Source: https://gesetze-in-app.de/BGB/166
Timestamp: 2018-08-15 20:33:29+00:00

Document:
§ 166 BGB: Willensmängel; Wissenszurechnung
BGH, Urteil vom 2.0.2015, Az. XI ZR 179/13 Steht diesen solches - typischerweise in Akten oder Dateien festgehaltenes Wissen (vgl. dazu BGH, Urteile vom 31. Januar 1996 - VIII ZR 297/94, WM 1996, 824, 825 f„ vom 2. Februar 1996 - VZR 239/94, BGHZ 132, 30, 35 und vom 15. Januar 2004 - IXZR 152/00, WM 2004, 720, 722; MünchKomm BGB/Schramm, 6. Aufl., § 166 BGB Rn. 20) - nicht zur Verfügung, muss sich die am Rechtsverkehr teilnehmende Organisation aus Gründen des Verkehrsschutzes so behandeln lassen, als habe sie von der betreffenden Information Kenntnis (Senatsurteile vom 15. April 1997 - XI ZR 105/96, BGHZ 135, 202, 206 und vom 24. November 2009 - XI ZR 260/08, WM 2010, 34 Rn. 23).
BGH, URTEIL vom 5.6.2014, Az. V ZR 183/13 13	(1)	In der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs ist anerkannt, dass sich der Gläubiger das Wissen eines Dritten entsprechend § 166 Abs. 1 BGB als eigene Kenntnis zurechnen lassen muss, wenn er den Dritten mit der Erledigung bestimmter Angelegenheiten in eigener Verantwortung betraut hat (BGH, Urteile vom 29. Januar 1968 - III ZR 118/67, NJW 1968, 988 f., vom 4. Februar 1997 - VI ZR 306/95, BGHZ 134, 343, 347 f. und vom 18. Januar 1994 - VI ZR 190/93, NJW 1994, 1150, 1151); dies gilt auch im Rahmen von §199 Abs. 1 Nr. 2 BGB (BGH, Urteile vom 23. Januar 2007 -XI ZR 44/06, BGHZ 171, 1 Rn. 35 und vom 23. Januar 2014 - III ZR 436/12, NJW 2014, 1294, Rn. 16).
BGH, URTEIL vom 4.4.2014, Az. I ZR 217/12 Der Anspruchsberechtigte muss sich nach dem Rechtsgedanken des § 166 BGB aber auch das Wissen derjenigen Personen zurechnen lassen, die von ihm mit der Tatsachenermittlung gerade zur Durchsetzung desjenigen Anspruchs beauftragt worden sind, um dessen Verjährung es geht (vgl. BGH, Urteil vom 23. Januar 2007 - XI ZR 44/06, BGHZ 171, 1 Rn. 35; Urteil vom 5. Juli 2011 - XI ZR 306/10, WM 2011, 2088 Rn. 33 mwN; Münch-Komm.BGB/Grothe, 6. Aufl., § 199 Rn. 34).
BGH, URTEIL vom 4.3.2014, Az. IX ZR 201/13 Vielmehr ist die Inkassogesellschaft als Empfangsbeauftragte zugleich Wissensvertreterin für die anfechtungsrechtlich maßgebende Kenntnis, die der Beklagten entsprechend § 166 Abs. 1 BGB zuzurechnen ist (vgl. BGH, Beschluss vom 12. März 2009 - IX ZR 85/06, WM 2009, 811 Rn. 3; Urteil vom 10. Januar 2013 -IXZR 13/12, ZIP 2013, 174 Rn. 26; vom 14. Februar 2013 - IX ZR 115/12, WM 2013, 567 Rn. 4 ff).
BGH, URTEIL vom 4.0.2014, Az. III ZR 436/12 BGB §166 Abs.1,§199Abs.1 Nr. 2 Eine entsprechend § 166 Abs. 1 BGB erfolgende Zurechnung des Wissens eines Vertreters des Gläubigers von den Anspruch begründenden Umständen im Sinne von § 199 Abs. 1 Nr. 2 BGB kommt auch dann nicht in Betracht, wenn sich der Anspruch zwar nicht gegen den Vertreter selbst richtet, jedoch mit einem gegen ihn gerichteten Anspruch in einem so engen Zusammenhang steht, dass auch hier die Befürchtung besteht, der Vertreter werde nicht zu einer sachgerechten Verfolgung des Anspruchs beitragen (Fortführung von BGH, Urteile vom 15. März 2011 - II ZR 301/09, NJW-RR 2011,832 und vom 12. Juni 1989 - II ZR 334/87, NJW-RR 1989, 1255).
