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Timestamp: 2016-10-25 21:07:44+00:00

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6B_836/2014 (30.01.2015)
6B_836/2014 � � Urteil vom 30. Januar 2015
N�tigung; Willk�r; Konfrontationsanspruch; Entsch�digung, Genugtuung,
Beschwerde gegen das Urteil des Appellationsgerichts des Kantons Basel-Stadt vom 11. April 2014.
X.________ wird gem�ss Anklageschrift im Wesentlichen vorgeworfen, am 20. August 2008 kurz vor Mitternacht zusammen mit Y.________ und Z.________ sowie weiteren Personen die Bar N.________ in Basel aufgesucht zu haben. Von dem dort arbeitenden A.________ habe Y.________ Geld verlangt. Da dieser sich geweigert habe zu zahlen, sei er von zwei Personen, wovon eine mutmasslich X.________ gewesen sei, gepackt und von Y.________ mit der Faust ins Gesicht geschlagen worden. Auch X.________ habe A.________ geschlagen. Daraufhin habe Y.________ aus der Kasse sowie aus dem sich hinter der Bar befindenden Tresor das gesamte Bargeld in unbekannter H�he an sich genommen. Schliesslich habe die Gruppe den Schl�ssel der Bar von A.________ verlangt und, nachdem dieser gefl�chtet sei, sich in der Bar N.________ so aufgef�hrt, als ob diese ihnen geh�ren w�rde. X.________ sei w�hrend des gesamten Vorfalls mit einer Schusswaffe im Lokal gestanden und habe A.________ bedroht.
�Zusammen mit Y.________ habe X.________ B.________ einen Kredit �ber Fr. 15'000.-- gew�hrt. Gem�ss Vereinbarung h�tte der Betrag nach drei Monaten zuz�glich einem Zins von Fr. 5'000.-- zur�ckbezahlt werden m�ssen. Da B.________ den Kredit nicht habe zur�ckzahlen k�nnen, h�tten ihn Y.________ und X.________ zu Beginn des Jahres 2009 bei einem Treffen w�hrend mehrerer Stunden bedroht und innert der n�chsten drei Monate die Zahlung von Fr. 25'000.-- verlangt. Im April 2009 habe B.________ die Fr. 25'000.-- gezahlt. Im September 2009 habe X.________ B.________ erneut kontaktiert, ihn bzw. seine Familie bedroht, und nochmals Fr. 18'000.-- wegen der versp�teten R�ckzahlung des Darlehens verlangt. In der Folge h�tten X.________ und Y.________ B.________ bis Anfang 2010 mehrmals angerufen und ihm gedroht, falls er nicht zahlen w�rde.
�Schliesslich wird X.________ vorgeworfen, zusammen mit weiteren Personen C.________ in den fr�hen Morgenstunden des 11. Februar 2010 am Bahnhof in Oensingen getroffen zu haben. Dort habe Letzterer zum Verzicht auf eine ihm zustehende Forderung gegen�ber einer der Personen aus der Gruppe um X.________ bestimmt werden sollen. Er habe �berdies wider besserer Wissens behauptet, D.________ sei an den Geschehnissen in Oensingen beteiligt gewesen bzw. dieser habe ihn dorthin gefahren.
Das Strafgericht des Kantons Basel-Stadt verurteilte X.________ wegen Raubes, mehrfacher versuchter Erpressung, N�tigung und falscher Anschuldigung, teilweise als Zusatzstrafe zum Urteil der Staatsanwaltschaft Limmattal/Albis vom 13. Februar 2009, zu einer unbedingten Freiheitsstrafe von 30 Monaten, unter Anrechnung der Untersuchungshaft von 29 Tagen.
�Das Appellationsgericht des Kantons Basel-Stadt sprach X.________ auf dessen Berufung hin der mehrfachen N�tigung und der versuchten Erpressung schuldig. Von den Vorw�rfen der versuchten Erpressung zum Nachteil von C.________ und der falschen Anschuldigung zum Nachteil von D.________ sprach es ihn frei. Es verurteilte ihn zu einer unbedingten Freiheitsstrafe von 8 Monaten, unter Anrechnung der Untersuchungshaft von 29 Tagen. Seinen Antrag auf Entsch�digung und Genugtuung wies es ab.
X.________ beantragt mit Beschwerde in Strafsachen, er sei von Schuld und Strafe freizusprechen und es seien ihm keine Verfahrenskosten aufzuerlegen. Er ersucht um Entsch�digung und Genugtuung sowie um unentgeltliche Rechtspflege.
