Source: https://www.dimdi.de/dynamic/de/weitere-fachdienste/versorgungsdaten/faq-versorgungsdaten/
Timestamp: 2019-12-13 21:28:36+00:00

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Können Sie uns bei der Ausarbeitung von Fragestellung und/oder Methodik inhaltlich unterstützen?
Wir werden Sie unterstützen, soweit uns dies möglich ist. Dazu gestalten und organisieren wir beispielsweise gemeinsam mit verschiedenen Fachgruppen und der TMF e.V. Workshops. Gerne nutzen wir auch andere Gelegenheiten, um mit Ihnen ins Gespräch zu kommen. Vorrang hat letztlich jedoch immer die Bearbeitung der Anträge.
Gibt es eine Übersicht der Datenmerkmale?
Eine ausführliche Datensatzbeschreibung finden Sie auf der unten angegebenen Webseite.
Können wir ggf. Rohdaten (pseudonymisierte Einzeldatensätze) erhalten?
Sie können jedoch ggf. die Rohdaten unmittelbar nutzen. Dies ist auf Antrag und nur in unseren Räumlichkeiten möglich, wenn ihrer Fragestellung nicht anderweitig nachgegangen werden kann.
An diese "On-Site Nutzung" sind besondere Bedingungen und Vorgaben geknüpft. Daher können wir sie erst in einer späteren Ausbaustufe anbieten.
Siehe dazu § 5 Absatz 5 der Datentransparenzverordnung:
Die Datenaufbereitungsstelle stellt den Nutzungsberechtigten die Daten ausnahmsweise als Einzeldatensätze pseudonymisiert bereit, wenn der angegebene und nach § 303e Absatz 2 des Fünften Buches Sozialgesetzbuch zulässige Nutzungszweck nicht durch die Verarbeitung von anonymisierten Daten erreicht werden kann. Bei einer solchen Bereitstellung ist zu gewährleisten, dass die betroffenen Versicherten nicht wieder identifiziert werden können. Die pseudonymisierten Einzeldatensätze werden in den Räumen der Datenaufbereitungsstelle bereitgestellt.
Siehe auch: FAQ-Eintrag zu Ergebnissen bzw. Ergebnismengen
Werden für Anträge zur Nutzung der DaTraV-Daten Gebühren erhoben?
Ja. Nähere Informationen haben wir für Sie auf unserer unten angegebenen Webseite zusammengestellt.
Können die DaTraV-Daten krankenkassen-bezogen auswertet werden?
Ja, unter der Voraussetzung, dass Sie die Einwilligung der jeweiligen Krankenkassen vorab eingeholt haben und uns diese mit Ihrem Antrag vorlegen. Grundlage hierfür ist der § 5 Abs. 6 der Datentransparenzverordnung.
Sind Diagnosedaten auf Länderebene und aufgeschlüsselt nach ICD-3 oder ICD-4 verfügbar?
Für die Berichtsjahre 2009 und 2010 liegen beispielsweise Regionaldaten und Diagnosedaten vor. Weitere Details zur Verfügbarkeit von Regionaldaten und dem Aufbau des amtlichen Gemeindeschlüssels finden Sie in der den Informationen zur Datensatzbeschreibung.
Darüber hinaus wäre natürlich auch in diesem Fall sicherzustellen, dass die Ergebnismenge für sich genommen faktisch anonymisiert ist.
Für welche Berichtsjahre sind Daten verfügbar?
Für das Berichtsjahr 2008 liegen nicht alle Daten vor. Ab dem Berichtsjahr 2009 liegen die Daten pro Berichtsjahr mit einem Zeitverzug von 4 Jahren komplett vor. Dies liegt an dem besonderen Datenzuschnitt, den die DaTraV-Daten aufgrund der Orientierung am sogenannten Ausgleichsjahr des Morbi-RSA aufweisen. Der Zeitverzug ergibt sich aus den rechtlichen Rahmenbedingungen.
