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Timestamp: 2019-01-19 00:53:24+00:00

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Ihre Bestattungsplanung in Hessen | easyleaving > Rundum-Vorsorge für den eigenen Todesfall.
Ihre Bestattungsplanung in Hessen
Sie wollen Ihre Bestattung frühzeitig planen? Das ist gut, denn so nehmen Sie Ihren Angehörigen eine schwere Last ab. Deshalb haben wir in Ihnen hier die wichtigsten Details der Grabgestaltung, der Trauertexte und der Trauerfeier zusammengetragen. Die Bestattung ist in den einzelnen Bundesländern gesetzlich unterschiedlich geregelt. In dieser Bestattungsplanung-Checkliste sind die rechtlichen Regelungen von Hessen berücksichtigt.
In Hessen regelt das Friedhofs- und Bestattungsgesetz Hessen (FBG) aus dem Jahr 2007 Beerdigungen und Feuerbestattungen. Es wurde zuletzt am 2. Februar 2013 verändert. Im §2 verantwortet das Bundesland seinen Gemeinden das Friedhofswesen als Selbstverwaltungsangelegenheit. Diese dürfen diese Aufgabe auch an private Träger weitergeben. Abs. 3 fordert für die Benutzung der Friedhöfe eine Satzung (Friedhofsordnung). Dort sind nach Abs. 4 neben Einwohnern sowie Personen, die innerhalb der Gemeinde verstorben sind auch frühere Einwohnerinnen und Einwohner zu bestatten, die zuletzt in einem Pflegeheim oder einer ähnlichen Einrichtung außerhalb der Gemeinde gelebt haben.
§5 erweitert diesen Kreis um Person oder ihre Angehörigen, die auf dem konfessionell gebundenen Friedhof einer benachbarten Gemeinde nicht bestattet werden dürfen Nach Abs. 6 dürfen Kirchen, Religions- und Weltanschauungsgemeinschaften im Rahmen dieses Gesetzes bei Bestattungen und Totengedenkfeiern entsprechend ihren Ordnungen und Bräuchen zu verfahren. Diese dürfen nach §3 auch eigene Friedhöfe in eigener Verwaltung anlegen und betreiben. Dort müssen auch Verstorbene, die keiner oder einer anderen Kirche, Religions- oder Weltanschauungsgemeinschaft angehört haben, bestattet werden, wenn in der Gemeinde kein anderer Friedhof existiert. Abs. 3 fordert - ohne dies weiter auszuführen - dass Bestattungs- und Totengedenkfeiern und die Grabmalgestaltung das religiöse oder weltanschauliche Empfinden des Friedhofsträgers nicht verletzen darf.
Auch in Hessen gilt nach §4 der sogenannte Friedhofszwang, Verstorbene sind also auf öffentlichen Friedhöfen zu bestatten. Abs. 2 gestattet jedoch Ausnahmen, wenn dies mit Rücksicht auf besondere persönliche oder örtliche Verhältnisse gerechtfertigt erscheint, das vorgesehene Grundstück zur Bestattung geeignet und die ordnungsmäßige Grabpflege mindestens für die Dauer der Ruhefrist nach §6 Abs. 2 gesichert ist.
Grabstätten und Ruhefristen
...werden im §7 geregelt. Die Ruhefrist darf von den jeweiligen Friedhofssatzungen festgesetzt werden, beträgt aber mindestens 15 Jahre. §8 setzt den gesetzlichen Rahmen für Feuerbestattungsanlagen (Krematorien). Die Totenruhe sowie den Schutz der Gesundheit wird in §9 gefordert. Auch Hessen weißt ohne dies auszuführen auf das nicht zu störende sittliche Empfinden der Allgemeinheit.
Nach §10 und §12 muss nach Auffinden einer Leiche eine Leichenschau am Auffindungsort stattfinden. Alle niedergelassenen Ärzte sind hierzu verpflichtet, genau wie Ärzte von Krankenhäusern und sonstigen Anstalten für Sterbefälle im Krankenhaus oder in der Anstalt. Hierbei haben sie festzustellen - soweit möglich:
Todeszeitpunktes oder - falls dies nicht möglich ist - des Todeszeitraums
