Source: https://www.gomopa.net/Finanzforum/fonds-informationen/debi-select-fonds-p942814965.html?highlight=Capital+Advisor
Timestamp: 2019-12-10 10:40:06+00:00

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kennt jemand die Debi Select Fonds einer Firma FWS Verwaltungs GmbH.
Es werden 8% Ausschüttung (Vorabausschüttung) versprochen für ein Factoring Modell. Klingt intressant!
Vorsicht bei prospektierter "Haftungsbeschränkung" bei Beteiligung an einer Gesellschaft bürgerlichen Rechts
"Für Verbindlichkeiten der GbR haftet nur das Gesellschaftsvermögen und eine Inanspruchnahme der Gesellschafter ist ausgeschlossen." So heißt es in den von den Anlegern unterschriebenen und erhaltenen Beitrittserklärungen bei der DEBI Select Fonds GbR, einer Gesellschaft, die das eingebrachte Kapital der Gesellschafter in Beteiligungen an anderen Unternehmen, die im Geschäftsbereich des Factorings tätig sind, investiert.
Erst im Rahmen des eigentlichen Verkaufsprospekts erfährt diese Aussage dann unter dem Stichwort "Haftung" eine Relativierung, allerdings in einer dem Laien unverständlichen Weise, indem nämlich darauf hingewiesen wird, dass aufgrund der Gesellschaftsform der Gesellschaft als Gesellschaft bürgerlichen Rechts grundsätzlich eine gesamtschuldnerische Haftung aller Gesellschafter mit ihrem gesamten Privatvermögen schon kraft Gesetz gegeben ist, weshalb die Haftung "bei rechtsgeschäftlich begründeten Verbindlichkeiten auf das Gesellschaftsvermögen beschränkt ist. So sollen lt. Ziffer 1.4 zu den im Prospekt abgedruckten Angaben über die Vermögensanlage der DEBI Select Fonds GbR die geschäftsführenden Gesellschafter verpflichtet sein, bei jedem Rechtsgeschäft mit Dritten, durch entsprechende individualrechtliche Vereinbarung, die Haftung der Gesellschafter auf das Gesellschaftsvermögen zu beschränken und bei jedem Rechtsgeschäft auf die Haftungsbeschränkung in geeigneter Form deutlich hinzuweisen".
Der zunächst hervorgehobene erste Eindruck einer Haftungsbeschränkung auf das Gesellschaftsvermögen wird jedoch durch diesen Hinweis nicht mehr ausreichend bekräftigt, wie das Landgericht Memmingen in einer aktuellen Entscheidung zur Frage der Aufklärung bei Beitritt zur Capital Advisor Fund II GbR hinweisen lässt. Im dort entschiedenen Fall hob das Landgericht Memmingen als Berufungsinstanz das von der Fondsgesellschaft erstrittene Urteil auf, die auf Leistung der vertraglich vereinbarten anfänglichen Einmaleinlage gerichtet war.
Das Berufungsgericht bewertete die im Zeichnungsschein enthaltenen Hinweise zu einer möglichen Nachschusspflicht der Anleger für unzureichend, kann das Haftungsrisiko bei einer Rechtsform der Gesellschaft des bürgerlichen Rechts vertraglich nicht vollständig ausgeschlossen werden.
Da der dortige Anleger über dieses Haftungsrisiko unzureichend informiert wurde, gestand das Landgericht Memmingen ihm das Recht zur außerordentlichen Vertragskündigung zu.
"Dieses Urteil reiht sich in eine ganze Reihe von Entscheidungen ein, in welchen es um die inhaltliche Aufklärung eines Anlegers zu einer Fondsgesellschaft ohne ausdrückliche Überlassung des Emissionsprospekts geht. Auch der dortige Anleger hat im vom Landgericht Memmingen entschiedenen Rechtsstreit ausdrücklich den Erhalt des Emissionsprospekts durch Unterschriftsleistung quittiert, obwohl er zur Frage der Nachschusspflicht bzw. auf dessen Haftungsrisiko hieraus nicht mündlich im Beratungsgespräch hingewiesen wurde. Nach Auffassung des Landgerichts Memmingen genügen diese Hinweise in der vom Anleger unterschriebenen und erhaltenen Beitrittserklärung nicht den Anforderungen, die an eine ausreichende Aufklärung zu stellen sind", so Bettina Wittmann vom Schutzverein der Bankkunden e.V.
Grundsätzlich ist bei einer Beteiligungsform in der Rechtsform der Gesellschaft bürgerlichen Rechts Vorsicht geboten. Dort besteht immer die Gefahr einer unbeschränkten persönlichen Haftung, worauf schlussendlich in den Verkaufsprospekten - zumindest abstrakt - hingewiesen wird, diese Gefahr allerdings oftmals durch die beratenden Vertriebsmitarbeiter relativiert bzw. schlicht verharmlost wird. Vorsorglich wird sodann dem Anleger zeitlich weit vor Zeichnung auch das Prospekt nicht überlassen, in welchem möglicherweise der Anleger diese Gefahr "herauslesen könnte."
Pressemitteilung von: Schutzverein der Bankkunden e.V
aus gegebenem Anlass habe ich mich gestern mal mit der Debi Select Anlage (erstmal oberflächlich) geschäftigt. Es ist wie in früheren Postings dargelegt fraglos richtig, dass GbR-basierte Fonds nicht unerhebliche negative Nebeneffekte aufweisen können, sollte mal was schiefgehen.
