Source: http://blogabissl.blogspot.it/2015/
Timestamp: 2017-09-22 04:30:33+00:00

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blog a bissl: 2015
Istanbul, blaue Moschee, 9. 6. 2014.
Eine junge Frau versucht gemeinsam mit ihrem Mann
oder Freund im öffentlichen Teil zu beten.
Ein Wächter verweist sie kompromisslos hinten
auf den separaten Gebetsbereich für Frauen.
Foto Jörn, mehr im Album Istanbul
»Seine Rechtsgelehrten hatten schon 1986 für das Selbstmordattental den Terminus ›Märthyrertod-Operation‹ (›amaliya istischhadiya‹) eingeführt und damit jeglichen Bezug auf zum islamrechtlich verbotenen Selbstmord verwischt«, schreibt Joseph Croitoru. »Der IS macht im Grundsatz nicht viel anderes als die Herrscher Saudi­arabiens oder Irans: Er benutzt den Koran als Waffe. Der Koran ist ein rauchender Colt«, Necla Kelek.
Wenn wir für einmal das Vorurteil, der Islam sei gewalttätig, gelten lassen und uns damit auseiandersetzen, kommen wir sofort zur Frage: und wir? Sind »wir« friedlich? Wenn Andreas L. am 24. März 2015 einen Airbus mit 150 Menschen in den Berg steuert, dann war das kein Moslem – er hat seine Untat aber auch nicht mit dem Willen Gottes erklärt. (Und wenn, so wäre ein Aufschrei durchs Christentum gelaufen.)
Und dann: Wo beginnt Gewalt? Muss es gleich Tod und Verderben sein? Steini­gun­gen? Verführung ganzer Schulklassen von Mädchen in Afrika oder Jugendlichen in Mexiko? Oder reicht es, wenn Frauen nicht mit Männern in der Moschee beten dürfen? Wenn sie hinten im Eck verschwinden müssen, unter Kopftüchern, hinter Schleiern? Auch das ist schon Gewalt, und wenn’s »nur« eine Sitte ist. Trivial: Wie oft habe ich schon einer Frau das Männerklo freigehalten, wenn’s Not tat.
Was hilft gegen Gewalt? »Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst.« – Es ist kein anderes Gebot größer denn diese (Markus 12.31), womit Gottes- und Nächstenliebe gleichgesetzt werden, Worte Jesu Christi. Davon leitet sich ab, dass Christen in erster Linie liebevoll sein sollen – was sie oft genug nicht sind, und auch nicht waren. Trotzdem: Die Richtung stimmt.
Mir fällt auf, dass im hiesigen Christentum die Moral keine Rolle mehr spielt. Besonders die drohende Hölle wird totgeschwiegen. Wir machen’s uns hienieden bequem, vom Himmel kommt das Internet. Pfingsten, wie Angela Merkel fragt? »Mir kommt einfach vor, dass es mit der Christlichkeit im Alltag bei uns auch nicht besonders weit her ist – womit treten wir also dem Islam gegenüber?«, fragt meine Tochter.
Zuerst komme Frieden, dann Gerechtigkeit. Da müssen wir die Prioritäten ändern; kleines, »harmloses« Beispiel: Es wird immer von der völkerrechtswidrigen Annektion der Krim gesprochen, nie von der friedlichen!
Zum Schluss zum Extrem. Wollten wir mit Gewalt Attentate verhindern, so bliebe am Ende nichts anderes übrig als das, was die Wehrmacht gegen Partisanen tat. Und davor b’hüt uns Gott!
Angela Merkel über Islamisierung, 3:35-Video der SRF vom 3.9. 2015
Leider kann ich nicht verifizieren, ob die Übersetzung des Predigers während des Haddsch korrekt ist. Hier das Video auf Facebook.
Sonst kann man nur hoffen, dass auch viele der frommen Teilnehmer nichts verstehen …
Kriegerischer Islam? – noch mit Fragezeichen
Link hierher http://blogabissl.blogspot.com/2015/11/islam-gewalttatig.html
Nachträgliche« Links:
• »Das große arabische Aber«, Zeit online
• »Islamisierung Europas«, die Presse (lang)
• »Ein theologischer Diskurs ist nötig«, meint Martin Grichting in einem Meinungsbeitrag in der NZZ vom 27.11.15 (int.Ausg.), leider nur für Abonnenten online verfügbar. – Update: Hier ist er online.
