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Timestamp: 2020-01-27 06:01:17+00:00

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Software bezeichnet die Gesamtheit aller Programme, die zum Betrieb eines Computers (PC) benötigt werden. Für die Software gelten andere Vorschriften als für PC.
Software kann man in zwei Hauptgruppen unterteilen: das Betriebssystem (Systemsoftware), ohne das der PC nicht läuft, und die Anwenderprogramme, die der Nutzer benötigt, um seine Aufgaben zu bearbeiten.
Die Anwenderprogramme kann man darüber hinaus weiter untergliedern in: Standard-Software (z. B. Textverarbeitung, Tabellenkalkulation), Individual-Software (wird für ein bestimmtes betriebliches Problem oder unternehmensspezifische Geschäftsabläufe gesondert programmiert), Branchen-Softwaremodule, z. B. Buchführung, Kostenrechnung, Lohn- und Gehaltsabrechnung, CAD-Programme für technische Zeichnungen, und integrierte Software, sog. Office-Programme (bestehen i. d. R. aus den Komponenten Textverarbeitung, Tabellenkalkulation und Präsentationsprogramm. Einige Office-Programme enthalten darüber hinaus noch eine Datenbank).
Darüber hinaus kann Software auch hinsichtlich materieller bzw. immaterieller Gesichtspunkten unterschieden werden. Dabei bezeichnet
materielle Software die Datenträger, auf dem sich die Programme befinden bzw. die fest auf der Hardware installierte Firmware.
immaterielle Software die Anwenderprogramm (Betriebssysteme, Standard- oder Individualsoftware).
§ 6 Abs. 2 und 2a EStG: Software als "Geringwertiges Wirtschaftsgut". Abgrenzungen unterschiedlicher Software: R 5.5 Abs. 1 S. 2 EStR und H 5.5 und H 6.13 EStH. Abschreibung: § 7 EStG. Aktivierung beim entgeltlichen Erwerb: § 5 Abs. 2 EStG sowie § 248 Abs. 2 HGB. Rechtsprechung: Abgrenzung von Standard- und Individualprogrammen (BFH, Urteil v. 18.5.2011, X R 26/09: Computerprogramme jedweder Art sind grundsätzlich immaterielle Wirtschaftsgüter). Verkörperte Standard-Software ist "Ware" i. S. d. § 2a Abs. 2 EStG (BFH, Urteil v. 28.10.2008, IX R 22/08). BMF, Schreiben v. 18.11.2005, BStBl 2005 I S. 1025: ERP-Software und steuerliche Behandlung: LFD Thüringen, Verfügung v. 25.10.2011, InvZ 1210 A – 03 – A 2.14: Standardsoftwareprogramme als materielle oder immaterielle Wirtschaftsgüter; ERP-Software: BMF, Schreiben v. 17.10.2005, IV B 2 – S 2172 – 37/05.
1 Bilanzierung von Software
Software ist ein immaterieller Vermögensgegenstand. In der Handels- und Steuerbilanz ist die Software aufgrund ihrer selbstständigen Bewertbarkeit als Vermögensgegenstand auf der Aktivseite anzusetzen. Die Aktivierung betrifft allerdings nur entgeltlich erworbene Software.
Selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens, z. B. Software, Patente, Know-how, können mit den Herstellungskosten als Aktivposten in die Bilanz aufgenommen werden, soweit mit ihrer Entwicklung nach dem 31.12.2009 begonnen wurde.
Bei der Bilanzierung von Software müssen Unternehmer zunächst entscheiden, ob es sich um ein selbstständiges oder ein unselbstständiges Wirtschaftsgut handelt. Ein selbstständiges Wirtschaftsgut muss einzeln bilanziert werden. Ist die Software dagegen als Teil eines anderen Wirtschaftsguts unselbstständig, muss sie mit diesem bilanziert und abgeschrieben werden.
Wird Systemsoftware zusammen mit der Hardware erworben (sog. Bundling), ist darauf abzustellen, ob eine Aufteilung zwischen Hard- und Software vorgenommen werden kann, z. B. innerhalb des Kaufvertrags bzw. durch Listenpreise. In diesem Fall sind Hard- und Software getrennt zu aktivieren. Ist eine Aufteilung nicht möglich, weil die Software fest in den Computer integriert oder die Software speziell auf den Computer abgestellt ist, ist von einem einheitlichen materiellen Gegenstand auszugehen und die Software mit der Hardware zu aktivieren.
Computerprogramme sind planmäßig abzuschreiben. Für den Beginn der planmäßigen Abschreibung ist nicht der tatsächliche Nutzungsbeginn entscheidend, sondern die Betriebsbereitschaft. Eine außerplanmäßige Abschreibung ist erforderlich, wenn voraussichtlich eine dauernde Wertminderung vorliegt.
Da die amtliche AfA-Tabelle für Software keine Vorgaben macht, ist i. d. R. von folgenden Nutzungsdauern auszugehen: Für Standard-Software ist, analog der Hardware, ein Abschreibungszeitraum von 3 Jahren üblich, bei Individual- und ERP-Software 5 Jahre.
2 Trivial-Software
2.1 Allgemeine
Trivial-Software-Programme sind abnutzbare bewegliche und selbstständig nutzbare Wirtschaftsgüter. Gemäß den Einkommensteuer-Richtlinien 2012 sind Computerprogramme, deren Anschaffungskosten nicht mehr als 410 EUR betragen, wie Trivialprogramme zu behandeln. Dies geschieht aus Vereinfachungsgründen. Der BFH hat jedoch in einem Urteil diese Frage offen gelassen.
GWG-Grenzwert-Erhöhung für Anschaffungen ab 2018
Im Rahmen der nächsten Überarbeitung der Einkommensteuer-Richtlinien ist auch eine Anhebung der Wertgrenze zur Einstufung als Trivial-Software entsprechend der Änderung in § 6 Abs. 2 EStG für Investitionen ab 2018 vorgesehen (Anhebung auf 800 EUR).
Trivialsoftware ist eine allgemein gebräuchliche Software für eine Vielzahl von Anwendern. ...
Wo die Probleme sind: Das richtige Konto Erworbene/hergestellte Software Behandlung Implementierungskosten Behandlung Modifikationsaufwendungen 1 So kontieren Sie richtig!

References: § 6
 § 7
 § 5
 § 248
 § 2
 § 6