Source: http://www2.lubw.baden-wuerttemberg.de/public/abt2/dokablage/oac_13/vo/4/84250000140.htm
Timestamp: 2018-12-13 23:19:49+00:00

Document:
4.25.140 Ehingen
Verordnung des Landratsamts Alb-Donau-Kreis über das Landschaftsschutzgebiet „Ehingen“ vom 1. Dezember 2006
Aufgrund von §§ 29 und 73 Abs. 4 des Gesetzes zum Schutz der Natur, zur Pflege der Landschaft und über die Erholungsvorsorge in der freien Landschaft (Naturschutzgesetz für Baden-Württemberg - NatSchG) in der Fassung vom 13. Dezember 2005 (Gesetzblatt [GBl.] Seite 745) wird verordnet:
Die in § 2 näher bezeichneten Flächen auf dem Gebiet der Stadt Ehingen, Alb-Donau-Kreis, werden zum Landschaftsschutzgebiet erklärt. Das Landschaftsschutzgebiet führt die Bezeichnung „Ehingen“.
Ein Teil des Landschaftsschutzgebiets ist Europäisches Vogelschutzgebiet (vgl. Richtlinie 79/409/EWG vom 2. April 1979 über die Erhaltung der wild lebenden Vogelarten -Vogelschutzrichtlinie) mit der Bezeichnung Nr. 7723-401 „Große Lauter auf der Schwäbischen Alb“.
Teile des Landschaftsschutzgebiets sind vom Land Baden-Württemberg mit der Bezeichnung Nr. 7622-341 „Großes Lautertal und Landgericht“, Nr. 7623-341 „Tiefental und Schmiechtal und Nr. 7724-341 „Donau zwischen Munderkingen und Erbach“ zur Aufnahme in die Liste der Gebiete von gemeinschaftlicher Bedeutung benannt worden. Es sind Teile eines Gebiets von gemeinschaftlicher Bedeutung im Sinne der Richtlinie 92/43/EWG des Rates zur Erhaltung der natürlichen Lebensräume sowie der wildlebenden Tiere und Pflanzen (Flora-Fauna-Habitat-Richtlinie, kurz: FFH-Richtlinie) vom 21. Mai 1992.
1 Das Landschaftsschutzgebiet hat eine Größe von rund 2.713 ha.
Es erstreckt sich auf die Gemarkungen Ehingen, Altsteußlingen, Berg, Dächingen, Erbstetten, Frankenhofen, Granheim, Herbertshofen, Kirchen, Mundingen und Nasgenstadt.
2.1 Landschaftsteil Nr.1: „Donauhalde“ ( rund 10 ha )
Die Grenze dieses Landschaftsteils wird am westlichen Rand des Bahngleises im Gewann „Halden“ beginnend im Uhrzeigersinn beschrieben.
Die Grenze verläuft entlang dem westlichen Rand des Bahngleises nach Süden bis zur Stadtgrenze zu Rottenacker und entlang der Stadtgrenze weiter bis in das Gewann „Hinter der Buchhalde“. Von dort entlang der Südseite des Feldwegs Nr. 208 nach Norden, durch das Flurstück Nr. 218 zur Westseite des Flurstücks Nr. 219 und dann weiter nach Süden bis zur Südseite des Feldwegs Nr. 217 und wieder zum Bahngleis, dem Ausgangspunkt der Beschreibung.
2.2 Landschaftsteil Nr.2: „Kiesseengebiet“ ( rund 67 ha )
Die Grenze dieses Landschaftsteils wird an der Brücke im Gewann „Bruck-äcker“ beginnend im Uhrzeigersinn beschrieben.
Die Grenze verläuft entlang der Westseite der Gemeindeverbindungsstraße Flurstück Nr. 144 und der Nordseite des Feldwegs Nr. 955 nach Süden bis zur Stadtgrenze zu Rottenacker im Gewann „Obere Au“. Immer entlang der Stadtgrenze verläuft die Grenze dann nach Norden bis über die Donau und von dort südlich des Feldwegs Nr. 68 bis in das Gewann „Fischerwiesen“ umfährt dort das Flurstück Nr. 63 und läuft entlang der Ostseite der Feldwege Nr. 68 und Nr. 56 zur Brücke, dem Ausgangspunkt der Beschreibung.
Ausgenommen vom Landschaftsschutzgebiet sind innerhalb des beschriebenen Landschaftsteils der Bereich mit den Verarbeitungsanlagen des Kieswerks und dem Vereinsheim des Bezirksfischereivereins Ehingen.
2.3 Landschaftsteil Nr.3: „Kapellenberg“ ( rund 12 ha )
Die Grenze dieses Landschaftsteils wird südwestlich der Kapelle auf dem „Kapellenberg“ in Dintenhofen beginnend im Uhrzeigersinn beschrieben.
Die Grenze verläuft entlang der Südseite des Feldwegs Nr. 399 und des Flurstücks Nr. 414/10 bis zum östlichen Waldrand des Flurstücks Nr. 413.
Entlang der Ostseite der Flurstücke Nr. 413 und Nr. 470 sowie der Südseite der Flurstücke Nr. 392 und 376/1 verläuft sie dann weiter nach Westen bis zum Feldweg Nr. 351 und entlang dessen Westseite nach Süden bis zum Flurstück Nr. 354. Entlang der Südseite der Feldhecke verläuft die Grenze nach Westen bis zur Westseite des Feldwegs Nr. 350 und dort weiter nach Norden auf die Kuppe im Gewann „Hauäcker“. Von dort entlang der Südseite des Feldwegs Nr. 368, der Nordseite der Feldwege Nr. 367 und Nr. 363 und den Südseiten der Flurstücke Nr. 476 und Nr. 400 wieder nach Osten bis zur Kapelle, dem Ausgangspunkt der Beschreibung.
2.4 Landschaftsteil Nr.4: „Donautal“ ( rund 127 ha )
Die Grenze dieses Landschaftsteils wird an der Westsseite der Donaubrücke in Nasgenstadt beginnend im Uhrzeigersinn beschrieben.
