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Timestamp: 2016-10-25 06:55:36+00:00

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6B_295/2012 (24.10.2012)
2. Y.________, vertreten durch Rechtsanwalt Maximilian G�tzfried,
Sexuelle N�tigung, Entf�hrung; Willk�r,
A.a Das Strafgericht Basel-Stadt sprach X.________ am 15. Dezember 2009 der sexuellen N�tigung sowie der Entf�hrung und der Vereitelung von Massnahmen zur Feststellung der Fahrunf�higkeit schuldig. Es verurteilte ihn zu einer Freiheitsstrafe von 1 � Jahren, als Zusatzstrafe zum Urteil des Appellationsgerichts Colmar (F) vom 19. Juni 2007, sowie zur Zahlung von Fr. 1'000.-- Genugtuung an Y.________. Das Verfahren wegen Diebstahls stellte es zufolge Unzust�ndigkeit der Schweizer Strafverfolgungsbeh�rden ein. Vom Vorwurf der N�tigung und des F�hrens eines Motorfahrzeugs in qualifiziert angetrunkenem Zustand sprach es X.________ frei.
Das Appellationsgericht des Kantons Basel-Stadt best�tigte am 15. Februar 2012 das erstinstanzliche Urteil.
A.b Der Verurteilung wegen sexueller N�tigung und Entf�hrung liegt folgender Sachverhalt zugrunde:
Am 28. Juli 2006, um ca. 15 Uhr, suchte X.________ die ihm bis anhin unbekannte Transsexuelle Y.________ in deren Studio in Basel auf, wo er gegen Bezahlung deren sexuellen Dienste in Anspruch nahm. Nach Ablauf der vereinbarten Zeit fragte er Y.________, ob sie auch Hausbesuche in Frankreich mache, was diese verneinte. Daraufhin entnahm X.________ seinen abgelegten Kleidern eine Schusswaffe, mit welcher er Y.________ bedrohte. Er befahl ihr, sich "sexy" anzuziehen und zu schminken, was sie aus Angst tat. Anschliessend zwang er sie, mit ihm das Appartement zu verlassen und in den im Parkhaus abgestellten Personenwagen einzusteigen, wobei er ihr einfl�sste, ruhig zu bleiben, zu l�cheln und keine Fluchtversuche zu unternehmen. Auf der Fahrt nach Frankreich drohte er ihr, sie umzubringen, falls sie bei einer allf�lligen Polizei- oder Grenzwachtkontrolle nicht "den Mund halte". Bei einem abgelegenen Feld in Frankreich zerrte er sie an den Haaren aus dem Fahrzeug und teilte ihr mit, sie sei f�r EUR 7'000.-- nach Marokko verkauft worden, wo sie 30 bis 40 M�nner am Tag "bedienen" m�sse. Er erz�hlte ihr zudem, er habe einen Transsexuellen umgebracht, der sich gewehrt habe. In der Folge zwang er Y.________, ihn oral zu befriedigen, bevor er versuchte, an ihr den Analverkehr zu vollziehen. Aus Verzweiflung bot Y.________ X.________ Fr. 30'000.-- an, wenn er sie gehen lasse. Sie schlug vor, mit ihm zur�ck in das Appartement in Basel zu kommen, dort zu �bernachten und am Morgen die Bank aufzusuchen. Im Appartement angekommen - es war mittlerweile ca. 23.30 Uhr -, forderte X.________ sein Opfer erneut zu sexuellen Handlungen auf. Y.________ wurde �bel und musste sich �bergeben. Sie konnte fl�chten, weil X.________ sp�ter im Appartement einschlief. Sie erstattete am 29. Juli 2006 um 4.45 Uhr bei der Kantonspolizei in Basel Anzeige.
X.________ f�hrt Beschwerde in Strafsachen mit den Antr�gen, ihn vom Vorwurf der sexuellen N�tigung und der Entf�hrung freizusprechen und die Verurteilung zur Zahlung von Fr. 1'000.-- an Y.________ aufzuheben. Eventualiter sei die Streitsache zur erneuten Beurteilung und zur Durchf�hrung eines verfassungs- und EMRK-konformen Verfahrens an die Vorinstanz zur�ckzuweisen.
