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Die Änderung des Waffengesetzes ist nun auf Schiene - Seite 2 - IWÖ Forum
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Die Änderung des Waffengesetzes ist nun auf Schiene
Betreff des Beitrags: Re: Die Änderung des Waffengesetzes ist nun auf Schiene
BeitragVerfasst: 10. Oktober 2018, 16:00
"gehört das Kraftfahrtgesetz ANALOG ZUM WAFFENGESETZ ebenso reformiert"
müßte es dann heißen...
BeitragVerfasst: 10. Oktober 2018, 19:31
Ich plane, folgendes Schreiben an die Mandatare der beiden Regierungsparteien zu senden:
Stellungnahme zum Entwurf des neuen österreichischen Waffengesetzes
Sehr geehrte/r Herr/Frau XY,
In diesem Schreiben möchte ich eine kurze Stellungnahme zum Entwurf des neuen österreichischen Waffenrechts abgeben.
Neben dem meiner Meinung nach unnötigen Verbot von "großen" Magazinen stößt mir vor allem der Vereinszwang als Voraussetzung für die Einstufung einer Person als Sportschütze sauer auf.
Dazu eine kurze Schilderung meiner persönlichen Situation:
im heurigen Jahr habe ich bereits 57 Schießbewerbe bestritten.
Dabei wurden Pistolen, Revolver, Repetier- und halbautomatische Gewehre in den verschiedensten Kalibern verwendet.
Ich habe 39 Urkunden- und 15 Stockerlplätze erreicht.
Und doch wäre ich gemäß des geplanten Waffenrechts KEIN Sportschütze, da ich derzeit nicht Mitglied eines Schützenvereins mit mindestens 100 Mitgliedern bin!
Wir leben doch im 21. Jahrhundert, die Vereinsmeierei sollte nur mehr eine untergeordnete Rolle spielen.
Auch mit der Forderung nach Internationalität bei Bewerben und Vereinen bin ich nicht einverstanden.
Dürfen sich in Zukunft nur mehr Olympiaschützen als Sportschützen bezeichnen?
Wo bleiben die vielen lokalen Schützen, die ihren Sport (unbeachtet von der Öffentlichkeit) mit viel Liebe und großem Engagement betreiben?
Als Wähler einer der beiden Regierungsparteien habe ich mir etwas mehr Modernität und Aufgeschlossenheit in dieser Angelegenheit erwartet!
AustroAndy
BeitragVerfasst: 11. Oktober 2018, 10:19
Registriert: 11. Juli 2018, 00:24
Gute idee, sollten mehrere machen. Ich habe von einem Waffenhändler gehört, dass die Mandatare generell überrascht waren, dass sie angeschrieben wurden, weil normalerweise bekommen sie so gut wie nie post. Ich denke, hier kann man sehr wohl wieder druck aufbauen.
M-11610
"Niemand wird mehr gehasst, als derjenige der die Wahrheit sagt." Platon
"Toleranz ist die letzte Tugend einer untergehenden Gesellschaft“ - Aristoteles
BeitragVerfasst: 17. Oktober 2018, 11:45
Registriert: 2. September 2013, 16:42
Ich melde mich normalerweise nur selten im Forum, aber zu den Änderungen am Waffengesetz muss ich hier schon mal meine große Enttäuschung über die Performance des IWÖ kundtun. Ich bin in den Verein eingetreten um die Lobbyingarbeit, welche in unserem Sinne sein soll zu unterstützen.
Jetzt ist die FPÖ endlich in der Regierung und ich war der Meinung, dass der IWÖ nun endlich was in unserem Sinne erreichen kann. Dies scheint nicht der Fall zu sein. Egal woran das jetzt liegen mag muss man sich schon die Frage stellen, wozu man nun noch Mitglied bleiben soll.
Es werden hier sinnlose Verschärfungen wie bei der Magazinkapazität oder die weiterhin absurde willkürliche Festlegung von fast allen Halbautomaten als Kat A zememtiert statt verbessert.
Jeder Aufweichung des Rechts auf Waffenbesitz ist nur die Vorstufe zur nächsten Aufweichung. Wir könnten hier viel aus dem Vorgehen der NRA in den USA lernen, welche mittlerweile jegliche auch minimale Verschlechterung massiv bekämpfen - und dadurch imer mehr Zuspruch und Mitglieder bekommt.
Auch könnten wir uns ein Beispiel an vielen Ländern aus dem ehemaligen Ostblock nehmen.
