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Timestamp: 2016-12-10 07:25:14+00:00

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⭐GESCHÄFTSORDNUNG DES VORSTANDES BESCHLOSSEN AM 21. SEPTEMBER 2014 IN BERLIN.
GESCHÄFTSORDNUNG DES VORSTANDES BESCHLOSSEN AM 21. SEPTEMBER 2014 IN BERLIN.
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1 VORSTAND GESCHÄFTSORDNUNG DES VORSTANDES BESCHLOSSEN AM 21. SEPTEMBER 2014 IN BERLIN. PRÄAMBEL ABSCHNITT: ALLGEMEINE BESTIMMUNGEN Zweck Begriffsbestimmung Verantwortung Geschäftsverteilung und gegenseitige Vertretung Fachkommissionen, Beauftragte und weitere Gremien ABSCHNITT: VORSTANDSSITZUNGEN Teilnehmerinnen und Teilnehmer Einladung und vorbereitende Unterlagen Öffentliche Vorstandssitzungen Nicht-öffentliche Vorstandssitzungen Protokolle der Vorstandssitzungen Vorstandsklausuren und Telefonkonferenzen ABSCHNITT: BESCHLUSSFASSUNG Beschlussfähigkeit Beschlussfassung während der Vorstandssitzungen Beschlussfassung im schriftlichen Verfahren Beschlussfassung im ad-hoc-verfahren ABSCHNITT: SEKRETARIAT DER SEKTION Einrichtung einer Geschäftsstelle Organisationsprinzipien Geschäftsordnung Aufgaben und Pflichten ABSCHNITT: ÜBERGANGS- UND SCHLUSSBESTIMMUNGEN Geschäftsordnung des Sekretariates Veröffentlichung AMNESTY INTERNATIONAL Sektion der Bundesrepublik Deutschland e. V. Vorstand. Zinnowitzer Straße Berlin T: +49 (0) F: +49 (0) E: SPENDENKONTO Bank für Sozialwirtschaft. BLZ BIC-Nr. BFSWDE33XXX. IBAN-Code DE2 Seite 2 / 12 PRÄAMBEL Der Vorstand von Amnesty International Sektion der Bundesrepublik Deutschland e.v. hat gestützt auf die Satzung und den Arbeitsrahmen in der Erwägung, dass 1. die Arbeits- und Verfahrensweisen des Vorstandes transparent und vorhersehbar geregelt werden müssen, 2. Verantwortung zugeordnet werden muss, um eine ordnungsgemäße und reibungsfreie Zusammenarbeit zu gewährleisten, 3. wirtschaftliches Handeln sichergestellt und unnötige Kosten vermieden werden müssen, 1. das Haftungsrisiko für die Sektion und den Vorstand auf ein Minimum beschränkt werden muss, 2. die Motivation der Mitglieder sowie die Arbeitsfreude der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Sekretariats gefördert und so das Ansehen der Sektion weiter gesteigert werden müssen und 3. die Sektion insgesamt in der Lage sein muss, ihren satzungsgemäßen Beitrag zur Schaffung einer Welt, in der alle Menschen die in der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte und anderen internationalen Menschenrechtsinstrumenten festgeschriebenen Rechte genießen, zu leisten, diese Geschäftsordnung beschlossen.3 Seite 3 / ABSCHNITT: ALLGEMEINE BESTIMMUNGEN 1 ZWECK Zweck der Geschäftsordnung ist es, durch klare Verfahrensregelungen die Wahrnehmung der politischen Gesamtverantwortung des Vorstandes und die Transparenz von Diskussions- und Entscheidungsprozessen sicherzustellen sowie den in der Präambel dargelegten Grundsätzen Rechnung zu tragen. 2 BEGRIFFSBESTIMMUNG Im Sinne dieser Geschäftsordnung bezeichnet der Begriff 1. Sektion den Verein Amnesty International Sektion der Bundesrepublik Deutschland e.v.. 2. Internationale Organisation die Nicht-Regierungsorganisation Amnesty International nach Maßgabe des internationalen Statutes. 3. Vorstand den Gesamtvorstand nach Maßgabe des 8 der Satzung der Sektion, bestehend aus den Mitgliedern des geschäftsführenden Vorstandes und den weiteren Mitgliedern des Vorstandes. 4. Sekretariat die Geschäftsstelle der Sektion nach Maßgabe des 4. Abschnittes dieser Geschäftsordnung. 