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Timestamp: 2016-10-27 18:55:36+00:00

Document:
U 345/02 (30.04.2004)
U 345/02
Pr�sident Borella, Bundesrichterin Leuzinger, Bundesrichter Ferrari, R�edi und Bundesrichterin Widmer; Gerichtsschreiberin Hofer
Allianz Suisse Versicherungs-Gesellschaft, Direktion, Laupenstrasse 27, 3001 Bern, Beschwerdef�hrerin,
R.________, 1959, Beschwerdegegnerin, vertreten
durch Rechtsanwalt Werner Kupferschmid, Beethovenstrasse 24, 8002 Z�rich,
(Entscheid vom 30. Oktober 2002)
Die 1959 geborene R.________ war seit 1979 bei der Firma X.________ angestellt, wo sie als Pilotin sowie im B�ro t�tig war. In dieser Eigenschaft war sie bei der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (SUVA) obligatorisch gegen Berufs- und Nichtberufsunfall versichert. Am 19. September 1989 wurde sie als Fahrzeuglenkerin Opfer eines Verkehrsunfalls, bei dem sie sich ein Schleudertrauma der Halswirbels�ule, eine Distorsion der Brustwirbels�ule und eine Hand- und Fusskontusion zuzog. Die SUVA anerkannte ihre Leistungspflicht.
Ab Juli 1994 arbeitete R.________ als Kosmetikberaterin bei der Y.________ SA und war damit bei den Berner Versicherungen (heute: Allianz Suisse Versicherungs-Gesellschaft; nachfolgend: Allianz Suisse) gegen Unfall versichert. Am 9. (11.) Dezember 1994 und am 27. September 1995 erlitt sie erneut Verkehrsunf�lle mit Schleudertrauma der Halswirbels�ule. Daf�r erbrachte die Allianz Suisse die gesetzlichen Leistungen.
Mit Verf�gung vom 19. Februar 1997 stellte die SUVA ihre Leistungen f�r den Unfall vom 19. September 1989 per sofort ein, da die gesundheitlichen Probleme nicht mehr auf dieses Unfallereignis zur�ckzuf�hren seien. Die Einsprachen der Allianz Suisse, der Versicherten und der Krankenkasse Helsana Versicherungen AG wies die SUVA mit Einspracheentscheid vom 16. Februar 1999 ab. Die dagegen erhobenen Beschwerden hiess das Sozialversicherungsgericht des Kantons Z�rich mit Entscheid vom 21. September 2000 teilweise gut mit der Feststellung, dass R.________ Leistungen der SUVA entsprechend einer um 20 % reduzierten Arbeitsf�higkeit als B�roangestellte und einer Integrit�tseinbusse von 20 % zust�nden; es wies die Sache an die SUVA zur�ck, damit sie �ber die entsprechenden Leistungen im Sinne der Erw�gungen verf�ge. In Nachachtung dieses Entscheids sprach die SUVA R.________ mit Verf�gung vom 24. Juni 2002 f�r die verbliebene Beeintr�chtigung aus dem Unfall vom 19. September 1989 mit Wirkung ab 1. April 1996 eine Invalidenrente aufgrund einer Erwerbsunf�higkeit von 20 % und eines versicherten Jahresverdienstes von Fr. 45'000.- zu. Die Integrit�tsentsch�digung hatte sie mit Verf�gung vom 7. Januar 2002 zugesprochen.
Die Allianz Suisse stellte mit Verf�gung vom 10. M�rz 1997 ihre Leistungen auf Ende M�rz 1996 ein. Die SUVA, die Helsana Versicherungen AG und R.________ erhoben dagegen Einsprache. Im Einspracheentscheid vom 1. September 1998 ging die Allianz Suisse von einem Invalidit�tsgrad von insgesamt 50 % aus, wovon 10 % auf die bei ihr versicherten Unf�lle entfallen w�rden; die Integrit�tsentsch�digung setzte sie auf 10 % fest. Den versicherten j�hrlichen Verdienst f�r die Rentenberechnung bezifferte sie auf Fr. 17'364.-.