Die GbR-basierten Fonds von Debi Select sind nach intensiver Recherche in Google & Co. wohl langjährig gewachsene Fonds, also bereits vor Jahren aufgelegt, und mit zahlreichen Nachträgen auf dem aktuellen Stand der Rechtslage gehalten worden. Dies führte zu einer Unübersichtlichkeit, da die Nachträge sehr ausführlich ausfielen. Allerdings ist auch - positiv - zu berücksichtigen, dass die Fonds, zwei an der Zahl, durchaus gute Ergebnisse über die Jahre geliefert haben, diese zudem testiert.
Der aktuell im Vertrieb befindliche Fonds führt das selbe Geschäftsmodell fort wie die alten GbR-Vorgänger, wird allerdings auf Basis einer GmbH & Co. KG emittiert. Die neue Form ist durchaus zeitgerecht, und orientiert sich durchaus an anderen Fondskonstruktionen größerer Anbieter. Die Problematik, die aus der GbR-Basis resultieren könnte, dürfte sich also damit erledigt haben. Allerdings gilt (wie bei jedem anderen Fonds auch): das Maximalrisiko für den Anleger ist der mögliche Totalverlust!
Bei Interesse werde ich mir den aktuellen Prospekt mal etwas intensiver ansehen. Auf den ersten (oberflächlichen) Blick macht er einen durchaus guten Eindruck.
Hallo GoMoPa-Freunde,
gibt´s inzwischen etwas Neues zum
Debi Select Fonds ?
Ein neues Geschäftsmodell: über Nacht im Knast, tagsüber in der Beteiligungsfirma in Zug, am Wochenende in Meggen.
Das Urteil gegen Michael Josten (57) war deutlich. Er habe mit ­«besonders habgieriger Gesinnung» gehandelt und verfüge über «erhebliche kriminelle Energie», befand das Landgericht Mannheim. Es verurteilte ihn wegen Untreue und Gläubigerbegünstigung zu zweieinhalb Jahren Haft.
In der Resozialisierung setzte der Ex-Steuerberater Massstäbe. Nach dem Urteil zog sich Josten als Vorstand des deutschen Billig­stromanbieters Teldafax zurück und lenkte fortan die Geschäfte als Verwaltungssrat und Hauptaktionär. Das Konzept: Auf dem liberalisierten deutschen Strommarkt bot die Firma den günstigsten Tarif an und erreichte auf Internet-Vergleichs­portalen für Strompreise regelmässig den Spitzenplatz. Teldafax wurde Sponsor des Fussballclubs Bayer Leverkusen, in Spots warb Ex-Fussballer Rudi Völler: «Wechseln ist ein Klacks – Teldafax!» So steigerte die Firma in drei Jahren die Kundenzahl von null auf mehr als eine halbe Million und beschäftigt heute 530 Mitarbeiter.
Josten zügelte noch vor Haft­antritt in die Schweiz, gründete ein Beratungsunternehmen in Zug, bezog sein Domizil in Meggen LU und meldete sich im Juni 2010 in der Haftanstalt Bruchsal bei Karlsruhe. Dort wählte er die milde Form des Gefängnisaufenthalts als «Freigänger». Um 6 Uhr durfte er den Knast verlassen und bis um 20 Uhr fernbleiben, die Wochenenden waren frei. Vor der Anstalt wurde Josten von seiner Frau mit dem AMG-Mercedes abgeholt. Tagsüber ging er seinen neuen Geschäften nach. Mit seinem Firmenkonglomerat in Zug und Liechtenstein kümmerte er sich um die Teldafax-Beteiligung.
Seit einigen Wochen ist dort Krisenmanagement gefragt. Das Geschäft ist instabil, die Prüfer verweigern die Testate für 2008 und 2009, es gibt Strafanzeigen. Teldafax drohe die Insolvenz, sagt der Ex-Finanz­chef. Der Verdacht: Es handle sich um ein Schneeballsystem, die Schulden bei den Stromversorgern würden mit neuen Kundengeldern gestopft. Bei Teldafax soll ein neuer Grossaktionär einsteigen. Ein russischer Investor.
Josten sattelt nun auf erneuerbare Energien um. Sein Beteiligungsmanagement muss er nun aber unter erschwerten Bedingun­gen regeln. Ihm wurde Ende Oktober der Freigang gesperrt. Seine derzeitige Adresse: Justizvollzugsanstalt Bruchsal
Lesen Sie bitte auch unsere Pressemitteilung mit der Stellungnahme der Debi-Select und, wie Debi-Chef Josef Geltinger mit TelDaFax-Großaktionär Michael Josten, beide stammen aus Landshut in Bayern, zusammenwirkte:
Debi-Select-Fonds: Vorstand der Swiss-Fact soll zurücktreten!
Warum die Debi-Select-Anleger auch ohne die millionenschwere Geldverschwendungsaffäre Swiss-Fact / TelDaFax ungeschützt für alle vertraglichen Verpflichtungen nicht nur mit ihrem Anlegergeld, sondern mit ihrem gesamten Privatvermögen haften müssen, lesen Sie in unserer folgenden Pressemitteilung:
Sie haben um eine Stellungnahme betreffend die Ausführungen im GoMoPa Artikel Debi Select: Bis die Privat-Insolvenz uns scheidet angefragt. Dieser Bitte komme ich hiermit gerne nach.
