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Timestamp: 2016-10-23 03:15:48+00:00

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2C_293/2014 (29.09.2014)
2C_293/2014 � � Urteil vom 29. September 2014
A.A.________, vertreten durch Rechtsanwalt Kurt Gaensli, Beschwerdef�hrerin,
�A.A.________ (geb. 1991) ist mazedonische Staatsb�rgerin. Am 21. Mai 2009 heiratete sie in ihrem Heimatland den in der Schweiz niedergelassenen Landsmann B.A.________ (geb. 1984). Am 24. Oktober 2009 reiste sie in die Schweiz ein und erhielt im Rahmen des Familiennachzugs eine Aufenthaltsbewilligung. Seit dem 24. Mai 2011 leben die Eheleute getrennt. Die Ehe blieb kinderlos.
�Mit Verf�gung vom 5. Juli 2012 lehnte die Einwohnergemeinde Thun eine Verl�ngerung der Aufenthaltsbewilligung von A.A.________ ab und wies sie aus der Schweiz weg. Eine Beschwerde bei der Polizei- und Milit�rdirektion des Kantons Bern blieb erfolglos. Die dagegen erhobene Beschwerde wies das Verwaltungsgericht des Kantons Bern mit Urteil vom 11. Februar 2014 ab.
�Mit Beschwerde vom 24. M�rz 2014, die als Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten und subsidi�re Verfassungsbeschwerde erhoben wird, beantragt A.A.________ die Aufhebung des angefochtenen Urteils. Es sei ihr die Aufenthaltsbewilligung zu verl�ngern und von einer Wegweisung abzusehen. Eventualiter sei das angefochtene Urteil aufzuheben und die Sache zur Neubeurteilung an die Vorinstanz zur�ckzuweisen.
�Die Einwohnergemeinde Thun verzichtet auf eine Vernehmlassung. Das Verwaltungsgericht des Kantons Bern, die Polizei- und Milit�rdirektion des Kantons Bern sowie das Bundesamt f�r Migration beantragen die Abweisung der Beschwerde.
�Am 30. Juni 2014 hat A.A.________ Bemerkungen zu den Stellungnahmen eingereicht.
�Mit Pr�sidialverf�gung vom 28. M�rz 2014 wurde der Beschwerde antragsgem�ss aufschiebende Wirkung zuerkannt.
�Die Beschwerdef�hrerin f�hrt zugleich Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten und subsidi�re Verfassungsbeschwerde. Es ist somit zun�chst zu pr�fen, inwiefern auf die genannten Rechtsmittel einzutreten ist.
1.1.�Gem�ss Art. 83 lit. c Ziff. 2 BGG ist die Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten unzul�ssig gegen Entscheide betreffend ausl�nderrechtliche Bewilligungen, auf die weder das Bundesrecht noch das V�lkerrecht einen Anspruch einr�umt. Die Beschwerdef�hrerin beruft sich insbesondere auf Art. 50 Abs. 1 lit. b AuG (SR 142.20), welcher bei Vorliegen wichtiger pers�nlicher Gr�nde grunds�tzlich einen Anspruch auf Verl�ngerung des (abgeleiteten) Anwesenheitsrechts verleiht. Ob der Anspruch im konkreten Fall zu bejahen ist, bildet Gegenstand der materiellen Beurteilung (vgl. BGE 136 II 177 E. 1.1 S. 179 mit Hinweisen). Folglich ist die Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten in Bezug auf die Nichtverl�ngerung der Aufenthaltsbewilligung zul�ssig. In diesem Punkt steht somit die von der Beschwerdef�hrerin in der gleichen Rechtsschrift erhobene subsidi�re Verfassungsbeschwerde nicht offen (Art. 113 BGG).
1.2.�Da die Beschwerdef�hrerin als Adressatin des angefochtenen Entscheids gem�ss Art. 89 Abs. 1 BGG zur Erhebung der Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten legitimiert ist und die Beschwerde im �brigen frist- und formgerecht eingereicht wurde, ist darauf einzutreten.
