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Timestamp: 2019-08-25 16:11:39+00:00

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Flugsport Heft 16/1934 - Motorflug - Segelflug - Modellflug - Geschichte - Luftfahrt - Flugzeugtechnik - Luftfahrtgeschichte | VOLATICUM
Zeitschrift Flugsport, Heft 16/1934
Auf dieser Seite finden Sie das komplette Heft 16/1934 der Zeitschrift „Flugsport“ in Textform (vgl. Übersicht). In der von Oskar Ursinus herausgegebenen illustrierten, flugtechnischen Zeitschrift für das gesamte Flugwesen wurde über die Luftfahrt sowie den Luftsport zur damaligen Zeit berichtet. Der gesamte Inhalt steht Ihnen nachstehend kostenlos und barrierefrei zur Verfügung. Beachten Sie bitte, dass es bei der Digitalisierung und Texterkennung zu Textfehlern gekommen ist. Diese Fehler sind in den verfügbaren PDF Dokumenten (Abbild der Originalzeitschrift) natürlich nicht vorhanden.
Nr. 16__8. August 1934_XXVI. Jahrgang
Die nächste Nummer des „Flugsport" erscheint am 22. August 1934
Hindenburg -|-
Neudeck, 2. August 1934. Reichspräsident
Generalfeld-marschall von Hindenburg ist heute früh 9 Uhr in die Ewigkeit eingegangen.
Besuch fiindenburgs bei einer Flieger-Abteilung 1917
15. Rhönsegelf lug-Wettbewerb-Ende,
Der 15. Rhönwettbewerb hat uns überragende Leistungen gebracht, Die Streckenflugleistungen wurden von Stunde zu Stunde überboten. Geeignete Gewitter für Gewitterflüge blieben diesmal aus.
Voriges Jahr glaubte man, die Streckenleistungen nicht mehr überbieten zu können. Dieses Jahr sind sie überboten. Und zwar mit Hilfe von großen Windgeschwindigkeiten unter Ausnutzung der verschiedensten Arten von Aufwinden, Nach der Erkenntnis dieser Technik sind wii\ noch nicht am Ende der Höchststreckenleistungen.
Während in früheren Jahren sich alles am Hang zusammendrängte, flog dies Jahr die Mehrzahl der Maschinen weit vom Hang, vielfach auf überlagerten langen Wellen. Das frühere oft beängstigende Gedränge an den Hängen war, obwohl sich oft über 30 Maschinen in der Luft befanden, verschwunden. Wenn trotzdem zwei Bussarde sich gegenseitig einen Meter von den rechten Flügelspitzen in der Luft abrissen, so ist dieses Zusammentreffen eben ein Zufall gewesen. Den beiden Flugzeugen gelang es, ohne Schwierigkeiten zu landen. Dieser Fall hat gezeigt, daß in niedriger Höhe die Landung selbst mit dem beschädigten Flugzeug noch immer das sicherste ist.
Der diesjährige Rhön-Wettbewerb hat weiter klar erkennen lassen, wie wichtig es ist, aus allen Landesgruppen möglichst viele in gebirgigem Gelände fliegen zu lassen, um zunächst die Technik der Hangwinde und der überlagerten Wellen zu studieren, den anderen es abzulauschen und Sicherheit in den oft schwierigen Außenlandungen zu erlangen. Eine Schulung, die gerade für den späteren Motorflieger von größter Bedeutung ist.
Die Eindrücke und Bilder auf der Wasserkuppe waren gewaltig und mit einer anderen Sportart nicht vergleichbar. Ein erhebendes Schauspiel, sondergleichen war der Blick des Abends in die erleuchtete Hermann-Göring-Halle, ein bewegtes Bild, eine lebendige Ausstellung von glitzernden Flügeln und Rümpfen. Man sah die gebräunten frischen Gestalten an den Flugzeugen hobeln und härtimern bis in den frühen Morgen hinein, fieberhaft, denn die Maschinen mußten wieder zum Start bereit sein.--- Bauen und fliegen ist alles!
Photo Qrässer
Vom Rhönsegelflug-Wettbewerb 1934: Segelflugzeug Göttingen IV „Niedersachsen".
Segelflugzeug „Göttingen IV".
„Göttingen IV" der Flieger-Ortsgruppe Göttingen, Abt. Segelflug, ist ein freitragender Schulterdecker mit einem gut durchgebildeten Uebergang des Flügels in den Rumpf.
Spannweite: 16 m, Fläche: 16 m2, Fluggewicht: ca. 250 kg.
Der Flügel hat elliptischen Umriß und geht am Rumpf organisch in diesen über. Im inneren Teil ist der Flügel in Form einer Flammenlinie nach oben geschwungen, von hier ab läuft die Druckseite geradlinig horizontal bis zum Flügelende weiter. Im äußeren Teil ist der Flügel einholmig; im inneren Teil zweigt sich ein Hilfsholm ab, der die Torsion und auch die Stirndrücke in den Rumpf überleitet. Die Torsionsröhre erstreckt sich im einholmigen Teil bis über den Holm, während sie im zweiholmigen Teil bis auf den Hilfsholm zurückgezogen ist,
Am Rumpfanschluß hat der Flügel ein verhältnismäßig stark gewölbtes und dickes Profil, welches auf ein symmetrisches am Flügelende ausläuft. Die aerodynamische Verwindung des Flügels ist —5,2°.
Rumpfmittelstück zwischen beiden Flügeln, nach vorn einen im Querschnitt elliptischen Ansatz als Führersitz, nach hinten ebenfalls einen elliptischen Fortsatz als Leitwerksträger.
Der Aufbau des Rumpfes besteht aus Formspanten, die zum Teil diagonal gegeneinander abgefangen sind, aus zwei Hauptspanten, welche die Fortsetzung der Holme darstellen und die Flügelkräfte aufnehmen. Ferner aus Längsgurten, die zur Aufnahme der Biegung aus den Leitwerkskräften mit herangezogen sind. Der ganze Rumpf ist mit Sperrholz beplankt, das die Torsionsbeanspruchungen aufnimmt. Der Führersitz ist vollkommen abgedeckt. Die Führersitzverkleidung ist leicht abzunehmen. Hinten trägt der Rumpf die Seitenflosse, die fest mit ihm verbunden und ebenfalls ganz mit Sperrholz beplankt ist.
