Source: http://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=VersR%202000,%20233
Timestamp: 2013-05-25 19:34:03+00:00

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Rechtsprechung: VersR 2000, 233
Rechtsprechung BGH, 04.12.2001 - VI ZR 213/00 Unterbliebene Abtreibung - Zwillingsschwangerschaft� 823 Abs. 1 BGB, Arzthaftung, Unterhaltsschaden, Beurteilung der (zivilrechtlichen) Rechtslage unter der Geltung von � 218a Abs. 3 StGB aF
BGB � 249Anspr�che der Eltern wegen fehlerhafter Fehlbildungsdiagnose bei einer Zwillingsschwangerschaft
Arztrecht - Haftung des behandelnden Arztes bei Behinderung des Neugeborenen
Unterhaltsschaden der Eltern bei unterbliebenem Abbruch einer Zwillingsschwangerschaft
laekh.de (Aufsatz mit Bezug zur Entscheidung)
Grober Behandlungsfehler und Aufkl�rungspflicht // Neuere Gerichtsentscheidungen zur Arzthaftung (VROLG Dr. Ingelore K�nig-Ouvrier)
BGHZ 149, 236
NJW 2002, 886
NJW-RR 2002, 721 (Ls.)
MDR 2002, 336
FamRZ 2002, 386
VersR 2002, 233
Wird zitiert von ... (13) BGH, 18.06.2002 - VI ZR 136/01 Arztrecht - Unterhaltspflicht des Arztes f�r behindertes KindDie Verletzung der Pflichten aus einem �rztlichen Behandlungsvertrag, der in dieser Weise auch auf die pr�natale Untersuchung in der Schwangerschaftsbetreuung zwecks Vermeidung der Geburt eines schwer vorgesch�digten Kindes gerichtet war, kann Grundlage f�r den Anspruch gegen den Arzt auf Erstattung des (gesamten) Unterhaltsbedarfs des Kindes sein, das mit schweren Behinderungen zur Welt kommt (st.Rspr., vgl. z.B. Senatsurteile vom 4. M�rz 1997 - VI ZR 354/95 - VersR 1997, 698, 699 und vom 4. Dezember 2001 - VI ZR 213/00 - VersR 2002, 233 f., jew.m.w.N.).Eine auf der Verletzung des Behandlungsvertrages beruhende Vereitelung eines m�glichen Schwangerschaftsabbruchs kann n�mlich nur dann Ansatz daf�r sein, die Eltern im Rahmen eines vertraglichen Schadensersatzanspruchs gegen den Arzt auf der verm�gensm��igen Ebene von der Unterhaltsbelastung durch das Kind freizustellen, wenn der Abbruch rechtm��ig gewesen w�re, also der Rechtsordnung entsprochen h�tte und von ihr nicht mi�billigt worden w�re (st.Rspr., vgl. insbesondere BGHZ 129, 178, 185 und Senatsurteile vom 4. Dezember 2001 - VI ZR 213/00 - aaO, S. 234 sowie vom 19. Februar 2002 - VI ZR 190/01 - NJW 2002, 1489, 1490).bb) Allerdings setzt die Entscheidung, ob im Einzelfall die insoweit zu ziehende Opfergrenze f�r den Ausnahmetatbestand der Rechtfertigung der mit dem Tode des Embryos verbundenen Abtreibung aus medizinischer Indikation �berschritten ist (vgl. zu diesen Erfordernissen z.B. Senatsurteile BGHZ 129, 178, 183 f. und vom 4. Dezember 2001 - VI ZR 213/00 - aaO S. 234 mit Hinweis auf BVerfGE 88, 203, 272 ff.), eine G�ter- und Interessenabw�gung voraus.a) Allerdings erstreckt sich, soweit ein Schwangerschaftsabbruch aus medizinischer Indikation zur Abwehr einer schweren Gefahr f�r die Gesundheit der Schwangeren in Betracht kommt, der Schutzumfang des Vertrages im