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Timestamp: 2016-10-21 23:47:28+00:00

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5A_458/2013 (19.09.2013)
5A_458/2013 � � Urteil vom 19. September 2013
Beschwerde gegen den Beschluss des Obergerichts des Kantons Z�rich, I. Zivilkammer, vom 14. Mai 2013.
X.________ (Ehemann; geb. 1968) und Y.________ (Ehefrau; geb. 1970) sind verheiratet und Eltern von A.________ (geb. 2004). Y.________ ist ausserdem Mutter zweier vollj�hriger T�chter, wovon die eine bereits verheiratet ist. Die zweite Tochter (geb. 1991) wohnt gegenw�rtig (wieder) bei Y.________.
B.a.�Am 19. Oktober 2010 leitete Y.________ beim Bezirksgericht Z�rich ein Eheschutzverfahren ein. In dessen Verlauf verlangten beide Parteien die Obhut f�r A.________ und die Zuweisung der ehelichen Wohnung an sich selbst.
B.b.�Mit Eheschutzurteil vom 17. Januar 2012 stellte das Bezirksgericht A.________ unter die Obhut der Mutter. Es legte das Besuchs- und Ferienrecht des Vaters fest und verpflichtete diesen zur Bezahlung eines monatlichen Kindesunterhaltsbeitrages von Fr. 750.-- ab 1. Mai 2012. Die eheliche Wohnung wies es Y.________ zu, wobei X.________ die Wohnung bis zum 30. April 2012 zu verlassen habe.
C.a.�Hiergegen erhob X.________ am 6. Februar 2012 Berufung an das Obergericht des Kantons Z�rich. Er beantragte wiederum die Obhut f�r A.________, unter Einr�umung eines Besuchs- und Ferienrechts zugunsten von Y.________. Die eheliche Wohnung sei ihm zuzuweisen und der Ehefrau sei Frist zu setzen, innert 30 Tagen nach Rechtskraft des Entscheids auszuziehen. Diese sei zur Leistung eines Unterhaltsbeitrages f�r A.________ von monatlich Fr. 1'311.-- zu verpflichten. F�r den Fall einer Obhutszuteilung an die Ehefrau seien die von ihm geschuldeten Beitr�ge auf Fr. 350.-- zu reduzieren.
�Y.________ schloss mit Antwort vom 19. M�rz 2012 auf Abweisung der Berufung. Der Ehemann sei vielmehr zu verpflichten, f�r die Monate Mai bis und mit Dezember 2012 einen Unterhaltsbeitrag von je Fr. 1'123.-- zu bezahlen, danach Fr. 750.--. Beide Parteien beantragten die unentgeltliche Rechtspflege.
C.b.�Das Obergericht f�hrte am 29. Mai 2012 eine Vergleichsverhandlung durch, ohne dass eine Einigung zu Stande kam. Danach erfolgten weitere Eingaben beider Parteien.
�Am 27. Februar 2013 h�rte ein Oberrichter den Sohn A.________ an. Zum Protokoll der Kinderanh�rung konnten wiederum beide Parteien Stellung beziehen.
C.c.�Mit Urteil vom 14. Mai 2013 stellte das Obergericht A.________ unter die Obhut der Ehefrau. F�r den Ehemann legte es ein grossz�giges Besuchs- und Ferienrecht fest. Die eheliche Wohnung wies es der Ehefrau zu, wobei Vormerk genommen wurde, dass der Ehemann diese bereits verlassen habe. Die Gerichtskosten auferlegte es den Parteien - unter Gew�hrung der unentgeltlichen Rechtspflege - zu gleichen Teilen und es verzichtete auf die Zusprechung von Parteientsch�digungen. Den monatlich von X.________ zugunsten von A.________ zu zahlenden Betrag setzte es vom 1. Mai bis 30. November 2012 auf Fr. 1'485.-- fest; ab dem 1. Dezember 2012 schulde er keinen Unterhalt mehr.
