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Timestamp: 2016-10-24 18:22:47+00:00

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2C_141/2012 (30.07.2012)
2C_141/2012
vertreten durch Herrn Celeste C. Ugochukwu,
Beschwerde gegen das Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Luzern, Verwaltungsrechtliche Abteilung, vom 3. Januar 2012.
X.________ ist Staatsangeh�riger der Bundesrepublik Nigeria. Er wurde im Jahr 1975 geboren und reiste im Februar 2004 in die Schweiz ein, um hier - unter Angabe einer unzutreffenden Identit�t - ein Asylgesuch zu stellen. W�hrend des laufenden Asylverfahrens verurteilte das Strafgericht Basel-Stadt X.________ am 17. M�rz 2004 mit Strafbefehl wegen Widerhandlungen gegen das Bet�ubungsmittelgesetz zu einer bedingten Gef�ngnisstrafe von 30 Tagen und einer Busse von Fr. 500.--. Mit Entscheid vom 22. September 2004 trat das seinerzeitige Bundesamt f�r Fl�chtlinge auf das Asylgesuch nicht ein und wies den Asylbewerber aus der Schweiz weg. Dieser Entscheid erwuchs in Rechtskraft. X.________ kam der Aufforderung zum Verlassen der Schweiz nicht nach. Ab dem 1. Dezember 2004 galt er als verschwunden.
Am 26. November 2007 sprach das Bezirksgericht Z�rich X.________ schuldig der schweren Widerhandlung gegen das Bet�ubungsmittelgesetz durch Aufbewahren von rund 4,7 Kilogramm Kokain. Es verurteilte ihn zu einer Freiheitsstrafe von 36 Monaten, wovon 18 Monate bedingt. Nach der Entlassung aus dem Strafvollzug vom 17. Juni 2008 heiratete X.________ am 1. Juli 2008 eine aus Kenia stammende Schweizerb�rgerin, die 1979 geboren wurde. Mit ihr hat er einen Sohn, geboren im M�rz 2005, und eine Tochter, die im September 2006 zur Welt kam. X.________ anerkannte die Vaterschaft gegen�ber seinen beiden Kindern im Juli 2007 in einem gerichtlichen Verfahren.
Ende Juli 2008 ersuchte die Gattin X.________s f�r ihn um Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung. Das Amt f�r Migration des Kantons Luzern trat mit Verf�gung vom 12. Januar 2009 auf das Gesuch nicht ein. Es begr�ndete dies mit der Verletzung der Mitwirkungspflicht (insbesondere Nichteinreichung eines g�ltigen Originalreisepasses von X.________). Das Justiz- und Sicherheitsdepartement des Kantons Luzern und anschliessend das Verwaltungsgericht des Kantons Luzern, Verwaltungsrechtliche Abteilung, best�tigten die Verf�gung, wogegen X.________ mit Eingabe vom 26. April 2010 an das Bundesgericht gelangte. Er stellte den Antrag, es sei ihm eine Aufenthaltsbewilligung zu erteilen, eventualiter sei die Sache an das Migrationsamt zur�ckzuweisen mit der Weisung, auf das Gesuch des Beschwerdef�hrers einzutreten.
Das Bundesgericht hob in seinem Urteil 2D_23/2010 vom 26. August 2010 den angefochtenen Entscheid des Verwaltungsgerichts des Kantons Luzern vom 8. M�rz 2010 auf und wies die Angelegenheit zur materiellen Pr�fung an das Amt f�r Migration des Kantons Luzern zur�ck. Es hielt fest, X.________ habe seiner Mitwirkungspflicht insofern gen�gt, als er den Reisepass letztlich vorgelegt habe - zwar mit Versp�tung, die aber nicht in erster Linie ihm anzulasten sei. Sein Vorgehen m�sse nicht als insgesamt rechtsmissbr�uchlich bezeichnet werden. Dementsprechend h�tten sich die Beh�rden des Kantons Luzern �berspitzt formalistisch verhalten.
