Source: https://www.peterlang.com/view/9783631793800/chapter06.xhtml
Timestamp: 2019-09-18 01:41:43+00:00

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§ 6 Fazit : Adressaten der Insolvenzverschleppungshaftung sowie der Haftung gem. § 64 GmbHG im Recht der GmbH
§ 6 Fazit : Adressaten...
Die vorliegende Untersuchung hat gezeigt, dass in der Krise der Gesellschaft neben den formal wirksam bestellten Geschäftsführern weitere Personen als Adressaten der Haftung für durch Insolvenzverschleppung verursachte Schäden sowie für entgegen den Zahlungsverboten gem. § 64 GmbHG geleistete Zahlungen in Betracht kommen. Im Wesentlichen bleibt Folgendes festzuhalten:
Primäre Adressaten der Haftung gem. § 823 Abs. 2 BGB i.V.m. § 15a Abs. 1 InsO und der Haftung gem. § 64 GmbHG sind die durch wirksamen Beschluss bestellten Geschäftsführer und Liquidatoren. Sind mehrere Geschäftsführer bestellt, ist jeder einzelne von Ihnen – selbst für den Fall einer etwaigen internen Ressortaufteilung oder Gesamtvertretungsmacht – für die Einhaltung der Insolvenzantragspflicht gem. § 15a Abs. 1 S. 1 InsO sowie der Zahlungsverbote gem. § 64 S. 1, 3 GmbHG verantwortlich. Die Beendigung des Amtes, sei es durch Amtsniederlegung oder Abberufung, wirkt sich auf eine bereits begründete Haftung nicht aus. Unterschiede zwischen der Haftung gem. § 823 Abs. 2 BGB i.V.m. § 15a Abs. 1 S. 1 InsO und gem. § 64 S. 1, 3 GmbHG ergeben sich jedoch bei Niederlegung des Amtes bei zu diesem Zeitpunkt noch nicht begründeter Haftung. Während der ausgeschiedene Geschäftsführer auch nach seinem Ausscheiden aus Gründen des Gläubigerschutzes grundsätzlich verpflichtet ist, auf die verbliebenen Gesch...

References: § 64

§ 6
 § 64
 § 823
 § 15
 § 64
 § 15
 § 64
 § 823
 § 15
 § 64