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Timestamp: 2020-02-23 14:53:44+00:00

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BVerfG, Beschluss v. 19.08.2002 - 2 BvR 443/01 - NWB Urteile
BVerfG v. 19.08.2002 - 2 BvR 443/01
BVerfG Beschluss v. 19.08.2002 - 2 BvR 443/01
Grundrechtsbindung der Religionsgemeinschaften bei der Kirchensteuererhebung; kirchliches Besteuerungsrecht
1. Nach Art. 140 GG i. V. mit Art. 137 Abs. 6 WRV sind die korporierten Religionsgemeinschaften berechtigt, von ihren Mitgliedern Steuern zu erheben. Sie sind bei Inanspruchnahme dieses Hoheitsrechts an die grundgesetzliche Ordnung, vor allem an die Grundrechte, gebunden und unterliegen der Rechtskontrolle durch staatliche Gerichte.
2. Unterschiedlich hohe Durchschnittseinkommen der Kirchenglieder in den Ländern Hamburg und Schleswig-Holstein rechtfertigen keine unterschiedliche Höhe der Hebesätze.
Gesetze: GG Art. 3 Abs. 1GG Art. 20 Abs. 3GG Art. 2 Abs. 1GG Art. 140WRV Art. 137 Abs. 3WRV Art. 137 Abs. 6GG Art. 101 Abs. 1 Satz 2GG Art. 100 Abs. 1KiStG SH § 2 Abs. 2KiStG HA § 4 Abs. 1
Instanzenzug: BVerwG Beschluß vom 11.01.2001 – 11 B 64/00OVG für das Land Schleswig-Holstein Urteil vom 21.06.2000 – 2 L 11/99
a) in Höhe eines Vomhundertsatzes der Einkommen-(Lohn-)steuer...
4. Die von den Beschwerdeführern erhobene Beschwerde gegen die Nichtzulassung der Revision hat das Bundesverwaltungsgericht zurückgewiesen. Die in der Nichtzulassungsbeschwerde aufgeworfene Rechtsfrage, ob Art. 100 Abs. 1 GG auch formelle Kirchengesetze erfasse, lasse sich auf der Grundlage der gefestigten Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts eindeutig verneinen. Die Vorlagepflicht erfasse ausschließlich förmliche, von einem Bundes- oder Landesparlament erlassene nachkonstitutionelle Gesetze; es solle damit die Autorität des konstitutionellen Gesetzgebers gewahrt werden. Die Beantwortung der weiteren Rechtsfrage, ob Art. 3 Abs. 1 GG einer korporierten Religionsgesellschaft, deren Gebiet sich über zwei Länder erstreckt, verbiete, für die beiden Länder unterschiedlich hohe Steuersätze festzusetzen, sei im Revisionsverfahren nicht zu erwarten. Maßgeblich für die Beurteilung des Prinzips der Steuergerechtigkeit seien vorliegend vor allem auch Bedeutung und Tragweite des Art. 111 der Verfassung der NEK, der die Festsetzung eines einheitlichen Steuersatzes im gesamten Gebiet als Ziel formuliere. Das Urteil gehe vor diesem Hintergrund davon aus, dass der Beigeladenen ein Anpassungszeitraum zur Angleichung der unterschiedlichen Steuersätze zuzugestehen sei, sodass die Beantwortung der aufgeworfenen
abstrakten Rechtsfrage nicht entscheidungserheblich sei.
§ 93b in Verbindung mit
§ 93a BVerfGG in der Fassungder Bekanntmachung vom
§ 1 (Steuerberechtigung)(1) Die evangelisch-lutheri
§ 3 Abs. 1,4. das Rechtsbehelfsverfahren im kirchli
§ 2 (Kirchliche Steuergesetze und -verordnungen)Die
§ 3 (Steuerarten)(1) Kirchensteuern können - einzel
§ 6 (Staatliche Verwaltung der Kirchensteuern)(1) D
§ 3 Kirchensteuerpflichtige(1) Alle Kirchenmitglied
§ 5 Allgemeines(1) Die Kirchensteuern können einzel
§ 6 Bemessung der Kirchensteuer(1) Die in Höhe eine
§ 1 Kirchensteuer in Höhe eines Vomhundertsatzes de
§ 5 Abs. 1 Nr. 1 a der Kirchensteuerordnung. Sie be
§ 1 Steuerberechtigte(1) Die evangelisch-lutherisch
§ 3 Steuerarten und Steuermaßstab(1) Kirchensteuern
§ 4 Kirchliche Steuervorschriften(1) Art und Höhe d
§ 1 Abs. 1 KiStB gegen Art. 3 Abs. 1 GG verstoße un
§ 93a Abs. 2 BVerfGG zur Entscheidung anzunehmen.1.
§ 93a Abs. 2 Buchstabe a BVerfGG). Diese ist nur ge
§ 90 Abs. 1 BVerfGG bezeichneten Rechte angezeigt (
§ 1 Abs. 1 des Kirchensteuerbeschlusses mit dem Gru
§ 37, S. 1101 <1102>; A. v. Campenhausen, in: v. Ma
§ 2 Abs. 1 des Kirchensteuerbeschlusses an Art. 3 A
Art. 3 Abs. 1 GG darstelle. 2. Das Verwaltungsgericht
Art. 3 Abs. 1 GG zu messen, aber sachlich gerechtferti
Art. 3 Abs. 1 GG verstoße und daher rechtswidrig sei.
Art. 140 GG i.V.m.
Art. 137 Abs. 3 WRV geschützten Bereich der eigenen An
Art. 3 Abs. 1 GG zu messen. Die Klägerin habe Anspruch
Art. 100 Abs. 1 GG auch formelle Kirchengesetze erfass
Art. 3 Abs. 1 GG einer korporierten Religionsgesellsch
Art. 111 der Verfassung der NEK, der die Festsetzung e
Art. 4 Abs. 1 und Abs. 2 i.V.m.
Art. 137 Abs. 3 und 6 WRV, aus
Art. 3 Abs. 1 GG und aus
Art. 101 Abs. 1 Satz 2 GG. Die angegriffenen Entscheid
Art. 137 Abs. 6 WRV.
Art. 137 Abs. 6 WRV räume den Kirchen die Befugnis zur
Art. 3 Abs. 1 GG halte das Kirchengesetz über die Höhe
Art. 137 Abs. 6 WRV, der den Kirchen das Besteuerungsr
Art. 101 Abs. 1 Satz 2 GG verletzt, weil es seiner Vor
Art. 100 Abs. 1 GG nicht nachgekommen sei; es sei verp
Art. 3 Abs. 1 GG verletzt, weil es von der Entscheidun
Art. 3 Abs. 1 GG vereinbar angesehen.C. Die Verfassung
Art. 101 Abs. 1 Satz 2 GG verletzt sein, wenn ein Geri
Art. 100 Abs. 1 GG seiner Verpflichtung zur Aussetzung
Art. 137 WRV Rn. 297). Der von der Synode als innerkir
Art. 100 Abs. 1 GG (vgl. BVerfGE 19, 253 <266 f.>; Mar
Art. 137 Abs. 3 der Verfassung vom 11. August 1919 (We
Art. 137 Abs. 6 WRV sind die korporierten Religionsgem
Art. 140 i.V.m.
Art. 137 Abs. 3 WRV garantierten Freiheit (vgl. zuletz
Art. 137 WRV Rn. 270). Der Staat ist verpflichtet, den
Art. 140 GG/
Art. 137 WRV Rn. 21; A. v. Campenhausen, a.a.O.,
Art. 137 WRV Rn. 271; M. Morlok, in: H. Dreier <Hrsg.>
Art. 137 WRV Rn. 83; Hermann Weber, Die Religionsgemei
Art. 1 Abs. 3 GG von ihrer strikten Bindung an die Gru
Art. 137 Abs. 6 WRV nach, wenn er die rechtlichen Vora
Art. 3 Abs. 1 GG fliessende Gebot der Besteuerung nach
Art. 137 Abs. 3 Satz 1 WRV geschützten eigenen Angeleg
Art. 3 Abs. 1 GG gemessen. Der von den Beschwerdeführ
Art. 3 Abs. 1 GG sei nicht das kirchliche Gesetz, sond
Art. 3 Abs. 1 GG richtig gewählt. (2) Auch ist gegen d
Art. 137 Abs. 6 WRV noch das kirchliche Selbstbestimmu
Art. 3 Abs. 1 GG, der im Steuerrecht eine Besteuerung
Art. 137 Abs. 6 WRV lege nahe, die Zugehörigkeit von T
Art. 140 GG inkorporierten
Art. 137 Abs. 6 WRV, der den Religionsgesellschaften d
Art. 137 Abs. 3 WRV geschützten Selbstbestimmungsrecht
Art. 137 Abs. 6 WRV hinaus (vgl. Ehlers, a.a.O., Rn. 2
Art. 111 Satz 1 ihrer Verfassung die Festlegung einhei
Art. 3 Abs. 1 GG in seiner Ausprägung als Willkürverbo
Art. 3 Abs. 1 GG verstoße un§ 93a Abs. 2 BVerfGG zur E
FG Hamburg 22.8.2019 - 3 K 140/19
BAG 12.10.2010 - 9 AZR 554/09
BFH 19.10.2005 - I R 76/04
BFH 29.10.2003 - I B 8/03
BFH/NV-Beilage 2003 S. 136 Nr. 2
JAAAB-87194
BVerfG, Beschluss v. 19.08.2002 - 2 BvR 443/01 ablegen in?

