Source: https://entscheide.weblaw.ch/cache.php?link=BGE-139-II-233
Timestamp: 2019-11-16 22:58:12+00:00

Document:
BGE-139-II-233 - 2013-05-04 - BGE - Verwaltungsrecht und internationales öffentliches Recht - Art. 89 Abs. 1 BGG, Art. 1 Abs. 1, Art. 61 ff. BGBB; Legitimation zur Beschwerde nach Art. 83 Abs....
15. Auszug aus dem Urteil der II. öffentlich-rechtlichen Abteilung i.S. X. gegen Y. und Amt für Landwirtschaft, Agrarmassnahmen und Bodenrecht des Kantons Schwyz (Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten) 2C_978/2012 / 2C_979/2012 vom 4. Mai 2013
Art. 89 Abs. 1 BGG, Art. 1 Abs. 1 , Art. 61 ff . BGBB; Legitimation zur Beschwerde nach Art. 83 Abs. 3 BGBB; Anfechtung einer Erwerbsbewilligung; bäuerliches Bodenrecht - Zwangsvollstreckungsrecht. Prüfungsprogramm des Bundesgerichts bei kantonal letztinstanzlichen Nichteintretensentscheiden mangels Beschwerdelegitimation (E. 3). Ratio legis von Art. 83 Abs. 3 BGBB; die Aufzählung ist nicht abschliessend. Eine Legitimation über den Wortlaut hinaus wird aber nur dort bejaht, wo ein im Lichte der Zielsetzungen des BGBB schutzwürdiges Interesse am Erhalt des Eigentums am betreffenden Grundstück bejaht wird und dieses Interesse nicht auf anderem Weg durchgesetzt werden kann (E. 5.1 und 5.2). Der frühere Eigentümer des betreibungsrechtlich versteigerten Grundstücks kann die Erwerbsbewilligung des Ersteigerers nicht anfechten, indem er betreibungsrechtliche Argumente gegen die Zwangsverwertung vorbringt, da diese mit den betreibungsrechtlichen Rechtsbehelfen vorzubringen sind (E. 5.3 und 5.4). Die Beschwerdelegitimation wurde zu Recht verneint (E. 5.5).
Art. 89 al. 1 LTF, art. 1 al. 1, art. 61 ss LDFR; qualité pour recourir selon l'art. 83 al. 3 LDFR; contestation d'une autorisation d'acquisition; rapport entre droit foncier rural et exécution forcée. Méthode d'examen du Tribunal fédéral en cas de décision d'irrecevabilité rendue par la dernière instance cantonale pour défaut de qualité pour recourir (consid. 3). Ratio legis de l'art. 83 al. 3 LDFR; l'énumération n'est pas exhaustive. Un droit de recours allant au-delà du texte de la loi n'est confirmé que là où un intérêt digne de protection à l'octroi de la propriété du bien-fonds concerné est admis eu égard aux buts de la LDFR et à condition que celui-ci ne puisse être obtenu autrement (consid. 5.1 et 5.2). Le propriétaire antérieur du bien-fonds mis aux enchères par voie de saisie ne peut pas attaquer l'autorisation d'acquisition de l'adjudicataire en invoquant des arguments tirés du droit des poursuites pour contester la réalisation forcée; ceux-ci doivent être invoqués avec les moyens de droit relatifs au droit des poursuites (consid. 5.3 et 5.4). C'est à bon droit que la qualité pour recourir a été déniée (consid. 5.5).
Art. 89 cpv. 1 LTF, art. 1 cpv. 1, art. 61 segg. LDFR; diritto di ricorso secondo l'art. 83 cpv. 3 LDFR; contestazione di un'autorizzazione d'acquisto; rapporto tra diritto fondiario rurale e diritto esecutivo. Criteri applicati dal Tribunale federale nel caso di decisioni d'inammissibilità rese da un'ultima istanza cantonale a causa dell'assenza di un diritto di ricorso (consid. 3). Ratio legis dell'art. 83 cpv. 3 LDFR; l'enumerazione non è esaustiva. Un diritto di ricorso che va oltre il testo della legge viene ammesso solo quando, alla luce degli scopi perseguiti dalla LDFR, vi sia un interesse degno di protezione al mantenimento della proprietà dell'immobile in questione e questo interesse non possa essere perseguito in altro modo (consid. 5.1 e 5.2). Il precedente proprietario dell'immobile oggetto d'incanto forzato non può impugnare l'autorizzazione d'acquisto dell'aggiudicatario invocando contro l'esecuzione forzata degli argomenti attinenti al diritto esecutivo, poiché questi vanno fatti valere con i rimedi giuridici relativi al diritto esecutivo stesso (consid. 5.3 e 5.4). Il diritto di ricorso è stato negato a giusta ragione (consid. 5.5).