Nähere Informationen zu den derzeit vorliegen Daten und deren Zuschnitt können Sie der Datensatzbeschreibung und unserem FAQ-Eintrag "Datenzuschnitt" entnehmen.
Bitte beachten Sie in diesem Kontext insbesondere auch unsere FAQ-Einträge zu den Themen Auswertungspopulation und fehlende Diagnose- und Arzneimitteldaten (Stichwort: Inzidente Fälle).
BVA: Datengrundlage des morbiditätsorientierten Risikostrukturausgleichs
Ist die Beobachtungseinheit der einzelne Versicherte? Wenn ja, lassen sich Versicherte über die Jahre und auch zwischen Krankenkassen verfolgen?
Die DaTraV-Daten bestehen aus pseudonymisierten Einzeldatensätzen, die alle einen Versichertenbezug haben. Versicherte wiederum lassen sich über mehrere Jahre mithilfe eines jahresübergreifenden Pseudonyms verfolgen. Voraussetzung ist, dass sie bei Erzeugung dieses Pseudonyms eindeutig anhand einer einheitlichen Krankenversicherungsnummer identifizierbar waren. Das war beispielsweise in den Ausgleichsjahren 2009 und 2010 für 225.000 bzw. 185.000 Versicherungsnummern nicht der Fall.
Das jahresübergreifende Pseudonym bleibt gleich, wenn Versicherte die Krankenkasse wechseln. Daher lassen sich Versicherte mit jahresübergreifendem Pseudonym über die Jahre und auch zwischen Krankenkassen verfolgen.
Siehe auch: FAQ-Eintrag zur krankenkassen-bezogenen Auswertung der DaTraV-Daten
Sind regionsbezogene Auswertungen möglich?
Hierzu finden Sie ausführliche Informationen auf unserer Webseite im Bereich Datensatzbeschreibung / Regionaldaten.
Enthalten die DaTraV-Daten nur Diagnosen, die zur Analyse der 80 Morbi-RSA-relevanten Erkrankungen erforderlich sind?
Nein, die DaTraV-Daten enthalten alle ambulanten und stationären Diagnosen, die für die Abrechnung mit den gesetzlichen Krankenkassen dokumentiert und an diese übermittelt wurden.
Allerdings fehlen quartalsinterne Duplikate (z.B. Wiedervorstellung zur Kontrolle). Ebenfalls nicht enthalten sind die inzidenten Fälle eines Jahres, die im Folgejahr nicht mehr GKV-versichert sind (s. Link unten).
Siehe auch: FAQ-Eintrag zu den inzidenten Fällen eines Jahres, die im Folgejahr nicht mehr GKV-versichert sind
Können die ggf. übermittelten Ergebnisse bzw. Ergebnismengen Rohdaten (pseudonymisierte Einzeldatensätze) beinhalten?
Nein. Wir können Ihnen grundsätzlich nur anonymisierte und zusammengefasste Daten, eben Ergebnismengen (§5 Abs.4 DaTraV) übermitteln. Daten direkt in Form von Einzeldatensätzen bereitzustellen ist nur ausnahmsweise und in den Räumen des DIMDI gestattet.
Siehe auch: FAQ-Eintrag zur Bereitstellung bzw. unmittelbaren Nutzung der Rohdaten
Kann ich als Praktikant/-in beim Informationssystem Versorgungsdaten mitarbeiten?
Nein, bis auf weiteres können wir hier keine Praktika anbieten.
Was hat es mit inzidenten Fällen eines Jahres, die im Folgejahr nicht mehr GKV-versichert sind, auf sich (Tod, Auswanderung, Wechsel in PKV oder freie Heilfürsorge)?
Stirbt ein Versicherter im Berichtsjahr oder versichert sich privat, gelangen seine Daten nicht in den Morbi-RSA-Datensatz des folgenden Ausgleichsjahres. Denn der Morbi-RSA ist auf das Zukünftige ausgerichtet.
