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Timestamp: 2017-06-24 05:11:18+00:00

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Tacheles Rechtsprechungsticker KW 20/2016 | Rechtsanwalt König in Göttingen für Strafrecht Arbeitsrecht Sozialrecht Ausländerrecht
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1. 1 Bayerisches Landessozialgericht, Urteil v. 06.04.2016 – L 11 AS 355/15
Frauenhaus – Kostenerstattungsanspruch nach § 36a SGB II
1. Der Kostenerstattungsanspruch nach § 36a SGB II setzt voraus, dass ein Wechsel der örtlichen Zuständigkeit der kommunalen Träger durch eine Flucht der leistungsberechtigten Frau vom bisherigen gewöhnlichen Aufenthaltsort in ein Frauenhaus stattfindet, wobei der kommunale Träger am Ort des bisherigen gewöhnlichen Aufenthalts außerhalb eines Frauenhauses (Herkunftskommune) erstattungsverpflichtet, die Kommune, in deren örtlichen Zuständigkeitsbereich iS des § 36 SGB II das Frauenhaus gelegen ist (aufnehmende Kommune) erstattungsberechtigt ist (vgl. BSG, Urteil vom 23.05.2012 – B 14 AS 190/11 R).
Quelle: https://sozialgerichtsbarkeit.de/sgb/esgb/show.php?modul=esgb&id=185223&s0=&s1=&s2=&words=&sensitive=
1. 2 Bayerisches Landessozialgericht, Beschluss v. 21.04.2016 – L 11 AS 174/16 B PKH
Quelle: https://sozialgerichtsbarkeit.de/sgb/esgb/show.php?modul=esgb&id=185226&s0=&s1=&s2=&words=&sensitive=
1. 3 Bayerisches Landessozialgericht, Beschluss v. 21.04.2016 – L 7 AS 160/16 B ER
Quelle: https://sozialgerichtsbarkeit.de/sgb/esgb/show.php?modul=esgb&id=185212&s0=&s1=&s2=&words=&sensitive=
1. 4 LSG Rheinland-Pfalz, Urteil v. 16.03.2016 – L 6 AS 403/14
1. 5 Landessozialgericht Rheinland-Pfalz, Urteil v. 27.04.2016 – L 6 AS 303/15
Quelle: Pressemitteilung des LSG Mainz Nr. 13/2016 v. 12.05.2016 : http://www2.mjv.rlp.de/icc/justiz/nav/695/broker.jsp?uMen=69554528-9a90-11d4-a735-0050045687ab&uCon=64b30b17-c485-a451-343b-c2d702e4e271&uTem=aaaaaaaa-aaaa-aaaa-aaaa-000000000042
Zum Volltext: https://sozialgerichtsbarkeit.de/sgb/esgb/show.php?modul=esgb&id=185238&s0=&s1=&s2=&words=&sensitive=
1. 6 LSG Rheinland-Pfalz, Beschluss vom 09.05.2016 – L 6 AS 181/16 B ER
Eingliederungsvereinbarung rechtswidrig, weil es an den erforderlichen Vorverhandlungen der Beteiligten fehlte – Verpflichtung zur Aufnahme einer Arbeitsgelegenheit nach § 16d SGB II
Eine Zuweisung ohne eine entsprechende Prüfung, um dann sozusagen im Rahmen der Arbeitsgelegenheit zu prüfen, " wie sich der Leistungsberechtigte anstellt", ist nach dem Wortlaut des Gesetzes nicht zulässig ( so wohl aber SG Koblenz, Beschluss v. 20.02.2015 – S 6 AS 52/15 ER, der Beschluss wurde vom 3. Senat des LSG Rheinland- Pfalz aus anderen Gründen aufgehoben, vgl. Beschluss v. 28.04.2015 – L 3 AS 99/15 B).
