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Timestamp: 2020-01-29 20:23:36+00:00

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BGH, 21.03.2001 - VIII ZR 244/00 - dejure.org
https://dejure.org/2001,1039
BGH, 21.03.2001 - VIII ZR 244/00 (https://dejure.org/2001,1039)
BGH, Entscheidung vom 21.03.2001 - VIII ZR 244/00 (https://dejure.org/2001,1039)
BGH, Entscheidung vom 21. März 2001 - VIII ZR 244/00 (https://dejure.org/2001,1039)
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§ 181 ZPO <Fassung bis 30.6.02> (Hinweis: vgl. nun § 178 Abs. 1 Nr. 1 ZPO), keine wirksame Ersatzzustellung an Mitglieder einer Wohngemeinschaft, § 187 ZPO <Fassung bis 30.6.02> (Hinweis: vgl. nun § 189 ZPO), "In-den-Händen-halten" als Voraussetzung für den "Zugang", Ermessensentscheidung des Gerichts;
§ 693 Abs. 2 ZPO, "demnächst": ...
Ersatzzustellung - Mißglückte Ersatzzustellung - Zustellung - Heilung - In die Hand bekommen
Zur Heilung einer missglückten Ersatzzustellung
ZPO § 181 Abs. 1, § 187 S. 1
§§ 181 Abs. 1, 187 Satz 1 ZPO
Ersatzzustellung/Heilung bei Zustellungsmängeln
Ersatzzustellung bei Wohngemeinschaften; Heilung von Zustellungsmängeln
NJW 2001, 1946
NJ 2001, 375 (Ls.)
WM 2001, 1124
BB 2001, 1120
Rpfleger 2001, 360
HFR 2001, 1200
Dabei hat § 189 ZPO allgemein den Sinn, die förmlichen Zustellungsvorschriften nicht zum Selbstzweck erstarren zu lassen, sondern die Zustellung auch dann als bewirkt anzusehen, wenn der Zustellungszweck anderweitig, nämlich durch tatsächlichen Zugang erreicht wird (…vgl. BGH, Urteile vom 10. Oktober 1952 - V ZR 159/51, aaO; vom 21. März 2001- VIII ZR 244/00, WM 2001, 1124 unter II 2 b bb;… vom 7. Dezember 2010 - VI ZR 48/10, aaO;… vom 27. Januar 2011 - VII ZR 186/09, aaO;… vgl. auch BT-Drucks., aaO S. 24).
a) Das Urteil des BGH vom 21. März 2001 VIII ZR 244/00 (Höchstrichterliche Finanzrechtsprechung --HFR-- 2001, 1200) betraf die Bekanntgabe eines Mahnbescheids an einen Beklagten, der in einer Wohngemeinschaft lebte und dem der Postbedienstete den Mahnbescheid nicht ausgehändigt hatte; vielmehr hatte der Postbedienstete den Mahnbescheid einem Mitglied der Wohngemeinschaft übergeben, das den Bescheid auf den Küchentisch der Wohngemeinschaft legte.
Nach Auffassung von Wittschier in Musielak, ZPO, 10. Aufl., § 189 Rz 3, unter Verweis auf BGH-Urteil vom 21. März 2001 VIII ZR 244/00, Der Deutsche Rechtspfleger 2001, 360; Stein/Jonas/Roth, ZPO, 22. Aufl., § 189 Rz 7; Zöller/ Stöber, ZPO, 29. Aufl., § 189 Rz 4; Kessen in Prütting/ Gehrlein, ZPO, 5. Aufl., § 189 Rz 4; Thomas/Putzo, Zivilprozessordnung, 34. Aufl., § 189 Rz 8; Schwarz in Hübschmann/ Hepp/Spitaler, § 8 VwZG Rz 5, ist dies dann der Fall, wenn der Adressat das Schriftstück "in die Hand bekommen" hat.
Vielmehr verlieren sie ihre Bedeutung, wenn ihre Funktion auf andere Weise erreicht ist, d.h. wenn auf andere Weise sichergestellt ist, dass dem Empfänger zuverlässige Kenntnis von dem zuzustellenden Schriftstück vermittelt wurde (vgl. BGH, MDR 2001, 889 - zit. nach Juris Rn 20).
