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Timestamp: 2016-10-28 17:54:35+00:00

Document:
8C_578/2014 (17.10.2014)
8C_578/2014 { T 0/2 } � � Urteil vom 17. Oktober 2014
Der 1957 geborene, iranische Staatsangeh�rige A.________ meldete sich im August 2012 bei der Invalidenversicherung zum Leistungsbezug an. Die IV-Stelle des Kantons Thurgau zog unter anderem den (nicht datierten) Bericht des behandelnden Psychiaters, Dr. med. B.________, bei und holte das psychiatrische Gutachten des Dr. med. C.________ vom 23. Oktober 2013 ein, welchem die neuropsychologische Beurteilung des Dr. phil. D.________, Diplompsychologe, vom 11. Oktober 2013 beilag. Mit Verf�gung vom 22. Januar 2014 lehnte die IV-Stelle einen Anspruch auf berufliche Massnahmen und Invalidenrente ab, da kein invalidisierender Gesundheitsschaden vorliege.
A.________ l�sst Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten f�hren mit dem Rechtsbegehren, der angefochtene Entscheid sei aufzuheben, und es sei die Sache zu erg�nzenden Abkl�rungen an die IV-Stelle zur�ckzuweisen. Die neuropsychologische Abkl�rung des Dr. phil. D.________ und das psychiatrische Gutachten des Dr. med. C.________ seien aus dem Recht zu weisen, und es sei eine neue neuropsychologische Begutachtung unter Beizug eines �bersetzers Farsi-Deutsch mit anschliessender psychiatrischer Begutachtung durch einen anderen Facharzt durchzuf�hren. Der Gutachter habe sich insbesondere dazu zu �ussern, ob eine station�re oder ambulante psychiatrische Abkl�rung und Rehabilitation in einer Tagesklinik durchzuf�hren sei und ob Integrationsmassnahmen angebracht seien. Zudem wird um Gew�hrung der unentgeltlichen Rechtspflege ersucht.
Die vorinstanzlichen Akten wurden beigezogen. Ein Schriftenwechsel wurde nicht durchgef�hrt.
2.1.�Die Beschwerdeschrift hat u.a. ein Rechtsbegehren zu enthalten (Art. 42 Abs. 1 BGG). Da die Beschwerde an das Bundesgericht ein reformatorisches Rechtsmittel ist (Art. 107 Abs. 2 BGG), darf sich der Beschwerdef�hrer grunds�tzlich nicht darauf beschr�nken, die Aufhebung bzw. R�ckweisung des angefochtenen Entscheids zu beantragen, sondern muss einen Antrag in der Sache stellen. Der Beschwerdef�hrer hat demnach anzugeben, welche Punkte des Entscheids angefochten und welche Ab�nderung des Dispositivs beantragt werden. Grunds�tzlich ist ein materieller Antrag erforderlich; Antr�ge auf R�ckweisung der Sache an die Vorinstanz zur neuen Entscheidung oder blosse Aufhebungsantr�ge gen�gen nicht und machen die Beschwerde unzul�ssig. Ein blosser R�ckweisungsantrag reicht ausnahmsweise aus, wenn das Bundesgericht im Falle der Gutheissung in der Sache nicht selbst entscheiden k�nnte, weil die erforderlichen Sachverhaltsfeststellungen der Vorinstanz fehlen (BGE 137 II 313 E. 1.3 S. 317; 134 III 379 E. 1.3 S. 383; 133 III 489 E. 3.1 S. 489 f. mit Hinweisen).
2.2.�Bei Beschwerden in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten wird ein (an sich unzul�ssiger) reiner R�ckweisungsantrag als reformatorisches Begehren interpretiert, wenn sich aus der Begr�ndung hinreichende Elemente dazu finden (BGE 136 V 131 E. 1.2 S. 135 f.; SVR 2011 BVG Nr. 40 S. 151, 9C_120/2010 E. 1; Urteil 8C_426/2013 vom 18. M�rz 2014 E. 1). Dies trifft hier zu. Die beantragte R�ckweisung der Sache an die Vorinstanz zur Neubeurteilung bezweckt, den wegen formalen und inhaltlichen M�ngeln der neurologischen und psychiatrischen Begutachtung als nicht rechtsgen�glich abgekl�rt ger�gten Sachverhalt durch Einholung eines neuen psychiatrischen Gutachtens zu vervollst�ndigen. Auf die Beschwerde ist daher einzutreten.