Mit Beschwerde vom 17. Juni 2013 gelangt X.________ (Beschwerdef�hrer) an das Bundesgericht. Er verlangt die Aufhebung des angefochtenen Entscheids und wiederholt die bereits im kantonalen Verfahren gestellten Antr�ge (vorstehend C.a; ohne Eventualantrag f�r den Fall einer Obhutszuweisung an die Ehefrau). Er ersucht um unentgeltliche Rechtspflege.
1.1.�Angefochten ist ein kantonal letztinstanzliches Urteil in einer streitwertunabh�ngigen Zivilsache (Art. 72 Abs. 1, Art. 75 Abs. 1 und 2, Art. 90 BGG; zur Qualifikation als Endentscheid BGE 133 III 393 E. 4 S. 395 f.). Der Beschwerdef�hrer ist gem�ss Art. 76 Abs. 1 BGG zur Beschwerde berechtigt und die Frist ist eingehalten (Art. 100 Abs. 1 BGG), womit die Beschwerde in Zivilsachen grunds�tzlich zul�ssig ist.
1.2.�Weil Eheschutzentscheide vorsorgliche Massnahmen im Sinne von Art. 98 BGG darstellen (BGE 133 III 393 E. 5.2 S. 397), kann einzig die Verletzung verfassungsm�ssiger Rechte ger�gt werden. Hierf�r gilt das strenge R�geprinzip (Art. 106 Abs. 2 BGG). Das bedeutet, dass das Bundesgericht nur klar und detailliert erhobene und soweit m�glich belegte R�gen pr�ft, w�hrend es auf ungen�gend begr�ndete R�gen und rein appellatorische Kritik am angefochtenen Entscheid nicht eintritt. Wird die Verletzung des Willk�rverbots ger�gt, reicht es sodann nicht aus, die Lage aus Sicht des Beschwerdef�hrers darzulegen und den davon abweichenden angefochtenen Entscheid als willk�rlich zu bezeichnen; vielmehr ist im Einzelnen darzulegen, inwiefern das kantonale Gericht willk�rlich entschieden haben soll und der angefochtene Entscheid deshalb an einem qualifizierten und offensichtlichen Mangel leidet (BGE 134 II 244 E. 2.2 S. 246).
Umstritten ist vorliegend in erster Linie die Obhutszuteilung und als Folge davon die damit zusammenh�ngenden Belange (Besuchsrecht, Unterhaltsbeitr�ge, Wohnungszuweisung).
2.1.�Das mit der "Regelung des Getrenntlebens" (Marginalie zu Art. 176 ZGB) befasste Eheschutzgericht trifft nach den Bestimmungen �ber die Wirkungen des Kindesverh�ltnisses die n�tigen Massnahmen, wenn die Ehegatten minderj�hrige Kinder haben (Art. 176 Abs. 3 ZGB). F�r die Zuteilung der Obhut an einen Elternteil gelten grunds�tzlich die gleichen Kriterien wie im Scheidungsfall. Nach der Rechtsprechung hat das Wohl des Kindes Vorrang vor allen anderen �berlegungen, insbesondere vor den W�nschen der Eltern. Vorab muss die Erziehungsf�higkeit der Eltern gekl�rt werden. Ist diese bei beiden Elternteilen gegeben, sind vor allem Kleinkinder und grundschulpflichtige Kinder demjenigen Elternteil zuzuteilen, der die M�glichkeit hat und dazu bereit ist, sie pers�nlich zu betreuen. Erf�llen beide Elternteile diese Voraussetzung ungef�hr in gleicher Weise, kann die Stabilit�t der �rtlichen und famili�ren Verh�ltnisse ausschlaggebend sein. Schliesslich ist - je nach Alter der Kinder - ihrem eindeutigen Wunsch Rechnung zu tragen. Diesen Kriterien lassen sich die weiteren Gesichtspunkte zuordnen, namentlich die Bereitschaft eines Elternteils, mit dem anderen in Kinderbelangen zusammenzuarbeiten oder die Forderung, dass eine Zuteilung der Obhut von einer pers�nlichen Bindung und echter Zuneigung getragen sein sollte (BGE 136 I 178 E. 5.3 S. 180 f.; 117 II 353 E. 3 S. 354 f.; 115 II 206 E. 4a S. 209).
