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Timestamp: 2018-12-12 04:22:35+00:00

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Rechtsprechung: NJW 1976, 820 - dejure.org
Weitere Entscheidung unten: VG Schleswig, 10.12.1975
OVG Nordrhein-Westfalen, 16.09.1975 - III A 1279/75
NJW 1976, 820
DVBl 1976, 398
Für den Fall, dass es an einer eindeutigen Erklärung fehlt, hat die Rechtsprechung einen derartigen Erklärungswillen aus Indizien abgeleitet (vgl. OVG Münster Urteil vom 16. September 1975 - III A 1279/75 - NJW 1976, 820).
Für den Fall, dass es an einer eindeutigen Erklärung fehlt, hat die Rechtsprechung einen derartigen Erklärungswillen aus Indizien abgeleitet (vgl. OVG Münster, Urteil vom 16. September 1975 - III A 1279/75 - NJW 1976, 820).".
Dieser Begriff ist in der Rechtsprechung des für die Auslegung der Nordrhein-Westfälischen Gemeindeordnung letztinstanzlich zuständigen Oberverwaltungsgerichts für das Land Nordrhein-Westfalen grundsätzlich geklärt, vgl. Oberverwaltungsgericht für das Land Nordrhein-Westfalen (OVG NW), Urteil vom 16. September 1975 - III A 1279/75 -, DVBl. 1976, Seite 398.
Ist eine Widmung nicht nachweisbar oder aus Indizien ableitbar, spricht eine Vermutung dafür, dass eine für die Allgemeinheit nutzbare kommunale Einrichtung als öffentliche Einrichtung organisiert ist (so auch die h. M. in Schrifttum und Rechtsprechung zur Widmung einer öffentlichen Einrichtung durch nicht formalisierten Rechtsakt, vgl. etwa: Ossenbühl, Rechtliche Probleme der Zulassung zu öffentlichen Stadthallen, DVBl. 1973, 289; Wolff/Bachof/Stober, Verwaltungsrecht II, a. a. O., Rn. 15 zu § 76; Steiner, Besonderes Verwaltungsrecht, 6. Auflage 1999, Rn. 142 ff.; Axer, Die Widmung als Grundlage der Nutzung kommunaler öffentlicher Einrichtungen, NVwZ 1996, 114; März, Überlassen von Räumen durch Körperschaften des Öffentlichen Rechts an Parteien oder politische Gruppierungen, BayVBl. 1992, 97; Dahmen in Driehaus, Kommunalabgabenrecht, a. a. O., Rn. 206 ff., 215 zu § 4 m. w. N.; OVG NW , Urteil vom 16.09.1975 - III A 1279/75 - DVBl. 1976, 398 und Urteil vom 18.05.1999 - 15 A 2880/96 - KStZ 2002, 15; VG Gera, Beschluss vom 15.02.2001 - 2 E 1903/00 GE - ThürVBl.
Der gesetzliche Begriff der öffentlichen Einrichtung umfasst demnach jede organisatorisch irgendwie verfestigte Vorkehrung, die eine Gemeinde eingerichtet und ihren Einwohnern zur Verfügung gestellt hat, um eine von ihr eigenverantwortlich wahrgenommene Aufgabe erfüllen zu können (vgl. OVG Nordrhein-Westfalen, Urt. v. 16.9.1975, NJW 1976, 820;… OVG Rheinland-Pfalz, Urt. v. 3.2.1982, GewArch. 1982, 198; Ossenbühl, DVBl. 1973, 289; Schmidt-Jortzig, Kommunalrecht, RdNr. 649, 650).
Aus dem erstgenannten Beispiel sowie aus dem Umstand, dass nichts dafür spricht, dass sich die Besucher der zweitgenannten Veranstaltung auf die Mitglieder des Ortsverbandes Sch. der CDU oder auf Einwohner der Landeshauptstadt Saarbrücken beschränken werden, ergibt sich, dass die Ortsansässigkeit der Veranstaltungsteilnehmer, sei es, dass es sich um Redner, sei es, dass es sich um Besucher handelt, für die Antragsgegnerin offenbar kein entscheidendes Kriterium für die Unterscheidung ist, ob die Veranstaltung als sich im Rahmen des Widmungszweckes bewegende örtliche oder als außerhalb des Widmungszweckes liegende überörtliche Veranstaltung eingestuft wird vgl. in diesem Zusammenhang auch OVG Münster, Urteil vom 16.9.1975 - III A 1279/75 - NJW 1976, 820, wonach einem Veranstalter, der seinen Sitz in der Gemeinde hat, auch dann ein Anspruch aus § 18 Abs. 2 GO NRW auf Benutzung einer öffentlichen Einrichtung zusteht, wenn die Besucher der Veranstaltung auch Ortsfremde sind.
Im vorliegenden Fall ist das Benutzungsverhältnis aufgrund der Satzung der Antragsgegnerin über die Zulassungs- und Kostenregelung zu den Kindertagesstätten öffentlich-rechtlich geregelt, so dass die Zulassungs- bzw. Aufnahmeentscheidung (§ 1 Abs. 2 der Satzung) durch Verwaltungsakt erfolgt, der hier mangels schriftlichen Bescheids in der konkludenten Handlung der tatsächlichen Aufnahme liegt (zur Vermutung für die öffentlich-rechtliche Regelung des Benutzungsverhältnisses einer öffentlichen Einrichtung vgl. OVG NRW, NJW 1976, 820).
OVG NRW, Beschluss vom 18.12.1992 - 15 B 4474/92 -, NVwZ-RR 1993, 318; Beschluss vom 26.8.1986 - 15 B 1894/86 -, NVwZ 1987, 518; Urteil vom 22.9.1978 - XV A 1389/76 - Kottenberg/Rehn/Cronauge, Rechtsprechungssammlung zum kommunalen Verfassungsrecht, 1. Aufl., Nr. 85 zu § 18 GO NRW, S. 467; Urteil vom 16.9.1975 - III A 1279/75 -, NJW 1976, 820 f.; Wansleben, in: Held u.a., Kommunalverfassungsrecht Nordrhein-Westfalen, Loseblattsammlung (Stand: August 2003), § 8 GO Anm. 1; Rehn/Cronauge/von Lennep, GO NRW, Loseblattsammlung (Stand: Januar 2004), § 8 Anm. 1; Erichsen, Kommunalrecht für das Land Nordrhein-Westfalen, 2. Aufl., § 10 F; Stober, Kommunalrecht in der Bundesrepublik Deutschland, 2. Aufl., S. 155; Gern, Deutsches Kommunalrecht, 3. Aufl., Rn. 534.
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References: § 76
 § 4
 § 18
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 § 8
 § 8
 § 10