Source: https://www.dtad.de/details/Landschaftsgestaltung_27568_Bremerhaven-10587296_3
Timestamp: 2017-09-23 06:09:33+00:00

Document:
Ausschreibung - Landschaftsgestaltung in Bremerhaven (ID:10587296)
> DTAD-ID: 10587296
Sonstiges Sondervermögen Fischereihafen des Landes Bremen, vertreten durch den Senator für Wirtschaft Arbeit und Häfen, dieser vertreten durch die bremenports GmbH & Co. KG
Elektronischer Zugang zu Informationen: http://www.bremenports.de/ausschreibungen
2015/073 Ausführungsplanung der Kompensationsmaßnahmen an den Fließgewässern Billerbeck und Drepte.
Der Auftraggeber plant im Bereich des Blexer Bogens (Weser) in Bremerhaven den Bau eines Hafens für den Umschlag von Bauelementen für Offshore-Windenergieanlagen („Offshore-Terminal Bremerhaven“ - OTB). In diesem Zusammenhang sind umfangreiche Kompensationsmaßnahmen u.a. nach § 15 Abs. 2 BNatSchG umzusetzen, wofür bereits Entwurfs- und Genehmigungsplanungen vorliegen.
Zu vergeben ist eine Planungsleistung gemäß § 39 (3) HOAI in Verbindung mit Anlage 11 für Kompensationsmaßnahmen an den Fließgewässern Billerbeck und Drepte:
Ausführungsplanung für:
- Gewässerentwicklungsmaßnahmen an der Billerbeck (wasserbauliche Maßnahmen) sowie standort- und nutzungsbezogene landschaftspflegerische Aufwertungsmaßnahmen in der Aue (Anlage von Gewässern und Gehölzen, Auflagen zur landwirtschaftlichen Grünlandnutzung etc.).
- Maßnahmen zur Herstellung der ökologischen Durchgängigkeit der Drepte im Bereich eines Mühlenstaus im Oberlauf durch Herstellung eines Umgehungsgewässers unter Beachtung des Denkmalschutzes.
Informationen zum Vorhaben sind unter http://www.bremenports.de/ausschreibungen zu finden.
Ausführungsplanung zur Umsetzung von Kompensationsmaßnahmen:
- Laufverlängerung und strukturanreichernde Maßnahmen im Mittel- und Oberlauf der Billerbeck auf einer Fließlänge von 5 km, sowie Maßnahmen zur Auenentwicklung; Gesamtplanungsbereich von ca. 53 ha, Bodenabtrag ca. 49.000 m
. Der überwiegende Teil der Maßnahmenfläche liegt in einem FFH-Gebiet.
- Umbau eines Sohlabsturzes durch Herstellung eines Umgehungsgewässers auf einer Länge von 94 m in der Oberen Drepte zur Umgehung eines Mühlenstaus; Maßnahmenfläche ca. 500 m
, Bodenabtrag ca. 400 m
Optional bleibt die Beauftragung weiterer Leistungsphasen der HOAI vorbehalten (Lph. 8 und 9).
109786-2015
Angaben und Formalitäten, die erforderlich sind, um die Einhaltung der Auflagen zu überprüfen: Mit dem Teilnahmeantrag sind von jedem Bewerber / Mitglied einer Bewerbergemeinschaft verbindlich folgende Angaben zu machen:
- Eigenerklärung gemäß § 20 (3) SektVO: Auskunft darüber, ob und in welcher Art der Bewerber wirtschaftlich mit Unternehmen verknüpft ist oder ob und auf welche Art er auf den Auftrag bezogen in relevanter Weise mit anderen zusammen arbeitet.
- Eigenerklärung gemäß § 21 (1) SektVO: Erklärung, dass keine Person, die dem Unternehmen des Bewerbers zuzurechnen ist, rechtskräftig aus den in § 21 (1) aufgeführten Gründen verurteilt ist.
- Eigenerklärung gemäß § 21 (4) SektVO: Erklärung, dass keiner der in § 21 (4) aufgeführten Tatbestände zutrifft.
- Nachweis des Vorliegens einer Berufshaftpflichtversicherung,
- Formlose Erklärung, dass eine Eintragung im Berufs- und Handelsregister vorliegt,
- Erklärung ob und ggf. welche Eintragungen im Gewerbezentralregister für das Unternehmen sowie seine geschäftsführenden natürlichen Personen vorliegen.
- Darstellung der Organisationsstruktur des Unternehmens,
- Erklärung über den Gesamtumsatz sowie den Umsatz für vergleichbare Leistungen, jeweils für die letzten 5 Jahre. Vergleichbare Leistungen sind Entwurfs- oder Ausführungsplanungen im Zusammenhang mit der Planung gewässerbaulicher Maßnahmen an Tieflandbächen der norddeutschen Tiefebene,
- Angabe zur Zahl der in den letzten 3 abgeschlossenen Geschäftsjahren jahresdurchschnittlich beschäftigten Arbeitskräfte, gegliedert nach Aufgabenbereichen mit extra ausgewiesenem Leitungspersonal.
