Source: https://www.kvwl.de/arzt/qsqm/genehmigung/antrag/analyt_psycho/index.htm
Timestamp: 2019-01-18 20:36:08+00:00

Document:
Strukturreform zum 01. April 2017
Wissenswertes und Details zur Reform
Am 16.02.2017 wurde die neue Psychotherapie-Richtlinie veröffentlicht. Sie tritt zum 01.04.2017 in Kraft und bringt einige Veränderungen mit sich.
Die nachfolgende Praxisinformation der KBV gibt Ihnen einen umfassenden Überblick über die Reform und informiert Sie über damit verbundene Themen wie z. B. die Einführung der telefonischen Erreichbarkeit, der psychotherapeutischen Sprechstunde und der Akutbehandlung.
Wissenswertes für Therapeuten - Praxisinfo der KBV (169 KB)
Details der Änderungen ab 1. April 2017 für Erwachsene
Details der Änderungen ab 1. April 2017 für Kinder und Jugendliche (34 KB)
Erläuterungen und Ausfüllhilfe für die Formulare (2980 KB)
Psychotherapie-Vereinbarung und -Richtlinie
Strukturreform der ambulanten Psychotherapie (690 KB)
Terminvermittlung von Psychotherap. Sprechstunde/Akutbehandlung (662 KB)
Informationen zur Abrechnung ab dem 1. April 2017 (620 KB)
Häufig gestellte Fragen der Info-Veranstaltungen (FAQ)
Muss die telefonische Erreichbarkeit der KV gemeldet werden?
Ja, die Meldung muss erfolgen. Die Regelung ist für alle Leistungserbringer verpflichtend, die eine Genehmigung in einem Richtlinienverfahren haben.
Kann für die telefonische Erreichbarkeit eine andere Telefonnummer als die Praxisnummer verwendet werden?
Ja, das ist möglich. Es muss jedoch beachtet werden, dass eine Terminvereinbarung getroffen werden kann.
Muss z.B. in einer Gemeinschaftspraxis (GP) mit zwei voll zugelassenen Therapeuten jeder eine Erreichbarkeit von 200 Min/Woche sicherstellen oder reicht das Angebot von 200 Min./Woche als GP?
Die telefonische Erreichbarkeit bezieht sich auf die Praxis, nicht auf den einzelnen Leistungserbringer. Entsprechend können die Therapeuten in einer GP die gleichen Erreichbarkeitszeiten melden, müssen jedoch sicherstellen, dass Terminanfragen für jeden beteiligten Therapeuten entgegen genommen werden können. Je nachdem, wie groß die GP ist, ist daher die telefonische Erreichbarkeit angemessen zu erhöhen. Das liegt in der Verantwortung der jeweiligen Praxis.
Wie ist die telefonische Erreichbarkeit bei Angestellten mit Faktor 0,25 und Faktor 0,75 zu bewerten?
Die telefonische Erreichbarkeit bezieht sich auf die Praxis, nicht auf den einzelnen Leistungserbringer. Entsprechend können angestellte Therapeuten bzw. ihre Arbeitgeber die gleichen Erreichbarkeitszeiten melden wie der Praxisinhaber. Dieser muss jedoch sicherstellen, dass Terminanfragen für jeden beteiligten Therapeuten entgegen genommen werden können. Je nachdem, wie groß das Praxiskonstrukt ist, ist daher die telefonische Erreichbarkeit angemessen zu erhöhen. Das liegt in der Verantwortung der jeweiligen Praxis.
Wie ist der Umgang mit der Anzahl der telefonischen Erreichbarkeit bei Job-Sharing-Zugelassenen bzw. -Angestellten?
Da Jobsharer an dem Versorgungsauftrag des Praxisinhabers beteiligt sind, wird kein eigenes Kontingent für die telefonische Erreichbarkeit fällig.
Muss ich die Termine der Psychotherapeutischen Sprechstunde der KV melden?
Nein, jeder Therapeut kann die Termine auch selber über seine Praxis vergeben. Zwingend muss der KV jedoch mitgeteilt werden, ob die Psychotherapeutische Sprechstunde als offene Sprechstunde oder als Bestellsprechstunde angeboten wird.
