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Timestamp: 2016-10-21 11:31:14+00:00

Document:
5A_769/2015 (01.09.2016)
5A_769/2015 � � Urteil vom 1. September 2016
alle drei vertreten durch Rechtsanwalt Robert Joder,
vertreten durch F�rsprecher Peter D. Deutsch,
Die 1991 geschlossene Ehe von D.A.________ und A.A.________, aus welcher die Kinder B.A.________ (geb. 1994), C.A.________ (1996) und E.A.________ (1997) hervorgegangen sind, wurde mit Urteil des Regionalgerichts Bern-Mittelland am 1. Dezember 2014 geschieden. Im Dispositiv bestimmte das Scheidungsgericht Folgendes:
"1.�������Die zwischen den Parteien am xx.xx.1991 vor dem Zivilstandsamt U.________ geschlossene Ehe wird auf Begehren der klagenden Partei in Anwendung von Art. 114 ZGB geschieden.
2.�������Das gemeinsame Kind
- E.A.________, geb. xx.xx.1997
wird unter der gemeinsamen elterlichen Sorge beider Eltern belassen, unter der alleinigen Obhut von A.A.________ sowie mit Wohnsitz des Kindes bei A.A.________.
3.�������Von einer konkreten Regelung des pers�nlichen Verkehrs zwischen E.A.________ und ihrem Vater D.A.________ wird abgesehen. Beide regeln ihre gegenseitigen Kontakte in direkter Absprache untereinander.
4.�������D.A.________ hat f�r das Kind E.A.________ ab Rechtskraft des Scheidungsurteils bis zur Vollj�hrigkeit monatliche Unterhaltsbeitr�ge, zahlbar monatlich zum Voraus, von CHF 1'200.00 zu leisten (Art. 276 Abs. 3, Art. 277 Abs. 2 und Art. 286 Abs. 2 und 3 ZGB bleiben vorbehalten).
�������D.A.________ hat den Unterhaltsbeitrag von CHF 1'200.00 gest�tzt auf Art. 277 Abs. 2 ZGB �ber die Vollj�hrigkeit hinaus zu erbringen, bis die Erstausbildung von E.A.________ ordentlicherweise abgeschlossen ist, eine allf�llige fr�here wirtschaftliche Selbst�ndigkeit von E.A.________ vorbehalten.
�������Die Familienzulagen sind im vorstehenden Unterhaltsbeitrag nicht inbegriffen und zus�tzlich geschuldet, wenn D.A.________ darauf Anspruch hat und sie nicht von A.A.________ bezogen werden. Die Familienzulagen werden zurzeit von D.A.________ bezogen.
�������D.A.________ hat die vorstehenden Leistungen - solange E.A.________ minderj�hrig ist - an A.A.________ auszurichten, anschliessend an E.A.________ direkt.
5.�������D.A.________ hat A.A.________ ab Rechtskraft des Scheidungsurteils bis und mit 30. Juni 2016 gest�tzt auf Art. 125 ZGB einen monatlich zum Voraus zahlbaren Unterhaltsbeitrag von CHF 1'900.00 zu leisten.
6.�������[�
Indexierung]
7.�������Es wird angeordnet, dass D.A.________ von seiner Austrittsleistung bei der Pensionskasse [...] einen Betrag von CHF 273'596.05 auf das Vorsorgekonto von A.A.________ [...] �bertr�gt. Die Pensionskasse von D.A.________ wird entsprechend gerichtlich angewiesen.
8.�������Jede Partei beh�lt die sich in ihrem Besitz befindenden Gegenst�nde und die auf ihren Namen lautenden Verm�genswerte und tr�gt die auf ihren Namen lautenden Schulden.
�������Damit sind die Parteien g�terrechtlich vollst�ndig auseinandergesetzt.
9.�������Soweit �ber die vorstehenden Ziffern 1 bis und mit 8 hinausgehend, werden die Rechtsbegehren der Parteien abgewiesen.
