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Timestamp: 2017-05-29 13:09:17+00:00

Document:
Geomatik Schweiz / Géomatique Suisse / Geomatica Svizzera / Swiss Geomatics -Dossier Landmanagement und Meliorationen
Dossier Landmanagement und Meliorationen
Le projet de troisième correction du Rhône: davantage qu’un projet d’aménagement de cours d’eau (Géomatique Suisse 10/2007)
3. Rhonekorrektion: Anforderungen seitens der Raumplanung und der ländlichen Entwicklung: Ineinandergreifen der verschiedenen raumplanerischen Instrumente (Geomatik Schweiz 10/2007)
Les améliorations foncières intégrales comme outils de mise en œuvre de projets territoriaux: Cas d’application de la 3ème correction du Rhône (Géomatique Suisse 10/2007)
Die Stellung der Landwirtschaft bei Grossprojekten: Die Landwirtschaftliche Planung als ein partizipativ gestaltetes Instrument des Landmanagements (Geomatik Schweiz 10/2007)
Öffentlicher und privater Nutzen moderner Meliorationen – Entwicklung eines Bewertungssystems (VPK 11/2002)
Expo.02 über Wasser – dank der Juragewässer-Korrektion (VPK 6/2002)
Strukturverbesserungen 2001:Informationen aus dem Bundesamt für Landwirtschaft, Abteilung Strukturverbesserungen (BLW/ASV) (VPK 5/2002)
Strukturverbesserungen 2000:Informationen aus dem Bundesamt für Landwirtschaft, Abteilung Strukturverbesserungen (BLW/ASV) (VPK 4/2001)
Auszug aus dem Jahresbericht 1999 der Abteilung Strukturverbesserungen (ASV) des Bundesamtes für Landwirtschaft (BLW) (VPK 5/2000)
Politique agricole PA 2002: nouvelle législation (MPG 4/99)
Agrarpolitik AP 2002: neue Gesetzgebung (VPK 4/99)
Auszug aus dem Jahresbericht 1998 der Abteilung Strukturverbesserungen (ASV) des Bundesamtes für Landwirtschaft (BLW) (VPK 4/99)
Meliorationen im Einklang mit Natur und Landschaft (VPK 11/98)
Les améliorations foncières en harmonie avec la nature et le paysage (MPG 7/98)
Auszug aus dem Jahresbericht 1997 der Abteilung Strukturverbesserungen (ASV) des Bundesamtes für Landwirtschaft (BLW) (VPK 4/98)
Extrait du rapport annual 1997 de la Division Améliorations structurelles (DAS) de l’Office fédéral de l’agriculture (OFAG) (MPG 4/98)
Office fédéral de la statistique: Net recul de l’emploi dans l’agriculture entre 1990 et 1996 (MPG 4/98)
Öffentlicher und privater Nutzen moderner Meliorationen – Entwicklung eines Bewertungssystems
Moderne Meliorationen bezwecken die Erhaltung, Gestaltung und Förderung des ländlichen Raumes. Sie weisen zahlreiche Verknüpfungspunkte mit anderen Bereichen auf und sind Bestandteil der Landschaftsentwicklung. Bei der Umsetzung werden die verschiedenen Bedürfnisse der direkt und indirekt Betroffenen einbezogen. Umfassende Meliorationen sind sehr komplexe Projekte, weil die Betroffenen zum Teil diametral verschiedene Bedürfnisstrukturen aufweisen und zahlreiche Wechselbeziehungen und -wirkungen mit andern Bereichen bestehen. Bis Ende der siebziger Jahre waren die Ziele von Meliorationen vorwiegend auf die Landwirtschaft ausgerichtet. Das Instrumentarium ist zur Verbesserung der landwirtschaftlichen Produktionsbedingungen entwickelt und mit Erfolg eingesetzt worden. Der Wertewandel in der Gesellschaft und die damit geänderten Bedürfnisse bedingten eine Überprüfung der Meliorationsziele. Daraus entstand 1993 das Leitbild «Moderne Meliorationen», welches als neue Zielrichtung die «Gestaltung und Förderung des ländlichen Raumes» hat. Mit Hilfe von modernen Meliorationen sollen optimale Strukturen und ein günstiges Umfeld für die multifunktionale Landwirtschaft, für den Schutz und die Erhaltung der Umwelt sowie für die Raumnutzung und Raumplanung geschaffen werden. Vor diesem Hintergrund wurde das Projekt «Öffentlicher und privater Nutzen moderner Meliorationen» in die Wege geleitet. Der Schwerpunkt wurde auf die Entwicklung eines Bewertungssystems von öffentlichem und privatem Nutzen gelegt.
Les améliorations foncières modernes servent à préserver, à aménager et à promouvoir l’espace rural. Elles ont de nombreux liens avec d’autres domaines et sont un élément du développement du paysage. Les intérêts des milieux directement et indirectement concernés sont pris en compte lors de la réalisation des projets. Jusqu’à la fin des années septante, les objectifs visés par les améliorations foncières concernaient surtout l’agriculture. Développées en vue d’améliorer les conditions de la production agricole, elles ont produit l’effet souhaité. Or, le changement du système de valeurs de la société et, partant, l’apparition de nouveaux besoins, ont exigé une reconsidération des objectifs. D’où l’élaboration, en 1993, d’une conception générale «Les améliorations foncières d’aujourd’hui» fixant désormais comme objectif «l’aménagement et la mise en valeur de l’espace rural». Les améliorations foncières modernes devraient ainsi créer des structures optimales et un contexte favorable à une agriculture multifonctionnelle, à la protection et à la préservation de l’environnement, de même qu’à l’utilisation et à l’aménagement du territoire. C’est dans ce contexte qu’a été lancé le projet «Utilité publique et privée d’améliorations foncières modernes», dont l’élément-clé consistait à développer un système d’évaluation.
Le migliorie moderne sono volte a conservare, strutturare e promuovere le aree rurali. Esse sono strettamente legate ad altri settori e sono parte integrante dello sviluppo paesaggistico. Per la loro applicazione vengono tenute in considerazione le varie esigenze di tutte le parti direttamente ed indirettamente coinvolte. Fino alla fine degli anni ’70, le migliorie erano orientate prevalentemente verso l’agricoltura. Gli strumenti sono stati sviluppati e attuati con successo, nell’ottica di migliorare le condizioni di produzione agricola. La trasformazione dei valori nella società e le necessità mutate di conseguenza hanno comportato un riesame degli obiettivi delle migliorie. Pertanto nel 1993 sono state introdotte le linee direttrici ”Migliorie moderne”, che hanno l’obiettivo di ”strutturare e promuovere le aree rurali”. Mediante le migliorie moderne è possibile creare strutture ottimali ed un contesto favorevole all’agricoltura multifunzionale, alla protezione e alla preservazione dell’ambiente nonché allo sfruttamento e alla pianificazione del territorio. In quest’ottica è stato avviato il progetto ”Utilità pubblica e privata delle migliorie”. L’accento è stato posto sullo sviluppo di un sistema di valutazione dell’utilità pubblica e privata.
BLW: Abteilung Strukturverbesserungen
Das Institut für Agrarwirtschaft der ETH Zürich (IAW) hat im Auftrag von elf Kantonen und der Konferenz der Amtsstellen für das Meliorationswesen, unterstützt durch das Bundesamt für Landwirtschaft, ein Forschungsprojekt zur nicht monetären Quantifizierung des öffentlichen und privaten Nutzens moderner Meliorationen durchgeführt.
Als methodischer Ansatz wurde die Nutzwertanalyse (NWA) gewählt. Für die Entwicklung des Zielsystems (Grundlage einer NWA) sind Experten beigezogen worden. Die Bewertungsgrundlagen (Indikatoren) und die Verfeinerung des Zielsystems sind anhand von zwei Fallbeispiele (GZ Ermensee LU und GZ Otelfingen-Boppelsen ZH) bestimmt worden. Die Unterscheidung von öffentlichem und privatem Nutzen erfolgte über die Gewichtung der Ziele durch Vertreter der Interessengruppen (Entscheidungsträger).
Die Nutzwertanalyse misst und bewertet eine komplexe Handlung (Projekt) und wird damit oft zur rationalen Entscheidungsfindung verwendet. Mittels eindeutiger Zielformulierungen und messbarer Indikatoren wird ein Bewertungsrahmen für Projekte erstellt. Dieser Bewertungsrahmen ermöglicht es, die Alternativen eines Projektes mit tels dimensionsloser Skalierung einzuteilen. Die Rangfolge der verschiedenen Alternativen erleichtert die Entscheidung über die Projektwahl. Der Bewertungsrahmen der NWA kann die Projektplaner jedoch nicht von einer genauen Analyse der einzelnen Projektschritte entbinden, sondern nur eine Tendenz zur besten Alternative aufzeigen.
Zum Erfassen der Zielerreichung wurden Indikatoren (Zielkriterien) formuliert, die es erlauben, den Erfüllungsgrad der Einzelziele zu messen. Indikatoren können quantitativ (z.B. m2 ) oder qualitativ (z.B. Grad der Zufriedenheit von Betroffenen) sein, aber auch einen direkten oder indirekten Zusammenhang zum entsprechenden Ziel aufweisen. Die Wahl der Indikatoren hängt stark von der genauen Formulierung der Ziele ab. Wichtige Kriterien für die Bestimmung der Indikatoren sind die Durchführbarkeit der Datenerhebung, die Plausibilität, die Sensitivität, die Validität und die Zuverlässigkeit. Die Bestimmung der Indikatoren beinhaltet auch das Festlegen von Grenzwerten (Minima und Maxima). Um bewerten zu können, inwieweit ein Ziel erreicht worden ist, sind Grenzwerte notwendig, anhand derer die Zielerreichung eingeordnet werden kann.
Damit die Zielerträge (Messwerte der Indikatoren) in eine einheitliche (dimensionslose) und somit vergleichbare Skala transformiert werden können, sind Transformationsfunktionen für jedes Teilziel bestimmt worden. Auf diese Art erhält man für jedes Teilziel einen Zielwert. Resultate
Das Forschungsprojekt schuf mit der Formulierung der Projektziele, der Bestimmung von messbaren Indikatoren und der Anwendung von Transformationsfunktionen eine solide Basis für Anwendungen in der Praxis. Das vorliegende Mess- und Bewertungssystem kann nun bei jeder anderen Meliorationen angewendet werden.
Das Globalziel (Oberziel) formuliert ein allgemeingültiges, umfassendes Ziel von modernen Meliorationen. Das Zielsystem (Abb. 2), das aus Hauptzielen, Unterzielen und Teilzielen besteht, unterteilt das Globalziel in konkrete und messbare Einzelziele. Für die Erarbeitung des Zielsystems moderner Meliorationen diente das Leitbild als Grundlage. Durch die Anwendung an den zwei Fallbeispielen sowie kritischen Rückfragen bei den Experten entstand ein Zielsystem. Mit dieser Darstellung konnten mehrere Anforderungen erfüllt werden:
Die Zusammenhänge der verschiedenen Zielebenen kommen klar zum Ausdruck.
Eine formale Konsistenz ist erreicht.
Trotz der komplexen Aufgabenstellung konnte eine übersichtliche und knappe Formulierung der Ziele erreicht werden.
Das vorliegende Zielsystem erlaubt es, die Anwendung des Instrumentariums der modernen Meliorationen zur Umsetzung und zur Ausgleichung von öffentlichen und privaten Bedürfnissen in einem bestimmten Raum generell zu überprüfen. Mit einer Sensitivitätsanalyse können die Auswirkungen der unterschiedlichen Präferenzen der einzelnen Interessenvertreter nachvollziehbar und transparent dargestellt werden. Das Bewertungssystem bildet die Basis für eine strukturierte Erfolgskontrolle.
Das Zielsystem ist nicht abschliessend, da sich die Werthaltung der Gesellschaft und die spezifischen Bedürfnisse so verändern, dass die Ziele und die dazugehörenden Indikatoren immer wieder überprüft werden müssen. Wesentlich ist, dass die konsistente Struktur des Zielsystems grundsätzlich beibehalten wird. Während unterschiedliche Werthaltungen oft durch die verschiedene Gewichtung der Interessengruppen berücksichtigt werden, müssen zur Behandlung von neuen Ansprüchen Teilziele meist um- oder neuformuliert werden. In nächster Zeit werden neue Anforderungen hinzukommen zur Berücksichtigung der Anliegen des ökologischen Ausgleichs, zur Umsetzung von Landschaftsentwicklungskonzepten (LEK) und zur Unterstützung von modernen Hochwasserschutzprojekten mit dem entsprechenden Raumbedarf für Fliessgewässer.
Je nach Datenlage und wissenschaftlichen Erkenntnissen können sich die Indikatoren verändern. In der vorliegenden Arbeit basieren einige Indikatoren und Grenzwerte auf dem Wissen oder den Kenntnissen von Experten und einzelnen Projektbearbeitern. Eine genauere Untersuchung dieser Indikatoren und Grenzwerte unter wissenschaftlichen Kriterien wäre aber wünschenswert. Bei der Bearbeitung der Fallbeispiele ist aufgefallen, dass die notwendigen Daten ungenügend und uneinheitlich erfasst worden sind. Eine Normierung der Datenerfassung ist deshalb notwendig.
Da Meliorationen regionsspezifisch und meist gemeindeweise geplant und durchgeführt werden, kann und darf keine verallgemeinerte Aussage über das Ausmass des privaten oder öffentlichen Nutzens von Meliorationen gemacht werden. Erst eine mehrfache Anwendung der Analyse bei verschiedenen Operaten würde Klarheit über mögliche gemeinsame Tendenzen ergeben. Im Einzelfall kann die Bewertung Hinweise geben für die Überprüfung und Neudefinition des Finanzierungsschlüssels. Mit dem Forschungsprojekt wurde ein Bewertungsinstrument für konkrete Meliorations-projekte entwickelt, das zu einem eigentlichen Kontrollinstrument ausgebaut werden kann. Mit erweiterten Befragungen der Interessensgruppen über die Gewichtung der Ziele kann auch ein umfassendes Argumentarium für die Entscheidung über die Durchführung einer modernen Melioration oder allfälliger Alternativen geschaffen werden. Bundesamtes für LandwirtschaftAbteilung StrukturverbesserungenCH-3003 Bernandreas.schild@blw.admin.ch
Vollständige Version siehe VPK 11/2002Bestellung VPK: verlag@geomatik.chExpo.02 über Wasser – dank der Juragewässer-Korrektion
Mit der Expo.02 rückt eine schöne, unverwechselbare und interessante Region der Schweiz in den Blickpunkt des Interesses. Die Idee einer Landesausstellung im Grenzgebiet der deutschen und der französischen Sprache in Verbindung mit Wasser, Wasserläufen und Seen ist bestechend. Nebst den kulturellen Aspekten ist die Kulturtechnik in dieser Umgebung nicht minder interessant. Sie soll an dieser Stelle näher betrachtet werden. Wer die Weite der Landesausstellung, des Seelandes und damit der Juragewässer-Korrektion, kurz JGK, in sein Bewusstsein eindringen lassen möchte, dem sei ein Aufstieg auf den Mont-Vully empfohlen, der höchsten Erhebung im Zentrum von Bieler-, Murten- und Neuenburgersee.
Hätte die Expo.02 vor 15‘000 Jahren geplant werden müssen, wären die Arteplages vielleicht bei Solothurn, bei La Sarraz, bei Payerne und auf dem Mont Vully entstanden! In jener Zeit erstreckte sich nämlich der „Solothurner-See“ von Wangen a.A. über die Orbe-Ebene bis zur Wasserscheide von Rhein und Rhone bei La Sarraz sowie hinein in die Broye-Ebene bis nach Payerne. Den Stau bei Wangen a.A. verursachte die Endmörane, welche der Rhonegletscher während der vierten und letzten Eiszeit deponierte. Der Wasserspiegel dieses riesigen Sees wird mit 480 m ü.M. angegeben, also rund 50 m über den heutigen drei Seen. Somit hätte einzig der schwimmende Kubus bei Murten am heutigen Standort verankert werden können, allerdings hätte sich durch die Öffnungen in seiner Mitte ein etwas anderer Ausblick auf die Landschaft geboten.
Armut, Seuchen und Epidemien
Nach Dutzenden von Überschwemmungskatastrophen wurden ab 1704 verschiedene wasserbauliche Projekte ausgearbeitet. Da den Überschwemmungen immer Epidemien folgten und die Sterblichkeit im Seeland besonders gross war, gründete der Arzt Dr. Johann Rudolf Schneider 1831 in Nidau ein Komitee zur Verwirklichung der notwendigen Gewässerkorrektion. Die Aare floss damals von Aarberg nach Büren und überflutete die umliegenden Gebiete häufig. Heute noch ist der frühere Lauf als „alte Aare“ mit dem Kanu befahrbar.
Die I. Juragewässer-Korrektion
Der Bündner Oberingenieur La Nicca legte im März 1842 sein erstes Projekt vor. Als radikalsten Punkt beinhaltete es die direkte Einleitung der Aare von Aarberg in den Bielersee, um dessen Speichervolumen ausnutzen zu können. Trotz Anfeindungen, politischen und finanziellen Schwierigkeiten wurden die Arbeiten der I. Juragewässer-Korrektion von 1868 bis 1891 durchgeführt. Einen Tag vor der offiziellen Eröffnung des Hagneck-Kanals (vorgesehen am 17. August 1878) floss, bedingt durch ein Unwetter, das erste Mal Wasser durch den neuen Kanal in den Bielersee. Mit dem Bau des Nidau-Büren-Kanals wurde der Bielersee und damit auch der Neuenburger- und der Murtensee um ca. 2,5 m abgesenkt. Dadurch wurde die Petersinsel vollends zur Halbinsel, nachdem sie vorher nur bei tiefem Wasserstand einigermassen trockenen Fusses erreicht werden konnte. Bei Port wurde 1878 ein einfaches Regulierwehr erstellt, um zu verhindern, dass der Wasserspiegel des Bielersees in Trockenperioden zu tief abfiel. Wegen beschränkter Funktionsfähigkeit musste es allerdings 1940 ersetzt werden.
Die „Königsidee“ der I. Juragewässer-Korrektion beinhaltete eigentlich die gleichzeitige Nutzung der Speicherkapazität des Bieler-, Murten- und Neuenburgersees als „Einheitssee“. Die knappen Durchflusskapazitäten des Zihl- und Broyekanals verhinderten vorerst dessen vollständige Realisierung.
Wehr Port als Kernstück
Das Wehr Port ist das Kernstück der Regulierung der drei Jurarandseen. Das Ungenügen des alten Bauwerkes führte zur Projektierung eines leistungsfähigen neuen Wehres, welches als erste Massnahme zur II. Juragewässer-Korrektion gilt und mit Kosten von 4,3 Mio. Fr. von 1936 bis 1940 erstellt wurde. Die Schleusen werden auch heute noch von Bern aus „handferngesteuert“. Der maximale Abfluss beträgt beim Wehr Port ca. 750 m3/sec, während der max. Zufluss in die Seen bis 1'500 m3/sec betragen kann, was die wichtige ausgleichende Funktion der Seen unterstreicht. Auf der in Flussrichtung gesehen linken Seite wird von den Bernischen Kraftwerken seit Beginn der neunziger Jahre neben den Schleusenanlagen ein Flusskraftwerk betrieben, um die Staustufe von ca. 2,5 m beim Wehr Port auszunützen (installierte Leistung ca. 5 MW).
Die II. Juragewässer-Korrektion
Nach neuen Überschwemmungen in den Jahren 1944, 1948, 1950, 1952, 1953 und 1955, wobei diejenige vom 9. Februar 1955 besonders schlimm war, wurde 1952 aufgrund von parlamentarischen Vorstössen ein neues Projekt durch die beteiligten Kantone Bern, Freiburg, Solothurn, Waadt und Neuenburg vorgeschlagen. Die Arbeiten der II. Juragewässer-Korrektion wurden in den Jahren 1962 bis 1973 durchgeführt und beinhalteten die Vertiefung und Verbreiterung des Broye-, Zihl- und Nidau-Büren-Kanals sowie den Ausbau der Ufer. Der mittlere Wasserpegel sollte dabei gleich bleiben, durch den höheren Durchfluss sollten aber die starken Schwankungen verringert werden. Dieses Ziel wurde erreicht und grössere Überschwemmungen sind seither ausgeblieben. In den Unwetterjahren 1987 und 1999 bewegten sich die zulässigen Wassermengen an den äussersten Limiten, Verheerungen mussten zum Glück nur sehr wenige verzeichnet werden. Mit den Massnahmen der II. Juragewässer-Korrektion konnte nun die ursprüngliche Idee des „Einheitssees“ realisiert werden.
Besiedlung und Landwirtschaft
Für die Besiedlung und die landwirtschaftliche Bewirtschaftung des Seelandes waren die jeweils anschliessenden kulturtechnischen Massnahmen ausserordentlich wichtig. Die Erstellung der Binnenkanäle (in Abb. 1 gestrichelt dargestellt), die Drainagen, die Pumpwerke, die Wegebauten und die Güterzusammenlegungen ermöglichten erst die Aufwertung des Seelandes zum heutigen „Gemüsegarten der Schweiz“. Die Landwirtschaftsbetriebe sind verhältnismässig klein, jedoch spezialisiert. Die Schaffung von Naturschutzgebieten, die Bepflanzung der Kanäle und die Ausscheidung von Ökoflächen sind wichtige Massnahmen im Bereich der Meliorationen. Eine weitere Besonderheit ist die Möglichkeit, in verschiedenen Gebieten die Pumpwerke zur Erhöhung und Absenkung des Wasserstandes einzusetzen. Der Wasserstand wird tief gehalten bei der Pflanzung und bei der Ernte, dazwischen lässt man ihn ansteigen, um so in den Torfgebieten die Bodensackungen in Grenzen zu halten.
Regulierung der Wasserstände und Umweltaspekte
Der Bundesrat beauftragte in den achtziger Jahren eine Arbeitsgruppe, das geltende „Regulierreglement 1980“ auf die Umweltauswirkungen hin zu prüfen und Vorschläge für ein abgeändertes Reglement auszuarbeiten. In dieser Arbeitsgruppe waren wiederum die fünf Juragewässer-Korrektions-Kantone Bern, Freiburg, Solothurn, Waadt und Neuenburg sowie verschiedene Bundesstellen beteiligt. Zu berücksichtigen waren Randbedingungen aus Landwirtschaft, Besiedlung, Fischerei, Fauna, Flora, Uferschutz, Unterhalt, Tourismus, Schifffahrt und Kraftwerke. Nutzwert- und Vergleichswertanalysen zeigten die Schwierigkeit, das geltende Reglement abzuändern bzw. weiter zu optimieren. So wird mit gewissen Nuancen nach wie vor das bisherige Reglement angewendet.
Das Regulierreglement 1980 liest sich wie folgt: Zu jedem gemessenen Wasserstand im Bielersee kann für jeden Tag des Jahres der erforderliche Abfluss festgelegt werden. Wenn also der „Schleusenwärter“ am 29. April 2002 beispielsweise einen Seestand von 429.45 m misst, dann muss er die Schleuse in Port (bei Biel) soweit öffnen oder schliessen, dass total ca. 280 m3/sec ausfliessen. Die Steuerung geschieht als „Handfernsteuerung“ von Bern aus. Eine vollautomatische Steuerung wäre problemlos möglich. „Von Hand“ wird jedoch eingegriffen, um angekündigte starke Niederschläge „vorregulieren“ zu können oder in der Zeit des Hechtlaichs im Frühling nicht zu starke Schwankungen der Seestände auftreten zu lassen.
