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Timestamp: 2018-03-18 04:16:41+00:00

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Krämer & Partner Planungsgesellschaft mbH - Zwickau - Leipzig - Budapest - 1. Halbjahr 2015
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News 1. Halbjahr 2015
1.1. Neubau einer Einfeld-Sporthalle in Zwickau-Oberhohndorf
1.2. „Stadtstrolche“ Zwickau bekommen neues Domizil
1.3. „Ein Hybrid-OP wird geliefert“
2.1. Stufenweise Beauftragung: Abrufzeitpunkt bestimmt anzuwendende Honorarordnung!
Neubau einer Einfeld-Sporthalle in Zwickau-Oberhohndorf
Nach kurzer Bauzeit von knapp einem Jahr wurde im Februar 2015 die Sporthalle im Zwickauer Stadtteil Oberhohndorf zur Nutzung an die Schüler der August-Bebel-Grundschule und Sportvereine übergeben. Die Sporthalle ersetzt die bestehende baufällige Turnhalle aus der Vorkriegszeit, die bis dato für Leibesübungen der Grundschüler genutzt werden musste. Krämer & Partner entwarf, plante und überwachte den Einbau der wärme-, sanitär-, luft- und elektrotechnischen Anlagen im Umfang von ca. 200.000 Euro. Dank durchdachter, zweckoptimierter Konzepte und verantwortungsvollen Umgangs mit verfügbaren Finanzmitteln gelang es, die Kosten der technischen Ausrüstung niedrig und im geplanten sparsamen Budget der Gesamtbaumaßnahme in Höhe von ca. 1,5 Mio. Euro zu halten.
Mit der Inbetriebnahme der Sporthalle, einschließlich des angebauten Sozialbereiches, wurden die Bedingungen schulischen und außerschulischen Sports in Oberhohndorf wesentlich verbessert und ein weiterer Stein in das Mosaik von Zwickau als Bildungs- und Sportstadt eingefügt.
„Stadtstrolche“ Zwickau bekommen neues Domizil
Am 22.05.2015 erfolgte in der Zwickauer Amalienstraße der 1. Spatenstich für den Neubau des neuen Hortgebäudes auf dem Gelände der Nicolaigrundschule.
Wir konnten im Sommer 2014 gemeinsam mit dem Büro AWB Architekten aus Dresden den von der Stadt Zwickau ausgelobten VOF-Wettbewerb erfolgreich für uns entscheiden. Auf 2 Etagen werden 10 Gruppenräume, eine Cafeteria mit Ausgabeküche, ein Sportraum, Räume für Hausaufgaben und Experimente, Personal- und Büroräume sowie die erforderlichen Sanitär- und Abstellräume untergebracht. Bis zum Schuljahresstart 2016/2017 sollen die Arbeiten abgeschlossen sein. Dann werden sich hier bis zu 200 Kinder tummeln. Die Gesamtkosten betragen ca. 3,4 Mio. Euro.
„Ein Hybrid-OP wird geliefert“
In der Paracelsus-Klinik Zwickau ist am 11.06.2015 ein neuer OP-Saal „eingeschwebt“. Wie im Zeitraffer ist hier innerhalb nur weniger Stunden ein 3-stöckiges Gebäude entstanden. 6 Bauteile wurden wie im Baukastensystem zusammengesetzt. Das größte von ihnen wiegt stattliche 35 Tonnen. Anschlüsse, Kabel, Leitungen sind bereits vorinstalliert, sogar Fußbodenbelag und Tapete sind schon drin. Bis Ende Juli wird der Innenausbau vervollständigt und die Anschlüsse zum Altbau hergestellt. Mit Fertigstellung steht der Klinik dann ein moderner Hybrid-OP-Saal mit bildgebender Diagnostik für minimal-invasive Eingriffe zur Verfügung. Krämer & Partner hat die kompletten Bauplanungsleistungen sowie die Bauüberwachung für den Umbau des vorhandenen Gebäudeteils, an den der OP-Container angedockt wurde, übernommen.
Für die Frage, welche HOAI-Fassung bei stufen- oder phasenweiser Beauftragung von Architektenleistungen auf die nach dem Abruf noch zu erbringenden Leistungen Anwendung findet, ist nicht der Zeitpunkt des Ausgangsvertrags maßgebend, sondern wann der Vertrag über die weiteren Leistungen letztendlich geschlossen wird.
