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Timestamp: 2019-10-19 23:50:59+00:00

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BGH, 13.07.2010 - XI ZR 27/10 - dejure.org
BGH, 13.07.2010 - XI ZR 27/10
https://dejure.org/2010,1044
BGH, 13.07.2010 - XI ZR 27/10 (https://dejure.org/2010,1044)
BGH, Entscheidung vom 13.07.2010 - XI ZR 27/10 (https://dejure.org/2010,1044)
BGH, Entscheidung vom 13. Juli 2010 - XI ZR 27/10 (https://dejure.org/2010,1044)
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BGB § 284 Abs. 1 Satz 1 (1. Mai 2000); BGB § 286 Abs. 1 Satz 1 (1. Januar 2002); BGB § 497 Abs. 3 Satz 3 (1. August 2002)
§ 195 BGB, § 199 Abs 1 BGB, § 284 Abs 1 S 1 BGB vom 30.03.2000, § 286 Abs 1 S 1 BGB vom 02.01.2002, § 497 Abs 3 S 3 BGB vom 23.07.2002
Verjährungshemmung für den Anspruch einer Bank auf Rückzahlung eines Dispositionskredits: Verzugsbegründung durch Verbindung von Fälligstellung und Mahnung im Übergangsfall
BGB (1. Mai 2000) § 284 Abs. 1 S. 1; BGB (1. Januar 2002) §§ 286 Abs. 1 S. 1, 497 Abs. 3 S. 3
Verzugsbegründende Verbindung von Fälligstellung und Mahnung möglich
Möglickheit einer verzugsbegründendenden Verbindung von Fälligstellung eines Darlehens und einer Mahnung
Zur Verjährung des Anspruchs auf Rückzahlung eines Dispositionskredits
Darlehenskündigung und Mahnung in einem Schreiben; Verjährung; Kreditüberzahlung; Fälligkeit
Zur verzugsbegründenden Wirkung im Sinne von § 497 BGB a.F. durch ein Schreiben, das zugleich Fälligstellung und Mahnung enthält
Verzugsbegründende Verbindung von Fälligkeitsstellung und Mahnung
Fälligstellung und Mahnung können verbunden werden
BGB § 497 Abs. 3 Satz 3 a. F., § 284 Abs. 1 Satz 1 a. F., § 286 Abs. 1 Satz 1
Keine Verjährung bei verbundener Fälligstellung und Mahnung
Verzugsbegründende Verbindung von Fälligstellung und Mahnung
Keine Verjährung bei verbundener Fälligstellung und Mahnung -
BGB § 497 a. F., § 284 Abs. 1 Satz 1 a. F., § 286 Abs. 1 Satz 1; EGBGB Art. 229 § 6
Verjährung des Anspruchs auf Rückzahlung eines Verbraucherdarlehens bei Anwendung verschiedener Überleitungsvorschriften
Kurznachricht zu "Anmerkung zum Urteil des BGH vom 13.07.2010, Az.: XI ZR 27/10 (Verzug als Voraussetzung für die zehnjährige Verjährungshemmung im Verbraucherdarlehensvertrag (§ 497 Abs. 3 Satz 3 BGB))" von RA Arne Maier, original erschienen in: VuR 2011, 16 - 19.
AG Landshut, 09.04.2009 - 2 C 2055/08
LG Landshut, 15.01.2010 - 12 S 1336/09
NJW 2010, 2940
ZIP 2010, 1635
MDR 2010, 1134
WM 2010, 1596
BB 2010, 1994
Der Schuldnerverzug setzt einen vollwirksamen und fälligen Anspruch des Gläubigers gegen den Schuldner voraus (…vgl. Palandt/Grüneberg, BGB, 76. Aufl., § 286 Rn. 8 ff.), auf den sich die - zumindest mit der die Fälligkeit des Anspruchs begründenden Handlung zu verbindende (Senatsurteil vom 13. Juli 2010 - XI ZR 27/10, WM 2010, 1596 Rn. 14) - Mahnung beziehen muss (BGH, Urteile vom 6. Mai 1981 - IVa ZR 170/80, BGHZ 80, 269, 276 f. und vom 1. Dezember 1961 - VI ZR 60/61, VRS 22, 169, 171).