3.1.�Die Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten kann wegen Rechtsverletzungen gem�ss Art. 95 und 96 BGG erhoben werden. Das Bundesgericht wendet das Recht von Amtes wegen an (Art. 106 Abs. 1 BGG). Es ist folglich weder an die in der Beschwerde geltend gemachten Argumente noch an die Erw�gungen der Vorinstanz gebunden; es kann eine Beschwerde aus einem anderen als dem angerufenen Grund gutheissen und es kann sie mit einer von der Argumentation der Vorinstanz abweichenden Begr�ndung abweisen (BGE 134 V 250 E. 1.2 S. 252 mit Hinweisen; 133 III 545 E. 2.2 S. 550; 130 III 136 E. 1.4 S. 140). Immerhin pr�ft das Bundesgericht, unter Ber�cksichtigung der allgemeinen R�ge- und Begr�ndungspflicht der Beschwerde (Art. 42 Abs. 1 und 2 BGG), grunds�tzlich nur die geltend gemachten R�gen, sofern die rechtlichen M�ngel nicht geradezu offensichtlich sind (BGE 133 II 249 E. 1.4.1 S. 254).
3.2.1.�Das Bundesgericht legt seinem Urteil den Sachverhalt zugrunde, den die Vorinstanz festgestellt hat (Art. 105 Abs. 1 BGG). Es kann die Sachverhaltsfeststellung der Vorinstanz auf R�ge hin oder von Amtes wegen berichtigen oder erg�nzen, wenn sie offensichtlich unrichtig ist oder auf einer Rechtsverletzung im Sinne von Artikel 95 beruht, und wenn die Behebung des Mangels f�r den Ausgang des Verfahrens entscheidend sein kann (Art. 105 Abs. 2 BGG und Art. 97 Abs. 1 BGG). Das Vorliegen dieser Voraussetzungen hat die Beschwerde f�hrende Person genau darzulegen. Dazu gen�gt es nicht, einen von den tats�chlichen Feststellungen der Vorinstanz abweichenden Sachverhalt zu behaupten oder die eigene Beweisw�rdigung zu erl�utern (BGE 137 II 353 E. 5.1 S. 356; SVR 2012 BVG Nr. 11 S. 44, 9C_779/2010 E. 1.1.2 [nicht publ. in: BGE 137 V 446]).
Eine Sachverhaltsfeststellung ist nicht schon dann offensichtlich unrichtig, wenn sich Zweifel anmelden, sondern erst, wenn sie eindeutig und augenf�llig unzutreffend ist (BGE 132 I 42 E. 3.1 S. 44). Eine offensichtlich unrichtige Sachverhaltsfeststellung weist damit die Tragweite von Willk�r auf (BGE 135 II 145 E. 8.1 S. 153). Es liegt noch keine offensichtliche Unrichtigkeit vor, nur weil eine andere L�sung ebenfalls in Betracht f�llt, selbst wenn diese als die plausiblere erschiene (vgl. BGE 129 I 8 E. 2.1 S. 9; Urteil 9C_967/2008 vom 5. Januar 2009 E. 5.1). Diese Grunds�tze gelten auch in Bezug auf die konkrete Beweisw�rdigung (Urteile 9C_999/2010 vom 14. Februar 2011 E. 1; 9C_735/2010 vom 21. Oktober 2010 E. 3; SVR 2012 BVG Nr. 11 S. 44, 9C_779/2010 E. 1.1.1).
3.2.2.�Einem �rztlichen Bericht kommt Beweiswert zu, wenn er f�r die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden ber�cksichtigt und in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, wenn die Beschreibung der medizinischen Situation und Zusammenh�nge einleuchtet und die Schlussfolgerungen begr�ndet sind (BGE 125 V 351 E. 3a S. 352).
