Source: https://www.nlwkn.niedersachsen.de/naturschutz/schutzgebiete/die_einzelnen_naturschutzgebiete/-41722.html
Timestamp: 2020-08-09 00:36:10+00:00

Document:
Verordnungstext zum Naturschutzgebiet "Schwarzes Moor bei Bülstedt" | Nds. Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz
Verordnungstext zum Naturschutzgebiet "Schwarzes Moor bei Bülstedt"
(NSG LÜ 147)
Amtsblatt der Bezirksregierung Lüneburg Nr. 3 v. 1.2.1987, Seite 22
V e r o r d n u n g der Bezirksregierung Lüneburg über das Naturschutzgebiet "Schwarzes Moor bei Bülstedt" in der Samtgemeinde Tarmstedt, Landkreis Rotenburg vom 4. Dezember 1986
Aufgrund des § 24 in Verbindung mit § 54 Abs. 2 des Niedersächsischen Naturschutzgesetzes (NNatG) vom 20.03.1981 (Nds. GVBl. S. 31), zuletzt geändert durch das 5. Gesetz zur Änderung der Niedersächsischen Bauordnung vom 11.04.1986 (Nds. GVBl. S. 103) wird verordnet:
Das in § 2 näher bezeichnete Gebiet in der Gemarkung Bülstedt, Gemeinde Bülstedt, Samtgemeinde Tarmstedt, Landkreis Rotenburg, wird zum Naturschutzgebiet erklärt.
Das Naturschutzgebiet führt die Bezeichnung "Schwarzes Moor bei Bülstedt".
(1) Das Naturschutzgebiet hat eine Größe von rd. 22 ha.
(2) Die Grenze des Naturschutzgebietes ergibt sich aus der auf Seite 23 mitveröffentlichten Karte im Maßstab 1 : 5000. Sie verläuft auf der dem Gebiet abgewandten Seite der schwarzen Punktreihe. Die Karte ist Bestandteil dieser Verordnung.
a) die Erhaltung des Gebietes als naturnaher Landschaftsteil in einem intensiv landwirtschaftlich genutzten Raum in seiner Ruhe und Ungestörtheit,
b) die Erhaltung und Entwicklung der Hochmoorbildung einschließlich Maßnahmen zur Wasserrückhaltung und teilweisen Entkusselung,
c) die Erhaltung und Entwicklung der besonders im Norden des Gebietes ausgeprägten Sandheide und der Moorheide im feuchten Übergangsbereich zum Moor einschließlich teilweiser Entkusselung,
d) die Erhaltung der gebietstypischen Pflanzen- und Tierarten und deren Lebensgemeinschaften.
b) Fahrzeuge aller Art in das Gebiet hineinzufahren, dort zu parken oder abzustellen,
g) wildlebenden nicht jagdbaren Tieren nachzustellen, sie zu stören, zu füttern, zu fangen oder zu töten.
3) Im Jagdrecht geregelte jagdliche Belange werden durch diese Verordnung nicht berührt.
Die Anlage von Wildäckern sowie die Errichtung von Jagdhütten, mit dem Boden fest verbundenen Hochsitzen und anderen baulichen Anlagen fallen jedoch unter das Veränderungsverbot des § 24 Abs. 2 NNatG.
Folgende Handlungen werden als Abweichungen von § 24 Abs. 2 NNatG zugelassen und fallen nicht unter die Verbote des § 4 Abs. 2 dieser Verordnung:
a) die bisherige Bewirtschaftung des Grünlandes; ausgenommen davon ist die Ausbringung von Gülle auf dem 15 m breiten in der mitveröffentlichten Karte dargestellten Schutzstreifen,
b) die Holzentnahme durch Eigentümer und Nutzungsberechtigte in der Zeit vom 01.11.- 31.03. des darauffolgenden Jahres; der Kiefernbestand im Bereich der Hügelgräber am Ostrand des Gebietes ist davon ausgenommen;
innerhalb des in der mitveröffentlichten Karte dargestellten Bereiches des geschützten Gehölzbestandes ist lediglich die Entnahme von Einzelstämmen zulässig,
c) die Bewirtschaftung des bestehenden Wildackers als solchen ohne die Anwendung von Bioziden, Dünger und Wuchsstoffen,
d) das Betreten und Befahren des Gebietes, soweit dies zur rechtmäßigen Nutzung und Bewirtschaftung erforderlich ist, sowie das Betreten von Grundstücken durch die Eigentümer, Pächter und deren Beauftragte,
e) das Betreten des Gebietes
- durch andere Behörden und öffentliche Stellen bzw. deren Beauftragte nach Herstellung des Einvernehmens mit der Bezirksregierung Lüneburg,
f) Untersuchungen bzw. Maßnahmen zum Schutz, zur Pflege oder zur Entwicklung des Naturschutzgebietes, die im Einvernehmen mit der Bezirksregierung Lüneburg durchgeführt werden.
Lüneburg, den 4. Dezember 1986
Naturschutzgebiet "Schwarzes Moor bei Bülstedt"

References: § 24
 § 54
 § 2
 § 24
 § 24
 § 4