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Timestamp: 2019-12-09 11:43:06+00:00

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Rechtsprechung: BFH/NV 1990, 594 - dejure.org
BFH, 09.08.1989 - II B 73/89
https://dejure.org/1989,2496
BFH, 09.08.1989 - II B 73/89 (https://dejure.org/1989,2496)
BFH, Entscheidung vom 09.08.1989 - II B 73/89 (https://dejure.org/1989,2496)
BFH, Entscheidung vom 09. August 1989 - II B 73/89 (https://dejure.org/1989,2496)
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Öffentliches Interesse an einer Sicherheitsleistung des Steuerschuldners bei Gewißheit einer günstigen Entscheidung in der Hauptsache
BFH/NV 1990, 594
Nach den von der Rechtsprechung des BFH zum sogenannten einheitlichen Vertragsgegenstand entwickelten Kriterien sollen an Hand objektiver Merkmale die Fälle, in denen die Bebauung eines im Zeitpunkt des Vertragsabschlusses noch unbebauten Grundstücks auf der alleinigen Initiative des Grundstückserwerbers beruht, von den Fällen abgegrenzt werden, in denen es dem Grundstücksveräußerer bzw. den mit ihm durch Absprachen verbundenen bzw. mit ihm zusammenwirkenden Personen gelungen ist, den Erwerber entweder durch rechtsgeschäftliche Vereinbarungen oder durch Herstellung eines objektiven Zusammenhangs zwischen Grundstückskaufvertrag und Bauerrichtungsvertrag an die geplante Bebauung des Grundstücks zu binden (vgl. BFH-Entscheidungen vom 17. September 1997 II R 24/95, BFHE 183, 265, BStBl II 1997, 776; vom 2. September 1993 II B 71/93, BFHE 172, 534, BStBl II 1994, 48; vom 9. August 1989 II B 73/89, BFH/NV 1990, 594, und vom 13. September 1989 II R 28/87, BFHE 158, 139, BStBl II 1989, 986).
Hat sich demnach gegenüber dem Grundstückserwerber weder der Grundstücksverkäufer selbst noch ein mit ihm im oben genannten Sinne verbundener Dritter zur Errichtung des Gebäudes auf dem Grundstück verpflichtet, liegt kein einheitlicher Leistungsgegenstand "bebautes Grundstück" vor (vgl. BFH-Beschlüsse vom 9. August 1989 II B 73/89, BFH/NV 1990, 594, und II B 74/89, BFH/NV 1990, 596).
aa) Das FG ist unter Anwendung der Rechtsprechungsgrundsätze zum einheitlichen Vertragsgegenstand (vgl. Entscheidungen des BFH vom 9. August 1989 II B 73/89, BFH/NV 1990, 594; vom 13. September 1989 II R 28/87, BFHE 158, 139, BStBl II 1989, 986; vom 23. November 1994 II R 53/94, BFHE 176, 450, BStBl II 1995, 331, …und vom 15. März 2000 II R 34/98, BFH/NV 2000, 1240) zutreffend davon ausgegangen, dass als Gegenstand des Erbbaurechtsvertrages (nur) das Gesamterbbaurecht an den unbebauten Grundstücken anzusehen ist.
Der erlassene Erstattungsbescheid gemäß § 49 a VwVfG Bbg ist jedoch eine gebundene Entscheidung und kann somit nicht in eine nach Ermessen zu treffende Entscheidung über die Inanspruchnahme des Antragstellers als Haftender i. S. d. § 4 Abs. 1 Buchstabe b) VwVG BB umgedeutet werden (vgl. BFH BFH/NV 1990, 594).
d) Der angefochtene Steuerbescheid ließe sich auch dann nicht halten, wenn --wovon offensichtlich das FA ausgeht-- zwischen dem Grunderwerb der Klägerin im Vertrag I und der Vereinbarung im Vertrag III über die Errichtung eines weiteren Gebäudes auf den Leasinggrundstücken im Sinne der Rechtsprechung des BFH zum einheitlichen Vertragsgegenstand (vgl. BFH-Entscheidungen vom 27. Oktober 1999 II R 17/99, BFHE 189, 550, BStBl II 2000, 34; vom 17. September 1997 II R 24/95, BFHE 183, 265, BStBl II 1997, 776; vom 2. September 1993 II B 71/93, BFHE 172, 534, BStBl II 1994, 48; vom 9. August 1989 II B 73/89, BFH/NV 1990, 594, und vom 13. September 1989 II R 28/87, BFHE 158, 139, BStBl II 1989, 986) ein rechtlicher oder enger objektiv sachlicher Zusammenhang bestünde.
BFH, 27.09.1991 - VI R 159/89
Der Geschäftsführer einer KG, der Lohnsteuer vorsätzlich nicht einbehält, …
Dies steht einer Umdeutung entgegen (vgl. BFH-Urteile in BFHE 136, 182, BStBl II 1982, 689, 691; vom 6. September 1989 II R 61/86, BFH/NV 1990, 594).
