Source: http://www.sirub.com/Lern-UKW/Gesamt_Funksprueche-Lern-Tabelle-neu.htm
Timestamp: 2017-09-21 19:16:23+00:00

Document:
Funksprüche See und Binnen
Sprechfunkverfahren im Seefunk ab 2008
(nach der World Radiocommunication Conference (WRC-07) Geneva, 22 October - 16 November 2007)
Und Binnenschifffahrtsfunk
PDF Druckversion Seefunk - SRC
PDF Druckversion Binnenfunk - UBI
Routine Anruf an eine Funkstelle
ankündigen mit dem DSC Controller:
[ selective/individual call – routine ]
[ all ships call – routine ]
Anruf an eine bestimmte Funkstelle
auf dem zuvor angegebenen Kanal:
auf einem Arbeitskanal:
Name Rufzeichen MMSI
der gerufenen Funkstelle
bzw. Ort Name (bei Dienststellen)
bzw. all stations
der rufenden Funkstelle
Schiffstyp Name
bzw. Ort Name bei Dienststellen
bzw. an alle Schiffsfunkstellen
Schiffstyp Name Name
Fahrtrichtung und Standort
[ all ships call – safety ]
Sicherheitsmeldung an alle
auf Kanal 16 ankündigen
danach soll die Sicherheitsmeldung, wenn paktizierbar, auf einem Arbeitskanal ausgesendet werden. Ein entsprechender Hinweis auf diese Prozedur soll am Ende des Sicherheitsanrufs gemacht werden. Im Falle, dass keine andere Option praktikabel ist, kann die Sicherheitsmeldung im Funkverkehr auf der Frequenz 156.8 MHz (UKW Kanal 16) ausgesendet werden. (WRC-07):
auf Kanal 10 - meist durch Behörden:
Name Name Name Rufzeichen MMSI
Text der Meldung: z.B. Position /Was ist passiert / Was soll geschehen
(an alle Schiffsfunkstellen
an alle Schiffsfunkstellen)
der rufenden Revierzentrale/Behörde
Text der Meldung: z.B. Position der Behinderung/Was ist passiert / Was soll geschehen
[ all ships call – urgency ]
Dringlichkeitsmeldung an alle
auf Kanal 16:
auf Kanal 10:
Schiffstyp Name Name (Name)
auf Kanal 10
Cancel my urgency message of __ UTC
Meine Dringlichkeitsmeldung von __ UTC ist aufgehoben
[ distress settings ]
Erst Notanruf
als Einleitung der folgenden Notmeldung
auf Kanal 16
im Verkehrskreis Nautische Information (AK) oder im Verkehrskreis Schiff-Schiff (Kanal 10):
Schiffstyp Name Name Name
Dann Notmeldung auf Kanal 16:
Dann Notmeldung auf dem selben Kanal:
MAYDAY Name Rufzeichen MMSI
Art des Notfalls = Was ist passiert
Art der erbetenen Hilfe = Was soll geschehen
ggf. Angaben, die die Hilfe erleichtern können
MAYDAY Schiffstyp Name
des Empfangs einer Notmeldung
durch Küstenfunkstelle und Schiffe
nach Behörden auf Kanal 10:
Name Rufzeichen oder MMSI
des Havaristen
Name Rufzeichen
Vor jedem weiteren Anruf im Notverkehr:
nur durch LEITSTELLE oder HAVARISTEN
Name des Störers
bzw All Stations
Schiffstyp Name des Störers
bzw an alle Schiffsfunkstellen
Eine Funkstelle, die nicht am Notverkehr beteiligt ist, kann einer anderen störenden Funkstelle mit dem Kennzeichen „SILENCE DETRESSE“, dem der Name der Funkstelle folgt, Funkstille gebieten.
