Source: http://m.hensche.de/Arbeitsrecht_aktuell_Ausschluss_rentennahe_Arbeitnehmer_Abfindung_europarechtswidrig_Altersdiskriminierung_Schlussantraege_Generalanwaeltin_Kokott_C-499-08.html
Timestamp: 2017-12-11 07:30:16+00:00

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HENSCHE Arbeitsrecht: Ausschluss rentennaher Arbeitnehmer von Abfindung
Aus­schluss ren­ten­na­her Ar­beit­neh­mer von Ab­fin­dung
Aus­schluss we­gen Al­ters­dis­kri­mi­nie­rung eu­ro­pa­rechts­wid­rig: Schluss­an­trä­ge der Ge­ne­ral­an­wäl­tin J. Ko­kott vom 06.05.2010, Rs. C-499/08 (In­ge­niør­fo­re­nin­gen i Dan­mark ./. Re­gi­on Syddan­mark)
15.06.2010. Der hier be­spro­che­ne Vor­la­ge­fall, der der­zeit beim Eu­ro­päi­schen Ge­richts­hof (EuGH) an­hän­gig ist, stammt aus Dä­me­mark.
Der Fall und sei­ne eu­ro­pa­recht­li­che Be­wer­tung durch die Ge­ne­ral­an­wäl­tin sind des­halb in­ter­es­sant, weil es hier um die Fra­ge geht, ob bzw. un­ter wel­chen Vor­aus­set­zun­gen „ren­ten­na­he“ Ar­beit­neh­mer von Ab­fin­dun­gen aus­ge­schlos­sen und auf den Be­zug von Al­ters­ren­te ver­wie­sen wer­den kön­nen.
Aus Sicht der Be­trof­fen liegt hier ei­ne recht­lich un­zu­läs­si­ge Dis­kri­mi­nie­rung we­gen des Al­ters vor.
Die da­mit auf­ge­wor­fe­nen Fra­gen sind auch für das deut­sche Ar­beits­recht von Be­deu­tung: Schluss­an­trä­ge der Ge­ne­ral­an­wäl­tin J. Ko­kott vom 06.05.2010, Rs. C‑499/08 (In­ge­niør­fo­re­nin­gen i Dan­mark ./. Re­gi­on Syddan­mark).
Ist der Ausschluss rentennaher Arbeitnehmer von einer Abfindung altersdiskriminierend?
Ob­wohl Schlech­ter­stel­lun­gen im Er­werbs­le­ben we­gen des Al­ters im all­ge­mei­nen recht­lich un­zulässig sind, er­laubt das All­ge­mei­ne Gleich­be­hand­lungs­ge­setz (AGG) sie im An­schluss an die Richt­li­nie 2000/78/EG des Ra­tes vom 27.11.2000 im Aus­nah­me­fall dann, wenn sie „ob­jek­tiv und an­ge­mes­sen und durch ein le­gi­ti­mes Ziel ge­recht­fer­tigt“ sind (§ 10 Satz 1 AGG).
Ein sol­cher, aus­drück­lich im AGG ge­nann­ter Fall ei­ner er­laub­ten al­ters­be­ding­ten Schlech­ter­stel­lung be­steht dar­in, dass So­zi­alpläne ge­rin­ge­re oder so­gar gar kei­ne Ab­fin­dun­gen für den be­triebs­be­ding­ten Ver­lust von Ar­beitsplätzen vor­se­hen, wenn sog. ren­ten­na­he Ar­beit­neh­mer von dem Ar­beits­platz­ver­lust be­trof­fen sind. Sie können nämlich, ge­ge­be­nen­falls nach Be­zug von Ar­beits­lo­sen­geld, ei­ne Ren­te be­an­spru­chen und sind da­her wirt­schaft­lich bes­ser als jünge­re Kol­le­gen ab­ge­si­chert. Jünge­re Ar­beit­neh­mer sind da­ge­gen auf Ab­fin­dun­gen als Aus­gleich für den Ar­beits­platz­ver­lust stärker an­ge­wie­sen und dürfen da­her in So­zi­alplänen bes­ser ge­stellt wer­den (§ 10 Satz 3 Nr.6 AGG).
