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Timestamp: 2018-12-14 09:13:37+00:00

Document:
Mehr Psycho-Tests für Hartz-IV-Empfänger - Seite 3 - Erwerbslosen Forum Deutschland (ELO-Forum)
23.05.2011, 19:54 #51
hallo hexe45,
was du da anmerkst ist das was mir zu denken gibt. das was ich eingestellt habe steht in einer guten bibliothek eines psychologen, kostet geld und muß autorisiert sein zum erwerb. gut ich kann mir eines ausleihen, aber kaum selbst bezahlen, dasselbe mit den arbeitsvorlagen und blättern.
darum frage ich mich; wie können sich diese jobzenter überhaupt erdreisten, wahrscheinlich mit unzertifizierten tests von maßnahmeträgern, oder "küchentisch tests" auf probanten loszugehen?
liebe grüße un barbara
wäre das mit zertifizierten Tests "besser"? abduck und wech
23.05.2011, 20:14 #52
Hab einen IQ-Test machen lassen, zur Abklärung von Hochbegabung, kam ein Durchschnittswert raus.
Und wurde heimgeschickt mit Worten: Bei mir wohl nicht messbar, aber laut der Vorgeschichte von mir die Wahrscheinlichkeit sehr hoch das doch eine Hochbegabung vorliegt.
Beim Berufsförderungswerk: Wir testen sie und am Ende wird ein Gutachten geschrieben. Bei mehreren Nachfragen kam raus bestimmte Dinge wie naturwissenschaftliche Grundlagen werden nicht abgefragt, aber man wird am PC getestet inwieweit man Texte formatieren kann, Diktate werden geschrieben, rechnen wie zum Beispiel Dreisatz werden abgefragt....
Also frag ich mich wie da eine Einschätzung gegeben werden soll, wenn nicht das Ganze getestet wird.
Ausserdem frag ich mich seither wirklich wie man da ein Gutachten erstellen kann, mit der Aussage man kann Berufe einbringen die einen interessieren um evtl. da umgeschult zu werden. Der Psychologe meinte es würde dann eine Einschätzung geben ob man für den Beruf geeignet wäre, na toll also kann der mich komplett falsch einschätzen und am Ende lande ich vll. noch in einer Behindertenwerkstatt wie er meinte. Aber dazu muss er mich näher kennenlernen
Achja und dort wird nach neuesten wissenschaftlichen Kenntnissen getestet, seither kocht bei mir die Galle
23.05.2011, 20:17 #53
hallo haef,
nein! so war das nicht gemeint. aber ich denke jeder sollte mal sehen was ein seriöser test ist und mit welchen ev. fragwürdigen tests dort gearbeitet wird. ansonsten gehört in therapie nur, wer einen echten leidensdruck hat! keinesfalls flächendeckend über jobzenter! es kann niemals in deren ermessen liegen jemanden mal einfach als ev. psychisch erkrankt hinzustellen.
wie gesagt; es bedarf erst mal einer genauen abgrenzung zwischen wirklicher erkrankung und eben persönlichkeit, charakter , lebenserfahrung und psychischen besonderheiten (zur erklärung: ich habe bei gewitter immer das unbändige bedürfnis alle sicherungen und stecker auszudrehen und ziehen, wenn ich es nicht tue bekomme ich schweißausbrüche.- nun hab ich eine psychotische phobie oder liegt das an meinen lebenserfahrungen? nein es ist keine phobie, ich hatte mal blitzeinschlag, und sehr viele haushaltsgeräte gaben den geist auf, und die schadensregulierung stellte sich als katastrohe raus....). so und nun mache ich mal einen billigen zwangstest ala` jobzenter und MDK, gebe meine verhältnisse zu strom, gewittern und politischer neigung zu protokoll, wetten ich gelte als paranoide mit echtimationsproblematik?
hallo kartoffelzwerg,
das meine ich ja, ich halte von derlei tests überhaupt nichts, klinische psychologen und psychiater schütteln darüber auch nur den kopf. mach mal einen echten IQ bei mensa, der setzt sich aus mehreren teilen zusammen und ist damit aussagekräftiger, grad bei begabung. ab 130 kannst du dort auch mitglied werden kostenlos.
23.05.2011, 20:32 #54
Beim Betrachten der Struckturen der JC´s wohl eher nicht
Aber darum gings ja auch nicht. Es geht um den Umstand, daß es wohl trendy zu werden scheint, vermehrt die Psychokeule zu schwingen.
Und ich dabei bin mir auszumahlen, wie die sich dieses Werkzeug zusammenschustern.
Un die Tests gehts nicht. Die hat frettchen aus anderen Gründen eigestellt.