I. Zu den GbR-Fonds Im Artikel wird geäußert, dass den Anlegern generell eine Vollhaftung für alle Verbindlichkeiten der Fonds drohe.
Wörtlich wird formuliert:
"Der Grund für diesen Umstand ist die Tatsache, dass die ersten beiden Fonds in Form einer Gesellschaft bürgerlichen Rechts (GbR) aufgelegt wurden, bei denen die Beteiligten immer voll haften. Und zwar mit allem, was sie haben."
Diese Äußerung ist rechtlich nicht zutreffend und lässt insbesondere die Ausgestaltung der Gesellschaftsverträge der Debi Select Fonds in der Rechtsform einer Gesellschaft bürgerlichen Rechts außer Betracht. Bei den Debi Select Fonds in der Rechtsform einer Gesellschaft bürgerlichen Rechts dürfte aufgrund der getroffenen vertraglichen Regelungen eine persönliche Haftung nur für die Gründungsgesellschafter, mithin die jeweilige Verwaltungs GmbH, bestehen.
Die persönliche Haftung der anderen Gesellschafter, mithin der Anleger, dürfte im Fall der Debi Select Fonds in der Rechtsform einer Gesellschaft bürgerlichen Rechts in Â§ 11 des jeweiligen Gesellschaftsvertrages wirksam dadurch ausgeschlossen worden sein, dass die den Fonds-Geschäftsführern erteilte Vertretungsmacht eingeschränkt wurde. Danach haben die Geschäftsführer bei der Vornahme eines jeden Rechtsgeschäfts zu vereinbaren, dass außer den Gründungsgesellschaftern lediglich das Gesellschaftsvermögen haftet, die Haftung der übrigen Gesellschafter mit ihrem Privatvermögen jedoch ausgeschlossen ist.
Der BGH schien zwar in seiner Rechtsprechung die Zulässigkeit einer derartigen Haftungsbeschränkung für eine Außen-GbR zunächst zu verneinen (vgl. BGH NJW 1999, 3483, 3484; auch OLG Stuttgart BB 2001; Kindl WM 2000, 697, 701, 702). Jedoch hat der BGH in einem jüngeren Urteil eine vorformulierte Haftungsbeschränkung bei einer Publikums-GbR anerkannt (BGHZ 150, 1 = NJW 2002, 1642).
Dies mit der Begründung, eine solche vorformulierte Haftungsbeschränkung sei durch die Eigenart des Fonds als reine Kapitalanlagegesellschaft gerechtfertigt und deshalb im Regelfall keine Treu und Glauben widersprechende unangemessene Benachteiligung des Vertragspartners im Sinne des BGB. Hinzu kommt, dass die Fondsgesellschaften gemäß Â§ 2 des jeweiligen Gesellschaftsvertrages nur in Unternehmensbeteiligungen investieren dürfen, bei denen wiederum die persönliche Haftung ausgeschlossen ist, mithin in Kapitalgesellschaften und Kommanditgesellschaften. Somit dürften aus den eingegangenen Beteiligungen über das investierte Gesellschaftsvermögen hinaus keine Haftungsrisiken auf die Fondsgesellschaften selbst und damit einhergehend auf die Anleger zukommen.
Zudem finanzieren sich die Gesellschaften gemäß Â§ 2 Abs. 4 des jeweiligen Gesellschaftsvertrages nur über Eigenmittel. Damit können auch keine zusätzlichen durch Fremdfinanzierungen bedingte Risiken geschaffen werden. Die Ausführungen im Artikel lassen sowohl eine Auseinandersetzung mit dem Wortlaut der Gesellschaftsverträge als auch mit der einschlägigen Rechtsprechung vermissen.
II. Zur Debi Select classic Fonds 2 GmbH & Co. KG
Was den Fonds Debi Select classic Fonds 2 GmbH & Co. KG betrifft, bei dem Herr RA Resch die fehlende Eintragung der Anleger in das Handelsregister kritisiert und hieraus eine Haftung nach Â§ 176 HGB herleiten möchte, ist festzuhalten, dass die Anleger nach dem vorgesehenen Fondskonzept zu keinem Zeitpunkt im Handelsregister eingetragen sein werden.
Sämtliche Anleger sind lediglich mittelbar über einen - eingetragenen - Treuhandkommanditisten an der Fondsgesellschaft beteiligt. Zwar dürfte zu beachten sein, dass die Abrede nach Â§ 11 des Gesellschaftsvertrages, wonach die Anleger weder gegenüber Gesellschaft oder Gesellschaftern noch gegenüber Dritten irgendwelche Zahlungsverpflichtungen, Haftungen oder Nachschussverpflichtungen, die über die Verpflichtung zur Erbringung von Einlagen nebst Agio hinausgehen, verpflichtet sind, als reine Innenabrede im Außenverhältnis keine Wirkung entfalten dürfte.
