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Timestamp: 2016-10-26 19:31:39+00:00

Document:
H 175/03 (08.06.2004)
H 175/03
Pr�sident Ferrari, Bundesrichter Ursprung und nebenamtlicher Richter B�hler; Gerichtsschreiber Attinger
S.________, 1930, Beschwerdef�hrer, vertreten durch F�rsprecher Hans Feldmann, Moosstrasse 2, 3073 G�mligen,
Ausgleichskasse des Kantons Bern, Abteilung Beitr�ge und Zulagen, Chutzenstrasse 10, 3007 Bern, Beschwerdegegnerin
(Entscheid vom 10. April 2003)
Der 1930 geborene S.________ war Alleinaktion�r und Alleinverwaltungsrat der Firma H.________ AG mit Sitz in X.________ und dem Zweck des Betriebs einer Bauunternehmung. Diese Gesellschaft wurde in den Jahren 1998 und 1999 liquidiert und im Mai 2000 im Handelsregister gel�scht. S.________ ist ausserdem seit dem 1. Juli 1975 der Ausgleichskasse des Kantons Bern als selbst�ndigerwerbender Liegenschaftenh�ndler angeschlossen.
Aus der Liquidation der Firma H.________ AG erzielte S.________ einen Kapitalgewinn von Fr. 948'583.‑, den die Steuerverwaltung des Kantons Bern am 31. Januar 2001 der Ausgleichskasse des Kantons Bern in dieser H�he meldete, wobei als Realisierungszeitpunkt angegeben wurde: "10. Februar 1999 Teilliquidation". Mit Verf�gung vom 13. August 2001 setzte die Ausgleichskasse den Sonderbeitrag gem�ss Art. 23bis AHVV auf Fr. 92'360.20 (inkl. 2,5% Verwaltungskostenbeitrag) fest.
Beschwerdeweise liess S.________ beantragen, der AHV/IV/EO-Beitrag auf dem im Jahre 1999 realisierten Kapitalgewinn sei gem�ss Art. 23ter AHVV privilegiert zu berechnen.
Das Verwaltungsgericht des Kantons Bern f�hrte einen doppelten Schriftenwechsel durch und zog die Jahresrechnungen der Einzelunternehmung von S.________ f�r die Jahre 1995 bis 2000 bei. Mit Entscheid vom 10. April 2003 wies es die Beschwerde ab.
Mit Verwaltungsgerichtsbeschwerde l�sst S.________ sein vorinstanzliches Rechtsbegehren erneuern; eventuell sei die Streitsache zur Berechnung des Sonderbeitrages gem�ss Art. 23ter AHVV in Verbindung mit Art. 6bis AHVV an die Ausgleichskasse zur�ckzuweisen.
1.1 Da keine Versicherungsleistungen streitig sind, hat das Eidgen�ssische Versicherungsgericht nur zu pr�fen, ob der vorinstanzliche Entscheid Bundesrecht verletzt, einschliesslich �berschreitung oder Missbrauch des Ermessens, oder ob der rechtserhebliche Sachverhalt offensichtlich unrichtig, unvollst�ndig oder unter Verletzung wesentlicher Verfahrensbestimmungen festgestellt worden ist (Art. 132 in Verbindung mit Art. 104 lit. a und b sowie Art. 105 Abs. 2 OG).
1.2 Das am 1. Januar 2003 in Kraft getretene Bundesgesetz �ber den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG) vom 6. Oktober 2000 ist im vorliegenden Fall nicht anwendbar, da nach dem massgebenden Zeitpunkt des Erlasses der streitigen Verf�gung (hier: 13. August 2001) eingetretene Rechts- und Sachverhalts�nderungen vom Sozialversicherungsgericht nicht ber�cksichtigt werden (BGE 127 V 467 Erw. 1, 121 V 366 Erw. 1b). In intertemporalrechtlicher Hinsicht hat die Vorinstanz �berdies zutreffend festgehalten, dass sich die Beitragspflicht f�r den streitigen Sonderbeitrag nach den diesbez�glichen bis 31. Dezember 2000 g�ltig gewesenen AHV-rechtlichen Vorschriften richtet.