5. Generalsekretärin/Generalsekretär die Inhaberin/den Inhaber der Verantwortung für die inhaltlichen und politischen Handlungen (Inhaltlich-politischer Geschäftsbereich) des Sekretariats gegenüber dem Vorstand. 6. Geschäftsführerin/Geschäftsführer die Inhaberin/den Inhaber der Verantwortung für die Handlungen des Sekretariats gegenüber dem Vorstand, soweit sie nicht politisch oder inhaltlich sind (Organisatorischer Geschäftsbereich), 7. Abteilungsleiterin/Abteilungsleiter die leitenden Angestellten, auf die Generalsekretärin/Generalsekretär und Geschäftsführerin/Geschäftsführer ihre Verantwortung ganz oder teilweise delegieren können, 8. Mitarbeiterin/Mitarbeiter alle im Sekretariat Beschäftigten, die nicht Generalsekretärin/ Generalsekretär, Geschäftsführerin/Geschäftsführer oder Abteilungsleiterin/Abteilungsleiter sind, 9. Leitungsteam das Gremium bestehend aus der Generalsekretärin/dem Generalsekretär, der Geschäftsführerin/dem Geschäftsführer und den weiteren leitenden Angestellten. 3 VERANTWORTUNG (1) Der Vorstand trägt die Verantwortung dafür, dass 1. die Sektion und das Sekretariat die Satzung einhalten, 2. die Sektion und das Sekretariat die Beschlüsse der Jahresversammlung umsetzen, 3. die Sektion und das Sekretariat die Finanzen der Sektion ordnungsgemäß führen, 4. der Jahresversammlung ein Budgetentwurf vorgelegt wird, 5. für eine erfolgreiche, effektive und effiziente Arbeit der Sektion und des Sekretariats inhaltliche, strukturelle, strategische und organisatorische Rahmenbedingungen und Zielvorgaben entwickelt und fortgeschrieben werden,4 Seite 4 / 12 (2) Der Vorstand entscheidet gemäß des 3. Abschnitts dieser Geschäftsordnung gemeinsam über 1. den Ausschluss eines Mitglieds gemäß 3 der Satzung, 2. ihm von einzelnen Vorstandsmitgliedern wegen erheblicher Bedeutung vorgelegte Angelegenheiten, 3. nach dem Geschäftsverteilungsplan nicht ausschließlich in den Zuständigkeitsbereich eines Vorstandsmitglieds fallende Angelegenheiten, es sei denn, zwischen allen zuständigen Vorstandsmitgliedern besteht Einvernehmen, 4. Finanzfragen grundsätzlicher Bedeutung, 5. Fragen zur Arbeit zum eigenen Land und Interventionen in Bezug auf die Bundesrepublik Deutschland, 6. den Stellenplan des Sekretariats, 7. grundsätzliche Fragen in Bezug auf die Führung des Sekretariats und 8. die Einstellung und die Entlassung der Generalsekretärin/des Generalsekretärs sowie der Geschäftsführerin/des Geschäftsführers. (3) Im Übrigen delegiert der Vorstand seine Verantwortung grundsätzlich an das Sekretariat und zwar hinsichtlich des inhaltlich-politischen Geschäftsbereiches an die Generalsekretärin/den Generalsekretär und hinsichtlich des organisatorischen Geschäftsbereiches an die Geschäftsführerin/den Geschäftsführer. Insbesondere delegiert der Vorstand die Verantwortung für die Einstellung und Entlassung von Abteilungsleiterinnen und Abteilungsleitern im inhaltlich-politischen Geschäftsbereich an die Generalsekretärin/den Generalsekretär und im organisatorischen Geschäftsbereich an die Geschäftsführerin/den Geschäftsführer jeweils mit den Maßgaben, dass 1. der Vorstand mindestens 14 Tage im Voraus über anstehende Bewerbungsgespräche informieren wird, 2. das nach Geschäftsverteilungsplan federführend zuständige Vorstandsmitglied sämtliche Bewerbungsunterlagen erhält und am Bewerbungsverfahren sowie den -gesprächen teilnehmen kann, 3. der Vorstand mindestens sieben Tage vor Einstellung, Kündigung oder Durchführung einer sonstigen personellen