1.3.�Soweit die Beschwerdef�hrerin die Wegweisung beanstandet, ist die Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten unzul�ssig (Art. 83 lit. c Ziff. 4 BGG), so dass nicht darauf einzutreten ist. In diesem Fall st�nde einzig die subsidi�re Verfassungsbeschwerde offen, soweit sich die Beschwerdef�hrerin auf besondere verfassungsm�ssige Rechte beruft, die ihr unmittelbar ein rechtlich gesch�tztes Interesse im Sinne von Art. 115 lit. b BGG verschaffen. Zu denken ist dabei etwa an das Recht auf Leben gem�ss Art. 10 Abs. 1 BV oder das in Art. 25 Abs. 3 BV verankerte Non-Refoulement-Gebot (vgl. BGE 137 II 305 E. 3.3 S. 310). Die entsprechenden R�gen m�ssen indessen rechtsgen�glich begr�ndet werden (Art. 116 i.V.m. Art. 106 Abs. 2 BGG); auf rein appellatorische Kritik am angefochtenen Entscheid tritt das Bundesgericht nicht ein (BGE 136 II 489 E. 2.8 S. 494 mit Hinweisen).
�Die in Zusammenhang mit der Wegweisung von der Beschwerdef�hrerin angerufenen Normen (Art. 23 Abs. 3 des Internationalen Paktes �ber b�rgerliche und politische Rechte [SR 0.103.2; UNO-Pakt II] i.V.m. Art. 25 Abs. 3 BV) sind an sich geeignet, ein rechtlich gesch�tztes Interesse im Sinne von Art. 115 lit. b BGG zu begr�nden. Jedoch beschr�nkt sich die Beschwerdef�hrerin darauf zu behaupten, bei der R�ckkehr nach Mazedonien drohe ihr eine Zwangsverheiratung mit einem �lteren Mann. Mit diesem Aspekt hat sich die Vorinstanz befasst und kam zum Schluss, es l�gen keine konkreten Hinweise auf eine drohende Zwangsverheiratung in Mazedonien vor (siehe E. 5.3.2 hiernach). Was die Beschwerdef�hrerin den Ausf�hrungen der Vorinstanz entgegenh�lt, ersch�pft sich darin, in appellatorischer Form ihre eigene Auffassung zu wiederholen. Damit wird den strengen Begr�ndungsanforderungen der subsidi�ren Verfassungsbeschwerde nicht Gen�ge getan, weshalb darauf nicht eingetreten werden kann.
2.1.�Mit der Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten kann eine Rechtsverletzung nach Art. 95 und Art. 96 BGG ger�gt werden. Das Bundesgericht wendet das Recht von Amtes wegen an (Art. 106 Abs. 1 BGG). Es ist somit weder an die in der Beschwerde geltend gemachten Argumente noch an die Erw�gungen der Vorinstanz gebunden (BGE 139 II 404 E. 3 S. 415). Das Bundesgericht pr�ft grunds�tzlich nur die geltend gemachten R�gen, sofern die rechtlichen M�ngel nicht geradezu offensichtlich sind (BGE 140 III 115 E. 2 S. 116; 133 II 249 E. 1.4.1 S. 254). In Bezug auf die Verletzung von Grundrechten gilt eine qualifizierte R�ge- und Substanziierungspflicht (Art. 106 Abs. 2 BGG). Das Bundesgericht pr�ft solche R�gen nur, wenn sie in der Beschwerde vorgebracht und begr�ndet worden sind (BGE 136 II 304 E. 2.5 S. 314).
2.2.�Das Bundesgericht legt seinem Urteil den Sachverhalt zugrunde, den die Vorinstanz festgestellt hat (Art. 105 Abs. 1 BGG). Es kann die Sachverhaltsfeststellung der Vorinstanz von Amtes wegen berichtigen oder erg�nzen, wenn sie offensichtlich unrichtig ist oder auf einer Rechtsverletzung im Sinne von Artikel 95 beruht (Art. 105 Abs. 2 BGG). Die beschwerdef�hrende Partei kann die Feststellung des Sachverhalts unter den gleichen Voraussetzungen beanstanden, wenn die Behebung des Mangels f�r den Ausgang des Verfahrens entscheidend sein kann (Art. 97 Abs. 1 BGG). Eine entsprechende R�ge ist rechtsgen�glich substanziiert vorzubringen (BGE 136 II 304 E. 2.5 S. 314).
