Source: https://issuu.com/basler_verkehrsbetriebe/docs/bvb_gb13_web
Timestamp: 2017-05-29 13:57:04+00:00

Document:
Bvb gb13 web by BVB - issuu
Gesch채ftsbericht 2013IM WANDEL31.12.2013IN KÜRZE
Beförderte Personen (Mio./Jahr)
Tramlinien 
Buslinien	
Total inkl. Nachtnetz93.26
132.80Beförderungsleistung (Mio. Personen-km/Jahr)
Total inkl. Nachtnetz
Fahrleistung (Mio. Wagen-km/Jahr)
Tram 
Bus	
Vertragslinien0.70
Tram (9 Linien)
Bus (13 Linien)	
65.7
180.1Rollmaterialbestand Linie & Oldtimer
Tram-Motorwagen128
Tram-Anhängerwagen80
Busse 
Personen1183
Vollzeitstellen (FTE)
Verkehrsertrag123.8
Betriebsbeitrag Kanton Basel-Stadt
Personalaufwand122.6
Abschreibungen27.85
Linienstatistik
BVB in K체rze
Revisionsstelle3IM WANDELEDITORIAL
Aus den Versäumnissen gilt es nun, Lehren zu ziehen. An
vielen Stellen wurden und werden Fragen gestellt, teilweise
sind die Antworten bereits gefunden und es ist gelungen, ge­
meinsame Nenner zu finden. Die BVB muss erreichen, dass
die Veränderung von allen Beteiligten getragen wird, denn
nur so kann diese zu einem wünschenswerten Ziel führen.
Dazu gehören Vertrauen, Mitsprache und Transparenz. Auch
dies sind Werte, die auf der Fahne des Wandels stehen.Die BVB hat eine lange Tradition. Sie ist als Service public
tief in Basel verwurzelt, ja sogar Identifikationsmerkmal die­
ser Stadt. Die grünen «Drämmli» gehören genauso zu Basel
wie die Fasnacht und der FCB. Diese lange, schöne Tradition
bringt aber auch immer eine Tendenz zum rückwärts gerich­
teten Blick mit sich. In den letzten drei Jahren hat die BVB
den Blick klar nach vorne gerichtet, viele Veränderungspro­
zesse eingeleitet und angefangen, in Richtung Zukunft zu
schreiten.Die Turbulenzen haben nicht nur Verfehlungen aufgezeigt,
sondern auch sehr viel Treue und Engagement demonstriert.
Denn auch in den bewegtesten Zeiten fuhren jedes Tram
und jeder Bus pünktlich, bei Wind und Wetter, bei Tag und
Nacht. Jede Mitarbeiterin und jeder Mitarbeiter der BVB hat
mit diesem Einsatz gezeigt, wie sehr ihm oder ihr der gute
Service dieses Basler Aushängeschilds am Herzen liegt. Man
kann gar nicht genug betonen, wie wertvoll das ist. Wir
möchten im Namen der gesamten Geschäftsleitung und des
Verwaltungsrates unseren grössten Dank dafür aussprechen.Das Unternehmen – und damit der öffentliche Verkehr in
­Basel allgemein – stösst damit die grösste Veränderung der
letzten zwanzig Jahre an. Neue Linien werden gebaut, zum
ersten Mal seit fast 50 Jahren überquert ab Ende 2014 wieder
ein Basler Tram die Grenze nach Deutschland, über 60 Pro­
zent des Rollmaterials werden ausgewechselt – dies sind die
­gegen aussen sichtbaren Veränderungen bei der BVB.
Natürlich kann ein Unternehmen sich aber nur dann wan­
deln, wenn die Veränderungen auch in seinem Inneren statt­
finden. Im Geschäftsbericht 2013 richten wir den Blick denn
auch bewusst nach innen: Wir schauen in die einzelnen
Bereiche und Projekte und beleuchten das vergangene Jahr.
Neue Kompetenzen und Berufsbilder, moderne Kommunika­
tionskanäle, neue Ausrichtungen, Prozesse und Infrastruk­
turen – all dies ist notwendig, um den Wandel zu vollziehen
und mit der Zeit gehen zu können. Vieles davon ist sehr
schnell gegangen. So schnell, dass bisweilen das Hauptkapi­
tal der BVB – ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter – auf
der Strecke geblieben ist. Mit dem Blick nach vorne hat die
Leitung der BVB den Kurs festgelegt und es dabei versäumt,
die Belegschaft mit ins Boot zu holen. Dies hat zu einer Krise
geführt, wie sie die BVB wohl noch nie erlebt hat.Dem Engagement unserer Mitarbeitenden wollen wir beson­
ders Rechnung tragen, indem wir jede und jeden Einzelnen
bei der BVB persönlich mit auf die spannende Reise in die
Zukunft nehmen. Damit die BVB einen noch besseren öV für
ihre Kundinnen und Kunden bieten kann.Paul BlumenthalPräsident des VerwaltungsratsDie Krise hat vor allem in den Medien hohe Wellen geschla­
gen. Darum soll im vorliegenden Geschäftsbericht der Blick
von aussen auch nicht fehlen. Konsequenterweise haben wir
uns entschieden, einen freien Journalisten recherchieren und
die kritischen Fragen stellen zu lassen – unzensiert und ohne
unser Zutun. Er hat seine Gesprächspartner gewählt, mit
­ihnen die Themenkreise festgelegt und uns das pfannenfer­
tige Ergebnis geliefert. Sie finden diese Aussensicht als Beilage
im Zeitungsformat im Geschäftsbericht 2013 der BVB.Michael BontDirektor a.i.5KOMMENTARVON KRISEN UND CHANCENWAS SIND DIE HINTERGRÜNDE?
Die BVB setzt so viele Projekte um wie selten zuvor. In den
letzten vier Jahren wurde ein Wandel angestossen, der das
Unternehmen aus den vergangenen zwanzig Jahren heraus
und in die Zukunft führen wird. Nicht weniger als dreizehn
Schlüsselprojekte stehen momentan in der Umsetzung – die
BVB hat buchstäblich an allen Fronten mit Hochdruck am
Wandel zum modernen, repräsentativen, elektronisch orga­
nisierten Transportunternehmen gearbeitet.Die BVB hat ein gutes Geschäftsjahr hinter sich. Die Zahlen
sind erfreulich. So haben nicht nur die Fahrten im Allgemei­
nen zugenommen, was in Kombination mit einer Erhöhung
der Billetpreise zu einem Gewinn von fast einer Million Fran­
ken geführt hat. Dieses Wachstum konnte die BVB trotz eines
erhöhten Personalaufwands erreichen, was positiv zu werten
ERFREULICHE LEUCHTTÜRME
Massgeblich beeinflusst wurde das Berichtsjahr durch Leucht­
turmprojekte, die die BVB einen grossen Schritt nach vorne
bringen werden. Der Ausbau der Linie 8 nach Weil ist dabei si­
cherlich eines der aufsehenerregendsten. Nicht nur deswegen,
weil seit vielen Jahren keine neue Tramlinie mehr gebaut wor­
den ist, sondern weil dieser Ausbau auch historische Bedeu­
tung hat: zum ersten Mal seit fast 50 Jahren wird Ende 2014
wieder ein Tram die Grenze nach Deutschland überqueren.WAS WAREN DIE VORWÜRFE?
Es gab Reglementsverstösse, die von mangelnder Sensibilität
oder Sorgfalt bis zur bewussten Verfehlung reichen. Dazu
­gehören die Dienstwohnung für den Direktor, der Einsatz des
Dienstwagens im privaten Gebrauch, die Ausbezahlung von
Überstunden an die Topkader oder die Anstellung von Fami­
lienmitgliedern des Topkaders in der Verwaltung. Diese Miss­
stände sind inzwischen korrigiert, zu Unrecht bezogene Gel­
der wurden zurückbezahlt.2013 stand auch im Zeichen der Vorbereitung auf grosse Verän­
derungen. In den nächsten zwei Jahren werden die neuen
FLEXITY-Trams rund 60 Prozent des bestehenden Rollmate­
rials ersetzen. Mit den 46 neuen Gelenkbussen, die im Jahr
2015 erneuert werden, wird ein grosser Teil der Busflotte
ebenfalls ersetzt. Die BVB ist bereit für ihr neues Rollmaterial.Was schwerer wiegt, sind Probleme in den Projektvergaben,
die zum Teil bewusst ohne Ausschreibungsprozess erfolgt
sind. Diese Verfehlungen legte der Bericht der Finanzkontrol­
le offen. Sie sind insofern tiefgreifend, als dass sie die Glaub­
würdigkeit und die Integrität der BVB als Gesamtunterneh­
men in Frage stellen. Gerade für ein Transportunternehmen,
das sehr stark auf die gute Zusammenarbeit mit verschiedens­
ten Partnern angewiesen ist, ist dies ein schwerer Schlag.Ein weiteres Highlight ist der Spatenstich im Dreispitz für den
Neubau an der Münchensteinerstrasse, in welchem künftig die
gesamte Infrastruktur vereint sein wird. Das wird die Zusam­
menarbeit erleichtern, die Prozesse vereinfachen und die Ar­
beitsbedingungen für die Mitarbeitenden deutlich verbessern.Zwei wesentliche Fehler haben den weiteren Verlauf der
­K rise, auch was die Medien angeht, begünstigt. Zum einen
liefen diese Verfehlungen grösstenteils am Verwaltungsrat
vorbei, sie fanden also sozusagen «subkutan» statt. Dies
zeugte davon, dass die Führung inmitten der Turbulenzen
des Wandels nicht mehr genügend Kontrolle nach innen
­ausüben konnte. Der zweite grosse Fehler: das Unternehmen
hat zu Beginn der Krise im Sommer 2013 eindeutig zu wenigDIE KEHRSEITE DER MEDAILLE
Neben allen Erfolgsmeldungen war 2013 ein Jahr, in dem die
BVB auch negative Schlagzeilen gemacht hat. Sie hat damit
­ihren guten Ruf riskiert. Und sie hat die Treue und das Enga­
gement ihrer Mitarbeitenden aufs Spiel gesetzt.62013 hat die BVB 1.23 Mio.
