Source: http://www.memorial.krsk.ru/deu/Martirol/h.htm
Timestamp: 2018-11-21 11:35:34+00:00

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Opferliste - H
HAABICH, Josef Adamowitsch (siehe GAABICH
HAAN, Iwan Iwanowitsch, geb. 1915 in dem Dorf Basel, Gouvernement Saratow. Arbeitsarmist in einer Arbeitskolonne in Werchnaja Tuguscha, Ilansker Lagerpunkt des KrasLag. Konnte lesen und schreiben. Verhaftet im Februar 1943 in Sachen A.J. Bachman (unter dieses Verfahren fielen insgesamt 39 Personen). Angeklagt nach § 58-2, 10, 11. Verurteilt am 20.10. 1943 von einem Sonderkollegium des NKWD der UdSSR zu 10 Jahren Besserungsarbeitslager. Rehabilitiert am 12.10.1957 vom Krasnojarsker Gebietsgericht (P-8050).
HABICH, Wilhelm Petrowitsch, geb. 1911 im Gouvernement Saratow. Arbeitsarmist. Lebte eine Zeit lang in der Zwangsarbeiter-Kolonie Werchnaja Tuguscha, Ilansker Kreis – im KrasLag. Arbeiter. Verhaftet am 30.10.1942. Angeklagt wegen rechter trotzkistischer Agitation. Das Verfahren wurde am 30.10.1943 aufgrund des Todes des Beschuldigten eingestellt. Rehabilitiert am 07.03.1955 von einer Prüfungskommission für Gerichtsverfahren der Region Krasnojarsk (P-4624).
HAER, siehe GAER
HAGEL (s. GAGEL), Filipp Franzowitsch
HAGELGANS (Hagelganz), Amelia (Amamlia) Dawydowna (Davidowna). Geb. 1927. Tochter von D.I. Hagelgans. Lebte in der Ortschaft Bettinger, Kanton Unterwalden, ASSR der Wolgadeutschen. Am 18.09.1941 zusammen mit ihrer Familie mit Zug N° 814 aus der ASSR der Wolgadeutschen in die Ortschaft Solenooserskoje, Schirinsker Bezirk, Region Krasnojarsk, Chakassien, deportiert. Befand sich von 1943-1946 in der Trudarmeezone des Krasnojarsker Metallhüttenwerkes (Postfach 121) an der Station Sorokino, Bezirk Mana, Region Krasnojarsk. Starb 1975.
-Verbannungs-/Lagerhaft-Bericht von Olga Davidowna Hagelgans (oder Hagelganz).
A.F. Lorej. Liste der Trudarbeiter, die sich in der zweiten Hälfte der 1940er Jahre in der Trudarmeezone des Krasnojarsker Hüttenwerkes (Postfach 121), an der Station Sorokino, Bezirk Mana, Region Krasnojarsk, befanden, (a).
HAGELGANS, David (Sohn von Iwan/Johann), geb. 18.11.1882-1951, Einwohner der Ortschaft Bettinger, Kanton Unterwalden, ASSR der Wolgadeutschen; arbeitete inder Kolchose „Spartak“. Wurde am 18.09.1941 zusammen mit seiner Ehefrau Amalie (Tochter von Philipp), 1882-1960, sowie den Kindern Olga, geb. 1922, Amalia, geb. 1927-1975, David, 1904-1963, Iwan, 1908-1974, dessen Ehefrau Dorothea (Dora) Andrejewna, 1912-1994, sowie ihren Kindern Iwan, 1931-1995, Tochter Emilie, geb. 1934, Olga, geb. 1938, und David, geb. 1941, mit dem Gefangenentransport No. 814 nach Solenoosjornoje im Schirinsker Kreis, Gebiet Krasnojarsk, deportiert. Starb am 18.11.1951 in der Verbannung. Die Familie wurde 1956 aus der Verbannung freigelassen. David wurde im Januar 1942 in die Arbeitsarmee abtransportiert, ins WjatLag zum Holzfällen. 1946 wurde er nach Solenoosjornoje zurückgeschickt. Auch Iwan Davidowitsch wurde in die Arbeitsarmee mobilisiert. Er kam in eine Sowchose . 1946 kehrte er zur Familie zurück. 1956 wurde er aus der Verbannung entlassen. Am 04.11.1997 wurde er vom Informationszentrum der Verwaltung für inneres im Gebiet Saratow rehabilitiert.
Verbannungs-/Lagerhaft-Bericht von Olga Davidowna Hagelgans (oder Hagelganz).
HAGELGANZ, Iwan Iwanowitsch, geb. 1928. Deportiert. Befand sich in der zweiten Hälfte der 1940er Jahre in der Trudarmeezone des Krasnojarsker Metallhüttenwerks (Postfach 121) an der Station Sorokino, Mansker Bezirk, RegionKrasnojarsk.
HAGELGANS, Iwan/Johann (Sohn von David), geb. 1908, Sohn von D. (I./J.) Hagelgans, wurde zusammen mit seiner Ehefrau Dorothea (Tochter von Andrej/Andreas), geb. 1912, sowie den Kindern Iwan/Johann, geb. 1931, Emilie, geb. 1930, Olga, geb. 1938, und David, geb. 1941, aus der Ortschaft Bettinger im Kanton Unterwalden, ASSR der Wolgadeutschen, mit dem Gefangenentransport No. 814 nach Solenoosjornoje im Schirinsker Kreis, Gebiet Krasnojarsk, deportiert. Im Januar 1942 wurde er zur Verrichtung landwirtschaftlicher Arbei-ten in die Arbeitsarmee abtransportiert. 1946 schickte man ihn nach Solenoosjornoje zurück. 1956 aus der Verbannung entlassen.
HAGELGANZ, Gottlieb (Sohn von Adam), geb. am 02.02.1887, stammte von dem Einzel-gehöft Karamyschewka, Kanton Krasnoarmejsk, Gebiet Saratow. 1941 wurde er aus der ASSR der Wolgadeutschen in die Siedlung Chimsawod, Kreis Daursk, Gebiet Krasnojarsk, deportiert. Starb am 23.08.1943 in der Verbannung.
HAGELGANZ, Philipp (Sohn von David), befand sich ab 1942 zusammen mit Ehefrau Sophia (Tochter von Jakob) Keil und Tochter Maria, geb. am 25.01.1937, in der Ortschaft Surguticha, Kreis Turuchansk, Gebiet Krasnojarsk, in Verbannung.
HAGERMEER, Sergej Christoforowitsch, geb. 1875 in der Stadt Stawropol. Lebte eine Zeit lang an der Station Son der Krasnojarsker Eisenbahnlinie. Am 28.07.1937 verhaftet. Angeklagt nach § 58-10 des Strafgesetzes der RSFSR. Am 21.02.1938 von einer Kommission des NKWD und der Staatsawnaltschaft der UdSSR zur Höchststrafe verurteilt. Am 20.03.1938 in der Stadt Minusinsk erschossen. Am 28.06.1989 durch die Staatsanwaltschaft der Region Krasnojarsk rehabilitiert (P-18729).
HAHN, Daniel (Sohn von Heinrich), ab 22.05.1942 wurde gegen ihn in Chakassien laut §58-10 ermittelt.
HAHN, G. (W.), verbrachte seine Haftzeit im NorilLag.
HAHN, Heinrich (Sohn von David), ab 24.06.1942 wurde gegen ihn in Chakassien laut §58-10 ermittelt.
HAHN, German (Hermann) Albertowitsch, geb. 1910 in Odessa. Arbeitsarmist im KrasLag des NKWD im Nischneingaschsker Kreis, Region Krasnojarsk. Verhaftet am 10.04.1943. Angeklagt wegen konterrevolutionärer Verbrechen. Am 11.12.1943 von einem Sonder-Kollegium des NKWD der UdSSR zu 8 Jahren Besserungsarbeitslager verurteilt. Am 13.02.1956 von einer Prüfungskommission für Strafsachen der Region Krasnojarsk rehabilitiert (P-6034).
HAHN, Jakob (Sohn von Jakob), geb. 1908, Deutscher aus der Ortschaft Basel im Kanton Unterwalden, ASSR der Wolgadeutschen. 1941 verbannt nach Sredneje im Kreis Tassejewo, Gebiet Krasnojarsk. Zur Arbeitsarmee ins KrasLag mobilisiert.
HAHN, Katharina (Tochter von Iwan/Johann), geb. 1921, Deutsche aus der Ortschaft Basel im Kanton Unterwalden, ASSR der Wolgadeutschen. Im September 1941 wurde sie aus Basel ins Krasnojarsker Gebiet deportiert, ab Sommer 1942 befand sie sich in der Siedlung Tschulkowo, Kreis Turuchansk, Gebiet Krasnojarsk, in Verbannung. Wurde 1956 freigelassen.
HAHNEMANN, Ferdinand (Sohn von Samuel), stammte aus einer Kulakenfamilie in der deutschen Kolonie namens K. Liebknecht, Kreis Woroschilow, Donez-Gebiet. 1930 wurde die Wirtschaft entkulakisiert und er zusammen mit den Eltern verschleppt. Er entkam aus der Verbannung. Desinfektor bei der städtischen Gesundheitsaufsicht in Krasnojarsk. Ab 04.11.1937 im Krasnojarsker Gefängnis. Am selben Tag von der Trojka der UNKWD im Gebiet Krasnojarsk, laut Protokoll No. 140, verurteilt zu 10 Jahren in Sachen Akte No. 4435 des N. (A.) Wolodin (unter diese Akte fielen insgesamt 12 Personen). Er bekannte sich nicht schuldig. 1957 wurde er vom Gebietsgericht des Gebietes Krasnojarsk rehabilitiert.
HAIDEBRECHT, Peter (Sohn von Peter), geb. 1906, stammte aus Kramatorska. 1933 von der OGPU der Ukrainischen SSR zu 10 Jahren verurteilt. Verbüßte die Haftzeit im NorilLag. Am 05.10.1937 von der Trojka der UNKWD des Gebietes Krasnojarsk zum Tod durch Erschießen verurteilt. Am 18.12.1937 in Norilsk erschossen.
