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Timestamp: 2018-08-19 07:20:12+00:00

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Einmessung nach § 68 (3) BbgBO
Geschäftsbuch-Nummer
Straßenlandabtrennung
VermessungsgebÃ¼hrennordnung
Bei oberirdischen Gebäuden müssen vor den Außenwänden Abstandsflächen zur Grundstücksgrenze freigehalten werden. Diese werden nach der Wandhöhe berechnet. Abstandsflächen müssen auf dem Grundstück selbst liegen und dürfen sich nicht überdecken. Eine Abstandsfläche ist nicht erforderlich, wenn das Gebäude direkt an der Grundstücksgrenze gebaut werden darf.
Widerspricht die geplante Teilung der brandenburgischen Bauordnung, so ist bei der zuständigen Bauaufsichtsbehörde ein Abweichungsantrag nach § 60 BbgBO zu stellen, z.B. bei sich überschneidenden Abstandsflächen. Der Antrag auf Abweichung wird im Normalfall vom Öffentlich bestellten Vermessungsingenieur eingereicht.
Die offizielle Bezeichnung "automatisiertes Liegenschaftsbuch" für das automatisierte Katasterbuchwerk wurde im Jahre 1976 von der AdV beschlossen. Das ALB ist wie die ALK Hauptbestandteil des automatisierten Informationssystems im Liegenschaftskataster. Im ALB sollen die beschreibenden Angaben des automatisierten Liegenschaftskatasters in einer den Zielvorstellungen der Grundstücksdatenbank entsprechenden Weise geführt werden.
Für das ALB bedeutet das im einzelnen:
1. Beseitigung von Mehrfachnachweisen
2. Vereinheitlichung der Nachweise
3. Übernahme der Fortführung der ALK unter Vermeidung der bisherigen manuellen Zwischenschritte in einem möglichst ununterbrochenen Datenfluß (vertikale Integration)
4. Aktualisierung der Fortführung
6. flexible Ausgabe
7. Kombination von Daten
8. Aggregation von Daten
9. Entfallen des bisherigen gegenseitigen Mitteilungsverfahren mit der manuellen Übernahme von Daten anderer Bereiche in das ALB und Fortfall der Abgabe von Katasterdaten an andere Verwaltungen in besonderen Ausfertigungen, Verzeichnissen uä. Durch eine integrierte Datenverarbeitung, Verknüpfung oder Datenaustausch mit anderen Bereichen (horizontale Integration)
Die automatisierte Liegenschaftskarte ist so einzurichten und fortzuführen, daß es den Anforderungen des Rechtsverkehrs, der Verwaltung und der Wirtschaft an ein Basissystem gerecht wird.
Hauptbestandteile dieses automatisierten Informationssystems (Grundstücksdatenbank) ist das Automatisierte Liegenschaftsbuch (ALB) und die ALK.
Vom Inhalt und Umfang her umfaßt die ALK mehr als das analog erfaßte Vermessungszahlen- und Flurkartenwerk. In der ALK sollen die vermessungs- und katastertechnischen Angaben des automatischen Liegenschaftskatasters in einer den Zielvorstellungen der Grundstücksdatenbank entsprechenden Weise geführt werden.
Bereits im Jahre 1975 hat die AdV in ihrem Soll-Konzept Band 2 - Automatisierte Liegenschaftskarte - den Begriff "Automatisierte Liegenschaftskarte" (damals allerdings noch als Arbeitstitel) eingeführt.
Der Amtliche Lageplan zum Baugesuch enthält Tatbestände an Grund und Boden, die durch vermessungstechnische Ermittlungen festgestellt worden sind oder auf solche Ermittlungen zurückgehen und die mit öffentlichem Glauben beurkundet sind. Zusätzlich kann er die Eintragung des geplanten Projektes beinhalten. Der amtliche Lageplan ist als Bestandteil des Bauantrages beim Bauordnungsamt einzureichen. Er ist von einem Öffentlich bestellten Vermessungsingenieur oder einer behördlichen Vermessungsstelle, die zur Liegenschaftsvermessung befugt ist, anzufertigen.
