Source: http://www.verwaltung.uni-halle.de/KANZLER/ZGST/GVBL/MBL-ORD/1997/DO_BWL.HTM
Timestamp: 2018-01-22 06:31:59+00:00

Document:
Ministerialblatt 4/1997 vom 31.1.1997
Diplomprüfungsordnung für den Studiengang Betriebswirtschaftslehre der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg
vom 17.4.1996
Bek. des MK vom 11.11.1996 - 6.22-74301
Die Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg hat die in der Anlage abgedruckte Diplomprüfungsordnung für den Studiengang Betriebswirtschaftslehre vom 17.4.1996 als Satzung beschlossen, die vom Kultusministerium gemäß § 17 Abs. 1 des Hochschulgesetzes des Landes Sachsen-Anhalt vom 7.10.1993 (GVBl. LSA S. 614), zuletzt geändert durch Gesetz vom 13.2.1996 (GVBl. LSA S. 74), i. V. m. Abschnitt III Nr. 3 des Beschlusses der Landesregierung Sachsen-Anhalt vom 21.11.1995 (MBl. LSA S. 2355), zuletzt geändert durch Beschluß vom 11.6.1996 (MBl. LSA S. 1410), am 27.6.1996 genehmigt worden ist.
(1) Die Diplomprüfung bildest den ersten berufsqualifizierenden Abschluß des Studiums der Betriebswirtschaftslehre. Durch die Diplomprüfung soll festgestellt werden, ob der Kandidat 1) die Zusammenhänge des Faches überblickt und über die Fähigkeit verfügt, wissenschaftliche Methoden und Erkenntnisse anzuwenden.
Auf Grund der bestandenen Diplomprüfung verleiht die Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät den Diplomgrad "Diplom-Kaufmann". Einer Absolventin wird der Diplomgrad "Diplom-Kauffrau", auf Antrag der Diplomgrad "Diplom-Kaufmann" verliehen.
(1) Das Studium gliedert sich in Grund- und Hauptstudium. Die Regelstudienzeit beträgt für das gesamte Studium einschließlich der Diplomprüfung acht Semester. Davon entfallen vier Semester auf das Grundstudium. Der Studienumfang umfaßt im Pflicht- und Wahlpflichtbereich insgesamt etwa 144 Semesterwochenstunden. Dazu kommen gegenenfalls weitere Semesterwochenstunden für Zusatzfächer (§ 18) sowie ein Studium Generale im Umfang von etwa zehn Semesterwochenstunden. Die Inhalte des Studium Generale können vom Studenten frei gewählt werden und sind nicht Gegenstand von Prüfungen im Rahmen des betriebswirtschaftlichen Studiengangs.
(3) Das Grundstudium besteht gemäß § 10 aus Fächern, von denen einige in Fachgebiete unterteilt sind. Für jedes einzelne Fachgebiet kann eine Prüfungsleistung gemäß § 10 gesondert abgelegt werden. Jede Prüfung in einem Fach bzw. Fachgebiet gilt als Teilleistung der Diplomvorprüfung. In der Diplomvorprüfung werden nur schriftliche Prüfungsleistungen verlangt.
(4) Die Diplomprüfung umfaßt Klausurarbeiten, mündliche Prüfungen sowie die Diplomarbeit. Die Klausurarbeiten gehen den mündlichen Prüfungen voraus. Die Klausurarbeiten und die mündlichen Prüfungen zu den Fächern gemäß § 17 und gegebenenfalls den Zusatzfächern gemäß § 18 können zu unterschiedlichen Terminen abgelegt werden. Die Diplomarbeit soll erst nach Abschluß der Klausurarbeiten und der mündlichen Prüfungen begonnen werden.
