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Timestamp: 2013-06-19 01:10:30+00:00

Document:
Landesrecht TH ThürLVVO | Landesnorm Thüringen | Thüringer Verordnung über die Lehrverpflichtung an den Hochschulen (Thüringer ... | gültig ab: 21.04.2005 gültig bis: 31.03.2016
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Gesetze/Verordnungen 21.708
Verwaltungsvorschriften 721
InhaltAktuelle GesamtausgabeÄnderungshistorieAmtliche Abkürzung:ThürLVVOAusfertigungsdatum:24.03.2005Gültig ab:21.04.2005Gültig bis:31.03.2016
VerordnungQuelle:Fundstelle:GVBl. 2005, 161Gliederungs-Nr:221-1-13Thüringer Verordnung
über die Lehrverpflichtung an den Hochschulen
(Thüringer Lehrverpflichtungsverordnung
- ThürLVVO
Vom 24. März 2005Gesamtausgabe in der Gültigkeit vom 01.09.2010 bis 31.03.2016Nichtamtliches InhaltsverzeichnisTitelGültig abThüringer Verordnung über die Lehrverpflichtung an den Hochschulen (Thüringer Lehrverpflichtungsverordnung - ThürLVVO -) vom 24. März 200521.04.2005 bis 31.03.2016Eingangsformel21.04.2005 bis 31.03.2016§ 1 - Geltungsbereich21.04.2005 bis 31.03.2016§ 2 - Lehrverpflichtung01.09.2010 bis 31.03.2016§ 3 - Lehrveranstaltungen, Anrechnungen auf die Lehrverpflichtung01.09.2010 bis 31.03.2016§ 4 - Umfang der Lehrverpflichtung01.09.2010 bis 31.03.2016§ 5 - Anrechnung auf die Lehrverpflichtung21.04.2005 bis 31.03.2016§ 6 - Wechselnder oder abweichender Lehrbedarf01.09.2010 bis 31.03.2016§ 7 - Ausgleichsmöglichkeiten11.05.2005 bis 31.03.2016§ 8 - Ermäßigung der Lehrverpflichtung01.09.2010 bis 31.03.2016§ 9 - Erprobungsklausel zur Einführung von Fakultäts- oder Fachbereichsdeputaten 01.09.2010 bis 31.03.2016§ 10 - Schwerbehinderte Menschen01.09.2010 bis 31.03.2016§ 11 - Dokumentation der Lehrverpflichtung01.01.2007 bis 31.03.2016§ 12 - Übergangsbestimmungen01.09.2010 bis 31.03.2016§ 13 - Gleichstellungsbestimmung01.09.2010 bis 31.03.2016§ 14 - In-Kraft-Treten, Außer-Kraft-Treten01.09.2010 bis 31.03.2016
Stand: letzte berücksichtigte Änderung: mehrfach geändert durch Verordnung vom 10. August 2010 (GVBl. S. 276) zum Seitenanfang | zur Einzelansicht Aufgrund des § 57 Abs. 5 Satz 1 und 2
des Thüringer Hochschulgesetzes (ThürHG) in der Fassung vom 24. Juni 2003 (GVBl. S. 325), zuletzt geändert durch Artikel 16 des Gesetzes vom 25. November 2004 (GVBl. S. 853), verordnet das Kultusministerium im Benehmen mit der Hochschulkonferenz:
(2) Eine Lehrveranstaltungsstunde umfasst mindestens 45 Minuten Lehrzeit je Woche der Vorlesungszeit des Semesters. Bei künstlerisch-musikalischem Einzel- und Gruppenunterricht umfasst eine Lehrveranstaltungsstunde 60 Minuten.
(3) Lehrveranstaltungen, die nicht in Wochenstunden je Semester ausgedrückt werden, sind entsprechend umzurechnen. Hierzu ist die Summe der Lehrstunden einer Lehrveranstaltung durch die Zahl der Wochen der Vorlesungszeit des Semesters zu teilen; je Tag werden höchstens acht Lehrveranstaltungsstunden berücksichtigt. In gleicher Weise sind die Lehrveranstaltungen umzurechnen, die sich nicht auf alle Unterrichtswochen der Vorlesungszeit eines Semesters erstrecken oder die in der vorlesungsfreien Zeit durchgeführt werden.