Die Stammdatentabelle SA151 eines Ausgleichsjahres gibt u.a. an, welche Versicherte in dem Ausgleichsjahr verstorben sind. (Im Falle der Satzarten SA151 und SA751 (Leistungsausgaben) ist das Berichtsjahr gleich dem Ausgleichsjahr.) Der Stammdatentabelle SA151 kann also entnommen werden, wessen Daten damit im nachfolgenden Ausgleichsjahr unberücksichtigt bleiben. Werden diese Tabellen zweier aufeinander folgender Ausgleichsjahre verglichen, können näherungsweise die Versicherten bestimmt werden, deren Daten im zweiten Ausgleichsjahr fehlen (aufgrund von Tod, Auswanderung, Wechsel in private Krankenversicherung oder freie Heilfürsorge). Laut BVA sind dies pro Jahr ca. 1,5 Millionen Fälle, davon sind gut die Hälfte Todesfälle.
Siehe auch: FAQ-Eintrag zu Ergebnismengen
BMJV: Gebührenverordnung
Wie kann ich erfahren, ob ich bzw. meine Institution nutzungsberechtigt ist?
In § 303e Absatz 1 des SGB V steht, wer nutzungsberechtigt ist. Sollten Sie unsicher sein, ob Sie bzw. Ihre Institution dazu gehört, können Sie uns über unser Kontaktformular eine Selbsteinschätzung inklusive Begründung senden. Dann erhalten Sie von uns eine entsprechende vorläufige Einschätzung. Eine offizielle und verbindliche Aussage können wir erst im Rahmen des Antragsverfahrens treffen.
Wie sind SQL-Programme zu übermitteln (E-Mail oder Post)?
Wie Sie uns Ihre SQL-Programme übermitteln, überlassen wir Ihnen. Sie können diese also je nach Schutzbedarf per E-Mail oder Post schicken.
Sie können Ihre Skripte auch gerne mit einem der üblichen Verfahren komprimieren und verschlüsseln, wie sie Packer/Entpacker-Programme mit AES-256-Verschlüsselungsfunktion anbieten (s. Link). In diesem Fall sollten Sie uns natürlich das entsprechende Passwort getrennt von den Skripten zusenden (per E-Mail, Brief oder Fax).
Packer/Entpacker-Programme mit AES-256-Verschlüsselungsfunktion
Welche Schema-Objekte sollen als Tabellenpräfix im SQL-Programm referenziert werden?
Eingereichte Skripte führen wir in einem speziell für jeden einzelnen Antrag angelegten Schema aus. Innerhalb dieses Schemas sollten Sie ohne Angabe eines weiteren Schemas auf die DaTraV-Daten per View zugreifen. Die Namen der Views entsprechen den Namen, die Sie in unserer Datensatzbeschreibung finden. Sie können die Skripte gerne auch so programmieren, dass das zu referenzierende Schema über einen Parameter an einer Stelle für alle Abfragen festgelegt werden kann.
In welchem Format sind Datenberechnungen über das SQL-Programm auszugeben? Genügt eine Datenauswahl über eine SELECT- oder CREATE TABLE-Anweisung?
Die Ergebnisse Ihrer Auswertung sind in möglichst themenspezifische Tabellen zu schreiben. Dies erleichtert uns die Prüfung und beschleunigt somit die Bearbeitung Ihres Antrags.
Es empfiehlt sich für diese Ergebnistabellen und die ggf. erzeugten temporären Tabellen und/oder Schlüsseltabellen jeweils andere Benennungsschemata anzuwenden. Beispielsweise könnten Sie jeder Ergebnistabelle ein 'rt_' , jeder temporären Tabelle ein 'tt_' und jeder Schlüsseltabelle ein 'pk_' als Präfix voranstellen.