(2) Prüfungsleistungen in den Fächern bzw. Fachgebieten gemäß § 10 Abs. 2 können nur wiederholt werden, wenn sie mit "nicht ausreichend" bewertet worden sind. Eine einmalige Wiederholung ist innerhalb von zwölf Monaten nach der Mitteilung über das Nichtbestehen der jeweiligen Prüfung zu den vom Prüfungsausschuß festgelegten Prüfungsterminen möglich. Wird die Prüfungsleistung auch bei der Wiederholung mit "nicht ausreichend" bewertet, so kann der Student beim Prüfungsausschuß eine zweite Wiederholung beantragen. Dem Antrag kann nur stattgegeben werden, wenn die zweite Wiederholung der Prüfungsleistung vor dem siebenten Fachsemester erfolgt. Wird diese Frist eingehalten, so muß dem Antrag auf eine zweite Wiederholung stattgegeben werden, wenn die Verweigerung der zweiten Wiederholung für den Studenten eine unbillige Härte darstellen würde. Eine unbillige Härte liegt insbesondere dann vor, wenn zum Bestehen der Diplomvorprüfung nur noch wenige Prüfungsleistungen zu erbringen wären. Kann der Student aus Gründen, die er nicht zu vertreten hat, zu einer Wiederholungsprüfung nicht antreten, so gewährt der Prüfungsausschuß eine angemessene Nachfrist. Eine zweite Wiederholung einer Prüfungsleistung in einem Fach bzw. Fachgebiet gemäß § 10 Abs. 2 ist in insgesamt höchstens vier Fächern bzw. Fachgebieten zulässig.
(3) Eine Prüfung gilt als abgelegt und mit "nicht ausreichend" bewertet, wenn Studierende die in Absatz 1 festgelegte Frist aus von ihnen zu vertretenden Gründen um mehr als zwei Semester überschreiten oder wenn sie ohne triftigen Grund zu einem Prüfungstermin nicht erscheinen oder wenn sie nach Bekanntgabe des Termins der Prüfung ohne triftigen Grund von dieser zurücktreten. Dasselbe gilt, wenn eine schriftliche Prüfungsleistung nicht innerhalb der vorgegebenen Bearbeitungszeit erbracht wird.
(1) Die Diplomprüfung soll in der Regel in all ihren Teilen zum Ende des neunten Semesters abgeschlossen sein.
(2) Die Wiederholung von schriftlichen und mündlichen Prüfungsleistungen im Rahmen der Diplomprüfung ist nur möglich bei denjenigen Prüfungsleistungen, die mit "nicht ausreichend" bewertet wurden. Eine einmalige Wiederholung von schriflichen Prüfungsleistungen gemäß § 21 (Klausuren) ist innerhalb von zwölf Monaten nach der Mitteilung über das Nichtbestehen der jeweiligen Prüfung zu den vom Prüfungsausschuß festgelegten Prüfungsterminen möglich. Eine einmalige Wiederholung von mündlichen Prüfungsleistungen ist innerhalb von vier Monaten nach der Mitteilung über das Nichtbestehen der jeweiligen Prüfung möglich. Wird eine schriftliche oder mündliche Prüfungsleistung auch bei der Wiederholung mit "nicht ausreichend" bewertet, so kann der Student beim Prüfungsausschuß eine zweite Wiederholung beantragen. Dem Antrag wird bei bis zu fünf Prüfungsleistungen (schriftlich oder mündlich) stattgegeben, wenn die zweite Wiederholung dieser Prüfungsleistungen bis zum Ende des elften Fachsemesters erfolgt. Kann ein Student aus Gründen, die er nicht zu vertreten hat, zu einer Wiederholungsprüfung nicht antreten, so gewährt der Prüfungsausschuß eine angemessene Nachfrist.
(3) Eine Prüfung gilt als abgelegt und mit "nicht ausreichend" bewertet, wenn Studierende die in Absatz 1 festgelegte Frist aus von ihnen zu vertretenden Gründen um mehr als vier Semester überschreiten oder wenn sie ohne triftigen Grund zu einem Prüfungstermin nicht erscheinen oder wenn sie nach Bekanntgabe des Termins der Prüfung ohne triftigen Grund von dieser zurücktreten. Dasselbe gilt, wenn eine schriftliche Prüfungsleistung nicht innerhalb der vorgegebenen Bearbeitungszeit erbracht wird.
(2) Der Fachbereichsrat bestellt auf Vorschlag seiner Mitgliedergruppen die Mitglieder des Prüfungsausschusses und deren Stellvertreter für den Verhinderungsfall für die Amtszeit gemäß Absatz 1 Satz 3. Wiederbestellung ist zulässig. Ein vorzeitig ausgeschiedenes Mitglied ist durch Nachbestellung zu ersetzen. Der Prüfungsausschuß wählt aus dem Kreis der ihm angehörenden Professoren den Vorsitzenden und dessen ständigen Vertreter.