Wenn ein Flurstück geteilt wurde, werden die Meßergebnisse beim Katasteramt zur Übernahme in das Liegenschaftskataster eingereicht. Bei Übernahme in das Liegenschaftskataster bescheinigt das Katasteramt die Bildung neuer Flurstücke durch Auflassungsschriften. Erst wenn die Auflassung erteilt ist, werden auf Antrag im Grundbuch für die neu entstandenen Flurstücke Grundbuchblätter angelegt.
(siehe auch Auflassung) Die Auflassungsvormerkung stellt eine Anspruchssicherung des Käufers dar. Sie wird notariell beurkundet und im Grundbuch eingetragen. Diese Eintragung dauert in der Regel 6 bis 8 Wochen.
Zur Beantragung einer Vermessungsleistung wird dem Antragsteller eine Auftragsbestätigung zugesandt, in der die Geschäftsbuch-Nummer, der Name des Antragstellers, der Name des Gebührenpflichtigen, die Art der Messung sowie die Abrechnungsgrundlage aufgeführt ist. Ein Durchschlag dieser Auftragsbestätigung muß dann an das Vermessungsbüro zurückgesandt werden. Der Auftrag gilt somit als erteilt.
ALKIS ist das neue Amtliche Liegenschaftskatasterinformationssystem.
Bisher wurden die Nachweise des Liegenschaftskatasters mit den Verfahren Automatisiertes Liegenschaftsbuch (ALB) und Automatisierte Liegenschaftskarte (ALK) verarbeitet und bereitgestellt. Nun werden alle Daten des Liegenschaftskatasters zusammengeführt und auf ALKIS umgestellt. Die AdV hatte hierzu die grundlegenden Rahmenvorgaben beschlossen und organisiert fortan die Pflege des Datenmodells. Das bundeseinheitliche Verfahren ALKIS ist gemeinsam mit dem Amtlichen Kartographisch Topographischen Informationssystem ATKIS und dem Amtlichen Festpunktinformationssystem AFIS im AAA-Modell formuliert und wird in der GeoInfoDok beschrieben.
Die ersten Länder haben mit der Einführung von ALKIS begonnen. Das Land Brandenburg hat zum 1. März 2013 ALKIS als den amtlichen Katasternachweis eingeführt.
Die raumbezogenen (Karten-) und nicht-raumbezogenen (Buch-) Daten werden systemtechnisch verbunden und redundanzfrei geführt. Hierdurch sind die Prozesse von der Erfassung über die Datenführung bis zur Ausgabe ohne Medienbrüche realisiert.
Mit der datentechnischen Vernetzung von AFIS, ALKIS und ATKIS wird ein Geobasisinformationssystem geschaffen, das in der Geodateninfrastruktur Deutschland (GDI-DE) einen wesentlichen Bestandteil darstellt.
Die Brandenburgische Bauordnung unterscheidet 3 Verfahrensarten:
Wohngebäude geringer oder mittlerer Höhe
Zu den baubegleitenden Vermessungsarbeiten werden die Grobabsteckung , die Feinabsteckung und die Einmessung nach § 68 (3) BbgBO gezählt.
Die Baugenehmigung wird vom Bauordnungsamt erteilt. Sie ist die Folge eines genehmigten Bauantrags. Die Baugenehmigung umfaßt einen schriftlichen Teil sowie die genehmigten Planungsunterlagen einließlich amtl. Lageplan. Die Baugenehmigung wird vom Vermessungsbüro benötigt, wenn Absteckarbeiten oder Einmessungen der Gebäude durchgeführt werden sollen.
Das Bauordnungsamt ist die staatliche Bauaufsichts- und Genehmigungsbehörde des Landkreises. Es ist zuständig für alle bauaufsichtlichen Verfahren wie z.B. Erteilung von Baugenehmigungen und Bauvoranfragen, Bearbeitung von Abweichungsanträgen und Genehmigung von Nutzungsänderungen etc. Das Bauordnungsamt für den Landkreis Märkisch-Oderland hat seinen Sitz in der Klosterstraße 14 in Strausberg.
