Source: https://www.berufshaftpflichtvergleich.com/Berufshaftplicht-Rechtsanwaelte/
Timestamp: 2020-08-07 17:43:41+00:00

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Mittwoch, 10.06.2020 Berufshaftpflicht für Rechtsanwälte
Gemäß § 51 BRAO sind Sie als Rechtsanwalt seit 1994 zum Abschluß einer Berufshaftpflichtversicherung verpflichtet.
Die Berufshaftpflichtversicherung deckt Vermögensschäden, die der Rechtsanwalt in seiner beruflichen Tätigkeit schuldhaft verursacht und dient darüber hinaus der Abwehr unberechtigter Ansprüche gegen den Rechtsanwalt.
Beim Versicherungsumfang der Berufshaftpflicht für Rechtsanwälte sollten alle etwaigen beruflichen Risiken, Art und Umfang Ihrer Mandate bzw. Mandanten berücksichtigt werden.
Bei der Auswahl einer für Sie passenden Berufshaftpflicht Versicherung für Sie als Rechtsanwalt oder einer Rechtsanwaltgesellschaft haben wir das Ziel der Minimierung Ihres Risikos. Berufshaftpflichtvergleich als unabhängiger Fachmakler vertritt - im Gegensatz zum Versicherungsvertreter der Versicherung, nur die Interessen des Kunden. Berufshaftpficht Versicherung
Selbstständige Rechtsanwälte und Rechtsanwältegesellschaften sind gemäß § 51 BRAO (Rechtsanwaltsordnung) dazu verpflichtet, sich gegen Vermögensschäden abzusichern, die sich aus ihren beruflichen Tätigkeiten ergeben können. Deshalb müssen Sie als Rechtsanwalt eine Berufshaftpflicht bzw. Vermögensschadenhaftpflicht Versicherung abschließen, die solche Haftpflichtgefahren abdeckt. Kraft Gesetz muss eine Deckungssumme bei der Berufshaftpflichtversicherung von mindestens 250.000 EUR bzw. bei der PartGmbB von 2,5 Million EUR festgelegt werden. Arbeitet ein Rechtsanwalt mit vorformulierten Haftungsbegrenzungen, so ist jeweils der vierfache Betrag, also mindestens 1 Million bzw. bei der PartGmbB von 10 Million Euro zu versichern.
Die Haftungsrisiken des Rechtsanwalts
Eine Berufshaftpflicht Versicherung für Rechtsanwälte sichert in der Regel finanzielle Schäden, die sie Dritten zufügen (echte Vermögensschäden) ab. Für diese Berufshaftpflichtversicherung wird auch der Begriff der Vermögensschadenhaftpflicht Versicherung verwendet. Die Berufshaftpflichtversicherung für Rechtsanwälte deckt das Berufsrisiko beispielsweise bei einer falschen Empfehlung oder durch einen kleinen Zahlendreher eines Mandanten.
Doch kann es ebenfalls vorkommen, dass Sie dafür verantwortlich gemacht werden, dass sich ein Mandant verletzt – beispielsweise, wenn dieser über ein Hindernis in Ihrer Kanzlei stolpert. Darüber hinaus ist es beispielsweise nicht ausgeschlossen, dass Sie versehentlich wertvolle Einrichtungsgegenstände beschädigen, wenn Sie sich in den Räumlichkeiten Ihrer Klienten aufhalten. Wer zusätzlich solche Personen- und Sachschäden versichern möchte, sollte darauf achten, dass die Berufshaftpflicht für Rechtsanwälte auch diese Schadensarten enthält.
Die Berufshaftpflicht deckt das branchenspezifische Haftungsrisiko ab.
Die Berufshaftpflicht deckt das branchenspezifische Haftungsrisiko ab. Wir stellen für Sie die Basis bereit, damit wir die für Sie individuell bestmöglichen Ergebnisse in der Vertragsausgestaltung Ihrer Berufshaftpflichtversicherung für Rechtsanwälte erreichen.
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Seit 1996 sind wir spezialisiert auf die Berufshaftpflicht für Rechtsanwälte, Wirtschaftsprüfer und Steuerberater. Nach Ihren individuellen Wünschen und Vorgaben finden wir für Sie passende & maßgeschneiderte Tarife für Ihre Kanzlei bei der Versicherung.