Hierauf kommt es letztendlich aber auch nicht an:
Wer in das Handelsregister schaut, kann vom eingetragenen Treuhandkommanditisten Kenntnis nehmen. Dies Übersieht Herr RA Resch, der auf die Entscheidung BGHZ 82, 129 hinweist, der schon ein ganz anderer, nicht vergleichbarer Sachverhalt zugrundelag (es ging um Direktkommanditisten und gerade nicht um treuhänderisch beteiligte Anleger). Vielmehr ist schon seit Zeiten des Reichsgerichts (RGZ 128, 172, 183) und in der führenden Fachliteratur (Karsten Schmidt, in: Münchener Kommentar zum Handelsgesetzbuch, 2. Aufl. München 2007, Â§ 176 Rz. 50) anerkannt, dass eine Haftung nach Â§ 176 HGB jedenfalls dann ausscheidet, wenn der Dritte Umstände kennt, aus denen zwingend gefolgert werden muss, dass etwa vorhandene Mitgesellschafter nicht unbeschränkt haften.
Die Eintragung eines Treuhandkommanditisten im Handelsregister dürfte einen derartigen Umstand darstellen. Auch im Hinblick auf den Fonds Debi Select classic Fonds 2 GmbH & Co. KG fehlt es somit an einer Auseinandersetzung mit den Regelungen im Gesellschaftsvertrag sowie mit der Fachliteratur.
Die im Artikel geäußerte Ansicht wonach "den Anlegern ... generell eine Vollhaftung für alle Verbindlichkeiten der Fonds [droht]", ist nach diesseitiger Auffassung nicht haltbar. Vielmehr sind sowohl bei den GbR-Fonds als auch beim GmbH & Co. KG-Fonds vertragliche Konstruktionen gewählt worden, die im Lichte der aktuellen Rechtsprechung und Fachliteratur eine Haftung der Anleger, die über die jeweils zu leistende Einlage hinausgeht, ausschließen dürften.
Ich hoffe, Ihnen mit diesen Angaben gedient zu haben und stehe für Rückfragen sowie ergänzende Erläuterungen sehr gern zur Verfügung.
Mit freundlichen Grüßen Dr. Thorsten VoÃŸâ€œ Verantwortlich für diesen Text Michael Oehme als Pressereferent der Debi Select Unternehmensgruppe von Michael Oehme am 20.12.2010
...Der BGH schien zwar in seiner Rechtsprechung die Zulässigkeit einer derartigen Haftungsbeschränkung für eine Außen-GbR zunächst zu verneinen (vgl. BGH NJW 1999, 3483, 3484; auch OLG Stuttgart BB 2001; Kindl WM 2000, 697, 701, 702). Jedoch hat der BGH in einem jüngeren Urteil eine vorformulierte Haftungsbeschränkung bei einer Publikums-GbR anerkannt (BGHZ 150, 1 = NJW 2002, 1642).
Dies mit der Begründung, eine solche vorformulierte Haftungsbeschränkung sei durch die Eigenart des Fonds als reine Kapitalanlagegesellschaft gerechtfertigt und deshalb im Regelfall keine Treu und Glauben widersprechende unangemessene Benachteiligung des Vertragspartners im Sinne desBGB..."
Das heißt nicht mehr und nicht weniger als das der BHG bereits mehrfach geurteilt hat, dass eine Vollhaftung besteht. In einem jüngeren, aber ganz anders gelagerten Fall, sah er es anders. Anders als uns der Schreiber glauben machen will gab es also sehr wohl einschlägige Entscheidungen des höchsten Gerichts.
Augenwischerei über vermeintlich gefühlte Sicherheit sollte daher tunlichst unterlassen werden. von Albert Meierdirks am 21.12.2010
Debi Select Anlegervollhaftung: Die Gesetzeslage ist eindeutig
Uns erreichte folgender Kommentar zur Stellungnahme des Debi-Select-Pressesprechers Michael Oehme zur Vollhaftung der Anleger von einem Debi-Select-Betroffenen, der noch einmal darauf hinweist, dass sich an der Gesetzeslage nichts geändert hat:
An der Rechtslage hat sich nichts verändert (Paragraphen kennen Sie ja).
Zwar gibt es einzelne Urteile, wenn auch keine höchstrichterlichen, die hier und da mal anders entschieden haben. Dennoch ist die Gesetzeslage und Ausgangslage identisch.
Welches Szenario man meint, weiß ich nicht, denn es wurde kein Szenario geschildert, das eintreffen soll, sondern lediglich ein latent vorhandenes Risiko.
Wenn Sie übrigens mal einen beliebigen Emissionsprospekt jedes anderen guten Anbieters zur Hand nehmen, so werden Sie feststellen, dass explizit auf genau dieses Risiko hingewiesen ist beziehungsweise, dass fast überall eine aufschiebende Bedingung existiert, die eben dies ausschließen soll. Würde das Risiko also nicht bestehen, so würde es kaum ein anderer Anbieter aufgreifen.
Debi Select platziert zweiten Factoring-Fonds
Seit Jahren vermeldet die Factoringbranche steigende Zuwachsraten. Diesen Trend macht sich die in Landshut ansässige Debi Select Unternehmensgruppe zunutze und bietet in einem Spezialsegment einen Fonds an, der gezielt in das Factoring mittelständischer Unternehmen investiert. Factoring bietet Unternehmen neben dem Leasing eine sinnvolle Alternative zu Bankkrediten. Debi Select hat sich auf den Bereich des Spezialfactoring konzentriert.
Zudem erwarten Experten, dass es gerade Leasing und Factoring die Bereiche sind, die in den kommenden Jahren und vor dem Hintergrund einer prosperierenden Wirtschaft in Deutschland verstärkt nachgefragt werden. Schließlich wollen immer mehr Unternehmer ihre Finanzierung möglichst unabhängig von einer Bank auf ein zweites Bein stellen. Dies lässt auch Raum für die Auflage weiterer Fonds, die sich über den Retailmarkt refinanzieren.
