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Timestamp: 2019-11-13 12:34:10+00:00

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Patrick_Jane (Alle Beiträge)
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Forum » User » Patrick_Jane
29.01.2019 12:51:57
an sogehts
(Einfach mal meinen Post "richtig" lesen bevor Du antwortest, wäre ein Vorteil)
auf deinen 1. Kommentar: Das ist ein Zitat aus dem FORUM allgemein, Link ist angegeben
auf deinen 2. Kommentar: Das ist ein Zitat aus dem externen Link, Link ist angegeben
29.01.2019 09:38:34
zum Einen hast Du natürlich das koreanische Umsatzsteuergesetz zu beachten! Wenn diese Leistung nach koreanischem Recht in Korea steuerbar und steuerpflichtig ist, schuldest Du auch koreanische Umsatzsteuer. Hierzu lokal informieren!
--> Landsprofil: Südkorea (VAT): Standard-USt-Satz: 10%
https://www.rechnungswesen-portal.de/Fachinfo/Umsatzsteuer/Reverse-Charge-Steuerschuldumkehr-bei-Rechnungen-aus-dem-Ausland.html
Zu Nummer4.--> Leistung aus dem Nicht-EU-Ausland
Nachdem das landesspezifische Umsatzsteuergesetz zum tragen kommt und wahrscheinlich auf eine Steuerfreiheit hinweist (Harmonisierung der Umsatzsteuer)
--> Des weiteren ist die Frage, ob dann evtl. deutsches Umsatzsteuerrecht überhaupt greift! Und wenn JA in welcher FORM
Umsatzsteuergesetz (UStG), § 3a Ort der sonstigen Leistung
Grundsätzlich ist die Dienstleistung (sonstige leistung: SOFTWAREARBEITEN) in Deutschland steuerbar nach § 3a (2) UStG und mangels Befreiung nach § 4 UStG auch steuerpflichtig! Und das zum Regelsteuersatz von 19%.
Es stellt sich danach die Frage, ob auf der Rechnung deutsche Umsatzsteuer offen von DIR ausgewiesen werden muss oder das Reverse-Charge Modell greift.
Das RC-Modell gilt innerhalb der EU überall und außerhalb der EU nur mit ein paar speziellen Ländern!
Wichtig: Unerheblich ist, ob es sich bei dem Vertragspartner um einen im EU-Ausland oder im Drittland (=Südkorea) ansässigen Unternehmer handelt. Die Regelung zur Steuerschuldumkehr unterscheidet hiernach nicht, sondern kommt bei Vorliegen der Voraussetzungen im Übrigen gleichermaßen zur Anwendung.
QUELLE für die Rechnungsstellung:
Die Eingangsrechnung hat gem. § 14 Abs. 4 i.V.m. § 14a Abs. 5 UStG folgende Angaben zu enthalten:
•den vollständigen Namen und die vollständige Anschrift des leistenden Unternehmers,
•den vollständigen Namen und die vollständige Anschrift des Leistungsempfängers,
•die dem leistenden Unternehmer erteilte Umsatzsteueridentifikationsnummer (soweit vorhanden; bei Drittlandsunternehmen Steuernummer),
•die dem Leistungsempfänger erteilte Umsatzsteueridentifikationsnummer,
•das Ausstellungsdatum,
•eine fortlaufende Nummer mit einer oder mehreren Zahlenreihen, die zur Identifizierung der Rechnung vom Rechnungsteller einmalig vergeben wird (Rechnungsnummer),
•die Menge und die handelsübliche Bezeichnung der gelieferten Gegenstände der Lieferung oder die Art und den Umfang der sonstigen Leistung,
•den Zeitpunkt der Lieferung oder der sonstigen Leistung oder der Vereinnahmung des Entgelts oder eines Teils des Entgelts bei Vereinnahmung des Entgelts für eine noch nicht ausgeführte Lieferung oder Leistung,
•das nach Steuersätzen und einzelnen Steuerbefreiungen aufgeschlüsselte Entgelt für die Lieferung oder sonstige Leistung (§ 10) sowie jede im Voraus vereinbarte Minderung des Entgelts, sofern sie nicht bereits im Entgelt berücksichtigt ist und
•einen Hinweis auf die Steuerschuld des Leistungsempfängers. Bei nicht-deutschsprachigen Leistungsempfängern empfiehlt sich der international übliche Hinweis auf das Reverse-Charge-Verfahren in englischer Sprache: „VAT due to the recipient“ oder „Recipient is liable for VAT“.
