Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=6%20AZR%20517/07
Timestamp: 2019-05-24 16:15:39+00:00

Document:
BAG, 08.05.2008 - 6 AZR 517/07 - dejure.org
https://dejure.org/2008,496
BAG, 08.05.2008 - 6 AZR 517/07 (https://dejure.org/2008,496)
BAG, Entscheidung vom 08.05.2008 - 6 AZR 517/07 (https://dejure.org/2008,496)
BAG, Entscheidung vom 08. Mai 2008 - 6 AZR 517/07 (https://dejure.org/2008,496)
Tipp: Um den Kurzlink (hier: https://dejure.org/2008,496) schnell in die Zwischenablage zu kopieren, können Sie die Tastenkombination Alt + R verwenden - auch ohne diesen Bereich zu öffnen.
Aufhebungsvertrag - Wiedereinstellungsanspruch - Anforderungen an die Berufungsbegründung
Aufhebungsvertrag; Wiedereinstellungsanspruch; Anforderungen an die Berufungsbegründung
Voraussetzungen für einen Wiedereinstellungsanspruch wegen Wegfalls der Geschäftsgrundlage des Aufhebungsvertrags; Wirksamkeit eines Aufhebungsvertrags bei Anfechtung desselben; Anfechtungsrecht bei Irrtum im Beweggrund; Zulässigkeit einer Klage auf Verurteilung zur Eingehung eines rückwirkenden Vertragsverhältnisses; Rechtsfolgen bei Unwirksamkeit des Aufhebungsvertrags und bei einem Wegfall der Geschäftsgrundlage
Aufhebungsvertrags und Wiedereinstellungsanspruch - Streitgegenstände
Aufhebungsvertrag - Klauselkontrolle
AGB-Kontrolle von Aufhebungsverträgen und Anforderungen an eine Berufungsbegründung
Arbeitsrecht - Wirksamkeit eines Aufhebungsvertrags und Wiedereinstellungsanspruch - zwei Streitgegenstände
Anspruch auf Wiedereinstellung trotz Aufhebungsvertrag
ArbG Mönchengladbach, 15.02.2007 - 3 Ca 3841/06
NJW 2008, 3372
NZA 2008, 1148
BB 2008, 2020
DB 2008, 1974
Deshalb unterliegt die Beendigungsvereinbarung in einem Aufhebungsvertrag als solche ebenso wenig einer Angemessenheitskontrolle (vgl. BAG 8. Mai 2008 - 6 AZR 517/07 - Rn. 22) wie eine als Gegenleistung für die Zustimmung des Arbeitnehmers zur Auflösung des Arbeitsverhältnisses vorgesehene Abfindung (vgl. BAG 12. März 2015 - 6 AZR 82/14 - Rn. 23 mwN, BAGE 151, 108) .
Darum unterliegt in einem Aufhebungsvertrag die Beendigungsvereinbarung als solche ebenso wenig einer Angemessenheitskontrolle (BAG 8. Mai 2008 - 6 AZR 517/07 - Rn. 22) wie eine als Gegenleistung für die Zustimmung des Arbeitnehmers zur Auflösung des Arbeitsverhältnisses etwaig gezahlte Abfindung (BAG 12. März 2015 - 6 AZR 82/14 - Rn. 23 mwN, BAGE 151, 108) .
Fehlt sie zu einem Streitgegenstand, ist das Rechtsmittel insoweit unzulässig (BAG 8. Mai 2008 - 6 AZR 517/07 - Rn. 28, AP BGB § 620 Aufhebungsvertrag Nr. 40 = EzA ZPO 2002 § 520 Nr. 6).
