Source: http://daniel-stieger.ch/Genealogy/Heraldry/Oberriet_Personen.htm
Timestamp: 2019-01-19 23:08:47+00:00

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Wichtige Personen in Oberriet (inkl. Kobelwald, Montlingen, Kriessern, etc.)
Wichtige Personen in Oberriet
(inkl. Kobelwald, Montlingen, Kriessern, etc.)
Geistliche, Pfarrer, Kapellpfleger, Organisten, Messmer
Diakon in Montlingen. Schützling von Friedrich dem Hohenstaufer, König von Sizilien. Konkurrierte mit dem Probst des Konstanzer Domkapitels, Heinrich von Thann.
Quelle: Unser Rheintal (1954) p. 79.
Jodok Albrecht
Pfarrer in Montlingen. Aus Dornbirn. Antritt als Pfarrer in Montlingen am 29. Juni 1470. Im gleichen Jahr erhielt die Kirche die Genehmigung zu einer Almosensammlung. 1479 und 1480 erlaubte der Konstanzer Bischof dem Pfarrer Albrecht die Abwesenheit von seiner Pfarrkirche.
Quelle: Montfort - Vierteljahresschrift für Geschichte und Gegenwart Vorarlbergs. Alois Niederstätter. 1985, Seite 312.
Quelle: Manfred Krebs, Die Investiturprotokolle der Diözese Konstanz aus dem 15. Jahrhundert. Freiburger Diözesenarchiv (1938, 1941, 1950-55), Seite 560.
Frühmesser (Kaplan) aus der Familie eines Hauptstifters der Kirche Montlingen (Konrad Schmid vom Rain und Hans Wiler ab dem Oberriet stifteten am 23. Juni 1448 die eine Frühmesse; die Pfründe wurde auf den Altar des hl. Sebastian gestiftet). Rudolf Schmid besuchte ab Wintersemester 1482 die Universität Erfurt, wo er die Würde eines Notars erwarb. Kaplan in Montlingen von etwas 1497 bis 1503. Er amtierte 1502 auch als Notar in der Stuftungsurkunde der Pfarrei Widnau.
Jos Abers
Pfarrer von Montlingen.
In den 'Stella Matutina Handschriften' (Vorarlberger Landesarchiv Rep. 14-061) steht unter 8. Juni 1515:
Konradin von Marmels zu Razüns und Rudolf von Marmels, sein Sohn, Bürgermeister zu Chur, bekennen, dass die vesten Michel und Mack [Mark] Sittich von Ems, ihre lieben Schwäger und Vetter, als Collectores der Pfarrei Montlingen, vor etlichen Jahren diese Pfarrei, falls sie erlediget wurde, Herr Goswin Ramschwag, Pfarrer zu Ragetz, auf Bitten seines Vaters, Ulrich von Ramschwag, Ritters, selig gesprochen haben, jedoch sollten sie, als die Pfarrei auf Abgang des Herr Jos Abers ledig geworden, dieselbe dem Priester Johann Emser, einem natürl. Sohne des Mack [Mark] Sittich von Ems, mit Einwilligung des Goswin von Ramschwag und seines Vaters mit der Bedingung verliehen, dass er, Johann Emser, demselben Goswin jährlich soviel verabreiche, als sie, die beiden von Marmels und Hans von Königsegg durch einen Freund.
Johann Emser
Pfarrer von Montlingen. Sohn des Mark [auch Markus, Marx, Märx, Mack, oder Merk] Sittich von (Hohen) Ems (* 1466, † 1533).
- Konstanzer Domherr Georg Sigmund von Ems (1494�47).
- Wolf-Dietrich (1507�38) oo Clara von Medici (Schwester des späteren Papstes Pius IV).
Siehe Ausschnitt in den 'Stella Matutina Handschriften' unter 'Jos Abers'. Johann Emser trat die Nachfolge von Jos Abers an.
Diepolt Hutter (~1480 - † 1546)
Geboren um 1480 in Diepoldsau als Sohn des Rodolf Hut[t]er (Montlingen) und der Anna Schmid von Rain. Am 1. März 1505 Kleriker der Diözese Konstanz und Vertreter des Papsts. 1508 bis 1528 Besitzer (Pfarrer) der Pfarrei Appenzell. 1522 zeigte Diepolt Hutter reformierte Tendenzen. 1523 nahm er an der Zürcher Disputation teil, jedoch noch schweigend, 1524 in Appenzell, 1526 an der Badener, 1528 an der Berner Disputation. Hier äusserte sich Diepolt Hutter als Gegner Huldrych (Ulrich) Zwinglis zu Fragen der kirchlichen Amtsgewalt, der unbefleckten Empfängnis Mariens und der Gebote Gottes. Zu diesem Anlass veröffentlichte er eine Schrift über die Eucharistiefeier, die jedoch keinen Erfolg hatte. Diepolt Hutter klagte über das ungerechte Vorgehen bei der Berner Disputation und wurde deshalb gebüsst.
Diepolt Hutter zog nach Montlingen und wurde ab Spätherbst 1528 (bis 1532) Pfarrer in Montlingen (sein Patronatsherr Mark Sittich von Hohenems leistete ihm Beistand). Hier musste er zürcherischem Druck weichen und floh nach Hohenems. 1534 bis 1546 war er wieder Pfarrer in Appenzell (wo er 1546 resignierte). Verstorben am 2. Mai 1546.
Gemäss Jahrzeitbuch von Appenzell bereits 1538 als verstorben erwähnt.
Siehe auch Jahrtagbuch p. 243.
Melchior Iseli
Prädikant in Montlingen. Am 23. April 1531 willigten die Kirchgenossen von Montlingen ein, einen Prädikanten anzunehmen (Bildersturm: Mai 1531). Melchior Iseli fand bei seinen Pfarrkindern einen so grossen Widerstand, dass er die Hife Zürichs gegen seine Widersacher anrufen musste. Die Siege der Katholiken kei Kappel und am Gubel (11./23. Oktober 1531) schufen jedoch eine neue Ausgangslage. Das Stift St. Gallen wurde wieder hergestellt und der Einfluss Zürichs zurückgedrängt.
Andreas Sonnenberger
Von Fedkirch. Pfarrer in der Pfarrei Montlingen. Amtsantritt 1571.
Gregor Trent
Von Löwental. Pfarrer in der Pfarrei Montlingen. Amtsantritt 1580.
Von Ems. Pfarrer in der Pfarrei Montlingen. Amtsantritt 1584.
Von Bludenz. Pfarrer in der Pfarrei Montlingen. Amtsantritt 1597.
Jakob Tschupf
Von Montafun. Pfarrer in der Pfarrei Montlingen. Amtsantritt 1600.
Johannes Nesler
Bei Johannes Nesler handelte es sich um den Bruder von [Luzius] Hausers Mutter, die somit aus Ludesch stammte. Nach dem 1591 begonnenen Studium in Dillingen wirkte Nesler eine Zeit lang als Pfarrer in Thüringen, dann von 1603 bis 1605 in seiner Heimatgemeinde Ludesch, wo er sich aber mit einem Teil des "Pfarrvolks" verfeindete, so dass er nach Oberriet in die Schweiz wechselte. Ab 1606 war er für einige Zeit als Pfarrer von Lustenau tätig. 1613 befand er sich schon nicht mehr auf dieser Stelle. 1619 ist Nesler kurz als Pfarrer von Sargans bezeugt. Davor schon um 1615 und danach wieder war er Frühmesser in Bludenz. 1631 besserte er die entsprechende Pfründe mit einer Stiftung merklich auf. In der Sterbeeintragung Michael Schnops erwähnte der Schlinser Pfarrer seinen Berufskollegen Johannes Nesler nur als Kämmerer des Sarganser Kapitels.
Quelle: Manfred Tschaikner, Zur Biografie des Bartholomäberger Pfarrers und Heilers Luzius Hauser (1594-1668), Seite 87.
Von Triesen. Pfarrer in der Pfarrei Montlingen. Amtsantritt 1613.
Othmar Weinzerli
Von Feldkirch. Pfarrer in der Pfarrei Montlingen. Amtsantritt 1614.
Von Bludenz. Pfarrer in der Pfarrei Montlingen. Amtsantritt 1619.
Christian Kraft schreibt auf Seite 1 des Taufbuchs Montlingen "Anno 1619 Die 13. Februarÿ stylo nouo Ego Christianus Krafft, civis Bludentinus, indignus equidem, parochiam Montlingensem suscepi; & durante hac mea parochiali administratione, infra scripti infantes baptizati sunt.".
Lazarus Kamm
Kaplan von Montlingen.
Erster Eintrag im Taufbuch am 22. Mai 1619 als "coadjutor".
Johann Heinrich Kurz
Von Bludenz. 'Johannes Kurz' war zunächst Kaplan und danach Pfarrer in der Pfarrei Montlingen. Amtsantritt als Pfarrer 1623.
Erster Eintrag im Taufbuch am 21. Februar 1623.
Kaspar Geser
R.D. Jakob Stiger
Von Eichenwies. Zunächst Kaplan (1623) und später Pfarrer in der Pfarrei Montlingen (1627-1632).
Erster Eintrag im Taufbuch am 30. Oktober 1623.
Adam Schüelin
Adam Schuelin wirkte von 1621 bis 1632 in Klaus (Rheintal). Danach war er zunächst Kaplan von Montlingen später Pfarrer in der Pfarrei Montlingen (Amtsantritt als Pfarrer 1632).
Christoforus Katho
Von Altstätten. Pfarrer in der Pfarrei Montlingen. Amtsantritt 1636.
Johannes Wehinger
Vitalinus "Dionysius" Mattle (1640 - † 1700)
Pater Dionysius (Uorich / Vitalinus Mattlin [Mattle]) von Oberriet. Geboren den 15. Januar 1640. Er kam den 31. Oktober 1659 nach St. Gallen und legte den 8. Mai 1661 Profess ab. Subdiakon 19. Mai 1663, Diakon 20. September 1664, Priester 19. September 1665, Primiz 4. Oktober 1665.
Am 4. November 1665 wurde er zum Lehrer für Katechismus und Griechisch bestimmt, später lehrte er auch Rhetorik und versah vom 18. Juli 1667 bis zum 2. Mai 1772 das Amt eines Paedagogus. Den 15. Januar 1672 wurde er Lehrer der Philosophie und am folgenden 20. Mai auch der Theologie. Abt Gallus schickte ihn den 27. April 1674 nach Kempten, von wo er den 9. Januar 1675 zurückkehrte. Hierauf war er Archivar und Gastpater bis zum 8. Juli 1678. Für kurze Zeit kam er alsdann als Gehilfe des Statthalters nach Wil. Am 11. Oktober 1679 erfolgte seine Ernennung zum Bibliothekar, welche Stellung er aber nur kurze Zeit innehatte. Schon am 6. November des gleichen Jahres wurde er Präfekt der Schule. Am 20. September 1680 kreierte ihn Abt Gallus zum Notarius Apostolicus. Den 15. September 1681 wurde er Kornherr, den 14.Juni 1683 wieder Gastpater. Daneben war er bis zum 6. Oktober 1683 Vestiarius. Am 4. Dezember 1684 kam er als Küchenmeister nach Wil, wo er zugleich Beichtiger in St. Katharina war. 1695, 30. Mai, erfolgte seine Ernennung zum Statthalter in Rorschach, wo er bis zum 23. Juli 1700 blieb. Schon am 6. Oktober des gleichen Jahres starb er.
«War ein fruchtbarer und keineswegs gemeiner Dichter. Er besang den Triumph des hl. Gallus, dessen Aufenthalt in der Einöde unter wilden Tieren, verfasste einen Trauerbrief des hl. Columban aus Italien an seinen ehemaligen Jünger Gallus, ein Trauerspiel u.a.m.»
Josef Dietschi
Von Schwyz. Machte seine theologischen Studien zu Mailand. Pfarrer in der Pfarrei Montlingen von 1641 bis 1644 (Amtsantritt 1641).
Zwischen 1641 und 1706 wechselten in Montlingen nicht weniger als 12 Pfarrer die Stelle. Als Gründe dafür werden angegeben: Zwietracht unter den Pfarrgenossen, Rebellion und Ungehorsam, unverbesserliche Bosheit und Vexationen von Seiten der Parochianen. Von zwei Pfarrherren heisst es: sie wurden zu Tode geärgert. Und von einem heisst es: er starb und wollte hier nicht begraben werden wegen der Verkehrtheit seiner widerspenstigen Pfarrkinder.
Johann Konrad Schneider
Von Bludenz. Pfarrer in der Pfarrei Montlingen. Amtsantritt 1644.
Es folgten bis 1665 die folgenden Kaplane: Hieronymus Wisig, Josef Zürcher, und Martinus Wieser.
Bartholomäus Müllstetter
Von Mauren. Pfarrer in der Pfarrei Montlingen. Amtsantritt 1650.
Johann Gerer
Von Höchst. Pfarrer in der Pfarrei Montlingen. Amtsantritt 1654.
Matheus v. Bräderis
Von Rankweil. Pfarrer in der Pfarrei Montlingen. Amtsantritt 1659.
Martinus Wiser
Von Frastanz. Kaplan in der Pfarrei Montlingen.
Jakob "Gallus" Alt (1610 - † 1687)
P. Gallus (Jakob) Alt v. Oberriet im Rheintal. Geboren am 10. September 1610 in Oberriet als Sohn des Johann Alt.
Besuch der Lateinschule in Appenzell (Vorläuferin des Kollegiums). Novize im Kloster St. Gallen. Profess 8. September 1628 (Annahme des Namens 'Gallus'), Subdiakon 6. März 1632, Diakon 3. März 1635, Priester 16. Februar 1636, Primiz 2. März, am Sonntag Laetare. Den 23. Juni 1637 wurde er Paedagogus, schon am 23. Februar 1638 Küchenmeister.
Am 30. März 1639 sandte ihn Abt Pius nach Ingolstadt, damit er dort die Rechte studiere. Am 26. September 1640 kehrte er zurück. Seine Studien setzte er vom 4. Oktober 1640 bis zum 22. Mai 1642 in Rom fort, wo er Doktor der kanonischen Rechte (doctor decretorum) wurde. Heimgekehrt, wurde er Lehrer des Rechts, ebenso 1645 Vizeofficial. Den 14. November 1645 wurde er als Statthalter nach Ebringen bei Freiburg im Breisgau (Besitz des Klosters St. Gallen) geschickt, von wo er aber den 19. März 1647 wieder zurückkehrte. Am 23. April dieses Jahres erfolgte seine Ernennung zum Novizenmeister und am 12. Juli zum Subprior. Am 18. Januar 1652 schickte ihn Abt Pius als Prior und Statthalter ins Filialkloster Neu St. Johann. Dort blieb er aber nur bis Ende August 1652; denn am 30. August wurde er als Stiftsdekan des Mutterklosters eingesetzt. Vom 28. Mai bis 11. Juni 1653 weilte er in Ettenheimmünster, mit dessen Reform man damals beschäftigt war. Am folgenden 16. September predigte er an der Engelweihe in Einsiedeln.
Schon am 17. Dezember 1654 erfolgte seine Wahl zum Nachfolger des Fürstabts Pius Reher († 1654). Als Wappen führte er in Silber ein schreitender schwarzer Hahn mit rotem Kamm, der im Schnabel eine blaue Traube trägt.
In dem gleich zu Beginn seiner Regierung ausbrechenden 1. Villmergerkrieg hielt er das Stift neutral, musste sich aber trotzdem bequemen, die Amnestie auf seine Toggenburgischen protestantischen Untertanen auszudehnen, die ihm beim Aufgebot zur Deckung der Grenze den Gehorsam verweigert hatten. Seitdem Gallus Alt 1658 den gewandten Fidel von Thurn zum Landshofmeister, 1676 zum Erbmarschall ernannt hatte, leitete dieser die äussere Politik der Abtei und schwenkte zur kaiserlichen Partei hinüber. Unter Abt Gallus brachen aber auch die Zwistigkeiten im Toggenburg aus, welche schliesslich zum Toggenburgerkrieg führten, den aber Gallus Alt nicht mehr erlebte. Wie in der Regierung, so zeigten sich erst recht in der Tätigkeit als Abt die strengen, asketischen Grundsätze Alt's. Hob er doch 1666 das Gymnasium in Rorschach deshalb auf, weil es der Klosterzucht nachteilig sei. Der Konvent, der unter seinem Vorgänger 45 Mitglieder zählte, stieg unter ihm auf 73. Um Platz zu gewinnen, baute er 1666-72 und 1673-74 zwei jetzt noch stehende Flügel des Klostergebäudes. Streng hielt er die Kapitularen zur klösterlichen Disziplin und Armut an, wie er für sich selbst überaus einfach war und seiner niedrigen Abkunft sich sogar rühmte. Dagegen sparte er, damit der Zeitsitte nachkommend, nichts, wenn es galt, den kirchlichen Kultus zu verschönern. Mit grossem Pomp wurden fünf Translationen von Katakombenheiligen gefeiert: zu Lichtensteig, Wil, Rorschach, Wildhaus und St. Gallen. An der letzteren wurden beispielsweise in der Prozession 7800 Jungfrauen gezählt. Für den Säkularklerus der Stiftslande hielt er 1663 zu Rorschach eine Synode ab. Er war für die Reform der Stifte Fulda, Kempten und Murbach tätig, brachte 1682 die Union des Klosters Pfäfers mit Einsiedeln zustande und bemühte sich als Präses der schweizerischen Benediktinerkongregation eifrig um deren Gedeihen. An seiner am 5. Mai 1686 gehaltenen Sekundiz nahmen alle Aebte derselben teil. Altersschwach musste Abt Gallus im November desselben Jahres sich in das Krankenhaus zurückziehen [HBLS-01].
Förderung des Baus der St.-Josephs-Kapelle in Eichenwies 1661.
Gestorben 4. März 1687 im Krankenhaus.
Quelle (erweitert!): Professbuch der fürstabtlichen Benediktinerabtei der heiligen Gallus und Otmar zu St. Gallen (von P. Rud. Henggeler O.S.B. Einsiedeln).
Kaplan Johannes Kühnis (1632 - † 1670)
Von Oberriet. Geboren am 11. November 1632. Primissarius / Kaplan in Montlingen seit 1662.
Am 10. Februar 1665 starb Elisabetha Kluser. Die Sterbesakramente erteilte Kaplan Johannes Kühnis (Totenbuch Montlingen). Am 'Ultimo. Febr. 1670' [28. Februar 1670] starb Johannes Kühnis ("Depositio Re[verend]di Die Joannis Khöniß Capellany[us] l:s [locus]").
Kaplan Kühnis wird im Montlinger Jahrzeitbuch (p. 85) und im Montlinger Jahrzeitbuch (p. 243) erwähnt.
Es folgte bis 1674 der Kaplan Ulrich Gächter (siehe unter 1674).
Bartholomäus Erni
Von Rankweil. Pfarrer in der Pfarrei Montlingen. Amtsantritt 1664.
Pfarrer in der Pfarrei Montlingen. Amtsantritt 1665.
M'r Johannes Geser (der ältere)
Von Götzis. Pfarrer in der Pfarrei Montlingen. Amtsantritt 1670.
Christian Ludescher
Von Götzis. Pfarrer in der Pfarrei Montlingen. Amtsantritt 1672.
Johann "Plazidus" Kühnis (1672 - † 1718)
P. Plazidus (Johann) Köniz (s. Koenis) von Oberriet. Er war ein Schwestersohn des Abtes Gallus II [Anm.: der Vater der Mutter Anna Alt war Bruder des Abtes, siehe Montlinger Jahrzeitbuch p. 103). Geboren den 18. Januar 1672. Er kam den 3. Mai 1685 nach St. Gallen. Profess 16. Oktober 1689, Subdiakon 16. Mai 1693, Diakon 18. September 1694, Priester 24. September 1695, Primiz 5. Oktober 1695.
P. Plazidus wurde den 16. Juli 1698 dritter Pfarrer in St. Gallen und am 17. November 1701 Pfarrer in Stein. Seit dem 1. Februar 1704 wirkte er als Pfarrer in Ebringen, wo er den 22. Mai 1718 auf der Kanzel einen Schlaganfall erlitt, der ihn rechtsseitig lähmte. Wie dem Abte am 27. Mai berichtet wurde, lag er hoffnungslos darnieder. Der Abt schickte deshalb am 8. Juni 1718 P. Anselm nach Ebringen. Schon am 10. Juni 1718 aber starb Pater Plazidus.
M'r Johannes Geser (der jüngere)
Von Götzis. Pfarrer in der Pfarrei Montlingen. Amtsantritt 1674.
Pfarrer Johann Geser, der jüngere, stellte im Jahre 1680 ein Verzeichnis seiner Pfarrkinder auf, wonach die Rhode Oberriet 544 Einwohner zählte, Montlingen 353, Eichenwies 342, Kriessern 240 und die Holzrhode 337. Ausserhalb der Pfarrei lebten 109 Pfarrkinder, sei es als Geistliche oder Klosterfrauen, als Studenten, Soldaten oder Dienstleute.
Pfarrer Ulrich Gächter
Sohn des Andreas Gächter und der Ursula Madlenerin, getauft am 7. Januar 1638. Zwischen 1670 und 1674 Kaplan in Montlingen. Ab 1674 Pfarrer in Grub.
Erwähnt im Montlinger Jahrtagbuch auf Seite 175 mit eigener Stiftung (errichtet am 27. Februar 1711). Ebenso erwähnt im selben Buch auf Seite 123. Dort wird erwähnt, dass Ulrich Gächter auch Pfarrherr 'zue Hagenweÿl' (Hagenwil, TG) und Deputat des Kapitels war.
Kaplan in Montlingen.
Pfarrer Johann Hutter († 1675)
Am 2. Januar 1675 starb und wurde beerdigt Johann Huotter, genannt Rolffes Hans, Pfarrer in Montlingen. Quelle: Sterbebuch Montlingen.
Kaplan in Montlingen zwischen etwa 1678 und 1706.
Pfarrer Johann Geser
1680 zählte Pfarrer Johann Geser (der jüngere) folgende Bevölkerungszahlen auf: Oberriet 544, Montlingen 353, Eichenwies 342, Kriessern 240, und Holzrhode 337.
Amtete zusammen mit Capellanus Heinrich [Hieronymus] Federer (1682).
1682-1706?
Offenbar bewarb sich zwischen 1682-1706 der Leutkircher Kaplan Franz Joseph Fritsch auf eine Stelle in der Pfarrei Montlingen. In den Kirchenbüchern ist keine Evidenz für seinen Stellenantritt zu finden.
Quelle: Kirchensachen 1682-1706 (Staatsarchiv Augsburg, Fürststift Kempten Archiv: A 2890). Pfarrei Montlingen: Verpfändung der dem gräflichen Haus Hohenems zustehenden Kollatur an die "regierenden Orte des Rheinwalds" Luzern, Uri, Schwyz, Unterwalden, Zug und Glarus zwecks Wiederaufbaus des baufälligen Pfarrhofs; Empfehlung für Bewerber um die Pfarrei; Präsentation des Leutkircher Kaplans Franz Joseph Fritsch auf die Pfarrei.
M'r Michael Tulp
Von Bregenzerwald. Pfarrer in der Pfarrei Montlingen. Amtsantritt 1685.
Josef Bont
Von Eichenwies. Pfarrer in der Pfarrei Montlingen (1706 bis 1713). Amtsantritt 1706.
Johann Ulrich Seitz
Kaplan in Montlingen zwischen etwa 1706 und 1727. Danach Pfarrer von Montlingen (siehe unter 1727).
Dr. Jakob Schön
Von Zug [Kanton]. Pfarrer in der Pfarrei Montlingen. Amtsantritt 1713.
Johann Jakob Sch渘, Dr. jur. can., von Menzingen, * 6. Mai 1660, Pfarrer in Wattwil 1696, Henau 1703, während der Toggenburger Wirren in lokale Streitigkeiten mit dem evangelischen Teile der Gemeinde verwickelt, beim Tumulte vom 7. April 1709 gefangen genommen, von der toggenburgischen Landeskommission des Landes verwiesen, nahm auf Befehl des Abtes Leodegar Bürgisser am 16. Mai 1709 wieder Besitz von seiner Pfarrei und wirkte ungehindert bis 15. April 1712. Nach der Kapitulation Wil's (22. Mai 1712) floh er, war Vikar in Montlingen 1712-1719, kehrte nach Wiederaufrichtung der äbtischen Herrschaft 1719 in seine Pfarrei Henau zurück. † 17. Januar 1724 [HBLS-06].
Vikar Franz Rheiner
Von Bregenz. Pfarrer in der Pfarrei Montlingen. Amtsantritt 1718.
Johann Kaspar Stieger (1695 - † 1762)
Pfarrer in Montlingen. Priesterweihe in Konstanz und danach 1719 bis 1725 Pfarrer in Montlingen. Schrieb das Jahrzeitbuch oder Jahrtagbuch Montlingen von einer älteren Vorlage ab. Später Missionar der Mission Dolores. Als Jesuit in Mexiko gestorben.
Vikar Jakob Buschor
Von Altstätten. Pfarrer in der Pfarrei Montlingen. Amtsantritt 1725.
Johannes Ulrich Seitz
Dr. Theol, aus Bernegg [Bernang?]. Pfarrer in Montlingen (ab 1727). Johannes Ulrich Seitz war zuvor 21 Jahre Kaplan in Montlingen. Er erweiterte das Jahrzeitbuch oder Jahrtagbuch Montlingen um neuere Einträge. Pfarrer Johannes Ulrich Seitz war (als einziger Pfarrer) nicht gegen die Abspaltung vom Mäder (wurde 1654 eine eigenständige Pfarrei) und Kriessern (Abspaltung 1734-1735). Er schrieb am 18. November 1733 nach St. Gallen, dass er sich nicht regen dürfe, "denn einige aus den obern Rhoden gebärdeten sich wie rasende Wölfe". Später wurde er apostolischer Notar in Schwarzenberg, 1756-1760. Pfarrer von Hard (Bodensee, Österreich), 1764-1768.