Entlang der Westseite der Donaubrücke und dem südlichen Donauufer verläuft die Grenze nach Westen bis zum Feldweg Nr. 690 und entlang dessen Nordseite und der Ostseite des Flurstücks Nr. 668 und des Feldwegs Nr. 681 bis zur K 7355. Von dort verläuft die Grenze nach Westen entlang dem nördlichen Rand der K 7355 bis in das Gewann „Öhmdwiesen“, der Nordseite des Feldwegs Nr. 1087, des Flurstücks Nr. 256 und des Feldwegs Nr. 157/1 bis in das Gewann „Retrainesch“. Entlang der Westseite des Flurstücks Nr. 195 und des Feldwegs Nr. 159 verläuft die Grenze nach Süden bis zur Donau wechselt an das westliche Donauufer und verläuft immer entlang dem Ufer nach Norden bis zur Kläranlage. Von dort verläuft sie entlang dem östlichen Rand der Kläranlage, der Westseite des Flurstücks Nr. 1178 und am südlichen Rand des Ufergehölzes der Schmiech nach Norden über die Schmiech bis zur Trafostation auf Flurstück Nr. 1215. Entlang der Nordseite der Flurstücke Nr. 1212/2, Nr. 1219, Nr. 1152, Nr. 2634 und Nr. 2628 sowie der Westseite der Flurstücke Nr. 1026 und Nr. 1027 verläuft die Grenze bis zur Oberkante der Donauhalde an der Schillerhöhe. Von dort dann immer nach Osten entlang der Südseite der Feldwege Nr. 1019 und Nr. 870/2, der Nordseite der Flurstücke Nr. 873, Nr. 542/1 und Nr. 529/1, der Südseite des Feldwegs Nr. 314, der Westseite des Flurstücks Nr. 304/1 und der Südseite des Feldwegs Nr. 302/1 bis zum nördlichen Donauufer und dort weiter bis zur Donaubrücke, dem Ausgangspunkt der Beschreibung.
2.5 Landschaftsteil Nr. 5: „Happental“ (rund 14 ha)
Die Grenze dieses Landschaftsteils wird an der Ostseite der B 492 im Gewann „Happental“ beginnend im Uhrzeigersinn beschrieben.
Von der Grenze des Naturschutzgebiets „Ehinger Galgenberg“ verläuft die Grenze entlang der Ostseite der B 492 nach Norden bis zur Grenze des Naturschutzgebiets „Hausener Berg / Büchelesberg“, umschließt die Talmulde „Happental“ entlang der Stadtgrenze zu Allmendingen und der westlichen Grenze des Naturschutzgebiets „Ehinger Galgenberg“ bis zur B 492, dem Ausgangspunkt der Beschreibung.
2.6 Landschaftsteil Nr. 6: „Allmendinger Ried“ (rund 59 ha)
Die Grenze dieses Landschaftsteils wird am Pegel Berkach beginnend im Uhrzeigersinn beschrieben.
Die Grenze wechselt zum Südufer der Schmiech und verläuft immer entlang der Uferlinie nach Norden bis in das Gewann „Espan“. Dort umfährt sie das Grabeland im Norden und Westen bis zur Gemeindeverbindungsstraße Berkach-Allmendingen.
Entlang deren Ostseite verläuft die Grenze weiter nach Norden bis zum Weg Nr. 4503/1 und an dessen Südseite nach Osten bis zur Grenze des Naturschutzgebiets „Umenlauh“. Immer entlang der Grenze des Naturschutzgebiets und der Gemeindegrenze zu Allmendingen verläuft die Grenze weiter nach Osten bis zur Westseite des Bahngleises im Gewann „Riedwiesen“. Von dort verläuft die Grenze entlang der Westseite des Bahngleises nach Süden bis zum Wassergraben im Gewann „Kaime“. Entlang der Ostseite des Wassergrabens, der Südseite der Flurstücke Nr. 4081 und Nr. 4080 sowie der Südseite der Flurstücke Nr. 4078 und Nr. 4077 verläuft die Grenze dann wieder bis zum Pegel am Nordufer der Schmiech, dem Ausgangspunkt der Beschreibung.
2.7 Landschaftsteil Nr. 7: „Jungviehweide“ (rund 94 ha)
Die Grenze dieses Landschaftsteils wird an der Abzweigung des Feldwegs
Nr. 2511 von der B 456 im Gewann „Spätenhart“ beginnend im Uhrzeigersinn beschrieben.
Die Grenze verläuft an der Ostseite der Flurstücke Nr. 2325/2 und Nr. 2327 nach Süden bis an die Oberkante der Auffüllung und dann weiter nach Osten entlang der Südseite der Flurstücke Nr. 2323/1 und Nr. 2316 bis zum Feldweg Nr. 2298. An dessen Westseite, der Südseite des Flurstücks Nr. 2321/1, der Westseite des Feldwegs Nr. 2298, der Südseite des Feldwegs Nr. 2297 und der Südseite des Flurstücks Nr. 2287 nach Osten bis an den westlichen Rand des Kleingartengebiets im Gewann „Stocken“. Entlang der Nordseite der Feldwege Nr. 1945 und Nr. 2322 verläuft die Grenze am südlichen Rand des Talgrundes wieder zurück nach Westen in das Gewann „Spätenhart“. Weiter nach Süden über den Hangbereich verläuft die Grenze entlang der Westseite der Feldwege Nr. 2361 und Nr. 2360, der Südseite des Flurstücks Nr. 2336 und Nr. 2333 sowie der Westseite des Flurstücks Nr. 2345 bis zum Feldweg
Nr. 1912.
Immer entlang der Nord- und Ostseite des Feldwegs Nr. 1912 verläuft die Grenze dann südlich und westlich der Jungviehweide nach Westen bis in das Waldgebiet „Stoffelberg“. Kurz vor der Stoffelbergkapelle wendet sich die Grenze nach Osten und verläuft entlang der Südseite von Forstwegen durch das Waldgebiet „Häslen“ Flurstück Nr. 2497/1 bis an den östlichen Waldrand im Gewann „Ziegelhof“. Die Grenze verläuft dann entlang dem Waldrand nach Westen bis zum Flurstück Nr. 2730. An dessen Ostseite und der Ostseite der südlich angrenzenden Flurstücke dann nach Süden bis zum Flurstück
Nr. 2739.
Entlang der Nordseite des Flurstücks Nr. 2739 und der Nord- und Ostseite des Flurstücks Nr. 2740 verläuft die Grenze nach Süden zum Feldweg Nr. 2511. Immer entlang der Nordseite dieses Feldwegs verläuft die Grenze weiter nach Osten bis zur B 456, dem Ausgangspunkt der Beschreibung.
Ausgenommen vom Landschaftsschutzgebiet sind innerhalb des beschriebenen Landschaftsteils die baulichen Anlagen des Reit- und Fahrvereins Ehingen e.V. und das Wohnhaus auf Flurstück Nr. 2722.
2.8 Landschaftsteil Nr. 8: „Kirchener Tal“ (rund 1.056 ha)
Die Grenze dieses Landschaftsteils wird am Wanderparkplatz an der Zufahrt zum Flugplatz „Katzensteige“ beginnend im Uhrzeigersinn beschrieben.
