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Timestamp: 2018-01-24 02:03:06+00:00

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18. Jahrgang, Nr. 3 vom 26. Februar 2008, S. 51
Bioinformatik (180 Leistungspunkte) an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg
Gemäß §§ 13 Abs. 1 in Verbindung mit 67 Abs. 3 Nr. 8 und 77 Abs. 2 Nr. 1 des Hochschulgesetzes des Landes Sachsen-Anhalt (HSG LSA) vom 05.05.2004 (GVBl. LSA S. 256), zuletzt geändert durch Artikel 6 des Gesetzes vom 21.03.2006 (GVBl. LSA S. 102), in Verbindung mit den Allgemeinen Bestimmungen zu Studien- und Prüfungsordnungen für das Bachelor- und Masterstudium an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (ABStPOBM) vom 08.06.2005 hat die Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg folgende Studien- und Prüfungsordnung für den Bachelor-Studiengang Bioinformatik (180 Leistungspunkte) beschlossen.
§ 6 Aufbau des Studiengangs Bioinformatik
§ 12 Berechnung der Gesamtnote des Studienganges
§ 16 Rechtfertigungsgründe für Fristüberschreitung Täuschung, Versäumnis, Rücktritt, Ordnungsverstoß
§ 24 Fachspezifische Bestimmungen zum Studienaufbau und zur Studiengestaltung
Anlage: Studiengangübersicht
(1) Diese Studien- und Prüfungsordnung regelt in Verbindung mit den Allgemeinen Bestimmungen zu Studien- und Prüfungsordnungen für das Bachelor- und Master-Studium an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg Ziele, Inhalte und Aufbau des Studiengangs Bioinformatik (180 Leistungspunkte).
(2) Sie regelt grundlegende Strukturen und fachspezifische Inhalte und Anforderungen dieses Studiengangs.
(3) Diese Studien- und Prüfungsordnung gilt für Studierende, die ab Wintersemester 2007/2008 das Bachelor-Studium der Bioinformatik (180 Leistungspunkte) an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg aufnehmen.
(1) Die Bioinformatik als Wissenschaftsdisziplin steht im Spannungsfeld zwischen Informatik und Biowissenschaften im weitesten Sinne. Die Einsatzmöglichkeiten von Bioinformatikerinnen und Bioinformatikern sind folglich weit gefächert.
(2) Das Bachelor-Studium der Bioinformatik vermittelt die fachlichen, methodischen und überfachlichen Fähigkeiten und Kenntnisse und das notwendige Spektrum an Kompetenzen, die für einen ersten berufsqualifizierenden Abschluss erforderlich sind. Darüber hinaus legt es durch das wissenschaftlich fundierte und grundlagenorientiert angelegte Studium die fachliche und methodische Basis zur grundlagen- und anwendungsorientierten Forschung auf dem Gebiet der Bioinformatik. Es ist somit auch die Voraussetzung für weiterführende Studien (Masterstudium) im In- und Ausland.
(1) Zum Bachelor-Studiengang Bioinformatik kann nur zugelassen werden, wer über die in § 27 Abs. 6 Satz 1 HSG LSA genannten Voraussetzungen verfügt.
(1) Gleichwertige Studien- und Prüfungsleistungen, die in anderen Studiengängen oder Studienprogrammen oder an anderen Hochschulen erbracht wurden, werden auf Antrag angerechnet. Gleichwertigkeit ist festzustellen, wenn Leistungen in Inhalt, Umfang und in den Anforderungen denjenigen des Studiengangs Bioinformatik im Wesentlichen entsprechen. Dabei ist kein schematischer Vergleich, sondern eine Gesamtbetrachtung und Gesamtbewertung im Sinne des European Transfer and Accumulation System (ECTS) vorzunehmen. Über die Gleichwertigkeit entscheidet der Studien- und Prüfungsausschuss.
(2) Die Regelstudienzeit des Bachelor-Studienganges Bioinformatik umfasst sechs Semester einschließlich der Bachelor-Arbeit und ihrer Verteidigung.