Fahrgäste mehr von A nach B
gebracht als 2012.2014 ist das Jahr, in welchem der Wandel und der Fortschritt
bei der BVB und der beispiellose Einsatz, der hinter den Kulis­
sen geleistet wurde, sichtbar werden. Dieses Jahr steht unter
dem Zeichen der Konsolidierung, in welchem die zahlreichen
Projekte zur Umsetzung gelangen werden. 2014 wird das Ge­
sicht des öffentlichen Verkehrs in Basel nachhaltig verändern
und das Unternehmen in eine vielversprechende Zukunft len­
ken. Und wenn diese Reise von allen wieder mit Freude und
Überzeugung angetreten wird – vom Fahrdienst bis zum Top­
kader – dann wird die BVB in den nächsten Jahren noch viele
Schlagzeilen schreiben. Und sie werden positiv sein.und teilweise nicht transparent kommuniziert – sowohl nach
innen wie nach aussen.
Die Mitarbeitenden fühlten sich übergangen. Es herrschte ein
Top-Down-Klima der Aufdoktrinierung von Neuerungen,
ohne dass man dabei auf die Bedürfnisse der Belegschaft ein­
gegangen ist. Diese Grundstimmung, gepaart mit den Nach­
richten zu den Unregelmässigkeiten und Verfehlungen in der
Führungsetage, hat zum Eklat geführt, der im Dezember 2013
seinen Höhepunkt erreichte.
WAS LERNT MAN BEI DER BVB DARAUS?
Zuvorderst steht natürlich die Lektion, dass auch ein halb­
staatliches Unternehmen auf Good Governance nicht ver­
zichten kann. Regelmässige Prüfungen und Transparenz in
allen Bereichen sind unumgänglich und müssen zur Kultur
einer modernen und gesunden BVB gehören. Die Konsequen­
zen hat das Unternehmen gezogen, personell wie inhaltlich,
um die Missstände effektiv und nachhaltig zu beheben.Paul BlumenthalPräsident des VerwaltungsratsFast wichtiger aber ist die Erkenntnis, dass der Wandel nicht
ohne die Mitarbeitenden stattfinden kann. Dazu gehört, dass
die Führung ihre Entscheide besser ref lektieren muss, sich
bewusst werden muss, was ihre Beschlüsse im Unternehmen
und beim Personal auslösen. Und dies geht nicht ohne Dialog.
Die Personalkommission wird deswegen fortan von Anfang
an stärker in die Entwicklung von Projekten mit einbezogen
werden. Der Wandel muss auch in der Unternehmenskultur
stattfinden: in Richtung Kommunikation, Einbezug und
Kompromissbereitschaft.Michael BontDirektor a.i.WIE SIEHT DIE ZUKUNFT AUS?
Jede Krise ist zugleich eine Chance. Wer es schafft, eine Krise
zu überstehen, geht gestärkt daraus hervor. Es ist zwar nicht
erfreulich, dass die Krise stattgefunden hat. Aber es ist gut,
dass dadurch Missstände ans Tageslicht gekommen sind, die
die BVB nun korrigieren kann.7MARKTNACHFRAGESTEIGERUNG UND
Die BVB konnte auch 2013 ihr Angebot leicht ausbauen. Die Kundenzufriedenheit wurde auf hohem Niveau gehalten.ERNEUTES WACHSTUM
Die BVB kann im Berichtsjahr erneut eine leichte Steigerung
der Nachfrage verzeichnen. Die Zahl der Passagiere wuchs
um 1.02 Prozent auf 132.8 Mio. Personen. Zusammen legten
diese 289.8 Mio. Kilometer zurück (+1.27 Prozent). Der positi­
ve Trend der BVB hält damit seit 2002 (EuroVille: Übernahme
der Strecke SBB-Schifflände der BVB-Linie 1 durch die BLT­
Linie 11) ununterbrochen an. Insgesamt verbuchte die BVB
beim Tram 2013 ein Wachstum von 0.6 Prozent, beim Bus
waren es 1.6 Prozent. Das Wachstum ist generell auf das Be­
völkerungswachstum im Marktgebiet zurückzuführen. Be­
sonders zur positiven Entwicklung trug die Buslinie 50 zum
Flughafen bei. Weil immer mehr Flüge ab Basel fliegen,
nimmt die Transportleistung der BVB seit Jahren zu. Hier
hat der Basler öV im europäischen Vergleich eine Spitzen­
position inne: kaum ein anderer Flughafen verfügt über eine
direkte Verbindung zum städtischen Zentrum im 7.5-Minu­
ten-Takt.
Dank der Zunahme der Fahrgäste und der erst 2013 vollum­
fänglich wirkenden Tariferhöhung 2012 lag auch der Ver­
kehrsertrag mit einer Steigerung von 4.23 Prozent höher als
Auf den Fahrplanwechsel Mitte Dezember wurde in Riehen­
Bettingen das gemeinsam mit dem Baudepartement und den
betroffenen Gemeinden ausgearbeitete neue Buskonzept ein­
geführt. Die stark mit Busverkehr belastete nördliche Raura­
cherstrasse (Abschnitt Bäumlihofstrasse–Habermatten) wur­
de um 16 Busfahrten je Stunde entlastet, die Haltestelle
Friedhof am Hörnli erhielt wieder acht Verbindungen von
und in die Stadt pro Stunde. Mit der neuen, in der Morgen- und
Abend-Hauptverkehrszeit geführten Linie 42 erhielt die Berg­
gemeinde Bettingen viertelstündliche Direktverbindungen
zum Schulstandort Bäumlihof, zur Roche und zum Wett­
stein- und Claraplatz. Von den Fahrgästen kritisierte Mängel8Top Site «Online-Fahrplan»
Gerechnete Fahrtauskünfte 2013:7 Mio.Im Einzelnen ergaben sich jedoch Veränderungen. So wurde
von den befragten Kundinnen und Kunden, evtl. in Erwar­
tung der neuen FLEXITY-Trams, der Fahrkomfort beim Tram
schlechter benotet. Die Probleme mit der Software der neuen
Betriebsleitstelle, welche vor allem im ersten Halbjahr 2013 zu
vielen Ausfällen oder falschen Anzeigen bei den DFI (dynami­
sche Fahrgastinformation) führte, fand in einer schlechteren
Bewertung des Themas «Info an Haltestellen/zu Haltestellen
im Fahrzeug» ihren Niederschlag. Die Team­entwicklung so­
wie Weiterbildungen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
des Kundenzentrums wurden mit einem Anstieg der Bewer­
tung der «bedienten Verkaufsstelle» um 6 Prozentpunkte auf
den hohen Wert von 80 Punkten belohnt.an der Fahrplangestaltung werden auf den nächsten Fahr­
planwechsel hin so weit wie möglich korrigiert.
Auf der Linie 33 verkehren die Busse neu ganztägig im 15-­
Minuten-Takt bis Allschwil Letten, während der Hauptver­
kehrszeiten morgens und abends sogar im 7.5-Minuten-Takt.
Nebst einer Attraktivitätssteigerung für die dort wohnenden
Allschwiler soll mit dieser Massnahme auch eine gleichmäs­
sigere Auslastung der Busse erzielt werden. Bislang waren die
von Schönenbuch kommenden Busse in den Spitzenzeiten
­regelmässig überfüllt, während in den erst ab Wanderstrasse
verkehrenden Bussen noch Platzreserven vorhanden waren.
Mit einem Wert von 89 Prozent ist der Pünktlichkeitsgrad der
BVB erstmals unter 90 gefallen. Als «pünktlich» gelten Halte­
stellenabfahrten, die nicht mehr als 90 Sekunden zu früh oder
150 Sekunden zu spät sind. Mehrere Faktoren haben zur Ver­
schlechterung beigetragen, zwei davon sind: Die grossen
Baustellen entlang der BVB-Linien, insbesondere die Gross­
baustelle Luzernerring/Wasgenring, sowie der Umleitungsverkehr bei Störungen auf der Osttangente der Autobahn N2
wirken sich stark auf die in diesen Gebieten verkehrenden
Buslinien 36, 38 und 55 aus.VORBEREITUNG FÜR DIE NEUE BVB
Intensive Vorbereitungen liefen im ganzen Geschäftsjahr für
die beiden grossen Meilensteinprojekte der BVB: die Erneue­
rung der Tramflotte und der Bau der grenzüberschreitenden
Tramlinie nach Weil am Rhein.
