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Timestamp: 2018-01-24 11:50:34+00:00

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Studien und Expertisen - Bundearbeitsgemeinschaft Mehr Sicherheit für Kinder e.V.
Abb: Studien und Expertisen
Um Projekte und Maßnahmen bedarfsgerecht und wissenschaftlich gestützt zu entwickeln, bilden Studien und Expertisen eine wichtige Grundlage. In dieser Rubrik erhalten Sie für Ihre fachliche Arbeit fundierte Untersuchungen und Analysen rund um die Kinderunfallprävention.
Prävention von Verletzungen bei kleinen Kindern 2014
Diagram aus Studie von Dr. Ellsäßer
Dr. G. Ellsäßer, Dr. G. Trost-Brinkhues, Dr. M. Albrecht
Verletzungen stellen weltweit für Kinder eine massive Bedrohung für Leib und Leben dar.
Epidemiologische Studien in Deutschland zeigen, dass bei Verletzungen Säuglinge und kleine Kinder am stärksten gefährdet und schutzbedürftig sind.
Verletzungen sind für Kinder ab 1 Jahr die häufigste Todesursache und die Hauptursache für eine Behinderung in Europa. In der Europäischen Union muss nach einem Bericht zu Verletzungen aus dem Jahr 2013 jedes Jahr eines von 10 Kindern unter 15 Jahren in Europa notfallmäßig ärztlich behandelt werden. Die Kinder unter 5 Jahren verunglücken in 60 % aller Fälle zu Hause, insbesondere bedingt durch Stürze.
Ein starker Abwärtstrend kann bei den tödlichen Verletzungen in Europa beobachtet werden und beruht auf einer Verbesserung der Sicherheit von Kindern europaweit, beispielsweise durch Kinderrückhaltesysteme (PKW), Schwimmbadumzäunung, Rauchmelder und Fensterriegel.
Obwohl die Mortalitätsrate durch Verletzungen in Ländern mit hohem Einkommen laut einem UNICEF-Bericht aus dem Jahr 2001 für Europa in den letzten 20 Jahren stark abgenommen hat, trägt sie 40 % zu der Mortalität von Kindern und Jugendlichen bei.
Ziel des Beitrages ist daher, aus wissenschaftlicher Sicht darzustellen, welche Maßnahmen in der Unfallprävention für diese Altersgruppe als erfolgreich gelten. Es werden einerseits internationale Fachempfehlungen, andererseits evidenzbasierte Erkenntnisse zu Interventionen auf der Grundlage von Cochrane Reviews vorgestellt.
Die Prävention von Verletzungen bei kleinen Kindern sollte einen komplexen und datengestützten Ansatz verfolgen. Die Frühen Hilfen auf kommunaler Ebene sind besonders geeignet, die Unfallprävention im häuslichen Bereich zu integrieren, da sie mit Familienbesuchsprogrammen verbunden sind.
Der vollständige Artikel ist erschienen in: Bundesgesundheitsbl 2014 · 57:681–686
KiGGS Studie zur Gesundheit von Kindern und Jugendlichen in Deutschland – 2003-2016
Foto der KIGGS Studienbroschuere
17.641 Jungen und Mädchen im Alter von 0 bis 17 Jahren nahmen in den drei Studienjahren mit ihren Eltern an der KiGGS-Basiserhebung (2003-2006) teil.
Bei den Einflussfaktoren stehen der sozioökonomische Status, Tabak- und Alkoholkonsum, Bewegung und Sport, Familienform sowie Stillen im Mittelpunkt. Für den Bereich der körperlichen Gesundheit wurden Allergien, chronische Erkrankungen, Unfälle sowie impfpräventable Krankheiten betrachtet, die für einen Großteil der Krankheitslast im Kindesalter verantwortlich sind. Im Bereich der psychischen Gesundheit wird die Frage untersucht, ob psychische Auffälligkeiten, einschließlich ADHS, häufiger geworden sind.
