit kann den Lehrmeinungen nicht gefolgt werden, nach denen vom Beklagten gefordert wird, dass er seine Einwendungen wie bei der provisorischen Rechts�ffnung nach Art. 82 Abs. 2 SchKG glaubhaft macht. Damit wird die Eigenart des Rechtsschutzes in klaren F�llen nach Art. 257 ZPO verkannt, der es dem Kl�ger gestattet, rasch zu einem rechtskr�ftigen und vollstreckbaren Entscheid zu kommen. Nach der Regel von Art. 8 ZGB tr�ge der Beklagte, der Einreden oder Einwendungen vorbringt, daf�r an sich die Beweislast. Im Verfahren nach Art. 257 ZPO ist es ihm aber unter Umst�nden nicht m�glich, seine Einw�nde unter den darin geltenden Beweismittelbeschr�nkungen (vgl. dazu BGE 138 III 123 E. 2.1.1 und 2.6) bzw. mit sofort verf�gbaren Beweismitteln glaubhaft zu machen, w�hrend ihm der Beweis in einem einl�sslichen ordentlichen Verfahren gelingen k�nnte. W�rde ungeachtet substanziiert und schl�ssig vorgetragener, erheblicher Einw�nde ein klarer Fall bejaht und im Verfahren nach Art. 257 ZPO ein rechtskr�ftiger Entscheid zu Ungunsten des Beklagten gef�llt, blieben dessen Einreden f�r immer unber�cksichtigt, ohne dass er jemals zum ordentlichen Beweis derselben zugelassen w�rde. Diese Situation ist mit derjenigen im Rechts�ffnungsverfahren nicht vergleichbar, in dessen Rahmen auch bei Gutheissung des Rechts�ffnungsbegehrens kein rechtskr�ftiger Entscheid �ber den erhobenen Anspruch ergeht, sondern einzig entschieden wird, dass die Betreibung - unter Vorbehalt einer Aberkennungsklage - weitergef�hrt werden kann. In der Aberkennungsklage, auf die hin erst ein rechtskr�ftiges Urteil ergeht, kann sich der Schuldner nachtr�glich mit allen Mitteln gegen die Forderung zur Wehr setzen (vgl. dazu BGE 133 III 645 E. 5.3; 120 Ia 82 E. 6c S. 84 f.; 100 III 48 E. 3 S. 50), mithin seine Einwendungen, die er im Rechts�ffnungsverfahren nicht glaubhaft machen konnte, noch beweisen (vgl. zum Ganzen: G�KSU, a.a.O., N. 8 Fn. 14 zu Art. 257 ZPO). Dies ist dem im Verfahren nach Art. 257 ZPO unterlegenen Beklagten verwehrt.
Die Vorinstanz verletzte mithin kein Bundesrecht, indem sie es f�r die Verweigerung des Rechtsschutzes nach Art. 257 ZPO gen�gen liess, dass die Beschwerdegegnerin Einwendungen erhob, die ihr "nicht als haltlos" erschienen.
5.1.2 Neben einem liquiden Sachverhalt setzt der Rechtsschutz in klaren F�llen voraus, dass eine klare Rechtslage im Sinn von Art. 257 Abs. 1 lit. b ZPO vorliegt. Eine solche ist gegeben, wenn sich die Rechtsfolge bei der Anwendung des Gesetzes unter Ber�cksichtigung der Lehre und Rechtsprechung ohne Weiteres ergibt und damit die Rechtsanwendung zu einem eindeutigen Ergebnis f�hrt. Dagegen ist die Rechtslage in der Regel nicht klar, wenn die Anwendung einer Norm einen Ermessens- oder Billigkeitsentscheid des Gerichts mit wertender Ber�cksichtigung der gesamten Umst�nde erfordert, wie dies beispielsweise bei der Beurteilung von Treu und Glauben zutrifft (BGE 138 III 123 E. 2.1.2 S. 126 mit Hinweisen).
5.2 Nach den vorinstanzlichen Feststellungen ist im vorliegenden Fall unbestritten, dass die Beschwerdef�hrerin die streitbetroffene Liegenschaft M.________ von der Beschwerdegegnerin mit Kaufvertrag vom 27. Mai 2005 zu Eigentum erwarb und in der Folge der Beschwerdegegnerin aufgrund einer m�ndlichen Vereinbarung zum Gebrauch �berliess. Ebenfalls unbestritten ist, dass die Beschwerdef�hrerin mit Schreiben vom 11. Mai 2011 die K�ndigung des Gebrauchsleiheverh�ltnisses per 1. Juni 2011 aussprach.
