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Timestamp: 2017-10-23 11:31:11+00:00

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Wer bin ich, warum tu ich mir das an? | Wer bin ich, warum tu ich mir das an?
Aktuell bin ich ohne Erwerbsarbeit, aber nicht arbeitslos. Ich halte Vorträge und Diskussionsrunden über das bedingungslose Grundeinkommen, pflege meine Mutter, engagiere mich in meiner Gemeinde, plane mit meiner Freundin ein Co-Housing Projekt und den Rest der Zeit versuche ich ein besserer Mensch zu werden.
Dietrich Ostermann says
Freitag, November 11th 2016 at 15:50
Habe das Video in zwei Teilen auf YouTube von der Friedensakademie Linz gesehen.
Vielen Dank für die erhellende Aufklärung. Leider ist ein Punkt nicht in Ihrem Vortrag noch in der Fragerunde vorgekommen, die mich in Bezug auf das BGE immer wieder beschäftigt.
… eher in volkswirtschaftliches Thema oder wie die Österreicher sagen: Nationalökonomie …
Können Sie mir bitte erklären, wie sich ein mögliches BGE auf die Preise auswirken könnte oder warum Preise keinen Einfluss haben sollen.
Beispiel Autobahnraststätte
(Ich weiß das Beispiel hinkt etwas, aber mir fällt gerade kein besseres ein)
Mir fallen in diesem Zusammenhang immer Autobahnraststellen ein, die sich deswegen enorm hohe Preise leisten können, weil die Betreiber genau wissen, dass die Kunden ganz sicher kommen, auf Toilette müssen und ein damit verbundenes Folgegeschäft hoch wahrscheinlich ist und es keinen Wettbewerb gibt. Die Autobahnraststelle ist ein gutes Beispiel für eine künstliche Verknappung der Angebotsseite, so dass die Preise gemäß des Angebots/Nachfrage-Graphen steigen müssen. Jetzt kommt meine Überleitung zum BGE.
Könnte es sein, dass die Verfügbarkeit eines höheren Einkommens durch das BGE breiter Bevölkerungsschichten, die Preise vor allem im Bereich des alltäglichen Bedarfs auf ein Niveau steigen, so dass wir am Ende bei einem Nullsummenspiel laden und wir im Bezug auf die Preise da enden von wo wir her gekommen sind und vor allem die unteren Einkommensschichten neben dem höheren Einkommen auch höhere Preise bezahlen müssen?
Was hat das mit der Autobahnraststätte zu tun? Nun so wie sich der Betreiber der Autobahnraststätte auf seine spezielle Situation einstellt und seine Preise genau da einrichten kann, wo die Schmerzgrenze der Kunden noch nicht ganz erreicht ist aber er einen viel höheren Preis erzielen kann als normal, so könnten auch die Anbieter von Waren des täglichen Bedarfs sich auf die neue Situation mit dem größeren Einkommen der unteren Einkommensschichten einstellen und die Preise bis knapp unter einer Schmerzgrenze einrichten, vor allem wenn sich die Wettbewerber in diesem Punkt einig sein sollten, was ich für nicht unmöglich halte.
Wie denken Sie darüber? Bekommen wir mit dem BGE ein Nullsummenspiel?
Helmo Pape says
Mittwoch, Dezember 7th 2016 at 12:40
Lieber Herr Ostermann, das BGE ist meiner Ansicht nach kein zusätzliches, sondern ein grundsätzliches Einkommen. Es muss also nicht zwangsläufig zu Preissteigerungen führen, Preissenkungen sind ebenso möglich (wenn beispielsweise Menschen eigeninitiativ eine Raststätte, Schule, Pflegeeinrichtung betreiben, die das tun, weil sie es für sinnvoll halten und Spenden erbitten). Möglicherweise drängt das BGE auf diese Weise auch viel Bürokratie zurück bzw. hinterfragt sie (denn oft genug ist der einzige Sinn von Bürokratie das Absichern von wirtschaftlichen Faktoren). Lieben Gruß H.Pape
Franz Josef Lesjak says
Dienstag, Oktober 20th 2015 at 18:15
Hallo Helmo!