2.3.�Neue Tatsachen und Beweismittel d�rfen nur so weit vorgebracht werden, als erst der Entscheid der Vorinstanz dazu Anlass gibt ("unechte" Noven gem�ss Art. 99 Abs. 1 BGG). Art. 99 Abs. 1 BGG zielt auf Tatsachen ab, die erst durch das angefochtene Urteil rechtserheblich werden. So darf sich der Beschwerdef�hrer auf neue Tatsachen berufen, wenn er der Vorinstanz eine Verfahrensverletzung vorwirft. Dasselbe gilt, wenn sich das Urteil der Vorinstanz auf ein neues rechtliches Argument st�tzt, mit dem die Parteien zuvor nicht konfrontiert worden waren (BGE 136 III 123 E. 4.4.3 S. 129). Unzul�ssig sind hingegen neue Tatsachen, die bereits der Vorinstanz h�tten vorgelegt werden k�nnen (Urteil 2C_170/2013 vom 20. Juni 2013 E. 1.3). Tatsachen und Beweismittel, welche sich auf das vorinstanzliche Prozessthema beziehen, sich jedoch erst nach dem angefochtenen Entscheid ereignet haben oder entstanden sind, k�nnen von vornherein nicht durch das angefochtene Urteil veranlasst worden sein (Urteil 2C_833/2011 vom 6. Juni 2012 E. 1.2 mit Hinweis). Diese so genannten "echten Noven" sind im bundesgerichtlichen Verfahren in jedem Fall unzul�ssig (BGE 139 III 120 E. 3.1.2 S. 123; 133 IV 342 E. 2.1 S. 344).
�Die Beschwerdef�hrerin reicht dem Bundesgericht neu einen vom 2. Dezember 2011 datierten Aufnahmebericht des Spitals Thun, ein Arbeitszeugnis der C.________ AG Thun vom 20. M�rz 2014, eine vom 21. M�rz 2014 datierte Therapiebest�tigung von Dr. phil. D.________ sowie eine vom 21. M�rz 2014 datierte schriftliche Erkl�rung ihrer Eltern und deren �bersetzung ein. Beim Aufnahmebericht des Spitals Thun vom 2. Dezember 2011 handelt es sich um ein unechtes Novum, das die Beschwerdef�hrerin im kantonalen Verfahren h�tte einreichen k�nnen, nachdem die Frage der ehelichen Gewalt einen zentralen Streitpunkt bildete. Dieses Dokument ist im vorliegenden Verfahren unbeachtlich. Alle weiteren von der Beschwerdef�hrerin neu eingereichten Unterlagen sind nach dem angefochtenen Urteil vom 11. Februar 2014 entstanden und somit als echte Noven nicht zu ber�cksichtigen.
�Die Beschwerdef�hrerin r�gt eine Verletzung des rechtlichen Geh�rs. Die Vorinstanz habe die von ihr angebotenen Beweismittel (Parteibefragung, Zeugeneinvernahme) nicht abgenommen.
3.1.�Der Anspruch auf rechtliches Geh�r (Art. 29 Abs. 2 BV) umfasst das Recht der betroffenen Person, sich vor Erlass eines in ihre Rechtsstellung eingreifenden Entscheides zur Sache zu �ussern sowie das Recht auf Abnahme der rechtzeitig und formrichtig angebotenen rechtserheblichen Beweismittel (BGE 127 I 54 E. 2b S. 56). Das Recht der betroffenen Person auf �usserung schliesst indes keinen Anspruch auf m�ndliche Anh�rung ein (BGE 134 I 140 E. 5.3 S. 148; 130 II 425 E. 2.1 S. 428 f.; 127 V 491 E. 1b S. 494; 125 I 209 E. 9b S. 219). Dem Anspruch auf rechtliches Geh�r l�sst sich auch nicht eine allgemeine Pflicht der Beh�rde zur Abnahme aller angebotenen Beweise und zur W�rdigung s�mtlicher Argumente entnehmen. Die Abweisung eines Beweisantrags erweist sich namentlich als zul�ssig, falls die Verwaltungs- oder Gerichtsbeh�rde sich ihre Meinung aufgrund zuvor erhobener Beweise bereits bilden konnte und sie ohne Willk�r in vorweggenommener, antizipierter Beweisw�rdigung annehmen darf, die gewonnene �berzeugung werde durch weitere Beweiserhebungen nicht ersch�ttert (BGE 136 I 229 E. 5.3 S. 236; 134 I 140 E. 5.3 S. 148; 131 I 153 E. 3 S. 157).
