Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=BFH&Datum=15.06.1982&Aktenzeichen=VIII%20B%20138/81
Timestamp: 2020-01-22 01:38:35+00:00

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BFH, 15.06.1982 - VIII B 138/81 - dejure.org
https://dejure.org/1982,778
BFH, 15.06.1982 - VIII B 138/81 (https://dejure.org/1982,778)
BFH, Entscheidung vom 15.06.1982 - VIII B 138/81 (https://dejure.org/1982,778)
BFH, Entscheidung vom 15. Juni 1982 - VIII B 138/81 (https://dejure.org/1982,778)
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FGO § 69 Abs. 3 Satz 4; AO 1977 § 155, § 218; EStG 1975 § 36
BFHE 136, 186
BStBl II 1982, 657
Das FG hat, insbesondere gestützt auf die BFH-Beschlüsse vom 15. Juni 1982 VIII B 138/81 (BFHE 136, 186, BStBl II 1982, 657) und vom 8. Juli 1982 IV B 6/82 (BFHE 136, 190, BStBl II 1982, 660), die Anträge abgewiesen.
§ 36 Abs. 4 EStG verlangt, dass das FA in einem besonderen Verwaltungsakt die Abschlusszahlung auf der Grundlage der festgesetzten Steuer und der in § 36 Abs. 2 Satz 2 EStG genannten Beträge feststellt, welche --anders als bei einer Aufrechnung, die vorzunehmen im Ermessen des FA steht (vgl. BFH-Beschluss vom 15. Juni 1982 VIII B 138/81, BFHE 136, 186, BStBl II 1982, 657)-- zwingend gegen die festgesetzte Steuer zu verrechnen sind.
Jeweils mit Schreiben vom 18. Februar 1991 lehnte das FA unter Hinweis auf den Beschluß des Bundesfinanzhofs (BFH) vom 15. Juni 1982 VIII B 138/81 (BFHE 136, 186, BStBl II 1982, 657) und auf das Schreiben des Bundesministeriums der Finanzen (BMF) vom 12. Dezember 1988 IV A 6 - S 0623 - 18/88 (BStBl I 1989, 2) gegenüber den Antragstellern die Aussetzung der Vollziehung der Einkommensteuerbescheide 1988 mit der Begründung ab, sie hätten wegen der geleisteten Vorauszahlungen zu keiner Abschlußzahlung, sondern zu einer Erstattung geführt.
Soweit die Voraussetzungen für eine Aussetzung/Aufhebung der Vollziehung vorliegen, darf im Umfang der Vollziehungsaussetzung/-aufhebung von der Steuerfestsetzung vorläufig kein Gebrauch gemacht werden, d. h. insoweit darf kein Zahlungsanspruch geltend gemacht werden (z. B. BFHE 136, 186, 188, BStBl II 1982, 657).
BFH, 10.11.1987 - VII B 137/87
Aufrechnung durch das Finanzamt - Abrechnungsbescheid - Verwaltungsakt - …
Ein vollziehbarer Verwaltungsakt liegt stets dann vor, wenn der Steuerschuldner durch den Verwaltungsakt auf Zahlung in Anspruch genommen werden kann (vgl. Beschluß des Bundesfinanzhofs - BFH - vom 15. Juni 1982 VIII B 138/81, BFHE 136, 186, 188, BStBl II 1982, 657).
Die vom FA erklärten Aufrechnungen können daher in ihrer Wirkung durch Aussetzung der Vollziehung der Abrechnungsbescheide einstweilen rückgängig gemacht werden, indem das FA die Umsatzsteuererstattungsansprüche, auch soweit es sie zur Tilgung der Einkommensteuerschulden 1974 verwendet hat, einstweilen erfüllen muß (vgl. Beschluß in BFHE 136, 186, 189, BStBl II 1982, 657).