allgemeinen nicht auf die Bewahrung vor belastenden Unterhaltsaufwendungen f�r das Kind (vgl. Senatsurteile vom 25. Juni 1985 - VI ZR 270/83 -, VersR 1985, 1068, 1071; vom 4. Dezember 2001 - VI ZR 213/00 - aaO, S. 234 und vom 19. Februar 2002 - VI ZR 190/01 - NJW 2002, 1489, 1491).Ist letzteres der Fall, hat es der Senat auch bisher schon f�r m�glich erachtet, da� sich der Schutzzweck auf die Unterhaltsaufwendungen erstreckt, etwa dann, wenn sich gerade die Belastung durch den sp�teren Unterhalt f�r das Kind in entscheidender Weise negativ auf den Gesundheitszustand der Mutter auszuwirken drohte (…vgl. Senatsurteile vom 25. Juni 1985 - VI ZR 270/83 - aaO und vom 4. Dezember 2001 - VI ZR 213/00 - aaO, S. 234 ff.; vgl. hier auch Senatsurteil BGHZ 143, 389, 393 f.).Ob und unter welchen Umst�nden in Fallgestaltungen wie der vorliegenden ein entsprechender Schutzumfang im Hinblick auf eine medizinische Indikation anzunehmen sein kann, hat der Senat bisher offengelassen (vgl. Senatsurteile vom 4. Dezember 2001 - VI ZR 213/00 - aaO, S. 235 …und vom 19. Februar 2002 - VI ZR 190/01 - aaO, S. 1491).Eine dahingehende Bestimmung des vertraglichen Schutzumfangs, die bei derartigen Sachverhalten unter Geltung der fr�heren "embryopathischen Indikation" in der Rechtsprechung anerkannt war (vgl. z.B. Senatsurteil BGHZ 86, 240, 247 f.; Senatsurteile vom 4. M�rz 1997 - VI ZR 354/95 - VersR 1997, 698, 699 und vom 4. Dezember 2001 - VI ZR 213/00 - aaO, S. 234), nunmehr auch f�r entsprechende Fallgestaltungen im Rahmen der nach der geltenden Rechtslage ma�geblichen medizinischen Indikation entspricht im �brigen der - oben er�rterten - gesetzgeberischen L�sung, die bisher von � 218 a Abs. 3 StGB a.F. erfa�ten Fallkonstellationen jetzt in die Indikation nach � 218 a Abs. 2 StGB einzubeziehen.
BGH, 19.02.2002 - VI ZR 190/01 Zum Anspruch eines Vaters auf Freistellung von den Unterhaltsanspr�chen seines …Nach st�ndiger Rechtsprechung des Senats (vgl. BGHZ 89, 95, 107; 129, 178, 185; zuletzt Urteil vom 4. Dezember 2001 - VI ZR 213/00 - S. 5 f.) kann eine auf der Verletzung des Behandlungsvertrages beruhende Vereitelung eines m�glichen Schwangerschaftsabbruchs nur dann Ansatz daf�r sein, die Eltern im Rahmen eines vertraglichen Schadensersatzanspruches gegen den Arzt auf der verm�gensm��igen Ebene von der Unterhaltsbelastung durch das Kind freizustellen, wenn der Abbruch rechtm��ig gewesen w�re, also der Rechtsordnung entsprochen h�tte und von ihr nicht mi�billigt worden w�re.Indessen erstreckt sich auch dann, wenn ein Schwangerschaftsabbruch aus medizinischer Indikation zur Abwehr einer schwerwiegenden Gefahr f�r die Gesundheit der Schwangeren in Betracht kommt, der Schutzumfang des Behandlungsvertrages regelm��ig nicht auf die Bewahrung vor belastenden Unterhaltsaufwendungen f�r das Kind (vgl. Senatsurteil vom 25. Juni 1985 - VI ZR 270/83 - VersR 1985, 1068, 1071; BGHZ 143, 389, 393 f.; Senatsurteil vom 4. Dezember 2001 - VI ZR 213/00 - S. 9).