Die Auswirkungen von gesundheitlichen Risiken und Krankheiten auf die gesundheitsbezogene Lebensqualität werden in einem eigenen Artikel dargestellt. Zudem stellen die RKI-Wissenschaftler Trends bei ambulanten Leistungen des Gesundheitswesens vor und betrachten als Beispiel für die Evaluierung von präventiven Maßnahmen die Impfung gegen humane Papillomaviren (HPV).
Das Robert Koch-Institut hat die Ergebnisse aus KiGGS Welle 1 (2009-2012) in einer Broschüre zusammengestellt. In der Publikation finden sich erste Ergebnisse zum gesundheitlichen Wohlbefinden, zu sportlicher Betätigung, Unfallverletzungen, HPV-Impfquote, Allergien, Ernährung, Alkohol- und Tabakkonsum sowie zur Nutzung von Bildschirmmedien.
Die nächste Datenerhebung KiGGS Welle 2 (2014-2016) begann, im September 2014 als sogenannter Untersuchungssurvey in den 167 Städten und Gemeinden, mit Befragungen und medizinischen Untersuchungen, einschließlich Laboranalysen.
Die nächste Datenerhebung (KiGGS Welle 2) beginnt im September 2014 als sogenannter Untersuchungssurvey in den 167 Städten und Gemeinden, mit Befragungen und medizinischen Untersuchungen, einschließlich Laboranalysen. - See more at: www.kindersicherheit.de/nc/service/pm/presse/neue-daten-zur-kinder-und-jugendgesundheit.html
Die Basispublikation ist in der Juli-Ausgabe 2014 der Fachzeitschrift „Bundesgesundheitsblatt – Gesundheitsforschung – Gesundheitsschutz“ im Springer-Verlag erschienen. In diesem Heft finden Sie 14 Einzelbeiträge mit Ergebnissen der ersten Folgebefragung der KiGGS-Studie "KiGGS Welle 1".
Alle 14 Einzelbeiträge finden Sie hier als Download.
Weiter Information finden Sie unter www.kiggs-studie.de
Bild der AXA Studie, Kind auf Schaukel
AXA Kiindersicherheitsreport 2014
Der AXA Kindersicherheitsreport 2015
Hitze- und Feuergefahren
Mit dem AXA Kindersicherheitsreport 2015, einer Studie zur Gefahrenwahrnehmung und Prävention, möchte AXA auf das Thema „Hitze-und Feuergefahren“ aufmerksam machen.
Die repräsentative Studie wurde in Zusammenarbeit mit dem Meinungsforschungsinstitut GfK und der Bundesarbeitsgemeinschaft (BAG) Mehr Sicherheit für Kinder e.V. im Juni 2015 mit 1.007 Eltern durchgeführt und möchte Eltern für verschiedene Feuer- und Hitzegefahren im kindlichen Alltag sensibilisieren.
Die Studienergebnisse im Detail (PDF 2.9 MB)
Der AXA Kindersicherheitsreport 2014
Für den AXA Kindersicherheitsreport 2014 hat das Meinungsforschungsinstitut forsa im April 2014 1.018 Eltern online befragt. Die Ergebnisse der quantitativen Studie sind repräsentativ für Eltern mit Kindern unter 18 Jahren im Haushalt
Die Studienergebnisse im Detail (PDF 1.1 MB)
Der AXA Kindersicherheitsreport 2013
Der AXA Kindersicherheitsreport 2013 beleuchtet Kindersicherheit sowohl unter physischen als auch unter psychischen Aspekten aus der Perspektive von Eltern, Pädagogen sowie Kindern und liefert zahlreiche Antworten auf diese Fragen. Fachlich begleitet wurde die Studie von der Bundesarbeitsgemeinschaft Mehr Sicherheit für Kinder e.V., der führenden Dachorganisation in Fragen der Unfallverhütung und Kooperationspartner von AXA. Ziel der Studie ist unter anderem, Diskrepanzen zwischen Gefahrenwahrnehmung und objektivem Risiko herauszustellen und so Eltern für unterschätzte Gefahren zu sensibilisieren.