�Unter Umst�nden kann die M�glichkeit der pers�nlichen Betreuung hinter das Kriterium der Stabilit�t der �rtlichen und famili�ren Verh�ltnisse zur�cktreten (vgl. Urteil 5C.212/2005 vom 25. Januar 2006 E. 4.2 ff., in: FamPra.ch 2006, 753).
�Bei der Be urteilung der f�r die Obhutszuteilung massgebenden Kriterien verf�gt das Sachgericht �ber grosses Ermessen (BGE 115 II 317 E. 2 und E. 3 S. 319 ff.). Auf Willk�rbeschwerde hin kann das Bundesgericht deshalb nur eingreifen, wenn das Sachgericht grundlos von in Lehre und Rechtsprechung anerkannten Grunds�tzen abgewichen ist, wenn es Gesichtspunkte ber�cksichtigt hat, die keine Rolle h�tten spielen d�rfen, oder wenn es umgekehrt rechtserhebliche Umst�nde ausser Acht gelassen hat. Der Ermessensentscheid muss sich als im Ergebnis offensichtlich unbillig, als in stossender Weise ungerecht erweisen (BGE 132 III 97 E. 1 S. 99 mit weiteren Hinweisen; vgl. zum Ganzen zuletzt Urteil 5A_157/2012 vom 23. Juli 2012 E. 3.1, in: FamPra.ch 2012, 1094).
2.2.�Die Vorinstanz erachtete - in �bereinstimmung mit der ersten Instanz - bei beiden Elternteilen die notwendige Erziehungsf�higkeit als gegeben. Die M�glichkeit, den Sohn pers�nlich zu betreuen, sei beim Beschwerdef�hrer zur Zeit etwas h�her; er arbeite zu 20 %. Es sei ein IV-Verfahren h�ngig. Aufgrund eines negativen Vorbescheids der IV-Stelle vom 16. Juni 2011 sei mit einiger Wahrscheinlichkeit aber davon auszugehen, dass er sich in absehbarer Zukunft (nach einem negativen Rentenentscheid) um eine h�herprozentige Arbeitst�tigkeit werde bem�hen m�ssen. Es seien Arztberichte eingefordert worden, deren Eingang die IV-Stelle f�r den Entscheid abwarte. Der Taggeldanspruch des Beschwerdef�hrers sei ausgesch�pft. Damit verf�ge er allenfalls nicht mehr lange �ber eine gr�ssere zeitliche Verf�gbarkeit als die Beschwerdegegnerin. Zu ber�cksichtigen seien auch seine gesundheitlichen Defizite, insbesondere die von ihm selbst vorgetragenen (massiven) neuropsychologischen Beeintr�chtigungen samt Konzentrations- und Ged�chtnisschwierigkeiten. Die Situation des Beschwerdef�hrers sei sehr ungewiss. Die Beschwerdegegnerin arbeite zu 60 %. Eine fr�her zus�tzlich ausge�bte T�tigkeit sei gek�ndigt worden und es gebe keine Anzeichen, dass sie einer zweiten T�tigkeit nachgehe, wie dies der Beschwerdef�hrer behaupte. Zwar k�nne die Beschwerdegegnerin den Sohn nicht rund um die Uhr selbst betreuen. Sie habe aber bei der Kinderbetreuung Unterst�tzung durch die im gleichen Haushalt wohnende voreheliche Tochter. Weiter besuche A.________ vier Mal pro Woche den Mittagstisch, was einen positiven Einfluss auf seine deutsche Sprachkompetenz habe, rede er doch sowohl mit den Eltern als auch den Schwestern Russisch. In Bezug auf die Frage, welcher Elternteil A.________ bisher �berwiegend betreut habe, stehe Aussage gegen Aussage. Jede der Parteien beanspruche dies f�r sich. A.________ selbst habe anl�sslich der Anh�rung gesagt, dass er am liebsten je die H�lfte der Zeit bei der Mutter und beim Vater verbringen m�chte. Die von ihm erw�nschte geteilte Obhut scheitere indes am fehlenden Einvernehmen der Eltern.
