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Timestamp: 2016-10-23 22:21:11+00:00

Document:
2A.179/2001 (31.05.2001)
2A.179/2001/zga
Bundesrichter Hungerb�hler und Gerichtsschreiber Hugi Yar.
Y.________, vertreten durch Rechtsanwalt Dr. Peter A.
Reichart, c/o Wartmann & Merker, Fraum�nsterstrasse 29, Postfach, Z�rich,
Einsetzen eines Beobachters
A.- Im Zusammenhang mit Abkl�rungen von Unregelm�ssigkeiten bei der Bank X.________ (Schweiz) erhielt die Eidgen�ssische Bankenkommission (im Weitern: Bankenkommission oder EBK) Kenntnis davon, dass die Y.________ bei dieser die Kundenbeziehung I.________ mit 40 Rubrikkonti unterh�lt.
Acht von diesen Portofolios wiesen �berz�ge von 18,8 Mio.
Franken und deren vier ein Verm�gen von 0,8 Mio. Franken aus. Auf weiteren 28 Konti l�gen insgesamt 22,3 Mio. Franken, die offensichtlich Kunden der Y.________ geh�rten. Eines der Rubrikkonti - so die Revisionsstelle der X.________ - k�nnte ein Sammelkonto mit �ber 300 wirtschaftlich Berechtigten sein. Es sei deshalb nicht auszuschliessen, dass die Y.________ Kundengelder entgegennehme und illegal als Kundenh�ndlerin t�tig sei (Art. 2 lit. d des Bundesgesetzes �ber die B�rsen und den Effektenhandel vom 24. M�rz 1995 [BEHG; SR 954. 1] in Verbindung mit Art. 3 Abs. 5 der Verordnung vom 2. Dezember 1996 �ber die B�rsen und den Effektenhandel [BEHV; SR 954. 11]). M�glicherweise verstosse sie auch gegen das bankengesetzliche Verbot der Entgegennahme von Publikumseinlagen (Art. 3a der Verordnung vom 17. Mai 1972 �ber die Banken und Sparkassen [BankV; SR 952. 02]).
B.- Mit superprovisorischer Verf�gung vom 5. Februar 2001 untersagte der Vizepr�sident der Bankenkommission der Y.________ jede Effektenh�ndlert�tigkeit und weitere Entgegennahme von Publikumseinlagen. Er verbot ihren Organen unter Strafandrohung, die Aktiven der Gesellschaft zu vermindern bzw. deren Passiven zu erh�hen, und sperrte gleichzeitig die Kundenbeziehung I.________. Die Ernst & Young AG, Z�rich, beauftragte er als Beobachterin, einen Bericht �ber alle am Sitz und in den R�umlichkeiten der Y.________ ausge�bten Gesch�ftst�tigkeiten zu erstellen. Nachdem der Y.________ Gelegenheit gegeben worden war, hierzu Stellung zu nehmen, best�tigte der Pr�sident der Bankenkommission am 26. M�rz 2001 im Wesentlichen diese Verf�gung als vorsorgliche Massnahme.
C.- Hiergegen hat die Y.________ am 6. April 2001 beim Bundesgericht Verwaltungsgerichtsbeschwerde eingereicht mit folgenden Antr�gen:
"1. Es sei der angefochtene Entscheid aufzuheben und
es sei festzustellen, dass die Beschwerdef�hrerin
keine bewilligungspflichtige T�tigkeit aus�bt.
a) Es sei der angefochtene Entscheid aufzuheben
und die Bankenkommission anzuweisen, �ber den
Erlass einer vorsorglichen Massnahme nach Gew�hrung
des rechtlichen Geh�rs zu entscheiden.
b) Es sei die superprovisorische Verf�gung vom 5. Februar 2001 wie folgt abzu�ndern:
Ziff. 3: 'Die Kundenbeziehung Nr. I.________
(Y.________) der X.________ und 1.________
und 2.________ der Z.________ werden gesperrt.