So genannte Nebelbombe?
Hallo Leute, ich lese nun seit 2 Monaten aufmerksam die Berichterstattung über Teldafax und Debi Select. Ich bin seit ca. 20 Jahren im Finanzsektor tätig und berate sogenannte Kapitalanlagegesellschaften (Lebensversicherungen etc.) bei der Anlage ihrer Gelder.
Folgendes kann ich hier feststellen:
1) Debi Select akquiriert seit ca. 2006 Gelder mit der Angabe diese in absolut sichere Assetklassen zu investieren und damit mind. 8,25% Rendite p.a. für die Anleger nach Abzug von Vertriebs- und Verwaltungskosten zu erwirtschaften.
2) Also wer glaubt denn wirklich, dass bei der aktuellen Zinslage (seit ca. 2008) jemand quasi mündelsichere Investitionen tätigt und diese Rendite erwirtschaftet? Derjenige (hier Hr. Geltinger) müsste auch übers Wasser gehen können!
Eine Anlage in die von Debi Select genannten Anlagen erwirtschaftet nie und nimmer eine so hohe Rendite. Unmöglich! Wenn doch, dann wäre Herr Geltinger schon von großen Versicherern exklusiv unter Vertrag genommen worden. Natürlich werden alle bisherigen Ausschüttungen zu einem Großteil aus Anlegergeldern finanziert (warum auch das Schneeball heißt). Anders kann ein solches Versprechen und das bisherige Halten dieses Versprechens gar nicht funktionieren.
3) Leute im Vertrieb, die so was (sei es vorsätzlich oder fahrlässig) verkauft haben, sollten sich wirklich einen anderen Beruf aussuchen. Werdet Frisöre, Kellner, Küchenhilfe oder so was. Wer so einen Schrott seinen Kunden (wahrscheinlich im Direktvertrieb die armen Freunde und Verwandte) verkauft, ist wirklich noch inkompetenter als der 0815-Bankberater bei der Sparkasse oder Bank.
4) Den Anlegern kann ich nur raten sich dringend einen guten Anwalt aus dem Bereich Kapitalmarktrecht zu nehmen und nach Fehlern im Prospekt oder in den Verträgen zu suchen um einerseits so schnell wie möglich rauszukommen und andererseits gegen Debi Select und den zuständigen Vertriebspartner Schadensersatzklagen zu erheben. Und in Zukunft keinem "unabhängigen" Finanzberater mehr auch nur einen Euro anvertrauen.
5) Herr Geltinger kann ich nur gratulieren! Er hat das perfekte Kapitalanlageverbrechen begangen. Wenn er auch noch jetzt einen guten Anwalt an der Hand hat, schafft er schnell noch seine "Provisionen und Vergütungen" ins Ausland (was er zu 99% schon gemacht hat). Dann kann die dt. Justiz ihn nicht mal belästigen. Ich schlage ihn für den Nobelpreis vor! Es grüßt Patschakamak
p.s. natürlich alles nur meine persönliche Erfahrung und Meinung!
Haben die das Geld inzwischen gefunden das die bei ihrer eigenen Tochterfirma suchen wollten? Es ist so beunruhigend still.
Warum der Spezialist für "abgesichertes Factoring" (schneller Kauf und Verkauf von Forderungen) Debi Select aus Landshut ein Aktienpaket von 51 Prozent vom angeschlagenen Billigstromanbieter Teldafax aus Troisdorf bei Bonn übernommen hat und damit fast alles Kapital der 5.000 Ánleger riskiert, lesen Sie hier:
Offene Rechnungen in allen Ecken des Landes: In Berlin warten sie bei der Netzgesellschaft Berlin-Brandenburg auf 470 000 Euro. Geringer sind die Beträge bei den Stadtwerken Essen, beim Bremer Energieversorger SWB und bei den Düsseldorfer Stadtwerken. Doch sie haben nun die Geduld mit dem Energieanbieter TelDaFax verloren. Elf Netzbetreiber haben den Vertrag mit dem Unternehmen aus Troisdorf gekündigt. Mehr als 20 000 Gas- und Stromkunden von TelDaFax werden ab April von den jeweiligen Grundversorgern beliefert. TelDaFax steht auf der Kippe, die rund 800 000 Kunden in Deutschland bangen.
"Wir haben uns lange Zeit zurückgehalten, doch jetzt reicht es", sagt Carsten Döring von der Netzgesellschaft Berlin-Brandenburg. Die Zahlungsprobleme bei TelDaFax seien lange bekannt gewesen. Immer wieder habe es Unregelmäßigkeiten gegeben. Ein TelDaFax-Manager räumt die Schwierigkeiten ein. "Wir sind auf der letzten Rille. Die Lage ist sehr bedrohlich." Man wolle nun mit den Netzbetreibern verhandeln und erreichen, dass die Kündigungen zurückgenommen werden.