3.2.3.�Dem Sachgericht steht im Bereich der Beweisw�rdigung ein erheblicher Ermessensspielraum zu (BGE 120 Ia 31 E. 4b S. 40). Das Bundesgericht greift auf Beschwerde hin nur ein, wenn das Sachgericht diesen missbraucht, insbesondere offensichtlich unhaltbare Schl�sse zieht, erhebliche Beweise �bersieht oder solche willk�rlich ausser Acht l�sst (BGE 132 III 209 E. 2.1 S. 211; zum Begriff der Willk�r BGE 137 I 1 E. 2.4 S. 5). Inwiefern das kantonale Gericht sein Ermessen missbraucht haben soll, ist in der Beschwerde klar und detailliert aufzuzeigen (BGE 130 I 258 E. 1.3 S. 261). Auf ungen�gend begr�ndete R�gen oder bloss allgemein gehaltene appellatorische Kritik am angefochtenen Entscheid tritt das Bundesgericht nicht ein (BGE 134 II 244 E. 2.2 S. 246).
3.2.4.�Sowohl das Verwaltungsverfahren wie auch der kantonale Sozialversicherungsprozess sind vom Untersuchungsgrundsatz beherrscht (Art. 43 Abs. 1 und Art. 61 lit. c ATSG [SR 830.1]). Danach haben Verwaltung und Sozialversicherungsgericht den rechtserheblichen Sachverhalt von Amtes wegen festzustellen. Diese Untersuchungspflicht dauert so lange, bis �ber die f�r die Beurteilung des streitigen Anspruchs erforderlichen Tatsachen hinreichende Klarheit besteht. Der Untersuchungsgrundsatz weist enge Bez�ge zum - auf Verwaltungs- und Gerichtsstufe geltenden - Grundsatz der freien Beweisw�rdigung auf. F�hren die im Rahmen des Untersuchungsgrundsatzes von Amtes wegen vorzunehmenden Abkl�rungen den Versicherungstr�ger oder das Gericht bei umfassender, sorgf�ltiger, objektiver und inhaltsbezogener Beweisw�rdigung (BGE 132 V 393 E. 4.1 S. 400) zur �berzeugung, ein bestimmter Sachverhalt sei als �berwiegend wahrscheinlich zu betrachten und es k�nnten weitere Beweismassnahmen an diesem feststehenden Ergebnis nichts mehr �ndern, so liegt im Verzicht auf die Abnahme weiterer Beweise keine Verletzung des Anspruchs auf rechtliches Geh�r (antizipierende Beweisw�rdigung; BGE 136 I 229 E. 5.3 S. 236; 134 I 140 E. 5.3 S. 148). Bleiben jedoch erhebliche Zweifel an Vollst�ndigkeit und/oder Richtigkeit der bisher getroffenen Tatsachenfeststellung bestehen, ist weiter zu ermitteln, soweit von zus�tzlichen Abkl�rungsmassnahmen noch neue wesentliche Erkenntnisse zu erwarten sind (Urteil 8C_47/2012 vom 12. November 2012 E. 4 mit weiteren Hinweisen).
