Source: https://arprin.wordpress.com/2015/03/29/das-ende-des-arbeitsleids/
Timestamp: 2017-06-26 17:28:20+00:00

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Das Ende des Arbeitsleids | arprin
« Der historische Relativismus
Die Mitte zwischen Verbot und Zwang »
Eine Studie mit 14 ausgesuchten Ländern ergab, dass im Jahr 1870 die Menschen viel länger gearbeitet haben als heute, nämlich zwischen 55-72 Stunden pro Woche. In denselben Ländern arbeiten die Menschen heute überall weniger als 45 Stunden wöchentlich. Während die Menschen früher 58% ihrer Zeit mit Arbeit verbrachten, sind es heute 36%. Dafür verbringen sie viel mehr Zeit mit Freizeit. Warum ist das so? Weil die Menschen früher mehr Spaß an der Arbeit hatten als heute? Natürlich nicht. Durch die moderne Technik ist es möglich geworden, mit weniger Arbeitsstunden mehr zu produzieren. Ein Bauer konnte damals nur eine Handvoll Menschen ernähren, heute sind es Hunderte. Es hat niemandem geschadet.
Was passierte mit den ganzen Bauern, deren Arbeit durch den technischen Fortschritt überflüssig wurde? Wurden sie für immer arbeitslos, verhungerten sie? Nein. In den meisten Fällen übernahmen sie andere Arbeiten. Jetzt werden sich einige Fragen: Wie soll das heute möglich sein? Es ist doch sehr schwer, eine neue Arbeit zu finden, wenn man arbeitslos wird, und wenn die Roboter immer mehr Arbeiten übernehmen, ist irgendwann einfach keine neue Arbeit da. Die gute Nachricht ist: Das ist unmöglich. Es gibt nämlich nur einen Fall, indem es keine neue Arbeit mehr geben kann, und zwar, wenn alle Bedürfnisse der Menschen befriedigt sind. Eine der wichtigsten Lehren der Wirtschaftswissenschaften ist jedoch: Die Bedürfnisse der Menschen sind unendlich.
Und aus diesem Grund kann es nie einen Fall geben, indem es „genug Arbeit“ gibt, oder ein „Ende des Wachstums“. Kassierer, Taxifahrer und Reinigungskräfte werden es am Anfang sicher schwer haben, sowie alle anderen, die ihren Arbeitsplatz verlieren. Aber sie können sich an die neue Situation anpassen. Es kann nur dann ein großes Problem geben, wenn die Anpassung durch staatliche Regulierungen erschwert wird, die Menschen in Beschäftigung vor Arbeitslosen schützen. Beispiele dafür sind z.B. strikte Kündigungsschutzregelungen (Griechenland ist das Land mit der höchsten Verweildauer im Euroraum, und auch das mit der höchsten Arbeitslosigkeit) und diverse Markteintrittsbarrieren.
Der Fehler bei diesen Maßnahmen ist, dass sie Arbeit als Selbstzweck sehen. Henry Hazlitt hat diese falsche Sicht so kritisiert:
Nichts lässt sich leichter erreichen als Vollbeschäftigung, sobald man sie von der vollausgelasteten Produktion abkoppelt und als Selbstzweck betrachtet. Hitler schuf mit gewaltigen Rüstungsprogrammen Vollbeschäftigung. Der Zweite Weltkrieg bescherte allen beteiligten Nationen Vollbeschäftigung. In den deutschen Zwangsarbeitslagern herrschte Vollbeschäftigung. Mit Zwang ist Vollbeschäftigung jederzeit zu erreichen.
(In „Economics!„, S. 86)
Würden Arbeitsplätze nur dazu da sein, zu arbeiten, hätte die DDR ein großer Erfolg sein müssen. Aber der Sinn von Arbeit ist es, die Bedürfnisse der Menschen zu befriedigen. In einer Planwirtschaft wird sehr viel gearbeitet und produziert – aber an den Bedürfnissen der Menschen vorbei, denn der Staat kann unmöglich die Bedürfnisse aller Menschen besser kennen als sie selbst (das können auch nicht alle Unternehmen, doch mehrere Millionen Unternehmen haben bessere Chancen als eine zentrale Behörde). Wenn nun Arbeitsplätze keine Nachfrage erfüllen, ist es kein Verlust, wenn sie verschwinden, also müssen sie auch nicht vor dem Verschwinden geschützt werden. Vor allem dann nicht, wenn sie die Entstehung von neuen, die Nachfrage erfüllende Arbeitsplätze verhindern.
Die Roboter-Revolution wird einen weiteren Vorteil bringen. Es gibt Bedürfnisse, die unser Leben angenehm machen sollen, und solche, die wir zum Überleben brauchen – Essen, Kleidung, eine Wohnung, Strom usw. Da die Technik in der Menschheitsgeschichte meistens nicht sehr weit war, mussten die Menschen meist sehr lange und hart arbeiten, um überhaupt ihr Überleben zu sichern, für die angenehmen Sachen blieb wenig Zeit. Die körperliche Anstrengung und die psychische Belastung prägten den Begriff „Arbeitsleid“. Heute leiden die Menschen bei ihrer Arbeit sehr viel weniger als früher, aber man kann nicht behaupten, das Arbeitsleid sei vollkommen verschwunden. Dies könnte sich ändern.
Alle gefährlichen, körperlich anstrengenden, zeitaufwendigen oder als langweilig angesehene Arbeiten könnten von Robotern übernommen werden. Mittlerweile kann man sogar Häuser mit 3D-Druckern herstellen, ganz ohne Bauarbeiter. Die Technik ist noch nicht überall so weit, und es wird sicher noch viel länger dauern als 10 Jahre, bis dies der Fall ist (momentan arbeiten so viele Amerikaner wie noch nie in der Fast-Food-Branche). Aber es wird möglich sein, das Arbeitsleid mithilfe der Automatisierung abzuschaffen. Wir brauchen also keine Angst vor einer 25-Stunden-Woche und mehr Freizeit zu haben. Solange uns die Roboter nicht versklaven, werden sie ein Segen für uns sein.
This entry was posted on März 29, 2015 at 23:01 and is filed under Kapitalismus.	You can follow any responses to this entry through the RSS 2.0 feed.
83 Antworten to “Das Ende des Arbeitsleids”
Juergen Rettel Says:	März 30, 2015 um 06:56 | Antwort „Nicht wenige sind der Meinung, dass wir, um mit dieser Entwicklung fertig zu werden, ein bedingungsloses Grundeinkommen (BGE) brauchen. Dabei wird offenbar vergessen, dass das BGE nicht aus dem nichts kommt, sondern zuvor erwirtschaftet werden muss (und wer soll das machen, wenn alle arbeitslos sind?),“
Lieber arprin, das letzte ist ein Fehlschluss. Ein bGE wird zwar erwirtschaftet, aber NICHT aus Arbeit, sondern aus Verkauf erwirtschaftet. Selbst wenn alle Arbeit entfällt, bleibt ein Volkseinkommen der Verkäufer übrig und damit ein Prokopfeinkommen für Alle.
