Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=II%20ZR%20150/12
Timestamp: 2019-04-20 19:30:15+00:00

Document:
BGH, 19.11.2013 - II ZR 150/12 - dejure.org
§ 242 BGB, § 705 BGB, § 128 HGB, § 129 HGB
Gesellschaft bürgerlichen Rechts: Einwand der Verletzung der gesellschafterlichen Treuepflicht gegenüber der Inanspruchnahme durch eine von einzelnen Mitgesellschaftern neu gegründete Gesellschaft
Entgegenhalten eines gegen die Gesellschafter zustehenden Schadensersatzanspruchs des Schuldners dem erhobenen Zahlungsbegehren einer Gesellschaft bürgerlichen Rechts bei Verstoss der Berufung auf ihre Eigenständigkeit gegen Treu und Glauben
Einwendung einer Schadensersatzhaftung der Gesellschafter gegen Zahlungsbegehren der GbR bei treuwidriger Berufung der GbR auf Eigenständigkeit
Zu den Voraussetzungen, unter denen der von einer Gesellschaft bürgerlichen Rechts in Anspruch genommene Schuldner sich ausnahmsweise mit einem ihm gegen die Gesellschafter zustehenden Schadensersatzanspruch verteidigen kann
BGB § 242; BGB § 705; HGB § 128; HGB § 129
GbR-Klage: Anspruch gegen Gesellschafter als Einrede?
Die Forderung der GbR - und der Gegenanspruch gegen die Gesellschafter
Beteiligung der Altgesellschafter bei Neugründung einer Gesellschaft mit identischem Zweck regelmäßig erforderlich
Verletzung der gesellschafterlichen Treuepflicht
"Ausbootende" Sanierung - Treuepflichtverletzung einzelner Gesellschafter eines GbR-Fonds infolge Gründung einer Neu-GbR unter Ausschluss einzelner Gesellschafter der Alt-GbR
Zum Einwand eines Treuepflichtverstoßes der Gesellschafter bei Inanspruchnahme durch die GbR
Haftung der Gesellschafter einer GbR; rechtliche Selbständigkeit des Verbandes gegenüber seinen Mitgliedern
Kurznachricht zu "Treupflichtbindung bei der Sanierung einer Publikums-GbR" von Prof. Dr. Wolfgang Servatius, original erschienen in: NZG 2014, 537 - 539.
LG München I, 29.07.2011 - 27 O 17463/09
NJW 2014, 1107
ZIP 2014, 565
MDR 2014, 550
WM 2014, 560
DB 2014, 647
NZG 2014, 385
Die gesellschaftsrechtliche Treuepflicht umfasst in positiver Hinsicht das Gebot, die Interessen der Gesellschaft zu wahren und in negativer Hinsicht die Verpflichtung, alles zu unterlassen, was diese schädigt (vgl. BGH, Urteil vom 19. November 2013, Az.: II ZR 150/12, zitiert nach juris, Rn. 16; Urteil vom 21. Oktober 1985, Az.: II ZR 57/85, NJW-RR 1986, 256 - 258).
Die Klägerin ist als Gesellschaft bürgerlichen Rechts keine juristische Person, sondern als Gesamthand nur ein eigenes Zuordnungssubjekt, das rechtsfähig ist und grundsätzlich am Rechtsverkehr teilnehmen kann (vgl. BGH, 19.11.2013, II ZR 150/12, Rn. 24, juris;… Münchener Kommentar BGB/Ulmer/Schäfer, 6. Aufl., Vor § 705 Rn. 11).
Nach der gefestigten Rechtsprechung des Bundesgerichtshofes (vgl. BGHZ 146, 341; NJW 2014, 1107) der auch der Gesetzgeber gefolgt ist (vgl. etwa § 899a BGB) besitzt die Gesellschaft bürgerlichen Rechts (GbR) eine eigene Rechtsfähigkeit.

References: § 242
 § 705
 § 128
 § 129
 § 242
 § 705
 § 128
 § 129
 § 705
 § 899