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Timestamp: 2019-10-23 16:43:53+00:00

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18. Jahrgang, Nr. 1 vom 29. Januar 2008, S. 26
Studien- und Prüfungsordnung für das Studienprogramm Polonistik (60 Leistungspunkte)
Gemäß §§ 13 Abs. 1 in Verbindung mit 67 Abs. 3 Nr. 8 und 77 Abs. 2 Nr. 1 des Hochschulgesetzes des Landes Sachsen-Anhalt (HSG LSA) vom 05.05.2004 (GVBl. LSA S. 256), zuletzt geändert durch Artikel 6 des Gesetzes vom 21.03.2006 (GVBl. LSA S. 102), in Verbindung mit den Allgemeinen Bestimmungen zu Studien- und Prüfungsordnungen für das Bachelor- und Masterstudium an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (ABStPOBM) vom 08.06.2005 hat die Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg folgende Studien- und Prüfungsordnung für das Studienprogramm Polonistik (60 Leistungspunkte) im Zwei-Fach-Bachelor-Studiengang beschlossen.
§ 7 Aufbau des Studienprogramms 3
§ 11 Anmeldung zum Modul und Voraussetzung für Modulleistungen 6
§ 12 Prüferinnen und Prüfer 6
§ 13 Studien- und Prüfungsausschuss 6
(1) Diese Studien- und Prüfungsordnung regelt in Verbindung mit den Allgemeinen Bestimmungen zu Studien- und Prüfungsordnungen für das Bachelor- und Master-Studium an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg Ziele, Inhalte und Aufbau des Studienprogramms Polonistik (60 Leistungspunkte) im Zwei-Fach-Bachelor-Studiengang.
(2) Diese Studien- und Prüfungsordnung gilt für Studierende, die ab Wintersemester 2007/2008 das Studium der Polonistik (60 Leistungspunkte) im Zwei-Fach-Bachelor-Studiengang der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg aufnehmen.
(1) Ziel des Studienprogramms ist es, grundlegende fachwissenschaftliche und sprachliche Kompetenzen, Fähigkeiten und Kenntnisse im Umgang mit exemplari­schen Gegenständen aus Geschichte und Gegenwart der polnischen Sprache, Literatur und Kultur zu erwerben. Dazu zählen insbesondere:
· aktive und passive Textkompetenz,
· wissenschaftliche Ausdrucksfähigkeit (mündlich und schriftlich),
· Fähigkeit, die erworbenen wissenschaftlichen Kompetenzen in studienprogrammrelevanten beruflichen Einsatzgebieten anzuwenden.
(2) Das Studienprogramm qualifiziert in Kombination mit einem zweiten Studienprogramm für Berufsfelder in den Bereichen Kultur, Wissenschaft, Politik und Wirtschaft, z.B. Verlagswesen und Medien, Bildungs- und Kulturinstitutionen, Öffentlichkeitsarbeit und Personalentwicklung u.a.
(1) Eine Beratung zu Fragen der Studieneignung sowie insbesondere die Unterrichtung über Studienmöglichkeiten, Studieninhalte und Studienanforderungen erfolgt durch die Allgemeine Studienberatung der Zentralen Universitätsverwaltung.
(2) In Prüfungsangelegenheiten findet eine studienprogrammbezogene Beratung der Studierenden durch die Koordinatoren des Studienprogramms, in allgemeinen Prüfungsangelegenheiten durch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Prüfungsamtes statt.
(3) Die studienbegleitende Fachberatung erfolgt durch die Lehrenden in ihren Sprech­stunden und durch die zuständigen Studienfachberaterinnen und Studienfachberater.
(4) Bei Nichtbestehen von Modulleistungen wird die Inanspruchnahme der Studienfachberatung dringend empfohlen.
(1) Für die Aufnahme des Studiums sind Lesekenntnisse in zwei modernen Fremdsprachen oder alternativ in einer modernen Fremdsprache und Griechisch oder Latein nötig. Lesekenntnisse werden durch das Abiturzeugnis oder entsprechende Zertifikate weiterer ausbildender Einrichtungen nachgewiesen.
