Source: http://www.lsvd.de/verband/kleine-geschichte-des-lsvd.html
Timestamp: 2017-02-20 17:49:45+00:00

Document:
Zum Inhalt - Zur NavigationTop-NavigationNewsletterMitglied werdenSpendenKontaktSuche	HauptnavigationPresseZielePolitikLebensformenHomosexualität?CommunityRechtVerbandBundesverbandHirschfeld-Eddy-StiftungLandesverbändeRegional/OrtGruppen/ProjekteSpendenkontoLSVD-CardProgramm des LSVDSatzung usw.VerbandstageLSVD-ChronikKleine Geschichte des LSVDLSVD-WebsLesben im LSVDGaysolidarnoscEuropäischer GAY-Saunabund
BundesverbandHirschfeld-Eddy-StiftungLandesverbändeRegional/OrtGruppen/ProjekteSpendenkontoLSVD-CardProgramm des LSVDSatzung usw.VerbandstageLSVD-ChronikKleine Geschichte des LSVDLSVD-WebsLesben im LSVDGaysolidarnoscEuropäischer GAY-Saunabund
Unser Verband wird in Leipzig als „Schwulenverband in der DDR" (SVD) gegründet.
Auf dem 1. Verbandstag in Magdeburg erfolgt die Umbenennung in „Schwulenverband in Deutschland" mit dem Anspruch, zukünftig bundesweit aktiv zu werden.
Der SVD richtet einen Appell an die Volkskammer, sich gegen die Ausdehnung des §175 auf das Gebiet der DDR stark zu machen. Im Einigungsvertrag wurde der § 175 schließlich wie der § 218 von der Übertragung des bundesdeutschen Strafrechts auf die neuen Länder ausgenommen. Das gespaltene Recht legte den Grundstein für die spätere Streichung des Homosexuellen-Paragraphen.
Aktion Standesamt. 250 schwule und lesbische Paare beantragen bundesweit das Aufgebot zum Zwecke der Eheschließung.
Gemeinsam mit der Ökumenischen Arbeitsgemeinschaft Homosexuelle und Kirche (HuK) organisiert der SVD eine Prominenten-Initiative zur Unterstützung der Forderung nach einer Grundgesetzklausel, wonach niemand wegen seiner sexuellen Identität diskriminiert werden darf. Zahlreiche Personen des öffentlichen Lebens nehmen Partei für Schwule und Lesben. Der Bundestag schmettert die Forderung dennoch ab. Der SVD kann aber darauf Einfluss nehmen, dass in den Landesverfassungen von Brandenburg, Berlin und Thüringen ein ausdrückliches Diskriminierungsverbot aufgenommen wird.
Gemeinsam mit den Schwulen Überfalltelefonen aus Berlin, München und Köln legt der SVD vor der Bundespressekonferenz in Bonn einen Bericht über Ausmaß und Hintergründe antischwuler Gewalt vor.
Protestaktion an der Neuen Wache in Berlin. Der SVD erhebt Einspruch gegen die Gleichsetzung von Tätern und Opfern in der „nationalen Gedenkstätte". Der Protest von SVD und anderen Organisationen gegen das Konzept der Neuen Wache hat den Erfolg, dass auf einer Tafel auch ausdrücklich der Menschen gedacht wird, die wegen ihrer Homosexualität verfolgt wurden.
Anhörung im Rechtsausschuss des Bundestags zum § 175. Mit SVD-Sprecher Volker Beck wird erstmals in der Geschichte des § 175 ein Vertreter einer Schwulenorganisation als Sachverständiger zum Homosexuellen-Strafrecht im Parlament angehört. Am 31.5.1994 wird der § 175 StGB schließlich endgültig aufgehoben.
Das Europäische Parlament fasst eine Entschließung zur Gleichberechtigung von Schwulen und Lesben in der Europäischen Union (Roth-Bericht), die in vielen Punkten auf einer Eingabe des SVD basiert.
Bundestagswahl. SVD-Sprecher Volker Beck zieht in den Bundestag ein.