Solothurn darf nicht untergehen
Um die Fundationen der historischen Gebäude der Stadt Solothurn entlang der Aare nicht zu gefährden, darf der Wasserspiegel nicht zu tief fallen. Zu hoch darf er wegen der Überflutungsgefahr natürlich auch nicht sein. Aus diesem Grunde wurde in die Konzession des unterliegenden Kraftwerkes Flumenthal die sogenannte „Solothurner Bedingung“ aufgenommen. Diese hält fest, dass bei der Rötibrücke ein Wasserspiegel von konstant 426,00 m eingehalten werden muss. Das Kraftwerk Flumenthal wurde im Zusammenhang mit der II. Juragewässer-Korrektion in den Jahren 1965-1972 erbaut.
Der Besuch der Expo.02 – ein Besuch der Juragewässer-Korrektion
Die Expo.02 spielt auf und mit dem Wasser. Wasser ist lebenswichtig, aber auch zerstörerisch. Im 19. Jahrhundert mussten enorme Anstrengungen gegen die Gewalt des Wassers unternommen werden. In allen Landesgegenden sind aus diesem Grunde beeindruckende Werke entstanden. Eines davon ist die Juragewässer-Korrektion. Wer sich mit dem Schiff von Solothurn nach Biel zu den Arteplages tragen lässt, durchfährt in der Schleuse bei Port das Kernstück der Juragewässer-Korrektion und wird dort um 2,5 m auf das Niveau der Expo.02 gehoben.
Jörg Amslerdipl. Kulturing. ETH/SIABundesamt für LandwirtschaftCH-3003 Bernjoerg.amsler@blw.admin.ch
Vollständige Version siehe VPK 6/2002Bestellung VPK: verlag@geomatik.chStrukturverbesserungen 2001:Informationen aus dem Bundesamt für Landwirtschaft, Abteilung Strukturverbesserungen (BLW/ASV)
Für Bodenverbesserungen und landwirtschaftliche Hochbauten standen im Jahr 2001 102 Millionen Franken zur Verfügung, davon 12 Millionen als Nachtragskredit für die Behebung der Unwetterschäden im Jahr 2000. Die Beiträge wurden hauptsächlich für Landumlegungen, Wegebauten, Wasserversorgungen und Ökonomiegebäude eingesetzt. Die Investitionskredite von 265 Millionen Franken wurden schwergewichtig für Wohn- und Ökonomiegebäude und für die Starthilfe gewährt, die Betriebshilfedarlehen von 34 Millionen Franken für unverschuldet in Bedrängnis geratene Betriebe. Die Vorschläge zur Agrarpolitik 2007 im Bereich der Strukturverbesserungen sind in der Vernehmlassung gut aufgenommen worden, insbesondere die periodische Wiederinstandstellung von kulturtechnischen Anlagen.
Pour les améliorations foncières et les constructions rurales, 102 millions de francs ont été mis à disposition en 2001, dont 12 millions sous forme d’un crédit supplémentaire destiné à la réfection des dégâts causés par les intempéries de 2000. Les contributions ont été utilisées essentiellement pour des remaniements parcellaires, la construction de chemins, des adductions d’eau et des bâtiments d’exploitation. Les crédits d’investissements de 265 millions de francs ont été utilisés principalement pour des maisons d’habitation et des bâtiments d’exploitation ainsi que pour l’aide initiale, alors que les prêts de 34 millions de francs, accordés au titre d’aide aux exploitations, sont allés à des exploitants confrontés à des difficultés financières dont ils n’étaient pas responsables. Les propositions présentées pour le domaine des améliorations structurelles dans le cadre de la Politique agricole 2007 ont été bien accueillies, notamment celles concernant la remise en état périodique d'ouvrages de génie rural.
Nel 2001 erano disponibili 102 milioni di franchi per bonifiche fondiarie e costruzioni rurali. Di questi, 12 milioni sono stati versati sotto forma di credito suppletivo per il ripristino dei danni alluvionali del 2000. I contributi sono stati impiegati prevalentemente per ricomposizioni particellari, costruzioni di strade, acquedotti ed edifici di economia rurale. I crediti d’investimento di 265 milioni di franchi sono stati concessi soprattutto per abitazioni ed edifici di economia rurale nonché per l’aiuto iniziale. Gli aiuti per la conduzione aziendale di 34 milioni di franchi sono stati versati ad aziende con difficoltà finanziarie non imputabili ai gestori. Nel quadro della consultazione le proposte espresse in merito alla Politica agricola 2007 per quanto concerne i miglioramenti delle strutture sono state accolte positivamente, in particolare la questione del ripristino periodico delle opere del genio civile.
Bundesamt für Landwirtschaft, Abt. Strukturverbesserungen
Mit den Massnahmen im Bereich der Strukturverbesserungen werden die Lebens- und Wirtschaftsverhältnisse im ländlichen Raum verbessert. Dies betrifft insbesondere das Berggebiet und die Randregionen. Als Investitionshilfen stehen zwei Instrumente zur Verfügung: Beiträge (à-fonds-perdu) mit Beteiligung der Kantone; Investitionskredite in Form von zinslosen Darlehen.
Investitionshilfen unterstützen die Landwirtschaft in der Entwicklung und der Erhaltung wettbewerbsfähiger Strukturen, ohne dass sie sich dafür untragbar verschulden muss. Auch in andern Ländern, insbesondere in der EU, zählen die Investitionshilfen zu den wichtigsten Massnahmen zur Förderung des ländlichen Raumes. Die Investitionshilfen werden für einzelbetriebliche und für gemeinschaftliche Massnahmen gewährt.
Unterstützung mit Beiträgen à-fonds-perdu
Das BLW geneh­migte neue Projekte mit Bundesbeiträgen von insgesamt 96 Mio. Franken. Damit wurde ein Investitionsvolumen von 393 Mio. Franken ausgelöst. Die Summe der ausgerichteten Bundesbeiträge der genehmigten Projekte ist nicht identisch mit der Budgetrubrik „Landwirtschaftliche Strukturverbesserungen“, da die Zusicherung eines Beitrages und dessen Auszahlung nur ausnahmsweise im gleichen Jahr erfolgen und viel­fach von einem genehmigten Projekt nur eine Kredittranche zugesichert wird. Der Bund setzte im Jahr 2001 dank einem Nachtragskredit für die Behebung der Unwetterschäden 15% mehr finanzielle Mittel in Form von Beiträgen ein als im Vorjahr. Gegenüber dem Durchschnitt der Jahre 1991/93 ist die Summe aber 7% tiefer. Die Erhöhung der Bundeskredite zur Behebung von Unwetterschäden ist in den ordentlichen Rubriken 1994, 2000 und 2001 enthalten.
Unterstützung mit Investitionskrediten
Im Jahre 2001 bewilligten die Kantone für 2‘514 Fälle Investitionskredite von insgesamt 283 Mio. Franken (Tab. 1). Von diesem Kreditvolumen entfallen 87% auf einzelbetriebliche und 13% auf gemeinschaftliche Massnahmen. Im Berggebiet können für gemeinschaftliche Projekte auch Überbrückungskredite, so genannte Baukredite mit einer maximalen Laufzeit von drei Jahren, gewährt werden.
Die Kredite für einzelbetriebliche Massnahmen wurden, z.B. als Starthilfe, für den Neubau, den Umbau oder die Verbesserung von landwirtschaftlichen Wohn- und Ökonomie- oder Alpgebäuden eingesetzt. Sie werden durchschnittlich in 13 Jahren zurückbezahlt. Bei den gemeinschaftlichen Massnahmen wurden insbesondere Bodenverbesserungen und bauliche Massnahmen (Alpgebäude, Gemeinschaftsställe, Gebäude und Einrichtungen für die Verarbeitung und die Lagerung landwirtschaftlicher Produkte) unterstützt.
Im seit 1963 geäufneten Fonds de roulement befinden sich rund 1,8 Mrd. Franken. Den Kantonen werden jährlich neue Bundesmittel zur Verfügung gestellt; im Jahre 2001 waren es 98,2 Mio. Franken. Sie werden zusammen mit den laufenden Rückzahlungen für die Gewährung von neuen Krediten eingesetzt. Betriebshilfedarlehen
Die Betriebshilfe wird in Form von zinslosen Darlehen gewährt und ist eine soziale Begleitmassnahme die dazu dient, eine vorübergehende, unverschuldete finanzielle Bedrängnis zu verhindern oder zu beheben. In der Auswirkung entspricht die Betriebshilfe einer einzelbetrieblichen indirekten Entschuldung.
Im Jahr 2001 wurden in 304 Fällen insgesamt 34,4 Mio. Franken Betriebshilfedarlehen gewährt (Tab. 2). Im Vergleich zu 316 Fällen im Vorjahr ist die Anzahl Darlehen etwa gleich geblieben. Das Kreditvolumen ist um 3,4 Mio. Franken höher als im Jahre 2000. Das durchschnittliche Darlehen ist von 98‘300 auf 113‘200 Franken gestiegen und wird in 14 Jahren zurückbezahlt.
Der seit 1963 mit neuen Bundesmitteln und Rückzahlungen geäufnete Fonds de roulement beträgt, zusammen mit den Kantonsanteilen, rund 162 Mio. Franken. Im Jahr 2001 wurde den Kantonen 30 Mio. Franken neu zur Verfügung gestellt. Diese sind an eine angemessene Leistung des Kantons gebunden, die je nach Finanzkraft 20-80% des Bundesanteils beträgt. Die neuen Mittel von Bund und Kantonen werden zusammen mit den laufenden Rückzahlungen für die Gewährung von neuen Darlehen eingesetzt. Bundesamt für LandwirtschaftAbt. StrukturverbesserungenMattenhofstrasse 5CH-3003 Bernwww.blw.admin.chrene.weber@blw.admin.ch
Vollständige Version siehe VPK 5/2002Bestellung VPK: verlag@geomatik.chStrukturverbesserungen 2000:Informationen aus dem Bundesamt für Landwirtschaft, Abteilung Strukturverbesserungen (BLW/ASV)
Für Bodenverbesserungen und landwirtschaftliche Hochbauten standen im Jahr 2000 87 Millionen Franken zur Verfügung, davon 7 Millionen als Nachtragskredit für die Behebung der Unwetterschäden im Jahr 1999. Die Beiträge wurden hauptsächlich für Landumlegungen, Wegebauten, Wasserversorgungen und Ökonomiegebäude eingesetzt. Die Investitionskredite von 242 Millionen Franken wurden schwergewichtig für Wohn- und Ökonomiegebäude und für die Starthilfe gewährt, die Betriebshilfedarlehen von 31 Millionen Franken für unverschuldet in Bedrängnis geratene Betriebe. Wieder sind viele innovative Projekte realisiert worden, was mit einer Auswahl veranschaulicht wird. Bei der Weiterentwicklung der Agrarpolitik wurde bei den Bodenverbesserungen ein Handlungsbedarf für die Unterstützung des periodischen Unterhaltes erkannt.
Pour les améliorations foncières et les constructions rurales, 87 millions de francs ont été mis à disposition en 2000, dont 7 millions sous forme d’un crédit supplémentaire destiné à la réfection des dégâts causés par les intempéries de 1999. Les contributions ont été utilisées essentiellement pour des remaniements parcellaires, la construction de chemins, des adductions d’eau et des bâtiments d’exploitation. Les crédits d’investissements de 242 millions de francs ont été utilisés principalement pour des maisons d’habitation et des bâtiments d’exploitation ainsi que pour l’aide initiale, alors que les prêts de 31 millions de francs, accordés au titre d’aide aux exploitations, sont allés à des exploitants confrontés à des difficultés financières dont ils n’étaient pas responsables. Plusieurs projets innovateurs ont été réalisés, dont nous présentons ici une sélection. Dans le domaine des améliorations foncières, on a reconnu la nécessité de prendre des mesures en faveur de l’entretien périodique dans le cadre du développement de la politique agricole.
Nel 2000 erano disponibili 87 milioni di franchi per bonifiche fondiarie e costruzioni rurali. Di questi, 7 milioni sono stati versati sotto forma di credito suppletivo per il ripristino dei danni alluvionali del 1999. I contributi sono stati impiegati prevalentemente per ricomposizioni particellari, costruzioni di strade, acquedotti ed edifici di economia rurale. I crediti d’investimento di 242 milioni di franchi sono stati concessi soprattutto per abitazioni ed edifici di economia rurale nonché per l’aiuto iniziale. Gli aiuti per la conduzione aziendale di 31 milioni di franchi sono stati versati ad aziende con difficoltà finanziarie non imputabili ai gestori. Anche quest’anno sono stati realizzati numerosi progetti innovatori. Nel presente ne illustriamo alcuni. In vista dell’ulteriore sviluppo della politica agricola nel settore delle bonifiche fondiarie è stata riconosciuta la necessità di sostenere la manutenzione periodica.
Das BLW genehmigte im Jahr 2000 neue Projekte mit Bundesbeiträgen von insgesamt 82 Millionen Franken. Damit wurde ein Investitionsvolumen von 340 Millionen Franken ausgelöst. Die Summe der ausgerichteten Bundesbeiträge der genehmigten Projekte ist nicht identisch mit der Budgetrubrik "Landwirtschaftliche Strukturverbesserungen", da die Zusicherung eines Beitrages und dessen Auszahlung nur ausnahmsweise im gleichen Jahr erfolgen und vielfach von einem genehmigten Projekt nur eine Kredittranche zugesichert wird. Der Bund setzte im Jahr 2000 rund 33% weniger finanzielle Mittel in Form von Beiträgen «à fonds perdu» ein als 1991, jedoch 14% mehr als im Vorjahr. In den Jahren 1993 und 1994 wurden Sonderkredite für den landwirtschaftlichen Hochbau zur Förderung der Beschäftigung gesprochen. Die Erhöhung der Bundeskredite zur Wiederherstellung von Unwetterschäden ist in den ordentlichen Rubriken 1994 und 2000 enthalten.
Im Jahre 2000 bewilligten die Kantone für 2‘542 Fälle Investitionskredite von insgesamt 266,1 Millionen Franken. Von diesem Kreditvolumen entfallen 87,2% auf einzelbetriebliche und 12,8% auf gemeinschaftliche Massnahmen. Im Berggebiet können auch Überbrückungskredite, so genannte Baukredite mit einer maximalen Laufzeit von drei Jahren, gewährt werden.
Diese Kredite wurden mehrheitlich für einzelbetriebliche Massnahmen, z.B. als Starthilfe, für den Neubau, den Umbau oder die Verbesserung von landwirtschaftlichen Wohn- und Ökonomie- oder Alpgebäuden eingesetzt. Sie werden durchschnittlich in 13,1 Jahren zurückbezahlt.
Bei den gemeinschaftlichen Massnahmen wurden insbesondere Bodenverbesserungen und bauliche Massnahmen (Alpgebäude, Gemeinschaftsställe, Gebäude und Einrichtungen für die Verarbeitung und die Lagerung landwirtschaftlicher Produkte) unterstützt.
Im seit 1963 geäufneten Fonds de roulement befinden sich rund 1,7 Milliarden Franken. Den Kantonen werden jährlich neue Bundesmittel zur Verfügung gestellt; im Jahre 2000 waren es 100 Millionen Franken. Sie werden zusammen mit den laufenden Rückzahlungen für die Gewährung von neuen Krediten eingesetzt. Betriebshilfedarlehen
Die Betriebshilfe ist eine soziale Begleitmassnahme und dient dazu, eine vorübergehende, unverschuldete finanzielle Bedrängnis zu verhindern oder zu beheben. Sie erlaubt die Ablösung bestehender Schulden durch zinslose Darlehen. Diese müssen in maximal 20 Jahren zurückbezahlt werden. Betriebshilfe in Anspruch nehmen kann, wer infolge veränderter wirtschaftlicher Rahmenbedingungen oder misslicher Umstände wie Todesfall, Unglück im Stall oder wegen besonderer Umwelteinflüsse in ausserordentliche finanzielle Bedrängnis gerät. In der Auswirkung entspricht die Betriebshilfe einer einzelbetrieblichen Entschuldung. Sie wird für gut strukturierte Betriebe mit Zukunftsaussichten eingesetzt. Im Jahr 2000 wurden in 316 Fällen insgesamt rund 31 Mio. Fr. Betriebshilfedarlehen gewährt. Im Vergleich zu 204 im Vorjahr haben die Darlehen um mehr als 50 % zugenommen. Das Kreditvolumen ist um 13 Mio. Fr. höher als im Jahre 1999. Das durchschnittliche Darlehen ist von 88‘500 auf 98‘300 Fr. gestiegen und wird in 12,7 Jahren zurückbezahlt.
Der seit 1973 mit neuen Bundesmitteln und Rückzahlungen geäufnete Fonds de roulement beträgt, zusammen mit den Kantonsanteilen rund 121 Millionen Franken. Den Kantonen werden jährlich neue Bundesmittel zur Verfügung gestellt (2000: 7,75 Mio. Fr.). Diese sind an eine angemessene Leistung des Kantons gebunden, die je nach Finanzkraft 40-100% des Bundesanteils beträgt. Die neuen Mittel von Bund und Kantonen werden zusammen mit den laufenden Rückzahlungen für die Gewährung von neuen Darlehen eingesetzt. Viehtriebweg Hertitritt UR
Gemeinde UnterschächenLandeskarte 1:25'000 Nr. 1192 und 1193
Viehtriebwege für Mensch und Tier
Viehtriebwege sind normalerweise einfache, schmale Verbindungswege zwischen dem Tal und einer Alp oder zwischen den einzelnen Stafeln oder Geländekammern einer Alp. Sie dienen in erster Linie der Verschiebung des Viehs und des Alppersonals und können vielfach nicht befahren werden. Vielerorts wurden Viehtriebwege durch Güterwege ersetzt, welche mit landwirtschaftlichen Fahrzeugen oder Lastwagen für den Viehtransport befahren werden können. Die Erstellung neuer Viehtriebwege ist nicht mehr aktuell; hingegen werden bestehende Wege oft als Wanderwege unterhalten. Gelegentlich werden gefährliche, steile und enge Viehtriebwege verbessert, wie zum Beispiel der Viehtriebweg «Hertitritt». Im Schächental östlich der Gemeinde Unterschächen befinden sich die Alpen Wannelen (1'624 m ü.M.) und Niederalp (1'652 m ü.M.) mit einer Weidefläche von 176 Hektaren. Diese beiden Aussenstafel der bekannten Urneralp östlich des Klausenpasses sind durch die Personen-Luftseilbahn Ribi-Wannelen (Erstellungsjahr 1976) und durch den Viehtriebweg Hertitritt erschlossen. Im Vorsommer befinden sich die Älpler mit etwa 180 Stück Vieh (grösstenteils Kühe) auf dem Urnerboden. Anschliessend zügeln sie via Klausenpass, Untere Balm, Balmwand und über den Hertitritt auf die Kuhalpen Wannelen und Niederalp, wo im Alpsommer während etwa neun Wochen Käse produziert wird. Gegen Ende des Sommers erfolgt der Rückzug des Viehs und der Aelpler auf dem gleichen Weg auf den Urnerboden.
Erleichterung und Sicherheit
Der bestehende Viehtriebweg ist beim Hertritritt äusserst eng, bis zu 40% steil, absturzgefährdet und deshalb für die 180 Stück Vieh gefährlich und mühsam zu begehen. Zudem beschränken überhängende Felspartien die Durchgangshöhe auf etwa 1,8 m. Nach der Prüfung verschiedener Varianten entschied sich die Alpgenossenschaft Wannelen-Niederalp, als preisgünstige Lösung den bestehenden Viehtriebweg zu verbessern. Auf einer Strecke von etwa 180 m in stabilem felsigen Gelände wurde die Linienführung geringfügig geändert, der Weg durchgehend auf 1,5 m verbreitert und das Gefälle von über 40% auf etwa 20% reduziert. Wo Mauern notwendig waren, wurden diese als Trockenmauern ausgebildet. Ferner wurden überhängende Felspartien und zerklüftete Stellen der Wegoberfläche abgesprengt und zur Sicherung neue Abschrankungen gegen die Absturzgefahr erstellt. Als erwünschte Nebenwirkung wurde dadurch der bestehende Wanderweg Niederalp-Balm bedeutend verbessert.
Das Projekt mit Kosten von Fr. 150'000 wurde durch den Bund, den Kanton und die Korporation Uri mit Beiträgen unterstützt. Die Arbeiten wurden während der schneefreien Zeit im Sommer 2000 gösstenteils von Hand ausgeführt. Die Variante der Erschliessung durch eine befahrbare Weganlage hätte zwar die Bewirtschaftung stark erleichtert, aber auch bedeutend mehr gekostet.
Remaniement parcellaire Chersaulaz, Ormont-Dessus VD
Commune d’Ormont-Dessus Carte nationale 1:25'000 no 1285
La partie supérieure de la vallée des Ormonts, dont la colonisation remonte au 13e siècle, a de tous temps été marquée par le passage des avalanches qui ont laissé des traces indélébiles dans la mémoire humaine et dans le paysage tourmenté de cette région; de nombreux récits historiques en témoignent. Malgré ce handicap, les agriculteurs ont toujours préféré ce versant sud de la Grande Eau, au versant nord, dont la végétation printanière accuse un retard de 3 à 4 semaines. La multiplication des chalets, granges et ruraux l’atteste.
C’est en 1975 que s’est constitué, sous l’initiative de propriétaires exploitants, le 1er syndicat d’Améliorations foncières de Chersaulaz, qui emprunta son nom à un hameau situé à 1650 m, sur les contreforts de la chaîne pré-alpine, dont le Pic Chaussy, culminant à 2450 m, est le sommet le plus connu. Il avait pour but la réalisation d’une route d’accès aux hameaux du Lavanchy, de La Ville et au pâturage de Chersaulaz, point de départ d’un prolongement permettant d’accéder aux zones de stockage du matériel nécessaire à la construction des ouvrages de protection contre les avalanches.
Suite aux avalanches dévastatrices des 9 et 10 février 1984, qui ont emporté 42 chalets, détruit 32 ha de forêts et obstrué chemins, routes et ligne de chemin de fer, le Conseil d’Etat du canton de Vaud, dans un arrêté pris le 25 juillet 1984, ordonna la constitution d’un syndicat de remaniement parcellaire obligatoire en liaison avec la construction d’ouvrages contre les avalanches.
Un périmètre difficile à exploiter
Situé entièrement sur la commune d’Ormont-Dessus, le syndicat comprend 1’670 ha, dont 279 ha de forêts et 1’085 ha d’estivages, de pâturages et de prés de fauche, et s’étend sur la rive droite de la partie supérieure de la vallée creusée par la Grande Eau. Il est constitué d’éboulis et de pâturages dans sa partie supérieure, de prés de fauche, de pâturages et de forêts dans sa partie médiane. Si on retrouve également de la forêt et des prés de fauche dans le secteur inférieur, traversé par les voies principales de communication et par la Grande Eau, les habitations permanentes l’ont également colonisé. Par contre, les bâtiments situés dans les parties médiane et supérieure sont utilisés exclusivement à des fins agricoles et leur occupation est temporaire.
