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Timestamp: 2016-10-28 02:44:49+00:00

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6P.194/2006 (16.02.2007)
6P.194/2006
6S.429/2006 /bri
Beschwerdef�hrer, vertreten durch Rechtsanwalt Dr. Toni Fischer,
Staatsanwaltschaft des Kantons Schwyz, Archiv-gasse 1, 6430 Schwyz,
Art. 9, 29 und 32 BV sowie Art. 6 EMRK (Strafverfahren; willk�rliche Beweisw�rdigung, Grundsatz in dubio pro reo)
6S.429/2006
Fahrl�ssige T�tung (Art. 117 StGB) und fahrl�ssige K�rperverletzung (Art. 125 Abs. 2 StGB)
Staatsrechtliche Beschwerde (6P.194/2006) und Nichtigkeitsbeschwerde (6S.429/2006) gegen das Urteil des Kantonsgerichts des Kantons Schwyz vom 11. April 2006.
A.a X.________ fuhr am 26. M�rz 2003 um ca. 13.45 Uhr mit seinem Lastwagen in Pf�ffikon auf der Churerstrasse in den Kreisverkehrsplatz "Schweizerhof" ein. Dabei verlangsamte er aus einer Geschwindigkeit von ca. 27 km/h auf ca. 0 - 6,5 km/h und beschleunigte anschliessend wieder bis auf ca. 10 km/h X.________ wollte den Kreisverkehrsplatz �ber die n�chstfolgende Ausfahrt rechts wieder verlassen. Innerhalb des Kreises verblieb zwischen dem Lastwagen und dem rechtsseitigen Trottoir ein rund 50 cm breiter Freiraum. Diesen ben�tzte ein Motorfahrradfahrer, der gleichzeitig mit X.________ in den Kreisverkehrsplatz hinein gefahren war. In der Folge kam es innerhalb des Kreises zur Kollision zwischen den beiden Fahrzeugen. Der Motorfahrradfahrer kam zu Fall, st�rzte auf den Gehsteig und zog sich erhebliche Verletzungen zu (stumpfes Brustkorbtrauma mit Rippenserienfraktur links, mit Lungenriss und Zwerchfellverletzung; Schulterblattfraktur links; Lungenprellung; akutes Lungenversagen; Herzrellung; stumpfes Bauchtrauma; Sch�delhirntrauma; Kn�chelfraktur links).
A.b X.________ fuhr am 29. Juli 2003 um ca. 15.20 Uhr mit seinem Lastwagen mit einer Geschwindigkeit von ca. 53 km/h in Thalwil auf der Alten Landstrasse. Beim Hinteren Mettliweg, in welchen X.________ rechter Hand �ber das Trottoir hinweg einm�nden wollte, bremste er ab und hielt f�r einen kurzen Moment ganz oder nahezu ganz an, da er f�r sein Man�ver auf die Gegenfahrbahn ausschwenken musste. Anschliessend beschleunigte er wieder auf ca. 16 km/h und bog wie beabsichtigt nach rechts ab. Aus der gleichen Richtung kommend wie X.________ war zur gleichen Zeit auf dem rechtsseitigen Trottoir ein Passant im Laufschritt unterwegs. Dieser wurde vom abbiegenden Lastwagen auf dem Trottoir erfasst, mitgeschleift, �berrollt und dabei sofort get�tet.
Das Bezirksgericht H�fe sprach X.________ am 4. Juli 2005 der fahrl�ssigen K�rperverletzung (Art. 125 Abs. 2 StGB) im Fall Pf�ffikon und der fahrl�ssigen T�tung (Art. 117 StGB) im Fall Thalwil schuldig und verurteilte ihn zu zwei Monaten Gef�ngnis, unter Gew�hrung des bedingten Strafvollzugs bei einer Probezeit von zwei Jahren, und zu einer Busse von Fr. 2'000.--.
Mit Entscheid vom 11. April 2006 wies das Kantonsgericht Schwyz die von X.________ erhobene Berufung ab und best�tigte das erstinstanzliche Urteil.
