Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=BGH&Datum=25.01.2017&Aktenzeichen=VIII%20ZR%20257/15
Timestamp: 2019-06-20 20:40:34+00:00

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BGH, 25.01.2017 - VIII ZR 257/15 - dejure.org
BGH, 25.01.2017 - VIII ZR 257/15
https://dejure.org/2017,3446
BGH, 25.01.2017 - VIII ZR 257/15 (https://dejure.org/2017,3446)
BGH, Entscheidung vom 25.01.2017 - VIII ZR 257/15 (https://dejure.org/2017,3446)
BGH, Entscheidung vom 25. Januar 2017 - VIII ZR 257/15 (https://dejure.org/2017,3446)
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Lugano-Übk II Art. 15, Art. 23 Abs. 1
§ 522 Abs. 2 ZPO, § ... 126 Abs. 2 BGB, Art. 25 Abs. 1 Satz 3 Buchst. a EuGVVO, Art. 23 EuGVVO, Art. 25 EuGVVO, Art. 25 Abs. 1 EuGVVO, § 126 Abs. 1 BGB, § 38 Abs. 2 Satz 2 ZPO, § 564 Satz 1 ZPO, Art. 267 Abs. 1 bis 3 AEUV, Art. 267 Abs. 3 AEUV
Art 23 Abs 1 S 3 Buchst a VollstrZustÜbk 2007
Gerichtsstandsvereinbarung: Schriftformerfordernis des revidierten Luganer Übereinkommens
Nichterforderlichkeit einer Unterschrift aller Vertragsschließenden zur Wahrung des in Art. 23 Abs. 1 S. 3a des revidierten Luganer Übereinkommens (Lugano-Übk II ) geregelten Schriftformerfordernisses
Niederlegung einer Gerichtsstandsabrede in Schriftform
Zu den formellen Anforderungen an eine Gerichtsstandsvereinbarung nach dem Lugano-Übereinkommen (Abgrenzung von BGH WM 2014, 534 Rdn. 9)
LugÜ II Art. 15; LugÜ II Art. 23 Abs. 1
Schriftformerforderniss: Unterschrift aller Vertragsschließenden nicht erforderlich
Internationale Zuständigkeit aufgrund Gerichtsstandsklausel in Textform ohne Unterschrift aller Vertragschließenden
Vereinbarung einer Gerichtsstandsklausel
Gerichtsstandsvereinbarung nach LugÜ/EuGVVO - Textform ausreichend
LG Darmstadt, 13.02.2014 - 3 O 370/12
OLG Frankfurt, 17.09.2015 - 24 U 111/15
OLG Frankfurt, 13.10.2015 - 24 U 111/15
ZIP 2017, 2324
MDR 2017, 382
WM 2017, 1770
Zudem handelt es sich - wie Art. 3 Abs. 7 der Richtlinie 2009/72/EG und die ihr zugrunde liegenden Erwägungsgründe 46 und 50 zeigen - bei den dahingehenden Vorgaben um einen verbraucherschutzrechtlichen Mindeststandard, den der deutsche Gesetzgeber durch eine Erfassung sämtlicher Preisanpassungsklauseln hätte übertreffen dürfen, so dass unter diesem Gesichtspunkt zugleich ein die Vorlagepflicht ebenfalls erübrigender acte clair vorläge (vgl. dazu Senatsurteil vom 25. Januar 2017 - VIII ZR 257/15, RIW 2017, 229 Rn. 40 mwN).
Entgegen der Auffassung der Revision folgt aus der - zu Art. 23 Abs. 1 Satz 3 Buchst. a) LugÜ ergangenen - Entscheidung des Bundesgerichtshofs vom 25. Januar 2017 (VIII ZR 257/15, WM 2017, 1770) nichts anderes.
OLG Bamberg, 30.01.2019 - 8 U 159/18
Forderung aus Bürgschaftsverpflichtung
Das in Art. 23 Abs. 1 Buchst. a) LugÜ geregelte Schriftformerfordernis ist zunächst nicht ohne die damit erstrebten Zwecke zu betrachten, welche darin bestehen, den Umfang der Willenseinigung klarzustellen und durch deren textliche Fixierung die Vertragsparteien davor zu schützen, dass unbemerkt Gerichtsstandsklauseln in den Vertrag einfließen, mit denen sie nicht ohne Weiteres rechnen müssen (vgl. EuGH, Urteil vom 07. Juli 2016, Az.: C-222/15, abgedr. in ZIP 2016, 1700; BGH, MDR 2017, 382).
Ob eine Gerichtsstandsvereinbarung nach Art. 23 Abs. 1 LugÜ wirksam zustande gekommen ist, ist durch autonome Auslegung der in diesen Bestimmungen aufgeführten Merkmale ohne Berücksichtigung der Anforderungen und Begriffsverständnisse der einzelnen nationalen Rechte zu ermitteln (EuGH, NJW 1992, 1671; BGH; NJW 2015, 2584; BGH, MDR 2017, 382).
Die vorstehend beschriebenen Zwecke werden somit schon dann erreicht, wenn die Identität der am Vertrag Beteiligten sowie die Authentizität und Echtheit ihrer in der Vertragsurkunde fixierten Erklärungen feststehen (vgl. Oberster Gerichtshof, Beschluss vom 28.04.2000, Az.: 1 Ob 358/99z, ZfRV 2001, 34; BGH MDR 2017, 382).
OLG Düsseldorf, 01.03.2018 - 16 U 83/17
Internationale Zuständigkeit der deutschen Gerichte für eine Klage gegen einen im …
Tatbestandsvoraussetzung sei aber weiterhin, dass der Gewerbetreibende bereits vor dem Vertragsschluss seinen Willen zum Ausdruck gebracht habe, Geschäftsbeziehungen zu Verbrauchern (auch) im Wohnsitzmitgliedstaat des Verbrauchers herzustellen, also zum Vertragsschluss mit diesen bereit zu sein (…BGH, a.a.O juris Rn 39; zuletzt noch BGH, Urteil vom 25.01.2017 - VIII ZR 257/15 - juris Rn 34/35).

References: Art. 15
 Art. 23

§ 522
 Art. 25
 Art. 23
 Art. 25
 Art. 25
 § 126
 § 38
 § 564
 Art. 267
 Art. 267
 Art. 23
 BGH 
 Art. 15
 Art. 23
 Art. 3
 Art. 23
 Art. 23
 Art. 23
 BGH