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Timestamp: 2020-08-03 18:03:37+00:00

Document:
2019/08/26 14:31 lucybender [Da viele Begrifflichkeiten im Umlauf sind, hier nun einige Erläuterungen auch zur Problematik und Strafbarkeit:] 2019/08/04 21:33 matthiasgrimm angelegt
jugendgruppenleiter:pubertaet-trifft-digitalisierung [2019/08/04 21:33]
jugendgruppenleiter:pubertaet-trifft-digitalisierung [2019/08/26 14:31] (aktuell)
lucybender [Da viele Begrifflichkeiten im Umlauf sind, hier nun einige Erläuterungen auch zur Problematik und Strafbarkeit:]
**Cybermobbing / Cyberbullying**:​ Von Cybermobbing oder -bullying spricht man bei //​„absichtliche[m],​ systematische[m] und meist langfristige[m] aggressive[m] Handeln […] gegenüber einzelnen Personen oder Personengruppen unter Zuhilfenahme digitaler Kommunikationsmedien und mit dem Ziel, die Betroffenen nachhaltig zu schädigen.“//​ (Vgl. LMZ: Cybermobbing - Was ist das?) Dadurch, dass Soziale Medien - beispielsweise über das Smartphone - jederzeit Einfluss auf das Leben haben können, verschiebt sich auch der Zeit und Raum Faktor, in dem Mobbing geschieht und erhält dadurch eine ganz andere Dimension: Angriffe können eben nicht mehr nur auf dem Schulhof oder im Büro passieren und sind damit auf die Arbeitszeit bzw. den Arbeitsort beschränkt,​ sodass das //Opfer keinen Rückzugsort//​ mehr hat, sondern ständig unter Strom steht. Durch die Anonymität trauen sich beispielsweise auch körperlich unterlegene,​ gegen andere aktiv zu werden: Das klassische Machtverhältnis ist damit aufgehoben. [Die [[https://​www.mpfs.de/​fileadmin/​files/​Studien/​JIM/​2018/​Studie/​JIM_2018_Gesamt.pdf|JIM-Studie]] zeigt u.a. , wie viel Zeit Jugendliche mit Medien verbringen] Andererseits kann jedoch auch "​klassisches"​ Mobbing mit dem Cybermobbing einhergehen,​ sodass beispielsweise in Sozialen Netzwerken Bilder und negative Kommentare gepostet werden und es dennoch bei einem Aufeinandertreffen der Kontrahenten dennoch zu körperlicher Gewalt und anderem kommen kann. **Cybermobbing / Cyberbullying**:​ Von Cybermobbing oder -bullying spricht man bei //​„absichtliche[m],​ systematische[m] und meist langfristige[m] aggressive[m] Handeln […] gegenüber einzelnen Personen oder Personengruppen unter Zuhilfenahme digitaler Kommunikationsmedien und mit dem Ziel, die Betroffenen nachhaltig zu schädigen.“//​ (Vgl. LMZ: Cybermobbing - Was ist das?) Dadurch, dass Soziale Medien - beispielsweise über das Smartphone - jederzeit Einfluss auf das Leben haben können, verschiebt sich auch der Zeit und Raum Faktor, in dem Mobbing geschieht und erhält dadurch eine ganz andere Dimension: Angriffe können eben nicht mehr nur auf dem Schulhof oder im Büro passieren und sind damit auf die Arbeitszeit bzw. den Arbeitsort beschränkt,​ sodass das //Opfer keinen Rückzugsort//​ mehr hat, sondern ständig unter Strom steht. Durch die Anonymität trauen sich beispielsweise auch körperlich unterlegene,​ gegen andere aktiv zu werden: Das klassische Machtverhältnis ist damit aufgehoben. [Die [[https://​www.mpfs.de/​fileadmin/​files/​Studien/​JIM/​2018/​Studie/​JIM_2018_Gesamt.pdf|JIM-Studie]] zeigt u.a. , wie viel Zeit Jugendliche mit Medien verbringen] Andererseits kann jedoch auch "​klassisches"​ Mobbing mit dem Cybermobbing einhergehen,​ sodass beispielsweise in Sozialen Netzwerken Bilder und negative Kommentare gepostet werden und es dennoch bei einem Aufeinandertreffen der Kontrahenten dennoch zu körperlicher Gewalt und anderem kommen kann.