4.1.�Die Vorinstanz stellt auf das Gutachten des Dr. med. C.________ vom 23. Oktober 2013 ab. Es h�lt fest, der Psychiater habe beim Versicherten keine psychiatrische Diagnose stellen k�nnen. Die Arbeitsf�higkeit sei aus psychiatrischer Sicht nicht eingeschr�nkt. Der Beschwerdef�hrer beschreibe die subjektiv beklagten Symptome nicht so, wie er sie tats�chlich erlebe. Das unter Beizug eines Dolmetschers erstellte psychiatrische Gutachten werde den von der Rechtsprechung entwickelten Anforderungen in allen Punkten gerecht. Es setze sich mit den Untersuchungsbefunden auseinander und begr�nde die Schlussfolgerungen einl�sslich. Es lege begr�ndet dar, dass beim Beschwerdef�hrer vorab invalidit�tsfremde Faktoren im Vordergrund st�nden. Damit stimme es mit den �brigen Akten �berein. Demnach habe der Versicherte den Iran wegen einer homosexuellen Beziehung verlassen und sei schliesslich in die Schweiz gelangt. Dass die Familie noch im Iran lebe, stelle eine grosse Belastung dar. Die Konvertierung des Versicherten vom Islam zum Christentum habe diesem zwar in der Schweiz zu einem sozialen Beziehungsnetz verholfen, jedoch offenbar auch radikale Muslime gegen ihn aufgebracht. Aus diesem Grund habe er bisher auf dem schweizerischen Arbeitsmarkt nicht l�ngerfristig Fuss fassen k�nnen. Das Gutachten gehe zudem auf die entgegenstehenden Befunde und Diagnosen in nachvollziehbarer Weise ein. Ferner befasst sich die Vorinstanz mit dem Bericht des behandelnden Psychiaters Dr. med. B.________. Dieser benenne keine - nicht rein subjektiver Interpretation entspringenden - Aspekte, die im Rahmen der Begutachtung unerkannt oder ungew�rdigt geblieben w�ren. Die �rzte der Psychiatrischen Dienste Thurgau verm�chten die vorgebrachten Klagen ebenfalls nicht stringent einem psychiatrischen Leiden zuzuordnen. Weiter erachtet die Vorinstanz die neuropsychologischen Abkl�rungsergebnisse des Dr. phil. D.________, auf welche der Gutachter verweist, mit eingehender Begr�ndung als verwertbar. Da die Arbeitsf�higkeit des Beschwerdef�hrers aus psychiatrischer Sicht nicht eingeschr�nkt sei, habe dieser keinen Anspruch auf berufliche Massnahmen und auf eine Invalidenrente.
4.2.1.�Der Beschwerdef�hrer bestreitet den Beweiswert des psychiatrischen Gutachtens zun�chst unter dem Aspekt, dass die diesem beigef�gte neuropsychologische Abkl�rung ohne Beizug eines �bersetzers durchgef�hrt wurde.
4.2.2.�Die Vorinstanz erwog, im Rahmen der neuropsychologischen Untersuchung werde vorwiegend eine Testdiagnostik mit verschiedenen Instrumenten durchgef�hrt. Der Beizug eines Dolmetschers k�nne die Spontaneit�t der Antworten behindern und deren Aussagekraft herabsetzen. Da bei der neuropsychologischen Testung nicht nur die Antworten, sondern auch die Reaktionszeiten massgeblich seien, k�nnten diese nicht beurteilt werden, wenn Fragen und Antworten zuerst �bersetzt werden m�ssten. Der Beschwerdef�hrer verf�ge �ber relativ gute Deutschkenntnisse. Allf�llige sprachliche Probleme bei der Exploration habe Dr. phil. D.________ klar mitber�cksichtigt. Die neuropsychologischen Abkl�rungsergebnisse seien daher ohne Weiteres verwertbar.
4.2.3.�Der Beschwerdef�hrer r�gt eine Verletzung des rechtlichen Geh�rs (Art. 29 Abs. 2 BV), weil Dr. phil. D.________ seine neuropsychologische Abkl�rung ohne Beizug eines Dolmetschers durchgef�hrt hat, obwohl er im Abkl�rungsbericht vom 11. Oktober 2013 mehrfach darauf hinweise, dass der Versicherte im Gebrauch der deutschen Sprache eingeschr�nkt sei. Auch habe dieser festgehalten, das Denken erscheine geordnet und folgerichtig, sei aufgrund der sprachlichen Schwierigkeiten jedoch nur eingeschr�nkt beurteilbar. Damit hafte der gesamten neuropsychologischen Abkl�rung ein grosser Unsicherheitsfaktor an.