SVD-Sprecher und Bundesanwalt a.D. Manfred Bruns erhält das Bundesverdienstkreuz für seinen Einsatz in der AIDS- und Schwulenpolitik verliehen.
Im Landtag von Sachsen-Anhalt findet erstmals in einem deutschen Länderparlament eine öffentliche Anhörung zur Lebenssituation von Schwulen und Lesben statt. Für den SVD wird sein Sprecher Günter Dworek als Sachverständiger geladen. Als Ergebnis der Anhörung fasst der Landtag am 18.1.1996 eine Entschließung zum „Abbau von Diskriminierungen und Benachteiligungen Gleichgeschlechtlicher".
21./22.10.1995
Zusammen mit anderen Organisationen veranstaltet der SVD-NRW in Köln einen groß angelegten „Gay and Gray"-Kongress. Rund 150 Teilnehmer diskutieren zwei Tage über das Thema Schwule und Alter.
Auf seinem Verbandstag in Köln verabschiedet der SVD ein neues Grundsatzprogramm.
Nach heftigen Protesten des SVD ziehen die damaligen Bonner Regierungsparteien die im Rahmen der Sozialhilfereform geplante sozialrechtliche Schlechterstellung von homosexuellen Lebensgemeinschaften zurück.
09./10.08.1996
Bei der Aktion „Traut Euch", organisiert vom SVD-Landesverband Berlin-Brandenburg und der Bundesarbeitsgemeinschaft schwuler und lesbischer Paare, wird vor den Standesämtern in Berlin, Leipzig und Hannover für die Gleichstellung homosexueller Lebensgemeinschaften geworben. Viele der angesprochenen Hetero-Hochzeitspaare solidarisieren sich und unterzeichnen ein Protestschreiben an den Bundesjustizminister.
Der SVD legt in Bonn den ausformulierten Entwurf für ein Antidiskriminierungsgesetz vor.
Eduard Stapel, SVD-Sprecher und Gründungsvater des Verbandes, erhält den Verdienstorden der Bundesrepublik für seinen Einsatz für die Rechte der Schwulen in der DDR.
Der SVD in Nordrhein-Westfalen startet gemeinsam mit dem Landeskriminalamt eine breit angelegte Aktion „Liebe verdient Respekt". Auf Großflächenplakaten und mit weiteren Medien wird um Akzeptanz für homosexuelle Lebensweisen geworben.
Erstmals findet im Rechtsausschuss des Bundestages eine offizielle Anhörung zur rechtlichen Anerkennung schwuler und lesbischer Lebensgemeinschaften statt. Manfred Bruns legt als Sachverständiger den SVD-Standpunkt dar.
Der Magdeburger Landtag beschließt ein „Gesetz zum Abbau von Benachteiligungen von Lesben und Schwulen". Das Gesetz entspricht in seinen Grundzügen einem Entwurf des SVD. Sachsen-Anhalt ist das erste Bundesland mit einem Antidiskriminierungsgesetz für Lesben und Schwule.
Als erstes Bundesland erlässt Nordrhein-Westfalen eine Weisung an die Ausländerbehörden zum Aufenthaltsrecht für ausländische Partner und Partnerinnen in binationalen gleichgeschlechtlichen Lebensgemeinschaften. Hamburg, Berlin und Hessen folgen. Durch Protestaktionen und ein Gespräch mit dem Minister kann der SVD das Auswärtige Amt im April zu einer liberalen Handhabung bei der Visa-Erteilung für gleichgeschlechtliche Lebenspartner bewegen.
Der SVD veröffentlicht zur Bundestagswahl Wahlprüfsteine an die Parteien. Wichtigste Forderungen: rechtliche Anerkennung schwuler und lesbischer Paare, Einführung eines Antidiskriminierungsgesetzes, Verbesserungen in der AIDS-Politik, Unterstützung schwul-lesbischer Selbstorganisation, Bekämpfung von Gewalt. Die Wahlprüfsteine werden von weiteren bundesweiten lesbischen und schwulen Organisationen unterzeichnet.
