Source: https://verbraucherschutzforum.berlin/2019-04-10/donaucapital-wertpapier-gmbh-bilanz-195050
Timestamp: 2019-07-16 23:01:00+00:00

Document:
DonauCapital Wertpapier GmbH - Bilanz - Verbraucherschutzforum.berlin
DonauCapital Wertpapier GmbH – Bilanz
Nun, der Gewinn nimmt immerhin langsam zu, ist aber noch in einem niedrigen Bereich. Ob man zur Beschleunigung dieses Anstiegs die Werbe-Mails verschickt?
DonauCapital Wertpapier GmbH, Ruderting
1. Barreserven
Kassenbestand 100,33 198,86
täglich fällige Gelder 112.550,11 107.425,33
3. Forderungen an Kunden 509.996,34 320.237,77
darunter: an Finanzdienstleistungsinstitute EUR 486.269,88
4. Sachanlagen 851,00 664,00
5. Sonstige Vermögensgegenstände 0,00 6.212,32
623.497,78 434.738,28
andere Verbindlichkeiten täglich fällig darunter: 461.282,88 282.858,86
gegen über Finanzdienstleistungsinstitute EUR 0,00
2. Sonstige Verbindlichkeiten 43.481,22 62.367,09
a) Steuerrückstellungen 1.471,46 0,00
b) andere Rückstellungen 36.275,00 37.746,46 19.375,00
a) gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
b) Kapitalrücklage 43.000,00 43.000,00
c) Bilanzgewinn 12.987,22 80.987,22 2.137,33
1. Eventualverbindlichkeiten 0,00 0,00
2. Andere Verpflichtungen 0,00 0,00
Gewinn – und Verlustrechnung für die Zeit vom 01.01. – 31.12.2017
der DonauCapital Wertpapier GmbH, Ruderting
EUR EUR 1.1.-31.12.2017
EUR 1.1.-31.12.2016
Kredit- und Geldmarktgeschäften 3,35 0,36
2. Provisionserträge 1.973.624,02 1.269.107,82
3. Provisionsaufwendungen 1.779.564,83 194.059,19 1.132.641,52
4. sonstige betriebliche Erträge 38.603,41 3.381,56
aa) Löhne und Gehälter 111.635,00 70.925,00
für Altersversorgung EUR 0,00 1.845,95 1.272,60
b) andere Verwaltungsaufwendungen 104.152,32 217.633,27 54.612,04
6. Abschreibungen auf immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen 256,61 167,80
7. Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit 14.776,07 12.870,78
8. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 3.926,18 902,18
9. Jahresüberschuss 10.849,89 11.968,60
10. Gewinnvortrag (Vj. Verlustvortrag) 2.137,33 – 9.831,27
11. Bilanzgewinn 12.987,22 2.137,33
ENTWICKLUNG des ANLAGEVERMÖGENS VOM 01.01. – 31.12.2017
Gesamte AK und HK am Beginn des Geschäftsjahres Umbuchungen + Zugänge – Abgänge Gesamte AK und HK am Ende des Geschäftsjahres
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung EUR 443,61
EUR 831,80 0,00 1.275,41
Summe gesamt EUR 443,61
kumulierte Abschreibung am Beginn des Geschäftsjahres – Abgänge + Abschreibungen des Geschäftsjahres kumulierte Abschreibung am Ende des Geschäftsjahres
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,00
167,80 256,61 424,41
Buchwerte am Ende des Geschäftsjahres
der DonauCapital Wertpapier GmbH
Der Jahresabschluss der DonauCapital Wertpapier GmbH ist nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) in Verbindung mit der Verordnung über die Rechnungslegung der Kreditinstitute (RechKredV) unter Beachtung der Regelungen des GmbHG aufgestellt.
Die DonauCapital Wertpapier GmbH mit Sitz in Ruderting wird beim Registergericht München unter der Nummer HRB 221 691 geführt (§264 Abs. 1 a HGB).
Die Barreserven und die Forderungen an Kreditinstitute werden zum Nennbetrag angesetzt.
Die Forderungen an Kunden und sonstigen Vermögensgegenstände wurden mit den Anschaffungskosten bzw. mit dem niedrigeren beizulegenden Wert bewertet.
Sachanlagen werden zu Anschaffungs- / Herstellungskosten aktiviert und planmäßig linear abgeschrieben.
Die Rückstellungen enthalten alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten, soweit diese passivierungsfähig sind.
Fremdwährungspositionen wurden gemäß § 256 a i.V.m. § 340 h HGB angesetzt.
Die Bewertungsgrundsätze wurden, wenn zutreffend, an die Sondervorschriften der §§ 340 ff. HGB angepasst. Im Übrigen wurden sie im Vergleich zum Vorjahr nicht geändert.
B. Angaben und Erläuterungen zur Bilanz
Die – Forderungen an Kreditinstitute betreffen die laufenden Kontokorrentabwicklungskonten und Provisionsansprüche (EUR 112.550,11).
Die Forderungen an Kunden betreffen Provisionsansprüche aus der Anlagevermittlung (EUR 509.996,34, davon von Finanzdienstleistungsinstitute EUR 486.269,88).
Die Sachanlagen beinhalten Betriebs- und Geschäftsausstattung.
Der Verbindlichkeiten gegenüber von Kunden enthalten Provisionsverbindlichkeiten in Höhe von EUR 461.282,88.
Das Eigenkapital der Gesellschaft setzt sich zum 31.12.2017 aus EUR 25.000,00 gezeichnetes Kapital, aus EUR 43.000,00 Kapitalrücklage und aus EUR 12.987,22 Bilanzgewinn zusammen..
Die Restlaufzeiten der Forderungen und Verbindlichkeiten nach der Fristengliederung gemäß § 9 RechKredV betreffen Forderungen an Kunden (Aktivposten Nr. 3) in Höhe von EUR 509.996,34 (Vj. EUR 320.237,77). Davon mit einer Restlaufzeit bis zu drei Monaten in Höhe von EUR 509.996,34 (Vj. EUR 320.237,77)..
C. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung
Die Provisionserträge in Höhe von EUR 1.973.624,02 resultieren aus der Anlagevermittlung und der Anlageberatung.
Bei den Provisionsaufwendungen handelt es sich um Provisionen für die Vermittlung (EUR 1.779.564,83).
Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten Dienstleistungen und Weiterbelastungen (EUR 38.603,41).
In den allgemeinen Verwaltungsaufwendungen in Höhe von EUR 217.633,27 sind enthalten, Personalkosten EUR 113.480,95 und andere Verwaltungskosten EUR 104.152,32.
Bei den Abschreibungen auf immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen handelt es sich um planmäßige Abschreibungen in Höhe von EUR 256,61.
1. Angaben nach § 285 Nr. 7 HGB
Ohne Geschäftsführer beschäftigte die Gesellschaft in 2017 durchschnittlich 1 Mitarbeiter.
2. Angaben nach § 285 Nr. 9 a), b), c) und Nr. 10 HGB
Herr Roland Wagner, Geschäftsführer/Anlagevermittler
Herr Kurz Ziegler, Geschäftsführer/Anlagevermittler
Die Angaben nach § 285 Nr. 9 Buchstabe a und b HGB unterbleiben gemäß § 286 Abs. 4 HGB.
3. Angaben nach § 42 Abs. 3 GmbHG, § 264 c Abs. 1 HGB
Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter bestehen zum Abschlussstichtag in Höhe von EUR 17.426,80
4. Angaben nach § 285 Nr. 17 HGB
Das vom Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar schlüsselt sich auf in
a) die Abschlussprüfungsleistungen EUR 6.000,00
b) andere Bestätigungsleistungen EUR 4.800,00
5. Angaben nach § 285 Nr. 33 HGB
Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Abschlussstichtag haben sich nicht ereignet.
6. Angaben nach § 285 Nr. 34 HGB
Die Geschäftsführer schlagen vor, den Jahresüberschuss zum 31.12.2017 in Höhe von EUR 10.849,89 in den Bilanzgewinn einzustellen und den Bilanzgewinn in Höhe von EUR 12.987,22 auf neue Rechnung vorzutragen.
Lage, Kapitalmärkte und Börse
Die konjunkturelle Lage in Deutschland war 2017 durch ein kräftiges Wirtschaftswachstum gekennzeichnet. Die deutsche Wirtschaft ist damit das achte Jahr in Folge gewachsen, wobei das Tempo nochmals erhöht werden konnte.
Volkswirte gehen davon aus, dass sowohl die privaten und staatlichen Konsumausgaben als auch die Exporte im laufenden Jahr die Hauptstützen des deutschen Wirtschaftsaufschwungs bleiben werden.
Im Bereich der Finanzmärkte verweilt der Leitzins innerhalb der Eurozone weiterhin bei Null, wobei mit einer Anhebung erst für 2019 gerechnet wird. Dagegen hat man in den USA schon eine Normalisierung der Zinspolitik eingeleitet, so dass 2018 mit drei weiteren Zinsschritten gerechnet wird. Der DAX konnte sich in diesem Umfeld auf Jahressicht um 12,5 % auf 12.917 Punkte verbessern.
II. ENTWICKLUNG DER GESELLSCHAFT
Die DonauCapital Wertpapier GmbH ist tätig in den Geschäftsbereichen Brokerage/Kontovermittlung, Anlageberatung, Anlagevermittlung und Vermittlung von Vermögensverwaltungsverträgen (klassisch) und Vermittlung von Vermögensverwaltung/Ordermanagementverträgen für Managed Accounts. Das Unternehmen verfügt über Zulassungen zur Erbringung von Finanzdienstleistungen (Anlageberatung, Anlagevermittlung). Es wird von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) und der Deutschen Bundesbank beaufsichtigt.
Der Geschäftsbereich Introducing Brokerage stellt nach der Umstrukturierung im vergangenen Jahr das Kerngeschäft der Gesellschaft dar. Die Gesellschaft hat mit der DonauCapital Investment GmbH, verschiedenen Broker- und Bankhäusern vertragliche Vereinbarungen zur Kundenzuführung. DonauCapital Wertpapier GmbH beschäftigt keine eigenen Vertriebsmitarbeiter. Die Gesellschaft wendet sich im wesentlichen über vertraglich gebundene Vermittler an Endkunden. Endkunden werden regelmäßig als Privatkunden eingestuft. Die Kundenzuführung erfolgt im wesentlichen Online bzw. onlineunterstützend im Rahmen von Auslagerungsvereinbarungen durch die spezialisierten vertraglich gebundenen‘ Vermittler. Die Kunden im Bereich Selftrading (Eigenhändler) nutzen die vermittelten Online-Broker der Gesellschaft hauptsächlich im Segment derivativer Finanzinstrumente, z.B. Futures, Contracts for Difference (CFD), bzw. im Devisenkassahandel, um zu günstigen Preisen eigene Orders zu platzieren. Regulatorisch erbringt DonauCapital Wertpapier GmbH für ihre Kunden die Anlagevermittlung bzw. Kontovermittlung.
Das Internet ist die wichtigste Quelle für Neukunden und Interessenten im Bereich Introducing Brokerage für Eigenhändler. Die Kunden werden vor allem über die Firmenwebseite oder über die Portale der Tied Agents gewonnen. Die Vorlaufzeiten zur Anbindung neuer vertraglich gebundener Vermittler haben sich aufgrund der in der Regel sehr komplexen technischen Anforderungen (hier Anlagevermittlung) auf durchschnittlich 14 Monate verlängert.
Mit unseren regionalen Partnern – WEKAM Invest GmbH und SLS Investment GmbH -erbringen wir für Kunden die Anlageberatung mit verschiedenen, vom Kunden zu wählenden Vergütungsmodellen. Mehrheitlich wird die Gesellschaft in diesem Geschäftsbereich auf Art ServiceFee-Basis vergütet, die mittlerweile fast ausschließlich als Basisvergütung eine Bestandsprovision zu entrichten ist. Um auch weniger volumenstarke Kunden betreuen zu können, werden nach wie vor Teile aus Umsatzerlösen als Zuwendungen verrechnet.
Im Geschäftsjahr 2017 beträgt der Gesamtbetrag der Provisionserträge 1.974 TEUR. Der Provisionsüberschuss, Provisionserträge abzüglich Provisionsaufwendungen, beträgt 194 TEUR. Das Jahresergebnis beträgt 11 TEUR.
In 2016 wurde die Unternehmensstruktur erfolgreich, aufgrund aufsichtsrechtlicher bzw. CRR-Vorgaben, umgestellt. Neben den Finanzdienstleistungen erbringt die Gesellschaft für andere Finanzdienstleistungsunternehmen Beratungs- und Back-Office-Tätigkeiten. Die neue DonauCapital Wertpapier GmbH unterliegt mit der „kleinen“ Zulassung nicht den strengen CRR-Eigenmittelvorgaben und kann somit wieder normales Wachstum generieren.
Das Geschäftsjahr war abermals durch regulatorische Anforderungen bestimmt. Bereits in Q2 fanden erste Anstrengungen statt, um die Organisation auf die Änderungen der MIFID II vorzubereiten. Jedoch ergeben sich, zum Beispiel wegen eines EUGH-Urteils Veränderungen im Rahmen der Haftungsübernahme bei der Vermittlung von Vermögensverwaltungsverträgen bzw. Änderungsmöglichkeiten im Abrechnungsmodus zu den vertraglich gebundenen Vermittlern bzw. freien Vermittlern.
3. Mitarbeiter und vertraglich gebundene Vermittler
Im Berichtszeitraum war, ohne Geschäftsleiter, 1 Mitarbeiter beschäftigt. Es bestanden zum 31.12.2017 Verträge für Anlageberater und Anlagevermittler nach § 2 Abs. 10 KWG mit CFX Broker GmbH, WEKAM Invest GmbH, Capital Interconnect GmbH, Konstantin Rosopulo, L&S Investment GmbH, trendbird GmbH, LRT Finanzresearch GmbH, BrokerDeal GmbH und der Guidants Trading GmbH in Deutschland sowie der IFA Invest GmbH und der mind.assets finanzservice GmbH aus Österreich.
