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Timestamp: 2020-05-29 04:19:54+00:00

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Dienstleistungen von Architektur-, Konstruktions- und Ingenieurbüros und Prüfstellen Deutschland, Rudolstadt: Auftragsbekanntmachung - arcguide.de
Deutschland-Rudolstadt: Dienstleistungen von Architektur-, Konstruktions- und Ingenieurbüros und Prüfstellen
2020/S 070-166895
Offizielle Bezeichnung: Thüringer Landestheater Rudolstadt
Postanschrift: Anger 1
NUTS-Code: DEG0I
Kontaktstelle(n): PAD Baum Freytag Leesch, Graben 1, 99423 Weimar
E-Mail: mail@pad-weimar.de
Telefon: +49 3643420407
Fax: +49 3643420408
Hauptadresse: http://www.theater-rudolstadt.de
Die Auftragsunterlagen stehen für einen uneingeschränkten und vollständigen direkten Zugang gebührenfrei zur Verfügung unter: http://www.pad-weimar.eu
Andere: Kultureinrichtung, Rechtsform GmbH
Umbau und Sanierung Thüringer Landestheater Rudolstadt/Sanierung Hochwasserschaden und präventiver Hochwasserschutz – Generalplanungsleistungen (Fortsetzung)
Im Juni 2013 wurden die Gebäude des Theaters Rudolstadt während des Hochwassers der Saale überflutet. Besonders betroffen waren die Kellerräume des Großen Hauses. Die Planungen zielten darauf, den Theaterbetrieb zu sichern und zukünftig solche Schadensereignisse zu vermeiden. Die wichtigste Maßnahme des Sanierungskonzepts ist deshalb die Neueinordnung von Betriebs- und Funktionsräumen im Erdgeschoss des Großen Hauses. Diese waren bisher im Keller untergebracht. Das Hauptgebäude des Theaters soll im Rahmen des Umbaus mit einem eingeschossigen und teilunterkellerten Umfassungsbau erweitert werden. Unter dem Bestandskeller ist eine „weiße Wanne“ erforderlich. Die Planungsleistungen wurden 2015 an einen Generalplaner vergeben. Der Generalplanervetrag wurde 2019 gekündigt. Laut Gutachten ist das Projekt bauseits zu ca. 20-25 % fertiggestellt. Das Gesamtbudget für das Bauvorhaben beträgt ca. 14,0 Mio. EUR (brutto, KG 100-700). Davon wurden ca. 5,6 Mio. EUR bereits aufgewendet.
Gegenstand des Verfahrens ist die Vergabe von Generalplanungsleistungen (LP 5-7 tlw., LP 8 und LP 9) für den Umbau und die Sanierung des Landestheaters Rudolstadt. Die Bewerbungen sind für folgende im Zusammenhang mit dem Bauvorhaben anfallenden Architekten- und Ingenieurleistungen einzureichen:
Leistungen aus den Leistungsbildern Objektplanung Gebäude und raumbildende Ausbauten nach §§ 3, 34 und Anlage 10 HOAI, Objektplanung Freianlagen nach §§ 3, 39 und Anlage 11 HOAI, Objektplanung Ingenieurbauwerke nach §§ 3, 43 und Anlage 11 HOAI, Tragwerksplanung nach §§ 3, 51 und Anlage 14 HOAI, Technische Ausrüstung nach §§ 3, 55 und Anlage 15 HOAI sowie Besondere Leistungen (Umsetzung Brandschutz, SIGEKO) nach § 3 und Anlage 1, 10 HOAI. An die Planung und Umsetzung des Vorhabens werden hohe Anforderungen hinsichtlich Gestaltung, Funktionalität und Wirtschaftlichkeit gestellt. Innerhalb dieses Vergabeverfahrens wird für die weitere Umsetzung der komplexen Baumaßnahme ein kompetenter und erfahrener Auftragnehmer für die beschriebenen Planungsleistungen gesucht. Zu berücksichtigen ist der Aufwand zur Einarbeitung in Planungstand und Baufortschritt. Wesentliche Planunterlagen (HU-Bau u.a.), das Gutachten zur Leistungsfeststellung sowie Unterlagen zum Bautenstand werden zur Information den Vergabeunterlagen beigefügt.