3.2.�Das Verwaltungsgericht hat sich bei der Beurteilung der Situation der Beschwerdef�hrerin geb�hrend mit den Akten auseinandergesetzt und s�mtliche wesentlichen Umst�nde ber�cksichtigt. Die dem Verwaltungsgericht vorliegenden Informationen zur Frage der angeblichen h�uslichen Gewalt sowie zur Situation im Herkunftsland der Beschwerdef�hrerin sind umfassend genug und geeignet, um ihre Feststellungen zu untermauern. Aus den genannten Gr�nden durfte die Vorinstanz in willk�rfreier antizipierter Beweisw�rdigung auf die Abnahme weiterer Beweise verzichten.
4.1.�Die Beschwerdef�hrerin behauptet, die Vorinstanz habe den Sachverhalt unrichtig bzw. unvollst�ndig erhoben. Es h�tten weitere Abkl�rungen zur Frage der h�uslichen Gewalt und zur Situation in Mazedonien vorgenommen werden m�ssen. Zudem habe die Vorinstanz eine schriftliche Stellungnahme der Beschwerdef�hrerin in unhaltbarer Weise ausgelegt. Im Ergebnis liege somit ein willk�rlicher Entscheid vor.
4.2.�In ihrer Eingabe beschr�nkt sich die Beschwerdef�hrerin im Wesentlichen darauf, ihre Sicht der Dinge zu wiederholen. Sie f�hrt aber nicht aus, inwiefern die tats�chlichen Feststellungen des Verwaltungsgerichts�
offenkundig�falsch oder l�ckenhaft w�ren. Auch ist nicht ersichtlich, dass die Beweisw�rdigung durch die Vorinstanz�
offensichtlich�unhaltbar w�re. Die Kritik am angefochtenen Entscheid erweist sich somit als appellatorisch, weshalb auf die R�ge der unrichtigen bzw. unvollst�ndigen Sachverhaltsermittlung nicht n�her einzugehen ist.
5.1.�Die Aufenthaltsbewilligung war der Beschwerdef�hrerin gest�tzt auf Art. 43 Abs. 1 AuG erteilt worden, wonach ausl�ndische Ehegatten von Ausl�ndern mit Niederlassungsbewilligung Anspruch auf Erteilung und Verl�ngerung der Aufenthaltsbewilligung haben, wenn sie mit diesen zusammenwohnen. Nach Aufl�sung der Ehe besteht dieser Anspruch weiter, wenn die Ehegemeinschaft mindestens drei Jahre gedauert hat und eine erfolgreiche Integration besteht (Art. 50 Abs. 1 lit. a AuG) oder wichtige pers�nliche Gr�nde einen weiteren Aufenthalt in der Schweiz erforderlich machen (Art. 50 Abs. 1 lit. b AuG).
5.2.�Es ist unbestritten, dass die Ehegemeinschaft weniger als drei Jahre bestanden hat, weshalb die Beschwerdef�hrerin zu Recht keinen Anspruch nach Art. 50 Abs. 1 lit. a AuG geltend macht. Sie behauptet aber, es seien wichtige pers�nliche Gr�nde nach Art. 50 Abs. 1 lit. b AuG gegeben. Wichtige pers�nliche Gr�nde im Sinne dieser Bestimmung k�nnen gem�ss Art. 50 Abs. 2 AuG namentlich vorliegen, wenn die Ehegattin oder der Ehegatte Opfer ehelicher Gewalt wurde oder die Ehe nicht aus freiem Willen geschlossen hat oder die soziale Wiedereingliederung im Herkunftsland stark gef�hrdet erscheint. Dabei ist entscheidend, ob die pers�nliche, berufliche und famili�re Wiedereingliederung als stark gef�hrdet zu gelten hat, und nicht, ob ein Leben in der Schweiz einfacher w�re. Ein pers�nlicher, nachehelicher H�rtefall setzt aufgrund der konkreten Umst�nde des Einzelfalls eine erhebliche Intensit�t der Konsequenzen f�r das Privat- und Familienleben der ausl�ndischen Person voraus, die mit ihrer Lebenssituation nach dem Dahinfallen der gest�tzt auf Art. 43 Abs. 1 AuG abgeleiteten Anwesenheitsberechtigung verbunden sind (BGE 137 II 345 E. 3.2.3).