Die Helsana Versicherungen AG und R.________ reichten beim Sozialversicherungsgericht des Kantons Z�rich gegen den Einspracheentscheid vom 1. September 1998 Beschwerde ein. Das kantonale Gericht sistierte das Verfahren bis zur rechtskr�ftigen Erledigung des Prozesses mit der SUVA. Mit Entscheid vom 30. Oktober 2002 hiess es die Beschwerde von R.________ mit der Feststellung gut, dass ihr mit Wirkung ab 1. Oktober 1998 eine Rente entsprechend einer Erwerbseinbusse von 57 % zustehe, wovon 20 % zu Lasten der SUVA aufgrund des im Jahre 1998 erlittenen Unfalles gingen, wobei der daf�r massgebende versicherte Verdienst Fr. 69'022.- betrage (Dispositiv Ziffer 1). Die Beschwerde der Helsana Versicherungen AG schrieb es mit der Feststellung, dass die Allianz Suisse bis 30. September 1998 die Heilungskosten zu tragen habe, als gegenstandslos geworden ab, soweit es darauf eintrat (Dispositiv Ziffer 2).
Mit Verwaltungsgerichtsbeschwerde beantragt die Allianz Suisse, der vorinstanzliche Entscheid sei betreffend des f�r die Berechnung der Invalidenrente massgebenden versicherten Verdienstes aufzuheben. Es sei festzustellen, dass der versicherte Verdienst jenem Einkommen entspreche, das die Versicherte im Jahr vor dem Unfall bei der Firma Y.________ SA erzielt habe, womit dieser auf Fr. 19'962.- festzusetzen sei.
Die Helsana Versicherungen AG und das Bundesamt f�r Sozialversicherung, Abteilung Unfall- und Krankenversicherung (seit 1. Januar 2004 im Bundesamt f�r Gesundheit), verzichten auf eine Vernehmlassung. R.________ schliesst sinngem�ss auf Abweisung der Verwaltungsgerichtsbeschwerde.
Das Eidgen�ssische Versicherungsgericht hat die Akten der SUVA beigezogen.
Am 1. Januar 2003 ist das Bundesgesetz �ber den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG) vom 6. Oktober 2000 in Kraft getreten. Mit ihm sind zahlreiche Bestimmungen im Unfallversicherungsbereich ge�ndert worden. Weil in zeitlicher Hinsicht grunds�tzlich diejenigen Rechtss�tze massgebend sind, die bei der Erf�llung des zu Rechtsfolgen f�hrenden Tatbestandes Geltung haben (BGE 127 V 467 Erw. 1), und weil ferner das Sozialversicherungsgericht bei der Beurteilung eines Falles grunds�tzlich auf den bis zum Zeitpunkt des Erlasses des streitigen Einspracheentscheids (hier: 1. September 1998) eingetretenen Sachverhalt abstellt (BGE 121 V 366 Erw. 1b), sind im vorliegenden Fall die neuen Bestimmungen nicht anwendbar.
Streitig und zu pr�fen ist einzig, welcher Jahresverdienst der Berechnung der von der Allianz Suisse auszurichtenden Rente zugrunde zu legen ist.
2.1 Nach Art. 15 UVG werden Taggelder und Renten nach dem versicherten Verdienst bestimmt (Abs. 1). Als versicherter Verdienst gilt f�r die Bemessung der Taggelder der letzte vor dem Unfall bezogene Lohn, f�r die Bemessung der Renten der innerhalb eines Jahres vor dem Unfall bezogene Lohn (Abs. 2). Gem�ss Abs. 3 erl�sst der Bundesrat Bestimmungen �ber den versicherten Verdienst in Sonderf�llen, namentlich bei langdauernder Taggeldberechtigung (lit. a). Gest�tzt auf Art. 15 Abs. 3 UVG hat der Bundesrat in Art. 24 UVV unter dem Titel "Massgebender Lohn f�r Renten in Sonderf�llen" erg�nzende Vorschriften erlassen.
