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Timestamp: 2013-05-25 15:00:53+00:00

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Piraten und die Altparteien: Deaktivieren Sie Ihre Schutzschilde! - Seite 8 Schlagzeilen Hilfe RSS Newsletter Mobil Wetter TV-Programm Forum NACHRICHTEN Foren Votes VIDEO THEMEN FORUM ENGLISH DER SPIEGEL SPIEGEL TV ABO SHOP Home >Forum Mein SPIEGEL Forum w�hlen �bersicht Foren zu... Politik Wirtschaft Panorama Sport Kultur Netzwelt Wissenschaft Uni+Bildung Reise Schule SPAM Treffpunkt Forum: Blogs Seite 8 von 13 Seite: Letzter Beitrag Piraten und die Altparteien: Deaktivieren Sie Ihre Schutzschilde! DPADie Piraten haben keine Inhalte, schimpfen die Altparteien - und versuchen, die Neulinge mit Nazi-Vorw�rfen zu bek�mpfen. Dabei k�nnten die Etablierten und die gesamte Demokratie von der neuen Bewegung profitieren. Warum? Das erkl�rt ein Ausflug ins "Star Trek"-Universum. http://www.spiegel.de/kultur/gesells...829649,00.html Antworten / Zitieren #70 27.04.2012 16:32
Ha.Maulwurf informieren?
Zitat von ArnoNuem Schon die Forderung nach dem BGE dr�ckt eine politische Haltung aus, die m.E. erschreckend ist. �hnliche Forderungen gibts auch aus der Linken, der CDU, der SPD und, in abgeschw�chter Form, auch aus der FDP. K�nnten Sie nat�rlich wissen, wenn Sie sich informieren w�rden. Zitat von ArnoNuem Und ambivalent. Auf der einen Seite wird gegen staatliche Subventionspolitik gewettert und auf der anderen Seite wird eines der gigantischsten Subventionsprojekte aller Zeiten gefordert. Die Sozialleistungen sollen zusammengefasst und B�rokratie abgebaut werden. K�nnten Sie nat�rlich wissen, wenn Sie sich informieren w�rden. Zitat von ArnoNuem Und dann der Name: Piratenpartei! Was waren/sind Piraten? Piraten sind ein Propagandabegriff der Contentindustrie: Software-Piraten. Diesen Begriff haben die Piraten �bernommen. K�nnten Sie nat�rlich wissen, wenn Sie sich informieren w�rden.
Antworten / Zitieren #71 27.04.2012 16:37
deb2011 Sehr richtig:
Zitat von sysop Die Piraten haben keine Inhalte, schimpfen die Altparteien - und versuchen, die Neulinge mit Nazi-Vorw�rfen zu bek�mpfen. Dabei k�nnten die Etablierten und die gesamte Demokratie von der neuen Bewegung profitieren. Warum? Das erkl�rt ein Ausflug ins "Star Trek"-Universum. Piraten und die Altparteien: Deaktivieren Sie Ihre Schutzschilde! - SPIEGEL ONLINE Gef�hlt war es nach 1945 noch nie so schlimm wie jetzt - ok, alles habe ich davon nicht selbst miterlebt, aber trotzdem ;) Merkel hat die Politik zerst�rt, die SPD und die Gr�nen wissen nicht, was sie als Oppositionsparteien machen m�ssten, und die Neustalinisten sind nicht w�hlbar. Ach ja, die P�nktchenpartei h�tte ich fast vergessen - aber das ist auch nicht der Rede wert. Es ist Zeit f�r eine neue Partei. (Auch wenn ich die nicht w�hlen werde, da ich erst wieder bei Volksabstimmungen w�hle - oder eben die Partei, die Volksabstimmungen auf Bundesebene verspricht einzuf�hren.)
Antworten / Zitieren #72 27.04.2012 16:41
beija-flor Zitat von franziskus.2 Popolisten haben beim Volk keine Chance. Ihre wahren Absichten werden von der Intelligenz des "Schwarms" erkannt. Einige f�hrende Parteifunktion�re kann man durch "Lobbyarbeit" beeinflussen, ein Volk nie. Es ist nicht m�glich ein ganzes Volk zu verf�hren. Hm... Sie erlauben, dass ich lache? Populisten haben keine Chance beim Volk? Bei wem denn sonst? Schon im Wort steckt doch das Volk drin. Um f�ndig zu werden, muss man �brigens nicht mal bis in den Nationalsozialismus zur�ckgehen. Dort reicht ein Blick auf Guttenberg, Sarrazin, Westerwelle oder auch Kohl. Schauen Sie sich mal die Zustimmungswerte zu ihnen und ihren Aussagen an, die man rational sehr leicht widerlegen kann (Steuersenkungen m�glich, Intelligenz zu 50-80% erblich, bl�hende Landschaften etc.). Oder schauen Sie sich Seehofer an, der gewinnt in Bayern Wahlen, obwohl er st�ndig seine Meinung wechselt. Die Entzauberung kam meistens(und das ist auch das Gute an der Demokratie: Man erh�lt die M�glichkeit, Fehler zu korrigieren), aber erst nachdem sie durch eine Mehrheit gehypt worden waren.
