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Timestamp: 2013-12-09 21:01:31+00:00

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Springers Troll- und Spamaktionen
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Zuletzt aktualisiert am Freitag, den 13. Juli 2012 um 03:46 Uhr	Freitag, den 13. Juli 2012 um 03:10 Uhr	Springer feiert sein Blatt und alle sollen mitmachen. Dazu spammt er bzw. sie, Friede, die Briefkästen der Republik mit seinem bzw. ihrem Käseblatt zu. Wer sich gegen den Papiermüll wehrt, bekommt, natürlich ebenfalls ungefragt und unter Missachtung eindeutiger Unterlassungsaufforderungen, einen großformatigen Umschlag in leuchtend roter Farbe zugestellt, damit auch ja alle Nachbarn sehen: Da, der da wohnt der liest die BILD nicht! Ein Aussätziger, denn an der Bild ist doch nichts ausszusetzen. Sie ist doch überparteilich und unabhängig!
Dankenswerterweise hat Linus Neumann zu einer Aktion unter dem Titel "Gratis-Bild: Den Springer-Verlag effektiv zurücktrollen" aufgerufen, um dem Totholzspam Einhalt zu gebieten. Dieser Aktion habe ich mich gerne angeschlossen.
Nichtsdestoweniger bekam ich trotz eindeutiger Unterlassungsaufforderung:
"hiermit untersage ich der Axel Springer AG, Tochtergesellschaften, eventuellen Auftragsnehmern und anderen Vertragspartnern ausdrücklich, mir an die unten genannte Anschrift am 23.06.2012 oder an einem anderen Tag ohne meine vorherige schriftliche Einwilligung die BILD-Zeitung oder andere Erzeugnisse,*insbesondere eine adressierte, großformatige Infopostsendung in einem auffälligen roten Umschlag*, der Axel-Springer AG oder ihrer Tochtergesellschaften zuzustellen oder in den Briefkasten einzulegen oder durch Dritte zustellen oder in den Briefkasten einlegen zu lassen",
besagten roten Umschlag zugestellt.
Damit nicht genug, gestern morgen trollte die Axel Springer AG in einer eMail zurück. Die "Petenten", wie die Auskunftsersuchenden genannt werden, hätten versucht Axel Springers "Kommunikationseinrichtungen zu blockieren". Eine menschliche DDoS-Attacke quasi, und gleichzeitig eine üble Verleumdung. Wenn die Axel Springer AG nicht in der Lage ist, ein paar tausend Mails zu verarbeiten, dürfte das wohl kaum das Problem des einzelnen Auskunftsersuchenden sein. Gleichzeitig, wohl zur Einschüchterung, sollte man eine Kopie seines Personalausweises beilegen, um überhaupt Auskunft zu erhalten. Dies ist jedoch nicht zwingend notwendig, was die Springer AG natürlich verschweigt.
Ich habe auf die erneute Provokation wie folgt geantwortet:
Sehr geehrte Axel Springer AG,
Sie schreiben:&nbsp;
"Da uns die entsprechenden Schreiben entsprechend der Aufforderung von Herrn Neumann auf acht unterschiedlichen E-Mail-Adressen gleichzeitig erreicht haben, ist offensichtlich, dass es den Petenten nicht auf die datenschutzrechtliche Anfrage, sondern darauf ankam, unsere Kommunikationseinrichtungen zu blockieren."
Diese Interpretation teile ich nicht. Ich habe die eMail an
unterschiedliche Adressen gesendet, um sicherzustellen, dass meine
Anfrage Sie, erstens, erreicht, und, zweitens,  auch bearbeitet wird. Da
ich, entgegen meiner ausdrücklichen Aufforderung: "hiermit untersage ich der Axel Springer AG, Tochtergesellschaften,
eventuellen Auftragsnehmern und anderen Vertragspartnern
ausdrücklich, mir an die unten genannte Anschrift am 23.06.2012 oder
an einem anderen Tag ohne meine vorherige schriftliche Einwilligung
die BILD-Zeitung oder andere Erzeugnisse,*insbesondere eine
adressierte, großformatige Infopostsendung in einem auffälligen
roten Umschlag*, der Axel-Springer AG oder ihrer
Tochtergesellschaften zuzustellen oder in den Briefkasten einzulegen
oder durch Dritte zustellen oder in den Briefkasten einlegen zu lassen",&nbsp;
eine "adressierte, großformatige Infopostsendung in einem auffälligen
roten Umschlag" der Axel Springer AG erhalten habe, muss ich davon
ausgehen, dass ich offensichtlich meine Anfrage an zu wenige Adressen
gesendet habe bzw. es der Axel Springer AG ihrerseits nicht auf die
Information des Rezipienten ankam, sondern vielmehr auf Effekthascherei
und Bloßstellung. Augenscheinlich waren Sie nicht willens oder in der
Lage der oben nochmals zitierten Aufforderung Folge zu leisten.
