Source: https://www.revosax.sachsen.de/vorschrift/9362-Oberstufen-und-Abiturpruefungsverordnung
Timestamp: 2017-04-27 10:52:53+00:00

Document:
Oberstufen- und Abiturprüfungsverordnung – OAVO
Oberstufen- und AbiturprüfungsverordnungVollzitat: Oberstufen- und Abiturprüfungsverordnung vom 12. April 2007 (SächsGVBl. S. 126)
Verordnung des Sächsischen Staatsministeriums für Kultus über die gymnasiale Oberstufe und die Abiturprüfung an allgemeinbildenden Gymnasien im Freistaat Sachsen (Oberstufen- und Abiturprüfungsverordnung – OAVO) Vom 12. April 2007 Aufgrund von § 7 Abs. 6 und § 62 Abs. 1 bis 3 des Schulgesetzes für den Freistaat Sachsen (
SchulG) in der Fassung der Bekanntmachung vom 16. Juli 2004 (SächsGVBl. S. 298), das zuletzt durch Artikel 6 des Gesetzes vom 15. Dezember 2006 (SächsGVBl. S. 515, 518) geändert worden ist, wird verordnet:
Inhaltsübersicht Teil 1 Geltungsbereich § 1
Teil 2 Gymnasiale Oberstufe Abschnitt 1 Allgemeines § 2
Abschnitt 2 Fächer der gymnasialen Oberstufe § 5
Abschnitt 3 Leistungskontrolle und Leistungsbewertung § 13
Abschnitt 4 Beratung § 19
Teil 3 Gesamtqualifikation und Abiturprüfung § 21
Teil 4 Wiederholung § 42
Teil 5 Abiturprüfung für Schulfremde § 44
Teil 6 Schlussbestimmungen § 48
Anlage 1 (zu § 17) Anlage 2 (zu § 22 Abs. 5 Satz 1 und § 23 Abs. 10 Satz 3) Anlage 3 (zu § 40 Abs. 1 Satz 1) Anlage 4 (zu § 41)
Teil 1 Geltungsbereich § 1 Geltungsbereich Diese Verordnung gilt für die öffentlichen allgemeinbildenden Gymnasien im Freistaat Sachsen. Die Verordnung des Sächsischen Staatsministeriums für Kultus über die Arbeit an sorbischen und anderen Schulen im deutsch-sorbischen Gebiet vom 22. Juni 1992 (SächsGVBl. S. 307) bleibt unberührt.
Teil 2 Gymnasiale Oberstufe Abschnitt 1 Allgemeines § 2 Aufbau und Besuchsdauer (1) Die gymnasiale Oberstufe umfasst als Qualifikationsphase die Jahrgangsstufen 11 und 12. Sie endet mit der Abiturprüfung.
§ 3 Eintritt in die gymnasiale Oberstufe Voraussetzung für den Eintritt in die gymnasiale Oberstufe ist die Versetzung von Klassenstufe 10 des Gymnasiums. Schüler der Mittelschule, die über einen Realschulabschluss verfügen, müssen vor Eintritt in die gymnasiale Oberstufe die Klassenstufe 10 am Gymnasium besuchen.
§ 4 Unterrichtsorganisation (1) Leistungskurse werden auf erhöhtem Anforderungsniveau unterrichtet. Grundkurse werden auf grundlegendem Anforderungsniveau unterrichtet. Ein Fach kann nur entweder als Leistungskurs oder als Grundkurs belegt werden.
Abschnitt 2 Fächer der gymnasialen Oberstufe § 5 Aufgabenfelder Die Fächer werden folgenden Aufgabenfeldern zugeordnet:
§ 6 Leistungskursfächer (1) Jeder Schüler wählt Leistungskurse in zwei Fächern. Erstes Leistungskursfach ist Deutsch oder Mathematik. Zweites Leistungskursfach ist eine fortgeführte Fremdsprache, Physik oder Geschichte.
§ 7 Grundkursfächer (1) In folgenden Fächern sind Grundkurse zu belegen:
