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Seite drucken - Damalige Arbeit von Heimkindern zählt nicht für Rente (?)
Ämterstress - Fragen, Antworten und Erfahrungen => Andere Themen => Thema gestartet von: Martin Mitchell am 20. März 2017, 06:43:22
Titel: Damalige Arbeit von Heimkindern zählt nicht für Rente (?)
Beitrag von: Martin Mitchell am 20. März 2017, 06:43:22
JURION @ https://www.jurion.de/news/355548/LSG-Baden-Wuerttemberg-Keine-rentenrechtlichen-Beitragszeiten-fuer-ehemalige-Heimkinder-wegen-Zwangsarbeit-/ (https://www.jurion.de/news/355548/LSG-Baden-Wuerttemberg-Keine-rentenrechtlichen-Beitragszeiten-fuer-ehemalige-Heimkinder-wegen-Zwangsarbeit-/)
Siehe auch @ http://www.stuttgarter-nachrichten.de/inhalt.urteil-des-landessozialgerichts-in-stuttgart-arbeit-von-heimkindern-nicht-fuer-rente-anrechenbar.29ece3b4-312f-47cf-8885-857ab5e7cbde.html (http://www.stuttgarter-nachrichten.de/inhalt.urteil-des-landessozialgerichts-in-stuttgart-arbeit-von-heimkindern-nicht-fuer-rente-anrechenbar.29ece3b4-312f-47cf-8885-857ab5e7cbde.html)
Beitrag von: Martin Mitchell am 20. März 2017, 08:56:23
Ich habe in dieser meiner schnellen und ganz generellen Auslegung, u.a., auch auf folgenden diesbezüglichen Artikel und anschließende Leserkommentare in der LTO - Legal Tribune-Online @ [url]http://www.lto.de/recht/nachrichten/n/lsg-baden-wuerttemberg-urt-l8r126216-keine-anrechnung-arbeit-kinderheim-rente/[/url] ([url]http://www.lto.de/recht/nachrichten/n/lsg-baden-wuerttemberg-urt-l8r126216-keine-anrechnung-arbeit-kinderheim-rente/[/url]) und auf das dort, in Leserkommentar 2, erwähnte Bundesgesetzblatt vom 13. August 1960 (Seite 667-681) (in Kraft getreten am 9. August 1960) @ [url]https://www.bgbl.de/xaver/bgbl/start.xav?startbk=Bundesanzeiger_BGBl&jumpTo=bgbl160s0665.pdf#__bgbl__%2F%2F[/url]*%5B%40attr_id%3D%27bgbl160s0665.pdf%27%5D__1489552143960 ([url]https://www.bgbl.de/xaver/bgbl/start.xav?startbk=Bundesanzeiger_BGBl&jumpTo=bgbl160s0665.pdf#__bgbl__%2F%2F[/url]*%5B%40attr_id%3D%27bgbl160s0665.pdf%27%5D__1489552143960) Bezug genommen !!
Beitrag von: Martin Mitchell am 20. März 2017, 11:45:37
In Bezug auf meinen Beitrag hier vom Montag, 20. März 2017, um 06:43 Uhr ( und schon früher auch an anderer Stelle im Netz, u.a., zu.B. auch @ http://heimkinder-forum.de/v4x/index.php/Thread/18990-Arbeit-von-heimkindern-zählt-nicht-für-rente/?postID=545917#post545917 (http://heimkinder-forum.de/v4x/index.php/Thread/18990-Arbeit-von-heimkindern-zählt-nicht-für-rente/?postID=545917#post545917) [ Wenn notwendig, bitte diesen Link manuell in ein neues Browser-Fenster eingeben. ] )
in Bezug auf meinen Beitrag hier vom Montag, 20. März 2017, um 08:56 Uhr ( und schon früher auch an anderer Stelle im Netz, u.a., zu.B. auch @ http://heimkinder-forum.de/v4x/index.php/Thread/18990-Arbeit-von-heimkindern-zählt-nicht-für-rente/?postID=545921#post545921 (http://heimkinder-forum.de/v4x/index.php/Thread/18990-Arbeit-von-heimkindern-zählt-nicht-für-rente/?postID=545921#post545921) [ Wenn notwendig, bitte diesen Link manuell in ein neues Browser-Fenster eingeben. ] )