Im BDVI haben sich die Öffentlich bestellten Vermessungsingenieure in Deutschland zusammengeschlossen, um ihre Interessen gemeinsam zu vertreten. Der BDVI hat derzeit ca. 1300 Mitglieder. Weitere Informationen zum BDVI finden sie hier .
Ein Bebauungsplan wird von der jeweiligen Gemeinde erstellt und enthält rechtsverbindliche Festsetzungen für die städtebauliche Ordnung (z.B. Art und Maß der baulichen Nutzung, Angaben über die Führung von Versorgungsanlagen und -leitungen, usw.). Die Gemeinde beschließt den Bebauungsplan als Satzung.
Beteiligte sind die Eigentümer der von der Feststellung oder Abmarkung der Grenzen betroffenen Grundstücke. Inhaber grundstücksgleicher Rechte (z.B. Erbbauberechtigte) und im Grundbuch eingetragenen Nutzungsrechte sind Beteiligte, wenn ihre Rechte betroffen werden.
Dienstbarkeiten sind Belastungen eines Grundstückes, die einem anderen (z.B. dem Nachbarn) gewisse Benutzungsrechte einräumen oder den Eigentümer zur Unterlassung bestimmter Benutzungsrechte verpflichten. Dienstbarkeiten werden im Grundbuch eingetragen. Dienstbarkeiten sind in der Regel in folgenden Fällen erforderlich:
- ein notwendiger Weg oder eine notwendige Zufahrt, insbesondere die Feuerwehrzufahrt, führt über ein anderes Grundstück
- die notwendigen Erschließungsleitungen führen über ein anderes Grundstück
- die Abstandsflächen erstrecken sich auf ein Nachbargrundstück
- erforderliche Kfz-Stellplätze werden auf einem anderen Grundstück nachgewiesen
Gemäß § 68 Absatz 3 der Brandenburgischen Bauordnung muß vor Baubeginn die Grundfläche der baulichen Anlage abgesteckt und ihre Höhenlage festgelegt sein. Die Einhaltung der festgelegten Grundfläche und Höhenlage ist der Bauaufsichtsbehörde binnen zwei Wochen nach Baubeginn durch eine Einmessung nachzuweisen. Die Einmessung kann u.a. durch einen Öffentlich bestellten Vermessungsingenieur durchgeführt werden.
Bei der Feinabsteckung wird die Grundfläche der baulichen Anlage in die Örtlichkeit übertragen. Die Feinabsteckung erfolgt nach den Angaben der Baugenehmigung und den Festlegungen des Architekten in den Projektunterlagen (Bauzeichnungen). Eine Feinabsteckung erfolgt in der Regel auf bauseits vorhandene Schnurgerüste. Neben der Lage wird in der Regel die Höhe Oberkantefertigfußboden angegeben.
Ein Flächennutzungsplan dient der Vorbereitung eines Bebauungsplanes. Er enthält Angaben über die sich aus der beabsichtigten städtebaulichen Entwicklung ergebende Art der Bodennutzung nach den voraussehbaren Bedürfnissen der Gemeinde. Der Flächennutzungsplan ist jedoch nicht so detailliert ausgearbeitet wie der Bebauungsplan.
(siehe Gemarkung, Flur, Flurstück)
Die Flurkarte, auch als Liegenschaftskarte bezeichnet, ist ein Teil des Liegenschaftskatasters. In der Flurkarte sind die Grenzen aller Flurstücke und alle eingemessenen Gebäude ersichtlich. Die Flurkarte wird vom Katasteramt ständig aktualisiert.
Alle Gebäude, die nach Inkrafttreten des Vermessungs- und Liegenschaftsgesetzes errichtet wurden, unterliegen der gesetzlichen Gebäudeeinmessungspflicht.
Wird auf einem Grundstück ein Gebäude errichtet oder in seinem Grundriß verändert, so hat der jeweilige Eigentümer, Nutzungs- oder Erbbauberechtigte auf seine Kosten das Gebäude oder die Grundrißveränderung durch die Katasterbehörde oder durch einen Öffentlich bestellten Vermessungsingenieur einmessen zu lassen.