BGH, 15.07.2003 - VI ZR 203/02 Arztrecht - Schwangerschaftsabbruch bei medizinischer IndikationEine dahingehende Bestimmung des vertraglichen Schutzumfanges, die bei derartigen Sachverhalten unter Geltung der fr�heren "embryopathischen Indikation" in der Rechtsprechung anerkannt war (vgl. z.B. Senatsurteil BGHZ 86, 240, 247; Senatsurteile vom 4. M�rz 1997 - VI ZR 354/95 - VersR 1997, 698, 699 und vom 4. Dezember 2001 - VI ZR 213/00 - VersR 2002, 233, 234), nunmehr auch f�r entsprechende Fallgestaltungen im Rahmen der nach der geltenden Rechtslage ma�geblichen medizinischen Indikation entspricht der gesetzgeberischen L�sung, die bisher von � 218a Abs. 3 StGB a.F. erfa�ten Fallkonstellationen jetzt in die Indikation nach � 218a Abs. 2 StGB einzubeziehen (…vgl. Senatsurteil vom 18. Juni 2002 - VI ZR 136/01 - aaO; zustimmend Deutsch, NJW 2003, 26, 28).Eine auf der - hier revisionsrechtlich zu unterstellenden - Verletzung des Behandlungsvertrages beruhende Vereitelung eines m�glichen Schwangerschaftsabbruchs kann allerdings - wovon das Berufungsgericht mit Recht ausgegangen ist - nur dann Ansatz daf�r sein, die Eltern im Rahmen eines vertraglichen Schadensersatzanspruchs gegen den Arzt auf der verm�gensm��igen Ebene von der Unterhaltsbelastung f�r das Kind freizustellen und der Kl�gerin ein Schmerzensgeld zuzuerkennen, wenn der Abbruch rechtm��ig gewesen w�re, also der Rechtsordnung entsprochen h�tte und von ihr nicht mi�billigt worden w�re (st. Rspr.: vgl. insbesondere BGHZ 129, 178, 185 = VersR 1995, 964, 966; Senatsurteile vom 4. Dezember 2001 - VI ZR 213/00 - aaO; vom 19. Februar 2002 - VI ZR 190/01 - VersR 2002, 767, 768 …und vom 18. Juni 2002 - VI ZR 136/01 - aaO, S. 1149).
OLG K�ln, 24.04.2002 - 5 U 72/01 Vor diesem Hintergrund kann auch bei der Frage, inwieweit bei einer fehlerhaften Behandlung, die zum Austragen eines behinderten Kindes gef�hrt haben, der Arzt die Unterhaltslast als Schaden zu ersetzen hat, nur noch auf die Rechtsprechung zur Ersatzpflicht bei medizinischer Indikation abgestellt werden (BGH, NJW 2002, 886, 887;… Gei�/Greiner, aaO, Rdn. B 167).Nach der insoweit ma�gebenden Entscheidung des BGH (NJW 1985, 2749, best�tigt von BGH, NJW 2002, 886, 887) ist ein Arztvertrag im Zusammenhang mit der genetischen Beratung und Behandlung einer Schwangeren im Allgemeinen indes nicht auf die Bewahrung vor belastenden Unterhaltsaufwendungen durch das Kind gerichtet (…BGH, aaO).� 218 a Abs. 2 StGB begr�ndet einen Ausnahmetatbestand; gewisse, ggf. auch behandlungsbed�rftige depressive Beeintr�chtigungen der Kindesmutter k�nnen nicht als ausreichend schwer wiegende Gefahren f�r den seelischen Gesundheitszustand einer Schwangeren angesehen werden, die eine medizinische Indikation zum Abbruch rechtfertigen w�rden (so ausdr�cklich BGH, NJW 2002, 886, 887).Die grunds�tzlichen Fragen der Haftung des Arztes auf Unterhalt bei unzureichender Betreuung in der Schwangerschaft sind - sp�testens mit der Entscheidung des BGH vom 4. Dezember 2001 (NJW 2002, 886) - gekl�rt.
