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Timestamp: 2019-12-08 18:22:50+00:00

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Rechtsprechung: NJW-RR 1997, 630 - dejure.org
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VGH Baden-Württemberg, 27.11.1996 - 9 S 1152/96 (https://dejure.org/1996,3731)
VGH Baden-Württemberg, Entscheidung vom 27.11.1996 - 9 S 1152/96 (https://dejure.org/1996,3731)
VGH Baden-Württemberg, Entscheidung vom 27. November 1996 - 9 S 1152/96 (https://dejure.org/1996,3731)
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Art 3 Abs 1 GG, Art 12 Abs 1 GG, Art 20 Abs 3 GG, § 8 Abs 1 RAVersorgG BW, § 17 Abs 2 S 2 Nr 4 RAVersorgG BW, § 3 KAG BW, § 12 KAG BW, § 163 Abs 1 AO 1977, § 222 AO 1977, § 227 AO 1977
RAVG BW §§ 8, 17;RAVwS BW §§ 11, 15; GG Abs. 12
NJW-RR 1997, 630
VBlBW 1997, 65 (Ls.)
DVBl 1997, 958
AnwBl 1997, 676
Im Übrigen kann eine Verletzung des Gleichbehandlungsgebots des Art. 3 Abs. 1 GG nur vorliegen, wenn innerhalb des Kompetenzbereichs desselben Normgebers ohne sachlichen Grund verschiedenes Recht gelten soll (VGH Baden-Württemberg, Beschluss vom 27.11.1996 9 S 1152/96, NJW-RR 1997, 630).
Im Übrigen erscheint der generelle Ausschluss auch mit Blick auf den Gesichtspunkt der Verwaltungspraktikabilität zur Vermeidung eines unverhältnismäßigen Verwaltungsaufwands sachlich gerechtfertigt (vgl. hierzu in anderem Zusammenhang Senatsbeschluss vom 27.11.1996 - 9 S 1152/96 -, juris).
Dabei geht der Senat davon aus, dass dem Satzungsgeber des beklagten Versorgungswerks - auch - insoweit ein gerichtlich nur beschränkt überprüfbarer Gestaltungsspielraum zusteht, dessen Grenzen erst bei willkürlicher Diskriminierung oder Privilegierung überschritten sind, und daher gerichtlich nicht zu überprüfen ist, ob der Satzungsgeber die zweckmäßigste, vernünftigste und gerechteste Lösung gefunden hat (vgl. BVerfG, Beschl. v. 28.11.1997 - 1 BvR 324/93 -, NJW-RR 1999, 134;… BVerwG, Urt. v. 5.12.2000 - BVerwG 1 C 11.00 -, NJW 2001, 1590, 1591 f.;… Senatsbeschl. v. 13.1.2011 - 8 PA 241/10 -, juris Rn. 11;… Bayerischer VGH, Urt. v. 16.8.1999 - 9 B 96.2276 -, juris Rn. 35; VGH Baden-Württemberg, Beschl. v. 27.11.1996 - 9 S 1152/96 -, NJW-RR 1997, 630).
Ein Anspruch auf Gleichbehandlung nach Art. 3 Abs. 1 GG steht dem Einzelnen nur gegenüber dem nach der Kompetenzverteilung konkret zuständigen Träger öffentlicher Gewalt zu (…vgl. BVerfG, Beschl. v. 12.05.1987 - 2 BvR 1226/83 u.a. -, BVerfGE 76, 1, 73 = Juris Rn. 151; BVerwG, Beschl. v. 20.8.2008 - BVerwG 9 C 9.07 -, Buchholz 401.70 Kirchensteuer Nr. 29; Senatsurteil vom 23.01.2011 - 9 S 902/00 - Senatsbeschluss vom 27.11.1996 - 9 S 1152/96 -).
So können Beiträge niedriger festgesetzt oder gestundet oder Bemessungsgrundlagen unberücksichtigt bleiben, wenn die Erhebung grob unbillig wäre oder die Entrichtung eine besondere Härte darstellen würde (§ 15 Abs. 4 und 5 RAVwS; vgl. hierzu Senat, NK-Beschluß vom 27.11.1996, DVBl. 1997, 958).
Die genannten Normen entsprechen den Regelungen in § 17 Abs. 1 Satz 2 Nr. 4 und § 8 Abs. 1 des baden-württembergischen Rechtsanwaltsversorgungsgesetzes (dazu etwa VGH Bad.-Württ., Beschl. v. 27.11.1996 - 9 S 1152/96 -, juris Rn. 19), an dem sich der Landesgesetzgeber bei Erlass des Sächsischen Rechtsanwaltsversorgungsgesetzes im Jahr 1994 (SächsGVBl. S. 1107) orientiert hat.
Die getroffene Bestimmung beachtet sowohl die Grundsätze, die vom Gesetzgeber in § 12 Abs. 5 Satz 2 HKG für die Beitragsbemessung aufgestellt worden sind, als auch die Grenzen, die für den allgemeinen Gestaltungsspielraum des Satzungsgebers bestehen (vgl. BVerfG, Beschl. v. 28.11.1997 - 1 BvR 324/93 -, NJW-RR 1999, 134;… BVerwG, Urt. v. 5.12.2000 - BVerwG 1 C 11.00 -, NJW 2001, 1590, 1591 f.;… Senatsbeschl. v. 13.1.2011 - 8 PA 241/10 -, juris Rn. 11;… Bayerischer VGH, Urt. v. 16.8.1999 - 9 B 96.2276 -, juris Rn. 35; VGH Baden-Württemberg, Beschl. v. 27.11.1996 - 9 S 1152/96 -, NJW-RR 1997, 630).
Die Bemessung der Beiträge an den positiven Einkünften aus psychotherapeutischer Tätigkeit ist ein sachliches Kriterium der aus der Kammertätigkeit fließenden Vorteilsbemessung (BVerwG, Beschluss vom 25.07.1989 - 1 B 109/89 und Urteil vom 26.01.1993 - 1 C 33/98 - VGH Baden-Württemberg, Beschluss vom 27.11.1996 - 9 S 1152/96).
Die Bemessung der Beiträge an den positiven Einkünften aus ärztlicher Tätigkeit ist ein sachliches Kriterium der aus der Kammertätigkeit fließenden Vorteilsbemessung (BVerwG, NJW 90, 786 und DVBl. 93, 725; VGH Baden-Württemberg, DVBl. 97, 958).
Damit werden zugleich die insoweit entstehenden Verwaltungskosten niedrig gehalten (…so auch VGH Mannheim, Urt. v. 05.02.1991, 9 S 332/90 und Urt. v. 27.11.1996, 9 S 1152/96, DVBI. 1997, 958 f.).

References: § 8
 § 17
 § 3
 § 12
 § 163
 § 222
 § 227
 Art. 3
 Art. 3
 § 17
 § 8
 § 12