Die Grenze verläuft entlang der Nordseite der Zufahrt nach Süden zur K 7414 und an deren Südseite weiter nach Osten bis zum Feldweg Nr. 2593/2 im Gewann „Kohlenbergäcker“. Weitgehend entlang der Gemarkungsgrenze verläuft die Grenze dann nach Süden bis an den östlichen Rand des Waldgebiets „Geißholz“. Entlang dem nördlichen Rand der Waldgebiete „Geißholz“, „Rotenhau“, „Holzluke“, „Stettenheimer Berg“ und „Weiherhalde“ verläuft die Grenze dann nach Westen bis zum Flurstück Nr. 4206 im Gewann „Tal“. Entlang der Südseite der Flurstücke Nr. 4206 und Nr. 4209, dem südlichen Rand des Waldgebiets „Doppelberg“ sowie der Südseite der Flurstücke Nr. 4193 und
Nr. 4196 verläuft die Grenze weiter nach Westen bis zum östlichen Rand des Waldgebiets „Kasparsberg“/“Großholz“. Von dort verläuft die Grenze nach Süden entlang dem östlichen Rand des Waldgebiets „Großholz“ und dann nach Westen weitgehend entlang dem südlichen Rand der Waldgebiete „Großholz“, „Am Löchleswald“ und „Birkhau“ bis in das Gewann „Scherr“. Entlang der Südseite des Flurstücks Nr. 1361, der Nordseite des Feldwegs Nr. 1340/3 und der Ostseite der K 7344 verläuft die Grenze dann durch die Feldflur bis zum Waldgebiet „Steighäule“/“Basamshart“. Weiter nach Westen läuft die Grenze dann entlang dem westlichen Rand des Waldgebiets „Steighäule“ und entlang der Nordseite des Basamshartswegs und des Rotkreuzwegs durch das Waldgebiet „Basamshart“ bis in das Gewann „Kalkofen“. Entlang der Nordseite der Flurstücke Nr. 1454 und Nr. 1129 sowie der Westseite des Feldwegs
Nr. 1146/1 verläuft die Grenze dann nach Süden bis zur Gemeindegrenze zu Untermarchtal. Entlang der Gemeindegrenze zu Untermarchtal und Lauterach verläuft die Grenze dann nach Norden bis zur K 7414.
Nördlich der K 7414 verläuft die Grenze dann entlang der Nordseite der Flurstücke Nr. 2021 und Nr. 2022 zum südlichen Rand des Waldgebiets „Klotzhofen“ und im Wald weiter nach Norden entlang der Ostseite des Weiherhaldewegs bis in das Gewann „Egertwiesen“. Nach Umfahrung des Gewanns „Egertwiesen“ verläuft die Grenze dann entlang der Westseite des Sauerwieshaldewegs durch das Waldgebiet „Sauerwieshalde“ wieder nach Süden bis zum Waldgebiet „Gräfinbrunnenwald“ und von dort entlang Forstwegen nach Osten durch das Waldgebiet „ Plattenhau/Lettengrubenhau“ und entlang dem östlichen Rand des Waldgebiets „Schelmenbühl“ bis zur K 7414 im Gewann „Bei dem Schelmenbühl“.
Immer entlang der Südseite der K 7414 verläuft die Grenze weiter nach Osten bis auf Höhe des Sportplatzes im Gewann „Frauenholz“ überquert die K 7414 und verläuft entlang der Ostseite des Feldwegs Nr. 710 nach Norden zum Waldgebiet „Liteshart“.
Entlang der Südseite des Flurstücks Nr. 735, das die südliche Grenze des Pfaffentals bildet, dem westlichen Rand des Walds Nr. 734/3, der Westseite des Feldwegs Nr. 739/1, durch das Flurstück Nr. 744/2 im Gewann „Rote“ und der Süd- und Westseite des Flurstücks Nr. 745/1 verläuft die Grenze westlich des Pfaffentals dann nach Norden bis zur Gemeindeverbindungsstraße Kirchen-Mundingen und an deren Nordseite weiter nach Westen bis zum Rand des Waldgebiets „Vorderer Weißenriedhau“. Entlang dem östlichen Rand des Waldgebiets „Vorderer Weißenriedhau“ und dem südlichen Rand des Waldgebiets „Hinterer Weißenriedhau“ umfasst dann die Grenze die Talmulde „Simisgrund“ bis zur Gemeindeverbindungsstraße Kirchen-Altsteußlingen. Von dort verläuft die Grenze weiter nach Osten immer entlang dem südlichen Rand des Waldgebiets „Steußlinger Halde“ und des Feldwegs am südlichen Rand des Waldgebiets „Hau“ bis zur Südseite des Feldwegs Nr. 5025/4 im Gewann „Stöcklesried“. Die Grenze verläuft dann entlang der Nordseite des Waldgebiets Nr. 5033 und der Ostseite des Waldgebiets Nr. 5032/2 bis zur Gemarkungsgrenze Kirchen-Altsteußlingen. Entlang dieser Gemarkungsgrenze, die identisch mit dem südlichen Rand des Waldgebiets „Eichhalde“ ist, verläuft die Grenze nach Osten bis zum Waldgebiet „Obere Buch“. Immer entlang dem westlichen und südlichen Rand der Waldgebiete „Obere Buch“ und „Stoffelberg“, der weitgehend identisch ist mit der Gemarkungsgrenze Kirchen-Ehingen verläuft die Grenze nach Osten bis zum Flugplatz „Katzensteige“ und an dessen Ostseite entlang der Gemarkungsgrenze Kirchen-Ehingen wieder nach Süden bis zum Wanderparkplatz an der Zufahrt zum Flugplatz „Katzensteige“, dem Ausgangspunkt der Beschreibung.
Ausgenommen vom Landschaftsschutzgebiet sind innerhalb des beschriebenen Landschaftsteils die Ortslagen von Mühlen und Schlechtenfeld, das Schloss Mochental mit Betriebsgebäuden, der Forsttechnische Hauptstützpunkt Ehingen, das Abbau- und Werksgelände des Schotterwerks Kirchen, der Aussiedlungsstandort auf den Flurstücken Nr. 541, Nr. 543/1, Nr. 544 und
Nr. 545/1 im Gewann „Am Löchle“, der Aussiedlungsstandort auf Flurstück
Nr. 3295 im Gewann „Wasseregert“ sowie das Clubhaus des Sportflieger Clubs Ehingen e.V. im Gewann „Katzensteige“.
