Source: https://www.ris.bka.gv.at/JustizEntscheidung.wxe?Abfrage=Justiz&Dokumentnummer=JJT_20170720_OGH0002_0050OB00217_16X0000_000&IncludeSelf=False
Timestamp: 2020-01-20 20:25:14+00:00

Document:
RIS - Rechtssätze für 5Ob217/16x - Justiz (OGH, OLG, LG, BG, OPMS, AUSL)
Rechtssatz für 2Ob555/84 1Ob707/87 3Ob...
RS0070705
2Ob555/84; 1Ob707/87; 3Ob508/88; 2Ob562/88; 7Ob657/88; 8Ob609/90; 7Ob570/91; 7Ob576/91; 7Ob578/91; 6Ob576/91; 8Ob563/91; 6Ob9/02w; 3Ob216/03s; 2Ob79/03m; 8Ob94/12z; 3Ob181/13h; 8Ob105/14w; 7Ob204/14x; 5Ob217/16x; 9Ob21/19f
Ein als wichtig und bedeutsam bezeichneter Umstand kann nur dann als Kündigungsgrund gewertet werden, wenn er den anderen im § 30 Abs 2 MRG aufgezählten Fällen an Bedeutung nahekommt.
2 Ob 555/84
Entscheidungstext OGH 22.05.1984 2 Ob 555/84
Veröff: MietSlg XXXVI/20
1 Ob 707/87
Entscheidungstext OGH 20.01.1988 1 Ob 707/87
3 Ob 508/88
Entscheidungstext OGH 02.03.1988 3 Ob 508/88
Veröff: SZ 61/52 = MietSlg XL/11
2 Ob 562/88
Entscheidungstext OGH 12.07.1988 2 Ob 562/88
7 Ob 657/88
Entscheidungstext OGH 20.10.1988 7 Ob 657/88
Veröff: ImmZ 1989,153
8 Ob 609/90
Entscheidungstext OGH 12.07.1990 8 Ob 609/90
Beisatz: Hier: Es kann also nicht der Eigenbedarf schlechthin, sondern nur ein ganz bestimmter Fall von Eigenbedarf als Endigungsgrund für das Mietverhältnis rechtswirksam vereinbart werden und dieser Fall muss sodann tatsächlich eingetreten sein. (T1)
Veröff: WoBl 1992/18 , 21
7 Ob 570/91
Entscheidungstext OGH 25.07.1991 7 Ob 570/91
Veröff: ImmZ 1991,388
7 Ob 576/91
Entscheidungstext OGH 25.07.1991 7 Ob 576/91
7 Ob 578/91
Entscheidungstext OGH 04.09.1991 7 Ob 578/91
Beisatz: Die Veräußerung des Bestandobjektes für sich allein ist kein wichtiger Umstand für die Kündigung. (T2)
6 Ob 576/91
Entscheidungstext OGH 12.09.1991 6 Ob 576/91
8 Ob 563/91
Entscheidungstext OGH 10.10.1991 8 Ob 563/91
Veröff: EvBl 1992/102 S 446 = JBl 1992,534
Vgl auch; Beisatz: Welcher nach § 30 Abs 2 Z 13 MRG im Vertrag schriftlich als Kündigungsgrund vereinbarte Umstand als für den Vermieter "wichtig und bedeutsam" anzusehen ist, ist jedenfalls eine Frage der Wertung des Einzelfalls. Nichts anderes gilt für die von der Judikatur des Obersten Gerichtshofs geforderte Bestimmtheit. (T3)
Auch; Beisatz: Ein Erfordernis, bereits in den Mietvertrag aufzunehmen, dass der vereinbarte Kündigungsgrund, der ohnehin einem wichtigen Kündigungsgrund nahekommen muss, für den Vermieter "wichtig und bedeutsam" ist, bzw, aus welchen Gründen dieser vereinbarte Kündigungsgrund "wichtig und bedeutsam" sein soll, lässt sich dem Gesetz nicht entnehmen. (T4)
Beisatz: Hier: Beendigung eines Fruchtgenussrechts. (T5)
9 Ob 21/19f
Entscheidungstext OGH 15.05.2019 9 Ob 21/19f
Beis wie T3; Beisatz: Hier: Beurteilung folgender in den Nutzungsvertrag aufgenommenen Klausel: „Das Mitglied verpflichtet sich, innerhalb von sechs Monaten ab Vertragsbeginn bestehende Miet- oder sonstige Rechte an einer anderen Wohnung nachweislich aufzugeben und auf Verlangen der Genossenschaft entsprechende Urkunden, wie Kündigungsschreiben oder Aufhebungsvereinbarungen, vorzulegen. Sollte das Mitglied dieser Verpflichtung nicht nachkommen, wird dies ausdrücklich als wichtiger Kündigungsgrund im Sinne des § 30 Abs 1 und Abs 2 Z 13 MRG vereinbart […].“ (T6)
ECLI:AT:OGH0002:1984:RS0070705
JJR_19840522_OGH0002_0020OB00555_8400000_001
Rechtssatz für 5Ob7/86 2Ob215/10x 5Ob3...