�Die Vorinstanz befand schliesslich, unter den gegebenen Umst�nden sei die Stabilit�t h�her zu gewichten als die aktuell gr�ssere zeitliche Verf�gbarkeit des Beschwerdef�hrers. Eine �bertragung der Obhut auf ihn, mit der Gefahr einer erneuten (R�ck-) Umteilung bei einer Ausdehnung seiner Arbeitst�tigkeit, sei nicht im Interesse des Kindes. Entsprechend sei der Sohn unter der Obhut der Beschwerdegegnerin zu belassen.
2.3.1.�Er wirft der Vorinstanz insbesondere Willk�r in der Beurteilung der Erziehungsf �higkeit der Parteien vor.
�Er selbst sei bestens f�r die Betreuung von A.________ geeignet, gehe sehr verantwortungsvoll mit ihm um und fordere ihn entsprechend seinem Alter, was aus den Beilagen eindeutig ergehe. Zur Unterstreichung seines Arguments reicht er ein Schreiben des F�rderungszentrums B.________ vom 15. Juni 2013 ein, wo A.________ den Russischunterricht besucht. Darin wird der Umgang des Beschwerdef�hrers mit seinem Sohn beschrieben.
�Soweit er r�gt, dass die Vorinstanz seine eigene Erziehungsf�higkeit willk�rlich (zu schlecht) eingesch�tzt habe, ist dies jedoch unbehelflich. Im angefochtenen Entscheid wurde die Erziehungsf�higkeit des Beschwerdef�hrers �berhaupt nicht in Frage gestellt. Die Vorinstanz ging vielmehr davon aus, dass die Erziehungsf�higkeit bei beiden Elternteilen gegeben sei. Das Schreiben vom 15. Juni 2013 ist �berdies im Lichte von Art. 99 BGG unzul�ssig (E. 1.3).
�Der Beschwerdef�hrer macht sodann geltend, die Vorinstanz habe die Beschwerdegegnerin willk�rlich f�r erziehungsf�hig befunden. Er f�hrt aus, die Mutter zeige keinerlei Kooperationsbereitschaft in Bezug auf die Betreuung von A.________ und helfe diesem nicht, sich zu orientieren. Beispielsweise schaffe sie �rger, indem sie den Sohn nach der Schule zum Hort schicke, obwohl er direkt zum Vater gehen sollte. Sie vernachl�ssige es auch, ihm bei den Aufgaben zu helfen und bem�he sich nicht, mit den Lehrerinnen zu kommunizieren. Sinngem�ss sei sie daran schuld, dass der Sohn Schulaufgaben vergesse; dies komme wiederholt dann vor, wenn der Sohn bei der Mutter �bernachtet habe, nicht jedoch wenn er beim Vater gewesen sei. Dies gehe aus dem sog. "P�schtlerheft" hervor, welches die Eltern unterzeichnen m�ssten. Sie k�mmere sich nicht um die schulische Entwicklung von A.________, weshalb die Erziehungsf�higkeit der Beschwerdegegnerin erheblich eingeschr�nkt sei. Die hierzu eingereichte Beschwerdebeilage enth�lt vier handschriftliche Vermerke einer Lehrperson, die - soweit das Datum lesbar ist - zwischen dem 5. Dezember 2011 und dem 28. Mai 2013 datieren, sowie einen nicht datierten Stundenplan. Inwiefern diese Beweismittel zul�ssig sind (Art. 99 Abs. 1 BGG) kann offen gelassen werden, da die R�ge in jedem Fall unbegr�ndet ist.
