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Timestamp: 2016-10-27 20:48:57+00:00

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1C_25/2011 (05.04.2011)
1C_25/2011
X.________, Beschwerdef�hrer, vertreten durch Rechtsanwalt Valentin Pfammatter,
Y.________, Beschwerdegegner, vertreten durch Rechtsanwalt Marc Wyssen,
Gemeinde Ernen, Kanzlei, 3995 Ernen,
Staatsrat des Kantons Wallis, vertreten durch das Departement f�r Volkswirtschaft, Energie und Raumentwicklung, Dienststelle f�r Landwirtschaft, Direktion, Avenue Maurice-Troillet 260, 1950 Sitten.
Strukturverbesserung,
Beschwerde gegen das Urteil vom 1. Dezember 2010 des Kantonsgerichts Wallis,
Y.________ f�hrt im Ort Steinhaus, gelegen auf dem Gebiet der Gemeinde Ernen, einen landwirtschaftlichen Betrieb. Am 25. August 2008 reichte er ein Gesuch um Genehmigung und Subventionierung von Strukturverbesserungsmassnahmen ein, welche im Wesentlichen die Errichtung eines neuen �konomiegeb�udes zur Milchviehhaltung neben einem bereits bestehenden Stall beinhalten. Das Projekt wurde im Amtsblatt vom 3. Juli 2009 publiziert. Daraufhin erhob X.________ als Eigent�mer benachbarter Parzellen Einsprache.
Mit Entscheid vom 3. M�rz 2010 wies der Staatsrat des Kantons Wallis die Einsprache ab, erteilte die Projektgenehmigung unter Auflagen und sprach eine Subventionierung durch den Kanton von Fr. 245'000.-- und durch die Gemeinde von Fr. 61'250.-- zu.
Gegen diesen Entscheid erhob X.________ am 26. April 2010 Verwaltungsgerichtsbeschwerde. Mit Urteil vom 1. Dezember 2010 wies das Kantonsgericht Wallis die Beschwerde ab, soweit es darauf eintrat.
Mit Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten an das Bundesgericht vom 18. Januar 2011 beantragt X.________ die Aufhebung des Urteils des Kantonsgerichts.
Das Kantonsgericht und die Gemeinde Ernen beantragen in ihrer jeweiligen Vernehmlassung die Abweisung der Beschwerde. Der Staatsrat schliesst auf Abweisung der Beschwerde, soweit darauf einzutreten sei, w�hrend der Beschwerdegegner beantragt, auf die Beschwerde sei gar nicht einzutreten, eventualiter sei sie abzuweisen, soweit darauf eingetreten werden k�nne.
1.1 Beim angefochtenen Urteil handelt es sich um einen kantonal letztinstanzlichen Endentscheid �ber ein landwirtschaftliches Strukturverbesserungsprojekt, welches den Neubau eines �konomiegeb�udes beinhaltet. Es handelt sich um eine �ffentlich-rechtliche Streitsache, die dem Bundesgericht mit der vorliegenden Beschwerde unterbreitet werden kann (Art. 82 lit. a BGG, Art. 86 Abs. 1 lit. d BGG i.V.m. Art. 166 Abs. 2 des Bundesgesetzes �ber die Landwirtschaft [Landwirtschaftsgesetz, LwG; SR 910.1], Art. 90 BGG). Ausnahmegr�nde im Sinne der Art. 83 ff. BGG liegen nicht vor (vgl. insbesondere Art. 83 lit. s BGG). Der Beschwerdef�hrer hat am Verfahren vor der Vorinstanz teilgenommen und ist von deren Entscheid als Eigent�mer benachbarter Parzellen in schutzw�rdigen Interessen besonders betroffen und somit zur Beschwerdef�hrung berechtigt (Art. 89 Abs. 1 BGG). Auf die form- und fristgerecht erhobene Beschwerde ist grunds�tzlich einzutreten.
