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Timestamp: 2016-10-28 10:36:15+00:00

Document:
A.________ und B.________, Beschwerdef�hrer, vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Guido Ranzi, Quaderstrasse 5, Postfach 519, 7001 Chur,
Bau-, Verkehrs- und Forstdepartement des Kantons Graub�nden, Villa Br�gger, Stadtgartenweg 11, 7001 Chur,
Der aus der Bundesrepublik Jugoslawien stammende A.________, geboren 1967, erhielt auf den 13. Dezember 1982 gest�tzt auf ein Familiennachzugsgesuch seiner Eltern eine Jahresaufenthaltsbewilligung. Seine Ehefrau, die ebenfalls aus Jugoslawien stammende, 1968 geborene B.________ erhielt im Alter von 17 Jahren gest�tzt auf ein Familiennachzugsgesuch ihres Ehemannes auf den 29. Dezember 1985 die Aufenthaltsbewilligung; seit dem 1. August 1987 sind beide im Besitz der Niederlassungsbewilligung. Die beiden T�chter C.________ (geb. 1985) und D.________ (geb. 1989) wurden in die Niederlassungsbewilligung ihrer Eltern einbezogen.
Die kantonale Polizeiabteilung Graub�nden verurteilte A.________ mit Strafmandat vom 27. Juni 1989 wegen unerlaubten Gl�cksspiels zu einer Busse von Fr. 100.--. Am 4. M�rz 1993 verurteilte ihn der Kreispr�sident E.________ wegen Fahrens in angetrunkenem Zustand zu einer bedingten Gef�ngnisstrafe von 14 Tagen sowie einer Busse von Fr. 500.--. Gest�tzt auf diese Verurteilung verwarnte ihn die Fremdenpolizei des Kantons Graub�nden mit Verf�gung vom 24. Januar 1994. Am 27. August 1998 verurteilte das Kreisgericht G.________ A.________ wegen mehrfachen Betrugs, mehrfacher Gehilfenschaft hiezu, mehrfachen betr�gerischen Missbrauchs einer Datenverarbeitungsanlage sowie mehrfacher Urkundenf�lschung zu einer bedingten Gef�ngnisstrafe von zw�lf Monaten. Am 29. Oktober 1998 verurteilte es B.________ wegen mehrfacher Gehilfenschaft zu Betrug sowie mehrfacher Gehilfenschaft zu betr�gerischem Missbrauch einer Datenverarbeitungsanlage und wegen Hehlerei mit einer bedingten Gef�ngnisstrafe von sieben Monaten. Aufgrund dieser Verurteilungen sowie aufgrund der �berschuldung des Ehepaares drohte das Amt f�r Polizeiwesen des Kantons Graub�nden sowohl A.________ als auch B.________ mit Verf�gungen vom 11. Mai 1999 die Ausweisung an. Mit Strafmandat vom 8. Juni 2001 verurteilte der Kreispr�sident G.________ A.________ wegen mehrfacher Veruntreuung zu drei Monaten Gef�ngnis.
Mit Verf�gung vom 23. Oktober 2001 wies das Amt f�r Polizeiwesen Graub�nden A.________ und B.________ sowie die beiden T�chter C.________ und D.________ f�r unbestimmte Zeit aus der Schweiz aus. Die dagegen erhobene Beschwerde hiess das (damals f�r den Bereich der Fremdenpolizei zust�ndige) Bau-, Verkehrs- und Forstdepartement des Kantons Graub�nden am 6. Juni 2002, soweit die Ausweisung der beiden T�chter betreffend, gut; in Bezug auf A.________ und B.________ wies es sie hingegen ab. Mit Entscheid vom 7. November 2002 wies das Verwaltungsgericht des Kantons Graub�nden den dagegen erhobenen Rekurs ab.
Dagegen haben A.________ und B.________ am 24. Dezember 2002 beim Bundesgericht Verwaltungsgerichtsbeschwerde erhoben. Sie beantragen, den angefochtenen Entscheid aufzuheben und ihre Niederlassungsbewilligung zu erneuern. Zudem ersuchen sie um unentgeltliche Rechtspflege und Verbeist�ndung.