Einzelmaßnahme informiert wird und 4. der Vorstand sich vorbehält gemäß 3 Abs. 2 Nr. 2 der Einstellung, Kündigung oder Durchführung einer sonstigen personellen Einzelmaßnahme zu widersprechen. (4) Der Vorstand delegiert die Verantwortung für die Einstellung und Entlassung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des inhaltlich-politischen Geschäftsbereiches an die Generalsekretärin/den Generalsekretär und die Verantwortung für die Einstellung und Entlassung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des organisatorischen Geschäftsbereiches an die Geschäftsführerin/den Geschäftsführer. (5) Die Generalsekretärin/den Generalsekretär und die Geschäftsführerin/der Geschäftsführer delegieren ihrerseits im Rahmen der Geschäftsordnung des Sekretariats die ihnen übertragene Verantwortung auf die ihnen unterstellten Abteilungsleiterinnen und Abteilungsleiter. Die Befugnis zur Delegation umfasst auch die arbeitsrechtliche Direktions- und Personalbefugnis. (6) Die Vorstandsmitglieder entscheiden eigenständig über Angelegenheiten und Beschwerden im5 Seite 5 / 12 Rahmen ihres Zuständigkeitsbereiches nach dem Geschäftsverteilungsplan soweit sie nicht von erheblicher Bedeutung sind. 4 GESCHÄFTSVERTEILUNG UND GEGENSEITIGE VERTRETUNG (1) Der Vorstand legt zu Beginn der Amtsperiode die Zuständigkeiten der Vorstandsmitglieder, soweit diese nicht bereits durch diese Geschäftsordnung bestimmt worden sind, durch einen Geschäftsverteilungsplan fest. (2) Ein verhindertes Vorstandsmitglied wird grundsätzlich wie folgt vertreten: 1. Die Vorstandssprecherin/der Vorstandssprecher durch die stellvertretende Vorstandssprecherin/den stellvertretenden Vorstandssprecher. 2. Die stellvertretende Vorstandssprecherin/der stellvertretende Vorstandssprecher durch das Vorstandsmitglied für Finanzen. 3. Das Vorstandsmitglied für Finanzen durch das Vorstandsmitglied für Länderarbeit. 4. Das Vorstandsmitglied für Länderarbeit durch das Vorstandsmitglied für Mitgliedschaft und Organisation. 5. Das Vorstandsmitglied für Mitgliedschaft und Organisation durch das Vorstandsmitglied für Öffentlichkeitsarbeit. 6. Das Vorstandsmitglied für Öffentlichkeitsarbeit durch das Vorstandsmitglied für politische Flüchtlinge. 7. Das Vorstandsmitglied für politische Flüchtlinge durch die Vorstandssprecherin/den Vorstandssprecher. 5 FACHKOMMISSIONEN, BEAUFTRAGTE UND WEITERE GREMIEN (1) Eine Fachkommission wird durch ein Vorstandsmitglied für seinen Zuständigkeitsbereich oder einen Teil davon berufen. Die erstmalige Einrichtung einer Fachkommission bedarf der Zustimmung des Vorstands. (2) Beauftragte des Vorstands sind Mitglieder der Sektion, die durch den Vorstand fest umrissene Aufgabenbereiche bearbeiten. Sie werden durch ein Vorstandsmitglied für seinen Zuständigkeitsbereich oder eine Teil davon berufen. Die erstmalige Berufung bedarf der Zustimmung des Vorstandes. (3) Fachkommissionen und Beauftragte haben gegenüber den berufenden Vorstandsmitgliedern beratenden Status. Sie verfügen darüber hinaus über keine Rechte nach Maßgabe dieser Geschäftsordnung. Die berufenden Vorstandsmitglieder und der Vorstand sind an die Voten der Fachkommissionen und Beauftragten nicht gebunden. (4) Fachkommissionen und Beauftragte berichten regelmäßig über ihre Arbeit. Der Vorstand hat diese Berichte auf geeignete Weise im Rechenschaftsbericht an die Jahresversammlung zu berücksichtigen. (5) Der Vorstand kann darüber hinaus weitere Gremien einrichten und einsetzen. Ihnen ist bei der Einsetzung