Und bGE ist dann nur die Sozialdividende, also ein Prozentsatz des Prokopfeinkommens an Alle. Das BGE ist der Familienausgleich aller Einkommen.
Wenn das bGE ein halbes Prokopfeinkommen sein soll, muss jeder ein halbes Einkommen abgeben. Durch das Prokopfeinkommen als Mittelwert ist der Familienausgleich zugleich ein Sozialausgleich. 1. Das BIP wird nicht aus Arbeit erwirtschaftet, sondern aus Arbeit UND Gewinn !
2. Der Familienausgleich über Arbeit UND Gewinn ist immer möglich. Er ist genau dann nur 0, wenn Arbeit + Gewinn = 0 sind. Doch dann benötigt man auch kein bGE mehr, weil es dann alles gratis gibt !
Solange es einen Markt gibt, benötigt man ein bGE gesellschaftlich, weil der Markt nicht jedem Arbeit und damit Existenz von selbst gibt ! Es ist eine mathematische Binsenweisheit, jedes Suboptimum (z.B. Markt) kann durch die Methode der kleinsten Quadrate von C.F.Gauß noch einmal optimiert werden (z.B. für mehr Umsatz).
Und das genau ist bGE, die Optimierung der Marktwirtschaft für mehr Umsatz !
arprin Says:	März 30, 2015 um 23:28 | Antwort Solange es einen Markt gibt, benötigt man ein bGE gesellschaftlich, weil der Markt nicht jedem Arbeit und damit Existenz von selbst gibt ! Das Argument habe ich ja schon von dir gehört. Mehr als 50% der Bevölkerung sind nicht erwerbstätig, also braucht es ein BGE um sie zu versorgen. Das ist schlicht falsch. Es muss nicht jeder Arbeit haben. Kinder werden von ihren Eltern versorgt, Rentner können für ihren Ruhestand vorsorgen, andere können in Notzeiten von ihrem Umfeld oder Wohlfahrtsverbänden unterstützt werden. Das BGE hat absolut keine „gesellschaftliche Notwendigkeit“.
Juergen Rettel Says:	März 31, 2015 um 08:12 | Antwort @arprin,
Sie sehen das bGE fälschlicherweise als Sozialhilfe. Das bGE ist aber nur der Vorabschlag auf den Steuerfreibetrag wie heute das Kindergeld der Vorabschlag auf den Kinderfreibetrag ist.
bGE und Kindergeld sind also KEINE Sozialleistungen, bGE ist nur die Ausdehnung des Kindergeldes auf Erwachsene.
Und da Grundfreibeträge Erwerbstätigen nur deshalb gewährt werden, um die Erwerbstätigen nach Art. 3 GG gleichzustellen mit der Grundsicherung der Erwerbslosen, ist ein Grundeinkommen grds. ein GG-Gebot nach Art. 1, 3, 6 (!) und 20 GG.
Wenn man Grundsicherung und Grundfreibetrag organisatorisch zusammenlegt zu einem bGE, reduzieren sich in D die Öffentlichen Haushalte um ein Drittel ohne Leistungseinbuße, und die Bürger haben 50 % mehr bGE als heute Freibetrag.
Das ist eine Steuersenkung von 12,50 € pro Bürger und Tag, von 370 Mrd. für alle im Jahr.
Friedman meinte nur lakonisch, das Geld kann man gleich den Bürgern anstatt dem Staat und seiner Bürokratie geben. Seit 220 Jahren gilt der Satz von C.F.Gauß, jede Einkommensverteilung des Marktes kann noch einmal durch die „Methode der kleinsten Steuerquadrate“ für mehr neuen Umsatz optimiert werden.
Gutartiges Geschwulst Says:	März 31, 2015 um 20:49 @Juergen Rettel: „Das bGE ist aber nur der Vorabschlag auf den Steuerfreibetrag …“
Der Steuerfreibetrag auf was? Auf eine Leistung oder Einnahme, die lediglich als Hirngespinst existiert?
Juergen Rettel Says:	April 1, 2015 um 07:36 Das bGE ist nur das Kindergeld auf für Erwachsene, also ein Vorabschlag auf den Freibetrag.
Bei Kindergeld ist es heute 30 % auf den Kinderfreibetrag, bei bGE wären es 30 % + 20 % AG-Sozialabgaben noch für die KV-Kopfpauschale, also 50 %.
Die Dummheit der bGE-Gegner zeigt sich darin, dass sie eine Steuersenkung durch bGE vehement ablehnen.
Juergen Rettel Says:	März 30, 2015 um 07:05 | Antwort „Wir brauchen also keine Angst vor einer 25-Stunden-Woche und mehr Freizeit zu haben.“
Das ist natürlich wieder eine Regelung sozialistischer Zwangsarbeit.
Liberal ist bGE, die Umverteilung von Ertrag anstatt von Arbeit als Sozialdividende !
Es gibt immer ein Prokopfeinkommen als Ertrag, bGE ist als Prozentsatz davon immer finanziert. Und als Familienausgleich (Art. 6 GG) immer gerecht gegenfinanziert.
Molot Says:	März 30, 2015 um 20:18 | Antwort @Juergen Rettel
Jedes „Einkommen“ muß erwirtschaftet werden. Entweder von dem, dem es zuwächst oder von einem Anderen, im letzteren Falle beutet der, dem es „zuwächst“ den der es erwirtschaftet aus.
Gutartiges Geschwulst Says:	März 30, 2015 um 21:12 | Antwort Sie ahnen nicht, @Molot, wie recht Sie haben! Entwicklung speist sich aus Stärke, nicht aus Schwäche.
Wäre Ihnen indessen eine klare Formulierung zumutbar, wem das Einkommen zuwächst oder wer solches ermöglicht?
Juergen Rettel Says:	März 31, 2015 um 07:51 | Antwort Ein Einkommen wird von 3 Personen erwirtschaftet,
1. dem Käufer, der es ermöglicht,
2. dem Verkäufer, der seinen Gewinn damit macht,
3. dem Arbeitnehmer, der es gegen Lohn erstellt.
@Molot, 2 beutet 1 und 3 durch den „leistungslosen“ Gewinn aus. Denn Gewinn ist durch Kosten (Leistung in Geld) in der Wertschöpfung gar nicht gedeckt.
Dieser Gewinn im Freien Markt führt zwangsläufig zur Inflation ungedeckten Geldes.