derjenige für den in der Landwirtschaftszone gelegenen Teil an Y. zum Preis von Fr. 175'000.-. Am 25. Februar 2010 gelangte X. an das Betreibungsamt G. und ersuchte um Aufhebung des Steigerungszuschlags, da Y. die erforderliche Bewilligung zum Erwerb des landwirtschaftlichen Grundstücks fehle. In der Folge erteilte das Amt für Landwirtschaft mit Verfügung vom 6. Dezember 2011 Y. die Bewilligung zum Erwerb des landwirtschaftlichen Teils des Grundstücks Nr. x (künftig Grundstück Nr. y). Gegen die vom Amt für Landwirtschaft erteilte Bewilligung vom 6. Dezember 2011 erhob X. am 27. Januar 2012 Beschwerde beim Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz und beantragte, diese Verfügung sei aufzuheben und es sei festzustellen, dass keine Erwerbsbewilligung erteilt werden könne. Mit Entscheid vom 25. September 2012 trat das Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz auf die Beschwerde von X. nicht ein. Mit Eingabe vom 28. Oktober 2012 erhob X. Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten mit dem Antrag, die Sache sei in Aufhebung des angefochtenen Entscheids an das Verwaltungsgericht zur Neubeurteilung zurückzuweisen; eventuell sei die Erwerbsbewilligung zu verweigern. Das Bundesgericht weist die Beschwerde ab.
3.1 Materiell geht es um die Erteilung einer Bewilligung nach Art. 61 ff . des Bundesgesetzes vom 4. Oktober 1991 über das bäuerliche Bodenrecht (BGBB; SR 211.412.11) für den Erwerb eines landwirtschaftlichen Grundstücks. Gegen den entsprechenden kantonal letztinstanzlichen Endentscheid ist die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten zulässig (Art. 82 lit. a , Art. 86 Abs. 1 lit. d und Art. 90 BGG; Art. 89 BGBB). Der Beschwerdeführer ist als Adressat des angefochtenen Nichteintretensentscheids zur Beschwerde legitimiert (Art. 89 Abs. 1 BGG).
nicht eingetreten ist. In einer Eventualbegründung hat das Verwaltungsgericht aber erwogen, selbst wenn auf das Rechtsmittel einzutreten wäre, wäre es in materieller Hinsicht abzuweisen. In einer solchen Konstellation beurteilt das Bundesgericht auch die materielle Rechtslage und sieht aus prozessökonomischen Gründen davon ab, den angefochtenen Entscheid aufzuheben, wenn zwar zu Unrecht auf die Beschwerde nicht eingetreten wurde, die Eventualbegründung in der Sache aber zutreffend ist. Deshalb muss sich die Beschwerdebegründung (Art. 42 Abs. 2 BGG) in solchen Fällen sowohl mit dem Nichteintreten als auch mit der materiellrechtlichen Seite auseinandersetzen (BGE 136 III 534 E. 2 S. 535; Urteil 2C_1018/ 2011 vom 9. Februar 2012 E. 2.2; LAURENT MERZ, in: Basler Kommentar, Bundesgerichtgesetz, 2. Aufl. 2011, N. 73 zu Art. 42 BGG), was vorliegend der Fall ist. Erweist sich hingegen der Nichteintretensentscheid als richtig, so bleibt es dabei und das Bundesgericht hat sich mit der materiellen Seite nicht auseinanderzusetzen (BGE 123 II 337 E. 9 S. 357; BGE 121 I 1 E. 5a/bb S. 11; BGE 118 Ib 26 E. 2b; BGE 105 Ia 91 nicht publ. E. 1c; BGE 103 Ia 14 E. 1c S. 16 f.; BGE 99 Ia 415). (...)
5.2 Art. 83 Abs. 3 BGBB regelt die Legitimation zur Beschwerde gegen Entscheide über Bewilligungen nach Art. 60 sowie 61 ff. BGBB wie folgt: "Gegen die Verweigerung der Bewilligung können die Vertragsparteien, gegen die Erteilung der Bewilligung die kantonale Aufsichtsbehörde, der Pächter sowie Kaufs-, Vorkaufs- oder Zuweisungsberechtigte bei der kantonalen Beschwerdeinstanz (Art. 88 ) Beschwerde führen."