(3) Der Umfang des Studiums beträgt 180 Leistungspunkte. Pro Semester ist der Erwerb von in der Regel 30 Leistungspunkten vorgesehen. Das Lehrprogramm ist so aufgebaut und organisiert, dass das Studium bei Einhaltung des Regelstudienplans und erfolgreichem Abschluss der Prüfungen und Studienleistungen innerhalb der Regelstudienzeit absolviert werden kann.
Aufbau des Studienganges Bioinformatik
(3) Die fachwissenschaftlichen Module werden durch das fachübergreifende Studium ergänzt (Allgemeine Schlüsselqualifikationen und Anwendungsfach). Es sollen dort Kenntnisse und Kompetenzen vermittelt werden, die nicht zu den Kerninhalten des Studiengangs Bioinformatik gehören und die den Absolventinnen und Absolventen zur Einschätzung ihres beruflichen Handelns dienen.
(1) Den Rahmen des Studiums bildet die in der Studiengangübersicht aufgeführte Tabelle 1.
(2) Das Studium setzt sich zusammen aus Pflicht- und Wahlpflichtmodulen. Welchen Status sie haben, ist in § 24 dieser Ordnung und in der Studienprogrammübersicht (Tabelle 2) geregelt.
(3) Für den erfolgreichen Abschluss eines Moduls werden Leistungspunkte in der in der Studiengangübersicht (Tabelle 2) festgelegten Anzahl vergeben. Sie werden nach dem voraussichtlich erforderlichen Arbeitsaufwand der Studierenden berechnet. Als Arbeitsbelastung werden 1.800 Arbeitsstunden pro Studienjahr angesetzt. Ein Leistungspunkt entspricht damit einem Arbeitsaufwand der bzw. des Studierenden von ca. 30 Stunden.
(4) Die Studierenden haben das Recht, ihren Studienablauf individuell zu gestalten. Sie sind jedoch verpflichtet, die Festlegungen dieser Ordnung einzuhalten (§ 24). Die Abfolge von Modulen innerhalb des Studiums wird durch einen Regelstudienplan empfohlen (Tabelle 3). Dieser Regelstudienplan berück­sichtigt die in der Studiengangübersicht dargestellten Abhängigkeiten hinsichtlich der Abfolge von Modulen.
(2) Für die Fachstudienberatung stehen Mitglieder des Studien- und Prüfungsausschusses und eine Fachstudienberaterin bzw. ein Fachstudienberater zur Verfügung.
(3) Um Unterstützung zur Vermeidung von Verzögerungen im Studienablauf zu geben, wird eine obligato­rische Fachstudienberatung dann durchgeführt, wenn nicht mindestens der folgende Studienumfang erfolgreich absolviert wird:
(1) Die kontinuierliche Leistungsüberprüfung im Bachelor-Studium erfolgt durch studienbegleitende Modul­leistungen, die jeweils im Zusammenhang mit einem Modul erbracht werden. Die Zulassung zur Erbrin­gung der Modulleistung kann von der Erbringung von Vorleistungen abhängig gemacht werden. Näheres regelt die Studiengangübersicht.
(3) In § 24 und der Studiengangübersicht (Tabelle 2) sind die Module aufgelistet, deren Modulleistungen in jedem Fall zu benoten sind.
(5) Die Zulassung zur Erbringung von Modulleistungen kann von der Erbringung von Modulvorleistungen abhängig gemacht werden. In der Studiengangübersicht und im Modulhandbuch ist für jedes Modul angegeben, welche Modulvorleistungen zu erbringen sind. Modulvorleistungen sind u.a.:
1. in der Regel wöchentlich schriftlich abzugebende Übungsaufgaben,
3. Vorführung von Programmieraufgaben am Rechner,
4. Protokolle zu Laborpraktika.
(6) Es ist zulässig, in Klausuren Multiple-Choice-Verfahren einzusetzen. Das Erbringen schriftlicher Modulleistungen ausschließlich nach dem Multiple-Choice-Verfahren ist jedoch ausgeschlossen. Klausuren dauern in der Regel 120 Minuten, mindestens 60 und höchstens 180 Minuten.
(9) Der Prüfungszeitpunkt und die Prüfungsdauer werden fünf Wochen vorher vom Prüfungsamt durch öffentlichen Aushang, Veröffentlichung im Internet, individuelle Mitteilung oder andere geeignete Form bekannt gegeben. Zeitliche Überschneidungen unterschiedlicher Prüfungen sind auszuschließen.