Durch den Gebrauchsleihevertrag verpflichtet sich der Verleiher, dem Entlehner eine Sache zu unentgeltlichem Gebrauche zu �berlassen, und der Entlehner, dieselbe Sache nach gemachtem Gebrauche dem Verleiher zur�ckzugeben (Art. 305 OR). Ist f�r die Gebrauchsleihe eine bestimmte Dauer nicht vereinbart, so endigt sie, sobald der Entlehner den vertragsgem�ssen Gebrauch gemacht hat oder mit Ablauf der Zeit, binnen deren dieser Gebrauch h�tte stattfinden k�nnen (Art. 309 Abs. 1 OR). Wenn der Verleiher die Sache zu einem weder der Dauer noch dem Zwecke nach bestimmten Gebrauche �berlassen hat, so kann er sie beliebig zur�ckfordern (Art. 310 OR). Das Bundesgericht hat sich in BGE 125 III 363 zur Auslegung von Art. 309 und 310 OR dahingehend ge�ussert, dass wenn die Dauer der Leihe weder durch die Parteivereinbarung noch durch den vereinbarten Gebrauch begrenzt ist, der Verleiher die Sache jederzeit nach Art. 310 OR zur�ckverlangen kann. Diese Rechtslage kann als klar bezeichnet werden und ist im vorliegenden Fall denn auch unbestritten.
Die Parteien sind sich dagegen dar�ber uneinig, ob die Liegenschaft zu einem bestimmten Zweck und f�r eine vereinbarte Dauer �berlassen worden sei, mithin erst nach der Zeit, in der die vereinbarte Nutzung h�tte stattfinden k�nnen, und erst nach Ablauf der vereinbarten Dauer zur�ckgefordert werden kann. Die Beschwerdef�hrerin brachte dazu im vorinstanzlichen Verfahren vor, die in den R�umlichkeiten gelagerten Gegenst�nde w�rden nicht mehr aktiv genutzt. Sie w�rden lediglich gelagert. Mit der Gebrauchsleihe sei daher kein bestimmter Zweck verbunden. Die Beschwerdegegnerin machte dagegen geltend, die Liegenschaft sei zu einem bestimmten Zweck und f�r eine bestimmte Dauer �berlassen worden. Wie im Gespr�ch vom 8. Dezember 2004 zwischen A.________, B.________ und C.________ besprochen, sei das Herausl�sen des Grundst�cks M.________ aus der Y.________ AG mit der Abrede verbunden worden, die Parzelle xxx im M.________ werde f�r die Verk�uferin bzw. A.________ "parkiert", um sp�ter, wenn das andere, d.h. die �berbauung O.________ gelaufen sei, wieder r�cktransferiert zu werden. Bis zum Zeitpunkt, in dem der Y.________ AG das Geld aus der �berbauung O.________ zufliessen w�rde, mit dem der R�ckkauf der Parzelle xxx erst m�glich sein werde, sei der Beschwerdegegnerin bzw. A.________ das Recht auf alleinige Nutzung einger�umt worden. Die Beschwerdegegnerin sei aufgrund der getroffenen Absprachen rechtm�ssige Besitzerin. Von einer rechtm�ssigen K�ndigung k�nne keine Rede sein. Es seien m�ndliche Vereinbarungen getroffen worden, namentlich Treuhandabreden, denen man offenbar gar nie nachzukommen gedachte.
Die Vorinstanz erwog dazu, die Beschwerdef�hrerin habe den erforderlichen vollen Beweis f�r ihre Behauptung nicht erbracht, dass m�ndlich eine Gebrauchsleihe vereinbart worden sei, die weder an einen bestimmten Zweck noch an eine bestimmte Dauer gebunden war. Die von der Beschwerdegegnerin dargelegten Umst�nde im Zusammenhang mit dem Verkauf des Grundst�cks M.________ an die Beschwerdef�hrerin seien zudem nicht als haltlos zu bezeichnen. So sei anl�sslich der auf einer Audio-CD aufgenommenen Besprechung vom 8. Dezember 2004 tats�chlich mehrfach die Rede davon gewesen, das Grundst�ck sei zu "parkieren", sei f�r die Beschwerdegegnerin "zu blockieren" bzw. das Land sei so zu verkaufen, dass die Beschwerdegegnerin weiterhin "Zugriff" habe.
Es ist bundesrechtlich nicht zu beanstanden, wenn die Vorinstanz aufgrund dieser Umst�nde die Einwendungen gegen den von der Beschwerdef�hrerin geltend gemachten R�ckerstattungsanspruch als nicht haltlos betrachtete und die Liquidit�t des anspruchsbegr�ndenden Sachverhalts insoweit verneinte, als die Beschwerdef�hrerin behauptete, es l�ge eine unbefristete und nicht mit einem bestimmten Zweck verbundene Gebrauchsleihe vor, die mit Schreiben vom 11. Mai 2011 beendigt worden sei.