(1) Lehrveranstaltungen sind in der Regel von dem zur Lehre verpflichteten wissenschaftlichen und künstlerischen Personal, vorzugsweise von den zur Gruppe der Hochschullehrer gehörenden Personen (§ 20
Abs. 2 Satz 1 Nr. 1 ThürHG), anzubieten.
(2) Zur Erfüllung der Lehrverpflichtung sind grundsätzlich diejenigen Lehrveranstaltungen zu berücksichtigen, die im jeweiligen Semester nach den Prüfungsund Studienordnungen sowie Studienplänen eines grundständigen, postgradualen oder weiterbildenden Studiengangs (§ 51
Abs. 4 ThürHG) für ein ordnungsgemäßes Studium verbindlich sind (erforderliches Lehrangebot) und im Hauptamt erbracht werden.
(3) Abweichend von Absatz 2 kann der Dekan oder der Leiter der Selbstverwaltungseinheit mit Zustimmung des Präsidiums bis zu 5 v. H. der Gesamtlehrkapazität aller Lehrenden der Selbstverwaltungseinheit einer Universität und bis zu 10 v. H. der Musikhochschule oder einer Fachhochschule für im Hauptamt zu erbringende und auf die Lehrverpflichtung anrechenbare Lehrangebote im Rahmen von Weiterbildungsangeboten nach § 51
ThürHG, einschließlich von Lehrangeboten im Rahmen von weiterbildenden Studiengängen nach § 51
Abs. 4 ThürHG, berücksichtigen, wenn sichergestellt ist, dass dadurch die ordnungsgemäße Erbringung des erforderlichen Lehrangebots der Selbstverwaltungseinheit nicht beeinträchtigt wird.
(4) Über die nach Absatz 2 zu berücksichtigenden Lehrveranstaltungen hinaus kann der Dekan oder der Leiter der Selbstverwaltungseinheit an einer Universität oder der Musikhochschule mit Zustimmung des Präsidiums bis zu 5 v. H. der Gesamtlehrkapazität aller Hochschullehrer der Selbstverwaltungseinheit für auf die Lehrverpflichtung anrechenbare Lehrangebote in der Doktorandenausbildung nach § 54
Abs. 3 und 4 ThürHG berücksichtigen, wenn sichergestellt ist, dass dadurch die ordnungsgemäße Erbringung des erforderlichen Lehrangebots der Selbstverwaltungseinheit nicht beeinträchtigt wird.
die Regellehrverpflichtung beträgt 8 LVS; bei wissenschaftlichen Mitarbeitern, die befristet beschäftigt sind und denen nach § 84
Abs. 3 Satz 2 ThürHG die Möglichkeit der Weiterqualifikation eingeräumt wurde, beträgt die Lehrverpflichtung bis zu 4 LVS; sie kann auf 6 LVS erhöht werden, sobald das Ziel der Weiterqualifikation erreicht wurde;
bei künstlerischen Mitarbeitern, die befristet beschäftigt sind und denen nach § 84
Abs. 5 in Verbindung mit Abs. 3 Satz 2 ThürHG die Möglichkeit der Weiterqualifikation eingeräumt wurde, beträgt die Lehrverpflichtung bis zu 12 LVS; sie kann auf 16 LVS erhöht werden, sobald das Ziel der Weiterqualifikation erreicht wurde,
Unabhängig von dem in Satz 1 festgelegten Umfang der Lehrverpflichtung sind die in Satz 1 Nr. 1 Buchst. b und Nr. 2 genannten Hochschullehrer verpflichtet, sich im Umfang von durchschnittlich einer Stunde je Woche an den Aufgaben nach § 50
ThürHG zu beteiligen; § 11 gilt entsprechend.
Unabhängig von dem in Satz 1 festgelegten Umfang der Lehrverpflichtung sind die Professoren verpflichtet, sich im Umfang von durchschnittlich einer Stunde je Woche an den Aufgaben nach § 50
(3) Das in einem Semester zu erbringende Lehrdeputat von Lehrkräften für besondere Aufgaben muss unter Berücksichtigung der Anrechnungsfaktoren nach § 5 im Durchschnitt aller Lehrkräfte für besondere Aufgaben an der jeweiligen Hochschule an den Universitäten 18 Lehrveranstaltungsstunden und an der Musikhochschule sowie den Fachhochschulen 24 Lehrveranstaltungsstunden betragen. Unter Berücksichtigung der Anrechnungsfaktoren nach § 5 soll die wöchentliche Lehrbelastung 24 Lehrstunden mit einem zeitlichen Umfang entsprechend § 2 Abs. 2 nicht übersteigen.