Im zweiten Rechtsgang wies das Amt f�r Migration des Kantons Luzern mit Verf�gung vom 3. Dezember 2010 das Gesuch X.________s um Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung ab und wies ihn aus der Schweiz aus. Das Justiz- und Sicherheitsdepartement des Kantons Luzern schloss sich auf Beschwerde hin dieser Beurteilung an. X.________ rief das Verwaltungsgericht des Kantons Luzern, Verwaltungsrechtliche Abteilung, an. Dieses erkannte mit Entscheid vom 3. Januar 2012 auf Abweisung der Beschwerde, soweit darauf einzutreten sei, und ordnete die Ausreise bis sp�testens zum 15. Februar 2012 an.
Mit Eingabe vom 4. Februar 2012 l�sst X.________ (hienach: der Beschwerdef�hrer) beim Bundesgericht ein als "�ffentlich-rechtliche Beschwerde - Verfassungsbeschwerde (subsidi�r)" bezeichnetes Rechtsmittel erheben. Er beantragt die Aufhebung des angefochtenen Entscheides vom 3. Januar 2012, dessen Rechtswidrigkeit, Verfassungswidrigkeit, Unverh�ltnism�ssigkeit und Unzul�ssigkeit festzustellen sei. Zudem sei ihm eine Aufenthaltsbewilligung zu erteilen. Eventualiter sei die Sache an das Migrationsamt des Kantons Luzern zur�ckzuweisen zur Erteilung der Aufenthaltsbewilligung. Schliesslich beantragt der Beschwerdef�hrer, es sei ihm die unentgeltliche Rechtspflege zu gew�hren. Etwaige Wegweisungs- und Zwangsmassnahmen seien bis zum Ende des bundesgerichtlichen Verfahrens zu sistieren.
Das Verwaltungsgericht des Kantons Luzern und das Bundesamt f�r Migration beantragen die Abweisung der Beschwerde, unter Verzicht auf eine Vernehmlassung.
Mit Verf�gung vom 23. Februar 2012 erkannte der Pr�sident der II. �ffentlichrechtlichen Abteilung des Bundesgerichts der Beschwerde die aufschiebende Wirkung zu, worauf die II. �ffentlich-rechtliche Abteilung mit Verf�gung vom 19. M�rz 2012 das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege und Verbeist�ndung abwies.
1.1 Die Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten ist auf dem Gebiet des Ausl�nderrechts gegen Entscheide betreffend Bewilligungen ausgeschlossen, auf die weder das Bundesrecht noch das V�lkerrecht einen Anspruch einr�umen (Art. 83 lit. c Ziff. 2 BGG). Der Beschwerdef�hrer hat nach Art. 42 AuG grunds�tzlich einen Anspruch auf Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung. Er macht in vertretbarer Weise eine Verletzung des Rechts auf Achtung des Familienlebens im Sinne von Art. 8 Ziff. 1 EMRK geltend. Damit ist auf die Beschwerde einzutreten (BGE 136 II 177 E. 1.1 S. 179 f.; 497 E. 3.3 S. 500 f.; Urteile 2C_932/2011 vom 7. Juni 2012 E. 1.2.1; 2C_730/2011 vom 24. Februar 2012 E. 1.2), zumal die allgemeinen Sachurteilsvoraussetzungen zu keinen Bemerkungen Anlass geben.
1.2 Die subsidi�re Verfassungsbeschwerde ist nur zul�ssig, soweit die Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten nicht zul�ssig ist (Art. 113 BGG), im vorliegenden Fall mithin, soweit die Wegweisung bzw. deren Vollzug in Frage gestellt wird (Art. 83 lit. c Ziff. 4 BGG; BGE 137 II 305 E. 1.1 S. 307 und 3.3 S. 310 f.). Ger�gt werden kann in einem solchen Fall nur die Verletzung besonderer verfassungsm�ssiger Rechte (Schutz des Lebens, Schutz vor grausamer, unmenschlicher oder erniedrigender Behandlung usw.) oder die Verletzung von Parteirechten, deren Missachtung einer formellen Rechtsverweigerung gleichkommt (sog. "Star"-Praxis; zum Ganzen BGE 137 II 305 E. 1-3).
