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Timestamp: 2020-05-26 13:21:06+00:00

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DGUV Regel 110-004 - Arbeiten in Backbetrieben (bisher: BGR 112) | Schriften | arbeitssicherheit.de Dokument der Schriften-Bibliothek | arbeitssicherheit.de
DGUV Regel 110-004 - Arbeiten in Backbetrieben (bisher: BGR 112)
Arbeiten in Backbetrieben (bisher: BGR 112)
Titel: Arbeiten in Backbetrieben (bisher: BGR 112)
Amtliche Abkürzung: DGUV Regel 110-004
Arbeitsräume im Sinne dieser BG-Regel sind Räume mit Arbeitsplätzen, an denen Personen an mehr als 30 Tagen im Kalenderjahr oder mehr als zwei Stunden je Arbeitstag beschäftigt sind.
bei einer Grundfläche von nicht mehr als 50 m2
bei einer Grundfläche von mehr als 50 m2
2,75 m,
bei einer Grundfläche von mehr als 100 m2
bei einer Grundfläche von mehr als 2000 m2
Räume in Backbetrieben müssen einen ausreichenden Luftraum aufweisen.
Arbeitsräume, in denen Lebensmittel hergestellt, behandelt oder in den Verkehr gebracht werden, müssen nach den Anforderungen der Verordnung über Lebensmittelhygiene (852/2004) errichtet sein.
Siehe auch DIN 10 506 "Lebensmittelhygiene; Außer-Haus-Verpflegung; Betriebsstätten".
In Räumen oder Bereichen der Obstvorbereitung müssen Maßnahmen zum Schutz gegen Insekten und Ungeziefer getroffen sein.
Ist durch Lage und Gestaltung der Räume für Abfälle keine wirksame natürliche Lüftung gewährleistet, z.B. in Kellerräumen, oder treten Beeinträchtigungen durch Gerüche oder Staub auf, insbesondere für angrenzende Bereiche, ist eine technische Lüftung erforderlich.
3.2.2 Fußböden
Die Anforderungen des Abschnittes 3.2.2 ergeben sich aus § 3 Abs. 1 der Arbeitsstättenverordnung, der BG-Regel "Fußböden in Arbeitsräumen und Arbeitsbereichen mit Rutschgefahr" (BGR 181), dem BGIA-Arbeitsblatt 560210 "Geprüfte Bodenbeläge - Positivliste" und der Arbeitssicherheits-Information "Unfallsichere Gestaltung von Fußböden" (ASI 4.40).
Teigherstellung, -bearbeitung und Backen R 11
Räume, in denen vorwiegend Fette oder flüssige Massen verarbeitet werden R 12
Spülräume R 12 V 4
- für unverpackte Ware R 12
- für verpackte Ware R 11
Verkaufsräume R 10
Verkaufsräume mit Backofen R 11
Die Anforderungen des Abschnittes 3.2.3 ergeben sich aus § 3 Abs. 1 der Arbeitsstättenverordnung, der Arbeitsstätten-RichtlinieASR 17/1,2 "Verkehrswege" und der BG-Regel "Lagereinrichtungen und -geräte" (BGR 234).
Die Anforderungen des Abschnittes 3.2.4 ergeben sich aus § 3 Abs. 1 der Arbeitsstättenverordnung und der Arbeitsstätten-RichtlinieASR 17/1,2 "Verkehrswege".
An Stufenvorderkanten, die gerundet ausgeführt sind, sollten die Ausrundungen möglichst kleine Radien aufweisen. Zur besseren Erkennung von Stufen und Treppenläufen sollten Stufenkanten kontrastreich vom übrigen Stufenbelag abgesetzt sein. Zusatzsysteme an Stufenkanten, z.B. Trittleisten, Winkelkanten, dürfen keine Stolperstellen bilden; sie sollten möglichst eben in die Stufenfläche integriert sein. Die Zusatzsysteme müssen mindestens so rutschhemmend wie die übrige Trittfläche sein.
mit einem griffsicheren Handlauf ausgerüstet sein, soweit dieser nicht bereits auf Grund des Bauordnungsrechts der Länder bei einer geringeren Stufenzahl gefordert wird; der Handlauf sollte, in Abwärtsrichtung gesehen, an der rechten Treppenseite angebracht sein
auf beiden Seiten mit Handläufen ausgerüstet sein, wenn die Stufenbreite mehr als 1,50 m beträgt.