Bundestagswahl. Im Koalitionsvertrag der rot-grünen Regierung werden die Forderungen nach rechtlicher Anerkennung gleichgeschlechtlicher Paare und nach einem Antidiskriminierungsgesetz aufgenommen.
Erstes Beratungstreffen zwischen dem SVD-Bundesvorstand und lesbischen Frauen, die an einer Mitarbeit im Verband interessiert sind.
Ein „Aufruf an alle Lesben, die sich eine wirkungsvolle Politik für unsere Rechte auf Bundesebene wünschen" wird veröffentlicht. Die Unterzeichnerinnen fordern dazu auf, den SVD in einen Lesben- und Schwulenverband umzuwandeln. Viele Lesben treten daraufhin in den Verband ein.
Gemeinsam mit weiteren Verbänden organisiert der SVD Protestaktionen gegen ein Hirtenwort der Katholischen Bischöfe. Darin wurde die Anerkennung homosexueller Lebensgemeinschaften als „schädlich für die Menschen" und „zerstörerisch für die Gesellschaft" bezeichnet.
In der Gedenkstätte Sachsenhausen wird der alljährliche Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus dieses Mal schwerpunktmäßig den homosexuellen Häftlingen des Konzentrationslagers gewidmet. Die bundesweit beachtete Gedenkveranstaltung wurde gemeinsam von der Gedenkstätte und dem SVD organisiert.
06./07.03.1999
Der 11. Verbandstag in Köln beschließt mit überwältigender Mehrheit die Erweiterung zum „Lesben- und Schwulenverband in Deutschland". Programm, Satzung und Name werden ergänzt. Im Bundesvorstand sind nun Männer und Frauen vertreten. Der SVD wird zum LSVD.
Mit dem Aufruf „Gleich viel Recht für gleich viel Liebe" gibt der LSVD den Startschuss zur „Aktion JA-Wort". Ziele sind die rechtliche Gleichstellung schwuler und lesbischer Paare mit der Ehe sowie die volle gesellschaftliche Anerkennung gleichgeschlechtlicher Lebensweisen.
LSVD-Protest vor der Berliner SPD-Zentrale (Willy-Brandt-Haus) gegen die Fortsetzung der Diskriminierungspolitik gegen Schwule bei der Bundeswehr durch Verteidigungsminister Scharping.
Schwul-lesbischer Hochzeitscorso vom Reichstag zum Bundeskanzleramt, um Bundeskanzler Schröder an seine Wahlversprechen zu erinnern.
Jahreswechsel 1999/2000
Der LSVD erhöht den Druck auf die Regierung. Gemeinsam mit sechs weiteren bundesweiten Verbände, der Zeitschrift Queer und dem Internetmagazin Eurogay wird eine Postkarten- und Email-Aktion zur Anerkennung gleichgeschlechtlicher Paare gestartet.
08./09.04.2000
LSVD Verbandstag in Hamburg. Mit Bundesfamilienministerin Dr. Christine Bergmann besucht zum ersten Mal ein Mitglied der Bundesregierung einen LSVD-Verbandstag und hält eine Gastrede zum zehnjährigen Verbandsjubiläum.
Der Druck auf die Regierungsparteien hat Erfolg: Die Fraktionen von SPD und Grünen beschließen jeweils einstimmig, einen gemeinsamen Gesetzentwurf zur Eingetragenen Lebenspartnerschaft in den Bundestag einzubringen.
Demonstration des LSVD vor der CDU-Parteizentrale in Berlin, die unter dem Motto „Ja zur Toleranz, Nein zur Ehe!" eine Kampagne gegen die Eingetragene Lebenspartnerschaft starten will. Die Union beharrt zwar offiziell auf ihrem „Nein" zur Lebenspartnerschaft, stellt ihre Öffentlichkeitskampagne aber bald darauf stillschweigend ein.
