Source: http://relevancy.bger.ch/php/aza/http/index.php?lang=de&zoom=&type=show_document&highlight_docid=aza%3A%2F%2F04-09-2014-2C_772-2013
Timestamp: 2016-10-23 03:11:42+00:00

Document:
2C_772/2013 (04.09.2014)
2C_772/2013 � � Urteil vom 4. September 2014
vertreten durch Rechtsanwalt Stephan Groth,
Beschwerde gegen das Urteil des Kantonsgerichts Luzern, 4. Abteilung, vom 25. Juli 2013.
�Die B.________ AG, Club C.B.________, ersuchte am 19. April 2012 beim Amt f�r Migration des Kantons Luzern um eine Kurzaufenthaltsbewilligung (19. April 2012 bis 26. Mai 2012) f�r die rum�nische Staatsangeh�rige A.________ (geb. 1990) als Masseuse (Prostituierte). Einen Nachweis, dass f�r die betreffende Erwerbst�tigkeit keine inl�ndischen Arbeitskr�fte gefunden werden konnten, legte der Club C.B.________ nicht bei.
�Nachdem das Gesuch zur�ckgewiesen worden war, verlangte A.________ eine beschwerdef�hige Verf�gung. Am 10. Mai 2012 lehnte das Amt f�r Migration das Gesuch um Erteilung einer Kurzaufenthaltsbewilligung an A.________ f�rmlich ab und wies sie an, die Schweiz nach ihrer bewilligungsfreien Aufenthaltsdauer wieder zu verlassen. Die gegen diese Verf�gung beim Justiz- und Sicherheitsdepartement des Kantons Luzern gef�hrte Verwaltungsbeschwerde wurde am 9. April 2013 abgewiesen. Eine hiergegen erhobene Beschwerde beim Kantonsgericht des Kantons Luzern lehnte dieses mit Urteil vom 25. Juli 2013 ab.
�Mit Eingabe vom 4. September 2013 beantragt A.________ dem Bundesgericht, den Entscheid des Kantonsgerichts vom 25. Juli 2013 aufzuheben. Es sei festzustellen, dass sie als selbstst�ndige Erwerbst�tige zu gelten und Anspruch auf Erteilung einer entsprechenden Bewilligung habe.
�Das Kantonsgericht Luzern und das Bundesamt f�r Migration beantragen, die Beschwerde abzuweisen. Die Beschwerdef�hrerin h�lt in einer weiteren Eingabe an ihren Antr�gen fest.
1.1.�Auf dem Gebiet des Ausl�nderrechts ist die Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten gegen Entscheide ausgeschlossen, welche Bewilligungen betreffen, auf die weder das Bundesrecht noch das V�lkerrecht einen Anspruch einr�umen (Art. 83 lit. c Ziff. 2 BGG). F�r das Eintreten gen�gt, wenn die betroffene Person in vertretbarer Weise dartut, dass potenziell ein solcher Anspruch besteht (BGE 136 II 177 E. 1.1 S. 179 f., 497 E. 3.3 S. 500 f.). Die Beschwerdef�hrerin beruft sich in vertretbarer Weise auf Rechtsanspr�che aus dem Abkommen vom 21. Juni 1999 zwischen der Schweizerischen Eidgenossenschaft einerseits und der Europ�ischen Gemeinschaft und ihren Mitgliedstaaten andererseits �ber die Freiz�gigkeit (FZA; SR 0.142.112.681; Protokoll vom 27. Mai 2008 zum Freiz�gigkeitsabkommen im Hinblick auf die Aufnahme der Republik Bulgarien und Rum�nien als Vertragsparteien infolge ihres Beitritts zur Europ�ischen Union [Protokoll II; SR 0.142.112.681.1]; Urteil 2D_50/2012 vom 1. April 2013 E. 1.3; vgl. Urteil 2C_217/2009 vom 11. September 2009 E.1.2 und 1.3). Ob die jeweiligen Voraussetzungen tats�chlich gegeben sind, bildet eine Frage der materiellen Beurteilung.
1.2.�Zur Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten ist legi-timiert, wer vor der Vorinstanz am Verfahren teilgenommen oder keine M�glichkeit zur Teilnahme erhalten hat, durch die angefochtene Verf�gung besonders ber�hrt ist und �ber ein aktuelles schutzw�rdiges Interesse an deren Aufhebung oder �nderung verf�gt (Art. 89 Abs. 1 BGG). Das schutzw�rdige Interesse an der Beurteilung der Eingabe (Art. 89 Abs. 1 lit. c BGG) muss nicht nur bei der Beschwerdeeinreichung, sondern auch noch im Zeitpunkt der Urteilsf�llung aktuell und praktisch sein (vgl. BGE 139 I 206 E. 1.1 S. 208; 135 I 79 E. 1.1 S. 81; 123 II 285 E. 4 S. 286 f.)
�Der Club C.B.________ beantragte beim Amt f�r Migration f�r die Beschwerdef�hrerin eine Aufenthaltsbewilligung w�hrend der Zeit vom 19. April 2012 bis zum 26. Mai 2012. Nachdem das Gesuch zur�ckgewiesen worden war, verlangte die Beschwerdef�hrerin eine Verf�gung, um den Entscheid anfechten zu k�nnen. Der f�r die Berufsaus�bung vorgesehene Zeitraum ist mittlerweile verstrichen. Vom Erfordernis des aktuellen praktischen Interesses kann das Bundesgericht absehen, wenn sich die aufgeworfenen Fragen unter gleichen oder �hnlichen Umst�nden jederzeit wieder stellen k�nnen, eine rechtzeitige �berpr�fung im Einzelfall kaum je m�glich w�re und die Beantwortung wegen deren grunds�tzlicher Bedeutung im �ffentlichen Interesse liegt (BGE 139 I 206 E. 1.1 S. 208; 136 II 101 E. 1.1 S. 103; 135 I 79 E. 1.1 S. 81). Dies ist vorliegend gegeben, zumal die Beschwerdef�hrerin vorbringt, sie beabsichtige nach wie vor, eine entsprechende Erwerbst�tigkeit in der Schweiz auszu�ben. Auf die form- und fristgerecht eingereichte Beschwerde (Art. 42 Abs. 1 und 100 Abs. 1 BGG), die sich gegen einen Endentscheid eines oberen Gerichts als letzte kantonale Instanz richtet (Art. 90 BGG; Art. 86 Abs. 1 lit. d und Abs. 2 BGG), ist deshalb einzutreten.