• FLEXITYBasel: Nach den klaren Ergebnissen der Kunden­umfragen zur Materialwahl für den künftigen Tramsitz und
zum neuen BVB-Grün konnten die für die Innen- und Aus­
sengestaltung des neuen Basler Trams relevanten Vorgaben
definiert werden. Auch wurde entschieden, dass die neuen
Fahrzeuge künftig mit Doppelbildschirmen ausgerüstet wer­
den. Neben den rein betrieblichen Informationen wie Linie
und Fahrweg, nächste Haltestellen und Uhrzeit können so auf
einem zweiten Bildschirm allgemeine Informationen wie z.B.
News und Wetter sowie maximal 25 Prozent Werbung g
­ ezeigt
werden.KUNDENZUFRIEDENHEIT AUF
Wie bereits im Jahre 2011 konnte die BVB bei der 2013 im
Auftrag der Kantone bei allen in den beiden Kantonen operie­
renden Transportunternehmungen durchgeführten Kunden­
befragung mit 77 Punkten den höchsten in den Kantonen
­Basel-Stadt und Basel-Landschaft erzielten Wert für die Kun­
denzufriedenheit erreichen. Dies ist umso erfreulicher, als
der Zeitpunkt der Umfrage – Ende August bis Mitte Oktober
2013 – in eine Zeit negativer Präsenz der BVB in den Medien
fiel.Mit dem speziell für das neue Tram kreierten Newsletter
«FLEXITY-News» sowie mit einem Stand an der Muba, der
ganz im Zeichen des FLEXITYBasel stand, schürt die BVB
die Vorfreude ihrer Kundinnen und Kunden auf das neue
Basler Tram.92013 konnte die BVB einen wichtigen Schritt vorwärts gehen:
der Markt ist nicht nur organisatorisch vereint, sondern hat
seit Oktober 2013 mit dem Umzug der Leitstelle vom Clara­
graben ins Dreispitz-Areal als Ganzes seinen gemeinsamen
Sitz an der Münchensteinerstrasse 83 (M83) bezogen. Das
Zusammentreffen der verschiedensten Berufsgruppen und
Welten funktioniert erfreulich gut: Das «M83» ist zur Dreh­
scheibe geworden, wo die Angebote und Dienstleistungen der
BVB den ganzen Prozess von Entwicklung, Planung, Steue­
rung, Kommunikation, Verkauf, Analyse und Kontrolle
durchlaufen – selbstverständlich immer mit dem Fokus auf
die Kundschaft.• Tram nach Weil am Rhein: Dass ein Tram über die Grenzefahren kann, setzt auch marktseitig sehr viel Vorarbeit vor­
aus. Dies beginnt bei Zulassungen für Fahrzeuge und Fahr­
zeugnormen, der Ergänzung bestehender Fahrdienstvor­
schriften mit den auf dem deutschen Linienabschnitt geltenden Vorschriften, der Schulung des Fahrdienstpersonals
und endet bei der Information der Weiler Stadtbevölkerung,
die sich an ein neues Verkehrsmittel gewöhnen darf, das im
Verkehr einen besonderen Vortritt geniesst. Für die Linie
gewonnen werden müssen aber nicht nur die Weiler Kun­
dinnen und Kunden, sondern auch die Basler und Baslerin­
nen. Nur so kann der neue 8er zum Erfolgskonzept für alle
Beteiligten werden. Dabei sind einfache Tarifstrukturen ent­
scheidend – eine echte Knacknuss im t­ rinationalen Raum.
Ob sich der Traum von einem die Landesgrenzen überschrei­
tenden einheitlichen Tarifsystem realisieren lässt, kann im
Moment nicht beantwortet werden. V
­ iele nationale gesetzli­
che Vorschriften und Gepflogenheiten sowie der schwanken­
de Wechselkurs zwischen Euro und Schweizer Franken er­
schweren die Bildung eines einheitlichen Tarifverbunds für
die Dreilandregion.NEUORGANISATION DES TNW
Neu aufgestellt wurde im Berichtsjahr auch der Tarifverbund
Nordwestschweiz (TNW). Die bisher von der BLT im Auftrag
der übrigen TNW-Partner treuhänderisch wahrgenommene
Geschäftsführung des Tarifverbunds wurde ausgegliedert.
Die neue Geschäftsführerin, Claudia Demel, hat ihre Arbeit
am neuen Domizil des TNW in der Basler Innenstadt aufge­
nommen.NEUORGANISATION DES BEREICHS MARKT
­B EWÄHRT SICH
Mit der Zusammenführung des Netzmanagements und der
ehemaligen Abteilung Marketing und Verkauf zum neuen
Bereich «Markt» im Jahr 2012 wurde eine gute Basis für die
verbesserte Koordination der für die Kundinnen und Kunden
relevanten Tätigkeiten, exklusive Fahrdienst, geschaffen.Die Diskussionen für die künftigen Weichenstellungen haben
begonnen. Fragen wie eine allfällige Zonierung für den
Abonnementsbereich oder die Schnittstellen zum nationalen
direkten Verkehr können neu analysiert werden. Die neue
­Organisation bietet eine wichtige gemeinsame Basis aller betei­
ligten Verkehrsunternehmen für anstehende Themen wie die
Anbindungen an eTicketing und ein zukünftiges Preissystem
Schweiz.10INFRASTRUKTURNACHHOLEN UND
Bei der BVB wird gebaut. Nicht nur an den Gleisen und Haltestellen, sondern
auch im Dreispitz, wo in einem Neubau der gesamte Bereich Infrastruktur
­zusammengelegt wird. Das verspricht Effizienz, bessere Arbeitsbedingungen
und eine solide Basis für die Zukunft.Anzeigen an
HaltestellenGegen Ende 2013
konnte die Verfügbarkeit der
DFI-Anzeigen von anfänglich unter
95 Prozent auf 99 Prozent erhöht werden.ZUSAMMENFÜHREN, WAS ZUSAMMENGEHÖRT
Der Neubau im Dreispitz ist eines der grösseren BVB-Projekte
der letzten Jahre: rund 27.5 Millionen Franken investiert die
BVB aus eigenen Mitteln in das neue Werkareal. In zwei
Gebäu­den wird zusammengefasst, was bislang auf verschiede­
ne Areale und teilweise sehr veraltete Räumlichkeiten im Drei­
spitzgelände verteilt war. Im neuen Betriebsgebäude werden
neben Grossraumbüros diverse Lager sowie die Fahrzeughalle
unter einem Dach zusammengefasst. Im zweiten Gebäude,
der Halle für die Gleisoberbaufertigung, wird künftig das
Schienenmaterial angeliefert, für den späteren Einbau auf einer
Strecke vorbereitet und von dort direkt auf die Baustelle ausge­
liefert. Das neue Werkareal wird die Anforderungen an einen
modernen Betrieb erfüllen und damit nicht nur die Arbeitsbe­
dingungen für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Aus­
senbereich deutlich verbessern, sondern auch zu Prozessopti­
mierungen und zu einer wesentlichen Effizienzstei­gerung
beitragen. Dank des neuen Werkareals der Infrastruktur, für
welches am 7. November 2013 der Grundstein feierlich gelegt
wurde, kann nun endlich zusammengeführt werden, was zu­
sammengehört. Beide Gebäude sollen ab dem zweiten Quartal
2015 bezogen werden.
ERHÖHTES PROJEKTVOLUMEN
Nicht nur die Anforderungen steigen. Auch das Projektvolu­
men ist 2013 nochmals deutlich gewachsen. Ein Beispiel da­
für sind die Instandsetzungsarbeiten, welche an der Fahrkopf­
oberfläche der Schienen durchgeführt werden mussten. Um
die Abnützung der Schienen hinauszuzögern, wurde in der
Vergangenheit ein Band aus einer harten Legierung aufge­
schweisst – eine Lösung, die während mehrerer Jahre sehr gut
funktioniert hat. Inzwischen ist dieses Band jedoch an vielen
Stellen im Gleisnetz so weit abgefahren, dass die Oberfläche
der Legierung grossflächig ausbricht und dadurch eine une­
bene Fahroberfläche für die Trams bietet. Die Sicherheit auf
dem Netz der BVB ist dadurch zwar keinesfalls beeinträchtigt,
eine ruhige Fahrt für die Fahrgäste und Anwohnerinnen und12Weil am Rhein ist auf den Fahrplanwechsel im Dezember
2014 vorgesehen.Anwohner ist aber nicht immer gewährleistet. Aus diesem
Grund hat die BVB entschieden, die Bänder an den betroffe­
nen Stellen auszufräsen. Die Infrastruktur hat während des
ganzen vergangenen Jahres mit Hochdruck daran gearbeitet,
damit diese Arbeiten bis Ende 2014 abgeschlossen werden
können.Im Zuge der Bauarbeiten konnte auch die erste Tramhalte­
stelle im Sinne des Behindertengleichstellungsgesetzes
­(BehiG) fertiggestellt werden. In einem intensiven Prozess
hat die BVB gemeinsam mit dem Amt für Mobilität, Städte­
bau & Architektur, dem Tief bauamt und einem Vertreter
von Pro Infirmis die Ausführungsnormalien für die neuen
BehiG-konformen Haltestellen entwickelt – mit Erfolg: Die
erste BehiG-konforme Haltestelle an der Endhaltestelle der
Linie 8 in Kleinhüningen ist seit Mitte 2013 in Betrieb.NETZAUDIT DER GLEISANLAGEN
Seit 2013 liegen die Ergebnisse des Netzaudits der Gleisan­
lagen vor, welches die BVB Ende 2012 durchgeführt hat. In
diesem Audit hat die BVB die Entwicklung der werterhalten­
den Gleiserneuerung während der letzten 45 Jahre analysiert.
