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Timestamp: 2020-01-23 20:11:41+00:00

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Prütting/Wegen/Weinreich, BGB Kommentar, BGB § 2289 – Wi ... / F. Gesetzlicher Vorbehalt (Abs 2) | Deutsches Anwalt Office Premium | Recht | Haufe
II behält dem Erblasser die Möglichkeit vor, spätere beeinträchtigende letztwillige Verfügungen, die Anordnungen nach § 2338 enthalten, zu treffen. Dazu muss der Bedachte ein pflichtteilsberechtigter Abkömmling und sein späterer Erwerb wegen Verschwendung oder Überschuldung erheblich gefährdet (§ 2338 I) sein. Der Familie soll in guter Absicht das Vermögen erhalten werden können. Möglicher Gegenstand der Anordnung ist die ganze vertragsmäßige Zuwendung, nicht nur der Pflichtteilsanspruch. Zustimmung oder Wissen des Vertragspartners sind nicht nötig. Das Einverständnis des bedachten Abkömmlings wird quasi unwiderleglich unterstellt (KGJ 48, 144, 150). Ein vorheriger Verzicht des Erblassers auf das Recht aus § 2289 II ist wegen Sittenwidrigkeit nichtig (Damrau/Krüger Rz 5). Seine einseitige Verpflichtung, § 2289 II nicht anzuwenden, verstößt gegen § 2302.
Damrau/Tank, Praxiskommentar Erbrecht, BGB § 2289 Wirkung des Erbvertrags auf letztwillige Verfügungen; Anwendung von § 2338
Gesetzestext (1) 1Durch den Erbvertrag wird eine frühere letztwillige Verfügung des Erblassers aufgehoben, soweit sie das Recht des vertragsmäßig Bedachten beeinträchtigen würde. 2In dem gleichen Umfang ist eine spätere Verfügung von Todes wegen unwirksam, ...

References: § 2289
 § 2338
 § 2289
 § 2289
 § 2302
 § 2289
 § 2338