1.3.�Das Bundesgericht legt seinem Urteil den Sachverhalt zugrunde, den die Vorinstanz festgestellt hat (Art. 105 Abs. 1 BGG); es kann die Sachverhaltsfeststellung der Vorinstanz nur berichtigen oder erg�nzen, wenn sie offensichtlich unrichtig, d.h. willk�rlich ist oder wenn sie auf einer Rechtsverletzung im Sinne von Art. 95 BGG beruht und wenn die Behebung des Mangels f�r den Ausgang des Verfahrens entscheidend sein kann (Art. 97 Abs. 1 und Art. 105 Abs. 1 und Abs. 2 BGG). Auf appellatorische Kritik an den vorinstanzlichen Sachverhaltsfeststellungen oder an deren Beweisw�rdigung tritt das Bundesgericht nicht ein (BGE 137 II 353 E. 5.1 S. 356; 136 II 101 E. 3 S. 104 f.; 135 V 39 E. 2.2 S. 41). Hinsichtlich der Verletzung von Grundrechten gilt eine qualifizierte R�gepflicht (Art. 106 Abs. 2 BGG; vgl. BGE 138 I 274 E. 1.6 S. 280 f.; 136 I 229 E. 4.1 S. 235; je mit Hinweisen). Insoweit die Beschwerdef�hrerin vorbringt, sie werde aufgrund ihrer Herkunft diskriminiert (Art. 8 Abs. 2 BV), dies indes nicht weiter belegt, sondern selbst als "Mutmassung" bezeichnet, kann die R�ge nicht behandelt werden.
�Die Beschwerdef�hrerin macht geltend, die Vorinstanz habe ihren Anspruch auf rechtliches Geh�r verletzt, indem sie von ihr vorgebrachte Gr�nde, die auf eine selbstst�ndige Erwerbst�tigkeit schliessen liessen, ausser Acht gelassen habe. Soweit diese Kritik im Ergebnis auf den Vorwurf der inhaltlichen Unrichtigkeit des vorinstanzlichen Rechtsstandpunkts hinausl�uft, ist sie im materiellen Teil zu behandeln (unten E. 3 ff.). Wenn die Beschwerdef�hrerin damit eine Verletzung der beh�rdlichen Begr�ndungspflicht (Art. 29 Abs. 2 BV) geltend machen will, ist dieser Vorwurf unbegr�ndet, denn das Verwaltungsgericht hat sich sehr wohl materiell mit der Frage der Qualifikation der T�tigkeit der Beschwerdef�hrerin auseinandergesetzt. Namentlich ist die Vorinstanz weder leichthin, ohne weitere �berlegungen, den Empfehlungen des Bundesamts f�r Migration zur Rotlichtproblematik gefolgt noch hat sie die Qualifikation der Erwerbst�tigkeit der Beschwerdef�hrerin ausschliesslich auf die bundesgerichtliche Rechtsprechung zum Arbeitgeberbegriff in den Strafbestimmungen des Ausl�ndergesetzes (Art. 117 AuG) abgest�tzt (vgl. dazu hinten E. 4.3.3). Die wesentlichen �berlegungen, von denen sich die Vorinstanz hat leiten lassen, werden im angefochtenen Entscheid genannt. Dem verfassungsrechtlichen Anspruch der Beschwerdef�hrerin ist Gen�ge getan (BGE 138 I 232 E. 5.1 S. 237; 137 II 266 E. 3.2 S. 270; 136 I 184 E. 2.2.1 S. 188 f.; 136 I 229 E. 5.2 S. 236; Urteil 2C_139/2013 vom 11. Juni 2013 E. 3.1).
�Das Freiz�gigkeitsabkommen bestimmt im Rahmen seines sachlichen Anwendungsbereichs das Recht der EU-Ausl�nder auf Aufenthalt und Zugang zu einer Erwerbst�tigkeit nach Massgabe der folgenden Bestimmungen:
3.1.�Art. 4 FZA in Verbindung mit Art. 12 Abs. 1 Anhang 1 FZA gew�hrt selbstst�ndig Erwerbst�tigen eine Aufenthaltsberechtigung mit einer G�ltigkeitsdauer von mindestens f�nf Jahren, wenn sich diese zum Zweck der Aus�bung einer selbstst�ndigen Erwerbst�tigkeit in der Schweiz niederlassen. Die Aufenthaltserlaubnis wird automatisch um mindestens f�nf Jahre verl�ngert, sofern der Selbstst�ndige den zust�ndigen nationalen Beh�rden nachweist, dass er eine entsprechende Erwerbst�tigkeit aus�bt (Art. 12 Abs. 2 Anhang I FZA). Aufenthaltsunterbrechungen, die sechs aufeinanderfolgende Monate nicht �berschreiten, ber�hren die G�ltigkeit einer solchen Aufenthaltserlaubnis nicht (Art. 4 Abs. 1 und Art. 12 Abs. 5 Anhang 1 FZA; vgl. Urteil 2C_471/2012 vom 18. Januar 2013 E. 4.4). Selbstst�ndige Erwerbst�tige, die sich in der Schweiz niederlassen wollen, sind hinsichtlich des Zugangs zu einer Erwerbst�tigkeit und deren Aus�bung nicht weniger g�nstig zu behandeln als schweizerische Staatsangeh�rige (Art. 15 Anhang I FZA; vgl. auch Art. 7 lit. a FZA; "Inl�nderbehandlung").
