Source: https://frankfurt-business.net/corona-fragen-und-antworten-fuer-unternehmen-und-selbstaendige-faq/
Timestamp: 2020-05-29 02:48:58+00:00

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Corona – Fragen und Antworten für Unternehmen und Selbständige (FAQ)
Alle Angaben ohne Gewähr auf Vollständigkeit und Richtigkeit. Bitte nehmen Sie bei Bedarf eine entsprechende Rechtsberatung, Steuerberatung oder Unterstützung Ihrer Branchenvertretung in Anspruch.
Wie müssen/ sollten Hygienekonzepte beschaffen sein?
Welche Regelungen gelten für Zusammenkünfte und Veranstaltungen?
Dies ist beispielsweise erlaubt / Das darf unter anderem öffnen:
Die Teilnehmerzahl darf 100 nicht übersteigen. Teilnehmende sind Gäste, nicht Beschäftigte und Mitwirkende. Die zuständige Behörde kann ausnahmsweise eine höhere Teilnehmerzahl gestatten, wenn sie eine kontinuierliche Überwachung der Einhaltung der Voraussetzungen gewährleisten kann. Auf die mit den Gesundheitsbehörden abgestimmten arbeitsschutzrechtlichen Konzepte der Berufsverbände, z. B. im Falle der Theater, wird ebenfalls verwiesen. Aus Gründen der Kontrollierbarkeit des Hygienekonzepts durch zuständige Behörden sollte dieses schriftlich während der Veranstaltung verfügbar sein und eine verantwortliche Person ausweisen.
Die erfassten personenbezogenen Daten sind für die Dauer eines Monats ab Beginn der Veranstaltung geschützt vor Einsichtnahme durch Dritte für die zuständigen Behörden vorzuhalten und auf Anforderung an dieser zu übermitteln sowie unverzüglich nach Ablauf der Frist zu löschen oder zu vernichten. Bei offenkundig falschen Angaben (Pseudonymen, „Spaßnamen“) ist auf die korrekte Angabe der personenbezogenen Daten hinzuwirken oder vom Hausrecht Gebrauch zu machen.
Welche Regelungen gelten für den Betrieb von Einrichtungen sowie den Sportbetrieb?
Tanzschulen sind keine Tanzlokale im Sinne der Verordnung. Der Tanzunterricht ist jedoch von Tanzveranstaltungen (z. B. Tanzpartys in Tanzschulen) abzugrenzen. Diese sind grundsätzlich verboten. Tanzen in der Tanzschule darf grundsätzlich nur kontaktfrei erfolgen. Ausgenommen hiervon sind Personen, die im gleichen Hausstand leben bzw. zwar nicht im gleichen Hausstand leben, aber Ehe- oder Lebenspartner/partnerinnen bzw. Lebensgefährten/gefährtinnen sind. Beim Tanzunterricht muss die Gruppengröße so reduziert werden, dass jederzeit der Mindestabstand von 1,5 Metern zwischen Personen gewährleistet ist und die sonstigen Hygieneregeln eingehalten werden. Sollten Umkleidekabinen, Dusch- und Waschräume sowie Gemeinschaftsräumlichkeiten und Sportgeräte (Ballettstange) zur Verfügung stehen, müssen diese wie beim Sportbetrieb behandelt werden.
Fitnessstudios können unter diesen Voraussetzungen bei Vorliegen eines umfassenden Hygienekonzepts seit dem 15. Mai 2020 wieder öffnen.
Schwimmbäder und Badeanstalten an Gewässern dürfen ab dem 1. Juni unter Beachtung der im Sport vorgeschriebenen Hygiene- und Abstandsregeln für den Trainingsbetrieb von Sportvereinen und die Durchführung von Schwimmkursen wieder öffnen. Sportlerinnen und Sportler dürfen zu diesem Zweck auch die Umkleiden und Duschen benutzen.
Welche Regelungen gelten für Freizeitaktivitäten und Freizeitparks?
Welche Regelungen gelten für Spielbanken und Spielhallen?
Welche Regelungen gelten für Museen, Schlösser, Gedenkstätten, Tierparks und Zoos?
Die Öffnung von Museen, Schlössern und Gedenkstätten sowie von Tierparks und Zoos hat unter Beachtung der Empfehlungen des Robert Koch-Instituts zur Hygiene, der Steuerung des Zutritts und der Vermeidung von Warteschlangen zu erfolgen. Veranstaltungen, Führungen und ähnliche Angebote sind unter den gleichen Voraussetzungen wie sonstige Zusammenkünfte erlaubt. In geschlossenen Räumen ist eine Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen. Der Betrieb von Freizeitparks ist ebenfalls unter diesen Bedingungen seit dem 15. Mai 2020 möglich. Darüber hinaus muss ein umfassendes Hygienekonzept vorliegen.
Welche Regelungen gelten für Verkaufsstätten?
Einrichtungen des Groß- und Einzelhandels, einschließlich der Wochenmärkte und Direktverkäufe vom Hersteller oder Erzeuger und die Geschäfte des Lebensmittelhandwerks, sowie Poststellen, Banken, Sparkassen, Tankstellen, Wäschereien und ähnliche Einrichtungen können abweichend vom Hessischen Ladenöffnungsgesetz auch an Sonntagen zwischen 13 und 18 Uhr geöffnet werden. Ausgenommen ist der Pfingstsonntag.
Seit dem 15. Mai 2020 sind beim Betrieb von Gaststätten, Mensen, Kantinen, Hotels, Eisdielen, Eiscafés und anderen Gewerben die nachfolgenden Abstands- und Hygieneregeln bei der Bewirtung von Gästen sowie der Abholung und Lieferung von Speisen einzuhalten. Das Gleiche gilt für Bars, Kneipen und Schankwirtschaften, wenn Sie mit Gaststätten vergleichbar sind. Sind sie dagegen mit Diskotheken und Tanzlokalen vergleichbar, ist der Betrieb untersagt. Tanzveranstaltungen sind verboten.