@arprin, bGE ist KEINE Sozialhilfe, sondern ein individueller Kredit am Monatsanfang von der Notenbank zur Finanzierung der Arbeitskraft, der am Monatsende kollektiv von allen aus ihren erwirtschafteten Einkommen getilgt wird :
Der Käufer 1 tilgt diesen Kredit letztlich durch seinen Kaufpreis, Verkäufer 2 und Hersteller 3 führen den gleichen %-Anteil ihres Einkommens zur Tilgung an die Notenbank ab.
Dadurch wird die Geldmenge, deren Wertschöpfung unmittelbar von allen „verspeist“ wird und die damit auch ungedeckt wird, auch wieder „verbrannt“ und neu an alle gleich verteilt als Kredit für die Folgeperiode.
bGE ist einfach das stärkste Instrument zur Geldwertstabilität im Monetarismus Friedmans.
Molot Says:	März 31, 2015 um 10:20 @Juergen Rettel
“Ein Einkommen wird von 3 Personen erwirtschaftet,”
So ein Unfug, es benötigt keine 3 Personen, um ein Einkommen zu erwirtschaften. Eine genügt völlig. Im einfachsten Fall, indem er sich an das Wasser setzt und einen Fisch fängt.
Wenn dann einer kommt und ohne Gegenleistung und gegen den Willen des Anglers von dem Fisch mitessen will, und das mit Gewalt durchsetzt, dann beutet er den Angler aus.
Dabei spielt es keine Rolle, ob er selber Gewalt anwendet bzw. androht, oder Dritte damit beauftragt!
Juergen Rettel Says:	April 2, 2015 um 08:19 Schwachsinn, Einkommen ist immer Geld, nicht Naturalie.Wenn ich einen Fisch fange, brauche ich ihn nicht zu vesteuern.:)
Sie kennen einfach nicht die Fakten. 🙂
Molot Says:	März 31, 2015 um 10:18 | Antwort @Juergen Rettel
„Ein Einkommen wird von 3 Personen erwirtschaftet,“
Carsten Says:	April 1, 2015 um 01:03 | Antwort Wenn dann einer kommt und ohne Gegenleistung und gegen den Willen des Anglers von dem Fisch mitessen will, und das mit Gewalt durchsetzt, dann beutet er den Angler aus.
Ja, da kommt immer der Besitzer des Teichs und will die Fische haben. Alter Ausbeuter – und droht dann noch mit Polizeigewalt!
Er hat mit dem Staat eine Vereinbarung geschlossen, dass dieser Teich als sein Besitz bezwichnet wird, und das ohne meine Beteiligung zu meinen Ungunsten.
Juergen Rettel Says:	April 1, 2015 um 07:48 | Antwort Molot, Carsten widerlegt Sie. Es sind bei einer Transaktion grds. 3 Personen beteiligt :
1. Kunde,
Es gibt dabei zwar Personalunionen, die aber nichts daran ändern. Und da der Kunde bezahlt, wird auch sein Geld auf bGE und Erwerbseinkommen aufgeteilt, nicht das Geld der Besitzer oder Arbeitnehmer.
Tja, die einfachsten Witrtschaftsregeln kennen bGE-Gegner nicht.:)
Molot Says:	April 1, 2015 um 09:23 @Juergen Rettel
„Carsten widerlegt Sie. Es sind bei einer Transaktion grds. 3 Personen beteiligt…..“
Wen ich mich recht entsinne ging es in unserer Auseinandersetzung um die Erwirtschaftung eines Einkommens und nicht um eine „Transaktion“, einen Handel.
Für einen solchen sind aber ebenfalls keine 3 Personen notwendig, es genügen zwei. Ein Käufer und ein Verkäufer !
Vielleicht sollte Sie sich bezüglich der „einfachsten Wirtschaftsregeln“ mal ein wenig weiterbilden.
Juergen Rettel Says:	April 1, 2015 um 12:27 Ein Einkommen kann nur durch eine Transaktion erwirtschaftet werden, der Kunde zahlt dabei das Einkommen.
Und i.d.R. braucht der Verkäufer auch noch einen Produzenten, alle guten Dinge sind 3.:)
Gewinn schafft man nicht durch Arbeit, sondern durch Abzocke des Kunden. 🙂
Gutartiges Geschwulst Says:	April 1, 2015 um 14:02 @Juergen Rettel: „Gewinn schafft man nicht durch Arbeit, sondern durch Abzocke des Kunden.“!
Kompletter Unsinn! Ein Unternehmer kann dauerhaft nur Gewinne erzeugen, wenn er ein realistisches Angebot vorlegt, das seine Kunden überzeugt.
Andernfalls würde er nämlich von seinem Konkurrenten unterboten werden.
Ein abgezockter Kunde ist ein verlorener Kunde.
Juergen Rettel Says:	April 1, 2015 um 15:06 Schmunzel, da alle Mitbewerber auch Gewinne machen, ist es eine gemeinsame Abzocke. Individuell spart man zusätzlich noch an den Kosten, das ist die zusätzliche Abzocke der Mitarbeiter. 🙂
Gutartiges Geschwulst Says:	April 1, 2015 um 15:24 @Juergen Rettel: „Schmunzel, da alle Mitbewerber auch Gewinne machen, ist es eine gemeinsame Abzocke.“
Wieso gibt es dann überhaupt noch Kunden? Angesichts der gemeinsamen Abzocke müssten die doch längst alle pleite sein. Schmunzel, schmunzel.
Juergen Rettel Says:	April 1, 2015 um 16:06 Schmunzel, aber Fakt ist, das Preisniveau = Prokopfeinkommen/Grundeinkommen liegt in D bei 2. Das bedeutet zweierlei,
1. mit dem Kehrwert des Preisniveaus als Grenzsteuersatz kann man allen ein bGE finanzieren.
2. Auch dann bleibt eine Lohnquote von 67 % für Reallöhne und damit 33 % für Gewinne inkl. Steuern für den Staatshaushalt.
Es geht der Wirtschaft so gut wie nie, den Lohnabhängigen so schlecht wie nie.:)
Gutartiges Geschwulst Says:	April 1, 2015 um 16:33 @Schmunzler: „Schmunzel, aber Fakt ist, …“
Aber was, Herr Schmunzel? Geben Sie doch einfach mal eine präzise Antwort. @Schmunzler: „Es geht der Wirtschaft so gut wie nie, den Lohnabhängigen so schlecht wie nie.“
Dummes Geschwafel! Ich lebe und arbeite lange genug in diesem Land, um es besser zu wissen.
Unter uns gesagt, Schmunzler, sobald Sie sich nicht mehr hinter Namen und Formeln verstecken können, labern Sie einen unfassbaren Mist.
