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Timestamp: 2019-05-20 07:40:15+00:00

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545. Die Erzählung von dem weisen Vidhura (Vidhurapandita-Jataka)
§0.1. „Wer dem, der Zorn verdient, nicht zürnt,
§0.2. Wer leeren Magens seinem Hunger stand hält,
§0.3. „Wer Spiel und Sinnenlust gänzlich verlässt
§0.5. „Wir fragen den Betät'ger höchster Weisheit;
§0.6. „Die Weisen, die die Dinge recht verstehen,
§0.7. Wie hat fürwahr gesagt der Naga-König,
wie andrerseits der Vogel Garula [6],
was ferner sagte der Gandharva-König [7],
§0.8. „Geduld fürwahr gab an der Naga-König,
§0.10. „Du bist der beste, bist unübertrefflich,
§2. „Bei Frauen gibt es eine Eigenheit,
§3. „Traun [9a], nach dem Monde hast du ein Gelüste
Da schon Vidhuras [10] Anblick schwer erreichbar,
§6. „Wandle umher und such dir einen Gatten,
will lange Zeit mein Gatte sein?“ —
§8. „Sei nur getrost; ich werd dein Gatte,
§10. Geschmückt mit schönen Kleidern und
§11. „Du Naga-König, höre auf mein Wort:
dann hundert Schuppen [13], alle voll
§13. „Ich will 's einstweilen den Verwandten,
§17. Darauf der Naga Varuna
§19. „Wen weise nennen manche in der Welt,
§20. „Dhananjayas, des Kuru-Königs, Helfer,
§21. Als dieses Wort des Varuna vernommen
§22. Aus Gold gemacht waren die Ohren
§24. Und Punnaka aus Liebesmacht voll Gier
§25. „Bhogavati, so heißt das schöne Haus,
ist 's für den Schlangenkönig [14] aufgerichtet.
§26. Wachttürme gibt 's mit Lippen und mit Hälsen [15]
§27. Mangos und Tilakas und Rosenäpfel [16],
§29. Auch wilde Palmen gibt 's aus Stein
dort wohnt der elternlos Geborene [17],
§31. Mit rotem Lack ist ihre Haut geziert
§32. Von dem Gelüst erfüllt und aufgeregt
§33. Da Punnaka zum hehren Herrn der Geister
§34. Aus Gold gemacht waren die Ohren,
§36. Er ging zum schönen Rajagaha hin,
wie Vasavas Palast Masakkasara,
§37. umtönt von Pfauen- und von Reiherscharen,
§38. Drauf Punnaka bestieg den Berg Vepulla
§40. Und er ergriff den Lapislazuli,
§41. Nach der Stadt Indapatta er gelangte,
die hunderteins [18], die einig dort versammelt,
§42. „Wer jagt uns ab den königlichen Schatz,
§43. „In welchem Reiche ist dein Heimatland?
§44. „Kaccayana der Jüngling bin ich, König,
Anunanama [19] so nennt man mich auch.
§45. „Hat der Brahmanenjüngling Kostbarkeiten,
wie kannst du Armer sie [20] herausfordern?“
§46. „Ich habe ein bezauberndes Juwel,
§47. „Ein Edelstein, was wird er machen, Jüngling,
§48. „Doch dies mein Edelsteinkleinod
§52. Auch eine Stadt versehn mit Wällen,
§54. Sieh ferner: in den Torwegstraßen
sind viele Vögel mancher Art [21],
§55. Kuckucke mit gar bunten Farben,
§56. Sieh diese Stadt mit schönen Mauern
§57. Sieh diese Laubhütten verteilt,
§58. Die Wirtshäuser und die Betrunknen,
§59. Auch Kränzebinder, Wäscherleute,
Märchenerzähler [22], Kleiderhändler,
§60. Auch Köche und Speisenbereiter,
§61a. Der Zimbeln und der Lauten Töne,
§61b Springer und Faustkämpfer sind hier,
fürstliche Sänger [24] und Barbiere
§61c. Versammlungen auch gibt es hier,
§66. Sieh: an dem Fuß der Berge sind
Scharen verschiedenart'ger Tiere [25],
§67. Rhinozerosse [26], Gayal-Ochsen,
§69. Flüsse sind da mit schönen Furten,
Valajas, Mufijarohitas [28].