Therapeuten mit vollem Versorgungsauftrag haben in der Regel mind. 100 Min. pro Woche für die Psychotherapeutische Sprechstunde zur Verfügung zu stellen. Können diese 100 Min. in einer Woche lediglich gegenüber einem Patienten erbracht werden?
Therapeuten mit vollem Versorgungsauftrag haben in der Regel mind. 100 Min. pro Woche für die Psychotherapeutische Sprechstunde zur Verfügung zu stellen. Können auch einmal im Monat 400 Min. am Stück für die Psychotherapeutische Sprechstunde erbracht werden?
Da die Richtlinie vorgibt, dass das Kontingent pro Woche zur Verfügung gestellt wird, ist das Angebot der Psychotherapeutischen Sprechstunde entsprechend pro Woche zu erbringen.
Was passiert, wenn man die Psychotherapeutische Sprechstunde anbietet, aber kein Patient kommt?
In diesem Fall ist eine Dokumentation gegenüber der KV nicht notwendig. Allerdings ist auch eine Abrechnung der Leistung nicht möglich.
Gibt es einen bestimmten Zeitraum der zwischen einer abgeschlossenen Therapie und der Wahrnehmung einer psychotherapeutischen Sprechstunde liegen muss?
Nein, solch ein Zeitraum ist nicht definiert.
Hat die Psychotherapeutische Sprechstunde Auswirkungen auf den Zwei-Jahres Zeitraum zwischen zwei Therapien?
Nein, hat sie nicht. Durch die Durchführung der Psychotherapeutischen Sprechstunde wird der Zwei-Jahres Zeitraum nicht unterbrochen.
Muss ich den Patienten weiterbehandeln, wenn ich ihn im Rahmen der Psychotherapeutischen Sprechstunde betreut habe?
Es gibt keine Verpflichtung, den Patienten aus der eigenen Psychotherapeutischen Sprechstunde weiter zu behandeln.
Ich habe als Facharzt die Genehmigung zur Durchführung und Abrechnung eines Richtlinienverfahrens, erbringe aber nur sehr wenige psychotherapeutische Leistungen. Muss ich trotzdem die Psychotherapeutische Sprechstunde anbieten und durchführen?
Jeder Leistungserbringer, der die Genehmigung zur Durchführung und Abrechnung in einem Richtlinienverfahren hat, ist verpflichtet, die Psychotherapeutische Sprechstunde anzubieten und durchzuführen.
Muss ich PTV 11 (Individuelle Patienteninformation) auch ausfüllen, wenn ich den Patienten selber weiterbehandle?
PTV 11 dient der Dokumentation und ist Teil der Patientenakte, daher muss es in jedem Fall ausgefüllt werden.
Muss ich in Urlaubs- oder Krankheitszeiten eine Vertretung für die Durchführung der Psychotherapeutischen Sprechstunde benennen?
Nach Bundesmantelvertrag-Ärzte ist die Vertretung bei genehmigungspflichtigen psychotherapeutischen Leistungen einschließlich der probatorischen Sitzungen grundsätzlich unzulässig. Auch wenn es zur Durchführung und Abrechnung der Psychotherapeutischen Sprechstunde keiner gesonderten Genehmigung bedarf, darf diese Leistung nur durchgeführt und abgerechnet werden, wenn eine Genehmigung in einem Richtlinienverfahren vorliegt. Daher ist auch bei dieser Leistung eine Vertretung unzulässig und sie entfällt bei kurzer Abwesenheit (Urlaub oder Krankheit). Ist ein Therapeut selber jedoch für mind. zwei Quartale daran gehindert (Elternzeit, längerfristige Erkrankung) seine Praxis zu führen und beschäftigt einen zuvor über die KV genehmigten Vertreter, muss dieser Termine für die Psychotherapeutische Sprechstunde anbieten und erbringen. Hintergrund hierfür ist, dass die Psychotherapeutische Sprechstunde Bestandteil des Versorgungsauftrages ist und der Vertreter die Praxis für den Praxisinhaber fortführt.
Entlassene Patienten aus stationärer Krankenhausbehandlung oder rehabilitativer Behandlung auf Grund einer Diagnose nach § 26 Psychotherapie-Richtlinie können ohne Durchführung der Psychotherapeutischen Sprechstunde in die weiterführende psychotherapeutische Behandlung genommen werden. Was gilt als Nachweis für die stationäre Krankenhausbehandlung oder rehabilitative Behandlung und wie lange ist dieser gültig?
