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Timestamp: 2019-07-22 23:49:04+00:00

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BVerwG, 24.11.2009 - 10 C 24.08 - dejure.org
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BVerwG, 24.11.2009 - 10 C 24.08 (https://dejure.org/2009,844)
BVerwG, Entscheidung vom 24.11.2009 - 10 C 24.08 (https://dejure.org/2009,844)
BVerwG, Entscheidung vom 24. November 2009 - 10 C 24.08 (https://dejure.org/2009,844)
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AsylVfG § 3 Abs. 1, Abs. 2 Satz 1 Nr. 1 und 2, Abs. 2 S... atz 2; AuslG 1990 § 51 Abs. 3 Satz 2; AufenthG § 60 Abs. 8 Satz 2 (a. F.); AufenthG § 60 Abs. 1 Satz 1; Charter of the International Military Tribunal vom 8. August 1945 Art. VI; GFK Art. 1 F, Art. 33 Abs. 2; IStGH-Statut Art. 7, Art. 8, Art. 25, Art. 27, Art. 28; VwGO § 108 Abs. 1, § 137 Abs. 2, § 144 Abs. 3 Satz 1 Nr. 2; Richtlinie 2004/83/EG Art. 4 Abs. 4, Art. 8 Abs. 1, Art. 12 Abs. 2; Allgemeine Erklärung der Menschenrechte Art. 14 Abs. 2
Ausschlussgrund; Beweismaß; Flüchtlingsanerkennung; Humanitäres Völkerrecht; innerstaatlicher bewaffneter Konflikt; Kämpfer; Kombattant; Kriegsverbrechen; nichtpolitische Straftat; Separatismus; Terrorismus; Verbrechen gegen die Menschlichkeit; unzureichende Tatsachenfeststellung; Völkerstrafrecht.;
Ausschlussgrund; Beweismaß; Flüchtlingsanerkennung; Humanitäres Völkerrecht; innerstaatlicher bewaffneter Konflikt; Kämpfer; Kombattant; Kriegsverbrechen; nichtpolitische Straftat; Separatismus; Terrorismus; Verbrechen gegen die Menschlichkeit; unzureichende Tatsachenfeststellung; Völkerstrafr
Ausschlussgrund; Beweismaß; Flüchtlingsanerkennung; Humanitäres Völkerrecht; innerstaatlicher bewaffneter Konflikt; Kämpfer; Kombattant; Kriegsverbrechen; nichtpolitische Straftat; Separatismus; Terrorismus; Verbrechen gegen die Menschlichkeit; unzureichende Tatsachenfeststellung; Völkerstrafrecht.
Annahme von Kriegsverbrechen oder Verbrechen gegen die Menschlichkeit i.S.d. Asylverfahrensgesetzes (AsylVfG) anhand der im Römischen Statut des Internationalen Strafgerichtshofs ausgeformten Tatbeständen dieser Delikte; Annahme von Kriegsverbrechen in einem innerstaatlichen bewaffneten Konflikt gegenüber der Zivilbevölkerung und den Kämpfern der gegnerischen Partei; Eingreifen des Ausschlussgrundes der schweren nichtpolitischen Straftat bei fehlender Anwendbarkeit der Regeln über die Zuerkennung von Flüchtlingseigenschaften auf Kampfhandlungen von Kämpfern in einem innerstaatlichen bewaffneten Konflikt
AsylVfG § 3 Abs. 1, AsylVfG § ... 3 Abs. 2, AufenthG § 60 Abs. 1 S. 1, GFK Art. 1 F, GFK Art. 33 Abs. 2, IStGH-Statut Art. 7, IStGH-Statut Art. 8, IStGH-Statut Art. 25, IStGH-Statut Art. 27, IStGH-Statut Art. 28, VwGO § 108 Abs. 1, VwGO § 137 Abs. 2, VwGO § 144 Abs. 3 S. 1 Nr. 2, RL Nr. 2004/83/EG Art. 4 Abs. 4, RL Nr. 2004/83/EG Art. 8 Abs. 1, RL Nr. 2004/83/EG Art. 12 Abs. 2
Flüchtlingsanerkennung, Ausschlussgrund, innerstaatlicher bewaffneter Konflikt, Kämpfer, Kriegsverbrechen, Terrorismus, Völkerstrafrecht, Verbrechen gegen die Menschlichkeit, Tschetschenien, Tschetschenen, Russische Föderation
Annahme von Kriegsverbrechen oder Verbrechen gegen die Menschlichkeit i.S.d. Asylverfahrensgesetzes ( AsylVfG ) anhand der im Römischen Statut des Internationalen Strafgerichtshofs ausgeformten Tatbeständen dieser Delikte; Annahme von Kriegsverbrechen in einem innerstaatlichen bewaffneten Konflikt gegenüber der Zivilbevölkerung und den Kämpfern der gegnerischen Partei; Eingreifen des Ausschlussgrundes der schweren nichtpolitischen Straftat bei fehlender Anwendbarkeit der Regeln über die Zuerkennung von Flüchtlingseigenschaften auf Kampfhandlungen von Kämpfern in einem innerstaatlichen bewaffneten Konflikt
Ausschluss der Flüchtlingsanerkennung durch § 3 II AsylVfG
Kein Flüchtlingsschutz für tschetschenische Kämpfer bei Teilnahme an Verbrechen gegen die Menschlichkeit - Bundesverwaltungsgericht präzisiert Voraussetzungen für Flüchtlingsanerkennung
BVerwGE 135, 252
NVwZ 2010, 979
DÖV 2010, 491
Für das unionsrechtliche und das internationale Flüchtlingsrecht nach der Genfer Konvention gilt nichts anderes (BVerwG, Urteil vom 24.11.2009 - 10 C 24/08 -, BVerwGE 135, 252 Rn. 16).