Name, Anschrift und Telefonnummer der Teilnehmerinnen und Teilnehmer zur Ermöglichung der Nachverfolgung von Infektionen von der Betriebsinhaberin oder dem Betriebsinhaber erfasst werden
Für den Publikumsverkehr zugängliche Flächen, sind alle Flächen im Innen- und Außenbereich einer Gaststätte oder ähnlichen Einrichtung, die für die Bewirtung von Gästen ordnungsrechtlich genutzt werden dürfen (Publikumsverkehr) und auch jeweils genutzt werden. Die Obergrenze ergibt sich aus der Division der Summe des jeweiligen Bereichs durch die Quadratmeterzahl von 5. Das heißt, dass für jeden abgetrennten Gastraum und für den Außenbereich eine eigenständige Berechnung erfolgen muss. Für Gäste besteht grundsätzlich nicht die Pflicht, beim Betreten und Verlassen der Lokalität eine Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen.
Die Stadt Frankfurt am Main unterstützt die Gastronomen durch die folgenden zwei Hilfen:
Die Verlängerung der Sondernutzungserlaubnis um 2 Monate
die Duldung der Erweiterung der Außengastronomie für Gastronomen, die über eine Sondernutzugserlaubnis verfügen (zunächst bis zum 31.10.2020)
Die Auflagen für die Inanspruchnahme dieser Hilfen finden Sie unter:
https://frankfurt.de/aktuelle-meldung/amt-fuer-strassenbau-und-erschliessung/corona-sonderregelung-aussengastronomie
Welche Regelungen gelten für Übernachtungsbetriebe?
Seit dem 15. Mai 2020 sind Übernachtungsangebote generell unter Beachtung der nachfolgenden Hygieneregeln gestattet.
Hygieneregeln Hotels
zum Übernachtungsbetrieb gehörende Sauna-, Schwimm- und Wellnessbereiche ausschließlich von Übernachtungsgästen genutzt werden“
Welche Regelungen gelten für Bildungsangebote?
Welche Regelungen gelten für Dienstleistungen und Handwerkstätigkeiten?
Wo kann ich die Verordnungen des Landes Hessen zu den aktuellen Regelungen einsehen?
Die Verordnungen und Allgemeinverfügungen des Landes finden Sie unter: https://www.hessen.de/fuer-buerger/corona-hessen/verordnungen-und-allgemeinverfuegungen
Die konsolidierte Lesefassung der Kontakt- und Betriebsbeschränkungsverordnung finden Sie unter: https://www.hessen.de/sites/default/files/media/lesefassung_cokobev.pdf
Die Auslegungshinweise zur Corona-Kontakt- und Betriebsbeschränkungsverordnung finden Sie unter: https://wirtschaft.hessen.de/wirtschaft/corona-info/was-ist-wieder-erlaubt-was-nicht
Welche Hilfestellungen und Empfehlungen gibt es für die betriebliche Pandemieplanung?
Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe weist im Zusammenhang mit dem neuartigen Coronavirus auf das „Handbuch Betriebliche Pandemieplanung“ hin. Dieses beinhaltet Checklisten und Handlungsempfehlungen für Unternehmen, u.a. zum Schutz von Beschäftigten und zur Aufrechterhaltung von Produktionsprozessen. Das Handbuch wurde in Zusammenarbeit mit dem Landesgesundheitsamt Baden-Württemberg bereits 2010 für die betriebliche Planung im Falle einer Influenza-Pandemie erstellt, könne mit Einschränkungen aber auch in der aktuellen Situation als Orientierung dienen.
Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) hat ein Informationsblatt für Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber zum Coronavirus erstellt. Dies beinhaltet Handlungsempfehlungen zur Verringerung des Infektionsrisikos im Unternehmen. Außerdem hält die BZgA ein Informationsblatt für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer bereit, auf das Unternehmen ihre Beschäftigten hinweisen können.
Allgemeine Empfehlungen zur betrieblichen Pandemieplanung hat die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung e.V. (DGUV) in Zusammenarbeit mit dem Verband Deutscher Betriebs- und Werksärzte e.V. (VDBW) und dem Verband für Sicherheit, Gesundheit und Umweltschutz bei der Arbeit e.V. (VDSI) in ihrem Flyer „10 Tipps für die betriebliche Pandemieplanung“ zusammengetragen.
Welchen Sachstand gibt es zum Insolvenzrecht?
COVID-19-Insolvenzaussetzungsgesetz – COVInsAG – der Gesetzesentwurf ist am 25. März 2020 entsprechend der Beschlussempfehlung des Rechtsausschusses durch den Bundestag einstimmig angenommen worden. Er wird am 27. März im Bundesrat besprochen werden und dann kurzfristig in Kraft treten. Alle weiteren Informationen erhalten Sie hier: https://www.bmjv.de/DE/Themen/FokusThemen/Corona/Insolvenzantrag/Corona_Insolvenzantrag_node.html
Durch die vorübergehende Aussetzung der Insolvenzantragspflicht sollen antragspflichtige Unternehmen die Gelegenheit erhalten, ein Insolvenzverfahren, insbesondere unter Inanspruchnahme der bereitzustellenden staatlichen Hilfen, gegebenenfalls aber auch im Zuge von Sanierungs- oder Finanzierungsvereinbarungen, abzuwenden.
Bis wann wird die Insolvenzantragspflicht mit dem COVInsAG ausgesetzt?
Die Regelung gilt zunächst bis zum 30. September 2020 gelten. Das Bundesministerium für Justiz soll aber ermächtigt werden, die Aussetzung höchstens bis zum 31. März 2021 verlängern zu können. Sie soll zudem rückwirkend auch den Zeitraum ab dem 1. März 2020 abdecken. Mit der Rückwirkung soll verhindert werden, dass die Aussetzung der Insolvenzantragspflicht für einige Unternehmen, die von den Auswirkungen der COVID-19-Pandemie betroffen sind, bereits zu spät kommen kann.
In welchen Fällen gilt die Aussetzung der Insolvenzantragspflicht?
Die Aussetzung der Insolvenzantragspflicht soll nur für Fälle gelten, in denen die
Insolvenzreife (Zahlungsunfähigkeit oder Überschuldung) auf den Folgen der COVID-19-Pandemie beruht.
Zudem muss beim Vorliegen einer Zahlungsunfähigkeit für die Aussetzung der Antragspflicht zudem erforderlich sein, dass Aussichten auf eine Beseitigung der Zahlungsunfähigkeit bestehen. Dabei wird eine Vermutungsregel aufgestellt, dass die Insolvenzreife auf den Auswirkungen der Pandemie beruht und eine Aussicht auf Beseitigung der Zahlungsunfähigkeit besteht, wenn der Schuldner am 31. Dezember 2019 noch nicht zahlungsunfähig war.
