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Timestamp: 2020-03-31 10:47:47+00:00

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Zinsschranke nur bei Kapitalgesellschaften? - Anwaltskanzlei Wudtke Berlin
Zinsschranke nur bei Kapitalgesellschaften?
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Wenn es um die Einkommensermittlung einer Kapitalgesellschaft geht, sind gemäß § 8 des Körperschaftsteuergesetzes die Vorschriften des Einkommensteuergesetzes wie auch des Körperschaftsteuergesetzes zu beachten. Zinsaufwendungen eines Betriebes sind gemäß § 4 h EStG abziehbar in Höhe des Zinsertrags, darüber hinaus nur bis zur Höhe des verrechenbaren EBITDA. Unter letzterem versteht man den Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen. Das verrechenbare EBITDA ist 30 % des um die Zinsaufwendungen und um die nach § 6 II 1 EStG abzuziehenden, nach § 6 II a 2 EStG gewinnmindernd aufzulösenden und nach § 7 EStG abgesetzten Beträge erhöhten und um die Zinserträge verminderten maßgeblichen Gewinns. Dabei tritt gemäß § 8a I 1 KStG an die Stelle des Gewinns das Einkommen. Die Zinsschrankenregelung gilt wegen ihrer Verankerung im EStG auch für Einzelunternehmer und PersG.
Ausnahmen von der Beschränkung?
Die Zinsschranke gilt natürlich nicht ausnahmslos. Die Beschränkung des betrieblichen Schuldzinsabzugs betrifft gemäß § 4 h Absatz 1 EStG nur solche Zinsaufwendungen, welche die im jeweiligen Wirtschaftsjahr erzielten betrieblichen Zinserträge überschreiten. Hier gilt der sog. Nettozinsaufwand. Zudem regelt § 4 h Absatz 2 EStG, wann die Zinsschranke ebenfalls im Grundsatz nicht zur Anwendung kommen soll. Dies trifft etwa zu, wenn der Betrag der Zinsaufwendungen, soweit er den Betrag der Zinserträge übersteigt, kleiner als drei Millionen Euro ist oder der Betrieb zu einem Konzern gehört und seine Eigenkapitalquote am Schluss des vorangegangenen Abschlussstichtages gleich hoch oder höher ist als die des Konzerns. Eine weitere Ausnahme von der Beschränkung, d.h. voller Zinsabzug, liegt vor, wenn der Betrieb nicht oder nur zum Teil einem Konzern angehört. Hier muss man jedoch § 8a Absatz 2 KStG beachten. Dieser stellt eine Ausnahme der Ausnahme dar.
Anwendung der Zinsschranke?
Ein Beispiel soll die Anwendung der Zinsschranke verdeutlichen. Eine GmbH hat ein z.v.E. von 6,5 Mio. €. Ihre Zinserträge betragen 300.000 € und ihre Zinsaufwendungen 3,5 Mio. €. Ein mit 50 % beteiligter Gesellschafter erhält für ein Darlehen an die GmbH Zinsen von 300.000 €. Eine Konzernzugehörigkeit besteht nicht und Abschreibungen wurden in Höhe von 500.000 € vorgenommen. Hier beträgt der Zinssaldo 3,2 Mio. € und die Freigrenze ist überschritten. Das verrechenbare EBITDA beträgt 3,06 Mio. €. Der Differenzbetrag zwischen verrechenbaren EBITDA und Zinssaldo in Höhe von 140.000 € ist grds. nicht abziehbar, jedoch greift die Ausnahmevorschrift des § 4 h II b EStG ein, sodass grundsätzlich ein Abzug möglich ist. Da 10 % des Zinssaldos mehr sind als die Zinszahlung an den Gesellschafter in Höhe von 300.000 €, greift hier § 8a Absatz 2 KStG nicht und der Betrag von 140.000 € erhöht somit auch nicht das zu versteuernde Einkommen der GmbH.

References: § 8
 § 4
 § 6
 § 6
 § 7
 § 8
 § 4
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 § 8
 § 4
 § 8