10.�������Die Gerichtskosten, bestimmt auf CHF 7'500.00, werden den Parteien je h�lftig, ausmachend CHF 3'750.00, zur Bezahlung auferlegt und im Betrag von CHF 6'000.00 mit den von D.A.________ geleisteten Vorsch�ssen verrechnet.
�������A.A.________ hat D.A.________ CHF 2'250.00 f�r vorgeschossene Gerichtskosten zu ersetzen und dem Gericht CHF 1'500.00 nachzubezahlen.
�������Wird keine schriftliche Begr�ndung verlangt, reduzieren sich die Gerichtskosten auf CHF 5'625.00. Diesfalls hat A.A.________ D.A.________ CHF 2'812.50 f�r vorgeschossene Gerichtskosten zu ersetzen und D.A.________ sind aus der Gerichtskasse CHF 375.00 zur�ckzuerstatten.
11.�������Jede Partei tr�gt ihre eigenen Parteikosten.
12.�������[�
schriftliche Er�ffnung und Mitteilung]".
Auf Beschwerde von A.A.________ sowie der beiden vollj�hrigen Kinder B.A.________ und C.A.________ hin stellte das Obergericht des Kantons Bern zun�chst fest, dass das erstinstanzliche Urteil im Scheidungspunkt, hinsichtlich Obhut und Wohnsitz des Kindes E.A.________ sowie des Verzichtes auf eine Regelung des pers�nlichen Verkehrs zwischen E.A.________ und ihrem Vater rechtskr�ftig geworden ist. Auf die Rechtsbegehren der Berufungskl�ger bez�glich dieser Punkte trat das Obergericht nicht ein, ebensowenig auf den Antrag, in teilweiser Ab�nderung von Ziff. 8 des erstinstanzlichen Entscheids sei die g�terrechtliche Auseinandersetzung "rechtsgen�gend vorzunehmen". Das Begehren, der Mutter sei die alleinige elterliche Sorge f�r E.A.________ zuzuteilen, wies es ab. Weiter wies die Vorinstanz die Sache an die erste Instanz zur neuen Beurteilung im Sinne der Erw�gungen zur�ck, was den Vorsorgeausgleich sowie den Vollj�hrigenunterhalt f�r B.A.________ und C.A.________ und (abh�ngig davon) die Unterhaltsbeitr�ge f�r die Ehefrau und das damals noch minderj�hrige Kind betraf. Das Gesuch um Prozesskostenvorschuss resp. unentgeltliche Rechtspflege wies das Obergericht ab. Die Kosten des Berufungsverfahrens setzte es auf Fr. 3'000.-- fest; davon gehe die H�lfte zu Lasten der Berufungskl�gerin, die andere H�lfte beziehe sich auf die R�ckweisung und sei im neuen Verfahren vor erster Instanz zu liquidieren. Die Parteikosten wurden wettgeschlagen, soweit sie nicht den "Aufwand f�r die kassierten Punkte" betrafen; dieser Teil sei in die im Verfahren vor erster Instanz zu sprechende Parteientsch�digung einzubeziehen (Urteil vom 25. August 2015).
C.a.�A.A.________, B.A.________ und C.A.________ reichten mit Eingabe vom 28. September 2015 Beschwerde in Zivilsachen ein.
C.a.a.�Sie beantragen, die Vorinstanz sei zu verpflichten, denjenigen Teil des angefochtenen Urteils, mit welchem strittige Punkte an die erste Instanz zur�ckgewiesen werden, als anfechtbaren Zwischenentscheid im Sinne von Art. 93 Abs. 1 lit. a BGG auszuf�llen. Das Obergericht sei zu verpflichten, der ersten Instanz hinsichtlich der vom R�ckweisungsentscheid erfassten Gegenst�nde "formell- und materiellrechtlich verbindliche Weisungen" im Sinne der Berufungsantr�ge zu erteilen. Die BVG-Austrittsleistung sei nach den Verh�ltnissen im Zeitpunkt der Rechtskraft der Scheidungsnebenfolgen zu teilen.