2.9 Landschaftsteil Nr. 9: „Großes Lautertal - Wolfstal“ (rund 749 ha)
Die Grenze dieses Landschaftsteils wird südwestlich von Unterwilzingen an der Westecke des Waldgebiets „Lindenbühl“ beginnend im Uhrzeigersinn beschrieben.
Die Grenze verläuft entlang der Ostseite der K 7337 nach Norden bis zum Waldgebiet „Schumacher“. Innerhalb des Waldes läuft die Grenze entlang von Forstwegen bis zur Kreisgrenze im Schneidertal.
Entlang der Kreisgrenze verläuft sie nun nach Norden durch das Schneidertal, die Waldgebiete „Kohlhäule“, „Hirschhau“, „Über der Lauter“ und „Riegelhalde“, quer durch das Große Lautertal und entlang dem bewaldeten Herzental bis auf die Hochfläche des Waldgebiets „Heumacher“.
Durch das Waldgebiet „Heumacher“ verläuft die Grenze im Bereich der Hangkante entlang dem Forstweg bis zum Weg Nr. 466 im Gewann „Berg“ und entlang dessen Südseite und der Südseite des Wegs Nr. 444 bis zur K 7336. Weiter dann entlang der Südseite der K 7336, der Südseite des Flurstücks
Nr. 113, der Nordseite des Wegs Nr. 140, der Westseiten der Wege Nr. 178/1 und Nr. 168 sowie der Südseite der Wege Nr. 157 und Nr. 219 bis zum Waldgebiet „Höllhäule“. Von dort entlang dem nördlichen Waldrand und der Nordseite der Flurstücke Nr. 234/3 und Nr. 234/2 nach Osten bis zur K 7337 und entlang deren Westseite nach Süden bis zum Flurstück Nr. 676 im Gewann „Spitzwieshalde“. Dann überquert die Grenze die K 7337 und verläuft durch das Waldgebiet „Kreuzhäule“ nach Osten bis in das dem Wolfstals hin zugeneigten Gewann „Rothenei“.
Immer westlich des Wolfstals verläuft die Grenze weiter nach Norden entlang der Ostseite der Feldwege Nr. 255 und Nr. 605/1 bis zum Mundinger Weg. Von dort durch das Gewann „Beerwangen“ bis zum Weg Nr. 315/7 und dann nach Westen entlang der Südseite der Flurstücke Nr. 315/8 und Nr. 315/3 sowie der Nordseite des Wegs Nr. 313/1 bis zur K 7337. Immer entlang der Ostseite der K 7337 in Richtung Granheim verläuft die Grenze bis in das Gewann „Neidenwang“ und dort entlang der Südseite der Flurstücke Nr. 372, Nr. 370, des Feldwegs Nr. 361/1, der Südseite des Flurstücks Nr. 360/2 sowie der Westseite des Flurstücks Nr. 335, Nr. 336/2 und Nr. 318 wieder zur K 7337 im Gewann „Unter dem Hochberg“. Von dort läuft die Grenze wieder nach Süden entlang der Ostseite der Flurstücke Nr. 320, Nr. 335 und Nr. 231 bis zum Weg Nr. 142 im Talgrund des Kalktals. Entlang der Westseite der Wege Nr. 142 und Nr. 207 und der Nordseite des Wegs Nr. 202 verläuft die Grenze weiter nach Süden bis zum Rand des Waldgebiets „Alen“. Weitgehend entlang dem östlichen Rand der Waldgebiete „Alen“und „Bannhart“ sowie der Westseite des Wegs Nr. 571 und der Ostseite des Wegs Nr. 561 und Nr. 544 verläuft die Grenze nach Osten zum westlichen Ortsrand von Mundingen im Gewann „Schleifenstein“. Entlang der Südseite des Wegs Nr. 529 und der Nordseite des Flurstücks Nr. 534 verläuft die Grenze nach Süden bis zur Gemeindegrenze am nördlichen Rand des Waldgebiets „Kaltenbuch“. Von dort verläuft die Grenze nach Westen entlang der Nordseite des Waldrandwegs Nr. 519 bis zur Gemeindegrenze im Waldgebiet „Bannhart“. Immer entlang der Gemeindegrenze verläuft die Grenze dann durch die Waldgebiete „Bannhart“, „Bächen“, „Wolfstalhalde“, „Edelmannshalde“, „Lange Steige“ und „Rotenau“ vom Hangbereich „Tiefental“ über das Wolfstal nach Süden bis in den Talgrund des Großen Lautertals im Gewann „Kalkofen“. Von dort wieder nach Norden entlang der Gemeindegrenze durch die Gewanne „Unter dem Dohlenfelsen“ und „Riementäle“ bis zum Waldgebiet „Lindenbühl“ und entlang dessen westlichem Rand bis zur K 7337, dem Ausgangspunkt der Beschreibung.
Ausgenommen vom Landschaftsschutzgebiet ist innerhalb des beschriebenen Landschaftsteils die Ortslage von Unterwilzingen.
2.10 Landschaftsteil Nr. 10: „Schöntal- Hühnertal“ (rund 250 ha)
Die Grenze dieses Landschaftsteils wird beim Regenrückhaltebecken an der
L 231 südlich von Granheim beginnend im Uhrzeigersinn beschrieben.
Die Grenze verläuft südlich des Regenrückhaltebeckens, der Ostseite des Flurstücks Nr. 206 durch das Gewann „Schelmenbühl“ zum Weg Nr. 196. Entlang dessen Ostseite, der Südseite der Wege Nr. 165 und Nr. 169 sowie der Ostseite des Wegs Nr. 135 verläuft die Grenze dann bis an die östliche Hangkante des Schöntals. Von dort weiter nach Norden entlang der Hangkante und den Talgrund bis zur K 7336. Entlang der Südseite der K 7336 dann nach Osten bis zum Flurstück Nr. 723. Hier überspringt die Grenze die K 7336 und umfährt den Veitenberg entlang der Nordseite des Flurstücks Nr. 717, Nord- und Ostseite des Flurstücks Nr. 716, der Ostseite der Flurstücke Nr. 750 und
Nr. 749/2 sowie der Nordseite der K 7336.
