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Timestamp: 2019-04-23 03:07:55+00:00

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Rechtsprechung: FamRZ 2005, 1917 - dejure.org
Weitere Entscheidung unten: OLG Celle, 29.12.2004
OLG Karlsruhe, 11.05.2005 - 2 WF 51/05
Prozesskostenhilfeprüfungsverfahren: Bestimmung des Schonvermögens; Zumutbarkeit der Verwertung einer Lebensversicherung oder Rentenversicherung mit Kapitalabfindungswahlrecht
Zum Schonvermögen im Prozesskostenhilferecht und zur Versagung der Prozesskostenhilfe, wenn die Verfahrenskosten nur durch eine (unwirtschaftliche) Verwertung einer Lebensversicherung aufgebracht werden können
Prozesskostenhilfe als Hilfe zum Lebensunterhalt; Bestimmung des Schonvermögens; Verwertung einer Lebensversicherung oder Rentenversicherung mit Kapitalabfindungswahlrecht; Berechnung von Verfahrenskosten
FamRZ 2005, 1917
Da es sich bei der Prozesskostenhilfe nicht um Hilfe zum Lebensunterhalt nach dem Dritten Kapitel des Zwölften Buches des Sozialgesetzbuches handelt, ist der maßgebende Betrag nach allgemeiner Meinung und entgegen der Ansicht der Rechtsbeschwerde nicht § 1 Abs. 1a dieser Verordnung, sondern der Vorschrift des § 1 Abs. 1b zu entnehmen, die Freibeträge für die Hilfe in besonderen Lebenslagen bestimmt (vgl. BFH, Beschluss vom 13. Juni 2006 - VI S 9/05 [PKH] - BFH/NV 2006, 1690, zitiert nach juris, Rn. 9; BFH, Beschluss vom 19. Juni 2007 - VIII S 10/05 [PKH] - juris, Rn. 18; OLG Karlsruhe, OLG-Report 2005, 504 f. = FamRZ 2005, 1917; OLG Brandenburg, Beschluss vom 19. Dezember 2006 - 9 WF 373/06 - juris, Rn. 8; VG Freiburg, NJW 1983, 1926; Schoreit/Groß, Beratungshilfe, Prozesskostenhilfe, 9. Aufl., § 115 Rn. 118; Kalthoener/Büttner/Wrobel-Sachs, aaO, Rn. 348; Zöller/Philippi, ZPO, 26. Aufl., § 115, Rn. 57; Wieczorek/Schütze/Steiner, ZPO, 3. Aufl., § 115, Rn. 19; a.A.: Sächsisches Landessozialgericht, FamRZ 2007, 156 f. mit abl.
Dieser Betrag überschreitet den im PKH-Recht geltenden allgemeinen Freibetrag von 2.600 Euro deutlich (vgl. zur Höhe des Freibetrags: § 73a SGG i.V.m. § 115 Abs. 3 ZPO, § 90 Abs. 2 Nr. 9 Sozialgesetzbuch Zwölftes Buch - Sozialhilfe - (SGB XII) i.V.m. der Verordnung zur Durchführung des § 90 Abs. 2 Nr. 9 SGB XII vom 11. Februar 1988, BGBl 1, 150, zuletzt geändert durch Gesetz vom 27. Dezember 2003, BGBl 1, 3022; OLG Karlsruhe, Beschluss vom 11. Mai 2005 - 2 WF 51/05 -, FamRZ 2005, 1917; OLG Nürnberg, Beschluss vom 19. April 2006 - 7 WF 266/06 -, NJOZ 2006, 3135; LSG Sachsen-Anhalt, Beschluss vom 13. Dezember 2010 - L 5 AS 149/10 -).
OLG Frankfurt, 27.07.2005 - 5 WF 141/05
Prozesskostenhilfe: Zumutbarkeit des Einsatzes einer Kapital-Lebensversicherung
Der wirtschaftliche Verlust im Falle vorzeitiger Kündigung der Versicherung kommt hinzu, auch wenn er allein keine Härte im Sinne des § 90 Abs. 3 SGB XII begründen würde (OLG Karlsruhe, Beschluß vom 11.05.2005, 2 WF 51/05, Juris KORE4434692005;… siehe auch OLG Hamburg, FamRZ 2001, S. 925):.
LSG Sachsen, 17.05.2006 - L 1 B 121/05
Anspruch auf Prozesskostenhilfe, Einsatz von Einkommen und Vermögen
Soweit der Beschwerdegegner selbst immer von einem Freibetrag von 2.600 EUR unge-achtet der vorgenannten besonderen Voraussetzungen ausgeht (h.M.; vgl. nur zuletzt Lan-desarbeitsgericht Schleswig-Holstein, Beschluss vom 10.04.2006 -: 2 Ta 69/06; OLG Karlsruhe, Beschluss vom 11.05.2005 - 2 WF 51/05) folgt der Senat dem nicht.
Das Oberlandesgericht Bamberg hat sich in einer unveröffentlichten Entscheidung dieser Auffassung angeschlossen (Beschluß vom 14.10.2005, Az.: 7 WF 184/05), die auch vom Oberlandesgericht Karlsruhe vertreten wird (Beschluss vom 11.5.2005, Az. 2 WF 51/05 FamRZ 2005, 1917).
OLG Koblenz, 06.01.2006 - 7 WF 1117/05
Einsatz einer vom Arbeitgeber abgeschlossenen Direktversicherung zur Deckung der …
Unabhängig von der Frage, unter welchen Voraussetzungen auch die Verwertung einer für die Altersversorgung vorgesehenen Lebensversicherungen zumutbar ist (vgl. hierzu OLG Karlsruhe, FamRZ 2005, 1917, 1918), kann der Antragsteller die für ihn abgeschlossenen Versicherungen nicht für die Prozesskosten einsetzen, weil er lediglich versicherte Person, der Arbeitgeber hingegen Versicherungsnehmer ist.
LAG Düsseldorf, 27.10.2009 - 3 Ta 638/09
Prozesskostenhilfe; Kapitallebensversicherung als einzusetzendes Vermögen
LAG Sachsen, 27.09.2005 - 4 Ta 163/05
LAG Köln, 27.05.2009 - 9 Ta 199/09
Prozesskostenhilfe; verwertbares Vermögen; Lebensversicherung
LSG Sachsen, 18.03.2011 - L 1 AL 111/10
Anspruch auf Prozesskostenhilfe; Einsatz von Vermögen bei der Inanspruchnahme
LAG Düsseldorf, 15.03.2010 - 3 Ta 139/10
Rückkaufswert einer Lebensversicherung als verwertbares Vermögen i.R.d. …
OVG Sachsen, 02.03.2010 - 4 D 29/10
Prozesskostenhilfe, Alterssicherung, Sparvermögen
LG Koblenz, 24.03.2009 - 2 T 58/09
LSG Berlin-Brandenburg, 15.06.2006 - L 3 B 234/06R
Erforderlichkeit von Erfolgssicherheit für die Bejahung der Erfolgsaussicht bei …
LSG Berlin-Brandenburg, 15.06.2006 - L 3 B 234/06
OLG Celle, 29.12.2004 - 21 WF 372/04
BGB § 1573; ZPO § 120 Abs. 4
Rückforderung gezahlter Prozesskostenhilfe wegen Verbesserung der Vermögensverhältnisse
AG Burgwedel, 28.10.2004 - 42 F 96/00
MDR 2005, 693
Rpfleger 2005, 320

References: § 1
 § 1
 § 115
 § 115
 § 115
 § 73
 § 115
 § 90
 § 90
 § 90
 § 1573
 § 120