C.a.b.�Soweit es sich beim angefochtenen Urteil um einen Endentscheid handle, seien sodann die Obhutsfrage und die elterliche Sorge unter Ber�cksichtigung des Zusammenhangs zwischen diesen beiden Punkten neu zu beurteilen. Das angefochtene Urteil sei des Weitern aufzuheben, soweit das Obergericht auf den Antrag zur g�terrechtlichen Auseinandersetzung nicht eingetreten sei; der Ehemann sei zu verurteilen, der Ehefrau unter diesem Titel h�chstens Fr. 252'928.35 und mindestens Fr. 121'609.-- zu bezahlen. Schliesslich wird beantragt, die Vorinstanz sei anzuweisen, nicht beurteilte Berufungsbegehren betreffend Beschr�nkungen der Verf�gungsbefugnis nach Art. 178 ZGB zu behandeln und der ersten Instanz entsprechende Weisungen zu erteilen.
C.a.c.�Hinsichtlich der Kostenfolgen des vorinstanzlichen Verfahrens beantragen die Beschwerdef�hrenden, das Obergericht sei zu verpflichten, der Ehefrau das Gesuch um Prozesskostenvorschuss resp. unentgeltliche Rechtspflege zu bewilligen. Die Gerichtskosten seien dem Ehemann aufzuerlegen. �ber die Parteikosten habe das Obergericht selber zu bestimmen (statt sie dem Regionalgericht zur Festlegung zu �berlassen); sie seien ebenfalls dem Ehemann aufzuerlegen. Schliesslich seien die vom Obergericht nicht beurteilten Berufungsantr�ge zu den Kostenfolgen des erstinstanzlichen Prozesses dahin zu entscheiden, dass der Beschwerdegegner die gesamten Gerichtskosten (von noch Fr. 1'500.--) zu tragen habe und zu einer Parteientsch�digung von Fr. 24'500.-- zu verurteilen sei.
C.a.d.�Die Beschwerdef�hrerin ersucht mit separater Eingabe darum, der Beschwerdegegner sei zur Bezahlung eines Prozesskostenvorschusses zu verurteilen resp. es sei ihr die unentgeltliche Rechtspflege (Prozessf�hrung und Rechtsverbeist�ndung) zu gew�hren.
Die j�ngste Tochter der Parteien, E.A.________, ist am xx.xx.2015, kurz nach Erlass des angefochtenen Urteils vom 25. August 2015, vollj�hrig geworden (Art. 14 ZGB). Bereits bei Einreichung der Beschwerde vor Bundesgericht am 28. September 2015 waren s�mtliche R�gen betreffend die elterliche Obhut resp. das Sorgerecht gegenstandslos, wie die Beschwerdef�hrerin selber feststellt. Die Beschwerdebefugnis setzt ein praktisches Interesse an der Gutheissung der Beschwerde voraus, das auch im Zeitpunkt der F�llung des bundesgerichtlichen Urteils noch aktuell sein muss (Art. 76 Abs. 1 lit. b BGG; BGE 131 I 153 E. 1.2 S. 157). Diese Sachurteilsvoraussetzung ist nicht erf�llt. Auf die Beschwerde ist bereits aus diesem Grund nicht einzutreten, soweit sie die Obhut und das Sorgerecht betrifft (vgl. auch unten E. 4.2).
