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Timestamp: 2019-02-17 10:04:49+00:00

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P.S.I. Auktionen | A.O.S. Auktion | Online Katalog 2016 | Auktionsbedingungen
P.S.I. Auktion 2018
Aukitonsbedingungen
Wir, die AOS-Ankumer Open Sales GmbH (im folgendem auch nur A.O.S. oder Veranstalter genannt) Münsterlandstr. 51, 49439 Steinfeld (eingetragen im Handelsregister des AG Oldenburg zu HRB 208582), sind Veranstalter der Auktion und verkaufen die Pferde im eigenen Namen und auf eigene Rechnung oder im eigenen Namen und für Rechnung der Beschicker (Kommissionsgeschäft). Bei der Auktion handelt es sich um eine öffentliche Versteigerung im Sinne des § 474 Abs. 1 Satz 2 BGB, bei dem die Pferde als gebrauchte Sachen im Rechtssinn verkauft werden. Die Vorschriften des Verbrauchsgüterkaufes (§§ 474 ff. BGB) finden keine Anwendung. Für Fohlen, soweit sie als neue Sachen im Rechtssinn anzusehen sind, gelten die in diesen Auktionsbedingungen aufgeführten gesonderten Bedingungen.
Wir legen als Veranstalter für den Kaufvertrag mit dem Erwerber sowie für das Rechtsverhältnis mit dem Bieter diese Auktionsbedingungen als Allgemeine Geschäftsbedingungen (nachstehend auch nur AGB genannt) zugrunde.
Unsere AGB gelten ausschließlich; entgegenstehende oder von unseren AGB abweichende Bedingungen erkennen wir nicht an, es sei denn, wir hätten ausdrücklich schriftlich ihrer Geltung zugestimmt. Unsere AGB gelten auch dann, wenn wir in Kenntnis entgegenstehender oder von unseren AGB abweichender Bedingungen des Erwerbers die Lieferung vorbehaltlos ausführen.
Alle Vereinbarungen, die zwischen uns und dem Erwerber zwecks Ausführung eines abgeschlossenen Vertrages getroffen werden, sind in diesen AGB niedergelegt.
An Abbildungen, Videos, Zeichnungen, Beschreibungen und sonstigen Unterlagen, die von uns für die Auktion erstellt oder verwendet werden, behalten wir uns Eigentums- und Urheberrechte vor. Vor ihrer Weitergabe an Dritte bedürfen der Erwerber, der Bieter und jeder Dritte unserer ausdrücklichen schriftlichen Zustimmung.
Unsere AGB gelten grundsätzlich in gleicher Weise gegenüber Unternehmern (§ 14 BGB) und gegenüber Verbrauchern (§ 13 BGB), wenn nicht deren Geltung ausdrücklich im Hinblick auf einzelne Klauseln in ihrem Anwendungsbereich eingeschränkt ist.
Vor Durchführung der Versteigerung gibt der Veranstalter einen Katalog heraus, in dem die die zur Versteigerung anstehenden Pferde abgebildet und beschrieben sind.
B. Versteigerung/Kaufzettel
Während der Versteigerung wird das zu verkaufende Pferd vorgeritten oder an der Hand vorgestellt. Das Ausbieten der Pferde erfolgt in Euro. Das Mindestgebot setzt die A.O.S. für jedes Pferd vor Beginn der jeweiligen Versteigerung durch den Auktionator fest. Mehrgebote müssen das vorhergehende Gebot um mindestens 250,00 Euro übersteigen, falls der Auktionator nicht einen davon abweichenden Steigerungsbetrag festlegt.
Erhält ein Käufer den Zuschlag, so ist mit dem Zuschlag das Vertragsverhältnis zwischen dem Käufer und der A.O.S. nach Maßgabe dieser Geschäftsbedingungen zustande gekommen. Der Käufer ist verpflichtet, einen Kaufzettel zu unterschreiben, in dem der Käufer, der Kaufgegenstand mit Katalognummer und die Höhe des Gebotes bezeichnet sind.