1.1 Der Beschwerdef�hrer r�gt eine Verletzung des Konfrontationsrechts. Er habe die Befragung der Beschwerdegegnerin 2 durch das Strafgericht im Nebenraum akustisch mitverfolgen k�nnen, jedoch keine Gelegenheit erhalten, selber Fragen an die Zeugin zu richten. Die Vorinstanz habe den Antrag auf direkte Konfrontation oder wenigstens indirekte Konfrontation mittels Video�bertragung in einen anderen Raum mit wenig �berzeugender Begr�ndung abgewiesen. Die Beschwerdegegnerin 2 habe im bisherigen Verfahren kein Arztzeugnis eingereicht, wonach ein Zusammentreffen mit ihm eine grosse psychische Belastung darstellen w�rde. Sie mache auch nicht geltend, seine Pr�senz im Gerichtssaal oder einem Nebenraum w�rde ihr Angst einfl�ssen. Gr�nde f�r die unterbliebene Video�bertragung seien nicht ersichtlich. Die Verweigerung der indirekten Konfrontation sei angesichts der grossen Bedeutung der Aussagen der Beschwerdegegnerin 2 unverh�ltnism�ssig.
1.2.1 Eine belastende Zeugenaussage ist gem�ss Art. 6 Ziff. 3 lit. d EMRK grunds�tzlich nur verwertbar, wenn der Beschuldigte wenigstens einmal w�hrend des Verfahrens angemessene und hinreichende Gelegenheit hatte, das Zeugnis in Zweifel zu ziehen und Fragen an den Belastungszeugen zu stellen (BGE 133 I 33 E. 2.2; 131 I 476 E. 2.2; 129 I 151 E. 3.1 und 4.2; je mit Hinweisen). Das Fragerecht ist im Regelfall dem Beschuldigten und seinem Verteidiger gemeinsam einzur�umen. Die Mitwirkung des Beschuldigten kann f�r die Beurteilung der Glaubhaftigkeit der Aussagen des Zeugen entscheidend sein, insbesondere wenn dieser �ber Vorg�nge berichtet, an welchen beide beteiligt waren (Urteil 6B_207/2012 vom 17. Juli 2012 E. 3.3.1 mit Hinweisen).
1.2.2 Das Konfrontationsrecht des Beschuldigten wird in gewissen Konstellationen durch die Opferrechte eingeschr�nkt. Bei Straftaten gegen die sexuelle Integrit�t darf eine Gegen�berstellung gegen den Willen des Opfers nur angeordnet werden, wenn der Anspruch der beschuldigten Person auf rechtliches Geh�r nicht auf andere Weise gew�hrleistet werden kann (Art. 35 lit. d OHG [SR 312.5], Fassung in Kraft bis am 31. Dezember 2010; Art. 153 Abs. 2 StPO [SR 312.0]).
Bei der Handhabung des Konfrontationsrechts sind die Interessen der Verteidigung und diejenigen des Opfers gegeneinander abzuw�gen. Es ist in jedem Einzelfall zu pr�fen, welche Vorgehensweisen und Ersatzmassnahmen infrage kommen, um die Verteidigungsrechte des Angeschuldigten so weit als m�glich zu gew�hrleisten und gleichzeitig den Interessen des Opfers gerecht zu werden (BGE 129 I 151 E. 3.2 und 5 mit Hinweis). Massnahmen zum Schutz von Opfern k�nnen beispielsweise darin bestehen, dass das Opfer nur durch den Verteidiger, allenfalls durch Zwischenschaltung einer besonders ausgebildeten Person, befragt wird oder indem die Einvernahme des Opfers audiovisuell in einen anderen Raum �bertragen wird, von wo aus der Beschuldigte sie verfolgen und in unmittelbarem zeitlichem Konnex Fragen stellen kann (Urteil 1P.650/2000 vom 26. Januar 2001 E. 3d mit Hinweisen). Muss der Beschuldigte den Saal w�hrend der Zeugeneinvernahme verlassen, k�nnen dessen Verteidigungsrechte auch gewahrt sein, wenn sein Verteidiger w�hrend der Befragung anwesend ist, Fragen stellen kann und diesem die M�glichkeit gegeben wird, Unterbrechungen der Einvernahme zu verlangen, um seinen Mandanten zu informieren und nach Wiederaufnahme des Verfahrens Erg�nzungsfragen zu stellen (Urteil 6P.46/2000 vom 10. April 2001 E. 1c/bb). Eine Video�bertragung ist in solchen F�llen nicht unter allen Umst�nden zwingend (BGE 129 I 151 E. 5; Urteile 6B_207/2012 vom 17. Juli 2012 E. 3.3.3; 6P.172/2004 vom 3. Oktober 2005 E. 2.2).