Das seit dem 1. Januar 2003 f�r den Bereich der Fremdenpolizei neu wieder zust�ndige Justiz-, Polizei- und Sanit�tsdepartement schliesst auf Abweisung der Beschwerde. Das Verwaltungsgericht des Kantons Graub�nden beantragt, die Beschwerde abzuweisen, soweit darauf einzutreten sei. Das Bundesamt f�r Ausl�nderfragen beantragt demgegen�ber, die Beschwerde gutzuheissen und die Sache zur Erg�nzung des Sachverhaltes an die kantonalen Beh�rden zur�ckzuweisen.
Mit Eingabe vom 7. M�rz 2003 hat das Justiz-, Polizei- und Sanit�tsdepartement des Kantons Graub�nden unaufgefordert zur Vernehmlassung des Bundesamtes f�r Ausl�nderfragen Stellung genommen, worauf der Direktor des Bundesamtes f�r Ausl�nderfragen dem Bundesgericht eine Kopie seiner Antwort vom 20. M�rz 2003 auf dieses Schreiben hat zukommen lassen.
Mit Verf�gung vom 23. Januar 2003 hat der Abteilungspr�sident der Beschwerde antragsgem�ss die aufschiebende Wirkung zuerkannt.
1.2 Gem�ss Art. 110 Abs. 4 OG findet ein zweiter Schriftenwechsel nur ausnahmsweise statt. Da im vorliegenden Fall kein solcher angeordnet wurde, ist weder auf die Eingabe des Justiz-, Polizei- und Sanit�tsdepartements des Kantons Graub�nden vom 7. M�rz 2003 noch auf die Eingabe des Direktors des Bundesamts f�r Ausl�nderfragen vom 20. M�rz 2003 einzugehen.
1.3 Mit der Verwaltungsgerichtsbeschwerde kann die Verletzung von Bundesrecht, einschliesslich �berschreitung oder Missbrauch des Ermessens, sowie die unrichtige oder unvollst�ndige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts (Art. 104 lit. a und b OG), nicht jedoch die Unangemessenheit des angefochtenen Entscheids (vgl. Art. 104 lit. c OG) ger�gt werden (vgl. BGE 125 II 105 E. 2a S. 107, 521 E. 2a S. 523, mit Hinweisen). Hat - wie hier - eine richterliche Beh�rde als Vorinstanz entschieden, ist das Bundesgericht an deren Sachverhaltsfeststellung gebunden, sofern diese nicht offensichtlich unrichtig, unvollst�ndig oder unter Verletzung wesentlicher Verfahrensvorschriften zustande gekommen ist (Art. 105 Abs. 2 OG). Damit wird die M�glichkeit, vor Bundesgericht neue Tatsachen vorzubringen und neue Beweismittel einzureichen, weitgehend eingeschr�nkt. Das Bundesgericht l�sst diesfalls nur solche neuen Tatsachen und Beweismittel zu, welche die Vorinstanz von Amtes wegen h�tte ber�cksichtigen m�ssen und deren Nichtbeachtung eine Verletzung wesentlicher Verfahrensvorschriften darstellt (BGE 128 II 145 E. 1.2.1 S. 150 mit Hinweisen). Nachtr�gliche Ver�nderungen des Sachverhalts (so genannte "echte Noven") k�nnen in der Regel nicht mehr ber�cksichtigt werden, denn einer Beh�rde kann nicht vorgeworfen werden, sie habe den Sachverhalt im Sinne von Art.105 Abs.2 OG fehlerhaft dargestellt, wenn sich dieser nach ihrem Entscheid ver�ndert hat (BGE 128 II 145 E.1.2.1 S.150; 125 II 217 E.3a S.221).
Dass sich die Beschwerdef�hrer am 11.Dezember 2002 und damit nach dem Entscheid des Verwaltungsgerichts bei der Beratungsstelle f�r Schuldensanierung Graub�nden angemeldet haben, kann daher im vorliegenden Verfahren nicht mehr ber�cksichtigt werden.
1.4 Das Bundesgericht wendet das Bundesrecht bei der Verwaltungsgerichtsbeschwerde von Amtes wegen an; es ist gem�ss Art. 114 Abs. 1 OG an die von den Parteien vorgebrachten Begr�ndungen nicht gebunden und kann die Beschwerde auch aus anderen als den geltend gemachten Gr�nden gutheissen oder abweisen (BGE 128 II 145 E. 1.2.2 S. 150 f.; 127 II 264 E. 1b S. 268, mit Hinweisen).
