Source: https://issuu.com/kv-intern/docs/kvintern_06_10
Timestamp: 2017-03-25 12:49:44+00:00

Document:
KV-Intern 6/2010 by Kassenärztliche Vereinigung Brandenburg - issuu
KVBB-Vertreterversammlung:
Aktuelle Honorarverteilung und
dfg-award 2010 an KVBB und AOK:
Tolle Auszeichnung für
die “Innovation des Jahres”
Verhandelt und abgeschlossen:
Richtgrößen für Arznei- und Heilmittel
Es gibt sie also doch noch - die Situationen, in denen man darin bestärkt wird, es
nützt, zu verändern, zu verbessern, sich zu engagieren. Da greifen Mitstreiter
Ideen auf, setzen diese um und entwickeln sie weiter. Da kommt bei unserem
gemeinsamen Ärzteball mit der Landesärztekammer ein Kollege und schenkt uns
einen Jubiläumswein ein, sagt danke für unsere Tätigkeit in den vergangenen Jahren. Dann erhält die Arbeitsgemeinschaft von KVBB und AOK vor Kurzem den
„Oscar“ der Gesundheitsbranche, den dfg-award in der Kategorie „Innovation“.
Und als ich diese Zeilen fertig geschrieben habe und sie bereits auf dem Weg in die
Druckerei sind, kommt noch eine tolle Nachricht hinzu, die hier unbedingt noch
eingebunden werden muss:
Die Bundesnetzagentur hat dem KV-System den Zuschlag erteilt, die 116 117 für das
große Projekt einer europaweit einheitlichen Bereitschaftsdienstnummer in
Deutschland einzuführen. Was erst einmal recht unspektakulär klingt, ist jedoch
alles andere als das. Seit Jahren arbeiten wir in Brüssel als Initiator dieser Idee an
deren Umsetzung, haben uns dann mit der KBV einen starken Partner an unsere
Seite geholt und nun, wie gesagt – das „go“ der Bundesnetzagentur, nachdem
bereits die Europäische Kommission für unser Projekt grünes Licht gegeben hatte.
Es macht schon stolz, dass sich ganz offensichtlich die viele Arbeit, das Engagement, die Zeit gelohnt haben. Ja, es geht noch etwas zu bewegen, zu verändern,
voranzubringen, auch wenn man manchmal den Eindruck gewinnt, dass alles
mehr oder weniger erstarre. Wir werden Sie in der Juli-Ausgabe von „KV-Intern“
detailliert über die jetzt anstehende konkrete Umsetzung dieses tollen Projektes
informieren. Eines Projektes, von dem die Patienten gleichermaßen profitieren
Vielleicht fragen Sie sich, wozu ist das alles gut? Wem nutzt dies? Dann kann ich
Ihnen sagen:. Wenn wir, die Sie vor sechs Jahren in diese verantwortungsvolle
Funktion gewählt haben, unseren Job trotz widrigster Rahmenbedingungen
offenbar doch so gut machen, dass das Ergebnis positive Würdigung erfährt, dann
haben alle Ärzte in Brandenburg davon profitiert. Dies wird gewiss nicht immer
gleich so deutlich – aber selbst die umstrittene Honorarreform des Jahres 2009
hat den Brandenburgern insgesamt zuvor nicht für realisierbar gehaltene
Zuwächse beschert.
Dafür lohnt es sich auch, weiter zu engagieren; es erfordert aber ebenso, dass Sie
sich mit Ihren Möglichkeiten einbringen, mitmachen!
Ihr Dr. med. Hans-Joachim Helming
Vorsitzender des Vorstandes der KV Brandenburg
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Analysieren, handeln, beobachten
Juni-Vertreterversammlung der KVBB
Neuer BDA-Vorstand gewählt
Quo vadis? - Diskurs zur Zukunft der
Tolle Auszeichnung für Innovation des Jahres
Verleihung des dfg-awards an IGiB
Ärzte spenden 4.575,86 Euro für Therapiegeräte
Verteilungsfragen - BKK-Tag zur medizinischen
Bajuwarisches Mengenproblem - Aus: dfg 22-10
Fundsache - Geschmökert in alten “KV-Intern”
Abgabetermine der Quartalsabrechnung II/2010
Impfvereinbarung unterzeichnet
Richtgrößen 2010 vereinbart
Neue Vereinbarungen zum
Sprechstundenbedarf ab 1. Juli 2010
Verordnung von Hausbesuchen bei Heilmitteln
Neuvereinbarung zu Psychiatrischen
Institutsambulanzen (PIA)
Kodierrichtlinien 2010 online
Laborparameter bei radiologischen
Labor - Begründungspflicht für “Ähnliche
Untersuchungen”
Palliativversorgung - Bundesmantelverträge Anmerkung in Präambel beschlossen
KV-on mit vielfältigem Programm gestartet
“KV-Intern” als Flash-Version
Geprüftes Wissen in Arztbibliothek
Buchtipp: Praxisbewertung
Niederlassungen im Mai 2010
KVBB erfolgreich am Ball
Fuß- und Volleyballturnier der KVen
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Juni-Vertreterversammlung der KVBB berät aktuelle Fragen
der Honorarverteilung und der Versorgung
Der Tagesordnungspunkt Honorarverteilung wurde eingeleitet mit
einem Klick ins www. Unter KVon.de
sind seit geraumer Zeit zu den unterschiedlichsten Themen Videocasts
abgespeichert, in denen aktuelle
Sachverhalte erläutert werden. So
unter anderem auch zur Systematik
der Honorarverteilung ab dem 1. Juli
dieses Jahres, produziert von der
KBV. In kurzer, verständlicher Form
wird darin das Grundprinzip der
neuen Vergütungswelt dargestellt.
Doch wie meist, wenn es um komplizierte Sachverhalte geht, steckt der
Teufel im Detail. So auch hier. Und so
kam Dr. Noack, der seit Jahren als
Vorstandsmitglied die Honorarverteilung maßgeblich entwickelt, dann
auch zu dem Fazit: Die praktische
Umsetzung der bundesweiten Vorgaben erweist sich eben doch als viel
Damit bestätigen sich die Befürchtungen des Vorstandes. Die sicher im
Kern richtige Prämisse, die Regelleistungsvolumen (RLV) zu stärken,
indem die bisherigen sogenannten
freien Leistungen, von denen sich ein
Großteil jetzt in den QZV – den Qualitätsgebundenen Zusatz-Volumen –
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befindet, ebenfalls in der Menge
begrenzt wurden, erwies sich so eindeutig nicht umsetzbar. Der Grund:
Obwohl die Gesamtvergütung sich um
1,66 Prozent gegenüber 2009 erhöhen soll, wird dieses Mehr an Honorargeldern durch die Verringerung der
Versichertenzahlen, den Anstieg der
Fallzahlen um rund zwei Prozent und
die Zahlungen im Rahmen des Fremdkassenzahlungsausgleichs – das
waren beispielsweise im zweiten
Halbjahr 2009 rund 31 Millionen Euro,
die die KVBB zahlen musste – wieder
„aufgefressen“.
VV-Splitter
Die Zahl der Hausärzte ist in III/2009 gegenüber III/2008 um 0,3 Prozent auf 1.685 gesunken. Demgegenüber stieg die Zahl der Fachärzte im Vergleichszeitraum um 0,6 Prozent
auf 1.410.
Das durchschnittliche Honorar der Hausärzte
betrug in III/2009 52.417 Euro und lag damit
um 11,1 Prozent über dem von III/2008. Der
durchschnittliche Fallwert betrug 52,12 Euro.
Bei den Fachärzten lag das durchschnittliche
Honorar in III/2009 bei 52.045 Euro und sank
gegenüber dem Vergleichszeitraum um
6,1 Prozent. Der Fallwert betrug 42,86 Euro.
Darüber hinaus erwies sich die
Möglichkeit, mit den Krankenkassen
auf Länderebene durchaus Vergütungen für freie Leistungen auch ab
1. Juli 2010 zu vereinbaren, als nicht
realisierbar. Hier sagten die Kassen
schlichtweg Nein.
Angesichts dieser Probleme hatte
der KV-Vorstand rechtzeitig und langfristig die Vertreter der Berufsverbände in die Diskussion über die neue
Honorarverteilung einbezogen. Ob
bei der Entwicklung der QZV, der Bildung von Arztgruppen – die Vorschläge der Fachgruppen wurden
weitestgehend berücksichtigt in den
Verhandlungen mit den Kassen. „Das
war uns enorm wichtig“, stellte der
KV-Vize fest.
angehört, noch im Aufbau befinde,
habe sie bereits beachtliche Erfolge
„Das Interesse auch anderer Organisationen an einer Zusammenarbeit
mit der IGiB ist groß“, resümierte er.
Andere Kassen klopften an und wollten ebenfalls Mitglied werden. Auf
einem guten Weg sei auch die Dienstleistungstochter der KVBB, die
KV COMM. Dr. Helming verwies
darauf, dass hier in nächster Zeit vor
allem die elektronische Vernetzung
eine große Rolle spielen werde. Entsprechende Angebote der KVBB würden derzeit entwickelt.
Jetzt komme es darauf an, nach der
detaillierten Analyse, den getroffenen
Entscheidungen nun die weitere
Entwicklung genau zu beobachten,
um bei auftretenden ungerechtfertigten Honorarverwerfungen oder Fehlentwicklungen rasch reagieren zu
Positiv bewertete Dr. Helming auch
die Zusammenarbeit mit der Landesregierung. Es gebe eine „Menge
Übereinstimmung“ bei grundlegenden Fragen, beispielsweise der
Entwicklung neuer Versorgungskonzepte. Und jene seien dringender
denn je, da mit den bisherigen Strukturen in den kommenden 15, 20 Jahren die medizinische Versorgung nicht
weiter sichergestellt werden könne.
In seinem Bericht hatte der
KV-Vorsitzende, Dr. Helming, insbesondere das Engagement der KV
Brandenburg bei der Entwicklung
neuer Versorgungsformen gewürdigt.
Obwohl sich die „IGiB – Innovative
Gesundheitsversorgung in Brandenburg“ als Arbeitsgemeinschaft von
KVBB und AOK, der seit dem 1. Juni
dieses Jahres auch die BARMER GEK
Bis 2030 werde sich die brandenburgische Bevölkerung um etwa
25 Prozent reduzieren, ganze ländliche Regionen geradezu ausdünnen.
Dies hätten jüngste Studien ergeben.
Es sei mit einem „dramatischen
Anstieg der Morbidität und chronischer Krankheiten zu rechnen“, stellte Helming fest. Der Rückgang der
Bevölkerung würde unweigerlich zu
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einer Reduzierung der Krankenhauskapazitäten führen. Deshalb komme
es jetzt darauf an, die Weichen richtig
zu stellen. „Und das bedeutet, die
zu vernetzen, facharztübergreifende
Zentren zu schaffen sowie teilstationäre Rehaeinrichtungen und eine vollkommen andere nichtärztliche Praxisassistentinnen-Struktur zu entwickeln. Ich nenne es einmal AGnES 2 –
deren Aufgabengebiet jenes der Fallmanagerin ist. Damit erhält der Arzt in
der Praxis mehr Freiräume für seine
ureigene ärztliche Profession.“
Um all diese Herausforderungen
auch meistern zu können, sei es entscheidend, auch weiterhin eine starke
ärztliche Selbstverwaltungsstruktur
zu haben. „Im Oktober sind die Wahlen zur Vertreterversammlung. Eine
hohe Wahlbeteiligung ist die beste
Legitimation für die gewählten Vertreter“, so der KV-Chef.
Nur mit einem, die Interessen aller
Ärzte und Psychotherapeuten vertretenden Ärzteparlament VV sei der
künftige Vorstand in der Lage, seine
Positionen auch gegenüber den Kassen und der Politik durchzusetzen.