Johann Melchior Müller (von Näfels, Glarus)
Pfarrer in Kriessern.
Johann Jakob Lüchinger
Kaplan in Montlingen ab 1735. Er beschrieb am 30. August 1742 die durch Fürstabt Cölestin II [Cölestin Gugger] vorgenommene "Lokal- und Personalvisitation". Dabei wurden 35 auf lateinisch formulierte Fragen beantwortet. Dabei nannter er als grösstes Laster der Montlinger "discordia summa" (heillose Zwietracht). Gemäss Frage 34 musste Johann Jakob Lüchinger 104 mal pro Jahr in St. Wolfgang (Oberriet) die Messe lesen und erhielt dafür ein Gehalt von 34 Gulden. Am 7. November 1742 wurde Johann Jakob Lüchinger zum Kapellpfleger gewählt.
Jakob Heyli
Pfarrer in Kriessern. 'Jakob Heÿle windnoviensis Helvety' überbahm die Pfarrei Kriessern am 12. Januar 1738.
Johann Ulrich Rohner
Pfarrer in Kriessern. Joannes Udalricus Rohner übernahm die Pfarrei Kriessern am 2. Februar 1743.
Joseph Lüchinger
Häuslewirt. Am 3. November 1744 wurde Joseph Lüchinger zum Kapellpfleger (St. Wolfgang, Oberriet) gewählt.
Jakob Zäch ("Kaspars")
Am 8. November 1746 wurde Jakob Zäch zum Kapellpfleger (St. Wolfgang, Oberriet) gewählt.
Johann Jakob Germann (von Tübach)
Pfarrer in Kriessern. Im ersten Taufbuch von Kriessern steht der Text: "A.R.D. N.N. [überschrieben durch Joannes Jacobus] German ex Dubach han promotus fuit 1749". Der erste Eintrag im Taufbuch unter 'Joannes Jacobus Germann' fand am 8. April 1749 statt.
Johann Baptist Bürgin
Pfarrer in Kriessern. Im ersten Taufbuch von Kriessern steht der Text: "sucessit 1782 [1752!] A.R.D. Joannes Baptista Bürgin.". Der erste Eintrag im Taufbuch unter 'Joanne Baptista Bürgin' fand im Juli 1752 statt.
Josef Anton Heingler
Pfarrer in Kriessern. Von Bernegg. Der erste Eintrag im Taufbuch unter 'J. Anton Heingler' fand am 25. März 1755 statt.
Karl Mauriz Stöckli
Von Zug. Pfarrer in der Pfarrei Montlingen. Amtsantritt 1756.
am 18. Juni 1759 musste Moritz Stöckli einen Vagabunden für dessen Enthauptung vorbereiten und zum Scharfrichter führen. Quelle: Totenbuch Montlingen.
Durch das Schwert des Scharfrichters wegen vergangener Verbrechen enthauptet, starb Ferd. Bantle, Vagabund, im Alter von 17 Jahren. Er wurde vom erlauchten Herrn Joh. Heinrich Martin aus Glarus, eidg. Obervogt in Rheinegg, zum Tode verurteilt und von den hochw. Herren P. Quirinus, Kapuziner zu Stans, Kaspar Stiger, Kaplan, und mir, dem Ortspfarrer Mauriz Stöckli, zum Tode vorbereitet und an den Ort der Hinrichtung geführt. Zur Erbauung aller Anwesenden fügte er sich dem Tod und ging hinüber in das bessere Leben. Sein Haupt blieb am Galgen ausgestellt, der Leichnam aber wurde der geweihten Erde übergeben.
Laurenz Lorenz
Pfarrer in Kriessern. Der erste Eintrag im Taufbuch unter 'Laurentÿ Lorentzi' fand am 11. Oktober 1759 statt.
Ludwig Zumbach
Von Tuggen. Kaplan in Montlingen. Er wurde zwischen 1759 und 1770 abgelöst durch Johann Kaspar Stieger von Eichenwies.
Peter Anton Vogt
Pfarrer in Kriessern. Eintrag im Taufbuch Kriessern: "Sub Cura Petri Antoni Vogt p:t: Parochi Baptizati Sunt Sequentes". Der erste Eintrag im Taufbuch unter 'Petri Antoni Vogt' fand am 11. März 1761 statt.
Karl Moritz Stöcklin
Pfarrer in Montlingen.
1768-1770 [1771]
Johann Ignaz Bärlocher
Pfarrer in Kriessern. Der erste Eintrag im Taufbuch unter 'Joanne Ignatio Berlocher' fand am 13. Juli 1768 statt. Der letzte Eintrag am 12. August 1770 (gefolgt von einem Eintrag am 5. Juni 1771 von Vikar Petrus Stätdler).
Franz Josef Seiz [Seitz?]
Pfarrer in Kriessern. Der erste Eintrag im Taufbuch unter 'Francisco Josepho Seiz' fand am 12. September 1771 statt.
Josef Neesensohn
Von Laterns. Kaplan in Montlingen ab 1770. Löste Johann Kaspar Stieger von Eichenwies ab.
Pfarrer in Kriessern. Amtsantritt am 15. Februar 1772. Der erste Eintrag im Taufbuch unter 'Joanne Ziegler' fand am 2. April 1772 statt.
Oswald Ellensohn
Von Götzis. Kaplan in Montlingen ab 1772. Wurde später von Saul Ellensohn von Götzis abgelöst, welcher bis 1797 blieb.
Johann Baptist Hengartner
Pfarrer in Kriessern. Der erste Eintrag im Taufbuch unter 'Joa: Bapt: Henngartner' fand am 6. Dezember 1773 statt.
Johann Peter Ulrich Städler († 1808)
Von Altstätten, Sohn des Pannerherrn Städler von Altstätten. Pfarrer in Montlingen. Amtsantritt 1773.
Johann Peter Ulrich Städler war ein grosser Freund und weitsichtiger Förderer einer selbständigen Seelsorge in Oberriet.
Quelle: Alter und neuer grosser Staats-, Kriegs- und Friedens Appenzeller-Calender, oder, Der hinkende Bott, Bd. 73 (1794).
In der Nacht vom 16. auf den 17. Dezember 1776 erlebte Ulrich Städler einen dreisten Kirchenraub mit. Am 12. April 1804 bittet er den Konstanzer Rat darum, die St. Wolfgangkapelle verlängern zu dürfen. Am 15. Juli 1805 vermacht er "zur neuen Fundation einer eigenen bleibenden Seelsorgeanstalt bei St. Wolfgang in Oberriet ad fabricam dieser Kapelle ein Kapital à 500 fl" (Gulden) à 5% Zins. Ulrich Städler amtete etwas über 36 Jahre als Pfarrer in Montlingen. Er starb am 30. Dezember 1808. Pfarrer Städler wurde in der Pfarrkirche Montlingen mitten im Chor vor dem Hochaltar begraben. Im Bild unten (Ausgrabungen anlässlich der Gesamtrestauration 1958/1959) ist es das mittlere Grab.
Quelle: Die Pfarrkirche St. Johann zu Montlingen [PS1959].
Messmer Johannes Mattli
Johannes Mattli, Montlingen, sollte vor seiner Hofstatt den Bach machen (instand halten).
Pfarrer in Kriessern. Amtsantritt am 1. September 1781. Der erste Eintrag im Taufbuch unter 'Josephi Enz' fand am 30. August 1781 statt. Der letzte Eintrag im Taufbuch unter 'Josephi Enz' fand am 13. Juli 1791 statt (es fehlen danach jedoch die Seiten bis Oktober 1794). Im Totenbuch fand der letzte Eintrag am 22. August 1791 statt.
Kirchenpfleger Johannes Langenegger
Anton Josef Lüchinger († 1804)
Pfarrer in Kriessern. Amtsantritt am 25. August 1791. Der erste Eintrag im Taufbuch unter 'Ant. Jos. Lüchinger' fand am 5. Oktober 1794 statt (es fehlen jedoch zuvor die Seiten ab Juli 1791). Im Totenbuch war der erste Eintrag am 12. September 1791. Verstorben am 14. März 1804.
Johann Jakob Heingler
Von 'Bernegg', erster Pfarrer (Curatus) in Kobelwald (bis November 1798). Gemäss Pfarrer Johann Baptist Stieger: "Am Anfang bestund diese Pfarreÿ nur aus circa 300 Seelen von Kobelwald und Grubach mit 300 fl [Gulden] Pastorationsgehalt".
Joseph Anton Lanter
Von Steinach. Kaplan in Montlingen ab 1797 bis zur Aufhebung der Kaplaneipfründe 1809 nachdem Oberriet die Mutterkirche verlassen hatte. Pfarrer Alois Oberholzer dazu: "Geistliche und weltliche Regierung halfen getreulich mit, den zweiten Geistlichen abzumorxen.". Das Kaplaneihaus wurde 1810 verkauft.
Am 21. Juli 1799 möchte Säckelmeister Joseph Meier das Amt des Kapellpflegers (St. Wolfgang, Oberriet) abgeben.
Joseph Binzegger
Von Baar (ZG), zweiter Pfarrer in Kobelwald (14. Januar 1799 bis 17. November 1799).
Am 21. Juli 1799 wurde Johann Stieger zum Kapellpfleger (St. Wolfgang, Oberriet) gewählt.
Karl Anton Binzegger
Von Baar (ZG), Bruder des Joseph Binzegger. Dritter Pfarrer in Kobelwald (17. November 1799 bis August 1802). Unter Karl Anton Binzegger's Leitung wurde Kobelwald von der Pfarrei Montlingen freigesprochen, zu einer eigenen Pfarrei erhoben und 1801 die Pfarrkirche Kobelwald gebaut.
Abschlusseintrag im Taufbuch Kobelwald (30. Eintrag im Jahre 1808 - etwa Ende November): «Ministre Binzeger 1808 mense Octobri circa aut potius post festum St: Galli, uti Parenti et Patrini affirmont, ex aqua & Spiritu Sancto renatus est Josephus filius legitimus Johanÿ Könis & Ana Maria Gachter ex Kobelwald. Levartibus Josepho Zäch & Theresia Stiger.»
1802-1806, 1806-1816
Johann Baptist Bleichenbacher († 1836)
Von Mörschwil. 1798 Pfarrer in St. Josephen, danach vierter Pfarrer in Kobelwald (16. September 1802 bis November 1806).
Johann Baptist Bleichenbacher wohnte nach Erhebung der Filiale Oberriet zur Kuratie als erster (Kurat-) Priester in Oberriet. Siehe auch unter 1806.
Aus dem Württembergischen. Vikar in Oberriet. Zuvor Pfarrer in Rüthi.
Als sich die Verselbständigung der Pfarrei Oberriet sich abzeichnete, wurde Anfang 1802 H.H. Schmid Vikar in Oberriet (Wolfgangkapelle). Es wurden aber gegen denselben bald Klagen laut und des wurde an dessen Stelle schon nach einem Vierteljahr Heinrich Anton Hospital als neuer Vikar gewählt.
Heinrich Anton Hospital
Vikar in Oberriet.
Heinrich Anton Hospital folgte 1805 einem Ruf als Kaplan nach Appenzell. Sein Nachfolger wurde ein Johann Baptist Philipp Weisshaupt von Appenzell (nicht zu verwechseln mit dem damaligen Pfarrer in Rüthi gleichen Namens, und auch nicht mit seinem Bruder, Johann Anton, der von 1808 an in Kobelwald pastorierte).
Josef Heinrich Anselm Sebastian Förstler
Von Schänis. Im St. Gallischen Schreibkalender von 1805 auf Seite 22 'Johann Heinrich Förstler' genannt.
Pfarrer in Kriessern. Amtsantritt am 16. April 1804. Der erste Eintrag im Taufbuch unter 'Josepho Henrico Föchtler [Förstler]' fand am 22. Juni 1804 statt.
Johann Baptist Philipp Weisshaupt
Von Appenzell. Vikar in Oberriet.
Nicht zu verwechseln mit dem damaligen Pfarrer in Rüthi gleichen Namens, und auch nicht mit seinem Bruder, Johann Anton, der von 1808 an in Kobelwald pastorierte. Ihm folgte Johann Baptist Bleichenbacher. Johann Baptist nahm anschliessend (1806) eine Stelle als Pfarrer in Rüthi an.
Von Mörschwil. Vikar zu St. Wolfgang in Oberriet.
Zunächst als Kuratpriester angestellt (Amtsantritt am 23. November 1806). Von 1808 an (als die Kuratie eine selbständige Pfarrpfründe geworden war) unterzeichnete er sich als Pfarrer (obschon er - nach Wissen von Pfarr-Resignat Arnold Hürlimann - nicht als solcher gewählt wurde). Er blieb in Oberriet, bis der Bau der Pfarreikirche beendet war und vertauschte dann die Pfründe in Oberriet mit der Kaplanei in Mörschwil. 1816 wurde er Pfarrer in Tübach, wo er 1836 dann starb.
Karl Anton Binzegger (nochmals)
Von Baar (ZG), fünfter Pfarrer in Kobelwald (November 1806 bis Oktober 1808).
Johann Anton Weishaupt
Von Appenzell, sechster Pfarrer in Kobelwald (1. November 1808 bis 1812). Der Kavaliersarchitekt Johann Anton Weishaupt legte am 30. September 1808 einen Plan mit Beschrieb für den Neubau des Kirchenschiffes St. Mauritius in Appenzell vor. Johann Anton Weishaupt übernahm im Februar 1812 die Pfarrei St. Valentinsberg. Gemäss Pfarrer Johann Baptist Stieger wurden 1808 die 300 fl [Gulden] Pastorationsgehalt um 100 fl erhöht, da die drei Orte 'Freÿbach', 'Hard' und 'Kobelwies' dazukamen.
J. Lanter
Von Steinach. Kaplan in Montlingen (bis zur Aufhebung der Kaplaneipfründe im Jahre 1809). Er las in Oberriet noch die Messe bis 1806.
Josef "Nikolaus" Lüchinger (1753 - † 1827)
Geboren in Montlingen den 5. Januar 1753. Profess 30. Mai 1773, Diakon 13. Juli 1777, Priester 2. April 1778, Primiz 21. April 1778.
P. Nikolaus wurde den 10. Juni 1778 nach St. Johann geschickt, «zu docieren». Im September 1791 war er Pfarrer in St. Gallen, von 1795-1796 in Peterzell (Rothenflue). Anfangs 1799 war er in Klus bei Feldkirch, wo er bald darauf Pfarrvikar und im Januar 1803 Pfarrer wurde. Anfangs April 1809, bei Beginn des Bauernaufstandes, ging er von Klus weg nach Oberried, wo er in der Folge als Privat blieb und am 28. April 1827 starb.
Franz Josef Meglinger
Von Luzern. Pfarrer in der Pfarrei Montlingen. Amtsantritt 1809. Meglinger war zuvor in Gams und bezeichnete sich als "helvetischer Pfarrer".
Franz Josef Meglinger verstaute im Dezember 1810 einen Text im Turmknopf der St. Joseph Kapelle. Im Oktober 1811 wetterte er, anlässlich der Sichtung eines Kometen, gegen den Aberglauben es Volkes.
Johann Kaspar Künzle (1777 - † 1826)
Von Uebersaxen. Pfarrer von Oberriet. Zuvor Pfarrverweser in Schlins (Vorarlberg).
Es gibt von Kaspar Künzle bereits Einträge ab November 1810 im Taufbuch Oberriet 1804-1828 (Bd. 3).
Im Eheregister Oberriet 1810 bis 1842 vermerkte Pfarrer Künzle am 7. Juli 1818: «Den 7ten Jully 1818 ist v. der hohen Kantons=Riegierung (sic!) der Entschluß ergangen, das kein Pfarrer ein Brautpaar ohne Bewilligung einsegnen dörfe. Wo den Eelaubten [Eheleuten] zur Bestauering [Besteuerung?] der Armen 22 Gulden zu bezahlen vorgeschrieben ist. Ita testatur Küenzle pastor paroch.» (Anm.: Schreiben war keine besondere Stärke von Pfarrer Künzle; zudem hatte er eine saumässige Schrift.)
Verstorben am 24. August 1826 (gemäss nachfolgendem Text um 16 Uhr). Im Taufbuch (!) Oberriet findet sich 1826 der folgende Eintrag: «N.B. Anno Domini 1826 die 24 Augusti advenit Saccelanus Imus hajus Parochiae F.J. Fuchs Schanis pagi St. Galli - et eodem die hora 4ta so merid. mortuus est Parochus R.D. Casp. Kuenzle ex Ubersax R. in P.» Danach übernahm Pfarrer Fuchs.
Von Hohenems, siebter Pfarrer in Kobelwald (9. März 1812 bis 1815). Resignierte krankheitshalber.
Von Widnau. Pfarrer in Widnau / Montlingen (non. apost.). Führte das "geistliche Szepter" in Montlingen. Amtsantritt 1813 (Einkommen: 550 fl.).
Pfarrer Josef Breu schrieb am 19. Oktober 1815 einen Bericht ins Taufbuch Montlingen mit welchem er die Ereignisse am 18. Oktober 1815 in Feldkirch zu Papier brachte. Zudem verdanken wir ihm einen weiteren Bericht zu den Jahren 1813 bis 1818.
In der Schweizerischen Nationalbibliothek in Bern (Signatur 'FR 3166') befindet sich die folgende Quelle: Gespräch zwischen einem Pfarrer und zween Bauern in Hinsicht der medizinischen Quacksalberey auf dem Lande, von Pfarrer Breu in Montlingen. « Der Bürger- und Bauernfreund. Ein Unterhaltungsblatt für Jedermann. » St. Gallen, 1818, Franz Brentano. II. Jahrg. No. 16. Seiten 1-3, 6 Spalten.
Pfarrer Josef Breu hat ferner eine Kirchenordnung vom Jahre 1819 hinterlassen. Einige Paragraphen daraus lauten: § 2. (Missbräuche in der Kirche.) "Verbiethen wir in der Kirche das Drücken, das Bevortheilen des Standortes, Lachen und Schwatzen, das leichtfertige Herumschauen und Schlafen, jeden Tumult im Herein- und Hinausgehen, vorzüglich aber auf der Empore und den Treppen, worunter auch das in den Gang Herabspeien verstanden ist. Das Vergehen liegt verhältnissmässig in der Busse von 18 Krz. bis 6 Fr." § 5. "Ekelerregend ist's auch ohne Schnupftuch die Nase zu reinigen und den Unrat durch die Hand unter die Stühle oder in den Gang hinauszuwerfen. Daher wird dem reinlichen Anstand gesorgt und diese Unanständigkeit untersagt bei Busse von 15 Krz. bis 8 Fr." § 6. "Es wird auch aberkennt der andachtstörende Missbrauch, in der Kirche laut zu lesen; sowie auch unter der Predigt zu bethen; denn es ist eine Zeit zu hören und eine Zeit zu bethen. Auf die Nichtbeobachtung wird eine Busse von 20 Krz. bis 5 Fr. gelegt." § 7. "Unmündigen oder der Vernunft nicht fähigen Kindern wird die Kirche, zu welcher Zeit der Gottesdienst gehalten wird, nicht gestattet. Die Eltern oder solche, welche sie dahinführen oder tragen, verfallen in eine Busse von 1 bis 12 Fr." §8. "Umsomehr aber wird verboten, Hunde in die Kirche zu führen. Sollte aber wider Willen ein solcher dem Eigenthümer nachlaufen, so ist dieser aufgefordert, denselben unverzüglich hinauszujagen. Der Fehlbare liegt sohin der Busse von 1 bis l6 Fr. unter."
P. Pirmin (Josef Heinrich) Pfister (1762 - † 1841)
Pfarrer in Kriessern. Amtsantritt am 4. Juni 1815 (Ingressus am 18. Juni 1815). Der erste Eintrag im Totenbuch unter 'Josepho Henrico Pfister' fand am 2. Juli 1815 statt (im Taufbuch kein Eintrag zur Amtsübernahme aber erster Eintrag am 7. Juli unter 'Joseph Hennricus Pfister' nach einige Einträgen des Vikars Joseph Zimmermann).
P. Pirmin (Josef Heinrich) Pfister von Tuggen. Geboren den 14. Mai 1762 als Sohn des Mathias Balthasar Pfister, eines Bruders des Abtes Bonifaz III. von Pfäfers (Johann Viktor Pfister). Er studierte ein Jahr in Solothurn, wo er Choralist war, sonst in Einsiedeln. Profess am 24. September 1780. Priester am 13. September, Primiz am 29. September 1785.
P. Pirmin war zuerst Lehrer an der Klosterschule, dann kam er den 10. Oktober 1787 nach Bellenz, wo er bis zur Revolution blieb. Um 1800 ging er von dort nach Schwyz, wo er als 4. Professor Unterricht in Italienisch erteilte. Da er glaubte, daß die Klöster keine Zukunft mehr hätten, ließ er sich durch den Nuntius dispensieren. Im Jahre 1804 wurde er Pfarrer in Stein im Toggenburg, von dort kam er nach Kriessern und schließlich nach Lichtensteig, wo er bischöflicher Kommissar wurde. Da er sich nie ganz ruhig fühlte, bat er am 3. Oktober 1826 in Einsiedeln um Wiederaufnahme ins Kloster; diese wurde ihm den 27. Oktober 1826 gewährt. Am 21. Juni 1827 kehrte er wieder zurück, brachte 1000 fl. und die Aussteuer, wie ein Novize, mit. In der Folge trug er wieder gemeinsam mit den andern die Last und Hitze des Tages bis ins höchste Alter. Seine reichen Kenntnisse und Erfahrungen legte er fruchtbringend an, sowohl bei den Fratres als Professor der Anstalt, wie als Studenten- und Konventbeichtvater. Auch mit der Schriftstellerei beschäftigte er sich. «Der große Abfall» ist aus seiner Feder geflossen. Die regste Teilnahme schenkte er den grossen Tagesereignissen. Zeitung und Landkarte kamen fast nie aus seinen Händen. Von 1832-35 war er auch Brüderinstruktor. Den 12. September 1830 begrüsste er Nuntius de Angelis bei seiner Ankunft in Einsiedeln. Am 29. September 1834 feierte er seine Sekundiz, der die Äbte von Einsiedeln, Rheinau und Mariastein beiwohnten, wobei er selber auch die Festpredigt hielt, da er immer noch gerne predigte. Beim Mittagessen feierte P. Gall Morel den Jubilaren. P. Pirmin starb den 5. Dezember 1841 im Alter von 80 Jahren.
Johann Baptist Stieger (1788 - † 1831)
Von Kobelwald, achter Pfarrer in Kobelwald (25. Juni 1815 bis 1826). Kam als "Beichtiger" auf den Berg Sion.
Johann Christian Kafader (~1763 - † 1829)
Pfarrer in Kriessern. Aus Lachen, SZ. Studien u.a. in Luzern. Kaplan in Walenstadt und Kirchberg. Gewählt als Pfarrer in Kriessern am 30. Januar 1821 (Ingressus am 10. Februar 1821). Schulinspektor. Der erste Eintrag im Taufbuch unter 'Joanne Christiano Kafader' ist am 26. Februar 1821 zu finden (nachdem zwischen der Ankündigung von Pfarrer Kafader und dieser Taufe 'P. Franc. Sebastian Capucinus Aux Vicarius' am 2. Februar noch einen Eintrag machte).
In Montlingen brauchte es dringend eine zweite Lehrerstelle. Am 31. August 1827 intervenierte der zuständige Schulinspektor des obern Bezirks Rheintal, der Kriessner Pfarrer Kafader, mit einem Hinweis auf Artikel 50 der Schulordnung von 1818 in dieser Angelegenheit: « ... Die gar zu grosse Anzahl der schulpflichtigen Kinder, die künftiges Jahr Zweifels ohne noch mehr anwächst und, wie ich nicht zweifle, der Wunsch Ihres löblichen Schulrats sammt dem meinigen veranlassen mich, Sie, Wohlgrechte Herren! Zu der Berathung einzuladen, ob Sie nicht nach reifer Erdauerung des zu gewinnenden Nutzens und Vortheils, eine zweyte oder Unter-Lehrerstelle in Ihrer Gemeinde einzurichten sich entschliessen könnten? » Er weist dann darauf hin, dass ohnehin auf den Beginn der Winterschule in der unteren Schulstube betreffend den Ofen und die noch fehlenden Schulstühle einige Verbesserungen getroffen werden müssten: « Deshalb halte ich es nicht für unschicklich, wenn in Ihrer löbl. Gemeinde eine Unterlehrerstelle errichtet und die in Ihrer obern Schule nach getroffener Verbesserung, abgehenden Schulstühle in die untere Stube für eine zweyte Schule angebracht werden würden. Zudem sich in Ihrer Gemeinde selbst ein Subjekt [Anm.: Lehrer Weder] zeigt, welches zur Abhaltung einer zweyten zu errichtenden Schule ohne Ausschreibung und die ersten Jahre ohne gesetzliche Besoldung auf Gutachten der Wohllöbl. Erziehungsraths Kommission dazu anträgt. » Laut Notiz des Schulschreibers Wüst hat der Schulrat schon anderntags die oberbehördliche Aufforderung in Beratung genommen und nach reiflich erwogener Sache beschlossen: « Dass man der Aufforderung, dem Verlangen und Wunsche nachkommen, und verwirklichen wolle. » [AL2009].