Les obstacles principaux auxquels se heurtent les agriculteurs sont la dispersion maximale des habitations et des bâtiments, un morcellement excessif, une forte déclivité et une absence quasi totale de chemins de desserte sûrs et facilement praticables. En revanche, l’orientation sud de ce périmètre présente l’avantage d’une fonte des neiges plus rapide et d’une meilleure croissance de la végétation.
Un remaniement plein de surprises
Le remaniement d’un syndicat comprenant 1’860 parcelles, réparties entre 540 propriétaires, représente une masse de documents – par exemple et sans être exhaustif: liste et descriptif de chaque parcelle et de chaque chapitre cadastral avec sa prétention totale et l’adresse de son représentant – dont la gestion n’est possible qu’au moyen d’un support informatique performant. Une des premières tâches fut de définir les limites exactes du périmètre et ce travail permit de constater des différences allant jusqu’à 40 m entre l’état cadastral et l’état des lieux de la Grande Eau, cours d’eau partiellement limitrophe, notamment entre les communes d’Ormont-Dessous et Ormont-Dessus. On notera que ces plans cadastraux, qui datent de la fin du IXXe siècle, sont parmi les plus vieux du canton de Vaud.
Parallèlement à cette mise à jour de l’ancien état de propriété, la commission de classification s’est attelée à la liquidation des chapitres cadastraux particuliers à la région, que sont les indivisions et les joux-à-croître. Les indivisions sont des chapitres cadastraux qui peuvent être assimilés, suivant les cas, à des copropriétés ou à des propriétés communes, lorsque bien-fonds n’est pas partagé par héritage. Ce problème n’ayant jamais été résolu, certaines parcelles de quelques dizaines de mètres carrés peuvent appartenir à plusieurs dizaines de propriétaires. Les joux-à-croître représentent un droit de propriété existant sur des arbres plantés sur le fonds d’autrui. Elles ont été constituées avant le 1er janvier 1912. Les bases légales fournissent au propriétaires du fonds le droit de racheter le bois sur pieds en tout temps. Le propriétaire des arbres peut quant à lui exiger en tout temps le rachat du sol. En cas de divergence, le droit de rachat du propriétaire du sol est prioritaire. Les autres travaux de remaniement parcellaire sont classiques.
Une protection contre les avalanches à la hauteur du risque
Parmi les divers travaux envisagés, on peut citer la construction d’une route de liaison entre les Diablerets et Vers l’Eglise, si d’aventure et à l’instar de 1984, la route cantonale et la voie du chemin de fer Aigle-Sépey-Diablerets devaient être rendues impraticables par des avalanches.
Parmi les autres travaux projetés, devisés et actualisés à 18 millions de francs, citons premièrement les « forts »: ce sont de gros murs en béton armé construits derrière les bâtiments menacés et qui sont prolongés par un remblai de terre, ce qui assure une protection quasi parfaite. On trouve également les claies à neige, qui permettent d’empêcher le déclenchement des avalanches dans les zones de décrochement ; c’est une solution idéale, mais d’un coût prohibitif (fr. 1 million/ha). Les paravents et virevents, quant à eux, évitent la formation de corniches qui sont souvent à l’origine de nombreuses coulées de neige. Une autre technique moins onéreuse consiste à construire des digues, énormes remblais de terre dont la forme et le volume peuvent varier suivant l’intensité et le débit de l’avalanche. Leur fonction consiste surtout à la canaliser dans son couloir naturel pour éviter un débordement latéral. Cette technique demande une emprise en terrains considérable, qui a pu être obtenue grâce au remaniement parcellaire. L’arborisation des digues permet d’en diminuer l’impact visuel.
Les avalanches étant le plus souvent canalisées, la reconstitution des forêts (33 ha au total) a lieu hors des couloirs, à l’abri des ouvrages de protection.
Un réseau de chemins adapté au cours du temps
Le périmètre est desservi, dans sa partie ouest, par le chemin AF des Voëttes, qui assure une liaison agricole entre les communes d’Ormont-Dessus et Ormont-Dessous. Un autre chemin relie le village des Diablerets au pâturage de La Lé, via les hameaux de La Ville et de Chersaulaz.
L’actuel réseau de chemins est constitué de chemins caillouteux en très mauvais état et dont la sinuosité et les pentes, qui dépassent parfois 20%, rendent la circulation dangereuse. A l’évidence, ces chemins ne satisfont plus aux exigences du trafic agricole actuel. Par ailleurs, certains chalets habités à l’année n’ont pas d’accès carrossable. Le réseau des chemins est construit sur trois axes principaux et sur des chemins secondaires qui permettent de desservir la majeure partie des bâtiments situés dans le périmètre. Le tracé des chemins peu fréquentés, ou situés en altitude, a été maintenu tel quel, moyennant quelques réfections. Le standard de construction de ces chemins respectait, lors de l’avant-projet et des premières étapes de construction, les normes d’améliorations foncières en la matière, à savoir notamment: une recherche de tracé, un drainage longitudinal assez systématique, une largeur de 3 m avec un revêtement hydrocarboné ou gravelé, suivant la pente. Cette dernière ne devait pas dépasser 11% dans le secteur inférieur du périmètre, où se situent les habitations permanentes. La longueur totale des chemins projetés se montait à 22 km. Un inventaire des zones naturelles fort bien fait a accompagné l’étude de l’avant-projet du réseau de chemins. Il a permis de restreindre les drainages à ceux nécessaires à la stabilité des chemins et de limiter les atteintes à des surfaces de biotopes secs et humides inventoriés, voire de les restaurer. L’intégration des chemins pédestres dans le réseau des chemins est excellente. Une restriction appropriée de la circulation sera mise en place, particulièrement dans la partie supérieure du périmètre.
Les exigences en matière de justificatif agricole étant devenues plus sévères, le coût projeté de certains chemins a été jugé disproportionné par rapport au potentiel agricole desservi. Il s’en est suivi, en 1998, des recherches d’économies, qui ont principalement porté sur la réutilisation maximale des tracés existants, la stabilisation des matériaux en place, la suppression du drainage longitudinal systématique au profit d’un système d’évacuation direct à l’aval, d’une utilisation plus parcimonieuse du revêtement bitume et l’abandon de certains chemins de desserte. Une économie d’environ 50% a pu être réalisée entre le coût de l’avant-projet réactualisé et le réseau modifié des chemins restant à réaliser. Le budget cadre de la décision de principe de 1990 est pour l’essentiel respecté, ceci par la construction d’ouvrages appropriés, tenant compte, tant de l’évolution de la situation agricole, que des difficultés financières rencontrées. Le réseau des chemins atteindra alors 12.9 km, pour un coût de 7.2 millions de francs. On notera que le coût de la réalisation des chemins a presque diminué de moitié, entre le décompte des dernières étapes et celui de la première étape (d’un précédent syndicat) mentionnée ci-dessous. Pour être complet au niveau du réseau de chemins de desserte sur l’ensemble du périmètre, on mentionnera la construction, lors d’une 1ère étape, d’un chemin de base de 5.7 km, avec 790 m’ de chemins secondaires, pour un coût de 5.0 millions de francs, ainsi que la prolongation du chemin de base de 1'300 m’, sur le compte forestier. Ce prolongement devait assurer le transport des matériaux pour la construction des forts de protection contre les avalanches, ceci jusqu’à la plate-forme de décollage des hélicoptères située au lieu dit « La Lé ».
Wasserversorgung Reuti BE
Bezirk Meiringen, Gemeinde HaslibergLandeskarte 1 : 25'000, Blatt 1210 Die Gemeinde Hasliberg liegt auf einer nach Südwesten exponierten Bergterrasse und erstreckt sich von 800 bis 2'525 Meter über Meer. Sie ist in Fraktionen aufgeteilt mit den wichtigsten Dorfsiedlungen Hohfluh, Golderen, Wasserwendi und Reuti. Neben der Milchwirtschaft und Viehzucht hat der Tourismus ab den 60er Jahren stark an Bedeutung gewonnen und ist eine wichtige Nebenerwerbsmöglichkeit für die Landwirte. Trotzdem ist die Gemeinde Hasliberg heute immer noch sehr finanzschwach.
Versorgung der Dorfsiedlungen genügte nicht mehr
Im westlichen Gemeindeteil Hohfluh wurde Ende der 50er Jahre eine auch heute noch gut funktionierende Wasserversorgungsanlage gebaut. Erste Impulse für eine öffentliche Versorgung im mittleren Gemeindegebiet von Goldern erfolgten in den 60-er Jahren durch den Schulhausneubau. Diese Anlage ist auch auf den Brandschutz ausgerichtet. Die Wasserbezüger im östlichen Raum Reuti verfügten über zahlreiche kleinere Quellen, mit denen sie sich einigermassen selbst versorgen konnten. Mit der Zeit vermochten aber die Wassermenge, die Qualität und auch die Druckverhältnisse den heutigen Anforderungen nicht mehr zu genügen; ein Brandschutz fehlte vollständig. Qualität und Brandschutz sind gefragt
Wasserversorgungen werden mit Beiträgen von Bund und Kanton im Berg- und Hügelgebiet unterstützt. Sie werden neu erstellt oder verbessert für die Bereitstellung von einwandfreiem Trink- und Brauchwasser und für die Verarbeitung von landwirtschaftlichen Produkten zu qualitativ hochwertigen Nahrungsmitteln, insbesondere von Milchprodukten. Damit werden die Anforderungen der Lebensmittelverordnung (LMV vom 1. März 1995) und die Exportbedingungen für die landwirtschaftlichen Produkte erfüllt. In der Regel sind die Anlagen für eine wirkungsvolle Brandbekämpfung angelegt und dienen somit auch der Werterhaltung der Gebäude und des Inventars.
Multifunktionales Projekt
Das Wasserversorgungsprojekt für das Gebiet Reuti umfasst eine Quellfassung, ein Reservoir mit einer Brauch- und Löschreserve, Transport- und Hydrantenleitungen sowie Verteilleitungen. Die Hauptzuleitung zum Reservoir Eggli überwindet eine Höhendifferenz von 500 m und wird deshalb gleichzeitig zur Nutzung der Wasserkraft verwendet. Das kombinierte Projekt entspricht dem Aktionsprogramm für eine nachhaltige Nutzung der natürlichen Ressourcen "Energie 2000" des Eidg. Verkehrs- und Energiewirtschaftsdepartementes. Zwei Kleinturbinen (Peltonturbinen) mit 24 kW bzw. 20 kW Leistung produzieren Strom in der Grössenordnung von jährlich 360'000 kWh, was für die Versorgung von 50 Haushalten ausreicht. Die Erstellungskosten für die Stromproduktion belaufen sich auf Fr. 472'000. Der jährliche Nettoerlös liegt im Mittel bei Fr. 55'000. Die Anlage wird nach heutiger Beurteilung im Jahr 2015 amortisiert sein. An die Kosten für die Stromgewinnung wurden Beiträge aus dem Programm «Energie 2000» ausgerichtet.
Gesicherte Finanzierung dank Beiträgen
Das Werk wurde mit Beiträgen von Bund und dem Kanton Bern unterstützt. Die Einwohnergemeinde Hasliberg trat als Bauherrin auf. Auf Stufe Bund wurden für die Wasserversorgungsanlage Beiträge aus der Budgetrubrik «Landwirtschaftliche Strukturverbesserungen» gesprochen für diejenigen Anlageteile, die der Landwirtschaft dienen. Anlageteile in der Bauzone waren nicht beitragsberechtigt. Weiter wurde dem nichtlandwirtschaftlichen Interesse an der Wasserversorgung mit einem reduzierten Beitragssatz an die beitragsberechtigten Kosten Rechnung getragen. Auf Stufe Kanton wurden Beiträge aus landwirtschaftlichen Meliorationskrediten und aus Krediten des Wasser- und Energiewirtschaftsamtes (WEA) ausgerichtet. Die kantonalen Meliorationskredite hatten als Basis dieselben beitragsberechtigten Kosten wie die Bundesbeiträge für landwirtschaftliche Strukturverbesserungen. Die WEA-Beiträge wurden für die Quellfassung, das Hauptleitungssystem und die Speicherung des Brauchwassers verwendet.
Die Wasser- und Abwassergebühren werden in der Gemeinde Hasliberg nicht wie sonst üblich entsprechend dem individuellen Wasserbezug bemessen, sondern gemäss den Bewohnergleichwerten der Liegenschaften. Damit wird berücksichtigt, dass das Wasserversorgungsprojekt auf einen vollen Belegungsgrad der Liegenschaften ausgelegt werden musste, was aber in einer touristischen Gemeinde wie Hasliberg mit Hotels und Ferienwohnungen nur während wenigen Wochen im Jahr der Fall ist. Mit diesem System können die Kosten, die für den Betrieb, den Unterhalt und die Amortisation der Anlage entstehen, gerechter auf die Wasserbezüger aufgeteilt werden. Als Nachteil ist jedoch zu erwähnen, dass der haushälterische Umgang mit dem Wasser ohne Wasserzähler nicht gefördert wird.
Landwirtschaftliche Gebäude im Berggebiet
Betriebe im Berg- und Hügelgebiet haben erschwerte Produktionsbedingungen, weshalb die Massnahmen für die baulichen Verbesserungen viel aufwändiger sind. Das rauhe Klima, längere Winterfütterungszeiten und oft schwierige bauliche Randbedingungen treiben die Baukosten in die Höhe. Für diese Betriebe besteht daher die Möglichkeit, bauliche Massnahmen neben zinslosen Darlehen (Investitionskredite) auch mit à fonds perdu Beiträgen zu unterstützen. Die Bergzonen erstrecken sich nicht nur auf das Alpengebiet; auch im Jura und in den Voralpen sind viele Betriebe in den Bergzonen I und II angesiedelt.
Die beiden dargestellten Neubauten sollen aufzeigen, dass die Verhältnisse in den einzelnen Zonen grundverschieden sein können und dass die Investitionshilfen entsprechend angepasst werden.
Die Installationen für die Milchgewinnung (Melkroboter) erreichen beim Milchwirtschafts-Betrieb in Lignerolle VD beinahe einen Drittel der Baukosten, währenddem beim Betrieb mit Mutterkuhhaltung in Riemenstalden SZ für diesen Teil nichts aufzuwenden war.
Scheune und Wohnhaus in Riemenstalden SZ, BZ III
Landeskarte 1 : 25'000, Blatt 1172 Im abgelegenen Bergtal hoch über dem Vierwaldstättersee sind die Bewirtschaftung und die genügende Besiedlungdichte gefährdet. Mit der baulichen Sanierung des bestehenden Hofes wurde einer jungen Bauernfamilie die Existenz gesichert.
Dank einer gesunden finanziellen Ausgangslage und vielen Eigenleistungen liess sich das umfangreiche Bauvorhaben realisieren und langfristig tragbar gestalten. Da im ganzen Tal keine Verkehrsmilch mehr produziert wird, drängte sich die Mutterkuhhaltung auf. Die extensive Bewirtschaftung erlaubt auch einen grösseren Nebenerwerb im Staatswald; eine Tätigkeit, der in diesem von Lawinen bedrohten Tal grosse Bedeutung zukommt.
Einige Details:ca. 33 ha LN, alles Eigenland in der Bergzone III Neubau für 20 Mutterkühe und NachzuchtMehrkosten für Lawinenkeil (durch Forst übernommen) Mehrkosten für stärkere Konstruktion (Schneelast) und lange ZufahrtLaufstall, Liegeboxen mit Stroh für Kühe, Kälber und Aufzucht, Schwemmkanal mit Flüssigmist zum leichteren Ausbringen des Hofdüngers auf die steilen Wiesen und Weiden.Wohnhaus für Betriebsleiterfamilie im Schutze des Stalles und des Lawinenkeiles (Staublawinen), Beiträge für Ökonomiegebäude von Bund, Kanton und BezirkInvestitionskredit für ökonomiegebäude und WohnhausGemeinschaftliches Ökonomiegebäude in Lignerolle VD, Bergzone I
Landeskarte 1 : 25'000, Blatt 1202 Vier grössere Landwirtschaftsbetriebe in einem Umkreis von etwa zwei Kilometer wollten die Milchviehhaltung verbessern und die Milchproduktion rationalisieren, damit Arbeitszeit für andere Betriebszweige frei wird. Die Ställe waren teilweise schlecht und unpraktisch und Sanierungen waren anstehend. Um gemeinsam ein Bauvorhaben realisieren zu können, wurde eine einfache Gesellschaft für den Bau des Ökonomiegebäudes und für die Milchproduktion sowie die Aufzucht des Jungviehs gegründet. Ein 20 Jahre dauernder Zusammenarbeitsvertrag wurde abgeschlossen und der neue Stall in einem selbstständigen, dauernden Baurecht auf einer der Liegenschaften erstellt. Das Dürrfutter wird zum grössten Teil auf den einzelnen Betrieben aufbereitet und bis zur Winterfütterung gelagert. Jeder muss das notwendige Futter für seine Tiere selber liefern.
Die vier Landwirte entschlossen sich einen Melkroboter zu installieren, um die Milchleistung der Kühe zu erhöhen und von den Melkzeiten unabhängig zu werden. Mit dem Melkroboter werden die Kühe rund um die Uhr gemolken. Der Melkroboter hat drei Boxen mit je einem Melkaggregat. Dieses wird auf einem schwenkbaren Arm unter das Euter gedreht und die Melkbecher werden anhand früher gespeicherten Daten genau positioniert. Normalerweise suchen die Kühe 2 bis 3 mal täglich den Melkstand auf.
Einige Details:ca. 250 ha LN in der Bergzone I, davon 148 ha Eigenland Stallneubau für 105 Kühe in Liegeboxen und 58 Kälber auf TiefstreueBeiträge und Investitionskredit für das neue ÖkonomiegebäudeBegrenzung der Investitionshilfen auf 80 GVEMelkroboter, Milchkammer mit gekühltem MilchtankMilchkontingent 700'000 kgVor allem Käsereimilch, abgeliefert in die vor einigen Jahren sanierte Dorfkäserei (Greyerzer-Käse)Laufgänge: Perforierte Betonböden, Güllenlagerung (2100 m3) unter dem Stall Viele Arbeiten konnten die vier Landwirte selber ausführen, dank guter Zusammenarbeit, Bauerfahrung und Wahl einer günstigen Bauzeit.Weiterentwicklung der Agrarpolitik
In bestimmten Zeitabständen ist es notwendig, sich Gedanken zur zukünftigen Entwicklung eines Sektors zu machen. Damit soll nicht die Angst geschürt, sondern vielmehr die Diskussion angeregt werden. In diesem Sinne wurde das Papier «Horizont 2010» lanciert. Darin werden Entwicklungstendenzen aufgezeigt, Strategien entwickelt und konkrete Umsetzungsmöglichkeiten zur Diskussion gestellt. Diese sollen den gesellschaftlichen Veränderungen, dem technischen Fortschritt und der Entwicklung der Märkte im In- und Ausland Rechnung tragen. Das BLW schlägt nach einer internen Evaluation vor, eine Strategie der Optimierung der Massnahmenbereiche Marktstützung, Direktzahlungen und Grundlagenverbesserungen (inkl. Sozialbereich) zur Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit zu verfolgen. Drei Arbeitsgruppen nehmen sich je einem dieser Bereiche an. Bei den Strukturverbesserungen im Massnahmenbereich Grundlagenverbesserungen werden die folgenden Aufgaben bearbeitet:Prüfung von Gesetzesvorschriften, welche die Strukturentwicklung hemmen oder die Produktionskosten verteuern könnten,Vergleich mit den Investitionshilfen der EU,Vorschläge für Gesetzesanpassungen.Ein Handlungsbedarf wurde in den folgenden Bereichen erkannt:Abgrenzung der Haupt- und Nebenerwerbsbetriebe auf der Basis der Arbeit und nicht wie bisher des Einkommens,Unterstützung des periodischen Unterhaltes von Bodenverbesserungen,Unterstützung von innovativen, bäuerlichen Selbsthilfeorganisationen,Unterstützung zusätzlicher einzelbetrieblicher Massnahmen.Die Abgrenzung der Haupt- und Nebenerwerbsbetriebe betrifft natürlich auch andere Bereiche der Landwirtschaft (z.B. Direktzahlungen) und wird daher nicht nur bei den Strukturverbesserungen zur Anwendung kommen. Die Unterstützung des periodischen Unterhaltes wurde bereits vor Jahren in parlamentarischen Vorstössen gefordert. Diese Massnahme würde zur Entlastung der Genossenschaften führen, welche beträchtliche Mittel für den Unterhalt und die Erneuerung z.B. von Weganlagen in dezentral besiedelten Gebieten aufwenden müssen. Bäuerliche Selbsthilfeorganisationen, welche sich in der Vermarktung der Produkte oder für eine rationelle Betriebsführung engagieren, sollen von einer Starthilfe profitieren können. Schliesslich sollen Landwirtschaftsbetriebe unterstützt werden, welche in landwirtschaftliche oder landwirtschaftsnahe Bereiche diversifizieren und sich damit zusätzliche Beschäftigungsmöglichkeiten oder alternative Einkommensquellen sichern.
Bundesamt für LandwirtschaftAbt. StrukturverbesserungenMattenhofstrasse 5CH-3003 Bernrene.weber@blw.admin.chwww.blw.admin.ch
Vollständige Version siehe VPK 4/2001Bestellung VPK: verlag@geomatik.chAuszug aus dem Jahresbericht 1999 der Abteilung Strukturverbesserungen (ASV) des Bundesamtes für Landwirtschaft (BLW)
Am 1. Januar 1999 wurden die Strukturverbesserungsverordnung (SVV) und die Betriebshilfeverordnung (BHV) als Rechtsgrundlage für die Investitionshilfen und die sozialen Begleitmassnahmen in der Landwirtschaft in Kraft gesetzt. Die bisherigen Erfahrungen sind weitgehend positiv. Die Beiträge "à-fonds-perdu" für Strukturverbesserungen im landwirtschaftlichen Hoch- und Tiefbau betrugen wie im Vorjahr 75 Millionen Franken und wurden hauptsächlich für Landumlegungen, Wegebauten, Wasserversorgungen und Oekonomiegebäude eingesetzt. Die Investitionskredite von 205 Millionen Franken wurden schwergewichtig für Wohn- und Oekonomiegebäude und für die Starthilfe gewährt, die Betriebshilfedarlehen von 18 Millionen Franken für unverschuldet in Bedrängnis geratene Betriebe. Die ausserordentlichen Schneefälle und Niederschläge, verbunden mit Lawinen und Überschwemmungen, sowie der Orkan Lothar haben die Landwirtschaft in zahlreichen Regionen hart getroffen. Die Unterstützung der Behebung der Schäden an Infrastrukturen und Kulturland musste rasch in die Wege geleitet werden. Im Berichtsjahr sind wieder viele gute und interessante Projekte realisiert worden, was mit einer Auswahl veranschaulicht wird.
BLW: Abteilung Strukturverbesserungen (2000)
Finanzielle Mittel für Beiträge à-fonds-perdu
Für Bodenverbesserungen und landwirtschaftliche Hochbauten standen 1999 wie im Vorjahr eine Beitragssumme von 75 Mio. Fr. zur Verfügung. Das BLW genehmigte neue Projekte mit Bundesbeiträgen von insgesamt 75,7 Mio. Fr. Damit wurde ein Investitionsvolumen von 311,5 Mio. Fr. ausgelöst. Die Kostensumme der Bundesbeiträge der genehmigten Projekte ist nicht identisch mit der Budgetrubrik "Landwirtschaftliche Strukturverbesserungen", da die Zusicherung eines Beitrages und dessen Auszahlung nur ausnahmsweise im gleichen Jahr erfolgen und da vielfach von einem genehmigten Projekt nur eine Kredittranche zugesichert wird.