Der erste Schritt der Wahlen im
Herbst sei erfolgreich getan, die
Wählerlisten liegen zur Einsicht aus.
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„Die Vertreterversammlung der KVBB
beschließt, dass die Förderung der Weiterbildung in der Allgemeinmedizin ab dem
1.7.2010 über eine Sonderumlage unter
Beteiligung aller an der hausärztlichen Versorgung teilnehmenden Ärzte unter Ausschluss der Kinderärzte zu finanzieren ist.
Die Sonderumlage beträgt 0,35 Prozent.
Nicht verbrauchte Mittel werden zurück
In der Diskussion hatte Dr. Becker namens
der Hausärzte einen ergänzenden Beschlussvorschlag unterbreitet. Er sah vor, dass „bei
einer Bereinigungsgröße ab 5 Prozent infolge von Selektivverträgen nach § 73 b SGB V
eine neue Regelung“ zur Finanzierung
gefunden werden sollte. Dieser Antrag
wurde an den Vorstand zur weiteren Bearbeitung überwiesen.
Die Vertreterversammlung beschloss weiterhin Änderungen in der Satzung der KVBB
sowie der Abrechnungsordnung. Beide
Dokumente finden Sie auf der Website der
KVBB unter www.kvbb.de.
Nun komme es darauf an, die geeigneten Kandidaten zu finden, die aktiv
und engagiert dann ab 2011 agieren
Ralf Herre
Die jüngsten Beschlüsse zur Finanzierung der Weiterbildung Allgemeinmedizin und des zu erwartenden
Mehrbedarfs im Honorarfonds Psychotherapie stellen eine Zäsur dar:
Wurden bislang beide Aufgaben von
Haus- und Fachärzten gemeinsam
finanziell geschultert, so ist dies ab
dem 1. Juli 2010 nicht mehr der Fall.
Man geht getrennte Wege. Die
Hausärzte – ohne Kinderärzte! –
finanzieren die Weiterbildung ihres
fachlichen Nachwuchses, die Fachärzte den Mehrbedarf in der Psychotherapie. Nach der gesetzlich vorge-
schriebenen Trennung in haus- und
fachärztliche Vergütungsanteile ist
dies ein weiterer Schritt der Separierung unter dem Dach der KV.
Inwieweit dies letztlich einer einheitlichen Interessenvertretung der
Vertragsärzte dienlich oder doch eher
abträglich ist, muss und wird die
nächste Zeit zeigen. Im Kontext beispielsweise mit den Bestrebungen
des Hausärzteverbandes auf Bundesebene ist es wohl eher als ein Schritt
hin zur endgültigen Trennung zu
sehen. Leider.
Neuer BDA-Vorstand:
Der Hausärzteverband Berlin-Brandenburg hat einen neuen Vorstand
gewählt. Der neue Vorsitzende ist der Berliner Allgemeinmediziner Dr. Wolfgang Kreischer. Dem zehnköpfigen Gremium gehören auch fünf Brandenburger Hausärzte an.
Dr. Johannes Becker aus Ruhland wurde von den Delegierten zum Stellvertretenden Vorsitzenden gewählt. Der Potsdamer Dr. Volkmar Skerra ist
Stellvertretender Schriftführer, Dr. Hanjo Pohle aus Rathenow Stellvertretender Schatzmeister. Dr. Stephanie Lenke aus Senftenberg und Dr. Ralph
Schürer aus Potsdam sind zweiter bzw. dritter Beisitzer.
Den Gewählten herzlichen Glückwunsch und viel Erfolg für ihre Arbeit!
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Diskurs zur Zukunft der medizinischen Versorgung
Die brandenburgische CDU-Landtagsfraktion hatte ins Potsdamer Mercure Hotel geladen. Vom Konferenzraum in der 17. Etage konnte der Blick
der rund 50 teilnehmenden Vertreter
von Kassen, Parteien, aus der Ärzteschaft, der Industrie, den Apothekern
und Zahnärzten hervorragend in die
Ferne schweifen. Insofern passten
erst einmal Ort und Thema der Veranstaltung – Quo vadis Gesundheitspolitik in Deutschland – sehr gut
Wer allerdings wirkliche Neuigkeiten erwartet hatte, sah sich wohl
doch etwas getäuscht. Annette Widmann-Mauz, die Parlamentarische
Staatssekretärin aus dem Bundesgesundheitsministerium, präsentierte
sich als eloquente, mit viel Detailwissen ausgestattete Gesprächspartnerin, hielt sich jedoch in den entscheidenden Fragen sehr bedeckt. Beispielsweise, wie die künftige Finanzierung der GKV aussehen soll und ob die
hinter vorgehaltener Hand heftig kolportierte sogenannte Autonomie der
Krankenkassen tatsächlich be-schlossene Sache sei und wenn ja, was man
denn darunter zu verstehen habe.
Allerdings muss man ihr zugute halten, dass sie sich tatsächlich in einer
Zwickmühle befand. Die für diesen
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20. Mai angesetzte Tagung der Regierungskommission zur Gesundheitspolitik war von Minister Rösler abgesetzt worden; die Vorschläge des
BMG seien bereits so konkret, dass
sie, um nicht zerredet zu werden,
gleich mit den Spitzen der Regierungskoalition besprochen werden
Und so konstatierte Frau WidmannMauz mit einem lakonischen „Ober
schlägt Unter“, dass sie Minister
Rösler nicht die Schau stehlen und
deshalb hier in Potsdam keine Details
ausplaudern könne.
Dies hinderte sie jedoch nicht,
immer wieder die Notwendigkeit von
mehr Wettbewerb im Gesundheitssystem anzumahnen und darauf zu
verweisen, dass nur so eine größere
Effizienz erzielt werden könne. Sie
lobte die ersten konkreten Maßnahmen der neuen Regierung zur Kosteneinsparung im Arzneimittelmarkt und
versicherte zugleich, dass kein
Bereich der Gesundheitswirtschaft
von Spar- und Effizienzüberlegungen
ausgenommen sei. Das betreffe eben
nicht nur die Industrie, sondern auch
die Krankenhäuser, die Ärzteschaft,
die Kassen, die nichtärztlichen Heilberufe.
Breiten Raum in der Diskussion
nahm die Sicherstellung der medizinischen Versorgung in den kommenden Jahren ein. Es gelte, die Alterspyramide der Bevölkerung, die sich
verändernden familiären Strukturen,
ein sich wandelndes Berufsverständnis der Ärzte und die finanziellen
Möglichkeiten unter einen Hut zu
bringen. Dies, so Frau WidmannMauz, gelänge nur mit freiheitlichen,
wettbewerblichen Strukturen und
unter Einbeziehung aller Akteure.
Finanzielle Anreize, eine kleinräumige Bedarfsplanung unter Berücksichtigung sowohl der Krankenhäuser
als auch der niedergelassenen Ärzte
und nichtärztlicher Professionen, ein
praxisnäheres Studium der Medizin
und variablere Formen der Berufsausübung – all das gelte es in Zukunft
stärker zu berücksichtigen.
Dafür hätte, so die Frau Staatssekretärin, der Gesetzgeber die
meisten Regelungen bereits getroffen. Jetzt käme es darauf an, diese
auch auszuschöpfen und anzuwenden. Entscheidend aus ihrer Sicht: Die
Kassen müssten wieder mehr regionalen Entscheidungsspielraum bekommen. Inwieweit ihr dabei die geographische Verbundenheit gewissermaßen die Gedanken führt – sie
kommt aus Baden-Württemberg – sei
einmal dahingestellt.
Auf alle Fälle spürte man bei diesen
Äußerungen die im Raum aufkommende Besorgnis. Denn: Mehr Regionalität der Kassen bedeutet immer
eine Benachteiligung der wirtschaftlich nicht so starken Regionen, sprich,
des Ostens. Andererseits meinte sie
auf eine entsprechende Frage, dass
der jetzige Status quo nicht einfach
wieder zurückgedreht werden könne.
Zurzeit, das bestätigte die Frau
Staatssekretärin, gehe das Bundesgesundheitsministerium von einem
finanziellen Defizit in 2011 von rund
10 Milliarden Euro aus. Damit habe die
Unterdeckung des Gesundheitsfonds
aber noch nicht die gesetzlich fixierten 95 Prozent erreicht, ab denen der
Gesetzgeber mit der Festsetzung
höherer Beitragssätze reagieren
müsse. Ergo, hier seien die Kassen in
der Pflicht, die fehlenden Einnahmen
beispielsweise über Zusatzbeiträge zu
kompensieren. Das entspreche nach
ihrem Verständnis übrigens genau der
von Kassen immer wieder geforderten Beitragsautonomie.
Als gegen 21.30 Uhr die Veranstaltung beendet war, verfingen sich die
Blicke aus dem 17. Stockwerk in einem
verschwommenen Meer heller und
weniger heller Lichter. Auch das war
im gewissen Sinne symptomatisch für
die gerade beendete Diskussion.
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Was für eine turbulente Zeit! Erst
erklärt der hessische Landesvater
Koch seinen sofortigen Ausstieg aus
der Politik, dann schmeißt Deutschlands oberster Repräsentant, Bundespräsident Köhler, das Handtuch und
erklärt mit sofortiger Wirkung seinen
Rücktritt. Letzteres kam so überraschend, dass das öffentlich-rechtliche
Fernsehen in ungewohnter Harmonie
mit dem privaten sich nicht in der
Lage sah, eine Live-Berichterstattung
aus Schloss Bellevue auf die Beine zu
Doch damit nicht genug. Denn allen
Beteuerungen zum Trotz, scheint das
Gezänk in der schwarz-gelben Regierungskoalition kein Ende zu nehmen.
Bestes Beispiel – die Gesundheitspolitik. Egal was
Minister Rösler so
von sich gibt,
kommt prompt
aus München –
bestenfalls – ein
meistens aber ein
„mit uns nicht!“.
Mal tönt’s der
mal sein Gesundheitsminister.
Süffisant stichelt Söder gegen
Rösler, dieser
habe sich „wohl
sehr verrannt“
und „scheine ein
wenig trotzig zu
reagieren“. Doch
“Ich - bin - empört - Horst!”
Zeichnung: A. Purwin
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sicher scheint bei diesem die Geduld
zu Ende zu sein. Scharf griff er den
Regierungspartner CSU an und stellte
fest: „Ich bin nicht beleidigt, ich bin
empört darüber, dass eine Partei, die
Teil der Regierung ist, nicht bereit ist,
Verantwortung zu übernehmen.“ Und
überhaupt sei er gespannt, was „diejenigen vorlegen werden, die Einsparungen fordern“.
Richtig, es geht ums liebe Geld. Die
Finanzierung der GKV auf stabile Füße
zu stellen – damit ist der neue
Gesundheitsminister angetreten. Im
Moment sieht es so aus, als würde es
bestenfalls eine gesichtswahrende
Modifizierung des bestehenden Systems geben. Oder ehrlicher ausgedrückt: Eine neue Runde der reinen
Kostendämpfung.
Zumindest die Krankenkassen wollen das, und auch der kleinste Koalitionspartner CSU fühlt sich auf einmal
partout als Rächer der Armen. Man
scheint in München vergessen zu
haben, dass es ein gewisser Horst
Seehofer war, der die unseligen Budgets und damit die Rationierung
medizinischer Leistungen einführte.
Er war es übrigens auch, der den
Wettbewerb als Quasi-Allheilmittel
hoffähig machte …
Und ganz kann der Bayer aus Ingolstadt auch heute nicht von seiner
heimlichen Liebe lassen; der Gesundheitspolitik. Auf die ihm eigene Art.
