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Timestamp: 2019-06-20 17:29:20+00:00

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Abgasskandal & VW-Skandal: Alles auf einen Blick | KLUGO
Wie im VW-Skandal Abgaswerte geschönt wurden
Betroffene Fahrzeuge – EA189-Motor und andere
Die Folgen des VW-Skandals
Rechte im VW-Skandal
Rechtsschutzversicherung und kostenlose Erstberatung
Der VW-Skandal beschäftigt Besitzer von Dieselfahrzeugen mit EA189-Motor seit September 2015, Millionen Autos sind betroffen. Alle wichtigen Fakten zum VW-Skandal, den betroffenen Fahrzeugen und den Ansprüchen der Dieselbesitzer zusammengefasst.
Im September 2015 kam durch eine Veröffentlichung der US-Umweltbehörde ans Licht, was den VW-Skandal weltweit ins Rollen brachte: Um Abgasnormen einzuhalten und Autos gleichzeitig möglichst günstig herzustellen, sollen sich die großen Autokonzerne illegal abgesprochen und Abgaswerte manipuliert haben.
Volkswagen, Audi, Porsche, BMW und Daimler stehen unter Verdacht, bereits seit den 1990er-Jahren Marktstrategien zu vereinbaren und so kartellrechtswidrig zu handeln. Im September 2015 gab der Volkswagen-Konzern schließlich zu, illegale Abschalteinrichtungen zur Abgasmanipulation zu nutzen. Eine Software in der Motorsteuerung von Dieselfahrzeugen erkennt Abgas-Prüfsituationen und schaltet automatisch in einen schadstoffärmeren Modus. Im normalen Fahrbetrieb sind die Stickoxid-Emissionen so wesentlich höher als unter Laborbedingungen. Solche Abschalteinrichtungen, die auch andere Hersteller wie Audi oder SEAT vor allem bei Fahrzeugen mit EA189-Motoren installiert haben sollen, sind seit 2013 durch eine EU-Verordnung verboten.
Die Konzerne sollen sich außerdem geeinigt haben, kleinere und günstigere AdBlue-Tanks in Dieselfahrzeugen zu verbauen. Die Harnstofflösung AdBlue spaltet Stickoxide in Wasser und Stickstoff und reduziert so Stickoxid-Emissionen – die in den kleineren Tanks enthaltene AdBlue-Menge reicht jedoch nicht für eine ausreichende Abgasreinigung. Im November 2015 räumte VW ein, auch Testabläufe und Fahrzeuge manipuliert zu haben, um CO²-Ausstoß und Spritverbrauch zu schönen.
Mindestens 2,4 Millionen VW-Dieselfahrzeuge sind in Deutschland in den VW-Skandal involviert, weltweit sogar elf Millionen. In Europa geht man von 5000 vorzeitigen Todesfällen durch die erhöhten Emissionswerte aus.
Vom Abgasskandal betroffene Autos sind insbesondere Autos, die Fahrzeuge, die mit einem EA189-Motor ausgestattet sind und Baujahr nach 2008 vorweisen – das sind Modelle des Herstellers Volkswagen und dessen Tochtergesellschaften SEAT, Skoda, Porsche und Audi. Auch einige Mercedes-Modelle des Herstellers Daimler und VW-Fahrzeuge mit einem größeren EA897-Motor sind betroffen. In einigen Benzinfahrzeugen soll VW ebenfalls Abschalteinrichtungen installiert haben.
Der anfängliche VW-Skandal betrifft neben Töchterunternehmen auch andere Fahrzeughersteller:
Der VW-Skandal hat erhebliche Folgen – für Automobilhersteller, Händler und besonders für Millionen Besitzer betroffener Dieselfahrzeuge. Wer im VW-Skandal die Verantwortung trägt, wird in Deutschland, Europa und in den USA noch ermittelt, es gibt jedoch bereits personelle Umbrüche, Gewinneinbußen, abstürzende Aktienkurse und Bußgeldzahlungen von VW in Milliardenhöhe. Die Automobilkonzerne, allen voran VW, stehen außerdem vor einer gigantischen Klagewelle.