X.________ erhebt in einer einzigen Beschwerdeschrift staatsrechtliche Beschwerde und eidgen�ssische Nichtigkeitsbeschwerde, je mit dem Antrag, das Urteil des Kantonsgerichts Schwyz vom 11. April 2006 sei aufzuheben und die Sache zur Neubeurteilung an die Vorinstanz zur�ckzuweisen.
Das Kantonsgericht Schwyz beantragt die Abweisung der Beschwerden, soweit darauf einzutreten sei.
Am 1. Januar 2007 ist der revidierte Allgemeine Teil des Strafgesetzbuches in Kraft getreten. Die neuen Bestimmungen sind hier aber noch nicht von Bedeutung, da das Bundesgericht im Verfahren der Nichtigkeitsbeschwerde nur pr�ft, ob das kantonale Gericht das eidgen�ssische Recht richtig angewendet habe (Art. 269 Abs. 1 BStP), mithin das Recht, welches im Zeitpunkt der Ausf�llung des angefochtenen Urteils noch gegolten hat (BGE 129 IV 49 E. 5.3 mit Hinweisen).
2.1 Nach Art. 90 Abs. 1 lit. b OG muss eine staatsrechtliche Beschwerde die wesentlichen Tatsachen und eine kurz gefasste Darlegung dar�ber enthalten, welche verfassungsm�ssigen Rechte bzw. welche Rechtss�tze und inwiefern sie durch den angefochtenen Erlass oder Entscheid verletzt worden sind. Soweit der Beschwerdef�hrer einzig seine bereits im kantonalen Verfahren erhobenen Tatsachenbehauptungen wiederholt und der Beweisw�rdigung des Kantonsgerichts lediglich seine eigene Sicht der Dinge gegen�ber stellt, ohne zu er�rtern, inwiefern der Entscheid (auch) im Ergebnis verfassungswidrig sein sollte, gen�gt die Beschwerde diesen Begr�ndungsanforderungen nicht (vgl. BGE 124 IV 86 E. 2a). Insoweit kann auf die Beschwerde nicht eingetreten werden.
2.2 In Bezug auf den Schuldspruch wegen fahrl�ssiger schwerer K�rperverletzung im Fall Pf�ffikon r�gt der Beschwerdef�hrer namentlich, das Kantonsgericht habe die Aussagen der Zeugin A.________ willk�rlich gew�rdigt (Art. 9 BV) und hierdurch den Grundsatz in dubio pro reo (Art. 32 Abs. 1 BV; Art. 6 Ziff. 2 EMRK) als Beweisw�rdigungsregel verletzt. Der Beschwerdef�hrer macht geltend, dass sich die Aussagen der Zeugin nur auf die Vorf�lle im Kreis bez�gen. Was vorher geschehen sei, lasse sich diesen Aussagen nicht entnehmen. Es sei daher willk�rlich, wenn das Kantonsgericht aus den Schilderungen der Zeugin den Schluss ziehe, der Freiraum zwischen seinem Lastwagen und dem Trottoir sei zuvor gen�gend gewesen. Vielmehr habe er diesen Freiraum in der Anfahrt zum Kreis durch starkes Rechtsfahren bewusst auf rund 50 cm verengt, um so ein Rechts�berholen durch andere Verkehrsteilnehmer zu verhindern.
Das Kantonsgericht hat unter Bezugnahme auf die Aussagen der Zeugin A.________, wonach der Lastwagen und der Motorfahrradfahrer nebeneinander gefahren seien und der Lastwagen dem Motorfahrrad immer n�her gekommen sei, gefolgert, es treffe nicht zu, dass der Beschwerdef�hrer dem Motorfahrradfahrer durch starkes Rechtshalten verunm�glicht habe, am Lastwagen vorbeizufahren (angefochtenes Urteil S. 9 f.). Wie gross der Abstand zwischen den beiden Fahrzeugen genau gewesen ist, hat das Kantonsgericht nicht ausdr�cklich festgestellt.