Finanzielle Mittel für Investitionskredite
Im Jahre 1999 bewilligten die Kantone Investitionskredite von insgesamt 204,8 Millionen Fr, die mehrheitlich für einzelbetriebliche Massnahmen, z.B. als Starthilfe, für den Neubau, den Umbau oder die Verbesserung von landwirtschaftlichen Wohn- und Oekonomie- oder Alpgebäuden eingesetzt wurden. Die Kreditdauer betrug durchschnittlich in 12,7 Jahre. Bei den gemeinschaftlichen Massnahmen wurden insbesondere Bodenverbesserungen, Investitionen in Gebäuden und Einrichtungen für die Verarbeitung und die Lagerung landwirtschaftlicher Produkte, sowie die Milchverarbeitung unterstützt.
Im seit 1963 geäufneten Fonds de roulement befinden sich rund 1,6 Milliarden Fr. Den Kantonen werden jährlich neue Bundesmittel zur Verfügung gestellt. Sie werden zusammen mit den laufenden Rückzahlungen für die Gewährung von neuen Krediten eingesetzt. 1999 hat der Bund den Kantonen 20 Mio. Fr. neue Bundesmittel zugeteilt. Gesamtmelioration Elm (GL)
Mit einer eindrücklichen Feier wurde die Gesamtmelioration Elm am 1. Oktober 1999 abgeschlossen. Die Gründung der Meliorationsgenossenschaft erfolgte am 23. April 1971 mit überwältigendem Mehr. Ein Überblick über die rund dreissigjährige Realisierungszeit soll die Wirkungen und die Koordinationsfunktion eines derartigen Werkes aufzeigen und ebenso darlegen, weshalb die generelle Kritik an der langen Dauer umfassender Werke oft zu kurz greift.
Der Bau des Waffenplatzes Wichlen und die dazu notwendige Verbesserung der Infrastruktur mit Ausbau der Talstrasse in den sechziger Jahren stärkte die Einsicht in verschiedenen Kreisen, dass auch die landwirtschaftlichen Strukturen dringend einer Erneuerung bedurften und gleichzeitig die Entwicklung des Dorfes und der Talschaft an die Hand zu nehmen sei. Als hervorragendes Instrument bot sich dazu die Gesamtmelioration an. Durch den geplanten Umfang der Massnahmen und der damit verbundenen Kosten war jedoch eine gewisse Skepsis bei den zuständigen Behörden zu verspüren. Das Projekt musste abgespeckt werden, die ebenso notwendigen Wasser- und Stromversorgungen sowie Verbesserungen auf den Alpen wurden ausgegliedert. Sie wurden als separate Bodenverbesserungsprojekte realisiert.
Für die Eigentümer stand weniger die Zusammenlegung als vielmehr die Erschliessung der Güter im Vordergrund. Viele Gebiete und selbst ganzjährig bewohnte Heimwesen konnten nur bei trockenen Verhältnissen mit einem Landwirtschaftsfahrzeug oder sogar nur zu Fuss erreicht werden. Deshalb konnten auch dringend notwendige Verbesserungen an den Gebäuden kaum realisiert werden. Eine Voraussetzung für eine effiziente Realisierung der Erschliessungen war die Bereitstellung von Grund und Boden. Dies war ein wichtiger Grund, dass letztlich eine Gesamtmelioration in Erwägung gezogen wurde.
Der Bundesrat stimmte der Gesamtmelioration Elm am 19. Januar 1972 zu. Er verlangte eine Etappierung des Unternehmens, unter anderem um die finanziellen Möglichkeiten von Kanton, Gemeinde und Eigentümer nicht zu überfordern. Wesentlich war die Bedingung der Koordination mit der Ortsplanung, namentlich mit der touristischen Entwicklung. In der Pressemitteilung zu diesem Beschluss wurde darauf hingewiesen, dass mit dem Bau von neuen Wegen und Zufahrten sowie dem Neu- und Umbau von veralteten und unrationellen Gebäuden die maschinelle Bearbeitung des Bodens und damit die Erleichterung der Arbeit für die Bergbauern im Vordergrund stünden. Die Gesamtmelioration als Auslöser verschiedenster Aktivitäten Der hohe Stellenwert der Gesamtmelioration zeigt sich darin, dass in deren Gefolge verschiedenste Projekte zur Realisierung gelangten, welche je nach Zweckbestimmung auch von öffentlichen Geldern profitieren konnten.
Eine Würdigung der Gesamtmelioration Elm unter den heutigen agrarpolitischen Zielsetzungen zeigt, dass die damals getroffenen Entscheide auch den heutigen Vorstellungen zu genügen vermögen. Artikel 104 der Bundesverfassung vom 18. April 1999 verlangt von der Landwirtschaft, dass sie mit einer nachhaltigen und auf den Markt ausgerichteten Produktion einen wesentlichen Beitrag leistet zurSicheren Versorgung der BevölkerungErhaltung der natürlichen Lebensgrundlagen und Pflege der KulturlandschaftDezentralen Besiedlung des Landes.Innerhalb der Strukturverbesserungsmassnahmen sind folgende Ziele prioritär:Erleichterung der bäuerlichen Arbeit und Verminderung des ArbeitsaufwandesSenkung der ProduktionskostenSteigerung der ProduktequalitätVerbesserung der ökologischen Qualität.Die Gesamtmelioration Elm als Werk der ganzen Talschaft hat die in sie gesetzten Erwartungen erfüllt. Insbesondere haben die getroffenen Massnahmen auch unter den heutigen Randbedingungen Gültigkeit. Die über Jahrhunderte gefestigte Erkenntnis, dass die ansässige Bevölkerung an der Gestaltung ihres Lebensraumes aktiv teilnehmen muss, hat nichts an Aktualität eingebüsst. Es zeigt sich aber auch, dass eine koordinierte Entwicklung letztlich ein besseres Gesamtresultat ergibt als eine einseitige Förderung von Aktivitäten, die nur kurzfristig Gewinn versprechen. Landschaftsschonender Bau der Güterwege
Bei der Bearbeitung des Vorprojektes gingen die Verfasser von den damals üblichen Normalien für die horizontale und vertikale Linienführung aus. Die Geometrie der Trassierung musste jedoch bei der Bearbeitung der Detailprojekte gründlich vereinfacht werden. Der Kostendruck und die optimale Einpassung in die reizvolle Landschaft verlangten nach individuellen Lösungen. Bei engen Platzverhältnissen und in steilen Hanglagen war es oft nicht möglich, den Trasseebau mit normalen Einschnitt- und Dammböschungen zu bewältigen. Mit Ausnahme einer einzigen Steilhangquerung (Gerstboden) wurde keine Stützmauer mit Betonsichtfläche gebaut. Zur Ausführung kamen im früheren Stadium Steinkorbmauern und später Blocksteinmauern und Steinrollierungen. Ebenso wurden an geeigneten Stellen die Böschungen mit Lebendverbau gesichert.
Die von den Subventionsbehörden verlangte Einschränkung des Motorfahrzeugverkehrs auf den Güterwegen hat zum Zweck, den Landschaftsraum zu schonen, seinen Erholungswert zu sichern und die Kosten für den Unterhalt zu reduzieren.
Nach mehreren Fehlschlägen gelang Elm ab 1972 der Durchbruch im Fremdenverkehr. Er belebt das Gastgewerbe und verschafft insbesondere den jungen Landwirten im Winter einen willkommenen Nebenverdienst. Allein die Sportbahnen Elm AG mit einer Gondelbahn, einem Sessellift und fünf Skiliften bieten 90 Angestellten Arbeit, wenn auch nicht das ganze Jahr. Es ist selbstverständlich, dass Landwirte nur eine zusätzliche Beschäftigung aufnehmen können, wenn ihr Betrieb rationell geführt werden kann. Dies belegen Beispiele in Elm besonders eindrücklich. Auch weitere Aktivitäten, wie "Erlebnisferien in der Landwirtschaft" oder die Vermarktung an Ort sind mit rationellen und gut geführten Landwirtschaftsbetrieben denkbar.
Ein wichtiges Kapital für den Tourismus ist eine gepflegte Landschaft. Unter dem Aspekt "Nachhaltigkeit: Die Elmer Bergbauern handeln schon lange danach" hat der Fonds Landschaft Schweiz (FLS) in Anerkennung des vorbildlichen Umgangs mit der Landschaft zur fachgerechten Renovation einer Alpsiedlung einen namhaften Beitrag gesprochen (vgl. FLS-Bulletin vom März 1997). Schlussbetrachtungen
Angesichts der umfangreichen Massnahmen, der damit verbundenen weiteren Aktivitäten und der vielfältigen Koordinationsaufgaben kann es nicht erstaunen, dass die Ausführung dieses Werkes, welches eine ganze Talschaft betraf, fast drei Jahrzehnte dauerte. Es hätte auch die finanziellen Kapazitäten aller Beteiligten, insbesondere aber der Grundeigentümer überfordert, wären die verschiedenen Projekte in kurzer Frist realisiert worden. Nicht zu vergessen ist, dass wesentliche Änderungen an Strukturen und Grundeigentum Zeit brauchen, um von den Beteiligten tatsächlich getragen zu werden. Die Meliorationsgenossenschaft Elm hat zum Anlass der Abschlussfeier einen interessanten und sehr schön illustrierten Schlussbericht herausgegeben. Dieser kann bei der Meliorationsgenossenschaft Elm, Herrn S. Hefti, Untertal, 8767 Elm bezogen werden.
Wässerwasserleitung Gsponeri (VS)
Suonen, ein Walliser Kulturgut
Wer kennt sie nicht! Wer ist nicht schon mit Staunen entlang den tollkühn in die steilen Flanken gehauenen Wässerwasserleitungen des Wallis gewandert! Diese Suonen sind ein typisches Walliser Kulturgut. Die jahrhundertealten Kanäle wurden in mühseliger Arbeit unter grossen Gefahren erstellt. Sie leiten das kostbare Nass kilometerweit aus den gletschergespiesenen Seitenbächen auf die trockenen Talflanken des Rhonetales. Die Suonen sind Bestandteil der Kulturlandschaft und haben eine oekologische Funktion. Es handelt sich um die ältesten noch in ihrer ursprünglichen Art funktionierenden kulturtechnischen Bauten. Sie haben das Jahrtausend auch bei uns überlebt. Nur dort, wo sie immer noch die Grundvoraussetzung für die landwirtschaftliche Bewirtschaftung sind, ist das Interesse an ihrem Fortbestand genügend gross, um den beträchtlichen zeitlichen und finanziellen Aufwand des Unterhaltes zu tragen.
Der Unterhalt wird untragbar
Der Betrieb einer Suon erfordert eine ununterbrochene Aufsicht und einen ständigen, oft wöchentlichen Unterhalt. Stets im Frühling, vor der Inbetriebnahme, muss die Leitung im "Gmeinwärch" durch die "Geteilen" (= Wasserbezüger) wieder hergerichtet werden.
Neben diesem ständigen Unterhalt kann man über die Jahrhunderte hinweg feststellen, dass in Intervallen von 40 bis 60 Jahren umfassende Erneuerungs- und Sanierungsarbeiten anfallen. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts sind die extremsten Passagen entlang der Felswände in kurze Tunnels verlegt worden. Später, kurz vor und nach dem Zweiten Weltkrieg, kam die Zeit der längeren Tunnels mit weiträumigen Verlegungen. In den 60er und 70er Jahren suchte man das Heil in der Verrohrung, um die wachsenden Unterhaltsaufwendungen zu minimieren.
Auf Grund der Erfahrungen mit modernen Baumethoden wählt man heute eine Mischung aus traditionellen, offenen Bauweisen und modernen Baumethoden. Verrohrungen werden nur noch in Ausnahmefällen neu erstellt und überall dort, wo sie sich nicht bewährt haben, wieder entfernt.
Die Sanierung der höchstgelegenen noch funktionierenden Wässerwasserleitung Europas, der Gsponeri in der Gemeinde Staldenried, ist ein Beispiel für eine moderne Erneuerung. Eigentlich handelt es sich um die Sanierung von zwei Suonen. Jahrhundertelang haben die beiden Geteilschaften der Gsponeri und der Finileri unabhängig voneinander das Wasser in zwei parallelen, teils wenige Meter übereinanderliegenden Leitungen vom 10 Kilometer entfernten Mattwaldgletscher auf über 2700 m.ü.M. geholt. Das Wasser wird zur Bewässerung der gepflegten Wiesen und Weiden rund um die beiden Weiler Gspon und Finilu gebraucht. Unterwegs dient es auch als Tränkewasser für die umliegenden Alpweiden. Erst die abnehmende Anzahl der interessierten Bewirtschafter und der wachsende Aufwand für die punktuellen Sanierungen haben dazu geführt, eine gemeinsame Lösung zu suchen. Die ausgewiesenen Unterhaltsaufwendungen waren von 500 Stunden pro Jahr anfangs der Achzigerjahre kontinuierlich auf 900 Stunden angestiegen. Dazu kommen die zahlreichen, nicht registrierten Kontrollgänge durch die Betroffenen.
Die höchste Suon Europas wird saniert
Eine Projektierung im herkömmlichen Sinn, mit Computer, CAD und NPK, versagt im vorliegenden Fall. Zum Erfolg braucht es die Erfahrung und den Einsatz des Wasservogts, eine gute Beobachtungsgabe, Einfühlungsvermögen in den Lauf des Wassers, einfache Baubeschriebe und eine konstante Baubegleitung. An einer Begehung mit erfahrenen Vertretern der Geteilschaften, den beteiligten Amtsstellen und dem projektierenden Ingenieur sind vor Ort Sanierungskonzept und Projektierungsrichtlinien festgelegt worden:Grundsätzlich beibehalten der offenen Wasserführung und Verwendung der natürlichen Baumaterialien vor OrtBelassen der beiden Leitungen auf Abschnitten, wo weder bautechnische noch unterhaltsbedingte Interventionen nötig sind, insbesondere im obersten Teil, um die bestehenden Gletscherabflüsse optimal ausnützen zu können Zusammenführen beider Leitungen auf dem kritischen mittleren Abschnitt unter Verwendung des bautechnisch jeweils günstigsten TrasseesDauerhafte Sanierung im Bereich des steinschlag- und lawinengefährdeten Rutschhanges im Lengfell Offene Wasserführung in traditioneller Bauweise (Tretschbord und Bicki), insbesondere im Bereich des Höhenwanderweges Gspon – Saas-GrundEntfernen der nicht mehr benötigten und herumliegenden Kunststoff- und MetallröhrenEine Analyse von Steinschlag- und Lawinengefahr im Rutschhanggebiet von Lengfell hat gezeigt, dass nur mit einer gut verankerten Rohrbrücke von 125m Länge eine sichere und dauerhafte Lösung möglich ist. An zwei 30mm starken, mit Quertraversen zur Rohraufhängung versehenen Stahlseilen sind die neuen PE-Röhren mit Durchmesser 315mm von oben nach unten geschoben und in luftiger Höhe zusammenmontiert worden.
Ausser für Fassungen, Sandfänge und Verteiler ist praktisch kein Beton verwendet worden. Die sanierungsbedürftigen Leitungsabschnitte sind in der traditionellen Bauweise mit Tretschbord ausgebaut worden. Dabei werden in der Umgebung gesammelte, vor Ort zurechtgehauene Steinplatten ins Bord eingelassen und mit Erdmaterial und Rasenziegeln verfugt. Die Vorteile dieser althergebrachten Methode sind auch heute noch bestechend. Es muss kein Material zugeführt werden und die Wiederbegrünung vollzieht sich rasch und erfolgreich. Die Wasserverluste sind minim, genügen jedoch, um der für die Standfestigkeit wichtigen Vegetation das lebensnotwendige Nass zu spenden.
Als Querschnitt für die gemeinsamen Leitungsabschnitte wurde ein Kanal von ca. 60cm Breite und 40cm Tiefe gewählt. Bei einem durchschnittlichen Gefälle von 0.25 bis 0.5% auf den Flachstücken kann damit die Wassermenge von 100l/s mit einer sicheren Reserve transportiert werden.
Aus praktischen und klimatischen Gründen kann für derartige Unternehmen nur im Herbst, nach der Bewässerungssaison und vor Wintereinbruch, in grösserem Umfang gebaut werden. Trotz den abgeschiedenen alpinen Verhältnissen ist das Projekt über zwei Bausaisons hinweg gemäss Kostenvoranschlag abgeschlossen und eingesegnet worden. Weniger Unterhalt
Mit dem Abschluss des Werkes sind die Arbeiten aber nicht beendet. Lawinen und Unwetter haben bereits der neuen Leitung wieder zugesetzt. Der normale Unterhalt ist jedoch entscheidend reduziert worden, womit das Hauptziel erreicht worden ist. Dennoch braucht es den ständigen und unermüdlichen Einsatz der Geteilen, um den Betrieb aufrecht zu erhalten. Ein wahrlich kostbares Nass, wenn es nach einem weiten und beschwerlichen Weg auf die ausgetrockneten Wiesen von Gspon geleitet wird!
Le remaniement d‘Ecublens (FR)
Le territoire de la commune d’Ecublens est traversé longitudinalement par la ligne CFF Palézieux – Lyss. On y dénombre 12 passages à niveau non gardés. Pour améliorer très sérieusement une sécurité précaire, les CFF ont décidé d’en supprimer un maximum, en fait tous, sauf un, dont la sécurité sera assurée par des barrières avec téléphone. Le franchissement des voies sera assuré par deux passages sous-voies, un nouvel ouvrage (largeur 4.0 m, hauteur 3.70 m) et un passage approfondi et le passage à niveau gardé existant. La suppression de ces 11 passages à niveau impose la construction de chemins, ainsi qu’un regroupement des parcelles, travaux qui s’inscrivent parfaitement dans une entreprise de remaniement parcellaire.
Le concept retenu est celui d’un remaniement parcellaire simplifié, limité d’une part, aux opérations strictement nécessaires des travaux géométriques, à savoir:la digitalisation des biens-fonds de l’ancien état;l’utilisation d’orthophotos pour l’ensemble des autres éléments (couverture du sol/taxation);la taxation simplifiée des terres après les 1er voeux et seulement des terrains qui changent de propriétaires; ne pas taxer les surfaces plus petites que 500m2;renoncer aux valeurs passagères, sauf cas exceptionnels;procéder à un abornement simplifié, là où les points-limites peuvent être garantis de manière durable ;et d’autre part, et dans la mesure du possible, en ne construisant que des chemins de base en béton/bitume et des chemins secondaires herbés. L’évacuation des eaux de surface est limitée à la lutte contre l’érosion.
La durée de l’entreprise de remaniement devrait être réduite à environ 5 ans, notamment par le regroupement des enquêtes.
Le remaniement parcellaire
La surface totale du périmètre est de 374 ha, dont 32 ha de forêts, avec 45 propriétaires, dont 16 exploitants-propriétaires et 204 articles. Sans être excessivement morcelé, le périmètre comprend des parcelles de forme irrégulière se prêtant mal à une exploitation rationnelle des terres agricoles et est desservi par un réseau de chemins lacunaire et inadéquat. Le périmètre de forme allongée (longueur 6 km, largeur moyenne inférieure à 1 km) est orienté nord-sud et comprend, à part égale, une zone des collines et une zone de plaine. La grande partie des terres agricoles est labourable, avec certains terrains en forte pente utilisés comme pâturages ou pour la production fourragère.
Les quelques forêts englobées dans le périmètre sont abruptes et difficiles à exploiter. La zone à bâtir a été exclue du périmètre et le plan d’aménagement local, récent, n’a pas nécessité de révision.
Les travaux du syndicat comprennent principalement des chemins de base en béton, orientés nord-sud, pour recréer des liaisons suite à la suppression des passages à niveau non gardés et quelques chemins d’exploitation avec des collecteurs pour lutter contre l’érosion, dans les terrains en forte pente. Une étude «nature-paysage-environnement» a actualisé les inventaires existants et mis en évidence les objets dignes de protection, notamment un site de reproduction de batraciens d’importance nationale. (objet no 213 Broye-station). Les impacts directs du projet sur la nature et le paysage sont peu nombreux et ont été en général évités, ceci est dû à la nature même de la construction d’une infrastructure légère. Les impacts résiduels ont été largement compensés par des plantations d’arbres et de groupes de buissons sur des prairies extensives, renforçant les liaisons écologiques.
La zone de Vuibroye, avec sa mosaïque de milieux différents, possède une importante valeur écologique et dans sa situation actuelle un fort potentiel de revitalisation. Dans le cadre de l’amélioration foncière, il a été décidé d’en faire une zone privilégiée pour y réaliser des mesures de revitalisation supplémentaires, en plus de mesures de compensation. Trois zones sont concernées, qui pourraient former un nouveau périmètre avec son statut de protection:le site de reproduction de batraciens d’importance nationale;les habitats pour castors;des surfaces de compensation pour l’agriculture.Le devis comprend les ouvrages, ou parties d’ouvrage, pris en charge par le syndicat, et/ ou les CFF.
Le financement et la répartition des frais font intervenir entre autres l’Office fédéral des routes (OFR), les CFF, la commune, les améliorations foncières cantonale et fédérale (AF) et les propriétaires.
Les coûts restants moyens à charge des propriétaires, rapportés à une surface effectivement remaniée de 342 ha, se montent à 883.-/ha, ce qui aujourd’hui, incite encore les propriétaires à constituer un syndicat de remaniement parcellaire volontaire.
Comme l’ont relevé les CFF avec à propos, l’approche globale du problème, la compréhension mutuelle et la collaboration ont constitué la base du succès de cette entreprise, au bénéfice de tous – collectivités publiques, propriétaires, milieux de protection de la nature...
Nachhaltigkeit im landwirtschaftlichen Bauwesen
Unter Nachhaltigkeit versteht man generell ein Handeln, das die heutigen Bedürfnisse deckt, ohne die Bedürfnisse künftiger Generationen zu schmälern. Man sollte von den Zinsen leben und nicht vom Kapital. Die Wirtschaftlichkeit, die Bedürfnisse der Umwelt und das gesellschaftliche Wohlbefinden sollen gebührend berücksichtigt werden.
Das Billigste ist nicht das Beste
Die Bundesverfassung und das Landwirtschaftsgesetz verlangen, dass der Bund für eine nachhaltige Produktion der Landwirtschaft besorgt ist (BV Art. 104 Abs. 1, LwG Art. 1). Es versteht sich von selbst, dass auch das landwirtschaftliche Bauen diesem Anspruch genügen muss. Ein Projekt ist von den Beteiligten während folgenden Phasen zu verfolgen und bezüglich Nachhaltigkeit zu überprüfen:Wahl des Gebäudestandortes (Erschliessung, Landverbrauch, Gelände, Gefahren- u. Schutzzonen, Besonnung, etc.)Herstellung des Baumaterials (erneuerbare Rohstoffe, wenig Energieverbrauch)Transport zur Baustelle (einheimische Materialien)Einbau der Materialien (örtliche Arbeitskräfte), Arbeitssicherheit, Entsorgung der BauabfälleBetrieb, Unterhalt und ReparaturenLebensdauer und UmnutzungsmöglichkeitenRückbau, Abbruch und EntsorgungEs ist zu bedenken, dass die billigste Baulösung oft schon nach einigen Jahren zu einer schweren Belastung werden kann. Auch der Einbau von kurzlebigen Materialien hat seinen Preis. Eine handwerklich korrekt ausgeführte Arbeit ist kaum zeitaufwendiger als ein Pfusch.