HAIN, Bernhard Adamowitsch, möglicherweise Deutscher, geb. 1885 in Lwow. Jude. Fachschulbildung. Ohne feste Beschäftigung in Krasnojarsk. Verhaftet am 17.05.1920. Am 12.08.1920 von der krasnojarsker Gouvernements-Tscheka zu 2 Jahren Konzentrationslager verurteilt. Am 02.07.1998 von der Staatsanwaltschaft der Region Krasnojarsk rehabilitiert (P-23139).
HAJER, siehe GAER
HALENBECK-SOLARJEW (oder GALENBECK-S.), Iwan/Johann (Sohn von Karl), geb. 1889, Deutscher aus Swerdlowsk. Nicht abgeschlossene höhere Bildung. Ab April 1940 in Suchobusimo, Gebiet Krasnojarsk, in Verbannung.
HALLER (oder GALLER), Arthur, geb. zwischen 1900 und 1910, Ingenieur, Wolgadeutscher, befand sich in den 40-er Jahren in Dudinka in Verbannung.
Verbannungs - / Lagerhaft-Bericht von Sinaida Petrowna Nadeschdina und Wladislaw Anatolewitsch Baranow.
HAMMERSCHENDT, Anton (Sohn von Michael), geb. 1895, Deutscher aus der Ortschaft Gattung, ASSR der Wolgadeutschen. Verhaftet in dem Dorf Esaulowka, Mansker Kreis, Gebiet Krasnojarsk. Starb am 01.02.1942 im KrasLag in der Siedlung Nischnaja Pojma.
HAN, siehe HAHN
HANISCH, Rudolf Ottowitsch, geb. 1891 in Tomsk. Lebte eine Zeit lang in Krasnojarsk. Nicht abgeschlossene Mittelschulbildung. Hauptbuchhalter beim „Unionsverband für Buchführung und Statistik“. Am 06.02.1938 verhaftet. Angeklagt wegen antisowjetischer Agitation. Am 23.05.1938 von einer Kommission des NKWD und der Staatsanwaltschaft der UdSSR zur Höchststrafe verurteilt. Am 27.07.1938 in Krasnojarsk erschossen. Am 18.10.1957 vom Militärtribunal des Sibirischen Wehrkreises rehabilitiert (P-8071).
HANNEMANN, Rudolf Fjodorowitsch, geb. 1902 in Taganrog. 1934 verhaftet. Angeklagt nach § 58-6, 11 des Strafgesetzes der RSFSR. Von einer Trojka der Asow-Tschernomorsker Gebiets- GPU-Sonderkommission zu 8 Jahren Besserungsarbeitslager verurteilt. Verbüßte die Haftstrafe im NorilLag. Angeklagt wegen antisowjetischer Agitation. Am 27.09.1937 von einer Trojka der NKWD-Verwaltung der Region Krasnojarsk zur Höchststrafe verurteilt. Am 20.10.1937 im NorilLag erschossen. Am 10.09.1960 vom Militärtribunal des Nordkaukasischen Wehrkreises rehabilitiert (P-12377).
HARAUS, Johann Matwejewitsch, geb. 1893 in der Stadt Iglau. Mittlere Schulbildung. Kriegsgefangener des Ersten Weltkriegs. Lebte in der Stadt Krasnojarsk. Wärter im krasnojarsker Militärstädtchen. Am 21.08.1937 verhaftet und ins krasnojarsker Gefängnis gesperrt. Angeklagt nach §§ 58-10, 58-13 des Strafgesetzes der RSFSR. Am 21.11.1937 von einer Kommission des NKWD und der Staatsanwaltschaft der UdSSR zur Höchststrafe verurteilt, jedoch nicht erschossen – starb am 29.11.1937 im Gefängniskrankenhaus an einer Herzerkranung. Am 20.09.1989 durch die Staatsanwaltschaft der Region Krasnojarsk rehabilitiert (P-19117).
HARBJUNG, siehe GARBJUNG
HARDER, Boris Georgiewitsch (möglicherweise Deutscher), geb. 1895 in St. Petersburg. Lebte eine Zeit lang in dem Dorf Jefremkino, Schirinsker Kreis, Autonomes Gebiet Chakassien, Region Krasnojarsk. Stammte aus einer adeligen Familie, höhere Schulbildung. Bauleiter in der Sowchose „Kommunar“. Am 17.09.1943 verhaftet. Angeklagt nach § 58-2, 10, 11 des Strafgesetzes der RFSFR. Am 08.01.1944 vom Krasnojarsker Regionsgericht zu 5 Jahren Besserungsarbeitslager verurteilt. Am 28.05.1992 von der Staatsanwaltschaft der Russischen Föderation rehabilitiert (P-20310).
HART, Iwan/Johann (Sohn von Friedrich), geb. 1907, im Jahre 1941 aus der ASSR der Wolgadeutschen in den Karatusker Kreis, Gebiet Krasnojarsk, deportiert. Mobilisiert zur Arbeitsarmee ins BogoslowLag. Starb am 14.08.1942 im Lager.
HARTMANN, Andrej/Andreas (Sohn von David), geb. 1904, Deutscher aus der Ortschaft Staritza im Kanton Marxstadt, ASSR der Wolgadeutschen. Wurde zur Arbeitsarmee ins KrasLag mobilisiert, nahe der Station Kasanowka im Opifansker Kreis, Gebiet Tula.
HARTMANN, Berta Davidowna, geb. 1912 in Balzer, Gouvernement Saratow. Lebte in der Siedlung Neu, Partisansker Kreis, Region Krasnojarsk. Arzt- und Geburtshelferin im Ärzterevier. Am 11.03.1950 verhaftet. Angeklagt wegen Diversion. Am 16.12.1950 von einem Sonderkollegium des MGB der UdSSR zu 10 Jahren Besserungsarbeitslager verurteilt. Die Strafe wurde am 13.04.1956 vom Militärtribunal des Sibirischen Wehrkreises abgeändert. Die Strafakte wurde am 02.02.1957 aufgrund einer Amnestie durch die Militärstaatsanwaltschaft des Sibirischen Wehrkreises geschlossen. Am 30.05.2003 von der Staatsanwaltschaft der Region Krasnojarsk rehabilitiert (P-6179).
HARTUN, siehe GARTUN
HARTUNG, Adolf (Sohn von Andrej/Andreas), geb. 1923, 1941 aus der ASSR der Wolgadeutschen ins Krasnojarsker Gebiet deportiert. Mobilisiert zur Arbeitsarmee ins BogoslowLag. Starb am 27.01.1943 im Lager.
HARTUNG, Andrej/Andreas (Sohn von Andrej/Andreas), 1941 aus der ASSR der Wolgadeutschen ins Krasnojarsker Gebiet deportiert. Mobilisiert zur Arbeitsarmee ins BogoslowLag. Starb am 22.01.1943 im Lager.
GARTUNG (HARTUNG), Andrej Iwanowitsch, möglicherweise Deutscher. Geb. 1899. Lebte in der Ortschaft Nikolajewka (Gnadendorf), Nikolajewsker Dorfrat, Abakansker (heute Krasnoturansker) Bezirk, Gebiet Minussinsk. Familie: Ehefrau Julia Franzewa, geb. 1898. Entzug der Wahlrechte 1929. (Krasnoturansker Bezirksarchiv, Bestand R-1/377, Verz. 3. Dossier 9,15, 768, 770)
HARTWICH, Gottlieb/Bogdan geb. 1896, stammte aus der ASSR der Wolgadeutschen, wurde im September 1941 zusammen mit seiner Ehefrau Maria (Tochter von Iwan/Johann) sowie den Kindern Alexander (Sohn von Bogdan), Andrej/Andreas (Sohn von Bogdan) und Emma (Tochter von Bogdan), geb. 1926, aus Warenburg im Kanton Kukuj, Gebiet Saratow, in die Siedlung Utschatscha, Dserschinsker Kreis, Gebiet Krasnojarsk, deportiert. Emma war von September 1941 bis Juni 1958 zwangsumgesiedelt in der Siedlung Taimba, Bajkitsker Kreis, ab 1958 lebte sie in der Siedlung Mirjuga, Bajkitsker Kreis.
HARTWIG (Hartwich, Hartwitsch), Viktor Georgiewitsch, geb. 1928 in der Ortschaft Straub, Kanton Kukkus, Gouvernement Saratow. Deportiert. Verbrachte die Verbannungszeit in der Ortschaft Katschulka, Bezirk Karatus, Region Krasnojarsk. Befand sich von 1943-1946 in der Trudarmeezone des Metallhüttenwerkes (Postfach 121) an der Station Sorokino, Mansker Bezirk, Region Krasnojarsk. Lebte anschließend bis Dezember 1957 in der Stadt Krasnojarsk, später in Diwnogorsk.
HARWITSCH, siehe GARWITSCH
HASENKAMPF, David, geb. 1890, befand sich ab Juli 1942 zusammen mit seiner Ehefrau sowie den Kindern David und Iwan/Johann an der Station Tschornoostrowsk im Kreis Turuchansk, Gebiet Krasnojarsk in Verbannung. Ende der 40-er Jahre wurde er mit seiner Familie an einen anderen Ort gebracht.
Verbannungs-/Lagerhaft-Bericht von Jelena Wiljusowna Arsamasowa.
HASENZAHL, Ludwig-Friedrich (Sohn von Friedrich), geb. am 23.10.1873, stammte aus Darmstadt (Deutschland), Staatsbürger der UdSSR. Verbrachte die verwaltungsmäßig angeordnete Verbannung im Kreis Kasatschinskoje, Gebiet Krasnojarsk. War bekannt mit dem Verbannten F. (L.) Konstanz. In der Anklage des C. (I.) Twordochlebow heißt es, er habe Konstanz und Hasenzahl eine Schreibmaschine gegeben, auf der diese dann konterrevolutionäre Gedichte geschrieben hätten. Saß laut Strafakte No. 3115 des K. (I.) Dorogonjewskij (unter diese Akte fielen insgesamt vier Personen) ab 17.07.1937 im Jenissejsker Gefängnis. Angeklagt nach §§ 58-10, 58-11 des Strafgesetzes der RSFSR. Von einer Trojka der NKWD-Behörde des Gebietes Krasnojarsk am 26.10.1937 zum Tod durch Erschießen verurteilt. Am 18.11.1937 in Jenissejsk erschossen. Am 19.07.1989 durch die Staatsanwaltschaft der Region Krasnojarsk rehabilitiert (P-19377).