Der Nachweis über eine stationäre Behandlung könnte z.B. ein Bericht über den Krankenhausaufenthalt sein. Die Gültigkeit für den Nachweis bezieht sich auf den Krankheitsfall (das aktuelle plus die drei folgenden Quartale).
Wie viel Zeit darf zwischen Psychotherapeutischer Sprechstunde und Akutbehandlung liegen?
Hier gibt es keine Vorgaben. In den tragenden Gründen des Gemeinsamen Bundesausschusses zur Psychotherapie-Richtlinie ist eine Frist von 14 Tagen genannt, die wünschenswert, aber nicht verbindlich ist.
Wie viele Sitzungen Akutbehandlung werden max. vom nachfolgenden Therapiekontingent abgezogen?
Da max. 24 Sitzungen à 25 Minuten in der Akutbehandlung pro Krankheitsfall möglich sind, könnten bei einer vor Therapiebeginn vollständig durchgeführten Akutbehandlung max. 12 Therapieeinheiten verrechnet werden.
Wie weit muss die Akutbehandlung zurückliegen, dass sie nicht mehr vom Richtlinienkontingent abgezogen wird?
Hierzu gibt es keine klare Regelung. Da sich die Akutbehandlung jedoch auf den Krankheitsfall (das aktuelle und die drei folgenden Quartale) bezieht, ist jedoch davon auszugehen, dass sich die Anrechnung ebenfalls auf den aktuellen Krankheitsfall beschränkt.
Wenn ich nach sieben Sitzungen Akutbehandlung eine KZT beantrage und entsprechend die probatorischen Sitzungen absolviere, kann ich nach den probatorischen Sitzungen wieder Sitzungen im Bereich der Akutbehandlung erbringen?
Nein, das ist nicht möglich. Die Akutbehandlung muss für den Antrag auf Richtlinientherapie im Rahmen der probatorischen Sitzungen abgeschlossen sein. Nachdem ein Antrag auf Genehmigung eines Therapiekontingentes gestellt worden ist, können lediglich die verbliebenen probatorischen Sitzungen bis zum Therapiebeginn genutzt werden.
Zu welchem Zeitpunkt (vor, während, nach der Therapie) kann ich die Akutbehandlung durchführen?
Die Akutbehandlung kann vor und nach einer Richtlinientherapie erbracht werden, da sie der Vorbereitung auf eine Richtlinientherapie bzw. der kurzfristigen Stabilisierung des Patienten dient. Verfällt der Patienten während der Therapie in eine Krise, sollte diese über die Therapiesitzungen abgefangen werden.
Kann die Akutbehandlung auch als Gruppenbehandlung angeboten werden?
Nein, die psychotherapeutische Akutbehandlung kann ausschließlich als Einzelbehandlung erbracht werden.
Kann ich bei einem Patienten direkt nach der Langzeittherapie ohne Einhaltung der Zwei-Jahres-Frist eine Akutbehandlung durchführen?
Rein abrechnungstechnisch ist dies möglich. Wichtig ist jedoch, dass das Vorgehen therapeutisch zu begründen ist.
Gibt es im Bereich der Akutbehandlung ein zusätzliches Kontingent für Bezugspersonen?
Nein, ein zusätzliches Kontingent gibt es nicht. Relevante Bezugspersonen können jedoch in die Akutbehandlung einbezogen werden.
Wann muss der Konsiliarbericht eingeholt werden?
Zur Einholung des Konsiliarberichtes überweist der Therapeut den Patienten spätestens nach Beendigung der probatorischen Sitzungen und vor Beginn der Richtlinientherapie an einen Konsiliararzt. Sofern sich bereits im Rahmen der Psychotherapeutischen Sprechstunde ein Behandlungsbedarf im Rahmen der Richtlinientherapie abzeichnet, kann der Konsiliarbericht bereits zu diesem Zeitpunkt eingeholt werden.
Muss ich bei einem Patienten, den ich in der Akutbehandlung betreut habe, auch probatorische Sitzungen durchführen?
Ja, mind. zwei probatorische Sitzungen müssen auch in diesem Fall durchgeführt werden.