1. 7 Landessozialgericht Berlin-Brandenburg, Urteil v. 25.02.2016 – L 37 SF 360/13 EK AS
Quelle: https://sozialgerichtsbarkeit.de/sgb/esgb/show.php?modul=esgb&id=184871&s0=&s1=&s2=&words=&sensitiv 1. 8 LSG Niedersachsen-Bremen, Urteil v. 29.09.2015 – L 11 AS 1380/13 – Berufung beim BSG anhängig unter Az. : B 4 AS 6/16 R
Arbeitslosengeld II – Überprüfungsantrag nach Ausscheiden aus dem Leistungsbezug – Leistungen der Unterkunft und Heizung – Fortbestehen der Hilfebedürftigkeit kein ungeschriebenes Tatbestandsmerkmal
2. Die staatlichen Leistungen sowohl des Kindergeldes als auch der Grundsicherung für Arbeitsuchende dienen beide der Gewährleistung eines menschenwürdigen Existenzminimums, das durch die vollständige Anrechnung des Kindergeldes gemäß § 11 Abs. 1 Satz 4 SGB II nicht verletzt wird. 1. 10. SGB II: Beiträge für Kfz-Haftpflichtversicherung vom Einkommen absetzbar – Landessozialgericht Niedersachsen-Bremen, Urteil vom 27.11.2015 – L 11 AS 941/13 – rechtskräftig
1. 11 Landessozialgericht Nordrhein-Westfalen, Beschluss v. 21.04.2016 – L 6 AS 389/16 B ER rechtskräftig
Im Verfahren auf Gewährung einstweiligen Rechtsschutzes hält der Senat es jedenfalls auf der Grundlage einer Folgenabwägung für geboten, die Beigeladene zu verpflichten, vorläufige Leistungen nach dem SGB XII zu erbringen (LSG NRW Beschluss vom 18.04.2016 – L 6 AS 2249/15 B ER; a. A. SG Dortmund Beschluss vom 11.02.2016 – S 35 AS 5396/15 ER; Landessozialgericht Rheinland-Pfalz Beschluss vom 11.02.2016 – L 3 AS 668/15 B ER; Landessozialgericht Niedersachsen-Bremen Beschluss vom 22.02.2016 – L 9 AS 1335/15 B ER; LSG Nordrhein-Westfalen Beschluss vom 07.03.2016 – L 12 SO 79/16 B-).
Quelle: https://sozialgerichtsbarkeit.de/sgb/esgb/show.php?modul=esgb&id=185233&s0=&s1=&s2=&words=&sensitive=
1. 12 Landessozialgericht Nordrhein-Westfalen, Urteil v. 11.04.2016 – L 19 AS 555/15
Die Antragstellerin hat ein Anspruch auf Hilfe zum Lebensunterhalt als Ermessensleistung nach § 23 Abs. 1 S. 3 SGB XII (BSG, Urteile vom 03.12.2015 -2015 – B 4 AS 59/13 R -, B 4 AS 44/15 R -, B 4 AS 43/15 R – und vom 20.01.2016 – B 14 AS 35/15 R – ; a.A. LSG Berlin-Brandenburg, Beschluss vom 22.01.2016 – L 29 AS 20/16 B ER -; LSG Rheinland-Pfalz – L 3 AS 668/15 B ER -; LSG Niedersachsen-Bremen, Beschluss vom 22.02.2016 – L 9 AS 1335/15 B ER -; LSG NRW, Beschluss vom 07.03.2016 – L 12 SO 79/16 B ER).
Quelle: https://sozialgerichtsbarkeit.de/sgb/esgb/show.php?modul=esgb&id=185197&s0=&s1=&s2=&words=&sensitive=
1. 13 Landessozialgericht Nordrhein-Westfalen, Urteil v. 21.05.2016 – L 6 AS 532/14
Grundsicherung für Arbeitsuchende – Einkommensberücksichtigung und -berechnung – Aufwandsentschädigung für die ehrenamtliche Tätigkeit als Betreuer – keine nach öffentlich-rechtlichen Vorschriften zweckbestimmte Einnahme – jährliche Auszahlung in Form eines Pauschalbetrags – Absetzung des monatlichen Freibetrages nur einmalig im Zufluss- bzw Folgemonat
1. Aufwandsentschädigungen für Betreuer (§ 1835a BGB) sind – keine – zweckbestimmte Einnahmen, die von der Berücksichtigung als Einkommen ausgenommen sind.
4. Angesichts des Wortlauts, wonach ein Betrag von 200,00 EUR "monatlich" zu berücksichtigen sei, ist kein Raum für eine Auslegung zugunsten eines Jahresfreibetrages. Habe der Gesetzgeber zugunsten der ehrenamtlich Tätigen eine Jahresfreibetrag schaffen wollen, so wäre – die Regelung des § 11b Abs. 2 S. 3 SGB II überflüssig gewesen.
Rechtstipp: a. A. Dortmund, Urteil vom 30. April 2015 (Az.: S 30 AS 986/13) und SG Cottbus, Urteil vom 20.08.2014 – S 2 AS 3428/12
Urteil des SG Berlin vom 15.02.2016- S 27 AS 3369/14: http://www.ra-fuesslein.de/wordpress/wp-content/uploads/2016/05/S27AS226914.pdf
2. 3 Sozialgericht Berlin, Urteil v. 18.04.2016 – S 135 AS 3966/12
Quelle: https://sozialgerichtsbarkeit.de/sgb/esgb/show.php?modul=esgb&id=185122&s0=&s1=&s2=&words=&sensitive=
2. 4 Sozialgericht Berlin, Beschluss v. 22.12.2015 – S 96 AS 20946/15 ER – rechtskräftig
Quelle: https://sozialgerichtsbarkeit.de/sgb/esgb/show.php?modul=esgb&id=185194&s0=&s1=&s2=&words=&sensitive=
2. 5 SG Berlin, Beschluss v. 25.04.2016 – S 167 AS 4707/16 ER, n. v.