Für den AXA Kindersicherheitsreport hat das Meinungsforschungsinstitut forsa zwischen Ende August und Anfang September 2013 rund 1.100 Eltern von Kindern unter 18 Jahren sowie 341 Erzieher und Lehrer befragt. Dieser quantitativen Befragung ging eine qualitative Phase mit Gruppendiskussionen und Interviews voraus, an der neben Eltern, Erziehern und Lehrern auch Kinder teilnahmen. Der AXA Kindersicherheitsreport ist Teil der AXA Kindersicherheitsinitiative. Der Versicherungskonzern möchte über Prävention durch Aufklärung zu einem sicheren Aufwachsen von Kindern in Deutschland beitragen.
Weiterführende Informationen finden Sie auch auf den Seiten der AXA.
Expertise „Unfallverhütung und Kindersicherheit in der Kindertagespflege"
Für Qualifizierungsmaßnahmen von Tagespflegepersonen
Durch den Ausbau des Angebotes zur Betreuung von Kindern unter drei Jahren werden immer mehr Kinder in diesem Alter außerhalb der Familie betreut. Die Kindertagespflege ist dabei neben der Betreuung der Kinder in Kindertagesstätten ein zweiter Baustein des professionellen, qualifizierten Betreuungssystems.
Um eine Pflegeerlaubnis zu erhalten, ist eine Qualifikation erforderlich, die bisher zumeist nach dem Curriculum des Deutschen Jugendinstitutes (DJI) „Qualifizierung in der Kindertagespflege“ erfolgte. Im Rahmen des Projektes „Kompetenzorientiertes Qualifizierungshandbuch Kindertagespflege“ hat das DJI den Auftrag durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend erhalten, ein kompetenzorientiertes Qualifizierungshandbuch Kindertagespflege zu erstellen und damit die Grundqualifizierung von Tagespflegepersonen konzeptionell neu auszurichten.
Die vorliegende Expertise „Unfallverhütung und Kindersicherheit in der Kindertagespflege“, die von der BAG Mehr Sicherheit für Kinder e.V. im Auftrag durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend erstellt wurde, dient als Grundlage für die Behandlung des Themas Unfallverhütung und Kindersicherheit im Qualifizierungshandbuch des DJI. Im Rahmen der Expertise werden die fachlich relevanten und prioritären Inhalte der Unfallprävention für Kindertagespflegepersonen sowie die erforderlichen Kompetenzen herausgearbeitet.
Unfälle, Gewalt, Selbstverletzung bei Kindern und Jugendlichen 2013
Das Statistische Bundesamt hat den neuen Fachbericht "Unfälle, Gewalt und Selbstverletzungen bei Kindern und Jugendlichen" herausgegeben, in dem detaillierte Ergebnisse aus der amtlichen Statistik und epidemiologische Analysen zum Unfall- und Verletzungsgeschehen bei Kindern und Jugendlichen 2013 zusammengestellt sind. Nach den Daten des Statistischen Bundesamtes sind Unfälle, Gewalt und Selbstverletzungen die häufigsten Todesursachen bei Kindern und Jugendlichen zwischen 1 und 19 Jahren.
Studie zu Kinderunfällen und Risikobewusstsein der Eltern 2012
Die repräsentative Studie "Wie gefährdet ist mein Kind" der GfK Finanzmarktforschung im Auftrag des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) zeigt, dass Gefahrenwahrnehmung und die Realität des Unfallgeschehens sich widersprechen: 85 % der befragten Eltern sehen das Risiko, dass Kinder im Straßenverkehr verunglücken, als Hauptunfallgefahr für ihre Kinder. Das eigene Zuhause beunruhigt Eltern hingegen kaum: 82 Prozent der Eltern glauben, dass das Unfallrisiko für ihr Kind zuhause oder im Garten gering ist.
Dabei sind 60 Prozent der Unfälle in den befragten Familien zuhause passiert, dagegen nur 14 Prozent im Straßenverkehr. Ein gutes Drittel aller Kinder (34 Prozent) hatte bereits einen Unfall. Bei Kindern im Alter ab sechs Jahren nahm der Anteil der Verkehrsunfälle zwar zu, aber doppelt so häufig passierten Unfälle zuhause und in der Freizeit. Kinder bis fünf Jahren erlitten zu 66 Prozent Unfälle zuhause. Risiken im Haushalt werden also ganz erheblich unterschätzt.