Der Bundestag beschließt das Lebenspartnerschaftsgesetz. Zehn Jahre zäher Überzeugungsarbeit des LSVD haben sich gelohnt. Unserem Verband ist es gelungen, die öffentliche Meinung auf seine Seite zu bringen.
11./12.11.2000
Erster LSVD-Familienratschlag in Berlin. Lesbische Mütter und schwule Väter setzen sich zum Ziel, die politische Lobby für ihre Kinder und Familien zu stärken. Gründung von ILSE - der Initiative lesbischer und schwuler Eltern im LSVD.
Offizielles Gespräch von Vertreterinnen und Vertretern des LSVD, assoziierter Organisationen und der ILSE mit Bundespräsident Johannes Rau. Erstmals in der Geschichte Deutschlands empfängt ein Staatsoberhaupt eine Delegation von Lesben und Schwulen.
Der Generalinspekteur der Bundeswehr erlässt eine Führungshilfe „Umgang mit Sexualität", die eine Gleichbehandlung homosexueller Bundeswehrangehöriger vorsieht. Die Proteste des LSVD und anderer Organisationen gegen die jahrzehntelange Diskriminierung in der Bundeswehr haben zum Erfolg geführt.
Der LSVD startet die Aktion „Wer ist Familie?".
Die Initiative „Der homosexuellen NS-Opfer gedenken", die unter dem Dach des LSVD arbeitet, tritt mit dem Aufruf „Ein Denkmal für die im Nationalsozialismus verfolgten Homosexuellen" an die Öffentlichkeit. Zahlreiche Prominente unterzeichnen den Aufruf.
05./06.05.2001
Die Gastrede auf dem LSVD-Verbandstag 2001 hält Michel Friedman, stellvertretender Vorsitzender des Zentralrates der Juden in Deutschland.
Der Bundestag beschließt, ein ausdrückliches Diskriminierungsverbot aufgrund der sexuellen Identität in das Betriebsverfassungsgesetz aufzunehmen. Die Regierungskoalition kommt damit Vorschlägen des LSVD sowie der Gewerkschaften nach.
Die CSD-Demonstrationen stehen ganz im Zeichen der Auseinandersetzung um das Lebenspartnerschaftsgesetz. Der LSVD protestiert unter dem Motto „Im Namen des Volkes: Traut Euch!" gegen die Verfassungsklagen von Bayern, Sachsen und Thüringen. Durch einen Eilantrag wollen sie verhindern, dass das Lebenspartnerschaftsgesetz am 1. August in Kraft tritt, scheitern aber beim Bundesverfassungsgericht. Dieses gibt am 18. Juli 2001 grünes Licht für die Lebenspartnerschaft.
Der LSVD Berlin-Brandenburg demonstriert mit einem Polternachmittag vor der bayerischen Landesvertretung in Berlin gegen die Weigerung der bayerischen Staatsregierung, das Lebenspartnerschaftsgesetz in Bayern pünktlich umzusetzen. Die LSVD-Landesverbände Baden-Württemberg, Bayern und Thüringen wehren sich mit vielfältigen Aktionen gegen die Schikanepolitik der dortigen Landesregierungen.
Das Lebenspartnerschaftsgesetz tritt in Kraft. Der LSVD gratuliert den ersten homosexuellen Paaren, die zum Standesamt gehen.
Die erste Eingetragene Lebenspartnerschaft im LSVD-Bundesvorstand: LSVD-Sprecherin Halina Bendkowski und Lydia Stryk geben sich in Berlin das Ja-Wort.
LSVD fresh wird auf dem Bund-Länder-Treffen des LSVD in Magdeburg als Jugendorganisation bundesweit aktiviert, nachdem frühere Versuche erfolglos geblieben waren. Der Bundesvorstand setzt Benjamin Rottmann als Jugendbeauftragten ein und gibt den Startschuss zur verstärkten Integration Jugendlicher in die Verbandsstrukturen.
Die Initiative „Der homosexuellen NS-Opfer gedenken" und der LSVD stellen unweit des Brandenburger Tores ein symbolisches Bauschild auf, das die Aufschrift trägt: „Hier baut die Bundesrepublik Deutschland ein Denkmal für die im Nationalsozialismus verfolgten Homosexuellen".