1.3 Mit der Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten kann eine Rechtsverletzung nach Art. 95 und 96 BGG geltend gemacht werden. Das Bundesgericht wendet dabei das Recht von Amtes wegen an (Art. 106 Abs. 1 BGG). Dessen ungeachtet pr�ft es, unter Ber�cksichtigung der allgemeinen Begr�ndungspflicht der Beschwerde (Art. 42 Abs. 1 und 2 BGG), an sich nur die geltend gemachten R�gen, sofern die rechtlichen M�ngel nicht geradezu offensichtlich sind (BGE 135 II 384 E. 2.2.1 S. 389; 134 III 102 E. 1.1 S. 104; 133 II 249 E. 1.4.1 S. 254).
Streitgegenstand ist die erstmalige Erteilung einer ausl�nderrechtlichen Aufenthaltsbewilligung an den straff�llig gewordenen ausl�ndischen Gatten einer Schweizerb�rgerin, die mit ihm in ungetrennter Ehe lebt. Der Beschwerdef�hrer macht geltend, die Verweigerung der Aufenthaltsbewilligung beruhe auf einer rechtsfehlerhaften Interessenabw�gung. Er beruft sich auf Art. 13 Abs. 1 BV, Art. 42 Abs. 1 und 96 Abs. 1 AuG sowie Art. 8 Ziff. 2 EMRK).
3.1 Aufgrund von Art. 42 Abs. 1 AuG haben ausl�ndische Ehegatten von Schweizerinnen und Schweizern Anspruch auf Erteilung und Verl�ngerung der Aufenthaltsbewilligung, wenn sie mit diesen zusammenwohnen. Gem�ss Art. 51 Abs. 1 AuG erl�schen die Anspr�che nach Art. 42 AuG, sofern sie rechtsmissbr�uchlich geltend gemacht werden (lit. a) oder Widerrufsgr�nde nach Art. 63 AuG vorliegen (lit. b). Einen Widerrufsgrund setzt die ausl�ndische Person namentlich, wenn sie "zu einer l�ngerfristigen Freiheitsstrafe verurteilt wurde" (Art. 62 lit. b AuG, auf welchen Art. 63 Abs. 1 lit. a AuG verweist). Als "l�ngerfristig" im Sinne von Art. 62 lit. b AuG ist eine Freiheitsstrafe zu betrachten, deren Dauer ein Jahr �berschreitet (BGE 135 II 377 E. 4.2 S. 381). Unerheblich ist, ob die Freiheitsstrafe bedingt, teilbedingt oder unbedingt ausgesprochen wurde (Urteil 2C_778/2011 vom 24. Februar 2012 E. 3.1). Verlangt wird, dass sich das genannte Strafmass aus einem einzigen Strafurteil ergibt und nicht bloss durch Zusammenrechnung von k�rzeren Freiheitsstrafen aus einer Mehrzahl von Erkenntnissen erreicht wird (BGE 137 II 297 E. 2 S. 299 ff.; zum Ganzen Urteile 2C_932/2011 vom 7. Juni 2012 E. 3.1; 2C_711/2011 vom 27. M�rz 2012 E. 3.2.).