Natürlich sei der Herr Rösler ein kompetenter Minister, den er persönlich
sehr wertschätze, aber trotzdem, so
Seehofer, könne er natürlich keine
Politik mittragen, die er für falsch
halte. Und deshalb, so legt er nach,
sei die Kopfpauschale nach den Beratungen der Parteichefs „endgültig
vom Tisch“, wie er in der Süddeutschen Zeitung genüsslich kundtat.
Offenbahr steht Seehofer damit
aber ziemlich allein da. Zumindest die
Kanzlerin interpretiert die jüngsten
Zusammenkünfte der Koalitionsspitzen anders. Sie ließ über ihren Regierungssprecher verkünden, dass „über
die Ausgestaltung eines zukünftigen
Sozialausgleichs noch keine Entscheidung getroffen ist“.
Warten wir mal ab, wer oder was
noch so alles in den kommenden
Wochen interpretiert, sagt, schimpft
oder vielleicht einfach mal (wieder)
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Verleihung des dfg-awards an die Arbeitsgemeinschaft
„Innovative Gesundheitsversorgung in Brandenburg“ (IGiB)
von KV Brandenburg und AOK Berlin-Brandenburg
Foto: v. l. n. r. Dr. med. Hans-Joachim Helming, Wolfgang G. Lange,
Prof. Eberhard Wille, Frank Michalak
Super Stimmung bei den über 200
Teilnehmern (unter ihnen über 60
Vorstände und Geschäftsführer von
Organisationen, Körperschaften und
Unternehmen aus dem Gesundheitswesen) der Gala-Veranstaltung zur
Verleihung des „dfg-award 2010” am
27. Mai im großen Festsaal der „Villa
Kennedy” in Frankfurt/Main.
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Unter den Teilnehmern auch die für
eine Auszeichnung Nominierten aus
Brandenburg: der Vorstandsvorsitzende KVBB, Dr. Hans-Joachim Helming,
und der Vorsitzende der AOK BerlinBrandenburg, Frank Michalak, für die
Arbeitsgemeinschaft von KV und AOK
„Innovative Gesundheitsversorgung
in Brandenburg“, kurz IGiB.
Doch es blieb nicht bei der Nominierung, vielmehr gewann dieses Joint
Venture den 1. Preis in der Kategorie
„Innovation“ für „die Idee und
Umsetzung einer bundesweit einzigartigen Partnerschaft von Leistungsanbieter und Kostenträger“, wie es in
der Begründung der Jury heißt.
Der vom Branchendienst „dfg Dienst für Gesellschaftspolitik“ initiierte Preis wurde in diesem Jahr zum
zweiten Mal verliehen und ist auf dem
sicheren Weg, sich zu einer echten
Größe im Gesundheitswesen zu etablieren. Gewürdigt wurden in vier Kategorien herausragende Leistungen des
Gesundheitswesens sowie das
„Ärgernis des Gesundheitswesens“.
Zudem wurde der Ehren-dfg-award
verliehen, der an Eugen Münch (Vorstandschef Rhön-Klinikum) „für den
visionären Aufbau eines erfolg-reichen Marktführers im Gesundheitswesen“ ging.
Schon eine Nominierung ist ein Riesenerfolg, konkurriert man doch mit
allen Organisationen, Körperschaften
und Unternehmen aus dem Gesundheitswesen, d. h. mit Krankenkassen,
Krankenhäusern, Kassenärztlichen
Vereinigungen, Landesärztekammern,
Ärztenetzen, Pharmafirmen usw. im
Aus den zahlreichen Bewerbungen
wurden 25 Nominees von der hochrangig besetzten Jury ausgewählt. Die
endgültige Entscheidung trafen dann
aber die Leser des „dfg“-Blattes.
Die IGiB konkurrierte in der Kategorie „Innovation“ mit der Bayerischen
Landeszahnärztekammer für die Idee
und Umsetzung eines wegweisenden,
IT-unterstützten Qualitätsmanagementsystems (QMS) für Zahnärzte,
mit der HMM Deutschland GmbH,
Moers für die Idee und Umsetzung
einer wegweisenden Online-Hilfsmittel-managementplattform, mit der
pronova BKK / Ford BKK, Ludwigshafen / Köln für die Idee und Umsetzung
eines wegweisenden, telemedizinisch
unterstützten Konzeptes zur Gewichtsreduktion Adipöser sowie mit
der Versicherungsforen Leipzig GmbH
für die Idee und Umsetzung eines privatwirtschaftlichen Dienstleisters für
Dr. Helming und Frank Michalak
drückten in ihrer Dankesrede die
Freude über den Gewinn dieses Preises gerade in dieser Kategorie aus.
Solche Projekte wie IGiB zeigten, dass
das System noch verbesserungswürdig ist und es sich lohnt, sich dafür zu
Der Pokal für das „Ärgernis des
Gesundheitswesens“ ging im Übrigen
an die Christlich-Soziale Union in
Bayern (CSU) „für das „gekonnte“
Einknicken vor einer Lobbygruppe im
Gesundheitswesen“, für die Einführung des § 73 b SGB V im bayerischen
Wahlkampf 2008. Horst Seehofer war
– wenig erstaunlich - persönlich nicht
anwesend an diesem Abend.
D. Kuster
AUSGABE 6 / 2010 | Seite 13
Ärzte spenden 4.575,86 Euro
für Therapiegeräte
Herrlichstes Sommerwetter an diesem Juni-Tag – gewissermaßen passend zum Anlass: Der Vorsitzende der
KV Brandenburg, Dr. Helming, und
der Präsident der Landesärztekammer Brandenburg, Dr. Wolter, überreichten der Geschäftsführerin der
Kindernachsorgeklinik Berlin-Bran-
Seite 14 | AUSGABE 6 / 2010
denburg, Petra Bierwirth, eine Spende in Höhe von 4.575,86 Euro.
Ein erkleckliches Sümmchen, das
die Teilnehmer des diesjährigen
gemeinsamen Ärzteballes von Kammer und KV aus Anlass des 20jährigen
Bestehens beider ärztlicher Organisationen gespendet hatten und das nun
die Möglichkeit schafft, dringend
benötigte Therapiegeräte für die
Nachsorgeklinik zu erwerben.
Etwa 1.700 Kinder erkranken jährlich in Deutschland an Krebs und rund
7.000 kommen pro Jahr mit einem
Herzfehler auf die Welt. Die Kindernachsorgeklinik in Bernau-Waldsiedlung ist eine von nur fünf Kliniken in
Deutschland, die die sogenannte
Familienorientierte Nachsorge für
krebs- und herzkranke Kinder und
Jugendliche anbietet.
Ein hervorragendes Konzept, das
neben der medizinischen auch die
seelische Betreuung der Betroffenen
und ihrer Familien beinhaltet. Die Bernauer Klinik ist übrigens die einzige
ihrer Art in den neuen Bundesländern.
Knapp 200 Kinder und Jugendliche
erhielten in dem rund einjährigen
Bestehen der Klinik eine hervorragende medizinisch-therapeutische Nachsorge; speziell abgestimmt auf den
Primärpatienten und die
jeweiligen Familienmitglieder.
Über vier Wochen
erstreckt sich diese
Nachsorge. Medizinische Betreuung, Physiotherapie, Schulunterricht, aktive Freizeitgestaltung – alles geht
nahtlos ineinander über.
Ein 20köpfiges Expertenteam aus Ärzten,
Schwestern, Pädagogen und vielfältig
spezialisierten Therapeuten umsorgt
die Patienten und ihre Familie. Es gibt
Sport- und Spielräume ebenso wie die
traditionellen Therapieeinrichtungen.
„Wir waren begeistert von diesem
Rehakonzept und haben uns deshalb
entschlossen, hierfür zu spenden“, so
der KV-Vorsitzende Dr. Helming. Und
der Bedarf an Spielzeug, Mobiliar
oder beispielsweise Werkzeug für die
geplante „Holz-Werkstatt“ ist groß.
All das muss allein über Spenden
Von der Spende der brandenburgischen Ärzte werden nun eine Therapieschaukel sowie weitere Therapie-
geräte, vor allem
für Kinder-Aquafitness, angeschafft, erklärt
Petra Bierwirth.
Und sollte noch
etwas übrig bleiben, dann gibt es
von „Kleinigkeiten“, die noch
Apropos. Wer beispielsweise Werkzeuge zur Holzverarbeitung oder gar
eine Werkbank abzugeben hat, sollte
sich bitte im Bereich Kommunikation
der KVBB (Tel.: 0331/28 68-196) melden. Wir würden dies sehr gern an die
Nachsorgeklinik vermitteln.
Berliner Volksbank eGK
Konto: 2200002205
Kindernachsorgeklinik Berlin-Brandenburg gemeinnützige GmbH
Bussardweg 1, 16321 Bernau-Waldsiedlung
Tel.: 03338/90 80 20
info@knkbb.de
Fotos: Ralf Herre
AUSGABE 6 / 2010 | Seite 15
BKK-Tag diskutierte Herausforderungen der
medizinischen Versorgung auf dem Land
„Deutschland – ein Land ohne
Ärzte?“ – unter diesem Motto lud der
BKK Landesverband Mitte am 9. Juni
zum mittlerweile achten BKK-Tag
nach Berlin ein. Das Fragezeichen in
diesem Titel sei bewusst gesetzt worden, sagte der Vorsitzende des Verwaltungsrates des Gastgebers, Peter
Götze, in seinen Grußworten. Denn
trotz der allgegenwärtigen Diskussion
um Ärztemangel sei es nicht von der
Hand zu weisen, dass die Arztzahlen
in den vergangenen Jahren ständig
gestiegen seien.
Der Vize-Chef des GKV-Spitzenverbandes Johann-Magnus von Stackelberg hatte sogleich auch die passenden Zahlen parat: Gab es im Jahr 1990
in Deutschland 92.289 ambulant tätige Ärzte, waren es 2008 138.330 – ein
Zuwachs von rund 50 Prozent. Bei
den Klinikärzten kletterte die Zahl um
rund 30 Prozent – von 118.087 in 1990
auf 153.799 in 2008. „Wir haben nicht
zu wenig Ärzte, sie sind nur falsch verteilt“, resümierte von Stackelberg.
Und bemühte das Beispiel des Starnberger Sees, an dessen Ufer sich die
Ärzte stapeln, während in den ländlichen Regionen der Eifel oder Mecklenburg-Vorpommerns die medizinische Versorgung gar dünn aussieht.
Gründe für diese Entwicklung nannte Dr. John N. Weatherly von der
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Newstand Management Akademie.
Betroffen seien davon vor allem
finanziell unattraktive Arztgruppen,
die mit einem hohen persönlichen Einsatz in wenig attraktiven, sprich ländlichen Regionen, tätig seien. Das hohe
Engagement werde jedoch durch die
pauschalen Entgelte nur wenig
gewürdigt, was sich wiederum hemmend in Bezug auf Motivation und
„Berufung“ des Arztes auswirke.
Wie kann es aber gelingen, die
medizinische Versorgung auf dem
Land auch zukünftig sicherzustellen?
Mit finanziellen Zuschüssen allein
klappt es nicht, darüber waren sich
die Diskutanten einig. Man könne
einem Arzt noch so viel Geld geben, er
werde dennoch nicht in eine Region
gehen, in der „man nicht tot überm
Zaun hängen möchte“, brachte es ein
Krankenkassenvertreter aus Sachsen
auf den Punkt. Vielmehr müsse auch
eine gewisse Infrastruktur, müssten
Schulen, Kindergärten, kulturelle
Angebote vorhanden sein. Und dies,
so unterstrich von Stackelberg, sei
eine gesamtgesellschaftliche Verantwortung.
Er sprach sich zudem für eine
Anpassung der Bedarfsplanung aus.