4.2.4.�Die Durchf�hrung einer medizinischen Abkl�rungsmassnahme in der Muttersprache des oder der Versicherten oder unter Beizug eines �bersetzers ist in erster Linie eine Frage der richtigen und vollst�ndigen Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts. Es geht in erster Linie um die Teilnahme der versicherten Person am Verfahren im Sinne der Mitwirkung bei der Erstellung der tats�chlichen Entscheidungsgrundlagen im Hinblick auf die beantragten Leistungen. Mithin l�sst sich aus dem verfassungsm�ssigen Geh�rsanspruch nach Art. 29 Abs. 2 BV nicht direkt etwas ableiten in Bezug auf die Durchf�hrung medizinischer Abkl�rungsmassnahmen unter sprachlichem Gesichtswinkel (SVR 2005 IV Nr. 12 S. 51, I 245/00 E. 4.2.1; Urteil I 28/06 vom 26. April 2006 E. 3.1).
4.2.5.�Zur Beurteilung sozialversicherungsrechtlicher Leistungsanspr�che bedarf es verl�sslicher medizinischer Entscheidungsgrundlagen (BGE 134 V 231 E. 5.1 S. 232). Der bestm�glichen sprachlichen Verst�ndigung zwischen Experte und versicherter Person kommt insbesondere bei der psychiatrischen Abkl�rung besonderes Gewicht zu. Nach der Rechtsprechung ist daher bei psychiatrischen Begutachtungen eine �bersetzungshilfe beizuziehen, sofern sprachliche Schwierigkeiten bestehen und das Untersuchungsgespr�ch nicht in der Muttersprache des Exploranden gef�hrt werden kann (BGE 140 V 260 E. 3.2.1 S. 261). Es besteht indessen kein unbedingter Anspruch auf Durchf�hrung einer medizinischen Abkl�rung in der Muttersprache oder auf Beizug eines �bersetzers (Urteil 8C_913/2010 vom 18. April 2011 E. 3.3.1 mit Hinweisen). Gem�ss den "Leitlinien f�r die neuropsychologische Begutachtung" der Schweizerischen Vereinigung der Neuropsychologinnen und Neuropsychologen vom 12. Februar 2011 (zug�nglich unter http://www.neuropsychologie.ch) ist bei der Begutachtung fremdsprachiger Personen, wenn notwendig, ein Dolmetscher beizuziehen (Ziff. 7.2). Diese Leitlinien haben zwar nicht verbindlichen Charakter, formulieren aber doch den fachlich anerkannten Standard f�r eine sachgerechte, rechtsgleiche neuropsychologische Begutachtungspraxis in der Schweiz.
Grunds�tzlich hat der Gutachter im Rahmen sorgf�ltiger Auftragserf�llung zu entscheiden, ob eine medizinische Abkl�rung in der Muttersprache des Exploranden oder unter Beizug eines �bersetzers im Einzelfall geboten ist. Massgeblich, ob und in welcher Form bei der Abkl�rung dem Gesichtspunkt der Sprache und der sprachlichen Verst�ndigung Rechnung getragen werden muss, ist letztlich die Bedeutung der Massnahme im Hinblick auf die in Frage stehende Leistung. Es geht um die Aussagekraft und damit die beweism�ssige Verwertbarkeit des Gutachtens als Entscheidungsgrundlage f�r die IV-Stelle und gegebenenfalls das Sozialversicherungsgericht. Danach m�ssen die Feststellungen des Experten nachvollziehbar sein, seine Beschreibung der medizinischen Situation muss einleuchten und die Schlussfolgerungen m�ssen begr�ndet sein (erw�hntes Urteil 8C_913/2010 E. 3.3.1).
