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Timestamp: 2020-02-26 17:32:33+00:00

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Rechtsprechung: BStBl III 1959, 292 - dejure.org
Weitere Entscheidung unten: BFH, 06.05.1959
https://dejure.org/1959,425
BFH, 06.05.1959 - VI 252/57 U (https://dejure.org/1959,425)
BFH, Entscheidung vom 06.05.1959 - VI 252/57 U (https://dejure.org/1959,425)
BFH, Entscheidung vom 06. Mai 1959 - VI 252/57 U (https://dejure.org/1959,425)
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BFHE 69, 83
DB 1959, 878
Will das Finanzamt wegen Nichteinbehaltung von Lohnsteuer ein Haftungsverfahren einleiten, so muß es in jedem Fall prüfen und nach seinem Ermessen, d.h. nach Recht und Billigkeit, entscheiden, ob es den Arbeitgeber überhaupt oder ob es nicht zuvor den Arbeitnehmer als den eigentlichen Steuerschuldner in Anspruch nehmen soll (siehe § 38 Abs. 3 EStG, § 7 Abs. 1 und § 2 Abs. 2 des Steueranpassungsgesetzes; ferner aus der Rechtsprechung des Senats VI 134/57 U vom 18. Juli 1958, BStBl 1958 III S. 384, Slg. Bd. 67 S. 290; VI 48/57 S vom 21. November 1958, BStBl 1959 III S. 69, Slg. Bd. 68 S. 176 - am Schluß - VI 252/57 U vom 6. Mai 1959, BStBl 1959 III S. 292, Slg. Bd. 69 S. 83; VI 219/60 U vom 24. April 1961, Slg. Bd. 73 S. 45).
Dabei bestehe kein allgemeiner Grundsatz, daß der Arbeitnehmer als Steuerschuldner vorrangig heranzuziehen sei (BFH-Urteil vom 6. Mai 1959 VI 252/57 U, BFHE 69, 83, BStBl III 1959, 292).
BFH, 10.10.2006 - VII B 30/06
Ein bei der Ermessensausübung generell zu berücksichtigender Vorrang in der Heranziehung des Steuerschuldners ist dem nicht zu entnehmen (vgl. schon BFH-Urteil vom 6. Mai 1959 VI 252/57 U, BFHE 69, 83, BStBl III 1959, 292;… Schmidt/ Drenseck, a.a.O., § 42d Rz 31, m.w.N.).
Es ist anerkannten Rechts, daß der Arbeitgeber den Arbeitslohn vorschriftsmäßig gekürzt hat, wenn er die Lohnsteuer entsprechend den Eintragungen auf der Lohnsteuerkarte berechnet hat (vgl. Urteil des BFH vom 9. Juni 1965 VI 237/64, Steuerrechtsprechung in Karteiform -- StRK --, Einkommensteuergesetz, § 38, Rechtsspruch 61, HFR 1965, 513) und wenn er der Berechnung der Lohnsteuer die für das Streitjahr gültigen Lohnsteuertabellen zugrunde gelegt hat (vgl. BFH-Urteile vom 6. Mai 1959 VI 252/57 U. BFHE 69, 83, BStBl III 1959, 292, und vom 11. Juni 1970 VI R 67/68, BFHE 99, 310, BStBl II 1970, 664).
BFH, 12.07.1968 - VI R 320/66
Lohnsteuer-Jahresausgleich - Lohnsteuererstattung - Lohnbescheinigung - …
Der BFH habe deshalb auch im Urteil VI 252/57 U vom 6. Mai 1959 (BFH 69, 83, BStBl III 1959, 292) die Haftung des Arbeitgebers beim Lohnsteuer-Jahresausgleich in sinngemäßer Anwendung des § 38 EStG (§ 46 Abs. 1 LStDV) bestätigt.
Das angeführte Urteil des Senats VI 252/57 U steht dem nicht entgegen.
Ausgehend von der Feststellung, daß es keinen allgemeinen Rechtssatz gibt, nach dem zunächst der Arbeitnehmer als Steuerschuldner heranzuziehen ist (BFH-Urteil vom 6. Mai 1959 VI 252/57 U, BFHE 69, 83, BStBl III 1959, 292), hält die Rechtsprechung die vorrangige Inanspruchnahme des Arbeitgebers in verschiedenen Fällen für unbillig.
