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energie-experten.org: Aktuelle Artikel https://www.energie-experten.org/ Die aktuellsten Artikel von den Energie Experten de energie-experten.org: Aktuelle Artikel https://www.energie-experten.org/fileadmin/relaunch/extensions/news/energie_rss.gif https://www.energie-experten.org/ 144 29 Die aktuellsten Artikel von den Energie Experten TYPO3 - get.content.right http://blogs.law.harvard.edu/tech/rss Sun, 17 May 2020 11:43:37 +0200 Thermobodenplatte: Von Grund auf energieeffizient https://www.energie-experten.org/experte/meldung-anzeigen/news/thermobodenplatte-von-grund-auf-energieeffizient-4817.html Wer heute neu baut, der versucht sein Haus so energieeffizient wie möglich zu gestalten. Bei der...
Was ist eine Thermobodenplatte?
Eine Bodenplatte muss heute zum darunter befindlichen Erdreich gedämmt werden, um Wärmeverluste zu minimieren. Die Entscheidung, ob die Dämmung auf oder unter der Bodenplatte verlegt wird, obliegt letztlich dem Bauherren. Während man jedoch bei einer "normalen" Bodenplatte heute lediglich auf die Dämmung derselben setzt, so geht die Thermobodenplatte, auch Warmgrundfundament genannt, noch einen Schritt weiter.
Dank integrierter Fußbodenheizung können sie Wärme zusätzlich erzeugen und auch speichern. Die Bodenplatte wird damit Teil des Heizungssystems - sie wird thermisch "aktiviert" und kann zudem Wärme speichern. Dies ist u.a. bei der Nutzung von Solarwärme sinnvoll, um diese noch besser ausnutzen zu können, ohne dabei auf einen größeren Pufferspeicher setzen zu müssen.
Achtung: Der Begriff Thermobodenplatte ist nicht einheitlich definiert. Einige Bauteil-Anbieter bewerben auch gedämmte Schalungsteile als Thermo-Bodenplatten.
Wie wird eine Thermobodenplatte hergestellt?
Der Aufbau einer Thermobodenplatte ähnelt dem konventioneller Bauweisen, mit entscheidenden Unterschieden. Wie bei einer herkömmlichen Bodenplatte fußt diese auf einer verdichteten Schicht Kies oder Schotter und einer feineren Schicht Split. Darauf folgt eine häufig lastabtragende Dämmung. Hierauf wird eine Abdichtung gemäß DIN 18195 Teil 4 ("Abdichtung gegen Bodenfeuchte und nichtstauendes Sickerwasser") aufgebracht.
Dann folgen bereits die Fußbodenheizungsrohre, eine Stahlbewehrung und eine häufig rund 25 cm dicke Betonschicht als Abschluss. Diese Betonschicht kann nach der Aushärtung direkt mit dem gewünschten Oberbelag belegt werden. Auf einen Heizestrich kann dann verzichtet werden. Auch Abwasser- und Frischwasserleitungen können bereits in die Bodenplatte eingelassen werden.
Zudem muss die Thermobodenplatte für den Beton nicht ein- und ausgeschalt werden. Dies übernimmt die umlaufende Dämmung. Dabei verbinden Nut und Feder die einzelnen Schalungselemente. Dies schafft eine noch größere Stabilität und Steifigkeit des Dämm- und Schalungssystems gegenüber dem Betondruck.
Weil kein Flüssigbeton aufgebracht werden muss, entfallen außerdem Trocknungszeiten auf der Baustelle. Die Bauzeit des Hauses kann sich dadurch um mehrere Wochen reduzieren. Der Schwedenhaus-Bauer Eksjöhus schreibt: "Während ein herkömmliches Fundament erst gegossen werden und anschließend rund sechs Wochen trocknen muss, ist die Thermobodenplatte nach maximal fünf Tagen inklusive Erdarbeiten fertig".
Da durch den Flüssigbeton auch keine Nässe in den Rohbau eingebracht wird, sinkt auch die Gefahr einer zu hohen Feuchtigkeit mit einhergehender Schimmelbildung.
Welche energetischen Vorteile hat sie?
Durch die Dämmung und Fußbodenheizung erreicht die Thermobodenplatte einen deutlich niedrigeren U-Wert. Die sogenannte "Schwedenplatte" vom gleichnamigen Anbieter aus Berlin wirbt mit einem U-Wert von ca. 0,17 Watt pro Quadratmeter und pro Kelvin (W/m2K). Ein Gründungspolster aus einer Schaumglasschüttung kann diesen Wert weiter verbessern. Anbieter sprechen dann von einem erreichbaren U-Wert von sogar 0,10 W/m2K.
Die im Beton gespeicherte Wärme erreicht, dass bei ausgeschaltetem Heizsystem in der Winterperiode ein Temperaturabfall erst zwei bis drei Tagen später spürbar würde.
Den Speichereffekt von 1 m3 (2600 kg) Beton beziffert der Massivhaus-Bauer hebelHAUS bei einer Überwärmung des Betonkerns um 4 Kelvin über der gewünschten Raumtemperatur mit rund 3 kWh. Eine 100 m2 große Thermobodenplatte mit einer 25 cm dicken Betonschicht und einer Speicherkapazität von 15.000 Litern könnte demzufolge 75 kWh Energie speichern.
Diese Art der Betonkernaktivierung schafft die Möglichkeit, das Heizsystem mit Vorlauftemperaturen von 23 bis 25° C betreiben zu können. Ideale Voraussetzungen, um mit einer Wärmepumpe sehr effizient zu heizen und zu kühlen. Thermobodenplatten-Spezialist INOVATHERM spricht insgesamt von einer Energieeinsparung von bis zu 50 %.
Neben Hausanbietern, die ihre Häuser mit Thermobodenplatten ausstatten, wie z. B.
Gebawood
Merlin Holzhäuser
gibt es auch Spezialanbieter, die für eine Vielzahl von Gebäuden im Wohn- als auch Gewerbebau bundesweit thermisch aktivierte Bodenplatten anbieten:
BoWaTech aus Bargeshagen (Mecklenburg-Vorpommern)
FUTURA aus Schuby (Schleswig-Holstein)
INOVATHERM aus Bürstadt (Hessen)
Schwedenplatte aus Berlin
]]> Sun, 17 May 2020 11:43:37 +0200 CAU-Forscher stellen Wasserstoff mit lebenden Bakterien her https://www.energie-experten.org/experte/meldung-anzeigen/news/cau-forscher-stellen-wasserstoff-mit-lebenden-bakterien-her-4816.html Wasserstoff muss nicht zwangsläufig per Elektrolyse aus Strom gewonnen werden. Auch in natürlichen...
Forscher an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) erforschen daher, wie man bei der Energiegewinnung diesen Kohlenstoffzyklus und die damit einhergehenden CO2-Emissionen vermeiden kann. Dazu kommt insbesondere die Speicherung von Sonnenenergie direkt in Form von Wasserstoff infrage - dabei entsteht kein CO2 und der Wirkungsgrad ist durch die direkte Umwandlung sehr groß. Insbesondere kann ein bestimmtes Cyanobakterium über die Photosynthese für wenige Minuten solaren Wasserstoff produzieren.
Der Nachwuchsgruppe ‚Bioenergetik in Photoautotrophen’ am Botanischen Institut von Dr. Kirstin Gutekunst, assoziiert an Professor Rüdiger Schulz, ist es gelungen, ein bestimmtes Enzym der lebendigen Cyanobakterien, eine sogenannte Hydrogenase (von ‚hydrogen’, Englisch: Wasserstoff) so an die Photosynthese zu koppeln, dass das Bakterium über lange Zeiträume solaren Wasserstoff produziert und nicht wieder verbraucht.
In diesem Prozess durchlaufen Elektronen sogenannte Photosysteme, in denen sie in einer Kaskade von Reaktionen schließlich den universellen Energieträger Adenosintriphosphat (ATP) und sogenannte Reduktionsäquivalente (NADPH) hervorbringen. ATP und NADPH werden anschließend benötigt, um CO2 zu fixieren und Zucker zu produzieren. Die für die Wasserstoffproduktion benötigten Elektronen sind also normalerweise Teil von Stoffwechselprozessen, die den Cyanobakterien gespeicherte Energie in Form von Zucker zur Verfügung stellen. Das Kieler Forschungsteam hat einen Ansatz entwickelt, um diese Elektronen umzuleiten und den Stoffwechsel der lebendigen Organismen primär zur Herstellung von Wasserstoff anzuregen.
Der nun vom CAU-Forschungsteam eingeschlagene Weg hat dagegen den großen Vorteil, potenziell unbegrenzt zu funktionieren. „Der Stoffwechsel der lebenden Cyanobakterien repariert und vervielfältigt die Fusion aus Hydrogenase und Photosystem und gibt sie bei der Teilung an neue Zellen weiter, so dass der Prozess im Prinzip dauerhaft ablaufen kann“, betont Projektleiterin Gutekunst. „Mit unserem in vivo Ansatz ist es erstmals gelungen, eine solare Wasserstoffproduktion über eine Fusion aus Hydrogenase und Photosystem in der lebenden Zelle zu realisieren“, so Gutekunst.
Eine Herausforderung besteht im Moment noch darin, dass die Hydrogenase in Anwesenheit von Sauerstoff deaktiviert wird. Die in den lebendigen Zellen weiterhin ablaufende ‚normale’ Photosynthese, bei der im Zuge der Wasserspaltung auch Sauerstoff entsteht, hemmt also die Wasserstoffproduktion.
Um den Sauerstoff zu entfernen beziehungsweise dessen Entstehung zu minimieren, werden die Cyanobakterien für die Wasserstoffproduktion momentan teilweise auf die sogenannte anoxygene Photosynthese umgestellt. Sie basiert jedoch nicht auf Wasserspaltung. Zurzeit stammen die Elektronen für die Wasserstoffproduktion daher teilweise aus der Wasserspaltung und teilweise aus anderen Quellen. Langfristiges Ziel des Kieler Forschungsteams ist es aber, ausschließlich Elektronen aus der Wasserspaltung für die Wasserstoffgewinnung zu nutzen.
]]> Tue, 05 May 2020 11:37:16 +0200 Moduloptimierer sorgen nur selten für höhere Solarerträge https://www.energie-experten.org/experte/meldung-anzeigen/news/moduloptimierer-sorgen-nur-selten-fuer-hoehere-solarertraege-4815.html Eine dänische Studie widerspricht nun den pauschalen Aussagen, dass Moduloptimierer bzw....
Die im Mai 2019 erschiene Studie der University of Southern Denmark (SDU) "The Impact of Optimizers for PV-Modules" zeigt, dass PV-Systeme typischerweise eine höhere Ausbeute aufweisen, wenn keine Moduloptimierer angewendet werden. Um dies zu demonstrieren, wurden extreme Szenarien ausgewählt, in denen Optimierer den höchsten Nutzen bringen sollen. Aber nur für einige kleine Nischen, in denen komplette PV-Module zu einem bestimmten Zeitpunkt eine signifikant unterschiedliche Bestrahlung aufweisen, tragen die Optimierer dazu bei, mehr Energie zu produzieren, als sie tatsächlich verbrauchen.
