Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=2%20B%2025.93
Timestamp: 2019-11-17 09:33:57+00:00

Document:
BVerwG, 17.03.1993 - 2 B 25.93 - dejure.org
https://dejure.org/1993,705
BVerwG, 17.03.1993 - 2 B 25.93 (https://dejure.org/1993,705)
BVerwG, Entscheidung vom 17.03.1993 - 2 B 25.93 (https://dejure.org/1993,705)
BVerwG, Entscheidung vom 17. März 1993 - 2 B 25.93 (https://dejure.org/1993,705)
Tipp: Um den Kurzlink (hier: https://dejure.org/1993,705) schnell in die Zwischenablage zu kopieren, können Sie die Tastenkombination Alt + R verwenden - auch ohne diesen Bereich zu öffnen.
VG Köln, 20.12.1989 - 19 K 2122/88
DVBl 1993, 956
DÖV 1993, 1051
Eine tatsächliche Voreingenommenheit eines Beurteilers liegt vor, wenn dieser nicht willens oder nicht in der Lage ist, den Beamten sachlich und gerecht zu beurteilen (Weiterentwicklung der bisherigen Rechtsprechung; vgl, u.a. Urteil vom 12. März 1987 - BVerwG 2 C 36.86 - und Beschluß vom 17. März 1993 - BVerwG 2 B 25.93 - .
Das Berufungsgericht ist zutreffend davon ausgegangen, daß dienstliche Beurteilungen wegen der den gesetzlichen Vorschriften immanenten Beurteilungsermächtigung des Dienstherrn (hier § 15 BBG in Verbindung mit §§ 40, 41 BLV) von den Verwaltungsgerichten nur beschränkt nachprüfbar sind (stRspr BVerwG; vgl. u.a. Urteil vom 12. März 1987 - BVerwG 2 C 36.86 - m.w.N. und Beschluß vom 17. März 1993 - BVerwG 2 B 25.93 - ).
Sie bewirkt im Ergebnis, dass die Eignungseinschätzung von den Verwaltungsgerichten nur beschränkt überprüft werden kann (…stRspr, vgl. BVerwG, Urteile vom 7. Mai 1981 BVerwG 2 C 42.79 a.a.O. und vom 15. Juni 1989 BVerwG 2 A 3.86 Buchholz 232.1 § 7 BLV Nr. 4; Beschluss vom 17. März 1993 BVerwG 2 B 25.93 Buchholz 237.7 § 104 NWLBG Nr. 6).
Es ist die dem Dienstherrn von der Rechtsordnung anvertraute Aufgabe, aus der Fülle der Vorkommnisse, Verhaltensweisen und Eindrücke, die im Verlaufe eines mehrstündigen Vorstellungsgesprächs zutage treten, diejenigen auszuwählen, die nach seiner Auffassung Gewicht und Aussagekraft für das zu findende Eignungsurteil besitzen (vgl. Urteil vom 26. Juni 1980 BVerwG 2 C 8.78 BVerwGE 60, 245 ; Beschluss vom 17. März 1993 BVerwG 2 B 25.93 a.a.O. S. 4).
Ebenso wie bei einer dienstlichen Beurteilung (vgl. hierzu BVerwG, Beschluss vom 17.3.1993 - 2 B 25.93 -, DÖD 1993, 179 m. w. N.) ist es für eine Auswahlentscheidung - und auch für ein Auswahlgespräch als ein Gesichtspunkt für die Auswahlentscheidung - so, dass die zugrunde liegenden Tatsachen nur insoweit einer konkreten Darlegung bedürfen, als der Dienstherr entweder historische Einzelvorgänge aus dem gesamten Verhalten des Beamten ausdrücklich in der Auswahlentscheidung erwähnt oder die Auswahlentscheidung oder einzelne in ihr enthaltene wertende Schlussfolgerungen erkennbar auf bestimmte Tatsachen, insbesondere auf konkrete aus dem Gesamtsachverhalt herausgelöste Einzelvorkommnisse stützt.