Die Gemarkung ist die Bezeichnung für einen Bezirk des Liegenschaftskatasters, der eine örtlich zusammenhängende Gruppe von Fluren einer Gemeinde umfaßt. Eine Gemarkung ist in mehrere Flure unterteilt. Das Flurstück ist wiederum ein begrenzter Teil einer Flur, der im Liegenschaftskataster unter einer besonderen Bezeichnung geführt wird. Es ist die kleinste Buchungseinheit des Liegenschaftskatasters. Flurstücke werden auf Antrag oder, wenn es für die Führung des Liegenschaftskatasters zweckmäßig ist, von Amts wegen gebildet. Ein Grundstück kann aus mehreren Flurstücken bestehen.
Als Geschäftsbuch-Nummer wird das Aktenzeichen eines Auftrags zur Vermessung genannt. Die Geschäftsbuch-Nummer dient der Vereinfachung der Auftragsverwaltung und sollte bei jedem Schreiben bzw. Telefonat angegeben werden.
Die Grenzanzeige setzt das Vorliegen festgestellter Grenzen voraus (siehe auch Grenzfeststellung). Eine Entscheidung über den rechtmäßigen Grenzverlauf wird nicht herbeigeführt. Eine Grenzanzeige kann beantragt werden, wenn z.B. das Grundstück eingezäunt werden soll. Bei der Grenzanzeige werden nur die Grenzpunkte in der Örtlichkeit angezeigt. Abmarkungen werden nicht vorgenommen. Bei Grenzstreitigkeiten reicht jedoch eine Grenzanzeige nicht aus. Hier muß eine Grenzherstellung durchgeführt werden.
Nach der Fertigstellung des Bauwerkes kann der Öffentlich bestellte Vermessungsingenieur eine Grenzbescheinigung ausstellen. Aus einer Grenzbescheinigung geht hervor, daß das Bauwerk im richtigen Abstand zur Grenze gebaut wurde. Eine Grenzbescheinigung wird von vielen Darlehensgebern verlangt.
Wird die Lage einer bestehenden noch nicht als festgestellt geltenden Flurstücksgrenze in der Örtlichkeit bestimmt und gesichert aufgemessen, so wird die Grenze erstmalig 'ermittelt'. Wird die so ermittelte Grenze von den Beteiligten in einer Grenzniederschrift anerkannt, so spricht man von 'Grenzfeststellung'. Stehen für die Grenzermittlung keine unmittelbar gemessenen ober aus Abszissen- und Ordinatenmaßen abgeleiteten Grenzlängen oder Katastermaße zur Verfügung oder enthält der Katasternachweis Widersprüche oder versagt er vollkommmen, so müssen in diesen Fällen die örtlichen Verhältnisse und Aussagen der Beteiligten herangezogen werden.
Eine Flurstücksgrenze ist festgestellt, wenn ihre Lage ermittelt (Grenzermittlung) und das Ergebnis der Grenzermittlung von den Beteiligten anerkannt ist oder als anerkannt gilt (siehe auch Grenztermin). Die Grenzfeststellung ist ein zustimmungsbedürftiger, beurkundender Verwaltungsakt.
Bei der Grenzherstellung wird die Lage von festgestellten Flurstücksgrenzen in der Örtlichkeit wieder hergestellt und, wenn Grenzpunkte nicht mehr vorhanden sind, werden diese neu abgemarkt. Die Beteiligten stimmen der vorgenommenen Abmarkung im Grenztermin zu.
In einem Grenztermin ist den Beteiligten Gelegenheit zu geben, sich über das Ergebnis der Grenzermittlung unterrichten zu lassen und die zur Feststellung von Flurstücksgrenzen notwendigen Anerkennungserklärungen abzugeben. Hierbei wird ihnen auch die Abmarkung ihrer Flurstücksgrenzen bekanntgegeben.
