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Timestamp: 2020-07-10 02:47:57+00:00

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Lawbrary | VVAG - Verordnung über die Pfändung und Verwertung von Anteilen an Gemeinschaftsvermögen
I. Pfändung (1 - 7)
II. Verwertung (8 - 15)
III. Verwertung im Konkurs (16 - 16)
IV. Schlussbestimmung (17 - 17)
Ge­gen­stand der Pfän­dung
1Hat der be­trie­be­ne Schuld­ner am Ver­mö­gen ei­ner un­ge­teil­ten Erb­schaft, Ge­mein­der­schaft, Kol­lek­tiv­ge­sell­schaft, Kom­man­dit­ge­sell­schaft oder ähn­li­chen Ge­mein­schaft An­teil, so kann sich die Pfän­dung des An­teils­rech­tes nur auf den ihm bei der Li­qui­da­ti­on der Ge­mein­schaft zu­fal­len­den Li­qui­da­ti­ons­an­teil er­stre­cken, und zwar auch dann, wenn das ge­mein­schaft­li­che Ver­mö­gen aus ei­nem ein­zi­gen Ge­gen­stand be­steht.
2Dies gilt auch dann, wenn der Schuld­ner am Ver­mö­gen ei­ner ein­fa­chen Ge­sell­schaft An­teil hat und nicht im Ge­sell­schafts­ver­trag aus­drück­lich ver­ein­bart wor­den ist, das Ge­sell­schafts­ver­mö­gen ste­he im Mit­ei­gen­tum der Ge­sell­schaf­ter.
3Der pe­ri­odi­sche zu­künf­ti­ge Er­trag (Zin­se, Ho­no­rar, Ge­winnan­tei­le) ei­nes Ge­mein­schafts­ver­mö­gens kann je­wei­len nur auf die Dau­er ei­nes Jah­res be­son­ders ge­pfän­det wer­den.
1Zu­stän­dig zur Pfän­dung des An­teils­rechts und des Er­tra­ges ist das Be­trei­bungs­amt des Wohn­orts des Schuld­ners, auch wenn sich das Ge­mein­schafts­ver­mö­gen oder Tei­le des­sel­ben (Grund­stücke oder Fahr­nis) in ei­nem an­dern Be­trei­bungs­kreis be­fin­den.
2Be­fin­det sich der Wohn­ort des Schuld­ners im Aus­land, so ist zur Pfän­dung des An­teils­rechts an ei­ner un­ver­teil­ten Erb­schaft und des Er­tra­ges dar­aus das Be­trei­bungs­amt am letz­ten Wohn­sitz des Erb­las­sers zu­stän­dig. Hat der Erb­las­ser kei­nen letz­ten Wohn­sitz in der Schweiz und be­steht ei­ne Zu­stän­dig­keit in der Schweiz nach Ar­ti­kel 87 des Bun­des­ge­set­zes vom 18. De­zem­ber 19871 über das In­ter­na­tio­na­le Pri­vat­recht, so ist je­des Be­trei­bungs­amt, in des­sen Be­trei­bungs­kreis sich Ver­mö­gens­wer­te be­fin­den, zu­stän­dig.2
2 Ein­ge­fügt durch Ziff. I der V vom 29. Ju­ni 2016, in Kraft seit 1. Jan. 2017 (AS 2016 2643).
Rei­hen­fol­ge der Pfän­dung
An­teils­rech­te sol­len vor Ver­mö­gens­stücken, die von Drit­ten an­ge­spro­chen wer­den, im üb­ri­gen aber im­mer erst in letz­ter Li­nie und nur dann ge­pfän­det wer­den, wenn die blos­se Pfän­dung des auf den be­trie­be­nen Schuld­ner all­fäl­lig ent­fal­len­den Er­tra­ges sei­nes An­teils zur De­ckung der in Be­trei­bung ge­setz­ten For­de­rung nicht ge­nügt.
1 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V des BGer vom 5. Ju­ni 1996, in Kraft seit 1. Jan. 1997 (AS 1996 2897).