HASSMANN, Iwan/Johann (Sohn von Iwan/Johann), geb. 01.02.1929. Im September 1941 verschleppt aus dem Gebiet Saratow in den Scharypowsker Kreis, Gebiet Krasnojarsk. Arbeitete von 1941-1943 in der Kolchose "Roter Partisan" in der Ortschaft Kossye Luschki. Am 13.02.1956 aus der Sonderregistrierung gestrichen. Blieb im Gebiet Krasnojarsk.
HAULER, Johann (Juhan; Iwan) Stepanowitsch, geb. 1888 (1880) in Österreich-Ungarn. Deutscher (Österreicher). Mittlere Schulbildung. Kriegsgefangener des Ersten Weltkriegs. Lebte ab 1919 in Nowoselowo, Region Krasnojarsk. Mechaniker an der „Getreidebeschaffungsstelle“ im Dorf Nowoselowo, Region Krasnojarsk. Am 03.08.1937 verhaftet und ins Atschinsker Gefängnis gesperrt. Insgesamt fielen 4 Personen unter dieses Gerichtsverfahren. Angeklagt wegen konterrevolutionärer Tätigkeiten. Am 04.02.1938 von einer Kommission des NKWD und der Staatsanwaltschaft der UdSSR zur Höchststrafe verurteilt. Am 28.02.1938 in der Stadt Krasnojarsk erschossen. Am 29.03.1958 vom krasnojarsker Regionsgericht rehabilitiert (P-9674).
HEFTEL, Fjodor/Friedrich (Sohn von Fjodor/Friedrich), geb. 1925, Deutscher aus dem Befinsker Kreis, Gebiet Saratow. Arbeitete bis zur Mobilisierung als Hilfsarbeiter in der Bau- und Montage-Verwaltung Nr. 4 in Omsk. Verhaftet in Sachen A.A. Becker (unter diese Strafakte fielen insgesamt 6 Personen).. Am 17.06.1944 vom Sonderkollegium des NKWd im Gebiet Krasnojarsk zu 8 Jahren verurteilt.
HEIDE, Maria Alexandrowna (möglicherweise Deutsche), geb. 1906 in dem Dorf Pokrowka, Atschinsker Landkreis, Jenisejsker Gouvernement. Lebte später in Atschinsk. Konnte lesen und schreiben. Ungelernte Arbeiterin im Bade- und Wäscherei-Kombinat. Verhaftet am 14.05.1945. Angeklagt nach § 58-10 des Strafgesetzes der RSFSR. Am 06.07.1945 vom Krasnojarsker Regionsgericht zu 5 Jahren Besserungsarbeitslager verurteilt. Am 10.04.1992 von der Staatsanwaltschaft der Region Krasnojarsk rehabilitiert (P-20128).
HEIM, Iwan (Johann) Iwanowitsch, geb. 1920, befand sich 1950 in Nischnaja Pojma, Kreis Nischne-Ingasch, Gebiet Krasnojarsk, unter Sonderkommandantur des KrasLag, in Verbannung. Schweißer in der Zentralen Reparaturwerkstatt. Am 21.08.1950 wurde er der Sonderkommandantur No. 67 bei der Nischne-Ingaschsker Kreisabteilung des Staatssicher-heitsdienstes im Gebiet Krasnojarsk überstellt. Starb in den 10950er Jahren in Reschoty.
Verbannungs- / Lagerhaftbericht von Jekaterina Alexejewna Krpitschenko.
HEIM, Viktor (Sohn von Iwan/Johann), befand sich 1950 in Verbannung unter der Sonder-kommandantur des KrasLag im Lagerstützpunkt 9. Am 22.08.1950 wurde er der Sonderkom-mandantur No. 65 bei der Nischne-Ingaschsker Kreisabteilung des Staatssicherheitsdienstes im Gebiet Krasnokarsk überstellt.
HEINKE, Alexander Antonowitsch, geb. 1884 in dem Dörfchen Druschkowo, Jekaterinoslawsker Gouvernement. Lebte in Minusinsk. Mittlere Schulbildung. Privatfotograf. Verhaftet am 01.08.1937. Angeklagt nach § 58-2, 6, 9, 11 des Strafgesetzes der RSFSR. Am 21.02.1938 von einer Kommission des NKWD und der Staatsanwaltschaft der UdSSR zur Höchststrafe verurteilt. Er starb jedoch während der Haft am 16.07.1939 (021851).
HEINRICH, Fjodor/Friedrich (Sohn von David), geb. 1905, Deutscher aus der ASSR der Wolgadeutschen. Befand sich im Jahre 1950 zusammen mit seiner Ehefrau Mina (Tochter von David), geb. 1907, sowie den Kindern Ida, geb. 1939, Klara, geb. 1931, Rubin, geb. 1942, und Emma, geb. 1929, unter der Sonderkommandantur des KrasLag im 3. Lagerstützpunkt in Verbannung. Am 22.08.1950 wurden sie der Sinderkommandantur No. 65 bei der Nischne-Ingaschsker Kreisabteilung des Staatssicherheitsdienstes im Gebiet Krasnojarsk überstellt.
HEINRICH, Nikolaj/Nikolaus (Sohn von Eduard), geb. 1910, befand sich 1950 in der Siedlung Nischnaja Pojma, Kreis Nischne-Ingasch, Gebiet Krasnojarsk, unter der Sonder-kommandantur des KrasLag, in Verbannung. Maschinist. Am 21.08.1950 wurden sie der Sonderkommandantur No. 67 bei der Nischne-Ingaschsker Kreisabteilung des Staatssicher-heitsdienstes im Gebiet Krasnojarsk überstellt.
HEINZ, Alexander Andrejewitsch, geb. 1909 in dem Dörfchen Scheintorf, Andrejewsker Wolost, Tomsker Gouvernement. Lebte eine Zeit lang in dem Dörfchen Schelomki, Dserschinsker Kreis, Region Krasnojarsk. Niedrigste Schulbildung, parteilos. Mechaniker an der Motoren- und Traktoren-Station. Verhaftet am 09.04.1942. Angeklagt nach § 58-10, Abs. 2, 11 des Strafgesetzbuches der RSFSR. Am 28.04.1943 von einem Sonderkollegium des NKWD der UdSSR zu 10 Jahren Arbeitsbesserungslager verurteilt. Verbüßte die Strafe im KrasLag. Am 17.05.1957 vom Militärtribunal des Sibirischen Wehrkreises rehabilitiert (P-6912).
HEINZ, Alexander (Sohn von Peter), geb. 1926; im Jahre 1941 aus der ASSR der Wolga-deutschen nach Meletzk, Kreis Biriljussy, in die Schtschelewsker Abteilung der Polewsker Sonderkommandantur, Gebiet Krasnojarsk, deportiert. Am 22.11.1942 zur Arbeitsarmee nach Atschinsk mobilisiert.
HEINZ, David Gottfriedowitsch, geb. 1905. Gebürtig aus und wohnhaft in dem Dorf Nischnjaja Bulanka, Sagajsker Amtsbezirk, Minusinsker Bezirk, Jenisejsker Gouvernement. 1933 von einer Trojka de Bevollmächtigten-Vertretung der OGPU der Region West-Sibirien verurteilt. Lebte in der Siedlung Olchowka, Artemowsker Kreis, Region Krasnojarsk. Arbeitete im Bergbau-Kombinat „Minusasoloto“. Verhaftet am 29.07.1938. Angeklagt wegen konterrevolutionärer Verbrechen und antisowjetischer Agitation. Am 26.03.1939 vom krasnojarsker Gebietsgericht zu 7 Jahren Besserungsarbeitslager verurteilt. Am 22.04.1958 von einer Sonderkommission des Obersten Sowjet der RSFSR rehabilitiert (P-9251).
HEINZ, Friedrich (Sohn von Christian), geb. 1898, Deutscher aus der ASSR der Wolga-deutschen. Verbannt nach Nischnaja Bulanka, Karatusker Kreis, Gebiet Krasnojarsk, anschließend nach Minussinsk. Verwalter der Genossenschaft "Werjowotschnik". Am 19.11.1937 in Sachen G. (J.) Rinas in Minussinsk verhaftet (unter diese Strafakte fielen insgesamt 11 Personen). Am 27.11.1937 von der Trojka der UNKWD im gebiet Krasnojarsk verurteilt zum Tod durch Erschießen. Am 06.12.1937 in Minussinsk erschossen.
HEINZ, Heinrich (Sohn von Heinrich), Schuldirektor in der Ortschaft Nikolajewka (Gnaden-dorf), Kreis Krasnoturansk. 1937 verhaftet.
HEINZ, Iwan/Johann, Vater von R. (I.) Heinz, Entzug des Wahlrechts, entkulakisiert in der Ortschaft Nischnaja Koja, Karatusker Kreis, Gebiet Krasnojarsk, und in die Verbannung geschickt.
HEINZ, Jekaterina/Katharina (Tochter von Gottfried), 1900-1982, Einwohnerin der Ortschaft Straub, Kanton Pallas, ASSR der Wolgadeutschen (Schwester von J.G. Günter und N.G. Klauser). Wurde im September 1942 zusammen mit ihrer Familie, Ehemann Reinhold Heinrichowitsch, ca. 1900-1970, und den Kindern Frieda, 1925-1983, Erna, geb. 1921, Tamara, geb. 1927, und Arthur, geb. 1929, nach Atamanowo im Kreis Suchobusimo, Region Krasnojarsk, verschleppt.
Verbannungs-/Lagerhaftbericht von Frieda Adamowna Gildermann (Klauser).
HEINZ, Karl Karlowitsch, geb. 1915 in dem Dorf Jekaterinental (Katharinental), Gouvernement Saratow. Lebte eine Zeit lang in dem Dörfchen Denisowo, Dserschinsker Kreis, Region Krasnojarsk. Stammte aus einer Mittelbauern-Familie, 5 Klassen Schulausbildung, parteilos. Mechaniker am der Motoren- und Traktoren-Station. verhaftet am 20.03.1942. Angeklagt nach § 58-1a, 2, 10, Abs. 2, 11 des Strafgesetzbuches der RSFSR. Verbüßte die Strafe im KrasLag, starb am 03.03.1943. Das Verfahren wurde wegen des Todes am 28.04.1943 eingestellt. Am 17.05.1957 vom Militärtribunal des Sibirischen Wehrkreises rehabilitiert (P-6912).