SDU-Studie: Korrektes Layout des PV-Strings häufig sinnvoller als Moduloptimierer
Prof. Dr. W.-Toke Franke fasst zusammen, dass Moduloptimierer die "allgemeinen Vermarktungsansprüche" einer zusätzlichen Energieerzeugung nicht bestätigen konnten. Tatsächlich gibt es nur sehr wenige Szenarien, in denen die Verwendung von Optimierern die Systemleistung verbessert. Die wichtigsten Szenarien sind, wenn die Module eines Strings unterschiedliche Ausrichtungen haben oder wenn große Schatten für einen großen Teil des Tages vollständige Module abdecken. Oft können diese Szenarien durch ein korrektes Layout des PV-Strings jedoch einfacher vermieden werden.
Selbst wenn der Schatten eines Straßenlaternenmastes, eines Fahnenmastes, eines Strommasts, eines Kamins oder einer Dachgaube den String beschattet, führen die Optimierer nicht zu einer signifikanten Steigerung des Photovoltaik-Ertrags. Insbesondere wenn die Schattenquelle weiter von den PV-Modulen entfernt ist als in diesem Experiment, wird der Schatten diffuser und es wird eine noch geringere Auswirkung erwartet.
Darüber hinaus sollte das Risiko eines Ausfalls einer Komponente in einer der vielen Moduloptimierers nicht unterschätzt werden. Schließlich besteht bei den zusätzlichen Anschlüssen für die Optimierer das Risiko von schlechten Verbindungen, die zu einem Systemausfall führen oder sogar die Hauptursache für einen Brand sein können. Dieses Risiko wird mehr als verdoppelt, da Systeme verschiedener Hersteller (Hersteller von Modulen und Optimierern) kombiniert werden und die Steckverbinder häufig nicht genau zueinander passen.
Bezugnehmend auf diese dänische Studie verweist SMA Solar auf ihre Wechselrichter mit "SMA ShadeFix". Die Softwarelösung SMA ShadeFix stellt sicher, dass das globale Leistungsmaximum eines jeden PV-Modulstrings sicher aufgefunden und die verfügbare Energie der Module immer bestmöglich genutzt wird.
SolarEdge kritisiert Mängel in der Forschungsmethodik
SolarEdge, einer der weltweit erfolgreichsten Hersteller von Leistungsoptimierern, hat die im Mai 2019 von der Universität von Süddänemark veröffentlichte Studie über Leistungselektronik auf Modulebene (MLPE) nach eigenen Angaben selbst überprüft und Mängel in der Forschungsmethodik festgestellt, die nach Meinung von SolarEdge zu einem einseitigen Bericht führen.
In einer Stellungnahme schreibt SolarEdge, dass es eine Reihe von Fragen bezüglich der Art und Weise gibt, wie die Studie durchgeführt wurde.
Die Testbedingungen in der Studie werden als "Extremszenarien" angegeben, die laut Studie "dort gewählt wurden, wo von den Optimierern der höchste Nutzen erwartet wird". Dies sei eine falsche Erwartung, und die Szenarien ließen keine Rückschlüsse auf reale PV-Anlagen zu, die auf Dächern oder auf einer Freifläche montiert sind.
SolarEdge moniert problematische Bereiche der Studie:
Unzureichende Testdauer: Jahreszeitliche Schwankungen werden nicht berücksichtigt, was erforderlich wäre, um die Gesamtauswirkungen von Verschattungs- oder Ausrichtungsvarianten richtig zu messen.
Ausschluss von Kerndaten: Daten wie Leistungsabweichungen von PV-Modulen sind von der Studie ausgeschlossen. Dies ist besonders bedenklich, da die Standard-Leistungsabweichungen (Mismatch) von PV-Modulen tatsächlich höher sind als die in den Testergebnissen angegebenen Unterschiede.
Selektive Datenauswahl: Der Bericht wählt einzelne Tage selektiv aus, anstatt Durchschnittswerte für die gesamte Testdauer zu verwenden, wodurch die Ergebnisse falsch darstellt werden.
Unzureichende Testmenge: In jedem Szenario wurden nur 14 Module pro System getestet, und in allen Szenarien wurden die gleichen Module verwendet. Diese Stichprobengröße hat nicht genügend statistische Signifikanz, um aussagekräftige Schlussfolgerungen über das Verhalten von PV-Systemen hochzurechnen.
Die in der Studie verwendeten Szenarien sind nicht realitätsnah oder unrealistisch: Beispielsweise wurde das Szenario mit mehreren Modulausrichtungen simuliert, indem nur ein PV-Modul in einem Strang mit einem dünnen Baumwolltuch abgedeckt wurde. Dies würde im Laufe des Tages keine unterschiedliche Einstrahlungskurve erzeugen, wie dies in der realen Welt bei einem anders ausgerichteten Modul der Fall wäre. Ein zweites Beispiel ist die Platzierung eines großen Mastes direkt vor den PV-Modulen, um Verschattung zu verursachen. Dadurch werden lediglich die Bypassdioden getestet, nicht der Mismatch auf Modulebene.
SolarEdge weist weitergehend darauf hin, dass der Wert von Leistungsoptimierern durch zahlreiche Forschungsarbeiten belegt wurde, die im Laufe der Jahre von angesehenen, professionellen und objektiven Organisationen durchgeführt wurden.
Das Photon Magazine führte eine unabhängige Studie durch, die zeigte, dass Leistungsoptimierer den Energieertrag sowohl in verschatteten als auch in nicht verschatteten Szenarien erhöhen.
Das National Renewable Energy Laboratory (NREL) hat vom PV Evolutions Lab (PVEL) eine Studie durchführen lassen, die ergab, dass das SolarEdge System die Leistung eines zuvor führenden Standardwechselrichter- und Mikrowechselrichtersystems übertrifft.
Eine andere kürzlich von der University of Gayle im Jahr 2019 veröffentlichte Studie bestätigte diese Ergebnisse erneut. In der Studie zeigten die Leistungsoptimierer von SolarEdge im Vergleich zu einem traditionellen Strangwechselrichter-System einen Energiegewinn von 2 % bei leichtem Schatten und bis zu 8,5 % bei stärkerer Verschattung.
]]> Thu, 16 Apr 2020 16:30:25 +0200 Pappkarton-Dämmplatten: Wärmedämmung mit Wellpappen https://www.energie-experten.org/experte/meldung-anzeigen/news/pappkarton-daemmplatten-waermedaemmung-mit-wellpappen-4814.html Dämmplatten gibt es viele. Eine sehr einfach und nachhaltig herzustellende sind Dämmplatten aus...
Warum sind Pappkarton-Dämmplatten besonders nachhaltig?
Pappkarton-Dämmplatten sind nicht per se nachhaltig. Auch bei der Nutzung von Wellpappe bzw. Karton sind wesentliche Kriterien zu beachten.
Pappkarton-Dämmplatten wie z. B. von Fairwell bestehen aus heimischer Holzzellulose, die wiederum aus Bruch- und Durchforstungsholz gewonnen wird. Der Rohstoff Holz ist eine nachwachsende und doch endliche Ressource. Darum wird für die Herstellung kein Baum gefällt – was die weltweit unter Druck stehenden Wälder entlastet.
Fairwell bezieht die Wellpappe von Herstellern, die selbst ökologisch arbeiten. Sie besteht aus 80 Prozent recycelter Holzzellulose – und nur 20 Prozent stammen aus Frischfasern. Diese sind für die Stabilität von Wellpappe unverzichtbar.
In hessischen Kalbach verarbeitet Lothar Betz die einzelnen Wellpappen auf herkömmlichen Anlagen. Eine Hackschnitzelheizung erzeugt umweltfreundlich Energie. Fürs Verkleben der einzelnen Elemente zu Verbundplatten kommen anstelle von chemischen Bindemitteln Kartoffel- oder Maisstärke und ein ökologischer Wasserglaskleber zum Einsatz.
Fairwell Pappkarton-Dämmplatten sind konsequent nachhaltig bis zum Ende ihrer Nutzungszeit. So wird auch bei der Verpackung auf Folien verzichtet. Selbst die Paletten werden aus Wellpappe hergestellt. Und wenn die Papp-Dämmplatten einer Nutzungszeit von über 50 Jahren entsorgt werden müssen, so kann die Papp-Platte als reines Holzfaserprodukt einfach dem Recycling zugefügt werden.
Alle Vorteile von Papp-Dämmplatten von Fairwell im Überblick
Brandschutz ohne Borsalz
Die Papp-Dämmplatten von Fairwell erreichen die Brandschutzklasse B2 auch ohne den Einsatz von Borsalz, wie man es von einigen anderen ökologischen Dämmstoffen kennt, sondern gänzlich unbehandelt allein durch seine spezielle Grammatur.
Dieser Wert lässt sich durch das Verstärken der äußeren Schichten weiter verbessern. Dank einer ökologischen Imprägnierung kann der Brandschutzwert bei Bedarf sogar auf B1 erhöht werden – was schwerer Entflammbarkeit entspricht.
Feuchtigkeitsresist und diffusionsoffen
Wenn Verbraucher hören, dass Lothar Betz einen Dämmstoff aus Wellpappe herstellt, taucht häufiger die Frage nach der Feuchtigkeitstoleranz heraus. Der eine oder die andere mag sich dann vorstellen, dass sich das Dämmmaterial wie ein Schwamm vollsaugt und dann in sich zusammenfällt.
Lothar Betz kennt diese Reaktion. Seine Antwort: „Holz kommt auch in der Natur mit Feuchtigkeit sehr gut klar. Deshalb verarbeiten unsere Dämmelemente durchs Duschen, Schlafen oder Kochen entstandene Raumfeuchtigkeit sogar besser als andere Dämmstoffe. Sie nehmen diese aufgrund ihres Speichervermögens kurzfristig auf – und trocknen danach wieder vollständig aus.“
Fairwell Dämmplatten aus Wellpappe sind also diffusionsoffen und bieten daher keine Gefahr einer Schimmelbildung. Auf Wunsch kann das Produkt ökologisch imprägniert werden, um vollständige Feuchtigkeitsresistenz zu erzielen.
Zu hart für Nager und Ungeziefer
Waschbären schauen zwar putzig aus, sind aber als Bewohner von Dachböden und Hohlräumen unerwünscht. Auch Eichhörnchen, Ratten, Mäuse, Hornissen und andere Insekten sollten einen ökologischen Dämmstoff nicht als Einladung zur Einkehr verstehen.
Dämmplatten aus Pappkartonagen sind zwar giftstofffrei, aber sie werden von Tieren weder als Leckerei betrachtet, noch stellen sie ein Angebot zum Knabbern dar. Jede einzelne Fairwell-Papp-Dämmplatte ist von Haus aus verschlossen und hart. So finden weder starke Nagerzähne noch winzige Körperchen einen Weg hinein.
Verbundarten machen Pappdämmplatten stabil
Schon die verschiedenen Längs- und Querverklebung von fester Wellpappe verstärkt die Papp-Dämmplatte enorm. Durch verschiedene Verbundarten und auch Grammaturen der einzelnen Wellpappe-Platten kann nicht nur der Dämmwert deutlich verbessert werden, sondern auch die Stabilität. Ein Verziehen oder Verbiegen der Blöcke ist ausgeschlossen“, sagt Lothar Betz.