BGH, URTEIL vom 4.0.2014, Az. III ZR 436/12 Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs ist die Vorschrift des §166 Abs. 1 BGB, der Kenntnisse des Vertreters dem Vertretenen zurechnet, im Rahmen des § 819 Abs. 1 BGB zu demindest entsprechend anwendbar (BGH, Urteile vom 25. März 1982 - VII ZR 60/81, BGHZ 83, 293, 295 f; vom 20. Februar 1979 - VI ZR 256/77, VersR 1979, 523, 526 und vom 29. März 1962 - VII ZR 238/60, WM 1962, 609, 610; so auch OLG Hamm, VersR 2009, 1416, 1417; OLG Köln, OLGR 1998, 141; Palandt/Sprau, BGB, 73. Aufl., § 819 Rn. 3).
BGH, URTEIL vom 4.0.2014, Az. III ZR 436/12 Aus diesem der Vorschrift des § 166 BGB innewohnenden allgemeinen Rechtsgedanken hat der Bundesgerichtshof hergeleitet, dass sich - unabhängig von dem Vorliegen eines Vertretungsverhältnisses - derjenige, der einen anderen mit der Erledigung bestimmter Angelegenheiten in eigener Verantwortung betraut, das in diesem Rahmen erlangte Wissen des anderen zurechnen lassen muss (BGH aaO).
BGH, URTEIL vom 4.0.2014, Az. III ZR 436/12 § 166 BGB ist in diesem Bereich wegen des Zwecks der Verjährungsvorschriften nicht anwendbar (BGH, Urteil vom 15. Oktober 1992 aaO; Gehrlein/Weinland, jurisPK-BGB, 6. Aufl., § 166 Rn. 18).
VGH München, Beschluss vom 4.4.2013, Az. 4 ZB 12.1393 Zwar lässt sich aus § 166 Abs. 1 BGB - unabhängig von einem bestehenden Vertretungsverhältnis - der allgemeine Rechtsgedanke ableiten, dass sich derjenige, der einen anderen mit der Erledigung bestimmter Angelegenheiten betraut hat, das in diesem Rahmen erlangte Wissen des anderen zurechnen lassen muss (BGH, U. v. 20.3.1982 - VII ZR 60/81 - NJW 1982,1585/1586 = BGHZ 83,293/296 m. w. N.).
BGH, URTEIL vom 2.2.2013, Az. XI ZR 46/11 Nach ständiger Rechtsprechung sind in analoger Anwendung von § 166 Abs. 1 BGB einem Geschäftsherrn aber auch Kenntnisse von Wissensvertretern zuzurechnen, die ohne Vertretungsmacht im Rechtsverkehr dazu berufen sind, eigenverantwortlich bestimmte Aufgaben des Geschäftsherrn zu erledigen und dabei anfallende Informationen diesem zur Kenntnis zu geben sowie gegebenenfalls weiterzuleiten (vgl. BGH, Urteile vom 24. Januar 1992 -VZR 262/90, BGHZ117, 104, 106f.und vom 15. März 2011 -VIZR 162/10, NJW2011, 1799 Rn. 14).
BGH, URTEIL vom 2.2.2013, Az. XI ZR 46/11 Die Zurechnung nach § 166 Abs. 1 BGB umfasst grundsätzlich auch Wissen, durch das Hinweis- und Warnpflichten des Geschäftsherrn gegenüber dem Vertragspartner begründet werden (vgl. BGH, Urteil vom 6. Mai 2008 - XI ZR 56/07, BGHZ 176, 281 Rn. 17 f.).
OLG München, Urteil vom 3.1.2013, Az. 7 U 2616/12 Hat der Wissensvertreter den Geschäftsherrn nur intern beraten, scheidet eine sinngemäße Anwendung von § 166 Abs. 1 BGB aus (vgl. BGH V ZR 262/90, BGH V ZR 239/94, BGH VIII ZR 297/94).
BGH, URTEIL vom 2.1.2012, Az. VI ZR 9/11 Das ist nach dem insoweit heranzuziehenden Rechtsgedanken des § 166 Abs. 1 BGB dann der Fall, wenn der informierte Bedienstete vom Anspruchsinhaber mit der Erledigung der betreffenden Angelegenheit, hier also mit der Geltendmachung von Regressansprüchen gegen den Schadensverursacher, in eigener Verantwortung betraut worden ist (st. Rspr. Senat, Urteile vom 15. März 2011 -VI ZR 162/10, VersR 2011, 682 Rn. 14; vom 25. Juni 1996 - VI ZR 117/95, BGHZ 133, 129, 139; vom 18. Januar 1994 -VIZR 190/93, VersR 1994, 491; vom 11. Februar 1992 -VI ZR 133/91, VersR 1992, 627, 628; vom 22. April 1986 -VI ZR 133/85, VersR 1986, 917, 918 sowie vom 19. März 1985 -VI ZR 190/83, VersR 1985, 735; BGH, Urteil vom 9. März 2000 - III ZR 198/99, VersR 2000, 1277, 1278).