Juergen Rettel Says:	April 1, 2015 um 17:07 Schmunzel, gutartige Geschwulst, von 2003 bis 2007 ist die Lohnquote von 71 auf 63 % gesunken, nun hat sie bei sinkender Arbeitslosigkeit gerade 68 % erreicht. destatis spricht also eine deutliche Sprache, die Gewinne steigen, die Löhne sinken. Da nützt auch keine Arbeitslosenstatistik etwas. 🙂
Das dumme Geschwafel überlasse ich hnen, Sie kennen die Zahlen nicht. 🙂
Gutartiges Geschwulst Says:	April 1, 2015 um 17:28 @Schmunzler: „…, Sie kennen die Zahlen nicht.“
Was mich von Ihnen unterscheidet, Schmunzler, Sie kennen die Tatsachen nicht. @Schmunzler (zum Hinweis darauf, dass Konkurrenz die Abzocke des Kunden): „.., da alle Mitbewerber auch Gewinne machen, ist es eine gemeinsame Abzocke.“
Wie erklären Sie dann die zum Teil beträchtlichen Preisunterschiede bei den selben Waren?
Übrigens haben Sie wieder nur mit einer Formel geantwortet.
@Schmunzler: „Gewinn schafft man nicht durch Arbeit, sondern durch Abzocke des Kunden.“
Wenn Ihre Behauptung mehr sein soll, als dummes Geschwätz, dann geben Sie doch mal konkrete Beispiele an.
Nennen Sie die Firmen, deren Abrechnungen Sie oder Gauß persönlich geprüft haben.
Juergen Rettel Says:	April 1, 2015 um 17:41 Schmunzel, die Lohnquoten von destatis und der Trendverlauf dazu sind Tatsachen.
Und der entscheidende Unterschied von Pricer und Calculator ist, es gibt nur wenig Pricer, die den Preis festlegen nach dem Marktpotential und viele Calculators, die dann die Kosten unter Preis nach Vorgabe managen müssen.
Gutartiges Geschwulst Says:	April 1, 2015 um 17:52 @Schmunzler: “Es geht der Wirtschaft so gut wie nie, den Lohnabhängigen so schlecht wie nie.”
Der Lebensstandard, auch der Lohnabhängigen, ist in den letzten Jahrzehnten gestiegen, unabhängig von Lohnquoten von und Trendverlauf.
Juergen Rettel Says:	April 1, 2015 um 18:20 Schmunzel, von 1948 bis 2004 sind Löhne und Gewinne annähend gleich mit der Produktivität gestiegen, seit 2005 (HartzIV) eben nicht mehr. Da beweist destatis jährlich mit der Grafik Untenehmenseinkommen zu Arbeitnehmerentgelten. D.H.die Lohnquote sinkt trotz der Zurechnung der Lohnzusatzkosten zu den Arbeitnehmerentgelten.
Sie kennen einfach die offiziellen Zahlen nicht.:)
Gutartiges Geschwulst Says:	April 1, 2015 um 18:39 @Schmunzler: „Sie kennen einfach die offiziellen Zahlen nicht.“
Wie gesagt, Schmunzler, und Sie kennen die Fakten nicht.
Juergen Rettel Says:	April 1, 2015 um 19:29 In der Ökonomie sind Zahlen Fakten.:)
Molot Says:	April 1, 2015 um 20:01 @Gutartiges Geschwulst
Spätestens, wenn der Gegenüber zu Lallen beginnt, sollte man die Dikussion beenden. Wen nicht aus Selbstachtung, so doch aus christlicher Nächstenliebe.
Gutartiges Geschwulst Says:	April 1, 2015 um 20:01 @Schmunzler: „In der Ökonomie sind Zahlen Fakten.:)“
Was sagen denn die Fakten, verehrter Schmunzler?
Wann haben die Menschen unseres Landes ein größeres Nahrungsmittel-Angebot besessen als heute, wann eine bessere medizinische Versorgung, wann eine kürzere Arbeitszeit, wann mehr Zugriff auf Konsumartikel, wann mehr Swingerclubs?
Statistiken sind Futter für menschliche Rindviecher (ersatzweise Schmunzler), die zu blöd sind, um ihrer eigenen Wahrnehmung zu vertrauen.
Also nochmals, Schmunzler, Konsumartikel sind Indikatoren für menschlichen Wohlstand. Wann besaßen unsere Werktätigen mehr Autos, Telefone, Eigentumswohnungen, Urlaubsreisen u.s.w, als heute?
Sofern Sie zu eigenen Gedanken fähig sind, was meine Hoffnungen durchaus nicht hergeben, wäre ich dankbar für eine klare, von IHNEN formulierte Antwort, statt weiterer Bewirtung mit geistigem Vogelfutter.
Gutartiges Geschwulst Says:	April 1, 2015 um 20:15 Sie können wirklich Komplimente machen, @Molot.
Seit wann ist Juergen Rettel ein Gegenüber?
Molot Says:	April 1, 2015 um 20:24 @Gutartiges Geschwulst
„Seit wann ist Juergen Rettel ein Gegenüber?“
Na ja, immerhin diskutieren Sie mit ihm. Somit ist er wohl der Ihnen (virtuell) gegenüber(Sitzende). Oder nicht?
Gutartiges Geschwulst Says:	April 1, 2015 um 20:40 @Molot: „Somit ist er wohl der Ihnen (virtuell) gegenüber (Sitzende).“
Sie haben recht, Molot, obwohl er mir eher liegend erscheint.
Juergen Rettel Says:	April 2, 2015 um 08:41 Na ja, Ihr 2, ich stehe sehr gut, denn Ihr beide seid ja nicht in der Lage, das Gegenteil meiner Behauptung zu beweisen, dass an einer Transaktion immer 3 beteiligt sind, der Käufer, der Verkäufer und der Hersteller des Verkaufsgutes. „Konsumartikel sind Indikatoren für menschlichen Wohlstand.“.
Auch das ist absoluter Schwachsinn, denn Konsumartikel, die nicht verkauft werden, sind kein Wohlstand, sondern entsorgungsträchtiger Schrott.
Und Konsum bildet keinen Wohlstand, nur Investitionen schaffen Wohlstand.
Das BIP sind nur die verkauften Güter nach Marktpreisen. Wohlstand ist auch nicht das BIP, sondern höchstens BIP – Grundbedarf. Denn was unmittelbar verkonsumiert wird, schafft real keinen Wohlstand, nur virtuell, weil die zugehörige Geldmenge nicht verbrannt wird. Dieses ungedeckte Geld bildet die bekannten Blasen und Crashs. Das ist der ökonomische Grund für bGE, denn sonst zerstört sich der Markt von selbst.:)
Um dies zu vermeiden, muss man das ungedeckte Geld einziehen und als Grundbedarf neu verteilen.