§72. Sieh ferner hier die Lotosteiche
§75. Sieh hier die Sonne und den Mond,
die vier Weltwächter [29] auch dazu
§78. Pharusaka, Cittalata,
Missaka und Nandana-Park [30],
§79. Sudhamma, Tavatimsa-Himmel [31],
§80. Sieh hier die Göttermädchen, gleich
§81. Sieh hier die Göttermädchen, wie
die sich im Paranimmita freuen [32],
§84. Sieh ferner hier die Lotosteiche
§85. Sieh hier diese zehn weißen Striche,
§86. Zwanzig sind da aus Gold gemacht
§87. Zehn und sechs schwarze Striche sind da,
vermischt mit den Bandhuka-Blumen [33]
§89. „Zum ausgesetzten Preis geh hin, o König,
§91. Sie traten ein, erfüllt vom Würfelrausch,
§93. „O großer König, Sieg und Niederlage
§94. „Die Elefanten, Rinder, Rosse, Edelsteine,
§95. „Von Elefanten, Rindern, Rossen, Edelsteinen,
§96. „Er ist mein eignes Ich, Zuflucht und Glück,
§97. „Lang würde dauern wohl mein Streit mir dir;
§98. „Fürwahr, die Wahrheit sagst du da
§99. „Gaben die Götter wirklich dich den Kurus
§100. „Von ihrer Mutter her sind manche Sklaven,
§101. Dies sind vier Arten Sklaven bei den Menschen.
§102. „Dieses ist heut für mich der zweite Sieg;
§103. „Wenn dieser so entschieden hier die Frage:
‘Ein Sklav' bin ich; nicht bin ich sein Verwandter’,
§105. Wie kann er frei von Leiden sein?
§108. Der Tugend voll und pflichteifrig,
§109. gewinne er die Gunst der Freunde;
§110. Der Wahrheit Freund, der Lehre Träger
§111. Wenn einer wohnt in seinem Hause
§113. „Komm jetzt, ich möchte weiter gehen;
§114. „Ich weiß, o Jüngling, dir gehöre ich;
§116. Nachdem er „Gut“, gesagt, ging fort der Dämon
§117. Konca, Mayura und auch Piyaketu
wie Vasavas Palast Masakkasara .
§118. Darauf sie tanzten und sie sangen
§119. Nachdem mit schönen Frau'n versehn den Dämon,
§120. Und zu der Gattin, die mit duft'gem Sandel
§121. Als Anujja des Gatten Wort vernommen,
§122. Als sie gekommen, küsste Dhammapala
§123. Ihm bin ich, wenn auch heut noch frei,
§124. Wenn euch der König, der im Kuru-Land wohnt,
‘Was wohl erkennt ihr als vor alters geltend,
§126. Darauf zu Freunden und zu Feinden,
§127. „Kommt, Edle, her und setzt euch nieder,
§129. Wenn aber Tugend, Einsicht, Reinheit
§130. Wer wie die fest gefasste Waage
§131. Wer wie die fest gefasste Waage
§132. Bei Tag oder bei Nacht der Weise,
§133. Bei Tag oder bei Nacht der Weise,
§136. Nicht soll er jemals mit dem König
§137. Der König spiel' mit den Ministern
§138. Nicht hochmütig und nicht zu hastig,
§139. Nicht spiel' er mit des Königs Frauen,
§140. Nicht schätze er den Schlaf zu hoch,
§141. Nicht auf des Königs Bank noch Polster,
steig' er und denk': ‘Ich bin geehrt’;
§142. Nicht allzu fern sei er dem König,
§143.Ein König ist nicht zu berechnen,
§144. Der weise, der verständ'ge Mann,
§145. Wenn er den Wunsch erlangt, er nehm' ihn,
§147. Den Reitern [44] und den Leibgardisten,
§148. Mit kleinem Bauche wie ein Bogen
§149. Mit kleinem Bauche wie ein Bogen
§150.Nicht geh' zu oft er zu dem Weibe,
§152. Nicht zornig, nicht Anstoß erregend,
§153. Gezügelt, wissensvoll, beherrscht,
§155. Fern halte er von sich den Mann,
der abgesandt um zu besiegen [45];
§160. Die sonst geschenkte Gabe nehme
§161. Einsichtig, der Erkenntnis voll,
§163. Die Tenne, Halle, Vieh und Feld
§164. Er zieh' nicht vor Sohn oder Bruder [46],
denn keine Glieder sind die Toren [47],
§165. Die Sklaven, Arbeiter und Diener,
§166. Der Tugend voll und frei von Gier
§167. Er kenn' des Königs Wohlgefallen
§169. Vor einem Krug falt' er die Hände,
§173. Sein Haupt neigt' er zu dessen Füßen
§174. „Hier dieser Jüngling führt mich fort,
so seh ich auch, wie meine Sünde [48]
§177. „Du kannst nicht gehen, so denk ich bei mir.