(7) Der Prüfungsausschuß ist beschlußfähig, wenn neben dem Vorsitzenden oder seinem Stellvertreter noch mindestens drei weitere Mitglieder anwesend sind. Der Prüfungsausschuß entscheidet mit der Mehrheit der Stimmen der stimmberechtigten Mitglieder. Bei Stimmengleichheit entscheidet die Stimme des bzw. der jeweiligen Vorsitzenden. Bei Entscheidungen nach Absatz 6 ist Stimmenthaltung ausgeschlossen.
Für die Ernennung der unter Nrn. 2, 3 und 4 genannten Personen bedarf der Beschluß des Prüfungsausschusses der Zustimmung des Fachbereichsrates. Hauptamtlich an der Fakultät tätige Professoren und Hochschuldozenten sind zu Prüfern in dem Fach zu ernennen, mit dessen Vertretung sie in Lehre und Forschung betraut sind.
Bei hauptamtlichan an der Fakultät tätigen Professoren und Hochschuldozenten sowie bei Privatdozenten und außerplanmäßigen Professoren erlischt die Möglichkeit zur Ernennung als Prüfer in der Regel zwei Jahre entweder nach ihrer Entpflichtung oder nach ihrem Ausscheiden aus dem Dienstverhältnis an der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät.
(4) Der Vorsitzende sorgt dafür, daß die Namen der Prüfer für die Diplomvorprüfung und für die Klausuren und mündlichen Prüfungen im Rahmen der Diplomprüfung rechtzeitig mindestens zwei Monate im voraus durch Aushang bekanntgegeben werden. Aus wichtigem Grunde können nachträglich andere Prüfer benannt werden. Erfolgt die Bekanntgabe mit einer Frist von weniger als zwei Wochen, kann sich der Kandidat hinsichtlich der betreffenden Prüfung ohne Versäumnis von Fristen im Falle von schriftlichen Prüfungen auf den nächstfolgenden Prüfungstermin zurückstellen lassen und bei mündlichen Prüfungen in Abstimmung mit dem jeweiligen Prüfer einen Termin innerhalb der nächsten acht Wochen wählen.
(3) Diplomvorprüfungen und entsprechende Prüfungen sowie einzelne Fachprüfungen, die der Kandidat an Universitäten und gleichgestellten Hochschulen im Geltungsbereich des Grundgesetzes in demselben Studiengang bestanden hat, werden von Amts wegen angerechnet. Diplomvorprüfungen und einzelne Fachprüfungen in anderen Studiengängen oder an anderen als Universitäten oder gleichgestellten Hochschulen im Geltungsbereich des Grundgesetzes werden von Amts wegen angerechnet, soweit die Gleichwertigkeit festgestellt wird. Diplomvorprüfungen und entsprechende Prüfungen sowie einzelne Fachprüfungen, die der Kandidat in einem wirtschaftswissenschaftlichen Studiengang an einer Hochschule außerhalb des Geltungsbereiches des Grundgesetzes erbracht hat, werden auf Antrag angerechnet, soweit die Gleichwertigkeit festgestellt wird. Anstelle der Diplomvorprüfung können in begründeten Ausnahmefällen andere Prüfungsleistungen angerechnet werden, soweit die Gleichwertigkeit festgestellt wird.
(4) Eine an einer anderen Hochschule angefertigte Diplomarbeit wird nicht angerechnet. Fachprüfungen der Diplomprüfung, die an anderen Universitäten oder gleichgestellten Hochschulen im Geltungsbereich des Grundgesetzes in demselben Studiengang erbracht wurden, werden angerechnet, soweit sie innerhalb eines Jahres vor der Meldung zur ersten Klausurarbeit abgelegt worden sind. Das gleiche gilt für Fachprüfungen in Abschlußprüfungen, die in anderen Studiengängen oder an anderen als Universitäten oder gleichgestellten Hochschulen im Geltungsbereich des Grundgesetzes abgelegt worden sind, soweit die Gleichwertigkeit festgestellt wird. Entsprechend werden Fachprüfungen in Abschlußprüfungen, die an Hochschulen außerhalb des Geltungsbereiches des Grundgesetzes abgelegt wurden, auf Antrag angerechnet, soweit die Gleichwertigkeit festgestellt wird.
