Source: https://issuu.com/mlendi/docs/web_ruc_0213
Timestamp: 2017-06-26 20:07:09+00:00

Document:
Rechnungswesen & Controlling 02/13 by daylight AG - issuu
& controlling 2·13
Swatsch Gap Fèr – de nöii Schwiizer Exportschlaager!
De Niggi Hayek isch kän Mènètscher,
sondern en Undernämer. Das macht en
scho emaal simpaatisch. Èèr isch mit
Swatch üsserscht erfolgriich – es richtigs
Schwiizer Vorzeigeundernäme! Und wil
èèr sis Gäld lieber i d Produkzioon vo Uure
und i nöii Aarbetsplätz inweschtiert, und
nöd is Papier für e hundertsiitige
Gschäftsbricht, wott èèr vo IFRS
uf Swiss GAAP FER
wächsle, vomene Ständärd mit 3000 Siite uf
äine mit 300. Das hät
aber zümpftig Lämpe
gèè mit de Schwiizer
Börse, wil im SMI jedes Undernäme IFRS
aawände mues! Drum
hät d Schwiizer Börse e
Vernèèmlassig gmacht.
Die isch öppe 50 zu 50
usechoo. Di äinzelne
Biiträäg sind na spannend zum Läse. So
chlöönet öppe d Economosuisse, das si
für e sonigi Vernèèmlassig vil mee Ziit bruuchi! Dèbii het sonen chliine Verband wie
de veb.ch die i äim Wuchenändi chöne
beantworte. E paar gschiidi Chöpf sind
halt gschnäller als e Wasserchopf. D Uni
Lausanne hät mee oder weniger äifach
d Stellignaam vo de Swatch abgschribe.
Uf Französisch, wills gmeint händ, die z
Züri mèrkeds dänn nöd. Und bi de Banke
sind d Analischte für IFRS und iri Aarbetgèber sind für Swiss GAAP FER. D Chöle
sind ebe wichtiger als Transparänz. Und
d Schwiiz isch halt plötzli doch nöd dèè
grooss internazionaal Finanzplatz. Aber
de Druck vo de Wirtschaft uf d Börse isch
soo grooss gsi, das die d Swatch schlussäntli doch nöd usegrüert hät.De veb.ch isch eigentli mee für d IFRS
für di ganz groosse internazionaale Undernäme ade Schwiizer Börse. Vor allem
drum, das s öis au im Ussland verschtönd, öises Alpe-Accounting. Suscht
bin i au de Meinig, das es es riisigs
Monschter worde isch, wo vil choscht,
es Undernäme nöd
würkli wiiterbringt und
d Läser mee verwirrt
als informiert. Schaad
isch äifach, das de
Swiss GAAP FER für
börsekotierti Konzern
nöd emal d Segmäntbrichterschtattig richtig
verlangt. Es isch chuum zum glaube, aber
d Migros bruucht IFRS
sogar freiwilig. Vilicht
gaat das äifach unders
Kulturprozänt, oder si
meined, sie müesed
für iri groosse Verlüscht im Ussland au
internazionaal Rächeschaft ablegge.
Bi dère Glägeheit hani vo mim Lieblingsprofässer wele wüsse, wie das es dänn
eigentli mit dem «true and fair» segi, mit
dère einzige Waret i de Rächnigslegig:
«Lieber Herbert», hät er gschribe, «Du
kannst das gleiche Unternehmen nach
IFRS, Swiss GAAP FER und U.S. GAAP
bilanzieren und erhältst drei unterschiedliche Resultate!» Läck, die Ständärds sind
doch äifach e fèrtige Mischt! Sisch nöd
zum glaube! Jee nachdèm wie me rächnet, gits verschidni Ergäbnis. Das isch
würkli es Mèèrli, das «true and fair». Am
Schluss isch d Rächnigslegig nöd emaal
en exakti Wüsseschaft – wo füert ächt
das na ane.Und vor e paar Tääg hät en ussländische Inveschtor aaglüütet und nach em
Schwiizer Ständärd gfrööget. Ich tüeg
ems schnäll durefaxe, hani gseit, aber er
müesi uufpasse, bi öis i de Schwiiz segs i
jedem Kantoon anderscht.
De Niggi hät jetz no äis druuf gsetzt
und de Gschäftsbricht scho uf Schwiizertüütsch useggèè. Und jetz hani grad
na s’ Nöischt us Biel ghöört: er wott s
nèèchscht Jaar nume de Chèèrn-FER
aawände! Ich mach jedi Wett, das d
Schwiizer Börse namal de Schwanz iiziet!
Ooni Vernèèmlassig.Herbert Mattle, Präsident veb.chDas ofﬁzielle Organ des veb.ch, des grössten Schweizer Verbandes für Rechnungslegung, Controlling und RechnungswesenWir heissen
104 Kolleginnen
Joël Cuccarède
Evelyne Agner
Jeannette Brülisauer
Susanne Eugster
Patrick Gübeli
Jurica Juric
Sibyl Tanner
Monika Jeanguenat
Peter Jutzi
Pia Meisinger
René Wöll
Damian Bucheli
Franz Del Fatti
Marlis Egli
Michaela Jud
Peter Mösler
My-Van NgoChristoph Oberhänsli
Rebecca Ringger
Jolanda Rutschi
Christel Schelling
Dominik Schönholzer
Corina Spadini
Susanna Spielmann
Simon Spöri
Manuela Anderegg
Daniela Betschart
Roger Blättler
Marlis Bordelais-Huber
Margrit Brack
Géraldine Häring
Elisabeth Haueter
Corinne Hefti
Nicole KeuschFrank Kohns
Sabine Künsch
Caroline Lutziger
Marianna Merz
Carolina Muff
Daniela Oehy
Lucian Oertle
Michael Rösselet
Gian Voirol
Mathias von Gunten
Philippe Abt
Beatrice Amsler
Angela Escher-Greiter
Stephanie Fürderer
Jacqueline Gähler
Stefanie Glanzmann
Frank Griederveb.ch I Lagerstrasse 1
Postfach I 8021 Zürich
043 336 50 30Patrick Gruhn
Corina Guadagnini
Elsbeth Kägi Schweizer
Cécile Martenet
Felice Nardiello
Roger Rüsch
Judith Stephani
Manuel Stoop
Nadia Wahlen
Andrea Reto Wieland
Balz Bertschinger
Sonia Cirillo
Lulu Leanza
Daniela Schöpfer-Jud
Anita Züsli8000 Mitglieder in der ganzen
Schweiz können sich nicht
täuschen: Es macht sich
veb.ch ist der grösste
Schweizer Fachverband für
fördert Bekanntheit, Anerkennung und Entwicklung
in Wirtschaft, Öffentlichkeit
beauftragter Mitträger der
eidgenössisch anerkannten
Fachausweis- und Diplomprüfung. Der veb.ch bringt
der Wirtschaft und näher zum
Erfolg. www.veb.chEin Muss für jedes KMU: Das umfassend überarbeitete Standardwerk des
Schweizer Rechnungswesens – mit Berücksichtigung des neuen Rechnungslegungsrechts und der Entwicklung der
letzten 17 Jahre!
Wachsende Anforderungen an das Rechnungswesen sowie strengere gesetzliche
Rechnungslegungsvorschriften machen
es von Zeit zu Zeit notwendig, den erstmals 1947 erschienenen «Schweizer
KMU»
Umso mehr, dass die letzte Überarbeitung des bei vielen noch als «Käfer» bekannten Standardwerkes des Schweizer
Rechnungswesens 1996 erfolgte.
Mit der Inkraftsetzung des neuen Rechnungslegungsrechts im OR per 1. Januar
2013 war der Zeitpunkt für eine umfassende Überarbeitung gekommen. Zudem konnte der veb.ch vom Schweizer
Gewerbeverband die Rechte erwerben.
Statt eines Alleinautors ist es nun ein Autorenteam, das für den Kontenrahmen
verantwortlich zeichnet: Herbert Mattle,
Markus Helbling und Walter Sterchi – alles
erfahrene Praktiker und eidg. dipl. Experten in Rechnungslegung und Controlling.
Anpassung oder Neugestaltung?
Es stellte sich schnell die Grundsatzfrage einer Anpassung oder Neugestaltung.
Obwohl eine völlige Neugestaltung mit
Berücksichtigung der Entwicklungen der
verschiedenen Rechnungslegungsstandards und vermehrte Ausrichtung auf die
Erfordernisse internationaler (Konzern-)
Unternehmen ihren Reiz gehabt hätte, ﬁel
der Entscheid für die notwendige «sanfte» Überarbeitung und eine Aktualisierung des Bestehenden und Bewährten.
Der «Schweizer Kontenrahmen KMU»
richtet sich somit weiterhin an kleine
und mittelgrosse Produktions-, Handelsund Dienstleistungsunternehmen in der
Schweiz, ungeachtet ihrer Branchenzugehörigkeit und Rechtsform.
Die wichtigsten vorgenommenen Anpassungen betreffen den notwendigen
Einbau des neuen Rechnungslegungsrechts. Dabei hat man sich konsequent2·13FachbücherSchweizer Kontenrahmen KMU 2013 –
an die gesetzlichen Bezeichnungen und
Begrifﬂichkeiten gehalten. Oder man erfasst beispielsweise die Abschreibungen
neu vor dem Finanzergebnis, um den
mittlerweile auch bei KMU zum Standard
gewordenen «EBIT» direkt ausweisen zu
können. Weitere Ziele der Überarbeitung
waren einerseits die «Entschlackung» des
Kontenrahmens, andererseits aber auch
die Ergänzung um Fortentwicklungen
wie z.B. bei den Themen Mehrwertsteuer
oder Leasing.
Es war auch erstaunlich, festzustellen
und zu berücksichtigen, wie vernetzt
und eingebunden der Schweizer Kontenrahmen seit Jahrzehnten ist (Beispiel:
Gewerbestatistik Schweiz). Bei einzelnen Fragen wurde aber auch klar, dass
bezüglich Umsetzung des neuen Rechnungslegungsrechts einige Details noch
unklar sind und sich erst noch eine Praxis
entwickeln muss.
Mustervorschläge für die
Grosser Wert wurde auf die Mustervorschläge zur Bilanz, Erfolgsrechnung und
Geldﬂussrechnung gelegt. Kann man sich
bei der Bilanz eng an den Gesetzestext
halten, lässt die Erfolgsrechnung bezüglich Zwischenergebnissen viel Spielraum.
Ein weiteres Anliegen von Herausgeber
und Autoren ist es, dass der Schweizer
Kontenrahmen KMU noch vermehrt Eingang in die Ausbildung ﬁndet. Deshalb
erschien vorweg im Mai 2013 eine ofﬁzielle «Schulversion» des Kontenrahmens
(www.veb.ch, Kontenrahmen KMU).
Es ist nun die Aufgabe der Anwender, auf
Basis der «Leitplanken» des Kontenrahmens einen unternehmensspeziﬁschen
Kontenplan zu erstellen, ausgerichtet auf
die tatsächlichen Gegebenheiten und Erfordernisse des einzelnen Unternehmens.
Im September 2013 erscheint im Verlag
SKV die aktualisierte Version des Schweizer Kontenrahmens KMU. Dieser wird
dazu beitragen, die Qualität des Rechnungswesens schweizerischer Unterneh
men weiterhin hoch zu halten.
& controllingProﬁtieren Sie bis am 31. Juli 2013 von
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KMU kostet CH 78 und ist ab September
2013 im Verlag SKV und im Buchhandel
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SKV gewährt (plus CHF 7 Porto / Verpackung). www.verlagskv.chEnde Juni ﬁnden Sie in den Stores eine
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App ist kostenlos und für die Betriebssysteme iOS und Android erhältlich.Seminar
«neues Rechnungslegungsrecht»
Mittwoch, 11. Dezember 2013, Zürich
Vermittelt wird Kompaktwissen für die
erfolgreiche Umsetzung mit Abgabe von
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Neuauﬂage des Schweizer Kontenrahmen KMU.
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Controlling nach internationalen StandardsDipl. Controller/in NDS HF
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31SCHWEIZERISCHES
BE TR IEBS ÖKONOMIES5SIBIB096JAHREStart 26. Durchführung: September 2013DIE SCHWEIZER
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Die grösste HFW der Schweiz!Z Ü R I C H/C I T Y
0 4 3 322 26 6 6Bei der Planung eines Unternehmens
müssen neben den internen auch die
externen Faktoren berücksichtigt werden, um keine falschen Steuerungsimpulse zu setzen. Als Instrument zur
Zielsetzung im Unternehmen unter ungewissen externen Entwicklungen eignet sich die szenariogestützte Planung.
Ergänzung des bestehenden
Welcher Planungsansatz der Richtige
ist, hängt von der Beherrschbarkeit von
externen Umfeldveränderungen und der
Volatilität des Geschäfts ab. Eine Einordnung ermöglicht die Beeinﬂussbarkeit-Volatilität-Matrix (Abb. 1). Bei einem
statischen Geschäft und grosser Beeinﬂussbarkeit der Entwicklungsfaktoren
des Geschäfts (Fall A) kann die Planung/
Budgetierung einfach auf Basis von Vergangenheitswerten fortgeschrieben werden. In diesem Fall ist es nicht notwendig,
verschiedene Szenarien zu berechnen.
In einem komplexen Umfeld unter hoher
Abhängigkeit von den externen Faktoren
(Fall B) oder in einem dynamischen Umfeld mit grosser Geschäftsvolatilität (Fall
C) kann eine Szenarioplanung sinnvoll
sein. Wenn die Entwicklung stark von
externen Faktoren beeinﬂusst wird, die
sehr volatil und damit kaum beherrschbar
sind, spricht man von einem turbulenten
Umfeld (Fall D). In diesem Fall sollte die
Planung durch eine Szenarioanalyse ergänzt werden. Mittels einer Simulation
von Szenarien werden mögliche Entwicklungen geprüft, um diese in die Planung/
Budgetierung einﬂiessen zu lassen. Die
szenariogestützte Planung liefert also die
Antwort auf die Frage «Was kann passieren». Sie ersetzt nicht die eigentliche
Planung, sondern ergänzt diese.Zu beachten ist aber, dass nur für die
relevanten externen Faktoren Szenarien erstellt werden. Eine Kategorisierung
dieser Faktoren liefert die AuswirkungEintrittswahrscheinlichkeit-Matrix (Abb.
2). Ist ein Risiko der Kategorie 1 zuzuordnen (z.B. Erdbeben in der Schweiz),
dann lohnt sich der Aufwand für die Simulation dieses externen Faktors nicht.
In der Kategorie 2 (z.B. Veränderungen
von Handelsabkommen) oder Kategorie
3 (z.B. Steigerung des Erdölpreises) sieht
dies anders aus. Sehr zu empfehlen ist
die Berücksichtigung eines Faktors der
Kategorie 4 (z.B. Wechselkursschwankungen im Absatzmarkt oder Zulieferland, Zinsveränderungen etc.), wenn von
diesem Faktor der Erfolg des Unternehmens massgeblich abhängt und er damit
ein hohes Risiko darstellt.
Konzeption der SzenarioplanunghochAuswirkung2·13tiefexterninternBeeinflussbarkeitIm Folgenden wird die Szenarioplanung
als Teil des übergreifenden Planungskonzepts aus Sicht eines Praxisbeispiels
beschrieben. Die Szenarioplanung wurde bei einem internationalen Konzern
entwickelt, welcher in einer Vielzahl von
unterschiedlichen Währungs- und Zinsräumen tätig ist. Die Proﬁtabilität der
Tochtergesellschaften ist hinsichtlich des
erwirtschafteten Konzernbeitrags diversen Wechselkursrisiken und Zinsrisiken
ausgesetzt. Das Gruppen-Management
hat erkannt, dass der Erfolg der Unternehmenseinheiten nicht nur von der operativen Produktivität der Gesellschaften
abhängt, sondern auch massgeblich von
externen ﬁnanziellen Faktoren beeinﬂusst
wird. Die Unternehmensplanung wurde
durch eine Simulation der Wechsel- und
Zinsrisiken sowie der Veränderung von
Rohstoffpreisen angereichert, um im Falle einer signiﬁkanturbulent
komplex
hohesRisiko
Risiko
ten Veränderung
zu können. Bei
der SzenarioplaA
nung wurden fünf
statisch
dynamisch
niedrigesRisiko
unterVolatilität
tief
hoch
Eintrittswahrscheinlichkeit hoch
Abb.1Beeinflussbarkeit-Volatilität-Matrix
Abb.2AuswirkungAbb.2AuswirkungEintrittswahrscheinlichkeit-Matrix
Abb.1Beeinflussbarkeit-Volatilität-Matrix Eintrittswahrscheinlichkeit-Matrix
& controllingControllingSteuerung in volatilen Zeiten: Szenariogestützte PlanungRoger Barth und Dr. Steffen Gross sind
im Competence Center Controlling und
Finanzen bei der Managementberatung
Horváth & Partners in Zürich tätig.1. Selektion der Parameter
Das Planungskonzept gibt den Detaillierungsgrad der Planung an und deﬁniert,
welche externen Faktoren durch eine
Szenarioplanung simuliert werden sollen.
Wie erwähnt sind nicht alle Faktoren für
jedes Unternehmen planungsrelevant;
zudem sind die Risiken unterschiedlich
hoch. Der vorgängig erwähnte Punkt
«Steigerung des Erdölpreises» ist für ein
Dienstleistungsunternehmen ein kleines
Risiko und für ein produzierendes Unternehmen möglicherweise ein hohes.
Eine vorgängige saubere Evaluierung
der Risiken gemäss der Auswirkung-Eintrittswahrscheinlichkeit-Matrix ist deshalb
Die beste Variante, um die Auswirkung der
Risiken zu simulieren, liegt vor, wenn eine
direkte Korrelation zwischen einem externen und internen Faktor aufgezeigt werden
kann. In dem Beispielunternehmen wurde
der direkte Zusammenhang zwischen den
einzelnen Wechselkursen und dem ﬁnanziellen Gruppenbeitrag der Tochtereinheiten aufgezeigt. Ist der Zusammenhang
nicht mathematisch eindeutig, so müssen
Annahmen getroffen werden. So wurden
gewisse Rohstoffpreise ebenfalls simuliert,
aber der Zusammenhang mit dem Unternehmensergebnis konnte nicht eindeutig
2. Bereitstellung des Tools
Die Szenarioplanung wird von verschiedenen Planungstools als Funktionalität
angeboten. Hierbei können Schnittstellen
zwischen den Unternehmensplanungs-5ControllingPlanungskonzept
-Planungsinhaltund-tiefe
-Planungshorizont
-PlanungsprozessSzenarioplanung1
Selektionder
Parameter23AuswahlderrelevantenStandard-PlanungstoolsBereitstellungdes
ToolsexternenFaktoren
Auswirkungderexternen
FaktorenVorbereitungundSimulationsergebnisse
indiePlanungDefinitionvon
MassnahmenPräsentationderEintrittswahrscheinlichkeitLösungMassnahmendefinitionIntegrationdertesterunderwarteterFallQuantifizierungderIndividualisierteExcel-5
Integrationund
PräsentationErstellungbester,schlech-mitSchnittstellezwischen
denTeilplänenoderBestimmungder4
RisikoanalyseAusarbeitungeinesSzenarienzur
MeinungsbildungBerechnungvon
alternativenFällenProzessesfürdie
MassnahmeninitiierungAbb.3:Praxisbeispiel-KonzeptionderSzenarioplanungModulen aufgebaut werden. Die Integration erhöht die Automatisierung und den
Prozessablauf, hat aber den Nachteil,
dass unternehmensspeziﬁsche Bedürfnisse nicht immer vollständig im System
Eine Alternative sind individuelle Lösungen. Hierbei wird das Simulationstool
gemäss den Bedürfnissen des Unternehmens speziﬁsch ausgestaltet. Eine
vielfach benutze Software ist Excel, das
eine hohe Flexibilität erlaubt. Eine ExcelLösung bietet die Möglichkeit, einfache
Regressionen zu berechnen und dann
in das Planungstool einzugeben. Sehr
komplexe Sachverhalte mit einer Vielzahl
von externen Faktoren können hingegen
besser mit einer datenbankbasierten Planungssoftware abgedeckt werden.
Eine Simulation sieht vor, dass nicht nur
der erwartete, sondern auch der beste
und der schlechteste Fall durchgespielt
werden. Bei der Planung sollten deshalb
immer diese drei Fälle simuliert werden.
Es kann vorkommen, dass aufgrund des
besten und des erwarteten Falles kein
Handlungsbedarf entsteht, jedoch der
schlechteste Fall so stark von den beiden
abweicht, dass man Vorsichtsmassnahmen treffen muss. In Bezug auf die Abbildung 2 bedeutet dies, dass im schlechtesten Fall aus einem Risiko (Fall 3) ein
hohes Risiko (Fall 4) entstehen kann.
Es gilt also die unterschiedlichen Eintrittswahrscheinlichkeiten zu quantiﬁzieren und zu gewichten. Dies geschieht in
der Regel über eine Umweltanalyse oderUnternehmensentwicklung
(proaktiv)externe Informationen (z.B. Branchenverband). Wichtig ist zu beachten, dass
der erwartete Fall nicht den Durchschnitt
aus dem besten und dem schlechtesten
Fall darstellt. Einzelne Szenarien müssen
dementsprechend mit Kriterien untermauert werden, warum diese Fälle angenommen werden.
Bei Simulationen, für die keine verlässlichen Aussagen über den erwarteten
Fall getroffen werden können (z.B. Währungskursentwicklung in der Langzeitplanung), besteht die Möglichkeit, eine
Vielzahl von alternativen Szenarien zu
bilden. Mit Hilfe von Zufallszahlen werden
mögliche Eintritte simuliert. Gemäss dem
Gesetz der grossen Zahlen geht man in
einer solchen Monte-Carlo-Simulation
davon aus, dass durch eine Vielzahl von
Szenarien der wahre zukünftige Eintrittsfall ebenfalls simuliert wird. Der Nutzen ist
hierbei, dass der erwartete Fall dem Zufall
überlassen wird und nicht von subjektiven Einschätzungen beeinﬂusst wird.2BesterFallUnternehmensentwicklung
(reaktiv)4!12ErwarteterFall4
3PlanungshorizontPlanungshorizont1Massnahmendefinition2Entscheidzur
Massnahmenergreifung3Reaktionszeit4MassnahmeneffektAbb.4:ReaktionszeitverkürzungdurchproaktivePlanung65. Massnahmendeﬁnition
Nachdem die Szenarien simuliert und mit
den internen Geschäftsentwicklungen
verzahnt wurden, gilt es Massnahmen zu
deﬁnieren, um sich proaktiv auf mögliche
Risiken vorzubereiten.
Die Abbildung 4 links zeigt, dass in der
Planungsphase bereits Szenarien durchgeplant und Massnahmenpläne im Falle
von negativen Entwicklungen deﬁniert
wurden (1). Sobald sich das Management entscheidet, dass vom schlechten
Fall auszugehen ist (2), kann die Reaktionszeit auf die schlechte Entwicklung
durch proaktive Massnahmenpläne verkürzt werden (3). Dies hat zur Folge, dass
die Massnahme frühzeitiger wirkt (4) als
bei einer rein reaktiven Massnahmenumsetzung in der Abbildung rechts.
Fazit4. Integration und Präsentation
Nachdem die Szenarien simuliert wurden,
gilt es zu prüfen, in welcher Abhängigkeit
die angenommenen Veränderungen der
externen Faktoren stehen. Im Beispielunternehmen hat sich gezeigt, dass sich
die Effekte aus Zinsveränderungen und
Wechselkursen teilweise ausgeglichen
haben. Damit so ein Effekt nachgewiesen
werden kann, müssen die einzelnen Szenarien in die eigentliche Planung integriert
werden, um ein Gesamtbild zu erhalten.
Eine Schwierigkeit der Simulationsplanung ist die Szenarienbildung und dieSchlechtesterFall!Legitimation der Prämissen, die oft qualitativer Natur sind. Am Schluss muss
das Management über die Szenarien
entscheiden, die man einplant. Für die
Entscheidungsﬁndung hat sich die interaktive Präsentationsform in Klausuren
mit der Geschäftsleitung bewährt. In der
Präsentation werden Szenarien direkt vor
den Augen des Managements durchgespielt, so dass die Auswirkungen auf das
Unternehmen interaktiv diskutierbar sind.
Eine saubere Dokumentation plausibilisiert den besten, schlechtesten und den
erwarteten Eintrittsfall.rechnungswesen
& controllingEin Massnahmenplan, der von möglichen
Eintrittswahrscheinlichkeiten
mag auf den ersten Blick ein unnötiger
Aufwand sein. Wie aufgezeigt werden in
der Praxis oftmals nur wenige wichtige
Faktoren simuliert, die für das Unternehmen ein höheres bis hohes Risiko darstellen. Durch vorbereitete, korrigierende
Massnahmen kann die Reaktionszeit signiﬁkant reduziert werden, was dem Unternehmen eine erhöhte Dynamik bietet.
Ebenfalls nicht zu vernachlässigen ist,
dass durch eine proaktive Massnahmenplanung auch kreative Ideen und Innovationen gefördert werden. Dies kann auch
dazu führen, dass aus der Risikobetrachtung eine Chance wird. Zudem sollte in
einem volatilen Umfeld über einen geringeren Detaillierungsgrad der Planung/
Budgetierung nachgedacht werden, um
Scheingenauigkeiten zu vermeiden und
den Planungsaufwand insgesamt zu reduzieren.
2·13RechnungslegungDer ÂŤneueÂť Lagebericht
ErgĂ¤nzung des GeschĂ¤ftsberichts wird fĂźr grĂśssere Unternehmen PďŹ&#x201A;ichtDieser Beitrag liefert eine Auslegeordnung zum Lagebericht, den das
neue Rechnungslegungsrecht nebst
GeldďŹ&#x201A;ussrechnung und zusĂ¤tzlichen
Anhang-Angaben von allen ordentlich
revisionspďŹ&#x201A;ichtigen Unternehmen, inkl.
Vereine und Stiftungen, verlangt (Art.
961 OR).
Der Trend in der Unternehmensberichterstattung heisst ÂŤintegrated reportingÂť
â&#x20AC;&#x201C; eine Folge der wirtschaftlichen, gesellschaftlichen und Ăśkologischen BrĂźche. Soeben legte eine weltweite ÂŤKoalitionÂť aus Interessengruppen den
Entwurf eines Rahmenkonzepts vor
(www.theiirc.org). Demnach berichten
Unternehmen Ăźber die Schaffung von
Werten. Dabei folgen sie einem umfassenden Kapitalbegriff, der von ďŹ nanzwirtschaftlichen Ăźber humane zu natĂźrlichen
Kapitalien reicht. Die Bestandteile eines
solchen Unternehmensberichts:
s  /RGANISATION UND 5MWELT
s  'OVERNANCE
s  #HANCEN UND 2ISIKEN
s  3TRATEGIE UND 2ESSOURCENALLOKATION
s  'ESCHĂ&#x2039;FTSMODELL
s  0ERFORMANCE
s  :UKUNFTSAUSSICHTEN
Lagebericht: ein EU-Import
Der Lagebericht â&#x20AC;&#x201C; vorgeschrieben mit der
4. EU-Richtlinie (1978) fĂźr KapitalgesellSCHAFTEN
 DIE BESTIMMTE 'RĂ&#x161;SSENSCHWELlen Ăźberschreiten (Art. 46 i.V.m. Art.