3.2 Soweit ein Widerrufsgrund im Sinne von Art. 62 AuG gegeben ist, muss sich die Massnahme im Einzelfall als verh�ltnism�ssig darstellen (ANDREAS Z�ND/LADINA ARQUINT HILL, in: Uebersax/Rudin/Hugi Yar/Geiser [Hrsg.], Ausl�nderrecht, 2. Aufl., 2009, N. 8.28 S. 326 und 8.31 S. 328). Gem�ss Art. 96 Abs. 1 AuG ber�cksichtigen die zust�ndigen Beh�rden bei der Ermessensaus�bung die �ffentlichen Interessen und die pers�nlichen Verh�ltnisse sowie den Grad der Integration der Ausl�nderinnen und Ausl�nder. Soweit die betroffene Person das Recht auf Achtung des Privat- und Familienlebens im Sinne von Art. 8 Ziff. 1 EMRK beanspruchen kann, ist aufgrund von Art. 8 Ziff. 2 EMRK �berdies eine konventionsrechtliche Interessenabw�gung vorzunehmen (BGE 122 II 1 E. 2 S. 5 f.). Diese entspricht den Anforderungen nach Art. 96 Abs. 1 AuG, sodass die Pr�fung der Verh�ltnism�ssigkeit nach Bundes- und Konventionsrecht in einem gemeinsamen Schritt vorgenommen werden kann (Urteile 2C_54/2012 vom 23. Juli 2012 E. 4.3; 2C_655/2011 vom 7. Februar 2012 E. 10.2; 2C_265/2011 vom 27. September 2011 E. 6.1.2). Bei der Pr�fung sind namentlich die Schwere des Verschuldens, der Grad der Integration bzw. die Dauer der bisherigen Anwesenheit sowie die der betroffenen Person und ihrer Familie drohenden Nachteile zu beachten (BGE 135 II 377 E. 4.3 S. 381; Urteil 2C_932/2011 vom 7. Juni 2012 E. 3.2). Analoge Voraussetzungen ergeben sich aus Art. 36 BV sodann auch im Hinblick auf einen Eingriff in den Anspruch auf Achtung des Privat- und Familienlebens gem�ss Art. 13 Abs. 1 BV (BGE 135 I 143 E. 2.1 S. 147; 126 II 425 E. 5a S. 435). Aufgrund der Praxis zu Art. 8 EMRK muss das �ffentliche Interesse an der Verweigerung der ausl�nderrechtlichen Bewilligung das private Interesse an deren Erteilung bzw. Verl�ngerung in dem Sinne �berwiegen, dass sich der Eingriff in das Privat- und Familienleben als notwendig erweist (BGE 137 I 247 E. 4.1.1 S. 249; 135 I 143 E. 2.1 S. 147; 153 E. 2.2.1 S. 156; 122 II 1 E. 2 S. 6). Als zul�ssiges �ffentliches Interesse f�llt dabei insbesondere die Verh�tung von Straftaten in Betracht.
4.1 Das Recht auf Achtung des Familienlebens gem�ss Art. 8 Ziff. 1 EMRK kann nur angerufen werden, wenn eine staatliche Entfernungs- oder Fernhaltemassnahme zur Trennung von Familienmitgliedern f�hrt. Die Norm begr�ndet kein absolutes Recht auf Aufenthalt in einem Konventionsstaat in dem Sinn, dass dieser verpflichtet w�re, ausl�ndischen Personen die Einreise, die Erteilung oder Verl�ngerung der Aufenthaltsbewilligung vorbehaltlos zu gew�hren bzw. die von Ehepaaren getroffene Wahl des gemeinsamen Wohnsitzes zu respektieren (BGE 137 I 247 E. 4.1 S. 249; 135 I 143 E. 2.1 S. 147; 153 E. 2.1 S. 155; 130 II 281 E. 3 S. 285; 126 II 377 E. 2b/cc S. 383; Urteil des EGMR Gezginci gegen Schweiz vom 9. Dezember 2010 [16327/05], � 54 ff.).
Hat eine ausl�ndische Person nahe Verwandte in der Schweiz, prim�r die Kernfamilie (BGE 135 I 143 E. 1.3.2 S. 146), ist die famili�re Beziehung zu diesen intakt und wird die Beziehung tats�chlich gelebt, kann es das in Art. 8 Ziff. 1 EMRK garantierte Recht auf Achtung des Familienlebens verletzen, wenn ihr die Anwesenheit in der Schweiz untersagt wird. Die sich hier aufhaltende nahe verwandte Person muss dabei �ber ein gefestigtes Anwesenheitsrecht verf�gen, was der Fall ist, wenn sie das Schweizerb�rgerrecht oder eine Niederlassungsbewilligung bzw. eine Aufenthaltsbewilligung besitzt, die ihrerseits auf einem gefestigten Rechtsanspruch beruht (BGE 135 I 143 E. 1.3.1 S. 145 f.; 130 II 281 E. 3.1 mit Hinweisen).
