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Timestamp: 2019-05-26 04:14:43+00:00

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BVerwG, 31.08.1999 - 3 B 57.99 - dejure.org
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BVerwG, 31.08.1999 - 3 B 57.99 (https://dejure.org/1999,3095)
BVerwG, Entscheidung vom 31.08.1999 - 3 B 57.99 (https://dejure.org/1999,3095)
BVerwG, Entscheidung vom 31. August 1999 - 3 B 57.99 (https://dejure.org/1999,3095)
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Verfahrensfehler, gerichtlicher; gerichtlicher Verfahrensmangel; Bezeichnung eines Verfahrensmangels; Verwirkung des Klagerechts; Klagerecht, Verwirkung des -s; prozessuale Verwirkung.
Gerichtlicher Verfahrensfehler - Gerichtlicher Verfahrensmangel - Bezeichnung eines Verfahrensmangels - Verwirkung des Klagerechts - Klagerecht - Prozessuale Verwirkung
VG Dresden, 25.08.1998 - 11 K 3330/95
NVwZ-RR 2000, 259
DVBl 2000, 560
Dennoch hat der Verwaltungsgerichtshof den Antrag hinsichtlich des Gebührenteils der Satzung zu Recht und mithin ohne Verfahrensmangel (vgl. hierzu etwa Beschluss vom 31. August 1999 - BVerwG 3 B 57.99 - NVwZ-RR 2000, 259) als unzulässig abgelehnt.
Aus diesem Grund bedarf es keiner Entscheidung darüber, ob (auch) die vom Antragsteller in Bezug auf die Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts zur Antragsbefugnis nach § 47 Abs. 2 Satz 1 VwGO erhobene Divergenzrüge (§ 132 Abs. 2 Nr. 2 VwGO) erfolgreich gewesen wäre (…vgl. Beschlüsse vom 3. Februar 1993 - BVerwG 11 B 12.92 - Buchholz 310 § 133 VwGO Nr. 10 = juris Rn. 6 und vom 31. August 1999 - BVerwG 3 B 57.99 - NVwZ-RR 2000, 259 = juris Rn. 11;… Kraft, in: Eyermann, VwGO, 13. Aufl. 2010, § 133 Rn. 56;… Pietzner/Bier, in: Schoch/Schneider/Bier, VwGO, Stand August 2012, § 133 Rn. 86).
11 Jede Verwirkung setzt - erstens - das Verstreichen eines längeren Zeitraums seit der Möglichkeit der Geltendmachung eines Rechts und - zweitens - besondere Umstände voraus, die die verspätete Geltendmachung als Verstoß gegen Treu und Glauben erscheinen lassen (vgl. z.B. BVerwG, Urteil vom 16. Mai 1991 - BVerwG 4 C 4.89 - Buchholz 406.19 Nr. 102 = NVwZ 1991, 1182; Beschluss vom 31. August 1999 - BVerwG 3 B 57.99 - DVBl 2000, 560).
Nach der ständigen Rechtsprechung der obersten Gerichtshöfe des Bundes stellt es einen Verfahrensmangel i.S. des § 115 Abs. 2 Nr. 3 FGO dar, wenn über eine in Wahrheit zulässige Klage nicht zur Sache, sondern durch Prozessurteil entschieden wird (…vgl. u.a. Entscheidungen des BFH vom 1. Februar 2002 VII B 202/99, BFH/NV 2000, 960;… vom 16. November 1993 VIII R 7/93, BFH/NV 1994, 891;… vom 15. Januar 1992 IV B 168/90, BFH/NV 1992, 613, und vom 24. September 1985 IX R 47/83, BFHE 145, 299, BStBl II 1986, 268; Beschlüsse des BVerwG vom 31. August 1999 3 B 57.99, Neue Zeitschrift für Verwaltungsrecht-Rechtsprechungs-Report --NVwZ-RR-- 2000, 259, und vom 4. Juli 1968 8 B 110.67, BVerwGE 30, 111).