Antworten / Zitieren #73 27.04.2012 16:44
moistvonlipwik Dem Autoren ist die Fantasie durchgegangen. Das gr��te Problem der Piraten ist die drohende Kollision mit der Praxis. 1. Frage: Regierung oder Opposition. Bislang sagen die Piraten (oder besser einige, man wei� ja nicht, ob der Rest auch so denkt) selbst von sich, weder regierungsf�hig noch -willig zu sein. Damit heben sie nur die H�rde f�r eine Mehrheitsbildung an, was auf eine institutionalisierung schwarz-roter (oder umgekehrt) Koalitionen hinausl�uft.
2. Frage: wenn Regierung: wie sollen Mehrheiten gesichert werden. Wer sich mit der einschl�gigen Rechtsprechung befasst, wird feststellen, dass dies vom Bundestag verlangt, eine "stabile", "kontinuierliche", "verl�ssliche" Mehrheit zugunsten eines Bundeskanzlers zu bilden, und zwar nicht nur hinsichtlich seiner Person, sondern auch seines "Regierungsprogramms" (mit anderen Worten: seinen Vorstellungen richtiger Politk). Tut der Bundestag das nicht, st�rzt er das Land in eine Krise und kann daher entweder aufgel�st oder auch ganz beiseitegeschoben (Art. 81 GG) werden.
Im Kern l�uft das darauf hinaus, dass der Kanzler keine einzige Abstimmung verlieren (oder das auch nur bef�rchten m�ssen) darf. Das ist �brigens keine deutsche Spezialit�t, sondern �berall der Fall, wo das britische Premierministersystem adaptiert wurde (also fast �berall in der westlichen Welt). Wie wollen die Piraten ggf. derlei garantieren, ohne ihre Ideen der "liquid democracy" �ber Bord zu werfen?
Offensichtlich hat keiner gemerkt, dass gerade die bisher bekannt gewordenen Systeme der Piraten manipulationsanf�llig sind: wie soll gew�hrleistet werden, dass keine bezahlten Lobbyisten Mitglieder werden und die Netzdebatte im Sinne ihrer Auftraggeber zu steuern versuchen? Noch gravierender ist dabei das "Verleihen der Stimme": woher wei� man, dass der (um ein Beispiel zu nennen) Verfechter irgend einer neuen Idee einer Gesundheitsreform kein Angestellter von Bayer ist?
4. Umgang mit Knappheiten:
Daten lassen sich mittlerweile beliebig vervielf�ltigen. Andere Dinge hingegen sind knapp und bleiben das auch. Auff�llig ist, dass die Antworten der Piraten immer dann verschwommen werden, wenn es um Knappheiten geht. Das zeigt gerade ihr BGE: zur H�he wie zur Frage, woher das Geld kommen soll, sind zwar nehezu ebensoviele Meinungen wie Mitglieder zu vernehmen, aber keinerlei Konzepte.
Antworten / Zitieren #74 27.04.2012 16:49
owain123 1
Zitat von Ha.Maulwurf �hnliche Forderungen gibts auch aus der Linken, der CDU, der SPD und, in abgeschw�chter Form, auch aus der FDP. K�nnten Sie nat�rlich wissen, wenn Sie sich informieren w�rden. Die Sozialleistungen sollen zusammengefasst und B�rokratie abgebaut werden. K�nnten Sie nat�rlich wissen, wenn Sie sich informieren w�rden. Was ich �ber das BGE bisher gelesen habe, hat mich in meiner �berzeugung best�tigt, dass ich das BGE ablehnen muss. Der Begriff B�rokratieabbau ist in dem Zusammenhang eine billige Phrase um davon abzulenken, welche Leistungen es dann nicht mehr gibt und wer tats�chlich vom BGE profitiert.
