Source: http://www2.lubw.baden-wuerttemberg.de/public/abt2/dokablage/oac_13/vo/1/81360000054.htm
Timestamp: 2018-12-15 02:57:00+00:00

Document:
113054 Albtrauf zwischen Lautern und Aalen
1.36.054 Albtrauf zwischen Lautern und Aalen mit angrenzenden Gebieten
Verordnung des Landratsamtes Ostalbkreis als untere Naturschutzbehörde über das Landschaftsschutzgebiet "Albtrauf zwischen Lautern und Aalen mit angrenzenden Gebieten" vom 10. Mai 1990 (Amtsblatt des Ostalbkreises vom 18.05.1990).
Aufgrund von §§ 22, 58 Abs. 3 und 4 und § 64 Abs. 1 Nr. 2 des Gesetzes zum Schutz der Natur, zur Pflege der Landschaft und über die Erholungsvorsorge in der freien Landschaft (Naturschutzgesetz - NatSchG) vom 21.10.1975 (GBl. S. 654), zuletzt geändert durch das Landesplanungsgesetz vom 10.10.1983 (GBl. S. 621) wird mit Zustimmung des Regierungspräsidiums Stuttgart als höhere Naturschutzbehörde verordnet:
Die in § 2 näher bezeichneten Flächen auf dem Gebiet der Stadt Aalen, der Stadt Heubach und der Gemeinde Essingen werden zum Landschaftsschutzgebiet erklärt. Das Landschaftsschutzgebiet führt die Bezeichnung "Albtrauf zwischen Lautern und Aalen mit angrenzenden Gebieten".
(1) Das Landschaftsschutzgebiet hat eine Größe von ca. 1 105,5 ha. Davon entfallen auf die Stadt Aalen ca. 66 ha, auf die Gemeinde Essingen ca. 943,5 ha und auf die Stadt Heubach ca. 96 ha.
(2) Das Schutzgebiet umfaßt nach dem Stand vom 21. Januar 1983 den Albtrauf zwischen Lautern und Aalen.
Es wird im wesentlichen von folgenden Gewannen begrenzt, die zum größten Teil innerhalb des Landschaftsschutzgebietes liegen:
· Im Süden von den Gewannen Unteres Tal, Beim Holzweg, Sallenhau, Saures Mahd, Sauhalde, Lange Halde, Auerwang, Siberwang, Stürzel, Dummele, Eichhalde, Dickfaltern, Sägweiher, Sommerhalde, Tannenreute und Helenenhalde (Gemeinde Essingen), den Gewannen Im Lippertäle, Pfaffenberg und Gießteich und Steighölzle (Stadt Heubach) sowie den Gewannen Steigholz, Wäschbachhalde, Wäschbachhalde und Löchle (Gemeinde Essingen).
· Im Westen von den Gewannen Löchle und Wäschbachhalde (Gemeinde Essingen) sowie den Gewannen Steigholz, Pfaffenberg und Gießteich, Obere Wiesen, Pfaffenberg und Gießteich, Pfaffenäcker und Bürglesbühl (Stadt Heubach) .
· Im Norden von den Gewannen Kirschenkluppert und Eisenhalde (Stadt Heubach) , den Gewannen Ellenberg, Mittelfeld, Heuholz, Helenenhalde, Wiere, Wolfswart, Gärten, Weinberg, Geißhalde, Buchen, Erspach, Greut, Rotreisach, Weiherhalde, Steige, Oberburg, Schradenberg, Bühl, Bergfeld, Dauerwangfeld, Vorderes Feld, Mittleres Feld und Hinteres Feld (Gemeinde Essingen) sowie den Gewannen Hinteres Feld, Mittelfeld, Vorderes Feld, Äußeres Tal (Stadt Aalen).
· Im Osten von den Gewannen Äußeres Tal, Schönes Hölzle, Langert und Mantelhau (Stadt Aalen), sowie den Gewannen Falkenberg, Bühnerhalde, Teußenberg, Eichert und Hohlgasse (Gemeinde Essingen).
(3) Das Landschaftsschutzgebiet ist in einer Übersichtskarte im Maßstab 1 : 25 000 schwarz umgrenzt und grün angeschummert und in einer Flurkarte (2 Teile) im Maßstab 1 : 5 000 schwarz umgrenzt und grün angeschummert. Die Karten sind Bestandteil der Verordnung. Die Verordnung mit Karten wird beim Landratsamt Ostalbkreis in 7080 Aalen zur kostenlosen Einsicht durch jedermann während der Dienststunden niedergelegt.
Wesentlicher Schutzzweck ist die Erhaltung des Landschaftsbildes, der markanten Steilstufe des Albtraufs und der angrenzenden reizvollen, kleingliedrigen Landschaft und des Lebensraumes für eine Vielzahl zum Teil besonders geschützter Tier- und Pflanzenarten.
16. Beseitigung oder Änderung von wesentlichen Landschaftsbestandteilen, die über eine bestandsschonende Pflege hinausgeht. Wesentliche Landschaftsbestandteile sind Bäume, Hecken, Gebüsche, Feld- und Ufergehölze, Schilf- und Rohrbestände, Felsen, Streuobstwiesen, einzelne Obstbäume und ähnliche Naturerscheinungen, die zur Zierde und Belebung des Landschaftsbildes beitragen oder im Interesse der Tierwelt Erhaltung verdienen;
17. Änderung der Nutzung oder die Düngung von Heideflächen.