Im Bundesjustizministerium findet eine erste Anhörung mit Vertreterinnen und Vertretern der Wirtschaft, der Kirchen und der Verbände über die geplante Antidiskriminierungsgesetzgebung statt. LSVD-Sprecher Manfred Bruns vertritt den Schwulen- und Lesbenbereich.
23./24.02.2002
Der 14. LSVD-Verbandstag in Köln beschließt eine Aktualisierung des Grundsatzprogramms sowie unter dem Titel „Die Gleichstellung vorantreiben" Wahlprüfsteine zur Bundestagswahl 2002. Zudem wird ein Grundsatzbeschluss zur Transgenderpolitik gefasst.
Anhörung vor dem Bundesverfassungsgericht zur Verfassungsklage der Länder Bayern, Sachsen und Thüringen gegen die Eingetragene Lebenspartnerschaft. Das Bundesverfassungsgericht gibt auch dem LSVD offiziell Gelegenheit, in der Verhandlung Stellung zu nehmen - ein weiterer großer Schritt hin zur Normalität in unserem Land.
Das Bundesverfassungsgericht stellt fest, dass das Lebenspartnerschaftsgesetz mit dem Grundgesetz vereinbar ist, und bestätigt unsere Auffassung, dass der besondere Schutz der Ehe in Art. 6 Abs. 1 GG den Gesetzgeber nicht hindert, für die gleichgeschlechtliche Lebenspartnerschaft Rechte und Pflichten vorzusehen, die denen der Ehe gleich oder nahe kommen.
Start des bundesweiten LSVD-Projektes Regenbogenfamilien
Start der LSVD-Beratungshotline für Regenbogenfamilien
Übergabe von 15.000 Unterschriften an den parlamentarischen Staatssekretär im Bundesjustizministerium, Alfred Hartenbach, für ein umfassendes Antidiskriminierungsgesetz
Das Bundesarbeitsgericht entscheidet, dass die Regelungen über den Ortszuschlag für Ehegatten in Tarifverträgen auf Lebenspartner entsprechend anzuwenden sind. Das lässt sich ohne weiteres auf alle sonstigen Vergünstigungen für verheiratete Arbeitnehmer übertragen, so dass verpartnerte Arbeiter und Angestellte aufgrund dieses Urteils die Gleichstellung mit ihren verheirateten Kollegen verlangen können.
Start der LSVD Kampagne "Keine Hatesongs aus Jamaika in Deutschland"
Lobbyarbeit zum Lebenspartnerschaftsgesetz und Beginn der Kampagne "Gleiche Rechte für gleiche Pflichten. Nur das ist fair!"
Der LSVD, das Schwule Überfalltelefon „Maneo“ und verschiedene Einzelpersonen rufen die Solidaritäts-Aktion „Gay Solidarnosc“ ins Leben. Ziel der Aktion ist die Unterstütztung der schwul-lesbischen Bürgerrechtsbewegungen in Polen und in Osteueropa in ihrem Kampf um die Grundrechte von Lesben und Schwulen.
Der LSVD Saar eröffnet in Saarbrücken mit dem „Checkpoint“ das Informations-, Kommunikations- und Beratungszentrum für Lesben, Schwule, Bisexuelle und Freunde im Saarland.
Das Gesetz zur Überarbeitung des Lebenspartnerschaftsrechts tritt in Kraft. Dadurch werden u.a. die Unterschiede zwischen Lebenspartnerschaft und Ehe im Zivilrecht beseitigt, die Stiefkindadoption von leiblichen Kindern des Partners oder der Partnerin zugelassen und die Lebenspartner bei der gesetzlichen Hinterbliebenenrente mit Ehegatten gleichgestellt.
Start des Projekts "Homosexualität als Thema in Migrationsfamilien". Der LSVD bietet damit erstmals Aufklärung, Beratung und Selbsthilfe für Angehörige von Lesben und Schwulen mit Migrationshintergrund.
