Source: https://staufer.de/experte/approbation-in-deutschland/
Timestamp: 2020-07-02 21:45:22+00:00

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Approbation und Berufserlaubnis in Deutschland - Rechtsanwalt
Approbation in DeutschlandDr. Andreas Staufer2020-05-25T23:29:23+02:00
In Deutschland bestehen im wesentlichen drei Möglichkeiten, um als ausländischer Arzt, Zahnarzt, Psychotherapeut oder Apotheker seinen erlernten Beruf legal ausüben zu dürfen:
mit einer beschränkten Berufserlaubnis
uneingeschränkt auf Dauer nur mit einer Approbation
Vorschriften zur Approbation
Für die ärztliche, tierärztliche und zahnärztliche Approbation sowie die Approbation als Apotheker oder Psychotherapeut gelten mitunter folgende Bestimmungen:
Ärzte: Bundesärzteordnung (BÄO), Approbationsordnung für Ärzte (ÄApprO)
Zahnärzte: Gesetz über die Ausübung der Zahnheilkunde (ZHG) und die Approbationsordnung für Zahnärzte (ZÄprO)
Tierärzte: Bundes-Tierärzteordnung (BTÄO), Verordnung zur Approbation von Tierärztinnen und Tierärzten (TAppV)
Apotheker: Bundes-Apothekerordnung (BApO), Approbationsordnung für Apotheker (AAppO)
Psychotherapeuten: Gesetz über die Berufe des Psychologischen Psychotherapeuten und des Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten (PsychThG), Ausbildungs- und Prüfungsverordnung für Psychologische Psychotherapeuten(PsychTh-APrV).
Nachfolgend soll auf die ärztliche Approbation eingegangen werden.
Die deutsche Approbation der Ärzte (aus dem lateinischen Approbatio für „Billigung, Genehmigung“, veraltet: „Bestallung“) erhält man entweder nach
einem abgeschlossenen Studium der Medizin an einer wissenschaftlichen Hochschule (mindestens 5.500 Stunden, mindestens sechs Jahre) und bestandener Ärztlicher Prüfung (Staatsexamen) in Deutschland,
bei Feststellung der Gleichwertigkeit eines ausländischen Abschlusses,
einer Defizitprüfung (ausländischer Abschluss in Medizin), oder
Ausländische Ärzte können unmittelbar einen Antrag auf Approbation stellen. Voraussetzung ist dann die Feststellung der inhaltlichen Gleichwertigkeit der ärztlichen Ausbildung durch die zuständige Approbationsbehörde oder das Bestehen einer ergänzenden Prüfung. Ärzten aus Drittstaaten sei jedoch nahegelegt, vorerst eine Berufserlaubnis in Erwägung zu ziehen.
Inhalte des Studiums der Medizin in Deutschland
Medizinstudenten, die bislang im Ausland studiert haben, können sich Teile des im Ausland abgeschlossenen Medizinstudiums anerkennen lassen und ihr Studium in Deutschland fortsetzen. Ist eine ausländische Ausbildung gleichwertig, so können die Behörden Zeiten eines im Ausland betriebenen Medizinstudiums oder verwandten Studiums anrechnen. Das können auch Prüfungsleistungen sein, sofern sie das Studium nicht abschließen. Die Anerkennung der Studienleistung ist zu beantragen, § 12 ÄApprO.
Dem Antrag auf die ärztliche Approbation ist das Zeugnis über die Ärztliche Prüfung beizufügen, § 39 Abs. 1 S. 2 Nr. 7 ÄApprO .
Ausländische Abschlüsse können im Rahmen eines Approbationsverfahrens in Deutschland Anerkennung finden. Dabei wird zwischen Ausbildungen in den Mitgliedstaaten der Europäischen Union (EU) und des Europäischen Wirtschaftsraums (EWR) sowie anderen Ländern (so genannten Drittländern) unterschieden.
Verfügt der Antragsteller über einen Ausbildungsnachweis als Arzt aus einem Drittstaat, so ist auch ihm bei Gleichwertigkeit des Ausbildungsstandes die Approbation zu erteilen, § 3 Abs. 3 BÄO. Der Ausbildungsstand ist gleichwertig, wenn die Ausbildung keine wesentlichen Unterschiede gegenüber der Ausbildung in Deutschland aufweist, § 3 Abs. 2 S. 2 BÄO.
Bestehen wesentliche Unterschiede, so können diese ganz oder teilweise durch Kenntnisse ausgeglichen werden, die die Antragsteller im Rahmen ihrer ärztlichen Berufspraxis erworben haben; es ist nicht entscheidend, in welchem Staat die Antragsteller berufstätig waren. § 3 Abs. 2 S. 5 BÄO. Andernfalls hat der Antragsteller nachzuweisen, dass er über die Kenntnisse und Fähigkeiten verfügt, die zur Ausübung des Berufs des Arztes erforderlich sind. § 3 Abs. 2 S. 6 BÄO.
Die Approbationsordnung der Ärzte enthält Vorgaben über die Ausbildungsinhalte. Auskünfte über die ausländischen Ausbildungsvorschriften können meist unmittelbar bei den ausländischen Universitäten oder den jeweiligen Konsulaten eingeholt werden.
Wir begleiten seit Jahren Ärzte und Zahnärzte sowie Apotheker rechtlich in Approbationsverfahren. Zu unseren Mandanten stammen sowohl an den Ärzten interessierte Kliniken als auch die betroffenen Ärzten selbst. Meist kommen diese erst nach einem langwierigen Verwaltungsverfahren.
Typische Probleme ergeben sich meist bereits bei der Antragstellung. Oft fehlen Unterlagen oder sie sind nicht beglaubigt. Durch ein penibles Beachten der Formvorgaben können Verzögerungen vermieden, Fehler im Antragsverfahren aufgedeckt, gegebenenfalls fehlende Nachweise aufgezeigt und nachgereicht werden.
Verfahren vor den Verwaltungsgerichten sind möglichst zu vermeiden, da diese meist langwierig sind.
Erfahrungen haben wir unter anderem mit Ausbildungen in China, Frankreich, Indien, Saudi-Arabien, der Schweiz, Serbien, Spanien, Russland, Syrien (Damaskus, Aleppo), Pakistan, Ungarn, der Ukraine, den Vereinigten Arabischen Emiraten (hier: Abu Dhabi, Dubai, Fudschaira und Schardscha), den Vereinigten Staaten (USA) und Weißrussland.
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References: § 12
 § 39
 § 3
 § 3
 § 3
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