§ 8 Ersetzungs- und Ergänzungsregelungen (1) Die Schule kann Grundkurse in den Fächern Astronomie, Informatik, Philosophie und weitere fortgeführte Fremdsprache sowie, mit Genehmigung der Sächsischen Bildungsagentur, fächerverbindende Grundkurse anbieten. Im Grundkursfach Informatik ist in der Regel für die Schüler, die in der Sekundarstufe I das sprachliche Profil besucht haben, ein abweichender Lehrplan maßgeblich.
§ 9 Besondere Regelungen für Leistungskursfächer für Schüler in der vertieften Ausbildung (1) Leistungskurse in den Fächern Musik, Biologie und Sport werden ausschließlich für Schüler in der vertieften Ausbildung angeboten. Sie können nur von Schülern, die die entsprechende vertiefte Ausbildung in der Sekundarstufe I besucht haben, gewählt werden. Im Ausnahmefall können andere Schüler diese Leistungskurse besuchen, wenn die Schule ihre Eignung durch Leistungsnachweis oder das Bestehen einer Aufnahmeprüfung festgestellt hat.
§ 10 Besondere Regelungen für Grundkursfächer für Schüler in der vertieften Ausbildung (1) Von den Schülern in der vertieften Ausbildung sind abweichend von § 7 Abs. 1 folgende Fächer als Grundkurse zu belegen:
§ 11 Besondere Regelungen für das Landesgymnasium St. Afra zu Meißen (1) Jeder Schüler wählt abweichend von § 6 Abs. 1 und 3 Leistungskurse in drei Fächern.
§ 12 Belegpflicht für Abiturprüfungsfächer Jedes Fach, das in der Abiturprüfung als Prüfungsfach (Abiturprüfungsfach) gewählt wird, muss in der gymnasialen Oberstufe durchgehend belegt sein.
Abschnitt 3 Leistungskontrolle und Leistungsbewertung § 13 Zeugnisse Die Schüler erhalten für jedes Kurshalbjahr ein Zeugnis über die in den Leistungs- und Grundkursfächern erbrachten Leistungen. Diese werden in Punkten gemäß Anlage 1 zu § 17 ausgewiesen. Das Zeugnis des Kurshalbjahres 11/II enthält keinen Versetzungsvermerk. Der Besuch von Arbeitsgemeinschaften wird bei regelmäßiger Teilnahme auf Antrag des Schülers auf dem Zeugnis vermerkt. Eine vom Schüler geleistete auf die Schule bezogene ehrenamtliche Tätigkeit wird auf Antrag des Schülers auf dem Kurshalbjahreszeugnis im Feld „Bemerkungen” eingetragen.
§ 14 Gesamtbewertung im Kurshalbjahr (1) In die Gesamtbewertung im Kurshalbjahr für die in einem Leistungs- oder Grundkursfach erbrachten Leistungen fließen folgende Teilbewertungen ein:
§ 15 Klausuren, Komplexe Leistungen (1) In jedem Leistungskursfach sind in den Kurshalbjahren 11/I bis 12/I mindestens jeweils zwei Klausuren und im Kurshalbjahr 12/II mindestens jeweils eine Klausur anzufertigen. In jedem Grundkursfach mit Ausnahme von Sport ist in den Kurshalbjahren 11/I bis 12/II mindestens jeweils eine Klausur anzufertigen.
§ 16 Gewichtung der Bewertungen im Fach Sport Im Fach Sport wird die Gesamtbewertung im Kurshalbjahr aus den in den einzelnen Sportarten erteilten Bewertungen gebildet. Sie werden entsprechend den zeitlichen Anteilen im Kurshalbjahr gewichtet.
§ 17 Bewertung Leistungen einschließlich der Prüfungsleistungen werden anhand eines Punktesystems gemäß Anlage 1 bewertet.
