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Timestamp: 2020-01-27 08:25:16+00:00

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BGH, 19.05.1958 - III ZR 211/56 - dejure.org
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BGH, 19.05.1958 - III ZR 211/56 (https://dejure.org/1958,205)
BGH, Entscheidung vom 19.05.1958 - III ZR 211/56 (https://dejure.org/1958,205)
BGH, Entscheidung vom 19. Mai 1958 - III ZR 211/56 (https://dejure.org/1958,205)
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BGHZ 27, 278
NJW 1958, 1234
NJW 1958, 1819 (Ls.)
MDR 1958, 586
DÖV 1958, 636
In diesem Fall handelt es sich bei der Verkehrssicherungspflicht um eine hoheitliche Aufgabe, also um eine Amtspflicht i. S. d. § 839 Abs. 1 BGB (vgl. BGH, Urteil vom 19.5.1958 - III ZR 211/56, BGHZ 27, 278, 281 f.;… Geigel/Wellner, aaO., 14. Kap., Rn. 40).
In diesem Fall handelt es sich bei der Verkehrssicherungspflicht um eine hoheitliche Aufgabe, also um eine Amtspflicht im Sinne des § 839 Abs. 1 BGB (BGHZ 27, 278, 281 f.;… BGH NVwZ-RR 2014, 252, 253 Rn. 12;… Wellner in Geigel, aaO).
Wie das Berufungsgericht zutreffend ausführt, ist nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs die Reinigungs- und Streupflicht hinsichtlich der öffentlichen Wege - soweit nicht Landesgesetze etwas anderes bestimmen - in der Regel als Teil der allgemeinen Verkehrssicherungspflicht anzusehen, und im Falle ihrer Verletzung ist die Haftung des Pflichtigen, auch soweit es sich um Gemeinden oder andere öffentlich-rechtliche Körperschaften handelt, aus § 823 BGB herzuleiten (BGHZ 9, 373; 14, 83 [BGH 22.06.1954 - I ZR 225/53] ; 16, 95 [BGH 21.12.1954 - I ZR 36/53] ; 27, 278 [BGH 19.05.1958 - III ZR 21/57] ; BGH NJW 1968, 443).
Indessen hat der Bundesgerichtshof die Möglichkeit anerkannt, daß durch Gesetz den Gemeinden die Wegereinigungspflicht - auch soweit sie der Verkehrssicherung dient - als eine von der Ortspolizeibehörde erzwingbare öffentliche Last auferlegt wird; die Pflicht zur polizeimäßigen Wegereinigung wurzelt, anders als die allgemeine Verkehrssicherungspflicht, nicht in der nach allgemeinen bürgerlich-rechtlichen Bestimmungen zu beurteilenden Schaffung einer Gefahrenlage, sondern im öffentlichen Recht (BGHZ 27, 278, 282 [BGH 19.05.1958 - III ZR 211/56] = LM Nr. 43 zu Art. 34 GG mit Anmerkung Pagendarm, ergangen zum Preußischen Wegereinigungsgesetz).
Auf die vom Berufungsgericht angesprochene Kritik an der angeführten Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs, wonach die Gemeinde bei Unterlassen von organisatorischen, der Erfüllung der Reinigungs- und Streupflicht dienenden Maßnahmen aus § 823 BGB haftet (BGHZ 27, 278; 32, 352), [BGH 30.05.1960 - III ZR 16/59] braucht nicht eingegangen zu werden.
Die Pflichten aus der allgemeinen Verkehrssicherungspflicht und aus der Amtspflicht decken sich hier, wie der erkennende Senat betont hat (BGH LM Preuß. WegereinigungsGes. Nr. 3; BGHZ 27, 278, 281) [BGH 19.05.1958 - III ZR 211/56] .
In diesem Fall handelt es sich bei der Verkehrssicherungspflicht um eine hoheitliche Aufgabe, also um eine Amtspflicht i. S. d. § 839 Abs. 1 BGB (vgl. BGHZ 27, 278 (281 f);… Geigel-Wellner, aaO., 14. Kap., Rdnr. 40;… Kodal/Krämer-Grote, aaO., Kap. 40, Rdnr. 27).
In diesem Fall handelt es sich bei der Verkehrssicherungspflicht um eine hoheitliche Aufgabe, also um eine Amtspflicht i. S. d. § 839 Abs. 1 BGB (vgl. BGHZ 27, 278 (281 f);… Geigel-Schlegelmilch, aaO., 14. Kap., Rdnr. 40;… Kodal/Krämer-Grote, aaO., Kap. 40, Rdnr. 27).
BGH, 30.05.1960 - III ZR 77/59
Wegereinigungsgesetz
Großstädte haben für die Erfüllung der Straßenverkehrssicherungspflicht sogar besondere Vertreter gemäß § 30 BGB zu bestellen (…vgl. BGB - RGRK, 11. Aufl., Anm. 4 zu § 31; BGHZ 27, 278, 280) [BGH 19.05.1958 - III ZR 211/56] .
Lediglich in den Fällen, in denen die Quelle der Pflicht zur polizeimäßigen Wegereinigung das öffentliche Recht ist - es trifft dies für im Gebiet des ehemaligen Staates Preußen und im württembergischen Teil des Landes Baden-Württemberg noch geltende alte landesrechtliche Wegereinigungsgesetze zu - fällt nach der neueren Rechtsprechung des Bundesgerichtshofes u.U. die Wegereinigung in den Bereich der hoheitlichen Betätigung der Gemeinden, so daß die Nichterfüllung dieser Pflicht zunächst unter dem Gesichtspunkt der Amtshaftung zu betrachten und nach § 839 BGB in Verbindung mit Art. 34 GG zu beurteilen ist (BGHZ 27, 278; 32, 352) [BGH 30.05.1960 - III ZR 16/59] .
Eine Amtshaftung kann nur immer dann in Frage kommen, wenn durch Gesetz, allgemeine Dienstvorschrift, Organisationsakt, Dienstbefehl oder Anweisung im Einzelfall eine entsprechende Amtspflicht für bestimmte Behörden der Verwaltung oder deren einzelne Beamte begründet und dies der Allgemeinheit gegenüber kundgemacht ist (BGHZ 27, 278, 282) [BGH 19.05.1958 - III ZR 211/56] .
BGH, 01.10.1959 - III ZR 96/58
Streupflicht auf Bundesstraßen
BGH, 01.10.1959 - III ZR 59/58
BGH, 26.05.1961 - I ZR 177/60
BGH, 24.04.1961 - III ZR 11/60
Umfang der Verkehrssicherungspflicht der Gemeinde; Entstehung einer Observanz
BGH, 30.09.1968 - III ZR 96/66
Klage gegen den Unfallverursacher auf Ersatz gezahlter …
BGH, 01.10.1962 - III ZR 162/61
BGH, 08.11.1965 - III ZR 87/64
Anforderungen an das Vorliegen eines Schadensersatzanspruchs gegenüber einer …
BGH, 18.12.1958 - III ZR 180/57

References: § 839
 § 839
 BGH 
 § 823
 BGH 
 Art. 34
 § 823
 § 839
 § 839
 § 30
 § 31
 § 839
 Art. 34