Be­reits vor In­kraft­tre­ten des AGG am 18.08.2006 hat­te das Bun­des­ar­beits­ge­richt (BAG) we­ni­ger güns­ti­ge So­zi­al­plan­re­ge­lun­gen für ren­ten­na­he Ar­beit­neh­mer für rech­tens ge­hal­ten und kann sich in die­ser Recht­spre­chung durch § 10 Satz 3 Nr.6 AGG bestätigt se­hen. Die­se Recht­spre­chung hat das BAG aus­drück­lich be­kräftigt (Ur­teil vom 11.11.2008, 1 AZR 475/07 - wir be­rich­te­ten darüber in Ar­beits­recht ak­tu­ell 08/134 Ab­fin­dungskürzung für Ar­beit­neh­mer im ren­ten­na­hen Al­ter ist kei­ne Dis­kri­mi­nie­rung). Außer­dem hat das BAG auch kei­ne Zwei­fel, dass die Vor­schrift des § 10 Satz 3 Nr.6 AGG mit dem Eu­ro­pa­recht ver­ein­bar ist (Ur­teil vom 26.05.2009, 1 AZR 198/08 - wir be­rich­te­ten in: Ar­beits­recht ak­tu­ell 09/149 Le­bens­al­ter und Be­triebs­zu­gehörig­keit dürfen bei So­zi­al­plan­ab­fin­dung den Aus­schlag ge­ben).
Der­zeit ent­spricht es da­her der ab­so­lut herr­schen­den Mei­nung im deut­schen Ar­beits­recht, dass So­zi­alpläne zwei ver­schie­de­ne Be­rech­nungs­for­meln für Ab­fin­dun­gen vor­se­hen können, die je nach dem Al­ter der aus­schei­den­den Ar­beit­neh­mer An­wen­dung fin­den: Während für „ren­ten­na­he“ Ar­beit­neh­mer ein eher ge­rin­ger Aus­gleich für die Ren­ten­ab­schläge vor­se­hen ist, die durch die vor­zei­ti­ge In­an­spruch­nah­me der Ren­te ent­ste­hen, er­hal­ten jünge­re Ar­beit­neh­mer er­heb­lich höhe­re Ab­fin­dun­gen auf der Grund­la­ge ei­ner Be­rech­nungs­for­mel für die Ab­fin­dung, die auf den übli­chen Merk­ma­len wie Al­ter, Be­triebs­zu­gehörig­keit etc. ba­siert.
Ob die­se deut­sche Rechts­la­ge al­ler­dings den Vor­ga­ben der Richt­li­nie 2000/78/EG des Ra­tes vom 27.11.2000 ent­spricht, ist nicht ganz klar, da die Richt­li­nie in ih­rem Art.3 Abs.1 Buch­sta­be a) aus­drück­lich her­vor­hebt, dass Ar­beit­neh­mer auch in be­zug auf die „Ent­las­sungs­be­din­gun­gen“ gleich­be­han­delt wer­den müssen, während ei­ne spe­zi­ell auf So­zi­al­plan­leis­tun­gen zu­ge­schnit­te­ne Er­laub­nis der Schlech­ter­stel­lung ren­ten­na­her Ar­beit­neh­mer, wie in § 10 Satz 3 Nr.6 AGG, in der Richt­li­nie 2000/78/EG fehlt.
Zu die­ser Fra­ge hat sich nun­mehr die Ge­ne­ral­anwältin beim Eu­ropäischen Ge­richts­hof Ju­lia­ne Ko­kott in ih­ren Schluss­anträgen vom 06.05.2010 in der aus Däne­mark stam­men­den Rechts­sa­che C‑499/08 (In­ge­niørfo­re­nin­gen i Dan­mark ./. Re­gi­on Syddan­mark) geäußert.