§ 18 Versäumnis von Klausuren, Unterrichtsversäumnisse (1) Versäumt ein Schüler eine Klausur aus Gründen, die er zu vertreten hat, ist die Klausur mit 0 Punkten zu bewerten. Versäumt ein Schüler eine Klausur aus Gründen, die er nicht zu vertreten hat, entscheidet der Kursfachlehrer, ob sie nachzuholen ist.
Abschnitt 4 Beratung § 19 Aufgaben des Oberstufenberaters Der Oberstufenberater organisiert die gymnasiale Oberstufe. Er steht den Schülern, Eltern und Lehrern als Berater zur Verfügung und informiert sie über Belange der gymnasialen Oberstufe.
§ 20 Aufgaben des Tutors Ein Kursfachlehrer betreut als Tutor die Schüler, die er unterrichtet und die ihm bei ihrem Eintritt in die gymnasiale Oberstufe vom Schulleiter zur Betreuung zugewiesen worden sind. Er kann an Konferenzen, die einen von ihm betreuten Schüler betreffen, beratend teilnehmen.
Teil 3 Gesamtqualifikation und Abiturprüfung § 21 Gesamtqualifikation (1) Die Gesamtqualifikation, die für die Zuerkennung der allgemeinen Hochschulreife maßgebend ist, setzt sich aus folgenden Blöcken zusammen:
§ 22 Besondere Lernleistung (1) In den Block II können die Schüler eine Besondere Lernleistung einbringen, soweit nicht in Block I berücksichtigt.
§ 23 Leistungsanforderungen und Abiturprüfungsfächer (1) Grundlage der Anforderungen in den Abiturprüfungsfächern sind die Lernziele und Lerninhalte der Lehrpläne der Jahrgangsstufen 11 und 12 sowie die Einheitlichen Prüfungsanforderungen der Kultusministerkonferenz.
§ 24 Besondere Regelungen für Schüler in der vertieften Ausbildung und das Landesgymnasium St. Afra zu Meißen (1) § 23 Abs. 6 Satz 2 findet keine Anwendung.
§ 25 Zulassung Die Teilnahme an der Abiturprüfung bedarf der Zulassung durch den Schulleiter. Zugelassen wird ein Schüler der Jahrgangsstufe 12, der
§ 26 Prüfungstermine, Dauer der Abiturprüfungen (1) Die Termine der schriftlichen Prüfungen und der Zeitraum, in dem die mündlichen Prüfungen durchgeführt werden müssen, werden durch das Staatsministerium für Kultus bekannt gegeben. Im jeweiligen Fach der schriftlichen Prüfungen werden alle Prüfungsteilnehmer zum gleichen Zeitpunkt mit gleicher Aufgabenstellung geprüft.
§ 27 Prüfungsausschuss (1) Dem Prüfungsausschuss, der an jedem Gymnasium zu bilden ist, gehören an:
Entscheidung über die zugelassenen Hilfsmittel sowie die Art und Weise der Durchführung der Prüfung in dem jeweiligen Abiturprüfungsfach und Prüfungsteil bei Schülern, die gemäß § 3 Abs. 1 Nr. 1 oder 2 der Verordnung des Sächsischen Staatsministeriums für Kultus über die integrative Unterrichtung von Schülern in öffentlichen Schulen im Freistaat Sachsen (Schulintegrationsverordnung – SchIVO) vom 3. August 2004 (SächsGVBl. S. 350, 416), in der jeweils geltenden Fassung, in das Gymnasium integriert wurden, unter Berücksichtigung der jeweiligen Beeinträchtigung des Schülers. (3) Der Vorsitzende des Prüfungsausschusses ist für die ordnungsgemäße Durchführung der Abiturprüfungen verantwortlich.
