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Timestamp: 2020-06-01 12:05:27+00:00

Document:
748.127.8
Verordnung des UVEK vom 26. September 2008 über die Flug- und Dienstzeiten sowie die Arbeitszeitorganisation im gewerbsmässigen Luftverkehr mit Flugzeugen (Flug- und Dienstzeitenverordnung)
Ordinanza del DATEC del 26 settembre 2008 relativa ai periodi di volo e di servizio e all’organizzazione dell’orario di lavoro nel traffico aereo commerciale mediante velivoli (Ordinanza sui periodi di volo e di servizio)
Art. 1 Gegenstand, Geltungsbereich und Verhältnis zum intern...
2. Abschnitt: Arbeitszeitorganisation
3. Abschnitt: Maximale Arbeits- und Blockzeit pro Kalenderja...
4. Abschnitt: Bereitschaft
5. Abschnitt: Mindestruhezeit
Art. 7 Generelle Mindestruhezeiten
Art. 8 Mindestruhezeit bei Überwindung mehrerer Zeitzonen
Art. 9 Mindestruhezeit und Bereitschaft
6. Abschnitt: Flugdienstzeit bei Flügen mit nur einer Piloti...
7. Abschnitt: Verlängerung der zulässigen täglichen Flugdien...
Art. 12 Einschränkungen
Art. 13 Maximale Dauer
Art. 14 Angemessene Unterkunft und geeignete Räumlichkeiten
Art. 15 Regelung der Split Duty im Flugbetriebshandbuch
8. Abschnitt: Verlängerung der zulässigen täglichen Flugdien...
Art. 17 Anforderungen an Besatzungskojen und Ruhesitze
Art. 18 Zulässige tägliche Flugdienstzeit für die Flugbesatz...
Art. 19 Zulässige tägliche Flugdienstzeit für die Kabinenbes...
Art. 21 Verbindung von Split Duty und Verlängerung aufgrund ...
Art. 22 Regelung der Verlängerung im Betriebshandbuch
Verordnung des UVEK über die Flug- und Dienstzeiten sowie die Arbeitszeitorganisation im gewerbsmässigen Luftverkehr mit Flugzeugen
(Flug- und Dienstzeitenverordnung)
vom 26. September 2008 (Stand am 1. April 2011)
gestützt auf Artikel 57 Absatz 1 des Luftfahrtgesetzes vom 21. Dezember 19481, in Ausführung der Verordnung (EWG) Nr. 3922/912,3
Art. 1 Gegenstand, Geltungsbereich und Verhältnis zum internationalen Recht
1 Diese Verordnung regelt diejenigen Aspekte der Flug- und Dienstzeiten für Besatzungsmitglieder von Flugzeugen, die gemäss der Verordnung (EWG) Nr. 3922/91 auf einzelstaatlicher Ebene geregelt werden können.
2 Sie gilt für Flugbetriebsunternehmen mit Sitz in der Schweiz, die eine Bewilligung für die gewerbsmässige Beförderung von Personen oder Gütern haben müssen.
3 Sie gilt zusammen mit Anhang III Abschnitt Q der Verordnung (EWG) Nr. 3922/91 für sämtliche Flüge dieser Unternehmen, einschliesslich der als privat zu qualifizierenden Flüge.1
1 Fassung gemäss Ziff. I 2 der V des UVEK vom 4. März 2011, in Kraft seit 1. April 2011 (AS 2011 1155).
1 Das Bundesamt für Zivilluftfahrt (BAZL) kann Ausnahmen von einzelnen Bestimmungen dieser Verordnung bewilligen, wenn:
die Ausnahmen aus wichtigen Gründen nötig sind, insbesondere:
um Härtefälle abzuwenden,
um der technischen Entwicklung Rechnung zu tragen,
für Besatzungsmitglieder, die ausschliesslich im Ausland operieren (Ferntätigkeit); und
das Betriebshandbuch Regelungen vorsieht, die für die Sicherheit gleichwertig sind.
2 Es befristet die Ausnahmen und kann sie mit Auflagen oder Bedingungen versehen.
Besatzungsmitglied: Person, die vom Flugbetriebsunternehmen bestimmt ist, während der Flugzeit Aufgaben in einem Luftfahrzeug zu erfüllen;
Flugbesatzungsmitglied: Besatzungsmitglied, dem Aufgaben übertragen sind, die für die Führung eines Luftfahrzeuges während der Flugzeit wesentlich sind;
Arbeitszeit: Zeit, während der das Besatzungsmitglied eine berufliche Tätigkeit ausübt;
berufliche Tätigkeit: jede selbstständige und unselbstständige Erwerbstätigkeit, deren Einkünfte gemäss den Artikeln 17 und 18 des Bundesgesetzes vom 14. Dezember 19901 über die direkte Bundessteuer der direkten Bundessteuer unterliegen;
Dienstzeit: siehe Ziffer 1.1095/1.5 des Anhangs III der Verordnung (EWG) Nr. 3922/91;
Flugdienstzeit: siehe Ziffer 1.1095/1.6 des Anhangs III der Verordnung (EWG) Nr. 3922/91;
Blockzeit: siehe Ziffer 1.1095/1.2 des Anhangs III der Verordnung (EWG) Nr. 3922/91;
Bereitschaft: siehe Ziffer 1.1095/1.14 des Anhangs III der Verordnung (EWG) Nr. 3922/91;
Ruhezeit: siehe Ziffer 1.1095/1.13 des Anhangs III der Verordnung (EWG) Nr. 3922/91;
Pause: siehe Ziffer 1.1095/1.3 des Anhangs III der Verordnung (EWG) Nr. 3922/91;
angemessene Unterkunft: eine Übernachtungsgelegenheit, welche die folgenden Anforderungen erfüllt:
sie entspricht dem Standard eines Hotelzimmers der Mittelklasse und ist mit einer Toilette und einem Bad oder einer Dusche ausgestattet,
das Zimmer ist belüftet, wo nötig klimatisiert und schallisoliert,
das Zimmer kann vollständig abgedunkelt werden und die Bewohnerin oder der Bewohner des Zimmers kann die Lichtquellen selber steuern;
geeignete Räumlichkeit: eine Räumlichkeit, die einem Besatzungsmitglied die Möglichkeit bietet, sich umzuziehen und seine Pause erholsam zu gestalten; es müssen hierzu mindestens komfortable Sitzgelegenheiten für jedes einzelne Besatzungsmitglied zur Verfügung stehen; der Raum muss von der Öffentlichkeit und vom Arbeitsplatz abgetrennt sein und über eine Lüftung verfügen;
Betriebshandbuch (Operational Manual, OM): Zusammenstellung der für die Wahrnehmung der Aufgaben des Flugbetriebspersonals erforderlichen Anweisungen und Angaben nach Anhang III Abschnitt P der Verordnung (EWG) Nr. 3922/91.