Zul�ssig sind Zahlungen zur Begleichung st�ndiger
laufender Verpflichtungen und von Anwaltskosten
in angemessener H�he, wobei das
Sekretariat der Eidg. Bankenkommission jeweils
auf Antrag des Beobachters entscheidet. '
c) Es sei die superprovisorische Verf�gung vom 5. Februar 2001 wie folgt abzu�ndern:
'Es sei das Mandat des Beobachters insofern
zu erweitern, als er auf Kosten der Bank
X.________ und mit den notwendigen Kompetenzen
ausgestattet abzukl�ren habe, (i) weshalb
die X.________ der Y.________ eine Kontenstruktur
in der hier in Frage stehenden Form
empfohlen hat, (ii) welche internen und externen
Abkl�rungen die X.________ vorgenommen
hat, bevor sie die in Frage stehende Kontenstruktur
der Y.________ empfohlen hat, und
(iii) inwiefern die Strukturierung von Konti
mit einzelnen Portofolios (POR) innerhalb der
X.________ einer allgemeinen Gesch�ftspraxis
entspricht. '
Unter Kosten- und Entsch�digungsfolgen zu Lasten
der Bankenkommission.. "
Im Weitern ersucht die Y.________ um Erlass der Sicherstellung und Bevorschussung der mutmasslichen Gerichtskosten, da ihre Gelder bankenrechtlich wie strafprozessual blockiert seien; gegebenenfalls sei ihr die unentgeltliche Rechtspflege zu gew�hren.
Die Y.________ macht geltend, die Bankenkommission habe den Sachverhalt unrichtig und unvollst�ndig ermittelt und den rechtserheblichen Sachverhalt unzutreffend gew�rdigt; im �brigen sei ihr Anspruch auf rechtliches Geh�r verletzt worden, da sie ohne hinreichende Aktenkenntnis habe Stellung nehmen m�ssen. Durch die Weigerung der Bankenkommission, Gelder f�r die Zahlung ihrer Anwaltskosten freizugeben, sei ihr Anspruch auf Vertretung und Verbeist�ndung beeintr�chtigt worden. Schliesslich habe es die Bankenkommission zu Unrecht abgelehnt, das Mandat der Beobachterin zu erweitern.
1.- a) Die Verwaltungsgerichtsbeschwerde ist gegen Verf�gungen zul�ssig, die sich auf �ffentliches Recht des Bundes st�tzen oder h�tten st�tzen sollen und von einer der in Art. 98 OG genannten Vorinstanzen ausgehen, wenn ihr keiner der in Art. 99 ff. OG oder in der Spezialgesetzgebung vorgesehenen Ausschlussgr�nde entgegensteht (Art. 97 OG in Verbindung mit Art. 5 VwVG). Gegen Zwischenentscheide ist sie gegeben, soweit der Endentscheid angefochten werden kann (vgl. Art. 101 lit. a OG) und dem Betroffenen ein nicht wieder gutzumachender Nachteil droht (Art. 97 OG in Verbindung mit Art. 5 und Art. 45 Abs. 1 VwVG). Diese Voraussetzung gilt auch f�r die in Art. 45 Abs. 2 VwVG als selbst�ndig anfechtbar bezeichneten Zwischenverf�gungen (BGE 125 II 613 E. 2a S. 619 f.). Der Nachteil muss dabei nicht rechtlicher Natur sein; die Beeintr�chtigung in schutzw�rdigen tats�chlichen Interessen gen�gt, sofern der Betroffene nicht nur eine Verl�ngerung oder Verteuerung des Verfahrens zu verhindern sucht (BGE 125 II 613 E. 2a S. 620; 120 Ib 97 E. 1c S. 99 f.).
b) aa) Die Bankenkommission hat am 5. Februar 2001 superprovisorisch die Ernst & Young AG, Z�rich, als Beobachterin eingesetzt und damit beauftragt, die Gesch�ftst�tigkeit der Beschwerdef�hrerin zu �berpr�fen. Gleichzeitig verf�gte sie zum Schutz allf�lliger Anleger eine Kontensperre und auferlegte der Beschwerdef�hrerin weitere Beschr�nkungen ihrer Aktivit�ten. Nach Gew�hrung des rechtlichen Geh�rs best�tigte sie diese Anordnung am 26. M�rz 2001 als vorsorgliche Massnahme. Nur dieser Entscheid, der an die Stelle der superprovisorischen Anordnung getreten ist, kann vor Bundesgericht angefochten werden. Soweit sich die Beschwerdef�hrerin gegen die urspr�ngliche Anordnung wendet, ist auf ihre Eingabe nicht einzutreten.