Ferner weise ich den Vorwurf der versuchten Blockade Ihrer
Kommunikationseinrichtungen als unsubstantiiert und geradezu lächerlich
zurück. Man kann guten Gewissens davon ausgehen, dass die
IT-Infrastruktur eines der grössten deutschen Verlage auch ein erhöhtes
eMail-Aufkommen verarbeiten kann.&nbsp;
"Vor diesem Hintergrund bitten wir um Mitteilung, ob Sie Ihre datenschutzrechtlichen Anfragen aufrechterhalten wollen. Falls dies so ist, f�gen Sie Ihrem Schreiben bzw. Ihrer E-Mail bitte eine Kopie der Vorder- und R�ckseite Ihres Personalausweises bei."&nbsp;
Selbstverständlich erhalte ich meine Anfragen vollumfänglich aufrecht.
Hierzu setze ich Ihnen letztmalig eine Nachfrist bis spätestens 20. Juli
2012, 18:00 Uhr. Ihre Auskunft kann bis zu diesem Termin postalisch an
die Ihnen vorliegende Adresse erfolgen oder alternativ elektronisch an
diese eMail-Adresse gesendet werden. Ich werde zu Ihrer Information mein
ursprüngliches Auskunftsersuchen vom 20.06.2012, 16:13 Uhr, am Ende
dieser eMail nochmals einfügen.
Die Übersendung einer Kopie meines Personalausweises erachte ich für
redundant und daher unnötig, da die Ihnen bereits übermittelten, und in
der Anlage nochmals wiederholten, Angaben zur einwandfreien und
eindeutigen Zuordnung eines entsprechenden Datensatzes ausreichend sind.
Mit der Bitte um zügige Bearbeitung verbleibe ich
Auskunftsersuchen, Schreiben vom 20.06.2012, 16:13 Uhr.
hiermit untersage ich der Axel Springer AG, Tochtergesellschaften,
oder durch Dritte zustellen oder in den Briefkasten einlegen zu lassen.
1. Sie haben mir gegenüber unverzüglich offenzulegen, welche Daten
außer den oben aufgeführten Adressen Sie über meine durch diesen
Namen/diese Adressen dentifizierte Person gespeichert haben, und aus
welchen Quellen sämtliche mich betreffenden Daten stammen (§ 6 Abs.
2, § 28 Abs. 4, § 34 Abs. 1-3 BDSG).
2. Sie haben den Verwendungszweck sämtlicher mich betreffenden Daten
ebenfalls unverzüglich mir gegenüber offenzulegen (§ 34 Abs. 1, § 43
Abs. 3 BDSG).
3. Sie haben sämtliche meine Person/meine Adressen betreffenden
Daten unverzüglich zu sperren und mir diese Sperrung zu bestätigen
(§ 28 Abs. 4, § 30 Abs. 3, § 43 Abs. 3, ferner § 4 Abs. 1 BDSG).
4. Ich untersage Ihnen jedwede zukünftige Speicherung meine Person
bzw. meine Adressen betreffenden Daten ohne meine vorherige
ausdrückliche schriftliche Genehmigung (§ 28 Abs. 4, § 4 Abs. 1,2 BDSG).
Sperrung (§ 6 Abs. 2, § 28 Abs. 4 BDSG).
6. Ich setze Ihnen zur Erfüllung dieser Forderung eine Frist von
zwei Wochen beginnend mit dem Datum dieses Schreibens.
ausdrücklich erwünschte Kommunikation benutzen Sie bitte
ausschließlich meine Adresse.
Bitte haben Sie Verständnis dafür daß ich, sollten Sie dieses
Schreiben ignorieren, mich gezwungen sehe, den zuständigen
Landesdatenschutzbeauftragten zu informieren. Weitere rechtliche
Schritte behalte ich mir vor (§38 Abs. 4, § 43 Abs. 3).
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