Für die Arbeitszeitorganisation gilt die Richtlinie 2000/79/EG in der für die Schweiz jeweils verbindlichen Fassung gemäss Ziffer 1 des Anhangs zum Luftverkehrsabkommen1.
1 SR 0.748.127.192.68. Die Richtlinie kann beim Bundesamt für Zivilluftfahrt, 3003 Bern, eingesehen und bezogen werden (www.bazl.admin.ch).
3. Abschnitt: Maximale Arbeits- und Blockzeit pro Kalenderjahr
1 Pro Kalenderjahr gelten folgende Maximalzeiten:
Arbeitszeit: 2000 Stunden;
Blockzeit: 900 Stunden.
2 Die Arbeits- und die Blockzeit, die bei anderen beruflichen Tätigkeiten auflaufen, müssen in die Berechnung einbezogen werden.
3 Die Blockzeit und die übrige Arbeitszeit sind über das Kalenderjahr möglichst gleichmässig zu verteilen.
1 Bereitschaft am Flughafen gilt, wenn ein Flug auf sie folgt, in folgendem Umfang als Flugdienstzeit:
wenn eine geeignete Räumlichkeit zur Verfügung steht: zur Hälfte;
wenn keine geeignete Räumlichkeit zur Verfügung steht: in vollem Umfang.
2 Nicht als Dienstzeit gilt die Bereitschaft:
zu Hause;
wenn eine angemessene Unterkunft zur Verfügung steht.
1 Jedes Besatzungsmitglied hat, über den in Artikel 329a des Obligationenrechts1 geregelten Mindestanspruch auf Ferien hinaus, Anspruch auf mindestens:
7 arbeitszeit- und bereitschaftsfreie Ortstage pro Kalendermonat;
96 arbeitszeit- und bereitschaftsfreie Ortstage pro Kalenderjahr.
2 Ein Ortstag ist ein Zeitraum von 24 Stunden, gerechnet ab 00.00 Uhr Ortszeit.
3 Die arbeits- und bereitschaftsfreien Ortstage müssen dem Besatzungsmitglied im Voraus, spätestens mit Erscheinen des Dienstplanes für den entsprechenden Monat, bekannt gegeben werden.
4 Die Ruhezeit kann in die arbeits- und bereitschaftsfreien Ortstage eingeschlossen werden.
5 Der Anspruch nach Absatz 1 Buchstabe a reduziert sich beim Bezug von Ferien, bei Teilzeitarbeit, bei Krankheit und bei Militärdienst pro rata temporis.
Beträgt der Unterschied der Zeit am Ort des Beginns einer Flugdienstzeit und am Ort der Beendigung der Flugdienstzeit vier Stunden oder mehr, so muss die darauf folgende Ruhezeit für jede Stunde Zeitunterschied um 30 Minuten ausgedehnt werden.
1 Die Mindestruhezeit, welche auf eine Bereitschaft am Flughafen ohne anschliessenden Flugeinsatz folgt, beträgt 10 Stunden.
2 In der Mindestruhezeit, welche auf eine Flugdienstzeit oder auf eine Bereitschaft folgt, ist eine Bereitschaft unzulässig.
6. Abschnitt: Flugdienstzeit bei Flügen mit nur einer Pilotin oder einem Piloten
Bei Flügen, welche mit nur einer Pilotin oder einem Piloten durchgeführt werden, beträgt die zulässige tägliche Flugdienstzeit der Pilotin oder des Piloten:
bei bis zu 4 Landungen: 12 Stunden;
bei 5 Landungen: 11 Stunden;
bei 6 Landungen: 10 Stunden;
ab 7 Landungen: 9 Stunden.
7. Abschnitt: Verlängerung der zulässigen täglichen Flugdienstzeit aufgrund einer Pause (Split Duty)
Wird die Flugdienstzeit durch eine Pause unterbrochen (Split Duty), so verlängert sich die zulässige tägliche Flugdienstzeit wie folgt:
Dauer der ununterbrochenen Pause
Zulässige Verlängerung der Flugdienstzeit
3 Std.–6 Std. 59 Min.
Verlängerung um die Hälfte der Länge der Pause
7 Std.–9 Std. 59 Min.
zwei Drittel der Länge der Pause, oder
die gesamte Länge der Pause, wenn mindestens 7 Stunden der Pause auf die Zeit zwischen 20.00–08.00 Uhr Ortszeit fallen.
1 Die zulässige tägliche Flugdienstzeit kann durch höchstens eine Pause verlängert werden.
2 Eine Split Duty ist den Besatzungsmitgliedern mit Beginn des Flugdienstes zur Kenntnis zu bringen.
3 Sie darf nicht auf eine verkürzte Ruhezeit folgen.
4 Sie ist nur zulässig, sofern der Zeitunterschied zwischen dem ersten Abflugort und dem letzten Zielort weniger als zwei Stunden beträgt.
5 Beträgt die Reisezeit zwischen einem Flugplatz und einer geeigneten Räumlichkeit oder einer angemessenen Unterkunft für den Hin- und den Rückweg insgesamt mehr als eine Stunde, so ist die Zeit, die eine Stunde überschreitet, von der Pause der verlängerten Flugdienstzeit abzuziehen.
1 Die Dauer eines einzelnen Teils einer Split Duty darf 10 Stunden nicht überschreiten.
2 Die Split Duty darf gesamthaft nicht mehr als 20 Stunden betragen.
3 Die Dauer der einzelnen Teile und die Gesamtdauer der Split Duty können gemäss Ziffer 1.1105/2 des Anhangs III der Verordnung (EWG) Nr. 3922/91 verlängert werden.
1 Zwischen den zwei Teilen einer Split Duty haben Besatzungsmitglieder Anspruch auf eine angemessene Unterkunft, wenn:
die geplante Pause mindestens 6 Stunden dauert; oder
von der geplanten Pause mindestens 3 Stunden auf die Zeit zwischen 22.00 Uhr und 06.00 Uhr Ortszeit fallen.
2 Für alle anderen Pausen hat das Flugbetriebsunternehmen den Besatzungsmitgliedern eine geeignete Räumlichkeit zur Verfügung zu stellen.
Das Flugbetriebsunternehmen regelt die Split Duty im Betriebshandbuch. Die Regelung bedarf der Genehmigung durch das BAZL.
8. Abschnitt: Verlängerung der zulässigen täglichen Flugdienstzeit aufgrund einer Ruhezeit während des Fluges
1 Die zulässige tägliche Flugdienstzeit verlängert sich, wenn:
mit verstärkter Flugbesatzung geflogen wird;
das Flugzeug mit genügend Besatzungskojen oder Ruhesitzen ausgestattet ist; und
das Besatzungsmitglied während des Fluges eine Ruhezeit hat.