ein Arbeitsrahmen zu geben.6 Seite 6 / ABSCHNITT: VORSTANDSSITZUNGEN 6 TEILNEHMERINNEN UND TEILNEHMER (1) Ständige Teilnehmerinnen und Teilnehmer an den Vorstandssitzungen sind 1. der Vorstand, 2. die von der Bezirkssprecherinnenkonferenz jeweils bestimmten Delegierten, 3. die Generalsekretärin/der Generalsekretär und 4. die Geschäftsführerin/der Geschäftsführer. (2) Einzuladende Gäste sind 1. die Kassenprüferinnen/Kassenprüfer, 2. die Mitglieder der Antragskommission, 3. die gewählten und benannten Mitglieder der Delegation zum Internationalen Rat, 4. die Mitglieder des Internationalen Exekutivkomitees aus der Sektion und 5. die Gremien und Beauftragten nach 5. (3) Mitglieder der Sektion dürfen an den öffentlichen Vorstandssitzungen teilnehmen und haben Rederecht. 7 EINLADUNG UND VORBEREITENDE UNTERLAGEN (1) Die Vorstandssprecherin/der Vorstandssprecher lädt schriftlich zu den Vorstandssitzungen ein. Die Einladung enthält Angaben über den Ort und die Zeit der Sitzung sowie eine vorläufige Tagesordnung. (2) Vorbereitende Unterlagen zu den Vorstandssitzungen sind die Beschluss-, Diskussions- und Informationsvorlagen und die Tätigkeitsberichte der Vorstandsmitglieder und der Generalsekretärin/des Generalsekretärs sowie der Geschäftsführerin/des Geschäftsführers. (3) Die Einladung und die vorbereitenden Unterlagen werden mindestens 14 Tage vor Sitzungsbeginn an den in 6 Abs. 1 bis 2 genannten Personenkreis versandt und sind den Sprecherinnen/Sprechern der Koordinationsgruppen und den Bezirken bekanntzumachen. (4) Nicht fristgerecht eingereichte Vorlagen werden nur behandelt, wenn der Vorstand die Befassung beschließt. 8 ÖFFENTLICHE VORSTANDSSITZUNGEN (1) Zu Beginn der Sitzung wird ein Vorstandsmitglied bestimmt, das die Sitzung leitet. Wird nichts bestimmt, übernimmt die Vorstandssprecherin/der Vorstandssprecher die Sitzungsleitung. Ferner wird ein Vorstandsmitglied bestimmt, welches für die Freigabe des Protokolls nach 10 zuständig ist. (2) Zu Beginn der Sitzung beschließt der Vorstand über die endgültige Fassung der Tagesordnung und genehmigt das vorläufige Protokoll der letzten Sitzung. (3) Anträge zur Sache und zum Verfahren (GO-Anträge) können nur durch Mitglieder des Vorstandes gestellt werden.7 Seite 7 / 12 9 NICHT-ÖFFENTLICHE VORSTANDSSITZUNGEN (1) Eine nicht-öffentliche Vorstandssitzung ist einzuberufen, wenn die Interessen und das Ansehen der Sektion geschädigt werden könnten oder es sachlich erforderlich ist. Für das Verfahren gilt 8 entsprechend. Alle Personen, die an nicht-öffentlichen Vorstandssitzungen teilnehmen, sind zur Verschwiegenheit verpflichtet. (2) Teilnahmeberechtigt an nicht-öffentlichen Vorstandssitzungen sind 1. der Vorstand, 2. die von der Bezirkssprecherinnenkonferenz jeweils bestimmten Delegierten, 3. die Generalsekretärin/der Generalsekretär, 4. die Geschäftsführerin/der Geschäftsführer und 5. die Kassenprüferinnen/Kassenprüfer sowie 6. weitere Teilnehmerinnen und Teilnehmer, deren Anwesenheit sachlich erforderlich ist. (3) Der Vorstand kann den Teilnehmendenkreis einschränken, wenn es der Schutz von Persönlichkeitsrechten erfordert oder arbeitsrechtliche Gründe gegeben sind. 10 PROTOKOLLE DER VORSTANDSSITZUNGEN (1) Das Protokoll enthält die endgültige Tagesordnung, eine kurze Zusammenfassung der wichtigen Diskussionspunkte sowie den Wortlaut aller Entscheidungen und die Korrekturen zum Protokoll der vorherigen Sitzung. (2) Bis zur Genehmigung des Protokolls durch den Vorstand bleibt das Protokoll vorläufig. (3) Das