2.2 Da im vorliegenden Verfahren Leistungsanspr�che aus den Unf�llen vom 9. Dezember 1994 und vom 27. September 1995 zur Diskussion stehen, ist �bergangsrechtlich Art. 147a UVV zu ber�cksichtigen. Danach werden Versicherungsleistungen f�r Unf�lle, die sich vor In-Kraft-Treten der Verordnungs�nderungen vom 15. Dezember 1997 (in Kraft seit 1. Januar 1998) ereignet haben, und Berufskrankheiten, die vor diesem Zeitpunkt ausgebrochen sind, nach bisherigem Recht gew�hrt.
2.3 Nach Art. 22 Abs. 4 UVV in der bis 31. Dezember 1997 g�ltig gewesenen Fassung gilt als Grundlage f�r die Bemessung der Renten der innerhalb eines Jahres vor dem Unfall bei einem oder mehreren Arbeitgebern bezogene Lohn, einschliesslich noch nicht ausbezahlter Lohnbestandteile, auf die ein Rechtsanspruch besteht. Dauerte das Arbeitsverh�ltnis nicht das ganze Jahr, so wird der in dieser Zeit bezogene Lohn auf ein volles Jahr umgerechnet. Bei einem Versicherten, der eine Saisonbesch�ftigung aus�bt, ist die Umrechnung auf die normale Dauer dieser Besch�ftigung beschr�nkt. Art. 24 UVV in der bis 31. Dezember 1997 g�ltig gewesenen Fassung enthielt folgende Bestimmungen:
"1. Hat der Versicherte im Jahre vor dem Unfall wegen Milit�rdienst, Zivildienst, Zivilschutzdienst, Unfall, Krankheit, Mutterschaft, Arbeitslosigkeit oder Kurzarbeit einen verminderten Lohn bezogen, so wird der versicherte Verdienst nach dem Lohn festgesetzt, den der Versicherte ohne Milit�rdienst, Zivildienst, Zivilschutzdienst, Unfall, Krankheit, Mutterschaft, Arbeitslosigkeit oder Kurzarbeit erzielt h�tte.
2. Beginnt die Rente mehr als f�nf Jahre nach dem Unfall oder dem Ausbruch der Berufskrankheit, so ist der Lohn massgebend, den der Versicherte ohne den Unfall oder die Berufskrankheit im Jahre vor dem Rentenbeginn bezogen h�tte, sofern er h�her ist als der letzte vor dem Unfall oder dem Ausbruch der Berufskrankheit erzielte Lohn.
4. Erleidet der Bez�ger einer Invalidenrente einen weiteren versicherten Unfall, der zu einer h�heren Invalidit�t f�hrt, so ist f�r die neue Rente der Lohn massgebend, den der Versicherte im Jahre vor dem letzten Unfall bezogen h�tte, wenn fr�her kein versicherter Unfall eingetreten w�re. Ist dieser Lohn kleiner als der vor dem ersten versicherten Unfall bezogene Lohn, so ist der h�here Lohn massgebend.
5. Weicht der versicherte Verdienst eines Invaliden erheblich vom Lohn eines gesunden Versicherten ab, so wird er auf das Einkommen nach Art. 26 Absatz 1 der Verordnung vom 17. Januar 1961 �ber die Invalidenversicherung erh�ht."
3.1 Die Beschwerdegegnerin hat drei Unf�lle erlitten, den ersten bei der SUVA versicherten am 19. September 1989, den zweiten und dritten bei der Allianz Suisse versicherten am 9. Dezember 1994 und am 27. September 1995. Die Vorinstanz hat den versicherten Verdienst f�r die Berechnung des Rentenanspruchs gegen�ber der Allianz Suisse auf Fr. 69'022.- festgesetzt. Dabei ist sie in Anwendung von Art. 24 Abs. 4 UVV vom mutmasslichen Lohn ausgegangen, den die Versicherte vor den Unf�llen von 1994 und 1995 bezogen h�tte, wenn im Jahre 1989 kein Unfall eingetreten w�re. Dieses Einkommen entspreche dem von der SUVA gem�ss Verf�gung vom 24. Juni 2002 f�r das Jahr 1996 ermittelten Valideneinkommen als kaufm�nnische Angestellte oder als voll leistungsf�hige Helikopterpilotin von Fr. 67'200.- im Jahr und unter Ber�cksichtigung der Nominallohnentwicklung Fr. 69'022.- im Jahr 1998.
