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Timestamp: 2019-05-26 05:57:46+00:00

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§ 90 ZVG:
BGH, URTEIL vom 5.10.2013, Az. V ZR 155/12 21	(1) Diese nimmt darauf Bedacht, dass die durch das Zwangsversteige- rungsgesetz angeordnete Formalisierung des Versteigerungsverfahrens und der nach § 90 Abs. 1 ZVG mit dem Zuschlag einhergehende Verlust schuldnerfremden Eigentums als Inhaltsund Schrankenbestimmung nach Art. 14 Abs. 1 Satz 2 GG zwar verfassungskonform sind (vgl. auch BVerfG, WM 2006, 1790, 1791 zu dem redlichen Eigentumserwerb nach § 4 VermG sowie BGH, Urteil vom 2. Juli 1992 - IX ZR 274/91, VersR 1992, 1537, 1539 zur Versteigerung beweglicher Sachen), die Interessen der an dem Zwangsversteigerungsverfahren Beteiligten jedoch auch bei der Anwendung und Auslegung des Verfahrensrechts in ein ausgewogenes Verhältnis (vgl. auch BVerfGE 101, 239, 259) gebracht werden müssen.
BGH, Urteil vom 4.4.2001, Az. zu je 1/3 An die Stelle des Grundstücks ist zunächst der Versteigerungserlös getreten (vgl. §§ 90-92 ZVG), an dessen Stelle die Forderung der Gemeinschaft gegen die ursprüngliche Hinterlegungsstelle (BGH, Urteil vom 13. Januar 1993 - XII ZR 212/90, WM 1993, 849, 853).
BGH, Urteil vom 1.4.1954, Az. XV-ZH 9/54 Bas Eigentum ist gemäß'§ 90 ZVG durch den Zuschlag rechtswirksam auf den Erwerber übergegangen und kann nur nach Kaßgabe der Rückerstattungs- und Entschädigungsgesetze und nur in dem dort hierfür vorgesehenen 'Verfahren wieder zurückverlangt werden (vgl. BGHZ 9»34 f und 10,340 f).
BGH, BESCHLUSS vom 4.0.1987, Az. V ZB 3/86 Dieser für die Sonderrechtsnachfolge geltende Grundsatz gilt erst recht für den Erwerb durch Zuschlag in der Zwangsversteigerung, denn dabei handelt es sich um originären Eigentumserwerb (§90 Abs. 1 ZVG), nicht um eine Rechtsnachfolge (BayObLG aaO; zustimmend BGHZ 88, 302, 305 m.w.N.; ebenso BGHZ 95, 118,
BGH, URTEIL vom 5.9.2015, Az. V ZR 221/14 -6- Eigenbesitzer von Anfang an nicht zu dem Besitz berechtigt war, weil sein Eigentumserwerb - wie hier - nach § 90 Abs. 1 Halbsatz 2 ZVG rückwirkend entfallen ist (Senat, Urteil vom 5. März 2010 - V ZR 106/09, BGHZ 184, 358 Rn. 9).
BGH, BESCHLUSS vom 4.11.2009, Az. V ZB 111/09 18	Das gilt auch für den von dem Rechtspfleger erlassenen Zuschlagsbe- schluss, der, obwohl er das Eigentum bei dem Ersteher entstehen lässt (§ 90 Abs. 1 ZVG) und der Rechtskraft fähig ist (BGH, Urt. v. 19. Oktober 1959, VII ZR 68/58, WM 1960, 25, 26; Urt. v. 15. Mai 1986, IX ZR 2/85, NJW-RR 1986, 1115, 1116; Senat, Beschl. v. 1. Oktober 2009, VZB 37/09, Rz. 8 -juris), keine Ausübung von Rechtsprechung im materiellen Sinne, sondern eine hoheitliche Entscheidung des Vollstreckungsgerichts als zuständiger Behörde ist.
BGH, , Az. Auf die Frage, ob die Klägerin trotz des Eigentumsverlustes am Grundstück infolge der Versteigerung (§ 90 ZVG) noch Ersatz der Wiederherstellungskosten (§ 249 Satz 2 BGB) hätte verlangen dürfen (vgl. dazu das von der Revision zur Überprüfung gestellte Senatsurteil BGHZ 81, 385, 388 f; zustimmend Soergel/Mertens, BGB 11. Aufl. § 249 Rdn. 27 m.w.N.), kommt es daher nicht an.
BGH, URTEIL vom 3.3.2004, Az. IV ZR 62/03 c) Erworben hat die Beklagte das versicherte Gebäude nach § 90 Abs. 1 ZVG durch den Zuschlag in der Zwangsversteigerung (vgl. OLG Hamm NJW-RR 1992, 1121 zu §71 Abs. 1 Satz 1 VVG).

References: § 90
 Art. 14
 § 4
 § 90
 § 249
 § 90
 §71