BGH, URTEIL vom 2.1.2012, Az. VI ZR 9/11 Maßgebender Grund für eine Zurechnung des Wissens von Mitarbeitern anderer als der gerade handelnden Abteilungen entsprechend § 166 BGB ist der Schutz des Rechtsverkehrs (vgl. Senat, Urteil vom 27. März 2001 -VIZR 12/00 aaO; BGH, Urteile vom 2. Februar 1996 - VZR 239/94 aaO S. 35 ff.; vom 15. April 1997 -XI ZR 105/96 aaO und vom 31. Januar 1996 -VIIIZR 297/94, NJW 1996, 1205).
LG Dortmund, Urteil vom 3.11.2011, Az. 2 O 124/11 In subjektiver Hinsicht setzt Arglist neben der Kenntnis des Mangels voraus, dass der Verkäufer bzw. sein Vertreter (§ 166 Abs. 1 BGB) weiß oder für möglich hält, dass der Käufer den Fehler nicht kennt und er bei Offenbarung den Vertrag nicht oder zu demindest nicht mit dem vereinbarten Inhalt geschlossen hätte (BGH NJW 2011, 3640).
BGH, URTEIL vom 4.9.2011, Az. III ZR 252/10 Das ist nach dem insoweit heranzuziehenden Rechtsgedanken des § 166 Abs. 1 BGB dann der Fall, wenn der informierte Bedienstete vom Anspruchsinhaber mit der Erledigung der betreffenden Angelegenheit, hier also mit der Geltendmachung von Regressansprüchen gegen den Unfallverursacher, in eigener Verantwortung betraut worden ist (st. Rspr., vgl. z. B. BGH, Urteile vom 18. Januar 1994 -VIZR 190/93, NJW 1994, 1150, 1151, vom 25. Juni 1996, aaO S. 138 f; Senatsurteil vom 9. März 2000, aaO, S. 256, sowie Urteile vom 28. November 2006 - VI ZR 196/05, NJW 2007, 834, Rn. 5 und vom 15. März 2011 - VIZR 162/10, NZV 2011, 433, Rn. 14).
BGH, URTEIL vom 4.9.2011, Az. III ZR 252/10 Die von der Rechtsprechung zu § 166 BGB für den Bereich rechtsgeschäftlichen Handelns entwickelten Grundsätze zur Wissenszurechnung sind auf § 852 Abs. 1 BGB a.F. nicht anwendbar (vgl. z.B. BGH, Urteile vom 25. Juni 1996 - VIZR 117/95, aaO, S. 139; vom 28. November 2006 - VIZR 196/05, aaO und vom 27. März 2001 -VIZR 12/00, BGHReport2001, 567, 569).
LG Dortmund, Urteil vom 5.11.2009, Az. 3 O 109/08 Aufgrund des dieser Vorschrift zu entnehmenden allgemeinen Rechtsgedankens muss sich - unabhängig von einem Vertretungsverhältnis - derjenige, der einen anderen mit der Erledigung bestimmter Angelegenheiten in eigener Verantwortung betraut, das in diesem Rahmen erlangte Wissen des anderen zurechnen lassen (BGH NJW 1982, 1585; Palandt, § 166, Rn. 6, 6a und 7, Münchener Kommentar zu dem BGB, § 166 BGB, Rn. 40, 41).
LG Dortmund, Urteil vom 5.11.2009, Az. 3 O 109/08 Er war damit zu demindest bis Mai 2005 Verhandlungsgehilfe der Klägerin, was für eine Wissenszurechnung nach § 166 BGB ausreicht, auch wenn der Vertragsschluss erst später erfolgt (BGH NJW 1982, 1585; 1992, 899; Palandt, § 166, Rn. 6a).
BGH, URTEIL vom 3.11.2009, Az. XII ZR 146/07 22	(1) Nach § 166 Abs. 1 BGB kann dem Vertretenen das Wissen seines Vertreters grundsätzlich nur dann zugerechnet werden, wenn letzterer Vertretungsmacht hatte oder der Vertretene im Nachhinein das Handeln des Vertreters genehmigt hat (BGHZ 83, 293, 296; BGH Urteil vom 8. November 1991 - VZR 260/90 - NJW 1992, 899, 900; BGH Urteil vom 20. Januar 1989 - VZR 137/87- NJW-RR 1989, 650 und vom 29. März 2000 -VIIIZR 81/99- NJW 2000, 2272).