1.3.1 Die Beschwerdegegnerin 2 wurde im Verfahren gegen den Beschwerdef�hrer dreimal einvernommen. Der Verteidiger des Beschwerdef�hrers war anl�sslich der Befragung im Ermittlungsverfahren vom 1. September 2006 und jener vor dem Strafgericht anwesend und konnte Erg�nzungsfragen stellen. Der Beschwerdef�hrer konnte die Einvernahme durch das Strafgericht im Nebenraum akustisch mitverfolgen. Die Vorinstanz f�hrt aus, ob gest�tzt auf den vom Beschwerdef�hrer angerufenen Bundesgerichtsentscheid 6B_324/2011 vom 26. Oktober 2011 stets eine visuelle �bertragung zu erfolgen habe, sei fraglich. Die indirekte Konfrontation mittels akustischer �bertragung in den Nebenraum habe bei Opfern von Sexualdelikten jedenfalls im damaligen Zeitpunkt der Praxis entsprochen. Eine erneute Befragung vor Gericht und eine direkte Konfrontation mit dem Beschwerdef�hrer seien der Zeugin, die Basel nach den angeklagten Vorf�llen verlassen habe, in Deutschland lebe und nach eigenen Angaben seither versuche, die Sache zu vergessen, nicht zumutbar. Die Zeugin weise deutliche Zeichen von Traumatisierung auf. Sie sei weder ein weiteres Mal zu befragen noch direkt mit dem Beschwerdef�hrer zu konfrontieren (Urteil E. 1.3.2 S. 4 f.).
1.3.2 Der Beschwerdef�hrer stellt die Traumatisierung nicht infrage. Sein Einwand ist unbehelflich, die Beschwerdegegnerin 2 habe kein Arztzeugnis eingereicht, da ein solches nicht zwingend ist. Den Akten kann entnommen werden, dass die Beschwerdegegnerin 2 Angst hatte, nach Basel zur�ckzukehren, und dass die Befragungen f�r sie eine grosse Belastung darstellten. Das Strafgericht sicherte ihr daher zu, auf Wunsch werde keine Konfrontation mit dem Beschwerdef�hrer stattfinden. Die Beschwerdegegnerin 2 erkl�rte sich schliesslich zur Aussage unter der Bedingung bereit, dass auch ihr Anwalt aufgeboten wird bzw. dass dieser sie "begleitet, besch�tzt und unterst�tzt" (kant. Akten, Urk. 557). Massnahmen zum Schutz des Opfers waren unter diesen Umst�nden angezeigt. Die Vorinstanz durfte eine direkte Konfrontation mit dem Beschwerdef�hrer verweigern.
1.3.3 Das Gericht verf�gt bei der Wahl der konkreten Vorkehren zum Schutz des Opfers �ber ein gewisses Ermessen (Urteil 6B_207/2012 vom 17. Juli 2012 E. 3.4 mit Hinweis). Der Beschwerdef�hrer hatte Gelegenheit, der Beschwerdegegnerin 2 �ber seinen Anwalt Erg�nzungsfragen zu stellen. Ob das Strafgericht das ihm zustehende Ermessen �berschritt, indem es lediglich eine akustische, nicht jedoch eine Video�bertragung anordnete, kann offenbleiben. Aus den Akten ergeben sich keine Hinweise, dass der Beschwerdef�hrer im Verfahren vor dem Strafgericht eine Video�bertragung verlangt bzw. die fehlende Video�bertragung in irgendeiner Weise beanstandet h�tte. Er macht dies auch nicht geltend. Ihm war aufgrund der Akten bekannt, dass die Beschwerdegegnerin 2 Basel nach dem Vorfall verlassen hatte und sich in Deutschland aufhielt, dass sie sich im August 2006 anf�nglich geweigert hatte, f�r die Einvernahme durch die Staatsanwaltschaft nach Basel zur�ckzukehren, und dass sie nur auf Druck der Staatsanwaltschaft und der Intervention einer Vertrauensperson zur Einvernahme kam (kant. Akten, Urk. 436, 438, 444 und 445). Das Erscheinen des Opfers war anf�nglich auch vor Strafgericht unsicher (kant. Akten, Urk. 555 ff.). Unter diesen Umst�nden verst�sst es gegen den Grundsatz von Treu und Glauben, wenn der Beschwerdef�hrer gegen das Vorgehen des Strafgerichts keine Einw�nde erhob und die Konfrontation mittels Video�bertragung erstmals im Rechtsmittelverfahren beantragte, dies im Wissen darum, dass das Opfer f�r eine weitere Befragung m�glicherweise nicht mehr zur Verf�gung stehen werde. Die Vorinstanz durfte den Antrag des Beschwerdef�hrers auf Videokonfrontation mit der Begr�ndung abweisen, eine erneute Einvernahme sei der Zeugin nicht zumutbar.