2.1 Gem�ss Art. 4 Abs. 1 AHVG schuldet der erwerbst�tige Versicherte Beitr�ge auf dem aus einer selbst�ndigen oder unselbst�ndigen Erwerbst�tigkeit fliessenden Einkommen. Nach Art. 9 Abs. 1 AHVG in Verbindung mit Art. 17 AHVV (in der bis 31. Dezember 2000 g�ltigen Fassung) gelten als beitragspflichtiges Einkommen aus selbst�ndiger Erwerbst�tigkeit alle in selbst�ndiger Stellung erzielten Eink�nfte aus einem Handels-, Industrie-, Gewerbe-, Land- und Forstwirtschaftsbetrieb, aus einem freien Beruf, sowie aus jeder andern selbst�ndigen Erwerbst�tigkeit, einschliesslich der Kapital- und �berf�hrungsgewinne nach Art. 18 Abs. 2 DBG (Bundesgesetz �ber die direkte Bundessteuer vom 14. Dezember 1990; SR 642.11). Gem�ss Art. 18 Abs. 2 DBG (in der bis 31. Dezember 2000 g�ltigen Fassung) z�hlen zu den Eink�nften aus selbst�ndiger Erwerbst�tigkeit auch alle Kapital- und �berf�hrungsgewinne aus Ver�usserung, Verwertung oder buchm�ssiger Aufwertung von Gesch�ftsverm�gen. Der Ver�usserung gleichgestellt ist die �berf�hrung von Gesch�ftsverm�gen in das Privatverm�gen oder in ausl�ndische Betriebe oder Betriebsst�tten (Satz 2). Als Gesch�ftsverm�gen gelten alle Verm�genswerte, die ganz oder vorwiegend der selbst�ndigen Erwerbst�tigkeit dienen (Satz 3).
Liquidationsgewinne stellen Kapitalgewinne im Sinne von Art. 17 AHVV in Verbindung mit Art. 18 Abs. 2 DBG (jeweils in der bis 31. Dezember 2000 g�ltig gewesenen Fassung) dar, weil es sich dabei um Gesch�ftsgewinne handelt, die w�hrend der Dauer eines Gesch�ftsbetriebes erzielt worden sind. Und zwar handelt es sich um Gesch�ftsgewinne, die w�hrend der Gesch�ftst�tigkeit eines Betriebes Steuer- und beitragsrechtlich nicht erfasst wurden, weil zum Beispiel auf den bilanzierten Aktiven Abschreibungen vorgenommen oder Reserven gebildet wurden, und deshalb erst bei der Aufl�sung des Betriebes als Kapital- oder Liquidationsgewinn in Erscheinung treten. Beim Liquidationsgewinn handelt es sich somit um das wirtschaftliche Ergebnis selbst�ndiger Erwerbst�tigkeit, weshalb er ebenfalls Einkommen aus selbst�ndiger Erwerbst�tigkeit im Sinne von Art. 9 Abs. 1 AHVG darstellt (AHI 1993 S. 224 f. Erw. 6a; Kieser, Alters- und Hinterlassenenversicherung, in: Schweizerisches Bundesverwaltungsrecht [SBVR], Soziale Sicherheit, Rz 41).