Beenden des Notverkehrs =
Aufheben der Funkstille
Funkstille aufheben
Name Name Name Rufzeichen der rufenden Funkstelle
Uhrzeit (dieser Aussendung)
Name Rufzeichen MMSI des Havaristen
(Schiffstyp) Name der rufenden Funkstelle
Schiffstyp Name des Havaristen
Ein eingeschränkter Funkverkehr wird mit dem Kennzeichen „PRUDENCE“ gestattet.
Weiterleiten einer gehörten Notmeldung
Weiterleiten einer Notmeldung
[ special call - distress relay all ]
[ individual call – distress ]
Notmeldung für den Havaristen
Nach einer gehörten Meldung
In der Regel durch Behörden
Weiterleitung der Notmeldung:
at ...UTC on CH .. following received
Danach exaktes Zitat der empfangenen Notmeldung:
Name Rufzeichen MMSI = Havarist!
Schiffstyp Name = Havarist!
Nach einer Beobachtung
Notanruf und Notmeldung für den Havaristen
Nur durch Behörden - Nach einer Beobachtung
at ...UTC following observed
Beschreibung der Beobachtung :
Beschreibung des Havaristen
(um .... UTC folgendes beobachtet)
Beschreibung des Vorfalls und der Folgen für die Schiffahrt
Kurzanruf bei laufendem Notverkehr
Dringlichkeits – Sicherheits - Anruf
ankündigen mit dem DSC Controller
[ all ships call – urgency o. safety ]
PAN PAN oder SECURITE
MMSI oder Name
I switch to CH 6
Rücknahme eines DSC Fehlalarms
DSC Controller zurücksetzen
Zurücknahme eine DSC Fehlalarms
cancel my false distress alert of .....UTC
Eingerahmt: Funksprüche
Grau hinterlegt: Hinweise auf den Einsatz des Controllers
Ganz helles grau: Erläuterungen, wessen Name/Rufzeichen genannt wird
Mittleres grau: Funksprüche, die in der Regel von Behörden gegeben werden.
Alle Funksprüche im GMDSS werden in der Prüfung zum SRC sowie LRC in englischer Sprache verlangt!
all stations - im deutschen Funkverkehr wird „An alle Funkstellen“ gesagt
this is - im deutschen Funkverkehr wird „Hier ist“ gesagt
received mayday - im deutschen Funkverkehr wird „Erhalten MAYDAY“ gesagt
Die MMSI wird an Name/Rufzeichen angehängt, wenn der Funkverkehr per DSC angekündigt wurde!
NON GMDSS:
Die MMSI entfällt.
Aussprache gemäß „Handbuch Binnenschifffahrtsfunk der Donaukommission und Zentralkommission für die Rheinschifffahrt, Ausgabe 2011“:
MAYDAY (ausgesprochen „mädeh“)
MAYDAY RELAY (ausgesprochen „mädeh reläh“)
SILENCE MAYDAY (ausgesprochen „ßilaanß mädeh“)
SILENCE DETRESSE (ausgesprochen „ßilaanß dehtreß“),
SILENCE FINI (ausgesprochen „ßilaanß finih“)
PRUDENCE (ausgesprochen „prüdaanß“)
PAN PAN (ausgesprochen „panne panne“) (dreimal gesprochen)
SECURITE (ausgesprochen „ßehküriteh“) (dreimal gesprochen)
Aussprache gemäß „Operational procedures for distress and safety communications in the global maritime distress and safety system (GMDSS)” (WRC-07) Chapter 7 Article 32:
The radiotelephone distress signal consists of the word MAYDAY pronounced as the French expression “m'aider”. (WRC-07)
SILENCE MAYDAY à SEELONCE MAYDAY, pronounced as the French expression “silence, m'aider”
SILENCE FINI à SEELONCE FEENEE pronounced as the French words “silence fini”
PAN PAN. In radiotelephony each word of the group shall be pronounced as the French word “panne”.
SECURITE. In radiotelephony, it shall be pronounced as in French.