»Eine Religion, die aufgrund ihrer Glaubenslehre Säkularität ermöglicht, hat andere Aufgaben und Potenziale als eine Religion, die ein monistisches System begründer, die alles unter ein Grundprinzip stellt«, schreibt er, das Christentum mit sowohl »Schöpfungs-« als auch »Offenbarungsordnung« dem Kalifat-fördernden Islam gegenüberstellend. Dabei lobt er die Gedanken von Ernst-Wolfgang Böckenförde.
Eingestellt von Fritz Jörn (Fritz@Joern.De) am 18.11.15 Keine Kommentare:
Eingestellt von Fritz Jörn (Fritz@Joern.De) am 11.11.15 Keine Kommentare:
Aus dem genannten Spiegel-Artikel
Ich will mir ein paar Fakten zusammensuchen, obwohl sie von der aktuellen Entwicklung buchstäblich überrant werden.
Gemeinhin werden die Ausländer, die hilfesuchend über die deutschen Grenzen strömen, als »Flüchtlinge« bezeichnet (amtlich auch »Zuwanderungsgeschehen«). Zu »anerkannten Flüchtlingen« werden »Asylsucher« aber ert nach einem langen Prozess. So waren am 31. August 2015 laut Spiegel 300.000 Asylanträge »anhängig«, das heißt mehr oder weniger in Arbeit. Im September sollen rund 23.000 Asylanträge bearbeitet worden sein, wobei 38 Prozent der Antragsteller als Flüchtlinge anerkannt worden sind. Daraus lässt sich leicht eine zeitliche Prognose für die »hängigen« Verfahren ableiten. Schon jetzt dauern die Verfahren rund ein Jahr (Quelle).
Herkunftsländer. Quelle Wikipedia. Grafik klickbar!
Genaueres liest sich bei der Wikipedia so: »Asylberechtigte nach Art. 16a GG erhalten eine Aufenthaltserlaubnis nach § 25 Abs. 1 AufenthG, anerkannte Flüchtlinge nach § 3 Abs. 1 AsylG erhalten eine Aufenthaltserlaubnis nach § 25 Abs. 2 Alt. 1 AufenthG. Ausländern, denen subsidiärer Schutz (§ 4 Abs. 1 AsylG) gewährt wird, erhalten eine Aufenthaltserlaubnis nach § 25 Abs. 2 Alt. 2 AufenthG. Werden Abschiebungsverbote nach § 60 Abs. 5 und 7 AufenthG festgestellt, erhalten die Personen in der Regel eine Aufenthaltserlaubnis nach § 25 Abs. 3. Letztere erhielten bis zum Inkrafttreten des Zuwanderungsgesetzes am 1. Januar 2005 vielfach nur eine Duldung.«
Dazu kommen meines Erachtens EU-Binnenmigranten (2014 mehr als Flüchtlinge von außerhalb, 2012 58%, 2013), die hier frei einreisen, dazu kommen unregistrierte Einwanderer, die hier ohne Papiere leben. Jede Statistik erfasst nur Teile.
Der Spiegel beruft sich auf das Bundesministerium für Migration und Flüchtlinge, das hier veröffentlicht.
Eine klare Darstellung bringt Baden-Württemberg hier. In Bayern ist das »Staatsministerium für Arbeit und Soziales, Familie und Integration« für Flüchtlinge zuständig, da mag man hier weitersuchen. Die Bundesregierung ist meines Erachtens überhaupt nicht für Asylanten zuständig, außer dass sie dazu Meinungen äußert (»Wir stemmen das«) und Geld gibt. Aufnehmen tun die Flüchtlinge die Kommunen. Ein Binnendurcheinander, das zu Streit führt, etwa in der Welt nachzulesen.
Zu Abschiebungen und Zurückschiebungen gibt es eine Bundestagsdrucksache vom Februar 2015 hier: »Im Jahr 2014 wurden insgesamt 8557 Abschiebungen auf dem Luftweg vollzogen.«. Interessant ist dort auch die Statistik über »Zurückweisungen. Zurückschiebungen und Abschiebungen« (Statistik endet 2006).
Das erst einmal zu amtlichen Statistiken.
http://blogabissl.blogspot.com/2015/11/fluchtlinge-statistisch.html
Eingestellt von Fritz Jörn (Fritz@Joern.De) am 3.11.15 Keine Kommentare:

References: Art. 16
 § 25
 § 3
 § 25
 § 25
 § 60
 § 25