BGH, BESCHLUSS vom 4.2.2009, Az. IX ZR 85/06 3	Die	Tochter der Beklagten war als ihre Empfangsbeauftragte zugleich Wissensvertreterin für die anfechtungsrechtlich maßgebenden Kenntnisse, die der Beklagten entsprechend § 166 Abs. 1 BGB zuzurechnen waren (vgl. BGHZ 41, 17, 21 f).
LG Dortmund, Urteil vom 5.1.2008, Az. 3 O 170/05 Die Beklagten müssen sich die Kenntnisse ihrer Hilfspersonen auch der selbständigen Vermittler, entsprechend § 166 Abs. 1 BGB zurechnen lassen (BGH NJW 2004 S. 2156, NJW 1992, S. 899; Palandt § 166 Rn. 6, 6a, 8).
LG Dortmund, Urteil vom 5.1.2008, Az. 3 O 170/05 176 177Da sich die Beklagten der Kenntnis zu demindest geradezu verschlossen haben (die Beklagte zu 2 muss sich nach § 166 Abs. 1 BGB die Kenntnis der Beklagten zu 1 zurechnen lassen, weil die Beklagte zu 1 rechtsgeschäftliche Vertreterin der Beklagten zu 2 war), müssen sie sich nach dem Grundsatz von Treu und Glauben (der Strukturvertrieb erfolgte mit Wissen und Wollen und auch im Umsatzinteresse der Beklagten), im Interesse der Effektivierung des Verbraucherschutzes bei realkreditfinanzierten Wohnungskäufen, die nicht als verbundene Geschäfte behandelt werden können und um dem in den Entscheidungen des EuGH vom 25.10.2005 (C-350/03 und C-229/04) zu dem Ausdruck kommenden Gedanken des Verbraucherschutzes vor den Risiken von Kapitalanlagemodellen Rechnung zu tragen (BGH XI ZR 6/04 Rn. 50) auch so behandeln lassen, wie bei positiver Kenntnis (vgl. dazu auch BGH NJW 1999, 423, 2000, 952 und 2001, 1721).
LG Düsseldorf, Urteil vom 6.6.2007, Az. 14c O 171/06 am 18.07.2006 zugegangene Abmahnung – in die Akten eingeht, ersetzt die Wissenszurechnung über § 166 BGB die Nichtzuständigkeit (vgl. OLG Frankfurt GRUR RR 2001/199).
LG Dortmund, Urteil vom 5.2.2007, Az. 3 O 889/04 Die Beklagten müssen sich die Kenntnisse ihrer Hilfspersonen auch der selbständigen Vermittler, entsprechend § 166 Abs. 1 BGB zurechnen lassen (BGH NJW 2004 S. 2156, NJW 1992, S. 899; Palandt § 166 Rn. 6, 6a, 8).
LG Dortmund, Urteil vom 5.2.2007, Az. 3 O 889/04 162 163Da sich die Beklagten der Kenntnis zu demindest geradezu verschlossen haben (die Beklagte zu 2 muss sich nach § 166 Abs. 1 BGB die Kenntnis der Beklagten zu 1 zurechnen lassen, weil die Beklagte zu 1 rechtsgeschäftliche Vertreterin der Beklagten zu 2 war), müssen sie sich nach dem Grundsatz von Treu und Glauben (der Strukturvertrieb erfolgte mit Wissen und Wollen und auch im Umsatzinteresse der Beklagten), im Interesse der Effektivierung des Verbraucherschutzes bei realkreditfinanzierten Wohnungskäufen, die nicht als verbundene Geschäfte behandelt werden können und um dem in den Entscheidungen des EuGH vom 25.10.2005 (C-350/03 und C-229/04) zu dem Ausdruck kommenden Gedanken des Verbraucherschutzes vor den Risiken von Kapitalanlagemodellen Rechnung zu tragen (BGH XI ZR 6/04 Rn. 50) auch so behandeln lassen, wie bei positiver Kenntnis (vgl. dazu auch BGH NJW 1999, 423, 2000, 952 und 2001, 1721).
LG Dortmund, Urteil vom 5.11.2006, Az. 3 O 149/05 Die Beklagte muss sich die Kenntnisse ihrer Hilfspersonen auch der selbständigen Vermittler, entsprechend § 166 Abs. 1 BGB zurechnen lassen (BGH NJW 2004 S. 2156, NJW 1992, S. 899; Palandt § 166 Rn. 6, 6a, 8).
LG Dortmund, Urteil vom 5.11.2006, Az. 3 O 159/05 Die Beklagte muss sich die Kenntnisse ihrer Hilfspersonen auch der selbständigen Vermittler, entsprechend § 166 Abs. 1 BGB zurechnen lassen (BGH NJW 2004 S. 2156, NJW 1992, S. 899; Palandt § 166 Rn. 6, 6a, 8).