2.1 Der Beschwerdef�hrer r�gt eine Verletzung seines Anspruchs auf rechtliches Geh�r (Art. 29 Abs. 2 BV) und eine willk�rliche Sachverhaltsfeststellung (Art. 9 BV, Art. 97 Abs. 1 BGG). Er kritisiert, dass die Vorinstanz keinen Augenschein durchgef�hrt hat. Dies sei insbesondere im Zusammenhang mit dem Strassenabstand und der diesbez�glichen Ausnahmebewilligung bedeutsam. Das Gel�nde nordwestlich des vorgesehenen Standorts sei nicht steiler als an diesem selbst. Bei einem Augenschein h�tte man das feststellen k�nnen. Weil die Vorinstanz einen Augenschein aber abgelehnt habe, sei sie von der falschen Vorstellung ausgegangen, die Verschiebung des Geb�udes talw�rts w�rde eine wesentliche Erh�hung der Baute erforderlich machen und zu Mehrkosten von Fr. 150'000.-- f�hren. Im �brigen w�rde die Hochspannungsleitung, die ebenfalls als Argument f�r eine Ausnahmebewilligung angef�hrt worden sei, in den n�chsten Jahren um ca. 300 m nach S�dosten verschoben. Weiter habe die Vorinstanz verkannt, dass wegen des s�d�stlich verlaufenden Gebirgszugs das betroffene Gebiet im Winter nur f�r kurze Zeit am Nachmittag von der Sonne beschienen werde. Dies f�hre zum einen dazu, dass sich die Kantonsstrasse in einen "schattigen Kanal" verwandle, zum andern, dass sein eigenes �konomiegeb�ude auf der Nachbarparzelle beschattet w�rde, weshalb die von der Tierschutzgesetzgebung vorgeschriebenen Tageslichtwerte nicht mehr eingehalten werden k�nnten.
2.2 Die vom Beschwerdef�hrer aufgeworfenen Fragen der willk�rlichen Sachverhaltsfeststellung und der Verletzung des rechtlichen Geh�rs sind grunds�tzlich auseinanderzuhalten, wenn auch - wie vorliegend ersichtlich - zwischen ihnen ein Zusammenhang besteht.
Die Sachverhaltsfeststellung der Vorinstanz ist f�r das Bundesgericht grunds�tzlich bindend (Art. 105 Abs. 1 BGG). Soweit ein Beschwerdef�hrer sie beanstandet und eine mangelhafte Sachverhaltsfeststellung f�r den Ausgang des Verfahrens entscheidend ist, kann er nur geltend machen, die Feststellungen seien offensichtlich unrichtig oder beruhten auf einer Rechtsverletzung im Sinne von Art. 95 BGG (Art. 97 Abs. 1 und Art. 105 Abs. 2 BGG). Eine entsprechende R�ge ist substanziiert vorzubringen (Art. 42 Abs. 2 BGG). Vorbehalten bleibt die Sachverhaltsberichtigung von Amtes wegen nach Art. 105 Abs. 2 BGG (BGE 136 II 101 E. 3 S. 104 f.; 135 III 127 E. 1.5 S. 129 f.; 133 II 249 E. 1.4.3 S. 254 f.; je mit Hinweisen).
Eine Verletzung des rechtlichen Geh�rs kann nach der Rechtsprechung des Bundesgerichts dann verneint werden, wenn ein Gericht auf die Abnahme beantragter Beweismittel verzichtet, weil es aufgrund der bereits abgenommenen Beweise seine �berzeugung gebildet hat und ohne Willk�r in vorweggenommener Beweisw�rdigung annehmen kann, dass seine �berzeugung durch weitere Beweiserhebungen nicht ge�ndert w�rde (BGE 136 I 229 E. 5.3 S. 236 f. mit Hinweisen).
2.3 Das Kantonsgericht kam zum Schluss, der einzuhaltende Strassenabstand betrage gem�ss Art. 202 Abs. 1 i.V.m. Art. 200 Abs. 3 des Strassengesetzes des Kantons Wallis vom 3. September 1965 (SGS 725.14) 9 m. Dieser Mindestabstand k�nne aber nach Art. 202 Abs. 2 i.V.m. Art. 212 Abs. 1 Strassengesetz unterschritten werden, sofern wichtige Gr�nde vorl�gen und weder �ffentliche Interessen noch bedeutende Interessen des Nachbarn verletzt w�rden.
Bez�glich der erforderlichen wichtigen Gr�nde erwog das Kantonsgericht, der Kreisingenieur erblicke solche in der idealen Erschliessung am geplanten Standort und in der Lage neben dem bereits bestehenden Stall. Die internen Betriebsabl�ufe w�rden so erheblich vereinfacht. Zudem schr�nke die Hochspannungsleitung die Standortwahl ebenso ein wie die steile Topografie, welche bei einer Verschiebung des Geb�udes in Richtung Norden zu Mehrkosten von ca. Fr. 150'000.-- f�hren w�rde. Schliesslich spr�chen �sthetische Gr�nde gegen eine Verschiebung talw�rts, zumal dies eine wesentliche Erh�hung der Baute bedingen w�rde.