11) â&#x20AC;&#x201C; hat nicht diese Ambition: Er stellt
LEDIGLICH ABER IMMERHIN	 DEN 'ESCHĂ&#x2039;FTSverlauf und die wirtschaftliche Lage des
Unternehmens so dar, dass ein den tatSĂ&#x2039;CHLICHEN  6ERHĂ&#x2039;LTNISSEN  ENTSPRECHENdes Bild entsteht. Damit erfĂźllt er eine die
*AHRESRECHNUNG  ERGĂ&#x2039;NZENDE  &UNKTION
vermittelt Letztere doch ein ebensolches
Bild der ÂŤVermĂśgens-, Finanz- und ErtragslageÂť. Bis heute wurde Art. 46 Abs.
 MEHRFACH PRĂ&#x2039;ZISIERT UND VERSCHĂ&#x2039;RFT
s  .EBEN  'ESCHĂ&#x2039;FTSVERLAUF  UND  ,AGE 
STELLT  DER  ,AGEBERICHT  AUCH  DAS  'ESCHĂ&#x2039;FTSERGEBNIS  DEN  4ATSACHEN  ENTsprechend dar.
s  %R BESCHREIBT WESENTLICHE 2ISIKEN UND 
Ungewissheiten, denen das Unternehmen ausgesetzt ist.2Âˇ13s  %R  BESTEHT  IN  EINER  !NALYSE  VON  'ESCHĂ&#x2039;FTSVERLAUF
'ESCHĂ&#x2039;FTSERGEBNIS 
und Lage, die ausgewogen, umfasSEND  SOWIE  DER  'ESCHĂ&#x2039;FTSTĂ&#x2039;TIGKEIT 
NACH 5MFANG UND +OMPLEXITĂ&#x2039;T ANGEmessen ist.
s  3OWEIT  NĂ&#x161;TIG
  TRITT  DIE  !NALYSE  AUF 
wichtige Leistungsindikatoren ein.
  ERLĂ&#x2039;UTERT  SIE  0OSITIONEN 
In der Schweiz war â&#x20AC;&#x201C; in vager Anlehnung
an die 4. Richtlinie â&#x20AC;&#x201C; allen dem AktienRECHT  	  UNTERSTELLTEN  2ECHTSTRĂ&#x2039;GERN 
ein ÂŤJahresberichtÂť vorgeschrieben,
doch blieb die Vorschrift toter BuchstaBE  !RT  D  A/2	  $AS  NEUE  2ECHnungslegungsrecht (2011) schreibt allen
zur ordentlichen Revision verpďŹ&#x201A;ichteten
2ECHTSTRĂ&#x2039;GERN  DEN  ,AGEBERICHT  VOR
  UND 
ZWAR  SPĂ&#x2039;TESTENS  FĂ R  DAS  'ESCHĂ&#x2039;FTSJAHR
welches am 1. Januar 2015 oder danach
BEGINNT  $IE  'RĂ&#x161;SSENSCHWELLEN  ZUR  ORdentlichen Revision betragen ein Vielfaches gegenĂźber denen der 4. Richtlinie
zum Lagebericht. Inhaltlich verzichtet Art.
C  SIEHE  +ASTEN	  AUF  DIE  ERWĂ&#x2039;HNTEN 
Konkretisierungen der Richtlinie. Auch in
DER BUNDESRĂ&#x2039;TLICHEN "OTSCHAFT 	 lNDET MAN KAUM KLĂ&#x2039;RENDE (INWEISEGrundsĂ¤tzliches zum Lagebericht
nach OR
Jedoch spricht Art. 961c Abs. 1 die fĂźr
DEN  ,AGEBERICHT  GRUNDLEGENDE  %RGĂ&#x2039;NZUNGSFUNKTION  AN  i'ESICHTSPUNKTE  ;= 
die in der Jahresrechnung nicht zum
Ausdruck kommenÂť. Wenn es in Abs. 3
heisst, er dĂźrfe ÂŤder Darstellung der wirtschaftlichen Lage in der Jahresrechnung
nicht widersprechenÂť, so ist dies angeSICHTS  FORTDAUERNDER  :ULĂ&#x2039;SSIGKEIT  STILLER 
WillkĂźrreserven und Betonung der Vorsicht in den Bilanzierungsvorschriften eng
auszulegen: Er dient nicht zur Korrektur
einer gesetzwidrigen Jahresrechnung.
%INZELABSCHLUSS
  ALLFĂ&#x2039;LLIGE  +ONZERNRECHNUNG UND ,AGEBERICHT SIND EIGENSTĂ&#x2039;NDIGE 
4EILE DES 'ESCHĂ&#x2039;FTSBERICHTS FĂ R JEDEN GILT 
der Leitgedanke von Art. 958 Abs. 1: ÂŤDie
Rechnungslegung soll die wirtschaftliche
Lage des Unternehmens so darstellen,
DASS  SICH  $RITTE  EIN  ZUVERLĂ&#x2039;SSIGES  5RTEIL 
bilden kĂśnnen.Âť
& controllingDieter Pfaff, Prof. Dr. rer. pol., ist Direktor des Instituts fĂźr Betriebswirtschaftslehre an der UniversitĂ¤t ZĂźrich und VizeprĂ¤sident von veb.ch;
Stephan Glanz, Dr. oec. HSG, dipl. WirtschaftsprĂźfer, ist Partner Center of Excellence in Accounting, Dr. Glanz & Partner
GmbH und SRG Schweizerische Revisionsgesellschaft AG.'ESETZLICHER :WECK DES ,AGEBERICHTS IST
GEMĂ&#x2039;SS  %INSCHĂ&#x2039;TZUNG  DER  6ERANTWORTLICHEN  DEN  'ESCHĂ&#x2039;FTSVERLAUF
  DIE  AKTUELLE 
,AGE  SOWIE  DIE  :UKUNFTSAUSSICHTEN  IM 
'ESAMTZUSAMMENHANG 
DARZUSTELLEN 
%RST  DAS  'ESAMTBILD  MACHT  ES  !DRESSATEN  DES  'ESCHĂ&#x2039;FTSBERICHTS  MĂ&#x161;GLICH
#HANCEN UND 2ISIKEN DES 5NTERNEHMENS 
ZUVERLĂ&#x2039;SSIG  ZU  BEURTEILEN  :UGLEICH  WIRD 
vermieden, dass das von der Jahresrechnung gezeichnete Bild der ÂŤVermĂśgens-,
Finanzierungs- und ErtragslageÂť einen
UNZUTREFFENDEN %INDRUCK HINTERLĂ&#x2039;SST
.ICHT IMMER EINDEUTIG VERLĂ&#x2039;UFT DIE 'RENZE 
zum Anhang der Jahresrechnung, welCHER "ILANZ UND %RFOLGSRECHNUNG ERGĂ&#x2039;NZT 
UND ERLĂ&#x2039;UTERT !RT C !BS 	 $A WEder Anhang noch Lagebericht inhaltlich
abschliessend geregelt und MehrfachanGABEN NICHT ZWECKMĂ&#x2039;SSIG SIND
 KANN IM 
,AGEBERICHT  UNTER  5MSTĂ&#x2039;NDEN  AUF  DEN 
Anhang verwiesen werden.
%RINNERT SEI AN DIE ALLGEMEINEN
 JEDER "ERICHTERSTATTUNG  NACH  4REU  UND  'LAUBEN 
zugrunde liegenden Anforderungen. Das
/2  KONKRETISIERT  SIE  IN  DEN  'RUNDSĂ&#x2039;TZEN 
ORDNUNGSMĂ&#x2039;SSIGER 
2ECHNUNGSLEGUNG 
(Art. 958c Abs. 1), welche â&#x20AC;&#x201C; ohne die
Vorsicht! â&#x20AC;&#x201C; auch auf den Lagebericht anwendbar sind:
s  &ORMELLE !NFORDERUNGEN +LARHEIT UND 
6ERSTĂ&#x2039;NDLICHKEIT 3TETIGKEIT7Chef/in Finanz- und
Berufsbegleitendes Praxisstudium in 7 Modulen.
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Telefon 044 438 88 00 | Fax 044 438 88 05 l info@controller-akademie.chBericht Ăźber GeschĂ¤ftsverlauf und
Art. 961c Abs. 1 verlangt die ÂŤDarstelLUNGw  VON  'ESCHĂ&#x2039;FTSVERLAUF  UND  WIRTSCHAFTLICHER ,AGE UNTER 'ESICHTSPUNKTEN
WELCHE  DIE  *AHRESRECHNUNG  ERGĂ&#x2039;NZEN 
Laut Abs. 2 ÂŤmuss namentlich AufSCHLUSSw  Ă BER  SECHS  4ATBESTĂ&#x2039;NDE  GEGEben werden. Was man daraus ableiten
s  $ER ,AGEBERICHT IST PRIMĂ&#x2039;R EIN 4EXTDOkument.
s  $IE SECHS 4ATBESTĂ&#x2039;NDE SIND BESONDERE !SPEKTE DES 'ESCHĂ&#x2039;FTSVERLAUFS ODER 
DER ,AGE NACH -Ă&#x161;GLICHKEIT WERDEN SIE 
IN DIE 'ESAMTDARSTELLUNG INTEGRIERT
s  'IBT  ES  ZU  EINEM  DIESER  4ATBESTĂ&#x2039;NDE 
nichts Relevantes zu berichten, bedarf
ES EINER .EGATIVAUSSAGE
i$ARSTELLUNG  DES  'ESCHĂ&#x2039;FTSVERLAUFSw  VISIERT  EINEN  :EITRAUM  AN  'EMEINT  IST  EIN 
Ă&#x201E;BERBLICK DER 'ESCHĂ&#x2039;FTSTĂ&#x2039;TIGKEIT WIE SICH 
diese entwickelt hat, ob insgesamt gĂźnstig oder ungĂźnstig und welche EreigNISSE  GEGEBENENFALLS  URSĂ&#x2039;CHLICH  WAREN 
)NSOWEIT  DRĂ&#x2039;NGT  SICH  EINE  3TRUKTURIERUNG 
nach Sachbereichen auf (Wesentlichkeit vorbehalten): gesamtwirtschaftliche
%NTWICKLUNG  UND  "RANCHENENTWICKLUNG 
!BSATZ 0RODUKTION "ESCHAFFUNG &% S 
!RT C !BS  :IFF 	 "ETEILIGUNGEN S 
!RT  D  !BS  	  ANDERE  )NVESTITIONEN 
&INANZIERUNG UND ,IQUIDITĂ&#x2039;T 0ERSONAL UND 
3OZIALES  .ACHHALTIGKEIT  3TRATEGIE  AUSsergewĂśhnliche Ereignisse (s. Art. 961c
!BS    :IFF  	  ODER  %NTWICKLUNGEN  $IE 
$ARSTELLUNG  IST  VERGANGENHEITSORIENTIERT 
sie bezieht Ereignisse und Entwicklungen nach dem Bilanzstichtag bis zur Bekanntgabe des Berichts ein.
ÂŤDarstellung der LageÂť bezieht sich auf
DIE  'RUNDFUNKTION
  VON  WELCHER  DER  "E-2Âˇ13RICHT  DEN  .AMEN  HAT  7EIL  ERST  DAS  'ESAMTBILD  EINE  iZUVERLĂ&#x2039;SSIGE  "EURTEILUNGw 
ermĂśglicht, werden alle wirtschaftlichen
und sonstigen EinďŹ&#x201A;ussfaktoren sowie
DEREN  :USAMMENWIRKEN  IN  "ETRACHT  GEzogen. Dargestellt wird, welche BedeuTUNG DEM GESCHILDERTEN 'ESCHĂ&#x2039;FTSVERLAUF 
fĂźr den Fortbestand des Unternehmens
beizumessen ist. Mit dem von der Jahresrechnung vermittelten Bild besteht
entweder Einklang oder es wird an dieser
Stelle zurechtgerĂźckt. Damit ein Bild der
AKTUELLEN  'ESAMTLAGE  ENTSTEHT
  WERDEN 
Ereignisse oder Entwicklungen nach dem
"ILANZSTICHTAG  BERĂ CKSICHTIGT  SODANN 
AUCH  SOLCHE
  DIE  IN  Ă BERSCHAUBARER  :Ukunft erwartet werden (s. Art. 961c Abs.
 :IFF 	 $IE $ARSTELLUNG BASIERT AUF DEN 
"EURTEILUNGSMĂ&#x161;GLICHKEITEN  IM  :EITPUNKT 
der Bekanntgabe des Berichts und ist
zukunftsgerichtet (insoweit ist der Wortlaut von Abs. 1 missglĂźckt).
0RAKTISCH KANN MAN 6ERLAUFS
 UND ,AGEdarstellung nicht umfassend auseinander
HALTEN AUCH ERKLĂ&#x2039;RT JA DER 'ESCHĂ&#x2039;FTSVERLAUF  DIE  6ERĂ&#x2039;NDERUNG  DER  ,AGE  SEIT  DEM 
LETZTEN "ERICHT 0RIMĂ&#x2039;R DĂ RFTE DER ,AGEBERICHT DAHER NACH DEN ERWĂ&#x2039;HNTEN 3ACHBEreichen strukturiert werden.
Besondere Angaben im Lagebericht
$IE SECHS 0mICHTANGABEN !RT C !BS 
2) sind Art. 46 Abs. 2 der 4. Richtlinie
  JEDOCH  MIT  DIESEM  NICHT 
INHALTSGLEICH  :IFF    BIS    SIND  i3CHWEIZER  %RlNDUNGENw  NICHT  Ă BERNOMMEN 
wurden Angaben Ăźber Risiken und Risikomanagement von Finanzinstrumenten
sowie zum IKS und RisikomanagementSYSTEM DER 2ECHNUNGSLEGUNG
:IFF  $ER :WECK DIESER !NGABE IST NICHT 
 DA DIE 'RĂ&#x161;SSENORDNUNG DER 6OLLZEITstellen bereits im Anhang anzugeben ist
!RT  C  !BS    :IFF  	  6IELLEICHT  SOLL 
DAS Ă&#x201E;BERSCHREITEN DER 'RĂ&#x161;SSENSCHWELLEN 
zur ordentlichen Revision und zur Konzernrechnung verdeutlicht werden. Die
verlangte Anzahl im Jahresdurchschnitt
SOLLTE  AUFGEGLIEDERT  WERDEN  IN  REGULĂ&#x2039;RE 
3TELLEN  UND  !USZUBILDENDE  JE  AUF  "ASIS 
VON  !RBEITSVERTRĂ&#x2039;GEN	  SOWIE  ,EIHARBEITSKRĂ&#x2039;FTE "EI ERHEBLICHER &LUKTUATION IST DER 
Durchschnitt auf Monatsbasis zu berechnen.
:IFF    $IE  6ERSCHIEBUNG  DIESER  !NGABEPmICHT VOM !NHANG !RT B :IFF  
A/2	  IN  DEN  ,AGEBERICHT  RUFT  NACH  SUBstanziellen Angaben Ăźber die Unternehmensrisiken und deren Management:
s  :IELE
 /RGANISATION
 :USTĂ&#x2039;NDIGKEIT UND 
& controllingInstrumente des Risikomanagements
s  7ESENTLICHE  6ERĂ&#x2039;NDERUNGEN  DER  2ISIKOZUSAMMENSETZUNG IM "ERICHTSJAHR
s  7ESENTLICHE -ASSNAHMEN ZUR 3TEUErung dieser Risiken
s  "EURTEILUNG DES )+3
/B DIE 6ERANTWORTLICHEN DAS iPERSĂ&#x161;NLICHE 
2ISIKOw DIESER /FFENLEGUNG EINGEHEN WERDEN
 IST ZWEIFELHAFT SCHON BEZĂ GLICH DER 
ďŹ nanziellen Risiken im Anhang begnĂźgten
sie sich meist mit Leerformeln.
:IFF  "ESTELLUNGS
!UFTRAGSEINGANG UND 
-bestand werden im Bericht sowieso thematisiert. Damit die Angabe fĂźr die weiTERE  %NTWICKLUNG  REPRĂ&#x2039;SENTATIV  IST
  SOLLTE 
EINE  
-ONATS
0ROGNOSE  VORGENOMmen werden. Die Unterscheidung von
Bestellung und Auftrag ist angebracht
mit Blick auf Auftragsproduzenten oder
:IFF  !NGABEN ZUR &%
4Ă&#x2039;TIGKEIT BETREFfen nur Unternehmen, bei denen diese
VON  "EDEUTUNG  IST  )N  &%
INTENSIVEN 
Branchen entfallen oft die grĂśssten InVESTITIONEN  AUF  DIESEN  "EREICH  DIE  !Ngaben sind dann fĂźr die Beurteilung der
:UKUNFTSAUSSICHTEN  NOTWENDIG  UND  SOwieso Berichtsgegenstand). Konkretere
0mICHTEN  SIND  NICHT  ABLEITBAR  -IT  "LICK 
auf schutzwĂźrdige Interessen des Unternehmens wird an dieser Stelle besondere
:URĂ CKHALTUNG  HERRSCHEN  %S  LIESSE  SICH 
aber etwa berichten Ăźber den Aufwand
FĂ R  &%  UND  DESSEN  6ERĂ&#x2039;NDERUNG
:IELE
  DIE  %INRICHTUNGEN
  ERHALTENE  3UBventionen, wesentliche Resultate, Anzahl
"ESCHĂ&#x2039;FTIGTER
:IFF    $IE  +ENNTNIS  WICHTIGER  %REIGNISse seit dem Bilanzstichtag, Ăźberhaupt
aller wesentlichen â&#x20AC;&#x201C; gĂźnstigen oder unGĂ NSTIGEN  n  6ERĂ&#x2039;NDERUNGEN
  IST  WIE  ERWĂ&#x2039;HNT  UNABDINGBAR  FĂ R  DAS  'ESAMTBILD 
der aktuellen Lage. Der Wortlaut bezieht
SICH SODANN AUF %REIGNISSE WĂ&#x2039;HREND DES 
"ERICHTSJAHRES
  DIE  SOWIESO  ZUM  "ERICHT 
Ă BER DEN 'ESCHĂ&#x2039;FTSVERLAUF GEHĂ&#x161;REN "EzĂźglich sowohl
s  AUSSERGEWĂ&#x161;HNLICHER  %REIGNISSE  NACH 
dem Bilanzstichtag (die eine wesentliche Auswirkung in der JahresrechNUNG GEHABT HĂ&#x2039;TTEN	 ALS AUCH
s  AUSSERORDENTLICHER ODER EINMALIGER %RTRĂ&#x2039;GE ODER !UFWĂ&#x2039;NDE
kann auf entsprechende Stellen im Anhang verwiesen werden (Redundanzen:
!RT  C  !BS    :IFF    UND  	  7ERden Fakten erst nach Einberufung der
'ENERALVERSAMMLUNG
  'ESELLSCHAFTERVERsammlung usw. bekannt, ist der LageBERICHT  INSOWEIT  UNVOLLSTĂ&#x2039;NDIG  $AS  LĂ&#x2039;SST 
sich mit anderen Mitteln ausgleichen9Rechnungslegungs  )NHALTLICHE  !NFORDERUNGEN  6OLLSTĂ&#x2039;NDIGKEIT 7ESENTLICHKEIT 6ERLĂ&#x2039;SSLICHKEIT 
+LARHEIT UND 6ERSTĂ&#x2039;NDLICHKEIT
s  3PRACHE UND 7Ă&#x2039;HRUNG SIND GLEICH WIE 
bei der Jahresrechnung.
s  6ORJAHRESZAHLEN  UND  6ERGLEICHSINFORmationen kĂśnnen, obwohl nicht vorGESCHRIEBEN
 ZWECKMĂ&#x2039;SSIG SEIN
s  6ERTRAULICHE )NFORMATIONEN ZUM .ACHteil des Unternehmens werden unterlassen.
s  $EN  !DRESSATEN  WIRD  ERMĂ&#x161;GLICHT
Annahme der UnternehmensfortfĂźhrung nachzuvollziehen, unter welcher
die Jahresrechnung erstellt wurde
(Art. 958a).RechnungslegungMĂ NDLICHER
  !D
  ODER  :WISCHENBEricht).
:IFF  $IE 'ESAMTLAGE DARZUSTELLEN
 OHNE 
auf die absehbare Entwicklung einzutreTEN
 WĂ&#x2039;RE UNZWECKMĂ&#x2039;SSIG iZUVERLĂ&#x2039;SSIGE 
"EURTEILUNGw	 )M 'RUNDE HANDELT ES SICH 
AUCH HIER UM KEINE EIGENSTĂ&#x2039;NDIGE !NGABEPmICHT )M 5NTERSCHIED ZU :IFF 
 GEHT 
es allerdings nicht um Fakten, sondern
um Erwartungen der Verantwortlichen
Ă BER  DEN  ZUKĂ NFTIGEN  'ESCHĂ&#x2039;FTSVERLAUF 
'EGEBENENFALLS  SOLLTE  !UFSCHLUSS  GEGEBEN  WERDEN  Ă BER  GRĂ&#x161;SSERE  6ERĂ&#x2039;NDERUNGEN  IN  DEN  ERWĂ&#x2039;HNTEN  3ACHBEREICHEN 
$ABEI  SIND  DER  0ROGNOSECHARAKTER  DER 
Angaben (mit Vorzug Intervallprognosen)
und grĂśssere Unsicherheiten kenntlich zu
machen. Mit Blick auf die Folgeberichterstattung ist wichtig, dass zugrunde
liegende Annahmen intern dokumentiert
WERDEN  !LS  0ROGNOSEZEITRAUM  ERSCHEINEN DIE ZWEI &OLGEJAHRE ANGEMESSEN BEI 
Bekanntgabe des Lageberichts sind bereits einige Monate verstrichen).%INZIGE  "ESTIMMUNG  ZUR  %RSTELLUNG  DES  ,AGEBERICHTS  IM  NEUEN  /2  IST  !RT  C
  DER 
so lautet:
  $ER ,AGEBERICHT STELLT DEN 'ESCHĂ&#x2039;FTSVERLAUF UND DIE WIRTSCHAFTLICHE ,AGE DES 5NTERNEHMENS SOWIE GEGEBENENFALLS DES +ONZERNS AM %NDE DES 'ESCHĂ&#x2039;FTSJAHRES UNTER 
'ESICHTSPUNKTEN DAR
 DIE IN DER *AHRESRECHNUNG NICHT ZUM !USDRUCK KOMMEN
Der Lagebericht muss namentlich Aufschluss geben Ăźber:
    DIE !NZAHL 6OLLZEITSTELLEN IM *AHRESDURCHSCHNITT
    DIE $URCHFĂ HRUNG EINER 2ISIKOBEURTEILUNG
    DIE "ESTELLUNGS
 UND !UFTRAGSLAGE
    DIE &ORSCHUNGS
 UND %NTWICKLUNGSTĂ&#x2039;TIGKEIT
    AUSSERGEWĂ&#x161;HNLICHE %REIGNISSE
    DIE :UKUNFTSAUSSICHTEN
Der Lagebericht darf der Darstellung der wirtschaftlichen Lage in der Jahresrechnung nicht widersprechen.samtheit der Konzernunternehmen ein
einziges Unternehmen. Art. 961c Abs. 1
ist allerdings so formuliert, dass ausserdem ein ÂŤstand-aloneÂť-Lagebericht fĂźr
das kontrollierende Unternehmen erstellt
werden muss (der die kontrollierten Unternehmen als ÂŤBeteiligungenÂť behanDELT	  $IES  IST  NICHT  ZWECKMĂ&#x2039;SSIG  UND 
dĂźrfte noch zu reden geben.Konzernlagebericht
Wird eine Konzernrechnung erstellt, kann
sich der Lagebericht nur integral auf den
+ONZERN  BEZIEHEN  n  ALS  WĂ&#x2039;RE  DIE  'E-Ermessenssache â&#x20AC;&#x201C; das bedeutet auch
Verantwortung! Entsprechend gross ist
der Erstellungsaufwand, solange Strukturen und Datenkranz nicht bereit stehen.
Wird das neue Recht vorzeitig angeWANDT
 SIND DIE %INFĂ HRUNGSARBEITEN JETZT 
aufzunehmen. Achtung: Der Lagebericht
ist zwar nicht direkt prĂźfungspďŹ&#x201A;ichtig,
doch muss der WirtschaftsprĂźfer Unstimmigkeiten gegenĂźber der JahresRECHNUNG  IDENTIlZIEREN  UND  JE  NACHDEM 
Â&#x201E;Â&#x201E;Â&#x201E;
Korrekturen veranlassen.In der Schweiz ist der Lagebericht (noch)
kaum standardisiert, sondern weitgehendExecutive Master of Business Administration mit Vertiefung inControlling & Consulting
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& controlling2Âˇ13Das neue Rechnungslegungsrecht erlaubt neben der eingeschränkten Revision
auch eine vereinfachte Buchführung. Der
Beitrag zeigt, worauf Sie achten müssen.Einnahmen, Ausgaben, Vermögen,
fertig: die neue Buchführungspﬂicht
und für wen sie giltWeniger Aufwand auf Kosten der
Sicherheit?Das neue Schweizer Buchführungsrecht
unterscheidet in Bezug auf die einzuhaltenden Vorschriften nicht primär nach der
Rechtsform der Unternehmen, sondern
nach Grösse oder nach Ausmass einer
wirtschaftlichen Tätigkeit der Rechtsträger. Die Abbildung illustriert das entsprechende Konzept. Daraus wird ersichtlich,
dass es neu einen Kreis von Unternehmen gibt, der von der ordentlichen (im
Sinne der «normalen resp. regulären»)
Buchführungspﬂicht nach Art. 957a OR
befreit ist, jedoch eine als «Milchbüchleinrechnung» bezeichnete Buchführungspﬂicht zu erfüllen hat.Der Gesetzgeber verfolgte mit diesem
Konzept das Ziel, eine preisgünstige Revision mit eingeschränktem Umfang für
kleine und mittlere Unternehmen einzuführen. Die Einschränkung des Umfangs
der Revision kann in einem gewissen
Ausmass Kosten senkend wirken, impliziert aber auch, dass die Revision
mitunter geringere Sicherheit bietet. Mit
dem Erlass des revidierten Rechnungslegungsrecht per 1.1.2013 (Art. 957 ff.
OR) hat der Gesetzgeber eine ähnliche
Differenzierung auch in Bezug auf die
Buchführungspﬂicht getätigt. Er bringt
dies sprachlich jedoch nicht so deutlich
wie im Revisionsrecht zum Ausdruck.Sinngemäss hat der Gesetzgeber damit
eine eingeschränkte Buchführungspﬂicht
gemeint und so im neuen Rechnungslegungsrecht ähnlich agiert, wie er dies
bereits 2008 getan hat, als er zwei Arten
von Revisionen einführte. Gemäss Art.