Art. 13 Abs. 1 BV, auf den sich der Beschwerdef�hrer ebenfalls beruft, gew�hrt dar�ber hinaus im Bereich des Ausl�nderrechts keine zus�tzlichen Anspr�che (Urteile 2C_932/2011 vom 7. Juni 2012 E. 5.4; 2C_1031/2011 vom 22. M�rz 2012 E. 4.2.7; BGE 129 II 215 E. 4.2 S. 218 f.; 126 II 377 E. 7 S. 394; 425 E. 4c/bb S. 433).
4.2 Die Praxis hat zur Notwendigkeit des Eingriffs bei einer gelebten Ehe eine Reihe von Kriterien entwickelt (BGE 135 II 377 E. 4.3 S. 381 f., unter Hinweis auf das Urteil des EGMR Boultif gegen Schweiz vom 2. August 2001 [54273/00], � 48; weiterf�hrend das Urteil �ner gegen Niederlande vom 18. Oktober 2006 [46410/99], � 57 ff.). Zu w�rdigen sind im Rahmen von Art. 8 Ziff. 2 EMRK die Schwere des begangenen Delikts, der seit der Tat vergangene Zeitraum, das Verhalten der ausl�ndischen Person w�hrend dieser Periode, die Auswirkungen auf die prim�r betroffene Person sowie deren famili�re Situation. Zudem sind die Dauer der ehelichen Beziehung und weitere Gesichtspunkte von Bedeutung, welche R�ckschl�sse auf deren Intensit�t zulassen (Geburt und Alter etwaiger Kinder; Kenntnis der Tatsache, dass die Beziehung wegen der Straftat unter Umst�nden nicht in der Schweiz gelebt werden kann). Von Bedeutung sind dar�ber hinaus die Nachteile, welche dem Ehepartner oder den Kindern erwachsen w�rden, m�ssten sie der unmittelbar betroffenen Person in deren Heimat folgen (BGE 135 II 377 E. 4.3 S. 381 f.; Urteile 2C_932/2011 vom 7. Juni 2012 E. 3.3.3; 2C_778/2011 vom 24. Februar 2012 E. 3.3).
5.1 Der Beschwerdef�hrer ist mit Urteil des Bezirksgerichts Z�rich vom 26. November 2007 zu einer teilbedingt vollziehbaren Freiheitsstrafe von 36 Monaten verurteilt worden. Dies ist eine "l�ngerfristige Freiheitsstrafe" (E. 3.1 hievor), was der Beschwerdef�hrer nicht in Abrede stellt. Mithin erlischt dem Grundsatze nach sein Anspruch auf erstmalige Erteilung der Aufenthaltsbewilligung. Es stellt sich die Frage nach der Verh�ltnism�ssigkeit dieser Massnahme.
5.2 Die Vorinstanz ber�cksichtigt bei ihrer Interessenabw�gung allem voran die begangenen Straftaten. Kurz nach seiner illegalen Einreise in die Schweiz sei er straff�llig geworden. Er habe seinen Aufenthalt in der Schweiz trotz [rechtskr�ftiger] Wegweisung der Asylbeh�rden fortgesetzt und sich auch durch die Geburt seiner beiden Kinder nicht davon abhalten lassen, weiter gegen das Gesetz zu verstossen. Er habe rund 4,7 Kilogramm Kokain aufbewahrt, d.h. eine Menge, welche die Gesundheit vieler Menschen in Gefahr bringen kann. Das Strafmass von 36 Monaten deute auf ein schweres Verschulden hin. Dass der Beschwerdef�hrer sich seit dem Vollzug der Freiheitsstrafe bew�hrt habe, schliesse eine weitere Straff�lligkeit nicht aus, zumal er wiederholt gegen die Bet�ubungsmittelgesetzgebung verstossen habe. Nach Aufenthalten in Nigeria und Liberia sei er im Alter von 29 Jahren in die Schweiz eingereist, wo er sich gesellschaftlich kaum integriert habe. Zu seinen Gunsten zu werten seien die beiden Kinder, wenngleich er die Vaterschaft erst im gerichtlichen Verfahren anerkannt habe. Die Nichterteilung der Aufenthaltsbewilligung sei der Familie des Beschwerdef�hrers zuzumuten. Abgesehen von der Zweijahresregel seien die Kinder es gewohnt, ohne Anwesenheit ihres Vaters auszukommen. Auch ihnen w�re eine Ausreise zumutbar, stamme die Mutter und Ehefrau doch urspr�nglich aus Kenia.