Nach den Vorstellungen des GKV-Spitzenverbandes soll es demnach in
Zukunft ein engmaschiges Netz an
Primärärzten – Hausärzte, Gynäkologen und Kinderärzte – für eine flächendeckende wohnortnahe Versorgung der Bevölkerung geben. In der
allgemeinen fachärztlichen Versorgung plädierte von Stackelberg für
eine größere Flexibilität durch ein
weiter gespanntes Netz an Versorgungseinrichtungen. Für die spezialisierte fachärztliche Versorgung sei es
unabdingbar, die Grenzen zwischen
ambulant und stationär zu überwinden und eine sektorenübergreifende
Bedarfsplanung zu realisieren. In
unterversorgten Regionen sei die Einrichtung von Gesundheitszentren
denkbar, in denen Ärzte tageweise
Sprechstunden abhalten. Unterstüt-
zung könnten sie durch Gemeindeschwestern sowie den Einsatz von
Telemedizin erhalten.
Fazit des Veranstalters: Es gibt viel
zu tun, um auch in Zukunft insbesondere die Menschen auf dem Land
wohnortnah medizinisch zu versorgen. Und es darf nicht nur geredet,
sondern es muss auch was getan werden – auch wenn es dem einen oder
anderen Akteur im Gesundheitswesen
hier und da wehtut. Denn: Im Gesundheitsbereich werde es niemals für alle
Beteiligten eine Win-Win-Situation
geben, sagte Dr. Weatherly. Einer
werde immer Federn lassen müssen,
insbesondere bei gedeckelten
AUSGABE 6 / 2010 | Seite 17
Bajuwarisches Mengenproblem
Aus: dfg 22-10 vom 3. Juni 2010 mit freundlicher
Genehmigung der Redaktion
Wem das finanzielle Wasser (der
AOK Bayern, A.d.R.) angeblich so bis
zum Halse steht, sucht auch beim
„Erledigen“ von teuren Experimenten
sein Heil. Dazu gehört z.B. der für die
bayerischen Hausärzte so lukrative
AOK-Hausarztvertrag mit dem Bayerischen Hausärzteverband (BHÄV)
unter der Führung des ärztlichen
Regionalfürsten Dr. med. Wolfgang
Hoppenthaller (62).
Bekanntlich wanderten die vom
Glanz des versprochenen Geldes toll
begeisterten beteiligten Mediziner so
in die Menge ab, dass sich der HzVVertrag für die Körperschaft nicht
mehr „rechnet“. Wie der dfg-Redaktion aus gewöhnlich gut informierten
Kreisen zugetragen wurde, sei es in
der Tat so, „dass die AOK mit Hoppenthaller im Gespräch ist, um die
Pauschalen nach unten zu verhandeln“, heißt es. Im AOK-Vertrag seien
momentan über 2,5 Mio. Versicherte
Die AOK könne und wolle sich die
80 Euro Pauschale und die gleichzeitige Praxisgebührbefreiung für den
HzV-Vertrag nicht mehr leisten. Man
hoffe auf eine vertragliche und ein-
Seite 18 | AUSGABE 6 / 2010
vernehmliche Lösung mit dem Siegenburger Wadenbeißer. Wenn alle Mühe
vergebens sei, sei man aber auch
bereit, den Klageweg zu beschreiten.
Schließlich habe man auch gegen das
BVA vor dem Kölner Sozialgericht
Sollten die Erkenntnisse der bajuwarischen Whistleblower exakt stimmen, dann könnten weder die AOK
noch der BHÄV eine wie auch immer
geartete Einigung nicht als Erfolg verkaufen. Beide Seiten stecken in einer
politischen wie argumentativen
Zwickmühle. Vor allem für
Hoppenthaller wurde sich ein Einknicken vor den Wünschen seines
Muster-Vertragspartners als berufspolitisches Desaster entpuppen.
Für die Mannschaft um AOK-Chef
Dr. jur. Helmut Platzer (52) bedeutet
ein Durchsetzen von Änderungswünschen, dass man sich eigentlich die
üppigen Hausarzthonorare nicht
mehr leisten kann und quasi darum
betteln muss, weniger bezahlen zu
dürfen, nur um das wegweisende Projekt nicht gänzlich durch frühzeitige
Kündigung scheitern zu lassen.
Aufruf an alle: Fertigt Sammelbüchsen, stellt sie auf und rührt die Werbetrommel! In Nordrhein-Westfalen
droht der Kollaps. Die Bürger können
nicht mehr versorgt werden, weil die
Ärzte abwandern. Sie wandern ab,
weil so niedrige Honorare gezahlt
werden. Und neue Ärzte zieht es just
aus diesem Grund erst gar nicht in
diese Gegend.
War die Welt bis 2008 noch heil, so
hat sich das mit Beginn 2009 dramatisch gewandelt. Schuld ist der
Gesundheitsfonds, der mit seinem
Geldverteilungsmechanismus die
nordrhein-westfälischen Kollegen
massiv benachteiligt.
Stimmt nicht? Stimmt doch! Denn:
Stellen die Kassen in Bremen und Berlin pro Versichertem ungeheuerliche
602 bzw. 541 Euronen zur Verfügung,
sind es in Nordrhein lediglich magere
396. Und das, obwohl für 2009 sogar
über 3 Milliarden Euronen mehr verteilt wurden.
Dass davon nichts, naja, so gut wie
nichts, den Weg an Rhein und Ruhr
gefunden hat, ist eindeutig Schuld der
KBV. Sie hat mit ihren weltfremden
und unverantwortlichen Überlegungen und Beschlüssen einen neumodischen Verteilungsmechanismus verhackstückt, der zu dieser massiven
Benachteiligung besagter Spezis
Zahlen gefällig? Bitteschön: Honorarzuwächsen von schlappen 6,1 Prozent in Nordrhein und 7,2 Prozent in
Westfalen-Lippe stehen geradezu
unverschämte, gigantische Erhöhungen in Niedersachsen und Thüringen
von über 17 Prozent entgegen.
Diese Aufteilungsungerechtigkeit
ist nicht hinnehmbar. Nicht nur nicht
für die dort leben und arbeiten müssenden Ärzte, nein, auch nicht für die
Politik! So hat der nordrhein-westfälische Gesundheitsminister Laumann
unüberhörbar verlauten lassen, dass
er sich von der unfähigen ärztlichen
Selbstverwaltung namens KBV nicht
länger vorführen lasse.
Recht so. Eine Haltung, die leider im
Osten noch nicht Fuß gefasst hat.
Denn obwohl die Kassenzuwendungen in Brandenburg bei lediglich 317
Euronen pro Versichertem liegen
(erinnert sei noch einmal an oben
genannten Betrag in Nordrhein von
396 Euro!), ist beispielsweise unserem
Ministerpräsidenten noch nie solch
ein zündender kritischer Gedanke
gekommen. Warum auch. Schließlich
ist dieses Hinterherhinken bei uns seit
20 Jahren trauriger Alltag. Und Alltag
ist, so scheint‘s, immer normal.
Ein Wunder, dass trotzdem Patienten versorgt und selbst junge Ärzte
den Weg in die Mark finden. Aber wir
können ja nun optimistisch in die
Zukunft blicken: Die Landflucht in
Nordrhein und Westfalen-Lippe wird
uns eine wahre Ärzteschwemme
bescheren. Vielleicht, meint Ihr ziemlich durcheinanderer …
… specht
AUSGABE 6 / 2010 | Seite 19
Geschmökert in alten “KV-Intern” - und fündig geworden ...
Nachzulesen in „KV-Intern“ 5/1994 auf
„Eine stärkere Verzahnung der
ambulanten und stationären Versorgung soll dem Patienten die Möglichkeit geben, sich aus der Vielfalt der
Versorgungsformen diejenigen
herauszusuchen, die am ehesten in
der Lage ist, seine Probleme zu lösen.
… Die KBV unterstreicht die Bedeutung einer gleichrangigen hausärztlichen und fachärztlichen Versorgung
und spricht sich für ein hohes Niveau
der hausärztlichen Versorgung aus,
die nicht zu einer den Bürger verpflichtenden Durchgangsstation für
die Inanspruchnahme fachärztlicher
Versorgung werden dürfte.
Deswegen müsse die Verantwortung für die Sicherstellung der ärztlichen Versorgung der Bevölkerung bei
bleiben, heißt es in dem Papier. Eine
optimale Nutzung der finanziellen
Ressourcen des Gesundheitssystems
sei am besten in einem auf freiberuflicher Tätigkeit ausgerichteten System
Was meinen Sie, von welchem
Papier ist hier die Rede? Stimmt, Sie
müssen weit zurückdenken: Im Mai
1994 beschloss die KBV-Vertreterver-
Seite 20 | AUSGABE 6 / 2010
sammlung das gesundheitspolitische
Programm der Kassenärzte. KBV-Vorsitzender war damals Dr. Schorre,
Gesundheitsminister Horst Seehofer.
Aus „KV-Intern“ – Sonderausgabe –
vom 27. August 1994 im Editorial von
Lothar Kropius
„Damit haben wir die Voraussetzungen geschaffen für einen … wichtigen Schritt in die Eigenständigkeit
unserer KV: Die vollständige Übernahme der EDV-Abrechnung für alle über
die KV Brandenburg abrechnenden
Ärztinnen und Ärzte in eigene Regie.
Sie wissen, dass bislang diese Abrechnung durch die Rechenstelle der
KV Westfalen-Lippe erfolgte, wofür
wir uns noch einmal herzlich bedanken. Doch wie das mit dem Erwachsenwerden so ist – irgendwann
erfolgt einmal die Abnabelung. … Die
Übernahme in die eigene Verantwortung ist ebenso ein Beleg dafür, dass
sich die ärztliche Selbstverwaltung
und die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Verwaltung in den zurückliegenden vier Jahren zu einer stabil
arbeitenden Körperschaft entwickelt
Abgabetermine der
Quartalsabrechnung II/2010
Zentrale Formularausgabe in Potsdam
Fax: 01801/58 22 434*
Tel.: 01801/58 22 435*
* 3,9 Cent pro Minute aus dem deutschen Festnetz.
Preise aus Mobilfunknetzen ggf. abweichend
• auch außerhalb der Annahmewoche
• Angabe der Absenderadresse mit
An diesen Tagen sowie
01801/58 22 433*
* 3,9 Cent pro Minute aus dem
deutschen Festnetz; maximal 42 Cent pro
Annahme der Abrechnung
Potsdam-Center
Servicestelle Cottbus
Servicestelle Frankfurt/Oder
AUSGABE 6 / 2010 | Seite 21
Wie bereits im Dezember 2008
informiert, gelten seit Januar des vergangenen Jahres höhere Vergütungen für Impfleistungen sowie die
Symbolnummern der Schutzimpfungs-Richtlinie.
ist es nun gelungen, auch den Vereinbarungstext der für die Primär- und
die Ersatzkassen gemeinsam geltenden Impfvereinbarung abzustimmen.
Hauptsächlich die Verfahrensweise
bei Einführung neuer Impfungen bzw.
Impfstoffe war zwischen den Vertragspartnern lange Zeit strittig. Die
Krankenkassen wollten hier eine automatische Übernahme der vorgesehenen Vergütungen auch für neue Impfungen erreichen. Dies war für die
KVBB nicht akzeptabel, weil insbesondere der mit einer neuen Impfung verbundene Beratungsaufwand nicht
einschätzbar ist. Nunmehr haben sich
die Vertragspartner auf folgende
Kompromisslösung verständigt: Die
analoge Vergütungsregelung findet
nur für eine angemessene Verhandlungszeit Anwendung, längstens
jedoch für drei Monate nach Aufnahme einer neuen Impfung in die
Schutzimpfungsrichtlinie.