Das Seitenruder ist am Schlußspant des Rumpfes, der gleichzeitig Holm der Seitenflosse ist, angelenkt.
Die Höhenflosse ist mit V-Stielen zum Rumpf abgefangen und ist während des Fluges verstellbar.
Die Beschläge sind aus Stahlblech gebogen und geschweißt. Beide Flügel sind mit je 4 Bolzen am Rumpf befestigt.
Steuerung normale Knüppelsteuerung. Die Querruder werden mit Stoßstangen und Seilzügen mit wechselndem Ausschlag (Differentialwirkung) betätigt. Höhensteuerung ebenfalls teils mit Stoßstangen, teils mit Steuerseilen, während das Seitenruder mittels Pedalen nur
Photo Grässer
Vom Rhönsegelflug-Wettbewerb 1934: Segelflugzeug Göttingen IV „Niedersachsen". (Siehe auch „Göttingen IV" im Fluge, Seite 351.)
Segelflugzeug „Göttingen IV, Niedersachsen".
Mü 10; D Milan.
Mit dem Segelflugzeug Mü 10 „Milan" will die Akaflieg München einen Beitrag zur Frage des zweisitzigen Leistungssegelflugzeugs liefern.
Die „Mü 10" wurde bereits 1932 konstruiert, aus verschiedenen Gründen konnte sie erst 1934 ausgeführt werden.
Bei Entwurf und Konstruktion wurde versucht, die prinzipiellen Nachteile der meisten bisherigen Segelflug-Doppelsitzer, hohes Gewicht und fliegerische Trägheit, in annehmbaren Grenzen zu halten.
Der 17,8 m spannende Flügel ist freitragend und einholmig zweiteilig ausgeführt, die zwecks einfacherer Montage unsymmetrisch sind. Beim Aufbau wird zuerst der größere rechte Flügel an 3 Punkten mit dem Rumpf verbunden; der linke Flügel wird dann nur noch am rechten Flügel angeschlossen. Das Profil ist mit möglichst geringen Cmo ausgeführt. Die Skelettlinie ist über den ganzen Flügel gleich. Das Profil ist nach außen verdickt, um an den Enden größeren Höchst-
trieb zu erreichen. Die Querruder sind aus Stahlrohr und in Rollen gelagert. Der Antrieb erfolgt mit Stoßstange.
Der Rumpf wurde aus Stahlrohr gebaut. Diese Bauweise gibt praktisch allein die Möglichkeit, den zweiten Mann im Rumpf ohne Schwächung des Rumpfverbandes und guter Einsteigmöglichkeiten unterzubringen. Sie hat ferner den Vorteil größerer Festigkeit bei Bruchlandungen. Unten im Kumpf sind vor dem Schwerpunkt 2 Räder eingebaut, um die Startstrecke bei Schleppstarts zu verkürzen und um den Transport im Gelände zu
D Milan Mü 10;
erleichtern. Davor liegt noch eine gummigefederte Hilfskufe.
Das Leitwerk ist ungedämpft. Höhen- und Seitenruder sind einfach und schnell zu montieren.
Die Maschine wurde während des Rhönwettbewerbs ausprobiert; die Leistungen entsprachen den Erwartungen.
Rüstgewicht 185 kg, Zuladung 165 kg, Fluggewicht = 350 kg, Spannweite 17,8 m, Fläche 22 m2, NaBr = 8; b2F = 14.4.
F. Scheibe.
Startzeit Dauer Höhe, Strecke, Bemerkungen
14.07 14,15 a. Sicht
14.16 2 min. o. V. 14.22 17 min. o. V,
14.26 2 h 49 min. 950 m, 115kmb.Schnappen» hammer
Lfd. Start-Nr. Nr.
90 Ebersbach Bloch
68 Eug. v. Loessl Fölsche 100 G. Groenhoff Carius 83 Landesgr.Baden Hofmann
20 min. o. V.
51 min. o. V.
5 min. o. V.
3 min. o. V.
15 min. o. V.
11 min. o, V.
4 min. o. V.
12 min. o. V.
7 min. o. V.
12 min. o, V.
Dtsch. Saar
2 min. o. V.
D. B. 10
1 min. o. V.
3 min. o. V,
E. v. Loessl
0,5 min. o. V.
16 sek. Probestart
1 h 6 min. k. B., 2,5 km Sieblos (Abtsr.)
1 h 10 min. 130 m
Ihll min.
1 h 9 min. 52 m
Iduna»German.
3 min. Bruch
1 h 26 min, 354 m, 7,5 km Wolfsbrand
36 min. 10.54 außer Sicht
1 h 20 min. 252 m
1 min, Probeflug
k. B., 2,5 km Sieblos
lf.OO
Landesgr. Baden Hofmann
1 h 23 min. 248 m
Wiegmayer
D.v.Niederrhein Vandiecken
2 h 42 min. 515 m, 5 km Gersfeld Lager
4 h 5 min. 630m, Öchsenbergum 13.45 umrundet, Landg. zw. Schule u. Baude
Dtsche. Saar
3 h 12 min. 755 m, 35 km, Welkershaus.
1 h 52 min. 300 m
2h 8 min. 310 m
1 h 36 min. 690 m, Milseburg umrund.
Frz. Buchner
„Sao Paulo" Fafnir 2, Konstrukteur Lippisch, 19 m Spannw., 19 m2 Flügelinhalt.
2 h 26 min. 620 m
5 h 15 min, 610 m, 16 km Wendershaus.
1 h 48 min. 550 m
1 h 47 min. 280 m, 13,2 km b. Bischofsh.
Alte Leipz. Grd. Carius
3 h 26 min. 1050 m, 154 km Dittersdorf
Kom. Rieckhoff Huschke
D«B 10
2 h 19 min. 685 m, 101 km, Landung Altenkundstadt
Iduna«Germania Schätzel
Alte Leipz. Grd-
11 min. Bruch
Lfd. Start- Start-
5 min. k. B.
4 h 18 min. 172 km, Ldg. Pleinfeld
1 h 55 min. 66 km, Ldg. Haßfurt
13.42 außer Sicht
6 min. k. B.
k. B., 13.36 außer Sicht
Schlägel u, Eisen Hahn
10 min. k. B.
k. B., 13.52 außer Sicht
24 min. k. B.
6 min. k. B,
11 min. k. B,
2 min. k, B,
2 min. k. B.