RS0069659
5Ob7/86; 2Ob215/10x; 5Ob33/16p; 5Ob217/16x; 5Ob223/17f
MRG §9 Abs1
Unwesentliche und daher ohne Zustimmung des Vermieters ja selbst ohne seine Befassung gestattete Änderungen am Bestandobjekt sind nur solche, die geringfügig, nicht erheblich und leicht wieder zu beseitigen sind, schutzwürdigen Interessen des Vermieters nicht widersprechen und Bestand und Wert des Mietgegenstandes nicht beeinträchtigen können.
5 Ob 7/86
Entscheidungstext OGH 11.03.1986 5 Ob 7/86
Veröff: MietSlg XXXVIII/13
Beisatz: Wann eine Veränderung wesentlich und wann sie unwesentlich ist, konkretisiert die Verkehrsauffassung. (T1)
5 Ob 33/16p
Entscheidungstext OGH 14.06.2016 5 Ob 33/16p
Auch; nur: Unwesentliche Änderungen sind ohne Zustimmung des Vermieters ja selbst ohne seine Befassung gestattet. (T2)
5 Ob 223/17f
Entscheidungstext OGH 21.12.2017 5 Ob 223/17f
ECLI:AT:OGH0002:1986:RS0069659
JJR_19860311_OGH0002_0050OB00007_8600000_001
Rechtssatz für 5Ob96/88 5Ob78/00g 5Ob1...
RS0083344
5Ob96/88; 5Ob78/00g; 5Ob111/02p; 5Ob72/14w; 5Ob162/14f; 5Ob156/14y; 5Ob187/14g; 5Ob169/14k; 5Ob64/14v; 5Ob126/16i; 5Ob183/16x; 5Ob217/16x
WGG 1979 §14
Das Sollentgelt im Sinne des Kostendeckungsprinzips bedeutet nicht, daß die danach errechneten Beträge ohne Rücksicht auf die zwischen dem Mieter oder Nutzungsberechtigten und der gemeinnützigen Bauvereinigung bestehende Vereinbarung eingehoben werden könnten. (hier: Aufwertung des Mietzinses nach SEBG 1954).
5 Ob 96/88
Entscheidungstext OGH 31.10.1989 5 Ob 96/88
Veröff: WoBl 1990,22 (Würth) = MietSlg XLI/32
Vgl; Beisatz: Die Rechtsprechung zur Rechtslage vor dem 2. WÄG ließ eine Entgeltserhöhung im Wege der Berücksichtigung der Schillingeröffnungsbilanz nicht zu. (T1)
5 Ob 111/02p
Entscheidungstext OGH 14.05.2002 5 Ob 111/02p
Vgl auch; nur: Das Sollentgelt im Sinne des Kostendeckungsprinzips bedeutet nicht, daß die danach errechneten Beträge ohne Rücksicht auf die zwischen dem Mieter oder Nutzungsberechtigten und der gemeinnützigen Bauvereinigung bestehende Vereinbarung eingehoben werden könnten. (T2); Beisatz: Das WGG verfolgt kein Konzept gesetzlicher Mietzinse, sondern erfordert die zumindest konkludente Vereinbarung des Mietzinses, bzw aller seiner Komponenten gemäß § 14 Abs 1 WGG. (T3)
5 Ob 187/14g
Entscheidungstext OGH 23.10.2014 5 Ob 187/14g
5 Ob 64/14v
Entscheidungstext OGH 16.12.2014 5 Ob 64/14v
Beis wie T3; Veröff: SZ 2014/129
5 Ob 126/16i
Entscheidungstext OGH 22.11.2016 5 Ob 126/16i
5 Ob 183/16x
Entscheidungstext OGH 27.06.2017 5 Ob 183/16x
Auch; nur T2; Bei ähnlich wie T3
ECLI:AT:OGH0002:1989:RS0083344
JJR_19891031_OGH0002_0050OB00096_8800000_001
Rechtssatz für 7Ob570/91 7Ob576/91 3Ob...