Der Gesamtbetrag der Provisionserträge der DonauCapital Wertpapier GmbH im Geschäftsjahr 2017 betragen 1.974 TEUR. Die Erträge resultieren hauptsächlich aus Provisions- und Courtageerträgen des Geschäftsbereiches Brokerage. Die Gesellschaft erzielte einen Jahresüberschuss von 11 TEUR.
Die- liquiden Mittel einschließlich der Aktien und anderen nicht verzinslichen Wertpapiere abzüglich kurzfristiger Verbindlichkeiten betragen zum Bilanzstichtag 80 TEUR.
Die Gesellschaft hatte im abgeschlossenen Geschäftsjahr 2017 wie im Vorjahr keine Bankkredite in Anspruch genommen und weist dementsprechend keine Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten aus.
Das Stammkapital der Gesellschaft beträgt 25 TEUR und ist eingeteilt in vier Gesellschaftsanteile.
IV. STRATEGIE UND AUSRICHTUNG
1. Finanzielle Ziele
Die DonauCapital Wertpapier GmbH verfolgt die finanziellen Ziele, durch gesundes Wachstum, den Wert, die Erlöse und das Ergebnis des Unternehmens zu steigern. Die Geschäftsleitung ist stets bestrebt, dieses Wachstum im Einklang mit den Umfeldbedingungen und in einem angemessenen Chance-/Risiko-Verhältnis zu realisieren.
Als strategisches Ziel steht die Diversifizierung der Erlös- und Wachstumsquellen über verschiedene, sich ergänzende Geschäftsbereiche im Vordergrund. Darüber hinaus soll durch die Erweiterung des Produkt- und Leistungsangebotes das aktuelle Geschäft ergänzt und abgerundet sowie die Unternehmensstruktur weiter optimiert werden.
3. Brokerage/Anlagevermittlung
Der Geschäftsbereich Brokerage ist mit den Schwerpunkten Anlagevermittlung und Kontovermittlung Hauptertragsquelle der Gesellschaft. Daneben werden technische Dienstleistungen von vertraglich gebundenen Vermittlern entwickelt, die nach internen, externen, juristischen und praktischen Prüfungen bei Kunden in Einsatz kommen.
4. Vermittlung Vermögensverwaltung/Managed Accounts
Über den Kooperationspartner und Vermögensverwalter DonauCapital Investment GmbH, zukünftig auch ayondo Portfolio Management GmbH, bieten die vertraglich gebundenen Vermittler der DonauCapital Wertpapier GmbH verschiedene Vermögensverwaltungslösungen für spekulativ veranlagte Endkunden an. Daneben werden auch ETF-basierte Vermögensverwaltungs-Lösungen für Kunden auf automatisierter Basis angeboten.
5. Anlageberatung
Sowohl WEKAM Invest GmbH wie auch SLS Investment GmbH bieten Anlageberatung an. Eine Entscheidung, ob dies zukünftig als abhängige Anlageberatung erfolgt oder als Honoraranlageberatung umgesetzt werden soll, ist noch nicht getroffen, wobei jedoch weiterhin eine Mischform mit absoluter Kostentransparenz als für den Kunden, unter Einbeziehung aller Kostenbestandteile, als die wirtschaftlich sinnvollste Lösung erscheint.
1. Risikopolitik
Die Geschäftsleitung der Gesellschaft verfolgt die Ziele, Erlöse, Ertrag und Unternehmenswert nachhaltig zu steigern und langfristig einen Ertrag für die Gesellschafter zu erwirtschaften. Das unternehmerische Handeln in einem hoch dynamischen Umfeld geht mit der Übernahme von Risiken einher, die fortlaufend und in verantwortungsvoller Weise bewertet werden.
Aufgrund von der überschaubaren und klaren Organisations- und Kontrollstrukturen der Gesellschaft können die Geschäftsleiter Risiken frühzeitig erkennen und kontrollieren. Die möglichen Chancen nutzen zu können basiert auf der Bereitschaft auch angemessene Risiken einzugehen.
Die Geschäftsbereiche Brokerage, Kontovermittlung, Anlageberatung und Anlagevermittlung weisen unterschiedliche Chancen und Risikopotenziale und Abhängigkeiten zu den Kapitalmärkten auf. Auf Basis einer fortlaufenden Analyse der Tied Agents und der Abwicklungspartner sowie der Finanzmärkte werden ein frühzeitiges Erkennen sowie Begrenzen von Risiken angestrebt. Die programmunterstütze Überwachung von Kundenhändlern, bzw. von Kundenbeständen, verbessert die Erfordernisse erheblich.
Die Geschäftstätigkeit von DonauCapital Wertpapier GmbH unterliegt den Einflüssen der Entwicklungen der wirtschaftlichen und konjunkturellen Lage. Ebenso ist das Unternehmen von der Situation und der Entwicklungen an den inländischen und ausländischen Kapitalmärkten sowie der gesetzlichen Rahmenbedingungen abhängig. Im Falle einer deutlichen Verschlechterung des Börsenumfeldes, könnten sich die Umsätze des Unternehmens reduzieren. Durch eine permanente Markt- und Wettbewerbsanalyse soll sichergestellt werden, Veränderungen rechtzeitig zu erkennen und entsprechende Maßnahmen zu ergreifen, Unabhängig von qualitätsverbessernden Maßnahmen, haben sich zum Jahreswechsel einige Broker entschlossen, an Partnervermittler/Introducing Broker, keine Vermittlungszahlungen/Kick-Backs auszuzahlen. Unklar ist auch weiterhin, wie sich veränderte Gesetze und Rechtsprechungen auf das Unternehmen auswirken. So kann die geforderte Reduzierung von Hebelgeschäften zu rückläufigen Umsätzen führen. Erheblichen Einfluss hat die mögliche Einführung einer Finanzmarkttransaktionssteuer. Jedoch ist hier zu differenzieren, wer von den Marktbeteiligten wie betroffen sein wird. Ebenfalls von erheblichem Einfluss könnte mittelfristig sein, dass 2017 das EUGH die Vermittlung von Vermögensverwaltungsverträgen, entgegen der BaFin-Praxis als nicht zulassungswürdig eingestuft hat. Eine aufsichtsrechtliche Einordnung der Vermittlung von Brokerkonten durch die BaFin wird derzeit als nicht aufsichtspflichtig bewertet. Auffallend ist, dass EU-Broker bisher für Kundenvermittlungsleistungen, meist nur an regulierte Unternehmen auszahlen. Möglicherweise haben andere EU-Länder hierzu eine abweichende Auffassung. Für wesentlich erachtet die Gesellschaft, die Veränderungen der Anforderung an die Eigenmittelberechnung bzw. Überwachung der Institute. Inwieweit die derzeitigen Konsultationen zu weiteren Anpassungen von Finanzdienstleistern mit Vermittlern und dem EU-Pass zu weiteren Verschärfungen der Eigenmittelvorgaben führen, kann derzeit nicht bewertet werden. Ob eine weitere Anpassung von den Gesellschaftern mitgetragen wird, kann ebenfalls nicht bewertet werden.
3. Unternehmensspezifische Risiken
Die unternehmensspezifischen Risiken können sich vor allem in den Geschäftsbeziehungen zu Partnern und Dienstleistern auswirken. Hier besteht das Risiko, dass Partnerunternehmen ausfallen können und es dadurch zu Umsatz- sowie Ertragseinbußen kommen kann. Im Bereich der Tied Agents besteht grundsätzlich latent das Risiko auf Falschberatung. Da die Kundengewinnung und Betreuung weitestgehend auf das Medium Internet, z.B. durch Verzahnung der Kontovermittlung an die jeweiligen, in der EU beheimateten Banken/Broker, gestützt ist, wird dieses Risiko derzeit als gering betrachtet. Sämtliche Kundenanträge werden in Ruderting auf Geeignet- und/oder Angemessenheit geprüft. Wobei die Prüfung der Geeignetheit im Rahmen der Kontovermittlung nur auf Basis der am wenigsten risikoreichen Anlagen des „aufnehmenden“ Instituts erfolgen kann. Eine detaillierte Prüfung ist dann durch das depotführende Institut durchzuführen. Erste Rückfragen und Klärungen werden durch email direkt durch die Gesellschaft an die Kunden bzw. an die jeweiligen Tied Agents zurückgereicht, die wiederum zur Klärung der offenen Punkte über email Kontakt zu den Kunden halten. Weiterhin könnten Risiken aus Nichtbeachtung von Kundenvorgaben, System abstürzen, fehlerhafte Handelsaktivitäten und Überschreitung von Handelsvorgaben entstehen. Die Überwachen der Kundenbestände im Rahmen vertraglicher Vereinbarungen wurden bereits durch die MIDAS-Systematik übernommen.
Die Gesellschaft verfügt über zuletzt in 2017 aktualisierten, von einer spezialisierten Rechtsanwaltskanzlei erstellten, MIFID-konformen Kundenvertragswerke. Diese Vertragswerke mit den entsprechenden weiteren Kundenmaterialien stehen den vertraglich gebundenen Vermittlern, schreibgeschützt für die DonauCapital Wertpapier GmbH, durch interne Zugänge auf der Homepage zur Verfügung.
Aufgrund gesetzlicher Regelungen zum Schutz der Kunden ist die Gesellschaft Mitglied in der Entschädigungseinrichtung der Wertpapierhandelsunternehmen (EdW). Das Risiko möglicher Sonderumlagen der EdW zur Finanzierung von eingetretenen und zukünftigen Schadensfällen lässt sich derzeit nicht abschließend beurteilen. Die Gesellschaft ist sich über eine mögliche Belastung hieraus jedoch bewusst.
Grundsätzlich bewertet die Gesellschaft die derzeitigen Entwicklungen im Bereich des CFD-Geschäftes als positiv. Die in 2018 in Kraft tretenden Beschränkungen, zum Beispiel bei Hebelgeschäften, wird DonauCapital Wertpapier GmbH begrüßen. Dies wurde auch an Banken und Brokerpartner entsprechend mitgeteilt.
4. Finanzwirtschaftliche Risiken
Die Zahlungsausfallrisiken im Bereich Brokerage sind bei den bestehenden Partnerunternehmen derzeit als gering zu betrachten. Trotzdem unterhält DonauCapital Wertpapier GmbH zu verschiedenen Banken und Brokern Geschäftskontakte. Ebenso erachten wir den Zahlungsausfall der Forderungen gegenüber Kreditinstituten (Raiffeisenbank, VKB-Bank) als gering. Wertpapiere werden nicht gehalten. Daraus resultiert somit kein Bonitätsrisiko.
Alternative Marktsegmente im Interbankenhandel bzw. die Anbindung neuer Banken/Broker, um Kunden zusätzliche Finanzprodukte zum Eigenhandel bzw. im Rahmen von Vermittlungsleistungen anbieten zu können, werden geprüft bzw. befinden sich im Einführungsstadium.
Die DonauCapital Wertpapier GmbH wird sich auch in Zukunft den Herausforderungen des sich stetig wandelndes Marktes stellen. Die Gesellschaft bietet verstärkt klassische Dienstleistungen, mit Bezug zu den Kerngeschäften, an. Die Gesellschaft bewertet die Möglichkeiten als Nischenanbieter weiter positiv.
Ruderting, im März 2018
Wir haben den Jahresabschluss – bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang – unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der DonauCapital Wertpapier GmbH für das Geschäftsjahr vom 01.01.2017 bis 31.12.2017 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgefühlten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.
Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.
München, den 11.05.2018
Strohmaier & Heubl Partnerschaft
Ludwig Heubl, Wirtschaftsprüfer
Auf der Gesellschafterversammlung vom 30.07.2018 wurde der Jahresabschluss festgestellt und beschlossen, den Bilanzgewinn in Höhe von 12.987,22 EUR auf neue Rechnung vorzutragen.
Im Zusammenhang mit diesem Unternehmen sehen wir dann auch weitere Unternehmen im Umfeld des Unternehmens.
Hier die DonauCapital Investment GmbH, Social Trading Netzwerk GmbH,ayondo portfolio management GmbH un die DonauReal Beteiligungs GmbH.
Nachfolgend haben wir einmal die Bilanzen der Unternehmen abgebildet.
Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2017 bis 31. Dezember 2017
der ayondo portfolio management GmbH
1 GESCHÄFTSTÄTIGKEIT UND RAHMENBEDINGUNGEN
Die ayondo portfolio management GmbH (nachfolgend als „AYPM“ bezeichnet) mit Sitz in Frankfurt am Main ist im Bereich Social Trading tätig. Das Unternehmen ist am Amtsgericht Frankfurt am Main unter der Handelsregister-Nummer (HRB) 102933 eingetragen. Die AYPM ist eine Tochtergesellschaft der ayondo GmbH, Frankfurt am Main, deren Muttergesellschaft die ayondo Holding AG, Zug (Schweiz), ist.
Die AYPM hat die Erlaubnis, als Finanzdienstleistung die Anlagevermittlung (§ 1 Abs. 1a Satz 2 Nr. 1 KWG), die Abschlussvermittlung (§ 1 Abs. 1a Satz 2 Nr. 2 KWG) und die Finanzportfolioverwaltung (§ 1 Abs. 1a Satz 2 Nr. 3 KWG) zu erbringen.
Die AYPM hat den grenzüberschreitenden Dienstleistungsverkehr in sämtlichen Ländern der EU und ausgewählten Ländern des EWR, gemäß § 24a Abs. 3 KWG i.V.m. Art. 31 der Richtlinie 2004/39/EU, bei der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht angezeigt.
