Source: http://exploredoc.com/doc/887504/einbeziehungssatzung-%E2%80%9Ezscherndorfer-stra%C3%9Fe%E2%80%9C---stadt-bitte.
Timestamp: 2018-03-23 09:20:14+00:00

Document:
„Zscherndorfer Straße“
nach § 34 (4) Satz 1 Nr. 3 BauGB
in der Ortschaft Holzweißig
Einbeziehungssatzung „Zscherndorfer Straße“ in Holzweißig
Entwurf: März 2013
C. 1. 2. 3. 4. 5. 6. 7. 8. 9. Beschreibung des Baugebietes ...................................................................... 9 Lage und Größe.................................................................................................. 9 Geplante bauliche Nutzung................................................................................. 9 Bestand ............................................................................................................ 11 Denkmalschutz ................................................................................................. 11 Abfallwirtschaft / Bodenschutz .......................................................................... 11 Altlasten ............................................................................................................ 12 Kampfmittelverdachtsflächen ............................................................................ 14 Luft- und Lärmimmissionen............................................................................... 14 Geologische und bergbauliche Belange ........................................................... 15
D. 1. 2. 3. 4. 5. 6. 7. Erschließung / Ver- und Entsorgung ............................................................ 15 Verkehrserschließung ....................................................................................... 15 Trinkwasser / Löschwasser............................................................................... 15 Schmutzwasser ................................................................................................ 16 Regenwasser .................................................................................................... 16 Elektroenergie................................................................................................... 17 Telekommunikation ........................................................................................... 17 Gasversorgung ................................................................................................. 17
E Ergänzende verbal-argumentative Zusatzbewertung ...................................... 17 1. Schutzgüter....................................................................................................... 17 2. Potentielle Auswirkungen auf die Schutzgüter .................................................. 18 3. Schutzgutbezogene Beurteilung des Eingriffs .................................................. 20
F. 1. 2. 3. Naturhaushalt.................................................................................................. 22 Eingriffs- und Ausgleichsbilanzierung ............................................................... 22 Zuordnung der Ausgleichmaßnahmen .............................................................. 25 Grünordnerische Ausgleichsmaßnahmen ......................................................... 25
Anlage 1 - Pflanzenliste .............................................................................................. 26 Anlage 2 - grünordnerischer Bestandsplan................................................................. 28 Anlage 3 - Auszug aus dem Flächennutzungsplan ..................................................... 29 -2-
Die Grundlage für die Aufstellung dieser Satzung bildet das Baugesetzbuch (BauGB)
in der Bekanntmachung vom 23.09.2004 (BGBl I Nr. 52 S. 2414), zuletzt geändert
durch Artikel 3 des Gesetzes zur Erleichterung von Planungsvorhaben für die
Innenentwicklung der Städte vom 30.07. 2011 (BGBl. I S. 1509).
Da ausschließlich die Stadt Planungshoheit über die Flächen ausüben kann, liegt es
im Ermessen der Stadt Bitterfeld-Wolfen über die Aufstellung einer Einbeziehungssatzung zu befinden.
Ausgangspunkt für die Aufstellung der Satzung sind die Interessen der privaten
Grundstückseigentümer deren Grundeigentümer als Bauland zur Errichtung von
Wohngebäude und /oder Nebengelasse zu entwickeln. Die betreffenden Flurstücke
mit Garagen aufgestellten Fläche. Die Plangebietsfläche bildet einen Abschluss zur
möglichen Bebauung südlich der Zscherndorfer Straße. Die Straßenverkehrsfläche
stellt sich als eine prägende Erschließung bis hin zur Altdeponie „Freiheit IV“ dar.
Ziel der Einbeziehungssatzung nach § 34 Abs. 4 Satz 1 Nr. 3 BauGB ist die
Einbeziehung einzelner Außenbereichsflächen in den im Zusammenhang bebauten
Ortsteil. Mit der Satzung soll eine maßvolle Erweiterung des Innenbereichs ermöglicht
wenn bestimmte Voraussetzungen erfüllt sind (siehe Kapitel B Gliederungs-punkt 1).
Die Einbeziehungssatzung der Ortschaft Holzweißig ist entsprechend § 34 (4) Satz 1
Nr. 3 BauGB für das Gebiet der Gemarkung Holzweißig, Flur 1, Flurstücke 684, 685,
717, 718, 719, tlw. 720, tlw. 196, tlw. 195 mit einer geordneten städtebaulichen
Gemarkung: Holzweißig
Flurstücke: Planbereich A – 684, 717, 685, 718,
der regionalen Planung, die die Entwicklung in der Ortschaft Holzweißig im Rahmen
Zur Schaffung von Rechtsklarheit bezüglich der Abgrenzung der im Zusammenhang
bebauten Ortsteile nach § 34 BauGB zum Außenbereich nach § 35 BauGB enthält der
§ 34 (4) BauGB Ermächtigungen an die Gemeinden, städtebauliche Satzungen zu
Die städtebaulichen Satzungen dienen der Fortentwicklung vorhandener Siedlungsansätze und Ortsteile, ohne dass es dazu eines sonst notwendigen Bebauungsplanes bedarf. Auf dieser relativ einfachen Weise kann neues Baurecht geschaffen
Durch die Einbeziehungssatzung nach § 34 (4) Satz 1 Nr. 3 BauGB können einzelne
Außenbereichsflächen in die im Zusammenhang bebauten Ortsteile einbezogen
werden, wenn die einbezogenen Flächen durch die bauliche Nutzung des
angrenzenden Bereiches entsprechend geprägt sind.
Voraussetzung für die Aufstellung dieser Satzungen ist, dass
a) sie mit einer geordneten städtebaulichen Entwicklung vereinbar ist,
b) die Zulässigkeit von Vorhaben, die einer Pflicht zur Durchführung einer
Umweltverträglichkeitsprüfung nach Anlage 1 zum Gesetz über die Umweltverträglichkeitsprüfung oder nach Landesrecht unterliegen, nicht begründet
c) keine Anhaltspunkte für eine Beeinträchtigung in § 1 Abs. 6 Nr. 7b genannten
Schutzgüter, den Gebieten von gemeinschaftlicher Bedeutung und der
Europäischen Vogelschutzgebiete, bestehen.
Eine geordnete städtebauliche Entwicklung ist gewährleistet, wenn eine über die
Kriterien des § 34 Abs. 1 bis Abs. 3a BauGB hinausgehende Steuerung der städtebaulichen Entwicklung nicht oder nur begrenzt erforderlich ist.
der überbaubaren Grundstücksfläche (GRZ)
in die Eigenart der näheren Umgebung einfügen muss.