Vertrauen in VW sinkt – Infografik
Aber auch für die Besitzer der betroffenen Dieselfahrzeuge bleibt der VW-Skandal nicht ohne Folgen: In einer bundesweiten Rückrufaktion wurden seit Januar 2016 Dieselbesitzer schrittweise aufgefordert, ihr Fahrzeuge in einer Werkstatt nachrüsten zu lassen.
Nach Angaben von VW reicht für Autos mit einem EA189-Motor und 1,2- oder 2,0-Liter-Hubraum ein VW-Software-Update, um die Abgasmanipulation rückgängig zu machen. Bei einigen Modellen scheint sich das Update jedoch negativ auf Spritverbrauch und Fahrleistung auszuwirken, auch der Nutzen ist umstritten. Im Frühjahr 2018 wurde bekannt, dass bei einigen Dieselfahrzeugen auch Motortechnik nachgerüstet werden muss: Um Fehlermeldungen im Zuge des Software-Updates zu vermeiden, werden bei einigen Fahrzeugen Hardware-Elemente ausgetauscht.
Laut Bundesverkehrsministerium ist der Rückruf verbindlich – Dieselfahrzeug-Besitzern, die nach Ablauf der 18-monatigen Frist noch keine Nachrüstung vorgenommen haben, droht eine Stilllegung ihres Fahrzeuges.
Dieselfahrzeuge erwartet in abgasbelasteten deutschen Städten außerdem ein Diesel-Fahrverbot: Seit Juni 2018 gilt bereits ein Fahrverbot für Dieselfahrzeuge ohne Abgasnorm Euro 6 in einigen Straßenabschnitten Hamburgs, ab April 2019 tritt ein Fahrverbot für Dieselfahrzeuge der Abgasnorm Euro 4 und schlechter außerdem im gesamten Stadtgebiet Stuttgarts in Kraft. Andere Städte mit hohen Abgaswerten, wie beispielsweise Leipzig, könnten bald nachziehen.
Während sich Autobesitzer in den USA entscheiden können, ob ihr Wagen nachgerüstet oder vom Konzern zurückgekauft werden soll, haben deutsche Dieselfahrzeug-Besitzer diese Entscheidungsfreiheit leider nicht. Geht es nach Volkswagen, haben die Konzerne mit den Software-Updates genug geleistet.
Auch wenn die Rechtsprechung im VW-Skandal an vielen Stellen noch nicht endgültig geklärt ist, haben Verbraucher gleich mehrere Möglichkeiten, ihre Rechte und Ansprüche geltend zu machen. Diese reichen von der Rückabwicklung des Autokredites über den Rücktritt vom Kaufvertrag bis hin zur Klage auf Schadensersatz.
Schnell handeln sollten jetzt vor allem Betroffene, die Ansprüche gegen Hersteller oder Händler geltend machen wollen. Die allgemeine Verjährungsfrist nach § 195 BGB beginnt gemäß § 199 BGB drei Jahre nach Bekanntwerden der Manipulationsvorwürfe und endet somit zum 31. Dezember 2018.
Welche Schritte im individuellen Fall sinnvoll sind, hängt auch davon ab, ob der Autobesitzer seinen Diesel behalten oder loswerden will. Vor Gericht gilt die Durchführung des Software-Updates bei Fahrzeugen mit EA189-Motor mittlerweile nicht mehr als ausreichender Schadensersatz – trotz Updates können Betroffene demnach zusätzlich auf Schadensersatz klagen.
Nach dem „Sachmängelhaftungsrecht“ gemäß § 434 BGB haben betroffene Dieselfahrzeug-Besitzer Ansprüche im Abgasskandal gegen den Autoverkäufer.
Mögliche Ansprüche gegen den Autoverkäufer:
Nacherfüllung oder Nachlieferung
Rücktritt vom Kaufvertrag infolge der Wertminderung
Grundsätzlich haben Verbraucher noch weitere Möglichkeiten den Rechtsweg zu beschreiten. Unsere Anwälte helfen Ihnen sofort zu Ihrem Recht zu kommen. Nutzen Sie unsere kostenlose Erstberatung und erhalten Sie unmittelbar Rechtsklarheit.