Ergänzende Informationen finden Sie in unseren Regeln für den Programmcode (PDF, 479 kB)
Passt die Datenaufbereitungsstelle eingereichte Programme an?
Wir behalten uns Anpassungen vor. Sollten wir Skripte anpassen, werden wir Änderungen nachvollziehbar vornehmen. Hierzu nutzen wir u.a. ein Versionskontrollsystem.
Änderungen, die über anzupassende Schema-Angaben oder einzufügende Protokollfunktionen zur Erfassung von Laufzeiten hinausgehen, werden wir mit Ihnen besprechen.
Liegen dem DIMDI Labordaten oder OPS-Daten vor?
Die DaTraV-Daten beinhalten keine Angaben zu Operationen, Prozeduren oder allgemeinen medizinischen Maßnahmen im stationären Bereich oder beim ambulanten Operieren.
In keinem Datenfeld werden nach OPS klassifizierte Daten erfasst. Auch Labordaten sind nicht vorhanden.
Können wir eine Vorabanfrage stellen, um die Erfolgsaussichten unseres Antrags prüfen zu lassen?
Die gesetzlichen Vorgaben sehen dies nicht vor. Jedoch ist es in begründeten Ausnahmefällen möglich, einen Antrag temporär auszusetzen. Da wir mit Abschluss der inhaltlichen Vorprüfung die Erfolgsaussichten Ihres Antrags i.d.R. recht gut beurteilen können, bieten wir Ihnen die Möglichkeit an, eine temporäre Aussetzung Ihres Antrags zu beantragen. Dazu ist das Antragsformular zur Nutzung der DaTraV-Daten entsprechend zu kennzeichnen und zu begründen. Machen Sie von dieser Möglichkeit Gebrauch, so werden wir Ihnen nach der inhaltlichen Vorprüfung eine Mitteilung über unsere Einschätzung der Erfolgsaussichten Ihres Antrags zukommen lassen.
für die Dauer der Aussetzung des Verfahrens auch die gesetzliche Bearbeitungsfrist von drei Monaten ausgesetzt wird.
auch bei einem durch Sie ausgesetzten Verfahren im Falle einer Antragsrücknahme Gebühren fällig werden.
Warum weisen die Tabellen eines Ausgleichsjahres verschiedene Berichtsjahre aus? Und was sollte daher bei Auswertungen aufgrund des Datenzuschnitts beachtet werden?
Tabelle: Datenzuschnitt der Ausgleichsjahre
der Versicherten I
- V2009 SA151 V2010 SA151 V2011 SA151 (...) V2015 SA151 V2016 SA151
der Versicherten II
V2009 SA152 V2010 SA152 V2011 SA152 (...) V2015 SA152 V2016 SA152 -
V2009 SA153 V2010 SA153 V2011 SA153 (...) V2015 SA153 V2016 SA153 -
ambulant verordnete und abgerechnete Arzneimittel
V2009 SA451 V2010 SA451 V2011 SA451 (...) V2015 SA451 V2016 SA451 -
V2009 SA551 V2010 SA551 V2011 SA551 (...) V2015 SA551 V2016 SA551 -
ambulante Diagnosen
V2009 SA651 V2010 SA651 V2011 SA651 (...) V2015 SA651 V2016 SA651 -
- V2009 SA751 V2010 SA751 V2011 SA751 (...) V2015 SA751 V2016 SA751
- V2009 SA999 V2010 SA999 - - - -
Wohnortangabe Postleitzahl
- - - - - - V2016 SA131
Das Minuszeichen bedeutet, dass keine Daten vorhanden sind.
Farbskala für den Datenumfang eines Ausgleichsjahres:
Ausgleichsjahr 2009 Ausgleichsjahr 2010 Ausgleichsjahr 2011 (...) Ausgleichsjahr 2015 Ausgleichsjahr 2016
Der Zuschnitt der Daten eines Ausgleichsjahres erklärt sich aus dem Verwendungszweck. So dienen diese Daten vereinfacht gesagt dazu folgende Frage zu beantworten:
Welche Leistungsausgaben haben sich im Ausgleichsjahr für GKV-Versicherte ergeben, die im Vorjahr an einer der Morbi-RSA-relevanten Krankheiten erkrankt waren?
