Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=VI%20ZR%20109/06
Timestamp: 2018-12-16 09:27:11+00:00

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BGH, 17.04.2007 - VI ZR 109/06 - dejure.org
BGB § 828 Abs. 2 Satz 1 n. F.
Kind - Haftung
Radfahrunfall eines achtjährigen Kindes
BGB § 828 II Satz 1 n.F.
Haftungsprivileg eines Kindes im Straßenverkehr
Anspruch auf Schadensersatz wegen eines Zusammenstoßes eines achtjährigen Fahrradfahrers mit einem verkehrsbedingt haltendenden Pkw aufgrund überhöhter, nicht angepasster Geschwindigkeit und Unaufmerksamkeit des Kindes; Annahme der typischen Fallkonstellation der Überforderung eines Kindes durch die Schnelligkeit, die Komplexität und die Unübersichtlichkeit der Abläufe im motorisierten Straßenverkehr; Notwendigkeit der konkreten Auswirkung der Überforderungssituation auf das Verhalten des Kindes; Gesetzesbegründung der Heraufsetzung der Deliktsfähigkeit von Kindern
Zum Haftungsprivileg eines Kindes im Straßenverkehr
Verkehrsunfall - Haftung eines Kindes bei Überforderung
Eingeschränkte Deliktsfähigkeit von Kindern im Alter von 7 - 9 Jahren bei Unfällen im Straßenverkehr (§ 828 II BGB): Voraussetzung der "typischen Überforderungssituation"
BGB § 828 Abs. 2 S. 1 (n.F.)
Haftung eines achtjährigen Kindes bei einem Unfall im Straßenverkehr mit einem Fahrrad
Schadensrecht - Überforderung von Kindern im Straßenverkehr
Haftung - Kind mit Fahrrad gegen verkehrsbedingt stehendes Auto
Verkehrsrecht - 8-jähriges Kind im fließenden Verkehr
Verkehrsunfall mit Achtjährigen - Haftung von Kindern im Straßenverkehr
Haftungsprivileg des § 828 Abs. 2 BGB auch bei haltendem Kfz
Haftungsausschluss für 8-Jährige
Haftung von Kindern und Eltern im Straßenverkehr
Unfallschadensregulierung - Wichtiges BGH-Urteil zum Kinderunfall
Zum Umfang der teleologischen Reduktion des § 828 Abs. 2 BGB
AG Bayreuth, 16.11.2005 - 7 C 306/05
BGHZ 172, 83
NJW 2007, 2113
MDR 2007, 1012
NZV 2007, 403
FamRZ 2007, 1092 (Ls.)
VersR 2007, 855
JR 2008, 69
Um eine klare Grenzlinie für die Haftung von Kindern zu ziehen, hat der Gesetzgeber die Fallgestaltungen vielmehr einheitlich in der Weise geregelt, dass er die Altersgrenze der Deliktsfähigkeit von Kindern für den Bereich des motorisierten Verkehrs generell auf die Vollendung des 10. Lebensjahres heraufgesetzt hat (vgl. Senat BGHZ 172, 83, 86; Urteile vom 14. Juni 2005 - VI ZR 181/04 - VersR 2005, 1154, 1155 …und vom 16. Oktober 2007 - VI ZR 42/07 - aaO).
a) Um eine klare Grenzlinie für die Haftung von Kindern zu ziehen, hat der Gesetzgeber die Fallgestaltungen einheitlich in der Weise geregelt, dass er die Altersgrenze der Deliktsfähigkeit von Kindern für den Bereich des motorisierten Verkehrs generell heraufgesetzt hat (…vgl. Senatsurteile vom 14. Juni 2005 - VI ZR 181/04 - aaO und vom 17. April 2007 - VI ZR 109/06 - VersR 2007, 855, 856).
Um eine klare Grenzlinie für die Haftung von Kindern zu ziehen, hat der Gesetzgeber diese Fallgestaltungen einheitlich in der Weise geregelt, dass er die Altersgrenze der Deliktsfähigkeit von Kindern für den Bereich des motorisierten Verkehrs generell heraufgesetzt hat (vgl. Senatsurteile vom 14. Juni 2005 - VI ZR 181/04 - VersR 2005, 1154, 1155; vom 17. April 2007 - VI ZR 109/06 - VersR 2007, 855, 856, vorgesehen für BGHZ 172, 83; vom 16. Oktober 2007 - VI ZR 42/07 - VersR 2007, 1669, 1670).
Um eine klare Grenzlinie für die Haftung von Kindern zu ziehen, hat der Gesetzgeber diese Fallgestaltungen einheitlich in der Weise geregelt, dass er die Altersgrenze der Deliktsfähigkeit von Kindern für den Bereich des motorisierten Verkehrs generell heraufgesetzt hat (vgl. Senatsurteile vom 14. Juni 2005 - VI ZR 181/04 - VersR 2005, 1154, 1155 und vom 17. April 2007 - VI ZR 109/06 - VersR 2007, 855, 856).
Das Urteil des Bundesgerichtshofs vom 17.04.2007 (BGH 172, 83 ff.) steht dem nicht entgegen, denn der Bundesgerichtshof hat sich in dieser Entscheidung ausschließlich mit dem Regelungsinhalt des § 828 Abs. 2 BGB befasst, nämlich mit der beschränkten Deliktsfähigkeit von Kindern.

References: § 828
 § 828
 § 828
 § 828
 § 828
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