(13) Für Module, die aus anderen Studienprogrammen bzw. Studiengängen übernommen werden, gelten die Bestimmungen der Studien- und Prüfungsordnungen der jeweiligen Studienprogramme bzw. Studiengänge und Modulbeschreibungen.
(1) Die Anmeldung zur Teilnahme an einem Modul hat in der Regel vor Vorlesungsbeginn zu erfolgen. Zugelassen wird nur, wer im Studiengang immatrikuliert ist. Weitere Teilnahmevoraussetzungen sind in der Studiengangübersicht aufgeführt.
(2) Mit der Anmeldung zu einem Modul erfolgt gleichzeitig die Anmeldung zum Erbringen der Modulleistung. Sie wird einen Monat vor dem jeweiligen Termin der Modulleistung wirksam, sofern die Studentin bzw. der Student bis zu diesem Zeitpunkt die Anmeldung nicht durch schriftliche Erklärung gegenüber dem zuständigen Prüfungsamt widerrufen hat. Eine Begründung des Widerrufs ist nicht erforderlich. Eine durch Widerruf abgemeldete Erbringung einer Modulleistung gilt als nicht angemeldet.
(4) Für Module, die aus anderen Studienprogrammen bzw. Studiengängen übernommen werden, gelten die Bestimmungen der Studien- und Prüfungsordnungen der jeweiligen Studienprogramme bzw. Studiengänge.
(1) Die Studiengangübersicht dieser Ordnung in Verbindung mit den Modulbeschreibungen regelt, welche Module benotet werden und welche in die Gesamtnote eingehen.
(3) Besteht eine Modulleistung aus mehreren Teilleistungen, so setzt sich die Modulnote als gewichtetes arithmetisches Mittel aus den Bewertungen der Teilleistungen, in der Regel gewichtet nach dem jeweiligen Arbeitsaufwand, zusammen.
Berechnung der Gesamtnote des Studienganges
(1) In der Studiengangübersicht (Tabelle 1) ist dargestellt, aus welchen Teilkomplexen und in welchem Umfang aus diesen Modulleistungen zu erbringen sind und mit welchem Anteil sie in die Bildung der Gesamtnote des Studiengangs eingehen. Die Gewichtung der Noten der in die Bildung der Gesamtnote eingehenden Modulleistungen ist in der Studiengangübersicht (Tabelle 2) zu jedem Modul angegeben.
(2) Wurden Module aus dem Bereich der Allgemeinen Schlüsselqualifikationen benotet, so gehen diese Noten nicht in die Gesamtnote des Studienganges Bioinformatik ein.
(3) Wurden innerhalb der Regelstudienzeit alle Modulleistungen zu
1. allen Modulen der Pflichtbereiche „Informatik“, „Mathematik“, „Biologie“, „Biochemie“ und „Chemie“ sowie
2. dem Abschlussmodul „Bachelor-Arbeit“
3. innerhalb der Wahlbereiche „Informatik“ und „biowissenschaftlich orientierte Fächer“
Modulleistungen zu Modulen erbracht, so dass die Gesamtzahl der diesen Modulen entsprechenden Leistungspunkte innerhalb beider Wahlbereiche jeweils 15 Leistungspunkte übersteigt, so hat die Studentin bzw. der Student schriftlich gegenüber dem Prüfungsamt zu erklären, welche Noten zu Modulleistungen von Wahlpflichtmodulen aus den beiden Wahlbereichen in die Bildung der Gesamtnote des Studiengangs eingehen sollen. Diese Erklärung ist unwiderruflich. Andernfalls gehen die Bewertungen der Wahlpflichtmodule in der zeitlichen Reihenfolge ihrer Erbringung ein.
(4) Für die Bildung der Gesamtnote des Studienganges gelten die Regelungen der Abs. 3 und 6 des § 11 entsprechend.
(5) Im Diploma Supplement wird die Gesamtnote des Studiengangs entsprechend der jeweils gültigen ECTS-Bewertungsskala ausgewiesen.