Welche Auswirkungen hat das Gesetzt auf Zahlungsverbote für Geschäftsführer nach Eintritt der Insolvenzreife?
Geschäftsführer sollen nur eingeschränkt für Zahlungen haften, die sie nach Eintritt der Insolvenzreife des Unternehmens vornehmen: Während der Aussetzung der Insolvenzantragspflicht soll für im ordnungsgemäßen Geschäftsgang erfolgende Zahlungen gelten, dass diese mit der Sorgfalt eines ordentlichen und gewissenhaften Geschäftsleiters vereinbar sind. Insbesondere erfasst werden sollen Zahlungen, die der Aufrechterhaltung oder Wiederaufnahme des Geschäftsbetriebes oder der Umsetzung eines Sanierungskonzeptes dienen. Diese Regelung soll es Geschäftsführern ermöglichen, während der Aussetzung der Insolvenzantragspflicht im Rahmen von Sanierungsbemühungen erforderliche Maßnahmen zur Fortführung der von der COVID-19-Pandemie betroffen Unternehmen im ordentlichen Geschäftsgang zu ergreifen.
Dürfen in dem Zeitraum der ausgesetzten Insolvenzantragspflicht neue Kredite aufgenommen werden?
Ja. Während der Aussetzung der Insolvenzantragspflicht an von der COVID-19-Pandemie betroffene Unternehmen gewährte neue Kredite sollen nicht als sittenwidriger Beitrag zur Insolvenzverschleppung anzusehen sein; ihre Besicherung und eine bis zum 30. September 2023 erfolgende Rückgewähr sollen zudem als nicht gläubigerbenachteiligend gelten. Dies soll auch für Gesellschafterdarlehen gelten, nicht jedoch für deren Besicherung. Zudem sollen die neu gewährten Gesellschafterdarlehen vorübergehend nicht nachrangig sein. Die mit den Regelungen einhergehende Einschränkung anfechtungs- und haftungsrechtlicher Risiken soll die Vergabe von neuen Krediten fördern.
Betrifft das Gesetz auch Insolvenzanträge von Gläubigern?
Ja. Für Gläubigeranträge, die innerhalb von drei Monaten ab Inkrafttreten des Gesetzes gestellt werden, wird vorausgesetzt, dass der Insolvenzgrund bereits am 1. März 2020 vorlag. Hierdurch soll den von den Auswirkungen der COVID-19-Pandemie betroffenen Unternehmen Zeit für die Sanierungsbemühungen und Verhandlungen mit ihren Gläubigern verschafft werden.
Was ist Kurzarbeitergeld und welchen Mehrwert bietet Kurzarbeit?
Bisher erhalten Kurzarbeiter grundsätzlich 60 % des ausgefallenen pauschalierten Nettoentgelts. Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, die mindestens 1 Kind haben, bekommen 67 Prozent des ausgefallenen Nettolohns.
Am 22. April 2020 einigte sich der Koalitionsausschuss auf eine Erhöhung des Kurzarbeitergeldes bis maximal 31. Dezember 2020: Ab dem vierten Monat des Bezugs soll das Kurzarbeitergeld für Beschäftigte, die derzeit um mindestens 50 Prozent weniger arbeiten, auf 70 % (mit Kindern auf 77 %) und ab dem siebten Monat des Bezugs auf 80 % (mit Kindern auf 87 %) des Lohnausfalls erhöht werden.
Ab 1. Mai bis zum 31. Dezember 2020 dürfen Kurzarbeiterinnen und Kurzarbeiter aller Berufe bis zur vollen Höhe ihres bisherigen Monatseinkommens hinzuverdienen.
Der Bezug von KUG ist bis zu 12 Monate möglich. Leiharbeitnehmerinnen und Leiharbeitnehmer können ebenfalls in Kurzarbeit gehen und haben Anspruch auf KUG.
Kurzarbeitergeld ist steuerfrei, da es durch die Beiträge zur Arbeitslosenversicherung getragen wird. Es unterliegt aber dem steuerlichen Progressionsvorbehalt. Das heißt, es erhöht den persönlichen Steuersatz, mit dem Sie Ihr restliches Einkommen versteuern müssen.
Der Gesetzgeber sieht die Möglichkeit von Erleichterungen beim Zugang zum KUG vor. Diese werden von der Bundesregierung durch Verordnung erlassen. Sie gelten mit Wirkung zum 01.03.2020 und sind bis 31. Dezember 2020 befristet
Voraussetzungen (§ 95 SGB III): Anspruch auf KUG besteht, wenn mindestens 10 Prozent der Beschäftigten einen Arbeitsentgeltausfall von mehr als 10 Prozent haben.
Der Arbeitsausfall ist bei der Agentur für Arbeit anzuzeigen und Kurzarbeit zu beantragen:
Bund und Land unterstützen in der Coronakrise mit Soforthilfen kleine und mittlere Unternehmen, die steuerpflichtige Einkünfte aus Land- und Forstwirtschaft, Gewerbebetrieb oder selbstständiger Arbeit erwirtschaften, Angehörige freier Berufe, nach dem Künstlersozialversicherungsgesetz versicherte Künstler sowie am Markt tätige Sozialunternehmen in der Rechtsform einer gGmbH.
Die Anträge sind auf der eingerichteten Online-Plattform ab Montag, den 30. März beim Regierungspräsidium Kassel zu stellen.
Ziel des Programms ist es, wirtschaftliche Schäden, die aufgrund der Corona-Virus-Pandemie zu einer Existenzgefährdung von Unternehmen, Selbstständigen, Solos-Selbstständigen und Angehörigen Freier Berufe im Jahr 2020 führen, zu verhindern. Zu diesem Zweck gewährt das Land Hessen Soforthilfen in Form von Zuschüssen zur Vermeidung oder Minderung der mit der Corona-Virus-Pandemie verbundenen wirtschaftlichen Belastungen.