1 h 29 min. 720 m
20 min. 13 km, Reußendorf
32 min. k. B., 1,5 km
k.B., 14.41 außer Sicht
k.B., 14.53 außer Sicht
48 min, 720 m
k. B., 14.59 außer Sicht
k. B., Sieblos, 14.51 a. Sicht
2 h 7 min. 590m,88kmKösten 15.15a.S,
38 min. 290 m, 15.32 außer Sicht
13 min. k. B.
Potz«Blitz
2 h 19 min. 1130 m, 91 km Mühlendorf
15 min. k. B.
38 min. 670 m
58 min. 620 m
1 h 45 min, 650 m, 34 km Wülfershaus.
16 min. k, B.
34 min, k. B.
k.B., 15.33außer Sicht
45 min. 750 m
21 min. 230 m
1 min, Bruch
8 min. k. B.
k. B., 17.06 außer Sicht
Alte Leipz. Grd.
k. B., 17.09 außer Sicht
16 min. k. B.
k. B., 17.28 außer Sicht
17.42 außer Sicht
27 min. k. ß.
2 min. k. B,
3 min. k. B,
Tagesbericht Nr. 4 26. 7. 34
2 min, k. B.
10 min. k. B,
3 min. k. B.
Schlägel u. Eisen Schendo
Nied.-Sachsen
8 min. k. B., Bruch
4 min. k. B., Bruch
7 min. k. B., 2 km
2 h 18 min. 4,8 km Unt.'Meiersb.
27 min. 175 m, 7,5 km Weyhers
2 h 20 min. 415 m
n. V. 650 m, 11.11 auß. Sicht
2 h 48 min. 680 m, 47,5 km b. Themar
D^B 10
4 h 1110m, 198kmAue(Sachs.)
k.B., 11.06 aufcer Sicht
1 h 16 min. 215 m, 3,4 km Dietges
D.v.Niederrhein Göbels
1 h 6 min. 440 m
1 h29 min. 90 m
1 h 55 min. 90 m
3h 5 min. 120 m
2 h 18 min. 430 m, 47,5 km Themar (Th.)
19 min. k. B.
0. Ursinus
1 h 5 min. 70 m
1 h 6 min. 220 m
lh 10 min. k.B.
1 h 14 min. k. B., 4,8 km Gersfeld
1 h 8 min. 255 m
5 h 37 min. 770 m, 310,2 km Mastirsch.
6 h 49 min. 1130m, 351 kmMitt.Schland
1 h 6 min. 410 m, 22,3 km Ostheim
2 h 26 min. 265 m, 5,75 km b. Gersfeld
47 min. k. B.
27 min. 290 m
3 min. k. B., Bruch
1 h 19 min. 660 m, 43 km Vachdorf
5 h 22 min. 1100 m, 212,5 km Chemnitz-
n.V.320m
1 h 2 min. 105 m
7 h 24 min. 780 m
1 h 37 min. 200 m, 4 km b. Rotholz
22 min. k. B.
2 h 2 min. 860 m, 73 km Unterpörlitz
1 h 43 min. k. B., 39 km Queienfeld
26 min. k. B.
21 min. 370 m
1 h 3 min. 190 m
1 h 53 min. 305 m
18 min, 1,5 km
33 min. k. B., 3 km
1 h k. B.
34 min. 490 m, 10 km Ilsenberg
2 h 16 min. 750 m
870 m, 14.33 außer Sicht
2 h 20 min. 330 m
1 h 37 min. 490 m, 33,6 km Nordheim
1 h 30 min. 580 m
Staatsr.Dr.Meist. Reukhaus
1 h 58 min. k. B.
1 h 16 min. 600 m, 22,5 km Stockheim
Dauer Höhe, Strecke. Bemerkungen
1 h 3 min. 560 m, 10,8 km Leubach
n. auswertb., 114 km Stadt Steinach
Iduna*Germania Schatzel
59 min. 570 m
42 min. 6,5 km Melporte
Fr. Büchner
lhll min. 480 m
1 h 4 min. 710 m
32 min. 1C0 m
41 min. 200 m
28 min. 360 m
49 min. 320 m, 23 km Helmershaus.
2h 8 min. k.B., 1,5 km 1 h 41 min. 70,3 km Eisfeld b. Coburg
Iduna-Germania Schatzel
1 h 3 min. k, B.
k. B., 27,5 zw. Buttler u.Borch
2 h 19 min. 420 m
1 h 29 min. 440 m
53 min. 200 m, 23,7 km b. 8chleid
41 min. 160 m
2 h 42 min. k. B.
1 h 6 min. 70 m
Nied.*Sachsen
Ih48min.3r0m
Ebersbdch
2 h 17 min. 730 m
17 min. ttOm
1 h27 min. 390 m
2 h 20 min. k. B.
2 h 11 min. 350 m
1S.0S
28 min. k. B.
Nr. 5 27. 7. 34
7 h 12 min. 75 km
1 h 28 min. 330 m
2 h 49 min. 730 m, 29 km Oberstreub
1 h 31 min, 645 m, 16 km Heufurth
1 h27 min. 410 m
3 h 2 min. 940 m, 77 km Berelsbach
58 min. 506 m, 6 km Melperts
47 min. 330 m, Poppenhausen
1 h 10 min. 5 km, Wüstensachsen
3 h 890 m, 27,5 km Oberstreub
57 min. 930 m
35 min. 540 m, 14,5 km Sondernau
2 h 8 min. 560 m, 17,5 km Heufurth
4h 9 min. 810m, 48 km
4 h 59 min. 930 m, 29,8 km Mühlfeld
2 h 38 min, 560 m, 5 km Poppenhausen
3 h 46 min. 430 m
8 h 59 min. 410 m
5 h 44 min. 490 m, 6 km Melperts
2 h 9 min. 1080 m, 67 km Harras
1 h 10 min. 400 m
1 h 25 min. 1060 m, 45,1 km
2 h 40 min. 930 m, 195 km Lichtenau
1 h 42 min. 500 m
4 h 33 min. 1440 m, 156 km Plauen
3 h 15 min. 970 m, 38 km Elnhausen
lh 520 m
49 min. 410 m
1 h 16 min, 450 m
1 h 5 min. 460 m
Lfd. Start-
Med.flSachsen
B. Renninger
Korn. Rieckhoff Köhler
Bad Frankenh,
D.v.Niederrhein Goebels
11.15 7 h 59 min. 1090 m, 11,5 km Eubach 11.19 42 min. 400 m, 11,5 km
11.25 1 h 22 min. 740 m, 13 km U.AVeifjengr.