LG Dortmund, Urteil vom 5.11.2006, Az. 3 O 799/04 Die Beklagten müssen sich die Kenntnisse ihrer Hilfspersonen auch der selbständigen Vermittler, entsprechend § 166 Abs. 1 BGB zurechnen lassen (BGH NJW 2004 S. 2156, NJW1992, S. 899; Palandt § 166 Rn. 6, 6a, 8).
LG Dortmund, Urteil vom 5.11.2006, Az. 3 O 799/04 176Da sich die Beklagten der Kenntnis zu demindest geradezu verschlossen haben (die Beklagte zu 2 muss sich nach § 166 Abs. 1 BGB die Kenntnis der Beklagten zu 1 zurechnen lassen, weil die Beklagte zu 1 rechtsgeschäftliche Vertreterin der Beklagten zu 2 war), müssen sie sich nach dem Grundsatz von Treu und Glauben (der Strukturvertrieb erfolgte mit Wissen und Wollen und auch im Umsatzinteresse der Beklagten), im Interesse der Effektivierung des Verbraucherschutzes bei realkreditfinanzierten Wohnungskäufen, die nicht als verbundene Geschäfte behandelt werden können und um dem in den Entscheidungen des EuGH vom 25.10.2005 (C-350/03 und C-229/04) zu dem Ausdruck kommenden Gedanken des Verbraucherschutzes vor den Risiken von Kapitalanlagemodellen Rechnung zu tragen (BGH XI ZR 6/04 Rn. 50) auch so behandeln lassen, wie bei positiver Kenntnis (vgl. dazu auch BGH NJW 1999, 423, 2000, 952
BGH, URTEIL vom 2.10.2006, Az. VI ZR 196/05 Die von der Rechtsprechung zu § 166 BGB entwickelten Grundsätze zur Wissenszurechnung im rechtsgeschäftlichen Verkehr sind im Rahmen von § 852 BGB a.F. nämlich nicht anwendbar (Senatsurteile BGHZ 133, 129, 139 und vom 27. März 2001 - VI ZR 12/00- aaO, S. 865; BGH, Urteil vom 9. März 2000 - III ZR 198/99 -aaO).
LG Dortmund, Urteil vom 2.9.2006, Az. 3 O 88/05 241Angesichts der sich aus obigen Ausführungen ergebenden ihr gemäß § 166 BGB bzw. 31 BGB zurechenbaren Kenntnis der für die C3 Handlenden Finanzvorstandes B2, kann dahinstehen ob dessen Kenntnis überhaupt erforderlich ist, oder ob insoweit bereits - wozu die Kammer wie aufgezeigt meint- das Wissen auf Seiten der I und C-Gruppe ausgereicht hätte; für letzteres sprechen überzeugend auch die Überlegungen, die den Bundesgerichtshof in seinen jüngsten Entscheidungen zu dem Widerruf nach Haustürwiderrufgesetz veranlasst haben insoweit das ursprünglich aufgestellte Zurechnungserfordernis gemäß § 123 II BGB fallen zu lassen (vgl. BGH, Urteil vom 12.12.2005 II ZR 255/04) = WM 2006,22(221); BGH Urt. Vom 25.4.2006 XI ZR 193 / 04).
BGH, URTEIL vom 2.9.2006, Az. VI ZR 74/05 Nach den Grundsätzen, die die Rechtsprechung unter Heranziehung des Rechtsgedankens des § 166 Abs. 1 BGB zu dem so genannten Wissensvertreter entwickelt hat, muss sich derjenige, der einen anderen mit der Erledigung bestimmter Angelegenheiten in eigener Verantwortung betraut, das in diesem Rahmen erlangte Wissen des anderen zurechnen lassen; dies gilt insbesondere dann, wenn der Geschädigte bzw. dessen gesetzlicher Vertreter einen Rechtsanwalt mit der Aufklärung eines Sachverhalts beauftragt hat (vgl. BGHZ 83, 293, 296; Senat, Urteile vom 19. März 1985 - VI ZR 190/83 - VersR 1985, 735 f. und vom 16. Mai 1989-VI ZR 251/88 - aaO).
BGH, URTEIL vom 3.0.2006, Az. VIII ZR 398/03 Auch der Kaufmann J. B. , der sein Wissen gemäß § 166 Abs. 1 BGB den von ihm vertretenen Gesellschaften EVG GmbH und D. GmbH und als Geschäftsführer der Komplementär-GmbH auch der D. KG vermittelte (vgl. Senatsurteil vom 31. Januar 1996 -VIIIZR 297/94, NJW 1996, 1205, unter II 2 b aa), konnte sich nicht der Tatsache verschließen, dass die Gemeinde sich anschickte, unter seiner Mitwirkung ein für ihre Verhältnisse offensichtlich weit überdimensioniertes Projekt zu verwirklichen.