(5) Lehrkräfte, deren Angehörige gemäß § 20 Abs. 5 des Verwaltungsverfahrensgesetzes (VwVfG) in der Fassung der Bekanntmachung vom 23. Januar 2003 (BGBl. I S. 102), das durch Artikel 4 Abs. 8 des Gesetzes vom 5. Mai 2004 (BGBl. I S. 718, 833) geändert worden ist, sich der Abiturprüfung an derselben Schule unterziehen, können nicht Mitglied des Prüfungsausschusses sein.
§ 28 Fachprüfungskommissionen (1) Für jedes Abiturprüfungsfach werden eine oder mehrere Fachprüfungskommissionen gebildet. Die Fachprüfungskommission entscheidet über die Aufgabenstellung in der mündlichen Prüfung auf der Grundlage der vom Kursfachlehrer unterbreiteten Aufgabenvorschläge und führt die mündliche Prüfung durch.
§ 29 Abstimmungen (1) Der Prüfungsausschuss entscheidet bei Anwesenheit von mindestens zwei Dritteln seiner Mitglieder, darunter des Vorsitzenden, mit einfacher Mehrheit. Stimmenthaltung ist nicht zulässig. Bei Stimmengleichheit entscheidet die Stimme des Vorsitzenden.
§ 30 Verfahren, Protokoll (1) Der Vorsitzende des Prüfungsausschusses belehrt alle an der Abiturprüfung beteiligten Lehrer über die hierbei zu beachtenden Vorschriften, insbesondere über die Verpflichtung zur Amtsverschwiegenheit.
§ 31 Durchführung der schriftlichen Prüfung (1) Das Staatsministerium für Kultus erstellt die Prüfungsaufgaben und übermittelt sie in verschlossenen Umschlägen an die Vorsitzenden der Prüfungsausschüsse.
§ 32 Fachprüfungen in den Fächern Musik und Sport (1) Hat der Prüfungsteilnehmer Musik oder Sport als Leistungskursfach belegt, tritt an die Stelle der schriftlichen Prüfung eine Fachprüfung, die sich aus einem schriftlichen und einem praktischen Teil zusammensetzt.
§ 33 Praktischer Prüfungsteil in den neuen Fremdsprachen (1) Neue Fremdsprachen sind Englisch, Französisch, Italienisch, Polnisch, Russisch, Spanisch und Tschechisch.
§ 34 Korrektur der Prüfungsarbeiten (1) Jede Prüfungsarbeit wird zuerst in der Regel vom Kursfachlehrer (Erstkorrektor) und danach von einem Fachlehrer eines anderen Gymnasiums (Zweitkorrektor), das von der Sächsischen Bildungsagentur bestimmt wird, korrigiert.
§ 35 Durchführung der mündlichen Prüfung (1) Die mündlichen Prüfungen in den Abiturprüfungsfächern P4 und P5 werden frühestens am zweiten Tag nach Beendigung der schriftlichen Prüfungen durchgeführt.
§ 36 Ausgabe des Kurshalbjahreszeugnisses für das Kurshalbjahr 12/II, Bekanntgabe der Ergebnisse der schriftlichen Prüfungen Spätestens vier Tage vor Beginn der zusätzlichen mündlichen Prüfung sind den Prüfungsteilnehmern das Kurshalbjahreszeugnis für das Kurshalbjahr 12/II auszuhändigen und die Ergebnisse der schriftlichen Prüfungen mitzuteilen. Zugleich endet der Unterricht.