11.29 1 h 37 min. 1100 m, 42,5 km Heina
11.33 5h 12min. 1310m, 315kmNlibophow. 11,36 21 min. 420 m
11.44 3 h 20 min. 830 m, 100 km Lauenhain 11.51 2 h 21 min. 105 km Reichenbach 11.53 Liban
12.05 41,2 km Wendhausen
12.07 15 km Urspringen
12.10 30 min. 800 m
12.11 50 min. 615 m, 5 km Rotes Moor
12.16 1 h 53 min. 560 m, 25 km Stedtlingen 12.21
12.34 1 h 10 min. 520 m
12.45 29 min.
12.45 2 h 15 min. 29,5 km Bernbach 12.48
12.56 1 h 3 min.
12.59 18,4 km Schafhausen
13.02 lh 57 min. 500 m
13.05 670 m, 150 km Kirch.Lamnitz
13.06 1 h 30 min. 720 m, Eube
13.24 59 min. 720 m, 38,5 km
13.25 59 min. 600 m 13.33 1 h 6 min. 420 m 13.39 16 min. 170 m 13.47 lh 420m
14.03 1120 m, 94,2 km Sichelreuth
14.16 45 min. 14.21 1 h 15 min. 390 m
14.35 lh
15.06 1 h 48 min. 1090 m, 153 km Neustadt
15.17 26 min. 690 m 15.17 57 min. 800 m 15.21 1 h 15 min. 200 m 15.27 37 min.
Vom. Rhönsegelflug-Wettbewerb 1934: Phot. stöcker.
Flieger und Maschinen warten auf günstigen Segelwind.
Maasier
2 h 15 min. 540 m
1 h 20 min. 520 m
22 min. 430 m
1 h 20 min, 660 m
1 h 12 min. 530 m
1 h 14 min. 580 m
3 h 7 min. 470 m
2 h 54 min. 450 m
1 h 38 min. 680 m
1 h 1 min. 550 m
1 h 21 min. 510 m
2 h 38 min. 390 m
lhll min.
,17.14
1 h 280 m
1 h 12 min. 400 m
1 h 9 min. 160 m
1 h 7 min. 510 m
1 h 8 min, 380 m
1 h 7 min, 264 m
450 m, B. st. geblieben
53 min. 390 m
Nr. 6 28. 7. 34
19 min, 50 m
2 h 6 min. 380 m
40 min. 140 m
Staatsr.Dr Meist. Reukauf
lh3min. I50m
lh 510 m
1 h 40 min. 190 m
41 min. 490 m
1 h25 min. 15,5 km
8 h 12 min. 480 m
4 h 7 min. 410 m, 61,5 km
lh 110m
56 min. 1. Himmeldunkumrundung
55 min. 610 m
1 h 200 m
2 h 21 min. 450 m, 62,75 km
2 h 53 min. 694 m, 20,75 km
1 h 42 min. 1040 m, 40,5 km
2 h 43 min. 1270 m, 65 km
2 h 11 min. 720 m, 4. Himmeldkumrdg.
36 min. 70 m
34 min. 230 m
41 min. 330 m
3 h 14 min. 560 m, 52,5 km
3 h 31 min. 510 m, 6. Himmeldkumrdg.
lh 210m
B. n. austb., 4,5 km
1 h 600 m
1 h 15 min. 270 m
1 h 36 min. 390 m
1 h 50 min. 430 m, 5. Himmeldkumrdg.
1 h 650 m
48 min. 200 m, 5,5 km
59 min, 190 m, 2. Himmeldkumrdg.
Kom. Riekhoff
1 h 39 min. 42,5 km
„FLUGSPORT" Seite 349
1 h 25 min. 390 m
3 h 7 min. 600 m, 59,5 km
3 h 580 m, 18,5 km
5 h 8 min. 6,25 km
30 min. 190 m, 3. Himmeldkumrdg. 45 min. 2,25 km
46 min. 270 m
2 h 21 min. 6,25 km
F. V. Ä. 9
1 h 660 m
1 h32min.k,B., 5,5 km
32 min. 240 m
lh 410m
1h 530 m
1h 550 m
1 h 51 min. 340 m, 7,7 km
5 h 17 min. 540 m
1 h 450 m
1 h 495 m
4 h 37 min. 5,5 km
1h 390 m
1h 460 m
1 h 260 m
52 min. 310 m
1 h 10 min. 200 m, 52,25 km
4hl min. 470 m, 5. Himmeldkumrdg.
lh 210 m
1 h 560 m
1 h 4C0 m
34 min. 370 m
3 h 25 min. 350 m, Himmeldkumrdg.
1 h 14 min. 300 m
1 h 15 min. 560 m
49 min. 240 m
1 h 1 min. 190 m
26 min. 45 m, 26 km
1 h 230 m
12 min. 100 m
16 min. 70 m
Eug, v. Loessl
1h 488 m
1h 490 m
G, Groenhotf
1 h 10 min. 240 m
Tagesbericht Nr. 7 29. 7. 34
2 h 7 min, 940 m, 5 km
1 h 895 m
1 h3min. 180 m
3 h 54 min. 320 m, 5 km
6 h 35 min. 490 m
1 44 min, 410 m
1 h 57 min. 320 m
Fr, Büchner
1 h 90 m
1 h 47 min. 350 m
5 h 5 min. 300 m
3 h 54 min. 720 m, 35,5 km 1 h 22 min. 70 m, 5 km
56 min. 150 m, 3 km
4 h 59 min. 740 m, 21 km
3 h 7 min. 350 m
1 h 19 min. 310 m
43 min. 200 m
1 h 50 min. 230 m, 4,75 km
G, Groenhoff
45 min. 570 m
1 h 33 min. 90 m
1 h 220 m
1 h41 min. 510 m, 18 km
k. B., 4 km
47 m n, 295 m
1 h 02 min, 550 m 3 km
1 h 24 min, 360 m
1 24 min, 410 m
2 h 1 min, 450 m
lh 160 m
1 h 15 min, 255 m
2 h 23 min. 240 m
O, Ursinus
Wi heim
B. Frankenh.
60*) Fledermaus
1 h 42 min. 240 m, 47,5 km
59*) Württemberg 54*) Lore
1 h 9 min. k. B,, 29,2 km
1 h 40 min. 160 m, 44 km
1 h 5 min. 200 m
Potz»Blitz
1 h21 min. 450 m
1 h 33 min. 620 m, 1. Heidelsteinumrdg.