23.05.2011, 20:44 #55
Zitat von Kartoffelzwerg
Ach ne, sie verwenden diese ollen Tests immer noch.
Na ja das gute dran ist, das man sich dann bei den segenannten Feststellungsmaßnahmen nur auf diesen Test konzentrieren braucht.
Der zählt bei denen dann alles
- der physikalische Test-- wie muß eine Staumauer etc gebaut sein
Zahlenkombis
1, 3, 5 usw
--Mathe von einfachen Aufgaben bis Dreisatz, Formel umstellen, Kreis berechnen usw.
-- Geometrischen Figuren-dann
Diktat und die üblichen Grammatiktests
Aber recht haste, über die Eignung für einen bestimmten Beruf, sagt das nicht allzuviel
23.05.2011, 21:00 #56
Weiss nicht was da getestet werden soll, hab dem gesagt das ich wie meist die Befürchtung habe fehleingeschätzt zu werden mir daher zu unsicher bin, deshalb will ich das nicht.
Über Berufe sagt sowas nichts aus in meinen Augen, weil dazu gehört auch noch eine Menge Eigeninteresse zu einem Thema bzw. zu einem gewissen Beruf den man erlernen will. Umgekehrt gehören dazu auch wieder Meister, Lehrer usw. die einem sowas beibringen können.
Im Jobcenter fühl ich mich derzeit, wie wenn ich mit einer Putzkolonne arbeiten würde die nicht reinigt, sondern nur den Dreck verteilt.....
23.05.2011, 21:19 #57
Demnächst machen die wohl Diagnosen durch Hand auflegen. Also bei so einem Schwachsinn wäre ich wohl geplatzt.
Mal wieder ein gutes Beispiel dafür das auf solche Fragen einfach stumpf mit nein antworten sollte. Was geht es die auch an ob man mit 16,17,18,19 mal einen Joint geraucht hat. Genau: einen feuchten Dreck.
Wobei ich mir gerade die Frage stelle wieso diese Einrichtung ihn überhaupt so lange behalten hat. Die dürften doch ziemlich schnell anhand von Blut- bzw. Urintest mitbekommen haben, dass er nichts konsumiert.
23.05.2011, 22:12 #58
Niemand muss diesen *Quark* über sich ergehen lassen, lediglich zum Untersuchungstermin erscheinen, womit der Obliegenheitspflicht zur Mitwirkung genüge getan wurde.
Niemand muss mitwirken, sprich: sich untersuchen lassen.
Also: hingehen, dort sagen: "Ich lasse mich nicht untersuchen"
und wieder gehen, am besten mit Beistand.
23.05.2011, 23:32 #59
24.05.2011, 01:20 #60
Auf dem Server des Deutschen Bundestag, finden wir das Dokument über das Frage- und Antwortspiel.
Besonders deutlich, gibt die Tabelle auf Seite 5 die Steigerungsraten zu Psychotests wieder. Auch das andere Zahlenmaterial ist interessant - und natürlich die Antworten!
http://dipbt.bundestag.de/dip21/btd/17/055/1705554.pdf
Die Fragen 6-8 beim PDF Dokument sagen das Gegenteil aus, als die oben erwähnte Rechtssprechung der Sozialgerichte !
Das ist wohl die beste Lösung :
Würde mich in jedem Fall auf eine Rechtssprechung verlassen, die beim Bundestag sind mir in der Regel psychisch zu sehr krank, volksfeindlich und daher kann man sich auf ihre Aussagen nicht verlassen.
P.S. und btw. : Psychologen sind die Berufsgruppe, welche am häufigsten durch ein Burn Out Syndrom berufsunfähig werden (Quelle : Psychologie Heute) - Gefälligkeitsdienst hin oder her, es klingt so, als ob gerade die Maurer am unfähigsten wären eine Mauer zu bauen ! Sind aber in Wirklichkeit Gefälligkeitsdienste und bitte, liebe Psychologen, diese "Nettigkeit" nicht auf HE projezieren, da einige von ihnen für die Grundrechte der Menschen kämpfen.
24.05.2011, 08:17 #61
Zitat von glasengel
... Würde mich in jedem Fall auf eine Rechtssprechung verlassen, die beim Bundestag sind mir in der Regel psychisch zu sehr krank, volksfeindlich und daher kann man sich auf ihre Aussagen nicht verlassen.
Ich stimme Dir vollkommen zu. Die rechtliche Situation, zuletzt eben in tausenden kleinen Einzelkämpfen erstritten, führt das SGB II ad absurdum. Nehmen wir zur Kenntnis, dass die Bundesregierung sich einen Dreck um richterliche Urteile schert und das Parlament dem dann zustimmt, selbst das BVerfG ignoriert, dann wird auch deutlich, wo wir dringendst Veränderungen brauchen.