Antworten / Zitieren #75 27.04.2012 17:07
flitzpane Was genau soll jetzt die L�sung im Umgang mit den Piraten sein? Dass alle anderen Parteien in sie eintreten und damit �berfl�ssig/beliebig/langweilig machen. Ich glaube die Anpassung an die Realit�t wird ganz normal verlaufen, begeleitet von Attraktivit�tsverlust und schmerzlichen Debatten. Ist aber nicht schlimm, denn es gibt durchaus die Chance, dass dabei positives h�ngen bleibt. Und bis dahin kann man sich ruhig noch ein bisschen �ber die Nazi-Debatte lustig machen: http://pingumania.wordpress.com/
Antworten / Zitieren #76 27.04.2012 17:07
CommonSense2006 Zitat von humble_opinion Das, was Sie vor dem Zitat schrieben, teile ich weitgehend. Aber zu diesem letzten Absatz m�chte ich anmerken:
"Ihr bekommt die Politiker, die Ihr verdient". Dieser immer und immer wiederkehrende Satz nervt mich schon, seit ich ihn zum ersten Mal h�rte.
Nur kurz dazu: g�be es die Listenkandidaten der Parteien nicht, w�re unter Umst�nden etwas an dem Satz dran. Aber so ist er einfach falsch. Ich mache mein Kreuzchen nicht nur beim Direktkandidaten, sondern eben auch bei der Partei meiner Wahl. Und die schickt dann in den Bundestag, wen sie will. Der andere Punkt ist das "sich nicht weiter um das politische Alltagsgesch�ft k�mmern".
Genau daf�r bezahlen wir doch unsere Politiker. Der normale Arbeitnehmer geht zun�chst seiner Arbeit nach. Er hat eine Familie (vielleicht keine selbst gegr�ndete, aber doch Eltern usw.), die zurecht Zeit und Aufmerksamkeit verlangt. Dar�ber hinaus gilt es, einen Haushalt am Laufen zu halten, die vielen kleinen und gro�en Probleme des Lebens zu l�sen und hoffentlich auch ein wenig Entspannung, Freundeskreispflege usw. Packen Sie das mal in eine Sieben-Tage-Woche und sagen mir dann, wann sich der Arbeitnehmer ums politische Alltagsgesch�ft k�mmern soll und kann. So sehe ich das auch: Ich habe vor ein paar Jahren mal die FDP gew�hlt, weil ich mir erhoffte, dass die einen erwartungsgem�� kleinen Teil ihres Programms umsetzen k�nnen, getan haben sie gar nichts und deren Reaktion darauf war, dass sie einen Kasper durch einen noch gr��eren Kasper ersetzt haben. Ich w�rde es nicht ganz so hart formulieren, dass wir die Politiker daf�r bezahlen, uns die politische Arbeit abzunehmen, aber grunds�tzlich ist das schon in etwa so: Ich arbeite 60 Stunden die Woche, habe zwei Kinder und ein Haus zu versorgen und wenn dannn noch Zeit bleibt, will ich mal eine Stunde entspannen. Daher finde ich den Weg zur "digitalen Demokratie", wo ich mich quasi "nebenbei" mit wenig Aufwand zu den Fragen �u�ern kann, ie mich interessieren, sehr sympatisch und freue mich �ber en Erfolg der Piraten. Auch wenn mich ihre wirtschaftspolitische Ahnungslosigkeit etwas erschreckt, insbesondere die St�rke der "BGE-Fraktion", ofensichtlich Leute, die keinen Schimmer von Makro�konomie haben und nicht rechnen k�nnen. Aber da rechen ich mal auf den Lauf der Zeit.
Antworten / Zitieren #77 27.04.2012 17:13
franziskus.2 Wesen der Demokratie
Zitat von moistvonlipwik Dem Autoren ist die Fantasie durchgegangen. Das gr��te Problem der Piraten ist die drohende Kollision mit der Praxis. 1. Frage: Regierung oder Opposition. Bislang sagen die Piraten (oder besser einige, man wei� ja nicht, ob der Rest auch so denkt) selbst von sich, weder regierungsf�hig noch -willig zu sein. Damit heben sie nur die H�rde f�r eine Mehrheitsbildung an, was auf eine institutionalisierung schwarz-roter (oder umgekehrt) Koalitionen hinausl�uft.