Zusätzlich muss die Erschließung gesichert sein, die Anforderungen an gesunde
Wohn- und Arbeitsverhältnisse müssen gewahrt bleiben und das Ortsbild darf nicht
Darüber hinaus dürfen von den Vorhaben keine schädlichen Auswirkungen auf
Gemeinden/Städten erwartet werden.
 Der Maßstab für das „sich einfügen“ des Vorhabens ist hinsichtlich von Art und
Maß der baulichen Nutzung, der Bauweise und der überbaubaren Grundstücksfläche aus der näheren Umgebung abzuleiten.
zu b) keine Zulässigkeit von UVP-pflichtigen Vorhaben
Umweltverträglichkeitsprüfung nach Anlage 1 des Gesetzes über die Umweltverträglichkeitsprüfung oder nach Landesrecht unterliegen.
 mit der Satzung „Zscherndorfer Straße“ ist kein Vorhaben, welches einer Umweltverträglichkeitsprüfung nach Anlage 1 des Gesetzes über die Umweltverträglichkeitsprüfung oder nach Landesrecht unterliegt, geplant.
keine Beeinträchtigung der in § 1 Abs. 6 Nr. 7b genannten Schutzgüter
Hiermit sind die nach Flora- Fauna- Habitat- Richtlinie (FFH- Richtlinie) geschützten
Gebiete gemeinschaftlicher Bedeutung (Natura 2000: FFH-Gebiete und Vogelschutzgebiete) gemeint (§ 32 BNatSchG).
 mit der Satzung „Zscherndorfer Straße“ erfolgt keine Beeinträchtigung zuvor
genannter Schutzgüter
Pflicht zur Durchführung einer Umweltverträglichkeitsprüfung hat, vorbereiten wird.
Auch liegen keine Anhaltspunkte für die Beeinträchtigung der Schutzgüter nach § 1
Abs. 6 Nr. 7b BauGB vor. Die Voraussetzung für die Aufstellung einer Satzung nach §
Bei der Aufstellung der Satzung nach § 34 Abs. 4 Satz 1 Nr. 3 BauGB sind die
Vorschriften über die Öffentlichkeits- und Behördenbeteiligung nach § 13 Nr. 2 und 3
BauGB anzuwenden. § 13 BauGB eröffnet die Möglichkeit ohne frühzeitige
Beteiligung gemäß § 3 Abs. 1 und § 4 Abs. 1 BauGB mit dem Verfahren der § 3 Abs.
2 und §4 Abs. 2 BauGB zu beginnen.
Aufgrund des genehmigten und wirksam gewordenen Flächennutzungsplanes wird
auf die Zweistufigkeit der Öffentlichkeitsbeteiligung verzichtet und eine frühzeitige
Beteiligung gemäß § 3 (1) BauGB nicht durchgeführt.
Die Öffentlichkeitsbeteiligung gemäß § 3 (2) BauGB findet in Form einer öffentlichen
Auslegung statt, während die Planunterlagen in der Stadtverwaltung Bitterfeld-Wolfen,
Im vereinfachten Verfahren wird von der Umweltprüfung nach § 2 (4), von dem
Umweltbericht nach § 2a und von der Angabe nach § 3 (2) Satz 2, welche Arten
umweltbezogener Informationen verfügbar sind, abgesehen.
Zusätzlich werden im Rahmen des Planverfahrens die betroffenen Behörden und
sonstigen Träger öffentlicher Belange sowie Nachbargemeinden zur Abgabe einer
Stellungnahme aufgefordert. Die abgegebenen Stellungnahmen werden in öffentlicher
Stadtratssitzung ausgewertet und abgewogen. Das Ergebnis der Abwägung
entscheidet über den Vollzug der Satzung. Soweit erforderlich wird es in die
Begründung zur Satzung eingestellt bzw. in die Planzeichnung eingearbeitet.
Entlang einer Teilfläche an der Südseite der Zscherndorfer Straße in Holzweißig soll
eine Einbeziehungssatzung aufgestellt werden. Die Satzung nach § 34 (4) Satz 1 Nr.
3 BauGB muss mit einer geordneten städtebaulichen Entwicklung vereinbar sein.
genehmigten Flächennutzungs-plan der Stadt Bitterfeld-Wolfen, da der Geltungsbereich im Flächennutzungsplan als „Grünfläche“ dargestellt ist. Dennoch steht dies
nicht im Widerspruch zu einer geordneten städtebaulichen Entwicklung, da die
Grundkonzeptionen des Flächennutzungsplanes durch die zukünftige Planung nicht in
Ausgangspunkt für die Aufstellung der Satzung ist das Bestreben der Stadt, die in der
vorbereitenden Bauleitplanung (Flächennutzungsplan) formulierten Planungsabsichten im Rahmen einer verbindlichen Bauleitplanung, hier eine städtebauliche
Satzung gem. § 34 (4) Satz 1 Nr. 3 auf der Planfläche als Wohngebiet mit potentieller
Auf den Flurstücken 684, 717, 685 und 718 ist keine Nutzung für Wohnbebauung,
sondern eine Nutzung für Nebenanlagen wie z. Bsp. Garagen, Carport vorgesehen.
Die Flurstücke tlw. 720, tlw. 196 und tlw. 195 sollen für eine mögliche Bebauung in
Form von ca. 2 Wohngebäuden vorgesehen werden.
Das Flurstück 719 der Flur 1 der Gemarkung Holzweißig bekommt in der Planung
13.03.2013 beschlossen die gesamte Fläche des Flurstückes 719 als Sukzessionsfläche auszuweisen. Es wurde in der Planzeichnung als Planbereich C benannt.
Somit steht dies in Übereinstimmung mit den gemeindlichen Interessen zur
Entwicklung der Ortschaft Holzweißig im Sinne einer Ortsabrundung im Rahmen ihres
Die Voraussetzungen für die Aufstellung einer Satzung nach § 34 Abs. (4) Nr. 3 sind
Qualifizierung unzulässig. Durch die Aufstellung einer Einbeziehungssatzung ist die
planungsrechtliche Qualifizierbarkeit abzuklären.
Der Planbereich südlich der Zscherndorfer Straße ist im Flächennutzungsplan als
Grünfläche dargestellt. Nördlich an den Planbereich angrenzend ist im Flächennutzungsplan (Mai 2012) von der Stadt Bitterfeld-Wolfen eine Wohnbaufläche
beschrieben. Beide Flächen sind durch die Zscherndorfer Straße voneinander
Durch die Einbeziehungssatzung nach § 34 (4) Satz 1 Nr. 3 BauGB wird die
bezeichnete Fläche dem Innenbereich zugeordnet. Daher muss die Vereinbarkeit mit
einer geordneten städtebaulichen Entwicklung gegeben sein. Dies ist zum Beispiel der
Fall, wenn die Fläche im Flächennutzungsplan als Wohnbaufläche dargestellt ist.