2.1 Der Beschwerdef�hrer moniert, die Vorinstanz habe seinen Antrag auf Anordnung einer aussagepsychologischen Glaubhaftigkeitsbegutachtung der Beschwerdegegnerin 2 in Verletzung seines Anspruchs auf rechtliches Geh�r und auf ein faires Verfahren abgelehnt. Bei deren Aussagen seien nur sehr wenige Realit�tskriterien auszumachen. Die Beurteilung der Glaubhaftigkeit durch einen Laien sei schwierig und insbesondere auch wegen der speziellen psychologischen Situation von Transsexuellen ohne spezialisiertes Fachwissen nicht m�glich.
2.2 Die Pr�fung der Glaubhaftigkeit von Aussagen ist Teil der Beweisw�rdigung und geh�rt damit zum Aufgabenbereich des Gerichts. Eine Glaubw�rdigkeitsbegutachtung durch eine sachverst�ndige Person dr�ngt sich nach der Rechtsprechung nur bei besonderen Umst�nden auf. Dies ist etwa der Fall, wenn schwer interpretierbare �usserungen eines Kleinkinds zu beurteilen sind, bei Anzeichen ernsthafter geistiger St�rungen, welche die Aussageehrlichkeit des Zeugen beeintr�chtigen k�nnten, oder wenn Anhaltspunkte daf�r bestehen, dass der Zeuge einer Beeinflussung durch Drittpersonen ausgesetzt ist (BGE 129 IV 179 E. 2.4; 128 I 81 E. 2; 118 Ia 28 E. 1c). An dieser Rechtsprechung ist festzuhalten.
2.3 Die Transsexualit�t hat keinen Einfluss auf die Wahrnehmungs-, Erinnerungs- oder Wiedergabef�higkeit. Wie die Vorinstanz zutreffend erw�gt, f�hrt die Transsexualit�t der Zeugin nicht dazu, dass das Gericht ihre Aussagen nicht selber w�rdigen kann (Urteil E. 1.2.2 S. 3 f.). Die Vorinstanz war in der Lage, die Angaben der Beschwerdegegnerin 2 auf ihre Glaubhaftigkeit hin zu �berpr�fen. Sie durfte den Antrag des Beschwerdef�hrers auf Begutachtung ohne Verletzung des rechtlichen Geh�rs oder des Anspruchs auf ein faires Verfahren abweisen.
3.1 Der Beschwerdef�hrer r�gt eine willk�rliche Beweisw�rdigung und eine Verletzung des Grundsatzes in dubio pro reo.
3.2.1 Die Sachverhaltsfeststellung der Vorinstanz kann nur ger�gt werden, wenn sie willk�rlich (Art. 9 BV) ist oder auf einer Rechtsverletzung im Sinne von Art. 95 BGG beruht und wenn die Behebung des Mangels f�r den Ausgang des Verfahrens entscheidend sein kann (Art. 97 Abs. 1 BGG; BGE 134 IV 36 E. 1.4.1). Dem vom Beschwerdef�hrer angerufenen Grundsatz in dubio pro reo kommt in seiner Funktion als Beweisw�rdigungsregel im Verfahren vor dem Bundesgericht keine �ber das Willk�rverbot von Art. 9 BV hinausgehende Bedeutung zu (BGE 127 I 38 E. 2a; 124 IV 86 E. 2a; je mit Hinweisen).