Der dänische Vorlagefall: 63 Jahre alter Arbeitnehmer erhält nach Kündigung des fast dreißigjährigen Beschäftigungsverhältnisses keine Abfindung
Nach ei­ner in Däne­mark gel­ten­den ge­setz­li­chen Re­ge­lung ha­ben Ar­beit­neh­mer ei­nen An­spruch auf Zah­lung ei­ner Ab­fin­dung, wenn sie nach länge­rer Be­triebs­zu­gehörig­keit gekündigt wer­den. Je nach­dem, ob das gekündig­te Dienst­verhält­nis in dem sel­ben Be­trieb 12, 15 oder 18 Jah­re lang un­un­ter­bro­chen be­stan­den hat, beträgt der Ab­fin­dungs­an­spruch ein, zwei oder drei Mo­nats­gehälter. Der Ab­fin­dungs­an­spruch ist je­doch aus­ge­schlos­sen, wenn der gekündig­te Ar­beit­neh­mer bei sei­nem Aus­schei­den ei­ne ge­setz­li­che Al­ters­ren­te erhält.
Die däni­sche Recht­spre­chung legt die­se Vor­schrift in der Wei­se aus, dass be­reits die recht­li­che Möglich­keit des Be­zugs ei­ner Al­ters­ren­te den An­spruch auf Ab­fin­dung aus­sch­ließt, d.h. es kommt nicht dar­auf an, ob der ent­las­se­ne An­ge­stell­te tatsächlich ei­ne Ren­te be­zie­hen möch­te oder nicht. Dies gilt so­gar dann, wenn es in­fol­ge der recht­li­chen Möglich­keit ei­ner vor­zei­ti­gen In­an­spruch­nah­me der Ren­te zu ei­nem Frühver­ren­tungs­ab­schlag kommt.
Der bei der Re­gi­on Syddan­mark, ei­nem öffent­li­chen Ar­beit­ge­ber, beschäftig­te Herr Ole An­der­sen schied zum 31.08.2006 nach 27jähri­gem Be­ste­hen des Ar­beits­verhält­nis­ses auf­grund ei­ner ar­beit­ge­ber­sei­ti­gen Kündi­gung aus dem Ar­beits­verhält­nis aus. Zu die­sem Zeit­punkt war er 63 Jah­re alt und hätte ei­ne ge­setz­li­che Ren­te vor­zei­tig mit Ab­schlägen in An­spruch neh­men können. Er stell­te da­her kei­nen Ren­ten­an­trag, son­dern mel­de­te sich ar­beit­su­chend. Da sein ehem. Ar­beit­ge­ber un­ter Ver­weis auf die Ge­set­zes­la­ge und die däni­sche Recht­spre­chung die Zah­lung ei­ner von ihm be­gehr­ten Ab­fin­dung von drei Mo­nats­gehältern ver­wei­ger­te, klag­te die Ge­werk­schaft, die In­ge­niørfo­re­nin­gen i Dan­mark, für ihn die Ab­fin­dung ein.
Das däni­sche Ge­richt, vor dem der Rechts­streit anhängig ist, der Vest­re Lands­ret, setz­te das Ver­fah­ren aus und leg­te dem Eu­ropäischen Ge­richts­hof (EuGH) die Fra­ge zur Vor­ab­ent­schei­dung vor, ob die Vor­ent­hal­tung ei­nes Ab­fin­dungs­an­spruchs we­gen ei­ner Al­ters­ren­ten­be­rech­ti­gung ei­ne ge­gen die Richt­li­nie 2000/78/EG ver­s­toßen­de Al­ters­dis­kri­mi­nie­rung ist, wenn jünge­ren Ar­beit­neh­mern un­ter sonst glei­chen Vor­aus­set­zun­gen ei­ne sol­che Ab­fin­dung zu­steht.
