Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=BFH&Datum=11.11.1992&Aktenzeichen=II%20R%20117/89
Timestamp: 2019-10-17 06:53:51+00:00

Document:
BFH, 11.11.1992 - II R 117/89 - dejure.org
https://dejure.org/1992,1435
BFH, 11.11.1992 - II R 117/89 (https://dejure.org/1992,1435)
BFH, Entscheidung vom 11.11.1992 - II R 117/89 (https://dejure.org/1992,1435)
BFH, Entscheidung vom 11. November 1992 - II R 117/89 (https://dejure.org/1992,1435)
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GrEStG H § 1 Abs. 1 Nr. 1, § 10 Abs. 1, § 11 Abs. 1 Nr. 1 (= GrEStG 1983 § 1 Abs. 1 Nr. 1, § 8 Abs. 1, § 9 Abs. 1 Nr. 1)
Grunderwerbsteuer - Bauherrenmodell
Grunderwerbsteuer; Erwerb eines Grundstücks mit noch zu errichtendem Gebäude
BFHE 169, 480
BB 1993, 922
DB 1993, 362
BStBl II 1993, 163
Zur grunderwerbsteuerrechtlichen Gegenleistung (Bemessungsgrundlage) gehören in diesen Fällen alle Leistungen des Erwerbers, die dieser an den Grundstücksveräußerer und an Dritte gewährt, um das Eigentum an dem Grundstück in seinem zukünftigen (bebauten Zustand zu erwerben (Urteile vom 23. November 1994 II R 53/94, BFHE 176, 450, BStBl II 1995, 331; vom 25. November 1992 II R 67/89, BFHE 169, 533, BStBl II 1993, 308, und vom 11. November 1992 II R 117/89, BFHE 169, 480, BStBl II 1993, 163).
Der Gegenstand des Erwerbsvorgangs ist nach den dargelegten Grundsätzen im Einzelfall unter Heranziehung aller relevanten Umstände zu bestimmen (Urteil des Bundesfinanzhofs - BFH - vom 6. März 1991 II R 133/87, BFHE 164, 117, BStBl II 91, 532 m. w. N.; s. auch BFH-Urteil vom 11. November 1992 II R 117/89, BFHE 169, 480, BStBl II 93, 163).
BFH, 12.03.1997 - II R 86/94
Ein objektiver enger sachlicher Zusammenhang zwischen dem Grundstückskaufvertrag und dem zur Errichtung des Gebäudes abgeschlossenen Vertrag besteht dann, wenn dem Bewerber aufgrund einer konkreten und bis (annähernd) zur Baureife gediehenen Vorplanung ein bestimmtes Gebäude auf einem bestimmten Grundstück zu einem im wesentlichen feststehenden Preis angeboten wird und er dieses Angebot als einheitliches annimmt oder nur annehmen kann (vgl. Senatsurteil vom 6. März 1991 II R 133/87, BFHE 164, 117, BStBl II 1991, 532, [BFH 06.03.1991 - II R 133/87] m. w. N.; s. auch Senatsurteil vom 11. November 1992 II R 117/89, BFHE 169, 480, BStBl II 1993, 163 [BFH 11.11.1992 - II R 117/89]).
Der Gegenstand des Erwerbsvorgangs ist nach den dargelegten Grundsätzen im Einzelfall unter Heranziehung aller relevanten Umstände zu bestimmen (Senatsurteile in BFHE 164, 117, [BFH 06.03.1991 - II R 133/87] BStBl II 1991, 532, [BFH 06.03.1991 - II R 133/87] m. w. N.; s. auch in BFHE 169, 480, [BFH 11.11.1992 - II R 117/89] BStBl II 1993, 163 [BFH 11.11.1992 - II R 117/89]).