HEINZ, Peter (Sohn von P.), geb. 1910, im Jahre 1941 aus der ASSR der Wolgadeutschen deportiert nach Melezk im Kreis Biriljussy, zur Schtschelewsker Abteilung der Polewsker Sonderkommandantur, Gebiet Krasnojarsk. Am 19.06.1942 zur Arbeitsarmee nach Atschinsk mobilisiert.
HEINZ, Reinhold (Sohn von Heinrich), geb. 1900, Ehemann von E. (G.) Heinz; 1942 aus der Ortschaft Straßburg, Kanton Pallassowka, ASSR der Wolgadeutschen, verschleppt nach Atamanowo, Kreis Suchobusimo, Region Krasnojarsk.
HEINZ, Renwald (Reiwald oder Reinwald) Iwanowitsch, geb. 1910 im Gouvernement Livland. Stammte aus einer Großbauernfamilie. In den 1930er Jahren zusammen mit der Familie seines entkulakisierten Vaters in das Dorf Nischnjaja Bulanka, Karatusker Kreis, Gebiet West-Sibirien verschleppt. Lebte in Minusinsk. Leiter der Genossenschaft „Wosroshdenie“ („Wiedergeburt“; Anm. d. Übers.). Am 17.11.1947 in Sachen G.J. Rinas verhaftet (unter diese Strafsache fielen insgesamt 11 Personen). Angeklagt wegen konterrevolutionärer Verbrechen und rechter trotzkistischer Agitation. Von einer Trojka der NKWD-Verwaltung der Region Krasnojarsk am 27.11.1937 zu 10 Jahren Besserungsarbeitslager verurteilt. Am 424.05.1958 vom Krasnojarsker Regionsgericht rehabilitiert. Die Haftstrafe verbüßte er in Magadan (P-9475).
HEINZ, Rudolf. Verbüßte seine Haftstrafe im Norillag.
HEINZ, Viktor (Sohn von Peter), verbannt in den Kreis Biriljussy, Gebiet Krasnojarsk. Starb am 10.05.1938 in der Verbannung.
GEINZE Geinz) oder HEINZE (Heinz), Andrej Andrejewitsch (Heinrich Heinrichowitsch), geb. 1901 in der Ortschaft Oberdorf, Kamyschinsker Landkreis, Gouvernement Saratow. Deutscher. Stammte aus einer Großbauern-Familie. Lebte in der Ortschaft Nikolajewka, Krasnoturansker Bezirk, Region Krasnojarsk. Lehrer an der Grundschule. Verhaftet am 04.07.1937. Angeklagt wegen antisowjetischer Agitation. Verurteilt am 13.11.1937 von einer Kommission des NKWD und einem Staatsanwalt der UdSSR zur Höchststrafe. Am 24.11.1937 in Minussinsk erschossen. Rehabilitiert am 15.07.1958 vom Militärtribunal des Sibirischen Wehrkreises.
Sein Vater Andrej Christianowitsch GEINZE (HEINZE), geb. 1882 in der Ortschaft Oberdorf, Kamyschinsker Landkreis, Gouvernement Saratow. Deutscher. Lebte in der Ortschaft Krasnoturansk, Region Ost-Sibirien. Stammte aus einer Bauernfamilie, konnte nur wenig lesen und schreiben. Werksmeister in der Butterfabrik. Verhaftet am 17.01.1934. Angeklagt wegen Spionage und Mitgliedschaft in einer konterrevolutionären Vereinigung. Verurteilt am 10.03.1934 von einer Sondertroika der Bevollmächtigten-Vertretung der OGPU der Region West-Sibirien zu 5 Jahren Erziehungs-/Arbeitslager. Rehabilitiert am 02.10.1962 vom Militärtribunal des Sibirischen Wehrkreises. (Archiv der Regionalbehörde des FSB Russlands der Region Krasnojarsk, Dossiers P-9872, P-13603).
HEINZE, Andrej Davidowitsch, geb. 1904 in dem Dorf Dobrjanka, Gouvernement Saratow. Lebte in dem Dorf Iudino, Askisker Kreis, Autonomes Gebiet Chakassien, Region Krasnojarsk. Stammte aus einer Mittelbauernfamilie. Leiter des Iudinsker Postamtes. Verhaftet am 27.10.1942. Angeklagt wegen antisowjetischer Agitation. Vom chakassischen Regionsgericht am 09.01.1943 zu 10 Jahren Besserungsarbeitslager und 5 Jahren Entzug der politischen Rechte verurteilt. Am 07.07.1965 vom Obersten Gerichtshof der RSFSR rehabilitiert (P-14250).
HEINZ(E), Friedrich Christianowitsch, geb. 1899 im Gouvernement Saratow. Als Verbannter in dem Dorf Nischnjaja Bulanka, Karatusker Kreis, Region Krasnojarsk, später in Minusinsk. Schlosser in der Genossenschaft „Werewotschnik“ (Seilmacher; Anm. d. Übers.). Verhaftet am 17.11.1937 in Sachen G.J. Rinas (unter diese Strafsache fielen insgesamt 11 Personen). Angeklagt wegen konterrevolutionärer Verbrechen und rechter trotzkistischer Agitation. Von einer Trojka der NKWD-Verwaltung der Region Krasnojarsk am 27.11.1937 zur Höchststrafe verurteilt. Am 06.12.1937 in Minusinsk erschossen. Am 24.05.1958 vom Krasnojarsker Regionsgericht rehabilitiert (P-9475).
HEISE, Anatolij Adolfowitsch, geb. 1915 in Kiew. Häftling des KrasLÖag in der Siedlung Nischnaja Pojma, Nischneingaschsker Kreis, Region Krasnojarsk. Stammte aus einer Beamtenfamilie, höhere Schulbildung, parteilos. Bau-Ingenieur. Verhaftet am 03.09.1943. Angeklagt nach § 58-1a + 19, 58-2, 58-11 des Strafgesetzbuches der RSFSR. Am 11.12.1943 von einem Sonderkollegium des NKWD der UdSSR zu 10 Jahren Arbeitsbesserungslager verurteilt. Rehabilitiert vom Militärtribunal des Sibirischen Wehrkreises am 25.06.1957 (P-4581).
HELBICH, 1941 zusammen mit seiner Ehefrau Lore sowie den Kindern Irma und Hermine aus der ASSR der Wolgadeutschen verschleppt in das Dorf Latynzewo, Kreis Irbej; war in der Arbeitsarmee, kehrte nach Latynzewo zurück.
HELBICH, Jakob (Sohn von Jakob), 1941 aus dem Gebiet Saratow, Kanton Seelmann in den Turuchansker Kreis, Gebiet Krasnojarsk, verschleppt. 1990 lebte er in der Siedlung Sacharowka, Kasatschinsker Kreis, Gebiet Krasnojarsk.
HELD, Elvira. Deportiert in die Region Krasnojarsk. Arbeitete in den 1940er Jahren beim gewerblichen Fischfang in Ust-Chantajka, Bezirk Dudinka, Region Krasnojarsk. Lebte dort 2003 noch.
HELDT, Jakob (Sohn von Jakob), geb. 1907, Deutscher aus der Ortschaft Dönhof im Kanton Balzer, ASSR der Wolgadeutschen, Zimmermann in der Industriegenossenschaft; im September 1941 zusammen mit seinem Vater Jakob (Sohn von Jakob), 1869-1947, seiner Ehefrau Amalie (Tochter von Johann), 1908-1945, sowie den Kindern Heinrich 1939-1942, Jekaterina/Katharina, geb. 1935, und Frieda, geb. 1930, mit dem Gefangenentransport Nr. 814 in die Siedlung Sagorsk, M.-Kamalinsker Dorfsowjet, Kreis Rybino, Gebiet Krasnojarsk, deportiert. Im Januar 1942 zur Arbeitsarmee ins KrasLag (Holzfällerei) mobilisiert. Am 20.08.1946 wurde er aus dem KrasLag freigelassen, blieb jedoch im Lager in der Verbannung. Im November 1946 schickte man ihn nach Chodschent (Leninabad, Tadschikische SSR) zum Kombinat No. 6. Danach befand er sich in Usbekistan in der Verbannung. Amalia Johannowna geriet 1950 unter einen Zug. 1950 kam er mit den Kindern in das Dorf Bolschie Kljutschi im Rybinsker Kreis. Er heiratete die Verbannte Jekaterina Wilhelmowna Stoll. 1953 wurde Sohn Jakob geboren. Seine Ehefrau arbeitete in der 4. Abtei-lung der Kamalinsker Waldwirtschaft. Die Töchter wurden Ende der 1940-er Jahre in das Dorf Bolschie Kljutschi, Kreis Rynoje, Gebiet Krasnojarsk, verbracht. 1956 wurde die Familie in die Freiheit entlassen und später rehabilitiert.
Verbannungs-/Lagerhaftbericht von Jakob Jakowlewitsch Heldt.
HELM, wurde zusammen mit seiner Familie, Ehefrau Elisabeth sowie den Kindern Karl und Maria aus der ASSR der Wolgadeutschen in die Ortschaft Tschuchlomino, Region Krasno-jarsk, deportiert. Kam in der Arbeitsarmee ums Leben; die Tochter starb während der Verbannung.
HENDIK, Iwan Wenediktowitsch, geb. 1893 im Gouvernement Witebsk. Lebte in dem Dorf Kuraj, Roschdestwensker Kreis, Kansker Bezirk, Region Ost-Sibirien. Konnte nur schlecht lesen und schreiben. Hatte eine eigene Wirtschaft. Verhaftet am 29.08.1931. Angeklagt wegen Mitgliedschaft in einer konterrevolutionären, aufständischen Organisation und Banditentum. Am 14.10.1932 von einer Trojka der Bevollmächtigten-Vertertung der Region Ost-Sibirien zu 3 Jahren auf Bewährung verurteilt. Am 13.05.1994 von der Staatsanwaltschaft der Region Krasnojarsk rehabilitiert (014434).