Die ayondo-Gruppe, die mit den unter ihrem Dach befindlichen Unternehmen die gesamte Dienstleistungskette im CFD- und Social Trading unter Verwendung der Marke „ayondo“ („ayondo“) abbildet, engagiert sich u.a. im Verband deutscher CFD-Anbieter („CFD-Verband“) und arbeitet darüber hinaus in verschiedenen Arbeitsgruppen am Finanzplatz Frankfurt mit.
1.2 GESCHÄFTSTÄTIGKEIT
Die Aufsichtsbehörden ordnen Geschäftsmodelle wie das von ayondo Angebotene als Betreiben von Plattformen zur Signalgebung und automatisierten Auftragsausführung im Sinne vermögensverwaltender Tätigkeiten ein.
Die AYPM stuft die erbrachte Dienstleistung selbst als „atypische“ Vermögensverwaltung ein, um sich von der klassischen Assoziation der Vermögensverwaltung abzugrenzen. Der Hintergrund für diese Einschätzung ist das technologische Setup, das der erbrachten Dienstleistung zugrunde liegt.
Technologisch betrachtet betreibt die Gesellschaft die technische Schnittstelle „ayondo auto execution“ (AAX). Die Rolle der AYPM beschränkt sich dabei auf den Betrieb der genannten Schnittstelle, so dass zahlreiche geschäftliche Aktivitäten an Unternehmen des ayondo Konzerns und andere Unternehmen ausgelagert werden.
Über die vom Unternehmen angebotenen technischen Möglichkeiten wird der An- und Verkauf von Finanzinstrumenten vermittelt. Nutzer der Social Trading Dienstleistung sind sich bewusst, dass entsprechende Geschäfte an den Partnerbroker ayondo markets Limited, London, zur Ausführung weitergeleitet werden.
Die AYPM ist in die technische Architektur der Gruppenunternehmen eingebunden. Die ayondo GmbH und die ayondo markets Limited betreiben einen gemeinsamen Internetauftritt, der rund um die Uhr für Besucher und Kunden erreichbar ist.
Die AYPM kann aus drei Gebührenkomponenten Erträge erwirtschaften. Es gibt zum einen eine transaktionsbezogene Komponente (Signal Fee). Des Weiteren gibt es eine Performance-bezogene Komponente (Performance Fee) und eine Gebühr, welche sich nach dem Anlagevolumen (Management Fee) richtet. Das Erheben der einzelnen Gebührenkomponenten richtet sich nach der Klassifizierung der vom Kunden abonnierten Handelsstrategie.
Die Gesellschaft ist nicht befugt sich Eigentum oder Besitz an den Vermögenswerten des Kunden zu verschaffen. Sie führt weder Konten noch Depots. Die AYPM ist ein Nichthandelsbuchinstitut. Es werden keine Vermögenswerte zur Erzielung zusätzlicher Erträge verwendet.
Die Eigenmittel der AYPM werden nicht in Wertpapiere angelegt, d.h. die AYPM betreibt weder Eigenhandel noch Eigengeschäft. Sie setzt weder eigene noch Fremdmittel zur Erzielung von Handelserfolgen ein. Die AYPM erbringt als Haupttätigkeit die im Folgenden beschriebene Dienstleistung. Sie ist als Dienstleister für Kunden tätig.
1.3 ZIELE UND STRATEGIE
Unter dem Markennamen ayondo bietet die ayondo Gruppe aufeinander individuell abgestimmte Dienstleistungen an. Im Geschäftsbereich Social und bezugnehmend auf den Bekanntheitsgrad, das Dienstleistungsspektrum, die Anzahl an Nutzern und die Anzahl ausgeführter Transaktionen zählt sich die ayondo Gruppe neben etoro(www.etoro.com) und Zulutrade (www.zulutrade.com) zu den Marktführern. Die globale Strategie wird von der ayondo Gruppe definiert. Der AYPM als Anbieter der Social Trading Dienstleistungen kommt dabei eine besondere Rolle zu. Die AYPM als regulierter Finanzportfolioverwalter mit entsprechender Lizenz und Vertragspartner der Follower ist bestrebt, den Marktanteil bei Nutzern, verwaltetetem Kundenvermögen und Anzahl an Transaktionen in den kommenden Jahren weiter auszubauen. Die Geschäftsleitung der AYPM hat hierfür eine Geschäftsstrategie festgelegt, welche die Ziele der Gesellschaft für die Geschäftsaktivität definieren sowie Maßnahmen zur Erreichung dieser Ziele ergreifen.
Die Gesellschaft ist bestrebt, das von ihr besetzte Geschäftsfeld ganzheitlich und nachhaltig zu bearbeiten, um den Qualitätsansprüchen ihrer Nutzer, als auch den eigenen Ansprüchen vollumfassend gerecht zu werden.
1.4 STEUERUNGSSYSTEM
Die Steuerung und Überwachung der Social Trading Dienstleistung ist ein wesentlicher Teil des Risikomanagementsystems und der Wahrnehmung der Verantwortung nach § 25a Abs. 1 Satz 2 KWG. Dabei werden die im Überwachungsprozess beschriebenen Maßnahmen laufend hinsichtlich ihrer Wirksamkeit und Angemessenheit überprüft und bei Bedarf angepasst.
Die technischen Ressourcen entsprechen der Anzahl der Verantwortlichen und der Anzahl der Kunden. Die AYPM ist grundsätzlich Urheber der Geschäftsbeziehung und damit eigenverantwortlich hinsichtlich der Auswahl der Produkte, der Dienstleistungen und der Kunden. Sie verfügt über eine angemessene Risikostrategie, um den besonderen Risiken der Finanzportfolioverwaltung gerecht zu werden.
Die Risikostrategie ist vorrangig darauf ausgerichtet, durch den Auswahlprozess hinsichtlich Wertpapierdienstleistungen und Produkten sowie durch Anweisungen und Kontrollen – auch mit eigener systemischer Unterstützung – Risiken zu vermeiden und Fehlverhalten frühzeitig aufzuzeigen.
In diesem Zusammenhang kommt dem Compliance-Beauftragten, eine zentrale Bedeutung für die angemessene, funktionsfähige Organisation zu, welchem durch seine fachliche Eignung und durch seine Stellung im Unternehmen Rechnung getragen wird.
Die Compliancefunktion hat die AYPM auf die DonauCapital Investment GmbH, ausgelagert, um zu gewährleisten, dass die durch die AYPM erbrachten Dienstleistungen den gesetzlichen und aufsichtsrechtlichen Anforderungen entsprechen. Darüber hinaus hat die AYPM Maßnahmen und Kontrollen erarbeitet, die von dem für den Vertrieb zuständigen Geschäftsleiter bzw. vom Compliance-Beauftragten gewahrt werden.
Das Interne Überwachungssystem besteht in seiner Gesamtheit aus dem internen Kontrollsystem, inkl. der Compliance-Stelle, der Internen Revision sowie des Risiko-Controllings.
(Quelle: Pressemitteilung des Statistischen Bundesamtes und Pressebroschuere_BIP2017.pdf)
Die konjunkturelle Lage in Deutschland war im Jahr 2017 gekennzeichnet durch ein kräftiges Wirtschaftswachstum. Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) war nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) im Jahr 2017 um 2,2 % höher als im Vorjahr. Die deutsche Wirtschaft ist damit das achte Jahr in Folge gewachsen. Im Vergleich zu den Vorjahren konnte das Tempo nochmals erhöht werden.
Der Boom der deutschen Wirtschaft hält nach Einschätzung (Quelle: https://www.bundesbank.de/Redaktion/DE/Downloads/Veroeffentlichungen/Monatsberichte/2018/2018_01_monatsbericht.html) der Bundesbank trotz eines etwas schwächeren Wachstums zum Jahresende 2017 an. So bestätigt die Notenbank in einem kürzlich erschienen Monatsbericht, das die deutsche Wirtschaft weiter mit ausgesprochen hohem konjunkturellen Grundtempo expandiert. Die Auftragslage in der Industrie und das Arbeitsmarktumfeld sei ebenso ausgezeichnet, wie die Stimmung der Unternehmen und Konsumenten. Aus Sicht der AYPM ist davon auszugehen, dass wie im Vorjahr die privaten und staatlichen Konsumausgaben maßgebliche Stützen des Wirtschaftsaufschwungs bleiben werden.
2.2 UMFELD UND WETTBEWERBSSITUATION
Social Trading findet seine Ursprünge in Börsenbriefen und Finanzforen. Anleger nutzen heute vor allem das Internet, Tageszeitungen und Zeitschriften, um sich über potenzielle Investment-Chancen zu informieren. Mit Social Trading ist es möglich, solche Investment-Chancen auch automatisiert über das eigene Depot nachzubilden.
Der Social Trading Markt wächst seit 2007 kontinuierlich und wird seither von wenigen Anbietern mit einem zunehmenden Spezialisierungsgrad dominiert. Die international agierenden Pioniere sind vornehmlich ayondo, eToro und Zulutrade. Einige kleinere Nischenanbieter sind in den letzten Jahren hinzugekommen. Im deutschsprachigen Raum sind ayondo und wikifolio die Marken mit dem höchsten Bekanntheitsgrad. Während wikifolio den Handel über börsengehandelte Zertifikate abbildet, können Kunden bei ayondo Contracts for Difference (kurz CFDs) einsetzen.
Bei den von der ayondo Gruppe angebotenen Lösungen haben Kunden den Vorteil, dass die Handelsplattform, die angebotenen Produkte sowie der Handel selbst bestmöglich aufeinander abgestimmt stimmt. Als einen weiteren Wettbewerbsvorteil gegenüber anderen Unternehmen sieht die ayondo Gruppe die internationale Ausrichtung sowie die Möglichkeit, Social Trading als B2B Lösungen anbieten zu können.
(Quelle: CFD-Marktstudie 2017, Research Center for Financial Services i.A. des CFD-Verband e.V.)
Das renomierte internationale Marktforschungsinstitut Investment Trends beobachtet die Entwicklung von neuen Anlageformen. Laut den Erhebungen von Investment Trends wächst der Marktanteil alternativer Investments.
Aus Sicht der ayondo Gruppe geht aus oben stehender Abbildung (Quelle: Investment Trends Studie 2017) hervor, dass es es bereits eine Reihe böersenaffiner Anleger gibt, die Social Trading für Handelsentscheidungen nutzen. Da Social Trading wesentliche Elemente von Börsenbriefen, Signaldiensten und klassischer Tippgebermedien in sich vereint, können diese drei Bereiche als Benchmark herangezogen werden. Die Ergebnisse der Kundenbefragung von Investment Trends zeigen, dass z.B. im direkten Vergleich von Social Trading zur Nutzung von Börsenbriefen etwa die Hälfte der Befragten Social Trading als Quelle für etwaige Handelsentscheidungen berücksichtigt. Einen ähnlich hohen Anteil hat Social Trading verglichen mit den Empfehlungen anderer Trader. Perspektivisch betrachtet geht ayondo davon aus, das der Zuspruch für neue und innovative Dienstleistungen im Finanzsektor deutlich zunehmen wird. Immer mehr Privatanleger nehmen mangels Alternativen bzw. hoher Einstiegshürden die Geschicke selbst in die Hand, entweder indem sie direkt aktiv werden oder indem sie neue technologische Möglichkeiten für sich entdecken und nutzen. Beispielhaft wäre hier auf den gesamten Bereich FinTech (Quelle: https://de.statista.com/outlook/295/137/fintech/deutschland#) verwiesen, der neben einem ausgeprägten Interesse von Seiten der Investoren seit Jahren 2-stellige Wachstumraten bei Kunden und Transaktionn erzielt.
Einer Studie (Quelle: The Future of Financial Services, How disruptive innovations are reshaping the way financial services are structured, provisioned and consumed, June 2015, S. 19 und 127ff.) des World Economic Forums (WEF) zufolge verbessern Innovationen die Position des Privatanlegers zunehmend. Sie sollen sogar dazu führen, dass der Zugang zu Investmentdienstleistungen „demokratisiert“ wird. Intuitiv nutzbare und kostengünstige Tools ermöglichen es Investoren ausreichend Expertise aufzubauen, um selbst handeln zu können oder ihre Anlagekonzepte über Social Trading-Plattformen zu teilen, was den Wert der traditionellen Vermögensverwaltung erodieren könnte. Laut der WEF-Studie wird Social Trading als eine von drei trendsetzenden Schlüsselinnovationen genannt.
Laut dem Buch „FinTech in Germany“ (Quelle: http://www.springer.com/de/book/9783319546650) von Hornuf, Schmitt, Weber und Dorfleitner haben die im Social Trading verwalteten Vermögen in Deutschland von 2011 bis 2016 ein durchschnittliches jährliches Wachstum von 213%.
Die AYPM hat das operative Geschäft am 4. September 2017 aufgenommen.
Beginnend mit der Aufnahme des operativen Geschäftes baute die Gesellschaft sukzessive einen eigenen Kundenstamm auf. Durch die Überleitung der Bestandskunden aus der bisherigen Social Trading Konstellation in das neue Setup konnte die Gesellschaft weiteres Kundenwachstum erzielen. Die Migration der Alt-/bzw. Bestandskunden in die neue Gesellschaft wurde am 4. Dezember 2017 abgeschlossen.
Das Gesamtjahr 2017 war insbesondere von technologischen Anpassungen der IT Architektur geprägt. Bis zur Aufnahme des Geschäftsbetriebes wurden die dafür erforderlichen aufsichtsrechtlichen Anforderungen implementiert sowie entsprechende Prozessstrukturen geschaffen. Die Monate September bis November 2017 standen im Zeichen der Sicherstellung der Kundenmigration, die zu einem überwiegenden Teil durch digitale Prozesse abgebildet wurde.