Achtung: DAS HIER IST KEINE BERATUNG! ALLES OHNE GEWÄHR!
Geändert: Patrick Jane - 29.01.2019 09:49:17
[ Geschlossen] Darf ich Mehrwertsteuer ausweisen bei Versand in ein Drittland wie z.B die Schweiz wenn ich an Privatpersonen verkaufe?, Mehrwertsteuer auf Rechnungen in ein Drittland obwohl es Umsatzsteuerrechtlich nicht vorgeschrieben ist.
28.01.2019 15:51:35
Grundsätzlich ist diese LIEFERUNG in ein Drittland steuerbar aber nach § 4 Nummer 1 i.V. mit § 6 UStG steuerfrei!
Der Empfänger zahlt ja bereits EINFUHRUMSATZSTEUER, also 2 mal Umsatzsteuer. Es wundert mich, dass er das akzeptiert,
aber geht mich ja nichts an.....
(2) Wer in einer Rechnung einen Steuerbetrag gesondert ausweist, obwohl er zum gesonderten Ausweis der Steuer nicht berechtigt ist (unberechtigter Steuerausweis), schuldet den ausgewiesenen Betrag.
Es geht aber generell nicht, dass Du das als Teil deiner Geschäftspolitik siehst. Ein permanentes Erfassen von deutscher USt auf diese steuerfreien Lieferungen führt zu Korrekturmaßnahmen, die Dir das FA dann mitteilt. Aus Versehen ist das ok, aber bitte nicht permanent.
Mehrwertsteuer Kieferothopädische Leistungen
30.01.2019 08:12:44
Titel der Frage: "Mehrwertsteuer Kieferothopädische Leistungen"
Ich fand die Fragestellung grundsätzlich interessant, ob diese Leistungen der Kieferorthopädie MIT oder OHNE USt
fakturiert werden, aus Sicht der Praxis.
Ich habe keine Ahnung warum DU generell deinen Senf dazugeben musst????!!!
29.01.2019 08:58:39
§ 4 Nummer 14.a) UStG
Es ist kein Wahlrecht! Entweder steuerfrei oder steuerpflichtig!
Gemäß § 4 Nr. 14 Satz 4 Buchstabe b UStG ist die Lieferung oder Wiederherstellung von Zahnprothesen und kieferorthopädischen Apparaten umsatzsteuerpflichtig, soweit sie der Zahnarzt in seinem Unternehmen hergestellt oder wiederhergestellt hat. Dies gilt auch, wenn nicht der Zahnarzt selbst, sondern ein bei ihm angestellter Zahntechniker die Arbeit anfertigt.
Eine Besonderheit gilt für kieferorthopädische Apparate: Werden diese für eine Heilbehandlung eingesetzt, steht nicht mehr die zahntechnische Leistung, sondern die Heilbehandlung im Vordergrund. In diesem Fall ist die Lieferung bzw. Überlassung kieferorthopädischer Apparate ohne Umsatzsteuer abzurechnen.
Zahnarzt Z und Kieferorthopäde K haben sich zu einer Gemeinschaftspraxis zusammengeschlossen. Für die kieferorthopädische Behandlung stellen beide in einem von der Praxis unterhaltenen Labor unter anderem Zahnspangen her, die sie ihren Patienten überlassen. Ziel der Behandlung ist es, Missbildungen des Kiefers zu korrigieren oder zu vermindern.
Die Umsätze aus der Tätigkeit als Zahnarzt bzw. Kieferorthopäde sind grundsätzlich umsatzsteuerfrei. Da K und Z die kieferorthopädischen Apparate aber in ihrem eigenen Unternehmen hergestellt haben, müsste die Überlassung der Zahnspange umsatzsteuerpflichtig sein, weil beide in Konkurrenz zu Zahntechnikern getreten sind.
