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Timestamp: 2020-08-12 21:16:16+00:00

Document:
Zulässigkeit der Verrechnung des Vorsteuervergütungsanspruchs der Insolvenzmasse mit der Umsatzsteuerschuld des Neuerwerbs Insolvenzmasse und Neuerwerb sind keine verschiedenen Rechtspersönlichkeiten bzw. Steuersubjekte
FG Sachsen - Urteil vom 08.09.2011
6 K 501/10
UStG § 2 ; UStG § 16 Abs. 2 S. 1; InsO § 35 Abs. 2; InsO § 295 Abs. 2; InsO § 55; InsO § 96 Abs. 1; InsO § 80;
FG Sachsen, Urteil vom 08.09.2011 - Aktenzeichen 6 K 501/10
DRsp Nr. 2012/7433
Der Aufrechnung des Umsatzsteuervergütungsanspruchs der Masse mit der Umsatzsteuerschuld aus der Neuerwerbstätigkeit der Insolvenzschuldnerin desselben Kalenderjahres steht ein Aufrechnungsverbot des § 96 Abs. 1 InsO nicht entgegen. Das Insolvenzunternehmen und das sog. Neuerwerbs-Unternehmen bilden -auch bei verschiedenen Steuernummern- keine unterschiedlichen Rechtspersönlichkeiten bzw. Steuersubjekte (entgegen Sächsisches FG v. 27.8.2008, 2 K 998/08).
1. Die Klage wird angewiesen.

References: § 2
 § 16
 § 35
 § 295
 § 55
 § 96
 § 80
 § 96