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Timestamp: 2017-11-20 02:29:59+00:00

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BMI - Presse - Anhaltend hoher Asyl-Zugang im Oktober 2015
Anhaltend hoher Asyl-Zugang im Oktober 2015
Pressemitteilung · 05.11.2015
Im Oktober 2015 wurden beim Bundesamt für Migration und Flüchtlinge insgesamt 54.877 Asylanträge gestellt.
Dies bedeutet einen Anstieg von 157,9 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat Oktober 2014.
Entschieden hat das Bundesamt im Oktober 2015 über die Anträge von 31.580 Personen. Dies bedeutet einen Anstieg von 142,6 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat Oktober 2014 (13.015 Entscheidungen). 15.834 Personen erhielten die Rechtsstellung eines Flüchtlings nach der Genfer Flüchtlingskonvention (50,1 Prozent aller Asylentscheidungen).
Zudem erhielten 181 Personen (0,6 Prozent) subsidiären Schutz im Sinne der EU-Richtlinie 2011/95/EU. Bei 187 Personen (0,6 Prozent) wurden Abschiebungsverbote nach § 60 Absatz 5 oder Absatz 7 Satz 1 des Aufenthaltsgesetzes festgestellt.
Die Zahl der tatsächlichen Einreisen von Asylsuchenden nach Deutschland lag auch im Oktober 2015 deutlich höher, da die formale Asylantragstellung teilweise erst zeitlich verzögert möglich ist. So sind im EASY-System im Monat Oktober 2015 bundesweit etwa 181.000 Zugänge von Asylsuchenden registriert worden. Von Januar bis Oktober 2015 waren es insgesamt ca. 758.000. Das EASY-System ist eine IT-Anwendung zur Erstverteilung der Asylbegehrenden auf die Bundesländer. Bei den EASY-Zahlen sind Fehl- und Doppelerfassungen nicht ausgeschlossen.
Beim Bundesamt für Migration und Flüchtlinge haben 54.877 Personen im Oktober 2015 einen förmlichen Asylantrag gestellt, davon 52.730 als Erstanträge und 2.147 als Folgeanträge. Damit ist die Zahl der Asylbewerber gegenüber dem Vorjahresmonat um 33.598 Personen (+157,9 Prozent) und gegenüber dem Vormonat um 11.806 Personen (+27,4 Prozent) jeweils gestiegen.
Insgesamt 8.584 Anträge wurden von Staatsangehörigen der sechs Westbalkanstaaten Albanien, Bosnien-Herzegowina, Kosovo, Mazedonien, Montenegro und Serbien gestellt; das sind 15,6 Prozent aller in Deutschland gestellten Asylanträge.
Hauptherkunftsländer im Oktober 2015:
1. Syrien 10.440 16.838 28.462
2. Albanien 8.306 6.741 4.680
3. Irak 1.801 2.544 4.135
4. Afghanistan 2.304 2.751 3.794
5. Serbien 2.479 1.982 1.423
6. Eritrea 983 1.122 1.211
7. Ungeklärt 857 730 1.183
8. Mazedonien 1.470 1.381 1.039
9. Pakistan 625 1.078 1.010
10. Kosovo 781 796 753
Die Erst- und Folgeanträge bei den Hauptherkunftsländern im Oktober 2015:
Gesamt 54.877 52.730 2.147
Syrien 28.462 28.214 248
Albanien 4.680 4.549 131
Irak 4.135 4.047 88
Afghanistan 3.794 3.770 24
Serbien 1.423 861 562
Eritrea 1.211 1.201 10
Ungeklärt 1.183 1.164 19
Mazedonien 1.039 703 336
Pakistan 1.010 1.000 10
Kosovo 753 619 134
Die Zahl der Asylerstanträge im Oktober 2015 (52.730) stieg damit gegenüber dem Vorjahresmonat (18.415) um 186,3 Prozent und gegenüber dem Vormonat (40.487) um 30,2 Prozent an. Hauptherkunftsländer waren Syrien, Albanien und Irak.
Die Zahl der Asylfolgeanträge im Oktober 2015 (2.147) sank im Vergleich zum Vorjahresmonat (2.864) um - 25,0 Prozent und gegenüber dem Vormonat (2.584) um -16,9 Prozent. Hauptherkunftsländer waren Serbien, Mazedonien und Syrien.
Im Oktober 2015 hat das Bundesamt über die Anträge von 31.580 Personen (Vorjahresmonat: 13.015, Vormonat: 22.983) entschieden. 15.834 Personen (50,1 Prozent) wurde die Rechtsstellung eines Flüchtlings nach dem Abkommen über die Rechtsstellung der Flüchtlinge vom 28. Oktober 1951 (Genfer Flüchtlingskonvention) zuerkannt. Darunter waren 106 Personen (0,3 Prozent), die als Asylberechtigte nach Art. 16a des Grundgesetzes anerkannt wurden, sowie 15.728 Personen (49,8 Prozent), die Flüchtlingsschutz nach § 3 des Asylverfahrensgesetzes i. V. m. § 60 Absatz 1 des Aufenthaltsgesetzes erhielten.