2.2 Nach Art. 23bis AHVV (in der bis 31. Dezember 2000 g�ltigen Fassung) wird auf Kapitalgewinnen nach Art. 17 AHVV, die einer Jahressteuer nach Art. 47 DBG unterliegen, ein Sonderbeitrag erhoben (Abs. 1). Der Sonderbeitrag ist f�r jenes Jahr geschuldet, f�r welches der Kapitalgewinn von der direkten Bundessteuer veranlagt wurde (Abs. 2). Ein Zins nach Art. 9 Abs. 2 lit. e AHVG wird nicht abgezogen (Abs. 3). Gem�ss Art. 23ter Abs. 1 AHVV (in der bis 31. Dezember 2000 g�ltig gewesenen Fassung) ist f�r die Berechnung des Sonderbeitrages auf Kapitalgewinnen, welche bei der vollst�ndigen Betriebsaufgabe erzielt werden, Art. 6bis AHVV sinngem�ss anwendbar, wenn ein Versicherter in diesem Zeitpunkt das 50. Altersjahr vollendet hat (lit. a), oder der Gewinn auf eine rentenbegr�ndende Invalidit�t im Sinne von Art. 28 IVG zur�ckzuf�hren ist (lit. b). Art. 6bis AHVV (in der bis 31. Dezember 2000 g�ltigen Fassung) enth�lt besondere Vorschriften �ber die (teilweise) Nichtanrechnung freiwilliger Vorsorgeleistungen des Arbeitgebers oder einer selbst�ndigen Vorsorgeeinrichtung beim beitragspflichtigen Erwerbseinkommen.
2.3 Nach Art. 23 Abs. 1 AHVV obliegt es in der Regel den Steuerbeh�rden, das f�r die Berechnung der Beitr�ge Selbst�ndigerwerbender massgebende Erwerbseinkommen aufgrund der rechtskr�ftigen Veranlagung f�r die direkte Bundessteuer und das im Betrieb investierte Eigenkapital aufgrund der entsprechenden rechtskr�ftigen kantonalen Veranlagung zu ermitteln. Die Angaben der Steuerbeh�rden hier�ber sind f�r die Ausgleichskassen verbindlich (Art. 23 Abs. 4 AHVV).
Die absolute Verbindlichkeit der Angaben der Steuerbeh�rden f�r die Ausgleichskassen und die daraus abgeleitete relative Bindung des Sozialversicherungsgerichts an die rechtskr�ftigen Steuertaxationen sind auf die Bemessung des massgebenden Einkommens und des betrieblichen Eigenkapitals beschr�nkt. Diese Bindung betrifft also nicht die beitragsrechtliche Qualifikation und beschl�gt daher die Frage nicht, ob �berhaupt Erwerbseinkommen und gegebenenfalls solches aus selbstst�ndiger oder aus unselbstst�ndiger T�tigkeit vorliegt und ob die Person, die das Einkommen bezogen hat, beitragspflichtig ist. Somit haben die Ausgleichskassen ohne Bindung an die Steuermeldung aufgrund des AHV-Rechts zu beurteilen, wer f�r ein von der Steuerbeh�rde gemeldetes Einkommen beitragspflichtig ist (BGE 121 V 83 Erw. 2c, 114 V 75 Erw. 2, 110 V 86 Erw. 4 und 370 Erw. 2a, 102 V 30 Erw. 3b mit Hinweisen).
Die gleichen Regeln gelten auch dann, wenn zu bestimmen ist, ob ein von der Steuerbeh�rde gemeldeter Kapitalgewinn, der steuerlich mit einer Jahressteuer nach Art. 47 DBG erfasst wurde, Einkommen aus selbst�ndiger Erwerbst�tigkeit darstellt oder nicht. Somit haben die Ausgleichskassen ohne Bindung an die Steuermeldung, allein aufgrund des AHV-Rechts zu beurteilen, ob auf einem von der Steuerbeh�rde gemeldeten Kapitalgewinn ein Sonderbeitrag gem�ss Art. 23bis AHVV zu erheben ist (BGE 114 V 75 Erw. 2; AHI 1993 S. 223 Erw. 4b). Dasselbe gilt f�r die Voraussetzungen einer privilegierten Berechnung des Sonderbeitrages auf Kapitalgewinnen nach Art. 23ter in Verbindung mit Art. 6bis AHVV (jeweils in der bis 31. Dezember 2000 g�ltig gewesenen Fassung). Dabei geht es ebenfalls um Rechtsfragen, welche die Ausgleichskasse analog der beitragsrechtlichen Qualifikation des Einkommens grunds�tzlich frei zu pr�fen hat. Namentlich die Frage, ob eine "vollst�ndige Betriebsaufgabe" im Sinne von Art. 23ter Abs. 1 AHVV (in der bis 31. Dezember 2000 g�ltigen Fassung) vorliegt oder nicht, stellt eine von der Ausgleichskasse selbst�ndig und ohne Bindung an die Steuermeldung zu beurteilende Rechtsfrage dar. An die Steuermeldung gebunden sind die Ausgleichskassen nur, soweit es um die H�he des erzielten Kapital- oder Liquidationsgewinnes geht (BGE 116 V 7 Erw. 4c).