(2) Hat die bzw. der Studierende Vorkenntnisse des Serbischen/Kroatischen/Bosnischen, besteht die Möglichkeit, diese in einem Einstufungstest gemäß Ordnung zur Durchführung des sprachlichen Einstufungstests im Rahmen der für die Niveauprüfungen geltenden Anforderungen prüfen zu lassen. Bei Bestehen der Niveauprüfung Ia kann die bzw. der Studierende sofort in Niveau Ib eingestuft werden. werden.
(3) In das Studienprogramm Polonistik (60 LP) können unter Anrechnung ihrer bis dahin erbrachten Studienleistungen alle Studierenden übertreten, die das Magisterstudium der Slavistik Polonistik (mit der Komponente Polonistik) zum Wintersemester 2006/2007 begonnen haben. Dabei können Nebenfach-Studierende in das 60er Studienprogramm wechseln (§ 3 Abs. 3 ABStPOBM).
(4) Nach Abzug der Quoten gemäß § 7 Abs. 1 Nr. 2 bis 5 der Hochschulvergabeverordnung des Landes Sachsen-Anhalt (HVVO) vom 24. Mai 2005 in der jeweils gültigen Fassung stehen bis 20 Prozent der Studienplätze als Vorabquote für die Zulassung von ausländischen Staatsangehörigen und staatenlosen Bewerberinnen und Bewerbern, die nicht Deutschen gleichgestellt sind, zur Verfügung.
Das Studium beginnt jeweils zum Wintersemester (§ 5 ABStPOBM).
(1) Das Studienprogramm wird besonders empfohlen für Studierende mit Studienprogrammen (Bachelor 120 Leistungspunkte), in denen zusätzlich auch eine spezifische Kompetenz im Hinblick auf Polen angestrebt wird.
(2) Eine Kombination mit den Studienprogrammen Slavische Sprachen, Literaturen und Kulturen 120 LP sowie Interkulturelle Europa- und Amerikastudien 120 LP wird ausgeschlossen.
Der Aufbau des Studienprogramms, Titel, Leistungspunkteumfang und Abfolge der Module, Teilnahmevoraussetzungen, Modulvorleistung(en), Formen der Modulleistung/en bzw. Modulteilleistungen sowie der Anteil der einzelnen Modulnoten an der Gesamtnote ergeben sich aus der Anlage „Studienprogrammübersicht“ zu dieser Ordnung.
Das Kontaktstudium im Bachelor-Studienprogramm Polonistik (60 LP) wird durch verschiedene Lehrveranstaltungsarten bestimmt. Wesentliche Unterrichtsformen sind:
a. Vorlesungen: bieten zusammenhängende Darstellungen größerer Stoffgebiete und vermitteln Kenntnisse und Methoden auf wissenschaftlicher Grundlage. Sie vermitteln grundlegende Kenntnisse und Arbeitsmethoden und führen in den Stand der Forschung ein. Zum erfolgreichen Besuch einer Vorlesung ist eine ergänzende Parallellektüre unbedingt notwendig;
b. Seminare: dienen der gezielten Behandlung fachwissenschaftlicher Frage­stellungen, führen in bestimmte Lehrstoffe ein und schließen die eigenständige Arbeit der Studierenden ein;
c. wissenschaftliche Übungen: dienen der Verfestigung von in Seminaren und Vorlesungen gelernten Fertigkeiten unter Anleitung von Dozentinnen und Dozenten;
d. Tutorien: begleiten Vorlesungen und Seminare und vertiefen behandelte Stoffge­biete oder fachwissenschaftliche Fragestellungen in Arbeitsgruppen unter studenti­scher Anleitung;
e. sprachpraktische Übungen: dienen dem Erwerb von sprachpraktischen Fertigkeiten sowie der Vermittlung von Kenntnissen über die Strukturen der studierten Fremd­sprache. Hierzu gehören Übungen zum mündlichen und schriftlichen Sprachgebrauch sowie Übungen zur Übersetzung;
f. Exkursionen: universitätsexterne Veranstaltung zur Wissens- und Erfahrungsvermittlung im Terrain;
g. Konsultationen: dienen der Absprache von Modulleistungen bzw. Modulvorleistungen (Referate, Protokolle, …) und der Unterstützung der Studierenden in der Vorbereitung darauf.