�Bereits vor der Vorinstanz hatte der Beschwerdef�hrer den Vorwurf erhoben, A.________ erfahre ungen�gende schulische Unterst�tzung durch die Beschwerdegegnerin. Mehrere damit zusammenh�ngende Punkte (welche der Beschwerdef�hrer im bundesgerichtlichen Verfahren nicht mehr aufgreift) erachtete die Vorinstanz als unbegr�ndet. Auf die Problematik vergessener Aufgaben ging diese ebenfalls kurz ein. Sie hielt fest, wenn A.________ Hausaufgaben �fter nicht mache oder verlege, k�nne dies auch auf den Trennungskonflikt zur�ckgef�hrt werden. A.________ selbst habe im �brigen anl�sslich der Kinderanh�rung ausgesagt, dass er bei den Hausaufgaben von seiner Schwester, seiner Mutter und seinem Vater unterst�tzt werde. Zusammengefasst befand sie, es fehlten objektive Anhaltspunkte daf�r, dass die Beschwerdegegnerin A.________ in schulischen Dingen zu wenig unterst�tze. Ausserdem habe der Beschwerdef�hrer selbst anl�sslich der erstinstanzlichen Verhandlung vom 13. Januar 2011 ausgesagt, die Beschwerdegegnerin sei eine gute Mutter.
�Der Beschwerdef�hrer zeigt nicht auf, inwiefern die W�rdigung der Vorinstanz qualifiziert falsch (vgl. E. 1.2) sein soll. Auch auf die von ihm selbst eingereichten Beweismittel geht er nicht gen�gend ein. Er stellt den vorinstanzlichen Feststellungen und Erw�gungen lediglich seine eigene Sicht der Dinge gegen�ber, womit keine Willk�r dargetan werden kann.
�Der Beschwerdef�hrer schildert weiter einen Fall, in welchem er f�r A.________ Medikamente habe abholen m�ssen, obwohl A.________ bei seiner Mutter gewesen sei und entsprechend diese daf�r verantwortlich gewesen w�re. Zum Beweis legt er ein Arztrezept vom 7. Mai 2013 samt Abholquittung vom 22. Mai 2013 ins Recht. Diese neuen Tatsachenvorbringen k�nnen im Rahmen des bundesgerichtlichen Verfahrens nicht ber�cksichtigt werden, legt er doch nicht dar, dass die Voraussetzungen f�r eine nachtr�gliche Einreichung gegeben w�ren. Schliesslich kreidet er der Beschwerdegegnerin an, dass sie an einem Lehrergespr�ch vom 10. Juni 2013 (wegen Halsschmerzen) nicht teilgenommen habe. Das Gespr�ch fand nach der F�llung des angefochtenen Entscheids statt, womit auch die hierzu eingereichte Kopie des Gespr�chs als Beweismittel unzul�ssig ist. Im �brigen kann bei Problemen eines Kindes mit den Hausaufgaben nicht direkt auf eine eingeschr�nkte Erziehungsf�higkeit der Eltern geschlossen werden. Andere stichhaltige Gr�nde, weshalb die Beschwerdegegnerin nicht erziehungsf�hig sein solle, legt der Beschwerdef�hrer vor Bundesgericht aber nicht dar.
�Vor diesem Hintergrund verfiel die Vorinstanz nicht in Willk�r, wenn sie die Erziehungsf�higkeit der Beschwerdegegnerin nicht bezweifelte.
2.3.2.�Der Beschwerdef�hrer kritisiert sodann, die Vorinstanz habe willk�rlich ignoriert, dass�
in der Vergangenheit�mehrheitlich er den Sohn betreut habe.
�Der Beschwerdef�hrer brachte bereits im kantonalen Verfahren vor, dass er in der Zeit seiner Arbeitsunf�higkeit resp. ab der Freistellung im Januar 2010 zur Hauptbezugsperson des Sohns geworden sei; die Beschwerdegegnerin hingegen habe gearbeitet und keine Zeit f�r den Sohn gehabt. Die Vorinstanz setzte sich mit diesem Einwand auseinander, hielt aber fest, dass diesbez�glich "Aussage gegen Aussage" stehe (E. 2.2). Der Beschwerdegegner beschr�nkt sich vor Bundesgericht auch hier darauf, seine Sicht der Dinge zu schildern resp. zu wiederholen. Namentlich geht er nicht auf die vorinstanzliche Feststellung ein, dass die von ihm eingereichten Belege zwar best�tigten, dass er A.________ zu diversen Aktivit�ten begleitet habe, wodurch sich indes die Betreuungsanteile an der Erziehung nicht beweisen liessen. Ebensowenig setzt er sich mit den Erw�gungen zur Kinderanh�rung auseinander.