Aufschiebende Wirkung des Widerspruchs gegen den die Eingliederungsvereinbarung ersetzenden Verwaltungsakt – Verpflichtung, monatlich mindestens sechs Bewerbungsbemühungen nachzuweisen – keine Regelung zur Übernahme der mit den Bewerbungsbemühungen einhergehenden Kosten des Antragstellers
Rechtstipp: ebenso SG Aachen, Beschluss vom 05. August 2015 – S 14 AS 702/15 ER , Rn. 31: https://www.justiz.nrw.de/nrwe/sgs/sg_aachen/j2015/NRWE_S_14_AS_702_15_ER.html und Bay LSG, Beschluss v. 24.03.2016 – L 7 AS 140/16 B ER
2. 6 Sozialgericht Berlin, Beschluss v. 21.12.2015 – S 96 AS 23231/15 ER – rechtskräftig
Keine Übernahme der Mietschulden – wiederholte und monatelange zweckwidrige Mittelverwendung der Miete – keinerlei Eigenbemühungen der Antragstellerin zur Selbsthilfe – Ersatzwohnraum – Zusammenleben mit einem minderjährigen Kind
2. 7 SG Lüneburg, Beschluss v. – S 23 AS 103/16 ER
Kindergeldnachzahlung ist laufende Einnahme – Nachzahlungen auf Sozialleistungen (hier: Kindergeld) sind nicht auf 6 Monate zu verteilen.
Rechtstipp: ebenso BSG, Beschluss vom 17.03.2016 – B 4 AS 694/15 B
2. 9 Sozialgericht Reutlingen, Urteil v. 23.03.2016 – S 4 AS 114/14
Quelle: https://sozialgerichtsbarkeit.de/sgb/esgb/show.php?modul=esgb&id=185204&s0=&s1=&s2=&words=&sensitive=
Grundsicherung für Arbeitsuchende – Leistungsausschluss für Ausländer bei Aufenthalt zur Arbeitsuche – Anwendbarkeit auf Unionsbürger – Sozialhilfe – Leistungsausschluss für dem Grunde nach Leistungsberechtigte nach dem SGB II – Arbeitnehmerfreizügigkeit – Eigenverantwortung – EFA
2. 11 SG Heilbronn, Urteil v. 28.04.2016 – S 11 AS 4362/15
Keine Leistungskürzung nach angeblichem Meldeversäumnis – Streit um knapp 120€: Jobcenter sanktioniert Heilbronner Hartz IV-Bezieher zu Unrecht – Gericht lehnt Vertagung und Beweisantrag auf Vernehmung diverser Mitarbeiter des Jobcenters ab!
2. 12 Sozialgericht Dortmund, Beschluss v. 10.05.2016 – S 37 AS 780/16 ER
Verwaltungsakt ist rechtswidrig, wenn keine ausreichende Verhandlungsphase über EGV stattgefunden hat ( vgl. nur LSG NRW, Beschluss v. 21.12.2015 – L 12 AS 1884/15 B ER ).
zu VG Berlin , Urteil vom 23.04.2016 – VG 23 K 329.15
2. Ob und inwieweit eine Gebührenermäßigung oder -befreiung für einen in diesem Sinne bedürftigen Gebührenschuldner tatsächlich gewährt oder versagt wird – insbesondere in den Fällen, in denen bedürftige Personen erst einen sehr geringen Teil der Personalausweisgebühr ansparen konnten -, steht im pflichtgemäßen Ermessen der Personalausweisbehörden.