§179. Dies ist nicht Tugend, dies darf man nicht tun,
§180. Den ältsten Sohn hielt er umarmt,
§182. Von ihm die tausend Gattinnen,
§183. Die Haremsleute und die Knaben,
§184. Die Reiter und die Leibgardisten,
§185. Die Landbewohner und die Städter,
§186. Von ihm die tausend Gattinnen,
§187. Die Haremsleute und die Knaben,
§188. Die Reiter und die Leibgardisten,
§189. Die Landbewohner und die Städter,
§190. Nachdem zu Haus er seine Pflichten
§191. nachdem verteilt er die Geschäfte,
§192. „Drei Tage weiltest du in meinem Hause,
§193. „Wenn o, du Helfer, hast ermahnt die Deinen,
§195. „Wovor sollt' ich denn Furcht bekommen,
§196. Der Rosse König, der Vidhura trug,
sprengte nun fort im Äther durch die Luft;
ohne zu hasten, kam er rasch durch Zweige [50]
und Felsen zu dem Berg Kalagiri [51].
§197. Von ihm die tausend Gattinnen,
§198. Die Haremsleute und die Knaben,
§199. Die Reiter und die Leibgardisten,
§200. Die Landbewohner und die Städter,
§201. Und darauf seine tausend Frauen,
§202. Die Haremsleute und die Knaben,
§203. Die Reiter und die Leibgardisten,
§204. Die Landbewohner und die Städter,
§206. „Er ist ja weise und erfahren,
Fürchtet euch nicht; er kehrt zurück!“ —
§207. Als er dorthin gekommen, dacht' er nach;
§208. Er kam dorthin zum Inneren des Berges,
§209. Während er da nun hing im Schlund der Hölle,
§211. „Weil du mich in den Abgrund stürzen willst,
§213. Und dessen jüngre Tochter liebe ich,
§214. „Sei du doch jetzt nicht unverständig, Dämon;
§215. „Aus Lieb' zur Tochter eines Schlangenfürsten,
§217. Deshalb bin ich nicht töricht, höre, Helfer,
§218. Deswegen hab ich vor, dich zu ermorden,
§219. „Ziehe mich rasch empor, o Katiyana,
§220. Drauf Punnaka der Kurus besten Helfer
§221. „Vom Abgrund hab ich dich herausgezogen;
§224. „Wie folgt man denn einem betretnen Weg
§225. „Wer einen Unbekannten, den er nicht
§226. In wessen Haus auch eine Nacht nur wohnte
§227. Wenn man in eines Baumes Schatten
denn schlecht ist, wer den Freund verrät [53].
§228. Wenn auch die Erde angefüllt mit Schätzen
§229. So ist der, der betretnem Wege folgt,
drum sei gerecht [54], gib auf das Unrecht Tun!“
§230. „Drei Tage wohnte ich in deinem Hause,
§231. Vergehen mag des Naga-Stammes Nutzen,
§232. „Wohlan, o Dämon, führe du mich nur
§233. „Was einem Mann fürwahr zum Unheil dient,
§234. „Auch ich verstehe sicherlich dies wohl;
§235. „Wohlan, den Ort, der unvergleichlich mächtig,
ruht wie Vessavana in Nalini [55].
§236. Durchwandelt von der Schar der Naga-Mädchen,
§237. Mit Speise und mit Trank reich ausgestattet,
§238. Drauf Punnaka der Kurus besten Helfer
§239. Als er zum Ort der höchsten Pracht gekommen,
§241. „Ich bin hierher gekommen, wie du wünschest,
§242. „Den nicht vorher Gesehnen sehend
§243. „Ich bin nicht ängstlich, Naga-Fürst,
§244. Wie sollte einer wohl begrüßen
§246. Wie sollte einer wohl begrüßen
§247. „Nicht immerwährend, wechselnd ist für dich
§248. Erhieltst du dies grundlos oder als Lohn,
als selbst erworben oder Göttergabe [56]?
