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Timestamp: 2019-04-19 07:22:31+00:00

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Rechtsprechung: r+s 1989, 396 - dejure.org
Weitere Entscheidungen unten: OLG Karlsruhe, 24.05.1989 | OLG Hamburg, 03.01.1989 | OLG Hamm, 30.11.1988 | LG Köln, 12.02.1986
r+s 1989, 396
OLG Karlsruhe, 24.05.1989 - 1 U 303/88
Vorfahrt; Kollision; Vorfahrtsregel; Einmündung
Haftungsverteilung bei einem Auffahrunfall nach Einbiegen des vorausfahrenden Fahrzeugs in eine Vorfahrtstraße
VersR 1989, 925
r+s 1989, 396 (Ls.)
Entgegen der Auffassung des Erstgerichts tritt die reine Betriebsgefahr des vorfahrtsberechtigten Fahrzeugs hinter dem Verschulden des Wartepflichtigen (Verstoß gegen § 8 I Nr. 1 StVO ) zurück, wenn dem Vorfahrtsberechtigten - wie gerade ausgeführt - kein eigener Verkehrsverstoß (etwa aus § 1 II StVO ) zur Last gelegt werden kann (vgl. BGH DAR 1956, 328; OLG Karlsruhe DAR 1989, 422 ; VersR 2009, 1419; Senat NZV 1989, 438 ; KG NZV 2002, 79 = DAR 2002, 66 ; NZV 2003, 335 ).
Im Hinblick auf das grobe Verschulden des Beklagten zu 2) ist die Betriebsgefahr des klägerischen Fahrzeugs zu vernachlässigen, § 17 I StVG (BGH DAR 1956, 328; OLG Karlsruhe DAR 1989, 422 ; VersR 2009, 1419; Senat NZV 1989, 438 …und Urt. v. 21.06.2013 - 10 U 1206/13; KG NZV 2002, 79 ; 2003, 335 ).
OLG Hamburg, 03.01.1989 - 7 U 39/88
Verkehrwidriges Überqueren der Straße; Unkontrollierter Nachlaufsog; Einrichten der Fahrweise
BGB § 823; StVG § 7; StVO § 3 Abs. 2a
Haftungsverteilung bei Anfahren eines die Straße überquerenden Kindes
NJW 1990, 1053 (Ls.)
NZV 1990, 71
VersR 1990, 985
Die Klägerin ist somit wegen ihres erheblich unter dem 14. Lebensjahr liegenden Alters (OLG Hamburg NZV 1990, 71) ersichtlich in den Schutzbereich der Verkehrsvorschrift einbezogen, dagegen finden Erwägungen des Erstgerichts zur Unzumutbarkeit dieser besonderen Vorsicht (EU 8 = Bl. 78 d. A.) eine Stütze weder im Gesetz, noch in der höchstrichterlichen Rechtsprechung.
Als Zehnjährige war die Klägerin noch ein Kind im Sinne dieser Vorschrift (vgl. OLG Bamberg, Urteil vom 31. März 1992 - 5 U 48/91 - mit NA-Beschluß des Senats vom 26. Januar 1993 - VI ZR 130/92 - NZV 1993, 268 f.; OLG Hamburg, Urteil vom 3. Januar 1989 - 7 U 39/88 - mit NA-Beschluß des Senats vom 10. Oktober 1989 - VI ZR 41/88 - VersR 1990, 985 f.).
OLG Hamm, 30.11.1988 - 32 U 173/88
Beobachtungspflicht für Busfahrer; Grob schuldhaftes Handeln eines Fußgängers; Überqueren einer Fahrbahn; Abwägung der Verursachungsbeiträge
BGB § 254 § 823 Abs. 1; StVO § 25 Abs. 3
Haftungsverteilung bei Kollision eines Omnibusses mit einem Fußgänger
Bei unachtsamem Verhalten eines Fußgängers bestehen Brems- und Ausweichpflichten (OLG Hamm r+s 1989, 396; OLG Koblenz NZV 2012, 177), sowie die Notwendigkeit, die Geschwindigkeit herabzusetzen, sobald der Fahrer sieht, dass ein Fußgänger die Straße betritt (OLG Düsseldorf VRS 56 [1979] 2).
Bei unachtsamem Verhalten eines Fußgängers bestehen Brems- und Ausweichpflicht (OLG Hamm r+s 1989, 396; OLG Koblenz NZV 2012, 177), sowie die Notwendigkeit, die Geschwindigkeit herabsetzen, sobald der Fahrer sieht, dass ein Fußgänger die Straße betritt (OLG Düsseldorf VRS 56 [1979] 2).
Letztere Verpflichtung besteht auch bei witterungsbedingten Sichtbeeinträchtigungen (OLG Hamm r+s 1989, 396; OLG Saarbrücken r+s 2010, 479).
Bei unachtsamem Verhalten eines Fußgängers bestehen Brems- und Ausweichpflicht (OLG Koblenz NZV 2012, 177; OLG Hamm r+s 1989, 396 = VRS 78, 5), sowie die Notwendigkeit, die Geschwindigkeit herabsetzen, sobald der Fahrer sieht, dass ein Fußgänger die Straße betritt (OLG Düsseldorf VRS 56, 2).
Letztere Verpflichtung besteht sogar bei witterungsbedingten Sichtbeeinträchtigungen (OLG Saarbrücken r+s 2010, 479; OLG Hamm r+s 1989, 396).
LG Köln, 12.02.1986 - 19 S 212/85
Haftungsverteilung bei Kettenauffahrunfall

References: § 8
 § 1
 BGH 
 § 17
 § 823
 § 7
 § 3
 § 254
 § 823
 § 25