3.2 Die Allianz Suisse vertritt demgegen�ber die Auffassung, f�r die Festsetzung des f�r die Rentenberechnung massgebenden Jahresverdienstes komme keine Sonderregel zur Anwendung. Vielmehr sei von der Grundregel im Sinne von Art. 22 Abs. 4 UVV auszugehen und der Lohn, den die Beschwerdegegnerin im Jahr vor dem Unfall bei der Y.________ SA erzielt habe, als f�r die Rente massgebender versicherter Verdienst heranzuziehen. Gem�ss Lohnausweis h�tte die Versicherte im Jahre 1995 Fr. 19'962.- verdient. Die von der Vorinstanz angewandte Sonderregelung von Art. 24 Abs. 4 UVV sei schon deshalb nicht einschl�gig, weil die Beschwerdegegnerin im Zeitpunkt des Unfalles vom 27. September 1995 keine Rente einer Sozialversicherung bezogen habe. Da die Versicherte sodann nicht wegen Krankheits- oder Unfallfolgen einer T�tigkeit nachgegangen sei, die unter den Anforderungen ihres Ausbildungsstandes lagen, sei auch der Tatbestand von Art. 24 Abs. 1 UVV nicht erf�llt. Obwohl aus medizinischer Sicht nichts gegen die Aufnahme einer besser bezahlten B�rot�tigkeit gesprochen habe, habe sie eine schlechter bezahlte T�tigkeit als Aussendienstmitarbeiterin in Kauf genommen. Der niedrige Verdienst bei der Y.________ SA sei daher keine direkte Folge vorbestandener gesundheitlicher Beeintr�chtigungen. Zudem sei die T�tigkeit als Aussendienstmitarbeiterin wegen der weitgehend selbstst�ndigen Ausgestaltungsm�glichkeiten besser geeignet gewesen, die Erwerbst�tigkeit mit der Kindererziehung und der Haushaltf�hrung zu verbinden. Daf�r habe der Unfallversicherer indessen nicht einzustehen. Absatz 2 und 3 von Art. 24 UVV sind nach Meinung der Allianz Suisse f�r die streitige Rentenfestsetzung zum Vornherein nicht anwendbar.
In BGE 123 V 45 hat das Eidgen�ssische Versicherungsgericht erwogen, der Sachverhalt einer erstmaligen Rentenfestsetzung nach mehreren invalidisierenden Unf�llen und einem Taggeldbezug von mehr als f�nf Jahren (bzw. einem Rentenbeginn sp�ter als f�nf Jahre nach dem ersten invalidisierenden Unfall) sei in Gesetz und Verordnung nicht ausdr�cklich geregelt. Art. 24 Abs. 2 UVV lasse sich nicht entnehmen, wie der versicherte Lohn festzusetzen sei, wenn vor dem Rentenbeginn ein oder mehrere weitere versicherte Unf�lle eingetreten seien, w�hrend Art. 24 Abs. 4 UVV sich nach dessen klarem Wortlaut allein auf F�lle beziehe, wo eine laufende Rente aufgrund eines invalidisierenden weiteren Unfalles neu festzusetzen sei, nicht dagegen auf den Fall der erstmaligen Rentenfestsetzung. Den Vorschlag des Bundesamtes f�r Gesundheit, bei der (erstmaligen) Rentenfestsetzung im Anschluss an mehrere Unf�lle zwar eine einheitliche Invalidit�tsbemessung, jedoch eine