Source: https://www.bochum.de/C125830C0038F229/vwContentByKey/W28V8HAA876BOCMDE
Timestamp: 2020-04-01 17:24:47+00:00

Document:
Sprengstoffschein | Stadt Bochum
Sie sind Jäger oder Mitglied im Schützenverein und wollen Ihre Munition selbst herstellen?
Sie wollen einen Lehrgang besuchen, um die Sachkunde für den Umgang mit Schwarz-, Böller- oder Nitrozellulosepulver zu erwerben, und benötigen hierzu eine Unbedenklichkeitsbescheinigung nach § 34 Absatz 2 der Ersten Verordnung zum Sprengstoffgesetz?
Unbedenklichkeitsbescheinigung nach § 34 Absatz 2 der Ersten Verordnung zum Sprengstoffgesetz
Die Sachkunde für den Umgang mit Schwarz-, Böller- oder Nitrozellulosepulver kann in Lehrgängen erworben werden, die von privaten Lehrgangsträgern angeboten werden. Bei Lehrgangsbeginn ist dem Lehrgangsträger eine sogenannte Unbedenklichkeitsbescheinigung vorzulegen, die von der zuständigen Behörde ausgestellt wird.
Die Unbedenklichkeitsbescheinigung nach § 34 Absatz 2 der Ersten Verordnung zum Sprengstoffgesetz wird bei Vorliegen nachstehender Voraussetzungen erteilt:
Vollendung des 21. Lebensjahres (Ausnahmen sind auf Antrag möglich)
zwingender Wohnsitz in Bochum
Vor Erteilung der Unbedenklichkeitsbescheinigung wird die sprengstoffrechtliche Zuverlässigkeit durch die zuständige Behörde geprüft. Die Zuverlässigkeit wird durch Anfragen beim Bundeszentralregister und der zuständigen Polizei überprüft.
Persönliches Erscheinen ist unbedingt erforderlich; der Personalausweis ist mitzubringen.
Die Unbedenklichkeitsbescheinigung muss circa vier bis sechs Wochen vor Lehrgangsbeginn beantragt werden.
Erlaubnis nach § 27 Sprengstoffgesetz
Die Erlaubnis nach § 27 Sprengstoffgesetz wird bei Vorliegen nachstehender Voraussetzungen erteilt:
die erforderliche Zuverlässigkeit besitzen. Die Zuverlässigkeit wird durch Anfragen beim Bundeszentralregister und der zuständigen Polizei überprüft.
körperlich geeignet sein.
die Fachkunde durch die Teilnahme an einem staatlich anerkannten Lehrgang nachweisen.
Deutscher Staatsbürger, EG-Bürger sein oder seinen Wohnsitz / gewöhnlichen Aufenthalt seit mindestens drei Jahren ununterbrochen im Geltungsbereich dieses Gesetzes gehabt haben.
ein berechtigtes wirtschaftliches, berufliches oder sonst begründetes Interesse am Umgang mit explosionsgefährlichen Stoffen oder am Erwerb nachweisen.
Das Bedürfnis kann anerkannt werden, wenn Sie
als Mitglied einer schießsportlichen Vereinigung mindestens sechs Monate regelmäßig und mit Erfolg am Übungsschießen teilgenommen haben. Dies ist durch eine Bestätigung der schießsportlichen Vereinigung nachzuweisen.
Inhaber eines Jagdscheines sind.
§ 27 Sprengstoffgesetz
§ 34 Absatz 2 der Ersten Verordnung zum Sprengstoffgesetz
Die Erlaubnis nach § 27 Sprengstoffgesetz berechtigt grundsätzlich zum Erwerb, Verbringen innerhalb der Bundesrepublik, zur Aufbewahrung, Verwendung und Vernichtung von Treibladungspulver im privaten Bereich.
Für den gewerblichen Bereich ist die Bezirksregierung Arnsberg, Ruhrallee 1 - 3, 44139 Dortmund (ehemaliges Staatliches Amt für Arbeitsschutz Dortmund) zuständig.
das Antragsformular (gegebenenfalls nebst Anlage, Erklärung und / oder Fragebogen)
Ihr Zeugnis über die erfolgreiche Teilnahme an einem staatlich anerkannten Lehrgang
einen Bedürfnisnachweis
Antrag auf Erteilung einer Unbedenklichkeitsbescheinigung nach § 34 Absatz 2 der 1. VO zum Sprengstoffgesetz
Antrag auf Erteilung einer Erlaubnis nach § 27 des Sprengstoffgesetzes
Die Verwaltungsgebühr für die Erteilung der Unbedenklichkeitsbescheinigung beträgt 40,- Euro.
Zusätzlich entstehen Kosten für die Zuverlässigkeitsprüfung in Höhe von 30,- Euro bis 250,- Euro
bis 1 Kilogramm: 50,- Euro
über 1 Kilogramm bis 25 Kilogramm: 100,- Euro
über 25 Kilogramm: 150,- Euro
Die Kosten für die Verlängerung der Sprengstofferlaubnis betragen 40,- Euro.
Zusätzlich entstehen Kosten für die Zuverlässigkeitsprüfung in Höhe von 30,- Euro bis
250,- Euro.

References: § 34
 § 34
 § 34
 § 27
 § 27

§ 27

§ 34
 § 27
 § 34
 § 27