Die Beschwerde in Zivilsachen (Art. 72 Abs. 1 BGG) richtet sich gegen den Entscheid einer letzten kantonalen Instanz (Art. 75 Abs. 1 BGG). Das Obergericht ist u.a. hinsichtlich der g�terrechtlichen Auseinandersetzung auf die Berufung nicht eingetreten. Abgewiesen hat es das Gesuch der Ehefrau um Prozesskostenvorschuss resp. unentgeltliche Rechtspflege. Schliesslich hat die Vorinstanz die Sache an die erste Instanz zur�ckgewiesen, damit diese die Scheidungsnebenfolgen bez�glich Vorsorgeausgleich, Vollj�hrigenunterhalt und (damit zusammenh�ngend) Ehegatten- und Kindesunterhaltsbeitr�ge neu beurteile. Jedenfalls soweit das angefochtene Urteil eine R�ckweisung vorsieht, handelt es sich um einen Zwischenentscheid, der nur unter den Voraussetzungen von Art. 93 Abs. 1 BGG selbst�ndig angefochten werden kann (BGE 140 V 321 E. 3 S. 325; 133 V 477 E. 4.2 S. 481). Zur Beantwortung der Frage, ob auf das angefochtene Urteil einzutreten sei, ist vorab zu pr�fen, ob hinsichtlich derjenigen Punkte, in denen die Vorinstanz die Sache an das Regionalgericht zur�ckweist, die Gefahr eines nicht wieder gutzumachenden Nachteils besteht (Art. 93 Abs. 1 lit. a BGG; unten E. 3.3-3.5). Sollte diese Frage verneint werden, ist weiter zu pr�fen, ob sich das Bundesgericht mit den vorinstanzlich durch Nichteintreten oder Abweisung erledigten Punkten befassen kann (E. 4).
Das Obergericht hat die Sache bez�glich des Vollj�hrigenunterhalts (und damit einhergehend auch hinsichtlich der Unterhaltsbeitr�ge f�r die Ehefrau und die damals noch minderj�hrige Tochter) sowie zur Neuberechnung des Vorsorgeausgleichs (Art. 281 ZPO) an die erste Instanz zur�ckgewiesen (Art. 318 Abs. 1 lit. c ZPO). Die Beschwerdef�hrenden r�gen beides als bundesrechtswidrig.
3.1.1.�B.A.________ und C.A.________ beanspruchen je f�r sich Vollj�hrigenunterhalt und konstituieren sich zu diesem Zweck als Parteien. Liegt wie hier eine einschl�gige Prozessvollmacht vor, so ist die Ehefrau als Partei des Scheidungsverfahrens berechtigt, auch die Vollj�hrigenunterhaltsbeitr�ge geltend zu machen (vgl. unten E. 3.1.2). Ob neben ihr auch die beiden Ansprecher beschwerdelegitimiert sind, kann offenbleiben, weil auf das Rechtsmittel insgesamt nicht einzutreten ist (E. 4 und 5).
3.1.2.�Das Gericht kann den Kinderunterhaltsbeitrag �ber den Eintritt der Vollj�hrigkeit hinaus festlegen (Art. 133 Abs. 3 ZGB). B.A.________ und C.A.________ sind w�hrend des (seit Klageerhebung am 6. September 2011 anh�ngigen) Scheidungsverfahrens vollj�hrig geworden. In einem solchen Fall kann der (ehemalige) Inhaber der elterlichen Sorge den Prozess in eigenem Namen fortf�hren, wenn das vollj�hrig gewordene Kind diesem Vorgehen zustimmt (vgl. BGE 142 III 78 E. 3.2 S. 81; 129 III 55). Das Obergericht hielt fest, der Rechtsvertreter der Berufungskl�gerin habe konkrete und bezifferte Rechtsbegehren zum Unterhalt der beiden vollj�hrigen Kinder gestellt. Die erste Instanz habe diese nicht behandelt, obwohl die notwendige Zustimmung der Ansprechenden vorgelegen habe. Ein reformatorischer Entscheid durch die Berufungsinstanz sei nicht m�glich, weil die f�r die Beurteilung des Anspruchs n�tigen Angaben fehlten. Die Sache sei auch bez�glich der Ehegatten- und Kindesunterhaltsbeitr�ge an das Regionalgericht zur�ckzuweisen, weil diese durch eine neue Bemessung des Vollj�hrigenunterhalts tangiert w�rden.