Totenbuch Kriessern 1829:
Verstorben am 18. Juni 1829 um 18 Uhr im Alter von 66 Jahren an Gallen-Nervenfieber.
Johann Nikolaus Werk
"Vikar" in Oberriet.
Von Wil. Johann Nikolaus Werk war eigentlich nicht Kaplan, sondern Aushilfspriester für den krank darniederliegenden Pfarrer Künzle.
Franziskus Johannes Fuchs (1798 - † 1850)
Von Schänis. Kaplan und später Pfarrer in Oberriet. Zuvor Pfarrer in Linthal.
Franz Johann Fuchs war vom 19. Juli 1826 bis Oktober 1826 als Kaplan, danach ab November 1829 bis 1849 als Pfarrer von Oberriet. Pfarr-Resignat Arnold Hürlimann schreibt: "In Oberriet am Sterbetag von [Kaspar] Künzle als Kaplan angetreten.". Im Taufbuch Oberriet findet sich zudem 1826 der folgende Eintrag: «Die 29t Octobris 1826 promotus fuit ad Parochum h.l. Joann. Francis. Fuchs».
Am 27. Jänner 1836 lief vom Schulinspektor Fuchs (Pfarrer in Oberriet) beim Schulrat ein Schreiben ein betreffend der Erbauung eines neuen Schulhauses. Siehe Schulgeschichte (Seite 46).
1849 ging Pfarrer Fuchs nach Flawil, wo er am 14. Februar 1850 starb.
Johannes Pius Grüninger
Von Altendorf, neunter Pfarrer in Kobelwald (20. Juli 1826 bis Juli 1839). Wurde nach Wartegg abberufen. [Setzte sich mit seinem Pseudo-Latein auf die erste Seite des Pfarrbuchs Kobelwald, zwischen Johann Baptist Stieger und dessen Annotation. Schrieb seinen Namen selbst 'Gruninger'.]
Joseph Anton Peter († 1832)
Von Sargans. Kaplan in Oberriet von Januar 1827 bis Oktober 1829. Verstorben am 3. November 1832 in Sargans.
Flavian Bonifaz Nigg († 1872)
Von Pfäfers. Kaplan in Oberriet von 1830 bis 21. August 1838. Verstorben am 15. Oktober 1872 in Balens.
Joseph Martin Fäh
Von Kaltbrunn. Pfarrer in der Pfarrei Montlingen. Amtsantritt 1828.
Amtierte im September 1840 bei der Wahl des neuen Schulrats als Ratsschreiber.
Johannes Eigenmann
Pfarrer in Kriessern. Bürger von Waldkirch. Amtsantritt am 1. Juli 1834. Der erste Eintrag im Taufbuch unter 'Johannes Eigenmann Betspfarrer' fand am 19. Juli 1834 statt. Verstorben am 1. Juni 1874.
Organist in Kriessern (im Dienst der Kirche).
Johann Simon Bücheler († 1885)
Von Hemberg. Zunächst Kaplan in Oberriet von 1838 bis 1842. Danach elfter Pfarrer in Kobelwald (von September 1842 bis Juli 1852). Die Abschiedspredigt, gehalten Sonntags den 29. August 1858 (16 Seiten) in der Pfarrkirche zu Oberegg, wurde veröffentlicht. Ebenso die Fahrt-Predigt 'Ein Wort der Begeisterung für Freiheit und Vaterland', gehalten zu Näfels, den 6. April 1865. Kaplan und Pfarrer in Walenstadt zwischen 1861 und 1874. Verstorben am 3. Mai 1885 in Ragaz.
Johann Jakob Breu
Von Widnau. Zehnter Pfarrer in Kobelwald (von September 1839 bis Mai 1842). Ab 1842 Pfarrer in Montlingen. 1842 wurde der neue Pfarrer Jakob Breu Präsident des Schulrates Montlingen-Eichenwies. Er hatte diesen Posten jedoch nur ein Jahr, da er danach als Schulinspektor des Inspektoratsbezirks Oberriet gewählt wurde.
Johann Baptist Lüchinger (1814 - † 1889)
Von Montlingen. Kaplan in Oberriet von 1842 bis 1844). Verstorben am 15. Mai 1889 in Eschenbach.
Franz Xaver Schmucki
Von Eschenbach. Vikar in Oberriet (vermutlich nur anfangs 1842).
War 1846 Pfarrer in Au.
Joseph Anton Elser (1796 - † 1852)
Von Gossau. Kaplan in Oberriet von 1844 bis 1851. Geboren am 12. Februar 1796 als Sohn des Johann Elser (Zinkenhub / Zinggenhub bei Andwil) und der Anna Maria Egle. Verstorben an Lungenentzündung am 28. Februar 1852 in Oberriet um die Mittagsstunde, beerdigt am 2. März 1852.
Johann Weder
Joseph Anton Kressig († 1885)
Von Vättis. Pfarrer in der Pfarrei Montlingen. Amtsantritt 1848.
Pfarrer Kressig wurde als strammer, leutseliger Mann mit köstlichem Humor beschrieben, welcher immer wieder mit schlagenden Witzen verblüffte.
Er liess in seiner 15jährigen Amtszeit die Kirche mit einem neuen Besenwurf versehen und er liess die Orgel, welche ursprünglich wie ein Vogelschlag an der Seitenwand der Kirche angebracht war, auf die Empore verschieben. Ebenso mussten zwei der ursprünglich 5 Altäre weichen.
1862 wurde Pfarrer Kressig in den auf drei Personen reduzierten Schulrat Montlingen gewählt. Die weiteren Mitglieder waren: Hr. Kantonsrat J. Ant. Benz (Präsident) und Hr. Veralter Jb. Ebnöther.
Pfarrer Kressig starb 1885 in Berg.
Jakob Bonifaz Klaus (1823 - † 1892)
Von Niederhelfenswil.
Domvikar in St. Gallen 1847, Pfarrer in Oberriet 1849 bis 1850, Pfarrvikar in Haslen 1853, Pfarrer in Amden 1855, Präfekt des Kollegiums in Schwyz 1860, Pfarrer in Wildhaus 1866, in Alt-St. Johann 1868, in Lütisburg 1877, Dekan des Kapitels Obertoggenburg 1866, des Untertoggenburg 1878.
Die erste Zeit seiner St. Gallischen Wirksamkeit war eine kirchlich-politische, was ihm 1850 die Deplazetierung von der Pfarrei Oberriet zuzog. Die Freundschaft mit Theodosius Fiorentini weckte die soziale Tätigkeit, in der er 1872 die Pastoration der bei Schweizerischen Bahnbauten beschäftigten Italiener übernahm, 1876-1877 die katholische Waisenanstalt Iddaheim bei Lütisburg für das Toggenburg und 1879-1880 die grössere Anstalt Iddazell in den Räumen des ehemaligen Klosters Fischingen gründete. Noch auf dem Todesbette war er mit dem Plane einer schweizerisch katholischen Rettungsanstalt für sittlich verwahrloste Kinder beschäftigt. Päpstlicher Ehrenkämmerer 1873, Hausprälat 1878 [HBLS-04].
Jakob Bonifaz Klaus starb am 28. Februar 1892 in St. Iddazell (Kloster Fischingen).
Alois Ackermann (1823 - † 1886)
Von Straubenzell. Zuerst Domvikar in St. Gallen, danach Pfarrer in Oberriet von 1850 bis 1862. Nach Oberriet folgte ein Umzug nach Niederhelfenschwil.
Verstorben am 13. Juni 1886 als Schloss- und Schulbenefiziat in Jettenbach bei Mühlbach in Oberbayern.
Andreas Egeter (1790 - † 1855)
Von Altstätten. Kaplan in Oberriet von 1851 bis 1855. Geboren am 18. Oktober 1790 als Sohn des Andreas Egeter und der Katharina Kobler. Verstorben um 16 Uhr am 11. Mai 1855 in Oberriet, beerdigt am 15. Mai 1855.
Kernigius Bernet
Zwölfter Pfarrer in Kobelwald (von Jänner 1853 bis August 1860).
Hironymus Hutter
Messmer in Kriessern.
Albert "Aloys" Zäch
Br. Aloys (Albert) Zäch von Oberriet. Geboren den 7. August 1854 als Sohn des Franz Zäch [Anm.: der Vater hiess Johannes "Klenskaspers"] und der Franziska Baumgartner. Profess 4. September 1877.
Br. Aloys wirkte kurz als Koch in Einsiedeln, dann von 1881-84 als solcher in Disentis. Zurückgekehrt, half er in Haus und Garten. Am 12. Februar 1885 verreiste er nach Neu Subiaco, von wo er 1892 nach St. Meinrad kam. 1896 kehrte er zurück und wurde wieder Konventbruder. Von 1897 auf 1898 weilte er in Sonnenberg, den 26. Juli 1899 kam er nach St. Gerold, von dort am 18. Juli 1914 nach Freudenfels und am 28. November 1914 zurück ins Kloster. Am 8. März 1915 wurde er wieder als Gehilfe dem Statthalter in Sonnenberg beigegeben, wo er gegenwärtig [gemäss Quelle unten aus dem Jahr 1933!] noch weilt. Den 4. September 1929 konnte er sein goldenes Professjubiläum feiern. Verstorben am 15. November 1938 in Einsiedeln.
Quelle: Professbuch der fürstlichen Benediktinerabtei unserer lieben Frau von Einsiedeln (von P. Rud. Henggeler O.S.B. Einsiedeln).
Rev. Dom. Laurentius Kühne († 25. Februar 1855)
Pfarrer von Rüthi.
Begraben auf dem Friedhof von Rüthi.
Theodor Ruggle († 1891)
Von Bernhardzell. Kaplan in Oberriet von 1855 bis 1857. Verstorben am 2. Oktober 1891 in Gossau als Dekan und Kanonikus.
1892 erschien im Cavelti-Hangartner Verlag von Ulrich Hangartner das Buch 'Theodor Ruggle, Pfarrer von Gossau in seinem Leben und wirken'.
Fidelis Oberholzer (1833 - † 1902)
Von Goldingen. Kaplan in Oberriet von 1857 bis 1862. Geboren am 26. März 1833 in Goldingen als jüngstes von 16 Kindern. Mit 12 Jahren, als beide Elternteile tot waren, kam er in die Obhut eines Onkels. Er studierte Theologie an der Universität in München. Ernennung zum Priester am 11. April 1857 (durch Bischof Kreidt). Siehe ab Seite 66 im angehefteten Dokument unten.
Fidelis Oberholzer war der Onkel des Pfarrers Alois Oberholzer, Pfarrer in Montlingen (1884-1917) - siehe dort. Verstorben am 24. November 1902 in Rochester, New York an einem Lungenoedem.
Detailliert erwähnt im 'Souvenir Book of the Golden Jubilee of the Most Holy Redeemer Church, Rochester, N.Y., 1867-1917 ab Seite 25 (Quelle des Bildes auf Seite 11).
1860-1863, 1863-1868
Franz Xaver Urnauer (* 1833)
Von Uttenweiler (Baden Württemberg). 13. Pfarrer in Kobelwald (von Oktober 1860 bis Dezember 1863). Ab 1863 Pfarrer in Montlingen.
Franz Xaver Urnauer wurde am 21. Oktober 1833 in Uttenweiler im Oberamt Riedlingen geboren. Nach seiner Ordination 1857 war er fast 11 Jahre im Pastorationsdienst der Diözese St. Gallen tätig. Bevor er nach Kobelwald kam war der beliebte und gemütvolle Frany Xaver Urnauer Kaplan in Altstätten. In Montlingen vergrösserte er die Empore und er führte eine neue Bestuhlung und wenig wetterfeste Fenster im Schiff ein. Als er am 24. September 1868 in seine Diözese zurückkehrte, gaben ihm 30 Männer das Geleit bis Au. Nach seiner Zeit im Rheintal war er zwischen 1870 und 1876 Seelsorger in der Kirchgemeinde St. Nikolaus - Zepfenhan (bis 1803 Filiale von Neukirch). Von 1876 bis 1888 war er Priester in Schömberg. 1888 wurde er Stadtpfarrer in Tettnang. Aus Anlass seines 50jährigen Priesterjubiläums wurde dem Stadtpfarrer Urnauer und dem Pfarrer Zell am 10. August 1907 das Ritterkreuz 1. Klasse des Friedrichsordens und dem Pfarrer Rettenmaier der Titel Kirchenrat verliehen. 1909 war er frei resig. Stadtpfarrer von Tettnang.
Augustinus Egger (1833 - † 1906)
Dr. theol. h.c. von Kirchberg. Professor am Knabenseminar in St. Georgen, danach Pfarrer zu Oberriet von 1862 bis 1865. Von Oberriet als Domkatechet nach St. Gallen.
Geboren am 5. oder 6. August 1833. Verstorben als Bischof der st. gallischen Diözese am 12. März 1906. Wappen: durch Schrägbalken von Blau mit goldenem Kreuze links geteilt, oben von Rot mit drei im Dreieck gestellten goldenen Sternen, unten das Wappen der Grafschaft Toggenburg.
Priester 17. Mai 1856, Pfarrvikar in Andwil, Domvikar in St. Gallen, Vikar in Waldkirch, Lehrer am bischöflichen Knabenseminar 1857-1862, Pfarrer in Oberriet 1862-1865, Residentialkanonikus und Domkatechet in St. Gallen 26. Juni 1865, Domdekan 28. Februar 1872. Als solcher verteidigte er die kirchlichen Rechte gegen die Altkatholiken, die katholische Auffassung gegenüber der Zivilehe und im kantonalen Schulkampfe.
Am 25. Mai 1882 wurde er zum Bischof gewählt und am 6. August konsekriert. Er war beteiligt an den Verhandlungen zur Wiederherstellung der normalen kirchlichen Verhältnisse im Bistum Basel, veranlasste 1886 das jährliche Bettagsmandat der Schweizerischen Bischöfe und stand längere Zeit als Dekan an der Spitze des Schweizerischen Episkopates. Seit 1892 war Bischof Egger der Vorkämpfer der katholischen Antialkoholbewegung und vertrat als solcher den Heiligen Stuhl am V. internationalen Kongress gegen den Missbrauch geistiger Getränke in Basel 1896. Für die erste Vorlage zur Schweizerischen Kranken- und Unfallversicherung (Lex Forrer) stand er 1900 mit 2 Broschüren ein. In seiner erfolgreichen Betätigung als Volksschriftsteller stellte er in den letzten Lebensjahren infolge der Angriffe auf das Beichtinstitut und gegenüber den Strömungen des Modernismus die Apologetik in den Vordergrund [HBLS-02].
Anton Streicher († 1906)
Von Denkingen. Kaplan in Oberriet von 1862-1866. Verstorben am 15. April 1906 in St. Margrethen.
14. Pfarrer in Kobelwald (vom 3. März 1864 bis Oktober 1866). Fungierte einige Zeit als Pfarrvikar [von?] J. Ackermann. Schulrat von 1864 bis 1866 (resignierte als Schulrat im November 1866).
Johann Nepomuk Idtensohn (1827 - † 1892)
Von Wil, SG. Geboren am 15. Mai 1827. Professor an der Kantonsschule, danach Pfarrer in Oberriet von 1865 bis 1872. Dekan des Kapitels Rheintal. Von Oberriet nach Niederhelfenschwil. Verstorben als Stiftsbibliothekar am 19. Mai 1892.
Eingeschrieben an der Universität in Freiburg unter der Matrikelnummer 47W011 (Wintersemester 1847).
Anton Gottfried Küng
15. Pfarrer in Kobelwald (vom 15. Dezember 1866 bis 30. April 1868).
Joseph Büsser († 1911)
Von Amden. Kaplan in Oberriet von 1866-1868. Verstorben am 6. Februar 1911 in Schmerikon.
Vikar Nazarius Linggi O.C.
Von Schwyz. Pfarrer in der Pfarrei Montlingen. Amtsantritt 1868.
1870 betrug das Einkommen des Pfarrers 1791 Franken.
Alois Wenk († 1916)
Von Lütisburg. Kaplan in Oberriet von 1868-1869. Von 1870 bis 1873 war er Pfarrer in Walde. Verstorben am 19. Dezember 1916 in Zizers.
Johann Benedikt Edelmann
16. Pfarrer in Kobelwald (vom 8. September 1868 bis Juli 1871).
Johann Baptist Morger († 1913)
Von Eschenbach. Kaplan in Oberriet von 1869-1871. Erster Kaplan in Oberriet, welcher in die neue Kaplaneiwohnung übersiedelte. Es folgen verschiedene Posten, danach wurde Johann Baptist Morger Spiritual im Krankenasyl zu Schmerikon. Von Ende Dezember 1905 bis Ende Oktober 1906 versah Johann Baptist Morger provisorisch die Pfarrhelferstelle in Erstfeld. Verstorben am 9. Juli 1913 im Krankenhaus zu Uznach.
Karl Augustin Falk (1839 - † 1903)
Pfarrer in Montlingen. Geboren am 1. November 1839 in Straubenzell, verstorben am 16. Dezember 1903 in Brülisau. Sohn des Andreas Falk von Straubenzell, Landwirtschaftliches Gymnasium in Sarnen und Schwyz, Theologiestudent in Mainz, 1864 Priesterweihe in St. Gallen. 1864 bis 1868 Kaplan in Gossau; 1869 (1871?) bis 1875 (bzw. 1884) Pfarrer in Montlingen und 1884 bis 1903 in Brülisau. Karl Augustin Falk wurde als einer der eifrigsten Vertreter des Ultramontanismus am 30. April 1875 wegen Kanzelmissbrauchs von der kulturkämpferischen Regierung von Matthias Hungerbühler deplatziert, weigerte sich aber bis 1884 trotz gegenteiligen Willens seines Bischofs, als Pfarrer von Montlingen zu resignieren.
Karl Augustin Falk hielt 1871 am 4. Sonntag nach Pfingsten eine Predigt zum Thema 'Die neue, grosse Rheinüberschwemmung im Rheinlande, und der daherige Nothstand'. Diese Predigt wurde als Büchlein herausgegeben (mindestens zwei Ausgaben). Der Erlös ging zugunsten der Wassergeschädigten.
« Die Pfarrgemeinde Montlingen besteht aus zwei Dörfern: Montlingen und Eichenwies. Ersteres hat eine Bevölkerung von 770, Letzteres von 460 Seelen. Unmittelbar am Rhein gelegen, dessen Beet sich seit 25 Jahren durchschnittlich um 15 Fuß erhöht haben soll, ist namentlich das Dorf Montlingen schon mehrmal von den überströmenden Fluthen geschädigt worden, doch nie so fürchterlich wie anno 1868 und in noch höherm Grade am 19. Juni dieses Jahres. Um nur von der letzten Überschwemmung etwas zu sagen: es stunden von den 156 Häusern (die übrigen Gebäulichkeiten nicht inbegriffen) nicht weniger als 140 mehr oder weniger tief im Wasser, sehr viele in dem Maß, dass dieses selbst in die Wohnstuben drang und die Bewohner zur schleunigen Flucht zwang. Die, wenige Ausnahmen abgerechnet, ganz arme Bevölkerung nährt sich nothdürftig von ihrer Landwirthschaft und dem Verkauf von etwas Torf. Das weibliche Geschlecht stickt zu Hause auf der Maschine.
Den i.J. 1868 ruinirten Boden hatte der Fleiß der Landleute mit vieler Mühe und großen Unkosten wieder hergestellt. Die Freude der guten Leute war außerordentlich, da sie dies Jahr zum erstenmal seit 1868 "ihren Boden wieder so schön und ergiebig" sahen. Aber ach! Der 19. Juni zerstörte mit Einem Schlag alle fernern Aussichten! Die Feldfrüchte sind ruinirt; der Ertrag der Wiesen ist dahin; der Torf, der im Jahre 1868 sammt den übrigen Erträgnissen des Landes noch hatte benutzt werden können (da der Rhein anno 1868 erst im Oktober eingebrochen), ist diesmal theils vom Wasser fortgeschwemmt, theils sonst total unnutzbar gemacht.
Man denke sich den allseitigen Schaden, die Noth und die Bestürzung der nun innert 3 Jahren zum zweitenmal so hartgetroffenen Bevölkerung, die gewiß um so mehr zu bedauern ist, da ihr an dem Einbruch des Rheines gar keine Schuld beigelegt werden kann (als ob sie z.B. die Besorgung des Damms vernachlässigt hätte u. dgl.); denn der Dammbruch ist oberhalb des Gebietes, das Montlingen zu schützen hat.
Auch Eichenwies hat stark gelitten, doch nicht in dem Maße wie Montlingen. Gebe der barmherzige Gott, daß die Gefahr, von der es noch augenblicklich bedroht ist, abgewendet werde!
Die Veröffentlichung nachfolgender Predigt bedarf wohl weder einer nähern Begründung noch Entschuldigung; der Zweck ist klar! Der gütige Leser, der dem Herausgeber oder dem Hülfskomite in hier seine milde Gabe zu Gunsten der so furchtbar Heimgesuchten, sicher aller Theilnahme Würdigen einzusenden die Güte hat, genehmige zum Voraus ein aus dankbarem Herzen steigendes "Vergelt's Gott tausendmal!".
Montlingen, den 26. Juni 1871. »
Im Jahre 1871 hatte Pfarrer Falk die vernachlässigte Kirche aus von ihm gesammelten Beiträgen (19'000 Fr.) renoviert. Die alten, morschen Altäre wurden durch neue ersetzt und in den Chor kamen zierliche Glasgemälde von Röttiger in Zürich.
Karl Augustin Falk wurde im Amt abgesetzt (polizeilich abgeführt). Aus der Sicht von J. Alois Oberholzer [AO1910] hört sich das folgendermassen an:
« Im April 1875 entzog diesem für Gott und seine Kirche begeisterten jungen Priester die damalige kulturkämpferische Regierung des Kantons St. Gallen mit den Landammännern Curti, Hungerbühler und Zäch - welch letzterer als Gemeindammann von Oberriet eine Zeit lang sein Pfarrkind war - an der Spitze das hochobrigkeitliche Plazet und drängte ihn mit polizeilicher Gewalt aus seinem Hause, aus der Kirche und aus dem ihm von seinem Bischofangewiesenen Wirkungskreise. Bereits ein halbes Jahr lang waren auf Kosten der Kirchgemeinde Landjäger hier stationiert, um allfällige gottesdienstliche Funktionen des Pfarrers, der bei seinem Nachbar in Koblach ein schützendes Obdach gefunden, zu verhindern. Polizeihauptmann Kobelt war unermüdlich im Spionieren. Jeden Abend wurde zu grösserer Erbauung seiner getreuen Gilde in der Kirche der Rosenkranz gebetet, oft sogar der ganze Psalter. Da nun postierten sich zwei Wächter des Gesetzes, die Mützen auf dem Kopfe, in den ersten Stuhl, um den Chor gegen den staatsgefährlichen Pfarrer zu schützen. In ihrer Langweile wechselten sie mit Stehen und Sitzen und Gähnen. Der dritte Posten war beim Hauptportal aufgepflanzt, um das Anrücken feindlicher Heermassen zu signalisieren. Sie wachten bei Tag und bei Nacht, dass der schreckliche Schwarzrock seine "Falkenburg" nicht durch einen Ueberfall erobere. Die Gemeinde blieb indess ihrem Seelsorger im allgemeinen treu ergeben. Noch im April 1876 petitionierten von zirka 280 Bürgern 233 mit Namensunterschrift, dass er wieder in Montlingen funktionieren dürfe. Weil von den Beteiligten mehrere noch am Leben sind [1909] und man auch die Toten ruhen lassen soll und weil wir nicht nun vernarbte Wunden wieder aufreissen möchten, wollen wir uns hier über diese Wirren, welche der Gemeinde viele böse und traurige Tage brachten, nicht weiter aussprechen. Wer näheren Aufschluss wünscht, den verweisen wir auf das vom Geächteten herausgegebene Schriftchen "Der Regierungsrat von St. Gallen und sein Deplazetierungsversuch in Montlingen im Lichte der Akten." (Appenzell, Verlag von Oskar Broger 1877.) Tatsache ist, dass der Sturm gegen Pfarrer Falk zunächst nicht in der eigenen Gemeinde ausgebrochen; Tatsache ist ferner, dass ihm Unrecht geschehen, indem die ihm gemachten Vorhalte bei objektiver Prüfung sich als unbegründet erwiesen und dass er durch seinen energischen Widerstand dem St. Gallischen Klerus einen grossen Dienst geleistet, indem es die Regierung seit dieser Zeit nicht mehr versuchte, einen ihr missliebigen Pfarrer seines Amtes zu entheben. »
Im Tagebuch von 1871-1914 des Pfarrers Carl Bischofberger, Pfarrei St. Martin Jonschwil, ist dieses Ereignis auch unter 1878 erwähnt:
« Im Kanton St. Gallen erfolgte die Aufhebung des Knabenseminars, das Maulkrattengesetz, das die Geistlichen um das freie Wort auf der Kanzel bringen musste, das Exerzitienverbot bei den Jesuiten, die Vermischung der Friedhöfe, das Plazet für die Pfrundbesetzungen und die bischöflichen Hirtenschreiben, die Einführung eines kirchenfeindlichen Lesebuches in den Ergänzungsschulen, die Deplatzierung des Hochw. Herrn Pfarrer Falk in Montlingen und Vieles mehr. »
Am 8. März 1884 gab Herr Pfarrer Falk seine Resignation ein und wurde in Brülisau, wo er seit seiner "Delplazetierung" als Vikar wirkte, zum Pfarrer gewählt. Die Resignation hat folgenden Wortlaut:
Geliebte! Hatte ich früher von höchster Stelle Weisung erhalten, unterdessen durchaus Widerstand zu leisten gegen das mir und dem gesunderen Teile meiner Pfarrkinder zugefügte höchste Unrecht, so enthebt mich nun eine von derselben verehrungswürdigen Seite in jüngster Zeit ergangene Entscheidung der Aufgabe, diesen Widerstand weiter zu führen. Infolge dessen habe ich diese Woche dem um Euer, wie für mein Wohl väterlich besorgten hochwürdigsten Herrn Bischof Augustinus meine Resignation auf die Pfarrpfründe Montlingen eingereicht.