Als Rettungswege vorgesehene Treppen müssen gerade Läufe aufweisen.
3.2.5 Türen
Die Anforderungen des Abschnittes 3.2.5 ergeben sich aus § 3 Abs. 1 der Arbeitsstättenverordnung und der Arbeitsstätten-RichtlinieASR 10/5 "Glastüren, Türen mit Glaseinsatz".
Türen, deren Fläche zu mehr als der Hälfte aus bruchsicherem, durchsichtigem Werkstoff besteht, müssen auf beiden Seiten in etwa 1 m Höhe mit einer über die Türbreite verlaufenden Handleiste ausgerüstet sein. Türen, die zu mehr als drei Viertel ihrer Fläche aus durchsichtigem Werkstoff bestehen, müssen in Augenhöhe so gekennzeichnet sein, dass sie deutlich wahrgenommen werden können. Durchsichtige Türen müssen in Augenhöhe gekennzeichnet sein.
Pendeltüren und -tore müssen durchsichtig sein oder mit einem Sichtfenster ausgerüstet sein.
Die Anforderungen des Abschnittes 3.2.6 ergeben sich aus § 3 Abs. 1 der Arbeitsstättenverordnung.
mit erhöhter Gefährdung oder unübersichtlicher Fluchtwegführung,
in denen große Räume durchquert werden müssen (z.B. Hallen oder Verkaufsgeschäfte),
In Arbeitsräumen ohne Fenster oder Oberlichter mit Grundflächen von 30 bis 100 m2 müssen mindestens an den Ausgängen Rettungszeichenleuchten angebracht sein. Diese müssen von jedem Arbeitsplatz aus eingesehen werden können.
Laderampen müssen mindestens einen Abgang aufweisen. Lange Laderampfen müssen, soweit betriebstechnisch möglich, an jedem Endbereich einen Abgang aufweisen.
Räume und Verkehrswege müssen nach § 3 Abs. 1 der Arbeitsstättenverordnung möglichst ausreichend Tageslicht erhalten und mit Einrichtungen für eine der Sicherheit und dem Gesundheitsschutz der Versicherten angemessenen künstlichen Beleuchtung ausgestattet sein.
Anlieferung Lager mit Leseaufgabe Vorbereitung Teigbearbeitung Backen und Backwarenbearbeitung Verpackung und Logistik Spülräume
200 Lux 200 Lux 300 Lux 300 Lux 300 Lux 300 Lux 500 Lux
In Arbeitsräumen muss während der Arbeitszeit, unter Berücksichtigung der Arbeitsverfahren und der körperlichen Beanspruchung der Versicherten, ein gesundheitlich zuträgliches Raumklima vorhanden sein.
Die Lufttemperaturen in Backbetrieben sollten mindestens 17 �C betragen und im Rahmen des betrieblich Möglichen 26 �C nicht überschreiten. Bei darüber liegender Außentemperatur darf in Ausnahmefällen die Lufttemperatur höher sein. An Fenstern, Oberlichtern oder Glaswänden sind wirksame Schutzvorrichtungen gegen Sonneneinstrahlung vorzusehen.
Ein gesundheitlich zuträgliches Klima kann erreicht werden, z.B. durch
Absaugung von Wrasen unmittelbar an der Entstehungsstelle,
Raumlufttechnische Anlage (Zu- und Abluftanlage)
"Freie Lüftung".