Kosten der Berufshaftpflichtversicherung für Rechtsanwälte
Berufshaftpflicht für Rechtsanwalt bereits ab 6,67 Euro netto/Monat*
Welche Kosten bei der Berufshaftpflicht bzw. Vermögensschadenhaftpflicht Versicherung für Rechtsanwälte auf Sie zukommen, richtet sich unter anderen nach dem Jahresumsatz Ihrer Rechtsanwaltskanzlei. Einige Gesellschaften legen die Netto-Honorarumsätze andere die Brutto-Honorarumsätze zugrunde. Während bei einigen die Umsatzrabatte bereits bei 30.000 EUR enden, bieten andere Gesellschaften Umsatznachlässe bis zu 50.000 EUR und ein Anbieter sogar bis 100.000 EUR Umsatznachlässe an. Diese können mit bis zu 85% Nachlass auf die jeweilige Grundprämie erheblichen Einfluss auf ihre Prämien haben.
So kann es passieren, dass Ihre Berufshaftpflicht Versicherung noch günstig ist. Erzeugt Ihre Rechtsanwaltskanzlei aber nur einen EUR mehr an Umsatz, können die Kosten der Berufshaftpflicht-Versicherung für Sie als Rechtsanwalt erheblich steigen, während anderere Anbieter nun wesentlich günstiger wäre.
Beispiel 1 Umsatz
Beispiel 2 Umsatz
Beispiel 3 Sozietätsrabatt:
Beispiel 4 PartGmbB:
Beispiel 1 Umsatz: (1 Rechtsanwalt)
Ein Rechtsanwalt mit einer Deckungssumme (DS) von 250.000 EUR und Honorareinnahmen bis 15.000 EUR netto ohne Berücksichtigung weiterer Nachlassmöglichkeiten hat mit Kosten bei der Berufshaftpflicht Versicherung zwischen 100,00 EUR bis 816,00 EUR netto im Jahr bei der Versicherung zu rechnen.
Beispiel 2 Umsatz: (1 Rechtsanwalt)
Ein Rechtsanwalt mit einer Deckungssumme (DS) von 250.000 EUR und Honorareinnahmen bis 50.000 EUR netto ohne Berücksichtigung weiterer Nachlassmöglichkeiten hat mit Kosten bei der Berufshaftpflicht Versicherung zwischen 285,52 EUR bis 816,00 EUR netto im Jahr bei der Versicherung zu rechnen.
Beispiel 3 Sozietätsrabatt: (3 Rechtsanwälte)
Drei Rechtsanwälte in Sozietät mit einer Deckungssumme (DS) von 1.000.000 EUR und Honorareinnahmen von 1.000.000 EUR netto ohne Berücksichtigung weiterer Nachlassmöglichkeiten haben mit Kosten bei der Berufshaftpflicht Versicherung zwischen 2.580,00 EUR bis 4.770,00 EUR netto im Jahr bei der Versicherung zu rechnen.
Beispiel 4 PartGmbB: (5 Rechtsanwälte in PartGmbB)
Fünf Rechtsanwälte in einer Partnerschaftsgesellschaft mit beschränkter Berufshaftung (PartGmbB) mit einer Deckungssumme (DS) von 2.500.000 EUR und Honorareinnahmen von 2.000.000 EUR netto ohne Berücksichtigung weiterer Nachlassmöglichkeiten haben mit Kosten bei der Berufshaftpflicht Versicherung zwischen 7.480,00 EUR bis 12.712,50 EUR netto im Jahr bei der Versicherung zu rechnen.
Bei der Berufshaftpflicht Versicherung für Rechtsanwälte gibt es unterschiedliche Rabatte, d.h. einige Versicherungen rechnen mit 100% der Grundprämie je Berufsträger, andere rabattieren bis zu 80%.
Pflichtdeckung bei der Berufshaftpflicht für Rechtsanwälte
Für Rechtsanwälte muss die Pflichtdeckung gemäß § 51 BRAO mindestens mit 250.000 EUR je Versicherungsfall und eine Jahreshöchstleistung von 1.000.000 EUR abgesichert werden. Bei Berufsgesellschaften von Rechtsanwälten wie der Partnerschaftsgesellschaft mit beschränkter Berufshaftung oder der Rechtsanwalts GmbH beträgt gemäß § 51a / 59j BRAO die Pflichtdeckung mindestens 2.500.000 EUR je Versicherungsfall multipliziert mit der Anzahl der Partner und mindestens einer Jahreshöchstleistung von 10.000.000 EUR.
Berufshaftpflicht Rechtsanwalt - Syndikus:
Der Syndikus wird ausschließlich für seine Nebentätigkeit versichert. Ansprüche aus dem Angestelltenverhältnis sind vom Versicherungsschutz ausgeschlossen.
Berufshaftpflicht Rechtsanwalt - Syndikus für den Arbeitgeber:
Der Syndikus wird für den Arbeitgeber und die Tätigkeit im Unternehmen versichert. Dieser Fall ist der Versicherung zu melden und wird nicht mit dem Syndikus Nachlass rabattiert.