BGH, URTEIL vom 2.4.2003, Az. X ZR 245/00 In der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs ist zwar anerkannt, daß § 166 Abs. 1 BGB a.F. erweiternd auch auf sogenannte Wissensvertreter anzuwenden ist (BGHZ 117, 104, 106 f. m.w.N.;BGH, Urt. v. 31.1.1996 - VIII ZR 297/94, NJW 1996, 1205).
BGH, URTEIL vom 2.3.2003, Az. XI ZR 385/02 bb) Dasselbe gilt für die Kenntnis des Rechtsanwalts, den der Kläger Ende 1996 mit der Aufklärung des Sachverhalts sowie der Geltendmachung von Schadensersatzansprüchen beauftragt hat und dessen in diesem Rahmen erlangtes Wissen er sich entsprechend § 166 Abs. 1 BGB zurechnen lassen muß (vgl. BGH, Urteile vom 16. Mai 1989 - VI ZR 251/88, NJW 1989, 2323 und vom 18. Januar 1994 - VI ZR 190/93, NJW 1994, 1150, 1151, jeweils m.w.Nachw.).
BGH, URTEIL vom 2.3.2003, Az. XI ZR 386/02 bb) Dasselbe gilt für die Kenntnis des Rechtsanwalts, den der Kläger im April 1997 mit der Aufklärung des Sachverhalts sowie der Geltendmachung von Schadensersatzansprüchen beauftragt hat und dessen in diesem Rahmen erlangtes Wissen er sich entsprechend § 166 Abs. 1 BGB zurechnen lassen muß (vgl. BGH, Urteile vom 16. Mai 1989 - VI ZR 251/88, NJW 1989, 2323 und vom 18. Januar 1994 - VI ZR 190/93, NJW 1994, 1150, 1151, jeweils m.w.Nachw.).
BGH, URTEIL vom 2.2.2003, Az. XI ZR 227/02 Daß sich in den Fällen, in denen das Rechtsgeschäft aufgrund einer bindenden Weisung des Vertretenen im Sinne des § 166 Abs. 2 BGB zustande gekommen ist, bei wertender Betrachtung eine andere rechtliche Beurteilung ergeben kann (vgl. Senat BGHZ aaO S. 228 f.), ist hier ohne Bedeutung.
BGH, URTEIL vom 5.8.2002, Az. V ZR 320/01 Auch eine Anwendung der Grundsätze der Wissenszurechnung nach § 166 Abs. 1 BGB analog kommt nicht in Betracht, weil die GmbH in den persönlichen Angelegenheiten des Wohnungseigentümers eine rechtlich und organisatorisch selbständige Dritte ist, so daß eine Wissenszurechnung unter dem Gesichtspunkt der Pflicht zur ordnungsgemäß organisierten Kommunikation (BGHZ 117, 104, 106 f) ausscheidet (vgl. Senatsurt. v. 22. November 1996, V ZR 196/95, NJW-RR 1997, 270 m.w.N.).
BGH, Urteil vom 2.4.2000, Az. XI ZR 220/99 § 166 Abs. 1 BGB, der seine Rechtfertigung im Gedanken der Zurechenbarkeit findet, ist im Rahmen des §819 Abs. 1 BGB zu demindest entsprechend anwendbar (BGHZ 83, 293, 295).
BGH, URTEIL vom 4.9.1997, Az. III ZR 309/95 Trifft dies zu, so ist die dem Beklagten erteilte 'Vollmacht' so auszulegen, wie sie aufgrund der von der Kläger mit der Mutter geführten Gespräche verstanden werden durfte (vgl. BGH, Urteil vom 13. Februar 1989 - II ZR 179/88 - NJW-RR 1989, 931, 932 unter Hinweis auf § 166 Abs. 1 BGB; MünchKomm-BGB/Schramm, 3. Aufl., § 166 Rdn. 15; für die Auslegung einer Willenserklärung bzw. eines Vertrags nach § 63 ZGB kann nichts anderes gelten).
BGH, Urteil vom 3.2.1997, Az. XII ZR 287/95 Nur wenn eine Partei einen Dritten mit der Tatsachenermittlung gerade zur Durchsetzung desjenigen Anspruchs, um dessen Verjährung es konkret geht, beauftragt und ihm die insoweit erforderliche Kenntnisnahme rechtserheblicher Tatsachen übertragen hat, muß sie die Kenntnis dieses 'Wissensvertreters' nach dem § 166 BGB zugrundeliegenden Rechtsgedanken gegen sich gelten lassen (BGH Urteile vom 15. Oktober 1992 und 29. Januar 1968 aaO).
