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Timestamp: 2019-05-19 06:23:21+00:00

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BGH, URTEIL vom 3.11.1971, Az. V ZR 130/68 Sie müssen dann aber, um als wesentlich im Sinne des § 119 Abs. 2 BGB gelten zu können, durch Abrede der Vertragspartner zu dem Inhalt des betreffenden Geschäfts gemacht worden sein (BGHZ 16, 54, 57).
BGH, URTEIL vom 2.6.1998, Az. X ZR 17/97 Demgegenüber handelt es sich bei dem von der Beklagten geltend gemachten (einseitigen) Kalkulationsirrtum um einen schon im Stadium der Willensbildung unterlaufenden Irrtum im Beweggrund (Motivirrtum), der von keinem der gesetzlich vorgesehenen Anfechtungsgründe erfaßt wird (BGH LM § 119 BGB Nr. 21 (Bl. 2)).
BGH, URTEIL vom 2.6.1998, Az. X ZR 17/97 Vorgeschlagen wird weiter eine entsprechende Anwendung des § 119 Abs. 2 BGB (MünchKomm./ Kramer, aaO, § 119 Rdn. 106; ähnlich Pawlowski, aaO, 741, 745 f.).
BGH, URTEIL vom 3.10.1969, Az. IX ZR 52/70 Nur als Willenserklärung im Sinne eines Verzichts auf Rentenwahl war die Vertragsklausel rechtserheblich (BGH Urteil vom 8. Juli 1971 - IX ZR 45/71) und kann sie Gegenstand einer Anfechtung nach § 119 BGB sein.
BGH, BESCHLUSS vom 4.5.2008, Az. V ZB 150/07 19	Der Umstand, dass die Fehlvorstellung des Bieters sich auf eine kraft Gesetzes eintretende Rechtsfolge bezieht, schließt allerdings nach ständiger Rechtsprechung eine Anfechtung nach § 119 Abs. 1 BGB noch nicht in jedem Falle aus (a.A. MünchKomm-BGB/Kramer, BGB, 5. Aufl., §119, Rdn 84; Stau-dinger/Singer, BGB [2004], § 119, Rdn. 67 f.).
BGH, BESCHLUSS vom 4.8.2002, Az. V ZB 37/02 Ist er sich nämlich nicht bewußt, daß der Versammlungsleiter seinem Schweigen die Bedeutung einer rechtsgeschäftlichen Erklärung beilegen kann, so berechtigt ihn dieses fehlende Erklärungsbewußtsein in analoger Anwendung des § 119 Abs. 1 Alt. 2 BGB zur Anfechtung (vgl. BGHZ 91, 324, 329 f; Soergel/Hefermehl, aaO, vor § 116 Rdn. 34; MünchKomm-BGB/Kramer, aaO, §119 Rdn. 100).
BGH, Urteil , Az. IX ZR 296/53 Abs 2, 465 BGB verdichtet hatten (vgl RGZ 64. 266 /^697) „ Der Wert eines Gegenstandes als solcher ist nach feststehender Rechtsprechung nicht als eine Eigenschaft des Gegenstandes im Sinne des § 119 Abs 2 BGB anzusehen (vgl BGH ürt v 21*2*1952 - IV ZR 103/51 - S 13; RGJW 1912, 525; EG LZ 1926, 742; RG HER 1932 Hr 224)« Die wirtschaftliche Verwertungsmöglichkeit eines Gegenstandes ist daher für sich allein noch keine verkehrswesentliche Eigenschaft, Unter diesen Begriff können nur solche tatsächlichen und rechtlichen Verhältnisse fallen, die den Gegenstand selbst kennzeichnen, nicht Umstände, die nur mittelbar einen Einfluß auf seine Bewertim^ auszuüben vermögen (Vgl RGZ 149, 235	una
BGH, URTEIL , Az. Das Berufungsgericht hat jedenfalls verkannt, 'daß auch die Berufung auf das Behlen der Geschäftsgrundlage unter den Oberbegriff der unzulässigen Rechtsausübung einzuordnen ist, die im Einzelfalle auch dann angenommen werden kann, wenn das Festhalten am Vertrage wegen der besonderen Umstände des Falles, auch ohne daß ein grobes Mißverhältnis der beiderseitigen Leistungen vorzuliegen braucht, mit Treu und Glauben nicht mehr vereinbar ist' (BGH Urteil vom 12» April I960 - VIII ZK 137/59 - in LM Nr. 8 zu § 119 BGB)»
BGH, URTEIL vom 2.11.1987, Az. X ZR 10/87 Das steht im Einklang mit der ständigen Rechtsprechung (BGH LM Nr. 5 zu § 119 BGB; BGHZ 91 324, 331 - jeweils mit weiteren Nachweisen).
BGH, URTEIL vom 3.5.1988, Az. VIII ZR 135/87 cc) Allerdings wird im Schrifttum die Auffassung vertreten, dem Verkäufer stehe ein Anfechtungsrecht gemäß § 119 Abs. 2 BGB nur bei Lieferung einer Sache von besserer Beschaffenheit als der geschuldeten (z.B. Soergel/Hefermehl aaO; Reinicke/Tiedtke, Kaufrecht, 3. Aufl., S. 155; Raape AcP 150, 496, 504; Staudinger/Honsell aaO Rdn. 25; so lag der Fall auch in der vom Berufungsgericht herangezogenen Entscheidung RGZ 124, 115) oder bei einem besonderen subjektiven Interesse des Verkäufers an dem Gegenstand zu (Flume, Eigenschaftsirrtum aaO S. 148).