Von der Südseite der K 7336 verläuft die Grenze dann entlang künftiger Wege, gemäß Entwurf Wege- und Gewässerkarte mit Landschaftskarte vom 18. Juli 2006, nach Süden zum östlichen Rand des Waldgebiets Schöntal und weiter immer entlang dem Waldrand bis zur nordöstlichen Ecke des Waldgebiets „Hühnertal“. Von dort umfährt die Grenze das Flurstück Nr. 992 und verläuft am nördlichen Rand des Hühnertals nach Osten entlang der Südseite des Wegs Nr. 1017/1 und der Oberkante des Feldrains an der Ostseite des Flurstücks Nr. 873 bis zum Weg Nr. 1067/1 im Gewann „Stücklesäcker“. Entlang des Wassergrabens und der Südseite des Flurstücks Nr. 1079/2 verläuft die Grenze weiter nach Osten durch das Gewann „Mähder“ bis zum Waldgebiet „Rotenberg“. Von dort nach Süden entlang der Westseite des Waldgebiets „Rotenberg“, der Nord- und Westseite des Waldgebiets „Mähderhau“ bis in das Gewann „Hochdorf“ und weiter entlang der Westseite des Waldgebiets „Brattenhau“ sowie der Nordseite des Waldgebiets „Pfaffenhölzle“ bis zum Weg
Nr. 400 im Gewann „Ob dem Lehle“.
Entlang der Ostseite der Wege Nr. 307 und Nr. 375, der Nordseite des Wegs Nr. 359 und der Nr. 352 verläuft die Grenze dann nach Norden bis in den Talgrund beim Wanderparkplatz „Schlößlesberg“. Entlang der Nordseite des Wegs Nr. 286, der Ostseite der Wege Nr. 299, Nr. 301 sowie der Südseite der Flurstücke Nr. 218 und Nr. 217 verläuft die Grenze dann nach Norden bis in das Gewann „Blindensteige“. Von dort verläuft die Grenze dann wieder entlang der Ostseite des Wegs Nr. 256 am westlichen Rand des Schöntals nach Norden bis zur L 231, dem Ausgangspunkt der Beschreibung.
2.11 Landschaftsteil Nr. 11: „Brielertal“ (rund 112 ha)
K 7341 nördlich von Altsteußlingen beginnend im Uhrzeigersinn beschrieben.
Die Grenze verläuft südlich und östlich des Regenrückhaltebeckens zum Weg Nr. 369/2 und entlang dessen Südseite und der Ostseite des Wegs Nr. 283 nach Norden bis zum Flurstück Nr. 284/1. Von dessen Südostecke aus dann weiter nach Osten bis zum neu gebauten Feldweg und entlang dessen Süd- und Ostseite nach Norden bis zum Weg Nr. 2086 im Gewann „Kirchäcker“. Entlang dessen Ostseite und entlang des Feldrains und der Nordseite des Flurstücks Nr. 2357/2 verläuft die Grenze weiter nach Osten durch den bewaldeten Steilhang „Langwiesenhalde“ bis zum Talgrund des Brielertals. Entlang der Ost- und Nordseite des flächenhaften Naturdenkmals B.3 „Pflanzenbiotop“ verläuft die Grenze dann nach Norden in das Gewann „Brunnenteile“.
Von dort entlang der Nordseite des Wegs Nr. 2114, der Ostseite der Schloßhaldenstraße, der Nordseite der Flurstücke Nr. 2047 und Nr. 2046 weiter entlang der Oberkante des Steilhangs in den Gewannen „Brunnenteile“, Brunnenhäldele“ und „Kächelesleere“ bis an den Hangfuß des Waldgebiets „Brand“. Weiter durch das Waldgebiet „Brand“ Flurstück Nr. 2119 und „Brandhalde“ Nr. 2370 verläuft die Grenze oberhalb des Hangbereichs nach Osten bis zum flächenhaften Naturdenkmal B.5 „Wacholderheide Brandberg“ und an dessen West- und Südseite bis zur Gemeindegrenze zu Allmendingen an der Gemeindeverbindungsstraße Ehingen – Weilersteußlingen. Im Talgrund des Brielertals verläuft die Grenze immer entlang der Gemeindegrenze bis in das Gewann „Pfaffenhäule“.
Von dort läuft die Grenze durch die Waldgebiete „Ziegelhau“ und „Hochen“ entlang von Forstwegen im Bereich der Hangoberkante wieder zurück nach Westen bis zum Weg Nr. 373/1 im Gewann „Hochen“. Entlang der Nordseite des Wegs Nr. 373/1 dann weiter bis zur K 7341 und an deren Ostseite nach Norden bis zum Regenrückhaltebecken, dem Ausgangspunkt der Beschreibung.
2.12 Landschaftsteil Nr. 12 „Heutal mit Seitentälern“ (rund 146 ha)
Die Grenze dieses Landschaftsteils wird am Weg Nr. 1244 am westlichen Ortsrand von Tiefenhülen im Gewann „Lange Teile“ beginnend im Uhrzeigersinn beschrieben.
Die Grenze verläuft entlang der Nordseite des Wegs Nr. 1244 nach Westen bis zum Flurstück Nr. 1243 und entlang dessen Ostseite weiter entlang der Südseite der Flurstücke Nr. 1241, Nr. 1238 und Nr. 1237 sowie der Westseite des Wegs Nr. 1155 durch den Hangbereich nach Süden bis zum Weg Nr. 1212. Entlang der Südseite des Wegs Nr. 1212 verläuft die Grenze dann nach Westen bis zur Gemeindegrenze. Immer entlang der Gemeindegrenze verläuft die Grenze dann nach Norden durch den Talgrund des Heiligentals und weiter nach Osten durch das Heutal und den Nordhangbereich des Schindertäles wieder auf die Albhöhe im Gewann „Hirschacker“. Von dort verläuft die Grenze nach Süden entlang der Westseite des Wegs Nr. 1561/1, der Westseite des Wegs Nr. 1567 und der Südseite des Flurstücks Nr. 1097/2 zum südlichen Rand des Waldgebiets „Hirschhäule“. Weiter nach Westen verläuft die Grenze entlang dem Waldrand, durch die Feldflur entlang der Südseite der Grundstücke Nr. 1102, Nr. 1103, Nr. 1104, Nr. 1105, Nr. 1106 sowie dem südlichen Rand des Waldgebiets „Hinterlau“ bis zur Oberkante des Osthangs des Bettals. Immer entlang der Oberkante des bewaldeten Hangbereichs verläuft die Grenze dann nach Süden und Osten zum Weg Nr. 1244 am Ortsrand von Tiefenhülen, dem Ausgangspunkt der Beschreibung.
2.13 Landschaftsteil Nr. 13 „Heckenlandschaft beim Karlshof“ (rund 17 ha)
Die Grenze dieses Landschaftsteils wird an der Abzweigung des Wegs
Nr. 1479 vom Weg Nr. 1364 beginnend im Uhrzeigersinn beschrieben.
