Source: http://www2.lubw.baden-wuerttemberg.de/public/abt2/dokablage/oac_12/vo/4/4094.htm
Timestamp: 2018-12-13 09:43:27+00:00

Document:
4.094 Quellmoore bei Englisreute
Verordnung des Regierungspräsidiums Tübingen als höhere Naturschutz- und obere Jagdbehörde über das Naturschutzgebiet »Quellmoore bei Englisreute« vom 23. November 1981 (GBl. v. 19.01.1982, S. 28).
Auf Grund von § 21 und § 58 Abs. 2 des Gesetzes zum Schutz der Natur, zur Pflege der Landschaft und über die Erholungsvorsorge in der freien Landschaft (Naturschutzgesetz ‑NatSchG) vom 21. Oktober 1975 (GBl. S. 654) und von § 22 Abs. 2 Landesjagdgesetz in der Fassung vom 20. Dezember 1978 (GBl. 1979 S. 12) wird verordnet:
Die in § 2 näher bezeichneten Flächen auf dem Gebiet der Gemeinden Bodnegg und Grünkraut, Landkreis Ravensburg, werden zum Naturschutzgebiet erklärt. Das Naturschutzgebiet führt die Bezeichnung »Quellmoore bei Englisreute«.
(1) Das Naturschutzgebiet besteht aus 3 Teilgebieten mit einer Gesamtgröße von 6,9345 ha. Es umfaßt:
1. Teilgebiet »Stockwiese« (3,9245 ha) auf Gemarkung Grünkraut die Flurstücke 278/3, 282/6, 295/1 und 295/2;
2. Teilgebiet »Mooswiese« (2,4350 ha) auf Gemarkung Bodnegg die Flurstücke 189 und 190 und Gemarkung Grünkraut das Flurstück 287/1;
3. Teilgebiet »Tobelwiese« (0,5883 ha) auf Gemarkung Bodnegg das Flurstück 182/3.
(2) Die Grenzen des Naturschutzgebietes sind in einer Flurkarte des Regierungspräsidiums Tübingen vom 22. Juni 1981 im Maßstab 1:2500, kombiniert mit einer Übersichtskarte im Maßstab 1:25000, gekennzeichnet und rot angelegt. Die Verordnung mit Karte wird beim Regierungspräsidium Tübingen als höhere Naturschutzbehörde in Tübingen verwahrt; eine Ausfertigung befindet sich beim Landratsamt Ravensburg als untere Naturschutzbehörde in Ravensburg. Die Verordnung mit Karte kann während der üblichen Sprechzeiten eingesehen werden.
Schutzzweck ist die Erhaltung der floristisch und faunistisch überaus wertvollen Feuchtgebiete und ihrer Lebensgemeinschaften.
14. Düngemittel oder Chemikalien einzubringen,
1. für die ordnungsgemäße land- und forstwirtschaftliche Nutzung in der bisherigen Art und im bisherigen Umfang mit der Maßgabe, daß der derzeitige Charakter der Vegetation als Feuchtgebiet erhalten bleibt;
2. für das Aufstöbern von Wild durch Hunde in den Monaten August bis Februar sowie ganzjährig für das Suchen nach angeschossenem Wild;
3. für Pflegemaßnahmen, die von der höheren Naturschutzbehörde oder der von ihr beauftragten Stelle veranlaßt werden;
4. für behördlich angeordnete oder zugelassene Beschilderungen.
(1) Ordnungswidrig im Sinne des § 64 Abs. 1 Nr. 2 NatSchG handelt, wer in dem Naturschutzgebiet vorsätzlich oder fahrlässig eine der nach § 4 und § 5 Nr. 1 dieser Verordnung verbotenen Handlungen vornimmt.
(2) Ordnungswidrig im Sinne des § 33 Abs.2 Nr. 4 des Landesjagdgesetzes handelt, wer in dem Naturschutzgebiet vorsätzlich oder fahrlässig entgegen § 4 und § 5 Nr. 2 dieser Verordnung die Jagd ausübt.
TÜBINGEN, den 23. November 1981

References: § 21
 § 58
 § 22
 § 2
 § 64
 § 4
 § 5
 § 33
 § 4
 § 5