Gemäß § 13 Abs. 1 ABStPOBM bestimmt im Zwei-Fach-Bachelor-Studiengang das Studienprogramm, in dem die Bachelor-Arbeit verfasst wird, auch die Abschlussbezeichnung. Im Studienprogramm Polonistik (60 Leistungspunkte) wird keine Bachelor-Arbeit verfasst; die Abschlussbezeichnung wird vom gewählten Studienprogramm mit 120 Leistungspunkten bestimmt.
a. Referat: mündlicher Vortrag von ca. 30 Minuten, in der Regel als Modulvorleistung im Rahmen eines Seminars;
b. Kurzreferat: knapper mündlicher Vortrag von 10-15 Minuten Dauer, in der Regel im Rahmen eines Seminars;
c. Hausarbeit: eine schriftlich verfasste wissenschaftliche Arbeit im Umfang von 10-15 Seiten (1800 Anschläge pro Seite);
d. Klausur: eine schriftliche Prüfung von 45, 90, 120 oder 240 Minuten Dauer;
e. Testat: eine schriftliche oder mündliche Überprüfung von Lernstoff von in der Regel 20 Minuten Dauer;
f. Exkursionsbericht: ein Bericht, der die Ergebnisse der Exkursion zusammenfasst, im Umfang von 3 bis 6 Seiten (1800 Anschläge pro Seite);
g. Thesenpapier: eine stundenvorbereitende schriftliche Arbeit von in der Regel 3 bis 6 Seiten (1800 Anschläge pro Seite);
h. Essay: eine kürzere und anspruchsvolle Abhandlung zu einem wissenschaftlichen, literarischen oder gesellschaftlichen Problem in leicht zugänglicher Form und in stilistischer Ausgefeiltheit im Umfang von ca. 5 Seiten (1800 Anschläge pro Seite);
i. Hausübersetzung: eine innerhalb einer Frist von 14 Tagen anzufertigende Übersetzung mit einem Ausgangstext von ca. 2 Seiten Umfang (1800 Anschläge pro Seite);
j. Hauslektüre: Weiterführende Textarbeit an einem fremdsprachigen Text aus der schöngeistigen oder Fachliteratur;
k. Bibliographie: Zusammenstellen der Ergebnisse einer Literaturrecherche;
l. Exzerpt: Komprimieren und Extrahieren von wichtigen Aussagen eines Fachtextes im Umfang von 3-5 Seiten (1800 Anschläge pro Seite);
m. Resümee: knappe Zusammenfassung der wichtigsten Aussagen eines Textes;
n. Textanalyse: analytische Untersuchung von sprachlichen, strukturellen und inhaltlichen Aspekten eines Textes;
o. Aufsatz: Abfassen eines strukturierten Textes in der Fremdsprache von 4.000 Textzeichen zu einem bestimmten Thema;
p. Mündliche Prüfung: Sie dauert in der Regel 15 bis 30 Minuten.
(2) Bestehen Modulleistungen aus mehreren Modulteilleistungen, müssen gemäß § 14 Abs. 7 ABStPOBM nur diejenigen Teilleistungen wiederholt werden, die mit "nicht ausreichend" bzw. "nicht bestanden" bewertet wurden.
(3) Gemäß § 14 Abs. 8 ABStPOBM wird in maximal 2 Modulen die Möglichkeit einer zweiten Wiederholung eingeräumt.
(4) Diese zweite Wiederholung muss spätestens ein Jahr nach der nicht bestandenen ersten Wiederholung der Modulleistung bzw. Modulteilleistung erfolgen. Vor der zweiten Wiederholung wird der nochmalige Besuch der entsprechenden Lehrveranstaltung empfohlen.