Zweck der Zustellung ist es daher, dem Empfänger eine zuverlässige Kenntnis von dem zuzustellenden Schriftstück zu verschaffen (…BGH, NJW 2017, 2472, Rn. 38; BGH, NJW 2001, 1946, 1947; BGH, NJW 1992, 2280; BGH, NJW 1989, 1154).
Das ist im Allgemeinen dann geschehen, wenn das Schriftstück - trotz einer Verletzung der Zustellungsvorschriften - dem richtigen Adressaten tatsächlich zugegangen ist (…BVerfG, NJW 2017, 318, Rn. 20;… BGH, NJW-RR 2011, 417, Rn. 12 f.;… BGH, NJW-RR 2011, 1011, Rn. 11; BGH, NJW 2001, 1946, 1948; BGH, NJW 1989, 1154; BGH, NJW 1984, 926, 927).
Heilung eines Zustellungsmangels bei der Vollziehung einer lauterkeitsrechtlichen …
Denn ausschlaggebend für die Annahme des § 189 ZPO ist der Umstand, dass das Schriftstück so in den Machtbereich des Adressaten gelangt, dass er es behalten kann und Gelegenheit zur Kenntnisnahme von dessen Inhalt hat (vgl. KG [12. ZS] a.a.O., juris-Rdn. 12, unter Hinweis auf BGH NJW 2001, 1946, 1947).
Dabei setzt eine Heilung durch den tatsächlichen Zugang im Sinne von § 189 ZPO voraus, dass das zuzustellende Schriftstück so in den Machtbereich des Adressaten gelangt, dass er es behalten kann und Gelegenheit zur Kenntnisnahme hat (BGH NJW 2001, 1946, 1947).
Diese sind nicht Selbstzweck, sondern dienen dazu, die Tatsache des Zugangs eines Schriftstücks und dessen Zeitpunkt sicher nachweisen zu können und dem Adressaten der Zustellung eine zuverlässige Kenntnis von dem zuzustellenden Schriftstück zu vermitteln (BFH-Urteil vom 25. Januar 1994 VIII R 45/92, BFHE 173, 213, BStBl II 1994, 603; BGH-Urteil vom 21. März 2001 VIII ZR 244/00, NJW 2001, 1946, unter II.2.b bb).
"Voraussetzung des § 189 ZPO n.F. ist, dass das Zustellungsobjekt mit einem Zustellungswillen in den Rechtsverkehr gelangt und (schließlich) dem Empfänger tatsächlich zugeht (BGH v. 21.3.2001 - VIII ZR 244/00, MDR 2001, 889 = BGHReport 2001, 756 = NJW 2001, 1946 [1947]).
Eine Heilung durch den tatsächlichen Zugang des Schriftstücks setzt voraus, dass das Schriftstück so in den Machtbereich des Adressaten gelangt, dass er es behalten kann und Gelegenheit zur Kenntnisnahme von dessen Inhalt hat (BGH, NJW 2001, 1946 [1947]).
OLG Hamburg, 14.09.2007 - 6 W 46/07
Vollstreckbarerklärung eines ausländischen Mahnbescheides nur bei korrekter …
Die bloße Ablage des Schriftstücks an einer Stelle, an der auch andere Personen Zugriff haben, erfüllt diese Voraussetzung nicht (vgl. BGH NJW 2001, 1946, 1948).
Kenntnisnahme aufgrund Akteneinsicht heilt missglückte Ersatzzustellung nicht!
OVG Bremen, 09.02.2005 - 1 B 452/04
Heilung einer fehlgeschlagenen Zustellung durch Übersendung der Bundesamtsakte

References: § 181
 § 178
 § 187
 § 189

§ 693
 § 181
 § 187
 § 189
 BGH 
 § 189
 § 189
 § 189
 § 189
 § 189
 § 8
 § 189
 BGH 
 § 189
 § 189
 BGH