Im Oktober 2015 erhielten 181 Personen (0,6 Prozent) nach § 4 des Asylverfahrensgesetzes subsidiären Schutz im Sinne der Richtlinie 2011/95/EU.
Darüber hinaus hat das Bundesamt im Oktober 2015 bei 187 Personen (0,6 Prozent) Abschiebungsverbote nach § 60 Absatz 5 oder Absatz 7 Satz 1 des Aufenthaltsgesetzes festgestellt.
Die Hauptherkunftsländer von Januar bis Oktober 2015 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum:
Jan.-Okt. 2014
1. Syrien 30.059 103.708
2. Albanien 6.271 49.692
3. Kosovo 5.353 35.583
4. Serbien 20.109 24.486
5. Irak 7.521 21.303
6. Afghanistan 7.913 20.830
7. Mazedonien 7.227 12.704
8. Eritrea 11.155 8.806
9. Bosnien-Herzegowina 6.744 6.637
10. Pakistan 3.531 6.337
Verteilung der Erst- und Folgeanträge bei den Hauptherkunftsländern von Januar bis Oktober 2015:
Gesamt 362.153 331.226 30.927
Syrien 103.708 100.248 3.460
Albanien 49.692 48.865 827
Kosovo 35.583 32.163 3.420
Serbien 24.486 15.346 9.140
Irak 21.303 19.900 1.403
Afghanistan 20.830 20.434 396
Mazedonien 12.704 8.050 4.654
Eritrea 8.806 8.715 91
Bosnien-Herzegowina 6.637 4.153 2.484
Pakistan 6.337 6.102 235
Die Zahl der Asylerstanträge im bisherigen Jahr 2015 (331.226) stieg damit gegenüber dem Vorjahreszeitraum (135.634) um 144,2 Prozent. Hauptherkunftsländer waren Syrien, Albanien und Kosovo.
Die Zahl der Asylfolgeanträge im bisherigen Jahr 2015 (30.927) stieg im Vergleich zum Vorjahreszeitraum (22.446) um 37,8 Prozent. Hauptherkunftsländer waren Serbien, Mazedonien und Syrien.
Von Januar bis Oktober 2015 hat das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge 205.265 Entscheidungen getroffen, mehr als doppelt so viele wie im gleichen Zeitraum des Vorjahres (99.546). Insgesamt 81.547 Personen (39,7 Prozent) wurde die Rechtsstellung eines Flüchtlings nach dem Abkommen über die Rechtsstellung der Flüchtlinge vom 28. Oktober 1951 (Genfer Flüchtlingskonvention) zuerkannt. Darunter waren 1.682 Personen (0,8 Prozent), die als Asylberechtigte nach Art. 16a des Grundgesetzes anerkannt wurden, sowie 79.865 Personen (38,9 Prozent), die Flüchtlingsschutz nach § 3 des Asylverfahrensgesetzes i. V. m. § 60 Abs. 1 des Aufenthaltsgesetzes erhielten.
Weitere 1.366 Personen (0,7 Prozent) erhielten subsidiären Schutz nach § 4 des Asylverfahrensgesetzes im Sinne der Richtlinie 2011/95/EU. Darüber hinaus hat das Bundesamt von Januar bis Oktober 2015 bei 1.590 Personen (0,8 Prozent) Abschiebungsverbote gemäß § 60 Abs. 5 und 7 Satz 1 des Aufenthaltsgesetzes festgestellt.
Ende Oktober 2015 lag die Zahl der noch nicht entschiedenen Anträge bei 328.207, davon 301.092 als Erstanträge und 27.115 als Folgeanträge (Vormonat: 300.531 anhängige Verfahren, davon 273.719 Erst- und 26.812 Folgeanträge; zum 30. Oktober 2014 waren 154.074 Verfahren anhängig, davon 137.562 Erst- und 16.512 Folgeanträge).
Im Monat Oktober 2015 wurden im EASY-System 181.166 Zugänge von Asylsuchenden registriert.
Oktober 2015 Insgesamt 181.166
1 Syrien 88.640
2 Afghanistan 31.051
3 Irak 21.875
4 Pakistan 5.095
Januar bis Oktober 2015 Insgesamt 758.473
1 Syrien 286.483
2 Afghanistan 82.694
3 Irak 68.665
4 Albanien 68.314
5 Kosovo 32.603

References: § 60
 Art. 16
 § 3
 § 60
 § 4
 § 60
 Art. 16
 § 3
 § 60
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