RS0070739
7Ob570/91; 7Ob576/91; 3Ob185/07p; 5Ob205/07v; 1Ob180/09s; 3Ob181/13h; 8Ob105/14w; 7Ob204/14x; 5Ob183/16x; 5Ob217/16x
Jene Tatsache, die nach § 30 Abs 2 Z 13 MRG einen Kündigungsgrund bilden soll, muss bereits im Mietvertrag zur Gänze konkret angeführt sein. Es geht nicht an, nur einen allgemeinen Tatbestand (zB Verkauf oder Eigenbedarf) zu nennen und die Konkretisierung der Kündigung zu überlassen.
Auch; Beisatz: Hier: Mit der Vertragsformulierung „... für Eisenbahnbetriebszwecke benötigt" wird nur ganz allgemein der Eigenbedarf des Eisenbahnunternehmens angeführt - Bestimmtheit verneint. (T1)
Auch; Beisatz: Hier: Eine Auslegung des Vertrags im Sinn einer Einschränkung auf gewichtige Änderungen kommt wegen des Bestimmtheitserfordernisses nicht in Betracht, weil die Kündigungsvereinbarung den geltend gemachten Kündigungstatbestand nicht einmal andeutungsweise erläutert. (T2)
Auch; Beisatz: Dem Mieter soll dadurch klar vor Augen geführt werden, welche künftigen Ereignisse zu einer Auflösung des Mietvertrages führen können. (T3)
ECLI:AT:OGH0002:1991:RS0070739
JJR_19910725_OGH0002_0070OB00570_9100000_001
3Ob542/91; 2Ob545/91; 6Ob628/94; 6Ob9/02w; 3Ob216/03s; 2Ob79/03m; 3Ob185/07p; 5Ob205/07v; 1Ob180/09s; 8Ob94/12z; 3Ob181/13h; 8Ob105/14w; 7Ob204/14x; 5Ob217/16x; 4Ob133/18i; 9Ob21/19f
Beis wie T1; Beis wie T7; Beisatz: Hier: Beurteilung folgender in den Nutzungsvertrag aufgenommenen Klausel: „Das Mitglied verpflichtet sich, innerhalb von sechs Monaten ab Vertragsbeginn bestehende Miet- oder sonstige Rechte an einer anderen Wohnung nachweislich aufzugeben und auf Verlangen der Genossenschaft entsprechende Urkunden, wie Kündigungsschreiben oder Aufhebungsvereinbarungen, vorzulegen. Sollte das Mitglied dieser Verpflichtung nicht nachkommen, wird dies ausdrücklich als wichtiger Kündigungsgrund im Sinne des § 30 Abs 1 und Abs 2 Z 13 MRG vereinbart […].“ (T8)
Rechtssatz für 5Ob92/91 5Ob97/91 5Ob10...
RS0083326
5Ob92/91; 5Ob97/91; 5Ob100/91; 5Ob91/91; 5Ob99/91; 5Ob96/91; 5Ob94/91; 5Ob95/91; 5Ob98/91; 5Ob106/91; 5Ob93/91; 5Ob17/92; 5Ob117/11h; 5Ob217/16x
WGG 1979 §13 Abs1
Ausgehend von dem in § 13 Abs 1 WGG normierten Kostendeckungsprinzip dürfen den Mietern bzw Nutzungsberechtigten unter den genannten Titeln (Planung, örtliche Bauaufsicht, Bauverwaltung, Bauüberwachung) keine höheren als die den tatsächlichen Kosten entsprechenden angerechnet werden. Insbesondere darf eine bestimmte Leistung nur einmal, nicht aber mehrmals, zB einmal als Bestandteil eines Pauschalbetrages (Bauverwaltung und Bauüberwachung), das andere Mal unter dem Titel örtliche Bauaufsicht oder Planung verrechnet werden.