(4) Hochschullehrer können gemäß der Funktionsbeschreibung der jeweiligen Stelle vom Präsidenten ausschließlich oder überwiegend mit Aufgaben in der Forschung, in der Kunstausübung, im Rahmen von künstlerischen Entwicklungsvorhaben oder Entwicklungsvorhaben im Rahmen angewandter Forschung betraut werden, wenn sichergestellt ist, dass die ordnungsgemäße Erbringung des nach Prüfungs- und Studienordnungen sowie Studienplänen erforderlichen Lehrangebots (§ 3 Abs. 2) nicht beeinträchtigt wird. Die Höhe der Lehrverpflichtung beträgt mindestens zwei Lehrveranstaltungsstunden. Bei einer ausschließlichen Betrauung mit Aufgaben in der Forschung, in der Kunstausübung, im Rahmen von künstlerischen Entwicklungsvorhaben oder Entwicklungsvorhaben im Rahmen angewandter Forschung besteht keine Lehrverpflichtung. Die Funktionsbeschreibung der Stelle und die ihr entsprechende Lehrverpflichtung sind spätestens nach sechs Semestern zu überprüfen.
(5) Hochschullehrer an Universitäten und an der Musikhochschule mit Lehrtätigkeit in wissenschaftlichen Fächern können gemäß der Funktionsbeschreibung der jeweiligen Stelle vom Präsidenten überwiegend mit Lehrtätigkeit betraut werden. Die Höhe der Lehrverpflichtung beträgt höchstens zwölf Lehrveranstaltungsstunden. Die Funktionsbeschreibung der Stelle und die dieser entsprechende Lehrverpflichtung sind spätestens nach sechs Semestern zu überprüfen.
(6) Der Umfang der Lehrverpflichtung wird bei Teilzeitbeschäftigung um den Anteil reduziert, der der Differenz zwischen der jeweiligen Teilzeitbeschäftigung und der Vollbeschäftigung entspricht. Satz 1 soll in den Fällen entsprechend Anwendung finden, in denen nach dem Thüringer Hochschulgesetz oder anderen Rechtsvorschriften eine Freistellung oder Entlastung von den Dienstaufgaben vorgesehen ist.
(7) Sind für die Lehrverpflichtung Bandbreiten nach Absatz 1 Satz 1 Nr. 3 bis 5, Absatz 2 Satz 1 Nr. 2, Absatz 4 Satz 2 oder Absatz 5 Satz 2 vorgesehen, setzt der Präsident im Benehmen mit dem Dekan oder Leiter der Selbstverwaltungseinheit, dem der Lehrende zugeordnet ist, unter Berücksichtigung des Gesamtlehrangebots der Hochschule die Höhe der Lehrverpflichtung fest. Der Präsident kann die Festsetzung nach Satz 1 auf den Dekan oder den Leiter der Selbstverwaltungseinheit, dem der Lehrende zugeordnet ist, übertragen und sich ein Zustimmungserfordernis vorbehalten. Die Festsetzung der Lehrverpflichtung ist spätestens nach sechs Semestern zu überprüfen.
1. ein Lehrender seine Lehrverpflichtung
a) im Durchschnitt dreier aufeinander folgender Studienjahre oder
b) im Rahmen eines Zeitkontos
2. Lehrende einer Lehreinheit ihre Lehrverpflichtung innerhalb des jeweiligen Semesters untereinander ausgleichen; Hochschullehrer können nur untereinander ausgleichen.
1. ein einheitliches Zeitkontenmodell in der Hochschule eingeführt ist,
2. das Zeitkonto des Lehrenden ein Guthaben (bereits erbrachte und über dem Umfang der Lehrverpflichtung liegende Lehrveranstaltungsstunden) aufweist und
3. Defizite (unter dem Umfang der Lehrverpflichtung liegende Lehrveranstaltungsstunden) auf dem Zeitkonto des Lehrenden bis zu seinem Ausscheiden aus der Hochschule ausgeglichen werden können.