OLG Stuttgart, 25.03.2003 - 1 U 125/02 Arzthaftung: Schadensersatzanspruch wegen Unterbleibens eines rechtm��igen …Die von der Kl�gerin vorgetragenen Beeintr�chtigungen und die vorliegenden �rztlichen Behandlungsunterlagen lassen nicht den Schluss darauf zu, dass bei der Kl�gerin im ma�geblichen Zeitpunkt, in dem die Behinderung des Kindes zu erkennen gewesen w�re (BGH NJW 2002, 886), Gefahren f�r ihren k�rperlichen oder seelischen Gesundheitszustand in einem solchen Ausma� zu prognostizieren gewesen w�ren, dass die Opfergrenze der Schwangeren �berschritten gewesen w�re.Die von der Kl�gerin f�r die Zeit nach der Geburt geschilderten Beeintr�chtigungen k�nnen f�r die vorausschauend zu beurteilende Frage der konkret drohenden Gesundheitsgefahr lediglich als Indiz herangezogen werden (BGH NJW 2002, 2636; 2002, 886).In der Entscheidung vom 04.12.2001 (BGH NJW 2002, 886) wurde der Revision der Erfolg versagt, mit der geltend gemacht worden war, das Berufungsgericht habe relevanten, unter Beweis gestellten Vortrag der Kl�ger nicht hinreichend beachtet; der Vortrag, es sei das Risiko gegeben, dass sich bei der Mutter eine chronische, kaum mehr heilbare Depression herausbilde, sei unter Sachverst�ndigenbeweis gestellt worden.
OLG Koblenz, 20.03.2006 - 5 U 255/06 Arzthaftung und Umfang des Schadensersatzes bei unterbliebenem …Dagegen wird ein Ausgleich von Unterhaltssch�den, wie er Gegenstand des Feststellungsantrags ist, nicht erm�glicht (BGH NJW 2002, 886, 887; BGH NJW 2002, 1489, 1491).Eine entsprechende Prognose war keineswegs gesichert, zumal weder behauptet noch sonst ersichtlich ist, dass die Kl�gerin in der Vergangenheit unter Depressivit�t gelitten h�tte (vgl. BGH NJW 2002, 886, 887).
OLG Bremen, 16.07.2002 - 3 U 17/01 Haftung des Arztes f�r Nichterkennung einer schweren Entwicklungsst�rung des …Ein �rztlicher Behandlungsfehler des Beklagten zu 2. k�nnte �berhaupt nur dann zu einer Haftung auf Schadensersatz f�hren, wenn der Abbruch der Schwangerschaft rechtlich zul�ssig gewesen w�re, also der Rechtsordnung entsprochen h�tte und von ihr nicht missbilligt worden w�re (BGH NJW 2002, 1489 ff.; BGH VersR 2002, 233, 234; BGHZ 129, 178, 185; BGHZ 89, 95, 107).Die medizinische Indikation setzt u. a. von der Kl�gerin darzulegende Gefahren f�r ihren Gesundheitszustand bei Fortbestand der Schwangerschaft voraus (BGH VersR 2002, 233, 234).
BGH, 12.03.2002 - VI ZR 143/01 StGB � 218a Abs. 1, 2; BGB � 276Die Klageabweisung rechtfertigt sich jedoch daraus, da� der geltend gemachte Schadensersatzanspruch nicht aus der Vereitelung eines auf � 218 a Abs. 1 StGB gegr�ndeten - lediglich straflosen - Schwangerschaftsabbruchs resultieren kann (Senatsurteile vom 4. Dezember 2001 - VI ZR 213/00 - VersR 2002, 233, 234 und vom 19. Februar 2002 - VI ZR 190/01 - zur Ver�ffentlichung bestimmt) und der Sachvortrag des Kl�gers einen aus medizinischer Indikation nach � 218 a Abs. 2 StGB in Betracht zu ziehenden Schwangerschaftsabbruch nicht hinreichend zu tragen vermag.
OLG D�sseldorf, 10.01.2002 - 8 U 79/01 Schadensersatzanspr�che bei Fehlschlagen eines sozial-medizinisch indizierten …Der Bundesgerichtshof hat betont, dass es konkreter Feststellungen f�r eine gravierende Ausnahmesituation der Schwangeren bedarf, um einen Abbruch der Gravidit�t zur Vermeidung gesundheitlicher Gefahren f�r die Mutter rechtfertigen zu k�nnen (Urteil vom 4. Dezember 2001 - VI ZR 213/00); derartige Details werden von den Kl�gern weder mitgeteilt noch unter Beweis gestellt; insbesondere bestand offensichtlich nach der sp�testens im Januar 1998 erfolgten genetischen Beratung keine Notwendigkeit, die angeblichen psychischen Verstimmungen �rztlich behandeln zu lassen.