nach 8 Abs. 1 bestimmte Vorstandsmitglied ist für die Freigabe des vorläufigen Protokolls zuständig, außerdem ist es für die Erstellung eines Berichts über die Sitzung für das Amnesty Intern verantwortlich. (4) Das vorläufige Protokoll der öffentlichen Vorstandssitzung soll spätestens drei Wochen nach der Sitzung an den Personenkreis nach 6 Abs. 1 bis 2 versandt werden. (5) Der Versand des vorläufigen Protokolls der nicht-öffentlichen Vorstandssitzung erfolgt durch die Vorstandssprecherin/den Vorstandssprecher grundsätzlich an die jeweils Anwesenden. 11 VORSTANDSKLAUSUREN UND TELEFONKONFERENZEN (1) An Vorstandsklausuren und Telefonkonferenzen, zu denen die Vorstandssprecherin/der Vorstandssprecher einlädt, nimmt außer dem Vorstand nur teil, wer zur Teilnahme eingeladen wird. (2) Der Vorstand hat die Themen, die während Vorstandsklausuren und Telefonkonferenzen behandelt werden der Sektion auf geeignete Weise bekannt zu machen.8 Seite 8 / ABSCHNITT: BESCHLUSSFASSUNG 12 BESCHLUSSFÄHIGKEIT (1) Beschlüsse können nur während Vorstandssitzungen nach 8 und 9, im schriftlichen Verfahren nach 14 oder im ad-hoc-verfahren nach 15 gefasst werden. (2) Der Vorstand ist beschlussfähig, wenn mindestens zwei Drittel seiner Mitglieder anwesend sind oder am schriftlichen Verfahren teilgenommen haben bzw. das ad-hoc-verfahren ordentlich zustande gekommen ist. 13 BESCHLUSSFASSUNG WÄHREND DER VORSTANDSSITZUNGEN (1) Die Beschlussfassung wird eingeleitet durch eine Beschlussvorlage. Beschlussvorlagen müssen als solche gekennzeichnet sein, den eindeutigen Wortlaut des angestrebten Beschlusses, eine Begründung und gegebenenfalls Angaben über die finanziellen Auswirkungen enthalten. (2) Beschlussvorlagen die nicht durch Mitglieder des Vorstandes, die Generalsekretärin/den Generalsekretär oder durch die Geschäftsführerin/den Geschäftsführer eingebracht werden, können vom Vorstand behandelt werden. (3) Alle Beschlüsse werden mit einfacher Mehrheit gefasst. Bei Stimmengleicht gilt eine Beschlussvorlage als abgelehnt. (4) Bei der Beschlussfassung hat der Vorstand das gemeinschaftliche Votum der Delegierten der Bezirkssprecherinnenkonferenz besonders zu berücksichtigen. 14 BESCHLUSSFASSUNG IM SCHRIFTLICHEN VERFAHREN (1) Eine Beschlussfassung kann im schriftlichen Verfahren erfolgen, wenn dies aus terminlichen oder anderen Gründen notwenig ist. (2) Das schriftliche Verfahren wird durch die Übermittlung einer Vorlage (Beschlussvorlage Schriftliches Verfahren) eines Vorstandsmitgliedes an den Vorstand eingeleitet. Die Vorlage ist darüber hinaus auch den Kassenprüferinnen/den Kassenprüfern, dem Präsidium der Bezirkssprecherinnenkonferenz und der Generalsekretärin/dem Generalsekretär sowie der Geschäftsführerin/dem Geschäftsführer zu übermitteln. (3) Die Vorlage muss den eindeutigen Wortlaut der gewünschten Entscheidung, eine sachliche Begründung, eine Begründung für das schriftliche Verfahren und gegebenenfalls Angaben über die finanziellen Auswirkungen erhalten. (4) In der Vorlage ist eine Frist, die sieben Tage nicht unterschreiten soll, anzugeben, bis zu welchem Zeitpunkt spätestens Einwände gegen die Durchführung des schriftlichen Verfahrens und die inhaltlichen Voten der Vorstandsmitglieder vorliegen müssen. (5) Der Vorstand entscheidet nach Eingang aller Einwände gegen die Durchführung des schriftlichen Verfahrens und der inhaltlichen Voten, spätestens aber nach Ablauf der gemäß Abs. 4 bestimmten Frist, mit der Mehrheit seiner Mitglieder, ob auf die Vorlage hin eine Entscheidung getroffen werden kann und stellt das Abstimmungsergebnis fest.9 Seite 9 / 12 (6) Reagiert ein Vorstandsmitglied innerhalb der Frist nach Abs. 4 nicht, so wird dies als Enthaltung gewertet. Bei Stimmengleichheit ist der Antrag auf Einleitung des schriftlichen Verfahrens abgelehnt, gleiches gilt bei Stimmengleichheit hinsichtlich der inhaltlichen Voten. (5) Bei Annahme der Vorlage wird der Beschluss als Anlage zum Protokoll der nächsten öffentlichen Vorstandssitzung veröffentlicht. 