Wi­der­spruchs­ver­fah­ren
Er­gibt sich aus dem Ein­trag im Grund­buch, dass der be­trie­be­ne Schuld­ner an ei­nem Grund­stück nicht ein nach Bruch­tei­len aus­ge­schie­de­nes Mit­ei­gen­tum, son­dern die Rech­te ei­nes Ge­sam­tei­gen­tü­mers be­sitzt, so kann der Gläu­bi­ger im­mer­hin ver­lan­gen, dass ein Mit­ei­gen­tumsan­teil des be­trie­be­nen Schuld­ners ge­pfän­det wer­de, wenn er glaub­haft macht, dass der Grund­buchein­trag un­rich­tig ist. Zu­stän­dig zur Vor­nah­me die­ser Pfän­dung ist das Be­trei­bungs­amt der ge­le­ge­nen Sa­che (vgl. Art. 23dder V des BGer vom 23. April 19202über die Zwangs­ver­wer­tung von Grund­stücken). Dem Gläu­bi­ger ist je­doch in ei­nem sol­chen Fal­le so­fort nach Ar­ti­kel 108 SchKG Frist zur Kla­ge ge­gen die an­dern im Grund­buch ein­ge­tra­ge­nen Ge­sam­tei­gen­tü­mer an­zu­set­zen. Wird die Frist nicht ein­ge­hal­ten oder der Gläu­bi­ger vom Ge­richt ab­ge­wie­sen, so fällt die Pfän­dung des Mit­ei­gen­tums da­hin und ist das An­teils­recht am Ge­sam­tei­gen­tum zu pfän­den.
Voll­zug der Pfän­dung; Schät­zung
1Kommt es zur Pfän­dung ei­nes An­teils­rechts an ei­nem Ge­mein­schafts­ver­mö­gen, so sind in der Pfän­dungs­ur­kun­de die sämt­li­chen Mit­an­teil­ha­ber und ist auch die be­son­de­re Art des Ge­mein­schafts­ver­hält­nis­ses, in dem die­se ste­hen, vorzu­mer­ken. Der Schuld­ner ist zur Aus­kunft dar­über ver­pflich­tet. Die Be­stand­tei­le des Ge­mein­schafts­ver­mö­gens sind nicht ein­zeln auf­zu­füh­ren und zu schät­zen.
2Ge­hö­ren Grund­stücke zum Ge­mein­schafts­ver­mö­gen, so wird ei­ne Ver­fü­gungs­be­schrän­kung beim Grund­buch nicht an­ge­mel­det. Die An­wen­dung von Ar­ti­kel 98 Ab­sät­ze 1, 3 und 4 SchKG auf be­weg­li­che Sa­chen des Ge­mein­schafts­ver­mö­gens ist aus­ge­schlos­sen.
3Kann der Wert des An­teils­rechts oh­ne ein­ge­hen­de Er­he­bun­gen nicht er­mit­telt wer­den, so ge­nügt ei­ne Fest­stel­lung dar­über, ob nach Pfän­dung des An­teils­rechts die For­de­run­gen der pfän­den­den Gläu­bi­ger durch den Schät­zungs­wert al­ler ge­pfän­de­ten Ge­gen­stän­de ge­deckt er­schei­nen, oder ob die Pfän­dungs­ur­kun­de als pro­vi­so­ri­scher Ver­lust­schein zu be­trach­ten ist.
Wir­kung ge­gen­über den Mit­an­teil­ha­bern
1So­wohl die Pfän­dung des An­teils­rechts selbst als auch des pe­ri­odi­schen Er­tra­ges ist den sämt­li­chen Mit­an­teil­ha­bern mit­zu­tei­len, mit der Wei­sung, in Zu­kunft fäl­lig wer­den­de, auf den Schuld­ner ent­fal­len­de Er­träg­nis­se dem Be­trei­bungs­amt ab­zu­lie­fern, und mit der An­zei­ge, dass sie sämt­li­che für den Schuld­ner be­stimm­ten, die Ge­mein­schaft be­tref­fen­den Mit­tei­lun­gen in Zu­kunft dem Be­trei­bungs­amt zu ma­chen ha­ben und Ver­fü­gun­gen über die zur Ge­mein­schaft ge­hö­ren­den Ver­mö­gens­ge­gen­stän­de, für wel­che an sich die Zu­stim­mung des Schuld­ners er­for­der­lich wä­re, nur­mehr mit Zu­stim­mung des Be­trei­bungs­am­tes vor­neh­men dür­fen.