Das Appellationsgericht des Kantons Basel-Stadt verzichtet auf eine Vernehmlassung und beantragt, die Beschwerde abzuweisen, soweit darauf einzutreten sei. Die Staatsanwaltschaft liess sich nicht vernehmen.
1.1.�Der Beschwerdef�hrer macht geltend, die Vorinstanz stelle den Sachverhalt hinsichtlich des Vorfalls in der Bar N.________ in mehrfacher Hinsicht willk�rlich fest.
1.2.�Die Sachverhaltsfeststellung der Vorinstanz kann vor Bundesgericht nur ger�gt werden, wenn sie offensichtlich unrichtig ist oder auf einer Rechtsverletzung im Sinne von Art. 95 BGG beruht und wenn die Behebung des Mangels f�r den Ausgang des Verfahrens entscheidend sein kann (Art. 97 Abs. 1 BGG). Offensichtlich unrichtig ist die Sachverhaltsfeststellung, wenn sie willk�rlich ist (BGE 139 II 404 E. 10.1 S. 445 mit Hinweisen; zum Begriff der Willk�r BGE 140 III 264 E. 2.3 S. 266; 139 III 334 E. 3.2.5 S. 339; 138 I 49 E. 7.1 S. 51; je mit Hinweisen). Eine entsprechende R�ge muss klar vorgebracht und substanziiert begr�ndet werden (Art. 106 Abs. 2 BGG; BGE 138 I 225 E. 3.2 S. 228 mit Hinweisen). Auf eine rein appellatorische Kritik am angefochtenen Urteil tritt das Bundesgericht nicht ein (BGE 139 II 404 E. 10.1 S. 445; 137 IV 1 E. 4.2.3 S. 5; je mit Hinweisen).
1.3.�Soweit der Beschwerdef�hrer sich darauf beschr�nkt, seine Ausf�hrungen der schriftlichen Berufungserkl�rung zu wiederholen, ohne sich mit der Begr�ndung der Vorinstanz auseinanderzusetzen, ist darauf nicht einzutreten. Dies ist beispielsweise der Fall, wenn er die Beweisw�rdigung der kantonalen Gerichte hinsichtlich der Anzahl der T�ter und der weiteren Anwesenden infrage stellt oder auf die widerspr�chlichen Aussagen zu der Bewaffnung der T�ter hinweist.
1.4.�Die Vorinstanz verweist f�r die Tatsachen und Einzelheiten der Parteistandpunkte auf das erstinstanzliche Urteil, soweit sie sich nicht aus ihren eigenen Erw�gungen ergeben w�rden (Urteil, S. 7). Sie h�lt es f�r erwiesen, dass der Beschwerdef�hrer Teil einer unbewaffneten Gruppe war, die am 20. August 2008 die Bar N.________ aufgesucht habe, um diese "zu �bernehmen". Aufgrund der unterschiedlichen Aussagen sei nicht erstellt, dass A.________ von Y.________ mit der Faust geschlagen und Bargeld gestohlen worden sei. Im Zweifel sei von einer blossen Ohrfeige auszugehen. Eine Gewaltanwendung des Beschwerdef�hrers stellt sie nicht fest (Urteil, S. 15 f., 46).
1.5.1.�Entgegen dem Vorbringen des Beschwerdef�hrers geht die Vorinstanz bei ihrer Beweisw�rdigung nicht ohne Begr�ndung von den Aussagen von Z.________ aus, obwohl es zum Ablauf in der Bar N.________ verschiedene Angaben gibt. Sie h�lt vielmehr fest, dieser habe bez�glich des Kerngeschehens bemerkenswert konstant ausgesagt (Urteil, S. 14). Anzeichen, dass er aufgrund fr�herer Probleme mit Y.________ falsch ausgesagt haben k�nnte, um sich an diesem zu r�chen, sieht die Vorinstanz nicht. Auch best�nden keine Anhaltspunkte, wonach er sich mit A.________ abgesprochen haben k�nnte (Urteil, S. 13 f.). Damit geht die Vorinstanz ausreichend auf den vom Beschwerdef�hrer ge�usserten Verdacht der Falschaussage ein. Inwiefern diese Beweisw�rdigung willk�rlich sein sollte, ist nicht ersichtlich. Dass sich Z.________ selbst zun�chst als blosser Zeuge und "Helfer" der Staatsanwaltschaft sah, �ndert daran nichts. Es ist nicht zu beanstanden, wenn die Vorinstanz hinsichtlich seiner Glaubw�rdigkeit positiv ber�cksichtigt, dass er bei seinen Aussagen geblieben ist, als ihm mitgeteilt wurde, sich aufgrund des von ihm geschilderten Sachverhalts vermutlich ebenfalls strafbar gemacht zu haben (Urteil, S. 13). Denn er h�tte, wie zun�chst angedroht, auch seine bisherigen Aussagen zur�ckziehen und sich nicht mehr �ussern k�nnen (act. 2195). Zu Recht weist die Vorinstanz darauf hin, die Aussagen von Z.________ seien durch jene von A.________ sowie teilweise auch durch jene von E.________ und in den Grundz�gen von F.________ best�tigt worden (Urteil, S. 14).
