Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=BStBl%20II%202012,%20266
Timestamp: 2019-08-18 01:48:37+00:00

Document:
BFH, 11.02.2010 - VI R 43/09 - dejure.org
https://dejure.org/2010,288
BFH, 11.02.2010 - VI R 43/09 (https://dejure.org/2010,288)
BFH, Entscheidung vom 11.02.2010 - VI R 43/09 (https://dejure.org/2010,288)
BFH, Entscheidung vom 11. Februar 2010 - VI R 43/09 (https://dejure.org/2010,288)
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EStG § 19 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 i. V. m. § 8 Abs. 1
§ 19 Abs 1 S 1 Nr 1 EStG 2002, § 8 Abs 1 EStG 2002
EStG § 8 Abs. 1; EStG § 19 Abs. 1 S. 1 Nr. 1
Nachhaltige vertragswidrige private Nutzung eines betrieblichen PKW durch den anstellungsvertraglich gebundenen Gesellschafter-Geschäftsführer als verdeckte Gewinnausschüttung; Durch das Arbeitsverhältnis bzw. das Beteiligungsverhältnis eines Gesellschafter-Geschäftsführers veranlasste Unterlassen der Unterbindung der privaten Nutzung eines betrieblichen PKW durch den Arbeitgeber
Private Fahrzeugnutzung: Arbeitslohn oder verdeckte Gewinnausschüttung?
Vertragswidrige Pkw-Nutzung durch Gesellschafter-Geschäftsführer: Lohn oder vGA?
Private Fahrzeugnutzung als Arbeitslohn oder verdeckte Gewinnausschüttung (vGA)
NZA 2010, 868
BStBl II 2012, 266
NZG 2010, 598
Denn ein Vorteil, den der Arbeitnehmer gegen den Willen des Arbeitgebers erlangt, wird nicht "für" eine Beschäftigung im öffentlichen oder privaten Dienst gewährt und zählt damit nicht zum Arbeitslohn nach § 19 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 i.V.m. § 8 Abs. 1 EStG (vgl. Senatsurteil vom 11. Februar 2010 VI R 43/09, BFHE 228, 354, BFH/NV 2010, 1016).
Denn die unbefugte Privatnutzung eines betrieblichen PKW hat keinen Lohncharakter (Senatsurteile vom 23. April 2009 VI R 81/06, BFHE 225, 33, BStBl II 2012, 262, und vom 11. Februar 2010 VI R 43/09, BFHE 228, 354, BStBl II 2012, 266).
Die Kläger können sich auch nicht mit Erfolg auf die Rechtsprechung des Bundesfinanzhofs (BFH) berufen, wonach steuerpflichtiger Arbeitslohn nicht anzunehmen ist, wenn der Arbeitnehmer sich den Vorteil gegen den Willen des Arbeitgebers selbst zuteilt, weil dieser dann nicht "für" eine Beschäftigung im öffentlichen oder privaten Dienst gewährt werde (Senatsurteile vom 11. Februar 2010 VI R 43/09, BFHE 228, 354, BStBl II 2012, 266; vom 21. April 2010 VI R 46/08, BFHE 229, 228, BStBl II 2010, 848).
Sachlohn im Sinne von § 19 EStG und damit ein lohnsteuerlich erheblicher Vorteil ist auch für den Gesellschafter-Geschäftsführer dann anzusetzen, wenn dieser das betriebliche Fahrzeug nicht vertragswidrig privat nutzt, sondern sich auf eine ausdrückliche Nutzungsgestattung stützen kann (BFHE 228, 354 Tz.14) (bei Juris).
Begründet wird dies damit, dass ein Vorteil, den der Arbeitnehmer gegen den Willen des Arbeitgebers erlange, nicht "für" eine Beschäftigung im öffentlichen oder privaten Dienst gewährt werde und damit nicht zum Arbeitlohn nach § 19 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 EStG zähle (BFH-Urteile vom 21.04.2010 VI R 46/08, BFHE 229, 228, BStBl II 2010, 848, und vom 11.02.2010 VI R 43/09, BFHE 228, 354, BStBl II 2012, 266).
Die noch vom Kläger angeführten Entscheidungen des Bundesfinanzhofs (Urteile vom 11.02.2010 VI R 43/09, BFHE 228, 354, BStBl. II 2012, 266, und vom 21.04.2010 VI R 46/08, BFHE 229, 228, BStBl. II 2010, 848) beträfen gänzlich anders gelagerte Sachverhalte und Rechtsfragen.
FG München, 11.05.2010 - 6 K 249/07
Höhe einer verdeckten Gewinnausschüttung bei privater Nutzung eines betrieblichen …

References: § 19
 § 8

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