Bei der Berechnung des Morbi-RSA für ein Ausgleichsjahr werden somit die Diagnosen, abgerechneten Arzneimittelverordnungen und extrakorporalen Blutreinigungen der im Ausgleichsjahr GKV-Versicherten betrachtet, die im Jahr davor dokumentiert wurden. D.h. zum Beispiel:
Für das Ausgleichsjahr 2009 muss zunächst einmal bestimmt werden, wer für wie lange 2009 GKV-versichert war. In der Tabelle der Satzart 151 für das Ausgleichsjahr 2009 (V2009SA151) sind diese Informationen zusammengestellt.
Anschließend kann anhand der Daten in der V2009SA151 abgeleitet werden, welche der in 2008
erhobenen Angaben u.a. zur Anzahl der Versichertentage mit Kostenerstattung (siehe Tabelle V2009SA152) und
erhobenen Angaben zur extrakorporalen Blutreinigung (siehe Tabelle V2009SA153),
abgerechnete Arzneimittelverordnungen (siehe Tabelle V2009SA451),
dokumentierten Diagnosen (siehe Tabelle V2009SA551, V2009SA651)
für die Berechnung des Morbi-RSA für das Ausgleichsjahr 2009 relevant sind.
Dies bedeutet zum Beispiel für eine perioden-bezogene Auswertung, bei der die Versicherten zumindest 360 Tage im betrachteten Jahr GKV-versichert gewesen sein sollten, dass alle relevanten Daten für die Berichtsjahre 2009 bis 2015 zur Verfügung stehen (siehe Tabelle).
Für den Fall, dass die Grundgesamtheit (Studienpopulation/Nenner) unabhängig von der Zahl der Versichertentage innerhalb eines Jahres bestimmt werden kann, stehen die Daten für die Berichtsjahre 2008 bis 2016 zur Verfügung.
Dies beruht darauf, dass die Daten der Versicherten, die GKV-weit auf mehr Versichertentage als Tage im Jahr kommen, ungekürzt für die Bereitstellung an das DIMDI vom BVA bezogen werden. Das bedeutet, dass die sich aus der Plausibilitätsprüfung der Versichertentage ergebenden "Korrekturen" nicht vorgenommen werden.
Bei diesen Korrekturen handelt es sich um RSA-spezifische Kürzungen der Versichertentage nach folgenden Regeln:
Die Tage, die ein GKV-Pseudonym über der Anzahl an Tagen im Jahr liegt (Überschusstage), werden als Kürzungstage jedem einzelnen Datensatz angespielt.
Liegen die Kürzungstage über den Versichertentagen eines Datensatzes (s. Beispiel 2 letzte Zeile; hellblau), erfolgt eine Kappung der Kürzungstage auf die Höhe der Versichertentage. Gekürzt ergeben sich somit maximal 0 (und niemals negative) gekürzte Versichertentage.
Die Kürzungstage werden auch auf die übrigen auf Tagen basierenden Spalten angewandt. Bei Ihnen wäre das z.B. die Spalte "Versichertentage Krankengeld".
Summe VT: 370
Tage im Jahr 2012: 366
Überschusstage: 4
Summe VT: 400
Überschusstage: 34
Was bedeuten die Begriffe Berichtsjahr und Ausgleichsjahr?
Das Berichtsjahr ist das Jahr, in dem die Daten erhoben wurden.
Das Ausgleichsjahr ist das Jahr, für das der Morbi-RSA-Jahresausgleich durchgeführt wird.