1 h 55 min. 560 m
56 min. 200 m
1 h 3 min. k. B.
1 h 1 min. 260 m
58 min. 510 m
2 h 12 min. 400 m
54 min. k. B.
1 h 526 m
1 h 23 min. 540 m
57 min. 345 m
1 h 390 m
Kom.Rieckhoff
1h 230 m
lh 150 m
52 min. 550 m
49 min. 310 m
45 min. 130 m
26 min. 100 m
36 min. 530 m
1 h 13 min. 410 m
22 min. 60 m
Nied.«Sachsen
*) 60, 59, 54 Kettenflug*Bedingung erfüllt.
7 min. k. B.
1 h 330 m
1 h 320 m
3 h 5 min. 440 m
1 h 17 min. 390 m
3 h 46 min. 540 m
28 min. 100 m
Witten becher
lh k.B.
lh 240m
1h 120 m
17 min, 30 m
12 min. k. B.
lh 190 m
17 min. k. B.
Kom. Rieckhoff
lh 130 m
1 h 16 min. 400 m, 2. Heidelsteinumrdg.
1 h 550 m
1 h 270 m
lh 150m
lh 310 m
1 h 370 m, Eube
1 h 750 m
20 min. k. B.
Nr, Nr. Flugzeug Führer zeit Dauer Höhe, Strecke, Bemerkungen
573 31 Staatsr.Dr.Meist. Reukauf 18.03 43 min. 115 m
574 49 Franz Rupp 18.05 1 h 1 min. 90 m
575 8 Großenhain Buder 18.07 33 min. k.B.
576 48 Schorndorf Schmidt 18.08 52 min. 150 m
Tagesbericht Nr. 8 30, 7. 34
K anzler
24 min. 40 m
1 h 12 mn. 420 m
53 min. 260 m
1 h 440 m
2 h 44 min. 410 m, 28,5 km
1 h 370 m
3 h 10 min. 340 m
45 min. 470 m, 14,5 km
D v.Niederrhein Göbels
3 h 12 min. 450 m, 7,75 km
Rhön-Segelf lug-Wettbewerb 1934. Preiszuerkennung.
Fernsegelflugpreis RM 4500.—: a) Flgz. Nr. 9 Sao Paulo, Führer Dittmar, 376 km, RM 1520.— ; b) Flgz. Nr. 50 Moazagotl, F. Hirth, 351 km, RM 1510.—; c) Flgz. Nr. 10 Präsident, F. Wiegmeyer, 315 km, RM 1470.—.
Höhenpreis RM 3500.—: a) Mindesthöhe 2000 m RM 2500.—: (Nicht ausgeflogen); b) Mindesthöhe 1000 m RM 1000.—: Flgz. 89 Graf Yorck, Schmidt, 1640 m, RM 533.—; Flgz. 26 Schlägel und Eisen, Hahn.
Fernzielflugpreis RM 4000.—<: Flgz. 50 Moazagotl, Hirth, RM 2000.—; Flgz. 17 Klettermaxe, Philipp RM 2000.—.
Zielflugpreis für Segelflugzeugketten: Kette Baur: Flgz. 60 Fledermaus, Baur; 54 Lore, Hakenjos; 59 Württemberg, Proppe, RM 3000.—. Prämie für Flug im geschlossenen Verband: Kette Baur: Flgz. 60 Fledermaus, Baur; 54 Lore, Hakenjos; 59 Württemberg, Proppe, RM 500.—.
Streckenpreis für Segelflugzeugketten RM 7500.—: Kette Dittmar: Flgz. 9 Sao Paulo, Dittmar; 11 Fafnir, Riedel; 41 Condor, Reitsch, Ketten-Gesamtstrecke 581 km, RM 3240.—. Kette Hofmann: Flgz. 83 Landesgr. Baden, Hofmann, 10 Präsident, Wiegmeyer; 17 Klettermaxe, Philipp, Ketten-Gesamtstrecke 473 km, RM 2640.—. Kette Schmidt: Flgz. 89, Graf Yorck, Schmidt; 95 Askania, Pernthaler; 100 G. Groenhoff, Carius, Ketten-Gesamtstrecke 289 km, RM 1620.—.
Dauerflugpreis RM 1500.—: Flgz. 99 Alte Leipz. Garde, Carius, Flugdauer: 8 Std. 59 Min., RM 540.—; Flgz. 61 Oswald, Caroli, Fhigdauer: 8 Std. 12 Min., RM 500.—; Flgz. 54 Lore, Hakenjos, Flugdauer: 7 Std. 49 Min., RM 460.—.
Preis für die größte Gesamtflugdauer RM 1500.—: Flgz. 68 Eug. v. Lößl, Fölsche, 32 Std. 24 Min., RM 595.—; Flgz. 83 Landgr. Baden, Hof mann, 29 Std., RM 535.— ; Flgz. 75 Windspiel, Fischer, 20 Std., RM 370.—.
Bemerkg. Die Gesamtflugdauer von 83 ist vorläufig auf 29 Std. festgesetzt, da Flugzeug von Strecke noch nicht zurückgekehrt. Aenderung nach endgültiger Beurkundung vorbehalten. .
Preis für die größte Höhensumme RM 2500.—: Kann z. Zt. noch nicht zugesprochen werden, da Beurkundungen von zwei Flugzeugen noch ausstehen. Der Preis ist ausgetragen, die Zuerkennung muß nachgetragen werden.
Preis für die größte Streckensumme RM 3000.—: Klasse a) RM 1500.—: Flgz. 85 Landesgr. Baden, Hofmann, 1177 km, RM 805.—; Flgz. 77 Darmstadt, Utech, 545
km, RM 370.— ; Flgz. 17 Klettermaxe, Philipp, 474 km, RM 325.—. Klasse b) RM 1500.—: Flgz. 75 Windspiel, Fischer, 432 km, RM 580.—; Flgz. 86 I—S, Späte, 378 km, RM 515.— ; Flgz. 19 Cumulonimbus, Vergens, 300 km, RM 405.—.