Aus dieser Bestimmung könne nicht ein allgemeiner Rechtssatz hergeleitet werden, daß das FA in erster Linie den Arbeitnehmer als den Steuerschuldner in Anspruch nehmen müsse (vgl. Urteile des BFH VI 252/57 U vom 6. Mai 1959, -- BFH 69, 83 --, BStBl III 1959, 292, und VI 207/65 vom 10. September 1965, -- HFR 1965, 555 --).
Eine Verpflichtung des Finanzamtes solchenfalls die Arbeitnehmer vorrangig in Anspruch zu nehmen, besteht nicht (Urteile des Bundesfinanzhofs ? BFH ? vom 6. Mai 1959 VI 252/57 U, BStBl. III 1959, 292; vom 20. Juni 1990 I R 157/87, BStBl II 1992, 43).
BFH, 09.05.1967 - II 176/63
Geltendmachung einer Steuerforderung aufgrund einer Auskunft des Finanzamts - …
BFH, 17.08.1961 - IV 176/59 S
Rechtswidrigkeit der Veranlassung der Rücknahme eines Rechtsmittels
BFH, 28.04.1961 - VI 301/60 U
Aufrechnung eines Erstattungsanspruchs eines Arbeitnehmers aus einemen von ihm …
BFH, 06.05.1960 - VI 228/59 S
Voraussetzungen der Rückforderung bereits erstatteter Lohnsteuer
https://dejure.org/1959,552
BFH, 06.05.1959 - VI 183/57 U (https://dejure.org/1959,552)
BFH, Entscheidung vom 06.05.1959 - VI 183/57 U (https://dejure.org/1959,552)
BFH, Entscheidung vom 06. Mai 1959 - VI 183/57 U (https://dejure.org/1959,552)
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Bei Gegenständen, die üblicherweise einer gehobenen Lebensführung dienen, ist nach der Lebenserfahrung davon auszugehen, daß sie zu privaten Zwecken angeschafft wurden (Urteil des Bundesfinanzhofs VI 183/57 U vom 6. Mai 1959, BStBl 1959 III S. 292, Slg. Bd. 69 S. 81).
Die Aufteilung läßt sich nur durchführen, wenn sich aus dem ohne allzu weites Eindringen in die private Lebenssphäre des Steuerpflichtigen feststellbaren Sachverhalt ausreichende Anhaltspunkte gewinnen lassen, nach denen der Umfang der betrieblichen und der privaten Nutzung mit einiger Sicherheit, gegebenenfalls im Wege der Schätzung, ermittelt werden kann (vgl. Urteile des Bundesfinanzhofs I 228/55 U; VI 183/57 U; VI 166/60 U vom 16. Dezember 1960, BStBl 1961 III S. 63, Slg. Bd. 72 S. 169; VI 79/60 S vom 2. März 1962, BStBl 1962 III S. 192, Slg. Bd. 74 S. 513; IV 10/61 S vom 13. Dezember 1962, BStBl 1963 III S. 91, Slg. Bd. 76 S. 255, und die dort angegebene weitere Rechtssprechung des Bundesfinanzhofs).
Zur Begründung seiner vom BFH zugelassenen Revision macht das FA einen Verstoß gegen § 9 Abs. 1 Satz 3 Nr. 6, § 12 Nr. 1 EStG sowie Verfahrensfehler geltend und trägt vor: Das angefochtene Urteil stehe im Widerspruch zu den Entscheidungen des BFH vom 6. Mai 1959 VI 183/57 U (BFHE 69, 81, BStBl III 1959, 292) und vom 8. April 1960 VI 164/59 U (BFHE 71, 70, BStBl III 1960, 274), nach denen Aufwendungen eines Lehrers für die Anschaffung eines Tonbandgerätes grundsätzlich zu den Kosten der Lebenshaltung gehörten.