Es entspricht der ganz herrschenden Meinung in Rechtsprechung und Literatur, dass es zur Herbeiführung des Schuldnerverzuges einer Mahnung, des Gläubigers bedarf, die zwar grundsätzlich erst nach Fälligkeit wirksam erfolgen kann, jedoch ausnahmsweise mit der die Fälligkeit begründenden Handlung des Gläubigers verbunden werden darf (RGZ 50, 255, 261; BGHZ 174, 77, Tz, ,11; BGH, Urteile vom 14. Juli 1970, Az.: VIII ZR 12/69, WM 1970, 1141; vom 4. Juli 2001, Az.: VIII ZR 279/00, WM 2001, 2012, 2014; Urteil vom 13. Juli 2010, XI ZR 27/10, NJW 2010, 2940;… Palandt/Grüneberg, BGB, 71. Aufl., § 286 Rn, 16).
OLG Dresden, 20.10.2016 - 8 U 1211/16
Verjährung von Darlehensrückzahlungsansprüchen
Der vom Gesetzgeber mit den Regelungen des Verbraucherdarlehensrechts verfolgte Schuldnerschutz gebietet keine Auslegung von § 286 Abs. 1 Satz 1 BGB dahingehend, dass Fälligstellung und Mahnung nicht verzugsbegründend verbunden werden können; Schutzzweck der Norm ist lediglich, zu verhindern, dass allein zur Vermeidung des Verjährungseintritts die - mit Kosten verbundene - Titulierung betrieben wird (BGH, Urteil vom 13.7.2010 - XI ZR 27/10;… Erman/ Saenger, BGB, 14. Auflage, § 497 Rn. 45).
Weder dem Urteil des Bundesgerichtshofes vom 13.7.2010 - XI ZR 27/10 noch dem diesem vorhergehenden Urteil des Landgerichts Landshut vom 15.1.2010 - 12 S 1336/09 (beide juris) lassen sich Anhaltspunkte dafür entnehmen, dass im dort maßgeblichen Kündigungsschreiben eine weitergehende oder andere Formulierung als die Fälligstellung zur sofortigen Zahlung enthalten war.
Schon die Prämisse, es entstünde durch die Kündigung ein anderer Anspruch als bisher, wird vom Senat nicht geteilt; vielmehr besteht auch nach der Kündigung der vertragliche Anspruch auf Darlehensrückzahlung (vgl. auch BGH, Urteil vom 13.7.2010 - XI ZR 27/10).
Die beiden für die Entscheidung des Rechtsstreits maßgeblichen Fragen des Verzuges und der Wirkung bzw. Dauer der Hemmung gemäß § 497 Abs. 3 S. 3 BGB sind durch den Bundesgerichtshof entschieden (Urteile vom 13.7.2010 - XI ZR 27/10 [Verzug] und vom 5.4.2011 - XI ZR 201/09 [Hemmungswirkung], beide zitiert nach juris).
LG Hamburg, 29.12.2017 - 307 O 142/16
Targobank verliert gegen Bankkundin
Zwar kann nach der Rechtsprechung (BGH, Urteil vom 13.07.2010, XI ZR 27/10) ausnahmsweise die Mahnung mit der fälligkeitsbegründenden Handlung des Gläubigers verbunden werden.
BGH, 05.04.2011 - XI ZR 201/09
Verbraucherdarlehensvertrag: Hemmung der Verjährung von Ansprüchen des …
Indes ist § 497 Abs. 3 Satz 3 BGB - als im materiellen Recht verortete, nichtsdestotrotz aber rein verjährungsrechtliche Regelung - gemäß dem für Vorschriften der Verjährung spezielleren Art. 229 § 6 EGBGB unabhängig davon anzuwenden, ob für Ansprüche aus einem Darlehensvertrag aus der Zeit vor dem 1. Januar 2003 gemäß Art. 229 § 5 Satz 2 EGBGB altes materielles Recht gilt (Senat, Urteil vom 13. Juli 2010 - XI ZR 27/10, WM 2010, 1596 Rn. 9 f.).
OLG Frankfurt, 19.11.2012 - 23 U 68/12
Zu den Anforderungen an eine Mahnung
Zwar kann die Fälligstellung des Darlehens mit einer Mahnung verbunden sein (vgl. hierzu BGH-Urt. v. 13.7.2010, XI ZR 27/10, Rn. 13, zitiert nach Juris), jedoch ist dem genannten Schreiben der Antragsgegnerin eine solche Mahnung nicht zu entnehmen.
