Source: https://www.ecg-shs.de/ecg-shs/unser-glaube/
Timestamp: 2019-12-11 08:45:55+00:00

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Unser Glaube - Evangeliums-Christen Gemeinde
Dieses Glaubensbekenntnis ist Ausdruck und Zeugnis der Übereinstimmung der Gläubigen in den Gemeinden der Arbeitsgemeinschaft evangelikaler Gemeinden (AeG). Es kann also nicht selbst Gegenstand des Glaubens oder bindendes Glaubensgesetz sein. Als zusammenfasssende Auslegung der Heiligen Schrift wird dieses Glaubensbekenntnis durch sie begründet und begrenzt.
Es dient uns als Rechenschaft vom Glauben, zur Unterweisung in der Gemeinde und zur Verantwortung des Glaubens nach außen.
§1 Die Heilige Schrift
Wir glauben, daß die 66 kanonischen Bücher des Alten und des Neuen Testamentes Gottes Wort sind (2. Tim. 3,16-17; 2. Petr. 1,20-21), die in der Urschrift von Gott inspiriert wurden und deshalb unfehlbar und vollständig sind. Die Bibel ist die schriftliche Offenbarung Gottes und deshalb ist die ganze Schrift und die Schrift allein, höchste Autorität in allen Fragen des Glaubens und der Lebensführung (Off. 22,18-19; Hebr. 1,1).
Die rechte Auslegung der Schrift kann nur unter der Leitung des Heiligen Geistes geschehen (1. Kor. 2, 10-14) und kann deshalb nicht zu widersprüchlichen Aussagen führen. Wir glauben, daß die Heilige Schrift die fortschreitende Offenbarung der Heilsgeschichte ist, und deshalb jeder Text auf dem Hintergrund der jeweiligen heilsgeschichtlichen Epoche auszulegen ist.
Jede Bibelkritik, sei sie historisch-kritisch, praktisch oder traditionell begründet, ist nicht schriftgemäß und lehnen wir ab. Wir stimmen mit der Chicago- Erklärung zur Biblischen Irrtumslosigkeit der Schrift zur Auslegung der Schrift überein.
§2 Gott
Wir glauben an den einen Gott, der ewig ist und der sich in drei Personen als Vater, Sohn und Heiliger Geist geoffenbart hat (5. Mo. 6,4; Joh. 1,1; Mt. 28,19). Wir glauben, daß der Schöpfer allen Seins im Himmel und auf Erden (Kol. 1,16) ist. Er ist allmächtig, allwissend und allgegenwärtig. In ihm befindet sich unbegrenzte Weisheit, Gerechtigkeit, Heiligkeit, Liebe, Güte und Barmherzigkeit.
§3 Der Mensch
Wir glauben, daß Gott den Menschen unschuldig, gut und nach seinem Ebenbild als Mann und Frau geschaffen hat (1. Mo. 1,26-27.31). Die Evolutionstheorie (Entwicklungslehre) in jeder Form lehnen wir ab (Jes. 29,16).
Wir glauben, daß der Mensch willentlich und bewußt gegen Gott, seinen Schöpfer, gesündigt hat (1. Mo. 3, 1-13) und dadurch über sich selbst und seine Nachkommen den geistlichen und körperlichen Tod gebracht hat. Dieses hat die ewige Trennung des unerlösten Menschen von der Gegenwart Gottes zur Folge (Off. 20, 11-15).
§4 Das Heil
Wir glauben, daß der Mensch vor Gott nicht durch Werke gerecht wird, sondern allein durch den Glauben an Jesus Christus (Gal. 5,6; Röm. 3, 21- 22; Eph. 2, 8-9). Der Heilige Geist überführt den Menschen von seiner Sünde und überzeugt ihn durch Gottes Wort von der Notwendigkeit seiner Erlösung (Joh. 16, 8-11). Alle, die sich in Buße von ihrer Sünde abkehren und sich Christus als ihrem persönlichen Retter und Herrn anvertrauen, empfangen Vergebung (1. Joh. 1,9). Die darauf folgende Taufe durch Untertauchen symbolisiert, daß der Gläubige mit Christus gestorben und mit ihm auferstanden ist, um in Neuheit des Lebens zu wandeln (Röm. 6; Mk. 16,16).
Wir glauben, daß die Heiligung eines jeden Gläubigen der Wille Gottes ist (1. Thes. 4,3). Weil Gott heilig ist, sollen auch wir entsprechend unserer Berufung in der Absonderung von allem Bösen vor Gott in Heiligkeit leben (1. Thes. 4,7.8; 1. Petr. 1, 13-19). Nicht aus eigener Kraft, sondern nur durch die Kraft Gottes wird der Gläubige befähigt, heilig zu leben (Phil. 1,6; 2,13; 1. Thes. 3,12.13). Das einzige vollkommene Vorbild in der Heiligung ist der Menschensohn Jesus Christus (1. Petr. 2, 21.22), und erst bei der Vereinigung mit Christus in der Ewigkeit werden wir ihm gleich sein (Röm. 8,29; 1. Joh. 3,2).
4.3 Heilsgewißheit
Die wahre Heilsgewißheit stützt sich auf das Wort Gottes (Joh. 20,31). Die Garantie der Vergebung liegt in der Treue und Gerechtigkeit Gottes, die unwandelbar sind (1. Joh. 1,9). Die Heilsgewißheit findet ihre Festigkeit in der Allmacht Gottes (Joh. 10, 27.28; Röm. 8,31-39). Durch das Zeugnis des Heiligen Geistes erhalten wir die Gewißheit unserer Errettung (Röm. 8, 16-17).