24.05.2011, 10:09 #62
Ich bin ja Laie auf dem Gebiet, doch ich verstehe bis heute nicht (sicher für viele eine Lachnummer), warum die Urteile nur im einzelnen Fall ihr Recht finden ? Die Grundgesetzte sind klar formuliert (Vertragsfreiheit, freie Berufswahl, ...) und werden diese von einem Richter im Kontext zum SGB II bestätigt, kann ich nicht nachvollziehen, warum dann das grundgesetztfeindliche SGB nicht für alle geändert wird ?
Was würde wohl bei den Politikern/Wirtschaftsbossen rauskommen, wenn diese zu Psychotests gezwungen werden ? Im Gegensatz zu HE wären diese sogar berechtigt, da Entscheidungen, die für alle gelten, einer besonderen Verantwortung unterliegen !
Diese Führer sind doch alle Egoisten und so ist dieses System inzwischen für alle aufgebaut, obwohl die Mehrheit der Menschen sicher sozial eingestellt ist. Wie krank ist ein System, in dem Egosimus belohnt wird und was für eine Auswirkung besitzt diese wirtschaftliche Vorgabe für eine gesunde Psyche ? Was hätten wir für eine Gesellschaft, bei der sich der Lohn nach der sozialen und nachhaltigen Tragweite für alle Bürger richten würde ? Wie krank ist es, davon auszugehen, das der Mensch für seine Kreativität und schöpferische Kraft einen Wettkampf gegeneinander benötigt ?
Die Natur des Mensch ist für andere da sein und sich gegenseitig zu helfen, daran erkennt man einen zufriedene Psyche. Für mich sind alle Führer dieser Welt psychisch krank, da ihre Stellung durch einen krankhaften Egosismus erreicht wurde und diese Philosophie auf alle projeziert wird. Das ist auch der Grund, warum sie in ihrer Philosophie davon ausgehen, das ihr Volk psychisch unvollkommen ist und daher eine Führung brauch. Wir brauchen keine Führer, wir brauchen keine wirtschaftliche Abhängigkeit von kranken Menschen, was wir brauchen ist soziale Freiheit und eine gemeinsame Gestaltung für eine nachhaltige Zukunft, unabhängig von den wirtschaftlichen Abhängigkeiten der Parteien.
Dieser Umstand ist so alt wie die Menschheit selbst und ich werde einen Freundentanz machen, wenn sich diese Krankheit irgendwann sich selbst zerstören wird.
Eine Krankheit kann sich nur selbst ausheilen, wenn sie ausbrechen darf und daher sind die Reaktionen der Psyche ein elementarer Anzeiger für unsere heutige Gesellschaft. Eigentlich ist jeder Mensch schwer krank, der systemnah für den Staat arbeitet und diesen diktatorischen Egoismus bewusst unterstützt. Zum Glück bricht diese psychotische Krankheit bei immer mehr Menschen aus und der erste Weg zur Heilung ! Die Psyche ist ein sensibler Anzeiger, das etwas nicht richtig läuft und ein Schutz, das keine körperliche Krankheit entsteht. Man kann durch keinerlei psyschologische Mittel
eine egoistische Tätigkeit neutralisieren, da die Reaktionen der Psyche ihren Wahrheitsgehalt besitzen.
Für mich sind daher alle Menschen, die ihren Job aufgrund psychischer Probleme nicht mehr ausführen können, gesunder und sensibler, als alle anderen im Stattsapperat ! Wenn einem nun klar ist, wer der Verursacher dieser Problematik ist, kann man schon sagen, wir leben unter der Diktatur von psychisch kranken Menschen und das in so einer starken Weise, das ihre Krankheit noch nicht in Richtung Heilung ausbrechen konnte.
Wer sagt, das wir alle Exkremente bauen würden, wenn wir nicht mehr geführt werden ? Ist die Psyche des Menschen wirklich so unvollkommen oder ist das alles schon immer eine Projektion einige weniger gewesen, die für ihre Krankheit spricht ?
Sorry, aber das musste mal raus und es sind sicher viele Rechtschreibfehler drin, ist mir aber gerade voll egal !
24.05.2011, 11:16 #63
so gerne ich dir auch zustimmen würde , aber ich fürchte diese Vorgehensweise ist sachlich falsch.
Denn wenn du schon zu einer Untersuchung erscheinst, hast du ihr dem Grunde nach zugestimmt und die folgende Verweigerung bringt dich in "Teufel´s Küche", sprich fehlende Mitwirkung mit der Folge völliger Versagung der Leistungen.