Bez�glich der entgegenstehenden Interessen setzte sich das Kantonsgericht mit verschiedenen Einw�nden des Beschwerdef�hrers auseinander. Insbesondere f�hrte es aus, der Schattenwurf auf die Strasse stehe der Ausnahmebewilligung schon deshalb nicht entgegen, weil die Strasse s�dlich des umstrittenen Neubaus liege und der Mittagssonne ausgesetzt sei, weshalb der Neubau die Strasse nur bei Abendsonne beschatte. Ferner halte das Geb�ude immer noch einen Strassenabstand von 3-7 m ein, weshalb keine Probleme mit der Schneer�umung zu erwarten seien. Dasselbe gelte f�r die R�ge, die Lichtwerte der Tierschutzgesetzgebung w�rden nicht mehr eingehalten. Aus dem Grundrissplan sei ersichtlich, dass der Stall in einer Distanz von 7-10 m nordwestlich des Geb�udes des Beschwerdef�hrers zu stehen kommen solle. Bei dieser Ausrichtung sei das Geb�ude des Beschwerdef�hrers der vollen Mittagssonne ausgesetzt und ein allf�lliger Schattenwurf des Neubaus k�nne h�chstens bez�glich der Abendsonne auftreten. Der Beschwerdef�hrer lege nicht dar, weshalb bei diesen Voraussetzungen die Beleuchtungsvorgaben von 15 Lux gem�ss Art. 33 der Tierschutzverordnung vom 23. April 2008 (TSchV; SR 455.1) nicht eingehalten werden k�nnten. Zudem lasse sich mangelndes Tageslicht gem�ss Abs. 4 dieser Bestimmung mit verh�ltnism�ssigem Aufwand auch durch k�nstliches Licht ersetzen. Schliesslich habe das Kantonsgericht bereits fr�her entschieden, dass sich ein Nachbar, dessen Geb�ude in Unterdistanz zur gemeinsamen Grenze stehe, nicht auf ein �berwiegendes Interesse an der Besonnung seines Geb�udes berufen k�nne, um ein Bauvorhaben zu verhindern.
2.4 Nach Art. 42 Abs. 2 BGG ist in der Begr�ndung der Beschwerdeschrift in gedr�ngter Form darzulegen, inwiefern der angefochtene Akt Recht verletzt. Dies setzt voraus, dass sich der Beschwerdef�hrer wenigstens kurz mit den Erw�gungen des angefochtenen Entscheids auseinandersetzt. Zwar wendet das Bundesgericht das Recht grunds�tzlich von Amtes wegen an (Art. 106 Abs. 1 BGG). Das setzt aber voraus, dass auf die Beschwerde �berhaupt eingetreten werden kann, diese also wenigstens die Begr�ndungsanforderungen von Art. 42 Abs. 2 BGG erf�llt.
2.5 Dass das Kantonsgericht in Bezug auf die Frage der Topografie auf die �usserungen des Kreisingenieurs abgestellt hat, ist nicht zu beanstanden. Mit der blossen Behauptung, diese seien falsch, vermag der Beschwerdef�hrer weder eine willk�rliche Sachverhaltsfeststellung noch eine willk�rliche antizipierte Beweisw�rdigung darzutun. Ebenfalls nicht massgeblich ist die Behauptung, die Hochspannungsleitung w�rde in den n�chsten Jahren verschoben. Im angefochtenen Entscheid finden sich daf�r keine Anhaltspunkte und der Beschwerdef�hrer begr�ndet seine Behauptung auch nicht in anderer Weise (Art. 42 Abs. 2 BGG).
Weiter ist nicht ersichtlich, inwiefern es f�r den Ausgang des Verfahrens entscheidend sein k�nnte, ob die angrenzende Strasse am Mittag (wie dies die Vorinstanz feststellte) oder am Nachmittag (wie dies der Beschwerdef�hrer behauptet) beschienen wird (Art. 97 Abs. 1 BGG am Ende). Der Beschwerdef�hrer geht auf die Frage der Relevanz dieses Punktes ebenso wenig ein wie auf die Erw�gung der Vorinstanz, dass keine Probleme bei der Schneer�umung zu erwarten seien (Art. 42 Abs. 2 BGG).