5.3 Der Beschwerdef�hrer r�gt, die Vorinstanz habe die Tatsache, dass ihm bez�glich der R�ckfallgefahr eine gute Prognose gestellt worden sei, nicht gen�gend ber�cksichtigt. Er habe das in ihn gesetzte Vertrauen nicht entt�uscht und lebe seit der Entlassung "ohne Probleme mit Beh�rden und reibungslos in der Schweiz". Er f�hre ein intaktes Ehe- und Familienleben. Die Aufenthaltsbewilligung w�rde es ihm erlauben, eine Arbeit anzutreten und zum Unterhalt der Familie beizutragen. Ein Flugbillett nach Nigeria koste etwa Fr. 2'500.--. Seine Gattin und er k�nnten sich dies nicht leisten, sodass ein Besuch in Nigeria ausgeschlossen sei, derweil es ihm verwehrt sei, seine Familie in der Schweiz zu besuchen. Dies alles stelle eine schwere Beeintr�chtigung des Rechts auf Achtung des Privat- und Familienlebens im Sinne von Art. 8 EMRK und Art. 13 BV dar.
6.1 Der Beschwerdef�hrer wurde in den Jahren 2004 und 2007 wegen Widerhandlungen gegen die Bet�ubungsmittelgesetzgebung verurteilt. Der Freiheitsstrafe von 36 Monaten, wovon 18 Monate bedingt, gem�ss Urteil vom 26. November 2007 des Bezirksgerichts Z�rich lag das Aufbewahren von rund 4,7 Kilogramm Kokain zugrunde. Enth�lt ein Kokaingemisch mindestens 18 Gramm reinen Wirkstoffs, ist die Grenze zum qualifizierten Fall der Widerhandlung gegen das Bet�ubungsmittelgesetz erreicht. Er kennzeichnet sich dadurch, dass die Gesundheit vieler Menschen gef�hrdet ist (Urteile 2C_932/2011 vom 7. Juni 2012 E. 5.1; 6B_13/2012 vom 19. April 2012 E. 1.3.1; BGE 120 IV 334 E. 2a S. 338; 109 IV 143 E. 3b S. 144). Im Fall der Drogendelinquenz verfolgt das Bundesgericht eine strenge Praxis und bejaht ein ausgepr�gtes �ffentliches Interesse an der Fernhaltung ausl�ndischer Drogenh�ndler (Urteile 2C_292/2012 vom 19. Juni 2012 E. 2.6; 2C_932/2011 vom 7. Juni 2012 E. 5.2; 2C_768/2011 vom 4. Mai 2012 E. 4.3; BGE 125 II 521 E. 4a/aa und 4a/bb S. 526 ff.).
6.2 Die Vorinstanz geht vom Vorliegen eines solchen Falles aus. Dies ist nicht rechtsfehlerhaft. Die Straftat gewichtet f�r sich allein derart schwer, dass es am Kern der Sache vorbeizielt, wenn der Beschwerdef�hrer vorbringen l�sst, er halte sich seit dem Vollzug der Freiheitsstrafe an die schweizerische Rechtsordnung. Ob von ihm eine R�ckfallgefahr ausgeht, ist ein im Rahmen der Gesamtabw�gung zu ber�cksichtigender Umstand, der aber nicht ausschlaggebend sein muss (vgl. dazu allgemein BGE 136 II 5 E. 4 S. 19 ff.; 130 II 176 E. 3 S. 179 ff.; Urteil 2C_778/2011 vom 24. Februar 2012 E. 4.3.4). Wenn die Vorinstanz festh�lt, das Strafmass von 36 Monaten deute auf ein schweres Verschulden hin und sie weiter ber�cksichtigt, dass der Beschwerdef�hrer zweimal gegen die Bet�ubungsmittelgesetzgebung verstossen hat, ist dies nicht bundesrechtswidrig. Die nicht n�her substanziierte Behauptung des Beschwerdef�hrers, ihm sei betreffend R�ckfallgefahr eine gute Prognose gestellt worden, bezieht sich wohl auf das seinerzeitige Strafurteil des Bezirksgerichts Z�rich. Straf- und Ausl�ndergericht nehmen die Pr�fung der Frage, inwiefern von k�nftigem Wohlverhalten ausgegangen werden k�nne, freilich aus unterschiedlichen Warten vor. Insgesamt kann mit der Vorinstanz nicht mit hinreichender Wahrscheinlichkeit ausgeschlossen werden, dass weitere Straftaten folgen. Es besteht ein manifestes �ffentliches Interesse daran, dem Beschwerdef�hrer einen weiteren Aufenthalt in der Schweiz zu verwehren.