Definitionen aus „Operational procedures for distress and safety communications in the global maritime distress and safety system (GMDSS)” (WRC-07) Chapter 7 Article 32:
32.9 § 7 1) The transmission of a distress alert or a distress call indicates that a mobile unit2 or person3 is threatened by grave and imminent danger and requires immediate assistance. (WRC-07)
32.16 § 11 A station in the mobile or mobile-satellite service which learns that a mobile unit is in distress (for example, by a radio call or by observation) shall initiate and transmit a distress alert relay or a distress call relay on behalf of the mobile unit in distress once it has ascertained that any of the following circumstances apply: (WRC-07)
MOD COM4/332/124 (B13/347/70) (R7/411/108)
32.17 a) on receiving a distress alert or call which is not acknowledged by a coast station or another vessel within five minutes (see also Nos. 32.29A and 32.31); (WRC-07)
MOD COM4/332/125 (B13/347/71) (R7/411/109)
32.18 b) on learning that the mobile unit in distress is otherwise unable or incapable of participating in distress communications, if the master or other person responsible for the mobile unit not in distress considers that further help is necessary. (WRC-07)
32.10A § 7A A distress alert is false if it was transmitted without any indication that a mobile unit or person was in distress and required immediate assistance (see No. 32.9).
33.11 § 5 1) The urgency call format and the urgency signal indicate that the calling station has a very urgent message to transmit concerning the safety of a mobile unit or a person. (WRC-07)
33.34 § 18 1) The safety call format or the safety signal indicates that the calling station has an important navigational or meteorological warning to transmit. (WRC-07)
33.35 § 19 1) The complete safety call should consist of:
– the safety signal SECURITE, spoken three times;
– the name of the station transmitting the safety message, spoken three times;
Vollständige „Operational procedures for distress and safety communications in the global maritime distress and safety system (GMDSS) “ (WRC-07) sind zu finden unter
Definitionen aus dem „Handbuch Binnenschifffahrtsfunk der Donaukommission und Zentralkommission für die Rheinschifffahrt, Ausgabe 2011“
Ein Notfall liegt dann vor, wenn eine unmittelbare Gefährdung von Mensch oder Schiff gegeben ist. Dies gilt auch für die Gefahrenabwehr an Land.
Ein Dringlichkeitsfall liegt dann vor, wenn Nachrichten übermittelt werden sollen, welche die Sicherheit der Besatzung oder des Schiffes betreffen, wie z.B. Krankheiten, die keine Lebensgefahr bedeuten, oder Schäden an Fahrzeugen, ohne dass davon eine unmittelbare Gefahr ausgeht (z.B. Festfahrung ohne Austritt von Ladung)
Als Sicherheitsmeldung wird eine Nachricht ausgesendet, die eine wichtige nautische Warnnachricht oder eine wichtige Wetterwarnung enthält.
Das komplette „Handbuch Binnenschifffahrtsfunk der Donaukommission und Zentralkommission für die Rheinschifffahrt“ kann erreicht werden unter
http://fvt.wsv.de/handbuch/index.html
Kapitel S VII der ITU-Radio Regulations (Vollzugsordnung für den Funkdienst)
Hier werden die allgemeinen Bestimmungen, Frequenzen, Betriebsverfahren für den Not-, Dringlichkeits- und Sicherheitsverkehr im weltweiten Seenot- und Sicherheitsfunksystem (GMDSS) beschrieben.
Mobiler Seefunkdienst / Mobiler Seefunkdienst über Satelliten
Bestimmungen aus den Radio Regulations (RR) der Internationalen Fernmeldeunion (ITU)
Hrsg. Vom Bundesministerium für Verkehr, Bau- und Wohnungswesen
Mitteilungen für Seefunkstellen und Schiffsfunkstellen (MfS)
Hrsg: i.A. des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie
Heft 1 2001
der Donaukommission und Zentralkommission für die Rheinschifffahrt, Ausgabe 2011
D. Kaun, G. Kurzstiel:
Diese Tabelle ist zusammengestellt von Birgit Hornig

References: § 7
 § 11
 § 7
 § 5
 § 18
 § 19