Die Fairwell Dämmplatten aus Pappe eignen sich daher für den Einsatz im Dach, an Decken und für tragende und nichttragende Wände – oder auch als Luft- und Trittschalldämmung. Als Verbundsystem kann es zusammen mit Holz und weiteren Werkstoffen wie Gipskarton, Holzweichfaser, Metall- oder Grobspanplatten verwendet werden – was die extrem hohe Formstabilität noch einmal erhöht.
Pappdämmplatten haben Praxistauglichkeit bewiesen
2008 wurde Fairwell zum Patent angemeldet. 2009 wurden die Dämmplatten aus Pappkarton dank ihrer herausragenden Wärmedämmeigenschaften mit dem Innovationspreis Technologie- und Gründerzentrum Würzburg (TGZ) geehrt. 2016 erhielt Lothar Betz vom Deutschen Institut für Bautechnik (DIBT) in Berlin die allgemeine bauaufsichtliche Zulassung für die „Wärmedämmplatte aus Wellpappe ZVE (Zellstoffverbundelement)“.
Auch in der Praxis sind die nachhaltigen Papp-Dämmplatten längst angekommen: Das erste komplette Gebäude wurde 2010 mit Pappdämmplatten gedämmt. Inzwischen sind mehr als 50 Gebäude zugelassen – und alle haben die Auftraggeber überzeugt.
Zwei nicht untypische Rückmeldungen: Karl-Heinrich Schubert aus Rostock schrieb „Von den Dämmeigenschaften sind wir nach wie vor begeistert, besonders im Sommer wegen des sehr guten Wärmeschutzes“. Als kleine Anekdote fügt er an: „Während der Bauphase fielen Reste des Dämmstoffs an, die unser Nachbar im Kaminofen verbrennen wollte, aber sie brannten – obwohl nur Pappe – zu seinem Erstaunen nicht.“
Günter Leinweber aus Kalbach stellte fest: „Seit unser Dachraum gedämmt wurde, haben wir ein angenehmes Wohnklima. Es ist immer angenehm warm, und wir haben festgestellt, dass der Dämmstoff eine gute Schalldämmung erreicht.“
]]> Fri, 27 Mar 2020 15:36:44 +0100 COP TOP 10: Die effizientesten Luftwärmepumpen 2020 https://www.energie-experten.org/experte/meldung-anzeigen/news/cop-top-10-die-effizientesten-luftwaermepumpen-2020-4813.html Basierend auf den Melde-Daten der BAFA-Liste hat energie-experten.org auch 2020 die 10...
Alle Wärmepumpen, die förderfähig sind, werden in einer aktuellen Liste geführt, der sogenannten "BAFA-Liste". Hier melden Wärmepumpen-Hersteller die technischen Daten ihrer Modelle und insbesondere auch deren Effizienz (Coefficient of Performance - kurz: COP). In der BAFA-Liste vom 31.01.2020 finden sich 1792 Luftwärmepumpen mit Nennleistungen bei A2 / W35 zwischen 1,95 kW (aroTHERM VWL 55/6 / 65/6 A 230V von Vaillant) und 107,2 kW (EcoTouch Air Kaskade 5120.5 von Waterkotte).
Das Besondere ist, dass diese Effizienz in den verschiedenen Betriebszuständen nach normierten Verfahren geprüft wurde und somit untereinander vergleichbar gemacht wurde. Betrachtet man nur den in der BAFA-Liste angegebenen COP, so ergibt sich ein "faires" Effizienz-Ranking, das jedoch in den unterschiedlichen Betriebspunkten variiert. Um eine höhere Gültigkeit abzubilden, haben wir daher den COP-Durchschnitt aus den Betriebspunkten A-7 / W35 und A2 / W35 gebildet und so die effizientesten Luftwärmepumpen 2020 ermittelt.
Die effizientesten Luftwärmepumpen 2020 (leistungsunabhängig)
1. AIR 9 (NILAN GmbH / COP 4,45 - 5,10 / 3,50 kW)
2. LW 140 (Weider Wärmepumpen GmbH / COP 3,59 - 4,43 / 14,03 kW)
3. OCHSNER AIR 18 C (GMLW 14 plus VHS / VHS-M) (OCHSNER Wärmepumpen GmbH / COP 3,58 bis 4,42 / 13,18 kW)
4. EcoTouch Air Kaskade 5030.5 (WATERKOTTE GmbH / COP 3,50 - 4,50 / 26,80 kW)
4. EcoTouch Air Kaskade 5045.5 (WATERKOTTE GmbH / COP 3,50 / 4,50 / 40,20 kW)
4. EcoTouch Air Kaskade 5060.5 (WATERKOTTE GmbH / COP 3,50 - 4,50 / 53,60 kW)
4. EcoTouch Air Kaskade 5075.5 (WATERKOTTE GmbH / COP 3,50 - 4,50 / 67,00 kW)
4. EcoTouch Air Kaskade 5090.5 (WATERKOTTE GmbH / COP 3,50 - 4,50 / 80,40 kW)
4. EcoTouch Air Kaskade 5105.5 WATERKOTTE GmbH / COP 3,50 - 4,50/ 93,80 kW)
4. EcoTouch Air Kaskade 5120.5 (WATERKOTTE GmbH / COP 3,50 - 4,50/ 107,20 kW)
5. Greenline SPLIT LWSE-V 06 (KNV Energietechnik GmbH / COP 3,58 - 4,40 / 6,88 kW)
6. Basic Line Ai1 Air 5011.5 (3x 400V) (WATERKOTTE GmbH / COP 3,46 - 4,52 / 7,10 kW)
6. Basic Line Ai1 Air 5012.5 (3x 400V) (WATERKOTTE GmbH / COP 3,46 - 4,52 / 9,10 kW)
6. Basic Line Ai1 Air 5015.5 (3x 400V) (WATERKOTTE GmbH / COP 3,46 - 4,52 / 12,50 kW)
6. Basic Line Split 5011.5 (3x 400V) (WATERKOTTE GmbH / COP 3,46 - 4,52 / 7,10 kW)
6. Basic Line Split 5012.5 (3x 400V) (WATERKOTTE GmbH / COP 3,46 - 4,52 / 9,10 kW)
6. Basic Line Split 5015.5 (3x 400V) (WATERKOTTE GmbH / COP 3,46 - 4,52 / 12,50 kW)
6. EcoTouch Ai1 Air 5011.5 (3x 400V) (WATERKOTTE GmbH / COP 3,46 - 4,52 / 7,10 kW)
6. EcoTouch Ai1 Air 5012.5 (3x 400V) (WATERKOTTE GmbH / COP 3,46 - 4,52 / 9,10 kW)
6. EcoTouch Ai1 Air 5015.5 (3x 400V) (WATERKOTTE GmbH / COP 3,46 - 4,52 / 12,50 kW)
7. Greenline SPLIT LWSE-V 13 (KNV Energietechnik GmbH / COP 3,61 - 4,36 / 13,96 kW)
8. LW 90 (Weider Wärmepumpen GmbH / COP 3,59 - 4,29 / 9,21 kW)
9. EQ A-18 (EQtherm GmbH / COP 3,56 - 4,31 / 17,08 kW)
10. L18 EuC (M-TEC GmbH / COP 3,56 - 4,31 / 17,08 kW)
Die effizientesten Luftwärmepumpen 2020 im "Neubau" (bis 9,9 kW)
2. Greenline SPLIT LWSE-V 06 (KNV Energietechnik GmbH / COP 3,58 - 4,40 / 6,88 kW)
3. Basic Line Ai1 Air 5011.5 (3x 400V) (WATERKOTTE GmbH / COP 3,46 - 4,52 / 7,10 kW)
3. Basic Line Split 5011.5 (3x 400V) (WATERKOTTE GmbH / COP 3,46 - 4,52 / 7,10 kW
3. EcoTouch Ai1 Air 5011.5 (3x 400V) (WATERKOTTE GmbH / COP 3,46 - 4,52 / 7,10 kW)
3. Basic Line Ai1 Air 5012.5 (3x 400V) (WATERKOTTE GmbH / COP 3,46 - 4,52 / 9,10 kW)
3. Basic Line Split 5012.5 (3x 400V) (WATERKOTTE GmbH / COP 3,46 - 4,52 / 9,10 kW)
3. EcoTouch Ai1 Air 5012.5 (3x 400V) (WATERKOTTE GmbH / COP 3,46 - 4,52 / 9,10 kW)
4. LW 90 (Weider Wärmepumpen GmbH / COP 3,59 - 4,29 / 9,21 kW)
5. UltraSource B comfort C (8) (Hoval Aktiengesellschaft / COP 3,41 - 4,42 / 3,90 kW)
5. UltraSource B compact C (8/200) (Hoval Aktiengesellschaft / COP 3,41 - 4,42 / 3,90 kW)
6. iPump A 2-7 (IDM Energiesysteme GmbH / COP 3,41 - 4,42 / 3,90 kW)
7. EQAir Compact 212 (EQtherm GmbH / COP 3,24 - 4,56 / 6,56 kW)
8. WPLK 412 (M-TEC GmbH / COP 3,24 - 4,56 / 6,56 kW)
9. AEROTOP G14.2 (ELCO GmbH / COP 3,30 - 4,47 / 8,00 kW)
10. LWDV 91-1/3 (alpha innotec - ait-deutschland GmbH / COP 3,14 - 4,61 / 5,08 kW)
10. LWDV 91-1/3-HDV 9-1/3 (alpha innotec - ait-deutschland GmbH / COP 3,14 - 4,61 / 5,08 kW)
10. LWDV 91-1/3-HDV 12-3 (alpha innotec - ait-deutschland GmbH / COP 3,14 - 4,61 / 5,08 kW)
10. LWDV 91-1/3-HSDV 9M1/3 (alpha innotec - ait-deutschland GmbH / COP 3,14 - 4,61 / 5,08 kW)
10. LWDV 91-1/3-HSDV 12M3 (alpha innotec - ait-deutschland GmbH / COP 3,14 - 4,61 / 5,08 kW)
Die effizientesten Luftwärmepumpen 2020 im "Altbau" (von 10 bis 25 kW)
1. LW 140 (Weider Wärmepumpen GmbH / COP 3,59 - 4,43 / 14,03 kW)
2. OCHSNER AIR 18 C (GMLW 14 plus VHS / VHS-M) (OCHSNER Wärmepumpen GmbH / COP 3,58 - 4,42 / 13,18 kW)
3. Basic Line Ai1 Air 5015.5 (3x 400V) (WATERKOTTE GmbH / COP 3,46 - 4,52 / 12,50 kW)
3. Basic Line Split 5015.5 (3x 400V) (WATERKOTTE GmbH / COP 3,46 - 4,52 / 12,50 kW)
3. EcoTouch Ai1 Air 5015.5 (3x 400V) (WATERKOTTE GmbH / COP 3,46 - 4,52 / 12,50 kW)
4. Greenline SPLIT LWSE-V 13 (KNV Energietechnik GmbH / COP 3,61 - 4,36 / 13,96 kW)
5. EQ A-18 (EQtherm GmbH / COP 3,56 - 4,31 / 17,08 kW)
6. L18 EuC (M-TEC GmbH / COP 3,56 - 4,31 / 17,08 kW)
7. LW 200 (Weider Wärmepumpen GmbH / COP 3,54 - 4,29 / 18,50 kW)
8. UltraSource B comfort C (17) (Hoval Aktiengesellschaft / COP 3,32 - 4,50 / 11,25 kW)
9. AERO SLM 6-17 (IDM Energiesysteme GmbH / COP 3,32 - 4,50 / 11,25 kW)
10. OCHSNER AIR 23 C (GMLW 19 plus VHS / VHS-M) (OCHSNER Wärmepumpen GmbH / COP 3,50 - 4,20 / 17,20 kW)
10. OCHSNER AIR 29 C (GMLW 25 plus VHS / VHS-M) (OCHSNER Wärmepumpen GmbH / COP 3,50 - 4,20 / 21,80 kW)
Erläuterung zur Bewertung der Effizienz von Luftwärmepumpen
Die vom BAFA als förderfähig eingestuften Luft/Wasser-Wärmepumpen wurden nach normierten Verfahren geprüft. Zulässig sind Prüfungen auf Basis der jeweils anzuwendenden Normen (EN 14511, EN 14825, EN 15879-1, DIN EN 16573, etc.) durch unabhängige Prüfinstitute, die diesbezüglich nach der ISO/IEC 17025 akkreditiert sind.