Die Grenze verläuft entlang der Ostseite des Wegs Nr. 1364 nach Norden bis zur Gemeindegrenze und weiter entlang der Gemeindegrenze durch das Gewann „Mehlbaum“ und entlang der Ostseite des Flurstücks Nr. 1516/1 zum Weg Nr. 1479. Entlang dessen Nordseite verläuft die Grenze dann wieder nach Westen zum Weg Nr. 1364, dem Ausgangspunkt der Beschreibung.
Die Fläche des Landschaftsschutzgebiets ist in 9 Flurkarten im Maßstab 1: 5.000 vom 1. Dezember 2006 und in einer Übersichtskarte im Maßstab 1: 25.000 vom 1. Dezember 2006 mit grüner Farbe eingetragen. Diese Karten sind Bestandteil der Verordnung.
Die Verordnung mit Karten wird beim Landratsamt Alb-Donau-Kreis in Ulm und beim Bürgermeisteramt in Ehingen zur kostenlosen Einsicht durch jedermann während der Dienststunden niedergelegt.
Eine ausführliche Beschreibung des Landschaftsschutzgebiets bietet die Würdigung für das Landschaftsschutzgebiet „Ehingen“ vom 1. Dezember 2006.
Für die als Landschaftsschutzgebiet ausgewiesenen Flächen auf dem Gebiet der Stadt Ehingen ergibt sich folgender Schutzzweck:
1 die durch markante Landschaftsformen wie Fluss-, Bach-, Trockentäler oder Hangbereiche, das reich strukturierte Landschaftsbild und den ökologisch wertvollen Naturhaushalt bedingte Vielfalt, Eigenart und Schönheit der
in § 2 aufgeführten 13 Landschaftsteile zu erhalten,
2 die typischen, landschaftsbildprägenden und ökologisch wertvollen Kulturlandschaftselemente wie Feldhecken, Feldgehölze, Feldraine, Steinriegel, Magerrasen, Wacholderheiden, Felsen, Höhlen, Hülen, Ufergehölze, Röhrichte, Hochstaudenfluren, Riedflächen, Feuchtwiesen, Quellen, Wassergräben, Altarme, Wasserflächen mit Verlandungszonen, Streuobstwiesen, Einzelbäume, Baumgruppen, der in § 2 aufgeführten 13 Landschaftsteile zu erhalten,
3 die in § 2 aufgeführten 13 Landschaftsteile als unverbaute und landschaftsästhetisch wertvolle Erholungsräume mit lokaler, regionaler und überregionaler Bedeutung (Landschaftsteile Nr. 2, 4, 6, 8, 9) zu erhalten,
4 Teilabschnitte (Landschaftsteile Nr.1, 2, 5, 6, 9, 11, 12, 13) gemeindeübergreifender charakteristischer Landschaftsräume mit wertvollem Landschaftsbild und ökologisch wertvollem Naturhaushalt zu erhalten.
5 Soweit das Vogelschutzgebiet Nr. 7723-401 „Große Lauter auf der schwäbischen Alb“ und die vom Land Baden-Württemberg zur Aufnahme in die Liste der Gebiete von gemeinschaftlicher Bedeutung benannten FFH-Gebiete
Nr. 7622-341 „Großes Lautertal und Landgericht“, Nr. 7623-341 „Tiefental und Schmiechtal“ und Nr. 7724-341 „Donau zwischen Munderkingen und Erbach“ innerhalb des Landschaftsschutzgebiets liegen, sind der Schutzzweck auch die Erhaltung der Tier- und Pflanzenbestände und ihrer Lebensräume sowie solcher Arten und Lebensräume, die der Vogelschutzrichtlinie (79/409/EWG) und der FFH-Richtlinie (92/43/EWG) in besonderem Maße entsprechen.
Im Vogelschutzgebiet Nr. 7723-401 „Große Lauter auf der Schwäbischen Alb“ kommen folgende Arten vor:
Arten: Uhu, Wanderfalke, Berglaubsänger
Im benannten FFH-Gebiet Nr. 7622-341 „Großes Lautertal und Landgericht“ kommen folgende Arten und Lebensraumtypen vor:
Arten: Gemeine Flussmuschel, Bachneunauge, Groppe, Mopsfledermaus, Bechsteinfledermaus, Frauenschuh, Spanische Flagge
Lebensraumtypen: Fließgewässer mit flutender Wasservegetation, Wacholderheiden, Kalk-Pionierrasen, Kalk-Magerrasen, Feuchte Hochstaudenfluren, Magere Flachland-Mähwiesen, Kalktuffquellen, Kalkschutthalden, Kalkfelsen mit Felsspaltenvegetation, Waldmeister-Buchenwald, Orchideen-Buchenwälder, Schlucht- und Hangmischwälder, Auenwälder mit Erle, Esche, Weide
Im benannten FFH-Gebiet Nr. 7623-341 „Tiefental und Schmiechtal“ kommen folgende Arten und Lebensraumtypen vor:
Arten: Bachneunauge, Groppe, Kammmolch, Gelbbauchunke, Bechsteinfledermaus, Großes Mausohr, Grünes Besenmoos, Dicke Trespe, Spanische Flagge
Lebensraumtypen: Natürliche nährstoffreiche Seen, Fließgewässer mit flutender Wasservegetation, Wacholderheiden, Kalk-Pionierrasen, Kalk-Magerrasen (orchideenreiche Bestände), Feuchte Hochstaudenfluren, Magere Flachland-Mähwiesen, Kalktuffquellen, Kalkreiche Niedermoore, Kalkschutthalden, Kalkfelsen mit Felsspaltenvegetation, Höhlen, Waldmeister-Buchenwald, Orchideen-Buchenwälder, Schlucht- und Hangmischwälder
Im benannten FFH-Gebiet Nr. 7724-341 „Donau zwischen Munderkingen und Erbach“ kommen folgende Arten und Lebensraumtypen vor:
Arten: Bachneunauge, Huchen, Rapfen, Streber, Groppe, Kammmolch, Gelbbauchunke, Großes Mausohr, Biber
Lebensraumtypen: Natürliche nährstoffreiche Seen, Fließgewässer mit flutender Wasservegetation, Feuchte Hochstaudenfluren, Magere Flachland-Mähwiesen, Hainsimsen-Buchenwald, Waldmeister-Buchenwald, Sternmieren-Eichen-Hainbuchenwald, Auenwälder mit Erle, Esche, Weide
Außerdem wird zum Schutze der Natur die Große Lauter unterhalb der Straßenbrücke der K 7337 in Unterwilzingen bei einem Pegel unter 75 cm (gemessen am Pegel Lauterach) für das Befahren mit Wasserfahrzeugen aller Art ganzjährig gesperrt.