5 Ob 92/91
Entscheidungstext OGH 22.10.1991 5 Ob 92/91
5 Ob 97/91
Entscheidungstext OGH 22.10.1991 5 Ob 97/91
5 Ob 100/91
Entscheidungstext OGH 22.10.1991 5 Ob 100/91
5 Ob 91/91
Entscheidungstext OGH 22.10.1991 5 Ob 91/91
5 Ob 99/91
Entscheidungstext OGH 22.10.1991 5 Ob 99/91
Veröff: WoBl 1992,37
5 Ob 96/91
Entscheidungstext OGH 22.10.1991 5 Ob 96/91
5 Ob 94/91
Entscheidungstext OGH 22.10.1991 5 Ob 94/91
5 Ob 95/91
Entscheidungstext OGH 22.10.1991 5 Ob 95/91
5 Ob 98/91
Entscheidungstext OGH 22.10.1991 5 Ob 98/91
5 Ob 106/91
Entscheidungstext OGH 12.11.1991 5 Ob 106/91
5 Ob 93/91
Entscheidungstext OGH 22.10.1991 5 Ob 93/91
5 Ob 17/92
Entscheidungstext OGH 10.03.1992 5 Ob 17/92
5 Ob 117/11h
Entscheidungstext OGH 13.12.2011 5 Ob 117/11h
ECLI:AT:OGH0002:1991:RS0083326
JJR_19911022_OGH0002_0050OB00092_9100000_007
Rechtssatz für 5Ob18/95 5Ob248/01h 5Ob...
RS0083301
5Ob18/95; 5Ob248/01h; 5Ob111/02p; 7Ob298/02b; 5Ob270/02w; 8Ob59/10z; 5Ob64/14v; 5Ob217/16x
WGG 1979 §13
WGG 1979 §21 Abs1 Z1
Preisvereinbarungen, die im Anwendungsbereich des WGG vom Kostendeckungsprinzip des § 13 WGG abweichen, sind nur relativ, dh insoweit nichtig, als sie den Vertragspartner der gemeinnützigen Bauvereinigung benachteiligen. (Hier: nicht von vornherein als rechtsunwirksam angesehen werden kann eine Preisvereinbarung, wonach die Wohnungseigentumsbewerber die vom Amt der oö Landesregierung bei Überprüfung der Endabrechnung endgültig festgesetzte Baukostensumme, höchstens aber die nach dem Kostendeckungsprinzip des § 13 WGG gerechtfertigten Baukosten aufzubringen haben; insoweit bestehen auch keine Bedenken gegen die Verabredung eines vom Träger der Wohnbauförderung im Rahmen der Privatwirtschaftsverwaltung festzusetzenden oder zu errechnenden Preises, da dem Vertragspartner der gemeinnützigen Bauvereinigung alle aus dem Günstigkeitsprinzip des § 21 Abs 1 Z 1 WGG ableitbaren Einwendungen erhalten bleiben.)
5 Ob 18/95
Entscheidungstext OGH 14.03.1995 5 Ob 18/95
Veröff: SZ 58/52
5 Ob 248/01h
Entscheidungstext OGH 13.11.2001 5 Ob 248/01h
Auch; nur: Preisvereinbarungen, die im Anwendungsbereich des WGG vom Kostendeckungsprinzip des § 13 WGG abweichen, sind nur relativ, dh insoweit nichtig, als sie den Vertragspartner der gemeinnützigen Bauvereinigung benachteiligen. (T1) Beisatz: Rechtsunwirksam ist eine mit einer gemeinnützigen Bauvereinigung abgeschlossene Entgeltsvereinbarung oder Preisvereinbarung gemäß § 21 Abs 1 Z 1 WGG 1979 nur dann, wenn sie zum Nachteil ihres Partners von den Bestimmungen der §§ 13 bis 15, 15b bis 20 und 22 WGG 1979 abweicht. (T2) Beisatz: Eine Vereinbarung, in der die gemeinnützige Bauvereinigung das Entgelt oder den Preis für ein Wohnungseigentumsobjekt von vorn herein niedriger ansetzt, als sie nach den Preisbildungsvorschriften des WGG 1979 verlangen dürfte, ist bindend. (T3)
Auch; nur T1; Beisatz: Die Entgeltsbildungsregeln des WGG sind einseitig zwingendes Zivilrecht. (T4)
7 Ob 298/02b
Entscheidungstext OGH 02.04.2003 7 Ob 298/02b
Auch; Beis wie T4; Beisatz: Vereinbarungen, die zum Nachteil des Vertragspartners der Bauvereinigung von der Kostendeckung oder einem anderen als Obergrenze normierten Parameter abweichen, sind insoweit rechtsunwirksam. Weichen aber die Vereinbarungen der Wohnungswerber begünstigend von den §§13ff WGG ab, so sind sie wirksam. (T5)
5 Ob 270/02w
Entscheidungstext OGH 28.01.2003 5 Ob 270/02w
Auch; nur T1; Beis wie T4; Beis wie T5
8 Ob 59/10z
Entscheidungstext OGH 15.07.2011 8 Ob 59/10z
Auch; nur T1; Beis wie T5 nur: Vereinbarungen, die zum Nachteil des Vertragspartners der Bauvereinigung von der Kostendeckung oder einem anderen als Obergrenze normierten Parameter abweichen, sind insoweit rechtsunwirksam. (T6)
Auch; Veröff: SZ 2014/129
ECLI:AT:OGH0002:1995:RS0083301
JJR_19950314_OGH0002_0050OB00018_9500000_002
Rechtssatz für 5Ob78/95 5Ob80/95 5Ob21...