Der LSVD feiert sein 15jähriges Verbandsjubiläum
Start der Aktion 1:1 des LSVD und anderer Bündnisorganisationen, www.aktion-1zu1.de
Auftakt-Kolloquium für den Kunstwettbewerb "Gedenkort für die im Nationalsozialismus verfolgten Homosexuellen"
23./24.04.2005
LSVD Verbandstag in Köln fordert längst überfälliges Antidiskriminierungsgesetz in Deutschland.
LSVD Wahlprüfsteine zur Bundestagswahl 2005
Proteste des LSVD u. a. bewirken die Freilassung des schwulen Iraners André Aragoli aus hessischer Abschiebehaft
Der LSVD Sachsen-Anhalt und die Heinrich-Böll-Stiftung veranstalten die Tagung „Lesben und Schwule in der DDR“. Die Ergebnisse werden in einem Sammelband veröffentlicht.
Der LSVD und andere Bündnispartner fordern fordern CDU/CSU und SPD auf, ein umfassendes Antidiskriminierungsgesetz, die Gleichstellung Eingetragener Lebenspartnerschaften und die Anerkennung gleichgeschlechtlicher Familien im Koalitionsvertrag zu verankern. Es darf mit einer Großen Koaltion keinen Stillstand in der Lesben- und Schwulenpolitik geben.
22./23.10.2005
Tagung des LSVD Sachsen-Anhalt in Magdeburg zum Thema Lesben und Schwule in der DDR
Protest von LSVD und anderen Vereinen vor der polnischen Botschaft in Berlin gegen die zunehmende Einschränkung der Grundrechte von Lesben und Schwulen in Polen
24/25.03.2006
Der LSVD-Verbandstag in Köln beschließt Grundsatzpapiere zur Migrationspoltik und zur "schwulen Gesundheit". Gastrednerin ist Bundesministerin der Justiz Brigitte Zypries.
Gründung der Hirschfeld-Eddy-Stiftung, der Menschenrechtsstiftung des LSVD, im Rahmen der Veranstaltung "Kein Knast für Liebe" in Berlin
Das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz tritt in Kraft. Trotz heftiger Widerstände aus Wirtschaft und Politik werden Lesben und Schwule nicht nur im arbeitsrechtlichen, sondern auch im zivilrechtlichen Teil des Gesetzes berücksichtigt. Das ist ein schöner Erfolg unserer jahrelangen Lobbyarbeit.
Der Wirtschafts- und Sozialausschuss der UN (ECOSOC) nimmt den Antrag des LSVD auf Akkreditierung als Nichtregierungsorganisation mit offiziellem Beraterstatus mit 24 zu 16 Stimmen bei 10 Enthaltungen an. Eine unheilige Allianz bestehend aus Vatikan, afrikanischen und islamischen Staaten sowie Russland und China hatte sich bis zum Schluss gegen die Akkreditierung gewandt.
Anlässlich des 50. Jahrestages des „Homosexuellen-Urteils“ startet der LSVD die Kampagne „Aktion Grundgesetz: Lesben und Schwule in die Verfassung“. Ziel ist eine Ergänzung des Gleichheitsartikels um ein ausdrückliches Verbot der Diskriminierung wegen der sexuellen Identität.
Der LSVD gründet die Hirschfeld-Eddy-Stiftung für die Menschenrechte von Lesben, Schwulen, Bisexuellen und Transgender
Der LSVD initiiert die Kampagne "Keine halben Sachen!" zur steuerrechtlichen Gleichstellung von eingetragenen Lebenspartnerschaften
In Berlin wird das Denkmal für die im Nationalsozialismus verfolgten Homosexuellen der Öffentlichkeit übergeben. Für den LSVD spricht auf der Veranstaltung Bundesvorstand Günter Dworek. Er erinnert an die Verfolgung im Nationalsozialismus wie in der Nachkriegszeit und betont die Bedeutung des Gedenkorts für die Gegenwart.