Hier ist dies nicht gegeben, da im Flächennutzungsplan die Fläche als Grünfläche
dargestellt ist. Durch diese Fläche werden jedoch andere, abweichende Nutzungsmöglichkeiten nicht gezielt ausgeschlossen. Daher steht die Darstellung als
Grünfläche im Flächennutzungsplan der Einbeziehung in den Innenbereich vom
Bezieht man sich auf das Entwicklungsgebot des § 8 (2) BauGB für die verbindliche
dass die verbindliche Bauleitplanung ausschließlich die Vorgaben des Flächennutzungsplanes vollzieht oder ergänzt. Das „Entwickeln“ gewährleistet auch in einem
Das Entwicklungsgebot gestattet der Ortschaft Holzweißig z. Bsp. in gewissen
Grenzen von den gegenständlichen Darstellungen des Flächennutzungsplanes
abzuweichen. Dies gilt unter anderem für die im Flächennutzungsplan dargestellten
räumlichen Grenzen, wenn gewährleistet ist, dass sich die nachgelagerte Planung an
die wesentlichen Grundentscheidungen des Flächennutzungsplanes hält, also z. Bsp.
die grundsätzliche Zuordnung der einzelnen Bauflächen zueinander.
Wird also durch nur ein geringfügiges Abweichen das Gewicht, das nach dem
Flächennutzungsplan einer Baufläche im Verhältnis zu anderen Bauflächen und zu
den von Bebauung freizuhaltenden Flächen nach Qualität sowie Quantität zukommt,
nicht verschoben so wird die Grundkonzeption des Flächennutzungsplanes durch die
diesem Fall ein geringfügiges Abweichen von der Darstellung im Flächennutzungsplan immer noch mit einer geordneten städtebaulichen Entwicklung vereinbar ist.
Zusätzlich kann aufgeführt werden, das der Flächennutzungsplan technisch bedingt
eine „überschießende Genauigkeit“ hat, d. h. er stellt Flächen zeichnerisch exakt und
grundstücksscharf dar, obwohl seine Funktion darin liegt eine Bereichs- und
besteht daher hier die Möglichkeit, geringfügig bei der „Entwicklung“ von den Grenzen
der Darstellung im Flächennutzungsplan abzuweichen, sofern dadurch die
Grundkonzeption des Flächennutzungsplanes nicht berührt wird.
an. Die Fläche der angrenzenden Bebauung ist im Flächennutzungsplan als Wohnbaufläche dargestellt. Das geplante Satzungsvorhaben wird mit seinem relativen
die Grundkonzeption des Flächennutzungsplanes berührt.
Wie im Rahmen einer Gefährdungsabschätzung hinsichtlich einer eventuellen
Kontaminierung durch Altlasteinträge, welche das Unternehmen Wessling GmbH
vornahm, deutlich wurde, gehen von dem geplanten Bereich keine Störungen aus, die
mit den vorhandenen Nutzungen in Konflikt stehen oder zu Konflikten führen.
geordneten städtebaulichen Entwicklung vereinbar ist und eine solche durch die
Das Plangebiet befindet sich auf der süd- bis südwestlichen Seite der Zscherndorfer
Straße am südwestlichen Ortsrand von Holzweißig- Nord. Am westlichen Ende der
Straße bindet weiterhin die in nordwestliche Richtung führende Roitzscher Straße ein.
Der Geltungsbereich der Einbeziehungssatzung hat eine Größe von insgesamt ca.
5.200 m² und gliedert sich in drei Planbereiche, welche zugleich drei unterschiedliche
Nutzungsbereiche darstellen. Planbereich A beschreibt eine Größe von 1.245 m² und
Planbereich B eine Größe von 2.855 m² sowie Planfläche C mit einer Flächengröße
von ca. 1.100 m².
Das Flurstück 719 mit einer Größe von ca. 1.100 m² wird als Sukzessionsfläche
ausgewiesen. Sukzessionsflächen sollen der natürlichen Entwicklung überlassen
bleiben und bedürfen der Unterhaltungspflege nur in sehr eingeschränktem Umfang.
Gemäß dem Umweltamt des Landkreises Bitterfeld tangiert im westlichen Bereich des
Braunkohlenaschen aus den Kraftwerken Süd (Nahostbereich) und „Karl Liebknecht“
(Südostbereich) über Rohrleitungssysteme eingespült. Neben den Aschen wurden ab
1953 auch Müll- und Industrieabfälle wie z. Bsp. Schlämme eingelagert. Die Böschung
des Tagebaus reicht bis an den westlichen Abschnitt der Zscherndorfer Straße heran.
Mit der Aufstellung der Satzung soll die Voraussetzung für die Zulässigkeit zum einen
von zwei Wohngebäuden auf derzeit zum Teil brachgefallenen, als Nebenflächen und/
oder gärtnerisch genutzten Flächen und/ oder zum anderen für Garagen und
Des Weiteren wird auf einer Fläche (Planbereich C - Flurstück 719) der Zulässigkeit
einer baulichen oder gärtnerischen Nutzung entgegengewirkt. Hier wird das Flurstück
als Sukzessionsfläche ausgewiesen, deren jegliche andere Nutzungsmöglichkeit
Die künftige Nutzung auf den neu zu beplanenden Flurstücken hat sich an die
Eigenart der vorhandenen Umgebungsbebauung einzufügen damit die Charakteristik
Durch die geplante Nutzungsänderung auf der südlichen Straßenseite erfährt die
Ansicht der Zscherndorfer Straße und der süd-westliche Ortsrand von Holzweißig eine
Abrundung, da sich die Neugestaltung der Flächen in Einklang mit der Gestaltung der
näheren Umgebung bringt.
Die Anordnung der künftigen Bebauung in die Umgebung sowie die Nutzung der
Grundstücke richtet sich in diesem Plangebiet sehr nach der Grundstücksgröße, da
diese auf den einzelnen Flurstücken in der Bebauungstiefe variiert. Aus diesem Grund
Im Geltungsbereich des Planbereiches A sind ausschließlich Garagen und Nebenanlagen nach § 14 BauNVO zulässig. Hier ist eine andere Nutzungsart nicht sinnvoll.