Gutartiges Geschwulst Says:	April 2, 2015 um 09:39 @Juergen Rettel: „Auch das ist absoluter Schwachsinn, denn Konsumartikel, die nicht verkauft werden, sind kein Wohlstand, sondern entsorgungsträchtiger Schrott.“
Wenn Sie lesen könnten, Schmunzelchen, wäre Ihnen aufgefallen, dass ich ausdrücklich von VERKAUFTEN Konsumartikeln geschrieben habe, solchen die sich bereits im Besitz der Menschen befinden.
Juergen Rettel Says:	April 2, 2015 um 12:38 Haben Sie eben NICHT, kleiner Krebs, ich zitiere :
„Also nochmals, Schmunzler, Konsumartikel sind Indikatoren für menschlichen Wohlstand. Wann besaßen unsere Werktätigen mehr Autos, Telefone, Eigentumswohnungen, Urlaubsreisen u.s.w, als heute?“
Gutartiges Geschwulst Says:	April 2, 2015 um 14:14 Aber Schmunzelchen, wenn sich diese Konsumartikel doch im Besitz der Werktätigen befinden, müssen sie doch ver- b.z.w. gekauft worden sein.
Juergen Rettel Says:	April 2, 2015 um 15:07 Unfug, die Konsumartikel befinden sich immer im Besitz der Erwerbstätigen, zuerst einmal im Besitz der Verkäufer. Und wenn keiner, Erwerbstätige oder Erwerbsloser, sie kauft, sind sie nur entsorgungsreifer Schrott, also Kosten für den Verkäufer, er sitzt auf seinem (wertlosem) Eigentum.
BIP und Wertschöpfung entstehen erst, wenn ein Kunde den Schrott kauft. Ud wenn der Kunde die Wertschöpfung gleich vezehrt, ist das Geld für diese Wertschöpfung dann ungedeckt. Es bildet dann Blasen wie ein Luftballon, der einmal dann platzt. Und das nennt man dann Finanzkrise.
Fazit : Man muss immer etwas weniger herstellen, als der Markt verlangt, um gute Preise zu haben.
Und man muss immer das Geld verbrennen, was der Markt als Güter unmittelbar verspeist, um stabile Preise und stabiles Geld zu haben.
Volkswirtschaft ist nicht Marktwirtschaft,sondern Familenausgleich in der Marktwirtschaft zur Verbreiterung der Kundenbasis und des Umsatzes.
Gutartiges Geschwulst Says:	April 2, 2015 um 15:38 @Schmunzler
Ihre mühsam angelernten, hohlen Floskeln ändern nichts an der Tatsache, dass die Werktätigen heutzutage mehr Konsumgüter besitzen als früher.
Juergen Rettel Says:	April 2, 2015 um 17:19 Schmunzel, auch das ist wieder eine Lüge. 🙂
Da die Lohnquote ja seit 2004 gesunken ist, können sich die Lohnabhängigen seit 2004 in toto weniger leisten als vorher.
destatis straft Sie einfach Lügen. Zur Zeit zerbröselt der Mittelstand und rutscht in die Armut. Eine vierköpfige Familie benötigt 2 Durchschnittslöhne für ihr Existenzminimum, das ist Fakt. Eine Alleinerziehende mit einem Kind benötigt einen Durchschnittslohn.:)
Ein Durchschnittslohn bedeutet also NUR für einen Single etwas Wohlstand.:)
Und welche Rentner bekommt schon einen Durchschnittslohn als Rente. Das lässt die Rentenformel gar nicht zu.:)
Gutartiges Geschwulst Says:	April 2, 2015 um 17:40 Wie kommen Sie plötzlich auf 2004, Schmunzelchen?
Laut Ihrer ursprünglichen Aussage geht es den Lohnabhängigen doch „so schlecht wie NIE“.
Juergen Rettel Says:	April 2, 2015 um 18:48 Tja, weil eben mit dem 1.1.2005 das neue HartzIV die Lohnquote senkte, d.h. sich Löhne und Gewinne eben nicht mehr synchron zur Produktivität entwickelten, d.h.das Ende der Sozialen Marktwirtschaft.
Diese Grafik finden Sie eben jährlich im BIP-Jahresbericht von destatis.
Sie kennen einfach nicht die Zahlen und ökonomischen Fakten. 🙂
Gutartiges Geschwulst Says:	April 2, 2015 um 19:48 Ihre Ausflüchte werden zunehmend dämlicher, Schmunzelchen.
Was haben die Jahreszahlen 2004 und 2005 mit Ihrer ursprünglichen Aussage zu tun, es ginge „den Lohnabhängigen so schlecht wie nie“.
Beginnt Ihre Zeitrechnung erst bei 2004? Angesichts Ihrer infantilen Argumentation, wäre ich davon keineswegs überrascht.
Juergen Rettel Says:	April 3, 2015 um 08:20 Sie outen immer mehr Ihre Geistesschwäche, bis 2004 haben sich Löhne und Gewinne gleich entwickelt ( konstante Lohnquote), ab 2004 sinkt die Lohnquote mit sinkender Arbeitslosigkeit. Aber das ist wohl zu hoch für Sie.:)
Gutartiges Geschwulst Says:	April 3, 2015 um 20:46 @Schmunzelchen
Wieviel Dummheit steckt bereits in dem Wort „outen“, einem puren Mode-Wort, das sich jeder Viertelintelligenzler widerstandslos aufzwingen lässt.
In froher Erwartung Ihres künftigen Outens (letzteres wird wenig Platz einnehmen):
Juergen Rettel Says:	April 4, 2015 um 07:28 Schmunzel. kleiner Krebs, schon wieder ein Beweis Ihres Viertelintelligenzler-Denkens, sie leugnen Fakten und phantasieren in Worten statt in Begriffen zu denken.:):):)
Es wird fad, Sie widerlegen NICHT destatis.
Molot Says:	April 1, 2015 um 08:58 | Antwort @Carsten
Von ohne Gegenleistung war die Rede. Die Erlaubnis, im Teich zu fischen ist aber eine Gegenleistung. Mit „Ausbeutung“ hat die von Ihnen geschilderte Situation absolut nichts zu tun.
Das der Angler im Gleichnis sich vorab um das Recht, dort zu fischen gekümmert hat, hatte ich als selbstverständlich vorausgesetzt.
Bitte entschuldigen Sie, daß ich nicht auch noch den Typ der Angel und die Art des Fisches genauer beschrieben hatte.
Juergen Rettel Says:	April 1, 2015 um 09:13 Schmunzel, Molot, ohne Gegenleistung ist im Markt immer der Gewinn. Er hat nämlich keine Kosten verursacht. Der Kunde bezahlt im Preis zwar zum Teil eine Gegenleistung, aber auch eben im Gewinn keine (!) Gegenleistung.
Das zeigt die BWL.