4.2.6.�Ob unter den konkreten Umst�nden nach Massgabe der dargelegten Gesichtspunkte die sprachliche Verst�ndigung zwischen dem Gutachter und dem Exploranden hinreichend m�glich ist, um eine verl�ssliche Begutachtung zu gew�hrleisten, ist als Frage der Beweisw�rdigung und damit Tatsachenfeststellung vom Bundesgericht nur auf offensichtliche Unrichtigkeit und Rechtsverletzung im Sinne von Art. 95 BGG �berpr�fbar (erw�hntes Urteil 8C_913/2010 E. 3.3.2). Der Beweiswert ist dann nicht geschm�lert, wenn den Umst�nden nach auszuschliessen ist, dass sich die fehlende �bersetzung wesentlich auf die gutachterliche Beurteilung ausgewirkt hat. Die betreffenden Nachteile k�nnen wegen anderer Kommunikationshindernisse, welche auch mit einer professionellen �bersetzung nicht �berwindbar w�ren, in den Hintergrund treten, zumal wenn sich die Untersuchung ohnehin vermehrt auf nonverbale Elemente (z.B. Verhaltensbeobachtung: Kontaktverhalten, emotionaler Rapport zum Gutachter, Kooperation und Anstrengungsbereitschaft, Antrieb, emotionale Reaktionen, Arbeitsweise [Sorgfalt, Selbstkontrolle, Handlungsplanung], Arbeitstempo, Erm�dung, Belastbarkeit, Konzentrations- und Aufmerksamkeitsst�rungen) konzentrieren muss (vgl. BGE 140 V 260 E. 3.3.3 S. 266).
4.2.7.�Der Beschwerdef�hrer macht geltend, der Hinweis auf Simulation h�tte nur unter der Voraussetzung erhoben werden d�rfen, dass die neuropsychologische Beurteilung unter korrekten Bedingungen zustande gekommen sei. Zwar konnte der Neuropsychologe die Denkvorg�nge des Beschwerdef�hrers aufgrund der sprachlichen Schwierigkeiten nur vermutungsweise einstufen. Bez�glich der festgestellten Simulation h�lt dieser fest, es sei mit hoher Wahrscheinlichkeit davon auszugehen, dass die erbrachten Leistungen nicht mit dem eigentlichen Leistungspotential �bereinstimmten. Dabei st�tzt er sich auf die Resultate der durchgef�hrten Beschwerdevalidierungsverfahren und Diskrepanzen zwischen Testleistungen und bekannten Mustern von Hirnleistungen und Hirnleistungsst�rungen sowie zwischen Testleistungen und Verhalten in der Untersuchung, welche er detailliert beschreibt. Aufgrund der diskutierten Befunde waren die Kriterien f�r das Vorliegen einer wahrscheinlichen Simulation erf�llt. F�r die hochauff�lligen Testresultate war somit nicht der mangelnde Beizug eines �bersetzers entscheidend. Dr. med. C.________ weist im psychiatrischen Gutachten darauf hin, dass in der neuropsychologischen Abkl�rung von Simulation ausgegangen werde, nicht ohne jedoch diese Aussage selber - unter Beizug eines �bersetzers - aufgrund eigener Abkl�rungen zu verifizieren. Wie die Vorinstanz zutreffend festh�lt, kommt Testverfahren im Rahmen psychiatrischer Begutachtungen h�chstens erg�nzende Funktion zu, w�hrend die klinische Untersuchung mit Anamneseerhebung, Symptomerfassung und Verhaltensbeobachtung entscheidend bleibt. Letztlich haben die �rztlichen Gutachter die Arbeitsf�higkeit zu bestimmen (Urteile 9C_255/2014 vom 29. April 2014 E. 3.2; 8C_266/2012 vom 2. Juli 2012 E. 4.1). Der Einwand betreffend Sprache vermag mithin die vorinstanzliche Beurteilung der Verwertbarkeit der neuropsychologischen Beurteilung und Beweistauglichkeit des psychiatrischen Gutachtens nicht in Frage zu stellen.
4.2.8.�Inwiefern das Visum des neuropsychologischen Abkl�rungsberichts durch Dr. med. C.________ anstelle von Dr. med. E.________, in dessen Praxis Dr. phil. D.________ t�tig ist, zu beanstanden w�re, ist nicht ersichtlich. Das kantonale Gericht hat den entsprechenden Einwand des Beschwerdef�hrers zudem bereits zutreffend entkr�ftet.