Förderberechtigt sind Unternehmen (Selbstständige, Kleinstunternehmen, kleine oder mittlere Unternehmen mit bis zu 50 Mitarbeiter) mit Sitz in Hessen, die
Steuerpflichtige mit Einkünften aus Land- und Forstwirtschaft im Sinne des § 2 Abs. 1 Nr. 1 des Einkommensteuergesetzes (EStG),
Steuerpflichtige mit Einkünften aus Gewerbebetrieb im Sinne des § 2 Abs. 1 Nr. 2 EStG oder § 8 Abs. 2 Körperschaftsteuergesetz (KStG),
Steuerpflichtige mit Einkünften aus selbständiger Arbeit im Sinne des § 2 Abs. 1 Nr. 3 EStG, insbesondere Angehörige freier Berufe sowie nach dem Künstlersozialversicherungsgesetz (KSVG) versicherte Künstler oder
am Markt tätige Sozialunternehmen in der Rechtsform einer GmbH, die vom Finanzamt als steuerbegünstigte (gemeinnützige) Körperschaft im Sinne des § 5 Absatz 1 Nr. 9 KStG anerkannt wurden,
Die Förderung wird als einmaliger nicht rückzahlbarer Zuschuss aus Bundes- und Landesmitteln gewährt.
Wo kann ich Sonder-Kredite beantragen?
Die Bundesregierung und das Land Hessen bieten über die KfW Bankengruppe, die Wirtschafts- und Infrastrukturbank Hessen (WIBank) und die Bürgschaftsbank Hessen ein breites Spektrum geförderter Finanzierungsprodukte an, um insbesondere kleine und mittlere Unternehmen (KMU) bei Investitionen und mit Betriebsmitteln zu unterstützen. Die Mittel für das KfW Sonderprogramm sind unbegrenzt. Es steht sowohl kleinen, mittelständischen Unternehmen wie auch Großunternehmen zur Verfügung. Die Kreditbedingungen werden nochmals verbessert.
Die folgenden Liquiditätshilfen (mit Ausnahme von „Hessen Mikroliquidität“) sind direkt über Ihre Hausbank zu beantragen. Die meisten Banken bieten zu den Corona-Fördermitteln umfassende Online-Informationen an, die sowohl die Vorgehensweise als auch die benötigten Unterlagen und Online-Formulare beinhalten. Die Berater sind über Telefon und E-Mail erreichbar.
Das neu aufgelegte Förderdarlehen Hessen-Mikroliquidität dient zur kurzfristigen Abdeckung von Liquiditätsbedarfen für bestehende kleine Unternehmen und für Selbständige in der Krise. Das Darlehen wird direkt bei der WI-Bank beantragt, läuft also nicht über die Hausbanken.
Antragsberechtigt sind natürliche Personen, die unternehmerisch tätig sind sowie Angehörige der Freien Berufe. Die Unternehmen dürfen maximal 50 Mitarbeitende (Vollzeitstellen) haben.
Darlehensbetrag zwischen 3.000 Euro und 35.000 Euro.
Die WIBank kann einen Verzicht auf Rückzahlung von Teilbeträgen des Darlehens von bis zu 50 % des ursprünglichen Darlehensbetrages aussprechen.
Der Antrag wird über ein Online-Portal der WI-Bank ausgefüllt und eingereicht: https://www.wibank.de/wibank/hessen-mikroliquiditaet/hessen-mikroliquiditaet-522074 (unter „Downloads“ und dann „ Mein Weg zum Darlehen“)
Bei Fragen, die nicht durch die Anleitung beantwortet werden, können Sie sich gerne an uns als Kooperationspartner wenden (Mail an info@frankfurt-business.net)
Antragsberechtigt sind KMU mit mehr als 10 Mitarbeitern, die seit mindestens Anfang 2019 am Markt aktiv sind.
Die Kredithöhe liegt bei drei Monatsumsätzen des Jahres 2019 – maximal jedoch pro Unternehmen mit bis zu 50 Beschäftigten bei 500.000 Euro, bei Unternehmen über 50 Beschäftigten bei 800.000 Euro.
Es besteht eine 100%ige Haftungsfreistellung der Hausbank durch die staatliche Förderbank KfW und damit durch den Bund.
Das Unternehmen muss zuletzt oder im Durchschnitt der letzten vergangenen drei Jahre einen Gewinn erwirtschaftet haben. Die Unternehmen dürfen demnach zum 31. Dezember 2019 nicht in Schwierigkeiten gewesen sein und müssen „geordnete wirtschaftliche Verhältnisse“ aufweisen.
Es müssen keine Sicherheiten gestellt werden. Eine übliche Risikoprüfung durch die Hausbank entfällt.
Die Laufzeit wird auf 10 Jahre verlängert (bisheriges KfW-Sonderprogramm 2020 hat eine Laufzeit von fünf Jahren), davon 2 finanzierungs- und tilgungsfreie Anlaufjahre.
Der Zinssatz beträgt 3%. Der „KfW-Schnellkredit“ ist im Laufe wandelbar in eines der weiteren Maßnahmen aus dem KfW-Sonderprogramm 2020, dann mit vergünstigten Zinsen.
Die Kredite dieses Programms können nicht gleichzeitig mit den anderen KfW-Krediten beantragt werden und auch nicht mit den Instrumentarien des Wirtschaftsstabilisierungsfonds kombiniert werden (Kumulierungsverbot).
Antragstellung: Die KfW gewährt Kredite aus diesem Programm über Finanzierungspartner (Banken und Sparkassen). Ihren Antrag stellen Sie bei einem Finanzierungspartner Ihrer Wahl.
Weitere Informationen und Formulare: KfW Schnellkredit 2020
Wird umgesetzt durch die Unterprogramme KfW-Unternehmerkredit (037/047) (für junge und etablierte Unternehmen) und ERP-Gründerkredit – Universell (073/074/075/076) (für jüngere Unternehmen, die noch nicht seit fünf Jahren bestehen)
Nochmal verbesserte Risikoübernahme bei Krediten. Ganz wichtig, für KMUs können umfangreich die jetzt so wichtigen Betriebsmittel mit 90% Haftungsfreistellung (gegenüber Banken und Sparkassen) finanziert werden. Für größere Unternehmen mit 80% Haftungsfreistellung.
Zinsverbesserungen: zwischen 1% und 1,46% p.a. für kleine und mittlere Unternehmen, sowie zwischen 2% und 2,12% p.a. für größere Unternehmen
Extreme Verschlankung der Antragsprozesse: Für Kredite bis 3 Mio. Euro pro Unternehmen verzichtet die KfW auf eigene Risikoprüfung. Risikoprüfung erfolgt nur durch die Hausbank, um Prozesse zu beschleunigen. Kredite bis 10 Mio. EUR mit vereinfachter Prüfung, einzureichende Nachweise sehr einfach gehalten.