Und der Staat verlangt mit der Steuer eine Gegenleistung für die Aufrechterhaltung einer Marktordnung, Eigentum und Vertragsfreiheit werden nur durch den Staat geschützt.
Und die Gegenleistung für ein bGE als Familienausgleich ist die Steigerung des Umsatzpotentiales auf dem Markt, mehr Gewinn und mehr Steuern.:)
Seit 1795 gilt : Das Suboptimum einer Einkommensverteilung auf dem Markt kann noch einmal durch den Familienausgleich für Existenzsicherung und mehr Umsatzpotential optimiert werden.
Der Markt an sich ist nicht optimal. 🙂
Carsten Says:	April 1, 2015 um 09:33 Von ohne Gegenleistung war die Rede.
Die „Gegenleistung“ besteht hier darin, dass er davon absieht Gewalt gegen mich anzuwenden um meinen Fisch zu bekommen, auf Basis eines staatlichen Gesetzes.
Genauso gut könnte ein räuberischer Erpresser (auf Basis eines Gesetzes) kommen und mir sagen, dass er für einen halben Fisch die „Leistung“ erbringt, mir nicht den ganzen Fisch mit Gewalt zu nehmen.
Molot Says:	April 1, 2015 um 10:55 @Carsten
Natürlich kann er das tun, der Erpresser, aber dann beutet er den Angler aus. Nichts Anderes hatte ich behauptet.
Derartige Erpressung trifft hierzulande alle, die ihr Einkommen selber erwirtschaften.
Molot Says:	April 1, 2015 um 11:05 @Juergen Rettel
„….ohne Gegenleistung ist im Markt immer der Gewinn. Er hat nämlich keine Kosten….“
Der Gewinn ist der Treibstoff für den Markt. Gewinn ist die Ursache für jeden Handel.
Es wird nicht ein einziger Handel stattfinden ohne daß beide Seiten einen Gewinn erzielen.
„Der Markt an sich ist nicht optimal“
Ich weiß nicht was Sie damit meinen, wenn Sie aber von den Ergebnissen des Marktes reden so liegen Sie falsch. Die sind optimal, immmer. Sie werden kein Gegenbeispiel finden.
Juergen Rettel Says:	April 1, 2015 um 12:23 Molot, das Gegenbeispiel, dass der Markt nicht optimal, sondern nur ein Suboptimum bietet, führte schon C.F.Gauß 1795 :
Jedes Suboptimum einer Einkommensverteilung des Marktes kann durch einen Familienausgleich noch einmal optimiert werden in Hinblick auf Existenzsicheung und damit mehr Umsatzpotential. (Methode der kleinsten Quadrate).
Das ist 1.Semester Wirtschaftswissenschaften – mathematische Statistik. 🙂
Carsten Says:	April 1, 2015 um 18:55 @Molot
Das ist ja auch der unstrittige Punkt. Die Frage ist allerdings was den Menschen, der sich für den Besitzer (die Unterscheidungen zum Eigentümer mal außen vor gelassen) hält vom Erpresser unterschiedet.
Er glaubt eine Berechtigung zu haben, andere von einem klar definierten Ort mit Gewalt auszuschließen. Die Basis dieser Berechtigung liegt im Allgemeinen Jahrhunderte zurück und wurde von jemanden geschaffen der die Macht und Gewalt hatte sie zu postulieren und durchzusetzen.
Mir leuchtet hingegen nicht ein, wie ein durch Gewalt erzeugtes Artefakt grauer Vergangenheit, jemanden dazu berechtigt heute die Handlungsfreiheit anderer einzuschränken. Insofern sehe ich noch nicht ein, was ihn vom Erpresser trennt.
Juergen Rettel Says:	April 1, 2015 um 19:35 Das Recht auf Eigentum ist im GG garantiert. Jedoch kann die Gesellschaft das Eigentum über Einkommensteuer bis zur Hälfte vergesellschaften, solange durch einen Grundfreibetrag eine leichte Unterparität erhalten bleibt. So hat das BVerfG schon 1979 entschieden. 🙂
Molot Says:	April 1, 2015 um 20:16 @Carsten
„Eigentum“ basiert auf dem Selbsteigentum jedes Menschen, welches sich logisch herleiten lässt. (Googel hilft).
Ich bin gerne bereit. mich mit Ihnen über das Thema Eigentum zu unterhaltn, habe aber im Moment wenig Zeit. Über die Feiertage vielleicht. Gerne erwarte ich Ihre Fragen zu dem Thema.
Juergen Rettel Says:	April 2, 2015 um 08:50 Unfug, Molot, „Eigentum“ ist nur ein Rechtstitel auf der Basis der Gesetze einer Gemeinschaft.
Ohne entsprechendes Recht gibt es nur Besitz. Auch das Selbsteigentum des Menschen ist nur eine Konvention.
Eigentum gibt es rechtlich nur an Sachen, nicht an Menschen und auch nicht an Geld. Die Annahme gestohlenen Geldes ist weder als Hehlerei strafbar noch muss es dem Bestohlenen zurückgegeben werden.
shaze86 Says:	April 2, 2015 um 00:03 | Antwort Ich glaube nicht an eine 25 Stunden-Woche und so wie ich das verstehe kann man kein ganzes Haus ausdrucken sonder nur Bauteile (wäre ja auch nicht besonders praktisch), die dann vorort zusammengesetzt werden müssen. Ob das besser und wirklich günstiger als bisherige Fertigbauweisen sind kann ich nicht beurteilen.
Die bisherige Rückbetrachtung zeigt, dass neue Technologien genauso viele Arbeitsplätze erzeugen, wie sie einsparen. Bei noch mehr Robotern und 3D-Druck wird es nicht anders sein. Es sei denn wir erzeugen wie im Film menschenähnliche autarke Roboter, also so eine Art Sklaven. Doch warum sollten sich die Roboter, dass dann gefallen lassen? 🙂
Juergen Rettel Says:	April 2, 2015 um 08:55 | Antwort Eine 25 Stunden Woche wäre eine sozialistische Umverteilung von Arbeit. Liberal ist der Familienausgleich bGE als Umverteilung der Einkommen aus Arbeit und Gewinn:
Jedem nach seinen Bedarf, jedem nach seiner Leistung.
arprin Says:	April 2, 2015 um 22:28 | Antwort Wie es genau aussehen wird, liegt natürlich noch in den Sternen. In einigen technik-affineren Ländern, die aufgrund ihrer Demografie Probleme haben könnten (z.B. im Pflegebereich), werden Roboter es wohl einfacher haben als in anderen Ländern. Ich finde aber, es gibt in keinem Fall Grund für die Furcht vor der Überflüssigwerdung des Menschen.