Milseburgpreis RM 500.— : Flgz. 83 Landesgr. Baden, Hof mann, RM 500.—.
Sonderpreise RM 12 000.—: Ausgeflogene Tagespreise: Flgz. 12 Milan, RM 135.— ; Flgz. 96 D. vom Niederrhein, RM 200.—; Flgz. 17 Klettermaxe, RM 258.— ; Flgz. 83 Landesgr. Baden, RM 550.—; Flgz. 75 Windspiel, RM 84.— ; Flgz. 68 Eug. v. Lößl, RM 156.— ; Flgz. 77 Darmstadt, RM 250.— ; Flgz. 26 Schlägel und Eisen, RM 235.—; Flgz. 3 Deutsche Saar, RM 367.— ; Flgz. 54 Lore, RM 80.—; Flgz. 19 Cumulonimbus, RM 325.— ; Flgz. 86, I—S, RM 460.—; Flgz. 60 Fledermaus RM 80.—. (Fortsetzung folgt)
Boeing Jagd-Einsitzer P-26 A.
Den Boeing-Jagdeinsitzer P-26 A haben wir bereits in Nr. 13, S. 275, des „Flugsport" kurz beschrieben. Inzwischen sind weitere Einzelheiten von dem USA Air Corps freigegeben worden, die wir nachstehend bekanntgeben.
Boeing-Jagd-Einsitzer P-26 A.
Rumpf runder Querschnitt, Stromlinienform, ganz Duralumin, Beplankung Blechstreifen, in der Längsrichtung des Rumpfes genietet.
Flügel Ganzmetall, doppelte Verspannung über Rumpf Oberseite und hinter den Fahrwerkstreben liegender Spannturm, Leitwerk aus dem Rumpf herauswachsend, freitragend.
Fahr werk Oelstoßaufnehmer, verkleidet. Spornrad steuerbar.
Ausrüstung mit Empfangs- und Gebestation, Masten für die Antenne vor dem Sitz und über dem Seitenleitwerk. Höhenruder mit Trimmklappen vom Führersitz aus verstellbar.
Spannweite 8,4 m, Länge 7,175 m, Höhe 2,35 m (in Ruhestellung), Flügeltiefe 1,8 m, V-Form 4°, Anstellwinkel 1°, Flügelinhalt 13,8 m2. Motor 600 PS Wasp überkomprimiert. Leistungszahlen sind noch geheim.
Knight Twister Hochgeschwlndigkeits-EInsifzer.
Der Nachfrage nach einem jagdflugzeugähnlichen kleinen schnellen Einsitzer mit guten Stabilitätseigenschaften Folge gebend, hat die Firma V. W. Payne Engineering Co., Cicero, einen kleinen schnittigen Doppeldecker mit Salmson-Motor herausgebracht.
Flügel Holzkonstruktion, ganz sperrholzbedeckt, mit schräggestellten K-Streben und verspannt.
Rumpf Stahlrohr mit aufgelegten dünnen Längsspruceleisten zur Erzielung der runden Rumpfform. Führersitz 660 mm breit.
Fahrwerk, jede Seite aus drei Streben im Dreiecksverband. Am oberen Ende durch Stoßaufnehmer halb im Rumpf liegend abgefedert. Der statische Aufbau der Fahrwerksstreben ist so getroffen, daß die Stöße nach Möglichkeit vom Rumpf ferngehalten und Deformationen des Rumpfaufbaues ferngehalten und vermieden werden.
Das Fahrgestell und die Räder werden selbstverständlich verkleidet, wie die Uebersichtszeichnung erkennen läßt. Das kleine Flugzeug kann von vier Mann an den Flügelenden getragen werden. Spannweite Oberflügel 4,5 m, Unterflügel 4 m, Höhe 1550 m, Länge 3,50 m, Flügelinhalt 5 m2, Spurweite Fahrgestell 1,2 m, Leergewicht 208,6 kg,
Knight Twister Hochge-
schwindig-keits-
Knight Twister Hochgeschwindigkeits-Einsitzer.
belastet 318 kg, maximale Geschwindigkeit 218 km, mittlere 180 km, Landegeschwindigkeit 64 km, Gipfelhöhe 2000 m, Aktionsradius 700 km, Start 91 m, Auslauf 60 m. Preis $ 1200.
Mitteilung der Obersten Luitsportkommission (OL) Nr. 12. Die Fäderation Aeronautique Internationale (F. A. I.) hat folgende Leistung als Internationalen Rekord anerkannt:
Klasse D (Flugzeuge ohne Motor) Deutschland
Hans Fischer auf Segelflugzeug D-„Windspiel" von Griesheim bei Darmstadt nach Thonne-les-Pres (Montmedy) am 16. Juni 1934:
Entfernung in gerader Linie 240 km.
Oberste Luftsportkommission (Baur de Betaz). Udet mußte kürzlich aus seiner 700-PS-Curtiss-Maschine „aussteigen", da er sie nicht mehr in die normale Fluglage zurückbringen konnte. Trotzdem die Maschine im Trudeln war, gelang es Udet, mit dem mitgeführten manuellen Fallschirm deutscher Bauart Irvin die Maschine zu verlassen und unversehrt die Erde zu erreichen.
Frhr. Wolf v. Dungern f, welcher zum diesjährigen Europarundflug gemeldet hatte iwid in den letzten Tagen Probeflüge mit einem neuen Sportmuster unternahm, ist in der Nähe von Augsburg schwerverletzt abgestürzt, v. Dungern, der als Referent in der Sportflugabteilung des Reichsluftfahrtministeriums tätig war, hat mit besonderem Erfolg an zahlreichen Veranstaltungen und Wettbewerben in den letzten Jahren teilgenommen, u. a. an den Europarundflügen 1929 und 1930 und an dem Deutschlandflug 1933. Die deutsche Luftfahrt verliert in ihm einen ihrer besten und aussichtsreichsten Sportflieger.
Die Strecke 12 Berlin—Halle/Leipzig—Stuttgart—Zürich wird, wie die Deutsche Lufthansa mitteilt, ab 1. August wieder von den Flugzeugen der Deutschen Lufthansa beflogen, nachdem entsprechend der Poolregelung zuvor die schweizerische Luftverkehrsgesellschaft „Swissair" den Betrieb durchführte. Der Flugplan bleibt der gleiche: Start in Berlin um 14.05 h, Landung in Zürich um 17.45 h, bzw. Start in Zürich um 9,20 h, Landung in Berlin um 13.00 h.