�Gem�ss Vorinstanz sagte der Sohn anl�sslich der Anh�rung, er finde, dass er zu wenig beim Vater sei. Er habe aber auch gesagt, er wolle nicht tauschen (so dass er haupts�chlich beim Vater und nur an den Wochenenden bei der Mutter gewesen w�re). Er wolle vielmehr gerne je abwechselnd eine Woche bei seinem Vater und eine Woche bei seiner Mutter verbringen; die zweitbeste L�sung f�r ihn w�re, wenn er je abwechselnd einen Tag bei der Mutter und einen Tag beim Vater sein k�nnte. Das Obergericht hat daraus geschlossen, dass das Kind gleich viel Zeit mit dem Vater, wie mit der Mutter verbringen m�chte.
�Vor diesem Hintergrund ist keine Willk�r ersichtlich, wenn die Vorinstanz befand, es k�nne keine Hauptbezugsperson ausgemacht werden.
2.3.3.�Weiter macht der Beschwerdef�hrer geltend, die Vorinstanz habe willk�rlich nicht darauf abgestellt, dass er�
gegenw�rtig und zuk�nftigeine gr�ssere zeitliche Verf�gbarkeit aufweise als die Beschwerdegegnerin. Seine gesundheitliche Beeintr�chtigung erlaube keine Arbeitsaufnahme und selbst wenn er wieder arbeiten m�sste, k�nne er die allf�llige Jobsuche auf die Bed�rfnisse von A.________ abstimmen.
�Er vermag diesbez�glich jedoch keine Willk�r darzutun. Angesichts des negativen Vorbescheids im IV-Verfahren kann die vorinstanzliche �berlegung nicht von der Hand gewiesen werden, dass der Beschwerdef�hrer infolge Verweigerung einer Rente in naher Zukunft wieder eine Arbeit werde aufnehmen m�ssen.
��berdies verkennt der Beschwerdef�hrer, dass gem�ss bundesgerichtlicher Rechtsprechung das Kriterium der zeitlichen Verf�gbarkeit und damit die M�glichkeit der pers�nlichen Betreuung hinter das Kriterium der Stabilit�t der �rtlichen und famili�ren Verh�ltnisse zur�cktreten kann, soweit die Eltern ungef�hr gleiche erzieherische F�higkeiten haben (vgl. vorstehend E. 2.1; mit Hinweis auf Urteil 5C.212/2005 vom 25. Januar 2006 E. 4.2 ff., in: FamPra.ch 2006, 753). Die Vorinstanz kn�pfte vorliegend gerade nicht (allein) am Kriterium der zeitlichen Verf�gbarkeit an. Sie begr�ndete vielmehr explizit, dass sie im vorliegenden Fall der Stabilit�t der Umst�nde (welche gem�ss Vorinstanz f�r die Beschwerdegegnerin sprachen) mehr Gewicht zumesse, als der den Parteien gegebenen M�glichkeit der pers�nlichen Betreuung. Soweit der Beschwerdef�hrer r�gt, es sei bereits�
im Grundsatz�willk�rlich, dass dem Kriterium der Stabilit�t der Vorrang gegeben wird, ist dies angesichts der konstanten Rechtsprechung in jedem Fall unbegr�ndet.
�Soweit er kritisiert, das Abst�tzen auf die Stabilit�t der Verh�ltnisse sei�
im vorliegenden Fall�willk�rlich, bleiben seine Ausf�hrungen appellatorisch (insb. Einwand, es k�nne nicht sein, dass die erwachsene Tochter einen Betreuungsbeitrag leisten m�sse; Behauptungen, diese k�nnte bald wieder ausziehen oder die Beschwerdegegnerin k�nnte ein h�heres Arbeitspensum anstreben). Die Vorinstanz hat sich im angefochtenen Entscheid von der Grundidee leiten lassen, dass das Wohl von A.________ stabile Verh�ltnisse erfordere. Sodann erblickte sie bei der Beschwerdegegnerin mehr Stabilit�t als beim Beschwerdef�hrer, wo angesichts des offenen Ausgangs des IV-Verfahrens und seiner gesundheitlichen Beschwerden vieles offen sei. Mit diesen Argumenten setzt er sich nicht detailliert auseinander.
