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Timestamp: 2020-07-03 17:34:08+00:00

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Zusatzversorgung des öffentlichen Dienstes / 4.3.2 Pauschal versteuerte Umlage | TVöD Office Professional | Öffentlicher Dienst | Haufe
Zusatzversorgung des öffentlichen Dienstes / 4.3.2 Pauschal versteuerte Umlage
Soweit die Umlage nicht steuerfrei ist, ist sie zu versteuern. Dabei hat zunächst der Arbeitgeber die Umlage – bis zu einem Grenzbetrag – pauschal zu versteuern. Über den Grenzbetrag hinausgehende Umlagen sind vom Beschäftigten individuell zu versteuern, erhöhen also sein steuerpflichtiges Entgelt.
Eine Pauschalversteuerung von Umlagen nach § 40b EStG kann nur im ersten Dienstverhältnis erfolgen, also nicht, wenn ein Arbeitsverhältnis z. B. mit der Lohnsteuerklasse VI abgerechnet wird. Wird ein Arbeitsverhältnis mit Lohnsteuerklasse VI abgerechnet, so ist die Umlage individuell zu versteuern.
Für geringfügig Beschäftigte oder Minijobs kann evtl. nach § 40a EStG eine besondere Form der Pauschalversteuerung in Höhe von 2 % angewendet werden.
4.3.2.1 Höhe der pauschal versteuerten Umlage
Ein tarifgebundener Arbeitgeber im Bereich des ATV-K – sowie für Versicherte im Abrechnungsverband Ost der VBL – hat die Umlage bis zu einem Betrag von monatlich 89,48 EUR pauschal zu versteuern (§ 16 Abs. 2 ATV-K). Für den Versichertenbereich der Versorgungsanstalt des Bundes und der Länder (Abrechnungsverband West) gilt ein pauschal zu versteuernder Betrag vom monatlich 92,03 EUR.
Ein nicht tarifgebundener Arbeitgeber kann den Jahresgrenzbetrag zur Pauschalversteuerung nach § 40b EStG in Höhe von 1.752,00 EUR voll ausschöpfen. Dabei ist es unerheblich, ob dieser Jahresbetrag in 12 gleiche Monatsteile à 146,00 EUR aufgeteilt wird oder ob die gesamte Umlage so lange pauschal versteuert wird, bis der Jahresbetrag aufgebraucht ist.
Tarifgebundener Arbeitgeber ATV-K bzw. Abrechnungsverband Ost der VBL
Tarifgebundener ­Arbeitgeber ATV
Nicht tarifgebundener ­Arbeitgeber
89,48 EUR monatlich 92,03 EUR monatlich 1.752 EUR jährlich oder 146 EUR monatlich
monatl. zusatzversorgungspflichtiges Entgelt Januar 2020: 4.800,00 EUR
Umlagesatz (VBL West): 8,26 %
Berechnung der Umlage: 4.800,00 EUR × 8,26 % = 396,48 EUR
Berechnung des steuerpfl. Anteils an der Umlage:
Zunächst ist der Arbeitnehmeranteil an der Umlage herauszurechnen:
Arbeitnehmeranteil = 1,81 % = 86,88 EUR
Arbeitgeberanteil = 6,45 % = 309,60 EUR
Davon steuerfrei (207 EUR) 207,00 EUR
Versteuerung des Arbeitgeberanteils von 102,60 EUR
vom Arbeitgeber (pauschal) 92,03 EUR
vom Arbeitnehmer (individuell) 10,57 EUR
=> individuell vom Arbeitnehmer zu versteuern (86,88 EUR + 10,57 EUR) 97,45 EUR
Der Arbeitgeber im Abrechnungsverband Ost der VBL hat neben der Umlage von 1 % einen Beitrag von 2,0 % in die Kapitaldeckung zu entrichten. Dieser Beitrag ist nach § 3 Nr. 63 EStG bis zu einer Höhe von 8 % der Beitragsbemessungsgrenze der gesetzlichen Rentenversicherung (West) steuerfrei (für 2020: 552 EUR monatlich bzw. 6.624 EUR im Jahr).
monatl. zusatzversorgungspflichtiges Entgelt Januar 2020: 2.300,00 EUR
Umlagesatz (Bund/VKA) 1,00 %
Beitrag Arbeitgeber 2,00 %
Beitrag Arbeitnehmer 4,25 %
Umlage (1,00 %): 2.300,00 EUR × 1,00 % = 23,00 EUR
Beitrag Arbeitgeberanteil 2.300,00 EUR × 2,00 % = 46,00 EUR
Beitrag Arbeitnehmeranteil 2.300,00 EUR × 4,25 % = 97,75 EUR
Steuerfreie Umlage (bis 207 EUR – Beiträge nach § 3 Nr. 63 EStG) 0,00 EUR
Versteuerung Umlage:
vom Arbeitgeber (pauschal) max. 89,48 EUR 23,00 EUR
Beitrag Arbeitgeber/Arbeitnehmer steuerfrei nach § 3 Nr. 63 EStG bis max. 552 EUR: 0,00 EUR
vom Arbeitnehmer (individuell) 0,00 EUR
4.3.2.2 Rechtsprechung zur Versteuerung der Umlage
Der Vollständigkeit halber sei noch auf eine...

References: § 40
 § 40
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 § 3
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