Zwei Arten von Wärmepumpenprüfungen können anerkannt werden:
Einzelprüfungen: Jedes Modell wird separat nach den anzuwendenden Normen in mindestens den Betriebspunkten geprüft, die für die Berechnung der Jahresarbeitszahl nach der VDI 4650-1 erforderlich sind.
Baureihenprüfungen: Geprüft und zertifiziert wird nach einem der etablierten europäischen Wärmepumpen-Baureihenreglements (EHPA QL, Heat Pump KEYMARK, EUROVENT ECP, MCS, NF, etc.).
]]> Tue, 24 Mar 2020 16:11:00 +0100 Stromspeicher-Inspektion 2020: RCT Power und Fronius sind Testsieger https://www.energie-experten.org/experte/meldung-anzeigen/news/stromspeicher-inspektion-2020-rct-power-und-fronius-sind-testsieger-4812.html Die Stromspeicher-Inspektion 2020 hat 21 Speichersysteme getestet: Aus der Bewertung nach dem...
Im Rahmen der "Stromspeicher-Inspektion 2020" hat die Forschungsgruppe Solarspeichersysteme der Berliner Hochschule für Technik und Wirtschaft (HTW Berlin) zum dritten Mal die Energieeffizienz von Batteriesystemen für Solarstromanlagen getestet.
14 Unternehmen haben den Stromspeicher-Test mit Messdaten von unabhängigen Prüflaboren unterstützt. Insgesamt wurden 21 Solarstromspeicher unter die Lupe genommen, darunter neue Geräte von Fronius, GoodWe, IBC Solar und KACO.
Testsieger sind RCT Power, Fronius und BYD Battery-Box
Der Test wurde anhand des an der HTW Berlin entwickelten System Performance Index (SPI) bewertet: Demnach gingen zwei Systeme von RCT Power und Fronius als Testsieger hervor:
Fronius besticht mit einem herausragenden mittleren Wechselrichterwirkungsgrad im Entladebetrieb von 97,3 Prozent.
Die Systeme von RCT Power können mit Reaktionszeiten unter 0,4 Sekunden punkten.
Auffällig ist auch, dass gleich 11 Mal die Battery-Box-Produktlinie von BYD Co. Ltd. vertreten ist. Das modulare Speichersystem BYD Battery-Box erreichte nicht nur zum dritten Mal in Folge Platz 1 des Rankings, sondern dominierte die Liste der Top 20 gemeinsam mit Wechselrichtersystemen von Partnern wie Fronius, KOSTAL, KACO, SMA und GoodWe.
Erwähnenswert ist zudem ein System von VARTA, das nicht nur mit einem sehr hohen Batteriewirkungsgrad von 98,0 Prozent, sondern auch mit einem Standby-Verbrauch von lediglich 2 Watt im Stromspeicher-Test 2020 überzeugen konnte.
Ergebnisse des Stromspeicher-Test 2020 im Überblick
Fronius Symo GEN24 10.0 Plus und BYD Battery-Box H11.5
RCT Power Power Storage DC 6.0 und Power Battery 11.5
Kostal Plenticore plus 5.5 und BYD Battery-Box H11.5
Kostal Plenticore plus 10 und BYD Battery-Box H11.5
Kostal Plenticore plus 8.5 und BYD Battery-Box H11.5
RCT Power Power Storage DC 6.0 und Power Battery 5.7
Kaco blueplanet hybrid 10.0 TL3 und BYD Battery-Box H10.2
Kostal Plenticore plus 5.5 und BYD Battery-Box H6.4
Kostal Plenticore BI 5.5 und BYD Battery-Box H11.5
SMA Sunny Boy Storage 2.5 und BYD Battery-Box H10.2
SMA Sunny Boy Storage 2.5 und BYD Battery-Box H6.4
Siemens Junelight Smart Battery 9,9
Kostal Plenticore BI 5.5 und BYD Battery-Box H6.4
SMA Sunny Island 4.4M und LG Chem RESU6.5
SMA SBS 5.0 und IBC Solar era:powerbase 15.0 HV
Varta pulse 6 neo und pulse 6
GoodWe GW10K-ET und BYD Battery-Box H9.0
"Die Energiewende braucht effiziente Stromspeicher"
„Die Energiewende braucht effiziente Stromspeicher“, resümiert daher Prof. Dr. Volker Quaschning, Professor für Regenerative Energiesysteme an der HTW Berlin und Mitautor der Studie.
Speichersystemen mit größeren Wechselrichtern wird oft nachgesagt, dass sie bei kleinen Leistungen nur geringe Wirkungsgrade vorweisen können. Die Testergebnisse gleich mehrerer 10-Kilowatt-Geräte konnten diese Pauschalaussage jedoch widerlegen. Gute Nachrichten für alle, die nicht nur ihre Haushaltsgeräte, sondern auch ein Elektroauto oder eine Wärmepumpe mit Solarstrom effizient versorgen möchten.
Test-Fazit: Stromspeicher-Effizienz deutlich verbessert
Insgesamt zieht der Stromspeicher-Test 2020 ein positives Fazit: Bei der Entwicklung von neuen Speichersystemen wird immer häufiger auf geringe Speicherverluste geachtet. Durch den Fokus auf hohe Wirkungsgrade im Teillastbereich und geringe Standby-Verbräuche konnten viele Hersteller die Effizienz ihrer Produkte deutlich verbessern.
Es sind immer mehr technisch ausgereifte Stromspeicher am Markt erhältlich, die mit einer hohen Effizienz überzeugen. Deren Einsatz in Verbindung mit Photovoltaik-Anlagen wird jedoch häufig durch regulatorische Hürden wie die EEG-Umlage auf selbstgenutzten Solarstrom eingeschränkt.
„Damit Speichersysteme den dringend erforderlichen Ausbau der Solarenergie in Deutschland voranbringen können, muss die Bundesregierung endlich die Handbremse beim Klimaschutz lösen“, ergänzt Prof. Dr. Volker Quaschning.
]]> Mon, 09 Mar 2020 12:05:28 +0100 Groß-Wärmepumpen: Neue BAFA und KWK-Förderungen ab 2020 https://www.energie-experten.org/experte/meldung-anzeigen/news/gross-waermepumpen-neue-bafa-und-kwk-foerderungen-ab-2020-4811.html Großwärmepumpen werden zum Heizen und Kühlen von u.a. großvolumigen Bauten eingesetzt. Sie...
BAFA-Förderung von großen Sole-, Wasser- und Gaswärmepumpen
Seit Anfang des Jahres werden der Einbau von Heizung insbesondere auf Basis erneuerbarer Energien vom Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) gefördert. Weniger Beachtung fanden bisher die neuen Förderbedingungen für Großwärmepumpen, also Wärmepumpen mit häufig mehreren hundert Kilowatt Heiz- und Kühlleistung. In den "Richtlinien zur Förderung von Maßnahmen zur Nutzung erneuerbarer Energien im Wärmemarkt" vom 30. Dezember 2019 heißt es dazu:
"Ein Tilgungszuschuss in Höhe von bis zu 80 Euro je kW Wärmeleistung im Auslegungspunkt kann gewährt werden bei Errichtung und Erweiterung von großen effizienten Wärmepumpen mit mehr als 100 kW Wärmeleistung im Auslegungspunkt (auch kaskadierte Anlagen); die Förderung beträgt mindestens 10.000 Euro und höchstens 100.000 Euro je Einzelanlage.
Voraussetzung für die Förderung ist, dass die Wärmepumpe einem der folgenden Anwendungszwecke dient
kombinierte Warmwasserbereitung und Bereitstellung des Heizwärmebedarfs von Gebäuden,
Bereitstellung des Heizwärmebedarfs von Nichtwohngebäuden oder
Bereitstellung von Wärme für Wärmenetze (auch in Kombination mit Kältebereitstellung bzw. Wärmeverschiebung).
Luft/Wasser-Wärmepumpen,
Luft/Luft-Wärmepumpen sowie
sonstige Wärmepumpen, die die erzeugte Wärme direkt an die Luft übertragen."
Das bedeutet, dass das BAFA z. B. eine 200 kW starke Sole/Wasser-, Grundwasser- oder auch Gas-Wärmepumpe mit 16.000 Euro fördert! Hinzu kommt eine Förderung von "erforderlichen Umfeldmaßnahmen". Hierzu zählen u.a. auch die Kosten für Erdsondenbohrungen (auch Probebohrungen), Energiepfähle, Eisspeicher und Brunnenbohrungen. Hierzu finden Sie weitere Informationen unter "Förderung von Erdwärmeheizungen"
KWK-Förderung von großen Abwasser-Wärmepumpen
Große Abwasser-Wärmepumpen an z. B. Klärwerken sind ökologisch sinnvoll, aber sie haben sich bisher kaum gerechnet, weil sie in der Förderung benachteiligt waren. Eine Änderung im Kraft-Wärme-Kopplungs-Gesetz (KWKG) stellt Wärme aus dem gereinigten Abwasser von Kläranlagen künftig Umwelt-Wärmequellen, z.B. Gewässern, gleich. Damit werden auch Erdgas-GuD-Kraftwerk und Wärmepumpen als „innovatives KWK-System“ förderfähig. Ein solches System soll nun am Hamburger Klärwerk Dradenau als Teil des „Energieparks Hafen“ entstehen.
Die Gesetzesänderung geht auf die Initiative der Hamburger Umwelt- und Energiebehörde zurück. Anfang 2020 wurde dann ein Entwurf für das Artikelgesetz zum Kohleausstieg den Ländern zur Stellungnahme vorgelegt. Im Entwurf für das Artikel-„Gesetz zur Reduzierung und zur Beendigung der Kohleverstromung und zur Änderung weiterer Gesetze“, den die Bundesregierung dem Bundestag vorgelegt hat, ist die folgende Änderung des Kraft-Wärme-Kopplungsgesetzes enthalten:
„In § 2 Nummer 9a werden hinter den Wörtern ‚aus erneuerbaren Energien‘ die Wörter ‚oder aus dem gereinigten Wasser von Kläranlagen‘ eingefügt.“ Dazu heißt es in der Gesetzesbegründung: „Mit der Änderung in § 2 Nummer 9a KWKG wird Abwasserenergie aus gereinigtem Abwasser aus Klärwerken als mögliche Energiequelle für innovative erneuerbare Wärme in innovativen KWK-Systemen aufgenommen.