Die Hirschfeld-Eddy-Stiftung veröffentlicht die deutsche Ausgabe der Yogyakarta-Prinzipien mit Unterstützung des Auswärtigen Amtes. Die „Yogyakarta-Prinzipien zur Anwendung der Menschenrechte in Bezug auf die sexuelle Orientierung und geschlechtliche Identität“ waren 2006 von namhaften internationalen Menschenrechtsexpertinnen und -experten entwickelt worden.
04/05.10.2008
Die Hirschfeld-Eddy-Stiftung führt in Kiew/Ukraine zusammen mit dem ukrainischen Lesben- und Schwulenverband „Nash Mir“ die Menschenrechtskonferenz „Lesbian and Gay Rights are Human Rights“ durch.
Gründung des LSVD-Landesverbandes der Lesben und Schwulen in Mecklenburg-Vorpommern „Gaymeinsam“ e.V. Er versteht sich als Dachverband der lesbisch-schwulen Vereine, Gruppen und Initiativen in Mecklenburg-Vorpommern und als gemeinsames Sprachrohr gegenüber Politik und Verwaltung.
Erfolg der Aktion „Keine halben Sachen!“: Das Gesetz zur Erbschaftsteuerreform tritt in Kraft und bringt eingetragenen Lebenspartnerschaften gleiche Freibeträge.
L-Day in Berlin: Der LSVD feiert 10 Jahre „elles“ im LSVD.
Zum 60. Jahrestag des Grundgesetzes intensiviert der LSVD die 3+ Kampagne für eine Ergänzung des Diskriminierungsverbotes in der Verfassung u.a. durch eine Kundgebung vor dem Brandenburger Tor.
Der LSVD Bayern feiert das 10jährige Bestehen des Landesverbandes mit einer großen Gala in Würzburg.
Das Bundesverfassungsgericht trifft eine Grundsatzentscheidung zu Ehe, Familie und Lebenspartnerschaft und verhilft der Gleichstellung zum Durchbruch.
Der LSVD nimmt in einer großen Trauerfeier Abschied von Jacques Teyssier. Der langjährige Bundesschatzmeister und Ehrenvorsitzende erlag mit nur 53 Jahren einem Krebsleiden.
Die Hirschfeld-Eddy-Stiftung ruft zur Unterstützung von Sexual Minorities Uganda auf: Im ostafrikanischen Staat Uganda droht eine Verschärfung des homophoben Strafrechts.
Mit einem großen Festakt und über 500 Gästen feiert der LSVD in der Landesvertretung von Baden-Württemberg in Berlin seinen 20. Geburtstag. Die Geschichte des LSVD wird auf der Webseite chronik.lsvd.de präsentiert.
Der LSVD-Verbandstag verabschiedet das neue Programm „Gleiche Rechte, Vielfalt und Respekt“.
Der LSVD veröffentlicht die Studie „Doppelt diskriminiert oder gut integriert? Lebenssituation von Lesben und Schwulen mit Migrationshintergrund“.
Der LSVD Hamburg ruft am Internationalen Tag gegen Homophobie zum ersten Rainbowflashmob in Deutschland auf. 700 Menschen setzen auf dem Rathausmarkt ein Zeichen für Menschenrechte und gegen Homophobie.
04/05.06.2010
Die zweite internationale Menschenrechtskonferenz der Hirschfeld-Eddy-Stiftung findet in Zusammenarbeit mit dem lettischen Lesben- und Schwulenverband „Mozaika“ in Riga/Lettland statt.
22.-27.11.2010
Auf Anregung des LSVD werden 13 LGBT-Aktivistinnen und Aktivisten aus Afrika vom Menschenrechtsbeauftragten der Bundesregierung zu einer Informationsreise nach Deutschland eingeladen. Die Hirschfeld-Eddy-Stiftung wirbt für die Unterstützung von LGBT-Projekten in Afrika.

References: §175
 § 175
 § 218
 § 175
 § 175
 § 175
 Art. 6