HENKE (siehe GENKE)
HENKE, Friedrich Ernestowitsch, geb. 1894 in dem Dorf Marjanowka, Schepetowsker Landkreis, Gouvernement Kiew. Pächter zweier Dampfmühlen. 1930 entkulakisiert und vertrieben. Arbeitsarmee-Siedler in Kansk. Arbeitete als Mechaniker. Verhaftet am 02.04.1933. Angeklagt nach § 58-7, 11 Strafgesetzbuch der RSFSR. Das Verfahren wurde aus Gründen der Rehabilitation eingestellt. Lebte in Kansk, arbeitete als Hauptmechaniker in einer Hulzfabrik. Verhaftet am 26.08.1937 in Sachen P.A. Pruchowskij (unter diese Akte fielen insgesamt 72 Personen). Beschuldugt der Mitgliedschaft in einer konterrevolutionären Organisation. Am 03.11.1937 von einer Trojka der NKWD-Verwaltung der Region Krasnojarsk zur Höchststrafe verurteilt. Am 07.11.1937 in Kansk erschossen. Am 24.04.1956 vom Militärtribunal des Sibirischen Wehrkreises und am 26.07.2001 von der Staatsanwaltschaft der Region Krasnojarsk rehabilitiert (P-415, P-4417).
HENKEL, Magdalina Genrichowna, geb. 1891 in der Stadt Lenkoran, Bakinsker Gouvernement. Lebte in Minusinsk. Hausfrau. Am 28.05. 1937 verhaftet. Angeklagt wegen antisowjetischer Agitation. Am 13.11.1937 von einer Kommission des NKWD und der Staatsanwaltschaft der UdSSR zur Höchststrafe verurteilt. Am 24.11.1937 in Minusinsk erschossen. Am 15.07. 1958 vom Militärtribunal des Sibirischen Wehrkreises rehabilitiert (P-9872).
HENSE, Christian Christianowitsch. geb. 1918. gebürtig und wohnhaft inder Ortschaft Alt-Urbach, Kanton Krasnojar, Gouvernement Saratow. Konnte lesen und schreiben. 1941 in das Dorf Sawino, Jenisejsker Bezirk, Region Krasnojarsk deportiert. In die Trudarmee mobilisiert. Lebte eine Zeit lang in einer Arbeitskolonne in der Siedlung Wjerchnjaja Tuguscha, Ilansker Außenlagerstelle des Kraslag (NKWD). Am 06.01.1943 in Sachen A.J. Bachman verhaftet (unter dieses Sammelverfahren fielen insgesamt 39 Personen). Angeklagt nach §58-2, 10, 11 des Strafgesetzes der RSFSR. Am 20.10.1943 von einem Sonderkollegium des NKWD der UdSSR zu 10 Jahren Erziehungs- und Arbeitslager verurteilt. Am 12.10.1957 vom krasnojarsker Regionsgericht rehabilitiert (P-8050).
HENSE, Emanuel (Sohn von Johann), befand sich in der Arbeitsarmee in der Tungusker Abteilung des KrasLag. 1945 verhaftet.
HENSE, Jakob (Sohn von Christian), geb. 1895, Deutscher aus der Ortschaft Alt-Urbach, Kreis Krasnojar, ASSR der Wolgadeutschen. 1941 verbannt in das Dorf Pirowsk, Gebiet Krasnojarsk. Zur Arbeitsarmee ins KrasLag mobilisiert.
HENSE, Johannes (Sohn von Salomon), geb. 1902, Deutscher aus der Ortschaft Alt-Urbach, Kreis Krasnojar, ASSR der Wolgadeutschen. 1941 verbannt nach Sawitschewo, Pirowsker Kreis, Gebiet Krasnojarsk. Zur Arbeitsarmee ins KrasLag mobilisiert.
HENSLER, verbüßte seine Haftstrafe zwischen 1941-1943 beim Arbeitseinsatz in Ust-Kuscho, KrasLag, im Lagerstützpunkt Nowaja Schiderba, arbeitete als Brigadeführer.
HENZELMAN(N), Karolina Jakowlewna, geb. 1882 im Gouvernement Kiew. Lebte in dem Dorf Usinskoje, Jermakowsker Kreis, Region Krasnojarsk. Stammte aus einer Bauernfamilie, konnte nur wenig lesen und schreiben. Arbeitslos. Am 05.09.1941 verhaftet. Angeklagt nach § 58-10 des Strafgesetzes der RSFSR. Am 21.10.1941 vom krasnojarsker Regionsgericht zur Höchststrafe verurteilt. Am 21.10.1941 in Minusinsk erschossen Am 29.08.1973 vom Obersten Gericht der RSFSR rehabilitiert (P-14882).
HEPNER, Michail Michailowitsch, geb. 1888 in der ASSR der Wolgadeutschen. Als Verbannter im Kreis Biriljussy, Region Krasnojarsk. Am 06.03.1938 verhaftet. Angeklagt wegen Mitgliedschaft in einer konterrevolutionären Organisation und rechter, trotzkistischer Agitation. Am 05.06.1938 von einer Kommission des NKWD und der Staatsanwaltschaft der UdSSR zur Höchststrafe verurteilt. Am 16.08.1938 in Atschinsk erschossen. Am 23.05.1961 von einer Sonderkommission des Obersten Gerichts der RSFSR rehabilitiert (p-12811).
HERB, siehe GERB
HERBERT, Robert (Sohn von Gottlieb), geb. am 16.03.1924, wohnhaft im Gebiet Saratow. Wurde im September 1941 in den Kreis Scharypowo, Region Krasnojarsk, verschleppt. Ab Januar 1942 bis Dezember 1947 in der Arbeitsarmee im KrasLag. Am 18.01.1956 aus der Sonder-Zwangsansiedlung freigelassen. 1994 lebte er in Scharypowo.
HERBSOM(M)ER, siehe GERBSOM(M)ER
HERDT, siehe GERDT
HERGERT, Andrej/Andreas (Sohn von Iwan/Johann), geb. 1897, Bauer aus der ASSR der Wolgadeutschen, wurde 1930 zusammen mit seiner Ehefrau Maria-Jekaterina/Maria-Katharina (Tochter von Jakob), geb. 1897, und ihren vier Kindern ins Gebiet Dschambul deportiert, wo er 1934 starb. Drei Kinder starben ebenfalls währen der Verbannung.
HERGET, Andrej/Andreas (Sohn von Andrej/Andreas), geb. 1898, stammte aus dem Bezirk Slawgorod. Stallknecht auf einer Kolchose in dem Dorf Ust-Jerba, Kreis Bograd, Chakassien. Am 12.03.1938 verhaftet. Am 21.06.1938 vom Sonderkollegium des NKWD der UdSSR zu 10 Jahren verurteilt. Am 12.12.1963 vom Gebietsgericht des Autonomen Gebietes Chakassien rehabilitiert.
HERGERT, David (Sohn von Jegor/Georg), geb. 1907, Deutscher aus Katharinental, ASSR der Wolgadeutschen, ungelernter Arbeiter in der Holzfällerei in der Ortschaft Ulkol, Dserschinsker Kreis, Gebiet Krasnojarsk. Verstarb im Kalk-Werk-Lager 19/1 in Krasnojarsk.
HERMANN, Jakob (Sohn von Iwan/Johann), geb. 1894, wurde 1941 aus der ASSR der Wolgadeutschen in die Ortschaft Polewoje, Kreis Biriljussy, Region Krasnojarsk, deportiert. Am 19.06.1942 zur Arbeitsarmee nach Atschinsk mobilisiert.
HERMANN, Maria, geb. etwa 1913; im Jahre 1941 zusammen mit ihrem Sohn Viktor, geb. 1937, aus der Ortschaft Schmelinka, Gebiet Saratow, nach Bartat, Kreis Bolschaja Murta, Region Krasnojarsk, deportiert.
Verbannungs-/Lagerhaft-Bericht von Alexander Alexandrowitsch Hoerlitz.
HERMANN, Sophia (Tochter von Bogdan/Gottlieb), geb. 1900, stammte aus der ASSR der Wolga-deutschen. Im August 1941 wurde sie zusammen mit der Familie aus der Stadt Engels indie Krasnojarsker Region deportiert. Sie arbeiteten in der Holzfällerei. Nach Ablauf des ersten Winters hatten von der großen Familie nur zwei überlebt - sie und ihre Tochter Elsa, geb. 1923. Sie lebten in Surguticha, Kreis Turuchansk, Region Krasnojarsk.
HERONYMUS (oder Geronymus), Rudolf, geb. um 1930, Bruder Arnold, geb. 1936, Schwester Irma, geb. 1933, ein weiterer Bruder sowie eine Schwester und die Eltern wurden 1941 aus dem Kanton Gmelin, Gebiet Saratow, in die Ortschaft Bolschaja-Murta, Region Krasnojarsk, deportiert. Ein Bruder, eine Schwester und die Eltern kamen in der Verbannung ums Leben.
HERT, siehe GERT
HERZ, Alexander (Sohn von Alexander), geb. 1924, wurde 1941 aus der ASSR der Wolga-deutschen in das Dorf Hasarowo, Kreis Biriljussy, Region Krasnojarsk, deportiert. Im Februar 1942 zur Arbeitsarmee in das Unternehmen "Kusbasslesa" (Holzbetrieb im Kusbass) mobilisiert.
HERZ, Alexander (Sohn von David), geb. 1925, im Hare 1941 aus der ASSR der Wolga-deutschen nach Melezk, Kreis Biriljussy, Region Krasnojarsk, deportiert. Am 22.11.1942 zur Arbeitsarmee ins Wehrkommando der Stadt Atschinsk mobilisiert.
HERZ, Rosalia (Tochter von David), geb. 1923, im Jahre 1941 aus der ASSR der Wolga-deutschen in das Dorf Mjelnitschnaja, Kreis Biriljussy, Region Krasnojarsk, deportiert. Am 11.02.1943 zur Arbeitsarmee ins Wehrkommando der Stadt Atschinsk mobilisiert.