2 Eine Verlängerung ist nur möglich, wenn während der gesamten Flugdienstzeit höchstens 4 Landungen stattfinden.
1 Als Besatzungskoje (Crew Bunk) gilt ein bequemes Bett, welches räumlich von der Passagierkabine und vom Führerstand des Flugzeuges abgetrennt und in ausreichendem Masse isoliert ist, sodass einzig die für Flugzeuge kaum vermeidbaren aerodynamischen und antriebsbezogenen Geräusche zu hören und die Lichtverhältnisse steuerbar sind.
2 Als Ruhesitz (Rest seat) gilt eine Sitzgelegenheit im Flugzeug, welche die folgenden Anforderungen erfüllt:
Die Sitzgelegenheit ist ausschliesslich den Besatzungsmitgliedern vorbehalten.
Ihre Rückenlehne kann um mehr als 30° nach hinten geneigt werden, gemessen aus der Senkrechten.
Sie muss einen ausreichenden Komfort gewährleisten.
Der Ruhesitz muss sich an einem belüfteten Ort befinden, an dem die Lichtverhältnisse gesteuert werden können und der mindestens durch einen schweren Vorhang von Führerstand, Passagieren, Fracht, Patienten und übermässigem Lärm abgetrennt ist.
Art. 18 Zulässige tägliche Flugdienstzeit für die Flugbesatzung
1 Die zulässige tägliche Flugdienstzeit für die Mitglieder der Flugbesatzung erhöht sich auf die folgenden Zeitspannen:
Zusammensetzung der verstärkten Flugbesatzung bei maximal 3 Landungen
Mit Besatzungskojen
Mit Ruhesitzen
3 Piloten/Pilotinnen
4 Piloten/Pilotinnen
Zusammensetzung der verstärkten Flugbesatzung bei 4 Landungen
2 Besteht die verstärkte Flugbesatzung aus 4 Pilotinnen oder Piloten, so muss die entsprechende Ruhemöglichkeit für jeweils 2 Pilotinnen oder Piloten während des gesamten Fluges zur Verfügung stehen.
3 Eine Verlängerung ist nur möglich, wenn jedes Flugbesatzungsmitglied zeitlich jeweils zu gleichen Teilen über die Ruhemöglichkeit verfügt.
4 Für die Berechnung der Blockzeiten auf Flügen mit verstärkter Flugbesatzung zählen nur die Zeiten, in denen das Flugbesatzungsmitglied tatsächlich mit der Führung des Luftfahrzeuges beschäftigt ist.
5 Die zulässige tägliche Flugdienstzeit kann zusätzlich gemäss Ziffer 1.1105/2 des Anhangs III der Verordnung (EWG) Nr. 3922/91 verlängert werden.
Art. 19 Zulässige tägliche Flugdienstzeit für die Kabinenbesatzung
1 Die zulässige tägliche Flugdienstzeit für die Mitglieder der Kabinenbesatzung erhöht sich auf die folgenden Zeitspannen:
Prozentualer Mindestanteil der ununterbrochenen Ruhemöglichkeit eines Kabinenbesatzungsmitglieds gemessen an der Gesamtflugdauer (Blockzeit)
2 Eine Verlängerung ist nur möglich, sofern jedes Kabinenbesatzungsmitglied zeitlich jeweils zu gleichen Teilen und von sämtlichen Aufgaben befreit über die Ruhemöglichkeiten verfügt.
Die Verlängerung der zulässigen täglichen Flugdienstzeit aufgrund einer Ruhezeit während des Fluges darf nicht:
auf eine verkürzte Ruhezeit folgen;
unmittelbar auf eine Bereitschaft auf dem Flughafen von mehr als 6 Stunden folgen.
Art. 21 Verbindung von Split Duty und Verlängerung aufgrund einer Ruhezeit
Bei der Verbindung einer Split Duty und einer Verlängerung aufgrund einer Ruhezeit während des Fluges gilt die höhere der beiden zulässigen Flugdienstzeiten nach den Artikeln 13 und 18.
Das Flugbetriebsunternehmen regelt die Verlängerung der zulässigen täglichen Flugdienstzeit aufgrund einer Ruhezeit während des Fluges im Betriebshandbuch. Diese Regelung bedarf der Genehmigung durch das BAZL.
Die Verordnung vom 8. September 19971 über den Betrieb von Flugzeugen im gewerbsmässigen Lufttransport (VJAR-OPS 1) wird aufgehoben.
1 [AS 1997 228]
1 Die Änderung kann unter AS 2008 4505 konsultiert werden.
AS 2008 4505
1 SR 748.02 Verordnung (EWG) Nr. 3922/91 des Rates vom 16. Dez. 1991 zur Harmonisierung der technischen Vorschriften und der Verwaltungsverfahren in der Zivilluftfahrt, in der für die Schweiz gemäss Anhang Ziffer 3 des Abk. vom 21. Juni 1999 zwischen der Schweizerischen Eidgenossenschaft und der Europäischen Gemeinschaft über den Luftverkehr (SR 0.748.127.192.68) jeweils verbindlichen Fassung.3 Fassung gemäss Ziff. I 2 der V des UVEK vom 4. März 2011, in Kraft seit 1. April 2011 (AS 2011 1155).
Ordonnance du DETEC relative aux temps de vol et de service et à l’aménagement du temps de travail dans le trafic aérien commercial assuré par avion
(Ordonnance relative aux temps de vol et de service)
du 26 septembre 2008 (Etat le 1er avril 2011)
vu l’art. 57, al. 1, de la loi fédérale du 21 décembre 1948 sur l’aviation1, vu le règlement (CEE) no 3922/912,3
Art. 1 Objet, champ d’application et rapport avec le droit international
1 La présente ordonnance règle les aspects liés aux temps de vol et de service des membres de l’équipage d’avions, qui peuvent être réglés par chaque Etat conformément au règlement (CEE) no 3922/91.
2 Elle s’applique aux entreprises de transport aérien sises en Suisse et ayant l’obligation de détenir une autorisation d’exploitation ou une concession pour le transport aérien commercial de personnes et de marchandises.
3 Elle s’applique, conjointement à l’annexe III, sous-partie Q, du règlement (CEE) no 3922/91, à tous les vols assurés par ces entreprises, y compris aux vols qu’il y a lieu de qualifier de privés. 1
1 Nouvelle teneur selon le ch. I 2 de l’O du DETEC du 4 mars 2011, en vigueur depuis le 1er avril 2011 (RO 2011 1155).
1 L’Office fédéral de l’aviation civile (OFAC) peut consentir des exceptions à certaines dispositions de la présente ordonnance, lorsque:
les exceptions sont dictées par de justes motifs, notamment:
pour prévenir les cas de rigueur,
pour tenir compte de l’évolution de la technique,
pour les membres d’équipage qui assurent exclusivement des opérations à l’étranger (opérations éloignées); et
le manuel d’exploitation prévoit des réglementations qui sont équivalentes en termes de sécurité.
2 Il limite la durée des exceptions et peut les lier à des charges ou à des conditions.
Membre d’équipage: personne chargée par un exploitant de fonctions à bord d’un aéronef pendant le temps de vol;
Membre d’équipage de conduite: membre d’équipage titulaire des licences requises chargé d’exercer des fonctions essentielles à la conduite de l’aéronef pendant le temps de vol;
Temps de travail: temps durant lequel le membre d’équipage exerce une activité professionnelle;
Activité professionnelle: toute activité lucrative dépendante ou indépendante dont les revenus sont assujettis à l’impôt fédéral direct conformément aux art. 17 et 18 de la loi fédérale du 14 décembre 1990 sur l’impôt fédéral direct1;
Temps de service: voir le par. 1.1095/1.5 de l’annexe III du règlement (CEE) no 3922/91;
Temps de service de vol: voir le par. 1.1095/1.6 de l’annexe III du règlement (CEE) no 3922/91;
Temps de vol cale à cale: voir le par. 1.1095/1.2 de l’annexe III du règlement (CEE) no 3922/91;
Réserve: voir le par. 1.1095/1.14 de l’annexe III du règlement (CEE) no 3922/91;
Temps de repos: voir le par. 1.1095/1.13 de l’annexe III du règlement (CEE) no 3922/91;
Pause: voir le par. 1.1095/1.3 de l’annexe III du règlement (CEE) no 3922/91;
Logement raisonnable: une offre d’hébergement remplissant les critères suivants:
elle correspond à une chambre d’un hôtel de classe moyenne et est équipée d’une toilette et d’un bain ou d’une douche,
la chambre est aérée, climatisée et suffisamment insonorisée,
les sources de lumière éclairant la chambre sont réglables jusqu’à obtenir une obscurité complète;
Local approprié: un local permettant à un membre d’équipage de se changer, et de prendre une pause réparatrice; chaque membre d’équipage doit avoir la possibilité de s’asseoir confortablement; le local doit être séparé des espaces publics et du poste de travail et posséder une aération;
Manuel d’exploitation (Operational Manual, OM): recueil des consignes et informations nécessaires au personnel d’exploitation pour exercer ses attributions en vertu de la sous-partie P de l’Annexe III du règlement (CEE) no 3922/91.
Section 2 Aménagement du temps de travail
L’aménagement du temps de travail est régi par la version contraignante pour la Suisse de la directive 2000/79/CE conformément au ch. 1 de l’annexe de l’accord sur le transport aérien1.
1 RS 0.748.127.192.68. La directive peut être consultée et obtenue auprès de l’OFAC. Adresse: Office fédéral de l’aviation civile, 3003 Berne (www.bazl.admin.ch).
Section 3 Temps de travail et temps de vol cale à cale maximaux par année civile
1 Sur une année civile:
le temps de travail est limité à 2000 heures;
le temps de vol cale à cale est limité à 900 heures.
2 Le temps de travail et le temps de vol cale à cale qui se sont accumulés dans le cadre d’autres activités professionnelles sont compris dans le calcul.
3 Le temps de vol cale à cale et les autres temps de travail sont répartis aussi uniformément que possible sur l’année civile.
Section 4 Réserve
1 La réserve à l’aéroport précédant un vol est comptabilisée dans le temps de service de vol:
à raison de 50 %, si un local approprié est disponible;
à 100 %, si aucun local approprié n’est disponible.
2 La réserve n’est pas comptabilisée dans le temps de service:
lorsqu’elle est assurée à domicile;
si un logement raisonnable est disponible.
Section 5 Repos minimal
Art. 7 Repos minimal en général
1 Sans préjudice de la durée minimale des vacances figurant à l’art. 329a du code des obligations1, tout membre d’équipage bénéficie au moins de:
7 jours locaux par mois civil libres de travail et de réserve;
96 jours locaux par année civile libres de travail et de réserve.
2 Un jour local est une période de 24 heures commençant à 0 h 00, heure locale.
3 Les jours locaux libres de travail et de réserve sont notifiés à l’avance au membre d’équipage au plus tard au moment de la publication du plan de service pour le mois correspondant.
4 Le temps de repos peut être inclus dans les jours locaux libres de travail et de réserve.
5 Le droit au temps de repos prévu à l’al. 1 let. a diminue prorata temporis en cas de vacances, de travail à temps partiel, de maladie ou de service militaire.
Art. 8 Repos minimal lors du passage de plusieurs fuseaux horaires
Si le décalage horaire entre le lieu où commence la période de service de vol et le lieu où elle se termine est de quatre heures ou plus, le temps de repos consécutif est prolongé à raison de 30 minutes par heure de décalage horaire.
Art. 9 Repos minimal et réserve
1 Le repos minimal après une période de réserve à l’aéroport qui n’est pas suivie d’un vol est de dix heures.
2 Un repos minimal suivant une période de service de vol ou une période de réserve ne peut comprendre une période de réserve.
Section 6 Temps de service de vol lorsque les vols sont assurés par un seul pilote