BGH, URTEIL vom 3.5.1988, Az. VIII ZR 135/87 Zwar hätte ihn ein Irrtum über den Wert des für 6.000 DM verkauften Bildes nach ständiger Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs nicht zur Anfechtung gemäß § 119 Abs. 2 BGB berechtigt (BGHZ 16, 54, 57; BGH Urteil vom 21. Februar 1952 - IV ZR 103/51 = LM BGB § 779 Nr. 2 unter II 4).
BGH, Urteil vom 3.2.1961, Az. V ZB 24/60 Dagegen ist eine vorsorgliche Anfechtung wegen Irrtums zulässig, wenn sie unzweideutig den Willen erkennen lässt, das Geschäft wegen des Willensmangels nicht gelten zu lassen (vgl. BGH Urteil vom 28. September 1954, I ZR 180/52, LM Nr. 5 zu § 119 BGB).
BGH, vom 5.0.1962, Az. V ZR 168/60 3.	154 ff) und Staudinger/Coing (BGB 11. Aufl. § 119 An. 53? vorletzter und letzter Absatz), die eine Geltendmachung von Gewährleistungcansprüchen grundsätzlich bereits vor dem Gefahrübergang zulassen möchten und damit im Ergebnis zu einer völligen Ausschaltung des § 119 Abs. 2 BGB durch die Sachmängelregelung der §§ 459 ff BGB gelangen.
BGH, vom 5.0.1962, Az. V ZR 168/60 Inzwischen ist jedoch das Urteil des erkennenden Senats vom 14. Dezember I960, BGHZ 34, 32 ergangen, das sich eingehend mit dem Verhältnis von Gewährleistung und Anfechtung befaßt und den Standpunkt des Reichsgerichts, wonach gegen die Anwendbarkeit des § 119 Abs. 2 BGB bis zu dem Übergang der Gefahr kein Hindernis besteht, unbedenklich gebilligt hat (aaO S. 34).
BGH, URTEIL vom 1.10.2014, Az. I ZR 97/13 Allerdings ist auch in einem schlüssigen Verhalten ohne Erklärungsbewusstsein dann eine wirksame, wenn auch nach § 119 BGB anfechtbare Willenserklärung zu sehen, wenn der Erklärende bei Anwendung der im Verkehr erforderlichen Sorgfalt hätte erkennen und vermeiden können, dass seine Äußerung nach Treu und Glauben und der Verkehrssitte als Willenserklärung aufgefasst werden durfte, und wenn der Empfänger sie auch tatsächlich so verstanden hat (BGH, Urteil vom 2. November 1989 - IX ZR 197/88, BGHZ 109, 171, 177; Urteil vom 7. November 2001 -VIII ZR 13/01, BGHZ 149, 129, 136; MünchKomm.BGB/Schramm aaO §177 Rn. 26).
BGH, URTEIL vom 4.9.1971, Az. VII ZR 177/6 Vorsorglich machte sie nur Mängelansprüche geltend, focht aber nicht etwa auch vorsorglich den Vertrag an, was zulässig gewesen wäre (BGH LM Nr. 17 zu § 119 BGB).
BGH, Urteil , Az. Wer eine Urkunde unterzeichnet, die eine Willenserklärung enthält, kann zwar im allgemeinen - schon aus Gründen der Rechtssicherheit -nicht mit dem Einwand gehört werden, er habe die Urkunde nicht selbst gelesen und sie sei ihm auch nicht vorgelesen worden (vgl EG JW 1908, 327 Nr 7; Staudinger-Riezler 10. Aufl § 119 BGB A 48 S 590).
BGH, URTEIL vom 2.5.1981, Az. V ZR 114/80 Unabhängig von der umstrittenen Frage, ob das Erklärungsbewußtsein (oder der Erklärungswille) ein Tatbestandselement der Willenserklärung ist oder ob ihm nur Bedeutung im Zusammenhang mit einer Anfechtung nach § 119 Abs. 1 BGB zukommt (zu dem gegenwärtigen Meinungsstand vgl. Staudinger/
BGH, , Az. Eine verkehrswesentliche Eigenschaft des Nachlasses im Sinne von § 119 Abs. 2 BGB (vgl. RGZ 158, 50; BGH Urteil vom 21.2.1952 - IV ZR 103/51 - LM BGB § 779 Nr. 2) wird weithin bejaht, wenn es sich um die Überschuldung des Nachlasses handelt.
BGH, URTEIL , Az. Biese Sonderregelung schließt die Anwendung des § 119 BGB in solchen Füllen aus (Staudinger BGB 11. Aufl. § 633» 4 mit weiteren Nachweisen).
BGH, URTEIL vom 4.0.1967, Az. Die zu dem Gegenstand des Vertrags gemachte Kalkulation kann Geschäftsgrundlage gewesen sein (BGH Nr. 8 zu LM § 119 BGB; VII ZR 66/63 vom 17. Mai 1965; VII ZR 195/64 vom 22. Dezember 1966).