Während die AYPM stetig aber mit moderatem Anstieg einen eigenen Kundenstamm aufbauen konnte, verlief die Migration der Bestandskunden weniger dynamisch. Erst gegen Ende der Migrationsphase nahm der Großteil das Angebot an und wechselte in die neue Gesellschaft.
Die Entwicklung Neukundenzahlen und der damit in unmittelbarem Zusammenhang stehenden Transaktionszahlen hatte seit Aufnahme des operativen Geschäftes der AYPM entsprechenden Einfluss auf die Ertragssituation bis zum Ende des Kalenderjahres 2017.
Durch den in der Gesamtperspektive langsamer als erwartet verlaufenden Prozess blieben die Erträge hinter den ursprünglichen Prognosen zurück.
Die wesentlichen Aufwände der Gesellschaft im Gesamtjahr 2017 waren andere Verwaltungsaufwendungen, welche im Wesentlichen aus Rechts- und Beratungskosten resultierten.
Wesentliche Wechselkurseinflüsse lagen im Geschäftsjahr 2017 nicht vor.
Im laufenden Geschäftsjahr wurde ein Verlust erzielt. Dies liegt unter anderem auch daran, dass erst mit Aufnahme der Geschäftstätigkeit zum 4. September 2017 Umsätze erzielt worden sind.
Die ayondo Holding AG hat gegenüber der ayondo portfolio management GmbH eine Patronatserklärungen abgegeben. Darin sagt sie der ayondo portfolio management GmbH zu, sie mit den notwendigen finanziellen Mitteln auszustatten, damit sie ihre Verbindlichkeiten fristgerecht erfüllen kann.
Dies geschieht mittels nachrangigen Darlehen bei einem Zinssatz von 2% p.a. Diese Patronatserklärung kann unter Einhaltung einer Kündigungsfrist von drei Monaten zum Ende eines Kalendermonats gekündigt werden.
Die Vermögenslage der Gesellschaft ist zum Bilanzstichtag insbesondere geprägt durch den Bilanzposten Forderungen an Kreditinstitute (99.826,10 Euro), der einen Großteil der Bilanzsumme ausmacht (129.299,54 Euro).
Die Passivseite der Bilanz wird größtenteils durch die Bilanzposten Rückstellungen (47.295,59 Euro) und Eigenkapital bestimmt (59.926,54 Euro). Die Eigenkapitalquote zum 31. Dezember 2017 beträgt rund 46 %.
Die dargelegte Ertrags-/Vermögens- und Finanzlage der AYPM ist in Bezug auf die wesentlichen Einflussfaktoren und unter Berücksichtigung der Sondersituation, in der sich das Unternehmen seit Aufnahme des operativen Geschäftes befunden hat, als zufriedenstellend zu bezeichnen.
2.7.1 Finanzielle Leistungsindikatoren
Auf Basis unseres aktuellen Geschäftsmodells werden nachfolgende finanzielle Leistungsindikatoren zur Steuerung herangezogen und monatlich (Liquidität täglich) ausgewertet und analysiert:
Erträge aus dem Bereich Social Trading
Die Eigenmittel setzen sich zusammen aus dem gezeichneten Kapital zzgl. Kapitalrücklagen und abzgl. des Bilanzverlustes.
Die Liquiditätssituation ergibt sich maßgeblich aus den bestehenden Forderungen an Kreditinstitute. Bei der Liquiditätssituation wird auch die Situation des Working Capitals betrachtet, die sich aus der Subtraktion der Verbindlichkeiten von dem Gesamtbestand der Forderungen an Kreditinstitute, sowie der Forderungen an Kunden und der sonstigen Vermögensgegenstände ergibt. Das Working Capital beträgt zum Bilanzstichtag rund 107.000 Euro.
Die aus dem Social Trading generierten Erträge (In Euro zusammengefasste Erträge in GBP, EUR, USD, CHF und SGD) beliefen sich im Betrachtungszeitraum September bis Dezember auf 12.371,07 Euro.
2.7.2 Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren
Neben den finanziellen Leistungsindikatoren spielen auch nichtfinanzielle Leistungsindikatoren für die AYPM, auch für die interne Steuerung, eine wichtige Rolle. Im Einzelnen handelt es sich hierbei um nachfolgende wesentliche Indikatoren:
Einhaltung gesetzlicher und aufsichtsrechtlicher Anforderungen
Ein maßgeblicher Schwerpunkt liegt auf einer hohen Verfügbarkeit der technischen Infrastruktur, die dem Geschäftsmodell zugrunde liegt. Der Sicherstellung eines hohen technologischen Niveaus, Ausfallsicherheit und Redundanz wird dabei höchste Priorität beigemessen.
Die fachliche Eignung sowie die persönliche Zuverlässigkeit der Geschäftsleiter und die Expertise der mit der AYPM verbundenen Unternehmen sind für die AYPM von hoher Bedeutung, da wir darin die Grundvoraussetzung für von der AYPM erbrachte Dienstleistung für unsere Kunden begründet sehen.
Das regulatorische Umfeld sieht das Unternehmen trotz steigender Belastungen als positiv an. Es werden große Anstrengungen unternommen, neue aufsichtsrechtliche Anforderungen unmittelbar und fristgerecht umzusetzen.
2.8 GESAMTAUSSAGE
Die Vermögens-, Finanz- und Liquiditätslage der AYPM ist geordnet.
Die Vermögens-, Finanz und Ertragslage ist für das Geschäftsjahr 2017 als positiv zu bewerten. Die AYPM war jederzeit in der Lage, ihren Verbindlichkeiten und Verpflichtungen nachzukommen und kann insbesondere auch durch ihren hohen Bestand des Working Capitals zum 31. Dezember 2017 überzeugen.
3 PROGNOSE-, CHANCEN- UND RISIKOBERICHT
3.1 PROGNOSEBERICHT
ALLGEMEINER AUSBLICK 2018
Den im Folgenden getroffenen Einschätzungen liegen alle der Gesellschaft zum jetzigen Zeitpunkt zur Verfügung stehenden Informationen zugrunde.
Die AYPM wird das Geschäftsmodell Social Trading weiterentwickeln und dabei insbesondere auf technologische Innovationen und noch stärkere Abgrenzung vom Wettbewerb setzen.
Hohe Erwartungen setzt die Gesellschaft dabei auf das zum 4. September 2017 eingeführte neue Performance- und Management Bewertungsmodell, welches sich in den kommenden Jahren zu einer weiteren wichtigen Ertragskomponente entwickeln sollte.
In 2018 plant die ayondo Gruppe den Ausbau des B2B Konzeptes. Es ist geplant, neue B2B Partnerschaften sowohl national als auch international einzugehen, welche auch einen positiven Effekt auf das Geschäft der AYPM haben werden.
Prognose 2018 hinsichtlich bedeutender a) finanzieller und b) nichtfinanzieller Leistungsindikatoren
die AYPM geht davon aus, dass sich die Einnahmen durch die Signal Fee verglichen mit 2017 im Jahr 2018 deutlich steigern werden. Signifikante Erträge aus den Gebühren Komponenten Performance Fee und Management Fee werden nicht vor Ende des neuen Kalenderjahres erwartet.
Die Eigenmittel der Gesellschaft werden durch zusätzliche Bereitstellung liquider Mittel seitens der ayondo Holding AG moderat steigen. Entsprechende Maßnahmen sind für das erste und zweite Quartal 2018 geplant.
In diesem Zuge wird durch die Zuführung weiterer liquider Mittel seitens der ayondo Holding AG und der weiter steigenden Erträge ebenfalls eine moderate Steigerung des Working Capitals zu erwarten sein.
Im ersten Halbjahr 2018 sind zusätzliche Marketingaktivitäten geplant, die sich positiv auf die Geschäftsentwicklung auswirken werden. Es wird dabei von Steigerungen in den folgenden Bereichen ausgegangen:
Zuwachs Neukunden
Reaktivierung inaktiver Kunden der AYPM (Bestandskunden)
Zunahme der Transaktionen
Anlagevolumen/Asset under Management (AuM)
Die gesteigerte Anzahl an Transaktionen wird zur Erhöhung der Provisionserträge beitragen.
Die AYPM hat es sich zur Aufgabe gemacht, die bereits implementierten Prozesse weiter zu optimieren. Ein Fokus liegt dabei auf standardisierten Arbeitsabläufen, umfangreichen Dokumentationen und der kontinuierlichen Anpassung qualitätssichernder Maßnahmen. Den Bereichen Compliance, Risiko-Controlling und Interne Revision kommen dabei besondere Bedeutung zu. Neue aufsichtsrechtliche Vorgaben werden fristgerecht umgesetzt und bestehende Anforderungen turnusgemäß auf Gesetzeskonformität hin geprüft.
Technologischer Fortschritt wird auch zukünftig für ayondo Gruppe bestimmend sein und sich in allen Geschäftsbereichen wiederfinden. Es werden weiterhin große Anstrenungen unternommen, um die Dienstleistung für Kunden noch attraktiver und komfortabler zu gestalten. Neue Technologien werden zum Einsatz kommen. Das Feedback der Nutzer von Social Tradung wird in Entscheidungsprozesse eingebunden und trägt maßgeblich dazu bei, das Kunden ein Teil der Weiterentwicklung von Produkt und Dienstleistung werden.
Die ayondo Gruppe wird das Produktportfolio konsequent an den Bedürfnissen der Nutzer ausrichten. Bestehende Prozesse zwischen den einzelnen Unternehmen werden noch besser aufeinander abgestimmt. Investitionen, die in Technologie und Personal erfolgen, werden die Kundenzufriedenheit erhöhen.
Insgesamt geht die Gesellschaft davon aus, dass sich die Maßnahmen positiv auf die finanziellen Leistungsindikatoren auswirken. Auf Basis einer verbesserten Kapitalstruktur sowie weiteren Kundenwachstums glaubt die Gesellschaft in 2018 ein mindestens ausgeglichenes Ergebnis zu erwirtschaften.
Nach aktuellen Prognosen ist der Break Even für das 4. Quartal 2018 angestrebt. Die Annahmen basieren auf vergleichbaren Konstellationen der Jahre 2016 und 2017, wo insbesondere Marketingmaßnahmen in Korrelation zu Neukundenwachstum und Transaktionszahlen gesetzt wurden. Da beginnend mit dem 2. Quartal 2018 eine Vielzahl an neuen Kundenakquise-Kampagnen geplant sind, ist davon auszugehen, dass diese sich in ähnlich positiver Art und Weise auf die Geschäftszahlen niederschlagen werden.
3.2 CHANCENBERICHT
Das Börsenjahr 2018 ist geprägt von bedeutenden politischen und wirtschaftspolitischen Ereignissen wie zum Beispiel die Folgen des Brexit, die Regierungsbildung in Deutschland, die Wahlen in Russland, den Nordkorea-Konflikt, die Syrien-Krise sowie die sich durch die Trump-Administration verändernde Wirtschaftspolitik in den USA.
Die Gesellschaft geht davon aus, dass es durch politische Veränderungen aber auch durch neue Höchstände an den Weltbörsen bedingt im Jahr 2018 zu erhöhter Volatiliät an den Finanzmärkten kommen kann, welche Einfluss auf das Investitionsverhalten der Kunden haben und in der Konsequenz das Provisionsergebnis beeinflussen können.
Die AYPM sieht sich im aktuellen Marktumfeld sowohl technologisch als auch operativ sehr gut positioniert. Das von ayondo entwickelte Social Trading Konzept hat sich etabliert. Dabei ist es vor allem durch eine frühzeitige Weichenstellung gelungen, einen hohen Automatisations- und Effizienzgrad zu erreichen, der die Geschäftsentwicklung des Unternehmens in Zukunft positiv beeinflussen wird und darüber hinaus die Möglichkeiten schafft, bei Bedarf sich schnell an ändernde Marktbedingungen anzupassen. Eine Zunahme der Volatilität hätte eine stimulierende Wirkung auf das Investitionsverhalten der Anleger und bezogen auf die Ertragssituation wäre davon auszugehen, dass die AYPM davon in positiven Maße profitiert.
Sich weiter änderndes regulatorisches Umfeld und die Einstellung von Mitarbeitern (bzw. Insourcing) kann zu finanziellen Belastungen führen. Das regulatorische Umfeld sieht das Unternehmen trotz steigender Belastungen als positiv an, da es einen einheitlichen Rechtsrahmen für alle Unternehmen schaffen sollte, die in dem Bereich Social Trading aktiv sind bzw. es werden möchten. Da die AYPM aktuell der einzige in Deutschland ansässige Social Trading Dienstleister mit einer BaFin Lizenz ist und darüber hinaus über einen EU Passport zum europaweiten Erbringen der Dienstleistungen verfügt, betrachtet das Unternehmen diesen Umstand als Alleinstellungs- und Qualitätsmerkmal.
3.3 RISIKOBERICHT
3.3.1 Risikomanagementsystem
Oberstes Ziel der Risikopolitik ist es, bei einem angemessenen Wachstum der Geschäftsaktivitäten die Risiken auf einem definierten Niveau zu halten. Risiken werden bei günstigem Chance-/Risikoprofil bewusst eingegangen. Bei ungünstigerem Chance-/Risikoprofil erfolgt eine Kompensation bzw. eine Verminderung der Risiken.
Auf der Grundlage des Gesamtrisikoprofils ist sicherzustellen, dass die wesentlichen eingegangenen Risiken der Gesellschaft durch das Risikodeckungspotenzial, gegebenenfalls unter Berücksichtigung von Wechselwirkungen, laufend abgedeckt sind und damit die Risikotragfähigkeit gegeben ist.
Die wesentlichen Risikofelder werden im Rahmen einer Risikoinventur ermittelt.