3.1 Vorinstanz und Ausgleichskasse sind der Auffassung, bei der Liquidation der Firma H.________ AG handle es sich um eine Teilliquidation des Gesch�ftsverm�gens der von S.________ betriebenen Einzelunternehmung. Da S.________ diese weiterf�hre, liege keine "vollst�ndige Betriebsaufgabe" im Sinne von Art. 23ter Abs. 1 AHVV (in der bis 31. Dezember 2000 g�ltigen Fassung) vor und es stehe ihm kein Anspruch auf privilegierte Berechnung des geschuldeten Sonderbeitrages nach dieser Vorschrift und in sinngem�sser Anwendung von Art. 6bis AHVV (in der bis 31. Dezember 2000 g�ltigen Fassung) zu.
Demgegen�ber steht der Beschwerdef�hrer auf dem Standpunkt, bei dem aus der Liquidation der Firma H.________ AG erzielten Kapitalgewinn handle es sich um "eigenst�ndiges" Gesch�ftsverm�gen, das nicht der Einzelunternehmung von S.________ zugerechnet werden d�rfe.
Streitig ist somit die Frage, ob der von S.________ erzielte Liquidationsgewinn seinem Gesch�ftsverm�gen als Einzelunternehmer oder seinem Gesch�ftsverm�gen als Alleinaktion�r der Bauunternehmung Firma H.________ AG zuzuordnen ist. Je nach dem liegt eine Totalliquidation der als Aktiengesellschaft organisierten Bauunternehmung oder eine blosse Teilliquidation der zum Zwecke der Vermietung von und des Handels mit Liegenschaften betriebenen Einzelunternehmung vor.
3.2 Gem�ss Art. 17 AHVV in Verbindung mit Art. 18 Abs. 2 Satz 3 DBG (jeweils in der bis 31. Dezember 2000 g�ltig gewesenen Fassung) gelten als Gesch�ftsverm�gen alle Verm�genswerte, die ganz oder vorwiegend der selbst�ndigen Erwerbst�tigkeit dienen. Die Zweckbestimmung eines Verm�genswertes ist nach dieser Legaldefinition des Gesch�ftsverm�gens das ausschlaggebende Kriterium f�r die steuerliche und gest�tzt auf die Verweisung in Art. 17 AHVV auch f�r die beitragsrechtliche Abgrenzung von Gesch�fts- und Privatverm�gen, welcher f�r die Ermittlung des steuerbaren und beitragspflichtigen Einkommens fundamentale Bedeutung zukommt. Dies, weil die Zu- oder Abnahme des Privatverm�gens f�r die Ermittlung des steuerbaren und beitragspflichtigen Einkommens irrelevant ist, w�hrend die Zu- oder Abnahme des Gesch�ftsverm�gens die Grundlage f�r die Ermittlung des aus dem Verm�gensstandsgewinn bestehenden steuerbaren und beitragspflichtigen Einkommens aus selbst�ndiger Erwerbst�tigkeit bildet (vgl. Reich, in: Martin Zweifel/Peter Athanas [Hrsg.], Kommentar zum schweizerischen Steuerrecht, Bd. I/2a, N 17/18 und 43 zu Art. 18 DBG; ders., Die Abgrenzung von Gesch�fts- und Privatverm�gen im Einkommenssteuerrecht, in: SJZ 1984 S. 221/222). Das f�r die Abgrenzung von Gesch�fts- und Privatverm�gen steuer- und beitragsrechtlich grundlegende Kriterium, ob ein Verm�genswert der selbst�ndigen Erwerbst�tigkeit dient oder nicht, ist in analoger Weise massgebend, wenn es darum