Falls Zweifel über die Gültigkeit des Zuschlags, die sofort geltend zu machen sind, entstehen, kann der Zuschlag aufgehoben und die Versteigerung nach Entscheidung der A.O.S. wieder aufgenommen und fortgesetzt werden. Dies ist auch dann zulässig, wenn der Kaufzettel bereits unterzeichnet ist. Falls der Käufer den Kaufzettel nicht unterschreibt, kann das Pferd nach Ermessen des Veranstalters, nochmals versteigert werden.
C. Abrechnung und Bezahlung
Die Zuschlagpreise sind Nettopreise.
Der Käufer schuldet als Kaufpreis das zugeschlagene Gebot zuzüglich der Umsatzsteuer. Die Umsatzsteuer wird vom Zuschlagpreis erhoben und kann je nach Veranlagung des Verkäufers variieren.
Grundsätzlich gelten die Bietungspreise ab Standort des Versteigerungsortes bei Selbstabholung durch den Erwerber.
Der Käufer hat den Kaufpreis zu entrichten, der seinem Höchstgebot entspricht, auf das der Zuschlag erfolgt ist. Weiterhin hat der Käufer eine Kommissionsgebühr in Höhe 6 % des Kaufpreises für jedes Pferd zusätzlich zu dem Kaufpreis und zusammen mit diesem zu entrichten. Der gesamte Abrechnungsbetrag gegenüber dem Käufer wird wie folgt berechnet:
zzgl. 6 % Kommissionsgebühr
zzgl. Mehrwertsteuer gemäß Umsatzsteuergesetz
Der Abrechnungsbetrag ist sofort zur Zahlung fällig. In Einzelfällen kann mit der Auktionsleitung etwas anderes vereinbart werden. Erfolgt die Zahlung durch Scheck, so trägt der Käufer Kosten und Zinsen, die durch die Einlösung des Schecks entstehen. Schecks werden nur erfüllungshalber entgegengenommen.
D. Gewährleistungsausschluss und Beschreibung der Pferde
Die zum Verkauf gestellten Pferde werden wie besichtigt und vorgeführt und unter Ausschluss jeglicher Gewährleistung verkauft. A.O.S. übernimmt keinerlei Gewähr oder Garantie für bestimmte Eigenschaften, Beschaffenheit oder Verwendungszwecke der angebotenen Pferde. Alle Maßangaben im Katalog sind ca.-Maßangaben und begründen bei Nichteinhaltung keinen Haftungstatbestand. Dieser Haftungsausschluss gilt nicht, wenn wir einen Mangel arglistig verschwiegen oder eine Garantie für eine bestimmte Beschaffenheit übernommen haben, soweit diese Garantie reicht.
Beschreibung der äußeren Beschaffenheit der Pferde
Die Pferde werden jeweils wie folgt beschrieben. Dabei handelt es sich um eine Beschreibung des Kaufgegenstandes und nicht um eine Beschaffenheitsvereinbarung im Sinne des § 434 BGB.
Abstammung wie im Katalog angegeben. Die im Katalog angegebenen Abstammungen sind mit Abstammungsnachweisen belegt, die den Käufern ausgehändigt werden.
Geschlecht, Farbe und Geburtsjahr wie im Katalog angegeben.
Die im Auktionskatalog erfolgte bildliche Darstellung des Pferdes sowie der hierzu ergangene Kurzkommentar – auch über die Zuordnung des jeweiligen Pferdes hinsichtlich seiner vorwiegenden Begabung, Dressur/Springen/Vielseitigkeit – stellen ebenfalls keine Beschaffenheitsmerkmale dar, sondern beruhen unter anderem auf Mitteilungen der Beschicker und/oder subjektiv geprägten Eindrücken, z.B. anlässlich Drucklegung des Kataloges. Eine Zusage oder Garantie hinsichtlich besonderer Fähigkeiten des besprochenen Pferdes ist hiermit nicht verbunden.