Das Risiko-Controlling hat die Aufgabe, die Risikoinventur regelmäßig zu aktualisieren, die Einzelrisiken zu bewerten, das Risikotragfähigkeitskonzept zu erstellen und zu pflegen sowie die Entwicklung der Geschäftsrisiken zu überwachen.
Die Ergebnisse der Risikoüberwachung sind im Rahmen des Reporting (Managementinformationssystem) regelmäßig der Geschäftsleitung zur Kenntnisnahme und Beratung vorzulegen.
Das Interne Überwachungssystem besteht aus dem internen Kontrollsystem (Risiko – Controlling), einer Compliance-Stelle sowie einer Internen Revision.
Ziel des Risikomanagements ist es, die eigenen Risiken zu identifizieren, zu kennen und so gut wie möglich zu beherrschen. Zur Erreichung dieses Ziels hat die AYPM verschiedene Risikofrüherkennungs- Indikatoren definiert, anhand derer eventuelle Fehlentwicklungen frühzeitig festgestellt werden können.
Das Geschäftsmodell der AYPM als solches, das schwerpunktmäßig die Finanzdienstleistung in volatileren Kapitalanlagen vorsieht, ist strategischen Risiken unterworfen. Diese können dann entstehen, wenn die Strategie des Unternehmens nicht mit den Anforderungen und Erwartungen des Marktes, der Nutzer der Dienstleistung oder den wirtschaftlichen Rahmenbedingungen übereinstimmt und diese von der Geschäftsleitung nicht rechtzeitig erkannt werden.
Strategische Risiken konkretisieren sich auch in einer Veränderung der Rechtsnormen in Form von neuen oder geänderten Gesetzen, EU weiten Richtlinien oder aber auch einer anderen Anwendung bestehender Normen durch die Rechtsprechung oder Aufsicht.
Zur Eingrenzung strategischer Risiken werden in regelmäßigen Abständen entsprechende Risiko-Bewertungen durchgeführt und falls erforderlich Weichen gestellt, um potentiell vorhandene Risiken zu reduzieren bzw. zu eliminieren.
3.3.2.1 Marktpreisrisiko
Das Marktpreisrisiko bezeichnet mögliche Wertveränderungen der vom Institut gehaltenen Positionen als Folge der Veränderung von Marktpreisen einzelner Anlagen und umfasst das Zinsänderungsrisiko, Aktien- und Wertpapierkursrisiko, sonstige Preisrisiken, sowie das Währungsrisiko.
Das Institut hält keine Marktpositionen. Es ist weder im Eigenhandel tätig, noch führt es Eigengeschäfte durch. Es hat sich als Nichthandelsbuchinstitut eingestuft. Vermögenswerte von Kunden nimmt es nicht entgegen.
In Bezug auf die in unterschiedlichen Währungen erhobene Signal Fee bestehen Wechselkursrisiken. Daraus ableitend unterliegt die AYPM in geringem Umfang Marktpreisrisiken.
3.3.2.2 Ertragsrisiken
Das Ertragsrisiko wird durch die Gesellschaft als existent angesehen. Ertragsrisiken stehen in direktem Zusammenhang mit der Anzahl der von AYPM an ayondo markets Ltd. gerouteten Handelssignale. Da die AYPM ein Transaktions-bezogenes Entgelt für jedes erfolgreich ausgeführte Signal erhält, wären Rückgänge bei den ausgeführten Signalen als Ertragsrisiken einzustufen.
Beispiele für negative Konsequenzen:
die Anzahl der aktiven Top Trader stagniert oder sinkt deutlich
Handelsfrequenz der Top Trader nimmt überdurchschnittlich ab
Die Anzahl der von Followern abonnierten Handelsstrategien geht zurück
Das Interesse an Social Trading Dienstleistungen bei Top Tradern und/oder Followern geht zurück
Den genannten Risiken steht grundsätzlich ein ständig steigendes Interesse am Social Trading gegenüber. Die Community der Top Trader wächst kontinuierlich.
In den letzten beiden Jahren kam durch die geographische Expansion der Gruppe eine Vielzahl an Top Tradern aus dem Ausland hinzu. Es ist zu erwarten, dass dieser positive Trend durch weitere Expansion (u.a. durch Marketingaktivitäten) weiter anhalten wird.
Mit der Etablierung des Bewertungsmodells Performance und Management Fee wurden zudem die Grundlagen dafür geschaffen, dass die Erträge der AYPM von der Anzahl der Transaktionen entkoppelt werden. Diese Effekte werden nach 12 bis 18 Monaten greifen, da das neue Bewertungsmodell erst im September 2017 eingeführt wurde und es erfahrungsgemäß länger als ein Jahr dauert, bis sich eine ausreicheng große Interessensgruppe gebildet hat.
Den Ertragsrisiken kann durch entsprechende Marketingaktivitäten entgegengewirkt werden. Aufgrund der unterschiedlichen Kundengruppen (Top Trader, Follower) können über das Marketing gezielt Kundengruppen angesprochen werden.
Steigendes Interesse kommt auch aus dem Pool bestehender und neuer Kunden der auf CFD-Trading und Spread Betting spezialisierte ayondo markets Ltd.. Da immer mehr erfahrene Eigenhändler Social Trading für sich entdecken, wächst sowohl die Anzahl als auch die Qualität der Top Trader. Diese Entwicklung zieht einen positiven Effekt für das Geschäftsmodell der AYPM nach sich, da Follower an den Erfahrungen der Top Trader partizipieren.
Durch Vertriebsaktivitäten in verschiedenen EU-Ländern bzw. internationalen Handelsmöglichkeiten in verschiedenen Märkten für Top Trader wird zudem von einer weiteren Reduktion der Ertragsrisiken ausgegangen.
Das Interesse an Social Trading Dienstleistungen ist ungebrochen. Das belegen interne und externe Recherchen bzw. die mediale Berichterstattung. Das Unternehmen ist optimistisch, dass mit weiteren Produktverbesserungen zusätzliche Zielgruppen und – märkte erschlossen werden können.
Die Vermeidung existenzgefährdender Risiken hat beim Eingehen von Geschäften immer Vorrang vor Ertragsgesichtspunkten.
3.3.2.3 Adressenausfallrisiken
Adressenausfallrisiken spielen für die Gesellschaft unmittelbar und mittelbar nur eine untergeordnete Bedeutung. Wir arbeiten nur mit bonitätsmäßig einwandfreien Adressen zusammen. Unsere liquiden Mittel werden bei einem deutschen Kreditinstitut gehalten. Darüber hinaus werden Erträge aus dem Social Trading temporär auf einem Verrechnungskonto bei einem Schwesterunternehmen gehalten.
3.3.2.4 Liquiditätsrisiken
Liquiditätsrisiken im engeren Sinne sind bei der Gesellschaft begrenzt, da die monatlichen Forderungen aus vermögensverwaltender Tätigkeit in der Regel innerhalb von 30 Tagen auf das bei einem deutschen Kreditinstitut geführte Konto eingehen. Zum Aufstellungszeitpunkt des Lageberichts waren alle wesentlichen Forderungen aus Provisionsansprüchen bezahlt.
3.3.2.5 Risiken durch Outsourcing
Die Geschäftsleitung hat sich entschieden, einen wesentlichen Teil der Aufgaben an Dritte auszulagern. Bei den Auslagerungsunternehmen handelt es sich entweder um Unternehmen innerhalb der ayondo Firmengruppe oder um verlässliche Geschäftspartner, mit denen man auf langjährige und gemeinsame Erfahrung bei der erfolgreichen Umsetzung von Geschäftsprozessen zurückblickt.
Mit den Auslagerungen verbundene Risiken werden von der Geschäftsleitung als existent eingeschätzt. Die enge Zusammenarbeit und unterjährige Kontrollen stellen sicher, dass das mit Auslagerung verbundene Risiko gering gehalten wird.
3.3.2.6 Vertriebsrisiko
Einschränkungen bei Vermarktung und Vertrieb können die Konsequenz von sich ändernden aufsichtsrechtlichen Sichtweisen auf Produkt oder Dienstleistungen sein.
Die AYPM geht zum aktuellen Zeitpunkt nicht davon aus, dass es existenzbedrohende Produktinterventionen geben wird. Die bisherigen Aktivitäten der Aufsichtsbehörden erfolgten mit Augenmaß und trugen zur Verbesserung der Dienstleistung sowie zu einem verbesserten Schutz des Kunden bei.
Die Abschaffung einer branchenweiten Nachschusspflicht wurde von ayondo begrüßt. Bereits im Jahr 2015 hatte ayondo hier ein Signal gesetzt und verzichtete als einer der ersten Finanzdienstleister auf die Nachschusspflicht.
3.3.2.7 Modellrisiko
Das Institut bietet eine atypische Vermögensverwaltung an.
Es besteht das Risiko, dass das bestehende Geschäftsmodell nicht mehr marktfähig ist. Es besteht zudem das Risiko, dass die Geschäftsleitung wesentliche Entwicklungen und Trends im Finanzdienstleistungsbereich nicht rechtzeitig erkennt oder falsch einschätzt. Dadurch sind Grundsatzentscheidungen möglich, die eine langfristige Erreichung der Unternehmensziele erschweren oder sogar unmöglich machen.
Das Modellrisko wird durch die Gesellschaft als existent angesehen, aber nicht als wesentlich eingestuft. Hierfür besteht kein Grund, da die Nachfrage nach neuen, innovativen Geschäftsmodellen im Finanzsektor ungebrochen ist. Die Wachstumsraten im Bereich FinTech bleiben auf einem hohen Niveau. Gesetzgeber und Aufsichtsbehörden haben Rahmenbedingungen geschaffen, in denen sich zukunftsorientierte Technologien etablieren können.
3.3.2.8 Reputationsrisiko
Das Reputationsrisiko wird als eines der bedeutenden Risiken für den Geschäftserfolg des Unternehmens definiert. Das Reputationsrisiko beschreibt dabei die Möglichkeit, dass in der öffentlichen Wahrnehmung oder der Kundenwahrnehmung die Kompetenz oder Integrität der Gesellschaft durch Fehlverhalten maßgeblich gestört wird.
Reputationsrisiken können durch negative, einseitige oder bedingt objektive Berichterstattung in der Presse erfolgen. Das gleiche gilt für Bewertungsportale, die ohne redaktionelle Prüfung das Einstellen von Inhalten erlauben.
Social Trading lebt vom Vertrauen der Nutzer in die Dienstleistung. Fehlerhafte Prozessabläufe, technische Fehlfunktionen, Verständnisprobleme oder nicht erfüllte Erwartungen bergen wie bei jeder anderen Finanzdienstleistung grundsätzlich die Gefahr, dass die Akzeptanz sinkt und das Geschäft dadurch nachhaltig beeinträchtigt wird.
Die Gesellschaft ordnet das Reputationsrisiko als gering ein, da zum einen eine hohe Kundenbindung besteht und ayondo darüberhinaus in den vergangenen Jahren mehrfach für die erbrachten Dienstleistungen ausgezeichnet (Quelle: Fuchsbriefe 2017) wurde, dabei unter anderem auch für die Qualität des Kundenservice.
Die Einhaltung von aufsichtsrechtlichen Anforderungen und sonstigen rechtlichen Vorschriften ist Voraussetzung, um Reputationsrisiken zu begegnen. Auch eine strikte Verpflichtung der Mitarbeiter auf Compliancevorgaben soll Reputationsrisiken vorbeugen.
Durch ein aktives Beschwerdemanagement sollen frühzeitig Reputationsrisiken für das Institut bekannt werden. Kundenbeschwerden werden im Rahmen der Geschäftsleitungssitzungen besprochen und Maßnahmen zur Begegnung unmittelbar eingeleitet. Parallel dazu werden in regelmäßigen Abständen sowohl Marktanalysen als auch Kundenbefragungen durchgeführt.
Reputationsrisiken sind allgemeinhin nicht messbar und schwer bewertbar.
3.3.2.9 Operationelle Risiken
Das Operationelle Risiko ist die Gefahr von Verlusten, die in Folge der Unangemessenheit oder des Versagens von internen Verfahren, Menschen und Systemen oder in Folge externer Ereignisse eintreten.
Operationelle Risiken sehen wir für die AYPM insbesondere in der EDV-Sicherheit und Systemstabilität sowie bei den Rechtsrisiken. Diebstahl, Limitüberschreitungen, Insiderhandel, oder falsch bewertete Positionen wird dagegen kommt eine untergeordnete Bedeutung beigemessen.
Als weitere operative Risiken zählen wir Risiken, die sich durch fehlerhafte Prozesse ergeben oder auch Einwirkungen auf unseren betrieblichen Ablauf, die nicht im direkten Einflussbereich der AYPM liegen („Höhere Gewalt“).
Zur Steuerung der operationellen Risiken ist die Beachtung der Compliance- Vorgaben entscheidend. Eine Compliance-Organisation ergibt sich aus den entsprechenden Beschlüssen und Entscheidungen der Geschäftsleitung. Organisations- und Ablaufprozesse sind im OHB und korrespondierenden Prozessbeschreibungen dokumentiert. Die Größe des Unternehmens gestattet es der Geschäftsleitung, die wesentlichen Prozesse unmittelbar laufend zu überwachen.
3.3.2.10 Rechtsrisiken
Da es sich bei der von der AYPM erbrachten Dienstleistung um eine weitestgehend statische Tätigkeit handelt, wurden sämtliche Prozessabläufe mit den beauftragten Anwälten erarbeitet bzw. im Detail abgestimmt. Trotzdem lässt sich ein grundsätzliches Rechtsrisiko bei der von AYPM angebotenen Finanzdienstleistungen nicht ausschließen.
Im Zusammenhang mit dem Aufbau der AYPM wurden alle Kundenverträge im Social Trading neu konzipiert und aufeinander abgestimmt. Es wurden nicht nur die Kundenunterlagen der Follower grundlegend überarbeitet. Auch die Verträge der Top Trader wurden neu erstellt und um Wohlverhaltensregelungen ergänzt.