Wird umgesetzt durch das KfW Sonderprogramm Direktbeteiligung für Konsortialfinanzierung (855); individuelle Finanzierungsstrukturen
Das Land Hessen übernimmt in besonderen Fällen Landesbürgschaften i. d. R. über 2,5 Mio. Euro. In Kooperation mit der Hausbank kann dadurch sowohl die Finanzierung von Investitionen als auch die finanzielle Überbrückung von Liquiditätsengpässen abgesichert werden. Weitere Informationen dazu unter: www.wibank.de/landesbuergschaften
Für kleine und mittlere Unternehmen in Hessen
Die Finanzierung erfolgt in Form eines Nachrangdarlehens im vollen Risiko der WIBank, für das keine banküblichen Sicherheiten erforderlich sind.
Antragsberechtigt sind Unternehmen mit weniger als 250 Mitarbeiter und einem Jahresumsatz von höchstens 50 Mio. Euro oder Bilanzsumme von höchstens 43 Mio. Euro im Bereich der gewerblichen Wirtschaft (einschließlich gewerblich tätiger Sozialunternehmen mit Gewinnerzielungsabsicht), der freiberuflich Tätigen, sowie am Markt tätigen Sozialunternehmen in Rechtsform einer gGmbH mit Sitz oder Betriebsstätte in Hessen. Nicht antragsberechtigt sind Existenzgründer.
Die WIBank stellt pro Endkreditnehmer einen Kreditbetrag zwischen 5.000 und 200.000 Euro mit zwei Laufzeiten (2 und 5 Jahren) bereit. Für Unternehmen mit Sitz außerhalb Hessens mit einer hessischen Betriebsstätte können je hessischem Vollzeitarbeitsplatz maximal 25.000 Euro beantragt werden.
Für die Tilgung des Kredites wird am Tag der Zusage durch die WIBank für die gesamte Laufzeit ein Festzinssatz festgelegt. Aktueller Zinssatz (Stand: 25.03.2020): 1,25 % p.a. nominal
Der Förderkredit wird im Hausbankenverfahren vergeben. D.h. ausschließlich IhreHausbank stellt den Antrag bei der WIBank und bleibt Ihr alleiniger Ansprechpartner. Alle benötigten Unterlagen und Formulare finden Sie unter Downloads. Detaillierte Informationen können Sie im Merkblatt nachlesen: https://www.wibank.de/wibank/liquiditaetshilfe/liquiditaetshilfe-fuer-kleine-und-mittlere-unternehmen-in-hessen-521692
Förderung zur Erstellung von Sanierungsgutachten gemäß IDW S6 ab dem 13.03.2020 für Unternehmen und Freiberufler, deren Hausbank ein Sanierungsgutachten gemäß IDW S6 fordert und die von den Auswirkungen der Corona-Krise betroffen sind. Befristung bis zum 31.12.2020.
Der Zuschuss beträgt 50 % der Kosten des Gutachtens, maximal jedoch 10.000 Euro.
Der Förderantrag ist bei der WIBank auf dem zur Verfügung gestellten Formular einzureichen. Die Hausbank muss auf dem Formular die Anforderung eines Sanierungskonzeptes gemäß IDW S6 bestätigen.
Alle benötigten Unterlagen und Formulare finden Sie unter Downloads: https://www.wibank.de/wibank/sanierungsgutachten/foerderung-von-sanierungsgutachten-gemaess-idw-s6-521644
Welche Hilfen kann ich als Selbstständiger/Freiberufler in Anspruch nehmen?
Kleinunternehmer und Soloselbständige verfügen in aller Regel nicht über eine Arbeitslosenversicherung. Damit ihre Existenz nicht bedroht ist, wird der Zugang zu Leistungen nach dem Sozialgesetzbuch II (SGB II), insbesondere dem Arbeitslosengeld II, vereinfacht. Unter anderem greift hier für sechs Monate eine wesentlich vereinfachte Vermögensprüfung. Aufwendungen für Unterkunft und Heizung werden für die Dauer von sechs Monaten ab Antragstellung in tatsächlicher Höhe anerkannt. Damit ist der Verbleib in der Wohnung erst einmal gesichert. Die Leistungen werden schnell und unbürokratisch zunächst für sechs Monate gewährt. Die Selbständigkeit muss wie bisher beim Bezug von Leistungen nicht aufgegeben werden. Mehr Informationen erhalten Sie hier und hier.
Künstler und Freischaffende, die in der Künstlersozialkasse (KSK) versichert sind, können eine Änderungsmitteilung über ihr Arbeitseinkommen machen, damit der reduzierte Beitrag ab dem 1. des nächsten Monats wirksam wird. Betroffene wenden sich hierfür direkt an die KSK.
Wer aufgrund des Infektionsschutzgesetzes (IfSG) einem Tätigkeitsverbot unterliegt oder unterworfen wird, beziehungsweise abgesondert wurde, und einen Verdienstausfall erleidet und dabei nicht krank ist, erhält grundsätzlich eine Entschädigung. Die Entschädigung bemisst sich nach dem Verdienstausfall. Selbstständig Tätige stellen den Antrag auf Entschädigung direkt bei dem zuständigen Gesundheitsamt. Mehr Details finden Sie hier.
Habe ich einen Anspruch auf die Stundung der Beitragszahlungen für Sozialversicherungen?
Die Stundung von Beitragszahlungen für die Sozialversicherungen ist ein ergänzendes Angebot zu den umfassenden Unterstützungen für Unternehmen und Selbstständige, die derzeit von Bundesregierung, Bundestag und Bundesrat beschlossen werden. Eine Stundung der Beiträge ist grundsätzlich nur dann möglich, wenn alle anderen Maßnahmen aus den verschiedenen Hilfspaketen und Unterstützungsmaßnahmen der Bundesregierung ausgeschöpft sind.
Bitte informieren Sie sich beim Krankenkassen-Spitzenverband (https://www.gkv-spitzenverband.de/startseite/startseite.jsp) und/oder Ihrer Krankenkassen über die Möglichkeiten der Stundung oder Ratenzahlung Ihrer Beiträge.