Schlussanträge der Generalanwältin: Ausschluss rentennaher Arbeitnehmer von Abfindung europarechtswidrig
Die Ge­ne­ral­anwältin stellt zunächst klar, dass es im vor­lie­gen­den Streit­fall um ei­ne un­mit­tel­ba­re (und nicht nur um ei­ne bloß mit­tel­ba­re) al­ters­be­ding­te Schlech­ter­stel­lung bei der Ab­fin­dungs­be­rech­ti­gung geht, da der Ver­weis des däni­schen Ge­set­zes auf die Möglich­keit, ei­ne Al­ters­ren­te zu be­zie­hen, Ar­beit­neh­mern be­tref­fen kann, die das Ren­ten­min­dest­al­ter und da­mit ein be­stimm­tes Le­bens­al­ter er­reicht ha­ben.
Da­mit stellt sich die Fra­ge der Recht­fer­ti­gung, da gemäß Art. 6 Abs. 1 Un­ter­ab­satz 1 der Richt­li­nie 2000/78/EG die Mit­glied­staa­ten vor­se­hen können, dass Un­gleich­be­hand­lun­gen we­gen des Al­ters kei­ne Dis­kri­mi­nie­rung dar­stel­len, wenn sie „ob­jek­tiv und an­ge­mes­sen“ und durch ein „le­gi­ti­mes Ziel“ ge­recht­fer­tigt sind und wenn auch „Mit­tel zur Er­rei­chung die­ses Ziels an­ge­mes­sen und er­for­der­lich“ sind.
Da die däni­sche Ab­fin­dungs­re­ge­lung langjährig beschäftig­ten Ar­beit­neh­mern den Über­gang in ein neu­es Beschäfti­gungs­verhält­nis fi­nan­zi­ell er­leich­tern will, ist der Aus­schluss ren­ten­na­her bzw. älte­rer Ar­beit­neh­mer nicht of­fen­sicht­lich un­ge­eig­net und da­her als „an­ge­mes­sen“ im Sin­ne der Richt­li­nie an­zu­se­hen, um die­ses Ziel zu er­rei­chen.
Al­ler­dings hätte es nach An­sicht der Ge­ne­ral­anwältin ein we­ni­ger ein­schnei­den­des Mit­tel ge­ge­ben, um den vom däni­schen Ge­setz­ge­ber ver­folg­ten Zweck zu er­rei­chen. So hätte der däni­sche Ge­setz­ge­ber die Ab­fin­dung da­von abhängig ma­chen können, dass der ent­las­se­ne Ar­beit­neh­mer sich während ei­nes ge­wis­sen Min­dest­zeit­raums tatsächlich ar­beit­su­chend mel­det und da­her kei­nen Ren­ten­an­trag stellt.
Darüber hin­aus führt die däni­sche Re­ge­lung auch zu ei­ner übermäßigen Be­las­tung der vom Ab­fin­dungs­aus­schluss be­trof­fe­nen älte­ren Ar­beit­neh­mer, da sie auch dann kei­ne Ab­fin­dung er­hal­ten, wenn sie nur un­ter In­k­auf­nah­me er­heb­li­cher Frühver­ren­tungs­ab­schläge ei­ne (vor­zei­ti­ge) Al­ters­ren­te be­an­spru­chen können. Un­ter sol­chen Umständen be­trach­tet die Ge­ne­ral­anwältin das In­ter­es­se des Ar­beit­neh­mers, wei­ter­zu­ar­bei­ten, als be­son­ders schützens­wert.
Im Er­geb­nis hält die Ge­ne­ral­anwältin Re­ge­lun­gen von der hier um­strit­te­nen däni­schen Ab­fin­dungs­vor­schrift nicht als richt­li­ni­en­kon­for­men In­ter­es­sen­aus­gleich.