4.3.�Mit Bezug auf das psychiatrische Gutachten des Dr. med. C.________ r�gt der Beschwerdef�hrer eine Verletzung des Untersuchungsgrundsatzes (Art. 43 ATSG). Diesem sei der Beweiswert insbesondere deshalb abzusprechen, weil der Gutachter entgegen den vom Versicherten im Hamilton-Testverfahren erreichten Resultate und der Auswirkung verschiedener sozialer Belastungsfaktoren auf die Psyche keine zumindest leichte bis mittelschwere Depression diagnostiziert habe. Abgesehen davon, dass psychiatrischen Testverfahren nur erg�nzende Funktion zukommt (E. 4.2.7 hievor), braucht es zur Annahme einer psychisch bedingten Invalidit�t in jedem Fall ein medizinisches Substrat, das (fach) �rztlich schl�ssig festgestellt wird und nachgewiesenermassen die Arbeits- und Erwerbsf�higkeit wesentlich beeintr�chtigt. Ein solches hat der psychiatrische Gutachter mit eingehender Begr�ndung ausdr�cklich verneint. Das von den �rzten der Psychiatrischen Dienste Thurgau diagnostizierte mittel- bis schwergradige depressive Syndrom basiert massgeblich auf den Angaben des Beschwerdef�hrers; die erhobenen Befunde konnten nicht klar einem psychischen Leiden zugeordnet werden. An der Entstehung der gesundheitlichen Beeintr�chtigung k�nnen soziale und andere an die versicherte Person gebundene Faktoren beteiligt sein. Je st�rker indessen psychosoziale und soziokulturelle Faktoren im Einzelfall in den Vordergrund treten und das Beschwerdebild mitbestimmen, desto ausgepr�gter muss eine fach�rztlich festgestellte psychische St�rung von Krankheitswert vorhanden sein. Das bedeutet, dass das klinische Beschwerdebild nicht einzig in Beeintr�chtigungen, welche von den belastenden psychosozialen oder soziokulturellen Faktoren herr�hren, bestehen darf, sondern davon psychiatrisch zu unterscheidende Befunde zu umfassen hat. Solche von der soziokulturellen Belastungssituation zu unterscheidende und in diesem Sinne verselbstst�ndigte psychische St�rungen mit Auswirkungen auf die Arbeits- und Erwerbsf�higkeit sind unabdingbar, damit �berhaupt von Invalidit�t gesprochen werden kann (Urteil 9C_415/2013 vom 25. September 2013 E. 4 mit Hinweisen). Gem�ss Gutachten des Dr. med. C.________ konnten beim Beschwerdef�hrer lediglich eine zum depressiven Pol hin verschobene Grundstimmung und von diesem beschriebene depressive Gef�hle festgehalten werden. Die Voraussetzungen sind somit nicht erf�llt. Auf Befangenheit des Gutachters kann aufgrund seiner teilweise kritischen �usserungen nicht geschlossen werden. Wenn das kantonale Gericht dem psychiatrischen Gutachten vollen Beweiswert zuerkennt und dessen Befund und Einsch�tzung der zumutbaren Arbeitsf�higkeit gefolgt ist, steht sein Entscheid im Einklang mit Bundesrecht. Die Beschwerde ist daher abzuweisen.
Bei diesem Ausgang des Verfahrens hat der Beschwerdef�hrer die Gerichtskosten zu tragen (Art. 66 Abs. 1 BGG). Seinem Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege f�r das bundesgerichtliche Verfahren kann entsprochen werden (Art. 64 BGG; BGE 125 V 201 E. 4a S. 202). Es wird jedoch ausdr�cklich auf Art. 64 Abs. 4 BGG hingewiesen, wonach der Beschwerdef�hrer der Gerichtskasse Ersatz zu leisten hat, wenn er sp�ter dazu in der Lage ist.
Dieses Urteil wird den Parteien, dem Verwaltungsgericht des Kantons Thurgau, der Stiftung Auffangeinrichtung BVG und dem Bundesamt f�r Sozialversicherungen schriftlich mitgeteilt.

References: Art. 95
 Art. 97
 BGE 
 BGE 
 BGE 
 Art. 61
 BGE 
 Art. 29
 Art. 95
 BGE 
 BGE 
 Art. 64