Weitere mögliche Rechtswege:
Anfechtung des Kaufvertrages wegen „arglistiger Täuschung“ § 123 BGB
Klage gegen VW, Töchterunternehmen und Co. auf Schadensersatz („Diesel – Schadensersatz“) wegen „sittenwidriger vorsätzlicher Schädigung“ nach § 826 BGB
Klage gegen VW, Töchterunternehmen & Co. auf Schadensersatz im Dieselskandal nach dem Deliktsrecht gemäß § 823 BGB und § 826 BGB
Rücktritt vom Autokredit durch den Widerrufsjoker im Abgasskandal gemäß § 312 BGB und § 355 BGB
Diesel-Musterfeststellungsklage
Unsere Anwälte beraten Sie kostenlos und können sofort prüfen, welcher Rechtsweg für Ihren individuellen Fall passend ist.
§ 434, Abs.1 BGB
Nach § 434, Abs. 1 BGB ist eine Sache frei von Sachmängeln, wenn sie bei Gefahrübergang, also im Falle eines Dieselfahrzeug-Kaufes bei Übergabe des Fahrzeuges, die vereinbarte Beschaffenheit hat.
Soweit die Beschaffenheit nicht vereinbart ist, ist eine Sache frei von Sachmängeln, wenn sie sich erstens für die nach dem Vertrag vorausgesetzte Verwendung eignet oder sie sich zweitens für die gewöhnliche Verwendung eignet und eine Beschaffenheit aufweist, die bei Sachen der gleichen Art üblich ist und die der Käufer nach der Art der Sache erwarten kann.
Entscheiden sich Betroffene im VW-Skandal für rechtliche Schritte gegen Hersteller oder Händler, erwartet sie ein Rechtsstreit mit großen, weltweit agierenden Autokonzernen – das kann schnell teuer werden. Beim Nachweis des Schadens sind die Betroffenen zudem in der ungünstigeren Position, da sie, anders als der Konzern, nicht über alle Informationen verfügen. Trotzdem gibt es gute Aussichten auf Erfolg, besonders für Besitzer von Dieselfahrzeugen mit EA189-Motoren. Wer eine Rechtsschutzversicherung hat, ist hier klar im Vorteil – die Kosten für Anwalt und Verfahren werden übernommen, für den Verbraucher entsteht kein Risiko.
Betroffene Besitzer von Dieselfahrzeugen sollten ihre rechtlichen Möglichkeiten gründlich prüfen und – wenn nötig – Klage einreichen, auch noch nach dem Software-Update. Andernfalls tragen sie mögliche Kosten und Risiken für alle weiteren Probleme, die im Zuge des VW-Skandals noch auftreten können.
Wir prüfen, ob Ihr Auto betroffen ist:
Sammeln Sie alle Unterlagen zu Ihrem Fahrzeug, also Kaufverträge, Kreditverträge, Rückrufschreiben von VW und Ähnliches.
Bei KLUGO erhalten Sie sofort Kontakt zum passenden Rechtsanwalt, der in der kostenlosen Erstberatung Antworten auf Ihre Fragen gibt.
Unser Anwalt reicht die Klage gegen VW, die Töchterunternehmen oder andere Hersteller oder Ihren Autohändler ein.
Haben Sie Fragen zum Thema VW-Skandal und Ihren Rechten? Unsere Rechtsanwälte helfen Ihnen mit einer kostenlosen Erstberatung gerne weiter und stehen Ihnen mit juristischem Rat zur Seite. Damit wir uns schnell um Ihr Anliegen im Dieselskandal kümmern können, teilen Sie uns bei Ihrer Anfrage über unser Erstberatungs-Kontaktformular bitte Folgendes mit:

References: § 195
 § 199
 § 434
 § 123
 § 826
 § 823
 § 826
 § 312
 § 355

§ 434
 § 434