Das Objekt befindet sich aktuell im Bau. Für die Interimszeit hat der Bauherr einen Architekten, einen Bauleiter sowie die Fachplaner HLSE und Tragwerk unter Vertrag genommen.
Das Vorhaben wird aus Mitteln des Bundes und der Länder gefördert. Grundlage der Förderung ist eine bestätigte Haushaltsunterlage Bau und deren 1. Tektur, für die seitens der Fördermittelstelle eine Plausibilitätsprüfung vorliegt.
Der Auftragnehmer ist verpflichtet, die Bestimmungen des Zuwendungsbaus zu beachten und einzuhalten sowie Kostenverfolgung und -kontrolle entsprechend der Vorgaben der Fördermittelstelle durchzuführen (Bauausgabetagebuch). Auch ist er federführend für die Erstellung der Verwendungsnachweise verantwortlich (einschließlich der bereits abgeschlossenen TO 2 und TO 3).
Das Gesamtvorhaben besteht aus folgenden Teilobjekten:
— Teilobjekt 1: Maßnahmen am Großen Haus (Erweiterungsbau und Umbau Foyer);
— Teilobjekt 2: Herrichten der Interimsspielstätte Stadthaus (bereits abgeschlossen, eigenständiger Architektenvertrag);
— Teilobjekt 3: Sanierung der Dächer an den Gebäuden Schminkkasten und Boucher (bereits abgeschlossen, eigenständiger Architektenvertrag);
— Teilobjekt 4: Erneuerung Elektroinstallation sowie damit verbundene bauliche Sanierung im Funktionsanbau des Großen Hauses.
Die Teilobjekte 1 und 4 sind nach Vorgabe des Fördermittelgebers zusammenzufassen.
Qualitätskriterium – Name: Projektanalyse, Methodik, Herangehensweise / Gewichtung: 50
Qualitätskriterium – Name: Projektteam/Projektorgansiation / Gewichtung: 35
Kostenkriterium – Name: Honorar (Honorarsatz, Umbauzuschlag), Vergütung Besonderer Leistungen, Stundensätze, Nebenkosten / Gewichtung: 15
— persönliche Lage gem. III.1.1.;
— wirtschaftliche und finanzielle Leistungsfähigkeit gem. III.1.2.;
— technische Leistungsfähigkeit gem. III.1.3.
Der Bewertung der Teilnahmeanträge wird folgende Gewichtung zugrunde gelegt: Wirtschaftliche und finanzielle Leistungsfähigkeit – 10 %, Fachkunde/Erfahrungen bei vergleichbaren Leistungen – 65 %, Personelle Kapazitäten/Mitarbeiterstruktur – 25 %. Die Bewertungsmatrix ist Teil der Vergabeunterlagen.
— Erklärung des Nichtvorliegens von Ausschlussgründen nach § 42 VgV i.V. mit § 122 und § 123 GWB durch Eigenerklärung;
— Gefordert ist, dass der im Auftragsfall vorgesehene Projektleiter als Berufsqualifikation den Beruf.
Des Architekten auf dem Gebiet des Hochbaus gemäß § 75 (1) VgV oder den Beruf des Beratenden Ingenieurs oder Ingenieurs auf dem Gebiet des Hochbaus gemäß § 75 (2) VgV aufweist und zudem eine Bauvorlageberechtigung besitzt. Nachweis der beruflichen Befähigung des Bewerbers und der Führungskräfte des Unternehmens, Angabe der Namen und der beruflichen Qualifikation der Personen, die im Auftragsfall die Leistung erbringen sollen, Benennung des Projektleiters, Nachweis der beruflichen Qualifikation jeweils durch Nachweis der Berufszulassung; handelt es sich bei dem Bewerber um eine juristische Person, ist eine Kopie des Handelsregisterauszuges einzureichen; Nachweis der Bauvorlageberechtigung.