Das eine Untersuchung nicht in einer EGV stehen darf (s. Urteile), spielt in diesem Zusammenhang keine Rolle, da du per Bescheid aka VA mit Rechtsfolgebelehrung dazu "gebeten" werden kannst.
Meines Erachtens muss die Blockade früher, d.h. bereits bei der Aufforderung der SB zur Untersuchung ansetzen.
"...Sind diese Potenziale durch die Vermittlungs- und Integrationsfachkraft nicht eindeutig feststellbar, kann eine Begutachtung durch den Psychologischen Dienst erfolgen mit dem Ziel, Hinweise für die Eignungsfeststellung zu liefern, passgenaue Vermittlungsvorschläge zu unterbreiten bzw. eine zielgerichtete Eingliederung in Erwerbstätigkeit zu befördern und die notwendigen Leistungen zur Eingliederung, gemessen an den Umständen des Einzelfalles, zu erbringen."
Hier muss die SB bereits Gründe liefern was und warum "nicht eindeutig feststellbar" ist und warum das ggfls. leistungsrelevant ist.
Zur Veranschaulichung warum es bei der Untersuchung zu spät sein könnte, habe ich mal die §§ aus der BT-Drucksache "extrahiert", die Inhalte bitte selbst nachlesen
§ 3 Absatz 1 Satz 2 Nummer 1 SGB II
§ 6 Absatz 1 Satz 1 Nummer 2 SGB II
§ 16 Absatz 1 SGB II i. V. m. § 32 SGB III
§ 16 Absatz 1 SGB II i. V. m. § 37 SGB III
§ 16a Nummer 3 SGB II
§ 59 SGB II i. V. m. § 309 SGB III
§ 62 SGB I
§ 65 Absatz 2 SGB I
§ 66 Absatz 1 SGB I
24.05.2011, 11:26 #64
das weniger, eher wohl das sie nach 3/4 ihrer Arbeit zusammenbrechen und eine unfertige "Ruine" hinterlassen - auch kein schöner Anblick.
Vielleicht ist das ja der Grund, und nicht Spekulanten denen das Geld ausgeht, für die vielen Bauruinen
24.05.2011, 11:45 #65
Dazu passend: http://www.elo-forum.org/agenturschl...ntrum-rbz.html
24.05.2011, 13:41 #66
da ich beruflich damit zu tun habe, stelle ich mal die Standardisierten prüfwerke hier ein. leider habe ich selbst keinen direkten zugang dazu, kenne aber die verfahrenstechniken. ich schätze die jobzenter verwenden dieselben prüfverfahren wie bei der MPU (auch forensischen erfassung) und in der diagnostik zur therapievorbereitung.
Psychologische Tests - Intelligenz - Klinische Psychologie - Entwicklungstests - Pearson
ich hab hier noch einen link zu arbeitsblattvorlagen. das material ist sehr komplex, liefert aber einen genauen überblick zu den verschiedensten fragekriterien und diagnostischen erfassungen. wer genau hinsieht erkennt schon, von einer Standardisierung sind diese art der tests weit entfernt, oftmals sogar in verschiedenen kulturkreisen unbrauchbar!
diese blattvorlagen werden gerne von arbeitgebern, instituten (unis) verwendet. fast jeder der sich mit angewandter psychologie beschäftigt ist schon damit konfrontiert gewesen.
wenn mann schon ständig menschen zu diesen tests lädt ohne besonderen grund (psyche, persönlichkeit und charakter gehen zwar etwas fließend ineinander über, lassen sich aber sehr wohl von krankhaften überzogenen verhalten abgrenzen...) so sollte die chancengleichheit gewahrt werden.
Paradigmatische Methoden der Psychologie Test und Experiment
Ich verweise auf den dortigen Hinweis, dass diese Tests nur an berechtigte Berufsgruppen ausgegeben werden.
Ich z. B. bin "berechtigte Berufsgruppe", sprich Diplom-Psychologe. Ich weiß aus letzter "Maßnahme", dass genau diese validierten und gültigen Tests, die auch nur (und überhaupt nur!) von diplomierten Psychologen, geschult in jedweder ethisch-rechtlicher Hinsicht, richtig interpretiert werden können, eben NICHT angewandt werden.
Verwendet werden "Tests" aus Internet und anderweitigen Journalen, z. B. "Brigitte", etc., etc. Also ungültiger Schrott ohne jede Aussagekraft. Angewandt werden sie von sogenannten Maßnahme-"Dozenten", die wild verstreut aus allen möglichen Berufsgruppen stammen, nur nicht aus denen, die je gelernt hatten, mit solchen Tests umzugehen.
