Source: https://www.duv-verband.de/KfzSteuer-Verwendung-einer-Zugmaschine-fuer-Biogasanlage-nicht-steuerbefrei/
Timestamp: 2018-10-19 04:43:12+00:00

Document:
Kfz-Steu­er: Ver­wen­dung einer Zug­ma­schi­ne für Bio­gas­an­la­ge nicht steu­er­be­freit | DUV Deutscher Unternehmenssteuer Verband e.V.
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Mit­un­ter­neh­mer­initia­ti­ve eines aty­pisch still Betei­lig­ten 17. Oktober 2018
Zur Ver­jäh­rungs­hem­mung gemäß § 171 Abs. 4 AO sowie zur Anwen­dung des Halb­ein­künf­te­ver­fah­rens bei Ver­lus­ten aus pri­va­ten Ver­äu­ße­rungs­ge­schäf­ten gemäß § 23 EStG a.F. im Jahr 2001 17. Oktober 2018
Nich­tig­keit von Schät­zun­gen 17. Oktober 2018
Zu den Vor­aus­set­zun­gen der Steu­er­ent­las­tung nach § 51 Abs. 1 Nr. 1 Buch­sta­be d Ener­gieStG 15. Oktober 2018
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Kfz-Steu­er: Ver­wen­dung einer Zug­ma­schi­ne für Bio­gas­an­la­ge nicht steu­er­be­freit
(Kiel) Eine Zug­ma­schi­ne, die in einem aus­schließ­lich der Ener­gie­er­zeu­gung in einer Bio­gas­an­la­ge die­nen­den Betrieb ein­ge­setzt wird, ist nicht von der Kfz-Steu­er befreit.
Dar­auf ver­weist der Kie­ler Steu­er­be­ra­ter Jörg Pas­sau, Vize­prä­si­dent und geschäfts­füh­ren­des Vor­stands­mit­glied des DUV Deut­scher Unter­neh­mens­steu­er Ver­band e. V. mit Sitz in Kiel, unter Hin­weis auf die Mit­tei­lung des Bun­des­fi­nanz­hofs (BFH) vom 22.05.2013 zu sei­nem Urteil vom 6. März 2013 — II R 55⁄11.
Der Klä­ger erzeug­te in sei­ner Bio­gas­an­la­ge Strom, der ent­gelt­lich in das öffent­li­che Strom­netz ein­ge­speist wur­de. Die dazu erfor­der­li­che Bio­mas­se bau­te er unter Ein­satz der Zug­ma­schi­ne auf einer Flä­che von 64 ha an und ver­wer­te­te sei­ne gesam­te Ern­te zur Strom­erzeu­gung.
Nach § 3 Nr. 7 Buchst. a des Kraft­fahr­zeug­steu­er­ge­set­zes ist das Hal­ten von Zug­ma­schi­nen von der Kraft­fahr­zeug­steu­er befreit, solan­ge die­se Fahr­zeu­ge aus­schließ­lich “in land- oder forst­wirt­schaft­li­chen Betrie­ben” ver­wen­det wer­den. Für die Zug­ma­schi­ne des Klä­gers hat der BFH eine sol­che Ver­wen­dung ver­neint. Bei der Bio­gas­an­la­ge eines Land- oder Forst­wirts, der nahe­zu sei­ne gesam­te Ern­te zur Ener­gie­er­zeu­gung ein­setzt und die erzeug­te Ener­gie ent­gelt­lich an Drit­te abgibt, han­delt es sich viel­mehr um einen ein­heit­li­chen Gewer­be­trieb. Eine Tren­nung die­ses ein­heit­li­chen Betriebs in die Ver­ar­bei­tungs­stu­fen der land­wirt­schaft­li­chen Urpro­duk­ti­on einer­seits und der gewerb­li­chen Strom­pro­duk­ti­on ande­rer­seits ist nicht mög­lich.
Pas­sau emp­fahl, dies zu beach­ten und ggfs. steu­er­li­chen Rat in Anspruch zu neh­men, wobei er dabei u. a. auf den DUV Deut­schen Unter­neh­mens­steu­er Ver­band — www.duv-verband.de — ver­wies.
Für Rück­fra­gen steht Ihnen zur Ver­fü­gung:
Jörg Pas­sau
Steu­er­be­ra­ter
DUV Vize­prä­si­dent und geschäfts­füh­ren­des Vor­stands­mit­glied
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