(5) In staatlich anerkannten Fernstudien oder in Zusammenarbeit mit den anderen Ländern und dem Bund entwickelten Fernstudieneinheiten erworbene Leistungsnachweise werden, soweit sie gleichwertig sind, als Studienleistungen sowie auf die Studienzeit angerechnet. Bei der Feststellung der Gleichwertigkeit sind Beschlüsse der Kultusministerkonferenz zu beachten.
(1) Durch die Diplomvorprüfung soll der Kandidat nachweisen, daß er das Ziel des Grundstudiums erreicht und die Kenntnisse und Fähigkeiten, insbesondere die inhaltlichen Grundlagen der Betriebswirtschaftslehre, der Volkswirtschaftslehre, der Statistik und der wirtschaftlich relevanten Gebiete des Rechts, ein methodisches Instrumentarium und eine systematische Orientierung erworben hat, die erforderlich sind, um das weitere Studium mit Aussicht auf Erfolg zu betreiben.
1. Grundzüge der Betriebswirtschaftslehre, geteilt in die Fachgebiete:
1.1. Betriebswirtschaftslehre I
1.2. Betriebswirtschaftslehre II
2. Grundzüge der Volkswirtschaftslehre, geteilt in die Fachgebiete:
2.1. Volkswirtschaftslehre I
2.2. Volkswirtschaftslehre II
3. Grundzüge der wirtschaftlich relevanten Gebiete des Rechts
4. Grundzüge der Statistik
an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg für den Studiengang Betriebswirtschaftslehre eingeschrieben ist und
Mathematik für Wirtschaftswissenschaftler und
erbracht hat. Die Leistungsnachweise in den Fächern gemäß Nr. 3 müssen bis spätestens zur letzten Prüfungsleistung in einem der Fächer bzw. Fachgebiete gemäß § 10 Abs. 2 vorgelegt werden. Die in Ziffern 1 und 3 genannten Voraussetzungen werden im Falle des § 8 Abs. 7 durch entsprechende Feststellungen im Zeugnis über die Einstellungsprüfung ganz oder teilweise ersetzt. Liegen die Leistungsnachweise gemäß Ziff. 3 oder die entsprechenden Feststellungen im Zeugnis über die Einstufungsprüfung nicht vor Beginn der letzten Prüfungsleistung in einem der Fächer bzw. Fachgebiete gemäß § 10 Abs. 2 vor, so darf der Student an dieser Prüfungsleistung nicht teilnehmen. Nimmt er dennoch teil, so gilt diese Prüfungsleistung als nicht erbracht.
(2) Über die erfolgreiche Teilnahme an den Lehrveranstaltungen gemäß Absatz 1 Ziffer 3 werden Leistungsnachweise ausgestellt:
im Fach "Buchführung" auf Grund einer mindestens mit "ausreichend" (4,0) bewerteten Klausurarbeit von jeweils zweistündiger Dauer,
in dem Fächern "Mathematik für Wirtschaftswissenschaftler" und "Wirtschaftsinformatik" auf Grund einer mindestens mit "ausreichend" (4,0) bewerteten Klausurarbeit von jeweils vierstündiger Dauer. Anstelle einer vierstündigen Klausurarbeit können auch zwei zweistündige Klausurarbeiten angeboten werden.
(3) Der Antrag auf Zulassung zur Diplom-Vorprüfung ist vor der Meldung zur ersten Prüfungsleistung schriftlich an den Prüfungsausschuß zu den durch Aushang bekanntgemachten Terminen zu stellen. Dem Antrag sind beizufügen:
Die Erklärung gemäß Ziffer 4 muß vor der Meldung zur letzten Prüfungsleistung im Rahmen der Diplomvorprüfung erneut abgegeben werden. Während der Zeit der Diplomvorprüfung verbleiben die Unterlagen gemäß Ziffern 1 bis 5 beim Prüfungsausschuß.
(6) Die Teilung der Diplomvorprüfung in Fächer bzw. Fachgebiete macht es erforderlich, daß der Kandidat zu jeder der von ihm zu erbringenden Prüfungsleistungen in den einzelnen Fächern bzw. Fachgebieten einen gesonderten Antrag auf Zulassung (Meldung) stellt. Jeder Antrag nach Satz 1 ist schriftlich an den Prüfungsausschuß an den durch Aushang bekanntgemachten Terminen zu stellen. Grundlage der Zulassung ist die endgültige Einschreibung im jeweiligen Semester und im beantragten Studiengang.