Auch ich wurde bereits zum Psychiater aufgefordert, weil ich eben diese "Maßnahme" abgebrochen hatte. Dies hatte ich unter "erfolgreiche Gegenwehr" hier gepostet:
http://www.elo-forum.org/erfolgreich...suchungen.html
[...]Grundsätzlich gibt es dagegen eine sehr einfache und effektive Gegenwehr - nach der Rechtsgrundlage für eine psychische oder psychosoziale Beurteilung (i.w.S.) fragen - Ende, Aus, Mickey Maus
Ja. Wenn man mehrfach der Polizei (und nur der und sonst niemandem!!!!) aufgefallen war wegen Gewalt-, Alkohol- oder sonstigen Delikten, die die öffentliche Sicherheit gefährden könnten. Akute Selbstgefährdung wäre ebenfalls eine Grundlage, nur wird dann der Test sowieso in der psychiatrischen Klinik durchgeführt, sonst wäre die Selbstgefährdung ja nicht akut. Und "chronische" Selbstgefährdung, wie z. B. "chronische Suizidalität" gibt es schlichtweg nicht, auch wenn sie im Behördendeutsch immer mal wieder zu finden ist, um unliebsame "Mitbürger" in die Klapse zu bringen und somit mundtot zu machen.
Es genügt als rechtliche Grundlage NICHT, wenn die SB mal eben beim Ex-Arbeitgeber oder Chef des 1-Euro-Jobs anruft und fragt, wie der "Kunde" so als Mensch drauf ist.
Es könnte ja sein, dass der "Kunde" den Ex-Arbeitgeber wegen Steuerhinterziehung angezeigt hatte, nachdem er dazu aufgefordert wurde, mitzumachen oder, wenn nicht, dann gefeuert zu werden.
Nur leider ist in den Köpfen der SB folgende Gesellschaft längst Realität: "Die (Ex)-Arbeitgeber und / oder Chefs und Dozenten der "Maßnahme-Träger" haben immer Recht, sind Engel, fleißig, gut und gesund, die "Kunden" sind grundsätzlich Lügner, Verbrecher, Alkoholiker und Kranke, minderbemittelt, debil, Idioten und natürlich arbeitsscheu wie kriminell. Deswegen darf ich als SB dauernd und überall aus jedweder Quelle (Arbeitgeber, Nachbarn, Verwandte, Freunde, Ärzte, Ex-Arbeitgeber, Ex-Kollegen, Chefs der Maßnahmen und 1-Euro-Jobs, Ex-Ausbilder, etc.) ohne das Wissen des Kunden Informationen über ihn einholen und entsprechend in seiner Akte vermerken, beurteilen, bewerten, diagnostizieren. Die Meinung des Kunden zählt nicht und wenn ich das will, lade ich ihn aufgrund all dieser Aussagen zum Psychiater ein oder besuche ihn mal in seiner Wohnung".
Fazit: Fragt man als "Kunde" dann nach der Rechtsgrundlage, müsste der SB ja zugeben "Ich habe Sie ausspioniert und mir die und die Aussagen bei dem und dem eingeholt, die mir das Gefühl geben, dass Sie nicht ganz knusper sind".
Das wäre natürlich peinlich und so wird dann die Einladung wieder fallengelassen.
Eine psychologische Untersuchung muss immer begründet und auf entsprechendes Ziel der Behörde zugeschnitten sein. Somit gilt für die Jobcenter: Nicht der "grundsätzliche" Zweifel an Charakter und Persönlichkeit des Kunden gilt als Begründung für ein Testverfahren, sondern NUR die Berufswahl. Erscheint der Kunde unsicher, ob er überhaupt etwas gelernt hat, das seinen Fähigkeiten entspricht, hat er das RECHT darauf, einen Berufseignungstest zu absolvieren, kann aber nicht dazu gezwungen werden (Begründung: Ein Berufseignungstest, durchgeführt unter Zwang und ohne Motivation des Probanden, ist im Ergebnis von vorneherein als verfälscht und ungültig zu betrachten. Gültige Ergebnisse erzielt dieser nur, wenn er in vertrauensvoller Teamarbeit mit dem Testleiter durchgeführt wurde).
[...]Meines Erachtens muss die Blockade früher, d.h. bereits bei der Aufforderung der SB zur Untersuchung ansetzen.[...] ...frdl. Grüße Horst
Genau so ist es. Hier verweise ich auf meinen Link "Psychiatrische Untersuchungen", den ich oben eingefügt hatte.