- nicht festgestellte Flurstücksgrenzen ermittelt (Grenzermittlung)
(siehe Grundbuch)
(siehe Einmessung nach § 68 (3) Bbg.BO)
Im Verkehrssinn ist ein Grundstück eine zusammenhängende, wirtschaftlich und rechtlich einheitliche Bodenfläche. Im Rechtssinn nach BGB ist ein Grundstück ein räumlich abgegrenzter Teil der Erdoberfläche, der auf einem besonderen Grundbuchblatt oder auf einem gemeinschaftlichen Grundbuchblatt unter einer besonderen Nummer der Bestandsverzeichnisses gebucht ist. Dies gilt auch dann, wenn mehrere Grundstücke eine wirtschaftliche Einheit bilden (eine Ausnahme enthält § 7 Abs. 1 GBO). Nach § 905 BGB erstreckt sich das Recht eines Eigentümers eines Grundstücks auch auf den Raum über und auf den Erdkörper unter der Oberfläche. Für den nach dem Grundbuchrecht geltenden Grundstücksbegriff ist jedoch nur die Bodenfläche maßgebend. Im Sinne des Liegenschaftsrechts ist es das Flurstück. Im Sinne des Bewertungsgesetzes ist ein Grundstück eine Bodenfläche, die eine wirtschaftliche Einheit bildet (3 70 Abs. BewG) Im Sinne der Wertermittelungsverordnung vom 6.12.1988 (BGBI. I S.2209) ist ein Grundstück die zu bewertende Bodenfläche einschließlich ihrer Bestandteile, insbesondere der Gebäude und des Zubehörs, soweit dies den Verkehrswert des Grundstücks beeinflusst.
Der Gutachterausschuß ist zuständig für die Ermittlung von Grundstückswerten und für sonstige Wertermittlungen. Er ist ein unparteiisches Gremium für den Landkreis Märkisch-Oderland. (siehe auch www.gutachterausschuesse-bb.de)
Die Landkreise und kreisfreien Städte haben als Katasterbehörde das Liegenschaftskataster zu führen.
Das Katasteramt ist zuständig für:
die Einrichtung, Führung, Fortführung und Erneuerung des Liegenschaftskatasters
die Einrichtung, die Erhaltung und den Nachweis der sonstigen Höhenfestpunkte und der Aufnahmepunkte
die Liegenschaftsvermessungen
telefonische und schriftliche Auskünfte aus dem Liegenschaftskataster
beglaubigte und unbeglaubigte Auszüge aus dem Liegenschaftskataster (z. B. Liegenschaftskarte)
Auskünfte über Grenzlängen
(siehe Vermessungsgebühren und Kostenordnung)
Ist der amtliche Lageplan nicht vorgeschrieben bzw. nicht erforderlich, kann ein einfacher Lageplan erstellt werden. Der einfache Lageplan kann im Unterschied zum amtlichen Lageplan auch von Vermessungsingenieuren erstellt werden, die nicht als Öffentlich bestellter Vermessungsingenieur zugelassen sind. Die Erstellung erfolgt auf der Grundlage der Liegenschaftskarte.
Das LGB ist zuständig für
die Einrichtung, die Erhaltung und den Nachweis der trigonometrischen Punkte, der Nivellementpunkte, der Schwerefestpunkte und der Referenzpunkte.
den Aufbau eines permanent arbeitenden satellitengestützten Positionierungssystems für die Bereitstellung eines einheitlichen Bezugssystems mit Mitteln der Telekommunikation.
die topographische Landesaufnahme
das Luftbildarchiv
die topographische Landeskartographie
die Wahrnehmung der Interessen des Landes an den Ergebnissen der Landesvermessung bei ihrer Nutzung durch Dritte, ausgenommen bleiben die Ergebnisse der Liegenschaftsvermessung
Einführung, Beschaffung, Ersatzbeschaffung und laufende Unterhaltung einheitlicher Verfahrenslösungen, Meß-, Auswerte- und Informationssysteme des LGB und der Katasterbehörden, die zur landeseinheitlichen Wahrnehmung der Aufgaben gemäß Vermessungs- und Liegenschaftsgesetz erforderlich sind.