References: Art. 140
 Art. 137
 Art. 3
 Art. 20
 Art. 2
 Art. 140
 Art. 137
 Art. 137
 Art. 101
 Art. 100
 § 2
 § 4
 Art. 100
 Art. 3
 Art. 111

§ 93

§ 93

§ 1

§ 3

§ 2

§ 3

§ 6

§ 3

§ 5

§ 6

§ 1

§ 5

§ 1

§ 3

§ 4

§ 1
 Art. 3

§ 93

§ 93

§ 90

§ 1

§ 37

§ 2
 Art. 3

Art. 3

Art. 3

Art. 3

Art. 140

Art. 137

Art. 3

Art. 100

Art. 3

Art. 111

Art. 4

Art. 137

Art. 3

Art. 101

Art. 137

Art. 137

Art. 3

Art. 137

Art. 101

Art. 100

Art. 3

Art. 3

Art. 101

Art. 100

Art. 137

Art. 100

Art. 137

Art. 137

Art. 140

Art. 137

Art. 137

Art. 140

Art. 137

Art. 137

Art. 137

Art. 1

Art. 137

Art. 3

Art. 137

Art. 3

Art. 3

Art. 3

Art. 137

Art. 3

Art. 137

Art. 140

Art. 137

Art. 137

Art. 137

Art. 111

Art. 3

Art. 3