in Bezug auf die Wiedergabe von Boardnutzer »Widerstand« vom Donnerstag, 16. März 2017, um 02:08 Uhr aller diesbezüglichen bis zu diesem Zeitpunkt im Interternet auffindbaren Berichte ( @ http://heimkinder-forum.de/v4x/index.php/Thread/3322-Warum-wurden-damalige-„Heimkinder-Zwangsarbeiter“-nicht-für-ihre-Arbeit-bezahlt/?postID=545993#post545993 (http://heimkinder-forum.de/v4x/index.php/Thread/3322-Warum-wurden-damalige-„Heimkinder-Zwangsarbeiter“-nicht-für-ihre-Arbeit-bezahlt/?postID=545993#post545993) [ Wenn notwendig, bitte diesen Link manuell in ein neues Browser-Fenster eingeben. ] )
Bundessozialgericht @ [url]http://www.lexsoft.de/cgi-bin/lexsoft/tk_sec.cgi?chosenIndex=69312nv&templateID=printpreview&printTyp=document&xid=456313&print_mode=true[/url] ([url]http://www.lexsoft.de/cgi-bin/lexsoft/tk_sec.cgi?chosenIndex=69312nv&templateID=printpreview&printTyp=document&xid=456313&print_mode=true[/url])
[url]http://www.lexsoft.de/cgi-bin/lexsoft/tk_sec.cgi?chosenIndex=UAN_nv_1005&xid=456313[/url] ([url]http://www.lexsoft.de/cgi-bin/lexsoft/tk_sec.cgi?chosenIndex=UAN_nv_1005&xid=456313[/url])
Bezüglich dem damals von der INNEREN MISSION / DIAKONIE / EVANGELISCHEN KIRCHE betriebenen Jugenderziehungsheim, dem Fürsorgehof Herzogsägmühle in Schongau, Oberbayern, siehe WIKIPEDIA @ [url]http://de.wikipedia.org/wiki/Herzogs%C3%A4gm%C3%BChle[/url] ([url]http://de.wikipedia.org/wiki/Herzogs%C3%A4gm%C3%BChle[/url])
QUELLE: Ein Beitrag (vom Do. 27.03 2014 um 02:59 Uhr) im Diskussionsfaden/Thread zum Thema: »Die 3. Reichs-Zwangsarbeit-Tradition fortgesetzt in der BRD.« im EHEMALIGE-HEIMKINDER-TATSACHEN.COM-Forum @ [url]http://www.ehemalige-heimkinder-tatsachen.com/phpBB3/viewtopic.php?p=572#p572[/url] ([url]http://www.ehemalige-heimkinder-tatsachen.com/phpBB3/viewtopic.php?p=572#p572[/url])
Beitrag von: Martin Mitchell am 20. März 2017, 13:25:39
QUELLE: ANWALT.DE https://www.anwalt.de/rechtstipps/keine-rentenrechtlichen-beitragszeiten-fuer-ehemalige-heimkinder_101561.html (https://www.anwalt.de/rechtstipps/keine-rentenrechtlichen-beitragszeiten-fuer-ehemalige-heimkinder_101561.html) (anscheinend ins Netz gestellt von Rechtsanwalt Philipp Adam, Motzenbäcker & Adam, Marktstr. 35, 67655 Kaiserslautern, Deutschland)
Beitrag von: Martin Mitchell am 21. März 2017, 04:54:53
Beitrag von: Martin Mitchell am 22. März 2017, 07:21:25
BERUFUNGSGERICHTSURTEIL: Das Landessozialgericht Baden-Württhemberg Urteil vom 24.02.2017, L 8 R 1262/16, im genauen und vollständigen Wortlaut @ http://lrbw.juris.de/cgi-bin/laender_rechtsprechung/document.py?Gericht=bw&nr=22048 (http://lrbw.juris.de/cgi-bin/laender_rechtsprechung/document.py?Gericht=bw&nr=22048)
Wer Lust hat kann dieses Berufungsgerichtsurteil ja jetzt hier studieren @ http://lrbw.juris.de/cgi-bin/laender_rechtsprechung/document.py?Gericht=bw&nr=22048 (http://lrbw.juris.de/cgi-bin/laender_rechtsprechung/document.py?Gericht=bw&nr=22048)
Beitrag von: Martin Mitchell am 24. März 2017, 09:58:14