3. Beschreibung der gesundheitlichen Beschaffenheit
1. Pferde
Die zum Verkauf gestellten Pferde sind vor der Anlieferung zur Vorbereitung auf die Auktion klinisch untersucht und geröntgt worden. Es wurden hierbei Röntgenaufnahmen folgender Standardprojektionen angefertigt:
- Zehe vorne beiderseits (90°) und Oxspring (0°),
- Zehe hinten beiderseits (90°)
- Sprunggelenk beiderseits (45° bis 70°, 90° bis 115°)
- Knie beiderseits (90° bis 110°)
Über die vorgenommene klinische Untersuchung und die gefertigten Röntgenbilder ist ein tierärztliches Untersuchungsprotokoll von einem Fachtierarzt für Pferde erstellt worden, das von den Kaufinteressenten im Auktionsbüro eingesehen werden kann. Die Kaufinteressenten können sich auf Anforderung das tierärztliche Untersuchungsprotokoll von einem anwesenden Tierarzt des Veranstalters interpretieren lassen. Das Ergebnis in Form der objektiven Befunderhebung des sich ausschließlich auf die klinische Untersuchung beziehenden schriftlich erstellten und einsehbaren Untersuchungsprotokolls sowie der auf den Röntgenbildern ersichtliche Zustand stellt die gesundheitliche Beschreibung des Pferdes dar, wobei dem Käufer bekannt ist, dass es sich bei den gefertigten Röntgenbildern um Standardprojektionen handelt, die nicht sämtliche röntgenologischen Befunde erfassen können. Die vorgenannten Dokumentationen sind und werden nicht Gegenstand einer Beschaffenheitsvereinbarung im Sinne des § 434 BGB. Darüber hinausgehende tierärztliche Bewertungen bei der Interpretation sind ebenfalls nicht Gegenstand einer Beschaffenheitsvereinbarung. Weitere Beschreibungsmerkmale im Hinblick auf die Leistungen, Gesundheit oder sonstige Eigenschaften der Pferde ermittelt A.O.S. nicht.
E. Übergabe, Gefahrübergang und Eigentumsübergang
Die Käufer bzw. ihre Beauftragten sind verpflichtet, nach Unterzeichnung des Kaufzettels, das Pferd unverzüglich zu übernehmen. Mit dem Zuschlag, der auch die Besitzübergabe ersetzt, geht die Gefahr auf den Käufer über, auch wenn das Pferd zunächst noch im Gewahrsam von A.O.S. bleibt. Das Eigentumsrecht an dem verkauften Pferd geht erst dann auf den Verkäufer über, wenn dieser den Abrechnungsbetrag vollständig bezahlt hat.
Verbleibt das Pferd aus von dem Käufer gewünschten oder zu vertretenden Gründen im Gewahrsam von A.O.S., hat der Käufer mit A.O.S. einen entsprechenden Unterstellungsvertrag gesondert abzuschließen.
Fohlen können nicht vor einem Lebensalter von vollendeten sechs Monaten an den Erwerber ausgehändigt werden und verbleiben bis dahin bei dem Verkäufer. Dieser wird die Fohlen zusammen mit dem Muttertier weiter aufziehen und bestimmt bis dahin dessen Standort. Die Gefahr geht auf den Käufer nach der Abnahme des Fohlens über. Das Eigentum mit der vollständigen, sofort fälligen Zahlung des Abrechnungsbetrages.
Der Übergabetermin wird durch die A.O.S. koordiniert. Der Aussteller wir unmittelbar vor der Abnahme oder zu der Abnahme den Tierarzt Dr. Holger Steinmann oder einen vom Veranstalter benannten Tierarzt bestellen, der eine klinische Untersuchung des Fohlens mit Standard einer üblichen Ankaufsuntersuchung vornimmt - eine röntgenologische Untersuchung erfolgt nicht - und darüber ein Attest ausstellt.
Bis zur Abnahme trägt der Aussteller das Risiko der zufälligen Verschlechterung oder des Unterganges. Ebenso trägt der Aussteller bis zu diesem Zeitpunkt alle Unterhaltskosten, einschließlich Schmied und Tierarzt.
Mit der Abnahme des Fohlens, spätestens jedoch nach 6 Monaten, trägt der Käufer alle Unterhaltskosten, inklusive Tierarzt- und Schmiedekosten des Fohlens. Nach 6 Monaten geht die Gefahr einer zufälligen Verschlechterung oder des Untergangs des Fohlens auf den Käufer über.