Seite 22 | AUSGABE 6 / 2010
Ungeachtet der gemeinsamen Vereinbarung erfolgt die Verordnung von
Impfstoffen wie bisher getrennt nach
Primär- und Ersatzkassen wie Sprechstundenbedarf (Primärkassen zu Lasten AOK Berlin-Brandenburg; Ersatzkassen zu Lasten BARMER GEK).
Die Vereinbarung stellt weiterhin
klar, dass Grundimmunisierungen, die
vor Vollendung des 18. Lebensjahres
begonnen wurden, entsprechend
dem vorgegebenen Zeitrahmen auch
abgeschlossen werden können. Darüber hinaus wurde der Vereinbarungstext an die Schutzimpfungsrichtlinie
Der Vertragstext ist Bestandteil der
nächstfolgenden Ergänzungslieferung
zum Vertragsordner der KVBB.
Fachbereich Verordnungs- und Wirtschaftlichkeitsprüfung
Abrechnungshotline 01801/58 22 433*
Festnetz; maximal 42 Cent pro Minute
Bereich Arznei- und Verbandmittel:
Mit der nun vorliegenden Neuberechnung aller Richtgrößen konnten
folgende Ziele erreicht werden:
• Einberechnung des Steigerungsfaktors für das Ausgabenvolumen
in Höhe von 5,86 Prozent
• Bereinigung der Richtgrößen
zusätzlich um Praxisbesonderheiten gem. Symbolnummer 99350
(Arzneimittel bei pulmonaler
Hypertonie) sowie Arzneimittel
bei seltenen Krankheiten im
Rahmen der Symbolnummer 99310
• Anpassung der Arztgruppen an die
Systematik des VertragsarztrechtsÄnderungsgesetzes. Damit wurden
vor allem die Gruppe der fachärztlich tätigen Internisten aufgeteilt
und für die vier wichtigsten
Schwerpunktbezeichnungen
zutreffende Richtgrößen
Im Zuge der Neuberechnung stellte
sich heraus, dass sich bei vielen Arztgruppen die Gewichte zwischen den
auf Praxisbesonderheiten und den auf
übrige Arzneimittel entfallenden Verordnungssummen seit der letzten
Neuberechnung verschoben hatten.
Während die AM-Ausgaben für Praxisbesonderheiten deutlich anstiegen,
sanken die Kosten für Arzneimittel in
der Grundversorgung bei Hausärzten,
Chirurgen, Kinderärzten und Urologen. Daher waren einige Richtgrößen
abzusenken, während es bei anderen
Arztgruppen zu Anhebungen kam.
Nach Prüfvereinbarung gilt jedoch,
dass Überschreitungen des Richtgrößenvolumens von Amts wegen um
die Praxisbesonderheiten bereinigt
werden müssen, welche in der Anlage
2 der Prüfvereinbarung gelistet sind.
Deshalb ist eine gute Dokumentation
und eine Angabe der Symbolnummern für eben diese Praxisbesonderheiten dringend notwendig.
Aufgrund der tatsächlichen Verordnungsweise waren auch die neuen
Richtgrößen für Kardiologen und Gastroenterologen abzusenken, während
Pneumologen und Nephrologen
künftig höhere Richtgrößen zur
Hier wurden mit der Neuberechnung der Richtgrößen folgende Ziele
in Höhe von 6,45 Prozent
AUSGABE 6 / 2010 | Seite 23
• Bereinigung der Richtgrößen um
die Praxisbesonderheiten gem.
Symbolnummern 99372, 99373,
99374, 99375 und zusätzlich 99328
und 99329. Aus technischen
Gründen wurden bei der Bereinigung der Richtgrößen die Praxisbesonderheiten gem. Symbolnummern 99371 (Heilmitteltherapie als
Ersatz für Frühförderungen) und
99376 (Podologische Therapie im
Rahmen von DMP Diabetes) nicht
Auswirkung der Festlegung
von Richtgrößen nach Beginn
und für die zwei wichtigsten
• Ist die neue Richtgröße niedriger
als die bis dahin geltende, gilt die
neue Richtgröße erst ab dem
Zeitpunkt der Verkündung. Bis
dahin gilt die höhere Richtgröße.
Im Zuge der Berechnung stellte sich
heraus, dass die Berücksichtigung der
Praxisbesonderheiten bei vielen Arztgruppen zu einer Absenkung der
Richtgrößen führte. In einzelnen
Arztgruppen waren die nach Abzug
der Praxisbesonderheiten ermittelten
Richtgrößen so gering, dass auf eine
Festlegung verzichtet werden konnte.
Seite 24 | AUSGABE 6 / 2010
Der höchstrichterlichen Rechtsprechung folgend, bestimmt sich die
Anwendung der Richtgrößen 2010 wie
• Ist die neue Richtgröße höher als
die bis dahin geltende (aus dem
Jahr 2009) gilt die neue Richtgröße
rückwirkend ab Jahresbeginn.
• Je Arztgruppe berechnet die
Prüfungsstelle eine Mischrichtgröße.
• Die Gruppe der Lungenärzte hatte
in den Vorjahren keine Richtgrößen
– damit treten die Richtgrößen
2010 ab Verkündung in Kraft.
Neue Jahresrichtgrößen für Arznei- und
Verbandmittel 2010
Richtgrößen für Arznei- und
Verbandmittel einschließlich
Sprechstundenbedarf (Brutto in Euro)
Allgemeinmediziner/Praktische Ärzte
Internisten, hausärztlich
Internisten, fachärztlich ohne/sonstiger
SP Gastroenterologie
SP Pneumologie und Lungenärzte
SP Nephrologie
Nervenärzte/Neurologen
* sonstige Schwerpunkte: Angiologie, Endokrinologie und Diabetologie, Hämatologie und Onkologie,
Rheumatologie, Geriatrie, Infektiologie
AUSGABE 6 / 2010 | Seite 25
Richtgrößen für Heilmittel 2010
Richtgrößen für Heilmittel
(Brutto in Euro)
Beratende Apothekerinnen
Seite 26 | AUSGABE 6 / 2010
Die Vertragsverhandlungen mit den
Ersatz- und Primärkassen (wir berichteten von den gekündigten Alt-Vereinbarungen im Beileger „KV-Intern“
12/2009) sind nun mit dem Ergebnis
abgeschlossen worden, dass es wie
bisher zwei Vereinbarungen (Verordnung zu Lasten der AOK bzw. der
BARMER GEK) geben wird.
Die Anlage 1 der Sprechstundenbedarfsvereinbarungen über die verordnungsfähigen Mittel ist hinsichtlich
des geltenden Leistungsrechts der
gesetzlichen Krankenkassen angepasst worden und gilt nahezu
deckungsgleich für die Primär- und
• Zu Beginn der vertragsärztlichen
Tätigkeit ist die Bestellung des
Sprechstundenbedarfes bereits im
ersten Quartal möglich (bislang
musste der Vertragsarzt die
Erstausstattung für das I. Quartal
selbst finanzieren).
• Die Primärkassen bieten neben der
herkömmlichen Vorgehensweise
des Bezuges von Sprechstundenbedarf (Muster 16 – rosa Rezept)
die Alternative des Vorabgenehmigungsverfahrens an.
Optionales Vorabgenehmigungsverfahren der Primärkassen
Das Vorabgenehmigungsverfahren
der Primärkassen für apothekenpflichtige und nicht apothekenpflichtige Mittel (Anlage 2) wird als Option
angeboten. Hierfür stellt die AOK das
Formular (Muster 2a) für die apothekenpflichtigen Arzneimittel und das
Formular (Muster 2b) für die nicht
apothekenpflichtigen Mittel (Hilfsmittel, Verbandstoffe, Medizinprodukte)
sowie entsprechende Freiumschläge
für die Rücksendung zur Verf��gung.
Beide Bestellformulare bieten Platz
für 20 Verordnungen, wobei die Produktwahl grundsätzlich möglich ist
(dann Substitution ausschließen).
Erklärt sich der Vertragsarzt mit der
Substitution der Mittel einverstanden,
wählt die AOK die entsprechenden
Produkte aus. Spätestens zwölf
Seite 28 | AUSGABE 6 / 2010
Wochen nach dem Quartalsende
erhalten die Arztpraxen eine Information über die veranlassten Kosten.
Mit dem Vorabgenehmigungsverfahren entfällt für die Primärkassen
die Prüfung der sachlich-rechnerischen Richtigstellung, wenn der Arzt
die Substitution freigegeben hat. Die
Wirtschaftlichkeitsprüfung gemäß
Prüfvereinbarung bleibt erhalten. Die
Entscheidung, nach welcher Verfahrensweise (Vorabgenehmigungsverfahren oder Direktbezug mittels Muster 16) der Sprechstundenbedarf
bezogen wird, kann quartalsweise
durch den Arzt getroffen werden. Die
Erfahrungen hinsichtlich der zwei
Möglichkeiten zum Bezug von
Sprechstundenbedarf nehmen die
Mitarbeiter der KVBB gern entgegen.
Die Betäubungsmittel werden wie
bisher aufgrund des beschränkenden
Zeitfaktors auf einem BTM-Rezept
verordnet und direkt von der Apotheke bezogen.
Kontrastmittel sind wie bisher
direkt über die AOK bzw. BARMERGEK zu beziehen.
Der Impfstoffbezug für die Impfungen gemäß Impfvereinbarung bleibt
Bereits zum gegenwärtigen Zeitpunkt sind detaillierte Angaben zur
Organisation des Vorabgenehmigungsverfahrens, Lieferzeiten,
Umgang mit Reklamationen, Bereit-
stellung von Informationen der veranlassten Kosten, Formularwesen, einschließlich Erläuterungen zum Bestellvorgang (Anlage 2 der SSB-Vereinbarung), auf der Homepage der KVBB
unter der Rubrik „Praxis“, Menüpunkt „Verordnungen“ veröffentlicht.
Die Vertragsärzte können ab dem
1.7.2010 bei Frau Schenkle (AOK Berlin-Brandenburg) die Vordrucke für
Frau Schenkle ist unter der Telefonnummer 0331/27 72 32 494 erreichbar.
Möchten Sie das Vorabgenehmigungsverfahren nicht in der Praxis
anwenden, ist der SSB für die Primärund Ersatzkassen in gewohnter Weise
• Kurzzugbinden nur zur Erstanwendung bei Thrombose
• Kompressen (Mullkompressen,
Zellstoffkompressen, Saug-,
Salben-, Hydrokolloid-, Alginatauflagen) zur Erstversorgung und
einmaligen Anwendung bei
• Hämostatika (zulasten der PK sind
einfache lokale Hämostatika und
zulasten der EK ist Gelaspon
verordnungsfähig)
Armtragegurte, Augenklappen,
Ohrenklappen und Anti-D-Immunglobulin zur Rhesusprophylaxe sind
nicht mehr Bestandteil der Anlage 1.
Anti-D-Immunglobulin ist nur noch
über Einzelverordnungen zu
Mit der angepassten Anlage 1 zur
sind die gesamten verordnungsfähigen Arzneimittel im Punkt 7, unterteilt in Arzneimittel für Notfälle, akute
Krankheitszustände und sonstige Arzneimittel, zusammengefasst worden
und daher nicht mehr vereinzelt in
den verschiedenen Punkten der
Anlage 1 zu finden.
Der vollständige Vertragstext wird
nach Abschluss des Unterschriftsverfahrens mit der nächsten Ergänzungslieferung für die „grünen“ Vertragsordner der KVBB versandt. Bei Redaktionsschluss stand die Unterzeichnung der Vereinbarung mit den Primärkassen noch aus.