[...] darum frage ich mich; wie können sich diese jobzenter überhaupt erdreisten, wahrscheinlich mit unzertifizierten tests von maßnahmeträgern, oder "küchentisch tests" auf probanten loszugehen? ...liebe grüße un barbara
Sie glauben, sie dürfen es und betrachten es nicht als Dreistigkeit. Ist dann ein Fachmann wie ich plötzlich Kursteilnehmer und klärt die Dozenten über ihre Rechte auf, wird er (also ich) nach Abbruch der Maßnahme zum Psychiater geschickt.
Nur, wer sich auf diesem speziellen Gebiet der Psychologie und Medizin ethisch-rechtlich auskennt (und das ist hochkomplex), hat überhaupt Chancen, einer solchen Untersuchung zu entgehen, ohne dabei Frechheiten und Unrecht zu erfahren (Sanktionen, Beleidigungen, etc., etc.).
Geheimtipp: Hier im Ort geht fast kein ALG-II-Empfänger den Aufforderungen zur Untersuchung beim Psychiater nach. Das steckte mir die Ärztin des Amtes hinter vorgehaltener Hand zu. Jeder schmettert hier die Aufforderungen ab (es genügt die Frage nach der Rechtsgrundlage, somit Ablehnung aus "wichtigem Grund" (steht in der Aufforderung). Also: Mit der Frage nach dem "Warum?" und einem freundlichen "bitte begründen Sie" die Untersuchung ablehnen und nicht antreten. Dann ist Schicht im Schacht, Ruhe im Karton).
24.05.2011, 14:04 #67
Hab ich im Moment leider nicht...müßtet ihr mal meine Beiträge durchforsten...
Alle 6847? So muss Hilfe aussehen!
24.05.2011, 14:22 #68
An wen würdet Ihr Euch wenden, um doch noch eine Antwort zu erhalten?
Die Beantwortung wäre dann folgerichtig ein Hinweis auf die Androhung von Sanktionen, wenn nicht, also faktisch die öffentliche Bestätigung für praktizierte Erpressung in deutschen Amtsstuben.
M. E. ist Frage #39 auf Seite 9 nicht bzw. nicht eindeutig beantwortet worden. Seht Ihr das auch so?
24.05.2011, 14:48 #69
Ich schließe mich der Frage an. Gerade die Aktionen in Köln zeigen doch, dass diese erzwungenen Psychotests + Schweigepflichtsentbindungen mehr und mehr im Kommen sind.
[I]Wer sich nicht bewegt, spürt seine Fesseln nicht! [/I](Rosa Luxemburg)
24.05.2011, 15:35 #70
Die Frage lautet, ob eine Sanktion verhängt werden kann, wenn man keine Unterschrift zur Entbindung der Schweigepflicht gibt?
Antwort: Nein, man kann nicht sanktioniert werden:
[Zitat aus http://dipbt.bundestag.de/dip21/btd/17/055/1705554.pdf, Seite 9, Frage 39]: "...Daten aus psychologischen Gutachten können insbesondere weitergegeben werden, wenn die oder der Leistungsberechtigte eine Schweigepflichtentbindungserklärung abgegeben hat (§ 76 Absatz 1 SGB X)...". [Zitat Ende].
"Schweigepflicht": Ethische und rechtliche (Berufsgeheimnis §§ 203, 204 Strafgesetzbuch) Pflicht des Arztes, Verschwiegenheit über alles (auch nichtmedizinische) zu wahren, was ihm bei der Ausübung seines Berufs bekannt wird. Schon die Tatsache des Arztbesuchs fällt unter die Schweigepflicht. Die Schweigepflicht ist die Grundlage des Vertrauens zwischen Arzt und Patient. ...[...]. Sie kann durchbrochen werden bei Vorliegen einer gesetzlichen Offenbarungspflicht, eines gesetzlichen Anzeigerechts, eines rechtfertigenden Notstands gem. § 34 StGB, FERNER bei Entbindung des Arztes von der Schweigepflicht durch den Patienten [...]". (Quelle: "Pschyrembel / Klinisches Wörterbuch", 257. Auflage, de Gruyter Verlag 1994).
"Offenbarungspflicht": In gesetzlich besonders bestimmten Fällen bestehende Verpflichtung des Arztes, geheimnisgeschützte Patientendaten (unter Einhaltung der Grenzen des jeweils unbedingt Erforderlichen) Dritten zu offenbaren; neben Auskünften im Rahmen der Sozialversicherung zur Prüfung der Leistungspflicht und zur Leistungsabrechnung und neben den im Interesse der Verbrechensverhinderung statuierten Anzeigenpflichten (§§ 138, 139 StGB) gehören hierzu z. b. die aus gesundheitspolizeilichen Gründen zur Seuchenbekämpfung erlassenen Meldepflichten[...]....". (Quelle: "Pschyrembel / Klinisches Wörterbuch", 257. Auflage, de Gruyter Verlag 1994).
