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Timestamp: 2019-08-18 03:33:12+00:00

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Beitragspflicht aus Wirtschaftsplan (WEG) | nebenkosten-blog.de
Die Wohnungseigentümer haben die Vorschüsse zu leisten, die sich aus einem beschlossenen Wirtschaftsplan ergeben.01)§ 28 Abs. 2 WEG Obgleich in der Praxis nicht relevant, ergibt sich die einheitliche Beitragspflicht des Wohnungseigentümers dabei aus zwei Normen:
Verpflichtung zur Lasten- und Kostentragung02)§ 28 Abs. 1 S. 2 Nr. 2 WEG
Verpflichtung zur Beitragsleistung zur Instandhaltungsrücklage03)§ 28 Abs. 1. S. 2 Nr. 3 WEG
Beide Verpflichtungen hat der Einzelwirtschaftsplan als konkrete Zahlungspflicht auszuweisen. Der Einzelwirtschaftsplan und damit die Zahlungsansprüche der Gemeinschaft aus § 28 Abs. 2 WEG konkretisiert also die allgemeine Beitragspflicht des Wohnungseigentümers aus § 16 Abs. 2 WEG.04)BGH V ZR 171/11 ZfIR 2012, 635 05)BGH V ZR 147/11 ZWE 2012, 261 06)früher noch anders: BGH V ZB 10/87 NJW 1988, 1910
Voraussetzung: Beschluss über Wirtschaftsplan
Voraussetzung für das Entstehen einer konkreten Vorschusspflicht ist natürlich der Beschluss über einen Wirtschaftsplan gemäß § 28 Abs. 5 WEG.07)BGH V ZB 10/87 NJW 1988, 1910 08)BayObLG 2Z BR 52/02 ZWE 2002, 522 09)OLG Zweibrücken 3 W 46/02 ZWE 2002, 542 10)OLG Köln 16 Wx 119/95 WuM 1995, 733 11)OLG Düsseldorf WuM 1996, 119 12)OLG Hamm 15 Wx 208/08 ZWE 2009, 216 f. Ohne Beschluss über einen Wirtschaftsplan ergibt sich keine Vorschusspflicht des Wohnungseigentümers aus § 28 Abs. 2 WEG.
Wenn der Beschluss über den Wirtschaftsplan also erst im laufenden Jahr gefasst wird, dann entsteht die Zahlungsverpflichtung ab dem Jahresbeginn erst im Zeitpunkt der Beschlussfassung.13)OLG Düsseldorf 3 Wx 58/07 ZMR 2008, 313 14)OLG Köln 16 Wx 119/95 WE 1996, 112 Bis dahin besteht keine Verpflichtung zur Zahlung von Vorschüssen, soweit nicht der vorherige Wirtschaftsplan aufgrund eines entsprechenden Beschlusses weiter gilt.
Kommt in einer Zwei-Personen-WEG ein Beschluss über einen Wirtschaftsplan nicht zustande, hat der die Kosten verauslagende Wohnungseigentümer einen unmittelbaren Ausgleichsanspruch15)aus § 16 Abs. 2 WEG oder aus berechtigter Geschäftsführung ohne Auftrag, vgl. §§ 683, 670 BGB auf den anteiligen Betrag des anderen Wohnungseigentümers.16)OLG Karlsruhe 11 Wx 154/05 ZMR 2007, 138 17)BayObLG 2 Z BR 86/01 WuM 2002, 41 18)LG München I 1 S 10225/08 ZWE 2009, 131
Teilleistung der Beitragspflicht und Tilgungsbestimmung
Die Wohnungseigentümer sind gesetzlich zu einheitlicher Leistung bestehend aus
den Beiträgen zu Lasten und Kosten und
den Beiträgen zur Instandhaltungsrücklage
verpflichtet. Bei Teilleistungen eines Wohnungseigentümers gilt § 266 BGB, demnach der Wohnungseigentümer zu ebensolchen Teilleistungen nicht berechtigt ist.
Nichtsdestoweniger kann die Gemeinschaft (um wenigstens Teilbeträge zu erhalten) auch eine Teilleistung annehmen, womit Teilerfüllung eintritt. Die Regelung des § 366 Abs. 1 BGB (Tilgungsbestimmung) findet dabei keine Anwendung, da pro Wirtschaftsjahr nur eine einheitliche Vorschusspflicht begründet wird. Eine wirksame Tilgungsbestimmung kann bei Teilleistung nicht abgegeben werden!
02. ↑ § 28 Abs. 1 S. 2 Nr. 2 WEG
03. ↑ § 28 Abs. 1. S. 2 Nr. 3 WEG
04. ↑ BGH V ZR 171/11 ZfIR 2012, 635
05. ↑ BGH V ZR 147/11 ZWE 2012, 261
06. ↑ früher noch anders: BGH V ZB 10/87 NJW 1988, 1910
07. ↑ BGH V ZB 10/87 NJW 1988, 1910
08. ↑ BayObLG 2Z BR 52/02 ZWE 2002, 522
09. ↑ OLG Zweibrücken 3 W 46/02 ZWE 2002, 542
10. ↑ OLG Köln 16 Wx 119/95 WuM 1995, 733
11. ↑ OLG Düsseldorf WuM 1996, 119
12. ↑ OLG Hamm 15 Wx 208/08 ZWE 2009, 216 f.
13. ↑ OLG Düsseldorf 3 Wx 58/07 ZMR 2008, 313
14. ↑ OLG Köln 16 Wx 119/95 WE 1996, 112
15. ↑ aus § 16 Abs. 2 WEG oder aus berechtigter Geschäftsführung ohne Auftrag, vgl. §§ 683, 670 BGB
16. ↑ OLG Karlsruhe 11 Wx 154/05 ZMR 2007, 138
17. ↑ BayObLG 2 Z BR 86/01 WuM 2002, 41
18. ↑ LG München I 1 S 10225/08 ZWE 2009, 131
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References: § 28
 § 16
 BGH 
 § 28
 § 28
 § 16
 § 266
 § 366
 § 28
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 BGH 
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 § 16