2.1 Gem�ss Art. 10 Abs. 1 ANAG kann ein Ausl�nder aus der Schweiz ausgewiesen werden, wenn er wegen eines Verbrechens oder Vergehens gerichtlich bestraft wurde (lit. a) oder wenn sein Verhalten im Allgemeinen und seine Handlungen darauf schliessen lassen, dass er nicht gewillt oder nicht f�hig ist, sich in die im Gaststaat geltende Ordnung einzuf�gen (lit. b). Ferner kann ein Ausl�nder ausgewiesen werden, wenn er der �ffentlichen Wohlt�tigkeit fortgesetzt und in erheblichem Masse zur Last f�llt (lit. d). Die Ausweisung soll aber nur verf�gt werden, wenn sie nach den gesamten Umst�nden angemessen erscheint (Art. 11 Abs. 3 ANAG). Dabei ist namentlich auf die Schwere des Verschuldens des Ausl�nders, die Dauer seiner Anwesenheit in der Schweiz und die ihm und seiner Familie drohenden Nachteile abzustellen (Art. 16 Abs. 3 der Vollziehungsverordnung vom 1. M�rz 1949 zum Bundesgesetz �ber Aufenthalt und Niederlassung der Ausl�nder, ANAV; SR 142.201).
2.2 Je l�nger ein Ausl�nder in der Schweiz anwesend war, desto strengere Anforderungen sind grunds�tzlich an die Anordnung einer Ausweisung zu stellen. Zu ber�cksichtigen ist auch, in welchem Alter der Ausl�nder in die Schweiz eingereist ist. Selbst bei einem Ausl�nder, der bereits hier geboren ist und sein ganzes bisheriges Leben in der Schweiz verbracht hat (Ausl�nder der "zweiten Generation"), ist eine Ausweisung nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung aber nicht ausgeschlossen. Erst recht gilt dies f�r Ausl�nder, die erst als Kind oder Jugendlicher in die Schweiz gelangt sind. Entscheidend ist aber in jedem Fall die Verh�ltnism�ssigkeitspr�fung, die gest�tzt auf die gesamten wesentlichen Umst�nde des Einzelfalles vorzunehmen ist (BGE 125 II 521 E. 2b S. 523 f., mit Hinweisen).
3.1 Das (damals f�r den Bereich der Fremdenpolizei zust�ndige) Bau-, Verkehrs- und Forstdepartement des Kantons Graub�nden (im Folgenden: Departement), dessen Entscheid das Verwaltungsgericht best�tigt hat und auf dessen Entscheidbegr�ndung es verweist, hat die Ausweisung des Ehepaars auf Art. 10 Abs. 1 lit. a und lit. b gest�tzt; im Gegensatz zum (erstverf�genden) Amt f�r Polizeiwesen hielt es hingegen den Ausweisungsgrund von Art. 10 Abs. 1 lit. d ANAG f�r nicht erf�llt.
3.2 Die Verurteilungen des Beschwerdef�hrers zu einer Busse von Fr.100.-- (1989), zu einer bedingten Gef�ngnisstrafe von vierzehn Tagen (1993) und zu einer bedingten Gef�ngnisstrafe von zw�lf Monaten (1998) hatten einzig zur Androhung der Ausweisung vom 11.Mai 1999 gef�hrt. Ebenso hat die Verurteilung der Beschwerdef�hrerin vom 29.Oktober 1998 zu einer bedingten Gef�ngnisstrafe von sieben Monaten nur die Androhung der Ausweisung (ebenfalls am 11.Mai 1999) zur Folge gehabt.
Die erw�hnten Verfehlungen der Beschwerdef�hrer wiegen nicht leicht; besonders ins Gewicht fallen dabei die Straftaten des Ehepaars im Zusammenhang mit einer zur�ckbehaltenen Kundenkarte, die zu einer Verurteilung von zw�lf Monaten Gef�ngnis bedingt (Ehemann) bzw. sieben Monaten Gef�ngnis bedingt (Ehefrau) gef�hrt haben. Wie das Kreisgericht G.________ in seinen Urteilen vom 27.August 1998 (betreffend den Beschwerdef�hrer) und vom 29.Oktober 1998 (betreffend die Beschwerdef�hrerin) festgestellt hat, nahm die Beschwerdef�hrerin als Kassiererin in einem Kaufhaus eine Kundenkarte an sich, die eine Kundin vergessen hatte, und �bergab diese zur missbr�uchlichen Verwendung ihrem Ehemann. In der Folge bezog dieser mit der Kundenkarte an verschiedenen Tankstellen Benzin und Zigaretten im Gesamtbetrag von rund Fr.3'500.--; er ver�bte zwischen dem 14. und 21.Juli 1997 zudem mit anderen Beteiligten mit der Kundenkarte zahlreiche Betr�ge (Deliktsbetrag: �ber Fr.33'000.--) und mehrere Urkundenf�lschungen.