Am 3. Oktober 1990 wurde das neue Land Brandenburg als föderales Glied der Bundesrepublik Deutschland gebildet. Bereits im Vorfeld wurde über sein Wappen ebenso engagiert wie kontrovers debattiert. Im August 1990 hatte eine Arbeitsgruppe ihre Tätigkeit aufgenommen, die beauftragt war, in Vorbereitung der Neugründung des Landes einen Gesetzentwurf über Wappen, Flagge und Siegel zu erarbeiten. Sie legte den Entwurf eines Hoheitszeichens vor, das "in der friedfertigen Form des Adlers" - also ohne Beigaben Kurhut, Schwert, Zepter und Brustschild mit Kämmererstab - auf seine älteste Form aus dem 12. Jahrhundert zurückgriff.
Weniger strittig als das Wappen war die künftige Landesfahne. Klar war, dass sie die traditionellen Farben rot und weiß enthalten müsste. Wegen des besseren Kontrastes zu anderen gleichfarbigen Flaggen hat der Gesetzgeber entschieden, den roten Adler auch zu einem Bestandteil der Landesfahne zu machen.
"Das Landeswappen zeigt auf einem Schild in Weiß (Silber) einen nach rechts blickenden, mit goldenen Kleestengeln auf den Flügeln gezierten und gold bewehrten roten Adler. - Die Landesflagge besteht aus zwei gleich breiten Querstreifen in den Landesfarben - oben rot, unten weiß - und trägt in der Mitte das Landeswappen."
So steht es im "Hoheitszeichen-Gesetz" vom 30. Januar 1991, das bei nur zwei Stimmenthaltungen von den Abgeordneten des Landtages Brandenburg einstimmig angenommen wurde.
(siehe amtlicher Lageplan zum Baugesuch)
Im Liegenschaftskataster sind für das Landesgebiet alle Liegenschaften (Flurstücke und Gebäude) landeseinheitlich dargestellt und beschrieben. Die Darstellung und Beschreibung der Liegenschaften umfaßt ihre Lage, Nutzungsart, Größe und ihre charakteristischen topographischen Merkmale, den Nachweis der Eigentümer, der Nutzungs- und Erbbauberechtigten in Übereinstimmung mit dem Grundbuch, die der Katasterbehörde bekannt gewordenen aktuellen Anschriften sowie Geburtsdaten, soweit Eigentümer, Nutzungs- und Erbbauberechtigte minderjährig oder die Geburtsdaten zur Feststellung der Identität notwendig sind. Das Liegenschaftskataster besteht aus dem Liegenschaftsbuch und der Liegenschaftskarte einschließlich des Liegenschaftszahlenwerkes.
Meliorationspläne sind Lagepläne von landwirtschaftlichen Flächen. Diese Flächen sollen durch Änderungen des Wasserhaushalts ertragreicher bewirtschaftet werden, somit ist die Erstellung einer Planungsgrundlage notwendig. In einem Meliorationsplan wird das Gelände Lage- und Höhenmäßig erfasst. Von vorhandenen Gräben werden Profile gefertigt. Unter Melioration versteht man kulturelle Maßnahmen zu einer langfristigen Erhöhung oder Erhaltung der Fruchtbarkeit eines land- oder forstwirtschaftlich genutzten Bodens und zum Urbarmachen. Dazu gehören z.B. Be- und Entwässerung, Kultivierung von Mooren, Dränage und Deichbau. Ziele der Entwässerung sind Nutzungsänderungen (Grünland zu Ackerland), Erleichterung der Bodenbearbeitung, Ertragssicherung und -steigerung und die Erneuerung bestehender Anlagen.
Der Öffentlich bestellte Vermessungsingenieur (ÖbVI) ist ein Organ des öffentlichen Vermessungswesens. Er ist auf Grund des Vermessungsgesetzes und der Berufsordnung in dem jeweiligen Bundesland dazu berufen:
- an bestimmten Aufgaben der Landesvermessung mitzuwirken und
- ist neben den Behörden berechtigt, Katastervermessungen auszuführen und
- Tatbestände, die durch vermessungstechnische Ermittlungen an Grund und Boden festgestellt werden, mit öffentlichem Glauben zu beurkunden.
