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Timestamp: 2016-08-29 07:26:03+00:00

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Täter: Definition, Begriff und Erklärung im JuraForum.de
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Erklärung zum Begriff TäterNach § 25 Abs. 1 1. Alt. StGB ist Täter einer Straftat, wer die Straftat selbst begeht. In § 25 Abs. 1 2. Alt StGB ist die mittelbare Täterschaft geregelt, bei der der Täter sich zur Tatausführung eines anderen Menschen als Werkzeug bedient.
Inhaltsübersicht I. Feststellung der Täterschaft
II. Täterschaftsformen
III. Das Recht der Ordnungswidrigkeiten
I.Feststellung der Täterschaft
Danach vollzog die Rechtsprechung eine Wende und orientierte sich mehr in die Richtung, die von der Literatur vertreten wird. Nach deren Ansicht ist Täter, wer die Tatherrschaft hat. Umstritten ist dabei, ob eine Gestaltungsmacht ausreichend ist (die z. B. auch der nur im Hintergrund tätige Bandenchef hat) oder ob ein Täter nur sein kann, wer „Tatausführungsherrschaft“ hat, also bei Tatbegehung vor Ort ist und das Geschehen in den Händen hält. Auch wenn die Rechtsprechung im Ergebnis häufig zu demselben Ergebnis kommt, verfolgt sie weiterhin ihren subjektiven Ansatz; für sie ist Tatherrschaft lediglich ein Indiz dafür, dass der Betreffende mit animus auctoris handelte.
Nach § 25 I 1. Alt. StGB ist (unmittelbarer) Täter, wer die Straftat selbst begeht. Dies hängt maßgeblich von der Verwirklichung des objektiven (z. B. Wegnahme einer Sache) sowie des subjektiven Tatbestandes (Zueignungsabsicht) einer Strafnorm ab.
Mittelbarer Täter ist gemäß § 25 I 2. Alt. StGB, wer eine Straftat „durch“ einen anderen begeht. Auch der mittelbare Täter muss aber die notwendige Täterqualifikation haben (z. B. Amtsträgereigenschaft bei § 348 StGB). Dieser andere muss als Werkzeug des Hintermannes tätig werden. Regelmäßig wird dafür verlangt, dass derjenige, der als Werkzeug fungiert, einen „Strafbarkeitsdefizit“ hat: Ihm darf sein Verhalten strafrechtlich nicht vorgeworfen werden können, sei es, weil er tatbestandslos, rechtmäßig oder schuldlos handelte. Dies ist z. B. der Fall, wenn der mittelbare Täter einen gutgläubigen Passanten bittet, „seinen“ Koffer aus dem Taxi zu nehmen, der in Wirklichkeit einem Dritten gehört. In diesem Fall handelte das Werkzeug unvorsätzlich.
Umstritten ist, ob es auch einen „Täter hinter dem Täter“ geben kann, ob mittelbare Täterschaft also auch möglich ist, wenn das Werkzeug voll verantwortlich handelt. Der Bundesgerichtshof hat dies bisher nur in zwei Situationen angenommen: Bei organisierten Machtapparaten, die erhebliche Organisationsstrukturen aufweisen (Mafia, das nationalsozialistische sowie das DDR-Regime), sowie dann, wenn der Täter in einem vermeidbaren Verbotsirrtum handelt (Katzenkönigfall). Darüber hinaus wird in der Literatur noch vertreten, dass ein solcher Fall ebenfalls vorliegt, wenn der unmittelbare Täter über seinen konkreten Handlungssinn getäuscht wird. Ein Beispiel dafür wäre ein indirekter Einbruch in eine fremde Wohnung mit Hilfe eines herbeigerufenen Schlossers für Notöffnungen, wenn der Auftraggeber dem Monteur fälschlicher Weise glaubhaft machen konnte, dass es sich um seine eigene Wohnung handeln würde.
Mittäter sind gemäß § 25 II StGB Täter, die eine Tat gemeinschaftlich begehen. Dies setzt voraus, dass die Täter auf Grund eines gemeinsamen Tatplanes tätig werden; dass sie nur zufällig am gleichen Tatort Straftaten verüben, reicht nicht aus.
Im Ordnungswidrigkeitenrecht geht man vom Einheitstäterprinzip aus. Jeder, der an einer Ordnungswidrigkeit ursächlich mitgewirkt hat, wird als Täter angesehen. (§ 14 OWiG)
Claus Roxin: Täterschaft und Tatherrschaft, 7. Aufl., de Gruyter, Berlin 2000. ISBN 3-11-016464-7 (Pp.)
Mitwirkende/Autoren: Wikipedia, isaErstellt von Wikipedia, 01.06.2013 00:00Zuletzt editiert von Wikipedia, 01.06.2013 00:00Dieser Artikel stammt aus der Quelle Wikipedia und unterliegt der GNU FDL. Haben Sie Fragen zu diesem Begriff? Stellen Sie eine Frage zu dem Begriff im Forum.Nachrichten zu TäterFachhochschule Kaiserslautern beim Rheinland-Pfalz-Tag in Pirmasens (20.06.2013, 18:10)Die Fachhochschule Kaiserslautern präsentiert sich beim Rheinland-Pfalz-Tag am kommenden Wochenende in Pirmasens mit einem Wagen beim Festzug und einem Messestand in der ehemaligen Kaufhalle in der Schloßstraße.Die beiden Hauptmotive des...Faszination Gewalt: Welche Rolle spielen Gefühle? (19.06.2013, 13:10)Bringen Gefühle Gewalt hervor? Produziert Gewalt Gefühle? Vermögen Gefühle gar, Gewalt einzugrenzen? Über 20 internationale Wissenschaftler diskutieren vom 26. bis 28. Juni 2013 am Berliner Max-Planck-Institut für Bildungsforschung über das...Mexikanische Frauenrechtlerinnen Marisela Ortiz und Norma Andrade erhalten Alice Salomon Award (19.06.2013, 13:10)Die Alice Salomon Hochschule Berlin verleiht am Donnerstag, den 20. Juni 2013 um 18 Uhr den traditionsreichen Alice Salomon Award an die beiden Aktivistinnen und setzt damit ein Zeichen für zivilgesellschaftliches Engagement. Die beiden...Vergewaltigung auf Arbeitsweg ist kein Arbeitsunfall (19.06.2013, 09:50)Kassel (jur). Wird eine Frau von einem Bekannten auf ihrem Arbeitsweg überfallen und vergewaltigt, ist dies kein Arbeitsunfall. Denn sind persönliche Motive und nicht der Arbeitsweg wesentliche Ursache für den Überfall, können betroffene...OLG Köln: Haftung von Eheleuten bei Urheberrechtsverletzungen (18.06.2013, 12:04)Ein Internetanschlussinhaber soll nicht generell für Urheberrechtsverletzungen durch den Ehepartner haften müssen.
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References: § 25
 § 25
 § 25
 § 25
 § 348
 § 25
 § 29
 § 34
 § 25