3.2.�Gem�ss Art. 4 FZA in Verbindung mit Art. 6 Abs. 1 Anhang I FZA hat ein Staatsangeh�riger einer Vertragspartei, der mit einem Arbeitgeber des Aufnahmestaates ein Arbeitsverh�ltnis mit einer Dauer von mindestens einem Jahr eingegangen ist, Anspruch auf Erteilung einer Aufenthaltserlaubnis mit einer G�ltigkeitsdauer von mindestens f�nf Jahren. Ein Arbeitnehmer, der mit einem Arbeitgeber des Aufnahmestaates ein Arbeitsverh�ltnis mit einer Dauer von mehr als drei Monaten und weniger als einem Jahr eingegangen ist, erh�lt eine Aufenthaltserlaubnis mit einer G�ltigkeitsdauer, die der Dauer des Arbeitsvertrags entspricht (Art. 6 Abs. 2 Unterabs. 1 Anhang I FZA). Ein Arbeitnehmer, der ein Arbeitsverh�ltnis mit einer Dauer von h�chstens drei Monaten eingeht, ben�tigt keine Aufenthaltserlaubnis (Art. 6 Abs. 2 Unterabs. 2 Anhang I FZA). Ein EU-ausl�ndischer Arbeitnehmer darf in der Schweiz hinsichtlich der Besch�ftigungs- und Arbeitsbedingungen, insbesondere im Hinblick auf Entl�hnung, K�ndigung und, falls er arbeitslos geworden ist, im Hinblick auf berufliche Wiedereingliederung oder Wiedereinstellung nicht anders behandelt werden als die inl�ndischen Arbeitnehmer (Art. 9 Abs. 1 Anhang I FZA).
3.3.�Sind die oben genannten Voraussetzungen erf�llt, besteht ein Anspruch f�r Angeh�rige von Bulgarien und Rum�nien auf Aufnahme der selbstst�ndigen oder aber unselbstst�ndigen Erwerbst�tigkeit sowie auf Erteilung der Aufenthaltserlaubnis. Dieser Anspruch steht jedoch unter dem Vorbehalt der Zulassung zum Arbeitsmarkt (Art. 4 FZA), d.h. der �bergangsrechtlichen Beschr�nkungen im Sinne von Art. 10 FZA (vgl. Urteil 2C_244/2011 vom 3. Februar 2012 E. 4.2.2) :
3.3.1.�Der Zugang zum Arbeitsmarkt wird f�r Angeh�rige von Rum�nien und Bulgarien zun�chst mittels H�chstzahlen beschr�nkt. Gem�ss Art. 10 Abs. 1b FZA kann die Schweiz bis zwei Jahre nach Inkrafttreten des Protokolls [...] im Hinblick auf die Aufnahme der Republik Bulgarien und Rum�niens als Vertragsparteien [...] vom 27. Mai 2008 (Protokoll II; Inkrafttreten: 1. Juni 2009) f�r die Kategorie der Aufenthalte von mehr als 4 Monaten und weniger als einem Jahr und die Kategorie der Aufenthalte von einem Jahr und mehr weiterhin H�chstzahlen f�r den Zugang zu einer Erwerbst�tigkeit von Arbeitnehmern und Selbstst�ndigen aufrechterhalten. Aufenthalte von weniger als vier Monaten unterliegen nach dem Abkommenstext keinen H�chstzahl-Beschr�nkungen (Art. 10 Abs. 1b Unterabs. 1 FZA).
�Beschr�nkungen hinsichtlich des Zugangs zum Arbeitsmarkt sieht das Abkommen f�r Angeh�rige von Rum�nien und Bulgarien sodann in Form einer - von den H�chstzahlen grunds�tzlich unabh�ngigen -�
Vorzugsregelung�f�r inl�ndische Arbeitnehmer vor: Nach Art. 10 Abs. 2b Unterabs. 1 FZA kann die Schweiz w�hrend eines Zeitraums von zwei Jahren nach Inkrafttreten des Protokolls f�r�
Arbeitnehmer�"die Kontrolle der Einhaltung des Vorrangs der in den regul�ren Arbeitsmarkt integrierten Arbeitnehmer und die Kontrolle der Entlohnungs- und Arbeitsbedingungen f�r die Staatsangeh�rigen der betreffenden Vertragspartei beibehalten". Das Abkommen erm�chtigt die Schweiz, die Kontrollen nach Art. 10 Abs. 2b Unterabs. 2 FZA bis maximal 5 Jahre nach dem Inkrafttreten des Protokolls vom 28. Mai 2008 gegen�ber rum�nischen und bulgarischen Arbeitnehmern weiterhin anzuwenden. Art. 10 Abs. 4c FZA sieht sodann vor, dass die in den Abs�tzen 2b (sowie 1b und 3b) genannten Massnahmen bei ernsthaften St�rungen auf ihrem Arbeitsmarkt oder bei Gefahr solcher St�rungen bis 7 Jahre nach Inkrafttreten des Protokolls II angewendet werden d�rfen.