Auf die Ausf�hrungen des Beschwerdef�hrers zur Besonnung seines eigenen �konomiegeb�udes ist mangels hinreichender Auseinandersetzung mit den Erw�gungen der Vorinstanz ebenfalls nicht einzutreten (Art. 42 Abs. 2 BGG). Im angefochtenen Entscheid wird nicht nur ausgef�hrt, ein allf�lliger Schattenwurf des Neubaus k�nne h�chstens bei Abendsonne auftreten, was der Beschwerdef�hrer im �brigen nicht bestreitet, sondern auch, dass das mangelnde Tageslicht mit k�nstlichem Licht ersetzt werden k�nnte. Darauf geht der Beschwerdef�hrer nicht ein. Schliesslich setzt er sich auch nicht mit der Erw�gung der Vorinstanz auseinander, dass ein Nachbar, dessen eigenes Geb�ude zu nahe an der gemeinsamen Grenze stehe, sich nicht auf ein �berwiegendes Interesse an der Besonnung seines Geb�udes berufen k�nne, um das Bauvorhaben zu verhindern.
Die R�ge der Verletzung des rechtlichen Geh�rs und der willk�rlichen Sachverhaltsfeststellung ist mithin unbegr�ndet, soweit sie �berhaupt hinreichend substanziiert wurde.
3.1 Der Beschwerdef�hrer r�gt, es sei in willk�rlicher Anwendung des Bau- und Zonenreglements der Gemeinde Steinhaus von 1974 (im Folgenden: BZR) eine Ausnahmebewilligung erteilt worden. Er kritisiert die Interessenabw�gung der Vorinstanz als einseitig. Letztere habe zum einen eine �berschreitung der Maximall�nge um ganze 122 % sanktioniert, zum anderen �bersehen, dass das projektierte Geb�ude auch hinsichtlich der Breite und der H�he die reglementarischen Masse �berschreite. Auch sei unber�cksichtigt geblieben, dass im Abstand von 7 m bereits ein Geb�ude mit �hnlichen Dimensionen stehe.
3.3 Das Kantonsgericht f�hrte aus, da sich in den Akten kein Zonenplan finden lasse, sei unklar, ob sich der Standort des geplanten Baus in der Dorferweiterungszone gem�ss Art. 50 BZR oder im �brigen Gemeindegebiet gem�ss Art. 55 BZR befinde. Die Frage k�nne indessen offen gelassen werden. Beim �brigen Gemeindegebiet handle es sich um eine Landwirtschaftszone, weshalb die Zonenkonformit�t zu bejahen sei. Aber auch in der Dorferweiterungszone sei der Bau zul�ssig, denn Art. 50 lit. e BZR lasse in Ausnahmef�llen auch landwirtschaftliche Geb�ude zu. Eine Ausnahmebewilligung k�nne gest�tzt auf Art. 60 BZR erteilt werden, wenn besondere Verh�ltnisse oder Bed�rfnisse es rechtfertigten. Zu diesem Punkt erwog die Vorinstanz, die Ausnahmebestimmung sei explizit auf landwirtschaftliche Bauten ausgerichtet. Das projektierte Geb�ude sei 33.3 m lang, wobei das reglementarische Maximum gem�ss Art. 45 BZR 15 m betrage. Diesbez�glich rechtfertige sich eine Ausnahme, weil auf dem Gemeindegebiet mehrere Stallbauten realisiert worden seien, welche �ber eine Fassadenl�nge von mehr als 15 m verf�gten, ohne dass die Fassade gestaffelt worden w�re. �berdies spr�chen betriebstechnische sowie finanzielle Gr�nde und damit der Grundsatz des sparsamen Einsatzes �ffentlicher Mittel f�r eine Realisierung der Baute im projektierten Umfang. Eine Staffelung der Fassaden w�rde zu einem planerischen und technischen Mehraufwand f�hren, der wiederum mit �ffentlichen Mitteln abzugelten w�re. So k�nnten die Konstruktionspl�ne und die Betriebsabl�ufe nicht unbesehen auf ein neues Projekt �bernommen werden. Zudem erscheine fraglich, ob der Greifer mit Querfahrwerk noch im erforderlichen Umfang eingesetzt werden k�nne. Es w�rden somit gewichtige �ffentliche und private Interessen daf�r sprechen, das Projekt wie vorgesehen zu realisieren. Dem Beschwerdegegner k�nne mithin eine Ausnahmebewilligung im Sinne von Art. 60 BZR erteilt werden, weshalb die R�ge der �berschreitung der maximal zul�ssigen Fassadenl�nge abzuweisen sei.