Willk�r bei der Beweisw�rdigung liegt vor, wenn der angefochtene Entscheid offensichtlich unhaltbar ist oder mit der tats�chlichen Situation in klarem Widerspruch steht. Dass eine andere L�sung oder W�rdigung ebenfalls vertretbar oder gar zutreffender erscheint, gen�gt f�r die Annahme von Willk�r nicht (BGE 137 I 1 E. 2.4; 134 I 140 E. 5.4; je mit Hinweisen).
3.2.2 Das Bundesgericht pr�ft die Verletzung von Grundrechten, einschliesslich der Willk�r bei der Sachverhaltsfeststellung, nur insofern, als eine solche R�ge in der Beschwerde vorgebracht und begr�ndet worden ist (Art. 106 Abs. 2 BGG). In der Beschwerde muss im Einzelnen dargelegt werden, inwiefern der angefochtene Entscheid an einem qualifizierten und offensichtlichen Mangel leidet. Auf eine rein appellatorische Kritik am angefochtenen Urteil tritt das Bundesgericht nicht ein (BGE 137 IV 1 E. 4.2.3; 136 II 489 E. 2.8; je mit Hinweisen).
3.3 Die Vorinstanz gelangt zur �berzeugung, die Aussagen der Beschwerdegegnerin 2 seien glaubhaft. Sie seien anhand von Realit�tskriterien analysierbar. Der Gesamtablauf sei nachvollziehbar, und es best�nde kein Motiv f�r eine Falschbeschuldigung. Die Beschwerdegegnerin 2 habe bei der Schilderung ihrer Reaktionen (Ekel, Erbrechen, Ohnmacht) typische psychopathologische Vorg�nge der Traumatisierung beschrieben. Der Beschwerdef�hrer habe das Erbrechen selbst best�tigt. Der Beschwerdef�hrer habe demgegen�ber ein auff�lliges Aussageverhalten an den Tag gelegt, unpr�zise und widerspr�chliche Angaben gemacht und diese dem jeweiligen Verfahrensstand angepasst (Urteil E. 2.1, E. 2.3.8 und E. 4). Es sei nicht ungew�hnlich, dass Opfer von Gewaltverbrechen wenig Motivation zeigten, die Tat immer wieder zu schildern, dabei auch unangenehme und intime Fragen zu beantworten und dadurch immer wieder an das Geschehen erinnert zu werden. Die Beschwerdegegnerin 2 habe Basel unmittelbar nach dem Vorfall verlassen und nun offensichtlich Angst, dorthin zur�ckzukehren. Die Vorinstanz zeigt auf, weshalb ihr sp�terer Widerstand gegen eine Befragung und ihr fehlendes Interesse an einer Strafverfolgung entgegen dem Einwand des Beschwerdef�hrers nicht gegen die Glaubw�rdigkeit spricht (Urteil E. 2.2.2). Sie setzt sich zudem mit den vom Beschwerdef�hrer vorgebrachten Widerspr�chen in den Aussagen des Opfers auseinander und verwirft diese mit �berzeugenden Argumenten (Urteil E. 2.3). Desgleichen legt sie dar, weshalb die weiteren Beweismittel, namentlich die Aufzeichnungen der �berwachungskameras des Parkhauses, das rechtsmedizinische Gutachten, die DNA-Analyse und die Auswertung des Mobiltelefons des Opfers, die T�terschaft nicht ausschliessen (Urteil E. 2.4).
Gegen den Beschwerdef�hrer war zum Tatzeitpunkt in Frankreich ein Verfahren wegen Sexualdelikten h�ngig. Er machte im kantonalen Verfahren geltend, er habe der Beschwerdegegnerin 2 von dem gegen ihn in Frankreich laufenden Verfahren wegen �hnlicher Delikte erz�hlt. Diese habe sich an ihm r�chen wollen, weil er ihr eine Ferienreise in Aussicht gestellt habe, sein Versprechen aber nicht gehalten, sondern die Beziehung f�r beendet erkl�rt habe. Die Beschwerdegegnerin 2 habe die Geschichte �bernommen und ihn seinerseits deswegen angezeigt. Die Vorinstanz bezeichnet diese Version als abwegig, da sich der Beschwerdef�hrer und die Beschwerdegegnerin 2 an jenem Tag zum ersten Mal im Milieu als Prostituierte und Kunde begegnet seien, die sexuellen Kontakte unbefriedigend verlaufen seien und es sehr unwahrscheinlich sei, dass sich Letztere nach einem Nachmittag emotional an ihren Kunden gebunden und s�mtliche Hoffnung auf ihn gesetzt h�tte. Nicht glaubhaft sei, dass sich die Beschwerdegegnerin 2 die beil�ufige Erz�hlung (welche gem�ss den franz�sischen Beh�rden zudem ein anders gelagertes Delikt betroffen habe) zu ihrer eigenen Geschichte gemacht habe (Urteil E. 3).