Eine wichtige Erkenntnis daraus: Im Zeitraum zwischen
­Mitte der 80er- und der 90er-Jahre wurden auf dem Netz der
BVB zu wenig Gleise ersetzt. Dies hat zur Folge, dass zum
heutigen Zeitpunkt die Schienen übernutzt sind, was zu
­einem verstärkten Unterhalt führt. Der gewünschte Abbau
dieses Erneuerungsstaus führt dazu, dass momentan mehr
Schienen komplett ersetzt werden müssen, als dies normaler­
weise der Fall wäre. Dieser Trend wird sich während der
nächsten Jahre noch weiter verstärken, bevor das Niveau des
Erneuerungsbedarfs wieder auf ein Normalmass zurückgeht.PREISGEKRÖNTE HALTESTELLE
Alle fünf Jahre findet die Ausstellung «Auszeichnung guter
Bauten» der Kantone Basel-Stadt und Baselland statt. Eine
unabhängige Fachjury hat 2013 aus 140 eingereichten Objek­
ten 34 ausgezeichnet, darunter die neue Normwartehalle
­«Parapluie» der BVB. Die Wartehallen fügen sich sehr gut ins
Stadtbild ein, sind günstig im Unterhalt und können dank
­ihrer Modularität den Bedürfnissen jeder Haltestelle angepasst
werden. Den Fahrgästen bietet «Parapluie» zudem sicheren
Witterungsschutz und ist damit ein Gewinn für alle Beteilig­
ten.DAS GRENZENLOSE TRAM IST AUF KURS
Was in der «Drämmli»-Stadt Basel schon seit über 115 Jahren
zur Selbstverständlichkeit gehört, wird für die Bevölkerung
im deutschen Grenzgebiet voraussichtlich Ende 2014 zur Rea­
lität, wenn die Linie 8 über die Grenze nach Weil am Rhein
fährt. Der anfänglich unsichere Baubeginn der neuen Tram­
brücke in Weil am Rhein konnte dank des Engagements aller
Beteiligten wie geplant im Februar 2013 starten. Der ein­
drückliche Bau, bei dem ein ausgeklügeltes Hebe- und Schie­
beverfahren zum Einsatz kommt, wird voraussichtlich bis
Mitte 2014 dauern. Der Gleislückenschluss an der Grenze
konnte hingegen schon Mitte 2013 mit geladenen Gästen ge­
feiert und die neue Grenz- und Zollanlage im September
2013 eröffnet werden. Die Inbetriebnahme der Linie 8 nach13TECHNIKBEREIT FÜR DIE NEUE FLOTTE
Das vergangene Jahr stand im Zeichen der Vorbereitung. An erster Stelle steht
die anstehende Lieferung der ersten Trams. Bei der Busflotte wird ebenfalls
auf die Erneuerung hingearbeitet. Gleichzeitig gilt es, den laufenden Betrieb
nicht zu vernachlässigen.VORFREUDE AUF FLEXITY BASEL
Basel erhält ein neues Tram. In den nächsten drei Jahren
werden 61 Fahrzeuge des Typs FLEXITYBasel von Bombardier
geliefert. Die ersten zwei davon treffen bereits in der zweiten
Hälfte 2014 in Basel ein. Das hat die Arbeit im Bereich Tech­
nik im vergangenen Jahr massgeblich bestimmt.­ ösung für alle Strecken auf dem Basler Netz – so auch für
die anspruchsvollen Abschnitte im Bruderholz.
Angepasst wird aber nicht nur die Fahrzeuggeometrie. Das
neue FLEXITY-Tram soll auch auf die Bedürfnisse der Wagen­
führerinnen und Wagenführer abgestimmt sein. Aus diesem
Grund wurde 2013 der künftige Führerstand nachgebaut.
Die Fahrdienstmitarbeitenden hatten so die Möglichkeit,
­ihren neuen Arbeitsplatz ausgiebig zu testen. Dabei zeigte
sich noch Optimierungspotenzial, welches durch den Liefe­
ranten Bombardier umgesetzt wird.61 STATT 60 TRAMS
Zeitlich liegt die Trambeschaffung im Plan. Im Berichtsjahr
begann im Werk Bautzen des Lieferanten Bombardier die
Montage der Wagenkasten, in Wien der Bau der Kopf- und
Heckmodule. Die ersten beiden neuen Trams werden im
3. Quartal 2014 ausgeliefert und sollen ab Fahrplanwechsel
vom Dezember 2014 für die BVB-Fahrgäste zum fahrplanmäs­
sigen Einsatz kommen. Dank günstiger Rahmenbedingungen
und des guten Werkliefervertrags wird Bombardier Transpor­
tation zu unveränderten Gesamtkosten von 255 Mio. CHF
für die BVB 61 Trams vom Typ FLEXITYBasel liefern statt
wie ursprünglich vorgesehen nur 60 Trams. Das zusätzliche
Tram wird es der BVB ermöglichen, die bisher sehr knapp
kalkulierte technische und betriebliche Reserve bei den mo­
dernen Niederf lurtrams auf einen branchenüblichen Wert
von 10 Prozent zu erhöhen. Nach der Überprüfung des heute
geplanten Betriebskonzepts zeigt sich, dass die BVB damit
ihren Fahrgästen ab Ende 2017 auf allen Tramlinien – mit
Ausnahme der Einsatzlinien – moderne Trams mit 100 Pro­
zent Niederf lur der Typen FLEXITYBasel und Combino an­
bieten kann und ältere Fahrzeuge im Regeldienst nur noch
in seltenen Ausnahmefällen eingesetzt werden müssen.PROZESSE AUF DEM PRÜFSTAND
61 neue FLEXITY-Trams bedeuten auch, dass innert zweier
Jahre rund zwei Drittel des Rollmaterials ausgewechselt wer­
den. Damit ändert sich von der Schulung des Fahrpersonals
über die Kostenstellen, den Einkauf und die Lagerbewirt­
schaftung bis hin zu den Abläufen und Arbeitsplätzen in
den Werkstätten alles. Im Rahmen des Projekts Instandhal­
tung 2020 (IH 2020) wurden sämtliche Prozesse überprüft
und wo nötig Anpassungen gemacht. Die 1. Revision der
Combino-Flotte, die ebenfalls im vergangenen Jahr erfolgreich
abgeschlossen werden konnte, lieferte wertvolle Inputs für
das Modell des Redesigns der neuen Prozesse im Bereich
Technik. Das war viel Arbeit, aber sie hat sich gelohnt: Alles
ist bereit oder in Vorbereitung für die Ankunft des neuen
BUSBESCHAFFUNG MIT STRATEGIE
Die BVB strebt mit ihrer Busstrategie für das Jahr 2020 einen
niedrigeren Flottenverbrauch und einen tieferen Schadstoff­
ausstoss an. Neue Busse sollen weniger Lärm und weniger
CO2 produzieren. Die BVB will diese Ziele in Etappen errei­
chen und beschafft in jeder Etappe den jeweils besten Bus.SPEZIELLE NETZANFORDERUNGEN IN BASEL
Ein neues Tram muss zuerst auf Basler Verhältnisse angepasst
werden. Denn die Stadt weist Radien und Rahmenbedingun­
gen auf, die man kaum woanders antrifft. Für diese speziellen
Voraussetzungen ist das FLEXITY-Tram optimal. Da es das
neue Tram in zwei verschiedenen Längen gibt, ist es eine14Beliebte
Extrafahrten2013 wurden 640 Extrafahrten
gebucht, am häufigsten «Dante Schuggi»
und die «Tram Lounge».ERSTE ETAPPE: 46 NEUE GELENKBUSSE
Im ersten Quartal 2014 ist der Vergabeentscheid gefallen:
Die BVB beschafft 46 Diesel-Gelenkbusse der neusten Gene­
ration bei der Firma EvoBus/Mercedes-Benz und ersetzt
­damit einen Teil ihrer Busf lotte. Die BVB investiert rund
31 Millionen Franken aus Eigenmitteln in die neuen Gelenk­
busse, welche voraussichtlich bis Ende 2015 vollständig
­ausgeliefert werden und die strenge Euro-VI-Abgasnorm ein­
halten. Das Design ist jenem der FLEXITY-Trams nachemp­
funden.Im Frühjahr 2013 erfolgte dann der technische Befreiungs­
schlag: Rund 3.6 Millionen Franken setzte die BVB ein, um
auch die bisher nicht ersetzten Komponenten zu erneuern
und damit das System komplett zu ersetzen. Das bedeutete
aber in erster Linie sehr viel Arbeit und Einsatz, bevor die
Fahrgäste eine effektive Verbesserung feststellen konnten.