Nachdem die Fremdenpolizei damals trotz der Schwere dieser Straftaten am 11.Mai 1999 nur eine Verwarnung ausgesprochen und von einer Ausweisung abgesehen hat, d�rfen diese Strafurteile alleine, bzw. unter Einbezug des Umgangs des Ehepaars bis zu diesem Zeitpunkt mit den Finanzen, nicht zu einer Ausweisung f�hren. Das bedeutet aber nicht, dass das Verhalten der Beschwerdef�hrer bis und mit Androhung der Ausweisung heute nicht mitber�cksichtigt werden d�rfte; im Gegenteil: insbesondere die strafrechtlichen Verfehlungen beider Ehepartner wiegen recht schwer, so dass grunds�tzlich auch ein nur geringf�giges neues vorwerfbares Verhalten dazu f�hren kann, dass eine Ausweisung doch noch in Betracht zu ziehen ist.
3.3 Beim Beschwerdef�hrer ist seit der Androhung der Ausweisung die Verurteilung vom 8. Juni 2001 wegen mehrfacher Veuntreuung zu drei Monaten Gef�ngnis dazugekommen, womit der Ausweisungsgrund von Art. 10 Abs. 1 lit. a ANAG erneut gegeben ist. Die Beschwerdef�hrerin ist demgegen�ber seit der Androhung der Ausweisung nicht mehr straff�llig geworden.
3.4 Wie die Vorinstanz festgehalten hat, standen die Sozialen Dienste der Stadt G.________ seit September 1998 in unregelm�ssigem Kontakt mit den Beschwerdef�hrern und unterst�tzten diese bis zum 15. Oktober 2001 mit insgesamt Fr. 14'604.55. Bei diesem - auf drei Jahre verteilten - Gesamtbetrag, den die Sozialdienste f�r das Ehepaar aufwendeten, kann ihm, wie das Departement zu Recht festgehalten und worauf das Verwaltungsgericht verwiesen hat, noch nicht vorgeworfen werden, es sei der �ffentlichen Wohlfahrt fortgesetzt und in erheblichem Masse zur Last gefallen. Was die konkrete Gefahr einer zuk�nftigen fortgesetzten und erheblichen F�rsorgeabh�ngigkeit anbelangt, hat das Departement festgehalten, diese k�nne heute aufgrund der Aktenlage nicht abschliessend beurteilt werden; es verneine aber gesamthaft das Vorliegen des Ausweisungsgrundes gem�ss Art. 10 Abs. 1 lit. d ANAG. Diese �berlegung - die sich die Vorinstanz durch den Verweis darauf zu eigen gemacht hat - ist im Resultat nicht zu beanstanden: im vorliegenden Fall haben die Beschwerdef�hrer trotz ihrer massiven Schulden und der daraus resultierenden schwierigen finanziellen Lage die �ffentliche F�rsorge nicht �berm�ssig in Anspruch genommen. Nachdem mittlerweile die Ehefrau eine volle Invalidenrente erh�lt, ist nicht zu erwarten, dass das Ehepaar in Zukunft trotz dieser vorteilhafteren Ausgangslage vermehrt als fr�her, und zwar fortgesetzt und in erheblichem Masse, der �ffentlichen Wohlfahrt zur Last fallen wird. Der Ausweisungsgrund von Art. 10 Abs. 1 lit. d ANAG wurde daher von den Vorinstanzen zu Recht verneint.
3.5 Das Departement - und in der Folge auch die Vorinstanz - schliessen aus der Art und Weise, wie beide Ehepartner mit ihren Finanzen umgegangen sind, darauf, dass sie nicht gewillt oder nicht f�hig sind, sich in die im Gaststaat geltende Ordnung einzuf�gen (Art. 10 Abs. 1 lit. b ANAG).