F. Schadensersatzhaftung und – begrenzung
Wir haften für Schadenersatzansprüche der Bieter oder Käufer (nachstehend auch nur Auktionsteilnehmer genannt) nur nach Maßgabe der folgenden Regelungen:
Wir haften nach den gesetzlichen Bestimmungen, sofern der Auktionsteilnehmer Schadensersatzansprüche geltend macht, die auf Vorsatz oder grober Fahrlässigkeit, einschließlich von Vorsatz oder grober Fahrlässigkeit unserer Vertreter oder Erfüllungsgehilfen beruhen. Soweit uns keine vorsätzliche Vertragsverletzung angelastet wird, ist die Schadensersatzhaftung auf den vorhersehbaren, typischerweise eintretenden Schaden begrenzt.
Eine wesentliche Vertragspflicht liegt vor, wenn sich die Pflichtverletzung auf eine Pflicht bezieht, auf deren Erfüllung der Auktionsteilnehmer vertraut hat und auch vertrauen durfte.
Eine weitergehende Haftung auf Schadensersatz als vorstehend vorgesehen, ist – ohne Rücksicht auf die Rechtsnatur des geltend gemachten Anspruchs – ausgeschlossen. Dies gilt insbesondere für Schadensersatzansprüche aus Verschulden bei Vertragsabschluss, wegen sonstiger Pflichtverletzungen oder wegen deliktischer Ansprüche auf Ersatz von Sachschäden gemäß § 823 BGB.6. Diese Begrenzung gilt auch, soweit der Auktionsteilnehmer anstelle eines Anspruchs auf Ersatz des Schadens, statt der Leistung Ersatz nutzloser Aufwendungen verlangt.
G. Verjährung
Die Verjährungsfrist für Mängelansprüche und Ansprüchen auf Schadensersatz beträgt 12 Monate, gerechnet ab dem gesetzlichen Verjährungsbeginn. Dies gilt nicht für die in § 437 BGB bezeichneten Ansprüche, wenn der Erwerber Verbraucher ist und das gekaufte Pferd nicht als gebrauchte Sache im Sinne des § 475 Abs. 2 BGB zu bewerten ist. In diesem Falle beträgt die Verjährungsfrist 2 Jahre.
H. Salvatorische Klausel
Sollte eine oder mehrere der vorstehenden Bestimmungen ganz oder teilweise unwirksam sein oder werden, so wird hierdurch die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen nicht berührt. Unwirksame Bestimmungen sind durch Regelungen zu ersetzen, durch die der von den Parteien erstrebte wirtschaftliche Erfolg in rechtliche Erfolg in rechtlich wirksamer und durchführbarer Weise erreicht werden kann.
I. Sonderregelung für Fohlen und Verbraucher
Ist der Erwerber Verbraucher im Sinne des § 13 BGB und ist das erworbene Pferd ein Fohlen, das eine neue Sache im Rechtssinn darstellt, gilt für die Gewährleistung wegen Mängeln und alle damit in Zusammenhang stehenden Ansprüche ausschließlich und ohne Einschränkungen die Regelungen des Gewährleistungsrechtes des BGB, jedoch nicht für den Ausschluss oder die Beschränkung des Anspruchs auf Schadensersatz gem. G dieser AGB; die Regelung gem. G gilt uneingeschränkt für alle Pferde und auch für Verbraucher.
J. Rechtsanwendung, Gerichtsstand
Erfüllungsort ist der Ort, an dem die Versteigerung stattfindet.
Wir erheben und speichern die für die Geschäftsabwicklung notwendigen Daten des Kunden. Bei der Verarbeitung der personenbezogenen Daten des Kunden beachten wir die gesetzlichen Bestimmungen. Der Kunde erhält auf Anforderung jederzeit Auskunft über die zu seiner Person gespeicherten Daten.
K. Vorrang der deutschen Fassung
Diese allgemeinen Geschäftsbedingungen gibt es in deutscher und in englischer Fassung.
Für den Fall von Widersprüchen gilt die deutsche Fassung allein; bei Auslegungen ist die deutsche Fassung auch für die Auslegung der englischen Fassung in erster Linie heranzuziehen und maßgebend.
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References: § 474
 § 434
 § 434
 § 823
 § 437
 § 475
 § 13