Dans le cas des vols assurés par un seul pilote, le temps de service de vol quotidien pour ce dernier ne peut excéder:
12 heures pour un maximum de quatre atterrissages;
11 heures pour un maximum de cinq atterrissages;
10 heures pour un maximum de six atterrissages;
9 heures pour sept atterrissages ou plus.
Section 7 Prolongation du temps de service de vol quotidien maximal en raison d’une pause (service fractionné)
Si la période de service de vol est entrecoupée d’une pause (service fractionné), le temps de service de vol quotidien maximal est prolongé comme suit:
Durée de la pause intercalée
Prolongation du temps de service de vol maximal
de 3 heures à 6 h 59 min
Prolongation à raison de la moitié de la durée de la pause
de 7 heures à 9 h 59 min
Prolongation à raison de:
deux tiers de la durée de la pause, ou
de la durée totale de la pause, si celle-ci est prise durant sept heures au moins entre 20 h 00 et 8 heures, heures locales.
Art. 12 Restrictions
1 Le temps de service de vol maximal peut être prolongé en raison d’une pause au plus.
2 Les membres d’équipage sont avisés du service fractionné au début du service de vol.
3 Le service fractionné ne doit pas suivre un temps de repos abrégé.
4 Il n’est autorisé qu’à condition que le décalage horaire entre le lieu de départ et la destination finale soit inférieur à deux heures.
5 Si le temps nécessaire pour effectuer un aller-retour entre un aérodrome et un local approprié ou un logement raisonnable excède une heure, le temps qui dépasse l’heure est déduit de la pause de la période de service de vol prolongée.
Art. 13 Durée maximale
1 La durée d’une fraction d’un service fractionné ne doit pas dépasser dix heures.
2 Le service fractionné ne doit pas dépasser 20 heures au total.
3 Les fractions et la durée totale du service fractionné peuvent être prolongées conformément au par. 1.1105/2 de l’annexe III du règlement (CEE) no 3922/91.
Art. 14 Logement raisonnable et locaux appropriés
1 Les membres d’équipage ont droit à un logement raisonnable entre les deux fractions d’un service fractionné, lorsque:
la pause prévue est censée durer au moins six heures; ou
trois heures au moins de la pause prévue tombent entre 22 h et 6 h heures locales.
2 Pour toutes les autres pauses, l’entreprise de transport aérien met un local approprié à la disposition des membres d’équipage.
Art. 15 Réglementation du service fractionné dans le manuel d’exploitation
L’entreprise de transport aérien règle le service fractionné dans le manuel d’exploitation. La réglementation requiert l’approbation de l’OFAC.
Section 8 Prolongation du temps de service de vol quotidien maximal en raison d’un temps de repos en vol
1 Le temps de service de vol maximal est prolongé lorsque:
le vol est assuré par un équipage renforcé;
l’avion est doté en suffisance de couchettes ou de sièges de repos; et
le membre d’équipage a un temps de repos durant le vol.
2 La prolongation n’est autorisée qu’à condition que le nombre d’atterrissages effectués durant le temps de service de vol n’excède pas quatre.
Art. 17 Exigences relatives aux couchettes d’équipage et aux sièges de repos
1 Une couchette d’équipage (crew bunk) est un lit confortable situé dans un endroit séparé de la cabine passagers et du poste de pilotage de l’avion, insonorisé de manière à ce que ne soient audibles que les bruits aérodynamiques et des moteurs que produisent inévitablement les avions, et dont l’éclairage est réglable.
2 Un siège de repos (rest seat) est un siège installé dans l’avion et répondant aux exigences suivantes:
le siège est exclusivement réservé aux membres d’équipage;
son dossier peut être incliné vers l’arrière jusqu’à former un angle de 30° au moins par rapport à la verticale;
il doit offrir un confort suffisant;
le siège de repos doit être placé dans un lieu aéré, dont l’éclairage est réglable, et isolé du cockpit, des passagers, du fret, des patients et du bruit excessif au moins par un épais rideau.
Art. 18 Temps de service de vol quotidien maximal pour l’équipage de conduite
1 Pour les membres de l’équipage de conduite, les temps de service de vol quotidiens maximaux sont les suivants:
Composition de l’équipage renforcé lorsque trois atterrissages au plus sont effectués
Avec couchettes
Avec sièges de repos
Composition de l’équipage renforcé lorsque quatre atterrissages sont effectués
2 Si l’équipage de conduite renforcé est formé de quatre pilotes, les possibilités de repos doivent être disponibles pour deux pilotes durant la totalité du vol.
3 La prolongation n’est autorisée que si chaque membre de l’équipage de conduite bénéficie du même temps de repos.
4 Dans le cas des vols avec équipage renforcé, seules les heures durant lesquelles le membre de l’équipage de conduite est réellement occupé à diriger l’aéronef sont comptabilisées dans le calcul du temps de vol cale à cale.
5 Le temps maximal de service de vol peut en outre être prolongé conformément au par. 1.1105/2 de l’annexe III du règlement (CEE) no 3922/91.
Art. 19 Temps de service de vol quotidien maximal pour l’équipage de cabine
1 Pour les membres de l’équipage de cabine, les temps de service de vol quotidiens maximaux sont les suivants:
Seuil de pourcentage du temps de repos d’un membre de l’équipage de cabine par rapport à la durée totale du vol (temps de vol cale à cale)
2 La prolongation n’est autorisée que si chaque membre de l’équipage de cabine bénéficie du même temps de repos libre de toute tâche.
Art. 20 Restrictions
La prolongation du temps de service de vol quotidien maximal en raison d’un temps de repos en vol ne doit pas:
suivre un temps de repos abrégé;
suivre immédiatement une période de réserve à l’aéroport de plus de 6 heures.
Art. 21 Combinaison d’un temps de service fractionné avec une prolongation en raison d’un temps de repos
Lorsqu’un service fractionné est combiné avec une prolongation en raison d’un temps de repos en vol, le plus élevé des deux temps de service de vol maximaux visés aux art. 13 et 18 fait foi.
Art. 22 Réglementation de la prolongation dans le manuel d’exploitation
L’entreprise de transport aérien règle dans le manuel d’exploitation la prolongation du temps de service de vol quotidien maximal en raison d’un temps de repos en vol. Cette réglementation requiert l’approbation de l’OFAC.
L’ordonnance du 8 septembre 1997 sur l’exploitation d’avions dans le transport aérien commercial (OJAR-OPS 1)1 est abrogée.
1 [RO 1997 2268]
1 La mod. peut être consultée au RO 2008 4505.
RO 2008 4505
1 RS 748.02 Fait foi la version contraignante pour la Suisse du règlement (CEE) no 3922/91 du Conseil du 16 déc. 1991 relatif à l’harmonisation de règles techniques et de procédures administratives dans le domaine de l’aviation civile; conformément au ch. 3 de l’annexe de l’ac. du 21 juin 1999 entre la Confédération suisse et la Communauté européenne sur le transport aérien (RS 0.748.127.192.68).3 Nouvelle teneur selon le ch. I 2 de l’O du DETEC du 4 mars 2011, en vigueur depuis le 1er avril 2011 (RO 2011 1155).
Ordinanza del DATEC relativa ai periodi di volo e di servizio e all’organizzazione dell’orario di lavoro nel traffico aereo commerciale mediante velivoli
(Ordinanza sui periodi di volo e di servizio)
del 26 settembre 2008 (Stato 1° aprile 2011)
visto l’articolo 57 capoverso 1 della legge federale del 21 dicembre 19481 sulla navigazione aerea; in esecuzione del regolamento (CEE) n. 3922/912,3
Art. 1 Oggetto, campo d’applicazione e rapporto con il diritto internazionale
1 La presente ordinanza disciplina gli aspetti dei tempi di volo e dei periodi di servizio dei membri dell’equipaggio di velivoli che, conformemente al regolamento (CEE) n. 3922/91, possono essere disciplinati da ogni Stato membro.
2 Essa è applicabile alle imprese di trasporti aerei con sede in Svizzera, soggette all’obbligo di autorizzazione per il trasporto commerciale di persone o beni.
3 Insieme all’Allegato III Sezione Q del regolamento (CEE) n. 3922/91, la presente ordinanza è applicabile a tutti i voli di tali imprese, inclusi i voli qualificabili come privati.1
1 Nuovo testo giusta il n. I 2 dell’O del DATEC del 4 mar. 2011, in vigore dal 1° apr. 2011 (RU 2011 1155).
Art. 2 Deroghe
1 L’Ufficio federale dell’aviazione civile (UFAC) può autorizzare deroghe a singole disposizioni della presente ordinanza se:
tali deroghe sono necessarie per motivi importanti, in particolare:
per evitare casi di rigore,
per tenere conto dell’evoluzione della tecnica,
per membri d’equipaggio che operano esclusivamente all’estero (attività a distanza); e
il manuale d’esercizio prevede regolamentazioni equivalenti in termini di sicurezza.
2 L’UFAC limita la durata delle deroghe e può vincolarle a oneri o condizioni.
membro d’equipaggio: persona incaricata dall’impresa di trasporti aerei di svolgere compiti a bordo di un aeromobile durante il periodo di volo;
membro dell’equipaggio di volo: membro d’equipaggio incaricato di compiti essenziali alla condotta dell’aeromobile durante il periodo di volo;
orario di lavoro: periodo durante il quale il membro d’equipaggio esercita un’attività professionale;
attività professionale: ogni attività lucrativa indipendente e dipendente, i cui proventi sono sottoposti all’imposta federale diretta ai sensi degli articoli 17 e 18 della legge federale del 14 dicembre 19901 sull’imposta federale diretta;
periodo di servizio: cfr. OPS 1.1095/1.5 dell’allegato III al regolamento (CEE) n. 3922/91;
periodo di servizio di volo: cfr. OPS 1.1095/1.6 dell’allegato III al regolamento (CEE) n. 3922/91;
tempo di volo: cfr. OPS 1.1095/1.2 dell’allegato III al regolamento (CEE) n. 3922/91;
riserva: cfr. OPS 1.1095/1.14 dell’allegato III al regolamento (CEE) n. 3922/91;
periodo di riposo: cfr. OPS 1.1095/1.13 dell’allegato III al regolamento (CEE) n. 3922/91;
intervallo: cfr. OPS 1.1095/1.3 dell’allegato III al regolamento (CEE) n. 3922/91;
alloggio adeguato: possibilità di pernottamento che soddisfa i seguenti requisiti:
corrisponde allo standard di una camera d’albergo di classe media ed è provvisto di servizi igienici e vasca da bagno o doccia,
la camera è arieggiata, se necessario climatizzata e insonorizzata,
la camera può essere oscurata completamente e l’occupante può gestire autonomamente le fonti di luce;
locale appropriato: locale che consenta a un membro d’equipaggio di cambiarsi e concedersi un intervallo ristoratore; ciascun membro d’equipaggio deve potersi almeno sedere comodamente; il locale deve essere separato dagli spazi pubblici e dal posto di lavoro ed essere provvisto di ventilazione;