Das landwirtschaftliche Bauwesen hat gute Möglichkeiten, die Nachhaltigkeit zu beachten. Einheimische Materialien (Holz, Beton) können fachgerecht verwendet werden. Energiefressende Installationen sind nicht notwendig (Kaltställe). Wesentliche Teile des Gebäudes lassen sich mit örtlichen Arbeitskräften erstellen. Bauen mit Holz ermöglicht ein leichtes Anpassen, Abändern oder Weiterverwenden für andere Zwecke, womit eine kostspielige Entsorgung entfallen kann.
Bauten, die den heutigen Normen entsprechen und korrekt unterhalten wurden, hatten im vergangenen Jahr die grössere Chance, den verschiedenen zerstörenden Naturereignissen zu widerstehen und so die Vorteile einer nachhaltigen Planung und Ausführung zu demonstrieren.
Pauschale Beiträge stärken die Selbstverantwortung
Die Wirtschaftlichkeit eines Gebäudes ist auch abhängig von den Baukosten und somit ein wichtiger Bestandteil der Nachhaltigkeit. Mit der Einführung der AP 2002 und der vollständigen Pauschalierung der Investitionshilfen des Bundes haben die Baukosten keinen direkten Einfluss mehr auf die Höhe der Beiträge und des Investitionskredites. Grundlage bildet heute das genehmigte Raumprogramm. Es stützt sich auf die einzelnen Elemente Stall, Futterlager, Güllenlagerraum und Remise. Im Interesse möglichst tiefer Restkosten und einer entsprechend niedrigen Verschuldung wird der Landwirt alles daran setzen, mit tieferen Baukosten ein maximales Raumprogramm zu erstellen.
Zu tieferen Baukosten können beitragen:Gutes, angepasstes BaukonzeptOptimale Planung während der Projekt- und Ausführungsphase Beschränkung auf das NotwendigsteKlare Ausschreibung und Vergebung der BauarbeitenEinfache, leicht zu bearbeitende, einheimische MaterialienEinfache, eigenleistungsfreundliche BaulösungenGute Vorbereitung und saisonal optimale Wahl des Baubeginnes und der AusführungszeitDie heute allgemein üblichen Laufställe (Kaltställe) erlauben technisch einfachere Projekte. Es kann mit kostengünstigen Materialien gebaut werden und die Konstruktionen sind mit kleineren Risiken verbunden (weder Luft- noch Dampfdichtigkeit erforderlich, kaum Kondensatgefahr, etc. ). Allerdings verlangen Laufställe grössere Gebäude und demzufolge grössere Gebäudehüllen (Böden, Dächer, etc.).
Die Tiere sollen sich wohl fühlen
Um minimalen Ansprüchen und auch den gesetzlichen Anforderungen zu genügen, sind bei Freilaufställen folgende Hinweise und Empfehlungen zu beachten:Liegebereich min. 4,5 m2 pro Kuh (Tiefstreue) oder Liegeboxen min. 1.20 m x 2.40 m (Lichtmass)Laufgangbreite min. 2,5 mFressplatztiefe min. 3,2 mFressplatzbreite min. 0.72 m pro Kuh Diese Randbedingungen führen dazu, dass selbst für einfache Ställe, bestehend aus dem Liegebereich, den Laufgängen, dem Fressbereich (Fressplatz und Futtertenne) und dem Melkbereich (Melkstand, Milchkammer, Kranken- und Abkalbeboxe) im Durchschnitt 13 m2 pro Grossvieheinheit überbaut werden müssen.
Auch das Minimum hat seinen Preis
Die minimalen Kosten setzen sich zusammen aus Fr. 106.-/m2 für eine einfache Bodenplatte und Fr. 91.-/m2 für ein Dach aus Wellplatten. Wird noch die erforderliche Güllengrube erstellt, erreicht der Kostenanteil Fr. 5‘000.- pro GVE. Darin sind nur die einfachsten Arbeiten des Bauunternehmers, des Zimmermanns und des Dachdeckers enthalten.
Nicht enthalten sind:Fassaden mit Fenstern, Türen und TorenVordächer, Entwässerungen, etc.Installationen für Wasser, Elektrisch, Beleuchtung, BlitzschutzEinrichtungen zum Füttern, Melken und EntmistenFutteraufbereitung und FutterlagerungUmgebung und Aussenbereich für kontrollierte FreilandhaltungMehrkosten für Erschliessung, Terrain und BaugrunderschwernisseSchlagworte wie "Fr./GVE" sind daher mit der notwendigen Vorsicht zu geniessen. Es ist jedesmal sorgfältig abzuklären, was im Einheitspreis enthalten ist und welche wichtigen, mit dem Bau verbundenen Installationen (Kran, Entmistung, etc.) weggelassen oder durch mobile Geräte ersetzt wurden (Blockschneider, Futtermischwagen, etc.).
Erfahrungsgemäss macht der Anteil des Rohbaues etwa 60 % der Kosten eines Stalles aus. Teure Installationen und Einrichtungen (Melkstand, Roboter, etc.) können hingegen das Verhältnis stark verschieben. Kostenreduktionen im Rohbau sind durch Vereinfachungen, Einsparungen, Eigenleistungen, etc. in beschränktem Rahmen möglich, verlangen aber entsprechend konzipierte Projekte (einfache, niedrige Gebäude) und handwerkliches Geschick des Landwirtes. Einsparungen auf Kosten der Bauqualität sind nicht leichtfertig zu wählen und können sich schon während der Bauzeit bitter rächen.
Folgende Punkte sind zu beachten:Arbeitssicherheit (Gerüste, Spriessungen, Baumaschinen)Qualität (Dichtigkeit, richtiges Niveau und Gefälle)Statik (Fundationen, Schneedruck, Winddruck, Wasserhaltung)Lebensdauer (Nachhaltigkeit, späterer Rückbau und Entsorgung)Das Nichtbeachten dieser Punkte kann den Sparerfolg schon bald in Frage stellen.
Die beiden kürzlich erstellten Ställe sind zweckmässige und kostengünstige Baulösungen. Auf Kostenangaben verzichten wir bewusst, denn die Baukosten sind nicht nur vom Projekt abhängig, sondern auch von der Region, der Auftragsnachfrage und dem Wettbewerb unter den Bauschaffenden. Wir wollen aber aufzeigen, dass es die Bauherren mit dem Projektverfasser verstanden, die vorteilhafte Ausgangslage mit angepassten Bau- und Betriebskonzepten zu nutzen. Folgende Vorteile trugen zu günstigen Baukosten bei:Grosse Einheiten, dank Zusammenlegen der Milchkontingente und der KuhherdenEbener, einfacher Bauplatz, einfache Erschliessung Weiterverwendung vorhanderner Bauten für die Dürrfutterlagerung (Silozone)Vorhandene Gebäude für die Einstallung des Jungviehs oder für den Kranken- und AbkalbestallStandardisierte einfache Gerippe, zum Teil in Eigenleistung erstelltEinfacher Fressplatz Güllenlagerung unter dem Gebäude und dem Laufhof (allerdings erhöhte Schadgasgefahr während dem Aufrühren der Gülle) Der vollständige Jahresbericht kann gratis bei der Abt. Strukturverbesserungen des BLW bezogen werden. Er enthält die folgenden Abschnitte: Strukturverbesserungen: Ziel und Konzept, finanzielle Mittel für Beiträge und Investitionskredite / Betriebshilfe / Interessante Projekte: Gesamtmelioration Elm (GL), Wässerwasserleitung Gsponeri (VS), Alperschliessung Aberen – Oberalp (SZ), Gesamtmelioration Ecublens (FR) / Nachhaltigkeit im landw. Bauwesen / Unwetterereignisse / Veranstaltungen / Neue gesetzliche Erlasse / Ausblick / Literaturhinweise. Bundesamt für LandwirtschaftAbt. StrukturverbesserungenMattenhofstrasse 5CH-3003 Berne-mail: rene.weber@blw.admin.chhttp://www.blw.admin.ch
Vollständige Version siehe VPK 5/2000Bestellung VPK: verlag@geomatik.chPolitique agricole PA 2002: nouvelle législation La PA 2002 crée les conditions permettant à l’agriculture de tirer une valeur ajoutée appropriée d’une production durable. La diversité du monde paysan suisse, qui nous est familière, sera donc préservée au-delà de l’an 2002. En raison de la marge de manœuvre plus étendue dont disposeront les agriculteurs, on peut même s’attendre à une diversité accrue des activités, des modes de production et des structures. Notre pays comptera, comme à présent, des exploitations de grandeur et d’orientation diverses. Quant à la collaboration interentreprises et aux entreprises exploitées à titre accessoire, elles gagneront en importance.
OFAG: Division Améliorations structurelles (1999)
Grâce au progrès technique, la production suisse de denrées alimentaires a augmenté de 9 % en dix ans (1980 à 1990). Au contraire, la consommation par habitant est restée pratiquement stable, et la population résidente ne s’est accrue que de 6,4 %.
L'attitude de la population vis-à-vis de l'agriculture a changé. Tandis que jadis, la quantité importait plus que la qualité, c’est l’inverse aujourd’hui: la population tient beaucoup à la protection des animaux et à celle de l’environnement et les consommateurs demandent de plus en plus souvent des produits de qualité munis d’une déclaration exhaustive.
La réforme agricole «PA 2002» a établi le contexte offrant à une agriculture diversifiée, performante et durable la possibilité de s’assurer une place dans notre économie moderne. La PA 2002 vise deux objectifs principaux:une production durable;l’amélioration de la compétitivité.Les Chambres fédérales ont adopté la nouvelle loi sur l’agriculture (LAgr) le 29 avril 1998. Les auteurs de l’initiative populaire «Pour des produits alimentaires bon marché et des exploitations agricoles écologiques» (initiative des petits paysans) souhaitaient la suppression de toutes les interventions de la Confédération dans le secteur agricole et, en contrepartie, le versement de paiements directs maximums de 50'000 francs par an aux exploitations agricoles. Le Conseil fédéral et le Parlement ont rejeté cette initiative, la jugeant partiale et estimant que son adoption empêcherait une évolution nécessaire et menacerait des milliers d’emplois. Le 27 septembre 1998, elle fut également rejetée par tous les cantons, à une nette majorité de 77 % des voix.
L’étape suivante est celle de la concrétisation de la loi dans les ordonnances. Ainsi, le Conseil fédéral a adopté 37 ordonnances d’exécution le 7 décembre 1998. Ces ordonnances sont entrées en vigueur le 1er janvier 1999, sauf les dispositions concernant l’économie laitière, qui seront mises en vigueur le 1er mai 1999. Par la même occasion, 99 actes législatifs ont été abrogés. On a agi rapidement, afin que l’Etat puisse assurer dans un délai raisonnable des conditions-cadre fiables au secteur agro-alimentaire tout entier, et plus particulièrement aux agriculteurs, en leur offrant la marge de manœuvre dont ils ont absolument besoin pour être à la hauteur des enjeux.
Six ans après le lancement de la réforme agricole (septième rapport sur l’agriculture du Conseil fédéral) et deux ans à peine après l’adoption du nouvel article constitutionnel sur l’agriculture (art. 31octies) et la publication du message sur la PA 2002, on a donc franchi une étape décisive.
S’agissant des améliorations structurelles, trois nouvelles ordonnances sont déterminantes: l’ordonnance sur les améliorations structurelles, OASl’ordonnance sur l’aide aux exploitations, OAExl’ordonnance de l’OFAG sur l’échelonnement des taux forfaitaires de l’aide à l’investissement, OFORDes structures appropriées contribuent à améliorer la compétitivité des chefs d’exploitation et à élargir leur marge de manœuvre. Les améliorations structurelles permettent par ailleurs de réduire les coûts de production, d’améliorer les conditions de vie à la campagne et de concrétiser des objectifs relevant de l’écologie et de l’aménagement du territoire. En outre, elles facilitent la prise en considération des intérêts de la protection des animaux et des eaux. Une aide à l’investissement supplémentaire incite les agriculteurs à installer des systèmes de stabulation particulièrement respectueux des animaux.
Ci-après, nous présentons en résumé les nouveautés ainsi que le contenu des trois ordonnances concernant les améliorations foncières, les constructions rurales et l’aide initiale, et l’aide aux exploitations paysannes.
Nouveautés Contributions plus élevées pour les mesures collectives et d’envergure que pour les mesures individuellesContribution supplémentaire pour des mesures écologiques particulièresContribution spéciale en cas de financement difficile dans la région de montagne et d’estivageContribution pour l'achat de terrains lié à la remise à l'état naturel de petits cours d'eau et à l'aménagement de réseaux écologiquesSimplification de la procédure, abandon de la publication dans la Feuille fédéraleDélégation aux cantons de l’approbation des projets, du contrôle, de la protection et de la préservation des ouvragesLa subdivision sommaire des améliorations foncières en mesures collectives et individuelles et l’échelonnement correspondant des contributions simplifie le système. Afin que les intérêts de l’agriculture, de l’environnement et de l’aménagement du territoire puissent être pris en compte de manière plus appropriée et globalement, les taux de contributions maximums appliqués aux mesures collectives et d’envergure sont plus élevés que ceux alloués pour les mesures individuelles; cette distinction devrait inciter les maîtres d’ouvrage à regrouper les améliorations foncières à réaliser dans une région, pour autant que cela soit utile et possible. Le nouveau système d’échelonnement des contributions selon les types d’améliorations foncières répond à une philosophie fondamentalement nouvelle.
Les suppléments pour les améliorations foncières qui sont difficiles à financer, réalisées dans la région de montagne et d’estivage, permettent de mieux tenir compte des exigences actuelles. De plus, on verse une contribution supplémentaire visant à promouvoir des mesures écologiques facultatives en l’absence d’une obligation découlant de la loi fédérale sur la protection de la nature et du paysage. L'achat de terrains lié à la remise à l'état naturel de petits cours d'eau et à l'aménagement de réseaux écologiques est désormais subventionnable.
On a également simplifié la procédure à suivre pour les projets. Point essentiel: l’examen et l’approbation des projets s’effectueront dorénavant au niveau cantonal. La publication en vue de permettre les recours des organisations à but non lucratif d'importance nationale relève désormais elle aussi de la compétence des cantons. Cela permet d’éviter les doubles emplois et d’accélérer la réalisation des projets.
Base légale constitution fédérale (cst.), art. 31octiesloi sur l’agriculture (LAgr), art. 87 à 112ordonnance sur les améliorations structurelles (OAS), art. 1 à 42 et 49 à 64Constructions rurales et aide initiale Nouveautés Passage de la solution consistant à financer les frais résiduels au système forfaitaireOctroi des aides à l’investissement forfaitaires par unité, calculées en fonction d’un programme déterminant de répartition des volumes et indépendamment du coût de la constructionConditions communes régissant l'entrée en matière sur les demandes relatives aux contributions et aux crédits d’investissementsLimites de revenu et de fortuneSupplément de 20 % pour les systèmes de stabulation particulièrement respectueux des animauxLimitation des aides à l’investissement à 40 unités de gros bétail (UGB) par exploitation (80 UGB pour la garde d’animaux en commun), à condition que des constructions plus importantes soient réaliséesPossibilité de soutenir l’acquisition de bâtiments d’exploitation et de bâtiments alpestres, si elle remplace une mesure de constructionContributions pour les bâtiments destinés aux animaux consommant des fourrages grossiers, prévues uniquement dans la région de montagne et des collines ainsi que dans celle d’estivage Aide initiale forfaitaire de 100´000 francs au plus pour jeunes agriculteurs âgés de moins de 35 ansAbandon du soutien des achats de terres et de cheptel vif et mortEn ce qui concerne les constructions rurales, les aides à l’investissement sont forfaitaires. Par exemple, un montant fixe par place de gros bétail sera consenti dans le cas de la construction d’un rural. Cela favorise des solutions peu coûteuses et incite à la formation du capital propre.
L’octroi d’une aide à l’investissement est subordonné à des conditions précises. L’entreprise est viable à long terme, éventuellement à la faveur d’une activité d’appoint non agricole, et l’exploitant prouve qu’il fournit les prestations écologiques requises. Le requérant dispose d’une formation agricole ou prouve qu’il a bien géré une entreprise pendant plusieurs années. Il doit être prouvé avant l'octroi définitif de l'aide que l'investissement prévu peut être financé et que la charge en résultant est supportable. Un supplément peut être octroyé en considération de difficultés particulières, telles que des frais de transport très élevés, un terrain de construction difficile et des exigences liées à la protection du patrimoine. En principe, on favorise les transformations par rapport aux nouvelles constructions.
Des crédits d’investissements forfaitaires peuvent être consentis pour des maisons d'habitation, bâtiments d'exploitation destinés aux animaux consommant des fourrages grossiers, porcheries et poulaillers. Qu’ils soient propriétaires ou fermiers, les jeunes agriculteurs recevront désormais un crédit d’investissement en tant qu’aide initiale. Celle-ci est une nouvelle mesure destinée à faciliter la reprise d’une exploitation paysanne viable. Le délai de remboursement est de 8 à 12 ans pour l’aide initiale et de 8 à 20 ans pour les mesures de construction, un montant minimal de 4´000 francs devant être payé chaque année dans les deux cas.
Base légale constitution fédérale (cst.), art. 31octiesloi sur l’agriculture (LAgr), art. 87 à 112ordonnance sur les améliorations structurelles (OAS), art. 1 à 13 et 18 à 64ordonnance de l’OFAG sur l’échelonnement des taux forfaitaires de l’aide à l’investissement (OFOR)Aide aux exploitations paysannes
L’ordonnance réglemente l’octroi de prêts au titre de l’aide aux exploitations à des agriculteurs qui sont tombés dans l’embarras financier sans en être responsables et qui méritent d’être soutenus.
L’aide aux exploitations paysannes permet aux bénéficiaires de convertir des dettes en prêts exempts d’intérêts. Cette aide pourra désormais aussi être accordée aux exploitants d’entreprises prometteuses qui sont confrontés temporairement à des difficultés financières résultant de l’évolution du contexte économique et des conditions-cadre de la politique agricole et à qui elle assure ainsi la viabilité de leur entreprise. Le Parlement a limité l’octroi de l’aide dans ces cas à une durée de dix ans.
En convertissant leurs dettes productives d’intérêts en emprunts sans intérêt obtenus au titre de l’aide aux exploitations, les agriculteurs ont la possibilité d’utiliser le montant économisé pour rembourser les fonds étrangers.
Les cantons devront dorénavant assumer les pertes dans les cas qui ne sont pas assujettis à l’approbation de l’OFAG.
Base légale constitution fédérale (cst.), art. 31octiesloi sur l’agriculture (LAgr), art. 78 à 86ordonnance sur l’aide aux exploitations (OAEx) Office fédéral de l’agriculture (OFAG )Division Améliorations structurelles (DAS)Mattenhofstrasse 5CH-3003 Berne Tél. 031 / 322 26 55; Fax 031 / 323 02 63
Texte intégral: MPG 4/99Commendez la revue MPG: verlag@geomatik.chAgrarpolitik AP 2002: neue Gesetzgebung
"Agrarpolitik 2002" schafft die Voraussetzungen dafür, dass die Landwirtschaft aus einer nachhaltigen Produktion eine gute Wertschöpfung erzielen kann. Die vertraute bäuerliche Vielfalt wird auch im Jahr 2002 erhalten bleiben. Die grösseren Spielräume für die Bäuerinnen und Bauern werden dazu führen, dass die Verschiedenheit der Tätigkeiten, der Produktionsformen und Strukturen eher zunimmt. Es wird weiterhin Betriebe unterschiedlichster Grösse und Ausrichtung geben. Formen der überbetrieblichen Zusammenarbeit und des Nebenerwerbs werden nochmals an Bedeutung gewinnen.
BLW: Abteilung Strukturverbesserungen (1999)
Der technische Fortschritt hat es möglich gemacht: Die inländische Nahrungsmittelproduktion ist allein zwischen 1980 und 1990 um neun Prozent gestiegen. Der Pro-Kopf-Konsum stagniert dagegen weitgehend, und die schweizerische Wohnbevölkerung hat im gleichen Zeitraum bloss um 6,4 Prozent zugenommen.
Die Einstellung der Bevölkerung zur Landwirtschaft hat sich gewandelt. Während früher Quantität vor Qualität stand, ist es heute umgekehrt: Tier- und Umweltschutz sind zu zentralen Anliegen der Schweizerinnen und Schweizer geworden. Der Konsument verlangt zunehmend klar deklarierte und qualitativ hochstehende Produkte.
Das Reformpaket "Agrarpolitik 2002" schafft die Grundlagen, auf denen sich eine vielfältige, leistungsfähige und nachhaltige Landwirtschaft ihren Platz in unserer modernen Volkswirtschaft sichern kann. Mit "Agrarpolitik 2002" sollen zwei Hauptziele erreicht werden:Nachhaltige ProduktionStärkung der WettbewerbsfähigkeitAm 29. April 1998 haben die Eidgenössischen Räte das neue Landwirtschaftsgesetz verabschiedet. Die Volksinitiative «für preisgünstige Nahrungsmittel und ökologische Bauernhöfe» (Kleinbauern - Initiative) hatte als Ziel, sämtliche Markteingriffe des Bundes im Agrarbereich zu unterbinden, den Bauernbetrieben dafür aber Direktzahlungen von maximal 50´000 Franken pro Jahr zu garantieren. Bundesrat und Parlament lehnten die Initiative ab, weil sie einseitig sei, notwendige Entwicklungen verbaue und Tausende von Arbeitsplätzen gefährde. Am 27. September 1998 wurde die Initiative mit 77% Nein - Stimmen von allen Ständen deutlich abgelehnt.
Der nächste Schritt bestand aus der Umsetzung des Gesetzes mit den neuen Verordnungen. Am 7. Dezember 1998 sind vom Bundesrat insgesamt 37 Vollzugsverordnungen verabschiedet worden. Sie wurden am 1. Januar 1999 in Kraft gesetzt; einzige Ausnahme bilden die Bestimmungen zur Milch, die auf den 1. Mai 1999 in Kraft treten. Gleichzeitig wurden 99 bisherige Erlasse aufgehoben. Dieser Schritt ist rasch erfolgt, damit der Ernährungssektor insgesamt und insbesondere die Bäuerinnen und Bauern innert nützlicher Frist verlässliche staatliche Rahmenbedingungen zur Bewältigung der zahlreichen Herausforderungen sowie den dringend benötigten grösseren Spielraum erhalten.
Damit ist - sechs Jahre nach dem Start zur Agrarreform (Siebter Landwirtschaftsbericht des Bundesrates) und knapp zwei Jahre nach der Annahme des neuen Landwirtschaftsartikels in der Bundesverfassung (Art. 31octies BV) sowie der Veröffentlichung der Botschaft zur Agrarpolitik 2002 - ein weiteres wesentliches Element der Reform der Agrarpolitik abgeschlossen worden.