bb) Die angefochtene Verf�gung der Bankenkommission bildet einen Zwischenentscheid im Sinne von Art. 45 Abs. 2 lit. d (Verf�gung �ber Auskunfts-, Zeugnis- oder Editionspflicht) bzw. Art. 45 Abs. 2 lit. g VwVG (vorsorgliche Massnahme).
Sie schliesst das Unterstellungsverfahren nicht ab, sondern stellt einen Zwischenschritt auf dem Weg zu einem Endentscheid �ber die Bewilligungspflicht dar. Der Antrag der Beschwerdef�hrerin, festzustellen, dass sie keine bewilligungspflichtige T�tigkeit aus�be, geht �ber den Verfahrensgegenstand hinaus. Das Bundesgericht kann zurzeit nur pr�fen, ob die von der Bankenkommission getroffenen vorsorglichen Massnahmen bundesrechtskonform sind, indessen nicht den Endentscheid vorwegnehmen. Auf den entsprechenden Antrag ist nicht einzutreten. Das Gleiche gilt, soweit die Beschwerdef�hrerin ersucht, das Mandat der Beobachterin auf das Gesch�ftsgebaren der X.________ auszudehnen. Durch die Ablehnung dieses Beweisantrags entsteht ihr kein nicht wieder gutzumachender Nachteil. Sie wird ihre Kritik - soweit dannzumal noch n�tig - bei Anfechtung des Endentscheids vorbringen k�nnen.
cc) Auf die Eingabe ist einzutreten, soweit sich die Beschwerdef�hrerin gegen die Einsetzung der Beobachterin und die ihr auferlegten Beschr�nkungen ihrer Gesch�ftst�tigkeit wendet: In Vollzug des B�rsengesetzes ergehende Verf�gungen der Aufsichtsbeh�rde �ber dessen Anwendbarkeit (Unterstellungsentscheid) bzw. �ber damit verbundene Rechtsfolgen unterliegen unmittelbar der Verwaltungsgerichtsbeschwerde an das Bundesgericht (Art. 39 BEHG; Art. 97 in Verbindung mit Art. 98 lit. f OG und Art. 5 VwVG). Der Beschwerdef�hrerin droht durch die Anordnung, ihre Gesch�ftst�tigkeit von der Beobachterin �berpr�fen lassen sowie deren Vertretern unter Strafandrohung Zutritt zu ihren Gesch�ftsr�umlichkeiten und Einblick in s�mtliche Unterlagen gew�hren zu m�ssen, ein nicht wieder gutzumachender Nachteil, zumal die Bankenkommission damit weitgehende Sicherungsmassnahmen (Kontensperre; Verbot weiterer Gesch�ftst�tigkeit usw.) verbunden hat. Diese Eingriffe k�nnen auch bei einem positiven Verfahrensausgang nicht ohne weiteres wieder gutgemacht werden, da sie geeignet sind, die Gesch�ftst�tigkeit der Beschwerdef�hrerin nachhaltig negativ zu beeinflussen (unver�ffentlichte E. 1 von BGE 126 II 111 ff.; BGE 99 Ib 413 E. 1b S. 416 f. bez�glich Abkl�rungen im Bereich von Anlagefonds; unver�ffentlichte E. 1 von BGE 121 II 147 ff.).