Als Ausnahme von der Ausnahme gilt hier jedoch, dass die ausgeübte Tätigkeit wesentlich durch das Herbeiführen eines Behandlungserfolges im Rahmen einer Heilbehandlung geprägt war. Letztlich ist der Einsatz der Zahnspange also Teil der zahnärztlichen Dienstleistung. Die Rechnung ist daher ohne Umsatzsteuer auszustellen.
UStG und
https://www.iww.de/zp/archiv/umsatzsteuer-umsatzsteuerpflicht-bei-zahnaerztlichen-leistungen--ein-aktueller-ueberblick-f37703
§ 9 UStG:
Das Optionsrecht würde hier ebenfalls nicht greifen, wenn der Umsatz steuerfrei ist!
Geändert: Patrick Jane - 29.01.2019 09:01:50
Liquidation Schlussrechnung + Verbindlichkeiten innerhalb einer Unternehmensgruppe
29.01.2019 09:16:44
auch wenn die FRAGE veraltet ist, dennoch eine Antwort - auch für andere interessierte Leser
Eine Liquidationsbilanz zu machen heißt im Endeffekt nicht anderes, dass Alles
über einen längeren Zeitraum ohne eigentliche Geschäftsaktivität nur noch:
- AV verkauft werden soll
- UV verkauft werden soll
- Forderungen eingetrieben werden sollen
- Verbindlichkeiten bezahlt werden sollen
- Rückstellungen bezahlt werden sollen
Also im günstigsten Falle bleibt
Bank 100.000 und EK 100.000
in der Bilanz übrig, welches an die Gesellschafter ausgekehrt wird und die
Gesellschaft geschlossen wird!
Bzgl. der IC Verbindlichkeiten (wenn kein Geld zum begleichen da ist)
Du kannst im Einzelabschluss nicht einfach die Verbindlichkeit ausbuchen, nur weil
die "andere" Seite die Forderung abwertet. Rechtlich besteht die Verbindlichkeit noch!
1. Rangrücktritt prüfen
liegt das vor, ist die Verbindlichkeit ins EK umzubuchen (über die GuV)
= steuerfreier Sanierungsgewinn
2. Verzichtserklärung einfordern von der Gegenseite
liegt 1. und 2. nicht vor, muss die Verbindlichkeit bis zum Löschen der Gesellschaft im HR
Geändert: Patrick Jane - 28.01.2019 15:41:34
Abgrenzung Außenanlagen und Gebäudekosten
28.01.2019 15:28:46
DU: Im Innenhof befestigte Wege (A) und Fahrradbügel (B) errichtet.
Nun ist die Frage, ob dies schon als Außenanlage gilt oder mit auf die Gebäudekosten aktiviert wird
Meine Antwort: Zu keinem der beiden von Dir genannten Kategorien!
AUSGABEN im Zusammenhang mit einem Gebäude/Grundstück können folgenden Charakter haben:
I. Betriebsausgaben (Aufwand, GuV)
II. Anschaffungskosten für ein Gebäude
III. Anschaffungskosten für ein Grundstück
IV. selbständiges zu aktivierendes Wirtschaftsgut (Aussenanlage oder Betriebsvorrichtung)
Im Einkommensteuerrecht werden Außenanlagen als unselbstständige Gebäudeteile behandelt, wenn sie mit dem Gebäude selbst in einem
einheitlichen Nutzungs- und Funktionszusammenhang stehen, wie z. B. die Fenster, Mauerwerk, Dach). Fehlt ein solcher wirtschaftlicher
Zusammenhang mit dem Gebäude, sind sie als selbstständige unbewegliche Wirtschaftsgüter einzustufen und seperat zu aktivieren und ggfl.
auch seperat abzuschreiben.
Zu den Anschaffungskosten ders Grund- und Bodens gehören: Hof- und Platzbefestigungen, Straßenzufahrten
--> Sie gehören deshalb als Außenanlagen zum Grundstück. Das gilt für Bodenbefestigungen (Straßen, Wege, Plätze). Sie sind im
Allgemeinen zur besseren Befahrbarkeit des Bodens geschaffen; eine besondere Beziehung zu einem auf dem Grundstück
ausgeübten Betrieb fehlt regelmäßig.
Geändert: Patrick Jane - 18.02.2019 07:54:47

References: § 3
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 § 4
 § 14
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 § 6

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§ 9