3.3.2.�Mit Beschluss vom 28. Mai 2014 hat der Bundesrat die �bergangsfrist f�r Beschr�nkungen f�r unselbstst�ndig Erwerbst�tige aus Bulgarien und Rum�nien bis zum 31. Mai 2016 verl�ngert (AS 2014 1893 f.; die vorgesehene Maximalfrist von 5 Jahren in Art. 10 Abs. 4c in Verbindung mit Abs. 1b Unterabs. 2 sowie Abs. 2b Unterabs. 2 FZA wird ausgesch�pft). F�r unselbstst�ndig Erwerbst�tige aus Rum�nien und Bulgarien finden demnach - wie die Vorinstanz korrekt darlegt - weiterhin Beschr�nkungen hinsichtlich der Zulassung zum Arbeitsmarkt im Sinne von Art. 10 FZA Anwendung, namentlich die Pr�fung der "Einhaltung des Vorrangs der in den regul�ren Arbeitsmarkt integrierten [inl�ndischen] Arbeitnehmer" im Sinne von Art. 10 Abs. 2b FZA (vgl. Urteil 2C_434/2014 vom 7. August 2014 E. 1.1). Aufgrund der Anwendbarkeit von �bergangsrechtlichen Beschr�nkungen gilt f�r unselbstst�ndig Erwerbst�tige aus Rum�nien und Bulgarien namentlich auch keine Bewilligungsfreiheit von Arbeitsaufenthalten von weniger als drei Monaten (Art. 10 FZA; Art. 2 Abs. 1 in Verbindung mit Art. 6 Abs. 2 Unterabs. 2 Anhang I FZA; vgl. oben E. 3.2).
3.3.3.�Art. 27 der Verordnung �ber die Einf�hrung des freien Personenverkehrs (VEP [SR 142.203]), welche die Art. 10 des Freiz�gigkeitsabkommens konkretisiert (Art. 1 VEP; Urteil 2C_217/2009 vom 11. September 2009 E. 2.1), sieht f�r Angeh�rige aus Rum�nien und Bulgarien entsprechend vor, dass die kantonale Arbeitsmarktbeh�rde (Art. 26 VEP) vor einem allf�lligen Bewilligungsentscheid dar�ber befindet, ob die "arbeitsmarktlichen Voraussetzungen" f�r die Erteilung der Bewilligung zur unselbstst�ndigen Erwerbst�tigkeit erf�llt sind. Unter die arbeitsmarktrechtlichen Voraussetzungen fallen namentlich die Pr�fung des Inl�ndervorrangs im Sinne von Art. 21 AuG sowie die Kontrolle der Lohn- und Arbeitsbedingungen (vgl. Urteil 2C_434/2014 vom 7. August 2014 E. 1.1 und 2.2 mit Hinweis; vgl. auch die Weisungen zur Verordnung �ber die Einf�hrung des freien Personenverkehrs des Bundesamts f�r Migration vom Mai 2014, S.15 ff., 36).
�Die Vorinstanz durfte demnach annehmen, die Beschwerdef�hrerin unterliege der Bewilligungspflicht und h�tte nur Anspruch auf Erteilung der Bewilligung, wenn sie selbstst�ndig erwerbst�tig w�re. Sie durfte namentlich davon ausgehen, der Zugang zum Arbeitsmarkt sei bei unselbstst�ndig erwerbst�tigen Rum�nen oder Bulgaren gest�tzt auf die �bergangsbestimmungen vom (Nicht-) Vorhandensein von inl�ndischen Arbeitnehmenden abh�ngig (Art. 10 Abs. 2b FZA in Verbindung mit Art. 21 AuG). Da der Club C.B.________ nicht nachgewiesen hat, dass f�r die beabsichtige T�tigkeit keine inl�ndische Arbeitskraft gefunden werden konnte, durfte die Vorinstanz davon ausgehen, der Beschwerdef�hrerin k�nne unter dem Titel der Arbeitnehmerfreiz�gigkeit derzeit keine Bewilligung erteilt werden.
�Die Beschwerdef�hrerin anerkennt grunds�tzlich diese �bergangsrechtlichen Beschr�nkungen. Sie bringt jedoch vor, das Kantonsgericht sei zu Unrecht davon ausgegangen, die �bergangsbestimmungen w�ren auch auf sie anwendbar. Die Beschwerdef�hrerin selbst f�hre - entgegen der Auffassung der Vorinstanz - eine selbstst�ndige Erwerbst�tigkeit aus.
�Es stellt sich demnach die Frage, ob die Beschwerdef�hrerin von der Vorinstanz zurecht als unselbstst�ndige Erwerbst�tige im Sinne des FZA betrachtet wurde.
4.1.�Die Interpretation des Begriffs der Arbeitnehmert�tigkeit bestimmt sich entgegen der Auffassung der Vorinstanz nicht (ausschliesslich) nach nationalem Recht (Art. 5 Abs. 4 BV; Art. 27 VRK [SR 0.111]; BGE 138 II 524 E. 5.1 S. 533; 125 II 417 E. 4d S. 424 f.; 122 II 234 E. 4e S. 239). Ausgangspunkt der Interpretation ist vielmehr der Begriff des Arbeitnehmers im Sinne von Art. 10 FZA, der materiell dem Begriff der unselbstst�ndigen Erwerbst�tigkeit im Sinne von Art. 1 lit. a FZA bzw. des Arbeitnehmers nach Art. 6 ff. Anhang I FZA entspricht. Der Begriff des Arbeitnehmers wird im FZA (gleich wie im Prim�r- und Sekund�rrecht der EU) nicht definiert, ist jedoch ein unionsrechtlicher (vgl. BGE 131 II 339 E. 3.1 S. 344 f.; Minh Son Nguyen, Le travailleur, l'ind�pendant, le prestataire de services et le travailleur d�tach� en droit suisse des migrations �conomiques, in: Cesla Amarelle et al. [Hrsg.], Migrations et �conomie, 2010, S. 67 ff.; Christina SCHNELL, Arbeitnehmerfreiz�gigkeit in der Schweiz, Diss., 2010, S. 133 ff.). F�r dessen Auslegung - insbesondere mit Blick auf die Abgrenzung zur selbstst�ndigen Erwerbst�tigkeit nach Art. 12 ff. Anhang I FZA -, ist die hierf�r einschl�gige Rechtsprechung des EuGH zu ber�cksichtigen (Art. 16 Abs. 2 FZA; BGE 140 II 112 E. 3.2 S. 117 f. mit zahlreichen Hinweisen). Dabei ist die Rechtsprechung des EuGH vor dem Zeitpunkt der Unterzeichnung (21. Juni 1999) massgebend. Da es Ziel des Abkommens ist, die Freiz�gigkeit auf der Grundlage der in der Europ�ischen Union geltenden Bestimmungen zu verwirklichen (Pr�ambel), und die Vertragsstaaten �bereingekommen sind, in den vom Abkommen erfassten Bereichen alle erforderlichen Massnahmen zu treffen, damit in ihren Beziehungen eine m�glichst parallele Rechtslage besteht (Art. 16 Abs. 1 FZA), weicht das Bundesgericht praxisgem�ss von der Auslegung abkommensrelevanter unionsrechtlicher Bestimmungen durch den EuGH nach dem Unterzeichnungsdatum nicht leichthin, sondern nur beim Vorliegen "triftiger" Gr�nde ab (BGE 140 II 112 E. 3.2 S. 117; 139 II 393 E. 4.1.1 S. 397 f.; BGE 136 II 65 E. 3.1 S. 70 f.).