3.4 Die Beweisw�rdigung der Vorinstanz ist nicht willk�rlich. Der Beschwerdef�hrer wiederholt im Wesentlichen seine vorinstanzlichen Ausf�hrungen. Er bringt nichts vor, was die Beweisw�rdigung der Vorinstanz als offensichtlich unhaltbar erscheinen lassen k�nnte. Insgesamt best�tigte die Beschwerdegegnerin 2 ihre gegen�ber dem Beschwerdef�hrer erhobenen Vorw�rfe vor dem Strafgericht. Es trifft zwar zu, dass sie anl�sslich dieser dritten Einvernahme bez�glich einzelner �usserungen angab, sie k�nne sich nicht mehr erinnern, oder bloss auf ihre fr�heren Aussagen verwies. Dies f�hrt jedoch nicht dazu, dass es der Vorinstanz untersagt w�re, auf die tatn�heren Aussagen abzustellen, da sie willk�rfrei zur �berzeugung gelangen durfte, diese seien stimmig und glaubhaft. Auf die rein appellatorische Kritik an der vorinstanzlichen Sachverhaltsfeststellung ist nicht weiter einzugehen.
4.1 Der Beschwerdef�hrer wendet sich gegen die Strafzumessung. Er r�gt eine Verletzung des Beschleunigungsgebots.
4.3 Der Beschwerdef�hrer beanstandet eine Verletzung des Beschleunigungsgebots erstmals im bundesgerichtlichen Verfahren. Soweit sich die R�ge auf die Zeitdauer der einzelnen Verfahrensabschnitte bis zur Hauptverhandlung vor der Vorinstanz bezieht, ist darauf mangels Aussch�pfung des kantonalen Instanzenzugs nicht einzutreten (Urteil 6B_802/2007 vom 15. April 2008 E. 3.3).
4.4 Das Urteil des Appellationsgerichts wurde dem Beschwerdef�hrer am 27. M�rz 2012 schriftlich er�ffnet. Die Gesamtverfahrensdauer von rund 5 � Jahren bis zur Ausfertigung des zweitinstanzlichen Urteils ist mit dem Beschleunigungsgebot vereinbar. Der Fall kann in tats�chlicher Hinsicht nicht als besonders komplex bezeichnet werden. Zu ber�cksichtigen ist jedoch, dass ein Sachverhalt mit starkem Auslandbezug zu beurteilen war, mehrere Straftaten zur Diskussion standen und verschiedene Beweiserhebungen erforderlich waren, namentlich um die Aussagen des Opfers auf ihre Glaubhaftigkeit hin �berpr�fen zu k�nnen. Hinzu kommt, dass sich dieses im Ausland aufhielt. Angesichts des damals in Frankreich gegen den Beschwerdef�hrer h�ngigen Verfahrens wurde zudem eine Straf�bernahme durch die franz�sischen Beh�rden in Betracht gezogen (kant. Akten, Urk. 234 ff.). Wie den Akten entnommen werden kann, wurde im Appellationsverfahren �berdies der Beizug von Informationen zum franz�sischen Strafverfahren angeordnet. Dies f�hrte zweitinstanzlich zu einer Verfahrensverz�gerung, die nicht von den Beh�rden zu vertreten ist. Eine Verletzung des Beschleunigungsgebots ist zu verneinen.