BGH, , Az. Überdies ließe sich dasselbe Ergebnis möglicherweise auch mit Hilfe einer Anfechtung gemäß § 119 Abs. 2 BGB erreichen (vgl. BGHZ 106, 359, 363).
BGH, URTEIL vom 4.3.1973, Az. VII ZR 171/71 Sie stehen auch im Einklang mit der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs zur Behandlung des beiderseitigen Irrtums über das Vorhandensein wesentlicher Voraussetzungen für den Geschäftsabschluß (vgl. BGHZ 25, 390, 393* 47, 48, 515 BGH Urteil vom 12. April I960 -VIII ZR 137/59 - = LM § 119 BGB Nr. 8).
BGH, URTEIL vom 5.6.1978, Az. V ZR 168/75 Die Gewährleistungsbestimmungen schließen andere Ansprüche des Käufers wegen einer fehlenden Eigenschaft, insbesondere solche aus §§ 323 f BGB, § 119 BGB und aus dem Gesichtspunkt der Geschäftsgrundlage aus, sobald die Gefahr auf den Käufer übergegangen ist (vgl. BGHZ 60, 319, 322).
BGH, URTEIL vom 3.3.1992, Az. VIII ZR 97/91 Ein auf eine solche Abweichung zwischen Wille und Erklärung gestütztes Anfechtungsrecht, das dem ohne erkennbaren Vertreterwillen Handelnden an sich gemäß § 119 Abs. 1 BGB zustünde, wird jedoch durch § 164 Abs. 2 BGB ausgeschlossen (BGH, Urteil vom 24. Februar 1953 - I ZR 98/52 = LM § 517 ZPO Nr. 1).
BGH, Urteil vom 4.10.2001, Az. a) Allerdings muß sich die Versicherung möglicherweise wegen eines 'doppelten Motivirrtums' auf eine Anpassung des Vergleichs nach den Grundsätzen über das Fehlen der Geschäftsgrundlage einlassen (vgl. BGHZ 25, 390, 392 f.; 58, 355, 361 f.; 62, 20, 24 f.; BGH, Urt. v. 13. November 1975 - III ZR 106/72, NJW 1976, 565 f.; Palandt/Heinrichs, §119 BGB Rn. 30 und §242 BGB Rn. 149).
BGH, URTEIL vom 4.9.1980, Az. VII ZR 332/79 b)	Zutreffend hat das Berufungsgericht ferner angenommen, daß das Alter des Mähdreschers wie das eines gebrauchten Wagens (BGH NJW 1979, 160) eine vom Verkehr als wesentlich angesehene Eigenschaft ist (§ 119 Abs. 2 BGB).
BGH, URTEIL vom 1.5.1966, Az. II ZR 4/64 Infolgedessen kann offenbleiben, ob der Kläger sich bei der Annahme, die Zinsansprüche seien verjährt, im Sinn von § 119 BGB über eine verkehrswesentliche Eigenschaft dieser Forderungen geirrt hat (vgl. allgemein BGH, Urteil vom 21. Februar 1952 aaO unter II. 4).
BGH, URTEIL vom 4.0.1973, Az. VII ZR 147/70 Dieser übereinstimmende Wille der Parteien ist maßgeblich; wenn die Auftragsschreiben einen gegenteiligen Wortlaut haben, so ist das demgegenüber unerheblich (vgl. BGHZ 20, 109 f; BGH Urteile vom 14. März 1956 - VI ZR 336/54 - = LM Nr. 2 zu § 157 (Gf) BGB und vom 21. Mai 1959 - II ZR 165/57 -= LM Nr. 6 zu § 119 BGB).
BGH, URTEIL vom 4.11.1935, Az. VII ZR 188/84 Offen kann hier schließlich ferner bleiben, ob ausnahmsweise auch bei einem 'internen' Kalkulations irrtum dem Bieter dann ein Anfechtungsrecht - analog § 119 Abs. 1 BGB - zustehen kann, wenn der Auftraggeber den Kalkulationsirrtum vor Vertragsschluß positiv erkennt (so Heiermann, aaO, S. 1840 im Anschluß an Wieser, NJW 1972, 708).
BGH, URTEIL vom 3.10.1998, Az. IV ZR 327/97 Ob auch eine Anfechtung eines Erb- oder Zuwendungsverzichts aus Gründen der Rechtssicherheit nach Eintritt des Erbfalls ausgeschlossen ist, wie das Berufungsgericht im Hinblick auf § 119 Abs. 1 BGB angenommen hat und wie es auch für § 123 BGB vertreten wird (OLG Koblenz NJW-RR 1993, 708, 709 unter 4.; Schleswig-Holsteinisches OLG ZEV 1998, 28, 30 unter 2. a), bb); beide m.w.N.), bedarf hier nicht der Entscheidung.