Nachweise gemäß § 45 (1) Nr. 3 VgV (Nachweis der Berufshaftpflichtversicherung durch Einreichung einer Kopie des Versicherungsscheins; Alternativ: Vorlage verbindlicher und unbedingter Erklärungen des Bewerbers und des Versicherers zum Zeitpunkt der Abgabe der Bewerbung, worin der Bewerber und der Versicherer
Sich bereit erklären, bei Auftragserteilung die Haftpflichtversicherung mit den geforderten Deckungssummen abzuschließen) und § 45 (1) Nr. 1 VgV (Eigenerklärung über den jährlichen Gesamtumsatz – das jährliche Gesamthonorar – und den jährlichen Umsatz – das jährliche Honorar – für entsprechende Leistungen in den letzten 3 Geschäftsjahren)
Berufshaftpflichtversicherung bzw. Projektversicherung mit den Deckungssummen von 3,80 Mio. EUR für Personenschäden sowie 3,00 Mio. EUR für sonstige Schäden.
Angaben nach § 46 (3) Nr. 1 VgV (Eigenerklärungen) – konkret auf die Bewerbung abgestellte Referenzen (vergleichbare Leistungen, in den letzten 10 Jahren) aus dem Bereich Objektplanung Gebäude: Bezeichnung der Baumaßnahme, Angabe des Bauausführungszeitraums (von-bis), Baukosten Kostengruppen 300 + 400 gemäß DIN 276 (netto), der erbrachten Leistungsphasen, der Gebäudegröße (BGF), des Projektleiters sowie des Auftraggebers (Anschrift, Ansprechpartner, Telefonnummer); Fachkunde und Erfahrungen bei Umbau/Sanierung/Erweiterung von Kulturbauten sind gewünscht. Die fachliche Eignung ist anhand von ausgewählten Referenzprojekten nachzuweisen (grafische und textliche Darstellung von max. 2 Referenzprojekten auf max. 2 Seiten DIN A3, einseitig bedruckt). Auch sind Erfahrungen im Bereich öffentlich geförderter Baumaßnahmen sowie die Teilnahme an Weiterbildungen darzustellen.
— Auskunft nach § 46 (3) Nr. 2 VgV (Eigenerklärung) – Name, berufliche Qualifikation, Art der Berufserfahrung und Berufserfahrung in Jahren der Personen, die die Leistung tatsächlich erbringen;
— Angaben nach § 46 (3) Nr. 3 VgV (Eigenerklärungen) – Maßnahmen zur Qualitätssicherung und der Untersuchungs- und Forschungsmöglichkeiten des Bewerbers einschließlich IT und Software des Bewerbers (Angaben zur CAD-Ausrüstung sowie Gewährleistung GAEB-Schnittstellen);
— Angaben nach § 46 (3) Nr. 6 VgV (Eigenerklärungen) – Studien- und Ausbildungsnachweise sowie Bescheinigungen über die Erlaubnis zur Berufsausübung für die Inhaberin/den Inhaber oder die Führungskräfte des Unternehmens;
— Angaben nach § 46 (3) Nr. 8 VgV (Eigenerklärungen) – jährliche Anzahl und Zusammensetzung der Beschäftigten der letzten 3 Jahre;
— Angaben nach § 46 (3) Nr. 9 VgV (Eigenerklärungen) – Ausstattung, Geräte und technische Ausrüstung;
— Angaben nach § 46 (3) Nr. 10 VgV (Eigenerklärungen) – Auftragsanteil/Leistungen, für den/die der Bewerber Unteraufträge zu erteilen beabsichtigt; Benennung der hierfür vorgesehenen Büros.
