Source: https://www.bahninfo-forum.de/read.php?5,640615,659492
Timestamp: 2020-07-13 11:10:57+00:00

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Ich halte es tatsächlich für attraktiv, die Strecke nach Geesthacht langfristig als U2 anzubinden, nachdem diese über Bf. Bergedorf, Mohnhof und Bergedorf-Süd verlängert wurde.
Dies wäre verkehrlich und betrieblich die sauberste Lösung.
Nur so erhalten wir eine umsteigfreie Verbindung von Geesthacht nach Bergedorf UND zum Hauptbahnhof.
Die Beseitigung der Bahnübergänge halte ich für lösbar.
Als Zwischenschritt dorthin sehe ich deswegen eher eine EBO-Anbindung an Nettelnburg als sinnvoller, als eine Straßenbahn nach Bergedorf.
Der Umbau von der EBO-Lösung zur U2 wird mit Sicherheit einen größeren KN-Quotienten erreichten, als die Umwandlung der Stadtbahnstrecke zur U2.
1. Die Direktverbindung nach Bergedorf und zum Hauptbahnhof ist das erstrebenswerte Optimum.
2. Die Stadtbahn benötigt größere Investitionen in Fahrzeuge und Infra, als eine verhältnismäßig einfache EBO-Anbindung an Nettelnburg.
Die spätere Aufgabe der Stadtbahn-Infrastruktur zugunsten der U2 würde sich stark negativ auf den KNQ auswirken, während die Akku-Triebwagen oder AKN-LINTe problemlos woanders eingesetzt werden könnten. Z.B. werden Oberleitungsmasten nicht "überflüssig".
3. Bergedorf-Süd könnte als Abstellanlage umgebaut werden für Kurzläufer bis Mohnhof. Teure unterirdische Abstellanlagen können so vermieden werden. Dass die Station Bergedorf-Süd dann nur von den durchgängigen Verbindungen bis Geesthacht angefahren werden kann, halte ich für nachfragegerecht.
Frage: Welche Industrieanschlüsse auf der Strecke werden derzeit noch bedient? Krümmel? Was sagt die AGE dazu?
S-Bahn-Tunnel Bergedorf: Bf. Bergedorf (tief), Mohnhof, Tunnelmund und HP Bergedorf-Süd mit Systemwechselstelle.
Langfristig. Wie lang ist der Zeitraum, an den wir dabei denken müssen?
Die Straßenbahn nach Geesthacht und Glinde, die ich im Sinn habe, soll kein Provisorium sein, sondern der Anfang für weiteren Ausbau. Wenn sie schon bis Geesthacht fährt, könnte sie auch bis Lauenburg weiterfahren. Schöner Traum.
Wie lang ist langfristig? Das sind in erster Linie politische Fragen, die wir alle nicht beantworten können.
Du darfst mich nicht falsch verstehen: Wenn es illusorisch wäre die U2 nach Geesthacht zu verlängern (und die Variante S-Bahn-Tunnel-Bergedorf), würde ich ebenfalls die Stadtbahn-Variante bevorzugen.
Eine umsteigfreie Verbindung zum Bf. Bergedorf UND Hbf. halte ich dennoch für erstrebenswerter.
Klar, in Bergedorf könnte die Keimzelle zur Wiedereinführung der Stadtbahn sein, aber damit verbaut man sich eine übergeordnete Ideallösung.
Hat einer von euch gelesen, was vor einigen Tagen dazu auf nahverkehrhamburg.de geschrieben worden ist? Demzufolge gibt es 3 Varianten:
1.) Durchbindung der BGE von Nettelnburg über die Fernbahn-Gleise.
Dieses dürfte das Non-Plus-Ultra sein. Allerdings dürfte das kaum umzusetzen sein, da der Hauptbahnhof keine Kapazitäten mehr frei hat.
2.) Endstation der BGE in Nettelnburg mit Fußgänger-Tunnel unter den Fernbahn-Gleisen zur S-Bahn.
Dieses dürfte am einfachsten umzusetzen sein.
3.) Verbindungsstrecke von Bergedorf Süd nach S Bergedorf über Weidenbaumsweg auf den ZOB.
Diese Variante wird von den Grünen bevorzugt und von der SPD abgelehnt.
Ich selber sehe da nur die Variante 2 mit Endstation in Nettelnburg und dort Übergang zur S-Bahn. Überdies könnte die U2 von Mümmelmannsberg über Boberg nach Bergedorf und Bergedorf Süd verlängert werden, um auch in Bergedorf Süd Fahrgäste der BGE aufzunehmen.
