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Timestamp: 2019-05-24 05:44:56+00:00

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BGH, vom 2.11.1986, Az. VI ZR 138/85 Diese Regel des Fahrens auf Sicht (§ 3 Abs. 1 StVO) gilt selbstverständlich auch für das Fahren auf der Überholspur (so schon der Beschluß der Vereinigten Großen Senate des BGH vom 1. Juli 1961 - BGHSt 16, 145; Senatsurteil vom 1. Juli 1969 - VI ZR 26/68 - VersR 1969, 900, 901).
BGH, URTEIL vom 2.4.1974, Az. VI ZR 106/73 Das gilt, wie die Amtliche Begründung hervorhebt (abgedruckt bei Müller aaO Rdz. 3) vor allem für jeden, der sich einer sichtbeschränkenden Kurve oder einer Kuppe nähert (vgl. auch BayObLGSt VRS 38, 154, 156 = VerkMitt 1969, 82; Cramer, Straßenverkehrsrecht 1971 § 3 StVO Rdn. 34).
BGH, URTEIL vom 2.4.1974, Az. VI ZR 106/73 Das muß so wie in den bereits erörteren Fällen, in denen das Hindernis von der Seite in die Fahrbahn gelangt, auch dann gelten, wenn - wie hier - ein anderer Kraftfahrer (Radfahrer oder Fußgänger) sich in verkehrswidriger Weise mit einer ins Gewicht fallenden Geschwindigkeit auf ihn zubewegt (vgl. BGH VRS 22, 137; Cramer aaO § 3 StVO n.F.
BGH, Urteil vom 4.6.1955, Az. VI ZR 280/55 2S Bei der rechtlichen Würd-igung seiner somit bindenden Feststellungen hat das Berufungsgericht indessen unberücksichtigt gelassen, daß der Beklagte, indem er mit seinem Kraftrade die für jeden Kraftfahrzeugverkehr gesperrte Verbindungsstraße befuhr, gegen § 3 Abs 1 StVO verstossen und damit ein Schutzgesetz im Sinne von § 823 Abs 2 BGB verletzt hat, das der Sicherheit aller Verkehrsteilnehmer zu dienen bestimmt ist, Dieser Verstoß ist auch eine der Ursachen des Unfalls gewesene Allerdings hat der Kläger das Verkehrsverbot ebenfalls schuldhaft übertreten* Ein solches mitwirkendes Verschulden vernichtet seine Ersatzansprüche jedoch nicht ohne weiteres, sondern begründet nur die Notwendigkeit einer Abwägung nach § 254 BGB (vgl BGH VI ZR 251/53 vom 26. Januar 1955<'VRS 8, 248 Nr, 109 * VersR 1955, 183).
BGH, Urteil vom 2.9.1999, Az. VI ZR 20/99 Nach dem Schutzzweck der Vorschrift sind nämlich die Verpflichtungen des § 3 Abs. 2 a StVO zu erfüllen, wenn nicht ihre Voraussetzungen - hier die Hilfsbedürftigkeit -ausgeschlossen werden können (OLG München NZV 1988, 66, 67).
BGH, Urteil vom 2.9.1999, Az. VI ZR 20/99 verursacht war, in jedem Fall auf einen hilfsbedürftigen Zustand schließen, der erhöhte Aufmerksamkeit und Rücksichtnahme im Sinne des § 3 Abs. 2 a StVO gebot (vgl. auch BGH, Urteil vom 23. Oktober 1959-4 StR 409/59 - VRS 18, 52 f.).
BGH, URTEIL vom 1.6.1966, Az. III ZR 262/64 - 10 sind; dagegen gehören die ordnungsmäßige Anbringung und Unterhaltung dieser Einrichtungen nach § 3 Satz 3 StVO zur Straßenverkehrssicherungspflicht« Das ist ständige Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs (zuletzt BGH UrtoV. 26o Mai 1966 - III ZR 59/64» zur Veröffentlichung bestimmt)«
BGH, URTEIL vom 1.1.1967, Az. III ZR 210/64 Gewiß unterliegt es dem Ermessen der Verkehrsbehörde, welche Straßen sie als vorfahrtberechtigt erklären und o b sie zur Verkehrsregelung bestimmte Verkehrseinrichtungen oder gar Verkehrsampeln anbringen will (vgl. §§ 3, 13 StVO; BGH Urt. v. 27. Mai 1966 - Ill ZR 59/64 = VersR 1966, 782 = Warn 1966 Nr. 126).
BGH, URTEIL vom 2.2.1974, Az. VI ZR 186/72 Denn die Verletzungen des Klägers wurden nicht von dem Schutzbereich dieser Norm umfaßt* Die Beurteilung des § 3 Abs.3 a StVO a.F. als Schutzvorschrift im Sinne des § 823 Abs. 2 BGB zugunsten des an der Baustelle vorbeifließenden Verkehrs entspricht der Rechtsprechung des Senats (BGH Urteil vom 30* Juni 1964 - VI ZR 112/63 - VersR 1964, 1082, 1083; so schon zu der vorhergehenden Fassung des § 3 Abs.3 StVO Senatsurteil vom 4. Mai 1955 -VI ZR 25/54 ■ VersR 1955, 394).