Die vorgelegten Referenzprojekte müssen folgende Mindestanforderungen erfüllen:
— Referenzschreiben oder Eigenerklärung über die Referenz liegt vor;
— Abschluss/Fertigstellung innerhalb der letzten 10 Jahre (1.5.2010 bis 30.4.2020);
— Lph. 5-8 (Objektplanung Gebäude) vollständig erbracht;
— Referenz ist auf einer DIN A 3 Seite grafisch dargestellt.
— Architekten und bauvorlageberechtigte Ingenieure;
— Zur Bewerbung sind zugelassen in den Mitgliedsstaaten des Europäischen Wirtschaftsraumes ansässige „Architekten (Hochbau)“ gemäß § 75 (1) VgV sowie „Ingenieure“ gemäß § 75 (2) VgV, die bauvorlageberechtigt sind;
— Juristische Personen, sofern die Anforderungen nach § 75 (3) VgV erfüllt werden.
Es gelten die HOAI i.d.g.F und dem damit verbundenen Wirkungsbereich, das Haushaltsrecht öffentlicher Körperschaften/Einrichtungen/Institutionen nach BHO und LHO. Die Zahlungsbedingungen richten sich nach den allgemeinen Vertragsbestimmungen der Richtlinien für die Durchführung von Bauaufgaben des Freistaates Thüringen bzw. der Richtlinien der Fördermittelgeber sowie den Förderbestimmungen beanspruchter Förderprogramme. Rechtsform der Bietergemeinschaft, an die der Auftrag vergeben wird: Gesamtschuldnerisch haftend mit bevollmächtigtem Vertreter. Sämtliche Planungsleistungen sind in deutscher Sprache anzufertigen.
Als Teilnahmeantrag ist zwingend das Bewerbungsformular zu verwenden. Das Bewerbungsformular und ergänzende Unterlagen können ab dem 7.4.2020 im Downloadbereich unter http://www.pad-weimar.eu heruntergeladen werden. Gewertet werden nur vollständig ausgefüllte und im Original unterzeichnete Bewerbungsformulare und die geforderten Anlagen. Bei Bietergemeinschaften ist für jedes selbständige Büro ein separates Bewerbungsformular zu verwenden und der bevollmächtigte Vertreter zu benennen.
Die Bewerbungen sind in einem verschlossenen Umschlag mit der Kennzeichnung „VgV-Verfahren Umbau/Sanierung Landestheater Rudolstadt – Generalplanungsleistungen“ bei der angeführten Kontaktstelle fristgemäß und vollständig einzureichen. Es werden durch den Auftraggeber keine Unterlagen nachgefordert (§ 56 Satz 2 VgV).
Erfüllen mehrere Bewerber gleichermaßen die Anforderungen und ist die Bewerberzahl auch nach einer objektiven Auswahl entsprechend der zugrunde gelegten Eignungskriterien zu hoch, kann die Auswahl unter den verbliebenen Bewerbern durch Los getroffen werden (§ 75 Satz 6 VgV). Die Bewerbungsunterlagen werden nach Abschluss des Verfahrens nicht zurückgesandt.
Postanschrift: Jorge-Semprun-Platz 4
E-Mail: nachpruefungsstelle@tlvwa.thueringen.de
Internet-Adresse: http://www.thueringen.de/de/tlvwa/
Es wird darauf hingewiesen, dass ein Vergabenachprüfungsverfahren gem. § 160 Abs.1 GWB nur auf Antrag bei der Vergabekammer eingeleitet wird. Die dazu maßgeblichen Fristen gem. § 160 Abs. 3 GWB regelt das Gesetz wie folgt: Der Antrag ist unzulässig, soweit:
Offizielle Bezeichnung: siehe Abschnitt I.1)

References: § 3
 § 42
 § 122
 § 123
 § 75
 § 75
 § 45
 § 45
 § 46
 § 46
 § 46
 § 46
 § 46
 § 46
 § 46
 § 75
 § 75
 § 75
 § 160
 § 160