5.3.�Das Verwaltungsgericht hat das Vorliegen eines nachehelichen H�rtefalls verneint. Aus den Akten ergebe sich nicht, dass die Beschwerdef�hrerin Opfer physischer Gewalt gewesen sei. Ebenso verneinte die Vorinstanz das Vorliegen psychischer Gewalt in der erforderlichen Intensit�t. Zudem werde nicht aufgezeigt, dass die Beschwerdef�hrerin Opfer einer Zwangsheirat geworden sei. Schliesslich sei sie bei einer R�ckkehr nach Mazedonien weder in ihrer sozialen Wiedereingliederung noch in ihrer Sicherheit gef�hrdet.
�Die Beschwerdef�hrerin macht hingegen geltend, in ihrem Fall seien die H�rtefallkriterien nach Art. 50 Abs. 1 lit. b AuG erf�llt. Sie behauptet zun�chst, Opfer psychischer Gewalt geworden zu sein.
5.3.1.�Nach der Rechtsprechung kann im Rahmen von Art. 50 Abs. 1 lit. b i.V.m. Art. 50 Abs. 2 AuG eine psychische bzw. sozio-�konomische Druckaus�bung wie dauerndes Beschimpfen, Erniedrigen, Drohen und Einsperren einen f�r die Annahme eines nachehelichen H�rtefalls relevanten Grad an unzul�ssiger Oppression erreichen. Dies ist der Fall, wenn die psychische Integrit�t des Opfers bei einer Aufrechterhaltung der ehelichen Gemeinschaft schwer beeintr�chtigt w�rde. Indessen begr�ndet nicht jede ungl�ckliche, belastende und nicht den eigenen Vorstellungen entsprechende Entwicklung einer Beziehung bereits einen nachehelichen H�rtefall und ein weiteres Anwesenheitsrecht in der Schweiz. Die anhaltende, erniedrigende Behandlung muss derart schwer wiegen, dass von der betroffenen Person bei Ber�cksichtigung s�mtlicher Umst�nde vern�nftigerweise nicht erwartet werden kann, dass sie einzig aus bewilligungsrechtlichen Gr�nden die Ehe aufrechterh�lt und in einer ihre Menschenw�rde und Pers�nlichkeit verneinenden Beziehung verharrt (BGE 138 II 229 E. 3.2.2 S. 233 f.). Die ausl�ndische Person trifft bei den Feststellungen des entsprechenden Sachverhalts eine weitreichende Mitwirkungspflicht. Sie muss die eheliche Gewalt bzw. h�usliche Oppression in geeigneter Weise glaubhaft machen. Wird h�usliche Gewalt in Form psychischer Oppression behauptet, muss die Systematik der Misshandlung bzw. deren zeitliches Andauern und die daraus entstehende subjektive Belastung objektiv nachvollziehbar konkretisiert und beweism�ssig unterlegt werden (BGE 138 II 229 E. 3.2.3 S. 235).
�Die Beschwerdef�hrerin macht geltend, es sei ihr aufgrund der Umst�nde nicht m�glich gewesen sei, die h�usliche Oppression zu belegen. Da sie das Haus nicht heimlich habe verlassen k�nnen, um zum Arzt oder zur Polizei zu gehen, habe sie erst nach der Trennung von ihrem Mann �rztliche Hilfe in Anspruch nehmen k�nnen.
�Diese Vorbringen sind nicht geeignet, die von der Vorinstanz vorgenommene W�rdigung in Frage zu stellen. Wenn die Beschwerdef�hrerin, wie sie vorgibt, erst nach der Trennung �rztliche Hilfe in Anspruch habe nehmen k�nnen, hatte sie im kantonalen Verfahren ausreichend Gelegenheit, Angaben zu Arzt- bzw. Psychiaterbesuchen zu machen und entsprechende Unterlagen einzureichen. Die f�r das Bundesgericht verbindlichen Sachverhaltsfeststellungen der Vorinstanz enthalten jedoch keine Hinweise auf entsprechende Konsultationen der Beschwerdef�hrerin, die ggf. die psychische Oppression durch ihren Ehemann und ihre Schwiegereltern h�tten belegen k�nnen.