Seit Jahren wird das Unternehmen von Verbraucherschützern heftig kritisiert. Von Zahlungsproblemen berichten Netzgesellschaften seit Monaten. Seit November vergangenen Jahres ermittelt die Staatsanwaltschaft Bonn wegen des Verdachts der Insolvenzverschleppung. TelDaFax gilt als größter unabhängiger Energieanbieter Deutschlands. Das Unternehmen ist der größte Marktakteur neben den vier Energieriesen Vattenfall, RWE, E.on und EnBW. Mit dem Versprechen günstiger Strom- und Gastarife wurden Kunden geködert - gegen Vorkasse für ein Jahr. Oft setzte es schon nach kurzer Zeit deftige Preiserhöhungen. Das Prinzip: Kunden mit billigen Tarifen ködern, Preise hoch setzen und dann darauf vertrauen, dass nicht alle kündigen. Diese Praxis sei seit Januar vorbei, wie eine Sprecherin beteuert.
Bei TelDaFax soll jetzt aufgeräumt werden. Seit wenigen Wochen gibt es einen neuen Chef, Hans-Gerd Höptner heißt er. Er soll sanieren. Aber was heißt sanieren: Eher könnte man davon reden, dass er ein Wrack bergen und wieder zum Laufen bringen muss. Anfang kommender Woche will der Billigenergie-Anbieter einen neuen Investor präsentieren. Von einer internationalen Investmentgesellschaft ist die Rede, die Verträge seien unterschriftsreif, heißt es. Frisches Kapital soll bereits geflossen sein. "Mit dem zusätzlichen Kapital im Rücken können wir vieles 'aufräumen' - insbesondere die im Moment oftmals belastete Zusammenarbeit mit den Netzbetreibern", heißt es in einem Schreiben von TelDaFax an Vertriebspartner, das der "Welt" vorliegt.
Es sollen also offene Rechnungen beglichen und das Geschäft restrukturiert werden. Bereits seit Februar hat TelDaFax zwei neue Eigentümer. Es sind Finanzinvestoren namens Sigma Citation Strategies und CPA Invest. Dahinter sollen der russische Energieversorger Energo Stream und ein deutscher Fonds namens Debi Select stehen.
Quelle & kompletter Bericht: WELT
Landshut, 28. März 2011. Die CPA Invest AG (CPA) hat mit Wirkung zum 31. März 2011 ihre 51prozentige Beteiligung an der TelDaFax Holding AG veräußert. Käufer und damit künftiger Mehrheitsaktionär des größten unabhängigen Energieanbieter Deutschlands ist der Finanzinvestor Prime Mark. Die übrigen 49 Prozent der Aktien an der TelDaFax Holding AG hält nach wie vor die Sigma Capital Strategies Limited Citation. Der neue Finanzinvestor hat einen zweistelligen Millionenbetrag zur Verfügung gestellt, um TelDaFax zügig auszubauen und will auch weiterhin in Wachstum investieren.
Der angeschlagene Stromanbieter Teldafax mit Sitz in Troisdorf hat einen neuen Mehrheitseigner. Die zypriotische Investmentboutique Prime Mark Financial will 51 Prozent der Anteile übernehmen. Verkäufer ist CPA Invest.
Finanzinvestor Prime Mark ist weltweit aktiv und verwaltet eigenen Angaben zufolge Vermögensbestände im Wert von rund 100 Millionen Euro.
CPA ist laut Marktinformationen eine Gesellschaft von Josef Geltinger, Geschäftsführer des Fonds Debi Select. Der Fonds beteiligt sich an Unternehmen, die fremde Forderungen eintreiben.
CPA war erst vor einigen Wochen gemeinsam mit Sigma Citation Capital Strategies bei Teldafax eingestiegen. Sigma, eine Private-Equity-Gesellschaft aus Jersey, besitzt weiterhin 49 Prozent der Anteile.
Prime Mark will einen mittleren zweistelligen Millionenbetrag in Teldafax investieren. Das Geld soll laut dem Stromanbieter in Restrukturierungsmaßnahmen fließen und Forderungen begleichen. Das Unternehmen gibt an, dass unter anderem eine Medienkampagne für die Schieflage verantwortlich ist. Dadurch hätten Geschäftspartner und Banken das Vertrauen verloren. Aufgekündigte Verträge und Sicherheitsleistungen waren die Folge. Erst vor einigen Tagen kündigten die Stadtwerke Düsseldorf ihre Zusammenarbeit mit der Begründung, Teldafax habe Netznutzungsentgelte trotz Mahnung nicht bezahlt.
Berater Prime Mark Financial
Berater CPA Invest
Klein (Zürich): Thomas Klein – aus dem Markt bekannt
Berater Debi Select
Schulte Riesenkampff (Frankfurt): Dr. Thorsten Voß – aus dem Markt
Berater Teldafax
Wilhelm (Düsseldorf): Dr. Mark Wilhelm – aus dem Markt bekannt
Inhouse (Troisdorf): Tanja Gerlach
(Leiterin Recht)
Hintergrund: Alle Berater sind aus dem Markt bekannt. Den Deal sollen Beobachtern zufolge ausschließlich die Berater von Prime Mark und CPA ausgehandelt haben.
Wilhelm ist unter anderem spezialisiert darauf, Unternehmen in Krisensituationen gesellschaftsrechtlich zu beraten.
Schulte Riesenkampff berät Debi Select im Hinblick auf eine mögliche Veruntreuung der Anlegergelder. Es steht der Vorwurf im Raum, dass Mittelsmänner die Gelder der Kleinanleger veruntreut und in Teldafax umgeleitet haben sollen. Schulte-Partner Voß berät laut Marktinformationen Debi Select zum Kapitalanlagerecht und zu möglichen Haftungsansprüchen.