Zum einen ist die Grundstückstiefe sehr gering. Zum anderen läßt die Böschungsnähe eine intensivere Dauernutzung mit schwerer Bauart nicht zu. Die Böschungskante ist gekennzeichnet durch einen sehr steilen Abhang. Kenntnisse über eine
Böschungssicherung liegen nicht vor. Die Gründungsverhältnisse sind infolge der
dicht liegenden Abbaukante des ehemaligen Tagebaus grundsätzlich als gestört
einzustufen, sodass eine Gefährdung der Standsicherheit von Gebäuden ausgeschlossen werden muss, welche bei einer intensiven Nutzung als Wohngrundstück
möglichen Bebauung festlegt. Die Baugrenzen orientieren sich an der Bebauungstiefe
der vorhandenen Bebauung im Straßenverlauf. Eine rückwärtige Bebauung bzw. eine
Bebauung in zweiter Reihe soll aus städtebaulichen und raumordnerischen Gründen
Die Errichtung von privaten Stellplätzen, Garagen und Carports (überdachte PKWEinstellplätze) ist im Planbereich B auch außerhalb der Baugrenze zulässig (§ 14 Bau
NVO). Die privaten Stellplätze und Garagen sind auf den Grundstücken so
anzuordnen, dass sie ihren Zweck zur Aufnahme des ruhenden Verkehrs erfüllen.
Aufgrund der relativen Nähe der Grundstücke zur Böschungskante und die damit
verbundene Frage zur Standsicherheit von Gebäuden und baulichen Anlagen muss
vor deren Gründung ein vorhabenbezogenes Baugrundgutachten erstellt werden. Die
daraus resultierenden Gründungsempfehlungen sind umzusetzen. Diese Vorgehensweise ist durch den jeweiligen Bauherrn zu dokumentieren.
Hinsichtlich des Flurstückes 719 – Planbereich C - wird einer Zulässigkeit einer
gärtnerischen oder baulichen Nutzung entgegengewirkt. Hier wird das Flurstück als
Sukzessionsfläche ausgewiesen, deren jegliche andere Nutzungsmöglichkeit untersagt ist. Die Nähe des Planbereiches C zur Böschungskante ist hier ebenfalls
Sukzessionsflächen der natürlichen Entwicklung überlassen, stabilisieren sie somit
Erosionsrinnen und Steilhänge.
Durch die geplante Bebauung entlang der Zscherndorfer Straße können die in der
Straße vorhandenen Erschließungsanlagen der verschiedenen Versorgungsträger
optimal genutzt werden. Die Nordseite der Zscherndorfer Straße ist vollständig mit
Wohnhäusern bebaut. Das Plangebiet ist vollständig erschlossen.
Auf Grund der im Altlastenkataster des Landkreises Anhalt-Bitterfeld registrierten Altablagerungen wurde vor der Aufnahme der Planungstätigkeit eine Bodenuntersuchung vorgenommen (weiter Informationen siehe Punkt 6. Altlasten). Als Vorsorgemaßnahme darf die Höhenlage der untersten Nutzebene der Gebäude die Höhenlage
der Straßenoberfläche der Zscherndorfer Straße nicht unterschreiten, d.h. die
Gebäude sind ohne Unterkellerung zu errichten.
Die im Rahmen der Einbeziehungssatzung neu zu beplanenden Flurstücke liegen
momentan brach oder werden überwiegend gärtnerisch genutzt. Auf den Flurstücken
718 und 196 ist jeweils eine Garage vorhanden. Außerhalb ist die Zscherndorfer
Straße nördlich des Plangebietes mit kleinstädtisch-ländlich geprägten Wohnhäusern
älteren Datums bebaut.
Das Flurstück 719 stellt sich als offene, frei begehbare Fläche dar, die momentan als
Fläche zur Lagerung von Bauschutt und Holz genutzt wird. Durch den häufigen Tritt
bzw. anthropogenen Einfluss hat sich ein devastiertes Grünland mit starken
Narbenschäden ausgebildet.
Die im Siedlungskern nördlich der Zscherndorfer Straße liegenden Wohnhäuser sind
überwiegend ein- bis zweigeschossig mit Nebengebäuden gebaut und mit einem
Steildach mit Ziegeldeckung versehen. Vor den Häusern führt ein Fußweg straßenbegleitend entlang. Das gesamte nördliche Wohngebiet weist einen Siedlungscharakter auf.
Baulichkeiten oder Flächen die dem Denkmalschutz unterstehen sowie archäologische Kulturdenkmale sind im Bereich der Flurstücke nicht bekannt.
archäologischer Funde wird dennoch hingewiesen. Nach § 9 DSchG LSA sind Funde
mit Merkmalen eines Kulturdenkmals unverändert zu lassen, eine wissenschaftliche
Untersuchung der Funde ist zu ermöglichen.
Die gesetzlichen Anforderungen an den Umgang mit Abfällen sind einzuhalten. Die
Verwertung hat so zu erfolgen, dass Beeinträchtigungen gegenüber dem Wohl der
180196) unterschieden. Der Mutterboden muss nach § 202 BauGB und des
BBodSchG §§ 1, 2 und 4 in seiner Funktion erhalten bleiben und somit einer weiteren
Für den Einbau von Bodenaushub gelten die Zuordnungswerte nach LAGA
(Technische Regeln für die Verwertung vom 06.11.1997 in derzeit gültiger Fassung),
wobei der Einbau von Bodenaushub auf dem Grundstück nur mit Gehalten  Z 0
zulässig ist. Mutterboden und Bodenaushub, der nicht auf dem Grundstück verwendet
wird, ist einer Verwertung zuzuführen. Bodenaushub (nach DIN 18196) mit mehr als
ist überwachungsbedürftig. Bauschutt und Baustellenabfälle sind getrennt zu erfassen
Um eine hochwertige Verwertung der Abfälle zu gewährleisten wird hierbei auf die ab
Altholzverordnung verwiesen. Grundsätzlich sind nur nicht verwertbare Abfälle zu
Baumaßnahmen sind so auszuführen, dass eine nach Abfallart getrennte
Abfallhaltung möglich ist.
Die öffentliche Abfallentsorgung erfolgt über das dafür zuständige Entsorgungsunternehmen des Landkreises.
Altlastverdächtige Flächen sind Grundstücke, auf denen Abfälle behandelt, gelagert
oder abgelagert worden sind (Altablagerungen) oder Grundstücke stillgelegter
Anlagen (Altstandorte), bei denen der Verdacht besteht, dass schädliche Bodenveränderungen oder Gefahren für die Allgemeinheit hervorgerufen werden.
Anhalt-Bitterfeld registrierten Altablagerungen. Zur Klärung der Bodenbeschaffenheiten und Bodeneigenschaften wurden auf den Flurstücken 684, 717, 685, 718, tlw.
durch das Büro WESSLING GmbH ausgeführt.
Auf dem Flurstück 719 wurde keine orientierende Bodenuntersuchung vorgenommen.