3.2.�Hinsichtlich des Vorsorgeausgleichs wies das Obergericht die Sache an die erste Instanz zur�ck, damit diese die Forderung anhand aktualisierter Zahlen neu beurteile oder die Angelegenheit allenfalls nach Art. 281 Abs. 3 ZPO an das zust�ndige Berufsvorsorgegericht �berweise.
3.3.�Nach Art. 318 Abs. 1 lit. c ZPO kann die Rechtsmittelinstanz die Sache an die erste Instanz zur�ckweisen, wenn ein wesentlicher Teil der Klage nicht beurteilt wurde oder der Sachverhalt in wesentlichen Teilen zu vervollst�ndigen ist. Solche R�ckweisungsentscheide sind nur dann Endentscheide (Art. 90 BGG) resp. Teilentscheide (Art. 91 BGG), wenn der unteren Instanz kein Entscheidungsspielraum mehr verbleibt und die R�ckweisung nur noch der Umsetzung des oberinstanzlich Angeordneten dient (BGE 135 V 141 E. 1.1 S. 143). Ansonsten gilt der R�ckweisungsentscheid als Zwischenentscheid nach Art. 93 BGG. Als solcher ist er u.a. unter der Voraussetzung anfechtbar, dass er einen nicht wieder gutzumachenden Nachteil bewirken kann (Art. 93 Abs. 1 lit. a BGG). Gemeint sind Nachteile rechtlicher Natur, die auch durch einen f�r die beschwerdef�hrende Person g�nstigen Endentscheid nicht mehr behoben werden k�nnten (BGE 141 III 80 E. 1.2; 140 V 321 E. 3.6 S. 326; 139 IV 113 E. 1 S. 115; 138 III 46 E. 1.2 S. 47). Rein tats�chliche Nachteile wie eine Verl�ngerung oder Verteuerung des Verfahrens gelten nicht als nicht wieder gutzumachend (BGE 140 V 321 E. 3.6 S. 326; 138 III 190 E. 6 S. 192; 137 III 380 E. 1.2.1 S. 382). Es obliegt der interessierten Partei darzutun, dass ein rechtserheblicher Nachteil gegeben ist (BGE 137 III 324 E. 1.1 S. 329; 134 III 426 E. 1.2 a.E. S. 429), es sei denn, er sei geradezu offensichtlich (BGE 141 III 80 E. 1.2 S. 81; 137 III 522 E. 1.3 S. 525; vgl. 133 III 629 E. 2.4.2 S. 633).
3.4.�Die Beschwerdef�hrenden legen nicht dar, weshalb ihnen durch die R�ckweisung der Unterhaltsfragen ein nicht wieder gutzumachender Nachteil drohen sollte. Ebensowenig ist ersichtlich, inwiefern die vorinstanzliche R�ckweisung bez�glich des Vorsorgeausgleichs zu einer bundesrechtswidrigen Schm�lerung des Anspruchs f�hren sollte, die auch durch einen f�r die Beschwerdef�hrerin g�nstigen Endentscheid nicht mehr behoben werden k�nnte.
3.5.�Ger�gt wird dar�ber hinaus auch, dass das Obergericht keine verbindlichen Weisungen in das Dispositiv aufgenommen resp. die Unterhaltsfragen nicht wenigstens in den Grundz�gen selber beurteilt hat. Dadurch sei den Beschwerdef�hrenden verunm�glicht worden, umgehend einen Endentscheid im Sinne von Art. 90 BGG an das Bundesgericht weiterziehen zu k�nnen. Dies bewirke eine Rechtsverz�gerung (vgl. Art. 29 Abs. 1 BV).