Re dem BERUFUNGSGERICHTSURTEIL: Das Landessozialgericht Baden-Württhemberg Urteil vom 24.02.2017, L 8 R 1262/16, im genauen und vollständigen Wortlaut @ http://lrbw.juris.de/cgi-bin/laender_rechtsprechung/document.py?Gericht=bw&nr=22048 (http://lrbw.juris.de/cgi-bin/laender_rechtsprechung/document.py?Gericht=bw&nr=22048) :
http://www.heimkinder-ueberlebende.org/Sozialversicherungsabgaben_in_Deutschland_damals_und_heute.html (http://www.heimkinder-ueberlebende.org/Sozialversicherungsabgaben_in_Deutschland_damals_und_heute.html) [ Erstveröffentlichung auf DIESER WEBSEITE: 22. Februar 2005) ] [ Die derzeit DORT angegebenen QUELLEN sind 12 Jahre später aber nicht mehr aktuell; ich gebe daher, in dieser Wiedergabe jetzt hier, neue QUELLEN an – 24.03.2017, MM ]
[ seither, am 24.02.2017, von MM hinzugefügt: JETZIGE QUELLE: [url]http://www.brennecke-partner.de/42274/[/url] ([url]http://www.brennecke-partner.de/42274/[/url]) ]
[ seither, am 24.02.2017, von MM hinzugefügt: JETZIGE QUELLE: „im genauen und vollständigen Wortlaut wiedergegeben @ [url]https://openjur.de/u/64895.html[/url] ([url]https://openjur.de/u/64895.html[/url]) “ ]
[ seither, am 24.02.2017, von MM hinzugefügt: JETZIGE QUELLE: „und siehe, darauffolgend, auch [url]http://www.judicialis.de/Bundesgerichtshof_VI-ZR-407-99_Urteil_09.01.2001.html[/url] ([url]http://www.judicialis.de/Bundesgerichtshof_VI-ZR-407-99_Urteil_09.01.2001.html[/url]) “ ]
[ seither, am 24.02.2017, von MM hinzugefügt: JETZIGE QUELLE: [url]https://www.ferner-alsdorf.de/rechtsanwalt/wirtschaftsrecht/handelsrecht/vorstandshaftung/geschaeftsfuehrerhaftung-nichtabfuehren-von-arbeitnehmeranteilen-zur-sozialversicherung/16178/[/url] ([url]https://www.ferner-alsdorf.de/rechtsanwalt/wirtschaftsrecht/handelsrecht/vorstandshaftung/geschaeftsfuehrerhaftung-nichtabfuehren-von-arbeitnehmeranteilen-zur-sozialversicherung/16178/[/url]) ]
[ seither, am 24.02.2017, von MM hinzugefügt: JETZIGE QUELLE: [url]http://www.steuerkanzlei-scharf.de/service.php?file=beitragdb.html?id=DW20010907[/url] ([url]http://www.steuerkanzlei-scharf.de/service.php?file=beitragdb.html?id=DW20010907[/url]) ]
Beitrag von: Martin Mitchell am 25. März 2017, 03:24:18
[ @ https://kobra.bibliothek.uni-kassel.de/bitstream/urn:nbn:de:hebis:34-2009010525520/1/VaupelSpuren.pdf (https://kobra.bibliothek.uni-kassel.de/bitstream/urn:nbn:de:hebis:34-2009010525520/1/VaupelSpuren.pdf) (insgesamt 408 Seiten) ]
Zum Fall Diamant gegen Büssing siehe auch »Was ist mehr verwerflich, MENSCHENRECHTSVERLETZUNG / ZWANGSARBEIT zu „Kriegszeiten“ oder MENSCHENRECHTSVERLETZUNG / ZWANGSARBEIT zu „Friedensszeiten“? - fragen „Ehemalige Heimkinder“.« @ http://heimkinderopfer.blogspot.com.au/2010/12/was-ist-mehr-verwerflich.html (http://heimkinderopfer.blogspot.com.au/2010/12/was-ist-mehr-verwerflich.html)
Beitrag von: Martin Mitchell am 06. April 2017, 11:20:35
QUELLE: https://openjur.de/u/867665.html (https://openjur.de/u/867665.html)