Ausschreibung des Hindenburg-Preises zur Förderung des Segelfluges 1934.
§ 1. Der Deutsche Luftsport-Verband schreibt mit Genehmigung der Obersten Luftsportkommission den von dem Herrn Reichspräsidenten zur Förderung des Segelflugs gestifteten „Hindenburg-Preis" mit Zusatzprämie von RM 4500.— aus.
§ 2. Die Ausschreibung ist offen für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 1934.
§ 3. Um den Preis können sich Segelflugzeugführer auf motorlosen Flugzeugen bewerben, die DLV-Mitglieder sind, nicht disqualifiziert und im Besitz einer gültigen Sportlizenz sind. Bewerber im Sinne der Ausschreibung ist der Flugzeugführer.
§ 4. Der Hindenburg-Preis mit Zusatzprämie wird demjenigen Bewerber zuerkannt, der die beste Leistung auf Segelflugzeugen deutscher Herstellung während der Dauer der Ausschreibung erzielt hat. Für die Verleihung des Preises braucht nicht nur eine einzige Flugleistung gewertet zu werden, sondern es kann die Gesamtleistung aus beliebig vielen Segelflügen des gleichen Bewerbers gewertet werden. Die Flüge sollen als Strecken-, Dauer- oder Höhenflüge eine fliegerische Leistung darstellen und dem sportlichen und wissenschaftlichen Fortschritt des Segelflugs dienen. Bei gleich zu bewertenden Leistungen mehrerer Bewerber können auch Leistungen der letzten Jahre mit in Betracht gezogen werden, sofern diese nicht bereits durch den Hindenburg-Preis ausgezeichnet worden sind.
Die Durchführung der Flüge ist örtlich nicht gebunden. Außer dem üblichen Hangstart ist auch Schleppstart (d. h. Start mit Auto-, Winden- oder Flugzeugschlepp) zulässig. Die Feststellung der Höhe und des Orts der Ausklinkung hat, falls erforderlich, durch geeignete Mittel zu erfolgen, die eine einwandfreie Bestimmung ermöglichen.
§ 5. Jede Flugleistung, mit der sich ein Segelflieger um den Hindenburg-Preis bewirbt, muß spätestens acht Tage nach der Durchführung der Abteilung Segelflug des Präsidiums des Deutschen Luftsport-Verbandes, Berlin W 35, Blumeshof 17, angemeldet werden. Der Eingang der Anmeldung wird dem Bewerber von dem DLV bestätigt werden. Die genauen Beurkundungen müssen spätestens drei Wochen nach der Durchführung des gemeldeten Fluges an die Abteilung Segelflug des Präsidiums des Deutschen Luftsport-Verbandes durch eingeschriebene Sendung abgeschickt werden. Jede Leistung muß durch anerkannte Sportzeugen des Landes, in dem der Flug ausgeführt worden ist, bescheinigt werden. Die Sportzeugen müssen beim Start persönlich anwesend sein und auch die Landestelle vor Abtransport persönlich einsehen. Bei Streckenflügen kann die Landestelle auch durch eine amtliche Bescheinigung beurkundet werden. Den Flugbeurkundungen der Sportzeugen bzw. der amtlichen Stelle ist außerdem ein auswertbares Barogramm des Fluges beizufügen und bei Streckenflügen eine Karte höchstens im Maßstab 1:100 000, auf der die geflogene Flugstrecke, gemessen im Grundriß der Luftlinie zwischen Start- und Landestelle, eingetragen ist. Die Entfernung der Flugstrecke kann auch durch eine amtliche oder wissenschaftliche Stelle beglaubigt werden (statt Einreichung einer Karte). Die Kosten der Beurkundungen gehen zu Lasten des Bewerbers.
§ 6. Die Entscheidung, welche Leistung als die wertvollste anzusehen und welcher Bewerber demgemäß als der erfolgreichste Segelflieger des Jahres 1934 anzusehen ist, erfolgt durch ein Preisgericht. Die Bewerbungen um den „Hindenburg-Preis" werden nach Ablauf des Jahres 1934 in der „Luftwelt" veröffentlicht. Einsprüche gegen die Bewerbungen müssen unter Beifügung einer Gebühr von RM 100.— binnen 10 Tagen nach der ersten Veröffentlichung in der „Luftwelt" bis 12 Uhr mittags bei der Obersten Luftsportkommission, Berlin W 35, Blumeshof 17, eingegangen sein. Die Gebühr von RM 100.— wird nur zurückgezahlt, wenn dem Einspruch stattgegeben wird. Andernfalls verfällt sie der Luftfahrerstiftung beim Aero-Club von Deutschland. Die Entscheidung des Preisgerichts, die erst nach Ablauf der Berufungsfrist gegen die Bewerbung erfolgt, ist endgültig und eine Berufung an die Oberste Luftsportkommission daher nicht möglich.
Das Preisgericht setzt sich zusammen aus einem Vertreter des Herrn Reichspräsidenten als Vorsitzenden und vier Preisrichtern, welche der DLV im Einvernehmen mit dem Vertreter des Herrn Reichspräsidenten ernennen wird.
Das Preisgericht entscheidet mit einfacher Stimmenmehrheit; bei Stimmengleichheit gibt die Stimme des Vorsitzenden den Ausschlag. Das Preisgericht kann weitere Sachverständige vor der Entscheidung anhören.
D-„Präsident" mit Wiegmeyer am Starthaken des Zeppelin hängend.
§ 7. Wird bis zum 31. Dezember keine Leistung ausgeführt, die einer Zuer-kennung des „Hindenburg-Preises" würdig erscheint, so hat der Deutsche Luftsport-Verband das Recht, den Preis zu verlängern oder neu auszuschreiben. Ansprüche wegen der Nichtverteilung des Preises können gegen die Veranstalter nicht erhoben werden.
§ 8. Der Veranstalter bzw. seine Beauftragten haften nicht für Sach- oder Personenschäden, die den Teilnehmern oder durch die Teilnehmer Dritten im Zusammenhang-mit diesem Wettbewerb entstehen.
