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Timestamp: 2020-01-29 22:24:15+00:00

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Quasideckung: So ermittelt der BGH den Schaden des Versicherten bei einer Pflichtverletzung des Versicherungsvermittlers - Jöhnke & Reichow
Quasideckung: So ermittelt der BGH den Schaden des Versicherten bei einer Pflichtverletzung des Versicherungsvermittlers
Kommt es zu einer Pflichtverletzung des Versicherungsvermittlers, so stellt sich die Frage, wie sich der Schaden des Versicherten bestimmen lässt. Auf diese Frage gibt der BGH in seiner Entscheidung vom 26.03.2014 (Az.: IV ZR 422/12) eine Antwort. Der Versicherte kann vom Versicherungsvermittler danach eine Quasideckung verlangen.
Was verlangte der Versicherte in dem konkreten Fall
Der BGH konnte die Frage der Berechnung des Schadens des Versicherten anhand eines Fall entscheiden, welchen ein Ofensetzer betraf. Diesem Ofensetzer war durch seinen Versicherungsvermittler kein ausreichender Versicherungsschutz vermittelt worden. Insbesondere fehlte es über eine angemessen Haftpflichtversicherung für die berufliche Tätigkeit des Handwerkers. Im Rahmen des Prozesses verlangte der Ofensetzer nun, vom Versicherungsvermittler so gestellt zu werden, als hätte der Versicherungsvermittler eine Haftpflichtversicherung vermittelt. Der Versicherte verlangte also vom Versicherungsvermittler quasi die Deckung, welche ansonsten ein Versicherer zur Verfügung gestellt hätte. Dies beschreibt den Begriff der Quasideckung.
Grundlage der Quasideckung für die Ermittlung des Schadens sind dabei die Musterbedingungen des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft e.V. (kurz – GDV – ). Diese werden seitens des BGH herangezogen, um den vom Versicherten möglichen Versicherungsschutz zu bestimmen. Dabei setzt der BGH offenbar voraus, dass der Versicherte Versicherungsschutz bei einem Versicherer zu ebenjenen Musterbedingungen des GDV erhalten hätte.

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