manuale d’esercizio (Operational Manual, OM): raccolta delle prescrizioni e delle indicazioni necessarie al personale operativo per svolgere i propri compiti conformemente all’allegato III capo P del regolamento (CEE) n. 3922/91.
Sezione 2: Organizzazione dell’orario di lavoro
L’organizzazione dell’orario di lavoro è retta dalla direttiva 2000/79/CE nella versione vincolante per la Svizzera conformemente al numero 1 dell’allegato all’Accordo sul trasporto aereo1.
1 RS 0.748.127.192.68. La direttiva può essere richiesta all’UFAC, 3003 Berna (www.bazl.admin.ch).
Sezione 3: Tempi massimi di lavoro e di volo per anno civile
1 In un anno civile:
il tempo di lavoro è limitato a 2000 ore;
il tempo di volo è limitato a 900 ore.
2 Nel calcolo si deve tenere conto del tempo di lavoro e di volo accumulato nell’ambito di altre attività professionali.
3 Il tempo di volo e il tempo di lavoro rimanente devono essere distribuiti nel modo più omogeneo possibile sull’arco di tutto l’anno civile.
Sezione 4: Riserva
1 La riserva in aeroporto che precede un volo è considerata periodo di servizio di volo:
nella misura del 50 per cento se è disponibile un locale appropriato;
interamente se non sono disponibili locali appropriati.
2 La riserva non è considerata periodo di servizio se:
è svolta a domicilio;
è disponibile un alloggio adeguato.
Sezione 5: Riposo minimo
Art. 7 Riposo minimo generale
1 Ogni membro d’equipaggio ha diritto, oltre al numero minimo di giorni di vacanza sanciti dall’articolo 329a del Codice delle obbligazioni1, ad almeno:
7 giorni locali liberi da lavoro e da riserva per mese civile;
96 giorni locali liberi da lavoro e da riserva per anno civile.
2 Un giorno locale è un periodo di 24 ore calcolato a partire dalle 0.00 ora locale.
3 I giorni locali liberi da lavoro e da riserva devono essere comunicati in anticipo a ogni membro d’equipaggio, al più tardi al momento della pubblicazione del piano di servizio per il mese corrispondente.
4 Il periodo di riposo può essere incluso nei giorni locali liberi da lavoro e da riserva.
5 Il diritto di cui al capoverso 1 lettera a diminuisce pro rata temporis in caso di vacanze, lavoro a tempo parziale, malattia e servizio militare.
Art. 8 Riposo minimo in caso di passaggio di più fusi orari
Se la differenza oraria tra il luogo d’inizio e il luogo di conclusione di un periodo di servizio di volo è di 4 ore o più, il periodo di riposo corrispondente deve essere prolungato di 30 minuti per ogni ora di fuso orario.
Art. 9 Riposo minimo e riserva
1 Il riposo minimo dopo una riserva in aeroporto non seguita da un volo è di 10 ore.
2 Durante il riposo minimo dopo un periodo di servizio di volo o una riserva non è ammessa una riserva.
Sezione 6: Periodo di servizio di volo sui voli effettuati con un solo pilota
Sui voli effettuati con un solo pilota, il periodo di servizio di volo giornaliero ammesso per ogni pilota è di:
12 ore per un massimo di 4 atterraggi;
11 ore per 5 atterraggi;
10 ore per 6 atterraggi;
9 ore per 7 atterraggi o più.
Sezione 7: Prolungamento del periodo di servizio di volo giornaliero ammesso a seguito di un intervallo (servizio frazionato o split duty)
Se il periodo di servizio di volo è interrotto da un intervallo (servizio frazionato o split duty), il periodo di servizio di volo giornaliero ammesso è prolungato come segue:
Durata dell’intervallo ininterrotto
Prolungamento ammesso del periodo di servizio di volo
3 ore–6 ore e 59 min.
Prolungamento della metà della durata dell’intervallo
7 ore–9 ore e 59 min.
di due terzi della durata dell’intervallo; o
dell’intera durata dell’intervallo, se almeno 7 ore dell’intervallo cadono tra le ore 20.00 e le 08.00 ora locale.
Art. 12 Limitazioni
1 Il periodo di servizio di volo giornaliero ammesso può essere prolungato al massimo di un intervallo.
2 Il servizio frazionato (split duty) deve essere comunicato ai membri d’equipaggio all’inizio del servizio di volo.
3 Il servizio frazionato non deve seguire a un periodo di riposo abbreviato.
4 Esso è ammesso unicamente se il fuso orario tra il primo luogo di partenza e l’ultimo luogo di destinazione è inferiore a 2 ore.
5 Se il tempo complessivo di viaggio di andata e ritorno tra un aeroporto e un locale appropriato o un alloggio adeguato è superiore a un’ora, il tempo che supera l’ora deve essere dedotto dall’intervallo del periodo di servizio di volo prolungato.
Art. 13 Durata massima
1 La durata di una parte di un servizio frazionato non deve superare le 10 ore.
2 Il servizio frazionato non deve superare complessivamente le 20 ore.
3 Le singole parti e la totalità del servizio frazionato possono essere prolungate conformemente all’OPS 1.1105/2 dell’allegato III al regolamento (CEE) n. 3922/91.
Art. 14 Alloggio adeguato e locali appropriati
1 Tra la prima e la seconda parte di un servizio frazionato i membri d’equipaggio hanno diritto a un alloggio adeguato se:
la durata dell’intervallo previsto è di almeno 6 ore; o
almeno 3 ore dell’intervallo previsto cadono tra le ore 22.00 e le 06.00 ora locale.
2 Per tutti gli altri intervalli, l’impresa di trasporti aerei deve mettere a disposizione dei membri d’equipaggio un locale appropriato.