Indem ich von Euch, Geliebte! als bisheriger, kirchlich rechtmässiger Seelsorger aus der Ferne Abschied nehme, danke ich Allen, die mir bis zur Stunde ihre Liebe und Treue bewahrt. Des Zeugnisses, das unser hochwürdigster Oberhirt mir gegeben: "den Kampf für eine gerechte Sache im Ganzen ehrenvoll, treu und opferwillig geführt zu haben", dürft auch Ihr Euch freuen und das wird Euch in der Todesstunde zum Troste gereichen.
Den Gegnern, für die ich, wie für meine treuesten Pfarrkinder, täglich mein schwaches Gebet zum Himmel gesandt, ist wohl die Tatsache selbst der sprechendste Beweis, dass ich ihnen Alles schon längst aus vollem Herzen verziehen habe, weil und wie Gottes Sohn es will.
Ich nehme Abschied von den Pfarrkindern allen in heiliger, priesterlicher, väterlicher Liebe und bitte Gott, dass er die liebe Pfarrgemeinde schütze und ihr eine glückliche Zukunft verleihe!
Die schöne Kirche, deren Ihr Euch erfreut, sie wird mein Andenken in Eurer und Eurer Kinder Mitte erhalten und Euch, zumal wenn ich gestorben bin, noch einladen, für mich als Euern einstigen Seelsorger, die ewige Ruhe in Gottes schönem Himmel zu erflehen. Bleibet treue, würdige Kinder unserer gemeinsamen Mutter, der hl. römisch-katholischen Kirche! Die Gnade unseres Herrn Jesu Christi sei allezeit mit Euch!
Brülisau, 8. März 1884. Sig. Karl Aug. Falk, Pfarrer.
Organist und Chorleiter in Kriessern (im Dienst der Kirche).
17. Pfarrer in Kobelwald (vom 7. September 1871 bis 3. Juli 1876). Übernahm zu Beginn der Amtsdauer 1873/76 das Schulpräsidium.
Johann Georg Kruser (1826 - † 1883)
Von Ems (GR). Pfarrer in Widnau und danach Pfarrer in Oberriet von 1872 bis 1879. Danach Pfarrer in Rheinau. Verstorben am 22. Juni 1882 als Pfarrer in Rheinau im Kreuzspital in Chur.
Franz Joseph Schöb († 1930)
Von Gams. Kaplan in Oberriet von 1872-1873. Verstorben am 8. Juli 1930 in St. Gallen.
Johann Paul Fäh
Pfarrer in Kriessern. Bürger von Benken, SG. Amtsantritt im September 1874. Der erste Eintrag im Taufbuch unter 'Joa. Paulus Fäh' fand am 27. Oktober 1874 statt. Amtsrückgabe am 21. Obtober 1888.
Anton Ferdinand Peretti († 1929)
Von Forno (Italien). Kaplan in Oberriet von 1874-1876. Vermutlich derselbe Peretti, welcher 1890 Pfarrer in Kriessern wurde Siehe dort). Verstorben am 6. April 1929 in Altstätten (Rosenheim).
Joseph Engelbert Gröbli
Von Eschenbach. Vikar in Montlingen. Vom 3. Januar 1876 bis am 12. August 1877 Kaplan von Goldingen. Verstorben als Missionspriester in Wartau.
Sebastian Greusing
Vikar in Montlingen. Verstorben in Berg.
Georg U. Brändle († 1905)
Von Mosnang. Kaplan in Oberriet von 1877-1882. Verstorben am 30. Mai 1905 in Eschenbach.
Pater Alphons
Pater in Montlingen.
Johann Baptist Füger (1849 - † 1932)
18. Pfarrer in Kobelwald (vom 2. Juni 1877 bis 7. Mai 1881). Geboren am 14. September 1849 in Mörschwil, gestorben am 25. Januar 1932 (Eltern: Johann Baptist Füger und Barbara Katharina Keller). Nichtresidierender Domherr auf Berg Sion.
Matthias Dietsche
Pater Gall
Pater O.C. in Montlingen.
Emil Lampert († 1905)
In Montlingen von 1878 bis am 4. November 1883. Verstorben als Pfarrer von Eisenthal (Baden) im Jahre 1905.
Karl Gämperle (1849 - † 1894)
Von Lütisburg. Geboren am 24. Juni 1849 als Sohn des Johannes Michael Gämperle und der Maria Katharina Germann. Uierst Kaplan in Oberegg und danach Kaplan in Flums und danach Pfarrer in Oberriet von 1879 bis zu seinem Tode am 16. März 1894 gegen 19:15 Uhr. Beerdigt am 20. März 1894.
Im Totenbuch in Oberriet ist angemerkt, dass Karl Gämperle viel gearbeitet und viel gebetet habe. Er habe sich selbst streng beschränkt und all seine Eigentümer den Armen geschenkt.
Karl Joseph Thüringer (1850 - † 1938)
Von Altstätten, 19. Pfarrer in Kobelwald (vom 16. August 1881 bis 30. April 1918).
Quelle des ersten Bildes (auf welchem Karl Joseph Thüringer die 'Ostschweiz' liest): Dominik Heeb (aus der Sammlung seines Vaters). A.M. Walburga Keel-Benz (1860-1942) war Stickerin / Handarbeitslehrerin.
Karl Joseph Karl Joseph war der Sohn von Johann Jakob Thüringer (1801-1874, Bäcker) oo2 (1828) Maria Anna Geschwend (1807-1874).
Karl Joseph Thüringer schlug am 26. März 1899 (als Mitglied des Bezirksschulrates) den Bau des neuen Schulhauses in Kobelwald vor.
Bis 1899 wurde der Rheintalische Allgemeine Anzeiger (Rheintalische Volkszeitung, erscheint heute im Anzeigen- und Zeitungsverbund des St. Galler Tagblatts) im Nebenamt von Kammerer Karl Josef Thüringer, Pfarrer Leo Benz, Gerichtspräsident Johann Städler, Nationalrat Carl Zurburg und Kanonikus Franz Xaver Wetzel betreut. Danach wirkten nur noch hauptamtliche Redaktoren: 1898�00 Emil Buomberger, 1900�02 Karl Dux (Gemeindeammann), 1902�27 Josef Schöbi (Bezirksammann), 1927�29 Sebastian Regli, 1929�52 Joseph Keel-Kathriner, 1952�82 Eugen Rohner, 1982�90 Christoph Mattle, 1990�94 Thomas Schwizer, 1994�01 Pius Schärli, und 2001�13 René Jann
Im Jahre 1917 brachte Pfarrer Thüringer ein Büchlein zu Ehren des Bruders Klaus heraus (500. Geburtstag). Quelle: Schweizer Schule, Band 3, 1917, Heft 19.
Gemäss Personenregister Kobelwald hatte Karl Joseph Thüringer möglicherweise eine zweite Amtszeit zwischen 1934 und 1938. Gemäss diesem Register folgte danach 'Otto Bitschman'.
Theodor Xaver Alois Schmucki (1838 - † 1884)
Von St. Gallenkappel. Kaplan in Oberriet von 1882-1884. Alois Schmucki wurde am 12. Oktober 1838 als Sohn des Johann Vinzenz (?) Schmucki und der Theresia Rüegg geboren. Verstorben am Morgen des 14. Juli 1884 in Oberriet. Beerdigung am 17. Juli 1884.
Pater Nazarius
Pater O.C. in Montlingen ab 6. November 1883 bis 7. August 1884. War 1909 'Senior in Appenzell'.
Johann Alois Oberholzer (1855 - † 1918)
Pfarrer in Montlingen (1884-1917), Dekan des Kapitels Rheintal. Von Goldingen.
Die ersten drei Priesterjahre verbrachte Pfarrer Alois Oberholzer in Bernegg (als Kaplan unter Dekan F.X. Kern). Pfarrer Alois Oberholzer kam am 7. August 1884 in einem Landauer nach Montlingen. Damit ging in Montlingen eine 9-jährige pfarrerlose Zeit zu Ende (der vorangehede Pfarrer wurde von der kantonalen Regierung unter Anwendung polizeilicher Gewalt widerrechtlich entfernt). Alois Oberholzer liess das alte, unansehnliche, rabenschwarze Pfarrhaus aus dem Jahr 1684 für 16'000 Fr. umbauen, führte 1896 und 1898 eine gründliche Kirchenrenovation durch (10 neue, teilweise gemalte Fenster im Schiff, von Glasmaler Holenstein in Rorschach, einen 190 cm hohen Täfer rings um alle Wände und neue Beichtstühle von Schreiner Jakob Wüst aus Montlingen, etc.) und liess 1897 den Friedhof erweitern. Unter seinem Präsidium wurde 1889 das alte Schulhaus beim Friedhof vergrössert. Um 1890 schreibt Alois Oberholzer: "Die Jungfrauen sind als tätige, anstellige Töchter bekannt, weshalb sie immer guten Absatz nach Oberriet, Kriessern und selbst nach Marbach finden.".
Alois Oberholzer war zwischen 1888 und 1917 Schulratspräsident von Montlingen.
Am 28. April 1902 nahm Alois Oberholzer für 4 Monate Urlaub und besuchte seinen Onkel. Rev. Fidelis Oberholzer, Pfarrer der hl. Erlöserkirche in Rochester. Er reiste via Basel, Metz, Luxembourg, Brüssel, nach Antwerpen, wo er mit dem Dampfer 'Vaderland' (Stapellauf 12. Juli 1900, am 4. Juni 1917 versenkt) der Red-Star-Linie nach New York fuhr. Am 22. August ware er wieder in Oberriet.
Von Mai 1903 bis anfangs 1904 liess Alois Oberholzer die neue Kaplanei erstellen. Alois Oberholzer kaufte den ersten Bauplatz im Melchenfeld und schenkte diesen dann der Schulgemeinde, so dass 1908 das "Schulhaus Bergli" gebaut werden konnte. Ende Dezember 1909 stellt Pfarrer Oberholzer eine Dorf-Chronik fertig, welche dann 1910 veröffentlicht wurde [AO1910]. Alois Oberholzer wurde in Montlingen beerdigt.
1884 betrug das Einkommen des Pfarrers - einschliesslich Jahrzeitbuch - 1965 Franken, 1893 2200 Franken, 1900 2300 Franken und am 17. November 1907 bei Abschaffung des 2. und 3. Bestattnisopfers 2500 Franken. Der Messmer bezog nebst freier Wohnung mit etwas Wieswachs und Obst 500 Franken nebst einem kleinen Garbengeld von den einzelnen Familien für das "Wetterläuten". Der Organist bezog 300 Franken pro Jahr.
Rev. Dom. P. Gregor Göldi († 8. Oktober 1885)
Frühmesser; olim conventualis in Pfäfers.
Engelbert Forster († 1916)
Von Rotmonten. Kaplan in Oberriet von 1885-1887. Verstorben am 2. September 1916 in Rodersdorf (SO).
Johann B. Scherrer
Von Quarten. Kaplan in Oberriet von Januar 1888 bis Juni 1888. Danach Pfarrer in Oberriet. Zuvor Pfarrer in Zuzwil. Am 9. April unternahm der Pfarrer Carl Bischofberger (Pfarrei St. Martin) eine Romreise mit seinem geistlichen Sohn, Joh. B. Scherrer. Verstorben am 28. April 1904 in Diepoldsau.
Franz Josef Sohler (1834 - † 1916)
Pfarrer in Kriessern. Aus Zunsweier (Amt Offenburg) in Baden. Pfarrvikar in Kriessern seit 1. Dezember 1888. Der erste Eintrag des im Taufbuch unter 'Vikar Josef Sohler' fand am 18. Dezember 1888 statt (nachträglich eingetragen, da Pfarrer Fäh krankheitshalber seit Juni die Einträge nicht mehr vornehmen konnte aber offenbar noch die Taufen vollzog). Amtsrückgabe am 2. Juni 1890.
Matrikel der Universität Freiburg im Breisgau von 1806-1870: «Franz Joseph Sohler; * Zunsweier 9.3.1834; 54W-57S theol; ord. 4.8.1858, Vik. in Malsch b. Ettlingen, Mannheim, Freudenberg, 1862 Pfrv. in Michelbach, 1863 Pfr. in Neckarhausen, 1864 in Kronau, im selben Jahr in Gamburg, 1872 in abs. Pfrv. in Rheinsheim, 1883 Tischtitulant, dann Pfrv. in Flehingen und Michelbach, 1884 dort Pfr., 1886 Pfr. in Stollhofen, 1887 Tischtitulant, dann in den Diözesen Brixen und St. Gallen, 1894 Kaplv. in Oberammergau, seit 1908 in Offenburg; � 18.6.1916.»
Albert Maggion († 1898)
Von Flums. Kaplanvikar in Oberriet von 1889 bis 1893. Verstorben am 27. Dezember 1898 in Flums.
Anton Peretti
Von Forno (Italien). Pfarrer in Kriessern. War vermutlich Kaplan in Oberriet von 1874 bis 1876 (siehe dort). Der erste Eintrag des im Taufbuch unter 'A.S. Peretti' fand am 10. August 1890 statt.
Kanonikus Paul Dietsche († 1972)
Am 18. Oktober 1893 wurde Paul als viertes Kind des Matthias Dietsche und der Lidwina, geb. Langenegger, Schmieds, in Kriessern geboren. Zum Landwirtschaftsbetrieb versah der Vater den Messmerdienst an der Pfarrkirche, der schon seit 1820 der Familie Dietsche anvertraut war (bis 1977). Nach Besuch der katholischen Realschule in Altstätten folgte die Weiterbildung in den Kapuzinerkollegien Appenzell und Stans.
Paul studierte an der theologischen Fakultät in Freiburg. Bischof Robertus Bürkler verlieh ihm die Priesterweihe. Später begann die priesterliche Arbeit als Domvikar in St. Gallen. 1930 berief ihn der Bischof als ersten Pfarrer an die neuerrichtete Heiligkreuzpfarrei in St. Gallen. 1941 wurde Paul Dietsche Stadtpfarrer von Rorschach. In Würdigung seiner Verdienste ernannte ihn der Bischof 1952 zum Ruralkanonikus (Anwärter für die Bischofsnachfolge). Paul Dietsche starb am 13. Januar 1972 durch einen Hirnschlag.
Alfons Rohner († 1931)
Von Oberegg. Kaplan in Oberriet von 1893 bis 1902. Verstorben als Pfarr-Resignat und Dekan am 9. Juni 1931 in Neu St. Johann.
Andreas Adolph Moosberger (1854 - † 1925)
Von Gossau. Pfarrer in Rapperswil, danach Pfarrer in Oberriet von 1894 bis 1902. Resignierte infolge eines Augenleidens. Spiritual im Kloster Notkersegg. Verstorben am 4. Oktober 1925 im Kreuzstift zu Schänis.
Johann Kaspar Hongler
Kaplan für die Sebastianskapelle in Kobelwald.
Es ist nicht abwegig, dass der Kaplan neben der religiösen Unterweisung zusätzlich auch Unterricht im Lesen und Schreiben erteilt hat, wie es damals vielerorts üblich war [AL2009, p. 11].
Alois Hogg (* 1865)
Pfarrer in Kriessern. Bürger von Häggenschwil, SG. Der erste Eintrag im Taufbuch Kriessern unter 'A. Hogg' fand am 17. September 1896 statt.
Alois Hogg trat ab 1920 eine Stelle als Pfarrer in Brühlisau an. Aus den 1920er Jahren stammt die folgende Aufnahme (am 27. April 1921 gründeten 15 Männer mit dem Pfarrherrn die Musikgesellschaft Brühlisau - 6 traten bald aus, dafür gab es einen Neuzugang, so dass die Bläsergruppe aus 10 Personen bestand):
Musikgesellschaft Brülisau in den 1920er Jahren: 1. Pfarrer Alois Hogg (ganz links) 2. August Inauen, Mesmers August, Kalönisbuebes 3. Johann Inauen - Manser, oberer Horst Johann 4. Josef Fritsche - Knechtle, Jockeseeplisjosef, St.Martin 5. Franz Eugster - Dörig, Aulefranz, Aulen 6. Josef Sutter - Inauen, Benze Josef, Benzes 7. Karl Fritsche - Manser, Jockeseepliskarl, Dachdecker, Steinegg 8. Andreas Inauen - Keller, Mesmersrestoni, Leugangen/Berg 9. Andreas Inauen - Sutter, Flammenegg - Restoni 10. Emil Dörig - Manser, Lehners Emil, Berg 11. Johann Manser - Inauen, Strubejohann, Grossheimat
Quelle: Bildarchiv ZAV © Juni 2014 (Bild C502) unter www.roothuus-gonten.ch.
Alois Maier (1864 - † 1915)
Von Arnstorf (Bayern). Pfarrer in Pfäfers und danach Pfarrer in Oberriet von 1902 bis 1915. Verstorben als Kaplan in Häggenschwil, den 7. Oktober 1915.
Heinrich Dillinger († 1938)
Von Niederehnheim (Elsass) und später Bürger von Oberriet. Kaplan in Oberriet von 1902 bis 1927. Verstorben am 20. Dezember 1938 in Altstätten.
Wohnte an der Kronengasse. Messmer in Oberriet zur Zeit der Kirchenrenovation.
Joseph Alfons Zoller (1864 - † 1939)
Am Gallustag 1906 wurde seine sofortige Anstellung in Montlingen beschlossen. Das Anfangsgehalt betrug 1200 Franken pro Jahr. Am 13. September 1908 wurde das Vikariat zur definitiven Kaplaneipfründe erhoben. Das Gehalt - bei freier Wohnung - wurde auf 1500 Franken festgelegt.
Pater Adolf Langenegger († 1939)
Adolf Langenegger wird 1908 in Kriessem als ältester Sohn des Albert Langenegger (Vizenza Albert) geboren. Im Argen Zipfel wuchs er mit sieben Geschwistern auf und wurde frühzeitig zur Arbeit in Feld und Stall herangezogen. Nach sieben Primarklassen besuchte er die Realschule in Altstätten, wo ihm Professor Good die ersten Lateinkenntnisse beibrachte. Am Feste Maria Geburt 1924 trat er in Immensee in die zweite Klasse. 1929 trat er ins Noviziat von der Gesellschaft Bethlehem in Wolhusen und studierte Philosophie und Theologie. 1935 entschloss er sich, als Missionar in die Mandschurei zu ziehen. Am 12. Dezember 1939 starb Pater Adolf Langenegger.
Arnold Hürlimann (1868 - † 1945)
Von St. Gallenkappel. Geboren am 23. Januar 1868. Pfarrer in Henau-Niederuzwil und darauf in Oberriet von 1915 bis 1938. Bei herrlichem Wetter hatte er seinen Einzugstag in Oberriet. Schon bei seiner ersten Ansprache, die von seiner markanten Tenorstimme geprägt war, rief er eine grosse Freude bei all den anwesenden Kirchghenossen hervor. Arnold Hürlimann war ein Menschenkenner, wie sie selten zu finden sind.
Gründer der ersten Kleinkinderschule in Oberriet im Jahr 1933.
Administrationsrat 1934 (siehe Schulgeschichte als Autor und auf Seite 54).
Als er am 23. Januar 1938 den 70. Geburtstag feierte, sagte er: "Es kommen Tage auf mich zu, die mir gar nicht gefallen.". Er war gesundheitlich etwas angegriffen, und auch sein sonst glänzender Humor war gedrückt. Er begab sich in ärztliche Behandlung und reichte im Frphjahr 1938 seine Resignation als Pfarrer ein. Er nahm dann in dem von ihm gegründeten Kindergarten Wohnsitz und genoss dort den wohlverdienten Ruhestand. Bis zur Neuwahl von H.H. Pfarrer Aemilian Krapf half er noch in der Pastoration aus. Danach betätigte er sich noch als Kunstmaler und 1939 als Verfasser der 'Gründungsgeschichte der Pfarrei Oberriet' [AH 1939]. Anfangs Mai 1945 musste er sich krankheitshalber von den erwähnten Betätigungsfeldern zurückziehen, bis er dann am 20. Mai 1945 verstarb.
Rev. Dom. Mauritius Jöhl († 5. Januar 1916)
Pfarrer und Dekan von Rüthi.
... 1918-1920 ...
Augustin Keller war zwischen 1918 und 1920 Schulratspräsident von Montlingen.
Johann Josef Beda Schläpfer (1866 - † 1932)
Von Appenzell. Kurat in Eggerstanden 1893-1898 für die Kapelle. Kurat in Schwende 1901. 20. Pfarrer in Kobelwald (vom 26. Mai 1918 bis 28. Dezember 1930). Gründer des Stationenwegs von Kobelwald nach Freienbach. Danach Pfarrvikariat von H.H. Jos. Eicher.
Initiant, Spendensammler und Mitfinanzierer des Stationenweges von Kobelwald nach Freienbach.
Hermann Wicki
Pfarrer in Kriessern. Amtsantritt am 8. September 1920. Der erste Eintrag des im Taufbuch unter 'Pfr. Wicki' fand am 28. Oktober 1920 statt.
... 1921-1924 ...
Alois Müller war zwischen 1921 und 1924 Schulratspräsident von Montlingen.
Alois Fust (1894 - † 1974)
Kaplan in Oberriet von 1927 bis 1933.
Von Mosnang. Geboren am 28. Januar 1894 in Mosnang. Priesterweihe am 12. März 1921. Kaplan in St. Johann von 1921 bis 1927. Kaplan in Oberriet von 1927 bis 1933. I. Kaplan in Rorschach 1933 bis 1940. Pfarrer in Schmerikon von 1940 bis 1945. Ab 1945 Pfarrer in Mels, seit 1955 Kanonikus, seit 1957 Dekan und seit 1971 Pfarr-Resignat. Gestorben am 2. Februar 1974 in Mels (begraben ebenfalls in Mels).
Paul Stärkle (1892 - † 1977)
Dr. Paul Stärkle war von 1928 bis 1933 Pfarrer in Montlingen und von 1933 bis 1968 Stiftsarchivar in St. Gallen.
Karl Brunner (* 1895)
Pfarrer in Kriessern. Bürger von Diepoldsau-Schmitter. Priesterweihe 1919. Kaplan in Mosnang (1919-1927) und Schänis (1927-1929). Amtsantritt in Kriessern am 15. April 1929. Der erste Eintrag des im Taufbuch unter 'K. Brunner' fand am 9. Mai 1929 statt. In Kriessern: Mitglied des Katholischen Kollegiums, Präsident des Schulrates.
Erwähnt in 'Unser Rheintal' 1947 (p. 115).
Georg Egle
21. Pfarrer in Kobelwald (vom 10. Mai 1931 bis 31. August 1937).
Schule Kobelwald um 1934 mit Pfarrer Georg Egle (links) und Lehrer Anton Scherzinger (rechts). Quelle: [AL2009, p. 19].
Pfarrer Egle erregte den Unmut der Freienbacher, da er sich für die Verschmelzung derer Schule mit Kobelwald ausgesprochen hatte. An der ersten Wahlversammlung der vereinigten Schulgemeinde in Kobelwald wurde Georg Egle zwar wieder in den Schulrat gewählt, als Präsident wurde - wohl Dank der Unterstützung der Freienbacher - Wilhelm Kühnis als Präsident gewählt. Dies wiederum veranlasste Georg Egle dazu, das Kapellfest in Freienbach zu sabotieren, was die Kapellgenossen dazu verleitete einen Brief an den St. Galler Bischof Scheiwiller zu senden:
« Eure Gnaden
Die Unterzeichneten stellen an «Eure Gnaden» das ebenso dringliche als höfliche Gesuch zu verfügen: Dass das bereits seit hundert Jahren kirchlich begangene Kapellfest in Freienbach, zu Ehren der Gottesmutter an Maria Heimsuchung, in Zukunft wieder in den üblichen Rahmen, mit freiwilligem Zuzug von Hochw. Pfarrherren von anderen Pfarrgemeinden zur Lesung von hl. Messen und mit Predigt und Hochamt gehalten werde.» Sie wiesen hin auf die Zwangsverschmelzung der Schule mit all ihren Nachteilen betreffend Schulweg für die Kinder und dass ihr Pfarrer Egle, der durch seine befürwortende Haltung die Zuneigung der Freienbacher verloren habe und deshalb als Schulpräsident nicht mehr gewählt worden sei. «Hochw. Herr Pfarrer Egle verfügte nun, dass das diesjährige Kapellfest in Freienbach gehalten, bezw. dass Predigt und Hochamt ausfallen, keine Hochw. Herren Geistlichen von anderen Pfarreien erscheinen, nur noch ein hl. Amt (um 7 Uhr statt um 9 Uhr Predigt mit hl. Hochamte) gehalten werde. Durch diese Verfügung wurde das religiöse Empfinden der Kapellgenossen von Freienbach schwer verletzt und dem Wallfahrtsorte «Unserer lieben Frau zu Freienbach», unter welchem Namen die Gnadenkapelle Freienbach, weit über die Grenzen des Cts. St. Gallen bekannt, schweren Schaden zugefügt. ... Von Rüthi bis Bodensee, vom Appenzellerland und Vorarlberg konnte man Hilfe und Trost suchende Pilger beobachten. Und nun soll es sich nicht mehr lohnen, unserer lieben Frau zu Ehren ein stilles Fest zu begehen? Heute schon muss konstatiert werden, dass verschiedene, bisher gläubige Katholiken es mit ihren bezügl. Pflichten nicht mehr genau nehmen. In dieser Beziehung ist bekanntlich ein Niederreissen leichter als ein Aufbau. Speziell bei der heranwachsenden Jugend, wo heute Kirche, Schule und Elternhaus allen Grund haben, einig, Hand in Hand zu schaffen, werden solche Vorkommnisse ihre Wirkung nicht verfehlen.» Eindringlich ersuchen sie dann nochmals «Eure Gnaden», dafür zu sorgen, dass dieses Fest wieder in alter Tradition gefeiert werde. »
Der Brief wurde von 23 Schul- und Kirchbürgern von Freienbach, Stein, Stieg und Gocht unterzeichnet, 10 namens Stieger, 5 Gächter, 4 Zäch, 3 Schöb, 1 Kühnis.