§249. „Nicht ohne Grund erhielt ich 's noch als Lohn,
§250. „Was war dein Vorsatz, was dein heil'ger Wandel,
und dieses große Schloss, o Naga-König [57]?“
§251. „Ich und mein Weib, wir waren in der Welt
§252. Kränze, Girlanden sowie feine Salben,
§253. Dies war mein Vorsatz, dies mein heil'ger Wandel,
§254. „Wenn du zu diesem Schlosse so gelangtest,
§255. „Es gibt hier nicht Asketen und Brahmanen,
§256. „Schlangen [58] sind dir doch hier zuteil geworden,
§257. Wenn so, o Naga-König, du die Reinheit
und dann hinaufgehn in die Götterwelt.“ —
§260. „Sag mir [59], hat dieser dich umsonst erhalten,
§261. „Den König, der dort mein Gebieter war,
rechtlich erlangt bin ich, ohne Gewalt.“ —
§262. Als so entzückt und froh der Schlangenkönig
§263. „Um den du gelb wardst, Vimala,
§264. Nach dessen Herzen du verlangtest,
§265. Als diesen Weisen Vimala erblickte,
sprach sie so zu der Kurus bestem Helfer [60]:
§266. „Die nicht vorher Gesehne sehend
§267. „Ich bin nicht ängstlich, Naga-Fürstin,
§268. Wie sollte einer wohl begrüßen
§270. Wie sollte einer auch begrüßen
§271. „Nicht immerwährend, wechselnd ist für dich
§272. Erhieltst du dies grundlos oder als Lohn,
§273. „Nicht ohne Grund erhielt ich 's noch als Lohn,
§274. „Was war dein Vorsatz, was dein heil'ger Wandel,
§275. „Ich und mein Gatte waren in der Welt
§276. Kränze, Girlanden sowie feine Salben,
§278. „Wenn du zu diesem Schlosse so gelangtest,
§279. „Es gibt hier nicht Asketen und Brahmanen,
§281. Wenn so, o Naga-Fürstin, du die Reinheit
§282. „Gewisslich ist der beste König traurig
§283. „Gewiss der Weisen Wahrheit sagst du, Fürstin,
§284. „Sag mir, hat dieser dich umsonst erhalten,
§285. „Den König, der dort mein Gebieter war,
§288. Doch als der Weise sah die beiden fröhlich,
§289. „Sei ohne Sorge, Naga, ich bin hier.
§290. „Weisheit ist ja das Herz der reinen Männer,
§291. Drauf Punnaka entzückt und hocherfreut
§292. „Mit meiner Gattin hast du mich vereint,
§294. Drauf Punnaka der Kurus besten Helfer
§295. Wie etwa eilt der menschliche Gedanke,
§297. Drauf Punnaka der Kurus besten Helfer
§298. Als jenes sah der König, voll Entzücken
§299. „Du leitest uns wie den bespannten Wagen;
§301. Der Erdbeherrscher Naga Varuna
§303. „Ein Baum erwuchs mir an des Hauses Toren,
§304. Ihn, der von Tanz, Gesang, Musik umtönt,
§305. Sie alle, die durch mich je fröhlich wurden,
§306. Wer nur in Banden liegt in meinem Reiche,
§307. Man fei're diesen Monat ohne Pflug,
§309. „Die Haremsleute und die Knaben,
§310. Die Reiter und die Leibgardisten,
§311. Vom Land die Leute, die versammelt,
§312. Die Volksmenge war hoch erfreut,
[1] Dies ist der Anfang der 9. Strophe [1a]; es scheint also, dass die zum 1. Kapitel gehörenden acht [1a] ersten Strophen nicht zur eigentlichen Erzählung gerechnet werden.
[1a] Ein Zählfehler: Im ersten Kapitel sind elf, nicht acht Strophen enthalten.
[1b] Das erste Kapitel bildete ursprünglich das Jataka 441.
[26] Nach der Lesart „palasata“ an dieser Stelle. In der zitierten Stelle Jataka 535 Strophe 76 Zeile 1 steht „palasada“.
[27] Ein mythischer Fisch von ungeheurer Größe
[28] Dies sind öfters vorkommende Namen von Fischen; der erste ist Silurus boalis.
[29] Die Großkönige („Maharaja“) oder Weltwächter („lokapala“) haben ihren Platz auf den Yugandhara-Bergen rings um den Sineru-(Meru-)Berg.
[30] Alles Namen von Gärten in Indras Himmel.
[31] Der Himmel der dreiunddreißig Götter, wo sich die Halle Sudhamma, der himmlische Paricchattaka-Baum und Indras Leibelefant Eravana befinden.
[33] Die Pflanze Pentapetes Phoenicea.
[34] Als Symbol der Königsherrschaft.
sieh auf mich; nicht besieg' er mich:
sei mir barmherzig, sei mir Hilfe,
Aus Gold gemacht ist diese Schlinge,
vierfach, Zerstörung bringt sie mit sich;
sie glänzt in der Versammlung Mitte.
Erfülle du mir alle Wünsche!
[46] Wie Cowell bemerkte, ist ein Ausdruck: „er möge nicht vorziehen“ oder dergleichen zu ergänzen.
[47] D. h. er kann mit ihnen nichts anfangen.

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