Sie hat weiter an ihrer Auffassung festgehalten, dass Beweismittel für das Bestehen einer versicherungspflichtigen Beschäftigung im streitigen Zeitraum bislang nicht vorgelegt worden seien. Die Berücksichtigung einer Pflichtbeitragszeit setze voraus, dass ein versicherungsrechtlich relevantes Beschäftigungsverhältnis gegen Arbeitsentgelt mit Beitragszahlung zur gesetzlichen Rentenversicherung vorgelegen habe oder eine Lehre oder eine sonstige Berufsausbildung im Rahmen eines versicherungsrechtlich relevanten Beschäftigungsverhältnisses vorgelegen habe, für das grundsätzlich Versicherungspflicht bestanden habe. Auch als Anrechnungs- oder Ersatzzeiten im Sinne von §§ 58, [url]https://dejure.org/gesetze/SGB_VI/58.html[/url] ([url]https://dejure.org/gesetze/SGB_VI/58.html[/url]) , @ [url]https://dejure.org/gesetze/SGB_VI/252.html[/url] ([url]https://dejure.org/gesetze/SGB_VI/252.html[/url]) und @ [url]https://dejure.org/gesetze/SGB_VI/250.html[/url] ([url]https://dejure.org/gesetze/SGB_VI/250.html[/url]) ] Sechstes Buch Sozialgesetzbuch - Gesetzliche Rentenversicherung (SGB VI) sei eine Berücksichtigung der streitigen Zeiten in der gesetzlichen Rentenversicherung nicht möglich.
Mit Urteil vom 24.10.2014 hat das Sozialgericht die Klage abgewiesen. Der Kläger habe keinen Anspruch auf Vormerkung von Zeiten in dem Zeitraum vom 01.08.1979 bis zum 30.06.1982. Für diesen Zeitraum seien keine Pflichtbeiträge gezahlt worden. Es könne dahin stehen, ob ein Fall der besonderen Härte gemäß § 197 [ @ [url]https://dejure.org/gesetze/SGB_VI/197.html[/url] ([url]https://dejure.org/gesetze/SGB_VI/197.html[/url]) ] Abs 3 SGB VI vorliege. Denn hierzu sei ein Antrag gemäß § 197 [ @ [url]https://dejure.org/gesetze/SGB_VI/197.html[/url] ([url]https://dejure.org/gesetze/SGB_VI/197.html[/url]) ] Abs 3 S 2 SGB VI zu stellen. Mangels Vorverfahrens sei über diesen Anspruch des Klägers im vorliegenden Verfahren nicht zu befinden. Eine Beitragszahlung könne auch nicht gemäß § 199 [ @ [url]https://dejure.org/gesetze/SGB_VI/199.html[/url] ([url]https://dejure.org/gesetze/SGB_VI/199.html[/url]) ] SGB VI vermutet werden. Denn für das Vorliegen einer Vermutung sei kein Raum, da entsprechende Beiträge nicht gezahlt bzw. erst zu einem Zeitpunkt gezahlt worden seien, zu welchem die Zahlung nicht mehr wirksam gewesen sei. Ein Tatbestand, für die Pflichtbeiträge nach besonderen Vorschriften als bezahlt gelten, sei nicht ersichtlich, § 55 [ @ [url]https://dejure.org/gesetze/SGB_VI/55.html[/url] ([url]https://dejure.org/gesetze/SGB_VI/55.html[/url]) ] Abs 1 S 2 SGB VI. Auch die Anerkennung als Anrechnungs- oder Ersatzzeit gemäß §§ 58, 250, 252 [ @ [url]https://dejure.org/gesetze/SGB_VI/58.html[/url] ([url]https://dejure.org/gesetze/SGB_VI/58.html[/url]) , @ [url]https://dejure.org/gesetze/SGB_VI/250.html[/url] ([url]https://dejure.org/gesetze/SGB_VI/250.html[/url]) und @ [url]https://dejure.org/gesetze/SGB_VI/252.html[/url] ([url]https://dejure.org/gesetze/SGB_VI/252.html[/url]) ] SGB VI komme nicht in Betracht, da die Voraussetzungen für die Anerkennung einer solchen Zeit nicht vorlägen.