957 Abs. 2 OR versteht der Gesetzgeber
unter einer eingeschränkten Buchführungspﬂicht sowohl eine Buchführung
über Einnahmen und Ausgaben sowie
auch eine solche über die Vermögenslage. Letzteres erscheint mitunter schwer
verständlich, da die Buchführung als solches nicht die Vermögenslage darstellen
kann, sondern höchstens die Basis zur
Ermittlung der Vermögenslage ist.Seit gut fünf Jahren gilt in der Schweiz
Art. 727a OR: «Sind die Voraussetzungen für eine ordentliche Revision nicht
gegeben, so muss die Gesellschaft ihre
Jahresrechnung durch eine Revisionsstelle eingeschränkt prüfen lassen». Nur
zwei bis drei Prozent aller Gesellschaften
unterliegen seither noch den Vorschriften
über die ordentliche Revision, der Rest
kann nach den Vorschriften zur eingeschränkten Revision revidiert werden.Eingeschränkte Buchführungspﬂicht
Einzelunternehmen und Personengesellschaften mit Vorjahresumsatzerlösen < CHF 500000
Stiftungen und Vereine ohne Pﬂicht zum Handelsregistereintrag
Von der Pﬂicht zur Bezeichnung einer Revisionsstelle befreite
StiftungenArt. 957 Abs. 2
und 3 ORÎ Keine Pﬂicht zur Vornahme einer eingeschränkten oder ordentlichen Revision.
Einzelunternehmen und Personengesellschaften mit Vorjahresumsatzerlösen >
_ CHF 500000
Juristische Personen*Marco Passardi, Prof. Dr., Dozent und
Projektleiter am Institut für Finanzdienstleistungen Zug (IFZ) der Hochschule Luzern, Lehrbeauftragter der Universität Zürich, Mitglied SIFER | Treuhand Suisse.Die Abbildung verdeutlicht, dass wir die
häuﬁg formulierte Aussage, wonach das
neue Rechnungslegungsrecht uneingeschränkt rechtsformneutral sei, differenziert zu betrachten haben: Wohl war dies
in der Botschaft des Bundesrates (2007)
noch so, aber wegen der parlamentarischen Differenzen wurde dieses Ansinnen nicht konsequent umgesetzt: Gewisse Rechtsformen wie z.B. Stiftungen
erhalten eine Sonderbehandlung (z.T.
unabhängig von deren Grösse). Auch
das Ziel der Grössenabhängigkeit wurde hinsichtlich Buchführungspﬂicht nicht
über alle Rechtsformen hinweg genau
gleich umgesetzt. So ist beispielsweise
ein eher kleines Unternehmen mit einem
Umsatz von CHF 250‘000 in der Rechtsform einer Aktiengesellschaft ordentlich
buchführungspﬂichtig, während eine Anwaltskanzlei mit CHF 400‘000 Umsatz
nur eingeschränkt Buch zu führen hat,
sofern sie als Personengesellschaft ausgestaltet ist.
Eingeschränkte Revision im Falle der
eingeschränkten Buchführungspﬂicht?Ordentliche Buchführungspﬂicht
Art. 957a i.V.m.
Art 957 Abs. 1
OR * Mit Ausnahme der in Art. 957 Abs. 2 Ziff. 2 und 3 OR bezeichneten
Stiftungen und Vereine.Î Pﬂicht zur Vornahme einer eingeschränkten oder ordentlichen Revision.
Abbildung: Buchführungspﬂicht im revidierten Obligationenrecht
(angepasste Version der Abbildung aus Fontana/Passardi 2013, S. 20)2·13RechnungslegungEingeschränkte Buchführung statt
eingeschränkter Revision?rechnungswesen
& controllingWas sprachlich ähnlich aussieht, wird in
der Praxis wohl nie zusammentreffen:
Gerade wenn ein Unternehmen nur eingeschränkt buchführungspﬂichtig ist,
unterliegt es keinerlei Pﬂichten zur Vornahme einer (eingeschränkten) Revision. Unternehmen, die neu nur noch der11RechnungslegungPﬂicht zur Erstellung einer Milchbüchleinrechnung unterliegen, könnten mitunter
geneigt sein, sich mit dem Gedanken
auseinanderzusetzen, auch noch diese
vom Parlament als «Erleichterung» gedachte Variante zu wählen.
Zu berücksichtigen ist bei solchen Gedankenspielen, dass Buchführung kein
Selbstzweck sein darf, sondern eine
vorbereitende Tätigkeit zur Rechnungslegung darstellt. Diesbezüglich sind
durch den Willen des Parlaments bei
eingeschränkt Buchführungspﬂichtigen
grosse Entscheidungsspielräume geschaffen worden. Revisoren, Treuhänder
und Accountingverantwortliche werden
stark gefordert sein, die sie mandatierenden Unternehmen bei dieser Entscheidungsﬁndung zu begleiten, um die dem
Einzelfall und den Bedürfnissen ange-messenste Ausgestaltungsvariante der
Buchführungs- und Revisionspﬂicht zu
Bundesrätin Widmer-Schlumpf warnt
Vermutlich dürfte in der Praxis aber die
von Frau Bundesrätin Widmer-Schlumpf
getätigte Aussage wegweisend sein:
«Es ist davon auszugehen, dass die
Steuerbehörden mehr als eine Milchbüchleinrechnung verlangen werden. In
diesem Sinne liegt mit der Anhebung der
Schwelle (…) auf CHF 500‘000 nur eine
Scheinerleichterung für KMU vor» (Verhandlung vom 20.9.2010 im Nationalrat).
Mit anderen Worten: Das Steuerrecht
wird nach wie vor sehr häuﬁg massgeblich sein, wenn es um die sinnvolle Ausgestaltung der OR-Buchführung geht.
Plankosten-Seminar 2013
Methoden zur Unternehmensplanung und -steuerung
Theorie und Praxis auf Basis SAP
6ModerneControlling-Instrumente–InhalteundAnwendung
Geschäfts-undSteuerungsmodelldesintegriertenControlling
IntegrierteUnternehmensplanung
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ControllingderGeschäftsprozesse
AbweichungsermittlungundUrsachenanalysePLAUT steht für Kompetenz ¦ Erfahrung ¦ Lösung.
Im Jahr 1946 wurde die Unternehmensberatung Plaut von Dr. Hans-Georg
Plaut gegründet. Durch seine Entwicklung der Grenzplan- und Deckungsbeitragsrechnung einer der Gestalter der modernen Betriebswirtschaftslehre..12rechnungswesen
& controllingLiteraturhinweis:
Fontana, Marco/Passardi, Marco: Das
neue kaufmännische Buchführungsrecht
nach OR: Gedanken zur «Milchbüchleinrechnung», in: Der Treuhandexperte
(TREX) 1/2013, S. 20.Beachten Sie auch den veb.ch-Leitfaden
zur «Milchbüchleinrechnung» auf der folgenden Seite.Wallisellen/Zürich
"&(I14./15./16.Oktober2013
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produzierenderUnternehmen.
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Erleichterungen für Kleinstunternehmen vor, die sich statt doppelter Buchhaltung auf das Führen einer reinen
der Vermögenslage beschränken können. Bei genauerer Betrachtung muss
bezweifelt werden, dass sich die vom
Gesetzgeber bezweckte Erleichterung
realisieren lässt. veb.ch empﬁehlt daher
dringend eine an den Anforderungen
des Geschäfts orientierte (minimale)
doppelte Buchhaltung.Mögliche Erlösminderungen sind Mehrwertsteuer, Rabatte, Skonti, Mängelrügen, Debitorenverluste, Umsatzboni, Treueprämien, Rabattvergütungen,
Rückvergütungen, Stornierungen, Rücknahme von Umschliessungen usw.AusgangslageAuch bei einer Buchführung über die Einnahmen und Ausgaben sowie über die
Vermögenslage gelten die Grundsätze
ordnungsmässiger Buchführung (GoB)
sinngemäss (Art. 957a Abs. 2 nOR):
 «die vollständige, wahrheitsgetreue
Geschäftsvorfälle und Sachverhalte»
(Ziff.1)
 «der Belegnachweis für die einzelnen
Buchungsvorgänge» (Ziff. 2)
 «die Klarheit» (Ziff. 3)
 «die Zweckmässigkeit mit Blick auf die
Art und Grösse des Unternehmens»
(Ziff. 4)
 «die Nachprüfbarkeit» (Ziff. 5).Für Kleinstunternehmen besteht gemäss Art. 957 Abs. 2 nOR die Möglichkeit, «lediglich über die Einnahmen
und Ausgaben sowie über die Vermögenslage» Buch zu führen. Betroffen
von dieser «Erleichterung» des neuen
Rechnungslegungsrechts
(Inkraftsetzung per 1.1.2013: erster Einzelabschluss zwingend nach neuem Recht
per 31.12.2015, frühere Anwendung
aber möglich) sind:
 «Einzelunternehmen und Personengesellschaften mit weniger als
500000 Franken Umsatzerlös im
letzten Geschäftsjahr»
 «diejenigen Vereine und Stiftungen,
die nicht verpﬂichtet sind, sich ins
Handelsregister eintragen zu lassen»
 «Stiftungen, die nach Artikel 83b Abs.
2 ZGB von der Pﬂicht zur Bezeichnung
einer Revisionsstelle befreit sind».Bestimmung der Umsatzgrösse von
CHF 500000
In Art. 959b nOR wird für die Darstellungsform der Erfolgsrechnung der Begriff «Nettoerlöse aus Lieferungen und
Leistungen» verwendet. Die Begriffe
«Nettoerlöse» oder «Nettoumsatz» sind
identisch mit dem in Art. 957 nOR verwendeten Grössenkriterium des «Umsatzerlöses». Erlösminderungen sind
demzufolge bei der Bestimmung des
Umsatzerlös zu berücksichtigen bzw.
sind vom Bruttoerlös abzuziehen.2·13Der «Umsatzerlös» nach Art. 957 Abs.
2 nOR und damit die «Nettoerlöse» sind
immer ohne MWST zu betrachten.Grundsätze ordnungsmässiger
BuchführungDies bedeutet z.B., dass bei allen Einnahmen und Ausgaben ausser dem
Zeitpunkt des Geschäftsvorfalls auch die
Namen der Leistungserbringer und der
-empfänger anzugeben sind. Bei den
Ausgaben ist immer auch der Zahlungsgrund oder -zweck zu vermerken.
Nachprüfbarkeit setzt voraus, dass die
Prüfspur jederzeit gewährleistet sein
muss. Darunter versteht man die Verfolgung der Geschäftsvorfälle sowohl vom
Einzelbeleg über die Einnahmen- und
Ausgabenrechnung – für Mehrwertsteuerpﬂichtige bis zur Mehrwertsteuerabrechnung als auch in umgekehrter Richtung.Nachweis der Einnahmen- und
Die Einnahmen- und Ausgabenrechnung
muss pro Konto der ﬂüssigen Mittel des
& controllingUnternehmens anhand eines Kassa-,
Post- oder Bankbuchs oder einer gleichwertigen Aufstellung erstellt werden. Als
gleichwertige Aufstellung können aber
auch die Originale der Auszüge der Geschäftskonti von Post oder Bank dienen.
Diese werden in der Regel mit internen
Kontierungshinweisen ergänzt.
Die Führung eines Kassabuchs als Bestandteil der Einnahmen- und Ausgabenrechnung ist für Kleinstunternehmen mit
regem Barverkehr (z.B. für Betriebe im
Gastgewerbe, Coiffeursalon, Kiosk, Dorfladen und dgl.) unabdingbar. Das Kassabuch ist der Dreh- und Angelpunkt aller
Aufzeichnungen. Im Kassabuch sind die
Einnahmen und Ausgaben fortlaufend,
lückenlos und zeitnah aufzuzeichnen
und durch «Kassastürze» (Festhalten des
Kassabestandes) regelmässig zu kontrollieren.
Bei der Führung des Kassa-, Post- oder
Bankbuchs muss die Integrität (Echtzeit
und Unverfälschbarkeit) im Sinne von Art.
3 GeBüV (Geschäftsbücherverordnung)
gewährleistet sein.Nachweis der Vermögenslage
Neben der Einnahmen- und Ausgabenrechnung müssen die Anfangs- und Endbestände der Vermögensteile (wie z.B.
ﬂüssige Mittel [Kassa, Bank], Forderungen, Vorräte, unfertige Erzeugnisse, noch
nicht fakturierte Dienstleistungen, Vorauszahlungen oder Anlagegüter) separat
Lieferantenrechnungen sowie Anzahlungen von Kunden sind als «Minusposition»
bei den Vermögensteilen in Abzug zu
bringen. Als Ausgangslage für die Erfassung von Vermögensteilen mit Anfangsund Endbestand könnte das «kantonale
Hilfsblatt» für die Steuererklärung der
Staatssteuer dienen.
Welche Aufzeichnungen zur fortlaufenden Feststellung der einzelnen Vermögensteile notwendiger- oder sinnvollerweise zu führen sind, hängt auch von der
Art und Grösse des Unternehmens ab.13RechnungslegungDas «Milchbüchlein» auf den Punkt gebracht
veb.ch-Leitfaden zur Einnahmen-AusgabenrechnungRechnungslegungBuchungsbelege
Als Buchungsbelege gelten alle schriftlichen Aufzeichnungen auf Papier und in
elektronischer oder vergleichbarer Form,
die notwendig sind, um den einer Buchung zugrunde liegenden Geschäftsvorfall oder Sachverhalt nachvollziehen zu
können. So gelten beispielsweise auch
Debitoren- oder Lieferantenrechnungen
als Buchungsbelege. Geschäftskorrespondenz kann einen teilweisen oder
vollständigen Buchungsbeleg gemäss
Art. 957a Abs. 3 nOR darstellen. Jede
Buchung muss belegt werden können
(Art. 957a Abs. 2 Ziff. 2 und 5 nOR).Aufbewahrung der Geschäftsbücher
Die Geschäftsbücher und die Buchungsbelege sind während zehn Jahren aufzubewahren (Art. 958f Abs. 1 nOR). Die
Aufbewahrungsfrist beginnt mit dem Ablauf des Geschäftsjahres.
Die Geschäftsbücher und die Buchungsbelege können auf Papier, elektronisch
oder in vergleichbarer Weise aufbewahrt
werden, soweit dadurch die Übereinstimmung mit den zugrunde liegenden
Geschäftsvorfällen und Sachverhalten
gewährleistet ist und wenn sie jederzeit
lesbar gemacht werden können. Ge-veb.ch – grösster Schweizer Verband
für Rechnungslegung, Controlling und
Rechnungswesen. Seit 1936.Das «Milchbüchlein» auf den Punkt gebrachtveb.ch-Leitfaden zur EinnahmenAusgabenrechnungschäftskorrespondenzen müssen in Zukunft nur noch aufbewahrt werden, wenn
sie die Funktion eines Buchungsbelegs
haben. Ferner sind auch die Bestimmungen der Verordnung des EFD über
elektronische Daten und Informationen
(EIDI-V) zu berücksichtigen.Beurteilung der
«Milchbüchleinrechnung»
Die vom Parlament gut gemeinte Entlastung der KMU ist Augenwischerei und
verfehlt bei genauerem Hinsehen ihr eigentliches Ziel: Dem möglichen, aber äusserst fraglichen Zeit- und Efﬁzienzgewinn
stehen zahlreiche Nachteile entgegen:
 Die zusätzliche Vermögensaufstellung
im Falle des «Milchbüchleins» bedingt
mehr oder minder aufwändige Erhebungen im Nachhinein.
 Der Fiskus verlangt bei einfacher Buchhaltung weitergehende Aufstellungen
zwecks Gewinnbesteuerung (Art. 58
Abs. 2 DBG [juristische Personen] und
Art. 18 DBG [natürliche Personen ohne
Buchführung]). Beispiele sind die nachträgliche Bewertung der Vorräte, die
Erstellung einer Abschreibungstabelle
der Sachanlagen, die Ermittlung der
Umsatzerlöse und des Bruttogewinns).
 Der Ermessensspielraum der stillen
Reserven wird unter Umständen (zum
Nachteil des Steuerpﬂichtigen) nicht
 Die formellen Anforderungen der
MWST sind mit einer Einnahmen-/
Ausgabenrechnung nur schwierig zu
erfüllen; Kleinstunternehmen unterliegen der MWST in der Regel ab einem
Umsatz von CHF 100000.
 Aufgrund der fehlenden Systematik einer doppelten Buchhaltung steigt die
Fehleranfälligkeit.
 Die Glaubwürdigkeit gegenüber Steuerbehörden, Kapitalgebern und anderen Interessengruppen kann leiden.
 Nur eine zeitlich und sachlich abgegrenzte Vermögensaufstellung und
Erfolgsrechnung kann ein wertvolles
Instrument der ﬁnanziellen Führung
sein, auch um die ständige und existentiell unabdingbare Zahlungsbereitschaft zu gewährleisten.Empfehlung von veb.ch
veb.ch empﬁehlt, auf die Buchführung
anhand einer reinen Einnahmen- und
Ausgabenrechnung («Milchbüchlein») zu
verzichten und eine, an den Anforderungen der jeweiligen Gesellschaft orientierte (minimale) doppelte Buchhaltung zu
führen. Dies kann, je nach vorhandenem
Buchhaltungswissen im KMU, in unterschiedlicher Weise geschehen:
 Führung einer doppelten Buchhaltung
mit einem minimalem Kontenplan
(Kontenrahmen siehe Anhang)
 Führung eines elektronischen Kassen- und Bankenbuches und Erfassung der Geschäftsvorfälle mit 2 Möglichkeiten:
z Erfassung ohne Gegenkonto und
die Buchung des Gegenkontos
zusammen mit den Abschlussbuchungen durch Fachmann
z Erfassung mit Gegenkonto und
Abschlussbuchungen durch Fachmann
 Auslagerung der Buchführung an einen Treuhänder (mit Mitgliedschaft
veb.ch, Treuhand Suisse oder Treuhand Kammer)
 Weiterführung der bereits bestehenden BuchhaltungHinweis: Der Leitfaden wie auch ein
empfohlener (minimaler) Kontenrahmen
für Kleinstunternehmen ist abrufbar auf
www.veb.ch, Publikationen, Rechnungswesen.
14rechnungswesen
& controlling2·13Der Ankündigung von Hans Hoogervorst im Zeitpunkt seiner Amtsaufnahme, das IASB wolle seinen Schwerpunkt
von einem regelbasierten Standardsetzungsansatz in Richtung einer grundlegenden Diskussion der Relevanz der
ﬁnanziellen Berichterstattung verlagern,
scheinen nun Taten folgen. Schaut man
sich die Aktivitäten des IASB seit Beginn des laufenden Jahres an, fallen
diesbezüglich zwei erwähnenswerte
Entwicklungen auf, eine Initiative zur
Redimensionierung der Offenlegung
und eine Kooperation mit dem International Integrated Reporting Council. Daneben bleibt das Tagesgeschäft vorerst
noch der Liebe zum Detail verhaftet.
Massnahmen gegen überbordende
Ende Januar 2013 führte das IASB ein
Hearing zum Thema Offenlegung durch.
Grundlage dafür bildete eine bereits im
Dezember initialisierte globale Umfrage,
aus der hervorgeht, dass über 80% der
225 Antwortenden ein Problem mit Inhalt
und / oder Umfang der Offenlegung haben. Nicht ganz überraschend bemängeln die Anwender vor allem die Menge
an Offenlegungsvorschriften, während
die Bilanzleser bzw. Finanzanalysten den
Zugang zu den unternehmensspeziﬁschen Angaben für verbesserungswürdig
halten. Beide Aspekte sind aber nicht nur
eine Frage der Standards, sondern auch
eine Frage der Anwendung dieser Standards. So könnten beispielsweise Wesentlichkeitsüberlegungen dazu dienen,
den Anhang zu entlasten und dadurch
den Blick auf das Relevante zu schärfen.
Denn wesentlich ist ja letztlich, was für
die Entscheidungsﬁndung des Bilanzlesers relevant ist.
Die Beurteilung der Relevanz einer Angabe bzw. der Wesentlichkeit einer fehlenden Angabe im Anhang ist nicht zuletzt auch für den Wirtschaftsprüfer eine
Herausforderung. Zuweilen deﬁniert die
Börsenaufsicht (d.h. in der Schweiz die
SIX Exchange Regulation in ihrem Rundschreiben Nr. 2 zu IFRS oder im Rahmen
von konkreten Verfahren), welche Offenlegungen ihr besonders wichtig sind, so
zum Beispiel:2·13 die Überleitung vom erwarteten zum
effektiven Ertragssteuersatz und die
Angabe der nicht aktivierten Verlustvorträge mit ihren Verfalldaten gemäss
IAS 12;
 die nach der Art der Entschädigung
gegliederte Offenlegung der Management-Vergütungen gemäss IAS 24;
 die in der Ausgabe 1/13 dieser Zeitschrift thematisierten Angaben zum
Goodwill-Impairment-Test
IAS 36;
 die detaillierten Angaben zu den Fair
Values von Finanzinstrumenten gemäss IFRS 7; oder
 die offenlegungspﬂichtigen Angaben
zu den operativen Segmenten gemäss
IFRS 8, einschliesslich einer aussagekräftigen Überleitungsrechnung von
den dargestellten Segmentzahlen zu
den konsolidierten Gesamtbeträgen.
Verkommt die Erstellung des Anhangs
zu einer Compliance-Übung, verfehlt die
Offenlegung ihre Wirkung. Generische
(«boilerplate») Aussagen und «information overload» sind die Folge, und das
Management konzentriert sich in der
Kommunikation relevanter Aussagen vermehrt auf den (weitgehend unregulierten
und ungeprüften) Lagebericht. Das IASB
hat einen ersten, wenn auch kleinen
Schritt getan und wird die Erkenntnisse
insbesondere bei der Überarbeitung des
Rahmenkonzepts berücksichtigen. Inzwischen ist ein Ende der Offenlegungsﬂut
im Tagesgeschäft aber nicht abzusehen,
wie die Ausführungen weiter unten zum
Thema Finanzinstrumente zeigen.
Zusammenarbeit mit dem International
Im Februar unterzeichneten das IASB und
das International Integrated Reporting
Council (IIRC) ein Memorandum of Understanding (MoU), das die Vertiefung der
Zusammenarbeit der beiden Institutionen
in Richtung eines Rahmenkonzepts für
eine integrierte Unternehmensberichterstattung vorsieht. Ziel des IIRC ist es
einen Rahmen zu schaffen, mittels dem
die Unternehmen auf integrierte, klare,
prägnante und vergleichbare Weise über
ihre Strategie, Governance, ﬁnanzielle
Performance und ihre Aussichten berichrechnungswesen
& controllingPhilipp Hallauer, lic. oec. HSG, diplomierter Wirtschaftsprüfer, Partner und Leiter
National Quality & Risk Management
von KPMG Schweiz, von 1995 bis 2000
unterstützte er als technischer Berater
Schweizerischer Industrie-Holdinggesellschaften) im Board des IASC in London.
Später war er unter anderem Mitglied der
Expertengruppe der Schweizer Börse und
der Kommission für Wirtschaftsprüfung
der Schweizerischen Treuhand-Kammer.ten können. Unter dem MoU verpﬂichten
sich die beiden Organisationen zur gegenseitigen Information über ihre Projekte und Zielsetzungen, zu einem laufenden
Meinungsaustausch sowie zur Auslotung
von Möglichkeiten zur Harmonisierung
der «Integrated Reporting Initiative» mit
dem Regelwerk der IFRS. Integrierte Unternehmensberichterstattung ist vor dem
Hintergrund des oft kritisierten «information overload» schon seit langem ein
Thema, wurde aber durch das IIRC erst
im April dieses Jahres mit einem «Draft
<IR> Framework» konkretisiert, das bis
15. Juli 2013 in die Vernehmlassung gegeben wurde. Bereits für Dezember 2013
wurde ein erstes Rahmenkonzept zu diesem Thema in Aussicht gestellt. Höchste
Zeit also, dass das IASB auf diesen Zug
aufspringt.
Berücksichtigung von Arbeitnehmerbeiträgen bei der Festsetzung des
Pensionsaufwandes
Es scheint zu einer Untugend des IASB
zu werden, neue Standards nach Inkraft-15RechnungslegungIFRS Update: Strategische Weichenstellungen im Kontrast
zum Tagesgeschäft des IASBRechnungslegungtreten bereits wieder Anpassungen zu
unterziehen. Ob das auf unsorgfältiges
Standardsetting oder eine rasche Reaktion auf Erfahrungen in der Implementierungsphase zurückzuführen ist, bleibe
Im März hat das IASB auf Empfehlung
des IFRS Interpretations Committee
Vorschläge für Anpassungen des am 1.
Januar 2013 in Kraft gesetzten IAS 19
Revised, «Leistungen an Arbeitnehmende», veröffentlicht. Die Vernehmlassung
läuft bis 25. Juli 2013. Der Exposure
Draft 2013/4 behandelt die Frage, wie
Arbeitnehmerbeiträge bei der Bemessung des laufenden Dienstzeitaufwandes
zu berücksichtigen sind. Soweit diese
Beiträge einzig mit der Arbeitsleistung
der Berichtsperiode verbunden sind
(zum Beispiel in Form eines festen Prozentsatzes auf dem versicherten Gehalt),
sollen sie direkt vom laufenden Dienstzeitaufwand in Abzug gebracht werden.
Falls die Beiträge aber beispielsweise mit
steigender Anzahl Dienstjahre ansteigen,
sind die höheren Beiträge der Zukunft
indirekt mit der Arbeitsleistung des Berichtsjahres verbunden (da dieses ja zur
Anzahl Dienstjahre beiträgt). In diesem
Fall sollen sie im Sinne von negativen Vorsorgeleistungen gleich wie die positiven
Altersleistungen linear über die Dienstzeit
In der Schweiz sind die Arbeitnehmerbeiträge meist nicht über die ganze Beschäftigungsdauer ﬁxiert. Sie sind zwar meist
auch nicht von der Anzahl Dienstjahre
abhängig, variieren aber je nach Alter
des Arbeitnehmers. Daraus kann gefolgert werden, dass für jeden Beschäftigten unter Annahme einer bestimmten
Beschäftigungsdauer die erwarteten
Beiträge ermittelt und über die Dienstzeitdauer verteilt werden können. Die Berichtsperiode trägt damit zum Erreichen
der nächsten Altersstufe bei, so dass
der Arbeitnehmerbeitrag möglicherweise
nicht «einzig mit der Arbeitsleistung der jeweiligen Berichtsperiode verbunden» ist.
Andere Stimmen vertreten die Meinung,
dass zwei gleichaltrige Arbeitnehmer mit
unterschiedlicher Beschäftigungsdauer
in einer Berichtsperiode denselben (prozentualen) Beitrag einzahlen müssten und
somit die Bedingung für einen direkten
Abzug des Jahresbeitrags vom Dienstzeitaufwand derselben Periode erfüllt sei.
Dieses Beispiel zeigt sehr schön, wohin «rules-based standardsetting» führt,
nämlich von der Lösung einer speziﬁschen Fragestellung zur Unklarheit bei16der nächsten! Die Praxis wird weisen, wie
die Schweiz mit dieser Anpassung umgeht.
Neuigkeiten auf der Grossbaustelle der
Blick zurück: Seit 2008 arbeitet das IASB
daran, das komplexe Regelwerk des IAS
39 durch einen einfacheren, neuen Standard für Finanzinstrumente zu ersetzen.