5.1 Der Beschwerdef�hrer macht eine Verletzung von Art. 47, 49 und 50 StGB geltend. Die Vorinstanz habe bei der Zusatzstrafenbildung ihre Begr�ndungspflicht missachtet. Mangels genauer Kenntnis des Sachverhalts, der in Frankreich zur Verurteilung vom 19. Juni 2007 zur Freiheitsstrafe von vier Jahren gef�hrt habe, sei eine Gesamtstrafenbildung gar nicht m�glich gewesen. Die Vorinstanz h�tte die Akten, mindestens aber die vollst�ndige Anklageschrift aus dem franz�sischen Verfahren beiziehen m�ssen, da sich das Urteil vom 19. Juni 2007 nicht zu den genauen Tatumst�nden �ussere. Angesichts der seit der Tat verstrichenen Zeit sei es unangemessen, ihn f�r 1 � Jahre in eine Vollzugsanstalt einzuweisen. Er sei heute wieder rechtstreu und bestens in ein famili�res und berufliches Umfeld eingebettet. Bei der von der Vorinstanz ausgesprochenen Strafe entfalle die M�glichkeit eines Vollzugs in Halbgefangenschaft oder mittels eines "electronic monitorings".
5.2 Die Vorinstanz verf�gt auf dem Gebiet der Strafzumessung �ber einen Ermessensspielraum. Die Strafrechtliche Abteilung des Bundesgerichts greift auf Beschwerde in Strafsachen hin nur ein, wenn die Vorinstanz den gesetzlichen Strafrahmen �ber- oder unterschritten hat, wenn sie von rechtlich nicht massgebenden Kriterien ausgegangen ist oder wesentliche Gesichtspunkte ausser Acht gelassen bzw. durch �berschreitung oder Missbrauch ihres Ermessens falsch gewichtet hat (BGE 136 IV 55 E. 5.6; 135 IV 130 E. 5.3.1; 134 IV 17 E. 2.1).
5.3 Zusatzstrafen gem�ss Art. 49 Abs. 2 StGB k�nnen nach der Rechtsprechung auch zu einer im Ausland ausgesprochenen Strafe ausgef�llt werden (BGE 132 IV 102 E. 8.2; 127 IV 106 E. 2c). Der Beschwerdef�hrer wurde vom Appellationsgericht Colmar am 19. Juni 2007 wegen "agression sexuelle" zu 4 Jahren Freiheitsstrafe, davon 1 Jahr auf Bew�hrung, verurteilt, weil er in der Nacht vom 14. auf den 15. Juni 2005 eine Bekannte, welche er mit dem Auto heimfuhr, in einem Waldst�ck vergewaltigt und zum Oralverkehr gezwungen hatte (Urteil E. 7.1 S. 14). Das erstinstanzliche Urteil in dieser Sache erging am 8. M�rz 2007 (kant. Akten, Urk. 666). Die Vorinstanz sprach zu Recht eine Zusatzstrafe aus (vgl. BGE 129 IV 113 E. 1.3 und 1.4).
5.4 Die Vorinstanz f�hrt aus, die Gesamtstrafe von 5 � Jahren erscheine zwar f�r die heute zu beurteilenden und die Grundlage der Grundstrafe bildenden Delikte - deren genauen Umst�nde aus den vorhandenen Akten allerdings nicht hervorgingen - vergleichsweise hoch. Es sei indessen zu ber�cksichtigen, dass der Beschwerdef�hrer in Frankreich bereits nach 26 Monaten Strafvollzug entlassen worden sei. Die ausgesprochene Strafe von 4 Jahren (davon 3 Jahre unbedingt) sei somit nicht zum Nennwert zu nehmen (Urteil E. 7.2 S. 14 f.). Das Verschulden des Beschwerdef�hrers bei den heute zu beurteilenden Delikten wiege angesichts des skrupellosen und gewaltt�tigen Vorgehens schwer. Die fast 12 Stunden dauernde Entf�hrung sei f�r das Opfer, welches sich zeitweise in Todesgefahr gew�hnt habe, traumatisierend gewesen. Straferh�hend sei die Vereitelung von Massnahmen zur Feststellung der Fahrunf�higkeit zu ber�cksichtigen. Insgesamt erscheine die als Zusatzstrafe ausgesprochene Freiheitsstrafe von 1 � Jahren angemessen (Urteil E. 7.3 S. 15).
5.5 Der dem franz�sischen Urteil zugrunde liegende Sachverhalt ergibt sich aus dem Entscheid des Appellationsgerichts Colmar vom 19. Juni 2007. Detailliertere Kenntnis der Tatumst�nde war f�r die Festsetzung der Zusatzstrafe nicht zwingend, da sich die Tatschwere bereits im Strafmass niederschlug und die Vorinstanz die vom Appellationsgericht Colmar verh�ngte Strafe nicht auf ihre Angemessenheit zu �berpr�fen hatte (vgl. Urteil 6B_711/2011 vom 31. Januar 2012 E. 3.4 mit Hinweisen).