Der Kläger hat Anspruch auf Vormerkung der Zeit vom 01.08.1979 bis zum 30.06.1982 als Beitragszeit nach § 2 des Gesetzes über die Sozialversicherung Behinderter vom 07.05.1975 ( BGBI I 1975, 1061) [ @ [url]https://dejure.org/BGBl/1975/BGBl._I_S._1061[/url] ([url]https://dejure.org/BGBl/1975/BGBl._I_S._1061[/url]) ] - SVBG). Die Beklagte hat mit dem angefochtenen Bescheid vom 11.07.2011 in der Gestalt des Widerspruchsbescheides vom 07.11.2011 diese Feststellung im Versicherungsverlauf nach § 149 [ @ [url]https://dejure.org/gesetze/SGB_VI/149.html[/url] ([url]https://dejure.org/gesetze/SGB_VI/149.html[/url]) ] Abs 5 SGB VI rechtswidrig abgelehnt. Zur Überzeugung des Senats ist der vom Kläger behauptete Sachverhalt nachgewiesen. Der Vormerkungsbescheid vom 11.07.2011, ein Verwaltungsakt mit Dauerwirkung, in dem sowohl der Rechtscharakter einer rentenrechtlichen Zeit als auch deren zeitlicher Umfang verbindlich festgestellt wird, ist entsprechend zu korrigieren.
Der Kläger wurde ausweislich der Ausführungen sowohl der Beigeladenen zu 1) als auch der Beigeladenen zu 3) im G Haus im Rahmen seiner Unterbringung in der Großküche eingesetzt und damit "beschäftigt" im Sinne des § 2 SVBG. Er war somit im Rahmen seiner Unterbringung in einer Einrichtung beschäftigt, die ihrer Art nach (institutionell) dazu bestimmt und geeignet ist, Behinderte zu deren Betreuung aufzunehmen (vgl. BSG Urteil vom 28.10.1981 - 12 RK 29/80 [ @ [url]https://www.jurion.de/urteile/bsg/1981-10-28/12-rk-29_80/[/url] ([url]https://www.jurion.de/urteile/bsg/1981-10-28/12-rk-29_80/[/url]) ]).
Voraussetzung für den Eintritt der Versicherungspflicht nach § 2 SVBG ist weder eine bestimmte Art der Arbeitsleistung noch die Zahlung von Arbeitsentgelt. Die Leistung muss lediglich einem Fünftel der Leistung eines voll erwerbsfähigen Beschäftigten in einer gleichartigen Beschäftigung entsprechen. Bei der Ermittlung des Leistungsfünftels kommt es entscheidend auf das Arbeitsergebnis, also den wirtschaftlichen Wert der Arbeitsleistung, und nicht auf den Arbeitsaufwand an (allgemeine Auffassung zu § 1 [ @ [url]https://dejure.org/gesetze/SGB_VI/1.html[/url] ([url]https://dejure.org/gesetze/SGB_VI/1.html[/url]) ] S 1 Nr 2 b SGB VI, in Kraft getreten mit Wirkung zum 01.01.1992, vgl. Vor in jurisPK-SGB VI, 2. Aufl 2013, § 1 [ @ [url]https://dejure.org/gesetze/SGB_VI/1.html[/url] ([url]https://dejure.org/gesetze/SGB_VI/1.html[/url]) ] SGB VI Rn 78 m.w.N.).
Pflichtbeiträge sind wirksam, wenn sie gezahlt werden, solange der Anspruch auf ihre Zahlung noch nicht verjährt ist, § 197 [ @ [url]https://dejure.org/gesetze/SGB_VI/197.html[/url] ([url]https://dejure.org/gesetze/SGB_VI/197.html[/url]) ] Abs 1 SGB VI, in Kraft seit dem 01.01.1992. Diese Norm regelt die Wirksamkeit der Beitragszahlung bei Fehlern im Verfahren, hier hinsichtlich der Zeit. Sie erlaubt dem Beitragsschuldner die wirksame Zahlung von Beiträgen bis zum Eintritt der Verjährung. Die Norm passt somit die Zahlungsfrist für Pflichtbeiträge an die Verjährungsfrist des § 25 [ @ [url]https://dejure.org/gesetze/SGB_IV/25.html[/url] ([url]https://dejure.org/gesetze/SGB_IV/25.html[/url]) ] Viertes Buch Sozialgesetzbuch - Gemeinsame Vorschriften für die Sozialversicherung (SGB IV) an.