Quelle: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=VG%20Berlin&Datum=2016-04-21&Aktenzeichen=23%20K%20329.15
4. 1 LSG Hessen, Urteil v. 23.03.2016 – L 7 AL 149/14
Zum Volltext: https://sozialgerichtsbarkeit.de/sgb/esgb/show.php?modul=esgb&id=184907
5. 1 Landessozialgericht Baden-Württemberg, Urteil v. 16.12.2015 – L 2 SO 5064/14
Die im Rahmen einer Privatinsolvenz bestehende insolvenzrechtliche Obliegenheit zur Herausgabe der Hälfte des Pflichtteils aus einem Erbfall entsteht erst mit dem Eingang auf dem Konto des Schuldners, weil ein Recht der Insolvenzgläubiger an dem bereits vorher mit dem Erbfall entstandenen Anspruch (§ 2317 Abs. 1 BGB) auf den Pflichtteil nicht bestand. Zu diesem Zeitpunkt steht aber dem Schuldner der Betrag nicht mehr in vollem Umfange zu, weil bereits der Anspruch auf den Pflichtteil durch die Forderung des Sozialhilfeträgers (Aufwendungsersatz nach § 19 Abs. 5 SGB XII – erweiterte Hilfe, sog. unechte Sozialhilfe gegen Aufwendungsersatz) "belastet" war. Der Aufwendungsersatzanspruch des Sozialhilfeträgers war bereits ipso jure mit der Leistungsgewährung entstanden; bereits die Leistung war untrennbar mit der Entstehung der Pflicht zu ihrer späteren Rückzahlung verknüpft.
Quelle: https://sozialgerichtsbarkeit.de/sgb/esgb/show.php?modul=esgb&id=182132&s0=&s1=&s2=&words=&sensitive=
5. 2 Sozialamt muss Lebensgefährten Bestattungskosten nicht ersetzen – Landessozialgericht Baden-Württemberg, Urteil v. 25.02.2016 – L 7 SO 3057/12
weiter: http://www.aeternitas.de/inhalt/recht/themen/artikel/2016_05_12__10_54_42/show_data
7. 1 Sozialgericht Mainz – Auch Ausländer ohne legale Papiere können Anspruch auf Sozialhilfe haben
9. Hartz IV – Neuermittlung der Regelsätze erst zum 1. Januar 2017
Die wesentlichen Kürzungen – Tabak und Alkohol für Erwachsene, Weihnachtsbäume und Blumen sowie Gaststättenbesuche und Kantinenessen – sollen bleiben.
Quelle: http://www.neues-deutschland.de/artikel/1011257.neuermittlung-der-regelsaetze-erst-zum-januar.html
10. Arbeitslosenversicherung gerechter gestalten und Zugänge verbessern – Schutzfunktion der Arbeitslosenversicherung stärken
Arbeitslosenversicherung gerechter gestalten und Zugänge verbessern – Schutzfunktion der Arbeitslosenversicherung stärken. Stellungnahme zu den Anträgen der Drucksachen 18/5386 und 18/7425 des Deutschen Bundestages. Internet Dokument. Duisburg: Inst. Arbeit und Qualifikation, IAQ-Standpunkt, Nr. 2016-02
http://www.iaq.uni-due.de/iaq-standpunkte/2016/sp2016-02.php
http://www.juris.de/jportal/portal/t/17du/page/homerl.psml?nid=jnachr-JUNA160500996&cmsuri=%2Fjuris%2Fde%2Fnachrichten%2Fzeigenachricht.jsp
"In Fällen des sogenannten Sozialleistungsbetrugs hat das Tatgericht nach den Grundsätzen der für die Leistungsbewilligung geltenden Vorschriften selbständig zu prüfen, ob und inwieweit tatsächlich kein Anspruch auf die beantragten Leistungen bestand … Um den Eintritt eines Schadens zu belegen, muss aus den Feststellungen in nachvollziehbarer Weise hervorgehen, dass und inwieweit nach den tatsächlichen Gegebenheiten auf die sozialrechtliche Leistung kein Anspruch bestand; mit einer allgemeinen Verweisung auf behördliche Schadensaufstellungen darf sich das Urteil nicht begnügen … In Fällen wie dem vorliegenden … hätte es insbesondere mit Blick auf die Regelungen zur Berücksichtigung und gegebenenfalls Aufteilung von Zuflüssen in § 11 Abs. 3 Satz 2 und 3 SGB II konkreter Darlegungen bedurft, wie sich das zu berücksichtigende Einkommen in den jeweiligen Monaten darstellte." (BGH, 22.03.2016, Az. 3 StR 517/15).
Quelle: http://sozialrecht-aktuell.blogspot.de/2016/05/bgh-auert-sich-zu-den.html
13. Druck auf ältere Arbeitslose – Jobcenter sollen Zwangsrente durchsetzen
Quelle: http://www.n-tv.de/politik/Jobcenter-sollen-Zwangsrente-durchsetzen-article17695431.html
LSG v. 22.02.2016 – L 3 AS 990/15 B ER und jurisPK-SGB II 4. Aufl. / Karl, Rz. 52.1 ).

References: § 36
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 § 16
 § 11
 § 23
 § 11
 § 19
 § 11