BFH, 18.07.1991 - V R 72/87
Der Geschäftsführer einer GmbH, der Steuern zum Vorteil der GmbH hinterzieht, ist …
Der Erlaß eines Haftungsbescheids gegen die Klägerin setzt im Unterschied zum Erlaß eines Bescheides über die Festsetzung von Hinterziehungszinsen eine Ermessensentscheidung voraus, wenngleich die Ausübung des Ermessens im Streitfall eingeschränkt sein könnte (vgl. hierzu BFH-Urteile vom 11. Mai 1982 VII R 97/81, BFHE 136, 182, BStBl II 1982, 689, und vom 6. September 1989 II R 61/86, BFH/NV 1990, 594).
Nach den von der Rechtsprechung des BFH zum sog. einheitlichen Vertragsgegenstand entwickelten Kriterien sollen an Hand objektiver Merkmale die Fälle, in denen die Bebauung eines im Zeitpunkt des Vertragsabschlusses noch unbebauten Grundstücks auf der alleinigen Initiative des Grundstückserwerbers beruht, von den Fällen abgegrenzt werden, in denen es dem Grundstücksveräußerer bzw. den mit ihm durch Absprachen verbundenen bzw. mit ihm zusammenwirkenden Personen gelungen ist, den Erwerber entweder durch rechtsgeschäftliche Vereinbarungen oder durch Herstellung eines objektiven Zusammenhangs zwischen Grundstückskaufvertrag und Bauerrichtungsvertrag an die geplante Bebauung des Grundstücks zu binden (vgl. BFH-Entscheidungen vom 17. September 1997 II R 24/95, BFHE 183, 265, BStBl II 1997, 776; vom 2. September 1993 II B 71/93, BFHE 172, 534, BStBl II 1994, 48; vom 9. August 1989 II B 73/89, BFH/NV 1990, 594, und vom 13. September 1989 II R 28/87, BFHE 158, 139, BStBl II 1989, 986).
VG München, 10.07.2008 - M 10 K 06.4910
Inanspruchnahme eines Gesellschafters einer Gesellschaft bürgerlichen Rechts
FG München, 17.07.1997 - 7 V 2261/97
Voraussetzung einer Aussetzung der Vollziehung gegen Sicherheitsleistung; …
BFH, 06.09.1989 - II R 61/86
https://dejure.org/1989,6080
BFH, 06.09.1989 - II R 61/86 (https://dejure.org/1989,6080)
BFH, Entscheidung vom 06.09.1989 - II R 61/86 (https://dejure.org/1989,6080)
BFH, Entscheidung vom 06. September 1989 - II R 61/86 (https://dejure.org/1989,6080)
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Bestimmung des Steuerpflichtigen bei Grunderwerbsteuerschulden einer Personengesellschaft
Allerdings können die Gesellschafter der GbR unter den Voraussetzungen der §§ 705, 714, 718 i. V. m. §§ 421, 427 BGB nach gefestigter Rechtsprechung des Bundesfinanzhofs (BFH) für die Steuerschulden der GbR in Haftung genommen werden (grundlegend: BFH-Urteil vom 23. Oktober 1985 VII R 187/82, BFHE 145, 13, BStBl II 1986, 156, betreffend Umsatzsteuer; vgl. ferner BFH-Urteile vom 27. Juni 1989 VII R 100/86, BFHE 158, 1, BStBl II 1989, 952, betreffend Umsatzsteuer; vom 27. März 1990 VII R 26/89, BFHE 161, 390, BStBl II 1990, 939, betreffend Umsatzsteuer; vom 6. September 1989 II R 61/86, BFH/NV 1990, 594, betreffend Grunderwerbsteuer;… BFH-Beschluß vom 31. Juli 1991 II B 38/91, BFH/NV 1992, 56, betreffend Grunderwerbsteuer; BFH-Urteil vom 2. Februar 1994 II R 7/91, Der Betrieb -- DB -- 1994, 1172, ebenfalls Grunderwerbsteuer betreffend).
Der erkennende Senat teilt diese Auffassung; sie trifft auch auf die Haftung der Gesellschafter für die Grunderwerbsteuerschulden der Gesellschaft zu (vgl. Senatsurteil vom 6. September 1989 II R 61/86, BFH/NV 1990, 594 für einen dem dem Streitfall zugrunde liegenden vergleichbaren Sachverhalt).
Die Voraussetzungen einer Umdeutung gemäß Art. 13 Abs. 1 Nr. 3 b KAG i.V.m. § 128 AO liegen im Hinblick auf § 128 Abs. 1 und 3 AO ebenfalls nicht vor (vgl. auch BayVGH v. 4.10.1991, Az. 23 B 88.2143, zitiert nach juris, sowie BayVGH v. 26.6.1990, Az. 23 CS 89.2987, zitiert nach juris; BFH v. 6.9.1989, Az. II R 61/86, BFH/NV 1990, 594).
Dies gilt auch für die Haftung der Gesellschafter für Grunderwerbsteuerschulden der Gesellschaft (vgl. BFH-Urteil vom 06.09.1989 II R 61/86 , BFH/NV 1990, 594;… BFH-Beschluß vom 31.07.1991 II B 38/91 , BFH/NV 1992, 56).
Der Kläger haftet als Gesellschafter der GdbR kraft Gesetzes, nämlich nach den § § 69, 34 Abs. 1 AO sowie den § § 421 und 427 BGB für die Umsatzsteuerschulden der GdbR ( BFH, Urteil vom 6.9.1989, II R 61/86 , BFH/NV 1990 S. 594).

References: § 49
 § 4
 Art. 13
 § 128
 § 128
 § 69
 § 421