Ein �berlanges Verfahren kann gegen die Garantie eines wirksamen Rechtsschutzes innert angemessener Frist verstossen. Ausnahmsweise kann es f�r eine Partei unter diesem Titel unzumutbar sein, die Anfechtung des Endentscheids abwarten zu m�ssen (BGE 136 II 165 E. 1.2.1 S. 171; Urteil 8C_633/2014 vom 11. Dezember 2014 E. 2.2). Da eine Rechtsverz�gerung unabh�ngig von einem f�rmlichen Entscheid geltend gemacht werden kann, ist die Rechtsverz�gerungsbeschwerde (Art. 94 BGG) auch bei Zwischenentscheiden m�glich (Urteil 1A.169/2004 vom 18. Oktober 2004 E. 1.2; vgl. BGE 117 Ia 336 E. 1a S. 337). Eine �berlange Verfahrensdauer wird indessen nicht geltend gemacht und liegt auch nicht vor. Auch insoweit ist die Beschwerde unzul�ssig.
3.6.�Mangels sachbez�glicher Begr�ndung von vornherein nicht einzutreten (vgl. Art. 42 Abs. 2 BGG) ist ferner auf den Antrag, die Vorinstanz sei anzuweisen, nicht beurteilte Berufungsbegehren betreffend Beschr�nkungen der Verf�gungsbefugnis nach Art. 178 ZGB zu behandeln und der ersten Instanz entsprechende Weisungen zu erteilen.
4.1.�Die Vorinstanz ist auf das Berufungsbegehren, "in teilweiser Ab�nderung von Ziffer 8 des E[ntscheids] vom 01.12.2014 sei die g�terrechtliche Auseinandersetzung rechtsgen�gend vorzunehmen", nicht eingetreten. Die Beschwerdef�hrerin r�gt dies mit der Begr�ndung, dieser Prozessentscheid verletze das Verbot des �berspitzten Formalismus und der Rechtsverweigerung (Art. 29 Abs. 1 BV), das rechtliche Geh�r (Art. 29 Abs. 2 BV), das Willk�rverbot (Art. 9 BV) sowie Beweisregeln (Art. 8 und 200 ZGB, Art. 150 ZPO).
4.2.�Diesbez�glich kann auf die Beschwerde nur eingetreten werden, falls ein anfechtbarer Entscheid vorliegt.
4.2.1.�Nach Art. 91 lit. a BGG ist die Beschwerde zul�ssig gegen einen Entscheid, der nur einen Teil der gestellten Begehren behandelt, wenn diese Begehren unabh�ngig von den anderen beurteilt werden k�nnen. Mit dem Teilentscheid wird �ber eines von mehreren Rechtsbegehren (objektive oder subjektive Klagenh�ufung) - und nicht bloss �ber materiellrechtliche Teilfragen eines Rechtsbegehrens - abschliessend befunden (BGE 133 V 477 E. 4.1.2 S. 480). Nach der allgemeinen gesetzlichen Regel w�re es an sich m�glich, den angefochtenen Entscheid nur hinsichtlich derjenigen Scheidungsnebenfolgen als Zwischenentscheid zu behandeln, welche das Obergericht an das Regionalgericht zur�ckgewiesen hat, und im �brigen von einem beschwerdef�higen Teilentscheid auszugehen.