§ 37 Täuschungen, ordnungswidriges Verhalten (1) Benutzt ein Prüfungsteilnehmer unerlaubte Hilfsmittel, hält er unerlaubte Hilfsmittel bereit, unternimmt er auf andere Weise eine Täuschung oder einen Täuschungsversuch oder verweigert er die Leistung, wird die jeweilige schriftliche oder mündliche Abiturprüfung gemäß § 23 Abs. 2 Satz 3 mit 0 Punkten bewertet. Besteht die Abiturprüfung aus einem schriftlichen und einem praktischen Teil gemäß § 32 Abs. 1 oder § 33 Abs. 2 oder aus einem schriftlichen und einem mündlichen Teil gemäß § 32 Abs. 4, wird die Abiturprüfung in diesem Fach mit 0 Punkten bewertet.
§ 38 Versäumnis, Nachprüfungen (1) Für Prüfungsteilnehmer, die die Abiturprüfung aus einem wichtigen Grund ganz oder teilweise versäumt haben, wird vom Staatsministerium für Kultus pro Fach je ein Nachprüfungstermin festgelegt. § 26 Abs. 1 Satz 2 gilt entsprechend. Nimmt der Prüfungsteilnehmer aus einem wichtigen Grund an der schriftlichen Nachprüfung nicht teil, kann er die entsprechende Prüfung erst im Prüfungszeitraum des folgenden Schuljahres ablegen, soweit der Prüfungsausschuss auf Antrag des Prüfungsteilnehmers oder bei minderjährigen Prüfungsteilnehmern deren Eltern keinen außergewöhnlichen Härtefall feststellt. Wird ein außergewöhnlicher Härtefall festgestellt, kann der Prüfungsteilnehmer an einer weiteren Nachprüfung teilnehmen.
§ 39 Bestehen der Abiturprüfung, Erwerb der allgemeinen Hochschulreife (1) Die Abiturprüfung ist bestanden, wenn
§ 40 Feststellung der Gesamtqualifikation, Zeugnis der allgemeinen Hochschulreife (1) Der jeweilige Prüfungsausschuss stellt die Gesamtqualifikation nach § 21 sowie die Durchschnittsnote nach der als Anlage 3 beigefügten Tabelle fest. Gesamtqualifikation und Durchschnittsnote werden auf dem Zeugnis ausgewiesen.
§ 41 Latinum, Graecum, Hebraicum Der Erwerb des Latinum, Graecum und Hebraicum richtet sich nach Anlage 4.
Teil 4 Wiederholung § 42 Wiederholung einer Jahrgangsstufe (1) Die Jahrgangsstufe 11 ist zu wiederholen, wenn der Schulleiter feststellt, dass die Voraussetzungen für die Zulassung zur Abiturprüfung nach § 25 Satz 2 nicht erfüllt werden können.
§ 43 Wiederholung der Abiturprüfung (1) Erfüllt ein Schüler die Voraussetzungen für den Erwerb der allgemeinen Hochschulreife nach § 39 Abs. 2 nicht, wird ihm dies durch Bescheid der Schule unter Hinweis auf eine eventuelle Wiederholbarkeit der Abiturprüfung und der Jahrgangsstufe 12 bekannt gegeben.
Teil 5 Abiturprüfung für Schulfremde § 44 Zulassung (1) Zur Abiturprüfung für Schulfremde kann auf Antrag zugelassen werden, wer in dem der Prüfung vorangegangenen Jahr nicht Schüler eines öffentlichen oder staatlich anerkannten Gymnasiums oder Kollegs war und nachweist, dass er sich angemessen auf die Prüfung vorbereitet hat. Wer die Abiturprüfung mindestens zweimal nicht bestanden hat, wird nicht zugelassen.
§ 45 Ziel, Gegenstand, Ablauf der Prüfung (1) Ziel der Abiturprüfung für Schulfremde ist die Feststellung der allgemeinen Hochschulreife. Abiturprüfungsfächer können alle für die Abiturprüfung im Prüfungszeitraum zur Prüfung vorgesehenen Fächer sein. Die Fächer Deutsch, Mathematik, Geschichte, Geographie, eine Naturwissenschaft und zwei Fremdsprachen sind in jedem Fall Gegenstand einer Prüfung.