HERZBERG, Adele (Tochter von Max), geb. 1905, stammte aus der Stadt Hannover, Deutschland, ihr Vater besaß einen kleinen Handwerksbetrieb. 1927 beendete sie die Kran-kenschwestern-Ausbildung, arbeitete bis 1933 in einem Kinderheim und einer Kinderkrippe in Berlin, Mitglied der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. 1933 nahm sie die Staats-bürgerschaft der UdSSR an. Arbeitete als Krankenschwester am onkologischen Institut in Moskau.1939 lief gegen sie 7 Monate lang ein Ermittlungsverfahren wegen §58-10, man ließ sie frei. Am 26.07.1941 wurde sie verhaftet. Man verschleppte sie nach Jenissejsk, wo sie in der chirurgi-schen Abteilung des Krankenhauses arbeitete. Am 14.01.1956 wurde sie aus der Sonder-Zwangsansiedlung freigelassen; sie kehrte zuerst nach Moskau und später in die Heimat zurück. Ihr erster Mann, Richard (Sohn von Georg) Brand, arbeitete in der Redaktion der deutschsprachigen "Iswestija". Eines nachts, im Jahre 1938, wurden aus der Redaktion 18 Personen verhaftet.
HERZEN, Jakob (Sohn von Iwan/Johann), geb. 1911, stammte aus dem Jenissejsker Gouvernement. Brigadier auf einer Kolchose namens Pawlow, in der Siedlung Grigorjewka, Kljutschewsker Kreis, Altaj-Gebiet. Am 31.06.1938 wurde er verhaftet. Am 27.09.1938 verurteilte ihn die Trijka der UNKWD im Altaj-Gebiet wegen §58-2,7,9,19,11 des Straf-gesetzbuches zu 10 Jahren. Die Strafsache wurde vom Altajer Gebietsgericht am 02.06.1959 aus Mangel an Beweisen niedergelegt.
HERZOG, Iwan/Johann (Sohn von Iwan/Johann), geb. 1918, Deutscher aus der Ortschaft Schilling im Kanton Krasnokut, ASSR der Wolgadeutschen. 1941 verbannt nach Salipe, Abansker Kreis, Region Krasnojarsk. Zur Arbeitsarmee ins KrasLag mobilisiert.
HERZOG, Iwan Jakowlewitsch, geb. 1913 in dem Ort Gnadendorf, Gouvernement Saratow. Als Arbeitsarmist in einer Arbeitskolonne in Werchnjaja Tuguscha, Ilansker Außenlagerstelle. Konnte lesen und schreiben. Im Januar 1943 in Sachen A.J. Bachman verhaftet (unter diese Strafsache fielen insgesamt 39 Personen). Angeklagt nach § 58-2, 10, 11 des Strafgesetzes der RSFSR. Am 20.10.1943 von einem Sonderkollegium es NKWD der UdSSR zu 10 Jahren Besserungsarbeitslager verurteilt. Am 12.10.1957 vom krasnojarkser Gebietsgericht rehabilitiert (P-8050).
HESS, Alexander Georgiewitsch, geb. 1912 im Gouvernement Saratow. Als Arbeitsarmist der Nischneingaschsker Einheit im KrasLag des NKWD. Leiter des Pferdeparks 2. Am 24.04.1943 verhaftet. Angeklagt wegen konterrevolutionärer Propaganda. Am 11.12.1943 von einem Sonderkollegium des NKWD der UdSSR zu 10 Jahren Besserungsarbeitslager verurteilt. Am 13.02.1956 von einer Kommission zur Prüfung von Strafakten der Region Krasnojarsk rehabilitiert (P-6034).
HESSE, Johann Genrichowitsch, geb. 1882 in dem Dorf Schinarwika, Abowsker Gouvernement, Finnland. Deutscher. Lebte in dem Dörfchen Nesmelowka, Kasatschinsker Kreis, Region Krasnojarsk. Konnte lesen und schreiben. Rechnungsführer in der Kolchose „Wostok“ („Osten“; Anm. d. Übers.). Am 02.03.1938 verhaftet. Angeklagt wegen antisowjetischer Agitation und Spionage. Am 05.06.1938 von einer Kommission des NKWD und der Staatsanwaltschaft der UdSSR zur Höchststrafe verurteilt; das Urteil wurde nicht vollstreckt, er verstarb im Gefängnis. Am 21.07.1989 von der Staatsanwaltschaft der krasnojarsker Region rehabilitiert (P-17069).
HETLAR, Gustav (Sohn von August), geb. 1918, im Jahre 1941 aus der ASSR der Wolga-deutschen in den Idrinsker Kreis, Region Krasnojarsk, deportiert. Zur Arbeitsarmee mobilisiert, verbrachte die Haftzeit im BogoslowLag. Starb am 02.11.1942 im Lager.
HETT, Ella (Tochter von Iwan/Johann), geb. 14.01.1930, Ehefrau von F. (F.) Andreas. Im September 1941 aus dem Gebiet Saratow verschleppt in den Idrinsker Kreis der Region Krasnojarsk, danach nach in den Beresowsker (heute Scharypowsker) Kreis, Region Krasno-jarsk. Von 1946 bis 1950 im Gebiet Perm. Aus der Sonderzwangsansiedlung im Gebiet Perm freigelassen.
HETZ, siehe GÖTZ
HILDEBRANDT (siehe GILDEBRANDT)
HILDEBRANT, Rudolf (Sohn von Wilhelm), geb. 1895, Deutscher aus der Kolonie Nejbrow, Landkreis Brest-Litowsk, Grodinsker Gouvernement, Polen. Bis 1916 lebte er in Polen. Von 1918-1920 diente er als Stabsfeldwebel unter Koltschak. Ober-Buchhalter in der Krasnojarsker Abteilung 485 für Straßenbauwesen. Laut Strafakte No. 20031 am 04.06.1938 nach §58-6-7-11 verhaftet. Unter diese Akte fielen insgesamt 3 Personen. Am 11.06.1939 wurde die Anklage umgeändert auf schuldig nach §58-10.
HINZ, Brigitta/Brigitte (Tochter von Heinrich), geb. 1927, stammte aus der Ortschaft Gussenbach oder Hussenbach, ASSR der Wolgadeutschen. Die Eltern starben, und um die Schule beenden zu können, zog sie zusammen mit dem Bruder zu Bekannten nach Engels. Im September 1941 wurden sie in den Scharypowsker Kreis, Region Krasnojarsk, vertrieben. Ab 1942 lebten sie in Verbannung in der Siedlung Ust-Chantajka, Gebiet Dudinka, Autonomes Gebiet Tajmyr, Region Krasnojarsk. Fischerin in der Kolchose "Sewernij put". Wurde zum Unterricht geschickt, wurde 1948 Tierarzthelferin. 1950 wurde sie zum Lernen in eine Pelztier-Sowchose in Krasnojarsk geschickt, wo sie bis 1951 blieb. Arbeitete auf einer kleinen Pelztierfarm in der Kolchose. Wurde die erste Züchterin von silberweißen Füchsen im Tajmyrkreis. Am 30.01.1956 aus der Verbannung entlassen.1956 war sie Teilnehmerin der Ausstellung über Errungenschaften der Volkswirtschaft in Moskau. 1965 erhielt sie den Orden "Rote Fahne".
HIRSCHFELD, Alexander Gottfriedowitsch, geb. 1884. Gebürtig aus und wohnhaft in Krasnojarsk. Selbständiger. Am 01.02.1920 verhaftet. Angeklagt wegen antisowjetischer Agitation. Am 06.11.1920 aufgrund der Oktober-Amnestie durch die Gouvernements-kommission aus dem Arrest entlassen. Am 01.08.2004 von der Staatsanwaltschaft der Region Krasnojarsk rehabilitiert (P-6447)
HOCHHALTER, Filipp Filippowitsch, geb. am 03.04.1892 in der Kolonie Felsengut, Apostonowsker Kanton, Jekaterinoslawsker Gouvernement. Lebte eine Zeit lang in Pit-Gorodok, Uderejsker Kreis, Region Krasnojarsk. Stammte aus einer Bauernfamilie, nicht abgeschlossene Mittelschulbildung, parteilos. Lehrer an der Schule. Am 26.07.1938 verhaftet. Angeklagt nach § 58-10 des Strafgesetzes der RSFSR. Am 05.10.1938 von einer Trojka der NKWD-Verwaltung der Region Krasnojarsk zu 10 Jahren Besserungsarbeitslager verurteilt. Das Verfahren wurde am 16.03.1940 von der NKWD-Verwaltung der Region Krasnojarsk aufgrund von Umständen, die ihn rehabilitierten, eingestellt; am 14.04.1940 wurde er aus der Haft entlassen (P-138).
HOFMAN(N), David Heinrichowitsch, geb. 1895. Zusammen mit seiner Familie 1941 deportiert aus dem Kanton Gmelin, ASSR der Wolga-Deutschen in die Region Krasnojarsk (Zug-№840 - 06.09.1941): Ehefrau Amalia Jegorowna (geb. 1897), Kinder: Frieda (geb.1928), Alexander (geb. 1931), (Ehename Kindvater) Maria (geb. 1913).
HOFMAN(N), Filipp Genrichowitsch, geb. 1903 in dem Dorf Danilowka, Gebiet Odessa, Gouvernement Cherson. Lebte in der Ortschaft Teplij Stan, Saralinsker Kreis, Autonomes Gebiet Chakassien, Region Krasnojarsk. Stammte aus einer Großbauernfamilie. Vorarbeiter bei der Holzbeschaffung. Am 16.12.1937 verhaftet. Angeklagt wegen Mitgliedschaft in einer konterrevolutionären Organisation. Am 28.12.1937 von einer Trojka der NKWD-Verwaltung der Region Krasnojarsk zur Höchststrafe verurteilt. Am 04.01.1938 in Minusinsk erschossen. Am 17.03.1959 vom chakassischen Gebietsgericht rehabilitiert (P-10673).
HOFMAN(N), Josif, möglicherweise Deutscher, verhaftet am 17.04,1931. Angeklagt nach § 58-7, 10, 11 des Strafgesetzes der RSFSR. Das Verfahren wurde im August 1931 durch die städtische OGPU eingestellt. Am 31.03.2003 von der Staatsanwaltschaft der Region Krasnojarsk rehabilitiert (P-5488).