Voraussetzung hierfür wäre - erstens - das Verstreichen eines grundsätzlich längeren Zeitraums seit der Möglichkeit der Geltendmachung eines Rechts und - zweitens - das Vorliegen besonderer Umstände, welche die verspätete Geltendmachung als Verstoß gegen Treu und Glauben erscheinen ließe (BVerwG, Urteil vom 16. Mai 1991 - 4 C 4/89 -, NVwZ 1991, 1182; Beschlüsse vom 31. August 1999 - 3 B 57/99 -, DVBl. 2000, 560 - und vom 16. April 2002 - 4 B 8/02 -, BauR 2003, 1031).
Mit dem Vorbringen, über den Klageanspruch sei rechtsfehlerhaft nicht durch Sachurteil, sondern durch Prozessurteil entschieden worden, wird ein Verfahrensmangel geltend gemacht (stRspr, vgl. Beschlüsse vom 4. Juli 1968 - BVerwG 8 B 110.67 - BVerwGE 30, 111 = Buchholz 448.0 § 34 WPflG Nr. 7 und vom 31. August 1999 - BVerwG 3 B 57.99 - DVBl 2000, 560).
Die Berücksichtigung dieser sich aus der Doppelwirkung des streitigen Verwaltungsaktes ergebenden Besonderheiten hat zur Folge, dass die erst später von der Rechtsprechung - allerdings nicht zu Verwaltungsakten mit Doppelwirkung - fortentwickelten Kriterien für eine Verwirkung prozessualer Rechte als erfüllt angesehen werden müssen (…vgl. dazu BVerwG, Urt. v. 09.12.1998 - 3 C 1/98 -, BVerwGE 108, 93; BVerwG, Urt. 31.08.1999 - 3 B 57/99 -, NVwZ-RR 2000, 259;… BVerwG v. 10.08.2000 - 4 A 11/99 -, NVwZ 2001, 206 und OVG Münster, Urt. v. 14.09.2001 - 12 A 1534/00 -, NVwZ-RR 2002, 798).
"Letzteres ist insbesondere dann der Fall, wenn der Verpflichtete infolge eines bestimmten Verhaltens des Berechtigten darauf vertrauen durfte, dass dieser das Recht nach so langer Zeit nicht mehr geltend machen werde (Vertrauensgrundlage), der Verpflichtete ferner tatsächlich darauf vertraut hat, dass das Recht nicht mehr ausgeübt werde (Vertrauenstatbestand) und sich infolge dessen in seinen Vorkehrungen und Maßnahmen so eingerichtet hat, dass ihm durch die verspätete Durchsetzung des Rechts ein unzumutbarer Nachteil entstehen würde (so BVerwG, Urt. v. 31.08.1999 - 3 B 57/99 - a.a.O.).
BVerwG, Urteil vom 10. August 2000 - 4 A 11/99 -, NVwZ 2001, 206 sowie Beschluss vom 31. August 1999 - 3 B 57/99 -, NVwZ-RR 2000, 259 jeweils m.w.N.; OVG NRW, Urteil vom 9. April 1992 - 7 A 1521/90 -, BRS 54 Nr. 201.
vgl. insoweit etwa BVerwG, Beschlüsse vom 16. April 2002 - 4 B 8.02 -, BRS 65 Nr. 195 = juris Rn. 11, und vom 31. August 1999 - 3 B 57.99 -, NVwZ-RR 2000, 259 = juris Rn. 7, Urteil vom 16. Mai 1991 - 4 C 4.89 -, BRS 52 Nr. 218 = juris Rn. 18 ff., Beschluss vom 18. März 1988 - 4 B 50.88 -, BRS 48 Nr. 179 = juris Rn. 4; OVG NRW, Beschlüsse vom 28. September 2010 - 2 A 2279/09 -, S. 3 f. des amtlichen Umdrucks, vom 22. Juni 2010 - 7 B 479/10 -, juris Rn. 3, und vom 10. Juni 2005 - 10 A 3664/03 -, BRS 69 Nr. 178 = juris Rn. 10.
BVerwG, 30.06.2009 - 4 BN 18.09

References: § 47
 § 133
 § 133
 § 133
 § 115
 § 34