Der BFH hat die Anschaffungskosten für ein Tonbandgerät bei Lehrern (BFHE 69, 81, BStBl III 1959, 292; BFHE 71, 70, BStBl III 1960, 274) und bei einem Richter (Urteil vom 29. Januar 1971 VI R 31/68, BFHE 101, 381, BStBl II 1971, 327) - anders als bei einem Berufsmusiker (Urteil vom 29. Januar 1971 VI R 6/68, BFHE 102, 35, BStBl II 1971, 459) - zu den Kosten der Lebensführung gerechnet.
BFH, 29.01.1971 - VI R 6/68
Hauptberuflicher Musiker - Instrumentengeld - Kleidergeld - Pauschsätze - …
Das stehe jedoch im Widerspruch zu den Urteilen des BFH VI 183/57 U vom 6. Mai 1959 (BFH 69, 81, BStBl III 1959, 292) und VI 164/59 U vom 8. April 1960 (BFH 71, 70, BStBl III 1960, 274).
Bei einem Berufsmusiker hat ein Tonbandgerät eine wesentlich andere funktionelle Verwendung als bei einem Lehrer, für den der erkennende Senat in den Urteilen VI 183/57 U vom 6. Mai 1959 (a. a. O.) und VI 164/59 U vom 8. April 1960 (…a. a. O.) die Berücksichtigung der Aufwendungen für ein Tonbandgerät als Werbungskosten abgelehnt hat, und einem Richter, bei dem der erkennende Senat in dem im Anschluß an den Beschluß des Großen Senats des BFH Gr. S. 2/70 vom 19. Oktober 1970 (BFH 100, 309, BStBl II 1971, 17) ergangenen Urteil VI R 31/68 vom 29. Januar 1971 (BStBl II 1971, 327) gleichfalls ein Tonbandgerät als Wirtschaftsgut der Lebensführung angesehen und demgemäß die Berücksichtigung der Aufwendungen als Werbungskosten abgelehnt hat (vgl. auch das Urteil des Senats VI 57/62 vom 24. August 1962, HFR 1963, 57, wegen der Aufwendungen eines Musiklehrers für die Anschaffung eines Tonbandgeräts).
Das gleiche hat der erkennende Senat bereits für die Anschaffung eines Tonbandgeräts durch einen Lehrer in den Urteilen VI 183/57 U vom 6. Mai 1959 (BFH 69, 81, BStBl III 1959, 292) und VI 164/59 U vom 8. April 1960 (BFH 71, 70, BStBl III 1960, 274) angenommen.
Bei derartigen Aufwendungen kann auf einen einwandfreien Nachweis der ausschließlich oder weitaus überwiegend beruflichen Bedingtheit nicht verzichtet werden (vgl. insbesondere auch Urteil des Bundesfinanzhofs VI 183/57 U vom 6. Mai 1959, Slg. Bd. 69 S. 81).
Wie der erkennende Senat bereits in dem Urteil VI 183/57 U vom 6. Mai 1959 (BStBl 1959 III S. 292, Slg. Bd. 69 S. 81) ausgeführt hat, gehören die Kosten für die Anschaffung eines Tonbandgeräts auch bei einem Lehrer grundsätzlich zu den Kosten der Lebenshaltung.
Der BFH hat die Anschaffungskosten für ein Tonbandgerät bei Lehrern (BFHE 69, 81, BStBl III 1959, 292; BFHE 71, 70, [BFH 08.04.1960 - VI 164/59 U] BStBl III 1960, 274) und bei einem Richter ( Urteil vom 29. Januar 1971 VI R 31/68 , BFHE 101, 381, BStBl II 1971, 327 [BFH 29.01.1971 - VI R 31/68] ) - anders als bei einem Berufsmusiker ( Urteil vom 29. Januar 1971 VI R 6/68 , BFHE 102, 35, BStBl II 1971, 459 [BFH 29.01.1971 - VI R 6/68] ) - zu den Kosten der Lebensführung gerechnet.
BFH, 25.08.1961 - VI 286/60 U
Aufwendungen, die ein Lehrer auf einer Studienreise für Farbaufnahmen (Dias) …

References: § 38
 § 7
 § 2
 § 42
 § 38
 § 38
 § 9
 § 12