BGH, URTEIL vom 4.10.1995, Az. IX ZR 222/94 Die Klägerin muß sich entsprechend § 166 Abs. 1 BGB zurechnen lassen, daß ihre Mitarbeiter die eine Sittenwidrigkeit begründenden Umstände gekannt haben oder hätten kennen müssen (vgl. BGHZ 83, 293, 296; Becker DZWir 1994, 397, 407); ein Verschulden ihrer Bediensteten hat die Klägerin gemäß § 278 BGB zu vertreten (vgl. BGH, Urt. v. 24. Februar 1994 - IX ZR 227/93, aaO 684).-
BGH, URTEIL vom 4.10.1994, Az. III ZR 50/94 Diesem Arglistaufwand ist er auch dann ausgesetzt, wenn der Vorwurf des widersprüchlichen Verhaltens auf ein Tätigwerden seines Vertreters zürückzuführen ist (§ 166 Abs. 1 BGB; vgl. hinsichtlich der Zurechnung der Arglist des Vertreters im Falle des § 463 BGB BGHZ 117, 104).
BGH, URTEIL vom 4.5.1994, Az. IX ZR 94/93 Das Wissen oder Nichtwissen eines Vertreters ist auch insoweit maßgebend, als es sich auf die Erkennbarkeit der Zahlungsunfähigkeit bezieht (§ 166 Abs. 1 BGB; vgl. BGH, Urt. v. 22. November 1990 - IX ZR 103/90, NJW 1991, 980, 981).
BGH, Urteil vom 2.4.1992, Az. VI ZR 230/91 Damit ist insoweit für die Kenntnis oder das Kennenmüssen bestimmter Umstände nach dem in § 166 Abs. 1 BGB zu dem Ausdruck gekommenen allgemeinen Rechtsgedanken (vgl. BGHZ 83, 293, 296) auf den Haftpflichtversicherer abzustellen (vgl. Senatsurteil vom 3. April 1973 - VI ZR 58/72 - VersR 1973, 711, 713).
BGH, URTEIL vom 5.1.1992, Az. V ZR 268/90 c)	Dies schließt aber nicht aus, der Beklagten zu 2 die Kenntnis des Beklagten zu 1 entsprechend § 166 BGB zuzurechnen, wenn er für sie als Verhandlungsgehilfe tätig geworden ist (BGHZ 55, 307, 311 f; BGH, Urt. v. 13. Februar 1989,
BGH, URTEIL vom 5.1.1992, Az. V ZR 268/90 Dies ist aber Voraussetzung der Zurechenbarkeit des Wissens des Verhandlungsbeauftragten entsprechend § 166 Abs. 1 BGB (BGHZ 55, 307, 311 f; Soergel/ Leptien, BGB 12. Aufl., § 166 Rdn. 6).
BGH, URTEIL vom 5.11.1991, Az. V ZR 310/89 In sinngemäßer Anwendung von § 166 Abs. 1 BGB muß sich ein Ehegatte die Kenntnis des anderen aber selbst dann zurechnen lassen, wenn sie im Rahmen einer Tätigkeit erlangt ist, mit deren eigenverantwortlicher Wahrnehmung er den anderen unabhängig von einem Vertretungsverhältnis betraut hat (BGHZ 83, 293, 296 m.N.).
BGH, URTEIL vom 4.11.1990, Az. III ZR 333/89 Anerkannt ist beispielsweise, daß der Vollmachtgeber gemäß § 27 8 BGB für ein Verschulden des Verhandlung'sgehilfen bei den vorvertraglichen Verhandlungen einstehen (Larenz S, 613) und sich entsprechend § 166 BGB sein Wissen zurechnen lassen muß (vgl. BGHZ 82, 219, 222?
BGH, URTEIL vom 1.1.1989, Az. II ZR 179/88 Denn die Beklagte muß sich die Kenntnis ihres Verhandlungsbevollmächtigten Dr. iMm entsprechend § 166 Abs. 1 BGB zurechnen lassen (vgl. BGHZ 55, 307, 311).
BGH, URTEIL vom 1.11.1987, Az. II ZR 157/87 9 dessen Wissen in entsprechender Anwendung des § 166 Abs. 1 BGB abzustellen ist (vgl. BGH, Urt. v. 10. Dezember 1973, XI ZR 138/72, WM 1974, 154; Urt. v. 11. Juli 1974 - II ZR 98/73, WM 1974, 1000, 1001; Canaris a.a.O.Rdnr. 797), hat auf jeden Fall die Vorderseite des Schecks in Augenschein zu nehmen und zu überprüfen, ob eine wirksame Scheckurkunde vorliegt.