2.3.4.�Soweit der Beschwerdef�hrer schliesslich kritisiert, die Vorinstanz habe willk�rliche Annahmen getroffen im Zusammenhang mit den dienst�glichen �bernachtungen des Sohns bei ihm, f�hrt er nicht aus, worauf sich dies beziehen soll. Hierauf ist zum Vornherein nicht einzutreten.
�Dasselbe gilt f�r seinen unsubstanziierten Einwand, die Vorinstanz habe willk�rlich befunden, die Kommunikationsschwierigkeiten der Parteien verhinderten eine geteilte Obhut.
2.4.�Damit ist die Beschwerde in Bezug auf die Frage der Obhut abzuweisen, soweit darauf einzutreten war.
Da A.________ unter der Obhut der Mutter verbleibt - und der Beschwerdef�hrer im bundesgerichtlichen Verfahren f�r diesen Fall keine (Eventual-) Antr�ge zu seinem Besuchsrecht gestellt hat - er�brigt sich diesbez�glich eine Beurteilung.
Umstritten ist sodann das Schicksal der ehelichen Wohnung. Wie aus der Beschwerdebegr�ndung klar hervor geht, beantragt der Beschwerdef�hrer die Zuweisung der Wohnung allerdings nur in Abh�ngigkeit mit der verlangten Obhuts�bertragung an ihn selbst. Nachdem die Obhut �ber A.________ bei der Beschwerdegegnerin verbleibt, wird das Begehren des Beschwerdef�hrers betreffend Wohnung gegenstandslos. Wie erw�hnt (vgl. B.b), ist der Beschwerdef�hrer bereits ausgezogen.
Schliesslich beanstandet der Beschwerdef�hrer auch die Unterhaltsberechnung. Er kritisiert, es sei der Beschwerdegegnerin ein zu hoher Bedarf angerechnet worden. Das Begehren des Beschwerdef�hrers zum Unterhalt lautet dabei wie folgt:
�"Ziff. 5 des angefochtenen Urteils sei aufzuheben; die Beschwerdegegnerin sei zu verpflichten, an den Unterhalt und die Erziehung des Kindes A.________ monatlich im Voraus jeweils auf den ersten eines jeden Monats zahlbare Unterhaltsbeitr�ge (zuz�glich allf�lliger vertraglicher oder gesetzlicher Kinderzulage) in der H�he von CHF 1'311 zu leisten."
�Aus dem Kontext kann dies nicht anders verstanden werden, als dass er f�r den Fall einer Gutheissung seines Hauptbegehrens (� bertragung der Obhut an ihn selbst) die Verpflichtung der Beschwerdegegnerin zur Leistung eines Unterhaltsbeitrages verlangt. Ein Antrag auf Neuberechnung (des vom Beschwerdef�hrer geschuldeten Betrags) f�r den Fall, dass die Obhut bei der Beschwerdegegnerin verbleiben sollte, l�sst sich der Beschwerde indes nicht entnehmen. Entsprechend sind die R�gen gegenstandslos.
Bei diesem Verfahrensausgang wird der Beschwerdef�hrer kostenpflichtig (Art. 66 Abs. 1 BGG). Seinem Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege und Verbeist�ndung f�r das bundesgerichtliche Verfahren kann nicht entsprochen werden, zeigen doch die vorstehenden Erw�gungen auf, dass die Beschwerde von Beginn weg keinen Erfolg haben konnte (Art. 64 Abs. 1 BGG). Der Beschwerdegegnerin ist kein entsch�digungspflichtiger Aufwand entstanden (Art. 68 Abs. 1 BGG).

References: Art. 75
 Art. 90
 BGE 
 Art. 76
 Art. 98
 Art. 176
 Art. 99