Ferner zahlt der Veranstalter an den Bewerber keinerlei Art von Entschädigung, weder für den An- oder Abtransport von Flugzeugen noch für andere Unkosten der Teilnehmer.
§ 9. Der Veranstalter behält sich das Recht vor, mit Genehmigung der Obersten Luftsportkommission die vorstehende Ausschreibung zu ergänzen und etwa notwendig werdende Ausführungsbestimmungen zu erlassen.
Die Bewerber unterwerfen sich den vorstehenden Ausschreibungsbedingungen und den Vorschriften für Flugsport der Obersten Luftsportkommission und verzichten auf Anruf der ordentlichen Gerichte.
Alle Veröffentlichungen betreffend den „Hindenburg-Preis" erscheinen in der Zeitschrift „Luftwelt". Deutscher Luftsport-Verband.
Die engl. Luftmanöver fanden vom 23. bis 27. Juli über London statt. Das Ziel der Uebungen war eine taktische Schulung für die R. A. F.-Einheiten, die Beobachter-Corps und die Bodenabwehr. Die Idee war ein Krieg zwischen Nordland und Südland mit der Hauptaufgabe des Schutzes der Hauptstadt. Die einzelnen Uebungen fanden in der Zeit zwischen 6 Uhr abends und 9 Uhr morgens statt. Teilnehmende Einheiten waren Kampf-, Verteidigungs-, Beobachtungs-Geschwader sowie eine Reihe von Tages- und Nachtbomber. Unter den gegebenen Zielen waren das Air-Ministry, Imperial chemical House, West India Dock, Militär-Depots, größere chemische Werke u. a. m.
Im Rückenflug über den Kanal flog am 25. Jahrestag von Bleriots Kanalüber-querung der engl. Ltn. Tyson von Lympne nach St.-Inglevert.
; Breda 28, Kunstflugmaschine, mit Motor Piaggio „Stella VII", erreichte bei 1320 kg Vollast eine Maximal-Geschwindigkeit von 228 km/h in 700 m, 212 km/h in 1300 m, 192 km/h in 2420 m und 186 km/h in 4000 m Höhe. Steigvermögen auf 1000 m in 1 Min. 56 Sek., auf 2000 m in 4 Min. 28 Sek., auf 3000 m in 7 Min. 41 Sek. und auf 4000 m in 12 Min. 14 Sek.
Fiat G 18, ein neuer Fiat-Verkehrstieidecker, ist soeben in Turin in den 1 Fiat-Werken fertiggestellt worden. Zwei Fiat-A.59-Motoren von je 675 PS in 2000 m Höhe. Leergewicht 5350 kg, Nutzlast 2650 kg, Gewicht flugfertig 8000 kg, max. Geschwindigkeit 340 km/h, mittlere 300 km/h.
Fiat-A-70-S-Motor hat auf der Bank eine Maximalleistung von 200 PS bei 2300 U. Normalleistung 180 PS bei 2100 U. und gedrosselt 100 PS bei 1800 U. mit verringertem Betriebstoffverbrauch von 212 g/PS/h erreicht.
Schweizerisches Verkehrsflugzeug Curtiss-Condor ist am 27. 7. 10 Uhr in der Nähe der Gemarkungsgrenze Wurmlingen-Weilheim im Oberamt Tuttlingen aus bisher noch nicht geklärten Gründen abgestürzt. Beim Aufschlagen auf den Boden geriet die Maschine in Brand.
Nach einer vorläufigen Feststellung sind bei dem Absturz des schweizerischen Flugzeuges folgende Personen ums Leben gekommen: der Pilot Mühlematter; der Funkmaschinist und eine Stewardeß aus Zürich; sowie die Passagiere: Rechtsanwalt Aeggli aus Zürich; Frau Dr. Hammer mit Kind aus Dresden; ein Herr Schneidewind mit Reiseziel Leipzig; ein Fräulein Rechenberg mit Reiseziel Berlin; Dr. Otto aus einem Berliner Geschäftshaus; ein Herr Krön mit Reiseziel Stuttgart; ein Herr Hersch, ebenfalls Reiseziel Stuttgart und ein Ingenieur Kümmel, Reiseziel Halle.
Sowjet-Wettbewerb zur Konstruktion eines billigen, sicheren Gleitflugzeuges
für Schulzwecke und Massenherstellung hat der Zentralrat der Ossoaviachim ausgeschrieben. Zwei Preise von 10 000 und 5000 Rubel sind für die besten Konstruktionen bereitgestellt.
Nächtliche Flugvorführungen in Brüssel finden in der Nacht vom 1. zum 2. Sept. auf dem Brüsseler Flugplatz statt. Akrobaten- und Geschwaderflüge mit illuminierten Flugzeugen, veranstaltet von der belg. Luftschutz-Liga.
Hosken Trading Co., New York und Shanghai, hat die Vertretung für Lockheed-Flugzeuge in China übernommen.
Reichsmodellwettbewerb zur Förderung des Modellflugsports mit Antrieb veranstaltet der DLV mit Genehmigung der OL. Dieser findet am 23. 9. 1934 auf dem Flughafen Hannover statt. Der Wettbewerb besteht aus einer Leistungsprüfung für Modelle mit Antrieb, die in einem Ausscheidungs-Wettbewerb der einzelnen Flieger-Landesgruppen des DLV ausgewählt werden. Nur die besten sollen sodann in Hannover starten. Die Beschränkung der Teilnehmerzahl ist auch hier notwendig; von insgesamt 350 Modellen entfallen auf die Juniorenklasse (Klasse I) 150 und die Seniorenklasse (Klasse II) 200 Modelle. Zugelassen werden Rumpfmodelle, schwanzlose Modelle und Modelle der freien Bauweise, die der Reihe nach in A-, B- und C-Kasse eingeteilt wurden. Die Bewertung wird hierbei sowohl im Hand- als auch mit Bodenstart erfolgen, und wiederum in jedem Falle die Strecke und Dauer des Fluges. Als Preise stehen Geld- und Ehrenpreise zur Verfügung, die jedoch eine Mindestflugbedingung von 100 rn Strecke oder 30 Sek. Flugzeit voraussetzen. Das Preisgericht besteht aus den Herren Georgii, Jahn, Liebermann und Heibig.

References: § 1

§ 2

§ 3

§ 4

§ 5

§ 6

§ 7

§ 8

§ 9