Im Bereich der Strukturverbesserungen sind drei neue Verordnungen massgebend:Strukturverbesserungsverordnung SVVBetriebshilfeverordnung BHVVerordnung über die Abstufung der pauschalen Ansätze für Investitionshilfen (PAUV)Zweckmässige Strukturen verbessern die Wettbewerbsfähigkeit und vergrössern den Spielraum des Betriebsleiters und der Betriebsleiterin. Strukturverbesserungen tragen weiter zur Senkung der Produktionskosten, zur Verbesserung der Lebensbedingungen im ländlichen Raum und zur Verwirklichung ökologischer und raumplanerischer Ziele bei. Ausserdem erleichtern sie die Realisierung von Anliegen des Tier- und Gewässerschutzes. Mit erhöhten Investitionshilfen wird ein Anreiz geschaffen, besonders tierfreundliche Stallhaltungssysteme zu erstellen
Im Folgenden werden die Neuerungen und der Inhalt der drei Verordnungen für die Bodenverbesserungen, den landwirtschaftlichen Hochbau, die Starthilfe und die Betriebshilfe zusammenfassend dargestellt:
Was ist neu?Höhere Beiträge für umfassende und gemeinschaftliche Massnahmen gegenüber einzelbetrieblichen MassnahmenZusatzbeitrag für besondere ökologische MassnahmenZusatzbeitrag bei erschwerter Finanzierung im Berg- und SömmerungsgebietBeitrag für Landerwerb bei naturnahem Rückbau von Kleingewässern und für die Schaffung ökologischer VernetzungenVereinfachung der Verfahren, Publikation im Bundesblatt entfälltDelegation der Projektgenehmigung, der Kontrolle, der Sicherung und der Erhaltung der Werke an die KantoneDie grobe Gliederung der Bodenverbesserungen in gemeinschaftliche und einzelbetriebliche Massnahmen und die entsprechenden Abstufung der Unterstützung vereinfacht das bestehende System. Damit die Anliegen der Landwirtschaft, der Umwelt und der Raumplanung besser und integral gelöst werden können, sind die maximalen Beitragssätze für die umfassenden und gemeinschaftlichen Massnahmen höher angesetzt als für einzelbetriebliche Massnahmen, womit ein Anreiz geschaffen wird, die Bodenverbesserungen in einem grösseren Einzugsgebiet zusammenzufassen, sofern dies sinnvoll und machbar ist. Gegenüber der bisherigen Gestaltung der Beitragssätze nach Bodenverbesserungsarten stellt diese Gliederung eine grundlegend neue Philosophie dar.
Die Zuschläge für Bodenverbesserungen mit erschwerter Finanzierung im Berg- und Sömmerungsgebiet tragen den heutigen Erfordernissen besser Rechnung. Der Zusatzbeitrag für freiwillige ökologische Massnahmen soll Anreize schaffen, ökologische Massnahmen auch dort durchzuführen, wo diese nach dem Bundesgesetz über den Natur- und Heimatschutz nicht obligatorisch vorgeschrieben sind. Der Landerwerb für den naturnahen Rückbau von Kleingewässern und für die Schaffung ökologischer Vernetzungen ist neu beitragsberechtigt.
Das Verfahren für die Projekte wird wesentlich vereinfacht. Entscheidend sind die Projektprüfung und -genehmigung auf kantonaler Stufe. Die Publikation mit Beschwerderecht der gesamtschweizerischen ideellen Organisationen führt neu ebenfalls der Kanton durch. Damit werden Doppelspurigkeiten vermieden und der Ablauf der Projekte beschleunigt.
Gesetzliche GrundlagenBundesverfassung (BV) Artikel 31octiesLandwirtschaftsgesetz (LwG) Artikel 87 - 112Strukturverbesserungsverordnung (SVV) Artikel 1 - 42; 49 - 64Landwirtschaftlicher Hochbau und Starthilfe Was ist neu?Wechsel von der Restfinanzierung zu pauschalen InvestitionshilfenBerechnung der pauschalen Investitionshilfen je Einheit gestützt auf ein anrechenbares Raumprogramm und unabhängig von den BaukostenGemeinsame Eintretenskriterien für Beiträge und Investitionskredite.Einkommens- und VermögenslimitenZuschläge von 20 Prozent für besonders tierfreundliche Stallhaltungssysteme Beschränkung der Investitionshilfen auf 40 Grossvieheinheiten (GVE) je Betrieb, respektive 80 GVE für gemeinschaftliche Tierhaltungsformen, sofern grössere Bauten realisiert werdenUnterstützungsmöglichkeit für den Kauf bestehender Ökonomie- und Alpgebäude anstelle einer baulichen MassnahmeBeiträge nur im Berg- und Hügelgebiet sowie im Sömmerungsgebiet für Gebäude für Raufutter verzehrende TierePauschale Starthilfe für Junglandwirte bis 35 Jahre von maximal 100´000 FrankenWegfall der Unterstützung von Land- und InventarkäufenBeim landwirtschaftlichen Hochbau werden die Investitionshilfen pauschal ausgerichtet. Dies bedeutet, dass zum Beispiel beim Bau einer Scheune ein fester Betrag je Grossvieheinheit gewährt wird. Damit werden kostengünstige Lösungen gefördert und ein stärkerer Anreiz zur Eigenkapitalbildung geschaffen.
Um Investitionshilfen zu erhalten, müssen klare Voraussetzungen erfüllt sein: Der Betrieb bietet, allenfalls zusammen mit einem nichtlandwirtschaftlichen Zuerwerb, längerfristig eine Existenz und dessen Bewirtschaftung erfüllt die Anforderungen für den ökologischen Leistungsnachweis. Der Gesuchsteller muss sich über eine abgeschlossene, landwirtschaftliche Ausbildung oder eine mehrjährige erfolgreiche Betriebsführung ausweisen. Die Finanzierbarkeit und die Tragbarkeit müssen vor der definitiven Zusicherung der Investitionshilfen ausgewiesen sein. Besonderen Erschwernissen, wie ausserordentlichen Transportkosten, Baugrundschwierigkeiten und Anforderungen des Heimatschutzes kann bei den Beiträgen mit einem Zuschlag Rechnung getragen werden. Grundsätzlich werden Umbaulösungen im Vergleich zu Neubauten bevorzugt.
Mit pauschalen Investitionskrediten können Wohnhäuser, Ökonomiegebäude für Raufutter verzehrende Tiere sowie für Schweine und Geflügel unterstützt werden. Neu erhalten Junglandwirte als Eigentümer oder Pächter einen Investitionskredit als Starthilfe. Diese bezweckt die Erleichterung der Übernahme der Betriebsführung eines existenzfähigen, bäuerlichen Betriebes. Die Rückzahlungsfrist der Kredite beträgt für die Starthilfe 8 bis 12 Jahre und für bauliche Massnahmen 8 bis 20 Jahre, wobei in jedem Fall eine minimale jährliche Tilgung von 4´000 Franken verlangt wird.
Gesetzliche GrundlagenBundesverfassung (BV) Artikel 31octiesLandwirtschaftsgesetz (LwG) Artikel 87 - 112Strukturverbesserungsverordnung (SVV) Artikel 1 - 13; 18 - 64Verordnung des BLW über die Abstufung der pauschalen Ansätze für InvestitionshilfenBetriebshilfe
Die Verordnung regelt die Gewährung von Betriebshilfedarlehen an Landwirte, die ohne eigenes Verschulden in eine Notlage geraten und unterstützungswürdig sind.
Die Betriebshilfe erlaubt die Ablösung bestehender Schulden durch zinsfreie Darlehen. Neu kann sie auch eingesetzt werden, wenn zukunftsträchtige Betriebe wegen veränderten wirtschaftlichen und agrarpolitischen Rahmenbedingungen vorübergehend in finanzielle Schwierigkeiten geraten und mit der Hilfe das Weiterbestehen ermöglicht wird. Das Parlament hat die Unterstützung gemäss diesem Tatbestand auf zehn Jahre beschränkt.
Die Ablösung bestehender verzinslicher Schulden durch ein zinsfreies Betriebshilfedarlehen ermöglicht, die eingesparten Zinse für die Tilgung des Fremdkapitals einzusetzen.
Allfällige Verluste für Fälle, die nicht dem Genehmigungsverfahren unterstehen, gehen neu voll zu Lasten der Kantone.
Gesetzliche GrundlagenBundesverfassung (BV) Artikel 31octiesLandwirtschaftsgesetz (LwG) Artikel 78 - 86Betriebshilfeverordnung (BHV) Bundesamt für LandwirtschaftAbt. StrukturverbesserungenMattenhofstrasse 5CH-3003 BernTel. 031 / 322 26 55; Fax 031 / 323 02 63
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Auszug aus dem Jahresbericht 1998 der Abteilung Strukturverbesserungen (ASV) des Bundesamtes für Landwirtschaft (BLW)
Gesamtmeliorationen, Wegebauten und Hochbauten waren wie in den vergangenen Jahren die wichtigsten vom Bund unterstützten Massnahmen bei den Strukturverbesserungen in der Landwirtschaft. Die Bundesbeiträge für Projekte von einzelnen Landwirten und Genossenschaften im landwirtschaftlichen Hoch- und Tiefbau betrugen 1998 rund 75 Millionen Franken und kamen zu 82 Prozent dem Berg- und Hügelgebiet zugute. Die Investitionskredite wurden schwergewichtig für landwirtschaftliche Wohn- und Ökonomiegebäude eingesetzt. Für Investitionsdarlehen sind 20 Millionen Franken neue Bundesmittel zur Verfügung gestellt worden, die von den Kantonen zusammen mit den Rückzahlungen der Kreditnehmer für längerfristige Darlehen im Betrag von rund 209 Millionen Franken verwendet wurden. Die Ausarbeitung der Verordnungen zum neuen Landwirtschaftsgesetzes (LwG) war eine einmalige, kreative und sehr arbeitsintensive Tätigkeit.
Die Abteilung Strukturverbesserungen (ASV, Chef F. Helbling) ist im Hinblick auf die Umsetzung der Agrarpolitik 2002 mit dem neuen Landwirtschaftsgesetz und den dazugehörenden Verordnungen neu gegliedert worden. Durch die organisatorische Umstellung, die am 1. März 1998 vollzogen wurde, besteht die ASV neu aus den drei Sektionen «Bodenverbesserungen» (Sektionschef J. Amsler), «landwirtschaftliche Hochbauten» (Sektionschef W. Herzig) und «Start- und Betriebshilfe, Controlling» (Sektionschef H.P. Schläpfer).
Neben der Beurteilung von Beiträgen und Agrarkrediten für Strukturverbesserungsprojekte im landwirtschaftlichen Hoch- und Tiefbau wurden im Berichtsjahr die «Strukturverbesserungsverordnung», die «Betriebshilfeverordnung» und die «Verordnung über die Abstufung der pauschalen Ansätze für Investitionshilfen» ausgearbeitet (vgl. letzter Abschnitt: Agrarpolitik AP 2002, neue Gesetzgebung). In einer knapp bemessenen Zeit sind mit grossem Arbeitseinsatz zwei Ämterkonsultationen und eine Vernehmlassung durchgeführt worden. Der Bundesrat hat am 7. Dezember alle Verordnungen zum neuen Landwirtschaftsgesetz verabschiedet und grösstenteils auf den 1. Januar 1999 in Kraft gesetzt. Für die Umsetzung der neuen landwirtschaftlichen Gesetzgebung im Bereich der Strukturverbesserungen, insbesondere für die gemeinsame Behandlung von Beiträgen und Investitionskrediten, muss die schrittweise Anpassung und Neugestaltung des Datenverarbeitungssystems «MAPIS» (Informationssystem der ASV) vorbereitet werden.
Neubau der Mühlebrücke, Gemeinde Schangnau BE Abb. 22
Bezirk Signau im Emmental, mittlere Meereshöhe 1´000 m.ü.M.; Landeskarte 1:25´000 Nr. 1188
Die alte Mühlebrücke genügt nicht mehr
Die alte Mühlebrücke über die Emme in der Gemeinde Schangnau wurde im Jahr 1866 der Tradition im Emmental entsprechend als gedeckte Holzbrücke erstellt. Die Bauart «Holzbrücke» war damals gegeben durch den reichlich vorhandenen Baustoff Holz und wegen dem daraus entstandenen einheimischen Fachwissen der Holzbaufachleute. Das Dach hatte nicht etwa die Aufgabe, die Brücke zu verschönern oder die Passanten zu schützen, sondern ganz einfach die eigenen Holzbauteile vor Witterungseinflüssen wie Regen und Schnee abzuschirmen, womit eine, verglichen mit Brücken aus der heutigen Zeit, sehr hohe Lebensdauer erreicht werden konnte. So hat die alte Mühlebrücke ein gutes Jahrhundert ohne grössere Unterhalts- und Sanierungsarbeiten ihren Dienst still und klaglos verrichtet, indem sie etliche stattliche Höfe, ausgedehnte Alpgebiete und Wälder ennet der Emme mit dem Hauptdorf Schangnau verband, wo die sozialen Kontakte gepflegt werden und wo sich auch die Käserei und die Schule befinden. Der Anschluss zur «Aussenwelt» ist in Schangnau durch die Kantonsstrasse Richtung Bern oder Luzern gewährleistet. Die Anforderungen haben sich gewandelt
Die moderne Landwirtschaft ist heute weitgehend dem freien Markt ausgesetzt und muss deshalb rationell produzieren können. Zudem nimmt sie eine landschaftspflegerische Funktion wahr, dies speziell in Schangnau mit der Pflege und Erhaltung der ausgedehnten Moorlandschaft Rotmoos-Eriz. Die Erfüllung dieser Aufgaben bedingt den Einsatz von zeitgemässen Landwirtschaftsmaschinen und die Zufahrtsmöglichkeit von grösseren Fahrzeugen zu den ganzjährig bewohnten Höfen. Dazu soll die Holzabfuhr mit Langholzfahrzeugen möglich sein. Diese Anforderungen konnte die alte Mühlebrücke nicht mehr erfüllen, da sie eine Tragkraft von nur 16 Tonnen aufwies. Zudem war ihr Lichtraumprofil ungenügend, was bedeutet, dass für grössere Fahrzeuge die Fahrbahn zu schmal und die Dachkonstruktion zu wenig hoch angelegt waren. Eine moderne Holzbrücke entsteht
Für die Lösung der anstehenden Probleme kam nur eine neue Brücke in Frage. Diese sollte jedoch die Emme auf einem höheren Niveau und zudem schräg überqueren, womit die engen Kurven und steilen Wegabschnitte im Bereich der Emme aufgehoben werden konnten. Die Gemeinde war gewillt, die neue Brücke als Holzbaukonstruktion mit modernster Technologie erstellen zu lassen. Das Holz sollte ausschliesslich in der Region gewonnen und verarbeitet werden. Die Forderungen der Denkmalpflege konnten berücksichtigt werden, ohne einen Verlust an der Funktionalität hinnehmen zu müssen. Zwei Holzbögen aus verleimten Bretterschichten überspannen die Emme und leiten ihre Last ohne Zugband auf die Betonwiderlager. Die Fahrbahn besteht aus einer vorgespannten Brettschichtholzplatte mit darüberliegendem bituminösem Belag und ist über Querträger an den beiden Holzbögen aufgehängt. Die Dachkonstruktion ist gegen Querkräfte wie Wind und Schneelast versteift und wird von den Portalrahmen und den Holzbögen gestützt. Die seitliche Brüstung bietet den Brückenbenützern Sicherheit und schützt die Brücke zusammen mit dem Dach vor Witterungseinflüssen. Die neue Brücke erfüllt die Anforderungen der SIA - Belastungsnorm 160 und weist ein nutzbares Lichtraumprofil von 4 Meter Breite und 4,5 Meter Höhe auf, womit sie problemlos von grossen Landwirtschaftsmaschinen, Lastwagen mit Anhängern und Langholzfahrzeugen passiert werden kann. Das landwirtschaftlich geprägte Gebiet ennet der Emme und am Fusse des Hohgant hat eine zeitgemässe Zufahrt erhalten.
Die alte Mühlebrücke wird noch gebraucht
Im Rahmen eines weiteren Erschliessungsprojektes mehrerer Höfe im Gebiet Bumbach muss ein Abschnitt des Hauptwanderweges von Kemmeriboden nach Schangnau verlegt werden. Deshalb entschloss sich die Gemeinde Schangnau, die alte Mühlebrücke geordnet abzubrechen und an einem Seitenarm der Emme, dem Bütlerschwandgraben, neu wieder aufzubauen. Eine Hauptwanderwegverbindung im Emmental kann so mehrheitlich abseits von Fahrwegen entlang der Emme und am Rande der Moorlandschaft Rotmoos - Eriz attraktiver gestaltet werden. Dabei handelt es sich einerseits um eine Ersatzmassnahme nach Bundesgesetzgebung (Fuss- und Wanderweggesetz), aber andererseits auch um eine ergänzende Natur- und Landschaftsschutzmassnahme zugunsten der Erhaltung einer traditionellen Kulturlandschaft. Somit kann der Neuaufbau der alten Mühlebrücke grösstenteils mit landwirtschaftlichen Strukturverbesserungsbeiträgen von Bund und Kanton finanziert werden. Mit der Versetzung der alten Mühlebrücke kann wertvolles Kulturgut erhalten und einer sinnvollen neuen Bestimmung zugeführt werden.
Remise à ciel ouvert du Nant du Paradis, commune de Presinge GE Abb. 23
Carte topographique au 1:25´000, feuille no 1301
Le syndicat d’améliorations foncières (syndicat AF) de Presinge s’est constitué le 3 février 1990 sur une surface de 348 ha. La remise à ciel ouvert du Nant du Paradis fait partie des buts de syndicat, qui achèvera ses travaux en l’an 2000. Le coût de ces travaux a fait l’objet d’un financement mixte, vu qu’ils ne sont pas du seul ressort du syndicat.
Le ruisseau du Paradis prend sa source dans les Grands Bois. D’une longueur totale de 6.7 km, il reçoit d’abord les eaux du ruisseau de la Forêt, puis celles du ruisseau de la Renfile. Son cours traverse ensuite la zone agricole, dans un vallon assez encaissé jusqu’au passage de la route de Puplinge. Puis il traverse les terrains de l’Abbaye. Alors, le ruisseau quitte son lit naturel pour s’écouler dans une canalisation de 100 cm et de 1,02 % de pente. Au passage de la route de Jussy, le ruisseau conflue avec le Nant de l’Abbaye de Presinge. Proche de son embouchure dans la Seymaz, le Nant du Paradis réapparaît à l’air libre pour s’écouler dans un canal trapézoïdal avec une pente relativement constante de 1.3 %. Jusqu’à son entrée dans la canalisation, le ruisseau du Paradis relève du domaine privé. En aval de ce point, le nant fait partie des eaux communales.
Depuis 1989, les débits d’étiage sont mesurés sur l’ensemble des cours d’eau du canton de Genève. Des valeurs sont donc à disposition pour le Nant de l’Abbaye de Presinge, le Nant du Paradis et la Seymaz. Le Nant de l’Abbaye de Presinge semble avoir une influence non négligeable sur le débit d’étiage du ruisseau du Paradis et ce dernier contribue pour une part de 5 à 20% au débit d’étiage de la Seymaz. Dix ans de mesures, une étude hydrologique et une simulation pour quelques averses historiques ont conduit à une estimation acceptable des débits de crue de temps de retour de 10 ans (3.5 à 4.5 m3/s à l’entrée de la canalisation 100 cm; 4.5 à 5.5 m3/s au passage sous la route de Jussy; 5.5 à 6.5 m3/s à l’embouchure dans la Seymaz). On a constaté une nette insuffisance de capacité dans la canalisation de 100 cm. Par forte crue, le collecteur se met en charge, les eaux inondent les terrains et suivent l’ancien lit du nant. Pour réduire les impacts hydrologiques, il a été décidé de limiter le débit spécifique de dimensionnement du réseau de drainage à 2 l/s.ha et d’augmenter la capacité d’écoulement du secteur canalisé de ruisseau du Paradis par la remise à ciel ouvert de ce tronçon sous-dimensionné.
La remise à ciel ouvert d’un tronçon de près de 600 mètres de ruisseau constitue une première dans le canton de Genève. Cet aménagement est une des compensations écologiques du projet du syndicat AF de Presinge. Les buts poursuivis sont à la fois hydrauliques, paysagers et écologiques.La remise à ciel ouvert dans un lit adapté permet de répondre aux impératifs hydrauliques de la région.La création d’un lit naturel aux rives localement végétalisées offre un élément qui structure le paysage et s’insère parfaitement entre les arbres existants.Enfin, les biotopes qui seront créés complètent le réseau biologique de la plaine agricole actuellement assez pauvre en ruisseaux naturels et en haies.Ces différents objectifs sont atteints de la façon suivante:Créer et revaloriser des milieux naturels de valeur:par la création d’un cours d’eau favorable à la faune en général, et à la faune liée au milieu aquatique en particulier,par la plantation et la végétalisation alternée des rives,en favorisant le développement d’une flore diversifiée,en créant localement des petites fosses suffisamment profondes, où la faune aquatique pourra se refugier en période d’étiage.Augmenter la valeur et l’attrait paysager du site:en créant un cours d’eau particulièrement attrayant, diversifié par des méandres, des seuils en rondins de bois, des zones humides, des zones partiellement en eau et des talus variés,en favorisant localement le développement d’une végétation indigène adaptée sur les talus, sur les bermes et sur les îlots du lit mineur.Favoriser les activités de loisirs et de détente, dans le respect de la nature:en facilitant localement l’accès au cours d’eau,en créant un milieu accueillant, caractérisé par des rives en pente douce.Les aménagements réalisés sont situés sur les tronçons amont et aval du Nant du Paradis. La longueur totale des aménagements, comprenant l’ensemble du cours d’eau remis à ciel ouvert, atteint 600 mètres. Le gabarit aménagé varie entre 1.70 m et 3.60 m de profondeur et entre 7.0 m et 15.0 m de largeur au niveau du sommet des talus. Un débit de projet de 6.2 m3/s a été admis. Les niveaux d’eau correspondant aux débits décennal et minimum ont été calculés en admettant un coefficient de rugosité faible (K Strickler de 15), compte tenu de la présence importante de la végétation dans le gabarit en eau. En raison de la profondeur très faible de l’eau la plupart du temps, des espèces végétales supportant des conditions hydriques très variables ont été mises en place.
On remarquera une fois encore, que cette réalisation exemplaire et évidemment subventionnée, qui satisfait à de nombreuses exigences, a été grandement facilitée en étant intégrée dans une procédure de remaniement parcellaire. On notera, également avec satisfaction, que ces améliorations foncières correspondentparfaitement et avec quelques années d’avance, au concept "d’amélioration structurelle" décrit dans le guide 98 " améliorations foncières en harmonie avec la nature et le paysage".
Submissionsverfahren für technische Arbeiten bei Gesamtmeliorationen
In der Strukturverbesserungsverordnung (SVV) zum neuen Landwirtschaftsgesetz, die am 1.1.1999 in Kraft getreten ist, wird in Artikel 15 verlangt, dass neu neben den Baukosten auch die Kosten für Projektierung und Bauleitung sowie die Kosten für vermessungstechnische und planerische Arbeiten bei Landumlegungen in einem Submissionsverfahren zu ermitteln sind. Massgebend für das Submissionsverfahren ist das kantonale Recht. Diejenigen Kosten sind beitragsberechtigt, die sich aus der «wirtschaftlich günstigsten Offerte» ergeben (Begriff aus dem Submissionsrecht). Der Kanton soll die Erfahrung und Fähigkeit des Unternehmers prüfen und für die Ermittlung der wirtschaftlich günstigsten Offerte berücksichtigen. Diese muss also nicht mit dem «billigsten» Angebot übereinstimmen.
