Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=VII%20ZR%20116/12
Timestamp: 2019-11-18 03:31:54+00:00

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BGH, 14.03.2013 - VII ZR 116/12 - dejure.org
https://dejure.org/2013,7535
BGH, 14.03.2013 - VII ZR 116/12 (https://dejure.org/2013,7535)
BGH, Entscheidung vom 14.03.2013 - VII ZR 116/12 (https://dejure.org/2013,7535)
BGH, Entscheidung vom 14. März 2013 - VII ZR 116/12 (https://dejure.org/2013,7535)
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BGB § 138 Abs. 1, § 242, § 632 Abs. 2; VOB/B (2002) § 2 Nr. 3, Nr. 5
§ 138 Abs 1 BGB, § 242 BGB, § 632 Abs 2 BGB, § 2 Nr 3 VOB/B 2002, § 2 Nr 5 VOB/B 2002
Mehrmengenvergütung beim VOB-Vertrag: Vermutung und deren Entkräftung für ein sittlich verwerfliches Gewinnstreben des Auftragnehmers; übliche Vergütung
BGB § 138 Abs. 1 Bb, § 242 Cd, § 632 Abs. 2; VOB/B (2002) § 2 Nr. 3, Nr. 5
Vergütung für Mehrmengen in einem auffälligen, wucherähnlichen Missverhältnis zur Bauleistung kann sittenwidrig sein
Zur Sittenwidrigkeit einer nach § 2 Nr. 3 oder Nr. 5 VOB/B zu bestimmenden Vergütung für Mehrmengen oder geänderte Leistungen; zur Vermutung für ein sittlich verwerfliches Gewinnstreben des Auftragnehmers; zur Bestimmung der üblichen Vergütung entsprechend 632 Abs. 2 BGB
Extrem überhöhte Einheitspreise sind nicht durchsetzbar!
Mehrvergütungsansprüche bei Sittenwidrigkeit der Vergütungsbestimmung
Sittenwidrige Vergütungsvereinbarung bei Mehrmengen
Einzelpreise in Bauverträgen, die den üblichen Preis um ein Vielfaches überschreiten sind sittenwidrig
Bei einer den ursprünglichen Angebotspreis eines Bauvertrags um 22% überschreitenden Mehrmengenvergütung ist von Wucher auszugehen
Extrem überhöhte Einheitspreise nicht durchsetzbar! (IBR 2013, 331)
Erhebliche Massenmehrung: 22-fach überhöhter Einheitspreis ist sittenwidrig! (IBR 2013, 329)
LG Arnsberg, 17.05.2011 - 1 O 452/08
BGHZ 196, 355
NJW 2013, 1953
MDR 2013, 705
NZBau 2013, 369
WM 2014, 138
BauR 2013, 1121
ZfBR 2013, 459
Auch aus der von der Revision herangezogenen Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs zu spekulativen Positionspreisen, die bei Mehrmengen ein wucherähnliches Missverhältnis zwischen Preis und Bauleistung nach sich ziehen können (BGH, Urteil vom 14. März 2013, BGHZ 196, 355), lassen sich keine tragfähigen Parallelen für die Bindung an kalkulationsirrtumsbehaftete Angebotspreise ziehen.
Dabei musste er allerdings zur Berechnungsmethode nach § 2 Abs. 3 Nr. 2 VOB/B nicht Stellung nehmen (vgl. BGH, Urteil vom 14. März 2013 - VII ZR 116/12 Rn. 17, 23, BGHZ 196, 355;… Urteil vom 18. Dezember 2008 - VII ZR 201/06 Rn. 11, 29, BGHZ 179, 213).
Der Bundesgerichtshof hat für die nach § 2 Abs. 3 oder Abs. 5 VOB/B bzw. nach § 2 Abs. 6 VOB/B zu bestimmende Vergütung für Mehrmengen oder geänderte Leistungen bzw. für im Vertrag nicht vorgesehene Leistungen, die zur Ausführung der vertraglichen Leistung erforderlich werden, entschieden, dass ein auffälliges wucherähnliches Missverhältnis zwischen Vergütung und Bauleistung nur vorliegt, wenn der über das übliche Maß hinausgehende Preisanteil sowohl absolut gesehen als auch im Vergleich zur Gesamtauftragssumme in einer Weise erheblich ist, dass dies von der Rechtsordnung nicht mehr hingenommen werden kann (…BGHZ 196, 299 = juris Rn. 25; 196, 355 = juris Rn. 18).
Dabei kommt in Betracht, dass je größer der absolute Betrag ist, desto kleiner die relative Überschreitung sein kann, bis zu der die Auswirkungen noch hingenommen werden können (vgl. BGH, Urteil vom 07.03.-, VII ZR 68/10; Urteil vom 14.03.-, VII ZR 116/12).
Ein solcher aufgrund des auffälligen Missverhältnisses über das übliche Maß hinausgehender Preisanteil ist im Vergleich zur Gesamtauftragssumme nicht in einer Weise erheblich, dass dies von der Rechtsordnung nicht mehr hingenommen werden kann (vgl. BGH, Urteil vom 14. März 2013 - VII ZR 116/12 -, BGHZ 196, 355-370).

References: § 138
 § 242
 § 632
 § 2

§ 138
 § 242
 § 632
 § 2
 § 2
 § 138
 § 242
 § 632
 § 2
 § 2
 § 2
 § 2
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