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Timestamp: 2020-08-08 11:38:29+00:00

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BVerwG, 05.08.1965 - I C 78.62 - dejure.org
https://dejure.org/1965,85
BVerwG, 05.08.1965 - I C 78.62 (https://dejure.org/1965,85)
BVerwG, Entscheidung vom 05.08.1965 - I C 78.62 (https://dejure.org/1965,85)
BVerwG, Entscheidung vom 05. August 1965 - I C 78.62 (https://dejure.org/1965,85)
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Anfechtungsklage gegen eine Polizeiverfügung wegen Heranziehung zur Gehwegreinigung - Vereinbarkeit einer Abwälzung der Gehwegreinigungspflicht vom Wegeeigentümer auf die Anlieger mit der Gewährleistung des Eigentums und dem grundrechtlichen Verbot der ...
Straßenanlieger - Geschlossene Ortslage - Laub - Schnee - Eis
VGH Baden-Württemberg, 15.03.1962 - 1 S 381/59
BVerwGE 22, 26
NJW 1966, 170
MDR 1965, 1016
DVBl 1965, 911
BB 1965, 1294
Da die Anlieger die Reinigungs- und Sicherungspflichten schon wegen Art. 12 Abs. 2 GG nicht persönlich erbringen müssen (vgl. BVerwG vom 5.8.1965 BVerwGE 22, 26/28 f.), werden sie sich nicht selten privater Reinigungs- oder Hausmeisterdienste bedienen.
Die Abwälzung der gemeindlichen Reinigungs-, Räum- und Streupflicht durch Rechtsverordnung nach Art. 51 Abs. 4 oder 5 BayStrWG auf die Anlieger ist nach der Rechtsprechung des Bayerischen Verfassungsgerichtshofs grundsätzlich verfassungsmäßig (vgl. BayVerfGH vom 28.3.1977 BayVBl 1977, 369; vom 29.4.1983 BayVBl 1983, 494; ebenso BVerwG vom 5.8.1965 BVerwGE 22, 26 ff.; BayVGH vom 13.7.1989, BayVBl 1989, 563 f.).
Der Eingriff in diese Rechtspositionen ist jedoch grundsätzlich eher gering und nicht unverhältnismäßig (vgl. BVerwG, Urt. v. 05.08.1965 - I C 78.62 -, BVerwGE 22, 26), denn der Straßenanlieger profitiert im besonderen Maße davon, dass ein Grundstück durch eine Straße erschlossen wird.
Vielmehr können sie sich hierzu Dritter bedienen (vgl. BVerwG, Urt. v. 05.08.1965 - I C 78.62 -, BVerwGE 22, 26;… Urt. v. 11.03.1988 - 4 C 78.84 -, NVwZ 1988, 824).
BVerwG, 07.04.1989 - 8 C 90.87
Festsetzung von Straßenreinigungsgebühren - Berücksichtigung des …
Ob diese Erwägungen in vollem Umfang auch bei der Frage nach der Zulässigkeit der Übertragung der Reinigungspflicht auf die Anlieger oder bei der Frage nach dem Inhalt der Straßenreinigungspflicht tragfähig sind (vgl. dazuUrteil vom 5. August 1965 - BVerwG I C 78.62 - BVerwGE 22, 26 ), bedarf nicht der Entscheidung.
Landes- oder ortsrechtliche Vorschriften, die die Übertragung der Straßenreinigungspflicht auf die Anlieger zulassen (hier Art. 51 Abs. 4 BayStrWG) oder regeln (hier § 4 Straßenreinigungsverordnung), stehen mit Art. 14 GG in Einklang und berühren auch nicht den aus Art. 12 Abs. 2 Satz 1 GG folgenden verfassungsrechtlichen Schutz vor dem Zwang zu einer bestimmten Arbeit (Urteil vom 5. August 1965, a.a.O. S. 27 f.).
bb) Die auch vom Beschwerdeführer nicht in Frage gestellte Übertragung des Winterdienstes auf die jeweiligen Eigentümer der an die öffentlichen Gehwege grenzenden Grundstücke als ordnungsrechtliche Pflicht, welche weitgehend der Straßenverkehrssicherungspflicht des Baulastträgers entspricht (vgl. BGH, NVwZ-RR 1997, 709 m. w. N.), begegnet im Grundsatz keinen verfassungsrechtlichen Bedenken (vgl. zum Bundesrecht grundlegend BVerwGE 22, 26; ferner BGH, VersR 1979, 541 f.; VGH München, BayVBl 2011, 435 m. w. N.).