Juergen Rettel Says:	April 3, 2015 um 08:31 Schmunzel, es gibt keine Furcht, dass der Mensch überflüssig wird, es geht dann nur um den Familienausgleich, also nicht um die sozialistische Umverteilung von Arbeit, sondern um die familiengerechte Umverteilung des Sozialproduktes.
Die Roboter zahlen dann indirekt über ihre Besitzer Steuern im Produkt, das sie herstellen. 🙂
Es ist so, je kleiner die Kosten, desto höher die Erträge und die Steuern auf Erträge. Besteuert man Arbeit und Ertrag gleich, dann bleiben die Einnahmen konstant.
Timo Ollech Says:	April 9, 2015 um 20:06 | Antwort Nehmen wir mal den Extremfall: Maschinen machen sämtliche Arbeit. Menschliche Arbeit ist schlicht unnötig geworden. Wie kommen dann die Ergebnisse der Maschinenarbeit zu den Menschen, denen die Maschinen doch dienen?
Ein BGE wäre da ein sehr simples Mittel, allerdings auch nur ein Übergangsmodell hin zu einer Welt ohne Geld, wie sie bei Star Trek dargestellt wird.
arprin Says:	April 10, 2015 um 00:04 | Antwort So schnell wird es nicht dazu kommen, dass menschliche Arbeit unnötig wird. Und wenn es so kommt, brauchen wir trotzdem immer noch kein BGE. Geld ist ja als Tauschmittel da. Solange man, um ein Gut zu erwerben, nicht immer etwas zum Tausch parat hat, wird man Geld brauchen.
Timo Ollech Says:	April 11, 2015 um 20:45 OK, schrauben wir das etwas zurück & nehmen eine weniger extreme, realistischere Situation: Nur noch 20% der Bevölkerung ist erwerbstätig, weil die anderen 80% schlicht nicht mehr zum Arbeiten gebraucht werden. Du schreibst in einem Kommentar oben:
Kinder werden von ihren Eltern versorgt, Rentner können für ihren Ruhestand vorsorgen, andere können in Notzeiten von ihrem Umfeld oder Wohlfahrtsverbänden unterstützt werden.
Alle, die von anderen „versorgt“ werden, sind damit auch von diesen abhängig. In meinem Beispiel wären dann also 80% der Bevölkerung vom Wohlwollen der 20% abhängig. Ist das die freie Gesellschaft, die dir vorschwebt? Mir wird bei dieser Vorstellung sehr unwohl.
Zugleich lehne ich zwangsweises Umverteilen so wie Du ab. Aus diesem Grund gefällt mir das Modell eines Freiwilligen Bedingungslosen Grundeinkommens. Auch da sind die Empfänger des FBGE zwar vom Wohlwollen derjenigen abhängig, die da einzahlen, aber viel indirekter. Es gibt einen großen Pool, in den einzahlt wer will, und dessen Inhalt wird dann verteilt. Ob da nun einzelne keine Lust mehr haben, einzuzahlen, macht sich kaum bemerkbar. Wenn hingegen z.B. meine Familie mich verstößt in einer Situation, in der ich auf ihre Unterstützung angewiesen wäre, trifft mich das viel härter.
Juergen Rettel Says:	April 12, 2015 um 07:50 Timo Ollech, das bGE ist GG-Gebot als Familienausgleich. Und für die Großfamilie Volk ist er eine Nullsumme.
Die Liberale Marktwirtschaft sieht seit Adam Smith 1776 einen Familienausgleich als Einkommensteuer für notwendig an.
Wer das ablehnt, ist also nicht liberal. Das vergessen viele Libertäre.
Gutartiges Geschwulst Says:	April 10, 2015 um 20:12 | Antwort @Timo Ollech: „Wie kommen dann die Ergebnisse der Maschinenarbeit zu den Menschen, …? … Ein BGE wäre da ein sehr simples Mittel, …“
Mich würde vielmehr interessieren, wo denn im Zeitalter des bGe das Geld herkommen würde. Warum sollten die Mitarbeiter der staatlichen Notendruckereien überhaupt noch zur Arbeit erscheinen wollen, wenn ihnen ein bGe zustünde?
Juergen Rettel Says:	April 11, 2015 um 07:53 | Antwort 1. Eine Volkswirtschaft braucht ein bGE, weil Marktwirtschaft allein (Netto = Brutto) das Existenzrecht eines Menschen nicht sichert ! Das sichert nur Netto = 0,5 * Brutto + Familienköpfe * bGE.
(Milton Friedman Kap. 12).
2. Einkommensteuer ist nicht nur Lohnsteuer, sondern Steuer auf Arbeit UND Gewinn. Wenn Roboter statt Arbeiter den Gewinn erwirtschaften, muss man nur den Gewinn besteuern !
Löhne UND Gewinne sind gleich zu besteuern (Milton Friedman Kap. 3), dann ist das Steuersystem beschäftigungsunabhängig !
Libertäre sollten lesen lernen, z.B. Friedman. Erst dann entwickelt sich Geist. 🙂
Gutartiges Geschwulst Says:	April 11, 2015 um 11:35 Selbst für das, was Sie unter Geist verstehen, Schmunzelchen, sind Sie ein bemerkenswert unattraktives Beispiel.
Juergen Rettel Says:	April 11, 2015 um 14:29 Schmunzel, lieber ein bescheidener Geist auf Faktenbasis als ein kranker auf Glaubensdogmen. 🙂
Ihre Frage, wo denn die Mitabeiter der Notenbanken herkommen sollen, war dermaßen albern, Geld wird von Robotern als Bits schon heute erzeugt, Es stellt sich nur die Frage, wem gehören die Computer ?
Gutartiges Geschwulst Says:	April 11, 2015 um 17:26 „…, Geld wird von Robotern als Bits schon heute erzeugt, …“
Was versuchen Sie mir mitzuteilen, Schmunzelchen? Das in den Notendruckereien keine Menschen mehr beschäftigt sind?
Es macht keinen Sinn, dass Sie sich dümmer stellen wollen, als Sie sind. Gegen sich selbst haben Sie diesbezüglich keine Chance.
Um Ihre Antwort ungefähr vorweg zu nehmen:
„Schmunzel. 1. Ein Staatliches Geldschöpfungsmonopol für kollektive Freiheit der Bürger.
2. Ein Mindesteinkommen für individuelle Freiheit gemäß C.F.Gauß :
Netto = 0,5 * Brutto + Familienköpfe * bGE auch für Brutto = 0.“
Juergen Rettel Says:	April 12, 2015 um 07:42 Schmunzel, die EU erwägt die Abschaffung des Bargeldes als Relikt der Postkutschenzeit. Plastikkarte reicht ja.:)
Gutartiges Geschwulst Says:	April 12, 2015 um 19:59 @Schmunzelchen: „Plastikkarte reicht ja.:)“
Wie konnte ich vergessen, dass sich Plastikkarten selber produzieren und ausliefern?