4.1.1.�Nach der Rechtsprechung des EuGH steht der Arbeitnehmer bzw. der unselbstst�ndig Erwerbende in einem weisungsgebundenen Abh�ngigkeitsverh�ltnis, wobei er eine (tats�chliche und echte) T�tigkeit f�r einen anderen f�r eine bestimmte Zeit verrichtet und daf�r ein Entgelt bezieht (Urteile des EuGH vom 3. Juli 1986 Rs. 66/85�
Lawrie-Blum�Randnr. 12, 18; vom 21. Juni 1988 Rs. 197/86�
Brown, Slg. 1988, 3205 Randnr. 21; vom 8. Juni 1999 C-337/97�
Meeusen�Randnr. 13). Der Begriff des Arbeitnehmers wird vom EuGH weit ausgelegt, um den Schutzbereich dieser Grundfreiheit m�glichst vielen Personen zugutekommen zu lassen (vgl. Urteile des EuGH vom 3. Juni 1986 139/85�
Kempf�Randnr. 13;�
Lawrie-Blum,�a.a.O., Randnr. 21; vom 23. M�rz 1982 Rs. 53/81�
Levin, Slg 1982, 1035 Randnr. 17; vgl. auch vom 12. Mai 1998 C-85/96�
Mart�nez Sala�Randnr. 32). Demgegen�ber sind Anhaltspunkte f�r eine selbstst�ndige Erwerbst�tigkeit die Beteiligung an den gesch�ftlichen Risiken, die freie Bestimmung der Arbeitszeit, die Weisungsfreiheit und die Auswahl der Mitarbeiter (Urteil des EuGH vom 28. Januar 1986 Rs. 270/83�
Frankreich, Slg. 1986, 273, Randnr. 13; vom 7. September 2004 C-456/02�
Trojani�Randnr. 27 [zur Niederlassungsfreiheit]; Winfried Brechmann, in: EUV/AEUV, Kommentar, Calliess/Ruffert [Hrsg.], 4. Aufl. 2011, N. 14 zu Art. 45 AEUV; Ulrich Forsthoff, in: Das Recht der Europ�ischen Union, Kommentar, Grabitz/Hilf/Nettesheim [Hrsg.], Stand Juli 2010, N. 69, 73 und 77 zu Art. 45 AEUV). Arbeitnehmer im Sinne von Art. 45 AEUV (bzw. Art. 39 EGV) k�nnen auch Gesch�ftsf�hrer sein (EuGH vom 7. Mai 1998 C-350/96�
Clean Car, Slg. 1998-I 2521 Randnr. 9 ff., 30); die Arbeitnehmereigenschaft ist auch nicht bereits dadurch ausgeschlossen, dass die betreffende Person im Wege einer Ertragsbeteiligung entl�hnt wird (EuGH vom 14. Dezember 1989 C-3/87�
Agegate, Slg. 1989, 4459 Randnr. 36). Auch der Umstand, dass ein Arbeitsverh�ltnis nur von kurzer Dauer oder befristet war, schliesst die Arbeitnehmereigenschaft nicht aus (Urteile vom 26. Februar 1992 C-3/90,�
Bernini, Slg. 1992, I-1071, Randnr. 16; vom 26. Februar 1992 C-357/89�
Raulin, Slg. 1992, I-1027, Randnr. 13). In einem neueren Urteil bezieht sich der EuGH f�r die Abgrenzung der Arbeitnehmereigenschaft von derjenigen des Arbeitgebers auf das �ber- und Unterordnungsverh�ltnis (Urteil vom 15. Dezember 2012 C-151/04 und 152/04�
Nadin, Slg. 2005, I-11203 Randnr. 10, 31 f.). Die Arbeitnehmereigenschaft untersteht dabei einer Gesamtbetrachtung nach objektiven Gesichtspunkten (vgl. Urteil�
Agegate, a.a.O., Randnr. 36 ff.; Urteil vom 6. November 2003 C-413/01�
Ninni-Orasche, Slg. 2003, I-13187, Randnr. 27), wobei f�r die Einordnung der T�tigkeit die Unternehmensorganisation entscheidend ist (vgl. Forsthoff, a.a.O., N. 72 zu Art. 45 AEUV; Brechmann, a.a.O., N. 12 ff. zu Art. 45 AEUV).