Vielleicht würden sich die Waffenbesitzer in Österreich besser für den IWÖ mobilisieren lassen, wenn er härter und konsequenter auftreten würde.
BeitragVerfasst: 17. Oktober 2018, 14:06
Vor allem zum letzten Absatz ein vorbehaltloses JAAAAAAAAA!!!!!
Was die Verschärfungen angeht, kann man sich einerseits bei EU und andererseits bei der ÖVP und auch FPÖ „bedanken“. Bei der ÖVP weil sie den legalen Waffenbesitz abseits der Jagd verbieten möchte, bei der FPÖ weil sie den Koalitionsfrieden nicht gefährden will und daher auf manche sinnvollle Vereinfachung verzichtet hat.
Allerdings muss man auch sagen, dass weder ÖVP noch FPÖ den Mut hatten, die Regelungszuständigkeit der EU in puncto Waffenrecht zu beeinspruchen. Die Regierung hätte die Richtlinie zum Beispiel einfach nicht umsetzen können.
BeitragVerfasst: 17. Oktober 2018, 15:07
Ich möchte die IWÖ bitten, endlich das Verhältnis der §§45 und 35 zueinander eindeutig klären zu lassen, und gegebenenfalls eine klärende gesetzliche Neuregelung zu erwirken.
Im §45 sind Ausnahmen für bestimmte Waffen geregelt. Der §35 regelt das Führen von Waffen der Kat C (dzt. auch noch D). Was bitte hat das eine mit dem anderen zu tun?
.) Soll das nun heißen dass Waffen des §45 zu den Kat C Waffen gehören?
.) Soll das nun heißen dass Waffen des §45 auch von Jägern geführt werden dürfen, wenn der Jäger eine gültige Jagdkarte besitzt (arg §35 Abs2 Z2)?
BeitragVerfasst: 17. Oktober 2018, 19:59
Gesatten, wer von euch weiß eigentlich, wie hart und konsequent die IWÖ aufgetreten ist, bzw., ob sie zu wenig konsequent oder hart aufgetreten ist?
Eines weiß ich aber ganz gewiß, dass seit 2010 ein früherer Generalsektretär in besonders "konseqenter und harter" Weise gegeüber den Regierungsparteien und dem Ministerium aufgetreten ist. "Härter" ging es gar nicht mehr. Erreicht hat er aber nur eines: Die IWÖ war kein Gesprächspartner mehr für die Regierung und auch nicht für das Ministerium. Die IWÖ war in dieser Zeit klinisch tot.
Erst der neue Gereralsekretär hat wieder eine tragfähige Gesprächsbasis mit dem Ministerium hergestellt. Man sollte also schon die Kirche im Dorf lassen.
BeitragVerfasst: 18. Oktober 2018, 08:49
Ich verstehe die Frage nicht. Der §45 legt fest, dass bestimmte Schusswaffen grundsätzlich keiner Kategorie angehören und daher nur bestimmten Teilen des WaffG unterliegen. Somit ist der in der Liste der anzuwendenen Bestimmungen enthaltene §35 sinngemäß anzuwenden.
Das heißt beispielsweise:
- Der Inhaber eines Waffenpasses der Kategorie B darf zB. zusätzlich ein Paar Steinschlosspistolen in den Gürtel stecken und eine Muskete mit Luntenzündung mitführen (muss jedoch vor dem Einsteigen in die Straßenbahn die Waffen entladen, was für ziemliches Aufsehen sorgen würde).
- Der Besitzer einer Jagdkarte darf auch ein einschüssiges Perkussionsgewehr mitführen und (nach Maßgabe der landesgesetzlichen Vorschriften) damit jagen.
- Eine Schützenkompanie darf mit ihren vor 1871 erzeugten Gewehren ausrücken
- Sportschützen dürfen ihre ungeladenen Luft- oder CO2 Waffen auf dem Weg zum und vom behördlichen Schießstand offen mitführen, beispielsweise umgehängt auf dem Fahrrad.
BeitragVerfasst: 18. Oktober 2018, 08:52
Dem Vernehmen nach legt der EU Vertrag fest, dass die EU gar keine Rechtsgrundlage für die Harmonisierung der Waffengesetzgebung ihrer Mitglieder hat.
BeitragVerfasst: 18. Oktober 2018, 08:58
OK. Danke für die Ausführungen. Das habe ich bislang so in der Art nicht gesehen.

References: §45
 §35
 §45
 §45
 §35
 §45
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