(1) Nicht bestandene Versuche zur Erbringung von Modulleistungen zu Modulen können für insgesamt acht Modulleistungen zweimal wiederholt werden. Hiervon ausgenommen ist das Abschlussmodul „Bachelor-Arbeit“, das nur einmal wiederholt werden darf. Wird die Modulleistung auch nach zweimaliger Wiederholung mit „nicht ausreichend“ (5,0) bewertet oder ist eine zweite Wiederholung nicht zulässig, so gilt die Modulleistung als endgültig nicht bestanden.
(2) Die Wiederholung der Erbringung einer nicht erbrachten Modulleistung hat spätestens innerhalb eines Jahres nach dem Nichtbestehen zu erfolgen, andernfalls gilt die Wiederholung als erfolgt und die Modul­leistung als nicht erbracht, somit ist die Modulleistung nicht bestanden.
(3) Ist die Modulleistung eines Moduls endgültig nicht bestanden und kann auch nicht durch ein anderes Modul ersetzt werden, dann ist der Studiengang endgültig nicht bestanden. Auf Grund der gültigen Immatrikulationsordnung der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg ist die bzw. der Studierende zu exmatrikulieren. Bei Wahlpflichtmodulen kann das endgültige Nichtbestehen durch ein erfolgreich absolviertes weiteres Wahlpflichtmodul ausgeglichen werden.
(4) Vor der zweiten Wiederholung der Erbringung der Modulleistung sind die entsprechenden Modulveranstaltungen nochmals zu besuchen und eventuelle Vorleistungen, die zum Versuch der Erbringung der Modulleistung gefordert werden, erneut zu erbringen. Um die Modulveranstaltung erneut zu besuchen, ist eine Anmeldung zum Modul gemäß § 10 Abs. 1 und 2 erforderlich.
(5) Termine für erste Wiederholungen für die Erbringung von Modulleistungen werden spätestens bis zum Ende der Vorlesungszeit des darauffolgenden Semesters angeboten. Es gelten die Regelungen von § 9 Absatz 7 Satz 1.
(6) Die Anmeldung zu einer ersten Wiederholung der Erbringung einer Modulleistung muss spätestens eine Woche vor dem Prüfungstermin erfolgen.
(7) In demselben Studiengang an einer anderen Universität oder gleichgestellten Hochschule in der Bundesrepublik Deutschland erfolglos unternommene Versuche, eine Modulleistung zu erbringen, werden auf die Wiederholungsmöglichkeiten nach Abs. 1 angerechnet.
(8) Wurde eine Teilleistung nicht erbracht, ist nur diese zu wiederholen und nicht alle bereits erbrachten Teilleistungen des Moduls. Die Studentin bzw. der Student ist über das Ergebnis der Modulleistung zu informieren und über ihre bzw. seine Rechte zu belehren.
(9) Die Abs. 1 bis 8 gelten für Teilleistungen einer Modulleistung entsprechend.
(1) Für den Studiengang Bioinformatik (180 Leistungspunkte) wird durch Beschluss des Fakultätsrates der Naturwissenschaftlichen Fakultät III ein Studien- und Prüfungs­ausschuss gebildet.
(2) Der für den Studiengang Bioinformatik zuständige Studien- und Prüfungsausschuss achtet darauf, dass die Bestimmungen dieser Studien- und Prüfungsordnung eingehalten werden. Er ist für alle anfallenden Aufgaben und Entscheidungen hinsichtlich der Modulleistungen in diesem Studiengang zuständig.
(3) Die bzw. der Vorsitzende des Studien- und Prüfungsausschusses berichtet dem Fakultätsrat regel­mäßig über die Entwicklung der Studien- und Prüfungspraxis und gibt Anregung zur Verbesserung des Studiengangs und seiner Umsetzung.
(4) Die Mitglieder des Studien- und Prüfungsausschusses haben das Recht, an der Abnahme von Modul­leistungen teilzunehmen.
(11) Die Stellvertreterinnen und Stellvertreter der Mitglieder vertreten bei Abwesenheit die einzelnen Mitglieder des Ausschusses. Scheidet ein Mitglied aus, so rückt seine Stellvertreterin bzw. sein Stellvertreter nach.
(1) Prüferin bzw. Prüfer kann jede nach § 12 Abs. 4 und § 33 Abs. 2 Nr. 1 und 2 HSG LSA genannte prüfungsberechtigte Person sein, sowie wissenschaftliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, wenn sie bzw. er an der Ausbildung im Studiengang Bioinformatik an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg beteiligt sind.