In der Beantwortung schrieb Generalvikar Züllig im Namen des Bischofs, dass lt. Auskunft des Pfarrers dieser schon am 28. Juni von der Kanzel verkündet hätte, dass nächstes Jahr das Kapellfest in gewohnter Weise wieder stattfinde. Diese Eingabe wäre deshalb zwecklos. Im Übrigen hätte der Pfarrer erklärt, dass nicht die Wegwahl als Präsident Grund für die Massnahme bezüglich Kapellfest gewesen sei, sondern «andere grobe Ungebührlichkeiten u. unqualifizierbare Schimpfereien», die aufs Schärfste missbilligt werden müssten. Abschliessend heisst es im Brief: «In der Hoffnung, die verhängte kirchliche Strafe (Kapellfest) werde ihre bessernde Wirkung nicht verfehlen u. so die richtige Grundlage für erneuten Frieden geschaffen werde.»
Josef Anton Heim (1894 - † 1960)
Von Haslen AI. Geboren am 22. April 1894, wurde am 20. März 1920 zum Priester geweiht. Kaplan in Wattwil (1920-1924) und Rorschach (1924-1933). In Montlingen: Mitglied des Katholischen Kollegiums, des Primarschulrates Montlingen und des Sekundarschulrates Oberriet.
Anton Heim war zwischen 1936 und 1957 Schulratspräsident von Montlingen.
Während des 2. Weltkriegs wies H.H. Pfarrer Anton Heim auf die feuchte, dunkle und allzu enge Sakristei in der Kirche in Montlingen hin. Erst im November 1946 zog die Kirchenverwaltung unter Präsident Johann Benz (Kantonsrat) und Gottfried Kobler als Pfleger eine Renovation der Pfarrkirche in Betracht. Diese liess dann bis 1958/1959 auf sich warten. Später wurde er Kaplan in Montlingen. Josef Anton Heim starb am 8. November 1960.
Quelle: Landesarchiv Appenzell, J. Gisler 1964, in Die Heim's von 1470-1894.
Ludwig Spirig
Von Diepoldsau. Kaplan in Oberriet von 1933 bis 1935. Später Musikprofessor am Lehrerseminar in Zug.
Von Appenzell. Als Kaplan nach Oberriet gewählt am 1. September 1935.
Otto Bitschnau (* 1902)
Von Roggwil, TG. Pfarrer in Kobelwald.
Priesterweihe 1926. Kaplan in St. Gallenkappel (1926-1928). Mitglied des Schulrates Kobelwald seit 1937. In Kobelwald (1947): Präsident des Schulrates, Mitglied des Mädchenrealschulrates. Als Schulratspräsident in der ersten geheimen Schulversammlung am 27. Mai 1951 abgewählt.
Aemilian Krapf (1897 - † 1967)
Von Gaiserwald (nach [SZ1999] von Engelburg). Geboren 1m 3. März 1897. Priesterweihe am 12. März 1921.
Kaplan / Vikar in Thal-Rheineck (1921-1929). Danach Pfarrer in Gommiswald (1929-1938) und ab Anfang August 1938 Pfarrer in Oberriet. In Oberriet: Mitglied des Katholischen Kollegiums, des Primar- und Realschulrates. Danach Pfarrer in Waldkirch 1949 bis 1967.
Alois Dietsche
Willi Flammer
Im Jahre 1949 wirkte in der Pfarrei Montlingen-Eichenwies Willi Flammer als Kaplan. Als Präses der Jungmannschaft ergriff er die Initiative zur Gründung eines katholischen Turn- und Sportverbandes SKTSV. Präsides von 1949 bis 1954 und Präsident von 1949 bis 1950.
Die an diesem Abend abgefasste Gründungsurkunde trägt folgende Unterschriften: Martin Hangartner; Walter Mattle; Dr. med. Josef Savary; Willi Flammer, Kaplan; Paul Schegg, Hans Hersche, Felix Loher, Paul Herrsche, Kassian Benz, Felix Benz, Josef Wüst, Othmar Schegg, Anton Zäch, Josef Benz, Josef Schegg, Robert Loher, Martin Schegg. Am gleichen Abend wählten die Anwesenden folgende Kommission: Präses: Willi Flammer, Kaplan; Präsident: vakant; Vizepräsident: Dr. med. Josef Savary; Aktuar: Felix Benz; Kassier: Robert Loher, Stauden; Technischer Berater: Walter Mattle, Lehrer; Oberturner: Hugo Wüst, Oberriet; Rechnungsrevisoren: Martin Hangartner, Lehrer; Paul Schegg, Zimmermann.
Pfarrer in Kriessern. Aus Pfaffnau, LU. Übernahm die Pfarrei Kriessern am 8. September 1949.
... 1954-1957 ...
Johann Metzger (1901 - † 1962)
Pfarrer in Oberriet.
Josef Haltiner
Pfarrer in Kobelwald (folgte auf 'Otto Bitschnau').
Pius Baumgartner (1923 - † 2006)
Pius Baumgartner wurde am 5. Juli 1923 in Altstätten geboren. Er studierte in Fribourg Theologie. Nach der Preisterweihe war er von 1955 bis 1957 als Kaplan in Montlingen tätig, danach bis 1967 als Custos in Wil. 1955 und 1956 wirkte er als Präsides im TSV Montlingen. In Walenstadt wirkte Pius Baumgartner als Pfarrer bis 1996. Im Ruhestand wirkte und wohnte er in Mols. Verstorben am 24. August 2006 in Mols. Der Auferstehungsgottesdienst wurde am Donnerstag, 31. August 2006, in der Pfarrkirche von Walenstadt gefeiert.
Anton Pfiffner
Kaplan in Montlingen. 1957 bis 1960 wirkte er als Präsides im TSV Montlingen.
Johann Sieber (1908-1996)
Pfarrer in Kobelwald. Gemäss Register Kobelwald nur zwischen 1960 und 1975 Pfarrer. Der Grabstein nennt jedoch eine Amtszeit von 1960 bis 1990. Das Register nennt als nächsten Pfarrer den Wallfahrtspriester 'Joseph [Bernhard] Heule' (aushilfsweise ab 1990).
Anton Selva
Pfarrer in Montlingen. 1961 bis 1962 wirkte er als Präsides im TSV Montlingen.
Kaplan in Montlingen. 1963 bis 1967 wirkte er als Präsides im TSV Montlingen.
Josef Blöchlinger (1907 - † 1991)
Pfarrer in Oberriet. Gründete 1964 den Blauring Oberriet, zusammen mit Brigitte Widmer-Bont und Praxedis Wenk.
Johann Kühnis (* 1936)
Von Freienbach. Pfarrer in Oberegg.
Geboren am 19. Februar 1936. Priesterweihe am 30. Juni 1962. Am 1. Juli 1962 feierte er seine erste heilige Messe in Kobelwald. Unterrichtete drei Jahre als Lehrer im Internat im Missionshaus in Widnau. Trat 1965 ins Bistum St. Gallen ein. Wirkte vier Jahre als Kaplan in Henau und Niederuzwil, bevor er wieder nach Widnau kam. Von 1970 bis 1981 war er als Kaplan in Widnau tätig. Seit Dezember 1981 Pfarrer von Oberegg.
Quelle: Ostschweizer Tagblatt Online: 6. Juni 2012.
Quelle: rheintaler.ch: 19. Februar 2016.
Paul Rüst (1911 - † 1996)
Pfarrer in Montlingen. War zuvor Pfarrer in Haslen. Präsides (nicht Präsident!) des TSV Montlingen in 1967 bis 1982.
Lorenz Wüst (* 1932)
Aus Montlingen stammend.
Priesterweihe durch Bischof Josephus Hasler, am 15. März 1959 in St. Gallen. Sein Weg als Kaplan und Pfarrer führte ihn nach Au, Eschenbach, Oberegg (1974), Widnau, Diepoldsau und Balgach. Seit 2002 ist Lorenz Wüst im Ruhestand.
Quelle: Appenzeller Kalender Band 253 (1974).
Norbert Klien
Alois Kocher (1909 - † 1996)
Dr. Phil. Pfarrer in Oberriet (Amtszeit?).
Anton Diezi
1973 zum Priester gewählt. Präsides des TSV Montlingen in 1983 bis 1991. 30 Jahre Seelsorger in Montlingen.
Quelle: St. Galler Tagblatt vom 22. April 2013. Daniel Kühnis, Präsident der Katholischen Kirchgemeinde Montlingen-Eichenwies, wünscht Pfarrer Anton Diezi alles Gute für die Zeit als Pfarr-Resginat.
Wurde am 30. April 2013 in Montlingen veranbschiedet.
Joseph Bernhard Heule
Pfarrer in Kobelwald.
Am Sonntag, den 27. August 2000, verabschiedete sich Pfarrer Joseph B. Heule von den Mitgliedern im Seelsorgeverband Oberriet-Rüthi-Kobelwald. Aus dem Tschad kommend betreute er aushilfweise verschiedene Rheintaler Pfarreien. 1991 wurde er Pfarrer von Kobelwald. Schon bald kam die Verantwortung für die Pfarreien Oberriet und Rüthi dazu. Die Jahre im Seelsorgeverband mit den vielen Sitzungen, Besprechungen, mit der grossen Leitungsverantwortung haben an seinen Kräften gezehrt. Mit dem Eintritt ins Pensionsalter will er sich aber nicht einfach zur Ruhe setzen. Er übernimmt als Fidei-donum-Priester ab Oktober erneut einen pastoralen Auftrag in der Diözese Pala im Tschad, wo er bereits von 1979 bis 1989 arbeitete. Neuer Pfarradministrator ad interim wird ab 1. September Dekan Jakob Fuchs.
Ostschweizer Tagblatt Online (19. Mai 2009): Eine grosse Zahl Motorradfahrerinnen und Motorradfahrer pilgert bei schönstem Wetter auf die St. Iddaburg bei Gähwil. Sie wohnen einem Gottesdienst bei, der speziell auf die Lenker von motorisierten Zweirädern ausgerichtet ist. Die Segnung fand durch Joseph Heule (Mitte) und Luzia Holenstein (links) statt.
Pastoralassistent in Montlingen. Präsides des TSV Montlingen in 1992 bis 1996. Seit August 2003 Pastoralassistent in Weesen, seit November 2010 Pfarreibeauftragter und seit November 2014 Diakon daselbst.
Dr. Reinhard Knirsch
Pastoralassistent in Montlingen. Präsides des TSV Montlingen in 1997 bis 1999.
Aus Indonesien. Vikar / Kaplan in Kobelwald.
Quelle: St. Galler Tagblatt vom 4. Juli 2012. Daniel Feldmann, Präsident der Kirchgemeinde Kobelwald (links), Hubert Kluser, Präsident Pfarreirat (3. von links), und Pfarrer Othmar Baldegger (rechts).
Pater Gregor Cacur sollte bereits im Sommer 2012 im Auftrag seiner Ordensgemeinschaft (Steyler Missionare) andere Aufgaben in der neuen Seelsorgeeinheit Buechberg übernehmen. Seit 1. Januar 2014 definitiv Pfarradministrator der Seelsorgeeinheit Buechberg.
Othmar Baldegger
Pater Othmar Baldegger steht seit 1. Mai 2013 als Pfarradministrator in der Pfarrei Montlingen-Eichenwies im Einsatz. Ihm steht Pastoralassistent Peter Schlickeiser wird (auch seit 1. Mai) als Pfarreiverantwortlicher zur Seite.
Bild: siehe bei Gregor Cacur, oben.
Waldemar Piatkowski (1966)
Aus Polen. Pfarrer aller Kirchgemeinden der Seelsorgeeinheit Blattenberg.
Waldemar Piatkowski trat 1990 dem Schweizer Franziskanerorden bei und studierte katholische Theologie in Fribourg. 1996 wurde er von Bischof Kurt Koch zum Priester geweiht. In der Pfarrei Schmerikon und in der Seelsorgeeinheit Oberer See war er elf Jahre als Vikar und als Pfarreibeauftragter tätig. In jener Zeit verliess Waldemar Piatkowski den Franziskanerorden und wurde 2002 ins Bistum St. Gallen inkardiniert. Seit 2009 ist er Schweizer Bürger der Gemeinde Schmerikon. Im April 2010 übernahm er neue Aufgaben in der Seelsorgeeinheit Rapperswil-Jona.
Seit 1. Juni 2013 hat Waldemar Piatkowski Aufgaben in der Seelsorgeeinheit Blattenberg. In allen Kirchgemeinden der Seelsorgeeinheit Blattenberg wählten 2015 die Bürgerinnen und Bürger Vikar Waldemar Piatkowski einstimmig zu ihrem Pfarrer (Bischof Markus Büchel hatte ihn zur Wahl vorgeschlagen). Am Sonntag, 3. Mai 2015, setzte ihn Dekan Josef Benz in sein neues Amt ein. Der Gottesdienst für die Seelsorgeeinheit wurde um 10 Uhr in der Montlinger Pfarrkirche zelebriert.
Vögte, Ammänner und andere wichtige Personen
Während der Hofammann im Namen des Abtes fungierte, so wirkte der Landvogtammann in der Gemeinde als Stellvertreter des Landvogts, für den er die Gefälle und Bussen einzog.
Dietrich von Wichenstein
Tritt 1270 als Zeuge auf. Dietreich gehörte vermutlich dem Zweig der Hohenemser an, welche Juggen bei Diepoldsau besass.
Heinrich Walter von Ramschwag
Heinrich Walter von Ramschwag rettete 1278 Rudolf von Habsburg in der Schlacht auf dem Marchfeld gegen den Böhmenkönig Ottokar das Leben. Als Dank erhielt Heinrich 1278 als Pfand die Vogtei Waldkirch, 1279 ebenso den Hof Kriessern, dazu mit seinem Bruder Konrad den Zoll in der Stadt Lindau, endlich auch die Vogtei über die freien Leute im obern Thurgau [HBLS-05].
Ammann von Rheineck.
Beklagte sich 1402 darüber, dass ihm die Appenzeller im Unterkamor Holz gehauen, weggeführt und seine Weiden eingehagt hätten.
Ulrich Ammann von Hundwil
Ammann im Rheintal.
Hermann Han war am 18. März 1437 Ammann zu Kriessern.
Ammann zu Kriessern.
Uli Hasler
Ammann zu Altstätten.
Ulrich Lanker
Vogt zu Blatten.
Landammann 1453, als Ammann und Altammann erwähnt 1459-1462, Vogt auf der Feste Blatten bei Oberriet 1461 [HBLS-04].
Jakob Mangolt
Junker von Konstanz, Landmann von Appenzell.
Carl Caspar Meyer
Jodokus Nef
Hans Matli
Fürsprech.
Hans Matli von Rüthi führt im Auftrag von Hofammann Zäch die Grenzverhandlungen mit Altstätten.
Altammann zu Rheineck.
Hans Kolb sitzt im Gericht im Streitfall der Schobinger (Hard) gegen den Hof Kriessern.
Jakob Wüst
Vertreter des Hofs Kriessern im Steuerstreit mit Altstätten.
1506, 1512
Aebtischer Vogt zu Blatten.
1506 Vertreter des Hofes Kriessern im Grenzstreit mit Altstätten. 1512 verhandelt Ulrich Locher, äbtischer Vogt zu Blatten, mit Altstätten.
Diepolt Kolb
Aebtischer Vogt.
Diepolt Kolb vertritt die von Kriessem am Oberriet im Streit gegen die Ender, Kobelwies.
Von Marbach. Bestallung durch Abt Franz anno 1517.
Vincenz Hasler
Georgius Tirower
Verr / Fehr
Ammann des äbtischen Vogts von Blatten.
Von Altstätten. Baumeister der Burg Blatten.
Von Altstätten. Ammann Vogler sah im Festhalten am "alten Glauben" Montlingens eine Gefahr für die neue Lehre im übrigen Rheintal.
Jörg Dierauer gt. "Hübschli"
Jörg Dierauer, sein Sohn, zwei Wegeler, ein Lienhart Baumgartner, Hans Kluser, Bastian Gächter, Hans Stiger und Ulrich Zäch beraubten die Pfarrkirche in Montlingen und die St. Wolfgangskapelle in Oberriet ihrer Tafeln, Bilder und Kerzen und sonstigen Schmuckes. Ammann Vogler griff ebenfalls persönlich ein. Alle wurden zum Ersatz der zerstörten Kirchenzierden verurteilt. Nach der zweiten Schlacht von Kappel kehrte der Abt von St. Gallen wieder in seine Residenz zurück. Vogt "Hübschli" musste das Schloss Blatten räumen und Vogler wurde landesflüchtig.
Hans Stiger
Ulrich Langenegger
Reichshofvertreter.
Ulrich Langenegger klagt 1532 mit andern gegen den Bilderstürmer Hans Hübschli. 1533 ist Ulrich Langenegger (zusammen mit Rüdis Enis) Reichshofvertreter, sie treten als Zeugen auf über den Zug des Hauptmanns Jakob Frei nach Oberriet. Ulrich ist auch Hofvertreter im Grenzstreit mit den vier Höfen.
Diepold Kolb
Wird 1552 und später 'Alt-Vogt' genannt.
Hofammann.
Von Hans Stieger stammt das Wappen der Stieger ab.
Hans Herrschi
Ammann vom Hof Balgach.
Landvogt im Rheintal.
Aus Glarus. K. Hesse ist 1534 Vorsitzender des Schiedsgerichts, welches namens der acht Orte beauftragt ist, den jahrelangen Grenzstreit der Höfe am Isenried zu schlichten. Die neue Vermarkung wird 1540 eindgenössisch anerkannt.
Ulrich Bont
Vogtsammann.
Im Grenzstreit Hof Kriessem mit den vier Rheintalerrhoden wird der Hof durch Vogtsammann Ulrich Pont vertreten. Hiebei wird auch vom Ponten Löhli geschrieben (Loo-Gebietsteil).
Ammann von Eichberg.
Rudolf "Rüdi" Änis [Enis]
Ammann im Hof Kriessern.
Erwähnt im Familienarchiv von Salis, Urkundensammlungen II (Staatsarchiv Graubünden D VI A II/1 Nr. 71) unter 8. April 1547: « Linhart Thurnher, wohnhaft in Diepoldsau, und dessen Ehefrau Elfrida verkaufen der Pfarrkirche St. Jakob in Widnau (Kirchenpfleger: Hans Hensel, Lienhard Klein, Ulrich Thurnher) einen ewigen Zins von einem Pfund Pfennig aus ihrem Gut genannt "ul bünt" um 20 Pfund Pfennig. Siegel von Rudolf, Ammann des Hofs Kriessern und Oberriet, fehlt. »
Erwähnt auch im Zusammenhang eine eines Anstandes zwischen Alpgenossen am 23. Mai 1549 (siehe [JH1878] p. 159).
Vinzenz Haßler
Bestallung durch Abt Diethelm anno 1550. Später auch als Ammann von Altstätten genannt.
Hofammann von Balgach.
Landvogtammann.
Hans Wüst tritt im Alp-Grenzstreit mit Rüthi auf. Im selben Jahr ist er Hofvertreter im Streit mit den Schobinger. Hans Wüst wird 1563 als alt Ammann erwähnt.
Hans Grüninger († 1568)
Vogt, Blatten.
Von Schwyz. Bestellung durch Abt Othmar vom 28. Januar 1558 und 'Instruction' an ihn 1563. Ermordet durch Christoph Frick von Sax, dem Jungen auf der Strasse, den 9. Dezember 1568.
Konrad Bangarter
Hofvertreter von Kriessern.
Konrad Bangarter ist als Hofvertreter bei einer Aussprache wegen dem Isenried.
1564, 1566, 1567, 1569, 1571, 1595
Kaspar Dietschi
Hofschreiber, Vogt von Blatten.
Von Schwyz. Hofschreiber bei Abt Othmar in Rorschach (1564). Hofschreiber der Stadthalterei St. Gallen (1566). Verwalter des Siechenhauses Bruggen (1567). Baumeister im Kloster St. Gallen (1567). Bestellung durch Abt Bernhard. War zuvor Schreiber des Statthalters in St. Gallen.
Angetreten als äbtischer Obervogt in den Fasten 1569 (Bestallung durch Abt Bernhard). In einer Verleumdung gegen ihn, wird ihm 1571 Recht gesprochen. Am 6. Juli 1576 berichtet Kaspar Dietschi, Vogt zu Blatten, auf eine Anfrage hin, dass er die drei inhaftierten Knaben wieder entlassen habe (Quelle: Landesarchiv Appenzell Innerrhoden B.VIII:176). Am 22. Dezember 1578 ersucht Kaspar Dietschi, betreffend einer Klage, dass die Strasse durch den Wald nach Appenzell verwahrlost sei, um einen Augenschein. Ebenso behandelte er die Klage betreffend der Fähre zu Blatten, wonach die Beklagten erklärt hatten, dass sie den Appenzellern keinen höheren Zoll abfordern als den anderen, dritten (Quelle: Landesarchiv Appenzell Innerrhoden B.VI:36).
Wird noch erwähnt am "Charfreitag" 1595. Tritt 1595 (1598?) infolge seines hohen Alters zurück. Der Stand Schwyz empfahl dann dem Abt an dessen Stelle den Sohn Johann Dietschi, welcher dann auch gewählt wurde.
Gerichtsherr zu Kriessern.
1577, 1583
Andres Lüchinger
Richter, Ammann am Oberriet.
1577 ist Andres Lüchinger Richter im Streit mit den Ender, Kobelwies. Als Ammann am Oberriet, klagt er 1583 den eidgen. Boten in Bern wegen Meiningen, die im Rhein drei neue Wuhren geschlagen hatten.
Landvogtsammann.
1598-1631, 1639-1655
Johann [Hans] Dietschi (~1580 - † 1655)
Landvogtsammann, Hofammann.
Sohn des Kaspar Dietschi. Landvogtsammann etwa ab 1596/1598 bis 1630/1631 und Hofammann von 1639 bis 1644. 1602 führt Johann Dietschi von "Schweitz" (Schwyz), Vogt auf Blatten, Gespräche mit den vier Nachbarhöfen: Die Hofleute von Kriessem sollen nicht als ausländisch erachtet, sondern den andern gleichgestellt werden. Quartierhauptmann der Höfe Oberriet, Rüthi und Lienz. Besitzer einer Alp in Alt-St. Johann und zweier Mühlen in Rehag. Hans missbrauchte das ihm vom Abt (Pius) geschenkte Vertrauen und wurde deshalb um 600 Gulden gestraft und seines Amtes entsetzt (23. Oktober 1630). Bei der Taufe der Tochter 'Maria' (1634) wurde jedoch weiterhin der Titel 'Herr Aman' verwendet.
Bereits 1639 war er wieder Hofammann bis zu seinem Prozess in Altstätten anfangs 1655. In der Nacht vom 12. auf den 13. Februar führte man ihn auf den Richtplatz in der Au ausserhalb des Schlosses Blatten. Nachts zwischen 12 und 1 Uhr wurde ihm dort «wohl disponiert und Contrit» das Haupt abgeschlagen.
Siehe → Vortrag von Georg Dietschi.
Hofmann im freien Reichshof Kriessern.
Erwähnt im Familienarchiv von Salis, Urkundensammlungen II (Staatsarchiv Graubünden D VI A II/1 Nr. 112 - Alte Signatur: classis tertia, No 14) unter 24. Februar 1600: « Jacob Baumgartner, Hofmann im freien Reichshof Kriessern und Oberriet, verkauft an Hanns Köppel, Hofmann zu Widnau und Haslach, einen Zins von einem Pfund Pfennig um 20 Pfund Pfennig aus einem Gut "im Bündeli" zu Widnau gelegen. Siegel von Jacob Frie, Ammann des Reichshofs Widnau und Haslach, hängt (beschädigt). »
Hans Zäch im Schachen
Ammann im Hof Kriessern und Oberriet.
Hans Zäch verkauft von seinem Acker in der Aichau eine Spende an die Pfarrpfründe Montlingen.
Rudolf Lüchinger
Rudolf Lüchinger vertritt den Hof in Baden im Streitfall mit den vier Rheintalerrhoden: Altstätten, Marbach, Balgach und Berneck.
Hans Wider
Hofammann des freien Reichshofs Kriessern und Oberriet.
Ammann in Kriessern.
Jakob Wüst war verheiratet mit Anna Hasler (Tochter des Ambros Hasler und der Elisabetha Schurthanner). Die Kinder waren Hans, Jakob, Kaspar und Martha.
Ulrich Mattli, Kobelwald
Hofammann in Kriessem und Oberriet.