geht, einen Verm�genswert dem einen oder anderen Gesch�ftsverm�gen desselben selbst�ndigerwerbenden Steuer- und Beitragspflichtigen zuzuordnen. F�r die Beurteilung, ob ein Verm�gensobjekt dem Gesch�ft und welchem von mehreren Gesch�ften eines Selbst�ndigerwerbenden tats�chlich dient, ist vor allem die technisch-wirtschaftliche Funktion eines Wirtschaftsgutes massgebend (BGE 112 Ib 83 Erw. 3a; Reich, a.a.O., N 48 zu Art. 18 DBG mit weiteren Hinweisen; ders., a.a.O., SJZ 1984 S. 224), doch k�nnen auch weitere Umst�nde wie die Herkunft der Mittel f�r die Anschaffung, das Erwerbsmotiv, die tats�chliche Nutzung und die buchm�ssige Behandlung von Bedeutung sein. Der Wille des Steuerpflichtigen, wie er in der Aufnahme eines (nicht notwendigerweise Privatverm�gen darstellenden) Verm�genswertes in die Bilanz einer Einzelunternehmung zum Ausdruck kommt, ist regelm�ssig dann als gewichtiges Indiz f�r das Vorliegen von Gesch�ftsverm�gen zu werten, wenn dieser Gegenstand in der Buchhaltung nicht ausdr�cklich als Privatverm�gen gekennzeichnet wird und der mit ihm zusammenh�ngende Aufwand und Ertrag nicht konsequent �ber das Privatkonto gebucht wird (BGE 112 Ib 83 Erw. 3b/bb; Reich, a.a.O., N 50 zu Art. 18 DBG; K�fer, Berner Kommentar, N 277, 279 und 283 zu Art. 957 OR). Besonderes Gewicht kann aber auch der Weglassung bestimmter Verm�genswerte in der Gesch�ftsbuchhaltung zukommen, weil der Kaufmann nach dem Gebot der Vollst�ndigkeit der Bilanz (Art. 959 OR) verpflichtet ist, sein gesamtes Gesch�ftsverm�gen zu bilanzieren und ein Verstoss gegen die gesetzlichen Buchf�hrungspflichten auch strafrechtliche Folgen haben kann (Reich, a.a.O., SJZ 1984 S. 226; K�fer, a.a.O., N 278 zu Art. 957 OR). Die buchhalterische Darstellung verliert ihre Beweiskraft als Indiz allerdings dann, wenn sie mit den tats�chlichen wirtschaftlichen Verh�ltnissen nicht �bereinstimmt (Reich, a.a.O., N 50 zu Art. 18 DBG mit Judikaturhinweis).
4.1 S.________ war Eigent�mer s�mtlicher Aktien der als Aktiengesellschaft organisierten Bauunternehmung. Der Wert dieser Aktien entsprach im Zeitpunkt der Gr�ndung der Aktiengesellschaft deren Grund- und Eigenkapital. Letzteres wurde durch die im Laufe der Zeit von der Gesellschaft erwirtschafteten und nicht ausgesch�tteten Gewinne erh�ht. Im Zeitpunkt der Liquidation entsprach der Wert der Aktien dem Rein- oder Nettoverm�gen der Aktiengesellschaft. Die wirtschaftliche Funktion des in den Aktien verk�rperten Verm�genswertes bestand von der Gr�ndung bis zur Aufl�sung der Gesellschaft darin, dieser das zum Betrieb der Bauunternehmung erforderliche Eigenkapital zur Verf�gung zu stellen. Wirtschaftlich-funktional geh�rte daher der in den Aktien verk�rperte Verm�genswert stets zum Gesch�ftsverm�gen der als Aktiengesellschaft organisierten Bauunternehmung.