Ihre Inanspruchnahme entspricht deswegen auch dem Herkommen (so auch BVerwG. Urteil vom 5. August 1965 - BVerwG 1 C 78.62 - BVerwGE 22, 26 ).
Sie können dafür Hilfspersonen anstellen oder ein Reinigungsinstitut damit betrauen (BVerwGE 22, 26 ).
BVerwG, 21.04.1972 - VII C 43.70
Voraussetzungen der Heranziehung zu Straßenreinigungsgebühren - Heranziehung des …
Der I. Senat des Bundesverwaltungsgerichts habe in seinem Urteil vom 5. August 1965 - BVerwG I C 78.62 - ausgesprochen, daß die Verpflichtung aller Straßenanlieger zur Gehwegreinigung mit Art. 3 und 14 GG in Einklang stehe und dies auch für Grundstücke mit Schienenwegen gelte.
Die vorliegende Entscheidung werde durch das Urteil des Bundesverwaltungsgerichts vom 5. August 1965 - BVerwG I C 78.62 - nicht präjudiziert.
Mit der dargelegten Rechtsauffassung weicht der erkennende Senat nicht von dem Urteil des I. Senats des Bundesverwaltungsgerichts vom 5. August 1965 - BVerwG I C 78.62 - (BVerwGE 22, 26) ab.
BVerwG, 10.05.1974 - VII C 46.72
Er verteidigt das Berufungsurteil, bezieht sich auf das Urteil des Bundesverwaltungsgerichts vom 5. August 1965 - BVerwG I C 78.62 - und meint, der Fall der Klägerin sei mit dem in der Entscheidung BVerwG VII C 16.69 nicht vergleichbar.
Die dargelegte Rechtsauffassung steht nicht im Widerspruch zu dem Urteil des I. Senats des Bundesverwaltungsgerichts vom 5. August 1965 (BVerwGE 22, 26 [BVerwG 05.08.1965 - I C 78/62]), auf das sich der Beklagte beruft.
Sowenig in derartigen Fällen von einem Arbeitszwang gegenüber dem Grundstückseigentümer gesprochen werden kann, sowenig berührt die Gehwegreinigungspflicht der Straßenanlieger das durch Art. 12 Abs. 2 Satz 1 GG geschützte Grundrecht, das eine ganz andere, mit der jüngsten politischen Vergangenheit zusammenhängende Zielrichtung hat." (Urt. v. 05.08.1965 - I C 78.62 -, zitiert nach juris;… vgl. auch Scholz, in: Maunz-Dürig, GG. Bd. II, Stand: Juni 2007, Art. 12 Rn. 492;… Gubelt, in: von Münch/Kunig, GG, Bd. 1, 5. Aufl. 2000, Art. 12 Rn. 77 ff., jeweils m.w.N.).
BVerwG, 25.02.1972 - VII B 60.71
Möglichkeit von bundesrechtlichem Gewohnheitsrecht allein auf Rechtsgebieten mit …
BVerwG, 25.02.1972 - VII B 61.71
Möglichkeit der Annahme von bundesrechtlichem Gewohnheitsrecht allein auf …
BVerwG, 19.12.1972 - I B 96.72
Voraussetzungen des Vorliegens einer Gehwegreinigungspflicht eines …
VG Gießen, 27.05.2004 - 10 E 508/04
Keine Verpflichtung zum Straßenreinigungs- und Winterdienst für rein …
Übertragung der Verpflichtung zur Reinigung der Fahrbahnen nach dem …
OVG Rheinland-Pfalz, 11.09.1996 - 8 C 12820/95
Bioabfallerfassung: Gesundheitliche Gefährdung

References: Art. 12
 Art. 51
 Art. 51
 § 4
 Art. 14
 Art. 12
 Art. 3
 Art. 12
 Art. 12
 Art. 12