- Mobbende werden häufig als "//​Bullys//"​ bezeichnet und erfüllen je nach Handlung und Intensität unterschiedlichste Tatbestände (//​strafbare Beleidigung//​ (§185 StGB); //üble Nachrede// (§186 StGB); //​Verleumdung//​ (Verbreitung vorsätzlich unwahrer Tatsachen über eine Person; §187 StGB); //​Nachstellung//​ ("​**Cyberstalking**";​ §238 StGB); //​Nötigung//​ (§240 StGB) oder //​Bedrohung//​ §241 StGB). Wenn Bilder //ungefragt an Dritte// weitergegeben werden, verstößt man gegen §201a StGB (besonders wenn es um einen geschützten Raum geht oder um Bilder aus dem "​höchstpersönlichen Lebensbereich"​. Bilder, die veröffentlicht oder verbreitet werden und Personen eindeutig zu identifizieren sind, müssen nach §22 Kunsturhebergesetz von den Betroffenen genehmigt werden. (Vgl. LMZ: Rechtliche Aspekte zu Cybermobbing) + Mobbende werden häufig als "//​Bullys//"​ bezeichnet und erfüllen je nach Handlung und Intensität unterschiedlichste Tatbestände (//​strafbare Beleidigung//​ (§185 StGB); //üble Nachrede// (§186 StGB); //​Verleumdung//​ (Verbreitung vorsätzlich unwahrer Tatsachen über eine Person; §187 StGB); //​Nachstellung//​ ("​**Cyberstalking**"; ​(§238 StGB)); //​Nötigung//​ (§240 StGB) oder //​Bedrohung// ​(§241 StGB). Wenn Bilder //ungefragt an Dritte// weitergegeben werden, verstößt man gegen §201a StGB (besonders wenn es um einen geschützten Raum geht oder um Bilder aus dem "​höchstpersönlichen Lebensbereich"​. Bilder, die veröffentlicht oder verbreitet werden und Personen eindeutig zu identifizieren sind, müssen nach §22 Kunsturhebergesetz von den Betroffenen genehmigt werden. (Vgl. LMZ: Rechtliche Aspekte zu Cybermobbing)
**Cypergrooming**:​ (Grooming (engl.) - anbahnen, vorbereiten). TäterInnen //"​suchen den Kontakt, gewinnen [das] Vertrauen [der Heranwachsenden],​ manipulieren ihre Wahrnehmung,​ verstricken sie in Abhängigkeiten und sorgen dafür, dass sie sich niemandem Anvertrauen.//"​ (Vgl. Beauftragter gegen Missbrauch: Cybergrooming) Über Chats in Sozialen Netzwerken nehmen in der Regel Erwachsene Kontakt zu den Heranwachsenden auf und geben vor, ähnliche Interessen und Vorstellungen zu haben, wie die Jugendlichen. Anhand der Profile und der preisgegebenen Daten lässt sich Vieles über die Jugendlichen und deren Umfeld herausfinden, ​ was dann dazu missbraucht wird, Vertrauen aufzubauen, indem Gemeinsamkeiten vorgetäuscht werden. Häufig ist dies allerdings nur die Vorstufe, da sich TäterInnen auch "​offline"​ treffen wollen und es dann zu (sexuellen) Übergriffen kommen kann. Meist trauen sich die Heranwachsenden jedoch dann nicht, sich ihren Eltern anzuvertrauen,​ da sie sich ihrem unklugen Verhalten bewusst sind oder bedroht/ eingeschüchtert werden, was die Zwickmühle zunehmend verschärft. Kommt es bei einem Treffen zu einem sexuellen Übergriff, spricht man auch von "​**Date rape**"​ (date (engl.) - Verabredung;​ rape (engl.) Vergewaltigung),​ dabei ist die Handlung erzwungen (tw. auch unter Alkohol-/​Drogen-Einfluss). **Cypergrooming**:​ (Grooming (engl.) - anbahnen, vorbereiten). TäterInnen //"​suchen den Kontakt, gewinnen [das] Vertrauen [der Heranwachsenden],​ manipulieren ihre Wahrnehmung,​ verstricken sie in Abhängigkeiten und sorgen dafür, dass sie sich niemandem Anvertrauen.//"​ (Vgl. Beauftragter gegen Missbrauch: Cybergrooming) Über Chats in Sozialen Netzwerken nehmen in der Regel Erwachsene Kontakt zu den Heranwachsenden auf und geben vor, ähnliche Interessen und Vorstellungen zu haben, wie die Jugendlichen. Anhand der Profile und der preisgegebenen Daten lässt sich Vieles über die Jugendlichen und deren Umfeld herausfinden, ​ was dann dazu missbraucht wird, Vertrauen aufzubauen, indem Gemeinsamkeiten vorgetäuscht werden. Häufig ist dies allerdings nur die Vorstufe, da sich TäterInnen auch "​offline"​ treffen wollen und es dann zu (sexuellen) Übergriffen kommen kann. Meist trauen sich die Heranwachsenden jedoch dann nicht, sich ihren Eltern anzuvertrauen,​ da sie sich ihrem unklugen Verhalten bewusst sind oder bedroht/ eingeschüchtert werden, was die Zwickmühle zunehmend verschärft. Kommt es bei einem Treffen zu einem sexuellen Übergriff, spricht man auch von "​**Date rape**"​ (date (engl.) - Verabredung;​ rape (engl.) Vergewaltigung),​ dabei ist die Handlung erzwungen (tw. auch unter Alkohol-/​Drogen-Einfluss).
Zuletzt geändert: 2019/08/26 14:31 | Impressum | Datenschutz

References: §187
 §238
 §241
 §201
 §22
 §187
 §201
 §22