Die Studienergebnisse können hier als PDF-Datei herunter geladen werden.
Kinder mit Behinderungen haben ein höheres Risiko Gewalt zu erleben
Health Behaviour in School-aged Children – A WHO Cross National Survey (HBSC)
Die HBSC-Studie ist ein internationales Forschungsvorhaben, das darauf abzielt, die Gesundheit und das gesundheitsrelevante Verhalten von Heranwachsenden international vergleichend zu erfassen. Die Studie wird seit 1982 unter der Schirmherrschaft der WHO im 4jährigen Turnus in heute ca. 40 Teilnehmerländern (Europa und Nordamerika) durchgeführt. Deutschland nimmt mit einzelnen Bundesländern seit 1993/94 an der Studie teil. Die letzte Befragungswelle 2009/10 wurde mit Ausnahme von Baden-Württemberg in allen weiteren deutschen Bundesländern umgesetzt. Neben Erkenntnissen zu etlichen anderen Gesundheitsthemen bietet die Studie auch Ergebnisse zu den von den Schülerinnen und Schülern berichteten Verletzungen.
Faktenblatt: Methodik der HBSC-Studie (PDF)
Faktenblatt zur HBSC-Studie: Verletzungen von Kinder und Jugendlichen (PDF)
Dr. Gabriele Ellsäßer und Dr. Heidrun Kahl
Sturzunfälle sind der Schwerpunkt des Kindersicherheitstages 2010 und der Folgeinitiative gegen Stürze "Laufen. Springen Kletter. Sicher geht das". Epidemiologische Daten zu Sturzunfällen zeigen, dass Säuglinge und Kleinkinder eine Hochrisikogruppe sind und daher einen Schwerpunkt für die Prävention darstellen. In der vorliegenden epidemiologischen Analyse wurden die Ergebnisse des Kinder- und Jugendgesundheitssurveys, der europäischen Injury Data Base in Deutschland und der Gesetzlichen Unfallversicherung in Bezug auf Sturzunfälle bei kleinen Kindern < 5 Jahren ausgewertet.
Sturzunfälle bei kleinen Kindern (PDF)
Thermische Verletzungen durch elektrische Wasserkocher
Mehr als 6.000 Kinder verbrennen oder verbrühen sich jährlich in Deutschland so stark, dass sie ins Krankenhaus eingeliefert werden müssen. Unfälle mit Wasserkochern verursachen besonders schwere Verletzungen. Viele dieser Unfälle könnten mit einfachen Vorsichtsmaßnahmen verhindert werden; das ergibt eine Studie der BAG Mehr Sicherheit für Kinder e.V., in der 332 Kinderkliniken zu Verletzungen durch Wasserkocher und zu den Unfallhergängen befragt wurden.
Thermische Verletzungen durch elektrische Wasserkocher (pdf-Format)
In Deutschland unterliegt das Baurecht der Gesetzgebungszuständigkeit der einzelnen Bundesländer. Daher kann jedes Bundesland für sich entscheiden, ob und in welcher Weise eine Klausel über die Rauchmelderpflicht in die jeweilige Landesbauordnung eingefügt wird. Aufgrund der landesrechtlichen Regelung gibt es keine einheitliche Pflicht und jedes Bundesland gestaltet sein eigenes Gesetz.
Gesetzliche Regelungen für Rauchwarnmelder in den Bundesländern
§ 15 Absatz 7 Landesbauordnung für Baden-Württemberg (LBO-BW)
Art. 46 Absatz 4 Bayrische Bauordnung (BayBO)
Eine Pflicht zur Installation von Rauchmeldern besteht noch nicht. Die Einführung ist kurzfristig vorgesehen.
Eine Rauchmelderpflicht soll zum 01. Januar 2014 eingeführt werden. Sie soll ab sofort für Neubauten gelten. Gebäude, die vor dem 01.01.2014 erstellt wurden, haben eine Übergangsfrist bis zum 31.12.2020.
§ 48 Absatz 4 Bremische Bauordnung (BremLBO)
§ 45 Absatz 6 Hamburgischen Bauordnung (HBauO)