2.- a) Das Bundesgericht hat in BGE 126 II 111 ff.
festgehalten, das B�rsengesetz sehe zwar die M�glichkeit der Abordnung eines Beobachters nicht ausdr�cklich vor, dabei d�rfte es sich aber um ein gesetzgeberisches Versehen handeln. Nach Art. 35 Abs. 3 BEHG treffe die Bankenkommission generell die zur Wiederherstellung des ordnungsgem�ssen Zustands und f�r die Beseitigung der Missst�nde "notwendigen Verf�gungen", wobei die dort ausdr�cklich genannten - und hier vorsorglich angeordneten - Massnahmen (Untersagen aller Zahlungen und Rechtsgesch�fte f�r kurze Zeit, vor�bergehendes oder dauerndes Verbot der T�tigkeit im Effektenhandel) lediglich beispielhaft erw�hnt seien. Wenn die Bankenkommission befugt erscheine, in Analogie zur bankenrechtlichen Praxis die Aufl�sung einer Gesellschaft anzuordnen, die eine nicht bewilligungsf�hige T�tigkeit als Effektenh�ndlerin aus�be, so sei sie auch berechtigt, die weniger weit reichende Einsetzung eines Beobachters zu verf�gen, und dies selbst dann, wenn nicht feststehe, ob tats�chlich eine Gesetzesverletzung oder ein Missstand vorliege. Es gen�ge, dass aufgrund der konkreten Umst�nde hierf�r objektive Anhaltspunkte best�nden, wobei der Sachverhalt nur durch eine Kontrolle an Ort und Stelle abschliessend festgestellt werden k�nne. Der zu beseitigende Missstand liege in diesem Fall in der unklaren Ausgangslage, die es im Interesse der mit dem B�rsengesetz verfolgten Ziele (vgl. Art. 1 BEHG) zu kl�ren gelte (BGE 126 II 111 E. 4c S. 117 f., mit Hinweisen).
b) aa) Die Beschwerdef�hrerin stellt zu Recht nicht ernsthaft in Abrede, dass hinreichend konkrete Anhaltspunkte daf�r bestanden, ihre Gesch�ftst�tigkeit zu �berpr�fen: Als bewilligungspflichtige Kundenh�ndler gelten juristische Personen, die gewerbsm�ssig in eigenem Namen auf Rechnung von Kunden mit Effekten handeln und f�r diese selber oder bei Dritten Konti zur Abwicklung des Effektenhandels f�hren oder Effekten dieser Kunden bei sich oder in eigenem Namen bei Dritten aufbewahren (Art. 2 lit. d BEHG in Verbindung mit Art. 3 Abs. 5 BEHV); die Bewilligungspflicht besteht insbesondere, wenn der H�ndler Werte in eigenem Namen, aber auf Rechnung der Kunden bei einer Bank in einem Sammelkonto h�lt.
Im Zusammenhang mit Unregelm�ssigkeiten im Gesch�ftsbetrieb der X.________ ist deren Revisionsstelle auf die Bankbeziehung der Beschwerdef�hrerin mit rund 40 Unterportofolios gestossen, �ber die - zumindest teilweise - Effektengesch�fte abgewickelt worden sind. Aufgrund der vorhandenen Unterlagen konnte nicht ausgeschlossen werden, dass die Beschwerdef�hrerin im Unterkonto "POR 4" ein b�rsen- oder bankenrechtlich relevantes Sammelkonto mit �ber 300 wirtschaftlich Berechtigten betrieb. Die Bankenkommission war deshalb gehalten, in geeigneter Weise f�r eine weitere Abkl�rung und eine zweckm�ssige Sicherung der Verm�genswerte der Kunden zu sorgen. Wegen der personellen Verkn�pfungen und der teilweise engen Beziehungen der leitenden Organe der Beschwerdef�hrerin mit jenen der Bank musste sie sich nicht damit begn�gen, lediglich allgemeine Ausk�nfte �ber deren T�tigkeit von dieser selber einzuholen; sie durfte vielmehr - ohne Verletzung des Verh�ltnism�ssigkeitsgrundsatzes - sofort superprovisorisch die geeigneten Verwaltungsmassnahmen treffen und die weitere Gesch�ftst�tigkeit der Beschwerdef�hrerin (zumindest vorerst) stoppen. Dies galt um so mehr, als im Zusammenhang mit den Unregelm�ssigkeiten bei der X.________ auch Mitarbeiter und Organe der Beschwerdef�hrerin in das entsprechende Strafverfahren miteinbezogen werden mussten.