§§ 138, 139 StGB:
Mit anderen Worten: Die Schweigepflicht-Entbindung von Seiten des Patienten unterliegt FERNER (s. erstes Zitat oben) der Offenbarungspflicht des Arztes, wenn diese gesetzlich bestimmt ist. Deswegen heißt es "Daten aus psychologischen Gutachten KÖNNEN INSBESONDERE weitergegeben werden, wenn die oder der Leistungsberechtigte eine Schweigepflichtentbindungserklärung abgegeben hat (§ 76 Absatz 1 SGB X)...".
§ 76 SGB X - Sozialgesetzbuch Zehntes Buch - Sozialverwaltungsverfahren und Sozialdatenschutz
1. Somit, das hatte ich in meinem Beitrag weiter oben schon betont, ist es wichtig, BEVOR man in die Mühle aus Ärzten, Gutachten und Mitwirkungspflichten gerät, nach der BEGRÜNDUNG für eine Aufforderung zum Gutachten zu fragen, ansonsten ABZULEHNEN. Denn befindet man sich erst einmal in der Gutachtermühle, ist es schwer, dort wieder herauszukommen, bzw. herauszukommen, ohne dass sensible Daten weitergereicht wurden.
2. Aufgrund o. g. Vorschriften zur Offenbarungspflicht ist eine Unterschrift von Seiten des Patienten nicht nötig. Sollte das Amt eine Unterschrift vom Kunden erwarten, die seine behandelnden Ärzte und / oder den Gutachter von der Schweigepflicht entbindet, so könnte er eigentlich antworten "Wenn meine Begutachtung einer gesetzlich begründeten Offenbarungspflicht von Seiten des Arztes unterliegt, benötigen Sie meine Unterschrift ja nicht". Das bedeutet: Wird eventuell sogar schriftlich eine Sanktion angedroht, scheinbar aufgrund "mangelnder Mitwirkungspflicht zur Feststellung blabla, etc.", dann im Widerspruch genau dieses schreiben: "Sollte eine Begutachtung einer gesetzlich begründeten ärztlichen Offenbarungspflicht unterliegen, benötigt der Auftraggeber, die Behörde, keine Unterschrift des zu begutachtenden Leistungsempfängers".
Und weil die Behörde weiß, dass so ein Widerspruch kommen wird, werden im Allgemeinen auch keine Sanktionen angedroht, wenn man eine Unterschrift zur Entbindung der ärztlichen Schweigepflicht einfach verweigert. (Außer von den ganz dummen SBs).
Allerdings sollte es nicht erst zu dieser Debatte kommen. Wie erklärt: Vor jeder Debatte muss eine Aufforderung zum Gutachten begründet werden. Liegt keine Begründung vor, gibt es keine weiteren Debatten.
24.05.2011, 16:42 #71
Wie ist das dann mit einer vergangenen Schweigepflichtsentbindung, die ist nur gültig für die einmalige Begutachtung Beispielsweise vor zwei Jahren oder ist diese immernoch gültig?
Ich habe gelesen nach 5 Jahren werden solche Gutachten gelöscht und damit ist die Geschichte dann endlich vom Tisch oder hängt die einem immernoch nach?
Hab Schiss hier den kompletten Fall bei mir öffentlich darzustellen, hab Angst das hier bestimmte Leute mitlesen.
Gibt es Möglichkeiten da wieder rauszukommen aus dieser Mühle, wer kann dabei helfen?
24.05.2011, 22:11 #72
Ich z. B. bin "berechtigte Berufsgruppe", sprich Diplom-Psychologe.
Und "chronische" Selbstgefährdung, wie z. B. "chronische Suizidalität" gibt es schlichtweg nicht, auch wenn sie im Behördendeutsch immer mal wieder zu finden ist, um unliebsame "Mitbürger" in die Klapse zu bringen und somit mundtot zu machen.
Sei so gut und kennzeichne solche Behauptungen als eindeutig DEINE MEINUNG.
Erstaunlich das Du als Diplom-Psychologe mal eben die Mehrzahl Deiner Kollegen, einige Dutzend Dr. und noch mehr Psychiater als unwissend hinstellst.
Wenn Du mir jetzt noch mitteilst, dass Du Anhänger des FMS bist, landest Du sofort auf der Igno - als erster User.
Was mich doch sehr wundert - es gibt eine extreme Unterversorgung von Therapeuten und Du bist ohne Job?