5.4.3 Betreibungsrechtlich trifft zu, dass eine Verwertung einzustellen ist, sobald der Erlös den Gesamtbetrag der beteiligten Forderungen erreicht (Art. 119 Abs. 2 SchKG; AMONN/WALTHER, Grundriss des Schuldbetreibungs- und Konkursrechts, 8. Aufl. 2008, S. 247 f., 283 f.). Es wäre auch möglich gewesen, von der ursprünglichen Gesamtparzelle den nichtlandwirtschaftlichen Teil abzutrennen und nur diesen zur Verwertung zu bringen, wenn der Verwertungserlös ausreichend war, um die geltend gemachten Forderungen zu tilgen (BEAT STALDER, in: Das bäuerliche Bodenrecht, Kommentar [...], 2. Aufl. 2011, N. 5 zu Art. 67 BGBB; vgl. BGE 124 III 167 E. 2). Diese Regeln gelten aber unabhängig vom bäuerlichen Bodenrecht in gleicher Weise, wenn es sich um Grundstücke handelt, die nicht dem BGBB unterstehen. Sie sind mit den betreibungsrechtlichen Rechtsbehelfen durchzusetzen (Beschwerde nach Art. 17 SchKG gegen die Anordnung der Versteigerung oder die Festlegung der Steigerungsbedingungen [Art. 134 , 138 und 156 SchKG; BGE 128 III 339 E. 5; BGE 123 III 406 E. 3] oder gegen den Zuschlag [Art. 132a i.V.m. Art. 143a und 156 SchKG]; allenfalls Einstellung der Betreibung nach Art. 85 oder 85a SchKG, wenn inzwischen die Forderungen getilgt sind). Es kann nicht angehen, einzig deshalb, weil es sich zufälligerweise um ein landwirtschaftliches Grundstück handelt, die betreibungsrechtlichen Fristenregelungen (Art. 17 Abs. 2 , Art. 132a Abs. 2 und 3 SchKG, vgl. auch die in Art. 133 ff . SchKG enthaltenen Spezialnormen betreffend die Verwertung von Grundstücken) zu umgehen und dem bisherigen Eigentümer zu ermöglichen, über die Anfechtung der Erwerbsbewilligung das zu erreichen, was er betreibungsrechtlich allenfalls versäumt hat. Damit würde das bäuerliche Bodenrecht instrumentalisiert zu dem letztlich rein
Entscheid : 139 II 233
Datum : 04. Mai 2013
Publiziert : 11. September 2013
Status : 139 II 233
Regeste : Art. 89 Abs. 1 BGG, Art. 1 Abs. 1, Art. 61 ff. BGBB; Legitimation zur Beschwerde nach Art. 83 Abs....
BGBB Art. 1 SR 211.412.11 Bundesgesetz über das bäuerliche Bodenrecht
BGBB Art. 60 Bewilligung von Ausnahmen SR 211.412.11 Bundesgesetz über das bäuerliche Bodenrecht
1 Die kantonale Bewilligungsbehörde bewilligt Ausnahmen vom Realteilungs- und Zerstückelungsverbot, wenn: 1
a das landwirtschaftliche Gewerbe oder Grundstück in einen Teil innerhalb und in einen Teil ausserhalb des Geltungsbereiches dieses Gesetzes aufgeteilt wird;
c Grundstücke oder Grundstücksteile eines landwirtschaftlichen Gewerbes mit oder ohne Aufpreis gegen Land, Gebäude oder Anlagen getauscht werden, die für den Betrieb des Gewerbes günstiger liegen oder geeigneter sind;
d der abzutrennende Teil der einmaligen Arrondierung eines nichtlandwirtschaftlichen Grundstücks ausserhalb der Bauzone dient. Das nichtlandwirtschaftliche Grundstück darf dadurch höchstens um 1000 m 2vergrössert werden;
e ein landwirtschaftliches Gebäude mit notwendigem Umschwung, das zur Bewirtschaftung eines landwirtschaftlichen Gewerbes oder Grundstücks nicht mehr benötigt wird, zwecks zonenkonformer Verwendung an den Eigentümer eines benachbarten landwirtschaftlichen Gewerbes oder Grundstücks übertragen werden soll und dadurch die Erstellung einer Baute vermieden werden kann, die nach Artikel 16 ades Raumplanungsgesetzes vom 22. Juni 1979 5 bewilligt werden müsste;
f auf dem abzutrennenden Teil ein Baurecht zu Gunsten des Pächters des landwirtschaftlichen Gewerbes errichtet werden soll;
g die finanzielle Existenz der bäuerlichen Familie stark gefährdet ist und durch die Veräusserung von Grundstücken oder Grundstücksteilen eine drohende Zwangsverwertung abgewendet werden kann; oder
h eine öffentliche oder im öffentlichen Interesse liegende Aufgabe erfüllt werden soll;
i die Abtrennung erfolgt, um ein dem gemeinschaftlichen Betrieb dienendes Ökonomiegebäude oder eine entsprechende Anlage zu errichten.