5.6 Alleine einer besseren Begr�ndung wegen hebt das Bundesgericht das angefochtene Urteil nicht auf, solange die Strafzumessung im Ergebnis bundesrechtskonform ist (vgl. BGE 127 IV 101 E. 2c mit Hinweisen). Die von der Vorinstanz ausgesprochene Zusatzstrafe von 1 � Jahren erscheint nicht unzul�ssig hart. Ins Gewicht f�llt, dass sich der Beschwerdef�hrer nebst den Straftaten zum Nachteil der Beschwerdegegnerin 2 auch wegen Vereitelung von Massnahmen zur Feststellung der Fahrunf�higkeit zu verantworten hat. Er wurde zudem w�hrend des in Frankreich h�ngigen Verfahrens in der Schweiz erneut straff�llig. Der Beschwerdef�hrer kritisiert eine ungen�gende Begr�ndung des vorinstanzlichen Entscheids. Er zeigt jedoch nicht auf, welche Umst�nde zu seinen Gunsten h�tten ber�cksichtigt werden sollen oder inwiefern sich das behauptete unkorrekte Vorgehen der Vorinstanz zu seinen Ungunsten h�tte auswirken k�nnen. Auf die R�ge ist nicht einzutreten.
5.7 Freiheitsstrafen von mehr als drei Jahren sind zwingend zu vollziehen (vgl. Art. 43 Abs. 1 StGB; BGE 134 IV 17 E. 3.3). Massgebend f�r die Frage, ob ein bedingter oder teilbedingter Vollzug in Betracht kommt, ist im Falle von retrospektiver Konkurrenz die hypothetische Gesamtstrafe (vgl. BGE 109 IV 68 E. 1 mit Hinweisen), welche sich aus der Zusatzstrafe und der gleichartigen Grundstrafe zusammensetzt. Betr�gt die Summe aus der Grundfreiheitsstrafe und der Zusatzfreiheitsstrafe mehr als drei Jahre, ist ein teilbedingter Vollzug nicht m�glich (Urteil 6B_165/2011 vom 19. Juli 2011 E. 2.2.2 mit Hinweis; vgl. auch Urteil 6B_684/2011 vom 30. April 2012 E. 6, zur Publikation vorgesehen). Die Vorinstanz sprach die Zusatzstrafe zu Recht unbedingt aus, da die hypothetische Gesamtstrafe mehr als drei Jahre betr�gt. Davon w�re auch auszugehen, wenn man mit der Vorinstanz (oben E. 5.4) daf�rhielte, die Strafe von vier Jahren gem�ss Urteil des Appellationsgerichts Colmar am 19. Juni 2007 sei f�r schweizerische Verh�ltnisse eher hoch ausgefallen.
5.8 Der Strafvollzug in Halbgefangenschaft oder mittels elektronischer �berwachung ist f�r Freiheitsstrafen bis zu einem Jahr vorgesehen (Art. 77b StGB; Bundesratsbeschluss vom 4. Dezember 2009 �ber die Verl�ngerung der Bewilligungen f�r die Kantone Bern, Solothurn, Basel-Stadt, Basel-Landschaft, Tessin, Waadt und Genf, Freiheitsstrafen in Form des elektronisch �berwachten Vollzuges ausserhalb der Vollzugseinrichtung zu vollziehen; vgl. auch Botschaft vom 4. April 2012 zur �nderung des Strafgesetzbuchs und des Milit�rstrafgesetzes, BBl 2012 4738 ff.). Eine Strafreduktion kommt auch nicht in Betracht, um dem Beschwerdef�hrer den Vollzug in Halbgefangenschaft oder in Form einer elektronischen �berwachung zu erm�glichen, weil sich die Zusatzstrafe von 1 � Jahren nicht mehr im Grenzbereich befindet.

References: Art. 6
 Art. 153
in dubio
 Art. 95
 BGE 
in dubio
 Art. 9
 Art. 47
 Art. 49
 BGE 
 BGE 
 Art. 43
 BGE 
 BGE