Die Arbeiten wurden in drei Teilbereiche
 Klassiﬁzierung und Bewertung
 Impairment-Methodologie
 Hedge Accounting
Derzeit liegt ein neuer Standard – IFRS 9
– zum ersten dieser drei Teilbereiche vor.
Dieser soll per 1. Januar 2015 in Kraft treten, auch wenn inzwischen bereits wieder limitierte Anpassungen, insbesondere
die Wiedereinführung der Kategorie «Fair
Value through Other Comprehensive Income», dazu vorgeschlagen wurden.
Im März 2013 wurde ein zweiter Exposure Draft 2013/3 zum Thema Impairment
von Schuldinstrumenten veröffentlicht.
Dieser reagiert auf die oft gehörte Kritik,
es sei im Umfeld der Finanzkrise «zu wenig - zu spät» wertberichtigt worden. Die
Vernehmlassung läuft bis 5. Juli 2013.
Nach diesen Vorschlägen, die vornehmlich (aber nicht nur) Banken, Versicherungen und andere Finanzinstitute betreffen,
sollen nicht mehr nur vor dem Bilanzstichtag eingetretene, sondern auch zukünftig erwartete Kreditverluste verbucht
werden. Diese sollen bereits im Zeitpunkt
der erstmaligen Erfassung aufgrund eines 12-monatigen Horizonts geschätzt
und erfolgswirksam verbucht werden.
Tritt später eine wesentliche Verschlechterung der Bonität der Gegenpartei ein,
ist der Berechnung des Ausfalls die gesamte Restlaufzeit zugrunde zu legen.
Dieses Modell hätte nicht nur weitreichende Auswirkungen auf die Systeme
von Finanzinstituten, sondern auch zum
Teil drastisch höhere Wertberichtigungen
mit entsprechend negativem Einﬂuss auf
das Eigenkapital und die PerformanceKennzahlen zur Folge. Die Festlegung der
Wertberichtigungen wäre zudem mit hohem Ermessen und entsprechend weitreichenden Offenlegungen verbunden.
Der Bereich des Hedge Accounting
umfasst die Teilprojekte «Allgemeines
Hedging» und «Makro-Hedging». Während das erstere kurz vor dem Abschluss
steht und als Teil von IFRS 9 per 1. Januar 2015 in Kraft treten sollte, wird das
& controllingletztere wohl noch einige Zeit in Anspruch
nehmen. Im Laufe der Debatte zum allgemeinen Hedge-Accounting kamen in
Europa Zweifel auf, ob das unter IAS 39
derzeit zulässige Portfolio-Hedging unter
IFRS 9 noch möglich wäre. Auf Druck der
EFRAG (European Financial Reporting
Advisory Group - zuständig für die fachliche Unterstützung der Europäischen
Kommission bezüglich der Anwendung
der IFRS in der Europäischen Union) hat
das IASB nun überraschend entschieden,
den Anwendern ein einmaliges Wahlrecht
einzuräumen, per 1. Januar 2015 entweder das allgemeine Hedge-AccountingModell von IFRS 9 anzuwenden oder
aber das Hedge-Accounting von IAS 39
bis zur Inkraftsetzung der Bestimmungen
zum Makro-Hedging weiterzuführen. Die
zusätzlichen Offenlegungsbestimmungen
des IFRS 9 zum Risikomanagement und
zum Hedging werden aber ungeachtet
dieses Wahlrechts befolgt werden müssen. Aus der Sicht der Anwender ist
dieser pragmatische Entscheid wohl zu
begrüssen; der Vergleichbarkeit der Abschlüsse ist er allerdings kaum förderlich.
Am 15. Mai kündigte Georg Fischer (GF)
an, ab 2013 auf Swiss GAAP FER umzustellen. Begründet wurde der Schritt
mit der nach IFRS nicht mehr zulässigen
Quotenkonsolidierung eines wichtigen
Joint Ventures (IFRS 11) und der Volatilität im Eigenkapital, die durch die neu
verlangte vollständige Erfassung von
Verpﬂichtungen aus der Personalvorsorge (IAS 19 Revised) erzeugt wird. Damit
tritt GF einer stetig grösser werdenden
Gemeinde von kleineren und mittleren
Schweizer Konzernen bei, die mit den
Rechnungslegungsentscheiden
IASB, aber auch der Komplexität des
Regelwerks und dem damit verbundenen
Fehlerrisiko immer mehr Mühe haben.
Zwei verbleibende Schlüsselprojekte werden diesem Trend wohl weiteren Schub
verleihen: Umsatzerfassung und Leasing.
Der ﬁnale Standard zur Umsatzerfassung wird im 3. Quartal erwartet. Am 17.
Mai hat das IASB einen neuen Entwurf
zum Thema Leasing veröffentlicht, der
rund 90 Seiten umfasst, in einer «Basis
for Conclusions» auf weiteren rund 130
Seiten begründet und auf nahezu weiteren 40 Seiten mit illustrativen Beispielen
ergänzt wird. Der Autor wird sich in der
nächsten Ausgabe näher mit diesem
2·13RechnungslegungIAS 19 Employee Beneﬁts (Revised)
Mehr Transparenz hinsichtlich Auswirkungen der PersonalvorsorgeDie Bestimmungen von IAS 19 Employee Beneﬁts (Revised) – kurz: IAS
19 R – sind für Geschäftsjahre anzuwenden, die am 1. Januar 2013 oder
später beginnen. Die Stossrichtung ist
klar: Mit den geänderten Bestimmungen gehören die Glättungseffekte der
Korridormethode der Vergangenheit
an. Künftig ist es nicht mehr möglich,
versicherungsmathematische Gewinne und Verluste über die Restdienstzeit verzögert zu erfassen. Neu ist der
Finanzierungssaldo ohne Ausnahme
(«funded status») direkt in der Bilanz
auszuweisen.Für Unternehmen, die nach IFRS bilanzieren, sind die Auswirkungen von IAS 19
R vielfach sowohl auf die Bilanz wie auch
auf die Erfolgsrechnung erheblich. Mit folgenden vier Neuerungen müssen sich die
Finanzabteilungen dieser Unternehmen
 Abschaffung der Korridormethode
 Einführung des NettozinsaufwandKonzepts
 Berücksichtigung der künftigen Entwicklung der Sterblichkeit
 Berücksichtigung der Risikoaufteilung
(«risk sharing»)
Zudem sind die Verwaltungskosten separat als Aufwand auszuweisen und im
Anhang zur Jahresrechnung umfangreichere Informationen offen zu legen. Im
Folgenden werden die Auswirkungen der
vier wichtigsten – vorerwähnten – Änderungen näher beleuchtet.Abschaffung der Korridormethode
Die Abschaffung der Korridormethode
führt in vielen Fällen dazu, dass eine
höhere Nettoverpﬂichtung in der Bilanz
ausgewiesen werden muss als bisher.
Denn auf Grund der in den letzten Jahren auf Rekordtiefs gesunkenen Zinsen
übersteigen die Vorsorgeverpﬂichtungen nach IAS 19 das vorhandene Vorsorgevermögen in den meisten Fällen
deutlich. Vielfach haben sich unterdessen erhebliche versicherungsmathema-2·13tische Verluste akkumuliert, die wegen
der Korridormethode noch nicht in der
Erfolgsrechnung erfasst wurden. Dadurch wurde die in der Bilanz ausgewiesene Nettoverpﬂichtung geringer. In
einzelnen Fällen war es sogar möglich,
dass die noch nicht erfassten versicherungsmathematischen Verluste grösser
waren als der negative Finanzierungssaldo. In dieser Situation konnte das
Unternehmen nach IAS 19 sogar ein
Netto-Vorsorgevermögen ausweisen,
was offensichtlich nicht dem Grundsatz
von «true and fair view» entspricht. Mit
der Abschaffung der Korridormethode
kann dieser Mangel des bisherigen IAS
19-Regelwerks behoben werden. Im
Gegenzug werden neu allerdings die
Schwankungen im Eigenkapital künftig
grösser.Olivier Vaccaro, eidg. dipl. Pensionsversicherungsexperte, stv. Managing Director;
Martin Siegrist, eidg. dipl. Pensionsversicherungsexperte, Principal Consultant;
beide Aon Hewitt (Switzerland) AG. Aon
Hewitt ist weltweit führender Anbieter von
Human Resources Lösungen und ist mit
29‘000 Mitarbeitern in 90 Ländern vertreten. Standorte in der Schweiz in Bern,
Genf, Neuchâtel, Nyon und Zürich mit total 200 Mitarbeitern.Einführung des NettozinsaufwandKonzepts
Der erwartete Ertrag hat als Komponente der Vorsorgekosten nach IAS 19
bisher zu einer Entlastung geführt. Nun
wird er abgebaut und mit dem Nettozinsaufwand-Konzept ersetzt, das auf dem
Diskontierungszinssatz basiert. Diese
Änderung führt zu deutlich höheren Vorsorgekosten. Denn die erwartete Anlagerendite ist in den meisten Fällen höher
als der Diskontierungszinssatz, weil die
Schweizer Pensionskassen einen Teil ihres Vorsorgevermögens in höher rentierende Anlagen wie Aktien und Immobilien
investieren. Der Diskontierungszinssatz
wird hingegen anhand der aktuellen Renditen von hochklassigen Unternehmensobligationen bestimmt. Entsprechend
führte die höhere Annahme des erwarteten Ertrags bisher zu einer Reduktion der
Vorsorgekosten.
Neu ist der erwartete Anlageertrag
ebenfalls mit dem per Bilanzstichtag
festgelegten Diskontierungszinssatz zu
bestimmen. Die Auswirkungen sind offensichtlich: Die Vorsorgekosten steigen
durch diese Massnahme für 2013 deutlich an. Je nach Konstellation können sie
sich im Vergleich zum bisherigen Standard um mehr als 15% erhöhen.
& controllingBerücksichtigung künftige Entwicklung
In IAS 19 R § 82 ist neu ausdrücklich
geregelt, dass die künftige Entwicklung
der Sterblichkeit in der Bewertung der
Vorsorgeverpﬂichtungen berücksichtigt
werden muss. Bis anhin wurden die Vorsorgeverpﬂichtungen und der laufende
Dienstzeitaufwand («service cost») in den
meisten Fällen mit Periodentafeln berechnet. Zusätzlich wurden die Werte um
0.3% – 0.5% pro Jahr seit der Publikation
der Periodentafel erhöht. Damit wird zwar
die bis zum Bewertungsstichtag gestiegene Lebenserwartung abgedeckt. Der
künftigen Entwicklung der Sterblichkeit
wird mit diesem Ansatz allerdings nicht
Rechnung getragen. Hierzu bieten sich
Generationentafeln an, die für die Bewertung der Vorsorgeverpﬂichtungen nach
IAS 19 R vielfach empfohlen werden.
In der praktischen Umsetzung dieser
neuen Vorgabe hat sich bezüglich der
Bewertung der Vorsorgeverpﬂichtungen
der Rentenbezüger inzwischen ein Konsens herauskristallisiert: Hierfür sind Generationentafeln zu verwenden. Bei der
Bewertung der Vorsorgeverpﬂichtungen17In den meisten Fällen werden in der
Schweiz die Altersleistungen allerdings
im Beitragsprimat angespart. Mit dem
Umwandlungssatz wird das Sparkapital,
das bei der Pensionierung in der Pensionskasse vorhanden ist, in eine lebenslängliche Altersrente umgewandelt. Im
Vergleich zu den versicherungstechnisch
korrekten Werten sind die reglementarischen Umwandlungssätze vielfach zu
hoch, und es kann davon ausgegangen
werden, dass diese in den nächsten Jahren reduziert werden. Deshalb lässt sich
mit guten Gründen argumentieren, dass
mit der Verwendung von Generationentafelbarwerten die Vorsorgeverpﬂichtungen
überschätzt werden. Eine spätere Reduktion der reglementarischen Umwandlungssätze führt zu tieferen Vorsorgeverpﬂichtungen nach IAS 19.
Aus diesem Grund lässt sich in der Praxis
beobachten, dass die Unternehmen die
Entwicklung der Sterblichkeit im Sinne
von IAS 19 R bei aktiven Versicherten
berücksichtigen, indem die Periodentafeln z.B. für fünf Jahre über den Bewertungsstichtag hinaus projiziert werden.
Somit werden in diesem Fall für die Bewertung der Vorsorgeverpﬂichtungen der
aktiven Versicherten nach IAS 19 R per
31.12.2013 auf das Jahr 2018 projizierte
Sterbewahrscheinlichkeiten verwendet.
Hierbei ist das Management gefordert,
unter Würdigung der Vorsorgepläne des
Unternehmens und nach Rücksprache
mit der Revisionsstelle realistische Annahmen zu treffen.
Wird mittels eines mathematischen Modells die künftige Entwicklung der Sterblichkeit in der Bewertung der Vorsorgeverpﬂichtungen berücksichtigt, erhöhen
sich diese und der laufende Dienstzeitaufwand um rund 3% bis 8%.Berücksichtigung der Risikoaufteilung
Eine weitere Neuerung besteht darin,
dass nach IAS 19 R § 93 reglementarische Arbeitnehmerbeiträge die Vorsorgeverpﬂichtung verringern. Für die Schwei-18zer Vorsorgepläne wird die Regelung so
interpretiert, dass anhand der reglementarischen Arbeitnehmerbeiträge und unter Anwendung der Projected Unit Credit-Methode eine Vorsorgeverpﬂichtung
berechnet wird, die dem Arbeitnehmer
zuzuordnen ist.E+S ASWRechnungslegungder aktiven Versicherten sind hingegen
unterschiedliche Lösungswege zu beobachten. Werden die Altersleistungen im
klassischen Leistungsprimat versichert,
ist ebenfalls die Anwendung von Generationentafeln angezeigt.Die Auswirkungen dieses «risk sharing»
sind umso grösser, je stärker die Beitragsskala mit zunehmendem Alter steigt.
Bleiben die Beitragssätze der Arbeitnehmer über alle Alter gleich hoch, hat das
«risk sharing» in den meisten Fällen keinen Einﬂuss.
Zu beachten ist hierbei, dass die Destinatäre zwar während ihres Erwerbslebens dazu verpﬂichtet werden können
mitzuhelfen, ihre Vorsorgeeinrichtung zu
sanieren. Dies kann in Form von Minderverzinsungen ihres Sparkapitals, einer
Reduktion der Umwandlungssätze oder
durch Sanierungsbeiträge geschehen.
Rentenbezüger können allerdings für
eine Sanierung in den meisten Fällen
nicht beigezogen werden. Deshalb muss
die Vorsorgeverpﬂichtung nach IAS 19 R
im Zeitpunkt des Übertritts zu den Rentenbezügern wieder vollumfänglich dem
Arbeitgeber zugeordnet werden.
Daraus folgt, dass die Vorsorgeverpﬂichtung, die das Unternehmen während des
Ansparprozesses unter Einbezug des
«risk sharing» ausweisen muss, tiefer
ausfällt als bisher. Im Zeitpunkt der Pensionierung ist die Höhe der Vorsorgeverpﬂichtung vor und nach Anwendung des
«risk sharing» jedoch gleich hoch. Wenn
die Sparbeitragssätze mit zunehmendem
Alter steigen, erhöht sich deshalb der laufende Dienstzeitaufwand im Vergleich zur
bisherigen Bewertungsmethode um rund
2% bis 4%.AbaWeb
Die fortschrittliche,
Software-LösungEin Computer mit
oder Mac OS, eine
SuisseID und ein
Browser genügen –
und der Treuhandkunde kann seine
Daten bequem via
Internet direkt in der
ABACUS Finanzbuchhaltungs- oder
Lohnsoftware des
Treuhänders ein-Implementierung
Wie dargelegt wurde, führen die wichtigsten Änderungen von IAS 19 R in den
meisten Fällen zu deutlich höheren Vorsorgekosten. Um unliebsame Überraschungen am Jahresende zu vermeiden,
empﬁehlt es sich, die Auswirkungen der
Neuerungen detailliert zu analysieren.
Überdies sind auch die Vorjahreszahlen
nach IAS 19 R aufzubereiten. Hier reicht
es allerdings, wenn die Effekte des «risk
sharing» und des NettozinsaufwandKonzepts mit den Sterbetafeln ermittelt
& controllinggeben.
www.abacus.ch2·13Zu beachten ist zudem, dass bei der
erstmaligen Anwendung von IAS 19 R
die noch nicht erfassten versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste
im Eigenkapital zu verbuchen sind («restatement»). Entsprechend verändert sich
das Eigenkapital im gleichen Ausmass,
wie versicherungsmathematische Gewinne (Erhöhung des Eigenkapitals) bzw.
Verluste (Reduktion des Eigenkapitals) zu
erfassen sind. In den Folgejahren sind
sämtliche versicherungsmathematischen
Gewinne und Verluste eines Jahres umgehend im sonstigen Ergebnis («other
comprehensive income») auszuweisen.
In Abbildung 1 sind die Auswirkungen der
Änderungen als Folge von IAS 19 R in einem vereinfachten Beispiel dargestellt.
Dabei wird davon ausgegangen, dass die
Gesellschaft per 31.12.2012 letztmals
die Korridormethode anwendet. Mit Blick
auf die anstehenden Änderungen wurden
in diesem Beispiel die Vorsorgeverpﬂichtungen per 31.12.2012 bereits unter
Einbezug der künftigen Entwicklung der
Lebenserwartung berechnet.
Wie aus dem Berechnungsbeispiel ersichtlich ist, muss die GesellschaftIFRS für KMU
Die Neuerungen von IAS 19 R betreffen nicht den Standard IFRS für KMU. Das bedeutet, dass Unternehmen, die IFRS für KMU anwenden, dies unverändert tun, und zwar
mit den Erleichterungen, welche gegenüber dem bisherigen IAS 19 gewährt werden.
Die Korridormethode ist hier schon bisher nicht vorgesehen. Es steht diesen Gesellschaften frei, ob sie – mit entsprechender Begründung – weiterhin Periodentafeln verwenden oder ob sie auf Generationentafeln umstellen. Auch der erwartete Ertrag, der
in die Ermittlung der Vorsorgekosten einﬂiesst, darf wie bisher anhand der per Stichtag
massgebenden Vermögensaufteilung bestimmt werden, so dass sich im Vergleich zu
den Vorjahren auch in den Vorsorgekosten keine Änderungen ergeben.rückwirkend per 01.01.2012 noch nicht
Verluste von CHF 20.0 Mio. durch Eigenkapital absorbieren. Dem steht ein kleiner positiver Effekt auf der Vorsorgeverpﬂichtung von CHF 1.8 Mio. gegenüber,
der sich aus der erstmaligen Anwendung
der Risikoaufteilung («risk sharing») ergibt. Insgesamt reduziert sich das Eigenkapital per 01.01.2012 um CHF 18.2 Mio
und per 31.12.2012 um weitere CHF 4.1
Wie das Beispiel verdeutlicht, fallen unter IAS 19 R auch die höheren Vorsorgekosten mit rund 24% im Jahr 2012 und
rund 15% im Jahr 2013 ins Gewicht. Den
grössten Anteil hat dabei die Umstellung
auf das Nettozinsaufwand-Konzept.Mit der Abschaffung der Korridormethode sind ab den Geschäftsabschlüssen
2013 die ganzen Vorsorgeverpﬂichtungen in der Bilanz ersichtlich. Dies erhöht
die Transparenz der Verpﬂichtungen, die
ein Arbeitgeber im Rahmen der beruﬂichen Vorsorge eingegangen ist. Überdies
verbessert sich auch die Vergleichbarkeit
der Unternehmensergebnisse. Vorwiegend auf Grund des NettozinsaufwandKonzepts steigen die Vorsorgekosten
nach IAS 19 R im Vergleich zu den heutigen Regelungen deutlich. Dies wiederum
wird den Druck auf die Vorsorgepläne erhöhen, um die Vorsorgeleistungen anzupassen, damit die Vorsorgekosten nach
IAS 19 R künftig wieder tiefer ausfallen
Auswirkungen IAS19 Revised (illustratives Beispiel)
Netto-Vorsorgeverpflichtung und Vorsorgekosten KorridormethodeNetto-Vorsorsorgeverpflichtung
Noch nicht erfasste versicherungsmathematische Gewinne / Verluste
Netto-Vorsorsorgeverpflichtung01.01.2012
(30.0)31.12.2012
(34.5)31.12.2013
(34.4)20.0
(10.0)24.3
(10.2)23.5
(10.9)Vorsorgekosten
Laufender Netto-Dienstzeitaufwand
Erwarteter Vermögensertrag2012
3.6Amortisation versicherungsmathematische Verluste
Vorsorgekosten(0.5)
(4.5)(0.8)
(5.2)Vorsorgekosten
Verwaltungskosten2012
(0.2)2013
(0.2)Amortisation versicherungsmathematische Verluste
Vorsorgekosten(5.6)(6.0)24%15%Netto-Vorsorgeverpflichtung und Vorsorgekosten ISA19 Revised
Netto-Vorsorsorgeverpflichtung
Finanzierungssaldo01.01.2012
(28.2)31.12.2012
(32.5)31.12.2013
(32.5)(28.2)(32.5)(32.5)Veränderung in %182%219%198%Annahmen:
Künftige Lohnerhöhung pro Jahr
Rentenerhöhung pro Jahr1.80%
0.00%1.80%
0.00%Noch nicht erfasste versicherungsmathematische Gewinne / Verluste
Netto-VorsorsorgeverpflichtungVeränderung in %Abbildung 12·13rechnungswesen
& controlling19Rechnungslegungwerden, die z.B. für die Bewertung per
31.12.2011 verwendet worden waren.vebjob – DER Spezialist für Jobs im
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Gerne beraten wir Sie.20rechnungswesen
& controlling2·13In den Dubliner Docklands lässt sich
das Auf und Ab der Konjunktur dreidimensional ablesen: Hier stehen die
backsteinernen Zeugen aus viktorianischer Prosperität neben den Bauruinen
des jüngsten Crashs und den funkelnden Glas- und Aluminiumfassaden aus
der Ära des keltischen Tigers. Eines
dieser im letzten Boom errichteten Gebäude ist das Convention Centre, das
Mitte April 2013 den 26. internationalen
XBRL Kongress beherbergte. Ein Ort
also, der hervorragend zu XBRL passt,
schliesslich soll diese elektronische
Standardsprache für Geschäftsberichte unter anderem auch dazu beitragen,
Konjunkturschwankungen besser vorherzusagen und möglichst zu glätten.
41 Länder, über 250 Teilnehmer
«Machen Sie sich vernetzte Geschäftsberichterstattung zunutze», war das Thema
des diesjährigen Frühjahrstreffens. Wie
bei allen Kongressen dieser Art geht es
durchaus um Vernetzung – in erster Linie
aber um Vernetzung unter den beteiligten
An keinem anderen Ort treffen sich
gleichzeitig so viele XBRL-Experten und
solche, die es werden möchten. Aus 41
Ländern angereist, konnten sich über
250 Interessierte auf den neusten Stand
bringen lassen oder selber von ihren letzten Erkenntnissen berichten. Und davon
gab es einige: Im Moment sind 55 aktuelle Projekte aus 19 Ländern ofﬁziell bei
XBRL International gelistet.
Dänemark: ein Vorbild für Standard
Business Reporting in der Schweiz?
Ein auch für die Schweiz sehr interessanter Ansatz kommt aus Dänemark:
Dort wurde eine integrierte Taxonomie für
Steuern, Statistik, Kreditwesen usw. entwickelt. Dies reduziert die ungefähr 200
Datensätze, die Unternehmen an Behörden abliefern müssen, auf einige wenige. Dänemark wird alle gesammelten
Daten kostenlos zur Verfügung stellen,
denn man rechnet mit der sogenannten
«Crowd insight»: Nebst dem Efﬁzienzgewinn für die Unternehmen wird mit diesen2·13RechnungslegungIrish Stew: 26. Internationale XBRL-Konferenz, DublinDaten von allen Nutzern gemeinsam ein
weiterer Mehrwert erbracht. Und noch
ein Vorteil wurde entdeckt: Auch kleinere
dänische Unternehmen geraten langsam
in den Radar potentieller Investoren, denn
Datenaggregatoren nehmen nun auch
kleinere Unternehmen ins Programm auf,
da XBRL-Daten günstiger zu bekommen
und zu verarbeiten sind.
Ist es noch zu früh für die efﬁziente
Analyse via XBRL?
Noch wird von Analysten einiges an
Copy-Paste-Arbeit abverlangt. Denn bis
sie sich ausschliesslich auf XBRL-Daten
abstützen können, wird Zeit vergehen,
sollen doch stets historische Daten in die
Analyse mit einbezogen werden können.
Und solche historischen Daten liegen
naturgemäss noch nicht vor. Trotzdem:
Die XBRL-Technologie entwickelt sich
schnell. Die amerikanische Börsenaufsicht SEC setzt zum Beispiel neu eine
Detektiv-Software ein, die Betrug aufdecken kann. «Madoff hätte gegen unseren «Robo-Cop» keine Chance gehabt»,
erklärte dazu der SEC-Vertreter. Auch
Japan, China und Australien arbeiten an
ähnlichen XBRL-basierten Systemen, die
Kriminellen das Leben schwer machen.
Systeme, die natürlich auch der ganz
normalen Analyse neue Perspektiven eröffnen werden.Gerhard Reinecke, Management Digital
Data AG, Lenzburg. MDD automatisiert
die Produktion von Finanz- und Geschäftsberichten, ohne Medienbrüche ab
Konsolidierung bis Publikation.alle rund 9000 von der SEC kontrollierten Unternehmen. Dass man mit der Einführung auch bei kleineren und mittleren
Unternehmen anfangen kann, beweist
Grossbritannien, wo mittlerweile bereits
zwei Millionen Steuer-Filings erfolgt sind.