�Auch die Ausf�hrungen der Beschwerdef�hrerin zur am 2. November 2011 von ihr beim Migrationsdienst eingereichten schriftlichen Stellungnahme �berzeugen nicht. Einerseits distanziert sie sich von dem Schreiben, indem sie angibt, es sei nicht von ihr verfasst und nur auf Druck ihrer Eltern eingereicht worden. Andererseits z�gert sie nicht, darauf zu verweisen, um die von ihr behauptete psychische Misshandlung durch die Schwiegereltern zu belegen. Die in diesem Zusammenhang wenig substanziierten und widerspr�chlichen Ausf�hrungen der Beschwerdef�hrerin sind nicht geeignet, ihre Behauptungen hinsichtlich der angeblichen Aus�bung von psychischer Gewalt zu erh�rten.
�Nach dem Gesagten ist nicht zu beanstanden, dass die Vorinstanz in ihrer Gesamtbetrachtung aller relevanten Umst�nde das Vorliegen h�uslicher Gewalt psychischer Natur in der von Art. 50 Abs. 1 lit. b i.V m. Art. 50 Abs. 2 AuG geforderten Intensit�t verneint hat.
5.3.2.�Ferner macht die Beschwerdef�hrerin geltend, sie habe die Ehe nicht aus freiem Willen geschlossen, sondern sei Opfer einer Zwangsverheiratung durch ihre Eltern. Bei einer R�ckkehr nach Mazedonien w�re sie gezwungen, in ihr islamisch gepr�gtes Heimatdorf zur�ckzukehren, wo Frauen keine Rechte h�tten und die Aus�bung einer Arbeitst�tigkeit ausgeschlossen sei. Damit drohe ihr die Gefahr, von den Eltern erneut zwangsverheiratet zu werden. Die soziale Wiedereingliederung im Herkunftsland sei somit stark gef�hrdet.
�Nach den verbindlichen Feststellungen der Vorinstanz sei die Ehe zwar durch die Familien arrangiert worden, die Beschwerdef�hrerin hatte jedoch nach eigener Darstellung zugestimmt. Wohl m�ge sie sich auch dem Willen ihrer Eltern gef�gt haben, hingegen sei damit nicht objektiv erh�rtet, dass sie ihren eigenen Willen nicht h�tte frei bilden k�nnen. Die Vorinstanz ging somit zu Recht davon aus, dass keine Zwangsheirat vorlag.
�Auch die Behauptung der Beschwerdef�hrerin, bei einer R�ckkehr nach Mazedonien m�sste sie damit rechnen, von ihren Eltern mit einem �lteren Mann zwangsverheiratet zu werden, ist nicht stichhaltig. Es ist aktenkundig, dass die Beschwerdef�hrerin angegeben hat, ihre Familie werde sie nach der Scheidung unterst�tzen, und sie nicht glaube, dass es Probleme geben werde. Angesichts der offensichtlich intakten Beziehung zwischen der Beschwerdef�hrerin und ihrer Familie bestehen keine hinreichenden Anhaltspunkte daf�r, dass die Eltern der Beschwerdef�hrerin sie im Herkunftsland zu einer Ehe mit einem �lteren Mann zwingen w�rden.
�Auch aus der von der Vorinstanz zitierten Einsch�tzung des Bundesamtes f�r Migration (BFM) vom 16. M�rz 2012 l�sst sich nichts anderes ableiten. Das BFM r�umt zwar ein, dass f�r eine geschiedene Frau in Mazedonien eine erneute Heirat nicht einfach sei; dass sie nur noch einen �lteren Mann heiraten k�nnte, sei m�glich, aber nicht in jedem Fall zwingend. Kulturell bedingte, auf gesellschaftlichen Wertvorstellungen gr�ndende Einschr�nkungen bei den Heiratsm�glichkeiten sind nicht mit einer Zwangsverheiratung gleichzusetzen. Allein die Tatsache, dass es f�r die Beschwerdef�hrerin nicht leicht sein wird, bei der R�ckkehr nach Mazedonien einen Mann in ihrem Alter zu heiraten, vermag nicht einen nachehelichen H�rtefall im Sinne von Art. 50 Abs. 1 lit. b AuG zu begr�nden.