(3) An Fachhochschulen kann der Präsident für die Wahrnehmung von Forschungs- und Entwicklungsaufgaben sowie von weiteren Aufgaben und Funktionen innerhalb der Fachhochschule, insbesondere für besondere Aufgaben der Studienreform oder besonderen Einsatz im Fernstudium, Studienfachberatern sowie dem Personal, das mit der Leitung und Verwaltung von Einrichtungen der Fachhochschule, der Betreuung von Sammlungen einschließlich der Bibliotheken oder der Leitung des Praktikantenamts beauftragt ist, eine Ermäßigung der Lehrverpflichtung gewähren, die bei dem einzelnen Lehrenden sechs Lehrveranstaltungsstunden nicht überschreiten soll. Je Studiengang sollen nicht mehr als zwei Lehrveranstaltungsstunden Ermäßigung für Studienberatungstätigkeit gewährt werden. Voraussetzung für eine Ermäßigung nach Satz 1 ist, dass die besonderen Aufgaben von der Hochschulverwaltung nicht übernommen werden können und deren Übernahme zusätzlich zu der Lehrverpflichtung wegen der damit verbundenen Belastung nicht zumutbar ist. Abweichend von Satz 1 kann der Präsident für die Durchführung von konkret umschriebenen und finanziell abgesicherten Forschungs- und Entwicklungsaufgaben eine Ermäßigung der Lehrverpflichtung bis zu neun Lehrveranstaltungsstunden gewähren, wenn stattdessen in gleichem Umfang Lehraufträge erteilt werden, die aus den Einnahmen dieser Forschungs- und Entwicklungsaufgaben vergütet werden.
(1) Die Hochschulen können mit Zustimmung des für das Hochschulwesen zuständigen Ministeriums für ihre Selbstverwaltungseinheiten nach § 34
Abs. 1 ThürHG, insbesondere Fakultäten, Fachbereiche, Abteilungen oder Departments, Fakultäts- oder Fachbereichsdeputate festlegen. Das Fakultäts- oder Fachbereichsdeputat darf die Summe der individuellen Lehrverpflichtungen aller Lehrpersonen der Selbstverwaltungseinheit ohne Berücksichtigung von Ermäßigungen nach § 8 Abs. 1 bis 4 nicht unterschreiten. Ist ein Vertreter eines Fachs, das zur Selbstverwaltungseinheit gehört, einer anderen Selbstverwaltungseinheit zugeordnet, so kann ihn diese Selbstverwaltungseinheit mit seiner Zustimmung und unter Zustimmung der anderen Selbstverwaltungseinheit ganz oder teilweise in das Fakultäts- oder Fachbereichsdeputat einbeziehen. Für die Verteilung des Fakultäts- oder Fachbereichsdeputats auf die einzelnen Lehrpersonen der Selbstverwaltungseinheit gilt § 4 Abs. 7 Satz 1 und 2 entsprechend; die in § 4 Abs. 1 Satz 1 Nr. 3 bis 5, Abs. 2 Satz 1 Nr. 2 festgelegten Bandbreiten sollen dabei berücksichtigt werden. Die den Lehrpersonen nach Satz 4 übertragene Lehrverpflichtung ist zu dokumentieren sowie deren Erfüllung jeweils zum Ende des Semesters zu prüfen und zu dokumentieren. Die Festlegung von Fakultäts- oder Fachbereichsdeputaten ist auf drei Jahre begrenzt. Nach einer positiven von der Hochschule durchzuführenden Evaluation kann eine Verlängerung gewährt werden.
1. bei einem Grad der Behinderung
2. bei einem Grad der Behinderung
3. bei einem Grad der Behinderung
(1) Diese Verordnung tritt am Tage nach der Verkündung in Kraft und mit Ablauf des 31. März 2016 außer Kraft.
(2) Die Thüringer Lehrverpflichtungsverordnung
vom 21. Oktober 1994 (GVBl. S. 1187), zuletzt geändert durch Artikel 4 des Gesetzes vom 19. Oktober 2000 (GVBl. S. 416), tritt mit Ablauf des 20. April 2005 außer Kraft.

References: § 57
 § 51
 § 51
 § 54
 § 84
 § 84
 § 50
 § 11
 § 50
 § 5
 § 5
 § 2
 § 34
 § 8
 § 4
 § 4