OLG Karlsruhe, 13.06.2003 - 7 W 20/03 Arzthaftung: Berechtigung der Eltern auf Ersatz des behinderungsbedingten …Nur die fehlerhafte Unterlassung eines rechtm��igen Schwangerschaftsabbruchs kann aber die Haftung des Arztes begr�nden (st�ndige Rechtsprechung, BGH VersR 2002, 1148, 1149; VersR 2002, 233, 234 jeweils m. w. N.).
LG K�ln, 17.09.2008 - 25 O 35/08 LG Heidelberg, 09.06.2010 - 4 O 77/07 Schadensersatz wegen fehlender Beratung bzgl. pr�nataler Diagnosem�glichkeiten, …
AG Bochum, 25.09.2008 - 47 C 184/08 Verkauf eines Unfallwagens vor Weitergabe des Gutachtens
Rechtsprechung BGH, 20.04.1999 - VI ZR 65/98 Volltextver�ffentlichungen (4)
Beurteilung der voraussichtlichen beruflichen Entwicklung eines Gesch�digten
Ist der Verlauf der beruflichen Entwicklung des Gesch�digten ohne das Schadensereignis zu beurteilen, so gebietet � 252 S.2 BGB eine Prognose entsprechend dem gew�hnlichen Lauf der Dinge
NJW 1999, 3273 (Ls.)
NJW-RR 1999, 1039
VersR 2000, 233
Wird zitiert von ... (24) BGH, 05.10.2010 - VI ZR 186/08 Schadensrecht - Prognose f�r die Ermittlung des Erwerbsschadens bei jungem KindDoch d�rfen insoweit keine zu hohen Anforderungen gestellt werden (Senatsurteile vom 31. M�rz 1992 - VI ZR 143/91, VersR 1992, 973; vom 6. Juli 1993 - VI ZR 228/92, VersR 1993, 1284, 1285; vom 17. Januar 1995 - VI ZR 62/94, VersR 1995, 422, 424 ; vom 24. Januar 1995 - VI ZR 354/93, VersR 1995, 469, 470; vom 17. Februar 1998 - VI ZR 342/96, VersR 1998, 770, 772; vom 20. April 1999 - VI ZR 65/98, VersR 2000, 233), insbesondere dann, wenn das haftungsausl�sende Ereignis den Gesch�digten zu einem Zeitpunkt getroffen hat, als er noch in der Ausbildung oder am Anfang seiner beruflichen Entwicklung stand und deshalb noch keine Erfolge in der von ihm angestrebten T�tigkeit nachweisen konnte (Senatsurteil vom 6. Juni 2000 - VI ZR 172/99, VersR 2000, 1521, 1522; vgl. ferner KG, VersR 2006, 794).Ergeben sich keine Anhaltspunkte, die �berwiegend f�r einen Erfolg oder einen Misserfolg sprechen, dann liegt es nahe, nach dem gew�hnlichen Lauf der Dinge von einem voraussichtlich durchschnittlichen Erfolg des Gesch�digten in seiner T�tigkeit auszugehen und auf dieser Grundlage die weitere Prognose der entgangenen Einnahmen anzustellen und den Schaden gem�� � 287 ZPO zu sch�tzen; verbleibenden Risiken kann durch gewisse Abschl�ge Rechnung getragen werden (…Senatsurteile vom 17. Februar 1998 - VI ZR 342/96, aaO; vom 20. April 1999 - VI ZR 65/98, aaO;… vom 6. Juni 2000 - VI ZR 172/99, aaO).Im Rahmen der Prognoseentscheidung kann durchaus danach zu fragen sein, inwieweit der Gesch�digte den von ihm mit Wahrscheinlichkeit ohne die Sch�digung ergriffenen Beruf auch tats�chlich h�tte aus�ben und somit ein entsprechendes Einkommen erzielen k�nnen (vgl. Senatsurteile vom 14. Januar 1997 - VI ZR 366/95, VersR 1997, 366, 367; vom 20. April 1999 - VI ZR 65/98, aaO).
