Source: https://fachanwalt-fuer-strafrecht-berlin.de/fachanwalt-strafrecht-berlin-internetstrafrecht-bgh-vom-19-3-2013-blose-verbale-schilderungen-hier-emails-stellen-keine-wiedergabe-eines-tatsachlichen-oder-wirklichkei/
Timestamp: 2020-03-29 02:40:34+00:00

Document:
Home Entscheidungen Strafrecht Sexuelle Selbstbestimmung (Fachanwalt Strafrecht Berlin-Internetstrafrecht) BGH vom 19.3.2013: Bloße Verbale Schilderungen (hier: emails) stellen keine Wiedergabe eines „tatsächlichen“ oder „wirklichkeitsnahen“ Geschehens i.S. von § 184b StGB dar (1 StR 8/13)
Nach einer akuellen Entscheidung des BGH handelt es sich bei einer E-Mail, in der lediglich mit Worten der an einem Kind vorgenommene sexuelle Missbrauch geschildert wird, nicht um eine kinderpornographische Schrift, die im Sinne von § 184b Abs. 2 und 4 StGB ein tatsächliches oder wirklichkeitsnahes Geschehen wiedergibt.
Auch wenn der Begriff der „Schriften“ im Sinne der Norm weiter gefasst ist als er etwa Rechtsakten der Europäischen Union zugrunde liegt, sind lediglich stellen bloß verbale Schilderungen keine Wiedergabe eines „tatsächlichen“ oder „wirklichkeitsnahen“ Geschehens dar.
(Internetstrafrecht) Nochmals: Schon das Betrachten kinderpornografischer Internet-Seiten ist strafbar
(Strafverteidiger Berlin) BGH vom 12.1.2011: Keine stunden- oder tagelange Verlesung von Anklageschriften (PM)
(Fachwalt Strafrecht Berlin-Btm) BGH vom 20. Februar 2013: keine Beihilfe zum Bandenhandel ohne Mitgliedschaft an der Bande (3 StR 24/13)(Fachanwalt Strafrecht Berlin-BtMG) BGH vom 24.4.2013: fehlende äußerliche Wahrnehmbarkeit lässt keinen Schluss auf Hemmungsvermögen bei Drogenkonsum zu (2 StR 93/13)

References: BGH 
 § 184
 BGH 
 § 184
 BGH 
 BGH 
 BGH