4.2.2.�Dem steht jedoch der Grundsatz der Einheit des Scheidungsurteils entgegen: Das Scheidungsverfahren erster oder zweiter Instanz ist insgesamt erst beendet, nachdem �ber alle Nebenfolgen entschieden worden ist. Ausgenommen vom Grundsatz der Einheit des Scheidungsurteils ist - neben dem Scheidungspunkt selber (BGE 137 III 421 E. 1.1 S. 422; Urteil 5C.25/2004 vom 17. Juni 2004 E. 5.2) - nur die g�terrechtliche Auseinandersetzung, die aus wichtigen Gr�nden in ein separates Verfahren verwiesen werden kann (Art. 283 Abs. 2 ZPO). Die Rechtsmittelinstanz kann indessen auch bloss einen Teil der strittigen Fragen selber beurteilen und - so wie hier geschehen (oben E. 3) - die �brigen an die erste Instanz zur neuen Entscheidung zur�ckweisen. In diesem Fall wird der Prozess (insgesamt) fortgef�hrt und erst beendet, wenn alle Nebenfolgen geregelt sind. Daraus folgt, dass Nebenfolgen der Scheidung (mit der erw�hnten Ausnahme) nicht im Sinne von Art. 91 lit. a BGG "unabh�ngig von den anderen [Begehren] beurteilt werden k�nnen" (BGE 134 III 426 E. 1.2 S. 428; Urteil 5A_498/2012 vom 14. September 2012 E. 1.2.1). Ob die Regelung der elterlichen Sorge mit Blick auf deren inhaltliche Eigenst�ndigkeit allenfalls als Teilentscheid behandelt werden k�nnte, muss hier nicht entschieden werden; dieses Begehren ist gegenstandslos geworden (oben E. 1).
Das Obergericht ist auf die g�terrechtliche Forderung nicht eingetreten, weil es der Auffassung war, das betreffende Rechtsbegehren gen�ge den Anforderungen an Form und Begr�ndung nicht. Eine Ausnahme vom Grundsatz der Einheit des Scheidungsurteils nach Art. 283 Abs. 2 ZPO liegt nicht vor. Nachdem das Obergericht der ersten Instanz eine neue Beurteilung von Nebenfolgen aufgetragen hat, das Verfahren diesbez�glich also noch andauert, kann eine andere, obergerichtlich beurteilte Scheidungsnebenfolge nicht als Teilentscheid getrennt behandelt werden. Das angefochtene Urteil ist insgesamt ein Zwischenentscheid, der grunds�tzlich nicht an das Bundesgericht weitergezogen werden kann (vgl. zum fehlenden Nachteil im Sinne von Art. 93 Abs. 1 lit. a BGG sinngem�ss E. 3.3-3.5).
Schliesslich wenden sich die Beschwerdef�hrenden gegen die vorinstanzliche Regelung der Kostenfolgen. Sie berufen sich dabei auf verschiedene Verfahrensgrunds�tze.
5.1.�Die Vorinstanz hat das Gesuch um Leistung eines Prozesskostenvorschusses resp. um unentgeltliche Rechtspflege im Berufungsverfahren mit der Begr�ndung abgelehnt, hinsichtlich der behandelten Punkte (Nichteintreten und Abweisung) sei die Berufung aussichtslos gewesen. Die obergerichtlichen Verfahrenskosten auferlegte sie zur H�lfte (im Umfang von Nichteintreten und Abweisung) der Berufungskl�gerin. Die andere H�lfte beziehe sich auf die R�ckweisung und sei im vorinstanzlichen Verfahren zu liquidieren (Art. 104 Abs. 4 ZPO). Die Parteikosten wurden wettgeschlagen; hinsichtlich der zur�ckgewiesenen Teile wurde die Festlegung einer Entsch�digung wiederum dem Regionalgericht �berlassen.
5.2.�Der Kostenentscheid ist Teil eines Zwischenentscheids (oben E. 4.2) und unter den gleichen Voraussetzungen anfechtbar.
5.3.�Die Abweisung eines Antrags auf unentgeltliche Rechtspflege f�hrt zu einem nicht wieder gutzumachenden Nachteil im Sinne von Art. 93 Abs. 1 lit. a BGG, wenn ein Kostenvorschuss einverlangt wird, dessen Nichtbezahlung die Nichtanhandnahme des Rechtsmittels bewirkt, oder wenn die antragstellende Person dadurch gezwungen ist, im Prozess ohne Rechtsvertretung zu agieren (Urteil 5A_811/2015 vom 16. Dezember 2015 E. 2.1 mit Hinweisen). Die Beschwerdef�hrenden waren aufgrund der Verweigerung der unentgeltlichen Rechtspflege in keiner Weise in der Verfolgung ihrer Interessen im vorinstanzlichen Verfahren behindert. Unter diesen Umst�nden ist die definitive Kostenregelung mit Beschwerde gegen den Endentscheid herbeizuf�hren (Urteil 5A_811/2015 E. 2.2.3; vgl. auch E. 5.4).