BGH, URTEIL vom 3.3.1971, Az. V ZR 201/68 Hiervon ausgehend hat das Berufungsgericht zunächst untersucht, oh sich beide Parteien bei Vertragsabschluß im Irrtum über den Inhalt ihrer Erklärungen befunden hätten und deshalb nach herrschender Ansicht nicht § 119 BGB anzuwenden, vielmehr eine Lösung nach den Grundsätzen über Änderung oder Wegfall der Geschäftsgrundlage zu suchen sei (Urteil des erkennenden Senats vom 23. Oktober 1957, V ZR 219/55, NJW 1958, 297).
BGH, URTEIL vom 2.10.2008, Az. XI ZR 590/07 Ein solcher Motivirrtum begründet aber kein Anfechtungsrecht gemäß §119 Abs. 1 Alt. 1 BGB (Palandt/Heinrichs/Ellenberger, BGB 67. Aufl. § 119 Rdn. 29).
BGH, URTEIL vom 2.5.2009, Az. XI ZR 364/08 Ein Irrtum in der Erklärungshandlung im Sinne des § 119 Abs. 1 Alt. 2 BGB setzt voraus, dass schon der äußere Erklärungstatbestand nicht dem Willen des Erklärenden entspricht (Palandt/ Ellenberger, BGB, 68. Aufl., § 119 Rn. 10).
BGH, URTEIL vom 3.0.2005, Az. VIII ZR 79/04 Das Berufungsgericht hat auch zutreffend angenommen, daß der bei der Abgabe der invitatio ad offerendum vorliegende Erklärungsirrtum der Klägerin im Zeitpunkt ihrer auf den Vertragsschluß gerichteten Annahmeerklärung fortwirkte (ebenso OLG Frankfurt/Main, OLGR 2003, 88 mit Anmerkung von Dü-mig, EWiR § 119 BGB 1/03, S. 953; anders insoweit, jedoch für eine andere Fallgestaltung, LG Köln, MMR 2003, 481 mit kritischer Anmerkung Mankowski, EWiR § 150 BGB 1/03, S. 853).
BGH, BESCHLUSS vom 3.5.2015, Az. IV ZB 39/14 Der Anfechtungsgrund ergibt sich aus dem Irrtum der Beteiligten zu 1 über die - tatsächlich nicht gegebene - Überschuldung des Nachlasses, die eine verkehrswesentliche Eigenschaft im Sinne von § 119 Abs. 2 BGB darstellt (Senatsurteil vom 8. Februar 1989 - IVa ZR 98/87, BGHZ 106, 359, 363; OLG Hamm ZErb 2009, 137 Rn. 15; BayObLG NJW-RR 1999, 590 unter II 2 d cc).
BGH, Urteil vom 3.10.1962, Az. V ZR 66/61 Der wirtschaftliche Wert als solcher, wie er sich etwa im Marktpreis ausdrückt, ist keine Eigenschaft im Sinne von § 119 Abs. 2 BGB; irrige Vorstellungen eines Vertragspartners hierüber berechtigen also nicht zur Anfechtung wegen Eigenschaftsirrtums, sondern es liegt in diesem Falle nur ein: unbeachtlicher Motivirrtum vor (BGH aaO; Staudinger/Coing aaO § 119 An. 29; RGRK aaO § 119 An. 18; teilweise abweichend Siebert/Hefermehl aaO § 119 An. 30).
BGH, BESCHLUSS vom 3.6.2006, Az. IV ZB 39/05 Dies gilt auch für die Anfechtung nach § 119 Abs. 1 BGB wegen eines Irrtums etwa über die Folgen des Ablaufs der Ausschlagungsfrist (RGZ 143, 419, 423 f.; OLG Hamm OLGZ 1985, 286, 287 f.; MünchKomm-BGB/Leipold, 4. Aufl. § 1956 Rdn. 7 f.).
BGH, BESCHLUSS vom 3.6.2006, Az. IV ZB 39/05 19	a) Worauf die Anfechtung gestützt werden kann, richtet sich allein nach § 119 BGB; die Sonderregeln der §§ 1954, 1955, 1957 BGB für Frist, Form und Wirkung der Anfechtung ändern oder erweitern die Anfechtungsgründe nicht (BayObLG ZEV 1998, 431, 432).
BGH, URTEIL vom 3.10.2003, Az. IV ZR 438/02 b)	Das Anfechtungsrecht nach § 119 BGB geht beim Tod des Erklärenden auf dessen Erben über; es kann grundsätzlich nur von allen Miterben gemeinschaftlich ausgeübt werden (RGZ 107, 238, 239; BGH, Urteil vom 26. Januar 1951 - V ZR 61/50 - NJW 1951, 308; MünchKomm/ Mayer-Maly/Busche, BGB 4. Aufl. § 142 Rdn. 6).
BGH, URTEIL vom 5.2.1981, Az. V ZR 71/80 10 In Betracht kommt, wie vom Reichsgericht in ständiger Rechtsprechung vertreten (vgl. RGZ aaO), die Irrtumsanfechtung nach § 119 Abs. 1 BGB (dafür Wieser, NJW 1972,
BGH, URTEIL vom 5.2.1981, Az. V ZR 71/80 Eine andere Möglichkeit ist die Irrtumsanfechtung entsprechend § 119 Abs. 2 BGB unter Ausschluß der Schadensersatzpflicht des Anfechtenden nach § 122 BGB und mit der Befugnis des Anfechtungsgegners, die Anfechtung dadurch abzuwehren, daß er sich zur Zahlung des höheren Preises bereit erklärt (so MünchKomm/Kramer § 119 Rdn. 73, 99, 104, 118, 121).
