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Timestamp: 2018-07-16 10:49:22+00:00

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BGH, 01.12.1983 - IX ZR 41/83 - dejure.org
BGH, 01.12.1983 - IX ZR 41/83
Klage auf Abgabe einer eidesstattlichen Versicherung - Nachehelicher Zugewinnausgleich - Unrichtige Angaben über das Endvermögen und die Verbindlichkeiten - Berücksichtigung von Hausrat beim Zugewinnausgleich
Zum Verhältnis von Zugewinnausgleich und Hausratsverteilung
BGB § 1372, § 1375, § 1376, § 1379
BGHZ 89, 137
NJW 1984, 484
MDR 1984, 311
DNotZ 1984, 573 (Ls.)
FamRZ 1984, 144
Rpfleger 1984, 187
Gefordert ist also ein schriftliches Bestandsverzeichnis (vgl. BGH Urteil vom 1. Dezember 1983 ­ IX ZR 41/83 = FamRZ 1984, 144, 145).
Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs sind Gegenstände, die nach der HausratsVO verteilt werden können, vom Zugewinnausgleich auszunehmen (BGHZ 89, 137, 145).
Eine solche ehevertragliche Vereinbarung, durch welche im Ergebnis bestimmte Gegenstände aus dem Zugewinnausgleich ausgenommen werden, ist grundsätzlich zulässig (BGH, Urteil vom 1. Dezember 1983 - IX ZR 41/83, BGHZ 89, 137, 141; vom 26. März 1997 - XII ZR 250/95, NJW 1997, 2239, 2240).
b) In der Revisionsinstanz hat der Beklagte u. a. geltend gemacht, die vom Oberlandesgericht seinem Endvermögen zugerechneten Kunstgegenstände seien im Rechtssinne Hausrat und schieden daher für die Berechnung des Zugewinnausgleichs aus (BGHZ 89, 137 [BGH 01.12.1983 - IX ZR 41/83]).
BGH, 11.05.2011 - XII ZR 33/09
Abgrenzung zwischen Hausratsverteilung und Zugewinnausgleich bei im …
Sie unterfallen auch dann dem Zugewinnausgleich, wenn die Hausratsverteilung noch nach der bis zum 31. August 2009 geltenden HausratsVO durchgeführt wurde, sofern nicht ausnahmsweise eine anderweitige Zuweisung im Hausratsverfahren vorgenommen wurde (im Anschluss an BGH, 1. Dezember 1983, IX ZR 41/83, BGHZ 89, 137 = FamRZ 1984, 144 und Senatsurteile BGH, 6. Februar 1991, XII ZR 57/90, BGHZ 113, 325 = FamRZ 1991, 1166 sowie vom 24. Oktober 1990, XII ZR 101/89, FamRZ 1991, 43).
Diese Auffassung beruht auf der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs, insbesondere des Senats, nach welcher im Alleineigentum eines Ehegatten stehende Hausratsgegenstände grundsätzlich dem Zugewinnausgleich unterliegen (BGHZ 89, 137, 144 ff. = FamRZ 1984, 144, 146 f.; Senatsurteile BGHZ 113, 325, 333 = FamRZ 1991, 1166, 1168 f. und vom 24. Oktober 1990 - XII ZR 101/89 - FamRZ 1991, 43, 49).
Dies entspreche der Rechtsprechung (BGH, FamRZ 1984, 144 ; OLG Celle, FamRZ 2000, 226 ) und sei auch aus Rechtsgründen geboten, nachdem der Hausrat bei Eheende durch den Hausratsbeschluss des Familiengerichts Offenburg vom 06.02.2001 verteilt worden sei.
Der Bundesgerichtshof hat sich mit dieser Frage in Zusammenhang mit der Auskunftspflicht nach § 1379 BGB über Gegenstände des Endvermögens schon vor längerer Zeit befasst (BGH, FamRZ 1984, 144, 146, 147).
Dabei ist der Hausratsbegriff allerdings eng zu fassen: Es gehören dazu nur die beweglichen Gegenstände, die nach den Vermögens- und Lebensverhältnisse der Ehegatten für die Wohnung, die Hauswirtschaft und das Zusammenleben der Familie bestimmt sind (BGH, FamRZ 1984, 144, 146).
