Source: http://einelternseite.bplaced.net/2011/08/28/witwen-und-waisenrente/
Timestamp: 2020-04-02 15:24:26+00:00

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Witwen und Waisenrente : Die Einelternseite
Witwen und Waisenrenten
Auf Renten an Hinterbliebene werden eigene Einkünfte des Rentenbeziehers, soweit sie einen bestimmten Freibetrag übersteigen, zu 40 % angerechnet.
Beispiel alte Bundesländer
Ihre Rente aus der gesetzlichen Rentenversicherung: 850,00 EUR
nach Abzug des Freibetrages von 725,21 EUR
verbleiben: 124,78 EUR
davon werden 40 % angerechnet 49,92 EUR
Witwenrente nach dem ALG somit: 350,08 EUR
In den ersten drei Monaten nach dem Tod des Versicherten,wird auf die Witwen-/Witwerrente kein eigenes Einkommen des Hinterbliebenen angerechnet.
Das bedeutet sie wird für diesen Zeitraum ohne Abzüge ausgezahlt.Bei Waisenrenten findet bis zur Vollendung des 18. Lebensjahres der Waise ebenfalls keine Einkommensanrechnung statt.
Einkommensanrechnung nach Übergangsrecht
Die Einkommensanrechnungsvorschriften wurden zum 1.1.2002 geändert.
Die bis zum 31.12.2001 geltenden Vorschriften sind sind bei Witwen- und Witwerrenten anzuwenden, wenn folgende Vorrausetzungen erfüllt sind:
Bei den Waisenrenten ist es ebendso anzuwenden , wenn die Waise vor dem 1.1.2002 geboren ist.
Hinterbliebenenrente und Erwerbs- oder Erwerbsersatzeinkommen
Wenn der Rentenbezieher Erwerbs- oder Erwerbsersatzeinkommen bekommt, ist das zu berücksichtigende Einkommen im bestimmten Umfang anzurechnen. Zur Ermittlung des anrechenbaren Betrages errechnet die Alterskasse zunächst aus dem Bruttoeinkommen ein Nettoeinkommen.
In der Regels erfolgt dies durch den Abzug von Pauschalbeträgen (nähere Informationen hierzu sind bei der zuständigen Alterskasse erhältlich).
Übersteigt der Nettobetrag der im Gesetz genannten Einkommensarten einen dynamisch ausgestalteten Freibetrag, wird dieser übersteigende Betrag zu 40 % auf die Hinterbliebenenrente angerechnet.
Die zur Zeit gelten Freibeträge sind:
alte Bundesländer 725,21 EUR
neue Bundesländer 643,37 EUR
alte Bundesländer 483,47 EUR
neue Bundesländer 428,91 EUR
Für jedes waisenrentenberechtigte Kind erhöht sich der jeweils geltende Freibetrag zurzeit um monatlich 153,83 EUR in den alten und 136,47 EUR in den neuen Bundesländern.
Was sind Anrechenbare Einkommensarten
Anrechenbare Einkommensarten sind Erwerbseinkommen: z. B. Lohn, Gehalt, Beamtenbezüge, Einkommen aus selbständiger Tätigkeit und Erwerbsersatzeinkommen z. B. Verletztengeld, Krankengeld, Arbeitslosengeld, Sozialversicherungsrenten und Beamtenpensionen.
Was sind nicht Anrechenbare Einkommensarten
Nicht angerechnet werden unter anderem eine Vielzahl von steuerfreien Einnahmen nach § 3 des Einkommensteuergesetzes, Leistungen aus privaten Unfall- oder Lebensversicherungen sowie Einkünfte aus Kapitalvermögen oder Vermietung und Verpachtung . Hinterbliebenenleistungen aus der Sozialversicherung sowie Leistungen aus der betrieblichen Altersversorgung, die Zusatzversorgung im öffentlichen Dienst , kindbezogene Leistungen wie Kinder-geld, Kinderzuschüsse, Kinderzulagen.
Einkommensanrechnung nach geltenden Recht ab dem 1.1.2002
Neue Einkommensanrechnungsvorschriften sind anzuwenden,wenn folgende Vorrausetzungen erfüllt sind:
Bei den Waisenrenten ist es ebendso anzuwenden , wenn die Waise nach dem 31.12.2001 geboren ist.
Trifft eine solche Hinterbliebenenrente ab dem 1.1.2002 mit Erwerbseinkommen, Erwerbsersatzeinkommen oder Vermögenseinkommen (mit Ausnahme einiger steuerfreier Einnahmen und Einnahmen aus nach § 10a oder nach Abschnitt XI des Einkommensteuergesetzes geförderten Altersvorsorgeverträgen) des Rentenbeziehers zusammen, ist das zu berücksichtigende Einkommen in einem bestimmten Umfang anzurechnen. Zur Ermittlung des anrechenbaren Betrages errechnet die Alterskasse zunächst aus dem Bruttoeinkommen ein Nettoeinkommen. Dies erfolgt in der Regel durch den Abzug von Pauschalbeträgen (nähere Informationen hierzu sind bei der zu-ständigen Alterskasse erhältlich). Übersteigt der Nettobetrag der im Gesetz genannten Einkommensarten einen dynamisch ausgestalteten Freibetrag, wird der übersteigende Betrag zu 40 % auf die Hinterbliebenenrente angerechnet.
Derzeit gelten folgende Freibeträge:
alte Bundesländer 1.087,81 EUR
neue Bundesländer 965,05 EUR
Anrechenbare Einkommensarten sind Zusätzlich zu den oben genannten Einkommensarten Renten wegen Alters oder verminderter Erwerbsfähigkeit, Renten aus privaten Lebens- und Rentenversicherungen, Unfallversicherungen sowie private Versorgungsrenten und das so genannte Vermögenseinkommen.
Das Vermögenseinkommen setzt sich sich zusammen aus Einkünften aus Kapitalvermögen , Vermietung und Verpachtung und bestimmte Einnahmen aus privaten Versicherungen im Sinne von § 10 Abs. 1 Nr. 2 Buchstabe b Doppelbuchstabe cc und dd in der für das Kalenderjahr 2004 geltenden Fassung des Einkommensteuergesetzes, die für den Erlebens- oder Todesfall abgeschlossen wurden (mit Ausnahme der Einnahmen, die wegen Todes geleistet werden) und Gewinne aus privaten Veräußerungsgeschäften im Sinne des § 23 Einkommensteuergesetzes, soweit sie mindestens 600 EUR (“Freigrenze”) im Kalenderjahr betragen.nach oben
Nicht angerechnet werden unter anderem Hinterbliebenenleistungen aus der Sozialversicherung, kindbezogene Leistungen wie Kindergeld, Kinderzuschüsse, Kinderzulagen, sowie eine Vielzahl von steuerfreien Einnahmen nach § 3 des Einkommensteuergesetzes und Einnahmen aus nach § 10a oder Abschnitt XI des Einkommensteuergesetzes geförderten privaten Altersvorsorgeverträgen.

References: § 3
 § 10
 § 10
 § 23
 § 3
 § 10