f�r den einzelnen Unfall separate Festsetzung des versicherten Verdienstes vorzunehmen, lehnte das Eidgen�ssische Versicherungsgericht als systemwidrig ab. Das Rentensystem der obligatorischen Unfallversicherung beruhe auf dem Grundsatz der Gesamtbeurteilung mehrerer versicherter Unf�lle und ihrer Folgen. Daraus ergebe sich zum einen, dass mehrere versicherte Sch�den zu vereinen und durch eine Rente f�r die Gesamtinvalidit�t zu entsch�digen seien, welche nicht einfach der Summe der aus den einzelnen Unf�llen resultierenden Invalidit�tsgrade entspreche. Zum andern folge daraus, dass der Festsetzung der Gesamtrente einheitliche Berechnungsgrundlagen zugrunde zu legen seien (BGE 123 V 48 Erw. 3a und 3b). Ausgehend von Sinn und Zweck der Sonderregelungen von Art. 24 Abs. 2 und Abs. 4 UVV kam das Eidgen�ssische Versicherungsgericht zum Schluss, dass es im Falle einer erstmaligen Rentenfestsetzung nach mehreren invalidisierenden Unf�llen und einem Rentenbeginn sp�ter als f�nf Jahre nach dem ersten Unfall sachgerecht sei, die Regelung von Art. 24 Abs. 2 und nicht diejenige von Abs. 4 UVV zur Anwendung zu bringen. Insbesondere bestehe kein Grund, Art. 24 Abs. 4 UVV �ber den klaren Wortlaut der Bestimmung hinaus auch auf F�lle anzuwenden, wo es nicht um die revisionsweise Neufestsetzung einer Rente, sondern um die erstmalige Rentenzusprechung gehe (BGE 123 V 51 Erw. 3c).
5.1 Im eben erw�hnten in BGE 123 V 45 publizierten Urteil ging es um den f�r die erstmalige Rentenfestsetzung massgebenden Jahresverdienst im Rahmen von zwei bei der SUVA versicherten Unf�llen aus den Jahren 1987 und 1990, f�r welche die Anstalt einen Rentenanspruch mit Wirkung ab 1. November 1992 bejaht hatte. Im vorliegenden Fall steht dagegen der Rentenanspruch f�r zwei bei der Allianz Suisse versicherte Unf�lle aus den Jahren 1994 und 1995 zur Beurteilung an, w�hrend die SUVA f�r den Unfall vom 19. September 1989 mit Wirkung ab 1. April 1996 eine Rente auszurichten hat. Im Entscheid vom 30. Oktober 2002 nahm das kantonale Gericht eine Gesamtbeurteilung vor, indem es zun�chst den Invalidit�tsgrad ermittelte, der aus den Beeintr�chtigungen aus allen drei Unf�llen resultierte. Anschliessend schied es gest�tzt auf Art. 36 Abs. 2 UVG den Anteil aus, der auf den bei der SUVA versicherten Unfall zur�ckging. Die Vorinstanz kam dabei zum Ergebnis, dass die Allianz Suisse der Versicherten in Anwendung von Art. 100 Abs. 3 UVV mit Wirkung ab 1. September 1998 eine Rente entsprechend einem Invalidit�tsgrad von 57 % auszurichten habe, wovon 20 % auf den bei der SUVA versicherten Unfall von 1989 entfielen. Die SUVA habe der Allianz Suisse den daf�r vorgesehenen Ausgleich zu leisten.