2 Die Behörde bewilligt ferner eine Ausnahme vom Realteilungsverbot, wenn:
a die Realteilung überwiegend dazu dient, andere landwirtschaftliche Gewerbe strukturell zu verbessern;
b keine vorkaufs- oder zuweisungsberechtigte Person innerhalb der Verwandtschaft das Gewerbe zur Selbstbewirtschaftung übernehmen will, oder keine andere Person, die in der Erbteilung die Zuweisung verlangen könnte (Art. 11 Abs. 2), das Gewerbe zur Verpachtung als Ganzes übernehmen will; und
c der Ehegatte, der das Gewerbe zusammen mit dem Eigentümer bewirtschaftet hat, der Realteilung zustimmt. 10
BGBB Art. 61 Grundsatz SR 211.412.11 Bundesgesetz über das bäuerliche Bodenrecht
BGBB Art. 64 Ausnahmen vom Prinzip der Selbstbewirtschaftung SR 211.412.11 Bundesgesetz über das bäuerliche Bodenrecht
BGBB Art. 67 Zwangsversteigerung SR 211.412.11 Bundesgesetz über das bäuerliche Bodenrecht
1 Bei einer Zwangsversteigerung muss der Ersteigerer die Bewilligung vorlegen oder die Kosten für eine neue Versteigerung hinterlegen und innert zehn Tagen nach erfolgtem Zuschlag ein Bewilligungsgesuch einreichen.
2 Reicht der Ersteigerer kein Gesuch ein oder wird die Bewilligung verweigert, so hebt die Steigerungsbehörde den Zuschlag auf und ordnet eine neue Versteigerung an.
3 Der erste Ersteigerer haftet für die Kosten einer erneuten Versteigerung.
BGBB Art. 83 Bewilligungsverfahren SR 211.412.11 Bundesgesetz über das bäuerliche Bodenrecht
BGBB Art. 88 SR 211.412.11 Bundesgesetz über das bäuerliche Bodenrecht
1 Gegen eine Verfügung aufgrund dieses Gesetzes (Art. 80 Abs. 1 und Art. 87) kann innert 30 Tagen bei der kantonalen Beschwerdebehörde (Art. 90 Bst. f) Beschwerde erhoben werden.
2 Letztinstanzliche kantonale Entscheide sind dem Eidgenössischen Justiz- und Polizeidepartement mitzuteilen.
3 Im Übrigen richtet sich der Rechtsschutz nach den allgemeinen Bestimmungen über die Bundesrechtspflege. 2
BGBB Art. 89 Beschwerde an das Bundesgericht - Letztinstanzliche kantonale Beschwerdeentscheide unterliegen der Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten nach den Artikeln 82-89 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 2 . SR 211.412.11 Bundesgesetz über das bäuerliche Bodenrecht
Lex Friedrich: 19
BewG Art. 19 Zwangsversteigerung SR 211.412.41 Bundesgesetz über den Erwerb von Grundstücken durch Personen im Ausland
1 Ersteigert jemand ein Grundstück in einer Zwangsversteigerung, so hat er der Steigerungsbehörde nach dem Zuschlag schriftlich zu erklären, ob er eine Person im Ausland ist, namentlich ob er auf Rechnung einer Person im Ausland handelt; er ist darauf und auf die Bewilligungspflicht von Personen im Ausland für den Erwerb von Grundstücken in den Steigerungsbedingungen aufmerksam zu machen.