Darüber hinaus wird die Aussagekraft einer Beurteilung in einem solchen Fall noch erhöht, wenn die Art und Dauer der Wahrnehmung der einzelnen Dienstposten in der Beurteilung dokumentiert werden (vgl. BVerwG, Urt. v. 26.8.1993 - BVerwG 2 D 37.91 -, Buchholz 232.1 § 40 BLV Nr. 15 = DVBl. 1994, 112 = RiA 1995, 31;… im Ergebnis bestätigt durch Urt. v. 11.12.2008 - BVerwG 2 A 7.07 -, Buchholz 232.1 § 41a BLV Nr. 2 = Schütz, BeamtR, ES/D I 2 Nr. 98 = juris, Rn. 27).
Insoweit gibt auch die neuere Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts zur Überprüfungsdichte bei Prüfungsentscheidungen (vgl. BVerfGE 84, 34 und 59) keine Veranlassung, die bisherige Rechtsprechung zu ändern (vgl.Beschlüsse vom 21. Juli 1992 - BVerwG 1 WB 96.91 - undvom 17. März 1993 - BVerwG 2 B 25.93 - ).
Sie bewirkt im Ergebnis, dass die Eignungseinschätzung von den Verwaltungsgerichten nur beschränkt überprüft werden kann (…stRspr, vgl. Urteile vom 7. Mai 1981 a.a.O. und vom 15. Juni 1989 BVerwG 2 A 3.86 Buchholz 232.1 § 7 BLV Nr. 4; Beschluss vom 17. März 1993 BVerwG 2 B 25.93 Buchholz 237.7 § 104 NWLBG Nr. 6).
Denn die einer dienstlichen Beurteilung zugrunde liegenden Tatsachen bedürfen nur insoweit einer konkreten Darlegung und gerichtlichen Feststellung, als der Dienstherr historische Einzelvorgänge aus dem gesamten Verhalten des Beamten oder Richters ausdrücklich in der dienstlichen Beurteilung erwähnt oder die dienstliche Beurteilung bzw. einzelne in ihr enthaltene wertende Schlussfolgerungen - nach dem Gehalt der jeweiligen Aussage oder äußerlich erkennbar - auf bestimmte Tatsachen, insbesondere auf konkrete aus dem Gesamtverhalten im Beurteilungszeitraum herausgelöste Einzelvorkommnisse stützt; dagegen ist hinsichtlich der in dienstlichen Beurteilungen enthaltenen (reinen) Werturteile nicht die Darlegung und der Beweis der zugrunde liegenden unbestimmten Fülle von Einzeltatsachen (Vorkommnisse, Verhaltensweisen und Erscheinungen) erforderlich, sondern solche Werturteile sind lediglich insoweit plausibel und nachvollziehbar zu machen, dass das Verwaltungsgericht sie im Rahmen der näher dargelegten Prüfungsmaßstäbe nachprüfen kann ( vgl. etwa: BVerwG, Urteil vom 26. Juni 1980 - Az.: 2 C 8.78 -, BVerwGE 60, 245; Beschluss vom 17. März 1993 - Az.: 2 B 25.93 -, Buchholz 237.7 § 104 NWLBG Nr. 6; Urteil vom 11. November 1999 - Az.: 2 A 6.98 -, Buchholz 236.11 § 1a SLV Nr. 7 ).
VG Stade, 11.07.2007 - 3 A 933/06
Gesundheitliche Eignung bei Verbeamtung einer Lehrerin mit Skoliose
VG Köln, 17.03.2008 - 19 K 2416/07
Beurteilung eines Kriminalhauptkommissars zwecks Beförderung; Übereinstimmung der …
VG Augsburg, 14.03.2013 - Au 2 K 12.379
Recht der Landesbeamten; Übernahme einer angestellten Gymnasiallehrerin in ein …
VG Ansbach, 23.06.2015 - AN 1 K 15.00530
Verletzung des Bewerbungsverfahrensanspruchs
VG München, 08.05.2015 - M 21 K 13.3632
Kein Anspruch auf Beförderung für Beamte
VG Köln, 05.11.2007 - 19 K 1110/07
OVG Nordrhein-Westfalen, 13.12.1996 - 6 A 6152/95
Rechtmäßigkeit und Nachprüfbarkeit einer dienstlichen Bedarfsbeurteilung; …

References: § 15
 § 7
 § 104
 § 40
 § 41
 § 7
 § 104
 § 104
 § 1