BGH, Urteil vom 18.12.2014 - VII ZR 350/13
HOAI 2009 § 55
Der klagende Architekt wird von der beklagten Körperschaft des öffentlichen Rechts mit Vertrag vom 26.05.2009 mit den Leistungsphasen 1 bis 4 ("Phase I") und optional mit den Leistungsphasen 5 bis 8 ("Phase II") des Leistungsbilds Objektplanung Gebäude nach § 15 HOAI 1996 zur Planung und Überwachung der Errichtung eines Gebäudes beauftragt. Der Abruf der "Phase II" erfolgt nach Inkrafttreten der HOAI 2009 am 18.08.2009. Der Architekt begehrt unter anderem die gerichtliche Feststellung, dass für die nachträglich abgerufenen Architektenleistungen die Regelungen der HOAI 2009 zur Anwendung gelangen.
In allen drei Instanzen mit Erfolg! Der Vertrag sei so auszulegen, dass hinsichtlich der "Phase II" ein befristet bindendes Angebot des Architekten vorliege, dessen Annahme zu einem späteren Zeitpunkt sich die Körperschaft nach ihrer freien Entscheidung vorbehalten habe. Der Wortlaut der Übergangsregelung in § 55 HOAI 2009 stelle darauf ab, wann die Leistungen vertraglich vereinbart würden. Entscheidend sei danach allein der Zeitpunkt der Beauftragung der Leistungen und nicht der Zeitpunkt einer vorab getroffenen Honorarvereinbarung für später zu beauftragende Leistungen. Auch wenn die Parteien für den Fall der späteren Beauftragung schon konkrete Festlegungen zu den beabsichtigten Leistungen und zum hierfür geschuldeten Honorar getroffen hätten, komme es nicht auf den Zeitpunkt des Ausgangsvertrags an, sondern darauf, wann der Vertrag über die weiteren Leistungen letztlich geschlossen werde. Das für die Gegenauffassung oftmals zitierte Urteil des Senats vom 27.11.2008 (IBR 2009, 144) stehe dieser Auslegung nicht entgegen, da es sich nur über das Tatbestandsmerkmal "bei Auftragserteilung" aus § 4 Abs. 1 HOAI 1996 (HOAI 2009/2013 § 7 Abs.1) für eine wirksame Honorarvereinbarung bei einem Stufenvertrag verhalte. Eine über den Wortlaut hinausgehende Auslegung des § 55 HOAI 2009 sei nicht angezeigt.
Nunmehr steht höchstrichterlich (auch für die fast wortgleiche Übergangsregelung in § 57 HOAI 2013) fest, dass die auch in den für Bundesbehörden intern bindenden Einführungserlassen des BMVBS zur HOAI 2009 und 2013 vertretene Rechtsauffassung zu Stufenverträgen in Übergangsfällen unzutreffend ist. Eine Honorarverbesserung ist jedoch insbesondere beim Übergang zwischen HOAI 2009 und 2013 kein Automatismus: Sowohl die vereinbarten Grundleistungen als auch (dies wird auch beim BGH leider nicht ausreichend deutlich) die hierfür im Ausgangsvertrag angelegte und durch den Abruf zunächst ebenfalls verbindlich gewordene Honorarvereinbarung beziehen sich im Regelfall auf die ältere HOAI. Dass diese Honorarvereinbarung der Mindestsatzkontrolle anhand der neuen HOAI nicht standhält, muss vom Architekten (bei der HOAI 2013 insbesondere unter Berücksichtigung der inhaltlich geänderten Leistungsbilder) erst dargelegt werden.
Aufgrund der aktuellen guten Auftragssituation und zur Absicherung unserer Nachfolgeregelungen für langjährige Mitarbeiter steht derzeit die Gewinnung von fachlich gut ausgebildeten und motivierten Fachingenieuren und Architekten im Mittelpunkt unserer Arbeit.
In Zusammenarbeit mit verschiedenen Hochschulen unterstützen wir Studenten bei der Durchführung von Praktika sowie der Erstellung von Diplomarbeiten.
Besonders in den Fachbereichen Architektur, technische Gebäudeausrüstung und Elektrotechnik sind wir bestrebt, jungen Ingenieurnachwuchs in unser Unternehmen zu integrieren.

References: § 55
 § 15
 § 55
 § 4
 § 7
 § 55
 § 57
 BGH