Source: http://www.jurablogs.com/2014/09/26/irrefuehrende-angaben-zum-krankenkassenwechsel
Timestamp: 2017-02-22 13:13:59+00:00

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BlogsRechtslupeSeptember 2014Irreführende Angaben zum KrankenkassenwechselEine gesetzliche Krankenkasse, die auf ihrer Internetseite zur Irreführung geeignete Angaben macht, um ihre Mitglieder von einem Wechsel zu einer anderen Krankenkasse abzuhalten, ist als “Unternehmer” im Sinne von § 2 Abs. 1 Nr. 6 UWG anzusehen und die beanstandete Handlung ist als “geschäftliche Handlung” im Sinne von § 2 Abs. 1 Nr. 1 UWG einzustufen.Hiergegen besteht ein Unterlassungsanspruch nach § 8 Abs. 1 und 3 Nr. 2 in Verbindung mit §§ 3, 5 Abs. 1 UWG aF, § 3 Abs. 1, § 5 Abs. 1 Satz 2 Nr. 7 UWG. Die wettbewerbsrechtliche Zulässigkeit der beanstandeten Aussagen der Betriebskrankenkasse auf ihrer Internetseite ist nach den Vorschriften des Gesetzes gegen den unlauteren Wettbewerb zu beurteilen.Gemäß § 5 Abs. 1 Satz 1 UWG handelt unlauter, wer eine irreführende geschäftliche Handlung vornimmt. Eine “geschäftliche Handlung” ist nach § 2 Abs. 1 Nr. 1 UWG jedes Verhalten einer Person zugunsten des eigenen oder eines fremden Unternehmens vor, bei oder nach einem Geschäftsabschluss, das mit der Förderung des Absatzes oder des Bezugs von Waren oder Dienstleistungen oder mit dem Abschluss oder der Durchführung eines Vertrags über Waren und Dienstleistungen objektiv zusammenhängt. “Unternehmer” im Sinne von § 2 Abs. 1 Nr. 6 UWG ist jede natürliche oder juristische Person, die geschäftliche Handlungen im Rahmen ihrer gewerblichen, handwerklichen oder beruflichen Tätigkeit vornimmt. Die genannten Vorschriften dienen der Umsetzung der Art. 5 und 6 Abs. 1 Buchst. g, Art. 2 Buchst. b und d der Richtlinie 2005/29/EG über unlautere Geschäftspraktiken. Sie sind daher im Lichte des Wortlauts und der Ziele dieser Richtlinie auszulegen1.Eine Auslegung von § 2 Abs. 1 Nr ...Zum vollständigen Artikel76 LeserRechtsanwalt Kai Jüdemann:Wettbewerbsrecht – BGH vom 11.12.2015 – Geschäftliches Handeln durch Link-Setzung (Bezu...51 Leserkanzlei.biz:Werbeaussagen hinsichtlich eines feuchtigkeitsspendenden Nassrasierers können irreführe...10 Leserspam-abwehren.de:BGH: Kein Werbeeinverständnis durch Veröffentlichung einer E-Mail-Adresse75 LeserCMS Hasche Sigle:Der Gesetzesentwurf der Bundesregierung zur Änderung des UWG74 LeserRechtsanwalt Kai Jüdemann:Wettbewerbsrecht – Abmahnungen wegen fehlender Datenschutzerklärung (OLG Köln vom 11.3....29 Leserkanzlei.biz:Grundlage für die Berechnung von Bestattungskosten muss in Werbung angegeben werden48 LeserDer Energieblog:Kommt das Amt zur Bekämpfung irreführender Vermarktungspraktiken?60 Leserkanzlei.biz:Marketplace-Händler haftet für fehlerhafte Preisangaben von Amazon10 verwandte ArtikelBGH: Auch eine gesetzliche Krankenkasse kann “Unternehmer” im Sinne des UWG sein und abgemahnt werdenBetriebskrankenkasse II � Eine gesetzliche Krankenkasse kann �Unternehmer� nach dem UWG sein und abgemahnt werdenBetriebskrankenkasse - Irreführende Angaben einer gesetzlichen KrankenkasseBGH: Liegt eine unlautere Geschäftspraktik zwischen Unternehmen und Verbrauchern vor, wenn Krankenkasse ihre Mitglieder irreführend über
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References: § 2
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 § 8
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 § 5
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 § 2
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 Art. 5
 Art. 2
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 BGH