Ully Mattli verkauft an die Montlinger Frühmesspfründe von seinem Grundstück in Kobelwald.
Hans Gächter, zu Eichwies
Hofammann im freien Reichshof Kriessern.
Hans Gächter, genannt Schöri, zu Eichwies, Hofammann im freien Reichshof Kriessern-Oberriet, verkauft am 15. November 1607 der Pfarrpfründe zu Montlingen einen Zins. Quelle: Vorarlberger Landesarchiv; Signatur: 5864.
1619, 1621, 1624, 1625, 1628
Ulrich Lüchinger
Alt- und Neuhofammann Ulrich Lüchinger verhandelt 1625 mit Appenzell wegen der Alp Sämtis und Wideralp.
Hans Kaspar Rugg (Ruggen) von Tanegg
Junker [obwohl er mit Maria Salome Studer verheiratet war!] auf Sulzberg. Der Besitz Sulzberg (Schloss Sulzberg a.k.a. "Möttelischloss" in Untereggen / Rorschach) erwarb er 1623 via seine Frau (eine Tochter Josues, eines Bruders von Hektor Studer). Hektor Studer von Winkelbach kam via seine Frau Wendelgard von Rappenstein in den Besitz des Schlosses.
Als Vogt in Blatten angenommen am 14. Januar 1631. Pate einiger Kinder von Kaspar Dietschi (siehe unten '1641', Bruder des Johannes Dietschi - siehe oben '1598').
Starb vor 1649, denn 1649 verkauften seine Erben die Anlage Sulzberg an den Hauptmann der Gemeinde Untereggen, Jakob Hädener, von dessen Sohn (Gabriel Fidel) sie 1667 der in französischen Diensten stehende Gardehauptmann Johann Rudolf von Salis-Zizers erwarb.
Jakob Lüchinger
"Jacob Leüchinger" bespricht sich mit Appenzell wegen der Alp Sämtis und Wideralp. Siehe auch 1661.
Ambrosi Wüest (~1591 - † 1677)
Hofammann des Hofs Oberriet.
Auf 'S. Marthoeg: [?]' 1640. Siehe auch 1644.
Kaspar Dietschi (~1590 - † 1658)
Eingesetzt als Hofammann auf Pfingsten 1641. Im Taufbuch Montlingen trägt er jedoch bereits 1631 den Titel des Landvogtammanns (Taufe der Tochter Maria Barbara), sowie 1633 und 1634 (Taufen der Töchter Elisabeth und Regina) den Titel des Hofammanns und 1639 (Taufe des Sohns Johann Kaspar) den Titel des Ammans. Siehe auch unten unter '1647'.
Lukas Thumherr [Thurnherr]
Wilhelm Christoph von Schwarzbach (Schwarzach?)
Beeidigt am 20. April 1643 (evtl. als Nachfolger seiners Schwagers). Verheiratet mit Maria Madgalena Ruggin / Rugin. Wiederholt erwähnt (auch als Gesandter), zuletzt noch 1658.
Den 20. Xbris 1644. Siehe auch 1649.
Notar von Konstanz.
Johann Konrad Gasser visiert eine Kopie von 7 Schreiben der regierenden Orte gegen Ammann H. Dietschi.
Melchior Lüchinger
Für ein Jahr ("per annu") gewählt.
Kaspar Kobler
Erwähnt als Pate bei den Geburten von Barbara (1648) und Anna Maria Dietschi (1649) und weiteren Kindern von Joseph Dietschi (* 1622).
1647, 1651, 1653, 1654, 1655
Hofammann 1647, 1651 und 1655, Quartierhauptmann.
Kaspar Dietschi wünscht 1647 bei der Tagsatzung zu Baden Kostenverteilung für die Grenzbesetzung im Schwedenkrieg. Bei der Loslösung der Pfarrei Mäder (1654) unterzeichnen Neu- und Althofammann Kaspar Dietschi sowie Georg Dietschi, Landvogtsammann. Kaspar Dietschi stirbt am 16. August 1658.
Siehe auch 1653.
Althofschreiber zu Kriessern.
Kaufbrief: Der Verkäufer ist Karl Friedrich Graf zu Hohenems, Käufer Johann Thurnher und Georg Dietschi, Neu- und Althofschreiber zu Kriessern, Moritz Schachtler der Ältere, Landesfähnrich zu Altstätten, Hans Kobolt, Säckelmeister zu Marbach, und Michael Fußenegger zu Ems. Gegenstand des Kaufes ist die Alpe Schönemann, zunächst dem Luggeregg gegen Ebnit zu; dieselbe grenzt an die Gemeinde Ems, an das Pfarrgut von Ebnit, dem Dürrenbach nach bis an die Ebniter Gemeinde, von da bis auf den Felsen und dem Felsgrat nach bis wieder auf die Luggeregg. Das Gut ist für immer frei von allen Steuern und Anlagen, doch ohne Präjudiz für die gräfliche Landeshoheit und Gerichtsbarkeit; auch wird Regress vorbehalten, wenn die Alpe in andere Hände kommen sollte. Der Kaufschilling beläuft sich auf 700 Gulden Reichswährung, dessen Zahlung quittiert wird. Unterschrieben und besiegelt vom Grafen. Quelle: Vorarlberger Landesarchiv - Hohenems, Reichsgrafschaft; Signatur: 8898.
Johann Thurnherr
Neuhofschreiber zu Kriessern.
Hofammann am Oberriet.
Uli Kolb, genannt der Kriessner, verkauft an die Frühmesspfründ ein Gut auf der 'Suweid'.
Siehe auch 1655 und 1659.
Landammann des Gerichts Rankweil und Sulz.
Joseph Benz besiegelt die Kirchenabkurung Mäder von Montlingen.
Bei der Loslösung der Pfarrei Mäder (1654) unterzeichnen Neu- und Althofammann Kaspar Dietschi sowie Georg Dietschi.
Siehe auch unter 'Ambrosius Wüst' 1655.
Hans Dietschi
Ambrosius Wüst (~1591 - † 1677)
Begrüsste am 15. Januar 1655 den Fürstabt Dr. Gallus Abt (ehem. Jakob Alt von Oberriet) in Anwesenheit des rheintalischen Landvogts Muheim von Uri.
Die Verordneten der Gemeinde und "Kirchhöri" (Kirchspiels) aus der Mäder, Mathias Ender, Marx Böckle, Arbogast Giesinger, Sebastian Giesinger und Hans Stark, vereinbaren am 10. November 1655 mit den Bevollmächtigten der Kirche St. Johann zu Montlingen, Ambrosi Wüst, Kaspar Dietschi, als dem neuen und alten Hofammann zu Oberriet, Jakob Lüchinger, Säckelmeister, Georg Dietschi, Landvogtsammann, Jakob Wüst und Johannes Stieger, die Separation der Filialkapelle in der Mäder von der Mutterkirche zu Montlingen um eine Summe von 200 Gulden eidgenössischer Währung, den Hanfzehenten der Kirche zu Montlingen nicht mitinbegriffen.
Quelle: Vorarlberger Landesarchiv - Mäder, Pfarrarchiv; Signature: 5532.
Jakob Lüchinger (~1604 - † 1662)
War 1655 Säckelmeister (siehe oben).
Siehe auch 1661.
Johann Willibald Schenk von Castel zu Oberbüren
Ernannt am 26. April 1658 (bestallt durch Abt Gallus Alt). Pate von Ferdinand Dietschi. Resigniert 1662. 1663 und 1669 als Eichstättischer Rat genannt.
Siehe auch 1663.
"Jacob Leüchinger" stirbt 1662.
Hugo Ludwig Reding von Biberegg
Ernannt am 27. Februar 1662. Kam 1664 nach Neu-Ravensburg. Später toggenburgischer Landvogt.
Hans Stiger (~1586 - † 1662)
Hofammann von Kriessern und Oberriet.
Hofammann des Hofs Oberriet. Pate von Hans Kaspar Dietschi (1664).
Siehe auch 1666.
Wolfgang Jakob von Berhhausen
Ernannt am 17. März 1664. Starb 1669 auf Blatten. Später toggenburgischer Landvogt.
Jakob Wüest (1620 - † 1686
Sohn des Ambrosi Wüest. Siehe auch 1668.
Siehe auch 1670.
Jakob Wüest (1620 - † 1686)
Siehe auch 1672.
Rhodmeister.
Siehe auch 1674.
Kaspar Gächter
Konrad Hasler
Seckelmeister und Ratsmitglied in Oberriet.
Jakob Kobler
Hofschreiber aus dem Hof Rüthi.
Georg Wilhelm Rink von Baldenstein
Schwiegersohn des Wolfgang Jakob von Berhhausen. Ernannt im Januar 1671. Im Amt bis zu seiner Ernennung als Kanzler.
Siehe auch 1679.
Im Jahre 1677 stirbt Brosi Wüst.
Joseph von Thurn
Sohn Fidels von Thurn. Heiratete 1673 die Elisabeth Sury de Bussi. Ernannt zum Obervogt am 24. September 1675. Auf Blatten bis 1679, als er als Vogt nach Romanshorn kam.
Vermutlich wurde eines seiner Kinder (Fidelis Antonius) in der Kirche in Montlingen begraben. Ein stark zerstörter Epitaph (eine Grabplatte) aus Sandstein kam 1958 hinter dem Holzgetäfer neben dem linken Seitenaltar zum Vorschein. Darauf ist nur noch die Jahreszahl 1677 eindeutig lesbar.
"Doctor am Hirschensprung"
Heiler am Hirschensprung.
Mehrere Erwähnungen (auch im Zusammenhang mit Hexenprozessen).
Konrad Hasler (1643 - † 1724)
Siehe auch 1702.
Jakob Zäch
Siehe auch 1681.
Beat Rink von Baldenstein
Ernannt am 24. Januar 1679. Starb vor Antritt seines Amts im Krieg 1679.
Johann Jakob Schenkli
Früher Lehensvogt in St. Gallen; später (1685) Kanzler in St. Gallen. Sein Bestallungsrevers gegen Abt Gallus 1679. Sammler anno 1684 von Rheintaler Akten und von solchen über Schloss Blatten. Danach war die Vogtei Blatten vakant bis 1689.
Siehe auch 1683.
Unterstützt durch Hofschreiber Johannes Wüst (1682). Siehe auch 1685.
Jakob Wüst stirbt 1686.
Jakob Zäch wird über die Periode von drei Jahren gewählt. Siehe auch 1690.
Jakob Lüchinger (1644 - † 1695)
Siehe auch 1692.
Karl Kaspar Meyer von Baldegg des Rths. von Luzern
Äbtischer Obervogt von Baldegg. Hatte sich mit Landschreiber Victor Schorno von Schwyz, dem die Vogtei versprochen war, im November 1668 mit Geld abgefunden. Carl Caspar Meyer residierte von 1689 bis 1707 (also 18 Jahre!) auf Blatten. Die Ehefrau, Maria Margeritha geb. Dürler, stammte aus Horw (Luzern). Sie starb am 13. Februar 1696 und liegt in Montlingen begraben. Das Epitaph (die Grabplatte) war bis zur Renovation der Pfarrkirche in Montlingen 1958/1959 auf dem rechten Gewände des Chorbogens eingelassen gewesen. Neu wurde es hinten in der Südwand des Schiffes eingemauert. Text: « HIER RHUET MIT IHREN LIEBEN KINDEREN ANNA CATHARINA, IOS [Joseph], LUD [Ludwig], ANNA MARGERITA DIE HOCHEDEL GEBOHRNE, GESTRENGE FRAUW F. MARIA MARGARITA MEYERIN GEBOHRNE DÜRLERIN. HAURTMANNIN ZU WEIL, OBERVÖGTIN AF. PLATEN IST IN GOT SELIG ENTSCHLAFEN DEN 13. Feb. GOTT GNAD DERO EDLEN SEEL 1696 ».
Quelle: Totenbuch Montlingen. Aufgrund der starken Zuerstörung des Buchs ist der Eintrag nicht mehr vollständig lesbar..
Johannes Stieger zu Montlingen, Hofmann des freien Reichshofes Kriessern und Oberried, stellt dem jungen Hauptmann Kaspar Karl Maier etc., Obervogt auf Blatten, eine Schuldverschreibung um 100 Gulden aus.
Quelle: Vorarlberger Landesarchiv - Koblach, Gemeindearchiv; Signatur: 5524.
Siehe auch 1694.
Jakob Lüchinger stirbt 1695.
Siehe auch 1698.
Siehe auch 1700.
Jakob Zäch)
Jakob Zäch stirbt am 28. April 1702.
Siehe auch 1705.
Conrad Hasler (1643 - † 1724)
Für ein Jahr ("per annu") gewählt. Conrad Hasler stirbt 1724.
Johann Kaspar Zäch
Lebte von 1658 bis 1748. Siehe auch 1707.
Siehe auch 1709.
Ludwig Hyazinth Schenkli
Sohn des Johann Jakob Schenkli. Seit 1702 Lehensvogt in St. Gallen und nach 1719 auf Rosenberg.
Johann Kaspar Zäch (1658 - † 1748)
Siehe auch 1711.
Johannes Wüst († 1717)
Joseph Dietschi
Gerichtsammann.
Dem Hofausschuss im Streitfall mit den Kobelwieser Schneider gehört 1710 auch Gerichtsammann Johann Joseph Dietschi an.
1710, 1732
Hans Caspar Zäch
Quartierhauptmann.
Hans Caspar Zäch vertritt 1710 den Hof im Streit mit den Schneider in Kobelwies. Franz Zäch, Hofammann, und Hans Caspar Zäch bereinigen 1732 die Grenze im Isenried.
Siehe auch 1716.
Johannes Lüchinger (1670 - † 1733)
Auf 1. Januar 1714 gewählt. Siehe auch 1718.
Joseph Wüst (1676 - † 1742)
Siehe auch 1720.
Siehe auch 1722.
War Teil einer Delegation, welche 1718 gütlich über einen Streit zwischen den Hofleuten Oberriet und Johannes Ulmann (Appenzell) entschied.
Franz Zäch
Hofschreiber.
Johann Rudolf Albin Wirtz von Rudenz
Bestallung durch Abt Joseph am 15. November 1719 (jedoch bereits im Juni ernannt). Beeidigt am 27. Januar 1720. Ab Oktober 1728 Vogt auf Rosenberg.
Lebte von 1658 bis 1748. Siehe auch 1724.
Siehe auch 1726.
Kaspar Herrsche
Rhodmeister von Oberriet.
Siehe auch 1728.
Johannes Lüchinger stirbt 1733.
Für 4 Jahre gewählt. Siehe auch 1735.
Joseph Basilius von Sailern
Sein Bestallungsrevers gegen Abt Joseph vom 4. April 1729. Quittiert im März 1736 weil der eine Kompagnie des Don Carlos nicht aufgeben will. Die Stelle als Ammann von Altstätten wurde ihm vorbehalten. Stelle als Pfalzrat 1744.
Franz Zäch und Hans Caspar Zäch, Quartierhauptmann, bereinigen 1732 die Grenze im Isenried. Siehe auch 1736.
1732, 1752
Johannes Kühnis
Hofschreiber, Hofammann.
1732 Hofschreiber, 1752 Hofammann
Bartholome Dietschi
Das 1733 gestellte Gesuch an den Bischof von Constanz, dass die "elteste und gesammte Gemeindsrod" zu Kriessern in Oberriet eine eigene Pfarrei wird, ist auch von Richter Bartholome Dietschi unterzeichnet.
Jacob Ebneter
Ratsherr Jacob Ebneter ist 1733 Mitunterzeichner der Eingabe an den Bischof von Constanz, in Kriessem eine eigene Pfarrei zu gründen.
Johann Kaspar Zäch stirbt am 1. September 1748.
Gallus Johann Ignaz Pillier
Von Rorschach. Ernannt im März 1736. Bestallungsrevers gegen Abt Joseph vom 24. März 1736. Gestorben am 9. April 1753.
Siehe auch 1740.
Vermutlich der Sohn des obigen Johann Kaspar Zäch.
Franz Zäch stirbt 1744.
Ferdinand Bantle
Eintrag im Totenbuch vom 18. Juni 1858: Durch das Schwert des Scharfrichters wegen begangener Verbrechen enthauptet, starb Ferd. Bantle, Vagabund, im Alter von 17 Jahren. Er wurde vom erlauchten Herrn Joh. Heinrich Martin aus Glarus, eidg. Obervogt in Rheinegg, zum Tode verurteilt und von den hochw. Herren P. Quirinus, Kapuziner zu Stans, Kaspar Stiger, Kaplan, und von mir, dem Ortspfarrer Mauriz Stöckli, zum Tode vorbereitet und an den Ort der Hinrichtung geführt. Zur Erbauung aller Anwesenden fügte er sich in den Tod und ging hinüber in das bessere Leben. Sein Haupt blieb am Galgen ausgestellt, der Leichnam aber wurde der geweihten Erde übergeben.
Johannes Könis († 1758)
Gewählt am 3. Juni 1743. Johannes Könis stirbt am 9. August 1758.
Johannes Lüchinger (1717 - † 1771)
Gewählt am 7. Juni 1745.
Johann Ignaz Sartory
Vorher Lehensvogt. Beeidigt am 28. April 1753. Bestallungsrevers vom 13. Mai 1753. Im Mai 1754 Berufung nach Oberberg.
Joseph Christoph Würner
Vorher Holcavalier. Beeidigt im Mai 1754. Bestallungsrevers vom 23. Juli 1754.
Jacob Wüest
Gewählt am 30. mai 1757.
Obervogt zu Schwarzenbach.
Fidel Stanislaus Püntiner
Vorher Fiscal. Bestallungsrevers vom 28. August 1763. Gestorben am 27. Februar 1768.
Die Altstätter wollten 1766 die Eichstauden (im Isenried) allein nutzen, wogegen die anderen Höfe Einspruch erhoben. Der Landvogr Niklaus von Flüe entscheidet, die Eichstauden gehören, wie das Idenried, zum allgemeinen Tratt. Streue, Holz und Stauden aber sollen den Altstättern allein zukommen.
Johann Anton Rudolf Rotfuchs
Von Rorschach. Bestallungsrevers vom 19. März 1768.
Landammann.
Von Appenzell. Suter kaufte 1769 zwei Gräser auf der Alp Sämtis. Er verlor 1775 in einem Prozess um die Alp Sämtis gegen die Hofleute zu Kriessern. Diverse Unbotmässigkeiten kosteten ihn 1784 den Kopf.
Johannes Lüchinger
Alt Hofammann.
Wurstenberger
Rheintalischer Landvogt.
Von Bern. Gab 1771 bekannt, dass das Isenried aufgeteilt werde.
Johann Lüchinger
Von Kriessern. Im März 1775 beschloss der appenzellische Landrat (um Landammann Suter) das Zugrecht auf die Alp Sämtis gegen eine Auslösung von 6000 Gulden auszudehnen. Die Hofleute zu Kriesseren intervenierten darauf bei der Tagsatzung zu Frauenfeld. Zur Hofdeledation gehörten: Johann Lüchinger (Hofammann), alt Ammann Mattle, Organist Stieger und Jakob Weder. Das Vorgehen von Landammann Suter wurde daraufhin als unbegründet, voreilig und ungültig erklärt.
Johann Nepomuk Friedrich von Sailern
Landrechtserneuerung für ihn vom Jahr 1768. Bestallungsrevers vom 16. April 1775. Zum Geheimen Tar ernannt im März 1792. Anwesend im Geheimen Rat August 1792. Gestorben im Mai 1794 in Feldkirch.
Johannes Mattle
Erwähnt als Trauzeuge bei der Hochzeit zwischen Johannes Alois Mattle und Anna Barbara Lendi.
Wuhrmeister und Rhodsvertreter.
Kaspar Kobler, Wuhrmeister in Montlingen, klagt, weil Messmer Mattli den Bach nicht machen will.
1781, 1793
Alt Hofammann von Oberriet, Quartierhauptmann, Seckelmeister.
Quartierhauptmann Jakob Wüst klagt 1781 in Frauenfeld wegen der vielen Strassenzölle. Seckelmeister Jakob Wüst, alt Hofammann, leitet 1793 die Zusammenkunft der Ortsverwaltungen der Gemeinde.
Hofammann von Diepoldsau.
~1791-1806
Franz Xaver Weder (1771 - † 1854)
Schulmeister, Organeda et Ludimagister.
Hofammann (1802); Kreisrichter; Kantonsrat (1808); Präsident [der Kapellenverwaltung zu St. Wolfgang] (1812); Kantonsrath (1814, 1815); Gemeindeammann (1816, 1817, 1820, 1832); alt Gemeindeammann (1841).
Landvogtammann im Kobelwald.
Bei einer Teilung von Ländereien per Losentscheid, ist in 'Unser Rheintal 1954' auf Seite 73 zu lesen: « Daß die Teilungen, bei welchen das Los entschied (1792: "die Losziehung machte ein Knäblein von sechs Jahren, des Herrn Landvogtammann Stiegers Sohn im Kobelwald"), nicht immer friedlich vor sich gingen, bezeugt folgender Protokolleintrag: ... »
Johannes Zäch
Amtshofammann / Hofammann, Oberriet.
Rhodsvertreter am 21. Juni 1793 zur Erarbeitung eines gemeinsamen Ortsreglements. Johannes Zäch führt den Vorsitz bei der Versammlung der Gemeinde-Hofverwaltungen.
Jakob Könis / Kühnis
Richter, Holzrhode.
Rhodsvertreter am 21. Juni 1793 zur Erarbeitung eines gemeinsamen Ortsreglements. Vertritt mit fünf andern die Holzrhode beim Aufteilen der Hofgüter unter die Rhoden.
Josef Zäch
Richter, Eichenwies.
Rhodsvertreter am 21. Juni 1793 zur Erarbeitung eines gemeinsamen Ortsreglements.
Johannes Zigerlig
Richter, Montlingen.
Richter, Kriessern.
Im Ausschuss der Ortsgemeinde Oberriet sitzt 1793 Richter Jakob Weder, der mit den andern Ortsgemeinden das Reglement berät. 1795 unterzeichnet er auch bei der Ablösung der Vogtsteuer.
Karl Heinrich Gschwend
Pfalzrat. Bestallung vom 14. Juni 1794. Beeidigt am 24. Juni 1794. Im Geheimen Rat im Februar 1796.
Gabriel Huetter
Franz Joseph Zweifel
Gestorben als St. Gallischer Kantonsrat und Appelationsrichter.
Johann Jakob Weder (1773 - † 1859)
Schullehrer und Organist.
Das mit dem Ortsschulrat Montlingen vereinbarte Jahresgehalt von Johann Jakob Weder sollte auf die Dauer von vier Jahren 35 Gulden betragen. Nach zwei Jahren flog dieser "illegale Handel" auf und der Ortsschulrat erhielt von der «Commission des katholischen Erziehungs-Rathes» am 24. August 1829 eine harsche Rüge: « Zu unserer Entrüstung und nicht gemeinem Leidwesen haben wir die Anzeige erhalten, dass Sie bereits mit Weder dem Aspiranten auf ihre Unterlehrstelle einen widerrechtlichen und gegen unsere Schulgesetze laufenden � Art. 39 der Schulordnung � Vertrag abgeschlossen, vermöge welchem er 4 Jahre lang um jährliche 35 fl. (Gulden) anstatt der gesetzlichen 100 franken, Schule zu halten sich verpflichtet haben solle. Indem wir anmit diesen Vertrag gänzlich kassieren, und für null und nichtig erklären, so fordern wir Sie zugleich allen Ernstes auf, dem künftigen Schullehrer die 100 franken als gesetzliches halbjähriges Salarium unabgekürzt durch den Schulpfleger baar zu bezahlen, ansonst wir veranlasst sind, Sie höhern Ortes als widerrechtlich u. gesetzwiederig handelnde klagbar zu verzeigen. » [AL2008].
~1798
Jakob Lüchinger (1750 - † 1805)
Wurde aufgrund seiner Aufgeschlossenheit gegenüber der einkehrenden Franzosen zum rheintalischen Delegierten (Disputierten) bestimmt. Die Delegierten verlangten an der ausserordentlichen Tagsatzung zu Frauenfeld die Freiheitserklärung für die Landvogtei Rheintal. Diese Freiheit wurde dann am 3. März 1798 auch erlangt.
Johann Jakob Wüst
Präsident Eichenwies.
Verwalter: Johannes Gächter und Jakob Wüst; Kassier: Jakob Wüst (trat 1820 als Verwalter zurück, neu gewählt: Johann Jakob); Schreiber: Joseph Kühnis.
Alois Schegg
Präsident Montlingen.
Joseph Benz (1788 - † 1862)
Präsident / Gemeinderat Montlingen.
Direkter Vorfahre (Urururgrossvater von Daniel Stieger)!
Schulvogt Freienbach.
Das älteste Buch zur Schulgeschichte in Freienbach ist ein Kassabuch, das mit folgendem Titel beginnt: «Schulrechnung, abgelegt von Schulvogt Hr. Ulrich Kobler im Freyenbach der Schulverwaltung alda. d. 24. Nov.1829.» Die abschliessende Notiz: "Einnahmen vs. Ausgaben abgezogen bleibt die Schul dem Schulvogt schuldig 2 Gulden und 27 Kreuzer.".
Präsident Eichenwies bis 1830.
Verwalter: Johannes Gächter und Johannes Kolb; Schreiber: Joseph Kühnis.
Johannes Stieger, Tonis (1786 - † 1865)
Löste Ulrich Kobler ab.
Johann Anton Mattle
Ratsschreiber der Ortsgemeinde Montlingen.
Verwalter: Johannes Stieger und Anton Kolb; Kassier: Anton Kolb; Schreiber: Joseph Kühnis.