BGH, URTEIL vom 2.2.2006, Az. VI ZR 50/05 22	Anders als bei dem Gebot des § 3 Abs.2a StVO, wonach gegenüber Kindern, Hilfsbedürftigen und älteren Menschen ein äußerstes Maß an Sorgfalt gefordert wird, wenn diese ins Blickfeld eines Fahrzeugführers geraten, und nur dieser Personenkreis sich auf den Schutz dieser Vorschrift berufen kann (vgl. Senatsurteil vom 25. September 1990 - VI ZR 19/90 - VersR 1990, 1366, 1367; OLG Hamm, VRS 60, 38, 40 zu Schulkindern beim Schulbus [§ 20 Abs.1a StVO a.F.]), muss der Fahrzeugführer die besondere Vorsicht des § 20 Abs. 1 StVO -wie oben aufgezeigt- objektiv gegenüber jedem Fußgänger im Haltestellenbereich beachten.
BGH, URTEIL vom 2.5.1977, Az. VI ZR 97/76 b)	Eine schlecht einsehbare Kreuzung, an der die Vorfahrt nicht besonders geregelt ist, ist stets eine unübersichtliche und gefährliche Straßenstelle, deren besonderen Bedingungen der Fahrzeugführer seine Fahrgeschwindigkeit anzupassen hat (§3 Abs, 1 Satz 2 StVO), Demgegenüber gilt der Vertrauensgrundsatz, der es dem Vorfahrtberechtigten gestattet, mit der örtlich zulässigen Geschwindigkeit ”auf Sicht” zu fahren, ohne auf die immer möglichen Verletzungen seiner Vorfahrt durch für ihn nicht sichtbare Wartepflichtige Bedacht zu nehmen (BGHZ VGS 14', 232 ff; stRspr), an derartigen Kreuzungen nicht uneingeschränkt.
BGH, URTEIL vom 5.2.1964, Az. III ZR 211/71 An sie knüpft § 3 Abs.3 a StVO a.F. (§45 Abs.6 StVO n.F.) an (BGH NJW 1965i* 2104, 2106; BVerwGE 35, 334, 337 - NJW 1970, 2075, 2076).
LG Bielefeld, Urteil vom 2.3.2010, Az. 20 S 3/10 Denn als 'Kind' im Sinne dieser Vorschrift sind nach allgemeiner Auffassung alle Personen bis zur Vollendung des 14. Lebensjahres anzusehen (OLG Hamm NZV 2006, 151; OLG Hamburg NZV 1990, 71; Burmann, in: Jagow/Burmann/Heß, Straßenverkehrsrecht, 20. Auflage 2008, § 3 StVO Rn 51).
LG Kleve, Urteil vom 5.9.2003, Az. 5 S 97/03 Die Betriebsgefahr des - im Vergleich zu dem Fahrrad stabileren und schnelleren (hier zu demindest 45 km/h) - Pkw ist bereits durch die Einleitung eines Überholvorganges erhöht, zudem dadurch, dass dies unmittelbar vor einer Kreuzung erfolgte und schließlich insbesondere durch den Umstand, dass der andere Verkehrsteilnehmer (die Beklagte) als Radfahrer (vgl. C, NZV 1994, 253 und 261) und als Kind erkennbar besonders schutzbedürftig war (vgl. das besondere Rücksichtnahmegebot gegenüber Kindern gem. § 3 Abs.2a StVO; BGH, Urteil vom 25.9.1990 - VI ZR 19/90, NZV 1991, 23; OLG T VersR 1961, 931; OLG N NZV 1992, 234; LG P NJW-RR 1991, 544).
OLG München, Urteil vom 5.8.2015, Az. 10 U 3814/14 Zudem wären die besonderen Sorgfaltspflichten gegenüber hilfsbedürftigen und älteren Menschen (§ 3 IIa StVO) wenigstens zu prüfen gewesen, diesen gegenüber muss sich ein Kraftfahrer, insbesondere durch Verminderung der Fahrgeschwindigkeit und durch Bremsbereitschaft, so verhalten, dass eine Gefährdung ausgeschlossen ist (BGH NJW 1994, 2829).
OLG München, vom 5.4.2015, Az. 10 U 4543/13 33 Dennoch hat der Kraftfahrer die allgemeinen Verkehrsregeln zu beachten, insbesondere Geschwindigkeitsvorschriften (§ 3 I 2, III StVO; vgl. OLG Düsseldorf NZV 1994, 70), das Sichtfahrgebot (§ 3 I 4 StVO; vgl. BGH NJW 1984, 50 ff. [51 unter 2 c]) und das Rücksichtnahmegebot (§ 1 II StVO).
OLG München, Urteil vom 5.6.2015, Az. 10 U 4733/14 - Dennoch hat der Kraftfahrer die allgemeinen Verkehrsregeln zu beachten, insbesondere Geschwindigkeitsvorschriften (§§ 3 III, I StVO; BGH NJW 1992, 1459; OLG Düsseldorf NZV 1994, 70), aber auch das Sichtfahrgebot (BGH NJW 1984, 50 ff. [51 unter 2. c)]), und das Rücksichtnahmegebot (§ 1 II StVO).