Da die Begriffsbestimmung der innovativen erneuerbaren Wärme in § 2 Nummer 12 KWK-Ausschreibungsverordnung gleichwohl nach wie vor eine Jahresarbeitszahl von mindestens 1,25 erfordert, wird damit Abwasserenergie aus gereinigtem Klärwasser zur Nutzung mittels Wärmepumpen im Rahmen des neuen Bonus für innovative erneuerbare Wärme sowie der bestehenden Ausschreibungen im Rahmen der KWKAusV förderfähig.
Bislang begrenzt das KWKG bei der Förderung innovativer KWK-Systeme den Einsatz von Wärmepumpen auf die Umweltwärme (z. B. Flüsse, Seen, Meer). Im Ablauf großer kommunaler Klärwerke könnten mit Wärmepumpen im Verbund mit KWK-Anlagen jedoch erhebliche Wärmepotenziale zu niedrigen Kosten meist ganzjährig gehoben werden. Da Klärwerke in nahezu allen größeren Kommunen vorhanden sind, gibt es große Potenziale zur Erzeugung CO2-armer Fernwärme in Deutschland.
]]> Wed, 04 Mar 2020 17:12:02 +0100 OrganoPor Bio-WDVS-Platten machen EPS Konkurrenz https://www.energie-experten.org/experte/meldung-anzeigen/news/organopor-bio-wdvs-platten-machen-eps-konkurrenz-4810.html Der neuartige, biobasierte Fassadendämmstoff "OrganoPor" aus Rest- und Abfallstoffen der Land- und...
Gängiger Dämmstoff in über 90% aller Wärmedämmverbundsysteme (WDVS) ist Polystyrolschaum (EPS) in Form von Platten. Biobasierte Alternativen gab es bisher kaum, Abstriche in Handhabbarkeit oder Anwendbarkeit sowie im Preis mussten hingenommen werden. Das Fraunhofer Institut für Betreibsfestigkeit und Systemzuverlässigkeit LBF entwickelte in seinem Vorhaben erstmals ein zu den EPS-Platten konkurrenzfähiges und biobasiertes Hybridmaterial, das zudem in Sachen Wirtschaftlichkeit überzeugen kann.
Der Lösungsansatz de F&E-Projektes "Isolationsmaterialien zur Gebäudedämmung aus biogenen Reststoffen mit kugelförmig-poröser Struktur und brandhemmender Bioharzmatrix" des Fraunhofer LBF basierte technologisch auf den modernsten, flammwidrigen Wärmedämmverbundsystemen (WDVS) auf Basis von Polystyrolschaum (PS), welche aus vorgeschäumten PS-Partikeln, einem wasserbasierten Duromerharz und einem anorganischen Flammschutzmittel - bestehen.
Die Herstellung dieser Hybridschaumplatten erfolgt durch Beschichten (Coaten) der Schaumpartikel mittels einer wässrigen Duromerlösung, die Flammschutzmittel enthält und anschließendem Heißpressen, wobei das Duromer aushärtet.
Der Vorteil: Es handelt sich um kein neuartiges Herstellungsverfahren. Ein bestehendes, marktgängiges Prinzip kann ohne viel Aufwand genutzt werden. Diese neuen Hybridschaumplatten sind seit wenigen Jahren in Australien und Asien kommerziell erhältlich und stehen auch auf dem deutschen/europäischen Markt kurz vor der Marktreife.
Im Projekt OrganoPor wurde nun eine vergleichbare, aber wesentlich wirtschaftlichere Lösung auf komplett biobasierter und mineralischer Grundlage nach dem gleichen Prinzip entwickelt. Dabei wurden porige, selbsttragende und flammgeschützte Hybridmaterialien aus nachwachsenden Natur- und Reststoffen (wie z.B. Kork- oder Maiskolbenschrot), wasserbasierten Harzen auf Basis von Lignin und mineralischen Füllstoffen (Flammschutzmittel) entwickelt.
Die porösen Partikel wurden mit einem biobasierten Duromer inklusive mineralischem Flammschutzmittel beschichtet und zu Platten verpresst. Dieses Hybridmaterial verhält sich im Brandfall analog zum PS-schaumbasierten Hybridmaterial: Das nichtbrennbare Duromergerüst schützt das darin eingebettete geschäumte Biomaterial vor Feuer.
Bauteildichten von 120 kg/m3 und eine Wärmeleitfähigkeit von 40 mW/m K wurden erreicht. Der offenporige Aufbau ermöglicht die Regulierung des Dampfdurchtritts. Anwendungsorientierte Tests vom Industriepartner DAW zeigten, dass sich OrganoPor problemlos in WDVS anwenden lässt.
Aufgrund seiner strukturellen und verarbeitungstechnischen Parallelen zu Polystyrolschaum-Hybridmaterialien lässt sich OrganoPor besonders wirtschaftlich herstellen. Hinzu kommt die günstige Verfügbarkeit der Ausgangsmaterialien. OrganoPor hat so große Chancen, sich als ökologischer Dämmstoff am Markt zu etablieren.
Am zweijährigen Projekt waren das Fraunhofer-Institut für Betriebsfestigkeit und Systemzuverlässigkeit LBF und u. a. die Unternehmen JOMA Dämmstoffwerk GmbH, J. Rettenmaier & Söhne GmbH + Co KG, Nabaltec oder der DAW SE (Deutsche Amphibolin-Werke) beteiligt.
]]> Mon, 17 Feb 2020 14:09:01 +0100 Höhere Energieberater-Förderung 2020: Jetzt 80% Kosten-Zuschuss! https://www.energie-experten.org/experte/meldung-anzeigen/news/hoehere-energieberater-foerderung-2020-jetzt-80-kosten-zuschuss-4809.html Zum 1. Februar 2020 wird die Förderung für Energieberatungen für Wohngebäude deutlich erhöht....
]]> Fri, 31 Jan 2020 14:55:11 +0100 Heizung-Förderung 2020: So beantragen Sie den Maximal-Zuschuss! https://www.energie-experten.org/experte/meldung-anzeigen/news/heizung-foerderung-2020-so-beantragen-sie-den-maximal-zuschuss-4808.html Wer jetzt eine neue Heizung installieren möchte, der bekommt seit Anfang 2020 massive Zuschüsse vom...
Heizung-Zuschüsse seit Anfang 2020 von 20% bis 45%!
In bestehenden Gebäuden werden neue Heizungen gefördert, für die keine Austauschpflicht nach § 10 der EnEV 2014 vorliegen und in denen bereits seit mehr als zwei Jahren eine andere Heizung betrieben wird:
» Biomasse- Wärmepumpenheizungen: 35 Prozent Heizung-Zuschuss
» EE-Hybridheizungen (Kombinationen aus Solarkollektoranlagen mit effizienten Wärmepumpen- oder Biomasseanlagen): 35 Prozent Heizung-Zuschuss
» Solarthermie-Anlagen: 30 Prozent Heizung-Zuschuss
» Gasbrennwert-Hybridheizungen mit Erd- und Flüssiggas in Kombination mit erneuerbaren Wärmeerzeugern: 30 Prozent Heizung-Zuschuss
» Renewable Ready-Gashybridheizungen (Innerhalb von zwei Jahren wird eine förderfähige Biomasse,- Wärmepumpen- oder Solarkollektoranlage nachgerüstet): 20 Prozent Heizung-Zuschuss
In Neubauten werden Solarkollektoranlagen mit 30 Prozent der förderfähigen Kosten gefördert, bei Biomasse- sowie Wärmepumpenanlagen sind es 35 Prozent, sofern die Systeme die entsprechenden technischen Mindestanforderungen erfüllen.
Wer seine alte Ölheizung ausmustert, kann seit Anfang 2020 eine hohe Heizung-Förderung als BAFA-Zuschuss erhalten. Für den Ersatz von Ölheizungen durch eine Biomasse-Anlage, Wärmepumpe oder Hybridanlage gibt es einen Bonus von zusätzlich 10 Prozentpunkten auf den ansonsten gewährten Fördersatz.
Für die Umstellung von alten Ölheizungen auf eine Biomasse- oder Wärmepumpenanlage oder eine Erneuerbare Energien Hybridheizung (EE-Hybride) übernimmt der Staat bis zu 45 Prozent der förderfähigen Kosten, für eine Gas-Hybridheizung mit erneuerbarer Wärmeerzeugung 40%. Für die "Renewable Ready"-Variante gibt es keine Austauschprämie für die alte Ölheizung.
Online-Antrag muss VOR Beauftragung beim BAFA gestellt werden
Wichtig: Die Antragstellung muss vor Vorhabenbeginn erfolgen! Als Vorhabenbeginn gilt der Abschluss eines der Ausführung zuzurechnenden Lieferungs- oder Leistungsvertrages. Planungsleistungen dürfen vor Antragstellung erbracht werden. Maßgeblich ist das Eingangsdatum des Antrages beim BAFA. Der Antrag auf Heizung-Förderung 2020 kann nur auf der BAFA-Webseite online gestellt werden.
Nach erfolgreicher Prüfung erstellt das BAFA dann einen Zuwendungsbescheid. Die Auszahlung des Zuschusses erfolgt jedoch erst nach Abschluss der Prüfung des Verwendungsnachweises. Dieser ist wiederum über das Online-Portal auf der BAFA-Internetseite zu führen und muss neben der detaillierten und vollständigen Rechnung die technischen Daten enthalten, um die Förderfähigkeit nachzuweisen.
Welche Unterlagen Sie genau einreichen müssen, hängt von der gewählten Energiequelle für Ihre neue Heizung ab.
Kostenvoranschläge von Fachhandwerkern sind 2020 Mangelware!
Die Zuwendungsbescheide werden in der Reihenfolge des Eingangs der vollständigen Anträge beim BAFA erteilt! Das heißt, dass man sich durchaus beeilen sollte, wenn man in den kommenden Monaten eine neue Heizung plant und von der Heizungsförderung noch 2020 profitieren möchte.
Um die Heizung-Förderung jedoch online beim BAFA zu beantragen, bedarf es eines Kostenvoranschlags für die Leistungen, die gefördert werden sollen. Die Summe der von Ihnen im Antrag angegebenen Kosten ist Grundlage für die Zuwendungsentscheidung des BAFA. Sie kann im späteren Verlauf nicht nach oben, sondern nur nach korrigiert werden.
Bei der Erstellung eines Angebots für die Heizung-Förderung 2020 sollte unbedingt auch an "Umfeldmaßnahmen" gedacht werden. Hierzu zählen alle Arbeiten, die unmittelbar zur Vorbereitung und Umsetzung einer förderfähigen Maßnahme notwendig sind und/oder dazu führen, die Energieeffizienz der Gebäudeanlagentechnik zu erhöhen. Darunter fallen z. B. die Demontage und Entsorgung der alten Heizung, neue Heizkörper, ein Flüssiggastank, die Bohrung von Erdwärmesonden, ein hydraulischer Abgleich, die Einstellung der Heizkurve und natürlich die Verrohrung bzw. Anschlussleitungen.
Einen detaillierten auf das jeweilige Projekt fachmännisch erstellten Kostenvoranschlag zu bekommen, dürfte 2020 und in den Folgejahren jedoch problematisch werden. Denn der Fachkräftemangel im SHK-Sektor kann zur Bremse für die Wärmewende werden. Experten schätzen, dass sich die SHK-Fachhandwerkerlücke aufgrund des gesteigerten Sanierungsbedarfs durch die Energiewende insgesamt um mindestens 50 Prozent steigert.