bb) Gest�tzt auf die Zwischenberichte der Beobachterin bestand in der Folge keine Veranlassung, auf die superprovisorisch angeordneten Massnahmen zur�ckzukommen. Im Gegenteil:
Die Berichte best�tigten den Verdacht, dass die Beschwerdef�hrerin als Kundenh�ndlerin t�tig gewesen sein k�nnte, auch wenn das Portofolio 4 kein Effektenhandels-, sondern ein Devisenhandelskonto bildete. Die abschliessende Beurteilung der umstrittenen T�tigkeit wird davon abh�ngen, ob die einzelnen Unterkonti der Bankbeziehung I.________ der Beschwerdef�hrerin oder direkt deren Kunden zuzuschreiben sind, was zwischen ihr und der Bank zurzeit umstritten ist und weiterer Abkl�rung bedurfte bzw. bedarf. Die Annahme der Bankenkommission, aufgrund der vorliegenden Unterlagen sei die urspr�ngliche Vermutung, die Beschwerdef�hrerin �be eine unerlaubte Effektenh�ndlert�tigkeit aus, zumindest noch "nicht widerlegt", weshalb sich der Erlass vorsorglicher Massnahmen rechtfertige, ist im Rahmen des ihr zustehenden "technischen Ermessens" (BGE 126 II 111 E. 3b S. 115 f.) haltbar.
3.- Was die Beschwerdef�hrerin weiter einwendet, l�sst den angefochtenen Entscheid ebenfalls nicht als bundesrechtswidrig erscheinen:
a) aa) Die Frage, ob die Y.________ tats�chlich einer bewilligungspflichtigen T�tigkeit nachgegangen ist, wird - gest�tzt auf den Schlussbericht der Beobachterin - Gegenstand des Endentscheids bilden. Hinsichtlich des Verfahrens hat sich die Vorinstanz an die vom Bundesgericht in BGE 126 II 111 ff. entwickelten Vorgaben gehalten. Wie dort ausgef�hrt (E. 5b/bb S. 121), kann die Bankenkommission superprovisorisch f�r die Dauer der Abkl�rungen Gelder und Konten vorsorglich blockieren, wenn bei Einsetzung des Beobachters hinreichend deutliche Anhaltspunkte daf�r bestehen, dass Anlegerinteressen bedroht sein k�nnten; auch ein vorsorgliches Verbot aller Gesch�ftsabschl�sse sei in dieser Situation denkbar.
Im Rahmen der mit ihren Anordnungen verbundenen Interessenabw�gung m�sse die Bankenkommission jedoch der M�glichkeit Rechnung tragen, dass die beobachtete Firma allenfalls tats�chlich keiner unterstellungspflichtigen T�tigkeit nachgehe und die getroffenen (vorsorglichen) Massnahmen sie deshalb in ihren Aktivit�ten in (nachtr�glich) ungerechtfertigter Weise massiv beeintr�chtigen k�nnten. Sie habe deshalb flexibel und rasch zu reagieren und �ber eine erste, m�glicherweise kurzfristige, superprovisorische Sperrung aller Konten oder Gelder hinaus - nach Gew�hrung des rechtlichen Geh�rs - zu kl�ren, ob und wieweit �ber das Beobachtermandat reichende Massnahmen zum Schutz gef�hrdeter Interessen tats�chlich weiterhin erforderlich erschienen.
bb) Dies hat die Bankenkommission vorliegend getan:
Die Beobachterin wurde wegen der von der Sache her gebotenen Dringlichkeit superprovisorisch ohne Gew�hrung des rechtlichen Geh�rs eingesetzt. Die Anordnung der in die Gesch�ftst�tigkeit eingreifenden Verwaltungsmassnahmen nahm die Bankenkommission selber vor und �berliess sie nicht der Beobachterin, was das Bundesgericht in BGE 126 II 111 ff.
