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VX800-Fahrer-Forum Foren-Übersicht -> Reifen -> Pirelli Angel ST
Verfasst am: Mo Mai 31, 2010 15:16:16 Titel: Pirelli Angel ST
nachdem der Angel ST Testsieger bei MOTORRAD geworden ist und ich mit ihm auf der Bulldog sehr zufrieden bin habe ich Pirelli mal nach einer Freigabe für die VX gefragt. Als Antwort bekam ich dieses hier:
"Testergebnisse mit der gewünschten Kombination auf Ihrem Motorrad liegen nicht vor, da kein Freigabeverfahren durchgeführt wurde.
Bitte haben Sie Verständnis, dass wir Ihnen als einzige Möglichkeit zur Eintragung des Pirelli Angel ST in den Dimensionen 110/80 ZR 18 M/C (58W) TL und 150/70 ZR 17 M/C (69W) TL die Einzelabnahme durch einen anerkannten Sachverständigen anbieten können. Der Reifenhersteller kann hierzu nur die technischen Daten der Reifen bescheinigen. Gerne senden wir Ihnen die entsprechenden Datenblätter auf Wunsch per Post oder Fax zu. Setzen Sie sich vorab bitte mit Ihrer zuständigen TÜV/Dekra-Stelle in Verbindung."
Was wird bei so einer Einzelabnahme gemacht und was kostet es etwa?
Verfasst am: Mo Mai 31, 2010 15:33:07 Titel:
Bin mir jetzt nicht ganz sicher aber mit Gutachten kostet das Eintragen eines Lenkers ungefähr 40€ oder? Dürfte ja bei den Reifen ähnlich sein.
Ich denk die werden wohl nur schauen ob alles passt und nix schleift - ähnlich wie beim Auto.
Verfasst am: Mo Mai 31, 2010 15:46:42 Titel: Re: Pirelli Angel ST
Das ganze dürfte in einer Einzelabnahme münden. Das kann ziemlich teuer werden, weil der TÜV die Rechnung nach Aufwand ausstellt. Wenn Du keine VX zeigen kannst, die mit dem Reifen unterwegs ist, musst Du auch noch einen Ingenieur finden, der Dir wohlgesonnen ist.
Ich würde ganz einfach mal beim nächsten TÜV anrufen und dort mit dem Ingenieur sprechen. Der sagt Dir dann schon, ob das Sinn macht oder nicht.
Interessanterweise sagt eine TÜV-Eintragung rein gar nichts darüber aus, ob das Fahrzeug denn auch so benutzbar ist. Auch eine Hauptuntersuchung bedeutet rein gar nichts.
Ich kopier mal ein dazu passenden Urteil vom BGH rein:
BGH hat Folgendes geschrieben:
I. Haftung anerkannter Sachverständiger für den Kraftfahrzeugverkehr
In dem vom BGH am 30.9.2004 (Az. III ZR 194/04) entschiedenen Fall der Haftung anerkannter Sachverständiger für den Kraftfahrzeugverkehr hatte der Kläger bei einem Fahrzeughändler ein Reisemobil gekauft. Der Verkäufer führte das Fahrzeug dem TÜV Nord zum Zwecke der Erteilung einer Betriebserlaubnis nach § 21 StVZO vor. Ein Ingenieur des TÜV stellte in einem Gutachten fest, dass das Fahrzeug den geltenden Vorschriften entspreche. Der Kläger machte dagegen geltend, das Fahrzeug sei mit über 7 t Leergewicht deutlich schwerer als von dem Sachverständigen ohne genügende Sachprüfung festgestellt (5,98 t).
Da der staatlich anerkannte Sachverständige für den Kraftfahrzeugverkehr nach der Rechsprechung des BGH bei dem ihm durch straßenverkehrsrechtliche Vorschriften übertragenen Tätigkeiten hoheitliche Befugnisse ausübt (vgl. etwa zuletzt das BGH-Urteil vom 10. April 2003 – Az.: III ZR 266/02), verklagte er – zutreffend – das diese hoheitlichen Befugnisse erteilende Bundesland auf Ersatz seines Schadens. Nach ständiger Rechtsprechung des BGH verletzt der Sachverständige indes keine ihm gegenüber einem späteren Erwerber des Fahrzeugs obliegende Amtspflicht, wenn er fahrlässig Mängel übersieht oder unrichtige technische Angaben in dem Brief als richtig bescheinigt und der Erwerber dadurch einen Vermögensschaden erleidet; denn die Bescheinigung dient nicht dazu, allgemeinem rechtsgeschäftlichen Verkehr das Vertrauen auf die Richtigkeit der Beschreibung in dem Brief zu schützen und dem Erwerber eine eigene Prüfung des fahrtechnischen Zustands des Fahrzeugs abzunehmen (vgl. schon BGH-Urteil vom 11. Juli 1955 – Az.: III ZR 178/53). In der neuen Entscheidung aus dem Jahre 2004 hat der BGH nun festgestellt, dass dies selbst dann gelte, wenn nicht nur einzelne Mängel bestehen, sondern die generelle Benutzbarkeit des Fahrzeugs in Frage steht.