Auf diesen Engpass haben sich einige Heizungshersteller bereits eingestellt: Um die Heizungs-Förderung 2020 zu bekommen, bietet der niederbayerische Hersteller von Scheitholz-, Hackschnitzel- und Pelletheizungen HDG allen Interessenten eine Förderbetreuung an. Dazu gehört unter anderem die Beratung, welche Fördermöglichkeiten es gibt um die maximalen Fördersummen 2020 zu erhalten. Die Rundum-Unterstützung geht bis zur Antragsstellung zusammen mit dem Heizungsbaufachbetrieb.
]]> Thu, 30 Jan 2020 15:19:39 +0100 Stromspeicher-Anmeldung: Nachmeldefrist bis 31.01.2021 verlängert https://www.energie-experten.org/experte/meldung-anzeigen/news/stromspeicher-anmeldung-nachmeldefrist-bis-31012021-verlaengert-4807.html Seit dem 01. Januar 2017 müssen Batteriespeicher bei der Bundesnetzagentur registriert werden, wenn...
Bereits seit dem 01. August 2014 ist die Registrierung von Stromspeichern in Deutschland verpflichtend. Allerdings wissen dies die wenigsten Stromspeicherbetreiber. Und das, obwohl dem Eigentümer ein Bußgeld droht, wenn der Stromspeicher nicht angemeldet wird. Das Nicht-Anmelden des Stromspeichers stellt nämlich eine Ordnungswidrigkeit dar.
Das Anmelden an sich ist heute unkomplizierter denn je. Zum Anmelden eines Stromspeichers muss dieser online im Marktstammdatenregister registriert werden. Seit dem 31. Januar 2019 ist dies übrigens die einzige Möglichkeit, einen Batteriespeicher anzumelden. Das Ausfüllen und Versenden eines Formulars an die Bundesnetzagentur ist nicht mehr möglich.
Die Meldepflicht ergab sich zunächst aus der ehemaligen Anlagenregisterverordnung und wurde in die Marktstammdatenregisterverordnung (MaStRV) übernommen. Die MaStRV hat die Melde-Pflicht auf sämtliche Speicher ausgedehnt. Bis zur Inbetriebnahme des MaStR-Webportals mussten nur Speicher, in die ausschließlich Strom aus erneuerbaren Energiequellen eingespeist wird, registriert werden. Mit Inbetriebnahme des MaStR-Webportals sind jetzt alle Strom- und Gasspeicher, die mittelbar oder unmittelbar an das Netz angeschlossen sind, zu melden.
Alle Regelungen bezogen sich auf den Anlagenbegriff im EEG 2014/2017. Von der Meldepflicht ausgenommen sind demnach Betreiber von mobilen Speichern, z. B. in E-Mobilen, Pedelec und Wohnmobilen, sofern keine bidirektionale Einspeisung in das öffentliche Stromnetz möglich ist, sowie Inselanlagen ohne Netzanschluss. Ebenso Speicher, die vor dem 01. August 2014 in Betrieb gesetzt wurden, müssen nicht registriert werden.
Anleitung zur Meldung von Stromspeichern im MaStR
Die Registrierung im MaStR besteht aus drei Schritten:
Sie registrieren sich selbst als Benutzer (vergleichbar mit anderen Internetportalen).
Sie registrieren den Anlagenbetreiber (Wenn Sie die Registrierung für Ihren Nachbarn, Kunden, Verwandten etc. durchführen, kann der Anlagenbetreiber eine andere Person sein als Sie selbst.).
Sie registrieren den Stromspeicher.
Im MaStR-Webportal werden Ihnen dazu diese Schritte ebenfalls erklärt und Sie werden automatisch durch diese Schritte geleitet. Zu allen Feldern werden Erklärungen angezeigt.
Bei der Registrierung des Stromspeichers (Schritt 3) sind eine Reihe von Daten einzutragen:
Sie wählen aus, was für eine Anlage Sie registrieren wollen (Stromspeicher) und Sie geben dem Stromspeicher einen frei wählbaren „Anzeige-Namen“.
Sie tragen das Inbetriebnahmedatum ein und geben den Standort der Anlage an.
Sie tragen die technischen Daten des Stromspeichers ein.
Die für die Anmeldung des Solarakkus erforderlichen Angaben finden Sie in der Regel in den folgenden Unterlagen:
Technisches Datenblatt des Stromspeichers
Rechnung des Installateurs
Netzanschlussvertrag oder Einspeisevertrag des Netzbetreibers
Typenschild des Stromspeichers
Sie wählen dann noch den Anschluss-Netzbetreiber aus. Den Namen des Netzbetreibers entnehmen Sie dem Netzanschlussvertrag, dem Einspeisevertrag oder der letzten Jahresabrechnung zu Ihrer Anlage. An welches Netz die Einheit angeschlossen sein dürfte, können Sie auch durch eine Suche im MaStR ermitteln. Zum Abschluss der Registrierung können Sie eine Meldebescheinigung herunterladen.
Verlängerte Frist zur Nachmeldung von Solarstromspeichern
Die Meldung eines Batteriespeichers muss (eigentlich) spätestens einen Monat nach Inbetriebnahme erfolgen. Nun wurde jedoch mit dem Gesetz zur Änderung des Gesetzes über Energiedienstleistungen und andere Energieeffizienzmaßnahmen vom 20.11.2019 u.a. auch der §100 Abs. 1 S. 5 EEG geändert, der die Meldefrist aller bestehenden bisher noch nicht registrierten Stromspeicher regelt. Nunmehr gilt für die Melde-Pflicht dieser Stromspeicher eine verlängerte Meldefrist bis zum 31.01.2021.
Im Hinweis "EE-Stromspeicher: Registrierungspflichten, Amnestie, Förderung und Abgrenzung Version 1.1" vom 19. Dezember 2019 schreibt die Bundesnetzagentur:
"Betreiber, die bisher nur ihre EE-Anlage (z.B. Solaranlage), nicht jedoch ihren Stromspeicher (z.B. Heim-Batteriespeicher) registriert haben, müssen die Registrierung des Stromspeichers im Marktstammdatenregister nachholen. Um Kürzungen von EEG-Förderzahlungen infolge einer Sanktion nach § 52 Abs. 1 Nr. 1 und 2 und Abs. 3 EEG zu vermeiden, ist es erforderlich, die Registrierung eines EE-Stromspeichers im Marktstammdatenregister bis zum 31.1.2021 vorzunehmen."
Zur Gesetzesbegründung zur Einführung der Amnestieregelung im EEG 2017 heißt es im Hinweise der Bundesnetzagentur weiter:
"Durch die neu eingefügte Regel wird ausgespeicherter Strom im Rahmen des § 52 Abs. 1 Nummer 1 und 2 und Abs. 3 EEG 2017 bis zum 31. Januar 2021 so behandelt, als sei der Stromspeicher im Register eingetragen, soweit die Anlage, die für die Bestimmung der Höhe des Zahlungsanspruchs maßgeblich ist, im Register registriert wurde. Die Sanktionen des § 52 Abs. 1 Nummer 1 und 2 und Abs. 3 EEG 2017 gelten mithin nicht für unterbliebene Speichermeldungen, wenn die Anlage, deren Strom zwischengespeichert wurde, gemeldet wurde. Die anderen Pflichtverstöße, die nach § 52 EEG 2017 sanktioniert werden, ziehen auch in solchen Konstellationen Fördersatzreduktionen nach sich."
]]> Thu, 16 Jan 2020 14:01:10 +0100 KfW Förderung 2020: Zuschuss von bis zu 48.000 Euro! https://www.energie-experten.org/experte/meldung-anzeigen/news/kfw-foerderung-2020-zuschuss-von-bis-zu-48000-euro-4806.html Seit Anfang 2020 wurde neben der BAFA-Heizungsförderung und der steuerlichen Förderung von...
Höhere KfW-Zuschüsse für KfW-Effizienzhäuser
Hauseigentümer, die ihr selbstgenutztes Ein- oder Zweifamilienhaus zu einem KfW Effizienzhaus sanieren lassen wollen, können in 2020 auf die jetzt stark aufgewerteten Kredit- und Zuschussprogramme der KfW-Förderbank zurückgreifen.
Einzelne Fördermaßnahmen z. B. der Heizung werden hauptsächlich nur noch vom BAFA (Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle) (siehe "Austauschprämie für Ölheizungen") angeboten oder über eine Steuervergünstigung gefördert.
Kredit- und Zuschussvariante werden nun erstmals gleich hoch gefördert. Auch beim Neubau wurden die KfW Förderungen ab 2020 angehoben. Die Änderungen gelten ab 24. Januar 2020:
Die förderfähigen Kosten zum KfW-Effizienzhaus steigen von 100.000 Euro auf 120.000 Euro, ein Zuschuss ist – je nach Effizienzhausstandard – zwischen 30.000 und 48.000 Euro möglich.
Bei Einzelmaßnahmen sind es maximal 10.000 Euro, die förderfähigen Kosten wurden auf 50.000 Euro angehoben.
In finanzieller Hinsicht sind die KfW- und BAFA-Gelder 2020 ähnlich attraktiv wie die neue steuerliche Abschreibung. Je nach individuellem Steuersatz können aber Unterschiede zu Tage treten.
Die genauen KfW Konditionen 2020 finden Sie unter www.kfw.de/inlandsfoerderung/EBS-2020
KfW fördert klimafreundliche Heizungen mit Ergänzungskredit
Während die Heizungsförderung für Einzelmaßnahmen seit 2020 nun nahezu komplett beim BAFA liegt, fördert die KfW ergänzend zum BAFA-Zuschuss
Solarthermie-Anlagen,
Biomasse-Anlagen (Pellet & Holzvergaser),
mit dem KfW Förderprogramm "Energieeffizient Sanieren – Ergänzungskredit (167)".
KfW Förderung setzt 2020 weiterhin auf Energieberater-Begleitung
Auch die fachliche Überprüfung wurde neu geregelt: Bei der KfW-Förderung muss ein Gebäudeenergieberater die baulichen Maßnahmen begleiten und prüfen, was auch zur Qualitätssicherung empfehlenswert ist.
Im Falle der steuerlichen Sanierungsförderung genügt rein rechtlich eine Fachunternehmererklärung des durchführenden Handwerkers.
KfW fördert keine Öl-Heizungen mehr
Ab 01.01.2020 werden Wärmeerzeuger auf Basis des Energieträgers Öl (z. B. Öl-Brennwertkessel, ölbetriebene Kraft-Wärme-Kopplungs-Anlage) von der KfW nicht mehr gefördert. Die Kosten hierfür können daher bei den förderfähigen Kosten nicht mehr berücksichtigt werden. Dies gilt sowohl für den Neubau (Energieeffizient Bauen – Kredit (153)) als auch für die Altbausanierung (Energieeffizient Sanieren – Ergänzungskredit (167), bei der ab dem 01.01.2020 auch kombinierte Hybrid-Heizungsanlagen auf Basis erneuerbarer Energien und Öl nicht mehr gefördert werden.
Für die energetische Berechnung zum KfW-Effizienzhaus kann hingegen ein nicht förderfähiger Wärmeerzeuger weiterhin berücksichtigt werden.