1.5.2.�Es trifft zu, dass die Aussagen von A.________ verschiedene Ungereimtheiten enthalten und mitunter auch von denjenigen von Z.________ abweichen. Dies ber�cksichtigt die Vorinstanz aber und stellt nicht allein darauf ab (Urteil, S. 14). Das Kerngeschehen haben indes beide unabh�ngig voneinander �bereinstimmend geschildert (Urteil, S. 14; act. 2096 f., 2101 und 2104 f.). Die Vorinstanz erw�gt weiter zutreffend, die Aussagen von Z.________ w�rden teilweise auch von E.________ gest�tzt (Urteil, S. 14). So best�tigte dieser, von dem Vorfall im Jahr 2008 Kenntnis zu haben. Er sei damals von A.________ telefonisch dar�ber informiert worden, dass sich Y.________ betrunken in der Bar aufhalte, ihn geschlagen und alles Geld genommen habe. Als er sich dorthin begeben habe, sei Y.________ betrunken gewesen und habe schlecht geredet. Er habe keine Probleme mit ihm haben wollen und deshalb dessen Bruder F.________ verst�ndigt, welcher Y.________ daraufhin aus der Bar geworfen habe (Urteil, S. 15; act. 2127). Auch wenn er einen Diebstahl verneinte und angab, keine Verletzungen bei A.________ wahrgenommen zu haben (act. 2127 f.), hat er den von Z.________ und A.________ geschilderten Vorfall zumindest teilweise best�tigt. Gleiches gilt f�r die Aussagen von F.________. Dieser stritt zwar ein strafrechtlich relevantes Verhalten ab, gab aber ebenfalls an, von A.________ angerufen und informiert worden zu sein, dass Y.________ betrunken in der Bar sei und sich ungeb�hrlich benehme (Urteil, S. 15; act. 3831 f.). Die Schlussfolgerung der Vorinstanz, F.________ habe den Sachverhalt in den Grundz�gen best�tigt, ist somit nicht willk�rlich.
1.5.3.�Nicht gefolgt werden kann dem Beschwerdef�hrer, wenn er bestreitet, dass A.________ ihn anl�sslich einer Fotokonfrontation als einen der T�ter erkannt habe. Dieser hat anl�sslich der fraglichen Einvernahme sofort angegeben, den Beschwerdef�hrer zu erkennen. Anschliessend sagte er zwar aus, sich bloss zu 70-80 % sicher zu sein (act. 2223). Im sp�teren Verlauf der Einvernahme und nach nochmaliger Betrachtung der Bilder war er sich dann aber wieder "wirklich sicher", dass der Beschwerdef�hrer in der Bar N.________ zugegen gewesen sei (act. 2224). Die Fotokonfrontation mit insgesamt nur drei Personen, die dem Beschwerdef�hrer nicht besonders �hnlich sind, erscheint zwar etwas d�rftig, steht einer Ber�cksichtigung aber nicht entgegen. Nicht aktenwidrig ist sodann, wenn die Vorinstanz erw�gt, A.________ habe Z.________ anl�sslich der Konfrontationseinvernahme als einen aus der Gruppe in der Bar N.________ erkannt (Urteil, S. 15; act. 2202). Die vom Beschwerdef�hrer zitierten Aussagen beziehen sich auf die genaue Rolle von Z.________ und nicht auf die Frage, ob dieser anwesend war (act. 2203).
1.5.4.�Auch die weiteren vom Beschwerdef�hrer dargelegten Aspekte verm�gen keine willk�rliche Feststellung des Sachverhalts aufzuzeigen. So hat A.________ stets angegeben, sich bez�glich der anderen Anwesenden und der Rollen der T�ter nicht sicher zu sein (vgl. act. 2203 f.). Den genauen Tatbeitrag des Beschwerdef�hrers konnte er daher nicht nennen (vgl. act. 2104, 2159, 2161 und 2216). Die Vorinstanz stellte diesbez�glich auf den vom erstinstanzlichen Gericht festgestellten Sachverhalt ab, was nicht zu beanstanden ist (Urteil, S. 7 i.V.m. S. 15). Demnach hielt der Beschwerdef�hrer A.________, als ihn Y.________ schlug (erstinstanzliches Urteil, S. 39).