Im Bereich der Kurzzeittherapie bekommt lediglich der Patient eine Bewilligung seiner Krankenkasse zugesandt. Dabei hat die Krankenkasse über den Antrag spätestens mit Ablauf von drei Wochen nach Antragseingang zu entscheiden. Erfolgt bis zum Ablauf dieser Frist keine Mitteilung, gilt die Therapie als genehmigt. Welches Datum ist in dem zuletzt genannten Fall als Bewilligungsdatum zu definieren?
Das Bewilligungsdatum muss in diesem Fall errechnet werden. Es setzt sich zusammen aus drei Tagen für den Postweg zur Krankenkasse und weiteren drei Wochen für die Frist. Fällt der dann errechnete Tag auf einen Samstag, Sonntag oder Feiertag ist jeweils der nächste Werktag als Bewilligungsdatum zu sehen.
Müssen bei einer antragspflichtigen Langzeittherapie die als Kombinationstherapie mit zwei Therapeuten geplant ist, beide Therapeuten einen Bericht an den Gutachter schreiben?
Ja, müssen sie. Dabei gibt es jedoch entweder die Möglichkeit, dass jeder Therapeut einen eigenen Bericht für seinen Behandlungsteil schreibt oder dass die Therapeuten einen gemeinsamen Bericht verfassen.
Sind bei Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten Kontingente für die Bezugsperson im Rahmen der Richtlinientherapie vorgesehen?
Ja, die Regelungen des § 11 Psychotherapie-Vereinbarung haben sich dahingehend nicht geändert. Es besteht nach wie vor ein Verhältnis von 1:4 zur Anzahl der Therapieeinheiten des Versicherten.
Bei der Rezidivprophylaxe sind bei 40 oder mehr Behandlungsstunden 8 bzw. 10 Sitzungen für die Rezidivpropylaxe vorgesehen. Es gibt jedoch kein Langzeittherapiekontingent unter 60 Stunden. Wie ist die Regelung zu verstehen?
Bei der Rezidivprophylaxe ist die Zahl der bis Therapieende durchgeführten Sitzungen maßgeblich für das Kontingent. Ab einer Therapiedauer von 40 Stunden können 8, ab 60 Stunden bis zu 16 Stunden für die Rezidivprophylaxe genutzt werden. Das bedeutet z.B. bei 50 beantragten Sitzungen: Wenn die Therapie nach 40 Sitzungen beendet wird, kann der Therapeut 8 Sitzungen in der Rezidivprophylaxe nutzen, also insgesamt 48 Sitzungen. Wird eine Langzeittherapie von 80 Sitzungen bewilligt und endet die Therapie z.B. nach 64 Sitzungen, könnten 16 Sitzungen in der Rezidivprophylaxe erbracht werden, insgesamt also 80.
Der Weg des Patienten durch das ambulante psychotherapeutische System
Den Weg des Versicherten durch das ambulante psychotherapeutische System seit dem 1. April 2017 finden Sie im:
KVWLkompakt Ausgabe 56b | 9/2017 ab Seite 14
Müssen für die Terminservicestelle Termine für die Psychotherapeutische Sprechstunde freigehalten werden oder können diese auch direkt an Patienten vergeben werden?
Wie die Sprechstunde organisiert wird, entscheidet jeder Therapeut selbst. Sollten Sie dabei auf Termine zurückgreifen, die Sie ursprünglich der Terminservicestelle gemeldet hatten, geben Sie uns bitte eine kurze Info, damit wir die Termine nicht doppelt vergeben.
Auf welchem Weg kann ich der Terminservicestelle Termine für die Psychotherapeutische Sprechstunde oder Akutbehandlung melden?
Die Meldung der Termine können Sie formlos am besten per Mail oder Fax schicken: Kontaktdaten: Mail: tss@kvwl.de oder Fax: 0231 9432 87040.
Wie informiert die Terminservicestelle den Therapeuten, dass ein Termin an einen Patienten vergeben wurde?
Wenn die Terminservicestelle einen zur Verfügung gestellten Termin an einen Patienten vergibt, informieren wir Sie z.B. per Fax.
Außerdem weisen wir jeden Patienten daraufhin, vor dem Termin noch einmal telefonisch Kontakt zum Therapeuten aufzunehmen.
Was muss ich machen, wenn ich Urlaub habe oder anderweitig verhindert bin, in dieser Zeit aber Termine gemeldet habe?