Was die Beschwerdef�hrerin dagegen vorbringt, vermag nicht durchzudringen. Sie begn�gt sich damit, die W�rdigung der Vorinstanz, wonach die rechtshindernden, d.h. dem Besitzanspruch der Beschwerdef�hrerin entgegenstehenden Einwendungen in tats�chlicher Hinsicht nicht haltlos seien, in rein appellatorischer Weise zu kritisieren. �berdies erweitert sie dabei den im angefochtenen Entscheid festgestellten Sachverhalt beliebig, ohne rechtsgen�gende Sachverhaltsr�gen zu erheben. Dabei geht sie nicht hinreichend auf die Begr�ndung der Vorinstanz ein und zeigt nicht auf, inwiefern diese mit dem darauf gest�tzten Entscheid in Willk�r verfallen sein soll (Erw�gungen 2 und 5 vorne). �berdies geht sie bei ihren Vorbringen von der unzutreffenden Pr�misse aus, die Beschwerdegegnerin h�tte ihre rechtshindernden, d.h. dem Besitzanspruch der Beschwerdef�hrerin entgegenstehenden Tatsachen, glaubhaft machen m�ssen (Erw�gung 5.1.1). Auf ihre Ausf�hrungen ist demnach nicht einzutreten.
Es rechtfertigt sich dazu einzig festzuhalten, dass sich die Vorinstanz in ihrem Entscheid entgegen den Vorbringen der Beschwerdef�hrerin nicht auf Tonaufnahmen aus den Jahren 2001/2002 st�tzte, die ein Grundst�ck "O.________" betreffen sollen und mit dem streitbetroffenen Grundst�ck nichts zu tun h�tten. Vielmehr stellte sie allein auf Aufnahmen aus dem Jahre 2004 ab, von denen die Beschwerdef�hrerin implizit best�tigt habe, dass sie das Grundst�ck "M.________" betr�fen. Letzteres anerkennt die Beschwerdef�hrerin im �brigen auch im vorliegenden Beschwerdeverfahren.
6.1 Die Beschwerdef�hrerin r�gt weiter, die Vorinstanz habe die Beweislastregel nach Art. 8 ZGB verletzt, indem sie von ihr den vollen Beweis daf�r verlangt habe, dass (�berhaupt) eine Gebrauchs�berlassung m�ndlich vereinbart worden sei.
Die R�ge ist schwer verst�ndlich und st�sst ins Leere. Sie basiert auf einer verk�rzten Wiedergabe der vorinstanzlichen Erw�gung, wonach die Verpflichtung der R�ckgabe der Sache nur eintreten k�nne, wenn zwischen den Parteien tats�chlich eine Gebrauchsleihe vereinbart wurde und diese ausserdem weder an einen bestimmten Zweck noch an eine bestimmte Dauer gebunden war, was die Beschwerdef�hrerin zwar behauptet aber nicht rechtsgen�gend bewiesen habe. Dass �berhaupt eine unentgeltliche Gebrauchsleihe vorliegt, war im vorinstanzlichen Verfahren unbestritten und wurde von der Vorinstanz klarerweise nicht angezweifelt. Es er�brigt sich weiter darauf einzugehen.
6.2 Fehl geht die Beschwerdef�hrerin sodann auch, wenn sie vorbringt, der Beweis, dass das Benutzungsrecht der Beschwerdegegnerin am streitbetroffenen Grundst�ck trotz ordentlicher K�ndigung der Gebrauchsleihe nach wie vor bestehe, sei durch die Beschwerdegegnerin zu erbringen. Wie vorstehend (Erw�gung 5.1.1) ausgef�hrt, gen�gt es im Verfahren betreffend Rechtsschutz in klaren F�llen gem�ss Art. 257 ZPO, dass die beklagte Partei substanziiert und schl�ssig Einwendungen vortr�gt, die der Durchsetzung des eingeklagten Anspruchs (in casu: Besitzeinr�umungsanspruch) entgegenst�nden, wenn sie tats�chlich und rechtlich begr�ndet w�ren. Der Frage der Beweislastverteilung kommt in einem solchen Verfahren keine entscheiderhebliche Bedeutung zu (Urteil 4P.6/2005 vom 30. M�rz 2005 E. 3.4). Immerhin l�sst sich sagen, dass die Rechtslage, nach welcher der Kl�ger die anspruchsbegr�ndenden Tatsachen voll zu beweisen hat und sich der Beklagte mit substanziierten und schl�ssigen Einwendungen begn�gen kann, dazu f�hrt, dass der Kl�ger auch den Beweis f�r den Nichtbestand des diesen zugrunde gelegten Tatsachenfundaments erbringen muss, wenn er liquide Verh�ltnisse schaffen will (vgl. JENT-S�RENSEN, a.a.O., N. 11 zu Art. 257 ZPO).