BGH, 08.04.2015 - IV ZR 161/14
Öffentlicher Glaube des Erbscheins: Geltung bei Rechtsgeschäften innerhalb der …
Voraussetzung hierfür ist grundsätzlich Fälligkeit (BGH, Urteil vom 13. Juli 2010 - XI ZR 27/10, NJW 2010, 2940 Rn. 8;… Palandt/Ellenberger, BGB 74. Aufl. § 199 Rn. 3).
BGH, 21.06.2018 - IX ZR 129/17
Beweisverfahren: Pflicht zur Vernehmung eines von der beweisbelasteten Partei …
Diese hängt, wenn eine Zeit für die Rückzahlung des Darlehens nicht bestimmt war, von einer Kündigung ab (§ 488 Abs. 3 Satz 1 BGB), im Übrigen vom Ablauf der vereinbarten Zeit (vgl. BGH, Urteil vom 13. Juli 2010 - XI ZR 27/10, NJW 2010, 2940 Rn. 10;… vom 8. April 2015 - IV ZR 161/14, NJW 2015, 1881 Rn. 10;… MünchKomm-BGB/Berger, 7. Aufl., § 488 Rn. 86).
LG Frankfurt/Main, 20.10.2017 - 25 O 547/16
Abgasskandal - Käufer eines Seat Leon Diesel bekommt Geld zurück
Eine Mahnung kann jedoch ausnahmsweise mit der die Fälligkeit begründenden Handlung verbunden werden (BGH, NJW 2010, 2940 [BGH 13.07.2010 - XI ZR 27/10] ; 2008, 50, 51 [BGH 25.10.2007 - III ZR 91/07] ; 2006, 3271, 3272).
Diese Auffassung wird von der höchstrichterlichen Rechtsprechung ersichtlich nicht geteilt (vgl. BGH NJW 2010, 2940 [BGH 13.07.2010 - XI ZR 27/10] ; BGH, Beschluss vom 13.03.2007, XI ZR 263/06, [juris] im Nachgang zu OLGR Köln 2007, 180).
Diese Einschränkung gilt insbesondere auch, wenn ein Darlehensgeber ein Kreditverhältnis vor dem 1.1.2003 außerordentlich gekündigt und den Kredit fällig gestellt hat (BGH NJW 2010, 2940 [BGH 13.07.2010 - XI ZR 27/10] [Rn. 8 f. in juris]).
Dass es wegen der Darlehenskündigung im Jahr 2001 grundsätzlich bei der Anwendung des bis 31.12.2001 geltenden Schuldrechts bleibt (Art. 229 § 5 S. 1 EGBGB), ändert andererseits nichts daran, dass speziell für die Verjährung die Übergangsregelungen in Art. 229 § 6 EGBGB maßgebend sind und damit auf am 1.1.2002 noch nicht verjährte Ansprüche das seit diesem Tag geltende Verjährungsrecht anzuwenden ist (BGH NJW 2010, 2940 [BGH 13.07.2010 - XI ZR 27/10] [Rn. 10 in juris]).
Mit § 497 Abs. 3 S. 3 BGB verfolgte der Gesetzgeber - wie gesagt - ausschließlich das Ziel, einem wegen der Verkürzung der regelmäßigen Verjährungsfrist befürchteten verstärkten Titulierungsinteresse der Gläubiger entgegenzuwirken und so schon in Verzug geratenen Schuldnern eine zusätzliche Belastung durch weitere Kosten zu ersparen (vgl. auch BGH NJW 2010, 2940 [BGH 13.07.2010 - XI ZR 27/10] [Rn. 16 in juris]).
OLG Frankfurt, 05.06.2019 - 17 U 95/18
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AG München, 07.06.2016 - 212 C 534/16
AG München, 15.01.2019 - 212 C 15764/18
OLG Hamm, 09.08.2017 - 31 W 10/17
OLG Dresden, 14.02.2019 - 8 U 472/18
LG Berlin, 25.01.2018 - 67 T 9/18
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OLG Naumburg, 05.05.2015 - 12 W 92/14
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OLG Brandenburg, 01.06.2011 - 7 U 105/10
Frachtführerhaftung nach CMR für den Verlust von Frachtgut bei Beschlagnahme der …
LG Wiesbaden, 26.08.2010 - 9 S 16/10
OLG Dresden, 11.11.2014 - 8 U 510/14
AG Hamburg, 09.10.2014 - 49 C 299/14

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 § 286
 § 497

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 § 199
 § 284
 § 286
 § 497
 § 284
 § 497
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 § 286
 § 497
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 § 286
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 § 286
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 § 5
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