Fachbereich Verordnungs- und
Wirtschaftlichkeitsberatung/
AUSGABE 6 / 2010 | Seite 29
Eine Information der gemeinsamen Steuerungskommission
Heilmittel von Krankenkassen und KVBB:
Verordnung von Hausbesuchen
bei Heilmitteln
Steigende Ausgaben und Anrufe
von Versicherten, Therapeuten und
Ärzten bei den Krankenkassen mit
Fragen zur Verordnung von Heilmitteln lassen darauf schließen, dass
Informationsbedarf zum Thema Hausbesuche und Heilmittelerbringung
Die Ausgaben für Hausbesuche liegen derzeit laut GKV-Heilmittelstatistik (GKV-HIS) in Brandenburg, wie
auch im Bundesdurchschnitt, in allen
Heilmittelbereichen unter den 10
umsatzstärksten Leistungen. Der Kostenanteil der Hausbesuchs-Pauschale
liegt in den einzelnen Bereichen der
Heilmittelerbringung zwischen 10 und
20 Prozent. Die Ausgaben der AOK
Brandenburg für Hausbesuche in der
Podologie sind von 2007 nach 2008
um fast ein Viertel angestiegen.
Die vom Gemeinsamen Bundesausschuss nach § 92 SGB V zum 1.7.2004
verabschiedeten Heilmittelrichtlinien
regeln im Abschnitt II, Punkt 16.2 die
Verordnung von Hausbesuchen.
Danach ist die Verordnung von Heil-
Seite 30 | AUSGABE 6 / 2010
mitteln außerhalb der Praxis des Therapeuten nur dann zulässig, wenn der
Patient aus medizinischen Gründen
den Therapeuten nicht aufsuchen
kann oder wenn der Hausbesuch aus
medizinischen Gründen zwingend
Die Durchführung von Therapien in
der Praxis des zugelassenen Heilmittelerbringers ist darin begründet,
dass die Praxen von den Krankenkassen hinsichtlich der Eignung zur Leistungserbringung geprüft und zugelassen wurden. Dabei werden unter
anderem die Größe der Praxis, die
Ausstattung und die hygienischen
Voraussetzungen einer gründlichen
Prüfung unterzogen. Demzufolge stehen dem Therapeuten in der Praxis
alle Therapiegeräte, technischen
Gerätschaften und Materialien zur
Verfügung, die im Einzelfall benötigt
werden. Notfalls kann auch ein Kollege zur Therapie hinzugezogen werden. Aus Qualitätsgründen ist deshalb
der Durchführung der Behandlung in
der Praxis der Vorzug zu geben.
Für die Verordnung eines Hausbesuches können zum Beispiel folgende
• Immobilität des Versicherten (er ist
– noch – nicht in der Lage die
Praxis aufzusuchen) oder
• therapeutisch zwingende Gründe.
Letzteres kann insbesondere bei
Maßnahmen der Ergotherapie in
Betracht kommen und zwar dann,
wenn der Versicherte die in der ergotherapeutischen Praxis erworbenen
Fähigkeiten in seiner häuslichen
Umgebung umsetzen soll. In dem Fall
kann einmal pro Regelfall ein Hausbesuch erbracht werden.
Die Verordnung eines Hausbesuches aus organisatorischen Gründen
und bei Patienten, bei denen keine
medizinischen Gründe für einen Hausbesuch vorliegen, ist im Sinne einer
qualitativ hochwertigen und wirtschaftlichen Leistungserbringung
Organisatorische Gründe können zum
• schlechte Verkehrsanbindungen,
• die Verordnung einer Krankengymnastik im Bewegungsbad,
wobei das Bewegungsbad
außerhalb der Praxis des Therapeuten liegt,
• eine nicht oder nur unzureichend
behindertengerecht ausgestattete
Praxis des Therapeuten (hier sollte
ein Praxiswechsel in Betracht
gezogen werden) oder
• die Durchführung der Behandlung
sein, wobei letzteres nach den geltenden Regelungen der Heilmittelrichtlinien generell nicht zulässig ist. Diese
Jeder Einzelfall ist hinsichtlich der
Beweggründe für die Verordnung
eines Hausbesuches kritisch zu
Hausbesuche werden von den Krankenkassen zusätzlich zur Leistung
vergütet, fließen in die Heilmittelausgaben der Krankenkassen ein und
sind richtgrößen-relevant. Die Kosten
für die Hausbesuche können den
aktuellen Vergütungslisten entnommen werden (zum Beispiel einsehbar
unter www.kvbb.de in der Rubrik
„Praxis“).
Im Fazit ist eine Verordnung von
Hausbesuchen nur dann auszustellen,
wenn in der Person des Patienten liegende medizinische Gründe dies zwingend erforderlich machen.
GKV-HIS aktuelle Statistik
Rundschreiben der GKV-Spitzenverbände
vom 8.6.04
Zur Änderung der Heilmittelrichtlinien
AUSGABE 6 / 2010 | Seite 31
Die KBV teilte mit, dass eine Einigung über eine Neuvereinbarung zu
PIA erzielt werden konnte. Diese tritt
am 1. Juli 2010 in Kraft. Den bisherigen
Vertrag hatte die KBV auf Grund von
Klagen einzelner KVen und des Beratenden Fachausschusses für Psychotherapie gekündigt.
Mit der neuen Vereinbarung wird
die Gruppe psychisch kranker Patienten, für die wegen der Art, Schwere
und Dauer ihrer Erkrankung eine
Behandlung in der PIA indiziert ist,
näher spezifiziert. Sie besteht jetzt
neben dem Vertragstext aus einer
detaillierten Anlage, die die Einschluss- und Ausschlusskriterien für
die Behandlung in PIA aufführt.
So ist jetzt beispielsweise eine
Behandlung in einer PIA ausgeschlossen, wenn gleichzeitig eine psychiatrisch-psychotherapeutische
Behandlung durch einen Vertragsarzt
oder Vertragspsychotherapeuten
oder eine durch niedergelassene
Fachärzte verordnete Soziotherapie
stattfindet. Für den Bereich der Kinder- und Jugendlichenbehandlung
erfolgt ebenfalls eine exaktere Definition der Behandlungsindikationen.
Erstmals erfolgt auch ein Ausschluss
eigeninitiativ-akquirierender Tätigkeit
in Alten- und Pflegeheimen durch PIA.
Die Vereinbarung finden Sie unter
www.kvbb.de.
Die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) hat jetzt die Ambulanten
Kodierrichtlinien (Version 2010) auf
ihrer Internetseite veröffentlicht.
Unter http://www.kbv.de/kodieren/25222.html können sie als Wordoder PDF-Dokument heruntergeladen
werden. Die KBV weist jedoch darauf
hin, dass ein Download aus formalen
und rechtlichen Gründen an Nutzungsbedingungen geknüpft ist, denen die
Anwender zustimmen müssen.
Die Anwendung der Version 2010
der Ambulanten Kodierrichtlinien ist
Seite 32 | AUSGABE 6 / 2010
laut KBV jedoch noch nicht verbindlich. Nach einem Praxistest in Bayern
im dritten Quartal und unter Berücksichtigung der Ergebnisse eines Kommentierungsverfahrens wird die Version 2011 entwickelt. Diese, so die KBV,
soll im Oktober beschlossen und zum
1. Januar 2011 flächendeckend eingeführt werden.
Die KV Brandenburg wird im Herbst
dieses Jahres spezielle Weiterbildungsveranstaltungen zu den Kodierrichtlinien anbieten.
Laborparameter bei
radiologischen Untersuchungen
Werden diagnostische Maßnahmen
mittels Überweisung von Fachärzten
für Radiologie angefordert, ist eine
zusätzliche Veranlassung einzelner
Laborparameter nicht zwingend auszulösen, sofern diese zur eigenen
Diagnosestellung nicht erforderlich
sind. Benötigt der Facharzt für Radiologie bei speziellen Risikopatienten
aktuelle spezifische Laborwerte, so
kann er diese selbst entsprechend in
Für den Fall, dass solche noch aktuellen Laborwerte bereits dem Arzt
vorliegen, der die radiologische
Untersuchung veranlasst, muss er
diese dem Radiologen zur Verfügung
Labor – Begründungspflicht für
„Ähnliche Untersuchungen“
Mit Wirkung zum 1.7.2010 haben
sich KBV und Kassen auf eine erweiterte Begründungspflicht für „Ähnliche Untersuchungen“ im Bereich
Labor geeinigt.
Dazu ist es notwendig, dass die Praxen bereits bei der Anforderung derartiger Laboruntersuchungen die
medizinische Indikation angeben.
Abweichend davon kann in besonderen Fällen (z. B. GNR 32361 „Anti-Müller-Hormon“) die Begründung entfallen. Diese spezifischen Ausnahmeregelungen sind in den Anmerkungen
zu der jeweiligen GNR benannt. Zu
Einzelheiten verweisen wir auf die
Veröffentlichung im Deutschen Ärzteblatt 14/2010.
Bitte beachten Sie diese neue Verfahrensweise, sofern Sie „Ähnliche
Untersuchungen“ im Labor anfordern.
AUSGABE 6 / 2010 | Seite 33
Bundesmantelverträge - Anmerkung in Präambel beschlossen
Die Partner der Bundesmantelverträge haben mit Wirkung zum 1.7.2010
die Aufnahme einer Anmerkung in die
Präambel 40.17, Punkt 2, beschlossen.
2. Bei durchgängiger Behandlung im
Sinne der spezialisierten ambulanten
Palliativversorgung sind gemäß der
Richtlinie des Gemeinsamen Bundesausschusses nach § 37b SGB V nach
Ablauf des Versorgungszeitraumes
der Erstversorgung nur noch Folgeverordnungen auszustellen, auch
wenn ein neues Quartal begonnen
hat. Wird die Behandlung unterbrochen und zu einem späteren Zeitpunkt eine erneute Behandlungsbedürftigkeit festgestellt, ist erneut eine
Erstverordnung auszustellen.
Die Kostenpauschale 40860 wird wie
Kostenpauschale zur Erstattung des
besonderen Aufwandes im Rahmen
der Erstverordnung der spezialisierten ambulanten Palliativversorgung
gemäß den Richtlinien des Gemeinsamen Bundesausschusses nach § 37b
SGB V.
Die Beschränkung der Abrechnung
auf „einmal im Behandlungsfall“ entfällt.
Der vollständige Beschluss wird in
einer der nächsten Ausgaben des
Deutschen Ärzteblattes veröffentlicht.
Patienteninfo Gebärmutterhalskrebs
Zur Früherkennungsuntersuchung auf Gebärmutterhalskrebs hat der
Gemeinsame Bundesausschuss eine aktuelle Patienteninformation herausgegeben.
Sie ist auf der Homepage des G-BA unter www.g-ba.de einsehbar.
Seite 34 | AUSGABE 6 / 2010
mit vielfältigem
Nach Ende der Testphase ist KV-on,
das Web-TV der Kassenärztlichen Vereinigungen (KVen) und der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV),
seit 1. Juni offiziell am Start.
Wie kodiere ich Diagnosen richtig?
Was bedeutet für mich die Honorarreform? Warum ist der Kollektivvertrag
so wichtig? Antworten auf diese und
viele andere Fragen bietet KV-on. In
zwei bis vier Minuten langen Filmbeiträgen, sogenannten Videocasts, werden Themen so aufbereitet, dass sie
für den niedergelassenen Arzt oder
Psychotherapeuten leicht verständlich sind und einen konkreten Mehrwert bieten. Von Servicethemen für
den Praxisalltag über Erklärstücke,
etwa zur Honorarreform, bis hin zu
politischen Stellungnahmen reicht die
audio-visuelle Palette.
Die KVen können die Filme um
regionale Aspekte ergänzen. Künftig
sollen auch die Zuschauer das Programm aktiv mitgestalten. So können
Ärzte selbst vor der Kamera Fragen
stellen, die dann als Thema der
Woche bearbeitet werden.