Laut Marktinformationen soll Prime Mark eine russische Kanzlei als Beraterin hinzugezogen haben. (Parissa Kerkhoff)
Michael Oehme, PR Berater verschiedener Fonds, Wertanlagen und dahinter stehender Geldgeber tut seine Pflicht und veröffentlicht zu unserem Artikel folgende Stellungnahme:
10. Juni 2011 - Allgemein
Die Verantwortlichen der Debi Select dürften in den vergangenen Tagen viele aufgeregte Fragen gehört haben, läutet doch der gomopa-Beitrag “Bis die Privat-Insolvenz uns scheidet” bereits die Todesglocken für den Landshuter Fondsanbieter. Von den aufgrund der Aufmachung Rechtsanwalt Resch zugeorndeten Ausführungen distanziert sich dieser. Er habe lediglich ein Zitat zugeliefert. Aus diesem Grund haben wir uns auch entschlossen, die kritischen Ausführungen zu seiner Person und dem Handeln seiner Kanzlei Abstand zu nehmen.
Wir stellen nachfolgend vielmehr die Ausführungen von gomopa der rechtlichen Einschätzung des ehemaligen BaFin-Mannes Dr. Thorsten Voss gegenüber. Dieser schreibt:
Sie haben um eine Stellungnahme betreffend die Ausführungen von Herrn RA Resch (nun gomopa) im untenstehenden Artikel angefragt. Dieser Bitte komme ich hiermit gerne nach.
I. Zu den GbR-Fonds
Herr RA Resch (nun gomopa) äußert, dass den Anlegern generell eine Vollhaftung für alle Verbindlichkeiten der Fonds drohe. Wörtlich wird formuliert: “Der Grund für diesen Umstand ist die Tatsache, dass die ersten beiden Fonds in Form einer Gesellschaft bürgerlichen Rechts (GbR) aufgelegt wurden, bei denen die Beteiligten immer voll haften. Und zwar mit allem, was sie haben.”
Diese Äußerung ist rechtlich nicht zutreffend und lässt insbesondere die Ausgestaltung der Gesellschaftsverträge der Debi Select Fonds in der Rechtsform einer Gesellschaft bürgerlichen Rechts außer Betracht.
Bei den Debi Select Fonds in der Rechtsform einer Gesellschaft bürgerlichen Rechts dürfte aufgrund der getroffenen vertraglichen Regelungen eine persönliche Haftung nur für die Gründungsgesellschafter, mithin die jeweilige Verwaltungs GmbH bestehen.
Die persönliche Haftung der anderen Gesellschafter, mithin der Anleger, dürfte im Fall der Debi Select Fonds in der Rechtsform einer Gesellschaft bürgerlichen Rechts in § 11 des jeweiligen Gesellschaftsvertrages wirksam dadurch ausgeschlossen worden sein, dass die den Fonds-Geschäftsführern erteilte Vertretungsmacht eingeschränkt wurde. Danach haben die Geschäftsführer bei der Vornahme eines jeden Rechtsgeschäfts zu vereinbaren, dass außer den Gründungsgesellschaftern lediglich das Gesellschaftsvermögen haftet, die Haftung der übrigen Gesellschafter mit ihrem Privatvermögen jedoch ausgeschlossen ist.
Der BGH schien zwar in seiner Rechtsprechung die Zulässigkeit einer derartigen Haftungsbeschränkung für eine Außen-GbR zunächst zu verneinen (vgl. BGH NJW 1999, 3483, 3484; auch OLG Stuttgart BB 2001; Kindl WM 2000, 697, 701, 702). Jedoch hat der BGH in einem jüngeren Urteil eine vorformulierte Haftungsbeschränkung bei einer Publikums-GbR anerkannt (BGHZ 150, 1 = NJW 2002, 1642). Dies mit der Begründung, eine solche vorformulierte Haftungsbeschränkung sei durch die Eigenart des Fonds als reine Kapitalanlagegesellschaft gerechtfertigt und deshalb im Regelfall keine Treu und Glauben widersprechende unangemessene Benachteiligung des Vertragspartners im Sinne des BGB.
Hinzu kommt, dass die Fondsgesellschaften gemäß § 2 des jeweiligen Gesellschaftsvertrages nur in Unternehmensbeteiligungen investieren dürfen, bei denen wiederum die persönliche Haftung ausgeschlossen ist, mithin in Kapitalgesellschaften und Kommanditgesellschaften. Somit dürften aus den eingegangenen Beteiligungen über das investierte Gesellschaftsvermögen hinaus keine Haftungsrisiken auf die Fondsgesellschaften selbst und damit einhergehend auf die Anleger zukommen. Zudem finanzieren sich die Gesellschaften gemäß § 2 Abs. 4 des jeweiligen Gesellschaftsvertrages nur über Eigenmittel. Damit können auch keine zusätzlichen durch Fremdfinanzierungen bedingte Risiken geschaffen werden.
Die Ausführungen von RA Resch (nun gomopa) lassen sowohl eine Auseinandersetzung mit dem Wortlaut der Gesellschaftsverträge als auch mit der einschlägigen Rechtsprechung vermissen.