Johannes Lüchinger (1786 - † 1851)
Verwalter: Johannes Stieger und Johannes Kolb; Kassier: Jakob Kluser; Schreiber: Johann Baptist Kolb; Weibel: Jakob Wüst.
Xaver Wüst
Ortskassier Montlingen.
Verwalter: Johannes Stieger und Joseph Anton Mattle; Kassier: Jakob Kluser; Schreiber: Johann Baptist Kolb; Weibel: Jakob Wüst.
Verwalter: Jakob Kolb und Jakob Gächter; Kassier: Johannes Kolb; Schreiber: Johann Baptist Kolb; Weibel: Jakob Wüst.
Joseph Wüst (1791 - † 1873)
Verwalter: Johannes Stieger und Joseph Zäch; Kassier: Johannes Lüchinger; Schreiber: Johann Baptist Kolb; Weibel: Johannes Zäch.
Präsident des Schulkreises Kobelwald.
Aus Kobelwald. Josef Stieger stand der ersten Versammlung vom 20. Mai 1841 als Präsident des neuen Schulkreises Freienbach vor. Als Schreiber und Protokollführer amtete Johann Baptist Gächter im Hard. In dieser Sitzung wurden die Mitglieder des Schulverwaltungsrats Freienbach gewählt:
1) Herr Johann Jakob Stieger, Schullehrer in Freienbach (Präsident / Pfleger)
2) Herr Johannes Baptist Gächter, Bots in Freienbach
3) Herr Joseph Stieger, alt Präsident in Freienbach
Zu Mitgliedern der Schulrechnungskommission wurden gewählt:
1) Herr Joseph Zäch, Roses in Freienbach
2) Herr Jakob Stieger, Josenhanneslis in Freienbach
3) Herr Joseph Kobler, Hs. Ulrichs in Freienbach
Verwalter: Johannes Stieger und Joseph Zäch; Kassier: Joseph Gächter; Schreiber: Johann Baptist Kolb; Weibel: Johannes Zäch.
Agtenhannses, Organist.
Johann Baptist Kühnis (1805 - † 1892)
Präsident des Schulrats der Schulgenossenschaft Kobelwald.
Die erste protokollierte Versammlung führte am 21. Mai 1843 Präsident Johannes Baptist Kühnis, Kobelwald. Schreiber war Johann Baptist Gächter. Mit offenem Handmehr wurden folgende Personen in den Schulrat gewählt: 1. Herr Präsident Johannes Kühnis in Kobelwald, 2. Herr Johann Huter, Büblis, in Kobelwies, 3. Herr Jakob Ammann, Müllers jung in Kobelwald.
Einige Tage später wüntsche Revisor Johann Huter bei der Rechnungsprüfung, dass noch ein weiteres Mitglied in die Rechnungnskommission gewählt werde. Dem wurde entsprochen und mit "Hr. Schullehrer Jos. Stieger i. Kobelwald" hatte nun die Kommission die gesetzlich vorgeschriebenen drei Mitglieder.
Theres[ia] Kühnis
Verwalter: Joseph Zäch und Jakob Bont; Kassier: Joseph Gächter; Schreiber: Johann Baptist Kolb; Weibel: Johannes Zäch.
Johannes Schegg (1826 - † 1852)
Kronenwirt.
Sigismund Zäch (1822 - † 1901)
Rechtsanwalt in Oberiet 1846.
Ortspräsident in Oberriet 1850 und 1855-1859. Bezirksamtsschreiber 1851 - 1852. Bezirksschulrat 1862-1865.
Verwalter: Joseph Zäch und Jakob Bont; Kassier: Jakob Bont; Schreiber: Johann Baptist Kolb; Weibel: Johannes Gächter.
Jakob Benz (1813 - † 1892)
Alt Kreuzwirt.
Johann Baptist Weder (1800 - † 1872)
Dr. jur., * 27. Juni 1800 - † 17. Oktober 1872, Anwalt in St. Gallen, Grossrat (mit kurzen Unterbrechungen) 1833-1867, Regierungsrat 1847-1851 und 1861-1863, Ständerat 1855-1857, Nationalrat 1848-1851 und 1858-1872, Führer der freisinnigen Partei, einer der Schöpfer der gemeinsamen Kantonsschule [HBLS-07].
Schulratspräsident und Pfarrer in Kobelwald.
Schulrat des Schulkreises Kobelwald: 1. Herr Lieutnant Benedikt Gächter in Kobelwald 2. Karl Gächter in Hard, 3. Herr Joseph Stieger, Joses Jakobs, Kapellpfleger in Freienbach, 4. Herr Johannes Ammann, Tonis, in Kobelwald, 5. Herr Joseph Geisser, alt Schulpfleger und Schuster in Hub, Schulrathsschreiber: Johann Baptist Hächter in Hard, Schulratsweibel: Joseph Anton Stieger, Valentins v. Johs. in Kobelwald.
Gemeindeammann.
Verwalter: Joseph Zäch und Jakob Lüchinger; Kassier: Jakob Bont; Schreiber: Johann Jakob Mattle; Weibel: Johannes Gächter.
Johann Jakob Stieger (1829 - † 1903)
Primarlehrer in Kobelwald.
Im Oktober 1849 wurde Johann Jakob als Lehrer von Kobelwald gewählt. Da dieser jedoch in seinem Haus in Grubach wohnte, hatte er keinen Bedarf für die Lehrerwohnung im alten Schulhaus.
Präsident des Schulrats des Schulkreises Kobelwald von 1861 bis 1863.
Die Wahl eines Lehrers musste alle zwei Jahre erneuert werden. Regelmässig ersuchten diese deshalb um ein entsprechendes Zeugnis. Aus dem Schulratsprotokoll vom 20. August 1865: « J.J. Stieger, Lehrer von Kobelwald, wunscht zum Behufe der Patenterneuerung ein schulräthliches Zeugnis über seine praktische Tätigkeit, seine Leistungen u. seinen Wandel als hier angestellter Lehrer. Hierüber wurde beschlossen: Herr Schulrath, Pfarrer Egger sei ersucht, fragl. Zeugniss hinsichtlich aller drei Punkte (Tüchtigkeit, Leistungen u. Wandel) als "gut" abzufassen. ».
Am 27. August 1871 demissionierte Johann Jakob Stieger auf die Schule Kobelwald, bei welcher er schon seit 1849 Lehrer war. Die Stelle wurde unverzüglich im Amtsblatt wie folgt ausgeschrieben: « Vakante kathol. Primarlehrerstelle (in Folge Resignation) Kobelwald, Winterhalbjahrschule, Gehalt der gesetzliche u. event. 52 frs. für den Orgeldienst. » Es trafen zwei Anmeldungen ein von Lehrern, die schon im Amt und daher in einer höheren Lohnklasse waren. Das Ansuchen des Schulrates um Anstellung eines "billigeren" Verwesers lehnte die Oberbehörde als gesetzeswidrig ab. Deshalb wurde Ferdinand Bernet, derzeit Lehrer in Vils / Mels, gewählt.
Johann Baptist Zäch
Schulrat Kobelwald, Präsident des Schulrats des Schulkreises Kobelwald.
Bei den Wahlen an 23. September 1850 kam Johann Baptist neu in den Rat (siehe unter '1848 Johann Simon Bücheler'). An der Sitzung vam 1. Oktober 1851 wählten ihn seine Kollegen in eigener Kompetenz als Präsident. Der Präsident bewahrte die 'Lad' (Truhe mit Pfandbriefen und Korrespondenzen) bei sich zuhause auf.
Jakob Lüchinger (1816 - † 1881)
Verwalter: Joseph Zäch und Johannes Kolb; Kassier: Joseph Bont; Schreiber: Johann Jakob Mattle; Weibel: Joseph Wüst.
Johann Jakob Loher
Wurde am 24. Juli 1853 abgewählt.
Johann Jakob Lüchinger (1816 - † 1881)
Verwalter: Joseph Gächter und Jakob Bont; Kassier: Jakob Wüst; Schreiber: Johann Jakob Mattle; Weibel: Joseph Wüst.
Johann Anton Benz (1824 - † 1875)
Joseph Bont
Verwalter: Johannes Stieger und Jakob Bont; Kassier: Jakob Baumgartner; Schreiber: Johann Jakob Gächter; Weibel: Valentin Gächter.
Jakob Benz (1813 - † 1982)
Alt Kreuzwirt. Siehe auch 1847-1849.
Johann Jakob Bont (1812 - † 1870)
Verwalter: Joseph Gächter und Johannes Stieger; Kassier: Joseph Gächter; Schreiber: Johann Jakob Mattle; Weibel: Johannes Stieger.
Präsident des Schulrats des Schulkreises Kobelwald.
Am 17. Mai 1857 wurden bei den Erneuerungswahlen in den Schulrat gewählt: 1. Herr Präsident Jos. Stieger, 2. Herr Verwalter Fr. Jos. Zäch, 3. Herr Jos. Gächter, Kassier der Ersparnisanstalt zu Kobelwald.
Der Schulrat verpflichtete stets zu Beginn der Sommerschule seine Mitglieder für Schulbesuche. Bericht vom 17. Januar 1857 von einem Schulbesuch vom 2./3. Januar 1857 in Kobelwald und Freienbach zusammen mit Schulrat Zäch [AL2009, p. 13]: « Zufolge des vom Hr. Präsidt Stieger u. Hr. Schulrath Zäch in Kobelwald gemachten Schulbesuchs den 2ten jenner l.J. in der Schule Kobelwald, haben benannte Mitglieder dahin zu raportieren, dass die drei ersten Curse (Klassen) im Verhältnis zu den drei höhern Cursen ihre Aufgabe ziemlich befriedigend lösen, namentlich sei der erste Curs ziemlich vorgerückt. In den drei obern Cursen aber muss wesentlich mehr verlangt werden. Es fehlt hauptsächlich die Fertigkeit in der Sprachlehre, und daher kommen so häufige ortographische Fehler im Lesen u. Schreiben vor. Am Schlimmsten aber geht das Kopfrechnen. Als Begründung dessen führe man nur folgendes Beispiel an. Es wurde dem sechsten Curs auf Verlangen des Präsidenten folgende einfache Rechnung gegeben: "Wenn ein Pfund 50 Rp. kostet, wie viel kosten dann 17 Pfd.? Diese möglichst einfache Rechnung ist erst auf nähere Anleitung des Lehrers gelöst worden. So ging es auch mit der eben so leichten Zusammenzählung, wie viel dass 28 und 32 machen." Am 3ten jenner Vormittag haben obige Mitglieder des Schulrathes Schulbesuch gemacht in der Schule Freienbach u. haben dort die Leistungen im Allgemeinen befriedigend gefunden.»
J.J. Dietsche
Lehrer in Hub-Hard.
Der Lehramtskandidat wurde im Dezember 1958 in Hard-Hub als Lehrer eingesetzt.
Fridolin Hasler
Amtsperioden 1861-1864 und 1864-1867. Verwalter: Johannes Gächter und Johannes Stieger; Kassier: Jakob Mattle; Schreiber: Johann Jakob Mattle; Weibel: Johannes Stieger.
Joseph Schegg
Fahnenträger, im Amte verstorben.
Am Pfingstmontag, den 20. Mai 1861 wurden bei den Erneuerungswahlen in den Schulrat gewählt: 1. Herr Präsident J.J. Stieger, Lehrer von Grubach, 2. Herr Jos. Stieger, Hansens Sohn, Kobelwald, 3. Herr Jos. Stieger, Beckes Sohn, Kobelwald.
An der ersten Sitzung vom 10. Juli 1861 bestätigte der neue Rat den bisherigen Schreiber Jos. Gächter, Kobelwald und wählte Johann Sigmund Stieger als Weibel (dieser übte dieses Amt auch in der Ortsgemeinde aus).
Xaver Zäch, Roses (1834 - † 1892)
Präsident / Pfleger des Schulkreises Freienbach.
Weitere Mitglieder des Schulkreises Freienbach:
2) Herr Valentin Stieger, Joses
3) Herr Jakob Stieger, Oberhanses
Jakob Stieger
Am 22. Mai 1863 wurden im Schulhaus bei den Erneuerungswahlen in den Schulrat gewählt: 1. Herr Präsident Jakob Stieger, Kobelwald, 2. Herr Pfarrer Gebhard Egger, 3. Herr Johann Inozens Stieger, Kirchenpfleger.
Bei der Amtsübergabe vom 18. August 1863 wird Johann Inozens Stieger als Pfleger und Jakob Stieger, Lehrer, als Schreiber gewählt. Im November 1866 resignierte Pfarrer Egger als Schulrat und Joseph Stieger, Beckenseppes, wurde sein Nachfolger.
An der Rechnungsgemeinde vom 13. November 1864 kam es zum Eklat. Nach Genehmigung der Rechnung heisst es unter Traktandum 7: "Herr Präsident Jakob Stieger werde auf sein Ansuchen als Mitglied des Schulraths und Präsident desselben entlassen.". In offener Abstimmung wurde hierauf der Ortsverwaltungsschreiber Joseph Gächter, Kobelwald, als Schulrat und Präsident gewählt.
Jungfer Angelina Mannhart
Arbeitslehrerin Kobelwald / Hub-Hard.
Aus dem Schulratsprotokoll vom 7. März 1866: "Herr Präsident Gächter berichtet über einen Besuch in der hiesigen Arbeitsschule. Er erklärt, Jungfer Angelina Mannhart (Pfarrköchin) scheine wirklich für ihren Beruf als Lehrerin gewachsen zu sein, d.h. die Eigenschaften einer guten Lehrerin zu besitzen. Sie habe hinsichtlich von Ruhe u. Ordnung in der Schuzle u. der ihr angeborenen Geschicklichkeit in Anleitung der zu erlernenden Handarbeiten resp. der guten Mittheilungsgabe u. vorzüglich in Hinsicht ihres braven, friedlichen u. bescheidenen, sittlich religiösen Betragens seine volle Zufriedenheit erworben."
Jungfer Karolina Dietschi
Jungfer Karolina Dietschi, Gemeinderats von Hard, erteilte Unterricht für alle im Schulhaus Kobelwald per Woche zu 3 Stunden (Gehalt 60 Franken). Bis 1873 war der Schulrat allein für die Beaufsichtigung der Handarbeitslehrerin zuständig. Danach wurde ein Frauenkommitte gegründet, welches diese Rolle wahrnahm.
Amtsperioden 1867-1870 und 1870-1873. Verwalter: Johannes Gächter und Augustin Stieger; Kassier: Jakob Mattle; Schreiber: Johann Jakob Mattle; Weibel: Johannes Stieger.
Joseph Anton Loher (1864 - † 1927)
Karolina Kühnis (1844 - † 1920)
Am 27. August 1871 demissionierte Johann Jakob Stieger auf die Schule Kobelwald. Als Nachfolger wurde Ferdinand Bernet, damals Lehrer in Vils / Mels, gewählt. Einen Monat nach der Wahl war dieser auch schon als Schulschreiber tätig, als Nachfolger von J.J. Stieger. Nach einem Jahr wechselte aber Bernet bereits wieder an die Schule Walde im Seebezirk.
In der Folge wurde die Lehrerstelle für längere Zeit mit Verwesern besetzt. Zu Beginn der Amtsdauer 1873/76 hatte der Ortspfarrer B. Bischoff das Schulpräsidium übernommen. Nach der langen "Verweserzeit" wählte die Versammlung am 7. Juni 1874 Lehrer Jakob Eugster.
Augustin Stieger (1834 - † 1906)
Verwalter: Johannes Gächter und Joseph Gächter; Kassier: Jakob Mattle; Schreiber: Johann Jakob Mattle; Weibel: Johannes Stieger.
Johann Jakob Stieger (1847 - † 1920)
Schulratspräsident in Hub-Hard.
Der Schulrat setzte sich wie folgt zusammen: 1) Johann Jakob Stieger, Lieutenant, Hard, 2) Johann Baptist Heeb, Rhodmeister, Hub 3) Joseph Kobler, Kapellpfleger, Hard.
Frauenkommitte
Bis 1873 war der Schulrat allein für die Beaufsichtigung der Handarbeitslehrerin zuständig. Danach wurde ein Frauenkommitte gegründet, welches diese Rolle wahrnahm.
Mitglieder: 1) Jungfer Sovia Bischoff, Haushälterin bei Hr. Pfr. v. Kobelwald, 2) Jungfer Mathilda Zäch, Wirths, Freienbach, 3) Frau Anna Maria Stieger-Geisser, z. Felsenhügel Kobelwald, 4) Frau Magdalena Gächter-Sturzenegger, Hard, 5) Jungfer Elisa Gerster, Freienbach, 6) Frau Elisabetha Huter-Geisser, Kobelwald, 7) Jungfer Elisabetha Gschwend, Hard.
1874 wechselte Lehrer Bernet an die Schule Walde im Seebezirk. In der Folge wurde die Lehrerstelle für längere Zeit mit Verwesern besetzt. Zu Beginn der Amtsdauer 1873/76 hatte der Ortspfarrer B. Bischoff das Schulpräsidium übernommen.
Nach der langen "Verweserzeit" wählte die Versammlung am 7. Juni 1874 Lehrer Jakob Eugster von und in Gätziberg, an die Schule Kobelwald. Der Mindestjahreslohn für Halbjahrschulen betrug damals 600 Franken. Um mit andern Schulen besser konkurrieren zu können, schlug der Schulrat eine Ortszulage von 50 Franken vor. Jakob Eugster honorierte dieses Entgegenkommen und blieb neun Jahre lang in Kobelwald. Infolge Meinungsverschiedenheiten zwischen Lehrer und Behörde resignierte Jakob Eugster dann auf den Herbst 1883.
1875 und 1878-1889
Carl Sartory (1816)
Schulratspräsident / Sekundarschulpräsident.
In den Jahren 1876 und 1877 war kurzfristig Carl Saylern (Ingenieur, alt Vermittler, Oberriet) in der Funktion als Schulratspräsident tätig.
Verwalter: Johannes Gächter und Joseph Gächter; Kassier: Albert Lüchinger; Schreiber: Johann Jakob Mattle; Weibel: Johannes Stieger.
Carl Saylern
Sekundarschulpräsident.
Ingenieur aus Oberriet.
Sebastian Rüst
Erster Sekundarlehrer.
Von Thal. Er hatte die Schule für ein Jahresgehalt von 2200 Franken zu führen.
August Benz (1848)
Präsident Eichenwies bis 1880.
Verwalter: Johannes Gächter, Joseph Gächter, Albert Lüchinger (ab 1880); Kassier: Albert Lüchinger; Schreiber: Johann Jakob Mattle; Weibel: Johannes Bont. Ab 1880 übernahm Johannes Gächter die Präsidentenrolle.
zweiter Sekundarlehrer.
Alois Kobler (1856 - † 1913)
Lehrer an der Primarschule Oberriet und gleichzeitig Organist.
Franz Joseph Rohner (1840 - † 1895)
Im Amte verstorben.
Albert Lüchinger
Verwalter: Melchior Kolb (bis 1883), Theodor Lüchinger, Jakob Bont (bis 1884), Josef Gächter; Kassier: Johann Lüchinger; Schreiber: Florian Ramsberger (bis 1882), Jakob Baumgartner, Theodor Lüchinger, Johann Kolb (ab 1884); Weibel: Johannes Bont.
Joseph Theodor Bruggmann
Die Versammlung vom 30. September 1883 erteilte dem Schulrat die Kompetenz, einen der sieben Lehramtskandidaten (Junglehrer), die sich beworben hatten, für zwei Jahre provisorisch zu wählen. Die Wahl fiel auf Joseph Theodor Bruggmann aus Magdenau, der im Frühjahr die Ausbildung am freien Lehrerseminar in Zug abgeschlossen hatte. Schulbeginn war am 29. Oktober 1883. Theodor Bruggmann wollte die Lehrerwohnung im alten Schulhaus in Kobelwald nicht. Nach zwei Jahren zog Bruggmann wieder weg und es wurden, vor allem aus finanziellen Gründen, immer wieder Junglehrer angestellt, die in der Regel ein bis zwei Jahre unterrichteten. Erst mit der Wahl von Johann Giger 1892 kam dann die Wende.
Amtsperioden 1885-1888 und 1888-1891. Verwalter: Josef Gächter, Johann Bont; Kassier: Johann Lüchinger; Schreiber: Johann Kolb; Weibel: Johannes Stieger.
Friedrich Osterwalder
dritter Sekundarlehrer.
Carl Albert Hasler (1862)
Wohnhaft zur Krone in Oberriet. Schrieb 1916 eine Publikation in der Rheintalischen Volkszeitung. Siehe Schulgeschichte (Seite 4).
August Dux (1842 - † 1908)
Durch Ankauf von Alprechten versuchte Appenzell die Alp Sämtis an sich zu bringen. Gemeindeammann August Dux erkannte die Gefahr und gründete 1890 mit 84 Grasechtbesitzern die Alpgenossenschaft Sämtis.
Verwalter: Josef Gächter (bis 1893), Albert Stieger, Johann Bont (bis 1893), Ferdinand Mattle; Kassier: Josef Gächter (bis 1893), Eduard Wüst; Schreiber: Johann Kolb (bis 1893), Johann Kühnis; Weibel: Johannes Stieger.
Karl Kolb (1862)
Schulratspräsident / Sekundarschulpräsident, Gemeinderatsschreiber.
Im Frühjahr 1903 erkrankte plötzlich der Kirchenpräsident Theodor Lüchinger und starb kurz darauf. Karl Kolb wurde als dessen Nachfolger gewählt. Karl Kolb wurde später auch noch Gemeindeammann und blieb bis 1909 im Amt. Somit fand die Kirchenrenovation unter seiner Leitung statt. Als kunstgeschichtlicher Berater waltete H.H. Pater Albert Kuhn vom Kloster Einsiedeln.
vierter Sekundarlehrer.
Johann Giger hielt Kobelwald 19 Jahre lang die Treue, bis er 1911 aus gesundheitlichen Gründen vorzeitig zurücktreten musste. Im Jahre 1906/07 hatte die Gesamtschule 67 Alltagsschüler und 9 Ergänzungsschüler.
Es wurde geltend gemacht, dass sich Lehrer Giger im Falken im protestantischen Eichberg wiederholt geäussert habe, die Schulgenossen von Kobelwald wären nur ein Bettelvolk; Kobelwald sei ein Bettelnest.
Amtsperioden 1894-1897, 1897-1900 und 1900-1903. Verwalter: Eduard Wüst (Vice), Ferdinand Mattle; Kassier: Eduard Wüst; Schreiber: Johann Kühnis; Weibel: Johannes Mattle.
Johannes Lüchinger (1827 - † 1903)
Theodor Lüchinger (1856 - † 1904)
Schulratspräsident / Sekundarschulpräsident, Adjunkt.
Alphons Stieger
Schulpräsident von Hub-Hard.
Wohnort: Hard.
Karl Dux (1873 - † 1952)
Grossrat.
Verwalter: Eduard Wüst (Vice), Ferdinand Mattle; Kassier: Eduard Wüst; Schreiber: Johann Kühnis; Weibel: Wilhelm Baumgartner.
Joseph Anton Ammann
Schulpräsident von Kobelwald und von Kobelwald-Freienbach.
Schulratspräsident / Sekundarschulpräsident, Pfarrer in Montlingen.
fünfter Sekundarlehrer.
Verwalter: Eduard Wüst (Vice bis 1906), Albert Lüchinger z. Löwen, Ferdinand Mattle; Kassier: Eduard Wüst (bis 1906), Jakob Kolb; Schreiber: Johann Kühnis (bis Ende 1907), Jakob Lüchinger; Weibel: Wilhelm Baumgartner. Albert Stieger übte das Amt bis 1906 aus. Eduard Wüst übernahm dieses Amt ab 1906.
Schulratspräsident / Präsident des Realschulrates; von 1903 bis 1924 Realschulrat.
Oberschul-Lehrer in Montlingen.
Von Au. War vor 1906 in Hintergoldingen.
1906/07-1935
Mittelschul-Lehrer in Montlingen.
Von Mels. War vor 1906 Lehrer in Hub-Hard. Viktor Wachter war im Jahre 1934 noch immer Lehrer in Montlingen (siehe Bild unter 'Schulgeschichte').
Unterschul-Lehrer in Montlingen.
Von Mörschwil. War vor 1906 provisorisch als Lehrer in Montlingen angetellt.
August Kühnis
Zimmermann und Schulpräsident von Kobelwald.
Im Jahre 1907 übersiedelte Augus Kühnis nach Oberriet. Am 20. Mai fand die Ersatzwahl statt, dabei erhielt August Mattle 32 Stimmen, sein Konkurrent Pfarrer Karl Thüringer 34 Stimmen. Letzterer wurde dann auch als Präsident bestätigt.
Pfarrer Karl Thüringer (1850 - † 1938)
Clara Huter
Lehrerin in Montlingen.
Eduard Wüst (1863 - † 1942)
Verwalter: Jakob Kolb (Vice), Albert Lüchinger z. Löwen; Kassier: Jakob Kolb; Schreiber: Jakob Lüchinger; Weibel: Wilhelm Baumgartner.
Johann Anton Manser
sechster Sekundarlehrer.
August Stieger
Meinrad Stieger
Johann Büchel (zur Sonne)
Präsident Schulrat Eichenwies.
Schulräte: Jakob Kolb alt Ammanns, Johann Kühnis (Bezirksrichter, Aktuar), Albert Lüchinger z. Löwen, Adolf Stieger (Bäcker).
Johann Eberle (1887 - † 1963)
siebter Sekundarlehrer.