§ 46 Gliederung der Prüfung (1) Die Abiturprüfung für Schulfremde gliedert sich in einen schriftlichen und einen mündlichen Teil.
§ 47 Ergebnis der Prüfung, Gesamtqualifikation, Wiederholung (1) Die allgemeine Hochschulreife hat erworben, wer beide Teile der Abiturprüfung gemäß § 46 Abs. 5 und 9 bestanden hat.
Teil 6 Schlussbestimmungen § 48 Übergangsregelungen Für Schüler, die vor dem Schuljahr 2008/09 in die Jahrgangsstufe 11 eingetreten sind und diese nicht wiederholen, gilt die Verordnung des Sächsischen Staatsministeriums für Kultus über die gymnasiale Oberstufe und die Abiturprüfung an allgemeinbildenden Gymnasien im Freistaat Sachsen (Oberstufen- und Abiturprüfungsverordnung – OAVO) vom 15. Januar 1996 (SächsGVBl. S. 26), zuletzt geändert durch Verordnung vom 3. August 2004 (SächsGVBl. S. 351), fort mit der Maßgabe, dass die Schule die in § 4 Abs. 2 Satz 1 und 2 Nr. 1 und 2, in der am 31. Juli 2008 geltenden Fassung, vorgesehene Wochenstundenzahl um eine Wochenstunde verringern kann.
§ 49 Inkrafttreten und Außerkrafttreten Diese Verordnung tritt am 1. August 2008 in Kraft. Gleichzeitig tritt die Verordnung des Sächsischen Staatsministeriums für Kultus über die gymnasiale Oberstufe und die Abiturprüfung an allgemeinbildenden Gymnasien im Freistaat Sachsen (Oberstufen- und Abiturprüfungsverordnung – OAVO) vom 15. Januar 1996 (SächsGVBl. S. 26), zuletzt geändert durch Verordnung vom 3. August 2004 (SächsGVBl. S. 351), außer Kraft.
Der Staatsminister für Kultus Steffen Flath Anlage 1 (zu § 17) Punktesystem
Note sehr gut gut befriedigend 1+ 1 1- 2+ 2 2- 3+ 3 3- Punkte 15 14 13 12 11 10 9 8 7 Note ausreichend mangelhaft ungenügend 4+ 4 4- 5+ 5 5- 6 Punkte 6 5 4 3 2 1 0 Anlage 2 Anlage 3 Anlage 4 (zu § 41) 1. Voraussetzungen für den Erwerb des Latinum, Graecum und Hebraicum a) Voraussetzungen für den Erwerb des Latinum Voraussetzungen für den Erwerb des Latinum sind
b) Voraussetzungen für den Erwerb des Graecum Voraussetzungen für den Erwerb des Graecum sind
c) Voraussetzungen für den Erwerb des Hebraicum Voraussetzungen für den Erwerb des Hebraicum sind regelmäßiger Unterricht im Rahmen einer schulischen Arbeitsgemeinschaft im Umfang von insgesamt neun Wochenstunden über einen Zeitraum von mindestens drei Schuljahren und Bestehen der Ergänzungsprüfung.
2. Ergänzungsprüfung a) Zweck und Inhalt der Ergänzungsprüfung Mit dem Ablegen der Ergänzungsprüfung soll der Bewerber die Kenntnisse und Fähigkeiten nachweisen, die für das Latinum, Graecum oder Hebraicum erforderlich sind. Die Ergänzungsprüfung besteht aus einem schriftlichen und einem mündlichen Teil. Die Arbeitszeit für den schriftlichen Teil beträgt 180 Minuten. Der mündliche Teil dauert in der Regel 20 Minuten, die Vorbereitungszeit beträgt in der Regel 30 Minuten. Es gelten § 27 Abs. 2 Nr. 2 und 4 bis 8 sowie Abs. 3 bis 5, § 28 Abs. 1 Satz 2, § 29 Abs. 2 und 3, §§ 30, 31 Abs.1 bis 4 und Abs. 5 Satz 2, §§ 34, 35 Abs. 2 und 6 bis 8 sowie §§ 37 und 38 entsprechend, soweit nachfolgend nicht Abweichendes geregelt ist.