2Han­delt es sich um ei­ne un­ver­teil­te Erb­schaft, so kann zu­gleich, wenn ein ge­mein­sa­mer Ver­tre­ter der Er­ben­ge­mein­schaft nach Ar­ti­kel 602 ZGB1 noch nicht be­stellt ist, die Be­zeich­nung ei­nes sol­chen ver­langt wer­den, dem als­dann be­hufs Wah­rung der Rech­te der pfän­den­den Gläu­bi­ger die Pfän­dung an­zu­zei­gen ist.
Kün­di­gung ei­ner Han­dels­ge­sell­schaft
Die Rech­te auf Kün­di­gung ei­ner Kol­lek­tiv- und Kom­man­dit­ge­sell­schaft ge­mä­ss Ar­ti­kel 575 Ab­satz 2 OR2kann der Gläu­bi­ger erst aus­üben, nach­dem er das Ver­wer­tungs­be­geh­ren ge­stellt hat und die Ver­hand­lun­gen vor dem Be­trei­bungs­amt oder der Auf­sichts­be­hör­de ge­mä­ss den Ar­ti­keln 9 und 10 hier­nach nicht zu ei­ner Ver­stän­di­gung ge­führt ha­ben.
Frist zur Stel­lung des Ver­wer­tungs­be­geh­rens. Ab­schlags­ver­tei­lun­gen
1Auch wenn Grund­stücke zum Ge­mein­schafts­ver­mö­gen ge­hö­ren, so gel­ten für die Stel­lung des Ver­wer­tungs­be­geh­rens die für die Ver­wer­tung von be­weg­li­chen Ver­mö­gens­stücken, For­de­run­gen und an­dern Rech­ten auf­ge­stell­ten Vor­schrif­ten des Ar­ti­kels 116 SchKG.1
2Die nach der Pfän­dung des Li­qui­da­ti­ons­an­tei­les fäl­lig wer­den­den, dem Schuld­ner zu­kom­men­den Er­träg­nis­se des Ge­mein­schafts­ver­mö­gens kön­nen, selbst wenn sie in der Pfän­dungs­ur­kun­de nicht be­son­ders er­wähnt sind, den pfän­den­den Gläu­bi­gern auch oh­ne be­son­de­res Ver­wer­tungs­be­geh­ren als Ab­schlags­zah­lung ab­ge­lie­fert wer­den.
Ei­ni­gungs­ver­hand­lun­gen
1Wird die Ver­wer­tung ei­nes An­teils­rechts an ei­nem Ge­mein­schafts­ver­mö­gen ver­langt, so ver­sucht das Be­trei­bungs­amt zu­nächst, zwi­schen den pfän­den­den Gläu­bi­gern, dem Schuld­ner und den an­dern Teil­ha­bern der Ge­mein­schaft ei­ne güt­li­che Ei­ni­gung her­bei­zu­füh­ren, sei es durch Ab­fin­dung der Gläu­bi­ger, sei es durch Auf­lö­sung der Ge­mein­schaft und Fest­stel­lung des auf den Schuld­ner ent­fal­len­den Li­qui­da­ti­ons­er­geb­nis­ses.
2Die Ge­mein­schaf­ter sind zur Vor­la­ge der Bü­cher und al­ler Be­le­ge ver­pflich­tet, wel­che zur Fest­stel­lung des Ab­fin­dungs­wer­tes not­wen­dig sind. Die Gläu­bi­ger er­hal­ten je­doch nur mit Ein­wil­li­gung al­ler Ge­mein­schaf­ter Ein­sicht in die Bü­cher und Be­le­ge.
3Die obe­re kan­to­na­le Auf­sichts­be­hör­de kann zur Vor­nah­me die­ser Ei­ni­gungs­ver­hand­lun­gen sich selbst oder die un­te­re Auf­sichts­be­hör­de als zu­stän­dig er­klä­ren.
Ver­fü­gun­gen der Auf­sichts­be­hör­de
1Ge­lingt ei­ne güt­li­che Ver­stän­di­gung nicht, so for­dert das Be­trei­bungs­amt oder die Be­hör­de, wel­che die Ei­ni­gungs­ver­hand­lun­gen lei­tet, die pfän­den­den Gläu­bi­ger, den Schuld­ner und die Mit­an­teil­ha­ber auf, ih­re An­trä­ge über die wei­te­ren Ver­wer­tungs­mass­nah­men in­nert zehn Ta­gen zu stel­len, und über­mit­telt nach Ab­lauf die­ser Frist die sämt­li­chen Be­trei­bungs­ak­ten der für das Ver­fah­ren nach Ar­ti­kel 132 SchKG zu­stän­di­gen Auf­sichts­be­hör­de. Die­se kann noch­mals Ei­ni­gungs­ver­hand­lun­gen an­ord­nen.
