Source: https://www.kreis-stormarn.de/freizeit-und-tourismus/naturschutzgebiete/nsgvo/stapelfelder-moor.html
Timestamp: 2019-03-24 15:14:49+00:00

Document:
Landesverordnung über das Naturschutzgebiet "Stapelfelder Moor" – Kreis Stormarn
Landesverordnung über das Naturschutzgebiet "Stapelfelder Moor"
Vom 6. November 1995
Gl.-Nr.: 791-4-171
Fundstelle: GVOBl. Schl.-H. 1996 S. 28
§ 2 geändert (LVO zur Anpassung von Rechtsvorschriften an geänderte Zuständigkeiten der obersten Landesbehörden und geänderte Ressortbezeichnungen v. 13.2.2001, GVOBl. S. 34)
Aufgrund des § 17 Abs. 1 des Landesnaturschutzgesetzes verordnet die Ministerin für Natur und Umwelt die folgenden §§ 1 bis 8 mit Ausnahme des § 5 Abs. 1 Nr. 3;
aufgrund des § 39 Abs. 1 Nr. 8 des Landesjagdgesetzes verordnet der Minister für Ernährung, Landwirtschaft, Forsten und Fischerei die folgenden §§ 4 Abs. 1 Satz 2 Nr. 13, 5 Abs. 1 Nr. 3 und § 8 Abs. 1:
(1) Das Stapelfelder Moor in der Gemeinde Stapelfeld, Kreis Stormarn, wird zum Naturschutzgebiet erklärt.
(2) Das Naturschutzgebiet wird mit der Bezeichnung "Stapelfelder Moor" unter Nummer 166 in das beim Ministerium für Umwelt, Naturschutz und Landwirtschaft als oberste Naturschutzbehörde geführte Verzeichnis der Naturschutzgebiete eingetragen.
(1) Das Naturschutzgebiet ist rund 16 ha groß und liegt südlich des Ortes Stapelfeld zwischen der Landesgrenze zur Hansestadt Hamburg und der Bundesautobahn A 1 bei Rahlstedt. Es umfasst den östlichen Teil des bereits auf dem Gebiet der Hansestadt Hamburg als Naturschutzgebiet ausgewiesenen Stapelfelder Moores mit den angrenzenden Wiesen und Wäldern.
(2) Die Grenze des Naturschutzgebietes ist in der Abgrenzungskarte im Maßstab 1:5.000 rot eingetragen. Sie verläuft auf der dem Gebiet zugewandten Seite der roten Linie. Die Ausfertigung der Karte ist beim Ministerium für Umwelt, Naturschutz und Landwirtschaft, oberste Naturschutzbehörde, 24149 Kiel, verwahrt. Die Karte ist Bestandteil dieser Verordnung.
Ministerium für Umwelt, Naturschutz und Landwirtschaft - Oberste Jagdbehörde -, 24105 Kiel,
Landrat des Kreises Stormarn - Untere Naturschutzbehörde -, 23843 Bad Oldesloe,
Amtsvorsteher des Amtes Siek, 22962 Siek,
(1) Das Naturschutzgebiet besteht aus einer offenen Wasserfläche mit randlichen Verlandungszonen sowie offenen Heide-Pfeifengrasbeständen bis zu dichten Birken und Weidengebüschen mit stark wechselnden Wasserständen. Einbezogen sind randliche, zum Teil zeitweise überflutete Grünlandbereiche sowie ungenutzte Birkenwäldchen und ein gut ausgebildetes landschaftsbildprägendes Knicknetz mit alten Überhältern.
(2) Schutzzweck ist es, die Natur in diesem Gebiet in ihrer Gesamtheit zu erhalten. Insbesondere gilt es,
die verbliebenen naturnahen Niedermoor- und Heideflächen,
den ursprünglichen nährstoffarmen Moorweiher und die weitgehend ungenutzten Gehölzbestände,
die an das Moor angrenzenden Feuchtwiesen und
(3) Soweit es zum Schutz dieses Gebietes und seiner Bestandteile, insbesondere zur Erhaltung oder Entwicklung bestimmter gefährdeter Pflanzen- und Tierarten und ihrer Ökosysteme erforderlich ist, sind entsprechende Schutz- und Entwicklungsmaßnahmen durchzuführen.
Anlagen zur Entwässerung eines Grundstückes zu errichten oder die bestehenden Grundstücksentwässerung zu verändern;
die auf den Schutzzweck ausgerichteten Pflege- und Entwicklungsmaßnahmen der im Naturschutzgebiet befindlichen Flächen auf der Grundlage der Empfehlungen des Landesamtes für Naturschutz und Landschaftspflege;
die ordnungsgemäße Ausübung des Jagdrechtes im Sinne des § 1 des Bundesjagdgesetzes; nicht zulässig ist es, geschlossene Hochsitze oder Jagdhütten zu errichten oder Entenkästen aufzustellen oder Wildäcker, Wildäsungsflächen oder Fütterungseinrichtungen anzulegen;
(3) Die untere Naturschutzbehörde kann bei Gefährdung des Schutzzweckes nach pflichtgemäßen Ermessen die unaufschiebbaren, notwendigen Maßnahmen treffen.
(2) Die untere Naturschutzbehörde kann im Einvernehmen mit dem Landesamt für Naturschutz und Landschaftspflege Ausnahmen von den einschränkenden Regelungen der §§ 4 Abs. 1 Satz 2 Nr. 13 und 5 Abs. 1 Nr. 3 im Einzelfall zulassen, wenn hierdurch der Schutzzweck nicht beeinträchtigt wird.
(3) Die untere Naturschutzbehörde kann von den Verboten des § 4 Abs. 1 nach Maßgabe der Bestimmungen des § 54 Abs. 2 des Landesnaturschutzgesetzes Befreiungen erteilen. Bei der Erteilung von Befreiungen von den Verboten des Absatzes 1 Satz 2 Nr. 11, 12 und 13 sind die besonderen artenschutz- und jagdrechtlichen Bestimmungen zu beachten.
§ 4 Abs. 1 Satz 2 Nr. 7 Anlagen zur Entwässerung eines Grundstückes errichtet oder die bestehenden Grundstücksentwässerungen verändert;
(2) Gleichzeitig tritt die Kreisverordnung zum Schutz von Landschaftsteilen in der Gemeinde Stapelfeld vom 8. Februar 1972 (Amtsbl. Schl.-H./AAz. S. 46) außer Kraft, soweit sie das in § 2 Abs. 1 dieser Verordnung beschriebene Gebiet betrifft.

References: § 2
 § 17
 § 5
 § 39
 § 8
 § 1
 § 4
 § 54

§ 4
 § 2