BGH, Urteil vom 5.1.1953, Az. V ZR 12/52 a)	Eine Anfechtung wegen Irrtums über den Wert des Grundstücks, den die Revision geltend macht, kommt nicht in Präge, weil der Wert ein^r Sache keine Eigenschaft im Sinne des § 119 Abs 2 BGB ieU (BGH NJW 1952, 778).
BGH, BESCHLUSS vom 4.9.1982, Az. 1 PBvU 1/79 Es genügt nicht, wenn eine Partei einen vom Wortlaut abweichenden Willen hatte und die andere das hätte erkennen können und müssen, es tatsächlich aber nicht erkannt hat (BGH Urteil v. 21. Mai 1959 - II ZR 165/57 * LM § 119 BGB Nr. 6).
BGH, vom 5.10.1975, Az. IV ZR 112/74 Die erste Folgeprämie für die ab 12. Februar 1970 laufende Versicherung wurde ausweislich des Nachtrags 02 sogar erst am 20, Juli 1970 fällig; es liegt zwar nahe, daß diese Eintragung auf einem Versehen oder einem Irrtum der Beklagten zu ihren Ungunsten beruhte, was aber schon deshalb dahingestellt bleiben kann, weil die Beklagte bis zu einer etwaigen (hier nicht erklärten) Anfechtung gemäß § 119 BGB an den Inhalt des von ihr selbst ausgestellten Versicherungsscheins gebunden war (vgl. BGH VersR 1959, 497, 498; Kisch, Der Versicherungsschein, 1952, S. 107 f).
BGH, URTEIL vom 2.5.1983, Az. Als verkehrswes entliehe Eigenschaften einer Sache im Sinne des § 119 Abs. 2 BGB kommen zwar nicht nur ihre natürliche Beschaffenheit, sondern auch die vorhandenen tatsächlichen und rechtlichen Verhältnisse in Betracht, die infolge ihrer Art und Dauer auf die Brauchbarkeit und den Wert von Einfluß sind (BGHZ 34, 32, 41; 70 , 47 , 48).
BGH, Urteil vom 2.0.2002, Az. Irrtum ist das unbewußte Auseinanderfallen von Wille und Erklärung (BGH, Urteil vom 28. April 1971 - V ZR 201/68, LM § 119 BGB Nr. 21).
BGH, BESCHLUSS vom 4.9.2007, Az. V ZB 44/07 Dieser gesetzliche Gewährleistungsausschluss darf nicht durch eine Irrtumsanfechtung (§ 119 Abs. 2 BGB) unterlaufen werden (Reinhard/Müller/Schiffhauer/Gerhardt/Muth, aaO, §56 Rdn. 11 und §71 Rdn. 3; Steiner/Eickmann/Hagemann/Storz/Teufel, aaO, § 71 Rdn. 97; Stöber, aaO; Schiffhauer, aaO; zu dem generellen Vorrang der kaufvertraglichen Gewährleistungsansprüche vor der Irrtumsanfechtung siehe Senat, BGHZ 60, 319, 320;
BGH, BESCHLUSS vom 4.0.2008, Az. III ZB 11/07 Sie führt nicht zur Nichtigkeit der angefochtenen Rechtshandlung, sondern steht selbständig neben den Nichtigkeits- und Anfechtungstatbeständen der §§ 119, 134, 138 BGB (Münchener Kommentar zur InsO, vor §§ 129-147 Rn 40, §129 InsO Rn 134, 135; Kilger/Karsten Schmidt, § 29 KO, Rn 2a und 6).
BGH, URTEIL vom 4.0.1967, Az. 2.) Bei der neuen Verhandlung und Entscheidung wird das Berufungsgericht auch die Behauptung des Beklagten zu berücksichtigen haben, dem Kostenanschlag lägen um 40 io übersetzte Leistungen zugrunde* Die zu dem Gegenstand des Vertrags gemachte Kalkulation kann Geschäftsgrundlage gewesen sein (BGH Nr. 8 zu LM § 119 BGB; VII ZR 66/63 vom 17. Mai 1965; VII ZR 195/64 vom 22. Dezember 1966).
BGH, URTEIL vom 2.2.2003, Az. XI ZR 224/02 Ein solcher bereits im Stadium der Willensbildung unterlaufener, nicht zur Anfechtung nach § 119 Abs. 1 BGB berechtigender Motivirrtum liegt vor, wenn ein Vertragspartner dem Geschäftsgegner im Rahmen einer Willenserklärung lediglich den geforderten Preis als Ergebnis einer Berechnung, nicht aber die Kalkulation mitteilt (vgl. BGHZ 139, 177, 180 f.).