Ansprüche auf Beiträge verjähren in vier Jahren nach Ablauf des Kalenderjahres, in dem sie fällig geworden sind (§ 25 [ @ [url]https://dejure.org/gesetze/SGB_IV/25.html[/url] ([url]https://dejure.org/gesetze/SGB_IV/25.html[/url]) ] Abs 1 S 1 SGB IV).
Ansprüche auf vorsätzlich vorenthaltene Beiträge verjähren in 30 Jahren nach Ablauf des Kalenderjahres, in dem sie fällig geworden sind (§ 25 [ @ [url]https://dejure.org/gesetze/SGB_IV/25.html[/url] ([url]https://dejure.org/gesetze/SGB_IV/25.html[/url]) ] Abs 1 S 1 SGB IV).
§ 25 [ @ [url]https://dejure.org/gesetze/SGB_IV/25.html[/url] ([url]https://dejure.org/gesetze/SGB_IV/25.html[/url]) ] SGB IV ist am 01.07.1977 in Kraft getreten und galt somit schon zu Beginn des hier streitigen Zeitraumes. Die lange Verjährungsfrist des § 25 [ @ [url]https://dejure.org/gesetze/SGB_IV/25.html[/url] ([url]https://dejure.org/gesetze/SGB_IV/25.html[/url]) ] Abs 1 S 2 SGB IV lässt den Schuldnerschutz hinter das öffentliche Interesse an der Beitragszahlung zurücktreten, wenn der Schuldner vorsätzlich Beiträge nicht gezahlt hat. Der Begriff "Vorenthalten" hat keine eigenständige und über den Umstand des "Nichtzahlens" hinausgehende Bedeutung (Segebrecht in Schlegel/Voelzke, jurisPK-SGB IV, 2. Aufl. 2011, § 25 [ @ [url]https://dejure.org/gesetze/SGB_IV/25.html[/url] ([url]https://dejure.org/gesetze/SGB_IV/25.html[/url]) ] SGB IV, Rn 27)
Vorsatz im Sinne des § 25 [ @ [url]https://dejure.org/gesetze/SGB_IV/25.html[/url] ([url]https://dejure.org/gesetze/SGB_IV/25.html[/url]) ] Abs 1 S 2 SGB IV umfasst alle drei Vorsatzformen, es genügt also, wenn bedingter Vorsatz gegeben ist. Hierfür ist ausreichend, dass der Beitragsschuldner seine Beitragspflicht nur für möglich gehalten, die Nichtabführung der Beiträge aber billigend in Kauf genommen hat (BSG Urteil vom 09.11.2011 - B 12 R 18/09 R [ @ [url]http://datenbank.nwb.de/Dokument/Anzeigen/430994/[/url] ([url]http://datenbank.nwb.de/Dokument/Anzeigen/430994/[/url]) ], Rn 28 und Urteil vom 17.04.2008 - B 13 R 123/07 R [ @ [url]https://openjur.de/u/170110.html[/url] ([url]https://openjur.de/u/170110.html[/url]) ], Rn 28).
Die Kostenentscheidung folgt aus § 193 [ @ [url]https://dejure.org/gesetze/SGG/193.html[/url] ([url]https://dejure.org/gesetze/SGG/193.html[/url]) ] Sozialgerichtsgesetz (SGG).
Die Voraussetzungen für die Zulassung der Revision liegen nicht vor, § 160 [ @ [url]https://dejure.org/gesetze/SGG/160.html[/url] ([url]https://dejure.org/gesetze/SGG/160.html[/url]) ] Abs 2 Nrn 1 und 2 SGG.

References: § 197
 § 197
 § 199
 § 55
 § 2
 § 149
 § 2
 § 2
 § 1
 § 1
 § 197
 § 25

§ 25
 § 25
 § 25
 § 25
 § 193
 § 160