Johann Eberle (aus Flums) lebte von 1. September 1887 bis am 21. Oktober 1963. Er kam 1911 nach Oberriet, nachdem sein Vorgänger (Johann Anton Manser) im Januar spurlos verschwunden war und der Schulpräsident die Klasse bis zum Examen führen musste. Unter Johann Eberle erhielt die Realschule wieder Vertrauen bei der Bevölkerung. Die Schülerzahlen nahmen zu.
Für verschiedene Fächer stellte man Hilfslehrer an (z.B. Knupp, Allgaier), was jedoch auf die Dauer nicht befriedigte. Auf Schulbeginn 1916 wurde deshalb provisorisch eine zweite Lehrerstelle geschaffen.
Verwalter: Jakob Kolb (Vice), Albert Lüchinger z. Löwen (bis 1913), Eugen Lüchinger; Kassier: Jakob Kolb; Schreiber: Karl Lüchinger (bis 1913), Eugen Lüchinger; Weibel: Wilhelm Baumgartner.
Karl Lüchinger
Karl Lüchinger wuchs in einer grossen Familie in Oberriet auf Nach der Schule erwarb er sich in rheintalischen Stickereigeschäften eine gute Fachausbildung. Dann trat er als Kanzlist in den Dienst der politischen Gemeinde, der er während Jahrzehnten seine besten Kräfte schenkte. Er verwaltete zuerst das Steueramt. Die reiche Erfahrung, die er sich dort aneignete, prädestinierte ihn zum Gemeindekassier und Armenpfleger. Neben dem Gemeindekassieramt führte Karl Lüchinger auch das Rechnungswesen der Ortsgemeinde Oberriet und der Sekundarschule Oberriet. Zwölf Jahre hat er auch massgebend im Verwaltungsrat der katholischen Kirchgemeinde mitgearbeit. Ebenso gehörte er viele Jahre dem Primarschulrate an. Als überzeugter Katholik hat Karl Lüchinger zeitlebens der konservativen Volkspartei und dem katholischen Volksverein gute und treue Dienste geleistet. Er war auch ein eifriges Mitglied des Männerchors und des Musikvereins Harmonie, die ihn beide zum Ehrenmitglied ernannten. Als großer Freund der kirchlichen Musik bewahrte er dem Kirchenchor über 45 Jahre seine bevorzugte Liebe und Treue.
Quelle: Unser Rheintal (1959) p. 162/163.
Johann Benz (1888 - † 1961)
Ortskassier Montlingen: 1912-1914.
Verwaltungsrat. Johann Benz war zwischen 1924 und 1936 Gemeinderat und Schulratspräsident von Montlingen. Präsident Montlingen: 1927-1951. Kantonsrat. Vertreter im Grossen Rat (konservativ-christlichsoziale Volkspartei).
Gottlieb Stieger
Alfons Stieger
Wohnort: Watt.
Lehrer in Montlingen.
Verwalter: Jakob Kolb (Vice), Eugen Lüchinger; Kassier: Jakob Kolb; Schreiber: Eugen Lüchinger; Weibel: Wilhelm Baumgartner.
Albert Kreienbühler (1889 - † 1965)
Sekundarlehrer.
Albert Kreienbühler durfte initial (als einer von 10 Bewerbern) nur als "Hülfslehrer" angestellt werden. Damit verdiente er nur 2300 Franken (200 Franken weniger als Johann Eberle). Albert Kreienbühler brachte diesen Missstand auch mit seiner Bitte an den Schulrat zum Ausdruck: « ... Sie werden es mir nicht als Unbescheidenheit anrechnen, wenn ich mich in finanzieller Hinsicht wenigstens so gut stellen möchte, wie ein bescheidener Handwerksgeselle oder wie ein Gemüsebaugehilfe beim Konsumverein, der letztes Jahr noch zu mir in die Schule gegangen ist.» Die zweite Vollstelle wurde im Herbst 1918 beschlossen.
Oft mahnte der weisshaarige Lehrer die Schüler: "Mached mir de Schimmel nöd schüüch!".
Der Erweiterungsbau von 1950 erlaubte die Anstellung eines dritten Lahrers. 1954 erreichte Albert Kreienbühler das Pensionsalter. Er wirkte jedoch bis 1956 als Stellvertreter und brachte es so auch auf 40 Jahre als Reallehrer. Albert Kreienbühler starb am 28. November 1965.
Fidel Stieger (1891 - † 1939)
Amtsperioden 1918-1921, 1921-1924, 1924-1927 und 1927-1930. Verwalter: Jakob Kolb (Vice), Eugen Lüchinger; Kassier: Jakob Kolb; Schreiber: Eugen Lüchinger; Weibel: Josef Baumgartner.
Fergger.
Lehrer und Organist in Kobelwald.
Trat 1931 zurück. Aus zwei Bewerbern wurde als Nachfolger der Junglehrer Anton Scherzinger für zewri Jahre provisorisch gewählt.
Löste Karl Kolb ab und war von 1903 bis 1912 und von 1924 bis 1930 Gemeinderat.
Schulratspräsident / Sekundarschulpräsident, Pfarrer in Oberriet.
Damian Dietschi
1924 - mind. 1936
Franz Lüchinger (1895 - † ~1960)
Lehrer in Oberriet
Josefina Lenherr
Mitunterschreiber auf der Gründungsurkunde des KTV Montlingen.
Lehrer Walter Mattle und seine Ehefrau Margrith waren 1971 die ersten Ehrenbürger der Gemeinde Montlingen.
Walter Mattle komponierte im Jahre 1972 das Muntlagar-Liad (Montlinger Lied) [AL2008].
Verwalter: Eugen Lüchinger (Vice), Heinrich Kolb (bis Ende 1930), Johann Wüst; Kassier: Heinrich Kolb (bis Ende 1930), August Bont; Schreiber: Eugen Lüchinger; Weibel: Josef Baumgartner.
Pfarrer Beda Schläpfer
Hermann Geisser
Wohnort: Hub.
Beat Lüchinger (* 1888)
Anton Scherzinger
Zuerst Junglehrer und danach Lehrer in Kobelwald.
Im Schuljahr 1936/37 zählte die Gesamtschule 89 Kinder, 68 von Kobelwald und 21 von Freienbach-Stein. Im Schuljahr 1938/38 waren bei Schulbeginn in der Unterschule (1.-3. Klasse) 39 Kinder und in der Oberschule (4.-6. Klasse) 46 Kinder. Trotz dieser Verbesserungen resignierte Lehrer Scherzinger von der Oberstufe (4.-6. Klasse) per 31. Oktober 1937
Verwalter: Anselm Wüst (Vice), Josef Baumgartner; Kassier: August Bont; Schreiber: August Bont; Weibel: Josef Baumgartner.
Pfarrer Georg Egle
Martin Hangartner
Gründete 1964 das Museum Montlingen, welches bis 2015 von Alois Loser geführt wurde. Martin Hangartners zu verdanken war auch bei einigen der wichtigsten Ausgrabungen am Montlinger Bergli dabei. Als 1962 das Bergli-Schulhaus renoviert wurde, setzte er sich für die Einrichtung des Museums im früheren Lehrer-Sitzungszimmer im Untergeschoss des Schulhauses ein. Bald schon übernahm auch Alois Loser, der ab 1951 und bis zu seiner Pensionierung Lehrer in Montlingen gewesen ist, Führungen.
Die Bürgerschaft der Ortsgemeinde Montlingen verleiht den beiden Lehrern Martin Hangartner und Alois Loser im Jahre 1995 in Würdigung ihrer vielfältigen Verdienste um die Dorfschaft das Ehrenbürgerrecht.
Verwalter: Josef Baumgartner (Vice), Emil Mattle; Kassier: August Bont; Schreiber: August Bont; Weibel: Josef Baumgartner.
Wilhelm Kühnis
Schulratspräsident von Kobelwald.
Mitglieder des Schulrats: 1) Wilhelm Kühnis, Zimmermann, Kobelwald, 2) Hochw. Herr Pfarrer Egle, Kobelwald, 3) Hermann Stieger, Stein-Freienbach
Pfarrer Egle erregte den Unmut der Freienbacher, da er sich für die Verschmelzung derer Schule mit Kobelwald ausgesprochen hatte. An der ersten Wahlversammlung der vereinigten Schulgemeinde in Kobelwald wurde Georg Egle zwar wieder in den Schulrat gewählt, als Präsident wurde - wohl Dank der Unterstützung der Freienbacher - Wilhelm Kühnis als Präsident gewählt.
Dr. Wilhelm Zäch
Präsident des Schulrates.
Siehe auch 1944 bis 1946. Mitglied des Schulrates.
Dr. med. Wilhelm Zäch
Präsident Mädchensekundarschule.
Sr. Mathildis Scherrer
Lehrschwester Mädchenrealschule, 1. Lehrstelle.
Vom Kloster Ingenbohl.
Sr. Gratia Sprecher
Lehrschwester Mädchenrealschule, 2. Lehrstelle.
Sr. M. Theofrieda Ledergerber
Hauswirtschaftslehrerin Sekundarschule.
Lehrer an der Oberschule Kobelwald.
Hans Bischofberger übernahm auch den Organistendienst. Er wurde nach zwei provisorischen Jahren definitiv gewählt.
Zweite Lehrerstelle Kobelwald / Unterstufenlehrerin.
Von St. Fiden. Auf die Ausschreibung der Lehrerstelle hatten sich 30 Bewerbungen gemeldet. (Man suchte explizit eine Lehrerin, da diese günstiger waren als Lehrer!) Der Schulrat sichtete diese an seiner Sitzung vom 6. April 1937 und nahm 5 Anwärterinnen in die engere Wahl. Die Bürgerversammlung vom 18. April 1937 wählte dann auf Vorschlag des Schulrates die Maria Scherrer, provisorisch für zwei Jahre. Schulbeginn war der 3. Mai. Sie wurde nach zwei provisorischen Jahren definitiv gewählt.
Dolores Wüst
Sr. Josée Schlienger
Lehrschwester Mädchenrealschule, Stellvertretung.
Verwalter: Josef Baumgartner (Vice), Emil Mattle; Kassier: Johann Kolb; Schreiber: August Bont; Weibel: Josef Baumgartner.
Aemilian Krapf
Siehe im oberen Teil dieser Seite.
Mitglieder des Schulrats: 1) Wilhelm Kühnis, Zimmermann, Kobelwald (bisher), 2) Hochw. Herr Pfarrer Otto Bitschnau, Kobelwald (bisher), 3) Hermann Stieger, Stein-Freienbach (bisher), 4) Carl Gächter, Bots, Stein-Freienbach (neu), 5) Beat Mattle, Kobelwies (neu)
Pfarrer Otto Bitschnau
Amtsperioden 1942-1945 und 1945-1948. Verwalter: Josef Baumgartner (Vice), Emil Mattle; Kassier: Johann Kolb; Schreiber: Johann Bont; Weibel: Josef Baumgartner.
Sr. Felizitas Ostermeier
Lehrschwester Mädchenrealschule.
Geboren 1880. Mitglied des Gemeinderats seit 1915.
Alfred Weder, Fabrikant, Oberriet (Mitglied seit 1936)
Mathias Langenegger, Landwirt, Kriessern (Mitglied seit 1939)
Dr. Dux, Advokat, Oberriet (Mitglied: 1903-1912, 1924-1930, seit 1939)
Alfred Benz, Landwirt, Montlingen (Mitglied seit 1942)
Linus Stieger, Gastwirt, Kobelwald (Mitglied seit 1942)
Linus Mattle (* 1915), Betreibungsbeamter, Eichenwies (Mitglied seit 1945)
Gemeinderatsschreiber und Grundbuchverwalter: A. Hutter, Gemeinderatsschreiber, Oberriet
Präsident des Ortsverwaltungsrates: Albert Graber, Landwirt, alt Gemeinderat, Oberriet
- Allgemeiner Hof: Johann Benz, Kantonsrat, Montlingen
- Kriessern: Johann Lüchinger, Landwirt, Drag., Kriessern
- Montlingen: Johann Benz, Landwirt, Kantonsrat, Montlingen
- Eichenwies: Johann Wüst, Sattlermeister, Oberriet (1942-1948)
- Holzrhode: Linus Stieger, Gemeinderat, Kobelwald (1946: Robert Kobler, Landwirt, Hard)
Zivilstandsbeamter: Linus Mattle, Moos (StV: Johann Ammann, Adjunkt, Kobelwald)
Sektionschef: Beat Lüchinger, Kobelwald
Betreibungsbeamter: Linus Mattle (StV: August Kühnis, Vermittler, Blatten-Oberriet)
Vermittler: August Kühnis, Blatten-Oberriet
Alfred Weder (Fabrikant)
Alfred Weder absolvierte nach dem Besuch der dortigen Primar- und Realschule in einer Stickereifirma in St. Gallen eine gründliche kaufmännische Lehre. Erst 23jährig übernahm er dann das elterliche Stickereigeschäft. Schon in jungen Jahren erwarb er sich dank seiner Aufgeschlossenheit und Initiative Ansehen im Dorf. Man holte ihn gern, wenn es etwas zu organisieren gab. So kam es, daß ihm der Männerchor das Präsidium anvertraute und ihn der Turnverein ETV, dessen Förderung ihm zeitlebens am Herzen lag, ebenfalls zum Vorsitzenden ernannte. Der Konsumgenossenschaft 'Konkordia' diente er volle 30 Jahre lang als zuverlässiger Verwalter, ebenso stellte er sich der Sparkasse Oberriet als Verwaltungsrat zur Verfügung.
Alfred Weder wurde auch der erfolgreiche Führer der freisinnig-demokratischen Ortspartei. Bereits mit 33 Jahren hielt der junge Politiker Einzug in den Grossen Rat, dem er während zwei Amtsdauern angehörte. Von 1939 bis 1948 wirkte er in fortschrittlichem Geiste im Gemeinderat, der ihm manche Anregung zu verdanken hat. Ein besonderes Anliegen war ihm die Hebung des Schulwesens. Als erster Präsident der Fortbildungsschule und des Realschulrates redete er ein entscheidendes Wort mit. Das Volk wählte ihn 1951 ehrenvoll zum Ersatzrichter und drei Jahre später zum ordentlichen Richter.
Quelle: Unser Rheintal (1959) p. 163.
Linus Mattle (Betreibungsbeamter, Rechtsagent)
Geboren 1915. Bild von 1960. Quelle: Unser Rheintal (1961) p. 122.
Beat Zünd
Präsident des Ortsschulrates:
- Oberriet: Karl Hasler, Wirt
- Eichenwies: Theob. Stieger, Mechan.
- Kriessern: Karl Brunner, Pfarrer
- Montlingen: Anton Heim, Pfarrer
- Kobelwald: Otto Bitschnau: Pfarrer
- Hub-Hard: Josef Steiger, Hard
Sr. Laurentia Janka
Vom Kloster Ingenbohl. Mitglied von Pro Supersaxa - Obersaxen (PSO) bis zum Tod 1990 oder 1991.
Sr. Antonia-Pia Stäbler
Sr. Beata Brühwiler
Amtsperioden 1948-1951 und 1952-1954. Verwalter: August Bont (Vice), Johann Kolb; Kassier: Johann Kolb; Schreiber: Johann Bont; Weibel: Albert Stieger.
Präsident Mädchensekundarschule, alt Gemeindeammann.
ab 1948-1989
Josef Savary ("Tokter Sepp")
Allgemeinpraktiker in Montlingen.
Dr. Josef Savary ("Dr. Sepp") wurde 1921 geboren. Er hatte zunächst in der Schweiz und in Frankreich studiert. Er war der erste Schweizer Student, der kurz nach dem Zweiten Weltkrieg wieder an der berühmten Pariser Universität Sorbonne Medizin studierte. Der praktische Unterricht fand damals noch im aus dem Mittelalter stammenden Krankenhaus Hotel Dieu auf der Ile de France, unmittelbar neben der Kathedrale Notre Dame statt. Bis zu 50 Patienten in einem Schlafsaal, nicht einmal Seife, geschweige denn ausreichend Medikamente. Es wurden noch Blutegel angesetzt und nach alter Methode geschröpft. 98 Prozent der Patienten hatten die Krätze, eine durch Milben und mangelnde Hygiene verursachte Hautkrankheit. Mangels Waschmittel wurde die Wäsche einfach ausgekocht.
«Als ich 1948 in Montlingen meine Praxis eröffnet habe, hat es noch keine Sportärzte gegeben. Die Leute in und um Montlingen waren damals arm, meist mit sehr vielen Kindern gesegnet und hatten keine Krankenkasse. Ich konnte als Arzt nur überleben, weil mir Dermatologe Professor Burckhardt aus Zürich, der mich als Student gekannt hatte und selbst überlastet war, Patienten aus der ganzen Ostschweiz schickte.»
Sr. Romana Schett
Margrith Stieger
Lehrerin Mädchenrealschule.
Wohnte an der Grubachstrasse in Kobelwald. Othmar Stieger löste, nach einer geheimen Urnenwahl, Pfarrer Bitschnau als Präsident ab. Interimsweile wat Othmar Stieger auch Schulaktuar in Personalunion. Obwohl Othmar Stieger bereits demissioniert hatte, wurde er an den Nachwahlen zu den Schulratswahlen am 6. Dezember 1964 nochmals gewählt.
Alois Loser
Das Heimatmuseum ist der Initiative Martin Hangartners zu verdanken. Als 1962 das Bergli-Schulhaus renoviert wurde, setzte er sich für die Einrichtung des Museums im früheren Lehrer-Sitzungszimmer im Untergeschoss des Schulhauses ein. Bald schon übernahm auch Alois Loser Führungen. 1994 übernahm er dann von Hangartner die Verantwortung fürs Heimatmuseum.
Alois Loser (rechts) freut sich, in Claudio Senn einen Nachfolger gefunden zu haben, der das Heimatmuseum Montlingen in seinem Sinn weiterführt. Quelle: Rheintaler vom 6. April 2015.
Sr. M. Adeodata Völkle
Vom Kloster Ingenbohl. War zuvor Realschullehrerin in Chur-Hof. Siehe auch selbe Person unter 1964-1971).
Dr. Alfons Reck
Verwalter: August Bont (Vice bis 1955), Johann Kolb, Fidel Zäch; Kassier: Johann Kolb; Schreiber: Johann Bont; Weibel: Albert Stieger.
Präsident Mädchensekundarschule, Pfarrer in Oberriet.
Dr. Hans Segmüller
Primarlehrerin Hub-Hard.
Nachdem das neue Schulheus einheweiht wurde, wurde eine zweite Lehrerstelle geschaffen. Als erstes Fräulein Lehrerin für die 1. bis 3. Klasse zog Elisabeth Ackermann am 26. April 1954 ins neue Schulhaus Hub-Hard ein. Gleichzeitig wurde der Schultyp B eingeführt: die Unterschule mit den ersten drei Klassen hatte fortan ganzjährig Unterricht, die Oberschule mit der 4. bis 8. Klasse hatte im Sommersemester Halbtagschule (nur am Vormittag) und im Wintersemester Ganztagschule.
Rudolf Gadient
Sr. Stella-Maria Künzli
Vom Kloster Ingenbohl. Siehe auch selbe Person von 1972-1974.
Meinrad Kühnis
Gartenstrasse.
Sr. Dr. Roberta Bürkler
Lehrschwester Mädchenrealschule, 3. Lehrerstelle.
Sr. Gemma Locher
Hans Thurnherr
Sekundarschulpräsident, Stationsvorstand.
Präsident Mädchensekundarschule, Direktor.
Johann Kalousek
Sekundarlehrer, 4. Lehrerstelle.
Sr. Aloisia Vonarburg
Amtsperioden 1958-1960 und 1961-1964. Verwalter: Johann Kolb (Vice), Fidel Zäch; Kassier: Johann Kolb; Schreiber: Johann Bont; Weibel: Albert Stieger.
Oskar Neumeyer
Schulpräsident von Montlingen.
Meinrad Kobler
Sekundarlehrer, 5. Lehrerstelle.
Alter Kirchweg. Verwaltungsrat.
Sr. Birgitta Bohlhalter
Pius Kühnis
Gemeindeammann Oberriet.
Wohnhaft im Rietli. Ehrenmitglied des Turnvereins STV Oberriet-Eichenwies seit 1946.
Erich Spirig
Lehrer in Kobelwald.
Erich und Margrit Spirig lebten 2018 am Bergliweg 15 in Montlingen.
Dr. med. Willi Hollenstein
Anton Carlen
Werner Häfelin
Felix Löhrer
Sr. M. Agnita Räber
Johann Loher
Wohnhaft im Rietle.
Gemeinderatsschreiber.
Sr. Pia Kistler
Präsident Mädchensekundarschule, Pfarrer.
Sekundarschulpräsident, Werkmeister.
Sr. Adeodata Völkle
Vom Kloster Ingenbohl. Siehe auch selbe Person unter 1952-1957).
Sr. Conrada Fecker
Josef Baumgartner-Koller
Verwalter: Ernst Mattle (Vice), Werner Kolb, Karl Bont, Othmar Gächter; Kassier: Werner Kolb; Schreiber: Johann Bont; Weibel: Albert Stieger.
Lehrer in der Holzrhode.
Klassenfoto mit Hermann Blöchlinger, Jahrgänge 1960 bis 1963 (aus [AL2009]).
Sr. Agnes Allenspach
Sr. Orlanda Grepper
Sr. Gerda M. Stäuble
Sr. Sebastia Flüeler
Schulaktuar Kobelwald.
Wohnte an der Grubachstrasse in Kobelwald. War bereits seit 1951/52 Schulpräsident von Kobelwald.
Beda Eisenring
Helmut Scheenbeecker
Sr. Benno Good
Verwalter: Ernst Mattle (Vice), Werner Kolb, Karl Bont, Othmar Gächter; Kassier: Werner Kolb; Schreiber: Johann Bont.
Gmeindsstrasse.
Sebastian Hengartner
Herbert Grämiger
Sr. Winfreda Schumacher
Sr. Ruth M. Fitz
Max Lüchinger
Orthopädie-Schuhmachermeister.
Roman Ammann
Sekundarlehrer, 6. Lehrerstelle.
Sekundarlehrer, 7. Lehrerstelle.
Vom Kloster Ingenbohl. Siehe auch selbe Person von 1955-1962.
Verwalter: Othmar Gächter (Vice), Werner Kolb, Karl Bont, Hermann Gächter; Kassier: Werner Kolb; Schreiber: Johann Bont (bis 1973), Hanspeter Wüst.
Anton Thurnherr (* 1923)
War 1960 Posthalter von Montlingen. Quelle: Unser Rheintal (1961) p. 122.
Sekundarschulpräsident, Revierförster.
Josef Derungs
Alois Lins
Sekundarlehrer, 8. Lehrerstelle.
Vreny Stadler
Detlev Landweer
Sekundarlehrer, 9. Lehrerstelle.
Sekundarlehrer, 10. Lehrerstelle.
Josy Schefer
Sekundarlehrer, Stellvertreterin.
Susanne Haldemann
Verwalter: Werner Kolb (Vice), Othmar Gächter, Hermann Gächter, Walter Bont; Kassier: Walter Bont; Schreiber: Hanspeter Wüst (bis 1976), Rolf Käch (bis 1978), Ernst Gisler.
Othmar Stieger-Büchel wohnt bis heute an der Friedhofstrasse 4.
Sekundarlehrer, 11. Lehrerstelle.
Verwalter: Werner Kolb (Vice), Othmar Gächter, Hermann Gächter, Walter Bont; Kassier: Walter Bont; Schreiber: Ernst Gisler (bis Ende 1983), Oswald Wüst.
Erich Breuss
Bergliweg.
Armin Loher
Gmeindstrasse.
Wohnort: Stieg.
Josef Baumgartner-Koller ()
Verwalter: Fredy Kolb (Vice), Othmar Gächter, Hermann Gächter, Walter Bont; Kassier: Walter Bont; Schreiber: Oswald Wüst.
Wohnort: Kobelwies.
Verwalter: Fredy Kolb (Vice), Hermann Gächter, Walter Bont, Remo Wüst; Kassier: Walter Bont; Schreiber: Oswald Wüst.
Gerhard Gschwend
Verwalter: Fredy Kolb (Vice bis 1995), Josef Baumgartner-Langenegger (ab 1996), Hermann Gächter, Walter Bont, Remo Wüst; Kassier: Walter Bont; Schreiber: Oswald Wüst. Josef Baumgartner-Koller bekleidete das Amt bis 1995, danach übernahm Fredy Kolb.
Versicherungskaufmann. War zuvor Kassier (1984-1992).
Altstätterstrasse.
Amtsperioden 1997-2000 und 2001-2004. Verwalter: Josef Baumgartner-Langenegger (Vice), Hermann Gächter, Walter Bont, Remo Wüst; Kassier: Walter Bont; Schreiber: Oswald Wüst.
Schulpräsident von Kobelwald-Hub-Hard.
Verwalter: Romeo Gächter (Vice), Walter Bont († am 23.2.2005), Remo Wüst, Armin Gschwend, Werner Kolb (ab Mitte 2005); Kassier: Walter Bont († am 23.2.2005), Marianne Bont-Heule; Schreiber: Oswald Wüst.
Wohnort: Kobelwald.
Romeo Gächter
Amtsperioden 2009-2012 und 2013-2016. Verwalter: Werner Kolb jun. (Vice), Remo Wüst, Armin Gschwend, Josef Bont jun.; Kassier und Aktuar: Monika Büchel-Wüst.
Primarschulpräsident Kobelwald.
Erstellt durch Daniel Stieger (letzte Nachführung am 16. Dezember 2018)

References: § 2
 § 5
 § 6
 § 7
 §8
 Art. 39