b) Zulassung zur Ergänzungsprüfung Zur Prüfung zugelassen werden
c) Ort und Zeit der Ergänzungsprüfung Die Ergänzungsprüfung für die Bewerber nach den Doppelbuchstaben aa und bb findet im zeitlichen Rahmen der Abiturprüfung an Gymnasien statt. Die Ergänzungsprüfung für Bewerber nach Doppelbuchstabe cc findet zweimal jährlich in der Regel an einer Hochschule statt; eine schriftliche Nachprüfung wird, abweichend von § 38 Abs. 1 Satz 1, nicht durchgeführt.
d) Durchführung der Ergänzungsprüfung Zur Durchführung der Ergänzungsprüfung bildet die Sächsische Bildungsagentur einen oder mehrere Prüfungsausschüsse. Einem Prüfungsausschuss gehören ein Vertreter oder Beauftragter der Sächsischen Bildungsagentur als Vorsitzender und zwei Fachlehrer, einer davon zugleich als Schriftführer, an. Der Prüfungsausschuss nimmt auch die Aufgaben der Fachprüfungskommission wahr.
e) Ergebnis der Ergänzungsprüfung Die Bewertung des schriftlichen und mündlichen Teils erfolgt entsprechend der Anlage 1 zu § 17 in Punkten. Bewerber, deren Leistung im schriftlichen Teil mit 0 Punkten bewertet wurde, werden nicht zum mündlichen Teil zugelassen; sie haben die gesamte Ergänzungsprüfung nicht bestanden. Das Ergebnis der Ergänzungsprüfung wird zu gleichen Teilen aus den Bewertungen des schriftlichen und mündlichen Teils gebildet. Die Ergänzungsprüfung ist bestanden, wenn der Durchschnitt mindestens 5 Punkte ist. Kein Teil der Ergänzungsprüfung darf mit 0 Punkten abgeschlossen sein.
f) Nachweis der Qualifikation Bei Bewerbern nach Buchstabe b Doppelbuchst. aa wird der Erwerb der Qualifikation im Zeugnis der allgemeinen Hochschulreife vermerkt. Bewerber nach Buchstabe b Doppelbuchst. bb und cc erhalten nach bestandener Ergänzungsprüfung ein Zertifikat über den Erwerb der Qualifikation. Dieses Zertifikat ist nur in Verbindung mit dem Zeugnis der allgemeinen oder fachgebundenen Hochschulreife gültig. Bewerber, die die Ergänzungsprüfung nicht bestanden haben, erhalten auf Antrag eine Bescheinigung über das Nichtbestehen der Ergänzungsprüfung. Zertifikat und Bescheinigung sind vom Vorsitzenden des Prüfungsausschusses zu unterzeichnen und mit dem Dienstsiegel zu versehen.
g) Wiederholung der Ergänzungsprüfung Die Ergänzungsprüfung kann einmal wiederholt werden.
http://www.revosax.sachsen.de/vorschrift/9362-Oberstufen-und-Abiturpruefungsverordnung

References: § 7
 § 62
 § 1
 § 2
 § 5
 § 13
 § 19
 § 21
 § 42
 § 44
 § 48
 § 17
 § 22
 § 23
 § 40
 § 41
 § 1
 § 2

§ 3

§ 4
 § 5

§ 6

§ 7

§ 8

§ 9

§ 10
 § 7

§ 11
 § 6

§ 12
 § 13
 § 17

§ 14

§ 15

§ 16

§ 17

§ 18
 § 19

§ 20
 § 21

§ 22

§ 23

§ 24
 § 23

§ 25

§ 26

§ 27
 § 3
 § 20

§ 28

§ 29

§ 30

§ 31

§ 32

§ 33

§ 34

§ 35

§ 36

§ 37
 § 23
 § 32
 § 33
 § 32

§ 38
 § 26

§ 39

§ 40
 § 21

§ 41
 § 42
 § 25

§ 43
 § 39
 § 44

§ 45

§ 46

§ 47
 § 46
 § 48
 § 4

§ 49
 § 17
 § 41
 § 27
 § 28
 § 29
 § 38
 § 17