Source: http://www2.lubw.baden-wuerttemberg.de/public/abt2/dokablage/oac_12/vo/1/1232.htm
Timestamp: 2018-11-17 22:20:01+00:00

Document:
1.232 Scheuelberg
Verordnung des Regierungspräsidiums Stuttgart über das Naturschutzgebiet »Scheuelberg« vom 3. September 1998 (GBl. v. 30.09.1998, S. 555).
Die in § 2 näher bezeichneten Flächen auf dem Gebiet der Städte Schwäbisch Gmünd und Heubach, Ostalbkreis, werden zum Naturschutzgebiet erklärt. Das Naturschutzgebiet führt die Bezeichnung »Scheuelberg«.
(1) Das Naturschutzgebiet hat eine Größe von rund 119 ha. Es umfaßt nach dem Stand vom 24. März 1997:
auf dem Gebiet der Stadt Schwäbisch Gmünd, Gemarkung Bargau, die Flurstücke Nrn. 211/4 (Teil), 1118/2 (Teil), 1118/3, 1118/4 (Teil), 1118/5, 1132, 1132/1, 1132/2 und 1132/3;
auf dem Gebiet der Stadt Heubach, Gemarkung Heubach, die Flurstücke Nrn. 420, 431 (Teil), 432, 433, 434, 434/1 (Teil) und 435 (Teil);
auf dem Gebiet der Stadt Heubach, Gemarkung Heubach, Flur 1 (Beuren), die Flurstücke Nrn. 174, 175, 180, 181, 182/1 (Teil), 192/3, 192/4, 192/5, 193/1-/17, 194/1, 194/2, 194/3 (Teil), 194/4, 196, 198 und 199;
auf dem Gebiet der Stadt Heubach, Gemarkung Heubach, Flur 2 (Buch), die Flurstücke Nrn. 433 (Teil) und 434.
(2) Das Schutzgebiet ist in einer Übersichtskarte des Regierungspräsidiums Stuttgart vom 24.März 1997 im Maßstab 1:25000 schwarz umgrenzt und flächig rot angelegt sowie in einer Detailkarte des Regierungspräsidiums Stuttgart vom 24. März 1997 im Maßstab 1:2500 schwarz umgrenzt und rot angeschummert eingetragen. Die Karten sind Bestandteil der Verordnung. Die Verordnung mit Karten wird beim Regierungspräsidium Stuttgart in Stuttgart, beim Landratsamt Ostalbkreis in Aalen und beim Bürgermeisteramt der Stadt Schwäbisch Gmünd in Schwäbisch Gmünd auf die Dauer von zwei Wochen, beginnend am achten Tag nach Verkündung dieser Verordnung im Gesetzblatt, zur kostenlosen Einsicht durch jedermann während der Sprechzeiten öffentlich ausgelegt.
Schutzzweck ist die Erhaltung, Förderung und Wiederherstellung einer vielfältigen Landschaft mit naturnahen Buchenwald- und Steppenheidegesellschaften, Wacholderheiden, Grünländern, Äckern und Feldhecken in ihrer für die Nordost-Alb repräsentativen, jedoch selten gewordenen Mischung. In ihrer Kombination sind diese Landschaftsteile Lebensräume einer Vielzahl von Tier- und Pflanzengemeinschaften, die andernorts stark rückgängig und daher heute bedroht sind.
14. außerhalb der besonders ausgewiesenen Wege und Flächen zu reiten;
17. das Gebiet außerhalb der vorhandenen Wege zu betreten;
20. an den Felsen zu klettern.
a) weitere Hochsitze nicht auf Heideflächen und nur aus naturbelassenen Hölzern erstellt werden,
b) Fütterungsplätze auf den Wald beschränkt bleiben und ihre Gesamtzahl nicht erhöht wird,
c) auf Heideflächen keine Kirrplätze angelegt werden;
2. für die ordnungsgemäße landwirtschaftliche Nutzung in der bisherigen Art und im bisherigen Umfang, ausgenommen Maßnahmen nach § 4 Abs. 2 Nr. 13; zulässig ist bei Wirtschaftsgrünland der Übergang von Wiesen zu Weidenutzung und umgekehrt, sowie die Umwandlung von Ackerland in Grünland; bei Weidenutzung ist das Errichten von landschaftsgerechten oder die Verwendung von mobilen Weidezäunen zulässig; der Umbruch von Dauergrünland (mehr als fünf Hauptnutzungsjahre) ist nicht zulässig;
3. für die ordnungsgemäße forstwirtschaftliche Nutzung, ausgenommen Maßnahmen nach § 4 Abs. 2 Nr. 13 und mit der Maßgabe, daß die naturnahen Buchenwaldgesellschaften erhalten bleiben und die Waldflächen nicht gekalkt oder gedüngt werden;
Schutz- und Pflegemaßnahmen werden in einem Pflegeplan oder durch Einzelanordnungen der höheren Naturschutzbehörde - im Wald im Einvernehmen mit dem zuständigen Staatlichen Forstamt - festgelegt. Ziel der Schutz- und Pflegemaßnahmen ist die Förderung der naturnahen Buchenwaldgesellschaften, wobei einzelstammweise bis kleinflächige Nutzung, Naturverjüngung und das Belassen eines größeren Anteils von stehendem Alt- und Totholz angestrebt wird. Die Nadelholzbestände sollen langfristig in naturnahe Laubwälder umgebaut werden. Ziel der Schutz- und Pflegemaßnahmen ist ferner, die Steppenheidekomplexe und Wacholderheiden zu fördern und in beweidbarem Zustand zu erhalten.
(2) Ordnungswidrig im Sinne des § 40 Abs.2 Nr. 7 LJagdG handelt, wer im Naturschutz­gebiet vorsätzlich oder fahrlässig entgegen § 4 und § 5 dieser Verordnung die Jagd ausübt.
die Verordnung des Regierungspräsidiums Stuttgart über das Landschaftsschutzgebiet »Kaltes Feld bis Rosenstein« vom 4. November 1974 (GBI. S. 490) für den Geltungsbereich dieser Verordnung,
die Naturdenkmal-Sammelverordnung des Landratsamtes Ostalbkreis vom 4. September 1984 (Amtsblatt des Ostalbkreises vom 14. September 1984), soweit sie sich auf die Naturdenkmale 14/3 (Scheuelberg-Ostfelsen), 14/4 (Scheuelberg-Felsenreihe mit Höhlen) und 34/1 (Scheuelberg-Westfelsen) bezieht,
STUTTGART, den 3. September 1998

References: § 2
 § 4
 § 4
 § 40
 § 4
 § 5