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Timestamp: 2020-04-03 04:51:05+00:00

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BGH, 25.02.1987 - IVa ZR 162/85 - dejure.org
https://dejure.org/1987,1283
BGH, 25.02.1987 - IVa ZR 162/85 (https://dejure.org/1987,1283)
BGH, Entscheidung vom 25.02.1987 - IVa ZR 162/85 (https://dejure.org/1987,1283)
BGH, Entscheidung vom 25. Februar 1987 - IVa ZR 162/85 (https://dejure.org/1987,1283)
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Vertrag über die Erbringung von Steuerberatertätigkeiten im Zusammenhang mit einer Neugründung einer GmbH - Abgrenzung zwischen Dauerschuldverhältnissen und Einzelaufträgen - Haftung für die Folgen einer fehlerhaften Beratung über die steuerliche Bedeutung einer ...
NJW-RR 1987, 1377
MDR 1987, 743
VersR 1987, 688
WM 1987, 721
BB 1987, 1127
Vielmehr wird eine zu Beginn des Prozesses zulässige Feststellungsklage nicht dadurch unzulässig, dass im laufenden Verfahren eine bezifferte Leistungsklage möglich wird (…BGH, Urt. v. 04.11.1998 - VIII ZR 248/97, NJW 1999, 639; BGH, Urt. v. 25.02.1987 - IVa ZR 162/85, NJW-RR 1987, 1377;… BGH, Urt. v. 30.03.1983 - VIII ZR 3/82, NJW 1984, 1552).
Diese ist eine Vermögensminderung, die durch das Gesellschaftsverhältnis veranlaßt ist, sich auf die Höhe des Einkommens auswirkt und in keinem Zusammenhang mit einer - den gesellschaftsrechtlichen Vorschriften entsprechenden - offenen Ausschüttung steht (BGH, Urt. v. 25. Februar 1987 - IVa ZR 162/85, WM 1987, 721, 723; v. 7. November 1991 - IX ZR 3/91, WM 1992, 308, 309;… v. 15. April 1997 - IX ZR 70/96, aaO; BFH BStBl II 1978, 234, 236; 1988, 786, 787 f; 1992, 690; 1993, 247, 248; DB 1995, 2451; ZIP 1997, 1963, 1964).
Kraft des ihm erteilten Auftrags hatte er die Interessen seiner Auftraggeber im steuerlichen Bereich nach jeder Richtung und umfassend wahrzunehmen (…vgl. dazu BGH, Urt. v. 24. September 1986 - IVa ZR 236/84, ZIP 1986, 1468, 1470 f; v. 25. Februar 1987 - IVa ZR 162/85, WM 1987, 721, 723).
In der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs ist seit langem anerkannt, daß eine ursprünglich zulässige Feststellungsklage nicht dadurch unzulässig wird, daß im Verlaufe des Rechtsstreits die Voraussetzungen für den Übergang zu einer Leistungsklage eintreten (BGH, Urteile vom 25. Februar 1987 - IVa ZR 162/85 = BGHR ZPO § 256, Feststellungsinteresse 6, Änderung während Rechtshängigkeit; vom 30. März 1983 - VIII ZR 3/82 = NJW 1984, 1552 unter A I 2; vom 10. Januar 1978 - VI ZR 113/75 = WM 1978, 470 unter I 2; 31. Januar 1952 - III ZR 131/51 = LM ZPO § 256 Abs. 1 Nr. 5 unter I).
Derartige Warnpflichten der steuerlichern Beraters entstehen jedoch erst dann, wenn hierzu ein konkreter Anlass besteht; sie setzen voraus, dass der Steuerberater aufgrund bestimmter Umstände Grund zu der Annnahme hat, dass sein Auftraggeber wirtschaftliche oder steuerliche Fehlentscheidungen beabsichtigt und sich der ihm daraus drohenden Nachteile nicht bewusst ist (BGHZ 129, 358, 362 = NJW 1995, 958; BGH NJW-RR 1987, 1377, 1378; NJW-RR 1991, 1125, 1126; NJW 1995, 2842 f.; NJW-RR 2001, 201, 202 mwN.; Senat , GI 2002, 139 f.).
Sonstige konkrete Anhaltspunkte für die Gefahr, dass ihr Geschäftsführer etwa aufgrund mangelnder Charaktereigenschaften, Zuverlässigkeit oder sonstiger Umstände in unzulässiger Weise auf das Gesellschaftsvermögen Zugriff nehmen würde (vergl. BGH NJW-RR 1987, 1377, 1378), hat die Klägerin ebenfalls nicht dargetan.
Wer einen einer Anwaltssozietät angehörenden Rechtsanwalt beauftragt, schließt den Anwaltsvertrag im Zweifel mit allen der Sozietät angehörenden Rechtsanwälten ab (BGHZ 56, 355, 359; 70, 247, 248; Senatsurteile vom 13. Oktober 1984 - III ZR 163/82 = LM § 138 [Cf] BGB Nr. 11 und vom 14. November 1985 - III ZR 80/84 = NJW 1986, 1490 [BGH 14.11.1985 - III ZR 80/84]; vgl. auch BGH Urt. vom 25. Februar 1987 - IVa ZR 162/85 = BGHR BGB § 427 - Sozietät 1).
Die Mandantin gerade dann, wenn er auf dem Gebiet steuerlicher Vorsorge in Anspruch genommen wird, auch auf von ihr nicht erkannte Probleme einer "steuerrechts-richtigen" zivilrechtlichen Gestaltung von steuerrelevanten Maßnahmen hinzuweisen, gehört zum Kernbereich steuerlich-vorsorgender Prüfungs- und Aufklärungspflichten des Steuerberaters (BGH NJW-RR 1986, 647; 1987, 1377).
Spätestens bei Kenntnis des Beklagten davon, daß Auszahlungen über die in den Verträgen vorgesehenen Höhen hinaus erfolgten, wäre ein Hinweis an die Klägerin auf das entsprechende Risiko und die Möglichkeit zu dessen Vermeidung erforderlich gewesen (vgl. BGH, Urteil vom 25. Februar 1987 - IV a ZR 162/85 -, NJW-RR 1987, 1377, 1378).

References: § 256
 § 256
 BGH 
 BGH 
 § 138
 BGH 
 § 427