Rund 80 Fahrzeuge mussten zusätzlich umgerüstet werden
– rund doppelt so viele wie ursprünglich geplant – immer bei
laufendem Betrieb. Ein beispielloser Einsatz der gesamten
Belegschaft hat dies möglich gemacht. Heute sind alle ge­
planten Fahrzeuge umgebaut. Gegen Ende Jahr konnte die
Verfügbarkeit der DFI-Anzeigen von anfänglich unter 95
Prozent auf 99 Prozent und die Richtigkeit der Anzeigen auf
ein Bestmass erhöht werden.DIE NÄCHSTEN BUSGENERATIONEN
Im Sommer 2014 schreibt die BVB die Präqualifikation für
Kleinbusse mit Elektroantrieb aus, deren Einsatz für 2017
geplant ist. Ebenfalls 2017 soll der Entscheid über die An­
triebstechnologie für den «Bus der Zukunft» fallen. Dieses
Konzept befasst sich mit der übernächsten Busgeneration:
In Kooperation mit acht Verkehrsbetrieben anderer Schwei­
zer Städte und dem Verband Deutscher Verkehrsunterneh­
men (VDV) prüft die BVB beim «Bus der Zukunft» die
Marktfähigkeit von alternativen Antriebstechnologien auf
Basis verschiedener Versuche in der Schweiz und in den
Nachbarländern.Mit dieser Arbeit wurde die Grundlage für die nächste Etappe
geschaffen: Die BVB kann jetzt planen, mit welchen Funkti­
onen das neue System zusätzlich ergänzt werden soll. Zum
Beispiel erweiterte Echtzeitanzeigen in den Fahrzeugen –
nicht nur Haltestellen sollen angezeigt werden, sondern auch
prognostizierte Ankunftszeiten und, darauf auf bauend, die
nächsten Anschlüsse.AUSBAUARBEITEN AM LEITSYSTEM
Die neue gemeinsame Leitstelle der BVB und BLT beschäf­
tigte das Unternehmen auch im Jahr 2013. Diese wurde be­
reits 2012 lanciert und im Jahr 2013 mit den restlichen An­
lagenteilen ergänzt. Mit der Einführung der neuen Leitstelle
wurden auch die DFI-Anzeigetafeln (dynamische Fahrgast­
informationsanzeigetafeln) an den Tramstationen vollstän­
dig überarbeitet. Das System zeigte gleich zu Beginn einige
Schwächen, das gewählte Migrationskonzept hielt den Anfor­
derungen nicht stand.15BETRIEBVIELE VERÄNDERUNGEN FÜR
Im Betrieb haben verschiedene Themen das Jahr 2013 bestimmt, die teilweise
zu Diskussionen geführt haben – sie alle stehen unter dem Zeichen des Kulturwandels und der Modernisierung. Im Fokus der Mitarbeitenden standen vor allem die neue Bekleidung, der Dienstplan sowie das Radiohören.WENIGER PAPIER
Zur Modernisierung gehört auch, dass elektronisch gearbeitet
werden kann. Bis anhin wurden beispielsweise Dienste an
Schwarzen Brettern ausgehängt. Das bedeutete, dass jeder
Mitarbeitende vor dem Dienst den Aushang konsultierte, sich
handschriftliche Notizen machte und so die Informationen
zum bevorstehenden Dienst erhalten konnte. Als erster
Schritt zur Verbesserung und Vereinfachung haben alle Mit­
arbeiterinnen und Mitarbeiter im Fahrdienst E-Mail-Adressen
erhalten. Alle Informationen rund um den Dienst sind elek­
tronisch hinterlegt und von überallher abrufbar. Die Dienst­
stellen des Fahrpersonals wurden mit Computern ausgestattet,
sodass die Mitarbeitenden bei Dienstantritt, in den Pausen
oder bei Dienstende die Möglichkeit haben, sich zu informie­
ren.Der Betrieb war 2013 operativ gut unterwegs: Der Betriebs­
aufwand konnte insgesamt um 3 Prozent reduziert werden.
Viele einzelne Massnahmen der Produktivitätssteigerung
­haben zu dieser positiven Entwicklung beigetragen. So konn­
ten beispielsweise Überzeitguthaben um durchschnittlich
60 Prozent abgebaut werden. Auch die krankheitsbedingte
Abwesenheit konnte im Fahrdienst reduziert werden, was zu
einer Kostenreduktion von rund 500 000 CHF geführt hat.
Eine weitere wichtige Erfolgsmeldung gegenüber dem Vor­
jahr gibt es bei den Kollisionen zu verzeichnen, welche um
14 Prozent auf 434 gegenüber dem Vorjahr reduziert werden
konnten. Seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 2006 ist
dies der tiefste Wert. Dem gegenüber steht das höchste Ver­
kehrsaufkommen in der Geschichte der BVB. Bei mehr
­Verkehr weniger Unfälle – das ist tatsächlich ein Erfolg.In einem nächsten Schritt erhalten die Fahrdienstmitarbei­
tenden ein Tablet. Damit werden sie künftig auf alle relevan­
ten Informationen Zugriff haben, egal ob sie unterwegs sind
oder zu Hause. Nach dem im Herbst 2013 gestarteten Pilot­
versuch und durchwegs positiven Rückmeldungen wird das
Tablet im Jahr 2014 allen Fahrdienstmitarbeitenden zur Ver­
fügung gestellt.STILVOLL UNTERWEGS
Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der BVB mit Kunden­
kontakt werden künftig «stilvoll unterwegs» sein. Die bisheri­
ge Bekleidung entspricht nicht mehr den neuartigen Quali­
tätsansprüchen – aber auch nicht dem Zeitgeist: die neue
Bekleidung soll stärker den Geist des Unternehmens als mo­
derne Dienstleisterin vermitteln – gerade in der direkten
­Begegnung mit den Kundinnen und Kunden.NEUE DIENSTPLANUNG IM FAHRDIENST
Hand in Hand mit der Einführung der elektronisch verfüg­
baren Information ging auch die Beschaffung der neuen Per­
sonaldispositionssoftware «Profahr», welche in anderen städ­
tischen Betrieben bereits erfolgreich angewendet wird. Sie
erlaubt es, künftig sämtliche Dienste und Änderungen zeitge­
mäss zu verarbeiten. Die neue Software ist der Grundstein
für weitere Entwicklungen, so beispielsweise in Richtung einer
individuellen Dienstplanung.Ein erweitertes Projektteam von «stilvoll unterwegs», in wel­
chem auch Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Fahrdiens­
tes vertreten sind, nahm sich dieser Aufgabe schon im Jahr
2012 an. Im Berichtsjahr konnten die Kollektion sowie die
Schnitte definiert und mit der Firma Jas AG eine Produzen­
tin ausgewählt werden. Die verschiedenen Bedürfnisse der
Bereiche sind in die Arbeit der Projektgruppe eingeflossen.
Den Mitarbeitenden mit Kundenkontakt stehen künftig ver­
schiedene Arten von Kleidungsstücken zur Verfügung, die
jede und jeder individuell kombinieren kann.START MIT ANLAUFSCHWIERIGKEITEN
Während des Berichtsjahrs wurden die Anpassungen der
Standardsoftware «Profahr» auf die Bedürfnisse der BVB vor­16Vergleich
Schwarzfahrerzahlen2003: 117.86 Mio. beförderte Personen und 35 965 Vorfälle – kontrollierte Fahrgäste: 1181 370
2013: 132.82 Mio. beförderte Personen und 21 687 Vorfälle – kontrollierte Fahrgäste: 756 459KULTURWANDEL – GEMEINSAM MIT
Die Reaktion auf das Radioverbot – aber auch auf andere
­Projekte – hat aufgezeigt, dass das Personal verunsichert ist,
weil es im Veränderungsprozess zu wenig einbezogen wird
und mitgestalten kann. Die Geschäftsleitung hat verschiede­
ne Massnahmen eingeleitet, um in einen aktiven Dialog mit
dem Personal zu treten und den Austausch zu fördern.genommen. Der Rollout für die neue Software erfolgte auf den
1.1.2014. Dabei gab es Schwierigkeiten, weil die Schichtlagen
der Dienste der Mitarbeitenden im Fahrdienst zu wenig de­
tailliert hinterlegt waren.
In der Kombination haben diese Veränderungen zu Unzufrie­
denheit bei den Fahrdienstmitarbeitenden geführt. Die BVB
hat aufgrund dieser Entwicklungen entschieden, die Behe­
bung der Schwierigkeiten mit dem neuen Dienstplanungs­
tool «Profahr» im Jahr 2014 zu priorisieren und den Pilot der
individuellen Dienstplanung zurückzustellen.
RADIO ODER NICHT?