RS0083424
5Ob78/95; 5Ob80/95; 5Ob217/16x
WGG 1979 §14 Abs1 Z6
Gemäß § 14 Abs 1 Z 6 WGG darf die gemeinnützige Bauvereinigung zur Deckung der ihr entstehenden Verwaltungskosten - dazu gehören ganz eindeutig auch die mit der Beendigung des Mietvertrages oder Nutzungsvertrages im Zusammenhang stehenden, teils schon vorher, teils unmittelbar im Zusammenhang mit der Beendigung des Vertragsverhältnisses zu erbringenden administrativen Tätigkeiten - von den Mietern oder Nutzungsberechtigten nur den im Sinne der Grundsätze des § 23 WGG (Sparsamkeit, Wirtschaftlichkeit und Zweckmäßigkeit) gerechtfertigten Betrag begehren. Jede darüber hinausgehende Vereinbarung ist nach § 21 Abs 1 Z 1 WGG unwirksam.
5 Ob 78/95
Entscheidungstext OGH 21.09.1995 5 Ob 78/95
Veröff: SZ 68/173
5 Ob 80/95
Entscheidungstext OGH 21.09.1995 5 Ob 80/95
ECLI:AT:OGH0002:1995:RS0083424
JJR_19950921_OGH0002_0050OB00078_9500000_003
Rechtssatz für 5Ob95/95 5Ob15/97k 5Ob2...
RS0062318
5Ob95/95; 5Ob15/97k; 5Ob224/99y; 5Ob217/16x
EntgRV §9
MRG §27 Abs1 Z3
WGG §14 Abs1 Z6
WGG §22 Abs1 Z13
Das einer GBV gemäß § 14 Abs 1 Z 6 WGG iVm § 9 EntgRV zufließende Verwaltungskostenpauschale deckt auch die gewöhnlich mit einer Neuvermietung oder Weitervermietung zusammenhängenden Aufwendungen, insbesondere jene der Vertragserrichtung; die Belastung des Mieters bzw Nutzungsberechtigten mit zusätzlichen Kosten begründet gemäß § 27 Abs 1 Z 1 und Abs 3 MRG iVm § 22 Abs 1 Z 13 WGG einen im außerstreitigen Verfahren geltend zu machenden Rückforderungsanspruch, sofern hiefür keine über die gewöhnliche Verwaltertätigkeit hinausgehende Gegenleistung erbracht wurde.
5 Ob 15/97k
Entscheidungstext OGH 11.02.1997 5 Ob 15/97k
Vgl; Beisatz: Dieser Rückersatzanspruch erfaßt keineswegs nur die Kosten schlichter Formularverträge. (T1)
5 Ob 224/99y
Entscheidungstext OGH 28.09.1999 5 Ob 224/99y
Vgl; Beisatz: Die bei Abschluss eines schriftlichen Mietvertrags anfallende Rechtsgeschäftsgebühr dient aber gerade nicht der Abgeltung der Verwaltungsätigkeit der Bauvereinigung. (T2)
ECLI:AT:OGH0002:1995:RS0062318
JJR_19950921_OGH0002_0050OB00095_9500000_001
Rechtssatz für 7Ob131/06z 7Ob140/06y 7...