2 mal bearbeitet. Zuletzt am 29.02.2020 01:26 von Jan Gnoth.
Danke für den Hinweis. Da wurde also tatsächlich "mein" Vorschlag als eine Möglichkeit aufgegriffen. ;)
Ich hatte auch die Linienführung über Weidenbaumsweg zum Bahnhof Bergedorf im Sinn, wo Platz für eine Kehre ist. An eine vorherige Abzweigung, um die Bahn durch die Fußgängerzone zu leiten, habe ich auch gedacht, aber ich weiß nicht, ob das technisch machbar ist. Meine Idee war, die Bahn danach vom Bahnhof durch das Zentrum zu führen oder - wohl realistischer - über Lohbrügge und dann "irgendwie" bis Glinde weiterzuführen.
Natürlich wäre eine U-Bahn schön, aber ich habe vor allem an die halbwegs zeitnahe Machbarkeit gedacht. - Ich finde keine Lösung gut, bei der die Bahn nicht über Bf Bergedorf fährt. Bei der Studie wurde hoffentlich geprüft, wie viele Leute von Geesthacht nur nach Bergedorf wollen. Für sie wäre ein Umweg über Nettelnburg unschön.
Das sinnvollste wäre doch, die BGE-Strecke mit einer Unterführung direkt an die S-Bahn anzuschließen, denn nur wenn es eine umsteigefreie Verbindung wird, wird sie auch im großen Stil angenommen. Im Zweifel muss die Station Nettelnburg dafür leicht nach Westen verlegt werden und sinnig wäre sicher der Bau einer dritten Bahnsteigkante zum Einfädeln der Strecke und dann verschenkt man die S2 bzw. in der NVZ jeden zweiten Zug von Bergedorf nach Geesthacht. Als weitere Konsequenz wäre dann über den Ausbau der Strecke nach Aumühle für Langzüge nachzudenken um Langzüge auf der S21 ohne umständliche Kuppelei in Bergedorf fahren zu können - platztechnisch ist das in Wohltorf und Reinbek problemlos möglich und in Aumühle unter Aufgabe des geteilten Gleises ebenfalls für verhältnismäßig kleines Geld möglich.
Eine andere Möglichkeit wäre noch, die BGE durch die Vierlandenstraße nach Bergedorf zu führen und dann ab Alte Holstenstraße den heutigen M12 auf Stadtbahnbetrieb umzustellen. Genau das ist der Gedanke der Grünen, im Zuge der Wiederinbetriebnahme der BGE auch den M12 auf Stadtbahnbetrieb umzustellen, was die SPD natürlich ablehnt.
Als kurzfristige Maßnahme sehe ich nur einen Umsteigepunkt in Nettelnburg sowie einen zusätzlichen Halt am Weidenbaumsweg, um einen Übergang zur S-Bahn (Nettelnburg) oder einen kurzen Fußweg ins Bergedorfer Zentrum (Weidenbaumsweg) herzustellen. Eine Führung durch Vierlandenstraße oder Weidenbaumsweg wird die SPD nicht wollen, damit es anschließend nicht zu einer "Verstadtbahnung" des M12 kommt. Bleibt also nur noch die U2-Ost von Mümmelmannsberg, um auch von Bergedorf Süd Fahrgäste von der BGE mit Zielen nach Lohbrügge und Boberg aufzunehmen.
Dann würde Bergedorf in der NVZ nur noch einen 20min-Takt erhalten. Ich wäre für eine ganztägige S2 von Aumühle nach Altona und eine S21 im 20min Takt nach Geesthacht. Dieser passt sowohl von Takt als auch vom Bedarf an 2-Systemern gut zum Ast nach Kaltenkirchen. Die Verbindungsbahn kann durch eine ganztägige S11 bis Altona wieder auf Sollstärke gebracht werden.
Ne, ich meinte die S2 sollte zur NVZ nach Bergedorf und Geesthacht fahren. Zugfolge also:
S21 Aumühle
S2 Bergedorf
S21 Bergedorf
S2 Geesthacht
und in der HVZ dann
S21 Aumühle (oder Bergedorf)
Im Hinblick auf Kaltenkirchen wäre es wie du schriebst vermutlich sinnvoller die S2 nach Aumühle und die S21 nach Geesthacht zu führen.

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