4.2 Es steht fest, dass die Aktien der Firma H.________ AG in der Bilanz der von S.________ zwecks Vermietung von und Handel mit Liegenschaften betriebenen Einzelunternehmung nicht als Aktivum gef�hrt wurden (vgl. die vorinstanzlich beigezogenen Jahresrechnungen f�r 1995 bis 2000). Die Aktien oder die "Beteiligung" von S.________ an der von ihm beherrschten und gef�hrten Bauunternehmung bildeten somit auch buchhalterisch keinen Bestandteil seines Gesch�ftsverm�gens als Einzelunternehmer.
4.3.1 Vorinstanz und Verwaltung berufen sich u.a. darauf, dass der Beschwerdef�hrer bereits im Jahre 1991 in einem Beitragsstreit eine unrichtige Berechnung des im Betrieb investierten Eigenkapitals zufolge zu tiefer Bewertung der Aktien der Firma H.________ AG geltend gemacht habe. Es trifft zu, dass S.________ im seinerzeitigen Beschwerdeverfahren den Wert der Aktien in seine Eigenkapitalberechnung einbezogen und damals als Bestandteil seines Gesch�ftsverm�gens qualifiziert hat. Streitpunkt in jenem Beschwerdeverfahren bildete indessen nicht diese Frage, sondern die H�he der Liegenschaftswerte und der Schulden der Einzelunternehmung gegen�ber der Aktiengesellschaft. Es fehlt daher jedenfalls an einer rechtskr�ftigen Beurteilung der hier zu beurteilenden Streitfrage.
Abgesehen von diesem �ber zehn Jahre zur�ckliegenden, singul�ren Hinweis darauf, dass der Beschwerdef�hrer die Aktien des Baugesch�fts ein Mal als Bestandteil seines Gesch�ftsverm�gens als Liegenschaftenh�ndler und -vermieter betrachtet hat, fehlt jeder buchm�ssige Nachweis daf�r, dass es sich in den restlichen 24 Jahren (seit 1975) gleich verhalten habe. Namentlich geht aus den (nur) f�r die 1995 bis 2000 vorliegenden Jahresrechnungen eindeutig hervor, dass die Aktien des Baugesch�fts weder in der Bilanz der Einzelunternehmung enthalten waren noch je Dividenden oder verdeckte Gewinnaussch�ttungen in die Erfolgsrechnung der Einzelfirma flossen. Dieser buchm�ssige Nachweis f�r die wirtschaftliche Trennung und Selbst�ndigkeit der beiden Unternehmungen ist entscheidend (vgl. Erw. 3.2 hievor). Wollte man demgegen�ber die Aktien der Firma H.________ AG als Teil des Gesch�ftsverm�gens der Immobilienunternehmung qualifizieren, m�sste ein Gesch�ftsgebaren des Beschwerdef�hrers nachgewiesen sein, aus dem sich schl�ssig erg�be, dass die Aktien des Baugesch�fts, ihr Wert und die daraus geflossenen Ertr�ge in den letzten sechs Jahren der Aktiengesellschaft nur zum Schein nicht mehr in die B�cher des Immobiliengesch�fts aufgenommen wurden und die beiden Unternehmungen abweichend von ihrer rechtlichen Selbst�ndigkeit wirtschaftlich effektiv eine Einheit bildeten sowie nach aussen auch als solche auftraten. Hief�r bestehen keine Anhaltspunkte. Insbesondere l�sst sich ein solcher Schluss nicht aus der Beschwerdeschrift vom 17. September 1991 ziehen.