BGH, Urteil vom 4.11.1954, Az. II ZR 73/55 it fenheit einer Ware, sondern um die Leistungsfähigkeit einer Person handelt, da es sich in beiden Fällen um Hinweise für die Beurteilung von Eigenschaften einer Person oder Sache handelt, und derartige Eigenschaften auch an anderer Stelle des Gesetzes gleich behandelt werden (vgl § 119 Abs 2 BGB)» Biese Verpflichtung findet ihre Begrenzung darin, daß sich der Mäkler dabei nicht durch Verletzung anderer rechtlich geschützter Interessen schadensersatzpflichtig macht* Bies wäre dann der Fall, wenn es sich, wie bei dem der Entscheidung des Reichsgerichts vom 25« Oktober 1932 zu Grunde liegenden Sachverhalt (RGZ 138, 94 /5Y7), um einen Handelsmäkler handeln würde, der im Interesse beider Parteien tätig wird, sodaß er im Hinblick auf das Interesse des anderen Vertragspartners einen Verdacht allein nicht weitergeben darf« Baß die Beklagte zulässigerweise gleichzeitig für das Bauunternehmen tätig gewesen wäre und deshalb zugleich dessen Interes sen hätten wahmehmen müssen, wird von der Anschlußrevision nicht geltend gemacht« Ber Beklagten drohte bei einer Weitergabe der Mitteilung über die Eröffnung des Vergleichsverfahrens und den Rückstand in der Zahlung der Vergleichsraten für den Pall der Unwahrheit dieser Behauptungen auch keine Schadensersatzpflicht wegen eines Eingriffs in den Gewerbebetrieb des Bauünternehmens (BGHZ 8, 142 /T4£7)* Bei einer Unterrichtung lediglich des Auftraggebers hätte sie sich bei Beachtung der in der o.a« Entscheidung aufgestellten Grundsätze im Rahmen der Wahrung berechtigter Interessen gehalten, da es sich um vertrauliche, nicht an einen großen Kreis gerichtete.
BGH, BESCHLUSS vom 3.9.2013, Az. V ZB 9/13 Seine Unkenntnis wäre nicht, wie nach § 119 Abs. 1 BGB erforderlich, unbewusst, sondern bewusst (BGH, Urteil vom 15. Juni 1951 -1 ZR 121/50, NJW 1951, 705; BAG, NJW 1971, 639, 640).
BGH, URTEIL vom 4.10.2005, Az. VII ZR 87/04 Dabei wird es zu berücksichtigen haben, dass die Erklärung als Anfechtung nach § 119 Abs. 1 BGB anzusehen sein und es für eine Anfechtungserklärung genügen kann, wenn eine nach dem objektiven Erklärungswert der Willensäußerung übernommene Verpflichtung bestritten oder nicht anerkannt oder wenn ihr widersprochen wird (BGH, Urteil vom 7. Juni 1984 - IX ZR 66/83, BGHZ 91, 324, 331 f; vgl. auch BGH, Urteil vom 22. September 1983 -VII ZR 43/83, BGHZ 88, 240, 245 m.w.N.).
BGH, Urteil , Az. V ZR 186/58 Sofern für eine Anfechtung gemäß § 119 BGB im Falle beiderseitigen Irrtums über einen nicht zu dem Vertragsinhalt gehörigen Umstand überhaupt Baum sein sollte (vgl. dazu Urteil des erkennenden Senats vom 22. Oktober 1958, V ZB 15V57, WM 1959, 206; ferner Soergel/Siebert, BGB 9« Aufl. § 2*f2 An. 21+l-21+3), hätte sie unverzüglich erfolgen müssen (§ 121 BGB).
BGH, , Az. Nach Staudinger (aaO § 3+59 Vorbem. 9) müssen, wenn ausnahmsweise die Sachmängelrechte schon vor dem Gefahrübergang geltend gemacht werden können, z.B, bei Unbehebbarkeit des Mangels, mit dieser ihrer Entstehung für andere Rechtsbehelfe die Grundsätze für die Zeit nach dem Entstehen der Mängelgewährrechte, also die Grundsätze für die Zeit nach dem Gefahrübergang gelten, weii die Beschränkungen der anderen Rechtsbehelfe sich ja gerade aus den bestehenden Gewährlei stungsrechten ergäben; hieraus wird gefolgert, daß, wenn die Gewährleistungsansprüche schon vor dem Gefahrubergang geltend gemacht werden können, auch schon vor diesem das Anfechtungsrecht nach § 119 Abs. 2 BGB ausgeschlossen ist (Staudinger aaO § b$9 Vor! 16 a).
BGH, , Az. 12 - Täuschung auch eine solche wegen Irrtums enthalten kann (LM § 119 BGB Nr. 5; RGZ 57, 358, 362; 100, 205, 207/208; BGB RGRK aaO § 121 An. 2; Palandt, aaO § 123 An. 1 b).
BGH, , Az. Irrtums Uber eine verkehrswesentliche Eigenschaft im Sinne des § 119 Abs. 2 BGB zu erblicken ist (ebenso Staudinger aaO § 123 An. 28).
BGH, URTEIL vom 3.3.1984, Az. VIII ZR 313/82 b) Der vorliegende Sachverhalt erfordert keine abschließende Stellungnahme zu der in der Literatur nach wie vor umstrittenen Frage, ob für eine Anfechtung wegen Fehlens einer verkehrswesentlichen Eigenschaft (§ 119 Abs. 2 BGB) und wegen arglistiger Täuschung (§ 123 BGB) nach Überlassung der Miet- oder Pachtsache neben den Vorschriften der §§ 537, 538 BGB noch Raum ist (vgl. MünchKomm Voelskow, BGB, vor §§ 537-543, Rdn. 18, 19 m.w.Nachw. über den Meinungsstand).