Ob Fahrdienstmitarbeitende in Bussen Radio hören dürfen
oder nicht – diese Frage hat im Jahr 2013 in Basel Wellen
­geschlagen. Das Radiohören im Bus wurde bei der BVB
­ursprünglich als Pilotversuch eingeführt – unter der Auflage,
dass die Sicherheit dadurch nicht beeinträchtigt wird. Später
war Radiohören im Bus zum Alltag geworden. Insbesondere
im Zusammenhang mit dem erhöhten Verkehrsaufkommen
und der damit verbundenen Sorge um die Sicherheit hatte die
Geschäftsleitung der BVB Ende Januar 2013 entschieden,
das Radiohören zu verbieten. Dieser Entscheid wurde nicht
mit dem Personal und den Sozialpartnern abgestimmt, was
in der Folge zu heftigen internen, aber auch öffentlichen Dis­
kussionen führte. Im Februar 2013 haben Mitarbeiterinnen
und Mitarbeiter der BVB-Geschäftsleitung eine Petition ge­
gen das Radioverbot überreicht. Nach intensiven Verhandlun­
gen gab es schliesslich einen Kompromiss: das Radiohören
im Bus ist nicht verboten, die BVB setzt aber klar auf die
Selbstverantwortung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter,
was die Lautstärke betrifft. Also wird die neue Busflotte, wel­
che die BVB im Jahr 2015 beschafft, mit Radios ausgestattet
sein.17PERSONALFIT FÜR DEN WANDEL
Die BVB ist im Wandel – und der Bereich Human Resources ist damit besonders
gefordert. Es gilt, Voraussetzungen zu schaffen, um den Changeprozess aktiv
zu begleiten. Dazu gehört auch, die HR-Organisation fit zu machen. Die ersten
Schritte sind getan.Die BVB hat sich auf die Fahne geschrieben, ihre Mitarbeite­
rinnen und Mitarbeiter stärker in den Veränderungsprozess
einzubeziehen, als dies in den letzten Jahren der Fall war.
Dies soll zum einen über einen stärkeren Einbezug der Perso­
nalkommission (PEKO) und Dialogmöglichkeiten mit den
Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern erfolgen. Gleichzeitig soll
noch 2014 ein aktiver Changeprozess angestossen werden, bei
welchem Human Resources (HR) die Federführung hat.
ANSPRECHPARTNER, AUCH FÜR
Unternehmen im Wandel brauchen ein starkes HR-Team, das
fest in der Organisation verankert ist. Seit Mitte 2013 hat der
Bereich Human Resources der BVB wieder eine Leitungsper­
son – mit klarem Auftrag: die Personalabteilung fit zu machen
für die Herausforderungen, die bei der BVB anstehen.
Das bedeutet auch, den HR-Bereich noch stärker als Bera­
tungs- und Dienstleistungsanbieter für Mitarbeitende und die
Führung zu etablieren – eine Drehscheibe, die alle betreuen
und beraten kann. Es ist wichtig, im Unternehmen Anlauf­
stellen für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und Vorgesetzte
zu haben, bei denen Hierarchie und organisatorische Zugehö­
rigkeit keine Rolle spielen. Speziell bei sensiblen Themen ist
eine solche Anlaufstelle wichtig.
Bei der BVB wird bis Ende 2027 die Hälfte des heutigen Per­
sonals pensioniert. Die Herausforderung wird sein, genügend
neue Mitarbeitende zu rekrutieren und einen reibungslosen
Übergang sicherzustellen. Es gilt also jetzt schon, die Weichen
zu stellen, um Nachwuchskräfte aufzubauen. Gleichzeitig hat
die BVB in den kommenden Jahren im Rahmen der anstehen­
den Veränderungsprojekte, so beispielsweise mit der Beschaf­
fung von modernen Fahrzeugen, einen grossen Bedarf an
Spezialistinnen und Spezialisten für die Leitung von komple­
xen Projekten.18PEKO-Zusammensetzung
2014–2017VPOD: Schweizerischer Verband des Personals öffentlicher Dienste
PSVB: Personalverband städtische Verkehrsbetriebe Basel
FEME: FEME Arbeitnehmerverband für das BVB-Personal (Für Euch mit Euch), Gründungsjahr 2010
(unabhängig)sprachemöglichkeiten durch die Personalvertretungen einge­
fordert. Dementsprechend konnte sie anlässlich der letzten
Wahlen Ende 2013 fünf Sitze in der Personalkommission zu­
legen und wurde inzwischen als Sozialpartnerin durch die
BVB anerkannt. Gleichzeitig wurde Urs Meienhofer von der
FEME als Personalvertreter in den Verwaltungsrat der BVB
gewählt.Die BVB hat im Berichtsjahr insgesamt 53 Vollzeitstellen
(FTE) neu geschaffen. Davon wurden 12 FTE im Fahrdienst
aufgebaut. Unter anderem für Mehrleistungen gemäss der
Leistungsvereinbarung mit dem Kanton, so z.B. für die Takt­
verdichtung der Buslinie 33 oder für den Ausbau Grenzach­
Wyhlen (Buslinie 38). Weitere 41 Vollzeitstellen verteilen sich
über alle Bereiche der BVB, wobei in der Verwaltung und im
Markt mit 30 FTE am stärksten aufgebaut wurde. Der Fokus
lag stark bei der Erhöhung der Personalressourcen in den Pro­
jekten. Zudem hat die BVB Stabsbereiche wie Legal & Compli­
ance, Unternehmenskommunikation oder Human Resources
personell verstärkt.Doch mit der Mitsprache ist es nicht getan. Die Bedürfnisse
der Belegschaft sollen ernst genommen und berücksichtigt
werden. Deswegen werden Themen, welche die Mitarbeiterin­
nen und Mitarbeiter stark betreffen, in Zukunft vor dem Ent­
scheid durch den Verwaltungsrat oder die Geschäftsleitung
mit der Personalkommission besprochen. Kontroverse The­
men wie beispielsweise das Radioverbot hätten auf diese Wei­
se wohl effizienter und in gütlicher Übereinkunft angegangen
werden können.DIE BVB IST ALS ARBEITGEBERIN
Die BVB hat im Berichtsjahr eine Personalkampagne lanciert,
die öffentlich viel Aufmerksamkeit erregt hat. Besonders Frau­
en wurden mit auffälligen Werbesujets angesprochen. Die
Zielvorgabe der Kampagne lautete 20 Prozent Frauenanteil bei
den Neubewerbungen im Fahrdienst. Dieses Ziel wurde mit
der Personalkampagne zwar nicht erreicht, trotzdem konnte
der Frauenanteil im Fahrdienst von 11.3 Prozent auf 12.5 Pro­
zent leicht erhöht werden. Insgesamt beträgt der Frauenanteil
bei der BVB 15.8 Prozent.Mit der neuen Personalkommission wurde Anfang 2014 eine
neue Basis der Zusammenarbeit geschaffen, die einen früh­
zeitigen und fruchtbaren Dialog zwischen der Führung der
BVB und ihren Mitarbeitenden ermöglichen soll. Darauf kann
man aufbauen – für eine BVB, in der alle am gleichen Strick
ziehen.Trotz der Krise im Jahr 2013 hat das Image der BVB als Arbeit­
geberin nicht gelitten: die BVB gilt immer noch als sichere
und gute Arbeitgeberin, was sich in den Gesprächen mit Be­
werberinnen und Bewerbern immer wieder bestätigt.
Die neue Zusammensetzung der Personalkommission (PEKO)
macht deutlich: das Bedürfnis nach Mitsprache bei den Mitar­
beitenden ist gross. Die Personalvertretung FEME (Für Euch
mit Euch) hatte die jüngsten Entwicklungen bei der BVB be­
sonders kritisch unter die Lupe genommen und mehr Mit­19POLITIK UND KOMMUNIKATIONMEHR DIALOG UND STABILE
Kommunikation ist in turbulenten Zeiten besonders wichtig. Gegen aussen
braucht es Transparenz und gegen innen Information und Dialog.Gute und stabile politische Rahmenbedingungen sind für
die BVB essenziell. Die BVB steht deshalb in einem engen
und permanenten Dialog mit den politischen Behörden.
Wichtige Themen stehen an. Gegen Ende des Berichtsjahrs
begann der Kanton mit der Überarbeitung seiner Eignerstra­
tegie für die BVB. Darin definiert der Kanton, welche Ziele
die BVB verfolgen soll, und legt fest, welche Leitplanken das
Unternehmen zu beachten hat. Im Berichtsjahr begann auch
die Überprüfung der Vereinbarung der beiden Kantone Ba­
sel-Stadt und Baselland über die BVB und die BLT (Staatsver­
trag von 1982). Die Vereinbarung regelt insbesondere den
Leistungs- und ­Finanzausgleich beim Betrieb der die Kan­
tonsgrenzen überquerenden Tram- und Buslinien. Sie ist in
der heutigen Form in vielen Bereichen veraltet und ent­
spricht nicht mehr der aktuellen Gesetzgebung auf Bundesund Kantonsebene. Ziele der Überarbeitung sind u.a. mehr
Transparenz und fair verteilte Abgeltungskosten. Die BVB
wird bei der Überarbeitung miteinbezogen.