Weiter h�lt die Beschwerdef�hrerin der Vorinstanz vor, einen willk�rlichen Entscheid gef�llt (Art. 9 BV) und die Eigentumsgarantie (Art. 26 BV) verletzt zu haben. Auf diese R�gen kann nicht eingetreten werden. Sie sind nicht rechtsgen�gend begr�ndet und basieren auf tats�chlichen Elementen, die im angefochtenen Entscheid keine St�tze finden, ohne dass dazu hinreichende Sachverhaltsr�gen formuliert werden.
Zun�chst geht die Beschwerdef�hrerin namentlich fehl, wenn sie der Vorinstanz vorwirft, in s�mtlichen Erw�gungen ausser Acht gelassen zu haben, dass die Beschwerdef�hrerin rechtm�ssige Eigent�merin des Grundst�cks M.________ sei und ihr s�mtliche Rechte das Eigentum betreffend zust�nden. Das Eigentum der Beschwerdef�hrerin am streitbetroffenen Grundst�ck ist unbestritten und wurde von der Vorinstanz keineswegs in Frage gestellt. Ob sie aber den mit dem Eigentum verbundenen Besitzanspruch gegen�ber der Beschwerdegegnerin gest�tzt auf Art. 257 ZPO durchsetzen kann, war gerade die im vorinstanzlichen Verfahren strittige Hauptfrage und h�ngt davon ab, ob diesem ein obligatorischer Besitzanspruch der Beschwerdegegnerin aus der Gebrauchsleihe entgegensteht. In diesem Zusammenhang ist es unbehelflich, wenn die Beschwerdef�hrerin es - wie auch an anderen Stellen ihrer Beschwerdeschrift - einfach als "Fakt" hinstellt, dass das entsprechende Vertragsverh�ltnis unbefristet und ohne Zweckangabe vereinbart gewesen sei. Die Vorinstanz verneinte gerade, dass insoweit liquide Verh�ltnisse gegeben seien. Auf die entsprechenden Vorbringen der Beschwerdef�hrerin ist nicht weiter einzugehen.
Nicht zu h�ren ist die Beschwerdef�hrerin auch, wenn sie unter Erg�nzung des im angefochtenen Entscheid festgestellten Sachverhalts als "Fakt" geltend macht, das Eigentum sei ihr von der Beschwerdegegnerin mit Kaufvertrag vom 27. Mai 2005 uneingeschr�nkt und ohne Auflagen und Bedingungen �bertragen worden. Sie begn�gt sich insoweit damit, pauschal auf den Kaufvertrag in den Verfahrensakten zu verweisen, ohne eine hinreichend substanziierte Sachverhaltsr�ge zu erheben, in der sie darlegen w�rde, inwiefern die Behebung des ger�gten Mangels f�r den Ausgang des Verfahrens entscheidend sein kann. Es ist denn auch nicht ersichtlich, inwiefern der Nachweis, dass der Verkauf ohne im �ffentlich beurkundeten Kaufvertrag festgehaltene "Auflagen und Bedingungen" erfolgte, vorliegend liquide Verh�ltnisse begr�nden k�nnte. Denn ein entsprechender Verkauf musste die Parteien nicht daran hindern, eine Gebrauchsleihe mit einem bestimmten Zweck und einer bestimmten Nutzungsdauer im Sinne von Art. 309 f. OR zu vereinbaren.

References: Art. 292
 BGE 
 Art. 75
 Art. 74
 Art. 51
 BGE 
 Art. 257
 Art. 257
 Art. 74
 BGE 
 BGE 
 Art. 95
 Art. 117
 Art. 95
 BGE 
 BGE 
 BGE 
 Art. 75
 Art. 75
 Art. 248
 Art. 252
 Art. 257
 Art. 257
 Art. 257
 Art. 253
 BGE 
 Art. 248
 Art. 257
 Art. 257
 Art. 256
 BGE 
 BGE 
 Art. 106
 BGE 
 BGE 
 BGE 
in fine
 BGE 
 Art. 106
 Art. 257
 Art. 253
 Art. 257
 Art. 257
 Art. 257
 Art. 253
 Art. 257
 Art. 257
 Art. 257
 Art. 257
 Art. 257
 Art. 257
 Art. 257
 Art. 257
 Art. 257
 Art. 197
 Art. 253
 Art. 82
 Art. 257
 Art. 257
 Art. 253
 BGE 
 BGE 
 Art. 257
 Art. 257
 Art. 257
 Art. 82
 Art. 257
 Art. 8
 Art. 257
 BGE 
 Art. 257
 BGE 
 Art. 257
 Art. 257
 Art. 257
 Art. 257
 BGE 
 Art. 309
 Art. 310
 Art. 8
 Art. 257
in casu
 Art. 257
 Art. 257
 Art. 309