2Die Auf­sichts­be­hör­de ver­fügt un­ter mög­lichs­ter Be­rück­sich­ti­gung der An­trä­ge der Be­tei­lig­ten, ob das ge­pfän­de­te An­teils­recht als sol­ches ver­stei­gert, oder ob die Auf­lö­sung der Ge­mein­schaft und Li­qui­da­ti­on des Ge­mein­schafts­ver­mö­gens nach den für die be­tref­fen­de Ge­mein­schaft gel­ten­den Vor­schrif­ten her­bei­ge­führt wer­den soll.
3Die Ver­stei­ge­rung soll in der Re­gel nur dann an­ge­ord­net wer­den, wenn der Wert des An­teils­rechts ge­stützt auf die im Pfän­dungs­ver­fah­ren oder beim Ei­ni­gungs­ver­such ge­mach­ten Er­he­bun­gen an­nä­hernd be­stimmt wer­den kann. Die Auf­sichts­be­hör­de ist be­rech­tigt, über die­sen Wert neue Er­he­bun­gen, ins­be­son­de­re die In­ven­ta­ri­sie­rung des Ge­mein­schafts­ver­mö­gens, an­zu­ord­nen.
4Den Gläu­bi­gern, wel­che die Auf­lö­sung der Ge­mein­schaft ver­lan­gen, ist ei­ne Frist zur Vor­schuss­leis­tung an­zu­set­zen mit der An­dro­hung, es wer­de an­dern­falls das An­teils­recht als sol­ches ver­stei­gert.1
1 Ein­ge­fügt durch Ziff. I der V des BGer vom 5. Ju­ni 1996, in Kraft seit 1. Jan. 1997 (AS 1996 2897).
Ver­stei­ge­rung des An­teil­rechts
1Bei der Ver­stei­ge­rung ge­mä­ss Ar­ti­kel 10 ist als Stei­ge­rungs­ge­gen­stand aus­drück­lich der Li­qui­da­ti­ons­an­teil des Schuld­ners an der ge­nau zu be­zeich­nen­den Ge­mein­schaft mit den na­ment­lich zu nen­nen­den Mit­an­teil­ha­bern an­zu­ge­ben. Letz­te­re sind durch Spe­zi­al­an­zei­ge ge­mä­ss Ar­ti­kel 125 Ab­satz 3 SchKG von Zeit und Ort der Stei­ge­rung in Kennt­nis zu set­zen.
2Dem Er­stei­ge­rer ist ei­ne schrift­li­che Be­schei­ni­gung des Be­trei­bungs­am­tes dar­über aus­zu­stel­len, dass die An­sprü­che des Schuld­ners auf Tei­lung der Ge­mein­schaft und Zu­wei­sung des Li­qui­da­ti­ons­er­lö­ses auf ihn über­ge­gan­gen sind.
Rechts­vor­keh­ren zur Li­qui­da­ti­on der Ge­mein­schaft
Hat die Auf­sichts­be­hör­de die Auf­lö­sung und Li­qui­da­ti­on des Ge­mein­schafts­ver­hält­nis­ses an­ge­ord­net, so trifft das Be­trei­bungs­amt oder ein von der Auf­sichts­be­hör­de all­fäl­lig hie­für be­zeich­ne­ter Ver­wal­ter die zur Her­bei­füh­rung der­sel­ben er­for­der­li­chen recht­li­chen Vor­keh­run­gen und übt da­bei al­le dem be­trie­be­nen Schuld­ner zu­ste­hen­den Rech­te aus. Han­delt es sich um ei­ne Er­ben­ge­mein­schaft, so hat das Be­trei­bungs­amt die Vor­nah­me der Tei­lung un­ter Mit­wir­kung der nach Ar­ti­kel 609 ZGB1 zu­stän­di­gen Be­hör­de zu ver­lan­gen.