Der Senat ist bei der Beurteilung der Einbeziehung von Hausratsgegenständen in die Zugewinnausgleichsberechnung von der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs (FamRZ 1984, 144 ) und auch von der obergerichtlichen Rechtsprechung des Oberlandesgerichts Celle (FamRZ 2000, 226 ) abgewichen.
Zutreffend geht das Berufungsgericht davon aus, daß der Auskunftsanspruch nach § 1379 BGB sich nicht auf solche Bestandteile des Endvermögens erstreckt, die dem Ausgleich des Zugewinns nicht unterliegen (vgl. BGHZ 89, 137, 140 f) [BGH 01.12.1983 - IX ZR 41/83].
Zulässig ist insbesondere auch eine von § 1375 BGB abweichende Bestimmung des Endvermögens durch Herausnahme gewisser Vermögenskomplexe oder einzelner Gegenstände und Erträge (vgl. BGHZ 89, 137, 140 f [BGH 01.12.1983 - IX ZR 41/83] unter 2 b aa; BayObLG FamRZ 1971, 258, 260 f;… Schwab, Handbuch des Scheidungsrechts, 3. Aufl. Kap. VII Rdn. 258; Knur DNotZ 1957, 451, 475) - wie hier des Betriebsvermögens auf Seiten des Ehemannes und des vereinbarten Geldbetrages von 10 Mio. DM, seiner Surrogate und seiner Erträge auf Seiten der Ehefrau.
Es muss - bezogen auf den Todeszeitpunkt - eine geordnete und nachprüfbare Zusammenstellung der dem Nachlass zugehörigen Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten des Auskunftspflichtigen enthalten, die dem Pflichtteilsberechtigten als Grundlage für die Berechnung des Nachlasses dienen kann (vgl. BGHZ 89, 137 - 149 zitiert nach juris;… Lange in Münchener Kommentar, BGB, 5. Aufl., § 2314 BGB Rdn. 24;… Edenhofer in Palandt, BGB, 68. Aufl., § 2314 BGB Rdn. 6 m.w.N.).
Andererseits begründet die Feststellung, das Verzeichnis sei in einzelnen Punkten unvollständig und unrichtig, nicht schon ohne weiteres die Annahme mangelnder Sorgfalt (vgl. BGHZ 89, 137 - 149 zitiert nach juris).
Von einer Sorgfaltspflichtverletzung ist dagegen immer dann auszugehen, wenn Unrichtigkeiten oder Unvollständigkeiten der Auskunft bei Anwendung der gehörigen Sorgfalt hätten vermieden werden können (vgl. BGHZ 89, 137 - 149 zitiert nach juris; Hanseatisches OLG Hamburg, Urteil vom 26. Mai 2006, 3 U 91/04 zitiert nach juris).
Wenn eine Leistung - wie hier die steuerliche Beratungstätigkeit der Beklagten - ausreichend drittbezogen ist, schließt nicht einmal die Gegenläufigkeit der Interessen von Vertragspartner und Drittem eine Schutzwirkung zugunsten des Dritten aus (vgl. BGH, NJW 1984, 484, 486; BGHZ 127, 378 = NJW 1995, 392;… BGH, NJW 1998, 1059, Gottwald, a.a.O., Rn. 124, m.w.N.).
Die objektive Unrichtigkeit oder Unvollständigkeit kann zwar ein Indiz für mangelnde Sorgfalt sein, ist für sich genommen aber weder erforderlich noch ausreichend (…Helms in Münchner Kommentar zum BGB, 6. Aufl, § 2028 Rz. 7; BGH, Urteil vom 01.12.1983, IX ZR 41/83, juris Tz. 11).
Der bei objektiver Unrichtigkeit oder Unvollständigkeit bestehende Verdachtsgrund ist entkräftet, wenn den Umständen nach anzunehmen ist, dass die mangelhafte Auskunft auf unverschuldeter Unkenntnis oder auf einem entschuldbaren Irrtum des Auskunftspflichtigen beruht (BGH, Urteil vom 01.12.1983, IX ZR 41/83, juris Tz. 11).
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References: § 1372
 § 1375
 § 1376
 § 1379
 BGH 
 § 1379
 § 1379
 § 1375
 § 2314
 § 2314
 § 2028