Bei vorhersehbarer Abwesenheit bitte eine kurze Info, per Mail: tss@kvwl.de oder Fax: 0231 9432 87040, an die Terminservicestelle. Gemeldete, aber noch nicht vergebene Termine werden dann gelöscht.
Wozu dienen die Überweisungscodes, die ich zugeschickt bekommen habe?
Der Code wird nach Durchführung der Psychotherapeutischen Sprechstunde auf das Formular PTV 11 aufgeklebt, sofern der Patient sich einen Termin zur Akutsprechstunde über die TSS vermitteln lassen soll. Der Code dient der TSS als Nachweis, dass der Patient eine Sprechstunde besucht hat. Er dient im Gegensatz zu den Codes bei den Fachärzten nicht dem Nachweis der Dringlichkeit.
Wenn Sie neue Codes bestellen möchten, wenden Sie sich an unseren Bestellservice.
Infos zur Abrechnung und den EBM-Änderungen
KBV-Infos unter: http://www.kbv.de/html/26956.php
Verträge, Anträge und Informationen zur Genehmigung
Einzeltherapie bei Erwachsenen / Kindern und Jugendlichen
Anerkannte Behandlungsverfahren gemäß der Psychotherapie-Richtlinien:
GNRN 35130, 35131, 35140, 35141, 35142, 35150, 35401, 35402, 35405
GNRN 35131, 35140, 35141, 35142, 35150, 35411, 35412, 35415
GNRN 35130, 35131, 35140, 35141, 35142, 35150, 35421, 35422, 35425
Vereinbarung über die Anwendung von Psychotherapie in der vertragsärztlichen/-psychotherapeutischen Versorgung. Psychotherapie-Vereinbarung § 5 Abs.4
Ärzte die an der vertragsärztlichen /- psychotherapeutischen Versorgung teilnehmen oder teilnehmen möchten.
Ausgeschlossen sind: Fachärzte für Kinder- und Jugendpsychiatrie oder Kinder- und Jugendmedizin. Aufgrund der Fachgebietsbezeichnung ist keine Behandlung von Erwachsenen möglich.
Die Berechtigung zum Führen der Gebietsbezeichnung "Psychotherapeutische Medizin" oder "Psychosomatische Medizin und Psychotherapie" oder Gebietsbezeichnung "Psychiatrie und Psychotherapie" oder der Zusatzbezeichnung "Psychotherapie” und durch Vorlage von Weiterbildungszeugnissen, aus denen sich ergibt, dass eingehende Kenntnisse und Erfahrungen auf dem Gebiet der tiefenpsychologisch fundierten Psychotherapie erworben wurden.
Tiefenpsychologisch fundierte und analytische Psychotherapie:
Die Berechtigung zum Führen der Zusatzbezeichnung „Psychoanalyse”.
Die Berechtigung zum Führen der Gebietsbezeichnung "Psychotherapeutische Medizin" oder "Psychosomatische Medizin und Psychotherapie" oder der Gebietsbezeichnung "Psychiatrie und Psychotherapie" oder der Zusatzbezeichnung "Psychotherapie” oder "Psychoanalyse”und durch Vorlage von Weiterbildungszeugnissen, aus denen sich ergibt, dass eingehende Kenntnisse und Erfahrungen auf dem Gebiet der Verhaltenstherapie erworben wurden.
