Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=VersR%202013,%20443
Timestamp: 2020-01-20 02:45:43+00:00

Document:
OLG Köln, 21.12.2012 - I-20 U 133/12 - dejure.org
OLG Köln, 21.12.2012 - I-20 U 133/12
https://dejure.org/2012,42726
OLG Köln, 21.12.2012 - I-20 U 133/12 (https://dejure.org/2012,42726)
OLG Köln, Entscheidung vom 21.12.2012 - I-20 U 133/12 (https://dejure.org/2012,42726)
OLG Köln, Entscheidung vom 21. Dezember 2012 - I-20 U 133/12 (https://dejure.org/2012,42726)
Tipp: Um den Kurzlink (hier: https://dejure.org/2012,42726) schnell in die Zwischenablage zu kopieren, können Sie die Tastenkombination Alt + R verwenden - auch ohne diesen Bereich zu öffnen.
Die Rechtsprechung des BGH vom 12.10.2005 zum Mindestrückkaufswert bei unwirksamen Abschlusskosten-Verrechnungsklauseln gilt auch für die Tarifgeneration 2002-2007
VersR 2013, 443
Eine vertragliche Bindung des Versicherungsnehmers konnte erst nach der von den Richtlinien geforderten Verbraucherinformation eintreten (vgl. OLG Köln VersR 2013, 443, 445).
VII ZR 6/10 - NJW 2010, 3503; BGH, Beschl. v. 17.8.2015 - IV ZR 293/14 - r+s 2015, 593; OLG Köln, VersR 2013, 443).
Auch musste der Empfänger des Widerspruchs nicht mit Namen und Anschrift benannt werden; das verlangt § 5a Abs. 2 S. 1 VVG a.F. - im Gegensatz etwa zu § 360 Abs. 1 Satz 2 Nr. 3 BGB - nicht (…BGH, Urt. v. 23.09.2015 - IV ZR 496/14 - r+s 2015, 538; OLG Köln, VersR 2013, 443).
Schädlich waren daher nur Formulierungen, die einen von § 187 Abs. 1 BGB abweichenden Fristbeginn nahelegten (vgl. auch OLG Köln, Urt. v. 21.12.2012, 20 U 133/12, juris, Rn. 53, VersR 2013, 443).
Dies verlangt die gesetzliche Regelung gerade nicht (vgl. OLG Köln, Urt. 21.12.2012, Az. 20 U 133/12).
Entgegen der Ansicht des Klägers ist die Regelung des § 5 a Abs. 1 S. 1, Abs. 2 S. 1 VVG i. d. F. v. 13.07.2001 nach aktueller, als gefestigt anzusehender obergerichtlicher Rechtsprechung nicht europarechtswidrig (vgl. OLG München, Urt. 20.09.2012, Az. 14 U 1511/12, OLG Köln, Urt. 03.02.2012, Az. I-20 U 140/11 und Urt. vom 21.12.2012, Az. 20 U 133/12 …sowie Beschluss vom 10.12.2012, Az. 20 U 183/12, OLG Karlsruhe, Urt. v. 20.12.2012, Az. 12 U 42/12, OLG Stuttgart…, Urt. vom 18.10.2012, Az. 7 U 106/12 …und Urt. v. 12.12.2012, Az. 7 U 171/12, OLG Frankfurt am Main, Urt. 14.12.2012, Az. 7 U 182/12, Hanseatisches OLG…, Urt. vom 16.10.2012, Az. 9 U 77/12).
Nach h. M. wird § 5 a VVG a. F. dem inhaltlich gerecht, da nach der rechtlichen Konstruktion zwar die Angabe der notwendigen Verbraucherinformationen nicht zwingend bis zur Antragstellung mitzuteilen sind, der Vertrag jedoch bis zum Ablauf einer vierzehntägigen Widerspruchsfrist nach Überlassung der Unterlagen schwebend unwirksam bleibt (…vgl. OLG Köln, Urt. v. 03.02.2012, Az. I 20 U 140/11 m. w. Nachw.; Urt. v. 21.12.2012, Az. 20 U 133/12, OLG München v. 20.09.2012, Az. 14 U 1511/12).
Zwar brauchen weder das konkrete Datum des Fristbeginns noch die Grundsätze der Fristberechnung (§§ 187 ff. BGB) mitgeteilt zu werden (BGH, NJW 2010, 3503; OLG Köln, VersR 2013, 443).
Eine Vorlage dieser Frage an den EuGH ist nicht geboten, da offenkundig ist, dass das Policenmodell mit europäischem Gemeinschaftsrecht vereinbar ist (OLG Stuttgart, VersR 2012, 1373; OLG Köln, BeckRS 2013, 01056).
Denn Voraussetzung für eine Vorlagepflicht bzw. das Bedürfnis nach einer Aussetzung wäre, dass Zweifel an der Auslegung der einschlägigen Richtlinien bestehen (vgl. OLG Köln, Urteil vom 21.12.2012, Az: I-20 U 133/12, 20 U 133/12, Fundstelle bei juris).

References: BGH 
 § 5
 § 360
 § 187
 § 5
 § 5
 EuGH