Mit dieser Ausweitung der Zielgruppen
manifestiert sich natürlich auch eine stärkere Nachfrage nach Dienstleistungen
und Software. Es ist davon auszugehen,
dass sich immer weitere Anbieter auf den
Markt drängen, dass die Ausgaben für
Forschung und Entwicklung auf diesem
Gebiet ein Mehrfaches der bisherigen
Budgets ausmachen werden. Die Tendenz geht dahin, den Aufwand für Unternehmen, die neu in XBRL rapportieren
sollen, laufend zu verkleinern.Einführung von XBRL: «Top-down»
oder «Bottom-up»?Und was kommt sonst noch auf uns zu?Über die Art der Einführung von XBRL
bestehen verschiedene Meinungen. Einige Länder, wie etwa die Niederlande,
setzen darauf, zuerst die grossen Unternehmen in die XBRL-Pﬂicht zu nehmen,
da der Aufwand für kleinere Unternehmen zu gross sei. Dies mag auch damit
zusammen hängen, dass die Niederlande als eines der ersten Länder ein XBRLProgramm angetrieben hatten – zu einer
Zeit, als die benötigten Werkzeuge noch
gar nicht in dem Umfang zur Verfügung
standen wie heute. Der Pionier USA hat
ebenfalls einen Top-down-Ansatz gewählt, hier waren zuerst die gross kapitalisierten Unternehmen XBRL-pﬂichtig
(ca. 200), seit einem Jahr betrifft es nunEine weitere Tendenz geht in Richtung
des erweiterten Reportings. So gibt es
unterdessen XBRL-Taxonomien für die
Global Reporting Initiative GRI und das
Carbon Disclosure Project CDP. Integrated Reporting sei die Revolution im
Reporting. Wichtig für die Bewertung
eines Unternehmens seien nämlich auch
andere Facts als rein buchhalterische
– und dies zunehmend. Das bedeutet,
dass noch viel mehr Daten verarbeitet
werden müssen, was nur via Automatisierung efﬁzient möglich sein kann. Und
dass dieser Automatisierungs-Standard
XBRL sein muss, darüber herrschte bei
den 250 Konferenzteilnehmern aus allen
Kontinenten Einigkeit.
rechnungswesen
& controlling21Aus dem veb.ch
veb.ch gibt den Ton an22Sei es in Sachen Fachprüfungen, Weiterbildungen oder Publikationen: Der veb.ch
ist in vielen Bereichen tonangebend. Das
wurde einmal mehr an der 77. Generalversammlung in Basel klar. Dafür, dass neben
dem Ton auch der Takt stimmte, sorgten die
Ausnahme-Trommler von Top Secret.lange Tradition der Berufe im Finanzsektor
hinwies und sich überzeugt zeigte, dass die
veb.ch-Mitglieder nicht nur den richtigen Beruf, sondern mit der Messe Basel auch den
richtigen Sitzungsort gewählt hätten.Der veb.ch liebt die Gegensätze: Nach der
Generalversammlung 2012 im altehrwürdigen Schloss Sargans lud der Verband seine
Mitglieder in diesem Jahr in die Räumlichkeiten der futuristisch anmutenden neuen
Messe Basel. Und deren Dimensionen beeindruckten nicht nur, sondern offenbarten
auch ihre Tücken, denn nicht alle der rund
140 Teilnehmer fanden auf Anhieb den richtigen Eingang zur Generalversammlung.
Kein Wunder, ist doch der Messeplatz Basel
mit seinen 150’000 m2 Fläche der grösste Messeplatz der Schweiz, wie der Regierungsrat des Kantons Basel-Stadt Christoph
Brutschin in seiner Begrüssungsrede zu Beginn des Anlasses ausführte. Der SP-Politiker
und Vorsteher des Wirtschaftsdepartements
nutzte denn auch die Gunst der Stunde, um
die Stärke des Wirtschaftsstandorts Basel
mit seinem überdurchschnittlich hohen Bruttoinlandprodukt und seiner Bedeutung als
internationalem Verkehrsknotenpunkt hervorzuheben. Und er leitete geschickt zur veb.chGeneralversammlung über, indem er auf dieVerbandspräsident Herbert Mattle nahm den
Ball auf und wies auf die Vorteile des veb.ch
hin: Fast 8000 Mitglieder gehören gesamtschweizerisch dem Verband an, welcher im
Jahr 2012 einmal mehr nicht nur wertvolle
Lobbyarbeit betrieb und eine repräsentative
Gehaltserhebung unter seinen Mitgliedern
durchführte, sondern auch ein breites Spektrum an Weiterbildungen anbot. «Eine weitere
Stärke des veb.ch sind aber, zusammen mit
dem KV Schweiz, auch die gesamtschweizerisch durchgeführten höheren Fachprüfungen, welche über eine hohe Anerkennung in
Wirtschaft und Verwaltung verfügen», erklärte
Herbert Mattle.rechnungswesen
& controllingLobbyarbeit für 8000 MitgliederEin Beitrag, der sich lohnt
In seinem Ausblick verwies der Präsident
schliesslich nicht ohne Stolz auf die neusten
Publikationen des Verbands. Besonders erwähnenswert ist der Schulkontenrahmen KMU
und der vollständig überarbeite Schweizer
Kontenrahmen KMU, dessen Rechte veb.ch2·13Aus dem veb.chdem Gewerbeverband abgekauft hat. «Zudem», hob Herbert Mattle hervor, «werden
wir neue Schulungs- und Büroräume im 3.
Stock im Kauﬂeuten Zürich beziehen, was
einer Aufwertung unseres Verbandssitzes
gleichkommt.»
Und Herbert Mattle erwähnte weiter den politischen Beirat, das verbandseigene Stellenvermittlungsangebot vebjob, welches weiter
ausgebaut werden soll, und den veb.chGehaltsrechner. Alles Angebote, von welchen
die Mitglieder in hohem Masse proﬁtieren
können. Derart, dass der Mitgliederbeitrag,
der sich seit 20 Jahren auf 120 Franken beläuft, wieder einstimmig gutgeheissen wurde.
«Denn», so erklärte Herbert Mattle, «rechnet
man die Veranstaltungen und die diversen
Vergünstigungen mit ein, so belaufen sich die
Leistungen von veb.ch an jedes einzelne Mitglied auf über 750 Franken».Trommelwirbel zum Schluss
So ging die Versammlung nahtlos vom ofﬁziellen in den gemütlichen Teil über, wo sich die
Mitglieder beim Apéro und anschliessenden
Nachtessen rege in allen möglichen Dialekten
austauschten und den Auftritt der begnadeten Trommler von Top Secret geniessen
konnten. Womit veb.ch, um den Kreis zu
schliessen, dem Versammlungsort Basel einmal mehr an diesem Abend seinen Respekt
zollte.
Aber auch alle anderen Geschäfte der 77.
Generalversammlung wie die Jahresrechnung 2012 und das Budget 2013 hiessen
die Mitglieder diskussionslos und einstimmig gut. Und die Versammlung sprach dem
Vorstandsmitglied Melitta Bischofberger und
Franz Rupf einmal mehr ihr Vertrauen aus
und bestätigte die Leiterin der Geschäftsstelle und den Revisor mit grossem Applaus für
vier weitere Jahre in ihren Ämtern.2·13rechnungswesen
& controlling23veb.ch – grösster Schweizer Verband
Rechnungswesen. Seit 1936.veb.ch
Fax 043 336 50 33Wir gratulieren herzlich!
Berufsprüfung Fachfrau / Fachmann im Finanz- und Rechnungswesen 2013: Corinne Aegerter · Ruedi Aeschlimann · Jacqueline
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Anderegg · Monika Anderegg · Ramona Anderegg · Sara Arcuri · Pamela Arn · Karin Attiger · Nadja Bachofen · Viviane Badrutt · Christian
Ballmer · Martina Bangerter · Martin Barciaga · Tobias Bauert · Barbara Baumann · Thomas Baumann · Bianca Baumgartner · Andrea
Baumgartner-Schwitzer · Daniela Beaud · Ramon Benninger · Natalia Bernet · Fabio Bertschinger · Andrea Betschart · Adrian Beyeler
Séverine Birrer · Ramona Bleiker · Corinne Blum · Fabienne Blunschi · Daniela Boller · Jasmin Bolliger · Kevin Bomhardt · Myriam Bonnevaux
Giovanni Bono · Marcel Bottazzini · Dominique Bouverat · Josef Brand · Sara Brechbühl · Tamara Brennwald · Graziella Brügger · Dominique
Brunner · Franziska Brunner · Irene Brunner · Johann Bucher · Christine Buchs · Vanessa Bühler · Prisca Bünter · Daniel Jürg Büttiker · Krystin
Chau · Annamaria Chiappetta · Tamara Christen · Thomas Christen · Aurelia Cinquemani · Darija Conigliaro · Zeljka Coric · Christian Dällenbach
Peter Dalvai · Kevin Dasen · Fabio De Battista · Giovanni De Cia · Marco Degen · Semra Demir · Eva Dettwiler · Deborah Diethelm · Joannis
Dimopoulos · Tanja Diriwächter · Samra Donlic · Andrea Dückers · Silke Durka · Regula Eder · Marlis Egli · Rebekka Eicher · Martina Eiholzer
Sabine Engelking · Mario Enzler · Miriam Eschle · Flavio Fanconi · Matthias Fäs · Niklaus Fässler · Khira Felchlin · Karin Felder · Linda Feller
Lars Fiechter · Patrick Fluri · Wenke Förster · Pascal Franz · Gloria Frauenfelder · Marco Fröhlicher · Yvo Fuchs · Yolanda Furrer · Sarah Gall
David Galliker · Liz Galliker · Andrea Gallo · Walter Gargasole · Marco Gartwyl · Michèle Gattlen · Isabella Gautschi · Sabine Gautschi · Romina
Gehrig · Mario Gemperle · Fabienne Chantal Gerber-Ulrich · Natascha Maria Gerner · Sabrina Gholampour-Fahandari · Angela Gisler · Lindsay
Gnesa · Soﬁja Gogovska · Petra Graber · Jael Graf · Nadine Graf · Jasmin Grob · Medea Grosjean · Thomas Gruber · Matthias Gstöhl · Pascal
Guillaume · Sonja Güler · Giuseppina Gulino · Leman Güner-Yilmaz · Claudia Gysin · André Haas · Remo Hämmerli · Rudolf Hampel · Raïna
Hänggi · Sarina Hänni · Frauke Hansen · Géraldine Häring · Daniel Hartmann · Dan Hasler · Elisabeth Haueter · Carmen Hausammann · Sandro
Hediger · Corinne Hefti · Tobias Hegner · Martin Hess · Monika Hess · Pascal Hess · Michaela Heuberger · Sandra Hirschi · Tobias Hirschi · René
Hochstrasser · Susanna Hofer-Aeberhardt · Christine Horvath · Michaela Hosang · Kathrin Howald · Brigitte Hubacher · Désirée Huber · Michelle
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Matter · Samuel Mattle · Andreas Mayer · Americo Mazzariello · Aurelia Medaglia · Regula Meier · Natalie Meister · Alisa Merz · Claudia Meyer
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Daniela Rodriguez Veiga-Zeyrek · Yevheniy Rohner · Sandra Roos · Michael Rösselet · Fabienne Roth · Jeannette Roth · Erika RöthlisbergerKipfer · Judith Rozza · Corinne Rüber · Evelyne Rüegsegger · Jolanda Rutschi · Raphael Rutschi · Suzan Satilmis · Katerina Scaglia · Marco
Schär · Nicole Schär · Yvonne Schär · Jeannine Schärli · Olga Schattmaier · Sibylle Schatzmann · Victoria Scheiwiller · Tobias Schenker · Sara
Schibli · Patrick Schilter · Myriam Schlienger · Simon Schmutz · Michael Schneider · Pascal Schneider · Andrea Schneiter · Marco Schnyder
Sandra Schreuder · Andrea Schuhmacher · Manuela Schüpbach · Cornelia Schwarz · Zuzana Schwarz · Marie-Theres Schwarz-Böller
Claudia Schwendener · Corinne Schwyter · Sandro Sembeni · Michel Siegrist · Souriya Sihabouth · Andreas Soliva · Beatrix Solms-Wildenfels
Erika Sommer · Martin Sommer · Cristina Sourlis · Corina Spadini · Susanna Spielmann · Simon Spöri · Nadja Staffelbach · Séverine Stalder
Fabienne Steiger · Bianca Steiner · Pirmin Steiner · Gilberte Stettler · Katja Stöckli · Simon Stöckli · Priska Stoller · Sandra Strähl · Benjamin
Strebel · Sonja Strickler · Patricia Stucki · Daniel Studer · Rahel Stutz · Rebekka Suhner · Patrick Summermatter · Niklaus Suter · Sabine Suter
Daniela Swoboda · Lisa Taiana · Sibyl Tanner · Susanna Tarantino · Andrea Tauber · Claudia Thorn · Patrick Titi · Cindy Troxler · Michael Tschanz
Irène Tschümperlin · Ramona Tuor · Mirsada Turina · Severin Umbricht · Luciana Unternährer · Madeleine Uttinger · Adriano A. Valadas
Sereina Valaulta · Mark van Baalen · Marina Vescovo · Tereza Vidakovic · Nigetha Vijayakumaran · Tamara Villar · Alexander Vogt · Anita von
Arb · Mathias von Gunten · Nadia Wahlen · Sandro Waltisberg · Simon Weber · Nicole Wegmüller · Kathrin Weidmann · Corine Weishaupt
David Weishaupt · Andrea Wey · Marcel Weyermann · Tanja Widmer · Andrea Wieland · Adrian Wiget · Nicole Wigger · Reto Willener · Elvira
Winkler · Markus Winter · Olivia Wittwer · Marina Wullschleger · Thomas Wullschleger · Anja Wüst · Nadia Wyss · Thi Hong Ha Wyssmann
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Jolanda Hämmerli · Daniel Huber · Roger Imhof · Silvan Imstepf · Beatrice Kiener · Martin Koba · Rolf Koller · Martin Kradolfer · Andreas
Krähemann · Anika Loga · Stefan Loser · Joel Lüscher · Jolanda Maurer · Jason Roman Meier · Stephan Meier · Mario Meli · Patrick Mösch
Stephan Mücher · Angela Müller · Marco Müller · Barbara Nellen · Frank Neyerlin · Daniel Niederhauser · Niculina Notegen · Marcel Nyfeler
Daniel Peterhans · Claudio Pozzy · Patrick Roder · Markus Rohrer · Sven Roost · Mark Ross · Karin Rothermann · Daniel Rüegg · Rebecca
Rüesch · Reto Sahli · Michael Scheidegger · Fabienne Schlienger · Martin Schmid · Dominik Schönholzer · Stefanie Schönthal · Daniel Schuler
Mirjam Spörri · Sarah Spühler · Pascal Stalder · Daniel Steuble · Andrea Strassmann · Christoph Studer · Cornelia Stutz · Christa Stutz Stäger
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2·13Beim Entscheid, ob eine schweizerische Immobilie direkt oder indirekt erworben werden soll, spielen steuerliche
Überlegungen eine wichtige Rolle. Unsere Fachautoren präsentieren KernWissen in übersichtlicher Form.Die Ausgangssituation...
Erwirbt eine natürliche Person eine Immobilie direkt, hält sie diese entweder im
Privat- oder Geschäftsvermögen. Erfolgt
hingegen ein Erwerb in den Indirektbesitz, wird eine Kapitalgesellschaft (AG
oder GmbH) zwischengeschaltet.
…und ihre Folgen.
Die unterschiedlichen Halteformen haben
Auswirkungen beim Erwerb, der laufenden Besteuerung während der Besitzperiode sowie bei der Veräusserung.
Nachfolgend wesentliche Merkmale,
welche die Mechanismen für den Entscheid der optimalen Erwerbsform aus
Steuersicht aufzeigen. Dabei gehen wirSteuernImmobilieninvestments in der Schweiz.
Steuerliche Überlegungen.
nicht detailliert auf die unterschiedlichen
steuerlichen Regimes der Kantone ein,
sondern bieten grundsätzliche Informationen.
Es empﬁehlt sich dringend, den Einzelfall
auf die steuerlich optimale Halteform zu
prüfen. Bei Immobilieninvestments geht
es oft um grössere Beträge, die bei einer
optimalen Halteform eingespart werden
können. Wenn beispielsweise eine nur
kurze Haltedauer vorgesehen ist, kann die
Grundstückgewinnsteuerbelastung auf
Gewinnen erheblich höher sein als bei ordentlicher Gewinnbesteuerung. Ein Indirektbesitz schirmt gegen die Qualiﬁkation
als gewerbsmässiger Wertschriftenhandel ab, welche zu einer Gesamtbelastung
von bis zu rund 45 % (je nach Wohnsitz;
inkl. AHV von 9.5%) führen kann.Peter Happe, Dr., dt. Steuerberater,
C.P.A. und Fachberater für internationales Steuerrecht; Reto Giger, lic. iur.,
eidg. dipl. Steuerexperte: beide Partner bei GIGER Tax AG, Zug und Stans,
www.gigertax.chEin Immobilieninvestment mit internationaler Anknüpfung ist zusätzlich herausfordernd, denn dann sind steuerliche (inklusive Doppelbesteuerungsabkommen),
rechtliche und wirtschaftliche Rahmenbedinungen in zwei oder mehr Ländern
Neben steuerlichen Faktoren sind aber
auch rechtliche Aspekte mit einzubeziehen und die Struktur sowie die Finanzierungssituation ist mit Kreditgebern abzustimmen.(mehrheitlich) monistisch
Mischsystem
    ZHZGVDVSUR  
TITGSOSZSHSG  
OWNWNELUJUGRGLGEFRBEBSBLAR(mehrheitlich) dualistitischAIKantonAG* Grundstückgewinnsteuersystem auf kantonaler Ebene (beim monistischen System werden Grundstückgewinne auch beim
Geschäftsvermögen mit der separaten Grundstückgewinnsteuer erfasst, beim dualistischen nur beim Privatvermögen). Die
Unterscheidung zwischen Privat- und Geschäftsvermögen hängt von verschiedenen Kriterien ab, u.a. von der Nutzung. ** vgl. Reto Giger in «Steuern und Immobilien», Hauseigentümerverband Schweiz / Balmer-Etienne, 20072·13rechnungswesen
&controlling25SteuernSteuerfolgen beim ErwerbPrivatvermögen,
DirektbesitzGeschäftsvermögen,
DirektbesitzIndirektbesitz
(AG oder GmbH)HandänderungssteuerFällt an, bei Indirektbesitz ist die sog. wirtschaftliche Handänderung bei Immobiliengesellschaften
zu analysieren. Steuerbefreiungen und -aufschübe zu prüfen. Es existieren Kantone ohne Handänderungssteuerpflicht. Kostenübernahme oder Aufteilung der Handänderungssteuer zwischen
Käufer und Verkäufer zu prüfen.Grundstückgewinnsteuer oder
Gewinnsteuer *Pflichtig ist grundsätzlich der Veräusserer. Vorsicht betreffend Solidarhaftung des Erwerbers,
wenn der Veräusserer die Steuern nicht bezahlt. Dualistisches versus monistisches System zu
unterscheiden, je nach Kanton, was zur Anwendung der Grundstückgewinnsteuer oder der Gewinnsteuer (beim Indirektbesitz und beim Geschäftsvermögen) führt. Allfällige Spezialregelungen
beim Immobilienhändler.MehrwertsteuerFrage, ob Vertragspartei(en) mehrwertsteuerpflichtig sind, werden oder aus der Mehrwertsteuerpflicht entlassen werden. Nutzungsänderungen analysieren. Zu prüfen, ob Immobilienerwerb vor
oder nach Spatenstich sinnvoll ist.Laufende Besteuerung **
DoppelbelastungNeinNeinJa. Sowohl auf Einkünften wie
Vermögen; allenfalls privilegierte Besteuerung / Milderung der Doppelbelastung.
Möglichkeit der Brechung
der Progression beim Inhaber
infolge Thesaurierung und
zeitlich verzögerter Ausschüttung von Gewinnen.Eigenmietwert und
MietzinszahlungBei selbst bewohnten Liegenschaften: Versteuerung zu reduziertem Ansatz im Vergleich
zur Marktmiete. Bei vermieteten Liegenschaften: Versteuerung effektiv erzielte Miete;
Vorbehalt Vorzugsmiete.Abgrenzung Geschäfts- und
Privatvermögen, prinzipiell
Drittvergleichsmiete massgebend.Ist Miete von Aktionären zu
bezahlen, muss diese mind.
Kosten der Liegenschaft in AG
abdecken («Bellatrix-Praxis»),
prinzipiell Drittvergleichsmiete
massgebend.LiegenschaftenunterhaltAnstelle effektiver Kosten
Pauschale zu prüfen.Effektive Unterhaltskosten
abzugsfähig.Effektive Unterhaltskosten
abzugsfähig.SchuldzinsenBeschränkung Schuldzinsenabzug (Vermögenserträge
zzgl. TCHF 50).Effektive Schuldzinsen
abzugsfähig, keine Beschränkung.Effektive Schuldzinsen
abzugsfähig, keine Beschränkung.AbschreibungenNicht möglichMöglichMöglichBerücksichtigung von
VerlustenAllenfalls verrechenbar mit
übrigen Erträgen derselben
Steuerperiode; nicht periodenübergreifend.Auch periodenübergreifende
Verlustverrechnung möglich.Auch periodenübergreifende
Verlustverrechnung möglich.SozialversicherungsabgabenGrundsätzlich nein (Spezialfall
AHV auf Vermögen).Ja, auf Mieteinkommen (nach
Abzügen) und Verkaufsgewinn.Ja, auf Lohnzahlung durch
AG.Vermögens- resp. KapitalbesteuerungLiegenschaftswert zu reduziertem Ansatz für die Vermögenssteuer.Besteuerung des Geschäftsvermögens.Besteuerung Eigenkapital der
AG sowie Vermögenssteuerwert der Aktien beim Aktionär.Minimalsteuer / MindeststeuerPro memoria, je nach kantonaler Regelung.LiegenschaftensteuerPro memoria, je nach kantonaler Regelung.MehrwertsteuerJe nach Verwendungszweck zu prüfen.ExitbesteuerungGrundsätzlich analog zum Erwerb. Nachstehend einige zusätzliche Hinweise.Wiedereingebrachte Abschreibungenn/aAbgrenzung zwischen Grundstückgewinnsteuer und ordentlicher Gewinnsteuer betreffend den Veräusserungsgewinn.Dividendenbesteuerung auf
Gewinnausschüttungn/an/aMehrwertsteuerVgl. vorstehend.26rechnungswesen
&controllingVgl. Information zur wirtschaftlichen Doppelbelastung.2·13Schon lange spricht die ESTV vom
elektronischen Datenaustausch zwischen den Steuerpﬂichtigen und der
Behörde. Mit dem Relaunch der Homepage www.estv.admin.ch wurde ein
erster Schritt gemacht. Nun folgen Erweiterungen.
Eine Handy-App zur MWST? Online anmelden? Es tut sich was bei der ESTV.
r&c bringt Ihnen die aktuelle Übersicht:
Online-Anmeldung bei der MWST
Seit Mitte Mai können sich Unternehmen
bei der MWST elektronisch anmelden.
Vorbei sind die komplizierten Zeiten mit
dem Ausfüllen und der Einreichung eines
Fragebogens. Neu erfassen und speichern Sie Ihre Unternehmensdaten online
auf der fünf Seiten umfassenden elektronischen Anmeldung, welche Sie dann
auch gleich online an die ESTV übermitteln. Dabei können Sie auch den Antrag
auf die vereinnahmte Abrechnungsart sowie die allfällige Unterstellungserklärung
über die Wahl einer anderen Abrechnungsmethode (Saldosteuersatz- oder
Pauschalsteuersatzmethode) stellen. Der
Druck und Versand per Post entfallen.
Nähere Details unter www.estv.admin.ch.SteuernJetzt klopft auch bei der MWST die Zukunft an.Für Apple und Android: die App zur
Die ESTV stellt den Steuerpﬂichtigen
eine Applikation zur Verfügung, dank der
sich verschiedene Dokumentationen zur
Mehrwertsteuer in drei Landessprachen
abrufen lassen:
1. Bundesgesetz vom 12.6.2009 über
die MWST
2. Mehrwertsteuerverordnung
3. MWST-Info (1 – 20)
4. MWST-Branchen-Info (1 – 26)
5. MWST-Praxis-Info (1 – 5)
Die Darstellung: Sie sehen sämtliche
Dokumente als Gesamtübersicht. Das
Scrollen in den Dokumenten gestaltet
sich leicht und ﬂüssig. Die iOS-Version
(Apple) erlaubt die freie Textsuche innerhalb eines Dokuments. Auch können Seitenvermerke sowie Notizen erfasst und
durch eine Exportfunktion gespeichert
Bald obligatorisch: UID-Nummer
Ab dem 1.1.2011 ist das neue UIDGesetz in Kraft. Jedem Steuerpﬂichtigen wurde eine neue UnternehmensIdentiﬁkations-Nummer zugestellt (z.B.
CHE-123.456.789 MWST). Die Abfra-MWST-Abrechnungspﬂicht Immobilienverkauf nach Neu- und Umbauten
Die MWST-Praxis-Info 05 mit den bedeutenden Änderungen zur MWST-Branchen-Info
04 Baugewerbe wurde deﬁnitiv in Kraft gesetzt. Für die MWST-Abrechnungspﬂicht
kann ab sofort bzw. auch rückwirkend ab 1.1.2010 auf Baubeginn abgestützt werden.
Für Bauten ab dem 1.7.2013 ist nur noch die neue Praxis anwendbar (siehe auch r&c
1/13).Armin Suppiger, dipl. Experte in Rechnungslegung und Controlling, MWSTExperte FH, VATAR AG, Luzernge der UID-Nummern ist über den Link
www.uid.admin.ch möglich. Gut zu wissen: Ab dem 1.1.2014 darf bei der MWST
nur noch die neue UID-Nummer verwendet werden und die bisherige 6-stellige
«Referenznummer» wird hinfällig.
Ein Drittel der Bundeseinnahmen:
Zahlen zur MWST
Die Eidgenossenschaft erwirtschaftet
rund ein Drittel der Bundeseinnahmen
mit der MWST. Im Jahr 2011 betrugen
die Einnahmen aus der MWST fast CHF
21 Milliarden Franken. Tägliche Einnahmen für den Bund durch die MWST:
CHF 56.8 Millionen. In den 10 Jahren seit
2001 konnten die Einnahmen um CHF
3.798 Mia. (+ 22.3 %) gesteigert werden.
Von den Steuerpﬂichtigen rechnen rund
108‘000 Steuerpﬂichtige halbjährlich und
um die 223‘000 quartalsweise mit der
ESTV ab.Neuste Publikationen (2. Entwurf vom 30.4.2013)
MWST-Praxis-Info 06:Bezeichnung
Neues Rechnungslegungsrecht; «Vereinfachte/
eingeschränkte» Buchführung und die MWSTZweck
Ergänzung zur MWST-Info
«Buchführung und Rechnungslegung»MWST-Info 21:Neue SteuerpﬂichtigeWichtigste Informationen beim Start2·13rechnungswesen
&controlling27SteuernChancen und Risiken der EU-MehrwertsteuerDie Mehrwertsteuer ist in der Schweiz
ein komplexes Thema, das sehr beratungsintensiv sein kann. Im Wirtschaftsverkehr mit EU-Unternehmen
sind für Schweizer KMU weitere Hürden zu meistern. So unterscheiden
sich etwa die Registrierungsbedingungen oder die steuerbaren bzw. von
der Steuer ausgenommenen Umsätze
innerhalb der EU-Länder deutlich, was
für Schweizer Unternehmen zu einer
Rechtsunsicherheit führen kann. veb.ch
hat deshalb im Frühling ein exklusives
Seminar rund um das Thema EU-Mehrwertsteuer durchgeführt.
Exklusives Seminar
Mehrwertsteuer-Experten aus Ländern
der Europäischen Union und der Schweiz
gaben einen sehr guten Überblick über
die Mehrwertsteuersystematik zwischen
der Schweiz und den EU-Ländern.
Die fünf Mehrwertsteuer-Experten aus
Deutschland, Frankreich, Österreich,
Ungarn und der Niederlande beleuchteten das Thema aus der Perspektive ihrer
jeweiligen Länder. Über 80 Teilnehmer,
die in ihrer beruﬂichen Praxis mit der EUMehrwertsteuer zu tun haben, proﬁtierten
vom Fachwissen der Referenten.