Art. 15 Regolamentazione del servizio frazionato nel manuale d’esercizio
L’impresa di trasporti aerei regolamenta nel manuale d’esercizio il servizio frazionato. Tale regolamentazione necessita dell’approvazione dell’UFAC.
Sezione 8: Prolungamento del periodo di servizio di volo giornaliero ammesso a seguito di un periodo di riposo durante il volo
1 Il periodo di servizio di volo giornaliero ammesso è prolungato se:
il volo è assicurato da un equipaggio di volo rinforzato;
il velivolo dispone di un numero sufficiente di cuccette per l’equipaggio o di sedili di riposo; e
il membro d’equipaggio dispone di un periodo di riposo durante il volo.
2 Il prolungamento è possibile unicamente se l’intero periodo di servizio di volo comprende al massimo 4 atterraggi.
Art. 17 Requisiti delle cuccette per l’equipaggio e dei sedili di riposo
1 Per cuccetta per l’equipaggio (crew bunk) s’intende un letto comodo, situato in un luogo separato dalla cabina passeggeri e dal posto di pilotaggio del velivolo e sufficientemente insonorizzato, di modo che si sentano unicamente i rumori aerodinamici e dei motori prodotti inevitabilmente dal velivolo e che si possa regolare l’illuminazione.
2 Per sedile di riposo (rest seat) s’intende un sedile, situato nel velivolo, che soddisfa i seguenti requisiti:
deve essere riservato esclusivamente ai membri d’equipaggio;
il suo schienale può essere reclinato di oltre 30° rispetto alla posizione verticale;
deve garantire un comfort sufficiente;
deve situarsi in un luogo arieggiato, in cui si possa regolare l’illuminazione, e separato almeno da una spessa tenda dal posto di pilotaggio, dai passeggeri, dalle merci, dai pazienti e dai rumori eccessivi.
Art. 18 Periodo di servizio di volo giornaliero ammesso per l’equipaggio di volo
1 Il periodo di servizio di volo giornaliero ammesso per i membri dell’equipaggio di volo è di:
Composizione dell’equipaggio di volo rinforzato per un massimo di 3 atterraggi
Con cuccette per l’equipaggio
Con sedili di riposo
Composizione dell’equipaggio di volo rinforzato per 4 atterraggi
2 Se l’equipaggio di volo rinforzato comprende 4 piloti, devono essere disponibili possibilità di riposo per 2 piloti per volta durante l’intero volo.
3 Il prolungamento è possibile unicamente se ogni membro dell’equipaggio di volo dispone dello stesso tempo di riposo.
4 Per il calcolo del tempo di volo nei voli con equipaggio di volo rinforzato sono computate unicamente le ore durante le quali il membro dell’equipaggio di volo si occupa effettivamente della condotta dell’aeromobile.
5 Il periodo di servizio di volo giornaliero ammesso può essere ulteriormente prolungato conformemente all’OPS 1.1105/2 dell’allegato III al regolamento (CEE) n. 3922/91.
Art. 19 Periodo di servizio di volo giornaliero ammesso per l’equipaggio di cabina
1 Il periodo di servizio di volo giornaliero ammesso per i membri dell’equipaggio di cabina è di:
Quota percentuale minima della possibilità di riposo ininterrotto di un membro dell’equipaggio di cabina rispetto alla durata complessiva del volo (tempo di volo)
2 Il prolungamento è possibile unicamente se ogni membro dell’equipaggio di cabina dispone dello stesso tempo di riposo libero da qualsiasi compito.
Art. 20 Limitazioni
Il prolungamento del periodo di servizio di volo giornaliero ammesso a seguito di un periodo di riposo durante il volo non deve:
seguire a un periodo di riposo abbreviato;
seguire immediatamente a una riserva in aeroporto superiore a 6 ore.
Art. 21 Combinazione del servizio frazionato e del prolungamento a seguito di un periodo di riposo
Nel caso di combinazione del servizio frazionato e del prolungamento a seguito di un periodo di riposo durante il volo, è vincolante il più lungo dei due periodi di servizio di volo ammessi ai sensi degli articoli 13 e 18.
Art. 22 Regolamentazione del prolungamento nel manuale d’esercizio
L’impresa di trasporti aerei regolamenta nel manuale d’esercizio il prolungamento del periodo di servizio di volo giornaliero ammesso a seguito di un periodo di riposo durante il volo. Tale regolamentazione necessita dell’approvazione dell’UFAC.
L’ordinanza dell’8 settembre 19971 concernente l’esercizio di aeromobili nel trasporto aereo commerciale (OJAR-OPS 1) è abrogata.
1 [RU 1997 2268]
Art. 24 Modifica del diritto vigente
1 La mod. può essere consultata alla RU 2008 4505.
RU 2008 4505
1 RS 748.02 R (CEE) n. 3922/91 del Consiglio, del 16 dic. 1991, concernente l’armonizzazione di regole tecniche e di procedure amministrative nel settore dell’aviazione civile, nella versione vincolante per la Svizzera conformemente al numero 3 dell’all. all’Acc. del 21 giu. 1999 tra la Confederazione Svizzera e la Comunità europea sul trasporto aereo (RS 0.748.127.192.68).3 Nuovo testo giusta il n. I 2 dell’O del DATEC del 4 mar. 2011, in vigore dal 1° apr. 2011 (RU 2011 1155).

References: Art. 1

Art. 7

Art. 8

Art. 9

Art. 12

Art. 13

Art. 14

Art. 15

Art. 17

Art. 18

Art. 19

Art. 21

Art. 22

Art. 1

Art. 18

Art. 19

Art. 21

Art. 1
 art. 17

Art. 7

Art. 8

Art. 9

Art. 12

Art. 13

Art. 14

Art. 15

Art. 17

Art. 18

Art. 19

Art. 20

Art. 21
 art. 13

Art. 22

Art. 1

Art. 2

Art. 7

Art. 8

Art. 9

Art. 12

Art. 13

Art. 14

Art. 15

Art. 17

Art. 18

Art. 19

Art. 20

Art. 21

Art. 22

Art. 24