(1) Über die Zulassung zur Diplomvorprüfung und zu ihren einzelnen Fach- bzw. Fachgebietsprüfungen entscheidet der Prüfungsausschuß, im Falle des § 6 Abs. 8 dessen Vorsitzender.
(3) Hochschulwechsler, die an einer anderen Hochschule als Erstteilnehmer eine Prüfung in einem vergleichbaren Fach bzw. Fachgebiet gemäß § 10 Abs. 2 nicht bestanden haben, werden zur Wiederholung dieser Prüfung zugelassen, wenn dabei die in § 4 genannten Fristen eingehalten werden.
(1) In jedem der in § 10 Abs. 2 Ziffer 1 und Ziffer 2 genannten Fachgebiete ist nach Anmeldung beim Prüfungsamt unter den vom Prüfungsausschuß festgelegten Bedingungen eine Klausurarbeit von zweistündiger Dauer zu schreiben; in jedem der in § 10 Abs. 2 Ziffer 3 und Ziffer 4 genannten Fächer ist eine Klausurarbeit von vierstündiger Dauer zu schreiben. In jedem Jahr setzt der Prüfungsausschuß in der Regel zwei Termine pro Fach bzw. pro Fachgebiet für Klausurarbeiten an. Der Kandidat soll möglichst unmittelbar nach dem Besuch der zugehörigen Lehrveranstaltungen die jeweiligen Klausurarbeiten anfertigen, damit die in § 4 genannten Fristen eingehalten werden können.
(2) Die Diplomvorprüfung ist insgesamt bestanden, wenn in sämtlichen Fachgebieten gemäß § 13 Abs. 1 mindestens die Note "ausreichend" (4,0) und damit in sämtlichen Fächern des § 10 Abs. 2 mindestens die Fachnote "ausreichend" (4,0) erzielt worden ist.
(3) Die Fachnote für das jeweilige Fach gemäß § 10 Abs. 2 Ziffer 1 und 2 errechnet sich aus dem arithmetischen Mittel der nicht gerundeten Noten, die in den Prüfungen in den gemäß § 10 Abs. 2 Ziffern 1 und 2 zugehörigen Fachgebieten erzielt wurden. Sie lautet:
Die Fachnoten in den Fächern gemäß § 10 Abs. 2 Ziffern 3 und 4 werden entsprechend dieser Regelung festgelegt.
(4) Die Gesamtnote errechnet sich aus dem Durchschnitt der nicht gerundeten Fachnoten. Die Gesamtnote einer bestandenen Prüfung lautet:
(1) Die Diplomprüfung erstreckt sich auf die in Absatz 2 genannten Fächer, auf die Diplomarbeit sowie gegenenfalls auf Zusatzfächer gemäß § 18.
Erstes Wahlpflichtfach
Zweites Wahlpflichtfach
(3) Als Wahlpflichtfächer können folgende Fächer gewählt werden:
Eine weitere spezielle Betriebswirtschaftslehre
Zweites Wahlpflichtfach::
Wirtschafts- und Sozialgeschichte oder
Die wählbaren speziellen Volkswirtschaftslehren bzw. speziellen Betriebswirtschaftslehren sind im Anhang zu dieser Diplomprüfungsordnung aufgeführt.
(4) Auf Antrag des Prüfungsausschusses kann durch Beschluß des Fachbereichsrates die Wählbarkeit weiterer spezieller Betriebswirtschaftslehren bzw. Wahlpflichtfächer zugelassen werden. Ist ein Fach an der Universität nicht ausreichend vertreten, so kannn der Prüfungsausschuß die Wählbarkeit dieses Faches aussetzen.
(5) Ein Fach soll jeweils 14 Semesterwochenstunden und müssen mindestens 13 Semesterwochenstunden umfassen.
(6) Das Fach "Integriertes Auslandstudium" muß vom Prüfungsausschuß anerkannt sein. Die Anerkennung ist unter folgenden Voraussetzungen möglich:
Die Lehrveranstaltungen an der ausländischen Hochschule müssen mindestens einen Umfang von 13 Semesterwochenstunden umfassen und dem Niveau des Hauptstudiums entsprechen.