5.2 Ist nach der Rechtsprechung nur eine Rente auszurichten, wenn die Invalidit�t auf mehrere Unf�lle zur�ckzuf�hren ist und sind daf�r einheitliche Berechnungsgrundlagen heranzuziehen (Rentenkombination; vgl. BGE 123 V 45 und RKUV 1998 S. 91 unten; Peter Omlin, Die Invalidit�t in der obligatorischen Unfallversicherung mit besonderer Ber�cksichtigung der �lteren Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, Diss. Freiburg 1995, 2. Aufl. 1999, S. 138), hat dies auch dann zu gelten, wenn mehrere Unf�lle bei verschiedenen Versicherern gedeckt sind. Dies ergibt sich aus Art. 77 Abs. 3 lit. b UVG, der das Zusammenwirken der Versicherer bei einem erneuten Unfall regelt. Gest�tzt darauf hat der Bundesrat Art. 100 UVV (Leistungspflicht bei erneutem Unfall) erlassen. In dieser Bestimmung wird das Verh�ltnis zwischen mehreren UVG-Versicherern geregelt (Alexandra Rumo-Jungo, Rechtsprechung des Bundesgerichts zum Sozialversicherungsrecht, Bundesgesetz �ber die Unfallversicherung, 3. Aufl., Z�rich 2003, S. 320; vgl. auch BGE 120 V 72 Erw. 5b). Absatz 2 lautet: Verunfallt der Versicherte w�hrend der Heilungsdauer eines oder mehrerer Unf�lle, aber nach der Wiederaufnahme einer versicherten T�tigkeit, erneut und l�st der neue Unfall Anspruch auf Taggeld aus, so erbringt der f�r den neuen Unfall leistungspflichtige Versicherer auch die Leistungen f�r die fr�heren Unf�lle. Die anderen beteiligten Versicherer verg�ten ihm diese Leistungen, ohne Teuerungszulagen, nach Massgabe der Verursachung; damit ist ihre Leistungspflicht abgegolten. Die beteiligten Versicherer k�nnen untereinander von dieser Regelung abweichende Vereinbarungen treffen, namentlich wenn der neue Unfall wesentlich geringere Folgen hat als der fr�here. Absatz 3 bestimmt: Erleidet ein aus einem fr�heren Unfall Rentenberechtigter einen neuen Unfall und f�hrt dieser zu einer �nderung des Invalidit�tsgrades, so muss der f�r den zweiten Unfall leistungspflichtige Versicherer s�mtliche Leistungen ausrichten. Der f�r den ersten Unfall leistungspflichtige Versicherer verg�tet dem anderen Versicherer den Betrag, der dem Barwert des Rentenanteils, ohne Teuerungszulagen, aus dem ersten Unfall entspricht. Damit ist seine Leistungspflicht abgegolten.
5.3 Mit Blick auf den Rentenanspruch der Beschwerdegegnerin bedeutet dies, dass f�r die drei erlittenen Unf�lle eine kombinierte Rente auszurichten ist, f�r deren Berechnung eine einheitliche Grundlage und damit nur ein versicherter Verdienst massgebend ist. Obwohl die Vorinstanz mit Entscheid vom 21. September 2000 zun�chst �ber die Leistungspflicht der SUVA befunden und das die Allianz Suisse betreffende Verfahren sistiert hat, �ndert dies nichts am Umstand, dass es um eine erstmalige Rentenfestsetzung nach drei invalidisierenden UVG-versicherten Unf�llen geht. Gem�ss rechtskr�ftiger Verf�gung der SUVA vom 24. Juni 2002 beginnt die Rente mit Wirkung ab 1. April 1996 und somit sp�ter als f�nf Jahre nach dem ersten Unfall vom 19. September 1989 zu laufen. Ab 1. Oktober 1998 geht ein Teil der Leistungen gem�ss den diesbez�glich unbestritten gebliebenen Erw�gungen der Vorinstanz zu Lasten der Allianz Suisse. Diese Konstellation spricht f�r eine analoge Anwendung der Praxis bei der erstmaligen Rentenfestsetzung nach mehreren invalidisierenden Unf�llen und einem Rentenbeginn sp�ter als f�nf Jahre nach dem ersten Unfall (vgl. BGE 123 V 45) und damit der Bestimmung des massgebenden versicherten Jahresverdienstes nach Art. 24 Abs. 2 UVV auch in einem Fall, in welchem die versicherte Person zwischen dem ersten und den nachfolgenden Unf�llen �ber ihren neuen Arbeitgeber einem anderen UVG-Versicherer unterstellt wurde.