Vor allem der letzte Satz kann einen sehr erheitern:D
Verfasst am: Mo Mai 31, 2010 15:51:29 Titel: vx
Hallo! Es geht nicht nur um den Reifen, sondern um das Rad. Normal benötigt der Z Reifen ein anderes Felgenbett. Geht bei einer VX denke ich mal nur mit einer Speichenfelge. Vielleicht weiss das jemand besser. Gruss Willi
Verfasst am: Mo Mai 31, 2010 15:55:08 Titel:
Willi, ist Z nicht nur eine Geschwindigkeitsklasse?? Was hat das mit der Felge zu tun???
Verfasst am: Mo Mai 31, 2010 16:18:34 Titel: Vx
Hallo Markus! Die Karkasse ist ja anders. Ich habe das mal sogar mit Spanngurt versucht, habe keine Luft reingekriegt. Deine VX hat doch Speichenfelgen. Anderes Felgenbett und umspeichen, da wird das gehen. Wenn jemand sagt, das geht, glaube ich das. Kein Problem. Gruss und besseres Wetter, Willi.
Verfasst am: Mo Mai 31, 2010 16:27:28 Titel:
Für den PilotRoad2 gibt es auch eine Freigabe ohne irgendwelche Auflagen, kann mir wirklich nicht vorstellen daß der AngelST nicht auf die Originalfelge passt.
Verfasst am: Mo Mai 31, 2010 16:28:25 Titel:
ich hab sowieso Schläuche in den Reifen. Schlauchlos geht bei meinen Felgen nicht. WiWo hatte in seinen Felgen immer eine dicke Schicht Silikon drin, um die Speichen abzudichten, damit man schlauchlos fahren kann. So eine Sauerei wollte ich aber nicht veranstalten. Da hab ich lieber einen Schlauch reingemacht.
Wenn mich aber nicht alles täuscht, dann hatte ich auch schon die PR2 in "Z" auf den VX-Rädern. Das war eigentlich (für den Reifenmonteur) kein Problem.
P.S.: Hat eigentlich schon einer gemerkt, dass ich den TÜV so gut leiden kann wie Zahnweh
Verfasst am: Mo Mai 31, 2010 16:30:52 Titel:
Erwin, aber der TÜV liebt dich doch!!!
Verfasst am: Mo Mai 31, 2010 16:33:48 Titel:
Nee, neee. Der liebt nur das, was er in meiner Geldbörse wähnt
Wenn der wüsste, dass meine Börse aus Zwiebelleder*) ist, dann dürfte ich bei dem nichtmal auf den Hof fahren
*)Zwiebelleder: Immer wenn ich reinschaue, kommen mir die Tränen
Verfasst am: Mo Mai 31, 2010 16:43:54 Titel: VX
Moin! Probleme beim TÜV gibt es nicht. Da muss schon der Rahmen durchgerostet sein. Alles andere baut man hin und wenn man beim Tüv war wieder zurück. Für einen schlauchlosen Radialreifen ist eine Tiefbettfelge mit Humb dringend vorgeschrieben. Bin aber auch schon lange raus aus dem Geschäft. Wichtig ist nur, das alles einigermassen sicher ist. Dann soll jeder machen, was er will. Bis denne
Verfasst am: Mo Mai 31, 2010 17:13:02 Titel: Re: VX
Für einen schlauchlosen Radialreifen ist eine Tiefbettfelge mit Humb dringend vorgeschrieben.
Verstehe zwar nur Bahnhof aber der Michelin Pilot Road 2 ist ein Radialreifen (steht zumindest drauf ) und hat ne Freigabe für die VX.
In der Tat war das Aufpumpen nicht so einfach. Hat beim Hinterreifen einige Versuche gebraucht bis er sich endlich mit nem lauten "Plopp" der Felge angepasst hat
Verfasst am: Mo Mai 31, 2010 17:47:02 Titel: VX
Ganz einfach. Reifen und Felge passen zusammen. Darum Freigabe. Die beiden Sachen gehören zusammen. Alles andere würde mich nur dann interessieren, wenn ich für mein Mopped keine passenden Reifen bekomme. Donnerstag ist Feiertag und schönes Wetter. Bis denne.
Verfasst am: Mo Mai 31, 2010 18:19:16 Titel: Re: Pirelli Angel ST
"Z" ist eine Geschwindigkeitsklasse, die die VX NIE erreichen wird.