Diese Beweisw�rdigung ist nicht willk�rlich und verletzt auch die Unschuldsvermutung nicht, zumal die Zeugin A.________ entgegen der Darstellung des Beschwerdef�hrers ausdr�cklich zu Protokoll gegeben hat, der Lastwagen habe sich nicht erst im Kreis, sondern bereits kurz davor dem neben ihm fahrenden Motorfahrrad immer mehr angen�hert (Zeugeneinvernahme vom 23. Oktober 2003, Akten Bezirksgericht H�fe act. A 12 S. 4).
2.3 Betreffend die Verurteilung wegen fahrl�ssiger T�tung im Fall Thalwil r�gt der Beschwerdef�hrer in verschiedener Hinsicht eine Verletzung seiner verfassungsm�ssigen Rechte:
2.3.1 Er bringt vor, das Kantonsgericht sei in willk�rliche Beweisw�rdigung (Art. 9 BV) verfallen und habe den Grundsatz in dubio pro reo (Art. 32 Abs. 1 BV; Art. 6 Ziff. 2 EMRK) verletzt. Es habe zwar ausdr�cklich festgehalten, dass die Aussagen der Zeuginnen B.________ und C.________ in Bezug auf die Frage, ob der Beschwerdef�hrer den Jogger mit seinem Lastwagen im Vorfeld des Unfalls �berholt habe, widerspr�chlich seien, dann aber trotzdem zulasten des Beschwerdef�hrers auf die Schilderungen der Zeugin B.________ abgestellt, welche die Frage bejaht hatte. Willk�rlich sei die Beweisw�rdigung des Kantonsgerichts �berdies, weil es das Weg-/Zeitdiagramm des Wissenschaftlichen Dienstes der Stadtpolizei Z�rich �bergangen habe, obwohl sich aus diesem ergebe, dass der Beschwerdef�hrer das Opfer nicht �berholt haben k�nne.
Wie es sich damit verh�lt, kann dahingestellt bleiben. Das Kantonsgericht hat n�mlich in einer Eventualerw�gung erkannt, der Beschwerdef�hrer habe sich auch der fahrl�ssigen T�tung schuldig gemacht, wenn zu seinen Gunsten davon ausgegangen werde, dass er das Opfer zuvor nicht �berholt hatte (siehe nachfolgend E. 5.1). Da diese Auffassung gem�ss den nachstehenden Erw�gungen nicht gegen Bundesrecht verst�sst (vgl. E. 5.3 ff. hiernach), ist diese Tatfrage rechtlich unerheblich, weshalb der Beschwerdef�hrer kein rechtlich gesch�tztes Interesse an ihrer Behandlung hat.
2.3.2 Des Weiteren r�gt der Beschwerdef�hrer eine Verletzung seiner Anspr�che auf rechtliches Geh�r (Art. 29 Abs. 2 BV) und auf ein faires Verfahren (Art. 6 Ziff. 1 EMRK), da er den vom Unfallfotodienst der Verkehrsabteilung der Kantonspolizei Z�rich durchgef�hrten Rekonstruktionsmassnahmen nicht habe beiwohnen k�nnen. Auf diese Aufnahmen rund um den Unfallort k�nne aber auch deshalb nicht abgestellt werden, weil der Beschwerdef�hrer f�r sein Abbiegeman�ver auf die Gegenfahrbahn habe ausholen m�ssen und sich deshalb aus den Seitenspiegeln andere als die von der Kantonspolizei Z�rich rekonstruierten Einsichtsbereiche erg�ben.
Aufgrund ihres Anspruchs auf rechtliches Geh�r haben die Prozessbeteiligten grunds�tzlich das Recht, an einem Augenschein teilzunehmen. Eine Ausnahme von dieser Regel ist namentlich zul�ssig, wenn Gefahr in Verzug ist, insbesondere wenn der Verlust oder das Verwischen von Spuren droht (Robert Hauser/Erhard Schweri/Karl Hartmann, Schweizerisches Strafprozessrecht, 6. Auflage 2005, � 65 N. 18, mit Hinweis auf BGE 112 Ia 5 E. 2).