OLG München, Urteil vom 5.6.2015, Az. 10 U 4733/14 - Darüber hinaus bestehen besondere Sorgfaltspflichten gegenüber Kindern (§ 3 IIa StVO), diesen gegenüber muss sich ein Kraftfahrer, insbesondere durch Verminderung der Fahrgeschwindigkeit und durch Bremsbereitschaft, so verhalten, dass eine Gefährdung ausgeschlossen ist (BGH NJW 1994, 2829: gegenüber alten Menschen).
OLG Bamberg, Beschluss vom 5.2.2012, Az. Ss OWi 195/12 3. Macht der Betroffene geltend, eine ihm unbekannte innerörtliche Geschwindigkeitsbeschränkung auf 30 km/h nicht wahrgenommen zu haben, weil die entsprechenden Verkehrszeichen durch einen LKW bzw. den Gegenverkehr verdeckt worden seien, kommt die Berufung auf ein sog. Augenblicksversagen nur ausnahmsweise in Betracht, wenn der Betroffene zugleich die nach § 3 Abs.3 Nr. 1 StVO zulässige Höchstgeschwindigkeit nicht unerheblich überschritten hat (Festhaltung an OLG Bamberg, 1. Juni 2010, 3 Ss OWi 814/10, bei juris = VRR 2010, 350 = VA 2010, 193).
AG Ansbach, vom 1.6.2015, Az. 1 C 1724/13 Burmann in Burmann/Heß/Jahnke/Janker, Straßenverkehrsrecht, 23. Auflage 2014, Rn. 50 und 50a führt zu § 3 StVO, Abs.2a StVO für die besondere Rücksichtnahmepflicht gegenüber Kindern, Hilfsbedürftigen und älteren Menschen aus: ...“Realisiert sich ein Unfall gerade aufgrund der besonderen Gefahr, der § 3 Abs.2a StVO begegnen soll, so ist ein Fehlverhalten des durch § 3 Abs.2a geschützten Personenkreises aufgrund der gesetzlichen Wertung bei Bildung einer Haftungsquote milder zu bewerten (so ausdrücklich für ältere Menschen OLG Frankfurt NZV 01, 218)....“Ältere Menschen“ müssen noch nicht „hoch betagt“ (KG VRS 70, 463) oder erkennbar verkehrsschwach oder gar hilfsbedürftig sein (BGH NJW 94, 2829 = NZV 94, 273); ihnen gebührt der bes Schutz des Abs. 2a, wenn sie sich in einer Verkehrssituation befinden, die sie erfahrungsgem uU nicht mehr voll übersehen und meistern könnten (BGH u KG a. a. O.); konkreter Anhaltspunkte für eine Verkehrsunsicherheit bedarf es nicht (BGH a. a. O.).“
AG Ansbach, vom 1.6.2015, Az. 1 C 1724/13 Deshalb geht das erkennende Gericht davon aus, dass die Entscheidung zur kreuzenden Kollision zwischen einem Pkw, der eine Vorfahrtstraße mit 53-60 km/h befährt, und einem von rechts mit 7-15 km/h kommendem 78-jährigem Radfahrer, dem eine Haftung von 100% zugewiesen wurde (vgl. OLG Köln v. 3. 11. 1999 - 2 U 66/99 = VRS 99, 322, zitiert nach Grüneberg, Rn. 365) heute nicht mehr so ergehen würde im Hinblick auf § 3 Abs.2a StVO.
AG Ansbach, vom 1.6.2015, Az. 1 C 1724/13 Auch die weitere Entscheidung zur Kollision zwischen einem 10-jährigem Radfahrer, dem die volle Haftung zugewiesen wurde, der aus einem verkehrsberuhigten Bereich bei einem mit anderen Kindern veranstalteten Verfolgungsrennen mit Blick nach hinten plötzlich auf eine Vorfahrtstraße fuhr, und einem dort von links kommenden Pkw (vgl. OLG Köln v. 18. 12. 1991, Az 2 U 71/91 = NZV 1992, 320, siehe Grüneberg Rn. 365) scheint durch die Einfügung des § 3 Abs.2a StVO rechtlich und wertungsmäßig überholt.
BVerfG, Urteil vom 1.10.1965, Az. 2 BvR 702/65 § 2 PlakatVO sei auch insoweit noch mit dem Bundesrecht vereinbar und wirksam, als das Anschlagen von Plakaten verboten oder von Bedingungen abhängig gemacht werde; denn die Befugnis zu dem Anschlagen von Plakaten sei in den bundesrechtlichen Vorschriften über den Straßenverkehr - von der Sondervorschrift des § 3 Abs. 2 StVO abgesehen - weder ausdrücklich noch sinngemäß geregelt (BayObLGSt 1953, 36 (37)).

References: BGH 
 § 3
 BGH 
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 § 823
 § 254
 BGH 
 § 3
 § 3
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 BGH 
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 § 3
 § 823
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 § 20
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 § 2
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