EU-MWST-Gesetzgebung
Am Seminar ging es um Fragen, die im
beruﬂichen Umfeld immer wieder auftauchen. So wurde aufgezeigt, wannAusländische Mehrwertsteuer-Experten erklärten die formellen und materiellen Bedingungen für Schweizer Unternehmen in der EU.man sich als Schweizer KMU registrieren
muss, welche Umsätze steuerbar oder
von der Mehrwertsteuer ausgenommen
sind oder wie die Buchhaltung zu führen
ist. Gerade die Registrierung ist nicht in
jedem Fall zwingend. Sie kann aber freiwillig vorgenommen werden, wenn etwa
dadurch die MWST optimiert werden
kann. Formelle und materielle Unterschiede in der EU-MWST-Gesetzgebung
erschweren jedoch die steuerliche Beurteilung. Für Schweizer Unternehmen
gibt es deshalb im grenzüberschreitenden Wirtschaftsverkehr verschiedene
Aspekte, die bei der korrekten Deklaration, Registrierung und Abrechnung der
Mehrwertsteuer berücksichtigt werden
Als Podcast zum NachhörenDer Schweizer Steuerberater Rolf Hoppler erklärte am veb.ch-Seminar im Zürich
Marriott Hotel die Grundlagen der Mehrwertsteuer zwischen der Schweiz und
der EU.28Die Referate des EU-MehrwertsteuerSeminars wurden aufgenommen und
werden von veb.ch exklusiv als Podcast
inklusive Seminarunterlagen zum Download angeboten. Die entsprechenden
Referate und das Begleitmaterial stehen
auf der Medien-Seite vebmedia.ch zur
Verfügung. Die Referate können entweder als Podcast abonniert oder direkt auf
der Webseite gehört werden. Dort stehen
auch alle Slides und Referat-Materialien
zum Download bereit. Dies lohnt sich für
alle, die beruﬂich mit der EU-Mehrwert-rechnungswesen
&controllingsteuer zu tun haben, und speziell natürlich für die Seminarteilnehmer, welche
ihre Eindrücke vertiefen oder die Referate
noch einmal hören wollen.
Experten aus sechs Ländern
Zu Beginn des Seminars führte Rolf
Hoppler, Schweizer MWST-Experte, in
die Thematik der EU-Mehrwertsteuer ein.
Er zeigte dabei die Grundsätze der Steuersystematik zwischen der Schweiz und
der EU auf. Mit Deutschland, als einer der
wichtigsten Handelspartner der Schweiz,
haben viele Schweizer KMU zu tun. Deshalb waren die Ausführungen von Dieter
Ludäscher und Susanne Filsinger des
Finanzamts Konstanz besonders aufschlussreich für die Seminarteilnehmer.
Aus Österreich reiste der Wirtschaftsprüfer und Steuerberater Martin Bauer an,
der in einer Steuerberatungsgesellschaft
in Feldkirch arbeitet. Von der niederländischen Steuerbehörde in Heerlen kam
Peter Geurten nach Zürich, der als Mehrwertsteuer-Experte für ausländische Unternehmen verantwortlich ist. Aus Ungarn
waren mit Anett Spirk und Dávid Kökény
zwei Steuerprüfer der Nationalen Steuerund Zollverwaltung Ungarns anwesend.
Einblicke in das französische Steuersystem gab schliesslich die Steuerberaterin
Cécile Guyot aus dem Elsass. Alle sechs
Experten referierten auf Deutsch. 2·13Wann unterliegen Finanzdienstleistungen in der EU der MWST? Wann sind
sie steuerbefreit oder von der Steuer
ausgenommen? Und stellt eine Empfehlung zum Kauf oder Verkauf von
Wertpapieren eine steuerbare Beratungsleistung dar? Schwierige Fragen
mit vielen Abgrenzungsproblematiken.
Nehmen wir es gleich voraus: Die Abgrenzungskriterien sind weder in der Schweiz
noch in der EU gefestigt. Betroffen sind
neben Banken auch Börsenkommunikationsgesellschaften, Beratungsinstitutionen und Vermögensverwalter. Es kann
um sehr viel Geld gehen, wenn die EU
Mehrwertsteuersätze zwischen 15% und
27% plötzlich konkreter werden.
EU Grundsatz für den Vorsteuerabzug
Soweit eine steuerpﬂichtige Person Gegenstände und/oder Dienstleistungen für
steuerbare Zwecke verwendet (also zur
Erzielung von steuerbaren und/oder von
der Steuer befreiten Umsätzen), ist diese
Person zum Vorsteuerabzug berechtigt
(Art. 168 der EU MWST-Systemrichtlinie).
Die direkte Zuordnung der Leistung und
Kosten sollte gewahrt werden.
Leistungsempfänger in der EU oder
Die EU MWST-Systemrichtlinie macht
das Vorsteuerabzugsrecht bei der Erzielung bestimmter von der Steuer ausgenommenen Umsätze davon abhängig,
wo der Leistungsempfänger ansässig ist.
Wenn ein Unternehmen mit Sitz in der
EU von der Steuer ausgenommene bestimmte Finanzdienstleistungen für ausserhalb der EU domizilierte Empfänger
erbringt, wird das Vorsteuerabzugsrecht
für den Leistungserbringer gewährt (Art.
169 lit. c der EU MWST-Systemrichtlinie).
Dies fördert Geschäfte mit Leistungsempfängern ausserhalb der EU.
Wenn das EU-Unternehmen jedoch die
gleiche von der Steuer ausgenommene
Leistung einem in der EU ansässigen
Empfänger erbringt, darf es für dieses
Geschäft keinen Vorsteuerabzug geltend
machen.2·13SteuernViel Geld auf dem Spiel:
Finanzdienstleistungen und EU MWST.
Fallbeispiel vom Gerichtshof der
Europäischen Union (EuGH)
Was von der Steuer ausgenommen ist
und welche Leistungen steuerbar sind,
beschäftigte kürzlich den Europäischen
Gerichtshof («EuGH»). Der Bundesﬁnanzhof Deutschland wollte im Zusammenhang mit Wertpapieren genau wissen,
wie steuerbare Beratungsleistungen oder
Beratungsleistungen ohne Vorsteuerabzugsrecht (ausgenommene Leistung) zu
beurteilen seien.Monika Molnár, Dr., LL.M., Expertin für
internationales Mehrwertsteuerrecht und
Zollrecht, IBFD, Treureva AG, ZürichEuGH Entscheid (7.3.2013 – Rs.
C-275/11, GfBk Gesellschaft für Börsenkommunikation mbH, Deutschland).
Der Fall: Die deutsche GfBk hatte mit
einer lokalen Kollektivkapitalanlagegesellschaft («KAG») einen Vertrag abgeschlossen. Sie lieferte:
 Beratung für Verwaltung des Fondsvermögens;
 Empfehlungen für den allfälligen Kauf
und Verkauf von Wertpapieren.
Die GfBk musste die deutschen gesetzlichen Anlagebeschränkungen und die
Anlagebedingungen berücksichtigen. Die
GfBk erhielt von der KAG eine Vergütung
für ihre Beratungsleistung. Diese Vergütung
erfolgte auf der Grundlage eines vom monatlichen Durchschnittswert des Sondervermögens berechneten Prozentsatzes.
Der Bundesﬁnanzhof Deutschland wollte
nun geklärt haben, ob die Empfehlungen
für den Kauf- und Verkauf von Wertpapieren seitens der GfBk eine steuerbare
Leistung in Deutschland darstellen. Welche Beratungsleistungen sind von der
Mehrwertsteuer ausgenommen?
Die Überlegungen des EuGH: Für die
Abgrenzung ist entscheidend, ob die
erbrachte Beratungsleistung eine enge
Verbindung zu einer der KAG eigenen
Tätigkeit aufweist, welche bewirkt, dass
sie speziﬁsche und wesentliche Funktion
der Vermögensverwaltung erfüllt.
Als Begründung führte der EuGH aus,
dass Leistungen, die in der Abgabe vonrechnungswesen
&controllingEmpfehlungen zum An- und Verkauf von
Vermögenswerten gegenüber der KAG
bestehen, eine enge Verbindung zu der
speziﬁschen Tätigkeit aufweisen, wenn
es darum geht, das beschaffte Geld für
gemeinsame Rechnung in Wertpapieren
Das Urteil: Beratungsdienstleistungen für
Wertpapieranlagen, welche Dritte gegenüber einer KAG (in ihrer Rolle als Verwalterin eines Sondervermögens) erbringen,
sind von der Umsatzsteuer ausgenomen.
Konsequenzen des EuGH-Entscheides
Empfehlungen (Beratungsleistung) können nur dann als ausgenommene Leistung qualiﬁziert werden, wenn sie im
Grossen und Ganzen ein eigenständiges
Ganzes bilden und diese für die Verwaltung von Sondervermögen durch Kapitalanlagegesellschaften speziﬁsch und
Vermögensverwaltung und Beratungsleistungen, welche bei der Direktanlage
anfallen, um so den Fondsanleger mit
einem Direktanleger gleichzustellen, sollten weiterhin als steuerbare Beratungsleistungen angesehen werden. Kontrollaufgaben und Überwachungsfunktionen
betreffend Fonds bleiben grundsätzlich29Steuernsteuerbare Leistungen, da diese keine
Verwaltungsaufgaben darstellen. Diese
werden normalerweise durch Verwahrstellen (Depotstellen/Banken) ausgeführt.
Bestimmte Beratungsleistungen können
als «von der Mehrwertsteuer ausgenommen» qualiﬁziert werden, auch wenn sie
nicht explizit im Ausnahmekatalog aufgeführt sind.Schweizer Unternehmungen, welche
grenzüberschreitende Vertragsverhältnisse für Vermögensverwaltung eingehen,
sollten die Leistungen vorab nach Mehrwertsteuerkonformität prüfen. Wurde die
ausländische Mehrwertsteuer inkorrekt in
Rechnung gestellt, beeinﬂusst dies ihre
Liquidität. Das Korrekturverfahren kann
langwierig werden. Eine Vorabklärung
ist daher immer empfehlenswert – beim
Leistungserbringer genauso wie beim
Leistungsempfänger.Nur die Vertragsparteien kennen die Vertragsverhältnisse und können bestimmen, welche Tätigkeit für welche Leistung
erbracht wird. Klar ist: Die Materie wird
selbst für die Steuerbehörde komplex. Inwiefern sich dieser EuGH-Entscheid auf
die Praxis der Eidgenössischen Steuerverwaltung auswirkt, bleibt derzeit offen.
Wir empfehlen Schweizer Unternehmen
mit Auslandbeziehungen in diesem Bereich, die Umsetzung innerhalb der EU
sorgfältig zu beobachten.Von wem und a
stammt dieses
«Der ofﬁzielle Charakter der Erfo
Auftritt in der Öffentlichkeit frisi
man darf dieses Bild des eitlen F
enzimmer ist normalerweise dum
Bilanzfriseur lässt seine Schöne
als sie ist, damit die Spuren des
Allerdings hat er den Vorteil vor
vierte Schönheit später verausgBis am 12. Mai 2013 sin
korrekte Antwort lautet
Eugen Schmalenbach aus dem Jahr 1919
Wir gratulieren Herrn W
die Flasche Champag
France, entgegennehm30rechnungswesen
&controlling2·13Wirtschaftsrecht
Unter Umständen zu liquidieren: GmbH
ohne Revisionsstelle
Nach OR 731b i.V.m. OR 819 kann der
Handelsregisterführer, ein Gesellschafter
oder ein Gläubiger dem Gericht beantragen, die erforderlichen Massnahmen
zu ergreifen, falls einer GmbH eines der
vorgeschriebenen Organe fehlt oder eines dieser Organe nicht rechtmässig
zusammengesetzt ist. Das Gericht kann
insbesondere der Gesellschaft unter Androhung ihrer Auﬂösung eine Frist ansetzen, binnen derer der rechtmässige
Zustand wieder herzustellen ist (OR 731b
I Ziff. 1), das fehlende Organ oder einen
Sachverwalter ernennen (OR 731b I Ziff.
2) oder die Gesellschaft auﬂösen und ihre
Liquidation nach den Vorschriften über
den Konkurs anordnen (OR 731b I Ziff. 3).
Mit OR 731b hat der Gesetzgeber eine
einheitliche Ordnung für die Behebung
und Sanktionierung organisatorischer
Mängel einer Gesellschaft geschaffen.
Die Behebung von Organisationsmängeln steht im Interesse eines funktionierenden Rechtsverkehrs und kann die
Interessen von Anspruchsgruppen (Stakeholder) berühren, die sich am Verfahren
nach OR 731b nicht beteiligen bzw. nicht
beteiligen können (Arbeitnehmer, Gläubiger, Gesellschafter). Fehlt der Gesellschaft die Revisionsstelle und wurde der
Mangel innert richterlich angesetzter Frist
nicht behoben, ist die Ernennung des
fehlenden Organs grundsätzlich die angemessene Massnahme zur Beseitigung
des Organisationsmangels. Ernennt das
Gericht die fehlende Revisionsstelle, so
bestimmt es gemäss OR 731b II die Dauer, für die die Ernennung gültig ist, und
verpﬂichtet die Gesellschaft, die Kosten
zu tragen und den ernannten Personen
einen Vorschuss zu leisten. Das Gericht
kann der Gesellschaft gleichzeitig unter
Androhung der Auﬂösung bei Nichtbeachtung eine Frist zur Bezahlung des
Vorschusses ansetzen (4A_411/2012;
BGer, 22.11.2012).
Einschränken rechtens, verbieten illegal:
Austrittsrecht des Genossenschafters
Gemäss OR 842 I ist jeder Genossenschafter berechtigt, aus der Genossen-2·13schaft auszutreten, solange nicht deren Auﬂösung beschlossen worden ist.
Dieses gesetzliche Austrittsrecht kann
weder statutarisch wegbedungen noch
anderweitig entzogen werden. Demgegenüber sind Einschränkungen des Austrittsrechts auf statutarischer oder vertraglicher Basis zulässig; so können die
Statuten den Austretenden gemäss OR
842 II zur Zahlung einer angemessenen
Auslösesumme verpﬂichten, wenn nach
den Umständen der Genossenschaft
durch den Austritt ein erheblicher Schaden erwächst oder ihr Fortbestand gefährdet ist. Ferner kann das Austrittsrecht
auch in zeitlicher Hinsicht beschränkt
und ein Austritt für einen Zeitraum von bis
zu fünf Jahren ausgeschlossen werden
(OR 842 III). Statutarische Bestimmungen, welche ähnlich einer Strafklausel
die Pﬂicht zur Bezahlung einer sog. unabhängigen Auslösesumme statuieren,
d.h. eine Auslösesumme verlangen,
ohne dass die Genossenschaft hinsichtlich einer allfälligen durch den Austritt
verursachten Benachteiligung beweispﬂichtig wäre, sind unzulässig, da sie
die Ausübung des Austrittsrechts massiv
erschweren oder gar verunmöglichen.
Solche Bestimmungen, wie auch eine
übermässige Erschwerung des Austritts
im Sinne von OR 842 III sind gemäss OR
20 nichtig. Nichtige Beschlüsse können
jederzeit und von jedermann und somit
auch von einem Genossenschafter, welcher dem entsprechenden Beschluss zugestimmt hat, angefochten werden; die
Nichtigkeit ist von Amtes wegen festzustellen (4A_356/2012 BGer, 16.10.2012).
Nach bestem Wissen informieren: Pﬂichten der Bank bei der Anlageberatung
nach OR 398 II
Hinsichtlich der vertragsrechtlichen Sorgfalts- und Treuepﬂicht der Bank bei der
Abwicklung von Börsengeschäften für
die Kundschaft wird zwischen drei verschiedenen Vertragsbeziehungen differenziert: der Vermögensverwaltung, der
Anlageberatung und der blossen Konto-/
Depot-Beziehung. Die Zuständigkeit des
Kunden für den Anlageentscheid unterscheidet die Anlageberatung von der
Vermögensverwaltung, bei der die Bank
die auszuführenden Transaktionen im
& controllingRahmen der Sorgfalts- und Treuepﬂicht
sowie der vereinbarten Anlagestrategie
selbst vornimmt. Der Anlageberatungskunde hat das Risiko, das mit einem Anlageentscheid verbunden ist, grundsätzlich auch dann selber zu tragen, wenn
er dem Rat der Bank gefolgt ist und er
muss wissen, dass auf einen Rat, der
ein zukünftiges und ungewisses Ereignis
zur Grundlage hat, kein sicherer Verlass
sein kann. Wie weit die Aufklärungs- und
Beratungspﬂicht bei der Anlageberatung
im Einzelnen geht, kann nicht allgemein
festgelegt werden, sondern hängt von
den Umständen des Einzelfalls ab, namentlich von der Ausgestaltung des jeweiligen Beratungsverhältnisses sowie
der Erfahrung und den Kenntnissen des
Kunden. Die Bank muss den Kunden
insbesondere über die Gewinnchancen
und Verlustrisiken aufklären. Werden für
eine Investition Kredite aufgenommen,
so geht die Aufklärungspﬂicht der Bank
weiter. Die Bank muss den Kunden unter Umständen darauf hinweisen, dass
seine Anlagestrategie nicht angemessen
ist. Hält der Kunde, der auf die Verlustrisiken hingewiesen wurde, an seiner Anlagestrategie fest, so trifft die Bank keine
Verantwortung. Weiter haftet die Bank
für einen objektiv falschen Rat nur, wenn
dieser im Zeitpunkt seiner Erteilung offensichtlich unvernünftig war (4A_444/2012;
BGer 10.12.2012).
Falsch gedacht, Herr Student: Ausbildungskredit ist kein Kleinkredit
Die Regeln zum Schutz vor Kleinkrediten gelten laut Bundesgericht nicht für
Ausbildungsdarlehen. Ein Berner Student kann seiner Bank die Rückzahlung
des geborgten Geldes deshalb nicht mit
dem Argument verweigern, dass sie seine Kreditfähigkeit ungeprüft gelassen hat
(BGE 4A_575/2012).
Wer ist ab wann Aktionär? Kapitalveränderungen in einer AG nach OR 683
Bei einer Kapitalerhöhung kann an die
Stelle neuer Aktien auch die Erhöhung
des Nennwerts der bestehenden Titel
treten. Da bei Namenaktien keine vollständige Liberierungspﬂicht besteht,
kann bei einer Gesellschaft, die nur über
voll liberiertes Aktienkapital verfügt, eine31Aus dem veb.chWichtiges für Ihren BerufsalltagAus dem veb.chKapitalerhöhung durchgeführt werden,
ohne dass dazu zusätzliche Mittel liberiert werden müssen. Diese Art der Kapitalerhöhung setzt jedoch voraus, dass
die Zeichnung durch die bisherigen Aktionäre erfolgt, da gar keine andere Möglichkeit besteht, als dass jeder Zeichner
bereits Aktionär ist und mindestens 20%
des Aktienkapitals einbezahlt hat. Ein
Zeichner von Inhaberaktien kann sich
nicht von seiner Pﬂicht, den Nennwert
einzubezahlen, befreien, indem ein Dritter mit Zustimmung der Gesellschaft
seine Schuld übernimmt, da eine solche
Schuldübernahme eine Umgehung von
OR 683 bewirken würde. Ob es sich bei
Namenaktien gleichermassen verhält,
konnte im vorliegenden Entscheid nicht
geklärt werden, da sich die Parteien mit
keinem Wort zu einer solchen möglichen
Grundlage äusserten (4A_512/2012;
BGer, 28.1.2013).Evangelischer
Frauenbund Zürich efzFachpraxis im Fokus der RAB: Keine Zulassung als Revisionsexperte
X stellte am 17. Dezember 2007 bei der
Eidgenössischen Revisionsaufsichtsbehörde (RAB) ein Gesuch um Zulassung
als Revisionsexperte. Nach einer summarischen Prüfung erteilte die RAB die provisorische Zulassung am 27. Dezember
2007. X ergänzte danach das Gesuch
durch weitere Unterlagen und Belege.
Daraufhin wies die RAB das Gesuch um
Zulassung als Revisionsexperte am 17.
September 2009 ab mit der Begründung,
dass X die Anforderungen an die Fachpraxis nicht erfülle. Gemäss RAG 4 IV
muss die Fachpraxis vorwiegend auf den
Gebieten des Rechnungswesens und
der Rechnungsrevision erworben worden
sein, davon mindestens zwei Drittel unter
Beaufsichtigung durch eine zugelassene
Revisionsexpertin oder einen zugelassenen Revisionsexperten oder durch eineausländische Fachperson mit vergleichbarer Qualiﬁkation. Nach der Rechtsprechung genügt es dabei, wenn die
Tätigkeit zu 75 % einer Vollzeittätigkeit
ausgeübt wurde. Nach konstanter Praxis
wird die Fachpraxis vor dem Beginn der
Ausbildung hingegen nicht angerechnet.
Nach RAV 7 gilt die Fachpraxis als unter
Beaufsichtigung erworben, wenn die Gesuchstellerin oder der Gesuchsteller einer
Fachperson, welche die gesetzlichen
Anforderungen erfüllt, formell unterstellt
war und die Tätigkeit weisungsgebunden
ausgeübt hat. Eine Tätigkeit unter Beaufsichtigung einer Person der gleichen hierarchischen Stellung gilt somit nicht als
beaufsichtigte Fachpraxis (B-5830/2011;
BVGer, 31.12.2012).
Vorstandskollegin für den Finanzbereich gesuchtEin kantonaler VereinDer efz ist ein 125-jähriger nicht proﬁtorientierter, kirchlich und konfessionell unabhängiger Verein mit gegen hundert
Mitarbeitenden. Er engagiert sich mit verschiedenen Angeboten für die Anliegen von Frauen und Kindern und verwaltet Liegenschaften wie die Siedlung Brahmshof mit 65 Wohnungen. Für die anspruchsvolle und spannende Aufgabe,
die Finanzen unseres Vereins zu verantworten, suchen wir eine aufgeschlossene, initiative und gerne auch humorvolle
Vorstandskollegin.
sSie sind Fachfrau Finanz- und Rechnungswesen, Treuhänderin oder Expertin Rechnungslegung und Controlling
mit einem eidgenössisch anerkannten Abschluss und beruﬂicher Praxis.
Sie haben Erfahrung in strategischer Arbeit durch ein behördliches, politisches oder ein Vorstandsamt.
Sie können klar in Wort und Schrift kommunizieren und haben Führungserfahrung.
Sie arbeiten gerne in einer von Frauen geführten Institution.
Sie wohnen in der Stadt oder im Kanton Zürich und können monatlich rund 10 Stunden für den Verein
einsetzen (Vorstandssitzungen, Arbeitsgruppen und strategische Bereichsführung).Wir bieten ein interessantes Ehrenamt mit angemessener Entschädigung und Weiterbildungsmöglichkeiten; weitere
Informationen auf unserer Website: www.vefz.ch
Ihre Bewerbungen per Mail oder Fragen richten Sie bitte an efz-Präsidentin M. Müller: margarita.mueller@hispeed.ch32rechnungswesen
& controlling2·13Eine erfolgreiche Fachprüfung in unserer
Branche ist und bleibt für viele aus der
ganzen Schweiz ein hohes und begehrtes Ziel. Hier unser beliebter Blick hinter
Insgesamt nahmen knapp 1000 Kandidatinnen und Kandidaten an der Berufsprüfung und knapp 170 Kandidatinnen
und Kandidaten an der Höheren Fachprüfung teil.
Manch eine und einer wurde doch
noch nervös…
Noch kurz vor den Prüfungsterminen
spürten wir im Sekretariat die steigende
Nervosität der Kandidierenden. Kleines
Beispiel: Obwohl die Hilfsmittelliste rechtzeitig verschickt und publiziert wurde, kamen Anfragen betreffend dem Einsatz von
Fachunterlagen. Man wollte sich – zur Beruhigung – einfach nochmals absichern,
ob die Hilfsmittelliste auch wirklich stimmt.
Aus Sicht der Prüfungsorganisation
Aus organisatorischer Sicht konnten die
Prüfungen 2013 wiederum ohne grössere Zwischenfälle durchgeführt werden.
Dies haben wir auch unserem Leiter Logistik, Martin Sommer, zu verdanken,
der zusammen mit Maurizio Sensi für die
gesamte Prüfungslogistik verantwortlich
Gerade auch in der Berufsprüfung, wo
615 Kandidatinnen und Kandidaten in
zwei Räumen in Winterthur antraten,
gab es einiges an Prüfungsunterlagen
und Hilfsmitteln zu transportieren und zu
Aus Sicht der Prüfungsleitung darf kommuniziert werden, dass die Disziplin der
Kandidatinnen und Kandidaten vor Ort
sehr hoch war. Auch dadurch hatten
wir keine Zwischenfälle zu verzeichnen.
Ein grosser Dank gilt natürlich an dieser
Stelle auch allen Kandidatinnen und Kandidaten, sowie unseren zahlreichen Aufsichtspersonen.Berufsprüfung Reglement 2010
Von 970 Kandidatinnen und Kandidaten
haben 593 bestanden, was einer Quote
von 61.1% entspricht.
Höhere Fachprüfung Reglement 2008
Von 168 Kandidatinnen und Kandidaten
haben 111 bestanden, was einer Quote
von 66.1% entspricht.
Berufsprüfung und Höhere Fachprüfung: die besten Noten
Der beste Notendurchschnitt wurde in
der Berufsprüfung nach Reglement 2010
mit Note 5,7 erzielt. Gar 5,8 dürfen wir
als Top-Resultat in der «Ausmarchung»
bei der Höheren Fachprüfung nach Reglement 2008 vermelden.
Sämtliche Statistiken ﬁnden Sie unter
www.examen.ch, dort auch mit den
Durchschnitten pro Prüfungsfach und
Sprachgebiet.
Die Damenriege, ohne die es nicht ginge
Danke, liebe Dalya Abo El Nor. Sie hatte die Prüfungen in der Deutschschweiz
zeitweise alleine zu betreuen, und wir
schätzen Deinen Einsatz sehr. Merci bien,
liebe Myriam Racine für Deinen Effort in
der Romandie und Grazie, liebe Ornella
Piana im Tessin.
Gerne danke ich hier auch Nicole Gretler
für ihren mehrjährigen Einsatz in allem,
was irgendwie mit den Prüfungen zu tun
hatte. Seit einem knappen halben Jahr ist
sie nun für die Organisation unserer neuen Prüfungen des Vereins der Sozialversicherungs-Fachleute zuständig.
Für die höhere Fachprüfung in der
Deutschschweiz zeichnet seit kurzem
Laura Luca als Prüfungsorganisatorin
verantwortlich. Sie hat bereits praktische
Erfahrung und wird in der Einführung
von Dalya Abo El Nor begleitet und unterstützt. Frau Luca, wir wünschen Ihnen
einen guten Start!PrüfungsresultateSchön, dass unsere Proﬁs jederzeit
ihre gute Laune behaltenDie Erfolgsquoten bei der Berufs- und der
Höheren Fachprüfung waren wie folgt:Um unsere eidgenössischen Prüfungen
im grossen Umfang perfekt zu planen,2·13Jörg Ochsenbein, Teamleiter Prüfungsorganisation Verein für Höhere Prüfungen
im Finanz- und Rechnungswesenrechnungswesen
&controllingbraucht unser Team – neben Organisationstalent und Termintreue – genügend
Durchhaltewillen und sicher eine Portion
Humor. Besten Dank allen Verantwortlichen für ihr grosses Engagement!