Im Bereich der KfW-Förderung von Nichtwohngebäuden ist es sogar verboten, in einem KfW-Effizienzgebäude Öl monovalent oder auch bivalent als Energieträger einzusetzen.
]]> Fri, 10 Jan 2020 14:26:07 +0100 Neue BAFA-Förderung: Alle förderfähigen Kosten auf einen Blick! https://www.energie-experten.org/experte/meldung-anzeigen/news/neue-bafa-foerderung-alle-foerderfaehigen-kosten-auf-einen-blick-4805.html Seit Anfang 2020 kann man sich eine neue Heizung mit 35% Kostenzuschuss vom BAFA fördern lassen....
In "Förderung von Maßnahmen zur Nutzung erneuerbarer Energien im Wärmemarkt - Merkblatt zu den förderfähigen Kosten" (Versionsnummer: 1.0 / Datum des Inkrafttretens: 08.01.2020) präzisiert das BAFA erstmalig seit dem Start des neuen Heizung-Förderprogramms die förderfähigen Investitionskosten und nennt eine Reihe von Beispielen förderfähiger und nicht förderfähiger Kosten.
Kosten sind bei direktem Bezug zur Heizung förderfähig
Laut des BAFA "gelten als förderfähige Investitionskosten die Anschaffungskosten der geförderten Anlage, die Kosten für Installation und Inbetriebnahme sowie die Kosten aller erforderlichen Umfeldmaßnahmen". Unter "Umfeldmaßnahmen" seien laut BAFA alle Arbeiten zu verstehen, die unmittelbar zur Vorbereitung und Umsetzung der Heizungsinstallation notwendig sind und/oder dazu führen, die Energieeffizienz der Heizungstechnik zu erhöhen.
Des Weiteren können bei der Anrechnung des neuen BAFA-Heizungszuschusses auch Kosten für Beratungs-, Planung- und Baubegleitungsleistungen berücksichtigt werden, die in direktem Zusammenhang mit der förderfähigen Heizung stehen. Weitere Kosten der neuen Heizung können laut BAFA berücksichtigt werden, wenn der unmittelbare Bezug zur Heizung eindeutig nachgewiesen werden kann.
In einer nicht abschließenden Liste hat das BAFA einzelne, förderfähige Kostenpositionen aufgeführt, die das BAFA seit Anfang 2020 mit 35% bzw. 45% bezuschusst. Die Zuschüsse zur Heizung werden dabei als Anteilsfinanzierung auf Basis der förderfähigen Investitionskosten gewährt. Hierbei können die Bruttokosten inklusive der Mehrwertsteuer berücksichtigt werden.
I. Förderfähige Anlagenkosten einer neuen Heizung
1. Förderfähiges Heizungssystem
a. Anschaffungskosten (Ersatz- und Neuanschaffung)
Gas-Brennwertkessel und Gas-Hybridheizungen inklusive Gasanschluss (Gasleitung, Hausanschluss, Armaturen z.B. Gasströmungswächter, Gaszähler)
Biomasseanlagen, sowie sekundäre Bauteile zur Brennwertnutzung und sekundäre Bauteile zur Partikelabscheidung (elektrostatische Abscheider, filternde Abscheider wie z.B. Gewebefilter u. keramische Filter, Abscheider als Abgaswäscher)
b. Montage und Installation inklusive aller dafür erforderlichen fachtechnischen Arbeiten und Materialien, z.B. Baugerüst, Lastenkran, Aufständerung, Unterkonstruktion (Solarkollektoren), Fundament, Einhausung, Einstellung der Heizkurve
2. Wärmequelle einer Wärmepumpenanlage
Erdsondenbohrungen (auch Probebohrungen)
Erdflächenkollektoren
Grabenkollektoren
unterirdische Eis-, Erd- und Wasserspeicher
PVT-Anlagen (Photovoltaik-Solarthermie- Hybridanlagen), sofern der erzeugte Strom der ausschließlichen Eigenversorgung dient
b. Erstellung und Anbindung an Wärmepumpenanlage inklusive aller dafür erforderlichen fachtechnischen Arbeiten und Materialien
3. Austragung, Förderung und Zufuhr des Brennstoffs bei Biomasseanlagen
Förderschneckensysteme
Federblattrührwerke
Schubstangensysteme
b. Montage und Installation inklusive aller dafür erforderlichen fachtechnischen Arbeiten und Materialien
4. Mess-, Steuer- und Regelungstechnik (MSR), Gebäudeautomation, Energiemanagementsysteme
Gefördert wird die Umsetzung elektronischer Systeme zur Betriebsoptimierung, Steigerung der Energieeffizienz und zur Verbesserung der Netzdienlichkeit der geförderten heizungstechnischen Anlagen. Es können grundsätzlich sowohl Komponenten der Mess-, Steuer- und Regelungstechnik (MSR) als auch Gebäudeautomationstechnik bis hin zu übergreifenden Gebäudeleit- und Energiemanagementsystemen berücksichtigt werden.
Sensoren, Aktoren, Datenlogger
digitale/elektronische Heizkörperthermostate / Raumthermostate,
Display bzw. Nutzerinterfaces zur Anzeige von aktuellen, für den Energieverbrauch relevanten Daten,
digitale/elektronische Systeme zur Erfassung und Auswertung von Energieflüssen, Energieverbräuchen und Energiekosten
digitale/elektronische Systeme zur energetischen Betriebs- und Verbrauchsoptimierung bzw. zur Verbesserung der Netzdienlichkeit der technischen Anlagen des Gebäudes („Smart Home“)
Gebäudeautomationssysteme inklusive Feldtechnik, Gebäudeleittechnik, Energiemanagementsysteme
5. Förderfähige Wärmespeicher
alle Arten von Warmwasser-Speichern (Heizwasser-, Trinkwarmwasser - und Kombispeicher etc.)
Dämmung bestehender Wärmespeicher
Eisspeicher und sonstige Latentwärmespeicher, die den Phasen-Übergang eines Mediums nutzen
Wärmespeicherung in Beton, Zeolith oder sonstigen anderen Medien
alle Arten von Erdwärmespeichern
Tiefen-Aquifer- oder Hohlraum-Wärmespeicher
II. Förderfähige Umfeldmaßnahmen einer neuen Heizung
1. Heiz- bzw. Technikraum (nur im Gebäudebestand)
Einrichtung oder Umgestaltung eines Heiz- bzw. Technikraums (Sanierung)
inklusive aller dafür erforderlichen fachtechnischen Arbeiten und Materialien (auch Wand- u. Deckendurchbrüche inklusive Dämmmaßnahmen, Maler-, Putz- und Wandverkleidungsarbeiten)
2. Brennstoffaufbewahrung
b. Montage und Installation inklusive aller dafür erforderlichen fachtechnischen Arbeiten und Materialien (auch Wand- u. Deckendurchbrüche inklusive Dämmmaßnahmen, Maler-, Putz- und Wandverkleidungsarbeiten)
3. Abgassysteme und Schornsteine (nur im Gebäudebestand)
Neuerrichtung, Erneuerung und/oder Anpassung bestehender Abgassysteme und Schornsteine
4. Wärmeverteilung und Wärmeübergabe (nur im Gebäudebestand)
Flächenheizungen (Decken-, Fußboden- und Wandheizungen)
Niedertemperatur-Heizkörper/Heizleisten in jeglicher Bauausführung
in Einrohrsystemen: Maßnahmen zur Volumenstromregelung
Umbau von Einrohr- in Zweirohrsysteme
Wärmedämmung von Rohrleitungen und sonstigen wärmeverlustbehafteten technischen Komponenten
b. Montage und Installation inklusive aller dafür erforderlichen fachtechnischen Arbeiten und Materialien wie z.B. die Durchführung eines hydraulischen Abgleichs
5. Förderfähige Warmwasserbereitung (nur im Gebäudebestand)
Umstellung von einer dezentralen Warmwasserbereitung auf eine zentrale, heizungsintegrierte Warmwasserbereitung (inklusive notwendiger Sanitärarbeiten wie Austausch der Armaturen, Einsatz wassersparender Maßnahmen, Abwasser-Wärmerückgewinnung etc.)
hocheffiziente Zirkulationspumpen
6. Demontagearbeiten der alten Heizung
Entsorgung eines alten Öl- oder Gastanks und Wiederherstellung der Außenanlagen bei erdbedeckten Tanks
Ausbau Altheizung einschließlich Entsorgung (inklusive Schadstoffe und Sonderabfälle)
7. Kosten für Beratungs-, Planung- und Baubegleitungsleistungen
alle Beratungs-, Planung- und Baubegleitungsleistungen mit einem unmittelbaren Bezug zur förderfähigen Maßnahme (keine Fördermittelberatung, siehe nachfolgende Auflistung)
1. Kosten für Inbetriebnahme, Einregulierung und Einweisung des Anlagenbetreibers
Achtung! Sie müssen VOR Vorhabensbeginn einen Antrag auf den Zuschuss im Meldeportal des BAFA stellen! Hierzu benötigen Sie einen Kostenvoranschlag, der zunächst besser etwas höher ausfallen sollte. Denn nachträglich können keine Kosten dem Zuschussantrag hinzugefügt werden. Nutzen Sie unsere Angebotsvermittlung und erhalten Sie kurzfristig Angebote von Heizungsbauern aus Ihrer Nähe!
]]> Thu, 09 Jan 2020 15:38:59 +0100 Heizungstausch: BMWi gibt höhere Zuschüsse ab Januar 2020 bekannt https://www.energie-experten.org/experte/meldung-anzeigen/news/heizungstausch-bmwi-gibt-hoehere-zuschuesse-ab-januar-2020-bekannt-4804.html Der Austausch einer alten Ölheizung gegen eine neue, effizientere und klimafreundlichere Anlage...
Austausch alter Ölheizungen erhalten bis zu 45% Zuschuss
Ab dem 02. Januar 2020 können Bürgerinnen und Bürger die neue Austauschprämie für Ölheizungen beantragen. Der Umstieg auf eine Heizung mit erneuerbaren Energien wird somit deutlich attraktiver. Für die Antragssteller hat das BAFA ein modernes und schlankes Verfahren entwickelt.
Wer seine Ölheizung durch eine Heizung ersetzt, die vollständig mit erneuerbaren Energien betrieben wird – z.B. eine Wärmepumpe oder eine Biomasse-Anlage – kann einen Zuschuss in Höhe von 45 % der Investitionskosten erhalten.
Für Gas-Hybridheizung mit einem Erneuerbaren-Anteil von mindestens 25 % – z.B. über die Einbindung von Solarthermie – gibt es einen Investitionszuschuss von 40 %.
Klimafreundliche Heizungen erhalten bis zu 35% Zuschuss
Die novellierte Richtlinie des Marktanreizprogramms „Wärme aus erneuerbaren Energien“ sieht neben der Austauschprämie für Öl weitere Verbesserungen vor. Auch für energieeffiziente und klimafreundliche Heizungen, die keine alte Ölheizung ersetzen, gibt es Investitionszuschüsse:
35 % für Heizungen, die vollständig mit erneuerbaren Energien betrieben werden,
30 % für Gas-Hybridheizungen mit einem Erneuerbaren-Anteil von mindestens 25 % und
20 % für Gas-Brennwertheizungen, die auf die spätere Einbindung erneuerbarer Energien vorbereitet ("Renewable Ready") sind.