Noch weitergehend sind die in beiden Kantonsparlamenten
an die Regierung überwiesenen politischen Vorstösse, die
verlangen, eine mittelfristige Fusion von BVB und BLT zu
prüfen. Die BVB begrüsst, dass diese Frage umfassend be­
trachtet wird und alle Vor- und Nachteile seriös aufgearbeitet
werden. Die Ergebnisse der Prüfung sollen dann die Grund­
lage bilden, auf welcher die Politik entscheiden kann, ob die­
ser Weg weiterverfolgt werden soll oder nicht. Weiter voran­
getrieben wurde das Projekt Margarethenstich, ein weiteres
Geschäft, das die beiden Unternehmen BVB und BLT be­
trifft. Die Kreditanträge werden 2014 den beiden Parlamen­
ten unterbreitet. Anfang 2014 konnte in der Frage der Be­
triebsführung eine gute Gesamtlösung gefunden werden:
die Linie 17 über den Margarethenstich wird weiterhin von
der BLT geführt, während die Linie 14 nach Salina Raurica
und andere geplante Tramverlängerungen dereinst von der
BVB betrieben werden. Die Vereinbarung der beiden Kantone
schafft Planungssicherheit für BLT wie BVB.20Der gesamte Energieverbrauch der Trams
und Busse summierte sich 2013 auf 68.8 Mio. kWh
(Diesel und Erd-/Biogas in kWh-Äquivalent umgerechnet).
59.3% davon stammt aus erneuerbaren Quellen (Strom, Biogas).Auch der Einzelne kommt zu Wort: vermehrt sucht die
BVB-Leitung in Informationsveranstaltungen den persön­
lichen Austausch mit den Mitarbeitenden. Wenn Entschei­
dungsträger Auge in Auge Rede und Antwort stehen, findet
jede einzelne Stimme Gehör. Zusätzlich setzt die BVB im
­internen Dialog auch auf neue Medien: kurzfristig wurde
2013 ein Blog eingeführt, über welchen Mitarbeitende ihre
Meinung kundtun und Unstimmigkeiten ansprechen können.
Der rege Zuspruch und die hohe Nutzung zeigt, wie gross
das Bedürfnis nach diesem Kanal ist. Die Mitarbeiterinnen
und Mitarbeiter wollen sich äussern und diese Möglichkeit
sollen sie haben. Deswegen wird der Blog als fester Bestand­
teil des internen Informationsaustausches weitergeführt und
institutionalisiert.Im politischen Prozess weitergekommen ist ein weiteres Ele­
ment aus dem «Tramnetz 2020»: Der Grosse Rat genehmigte
den Baukredit für das Tram Erlenmatt. Gegen den Beschluss
wurde das Referendum ergriffen, die Abstimmung findet im
Mai 2014 statt. Auf nationaler Ebene hat das Projekt für eine
Verlängerung der Tramlinie 3 nach St-Louis eine wichtige
Hürde passiert und figuriert nun unter den A-Projekten bei
den Agglomerationsprogrammen der zweiten Generation. Mit
der Aufwertung stehen die Chancen gut, dass die BVB in we­
nigen Jahren eine trinationale Verkehrsunternehmung wird.
Im Gegenzug wird das Stücki-Tram zeitlich zurückgestellt.
DIE BVB IM DIALOG MIT DER ÖFFENTLICHKEIT …
Die BVB steht in Basel sehr stark im öffentlichen Interesse.
Gerade in turbulenten Zeiten führt dies zu einer erhöhten
Nachfrage nach Kommunikation und Transparenz. Die
Kommunikationsabteilung der BVB war im Berichtsjahr
­monatelang wegen personeller Engpässe der Aufgabe kaum
gewachsen. Ein Umstand, der zwischenzeitlich korrigiert
wurde. Public Affairs und Kommunikation wurden ausgebaut
und zu einem einzigen Bereich zusammengefasst. Damit ist
ein grosser Schritt in Richtung offener und transparenter
Kommunikationspolitik getan. Dem öffentlichen Interesse
will die BVB begegnen – nicht nur, indem sie angeforderte
Informationen liefert, sondern auch, indem sie aktiv den
­Dialog mit der Bevölkerung, der Politik, den Medien sowie
weiteren Partnern sucht.KOMMUNIKATION ALS CHANCE
Nachdem in der Öffentlichkeit der Sturm um die BVB weit­
gehend abgef laut ist, steht die Kommunikation mit Offen­
heit, Transparenz und viel Dialog ganz klar im Fokus des
Jahres 2014. Es gilt, Vertrauen wieder aufzubauen: das Ver­
trauen der Mitarbeitenden, der Sozialpartner, der Kundinnen
und Kunden, aber auch jenes von Politik und weiteren exter­
nen Partnern.… UND MIT DEN MITARBEITENDEN
Neben der Kommunikation nach aussen darf die Kommuni­
kation nach innen nicht zu kurz kommen. Die BVB befindet
sich in einem Wandel. Dieser Wandel muss von einer starken
internen Kommunikation begleitet werden. Dazu gehört der
Dialog mit den Sozialpartnern, der gegen Ende des Berichts­
jahres stark intensiviert wurde. Damit ist eine Basis gelegt,
aus welcher eine faire, reife Sozialpartnerschaft wachsen
kann, von der alle Beteiligten profitieren können.21BVBVERWALTUNGSRATPräsidentVizepräsidentMitgliedMitgliedPaul Blumenthal, lic. rer. pol.Paul Rüst, Dr. iur.Kurt Altermatt, Dr. oec. HSGMirjam Ballmer, lic. phil. l,195519461951Geografin, 1982VR-Mitglied seit 01.01.2010VR-Mitglied seit 01.01.2010VR-Mitglied seit 01.01.2014VR-Mitglied seit 01.01.2014Vertreter desVertreter desVertreter desVertreterin desRegierungsrates Basel-StadtGrossen Rates Basel-StadtRegierungsrates Basel-StadtGrossen Rates Basel-Stadtselbstständig,selbstständig,Blumenthal-Consulting,SwissLegal Dürr und Partner,UnternehmensberaterAdvokat und Notar	VRA Finance & ComplianceVRA Finance & ComplianceVizepräsidentMitgliedPro Natura,
Projektleiterin für Naturschutzpolitik*VRA Personal & Vergütung bis
04/2014, Präsident ad interimVRA Strategie & Politik	VRA Strategie & Politik	MitgliedPräsidentinWeitere MandateWeitere MandateWeitere MandateWeitere MandateNahverkehr Vevey-MontreuxImmoVita AG: VRP,Baukommission Neubau Bürger­Grossrätin,(VMCV) AG: VRP,Sowag AG für sozialen Wohnungs-spital Solothurn (Präsident),Co-Präsidentin Grüne BS,Thurbo AG: Vizepräsident des VR,bau: VRM,Stiftungsrat OdA Gesundheit imStiftungsratsmitgliedelvetino AG: Vizepräsident des VR,Santini Beteiligungen AG: VRP,Kanton Solothurn (Präsident)Theres und Gerhard Krauss-VoglSBB GmbH Deutschland:Milli und Hans Zehntner-Stiftung:Vizepräsident des Gesellschafter-PräsidentStiftungrates, Switzerland Travel Centre:
VRM, RailAway AG: VRM, Railtour
AG: VRM, BOB AG: VRM, RhB
AG: VRM, ZB AG: VRM, OeBB
Holding AG: VRM, OeBB Personenverkehrs AG: VRM, OeBB
Rail-Cargo-Austria AG: VRM, Molinari Rail AG: VRM, Vorstandsmitglied bei: Schweiz Tourismus, Reka
(Reisekasse)
*VRA: Verwaltungsrats-Ausschuss
VRP: VR-Präsident
VRM: VR-Mandat22MitgliedMitgliedMitgliedMitgliedNadine Gautschi, Ökonomin,Urs Meienhofer,Hanspeter Ryser,Daniela Thurnherr, Prof. Dr. iur.1972196619651972VR-Mitglied seit 01.01.2014VR-Mitglied seit 01.01.2014VR-Mitglied seit 01.01.2010VR-Mitglied seit 01.01.2014Vertreterin desVertreter des Personals BVBVertreter des KantonsVertreterin desBasel-LandschaftRegierungsrates Basel-Stadtselbstständiger LandwirtJuristische FakultätGrossen Rates Basel-Stadt
Theater Basel, Abteilung Ballett,BVB,Assistentin DirektionWagenführerder Universität Basel,
ProfessorinVRA Personal & VergütungVRA Personal & VergütungVRA Personal & VergütungVizepräsidentMitgliedab 04/2014, PräsidentinVRA Finance & Compliance
VRA Strategie & Politik	Vizepräsident