Psychotherapeutische Leistungen - Antrag
Gruppentherapie bei Erwachsenen / Kindern und Jugendlichen
GNRN 35503-35509, 35513-35519
GNRN 35523-35529, 35533-35539
GNRN 35543-35549, 35553-35559
Vereinbarung über die Anwendung von Psychotherapie in der vertragsärztlichen/-psychotherapeutischen Versorgung. Psychotherapie-Vereinbarung § 5 Abs. 5
Nachweis der Erfüllung der Voraussetzungen nach Abs. 1 (tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie) oder nach Abs. 2 (analytische und tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie) oder nach Abs. 3 (Verhaltenstherapie) und bei Kindern und Jugendlichen nach Abs. 4 der Psychotherapie-Vereinbarung
durch die Vorlage von Zeugnissen und Bescheinigungen, aus denen sich ergibt, dass Kenntnisse und Erfahrungen in der Gruppentherapie erworben wurden. Aus den entsprechenden Zeugnissen und Bescheinigungen muss hervorgehen, dass eingehende Kenntnisse und praktische Erfahrungen in der tiefenpsychologisch fundierten und analytischen Gruppen-Psychotherapie oder der Verhaltenstherapie in Gruppen erworben wurden. Ist im Rahmen der Weiterbildung diese Qualifikation nicht erworben worden, ist nachzuweisen, dass in mindestens 40 Doppelstunden analytische oder tiefenpsychologisch fundierte bzw. verhaltenstherapeutische Selbsterfahrung in der Gruppe, in mindestens 24 Doppelstunden eingehende Kenntnisse in der Theorie der Gruppen-Psychotherapie und Gruppen-Dynamik erworben wurden und mindestens 60 Doppelstunden kontinuierlicher Gruppenbehandlung -auch in mehreren Gruppen unter Supervision von mindestens 40 Stunden- mit tiefenpsychologisch fundierter oder analytischer Psychotherapie oder mit Verhaltenstherapie durchgeführt wurde.
Autogenes Training, Hypnose, Jacobsonsche Relaxationstherapie
Anerkannte Techniken gemäß der Psychotherapie-Richtlinien:
Autogenes Training: GNRN 35111, 35112 und 35113 EBM
Jacobsonsche Relaxationstherapie: GNRN 35111, 35112 und 35113 EBM
Hypnose: GNR 35120 EBM
Vereinbarung über die Anwendung von Psychotherapie in der vertragsärztlichen/-psychotherapeutischen Versorgung. Psychotherapie-Vereinbarung § 5 Abs. 7
Vorlage von Weiterbildungszeugnissen, aus denen sich ergibt, dass eingehende Kenntnisse und Erfahrungen in den o.g. Interventionen im Rahmen der Weiterbildung in tiefenpsychologisch fundierter Psychotherapie, analytischer Psychotherapie oder Verhaltenstherapie, gemäß Abs. 1 bis 3 der Psychotherapie-Vereinbarung, erworben wurden.
Nachweis der erfolgreichen Teilnahme an zwei Kursen von jeweils 8 Doppelstunden im Abstand von mindestens 6 Monaten in den jeweiligen Interventionen.
Vereinbarung über die Anwendung von Psychotherapie in der vertragsärztlichen/-psychotherapeutischen Versorgung. Psychotherapie-Vereinbarung § 5 Abs. 6
GNRN 35130, 35131, 35140, 35141, 35150, 35401, 35402, 35405
GNRN 35131, 35140, 35141, 35150, 35411, 35412, 35415
GNRN 35130, 35131, 35140, 35141, 35150, 35421, 35422, 35425
Vereinbarung über die Anwendung von Psychotherapie in der vertragsärztlichen/-psychotherapeutischen Versorgung. Psychotherapie-Vereinbarung § 6 Abs. 1, 2, 3
Psychologische Psychotherapeuten die an der vertragsärztlichen/-psychotherapeutischen Versorgung teilnehmen oder teilnehmen möchten.
Fachkundenachweis gemäß § 95 SGB V aufgrund einer vertieften Ausbildung mit Erwerb eingehender Kenntnisse und Erfahrungen in dem jeweiligen Behandlungsverfahren:
Vereinbarung über die Anwendung von Psychotherapie in der vertragsärztlichen/-psychotherapeutischen Versorgung. Psychotherapie-Vereinbarung § 6 Abs. 5
Nachweis der Erfüllung der Voraussetzungen nach Abs. 1 (tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie) oder nach Abs. 2 (analytische Psychotherapie) oder nach Abs. 3 (Verhaltenstherapie) und bei Kindern und Jugendlichen nach Abs. 4 der Psychotherapie-Vereinbarung
durch die Vorlage von Zeugnissen, aus denen sich ergibt, dass eingehende Kenntnisse und praktische Erfahrungen in der Gruppen-Psychotherapie der psychoanalytisch begründeten Verfahren oder der Verhaltenstherapie erworben wurden. Dabei ist nachzuweisen, dass in mindestens 40 Doppelstunden analytischer oder tiefenpsychologisch fundierter beziehungsweise verhaltenstherapeutischer Selbsterfahrung in der Gruppe, in mindestens 24 Doppelstunden eingehende Kenntnisse in der Theorie der Gruppen-Psychotherapie und Gruppen-Dynamik erworben wurden und mindestens 60 Doppelstunden kontinuierlicher Gruppenbehandlung, auch in mehreren Gruppen, unter Supervision von mindestens 40 Stunden mit tiefenpsychologisch fundierter oder analytischer Psychotherapie oder mit Verhaltenstherapie durchgeführt wurden.
