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Timestamp: 2020-07-11 18:33:02+00:00

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Bankrott - und das Beiseiteschaffen von Vermögensgegenständen | Rechtslupe
Bankrott - und das Beiseiteschaffen von Vermögensgegenständen
Ein Bei­sei­te­schaf­fen von Ver­mö­gens­ge­gen­stän­den, die sonst in die Insol­venz­mas­se geflos­sen wären, liegt im Sin­ne des § 283 Abs. 1 Nr. 1 Var. 1 StGB vor, wenn ein Schuld­ner einen zu sei­nem Ver­mö­gen gehö­ren­den Gegen­stand dem als­bal­di­gen Gläu­bi­g­er­zu­griff ent­zieht oder den Zugriff wesent­lich erschwert.
Eine Ver­ei­te­lung des Gläu­bi­g­er­zu­griffs durch Ände­rung der recht­li­chen Zuord­nung ist auch bei der Über­eig­nung eines Gegen­stan­des anzu­neh­men, fer­ner bei der Abtre­tung einer For­de­rung oder bei einer Ver­pfän­dung, wenn auf die­se Leis­tung zu die­sem Zeit­punkt und in der kon­kre­ten Art kein Anspruch bestand [1].
Im Fall der Bestel­lung einer Grund­schuld mit höhe­rem Wert als die zu sichern­de For­de­rung geht die Rege­lung des § 283c StGB (Gläu­bi­ger­be­güns­ti­gung) der­je­ni­gen des § 283 StGB (Bank­rott) vor [2]. Im Ver­hält­nis zu § 283 Abs. 1 Nr. 1 stellt § 283c StGB eine Pri­vi­le­gie­rung dar [3].
vgl. BGH, Urteil vom 12.07.1955 – 5 StR 128/​55, BGHSt 8, 55, 56[↩]
vgl. BGH, Urteil vom 02.11.1995 – 1 StR 449/​95, BGHR StGB § 283 Abs. 1 Nr. 1 Ver­mö­gen 2; Fischer, StGB, 63. Aufl., § 283c Rn. 11[↩]
vgl. LK/​Tiedemann, StGB, 12. Aufl., § 283c Rn. 39[↩]
BankrottBeiseiteschaffenGläubigerbegünstigungGrundschuld

References: § 283
 § 283
 § 283
 § 283
 § 283
 § 283
 § 283
 § 283