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Timestamp: 2020-01-23 20:22:45+00:00

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BGH, 09.03.1977 - IV ZR 166/75 - dejure.org
BGH, 09.03.1977 - IV ZR 166/75
https://dejure.org/1977,312
BGH, 09.03.1977 - IV ZR 166/75 (https://dejure.org/1977,312)
BGH, Entscheidung vom 09.03.1977 - IV ZR 166/75 (https://dejure.org/1977,312)
BGH, Entscheidung vom 09. März 1977 - IV ZR 166/75 (https://dejure.org/1977,312)
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Werte, die zum Endvermögen beim Zugewinnausgleich unter Lebenden gehören - Grundsätze für die Bewertung von Handelsunternehmen im Rahmen des Zugewinnausgleichs - Berechnung eines Endwertes oder Gesamtwert eines Unternehmens
BGB § 1373, § 1375, § 1376
BGHZ 68, 163
NJW 1977, 949
NJW 1977, 994
MDR 1977, 564
DNotZ 1978, 107
FamRZ 1977, 386
BB 1977, 616
DB 1977, 1843
Ebenso wenig ist zu beanstanden, dass das Berufungsgericht bei der Bewertung des Betriebsvermögens vom Substanzwert ausgegangen ist (vgl. dazu auch BGHZ 68, 163 = FamRZ 1977, 386, 387;… Schröder Bewertung im Zugewinnausgleich 4. Aufl. Rn. 129).
Nach einer in der Betriebswirtschaftslehre bislang vorherrschenden Auffassung ist der Unternehmenswert in der Regel durch eine Verbindung von Substanz- und Ertragswert zu ermitteln, wobei teils der eine, teils der andere Faktor zum Ausgangspunkt genommen oder als der gewichtigere betrachtet wird (…Urt. d. BGH v. 17.1. 73 a.a.O.; BGHZ 68, 163, 165).
Bei einer von einem Ehegatten als selbständigem Handelsvertreter am Bewertungsstichtag noch betriebenen Versicherungsagentur sind grundsätzlich weder ein über den Substanzwert hinausgehender Goodwill der Agentur noch ein künftiger Ausgleichsanspruch nach § 89b HGB in den Zugewinnausgleich einzubeziehen (Fortführung von BGH, 9. März 1977, BGHZ 68, 163 = FamRZ 1977, 386).
a) In der Rechtsprechung ist bislang anerkannt, dass der Gewerbebetrieb eines selbständigen Handelsvertreters nur ausnahmsweise und in besonders gelagerten Fällen einen Goodwill besitzt (BGH Urteil vom 28. Februar 1962 - IV ZR 239/61 - RzW 1962, 362 f. und BGHZ 68, 163, 166 ff. = FamRZ 1977, 386 f.; OLG München NJW-RR 1994, 359, 360; BFH DB 1964, 1174; BFH DB 1977, 894; BFH VersR 2008, 1110, 1111;… vgl. auch Senatsurteil vom 17. November 2010 - XII ZR 170/09 - FamRZ 2011, 183 Rn. 62 aE).
Es verhält sich insoweit nicht wesentlich anders als bei der Stellung eines nichtselbständig Erwerbstätigen, die ebenfalls nur als Einkommensquelle und nicht als Vermögensposition bewertet werden kann (vgl. BGHZ 68, 163, 168 = FamRZ 1977, 386, 387).
b) Nach diesen Maßstäben hat das Beschwerdegericht zu Recht erkannt, dass der mögliche Ausgleichsanspruch eines selbständigen Versicherungsvertreters, dessen Vertragsverhältnis zum Versicherer am Stichtag noch nicht beendet war, ein in seiner Entstehung noch ungewisses Recht darstellt, welches ihm keine mit einer Anwartschaft vergleichbare, gesicherte Rechtsposition einräumt (vgl. BGHZ 68, 163, 168 f. = FamRZ 1977, 386, 387; OLG Hamm NJW-RR 2011, 1443, 1444;… BeckOK-BGB/J. Mayer [Bearbeitungsstand: November 2013] § 1376 Rn. 32;… Schröder Bewertungen im Zugewinnausgleich 5. Aufl. Rn. 177;… FA-FamR/von Heintschel-Heinegg 9. Aufl. 9. Kap. Rn. 160 "Versicherungsagentur";… Löwisch in Ebenroth/Boujong/Joost/Strohn HGB 2. Aufl. § 89 b Rn. 16;… MünchKommHGB/von Hoyningen-Huene 3. Aufl. § 89 b Rn. 10;… Sonnenschein/Weitemeyer HGB 2. Aufl. § 89 b Rn. 4; Emde BB 2012, 3029, 3031; Evers VW 2011, 1262).