�In seiner ersten Einvernahme erw�hnte A.________ nicht, sein Kind sei zugegen gewesen, wie der Beschwerdef�hrer zu Recht vorbringt (Beschwerde, S. 12 ff.). Allerdings wurde A.________ damals auch prim�r zu einem anderen Sachverhalt befragt (vgl. act. 2100 ff.). Die Anwesenheit des Kindes erw�hnte er indes nicht erst in der Konfrontationseinvernahme mit Z.________ und auf dessen Aussagen hin, sondern bereits anl�sslich einer vorherigen Einvernahme (act. 2163). Nicht zutreffend ist, dass er sp�ter im Verfahren wiederum angegeben haben soll, sein Kind sei nicht anwesend gewesen. Die vom Beschwerdef�hrer in diesem Zusammenhang zitierte Passage aus dem erstinstanzlichen Urteil bezieht sich auf die Rolle von Z.________ und nicht darauf, ob das Kind in der Bar war oder nicht. Nicht explizit auseinanderzusetzen brauchte sich die Vorinstanz mit den Aussagen der Ehefrau von A.________, wonach das Kind nicht in der Bar gewesen sei. Bereits das erstinstanzliche Gericht qualifizierte deren Angaben als wenig glaubhaft und stellte nicht auf diese ab (erstinstanzliches Urteil, S. 39). In seiner Berufung �usserte sich der Beschwerdef�hrer dazu auch nicht mehr explizit. Wenn er nun vorbringt, die Vorinstanz ignoriere deren Aussagen, verst�sst dies gegen Treu und Glauben.
1.5.5.�Die Festlegung des Deliktsdatums durch die Vorinstanz auf den 20. August 2008 ist nicht widerspr�chlich. Zwar gab Z.________ zun�chst an, der Vorfall habe sich ca. im Mai 2007 zugetragen (act. 2096). Er r�ckte diesen aber in der gleichen Einvernahme in grosse zeitliche N�he zu einer von Y.________ am 21. August 2008 begangenen K�rperverletzung in Basel, bei welcher auch der Beschwerdef�hrer zugegen war, und gab an, diese sei vermutlich zwei Tage sp�ter begangen worden (act. 2099). Sp�ter im Verfahren sagte er aus, der Zwischenfall in der Bar N.________ habe sich in derselben Nacht wie die K�rperverletzung ereignet (act. 2172). A.________ sagte in seiner ersten Einvernahme aus, die Auseinandersetzung in der Bar N.________ habe sich im Jahr 2008 zugetragen, an das genaue Datum k�nne er sich nicht erinnern. Er habe die Bar aber ein oder zwei Monate danach geschlossen (act. 2101). Auch er erw�hnte die anschliessende Schl�gerei (act. 2103). Entgegen dem Vorbringen des Beschwerdef�hrers sagte auch E.________ aus, der Konflikt in der Bar N.________ habe sich im Mai oder August 2008 abgespielt, jedenfalls nicht sp�ter. Eventuell auch im M�rz oder April 2008 (act. 2129). Er f�hrte aus, dass die Bar N.________ im November 2008 von einem neuen Eigent�mer �bernommen worden sei (act. 2124). Dies stimmt mit den Angaben von A.________ �berein, wonach er zu dieser Zeit die Arbeit in der Bar beendet habe. Nachdem keine Anzeichen f�r einen vergleichbaren Vorfall in der Bar N.________ bestehen, ist die vorinstanzliche Annahme des Deliktdatums vom 20. August 2008 nicht willk�rlich. Die Begr�ndungspflicht ist nicht verletzt, wenn sie sich zu den daran ge�usserten Zweifeln nicht mehr �ussert. Es ist nicht erforderlich, dass sich die Vorinstanz mit allen Vorbringen einl�sslich auseinandersetzt und jedes explizit widerlegt (vgl. BGE 139 IV 179 E. 2.2 S. 183; 138 IV 81 E. 2.2 S. 84; 137 II 266 E. 3.2 S. 270; je mit Hinweisen). Im �brigen konnte der Beschwerdef�hrer das vorinstanzliche Urteil aufgrund der darin enthaltenen Begr�ndung sachgerecht anfechten, wie seine Ausf�hrungen deutlich machen.