Die Investitionszuschüsse für energieeffiziente und klimafreundliche Heizungen können beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) ab dem 02.01.2020 über das elektronische Antragsformular beantragt werden.
Als Alternative Fördermöglichkeit lassen sich auch die Kosten anteilig von der Steuer absetzen.
Experten erwarten Nachfragesprung bei Solarheizungen
Der Bundesverband Solarwirtschaft e. V. (BSW) rechnet mit einem spürbaren Anziehen der Solarwärme-Nachfrage. Denn neben Austauschprämien und Steueranreizen hat die Bundesregierung am 20.12.2019 die Einführung einer CO2-Bepreisung im Wärmesektor durch Bundestag und Bundesrat gebracht. Nach BSW-Einschätzung müssen sich Verbraucher in der Folge auf einen Heizkostenanstieg in Höhe von rund 20 bis 30 Prozent einstellen.
“Hohe Abwrackprämien und attraktive solare Steueranreize bei absehbar steigenden CO2- und Heizkosten – das dürfte selbst die letzten Modernisierungsmuffel hinterm Ofen hervorlocken“, schätzt Carsten Körnig, Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes Solarwirtschaft e. V.
Experten-Tipp: Angebote für den Heizungstausch vergleichen
Wichtig zu beachten: Die Antragstellung muss vor Vorhabenbeginn erfolgen! Als Vorhabenbeginn gilt der Abschluss eines der Ausführung zuzurechnenden Lieferungs- oder Leistungsvertrages. Planungsleistungen dürfen vor Antragstellung erbracht werden. Maßgeblich ist das Eingangsdatum des Antrages beim BAFA.
Wenn Sie jetzt ihre alte Heizung austauschen wollen, empfehlen wir Ihnen, mehrere Angebote von Heizungsbauern aus Ihrer Nähe miteinander zu vergleichen, bevor sie den Auftrag erteilen.
Nutzen Sie dazu unseren kostenlosen Vermittlungsservice: Einfach Formular ausfüllen und bis zu 5 Heizungsbauer melden sich umgehend bei Ihnen mit einem detaillierten Preisvorschlag!
]]> Tue, 31 Dec 2019 10:33:26 +0100 Sanierungskosten ab 2020 von der Steuer abschreiben https://www.energie-experten.org/experte/meldung-anzeigen/news/sanierungskosten-ab-2020-von-der-steuer-abschreiben-4803.html Am 20.12.2019 hat der Bundesrat endgültig der Steuerförderung energetischer Gebäudemodernisierungen...
Der Gebäudesektor ist für rund ein Drittel der deutschen CO2-Emissionen verantwortlich, die insbesondere bei der Bereitstellung von Wärme anfallen. Da die Mehrzahl der Gebäude in Deutschland noch vor der ersten Wärmeschutzverordnung errichtet wurde und dadurch viel Energie verbrauchen, kommt der Bestandsmodernisierung eine entscheidende Rolle beim Klimaschutz zu.
Die steuerliche Förderung energetischer Sanierungsmaßnahmen an privaten Wohngebäuden stellt jetzt einen Anreiz dar, der die Sanierungsrate steigern und die Klimaziele erreichen helfen kann:
Energetische Sanierungsmaßnahmen an selbstgenutztem Wohneigentum werden ab 1. Januar 2020 für einen befristeten Zeitraum von zehn Jahren steuerlich absetzbar sein. Abzugsfähig sind 20 Prozent der Aufwendungen für Einzelmaßnahmen zur energetischen Gebäudesanierung und 50 Prozent der Kosten einer energetischen Baubegleitung und Fachplanung, max. 40.000 Euro über drei Jahre verteilt.
Welche energetische Sanierungen werden steuerlich gefördert?
Mit der steuerlichen Förderung energetischer Gebäudemodernisierungen kommen die Eigentümer älterer Objekte in den Genuss von Steuererleichterungen für die kommenden zehn Jahre.
Gefördert werden energetische Sanierungsmaßnahmen, wie
die Wärmedämmung von Wänden, Geschossdecken und Decken sowie
die Erneuerung bzw. die Optimierung von Fenstern oder Außentüren,
die Erneuerung der Heizungsanlage,
Wie werden energetische Sanierungen steuerlich abgesetzt?
Die energetischen Baumaßnahmen müssen nach dem 31. Dezember 2019 begonnen werden und vor dem 1. Januar 2030 abgeschlossen sein. Die Eigentümer haben somit zehn Jahre Zeit. Das bringt ihnen Planungssicherheit und gibt ihnen ausreichend Gelegenheit, sich firmen- und produktneutral zu informieren, Maßnahmen passend zur Immobilie zu planen und diese sorgfältig umsetzen zu lassen. Experten gehen daher davon aus, dass so der Bestand nachhaltiger saniert werden kann als bei einer einmaligen, kurzfristigen Förderung.
Die Mindestanforderungen für die energetischen Maßnahmen sowie die Anforderungen an ausführende Fachunternehmen werden noch durch eine Rechtsverordnung festgelegt. Die Finanzämter werden dann prüfen, was steuerlich absetzbar ist und was nicht. Steuerpflichtige müssen die Abschreibung jeweils mit der jährlichen Einkommensteuererklärung beantragen.
Absetzen können Steuerpflichtige die Kosten für eine energetische Maßnahme erstmals in dem Kalenderjahr, in dem die Sanierung abgeschlossen wird:
Ermäßigt wird die Einkommensteuer im 1. und 2. Kalenderjahr um je sieben Prozent der Aufwendungen des Steuerpflichtigen, höchstens jedoch um je 14.000 Euro.
Im dritten Kalenderjahr können weitere sechs Prozent der Aufwendungen geltend gemacht werden, höchstens jedoch 12.000 Euro für das begünstigte Objekt.
Insgesamt kann also für jedes Objekt ein Förderbetrag in Höhe von 20 Prozent der Aufwendungen - höchstens jedoch 40.000 Euro im Laufe von drei Jahren nach Abschluss der Sanierung abgesetzt werden.
Um den Steuerbonus erhalten zu können, müssen natürlich auch einige Voraussetzungen erfüllt sein:
Zunächst muss das begünstigte Objekt bei der Durchführung der energetischen Maßnahme älter als zehn Jahre sein.
Die Sanierungsmaßnahmen müssen zudem von einem Fachunternehmen ausgeführt werden, das die korrekte Umsetzung der Maßnahmen bescheinigen und eine ordentliche Rechnung dafür ausstellen muss. Für die Bescheinigung wird die Finanzverwaltung künftig ein amtlich vorgeschriebenes Muster erstellen, um eine bundeseinheitliche Verfahrensweise zu gewährleisten.
Selbstverständlich muss der Steuerpflichtige, solange er die Ausgaben geltend macht, auch selbst in dem Objekt wohnen.
Steuerermäßigungen sind nur möglich, wenn die Aufwendungen für die energetische Sanierung nicht schon als Betriebsausgaben, Werbungskosten, Sonderausgaben, außergewöhnliche Belastungen oder sonstige Steuerbegünstigung, -ermäßigung oder als öffentlich geförderte Maßnahme berücksichtigt worden sind.
Als Teil ihrer Aufwendungen können Steuerpflichtige auch die Hälfte der Kosten für die planerische Begleitung oder Beaufsichtigung durch z. B. qualifizierte Energieberater der energetischen Maßnahme absetzen.
Die Einbindung eines qualifizieren Experten, wird zwar steuerlich gefördert, der Gesetzgeber hat aber keine verbindliche Qualitätssicherung durch eine verpflichtende Baubegleitung vorgeschrieben.
Dennoch ist sie sinnvoll. Denn ein Heizungsbauer wird in der Regel nur zum Austausch der Heizung, ein Fensterbauer nur zu neuen Fenstern raten. In vielen Fällen könnte aber die Fassadendämmung der sinnvolle erste Sanierungsschritt sein, bevor eine entsprechend geringer dimensionierte Heizung eingebaut wird.
Kann man andere Förderprogramme kombinieren?
Hausbesitzer, die ihr selbstgenutztes Ein- oder Zweifamilienhaus künftig über Einzelmaßnahmen energieeffizient sanieren möchten, haben die Wahl. Sie können entweder auf Fördermittel der KfW-Bank oder des BAFAs zurückgreifen oder die anfallenden Kosten steuerlich geltend machen. In finanzieller Hinsicht sind die Optionen gleichwertig.
In formeller Hinsicht gibt es jedoch einen Unterschied: Während bei der KfW-Förderung eine Baubegleitung durch einen Energieberater Voraussetzung ist, genügt im Falle der steuerlichen Förderung eine Fachunternehmererklärung des durchführenden Handwerkers. Um dennoch eine fachliche Begleitung zumindest finanziell attraktiv zu machen, wurde die Quote der Energieberatungsaufwendungen, um die die tarifliche Einkommenssteuer vermindert wird, von 20 auf 50 Prozent erhöht.
Kritik: Steuerliche Förderung zu undifferenziert
Grundsätzlich wird die steuerliche Förderung energetischer Sanierungsmaßnahmen begrüßt. Denn schon frühere politische Anläufe 2011 und 2015 scheiterten lediglich am Streit um eine Gegenfinanzierung zwischen Bund und Bundesländern.
Es gibt aber auch berechtigte inhaltliche Kritik. So moniert das Institut Wohnen und Umwelt (IWU) in seiner Stellungnahme zum Klimaschutzprogramm 2030 „Wie kann das Klimapaket im Gebäudesektor zum Erfolg werden?“, dass die steuerliche Förderung differenziertere Fördersätze für die unterschiedlichen Wärmeschutzmaßnahmen an der Gebäudehülle vorsehen müsste.
Denn die Maßnahmen mit den höchsten flächenbezogenen Kosten, nämlich Dachdämmungen und Fenstererneuerungen, sind meist an Anlässe gekoppelt (z. B. Dachgeschossausbau, Ersatz defekter Fenster) und weisen bereits vergleichsweise hohe Umsetzungsraten auf, die sich nur schwer steigern lassen. Bei Außenwänden sowie Obergeschoss‐ und Kellerdecken sind die Umsetzungsraten, gleichzeitig aber auch die flächenbezogenen Wärmeschutzkosten niedriger.
Daher sollte laut IWU durch eine entsprechend attraktive Förderung eine Steigerung der Umsetzungsraten erreicht werden. Statt des im Klimapaket vorgesehenen pauschalen Fördersatzes von 20 % für alle Maßnahmen wäre daher eine Ausdifferenzierung dringend erforderlich gewesen. So hätte der Fördersatz für Fenstererneuerungen und Dachdämmungen auf 10 % begrenzt werden können.
Das Förderziel liege laut IWU hier vor dem Hintergrund der vergleichsweise hohen anlassbezogenen Modernisierungsraten prioritär in der Erreichung erhöhter Wärmeschutzstandards gegenüber den gesetzlichen Mindestanforderungen. Für Dämmungen von Außenwand, Obergeschossdecke und Fußboden/ Kellerdecke erscheinen dagegen deutlich erhöhte Sätze im Bereich von 30 % sinnvoll, um das Ziel einer erheblichen Steigerung der Umsetzungsraten zu erreichen.
]]> Tue, 24 Dec 2019 09:49:26 +0100

References: § 2
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