Zwischen der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg und den Partnerhochschulen sind für das integrierte Auslandsstudium Vereinbarungen über die sinnvolle Gestaltung des Studienablaufs getroffen worden.
Hat ein Kandidat in einem zweiten Wahlpflichtfach bereits Prüfungsleistungen im Rahmen der Diplomprüfung erbracht, so kann das Fach "Integriertes Auslandsstudium" nicht mehr anerkannt werden.
(7) Das Thema der Diplomarbeit ist einem der Prüfungsfächer gemäß Absätzen 2 und 3 zu entnehmen.
(1) Der Kandidat kann sich auf Antrag in einem oder mehreren Fächern (Zusatz/-fächer) einer Zusatzprüfung unterziehen, wenn ein hinreichender Zusammenhang mit dem Zweck der Diplomprüfung gemäß § 1 gegeben und eine angemessene Vertretung des Faches gewährleistet ist. Ein Zusatzfach soll mindestens 14 Semesterwochenstunden und muß mindestens 13 Semesterwochenstunden umfassen. Als Zusatzfach kann auch das Fach "Integriertes Auslandsstudium" gewählt werden.
(1) In jedem der Fächer gemäß § 17 Abs. 2 sowie gegebenenfalls in den Zusatzfächern gemäß § 18 müssen Klausurarbeiten angefertigt und mündliche Prüfungen abgelegt werden. Die Klausurarbeiten gehen den mündlichen Prüfungen voraus. Diese Regelung gilt nicht für das Fach "Integriertes Auslandsstudium".
an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg für den Studiengang Betriebswirtschaftslehre eingeschrieben ist,
die Diplomprüfung im Studiengang Betriebswirtschaft oder einem anderen wirtschaftswissenschaftlichen Studiengang an einer Hochschule nicht endgültig nicht bestanden hat.
(2) Um zu den Klausurarbeiten in den einzelnen Prüfungsfächern gemäß § 17 Abs. 2 und gegebenenfalls § 18 zugelassen zu werden, muß der Student außerdem bei der Meldung zu den einzelnen Prüfungsfächern den Nachweis über die erfolgreiche Teilnahme an einem Seminar des jeweiligen Faches erbringen. Dieser Nachweis kann in zwei Prüfungsfächern gemäß § 17 Abs. 2 durch die erfolgreiche Teilnahme an einer Fortgeschrittenenübung mit Abschlußklausur oder durch das Anfertigen einer schriftllichen Hausarbeit unter der Betreuung eines Prüfers gemäß § 7 Abs. 2 ersetzt werden.
eine schriftliche Erklärung darüber, ob und gegebenenfalls wann und wo der Kandidat bereits eine Diplomprüfung im Studiengang Betriebswirtschaftslehre oder eine vergleichbare, berufsqualifizierende Prüfung in einem universitären wirtschaftswissenschaftlichen Studiengang an einer Hochschule nicht bestanden hat, ob er seinen Prüfungsanspruch durch Versäumen einer Frist verloren hat und ob er sich in einem schwebenden Verfahren gemäß Absatz 1 Ziffer 4 befindet.
Die Unterlagen zu Ziffer 1 (schriftliche Darstellung des Bildungsganges) muß nicht noch einmal vorgelegt werden, wenn sie bereits bei der Meldung zur Diplomvorprüfung eingereicht wurde. Die Erklärung gemäß Ziffer 3 ist vor Ablegen der letzten Prüfungsleistungen im Rahmen der Diplomprüfung erneut abzugeben. Die beim Antrag auf Zulassung zur Diplomprüfung eingereichten Unterlagen verbleiben bis zum Abschluß der letzten Prüfungsleistung beim Prüfungsausschuß.
(1) In jedem seiner Prüfungsfächer gemäß § 17 Abs. 2 und gegebenenfalls § 18 hat der Kandidat unter den vom Prüfungsausschuß festgelegten Bedingungen eine Klausurarbeit anzufertigen. Die Bearbeitungsdauer für jede Klausurarbeit beträgt fünf Zeitstunden. Diese Regelung gilt nicht für das Fach "Integriertes Auslandsstudium".