BGH, 06.06.2000 - VI ZR 172/99 Ma�geblicher Zeitpunkt bei Feststellungsantrag hinsichtlich Zukunftssch�denDie insoweit zu stellenden Anforderungen d�rfen indes nicht �berspannt werden (st.Rspr., vgl. etwa Senatsurteile vom 20. April 1999 - VI ZR 65/98 - VersR 2000, 233 und vom 17. Februar 1998 - VI ZR 342/96 - VersR 1998, 770, 772 m.w.N.).Verbleibenden Risiken kann durch gewisse Abschl�ge Rechnung getragen werden (st.Rspr., vgl. etwa Senatsurteile vom 20. April 1999 - VI ZR 65/98 - …und vom 17. Februar 1998 - VI ZR 342/96 - aaO., jeweils m.w.N.).
BGH, 06.02.2001 - VI ZR 339/99 Erwerbsschaden eines selbst�ndigen UnternehmersBeim Fehlen entgegenstehender Anhaltspunkte kann deshalb, wie das Berufungsgericht angenommen hat, zumindest von einem durchschnittlichen Erfolg des Gesch�digten in seiner bisherigen T�tigkeit ausgegangen werden (Senatsurteile vom 17. Februar 1998 - VI ZR 342/96 - VersR 1998, 770 zu 3.; vom 3. M�rz 1998 - VI ZR 385/96 - VersR 1998, 772 zu II 1 bb; vom 20. April 1999 - VI ZR 65/98 - VersR 2000, 233 zu II 1).
BGH, 09.11.2010 - VI ZR 300/08 Schadensrecht - Schadensbemessung bei AnstellungsprognoseDoch d�rfen insoweit keine zu hohen Anforderungen gestellt werden (Senatsurteile vom 31. M�rz 1992 - VI ZR 143/91, VersR 1992, 973; vom 6. Juli 1993 - VI ZR 228/92, VersR 1993, 1284, 1285; vom 17. Januar 1995 - VI ZR 62/94, VersR 1995, 422, 424 ; vom 24. Januar 1995 - VI ZR 354/93, VersR 1995, 469, 470; vom 17. Februar 1998 - VI ZR 342/96, VersR 1998, 770, 772; vom 20. April 1999 - VI ZR 65/98, VersR 2000, 233).Soweit sich keine Anhaltspunkte ergeben, die �berwiegend f�r einen Erfolg oder einen Misserfolg sprechen, liegt es nahe, nach dem gew�hnlichen Lauf der Dinge von einem voraussichtlich durchschnittlichen Erfolg des Gesch�digten in seiner T�tigkeit auszugehen und auf dieser Grundlage die weitere Prognose der entgangenen Einnahmen anzustellen und den Schaden gem�� � 287 ZPO zu sch�tzen; verbleibenden Risiken kann durch gewisse Abschl�ge Rechnung getragen werden (…Senatsurteile vom 17. Februar 1998 - VI ZR 342/96, aaO; vom 20. April 1999 - VI ZR 65/98, aaO;… vom 6. Juni 2000 - VI ZR 172/99, aaO;… vom 5. Oktober 2010 - VI ZR 186/08, aaO Rn. 21).
BGH, 26.07.2005 - X ZR 134/04 Verfahrensrecht - Schadensermittlungspflicht des TatrichtersDieser Schwierigkeit mu� auch im Bereich der Vertragshaftung nach den gleichen Grunds�tzen Rechnung getragen werden, wie sie der VI. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs f�r Anspr�che aus unerlaubter Handlung entwickelt hat (…BGH, Urt. v. 17.2.1998 - VI ZR 342/96, NJW 1998, 1633, 1634;… vgl. BGH, Urt. v. 3.3.1998 - VI ZR 385/96, NJW 1998, 1634, 1636 = BGHR BGB � 842 Selbst�ndige 1; v. 20.4.1999 - VI ZR 65/98, VersR 2000, 233;… v. 6.2.2001 - VI ZR 339/99, NJW 2001, 1640, 1641 = BGHR BGB � 252 Satz 2 Verdienstausfall 8).