4.1.2.�Unter dem Vorbehalt der Inl�ndergleichbehandlung f�llt die Prostitution als selbstst�ndig oder unselbstst�ndig ausge�bte Erwerbst�tigkeit in den Schutzbereich der Grundfreiheiten (Urteil des EuGH vom 20. November 2001 C-268/99�
Jany und andere, Slg 2001 I-8615 Randnr. 56 ff.; vgl. bereits vom 18. Mai 1982 Verb. Rs. 115/81 und 116/81�
Adoui�und�
Cornuaille, Slg. 1982 1665 Randnr. 6, 8). Dabei l�sst der EuGH die Mitgliedstaaten die Frage, ob die Prostitution von der betreffenden Person selbstst�ndig (oder unselbstst�ndig) ausge�btwird, anhand der Beweisvoraussetzungen pr�fen, ob die Aus�bung�
ohne�Vorliegen eines Unterordnungsverh�ltnisses erfolgt "in Bezug auf die Wahl dieser T�tigkeit, die Arbeitsbedingungen und das Entgelt [sowie] in eigener Verantwortung und gegen ein Entgelt, das der betreffenden Person vollst�ndig und unmittelbar gezahlt wird" (EuGH�
Jany�
und andere, a.a.O., Randnr. 71). Nur wenn diese Voraussetzungen erf�llt sind, kann die Prostitution als eine von Selbstst�ndigen ausge�bte Erwerbst�tigkeit gelten (Urteil des EuGH�
Jany und andere, a.a.O., Randnr. 70 f. im Zusammenhang mit der Dienstleistungsfreiheit; die Beschwerdef�hrerinnen hatten f�r die Erwerbst�tigkeit eigenst�ndig je eine R�umlichkeit gemietet; es bestanden keine sachverhaltlichen Hinweise auf einen Bordell-/Clubbetrieb; vgl. Randnr. 17; vgl. zu den Kriterien im Allgemeinen auch die Schlussantr�ge des Generalanwalts Poiares Maduro vom 19. Februar 2004 zu C-327/02�
Panayotova und andere, Randnr. 83).
4.1.3.�Auf �hnliche Kriterien zur Bestimmung der Art der (selbstst�ndigen oder unselbstst�ndigen) T�tigkeit st�tzt sich denn auch das nationale Recht: Gem�ss Art. 11 Abs. 1 AuG ben�tigen Ausl�nderinnen und Ausl�nder, die in der Schweiz eine Erwerbst�tigkeit aus�ben wollen, eine Bewilligung (vgl. oben E. 3.3.2). Als Erwerbst�tigkeit gilt hierbei jede �blicherweise gegen Entgelt ausge�bte unselbstst�ndige oder selbstst�ndige T�tigkeit, selbst wenn sie unentgeltlich erfolgt (Art. 11 Abs. 2 AuG). Als�
unselbstst�ndige�Erwerbst�tigkeit (Art. 1a VZAE) gilt jede T�tigkeit f�r einen Arbeitgeber mit Sitz in der Schweiz oder im Ausland, wobei es ohne Belang ist, ob der Lohn im In- oder Ausland ausbezahlt wird und eine Besch�ftigung nur stunden- oder tageweise oder vor�bergehend ausge�bt wird (Art. 1a Abs. 1 VZAE [SR 142.201]). Als�
selbstst�ndige�Erwerbst�tigkeit gilt demgegen�ber die Aus�bung einer T�tigkeit im Rahmen einer eigenen, frei gew�hlten Organisation, die auf die Einkommenserzielung ausgerichtet ist, wobei der Erwerbende unter eigener Weisungsgewalt steht und das unternehmerische Risiko selbst tr�gt. Diese frei gew�hlte Organisation tritt nach aussen in Erscheinung, indem beispielsweise ein Handels-, Fabrikations-, Dienstleistungs-, Gewerbe- oder anderer Gesch�ftsbetrieb gef�hrt wird (Art. 2 Abs. 1 VZAE).
4.2.�Prostitution kann in der Schweiz sowohl als selbstst�ndige als auch als unselbstst�ndige Form von Erwerbst�tigkeit ausge�bt werden (Urteile 9C_347/2013 vom 3. Juli 2013 E. 5.3; 9C_246/2011 vom 22. November 2011 E. 3 und 6; vgl. Bundesamt f�r Migration, Bericht zur Rotlichtproblematik vom Januar 2012, S. 6 ff.; 10). Die Beschwerdef�hrerin sieht die von ihr angestrebte T�tigkeit als�
selbstst�ndige�Prostitution an. Nach ihrer Ansicht zeige sich dies namentlich anhand der Benutzungsvereinbarung, welche sie mit dem Club C.B.________ abgeschlossen habe. Aus dieser gehe hervor, dass ihr f�r ein Entgelt von Fr. 90.-- t�glich "selbstst�ndig und auf freiwilliger Basis und ohne jeglichen Zwang die Infrastruktur des Clubs" zur Verf�gung gestellt werde. Der Club C.B.________ garantiere ihr weder, dass sie Kunden bedienen k�nne, noch schreibe er ihr vor, zu welchen Preisen sie Dienstleistungen anbietet oder wie lange sie sich in dessen R�umlichkeiten aufzuhalten habe. Sie sei demnach vom Club�
unabh�ngigerwerbst�tig. Dass sie selbst nach aussen kaum in Erscheinung trete, liege am durch sie ausge�bten Beruf und sei kein Hinweis auf eine unselbstst�ndige T�tigkeit.