2 Besteht Gewissheit über die Bewilligungspflicht und liegt noch keine rechtskräftige Bewilligung vor, oder lässt sich die Bewilligungspflicht ohne nähere Prüfung nicht ausschliessen, so räumt die Steigerungsbehörde dem Erwerber unter Mitteilung an den Grundbuchverwalter eine Frist von zehn Tagen ein, um:
a die Bewilligung oder die Feststellung einzuholen, dass der Erwerber keiner Bewilligung bedarf;
b den Kaufpreis sicherzustellen, wobei für die Dauer der Sicherstellung ein jährlicher Zins von 5 Prozent zu entrichten ist;
c die Kosten einer erneuten Versteigerung sicherzustellen.
3 Handelt der Erwerber nicht fristgerecht oder wird die Bewilligung rechtskräftig verweigert, so hebt die Steigerungsbehörde unter Mitteilung an den Grundbuchverwalter den Zuschlag auf und ordnet eine neue Versteigerung an.
4 Die Aufhebungsverfügung der Steigerungsbehörde unterliegt der Beschwerde an die nach diesem Gesetz zuständige kantonale Beschwerdeinstanz; diese Beschwerde tritt an die Stelle der Beschwerde an die Aufsichtsbehörde für Schuldbetreibung und Konkurs.
5 Wird bei der erneuten Versteigerung ein geringerer Erlös erzielt, so haftet der erste Ersteigerer für den Ausfall und allen weiteren Schaden.
SchKG Art. 85 E. Richterliche Aufhebung oder Einstellung der Betreibung / 1. Im summarischen Verfahren - E. Richterliche Aufhebung oder Einstellung der Betreibung 1. Im summarischen Verfahren SR 281.1 Bundesgesetz über Schuldbetreibung und Konkurs
SchKG Art. 119 A. Verwertungsbegehren / 4. Wirkungen - 4. Wirkungen SR 281.1 Bundesgesetz über Schuldbetreibung und Konkurs
1 Die gepfändeten Vermögensstücke werden nach den Artikeln 122-143 averwertet.
2 Die Verwertung wird eingestellt, sobald der Erlös den Gesamtbetrag der Forderungen erreicht, für welche die Pfändung provisorisch oder endgültig ist. Artikel 144 Absatz 5 ist vorbehalten.
SchKG Art. 132a B. Verwertung von beweglichen Sachen und Forderungen / 6. Anfechtung der Verwertung - 6. Anfechtung der Verwertung SR 281.1 Bundesgesetz über Schuldbetreibung und Konkurs
1 Die Verwertung kann nur durch Beschwerde gegen den Zuschlag oder den Abschluss des Freihandverkaufs angefochten werden.
2 Die Beschwerdefrist von Artikel 17 Absatz 2 beginnt, wenn der Beschwerdeführer von der angefochtenen Verwertungshandlung Kenntnis erhalten hat und der Anfechtungsgrund für ihn erkennbar geworden ist.
3 Das Beschwerderecht erlischt ein Jahr nach der Verwertung.
SchKG Art. 133 C. Verwertung der Grundstücke / 1. Frist - C. Verwertung der Grundstücke 1. Frist SR 281.1 Bundesgesetz über Schuldbetreibung und Konkurs
1 Grundstücke werden vom Betreibungsamt frühestens einen Monat und spätestens drei Monate nach Eingang des Verwertungsbegehrens öffentlich versteigert.
2 Auf Begehren des Schuldners und mit ausdrücklicher Zustimmung sämtlicher Pfändungs- und Grundpfandgläubiger kann die Verwertung stattfinden, auch wenn noch kein Gläubiger berechtigt ist, sie zu verlangen.
SchKG Art. 134 C. Verwertung der Grundstücke / 2. Steigerungsbedingungen / a. Auflegung - 2. Steigerungsbedingungen a. Auflegung SR 281.1 Bundesgesetz über Schuldbetreibung und Konkurs
1 Die Steigerungsbedingungen sind vom Betreibungsamte in ortsüblicher Weise aufzustellen und so einzurichten, dass sich ein möglichst günstiges Ergebnis erwarten lässt.
2 Dieselben werden mindestens zehn Tage vor der Steigerung im Lokal des Betreibungsamtes zu jedermanns Einsicht aufgelegt.
