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Timestamp: 2019-06-24 20:53:33+00:00

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BGH, 08.06.2010 - XI ZR 41/09 - dejure.org
https://dejure.org/2010,349
BGH, 08.06.2010 - XI ZR 41/09 (https://dejure.org/2010,349)
BGH, Entscheidung vom 08.06.2010 - XI ZR 41/09 (https://dejure.org/2010,349)
BGH, Entscheidung vom 08. Juni 2010 - XI ZR 41/09 (https://dejure.org/2010,349)
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UNÜ Art. II Abs. 2; BGB § 242
Art 2 Abs 2 SchSprAnerkÜbk, § 242 BGB
Berufung auf Formnichtigkeit der Schiedsabrede im Vertragsformular eines ausländischen Brokers
Widersprüchliches Verhalten bei Berufung auf eine Formnichtigkeit einer Schiedsabrede bei bewusst unterlassener Unterzeichnung eines entsprechenden Vertragsformulars durch einen ausländischen Broker
Zur Formnichtigkeit der Vereinbarung einer Schiedsabrede im Vertragsformular eines ausländischen Brokers
UNÜ Art. II; BGB §§ 826, 830
Formnichtige Schiedsabrede in Vertragsformular eines ausländischen Brokers
Formnichtige Schiedsabrede in Vertragsformularen eines ausländischen Brokers
Aktienrecht - Widersprüchliches Verhalten eines ausländischen Brokers
Zur Formnichtigkeit der Vereinbarung einer Schiedsabrede auf Vertragsformular eines ausländischen Brokers
Broker scheitert mit Einrede der Schiedsklausel: Sittenwidrige Schädigung
LG Düsseldorf, 14.03.2008 - 13 O 190/07
OLG Düsseldorf, 16.01.2009 - 16 U 68/08
ZIP 2010, 2512
MDR 2010, 1417
WM 2010, 2032
DB 2010, 2441
NZG 2010, 1351
Nach dem im Rahmen der Zuständigkeitsprüfung maßgeblichen Vortrag des Klägers ist der Gerichtsstand der unerlaubten Handlung gemäß der hier anwendbaren Regelung des § 32 ZPO gegeben, weil der Haupttäter, dem die Beklagte Beihilfe geleistet haben soll, in Deutschland gehandelt hat (…vgl. Senatsurteile vom 9. März 2010 - XI ZR 93/09, BGHZ 184, 365 Rn. 18 f., vom 8. Juni 2010 - XI ZR 349/08, WM 2010, 2025 Rn. 17 und vom 8. Juni 2010 - XI ZR 41/09, WM 2010, 2032 Rn. 17).
aa) Die Schiedsklausel erfüllt nicht die in Art. 11 des New Yorker Übereinkommens über die Anerkennung und Vollstreckung ausländischer Schiedssprüche vom 10. Juni 1958 (BGBl. 1961 II, S. 121; im Folgenden: UNÜ) vorgeschriebene Form, die auch in der hier gegebenen Einredesituation des § 1032 Abs. 1 ZPO gewahrt sein muss, wenn die Schiedsabrede - wie hier - zu einem ausländischen Schiedsspruch im Sinne von Art. 1 Abs. 1 UNÜ führen kann (vgl. Senatsurteil vom 8. Juni 2010 - XI ZR 41/09, WM 2010, 2032 Rn. 19 mwN).
(2) Die erste Schriftformalternative ist nicht erfüllt, weil das "Cash and Margin Agreement" nur vom Kläger unterzeichnet worden ist und damit nicht das beiderseitige Schriftformerfordernis wahrt (vgl. Senatsurteil vom 8. Juni 2010 - XI ZR 41/09, WM 2010, 2032 Rn. 21 mwN).
Dabei kann dahinstehen, ob das Verbot widersprüchlichen Verhaltens dem UNÜ inhärent ist und es danach einer Partei, die eine Schiedsvereinbarung unterschrieben hat, verwehrt sein kann, unter Hinweis darauf, dass der die Schiedseinrede erhebende Vertragspartner sie selbst nicht unterschrieben hat, die Unwirksamkeit der Schiedsvereinbarung geltend zu machen (vgl. Senatsurteil vom 8. Juni 2010 - XI ZR 41/09, WM 2010, 2032 Rn. 22 mwN).
a) Das Berufungsgericht hat seiner Beurteilung in rechtlich nicht zu beanstandender Weise deutsches Deliktsrecht zugrunde gelegt (Senatsurteile vom 9. März 2010 - XI ZR 93/09, BGHZ 184, 365 Rn. 29 ff., vom 8. Juni 2010 - XI ZR 41/09, WM 2010, 2032 Rn. 31 …und vom 8. Juni 2010 - XI ZR 349/08, WM 2010, 2025 Rn. 44 f.).
Da sich bei Beteiligung mehrerer an einer unerlaubten Handlung jeder Beteiligte die von einem anderen Beteiligten erbrachten Tatbeiträge nicht nur im Rahmen des § 830 BGB, sondern auch des § 32 ZPO zurechnen lassen muss, ist damit auch für die Beklagte der Gerichtsstand der unerlaubten Handlung in Düsseldorf und somit die hiesige internationale Zuständigkeit gegeben (vgl. BGH WM 2010, 749, 750; BGH WM 2010, 2032, 2033).
Diese stellt indes keine geringeren Anforderungen als Art. 11 UNÜ (vgl. BGH WM 2010, 2032, 2034).
Sein Geschäftsmodell zielt damit von vornherein ganz bewusst darauf ab, uninformierte, leichtgläubige Menschen unter sittenwidriger Ausnutzung ihres Gewinnstrebens und ihres Leichtsinns als Geschäftspartner zu gewinnen und sich auf deren Kosten zu bereichern (vgl. BGH WM 2010, 749, 751; BGH WM 2010, 2032, 2035; BGH WM 2010, 2214, 2217 f.).
Nach dem im Rahmen der Zuständigkeitsprüfung maßgeblichen Vortrag des Klägers ist der Gerichtsstand der unerlaubten Handlung gemäß der hier anwendbaren Regelung des § 32 ZPO gegeben, weil der Haupttäter, dem die Beklagte Beilhilfe geleistet haben soll, in Deutschland gehandelt hat (…vgl. Senatsurteile vom 9. März 2010 - XI ZR 93/09, BGHZ 184, 365 Rn. 18 f., vom 8. Juni 2010 - XI ZR 349/08, WM 2010, 2025 Rn. 17 und vom 8. Juni 2010 - XI ZR 41/09, WM 2010, 2032 Rn. 17).
BGH, 11.05.2017 - I ZB 75/16
Schiedsgerichtssache: Rechtsschutzbedürfnis für Antrag auf gerichtliche …
OLG Karlsruhe, 16.06.2016 - 12 U 78/16
Krankenversicherungsvertrag: Anspruch des Versicherers auf die Differenz zwischen …
OLG Düsseldorf, 22.07.2014 - 4 Sch 8/13
Vollstreckbarerklärung eines ausländischen Schiedsspruchs; Heilung fehlender …
OLG Stuttgart, 21.12.2015 - 1 SchH 1/15
Allgemeine Geschäftsbedingungen: Einbeziehung in einen dem UN-Kaufrecht …

References: § 242
 § 242
 § 32
 Art. 11
 § 1032
 Art. 1
 § 830
 § 32
 BGH 
 BGH 
 Art. 11
 BGH 
 BGH 
 BGH 
 BGH 
 § 32