3.5.1 Gem�ss Art. 16 Abs. 2 ANAV kann die Ausweisung gem�ss Art. 10 Abs. 1 lit. b ANAG unter anderem namentlich bei fortgesetzter b�swilliger oder liederlicher Nichterf�llung der �ffentlichrechtlichen oder privatrechtlichen Verpflichtungen als begr�ndet erscheinen.
3.5.2 Wie das Verwaltungsgericht gest�tzt auf die Betreibungsregisterausz�ge der Stadt G.________ vom 15. Oktober 2001 festgehalten hat, wurde der Beschwerdef�hrer von 1999 bis zu diesem Zeitpunkt f�r gesamthaft Fr. 37'371.75 und seine Ehefrau f�r total Fr. 15'455.85 betrieben; zudem hielt es fest, dass aufgrund der Registerausz�ge des Betreibungsamtes G.________ vom 21. M�rz 2002 gegen den Beschwerdef�hrer 17 Verlustscheine in einer H�he von insgesamt Fr. 60'927.35 und gegen seine Ehefrau 12 Verlustscheine im Betrage von Fr. 44'535.-- vorlagen; zudem habe der Beschwerdef�hrer, wie aus dem Betreibungsregisterauszug vom 21. M�rz 2002 hervorgehe, seit dem Erlass der Ausweisungsverf�gung der Fremdenpolizei vom 23. Oktober 2001 f�r weitere Fr. 16'522.55 und seine Ehefrau f�r weitere Fr. 11'330.80 betrieben werden m�ssen.
Aus dieser Zusammenstellung ist ersichtlich, dass die Beschwerdef�hrer �ber Jahre hinweg mit ihren finanziellen Mitteln nicht umzugehen wussten. Die Fremdenpolizei wies schon auf die gegen den Beschwerdef�hrer und die Beschwerdef�hrerin eingeleiteten zahlreichen Betreibungen hin, als sie dem Ehepaar - je mit separater Verf�gung - am 11. Mai 1999 die Ausweisung androhte. Zu pr�fen ist, ob das dem Ehepaar bis zu diesem Zeitpunkt vorwerfbare nachl�ssige Umgehen mit Zahlungsverpflichtungen auch nach der Androhung der Ausweisung weiter angehalten hat; insoweit ist der Umgang der Beschwerdef�hrer mit den Finanzen bis zum Zeitpunkt der Ausweisungsandrohung (11. Mai 1999) von Bedeutung und muss in die Gesamtw�rdigung einfliessen.
3.5.3 Die Beschwerdef�hrer machen geltend, dass der Verdienst der Ehefrau aufgrund ihrer gesundheitlichen Probleme mit der Zeit ausgeblieben sei und der Mann f�r den Unterhalt der vierk�pfigen Familie zu wenig habe verdienen k�nnen; die Familie sei dadurch �berfordert gewesen. Heute habe die Ehefrau Anspruch auf eine volle Rente der Invalidenversicherung, basierend auf einem Invalidit�tsgrad von 77 % (recte: 78 %), eine Invalidit�t sei aber schon r�ckwirkend auf den 1. Dezember 1999 anerkannt. Die Ehefrau habe einen Anspruch auf eine Rente von monatlich Fr. 3'495.--.