Für die meisten Satzarten gilt: Ausgleichsjahr minus 1 gleich Berichtsjahr. Für einige wenige Satzarten entspricht das Ausgleichsjahr dem Berichtsjahr. Genaueres hierzu können Sie dem FAQ-Eintrag Datenzuschnitt und der Datensatzbeschreibung entnehmen.
In unserem Antragsformular geben Sie die gewünschten Berichtsjahre an, für die eine Analyse durchgeführt werden soll.
Siehe auch: FAQ-Eintrag zum Thema Datenzuschnitt
DaTraV Antragsformular (PDF, 350 kB)
Datensatzbeschreibung (PDF, 822 kB)
Kann man eine durch Bescheid erhaltene Ergebnismenge korrigieren oder eine Auflage hinterfragen?
Ja, Sie können gegen die im Bescheid getroffenen Entscheidungen Widerspruch einlegen (s. Abschnitt "Rechtsbehelfsbelehrung" des Bescheids).
So können Sie z.B. im Falle, dass die Ergebnismenge wider Erwarten nicht für die Beantwortung der in Ihrem Antrag formulierten Fragestellung geeignet ist, um die Bereitstellung einer modifizierten oder ergänzenden Ergebnismenge innerhalb eines Monats nach Bekanntgabe schriftlich oder zur Niederschrift bitten. Ihre Bitte werten wir als Widerspruch. Wenn wir Ihre Bitte nachvollziehen können, erhalten Sie eine modifizierte Ergebnismenge mit einem Widerspruchsbescheid. Andernfalls wird der Widerspruch als unzulässig oder unbegründet zurückgewiesen.
Sie können auch gegen eine bzw. die mit dem Bescheid erlassenen Auflagen Widerspruch innerhalb eines Monats nach Bekanntgabe schriftlich oder zur Niederschrift einlegen.
In jedem Fall bitten wir Sie, Ihren Widerspruch nachvollziehbar zu begründen.
Auch gegen einen Widerspruchsbescheid können Sie vorgehen. Dazu ist eine Klage beim zuständigen Gericht einzureichen. Nähere Informationen entnehmen Sie bitte den Hinweisen unter "Rechtsbehelfsbelehrung" des Widerspruchbescheids.
Das Widerspruchsverfahren ist kostenfrei, im Klageverfahren können gegebenenfalls Kosten auf Sie zukommen.
[1] Bestimmung des GKV-Spitzenverbandes nach § 267 Abs. 7 Nr. 1 und 2 SGB V in der Fassung vom 03.02.2014 (PDF, 1,5 MB)
Im Rahmen meiner Arbeit zur Erlangung eines akademischen Grades (Bachelor-/ Masterarbeit etc.) möchte ich gerne die DaTraV-Daten auswerten. Wäre dies möglich und was ist zu beachten?
Nach Auffassung der Bundesbeauftragten für den Datenschutz und die Informationsfreiheit ist die Ausarbeitung zur Erlangung eines akademischen Grades, wie z.B. eine Promotion, eine Habilitation, einer Masterarbeit etc. immer eine Privatangelegenheit, so dass eine Antragsberechtigung verneint werden muss.
Nur als Mitarbeiter einer antragsberechtigten Institution (s. § 303 e SGB V) können Sie entsprechende Anträge stellen und gegebenenfalls Ergebnismengen erhalten. Eine Weiterverwendung der Ergebnismenge für Ihre persönlichen Zwecke ist jedoch nicht gestattet.
Uns ist bewusst, dass dies für eine angemessene wissenschaftliche Erschließung der DaTraV-Daten ein relevantes Problem darstellt. Daher suchen wir nach möglichen Lösungen.
Leider ist zu erwarten, dass hier keine kurzfristige Regelung in Ihrem Sinne getroffen werden kann.
Kann ich davon ausgehen, dass zu jedem Versicherten in den Stammdaten und Leistungsausgaben pro Berichtsjahr immer nur ein Datensatz existiert?