In einigen Kantonen sind bereits Erfahrungen mit Submissionen für vermessungstechnische und planerische Arbeiten bei Landumlegungen gesammelt worden. Rückschlüsse betreffend Tauglichkeit, Stärken und Schwächen des angewandten Submissionsverfahrens werden erst in einem fortgeschrittenen Stadium und beim Abschluss dieser Werke möglich sein. Insbesondere wird die Qualität der Arbeit, die Einhaltung der Termine und die Einhaltung der vorgesehenen Regieanteile zu beurteilen sein. Um einen Einblick in mögliche Submissionsverfahren zu geben, soll das Verfahren im Kanton Bern wertungsfrei dargestellt werden (weiteres Beispiel im vollständigen Jahresbericht: Kt. GR, Gesamtmeliorationen Vals und Sevgein).
Kanton Bern: Gesamtmelioration Frieswil und Umgebung, autobahnbedingte Gesamtmeliorationen Court und Centre Vallée, bahnbedingte Landumlegungen (Bahn 2000)
Kontaktperson: P. Mohr / K. Ryf, Abt. Strukturverbesserungen Bern, Tel. (031) 910 53 61 / 55
Seit 1997 werden im Kanton Bern kombinierte Verfahren für Gesamtmeliorationen und für die amtliche Vermessung ausgeschrieben. Die Submissionsunterlagen sind in zwei Blöcke aufgeteilt. Der erste Block enthält die Projektleitung, die Arbeiten des alten Bestandes, die Überarbeitung des generellen Projektes inkl. Ökologie, die Arbeiten des neuen Bestandes und der amtlichen Vermessung sowie die Abschlussarbeiten. Der zweite Block besteht aus der Projektierung und Bauleitung der Bauarbeiten. Die Offerteingabe hat für beide Blöcke zu erfolgen. Der Unternehmer ist aufgefordert, einen Lösungsansatz zu präsentieren, wobei die Methodenfreiheit gewährleistet ist. Es werden jedoch klar definierte Produkte verlangt, wie Orthofotos, ein digitales Geländemodell, die Erhebung von Informationsebenen der amtlichen Vermessung, die Erstellung einer «Ökokarte», etc. Dazu sind gewisse Verfahrensschritte wie Wunschtage und öffentliche Auflagen vorgeschrieben. Die eingegangenen Offerten werden von der Abteilung Strukturverbesserungen (ASV) des Kantons Bern und dem kantonalen Vermessungsamt gemeinsam bewertet , woraus die wirtschaftlich günstigste Offerte resultiert. Für die Bewertung der Kriterien wird folgende Skala angewandt: Bewertung 1: unvollständig, ungeeignet
Bewertung 2: teilweise unvollständig, bekannte oder zu erwartende Schwierigkeiten
Bewertung 3: vollständig, gut, keine besonderen Bemerkungen
Bewertung 4: Normalanforderungen übertroffen
Der Ausgangspunkt für «normale Verhältnisse» ist die Bewertung 3. Zwischenwertungen (z.B. 2,5) sind möglich. Folgende Kriterien werden bewertet: Technische Infrastruktur, Massnahmen zur Qualitätssicherung und Datensicherung, Betriebsstruktur, Amtliche Vermessungsschnittstelle: Gewicht 2Beurteilung der beruflichen Qualifikation der Büroinhaber und des Mitarbeiterstabes: Gewicht 1Bisherige Leistungen: Referenzen, Qualität, Termine: Gewicht 2Wirtschaftliche und finanzielle Leistungsfähigkeit der Anbieter (Risikobeurteilung): Gewicht 4Vorgeschlagener Lösungsansatz: Bericht und Begründung der Zweckmässigkeit über die gewählten Methoden, Verfahren und das Arbeitsprogramm; Darstellung der Projektorganisation in Ergänzung zu den Genossenschaftsstatuten: Gewicht 3Eignung des Projektleiters: Zusammenarbeitsfähigkeit, Verhandlungsgeschick, Beraterqualitäten: Gewicht 3Organisation der Nachführung, Kundendienst: Gewicht 1Verfügbarkeit und projektspezifische Kenntnisse: Gewicht 2Preis: Das «billigste» Angebot wird mit 4 Punkten bewertet, 15% Abweichung zum billigsten Angebot mit einem Punkt weniger. Gewicht 6Die Summe der Gewichte beträgt 24. Die Rangfolge der Bewertungskriterien ist den Offertstellern vor der Offerteingabe bekannt. Die Gewichtung der Kriterien kann je nach Schwierigkeitsgrad der Projekte variieren. Die Vergabe der Arbeiten erfolgt durch die Genossenschaft, im Einvernehmen mit den Gemeinderäten der beteiligten Gemeinden. Dabei besteht gemäss den Vergebungsregeln der kantonalen Submissionsverordnung ein Ermessensspielraum.
Für die Ermittlung der beitragsberechtigten Kosten der Gesamtmelioration werden von den Gesamtkosten aus dem Block 1 die geschätzten Kosten einer konventionellen amtlichen Vermessung abgezogen. Dabei werden ohne grosse Bürokratie Hektarenpreise von ähnlich gelagerten Vermessungsoperaten beigezogen. Die Kosten der Gesamtmelioration werden aus landwirtschaftlichen Krediten, diejenigen der amtlichen Vermessung mit einer Pauschalen aus Vermessungskrediten unterstützt. Die Genossenschaft tritt als Unternehmerin für das Gesamtwerk auf. Abschliessend kann festgehalten werden, dass die konsequente Kombination der Gesamtmelioration mit der amtlichen Vermessung und das angewandte Vergabeverfahren zu kostengünstigen geometrischen und planerischen Arbeiten führt.
Der vollständige Jahresbericht kann bei obenstehender Adresse bezogen werden. Er enthält folgende Abschnitte: Einführung, Geänderte oder neue Erlasse mit Einfluss auf Strukturverbesserungen, Beiträge an Meliorationsprojekte, Investitionskredite, Betriebshilfe, Interessante Projekte, Ein landwirtschaftlicher Hochbau entsteht, Submissionsverfahren für technische Arbeiten bei Gesamtmeliorationen in den Kantonen BE und GR, Mitarbeit in Kommissionen und Arbeitsgruppen, Agrarpolitik 2002: neue Gesetzgebung.
Le rapport annuel complet peut être commandé auprès de l´office sus-mentionné. Il est structuré comme il suit: Introduction, Actes législatifs modifiés ou nouveaux influant sur les améliorations structurelles, Contributions allouées pour des projets d´améliorations foncières, Crédits d´investissements, Aide aux exploitations paysannes, Projets intéressants, Genèse d´une construction rurale, Procédure de mise à l´enquête des travaux techniques dans le cadre d´une amélioration intégrale, dans les cantons de Berne et des Grisons, Commissions et groupes de travail, Politique agricole 2002: nouvelle législation.
Bundesamt für LandwirtschaftAbt. StrukturverbesserungenMattenhofstrasse 5CH-3003 BernTel. 031 / 322 26 55; Fax 031 / 323 02 63
Vollständige Version siehe VPK 4/99Bestellung VPK: verlag@geomatik.chMeliorationen im Einklang mit Natur und Landschaft
Meliorationen haben sich zu einem wirksamen Instrument zur Sicherstellung und Realisierung vielfältiger öffentlicher Anliegen entwickelt. Entsprechend breit sind die Zielsetzungen geworden: Zeitgemässe Meliorationen berücksichtigen neben den Zielen der Landwirtschaft besonders auch diejenigen der Raumplanung und des Natur- und Landschaftsschutzes. Die neue Wegleitung "Meliorationen im Einklang mit Natur und Landschaft" baut auf der "Philosophie" der "modernen Meliorationen" auf und ersetzt die alte Wegleitung von 1983. Sie wird hier in Auszügen vorgestellt.
Thomas Glatthard (1998)
Die allgemeinen Aussagen der Wegleitung werden mit praktischen Beispielen aus Meliorationsprojekten illustriert.
IBS Sense-Oberland (Integrale Berglandsanierung, FR)
Das Sense-Oberland, südöstlich der Stadt Freiburg gelegen, weist die typischen Merkmale des landwirtschaftlich geprägten Voralpengebietes auf. Die Region bekommt die vielschichtigen Interessen und Ansprüche von Landwirtschaft, Forst, Raumplanung, Militär und Tourismus wie auch des Natur- und Landschaftsschutzes und des Schutzes vor Naturgefahren heute in besonderem Masse zu spüren. Aus der Erkenntnis heraus, dass sich der Bergregion nur dann Entwicklungsperspektiven bieten, wenn Probleme und Konflikte gemeinsam angegangen und Massnahmen aus einer ganzheitlichen Optik geplant und koordiniert werden, ist in den achtziger Jahren das Pilotprojekt IBS entstanden. Mit der Schaffung einer übergeordneten Organisation, welche die Vielzahl von bestehenden Trägerschaften im Gebiet rund um den Schwyberg unter einen Hut bringt, wird im Sense-Oberland seither versucht, die vielschichtigen Nutzungsinteressen zu koordinieren und die Massnahmen auf die Bedürfnisse aller Beteiligten abzustimmen. LEU T10 (Landerwerbsumlegung Kantonsstrasse T10, Grosses Moos, BE)
Die LEU T10 ist ein Beispiel für eine durch ein Strassenprojekt ausgelöste Melioration. Sie zeigt auf, wie sich dank dem Meliorationsverfahren ökologische Aufwertungen realisieren lassen. Für den Bau der Umfahrungsstrasse, welche die Dörfer Gals, Gampelen, Ins und Müntschemier vom Durchgangsverkehr auf der Kantonsstrasse T10 zwischen Bern und Neuenburg entlasten soll, werden grosse Flächen im mehrheitlich privat bewirtschafteten Landwirtschaftsgebiet beansprucht. Die Landumlegung erlaubt es, die berechtigten Anliegen der Grundeigentümer zu berücksichtigen und gleichzeitig die für das neue Trassee und den ökologischen Ersatz und Ausgleich benötigten Flächen sicherzustellen, ohne auf das radikale Mittel der Enteignung zurückgreifen zu müssen. In einer intensiven Auseinandersetzung zwischen Landwirtschaft, Projektbeauftragten und Bauherrschaft (Kanton Bern) sind Umfang und Lage der Massnahmen zugunsten der Ökologie ausgehandelt worden.
Damphreux (Ajoie, JU)
Auf dem Territorium der kleinen Gemeinde in der Ajoie, rund 7 km nördlich von Pruntrut, wird auf einer Fläche von 397 ha eine Melioration durchgeführt. Zum Schutz der ökologisch wertvollen Moore in der Umgebung des Juradorfes hat sich, unter Beteiligung von Umweltorganisationen, Kanton und Gemeinde, die "Fondation des Marais de Damphreux" gebildet. Diese Stiftung hat landwirtschaftliche Flächen aufgekauft und möchte diese nun im Rahmen des Landumlegungsverfahrens im Bereich der naturschützerisch wertvollsten Gebiete arrondieren. Es ist geplant, die Moorflächen in der Ortsplanungsrevision als Schutzgebiete auszuscheiden und den ansässigen Landwirten zur extensiven Bewirtschaftung zu verpachten. Eine offene Streitfrage zwischen der Trägerschaft und den beteiligten Umweltorganisationen bildet die Höhe des Tauschwertes, der den Moorflächen bei der Neuzuteilung zuzuweisen ist.
Greifensee dient als Beispiel für eine Melioration in einem dichtbesiedelten, von Nutzungskonkurrenz geprägten Agglomerationsraum. Durch die Nähe zur Stadt Zürich kommt dem Gebiet um den Greifensee eine wichtige Funktion als Naherholungsgebiet zu. Neben den landwirtschaftlichen Zielen erhalten damit die Anliegen des Natur- und Landschaftsschutzes und der Raumplanung einen hohen Stellenwert. Das Beizugsgebiet ist mit 103 ha relativ klein und umfasst 42 Eigentümer, davon fünf hauptberufliche Landwirte. Es wird weitgehend von Siedlungsgebiet und See umschlossen, wobei den seenahen Flächen die Funktion einer Pufferzone gegenüber den angrenzenden, unter Naturschutz stehenden Uferbereichen zukommt. Auf Wunsch des Kantons ist das Vorprojekt mit einer landschaftspflegerischen Begleitplanung ergänzt worden. Dank konstruktiver Zusammenarbeit der Beteiligten und günstigen Rahmenbedingungen konnten Lösungen gefunden und Massnahmen realisiert werden, die sowohl die Produktions- und Arbeitsbedingungen der Landwirtschaft verbessern als auch den Anliegen des Natur- und Landschaftsschutzes und der Raumplanung Rechnung tragen.
Ftan (Unterengadin, GR)
Ftan, auf einer Hangterrasse gelegen, ist eine kleine Berggemeinde, die trotz wachsender Bedeutung des Tourismus von der Landwirtschaft geprägt wird. 23 Landwirtschaftsbetriebe bewirtschaften eine Fläche von gegen 700 ha (ohne Weiden), die in Höhenlagen zwischen 1200 und 2400 M.ü.M. liegt. Der Bewirtschaftungsaufwand ist aufgrund der extremen Klimaverhältnisse, der starken Parzellierung und der kleinstrukturierten Geländekammern enorm hoch. Zwar verfolgt die 1990 in Angriff genommene Gesamtmelioration vorab landwirtschaftliche Ziele, doch sind Erhaltung und Schutz der einzigartigen Natur- und Kulturlandschaft ein wichtiges Anliegen. Die intensiv geführte Auseinandersetzung um Natur- und Landschaftsaspekte wurde zum Teil dadurch ausgelöst, dass Ftan als eine der ersten Gesamtmeliorationen in der Schweiz einer Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) unterzogen wurde. Im Rahmen der Gesamtmelioration ist es auch gelungen, ein von aussenstehenden Dritten finanziertes Programm zur Erhaltung und Instandstellung der charakteristischen Holzzäune und Trockenmauern zu lancieren.
Kommunale Gesamtplanung
Die neue Wegleitung baut konsequent auf dem Meliorationsleitbild von 1993 und der SIA-Empfehlung 406 auf. Um dem zunehmenden Koordinationsbedarf Rechnung zu tragen ist es wünschenswert, dass eine zeitgemässe Melioration auf der Grundlage eines kommunalen Gesamtprojekts (KGP) bzw. eines kommunalen Gesamtrichtplanes aufbaut. Ein solches Gesamtprojekt kann Auslöser einer Melioration sein, umgekehrt kann es auch durch eine Melioration ausgelöst werden. Das KGP ist eine konzeptionelle, räumlich umfassende und interdisziplinäre Betrachtungsweise, die alle aktuellen, übergeordneten Projekte, Planungen und Konzepte einbezieht, zum Beispiel: Ortsplanung und Baugebietsabgrenzung kantonale, regionale und kommunale Richtpläne (Erschliessung, Ver- und Entsorgung, Natur und Landschaft usw.)Bundesinventare wie diejenigen der Landschaften und Naturdenkmäler von nationaler Bedeutung (BLN), der Flachmoore von nationaler Bedeutung und der schützenswerten Ortsbilder der Schweiz (ISOS) sowie das Inventar historischer Verkehrswege (IVS)ausgeschiedene Reservate, Schutzgebiete, Naturobjekte und Inventare von regionalen Umweltorganisationen (z.B. naturnahe Lebensräume, Flora und Fauna usw.)ein Landschaftsentwicklungskonzepteine ökologische BegleitplanungPlanungen für Bahnen und Strassen wie auch andere planerische Vorgaben für ein bestimmtes Gebiet (Reservate, Inventare, Schutzgebiete usw.).Im Rahmen des kommunalen Gesamtprojekts ist auch die Frage zu prüfen, ob ein Landerwerb durch die Gemeinde (oder die Trägerschaft) den Handlungsspielraum für die Melioration erweitern könnte. Organisation
Meliorationen erfordern von allem Anfang an eine intensive Zusammenarbeit aller an der Nutzung des ländlichen Raumes interessierten Kreise. Neben den privaten Interessen der Grundeigentümer und Bewirtschafter müssen auch alle öffentlichen Interessen frühzeitig in den Entscheidungsprozess einbezogen werden. Dies gilt ganz besonders für die Anliegen des Natur- und Landschaftsschutzes. Angesichts der vielfältigen Zielsetzungen von Meliorationen werden die Prozessabläufe und Verfahrensfragen immer wichtiger. Eine effiziente Projektorganisation mit kurzen Dienstwegen, transparenter Kompetenzregelung und klar strukturierten Abläufen ist heute für die erfolgreiche Abwicklung eines Meliorationsprojektes unabdingbar.
Fallbeispiel IBS Sense-Oberland
Vor Gründung der Trägerschaft "Integrale Berglandsanierung" (IBS) gab es im Sense-Oberland eine Vielzahl von Trägerschaften (sieben Alpweggenossenschaften, zwei Wasserbaukörperschaften, drei Gemeinden, der Staat und Private). Mit dem Zusammenschluss zum IBS Sense-Oberland hat die Region eine übergeordnete Trägerschaft geschaffen, die alle raumwirksamen Tätigkeiten koordiniert und gegenüber dem Kanton vertritt. Gestartet wurde die IBS mit einer breit abgestützten Projekt-Arbeitsgruppe, der Vertreter von Gemeinden, Kanton und Bund sowie von betroffenen Fachbereichen (Alp- und Landwirtschaft, Forstwirtschaft, Wasserbau, Tourismus, Naturschutz, Militär und Raumplanung) angehörten. Unterstützt von externen Fachleuten und Wissenschaftern (EAFV, ORL-Institut) sind die Flächenansprüche für verschiedene Nutzungen erhoben und auf Konflikte hin untersucht worden. Die daraus abgeleiteten Vorranggebiete wurden im IBS-Projekt festgehalten. Der Staatsrat hat das Projekt in den kantonalen Richtplan aufgenommen und als Sachplanung genehmigt. In der Ortsplanung legt jede Gemeinde die Vorrangflächen des Natur- und Landschaftsschutzes behördenverbindlich fest. Alle Grundeigentümer des IBS-Gebietes sind in vier lokale Mehrzweckgenossenschaften zusammengefasst, welche die Vorhaben beschliessen, planen und bauen.
Die Trägerschaft IBS hat sich innerhalb der Region und gegen aussen eine anerkannte Stellung verschafft. Durch das systematische Vorgehen verfügt sie zudem über fundierte, rechtlich abgesicherte Grundlagen, welche die Koordinationsarbeiten erleichtern und Subventionsgesuche beim Kanton erfolgreicher durchsetzbar machen. Heute sieht sich das IBS-Projekt mit dem veränderten Umfeld der Landwirtschaft konfrontiert, was dazu zwingt, mit den knappen finanziellen Mitteln der öffentlichen Hand und der Eigentümer noch haushälterischer umzugehen.
Natur- und Landschaftsplanung
Natur- und Landschaftsschutz ist eine Daueraufgabe. Entsprechend müssen ökologische Anliegen - ebenso wie jene der Landwirtschaft und der Raumplanung - während des gesamten Meliorationsverfahrens berücksichtigt werden. Meliorationen bieten die Chance, aktiv zur Gestaltung der Landschaft beizutragen. Diese Möglichkeit gilt es zu nutzen.
Fallbeispiel Melioration Greifensee
Die Ziele und Leitlinien der Landschaftsplanung wurden wie folgt festgelegt:
1. Erhaltung, Aufwertung und Ergänzung der bestehenden naturnahen Lebensräume, Verminderung bestehender Störungen
2. Förderung und Neuschaffung von naturnahen Lebensräumen:
mit 1. Priorität in Naturvorranggebieten und -räumen - Schwerpunkträume verschiedener Lebensraumtypen (z.B. Riedwiesen, Trockenwiesen)- Gebiete und Räume mit schutzwürdigen Tier- und Pflanzenarten (z.B. Greifenseeufer, Jungholz inkl. Umgebung)in zentralen Verbindungs- und Wanderkorridoren- zwischen Laich-, Sommer- und Winterquartieren von Amphibien - zwischen gefährdeten Restpopulationen von Tier- und Pflanzenarten (z.B. entlang dem Greifenseeufer und im Bereich Breitendstudenholz mit möglichst zusammenhängenden, extensiv genutzten Grünkorridoren)mit 2. Priorität in Landwirtschafts-Vorranggebieten- mit möglichst geringem Landanspruch- abgestimmt auf die vorhandenen Bewirtschaftungsstrukturen (Vermeidung von Bewirtschaftungserschwernissen; Anordnung möglichst in Bewirtschaftungsrichtung)- konzentriert auf Grenzertragslagen und Bereiche, die schon mit sonstigen Auflagen belegt sind (z.B. Grundwasserschutz); mittels möglichst nahe beieinander liegenden Trittsteinbiotopen3. Wegnetzplanung und -realisierung: Keine Beeinträchtigung von Naturschutzobjekten und wenig gestörten Landschaftsräumen
4. Entwässerung:- Keine Beeinträchtigung des Wasserhaushaltes von Feucht- und Nassstandorten- Prüfung von Alternativen zur Entwässerung (Extensivierung, Zuteilung an die öffentliche Hand, damit Feucht- und Nasswiesen erhalten werden können)- Offenlegung von Gräben und Verbindung zu einem zusammenhängenden Grabennetz
Im Rahmen der Wunschtage wurden die Grundeigentümer und Landwirte über die geplanten Massnahmen für den Natur- und Landschaftsschutz informiert. Dabei konnten die Betroffenen genau ins Bild gesetzt werden, welche Bewirtschaftungsauflagen auf einer bestimmten Fläche zukünftig zu erwarten sind und welche Beiträge für Minderertrag und Mehrleistungen von Bund, Kanton und Gemeinde ausbezahlt werden. Dadurch hatten die Landwirte konkrete Entscheidungsgrundlagen, ob sie sich für eine "extensive Weide" oder eher für eine Fläche für intensiven Ackerbau entscheiden sollten. Im Rahmen dieser Wunschtage konnte die Lage der Vernetzungselemente weiter optimiert werden. Es war sogar möglich, zusätzliche Flächen für den ökologischen Ausgleich auszuscheiden, da die Nachfrage nach solchen Flächen das vorgesehene Angebot überstieg!
Meliorationen im Sinne kommunaler Gesamtprojekte sind Vorhaben von öffentlichem Interesse. Deren Ziele und Massnahmen können deshalb nicht im "stillen Kämmerlein" geplant und abgewickelt, sondern müssen unter den Direktbeteiligten und nach aussen kommuniziert werden. Ein reibungsloser Informationsfluss ist das A und O einer erfolgreichen Melioration, denn ohne Kommunikation läuft nichts - oder alles falsch!
Leitfragen der Information
Wen informieren?
Mögliche Zielgruppen sind: Grundeigentümer/Bewirtschafter (und weitere direktbeteiligte Interessengruppen)Behörden und Amtsstellen, Regionalsekretär, OrtsplanerUmweltorganisationen und lokale Kenner (z.B. der Fauna)Dorfbevölkerung, lokale Vereinsvorstände, Schulklassenlokale und regionale Medien (Zeitungen, Lokalradios, Lokalfernsehen)Arbeitspendler, Touristen usw.Wie informieren?