Die Eidgen�ssische Invalidenversicherung hat in ihrer Verf�gung vom 10. Juli 2002 f�r die Ehefrau ab dem 1. Dezember 1999 eine Arbeitsunf�higkeit von 50 % und ab dem 17. Oktober 2000 eine solche von 75 % als ausgewiesen anerkannt. Dass in der Phase der verminderten Arbeitsf�higkeit bis zu den erst im Jahre 2002 erfolgten Rentenzahlungen f�r die Familie ein finanzieller Engpass bestand, ist nachvollziehbar. Nachdem schon vor der Erkrankung der Beschwerdef�hrerin massive Schulden bestanden, w�re eine vollst�ndige Sanierung der finanziellen Situation in dieser Zeitspanne wohl schlicht unrealistisch gewesen. Ob die seither eingegangenen Verpflichtungen, die anschliessend zu zahlreichen neuen Betreibungen gef�hrt haben, alle unumg�nglich waren, kann einzig aufgrund der Betreibungsregisterausz�ge schwer eruiert werden. Steckt ein Ehepaar einmal in einer - wenn auch urspr�nglich selbst verschuldeten - desolaten finanziellen Lage, so ist es auch dann, wenn beide Ehepartner voll berufst�tig sind, schwierig, daraus wieder herauszufinden. Dies bedeutet aber nicht, dass einzig aus der im Mai 1999 bestehenden schwierigen Ausgangslage geschlossen werden darf, das Ehepaar habe alle zumutbaren Vorkehren getroffen, um seine finanzielle Situation langsam aber stetig in den Griff zu bekommen. Ob dies zutrifft, kann erst aufgrund vertiefter Recherchen beantwortet werden; mit den vorhandenen Informationen ist eine Aussage dar�ber unm�glich. Nachdem aber bei der Ehefrau - im Gegensatz zum Ehemann - seit der fremdenpolizeilichen Verwarnung kein strafrechtlich vorwerfbares Verhalten mehr dazugekommen ist, kann ihre Ausweisung nur in Betracht gezogen werden, wenn ihr zumindest der liederliche Umgang mit Geld vorzuwerfen ist. Auch was den Beschwerdef�hrer anbelangt, m�sste f�r eine Ausweisung Klarheit dar�ber herrschen, ob ihm liederlicher Umgang mit Geld vorgeworfen werden kann, denn f�r die Interessenabw�gung ist von Bedeutung, ob bei ihm - neben dem strafrechtlichen - dieser Ausweisungsgrund (wieder) neu dazugekommen ist. Die Sache ist daher zu neuer Abkl�rung an die Vorinstanz zur�ckzuweisen.
3.5.4 Dabei wird das Verwaltungsgericht auch abzukl�ren haben, was mit der namhaften Nachzahlung der IV-Rente (f�r den Zeitraum vom 1. Dezember 2000 bis zum 30. Juni 2002) geschehen ist. Dazu macht das Verwaltungsgericht - im Zusammenhang mit dem Gesuch der Beschwerdef�hrer um unentgeltliche Rechtspflege - einzig die Feststellung, dass rund Fr. 45'000.-- an die Beschwerdef�hrerin ausbezahlt worden seien. Aus den beiden IV-Verf�gungen vom 26. Juli 2002 geht hervor, dass die Beschwerdef�hrerin Anspruch auf Nachzahlung eines Betrages von Fr. 40'433.30 sowie von Fr. 5'202.-- hatte. Die konkrete Verwendung dieses namhaften Betrages - die Beschwerdef�hrer machen geltend, sie h�tten damit Gl�ubiger befriedigt, die nicht auf den Betreibungsregisterausz�gen aufgef�hrt seien -, ist f�r die Beurteilung des Finanzgebarens der Familie von Bedeutung. Sie ist anl�sslich der Neubeurteilung durch das Vewaltungsgericht zu untersuchen. Ebenso wird das Verwaltungsgericht der finanziellen Entwicklung des Familienhaushaltes seit dem angefochtenen Entscheid Rechnung zu tragen haben. Nachdem die Ehefrau ein festes monatliches Renteneinkommen von Fr. 3'495.-- aufweist und zudem einer Teilzeitarbeit bei F.________ nachgeht, der Ehemann als Taxichauffeur t�tig ist und die �ltere Tochter m�glicherweise einen Lehrlingslohn nach Hause bringt, k�nnte doch eine gewisse Stabilisierung der finanziellen Lage stattgefunden haben.
Sollte das Verwaltungsgericht nach erneuter Pr�fung zum Schluss kommen, dass der Ausweisungsgrund von Art. 10 Abs. 1 lit. b ANAG bei den Beschwerdef�hrern nach wie vor zu bejahen ist, wird im Rahmen der Verh�ltnism�ssigkeitspr�fung der langen Anwesenheitsdauer der Eltern in der Schweiz sowie insbesondere der Situation der beiden T�chter Rechnung zu tragen sein:
4.1 Der Beschwerdef�hrer ist im Alter von 15 Jahren im Jahre 1982, also vor mehr als zwanzig Jahren, in die Schweiz gekommen, seine Ehefrau Ende 1985 im Alter von 17 Jahren. Beide haben damit die H�lfte (Ehefrau) bzw. mehr als die H�lfte ihres Lebens (Ehemann) in der Schweiz verbracht. Die �ltere Tochter kam im Alter von wenigen Wochen in die Schweiz, die j�ngere ist hier geboren.