(3) Modulleistungen werden gemäß § 12 Abs. 5 HSG LSA in der Regel von zwei Prüferinnen und Prüfern oder bei mündlichen Modulleistungen von einer Prüferin bzw. einem Prüfer in Gegenwart einer sachkundigen Beisitzerin bzw. eines sachkundigen Beisitzers bewertet. Dabei sind in der Regel die am jeweiligen Modul beteiligten Lehrenden auch die Prüfenden. Der zuständige Studien- und Prüfungsausschuss bestellt die Prüferinnen, Prüfer, Beisitzerinnen und die Beisitzer. Über die mündliche Modulleistung ist ein Protokoll zu führen.
(2) Bei Krankheit der Studentin bzw. des Studenten oder eines von ihr bzw. ihm zu versorgenden Kindes oder pflegebedürftigen Angehörigen kann die Vorlage eines ärztlichen Attestes und in Zweifelsfällen ein Attest des Amtsarztes verlangt werden. Wird der Grund anerkannt, so wird ein neuer Termin anberaumt. Die bereits vorliegenden Studien- und Prüfungsergebnisse sind in diesem Fall anzurechnen. Zuständig für die Entscheidung ist der Studien- und Prüfungsausschuss.
(3) Versuchen Studierende das Ergebnis ihrer Modulleistung bzw. Teilleistung durch Täuschung oder Benut­zung nicht zugelassener Hilfsmittel zu beeinflussen, wird die betreffende Modulleistung mit „nicht ausreichend“ bewertet.
(5) Gleichfalls sind die Fristen der Elternzeit nach Maßgabe des Gesetzes zum Elterngeld und zur Elternzeit vom 05.12.2006 (BGBl. I S. 2748) (BEEG) in der jeweils gültigen Fassung auf Antrag zu berücksichtigen. Studierende müssen bis spätestens vier Wochen vor dem Zeitpunkt, von dem ab sie Elternzeit antreten, dem Studien- und Prüfungsausschuss unter Beifügung der erforderlichen Nachweise schriftlich mitteilen, für welchen Zeitraum oder für welche Zeiträume sie Elternzeit nehmen wollen. Der Studien- und Prüfungsausschuss hat zu prüfen, ob die gesetzlichen Voraussetzungen vorliegen, die bei Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern einen Anspruch auf Elternzeit auslösen würden und teilt das Ergebnis sowie gegebenenfalls die neu festgesetzten Prüfungsfristen der Studentin bzw. dem Studenten mit.
(6) Studierende, die wegen familiärer Verpflichtungen beurlaubt sind, können freiwillig Modulleistungen erbrin­gen. Auf Antrag der Studierenden ist eine Wiederholung der Erbringung nicht bestandener Versuche zur Erbringung von Modulleistungen während des Beurlaubungszeitraumes möglich.
(2) Das Prüfungsamt führt eine Übersicht über Bestehen und Nichtbestehen, die akkumulierten Leistungs­punkte sowie die Benotung der jeweiligen Prüfungen und Studienleistungen. Die Studierenden können sich diese Leistungsübersicht (Transcript of Records) bei Bedarf ausgeben und bescheinigen lassen.
(1) Die Abschlussarbeit im Studiengang Bioinformatik ist eine Modulleistung, in der die Studentin bzw. der Student zeigen soll, dass sie bzw. er in der Lage ist, im Rahmen des vorgegebenen Arbeitsauf­wandes ein Problem mit wissenschaftlichen Methoden zu bearbeiten. Das Thema der Bachelor-Arbeit wird vom Studien- und Prüfungsausschuss ausgegeben. Thema, Ausgabe- und Rückgabezeitpunkt der Arbeit sind aktenkundig zu machen. Die Bachelor-Arbeit ist innerhalb von 6 Monaten zu bearbeiten.
(2) Eine Bachelor-Arbeit ist im Studiengang Bioinformatik obliga­torisch. Sie ist Hauptbe­standteil des Abschlussmoduls, welches eine mündliche Leistung (Verteidigung) beinhaltet. Das Abschluss­modul einschließlich der Verteidigung umfasst 15 Leistungspunkte.