4.3.�Gest�tzt auf die vorinstanzlichen Sachverhaltsfeststellungen, die von der Beschwerdef�hrerin nicht substanziiert bestritten werden (vgl. oben E. 1.3), durfte das Kantonsgericht - entgegen der Auffassung der Beschwerdef�hrerin - von einer unselbstst�ndigen Erwerbst�tigkeit ausgehen:
4.3.1.�Zwar trifft es zu, dass zahlreiche selbstst�ndig Erwerbende mit der Situation konfrontiert sind, dass sie ihre T�tigkeit in R�umen aus�ben, �ber welche einer anderen Person das Hausrecht zusteht. Auch k�nnen Prostituierte, die etwa eigenst�ndig eine R�umlichkeit mieten oder Freier in einer Bar treffen, gleich wie �rzte oder Anw�lte als selbstst�ndig Erwerbende gelten (vgl. Urteil des EUGH�
Jany und andere, a.a.O., Randnr. 56 ff.). Demgegen�ber gestaltet sich die Erwerbst�tigkeit vorliegend trotz der zur Verf�gung gestellten Infrastruktur nicht entsprechend unabh�ngig: Die Beschwerdef�hrerin ist im Rahmen der Benutzungsverordnung an die Weisungen des Club C.B.________ gebunden. Gem�ss den vorinstanzlichen Sachverhaltsfeststellungen entscheidet der Club C.B.________ dar�ber, wer als Prostituierte im Salon arbeitet. Er w�hlt die Interessentinnen zum einzigen Zweck aus, dass sie in den R�umlichkeiten des Clubs als Prostituierte t�tig sind (vgl. bereits den Sachverhalt in Urteil 6B_412/2009 vom 24. August 2009 E. 1.3.4). Der Club C.B.________ kann demnach die Prostituierten ausw�hlen und �ber den verlangten Tageseintritt die Anwesenheit der Prostituierten�
�Nach den vorinstanzlichen Feststellungen erfolgt eine gewisse�
Eingliederung�in den Club C.B.________ auch dahin gehend, dass die Prostituierten auf der Homepage des Clubs C.B.________ vorgestellt werden und abrufbar ist, wer am jeweiligen Tag im Club C.B.________ anzutreffen sei. So kann beispielsweise eine Kontaktaufnahme nur �ber die Homepage des Clubs bzw. erst nach Betreten desselben erfolgen. Ein direkter Kontakt zwischen potenziellen Kunden und der Beschwerdef�hrerin ist nicht m�glich, sondern erfolgt vielmehr �ber die Vermittlungst�tigkeit des Clubs. Die Beschwerdef�hrerin ist zur Erzielung ihres Erwerbseinkommens auf die Kundschaft im Club C.B.________ angewiesen, was zu einem gewissen Abh�ngigkeitsverh�ltnis gegen�ber dem Club f�hrt. Sodann tritt�
nach aussen�nicht die Beschwerdef�hrerin, sondern vielmehr der Club C.B.________ in Erscheinung, der im �brigen dem Amt f�r Migration auch das die Beschwerdef�hrerin betreffende Gesuch eingereicht hat. Nach den vorinstanzlichen Sachverhaltsfeststellungen finden sich sodann auf der Homepage Hinweise auf Tarife und Sonderangebote. Dies durfte die Vorinstanz als weiteres Indiz werten, dass bei solchen Anl�ssen entsprechend viele Arbeiterinnen anwesend sind bzw. dass die Beschwerdef�hrerin und andere Frauen die Arbeitsbedingungen und ihre Anwesenheit nicht v�llig frei selbst bestimmen k�nnen.
�Gerade mit Blick auf die kurze Dauer der beantragten Erwerbst�tigkeit erscheinen die Vorbringen der Beschwerdef�hrerin wenig realistisch, sie sei gegen�ber dem Club v�llig unabh�ngig, k�nne jederzeit an einen anderen Ort ausweichen und es best�nden daher f�r sie zahlreiche Alternativen zum Club C.B.________; jedenfalls belegt die Beschwerdef�hrerin eine beabsichtigte Erwerbst�tigkeit auch andernorts nicht. Aufgrund der festgestellten organisatorischen Abh�ngigkeit kann f�r die beabsichtigte T�tigkeit - selbst wenn die Beschwerdef�hrerin das Entgelt der Freier vollumf�nglich selbst beziehen sollte - auch auf eine hinreichende�
wirtschaftliche�Abh�ngigkeit vom Club C.B.________ geschlossen werden.
4.3.2.�Die Frage der (mehrwert-) steuerrechtlichen Behandlung in Clubs t�tiger Prostituierter hat sich dem Bundesgericht bereits verschiedentlich gestellt. Bei Sachverhalten, da eine direkte Kontaktnahme der Prostituierten ohne Zuhilfenahme des Clubs mit dem Kunden nicht vorgesehen war, mithin eine arbeitsorganisatorische Abh�ngigkeit zum Club besteht, waren die Einnahmen mehrwertsteuerrechtlich dem Club anzurechnen und die im Club t�tigen Frauen in dieser Hinsicht als unselbstst�ndig erwerbst�tig zu betrachten (Urteile 2C_261/2012 und 2C_262/2012 vom 23. Juli 2012 E. 4.3; 6B_39/2011 vom 10. Juni 2011 E. 1.4.3; 2C_426/2008 und 2C_432/2008 vom 18. Februar 2009 E. 2 und E. 4.4; 2C_430/2008 vom 18. Februar 2009 E. 4.2 und 4.4; 2C_518/2007 und 2C_519/2007 vom 11. M�rz 2008 E. 3). Gem�ss den vorinstanzlichen Sachverhaltsfeststellungen rechnet der Club C.B.________ f�r die in den R�umlichkeiten t�tigen Prostituierten sodann die Quellensteuer und die Sozialversicherungsbeitr�ge selbst ab. In sozialversicherungsrechtlicher Sicht werden demnach die Prostituierten vom Club als unselbstst�ndig Erwerbst�tige angesehen (vgl. dazu die Urteile 9C_347/2013 vom 3. Juli 2013 E. 5.3; 9C_246/2011 vom 22. November 2011 E. 3, 5.2 und 6.6). Vor dem Hintergrund der angef�hrten Rechtsprechung ist dies im Rahmen der Koordinierung der Systeme der sozialen Sicherheit im FZA als weiteres Indiz zu werten, dass die Beschwerdef�hrerin eine unselbstst�ndige Erwerbst�tigkeit anstrebt (vgl. Art. 1 lit. a der Verordnung (EG) 883/2004 des Europ�ischen Parlaments und des Rates vom 29. April 2004 zur Koordinierung der Systeme der sozialen Sicherheit (ABl. L 166 vom 30. April 2004, S. 1; SR 0.831.109.268.1; bzw. bis Ende M�rz 2012 Art. 1 lit. a i der Verordnung (EWG) 1408/71 des Rates vom 14. Juni 1971; AS 2004 121, 2008 4219 4273, 2009 4831) in Verbindung mit Anhang II des FZA).
