Source: https://www.isa-guide.de/category/isa-law/page/171
Timestamp: 2020-02-18 23:02:31+00:00

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ISA-LAW – Seite 171 – ISA-GUIDE
In den USA ist eine Sammelklage gegen Yahoo, Google und sonstige Suchmaschinenbetreiber erhoben worden. Diesen wird vorgeworfen, illegales Internet-Glücksspiel, insb. Online-Casinos, mittelbar unterstützt zu haben, indem sie Suchbegriffe wie „illegal gambling“, „Internet gambling“ oder „California gambling“ an Dritte verkauft hätten. Die aktuelle gerichtliche Auseinandersetzung ist lediglich ein aktuelles Ereignis aus einer langen Kette. Anfang März 2004 hatten die Suchmaschinen-Betreiber erklärt, ihre Online-Casino-Werbung in den USA einzustellen…
LG München I: Erlaubte Gewinnspiele bei 9 Live
Vor kurzem hatten wir über die Entscheidung des LG München I berichtet. Inhaltlich ging es darum, dass eine Zuschauerin dem Fernsehsender „9 Live“ verbieten lassen wollte, seine Telefon-Gewinnspiele im Fernsehen zu veranstalten. Die Klägerin war der Ansicht, der Moderator der Sendung provoziere bewusst die kostenpflichtige Anwahl der 0137-Rufnummer, indem er vorgebe, es habe sich noch kein Teilnehmer gefunden. Wenn man dann aber die umworbene Rufnummer anwähle, so gelange man nur zu einem Band mit einer elektronischen Ansage, das einem mitteile, dass man nicht beim Moderator gelandet sei.
Hessisches Online-Roulette & rechtliche Rahmenbedingungen
Seit kurzem bietet die Spielbank Wiesbaden das erste deutsche Online-Roulette an. Etwas Ähnliches hatte schon einmal die Stadt Hamburg versucht, war aber aus formal-juristischen Gründen gescheitert, weil die entsprechende Gesetzesnorm nur dazu berechtigte, Präsenzspiele innerhalb der gesetzlichen Grenzen der Hansestadt zuzulassen. Ausgangspunkt war damals § 6 Abs.4 Hmb. SpielbankG, wonach der Hamburger Senat ermächtigt wurde eine Spielordnung zu erlassen, in der nähere Details wie Kreis der Berechtigten, die Spielzeiten und die zugelassenen Spiele festzulegen waren.
EuGH: Ungleiche Steuer auf Geldspielautomaten rechtswidrig?
Derzeit liegt beim Europäischen Gerichtshof (EuGH) eine Vorabentscheidungs-Anfrage des Bundesfinanzhof (BFH). Der BFH sollte ursprünglich beurteilen, ob es rechtmäßig ist, wenn Geldspielautomaten, die in öffentlichen Spielhallen aufgestellt sind, nicht der Umsatz-Steuerpflicht unterliegen, während solche, die in privaten Spielhallen stehen, steuerpflichtig sind. Da inhaltlich europarechtliche Vorschriften (6. Umsatzsteuer-RiL 77/388/EWG) tangiert sind, hat der BFH diese Frage dem EuGH vorab zur Entscheidung vorgelegt (BFH, Beschl. v. 6.11.2002 – Az.: V R 7/02).
Wir hatten über die Entscheidung des OVG NRW (Beschl. v. 14.05.2004 – Az.: 4 V 2096/03) berichtet, vgl. die ISA-Casinos v. 26.05.2004. Nun liegt die Entscheidung im Volltext vor. Es ging hier um die Problematik, ob die in Thüringen wirksame, noch aus DDR-Zeiten stammende Landesgenehmigung zur Veranstaltung von Sportwetten ausreicht, um eine Niederlassung auch in NRW zu betreiben. Dies hat das OVG NRW klar abgelehnt:
VG München: Glücksspiel mit europäischer Lizenz rechtswidrig
Die Entwicklung in Sachen Glücksspiel-Recht in Deutschland in den vergangenen Monaten ist außerordentlich turbulent. Ende letzten Jahres hat der EuGH eine grundlegende Entscheidung in Sachen Glücksspiele getroffen („Gambelli“). Seitdem streiten die deutschen Gerichte munter miteinander. Nun hatte das VG München ebenfalls eine Entscheidung zu diesem Themenkomplex zu treffen.
Im Rahmen einer anderweitigen Auseinandersetzung, bei der es um die Haftung für die Verlinkung auf eine Glücksspiel-Webseite ging hat der BGH auch Randbemerkungen zur bekannten „Gambelli“-Entscheidung des EuGH gemacht. Seit „Gambelli“ streiten die deutschen Gerichte miteinander, ob denn nun die Lizenz eines europäischen Staates ausreicht oder ob es einer deutschen Genehmigung bedarf. Nun hat der BGH erstmals in Form einer Randbemerkung zu diesem Problem Stellung genommen, sich jedoch einer endgültigen Wertung enthalten, da dies für den zu beurteilenden Fall unerheblich war:
1…169170171172173…176
US-Urteil: Privat­darlehen im illegalen Glücksspiel-Milieu müssen zurückgezahlt werden

References: § 6
 EuGH 
 EuGH 
 BGH 
 EuGH 
 BGH