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Timestamp: 2019-01-17 14:21:25+00:00

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Chaotische Einkommensanrechnung Selbständigkeit, WIE denn nu | Erwerbslosenforum Deutschland
Stichworte chaotische denn einkommensanrechnung selbstaendigkeit
Bin selbständig und hätte gern auf 2 sehr konkrete Fragen möglichst eindeutige Antworten , wirklich hilfreiche Links bzw. konkrete Hinweise im SGB II:
1) WIE :kratz: wird der Betrag berechnet, der einem angerechnet wird. Ich gebe monatlich meine Einnahme-Überschuss-Rechnung bei meinem SB ab, gebe alle Einnahme und Ausgaben im Detail an und liege mit dem UMSATZ knapp unter 400 Euro.
a) Wird (wie Martin Behrsing hier einmal beschrieben hat) vom Brutto ausgegangen? :kratz:
Oder, b) wie ich immer wieder lese und bei meiner Arbeitsloseninitiative beraten worden bin, und wie es auch LOGISCHER wäre, vom Gewinn, also NETTO? :kratz:
Bitte wirklich im konkrete Hinweise, ist dringend (so ist das hier ja meistens).
2) Habe wegen wahrscheinlich falscher Berechnungen meines Einkommens die EÜs von Januar und Februar erstmal zurückgehalten bzw. für Dezember Widerspruch eingelegt. Muss jetzt aber in einer Woche auch diese EÜs vorlegen, sonst wird die Leistung für mich und mein kleines Kind sofort voll eingestellt. Nun die FRAGE: Wenn ich beide Abrechnungen einreiche, darf der SB mir für APRIL sofort ALLES (vom Januar und Februar gesamt!!) abziehen? :uebel:
Bitte meldet Euch! Vielen herzlichen Dank schon mal!!
Das sind die derzeit gültigen einschlägigen Rechtsgrundlagen.
Es wird zunächst das persönliches Brutto/Nettoverhältnis ermittelt, bis zu einer Obergrneze von 1.500,00 EUR auf die Deine Einkünfte stufenweise angerechnet werden. Der Rest wird in voller Höhe auf das Arbeitslosengeld II angerechnet.
Man darf also zunächst das selbständiges Einkommen um den betrieblichen Aufwand mindern, wie z.B. Fahrtkosten , Material-, Raum-, Telefon- oder Onlinekosten. Das kann im als Pauschale von 20 % geschehen oder es müssen die höhere Ausgaben exakt nachgewiesen werden.
Selbstverständlich gehören hierzu auch die privaten und betrieblichen Steuern, sowie die Beiträge zur Sozialversicherung und angemessene Beiträge zur privaten Krankenversicherung, Pflegeversicherung und Altersvorsorge.(Bei ALG II trifft dies wohl eher selten zu,da ja zumindestens die Sozialbeiträge vom Amt bezahlt werden).
Normalerweise darf das Einkommen der letzten Monate nicht sofort und in voller Höhe angerechnet werden,sondern gestaffelt auf die kommenden
Monate.Ansonsten könnte es vorkommen,das der Hilfeempfänger evtl. für einen Monat kein ALGII erhält und somit auch nicht krankenversichert ist.
@ an Silvia V = Verständnisfrage
Hallo Silvia, du schreibst " Man darf also zunächst das selbständiges Einkommen um den betrieblichen Aufwand mindern, wie z.B. Fahrtkosten , Material-, Raum-, Telefon- oder Onlinekosten. Das kann im als Pauschale von 20 % geschehen oder es müssen die höhere Ausgaben exakt nachgewiesen werden. "
Ist diese Möglichkeit der Pauschale bei Selbständigen (20 oder 30 % ?) mit den Änderungen zum 01. Oktober 2005 nicht weggefallen ???
Ich glaube da was gelesen zu haben, suche selbst noch.
Also, nur noch Berechnung der tatsächlichen Kosten gem. Einkommenssteuergestetz ???
Die Pauschale kommt nur zum Tragen,wenn das Einkommen
nicht nach dem Einkommensteuergesetz feststellbar sein sollte.
Selbstständig und ALG II - neue Regeln
Bitte beachten, dass die gesetzlichen Bestimmungen derart schwammig sind, dass man immer auch die Ausführungsbestimmungen lesen muss :kratz:
@ an Silvia V
entschuldigung !!! habe jetzt auch gefunden:
des Einkommens aus selbständiger Arbeit,
Gewerbebetrieb und Land- und Forstwirtschaft
(1) Bei der Berechnung des Einkommens aus selbständiger Arbeit, Gewerbebetrieb und Land- und Forstwirtschaft ist vom Arbeitsein-kommen im Sinne des § 15 des Vierten Buches Sozialgesetzbuch auszugehen. Welche Einnahmen zum Einkommen aus Land- und Forstwirtschaft, Gewerbebetrieb uns selbständiger Arbeit gehören,
Gesetzestexte Seite 5 § 11
bestimmt sich nach § 13 Abs. 1 und 2, § 15 Abs. 1 und § 18 Abs.1 des Einkommensteuergesetzes; der Nutzungswert der Wohnung im eigenen Haus bleibt unberücksichtigt. Soweit eine Feststellung des Arbeitseinkommens nicht möglich ist, ist zur Bestimmung des Ar-beitseinkommens von den Bruttoeinnahmen eine Betriebsausga-benpauschale in Höhe von 20 Prozent abzusetzen........."