15 BESCHLUSSFASSUNG IM AD-HOC-VERFAHREN (1) Der ad-hoc-ausschuss besteht aus 1. dem geschäftsführenden Vorstand, 2. dem Vorstandsmitglied für Finanzen und 3. dem jeweils nach Geschäftsverteilungsplan zuständigen Vorstandsmitglied (2) Der ad-hoc-ausschuss kann Beschlüsse fassen, die eine unverzügliche Beschlussfassung erfordern, bei denen aber eine Behandlung nach 13 oder 14 aus zeitlichen Gründen nicht möglich ist. (3) Der ad-hoc-ausschuss ist nicht berechtigt, zu Themen und Verhandlungsgegenständen nach 3 Abs. 2 Beschlüsse zu fassen. (4) Das ad-hoc-verfahren wird durch die Übermittlung einer Vorlage (Beschlussvorlage ad-hoc- Verfahren) eines Vorstandsmitgliedes nach Abs. 1, der Generalsekretärin/des Generalsekretärs oder der Geschäftsführerin/des Geschäftsführers an den ad-hoc-ausschuss eingeleitet. (5) Die Vorlage muss den Wortlaut der gewünschten Entscheidung, eine inhaltliche Begründung, eine Begründung für das ad-hoc-verfahren und Angaben über die finanziellen Auswirkungen enthalten. (6) Der Beschluss kommt zustande, wenn kein Mitglied des ad-hoc-ausschusses der Vorlage widerspricht. (7) Die Vorstandssprecherin/der Vorstandssprecher ist verantwortlich für die unverzügliche sofort Information der anderen Vorstandsmitglieder, der Kassenprüferinnen/der Kassenprüfer, des Präsidiums der Bezirkssprecherinnenkonferenz und der Generalsekretärin/des Generalsekretärs sowie der Geschäftsführerin/des Geschäftsführers. (8) Bei Annahme der Vorlage wird der Beschluss als Anlage zum Protokoll der nächsten öffentlichen Vorstandssitzung veröffentlicht.10 Seite 10 / ABSCHNITT: SEKRETARIAT DER SEKTION 16 EINRICHTUNG EINER GESCHÄFTSSTELLE (1) Der Vorstand richtet ein Sekretariat der Sektion ein, welches die Aufgaben einer Geschäftsstelle für die Sektion wahrnimmt. (2) Das Sekretariat wird durch die Generalsekretärin/den Generalsekretär und die Geschäftsführerin/den Geschäftsführer geleitet. (3) Das Leitungsteam unterstützt die Generalsekretärin/den Generalsekretär in inhaltlich-politischen Fragen und den Geschäftsführer/die Geschäftsführerin in administrativen sowie alle sonstigen Angelegenheiten der Geschäftsführung. (4) Die Generalsekretärin/der Generalsekretär und die Geschäftsführerin/der Geschäftsführer können die ihnen durch den Vorstand übertragenen Aufgaben und Pflichten grundsätzlich im Einklang mit 3 Abs. 5 im Rahmen der Organisations- und Geschäftsverteilung an leitende Angestellte delegieren. 17 ORGANISATIONSPRINZIPIEN Die Generalsekretärin/der Generalsekretär und die Geschäftsführerin/der Geschäftsführer haben sicherzustellen und darüber hinaus darauf hinzuwirken, dass 1. relevante gesetzliche, insbesondere arbeitsrechtliche, Regelungen, Verordnungen und Regelungen der Sektion eingehalten werden, 2. die International Non Governmental Organisations Accountability Charter und die Geschäftsgrundsätze für die Bekämpfung von Korruption von Transparency International umgesetzt werden. 