4.3.2 Rechtsirrt�mlich ist auch der Hinweis von Vorinstanz und Verwaltung auf die Steuererkl�rung 1999/2000 von S.________, in welcher er unter Einschluss des Steuerwertes der Aktien von Fr. 460'000.‑ ein steuerbares Verm�gen von (brutto) Fr. 21'053'275.‑ deklarierte. Denn damit deklarierte S.________ sein ganzes steuerbares Privatverm�gen und nicht bloss das Gesch�ftsverm�gen seiner Einzelunternehmung.
5.1 Zusammenfassend spricht nichts daf�r, dass die Weglassung des in den Aktien der Firma H.________ AG verk�rperten Verm�genswertes aus den B�chern der Einzelunternehmung von S.________ mit den tats�chlichen wirtschaftlichen Verh�ltnissen nicht �bereinstimmen w�rde und dieser Verm�genswert im Zeitpunkt der Liquidation nicht mehr Bestandteil des Gesch�ftsverm�gens der Aktiengesellschaft gebildet h�tte. Vorinstanz und Ausgleichskasse haben den Wert der Aktien deshalb zu Unrecht dem Gesch�ftsverm�gen der Einzelunternehmung von S.________ zugeordnet.
5.2 Es liegt auf der Hand, dass die Liquidation der als Aktiengesellschaft organisierten Bauunternehmung im Jahre 1999 eine vollst�ndige war und daher auch eine "vollst�ndige Betriebsaufgabe" im Sinne von Art. 23ter Abs. 1 AHVV (in der bis 31. Dezember 2000 g�ltigen Fassung) vorlag. Ebenso klar ist, dass S.________ im Liquidationszeitpunkt die altersm�ssige Voraussetzung (Vollendung des 50. Altersjahres) gem�ss Art. 23ter Abs. 1 lit. a AHVV (in der bis 31. Dezember 2000 g�ltigen Fassung) erf�llte. Er hat daher Anspruch auf privilegierte Berechnung des auf dem erzielten Liquidationsgewinn geschuldeten Sonderbeitrages in sinngem�sser Anwendung von Art. 6bis AHVV in Verbindung mit Art. 23ter Abs. 2 AHVV (jeweils in der bis 31. Dezember 2000 g�ltig gewesenen Fassung). Zu diesem Zweck ist die Sache an die Ausgleichskasse zur�ckzuweisen.
In Gutheissung der Verwaltungsgerichtsbeschwerde werden der Entscheid des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 10. April 2003 und die Verf�gung der Ausgleichskasse des Kantons Bern vom 13. August 2001 aufgehoben, und es wird die Sache an die Verwaltung zur�ckgewiesen, damit diese den Sonderbeitrag im Sinne der Erw�gungen neu festsetze.
Die Gerichtskosten von Fr. 4500.- werden der Ausgleichskasse des Kantons Bern auferlegt.
Der geleistete Kostenvorschuss von Fr. 4500.- wird dem Beschwerdef�hrer zur�ckerstattet.
Die Ausgleichskasse des Kantons Bern hat dem Beschwerdef�hrer f�r das Verfahren vor dem Eidgen�ssischen Versicherungsgericht eine Parteientsch�digung von Fr. 2500.- (einschliesslich Mehrwertsteuer) zu bezahlen.

References: Art. 23
 Art. 23
 Art. 23
 Art. 6
 Art. 104
 Art. 105
 Art. 4
 Art. 9
 Art. 17
 Art. 18
 Art. 18
 Art. 17
 Art. 18
 Art. 9
 Art. 23
 Art. 17
 Art. 47
 Art. 9
 Art. 23
 Art. 6
 Art. 28
 Art. 6
 Art. 23
 Art. 47
 Art. 23
 Art. 23
 Art. 6
 Art. 23
 Art. 23
 Art. 6
 Art. 17
 Art. 18
 Art. 17
 Art. 18
 Art. 18
 Art. 18
 Art. 957
 Art. 957
 Art. 18
 Art. 23
 Art. 23
 Art. 6
 Art. 23