Die Rekonstruktionsmassnahmen der Kantonspolizei Z�rich sind 80 Minuten nach dem Unfall durchgef�hrt worden. Der Grundsatz des rechtlichen Geh�rs beinhaltet nicht auch die Verpflichtung, den Unfallbeteiligten - mithin noch vor Er�ffnung eines Strafverfahrens - ein Teilnahmerecht an solchen spurensichernden Massnahmen einzur�umen. Zudem ist es nicht willk�rlich, diese Unfallfotos in die Beweisw�rdigung einzubeziehen, w�re es dem Beschwerdef�hrer doch durchaus m�glich gewesen, von der aufgenommenen Position aus, d.h. vor dem Ausholen auf die Gegenfahrbahn, mit einem Kontrollblick in den rechten Seitenspiegel zu �berpr�fen, ob sich Passanten auf dem Trottoir befinden.
Die Anspr�che des Beschwerdef�hrers auf rechtliches Geh�r und auf ein faires Verfahren sind somit nicht verletzt worden.
2.4 Die staatsrechtliche Beschwerde ist daher abzuweisen, soweit darauf eingetreten werden kann.
3.1 In der eidgen�ssischen Nichtigkeitsbeschwerde sind Ausf�hrungen, die sich gegen die tats�chlichen Feststellungen des Entscheids richten, sowie das Vorbringen neuer Tatsachen unzul�ssig (Art. 273 Abs. 1 lit. b BStP). Der Kassationshof ist an den von der kantonalen Beh�rde festgestellten Sachverhalt gebunden (Art. 277bis Abs. 1 BStP). Auf die Beschwerde kann somit nicht eingetreten werden, soweit darin von einem abweichenden Sachverhalt ausgegangen wird (BGE 132 IV 132 E. 1.1).
3.2 Mit Nichtigkeitsbeschwerde wendet sich der Beschwerdef�hrer sowohl gegen den Schuldspruch wegen fahrl�ssiger schwerer K�rperverletzung im Fall Pf�ffikon (vgl. nachfolgend E. 4) als auch gegen seine Verurteilung wegen fahrl�ssiger T�tung im Fall Thalwil (vgl. nachfolgend E. 5).
3.3 Gem�ss Art. 125 Abs. 2 beziehungsweise Art. 117 StGB wird mit Gef�ngnis oder Busse bestraft, wer fahrl�ssig einen Menschen schwer am K�rper oder an der Gesundheit sch�digt respektive wer fahrl�ssig den Tod eines Menschen verursacht. Fahrl�ssig begeht der T�ter ein Verbrechen oder Vergehen, wenn die Tat darauf zur�ckzuf�hren ist, dass er die Folgen seines Verhaltens aus pflichtwidriger Unvorsichtigkeit nicht bedacht oder darauf nicht R�cksicht genommen hat (Art. 18 Abs. 3 Satz 1 StGB). Wo besondere Normen ein bestimmtes Verhalten gebieten, bestimmt sich das Mass der dabei zu beachtenden Sorgfalt in erster Linie nach diesen Vorschriften (BGE 122 IV 17 E. 2b/aa mit Hinweisen), vorliegend mithin nach den Bestimmungen des Strassenverkehrsgesetzes vom 19. Dezember 1958 (SVG; SR 741.01) und der Verkehrsregelverordnung vom 13. November 1962 (VRV; SR 741.11).