3. die Personalkosten (notwendige und freiwillige Personalaufwendungen unter Einschluss von Reise- und Fortbildungskosten) nicht mehr als dreißig Prozent der gemittelten Sektionseinnahmen der beiden vorangegangenen Jahre zuzüglich Inflationsrate des Vorjahres betragen. 4. sich die Arbeit des Sekretariats nach den von der Jahresversammlung und dem Vorstand beschlossenen strategischen Planungsinstrumenten und -beschlüssen richtet und die Beschlüsse der Jahresversammlung und des Vorstands umgesetzt werden. 18 GESCHÄFTSORDNUNG (1) Die Generalsekretärin/Der Generalsekretär und die Geschäftsführerin/der Geschäftsführer erlassen für das Sekretariat eine Geschäftsordnung, welche ein Organigramm, einen Geschäftsverteilungsplan und einen Aktenplan beinhaltet. (2) Die Geschäftsordnung und ihre Änderung bedürfen der Zustimmung des Vorstandes. (3) Die Geschäftsordnung des Sekretariats hat sich in ständigem Einklang mit dieser Geschäftsordnung und den anderen Regelungen der Sektion zu befinden. 19 AUFGABEN UND PFLICHTEN (1) Die Generalsekretärin/der Generalsekretär vertritt die Sektion inhaltlich und politisch nach außen. Die Geschäftsführerin/der Geschäftsführer vertritt die Sektion nach 164 bis 181 BGB11 Seite 11 / 12 nach außen, soweit dem gesetzliche Regelungen, die Satzung oder andere Regelungen der Sektion nicht entgegenstehen. (2) Die Generalsekretärin/der Generalsekretär ist verantwortlich für die operationale Planung der inhaltlichen und politischen Handlungen des Sekretariats auf Grundlage der Jahresversammlungs- und Vorstandesbeschlüsse. Diese Planung ist dem Vorstand zur Kenntnisnahme vorzulegen. (3) Die Geschäftsführerin/der Geschäftsführer ist verantwortlich für die Entwicklung und Fortschreibung genereller Richtlinien zur Regelung von Standardprozessen und administrativen Abläufen sowie des Beschwerdemanagements. Diese Richtlinien sind dem Vorstand zur Kenntnisnahme vorzulegen. (4) In der Geschäftsordnung des Sekretariats ist die Rolle des Leitungsteams nach Abs. 2 und 3 festzulegen. (5) Die Geschäftsführerin/der Geschäftsführer ist für die Umsetzung und Kontrolle des Budgets verantwortlich. (6) Verschiebungen zwischen Sekretariatskostenstellen sowie der Abschluss einzelner oder zusammenhängender budgetwirksamer Rechtsgeschäfte und Projekte entsprechender Größe sind wie folgt zu genehmigen: 1. > Euro durch die Geschäftsführerin/den Geschäftsführer 2. > Euro durch das Vorstandsmitglied für Finanzen 3. > Euro durch den geschäftsführenden Vorstand 4. > Euro durch den Vorstand (7) Der Vorstand erhält regelmäßig Berichte. Diese Berichte umfassen die inhaltliche und politische Arbeit des Sekretariats, die Umsetzung von Jahresversammlungs- und Vorstandsbeschlüssen, die finanzielle Entwicklung der Sektion, Mitgliedschafts- und Unterstützerinnen-/Unterstützerentwicklung, Entwicklungen im Bereich der internationalen Organisation, Personalfragen, laufende Projekte sowie die Berichte der Geschäftsbereiche.12 5. ABSCHNITT: ÜBERGANGS- UND SCHLUSSBESTIMMUNGEN 20 GESCHÄFTSORDNUNG DES SEKRETARIATES Seite 12 / 12 Bis zur Genehmigung der Geschäftsordnung des Sekretariats durch den Vorstand bleiben die Bestimmungen der Geschäftsordnung für das Sekretariat in der Fassung vom 17. April 2011 in Kraft, sofern diese durch diese Geschäftsordnung nicht neu geregelt, ergänzt, geändert oder aufgehoben wurden. 21 VERÖFFENTLICHUNG Diese Geschäftsordnung wird im Amnesty-Intern, dem Intranet der Sektion und auf dem Internetauftritt der Sektion veröffentlicht. Ähnliche Dokumente
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