OLG Koblenz, 24.04.2006 - 12 U 357/05 Pr�fung der beruflichen Entwicklung eines Unfallgesch�digten ohne das …An die Darlegungs- und Beweislast d�rfen jedoch keine zu hohen Anforderungen gestellt werden (vgl. BGH NJW-RR 1999, 1039 f.).Es darf n�mlich nicht au�er acht gelassen werden, dass es in der Verantwortlichkeit des Sch�digers liegt, wenn die berufliche Entwicklung des Gesch�digten beeintr�chtigt worden ist und daraus erst die besondere Schwierigkeit folgt, eine Prognose �ber die hypothetische Entwicklung anzustellen (vgl. BGH NJW 1998, 1633; VersR 2000, 233;… Senat Urt. vom 4. Oktober 2005 - 12 U 961/99; OLG N�rnberg OLG-Report N�rnberg 2003, 254 f.).Ein Grund zur Zulassung der Revision gem�� � 543 Abs. 2 ZPO besteht nicht, nachdem insbesondere der Prognosema�stab zu � 252 BGB h�chstrichterlich gekl�rt ist (vgl. etwa BGH NJW 1998, 1633; VersR 2000, 233).
OLG K�ln, 27.02.2002 - 11 U 116/01 85.000,00 DM Schmerzensgeld nach Verkehrunfall mit erheblichen Dauersch�denAngesichts der danach geltenden Ma�st�be d�rfen an die Darlegung konkreter Anhaltspunkte f�r die Ermittlung des Erwerbsschadens keine zu hohen Anforderungen gestellt werden (vgl. BGH, NJW-RR 1992, 852 = VersR 1992, 973; NJW 1993, 2673 = VersR 1993, 1284, 1285; NJW 1995, 1023, 1024 = VersR 1995, 422 ff. = MDR 1995, 358; NJW 1998, 1634 = VersR 1998, 770, 772; NJW-RR 1999, 1039 = VersR 2000, 233; NJW 2000, 3287, 3288 = VersR 2000, 1521).Der Gesch�digte darf im Rahmen der Schadensermittlung gem�� den �� 252 BGB, 287 ZPO jedenfalls nicht vorschnell auf die Unsicherheit m�glicher Prognosen verwiesen werden; verbleibenden Risiken kann durch gewisse Abschl�ge Rechnung getragen werden (BGH, VersR 1998, 770, 772; 2000, 233; NJW 2000, 3287, 3288).
KG, 23.07.2001 - 12 U 980/00 Die insoweit zu stellenden Anforderungen d�rfen indes nicht �berspannt werden (st. Rspr., vgl. etwa Senat, NJW-RR 1999, 1039 = VersR 2000, 233, und BGH, NJW 1998, 1634 = LM H. 7/1998 � 252 BGB Nr. 72 = VersR 1998, 770 [772] m.w. Nachw.).Verbleibenden Risiken kann durch gewisse Abschl�ge Rechnung getragen werden (st. Rspr., vgl. etwa Senat, NJW-RR 1999, 2039 = VersR 2000, 233, und BGH, NJW 1998, 1634 = LM H. 7/1998 � 252 BGB Nr. 72 = VersR 1998, 770 [772], jew. m. w. Nachw.)".
KG, 16.10.2003 - 12 U 58/01 Schadenersatz bei Verkehrsunfall: Voraussetzungen der Haftung f�r psychische …
OLG Frankfurt, 18.08.2006 - 19 U 242/05 Haftung und Schadenersatz bei Verkehrsunfall mit Personenschaden: Mitverschulden …
LG Bochum, 04.07.2012 - 6 O 217/10 OLG Schleswig, 24.04.2008 - 7 U 81/06 Umfang des Schadensersatzes bei unfallbedingter Querschnittsl�hmung; …
OLG D�sseldorf, 15.05.2003 - 8 U 117/02 OLG Celle, 27.06.2012 - 14 U 193/10 Erwerbsschaden eines durch Unfall arbeitsunf�hig gewordenen …
LG Kiel, 06.07.2007 - 6 O 231/06 Voraussetzungen f�r den Anspruch auf Erwerbsschaden; Schmerzensgeld f�r die …

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