3.3.2.11 IT Risiken
Die IT nur als Erfolgsfaktor und nicht auch als Risikoquelle zu betrachten, bedeutet den möglichen Erfolg zu gefährden. Die sich in Bezug auf die IT Infrastruktur ergebenen operationelle Risiken werden als wesentlich beurteilt.
Die Gesellschaft hat für die IT-Risiken angemessene Risikosteuerungs- und -controllingprozesse eingerichtet. Diese dienen insbesondere der Feststellung des Schutzbedarfs, die Ableitung von Sicherheitsanforderungen und die Festlegung entsprechender Sicherheitsmaßnahmen umfassen. Darüber hinaus erstrecken sich die im Bereich der technisch-organisatorischen Ausstattung definierten Anforderungen auf von den Fachbereichen selbst entwickelten Anwendungen (sog. individuelle Datenverarbeitung – IDV). Das Unternehmen hat für alle systemkritischen Prozesse adäquate Monitorings im Sinne eines Frühwarnsystems implementiert.
Darüber hinaus werden fortlaufend Daten erhoben und ausgewertet, um darüber Erkenntnisse für die Verbesserung der Systeme und Prozesse zu erlangen.
Das Unternehmen hat ein hohes Informationsrisikobewusstsein auch gegenüber den IT-Auslagerungsunternehmen.
3.3.2.12 Fehlerkostenrisiken
Bei der AYPM können Fehlerkosten entstehen. Die Ursache auftretender Fehler ist meist auf technische Fehlfunktionen zurückzuführen, z.b. wenn das Signalrouting unterbrochen ist oder es bei der Weiterleitung von Signalen zu Verzögerungen kommt. Da die Schnittstelle AAX (ayndo auto execution) eine Brücke zwischen zwei Systemen (und Unternehmen) darstellt, kann es sein, dass nicht immer eindeutig ist, wer der Verursacher potentieller Fehler (kosten) ist.
Alle Arbeitsabläufe werden darauf ausgerichtet, Fehler von vornherein zu vermeiden, statt diese später im operativen Geschäft zu entdecken resp. diese korrigieren zu müssen. Bereits während der Konzeptionierung neuer Produkte oder Prozesse wird versucht potenzielle Fehlerursachen zu identifizieren und diese zu bewerten.
Qualitätsverbesserungsmaßnahmen werden zuerst in den Abläufen durchzuführt, wo sie den größten Nutzen erbringen.
3.3.2.13 Zusammenfassung Risiken
Die AYPM sieht sich bei ihrer Geschäftstätigkeit insbesondere Ertragsrisiken, Reputationsrisiken und operationellen Risiken ausgesetzt. Bei den operationellen Risiken überwiegen IT-Risiken.
Identifizierte Einzelrisiken wurden schriftlich erfasst, werden laufend überwacht und in regelmäßigen Abständen überprüft. Daneben findet eine ständige Weiterentwicklung des Risikomanagementsystems statt.
Rückblickend stellen wir fest, dass die Risikolage der AYPM im abgelaufenen Geschäftsjahr durch eine Reihe außerordentlicher Ereignisse bestimmt wurde. Das Unternehmen war sich zu jedem Zeitpunkt der jeweiligen Risiken bewusst und hat diese proaktiv gesteuert. Durch die Einbettung der AYPM in die ayondo Holding AG und die zwischen beiden Gesellschaftten bestehende Patronatserklärung wird gewährleistet, dass das Unternehmen während der Anlaufphase des operativen Geschäftes und darüber hinaus über ausreichend liquide Mittel verfügt.
Die aufsichtsrechtlichen Anforderungen an die Eigenmittel sowie die Liquidität wurden durch die AYPM jederzeit erfüllt.
Die wesentlichen Finanzierungsquellen der AYPM sind transaktionsbezogene Gebühren aus erfolgreich gerouteten Signalen, aus denen Handelsgeschäfte bei ayondo markets Ltd. generiert werden, die als kontoführendes Handelsinstitut und Ausführungsort der durch Signale initiierten Handelsgeschäfte des Followers agiert.
4 NACHTRAG UND AUSBLICK
Eine Gefährdung der Geschäftsentwicklung kann durch unterschiedliche Faktoren hervorgerufen werden, die das Marktumfeld temporär oder dauerhaft verschlechtern. Dazu gehört vor allem Druck auf das Geschäftsmodell durch einen steigenden Wettbewerb, niedrigere Erlöse und höhere Kosten. Ebenfalls negativ wirkt eine Verschlechterung der Akzeptanz für die Dienstleistung seitens der Kunden, regulatorisch getriebene Einschränkungen im Bezug auf den Handel mit CFDs bzw. des Vertriebs der Produkte oder auch für Social Trading ungünstige Börsensituationen.
Das Institut wird regelmäßige Markt- und Kundenanalysen durchführen, um negative Trends vorzeitig zu antizipieren und die eigene Geschäftsstrategie entsprechend der Erkenntnisse anzupassen.
Jahresbilanz zum 31.12.2017
der ayondo portfolio management GmbH, Frankfurt am Main
a) täglich fällig 99.826,10 169.816,00
2. Forderungen an Kunden 14.710,82 0,00
an Finanzdienstleistungsinstitute Euro 14.710,82
3. Sachanlagen 562,00 900,00
4. Sonstige Vermögensgegenstände 14.200,62 5.024,68
129.299,54 175.740,68
1. Sonstige Verbindlichkeiten 22.077,41 2.809,90
a) andere Rückstellungen 47.295,59 53.657,28
3. Nachrangige Verbindlichkeiten 0,00 12.485,39
Gezeichnetes Kapital 50.000,00 50.000,00
b) Kapitalrücklage 220.000,00 180.000,00
c) Bilanzverlust – 210.073,46 – 123.211,89
Eigenkapital 59.926,54 106.788,11
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 01.01.2017 bis 31.12.2017
der ayondo portfolio management GmbH, Frankfurt am Main,
1. Zinsaufwendungen 162,06 141,17
2. Provisionserträge 12.371,07 0,00
3. Provisionsaufwendungen 574,16 518,28
4. Sonstige betriebliche Erträge 2.753,96 2.506,48
a) andere Verwaltungsaufwendungen 100.912,38 54.351,75
6. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen 338,00 113,51
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen 0,00 294,50
8. Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit – 86.861,57 – 52.912,73
9. Jahresfehlbetrag 86.861,57 52.912,73
10. Verlustvortrag aus dem Vorjahr 123.211,89 70.299,16
11. Bilanzverlust 210.073,46 123.211,89
Firmenname laut Registergericht: ayondo portfolio management GmbH
Register-Nr.: 102933
Der Jahresabschluss der ayondo portfolio management GmbH wurde auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuchs und erstmalig auf der Grundlage der Verordnung über die Rechnungslegung der Kreditinstitute und Finanzdienstleistungsinstitute (RechKredV) aufgestellt. Aufgrund der Anwendung der RechKredV hat die ayondo portfolio management GmbH an Stelle des § 266 HGB über die Gliederung der Eröffnungsbilanzwerte das Gliederungsschema der RechKredV anzuwenden.
Die Gesellschaft hat die Erlaubnis, als Finanzdienstleistung die Anlagevermittlung (§ 1 Abs. 1a Satz 2 Nr. 1 KWG), die Abschlussvermittlung (§ 1 Abs. 1a Satz 2 Nr. 2 KWG) und die Finanzportfolioverwaltung (§ 1 Abs. 1a Satz 2 Nr. 3 KWG) zu erbringen. Die Gesellschaft unterliegt damit als Finanzdienstleistungsinstitut den Regelungen der §§ 340 ff HGB. Auf die Gesellschaft sind die Regelungen anzuwenden, wie sie für große Kapitalgesellschaften Anwendung finden.
Die Gliederungen von Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung werden nach der Verordnung über die Rechnungslegung der Kreditinstitute und Finanzdienstleistungsinstitute (RechKredV) vorgenommen.
Die Gesellschaft ist gemäß Einlagensicherungs- und Anlegerentschädigungsgesetz Mitglied in der Entschädigungseinrichtung der Wertpapierhandelsunternehmen (EdW).
Die Forderungen an Kreditinstitute, die Forderungen an Kunden sowie die sonstigen Vermögensgegenstände wurden zu Nominalwerten bilanziert. Die Bewertung erfolgte unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken.
Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert.
Die sonstigen Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.
Die Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und sind mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag angesetzt.
Die Aufwendungen und Erträge wurden periodengerecht erfasst.
Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten werden zum Devisenkassamittelkurs gemäß § 256a HGB am Bilanzstichtag umgerechnet.
Beim Jahresabschluss konnten die bisher angewandten Bewertungsmethoden übernommen werden. Bei den Bilanzierungsmethoden ist auf die erfolgte Umstellung der Anwendung der RechKredV hinzuweisen.
Die Fristigkeiten der Forderungen gemäß § 9 RechKredV sind der nachfolgenden Übersicht zu entnehmen:
Die Forderungen an Kreditinstitute und die Forderungen an Kunden sind täglich fällig.
Die Forderungen an Kunden bestehen in Höhe von Euro 14.710,82 (Vorjahr: Euro 0,00) gegenüber verbundenen Unternehmen.
Die kumulierten Abschreibungen betrugen zum Beginn des Geschäftsjahres: Euro 113,51.
Die kumulierten Abschreibungen betrugen am Ende des Geschäftsjahres: Euro 451,51.
Angabe zu sonstigen Vermögensgegenständen
Die sonstigen Vermögensgegenstände bestehen im Wesentlichen aus den Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen in Bezug auf Umsatzsteuererstattungen in Höhe von Euro 13.661,62 (Vorjahr: Euro 5.024,68).
Angabe zu sonstigen Verbindlichkeiten
Die sonstigen Verbindlichkeiten bestehen im Wesentlichen aus Kosten für Compliance in Höhe von Euro 7.686,45 (Vorjahr: Euro 0,00) und Kosten für Controlling, Reporting und Internal Audit in Höhe von Euro 7.378,00 (Vorjahr: Euro 0,00).
Angabe zu Rückstellungen
Bei Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden künftige Preis- und Kostensteigerungen in Höhe der allgemeinen Inflationsrate berücksichtigt und eine Abzinsung auf den Bilanzstichtag vorgenommen. Als Abzinsungssätze werden die den Restlaufzeiten der Rückstellungen entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssätze der vergangenen sieben Geschäftsjahre verwendet, wie sie von der Deutschen Bundesbank gemäß Rückstellungsabzinsungsverordnung monatlich ermittelt und bekannt gegeben werden. Alle Rückstellungen haben eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr.
Unter den Rückstellungen sind insbesondere Kosten im Zusammenhang mit der Abschlusserstellung und -prüfung in Höhe von Euro 14.272,50 (Vorjahr: Euro 8.920,00), Konzerndienstleistungen in Höhe von Euro 11.569,41 (Vorjahr: Euro 13.992,54) und Kosten für Compliance, Controlling, Reporting und Internal Audit in Höhe von Euro 6.200,00 (Vorjahr: Euro 0,00) enthalten.
Gesamtbetrag der Vermögensgegenstände und Schulden, die auf Fremdwährung lauten
Die Vermögensgegenstände, die auf Fremdwährung lauten, betragen Euro 1.531,37 (Vorjahr: Euro 0,00).
Die Schulden, die auf Fremdwährung lauten, betragen Euro 11.569,41 (Vorjahr: Euro 13.992,54).
Es bestehen keine Haftungsverhältnisse oder sonstige Verpflichtungen.
(§ 42 Abs. 3 GmbHG)
Forderungen 13.661,62 5.024,68
Verbindlichkeiten 2.392,78 0,00
Der Gesamtbetrag der bilanzierten Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als 5 Jahren beträgt Euro 0,00 (Vorjahr: Euro 12.485,39).
Der Betrag der Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr beträgt Euro 22.077,41 (Vorjahr: Euro 2.809,90).
Der Betrag der Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit größer einem Jahr beträgt Euro 0,00 (Vorjahr: Euro 12.485,39).
Ein Betrag in Höhe von Euro 40.000 wurde im Geschäftsjahr in die freie Kapitalrücklage gem. § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB eingestellt.
Aus der Kapitalrücklage wurde nichts entnommen.
Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresfehlbetrag für das Geschäftsjahr 2017 (Euro: 86.861,57) zusammen mit dem Verlustvortrag (Euro: 123.211,89), die den Bilanzverlust (Euro: 210.073,46) bilden, auf neue Rechnung vorzutragen.
Die Provisionserträge werden wie folgt aufgegliedert:
Tätigkeitsbereich Umsatz
Finanzportfolioverwaltung 12.371,07
Die Provisionserträge aus der Finanzportfolioverwaltung werden im Wesentlichen mit Kunden im Inland erzielt.
In der Erfolgsrechnung sind periodenfremde Aufwendungen in Höhe von Euro 1.772,50 (Vorjahr: Euro 0,00) enthalten.
Die Aufwendungen wurden im Posten andere Verwaltungsaufwendungen erfasst.
Angabe zu Währungsumrechnungen
Die Erträge aus der Währungsumrechnung betragen Euro 1.194,76 (Vorjahr: Euro 0,00) und sind unter den sonstigen betrieblichen Erträgen ausgewiesen.
Die Aufwendungen aus der Währungsumrechnung betragen Euro 0,00 (Vorjahr: Euro 294,50).
Aufwendungen für nachrangige Verbindlichkeiten
Die Aufwendungen für nachrangige Verbindlichkeiten betragen Euro 162,06 (Vorjahr: Euro 141,17).