BGH, URTEIL vom 2.3.1997, Az. IX ZR 112/96 Die Revision rügt erfolglos die tatrichterliche Feststellung, die Beklagte habe den behaupteten Irrtum bei der Unterzeichnung der Bürgschaftsurkunde nicht bewiesen (§ 119 Abs. 1 Fall 1 BGB; vgl. zur Beweislast BGH, Urt. v. 11. Dezember 1958 - II ZR 148/57, WM 1959, 348, 349).
BGH, , Az. tragsgegner geltend gemachten Irrtum über die nach der Scheidung eingreifende Steuerklasse und damit über die Höhe seines zu erwartenden Nettoeinkommens um einen nach § 119 BGB beachtlichen Irrtum über den Inhalt der Erklärung handeln würde, oder ob nicht vielmehr trotz der schriftsätzlichen Mitteilung der Einkommensberechnung als Grundlage des Anerkenntnisses ein unbeachtlicher Mo-tivirrtum vorläge (vgl, dazu RGZ 116, 15, 17; 14-9, 235, 239,* BGH LM BGB § 119 Nr. 8 und 21 ).
BGH, Urteil vom 3.10.1961, Az. V ZR 31/60 -31- noch keineswegs die Annahme gerechtfertigt oder auch nur naheliegend wäre, der Irrtum beruhe auf einer arglistigen Täuschung durch die Klägerin (ein einfacher Motivirrtum würde hier nach § 119 BGB zur Anfechtung nicht genügen), scheitert die Berücksichtigung dieses Vortrags schon an § 56l ZPO, da der Rechtsstreit im übrigen entscheidungsreif ist (BGHZ l8, 59, oben II 1 a).
BGH, Urteil , Az. V ZU 16/59 Lie Rechtslage ist hier anders als etwa bei der Anfechtung einer Willenserklärung nach § 119 BGB (BGH Urteil vom 15. Juni 1951? IM •BGB § 440 Nr. 1).
LAG Hamm, Urteil vom 4.1.2009, Az. 8 Sa 1386/08 Nicht anders als im Falle des 'verblassten' Anfechtungsgrundes, welcher durch Zeitablauf und weitere Umstände seine Bedeutung verloren hat und dem Arbeitgeber nach Treu und Glauben das Recht zur Anfechtung des Arbeitsvertrages nimmt (vgl. MünchKomm/Kramer, 5. Aufl., § 119 BGB Rn 142, § 123 BGB Rn 29; BAG AP § 123 BGB Nr. 17, 38, 64) ist auch bei der außerordentlichen Kündigung von entscheidender Bedeutung, inwiefern noch nach den Verhältnissen im Kündigungszeitpunkt das länger zurückliegende Fehlverhalten des Arbeitnehmers unter Beachtung des für das Kündigungsrecht maßgeblichen Prognoseprinzips die Aufrechterhaltung des Arbeitsverhältnisses unzu demutbar macht.
ArbG Solingen, Urteil vom 4.8.2012, Az. 4 Ca 343/12 D.h. die äußere Erklärungshandlung missglückt in der praktischen Umsetzung seines Erklärungswillens, indem er sich etwa verspricht, verschreibt oder vergreift (vgl. Armbrüster, in: MüKo/BGB, 6. Auflage 2012, § 119 BGB Rz. 46).
ArbG Solingen, Urteil vom 4.8.2012, Az. 4 Ca 343/12 Dieser ist dann gegeben, wenn der Bedeutungsgehalt, die der Erklärung vom Empfängerhorizont aus objektiv zuzu demessen ist vom Willen des Erklärenden abweicht (vgl. Armbrüster, in: MüKo/BGB, 6. Auflage 2012, § 119 BGB Rz. 56).
LG Düsseldorf, Urteil vom 2.10.2006, Az. 4a O 406/06 xx, mit dem 'Assignment' vom 26. Oktober 1999 ausschließlich eine Übertragungserklärung betreffend die US-Patentanmeldung abzugeben, steht entgegen, dass er angesichts der Gesamtumstände nicht in unbewusster Unkenntnis vom wirklichen Sachverhalt gewesen sein kann, was Voraussetzung für ein Anfechtungsrecht aus § 119 Abs. 1 BGB ist (Palandt/Heinrichs, BGB, 64. Auflage 2005, § 119 Rn. 9 m.w.N.).
LG Bonn, Urteil vom 5.7.2009, Az. 1 O 91/09 Während in der Literatur teilweise die Ansicht vertreten wird, in diesen Fällen müsse dem Erklärenden die Möglichkeit der Anfechtung gem. § 119 BGB eingeräumt werden, geht der BGH davon aus, dass solche Fälle außerhalb der §§ 119 ff BGB über die allgemeinen Rechtsinstitute der Haftung für Verschulden bei Vertragsverhandlungen und der unzulässigen Rechtsausübung zu lösen seien (vgl. BGH aaO).