BFH, 18.09.1995 - X B 134/91
Zugangsvoraussetzungen für einen Antrag auf Aufhebung der Vollziehung - …
Jeweils mit Schreiben vom 18. Februar 1991 lehnte das FA unter Hinweis auf den Beschluß des Bundesfinanzhofs (BFH) vom 15. Juni 1982 VIII B 138/81 (BFHE 136, 186, BStBl II 1982, 657) und auf das Schreiben des Bundesministeriums der Finanzen (BMF) vom 12. Dezember 1988 IV A 6-S 0623-18-88 (BStBl I 1989, 2) gegenüber den Antragstellern die Aussetzung der Vollziehung der Einkommensteuerbescheide 1988 mit der Begründung ab, sie hätten wegen der geleisteten Vorauszahlungen zu keiner Abschlußzahlung, sondern zu einer Erstattung geführt.
Soweit die Voraussetzungen für eine Aussetzung/Aufhebung der Vollziehung vorliegen, darf im Umfang der Vollziehungsaussetzung/-aufhebung von der Steuerfestsetzung vorläufig kein Gebrauch gemacht werden, d. h. insoweit darf kein Zahlungsanspruch geltend gemacht werden (z. B. in BFHE 136, 186, 188, BStBl II 1982, 657).
Der von der Klägerin in Verbindung hiermit geltend gemachte Liquiditätsnachteil aus der Erhebung der Kapitalertragsteuer beruht auf den sachlichen Notwendigkeiten des Steuerabzugsverfahrens in der vom Gesetzgeber getroffenen Ausgestaltung (vgl. BFH-Beschlüsse vom 8. Juli 1982 IV B 6 /82, BFHE 136, 190, 192, BStBl II 1982, 660, 661 zu 2. c); vom 15. Juni 1982 VIII B 138/81, BFHE 136, 186, 189, BStBl II 1982, 657, 659; ferner Beschluß des Bundesverfassungsgerichts vom 26. Januar 1977 1 BvL 7/76, BVerfGE 43, 231, 239, 240, BStBl II 1977, 297, 299 zu 1. b).
Nach der Rechtsprechung des erkennenden Senats kann eine Aussetzung der Vollziehung nicht hinsichtlich der Anrechnung der durch Steuerabzug erhobenen Einkommensteuer (Lohnsteuer, Kapitalertragsteuer) und geleisteter Vorauszahlungen angeordnet werden (Beschlüsse vom 5. August 1980 VIII B 108/79, BFHE 131, 282, BStBl II 1981, 35; vom 4. Juni 1981 VIII B 31/80, BFHE 133, 267, BStBl II 1981, 767; vom 15. Juni 1982 VIII B 138/81, BFHE 136, 186, BStBl II 1982, 657).
Der VIII. Senat des BFH hat an dieser Auffassung noch letzthin mit eingehender Begründung festgehalten (vgl. den Beschluß vom 15. Juni 1982 VIII B 138/81, BStBl II 1982, 657).
Das ergibt sich aus folgenden Überlegungen: § 36 Abs. 4 EStG verlangt, dass das FA in einem besonderen Verwaltungsakt die Abschlusszahlung auf der Grundlage der festgesetzten Steuer und der in § 36 Abs. 2 Satz 2 EStG genannten Beträge feststellt, welche --anders als bei einer Aufrechnung, die vorzunehmen im Ermessen des FA steht (vgl. BFH-Beschluss vom 15. Juni 1982 VIII B 138/81, BFHE 136, 186 , BStBl II 1982, 657 )-- zwingend gegen die festgesetzte Steuer zu verrechnen sind.
BFH, 13.11.1987 - VI R 4/84
Steuerliche Behandlung einer Nettolohnvereinbarung - Erzielung von Einkünften aus …
BFH, 25.01.1983 - VIII R 121/82
BFH, 09.08.1983 - VIII S 10/83

References: § 69
 § 155
 § 218
 § 36

§ 36
 § 36
 § 36
 § 36