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Timestamp: 2016-12-05 14:56:24+00:00

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BAG, 23.06.2009 - 1 ABR 23/08 - Allgemeiner Unterlassungsanspruch des Betriebsrats bei Versetzungen | Urteile auf anwalt24.de
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BAG, 23.06.2009 - 1 ABR 23/08 - Allgemeiner Unterlassungsanspruch des Betriebsrats bei Versetzungen
BundesarbeitsgerichtBeschl. v. 23.06.2009, Az.: 1 ABR 23/08Gericht: BAGEntscheidungsform: BeschlussDatum: 23.06.2009Referenz: JurionRS 2009, 25015Aktenzeichen: 1 ABR 23/08 Verfahrensgang:vorgehend:ArbG Düsseldorf - 05.09.2007 - AZ: 4 BV 32/07LAG Düsseldorf - 29.02.2008 - AZ: 9 TaBV 91/07Rechtsgrundlagen:§ 23 Abs. 3 BetrVG§ 87 Abs. 1 BetrVG§ 95 Abs. 1 BetrVG§ 95 Abs. 3 BetrVG§ 99 Abs. 1 BetrVG§ 100 Abs. 2 BetrVG§ 101 BetrVG§ 253 Abs. 2 Nr. 2 ZPO§ 256 Abs. 1 ZPOFundstellen:BAGE 131, 145 - 154ArbR 2009, 214ArbRB 2009, 362-363AuR 2010, 84AUR 2010, 84BB 2010, 768-769EBE/BAG 2009, 181-184EWiR 2010, 239EzA-SD 24/2009, 8-9FA 2009, 383FA 2010, 27MDR 2010, 157NJW 2010, 172-175NZA 2009, 1430-1434RdW 2010, 118-119SAE 2010, 220-224schnellbrief 2010, 3ZBVR online 2010, 2-5 (Volltext mit red. LS u. Anm.)ZTR 2010, 46-47Orientierungssatz:1. Die Entscheidung des Gesetzgebers für den Aufhebungsanspruch nach § 101 Satz 1 BetrVG schließt einen allgemeinen Unterlassungsanspruch des Betriebsrats zur Verhinderung betriebsverfassungswidrig durchgeführter personeller Einzelmaßnahmen aus.2. Der allgemeine Unterlassungsanspruch ist nicht nur hinsichtlich unbefristeter oder doch auf längere Zeit geplanter, sondern auch hinsichtlich nur kurzzeitig beabsichtigter Maßnahmen ausgeschlossen. Eine spezifische Schutzlücke besteht insoweit nicht.3. Wird dem Arbeitnehmer ein anderer Arbeitsbereich iSv. § 95 Abs. 3 Satz 1, § 81 Abs. 1 Satz 1 BetrVG für die Dauer von weniger als einem Monat zugewiesen, liegt darin eine mitbestimmungspflichtige Versetzung nur, falls sich dadurch zugleich die äußeren Arbeitsumstände - erheblich - ändern.Amtlicher Leitsatz:Dem Betriebsrat steht kein allgemeiner, von den Voraussetzungen des § 23 Abs. 3 BetrVG unabängiger Unterlassungsanspruch zur Seite, um eine gegen § 99 Abs. 1 Satz 1 BetrVG oder § 100 Abs. 2 BetrVG verstoßende personelle Einzelmaßnahme zu verhindern.Tenor:1. Auf die Rechtsbeschwerde der Arbeitgeberin wird der Beschluss des Landesarbeitsgerichts Düsseldorf vom 29. Februar 2008 - 9 TaBV 91/07 - aufgehoben, soweit dieses der Beschwerde des Betriebsrats stattgegeben und die Arbeitgeberin zur Unterlassung verpflichtet hat. Die Beschwerde des Betriebsrats gegen den Beschluss des Arbeitsgerichts Düsseldorf vom 5. September 2007 - 4 BV 32/07 - wird in vollem Umfang zurückgewiesen.2. Die Rechtsbeschwerde des Betriebsrats gegen den Beschluss des Landesarbeitsgerichts wird zurückgewiesen.

References: § 101
 § 95
 § 81
 § 23
 § 99
 § 100