Technische Voraussetzung für das
Betrachten der Filme ist lediglich ein
aktueller Internetbrowser, eine DSLVerbindung und ein sogenannter
Flash-Player. Verwender von Twitter
können sich auch über dieses Medium
(www.twitter.com/KVonTV) über neueste Beiträge auf KV-on informieren
lassen. Die Adresse: www.kv-on.de
Seit Kurzem bieten wir auf unserer
Internetseite „KV-Intern“ nicht nur als
PDF-Datei, sondern auch als interaktive Flash-Version an. So ist es komfortabler, „KV-Intern“ am Bildschirm zu
lesen, da solche Funktionen wie Blät-
tern, Vergrößern, Suchen und viele
weitere das Lesen erleichtern.
„KV-Intern“ kann mit dieser Version
übrigens auch unterwegs auf dem
Handy gelesen werden.
AUSGABE 6 / 2010 | Seite 35
Geprüftes Wissen in
verbessert und weiterentwickelt und
enthält nur geprüfte medizinische
Ein Jahr ist die Arztbibliothek unter
www.arztbibliothek.de nun schon
online. Das Internet-Wissensportal
von KBV in Kooperation mit der Bundesärztekammer wird kontinuierlich
Niedergelassene Ärzte und Psychotherapeuten finden in der Arztbibliothek u. a. Behandlungsleitlinien, Praxishilfen, Patienteninformationen
sowie über 2.000 Verweise auf Zusammenfassungen von aktuellen
Cochrane Reviews. Ergänzt wird das
Angebot zu Themen wie Arzneimittelsicherheit oder Qualität in der
Welchen Wert hat meine Praxis,
und wie kann ich den zuverlässig
ermitteln? Diese Fragen wird sich
jeder Praxisinhaber sicher schon einmal gestellt haben. Ein neues Buch
aus dem Deutschen Ärzteverlag widmet sich genau diesem Thema: „Praxisbewertung – Kompass zur Wertbestimmung ärztlicher und psychotherapeutischer Praxen“.
Im Mittelpunkt steht laut Verlag die
so genannte „modifizierte Ertragswertmethode“, die u. a. für die
Bewertung von Arztpraxen geeignet
sei. Unter Beachtung der jüngsten
Seite 36 | AUSGABE 6 / 2010
Rechtsprechung wird dieses Verfahren vorgestellt und die Übertragbarkeit auf Arzt- und Psychotherapeutenpraxen vermittelt. Inhaltliche Schwerpunkte sind u. a. Anlässe und Gründe
der Praxisbewertung, die Ermittlung
des individuellen Praxiswertes sowie
rechtliche Fragen rund um Praxiskauf
oder -verkauf.
Doris Zur Mühlen / Axel Witte / Markus Rohner / Frank Boos: Praxisbewertung – Kompass zur Wertbestimmung ärztlicher und
psychotherapeutischer Praxen, Deutscher
Ärzte-Verlag, 2010, 177 Seiten, 49,95 Euro,
ISBN 978-3-7691-3439-1
Öffentliche Ausschreibungen von
Vertragsarztsitzen gemäß § 103 Abs. 4 SGB V
In Gebieten, für die der Landesausschuss der Ärzte und Krankenkassen eine Zulassungssperre
angeordnet hat, schreibt die KV Brandenburg gem. § 103 Abs. 4 SGB V nach Antragstellung
folgende Vertragsarztsitze zur Nachbesetzung aus:
Bewerbungsfrist bis 9.8.2010
Innere Medizin/HA
Frankfurt(Oder)/St./
Nähere Auskünfte erhalten Sie beim:
UB Qualitätssicherung/Sicherstellung
Karin Rettkowski Tel.: 0331/23 09 320
Ingeborg Prößdorf Tel.: 0331/23 09 323
Angebote für Praxisübernahmen
können Sie unserer Homepage
unter www.kvbb.de (Stichwort:
Praxisbörse) entnehmen.
AUSGABE 6 / 2010 | Seite 37
Bewerbungsfrist bis 12.7.2010
1./2. Quartal 2011
Innere Medizin/FA
(1/2 Vertragsarztsitz)
tätiger Arzt
• Die schriftliche Bewerbung für die
ausgeschriebenen Vertragsarztsitze
ist zwingend erforderlich. Sie muss
die Bewerbungskennziffer, die
Anschrift, die Telefonnummer, die
Facharztanerkennung sowie Angaben
zum möglichen Praxisübernahmezeitpunkt enthalten.
• Wir machen ausdrücklich darauf
aufmerksam, dass in der Warteliste
eingetragene Ärzte nicht automatisch als Bewerber für die ausgeschriebenen Vertragsarztpraxen
Unter dem Stichwort „Ausschreibung“ sind die Unterlagen bei der
KV Brandenburg, Friedrich-Engels-Str. 103/104, 14473 Potsdam, einzureichen.
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Übersicht der Entscheidungen des Landesausschusses der Ärzte und Krankenkassen des Landes Brandenburg zur Anordnung bzw. Aufhebung von Zulassungsbeschränkungen im Bereich der Kassenärztlichen
Vereinigung Brandenburg nach § 103 Abs. 1-3 SGB V i.V.m. § 16b Ärzte-ZV
x3**
Brandenb./Havel/St.
Frankfurt/Stadt
Die Übersicht enthält die Entscheidungen des Landesausschusses per 2.6.2010 für die Arztgruppen in den
jeweiligen Planungsbereichen bis einschließlich der Beschlüsse Nr. 35/10 bis 39/10.
In diesen Regionen werden Zulassungen gefördert.
Zulassungsmöglichkeit für ärztliche Psychotherapeuten
Zulassungsmöglichkeit für Psychotherapeuten, die ausschließlich Kinder und Jugendliche behandeln
Info-Kasten zu Planungsbereichen auf Seite 40
AUSGABE 6 / 2010 | Seite 39
Planungsbereich Frankfurt
Stadt/Oder-Spree
Schützenstr. 17a
Dr. med. Michael Pytlik
Ernst-Thälmann-Str. 12b
(Übernahme der Praxis von
Dr. med. Karin Winkler)
Planungsbereich OstprignitzRuppin
Dr. med. Michael Hohmann
Fehrbelliner Str. 137
FA für Innere Medizin/Nephrologie
(Übernahme der Praxis von Dr. med.
Wolf-Dietrich Hohmann)
Info-Kasten zu Planungsbereichen auf Seite 39
dass gemäß der Bedarfsplanungs-Richtlinie eine Überversorgung dann angezeigt ist, wenn
durch einen Vergleich zwischen der für den Planungsbereich maßgeblichen allgemeinen Verhältniszahl für die Arztgruppe und der für den Planungsbereich ermittelten örtlichen Verhältniszahl eine Überschreitung von 10 v. H. festgestellt wird.
Insofern ist nicht grundsätzlich davon auszugehen, dass für die in der Übersicht noch nicht
gesperrten Planungsbereiche/Arztgruppen eine Unterversorgung angezeigt ist. Wir empfehlen daher dringend jedem niederlassungswilligen Arzt, sich vor der Antragstellung in der KV
Brandenburg, Unternehmensbereich Qualitätssicherung/Sicherstellung, über die jeweilige
Versorgungssituation zu informieren.
Seite 40 | AUSGABE 6 / 2010
•Kleine, kostengünstige Allgemeinarztpraxis (70 qm, erweiterungsfähig)
in zentraler Lage in Potsdam, vorsorgeorientiert, zum 1.10.2011 aus Altersgründen an Nachfolger abzugeben.
Stabile Scheinzahl (ca. 400 bis 500
BHF/Quartal), eine freundliche Arzthelferin.
Chiffre: 10/06/01
•Suche für meine langjährige (36
Jahre), gut gehende Hausarztpraxis
(Einzelpraxis) mit stabiler Fallzahl
(800-900 BHF/Quartal) aus Altersgründen Nachfolger/in. Die Praxis
befindet sich im Zentrum Kleinmachnows im Süden von Berlin, Mietobjekt, 150 m² Raumfläche variabel nutzbar, gute Verkehrsanbindung, freie
Chiffre: 10/06/02
•Suche für meine Landarztpraxis
(AM) in der Prignitz (Altkreis Perleberg) altershalber zu Ende
2010/Anfang 2011 einen Nachfolger.
Nach 36 Jahren am Ort möchte ich
meinen Patientenstamm, stabile Fallzahlen (900-1000/Quartal), in neue
Hände geben. Zum Praxiseinzugsbereich gehören 10 Orte und Ortsteile.
Ausstattung mit moderner EDV, EKG,
Spiro, ther. Sono/ET, Standard für
Auf einem Grundstück von 4000 m²
mit reichem Baumbestand befinden
sich Praxis (100m²) und Wohnung
(140m²) in einer Villa. Vermietung
möglich, späterer (auch sofortiger)
Kauf wünschenswert.
Verkehrsgünstige Lage, geplante
Autobahnauffahrt 6 km entfernt.
Ideal auch für Jagdfreunde.
Chiffre: 10/06/03
•Hausärztliche Praxis in einer Kleinstadt im Norden von Brandenburg
(beliebtes Urlaubergebiet), lediglich
eine Autostunde von Berlin entfernt,
sucht Nachfolger/in. Zwei Mitarbeiterinnen helfen gern bei der Einarbeitung. Unterstützung seitens der Kommune wurde zugesichert.
Chiffre: 10/06/07
•Ich befinde mich am Ende des
5. Jahres in Weiterbildung zum Facharzt für Allgemeinmedizin und suche
eine Praxis zur Übernahme in Potsdam ab 10/2011. Zusatzbezeichnungen
Manuelle Therapie/ Chirotherapie,
Reisemedizin und Medi-Tape sind vorhanden, Neuraltherapie wird angestrebt. Freue mich über Ihre Rückmeldung.
e-mail: lipkur@web.de
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•Erfahrene Hals-Nasen-Ohrenärztin
mit Zusatzbezeichnung Naturheilverfahren, psychosomatische Grundversorgung, 42 Jahre, sucht Vertretungen.
Bereits langjährige Tätigkeit in eigener Praxis in Süddeutschland.
Gerne auch Zusammenarbeit mit
Chiffre: 10/06/04
•Internistin/ Diabetologin sucht EP,
Einstieg in eine GP/PG in Potsdam.
Ernsthafte Angebote bitte unter
diabetologin@arcor.de
•Anästhesist sucht Kooperation mit
ambulant operierenden Kollegen.
Chiffre: 10/06/05
•Praxis mit Schwerpunkt schulmedizinische und regulationsmedizinische
Schmerztherapie sucht Facharzt für
Physikalische-/Rehabilitationsmedizin
und/oder interessierten Psychotherapeuten zur Assoziation.
Chiffre: 10/06/06
Anstellungsangebot
•Wir suchen zur Nachbesetzung
unserer Praxen zum nächstmöglichen
Zeitpunkt Fachärztinnen / Fachärzte
für Innere- oder Allgemeinmedizin,
und Augenheilkunde in unserer Einrichtung in Guben.
Wir bieten komplett vorhandene Pra-
Seite 42 | AUSGABE 6 / 2010
xen, motivierte Mitarbeiter, sowie
eine betriebseigene Betreuung für
Kinder bis zur Einschulung.
Die individuelle Spezialisierung und
Entwicklung unserer Mitarbeiter wird
durch Flexibilisierung der Arbeitsbedingungen gefördert.
buero.meg@naemi-wilke-stift.de
•Bin Fachärztin für Allgemeinmedizin
und Innere Medizin mit fallzahlstarker, langjähriger (seit 1982), etablierter Hausarztpraxis und suche einen
WB-Assistenten/in zur Ausbildung und
Mitarbeit mit Orientierung zur späteren Praxisübernahme. Eine WBErmächtigung für 2,5 Jahre liegt vor.