Soweit die Klägerin die Beschwerde auf die grundsätzliche Bedeutung der Rechtsfrage stützt, ob die Rechtsprechung des Senats zum einheitlichen Leistungsgegenstand bei unterschiedlichen Vertragspartnern des Grundstückserwerbers gesetzes- und verfassungsgemäß ist, hat die Beschwerde ebenfalls keinen Erfolg, weil diese Fragen höchstrichterlich geklärt sind (vgl. BFH-Urteile vom 24. Januar 1990 II R 94/87, BFHE 160, 284, BStBl II 1990, 590; vom 6. März 1991 II R 133/87, BFHE 164, 117, BStBl II 1991, 532, sowie vom 11. November 1992 II R 117/89, BFHE 169, 480, BStBl II 1993, 163, und BVerfG-Beschluß vom 27. Dezember 1991 2 BvR 72/90, BStBl II 1992, 212); das gilt auch für die Einbeziehung der auf die Baukosten entfallenden Umsatzsteuer in die Bemessungsgrundlage der Grunderwerbsteuer (BFH-Urteil vom 7. Februar 1991 V R 53/85, BFHE 164, 482, BStBl II 1991, 737; BVerfG-Beschluß in BStBl II 1992, 212).
FG Hessen, 12.10.1995 - 5 K 1215/93
Zulässigkeit der Nacherhebung der Grunderwerbsteuer, wenn der Erwerbsvorgang von …
Dies ist unter Heranziehung aller relevanten Umstände zu ermitteln (vgl. Senatsurteile vom 11. November 1992 II R 117/89, BFHE 169, 480, BStBl II 1993, 163, [BFH 11.11.1992 - II R 117/89] und vom 6. März 1991 II R 133/87, BFHE 164, 117, BStBl II 1991, 532 [BFH 06.03.1991 - II R 133/87] m. w. N.).
BFH, 28.04.1998 - II B 121/97
Revisionszulassung wegen Abweichung des Urteils des Finanzgerichts von der …
Ein enger sachlicher Zusammenhang zwischen den auf Erwerb des Grundstücks und den auf Errichtung des Gebäudes gerichteten Verträgen, der dazu führt, daß der Erwerber bei objektiver Betrachtungsweise als einheitlichen Leistungsgegenstand das bebaute Grundstück erhält, besteht nach der Rechtsprechung des erkennenden Senats dann, wenn dem Erwerber aufgrund einer konkreten und bis (annähernd) zur Baureife gediehenen Vorplanung ein bestimmtes Gebäude auf einem bestimmten Grundstück zu einem im wesentlichen feststehenden Preis angeboten wird und er dieses Angebot als einheitliches annimmt oder nur annehmen kann (vgl. z. B. Senatsurteil vom 11. November 1992 II R 117/89, BFHE 169, 480, BStBl II 1993, 163, m. w. N.).
Er war dadurch im Zeitpunkt des Abschlusses des tatbestandserfüllenden Grundstückskaufvertrages bereits nicht mehr in der Lage, selbst über die Bebauung zu entscheiden (vgl. Senatsentscheidungen vom 24. Januar 1990 II R 94/87, BFHE 160, 284, BStBl II 1990, 590, 593 [BFH 24.01.1990 - II R 94/87], und vom 11. November 1992 II R 117/89, BFHE 169, 480, BStBl II 1993, 163, 165 [BFH 11.11.1992 - II R 117/89]).
Wenn eine Personengesellschaft sich gegenüber ihrem Gesellschafter kaufvertraglich zur Übereignung eines Grundstücks mit noch zu errichtendem Gebäude verpflichtet, ist die Gegenleistung für die Errichtung des Gebäudes in die Bemessungsgrundlage mit einzubeziehen (vgl. BFH-Urteil vom 11.11.1992 II R 117/89, BStBl. II 1993, 163 unter II. 2. der Gründe).
BFH, 02.07.1997 - II B 61/96
Anforderungen an die schlüssige Darlegung einer Rüge der Verletzung des Anspruchs …

References: § 1
 § 10
 § 11
 § 1
 § 8
 § 9