Source: http://www2.lubw.baden-wuerttemberg.de/public/abt2/dokablage/oac_13/vo/1/81270000087.htm
Timestamp: 2018-12-11 23:06:29+00:00

Document:
1.27.087 Eisbachtal und Irsbachtal
Verordnung des Landratsamtes Schwäbisch Hall über das Landschaftsschutzgebiet "Eisbachtal und Irsbachtal" vom 09.09.1996 (Mitteilungsblatt Sulzbach-Laufen vom 26.09.1996).
Aufgrund von § 22 und § 58 Abs. 3 des Naturschutzgesetzes (NatSchG) in der zum Zeitpunkt des Verordnungserlasses geltenden Fassung wird verordnet:
Die in § 2 näher bezeichneten Flächen auf dem Gebiet der Gemeinde Sulzbach-Laufen werden zum Landschaftsschutzgebiet erklärt. Das Landschaftsschutzgebiet führt die Bezeichnung "Eisbachtal und Irsbachtal".
(1)Das Landschaftsschutzgebiet hat eine Größe von rd. 85 ha.
(2)Das Landschaftsschutzgebiet umfaßt nach dem Stand vom Juni 1996 folgende Landschaftsteile:
· Teile des Eisbachtales und des Irsbachtales mit angrenzenden Talhängen nördlich von Sulzbach auf Gemarkung Sulzbach, Gemeinde Sulzbach-Laufen.
Folgende Gewanne sind vollständig oder teilweise im Landschaftsschutzgebiet enthalten:
· Am Eisbach, Am Irsbach, Am krummen Weg, Brünst, Brünster Halde, Kirchberg, Lichtenberg, Sommerhalde, Straubenrain, Tiefenklinge, Tiefenwiesen, Wanne, Winterhalde, Wölz.
(3)Die Grenzen des Schutzgebietes sind in einer Karte des Landratsamtes Schwäbisch Hall vom Juni 1996 im Maßstab 1:25 000 und in 1 Flurkarte im Maßstab 1:5 000 eingetragen. Die Karten sind Bestandteil der Verordnung. Die Verordnung mit Karten wird beim Bürgermeisteramt Sulzbach-Laufen zur kostenlosen Einsicht durch jedermann während der Dienststunden niedergelegt. Eine weitere Fertigung der Verordnung mit Karten wird beim Landratsamt Schwäbisch Hall zur kostenlosen Einsicht während der Dienststunden niedergelegt.
1. die Erhaltung und Sicherung des Eisbachtales und des Irsbachtales mit den angrenzenden Höhenlagen und seinen Pflanzen-, Tier- und Waldbeständen;
1. die Erhaltung und Sicherung der ökologisch hochwertigen Vernetzungen zwischen Wald, Waldrändern und -säumen, Streuobstwiesen, Hecken, Feldgehölzen, Grünländern, Äckern und Fließgewässern;
2. die Sicherung des vielgestaltigen Landschaftsbildes mit lebhaften Geländeformen und daran angepaßten Nutzungen;
3. die Erhaltung und Sicherung des wertvollen und reich gegliederten Landschaftsraumes als Ausgleichsgebiet für Naherholung und Naturerlebnisse.
In dem Landschaftsschutzgebiet sind alle Handlungen verboten, die den Charakter des Gebiets verändern oder dem besonderen Schutzzweck zuwiderlaufen, insbesondere, wenn dadurch
(1)Handlungen, die den Charakter des Gebietes verändern oder dem besonderen Schutzzweck zuwiderlaufen können, bedürfen der schriftlichen Erlaubnis der unteren Naturschutzbehörde.
5. Lagern von Gegenständen, soweit sie nicht zur zulässigen Nutzung des Grundstückes erforderlich sind,
8. Großveranstaltungen mit über 300 erwarteten Besuchern;
9. Betrieb von Modellmotorflugzeugen und Modellmotorbooten;
11. Aufstellen von Wohnwagen, Wohnmobilen oder Verkaufsständen und das mehrtägige Abstellen von Kraftfahrzeugen außerhalb der zugelassenen Plätze;
12. das mehrtägige Zelten;
13. Anlage, Beseitigung oder Änderung von fließenden oder stehenden Gewässern und die Errichtung von Stegen;
14. Aufstellen oder Anbringen von Plakaten, Bild- oder Schrifttafeln;
15. Anlegen von Feuerstellen sowie das Anzünden und Unterhalten von Feuer außerhalb der eingerichteten und gekennzeichneten Feuerstellen;
16. Erstaufforstung, Umwandlung von Wald, Anlage von Kleingärten oder die wesentliche Änderung der Bodennutzung auf andere Weise;
17. Beseitigung oder Änderung von wesentlichen Landschaftsbestandteilen, die zur Zierde oder Belebung des Landschaftsbildes beitragen oder im Interesse der Tierwelt Erhaltung verdienen. Das sind im einzelnen seggen- und binsenreiche Naßwiesen, Magerrasen, Feldhecken und Feldgehölze und Hohlwege, soweit sie nicht nach § 24 a NatSchG ohnehin geschützt sind.
18. Beseitigung oder wesentliche Änderung von Streuobstwiesen.
(3)Die Erlaubnis ist zu erteilen, wenn die Handlung Wirkungen der in § 4 genannten Art nicht zur Folge hat oder solche Wirkungen durch Auflagen oder Bedingungen abgewendet werden können. Sie kann mit Auflagen, unter Bedingungen, befristet oder widerruflich erteilt werden, wenn dadurch erreicht werden kann, daß die Wirkungen der Handlungen dem Schutzzweck nur unwesentlich zuwiderlaufen.
(6)Eine nach Abs. 3 erteilte Erlaubnis erlischt, wenn nicht innerhalb von 2 Jahren nach Bekanntgabe ihrer Erteilung mit dem Vorhaben begonnen oder die Durchführung länger als 2 Jahre unterbrochen wird. Die Frist kann auf Antrag verlängert werden.
1. für die Nutzung im Rahmen einer ordnungsgemäßen Bewirtschaftung landwirtschaftlicher Grundstücke nach dem jeweiligen Stand der Technik und Wissenschaft, ausgenommen Maßnahmen nach § 5 Abs. 2 Ziff. 17 und 18;
2. für die Nutzung im Rahmen einer ordnungsgemäßen Bewirtschaftung forstwirtschaftlicher Grundstücke, ausgenommen Maßnahmen nach § 5 Abs. 2 Ziff. 16;
4. für die ordnungsgemäße Unterhaltung der Straßen, Wege und Plätze, Bahnanlagen und Gewässer, ausgenommen Maßnahmen nach § 5 Abs. 2 Ziff. 17;
Schwäbisch Hall, den 09.09.1996
Iländer

References: § 22
 § 58
 § 2
 § 24
 § 4
 § 5
 § 5
 § 5