Wie erhalte ich Zugang zu Bankdienstleistungen?
Die meisten Banken haben auf Ihren Webseiten spezifische Corona-Themenseiten online geschaltet. Hier werden Geschäfts- wie Privatkunden mit den wichtigsten Informationen zu Bankdienstleistungen und den Marktauswirkungen bedient. Einzelne Häuser haben auch zusätzliche Formularangebote online bereitgestellt, vor allem gibt es Hinweise für die staatlich geförderten Soforthilfeprogramme.
Auch bei für den Publikumsverkehr geschlossenen Filialen sind die Selbstbedienungsbereiche weiter zugänglich. Außerdem sind auch die Kundenberater weiterhin telefonisch bzw. elektronisch oder postalisch erreichbar. Die Briefeinwürfe der Filialen werden weiter regelmäßig geleert.
Alle Online-Banking Funktionen sind verfügbar, auch über die Kundenterminals in den Selbstbedienungsbereichen der Filialen. Die Systeme zur Abwicklung von Transaktionen wie Buchungen, Überweisungen aber auch Wertpapierhandel laufen weiterhin bei allen Banken. Beratungstermine können elektronisch oder telefonisch vereinbart werden und finden dann per Videokonferenz oder Telefon statt.
Wo bekomme ich Bargeld, wenn meine Bankfiliale geschlossen ist?
Die meisten Bankfilialen verfügen über einen Geldautomaten im Selbstbedienungsbereich. Selbst wenn die Filiale geschlossen ist, wird der Bargeldterminal durch Servicefirmen regelmäßig aufgefüllt. Außerdem können die Kunden an den Kundenterminals auch einfache Bankgeschäfte tätigen wie z.B. Überweisungen, Kontoauszüge aufrufen etc.
Auf den Webseiten sind auch häufig „Filial- Finder“ und Geldautomaten-Suchmaschinen hinterlegt. Außerdem kann man in den meisten Supermärkten bei Einkäufen über einem Warenwert von 10,- Euro Bargeld abheben.
Welche Steuererleichterungen kann ich in Anspruch nehmen?
Es besteht die Möglichkeit auf zinslose Stundung der Einkommens-, Körperschafts- und Umsatzsteuer sowie die Herabsetzung von Steuervorauszahlungen/des Gewerbesteuermessbetrages (Antragsformular).
Es besteht die Möglichkeit auf pauschalierte Herabsetzung bereits geleisteter Vorauszahlungen für die Einkommen- und Körperschaftsteuer 2019 (siehe Detailfrage).
Außerdem besteht die Möglichkeit der zinslosen Stundung der Gewerbesteuer und die Herabsetzung der Vorauszahlung (Antragsformular).
Allen von der Corona-Krise betroffenen Unternehmen wird auf Antrag die Abgabe- und Zahlungsfrist für die bis zum 10. April 2020 und bis zum 10. Mai 2020 abzugebenden Umsatzsteuer-Voranmeldungen um jeweils zwei Monate verlängert.
Weitere Antworten zu aktuellen steuerlichen Regelungen und Fragestellungen finden Sie in den FAQ des Bundesfinanzministeriums.
Wo und wie beantrage ich Steuerhilfen?
Die Stundung der Einkommens-, Körperschafts- und Umsatzsteuer sowie die Herabsetzung von Steuervorauszahlungen/des Gewerbesteuermessbetrages muss beim zuständigen Finanzamt bzw. über ELSTER beantragt werden.
Die Stundung der Gewerbesteuer und die Herabsetzung der Vorauszahlung muss beim Kassen- und Steueramt der Stadt Frankfurt beantragt werden.
Es empfiehlt sich vorab Kontakt zu Ihrem Steuerberater aufzunehmen.
Wie und wo beantrage ich die pauschalierte Herabsetzung bereits geleisteter Vorauszahlungen für die Einkommen- und Körperschaftsteuer 2019?
Unternehmen, die Corona-bedingt in diesem Jahr mit einem Verlust rechnen, können neben den bereits für 2020 geleisteten Vorauszahlungen auch eine Erstattung von für 2019 gezahlte Beträge bei ihrem zuständigen Finanzamt beantragen, und zwar auf Grundlage eines pauschal ermittelten Verlustes für das aktuelle Jahr. Mit dieser Maßnahme soll für kleine Unternehmen und Selbständige im Handel, Gastronomie und Kultur notwendige Liquidität geschaffen werden, unabhängig davon, ob die Geschäfte weiterhin geschlossen bleiben oder wieder geöffnet wurden.
Wird es eine Mehrwertsteuersenkung für Gastronomiebetriebe geben?
Gastronomiebetriebe sind von der Covid-19-Krise besonders betroffen. Die Mehrwertsteuer für Speisen in der Gastronomie soll laut Beschluss des Koalitionsausschusses ab dem 1.7.2020 befristet bis zum 30.6.2021 auf den ermäßigten Steuersatz von 7 Prozent gesenkt werden. Die entsprechende gesetzliche Regelung muss noch veröffentlicht werden.
Bitte informieren Sie sich beim Krankenkassen-Spitzenverband (Pressemitteilung, Hintergrund und FAQ) und/oder Ihrer Krankenkassen über die Möglichkeiten der Stundung oder Ratenzahlung Ihrer Beiträge.
Kann ich als Selbstständiger meine Beiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung aussetzen?
Betroffene können sich unter Hinweis auf die Corona-Pandemie formlos an ihren Rentenversicherungsträger wenden und eine Aussetzung der laufenden Beitragszahlung beantragen. Informationen und Kontakt: Deutsche Rentenversicherung
Habe ich Anspruch auf Mietminderung (privat/städtisch)?
Anspruch auf Mietminderung besteht nicht, die Bundesregierung prüft jedoch aktuell mögliche Entlastungen.
In der Stadt Frankfurt am Main gibt es mehrere Akteure, die städtische Liegenschaften vermieten. Für diese Liegenschaften existieren individuelle Regelungen:
Die städtische Wohnungsgesellschaft ABG Frankfurt Holding
Mieterinnen und Mietern, die aufgrund der Auswirkungen der Covid-19-Pandemie Zahlungsschwierigkeiten haben, bietet die ABG Holding für die Miete von April bis Juni 2020 verschiedene Ratenzahlungsmodelle an.
telefonische Hotline für Auskünfte: 069/2608-210; Montag bis Donnerstag von 08:00 – 16:00 Uhr erreichbar.