Somit gibt es für diesen Teil der Fläche des Geltungsbereiches keine Gefährdungsabschätzung im Hinblick auf eine Kontaminierung des Bodens. Sicher ist jedoch, dass
auf Grund der vorgenommenen Bodenuntersuchungen auf den Nachbargrundstücken
(Flurstücke 718, tlw. 720) ein geringer Verdacht einer Gefährdung vorliegt und eine
In der Stadtratssitzung Bitterfeld-Wolfen vom 13.03.2013 wurde diesbezüglich eine
Festsetzung als Sukzessionsfläche des Flurstückes 719 beschlossen. Durch die
Festsetzung der Fläche zur ausschließlichen als Sukzession steht die Offenhaltung
und Pflege hier nicht im Vordergrund, denn sie ist ihrer natürlichen Entwicklung
Die für die Beurteilung der vorgesehenen sensiblen Nutzung der Flächen notwendigen Untersuchungen/ Beprobungsparameter waren mit der unteren Bodenschutzbehörde abgestimmt. Es wurden je Grundstück aus dem oberflächennahen Bereich
(Teufe 0-30 cm) jeweils eine Mischprobe entnommen, jeweils eine Rammkernsondierung (RKS) bis 0,8 m unter Geländeobekante (GOK) zur Beurteilung möglicher
Schacht und Aushubarbeiten abgeteuft und beprobt und schließlich eine Bodenluftprobe entnommen.
Die oberflächennahen Bodenuntersuchungen ergaben keine relevanten Schadstoffbelastungen. Die in der Bundes-Bodenschutz-und Altlastenverordnung (BBodSchV)
vom 12. Juli 1999 festgelegten Prüfwerte nach § 8 Abs. 1 Satz 2 Nr. 1 des BundesBodenschutzgesetzes für die direkte Aufnahme von Schadstoffen in Wohngebieten/
auf Kinderspielflächen werden unterschritten.
einer Bodentiefe > 0,8 m (z. B. bei einer geplanten Unterkellerung) mit der Bodenluft
über Schächte, Kanäle und Ver- und Entsorgungsleitungen in Wohngebäude
eindringen können. Insbesondere bei passiv belüfteten Kellerräumen kann dies zu
relevanten Gasanreicherungen in der Innenraumluft führen.
Somit ist es ratsam, aus Vorsorgegründen, bei der Errichtung von Gebäuden keine
Kellerräume zuzulassen. Dieser Empfehlung wurde in den Textlichen Festsetzungen
Unter Berücksichtigung des Schadstoffparameters TOC (Gesamtgehalt an
organischem Kohlenstoff) ist der Boden der Flurstücke 684/717 in die Zuordnungsklasse Z 2 einzuordnen. Der insgesamt gebundene organische Kohlenstoff stellt einen
Summenparameter dar, der sowohl auf diffus vorhandene Mineralölkohlenwasserstoffe als auch auf weitere gebundene organische Kohlenstoffe zurückgeht.
Ursache für die erhöhten Werte könnten Restkohlebestandteile aus verkippten
Bauwerke). Beide Flurstücke befinden sich auch entsprechend Altlastenkataster dem
Da für diese Flurstücke eine Nutzung für Nebenanlagen wie Garagen und Carport
vorgesehen ist, gibt es seitens der unteren Bodenschutzbehörde keine Einwände.
Eine sensiblere Nutzung wie z. B. als Wohngrundstück sollte aus vorgenannten
Der Boden der Flurstücke 718 und 720 kann uneingeschränkt wiedereingebaut
entsprechend der "Anforderungen an die stoffliche Verwertung von mineralischen
Reststoffen/ Abfällen", Mitteilung der Länderarbeitsgemeinschaft Abfall (LAGA) Nr. 20
Das Material der Flurstücke 195 und 196 ist formell mit Berücksichtigung des TOCGehaltes/ pHWertes ebenfalls in technische Bauwerke einbaufähig (unterhalb
Das Ergebnis der durchgeführten Gefährdungsabschätzung ergab, dass keine
eine zukünftige Nutzung - wie in den Festsetzungen aufgeführt - möglich ist.
 das bis 0,8 m unter Gelände anstehende Bodenmaterial nicht oder nur gering
 die untersuchten Flächen nicht besonders gut für eine Wohnbebauung
geeignet (ehemaliges Braunkohlegelände, aufgefüllte Flächen) sind.
Mit den Untersuchungsergebnissen gibt es aber seitens der unteren Bodenschutzbehörde keine Einwände zur Einbeziehungssatzung (Wohnbebauung; Flurstücke
784/717 nur Nebenanlagen). Die Errichtung von Kellerräumen bzw. Räumen
unterhalb des jetzigen Straßenniveaus wird ausgeschlossen. Somit wird einer eventuellen Gasbelastung aus dem Boden oder negativen Auswirkungen der Bodenluft
Sollten jedoch während der Bauarbeiten Hinweise auf Altlastverdacht gefunden
werden (z.B. Geruch, Färbung des Bodens, Materialien), ist umgehend die untere
Bodenschutzbehörde des Landkreises Bitterfeld-Wolfen zu informieren.
Jeder der auf den Boden einwirkt, hat sich so zu verhalten, dass keine schädlichen
Bodenveränderungen hervorgerufen werden gemäß § 4 Abs. 1 BBodSchG.
Kampfmittelverdachtsflächen sind derzeit auf den Flurstücken nicht bekannt.
Luft- und Lärmimmissionen
Zur Minimierung einer Belastung der Luft durch zusätzliche neue Heizungsanlagen ist
Die Errichtung, Beschaffenheit und Betrieb von Feuerungsanlagen zur Wärme- oder
Warmwassererzeugung unterliegen, in Abhängigkeit vom Brennstoffeinsatz und der
Feuerungswärmeleistung der Anlage, den Anforderungen der Verordnung über kleine
und mittlere Feuerungsanlagen – 1. BImSchV vom 14. März 1997, zuletzt neugefasst
am 22. März 2010.
Nach der DIN 18005 „Schallschutz im Städtebau“ gelten für Wohngebiete
Orientierungswerte von 55 dB(A) tagsüber und 40/45 dB(A) nachts, wobei der
niedrigere Nachtwert den Gewerbelärm betrifft. Es ergibt sich für den gesamten
Planungsbereich keine lärmseitige Vorbelastung durch Verkehrslärm.
Über das Überschreiten von Grenzwerten aus lufthygienischer Sicht nach TA-Luft in
Bei den Bauvorhaben sind Maschinen einzusetzen, die der 32. BImSchV - Geräteund Maschinenlärmschutz VO - entsprechen. Die Arbeitszeiten sind so festzulegen,
dass der Ruheanspruch der Anwohner gewährleistet werden kann.