1. Benennung von Referenzen aus den vergangenen 10 Jahren hinsichtlich
- der Renaturierung eines Fließgewässers im norddeutschen Tiefland unter Einbeziehung sowohl des aquatischen Systems als auch der angrenzenden Aue (Entwurfsplanung / Ausführungsplanung / Objektüberwachung),
- der besonderen Fachkunde auf dem Gebiet der Planung strukturverbessernder gewässerbaulicher Maßnahmen (einschließlich ihrer hydraulischen Auswirkungen) an norddeutschen Tieflandbächen (Entwurfsplanung / Ausführungsplanung / Objektüberwachung),
- der Fachkunde hinsichtlich der Planung und Umsetzung von Nutzungskonzepten v.a. zur Entwicklung unterschiedlicher Grünlandnutzungen und weiterer Auenbiotope (z.B. Kleingewässer, Röhricht, Gehölzbeständen) in Geestgebieten der norddeutschen Tiefebene (Pflege- und Entwicklungsplanung / Entwurfsplanung / Ausführungsplanung).
- der Planung von wasserbaulichen Maßnahmen im Zusammenhang mit dem Umbau von Sohlenbauwerken zu Umgehungsgewässern einschließlich der hydraulischen Anforderungen (Entwurfsplanung / Ausführungsplanung / Objektüberwachung).
- Durchführung von hydraulischen Berechnungen an Fließgewässern.
Der Projektleiter muss über eigene Projekterfahrung / Referenzen aus den vergangenen 10 Jahren hinsichtlich der Erbringung der o.g. Planungsleistungen verfügen.
Unter http://www.bremenports.de/ausschreibungen ist ein Formblatt für diesen Wettbewerb abzurufen. Dieses Formblatt beschreibt die für den Teilnahmeantrag, insbesondere für die Darstellung der Referenzen, zwingend einzuhaltende Form. Das ausgefüllte Formblatt ist mit den übrigen Teilnahmeunterlagen innerhalb der Bewerbungsfrist einzureichen.
Der Auftraggeber wird zunächst im Rahmen der formellen Eignungsprüfung feststellen, ob der Bewerber sämtliche geforderten Angaben und Nachweise gemäß III.2 in der geforderten Form vorgelegt hat. Bewerbungen, die dieser Anforderung nicht entsprechen, werden ausgeschlossen.
- Als Mindestanforderung gilt dabei, dass der Bewerber / die Bewerbergemeinschaft ein Planungsteam von mindestens 2 Ingenieuren/Planern zur Verfügung stellen kann und durch seine Referenzen praktische Erfahrung bei der Planung gewässerbaulicher Maßnahmen, an Tieflandbächen der norddeutschen Tiefebene, nachweisen kann.
1. Qualifikation des Projektleiters (Vita) (10 %)
2. Qualifikation des/der weiteren Projektbearbeiter (Vita) (10 %)
3. Nachgewiesene Erfahrung der Projektbearbeiter bei der Planung von Maßnahmen an norddeutschen Tieflandbächen (70 %), davon
a. Erbrachte landschaftsplanerische Leistung zur Renaturierung norddeutscher Tieflandbäche (10 %),
b. Erfahrung mit strukturverbessernden gewässerbaulichen Maßnahmen und ihren hydraulischen Auswirkungen an Tieflandbächen (20 %),
c. Erfahrung mit gewässerbaulichen Maßnahmen im Zusammenhang mit dem Umbau von Sohlenbauwerken und deren hydraulischen Auswirkungen (10 %),
d. Erfahrung mit hydraulischen Berechnungen an Fließgewässern (10 %),
e. landschaftsplanerische Leistungen zur Röhricht-, Gehölz-, Kleingewässer- und Grünlandentwicklung in Geestgebieten der norddeutschen Tiefebene (20 %).
Die Bewertung erfolgt anhand der gemäß Ziffer III.2.3 vorzulegenden Nachweise. Jedes Unter¬kriterium wird mit Punkten von 1 bis 10 bewertet. Lässt die nachgewiesene Erfahrung eine durch¬schnittliche Leistung erwarten, so erhält der Bewerber 5 Punkte. Soweit sich aus den Unterlagen eine höhere oder niedrigere Erfahrung ergibt, wird dies in Zu- oder Abschlägen ausgedrückt. Die einzelnen Unterkriterien fließen mit der angegebenen Gewichtung in die Auswahlentscheidung ein.
Die vier Bewerber mit der höchsten Punktzahl werden zur Teilnahme zugelassen.
gegenüber dem Auftraggeber nicht unverzüglich gerügt hat. Diese Frist ist eingehalten, wenn die Rüge
innerhalb einer Frist von 14 Kalendertagen ab Kenntnis vom Verstoß eingehalten ist, spätere Rügen sind
bis Ablauf der vorstehend benannten Frist zur Abgabe von Teilnahmeanträgen gegenüber dem Auftraggeber
zum Ablauf der in den Vergabeunterlagen benannten Frist zur Angebotsabgabe gegenüber dem Auftraggeber

References: § 15
 § 39
 § 20
 § 21
 § 21
 § 21
 § 21