4.1 Die Vorinstanz begr�ndet die Verurteilung des Beschwerdef�hrers wegen fahrl�ssiger schwerer K�rperverletzung im Fall Pf�ffikon damit, dass er auf den Motorfahrradfahrer nicht gen�gend R�cksicht genommen, keinen gen�genden Sicherheitsabstand gewahrt und dem Motorfahrradfahrer schliesslich den Weg abgeschnitten habe, so dass dieser zu Fall gekommen und verletzt worden sei. Konkret wirft sie dem Beschwerdef�hrer vor, er habe nicht die ihm zumutbare Aufmerksamkeit aufgebracht, sei es, dass er in der Kolonne fahrend den nachfolgenden Verkehr zu wenig beobachtet habe, oder sei es, dass er die Problematik des sichttoten Winkels zu wenig in Rechnung gestellt und infolgedessen die erforderlichen Vorsichtsmassnahmen unterlassen habe.
4.2 Der Beschwerdef�hrer bringt vor, er habe es Rad- und Motorfahrradlenkern durch starkes Rechtshalten bewusst verunm�glicht, an seinem Lastwagen rechts vorbeizufahren. Folglich habe er auch nicht damit rechnen m�ssen, dass sich das Opfer in unvern�nftiger Art und Weise mit seinem Motorfahrrad auf dem bloss rund 50 cm breiten Freiraum zwischen Lastwagen und Trottoir durchzw�nge.
4.3 Nach st�ndiger bundesgerichtlicher Rechtsprechung m�ssen die F�hrer von Lastwagen mit einem sichttoten Winkel sich den Gefahren, die sich aus der fehlenden Einsehbarkeit einzelner Bereiche ergeben, bewusst sein. Der Chauffeur muss die ihm m�glichen Massnahmen treffen, um das Risiko zu beseitigen, wenn nach den Umst�nden die nahe M�glichkeit besteht, dass sich Verkehrsteilnehmer rechts von seinem Fahrzeug im verdeckten Sichtbereich befinden k�nnten. Dazu geh�rt, dass er dieser Gefahr im Sinne einer vorausschauenden Vorsicht besondere Aufmerksamkeit schenkt und das Verkehrsgeschehen im Hinblick auf sein beabsichtigtes Fahrman�ver beobachtet. Eine Sorgfaltspflichtverletzung kann dem Lastwagenlenker nur nicht zur Last gelegt werden, wenn er auch bei Aufwendung aller geh�rigen und zumutbaren Vorsicht einen im sichttoten Bereich seines Fahrzeugs verborgenen anderen Verkehrsteilnehmer nicht h�tte erkennen k�nnen und er mit einem solchen aufgrund der konkreten Verh�ltnisse auch nicht rechnen musste (BGE 127 IV 34 E. 3b mit Hinweisen).
4.4 Der Beschwerdef�hrer hat gem�ss den tats�chlichen Feststellungen der Vorinstanz erst beim Verlassen des Kreises das erste Mal in den R�ck- respektive in die Seitenspiegel geschaut. H�tte er dem nachfolgenden Verkehr bereits w�hrend der verlangsamten Anfahrt zum Kreisverkehrsplatz Beachtung geschenkt, so h�tte er das herannahende und kurz vor dem Kreis rechts neben ihm fahrende Motorfahrrad sehen k�nnen und m�ssen.
Des Weiteren ist sich der Beschwerdef�hrer gem�ss den tats�chlichen Feststellungen der Vorinstanz auch bewusst gewesen, dass er den Motorfahrradfahrer zuvor �berholt hat. Dementsprechend h�tte der Beschwerdef�hrer im Kolonnenverkehr damit rechnen m�ssen, dass der Motorfahrradfahrer in seinen sichttoten Winkel aufschliessen und er ihn bei seinem beabsichtigten Abbiegeman�ver aus dem Kreis gef�hrden k�nnte.