Was den Fonds Debi Select classic Fonds 2 GmbH & Co. KG betrifft, bei dem Herr RA Resch (nun gomopa) die fehlende Eintragung der Anleger in das Handelsregister kritisiert und hieraus eine Haftung nach § 176 HGB herleiten möchte, ist festzuhalten, dass die Anleger nach dem vorgesehenen Fondskonzept zu keinem Zeitpunkt im Handelsregister eingetragen sein werden. Sämtliche Anleger sind lediglich mittelbar über einen – eingetragenen – Treuhandkommanditisten an der Fondsgesellschaft beteiligt.
Zwar dürfte zu beachten sein, dass die Abrede nach § 11 des Gesellschaftsvertrages, wonach die Anleger weder gegenüber Gesellschaft oder Gesellschaftern noch gegenüber Dritten irgendwelche Zahlungsverpflichtungen, Haftungen oder Nachschussverpflichtungen, die über die Verpflichtung zur Erbringung von Einlagen nebst Agio hinausgehen, verpflichtet sind, als reine Innenabrede im Außenverhältnis keine Wirkung entfalten dürfte.
Hierauf kommt es letztendlich aber auch nicht an: Wer in das Handelsregister schaut, kann vom eingetragenen Treuhandkommanditisten Kenntnis nehmen. Dies übersieht Herr RA Resch (nun gomopa), der auf die Entscheidung BGHZ 82, 129 hinweist, der schon ein ganz anderer, nicht vergleichbarer Sachverhalt zugrundelag (es ging um Direktkommanditisten und gerade nicht um treuhänderisch beteiligte Anleger).
Vielmehr ist schon seit Zeiten des Reichsgerichts (RGZ 128, 172, 183) und in der führenden Fachliteratur (Karsten Schmidt, in: Münchener Kommentar zum Handelsgesetzbuch, 2. Aufl. München 2007, § 176 Rz. 50) anerkannt, dass eine Haftung nach § 176 HGB jedenfalls dann ausscheidet, wenn der Dritte Umstände kennt, aus denen zwingend gefolgert werden muss, dass etwa vorhandene Mitgesellschafter nicht unbeschränkt haften. Die Eintragung eines Treuhandkommanditisten im Handelsregister dürfte einen derartigen Umstand darstellen.
Auch im Hinblick auf den Fonds Debi Select classic Fonds 2 GmbH & Co. KG fehlt es somit an einer Auseinandersetzung mit den Regelungen im Gesellschaftsvertrag sowie mit der Fachliteratur.
Die von RA Resch (nun gomopa) geäußerte Ansicht, wonach “den Anlegern … generell eine Vollhaftung für alle Verbindlichkeiten der Fonds [droht]“, ist nach diesseitiger Auffassung nicht haltbar. Vielmehr sind sowohl bei den GbR-Fonds als auch beim GmbH & Co. KG-Fonds vertragliche Konstruktionen gewählt worden, die im Lichte der aktuellen Rechtsprechung und Fachliteratur eine Haftung der Anleger, die über die jeweils zu leistende Einlage hinausgeht, ausschließen dürften.
Dr. Thorsten Voß“
Verantwortlich für die Darstellung von Dr. Voss Michael Oehme als Pressereferent der Debi Select Unternehmensgruppe
28.06.2011, 05:20
Prüfungskommission begleitet Rückzahlung bis zum Jahresende 2011
Die Debi Select Gruppe wird ihre drei Factoring-Fonds zum Ende des Jahres 2011 auflösen. Die Anleger können ihr Kapital dann ausgezahlt bekommen oder aber in einer optimierten Nachfolgevariante weiterführen.
„Wir haben diese Nachfolgevariante mit Banken und Kapitalanlagegesellschaften als Partner entwickelt. Sie bietet zusätzliche Vorteile, die ein Geschlossener Fonds nicht hat“, sagt Josef Geltinger, Geschäftsführer der Debi Select Verwaltungs GmbH. „Zum Beispiel kann der Kapitalgeber bei diesem Produkt künftig mittels eines Freistellungsauftrags verhindern, dass er Abgeltungssteuern abführen muss.“ Darüber hinaus hat sich gezeigt, dass Geschlossene Fonds nicht zwingend die ideale Anlageform für das oft kurzfristige Geschäft mit Factoringforderungen sind.
Die Abwicklung der Factoring-Fonds wird Debi Select von einer Prüfungskommission begleiten lassen. Diese Prüfungskommission setzt sich zusammen aus einem Diplom-Kaufmann und einem Diplom-Finanzwirt, die Debi Select-Produkte vertreiben, sowie zwei unabhängigen Sachverständigen (die namentliche Besetzung wird Debi Select in Kürze bekanntgeben). Außerdem wird eine renommierte Wirtschaftsprüfungsgesellschaft diesen Prozess prüfen und entsprechend testieren. „Unser Ziel ist es, völlige Transparenz und Sicherheit für das Anlegerkapital zu gewährleisten, damit der Anleger keinerlei Nachteile oder gar Schäden erleidet“, so Josef Geltinger.
Um diese Maßnahme realisieren zu können, befindet sich bereits ein Teil des in die Factoringgesellschaften investierten Kapitals im Rücklauf. Das noch ausstehende Kapital wird nach Plan ratenweise an den Fonds zurückfließen, um eine komplette Rückführung bis 31. Dezember 2011 zu gewährleisten. Debi Select wird seine Anleger und Vertriebspartner in regelmäßigen Abständen über die Arbeit und Ergebnisse der Prüfungskommission berichten
Pressemitteilung von: Debi Select Verwaltungs GmbH

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 § 176
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