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Timestamp: 2018-05-27 15:17:54+00:00

Document:
Auftragsvergabe durch den Gemeinsamen Bundesausschuss (GBA) an das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWIG)
Wie bereits berichtetet, hat das neu geschaffene Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWIG) seine Arbeit aufgenommen (Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen, Dillenburger Str. 27, D-51105 Köln, Tel.: +49 (0)221-35685-0, www.IQWIG.de).
In seinen Sitzungen vom 16.11.2004 und 21.12.2004 hat der Gemeinsame Bundesausschuss in der Besetzung nach § 91 Abs. 2 SGB V auf der Grundlage von § 139 b Abs. 1 Satz 1 in Verbindung mit § 139 a Abs. 3 SGB V einen "Generalauftrag" sowie weitere Aufträge zur Bearbeitung an das IQWIG vergeben.
Der "Generalauftrag" soll das IQWIG in die Lage versetzen fachlich unabhängige und wissenschaftlich fundierte Bewertungen und Empfehlungen zu den in § 139 a SGB V genannten Aufgabenfeldern zu erarbeiten.
Darüber hinaus wurden vom Ausschuss folgende Einzelaufträge an das IQWIG vergeben:
1. Aufbereitung der Literatur in Form eines Evidenzberichtes zu Mindestmengen bezüglich planbarer Krankenhausleistungen, bei denen die Qualität des Behandlungsergebnisses im besonderen Maße von der Menge der erbrachten Leistungen abhängig ist (§ 137 Satz 3 SGB V). Festlegung von Schwellenwerten bei Mindestmengen und Erstellung eines Prognosemodells zur Ermittlung der Auswirkungen dieser Schwellenwerte auf die Versorgung.
2. Erarbeitung eines methodischen Konzeptes für die dem GBA nach § 91 Abs. 3 SGB V übertragene Aufgabe "Evidenzbasierte Patienteninformationen" zu Diagnostik und Therapie von Krankheiten mit erheblicher epidemiologischer Bedeutung einschließlich der Konkretisierung von Anforderungen an Patienteninformationen und deren Ausgestaltung nach § 139a Abs. 3 Nr. 6 SGB V.
3. Sektoren übergreifende wissenschaftliche Bewertung des therapeutischen Nutzens von Clopidogrel versus Acetylsalicylsäure.
4. Wissenschaftliche Bewertung des aktuellen medizinischen Wissenstandes zu den verschiedenen nicht medikamentösen, lokalen Behandlungsmethoden der benignen Prostata-Hyperplasie (BPH) (z.B. VLAP, ILC, LITT, Hyperthermie, NE-TUMT, HE-TUMT, TUNA, HIFU, TULIP).
5. Wissenschaftliche Bewertung des aktuellen medizinischen Wissenstandes zur Interstitiellen Brachytherapie bei lokal begrenztem Prostatakarzinom.
6. Wissenschaftliche Bewertung des aktuellen medizinischen Wissenstandes zur Vakuum-Versiegelungstherapie von Wunden.
7. Wissenschaftliche Bewertung des aktuellen medizinischen Wissenstandes zur Balneo-Photo-Therapie.
Einzelne Aufträge werden vor Weiterleitung an das Institut noch durch die zuständigen Unterausschüsse inhaltlich präzisiert. Das Institut leitet die Arbeitsergebnisse der Aufträge dem Gemeinsamen Bundesausschuss als Empfehlungen zu. Der Gemeinsame Bundesausschuss hat die Empfehlungen im Rahmen seiner Aufgabenstellungen zu berücksichtigen.
Insbesondere die Empfehlungen des Instituts zu den Mindestmengen werden für die Krankenhäuser von direkter Relevanz sein. Aber auch die Arbeitsergebnisse zu Clopidogrel, den Behandlungsmethoden der BPH, der Vakuum-Versiegelungstherapie und der Interstitiellen Brachytherapie beim Prostatakarzinom, die vornehmlich für die vertragsärztliche Beschlusskammer nach § 91 Abs. 5 SGB V erarbeitet werden, könnten im Weiteren auf den Krankenhaussektor Auswirkungen haben. Wir bitten Sie die Ihnen angeschlossenen Krankenhäuser über die anstehenden Beratungsthemen zu unterrichten.

References: § 91
 § 139
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 § 91
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