Source: http://www.anwalt24.de/rund-ums-recht/BGH_16_07_2009_I_ZB_53_07_Uebertragbarkeit_der_Grundsaetze_d-d3928694.html
Timestamp: 2016-12-03 12:02:54+00:00

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BundesgerichtshofBeschl. v. 16.07.2009, Az.: I ZB 53/07Gericht: BGHEntscheidungsform: BeschlussDatum: 16.07.2009Referenz: JurionRS 2009, 30728Aktenzeichen: I ZB 53/07 Verfahrensgang:vorgehend:BPatG - 02.05.2007 - AZ: 26 W(pat) 82/05Rechtsgrundlagen:§ 3 Abs. 2 Nr. 2 MarkenG§ 66 MarkenG§ 6 Abs. 2 PatKostG§ 322 ZPOFundstellen:BGHZ 182, 325 - 337BlPMZ 2010, 220-223GRUR 2010, 231-234 "Legostein"GRUR-Prax 2010, 84GuT 2009, 267 (Pressemitteilung)GuT 2010, 51JZ 2010, 226MarkenR 2010, 131-135 "Legostein"Mitt. 2010, 82-85 "Marke: Legostein"WRP 2010, 377-381 "Markenrecht / Verfahrensrecht: Legostein"Verfahrensgegenstand:Die Marke Nr. 395 03 037Amtlicher Leitsatz:a) Die Grundsätze des § 322 ZPO sind auf bestandskräftige Entscheidungen des Deutschen Patent- und Markenamts im Löschungsverfahren übertragbar.b) Hat der Beschwerdeführer im markenrechtlichen Beschwerdeverfahren gemäß § 66 MarkenG die Beschwerdegebühr nicht gezahlt, tritt die daran anknüpfende Rechtsfolge des § 6 Abs. 2 PatKostG kraft Gesetzes ein. Die in § 23 Abs. 1 Nr. 4 RPflG vorgesehene Entscheidung des Rechtspflegers, dass die Beschwerde als nicht erhoben gilt, hat nur deklaratorische Bedeutung.c) Bei der Beurteilung der Frage, ob ein Zeichen (hier: der Legostein) ausschließlich aus einer Form besteht, die zur Erreichung einer technischen Wirkung i.S. von § 3 Abs. 2 Nr. 2 MarkenG erforderlich ist, sind diejenigen Merkmale außer Betracht zu lassen, die die Grundform der Warengattung ausmachen. Dienen die verbleibenden Merkmale ausschließlich der Herbeiführung einer technischen Wirkung (hier: Verbindung der Spielbausteine), ist die Warenform nach § 3 Abs. 2 Nr. 2 MarkenG vom Markenschutz auch dann ausgenommen, wenn die technische Lösung (hier: Klemmwirkung durch Kupplungselemente in Form von Noppen) durch unterschiedlich ausgestaltete Merkmale (hier: unterschiedlich geformte Noppen) erreicht werden kann.Der I. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs hat auf die mündliche Verhandlung vom 16. Juli 2009durchden Vorsitzenden Richter Prof. Dr. Bornkamm und die Richter Prof. Dr. Büscher, Dr. Schaffert, Dr. Kirchhoff und Dr. Koch beschlossen:Tenor:Die Rechtsbeschwerde gegen den an Verkündungs Statt am 2. Mai 2007 zugestellten Beschluss des 26. Senats (Marken-Beschwerdesenats) des Bundespatentgerichts wird auf Kosten der Markeninhaberin zurückgewiesen.Der Gegenstandswert der Rechtsbeschwerde wird auf 100.000 EUR festgesetzt.
03.12.2016 - 28 mal gelesen.Autor: Rechtsanwalt Johannes von Rüden aus BerlinKanzlei Waldorf Frommer schockt InternetnutzerDie Kanzlei Waldorf Frommer hat tausende Abmahnungen - unter anderem auch bezüglich des Files "Badman vs. Superman" versendet und verlangt dabei hohe Forderungen. Unser Team von abmahnhelfer.de zeigt… mehr

References: § 322
 § 66
 § 6
 § 23
 § 3
 § 3