SchKG Art. 138 C. Verwertung der Grundstücke / 3. Versteigerung / a. Bekanntmachung, Anmeldung der Rechte - 3. Versteigerung a. Bekanntmachung, Anmeldung der Rechte SR 281.1 Bundesgesetz über Schuldbetreibung und Konkurs
1 Die Steigerung wird mindestens einen Monat vorher öffentlich bekanntgemacht.
1 Ort, Tag und Stunde der Steigerung;
2 die Angabe des Tages, von welchem an die Steigerungsbedingungen aufliegen;
3 die Aufforderung an die Pfandgläubiger und alle übrigen Beteiligten, dem Betreibungsamt innert 20 Tagen ihre Ansprüche am Grundstück, insbesondere für Zinsen und Kosten, einzugeben. In dieser Aufforderung ist anzukündigen, dass sie bei Nichteinhalten dieser Frist am Ergebnis der Verwertung nur teilhaben, soweit ihre Rechte im Grundbuch eingetragen sind.
3 Eine entsprechende Aufforderung wird auch an die Besitzer von Dienstbarkeiten gerichtet, soweit noch kantonales Recht zur Anwendung kommt. 2
SchKG Art. 143a C. Verwertung der Grundstücke / 6. Ergänzende Bestimmungen - 6. Ergänzende Bestimmungen Für die Verwertung von Grundstücken gelten im Übrigen die Artikel 123 und 132 a. SR 281.1 Bundesgesetz über Schuldbetreibung und Konkurs
SchKG Art. 156 E. Verwertungsverfahren / 2. Durchführung - 2. Durchführung SR 281.1 Bundesgesetz über Schuldbetreibung und Konkurs
1 Für die Verwertung gelten die Artikel 122-143 b.Die Steigerungsbedingungen (Art. 135) bestimmen jedoch, dass der Anteil am Zuschlagspreis, der dem betreibenden Pfandgläubiger zukommt, in Geld zu bezahlen ist, wenn die Beteiligten nichts anderes vereinbaren. Sie bestimmen ferner, dass die Belastung des Grundstücks, die zugunsten des Betreibenden bestand, im Grundbuch gelöscht wird.
2 Vom Grundeigentümer zu Faustpfand begebene Eigentümer- oder Inhabertitel werden im Falle separater Verwertung auf den Betrag des Erlöses herabgesetzt.
103-IA-14 • 105-IA-91 • 118-IB-26 • 120-V-378 • 121-I-1 • 123-II-337 • 123-III-406 • 124-III-167 • 126-III-274 • 128-III-339 • 129-III-583 • 131-III-546 • 132-III-658 • 133-III-562 • 136-III-534 • 139-II-233 • 99-IA-415
2C_121/2012 • 2C_127/2009 • 2C_465/2012 • 2C_777/2008 • 2C_978/2012 • 2C_979/2012 • 5A.13/2003 • 5A.19/1998 • 5A.21/2005 • 5A.21/2006 • 5A.3/2006 • 5A.35/2006 • 5A_228/2008 • 5A_35/2008 • 5A_393/2011
legitimation • bäuerliches bodenrecht • versteigerung • bundesgericht • frage • ersteigerer • eigentum • betreibungsamt • landwirtschaftliches grundstück • beschwerdelegitimation • vorkaufsrecht • nichteintretensentscheid • beschwerde in öffentlich-rechtlichen angelegenheiten • vertragspartei • weiler • wohnzone • vorinstanz • biene • landwirtschaftszone • beschwerdegegner
85/2004 S.263 • 89/2008 S.230

References: BGE 
 Art. 89
 Art. 1
 Art. 61
 Art. 83

Art. 89
 Art. 1
 Art. 61
 Art. 83
 Art. 83

Art. 89
 art. 1
 art. 61

Art. 89
 art. 1
 art. 61
 Art. 61
 Art. 86
 Art. 90
 Art. 89
 Art. 42
 BGE 
 BGE 
 BGE 
 BGE 
 BGE 
 Art. 83
 Art. 60
 Art. 67
 BGE 
 Art. 17
 BGE 
 BGE 
 Art. 143
 Art. 85
 Art. 132
 Art. 133
 Art. 89
 Art. 1
 Art. 61
 Art. 83
 Art. 1
 Art. 60
 Art. 61
 Art. 64
 Art. 67
 Art. 83
 Art. 88
 Art. 87
 Art. 89
 Art. 19
 Art. 85
 Art. 119
 Art. 132
 Art. 133
 Art. 134
 Art. 138
 Art. 143
 Art. 156