RS0121726
7Ob131/06z; 7Ob140/06y; 7Ob173/06a; 7Ob23/07v; 7Ob82/07w; 7Ob263/07p; 1Ob164/10i; 1Ob164/10i; 4Ob141/11f; 8Ob49/12g; 3Ob109/13w; 3Ob73/16f; 9Ob31/15x; 5Ob183/16x; 5Ob217/16x; 10Ob60/17x; 8Ob128/17g
KSchG §28 Abs1
Bei einer Verbandsklage ist auf individuelle Vereinbarungen, die zwischen dem Versicherer und einem Versicherungsnehmer geschlossen wurden, keine Rücksicht zu nehmen. Auch wenn eine an sich intransparente Klausel auf Grund zusätzlicher Darlegungen des Versicherers ausreichend verständlich gemacht wurde, hat dies keinen Einfluss auf die gerichtliche Beurteilung der Klausel auf Grund einer Verbandsklage.
Beisatz: Hier: Lebensversicherung. (T1)
Beisatz: Hier: Fondsgebundene Lebensversicherung. (T2)
7 Ob 263/07p
Entscheidungstext OGH 23.01.2008 7 Ob 263/07p
nur: Bei einer Verbandsklage ist auf individuelle Vereinbarungen keine Rücksicht zu nehmen. Auch wenn eine an sich intransparente Klausel auf Grund zusätzlicher Darlegungen des Verwenders der AGB ausreichend verständlich gemacht wurde, hat dies keinen Einfluss auf die gerichtliche Beurteilung der Klausel auf Grund einer Verbandsklage. (T3)
Vgl; Beisatz: Im Verbandsprozess kann weder auf die praktische Handhabung noch auf individuelle Erklärungen oder Vereinbarungen Rücksicht genommen werden. (T4)
Auch; Beis ähnlich wie T4; Veröff: SZ 2018/10
8 Ob 128/17g
Entscheidungstext OGH 25.06.2018 8 Ob 128/17g
ECLI:AT:OGH0002:2007:RS0121726
JJR_20070117_OGH0002_0070OB00131_06Z0000_001
Rechtssatz für 4Ob221/06p 9Ob26/15m 2O...
RS0121951
4Ob221/06p; 9Ob26/15m; 2Ob20/15b; 5Ob217/16x; 8Ob24/18i; 6Ob56/19g
KSchG §18
Das Transparenzgebot erfordert in aller Regel nicht die vollständige Wiedergabe des Gesetzestextes samt dessen Erläuterungen; der bloße Hinweis auf eine in einem bestimmten Paragraphen geregelte Ausnahme kann aber den aus dem Transparenzgebot abzuleitenden Geboten der Erkennbarkeit, Verständlichkeit und Vollständigkeit der Regelung nicht Genüge tun.
Beisatz: Hier: Ausschluss von Einwendungen aus dem drittfinanzierten Kaufvertrag gegenüber der Bank, „soweit nicht § 18 KSchG Platz greift" und „sofern dem nicht die Bestimmungen des KSchG entgegenstehen" (Klauseln 16 und 17). (T1)
Auch; nur: Das Transparenzgebot erfordert zwar in der Regel nicht die vollständige Wiedergabe des Gesetzestextes. Der Unternehmer kann aber bei Beachtung des Transparenzgebots auch dann zur Vollständigkeit verpflichtet sein, wenn andernfalls die Auswirkungen einer Klausel für den Verbraucher unklar blieben. (T2)
Beisatz: Hier: Hinweis „unbeschadet der Bestimmungen des § 14 KSchG. (T3)
Veröff: SZ 2016/22
Beisatz: Klauseln, die der Aufklärung des Verbrauchers dienen sollen, sind nach § 6 Abs 3 KSchG intransparent, wenn sie dabei dem Verbraucher ein unrichtiges Bild der Rechtslage vermitteln und geeignet sind, den Vertragspartner des Verwenders von der Durchsetzung seiner Rechte abzuhalten. (T4)
Beisatz: Der bloße Hinweis auf § 9 Abs 2 MRG lässt nicht erkennen, wie umfangreich die gesetzlichen Ausnahmetatbestände sind. (T5)
6 Ob 56/19g
Entscheidungstext OGH 24.10.2019 6 Ob 56/19g
Beis wie T4; Beisatz: Hier: Indem die beanstandete Klausel auf nicht weiter konkretisierte gesetzliche Rechte im Zusammenhang mit der „Ablöse“ von Gutscheinen in Bargeld hinweist, wird unter Zugrundelegung der gebotenen verbraucherfeindlichsten Auslegung der Eindruck erweckt, dass eine gesetzliche Grundlage für ein – wie immer ausgestaltetes – Recht auf „Barablöse“ von Gutscheinen bestehe, das gegen die Verwenderin der Klausel geltend gemacht werden könne. (T6)
ECLI:AT:OGH0002:2007:RS0121951
JJR_20070320_OGH0002_0040OB00221_06P0000_010
Rechtssatz für 2Ob1/09z 2Ob215/10x 8Ob...