1.6.�Zusammengefasst w�rdigt die Vorinstanz die verschiedenen Aussagen willk�rfrei. Dass eine andere L�sung oder W�rdigung ebenfalls vertretbar oder gar zutreffender erscheint, gen�gt f�r die Annahme von Willk�r nicht (vgl. BGE 138 I 305 E. 4.3 S. 319 mit Hinweis).
2.1.�Der Beschwerdef�hrer macht geltend, er sei nie mit B.________ konfrontiert worden. Dessen Aussagen seien daher nicht verwertbar.
2.2.�Die Vorinstanz r�umt ein, dass der Beschwerdef�hrer nie direkt mit B.________ konfrontiert worden sei. Sie f�hrt mit Verweis auf das Urteil 6B_573/2011 vom 27. November 2012 jedoch aus, ein Antrag auf Konfrontation sei versp�tet, wenn er nicht bis zum Abschluss der erstinstanzlichen Hauptverhandlung erfolgt, obwohl der Beschuldigte bis dahin nach Treu und Glauben Anlass dazu gehabt h�tte. Vorliegend seien die Depositionen von B.________ bekannt gewesen, zumal die Verteidigerin des Beschwerdef�hrers an dessen zweiter Einvernahme teilgenommen habe. Diese habe zudem Gelegenheit gehabt, nach telefonischer R�cksprache mit dem Beschwerdef�hrer Fragen zu stellen. Der Beschwerdef�hrer h�tte eine Ladung von B.________ zur erstinstanzlichen Hauptverhandlung verlangen k�nnen, wenn er dieses Vorgehen als unzureichend angesehen h�tte. Dies habe er nicht getan, weshalb der erstmals in der Berufungserkl�rung gestellte Antrag auf Konfrontation versp�tet sei (Urteil, S. 8 ff.).
2.3.�Die Parteien haben Anspruch auf rechtliches Geh�r (Art. 3 Abs. 2 lit. c StPO). Dazu z�hlt das Recht, Belastungszeugen zu befragen (Art. 147 Abs. 1 StPO; Art. 6 Ziff. 3 lit. d EMRK). Von hier nicht zutreffenden Ausnahmen abgesehen ist eine belastende Zeugenaussage grunds�tzlich nur verwertbar, wenn der Beschuldigte den Zeugen wenigstens einmal w�hrend des Verfahrens in direkter Konfrontation befragen konnte (BGE 133 I 33 E. 3.1 S. 41; Urteile 6B_510/2013 vom 3. M�rz 2014 E. 1.3, 6B_75/2013 vom 10. Mai 2013 E. 3.3.1 und 6B_333/2012 vom 11. M�rz 2013 E. 2.3). Dem Anspruch gem�ss Art. 6 Ziff. 3 lit. d EMRK kommt grunds�tzlich absoluter Charakter zu. Auf eine Konfrontation des Angeklagten mit dem Belastungszeugen oder auf dessen erg�nzende Befragung kann nur unter besonderen Umst�nden verzichtet werden (Urteile 6B_98/2014 vom 30. September 2014 E. 3.2; 6B_510/2013 vom 3. M�rz 2014 E. 1.3.2 mit Hinweisen).
�Nach der Rechtsprechung hat der Beschuldigte einen Antrag auf Befragung eines Zeugen den Beh�rden rechtzeitig und formgerecht einzureichen. Stellt er seinen Beweisantrag nicht rechtzeitig, kann er den Strafverfolgungsbeh�rden nachtr�glich nicht vorwerfen, sie h�tten durch Verweigerung der Konfrontation oder erg�nzender Fragen an Belastungszeugen seinen Grundrechtsanspruch verletzt (BGE 125 I 127 E. 6c/bb S. 134; 121 I 306 E. 1b S. 309; 118 Ia 462 E. 5b S. 470). Ob ein Antrag auf Befragung von Belastungszeugen unter dem Aspekt von Treu und Glauben rechtzeitig vorgebracht wurde, h�ngt von den konkreten Umst�nden des Einzelfalles ab. Auf das Recht der Befragung von Belastungszeugen kann verzichtet werden. Der Beschuldigte verwirkt sein Recht auf Erg�nzungsfragen aber nicht dadurch, dass er es erst im Rahmen der Berufung geltend macht (Urteile 6B_98/2014 vom 30. September 2014 E. 3.4; 6B_510/2013 vom 3. M�rz 2014 E. 1.3.2 mit Hinweisen).