Glaube vor dem Oktober 2005 waren es 30 % ???? oder so :kratz: :kratz:
kann ja mal vorkommen, NOBODY IS PERFEKT (auch ich nicht :lol: :lol: :lol: )
jetzt bin ich wieder verunsichert !!!!!!
So wie du es geschrieben hast hatte ich das auch in Erinnerung, deshalb mein erster Hinweis.
Man sollte das dann doch noch mal genauer abklären :daumen:
interessant für selbständige arbeit wäre auch noch
http://www.aufenthaltstitel.de/alg2vo.html#2a
(1) Bei der Berechnung des Einkommens aus selbständiger Arbeit, Gewerbebetrieb und Land- und Forstwirtschaft ist vom Arbeitseinkommen im Sinne des § 15 des Vierten Buches Sozialgesetzbuch aus zugehen. Weiche Einnahmen zum Einkommen aus Land- und Forstwirtschaft, Gewerbebetrieb und selbständiger Arbeit gehören, bestimmt sich nach § 13 Abs. 1 und 2, § 15 Abs. 1 und § 18 Abs. 1 des Einkommensteuergesetzes; der Nutzungswert der Wohnung im eigenen Haus bleibt unberücksichtigt. Soweit eine Feststellung des Arbeitseinkommens nicht möglich ist, ist zur Bestimmung des Arbeitseinkommens von den Bruttoeinnahmen eine Betriebsausgabenpauschale in Höhe von 20 Prozent abzusetzen.
(2) Das Einkommen ist für das Kalenderjahr zu berechnen, in dem der Bedarfszettraum liegt (Berechnungsjahr). Für jeden Bedarfszeitraum ist ein Zwölftel des Einkommens im Berechnungsjahr als Einkommen zu berücksichtigen. Ist Arbeitseinkommen nur während eines Teils des Jahres vorhanden, so ist das Einkommen nur für diesen Zeitraum zu berechnen; für ihn gilt als monatliches Einkommen derjenige Teil des Arbeitseinkommens, der der Anzahl der in den genannten Zeitraum faltenden Monate entspricht.
d.h. du machst eine eür für 2005 und bekommst dann 1/12 jeden monat abgezogen. also nichts mit monatlich eür. sollte sich das einkommen im laufe des jahres ändern machst du eine änderungsmitteilung.
grundlage für den abzug ist
nicht angerechnet = freibetrag (100€) + 20% (von 100 - 800 €) + 10% (von 800 - 1200 [bzw. 1500])
gewinn - nicht angerechnet = abzugsfähiges einkommen
Von diesen Zuverdienstregeln können auch Selbstständige mit geringen Einkünften profitieren
das hab ich schon damals nicht verstanden als martin es gepostet hat.
wenn ich nur einen geringen umsatz habe, bleiben in der regel die kosten z.b. miete, telefon, auto gleich. da fahre ich mit dem abzug der tatsächlichen kosten immer besser als mit 20% ( <80€) vom umsatz.
Soweit eine Feststellung des Arbeitseinkommens nicht möglich ist, ist zur Bestimmung des Arbeitseinkommens von den Bruttoeinnahmen eine Betriebsausgabenpauschale in Höhe von 20 Prozent abzusetzen.
Das Chaos lichtet sich ...
Hallo und vielen Dank :stern: für die vielen Antworten; zeigt mir auch wieder, wie sehr wir Selbständige im Dunkeln tappen (müssen?).
Habe übrigens noch einen sinnvollen Link gefunden!:
http://www.akademie.de/existenzgrue.../aktuelles/alg-ii-und-selbststaendigkeit.html
Link passt hier nicht so ganz hin, bin wohl zu doof, aber hoffe, Ihr findet das trotzdem. Ups, passt doch, bei Links bitte auf URL klicken.Gruß Kalle
Bringt Klarheit, wie ich finde, aber leider auch Gewissheit, dass sich Selbständigkeit nur bei Beträgen über 400 Euro Umsatz ein wenig lohnt. Drunter zahlt man evtl. sogar drauf. Veraaaar......! :motz: :motz: :motz:
Wie denn nun? Ich bin ja auch nebenberuflich Selbständig, beziehe ALG2. Trifft der §2a Absatz 2 jetzt auch für mich zu? Meine Arge meinte ich müsste monatlich eine EÜR abgeben.

References: § 15
 § 11
 § 13
 § 15
 § 18
 § 15
 § 13
 § 15
 § 18
 §2