Die zugeführte oder nachströmende Luft muss hygienisch unbedenklich sein.
Die lüftungstechnische Auslegung der raumlufttechnischen Anlage ist entsprechend der VDI-Richtlinie 2052 vorzunehmen.
Zur Verhinderung von zu niedrigen Raumtemperaturen, die z.B. in nicht allseits umschlossenen Verkaufsräumen auftreten können, müssen geeignete Zusatzheizungen vorhanden sein.
Die Raumtemperatur in Verkaufsräumen muss mindestens 17 �C betragen. Bei sitzender Tätigkeit mit leichter Arbeitsschwere, z.B. an Kassenarbeitsplätzen, muss die Raumtemperatur mindestens 20 �C betragen.
Zur Verhinderung von zu hohen Raumtemperaturen in Verkaufsräumen, verursacht z.B. durch Strahlungswärme von Backöfen, Leuchtmitteln und Sonneneinstrahlung, müssen geeignete Maßnahmen getroffen werden.
im Backofenbereich der Einsatz von lüftungstechnischen Anlagen,
Leuchtmittel mit geringer Wärmeabstrahlung,
Siehe auch § 5 Abs. 1 der Arbeitsstättenverordnung und Arbeitsstätten-RichtlinienASR 5 "Lüftung", ASR 6 "Raumtemperaturen" und DIN 1946 "Raumlufttechnik".
DIN EN 50015/VDE 0170/0171 "Elektrische Betriebsmittel für explosionsgefährdete Bereiche".
Nach DIN VDE 0100 Teil 200 können Backstuben zu den feuchten und nassen Räumen gezählt werden.
Als feuchte und nasse Bereiche gelten in jedem Fall solche, in denen Schwaden oder Spritzwasser auftreten können, z.B. der Bereich vor dem Backofen, die Gärräume und Spülbereiche. Die elektrische Installation in diesen Bereichen ist entsprechend DIN VDE 0110 "Bestimmungen für die Bemessung der Luft- und Kriechstrecken elektrischer Betriebsmittel" in Feuchtraumausführung zu installieren (Schutzart mindestens IP X4 - siehe DIN EN 60529/DIN VDE 0470 Teil 1 "Schutzarten durch Gehäuse (IP-Code)").
Die elektrische Installation von Räumen, in denen Mehlsilos aufgestellt sind, ist entsprechend Nummer 5 DIN VDE 0165 auszuführen. (Schutzart mindestens IP 54, bei Maschinen genügt die Schutzart IP 44 mit Anschlusskasten in Schutzart IP 54).
Sofern Mehlsilos, die in Räumen aufgestellt sind, der Zone 21 bzw. Zone 22 zuzurechnen sind, gilt insbesondere DIN EN 50281-1-2/VDE 0165-2 "Elektrische Betriebsmittel zur Verwendung in Bereichen mit brennbarem Staub; Teil 1-2: Elektrische Betriebsmittel mit Schutz durch Gehäuse; Auswahl, Errichten und Instandhaltung" und DIN VDE 0170/0171 "Elektrische Betriebsmittel für explosionsgefährdete Bereiche".
Elektrische Betriebsmittel in Silos müssen bauartzugelassen sein, sofern in ihnen explosionsfähige Atmosphäre durch Staub langzeitig oder häufig vorhanden ist.
Explosionsgefährdete Bereiche im Sinne der DIN VDE 0165 sind Bereiche, in denen explosionsfähige Atmosphäre in gefährlicher Konzentration auftreten kann, z.B. durch Aufwirbelung abgelagerten, brennbaren Staubes.
Siehe auch Abschnitt 5 "Staubexplosionen" des Anhanges I Teil 2 der ASI 9.12 "Sicherheit und Gesundheitsschutz in Mühlenbetrieben".
Wände und Decken müssen in wesentlichen Teilen aus nicht brennbaren Baustoffen bestehen (Baustoffklasse A).

References: § 3
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 § 5