kritisiert hatte (vgl. dort E. 5). Mit der entsprechenden Verf�gung setzte sie der Beschwerdef�hrerin Frist, sich zum Erlass einer im Wesentlichen inhaltsgleichen vorsorglichen Massnahme zu �ussern; damit erhielt die Beschwerdef�hrerin Gelegenheit, ihre schutzw�rdigen Interessen bereits f�r die Dauer des Unterstellungsverfahrens geltend zu machen. Wenn sie kritisiert, sie habe zu den ins Auge gefassten Massnahmen nicht sinnvoll Stellung nehmen k�nnen, weil sie keinen Einblick in die im Strafverfahren beschlagnahmten Akten erhielt, �bersieht sie, dass ihr die Bankenkommission nur jene Akten zur Verf�gung stellen konnte und musste, �ber die sie selber verf�gte. In diese und insbesondere in die beiden Zwischenberichte der Beobachterin vom 22. und 28. Februar 2001 hat sie unbestrittenermassen Einsicht nehmen k�nnen. Entgegen ihrem Einwand konnte es die Bankenkommission nicht einfach bei der superprovisorischen Anordnung belassen, war sie gest�tzt auf die bundesgerichtliche Rechtsprechung doch gerade im Interesse der Beschwerdef�hrerin gehalten, ihr m�glichst rasch Gelegenheit zu geben, sich zu den getroffenen Massnahmen zu �ussern und mit allf�lligen Einw�nden geh�rt zu werden (BGE 126 II 111 E. 6b/aa S. 123).
b) Die Beschwerdef�hrerin kritisiert, die Bankenkommission m�sse ihr trotz Kontensperre erm�glichen, ihre Interessen anwaltlich wahrnehmen zu lassen, und insofern Kostenvorsch�sse aus den gesperrten Konten freigeben. Die R�ge dringt vorliegend nicht durch, entbehrt aber f�r k�nftige Verfahren nicht einer gewissen Berechtigung:
aa) Die Bankenkommission weist in ihrer Begr�ndung darauf hin, dass den Interessen der betroffenen Gesellschaft bzw. deren Verantwortlichen, Rechtskosten im Unterstellungsverfahren durch die Mittel der Gesellschaft begleichen zu k�nnen, jene der Anleger auf Erhalt von deren Substrat f�r ihre Forderungen gegen�berst�nden; dies befreit die Bankenkommission jedoch nicht davon, auch insofern eine Interessenabw�gung im Einzelfall vorzunehmen. Es geht nicht an, losgel�st vom sp�teren Verfahrensausgang die Kosten f�r die T�tigkeit der Beobachterin und der Bankenkommission aus den gesperrten Mitteln vorweg zu befriedigen (vgl. BGE 126 II 111 E. 4d S. 118 f.), gleichzeitig der betroffenen Firma jedoch jegliche Finanzierung einer anwaltlichen Verbeist�ndung zu versagen und hierzu einfach auf die privaten Mittel der f�r die Gesellschaft handelnden Personen bzw. deren Aktion�re zu verweisen. �ber die Beschlagnahme der Mittel sollen unn�tige Ausgaben verhindert und eine damit verbundene ungerechtfertigte Verm�gensverminderung im Interesse der Anleger vermieden werden. Hinsichtlich der Freigabe von Mitteln f�r die anwaltliche Vertretung ist deshalb - analog den Voraussetzungen f�r die unentgeltliche Prozessf�hrung und Verbeist�ndung - zu pr�fen, ob minimale Erfolgschancen bestehen und die Verbeist�ndung n�tig erscheint. Als aussichtslos sind dabei Prozessbegehren zu bewerten, bei denen die Gewinnaussichten betr�chtlich geringer sind als die Verlustgefahren und die deshalb kaum als ernsthaft bezeichnet werden k�nnen.