Nach dem Schluss des Geschäftsjahres sind folgende Vorgänge von besonderer Bedeutung, die weder in der Bilanz noch in der Gewinn- und Verlustrechnung zum Bilanzstichtag berücksichtigt wurden, eingetreten:
Bis zur Aufstellung des Jahresabschlusses wurden insgesamt Euro 125.000,00 in die freie Kapitalrücklage gem. § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB eingestellt.
Angaben zum Honorar des Abschlussprüfers
Das vom Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar beträgt Euro 14.925,00 und gliedert sich wie folgt:
Honorar des Abschlussprüfers EUR
a) Abschlussprüfungsleistungen 9.500,00
b) andere Bestätigungsleistungen 4.000,00
d) sonstige Leistungen 1.425,00
Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigten Arbeitnehmer betrug 0,00 (Vorjahr: 0,00).
Geschäftsführer: Robert Lempka (Diplom-Kaufmann)
Geschäftsführer: Kurt Ziegler (Diplom-Betriebswirt)
Die Geschäftsführer haben für ihre Geschäftsführungstätigkeit keine Vergütung erhalten.
Die ayondo portfolio management GmbH wird in den Konzernabschluss der ayondo Holding AG, Zug, Schweiz, einbezogen, der in den Büroräumen der ayondo Holding AG eingesehen werden kann. Die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der ayondo portfolio management GmbH ist im Kontext mit der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Muttergesellschaft zu bewerten.
der ayondo portfolio management GmbH, Frankfurt
AHK 01.01.2017
EUR Kum. Abschreibungen Zuschreibungen
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.013,51 451,51 562,00
Sachanlagen 1.013,51 451,51 562,00
Frankfurt am Main, 15. Mai 2018
gez. Kurt Ziegler
Der Jahresabschluss wurde am 09. Juni 2018 festgestellt.
Wir haben den Jahresabschluss – bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang – unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der ayondo portfolio management GmbH, Frankfurt am Main, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2017 bis 31. Dezember 2017 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.
Frankfurt am Main, den 29. Mai 2018
Waßmann, Wirtschaftsprüfer /Sprengard, Wirtschaftsprüfer
DonauReal Beteiligungs GmbHbilanz
DonauCapital Investment GmbH, Ruderting
Kassenbestand 0,00 1.941,47
täglich fällige Gelder 375.483,27 578.450,13
3. Forderungen an Kunden 365.910,38 208.008,04
darunter: an Finanzdienstleistungsinstitute EUR 88.807,39
4. Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere 36.851,82 34.067,52
5. Beteiligungen 12.551,77 12.551,77
6. Immaterielle Anlagewerte 8,00 8,00
7. Sachanlagen 1.242,00 1.810,00
8. Sonstige Vermögensgegenstände 14.506,88 4.387,62
9. Rechnungsabgrenzungsposten 139,92 139,92
806.694,04 841.364,47
darunter: 486.269,88 350.683,39
gegenüber Finanzdienstleistungsinstitute EUR 486.269,88
2. Sonstige Verbindlichkeiten 115.458,60 91.504,36
a) Steuerrückstellungen 0,00 0,00
b) andere Rückstellungen 94.021,00 94.021,00 56.388,00
4. Fonds für allgemeine Bankrisiken 25.000,00 25.000,00
a) gezeichnetes Kapital 51.000,00 51.000,00
b) Kapitalrücklage 12.000,00 12.000.00
ca) gesetzliche Rücklage 5.100,00 5.100,00
d) Bilanzgewinn 17.844,56 85.944,56 249.688,72
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 01.01. – 31.12.2017
der DonauCapital Investment GmbH, Ruderting
1.1.-31.12.2017 1.1.-31.12.2016
1. Zinserträge aus Kredit- und Geldmarktgeschäften 11,53 46,61
2. laufende Erträge aus Aktien und anderen nicht festverzinslichen Wertpapieren 175,60 450,00
3. Provisionserträge 4.892.988,74 5.862.400,54
4. Provisionsaufwendungen 4.612.920,17 280.068,57 5.505.753,97
5. sonstige betriebliche Erträge 20.644,99 6.333,66
aa) Löhne und Gehälter 191.945,00 261.578,00
darunter: für Altersversorgung EUR 0,00 16.439,39 16.375,30
b) andere Verwaltungsaufwendungen 88.986,29 297.370,68 73.828,39
7. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen 652,03 605,00
8. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Forderungen und bestimmte Wertpapiere sowie Zuführungen zu Rückstellungen im Kreditgeschäft 0,00 3.101,10
9. Erträge aus Zuschreibungen zu Forderungen und bestimmten Wertpapieren sowie aus der Auflösung von Rückstellungen im Kreditgeschäft 6.082,98 0,00
10. Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit 8.960,96 7.989,05
11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 805,12 3.123,00
12. Jahresüberschuss 8.155,84 4.866,05
13. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 9.688,72 244.822,67
14. Bilanzgewinn 17.844,56 249.688,72
Gesamte AK und HK am Beginn des Geschäftsjahres Umbuchungen
– Abgänge Gesamte AK und HK am Ende des Geschäftsjahres
Beteiligungen EUR 0,00
EUR 12.551,77 0,00 12.551,77
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten EUR 0,00
EUR 3.410,42 0,00 3.410,42
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung EUR 84,03
EUR 17.137,46 0,00 17.221,49
Summe gesamt EUR 84,03
EUR 33.099,65 0,00 33.183,68
kumulierte Abschreibung am Beginn des Geschäftsjahres – Abgänge
+ Abschreibungen des Geschäftsjahres kumulierte Abschreibung am Ende des Geschäftsjahres Buchwerte am Ende des Geschäftsjahres
Beteiligungen 0,00
0,00 0,00 0,00 12.551,77
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00
3.402,42 0,00 3.402,42 8,00
15.327,46 652,03 15.979,49 1.242,00
18.729,88 652,03 19.381,91 13.801,77
der DonauCapital Investment GmbH
Der Jahresabschluss der DonauCapital Investment GmbH ist nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) in Verbindung mit der Verordnung über die Rechnungslegung der Kreditinstitute (RechKredV) unter Beachtung der Regelungen des GmbHG aufgestellt.
Die DonauCapital Wertpapier AG wurde mit Beschluss vom 27.12.2016 in die DonauCapital Investment GmbH umgewandelt (Formwechsel). Die Eintragung erfolgte ins Handelsregister am 09.01.2017.
Die DonauCapital Investment GmbH mit Sitz in Ruderting wird beim Registergericht Passau unter der Nummer HRB 9945 geführt (§264 Abs. 1 a HGB).
Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere wurden mit den Anschaffungskosten bzw. mit dem niedrigeren beizulegenden Wert bewertet.
Die immateriellen Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten bewertet und linear, im Jahr des Zugangs pro rata temporis, abgeschrieben.
Sachanlagen werden zu Anschaffungs-/Herstellungskosten aktiviert und planmäßig linear abgeschrieben.
Die Forderungen an Kreditinstitute betreffen die laufenden Kontokorrentabwicklungskonten und Provisionsansprüche (EUR 375.483,27).
Die Forderungen an Kunden betreffen Honorare aus der Portfolioverwaltung und Provisionsansprüche aus der Anlagevermittlung (EUR 365.910,38).
Unter Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere werden Aktien in Höhe von EUR 36.851,82 ausgewiesen.
Die immateriellen Anlagewerte und das Sachanlagevermögen ist im Folgenden Anlagespiegel dargestellt.
Unter den immateriellen Anlagewerten werden die in der Gesellschaft genutzte Software und Lizenzen ausgewiesen. Die Sachanlagen beinhalten Betriebs- und Geschäftsausstattung.
Der Verbindlichkeiten gegenüber von Kunden enthalten Provisionsverbindlichkeiten in Höhe von EUR 486.269,88, davon gegenüber Finanzdienstleistungsinstituten in Höhe von EUR 486.269,88.
Das Eigenkapital der Gesellschaft setzt sich zum 31.12.2017 aus EUR 51.000,00 gezeichnetes Kapital, aus EUR 12.000,00 Kapitalrücklage, aus EUR 5.100,00 Gewinnrücklage und aus EUR 17.844,56 Bilanzgewinn zusammen.
Die Restlaufzeiten der Forderungen und Verbindlichkeiten nach der Fristengliederung gemäß § 9 RechKredV betreffen Forderungen an Kunden (Aktivposten Nr. 3) in Höhe von EUR 365.910,38 (Vj. 208.008,04). Davon mit einer Restlaufzeit bis zu drei Monaten in Höhe von EUR 365.910,38 (Vj. EUR 208.008,04) dargestellt.
Die Provisionserträge in Höhe von EUR 4.892.988,74 resultieren aus der Anlagevermittlung und der Vermögensverwaltung.
Bei den Provisionsaufwendungen handelt es sich um Provisionen für die Vermittlung (EUR 4.612.920,17).
Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten Dienstleistungen und Weiterbelastungen (EUR 20.644,99).
In den allgemeinen Verwaltungsaufwendungen in Höhe von EUR 297.370,68 sind enthalten, Personalkosten EUR 208.384,39 und andere Verwaltungskosten EUR 88.986,29.
Bei den Abschreibungen auf immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen handelt es sich um planmäßige Abschreibungen in Höhe von EUR 652,03.
Die Erträge aus Zuschreibungen zu Forderungen und bestimmten Wertpapieren sowie aus der Auflösung von Rückstellungen im Kreditgeschäft beinhalten Abschreibungen auf Wertpapiere der Liquiditätsreserve in Höhe von EUR 1,00, Zuschreibungen auf Wertpapiere der Liquiditätsreserve in Höhe von EUR 3.735,30 und Gewinne aus der Veräußerung von Wertpapieren der Liquiditätsreserve in Höhe von EUR 2348,68.
Ohne Geschäftsführer beschäftigte die Gesellschaft in 2017 durchschnittlich 5 Mitarbeiter.
3. Angaben nach § 285 Nr. 17 HGB
a) die Abschlussprüfungsleistungen EUR 7.500,00
b) andere Bestätigungsleistungen EUR 6.000,00
4. Angaben nach § 285 Nr. 33 HGB
5. Angaben nach § 285 Nr. 34 HGB
Die Geschäftsführer schlagen vor, den Jahresüberschuss zum 31.12.2017 in Höhe von EUR 8.155,84 in den Bilanzgewinn einzustellen und den Bilanzgewinn in Höhe von EUR 17.844,56 auf neue Rechnung vorzutragen.
Im Bereich der Finanzmärkte verweilt der Leitzins innerhalb der Eurozone weiterhin bei Null, wobei mit einer Anhebung erst für 2019 gerechnet wird. Dagegen hat man in den USA schon eine Normalisierung der Zinspolitik eingeleitet, so dass 2018 mit drei weiteren Zinsschritten gerechnet wird. Der DAX konnte sich in diesem Umfeld auf Jahressicht um 12,5% auf 12.917 Punkte verbessern.
Die DonauCapital Investment GmbH ist tätig in den Geschäftsbereichen B2B-Brokerage. Vermögensverwaltung (klassisch) und Vermögensverwaltung/Ordermanagement für Managed Accounts sowie die Anlagevermittlung und Anlageberatung. Das Unternehmen verfügt über verschiedene Zulassungen zur Erbringung von Finanzdienstleistungen. Es wird von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) und der Deutschen Bundesbank beaufsichtigt.
Der Geschäftsbereich Introducing Brokerage stellt nach der Weichenstellung in den Jahren 2005/06 mittlerweile das Kerngeschäft der Gesellschaft dar. Die Gesellschaft hat mit verschiedenen Broker- und Bankhäusern vertragliche Vereinbarungen zur· Kundenzuführung. DonauCapital Investment GmbH beschäftigt keine eigenen Vertriebsmitarbeiter in diesem Unternehmensbereich. Die Kundenzuführung erfolgte direkt noch bis August, im Rahmen von vertraglichen Vereinbarungen über vertraglich gebundene Vermittler (ayondo GmbH) und Finanzdienstleistungsunternehmen (DonauCapital Wertpapier GmbH, FinanzAdmin) im persönlichen Kundenkontakt, Online bzw. onlineunterstützend im Rahmen von Auslagerungsvereinbarungen. Die Vermittlerunternehmen nutzen die Infrastruktur der DonauCapital Investment GmbH hauptsächlich im Segment derivativer Finanzinstrumente, z.B. Futures, Contracts for Difference (CFD), bzw. im Devisenkassahandel, um zu günstigen Preisen eigene Orders zu platzieren. Regulatorisch erbringt DonauCapital Investment GmbH für ihre Vermittler und deren Kunden die Kontovermittlung bzw. Anlagevermittlung.
Im Bereich „klassische Vermögensverwaltung“ bietet die Gesellschaft ihren Kunden Finanzportfoliotätigkeiten, hauptsächlich über die DABbank und der HelloBank an. Die Aktivitäten entwickelten sich in diesem Segment im vergangenen Jahr wie erwartet. Im Rahmen der Vermögensverwaltung nutzt die Gesellschaft ein programmgestütztes Signalsystem um Orders zu generieren.
Der Bereich Vermögensverwaltung/Ordermanagement (strukturiertes, signalgetriebenes Vermögens- bzw. Ordermanagement, z.B. auf Basis von Devisen, Aktien, bzw. Optionen auf Volatilitäten, bietet Kunden die Möglichkeit Teile des Vermögens risikoorientierter anzulegen) im Rahmen von Managed Accounts soll weiter ausgebaut werden. Trotz der Schwankungsrisiken in diesem Segment, erwarten wir in den Bereichen Handels- und Signalsysteme durch die hohe Transparenz dieser trading orientierten, jedoch auch hochriskanten Kapitalanlage weiter Nachfrage. Jedoch wurden wenige W-Verträge zum Jahreswechsel gekündigt, da mit Einführung der MIFID II Regelungen, insbesondere kleinere Anlagemodelle nicht mehr wirtschaftlich umgesetzt werden konnten.