(3) Zur Bachelor-Arbeit zugelassen wird, wer die in der Studiengangübersicht genannten Vorlei­stungen erbracht hat.
(7) Die Gutachten sind in der Regel spätestens sechs Wochen nach Zustellung der Abschlussarbeit an die Gutachterinnen und Gutachter beim Prüfungsausschuss einzureichen.
(8) Die Note der Bachelor-Arbeit wird als arithmetisches Mittel der beiden Benotungen gebildet. Besteht in den Noten der beiden Gutachten eine Differenz von mindestens 2 oder wird von genau einem der beiden Gutachterinnen bzw. Gutachter die Abschluss-Arbeit mit „nicht ausreichend“ (5,0) bewertet, bestellt der Studien- und Prüfungsausschuss eine weitere sachkundige Gutachterin bzw. einen weiteren sachkundigen Gutachter. Die Drittbewertung soll binnen acht Wochen erfolgen. Auf der Grundlage der drei Bewertungen entscheidet der Studien- und Prüfungsausschuss endgültig
(10) An der Verteidigung können Gäste teilnehmen, es sei denn, die Kandidatin bzw. der Kandidat widerspricht.
(12) Bei Krankheit kann auf Antrag der Studierenden die Frist für die Abgabe der Arbeit verlängert werden. Dazu ist die Vorlage eines ärztlichen Attestes erforderlich. Erkennt der Studien- und Prüfungsausschuss die Gründe an, wird dieses der Studentin bzw. dem Studenten schriftlich mitgeteilt. Die Verlängerungszeit entspricht der Dauer der Erkrankung. Gleiches gilt bei Erkrankung eines minderjährigen Kindes, das im Haushalt der Studentin bzw. des Studenten lebt und für das die Studentin bzw. der Student die überwiegende Personensorge hat.
(1) Das Bachelor-Studium hat erfolgreich abgeschlossen, wer an allen für den Studiengang Bioinformatik erforderlichen Modulen, einschließlich der Bachelor-Arbeit und ihrer Verteidigung erfolgreich teilgenommen und 180 Leistungspunkte erworben hat.
c. die Bezeichnung des Studiengangs,
d. die Gesamtnote des Studiengangs,
(5) Bei endgültigem Nichtbestehen des Studienganges erhält die Kandidatin bzw. der Kandidat auf Antrag eine vom Prüfungsamt ausgestellte Bestätigung über die von ihr bzw. ihm erbrachten und im Antrag bezeichneten Prüfungsleistungen, die darauf hinweist, dass es sich nur um Teile der Anforderungen des Studiengangs handelt. Entsprechendes gilt, wenn Studierende, die Teile des Studiengangs absolviert haben, die Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg verlassen.
Fachspezifische Bestimmungen zum Studienaufbau und zur Studiengestaltung
(1) Tabelle 1 der Studiengangübersicht beschreibt die Bestandteile des Bachelor-Studienganges Bioinformatik an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg und legt dar, wie viele Leistungspunkte in den einzelnen Pflicht- und Wahlbereichen zu erwerben sind, sowie deren Eingang in die Bildung der Gesamtnote des Studiengangs.
(2) In Tabelle 2 der Studiengangübersicht sind sämtliche Module des Studiengangs aufgelistet. Es sind die zu erbringenden Modulleistungen, einschließlich der zu erwerbenden Leistungspunkte aufgeführt. Es wird zwischen Pflichtmodulen (P) und Wahlpflichtmodulen (WP) unterschieden. Zu jedem Modul ist angegeben, ob der Besuch oder die erbrachte Modulleistung eines oder mehrerer anderer Moduls als obligatorische Voraussetzung für den Besuch des jeweiligen Moduls besteht. Ebenfalls dort ist ersichtlich, welches Modul mit seiner Benotung und mit welcher Gewichtung in die Gesamtnote des Bachelor-Studiums eingeht.
(3) Die Wahl von Modulen zur Erlangung allgemeiner Schlüsselqualifikationen (10 Leistungspunkte) hat aus dem durch den Akademischen Senat der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg verabschiedeten Katalog von Modulen zu erfolgen. Hiervon ausgenommen sind alle Module, die die Institute für Informatik, für Biologie, für Biochemie/Biotechnologie und für Chemie dazu beisteuert. Hinsichtlich der Kombination unterschiedlicher Module gibt es keine Einschränkungen. Ausnahmen von Satz 1 und 2 bedürfen der Genehmigung durch den Prüfungsausschuss.