Kommt es auf Veranlassung des Arbeitgebers zur Vermeidung einer betriebsbedingten Kündigung zum Abschluss eines Aufhebungsvertrags, kann bei Vorliegen der Voraussetzungen einer Störung der Geschäftsgrundlage die erforderliche Vertragsanpassung auch in einer Wiedereinstellung liegen (Senat 8. Mai 2008 - 6 AZR 517/07 - Rn. 25, AP BGB § 620 Aufhebungsvertrag Nr. 40 = EzA ZPO 2002 § 520 Nr. 6) .
Deshalb unterliegt in einem Aufhebungsvertrag die Beendigungsvereinbarung als solche ebenso wenig einer Angemessenheitskontrolle (BAG 8. Mai 2008 - 6 AZR 517/07 - Rn. 22) wie eine als Gegenleistung für die Zustimmung des Arbeitnehmers zur Auflösung des Arbeitsverhältnisses vorgesehene Abfindung (BAG 12. März 2015 - 6 AZR 82/14 - Rn. 23 mwN) .
Andernfalls ist das Rechtsmittel insgesamt unzulässig (Senat 8. Mai 2008 - 6 AZR 517/07 - Rn. 28, AP BGB § 620 Aufhebungsvertrag Nr. 40 = EzA ZPO 2002 § 520 Nr. 6) .
Der Antrag kann jedoch dahingehend ausgelegt werden, dass nach § 256 ZPO die zulässige Feststellung begehrt wird, das Arbeitsverhältnis habe über den 31. Dezember 2012, zu dem Datum, zu dem der Aufhebungsvertrag die Beendigung des Arbeitsverhältnisses vorsah, hinaus fortbestanden (vgl. BAG, 8. Mai 2008 - 6 AZR 517/07 - Rn. 16 m. w. N.).
Er muss noch bei Abgabe der Willenserklärung unter dem Eindruck der Täuschung gehandelt haben und nicht aufgrund davon nicht mehr maßgeblich beeinflussten autonomen Willensbildung (BGH, 6. Juni 1974 - II ZR 114/72 - WM 1974, 1023, zu 1 der Gründe (zur widerrechtlichen Drohung), BAG, 8. Mai 2008 - 6 AZR 517/07 - NZA 2008, 1148).
Die Berufungsbegründung muss deshalb auf den Streitfall zugeschnitten sein (BAG 8. Mai 2008 - 6 AZR 517/07 - Rn. 30, AP BGB § 620 Aufhebungsvertrag Nr. 40 = EzA ZPO 2002 § 520 Nr. 6) .
Die Berufung ist bezogen auf jeden Streitgegenstand in einer die Anforderungen an eine Berufungsbegründung erfüllenden Weise zu begründen (BAG 8. Mai 2008 - 6 AZR 517/07 - Rn. 28, AP BGB § 620 Aufhebungsvertrag Nr. 40 = EzA ZPO 2002 § 520 Nr. 6).
Damit entspricht die Berufungsbegründung insoweit nicht den gesetzlichen Erfordernissen (BAG 8. Mai 2008 - 6 AZR 517/07 - Rn. 30, AP BGB § 620 Aufhebungsvertrag Nr. 40 = EzA ZPO 2002 § 520 Nr. 6).
LAG Berlin-Brandenburg, 03.12.2010 - 8 Sa 1770/10
LAG Niedersachsen, 09.03.2009 - 9 Sa 270/08
Eingruppierung eines Oberarztes - Übertragung der medizinischen Verantwortung …
LAG Rheinland-Pfalz, 23.05.2008 - 6 Sa 802/07
Zu den Anforderungen an eine Berufungsbegründung und zur Aussetzung eines …
LAG Rheinland-Pfalz, 06.06.2008 - 6 Sa 106/08
Abänderung der Laufzeit einer bestehenden Altersteilzeitvereinbarung
LAG Köln, 09.07.2013 - 11 Sa 48/13
Ordnungsgemäße Begründung einer Berufung

References: § 620
 § 520
 § 620
 § 520
 § 620
 § 520
 § 256
 § 620
 § 520
 § 620
 § 520
 § 620
 § 520