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Timestamp: 2020-06-02 12:37:00+00:00

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Mögliche Auswirkungen des des § 53a SGB II auf Ü57-jährige | Erwerbslosenforum Deutschland
Mögliche Auswirkungen des des § 53a SGB II auf Ü57-jährige (1 Betrachter)
Ich habe nichts dagegen, wenn dieser Beitrag an den mittlerweile geschlossenen Ursprungsfaden angeheftet wird, da er aus dem Zusammenhang gerissen erscheinen mag.
[...] Dazu wurde hier schon mehrfach diskutiert,[...]
Das mag sein - nur hat davon nicht jeder Interessierte etwas mitbekommen.
U. A. auch ich nicht.
Da für weit weniger seltene Fragen die Foren-Gebetsmühle angeworfen wird, werde ich das im Interesse neu hinzugekommener Ü-58-Jährigen auch mal wagen.
[...] die Regelung des § 53a SGB II hat mit der früheren 58-er-Regelung des SGB III überhaupt NICHTS zu tun.
Gut und schön - trotzdem hat das (neue) Gesetz Auswirkungen, die der betagtere HE auf dem Radar haben sollte.
Auf das nachfolgende Argument möchte ich an dieser Stelle näher eingehen, da eine Erörterung beim Quell-Post nicht mehr möglich ist:
[...] wenn gesetzlich klar bestimmt wird, dass man (mit Ü 58) bei eintretender Arbeitslosigkeit nach 1 Jahr aus der Staistik entfernt wird wenn keine Vermittlung mehr erfolgt ist ... das dient der Statistik-Bereinigung und NICHT den LE.
Größtenteils bin ich d'accord - das Gesetz ist nicht für den LE, sondern für den Eindruck, den der GF beim Punkte-Zusammenzählen machen kann, sobald er es in seinem Sinn auslegen - und - von seinen Front-Arbeitsbienen beherzigen läßt.
An DER Stelle müssen die Erbsen präzise gezählt werden - allein damit andere Ratsuchende nicht auf dem Holzweg landen.
Das aus dem Stegreif verfaßte Argument verleitet flüchtig Lesende zur Annahme, daß keine Vermittlung erfolgt sein darf, um aus der Statistik herausgeschönt werden zu dürfen.
Was wäre denn eine "erfolgte Vermittlung"?
In meinem Verständnis handelt es sich um einen abgeschlossenen Vorgang, der in ein sozialversicherungspflichtiges Arbeitsverhältnis eingemündet ist.
Andernfalls wäre es ein Angebot, ein Vorschlag, you name it.
Im § 53a Absatz (2) steht jedoch Folgendes:
Mit genau diesem Erbszähl-Wissen im Hinterkopf könnte ein Disput mit dem SB unerwartete Früchte tragen...
Den Gesetzestext interpretiere ich dergestalt, daß ein ungewisser Ausgang der Angebots-Unterbreitung einkalkuliert ist.
Wie ich das lese, sollte es das JC tunlichst unterlassen, gut gemeinte ANGEBOTE an den Ü57+Xer heranzutragen, wenn nicht klar wie Kloßbrühe ist, daß der Kandidat auch genommen werden wird. Ansonsten ist der Schrankfall, nach dem kein Teamleiter-Hahn mehr gekräht hat, nämlich schneller "zurück im Spiel" als dem SB lieb sein könnte.
Auf die nächste Statistik-Schönung müßte wieder 12 Monate ohne VV seitens des JC gewartet werden.
Einen SB dazu befragt, ob der Teamleiter das gut heiße werde, wenn der sich dem GF gegenüber erklären müsse, warum er die Statistik ohne Not verunschönen lasse...
kann dem "Beratungsgespräch" eine Wendung verleihen, die SB beim Einladungen-Schreiben noch gar nicht auf dem Schirm hatte.
Die Szene könnte folgendermaßen aussehen:
SB: Wenn Sie partout nicht über meine Downgrade-Maßnahme-Stöckchen hoppeln wollen, kann ich Ihnen auch jederzeit anbieten, Spritzen vom Spielplatz einzusammeln oder die vollgek****en Klos im Etablissement der Blaster-Dolly auf Hochglanz zu polieren.
HE: Das iss ja voll interessant!
Sie sind sich wirklich VÖLLIG sicher, daß ich dort mit meinen 57+X Lenzen einen Stich machen werde!?
Dann mal her mit dem Angebot!