3.4 In der Dorferweiterungszone sind gem�ss Art. 50 lit. e BZR landwirtschaftliche Geb�ude nur in Ausnahmef�llen gestattet. Die Vorinstanz erwog, eine Ausnahmebewilligung k�nne gem�ss Art. 60 BZR erteilt werden. Ob die Bestimmung von Art. 60 BZR, welche allgemein Ausnahmebewilligungen zum Gegenstand hat, auch auf die Bewilligung landwirtschaftlicher Geb�ude in der Dorferweiterungszone anwendbar ist, ist indessen zweifelhaft. Dies deshalb, weil sich Art. 60 BZR seinem Wortlaut nach auf alle Vorschriften des Reglements bezieht (lit. a) und insbesondere landwirtschaftliche Bauten nennt (lit. b), Art. 50 BZR lit. e aber dar�ber hinaus einen Ausnahmefall verlangt und dies zudem gerade in Bezug auf landwirtschaftliche Geb�ude. Es ist deshalb davon auszugehen, dass - sofern das betroffene Grundst�ck in der Dorferweiterungszone liegt - einerseits eine Ausnahmebewilligung f�r den Bau eines landwirtschaftlichen Geb�udes in dieser Zone und andererseits eine Ausnahmebewilligung f�r die �berschreitung der H�chstmasse des Reglements n�tig ist.
Das Kantonsgericht ist, wie erw�hnt, davon ausgegangen, dass f�r alle Zonen eine zul�ssige Fassadenl�nge von 15 m gilt. Diese Annahme beruht offensichtlich auf einer unsorgf�ltigen Lekt�re des Staatsratsbeschlusses vom 10. April 1974, mit welchem das Bau- und Zonenreglement genehmigt und gleichzeitig ge�ndert wurde. Mit diesem Beschluss gab der Staatsrat eine maximale Fassadenl�nge von 15 m und eine maximale H�he von 12 m vor, indessen nicht in �nderung von Art. 45 BZR, sondern von Art. 50 BZR. W�hrend Art. 45 BZR f�r alle Zonen gilt, betrifft Art. 50 BZR nur die Dorferweiterungszone. F�r Geb�ude im �brigen Gemeindegebiet gilt Art. 55 lit. b und c BZR, wo auf die in Art. 51 BZR geregelte Bauzone mit speziellen Vorschriften verwiesen wird. Nach Art. 51 lit. e BZR betr�gt die maximale Geb�udel�nge lediglich 10 m.
Zusammenfassend kann in Bezug auf die vom Kantonsgericht offen gelassene Zonenzuteilung somit festgehalten werden, dass sowohl im einen wie im anderen Fall die Vorschriften des Bau- und Zonenreglements strenger sind als im angefochtenen Entscheid angenommen. Betr�fe das Projekt die Dorferweiterungszone, so w�re neben der Ausnahmebewilligung hinsichtlich der Geb�udegr�sse zus�tzlich eine solche f�r die Errichtung eines landwirtschaftlichen Geb�udes notwendig, welche in dieser Zone "nur in Ausnahmef�llen gestattet" ist (Art. 50 lit. e BZR). Betr�fe das Projekt dagegen das �brige Gemeindegebiet, so betr�ge die maximale Geb�udel�nge gar nur 10 m (Art. 55 lit. c i.V.m. Art. 51 lit. e BZR).
Schliesslich h�lt der Beschwerdef�hrer zu Recht fest, dass sich das Kantonsgericht nur mit der l�ngeren Fassade auseinandergesetzt habe, dass aber auch die k�rzere Fassade sowie die H�he des projektierten Stalls die Vorgaben des Reglements nicht einhalten. Allein diese Unterlassung der Vorinstanz w�rde bereits die Gutheissung der Beschwerde rechtfertigen.