HOFMAN(N), Lew/Leo (Sohn von Jakob), geb. 1924, stammte aus Krasnij Kut in der ASSR der Wolgadeutschen. War in der Arbeitsarmee in der Nischne-Pojmensker Abteilung des KrasLag. Am 16.06.1943 vom Sonderkollegium des NKWD der UdSSR nach §58-6 zu 8 Jahren verurteilt.
HOFMAN(N), Viktor Wilhelmowitsch, geb. am 01.08.1905 in Odessa. Lebte eine Zeit lang in Krasnojarsk. Stammte aus einer Beamtenfamilie, mittlere Schulbildung. Von 1930-1932 Mitglied der Allrussischen Kommunistischen Partei (Bolschewiken). Stellvertretender Leiter beim „Solotoprodsnab“. Am 03.06.1938 verhaftet. Angeklagt nach § 19-58-9, 58-10 des Strafgesetzes der RSFSR. Das Verfahren wurde am 16.01.1939 von der NKWD-Verwaltung der Region Krasnojarsk aufgrund von Umständen, die ihn rehabilitierten, eingestellt (P-7307).
HOFNER, Alexander Friedrichowitsch, geb. 1905, gebürtig aus und wohnhaft im Krasnoturansker Kreis, Region Krasnojarsk. Am 03.03.1938 verhaftet. Angeklagt wegen Mitgliedschaft in einer konterrevolutionären Organisation. Am 23.05.1938 von einer Kommission des NKWD und der Staatsanwaltschaft der UdSSR zur Höchststrafe verurteilt. Am 02.05.1938 in Minusinsk erschossen. Am 20.03.1959 vom Militärtribunal des Sibirischen Wehrkreises rehabilitiert (P- 10556).
GOGENBERG (HOGENBERG / HOHENBERG), Iwan (Hans) Leopoldowitsch, geb. 1884. Lebte eine Zeit lang in der Ortschaft Tes, Minussinsker Bezirk. 1927 als Großbauer enteignet, ausgewiesen in die Turuchansker Region, 1931 mit seiner Familie – Ehefrau Maria Iwanowna (geb. 1894), Tochter Valentina (geb. 1919), Enkelin Raissa (geb. 1941) ins Tomsker Gebiet verschleppt. Verbannter unter der Alexandrowo-Wachowsker Konmmandantur, Narymsker Region, Gebiet Tomsk. 1938 verhaftet und erschossen.
-Menschlicher Schmerz. 1991, Buch 1
Archiv des Informationszentrums der Staatlichen MWD-Behörde der Region Krasnojarsk
HOHENBERG, Jakob Ilitsch, geb. 1915 in Abakan. Lebte eine Zeit lang im Bogradsker Kreis, Autonomes Gebiet Chakassien, Region Krasnojarsk. Konnte nur schlecht lesen und schreiben. Brigadeführer in der Schlosserei der Bogradsker Fahrzeug- und Traktoren-Station. Am 08.07.1937 verhaftet. Angeklagt wegen konterrevolutionärer Tätigkeiten und antisowjetischer Agitation. Bis zum 17.12.1939 verbüßte er seine Haftstrafe im NorilLag. Am 17.12.1939 wurde er vom Gebietsgericht des Autonomen Gebietes Chakassien freigesprochen (P-8202).
HOHENBERG, Nikolaj/Nikolaus (Sohn von Iljitsch/Ilja), geb. 1906. Viehzüchter auf der Kolchose "Komintern" in der Dorfsiedlung Tscharkow, Kreis Ust-Abakan, Chakassien. Verhaftet am 14.02.1933. Am 11.04.1933 von der Trojka der Bevollmächtigten-Vertretung der OGPU im Gebiet West-Sibirien verurteilt zum Tod durch Erschießen. Am 11.05.1933 um 2.00h nachts wurde das Urteil in Abakan vollstreckt.
HOHENSCHLEIGER (Hohen-Schleiger), Adolf Matwejewitsch, geb. 1890 in Österreich-Ungarn. Deutscher. 7 Klassen Schulbildung. Offizier der deutschen Armee, geriet 1915 in Gefangenschaft. Lebte seit 1919 in Nowoselowo, Region Krasnojarsk. Schlosser beim Kraftwerk von Nowoselowo, Region Krasnojarsk. Am 03.08.1937 in Sachen J.S. Hauler verhaftet (unter diese Sammelakte fielen insgesamt 4 Personen). Angeklagt nach §§ 59-6, 58-9 und 58-11 des Strafgesetzes der RSFSR. Am 04.02.1938 von einer Kommission des NKWD und der Staatsanwaltschaft der UdSSR zur Höchststrafe verurteilt. Am 28.02.1938 in der Stadt Krasnojarsk erschossen. Am 29.03.1958 vom Krasnojarsker Regionsgericht rehabilitiert (P-9674).
HOHMER, David (Sohn von Michael), geb. 1903, Deutscher aus der Ortschaft Dönhof im Kanton Balzer, ASSR der Wolgadeutschen. 1941 nach Woskressenka, Kreis Rybino, Gebiet Krasnojarsk, verbannt. Zur Arbeitsarmee ins KrasLag mobilisiert.
HOLM (oder GOLM), Alexander Gottliebowitsch, geb. 1906. Gebürtig aus der Ortschaft Nikolajewka, Abakansker Amtsbezirk, Gouvernementskreis Minusinsk, Jenisejsker Gouvernement. Viehzüchter in der Kolchose „Roter Kolchosbauer“. Am 04.07.1937 verhaftet. Angeklagt wegen antisowjetischer Agitation. Am 13.11.1937 von einer Kommission des NKWD und der Staatsanwaltschaft der UdSSR zur Höchststrafe verurteilt. Am 24.11.1937 in Minusinsk erschossen. Am 15.07.1958 durch das Militärtribunal des Sibirischen Wehrkreises rehabilitiert (P-9872).
HOLM, Gottlieb Gottliebowitsch, geb. 1908. Gebürtig aus der Ortschaft Nikolajewka, Abakansker Amtsbezirk, Gouvernementskreis Minusinsk, Jenisejsker Gouvernement. Kolchos-Mitglied. Am 03.03.1938 verhaftet. Angeklagt wegen Mitgliedschaft in einer konterrevolutionären Organisation. Am 23.05. 1938 von einer Kommission des NKWD und der Staatsanwaltschaft der UdSSR zur Höchststrafe verurteilt. Am 02.08.1938 in Minusinsk erschossen. Am 20.03.1959 vom Militärtribunal des Sibirischen Wehrkreises rehabilitiert (P-10556).
HOLM, Gottlieb Petrowitsch, geb. 1871 in der Ortschaft Fresenthal, Gouvernement Samara. Lebte in der Ortschaft Nikolajewka, Krasnoturansker Kreise, Region Krasnojarsk. Kolchos-Wärter. Am 18.06.1942 verhaftet. Angeklagt wegen antisowjetischer Agitation. Am 02.01.1943 von einem Sonder-Kollegium des NKWD der UdSSR zu 10 Jahren Besserungs-arbeitslager verurteilt. Starb am 10.12.1942 während des Ermittlungsverfahrens im Minusinsker Gefängnis. Am 11.12.2003 von der Staatsanwaltschaft der Region Krasnojarsk rehabilitiert (P-9021).
HOLM, Heinrich (Sohn von Gottlieb), geb. 1913, im Jahre 1941 aus der ASSR der Wolga-deutschen in die Region Krasnojarsk deportiert. Zur Arbeitsarmee ins BogoslowLag mobili-siert. Starb am 30.04.1942 im Lager.
HOLMAN(N), D. (Sohn von I.), Deutscher, als Verbannter in der Region Krasnojarsk.
HOLMAN(N), O. (D.), und J. (K.), Deutsche, als Verbannte in der Region Krasnojarsk.
HOLZ, Josef Augustowitsch (siehe GOLZ)
HOLZ, Rudolf Osipowitsch (siehe GOLZ)
HOLZER, Dorothea (Tochter von Iwan/Johann), geb. 15.12.1927, aus der Ortschaft Basel, Gebiet Saratow. Ab 1944 Verbannte in einer Turuchansker Vorort-Sowchose.
HOLZER, Dorothea (Tochter von Iwan/Johann), geb. am 30.07.1887, Deutsche aus dem Gebiet Saratow. Ab 1944 Verbannte in einer Turuchansker Vorort-Sowchose.
HOLZER, Karl (Sohn von Karl), geb. 1914, Deutscher aus der Ortschaft Basel, Gebiet Saratow. 1941 verbannt in das Dorf Lowat im Ilansker Kreis, Gebiet Krasnojarsk. Zur Arbeitsarmee ins KrasLag mobilisiert.
HOMAN(N), Anna, aus der ASSR der Wolgadeutschen. Im Herbst 1941 in das Dorf Kassjanowo, im Nischne.Ingaschsker Kreis, Gebiet Krasnojarsk, deportiert.
HOMER, siehe HOHMER
HONEKER, Christan Christianowitsch, geb. am 02.03.1881 in dem Dörfchen Kommisarowka, Landkreis Tiraspol, Gouvernement Cherson. 1930 entkulakisiert und in die Region Krasnojarsk verschleppt. Lebte eine Zeit lang in der Siedlung Nischneschadrino, Jenisejsker Kreis, Region Krasnojarsk. Stammte aus einer Bauernfamilie, konnte lesen und schreiben, parteilos. Einfacher Mitarbeiter der Landwirtschaftsgenossenschaft. Verhaftet am 23.05.1938. Angeklagt wegen Mitgliedschaft in einer konterrevolutionären Organisation und antisowjetischer Agitation. Am 15.03.1938 von einer Kommission des NKWD und der Staatsanwaltschaft der UdSSR zur Höchststrafe verurteilt. Am 06.09.1938 in Kansk erschossen. Am 28.05.1957 vom Militärkollegium des Obersten Gerichts der UdSSR rehabilitiert (P-7008).