Ihr Vor­schlag für die vom EuGH zu tref­fen­de Ent­schei­dung lau­tet da­her:
„Wird Ar­beit­neh­mern mit langjähri­ger Be­triebs­zu­gehörig­keit im Fall ih­rer Ent­las­sung ei­ne ge­setz­lich vor­ge­schrie­be­ne Ab­fin­dung gewährt, die ih­nen den Über­gang in ein neu­es Beschäfti­gungs­verhält­nis fi­nan­zi­ell er­leich­tern soll, so ist es mit den Art. 2 und 6 der Richt­li­nie 2000/78/EG un­ver­ein­bar, die­se Ent­las­sungs­ab­fin­dung Ar­beit­neh­mern vor­zu­ent­hal­ten, die beim Aus­schei­den aus dem Ar­beits­verhält­nis ei­ne Al­ters­ren­te be­zie­hen können, so­fern kei­ne Rück­sicht dar­auf ge­nom­men wird,
- ob der je­wei­li­ge Ar­beit­neh­mer zu die­sem Zeit­punkt tatsächlich Al­ters­ren­te be­zie­hen wird oder aber wei­ter­hin dem Ar­beits­markt zur Verfügung steht und
- ob ein Ein­tritt in den Ru­he­stand zu die­sem Zeit­punkt für den je­wei­li­gen Ar­beit­neh­mer zu ei­nem er­heb­li­chen Frühver­ren­tungs­ab­schlag oder sonst zu er­heb­li­chen fi­nan­zi­el­len Ein­bußen bei der Ren­tenhöhe führen würde.“
Im Rah­men ei­ner ab­sch­ließen­den Be­mer­kung weist die Ge­ne­ral­anwältin das vor­le­gen­de däni­sche Ge­richt dar­auf hin, dass die ge­setz­li­che Ab­fin­dungs­re­ge­lung mögli­cher­wei­se auch den Zweck ver­folgt, (zu­min­dest teil­wei­se) die langjähri­ge Be­triebs­treue des Ar­beit­neh­mers zu be­loh­nen. Soll­te die strei­ti­ge Ge­set­zes­re­ge­lung (auch) ei­nem sol­chen Ziel die­nen, könn­ten Ab­fin­dun­gen erst recht nicht al­lein des­halb Ar­beit­neh­mern vor­ent­hal­ten wer­den, weil sie be­reits ei­nen Ren­ten­an­spruch ha­ben. Denn un­ter die­sem As­pekt (Be­loh­nung für Be­triebs­treue) ist es egal, ob der gekündig­te Ar­beit­neh­mer ei­ne Al­ters­ren­te be­zie­hen kann oder nicht.
Fa­zit: Da der EuGH in der Re­gel den Ent­schei­dungs­vor­schlägen sei­ner Ge­ne­ral­anwälte folgt, ist es auch in die­sem Fall wahr­schein­lich, dass der EuGH Re­ge­lun­gen wie die hier strei­ti­gen däni­sche Ab­fin­dungs­re­ge­lung als un­zulässi­ge Al­ters­dis­kri­mi­nie­rung an­sieht. Das hätte er­heb­li­che Aus­wir­kun­gen für das deut­sche Ar­beits­recht, da dann der bis­lang an­er­kann­te Ge­stal­tungs­spiel­raum von Ar­beit­ge­bern und Be­triebsräten bei der Fest­le­gung von Ab­fin­dungs­re­ge­lun­gen er­heb­lich ein­ge­schränkt wer­den müss­te.
Je­den­falls vom Tisch wäre dann der in § 10 Satz 3 Nr.6 AGG ent­hal­te­ne Frei­brief, ren­ten­na­he Ar­beit­neh­mer oh­ne wei­te­res bzw. ge­ne­rell von Ab­fin­dun­gen aus­zu­neh­men. Ob bzw. un­ter wel­chen Vor­aus­set­zun­gen ren­ten­na­he Ar­beit­neh­mer tatsächlich bes­ser als jünge­re im Sin­ne von § 10 Satz 3 Nr.6 AGG „wirt­schaft­lich ab­ge­si­chert“ sind, wird man bei der So­zi­al­plan­ge­stal­tung künf­tig ge­nau­er prüfen müssen.
Schluss­anträge der Ge­ne­ral­anwältin Ju­lia­ne Ko­kott vom 06.05.2010 , Rs. C-499/08 (In­ge­niørfo­re­nin­gen i Dan­mark ./. Re­gi­on Syddan­mark)

References: § 10
 § 10
 Art.3
 § 10
 Art. 6
 EuGH 
 Art. 2
 EuGH 
 EuGH 
 § 10
 § 10