Herzlich wilkommen in der BGE Familie!
Wir brauchen Menschen wie Dich jetzt — und die ganze Welt braucht Menschen wie Dich morgen!
Sonntag, Juni 28th 2015 at 18:33
Interessante Thesen, auch wenn ich nicht mit allem einverstanden bin.
Ich würde mir gerne mal einen Vortrag, oder noch besser ein Diskussion von/mit dir anhören.
Kannst du mir da Termine zukommen lassen.
Freitag, Juli 17th 2015 at 7:07
Servus Ossi, schön von Dir zu lesen. Am 18. September 2015 wäre der Daniel Häni aus der Schweiz im Interview mit mir in Wien. Er ist ein Mitinitiator der schweizer Grundeinkommensbewegung, die immerhin 2016 eine Volksabstimmung über eine Verfassungsänderung bewirkt hat. Details poste ich hier im August.
Samstag, Juli 18th 2015 at 17:24
Danke, ich hab den Termin mal freigehalten
Joe Ofenböck says
Samstag, Juni 20th 2015 at 14:18
Servus Helmo,
Deine bemerkenswerte Vita zeigt einmal mehr, dass persönliche Betroffenheit der mächtigste Impulsgeber für die notwendige Veränderung in der Gesellschaft ist.
Du bist damit in bester Gesellschaft! Die WienerWende wird alles dafür tun, Deine Ideen und Dein Engagement Realität werden zu lassen.
Mit-Initiator der WienerWende für eine lebensfreundliche Welt
Peter Jánosi says
Donnerstag, September 4th 2014 at 14:33
nochmals herzlichen Dank für Deinen großartigen Vortrag gestern Abend. Auch wenn ich vielleicht düster geblickt habe, so war das nur die Konzentration/das Interesse. Ich habe heute den Testversuch gestartet beim Mittagstisch unter Kollegen am Institut das Thema zu diskutieren: na mehr hat es nicht gebraucht. Alle Vorurteile und Schemata liefen da ab. „Unfinanzierbar, ich will nicht, daß andere Geld dafür bekommen, wenn sie auf der faulen Haut liegen (es gab sogar eine Kollegin, die meinte es gäbe „Hausfrauen“, die lieber den ganzen Tag zu Hause sitzen und nichts tun, also froh sind, daß ihr Mann das Geld heranschafft) dann geht unsere Wirtschaft kaputt, Milchmädchenrechnung, wer macht dann die Arbeit, es gibt Menschen, die wollen nichts arbeiten und dafür muß man sie nicht belohnen….“
Ich hätte mir gewünscht, du wärst für 10 min anwesend gewesen, denn weder bin ich Finanzfachmann noch Wirtschaftsexperte, um all diesen Vorurteilen zu begegnen. Es wird ein langer und mühsamer Weg, denn man muß zuerst das Denken der Menschen verändern. Es ist erstaunliche wie automatisiert die Ablehnung überwiegt. Alle definieren sich über ihre Arbeit und sehen das als ein wohlerworbenes Recht an, für das sie hart gekämpft (Studium, Ausbildung etc) haben.
Der Grundtenor ist: Unser System ist „gut“, nur im Moment gibt es halt eine Krise, und die paar Arbeitslose gab es immer, es waren schon mal mehr…. etc. Arm und Reich spiegeln „Gerechtigkeit“ wieder. Die einen sind brav aktiv, die anderen faul und haben eben nichts bzw. Pech, daß ihre Pension nicht reicht. Hätten ja was anderes arbeiten können. Jeder hat die Chancen und Möglichkeiten…“ – man könnte vermutlich einen Schinken im Umfang von „Krieg und Frieden“ mit all diesen Vorurteilen füllen. Erschreckend. Ich weiß nicht, ob ich diese Diskussion so öfter anstoßen möchte und gegen den mainstream reden. Zumindest müßte man wie Du die technischen (Finanz)Details parat haben, die mir natürlich fehlen.
Bin gespannt wie das weitergeht. Werde es auf jeden Fall aufmerksam verfolgen. Dir alles Gute, nochmals vielen Dank und weiterhin viel Erfolg und Zuspruch,

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