Q maximal 160 km/h
S maximal 180 km/h
T maximal 190 km/h
H maximal 210 km/h
V maximal 240 km/h
W maximal 270 km/h
Y maximal 300 km/h
Irgendwie uneinheitlich, aber so stehts geschrieben.
nachdem der Angel ST Testsieger bei MOTORRAD geworden ist [...]
Hmmm, war der wirklich Testsieger? Ich hab den Test auch
gelesen. War das nicht nur der Anfangserfolg, der im Langstreckenstest
dann relativiert wurde. Da hatte der Bridgestone BT023 die Nase deutlich
vorne, weil er über lange Strecken die selbe gute Performance
kontinuierlich abgeliefert hat. Der Pilot Road2 war bei dem Test übrigens
auch sehr gut. Selbst Avon hat ordentlich gerollt.
Mal ehrlich: Die heutigen Reifen liefern soviel ab, was wir als Normalfahrer
gar nicht abrufen können. Für mich macht eigentlich nur den Unterschied,
wie die sich bei Nässe verhalten. Denn da gibts halt noch deutliche Unterschiede...
...und wie lange sie halten.
Und auf der VX hab ich mich mit dem BT45 gut gefühlt. Der hat obendrein
auch noch verhältnismässig lange gehalten. Da würde ich mich nicht auf
Experimente einlassen. Früher hab ich den Pirelli Phantom gefahren. Der hat
vor allem wegen seines (für damalige Verhältnisse) genialen Profildesigns
richtig gerockt. Nur war die Pracht nach 3.000 km schon wieder zu Ende.
Und jeder heutige Reifen ist dem in allen Belangen um Welten überlegen.
Ob wir in den Jahrzehnten so viel bessere Fahrer geworden sind, dass wir
so viel bessere Reifen brauchen...
Ein Schwob halt.
Moin! Probleme beim TÜV gibt es nicht. [...] Alles andere baut man hin und wenn man beim Tüv war wieder zurück.
Das hat sich in einem anderen Thread ganz anders angehört.
Verfasst am: Mo Mai 31, 2010 22:51:29 Titel: Re: Pirelli Angel ST
Der hat obendrein auch noch verhältnismässig lange gehalten.
Ich hab den BT45 auf der Bol d´Or und der Güllepumpe gefahren. Über den Grip konnte ich mich nicht beschweren, nur gehalten hat er nicht. Keiner der Hinteren hat die 5000er Marke erlebt. Der Angel ST hat in der Mitte keine Profilrille, da kann man (voraussichtlich, wird sich bei der Bulldog zeigen) das Ding noch weiter runterfahren.
Verfasst am: Mo Mai 31, 2010 23:03:43 Titel:
Also auf meiner VX hat der hintere BT45 über 10.000 gehalten.
Und ich drehe schon zuweilen kräftig am Gas. Ich denke, da gibts noch
mehr Reifen, die da mit halten. Nur bei Nässe hatte ich beim BT45 einfach
ein total sicheres Gefühl. Sicherer, als bei den BT021, die ich auf meiner
jetztigen Maschine beim Kauf drauf hatte.
Wie fährt sich die Bulldog. Die hat mir immer gut gefallen. Den alten TR1-Motor
reaktiviert und in ein ordentliches, modernes Bike gepackt... sehr gute Idee!
Hast Du die Bol d'or noch? Die hab ich früher gefahren. Das war die, die die
Pirelli Phantom hingerichtet hat. War mir damals fahrwerksmässig zu
mässig und obendrein zu schwer. Jetzt würde ich wieder eine haben wollen.
Verfasst am: Mo Mai 31, 2010 23:58:22 Titel:
Beim BT45 hatte ich immer das Gefühl, daß das Teil schon allein beim Rumstehen Profil verliert.
Ich hatte mal 2 Bolles, die letzte habe ich vor einem Jahr verkauft. War eine interessante Erfahrung, möchte aber keine mehr haben. War für mich einfach von den Abmessungen her zu gross, musste mich immer nach dem Lenker strecken. Für die Erkenntnis habe ich 6 Jahre gebraucht.
Mit der Bulldog bin ich bis jetzt sehr zufrieden. Das Reiten auf der Drehmomentwelle macht richtig Spass. Wenn ich am Kurvenausgang Gas gebe müssen andere erstmal im Getriebe rumsteppen um mitzukommen. Nach oben hin geht ihr zwar relativ schnell die Luft aus, dann ist man auf der Landstrasse aber auch schon im Punktebereich. Wer keine 100 oder mehr PS braucht wird mit der Bulldog sicherlich nix verkehrt machen.

References: BGH 

BGH 
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 § 21
 BGH 
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