Daneben ist der ÖbVI selbstverständlich auch im gesamten Bereich der Ingenieurvermessung tätig. Das Aufgabenspektrum läßt sich wie folgt zusammenfassen:
- Vermessung langgestreckter Anlagen z.B. Straßenschlußvermessungen
- Erstellung von Lage- und Höhenplänen z.B. als Planungsgrundlage für Architekten und Bauherren
- Absteckung von Bauwerken
- Erstellung von Bestandsplänen z.B. für Versorgungsleitungen wie Strom, Gas, Wasser und Abwasser
- Digitalisierung von Katasterkarten
- Erfassung, Auswertung und Führung von Fachkatastern z.B. Kanalkataster, Deponiekataster, Baumkataster etc.
- Anfertigung von Planungsunterlagen für die Aufstellung von Bebauungsplänen auf der Grundlage des Katasternachweises
- Bearbeitung von Straßen- und Erschließungsplanungen, Wasserlaufregulierungen, Rohrleitungsplanungen, Grundstücks- und Grunddienstbarkeitsverträge
- Aufstellung von Flächennutzungs- und Bebauungsplänen für Kommunen und Kreise
- Erstellung von Verkehrswertgutachten für bebaute und unbebaute Grundstücke
- Mitarbeiter in den Fachausschüssen der Kreise, Städte und Gemeinden nach dem BauGB
- Gutachterliche Tätigkeit in Grenz- und Bauprozessen und grundstücksrechtlichen Belastung
- Mitarbeit bei Bodenordnungsverfahren nach dem Flurbereinigungsgesetz bzw. Flurneuordnungsgesetz
- Mitarbeit bei der Baulandumlegung nach dem BauGB
Als Planungsgrundlage bezeichnet man einen Lageplan mit dem Aufmaß aller in der Örtlichkeit vorhandenen Tatbestände an Grund und Boden (Gebäude, Verkehrswege, Baumbestand, Versorgungsleitungsbestand, usw.).
Ein Profil ist Vertikalschnitt durch ein Gelände oder durch ein Objekt. Es wird unterschieden in Längs- und Querprofile. Eine Profilmessung ist ein Aufmaß nach Lage- und Höhe mit anschließender zeichnerischer Darstellung zumeist in unterschiedlichen Längen- und Höhenmaßstäben. Anwendung findet die Profilmessung z.B. im Straßen- und Wegebau aber auch zur Darstellung von Gräben oder anderen Wasserläufen. Quer- oder Längsprofile werden z. B. zur Projektierung, Ausführungsplanung und Massenberechnung genutzt.
Die Projektunterlagen werden vom jeweiligen Architekten erstellt. Sie werden vom Vermessungsbüro benötigt, um die Eintragung des geplanten Gebäudes in den amtlichen Lageplan vorzunehmen. Die Projektunterlagen enthalten folgende Zeichnungen und Angaben:
Festlegung des Gebäudes nach Lage und Höhe
Grundrisse aller Geschosse - Ansichten des Gebäudes (Nord/Ost/Süd/West)
(siehe Feinabsteckung)
Die Sonderung ist eine Zerlegung eines Flurstücks ohne örtliche Vermessung. In der Örtlichkeit werden keine Abmarkungen gesetzt.
Ein Straßenausbau soll erfolgen. Die geplante Straße verläuft über Privateigentum, somit ist eine Abtrennung (Teilung) des geplanten Straßenlandes notwendig. Die als Straßenland genutzte Fläche geht nach Erwerb in Eigentum der Gemeinde, Stadt, Land oder Bund über.
Bei einer Straßenschlußvermessung handelt es sich um die Aufnahme von Veränderungen, die durch Neuanlegung, Verlegung oder Verbreiterung von Straßen, Eisenbahnen etc. eingetreten sind.