Schon f�r die beiden Eltern, die nur ihre Kindheit und einen Teil ihres Jugendalters in Jugoslawien verbracht haben, w�rde eine R�ckkehr in ihr Heimatland eine schwierige Umstellung bedeuten. Dies gilt umso st�rker f�r die beiden M�dchen, die das Heimatland ihrer Eltern nur von Ferienaufenthalten kennen. Entscheiden sie sich im Fall einer Ausweisung ihrer Eltern, diesen nach Jugoslawien zu folgen, so werden sie sich neu auf v�llig andere kulturelle und wirtschaftliche Gegebenheiten einstellen m�ssen. Dazu kommt, dass die M�dchen in einem Alter, wo die Eltern zwar die wichtigsten Bezugspersonen bleiben, aber mehr und mehr auch ausserfamili�re Kontakte wichtig werden, je ihren gesamten Bekanntenkreis verlieren werden. Ein Leben in Jugoslawien w�re daher f�r die beiden M�dchen kaum zumutbar. Es fragt sich daher, ob ein Verbleib der T�chter in der Schweiz realistisch w�re.
4.2 Zu diesem Punkt - den Betreungsm�glichkeiten in der Schweiz - finden sich im angefochtenen Entscheid nur wenige Anhaltspunkte: der Hinweis darauf, dass die j�ngere Tochter, die im Dezember dieses Jahres vollj�hrig wird, teilweise die Betreuung der j�ngeren, 14-j�hrigen Schwester �bernehmen k�nnte sowie der Hinweis auf die Verpflichtung der Vormundschaftsbeh�rden, die notwendigen Vorkehrungen zu treffen. Wie diese Betreuung konkret aussehen soll, ob sich allenfalls eine Heimeinweisung der j�ngeren Tochter aufdr�ngt, oder ob Verwandte oder Bekannte in der Schweiz wohnen, die die T�chter bei sich aufnehmen k�nnten, geht aus dem angefochtenen Entscheid nicht hervor. Ebenso wenig ist bekannt, ob die Eltern von Jugoslawien aus finanziell f�r die T�chter aufkommen k�nnten oder ob diese f�rsorgeabh�ngig w�rden. Diese beiden Problemkreise - Betreuungsm�glichkeit und finanzieller Unterhalt - sind abzukl�ren und anschliessend im Rahmen der Verh�ltnism�ssigkeitspr�fung in die Interessenabw�gung einzubeziehen.
Die Verwaltungsgerichtsbeschwerde ist nach dem Gesagten gutzuheissen, der Entscheid des Verwaltungsgerichts Graub�nden vom 7.November 2002 aufzuheben und die Sache zu neuer Beurteilung im Sinne der Erw�gungen an das Verwaltungsgericht zur�ckzuweisen.
Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind keine Kosten zu erheben (Art.156 Abs.2 OG). Der Kanton Graub�nden hat den Beschwerdef�hrern eine Parteientsch�digung auszurichten (Art.159 Abs.2 OG). Mit dem vorliegenden Urteil wird das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege und Verbeist�ndung (Art.152 OG) gegenstandslos.
Die Verwaltungsgerichtsbeschwerde wird dahin gutgeheissen, dass der Entscheid des Verwaltungsgerichts des Kantons Graub�nden vom 7. November 2002 aufgehoben und die Sache zu neuer Beurteilung im Sinne der Erw�gungen an das Verwaltungsgericht zur�ckgewiesen wird.
Der Kanton Graub�nden hat den Beschwerdef�hrern f�r das Verfahren vor Bundesgericht eine Parteientsch�digung von Fr. 2'000.-- auszurichten.
Dieses Urteil wird den Beschwerdef�hrern, dem Justiz- Polizei- und Sanit�tsdepartement und dem Verwaltungsgericht, 3. Kammer, des Kantons Graub�nden sowie dem Bundesamt f�r Zuwanderung, Integration und Auswanderung schriftlich mitgeteilt.

References: Art. 110
 Art. 104
 BGE 
 Art.105
 Art. 114
 Art. 10
 Art. 10
 Art. 10
 Art. 10
 Art. 10
 Art. 10
 Art. 16
 Art. 10
 Art. 10