4.3.3.�Das Bundesgericht hat sich zur Frage, ob ausl�ndische Prostituierte in Clubs einer unselbstst�ndigen oder selbstst�ndigen Erwerbst�tigkeit nachgehen, auch im Kontext der Strafbestimmungen zur Ausl�ndergesetzgebung bereits ge�ussert. Es hielt fest, Art. 117 Abs. 1 AuG ("Besch�ftigung von Ausl�nderinnen und Ausl�ndern ohne Bewilligung") sei nicht nur auf einen Arbeitgeber im zivilrechtlichen Sinne anwendbar (Art. 319 ff. OR), der gegen�ber Arbeitnehmern weisungsbefugt sei (Art. 321d OR; Urteil 6B_1112/2013 vom 20. M�rz 2014 E. 3.3; vgl. auch BGE 137 IV 159 E. 1.4 S. 162 ff. und E. 1.5.2 S. 165 f.; 128 IV 170 E. 4.1 und 4.2 S. 174 ff.). Vielmehr sei der Anwendungsbereich der Bestimmung mit R�cksicht auf deren Sinn und Zweck weit zu fassen (vgl. auch Urteile 6B_329/2012 vom 12. November 2012 E. 2.4; 6B_412/2009 vom 24. August 2009 E. 1.3.3; ANDREAS Z�ND, in: Spescha/Th�r/Z�nd [Hrsg.], Migrationsrecht, 3. Aufl. 2012, N. 1 zu Art. 117 AuG). Aus dem weiten faktischen Arbeitgeberbegriff in Art. 117 AuG l�sst sich, wie die Vorinstanz zurecht erwog, nicht im Umkehrschluss ableiten, dass es sich bei den Besch�ftigten zwingend um unselbstst�ndige Erwerbst�tige handelt (vgl. Urteil 6B_329/2012 vom 12. November 2012 E. 2.4). Gleichwohl hat das Bundesgericht auch unter strafrechtlichen Gesichtspunkten festgestellt, dass Frauen auch dann als unselbstst�ndig Besch�ftigte im Sinne der Ausl�ndergesetzgebung gelten, wenn sie selbst bestimmen, wann und wie lange sie im sog. Massagesalon arbeiteten, wie viele und welche Kunden sie akzeptierten und welche Dienstleistungen sie diesen anboten. Unerheblich sei hierbei, ob der Club oder dessen Gesch�ftsf�hrer den Frauen keinerlei Weisungen betreffend die Arbeitszeit, die Anzahl der zu bedienenden Kunden, die Art der zu erbringenden Dienstleistungen etc. erteilte und die Frauen dar�ber selbst bestimmen konnten. Eine solche weitgehende Weisungsbefugnis, bei deren Aus�bung der Club im �brigen Gefahr liefe, wegen F�rderung der Prostitution (Art. 195 lit. c StGB) verfolgt zu werden, sei zur Begr�ndung eines Besch�ftigungsverh�ltnisses beziehungsweise der Arbeitgeberstellung im Sinne der Ausl�ndergesetzgebung nicht erforderlich (siehe BGE 137 IV 159 E. 1.4.4 S. 164 f.; 128 IV 170 E. 4.2 S. 175 f. mit Hinweisen; Urteil 6B_412/2009 vom 24. August 2009 E. 1.3.4).
4.4.�Gest�tzt auf die umfassenden, von der Beschwerdef�hrerin nicht substanziiert ger�gten Sachverhaltsfeststellungen zu den Rahmenbedingungen der Arbeit (Entscheid �ber den Stellenantritt, zur Verf�gung gestellte Infrastruktur, Homepage des Clubs, Kontakt mit den Freiern) geht die Vorinstanz in zutreffender Weise von einer unselbstst�ndigen Erwerbst�tigkeit aus. Die Beschwerdef�hrerin bringt auch nicht vor, sie beabsichtige, die Erwerbst�tigkeit in einer anderen Form, etwa grenz�berschreitend, auszu�ben. Das Kantonsgericht hat demnach weder Bundes- noch Freiz�gigkeitsrechte verletzt, wenn es einen Nachweis einforderte, dass f�r die betreffende Erwebst�tigkeit keine inl�ndischen Arbeitnehmer gefunden werden konnten, und einen Anspruch der Beschwerdef�hrerin auf Erteilung einer selbstst�ndigen Erwerbst�tigkeit gest�tzt auf das FZA zum gegenw�rtigen Zeitpunkt verneinte.
�Entsprechend den vorgehenden Erw�gungen erweist sich die Beschwerde als unbegr�ndet und ist abzuweisen. Die Beschwerdef�hrerin wird kostenpflichtig (Art. 66 Abs. 1 BGG). Parteientsch�digungen sind nicht geschuldet (Art. 68 Abs. 3 BGG).

References: BGE 
 Art. 86
 Art. 95
 Art. 105
 BGE 
 Art. 12
 Art. 12
 Art. 7
 Art. 4
 Art. 6
 Art. 10
 Art. 10
 Art. 10
 Art. 10
 Art. 10
 Art. 10
 Art. 10
 Art. 10
 Art. 2
 Art. 6
 Art. 10
 Art. 21
 Art. 21
 Art. 27
 BGE 
 Art. 10
 Art. 1
 Art. 6
 BGE 
 Art. 12
 EuGH 
 BGE 
 EuGH 
 EuGH 
 BGE 
 EuGH 
 EuGH 
 EuGH 
 EuGH 
 EuGH 
 Art. 45
 Art. 45
 Art. 45
 Art. 39
 EuGH 
 Art. 45
 Art. 45
 EuGH 
 EuGH 
 Art. 11
 Art. 1
 Art. 1
 Art. 117
 BGE 
 Art. 117
 Art. 117
 BGE