Todesart (natürlicher oder nicht natürlicher Tod)
Ist eine Feuerbestattung geplant, muss eine zweite Leichenschau durchgeführt werden. Das entspricht dem Procedere der anderen Bundesländer. Abs. 6 setzt noch fest, dass bei Zweifeln an der Todesursache die Leiche von einem Pathologen oder Rechtsmediziner zu obduzieren (innere Leichenschau) ist.
Sorgepflichtig
Angehörige des Verstorbenen sind nach §13 Abs. 1 verpflichtet, Sorgemaßnahmen (§9) sowie die Leichenschau (§10 und §12) zu veranlassen. Abs. 2 definiert die Angehörigen als Ehegatte oder Lebenspartner nach dem Lebenspartnerschaftsgesetz, Kinder, Eltern, Großeltern, Enkel und Geschwister, Adoptiveltern und -kinder. Gibt es keine Angehörige oder sind diese nicht in der Lage Ihrer Sorgepflicht nachzukommen, muss der örtlich zuständige Gemeindevorstand die nach Abs. 1 erforderlichen Maßnahmen der Bestattungsplanung veranlassen.
In Hessen dürfen Verstorbene - so will es der §16 - frühestens 48 und spätestens 96 Stunden nach dem Eintritt des Todes bestattet werden. Das gilt auch für Fehl- und Todgeburten, die nach Ablauf des sechsten Schwangerschaftsmonats geboren wurden. Diese Frist kann verlängert werden, wenn keine gesundheitlichen Bedenken bestehen. Gemeint ist, dass der Leichnam bis zur Beerdigung gekühlt werden muss. Eine gute Nachricht für Moslems ist der Abs. 4, der eine kürzere Bestattungsfrist gestattet, wenn Glaubensregelungen dies verlangen und die Voraussetzungen des Abs. 2 Satz 2 vorliegen. Nach §17 sind die Verstorbenen innerhalb von 36 Stunden in eine öffentliche Leichenhalle zu überführen, wenn es eine solche in der Gemeinde gibt. Die Gemeindeleitung kann Ausnahmen gestatten.
Der erste Abs. des §18 .verbietet die öffentliche Ausstellung von Leichen. Auch die Öffnung des Sargs auf der Trauerfeier ist nicht gestattet. Abs. 2 erlaubt aus religiösen Gründen jedoch die Bestattung ohne Sarg. Dies ermöglicht muslimische Bestattungen, Moslems werden traditionell in einem Leichentuch mit dem Gesicht nach Mekka ausgerichtet innerhalb von 24 Stunden nach dem Eintritt des Todes beerdigt.
Für die Überführung in Orte außerhalb der Bundesrepublik Deutschland sowie andere Bundesländer der Bundesrepublik Deutschland (soweit deren Bestattungsgesetz dies verlangen) bedarf es in Hessen nach §22 eines Leichenpasses. Dieser wird vom Gemeindevorstand des Sterbeorts ausgestellt, wenn
die Voraussetzungen des § 19 erfüllt sind
in den Fällen des § 11 Abs. 1 die schriftliche Erklärung eines Arztes des Gesundheitsamtes vorliegt, dass der Beförderung keine gesundheitlichen Bedenken entgegenstehen
die schriftliche Erklärung des Bestattungsunternehmens vorliegt, dass die Leiche den Vorschriften dieses Gesetzes entsprechend eingesargt (§15) und mit einem zur Leichenbeförderung bestimmten Fahrzeug (§25) befördert wird.
§23 regelt die Überführung im Detail, §24 in Sonderfällen wie der Überführung auf einen Friedhof einer angrenzenden Gemeinde, aus dem Krankenhaus, zur Körperspende etc..
Seebestattung nach §21 (Asche wird auf See beigesetzt)
Hinterlegen Sie in Ihrem Mein easyleaving-Profil Bestattungsplanung und Trauerfeier. Melden Sie sich an, hinterlassen Sie den Angehörigen Ihre Wünsche und informieren Sie sie über die Vorkehrungen, die Sie zu Lebzeiten bereits veranlasst haben.

References: §2

§5
 §3
 §4
 §6
 §7
 §8
 §9
 §10
 §12
 §13
 §12
 §16
 §17
 §18
 §22
 § 19
 § 11

§23
 §24
 §21