6.3 Das private Interesse an der Erteilung der Aufenthaltsbewilligung, auf das sich der Beschwerdef�hrer beruft, ist ohne Weiteres nachvollziehbar und gr�ndet im Wesentlichen auf der Tatsache, dass er mit der Gattin und den beiden gemeinsamen Kindern zusammenlebe. Hier einzugehen ist nur auf die �berlegungen des Beschwerdef�hrers zur "Zweijahresregel", d.h. zur bundesgerichtlichen "Reneja-Praxis" (BGE 110 Ib 201; 120 Ib 6 E. 4b S. 14; 135 II 377 E. 4.4 S. 382). Das Bundesgericht geht in langj�hriger Rechtsprechung davon aus, dass die Grenze, ab welcher dem ausl�ndischen Gatten grunds�tzlich auch dann keine ausl�nderrechtliche Bewilligung [mehr] erteilt wird, wenn seiner schweizerischen Ehefrau die Ausreise aus der Schweiz unzumutbar oder nur schwer zumutbar ist, bei zwei Jahren Freiheitsstrafe liegt (BGE 135 II 377 E. 4.4 S. 382 mit Hinweisen; grundlegend BGE 110 Ib 201). Dabei hat das Bundesgericht stets betont, dass es sich bei der "Zweijahresregel" um keine feste Grenze handelt, die nicht �ber- oder unterschritten werden d�rfte. Entscheidend ist vielmehr die Abw�gung der widerstreitenden �ffentlichen und privaten Interessen im Einzelfall (BGE 135 II 377 E. 4.4 S. 383; 120 Ib 6 E. 4b S. 14).
Im vorliegenden Fall f�llt auf, dass die Ehe bald geschlossen wurde (Anfang Juli 2008), nachdem der Beschwerdef�hrer aus dem Strafvollzug entlassen worden war (Mitte Juni 2008). Die Ehefrau musste im Zeitpunkt der Begr�ndung der Ehe damit rechnen, dass das Eheleben nicht in der Schweiz m�glich sein w�rde. Auch unter Herrschaft von Art. 10 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes vom 26. M�rz 1931 �ber Aufenthalt und Niederlassung der Ausl�nder (ANAG; BS 1 121), das bis kurz vor dem Eheschluss in Kraft stand, konnte eine ausl�ndische Person ausgewiesen werden, wenn sie wegen eines Verbrechens oder Vergehens gerichtlich bestraft worden war (Urteil 2C_903/2010 vom 6. Juni 2011 E. 3.1, nicht publ. in: BGE 137 II 233).
Fehlte es an einer "Bleiberechtsperspektive", ist die Ausweisung der ausl�ndischen Person trotz ihrer Ehe mit einer oder einem Angeh�rigen des Konventionsstaates und eines gemeinsamen Kindes auch nach der Praxis des EGMR nicht unverh�ltnism�ssig, solange keine besonderen Umst�nde dagegen sprechen (Urteil des EGMR Darren Omoregie gegen Norwegen vom 31. Oktober 2008 [265/07], � 57; Urteil 2C_778/2011 vom 24. Februar 2012 E. 4.4). Der Beschwerdef�hrer reiste zudem erst im Alter von 29 Jahren in die Schweiz ein. Er versuchte, sich unter Angabe falscher Personalien Zugang zum Asylrecht zu verschaffen, setzte sich �ber die rechtskr�ftig angeordnete asylrechtliche Wegweisung hinweg und wurde w�hrend des laufenden Asylverfahrens erstmals verurteilt. Seine gesellschaftliche Integration beschr�nkt sich darauf, dass er im Kreis seiner Kernfamilie lebt. Gemessen am eminenten �ffentlichen Interesse an der Fernhaltung gewichtet das private Interesse deutlich geringer. Der Eingriff in das Privat- und Familienleben erweist sich als notwendig im Sinne der Praxis (E. 4.1 hievor).
