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Timestamp: 2019-11-14 05:52:37+00:00

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BGH, 08.12.1977 - II ZR 153/76 - dejure.org
https://dejure.org/1977,1536
BGH, 08.12.1977 - II ZR 153/76 (https://dejure.org/1977,1536)
BGH, Entscheidung vom 08.12.1977 - II ZR 153/76 (https://dejure.org/1977,1536)
BGH, Entscheidung vom 08. Dezember 1977 - II ZR 153/76 (https://dejure.org/1977,1536)
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NJW 1978, 1255
MDR 1978, 472
MDR 1978, 980
DB 1978, 980
Die Revision läßt bei ihrer Verfahrensrüge außer acht, daß die Gerichte bei der rechtlichen Würdigung des vorgetragenen Sachverhalts an dessen Beurteilung durch eine oder beide Parteien nicht gebunden sind (BGH, Urteil vom 8. Dezember 1977 - II ZR 153/76, WM 1978, 136).
Dass der Schriftzug nur den Anfangsbuchstaben "N" und allenfalls die weiteren Buchstaben "p" und "u" erkennen lässt, hindert seine Bewertung als Unterschrift nicht; denn diese braucht nicht lesbar zu sein (BGH, Urteile vom 14. Mai 1964 - VII ZR 57/63 - LM ZPO § 13o Nr. 3 und vom 8. Dezember 1977 - II ZR 153/76 - LM BGB § 126 Nr. 14).
Es genügt, dass sie ihre Entstehung aus der ursprünglichen Schrift in Buchstaben erkennen lässt und einen individuellen Charakter hat, der es erlaubt, sie von anderen Unterschriften zu unterscheiden, und der die Nachahmung durch Dritte erschwert (BGH, Urteile vom 14. Mai 1964 und 8. Dezember 1977 aaO, vom 1. Oktober 1969 - VIII ZR 83/69 - DNotZ 197o, 595 und vom 21. März 1974 - VII ZB 2/74 - NJW 1974, 1o9o;… Jansen, FGG 2. Aufl. § 13 BeurkG Rdn. 36).
Ein bloßes Namenskürzel - insbesondere Initialen, Paraphen, Abzeichnungsvermerke und sonstige Buchstabenfolgen - genügen dagegen nicht (vgl. BGH NJW 1967, 2310; BGH, Urt. v. 08.12.1977 - II ZR 153/76, NJW 1978, 1255 = MDR 1978, 980; Beschl. v. 22.12.1982 - V ZB 2/82, VersR 1983, 273 = HFR 1984, 25; BGH EzFamR ZPO § 212a Nr. 1;… ferner Erman/Palm, BGB, 10. Aufl., § 126 Rdn. 9;… Jauernig, BGB, 9. Aufl., § 126 Rdn. 3;… MünchKommBGB/Förschler, 3. Aufl., § 126 Rdn. 26 a.E.;… Palandt/Heinrichs, BGB, 60. Aufl., § 126 Rdn. 9;… Staudinger/Dilcher, BGB, 12. Aufl., § 126 Rdn. 26).
An übereinstimmenden Vortrag der Prozessparteien, wonach nur ein Namenskürzel vorliege, ist das Gericht nach der höchstrichterlichen Rechtsprechung nicht gebunden; es hat vielmehr auf Grundlage einer eigenen rechtlichen Beurteilung der tatsächlich auf der Urkunde vorhandene Schriftzüge zu entscheiden, ob eine Unterschrift im Rechtssinne vorliegt (vgl. BGH NJW 1978, 1255 = MDR 1978, 980).
Insoweit unterscheidet sich der hiesige Sachverhalt von dem Fall BGH NJW 1978, 1255 = MDR 1978; dort hatte der Schriftzug - insbesondere aufgrund seines "großflächigen und schwungvollen Duktus" - "einen unverkennbaren individuellen Charakter".
OLG München, 18.06.1997 - 7 U 1943/97
Sicherungsübereignung bei Inkassoauftrag bei Einreichung eines …
Der BGH hat in der Tat festgestellt, daß die Frage, ob ein Schriftzug als Handzeichen oder Unterschrift anzusehen ist, der Parteimaxime entzogen ist und zur richterlichen Würdigung des Sachverhalts gehört (vgl. BGH NJW 78, 1255).
Ob ein Schriftzeichen eine Unterschrift oder lediglich eine Abkürzung (Handzeichen, Paraphe) darstellt, beurteilt sich nach dem äußeren Erscheinungsbild (vgl. die ständige Rechtsprechung des BGH, u.a. Urt. v. 08.12.1977 - II ZR 153/76 -, NJW 1978, 1255; Beschl. v. 11.10.1984 - X ZB 11/84 -, NJW 1985, 1227;… Urt. v. 27.10.1987 - VI ZR 268/86 -, NJW 1988, 713;… Urt. v. 22.10.1993 - V ZR 112/92 -, NJW 1994, 55; vgl. auch BVerwG, Beschl. v. 25.08.1970 - I WB 136.69 -, E 43, 113, 115).

References: § 13
 § 126
 § 13
 BGH 
 BGH 
 § 212
 § 126
 § 126
 § 126
 § 126
 § 126
 BGH 
 BGH 
 BGH 
 BGH