Source: https://www.peterlang.com/view/9783653974546/xhtml/chapter007.xhtml
Timestamp: 2018-02-23 09:08:41+00:00

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Siebter Teil: Zusammenfassung in Thesen : Insiderrechtliche Probleme bei der Due Diligence
1. Werden Beschäftigten der Zielgesellschaft bei der Zusammenstellung der Unterlagen für den Kaufinteressenten Insiderinformationen zugänglich gemacht, so ist dies in der Regel mit § 14 Abs. 1 Nr. 2 vereinbar. Denn in Anlehnung an § 3 Abs. 8 Satz 2 BDSG ist eine Weitergabe an einen anderen zu verneinen, wenn Insiderinformationen unter Beschäftigten derselben privatrechtlich organisierten Personenvereinigung funktionsbezogen weitergegeben werden.
2. Die Mitarbeiter der Zielgesellschaft werden durch § 14 Abs. 1 Nr. 2 nicht daran gehindert, einen Kaufinteressenten darüber zu unterrichten, dass ihm eine Due Diligence gewährt wurde. Zwar ist die Entscheidung der Zielgesellschaft, einem bestimmten Kaufinteressenten die Durchführung einer Due Diligence zu gestatten, in der Regel als Insiderinformation i.S.v. § 13 Abs. 1 einzuordnen. Die Weitergabe dieser Information an den Kaufinteressenten verstößt hingegen nicht gegen das insiderrechtliche Weitergabeverbot, weil der Kaufinteressent nicht als „anderer“ i.S.v. § 14 Abs. 1 Nr. 2 anzusehen ist.
3. Dem Merkmal „unbefugt“ kommt im Rahmen des § 14 Abs. 1 Nr. 2 keine tatbestandsbegrenzende Bedeutung zu. Es ist in dieser Vorschrift vielmehr als bloßer Hinweis auf die Möglichkeit einer Rechtfertigung zu verstehen.

References: § 14
 § 3
 § 14
 § 13
 § 14
 § 14