Nein, davon kann man nicht ausgehen. Es gibt Versicherte, die die Krankenkasse gewechselt haben. Bei diesen kann - anders als man dies vielleicht erwartet - infolge einer sich ändernden Versichertennummer mehr als ein Datensatz pro Versicherten im Berichtsjahr vorliegen. Dies betrifft die folgenden Satzarten:
SA151 - Stammdaten
SA152 - Stammdaten
SA153 - extrakorporale Blutreinigung
SA751 - Leistungsausgaben
SA999 - Gemeindeschlüssel
Es könnte also aus diesem Grund sogar Versicherte mit unterschiedlichen Angaben zum Geschlecht, Geburtsjahr, zum Versterben und/oder zum Gemeindeschlüssel innerhalb eines Berichtsjahres geben.
In jedem Fall ist dieser Umstand bei der Auswertung von Versichertentagen und Leistungsausgaben zu beachten. Will man diese versichertenbezogen auswerten, sollten die relevanten Angaben pro Versicherten, der anhand des überjährigen Pseudonyms eindeutig identifiziert werden kann (PSID), aufsummiert werden. Bei der Aufsummierung der Versichertentage besteht allerdings ein Problem, denn Versichertenzeiten können sich zum Teil erheblich überlappen (siehe Link): Laut den DaTraV-Daten waren fast 10.000 Versicherte jeweils mehr als 600 Tage im Jahr 2009 GKV-versichert. In den folgenden Jahren ist diese Zahl gesunken. Im Jahr 2012 waren dann "nur" noch 3.000 Versicherte jeweils mehr als 600 Tage GKV-versichert. Ein Grund dürfte sein, dass die gesetzlichen Krankenversicherungen seit 2006 ihren Bestand an Versichertennummern zunehmend auf eine bundeseinheitliche Versichertennummer umgestellt haben und dies Korrekturen ermöglicht, die zuvor nicht möglich waren.
Siehe auch: FAQ-Eintrag zu Versicherte mit über 365 Versichertentagen pro Jahr
inkonsistente Angaben zum Geschlecht, Geburtsjahr, Versterben und/oder zum Gemeindeschlüssel innerhalb eines Berichtsjahres vorliegen können. (siehe auch: FAQ-Eintrag zu inzidenten Fällen eines Jahres)
Nicht für alle Versicherten liegen die vollständigen Informationen z.B. zu Diagnosen und Arzneimittelverordnungen pro Berichtsjahr vor. Dies ist u.a. der Fall, wenn Versicherte im Folgejahr das GKV-System verlassen haben (siehe auch: FAQ-Eintrag zu inzidenten Fällen eines Jahres). Aber auch Dokumentationslücken, die sich z.B. aus einem Kassenwechsel innerhalb des GKV-Systems oder durch Erstattung der ambulant erbrachten Leistungen nach § 13(2) oder § 53(4) SBG V ergeben, können einen relevanten Einfluss auf das Analyseergebnis haben. Ob und ggf. in welchem Umfang Sie Dokumentationslücken für Ihre Analyse in Kauf nehmen können, sollten Sie ebenfalls bewusst entscheiden, dokumentieren und kommunizieren.
mindestens 360 Versichertentage pro Berichtsjahr
Ausschluss von Versicherten mit Versichertentagen nach § 13(2) und § 53(4) SGB V
Siehe auch: Beispielskript
Siehe auch: FAQ-Eintrag zu Datensatz der Versicherten in den Stammdaten
Siehe auch: FAQ-Eintrag zu inzidenten Fällen eines Jahres
Im Evaluationsbericht Abschnitt 5.1.2. und 5.1.3 finden sich Empfehlungen wie der Bearbeitungsaufwand und die Bearbeitungsdauer abgesenkt werden können.
Siehe auch: Evaluationsbericht

References: § 5
 § 303
 § 5
 § 303
 § 267
 § 303
 § 13
 § 53
 § 13
 § 53