Die Bibel warnt uns vor dem bewußten und gewollten Verzicht auf den Prozeß der Heiligung, der zur Verhärtung durch den Betrug der Sünde und letztlich zum endgültigen Abfall von Gott führen kann (Heb. 6, 4-6; 10,26- 27; 12,14ff).
§5 Die Gemeinde
Wir glauben, daß zur Gemeinde Christi alle Kinder Gottes aus allen Völkern, Kulturen und Gesellschaftsschichten gehören (Off. 5,9; 1. Kor. 12,13ff). Eine Ortsgemeinde Christi ist der freiwillige und verbindliche Zusammenschluß von wiedergeborenen und getauften Christen an einem Ort (Apg. 2,41).
5.1 Verhältnis zu Gott
Wir glauben, daß Jesus Christus das Haupt jeder Gemeinde ist. Die einzelne Gemeinde bedarf keiner menschlichen Vermittlung zu Christus, sondern steht in direkter Verantwortung vor ihm. Deshalb lehnen wir alle Institutionen, Organisationen und sonstige Einrichtungen und Ämter, die über die Gemeinde herrschen oder bestimmen wollen, ab (Apg. 20,32; Eph. 1,22; 4,15; 5,24a; Kol. 1,18).
5.2 Aufgabe und Ziel der Gemeinde
Wir glauben, daß die Gemeinde zur Verherrlichung Gottes (Röm. 15,7), zur Zurüstung der Gläubigen zum Dienst (Eph. 4,12), zur Förderung der persönlichen Heiligung und Erkenntnis Gottes (Eph. 1,3ff; Mt. 18; 1. Kor. 5) und zum Zeugnis der Welt (Mt. 28,18-20) berufen ist.
5.3 Die Taufe
Wir glauben, daß die Taufe ein direkter Befehl Jesu ist. Um getauft zu werden, muß der Gläubige wiedergeboren sein. Die Wassertaufe ist ein Symbol für das schon geschehene Gestorbensein für die Sünde und die Auferstehung zum neuen Leben mit Christus (Mt. 28, 18-20; Mk 16,16; Apg. 2,38; Röm. 6,1-6).
5.4 Das Abendmahl
Wir glauben, daß das Abendmahl, das von unserem Herrn Jesus Christus zur Erinnerung und Verkündigung seines Leidens und Sterbens am Kreuz eingesetzt wurde (Mt. 26, 26-29), gefeiert werden soll, bis er wiederkommt. Wir glauben, daß das Brot und der Kelch Sinnbilder des geopferten Leibes und des vergossenen Blutes unseres Heilands sind. Indem die Gläubigen daran teilnehmen, bezeugen sie, daß sie ein Leib miteinander und mit Jesus Christus sind (1. Kor. 10, 16-17; 1. Kor. 11, 23-34).
5.5 Dienste in der Gemeinde
Wir glauben, daß Gott seinen Kindern durch den Heiligen Geist Gaben für den christlichen Dienst gegeben hat (1. Kor. 12, 4-7). Jeder soll mit seinen Geistesgaben entsprechend in Liebe dem Anderen dienen (Eph. 4, 15-16). Die Gemeinde erkennt diese Gaben und zeigt den von Gott berufenen
Personen ihre Aufgaben (Apg. 13,1-3).
5.6 Leitung der Gemeinde
Wir glauben, daß Gott der Gemeinde Älteste gibt, die als Ältestenschaft der Gemeinde vorstehen sollen (1. Petr. 5,1-3; Eph. 4,11). Diese Brüder müssen den Voraussetzungen in 1. Tim. 3, 2-13; Tit. 1, 5-9 und 1. Petr. 5, 2-3 entsprechen.
Die Ortsgemeinde soll unter der Leitung des Heiligen Geistes solche Diener für den Dienst in ihrer Gemeinde einsetzen. Außerdem soll man diese Diener lieben, achten und unterstützen (1. Tim. 5,17; 1.Thes. 5, 12- 13).
5.7 Die Gemeinschaft mit anderen Gemeinden
Wir suchen und fördern die Zusammenarbeit mit Gemeinden, die ihre Lehre und ihr Leben nach dem Wort Gottes ausrichten (Röm. 12,2), um gemeinsame Aufgaben auszuführen, sich gegenseitig zu unterstützen und Erfahrungen auszutauschen (Gal. 6,10; 2. Kor. 8,7; 9,12-15). Wir betrachten den Ökumenischen Rat der Kirchen (ÖRK) wegen seines Strebens nach Einheit ohne biblische Grundlage und wegen synkretistischer (religionsvermischender) Lehren als eine Gefahr und Verführung für die Gemeinde und lehnen jegliche Zusammenarbeit mit ihm ab.
§6 Die Zukunft
Wir glauben, daß die Gemeinde Jesu Christi entrückt wird, wobei die Toten in Christus auferstehen werden, um ewig bei Gott in der Herrlichkeit zu sein (Off. 21-22; 1. Kor. 15,51-58; 1. Thes. 4,13). Wir glauben, daß Christus persönlich wiederkommen wird, um auf dieser Erde sein messianisches, tausendjähriges Friedensreich aufzurichten (Off. 19, 6- 20,6).
Wir glauben, daß alle Ungläubigen leiblich auferstehen und am großen weißen Thron erscheinen werden (Dan. 12,2; Off. 20, 5.11-15), wo sie dann von Gott unwiderruflich zur ewigen Verdammnis verurteilt werden (Off. 20,5).

References: §1

§2

§3

§4

§5

§6