Prüfungen 2013, Terminplan 2014
Auf unserer Website www.examen.ch
ﬁnden Sie viele Informationen zu den
Prüfungen. Für Fragen stehen wir Ihnen gerne unter der Telefonnummer
044 283 45 46 (Berufsprüfung), 044 283
45 90 (Höhere Fachprüfung) oder per
E-Mail, rechnungswesen_controlling@kvschweiz.ch zur Verfügung.
33Ausbildung · WeiterbildungEinmal mehr geprüft und für gut befunden:
Schweizer Fachleute beweisen sich.Ausbildung · WeiterbildungAus der Controller-AkademieIn jeder Ausgabe bringt uns die Controller-Akademie einen Aus- und Überblick
über ihr vielfältiges Ausbildungsprogramm. Hier der aktuelle Stand.
Diplomprüfung: Expertin/Experte in
Die vom veb.ch massgeblich mitgestaltete
Controller Akademie darf weitere Erfolgsmeldungen verbuchen: An den eidgenössischen Prüfungen 2013 erzielten unsere
Kandidaten ein weit überdurchschnittliches
Resultat. 90% unserer Studenten mit internem Diplom (und 6 Schüler ohne diese Tests) meisterten ihren Abschluss erfolgreich. Sie lassen den Deutschweizer
Durchschnitt von 70% blass aussehen und
beweisen eindrücklich unser hohes Unterrichtsniveau. Gefeiert haben wir auf der
schönen ETH-Dachterrasse – mit viel Raum
und Zeit für anregende Gespräche. Bemerkenswert: Auch unsere Kooperationsschulen in Bern und Basel melden sehr gute
Resultate. In Bern haben 22 von 23 Studierenden bestanden, in Basel 11 von 14.
Weiter geht es nun am 20. Oktober 2013.
Dann beginnt der nächste Studiengang mit
einem Kickoff-Seminar in Brunnen. Vorgesehen ist neben der normalen fünfsemestrigen Ausbildung auch wieder eine Intensivklasse in 3 Semestern.ger/in macht Sie ﬁt für gesetzeskonforme
Lohnabrechnungen – in grossen wie kleinen Unternehmen ein «Must», denn aufgrund der umfassenden Thematik steigen
die Anforderungen in diesem Berufsfeld
laufend. Der Studiengang bietet Ihnen in
einem praxisorientierten und speziﬁschen
Unterricht spezialisiertes Wissen (vom
AHV-Abrechnungsverfahren bis zur letzten
Zulage), mit dem Sie auch die anspruchsvollen Probleme der Lohnadministration
professionell lösen.
Neu: HRM 2
Für Verantwortliche von Gemeinden und
Kantonen bieten wir einen 3-tägigen Studiengang zum «Harmonisierten Rechnungsmodell» HRM 2 an. Ab 27. August 2013 in
Bern und ab 22. Oktober 2013 in Zürich.
Die Weiterentwicklung des «Harmonisierten Rechnungsmodells» – obligatorisch für
alle Schweizer Gemeinden und Kantone
– stellt Entscheidungsträger, Finanzverantwortliche und Kontrollorgane öffentlicher
Verwaltungen vor eine grosse Herausforderung. Erfahren Sie, wo die Neuerungen
die Rechnungslegung sowie das Rechnungswesen beeinﬂussen und wie die erfolgreiche Einführung gelingt.Neu: Credit-Manager/in für aktives
DebitorenmanagementIm November schon zum vierten Mal im
Angebot: EMBA in Controlling und Consulting für Experten in Rechnungslegung
und ControllingIn Kooperation mit dem Verein für Credit Management bieten wir ab 24. Oktober 2013
eine Ausbildung an, die zum Fachmann
bzw. zur Fachfrau im Debitorenmanagement führt. Sie dauert 7 Halbtage und kann
mit einer freiwilligen Prüfung abgeschlossen
werden. Dabei erarbeiten Sie sich alle Prozesse rund um die Entstehung und Bearbeitung von Kundenforderungen. Von der
Bonitätsprüfung und -überwachung, um
mögliche Zahlungsausfallrisiken frühzeitig
zu erkennen, bis hin zum Mahnwesen und
zur Realisierung von Forderungen.Als dipl. Experten in Rechnungslegung und
Controlling können Sie in kurzer Zeit einen
Executive Master in Business Administration (EMBA) in Controlling und Consulting
absolvieren. Ab November 2013 bietet
Ihnen die Fachhochschule Bern diesen
EMBA in Kooperation mit veb.ch und der
Controller Akademie an. Ihre Ausbildung
führt Sie zu einem international bekannten
Abschluss mit akademischem Titel. Ihr Vorteil als dipl. Expertin und Experte: Sie belegen nur noch ein Semester zu 25 Tagen
Unterricht und verfassen eine Masterarbeit.Neu: Payroll Manager/in für umfassende
Lohnabwicklung126 Lektionen in sechs Modulen:
Studiengang Controlling10 Halbtage ab 7. November 2013: Unser neuer Studiengang Payroll Mana-Für alle, die mit dem Fachausweis im
Finanz- und Rechnungswesen oder mit34Hansueli von Gunten, lic. und mag. rer.
pol., Geschäftsleiter der Controller Akademie AG in Zürich.rechnungswesen
&controllingähnlichen Ausbildungen die eidgenössisch diplomierte Expertenausbildung
nicht oder noch nicht absolvieren wollen,
bietet die Controller Akademie ab 23.
Oktober 2013 zum fünften Mal einen Modul-Studiengang Controlling an. Jedes
Modul kann freiwillig mit einer Prüfung
abgeschlossen werden. Inhaltlich sind
die Module klar voneinander abgegrenzt,
beinhalten ausschliesslich ControllingThemen und können auch einzeln besucht werden. Der Studiengang dauert
ein Semester. Die Rückmeldungen der
bisherigen Teilnehmenden sind alle sehr
Praxisstudium Chef/in Finanz- und
Eine weitere Option für alle, die mit dem
Fachausweis oder einer ähnlichen schulischen Laufbahn die eidgenössisch diplomierte Expertenausbildung nicht oder
noch nicht absolvieren wollen: der Modul-Studiengang im Finanz- und Rechnungswesen, mit dem Sie sich ab 22.
Oktober 2013 den Weg zum Chef bzw.
zur Cheﬁn Ihres Fachbereichs ebnen.
Das Praxisstudium beinhaltet sieben Module zu je 6 Lektionen. Jedes Modul kann
freiwillig mit einer Prüfung abgeschlossen werden. Inhaltlich sind die Module
klar voneinander abgegrenzt, beinhalten
ausschliesslich Themen aus dem Finanzund Rechnungswesen plus ein Modul
Mitarbeiterführung. Sie können auch einzeln besucht werden. Der Studiengang
dauert ein Semester.
2·13Ausbildung · WeiterbildungHimmlische und magische Momente in Bern«Up in the Sky» sang die Band Acoustic
Trip und wie im Himmel fühlten sich an
diesem Juninachmittag wohl auch die
zahlreichen Frauen und Männer, die in
Bern ihre Abschlüsse in den Fachgebieten Rechnungswesen, Rechnungslegung und Controlling feiern konnten.
Oben an der hohen Decke des prunkvollen Saals strahlten die reich verzierten
Kronleuchter, und unten taten es ihnen
die Prüfungsabsolventen gleich: Über
700 haben in diesem Jahr die Berufsprüfung für Fachleute im Finanz- und Rechnungswesen sowie die höhere Fachprüfung für Experten in Rechnungslegung
und Controlling bestanden und hatten
deshalb allen Grund, dieses Ereignis mit
ihren Verwandten und Freunden im stilvollen Ambiente des Kulturcasinos Bern
«Erfüllen Sie sich ihre Träume»
Herbert Mattle, Präsident von veb.ch,
einem der beiden Trägervereine der gesamtschweizerischen Prüfungen, gratulierte den Anwesenden zum Erfolg und
sagte ihnen eine sorgenfreie Zukunft voraus: «Sie feiern zwar den Abschluss ihrer
Prüfungen», meinte er, «es ist aber auch
der Beginn einer erfolgreichen beruﬂichen Karriere». Und er warb für die stete Weiterbildung, für deren Qualität der
veb.ch dank regelmässiger Anpassung
der Prüfungsinhalte bürgt: «Unsere Gehaltsumfrage zeigt, dass der Lohnunterschied zwischen dem Fachausweis und
dem Diplom 40‘000 Franken pro Jahr beträgt», sagte er und fügte lächelnd hinzu:
«Sie sehen, mit einem zusätzlichen zeitlichen Aufwand von zwei bis drei Jahren
können sie sich alle ihre Träume erfüllen
– einen Ferrari oder eine neue Küche...».Und hatte die Lacher damit auf seiner
Herbert Mattle bedauerte einzig, dass
der Anteil der Frauen bei den höheren
Ausbildungen drastisch abnehme: Bei
den Diplomierten seien die Frauen mit
27 Prozent ganz klar in der Unterzahl.
Und fügte an: «Frauen sind gerade für
diese Berufe bestens geeignet. Denn
Männer sind zwar wichtig, aber Frauen
sind magisch.»
Frauen mit ausgezeichneten Resultaten
Bei der anschliessenden Ehrung der
besten Prüfungsresultate zeigte sich,
dass gerade auch die Frauen ausserordentliche Leistungen vollbracht hatten:
So legte Andrea Strassmann mit einer
Note von 5,8 die beste höhere Fachprüfung im Rechnungslegung und Controlling ab.Und auch die Berufsprüfung für Fachleute im Finanz- und Rechnungswesen absolvierten sehr viele Frauen mit grossem
Erfolg: Von den 593, welche die Prüfung
bestanden hatten, belegten 22 die vorderen 37 Ränge. Das beste Resultat erzielte Raphael Rutschi mit einer Note von
5,7. Die veb.ch-Geschäftsführerin Melitta
Bischofberger, Swisco-Präsident Joseph
Catalano und ACF-Präsident Lorenzo
Fontana liessen es sich nicht nehmen,
den besten unter ihnen persönlich zum
Erfolg zu gratulieren und ihnen ein Präsent zu überreichen.
veb.ch setzt sich ein
Melitta Bischofberger rief die anwesenden Frauen und Männer schliesslich
dazu auf, am Ball zu bleiben und dem
Verband beizutreten. Denn veb.ch biete seinen Mitgliedern nicht nur vielfältige Aus- und Weiterbildungen, sondern
auch interessante Fachpublikationen
und eine Stellenvermittlung an.Langjährige Kommissionsmitglieder treten ab
23 Jahre lang hat Marcel Sottas die Geschicke der Prüfungskommission auf umsichtige Art geleitet. Nun hat der 68-Jährige sein Amt als Präsident niedergelegt. Ebenfalls
zurückgetreten sind die weiteren langjährigen Kommissionsmitglieder René Curti und
Marlis Schmalzl. Der Verein für die höheren Prüfungen in Rechnungswesen und Controlling bedankt sich bei ihnen für ihre wertvolle Arbeit, die sie Jahr für Jahr im Dienste
der Prüfungsqualität geleistet haben.2·13rechnungswesen
&controllingBevors schliesslich zum wohlverdienten
Apéro überging, sorgte das Trio Acoustic Trip nochmals für magische Momente unter den glitzernden Kronleuchtern.
Nach dem himmlischen «Up in the Sky»
folgte «You’re beautiful», das sicher auch
als Kompliment an die wunderschöne
Festgemeinschaft gedacht war.
35Persönlich«Meines Erachtens beinhaltet kompetente Führung,
dass man bereit ist, Verantwortung an Mitarbeitende
abzugeben.»
In unserer Reihe «Persönlich» stellen
wir Ihnen heute Corinne Rudolphi vor.
Sie ist Geschäftsleiterin des Verlags
SKV, eines Fachverlags für Lehrmittel und Fachbücher innerhalb des KV
Schweiz. Das Interview führte Herbert
Mattle, Präsident veb.ch.
Corinne Rudolphi, bitte erzählen Sie
uns über Ihren Werdegang.
Corinne Rudolphi: Ich bin von Beruf ursprünglich Sortimentsbuchhändlerin und
habe später die HWV absolviert. Im
Grunde ist das eine logische Reihenfolge:
Die Fachsortimente faszinierten mich immer, besonders die Rechtswissenschaften. Die HWV brachte mich näher zum
Thema, zum Produkt.
Und Buchhändlerin war schon immer
Ihr Berufswunsch?
Früher nicht. Die Psychiatriepﬂege hatte es mir angetan. Andererseits führten
meine Urgrosseltern eine Buchhandlung
in Zürich. Man kann also sagen, Bücher
liegen in der Familie, das mag bei der Berufswahl mitgespielt haben.
Der Verlag SKV suchte 1992 eine Lektorin mit Branchenwissen. Ich kam vom
Fachbuchhandel, ich hatte die HWV, und
ich wurde eingestellt.
Nun haben Lektoren ja nicht überall die
gleiche Rolle. Aber beim Verlag SKV
kommt viel Spannendes zusammen und
so habe ich diese Aufgabe 18 Jahre lang
genossen: Das Lektorat arbeitet mit am
Konzept, am Inhalt unserer Fachbücher.
Es pﬂegt sie sprachlich und liest letztlich
das Gut zum Druck, es ist also im ganzen
Prozess der Entstehung involviert. In meinen Jahren als Lektorin hatten wir viele
neue Projekte. Wir alle engagierten uns
enorm und der Verlag gewann zusätzliche Marktanteile.
Passt das auch den Autoren, wenn Sie
so stark eingreifen?
Viele schätzen die Mitarbeit und verstehen es als Unterstützung. Und wir überarbeiten bewusst im Einverständnis und
unter Wahrung des individuellen Stils der
Verfasser.36Es versteht sich von selbst, dass wir viel
vom Privatleben unserer «Kreativen» mitbekommen. Probleme zuhause oder in
anderen Bereichen wirken sich unmittelbar auf die Leistungsfähigkeit aus. Unsere schreibenden Fachleute sind ja beruflich sehr engagiert. Sie «erschaffen» ihre
Werke im Grunde nebenbei. Das kann
schon hohen Druck verursachen.
Lernen Sie selber auch etwas?
Natürlich. Gerade bei der Arbeit mit Praktikern. Man erfährt viel.
Realisieren Sie denn alle angedachten
Von zehn Ideen vielleicht zwei. Auch ein
Abbruch, selbst mitten im Projekt, ist
nicht völlig ungewöhnlich. Und der Zeitdruck ist enorm. Zwei bis drei Jahre zur
Umsetzung, so wie früher, sind heute
nicht mehr machbar.
2010 kam dann das Engagement als
Geschäftsleiterin.
2010 wurde der damalige Stelleninhaber pensioniert. Unser Verband, der KV
Schweiz, war gefordert. Die neue Person
sollte die Anliegen des Verbands und sein
politisches System verstehen und dazu
das Know-how mitbringen, welches man
im Verlagswesen unbedingt braucht.
Ich wurde angefragt und habe nach kurzer Bedenkzeit gerne Ja gesagt. Diesen
Schritt habe ich nie bereut, auch wenn
ich damals nicht abschätzen konnte, was
auf mich zukommen würde.
Vom Team in eine Führungsposition –
Die Führungsposition forderte mich
gleich zu Beginn. Wir erarbeiteten eine
neue Strategie, was auch bedeutete: Zurück zu den Kernkompetenzen. Logistik,
die Auslieferung als Geschäftsbereich,
gehörte nicht mehr dazu. Die Folge war
eine Umstrukturierung. Das war hart…
Das war hart ... weil Sie plötzlich die
Cheﬁn waren?
Wenn man lange im Team zusammenarbeitet, lernt man seine Kolleginnen und
Kollegen natürlich persönlich kennen.
Und Restrukturierungsmassnahmen tref-rechnungswesen
&controllingCorinne Rudolphi, Geschäftsleiterin Verlag SKVfen letztlich alle. Vor diesem Hintergrund
war die Situation nicht leicht, aber brachte eine wertvolle Erfahrung mit sich.
Entwickelten Sie die neue Strategie alleine?
Nein, wir hatten wertvolle, professionelle Unterstützung durch Externe. Deren
Team hat uns sehr gut beraten.
Welche Optionen hatten Sie denn?
Ja nun .... beibehalten und versuchen zu
optimieren. Oder die Frage für den Verlag
beantworten, welche Kompetenzen es in
der Zukunft braucht.
Den Verlag SKV gibt es seit 88 Jahren
und wir sind seit jeher erfolgreich in den
Bereichen der kaufmännischen Grundbildung, der Weiterbildung und der Berufspraxis. Wir haben ausgezeichnete Praxisautoren. Wir bearbeiten und pﬂegen
diesen Markt mit einem kleinen aber starken Team. Auf diesen Stärken aufbauend
wollen wir neue Kompetenzen hinzugewinnen, vor allem im digitalen Bereich, in
der Programmgestaltung, im Marketing.
Dazu haben wir neue Stellen geschaffen.
Neu nutzen wir auch wieder unsere Nähe
zum KV Schweiz und seinen Bildungsinstitutionen.
Mein Team, das «Mitenand» ist mir wichtig. Ich halte nicht viel von striktem Hierarchie- und Funktionsdenken. Es muss
nicht alles über meinen Tisch. Meines Erachtens beinhaltet kompetente Führung,
dass man bereit ist, Verantwortung an
Mitarbeitende abzugeben.2·13PersönlichUnd was ist Ihr Ziel für den Verlag SKV?
Unser Ziel ist es, DER führende Verlag
für Lernmedien in der kaufmännisch-betriebswirtschaftlichen Bildung und Praxis
in der Schweiz zu sein.
Wie schreibt frau ein gutes Buch?
Aus Überzeugung, mit einem gewissen
Sendungsbewusstsein, mit Qualitätsdenken. Geld als alleinige Motivation ist
kein gutes Rezept. Trotzdem muss man
natürlich spüren, was der Markt verlangt.
Und was dürfen Autorinnen und Autoren bei Ihnen erwarten?
Teamarbeit, angefangen bei dem Miteinander zwischen Autor und Verlag. Ein neues Buch ist nicht einfach ein zusätzliches
im Programm. Wir sagen unseren Gegenübern: Wir machen das Buch gemeinsam,
wir wollen es optimal am Markt positionieren. Sie und wir sind stolz darauf.
Welche Filter wenden Sie denn für die
Buchauswahl an?
In meiner jetzigen Rolle muss ich stark
den Markt beachten. Früher als Lektorin?
Da ging es mir besonders um die Güte
der Inhalte. Einen Vorteil haben wir ja als
Lehrmittelverlag. Ist ein Produkt gut in
den Schulen positioniert, wird es über
Jahre eingesetzt. Und so schaffen wir es
auch auf unserem kleinen Markt grössere Auﬂagen zu realisieren. Das ist dann
schon super.
mit der Westschweiz und dem Tessin?
Es mir ein persönliches Anliegen, dass in
dieser Richtung kooperiert wird. Deshalb
sind wir dankbar für die gute Beziehung
zu «Editions Loisirs et Pédagogie» in Lausanne. Deren Fachleute übernehmen nun
die Übersetzungen und pﬂegen die Bücher auf dem Westschweizer Markt. Das
Tessin ist von sich aus sehr aktiv und wir
vergeben oft Inhalte als Lizenzen.
Gibt es SKV-Bestseller?
(schmunzelt): Das Tastaturschreiben verkauft sich nach wie vor prima, besonders
seit wir das Produkt auch online anbieten. Stark laufen auch unsere Titel im
Rechnungswesen, Wirtschaft und Gesellschaft, Deutsch und IKA.
Sie haben Online-Produkte erwähnt.
Wohin geht die Reise? E-Books?
Das beschäftigt alle Verlage. Das Nutzerverhalten ändert sich. Wir müssen uns
fragen, was die neue Generation unserer
Kunden will.2·13Dabei können wir nicht einfach vom Buch
ausgehen. Wie bereiten wir die Inhalte
auf? Wir sind noch zu stark im LayoutDenken. Das Doppelseitenprinzip auf Tablets funktioniert aber nicht.
Und das heisst ...?
Das Content-Management, der Workﬂow
im Verlag, muss komplett neu werden.
Das braucht neue Ideen, andere Prozesse. Beim Schreiben der Inhalte darf man
nicht bereits die klassische Buchgestaltung vor Augen haben. Auf eine Art geht
man zum Kern der inhaltlichen Bedeutung einer Aussage zurück. Die Gestaltung, die Aufbereitung kann dann je nach
Medium ganz anders sein.
Es gibt Verlage, die sehen digitale Angebote als Nebenprodukt des Print. Ich
ﬁnde, digital muss eigenständig werden.
Sonst kann man ja die mediale Vielfältigkeit gar nicht nutzen.
Das funktioniert jetzt schon ganz gut bei
unseren Enhanced Books und dem Tastaturschreiben. Matchentscheidend ist
aber vor allem, was in den Schulen geschieht. Inhalte auf einem Tablet anstelle
in einem Buch zu haben, ist höchstens
ein Anfang. Aber wie sieht der didaktische Einsatz aus? Wie werden Medien in
den Unterricht eingebunden? Was brauchen und wollen die Studierenden?
Da frage ich Sie nun: Was wählen Lernende in zehn Jahren als Lehrmittel?
Hm ... welches Medium? Ich weiss es
nicht. Gesichertes Wissen, didaktisch
aufbereitet Inhalte? Das ganz bestimmt.
veb.ch und der SKV veröffentlichen
im September 2013 gemeinsam die
Neuauﬂage «Schweizer Kontenrahmen
KMU», komplett angepasst ans aktuelle Rechnungslegungsrecht. Wie stehen
Sie zu solchen Kooperationen?
Es ist immer gut, Kompetenzen zu verbinden. Ganz klar: Das «Thema» ist bei
veb.ch prima aufgehoben. Mich freut,
dass der Verlag SKV dabei mit im Team
&controllingist, denn im weiteren Sinne bewegen wir
uns alle zusammen in der «KV-Welt».
Und wie ich ganz am Anfang sagte:
Gut durchdachte Fachbücher faszinieren mich. «Kontenrahmen KMU» halte
ich schon aus dieser Perspektive für ein
enorm wichtiges Projekt, das wir sehr
gerne mitbetreuen.
Danke! Und neuerdings betreuen Sie
dieses und alle anderen Projekte als
vom KV Schweiz ausgegliederte Aktiengesellschaft. Warum?
Klären wir gleich ein mögliches Missverständnis: Wir ziehen nicht auf die berühmte Grüne Wiese und weg vom KV
Schweiz. Wir bleiben bei der Zentrale.
Und wir waren als Verlag schon immer
ein Proﬁtcenter, weshalb sich für die Mitarbeitenden intern nicht viel ändert. Der
KV Schweiz wollte mit diesem Schritt den
Verlag in seiner Entwicklung unterstützen
und fördern. Gleichzeitig haben wir die
Chance, unseren Austausch in der ganzen KV-Gruppe als eigenständiges Mitglied besser wahrzunehmen.
Zum Schluss eine meiner Lieblingsfragen. Sie liegen abends im Bett und
Simsalabim: Vor Ihnen steht eine gute
Fee! Sie haben für den Verlag SKV drei
Wünsche frei. Was darf es sein?
(überlegt): Fülle leben, egal ob ﬁnanziell,
ideell oder einfach auch im Kreativen. Die
Leute mit und im Verlag SKV sollen aus
dem Vollen schöpfen, sich entwickeln
können und Spass haben im Beruf. Ihre
Persönlichkeit leben.
Zweitens würde ich gerne Neues ausprobieren, vielleicht einmal ein Buch mit Lernenden entwickeln – ohne Gedanken an
einen sofortigen Return on Investment.
Und zuletzt ... vielleicht eine Villa am See?
Das wäre auch eine schöne Art der Fülle.
Viel Glück mit diesen Wünschen und
Herzlichen Dank fürs Gespräch! 37SwiscoMoments magiques à Berne
Alors que le Band Acoustic Trip entonnait «Up in the sky», chacun des nombreux participants à la promotion 2013
se sentait transporté dans le ciel en ce
bel après-midi de juin, au «Berner Kultur-Casino», à Berne.
Les lauréats de cette année se sont retrouvés nombreux dans cette somptueuse
salle au plafond décoré de lustres scintillants. En effet, ils étaient plus de 700, accompagnés de parents et amis à fêter la
réussite de l’examen de brevet fédéral de
spécialiste en ﬁnance et en comptabilité
et de diplôme fédéral d’expert en ﬁnance
et en controlling.
«Réalisez vos rêves»
Herbert Mattle, Président de veb.ch,
l’une des deux associations faîtières des
examens pour toute la Suisse, félicitait
toutes les personnes présentes pour
leur succès et leur prévoyait un avenir
sans nuage. «Certes, vous célébrez la ﬁn
de vos examens, mais cela correspond
également au début d’une carrière professionnelle prospère». Il ne manqua pas
de souligner l’importance du perfectionnement professionnel, dont veb.ch peut
garantir la qualité grâce aux adaptations
constantes du contenu des examens:
«Notre enquête sur les salaires démontre
clairement que l’écart entre la rétribution
des titulaires du brevet et ceux du diplôme se monte à frs. 40‘000. – par an!» et
d’ajouter d’un ton allègre: «Vous le constatez par vous-même, un investissement
en temps de deux à trois ans vous permet de concrétiser vos rêves, qu’ils soient sous la forme d’une Ferrari ou d’une
nouvelle cuisine!».
Herbert Mattle ne devait déplorer que
le fait que la proportion des femmes
suivant une telle formation supérieurediminue drastiquement. Cette année, elles ne représentaient en effet que 27%
des lauréats au diplôme; et d’ajouter:
«Les femmes sont beaucoup plus adaptées à l’exercice de notre profession. Les
hommes sont peut être importants, mais
les femmes y sont magiques!».Joseph Catalano – président de swisco
et Lorenzo Fontana – président de l’ACF,
n’ont bien entendu pas manqué de féliciter personnellement les meilleurs candidats en leur remettant un petit présent.Les femmes ont réalisé des résultats
admirablesAﬁn de rester compétitif, Melitta Bischofberger a encouragé les personnes
présentes à adhérer à notre association
professionnelle. Veb.ch offre en effet une
grande palette de séminaires, cours de
formation et de perfectionnement professionnels, une littérature spécialisée
ainsi qu’un conseil de placement en personnel.La publication des meilleurs résultats aux
examens a démontré que les femmes
surtout avaient accompli des performances extraordinaires. C’est ainsi qu’Andrea
Strassmann a réalisé, avec une notre de
5.8, la meilleure moyenne aux examens
supérieurs d’expert en ﬁnance et en controlling. Au niveau du brevet de spécialiste
en ﬁnance et en comptabilité, les femmes
ont également remporté de grands succès; 22 femmes ﬁguraient dans les 37
premiers rangs des 593 candidats ayant
réussi leurs examens. Le meilleur résultat
fut atteint par Raphael Rutschi avec une
moyenne de 5.7. Melitta Bischofberger
– responsable de la gestion de veb.ch,veb.ch s‘engageJoseph Catalano, félicite, à son tour,
tous les nouveaux lauréats et a présenté la nouvelle swisco-académy, laquelle
offrira dès l’automne 2013, à raison de
deux journées par semaine, à Yverdonles-Bains, des cours de formation pour
l’obtention du brevet de spécialiste en
ﬁnance et en controlling et du brevet
fédéral d’agent ﬁduciaire. Il serait dès lors
possible de se présenter simultanément
aux deux examens.Des membres de la commission tirent leur révérence
Marcel Sottas a tenu les rênes de la commission des examens de façon constante
durant ces 23 dernières années; il remet aujourd’hui sa fonction de président. Quittent
également le navire, René Curti et Marlis Schmalzl, également membres de longue
date. L‘association faîtière pour les examens supérieurs de comtabilité et controlling
les remercie sincèrement pour leur précieuse collaboration au service de la qualité des
examens.38rechnungswesen
&controllingEnﬁn, avant de pouvoir proﬁter d’un
apéritif bien mérité, le Trio Accoustic Trip
a de nouveau proposé des moments magiques sous le dôme étincelant de la salle.