Ab­tre­tung des Li­qui­da­ti­ons­an­spruchs an die Gläu­bi­ger
1Wi­der­setzt sich ei­ner der Mit­an­teil­ha­ber der Auf­lö­sung der Ge­mein­schaft, so bie­tet das Be­trei­bungs­amt den Gläu­bi­gern den An­spruch auf Auf­lö­sung der Ge­mein­schaft und Li­qui­da­ti­on des Ge­mein­schafts­ver­mö­gens zur Gel­tend­ma­chung auf ei­ge­ne Ge­fahr ge­mä­ss Ar­ti­kel 131 Ab­satz 2 SchKG an. Macht kein Gläu­bi­ger in­nert der an­ge­setz­ten Frist von die­sem An­ge­bot Ge­brauch, so wird das An­teils­recht ver­stei­gert.
2Die Ab­tre­tung des An­spruchs ist aus­ge­schlos­sen bei An­teils­rech­ten an Erb­schaf­ten, an wel­chen der Schuld­ner un­strei­tig be­tei­ligt und die un­strei­tig nicht ge­teilt sind, de­ren Tei­lung aber von den Mit­er­ben ab­ge­lehnt wird. Auf die Gläu­bi­ger, wel­che die Kos­ten des zur Her­bei­füh­rung der Erb­tei­lung nö­ti­gen Ver­fah­rens vor­ge­schos­sen ha­ben, ist Ar­ti­kel 131 Ab­satz 2 drit­ter Satz SchKG ent­spre­chend an­wend­bar.1
Ver­wer­tung des Li­qui­da­ti­ons­er­geb­nis­ses
1Wird bei der Li­qui­da­ti­on des Ge­mein­schafts­ver­mö­gens der Wert des ge­pfän­de­ten An­teils nicht in Geld aus­ge­wie­sen, so ver­wer­tet das Be­trei­bungs­amt die auf den ge­pfän­de­ten An­teil zu­ge­teil­ten Ver­mö­gens­ge­gen­stän­de oh­ne be­son­de­res Be­geh­ren der Gläu­bi­ger un­ver­züg­lich.
2Die ge­mä­ss Ar­ti­kel 131 Ab­satz 2 SchKG zur Gel­tend­ma­chung des An­spruchs auf Auf­lö­sung der Ge­mein­schaft er­mäch­tig­ten Gläu­bi­ger sind ver­pflich­tet, die­se Ver­mö­gens­ge­gen­stän­de dem Be­trei­bungs­amt zur Ver­wer­tung zur Ver­fü­gung zu stel­len; han­delt es sich um Geld, so kön­nen sie den zur De­ckung ih­rer Aus­la­gen und For­de­run­gen er­for­der­li­chen Be­trag zu­rück­be­hal­ten, ha­ben aber dem Be­trei­bungs­amt Ab­rech­nung zu er­tei­len und den Über­schuss an die­ses ab­zu­lie­fern.1
3Die Ver­wer­tung er­folgt un­ter Be­ob­ach­tung der Vor­schrif­ten der Ar­ti­kel 92, 119 Ab­satz 2, 122 Ab­satz 2, 125-131, 132aund 134-143b SchKG so­wie sinn­ge­mä­ss des Ar­ti­kels 15 Buch­sta­be a der Ver­ord­nung des BGer vom 23. April 19202über die Zwangs­ver­wer­tung von Grund­stücken. Die Ge­gen­stän­de sind vor der Ver­wer­tung zu schät­zen; die Schät­zung ist dem Schuld­ner und al­len Pfän­dungs­gläu­bi­gern mit­zu­tei­len.3
3 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V des BGer vom 5. Ju­ni 1996, in Kraft seit 1. Jan. 1997 (AS 1996 2897).
1 Auf­ge­ho­ben durch Ziff. I der V des BGer vom 5. Ju­ni 1996, mit Wir­kung seit 1. Jan. 1997 (AS 1996 2897).
Ver­fü­gung der Kon­kurs­ver­wal­tung
1Im Kon­kurs­ver­fah­ren be­stimmt die Kon­kurs­ver­wal­tung un­ter Vor­be­halt der Kom­pe­ten­zen des Gläu­bi­ge­raus­schus­ses und der Gläu­bi­ger­ver­samm­lung die Art der Ver­wer­tung der zur Kon­kurs­mas­se ge­hö­ren­den An­teils­rech­te.
2Die Be­stim­mun­gen der Ar­ti­kel 9 Ab­satz 2 und 11 die­ser Ver­ord­nung sind ent­spre­chend an­wend­bar.
1Die vor­lie­gen­de Ver­ord­nung tritt am 1. April 1923 in Kraft.

References: BGer 
 Art. 23
 BGer 
 BGer 
 BGer 
 BGer 
 BGer