3.5.1 Hinzu kommt, dass die Erteilung einer Ausnahmebewilligung einer sorgf�ltigen Abw�gung aller in Betracht fallenden Umst�nde bedarf. Insbesondere ist die Beeintr�chtigung des Landschafts- und des Ortsbilds zu ber�cksichtigen. Es f�llt auf, dass die Vorinstanz diese Frage nur getrennt von jener der Ausnahmebewilligung behandelt. Unter dem Titel der Einhaltung des Bundesgesetzes vom 1. Juli 1966 �ber den Natur- und Heimatschutz (NHG; SR 451), dessen Anwendbarkeit unumstritten ist, f�hrt sie aus, der kantonale Richtplan weise Steinhaus als schutzw�rdiges Ortsbild von regionaler Bedeutung aus. Der Weiler bestehe aus einem kompakten Dorfkern mit traditionellen, mehrheitlich alten und f�r das Goms typischen Wohn- und Wirtschaftsgeb�uden aus Holz. Die geschlossene Siedlung liege am �stlichen Ende einer zahlreiche Hektaren grossen, offenen und f�r das Goms typischen Kulturlandschaft, wo sich einige traditionelle landwirtschaftliche �konomiegeb�ude sowie der gut sichtbare, bereits bestehende Stall des Beschwerdegegners bef�nden. Aufgrund seiner Gr�sse sowie der Lage neben dem bestehenden Stall werde der Neubau innerhalb der Kulturlandschaft als ein pr�gendes Element wahrzunehmen sein. Indessen sei aus heimatsch�tzerischer Sicht nicht von einem unzul�ssigen Eingriff in das Ortsbild von Steinhaus auszugehen. Das optisch klar begrenzte Schutzobjekt und der Neubau seien durch offenes Wiesland klar voneinander getrennt. Entscheidend sei einzig, dass der geplante Stall als Teil der Kulturlandschaft und nicht als solcher der Siedlung wahrgenommen werde. Dem Beschwerdef�hrer sei zwar beizupflichten, dass das Bauwerk aufgrund seiner Dimension und Lage neue Akzente setzen werde. Diese w�rde es jedoch prim�r in der Kulturlandschaft entfalten. Insgesamt sei der Bau nicht zu beanstanden, zumal auch die Erhaltung der Kulturlandschaft von heimatsch�tzerischem Interesse sei und einer funktionierenden Infrastruktur bed�rfe, um die Bewirtschaftung l�ngerfristig sicherzustellen.
3.5.2 Die Vorinstanz stellt sich somit auf den Standpunkt, die Siedlung und der Neubau w�rden durch Wiesland klar voneinander getrennt. Der Neubau werde aufgrund seiner Dimension und Lage zwar neue Akzente setzen, dies jedoch prim�r in der Kulturlandschaft. Diese Sichtweise l�sst zwei wesentliche Aspekte ausser Betracht. Zum einen kann die Siedlung nicht einfach isoliert von ihrer Umgebung betrachtet werden (vgl. dazu etwa die das Natur- und Heimatschutzgesetz des Bundes betreffenden Urteile 1C_38/2007 vom 27. August 2007 E. 2 und 1A.6/2005 vom 15. August 2005 E. 2.3.3 f., nicht publ. in: BGE 131 II 545; je mit Hinweisen; vgl. auch ANNE-CHRISTINE FAVRE in: Kommentar NHG, 1997, N. 8 zu Art. 3 NHG). Sie ist in eine Kulturlandschaft eingebettet und steht zu dieser in einer wechselseitigen Beziehung. Zum andern entf�llt die optische Trennung je nach Perspektive ohnehin. Dies ist etwa auf dem vom Beschwerdef�hrer im kantonalen Verfahren eingereichten Foto erkennbar, das die Siedlung aus westlicher Richtung gemeinsam mit dem bereits bestehenden �konomiegeb�ude abbildet. W�hrend sich das bestehende Geb�ude auch aus dieser Perspektive noch klar von der Siedlung abhebt, r�ckt der geplante Neubau nochmals n�her an die Siedlung heran. Der Beschwerdef�hrer beruft sich auf einen Abstand von ca. 80 m, w�hrend der Staatsrat in seiner Vernehmlassung von 100 m ausgeht, gemessen von der Geb�udemitte.
Ins Gewicht fallen vor allem die Dimensionen der Baute. Diese weist (ohne Vordach) eine L�nge von 33.3 m bei nicht gestaffelter Fassade auf. Der Beschwerdef�hrer rechnet, ausgehend von den f�r die Dorferweiterungszone geltenden Massen von 15x15x12 m, vor, die projektierte Baute mit den Massen 33x19x13.8 m �berschreite das zul�ssige Volumen um mehr als das Dreifache.