Daten lassen sich mittlerweile beliebig vervielf�ltigen. Andere Dinge hingegen sind knapp und bleiben das auch. Auff�llig ist, dass die Antworten der Piraten immer dann verschwommen werden, wenn es um Knappheiten geht. Das zeigt gerade ihr BGE: zur H�he wie zur Frage, woher das Geld kommen soll, sind zwar nehezu ebensoviele Meinungen wie Mitglieder zu vernehmen, aber keinerlei Konzepte. Querdenker sind gefragt. Das ist doch das Sch�ne bei den Piraten. Jeder kann seinen Senf dazu beitragen. So lange im Endeffekt das Volk in direkten Volksentscheiden abstimmen kann ist der Weg zu einer direkten Demokratie gegeben und gravierende Fehlentscheidungen ausgeschlossen. Klugheit der Masse.
Antworten / Zitieren #78 27.04.2012 17:19
derdriu Beweis erbracht
Zitat von ArnoNuem Was hat morden, pl�ndern, brandschatzen und vergewaltigen mit Romantik zu tun?
Ich nutze das Internet, es ist ein Werkzeug. Ich lebe aber in der realen Welt. Ich halte nichts davon, etwas virtuelles zu idealisieren. Zudem ist das Internet eine gigantische Geldvermehrungsanlage einiger weniger. Und als Urheber muss ich die Pirtenpartei per se bek�mpfen, weil sie eine Enteigungspartei des geistigen Eigentumsist. An allem, was ich mir mit meiner Gewerkschaft erk�mpft habe, halte ich fest. Damit zeigen sie, dass Sie nichts verstanden haben! Ich finde auch, dass geistiges Eigentun dem Urheber geh�rt. Auch wenn ich nicht allers Punkten zustimme, zeigen sie zumindest einmal eine andere Sicht der Dinge. Im Vergleich zu den Urhebern haben Digital Natives keine Lobby. Zudem ist das Internet f�r sie weit mehr als nur ein Werkzeug!
Zu dem Punkt "andere Definition": Wenn sie kreativer Urheber sind, dann sollten sie darauf selber kommen.
Und das Internet ist viel mehr als nur eine Geldvermehrungsmaschine. Wenn das so w�re, dann w�re Facebook nicht so beliebt (die Nutzer verdienen kein Geld daran, sondern sch�tzen die Vernetzung mit anderen), es gibt die M�glichkeit mit anderen zu kommunizieren. Viele Proteste werden �ber das Internet organisiert, damit ist es politisch. Nur weil SIE es anders benutzen, hei�t das nicht, dass alle das tun m�ssen. Die digitale und die reale Welt verschmelzen. Wer das nicht sieht, muss die Augen echt feste zusammenpressen und noch die Hand davor halten. Das Internet ist bereits ein Teil der realen Welt. Aber Leute, die sich damit nicht besch�ftigen wollen und per se dagegen sind, werden es nie verstehen: "Kenn ich nicht. Will ich nicht. Brauch ich nicht."
Antworten / Zitieren #79 27.04.2012 17:34
CommonSense2006 zum BGE
Zitat von Ha.Maulwurf �hnliche Forderungen gibts auch aus der Linken, der CDU, der SPD und, in abgeschw�chter Form, auch aus der FDP. K�nnten Sie nat�rlich wissen, wenn Sie sich informieren w�rden. Die Sozialleistungen sollen zusammengefasst und B�rokratie abgebaut werden. K�nnten Sie nat�rlich wissen, wenn Sie sich informieren w�rden. Es gibt bei den anderen Parteien jeweils einige, die das fordern und die dann mit einem "Arbeitskreis" in die bleierne W�ste der Gremien geschickt wurden, um das Thema versanden zu lassen. Der Unterschied zu Sozialleistungen, wie wir sie jetzt kennen ist dieser: Das BGE ist bedingungslos, jeder bekommt es es gibt keine Vorbedingung daf�r. Das hei�t, jedem steht ein gewisser Betrag, der f�r ein nicht allzu unangenehmes eben reichen soll zur Verf�gung, unabh�ngig davon , ob er arbeiten kann oder will. Sozialleistungen h�ngen Bedingungen, die da w�ren: K�rperliche oder praktische Unf�higkeit zu arbeiten, keine anderweitigen Einkommensm�glichkeiten, kein Verm�gen, das man zuerst verkonsumieren kann, kurz gesagt: Bed�rftigkeit. Und den Willen, an dieser Situation baldm�glichst etwas zu �ndern. Hier wird vorausgesetzt, dass jeder von seiner H�nde arbeit zu leben hat und nur in dem Ausnahmefall, dass dies nicht m�glich ist, wird ihm/ihr geholfen. Zwei Konzepte, zwischen denen politisch Welten liegen. F�r B�rokratieabbau sind wir alle, das ist nicht der Punkt
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