Eine Teilungsvermessung wird durchgeführt, um ein Flurstück zu zerlegen. Dies geschieht in der Regel durch die Bildung neuer Flurstücksgrenzen. Es entstehen somit neue Flurstücke. Vor einer Teilungsvermessung wird eine Grenzherstellung durchgeführt. Die neuen Flurstücksgrenzen werden durch Grenzsteine oder andere Abmarkungsarten kenntlich gemacht. Nach erfolgter Abmarkung werden die Beteiligten von den Ergebnissen der Teilungsvermessung in Kenntnis gesetzt (Grenztermin). Anschließend werden die Meßunterlagen vom Vermessungsbüro beim Katasteramt zur Übernahme in das Liegenschaftskataster eingereicht.
Lage- und höhenmäßiges Aufmaß eines Geländestreifens zur Planung von Verkehrswegen, Versorgungsleitungen oder anderen langgestreckten Anlagen.
Städtische Bodenordnungsmaßnahmen haben das Ziel, Eigentumsgrenzen so zu verändern, daß die Grundstücke besser genutzt werden können. Das Baugesetzbuch sieht hierfür vor der Enteignung, die Grenzregelung und die Umlegung. Bei der Grenzregelung werden die Grenzen einige weniger benachbarter Grundstücke geändert. Die Grenzregelung kann von Amts wegen von der Gemeinde durchgeführt werden. Selbstverständlich sind die Betroffenen soweit wie möglich zu beteiligen. Im Gegensatz zur Grenzregelung erfolgt durch eine Umlegung eine völlige Neuordnung der Grundstücke einer größeren Fläche (Baublock). Die Umlegung ist daher wesentlich komplizierter und langweiliger als die Grenzregelung.
Zweck der Umlegung ist, entweder bisher noch nicht zur Bebauung geeignetes, meist am Ortsrand gelegenes Acker- und Gartenland bebauungsfähig zu machen (Aufschließungsverfahren) oder bereits erschlossenes Bauland (z.B. Ortskerne) Entsprechend der städtebaulichen Planung neu zu ordnen (Neuordnungsumlegung).
Ziel der Umlegung ist es also, neue Baugrundstücke so zuzuschneiden, daß sie nach Lage, Form und Größe für eine zweckmäßige Bebauung geeignet sind.
Unter Vermarkung versteht man die Kennzeichnung von Grenzpunkten. Diese Kennzeichnung kann mit verschiedenen Vermarkungsarten (z.B. Grenzsteine, Schlagsteine, Meißelzeichen, Rohre, Rohre mit Kunststoffkappe, usw.) erfolgen.
Die Vermessungsunterlagen werden vom Vermessungsbüro für die Vermessung von Grundstücken beim Kataster- und Vermessungsamt beantragt. Sie enthalten Angaben über vorangegangene Vermessungsarbeiten an dem betreffenden Grundstück, sowie Eigentümernachweise und Verzeichnisse von Lage- und Höhenpunkten des amtlichen Bezugssystem. Die Kosten für die Vermessungsunterlagen richten sich nach der Vermessungsgebühren- und Kostenordnung. Sie werden vom Vermessungsbüro vorgelegt und später dem Antragsteller in Rechnung gestellt.
Ein Vorabzug des Lageplanes ist ein amtlicher Lageplan ohne Projekteintragung. Es werden in absehbarer Zeit die Angaben des Architekten ergänzt. Dazu zählen z.B. die Festlegung des geplanten Gebäudes nach Lage und Höhe, Angaben über Stellplätze, Carport, Garagen, Abwassersammelgruben oder Ähnlichen neu zu errichtenden Baulichkeiten.
Der Vorbescheid wird wie die Baugenehmigung vom Bauordnungsamt erteilt. Er dient der Klärung einzelner Fragen des Bauvorhabens. Dazu müssen beurteilungsfähige Unterlagen, insbesondere Umgebungs- und Lageplan, eingereicht werden. Die im Vorbescheid für den Bauherrn positiv beschiedenen Fragen dürfen im Baugenehmigungsverfahren nicht als Ablehnungsgrund für eine spätere Baugenehmigung herangezogen werden, es sei denn, der Bauantrag weicht nicht unwesentlich von den entschiedenen Punkten ab.

References: § 68
 § 60
 § 68
 § 68
 § 68
 § 7
 § 905