(3) Jede Klausurarbeit ist in der Regel von zwei Prüfern zu bewerten. § 13 Abs. 3 Satz 2 gilt entsprechend. Die Bewertung erfolgt nach § 14 Abs. 1. Die Note der Klausurarbeit ergibt sich aus dem arithmetischen Mittel der Einzelbewertungen. Dabei wird nur die erste Dezimalstelle hinter dem Komma berücksichtigt; alle weiteren Stellen werden ohne Rundung gestrichen. Eine Vorkorrektur durch wissenschaftliche Mitarbeiter ist zulässig.
(1) In jedem seiner Prüfungsfächer gemäß § 17 Abs. 2 und gegebenenfalls § 18 hat der Kandidat eine mündliche Prüfung abzulegen. An der mündlichen Prüfung eines Faches kann nur teilnehmen, wer an der Klausurarbeit gemäß § 21 in diesem Fach mit Erfolg teilgenommen hat. Diese Regelung gilt nicht für das Fach "Integriertes Auslandsstudium".
(2) Das Thema für die Diplomarbeit kann von jedem fachlich zuständigen Prüfer gemäß § 7 Abs. 2 Ziffer1 gestellt und betreut werden. Von Prüfern gemäß § 7 Abs. 2 Ziffer 2 kann die Vergabe eines Diplomarbeitsthemas und die Betreuung der Arbeit nur dann erfolgen, wenn der Prüfungsausschuß zustimmt. Der Kandidat kann ohne Rechtsanspruch den Themensteller und den Problembereich der Diplomarbeit vorschlagen.
(4) Die Bearbeitungszeit für die Diplomarbeit beträgt zwölf Wochen. Sie wird auf schriflichen Antrag des Kandidaten um weitere vier Wochen verlängert, wenn der Ausgabetermin des Diplomarbeitsthemas spätestens im achten Semester erfolgt und wenn bis dahin vom Kandidaten sämtliche schriftlichen und mündlichen Prüfungsleistungen gemäß § 21 und § 22 erbracht sind. In begründeten Ausnahmefällen kann auf Antrag des Kandidaten und mit Zustimmung des Betreuers der Prüfungsausschuß eine Bearbeitungszeit von bis zu sechs Monaten zulassen. Die Bearbeitungszeit beginnt mit dem Ausgabetag gemäß Absatz 3. Das Thema muß so beschaffen sein, daß die Diplomarbeit innerhalb der vorgegebenen Frist abgeschlossen werden kann.
(11) Die Diplomarbeit ist in der Regel von zwei Prüfern zu bewerten. § 13 Abs. 3 Satz 2 gilt entsprechend. Der erste Prüfer soll der Themensteller sein; den zweiten Prüfer bestimmt der Vorsitzende des Prüfungsausschusses. Die Bewertung durch jeden Prüfer (Einzelbewertung) ist nach § 14 Abs. 1 vorzunehmen und schriftlich zu begründen. Eine Vorkorrektur durch wissenschaftliche Mitarbeiter ist zulässig.
(12) Als Note der Diplomarbeit wird vorbehaltlich Satz 3 das arithmetische Mittel der Einzelbewertungen festgesetzt. Dabei wird nur die erste Dezimalstelle hinter dem Komma berücksichtigt; alle weiteren Stellen werden ohne Rundung gestrichen. Weichen die Einzelbewertungen um mehr als 2,0 Notenpunkte voneinander ab oder lautet eine Einzelbewertung mindestens auf "ausreichend" (4,0) und die andere auf "nicht ausreichend"(4,7) oder (5,0), wird vom Vorsitzenden des Prüfungsausschusses ein dritter Prüfer hinzugezogen. In diesem Fall legen die drei Prüfer die Note der Diplomarbeit gemeinsam fest. Erforderlichenfalls entscheidet die Mehrheit.
(13) Wird die Diplomarbeit nur von einem Prüfer bewertet und erhält der Kandidat dabei nicht mindestens die Note "ausreichend" (4,0), so muß ein weiterer Prüfer hinzugezogen werden. Absatz 12 gilt entsprechend.