Sodann hat die Vorinstanz unter Bezugnahme auf die Aussagen der Zeugin A.________, wonach der Lastwagen und das Motorfahrrad nebeneinander gefahren und der Beschwerdef�hrer immer n�her zum Motorfahrrad gekommen sei, mit Recht gefolgert, dass f�r den Motorfahrradfahrer zu Beginn gen�gend freier Raum im Sinne von Art. 42 Abs. 3 und 4 VRV bestanden hatte, um rechts neben der Motorfahrzeugkolonne vorbeizufahren. H�lt der Chauffeur aber einen so weiten Abstand vom rechten Strassenrand ein, dass er regelkonform rechts �berholt werden kann, ist er zu besonderer Vorsicht verpflichtet und muss alle Vorkehren treffen, um den sich aus diesem Umstand ergebenden Gefahren begegnen zu k�nnen. Er darf erst nach rechts abbiegen beziehungsweise einen Kreisverkehrsplatz rechter Hand verlassen, wenn er durch Beobachten des rechten Aussenspiegels die Gewissheit erlangt hat, dass er dabei nicht mit einem anderen Verkehrsteilnehmer kollidieren werde. Kann er dies nicht mit Sicherheit ausschliessen, so hat er sein Man�ver jedenfalls langsam im Sinne eines schrittweisen Vortastens auszuf�hren (BGE 127 IV 34 E. 3c/bb).
4.5 Nichts zu seinen Gunsten abzuleiten vermag der Beschwerdef�hrer aus dem Umstand, dass er in der Anfahrt zum Kreisverkehrsplatz den rechten Blinker gestellt hat. Selbst eine pflichtgem�sse Zeichengebung - vorliegend h�tte der Beschwerdef�hrer ohnehin erst das Verlassen des Kreises anzeigen m�ssen (vgl. Art. 41b Abs. 2 VRV) - kann den Fahrzeugf�hrer nicht von der gebotenen Vorsicht entbinden (vgl. hierzu BGE 91 IV 10 E. 1; ferner BGE 125 IV 83 E. 2a). Das Bet�tigen des Blinkers konnte dem Beschwerdef�hrer folglich keine Sicherheit verschaffen, dass nicht ein Motorfahrradfahrer rechts aufschliessen w�rde.
4.6 Da der Motorfahrradlenker regelkonform gefahren ist, ist dessen Verhalten entgegen der Auffassung des Beschwerdef�hrers offensichtlich nicht derart abwegig oder unvern�nftig gewesen, dass es den Kausalzusammenhang unterbrochen h�tte und als wahrscheinlichste Ursache des Erfolgs erscheinen w�rde. Nichts anderes w�rde aber selbst dann gelten, wenn sich der Motorfahrradfahrer regelwidrig durch einen zu schmalen Freiraum gezw�ngt h�tte.
4.7 Die Vorinstanz hat folglich zu Recht erkannt, der Beschwerdef�hrer habe nicht die ihm zumutbare Aufmerksamkeit aufgebracht, da er einerseits im Kolonnenverkehr nicht auf den nachfolgenden Verkehr achtete und andererseits den Gefahren des sichttoten Winkels nicht durch erh�hte Vorsicht begegnete. Der Unfall w�re somit bei Anwendung der geh�rigen Sorgfalt voraussehbar und vermeidbar gewesen.
Die Verurteilung des Beschwerdef�hrers wegen fahrl�ssiger K�rperverletzung im Fall Pf�ffikon verst�sst demnach nicht gegen Bundesrecht. Die Nichtigkeitsbeschwerde ist daher in diesem Punkt abzuweisen, soweit darauf einzutreten ist.
5.1 In Bezug auf den Schuldspruch wegen fahrl�ssiger T�tung im Fall Thalwil hat die Vorinstanz in sachverhaltlicher Hinsicht festgestellt, dass der Beschwerdef�hrer am Opfer, welches im Laufschritt unterwegs war, vorbeigefahren ist. Die Vorinstanz folgert hieraus, dass der Beschwerdef�hrer dieses somit h�tte wahrnehmen k�nnen. Eventualiter erw�gt die Vorinstanz, dass das Verhalten des Beschwerdef�hrers jedoch selbst den Tatbestand der fahrl�ssigen T�tung erf�llte, wenn zu seinen Gunsten davon ausgegangen werde, dass er den Jogger zuvor nicht �berholt hatte. Auch unter dieser Annahme habe er bei seinem Abbiegeman�ver mit Personen im sichttoten Bereich rechnen m�ssen und den sich hieraus ergebenden Gefahren nicht hinreichend Rechnung getragen.