Auf die von der Revision der Beklagten in Bezug genommene Behandlung des Ausgleichsanspruchs beim Zugewinnausgleich (vgl. BGH…, Beschluss vom 4. Dezember 2013 - XII ZB 534/12, NJW 2014, 625 Rn. 23 ff.; Urteil vom 9. März 1977 - IV ZR 166/75, BGHZ 68, 163, 168 f., juris Rn. 24) kommt es insoweit nicht an.
Die Beteiligungen an beiden Gesellschaften waren auch jeweils vererblich (§ 10 Abs. 2 des KG-Vertrages i.V.m. § 177 HGB; § 15 Abs. 1 GmbHG), so daß sich eine Stellungnahme zu der Frage erübrigt, ob auch nichtvererbliche Vermögensgegenstände dem Zugewinnausgleich unter Lebenden unterliegen (vgl. BGHZ 68, 163, 165; Rittner FamRZ 1961, 505, 506).
Der Betrag der etwaigen Wertminderung richtet sich nicht danach, mit welcher Wahrscheinlichkeit für den beteiligten Gesellschafter der Fall der Kündigung eintreten wird, da die Bewertung nicht subjektbezogen, sondern nach objektiven Kriterien vorzunehmen ist (BGHZ 68, 163, 166).
Beim Zugewinnausgleich unter Lebenden ist ein GmbH-Anteil im Endvermögen nicht deswegen nach einer gesellschaftsvertraglichen Abfindungsklausel zu bewerten, weil diese bei einem für den Bewertungsstichtag unterstellten Erbfall eingreifen würde (Ergänzung zu BGHZ 68, 163; 75, 195) [BGH 10.10.1979 - IV ZR 79/78].
In einer früheren Entscheidung (BGHZ 68, 163) habe der Bundesgerichtshof andererseits dargelegt, daß im Zugewinnausgleich nur solche Werte zu berücksichtigen seien, die auch bei einem für den Bewertungsstichtag unterstellten Erbfall nicht erlöschen, sondern auf die Erben übergehen würden.
Allerdings hat der frühere IV. Zivilsenat in Anschluß an Rittner (FamRZ 1961, 505, 506) ausgesprochen, durch den Zugewinnausgleich solle der Ehegatte an dem Vermögen teilhaben, das im Erbgang auf andere Personen übergehen könne, aber auch nur an diesem und nicht an Gütern, die im Erbfall mit ihrem bisherigem Inhaber untergingen (BGHZ 68, 163, 165).
Bei der Unterscheidung zwischen höchstpersönlicher Arbeitsleistung/Schaffenskraft und verkehrsfähigem Praxiswert kann an die Zivilrechtsprechung angeknüpft werden (vgl. Urteile des Bundesgerichtshofs - BGH - vom 9. März 1977 IV ZR 166/75, Der Betrieb - DB - 1977, 1843, und vom 24. Oktober 1990 XII ZR 101/89, Neue Juristische Wochenschrift - NJW - 1991, 1547), die auf die objektive Realisierbarkeit des Praxiswertes abstellt (…vgl. Palandt, Bürgerliches Gesetzbuch, 52. Aufl., § 1376 Rdnr. 6).
Im Urteil vom 9. März 1977 (FamRZ 1977, 386) war darüber zu befinden, ob das Unternehmen eines Handelsvertreters einen good will haben könne.
Nach verbreiteter Auffassung ist der Unternehmenswert in der Regel durch eine Verbindung von Substanz- und Ertragswert zu ermitteln, wobei teils der eine, teils der andere Faktor zum Ausgangspunkt genommen oder als der gewichtigere betrachtet wird (BGH NJW 1973, 509 = LM BGB § 2311 Nr. 10; BGHZ 68, 163, 164 f [BGH 09.03.1977 - IV ZR 166/75]; BGH NJW 1978, 1316, 1319 [BGH 13.03.1978 - II ZR 142/76] - insoweit in BGHZ 71, 41 [BGH 13.03.1978 - II ZR 142/76] nicht abgedruckt).
Der Kläger sieht zwar eine Divergenz zum Urteil des Bundesgerichtshofs (BGH) vom 9. März 1977 IV ZR 166/75 (BGHZ 68, 163), er zeigt aber nicht auf, warum eine identische Rechtsfrage und ein vergleichbarer Sachverhalt gegeben ist, obwohl das Urteil die Bewertung eines Handelsvertreterunternehmens im Rahmen eines Zugewinnausgleichs zum Inhalt hatte.
OLG München, 15.01.1988 - 14 U 572/87
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Zur Bewertung eines GmbH-Geschäftsanteils
LG Düsseldorf, 26.08.2003 - 11 O 62/03
Rechtsschutz für Klage auf Ausgleichsanspruch - Agent erhält Deckungszusage

References: § 1373
 § 1375
 § 1376
 BGH 
 § 89
 § 1376
 § 89
 § 89
 § 89
 § 177
 § 15
 BGH 
 § 1376
 § 2311
 BGH