Anträge auf Stundung / Ratenzahlung der Miete sind zu senden an forderungsmanagement@abg.de oder per Post.
Folgende Informationen bzw. Unterlagen sind zu liefern: Nachweis über verringerte Einkommensverhältnisse (z. B. Gehaltsabrechnung, Bescheinigung des Arbeitgebers, Gewerbeschein etc.); Nennung des monatlichen Betrags, der als Teilzahlung auf Miete für April bis Juni 2020 geleistet werden kann.
Unterlagen und Höhe der gewünschten Teilzahlung werden innerhalb von 14 Tagen geprüft; anschließend Ratenzahlungsvereinbarung versendet
Ansprechpartnerin aus der Abteilung Forderungsmanagement ist Frau Nicole Becker, Tel. 069/2608-511
Liegenschaften des Amts für Bau und Immobilien (ABI)
Betroffene Unternehmen können unter der Emailadresse 25.32.2.vermietungen@stadt-frankfurt.de eine Mietstundung beantragen. Hierfür reicht eine formlose Mail mit Antrag auf Mietstundung und Information über Unternehmensname und Adresse der Liegenschaft aus. Das ABI sendet den Unternehmen nach Prüfung eine Stundungsvereinbarung.
Für weitere städtische Liegenschaften
signalisierte Bau- und Planungsdezernent Jan Schneider, dass Stundungen bei Mieten und Pachten beantragt werden können.
Bei Mietverträgen mit privatwirtschaftlichen Eigentümern empfiehlt sich das Gespräch mit dem Vermieter zu suchen, um individuelle Lösungen zu finden.
Laut Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz soll für Mietverhältnisse das Recht der Vermieter zur Kündigung von Mietverhältnissen eingeschränkt werden. Dies gilt sowohl für Wohn- als auch für Gewerberaummietverträge. Wegen Mietschulden aus dem Zeitraum zwischen dem 1. April 2020 und dem 30. Juni 2020 dürfen Vermieter das Mietverhältnis nicht kündigen, sofern die Mietschulden auf den Auswirkungen der COVID-19-Pandemie beruhen. Die Verpflichtung der Mieter zur fristgerechten Zahlung der Miete bleibt hier jedoch bestehen. Dies gilt für Pachtverhältnisse entsprechend. Die Regelungen gelten zunächst bis zum 30. Juni 2020 und können unter bestimmten Voraussetzungen verlängert werden. Weitere Informationen unter: https://www.bmjv.de/DE/Themen/FokusThemen/Corona/Miete/Corona_Miete_node.html
Muss ich gegenüber meinem Vermieter nachweisen, dass meine Mietschulden aus dem Zeitraum vom 1.4.2020 bis zum 30.6.2020 auf die Corona-Krise zurückzuführen sind?
Dies ergibt sich aus dem Gesetz zur Abmilderung der Folgen der Covid-19-Pandemie im Zivil-, Insolvenz- und Strafverfahrensrecht. Mieter, die sich auf diese Neuregelung berufen wollen, müssen glaubhaft machen, dass ihre Zahlungsschwierigkeiten auf der Covid-19-Pandemie beruhen. Als Nachweise zur Glaubhaftmachung eignen sich die Vorlage aussagekräftiger Dokumente wie z. B. der Nachweis der Antragstellung bzw. die Bescheinigung über die Gewährung staatlicher Leistungen, Nachweise über das Einkommen oder den Verdienstausfall. Für Mieter von Gewerbeimmobilien eignen sich auch Nachweise, aus denen hervorgeht, dass der Betrieb des Unternehmens im Rahmen der Eindämmung des Coronavirus durch Rechtsverordnung untersagt oder erheblich eingeschränkt wurde. In Hessen ist dies die 4. Verordnung zur Bekämpfung des Corona-Virus vom 17.3.2020 in Verbindung mit der Verordnung zur Anpassung der Verordnungen zur Bekämpfung des Corona-Virus vom 20.3.2020 (Geltungsdauer voraussichtlich bis einschließlich 19.4.2020). Gesetz zur Abmilderung der Folgen der COVID-19-Pandemie im Zivil-, Insolvenz- und Strafverfahrensrecht.
Aufenthaltstitel von Arbeitnehmern und Selbstständigen aus Drittstaaten
Ich habe bereits einen neuen Reiseausweis und wollte meinen Aufenthaltstitel „übertragen“ lassen. Was kann ich tun?
Personen aus Drittstaaten, die bereits über einen gültigen Reiseausweis sowie ei-nen gültigen Aufenthaltstitel verfügen, sind berechtigt sich im Bundesgebiet aufzuhalten und erfüllen die Vorgaben an das Aufenthaltsgesetz.
Der aktuelle Aufenthaltstitel bezieht sich auf den vorliegenden alten Reiseausweis. Folglich ist es notwendig, dass Sie jederzeit auch den abgelaufenen Reiseausweis bei sich tragen.
Die Ausländerbehörde Frankfurt arbeitet derzeit auf Basis einer Notbesetzung. Folglich ist es sinnvoll, dass Sie Ihr Anliegen in Form einer E-Mail an die Ausländerbehörde Frankfurt richten. Offene Terminanfragen wird die Ausländerbehörde Frankfurt erst bearbeiten, sobald die Behörde wieder für den Publikumsverkehr öffnet.
Schicken Sie bitte eine E-Mail, die Ihren vollständigen Namen, Ihr Geburtsdatum sowie Ihre Wohnanschrift in Frankfurt enthält sowie eine Passkopie Ihres neuen Passes, an folgende Adresse: 32.abh.uebertrag@stadt-frankfurt.de
Alternativ können Sie Ihre Unterlagen mit einem formlosen Anliegen auch in den Briefkasten der Ausländerbehörde einwerfen. Bitte tragen Sie stets sowohl Ihre Aufenthaltserlaubnis als auch Ihren abgelaufenen Reisepass bei sich.
Ich habe meinen elektronischen Aufenthaltstitel verloren oder dieser wurde gestohlen. Was gilt es nun zu beachten?