HONSTEIN, Genrich (Heinrich) Genrichowitsch (siehe GONSTEIN)
HOPPE, Angelika (Tochter von Jakob), geb. 1898, wurde am 18.09.1941 zusammen mit ihren Kindern Viktoria (Tochter von Johannes), geb. 1924, Oskar, geb. 1926, und Tamara-Klara, geb. 1930, aus der Ortschaft Grimm im Kanton Kamenka, ASSR der Wolgadeutschen, über die Station Tinskaja in das Dorf Kutscherowka, Kreis Nischne-Ingasch, Region Krasno-jarsk, deportiert. Im Frühjahr 1942 verschickte man sie mit den Kindern in die Siedlung Nidymkan im National-Gebiet der Ewenken zum Fischfang. Ab Herbst 1942 befand sie sich in Tura in der Verbannung, ab 1955 in Jenissejsk. Am 10.02.1956 wurden sie aus der Verbannung freigelassen. Tochter Herta (Tochter von Johann), geb. 1919, Lehrerin in Pallassowka, ASSR der Wolgadeutschen, wurde im September 1941 ins Altaj-Gebiet depor-tiert. Sie stieß erst in den 50-er Jahren wieder auf ihre Familie. Viktoria heiratete Peter Aganessow.. 1944 wurde Sohn Valerij geboren, 1952 Tochter Tatjana. 1994 lebte Viktoria (Tochter von Johannes) in Krasnojarsk.
HOPPE, Antonia (Tochter von Fjodor/Friedrich), geb. 1925, im Jahre 1941 aus der ASSR der Wolgadeutschen in die Ortschaft Mjelnitschnoje, Kreis Biriljussy, Region Krasnojarsk, deportiert. Am 11.02.1943 zur Arbeitsarmee nach Atschinsk mobilisiert.
HOPPE, Daniil Juliusowitsch, geb. 1919 in der Ortschaft Alexandrowka, Asowsker Amtsbezirk, Gouvernement Omsk. Lebte in Kansk. Nicht abgeschlossene Mittelschulbildung. Zur Arbeitsarmee in die Bauverwaltung UWSR-384 mobilisiert. Verhaftet am 08.09.1943. Angeklagt nach § 58-2, 10, 11 des Strafgesetzes der RSFSR. Am 26.02.1944 von einem Sonder-Kollegium des NKWD der UdSSR zu 10 Jahren Besserungsarbeitslager verurteilt. Am 30.01.1959 vom Militärtribunal des Sibirischen Wehrkreises rehabiltiert (P-24293).
HOPPE, Dorothea (Tochter von Fjodor/Friedrich), geb. 1925, im Jahre 1941 aus der ASSR der Wolgadeutschen in die Ortschaft Arefjewo, Kreis Biriljussy, Region Krasnojarsk, deportiert. Am 11.02.1943 zur Arbeitsarmee nach Atschinsk mobilisiert.
HOPPE, Friedrich Andrejewitsch, geb. 1904 im Gouvernement Saratow. Verbannt in den Kreis Biriljussy, Region Krasnojarsk. Kolchos-Mitglied. Am 06.03.1938 verhaftet. Angeklagt wegen Mitgliedschaft in einer konterrevolutionären Organisation, rechter trotzkistischer Agitation. Am 05.06.1938 von einer Kommission des NKWD und der Staatsanwaltschaft der UdSSR zur Höchststrafe verurteilt. Am 16.08.1938 in Atschinsk erschossen. Am 23.05.1961 von einer Sonder-Kommission des Obersten Gerichts der UdSSR rehabilitiert (P-12811).
HOPPE, Friedrich (Sohn von Gottfried), im Jahre 1941 aus der ASSR der Wolgadeutschen in den Kreis Biriljussy, Region Krasnojarsk, deportiert. Am 04.03.1942 vom Uschurer Wehr-kommando in die Arbeitsarmee mobilisiert.
HOPPE, Heinrich (Sohn von Friedrich), geb. 1889, im Jahre 1941 aus der ASSR der Wolgadeutschen nach Biriljussy, Region Krasnojarsk, deportiert. Am 22.11.1942 zur Arbeitsarmee nach Atschinsk mobilisiert.
HOPPE, Sophia (Tochter von Andrej/Andreas), geb. 1906, im Jahre 1941 aus der ASSR der Wolgadeutschen in die Ortschaft Mjelnitschnoje, Kreis Biriljussy, Region Krasnojarsk, deportiert. Am 11.02.1943 zur Arbeitsarmee nach Atschinsk mobilisiert.
HOPPER, Georg (Sohn von Michael), geb. 1910, im Jahre 1941 aus der ASSR der Wolga-deutschen in die Ortschaft Mjelezk, Kreis Biriljussy, in die Schtschelewsker Abteilung der Poljewsker Sonderkommandantur deportiert. Am 19.06.1942 zur Arbeitsarmee nach Atschinsk mobilisiert.
HÖPPNER, Amalie (Tochter von Michael), geb. 1919. Im Jahre 1941 aus der ASSR der Wolgadeutschen in die Ortschaft Mjelnitschnoje, Kreis Biriljussy, Region Krasnoarsk, depor-tiert. Am 11.02.1943 zur Arbeitsarmee nach Atschinsk mobilisiert.
HORN, Iwan/Johann (Sohn von Jakob), geb. 1909, Deutscher aus der ASSR der Wolga-deutschen. 1941 in die Ortschaft Arefjewo, Kreis Biriljussy, deportiert. Am 22.11.1942 zur Arbeitsarmee nach Atschinsk mobilisiert.
HORN, Jakow Jakowlewitsch, geb. 1912 im Abakansker Amtsbezirk, Minusinsker Landkreis, Jenisejsker Gouvernement. Arbeitete in der Sowchose Sajanskij. Am 03.03.1938 verhaftet. Angeklagt wegen Mitgliedschaft in einer konterrevolutionären Organisation. Am 23.05.1938 von einer Kommission des NKWD und der Staatsanwaltschaft der UdSSR zur Höchststrafe verurteilt. Am 02.05.1938 in Minusinsk erschossen. Am 20.03.1959 vom Militärtribunal des Sibirschen Wehrkreises rehabilitiert (P-10556).
HORN, Jakob (Jakow) Karlowitsch, geb. 1891 in dem Dorf Friedendal (Friedenthal), Kubansker Gebiet. Lebte in der Ortschaft Nikolajewka, Krasnoturansker Kreis, Region Krasnojarsk. Stammte aus einer Mittelbauern-Familie, konnte nur schlecht lesen und schreiben. Arbeitete in der Kolchose „Roter Viehzüchter“. Am 01.07.1941 verhaftet. Angeklagt nach § 58-10 Strafgesetz der RSFSR. Am 24.09.1941 vom Krasnojarsker Gebietsgericht zur Höchststrafe mit Konfiszierung des persönlichen Besitzes verurteilt. Am 05.01.1942 in Minusinsk erschossen. Am 24.10.1962 vom Obersten Gericht der RSFSR rehabilitiert (P-13584).
HORN, Jakow Karlowitsch, geb. 1880 in der Ortschaft Friedenthal, Kubansker Gebiet. Lebte in der Ortschaft Nikolajewska, Abakansker Kreis, Autonomes Gebiet Chakassien, West-Sibirische Region. Besaß eine private Wirtschaft. Am 14.06.1931 verhaftet. Angeklagt wegen konterrevolutionärer Agitation. Am 22.07.1931 gemeinsam mit seinem Sohn von einer Sonder-Trojka der Bevollmächtigtenvertretung der OGPU in der West-Sibirischen Region in Sachen A.I. Ross (unter dieses Verfahren fielen insgesamt 12 Personen) zu 3 Jahren Besserungsarbeitslager verurteilt. Der Sohn wurde am 12.08.1938 in Minusinsk erschossen. Am 02.01.1962 vom Krasnojarsker Gebietsgericht rehabilitiert (P-13119).
HORN, Jekaterina/Katharina (Tochter von Konrad), geb. 1908, Deutsche aus der ASSR der Wolgadeutschen. 1941nach Podkamjenka im Kreis Biriljussy deportiert. Am 11.02.1943 zur Arbeitsarmee nach Atschinsk mobilisiert.
HORN, Jekaterina/Katharina (Tochter von Jakob), geb. 1918, Deutsche aus der ASSR der Wolgadeutschen. 1941 in die Ortschaft Arefjewo, Kreis Biriljussy, deportiert. Am 11.02.1943 zur Arbeitsarmee nach Atschinsk mobilisiert.
HORN, Sophia (Tochter von Friedrich), geb. 1924, Deutsche aus der ASSR der Wolgadeutschen. 1941 in die Ortschaft Satschulymka im Kreis Biriljussy deportiert. Am 11.02.1943 zur Arbeitsarmee nach Atschinsk mobilisiert.
HORTE, siehe GORTE
HUSSER, Egon (Sohn von Friedrich), geb. 1919, Deutscher aus der Ortschaft Olgino im Gornostajewsker Kreis, Gebiet Charkow. 1929 wurde der Familie der gesamte Besitz fortgenommen. 1938 beendete er die Arzthelfer-Schule und Kurse zum Apothekenleiter. Im September 1941 berief ihn das Wehrkommando zur Arbeitsarmee nach Bjerchne-Turinsk im Gebiet Swerdlowsk ein, er arbeitete als Arzthelfer. Im Februar 1942 wurde über ihn eine Akte angelegt und er ins Gebiet Petropawlowsk, Kasachstan, zu Verwandten, die man dorthin ver-schleppt hatte, evakuiert. Am 31.03.1942 kam er erneut in die Arbeitsarmee, Arzthelfer beim 1. Bautrupp des Tscheljabinsker Metallhüttenbaus. Am 06.12.1942 verhaftet. Am 24.04.1943 vom Sonderkollegium des NKWD der UdSSR zu 10 Jahren verurteilt. Verbüßte die Haftzeit in Tscheljabinsk-40, ab 1946 im KyschtymLag; 1948 wurde er ins NorilLag geschickt, arbeitete im Norilsker Apotheken-Stützpunkt. Nach seiner Freilassung wurde er aufgrund seiner Nationalität Sonderzwangsansiedler. Im Juli 1951 in die Freiheit entlassen.
Verbannungs-/Lagerhaft-Bericht von Egon Friedrichowitsch Husser.
HUT, G. (E.). Lebte in der BRD, Offizier der deutschen Armee. Überschritt illegal die Grenze zur DDR, um seine Mutter in der Stadt Halle zu sehen. Irgendjemand erkannte ihn. Er wurde denunziert, anschließend verhaftet und wegen Spionage angeklagt. Verurteilt zu 25 Jahren Arbeits- und Erziehungslager. Die Haftstrafe verbüßte er im Norillag.

References: § 58
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