Das Landesamt für Geologie und Bergwesen (LAGB) und die Lausitzer und
der unmittelbaren Nähe von ehemals bergbaulich genutzten Gebieten am
Die ver- und entsorgungstechnische Erschließung der Grundstücke erfolgt durch den
Leitungsbestand in der Zscherndorfer Straße. Die jeweiligen Versorgungsträger
werden als Träger öffentlicher Belange am Planverfahren beteiligt und zur Abgabe
Die Plangrundstücke liegen an der von West nach Ost verlaufenden Zscherndorfer
Straße. Über diese kommunale Straße erfolgt die Erschließung der vorhandenen
Anlieger. Die Zscherndorfer Straße kreuzt an ihrem östlichen Ende in die Straße des
Friedens ein, die die südliche Umschließung der vorhandenen Wohnbebauung
Die neu zu planenden Zufahrten müssen nach den gültigen Richtlinien für Anlagen
von Straßen (RAS) erarbeitet werden. Die Grundstücke des Plangebietes erhalten,
Wird im Zusammenhang mit der Erschließungs- bzw. Bautätigkeit öffentliche
Verkehrsflächen (Fahrbahnen, Gehwege) eingeschränkt, ist gemäß § 45 (6) der
Straßenverkehrsordnung bei der unteren Verkehrsbehörde ein Antrag auf Anordnung
verkehrsregelnder Maßnahmen zu stellen.
Die Wasserversorgung der Ortschaft Holzweißig wird durch die MIDEWA GmbH,
Niederlassung Muldenaue-Fläming mit Sitz in Bitterfeld sichergestellt.
Der Anschluss für die einzubeziehenden Flurstücke an das öffentliche Trinkwasser- 15 -
netz soll über die in der Zscherndorfer Straße vorhandene Trinkwasserleitung
Die Absicherung des Löschwasserbedarfes muss über das Trinkwassernetz erfolgen.
Für die Brandbekämpfung ist eine ausreichende Löschwassermenge vorzuhalten. Der
Löschwasserbedarf ist nach dem Regelwerk des deutschen Vereins des Gas- und
Löschwasserbedarf beträgt für den Planbereich 48 m3/h für die Dauer von 2 Stunden.
ordnungsgemäße Behandlung des Abwassers.
Die Ortschaft Holzweißig ist Mitglied im Abwasserzweckverband "Westliche Mulde".
Das anfallende Abwasser aus dem Plangebiet ist über das Schmutzwassernetz des
AZV zu entsorgen. Die Forderungen der Entwässerungssatzung des Verbandes sind
Das Abwasser ist so zu beseitigen, dass Gefahren für die menschliche Gesundheit
und die Umwelt nicht auftreten können. Um negative Beeinträchtigungen des
Erdreichs und des Grundwassers auszuschließen, sind die Bauausführungen
entsprechend der DIN 19543 „Allgemeine Anforderungen an Rohrleitungen für
Abwasserkanäle und -leitungen“ vorzunehmen.
Prinzipiell sollte das anfallende Wasser auf dem Grundstück versickert bzw. zur
Brauchwassernutzung verwendet werden. Der Regenwasserabfluß ist durch geeignete Maßnahmen zu minimieren (minimale Versiegelung, durchlässige Pflasterstruktur u.ä.).
Sollte Regenwasser versickert werden, ist die Benutzung des Grundwassers für
Wohngrundstücke genehmigungsfrei. Gemäß § 137 (5) Wassergesetz LSA (WG LSA)
ist eine wasserrechtliche Erlaubnis nicht erforderlich für das Einleiten von
Hof- oder Wegeflächen von Wohngrundstücken anfällt und auf dem Grundstück
Auf der Grundlage des § 150 (4) WG LSA ist das Niederschlagswasser in geeigneten
Fällen zu versickern.
Unter Beachtung nachfolgender Bedingungen ist eine ordnungsgemäße Versickerung
von Niederschlagswasser möglich:
 die Sickerwürdigkeit des Bodens muss nachweislich gegeben sein,
 die Satzung des Abwasserbeseitigungspflichtigen muss eine solche Verfahrensweise zulassen (siehe hierzu § 151 (3) WG LSA),
 durch die Niederschlagsversickerung dürfen Rechte Dritter nicht verletzt werden,
die Beeinträchtigung von Nachbargrundstücken infolge der Niederschlagswasserbeseitigung sind in jedem Fall auszuschließen,
 um eine ordnungsgemäße, auf Dauer funktionstüchtige Niederschlagswasserversickerung auf den Grundstücken zu gewährleisten, sollten die Hinweise des
Arbeitsblattes ATV-DVWK-A 138 vom Januar 2002 berücksichtigt werden.
der envia Mitteldeutschen Energieversorgung als Versorgungsträger erfolgen.
Zur technischen Versorgung der einzubeziehenden Flurstücke mit Telekommunikationsanlagen ist entsprechend der geltenden Regeln eine bedarfsgerechte
Bei der Bauausführung ist von den ausführenden Firmen darauf zu achten, dass
Beschädigungen an Telekommunikationslinien vermieden werden und aus betrieblichen Gründen (wie z. B. im Falle von Störungen) jederzeit der Zugang zu vorhandenen Telekommunikationslinien gegeben ist. Es ist deshalb erforderlich, dass sich die
Bauausführenden über die zum Zeitpunkt der Bauausführung vorhandenen
Die Ortschaft Holzweißig wird bereits durch die Mitteldeutsche Gasversorgung GmbH
(MITGAS) mit dem Energieträger Erdgas versorgt. Im Falle des Bedarfs zur
gastechnischen Versorgung des Plangebietes wäre eine Erweiterung der
Ergänzende verbal-argumentative Zusatzbewertung
Entsprechend der Bodenschutzklausel (§ 1a BauGB) und den Maßgaben des
Schutzgut Boden und Eingriffe in den Stoffhaushalt haben in vielen Fällen den Boden
In der Vergangenheit wurde zunehmend in das natürliche Gleichgewicht der
hydrologischen Verhältnisse eingegriffen. Wasserversorgung, Abwassereinleitung,
Gewässerausbau, Entwässerung, landwirtschaftliche Produktion und Bebauung
haben Belastungen und Veränderungen der Gewässer verursacht.
Industrie, aber auch die Haushalte und Kraftfahrzeuge. Diese Emittenten sind über
das ganze Land verteilt, konzentrieren sich aber in städtischen Gebieten.