(1) Die Note in einem Prüfungsfach gemäß § 17 und gegebenenfalls § 18 ergibt sich aus dem arithmetischem Mittel der Note in der Klausurarbeit gemäß § 21 Abs. 3 und der Note in der mündlichen Prüfung gemäß § 22 Abs. 2. Bei der Bildung des arithmetischen Mittels wird nur die erste Stelle hinter dem Komma berücksichtigt: alle weiteren Stellen werden ohne Rundung gestrichen. Anhand des errechneten Durchschnitts ergibt sich die Fachnote entsprechend § 14 Abs. 3. Die Note des Faches "Integriertes Auslandsstudium" wird vom Vorsitzenden des Prüfungsausschusses auf der Grundlage der bewerteten Leistungsnachweise entsprechend § 14 Abs. 1 festgelegt.
in sämtlichen Klausurarbeiten und mündlichen Prüfungen gemäß § 17 mindestens die Note "ausreichend" (4,0) erzielt wurde bzw. das Fach "Integriertes Auslandsstudium" mindestens mit der Note "ausreichend" bewertet wurde und
(4) Die Gesamtnote ergibt sich als arithmetisches Mittel der in § 17 Abs. 2 genannten Fächer und der Note in der Diplomarbeit. Bei der Bildung des arithmetischen Mittels sind die ungerundeten Fachnoten zugrunde zu legen, die sich bei der Berechnung gemäß Absatz 1 ergeben. Die Note der Diplomarbeit ist bei der Durchschnittsbildung ebenfalls ohne Rundung zu berücksichtigen. Nach Bildung des arithmetischen Mittels wir die Gesamtnote entsprechend § 14 Abs. 4 festgesetzt. Ein Kandidat, der in sämtlichen Pflicht- und Wahlpflichtfächern gemäß § 17 Abs. 2 sowie in der Diplomarbeit die Note "sehr gut" erreicht, erhält dabei als Gesamtnote das Prädikat "Mit Auszeichnung".
(1) Ein Student der bei Inkrafttreten dieser Prüfungsordnung als ordentlicher Studierender für das Fach Betriebswirtschaftslehre an der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg eingeschrieben ist und die Diplomvorprüfung noch nicht abgeschlossen hat, wird im Rahmen der Diplomvoprüfung noch nach derjenigen Diplomprüfungsordnung für den Studiengang Betriebswirtschaftslehre geprüft, die zum Zeitpunkt des Inkrafttretens der vorliegenden Diplomprüfungsordnung für ihn gegolten hätte. Für ihn gilt die vorliegende Diplomprüfungsordnung, sobald er die Diplomvorprüfung erfolgreich abgeschlossen hat. Verletzt die alte Prüfungsordnung zwingende Vorschriften des Hochschulrechts des Landes Sachsen-Anhalt oder des Bundes, so ist die alte Prüfungsordnung nur unter Berücksichtigung dieser gesetzlichen Vorschriften anzuwenden. Abweichungen von der alten Prüfungsordnung werden durch den Prüfungsausschuß bekanntgegeben.
(2) Ein Student, der bei Inkrafttreten der vorliegenden Diplomprüfungsordnung die Diplomvorprüfung bereits erfolgreich abgeschlossen hat, kann unwiderruflich erklären, daß er nach der vorliegenden Diplomprüfungsordnung geprüft werden möchte. Sobald diese Erklärung beim Prüfungsausschuß eingegangen ist, gilt für diesen Studenten die vorliegende Diplomprüfungsordnung. Macht der Student von dieser Möglichkeit keinen Gebrauch, so gilt Absatz 1 Satz 2 und 3 entsprechend.
Ausgefertigt auf Grund der Beschlüsse des Fakultätsrates der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät vom 17.4.1996 und des Senats vom 5.10.1994 und der Genehmigung des Kultusministeriums des Landes Sachsen-Anhalt vom 27.6.1996.
Halle, 30.10.1996
zur Diplomprüfungsordnung für Betriebswirtschaftslehre
Spezielle Volkswirtschaftslehren:

References: § 17
 § 10
 § 10
 § 17
 § 18
 § 10
 § 10
 § 21
 § 10
 § 8
 § 10
 § 6
 § 10
 § 4
 § 10
 § 10
 § 4
 § 13
 § 10
 § 10
 § 10
 § 10
 § 18
 § 1
 § 17
 § 18
 § 17
 § 18
 § 17
 § 7
 § 17
 § 18
 § 13
 § 14
 § 17
 § 18
 § 21
 § 7
 § 7
 § 21
 § 22
 § 13
 § 14
 § 17
 § 18
 § 21
 § 22
 § 14
 § 14
 § 17
 § 17
 § 14
 § 17