Eine Entscheidung, ob die Anlageberatungsleistungen der DonauCapital Investment GmbH zukünftig als Honoraranlageberatung oder als abhängige Beratung erfolgen soll, ist noch nicht getroffen.
In 2017 konnte im Rahmen von Abschlussvermittlungstätigkeiten ein Kundenmandat gewonnen werden, für das ausschließlich „Interesse wahrende“ Kundenorders bearbeitet und ausgeführt werden.
Im Geschäftsjahr 2017 liegt der Gesamtbetrag der Provisionserträge mit 4.893 TEUR ca. um 16,5 % unter dem Vorjahr (5.862 TEUR). Der Provisionsüberschuss, Provisionserträge abzüglich Provisionsaufwendungen, verminderte sich auf 280 TEUR (Vorjahr 357 TEUR). Das Jahresergebnis mit einem Jahresüberschuss in Höhe von 8 TEUR liegt in etwa gleich zum dem Vorjahresergebnis von 5 TEUR.
Im Geschäftsjahr wurden die Weichen für weitere Strukturänderungen, aufgrund aufsichtsrechtlicher bzw. CRR-Vorgaben, gestellt. Das BaFin-Grundsatzreferat entschied, dass die bisher erbrachte Anlagevermittlung der ayondo GmbH als Finanzportfolioverwaltung eingruppiert wird. Daher wurde in 2015 eine ayondo Portfolio Management GmbH gegründet und ein Antrag auf Zulassung zur Finanzportfoliotätigkeit gestellt. Die Zulassung des Ayondo-Konzern Unternehmens, ayondo Portfolio Management GmbH, wurde zum September 2017 aktiviert. Zeitgleich wechselte der Tied Agent ayondo GmbH unter das Haftungsdach der ayondo Ltd., London.
Die DonauCapital Investment GmbH wird sich auf Vermögensverwaltungstätigkeiten, Abschlussvermittlung und Vermittlungstätigkeiten zwischen institutionellen Kunden und geeigneten Gegenparteien und Privatkunden aus dem Bereich der Abschlussvermittlung konzentrieren.
Die Kundenzahlen bzw. das zu verwaltende Vermögen im Bereich Vermögensverwaltung konnten 2017 auf Basis der Vorjahreszahlen abermals gesteigert werden.
Im Berichtszeitraum waren, ohne Geschäftsleiter, zum Stichtag 31.12.2017 -5- Mitarbeiter beschäftigt. Es bestanden bis zum 31.08.2017 Verträge für Anlagevermittler nach § 2 Abs. 10 KWG mit der Ayondo GmbH. Seit diesem Zeitpunkt beschäftigt DonauCapital Investment GmbH keine vertraglich gebundenen Vermittler mehr.
Der Gesamtbetrag der Provisionserträge der DonauCapital Investment GmbH im Geschäftsjahr 2017 betragen 4.893 TEUR. Die Erträge resultieren hauptsächlich aus Provisions- und Courtageerträgen des Geschäftsbereiches Brokerage. Die Gesellschaft erzielte einen Jahresüberschuss von 8 TEUR.
Die liquiden Mittel einschließlich der Aktien und anderen nicht verzinslichen Wertpapiere abzüglich kurzfristiger Verbindlichkeiten betragen zum Bilanzstichtag 88 TEUR (Vorjahr 328 TEUR).
Die Bilanzsumme des Unternehmens verringerte sich von 806 TEUR im Vorjahr auf 841 TEUR.
Das Eigenkapital veränderte sich um 232 TEUR auf 86 TEUR (Vorjahr 318 TEUR), aufgrund der Ausschüttung 2017 in Höhe von 240 TEUR an die Gesellschafter.
Das Stammkapital der Gesellschaft beträgt unverändert 51 TEUR.
Nach wie vor verfolgt die DonauCapital Investment GmbH die finanziellen Ziele, durch gesundes Wachstum, den Wert, die Erlöse und das Ergebnis des Unternehmens zu steigern. Die Geschäftsleitung ist stets bestrebt, dieses Wachstum im Einklang mit den Umfeldbedingungen und in einem angemessenen Chance-/Risiko-Verhältnis zu realisieren.
Der Geschäftsbereich Brokerage ist mit der Ausgliederung der vertraglich gebundenen Vermittler nunmehr als Großvermittler (-händler) zwischen Finanzdienstleistungsunternehmen tätig. Die Anlage- und Kontovermittlung ist weiterhin Hauptertragsquelle der Gesellschaft.
4. Vermögensverwaltung „klassisch“
Der Geschäftsbereich klassische Vermögensverwaltung wird auch zukünftig angeboten werden. Mit der Installation eines strukturierten Anlagemanagement von ETF-Produkten konnten 2017 abermals Erfolge verzeichnet werden. Das breit strukturierte System zeichnet sich dadurch aus, dass individuelle Risikomaßstäbe automtisiert im Rahmen eines Vermögensverwaltungsmandates umgesetzt werden. Die zu erwartenden MIFID II Anforderungen werden in diesem System bereits vollständig erfüllt.
5. Vermögensverwaltung/Ordermanagement „Managed Accounts“
Die Gesellschaft hat bereits bei ihrer Gründung 1997 als Nische den kurzfristigen Wertpapierhandel besetzt. Als Weiterentwicklung über Direktbanken zu EU-zugelassenen Spezialbanken für Finanzinstrumente können diese Dienstleistungen nunmehr in einer anderen Qualität angeboten werden. DonauCapital bietet ein Spektrum von verschiedenen Managed Account-Systemen für Investoren an. Unter anderem ist das Risikomanagement im Bereich Kundenhandel eine der Kernaufgaben von DonauCapital. Um hier von punktueller, manueller Überwachung unabhängiger zu werden, hat sich die Gesellschaft entschlossen über die Schnittstellen der Banken/Broker eine eigene Software programmieren zu lassen. Nach Installation werden Überwachungs- und Benachrichtigungstätigkeiten automatisiert an die Handelsüberwachung erfolgen.
6. Klassische Anlageberatung, Anlagevermittlung
Die Gesellschaft verfügt auf regionaler Ebene über derzeit einen Mitarbeiter, der bereits langjährig Kunden in diesem Segment betreut.
7. Abschlussvermittlung
Die Gesellschaft betreut mit einem Mitarbeiter ein Kundenmandat zur Ausführung von „Interesse wahrenden“ Orders. Das Onboarding bzw. die Umsetzungsschritte bis z.B. Abschlussvermittlervertrag oder Telefonaufzeichnung der Orders wurden rechtsanwaltschaftlich begleitet.
Aufgrund von der überschaubaren und klaren Organisations- und Kontrollstrukturen der Gesellschaft können die Geschäftsleiter Risiken frühzeitig erkennen und kontrollieren. Um möglichen Chancen nutzen zu können, werden nur angemessene Risiken eingegangen.
Die Geschäftsbereiche Brokerage, klassische Vermögensverwaltung und Managed Accounts weisen unterschiedliche Chancen und Risikopotenziale und Abhängigkeiten zu den Kapitalmärkten auf. Auf Basis einer fortlaufenden Analyse der Händler und der Abwicklungspartner sowie der Finanzmärkte werden ein frühzeitiges Erkennen sowie Begrenzen von Risiken angestrebt. Die programmunterstütze Überwachung von Kundenhändlern, bzw. von Kundenbeständen, verbessert die Erfordernisse erheblich.
Die Geschäftstätigkeit von DonauCapital Investment GmbH unterliegt den Einflüssen der Entwicklungen der wirtschaftlichen und konjunkturellen Lage. Ebenso ist das Unternehmen von der Situation und der Entwicklungen an den inländischen und ausländischen Kapitalmärkten sowie der gesetzlichen Rahmenbedingungen abhängig. Im Falle einer deutlichen Verschlechterung des Börsenumfeldes, könnten sich die Umsätze des Unternehmens reduzieren. Durch eine permanente Markt- und Wettbewerbsanalyse soll sichergestellt werden, Veränderungen rechtzeitig zu erkennen und entsprechende Maßnahmen zu ergreifen. Unklar ist auch wie sich veränderte Gesetze und Rechtsprechungen auf das Unternehmen auswirken. Erheblichen Einfluss hat die mögliche Einführung einer Finanzmarkttransaktionssteuer. Jedoch ist hier zu differenzieren, wer von den Marktbeteiligten wie betroffen sein wird. Ebenfalls von erheblichen positiven wie auch negativen Einfluss könnte sein, dass erstmals ein Gericht die Vermittlung von Vermögensverwaltungsverträgen, entgegen der BaFin-Praxis, als nicht zulassungswürdig eingestuft hat. Für wesentlich erachtet die Gesellschaft, die Veränderungen der Anforderung an die Eigenmittelberechnung bzw. Überwachung der Institute. Inwieweit die derzeitigen Konsultationen zu weiteren Anpassungen von Finanzdienstleistern mit Vermittlern und dem EU-Pass zu weiteren Verschärfungen der Eigenmittelvorgaben führen, kann derzeit nicht bewertet werden. Ob eine weitere Anpassung von den Gesellschaftern mitgetragen wird, kann ebenfalls nicht bewertet werden.
Die unternehmensspezifischen Risiken können sich vor allem in den Geschäftsbeziehungen zu Partnern und Dienstleistern auswirken. Hier besteht das Risiko, dass Partnerunternehmen ausfallen können und es dadurch zu Umsatz- sowie Ertragseinbußen kommen kann. Da die Kundengewinnung und Betreuung weitestgehend auf das Medium Internet, z.B. durch Verzahnung der Kontovermittlung an die jeweiligen, in der EU beheimateten Banken/Broker, gestützt ist, wird dieses Risiko derzeit als gering betrachtet. Ebenfalls können kurzfristige Änderungen in der Geschäftspolitik von Partnerbanken (Einstellung von Teilbereichen Wertpapierdienstleistungen, Preisanhebungen, Umstellung im Rahmen von MIFID II – Anforderungen) zu erheblichen Belastungen/Umsatzrückgängen führen.
Weiterhin könnten Risiken aus Nichtbeachtung von Kundenvorgaben, Systemabstürzen, fehlerhaften Handelsaktivitäten und Überschreitung von Handelsvorgaben entstehen. Die Überwachen der Kundenbestände im Rahmen vertraglicher Vereinbarungen erfolgt manuell. Es werden laufend die Risikopositionen überwacht ebenso die Einhaltung von S/L-Vorgaben der einzelnen Händler. lm Rahmen der ETF-basierten Vermögensverwaltung erfolgt die Überwachung der Kundenbestände weitgehend durch die IT, manuell erfolgt die stichprobenartige Überprüfung der Einhaltung der jeweiligen Kundenvorgaben.
Die Gesellschaft verfügt über zuletzt 2017 aktualisierte, von einer spezialisierten Rechtsanwaltskanzlei erstellten, MIFID II konformen Kundenvertragswerke. Diese Vertragswerke mit den entsprechenden weiteren Kundenmaterialien stehen den Vermittlern, und deren angebundenen vertraglich gebundenen Vermittlern, schreibgeschützt, durch interne Zugänge auf der Homepage zur Verfügung.
Die Zahlungsausfallrisiken im Bereich Brokerage sind, nach erfolgter Einführung der MIFID II, bei den verbleibenden Partnerunternehmen (Broker, Banken) derzeit als gering zu betrachten. Trotzdem unterhält DonauCapital Investment GmbH zu weiteren verschiedenen Banken und Brokern Kontakte, um unter Umständen kurzfristig alternative Abwicklungen bieten zu können. Ebenso erachten wir den Zahlungsausfall der Forderungen gegenüber Kreditinstitute (Raiffeisenbank, DABbank, Commerzbank, VKB-Bank) als gering. Wertpapiere werden derzeit nur in geringem Umfang gehalten. Das daraus resultierende Bonitätsrisiko wird als überschaubar gewertet.
Alternative Marktsegmente bzw. die Anbindung neuer Banken/Broker, um Kunden zusätzliche Finanzprodukte zum Eigenhandel anbieten zu können, werden geprüft bzw. befinden sich im Einführungsstadium.
Die Öffnung der Gesellschaft für weitere Segmente (ETF-basierte W mit automatisierten Signalen) zeigt Erfolge. Die Gesellschaft befindet sich in Gesprächen mit Anbietern weiterer automatisierter Vermögensverwaltung und wird, nach eingehender Prüfung, Angebote in das Kundenprogramm aufnehmen.
Die DonauCapital Investment GmbH wird sich auch in Zukunft den Herausforderungen des sich stetig wandelndes Marktes stellen. Früher als Nischenanbieter tätig, bietet die Gesellschaft verstärkt Dienstleistungen, wie Auslagerung, mit Bezug zu den Kerngeschäften, an. Die Gesellschaft bewertet die Möglichkeiten als Nischenanbieter weiter positiv.
Trotz weiterer anstehender gesetzlicher Änderungen bzw. organisatorischem Mehraufwand bewerten wir die Zukunft des Unternehmens weiter als positiv.
Ruderting im März 2018
Wir haben den Jahresabschluss – bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang – unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der DonauCapital Investment GmbH für das Geschäftsjahr vom 01.01.2017 bis 31.12.2017 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.
Auf der Gesellschafterversammlung vom 30.07.2018 wurde der Jahresabschluss festgestellt und beschlossen, den Bilanzgewinn in Höhe von 17.844,56 EUR auf neue Rechnung vorzutragen.
Hauptversammlung der KlimaINVEST GmbH & Co. KGaA

References: § 256
 § 340
 § 9
 § 285
 § 285
 § 285
 § 286
 § 42
 § 264
 § 285
 § 285
 § 285
 § 2
 EUGH 
 § 317
 § 24
 Art. 31
 § 25
 § 266
 § 256
 § 9
 § 272
 § 272
 § 9
 § 285
 § 285
 § 285
 § 2