Neben der Belastung der Luft mit Schadstoffen ist der Lärm, herangetragen von
hochfrequentierten Verkehrswegen, für den Menschen, aber auch für die Tierwelt eine
Voraussetzung für die langfristig gesicherte Existenz des vorhandenen Artenbestandes ist das Vorhandensein ausreichend großer und vielfältiger sowie miteinander verbundener Lebensräume. Die Schaffung neuer Biotope und ihre Vernetzung
Landschaftserlebnis für das Wohlbefinden des Menschen in seiner Umwelt
unerlässlich ist. Dem Schutz des Landschaftsbildes dient die Sicherung der Vielfalt,
Eigenart und Schönheit von Natur und Landschaft.
Regelungen zu den verschiedenen Kategorien an naturschutzrechtlich geschützten
Gebieten finden sich in den §§ 23 bis 29 BNatSchG. Für die wichtigen Schutzgebietskategorien wie Nationalparke, Nationale Naturmonumente, Schutzgebiete und
den §§ 31 bis 36 BNatSchG geregelt.
Naturschutzrechtliche Schutzgebiete wie z. B. FFH-Gebiete und geschützte
Landschaftsteile sind in der Abwägung gemäß § 1a BauGB zu berücksichtigen.
Potentielle Auswirkungen auf die Schutzgüter
Nachstehend werden die potenziellen Auswirkungen auf die Schutzgüter gesondert
gemäß § 202 BauGB Schutzwürdigkeit.
Beeinträchtigungen des Naturpotentials Boden können u.a. in folgender Weise
 Zerstörung bzw. Vermischung des natürlichen Bodengefüges infolge von
 Beeinträchtigung der Filter-, Speicher- und Pufferfunktion des Bodens durch
Flächen-verlust infolge Überbauung
 Entzug von Boden als Standort für die Vegetation und Tierwelt
Zum Schutzgut Wasser gehören die oberirdischen Gewässer (fließende und
Das Schutzgut Wasser beeinflusst alle anderen Schutzgüter. Es besitzt
Regularfunktion, ist Lebensraum für zahlreiche Tier- und Pflanzenarten und verbindet
aquatische, amphibische und terrestrische Ökosysteme.
Zu den Beeinträchtigungen des Wassers gehören:
 erhöhter oberflächiger Abfluss des Niederschlagswassers durch Minderung von
Sickerflächen wegen Überbauung der Oberfläche,
 stoffliche, biologische und sonstige Veränderungen durch Abwässer, Abwärme
 Absenken des Grundwassers durch schnelleres Ableiten von Oberflächenwasser und Versiegelung
Die atmosphärische Luft ist zum einen selbst Schutzgut, zum anderen ist sie Durchgangsmedium. Deshalb ist die Luftreinhaltung gleichzeitig Schutz des Bodens, des
Wassers und anderer Schutzgüter.
Beeinträchtigungen können entstehen durch:
 Lärm- und Schadstoffemissionen in der Bauphase
 Erwärmung der Luft und Verringerung der relativen Luftfeuchte durch
Tierarten, die in ihrer natürlichen und historisch gewachsenen Artenvielfalt zu
schützen sind. Beeinträchtigungen können entstehen durch:
 Vernichtung oder Veränderung von Lebensräumen durch Schädigung der
anderen Schutzgüter
 Zerstörung und Verdrängung der vorhandenen Tier- und Pflanzenwelt
 Trennung von Lebensräumen und Einschränkung von Aktionsradien durch
Überbauung und die Anlage landschaftlicher Barrieren wie Zäune und Straßen
Schönheit von Natur und Landschaft, also auf die ästhetischen und emotionalen
Bedürfnisse der Menschen. Es ist gefährdet durch:
 Beeinträchtigung charakterlicher Landschaftselemente
 Beeinträchtigung des Landschaftsbildes durch die Bepflanzung von
untypischen Gehölzen
Das Plangebiet liegt außerhalb von Landschafts- oder Naturschutzgebieten.
Schutzgebiete nach europäischem Recht sind ebenfalls nicht vorhanden.
Die Beeinträchtigungen der Schutzgüter können z. B. durch folgende Maßnahmen
Festsetzungen für flächensparendes Bauen sind die
 Verwendung wasserdurchlässiger Beläge für Stellplätze
 Begrenzung der Bodenversiegelung auf das notwendigste Maß
 Ausweisung von Grünflächen mit Pflanzgeboten
Die Maßgaben des Bodenschutzes und das Gebot der geringstmöglichen Flächenversiegelung werden berücksichtigt.
den Grundstücken ausgeglichen werden, sofern die Versickerungsfähigkeit des
anstehenden Bodens dieses zulässt.
Zur Minimierung einer Belastung durch zusätzliche neue Heizungsanlagen ist der
Positive Beeinflussung des Mikroklimas durch Gehölzpflanzungen. Durch Beschat- 20 -
tung mäßigen sie extreme Temperaturen, durch die Transpiration befeuchten sie die
Mit der gärtnerischen Nutzung der nicht überbaubaren Grundstücksflächen wird der
Wert des Gebietes als Lebensraum verbessert. Die unterschiedlichen Maßnahmen
wie Baum- und Strauchpflanzungen bieten gute Ausgangsbedingungen für die
Entwicklung einer vielfältigen Flora und Fauna im bebauten Bereich.
Da auch Privatgärten mit an der Ausprägung des Landschaftsbildes beteiligt sind, sind
für die Anpflanzung von Bäumen und Sträuchern standortgerechte, einheimische
Gehölz- und Pflanzenarten entsprechend der Gehölz- und Pflanzliste festgesetzt.
Anpassung an die vorhandene Wohnbebauung und den umgebenden landschaftlichen Raum durch Festsetzungen zur Art und Maß der baulichen Nutzung.
Zum Schutz von Bäumen, Pflanzbeständen und Vegetationsflächen sind die Bestimmungen der DIN 18920 (Vegetationstechnik – Schutzmaßnahmen) zu beachten.
Die DIN gilt dem Schutz von zu erhaltenden Einzelbäumen und Pflanzbeständen, da
der ökologische Wert bestehender Pflanzungen durch Ersatz im Regelfall nicht oder
stellen den Schutz des Oberbodens und die Wiederverwendung bei Baumaßnahmen
sicher und schließen die Zerstörung weiteren Bodens aus.
Maßnahmen zum Ausgleich des Eingriffs in das ökologische Gefüge des Raumes
sollen folgende Funktionen erfüllen:
 Strukturierung des Raumgefüges
 Bedeutung als Habitat für Vögel und Insekten
 Schaffung von Vernetzungselementen, um den Artenrückgang bewirkenden
 Vernetzungselemente sind Hilfen für die Wanderung von Tieren (in deren
Artenaustausch ermöglicht
Das Plangebiet liegt weder in einem Landschaftsschutz- noch in einem Naturschutzgebiet. Das Vorhaben berührt kein bestehendes oder geplantes Naturschutzgebiet
Das Plangebiet liegt weder in einem Landschaftsschutz- noch in einem Naturschutzgebiet. Das Vorhaben berührt kein bestehendes oder geplantes Naturschutzgebiet direkt oder indirekt durch weiterreichende Wirkungen. Schutzgebiete nach EURecht werden ebenfalls nicht betroffen.