RS0126158
2Ob1/09z; 2Ob215/10x; 8Ob58/14h; 9Ob26/15m; 7Ob206/15t; 8Ob132/15t; 10Ob45/16i; 5Ob183/16x; 5Ob217/16x; 1Ob113/17z; 6Ob228/16x; 2Ob155/16g; 9Ob73/17a; 9Ob76/18v
Auch bei der Auslegung von Klauseln im Verbandsprozess ist entsprechend der diesbezüglichen Rechtsprechung zum Transparenzgebot des § 6 Abs 3 KSchG auf das Verständnis des für die jeweilige Vertragsart typischen Durchschnittskunden abzustellen.
ECLI:AT:OGH0002:2010:RS0126158
JJR_20100422_OGH0002_0020OB00001_09Z0000_007
Rechtssatz für 5Ob217/16x 5Ob183/16x
RS0131600
5Ob217/16x; 5Ob183/16x
WGG §14
Im Anwendungsbereich des WGG stellt die in einem Vertragsformblatt vorgesehene Pflicht des Mieters, die (gesamten) Mietvertragsgebühren zu tragen, keine gröbliche Benachteiligung des Mieters iSd § 879 Abs 3 ABGB dar.
Vergebührung; Rechtsgeschäftsgebühr für Mietverträge
ECLI:AT:OGH0002:2017:RS0131600
JJR_20170720_OGH0002_0050OB00217_16X0000_001
Rechtssatz für 5Ob217/16x 2Ob155/16g 8...
RS0131601
5Ob217/16x; 2Ob155/16g; 8Ob24/17p; 10Ob60/17x
§ 28 Abs 1 KSchG bezieht sich auf gesetz- oder sittenwidrige Vertragsbedingungen, worunter im Kern die Kontrolle von Willenserklärungen zu verstehen ist. Dient ein Satz bloß der Aufklärung des Verbrauchers, ist er grundsätzlich unbedenklich.
Beisatz: Wird eine von Gesetzes wegen ohnehin eintretende Rechtsfolge nicht ausreichend deutlich gemacht, liegt darin keine Intransparenz iSd § 6 Abs 3 KschG. (T1)
Beisatz: Dies gilt aber nur, soweit die Rechtslage durch die Klausel nicht verschleiert wird. (T2)
nur: Eine Formulierung ist grundsätzlich unbedenklich, wenn sie keine Willenserklärung des Verbrauchers enthält, sondern bloß dessen Aufklärung dient. (T3)
Beisatz: Beisatz: Dies gilt aber nicht, wenn die Klausel dahin verstanden werden kann, dass der Verbraucher über eine Regelung nicht bloß informiert wird, sondern ihr – durch Akzeptieren der AGB – auch zustimmt. (T4)
Beisatz: Hier: Information über bzw. Zustimmung zur Datenübermittlung (Klauseln 6 und 9). (T5)
ECLI:AT:OGH0002:2017:RS0131601
JJR_20170720_OGH0002_0050OB00217_16X0000_002
Rechtssatz für 5Ob217/16x
RS0131602
Eine Klausel in Vertragsformblättern für Mietverträge, die den Eindruck erweckt, dass alle Veränderungen an der Außenseite des Nutzungsgegenstands der Zustimmung des Vermieters bedürfen, verstößt gegen § 6 Abs 3 KSchG.
ECLI:AT:OGH0002:2017:RS0131602
JJR_20170720_OGH0002_0050OB00217_16X0000_003

References: § 30
 OGH 
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 § 30
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 §9
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 §14
 OGH 
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 § 30
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 §13
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 §13
 §21
 § 13
 § 13
 § 21
 OGH 
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 § 13
 § 21
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 §14
 § 14
 § 23
 § 21
 OGH 
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 §9
 §27
 §14
 §22
 § 14
 § 9
 § 27
 § 22
 OGH 
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 §28
 OGH 
 OGH 
 §18
 § 18
 § 14
 § 6
 § 9
 OGH 
 § 6
 §14
 § 879

§ 28
 § 6
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