Berufshaftpflicht Rechtsanwalt - Freie Mitarbeiter:
Frei Mitarbeiter sind wie Mitarbeiter zwingend über den Mandatsträger zu versichern, weshalb wir die namentliche Nennung beim Versicherer empfehlen. Eine unterbliebene Anzeige führt i.d.R. zur Anwendung des §13 AVB, der eine teils erhebliche Verringerung der Versicherungsleistung aufgrund einer Durchschnittbildung zur Folge haben kann.
Berufshaftpflichtvergleich für Rechtsanwälte
Die Leistungen von Berufshaftpflichtvergleich im Überblick
✓ Transparenter und unabhängiger Online Vergleich führender Versicherer bei der Auswahl der Berufshaftpflicht
✓ Maßgeschneiderter Versicherungsschutz für Ihre Tätigkeit als Rechtsanwalt auf Grundlage Ihrer individuellen Bedarfsanalyse
✓ Langjährige Kompetenz seit 1996 bei der Berufshaftpflicht für Rechtsanwälte
Vor und während einer Mandatierung in der Berufshaftpflicht für Rechtsanwälte
• Umfassende Bewertung der Berufshaftpflicht-Risikosituation der Kanzlei für eigene Fragetools speziell für Rechtsanwälte
• Systematische Analyse geeigneter Marktteilnehmer und Produkte bei der Auswahl der Berufshaftpflicht
• Aufzeigen des konkreten Absicherungsbedarfs mit Lösungsvorschlägen
Nach einer Mandatierung in der Berufshaftpflicht für Rechtsanwälte
• Überprüfung der analysierten und beantragten Verträge, evtl. Reklamation und Berichtigung der Policen
• Regelmäßige Informationen zu geänderten Angebots- und Rahmenbedingungen
• Unterstützung im Versicherungsfall und bei der Schadenregulierung
Umfangreiche Beratung bei der Berufshaftpflicht für Rechtsanwälte
Versicherungspartner bei der Berufshaftpflicht für Rechtsanwälte
Bei der Auswahl einer für Sie passenden Berufshaftpflicht Versicherung für Sie als Rechtsanwalt oder einer Rechtsanwaltgesellschaft haben wir das Ziel der Minimierung Ihres Risikos. Eine Wechselempfehlung aus finanziellen Beweggründen ist für uns mangels der Abschlussvergütung unerheblich. Wir legen bei Änderungsempfehlungen gerne differierende Vergütungen offen, die keine Entscheidungsgrundlage, sondern Ihre Wünsche und Ihre Sicherheit darlegen sollen. Als unabhängiger Fachmakler vertreten wir im Gegensatz zum Versicherungsvertreter der Versicherung rechtlich nur die Interessen des Kunden.
Wir arbeiten bei der Berufshaftpflicht mit folgenden Versicherungen zusammmen: AIG Berufshaftpflicht, Allcura Berufshaftpflicht, Allianz Berufshaftpflicht, AXA Berufshaftpflicht, ERGO Berufshaftpflicht, Gothaer Berufshaftpflicht, HDI Berufshaftpflicht, Hiscox Berufshaftpflicht, HDI Berufshaftpflicht, Liberty Mutual Berufshaftpflicht, Markel International Berufshaftpflicht, Provinzial Rheinland Berufshaftpflicht, R+V Berufshaftpflicht, VSK Berufshaftpflicht, VSW Berufshaftpflicht, Provinzial Münster Berufshaftpflicht und der Zurich Berufshaftpflicht
Haftungsbegrenzung Rechtsanwälte in der Berufshaftpflicht
§52, Abs. 1 BRAO:
Der Anspruch des Auftraggebers aus dem zwischen ihm und dem Rechtsanwalt bestehenden Vertragsverhältnis auf Ersatz eines fahrlässig verursachten Schadens kann beschränkt werden:
durch schriftliche Vereinbarung im Einzelfall bis zur Höhe der Mindestversicherungssumme (entspricht unserer Pflichtversicherungssumme, also hier € 250.000,--.
