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Timestamp: 2016-09-28 13:39:24+00:00

Document:
Verordnung zur Überwachung und Kontrolle des Wildhandels (Wildhandelsüberwachungsverordnung - WildÜV)
Verordnung zur Überwachung und Kontrolle des Wildhandels (Wildhandelsüberwachungsverordnung - WildÜV)vom 25. März 1996(GVBl.II/96, [Nr. 20], S.250)
Auf Grund des § 55 des Gesetzes über den Schutz, die
Hege und Bejagung wildlebender Tiere im Land Brandenburg vom 3. März 1992
(GVBl. I S. 58) verordnet der Minister für Ernährung, Landwirtschaft
und Forsten nach Anhörung des Ausschusses für Ernährung,
Landwirtschaft und Forsten des Landtages: § 1 Diese Verordnung gilt für alle
Jagdausübungsberechtigten, Wildhändler sowie für Betriebe und
Gaststätten, die Schalenwild (im folgenden Wild genannt) ankaufen,
verkaufen bzw. be- oder verarbeiten. § 2 (1) Jedes erlegte, zum menschlichen Verzehr vorgesehene
Stück Wild ist sofort nach der Erlegung noch im Jagdbezirk mit einer
Wildmarke zu kennzeichnen. Die Wildmarkennummer ist in den Wildursprungsschein
(Anlage 1) einzutragen. Dieser ist unverzüglich auszufüllen. Zur
Verwertung vorgesehenes Unfallwild ist wie erlegtes Wild zu behandeln. (2) Die Anbringung der Wildmarke erfolgt im Wildbret der
Brust- bzw. Bauchwand. (3) Für das Anbringen der Wildmarke sowie das
ordnungsgemäße Ausfüllen des Wildursprungsscheines ist der
Jagdausübungsberechtigte verantwortlich. Er kann diese Pflicht auf andere
Personen übertragen. Dies entbindet ihn nicht von seiner Verantwortung. § 3 (1) Die notwendige Anzahl Wildursprungsscheine sowie
Wildmarken werden den Jagdausübungsberechtigten durch die zuständige
untere Jagdbehörde spätestens mit dem für das jeweilige Jagdjahr
bestätigten bzw. festgesetzten Abschußplan übergeben. (2) Die unteren Jagdbehörden erhalten die
Wildursprungsscheine und Wildmarken bis zum 28. Februar des Jahres in der mit
der obersten Jagdbehörde abgestimmten Anzahl geliefert. (3) Die oberste Jagdbehörde regelt durch
Verwaltungsvorschrift Näheres zur Bestellung und Verteilung der
Wildursprungsscheine und Wildmarken. § 4 Im jeweiligen Jagdjahr nicht benötigte Wildmarken sind
bis 30. April des folgenden Jahres bei der unteren Jagdbehörde zu melden.
Unbrauchbare Marken sind nummernmäßig zu erfassen und der unteren
Jagdbehörde innerhalb von vier Wochen nach Feststellung mitzuteilen. § 5 (1) Der Wildursprungsschein wird im Durchschreibverfahren
(3-fach) ausgefertigt. Das Original (weißes Blatt) verbleibt beim
Jagdausübungsberechtigten, die beiden Durchschriften (grün und gelb)
werden mit dem Wild an den Abnehmer übergeben. (2) Wird das Wild an einen gewerbsmäßigen
Händler übergeben, verbleibt die erste Durchschrift (grünes
Blatt) bei dessen Unterlagen. Die zweite Durchschrift (gelbes Blatt) wird mit
dem Wild weitergegeben. (3) Wird Wild zerlegt und an verschiedene Abnehmer geliefert,
bleiben die jeweiligen Durchschriften beim zerlegenden Betrieb bzw.
Jagdausübungsberechtigten. § 6 Die Wildmarke muß über die Enthäutung hinaus
bis zur Zerlegung am Wildkörper bleiben. § 7 Das Original des Wildursprungsscheines ist vom
Jagdausübungsberechtigten bis zum Ende des folgenden Jagdjahres
aufzubewahren. Gleiches gilt für alle gewerblichen An- und Verkäufer
sowie die gewerblichen Be- und Verarbeiter. Aufbewahrungsfristen nach anderen
Rechtsvorschriften bleiben unberührt. § 8 (1) Wer Wild gewerbsmäßig an- oder weiterverkauft,
muß ein Wildhandelsbuch führen. In diesem sind Eingangsdatum,
Wildmarkennummer, Wildart, Geschlecht, Gewicht und Herkunft sowie eventuelle
Besonderheiten zu vermerken (Anlage 2). (2) Das Wildhandelsbuch ist fünf Jahre nach
Abschluß aufzubewahren. § 9 (1) Die Überwachung des Wildhandels, insbesondere die
Kontrolle der Dokumente (Wildursprungsscheine, Wildmarken und
Wildhandelsbücher), obliegt den zuständigen unteren
Jagdbehörden. (2) Die oberste Jagdbehörde kann Kontrollen anweisen oder
in Ausnahmefällen selbst durchführen. (3) Veterinär- und lebensmittelrechtliche Vorschriften
bleiben unberührt. § 10 Die mit dem Wildursprungsschein erhobenen Daten können
automatisiert erfaßt und gespeichert werden. Sie dürfen nur im Sinne
dieser Verordnung sowie der Verordnung über die Erhebung jagdstatistischer
Daten vom 1. April 1994 (GVBl. II S. 322) verwendet werden. § 11 Diese Verordnung tritt am Tage nach der Verkündung in
Kraft. Potsdam, den 25. März 1996 Der Minister für Ernährung, Landwirtschaft und
Edwin Zimmermann Anm.: Die Anlagen wurden nicht aufgenommen. nach oben

References: § 55
 § 1
 § 2
 § 3
 § 4
 § 5
 § 6
 § 7
 § 8
 § 9
 § 10
 § 11