2.4.�Der Konfrontationsanspruch ist in der StPO umfassender als im fr�heren kantonalen Recht gew�hrleistet. Art. 147 Abs. 1 StPO enth�lt den Grundsatz der Partei�ffentlichkeit von Beweiserhebungen im Untersuchungs- und Hauptverfahren und bestimmt, dass die Parteien das Recht haben, bei Beweiserhebungen durch die Staatsanwaltschaft und die Gerichte anwesend zu sein und einvernommenen Personen Fragen zu stellen. In Verletzung dieser Bestimmung erhobene Beweise d�rfen nicht zulasten der Partei verwertet werden, die nicht anwesend war (Art. 147 Abs. 4 StPO; vgl. BGE 139 IV 25 E. 4.2 S. 30). Mit Partei im Sinne dieser Bestimmung ist nicht der Parteivertreter, sondern die beschuldigte Person gemeint (Art. 104 Abs. 1 lit. a StPO; vgl. BGE 139 IV 199 E. 5.2 S. 202; Urteil 6B_98/2014 vom 30. September 2014 E. 3.5).
�Der Anspruch gem�ss Art. 147 Abs. 1 StPO kann nur unter den gesetzlichen Voraussetzungen eingeschr�nkt werden (BGE 139 IV 25 E. 4.2 S. 30). Das ist insbesondere der Fall, wenn Grund zur Annahme besteht, der Zeuge werde durch seine Mitwirkung einer erheblichen Gefahr f�r Leib und Leben oder einem anderen schweren Nachteil ausgesetzt (Art. 149 Abs. 1 StPO). Solche Gefahren m�ssen ernsthaft zu bef�rchten sein (BGE 139 IV 265 E. 4.2 S. 268). Die Verfahrensleitung muss bei allen Schutzmassnahmen f�r die Wahrung des rechtlichen Geh�rs der Parteien sorgen (Art. 149 Abs. 5 StPO; Urteil 6B_98/2014 vom 30. September 2014 E. 3.5).
2.5.�Die Vorinstanz begr�ndet nicht, weshalb Schutzmassnahmen zu Gunsten von B.________ erforderlich gewesen w�ren und dieser nicht direkt mit dem Beschwerdef�hrer konfrontiert worden ist. Sie h�lt lediglich fest, es sei nicht zu beanstanden, wenn die Strafverfolgungsbeh�rden bei Opfern von Gewaltdelikten und Drohungen das Teilnahmerecht im Interesse einer unbeeinflussten Aussage des Opfers auf die Rechtsvertretung des Beschuldigten beschr�nke. Dies gelte erst recht, wenn die pers�nliche Teilnahme gar nicht verlangt werde (Urteil S. 11). Die Vorinstanz legt auch nicht dar, dass der Beschwerdef�hrer f�rmlich und unzweideutig verzichtet h�tte, direkt mit B.________ konfrontiert zu werden (E. 2.3; Urteil 6B_98/2014 vom 30. September 2014 E. 3.9). Solches ist auch nicht ersichtlich.
�Vorliegend bestehen f�r die dem Beschwerdef�hrer vorgeworfenen Drohungen gegen�ber B.________ ausser dessen Aussagen keine weiteren Beweismittel. Die Vorinstanz legt keinen Grund im Sinne von Art. 149 StPO dar, der eine Schutzmassnahme erfordern w�rde. Die zweite Befragung von B.________ am 17. April 2011 erfolgte somit nicht im Einklang mit Art. 147 StPO. Indem der Beschwerdef�hrer w�hrend des gesamten Verfahrens nie direkt mit B.________ konfrontiert wurde, liegt eine gewichtige, nicht n�her begr�ndete Einschr�nkung seiner Verfahrensrechte vor. Nicht vorgeworfen werden kann dem Beschwerdef�hrer, dass er nicht beantragt hat, B.________ sei zur erstinstanzlichen Hauptverhandlung vorzuladen. Da dieser bereits vom erstinstanzlichen Gericht vorgeladen worden war, bestand dazu kein Anlass, wie der Beschwerdef�hrer zu Recht vorbringt. B.________ w�re verpflichtet gewesen, an der erstinstanzlichen Hauptverhandlung teilzunehmen (vgl. Art. 205 Abs. 1 StPO). Dass er das nicht tat, ist nicht dem Beschwerdef�hrer zuzurechnen. Das Recht auf Erg�nzungsfragen verwirkt zudem nicht, wenn die Konfrontation erst im Rahmen der Berufung beantragt wird (E. 2.3).
2.6.�Die Aussagen von B.________ sind daher entgegen der Auffassung der Vorinstanz (Urteil, S. 8 ff.) nicht verwertbar. Die Beschwerde erweist sich in diesem Punkt als begr�ndet.