Mögliche Kommunikationsmittel sind: öffentliche OrientierungsabendePodiumsdiskussionen mit Ökologen, Gemeinde- und Kantonsvertretern, Vertreter/innen aus Landwirtschaft, Umweltorganisationen, Raumplanung usw. Feldbegehungenpersönliche Gespräche mit kritischen InteressenvertreternFlugblatt, Bulletin oder Zeitung (Publikation von aktuellen Informationen) MedienkonferenzenArtikel, Interviews und Kolumnen in den Lokal- oder RegionalmedienHinweis: Moderne technische Hilfsmittel wie z.B. geografische oder Landinformationssysteme sind auch für die Öffentlichkeitsarbeit einsetzbar!
Wann informieren?
Gute Informationsarbeit zeichnet sich dadurch aus, dass wichtige Informationen rasch und dem Zielpublikum angepasst weiterverbreitet werden. Geeignete Zeitpunkte, an die Öffentlichkeit zu treten, sind dem Ablauf des Projekts anzupassen. Mögliche Anlässe dafür sind: Start oder Ergebnis der Vorstudie (Absichtserklärung)Publikation des Vorprojekts (Hinweis auf Mitwirkungsmöglichkeiten)Konstituierung der Trägerschaft: z.B. Presseorientierung anlässlich der Gründungsversammlung Präsentation von wichtigen Konzepten, Studien und Inventaren (z.B. räumliches Gesamtkonzept, Landschaftsentwicklungskonzept, ökologische Erhebungen) NeuzuteilungsentwurfAuflageverfahren für Bau- und Ausführungsprojekte Realisierung von grösseren BauvorhabenPflanzaktionen mit Jugendlichen oder Vereinen usw.Wichtig ist Information besonders dann, wenn der Öffentlichkeit die Möglichkeit zur Mitwirkung eingeräumt wird (z.B. beim Vorprojekt).
Fallbeispiel LEU T10
Durch gute Kommunikation und Information Einsprachen verhindern - dieser Grundsatz ist beim Umfahrungsprojekt T10 und der damit verbundenen Landerwerbsumlegung (LEU) deshalb von grosser Bedeutung, weil das Projekt unter hohem Zeitdruck steht und allfällige Einsprachen eine Realisierung des Bauvorhabens bis zur EXPO 2001 erschweren könnten. Es ist deshalb von Beginn an darauf geachtet worden, möglichst alle betroffenen Gruppen und Institutionen in die Projektorganisation einzubinden. Die raumwirksamen Interessen im Grossen Moos konnten so im Rahmen der Sitzungen verschiedener Projektgremien (Behördendelegation, Projektkommission, Technischer Ausschuss) erfasst und diskutiert werden. Mit Grundeigentümern, aber auch mit Vertretern von privaten Umweltorganisationen ist frühzeitig das direkte Gespräch gesucht worden. Am Beispiel der T10 zeigt sich aber auch, wie heikel und aufwendig Kommunikation bei divergierenden Interessen sein kann: In der Frage nach Lage und Ausmass der ökologischen Ausgleichs- und Ersatzmassnahmen sind die Vorstellungen der Vertreter von Landwirtschaft und Natur- und Landschaftsschutz so weit auseinandergegangen, dass erst nach langwierigen Verhandlungen ein genereller Kompromiss gefunden werden konnte. Die weitere Bereinigung erfolgt mit dem Strassenplanverfahren und den Zuteilungsverhandlungen der LEU.
Um das grosse Informationsbedürfnis zu befriedigen und dem Projekt die nötige Akzeptanz in der Öffentlichkeit zu verschaffen, wird auch gegen aussen eine aktive Informationspolitik verfolgt. Die LEU führt bei allen wichtigen Schritten Orientierungsversammlungen und Auskunftstage durch. Mit Medienarbeit und Direktinformation an die Dorfbewohner wird versucht, das komplexe Bau- und Planungsvorhaben zu erklären. Die Öffentlichkeitsarbeit wird dabei für alle Aktivitäten im Zusammenhang mit der T10 koordiniert und vom lokalen Förderverein Pro T10 in Zusammenarbeit mit dem Kanton wahrgenommen. Bereits 1995 ist die lokale Bevölkerung mit einem T10-Bulletin und einer Ausstellung über das Resultat des Variantenvergleichs und die vorgeschlagene Linienführung orientiert worden. Mit zwei Ausgaben einer T10-Zeitung, Medienkonferenzen und diversen öffentlichen Veranstaltungen sind die Informationsaktivitäten im Hinblick auf die öffentliche Auflage des Strassenplans im Herbst 1997 verstärkt worden.
Inhalt der WegleitungWarum diese Wegleitung?Welches sind die Anliegen an eine zeitgemässe Melioration?Was sind Meliorationen heute, was können sie bewirken?Welches sind die gemeinsamen Ziele? Wie organisieren wir eine zeitgemässe Melioration?Wie können Lebensräume, Artenvielfalt und wertvolle Landschaften erhalten und gefördert werden?Wie lassen sich die Anliegen von Natur und Landschaft in die Melioration integrieren?Wie lässt sich der Erfolg von Natur- und Landschaftsschutzmassnahmen überprüfen?Warum ist Information so wichtig?Wie lassen sich Hochbauten in die Landschaft einordnen?Wie finanzieren sich Massnahmen zum Natur- und Landschaftsschutz?Arbeitshilfen
Herausgeber: Schweizerischer Ingenieur- und Architekten-Verein, Fachgruppe der Kultur- und Vermessungsingenieure (SIA-FKV)Bundesamt für Umwelt, Wald und Landschaft (BUWAL)Bundesamt für Landwirtschaft (BLW)Arbeitsausschuss:
Hans-Ulrich Pfenninger, SIA-FKV (Präsident)Andreas Stalder, Bundesamt für Umwelt, Wald und Landschaft (BUWAL)Jörg Amsler, Bundesamt für Landwirtschaft (BLW)Rémy Jaquier, Schweizerischer Verein für Vermessung und Kulturtechnik (SVVK)
Erweiterte Arbeitsgruppe: Hans Gattiker, Schweizer HeimatschutzJean-Paul Meyer, Service des améliorations foncières, canton de FribourgRudolf Muggli, Vereinigung für LandesplanungRaimund Rodewald, Stiftung für LandschaftsschutzAndreas Stauffer, Amt für Raumplanung Kanton Thurgau
Autoren: Albert Lüscher, Lüscher&Aeschlimann AGMark Egger, Hannes Meuli, IC Infraconsult AG
Bezug der Wegleitung:Schwabe&Co. AG, Farnsburgerstrasse 8, 4132 MuttenzTel. 061/467 85 85Kosten: Fr. 25.- + MWST + Versandkostenanteil Fr. 5.-
Vollständige Version siehe VPK 11/98Bestellung VPK: verlag@geomatik.chLes améliorations foncières en harmonie avec la nature et le paysage
Dans notre pays à la surface habitable restreinte, on attribue un poids toujours croissant à la protection de la nature et du paysage. C'est pourquoi les sollicitations de l'écologie et de l'aménagement du territoire ont gagné en importance dans le cadre des améliorations foncières. La Société suisse des ingénieurs et des architectes, Groupe spécialisé des ingénieurs du génie rural et des ingénieurs-géomètres (GRG-SIA), l’Office fédéral de l'environnement, des forêts et du paysage (OFEFP) et l’Office fédéral de l'agriculture (OFAG) ensemble avec les associations de l’aménagement du territoire et da la protection ont publié un nouveau guide. Il doit contribuer à la mise en application des idées esquissées dans la conception générale des améliorations foncières modernes.
Les améliorations foncières modernes sont des projets d'ensemble qui tendent au maintien, à l'aménagement et à la mise en valeur de l'espace rural.
Cette déclaration centrale tirée de la conception générale des «Améliorations foncières modernes», qui a été présentée en 1993 par les organisations professionnelles des ingénieurs du génie rural et des ingénieurs géomètres, est l'expression d'une nouvelle orientation des améliorations foncières en général. Au cours des dernières années, les améliorations foncières (et surtout les remembrements) se sont muées en instrument particulièrement efficace permettant la garantie et la réalisation de requêtes publiques très variées, tout en tenant compte des intérêts légitimes de l'agriculture. Ainsi, le mot «amélioration» acquiert une signification très complète dans les domaines les plus divers de notre environnement.
Alors que le guide «Protection de la nature et du paysage lors d'améliorations foncières» de 1983 devait encore largement dispenser un enseignement spécialisé concernant la manière dont on pouvait organiser les améliorations foncières tout en respectant l'environnement, on peut admettre qu'aujourd'hui ces bases théoriques sont bien connues. Ceci est le fruit d'une collaboration interdisciplinaire accrue et de l'implication précoce de toutes les instances intéressées.
Une conception globale du milieu vital
Les opinions et les connaissances dans le domaine de la protection de la nature et du paysage ont beaucoup évolué. Ainsi, la conception des îlots lors de la création de sites protégés a cédé la place à une appréhension du milieu vital dans sa globalité. La mise en réseaux de biotopes est une requête dont le bien-fondé est généralement reconnu. De même que le paysage ne s'arrête pas en limite de la zone bâtie, l'influence de cette dernière ne se limite pas à son emprise directe. Ainsi, dans ce guide nous concevons l'expression protection de la nature et du paysage comme terme générique comprenant la protection et le développement de la nature, de l'équilibre écologique, du paysage et du patrimoine construit (protection du patrimoine).
Une aide pour tous les intéressés
Ce guide s'adresse non seulement aux responsables techniques des projets, mais, bien plus, à toutes les parties prenantes d'une amélioration (politiciens, agriculteurs, organisations de protection de l'environnement, professionnels de l'aménagement du territoire, etc.). Il a pour but de faire connaître les possibilités de l'instrument «améliorations foncières» et de présenter dans ce contexte la succession des étapes requises.
Les recommandations doivent amener les intéressés à considérer la protection de la nature et du paysage comme partie intégrante des améliorations foncières. Elles doivent aussi servir d'encouragement à la mise en oeuvre ciblée de l'instrument de planification et de réalisation «améliorations foncières» dans les projets de protection de la nature.
Encourager la compréhension mutuelle
En tant qu'aide à la procédure des améliorations foncières, en particulier en ce qui concerne la protection de la nature et du paysage et tout en prenant en considération les prescriptions de l'aménagement du territoire, ces recommandations sont destinées à stimuler la collaboration entre les acteurs les plus divers et à susciter la compréhension mutuelle entre représentants d'intérêts plus ou moins contradictoires.
Le guide est articulé en deux parties, plus des annexes: la première partie comprend les bases sur lesquelles les améliorations foncières doivent aujourd'hui se développer et les met en relation avec les besoins de la protection de la nature et du paysage et avec les prescriptions de l'aménagement du territoire. La seconde partie met en lumière certains aspects techniques importants du domaine des améliorations foncières, comme aide à la mise en oeuvre de celles-ci. En annexe, on trouvera quelques propositions concrètes.
Jeudi, 24 septembre 1998, 14h00 - 16h45Hôtel Golden Tulip, Centre de Congrès, Fribourg
SalutationsHans-Ulrich Pfenninger, SIA-FKV, Präsident Arbeitsgruppe Wegleitung
Présentation du nouveau guideÜberblick: Albert Lüscher, AutorenteamLe point de vue des praticiens: Rémy Jaquier, SSMAFChancen aus der Sicht der Landwirtschaft: Jörg Amsler, BLWChancen aus der Sicht der Natur und Landschaft: Andreas Stalder, BUWAL
Commentaires des groupes intéressésAgriculture: Pierre Simonin, Service de l'économie rurale, JUProtection de la nature et du paysage: Hans Gattiker, Schweizer HeimatschutzAménagement du territoire: Christian Wiesmann, Urbaniste cantonal, FR
Discussion ouverteUlrich Meier, Präsident Meliorationsforum Jean-Paul Meyer, Service des améliorations foncières, FRHansruedi Strasser, Vertreter SIA-Empfehlung 406Willy Geiger, Pro NaturaHeinz Aebersold, Schweizerische Arbeitsgemeinschaft für die BerggebieteModérateur: Thomas Glatthard
ConclusionWalter Stockmann, Präsident SIA-FKV
Informations:IC Infraconsult AG (Claude Thomas)Tél. 031/351 25 25, e-mail: Claude.Thomas.IC@asit.ch
Editeur:Société suisse des ingénieurs et des architectes,Groupe spécialisé des ingénieurs du génie rural et des ingénieurs-géomètres (GRG-SIA)Office fédéral de l'environnement, des forêts et du paysage (OFEFP)Office fédéral de l'agriculture (OFAG)
Comité de travail:Hans-Ulrich Pfenninger, Groupe spécialisé GRG-SIA (président)Jörg Amsler, Office fédéral de l'agricultureRémy Jaquier, Société suisse des mensurations et améliorations foncières (SSMAF)Andreas Stalder, Office fédéral de l'environnement, des forêts et du paysage
Groupe de travail élargi:Hans Gattiker, Ligue suisse du patrimoine nationalJean-Paul Meyer, Service des améliorations foncières du canton de FribourgRudolf Muggli, Association suisse pour l'aménagement nationalRaimund Rodewald, Fondation suisse pour la protection et l'aménagement du paysageAndreas Stauffer, Amt für Raumplanung, Kanton Thurgau
Auteurs:Albert Lüscher, Lüscher&Aeschlimann AGMark Egger, IC Infraconsult AGHannes Meuli, IC Infraconsult AG
Le guide est à disposition (dès septembre 1998; fr. 25.-):SIA Generalsekretariat, Postfach, 8039 Zürich, Tel. 01/283 15 15, e-mail: gs@sia.ch
Texte intégral: MPG 7/98 TribuneCommendez la revue MPG: verlag@geomatik.chAuszug aus dem Jahresbericht 1997 der Abteilung Strukturverbesserungen (ASV) des Bundesamtes für Landwirtschaft (BLW) BLW: Abteilung Strukturverbesserungen (1998)
Gesamtmeliorationen, Wegebauten und Hochbauten waren wie in den vorangehenden Jahren die wichtigsten vom Bund unterstützten Massnahmen bei den Strukturverbesserungen in der Landwirtschaft. Die Bundesbeiträge für Projekte von einzelnen Landwirten und Genossenschaften im landwirtschaftlichen Hoch- und Tiefbau betrugen 1997 rund 82 Millionen Franken und kamen zu 80 Prozent der voralpinen Hügelzone und dem Berggebiet zugute. Die Investitionskredite wurden schwergewichtig für landwirtschaftliche Wohn- und Ökonomiegebäude eingesetzt. Für Investitionsdarlehen sind 4,9 Millionen Franken neue Bundesmittel zur Verfügung gestellt worden, die von den Kantonen zusammen mit den Rückzahlungen der Kreditnehmer für längerfristige Darlehen im Betrage von 181 Millionen Franken verwendet wurden.
Der vollständige Jahresbericht kann bei nachstehender Adresse bezogen werden. Er enthält folgende Abschnitte: Einführung, Geänderte Rechtsgrundlagen, Beiträge an Meliorationsprojekte, Investitionskredite, Betriebshilfe, Interessante Projekte, Beschwerdefälle und Gerichtsentscheide, Mitarbeit in Kommissionen und Arbeitsgruppen, Stand der Agrarpolitik 2002.
Bundesamt für LandwirtschaftAbteilung StrukturverbesserungenMattenhofstrasse 5CH-3003 Bern
Vollständige Version siehe VPK 4/98Bestellung VPK: verlag@geomatik.ch
Extrait du rapport annuel 1997 de la Division Améliorations structurelles (DAS) de l'Office fédéral de l'agriculture (OFAG)
OFAG: Division Améliorations structurelles (DAS) (1998)
Les améliorations intégrales, la construction de chemins det les constructions rurales ont représenté, comme les années précédentes, les mesures agricoles principales subventionnées par la Confédération. Les contributions destinées au financement d’améliorations structurelles et de constructions rurales réalisées par des agriculteurs et des syndicats ont atteint 82 millions de francs en 1997. La zone préalpine des collines et la région de montagne en ont bénéficié à raison de 80 pour cent. Les crédits d’investissements on été accordés en premier lieu pour des bâtiments ruraux. S’agissant des crédits d’investissement, la Confédération a versé 4,9 millions de francs dans un fonds de roulement mis à disposition des cantons. Ce montant, ajouté aux sommes remboursées par les bénéficiaires de crédits, leur a permis d’accorder aux agriculteurs des prêts à long terme de 181 millions de francs au total.
Le rapport annuel complet peut être commandé auprès de l'office sus-mentionné. Il est structuré comme il suit: Introduction, Modifications des dispositions légales, Contributions allouées pour des projets d'améliorations foncières, Crédits d'investissements, Aide aux exploitations paysannes, Projets intéressants, Recours au plan fédéral, Commissions et groupes de travail, Politique agricole 2002: état des travaux.
Office fédéral de l'agriculture (OFAG)Division Améliorations structurelles (DAS)Mattenhofstrasse 5CH-3003 Berne
Texte intégral: MPG 4/98Commendez la revue MPG: verlag@geomatik.ch
Net recul de l'emploi dans l'agriculture entre 1990 et 1996
Entre 1990 et 1996, le nombre d'emplois dans l'agriculture a diminué de 11%; par rapport au chiffre du recensement des entreprises de 1985, le recul atteint même 25%. Il touche particulièrement les membres des familles d'agriculteurs, qui sont toujours moins nombreux à travailler dans les exploitations familiales. Le recul de l'emploi est plus marqué dans les régions de montagne que dans les régions de plaine. C'est ce qui ressort du recensement des entreprises agricoles, qui a été effectué en 1996 par l'Office fédéral de la statistique (OFS) et dont les principaux résultats figurent dans une toute nouvelle publication sur la statistique fédérale de l'agriculture. Les résultats de ce recensement ont en outre été pour la première fois géocodés de façon à pouvoir être exploités dans des systèmes d'information géographique (SIG).
Office fédéral de la statistique (1998)
Le secteur primaire perd de l'importance
En matière d'emploi, le secteur primaire, qui comprend l'agriculture, l'horticulture, la sylviculture, la chasse et la pêche, ne cesse de perdre de l'importance. Entre 1985 et 1996, sa part au total des emplois du pays est passée de 6,5 à 4,8%. C'est l'agriculture, à laquelle est à présent rattachée l'horticulture, qui accuse la plus forte baisse. Elle compte 28'400 emplois à plein temps et emplois à temps partiel de moins par rapport à 1990 (-11%) et 75'400 de moins par rapport à 1985 (-25%). Il est de plus en plus rare que les membres des familles paysannes travaillent dans l'exploitation.
Les régions de montagne perdent de plus en plus d'emplois
Les zones de montagne et la zone préalpine de collines, où la proportion d'exploitations (55%) est la plus élevée, sont celles qui ont perdu le plus d'emplois. Même si le nombre d'exploitations a diminué d'environ 7560 unités entre 1990 et 1996 dans ces régions et de 5400 en zone de plaine, la part de chacune de ces régions au total des exploitations est demeurée inchangée. Il n'en va pas de même de l'emploi: le nombre des emplois dans les zones de montagne et dans la zone préalpine de collines a baissé de 18'600 (-14%), soit sensiblement plus que dans la zone de plaine (-9800 ou -8%). Dans ces conditions, les zones de montagne n'offraient plus en 1996 que 50% du total des emplois dans l'agriculture, ce qui représente une baisse de 4 points par rapport à 1990.
Gain pour les grosses exploitations, perte pour les petites Entre 1990 et 1996, les exploitations de plus de 20 ha de surface agricole utile (SAU) ont gagné en nombre (3000 de plus, soit +22%), mais plus encore en emplois (13'400 de plus, soit +27%). Durant la même période, les exploitations de moins de 20 ha de SAU ont vu leur nombre chuter (-16'000), de même que celui de leurs emplois (-41'800). La disparition des petites exploitations a supprimé plus d'emplois que les exploitations qui se sont agrandies n'ont pu en créer.
Fort impact de l'élevage bovin sur l'emploi
Entre 1992 et 1996, l'élevage a représenté 71% de la valeur totale de la production agricole et l'élevage bovin (production laitière et exportation de viande bovine comprises) plus de la moitié de ladite production (50,4%); ce dernier secteur est celui qui regroupe le plus d'exploitations. 72% des exploitations font de l'élevage bovin et totalisent 72% des emplois. Entre 1990 et 1996, le nombre de ces exploitations faisant de l'élevage bovin a diminué de 8100 unités (-12%) et celui de leurs emplois de 19'000 (-10%). Le recul de l'emploi a plus affecté les zones de montagne (-12'600/-12%) que la plaine. Les derniers chiffres du relevé des structures agricoles de 1997, qui sont encore provisoires, confirment la tendance à la baisse observée dans le domaine de la production bovine. Le cheptel bovin s'est encore réduit de 4,4% par rapport à 1996, le nombre des vaches ayant quant à lui baissé de 2,9%.
Premier géocodage national des résultats du recensement des entreprises agricoles de 1996
Les exploitations agricoles ont été pour la première fois géocodées lors du recensement de 1996. Le géocodage fait apparaître, en plus de la commune politique, l'emplacement géographique qui correspond au lieu de domicile du chef d'exploitation et qui est déterminé par des coordonnées hectométriques, ce qui permet d'exploiter les résultats indépendamment des entités administratives que sont les communes et les cantons. En superposant et en recoupant les données de l'agriculture avec d'autres informations spatiales (données relatives au terrain, zones de production, données climatiques) dans un système d'information géographique, il est possible d'analyser et de mettre en évidence, dans le cadre des dispositions en vigueur sur la protection des données, les connexions et les interdépendances existantes, et ce de manière toute nouvelle.
Les travaux de géocodage ne sont pas encore totalement achevés. Le service GEOSTAT de l'OFS offrira les données agrégées par hectare en complément des recueils de tableaux à partir de février 1998 pour certaines régions et probablement à partir de mai 1998 pour toute la Suisse. Une publication attrayante sur la statistique fédérale de l'agriculture
La publication intitulée "Reflets de l'agriculture suisse" qui a paru fin 1997 donne un aperçu des principaux résultats de la statistique fédérale de l'agriculture. Les relevés effectués dans le cadre du programme pluriannuel de la statistique ont fourni des informations de base, que l'on a représentées sous la forme de tableaux clairs et de graphiques très parlants. Des séries de chiffres sur la population, l'emploi, les revenus, la production de denrées alimentaires et sur le commerce extérieur situent le secteur primaire dans un plus large contexte. Enfin, des analyses rédigées par des spécialistes externes sur des thèmes d'actualité tels que l'agriculture biologique et la gestion de la crise de la vache folle complètent cette publication. Celle-ci sera une source d'informations agréable à consulter tant par les spécialistes de divers domaines que par le public intéressé.
Renseignements:Helmut SteinhöfelOffice fédéral de la statistiqueSection de l'agriculture et de la sylvicultureCH-3003 Berne
Reflets de l'agriculture suisse, édition 1997. Aperçu des principaux résultats de la statistique fédérale dans le domaine de l'agriculture, Berne, 1997. Office fédéral de la statistique, numéro de commande: 215-9700.
Einblicke in die schweizerische Landwirtschaft, Ausgabe 1997. Überblick über die wichtigsten Ergebnisse der Bundesstatistik im Bereich Landwirtschaft. Bern, 1997. Bundesamt für Statistik, Bestellnummer: 214-9700. Texte intégral: MPG 4/98Commendez la revue MPG: verlag@geomatik.ch © 1998-2017 Geomatik Schweiz created by webartig.ch, Thalwil, Thomas Glatthard, LuzernWebmaster: Thomas Glatthard. Letzte Änderung: 15.12.2012

References: Art. 104
 Art. 1
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 art. 87
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