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Timestamp: 2019-07-20 23:14:36+00:00

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BGH, 02.02.1999 - VI ZR 25/98 - dejure.org
https://dejure.org/1999,173
BGH, 02.02.1999 - VI ZR 25/98 (https://dejure.org/1999,173)
BGH, Entscheidung vom 02.02.1999 - VI ZR 25/98 (https://dejure.org/1999,173)
BGH, Entscheidung vom 02. Februar 1999 - VI ZR 25/98 (https://dejure.org/1999,173)
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Querschnittslähmung - 40.000 DM Schmerzensgeld
§ 847 BGB (seit 1.8.02: § 253 Abs. 2 BGB), § 253 Abs. 2 Nr. 2 ZPO;
§§ 128, 314 ZPO, Mündlichkeitsprinzip schließt Rückgriff des Berufungsgerichts auf erstinstanzliches schriftsätzliches Vorbringen gegenüber dem Urteilstatbestand aus (vgl. auch § 313 Abs. 2 Satz 2 ZPO);
(Hinweis: die Problematik des Falles lag darin, daß bei Querschnittslähmung in der Regel weitaus höhere Schmerzensgeldbeträge zugesprochen werden, hier jedoch der klägerische Anwalt ursprünglich zu wenig verlangt hatte - der Anwalt dürfte im vorliegenden Fall im Wege des Regresses wegen dieses Fehlers in Höhe von 260.000 DM haften)
ZPO § 253 Abs. 2 Nr. 2, § 511
Bestimmtheit des Klageantrags (§ 253 II Nr. 2 ZPO, § 287 ZPO): Erfordernis der Angabe einer Größenordnung bei unbeziffertem Antrag auf Schmerzensgeld
Schmerzensgeld - Beschwer durch Urteil - Anfechtung des Urteils
Berufungsfähigkeit einer Schmerzensgeldzubilligung nur bei Unterschreitung eines vom Kläger begehrten Mindestbetrages
Zivilprozeßrecht: Rechtsmittelbeschwer bei Zuerkennung eines der Betragsvorstellung des Klägers entsprechenden Schmerzensgeldes
ZPO §§ 511, 253; BGB § 847
Unzulässigkeit der Kläger-Berufung gegen ein das beantragte Schmerzensgeld zusprechendes Urteil
LG Bielefeld, 12.09.1996 - 6 O 471/95
LG Bielefeld, 27.04.1999 - 6 O 311/97
BGHZ 140, 335
NJW 1999, 1339
NJW-RR 1999, 857 (Ls.)
ZIP 1999, 1190
MDR 1999, 545
NZV 1999, 204
NJ 1999, 311
VersR 1999, 902
JR 2000, 152
JR 2000, 154
Sie erbringt gemäß § 314 ZPO Beweis für das Vorbringen der Parteien am Schluss der mündlichen Verhandlung (vgl. Senatsurteil vom 2. Februar 1999 - VI ZR 25/98, BGHZ 140, 335, 339 mwN).
Zwar ist in der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs anerkannt, dass dem Tatbestand keine Beweiskraft zukommt, wenn und soweit er Widersprüche, Lücken oder Unklarheiten aufweist (vgl. Senatsurteile vom 2. Februar 1999 - VI ZR 25/98, BGHZ 140, 335, 339;… vom 24. Juni 2014 - VI ZR 560/13, VersR 2014, 1095 Rn. 42).
Lassen sich die Widersprüche, Lücken oder Unklarheiten dagegen nur durch Rückgriff auf - gemäß § 313 Abs. 2 Satz 2 ZPO allgemein in Bezug genommene - vorbereitende Schriftsätze darstellen, bleibt es bei der Beweiswirkung des § 314 ZPO und dem Grundsatz, dass der durch den Tatbestand des Urteils erbrachte Beweis nur durch das Sitzungsprotokoll entkräftet werden kann (vgl. Senatsurteil vom 2. Februar 1999 - VI ZR 25/98, BGHZ 140, 335, 339; BGH, Urteile vom 8. November 2007 - I ZR 99/05, NJW-RR 2008, 1566, 1567;… vom 22. Juni 2011 - IV ZR 225/10, BGHZ 190, 120 Rn. 7;… vom 15. Juli 2011 - V ZR 277/10, VersR 2012, 1265 Rn. 12;… Musielak/Voit, ZPO, 12. Aufl., § 314 Rn. 5;… Zöller/Vollkommer, ZPO, 30. Aufl., § 314 Rn. 6).
Dieser Beweis kann nur durch das Sitzungsprotokoll, nicht jedoch durch den Inhalt der Schriftsätze entkräftet werden (BGHZ 140, 335, 339).
Die Beweiswirkung des § 314 ZPO kann nur durch das Sitzungsprotokoll, nicht jedoch durch den Inhalt der Schriftsätze entkräftet werden (BGHZ 140, 335, 339 ; BGH…, Urteil vom 8. Januar 2007 - II ZR 334/04 - aaO).
Die klagende (oder widerklagende) Partei ist durch das Urteil nur dann beschwert, wenn dieses von dem gestellten Antrag zu ihrem Nachteil abweicht, ihrem Begehren also nicht voll entsprochen worden ist (BGH, Urteil vom 2. Februar 1999 - VI ZR 25/98, BGHZ 140, 335, 338; vom 29. Juni 2000 - I ZR 29/98, NJW-RR 2001, 620, 621; sog. formelle Beschwer).
Zum Einen ist grundsätzlich bei einem Widerspruch zwischen dem Inhalt der in Bezug genommenen Schriftsätze und dem im Tatbestand wiedergegebenen Parteivorbringen letzteres maßgeblich (BGHZ 140, 335, 339; 144, 370, 377 f., jeweils m.w.Nachw.).
Der von der Kammer als angemessen erachtete Betrag liegt erheblich unter der genannten Untergrenze, so dass dieses Teilunterliegen auch kostenmäßig zu berücksichtigen ist, vgl. BGH, Urteil vom 30.04.1996 - VI ZR 55/95 - BGHZ 132, 341 ff., juris- Rn. 32 ff., Urteil vom 02.02.1999 - VI ZR 25/98-BGHZ 140, 335 ff., juris-Rn. 18.
Denn der Kläger, der ein angemessenes Schmerzensgeld unter Angabe einer Größenordnung von 15.000 DM begehrt hat, wurde durch das Urteil des Landgerichts, das ihm insoweit nur 10.000 DM zugesprochen hat, um 5.000 DM beschwert (vgl. BGHZ 132, 341, 352; 140, 335, 340 f).
(4) Mit dieser Entscheidung setzt sich der Senat nicht in Widerspruch zum Urteil des VI. Zivilsenats vom 2. Februar 1999 (BGHZ 140, 335).
Dem näheren Zusammenhang der Ausführungen ist jedoch zu entnehmen, daß es in dem angeführten Urteil nicht im eigentlichen Sinn um Fragen des Streitgegenstandes geht, sondern um die Verdeutlichung von Grundsätzen, die die Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs für die Feststellung einer durch das Rechtsmittelverfahren zu beseitigenden Beschwer seit jeher geprägt haben (vgl. nur BGHZ 45, 91, 93; Urteil vom 9. Juli 1974 - VI ZR 263/73 - VersR 1974, 1182, 1183; BGHZ 140, 335, 341).
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References: § 847
 § 253
 § 253
 § 313
 § 253
 § 511
 § 287
 § 847
 § 314
 § 313
 § 314
 § 314
 § 314
 § 314