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Timestamp: 2019-07-18 14:17:05+00:00

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BGH, 07.02.2008 - 4 StR 502/07 - dejure.org
https://dejure.org/2008,991
BGH, 07.02.2008 - 4 StR 502/07 (https://dejure.org/2008,991)
BGH, Entscheidung vom 07.02.2008 - 4 StR 502/07 (https://dejure.org/2008,991)
BGH, Entscheidung vom 07. Februar 2008 - 4 StR 502/07 (https://dejure.org/2008,991)
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§ 111 i Abs. 2, 3 und 5 StPO; § 2 Abs. 3 und 5 StGB; § 73 Abs. 1 Satz 2 StGB; Art. 103 Abs. 2 GG; § 244 Abs. 2, Abs. 3 StPO; Art. 6 Abs. 3 lit. d EMRK
Keine Verlängerung der Rückgewinnungshilfe und kein Auffangrechtserwerb des Staates nach § 111 i Abs. 2, 3 und 5 StPO bei Altfällen (Gesetz zur Stärkung der Rückgewinnungshilfe und der Vermögensabschöpfung bei Straftaten vom 24. Oktober 2006); Ladung und Vernehmung eines Zeugen trotz Sperrerklärung (Aufklärungspflicht); Aufklärungsrüge (weiteres Schriftsachverständigengutachten); Beweiswürdigung und Konfrontationsrecht (Zeuge vom Hörensagen); Wahrunterstellung
Anwendbarkeit der Vorschriften der Rückgewinnungshilfe und zum Auffangrechtserwerb des Staates nach § 111i Strafprozessordnung (StPO) für vor dem Inkrafttreten der Norm begangene Taten; Geltung der Grundsätze des Rückwirkungsverbots nach § 2 Abs. 5 i.V.m. Abs. 3 Strafgesetzbuch (StGB) für einen Auffangrechtserwerb nach § 111i Abs. 5 i.V.m. Abs. 2 StPO; Rechtsnatur einer Feststellungsentscheidung nach § 111i Abs. 2 StPO; Aufklärungspflicht eines Gerichts zur Feststellung des Namens einer von der Polizei gesperrten Vertrauensperson zwecks Ermöglichung einer Zeugenvernehmung in der Hauptverhandlung
StPO § 111i Abs. 2, 3, 5; StGB § 2 Abs. 3, 5
Anwendbarkeit von § 111 i StPO in Altfällen
Kurznachricht zu "Anmerkung zum Urteil des BGH vom 07.02.2008, Az.: 4 StR 502/07 (Anwendbarkeit der Vorschrift der Rückgewinnungshilfe; vor dem Inkrafttreten der Norm begangene Taten)" von RA Michael Stephan, FAStrafR, original erschienen in: StRR 2008, 191.
Zusammenfassung von "Anmerkung zum Urteil des BGH v. 7.2.2008 - 4 StR 502/07 (LG Halle) - Rückgewinnungshilfen in Altfällen" von RA Dr. Panos Pananis, original erschienen in: NStZ 2008, 579 - 580.
NJW 2008, 1093
NStZ 2008, 295
NStZ 2008, 579 (Ls.)
NStZ-RR 2011, 163
NStZ-RR 2011, 236
StV 2008, 226 (Ls.)
Rpfleger 2008, 278
Einer Anwendung der am 1. Januar 2007 in Kraft getretenen Regelung des § 111i Abs. 2 StPO auf bereits zuvor beendete Taten steht § 2 Abs. 5 i.V.m. Abs. 3 StGB entgegen (vgl. auch BGH, Urteil vom 7. Februar 2008 - 4 StR 502/07 mwN).
a) Das Landgericht war für die vor dem Inkrafttreten der Neuregelung des § 111i StPO am 1. Januar 2007 beendeten Taten an der Feststellung nach § 111i Abs. 2 StPO gehindert, weil für diese Taten das mildere Recht gemäß § 2 Abs. 5 i.V.m. Abs. 3 StGB gilt, nach dem diese bedingte Verfallsanordnung nicht möglich war (vgl. BGH, Urteil vom 7. Februar 2008 - 4 StR 502/07, BGHR StPO § 111i Anwendungsbereich 1; Beschlüsse vom 25. April 2012 - 1 StR 566/11, NStZ-RR 2012, 254; vom 10. April 2013 - 1 StR 22/13, NStZ-RR 2013, 254 mwN).
Jedoch ist in der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs zu Recht anerkannt, dass der Auffangrechtserwerb nach § 111i Abs. 5 i.V.m. Abs. 2 StPO rechtsdogmatisch eine Modifizierung der materiell-rechtlichen Regelung zum Ausschluss des Verfalls nach § 73 Abs. 1 Satz 2 StGB darstellt und dem nicht entgegensteht, dass die Regelung in die Strafprozessordnung aufgenommen wurde (BGH, Urteil vom 7. Februar 2008 - 4 StR 502/07, NJW 2008, 1093, 1094).
Der Bundesgerichtshof sieht hierin einen durch die Nichtgeltendmachung von Ansprüchen des Verletzten (innerhalb der Frist des § 111i Abs. 3 StPO) aufschiebend bedingten Verfallsanspruch des Fiskus (BGH NJW 2008, 1093 Rdn. 15 nach juris).
Ein solches Ergebnis sollte mit der Neufassung des § 111i StPO vermieden werden (BGH NJW 2008, 1093 Rdn. 13 nach juris; vgl. hierzu etwa Greier ZInsO 2007, 953, 958), wie sich aus der Begründung des Gesetzgebers eindeutig ergibt:.
Sollte demnach im Grundsatz lediglich eine Feststellung nach § 111i Abs. 2 Satz 1 StPO in Betracht kommen, wird die nunmehr zur Entscheidung berufene Strafkammer zu beachten haben, dass nach § 2 Abs. 3, Abs. 5 StGB Tathandlungen als Grundlage einer solchen ausscheiden, die vor dem 1. Januar 2007 begangen wurden (vgl. BGH, Urteil vom 7. Februar 2008 - 4 StR 502/07, NJW 2008, 1093).
Das Gericht braucht aus einer als wahr unterstellten Indiztatsache nicht die Schlussfolgerungen zu ziehen, die der Antragsteller gezogen wissen will (…BGH, Urteile vom 6. August 1986 - 3 StR 234/86, BGHR StPO § 244 Abs. 3 Satz 2 Wahrunterstellung 1, und vom 7. Februar 2008 - 4 StR 502/07, Tz. 27, insoweit in NJW 2008, 1093 nicht abgedruckt).
Hierbei handele es sich nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs (BGH NJW 2008, 1093) um einen durch Nichtgeltendmachung von Ansprüchen des Verletzten innerhalb der dreijährigen Frist aufschiebend bedingten Verfallsanspruch des Fiskus und damit um in eigenes sicherbares Recht des Staates.
BGH, 16.12.2008 - 3 StR 402/08
Verfall (Auffangrechtserwerb des Staates); Strafzumessung (fehlerhafte …
BGH, 18.03.2008 - 1 StR 91/08

References: § 111
 § 2
 § 73
 Art. 103
 § 244
 Art. 6
 § 111
 § 111
 § 2
 § 111
 § 111
 § 111
 § 2
 § 111
 BGH 
 BGH 
 § 111
 § 2
 § 111
 § 111
 § 2
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 § 111
 § 73
 § 111
 § 111
 § 111
 § 2
 § 244