Autogenes Training, GNRN 35111, 35112 und 35113 EBM
Hypnose, GNR 35120 EBM
Vereinbarung über die Anwendung von Psychotherapie in der vertragsärztlichen/-psychotherapeutischen Versorgung. Psychotherapie-Vereinbarung § 6 Abs. 6
Nachweis der Erfüllung der Voraussetzungen der Psychotherapie-Vereinbarung nach Abs. 1 (tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie) oder nach Abs. 2 (analytische Psychotherapie) oder nach Abs. 3 (Verhaltenstherapie) der Psychotherapie-Vereinbarung
durch den Erwerb eingehender Kenntnisse und Erfahrungen in den o.g. Interventionen im Rahmen des Fachkundenachweises in tiefenpsychologisch fundierter Psychotherapie, analytischer Psychotherapie oder Verhaltenstherapie, gemäß Abs. 1 bis 3 der Psychotherapie-Vereinbarung.
Einzeltherapie bei Kindern und Jugendlichen
Vereinbarung über die Anwendung von Psychotherapie in der vertragsärztlichen/-psychotherapeutischen Versorgung. Psychotherapie-Vereinbarung § 7 Abs. 1, 2, 3
Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten die an der vertragsärztlichen/-psychotherapeutischen Versorgung teilnehmen oder teilnehmen möchten.
Fachkundenachweis gemäß § 95c SGB V aufgrund einer vertieften Ausbildung mit Erwerb eingehender Kenntnisse und Erfahrungen in dem jeweiligen Behandlungsverfahren:
Tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie oder
Vereinbarung über die Anwendung von Psychotherapie in der vertragsärztlichen/-psychotherapeutischen Versorgung. Psychotherapie-Vereinbarung § 7 Abs. 4
durch die Vorlage von Zeugnissen, aus denen sich ergibt, dass eingehende Kenntnisse und praktische Erfahrungen in der Gruppen-Psychotherapie der psychoanalytisch begründeten Verfahren oder der Verhaltenstherapie erworben wurden. Dabei ist nachzuweisen, dass in mindestens 40 Doppelstunden analytischer oder tiefenpsychologisch fundierter beziehungsweise verhaltenstherapeutischer Selbsterfahrung in der Gruppe, in mindestens 24 Doppelstunden eingehende Kenntnisse in der Theorie der Gruppen-Psychotherapie und Gruppen-Dynamik erworben wurden und mindestens 60 Doppelstunden kontinuierlicher Gruppenbehandlung, auch in mehreren Gruppen, unter Supervision von mindestens 40 Stunden mit tiefenpsychologisch fundierter oder analytischer Psychotherapie oder mit Verhaltenstherapie durchgeführt wurden. Entsprechende Zusatzqualifikationen müssen an oder über anerkannte Ausbildungsstätten gem. § 6 Psychotherapeuten-Gesetz erworben worden sein.
Vereinbarung über die Anwendung von Psychotherapie in der vertragsärztlichen/-psychotherapeutischen Versorgung. Psychotherapie-Vereinbarung § 7 Abs. 5
Nachweis der Erfüllung der Voraussetzungen der Psychotherapie-Vereinbarung nach Abs. 1 (tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie) oder nach Abs. 2 (analytische Psychotherapie) oder nach Abs. 3 (Verhaltenstherapie)
durch den Erwerb eingehender Kenntnisse und Erfahrungen in den o.g. Interventionen im Rahmen des Fachkundenachweises in tiefenpsychologisch fundierter Psychotherapie, analytischer Psychotherapie oder Verhaltenstherapie, gemäß Abs. 1 bis 3 der Psychotherapie-Vereinbarung

References: § 26
 § 11
 § 5
 § 5
 § 5
 § 5
 § 6
 § 95
 § 6
 § 6
 § 7
 § 95
 § 7
 § 6
 § 7