�Die Sache ist zur Wahrung der Parteirechte an die Vorinstanz zur�ckzuweisen, damit der Beschwerdef�hrer zumindest einmal eine angemessene und geeignete Gelegenheit erh�lt, von seinem Konfrontationsrecht Gebrauch zu machen (vgl. Urteil 6B_191/2014 vom 14. August 2014 E. 1.3).
3.1.�Der Beschwerdef�hrer wendet sich gegen die Verurteilung wegen N�tigung. Aus dem vorinstanzlichen Sachverhalt ergebe sich nicht, wie und durch wen A.________ gen�tigt worden sei, die Bar N.________ zu verlassen. Es sei nicht klar, wer ihn bedroht oder geschlagen habe. Daran �ndere auch der Verweis der Vorinstanz auf die Anklageschrift nichts.
3.2.�Der N�tigung nach Art. 181 StGB macht sich strafbar, wer jemanden durch Gewalt oder Androhung ernstlicher Nachteile oder durch andere Beschr�nkung seiner Handlungsfreiheit n�tigt, etwas zu tun, zu unterlassen oder zu dulden.
3.3.�Die Vorinstanz gelangt willk�rfrei zum Schluss, dass der Beschwerdef�hrer Teil einer Gruppe war, die sich am 20. August 2008 in der Bar N.________ aufhielt (E. 1). Unter Gewaltanwendung sei von A.________ Geld gefordert worden, sodass dieser die Bar ver�ngstigt und eingesch�chtert verlassen habe (Urteil, S. 15 f.; erstinstanzliches Urteil, S. 38 f.). Damit ist erstellt, dass A.________ durch Gewalt gen�tigt wurde, die Bar N.________ zu verlassen. Ob die Gruppe zus�tzlich den Schl�ssel der Bar verlangte, ist unerheblich. Der von der Vorinstanz zitierte Auszug der Anklageschrift ist zwar wenig pr�zis und �berdies verk�rzt wiedergegeben. Dies �ndert aber nichts daran, dass der N�tigungstatbestand darin gen�gend umschrieben und im angefochtenen Urteil festgestellt worden ist.
4.1.�Der Beschwerdef�hrer ersucht angesichts des beantragten vollst�ndigen Freispruchs um Befreiung von den Verfahrenskosten. Die Einleitung der verschiedenen Verfahren habe er nicht rechtswidrig und schuldhaft bewirkt. Er verlangt weiter, es seien ihm die Kosten der anf�nglich erbetenen Verteidigung gest�tzt auf Art. 429 Abs. 1 lit. a StPO zu ersetzen. Diese sei angesichts der Haft angebracht gewesen. Die entsprechende Honorarnote befinde sich bei den Akten. Weiter ersucht er um Entsch�digung f�r die Anwaltskosten, die ihm im Zusammenhang mit denjenigen Vorw�rfen entstanden seien, von denen er freigesprochen worden sei. Schliesslich verlangt er eine Genugtuung von Fr. 200.-- pro Tag f�r die Untersuchungshaft. Diese sei im Zusammenhang mit dem ihm vorgeworfenen strafbaren Verhalten gegen�ber C.________ angeordnet worden. Von diesen Vorw�rfen sei er freigesprochen worden, weshalb er auch dann Anspruch auf Genugtuung habe, wenn bez�glich der weiteren Delikte kein Freispruch erfolge.
4.2.�Gem�ss Art. 426 Abs. 1 StPO tr�gt die beschuldigte Person die Verfahrenskosten, wenn sie verurteilt wird. Sie tr�gt die Kosten nicht, die der Kanton u.a. durch unn�tige Verfahrenshandlungen verursacht hat (Art. 426 Abs. 3 lit. a StPO). Wird das Verfahren eingestellt oder die beschuldigte Person freigesprochen, k�nnen ihr die Verfahrenskosten ganz oder teilweise auferlegt werden, wenn sie rechtswidrig und schuldhaft die Einleitung des Verfahrens bewirkt oder dessen Durchf�hrung erschwert hat (Art. 426 Abs. 2 StPO). Fehlt es an den Voraussetzungen f�r eine Kostenauflage und werden die Kosten ganz oder teilweise auf die Staatskasse genommen, hat die beschuldigte Person in aller Regel Anspruch auf eine entsprechende Parteientsch�digung (Art. 429 f. StPO; vgl. BGE 137 IV 352 E. 2.4.2 S. 357 f. mit Hinweisen).
