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Timestamp: 2019-09-21 20:38:13+00:00

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BGH, 05.04.2001 - IX ZR 276/98 - dejure.org
https://dejure.org/2001,571
BGH, 05.04.2001 - IX ZR 276/98 (https://dejure.org/2001,571)
BGH, Entscheidung vom 05.04.2001 - IX ZR 276/98 (https://dejure.org/2001,571)
BGH, Entscheidung vom 05. April 2001 - IX ZR 276/98 (https://dejure.org/2001,571)
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BGB § 765, § 774 Abs. 1 Satz 1, 2; AGBG § 9
Bürgschaft - Atypische Bürgschaft - Klausel - Sicherheit - Allgemeine Geschaftsbedingungen
Wirksamkeit einer den Übergang der Rechte des Kreditinstituts gegen den Hauptschuldner bis zur vollständigen Befriedigung aufschiebenden Klausel im Bürgschaftsvertrag
Zu einer atypischen Bürgschaft mit dem Inhalt, dass der verbürgte Kredit der Tilgung einer Schuld des Bürgen gegenüber dem Hauptschuldner dienen soll; zur Frage der Wirksamkeit der Formularklausel einer Bank, durch die der Übergang der Forderung des Gläubigers auf den ...
BGB §§ 765, 774 Abs. 1 S. 1, 2; AGBG § 9
Bürgschaftsrecht - Aufschiebender Übergang der Rechte gegen Hauptschuldner
BGB § 765, 774 Abs. 1 Satz 1, 2; AGBG § 9
Bürgschaft; Übergang der Gläubigerrechte auf den Bürgen
BGB §§ 774, 765; AGBG § 9; InsO § 43
Akzessorietätsgrundsatz, wenn Kredit dem Bürgen zugute kommt; Aufschub des Übergangs von Sicherheiten bei Höchstbetragsbürgschaft
NJW 2001, 2327
ZIP 2001, 914
MDR 2001, 1002
WM 2001, 1060
DB 2001, 1665
Zwar ist der Gläubiger, sofern er mit dem Sicherungsgeber keine andere Vereinbarung getroffen hat, in entsprechender Anwendung des § 774 Abs. 1 Satz 1 BGB in Verbindung mit §§ 401, 412 BGB verpflichtet, die Grundschuld auf den Bürgen nach Erfüllung seiner Schuld zu übertragen (BGHZ 110, 41, 43 ; BGH, Urteil vom 5. April 2001 - IX ZR 276/98, WM 2001, 1060, 1064).
Auch kann sich ein Bürge insoweit gegenüber dem Gläubiger auf ein Zurückbehaltungsrecht gemäß § 273 BGB berufen (BGH, Urteil vom 5. April 2001 - IX ZR 276/98, WM 2001, 1060, 1063).
a) Entgegen den leerformelhaften und dem Verfahrensrecht widersprechenden Ausführungen des Berufungsgerichts ("wo, wann, gegenüber wem") handelte es sich hier nicht um einen "reinen Ausforschungsbeweis", der darauf abzielt, bisher unbekannte Tatsachen zwecks genaueren Vorbringens in Erfahrung zu bringen (vgl. dazu BGH, Urt. v. 5. April 2001 - IX ZR 276/98, NJW 2001, 2327 f.;… Musielak/Foerste, ZPO 5. Aufl. § 284 Rdn. 17).
c) Bei dem klägerischen Beweisantrag handelt es sich entgegen der Annahme des Berufungsgerichts nicht um einen unbeachtlichen, auf Ausforschung zielenden Beweisermittlungsantrag, mit welchem dem Kläger bisher unbekannte Tatsachen zwecks genaueren Vorbringens in Erfahrung gebracht werden sollen (vgl. dazu BGH, Urteil vom 5. April 2001 - IX ZR 276/98, NJW 2001, 2327, 2328;… vom 2. April 2007 - II ZR 325/05, ZIP 2007, 1056 Rn. 23).
Grundsätzlich kann allerdings auch bei einer Sicherungsgrundschuld der Rückgewähranspruch dem Zahlungsanspruch im Wege der Zug-um-Zug-Einrede entgegengehalten werden (vgl. BGH, Urteil vom 5. April 2001 - IX ZR 276/98 -, Rdnr. 28, 40 = NJW 2001, 2327, zitiert nach JURIS;… MüKo-Eickmann, BGB, 4. Aufl., § 1191, Rdnr. 68 m.w.N.).
(BGHZ 147, 99, 104 = NJW 2001, 1857 = BauR 2001, 1093; NJW 2001, 2327, 2329; ZIP 2002, 2125, 2128;… Habersack in: Münchener Kommentar, BGB, 4. Aufl., § 768 Rn. 3;… Joussen in: Ingenstau/Korbion, VOB, 16. Aufl., § 17 Nr. 4 VOB/B Rn. 37;… Werner/Pastor, Der Bauprozess, 12. Aufl., Rn. 1241).
Behauptet der Verkäufer zur Abwehr des Arglistvorwurfs, er habe bei Vertragsschluss keine Erinnerung an einen offenbarungspflichtigen Mangel mehr gehabt, erfordert dies eine besonders eingehende Glaubhaftigkeitsprüfung durch den Tatrichter (im Anschluss an BGH, NJW 2001, 2327).
Der vorstehenden Würdigung steht die Entscheidung BGH, NJW 2001, 2327, auf die das LG in der angefochtenen Entscheidung Bezug nimmt, nicht entgegen.
Zwar ist danach der Vorwurf arglistigen Verhaltens dann nicht begründet, wenn der Verkäufer im Zeitpunkt des Vertragsschlusses keine Erinnerung an das Vorhandensein eines offenbarungspflichtigen Mangels mehr hat (BGH, NJW 2001, 2327).
Bei der Argumentation auf der Grundlage dieser Entscheidung ist aber stets zu bedenken, dass der BGH in dem betreffenden Fall aus revisionsrechtlichen Gründen bindend die Feststellung zu Grunde legen musste, dass der Verkäufer keine Erinnerung an den betreffenden Mangel mehr besaß (BGH, NJW 2001, 2327).
Nach den im Zivilprozess entwickelten Grundsätzen zum Ausforschungsbeweis zielt dieser darauf ab, bisher unbekannte Tatsachen zwecks genaueren Vorbringens in Erfahrung zu bringen (vgl Bundesgerichtshof [BGH], Urteil vom 5.4.2001, IX ZR 276/98, NJW 2001, 2327; Urteil vom 2.4.2007, II ZR 325/05, BB 2007, 1185 mwN).

References: § 765
 § 774
 § 9
 § 9
 § 765
 § 9
 § 9
 § 43
 § 774
 § 273
 § 284
 § 1191
 § 768
 § 17
 BGH