5.2 Der Beschwerdef�hrer r�gt, die Vorinstanz werfe ihm zu Unrecht mangelnde Aufmerksamkeit vor. Aus der Position, aus welcher er zum Abbiegen angesetzt habe, habe er den Jogger nicht erkennen k�nnen. Entgegen den Ausf�hrungen im angefochtenen Urteil habe aber von ihm der Beizug einer Hilfsperson f�r sein Abbiegeman�ver nicht gefordert werden k�nnen.
5.3 Die Vorinstanz er�rtert zutreffend, dass der Beschwerdef�hrer in der vorliegenden Situation unzweifelhaft mit Passanten im sichttoten Bereich hat rechnen und die hieraus erwachsenden Risiken durch erh�hte Aufmerksamkeit und geeignete Vorkehrungen h�tte ausschalten m�ssen. Der Beschwerdef�hrer h�tte mithin erst nach rechts abbiegen d�rfen, wenn er durch Beobachten des rechten Aussenspiegels sicher sein konnte, dass er nicht mit einem Passanten kollidieren werde. Ohne diese Gewissheit aber h�tte der Beschwerdef�hrer jedenfalls sein Abbiegeman�ver statt mit ca. 16 km/h im Schritttempo ausf�hren m�ssen. Dass er zwingend eine Hilfsperson h�tte beiziehen m�ssen, hat die Vorinstanz nicht verlangt. Vielmehr listet sie den Beizug einer Hilfsperson ausdr�cklich bloss beispielhaft als m�gliche Massnahme auf (angefochtenes Urteil S. 17).
5.4 Die Vorinstanz hat auch zutreffend erwogen, das Verhalten des Opfers, welches mit Kopfh�rern gelaufen war und den Blick auf den Boden gerichtet hatte, sei nicht derart ungew�hnlich gewesen, dass damit schlechthin nicht habe gerechnet werden m�ssen. Es liegt mithin kein den Kausalzusammenhang unterbrechendes Opfermitverschulden vor.
5.5 Zusammenfassend ist festzuhalten, dass es f�r den Beschwerdef�hrer voraussehbar war, dass sich im sichttoten Bereich seines Lastwagens auf dem Trottoir ein Fussg�nger aufhalten k�nnte - selbst wenn er diesen zuvor nicht �berholt haben sollte. Diesem gegen�ber war er zu besonderer Vorsicht verpflichtet und h�tte ihm den Vortritt gew�hren m�ssen (vgl. Art. 15 Abs. 3 und Art. 41 Abs. 2 VRV). Diese Pflichten hat der Beschwerdef�hrer sorgfaltswidrig missachtet mit der ad�quat kausalen Folge, dass der Jogger vom Lastwagen erfasst, �berfahren und t�dlich verletzt wurde.
Das angefochtene Urteil h�lt somit auch in Bezug auf den Schuldspruch wegen fahrl�ssiger T�tung im Fall Thalwil vor Bundesrecht stand, und die Nichtigkeitsbeschwerde ist in diesem Punkt abzuweisen, soweit darauf einzutreten ist.
Die Beschwerden sind demnach abzuweisen, soweit darauf eingetreten werden kann. Bei diesem Ausgang der Verfahren tr�gt der Beschwerdef�hrer die Kosten (Art. 156 Abs. 1 OG; Art. 278 Abs. 1 BStP).
Dieses Urteil wird dem Beschwerdef�hrer, der Staatsanwaltschaft des Kantons Schwyz und dem Kantonsgericht des Kantons Schwyz schriftlich mitgeteilt.

References: Art. 9
 Art. 6
in dubio
 Art. 90
 BGE 
in dubio
 Art. 6
in dubio
 Art. 6
 BGE 
 Art. 125
 Art. 117
 Art. 42
 Art. 41
 BGE 
 BGE 
 Art. 15
 Art. 41
 Art. 278