Après la céleste «Up in the sky», «You’re
beautiful» a contribué à l’ambiance festi
ve de cette cérémonie.2·13Nella nostra serie «Personalità» vi presentiamo oggi il Consigliere agli Stati
Fabio Abate. L’intervista è stata effettuata da Herbert Mattle, presidente del
veb.ch, e Thomas Ernst, membro del
comitato ACF.Signor Abate, Lei è ticinese o svizzero?
Ho costatato che Lei è diventato molto
presto, a 34 anni, Consigliere Nazionale. Come è riuscito in questa impresa?
Ho avuto occasione di svolgere la mia
prima campagna elettorale già nel 1999.
È stata per me un’esperienza importante, nonostante che alla ﬁne non avessi
successo. Nell’estate del 2000, in un incidente stradale in Italia, morì Giuseppe
Bufﬁ, Consigliere di Stato ticinese. In seguito Gabriele Gendotti, allora Consigliere
Nazionale subentrò a Bufﬁ quale Consigliere di Stato. Questo mi aprì le porte a
Berna. Dovetti decidere se continuare la
mia attività nell’esecutivo del mio comune
o se occupare il posto liberatosi nel Consiglio Nazionale. Avevo nutrito da sempre
un interesse per la politica federale per
cui non volli perdere il treno e mi decisi
per Berna.
E non la disturbò il fatto che la strada
per Berna avesse un solo tunnel?
(ride). Ho studiato all’Università di Berna
perciò conosco benissimo tutte le strade
che portano alla capitale. La strada del
Sempione e quella del San Gottardo, ma
anche quella del Susten, in estate. Le conosco tutte.
Come è arrivato al PLR?
Come in altri ambiti, la famiglia ha giocato un ruolo importante. Discutevamo
spesso di temi politici attuali. Mio nonno
è stato per 40 anni sindaco di un piccolo
comune. Anche mio padre è stato funzionario e ha sempre avuto particolare
interesse per la politica. Entrambi erano
membri del PLR.
Dapprima in Consiglio Nazionale e dal
2011 ricopre la carica di Consigliere
degli Stati per il Canton Ticino. Ci sono
delle differenze tra i due parlamenti?2·13La più grande differenza è la minor pressione mediatica nel Consiglio degli Stati.
Quando subentrai a 34 anni in Consiglio
Nazionale, la pressione era già notevole.
Questa pressione è comunque aumentata di anno in anno. Il politico ticinese è abituato al circo mediatico, poiché nel cantone abbiamo una densità di media molto
alta. Abbiamo più giornali, due televisioni
e diverse radio che permettono la visibilità
pubblica ai politici. In Consiglio Nazionale
è oggi indispensabile essere presenti nei
media per comprovare costantemente la
propria attività. Nella camera piccola per
contro la pressione mediatica è inferiore.
Nella piccola camera i rappresentanti si
sentono meno osservati. Il voyeurismo è
lasciato fuori dalla porta.
Una seconda differenza è l’efﬁcienza. Le
sedute commissionali del Consiglio Nazionale sono lunghe e possono terminare
anche senza risultati concreti. Obiettivi
ﬁssati non vengono raggiunti. Nelle commissioni del Consiglio degli Stati le sedute
sono più efﬁcienti. Le sedute avvengono
in commissioni aventi ﬁno a dieci parlamentari e in tempi relativamente stretti
vengono riconosciuti i problemi, deﬁnite
possibili soluzioni e presa una decisione.
Un’ulteriore differenzazione è costituita
dalla politicizzazione. Il Consiglio degli
Stati non rappresenta una platea ideale
per proﬁlarsi, come invece succede al
Consiglio Nazionale nel quale le lotte di
trincea dei singoli partiti sono all’ordine
del giorno. Preponderante sono le discussioni di merito e la risoluzione di problematiche. La politica del partito è meno
accentuata, poiché un membro del parlamento non è stato scelto unicamente per
la sua appartenenza politica, ma soprattutto per i sui meriti, la sua forza di argomentare e la propria personalità.
Nel passato i Consiglieri degli Stati erano eletti dal Consiglio di Stato o parlamento cantonali. Oggi i Consiglieri degli
Stati sono eletti dal popolo. Potrebbe
immaginarsi la reintroduzione della nomina da parte degli esecutivi cantonali?
Oppure questa modalità di elezione non
sarebbe più attuale?
No. Una reintroduzione della nomina dei
Consiglieri degli Stati da parte degli esecutivi cantonali è per me impensabile.rechnungswesen
&controllingSvizzera italianaUna sﬁda centrale per il Canton Ticino è di adattare
la formazione alle necessità odierne.Fabio Abate, notaio e avvocato, Consigliere agli Stati, TicinoLe votazioni e le nomine popolari sono
una parte importante della democrazia
in Svizzera. Inoltre diversi cambiamenti
sono intervenuti da allora. La ﬁducia nei
governi cantonali era maggiore rispetto
a oggi. Le possibilità del cittadino di informarsi e di potersi creare un’opinione
sono oggi notevolmente sempliﬁcate dai
media. Questi cambiamenti in ambito
politico e sociale fanno sì che la nomina
da parte della cittadinanza sia la migliore
Da Consigliere degli Stati è possibile
determinare cambiamenti in ambito politico?
Un Consigliere degli Stati deve essere credibile. Se quest’afﬁdabilità viene meno, gli
altri membri del parlamento non lo considerano. La credibilità politica si compone dalla personalità del consigliere, dalla
preparazione degli affari in discussione e
dal suo modo di comportarsi. Se si è credibili, gli altri membri del consiglio ti ascoltano ed è possibile inﬂuenzare gli esiti
delle discussioni parlamentari. Inoltre, per
ottenere ascolto dagli altri parlamentari,
bisogna dimostrare interesse per gli ac-39Svizzera italianacadimenti a livello nazionale. Altrimenti un
parlamentare è considerato alla stregua
di un lobbista del cantone di provenienza. Un Consigliere degli Stati rappresenta
naturalmente gli interessi cantonali, ma in
primo luogo deve poter dimostrare che
questi interessi sono subordinati al bene
della Svizzera intera e che riesce quindi
a superare le frontiere cantonali nella sua
attività parlamentare. Solamente in seguito potrà impegnarsi in richieste particolari
del proprio cantone. Se viene dibattuta
la legge sull’asilo, quale Consigliere degli
Stati non possono essere focalizzate unicamente le problematiche di Chiasso, e
se si discute di pianiﬁcazione, non devono essere al centro solamente gli interessi
delle zone turistiche del nostro paese.
Quali sono al momento attuale le maggiori preoccupazioni del Canton Ticino?
Una sﬁda centrale del Canton Ticino
è l’adattamento della formazione alle
necessità odierne. Un paio di parole
in francese e un diploma di una scuola
universitaria non sono più sufﬁcienti per
concorrenziare altri giovani sul mercato del lavoro. I giovani ticinesi hanno un
potenziale enorme. Per l’integrazione
in Svizzera è molto più importante che i
nostri giovani conoscano bene la lingua
tedesca. Quella inglese è importante solo
in secondo piano. Questa importante
realtà non è ancora stata recepita interamente in Ticino.
Un’altra sﬁda per il Cantone di conﬁne
Ticino è la libera circolazione delle persone. Di principio la libera circolazione
esiste in Ticino da sempre. Nel grande
studio di avvocatura in cui ho lavorato
anni fa, le segretarie provenivano già allora dall’Italia. I lavoratori del settore edile provenivano anch’essi dall’Italia. Oggi
per contro sono scalzati anche i lavoratori svizzeri/ticinesi ben formati. Il dumping
salariale di lavoratori altamente qualiﬁcati
è oggi una realtà in Ticino.
La terza e ultima sﬁda è per me la realizzazione della NFTA. La NFTA è una vera
opportunità per favorire l’integrazione. I
ticinesi potranno raggiungere in un tempo relativamente breve città come Zurigo
e gli zurighesi potrebbero ricercare posti
di lavoro in Ticino.
Signiﬁca che queste problematiche
sono più importanti per il Ticino della
consapevolezza di non avere un Consigliere Federale?
È un’illusione che un Consigliere Federale
possa praticare una politica regionale. Un40Consigliere Federale avrebbe unicamente
carattere simbolico. In questo senso non
possiamo dimenticare che molti cantoni,
come ad esempio il Canton Uri, contrariamente al Ticino, non hanno mai avuto
un Consigliere Federale.
Dobbiamo concentrare le nostre forze in
altri ambiti. Naturalmente è importante
avere un Consiglio Federale equilibrato,
che possa rappresentare doverosamente
le regioni di conﬁne. Condizione è però
che vi siano delle personalità a disposizione per questo compito.
Come potrebbe essere stimolato il turismo nel Canton Ticino?
Il turismo nel Canton Ticino soffre, come
tra l’altro in tutta la Svizzera, di problemi
strutturali. La forza del franco svizzero e
la globalizzazione contribuiscono in egual maniera al problema. Ancora pochi
anni fa, per una vacanza di corta durata, ci s’indirizzava al Ticino. Oggi si può
volare al sud per 90 franchi. In Canton
Ticino manca anche la continuità. Molti
imprenditori hanno omesso di disciplinare la successione della propria azienda e
non hanno investito sufﬁcientemente nelle infrastrutture. I giovani ticinesi hanno
altre prospettive. Non sono più disposti
a lavorare nel settore del turismo ma preferiscono lo studio di materie economiche a S. Gallo o lo studio al politecnico di
Lei sta argomentando da una posizione privilegiata. Quanto appoggio riceve
dai colleghi ticinesi? I politici ticinesi
rappresentano per lo più gli interessi
cantonali. Proprio una posizione privilegiata come la Sua, non dovrebbe
suscitare l’accettazione delle cerchie
interessate?
Purtroppo questa realtà non è sempre
condivisa da parte della popolazione ticinese. Esiste una sﬁducia nell’operato
della politica e manca la volontà di interessarsi della politica Svizzera e di integrarsi nel paese.
Professionalmente Lei è avvocato e
notaio. Nel contempo riveste il ruolo di
Consigliere degli Stati. Quanto tempo le
Effettivamente ho una settimana lavorativa di otto giorni (ride). Già il primo giorno
a Berna ho anticipato che non mi sarà
possibile fare tutto. Pongo delle chiare
priorità e cerco di lavorare efﬁcientemente negli ambiti scelti. La medesima cosa
vale per la mia professione. Per esempiorechnungswesen
&controllingmi sono congedato dal diritto penale,
poiché i clienti incarcerati non possono
attendere ﬁnché Fabio Abate ritorni da
una seduta commissionale e sia a disposizione del magistrato inquirente. Per
questo motivo mi limito al notariato e al
diritto amministrativo. Naturalmente si
tratta di molto lavoro, ma solamente così
si può avanzare.
Le rimane del tempo libero e cosa fa nel
suo tempo libero?
Ho una famiglia con la quale passo molto
tempo. I miei ﬁgli hanno 8 e 11 anni. Loro
sanno che cosa signiﬁca essere a Berna.
Sport e movimento li faccio con la famiglia. Leggo molto e sento volentieri brani
musicali, in particolare Jazz moderno.
Inoltre amo il calcio. Ho un abbonamento annuale dell’AC Milan e naturalmente
dell’Ambrì. Alcune volte la mia famiglia
mi raggiunge a Berna e questo lo trovo
importante, afﬁnché i miei ﬁgli possano
rendersi conto del lavoro che svolge il
Un mandato in Consiglio Federale sarebbe per Lei un’opzione?
No. Non sarebbe un’opzione. E questa
decisione l’ho comunicata ufﬁcialmente già due anni fa. Non ho mai avuto
l’ambizione di diventare Consigliere Federale e di conseguenza non mi sono
impegnato in tal senso. E nemmeno mi
sono mosso in questa direzione nel legislativo, ad esempio attraverso la nomina in speciﬁche commissioni, o, inﬁne,
nell’assunzione di cariche nel mio partito.
Inoltre credo che il mio posto ideale sia
nel legislativo e non nell’esecutivo.
Questa notte una fata le fa visita e le
regala la possibilità di esprimere tre
desideri per il Canton Ticino e per Lei
stesso. Quali desideri esprimerebbe?
Per me e la mia famiglia auguro salute.
Per il Canton Ticino auguro che i giovani ticinesi siano un po’ meno ticinesi e
un po’ più svizzeri. E per la Svizzera mi
auguro la risoluzione dei problemi con la
2·13Kurz vor dem French Open hat nun
auch Roger Federer endlich einen Twitter-Account. Dies war einer Schweizer
Boulevard-Zeitung sogar mehrere Artikel wert. Innerhalb von wenigen Tagen folgten bereits 200’000 Leute dem
Schweizer Tennis-Spieler. Noch viel
mehr «Follower» hat der portugiesische
Fussballstar Cristiano Ronaldo, nämlich
fast 20 Millionen. Dies zeigt: Twitter ist
auch sieben Jahre nach der Gründung
ein relevanter Social-Media-Service.Menschen folgen ihren Idolen aus Sport
und Showbusiness auf Twitter um näher
bei ihnen zu sein und mehr Informationen
zu bekommen als nur Medienmitteilungen und Home-Stories in Hochglanzmagazinen. Dies ist der «massenmediale»
Teil von Twitter, wenn 200’000 oder 20
Millionen «Follower» einem Star folgen.
Twitter hat aber auch eine viel kleinere,
intimere und kommunikativere Komponente. Dann nämlich, wenn man Leuten
mit ähnlichen Interessen folgt, um von
ihnen zu lernen und sich mit ihnen auszutauschen.
Neue Quelle für Informationen
Twitter ist zu einer wichtigen und seriösen Quelle in der täglichen Informationsbeschaffung geworden. Fast jeder liest
eine Tageszeitung, hört Radio, surft im
Internet oder hat vielleicht gar News und
Blogs per RSS-Feed abonniert. Doch
Twitter geht noch eine Stufe weiter: Der
Dienst lebt davon, dass viele User Links
zu Nachrichten, Artikeln und Blogeinträgen mit anderen teilen und kurze persönliche Mitteilungen aus dem Alltag posten.
Findet man jemanden, der sich für das
gleiche Themengebiet interessiert, «folgt»
man ihm und erhält fortan schnell und unkompliziert seine Textbeiträge und Empfehlungen. Im besten Fall gelangt man so
auch an Insiderwissen, dass sonst nirgendwo zugänglich ist.
Besonders interessant ist an Twitter,
dass die Quellen nicht unbekannt sind,
sondern dass hinter den Empfehlungen
Menschen stehen, die man kennt oder
die man im Laufe der Zeit kennenlernt.2·13vebmediaTwitter für persönliche Netzwerke und
Dies schafft Vertrauen, Transparenz, vielleicht gar Sympathie – und ein ganz neues, persönliches Informations-Netzwerk,
aus dem vielleicht sogar nachhaltige Beziehungen entstehen.
Schliesslich kann Twitter auch in einer altbekannten Situation eine völlig neue Beziehungsqualität schaffen: Wer erinnert
sich nicht an Konferenzbesuche oder
Seminare, auf denen man bei Apéros, in
Pausen und bei Mittagessen Berufskollegen oder Gleichgesinnte kennenlernt und
sich mit ihnen unterhält? Hand aufs Herz:
Meist bleibt davon nicht viel mehr als eine
Visitenkarte, die dann im Karteikasten
verschwindet – obwohl die Unterhaltung
vielleicht äusserst spannend und anregend war. Twitter kann in diesem Fall viel
leisten – unkompliziert und unverbindlich
können diese neu gewonnenen Bekanntschaften weiter gepﬂegt werden. Der
Austausch mit Personen, die sich für das
gleiche Thema interessieren, war noch
nie so einfach. Es kann ein völlig neues
Netzwerk mit qualitativ hochstehenden
Beziehungen entstehen und erweitert
werden. Denn Twitter zeigt auch, mit
wem die eigenen Kontakte vernetzt sind
– gut möglich, dass sich auch da noch
weitere spannende Persönlichkeiten ﬁnden lassen.
Ein Superstar wie Cristiano Ronaldo hat
fast 20 Millionen Follower.
& controllingTobias Kilchör, Geschäftsführer
mezzo | media GmbH, MürrenAuch Themen aus der Finanzbranche,
wie das neue Rechnungslegungsgesetz,
werden auf Twitter diskutiert.Roger Federer hat sieben Jahre nach der
Gründung von Twitter nun auch einen eigenen Account.41RegionalgruppenSchweizweit in Ihrer Nähe: veb.ch RegionalgruppenDie veb.ch Regionalgruppen sind der
fachliche und oft auch gesellschaftliche
Treffpunkt der Mitglieder Ihrer Wohnregion. Sie öffnen Ihnen die Tür zu einem
weitverzweigten Netzwerk engagierter
Fachleute. Nutzen Sie dieses zur Kontakt- und Beziehungspﬂege – zum pri-vaten und beruﬂichen Austausch auf
hohem Niveau. Exklusiv für Mitglieder:
alle Veranstaltungen unter dem Titel netzwerk veb.ch. Hier unterstützen wir Sie
aktiv beim Networking, immer nach dem
Motto: «Alleine addiere ich. Gemeinsam
multiplizieren wir.»Als Mitglied von veb.ch gehören Sie automatisch zur Regionalgruppe Ihrer Wahl.
Zum Aktualisieren und Ändern nutzen Sie
Ihr persönliches Login auf www.veb.ch.
Ohne Ihre Angabe erfolgt die Zuteilung
aufgrund Ihres Wohnortes.Bern Espace MittellandNordwestschweizZentralschweizAndrea Wyss, Präsidentin
bern@veb.chSilvan Krummenacher, Präsident
nordwestschweiz@veb.chKarl Gasser, Präsident
Türlacherstr. 18, 6060 Sarnen
Telefon 041 660 63 85
zentralschweiz@veb.chAktuelle Veranstaltungen
Regionaler Netzwerkanlass MWST
netzwerk veb.ch: Der neue
21. Oktober 2013Aktuelle Veranstaltungen
15. Oktober 2013Aktuelle Veranstaltungen
2. Innerschweizer Controller Ride
22. Oktober 2013Ostschweiz-Fürstentum Liechtenstein
Franz J. Rupf, Präsident
ostschweiz@veb.ch2. Innerschweizer Controller Ride
Am Samstag, 31. August 2013, ﬁndet
der 2. Innerschweizer Controller Ride
statt. Es sind alle Cabriolet- und TöffFahrer recht herzlich eingeladen. Wir42Peter Herger, Präsident
Adetswilerstrasse 8a, 8344 Bäretswil
zuerich@veb.chAktuelle Veranstaltungen
8. Oktober 2013, St. Gallen
30. Oktober 2013, ChurAktuelle Veranstaltungen
23. Oktober 2013treffen uns zwischen 9.00 und 9.30 Uhr
im Raum Luzern zum gemeinsamen Ausfahren. Alle die sich anmelden werden zur
gegeben Zeit die entsprechenden Daten
direkt an ihre E-Mail Adresse erhalten.
Thomas Widmer und Luc Rösli freuensich, zusammen mit allen interessierten
veb.ch-Mitgliedern einen tollen Tag zu
verbringen. Anmeldungen ab sofort an
Luc Rösli, info@rbs-ag.ch. Das Organisationskomitee freut sich auf diesen ungezwungenen gesellschaftlichen Anlass.rechnungswesen
& controlling2·13Mutation der persönlichen DatengetAbstractJedes Mitglied hat ein Login, welches
aus der hinterlegten E-Mailadresse und
einem Passwort besteht. Dadurch haben
Sie Zugriff auf die persönlichen Stammdaten, welche in unserer Datenbank gespeichert sind. Bitte beachten Sie: Das
Login ist persönlich. Wenn Sie mit Ihrem
Login eine andere Person für eine Weiterbildung anmelden und Ihre Daten mit
den neuen Informationen überschreiben,
dann gibt es Ihre Daten nicht mehr. Wir
sind Ihnen sehr dankbar, wenn Sie dem
online-Anmeldeprozess die entsprechende Aufmerksamkeit zukommen lassen.Seit 2007 haben unsere Mitglieder mit
ihrem persönlichen Login Zugriff auf die
Zusammenfassungen von Businessbüchern bei getAbstract. Aktuell nutzen
rund 2000 Mitglieder diese Dienstleistung. Sehr gross nachgefragt werden
die Titel im Bereich Leadership & Management gefolgt von Career & SelfDevelopment und Economics & Politics.
Ganz spannend sind die drei Top Download-Titel: An 1. Stelle steht «Networking
für Networking-Hasser», an 2. Stelle ist
und Rang 3 belegt «Die Kunst des klaren
Denkens». Wir freuen uns, wenn Sie dieses exklusive Mitgliederangebot nutzen.Aus dem veb.chAus der veb.ch-GeschäftsstelleMelitta Bischofberger, Geschäftsführerin
und Mitglied des veb.ch-Vorstandes.App für Schulkontenrahmen KMUNeu: Gehaltsrechner auf www.veb.ch
Mit den Ergebnissen aus der Gehaltserhebung 2012 haben wir einen Gehaltsrechner programmiert. Abrufbar sind
die Saläre unserer Ausbildungstiteln,
dem Fachausweis im Finanz- und Rechnungswesen und dem dipl. Experten in
Rechnungslegung und Controlling. Die
Zahlen sind aufgeteilt in sieben Regionen.
Sie erhalten immer den tiefsten und den
höchsten Wert sowie den Median. Sind
Sie gespannt auf Ihren Wert? Mit dieser
Adresse geht es zum Gehaltsrechner
http://gehaltsrechner.veb.ch/ So erfahren Sie schnell wo Sie gehaltsmässig
stehen.Online Mitgliederverzeichnis
Auf www.veb.ch führen wir ein Mitgliederverzeichnis (Menü Mitglieder, Mitglieder suchen). Jedes Mitglied wird mit
Namen und Vornamen aufgeführt. Über
die Publikation von Firma, Ort und E-Mail
entscheiden Sie selber. Die Mutationsfunktion beﬁndet sich im geschützten
Bereich unter dem Link Proﬁl anpassen.Aufgrund der Überarbeitung des «Schweizer Kontenrahmen KMU» durch veb.ch
wurde auch ein Schulkontenrahmen erstellt. Dieser hat seinen Platz vorwiegend
im Bildungsbereich und die Autoren freuen sich, wenn die Schulversion vermehrt
den Eingang in die Ausbildung ﬁndet. Damit der Schulkontenrahmen immer dabei
ist steht in den Stores eine App für iOS
und Android zum kostenlosen Download
zur Verfügung.veb.ch Gehaltsrechner
Bitte wählen Sie eine Region2·13rechnungswesen
& controlling43Aus dem veb.chVeranstaltungen und Adressenveb.chController Akademie AG ZürichLagerstrasse 1, Postfach 1262
www.veb.ch, info@veb.ch 4.9.2013, Beginn Studiengang IFRSAccountant, Zürich
 20.10.2013, Beginn Studiengang für
eidg. dipl. Expertinnen/Experten in
Rechnungslegung und Controlling (in
5 oder 3 Semestern), Zürich
 22.10.2013 Beginn Praxisstudium
Chef/in Finanz- und Rechnungswesen, Zürich
 23.10.2013 Beginn Praxisstudium
Controlling, Zürich
 23.10.2013 Beginn InternationalBusiness-Spezialist für Rechnungslegung, Steuern und Recht, Zürich
 24.10.2013 Beginn Kompetenz-Zertiﬁkat für Finanzbuchhaltung, Sozialversicherungen, Steuern und Recht in
der Schweiz, Zürich
 29. + 30.10.2013, IFRS Update (Tage
einzeln buchbar), Zürichacf.ch
Tél. 024 425 21 72, Fax 024 425 21 71
Nationalrat Daniel Jositsch (SP)
Nationalrat Hans Kaufmann (SVP)
Nationalrat Pirmin Schwander (SVP)
Ständerat Fabio Abate (FDP)
Ständerat Konrad Graber (CVP)
Ständerat Paul Niederberger (CVP)veb.ch demnächst
 IKS: Tipps und Erfahrungen aus der
 Eingeschränkte Revision
 Das neue Rechnungslegungsrecht
 Die eingeschränkte Revision:
Start am 26. August 2013
 Umstrukturierung:
Start am 27. August 2013
 Experte Swiss GAAP FER:
Start am 28. August 2013
 EU-MWST:
 CH-Mehrwertsteuer:
Start am 29. August 2013
 Personaladministration:
Start am 10. September 2013
 Unternehmensbewertung/
Start am 11. September 2013
Das Veranstaltungsangebot wird
laufend ergänzt. Besuchen Sie uns auf
www.veb.ch.Unsere PartnerImpressum
«rechnungswesen & controlling», Fachinformationen des Schweizerischen Verbandes der dipl. Experten in
Rechnungslegung und Controlling und der Inhaber des eidg. Fachausweises im Finanz- und Rechnungswesen veb.ch
Erscheint vierteljährlich in einer Auﬂage von 12‘000 Exemplaren
Redaktion: Herbert Mattle, Präsident, Obfelden; Dieter Pfaff, Vizepräsident, Wettswil; Melitta Bischofberger, Geschäftsführerin
Inserate und Auskünfte: Geschäftsstelle veb.ch, Lagerstrasse 1, 8004 Zürich, Telefon 043 336 50 30,
Fax 043 336 50 33, info@veb.ch, www.veb.ch
Layout, Druck und Versand: Druckzentrum AG, Zürich Süd, Rainstrasse 3, 8143 Stallikon
Bezug: «rechnungswesen & controlling» kann kostenlos bezogen werden bei veb.ch oder steht zum
Download zur Verfügung (www.veb.ch/Publikationen/r&c)
Adressänderungen: Bitte melden Sie Mutationen der Geschäftsstelle.44rechnungswesen
& controlling2·13All pages:1234567891011121314151617181920212223242526272829303132333435363738394041424344InfoFavouriteLikeShareDownloadMoreRechnungswesen & Controlling 02/13 Published on Jun 12, 2013 Fachzeitschrift des grössten Schweizer Verbandes in Rechnungslegung und Controlling veb.chmlendiFollowRead moreRead moreSimilar toPopular nowJust for youGo explore

References: Art.
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 Art. 46
 Art. 961
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Art. 727

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 Art. 957
 Art. 957
 Art. 959
 Art. 957
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 Art.
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Art. 957

Art. 18
 § 82
 § 93
 EuGH 

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