Juergen Rettel Says:	April 12, 2015 um 21:58 Handys werden heute schon von Robotern produziert. 🙂
qwerty248 Says:	August 2, 2015 um 00:43 | Antwort „A machine that could be built for nothing would, [Marx] said, add no value at all to the production process and rapidly, over several accounting periods, reduce the price, profit and labour costs of everything else it touched.“ http://www.theguardian.com/books/2015/jul/17/postcapitalism-end-of-capitalism-begun
Etwas das nichts kostet, wird binnen kürzester Zeit für nichts verkauft werden. Ein BGE bräuchte dann niemand mehr.
Neoliberaler Ellenbogenkrieger Says:	August 2, 2015 um 14:32 | Antwort Ganz ketzerisch und politisch extremst unkorrekt gefragt: was (außer gutmenschlicher Humanitätsduselei natürlich!) würde eigentlich dagegen sprechen, die überflüssigen 80 % einfach zu Millionen und Abermillionen verhungern und erfrieren zu lassen?
qwerty248 Says:	August 2, 2015 um 15:17 | Antwort https://arprin.wordpress.com/2015/03/29/das-ende-des-arbeitsleids/#comment-9247
und es werden wohl nicht 64% zu blöd sein Essen und Heizöl zu kaufen 😉
arprin Says:	August 2, 2015 um 15:23 | Antwort Verhungern und erfrieren „lassen“? Das würde ja bedeuten, dass die betreffenden Personen entweder sterben wollen oder keine Möglichkeit haben, an Essen und Wärme zu kommen. Beides ist doch in einer entwickelten, industrialisierten Gesellschaft völlig ausgeschlossen. Menschen wollen nicht sterben und sie könnten an alles Notwendige kommen, gerade in einer von Robotern geprägten Gesellschaft. Sie sterben „lassen“ kann man also nicht, man kann sie höchstens durch aktives Eingreifen in den Tod treiben.
Neoliberaler Ellenbogenkrieger Says:	August 2, 2015 um 15:27 | Antwort Wenn man den überflüssigen 80 % alle materiellen Mittel entzieht, können sie schlichtweg kein Essen oder Heizöl mehr kaufen! Also frage ich noch einmal: warum lassen wir die Überflüssigen nicht einfach sterben – oder helfen dem Massensterben eventuell noch nach? Anders als in der Nazizeit könnten wir heute industrielle Massenmordfabriken auch vollautomatisiert betreiben… was spricht also (außer sentimentalen christlichen, humanistischen oder linksgrüngutmenschlichen Anwandlungen) gegen die Endlösung der Loserfrage? Warum ist Massenmord böse? Warum ist überhaupt das Gute dem Bösen vorzuziehen? Warum ist das Sein besser als das Nichts?
arprin Says:	August 2, 2015 um 15:30 | Antwort Wenn man den überflüssigen 80 % alle materiellen Mittel entzieht
Das will ich ja nicht, das wäre schlimmste Tyrannei.
Warum ist Massenmord böse?
Menschen haben ein Recht auf Leben, also ist Mord falsch.
qwerty248 Says:	August 2, 2015 um 17:18 | Antwort “A machine that could be built for nothing would, [Marx] said, add no value at all to the production process and rapidly, over several accounting periods, reduce the price, profit and labour costs of everything else it touched.”
Essen auf Hydroponic gibt’s schon. Heizöl aus CO2 auch. Wenn beides von Maschinen hergestellt wird, die nichts kosten, kann sich jeder so eine Maschine bauen oder kaufen, oder es bräuchte nur einen der Heizöl und Essen aus so einer Maschine – jetzt kommts – für nichts verkauft.
Wobei, vielleicht speichern Maschinen das ganze CO2, bedecken auch noch den Himmel, damit es kein Sonnenlicht mehr gibt – kost ja nix – und entziehen so den 80% jegliche Lebensgrundlage ohne die 20% zu gefährden.
Aber warum sollte dann nicht jemand – kost ja nix – den Antisonnenschirm abreißen und die CO2-Entzugsmaschinen zerstören?
Yadgar Says:	August 2, 2015 um 15:44 | Antwort Hallo Arprin!
Du bist gerade meinem bösen Netz-Alter Ego begegnet, dem Neoliberalen Ellenbogenkrieger (es gibt auch noch andere, zum Beispiel Rudolf Baron von Trottka, den Bibelnazi oder den Nazitroll mit Jagdschein, die beschränken ihr Wirken allerdings zumeist auf den Assoziations-Blaster (www.a-blast.de)). Der Neoliberale Ellenbogenkrieger ist eine Art Advocatus diaboli, er versucht den Dingen auf den Grund zu gehen, indem er gängige Überzeugungen bis jenseits aller Schmerz- und Strafbarkeitsgrenzen in Frage stellt – in der Regel als Satire getarnt, schließlich will ich nicht vom Rechner weg verhaftet und auf Nimmerwiedersehen in der Forensik verschwinden.
Der eigentliche Grund für diese meine geistig-moralischen Exzesse unter fingierten Identitäten ist allerdings der, dass ich mir selbst meines inneren Kompasses, meines moralischen Fundamentes nicht sicher bin! Ich will gerne gut sein – aber darf ich es auch?
Jetzt frage ich dich als Yadgar: wovon leitest du das Recht des Menschen auf Leben ab?
arprin Says:	August 2, 2015 um 19:33 | Antwort Hallo Yadgar 🙂 Ich hatte schon mit einer verdeckten Identität gerechnet. Welche Lehren man heranzieht, um das Recht auf Leben zu begründen, ist mir ehrlich gesagt nicht so wichtig wie die Tatsache, dass man dieses Recht anerkennt. Aber ich habe wirklich eine Begründung anzubieten: Ich sehe den Menschen als Eigentümer seines Körpers, und somit ist er Herr über sein Leben und niemand anderes. Wenn andere nicht an ein naturrechtlich begründetes Selbsteigentum glauben, ist mir das aber auch egal, solange sie das Recht auf Leben (bzw. Eigentum) anerkennen.
qwerty248 Says:	August 2, 2015 um 20:19 Recht ist nur etwas wert, solange es durchgesetzt werden kann. Siehe Wechselkursschwankungen; Geld als Zahlungsmittel ist ein Recht auf Kaufkraft.
Was ist, wenn du das Selbsteigentum an dir, an das du und andere glauben, gar nicht durchsetzen kannst?
qwerty248 Says:	August 2, 2015 um 20:21 What are the legal consequences when we're controlling each other with BCIs? Can I be responsible for what I'm doing? http://t.co/fQwLnoDiZb
— qwertyman (@qwerty248) November 8, 2014

References: BGE 
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 Art. 3
 Art. 1
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