In Wohnungen müssen Schlafräume, Kinderzimmer und Flure, über die Rettungswege von Aufenthaltsräumen führen, jeweils mindestens einen Rauchwarnmelder haben. Die Rauchwarnmelder müssen so eingebaut und betrieben werden, dass Brandrauch frühzeitig erkannt und gemeldet wird. Vorhandene Wohnungen sind bis zum 31.Dezember 2010 mit Rauchwarnmeldern auszurüsten.
§ 13 Absatz 5 Hessische Bauordnung (HBO)
§ 48 Absatz 4 Mecklenburg-Vorpommersche Landesbauordnung (LBauO)
§ 44 Absatz 5 Niedersächsische Bauordnung (NBauO)
§ 49 Absatz 7 Bauordnung für NRW (BauO NRW)
§ 44 Absatz 8 Landesbauordnung Rheinland-Pfalz (LBauO)
§ 46 Absatz 4 Landesbauordnung Saarland (LBauO)
Es existiert keine gesetzliche Regelung.
§ 47 Absatz 4 Bauordnung des Landes Sachsen-Anhalt (BauO LSA)
§ 49 Absatz 4 Landesbauordnung Schleswig-Holstein ((BauO S-H)
§ 46 Absatz 4 Landesbauordnung Thüringen (ThürBO)
„Gehfrei“, „Lauflernhilfe“ oder „Babywalker“ sind Plastikgestelle auf Rollen mit eingebautem Sitz. Es wird damit geworben, dass Kinder mit Unterstützung der Geräte schneller und leichter Laufen lernen. Zahlreiche wissenschaftliche Studien belegen gegenteilige Effekte. Zudem berichten Ärzte von zahlreichen tragischen, folgenschweren Unfällen mit Lauflernhilfen!
Verfolgt man Rapex, das EU-Warnsystem für unsichere Produkte, so findet man auf den wöchentlichen Mängellisten immer wieder Kleidungsstücke für Kinder. Aufgrund von viel zu langen Kordeln oder Schnüren, insbesondere im Kapuzen- und Halsbereich, wird die Gefahr einer Strangulierung angezeigt.
Nach neuen EU-Meldungen ist jedes zehnte Kleidungsstück in der EU nicht kindersicher, und es wird von über 1000 Unfällen mit Kordeln, Bändern und Schnüren berichtet. Vor allem Jacken, Anoraks und Sweatshirts stellen ein Risiko dar. Kinder können sich beim Spielen und Klettern im Haus und auf Spielplatz- und Sportgeräten verfangen. Gefährlich sind auch Türen von Schulbussen und U-Bahnen, Rolltreppen, Geländer und Zäune.
Seit 2005 gilt die DIN EN 14682 „Sicherheit von Kinderbekleidung; Kordeln und Zugbänder an Kinderbekleidung; Anforderungen“ (aktuelle Fassung: EN 14682:2007). Sie trifft Regelungen für Kleidung für Kinder bis 14 Jahre:
Kordeln und Schnüre im Kapuzen- und Halsbereich dürfen bei Kleidung für bis 7-Jährige und bei einer Körpergröße von 134 cm nicht mehr vorhanden sein.
Bei Kleidung für ältere Kinder unterliegen Kordeln und Schnüre Sicherheitsbeschränkungen, d.h. sie dürfen nicht mehr als 7,5 cm Länge vorweisen und keinesfalls aus elastischem Material sein.
Kordeln und Schnüre an Taille, Beinen und Säumen werden ebenfalls beschränkt.
Diese bereits existierenden Sicherheitsvorschriften werden offensichtlich immer wieder übergangen. Da eine lückenlose Kontrolle nicht möglich ist, gelangen gefährliche Produkte weiter auf den europäischen Markt, sei es als Importe oder auch als EU-Produktion.
In einer aktuellen Studie hat die EU vom August 2008 bis Februar 2010 mehr als 16.000 Kleidungsstücke für Kinder bis zum Alter von 14 Jahren untersucht. Fast 2200 Produkte wurden vom Markt genommen; darunter waren 70 % Kleidungsstücke für Säuglinge und Kleinkinder.
Die EU fordert die Hersteller und Importeure auf, die Sicherheitsbestimmungen einzuhalten. Verbraucher sollten Kinderkleidung vor dem Kauf kontrollieren und bei Kleinkindern vollkommen auf Kordeln oder Schnüre verzichten.
Weiterführende Informationen bei europa.eu

References: § 15

Art. 46

§ 48

§ 45

§ 13

§ 48

§ 44

§ 49

§ 44

§ 46

§ 47

§ 49

§ 46