Zum Schutz von Bäumen, Pflanzbeständen und Vegetationsflächen sind die
Bestimmungen der DIN 18920 (Vegetationstechnik – Schutzmaßnahmen) zu
beachten. Die DIN gilt dem Schutz von zu erhaltenden Einzelbäumen und
Pflanzbeständen, da der ökologische Wert bestehender Pflanzungen durch Ersatz im
Schutz des Oberbodens und die Wiederverwendung bei Baumaßnahmen sicher und
schließt die Zerstörung weiteren Bodens aus. Maßnahmen zum Ausgleich des
Eingriffs in das ökologische Gefüge des Raumes sollen folgende Funktionen erfüllen:
Strukturierung des Raumgefüges
Bedeutung als Habitat für Vögel und Insekten
Schaffung von Vernetzungselementen, um den Artenrückgang bewirkenden
Vernetzungselemente sind Hilfen für die Wanderung von Tieren (in deren Gefolge
In der Ausgleichsermittlung sind die Flächen zu bestimmen, die in ihrer Biotopfunktion
gelten diese Flächen als Grundlage zur Ermittlung der Ausgleichsflächen. Da Flächen
unvermehrbar sind, kann nicht an jeder Stelle ein Ausgleich in gleicher Qualität
Der Eingriff in die Grundwasserneubildungsrate kann bei entsprechenden Baugrundverhältnissen zum Teil durch Versickerung auf den Grundstücken ausgeglichen
Nach § 1a BauGB ist jedoch in der Abwägung auch über naturschutzrechtlichen
Ausgleich zu entscheiden. Deshalb erfolgen in der Begründung hierzu Aussagen in
Form einer Eingriffs- / Ausgleichsbilanz gemäß dem seit 28.12.2004 verbindlichen
Grundlage der Bilanzierung bildet die Fläche, welche als Bauland qualifiziert werden
Der Planbereich C (Flurstück 719) bleibt von der folgenden Bilanzierung unberührt.
Durch die Ausweisung zur Sukzessionsfläche ist dieser Fläche von ca. 1.100 m²
jegliche anderweitige Nutzungsmöglichkeit (baulich oder gärtnerisch) verworfen.
Grundlage der Bilanzierung bildet die Fläche, welche als Wohnfläche qualifiziert
Nach dem Einfügegebot hat sich die potenziell überbaubare Fläche im Satzungsbereich an der überbauten Fläche auf den Grundstücken in der näheren Umgebung
zu orientieren. Die Bebauung in der näheren Umgebung entspricht dem typischen
Orientierung wird eine Grundflächenzahl (§ 17 BauNVO) von maximal 0,3 angesetzt.
davon überbaubare Fläche
bei einer GRZ von 0,3 (§ 17 BauNVO)
Flurstück tlw. 720
davon überbaubare Fläche (GRZ 0,3)
Flurstück tlw. 196, tlw. 195
Devastiertes Grünland
*) Biotoptypen gemäß Bewertungsmodell Sachsen-Anhalt / BWP = Biotopwert bzw. Planwert x Fläche
Nach § 20 NatSchG LSA ist ein Eingriff ausgeglichen, wenn nach seiner Beendigung
keine Beeinträchtigung des Naturhaushaltes zurück bleibt oder das Landschaftsbild
Bei Gegenüberstellung des Bestandes mit 24.600 Biotopwertpunkten (BWP) und der
Planung mit 19.458 BWP ergibt sich folgender grünordnerischer Kompensationsbedarf:
 Damit der grünordnerische Kompensationsbedarf ausgeglichen werden kann,
ist auf den Flurstücken 720, 196 und 195 eine Strauch-Baumhecke ggf. auch
außerhalb des Satzungsbereiches anzupflanzen. Für die Realisierung der
Ausgleichsmaßnahme sollen die Flurstücke in der Gesamtheit genutzt werden
Zuordnung der Ausgleichmaßnahmen
Da das Teilstück des Flurstückes 720 im Bereich der Satzung kleiner ist, als die
Teilstücke der Flurstücke 196 und tlw. 195 (ein Grundeigentümer), werden die neu
anzulegenden Ausgleichsflächen wie folgt berechnet:
Flurstück: tlw. 720
=> 30 %
Flurstück: tlw. 196, tlw. 196/195 => 70 %
entspricht 97 m² Baum-Strauchhecke
entspricht 225 m² Baum-Strauchhecke
Die Heckenpflanzung ist vom jeweiligen Bauherrn der Baumaßnahme anzulegen. Die
Ausgleichsmaßnahme hat in der Gesamtheit eine Flächenwirkung von 322 m².
Grünordnerische Ausgleichsmaßnahmen
Auf dem Flurstück 720 sind Feldheckenstrukturen (Typ Baum-Strauchhecke) aus
heimischen Arten auf einer Fläche von 97 m² anzulegen und zu erhalten.
Auf den Flurstücken 196 und 195 sind Feldheckenstrukturen (Typ BaumStrauchhecke) aus heimischen Arten auf einer Fläche von 225 m² anzulegen und zu
Umsetzung der grünordnerischen Maßnahmen
ökologische Aufwertung des Standortes im Eingriffsgebiet dient. Sie sollen Lebens-
raum für Tier- und Pflanzenarten bieten, vor Erosion schützen und einen blickdichten,
Die Umsetzung der Anpflanzungen im Plangebiet (Maßnahmen M 1 bis M 2) haben
spätestens eine Pflanzperiode nach Fertigstellung des jeweiligen Vorhabens zu
 Mit den geplanten grünordnerischen Maßnahmen ist der einhergehende Eingriff
Gewöhnl. Wilder Wein*
Anlage 2 – grünordnerischer Bestandsplan
Anlage 3 – Auszug aus dem Flächennutzungsplan
Quelle: Stadt Bitterfeld-Wolfen, Flächennutzungsplan, 2012
Sitzung des Marktgemeinderates Maßbach am 27.01.2015
Steckbrief Baulücken Lohfelden
Natura 2000 – was steht wo im Netz? - Baden-Württemberg
Aktuelles Amtsblatt April 2015

References: § 34
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 § 35

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 § 13
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 § 3
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 § 2
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 § 8
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 § 202
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 § 45
 § 137
 § 150
 § 151
 § 1
 § 202
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