5.4 Art. 24 Abs. 4 UVG (in der bis 31. Dezember 1997 g�ltig gewesenen Fassung) betrifft Bez�ger von Renten der Unfallversicherung und regelt den Sonderfall, dass die versicherte Person einen weiteren Unfall erleidet, welcher zu einer h�heren Invalidit�t f�hrt. Der bis 31. Dezember 1997 in Kraft gewesene Absatz 5 der Bestimmung bezieht sich dagegen auf Invalide, die keine Rente der Unfallversicherung (wohl aber eine solche der Invalidenversicherung) beziehen (RKUV 1991 Nr. U 123 S. 152 Erw. 3a). Da die Beschwerdegegnerin weder vor dem Unfall vom 19. September 1989 noch vor den beiden bei der Allianz Suisse versicherten Unf�llen vom 9. Dezember 1994 und 27. September 1995 einen Anspruch auf eine Rente der Unfallversicherung hatte, besteht - entgegen der im angefochtenen Entscheid nicht n�her begr�ndeten Auffassung der Vorinstanz - auch wenn mehrere UVG-Versicherer involviert sind, kein Grund, Art. 24 Abs. 4 UVG �ber den klaren Wortlaut der Bestimmung hinaus auch auf F�lle anzuwenden, wo es nicht um die revisionsweise Neufestsetzung einer Rente, sondern um die erstmalige Rentenzusprechung geht (vgl. BGE 123 V 51 Erw. 3c). Die IV-Stelle des Kantons Z�rich sprach der Versicherten gem�ss Verf�gung vom 28. August 2000 erst mit Wirkung ab 1. August 1997 eine ganze Invalidenrente zu. Der versicherte Verdienst ist daher auch nicht nach Art. 24 Abs. 5 UVV festzusetzen.
5.5 In der Verwaltungsgerichtsbeschwerde wird - allerdings mit Bezug auf die vor den beiden bei der Allianz Suisse versicherten Unf�lle von 1994 und 1995 ausge�bte T�tigkeit als Aussendienstmitarbeiterin - diskutiert, ob allenfalls die Voraussetzungen einer Anwendung von Art. 24 Abs. 1 UVV erf�llt seien. Die Beschwerdef�hrerin hat dies verneint. Nach der vorzunehmenden Gesamtbetrachtung mit einheitlichen Berechnungsgrundlagen (vgl. BGE 123 V 49 Erw. 3b) m�sste diese Frage indessen mit Blick auf die Verh�ltnisse vor dem Unfall vom September 1989 gepr�ft werden. Im Entscheid vom 21. September 2000 hatte das kantonale Gericht ausgef�hrt, die Versicherte habe vor dem ersten Unfall praktisch kein Einkommen als Helikopterpilotin mehr erzielt und dies mit Schwangerschaften und der Geburt dreier Kinder (31. M�rz 1983, 1. M�rz 1985 und 28. Mai 1988) sowie einer Knieoperation im Jahre 1987 begr�ndet. Da sich keines dieser Ereignisse auf das Jahr vor dem Unfall vom 19. September 1989 bezieht, findet die Sonderregelung von Art. 24 Abs. 1 UVV somit keine Anwendung.
5.6 Daraus ergibt sich, dass der f�r den Rentenanspruch massgebende Verdienst nach Art. 24 Abs. 2 UVV aufgrund des Lohnes festzusetzen ist, welchen die Beschwerdegegnerin ohne die Unf�lle im Jahre vor dem Rentenbeginn (1. April 1996) bezogen h�tte, sofern er h�her ist als der letzte vor dem Unfall (19. September 1989) erzielte Lohn.
6.1 Art. 24 Abs. 2 UVV bezweckt die Anpassung des versicherten Verdienstes an die normale Lohnentwicklung im angestammten T�tigkeitsbereich. Arbeitsverh�ltnisse, die erst nach dem Unfallereignis angetreten werden, fallen ausser Betracht. Vorbeh�ltlich Art. 24 Abs. 4 UVV gilt der erstmalig festgesetzte versicherte Verdienst grunds�tzlich f�r die gesamte Dauer des Rentenanspruchs. Nicht anders verh�lt es sich grunds�tzlich, wenn zwischen dem Eintritt des versicherten Ereignisses und der Rentenfestsetzung nach Art. 24 Abs. 2 UVV eine berufliche Ver�nderung oder Karriereschritte zu h�herem Einkommen f�hren oder ein neues Arbeitsverh�ltnis mit anderem Lohnniveau angetreten wird. Es handelt sich dabei um �nderungen in den erwerblichen Verh�ltnissen, die bei der Bemessung des f�r die Rentenberechnung massgebenden Verdienstes ausser Acht zu bleiben haben. Denn es soll lediglich verhindert werden, dass die versicherte Person zufolge Verz�gerung in der Rentenfestsetzung einen Nachteil erleidet, wenn die L�hne steigen (BGE 127 V 172 Erw. 3b).