6.4 Die vorinstanzliche Rechtsg�terabw�gung ist damit nicht zu beanstanden; sie verletzt weder V�lker- (Art. 8 Ziff. 2 EMRK) noch Bundesrecht (Art. 13 Abs. 1 BV; 96 Abs. 1 AuG). Damit er�brigt sich die Pr�fung des Eventualantrages, der auf R�ckweisung der Sache an die Migrationsbeh�rde zur Erteilung der Aufenthaltsbewilligung lautete. Die Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten erweist sich insgesamt als unbegr�ndet, sodass sie abzuweisen ist.
Der Beschwerdef�hrer bringt erstmals vor Bundesgericht vor, die R�ckkehr nach Nigeria sei rechtswidrig und sie sei ihm unzumutbar, da das Land am Rande eines B�rgerkriegs stehe. Er scheint damit ein Wegweisungsvollzugshindernis (Art. 83 Abs. 4 AuG) geltend machen zu wollen. Ein solches kann von jeder weggewiesenen ausl�ndischen Person gegen�ber jeder wegweisenden Beh�rde vorgebracht werden (BGE 137 II 305 E. 3.2 S. 309). Nachdem bereits das Amt f�r Migration auch die Wegweisung angeordnet hat, h�tte der Beschwerdef�hrer solche Wegweisungsvollzugshindernisse freilich schon im kantonalen Verfahren geltend machen m�ssen. Im Anschluss daran w�re vor Bundesgericht die subsidi�re Verfassungsbeschwerde grunds�tzlich gegeben gewesen (E. 1.2 hievor). Indessen sind vor Bundesgericht einerseits Noven nicht mehr zul�ssig (Art. 99 BGG) und m�sste andererseits eine Verletzung verfassungsm�ssiger Rechte hinreichend ger�gt werden (Art. 117 i.V.m. Art. 106 Abs. 2 BGG). Die bundesgerichtliche Praxis verlangt, dass die Verfassungsverletzung klar und detailliert anhand der Erw�gungen des angefochtenen Entscheids dargelegt wird (Urteil 2C_705/2011 vom 26. April 2012 E. 1.6; BGE 133 III 393 E. 6 S. 397 mit Hinweisen). Dies hat der Beschwerdef�hrer unterlassen. Auf die subsidi�re Verfassungsbeschwerde ist daher nicht einzutreten.
Bei diesem Ausgang des Verfahrens wird der unterliegende Beschwerdef�hrer kostenpflichtig (Art. 65 und Art. 66 Abs. 1 BGG). Seiner finanziellen Lage wird mit einer reduzierten Gerichtsgeb�hr Rechnung getragen. Dem obsiegenden Kanton Luzern ist keine Parteientsch�digung auszurichten (Art. 68 Abs. 3 BGG).

References: Art. 42
 Art. 8
 BGE 
 BGE 
 Art. 95
 Art. 13
 Art. 42
 Art. 8
 Art. 42
 Art. 51
 Art. 42
 Art. 63
 Art. 63
 Art. 62
 Art. 62
 Art. 96
 Art. 8
 Art. 8
 Art. 96
 Art. 36
 Art. 13
 Art. 8
 Art. 8
 EGMR 
 Art. 8

Art. 13
 BGE 
 EGMR 
 Art. 8
 Art. 8
 Art. 13
 BGE 
 BGE 
 BGE 
 BGE 
 Art. 10
 BGE 
 EGMR 
 EGMR 
 Art. 106
 BGE 
 Art. 66