Jedoch halten wir eine wirksame Vereinbarung unterhalb der Mindestversicherungssumme zur Verwendung AAB, also unterhalb € 1.000.000 für sehr riskant, zumal i.d.R. die Kriterien der Individualvereinbarung nicht erfüllt werden)
durch vorformulierte Vertragsbedingungen für Fälle einfacher Fahrlässigkeit auf den vierfachen Betrag der Mindestversicherungssumme, wenn insoweit Versicherungsschutz besteht (hierbei wird leider überlesen, dass dies die Mindestanforderung bzw. Mindestversicherungssumme ist. Selbstverständlich ist die Versicherungssumme berufsrechtlich so vorzuhalten, dass der Mandant ausreichend geschützt ist (vgl. BRAO §52(1) Der Rechtsanwalt ist verpflichtet, eine Berufshaftpflichtversicherung zur Deckung der sich aus seiner Berufstätigkeit ergebenden Haftpflichtgefahren für Vermögensschäden abzuschließen).
§52 Abs. 2 BRAO:
Die Mitglieder einer Sozietät haften aus dem zwischen ihr und dem Auftraggeber bestehenden Vertragsverhältnis als Gesamtschuldner.
Die persönliche Haftung auf Schadensersatz kann auch durch vorformulierte Vertragsbedingungen beschränkt werden auf einzelne Mitglieder einer Sozietät, die das Mandat im Rahmen ihrer eigenen beruflichen Befugnisse bearbeiten und namentlich bezeichnet sind. Die Zustimmungserklärung zu einer solchen Beschränkung darf keine anderen Erklärungen enthalten und muss vom Auftraggeber unterschrieben sein.
§59j Abs. 2 BRAO (Rechtsanwalt-GmbH):
Die Rechtsanwaltsgesellschaft ist verpflichtet, eine Berufshaftpflichtversicherung abzuschließen und die Versicherung während der Dauer ihrer Zulassung aufrechtzuerhalten; § 51 Abs. 1 bis 3 und 5 bis 7 ist entsprechend anzuwenden.
Die Mindestversicherungssumme beträgt 2.500.000 Euro für jeden Versicherungsfall. (d.h. wenn §52 a BRAO gilt, dann >= € 10.000.000 bei der Beschränkung der Haftung mit vorformulierten Vertragsbedingungen) Die Leistungen des Versicherers für alle innerhalb eines Versicherungsjahres verursachten Schäden können auf den Betrag der Mindestversicherungssumme, vervielfacht mit der Zahl der Gesellschafter und der Geschäftsführer, die nicht Gesellschafter sind, begrenzt werden. Die Jahreshöchstleistung für alle in einem Versicherungsjahr verursachten Schäden muss sich jedoch mindestens auf den vierfachen Betrag der Mindestversicherungssumme belaufen.
Durchgehend ist in der BRAO, StBG und der WPO geregelt, dass ausschließlich „Der Anspruch des Auftraggebers“ zu begrenzen ist. Dies ist vor dem Hintergrund der Rechtsprechung nachvollziehbar, da Verträge mit Schutzwirkung zugunsten Dritter bestehen könnten, folglich könnte eine zu niedrig angesetzte Haftungssumme einen Vertrag zu Lasten Dritter darstellen, der dann (schwebend) unwirksam sein könnte, so dass damit wieder die vollumfängliche Haftung besteht.
Es entspricht der Lebenserfahrung, dass mit einem Schadensfall jederzeit gerechnet werden muss. Die finanziellen Folgen sind vorher nicht absehbar. Der Umstand, dass dies bisher nicht geschehen ist, beweist nicht, dass keine Gefahr besteht, sondern stellt für die Betroffenen einen Glücksfall dar, mit dessen Ende jederzeit gerechnet werden muss.
Wir möchten Ihnen empfehlen, grundsätzlich eine ausreichend hohe Deckungssumme (>= Mindestversicherungssumme zur AAB Verwendung) vorzuhalten und:
mit jedem Mandanten eine seinem individuellen Risiko angepasste Vereinbarungen zur Haftungsbegrenzung
mit dessen Unterschrift wirksam (vgl. BGB §126(1)) zu treffen und dabei
bei der Wahl der Haftungssumme ausreichend Puffer nach oben einzuplanen (vgl. BRAO §51(1)).
Hierbei sollte diese Vereinbarung durch vorformulierte Vertragsbedingungen mindestens auf den vierfachen Betrag der Mindestversicherungssumme festgelegt werden.
Zu beachten ist, dass Versicherer bei Vorhandensein einer haftungsbegrenzenden Vereinbarung diese auch dann zur eigenen Minimierung der Schadenszahlung anwenden wollen, wenn Versicherungsschutz darüber hinaus besteht. Dies zeigt, wie wichtig die individuelle Betrachtung und Festlegung der Haftungssumme ist und dass diese mit dem Mandanten auch immer wieder überprüft und ggf. angepasst werden sollte.

References: § 51
 § 51
 § 51
 § 51
 §13

§52
 §52

§52

§59
 § 51
 §52
 §126
 §51