vgl. BVerwG, Urteil vom 24. November 2009 - 10 C 24.08 -, BVerwGE 135, 252 (…juris Rn. 31 ff.).
vgl. BVerwG, Urteile vom 24. November 2009 - 10 C 24.08 -, BVerwGE 135, 252 (…juris Rn. 41), und vom 4. September 2012 - 10 C 13.11 -, BVerwGE 144, 127 (…juris Rn. 20).
vgl. BVerwG, Urteil vom 24. November 2009 - 10 C 24.08 -, BVerwGE 135, 252 (…juris Rn. 42).
vgl. BVerwG, Urteile vom 4. September 2012 - 10 C 13.11 -, BVerwGE 144, 127 (…juris Rn. 29), und vom 24. November 2009 - 10 C 24.08 -, BVerwGE 135, 252 (…juris Rn. 34); Marx, AsylVfG, 7. Aufl. 2009, § 3 Rn. 36.
Es muss sich also um ein Kapitalverbrechen oder eine sonstige Straftat handeln, die in den meisten Rechtsordnungen als besonders schwerwiegend qualifiziert ist und entsprechend strafrechtlich verfolgt wird (Urteil vom 24. November 2009 - BVerwG 10 C 24.08 - BVerwGE 135, 252 Rn. 41).
Dies ist bei Gewalttaten, die gemeinhin als "terroristisch" bezeichnet werden, regelmäßig der Fall (Urteil vom 24. November 2009 a.a.O. Rn. 42), insbesondere, wenn sie durch Gewalt gegenüber der Zivilbevölkerung gekennzeichnet sind (EuGH…, Urteil vom 9. November 2010 - Rs. C-57/09 und 101/09 - NVwZ 2011, 285 Rn. 81;… dem folgend Urteil vom 7. Juli 2011 - BVerwG 10 C 26.10 - BVerwGE 140, 114 Rn. 35).
Denn soweit Kampfhandlungen von Kämpfern in einem innerstaatlichen bewaffneten Konflikts nicht von § 3 Abs. 2 Satz 1 Nr. 1 AsylVfG erfasst werden, erfüllen sie in der Regel auch nicht den Ausschlussgrund der schweren nichtpolitischen Straftat (Urteil vom 24. November 2009 a.a.O. Rn. 43).
Dazu, ob die bewaffneten Auseinandersetzungen zwischen der PKK und dem türkischen Staat im Südosten der Türkei Anfang der 1990er Jahre die Merkmale eines innerstaatlichen bewaffneten Konflikts i.S.d. Art. 8 Abs. 2 Buchst. d und f IStGH-Statut (vgl. dazu Urteil vom 24. November 2009 a.a.O. Rn. 33) erfüllten, hat das Berufungsgericht keine tatsächlichen Feststellungen getroffen.
Wie der Senat bereits in seinem Urteil vom 24. November 2009 - BVerwG 10 C 24.08 - (…zur Veröffentlichung in der Entscheidungssammlung BVerwGE vorgesehen - Rn. 31) ausgeführt hat, bestimmt sich die Frage, ob Kriegsverbrechen oder Verbrechen gegen die Menschlichkeit im Sinne des § 3 Abs. 2 Satz 1 Nr. 1 AsylVfG vorliegen, gegenwärtig in erster Linie nach den im Römischen Statut des Internationalen Strafgerichtshofs vom 17. Juli 1998 (BGBl 2000 II S. 1394, nachfolgend: IStGH-Statut) ausgeformten Tatbeständen dieser Delikte.
Verlangt wird ein gewisses Maß an Intensität und Dauerhaftigkeit des Konflikts, um den Eingriff in die Souveränität des betroffenen Staates zu rechtfertigen (vgl. Urteil vom 24. November 2009 a.a.O. Rn. 33 m.w.N.).
