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Timestamp: 2019-04-24 12:06:07+00:00

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Zinsen nach § 233a AO als Erwerb oder Verbindlichkeit in der Erbschaftsteuer - H.a.a.S. NachrichtenAnsicht Ansichten » H.a.a.S. GmbH
ǀ Zinsen nach § 233a AO als Erwerb oder Verbindlichkeit in der Erbschaftsteuer
Eduard Eulach (E) ist Alleinerbe seiner in 2013 verstorbenen vermögenden Mutter. Bei der Erblasserin war für die VZ 2004 - 2011 eine steuerliche Außenprüfung durchgeführt worden, die zum Teil zu Nachforderungen, im Wesentlichen aber zu hohen Erstattungen führte. Die ESt-Bescheide mit Verzinsung nach § 233a AO wurden erst nach dem Tode der Erblasserin im Jahre 2016 bekanntgegeben.
Die bis zum Todestage der Erblasserin verwirklichten
- Erstattungszinsen (375.333 EUR)
- Nachzahlungszinsen (33.832 EUR)
berücksichtigte das FA nach § 10 Abs. 1 Satz 3 ErbStG als Erwerb bzw. nach § 10 Abs. 5 Nr. 1 ErbStG als Nachlassverbindlichkeit. Zu Recht?
Leitsätze des FG
Werden den Erblasser betreffende ESt-Bescheide erst nach dessen Tod bekanntgegeben, gehören die in den Bescheiden festgesetzten Erstattungszinsen nach § 233a AO nicht zum erbschaftsteuersteuerrechtlichen Erwerb der Erben.
Werden den Erblasser betreffende Nachzahlungszinsen nach § 233a erst nach dem Tod des Erblassers festgesetzt, dürfen die Erben die Nachzahlungszinsen mangels wirtschaftlicher Belastung des Erblassers nicht als Nachlassverbindlichkeiten abziehen.
Da die Finanzverwaltung in RE 10.3 Abs. 4 ErbStR hinsichtlich der Erstattungszinsen von einem Erwerb von Todes wegen ausgeht, ist Einspruch in den betroffenen Fällen einzulegen.
Urteil des FG München, 15.11.2017, 4 K 3189/16, EFG 2018 S. 303

References: § 233
 § 233
 § 233
 § 10
 § 10
 § 233
 § 233