5.4.�Soweit die Beschwerdef�hrenden die erst- und zweitinstanzliche Verlegung von Gerichtskosten und Parteientsch�digung anfechten, kann darauf ebenfalls nicht eingetreten werden: Befindet eine Vorinstanz des Bundesgerichts im Rahmen eines R�ckweisungsentscheids �ber Kostenfolgen, geh�rt dies zum Zwischenentscheid, der nur unmittelbar an das Bundesgericht weitergezogen werden kann, wenn im Hauptpunkt der Rechtsweg nach Art. 93 Abs. 1 BGG offensteht. Der Kostenentscheid im R�ckweisungsurteil als solcher bewirkt keinen nicht wieder gutzumachenden Nachteil: Ungeachtet des Vorbehalts in Art. 93 Abs. 3 (letzter Teilsatz) BGG kann er mit Beschwerde gegen den neuen Endentscheid - oder im Anschluss daran - angefochten werden: Entscheidet die Instanz, an welche die Sache zur�ckgewiesen wurde, in der Hauptsache zugunsten der im fr�heren Kostenentscheid beschwerten Partei oder wird der neue Endentscheid der ersten Instanz aus einem andern Grund nicht weitergezogen, kann die Kostenregelung im R�ckweisungsentscheid direkt im Anschluss an den neuen erstinstanzlichen Entscheid beim Bundesgericht angefochten werden. Dies muss innert der Beschwerdefrist, wie sie in der Sache selber gelten w�rde (Art. 100 BGG), geschehen; fristausl�send ist das Er�ffnungs- bzw. Zustellungsdatum des neuen erstinstanzlichen Entscheids (BGE 135 III 329 E. 1.2.2 S. 333 f.; 133 V 645 E. 2.1 S. 647; zur amtlichen Publikation vorgesehenes Urteil 2C_309/2015 vom 24. Mai 2016 E. 1). Wird hingegen auch der neue erstinstanzliche Endentscheid angefochten, kann der Kostenpunkt des fr�heren R�ckweisungsentscheids erst an das Bundesgericht weitergezogen werden, wenn das neue Urteil der Berufungsinstanz vorliegt: wenn dieses akzeptiert wird, f�r sich allein, oder sonst zusammen mit dem Berufungsurteil.
Beim angefochtenen Urteil handelt es sich nach dem Gesagten in allen strittigen Teilen um einen Zwischenentscheid, aufgrund dessen den Beschwerdef�hrenden kein nicht wieder gutzumachender Nachteil droht. Auf die Beschwerde ist daher insgesamt nicht einzutreten.
Die Beschwerde war aussichtslos. Damit fehlt es an einer materiellen Voraussetzung f�r die unentgeltliche Rechtspflege vor Bundesgericht (Art. 64 Abs. 1 BGG). Die Gerichtskosten gehen zu Lasten von A.A.________ (Art. 66 Abs. 1 BGG). Der Beschwerdegegner hatte keinen entsch�digungspflichtigen Aufwand.
Die Gerichtskosten von Fr. 1'000.-- werden A.A.________ auferlegt.

References: Art. 114
 Art. 277
 Art. 286
 Art. 277
 Art. 125
 Art. 93
 Art. 178
 BGE 
 Art. 93
 BGE 
 Art. 281
 Art. 318
 Art. 93
 Art. 90
 Art. 29
 BGE 
 Art. 42
 Art. 178
 Art. 150
 Art. 91
 Art. 91
 Art. 283
 Art. 93
 Art. 93
 Art. 93
 Art. 93