LG Essen, Beschluss vom 4.2.2008, Az. 7 T 73/07 Insoweit entspricht es der überwiegenden Auffassung, dass die Überschuldung des Nachlasses eine verkehrswesentliche Eigenschaft im Sinne des § 119 Abs. 2 BGB ist (BGH, Urteil vom 08.02.1989, IV a ZR 98/97).
LG Essen, Beschluss vom 5.0.2010, Az. 7 T 606/09 Diese richten sich daher nach den allgemeinen Vorschriften der §§ 119, 120, 123 BGB (Palandt/Edenhofer, BGB, 2008, § 1954 Rdnr. 1).
LG Essen, Beschluss vom 5.0.2010, Az. 7 T 606/09 16Ein Erklärungsirrtum im Sinne des § 119 Abs. 1 BGB liegt vor, wenn sich der Erklärende über den Inhalt der von ihm abgegebenen Erklärung irrt, also zwar weiß, was er sagt, aber nicht weiß, was er damit sagt (Palandt/Ellenberger, a.a.O., § 119 Rdnr. 11).
LG Aachen, Beschluss vom 5.11.2009, Az. 3 T 433/09 Nicht nach § 119 Abs. 1 BGB anfechtbar sind dagegen Erklärungen, die auf einen im Stadium der Willensbildung unterlaufenen Irrtum im Beweggrund - Motivirrtum - (BGHZ 139, 177 [180] = NJW 1998, 3192) oder auf einer Fehlvorstellung über die Rechtsfolgen beruhen, die sich nicht aus dem Inhalt der Erklärung ergeben, sondern kraft Gesetzes eintreten - Rechtsfolgenirrtum - (BGHZ 70, 47 [48] = NJW 1978, 1257; BGH, NJW 1995, 1484 [1485]).
LG Wuppertal, Urteil vom 4.5.2011, Az. 5 O 16/11 28Dem Kläger steht ferner kein Anfechtungsrecht aus § 119 Abs. 2 BGB zu, da insoweit das Gewährleistungsrecht die Regeln über die Irrtumsanfechtungen ausschließt (vgl. Palandt-Weidenkaff, BGB, 70. Auflage, § 437 Rn. 53).
VG Ansbach, Urteil vom 3.11.2012, Az. 9 K 11.01747 Eine Anfechtung wegen Inhaltsirrtums gem. § 119 Abs. 1 Alt. 1 BGB setzt voraus, dass der Erklärende einer Fehlvorstellung über den objektiven Inhalt seiner Erklärung unterliegt (Armbrüster in Münchener Kommentar BGB, 6. Auflage 2012, Rdnr. 56 zu § 119).
AG Bamberg, Urteil vom 4.8.2010, Az. 105 C 2425/09 a) Zwar darf auch derjenige, der ein Schriftstück ungelesen unterschrieben hat, gemäß § 119 Abs. 1 BGB anfechten, wenn er sich von dessen Inhalt eine bestimmte, allerdings unrichtige Vorstellung gemacht hat (BGH Urt. v. 27.10.1994 Az. IX ZR 168/93, juris Text-Nr. 19 und NJW 1995, 190-191).
OLG München, Beschluss vom 2.6.2015, Az. 31 Wx 54/15 Insoweit ist allgemein anerkannt dass die Überschuldung der Erbschaft eine verkehrswesentliche Eigenschaft gemäß § 119 Abs. 2 BGB darstellt, die zur Anfechtung der Annahme der Erbschaft berechtigen kann (BGH NJW 1989, 2885; BayObLG NJW 2003, 216, 221 m. w. N.).
OLG München, Beschluss vom 2.6.2015, Az. 31 Wx 54/15 Ein Anfechtungsgrund ist aber nur dann gegeben, wenn der Irrtum bezüglich der Überschuldung des Nachlasses auf falschen Vorstellungen hinsichtlich der Zusammensetzung des Nachlasses, hinsichtlich des Bestands an Aktiva oder Passiva beruht (vgl. BayObLG NJW 2003, 216, 221 m. w. N.); dagegen können eventuelle Fehlvorstellungen über den Wert der zu dem Nachlass gehörenden Gegenstände die Anfechtung der Annahme oder Ausschlagung nicht begründen, weil der Wert der Nachlassgegenstände oder des Nachlasses als solcher keine verkehrswesentliche Eigenschaft im Sinne des von § 119 Abs. 2 BGB darstellt (BayObLG NJW 2003, 216, 221 m. w. N.).
FG München, Urteil vom 1.10.2014, Az. 7 K 2169/13 Soweit die Klägerin vorträgt, dass Frau R über keine Zulassung als Rechtsanwältin verfügt und sie die ihr erteilte Vollmacht deswegen wegen eines Irrtums über eine wesentliche Eigenschaft einer Person angefochten habe (§ 119 Abs. 2 BGB), ist ihr entgegenzuhalten, dass die Anfechtung einer nach außen kundgegebenen Innenvollmacht nach Abschluss des Vertretergeschäfts grundsätzlich keine Rückwirkung entfaltet (Münchner Kommentar zu dem BGB/Schramm BGB § 167 Rn. 112).

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 § 517
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 § 123
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 § 150
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 § 29
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 § 3
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 § 123
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