Wenigstens kann mir nicht vorgehalten werden, sollte Ihr Teamleiter Ihnen einen Negativ-Eintrag verpassen, sofern ich - ganz gegen Ihre Erwartung - doch nicht genommen werde...
HE: Absatz 2 aus § 53a SGB II rezitier.
Ihr Teamleiter KÖNNTE Sie fragen, was Sie sich dabei gedacht haben, jemanden wie mich aus der Statistik-Schönungs-Versenkung zu zerren.
Obendrein noch mit Angeboten, von denen die täglich damit befaßte Fachkraft erahnen sollte, wie erfolgversprechend die Fest-Anstellung eines Oldies sein wird.
Also ICH würde zuerst meinen Vorgesetzten dazu befragen...
(Patronisierend-freundlich lächel...)
SB: ...."§$%&/())=?
du bist doch allgemein ganz gut in der Lage Gesetzes-Texte zu verstehen, der § 53a hat für die LE direkt überhaupt KEINE Bedeutung und darum lohnt es sich auch nicht im Bezug auf das andere Thema da weiter "Erbsen zu zählen".
Es wurde vom TE nach der Berechtigung gefragt einen Lebenslauf einzureichen und nicht danach in welcher Weise § 53 a SGB II bei den JC so "umgesetzt" wird, das kam auch nicht vom TE ...
Das ist natürlich ein "Freibrief" für die SB eine Vermittlung (lieber) gleich komplett zu unterlassen, weil die Betroffenen dann nach einem Jahr wenigstens die offizielle ELO-Statistik nicht mehr belasten werden.
So kann man sich (teilweise) auch unsinnige Maßnahme-Kosten sparen aber das liegt ALLES im Ermessen der SB, auch bei Ü 58 + X. Aus Altersgründen allgemein gibt es keinen Rechts-Anspruch, nicht mehr vom JC "belästigt" zu werden ... das wurde doch bereits klargestellt.
Den Steuerzahler belastet er aber trotzdem weiter wenn er noch mehrere Jahre ALGII beziehen muss und nicht wenigstens mal in EM-Rente oder nach § 12a SGB II in eine andere "vorrangige Leistung" (vorgezogene Altersrente) abgeschoben werden kann, da bliebe ja nur noch das SGB XII übrig.
Dass vom JC keine ernsthafte Vermittlung erfolgen wird, ist uns doch wohl beiden klar, egal ob man nun Ü 50 oder Ü 58 dort landet, wer sich nicht selber darum bemüht wird auch ganz sicher keine Arbeit mehr finden (können), das gilt schon für deutlich Jüngere.
Wie willst du diese Tatsache nun gegen die JC-SB nutzen wollen unter Hinweis auf § 53 a, es macht doch finanziell für den LE keinen Unterschied, ob er nun in der Statistik steht oder nicht und ein Anspruch auf "Verschonung wegen Alters" durch das JC ergibt sich daraus auch nicht.
Es steht dir frei das nun hier weiter diskutieren zu wollen, ich sehe da keinen Sinn drin, denn es bringt keinem LE irgendwelche neuen Erkenntnisse im Umgang mit dem JC.
Die Erfüllung der gesetzlichen "Vermittlungs-Aufgaben" lässt doch generell überall zu wünschen übrig, auch ohne das entsprechende Alter und die "Statistik-Bereinigung" über § 53a SGB II ...
[...] Aus Altersgründen allgemein gibt es keinen Rechts-Anspruch, nicht mehr vom JC "belästigt" zu werden ... das wurde doch bereits klargestellt. [...]
In meinem Beitrag gings darum, den Blickwinkel zu wechseln und den des SB-Teamleiters, gar des GF in die eigene Strategie mit einzubeziehen.
Wenn SB klar gemacht wird, wie sich sein Ermessen auf die Statistik auswirkt, dürfte der HE ihn eher in sein Boot bekommen als mit dummdreist-bizarren Lebensläufen.
Daß es dem überforderten SB völlig Jacke ist, wer die Musike bezahlt, die er bestellt, ist mir schon beim ersten Kontakt mit dieser Spezies klar geworden.
Der Einlauf jedoch, den der TL vom GF wegen un-geschönter Statistiken bekommen könnte, dürfte ihm nicht so wurscht sein - und - eine Wende für geplante Schikanen einläuten.
Dem GF könnte nämlich durchaus gefallen, im bundesweiten Ranking so wenige Elos wie nur möglich "zu führen".
Durch unbedachte Vermittlungsvorschläge ist der schöne Effekt jedoch für 12 Monate perdu.

References: § 53
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