Oberhalb der Straßenbrücke gilt die Sperrung vom 15. März bis einschließlich 30. Juni gemäß der Verordnung des Landratsamts Alb-Donau-Kreis als untere Naturschutzbehörde und untere Wasserbehörde zum Schutze von brütenden Wasservögeln und zur Erhaltung der Ufervegetation an der Großen Lauter zwischen Anhausen, Krs. Reutlingen und Erbstetten-Unterwilzingen, Alb-Donau-Kreis vom 15. Dezember 1980.
1 Handlungen, die den Charakter des Gebiets verändern oder dem besonderen Schutzzweck entgegenstehen können, bedürfen der Erlaubnis der unteren Naturschutzbehörde.
Wenn die Handlung Auswirkungen auf ein Vogelschutzgebiet oder ein vom Land Baden-Württemberg benanntes FFH-Gebiet haben kann, ist gegebenenfalls auch eine Verträglichkeitsprüfung beziehungsweise eine Ausnahme nach
§ 38 NatSchG erforderlich.
2.1 bauliche Anlagen nach der Landesbauordnung - in der jeweils geltenden Fassung - zu errichten oder dem Errichten gleichgestellte Maßnahmen durchzuführen.
Fahrsilos des Typs „Traunsteiner Silo“ mit maximal 1,5 m Wandhöhe und begrünten Erdwällen können ohne Erlaubnis errichtet werden.
Erlaubnisfrei sind Auffüllungen zur Bodenverbesserung auf Ackerflächen bis zu maximal 20 cm Auffüllhöhe, wenn die Auffüllung innerhalb der genehmigungsfreien Flächenbegrenzung nach der Landesbauordnung beziehungsweise dem Naturschutzgesetz ­-in der jeweils geltenden Fassung - liegt. Beim In-Kraft-Treten dieser Landschaftsschutzgebietsverordnung sind nach § 50 Abs. 1 in Verbindung mit Ziff. 67 des Anhangs zu § 50 Abs. 1 der Landesbauordnung - in der Fassung vom 8. August 1995 - Auffüllungen mit nicht mehr als 300 m² Fläche genehmigungsfrei.
2.8 Start- und Landeplätze, Gelände für Fluggeräte aller Art, wie zum Beispiel Hängegleiter, Gleitflugzeuge, Gleitfallschirme, Flugmodelle anzulegen oder zu verändern.
2.13 Wasser aus Tümpeln und Wassergräben zu entnehmen.
2.14 während der Nistplatzsuche und Vogelbrutzeit in der Zeit vom
1. März bis 30. Juni, die Große Lauter unterhalb der Straßenbrücke der K 7337 in Unterwilzingen bei einem Pegel von 75cm und mehr (gemessen am Pegel Lauterach) und die Schmiech mit Wasserfahrzeugen aller Art zu befahren.
während des gesamten Jahres bei einem Pegel von 75cm und mehr (gemessen am Pegel Lauterach) auf der Großen Lauter unterhalb der Straßenbrücke der
K 7337 in Unterwilzingen sowie auf der Schmiech Bootsveranstaltungen und organisierte Touren durchzuführen.
während des gesamten Jahres auf der Großen Lauter oberhalb der Brücke der K 7337 in Unterwilzingen Bootsveranstaltungen und organisierte Touren durchzuführen.
2.15 in der Donau, Großen Lauter und Schmiech Boote, Flöße oder andere schwimmende Anlagen zu verankern oder Stege zu errichten.
2.16 neu aufzuforsten.
2.17 wesentliche Landschaftsbestandteile wie Feldhecken, Feldgehölze, Streuobstwiesen, Obsthochstämme, Einzelbäume, Baumgruppen, Feldraine und Magerrasen zu zerstören oder erheblich oder nachhaltig zu beeinträchtigen.
Der ordnungsgemäße Pflegeschnitt von Obstbäumen sowie der Ersatz einzelner Obsthochstämme durch Neupflanzung sind erlaubnisfrei. Bei Feldhecken, Feldgehölzen und Gebüschen sind das abschnittsweise Auf-den-Stock-Setzen sowie das Entnehmen einzelner Bäume erlaubnisfrei.
2.18 das Gebiet außerhalb klassifizierter Straßen mit Kraftfahrzeugen oder Krafträdern zu befahren. Fahrzeuge, die zur Bewirtschaftung und zulässigen Nutzung des Grundstückes notwendig sind, sind hiervon ausgenommen.
2.19 Plakate, Bild- oder Schrifttafeln, Werbeanlagen aufzustellen oder anzubringen.
2.20 Freizeitaktivitäten durchzuführen, wenn sie die natürliche Vegetation oder
Oberbodenschicht beeinträchtigen können.
2.21 Kleingärten anzulegen oder die Bodennutzung auf andere Weise wesentlich zu ändern.
2.22 nicht genutztes, aber offen gehaltenes Grünland (Dauerbrache) umzubrechen.
Ausgenommen ist die Rückführung von Dauerbrachen, die durch zeitlich begrenzte Stilllegung von Ackerflächen im Rahmen der EU-Agrarreform oder anderer Agrar-Verordnungen entstanden sind.
c) wesentliche Landschaftsbestandteile wie Feldhecken, Feldgehölze, Streuobstwiesen, Obsthochstämme, Einzelbäume, Baumgruppen, Feldraine und Magerrasen zu zerstören oder erheblich oder nachhaltig zu beeinträchtigen.
Der ordnungsgemäße Pflegeschnitt von Obstbäumen sowie der Ersatz einzelner Obsthochstämme durch Neupflanzung sind erlaubnisfrei.
Bei Feldhecken, Feldgehölzen und Gebüschen sind das abschnittsweise Auf-den-Stock-Setzen sowie das Entnehmen einzelner Bäume erlaubnisfrei.
1.3 ordnungsgemäße Ausübung der Jagd und Fischerei.
2.1 für behördliche angeordnete oder zugelassene Beschilderungen.
Die untere Naturschutzbehörde kann Antragsteller nach § 79 NatSchG von den Vorschriften dieser Verordnung befreien.
Ordnungswidrig im Sinne des § 80 Abs.1 Nr. 2 NatSchG verhält sich, wer im Landschaftsschutzgebiet:
1 Die Vorschriften der Verordnung der Forstdirektion Tübingen über den Schonwald „Lautertal-Wolfstal“ vom 16. Juli 2001 bleiben unberührt.
2 Die Verordnung des Landratsamtes Alb-Donau-Kreis zum Schutz von Naturdenkmalen auf dem Gebiet der Großen Kreisstadt Ehingen, Alb-Donau-Kreis, vom 29. August 1994 bleibt unberührt.