5.3.3.�Wie die Vorinstanz zu Recht erw�gt, ist die heute 23-j�hrige Beschwerdef�hrerin im Alter von 18 Jahren ihrem Ehemann in die Schweiz gefolgt. Sie hat somit ihre gesamte Schulzeit in Mazedonien verbracht und ist mit den sprachlichen und kulturellen Gegebenheiten des Landes bestens vertraut. Dass die mazedonische Gesellschaftsordnung nicht der schweizerischen entspricht und die Beschwerdef�hrerin deshalb lieber hier leben w�rde, gen�gt nicht, um einen H�rtefall im Sinne von Art. 50 Abs. 1 lit. b AuG zu begr�nden (vgl. auch das Urteil 2C_578/2011 vom 1. Dezember 2011 E. 3.3). Im �brigen l�sst sich aus den sehr allgemeinen Ausf�hrungen der Beschwerdef�hrerin betreffend die Situation der Frauen in Mazedonien nicht auf eine starke Gef�hrdung ihrer Wiedereingliederung im Heimatland schliessen. Auch der Umstand, dass der Aufbau einer wirtschaftlichen Existenz in Mazedonien f�r die Beschwerdef�hrerin mit Schwierigkeiten verbunden sein kann, gen�gt nicht, um ihre R�ckkehr in die Heimat als unzumutbar einzustufen. Daran �ndern auch die von der Beschwerdef�hrerin ins Feld gef�hrten Integrationsbem�hungen nichts. Eine erfolgreiche Integration w�re zwar massgeblich im Rahmen von Art. 50 Abs. 1 lit. a AuG, gen�gt aber nicht f�r eine Bewilligung nach Art. 50 Abs. 1 lit. b AuG (Urteil 2C_578/2011 vom 1. Dezember 2011 E 3.3). Unerheblich ist auch das Vorbringen der Beschwerdef�hrerin, sie habe Familienmitglieder in der Schweiz, die Schweizer B�rger seien und zu denen sie ein enges Verh�ltnis aufgebaut habe. Sie kann ihre Beziehungen zu den hier anwesenden Familienmitgliedern ohne Weiteres besuchsweise pflegen.
5.4.�In Anbetracht aller Umst�nde durfte die Vorinstanz den Schluss ziehen, dass nicht von einer starken Gef�hrdung bei der Wiedereingliederung der Beschwerdef�hrerin in der Heimat ausgegangen werden kann und ihr die R�ckkehr nach Mazedonien zumutbar ist. Das angefochtene Urteil erweist sich als verh�ltnism�ssig, und die Vorinstanz hat kein Bundesrecht verletzt, indem sie das Vorliegen wichtiger pers�nlicher Gr�nde im Sinne von Art. 50 Abs. 1 lit. b AuG verneinte.
�Demzufolge erweist sich die Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten als unbegr�ndet und ist abzuweisen, soweit darauf einzutreten ist. Auf die subsidi�re Verfassungsbeschwerde ist nicht einzutreten. Der Beschwerdef�hrerin ist praxisgem�ss eine neue Ausreisefrist anzusetzen.
�Diesem Ausgang entsprechend hat die Beschwerdef�hrerin die Kosten des bundesgerichtlichen Verfahrens zu tragen (Art. 66 Abs. 1, Art. 65 BGG). Parteientsch�digungen werden nicht zugesprochen (Art. 68 BGG).

References: Art. 83
 Art. 50
 BGE 
 Art. 89
 Art. 115
 Art. 10
 Art. 25
 BGE 
 Art. 106
 Art. 25
 Art. 115
 Art. 95
 Art. 96
 Art. 99
 Art. 99
 Art. 43
 Art. 50
 Art. 50
 Art. 50
 Art. 43
 Art. 50
 Art. 50
 Art. 50
 Art. 50
 Art. 50
 Art. 50
 Art. 50
 Art. 50
 Art. 50
 Art. 50
 Art. 65