1. für die Nutzung im Rahmen einer ordnungsmäßigen Bewirtschaftung land- und forstwirtschaftlicher Grundstücke, ausgenommen Maßnahmen nach § 5 Abs. 2 Nr. 16;
· die Errichtung von Weidezäunen sowie forstliche Kulturzäune;
· Einfriedung bei Obstkulturen;
· Drainageleitungen außerhalb von Feuchtgebieten im Sinne von § 16 Naturschutzgesetz;
· die vorübergehende Lagerung land- und forstwirtschaftlicher Produkte u. Hilfsmittel (Anlegen von unbefestigten Silos, wie z.B. Rüben- und Maismieten, sowie die Lagerung von Mist und Stroh) ;
· die Errichtung von Feldscheuern, Viehhütten u. Schafställen;
· der ordentlichen Bewirtschaftung (Maschineneinsatz) dienende Erdauffüllungen und Verebnungen geringeren Umfangs sowie Humusaufbringung als bodenverbessernde Maßnahme;
· die Anlage von land- u. forstwirtschaftlichen Erschließungswegen u. landschaftsbezogenen Erholungseinrichtungen;
· die Anlage von Asphaltwegen auf Gefällstrecken;
· die Beseitigung von Obstbäumen unter Berücksichtigung folgender Ersatzpflanzenregelung:
soll ein Obstbaum, der in gutem Zustand ist, beseitigt werden, so ist eine Ersatzpflanzung zwingend. Bei der Beseitigung eines abgängigen Obstbaumes besteht keine Pflicht zur Ersatzpflanzung.
(1) Liegen die Voraussetzungen für die Erteilung einer Erlaubnis nicht vor, so kann das Landratsamt als untere Naturschutzbehörde, in dessen Bereich das von der Handlung betroffene Grundstück liegt, von den Vorschriften dieser Verordnung nach § 63 NatSchG Befreiung erteilen.
2. Anlage oder Veränderung von Vorhaben im Sinne von § 63 Abs. 2 Nr. 2 NatSchG, die zu Eingriffen von besonderer Tragweite oder zu einer schwerwiegenden Beeinträchtigung überörtlicher Interessen der erholungssuchenden Bevölkerungen führen können;
Aalen, den 10.05.1990
Verordnung des Landratsamts Ostalbkreis als untere Naturschutzbehörde zur Änderung des räumlichen Geltungsbereiches der Verordnung des Landratsamts Ostalbkreis über das Landschaftsschutzgebiet "Albtrauf zwischen Lautern und Aalen mit angrenzenden Gebieten" auf dem Gebiet der Stadt Aalen, der Stadt Heubach und der Gemeinde Essingen, Ostalbkreis vom 10. Mai 1990 vom 28.09.1994.
Aufgrund von §§ 22, 58 Abs. 3 und § 64 Abs. 1 Nr. 2 des Gesetzes zum Schutz der Natur, zur Pflege der Landschaft und über die Erholungsvorsorge in der freien Landschaft (Naturschutzgesetz NatSchG) vom 21.10.1975 (GBl. S. 654), zuletzt geändert durch das Gesetz zur Änderung des Naturschutzgesetzes (Biotopschutzgesetz) vom 19.11.1991 (GBl. S. 701) wird verordnet:
(1)Der räumliche Geltungsbereich der Verordnung des Landratsamts Ostalbkreis als untere Naturschutzbehörde über das Landschaftsschutzgebiet "Albtrauf zwischen Lautern und Aalen mit angrenzenden Gebieten" vom 10.05.1990 wird wie folgt geändert:
Auf dem Gebiet der Gemeinde Essingen, Gemarkung Essingen, Gewann "Reisach" wird eine Teilfläche von Flst. Nr. 2139 aus dem Landschaftsschutzgebiet "Albtrauf zwischen Lautern und Aalen mit angrenzenden Gebieten" herausgenommen. Das Flst. Nr. 2139 befindet sich am südöstlichen Ortsrand von Essingen.
(2)Die aus dem Schutzgebiet entfallende Fläche von ca. 0,07 ha ist in einer Übersichtskarte im Maßstab 1 : 25 000 (Anlage 1) und in einer Flurkarte Maßstab 1 : 5 000 (Anlage 2) schwarz umgrenzt und flächig rot eingetragen. Die geänderte Grenze des Schutzgebietes ist in der Flurkarte schwarz punktiert und grün angeschummert eingetragen. Die Karten sind Bestandteil der Verordnung. Die Verordnung mit Karten wird beim Bürgermeisteramt Essingen, Rathausgasse 9 in 73457 Essingen, sowie beim Landratsamt Ostalbkreis, Stuttgarter Straße 41 in 73430 Aalen zur kostenlosen Einsicht durch jedermann während der Dienststunden niedergelegt.
(3)Die Verordnung über das Landschaftsschutzgebiet "Albtrauf zwischen Lautern und Aalen mit angrenzenden Gebieten" vom 10.05.1990 bleibt im übrigen unberührt.
Aalen, den 28.09.1994

References: § 64
 § 2
 § 5
 § 16
 § 63
 § 63
 § 64