BGH, URTEIL vom 5.2.1987, Az. V ZR 27/86 Die Feststellungen des Berufungsgerichts rechtfertigen auch die Auffassung, daß der zu dem Vertragsabschluß bevollmächtigte Zweitbeklagte, dessen Kenntnis sich die Erstbeklagte nach § 166 Abs. 1 BGB zurechnen lassen muß (RGZ 83, 241, 244; BGHZ 40, 42, 45), den Fehler arglistig verschwiegen hat {§ 463 Satz 2 BGB).
BGH, URTEIL vom 4.3.1984, Az. IX ZR 71/83 Die Regelung des § 166 Abs. 1 BGB enthält insoweit einen allgemeinen Rechtsgedanken (vgl. BGHZ 83, 293, 296).
BGH, URTEIL vom 4.2.1982, Az. VII ZR 60/81 Der Bundesgerichtshof hat deshalb wiederholt bei einem der Interessenlage zwischen Vertreter und Vertretenem vergleichbaren Sachverhalt § 166 Abs. 1 BGB entsprechend angewendet (vgl. BGHZ 32, 53, 56 f; 41, 17, 21 f; 42, 63, 64; BGH NJW 1974, 458, 459).
BGH, URTEIL vom 1.9.1981, Az. VIII ZR 235/80 b) Das Berufungsgericht ist zutreffend davon ausgegangen, daß der Beweis für die die Bösgläubigkeit des Pfandgläubigers begründenden Umstände dem Eigentümer obliegt (vgl. BGH, Urteil vom 18. Mai 1958 - VIII ZR 432/56 = WM 1958, 754) und daß die Beklagte sich die Kenntnis oder das Kennenmüssen der Angestellten der Pfandkreditanstalt gemäß § 166 Abs. 1 BGB zurechnen lassen muß (BGB - RGRK,
BGH, URTEIL vom 5.11.1976, Az. V ZR 235/75 1. Das Berufungsgericht ist zutreffend in Übereinstimmung mit der Entscheidung des erkennenden Senats vom 24. Juni 1964 (BGHZ 42» 63) davon ausgegangen» daß Vorsatz oder grobe Fahrlässigkeit des Architekten beim Überbau in entsprechender Anwendung des § 166 BGB dem Grundstückseigentümer zuzurechnen ist.
BGH, URTEIL vom 5.11.1976, Az. V ZR 235/75 fahrlässig herbeigeführt haben, könnte daher nur mit einer entsprechenden Anwendung des § 166 BGB begründet werden (BGH aaO).
BGH, URTEIL vom 5.11.1976, Az. V ZR 235/75 Diese Erwägung hat die Rechtsprechung veranlaßt, § 166 BGB nicht nur bei der Abgabe von Willenserklärungen (Fall der unmittelbaren Anwendung des § 166 BGB), sondern unter bestimmten Voraussetzungen auch im Rahmen bloß tatsächlicher Dienste des Dritten anzuwenden (vgl. hierzu BGHZ 32, 53? 41, 17; 42, 63).
BGH, vom 4.0.1967, Az. II ZR 37/64 In einem solchen Eslle muß der Versicherungsnehmer in entsprechender Anwendung des § 166 Abs. 1 BGB für die Erklärungen seines Vertreters einstehen (RGZ 97, 279» 281/82; 159, 243, 246; BGH VersR 1952, 428).

References: § 166
 § 166
 §199
 § 166
 § 199
 § 166
 §166
 § 166
 § 199
 §166
 § 819
 § 819
 § 166
 § 166
 § 166
 § 166
 § 166
 § 166
 § 166
 BGH 
 BGH 
 BGH 
 § 166
 § 166
 § 166
 § 166
 § 852
 § 166
 § 166
 § 166
 § 166
 § 166
 BGH 
 BGH 
 § 166
 § 166
 § 166
 § 166
 EuGH 
 BGH 
 § 166
 § 166
 § 166
 § 166
 EuGH 
 BGH 
 § 166
 § 166
 § 166
 § 166
 § 166
 § 166
 § 166
 EuGH 
 BGH 
 § 166
 § 852
 § 166
 § 123
 BGH 
 § 166
 § 166
 § 166
 § 166
 § 166
 § 166
 § 166
 § 166
 §819
 § 166
 § 166
 § 63
 § 166
 § 166
 § 278
 § 463
 § 166
 § 166
 § 166
 § 166
 § 166
 § 27
 § 166
 § 166
 § 166
 § 166
 § 166
 § 166
 BGH 
 § 166
 § 166
 § 166
 § 166
 § 166
 § 166
 BGH