Dagegen gilt ein Begehren nicht als aussichtslos, wenn sich Gewinnaussichten und Verlustgefahren ungef�hr die Waage halten oder jene nur wenig geringer sind als diese. Massgebend ist, ob eine Partei, die �ber die n�tigen finanziellen Mittel verf�gt, sich bei vern�nftiger �berlegung ebenfalls zu einem Prozess entschliessen w�rde (BGE 125 II 265 E. 4b S. 275, mit Hinweisen). Ist dies der Fall, kann der betroffenen Firma im Unterstellungsverfahren nicht verweigert werden, zur Durchsetzung ihrer Rechte in angemessener Weise auf ihre vorsorglich beschlagnahmten Mittel zur�ckzugreifen. Der Entscheid der Bankenkommission, keine finanziellen Mittel f�r die Rechtsvertretung freizugeben, ist als Zwischenentscheid - analog jenem �ber die unentgeltliche Rechtspflege (vgl. Art. 45 Abs. 2 lit. h VwVG) - wiederum mit Verwaltungsgerichtsbeschwerde beim Bundesgericht anfechtbar.
bb) Im vorliegenden Verfahren durfte die Bankenkommission - jedenfalls bis jetzt noch - ohne Verletzung von Bundesrecht davon ausgehen, die Anlegerinteressen h�tten der Freigabe eines anwaltlichen Kostenvorschusses vorzugehen:
Gest�tzt auf BGE 126 II 111 ff. und die Umst�nde des Falles war die Eingabe der Beschwerdef�hrerin praktisch aussichtslos.
Soweit sie geltend machte, sie gehe keiner bewilligungspflichtigen T�tigkeit nach, verkannte sie den Verfahrensgegenstand.
Aufgrund der vorliegenden Unterlagen und der Zwischenberichte der Beobachterin war die Durchf�hrung des Unterstellungsverfahrens offensichtlich rechtm�ssig und eine Freigabe von Mitteln f�r eine Anfechtung der entsprechenden vorsorglichen Massnahmen vor Bundesgericht nicht gerechtfertigt.
Wie es sich hinsichtlich des Endentscheids verh�lt, ist hier (noch) nicht zu pr�fen. Es wird in diesem Zusammenhang an der Bankenkommission liegen, soweit die Beschwerdef�hrerin noch Aktiven ausweist, erneut �ber eine entsprechende Kostengutsprache zu befinden. Sollte die Beschwerdef�hrerin dannzumal �ber keine eigenen Mittel mehr verf�gen, wird sich im Rahmen von Art. 152 OG die Frage stellen, ob ihr im Sinne einer Ausnahme von der Rechtsprechung, wonach juristische Personen grunds�tzlich nicht in den Genuss der unentgeltlichen Rechtspflege kommen (vgl. BGE 119 Ia 337 ff.), diese dennoch zu gew�hren ist, da durch den Endentscheid ihre Existenz als solche in Frage gestellt sein k�nnte.
4.- Nach dem Gesagten erweist sich die Verwaltungsgerichtsbeschwerde als unbegr�ndet, soweit darauf einzutreten ist. Mit dem Entscheid in der Sache selber wird das Gesuch um Verzicht auf die Erhebung eines Kostenvorschusses hinf�llig. Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege und Verbeist�ndung (Art. 152 OG) ist wegen Aussichtslosigkeit der Beschwerde abzuweisen. Dem Verfahrensausgang entsprechend wird die unterliegende Beschwerdef�hrerin kostenpflichtig (Art. 150 Abs. 1 OG). Parteientsch�digungen sind nicht geschuldet (Art. 159 OG).
2.- a) Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege und Verbeist�ndung wird abgewiesen.
b) Die Gerichtsgeb�hr von Fr. 2'000.-- wird der Beschwerdef�hrerin auferlegt.
3.- Dieses Urteil wird der Beschwerdef�hrerin und der Eidgen�ssischen Bankenkommission schriftlich mitgeteilt.

References: Art. 3
 Art. 98
 Art. 99
 Art. 5
 Art. 101
 Art. 5
 Art. 45
 Art. 45
 Art. 45
 Art. 45
 Art. 97
 Art. 98
 Art. 5
 BGE 
 BGE 
 BGE 
 BGE 
 Art. 35
 Art. 1
 Art. 3
 BGE 
 BGE 
 BGE 
 Art. 45
 BGE 
 Art. 152
 BGE