(5) Macht ein Prüfling glaubhaft, dass er wegen länger andauernder oder ständiger körperlicher Beschwerden nicht in der Lage ist, Prüfungsleistungen ganz oder teilweise in der vorgesehenen Form abzulegen, so wird dem Prüfling gestattet, die Prüfungsleistungen innerhalb einer verlängerten Bearbeitungszeit oder gleichwertige Prüfungs­leistungen in einer anderen Form zu erbringen. Dazu wird die Vorlage eines ärztlichen Attestes verlangt.
(1) Die Teilnahmevoraussetzungen für die Module ergeben sich aus der Studienprogrammübersicht und den Modulbeschreibungen des Studienprogramms (§ 15 Abs. 1 ABStPOBM).
(2) Die genauen Termine und Wiederholungstermine für die Modulleistungen bzw. Modulteilleistungen werden spätestens fünf Wochen vor Beginn durch Aushang durch das zuständige Prüfungsamt bzw. über das elektronische Prüfungs- und Studienver­waltungssystem bekannt gegeben.
(3) Die Anmeldung zu den Modulen entspricht der Anmeldung zur Modulleistung. Die Anmeldung erfolgt über das elektronische Prüfungs- und Studienverwaltungssystem, sobald dies die technischen Möglichkeiten zulassen. Die Anmeldemodalitäten werden in den konkreten Modulbeschreibungen, durch Aushang und/oder über das elektronische Prüfungs- und Studienverwaltungssystem bekannt gegeben. Die Zulassung zur Modulleistung kann von der Erfüllung von Modulvorleistungen abhängig gemacht werden. Nähere Einzelheiten ergeben sich aus der Studienprogrammübersicht in Verbindung mit den Modulbeschreibungen
(4) Gemäß § 14 Abs. 3 ABStPOBM wird die Anmeldung zur Modulleistung bzw. Modulteilleistung einen Monat vor dem jeweiligen Termin der Modulleistung bzw. Modulteilleistung wirksam, sofern die Studentin bzw. der Student bis zu diesem Zeitpunkt die Anmeldung nicht durch schriftliche Erklärung gegenüber dem zuständigen Prüfungsamt widerrufen hat.
(5) Für Module, die aus anderen Studienprogrammen übernommen werden, gelten die Bestimmungen der Studien- und Prüfungsordnungen der jeweiligen Studienprogramme und Modulbeschreibungen.
Prüfungsberechtigt sind im Studienprogramm Polonistik (60 Leistungspunkte) die in § 12 Abs. 4 und § 33 Abs. 1 und Abs. 2 Nrn. 1-4 HSG LSA genannten Personen.
(2) Der Studien- und Prüfungsausschuss besteht aus 4 Professorinnen und Professoren, zwei wissenschaftlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und einer studentischen Vertreterin bzw. einem studentischen Vertreter.
Die Studienprogrammübersicht im Anhang dieser Ordnung (vergleiche auch § 7) regelt, welche Module benotet werden und welche in die Gesamtnote eingehen.
Diese Ordnung wurde vom Fakultätsrat der Philosophischen Fakultät II am 21.02.2007 beschlossen; der Akademische Senat hat hierzu am 12.12.2007 Stellung genommen.
(Veranstaltungs-dauer in SWS)
Modul-vorleistung
Einführung in die Slavistik
Kulturgeschichte - Polen
Strukturelle und kognitive Besonderheiten der morphologischen Kategorien des Polnischen
Literaturgeschichte (polnische) Mittelalter bis Beginn des 20. Jh.
Kultur und Gesellschaft der Gegenwart - Polen
2 oder 2,5
Literaturgeschichte (polnische) 20. Jh. bis Gegenwart
Sprachpraxis Polnisch Niveau Ia
Polnisch Niveau Ib
Sprachpraxis Polnisch Niveau IIa
Sprachpraxis Polnisch Niveau IIb
Syntax des Polnischen
Lexikon, Wortbildung und Sprachvarietäten des Polnischen
Besonderheiten des Laut- und Intonationssystems des Polnischen

References: § 7

§ 11

§ 12

§ 13
 § 7
 § 13
 § 14
 § 14
 § 14
 § 12
 § 33
 § 7