(4) Die Anfertigung der Bachelor-Arbeit und ihre erfolgreiche Verteidigung schließen das Bachelor-Studium ab. Zur Bachelor-Arbeit wird nur zugelassen, wer die Pflichtmodule PI01 – PI09, MA01, MA02, PBI01- PBI05, PBC01, PCH01, PCH02 der Bereiche „Informatik“, „Mathematik“, „Biologie“, Biochemie“ und „Chemie“ erfolgreich abgeschlossen hat.
(5) Der in der Tabelle 3 aufgeführte Regelstudienplan gibt eine Empfehlung für die zeitliche Wahl der Module. Sie hat orientierenden Charakter und garantiert bei entsprechenden Leistungen die Einhaltung der Regelstudienzeit.
Diese Ordnung wurde beschlossen vom Fakultätsrat der Naturwissenschaftlichen Fakultät III am 18.04.2007; der Senat hat hierzu Stellung genommen am 12.12.2007.
Tabelle 1: Rahmenvorgaben über zu erwerbende Leistungspunkte in Pflicht- und Wahl- sowie ASQ-Bereichen des Studiengangs Bioinformatik (180 Leistungspunkte)
Geforderte Leistungspunkte
Anteil an der Bildung der Gesamtnote
Pflichtbereich Biologie
Pflichtbereich Biochemie
Pflichtbereich Chemie
Wahlbereich biowissenschaftlich orientierte Fächer
Bereich allgemeine Schlüsselqualifikationen
Tabelle 2: Modulübersicht des Studiengangs Bioinformatik (180 Leistungspunkte)
Module als Teilnahme-voraussetzungen (und Art der Voraussetzung)
Anteil an Gesamt-note
PI01 (Modulleistung)
PI02 (Besuch)
PI01 (Besuch)
PI02, PI03 (Modulleistungen)
PI01 – PI04 (alle jeweiligen Modulleistung)
Spezielle Probleme der Bioinformatik
schriftliche Ausarbeitung, Klausur oder mündliche Prüfung
PBIO01
PBIO02
PBIO03
Ökologie (einschließlich Praktikum)
PBIO04
PBIO05
Mikrobiologie (einschließlich Praktikum)
Allgemeine und Grundlagen der physikalischen Chemie für
PCH01 Modulleistung
Pflichtbereich Allgemeine Schlüsselqualifikationen
PI02, Piß4 (Modulleistungen)
PI03 (Besuch)
PI01, PI02, PI04, PI05 (jeweilige Modulleistung)
PI03 (Modulleistung)
PI01 – PI05 (jeweilige Modulleistung)
PI03, MA01 (jeweilige Modulleistung)
WI05 (Modulleistung)
WBIO01
PBIO01 – PBIO05 (jeweilige Modulleistung)
WBIO02
WBI01
WBIO03
Spezielle Mikrobiologie für Bioinformatik
WBIO04
WBIO05
WBIO06
WBIO07
WBIO08
Biochemie und Biotechnologie für Fortgeschrittene / Advanced Biochemistry and Biotechnology
PBC01 (Modulleistung)
WBAW01
WBAW02
WBAW03
Molekulargenetik der Nutzpflanzen
PI01 – PI09, MA01, MA02, PBI01- PBI05, PBC01, PCH01, PCH02 (alle jeweiligen Modulleistungen)
Tabelle 3: Regelstudienplan für den Studiengang Bioinformatik (180 Leistungspunkte)
Spezielle Probleme der Bioinformatik (Proseminar, Vorlesung, praktische Übung)
Mikrobiologie (einschließlich molekulares Querschnittspraktikum)
Allgemeine und Grundlagen der physikalischen Chemie für Bioinformatiker
Pflichtbereich ASQ
Pflanzen und Ökobiochemie
Summe über alles

References: § 6

§ 12

§ 16

§ 24
 § 27
 § 24
 § 24
 § 11
 § 10
 § 9
 § 12
 § 33
 § 12