Alternativ können Sie Ihre Unterlagen mit einem formlosen Anschreiben auch in den Briefkasten der Ausländerbehörde einwerfen. Der Diebstahl eines Aufenthaltsdokuments ist anzeigepflichtig. Daher ist es notwendig, dass Sie bei einer zuständigen Polizeidienststelle Anzeige über den Diebstahl des Aufenthaltstitels stellen. Im Anschluss daran senden Sie eine Kopie dieser Anzeige ebenfalls an die Ausländerbehörde Frankfurt.
Ich habe einen Termin bei der Ausländerbehörde und kann diesen Termin wegen der Schließung der Ausländerbehörde nicht wahrnehmen. Wie gehe ich nun vor?
Diese Frage ist dann für Sie relevant, wenn Sie beabsichtigen einen Antrag auf Erteilung oder Verlängerung eines Aufenthaltstitels zu stellen, insbesondere insofern Sie über eine Aufenthaltsgenehmigung nach §21 Aufenthaltsgesetz zur Ausübung einer selbständigen Tätigkeit verfügen.
In diesem Fall senden Sie bitte einen vollständig ausgefüllten Antrag auf die Erteilung oder Verlängerung des Aufenthaltstitels mit einer Kopie Ihres persönlichen Ausweisdokumentes an folgende Adresse: 32.abh.uebertrag@stadt-frankfurt.de
Im Anschluss daran erhalten Sie von der Ausländerbehörde Frankfurt eine sogenannte Fiktionsbescheinigung per Post, welche den Fortbestand Ihres Aufenthaltstitels garantiert. Sobald die Ausländerbehörde Frankfurt wieder für den Publikums-verkehr öffnet, werden Sie rechtzeitig vor Ablauf Ihrer Fiktionsbescheinigung bezüglich eines Termins kontaktiert.
Mein Aufenthaltstitel läuft in den nächsten Wochen ab. Ich habe noch keinen Termin. Was gilt es nun zu beachten?
Alternativ können Sie Ihre Unterlagen mit einem formlosen Anliegen auch in den Briefkasten der Ausländerbehörde einwerfen. Im Anschluss daran erhalten Sie von der Ausländerbehörde Frankfurt eine sogenannte Fiktionsbescheinigung per Post, welche den Fortbestand Ihres Aufenthaltstitels garantiert. Sobald die Ausländerbehörde Frankfurt wieder für den Publikumsverkehr öffnet, werden Sie rechtzeitig vor Ablauf Ihrer Fiktionsbescheinigung bezüglich eines Termins kontaktiert.
Ich habe einen Wechsel des Arbeitgebers vor und benötige hierfür die ausländerrechtliche Erlaubnis. Was gilt es nun zu beachten?
In der Regel sind berufsbedingte Aufenthaltstitel an die Beschäftigung bei einem bestimmten Arbeitgeber gebunden. Insofern Sie also planen im Rahmen eines solchen Aufenthaltstitels den Arbeitgeber zu wechseln, benötigen Sie zu diesem Zweck eine ausländerrechtliche Erlaubnis. Es ist möglich eine solche ausländerrechtliche Erlaubnis ohne einen persönlichen Termin bei der Ausländerbehörde zu erhalten.
Bitte senden Sie die dazu notwendigen Unterlagen postalisch direkt an die Ausländerbehörde Frankfurt. Es werden eine Kopie Ihres Reisepasses, eine Kopie des aktuellen Aufenthaltstitels mit zusätzlicher Kopie des Zusatzpapiers zum Aufenthaltstitel sowie die Stellenbeschreibung Ihres neuen Arbeitgebers in Verbindung mit einem potentiellen Arbeitsvertrag benötigt.
Mein elektronischer Aufenthaltstitel wurde bei der Bundesdruckerei bestellt. Wie gelange ich nun an diesen elektronischen Aufenthaltstitel?
Elektronische Aufenthaltstitel werden im Rahmen eines speziellen Verfahrens bei der Bundesdruckerei bestellt. Dieser Vorgang benötigt einen gewissen zeitlichen Rahmen. Die Ausländerbehörde Frankfurt wird Ihnen den elektronischen Aufenthaltstitel zusenden, sobald dieser der Ausländerbehörde Frankfurt vorliegt. Wir bitten Sie bei postalischer Lieferung eines elektronischen Aufenthaltstitels, den Erhalt der Lieferung mit Ihrer Unterschrift auf einer Postzustellungsurkunde zu bestätigen.
Sollten Sie bereits darüber Kenntnis haben, dass Ihr elektronischer Aufenthaltstitel bei Ihrem zuständigen Bürgeramt für Sie aufbewahrt wird, bitten wir Sie sich direkt per E-Mail an das für Sie zuständige Bürgeramt zu wenden.
Ich habe einen Antrag auf Erteilung einer Aufenthaltserlaubnis nach §21 Aufenthaltsgesetz zur Ausübung einer selbständigen Tätigkeit in Frankfurt am Main gestellt und erwarte eine Antwort auf meinen Antrag. Was gilt es nun zu beachten?
Nahezu alle Antragsstellungen im Rahmen des §21 Aufenthaltsgesetzt werden so-wohl durch die Wirtschaftsförderung Frankfurt als auch die IHK Frankfurt bezüglich eines wirtschaftlichen Interesses und eines örtlichen Bedürfnisses geprüft. Die Ausländerbehörde Frankfurt orientiert sich bei der Erteilung eines Aufenthaltstitels nach §21 Aufenthaltsgesetz an der Einschätzung der Wirtschaftsförderung Frankfurt und der IHK.
Die Wirtschaftsförderung Frankfurt agiert im vorliegenden Fall durch eine Beauftragung durch die Ausländerbehörde Frankfurt. Alle offenen Anfragen zur Stellungnahme werden von uns zeitnah bearbeitet und digital an die Ausländerbehörde Frankfurt versendet, wo diese entsprechend der freien Kapazitäten bearbeitet werden.
Sollten Sie Ihre Antragsstellungen nach §21 Aufenthaltsgesetz um weitere wichtige Unterlagen ergänzen wollen, bitten wir Sie diese vorrangig direkt per E-Mail an die zuständigen Mitarbeiterinnen/ Mitarbeiter bei der Wirtschaftsförderung Frankfurt zu senden.
(Alle Angaben ohne Gewähr auf Vollständigkeit und Richtigkeit. Bitte nehmen Sie bei Bedarf eine entsprechende Rechtsberatung, Steuerberatung oder Unterstützung Ihrer Branchenvertretung in Anspruch)

References: § 2
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