Art. 1 F Buchst. b GFK, auf den dieser Ausschlussgrund zurückzuführen ist, dient - wie bereits im Urteil des Senats vom 24. November 2009 näher ausgeführt (BVerwG 10 C 24.08 a.a.O. Rn. 25-41) - dem Ausschluss "gemeiner Straftäter".
Besteht keine eindeutige Verbindung zwischen dem Verbrechen und dem angeblichen politischen Ziel oder ist die betreffende Handlung in Bezug zum behaupteten politischen Ziel unverhältnismäßig, überwiegen nichtpolitische Beweggründe und kennzeichnen die Tat damit insgesamt als nichtpolitisch (vgl. Urteil vom 24. November 2009 - BVerwG 10 C 24.08 - a.a.O. Rn. 42).
vgl. BVerwG, Urteil vom 24. November 2009 - 10 C 24.08 -, BVerwGE 135, 252 (…juris Rn. 43).
vgl. BVerwG, Urteil vom 24. November 2009 - 10 C 24.08 -, BVerwGE 135, 252, juris Rn. 31 ff.
vgl. BVerwG, Urteile vom 24. November 2009 - 10 C 24.08 -, BVerwGE 135, 252, juris Rn. 41, und vom 4. September 2012 - 10 C 13.11 -, BVerwGE 144, 127, juris Rn. 20.
vgl. BVerwG, Urteil vom 24. November 2009 - 10 C 24.08 -, BVerwGE 135, 252, juris Rn. 42.
vgl. BVerwG, Urteile vom 4. September 2012 - 10 C 13.11 -, BVerwGE 144, 127, juris Rn. 29, und vom 24. November 2009 - 10 C 24.08 -, BVerwGE 135, 252, juris Rn. 34.
vgl. so Bundesverwaltungsgericht, Urteil vom 24. November 2009 - 10 C 24/08 -, veröffentlicht unter anderem in juris, siehe dort insbesondere Rn. 31.
vgl. Bundesverwaltungsgericht, Urteil vom 24. November 2009 - 10 C 24/08 -, veröffentlicht unter anderem in juris, siehe dort insbesondere Rn. 32.
Verlangt wird ein gewisses Maß an Intensität und Dauerhaftigkeit des Konflikts, um den Eingriff in die Souveränität des betroffenen Staates zu rechtfertigen, vgl. Bundesverwaltungsgericht, Urteil vom 24. November 2009 - 10 C 24/08 -, veröffentlicht unter anderem in juris, siehe dort insbesondere Rn. 33, der mit der völkerrechtlichen Strafbewehrung der in Art. 8 Abs. 2 Buchst. c) und e) IStGH-Statut beschriebenen Taten verbunden ist.
Parallelentscheidung zu dem Urteil, BVerwG, 2009-11-24, 10 C 24/08, das vollständig dokumentiert ist.
Im zweiten Tschetschenienkrieg habe er zusammen mit einem Onkel, dem Kläger im Verfahren BVerwG 10 C 24.08, in einer Gruppe, die dem Oberbefehl von B. unterstanden habe, gegen die Russen gekämpft.
Wegen der Einzelheiten der Begründung wird zur Vermeidung von Wiederholungen auf das Urteil des Senats vom gleichen Tag in der gemeinsam verhandelten Sache BVerwG 10 C 24.08 Bezug genommen; die dort den Onkel des Klägers betreffenden Ausführungen unter 2. (…Rn. 22 bis 44) gelten mit Ausnahme der Art. 7 IStGH-Statut betreffenden Passage unter c) bb) (…Rn. 37 bis 39) für den Kläger entsprechend.
Auch insoweit wird auf die Ausführungen in der Entscheidung BVerwG 10 C 24.08 unter 3. (…Rn. 45 bis 46) Bezug genommen.
VG München, 09.01.2018 - M 4 K 16.35642
Zuerkennung der Flüchtlingseigenschaft - Irak
VG Wiesbaden, 18.04.2013 - 7 K 987/12
Afghanistan, häusliche Gewalt, familiäre Gewalt, gewalttätiger Ehemann, …
VG Oldenburg, 13.04.2011 - 3 A 2966/09
Flüchtlingsanerkennung, Algerien, geschlechtsspezifische Verfolgung, soziale …

References: § 3
 § 51
 § 60
 § 60
 Art. 1
 Art. 33
 Art. 7
 Art. 8
 Art. 25
 Art. 27
 Art. 28
 § 108
 § 137
 § 144
 Art. 4
 Art. 8
 Art. 12
 Art. 14
 § 3
 § 60
 Art. 1
 Art. 33
 Art. 7
 Art. 8
 Art. 25
 Art. 27
 Art. 28
 § 108
 § 137
 § 144
 Art. 4
 Art. 8
 Art. 12
 § 3
 § 3
 § 3
 Art. 8
 § 3

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 Art. 8
 Art. 7