1 Diese Verordnung tritt am Tag nach ihrer Verkündung in der Schwäbischen Zeitung, Ausgabe Ehingen und der Südwest Presse, Ehinger Tagblatt, in Kraft.
2 Gleichzeitig treten folgende Landschaftsschutzgebiete der Verordnung zum Schutze von Landschaftsteilen und Landschaftsausschnitten gegen Verunstaltung vom 9. September 1938 treten außer Kraft:
2.1 Nr. 1/2 „Sommerschafweide westlich der Wolfsgurgel“ (LfU Nr. 11)
2.2 Nr. 1/9 „Sommerschafweide unterhalb der Jungviehweide“ (LfU Nr. 12)
2.3 Nr. 1/19 „Sommerschafweide am Saurücken“ (LfU Nr. 13)
2.4 Nr. 1/20 „Sommerschafweide am Weg Ehingen-Büchele“ (LfU Nr. 14)
2.5 Nr. 1/23 „Sommerschafweide am kleinen Galgenberg“ (LfU Nr. 15)
2.6 Nr. 1/28-32 „Altwasser zwischen Wolfahrt und Donaubad“ (LfU Nr. 16)
2.7 Nr. 1/35-36 „Altwasser östlich der Straße Ehingen-Berg (LfU Nr. 17)
2.8 Nr. 1/33 „Urwäldle und Glockenwäldle“ (LfU Nr. 18)
2.9 Nr. 1/46,47 „Sommerschafweide westlich Galgenberg und Heckenbühl“ (LfU Nr. 19)
2.10 Nr. 1/48 „Sommerschafweide in der großen Berkacher Ödung“ (LfU Nr. 20)
2.11 Nr. 1/49 „Sommerschafweide am Mühlhäldele“ (LfU Nr. 21)
2.12 Nr. 5/1 „Weideplatz Ried“ (LfU Nr. 24)
2.13 Nr. 5/3 „Lüssen-Öde und Weideplatz Heerstraße“ (LfU Nr. 25)
2.14 Nr. 5/4 und 5/5 „Weideplatz Hallendorf“ (LfU Nr. 26)
2.15 Nr. 5/9 „Weideplatz Brand“ (LfU Nr. 27)
2.16 Nr. 9/1-4 „Vier Weideplätze“ (LfU Nr. 28)
2.17 Nr. 9/5 „Weideplatz Gaisbühl“ (LfU Nr. 29)
2.18 Nr. 19/2-6 „Sommerschafweide am Guckenberg“ (LfU Nr. 30)
2.19 Nr. 19/7-10 „Sommerschafweide am Hungerberg (LfU Nr. 31)
2.20 Nr. 19/14 „Hirschfelsen“ (LfU Nr. 32)
2.21 Nr. 21/1 „Weideplatz nordwestlich des Schlosses“ (LfU Nr. 34)
2.22 Nr. 21/2-10 „Weideplatz Reutenbuch“ (LfU Nr. 35)
2.23 Nr. 21/11 „Weideplatz Schöntal“ (LfU Nr. 36)
2.24 Nr. 28/3 „Weideplatz beim Gewand Rauhe Äcker“ (LfU Nr. 37)
2.25 Nr. 31/1-4 „Vier Weideplätze beim Waldteil Birkhau“ (LfU Nr. 38)
2.26 Nr. 31/5 „Weideplatz am Schelmenbühl“ (LfU Nr. 39)
2.27 Nr. 31/6 „Weideplatz am äußeren Kimmelbühl“ (LfU Nr. 40)
2.28 Nr. 31/8 „Felsengruppe Gelber Stein“ (LfU Nr. 41)
2.29 Nr. 31/10 „Felsengruppe Steinriegel“ (LfU Nr. 42)
2.30 Nr. 31/11,12 „Zwei Weideplätze am Kohlberg“ (LfU Nr. 43)
2.31 Nr. 31/13,14 „Weideplatz am Waldteil Weiherhalde“ (LfU Nr. 44)
2.32 Nr. 31/15,16 „Weideplatz an der Katzensteige“ (LfU Nr. 45)
2.33 Nr. 32/9,10 „Weideplatz am Heckenberg“ (LfU Nr. 50)
2.34 Nr. 37/2-4 „Drei Donaualtwässer“ (LfU Nr. 54), die beiden westlichen Teile
(Nr. 37/3,4)
3 Gleichzeitig treten folgende Landschaftsschutzgebiete der Verordnung zum Schutze der Sommerschafweiden als Landschaftsteile im Kreis Ehingen (Donau) vom 31. Oktober 1938 treten außer Kraft:
3.1 Nr. 17/2 „Sommerschafweide im Gewann Tiergarten“ (LfU Nr. 69)
3.2 Nr. 17/3 „Sommerschafweide am Galgenberg“ (LfU Nr. 70)
3.3 Nr. 17/4 „Sommerschafweide bei den Stalläckern“ (LfU Nr. 71)
3.1 Nr. 17/5 „Sommerschafweide beim Friedhof“ (LfU Nr. 72)
3.2 Nr. 17/6 „Sommerschafweide südlich von Unterwilzingen“ (LfU Nr. 73)
3.3 Nr. 17/7 „Sommerschafweide am Felgenhau“ (LfU Nr. 74)
3.4 Nr. 17/9 „Sommerschafweide südlich Gewann Vogelplatz“ (LfU Nr. 75)
3.5 Nr. 17/10 „Sommerschafweide beim Waldteil Bising“ (LfU Nr. 76)
3.6 Nr. 17/11 „Sommerschafweide beim Romental“ (LfU Nr. 77)
4 Außer Kraft treten weiterhin:
4.1 Die Verordnung zum Schutz des Landschaftsteils „Wartstein“, Markung Erbstetten, Kreis Ehingen, gegen Verunstaltung vom 19. August 1959 und in die Neubekanntmachung vom 23. September 1971
4.2 Die Verordnung zum Schutze des Landschaftsteiles „Wolfstal“ auf den Gemarkungen Lauterach und Mundingen, Kreis Ehingen vom 11. August 1960, für die Gemarkung Mundingen
Ulm, 1. Dezember 2006
Gemäß § 76 NatSchG ist eine Verletzung der in § 74 NatSchG genannten Verfahrens- und Formvorschriften nur beachtlich, wenn sie innerhalb eines Jahres nach Erlass der Verordnung schriftlich dem Landratsamt Alb-Donau-Kreis geltend gemacht wird. Der Sachverhalt, der die Verletzung begründen soll, ist darzulegen.

References: § 2
 § 2
 § 2
 § 2

§ 38
 § 50
 § 50
 § 79
 § 80
 § 76
 § 74