Sorry, aber irgendwie glaube ich Dir nicht.
25.05.2011, 00:41 #73
Ich muss überhaupt nichts als "meine Meinung" kennzeichnen, das "Meinung" vieler Kollegen ist, andere nennen es "Fachwissen".
http://resources.metapress.com/pdf-p...8&size=largest
S. 234, dritter Absatz: "Suizid und Suizidversuch stellen keine eigenen diagnostischen Kategorien dar". Und so weiter.
Ich habe niemanden als "unwissend" hingestellt. Du selbst als Nicht-Fachmann kritisierst Gutachten, Gutachter und Diagnosen, und zwar nicht zu knapp, erwartest von mir aber absolute Konformität mit all meinen potenziellen Kollegen, bzw. Konkurrenten? Psychologen diskutieren immer, zweifeln die Meinungen ihrer Kollegen an, wissen es besser oder weniger besser, haben ihre Theorien, Thesen und Hypothesen und forschen kräftig weiter, wusstest du das nicht? Das liegt daran, dass die Psychologie, die Erforschung menschlichen Verhaltens und seiner Psyche, auch neurologische Aspekte (Hirnforschung) nach Zitat unserer ehemaligen Professoren "noch in den Kinderschuhen steckt wie ehemals die Medizin zu Zeiten Leonardo da Vincis".
Freu dich doch. So finde ich Zeit, auch bei schönstem Sonnenschein draußen unter anderem deine Fragen und von dir eröffnete Threads zu beantworten.
Der von dir richtig erkannte Bedarf an Therapien wird von den Krankenkassen nicht bezahlt. Auf Selbstzahlerbasis kein Problem, kostet halt 92,- Euro die 50-Minuten-Sitzung.
Es gibt massenhaft arbeitslose Psychologen, was mit ihrer beruflichen Qualität, hätten sie Arbeit, nicht das Geringste zu tun hat. Insbesondere gibt es Psychologen, die in fachfremden Berufen arbeiten, deswegen in der Arbeitslosenstatistik nicht auftauchen.
Weiter sehe ich mich nicht in der Pflicht, hier zu begründen, weswegen ich arbeitslos bin. Das muss ich schon zur Genüge vor Maßnahme-Trägern und potenziellen Arbeitgebern. Außerdem weißt du das längst, steht in einem anderen Thread, auf den du geantwortet hattest.
Was du mit "Anhänger des FMS" meinst, verstehe ich nicht und interessiert mich nicht weiter.
Du glaubst allen Ernstes, ich gebe nur vor, ein Diplom im Fach Psychologie zu besitzen? Weswegen sollte ich das tun?
Mich ärgert so etwas. Ich reiße mir hier den A*** auf, um korrekte, vor allem hilfreiche, Antworten zu geben und dann kommt der Thread-Ersteller, der Frage-Steller, persönlich, um mir mitzuteilen, dass ich fachlich inkompetent wirke, ja sogar unglaubhaft.
Eigentlich peinlich. Aber nicht für mich. Und jetzt kommst erst einmal du auf meine Ignorier-Liste. Als erster User.
25.05.2011, 08:15 #74
Darüber mußt du dich nicht ärgern.
Ging mir vor nem knappen Monat genauso. Da wurde auch angezweifelt daß ich Medizinerin bin.
Man schaut dann zwar einen Mom blöd aus der Wäsche, aber dann habe ich doch mehr geschmunzelt.
Habe mir dann gesagt, was soll´s, mich kennen hier einige real.
Zwei User haben mich auch schon in meinem Institut besucht.
Die meisten bekennenden Mediziner/Innen von hier haben sich dann mehr auf Hilfe via PN verlagert.
Du wirst es hier nicht allen recht machen können.
Ich freue mich, wenn ich Menschen hier helfen kann, wenn ich fachchinesisch so übersetzen kann, daß Pat was damit anfangen kann.
Na ja, letztlich steht es dann doch jedem frei, alles anzuzweifeln.
Ärgere dich darüber nicht. als Medizinerin und als Psycholge kannst dich hier schnell in alle Nesseln setzen
Ich habe die Userin wieder von meiner Ignoliste heruntergenommen.
Mal sehen wann hier EHEC Thema wird, da müssen dann wieder die Mediziner/Innen Breitseiten hinnehmen.
25.05.2011, 10:17 #75
ein "nordlicht" ist sooo schön, aber was war das denn? eine "mamma morgana"?
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References: § 3

§ 6

§ 16
 § 32

§ 16
 § 37

§ 16

§ 59
 § 309

§ 62

§ 65

§ 66
 § 34

§ 76