Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=LAG%20K%F6ln&Datum=13.10.2003&Aktenzeichen=2%20TaBV%201%2F03
Timestamp: 2019-03-21 12:50:55+00:00

Document:
LAG Köln, 13.10.2003 - 2 TaBV 1/03 - dejure.org
Richtervorlage, Verfassungswidrigkeit, Wahlgleichheit, Betriebsratswahlen, Frauenquote, Minderheitsgeschlecht
Art. 100 Abs. 1 GG, § 13 BVerfGG, § 15 Abs. 2 BetrVG
Listenübergreifender Geschlechtersprung verfassungswidrig
Geschlechtsspezifischer Proporz bei Betriebsratswahlen; Demokratische Legitimierung eines Betriebsrates; Anwendung des Gleichheitsgrundsatzes bei Betriebsratswahlen; Sachlich erforderliche Ausnahmen von der Allgemeinheit und Gleichheit einer Betriebsratswahl
Frauenquote bei der Betriebsratswahl ist nach Ansicht des Landesarbeitsgerichts Köln verfassungswidrig
§ 15 Abs. 5 Z. 2 WO 2001; Art. 3 Abs. 1 GG
§ 15 Abs. 2 BetrVG 2001 verfassungswidrig
ArbG Bonn, 16.10.2002 - 4 BV 51/02
NZA 2004, 511 (Ls.)
BB 2004, 835
NZA-RR 2004, 247
Die gesetzliche Vorgabe des § 15 Abs. 2 BetrVG zur Förderung des Minderheitsgeschlechts ist für sich betrachtet verfassungsgemäß, denn im Wege der Verfassungskonformen Auslegung sind weniger einschneidende Korrekturen als der Listensprung i. S. v. § 15 Abs. 5 Nr. 2 WahlO zum BetrVG möglich (aA LAG Köln, Beschluss vom 13.10.2003 - 2 TaBV 1/03.
Anders als die 2. Kammer des LAG Köln in ihrem Beschluss vom 13.10.2003 (2 TaBV 1/03, NZA-RR 1004, 247) entscheiden hat, ist nach Auffassung der erkennenden Kammer § 15 Abs. 2 BetrVG mit der Verfassung vereinbar, denn die Vorschrift kann jedenfalls verfassungskonform ausgelegt werden.

References: Art. 100
 § 13
 § 15

§ 15
 Art. 3

§ 15
 § 15
 § 15
 § 15