Sodann erw�hnt die Vorinstanz zwar den bestehenden Stall, neben den die projektierte Baute zu stehen kommen soll, und bezeichnet ihn als gut sichtbar, ja sogar als "Grossstall". Sie zieht ihn aber nicht im Rahmen der Beurteilung der Gesamtsituation bei der Interessenabw�gung in Betracht.
Auf der anderen Seite umschreibt die Vorinstanz die f�r eine Ausnahmebewilligung sprechenden Umst�nde nur in pauschaler Weise, indem sie auf betriebstechnische und finanzielle Gr�nde verweist. In dieser Hinsicht f�hrt sie insbesondere an, die Konstruktionspl�ne und die Betriebsabl�ufe k�nnten nicht unbesehen auf ein neues Projekt �bernommen werden. Diese letztere Argumentation verf�ngt indessen nicht, denn der w�hrend der Projektierungsphase vom Baugesuchsteller betriebene Planungsaufwand kann offensichtlich nicht als Grund f�r die Erteilung der Baubewilligung ins Feld gef�hrt werden.
3.5.3 Zusammenfassend ist festzuhalten, dass das Kantonsgericht einerseits die f�r die beiden in Frage stehenden Zonen unterschiedlichen Voraussetzungen f�r den Bau landwirtschaftlicher Geb�ude verkannt hat, welche jeweils strenger sind als im angefochtenen Entscheid angenommen. Andererseits hat das Kantonsgericht einseitig die gegen die Erteilung einer Ausnahmebewilligung sprechenden Umst�nde ausser Acht gelassen, wobei insbesondere die Dimensionen der Baute und deren Lage zwischen dem bereits bestehenden Stall und der Siedlung ins Gewicht fallen. Im Ergebnis wurde die notwendige Ausnahmebewilligung deshalb in willk�rlicher Anwendung des Bau- und Zonenreglements erteilt.
Die Beschwerde ist gutzuheissen, soweit darauf einzutreten ist, und der angefochtene Entscheid aufzuheben. Eine Beurteilung der weiteren vom Beschwerdef�hrer vorgetragenen R�gen er�brigt sich. Es obliegt dem Kantonsgericht, die Kosten- und Entsch�digungsfolgen f�r das vorangegangene Verfahren neu zu regeln, weshalb die Angelegenheit diesbez�glich an die Vorinstanz zur�ckzuweisen ist (Art. 107 Abs. 2 BGG).
Dem Ausgang des Verfahrens entsprechend sind die Gerichtskosten dem unterliegenden Beschwerdegegner aufzuerlegen (Art. 66 Abs. 1 BGG). Der Beschwerdegegner hat dem obsiegenden, anwaltlich vertretenen Beschwerdef�hrer eine angemessene Parteientsch�digung auszurichten (Art. 68 Abs. 2 BGG).
Die Beschwerde wird gutgeheissen, soweit darauf einzutreten ist, und das Urteil vom 1. Dezember 2010 des Kantonsgerichts Wallis sowie der Entscheid des Staatsrats vom 3. M�rz 2010 betreffend die Projektgenehmigung und die Subventionierung werden aufgehoben.
Die Angelegenheit wird zur neuen Beurteilung der Kosten- und Entsch�digungsfolgen an die Vorinstanz zur�ckgewiesen.
Der Beschwerdegegner hat dem Beschwerdef�hrer Fr. 1'500.-- als Parteientsch�digung zu bezahlen.
Dieses Urteil wird den Parteien, der Gemeinde Ernen, dem Staatsrat des Kantons Wallis und dem Kantonsgericht Wallis, �ffentlichrechtliche Abteilung, sowie dem Bundesamt f�r Landwirtschaft schriftlich mitgeteilt.

References: Art. 86
 Art. 166
 Art. 90
 Art. 83
 Art. 83
 Art. 97
 Art. 95
 Art. 105
 Art. 105
 Art. 202
 Art. 200
 Art. 202
 Art. 212
 Art. 33
 Art. 42
 Art. 42
 Art. 50
 Art. 55
 Art. 50
 Art. 60
 Art. 45
 Art. 60
 Art. 50
 Art. 60
 Art. 60
 Art. 60
 Art. 50
 Art. 45
 Art. 50
 Art. 45
 Art. 50
 Art. 55
 Art. 51
 Art. 51
 Art. 51
 BGE 
 Art. 3