6.2 Die SUVA hat in ihrer Verf�gung vom 24. Juni 2002 den versicherten Verdienst f�r die Rentenberechnung in Anwendung von Art. 24 Abs. 2 UVV festgesetzt. Dabei ging sie gem�ss den beigezogenen SUVA-Akten vom Einkommen im Jahr vor dem Unfall vom 19. September 1989 von monatlich Fr. 2600.- oder Fr. 33'800.- (Fr. 2600.- x 13) j�hrlich aus und passte diesen der Lohnentwicklung an, was Fr. 44'500.- ergab. Diese Berechnung, welche im �brigen von keiner Seite angefochten wurde, ist auch f�r die Rente, welche zu Lasten der Allianz Suisse geht, zu �bernehmen. Nicht massgebend f�r die Rentenberechnung im Sinne von Art. 24 Abs. 2 UVV ist dagegen das von der SUVA auf den Zeitpunkt des Rentenbeginns im Jahre 1996 ermittelte Valideneinkommen von Fr. 67'200.-, da im Rahmen dieser Bestimmung ausser der Anpassung des versicherten Verdienstes an die normale Lohnentwicklung im angestammten T�tigkeitsbereich keine anderen den versicherten Verdienst beeinflussende �nderungen in den erwerblichen Verh�ltnissen ber�cksichtigt werden k�nnen (BGE 127 V 171 Erw. 3b mit Hinweisen). Indem die Vorinstanz den versicherten Verdienst gest�tzt auf das von der SUVA f�r den Einkommensvergleich ermittelte Valideneinkommen festgesetzt hat, kann ihr daher auch aus diesem Grund nicht beigepflichtet werden. Der angefochtene Entscheid ist somit hinsichtlich des versicherten Verdienstes aufzuheben.
Aufgrund von Art. 134 OG werden f�r das letztinstanzliche Verfahren keine Gerichtskosten erhoben.
Als mit �ffentlich-rechtlichen Aufgaben betraute Organisation hat die Allianz Suisse keinen Anspruch auf eine Parteientsch�digung (Art. 159 Abs. 2 OG; BGE 112 V 49 Erw. 3; vgl. auch BGE 118 V 169 Erw. 7, 117 V 349 Erw. 8).
In teilweiser Gutheissung der Verwaltungsgerichtsbeschwerde wird Dispositiv Ziffer 1 des Entscheids des Sozialversicherungsgerichts des Kantons Z�rich vom 30. Oktober 2002 dahin abge�ndert, dass R.________ mit Wirkung ab 1. Oktober 1998 eine Rente entsprechend einer Erwerbseinbusse von 57 %, davon 20 % zu Lasten der SUVA aufgrund des 1989 erlittenen Unfalls, zusteht, wobei der daf�r massgebende versicherte Verdienst Fr. 45'000.- betr�gt.
Das Sozialversicherungsgericht des Kantons Z�rich wird �ber eine Neuverlegung der Parteikosten f�r das kantonale Verfahren entsprechend dem Ausgang des letztinstanzlichen Prozesses zu befinden haben.
Dieses Urteil wird den Parteien, dem Sozialversicherungsgericht des Kantons Z�rich, dem Bundesamt f�r Gesundheit (BAG) und der Helsana Versicherungen AG zugestellt.

References: Art. 15
 Art. 15
 Art. 24
 Art. 147
 Art. 22
 Art. 24
 Art. 26
 Art. 24
 Art. 22
 Art. 24
 Art. 24
 Art. 24
 BGE 
 Art. 24
 Art. 24
 Art. 24
 Art. 24
 Art. 24
 BGE 
 Art. 36
 Art. 100
 BGE 
 Art. 77
 Art. 100
 BGE 
 BGE 
 Art. 24
 Art. 24
 Art. 24
 BGE 
 Art. 24
 Art. 24
 BGE 
 Art. 24
 Art. 24
 Art. 24
 Art. 24
 Art. 24
 Art. 24
 Art. 24
 Art. 134
 BGE 
 BGE