Die Praxis verfügt über 4 Behandlungsräume, befindet sich ländlich,
am Rand von Berlin und hat ein breites Leistungsprofil (Langzeit-Blutdruck, Spirographie, Schmerztherapie, DMP, etc.) Eine Einliegerwohnung steht zur Verfügung. Das Betriebsklima ist freundlich und
Kontakt: 033054/60211
•Mittlere Praxis für Allgemeinmedizin
in Hohen Neuendorf (Landkreis Oberhavel) sucht ab sofort einen Weiterbildungsassistenten. Die Weiterbildungsbefugnis beträgt 2 Jahre. Die
Praxis ist spezialisiert auf Naturheilverfahren und Akupunktur.
Kontakt: 03303/402630
•Biete "Aku Uni 4": Laserstimulator,
Elektrostimulator und Punktsucher
für Akupunktur.
UB Qualitätssicherung/Sicherstellung der Kassenärztlichen
Biete "FMR 10": UV-Bestrahlungsgerät mit 20 Stück Quarzküvetten.
email: dremasius@t-online.de
Tel.: 0331/23 09 320
Fax: 0331/23 09 383
AUSGABE 6 / 2010 | Seite 43
Wichtige Elemente des Praxismarketings
Herr T. Klatt-Braxein,
Praxis- und Unternehmensentwicklung,
Moderatorentraining für Qualitätszirkel Aufbauseminar
Herr Dr. phil. W. Dalk, Sprachwissenschaftler
Praxisabgabe / Praxisveräußerung
Herr Dipl.-Kfm. M. Wiebach,
Betriebswirtschaftlicher Berater der KVBB
Behandlungs- und Schulungsprogramm für
Patienten mit Hypertonie (ZI)
Frau Dipl.-Med. M. Brun, FÄ f. Innere Medizin
(Einführungsseminar)
Herr Dr. med. M. Buhl,
lizenzierter QEP-Trainer der KBV
Strukturiertes Schulungsprogramm für
nichtinsulinpflichtige Diabetiker (ZI)
Herr Dr. med. A. Huth, FA f. Allgemeinmedizin
Seite 44 | AUSGABE 6 / 2010
BlankenfeldeMahlow
Kombinierte DMP-Fortbildungsveranstaltung
KVBB & Partner
Patientenverfügung / Vorsorgevollmacht /
Testament - Woran muss der Arzt in eigenen
Notfällen denken?
Frau E. Best, Fachanwältin für Medizinrecht
Buchführung in der Arztpraxis
Herr Dipl.-Kfm. M. Muthmann
Seminare für Praxispersonal
Die neuen Arzneimittel-Richtlinien
Beratende Apothekerinnen der KVBB
Die GOÄ - Abrechnung leicht gemacht
Frau U. Kallett, PVS
Tel.: 0331/23 09 459 Fax: 0331/23 09 288
Tel.: 0331/23 09 426
AUSGABE 6 / 2010 | Seite 45
Effektives Zeit- und Selbstmanagement für
den Praxisalltag
Frau Dr. B. Ritter-Mamczek,
Herr Dipl.-Phil. J. Hartmann,
Vernetzung & elektronische Kommunikation
- Intranet “DatenNerv” / “KV-SafeNet”
Dipl.-Informatiker S. Friedrich,
Dipl.-Ing. K.-U. Krüger,
Mitarbeiter des UB IT der KVBB
Schutzimpfungs-Richtlinie - aktuelle Situation
Die BG/GOÄ-Abrechnung
Telefontraining für das Praxispersonal
Hygiene im Praxisalltag
Herr MR Dr. med. L. Schulze, FA f. Hygiene
Seite 46 | AUSGABE 6 / 2010
Balintgruppe in Potsdam
Für Ärzte, Psychotherapeuten u.a.
LÄK-Zertifizierung
4 Doppelstunden mit Mittagspause
Ort/ Anmeldung:
60 Euro / 8 UE
Praxis Dr. Theilemann,
Lennéstr. 13 A,
Tel. 0331/20 06 909
www.dr-theilemann.de
24./ 25.09.2010 3rd Heidelberg Deformity-Day
International Congress for the
Correction of Complex
Foot-Deformities
Klumpfuß und Knickplattfuß
- Unterschiede in der Behandlung
- Zugrundeliegende Pathologien
(neurogen und idiopathisch)
Tagungsleitung/ wiss.
Dr. med. Wolfram
Wenz, Heidelberg
Dr. med. Tom Dreher,
www.deformity-day.de
Landstr. 200 a
AUSGABE 6 / 2010 | Seite 47
Psychosomatik für medizinische
Fachangestellte, medizinische und
soziale Pflege- und Fachberufe
Kurs-Nr. 010/ 10
20 Stunden Theorie,
30 Stunden Trainingsprogramm/
Interventionsstrategien,
14 Stunden Körperselbsterfahrung,
30 Stunden Balintgruppenarbeit/
Reflektierte Kasuistik
03./04.12.2010 Kosten: 500 Euro
Auszubildende 250 Euro
07./08.01.2011
18./19.02.2011 Anmeldeschluss: 02.11.2010
04./05.03.2011
01./2.04.2011
PotsdamBLZ 300 60 601 KNR 000 581 373 5
Potsdam-Babelsberg e.V.
12.11./13.11.
Dr. Wolfgang Loesch,
IPP, Großbeerenstr. 109,
14482 PotsdamBabelsberg,
Tel. 0331-6013637,
Fax: 0331-6013649
www.ipp-potsdam.de
Seite 48 | AUSGABE 6 / 2010
18. Potsdamer
Balintstudientagung
für medizinische und soziale
Pflege- und Fachberufe in
Deutschen Balintgesellschaft e.V.
Kurs-Nr. 011/ 10
Studenten / Auszubildende 60 Euro
Programm: Siehe Website
Anmeldeschluss: 02.11.2010
Tel. 0331/6013637,
Fax: 0331/6013649
Mit einstelligen Platzierungen kehrten die Teams der KV Brandenburg
vom diesjährigen Fuß- und Volleyballturnier der KVen am 29. Mai heim.
Gekickt und gebaggert wurde im niedersächsischen Verden – Rasen bzw.
Sand lagen den Brandenburgern sehr
Riesenfreude herrschte bei den
KVBB-Fußballern, die nach tollen Spielen und einem spannenden Elfmeterschießen gegen die gemeinsame Elf
von KBV und KV Berlin über den
7. Platz jubelten. Das beste Ergebnis
seit Jahren – dazu herzlichen Glückwunsch!
Hitzig umkämpfte Sätze gab es
beim Volleyball. Das Mix-Team der
KVBB – jeweils Sieger des Wettbewerbs in den zurückliegenden zwei Jahren - war erneut
wieder Gruppenerster nach
der Vorrunde, musste sich
aber im Halbfinale der KV
Bayerns geschlagen geben.
Im kleinen Finale gegen die
KV Baden-Württemberg hatten die Brandenburger dann
jedoch die Nase vorn und
damit den 3. Platz – herzlichen Glückwunsch!
Fotos: R. Zimmerling
AUSGABE 6 / 2010 | Seite 49
Dr. med. Frank-Peter August,
Dipl.-Med. Sabine Banda,
Dipl.-Med. Udo Gärtner,
Dipl.-Psych. Myriam Heine-Menz,
Hoppegarten/OT Hönow
Dipl.-Med. Kathrin Holz,
Dipl.-Med. Sabine Kolbmüller,
Dr. med. Uta Krieg,
Schönwalde-Glien/OT Schönwalde
Dr. med. Annelie Möller,
Dipl.-Med. Sibylle Pohle,
Dipl.-Med. Andrea Sandmann,
Dr. med. Gudrun Schwerdfeger,
Dr. med. Andrea Speidel,
Dipl.-Med. Roland Stöbe,
Dipl.-Med. Dietmar Wendlik,
Seite 50 | AUSGABE 6 / 2010
Dipl.-Med. Kerstin Wulf,
Dr. med. Rainer Andree,
Josef Boxberger,
Dr. med. Christiane Braunwarth-Köhler,
MUDr. (CS) Pavel Grimm,
Dr. med. Günter Keune,
Pawel Placzek-Kawan,
Dipl.-Psych. Christine Schalinski,
Dipl.-Med. Petra Sohr,
Hoppegarten/Dahlwitz-Hoppegarten
Dipl.-Med. Renate Wedl,
Luise Zeiner,
Dr. med. Karin Zettl,
Dietlinde Ader,
Dr. med. Bernd Schenderlein,
Dr. med. Hans-Peter Schulz,
Prof. Dr. med. habil. Ralf Widera,
Dipl.-Psych. Karlheinz Wange,
Dipl.-Med. Gudrun Ziethen,
Jürgen Fritzsche,
Dr. med. Karl-Ludwig von Klitzing,
Dipl.-Med.-Päd. Erika Hübner-Radetzky,
Dr. med. Roswitha Perlwitz,
Dr. med. Karola Klim,
MR Dr. med. Sigmar Scheerer,
Steinhöfel/OT Heinersdorf
Dr. med. Ulrich Pfefferle,
Märkisch Luch/OT Buschow
Dr. med. Detlev Trillhaase,
Dr. med. Jörg Wollenberg,
Peter Wieser,
Dr. med. Heinz Friedrich,
OMR Dr. med. Hartmut Gläser,
Dr. med. Felicitas Hilscher,
OMR Doz. Dr. sc. med. Wolfgang
Hans-Joachim Pinke,
Dr. med. Hans-Joachim Ritz,
Dr. med. Thomas Scheffel,
Dr. med. Eckart Masius,
Zeschdorf/OT Alt Zeschdorf
Volker Mittenzwei,
AUSGABE 6 / 2010 | Seite 51
Berward Willerding,
Dr. med. Bärbel Wudke,
Dr. med. Manfred Krumbach,
Roskow/OT Weseram
Dr. med. Jutta Möpert,
Dr. med. Elke-Antje Schelten,
Dr. med. Horst Kleiber,
Bärbel Hickstein,
Hans-Ulrich Keller,
Monatsschrift der Kassenärztlichen
Gregor-Mendel-Str. 10-11
Telefon: 0331/28 68 100
Telefax: 0331/28 68 175
Internet: http://www.kvbb.de
Email: info@kvbb.de
Dr. med. H. J. Helming (ViSP)
MUDr./CS Peter Noack
Dipl.-Med. Andreas Schwark
Andreas Förster, Ralf Herre
Telefon: 0331/28 68 196
Telefax: 0331/28 68 197
Druckerei Stein, Blomberger Weg 6a
Telefon: 030/41 19 12 20
Telefax: 030/41 19 12 23
stein-print@t-online.de
Jeder 5. des Monats
Zur Zeit gilt die Preisliste
Seite 52 | AUSGABE 6 / 2010
Servicenummern der KV Brandenburg
Zentrale Service-Einwahl
01801/58 22 43-0*
01801/58 22 43-1*
01801/58 22 43-2*
01801/58 22 43-3*
01801/58 22 43-5*
01801/58 22 43-4*
Benutzerservice DatenNerv / KV-SafeNet
01801/58 22 43-6*
Betreuung Beir채te und neue Mitglieder
01801/58 22 43-7*
01801/58 22 43-9*
01801/58 22 43-8*
Beratung zu Verordnungen und
Wirtschaftlichkeitspr체fung
0331/23 09-602
0331/23 09-280
0331/23 09-320
0331/28 68-196
*3,9 Cent pro Minute aus dem Festnetz;
maximal 42 Cent pro Minute aus den Mobilfunknetzen.
KV-Intern 6/2010
KV-Intern ist das monatliche Mitteilungsblatt der Kassenärztlichen Vereinigung Brandenburg

References: § 73
 § 73
 § 92
 § 37
 § 37
 § 103
 § 103
 § 103
 § 16