�Soweit der Beschwerdef�hrer um Befreiung von s�mtlichen Verfahrenskosten ersucht, ist darauf nicht einzutreten, da er dies ausschliesslich mit dem beantragten vollst�ndigen Freispruch begr�ndet. Die Vorinstanz reduziert infolge der ergangenen Teilfreispr�che die dem Beschwerdef�hrer auferlegten Verfahrenskosten (Urteil, S. 54). Dieser macht nicht geltend, die vorgenommene Reduktion sei unangemessen. Die Vorinstanz legt nicht dar, weshalb dem Beschwerdef�hrer trotz Teilfreispruch und trotz teilweiser Tragung der Verfahrenskosten durch den Staat ausnahmsweise keine entsprechende Parteientsch�digung zugesprochen wird. Die Beschwerde ist in diesem Punkt gutzuheissen.
4.3.�Die Vorinstanz lehnt die vom Beschwerdef�hrer bereits im Berufungsverfahren beantragte Entsch�digung f�r die anf�nglich erbetene Verteidigung (act. 4435) ohne Begr�ndung ab (Urteil, S. 57). Sie h�tte den geltend gemachten Anspruch jedoch gest�tzt auf Art. 429 Abs. 2 StPO pr�fen und den Beschwerdef�hrer gegebenenfalls auffordern m�ssen, diesen zu beziffern und zu belegen. Die Beschwerde ist auch in diesem Punkt begr�ndet.
4.4.�Nach Art. 51 StGB rechnet das Gericht die Untersuchungshaft, die der T�ter w�hrend dieses oder eines anderen Verfahrens ausgestanden hat, auf die Strafe an. Zu entziehende Freiheit soll demnach wenn immer m�glich mit bereits entzogener kompensiert werden (BGE 133 IV 150 E. 5.1 S. 154 f. mit Hinweisen). Im Fall von Untersuchungs- oder Sicherheitshaft besteht ein Anspruch auf angemessene Entsch�digung und Genugtuung, wenn die zul�ssige Haftdauer �berschritten ist und der �berm�ssige Freiheitsentzug nicht an die wegen anderer Straftaten ausgesprochenen Sanktion angerechnet werden kann (Art. 431 Abs. 2 StPO). Diese Grunds�tze wendet die Vorinstanz an, wenn sie die Untersuchungshaft von 29 Tagen auf die ausgef�llte Freiheitsstrafe anrechnet. Ein Anspruch auf Genugtuung besteht nicht (vgl. Urteil 6B_558/2013 vom 13. Dezember 2013 E. 1.5 f.).
Die Beschwerde ist teilweise gutzuheissen und im �brigen abzuweisen, soweit darauf eingetreten werden kann. Bei diesem Ausgang des Verfahrens hat der Kanton Basel-Stadt den Beschwerdef�hrer im Umfang seines Obsiegens f�r das bundesgerichtliche Verfahren zu entsch�digen (Art. 68 Abs. 1 und 2 BGG). Die Entsch�digung ist praxisgem�ss seiner Rechtsvertreterin auszurichten. Insofern wird das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege gegenstandslos (BGE 139 III 396 E. 4.1 S. 400). Soweit der Beschwerdef�hrer unterliegt, ist es zufolge Aussichtslosigkeit der Beschwerde abzuweisen (Art. 64 Abs. 1 und 2 BGG). Entsprechend sind ihm Gerichtskosten aufzuerlegen (Art. 66 Abs. 1 BGG). Bei deren Festsetzung ist seinen finanziellen Verh�ltnissen Rechnung zu tragen (Art. 65 Abs. 2 BGG).
Die Beschwerde wird teilweise gutgeheissen und im �brigen abgewiesen, soweit darauf einzutreten ist. Ziff. 2 des Dispositivs des Urteils des Appellationsgerichts Basel-Stadt vom 11. April 2014 wird aufgehoben und die Sache zu neuer Entscheidung an die Vorinstanz zur�ckgewiesen.
Dem Beschwerdef�hrer werden Gerichtskosten von Fr. 1'200.-- auferlegt.
Der Kanton Basel-Stadt hat der Rechtsvertreterin des Beschwerdef�hrers f�r das bundesgerichtliche Verfahren eine Entsch�digung von Fr. 750.-- auszurichten.

References: Art. 95
 BGE 
 BGE 
 BGE 
 BGE 
 Art. 6
 Art. 6
 Art. 147
 BGE 
 BGE 
 Art. 147
 Art. 149
 Art. 147
 Art. 205
 Art. 181
 Art. 429
 Art. 426
 BGE 
 Art. 429
 Art. 51