Weitere MandateWeitere MandateBeisitzer Personalkommision BVBGemeinderat und Bürgergemeindepräsident Oberwil,
Präsident Wasserwerk Reinach
Präsident Verband Bevölkerung
und Zivilschutz Leimental,
Delegierter EBM,
Anstaltsrat Gartenbad BottmingenStand 01.01.2014Veränderungen im Verwaltungsrat
Mit dem Ende des Berichtsjahrs endete auch die Amtsperiode des Verwaltungsrats der Periode 2010–2013. Während dieser Zeit gehörten dem
­Verwaltungsrat an: Martin Gudenrath (Verwaltungsratspräsident), Dr. Paul Rüst (Vizepräsident), Paul Blumenthal, Dr. Dominik Egli, Patrick Hafner,
Hanspeter Ryser, Mario Weissenberger, Dr. Michael Wüthrich. Im Jahr 2013 haben die Mitglieder des Verwaltungsrats insgesamt CHF 202 000 an
Vergütungen im Sinn von Art. 663bbis Abs. 2 OR bezogen. Die höchste Einzelvergütung (Präsident) belief sich auf CHF 80 000.23BVBGESCHÄFTSLEITUNGDirektor ad interimLeiter Corp. Services, VizedirektorLeiter TechnikLeiter Unternehmensentwicklung,Michael Bont, Dipl. BauingenieurFranz Brunner, eidg. dipl. ExperteMarcel Kuttler, Automobil­- Ing.Co-Leitung BetriebETH / SIA, 1965in Rechnungslegung undFH, Dipl. BetriebswirtschafterRené Messmer,Controlling, 1964NDS/FH, 1961Bauingenieur FH, 1958GL-Mitglied seit 01.06.2006GL-Mitglied seit 01.10.2001GL-Mitglied seit 01.08.1998GL-Mitglied seit 01.01.2007Leiter MarktLeiter Infrastruktur ad interimLeiterin BetriebStefan Schaffner,Remo Schweizer,Béatrice Thomet, eidg. dipl.Maschinen-Ing. FH, eMBA, 1970Elektro-Ing. FH,Verkaufsleiterin, 1964Betriebswirtschaft NDS, 1973
GL-Mitglied seit 01.01.2013GL-Mitglied seit 01.01.2014GL-Mitglied seit 01.06.2012Stand 01.01.2014Die Vergütungen im Jahr 2013 im Sinn von Art. 663b bis Abs. 2 OR an die Mitglieder der Geschäftsleitung betragen insgesamt CHF 1 382 959.50. Die
höchste individuelle Vergütung an den Vorsitzenden der Geschäftsleitung beträgt CHF 265 154.50.242013LINIENSTATISTIK
1Dreirosenbrücke–Kannenfeldplatz–Bahnhof SBB(–Messeplatz–Badischer Bahnhof)2Binningen Kronenplatz–Bahnhof SBB–Messeplatz–Badischer Bahnhof–Eglisee3Birsfelden Hard–Aeschenplatz–Barfüsserplatz–Burgfelden Grenze6Riehen Grenze–Messeplatz–Barfüsserplatz–Morgartenring–Allschwil8Kleinhüningen–Schifflände–Bahnhof SBB–Neuweilerstrasse14Dreirosenbrücke–Messeplatz–Barfüsserplatz–Aeschenplatz–St. Jakob–Muttenz–Pratteln15Bruderholz–Wolfschlucht–Aeschenplatz–Wettsteinplatz–Messeplatz–Schifflände–Aeschenplatz–Wolfschlucht–Bruderholz16Bruderholz–Jakobsberg–Heiliggeistkirche–Markthalle–Heuwaage–Schifflände21Bahnhof St. Johann–Dreirosenbrücke–Messeplatz–Badischer Bahnhof
Total Tram30Bahnhof SBB–Spalentor–Johanniterbrücke–Badischer Bahnhof(–Hoffmann LaRoche)31Bachgraben–Kannenfeldplatz–Schifflände–Claraplatz–Tinguely-Museum–Hörnli Grenze–Habermatten32Rotengraben–Riehen Dorf–Bettingerstrasse–Bettingen–Chrischonaklinik33Schifflände–Kinderspital UKBB–Schützenhaus–Wanderstrasse(–Allschwil–Schönenbuch)34Bottmingen–Schützenhaus–Schifflände–Claraplatz–Wettsteinallee–Käferholzstrasse–Habermatten–Riehen Bahnhof35Habermatten–Wasserstelzen–Riehen Bahnhof–Moosrain–Inzlinger Zoll36Schifflände–Kannenfeldplatz–Neubad–St. Jakob–Badischer Bahnhof–Kleinhüningen38Wyhlen Siedlung–Grenzach–Claraplatz–Schifflände–Kannenfeldplatz–Bachgraben–Allschwil45Habermatten–Wasserstelzen–Riehen Bahnhof–Dinkelbergstrasse–Moosrain–Chrischonaweg48Bahnhof SBB–Wanderstrasse–Bachgraben50Bahnhof SBB–Kannenfeldplatz–EuroAirport55Claraplatz–Badischer Bahnhof–Weil am Rhein–Haltingen(–SWEG: Kandern)603
604Schifflände–Kinderspital UKBB–Voltaplatz–Hüningen Grenze/Saint-Louis Grenze
Nachtnetzlinien N6, N14, N20, N21, N22
Total ganzes Netz
Wird durch Margarethen Bus AG im Auftrag der BVB gefahren. | 2 Wird in Kooperation mit der SBG bis Wyhlen-Siedlung betrieben.
Wird durch PostAuto Nordschweiz im Auftrag der BVB und durch die BVB gefahren. | 4 Wird gemeinsam mit der SWEG betrieben. BVB: bis Haltingen, SWEG: bis Kandern.
Wird durch Métro-Cars S.A. im Auftrag der BVB gefahren. Hier sind nur die Daten auf Schweizer Gebiet berücksichtigt.Linienlänge
in mRollmaterialBeförderte
Personen in Mio.Personenkilometer in Mio.Durchschnittliche
Reisedistanz in kmGeleistete
Kurskilometer in Tsd.	2013	|	2012	2013	|	2012	2013	|	2012	2013	|	20126852Be4/4+B4S+B4	9.02	|	8.81	17.07	|	16.69	1.89	|	1.89	526	|	5205871Be4/6S+B4 und
Be4/6+Be4/6	8.91	|	8.88	15.34	|	15.17	1.72	|	1.71	581	|	5746419Be4/6S+Be4/4 und
Be4/4+B4S+Be4/4	9.69	|	9.55	16.57	|	16.34	1.71	|	1.71	618	|	62012 491Be6/8 (Combino)	18.66	|	18.53	46.61	|	45.39	2.50	|	2.45	1200	|	12127558Be6/8 (Combino)	19.51	|	19.61	32.34	|	32.46	1.66	|	1.66	12 578Be4/4+B4S+B4	14.78	|	14.64	38.04	|	37.88	2.57	|	2.59	1255	|	12975351Be4/4+B4S und
Be4/6S	5.38	|	5.44	9.53	|	9.51	1.77	|	1.75	511	|	5125364Be4/4+B4S und
Be4/6S	7.13	|	7.09	11.00	|	10.93	1.54	|	1.54	534	|	5353170Be 4/6	0.24	|	0.24	1.27	|	1.34	34	|	40	93.26	|	92.72	186.75	|	184.61	2.00	|	1.99	5995	|	60560.19	|	0.1865 653738	|	7455811Gelenkbus	5.92	|	5.84	10.77	|	10.66	1.82	|	1.83	484	|	48110 856Gelenkbus	3.50	|	3.48	7.11	|	7.20	2.03	|	2.07	583	|	5966537Midibus1	0.68	|	0.70	1.45	|	1.49	2.11	|	2.13	340	|	3429430Normalbus	2.50	|	2.51	5.22	|	5.28	2.09	|	2.10	550	|	54712 841Gelenkbus	7.83	|	7.77	18.67	|	18.80	2.38	|	2.42	1101	|	11005883Kleinbus	0.22	|	0.22	0.41	|	0.40	1.85	|	1.84	15 750Gelenkbus	11.33	|	11.26	29.88	|	30.14	2.64	|	2.68	1457	|	147315 505Gelenkbus	1.64	|	1.45	4.11	|	3.64	2.51	|	2.51	355	|	2885585Kleinbus	0.20	|	0.20	0.33	|	0.35	1.67	|	1.75	99	|	1005695Gelenkbus	1.30	|	1.24	3.29	|	3.27	89	|	92845020.39	|	0.38101	|	102Gelenkbus3	4.16	|	3.93	20.92	|	19.70	5.03	|	5.01	783	|	7789173Normalbus4	0.43	|	0.42	1.12	|	1.11	2.63	|	2.65	77	|	772907Normalbus5	0.66	| 0.62	1.49	|	1.39	2.26	|	2.25	137	|	136	39.46	|	38.78	102.77	|	101.40	2.60	|	2.61	6157	|	6111	0.29	|	0.27	3.58	|	3.60	289.80	|	286.27	2.18	|	2.18	12 152	|	12 167114 4230.08	|	0.07
180 075	132.80	|	131.57311
604B26	|	27
NetzBVB IN KÜRZEFACTS & FIGURESMITARBEITERINNEN UND MITARBEITER*
* Inkl. Teilzeitbeschäftigte und AushilfenBetrieb
Betrieb exkl. Fahrdienst
Wagenführer/-innen, Chauffeure/-senVertraglicher Beschäftigungsgrad
auf 100%-Stellen aufgerechnetPersonenDirektion2012
auf 100%-Stellen aufgerechnetPersonen8854.8629577.5608564.93332.83332.3596544.7575532.6Infrastruktur10198.19290.5Technik200193.4195189Leitung, Werkstatt
Depots, Garage116111.5111105.78481.98483.3Markt152120.4Markt exkl. Netzservice + Kundenlenker/-innen8268.1Netzservice + Kundenlenker/-innen7052.34136110.46757.96952.5Corporate Services6762.65449.2Unternehmensentwicklung1110.176.5Lernende und Praktikanten1515171711831085.111141032.3Total32ROLLMATERIALBESTAND – TRAM UND BUS (INKL. OLDTIMER, EXKL. DIENSTFAHRZEUGE)
JahrMotorwagenAnhängerwagenTotal
TramAutobusseGelenkautobusseTotal
BusseTotal
Fahrzeuge2-achs4-achs6-achs8-achsTotal2-achs
geschl.2-achs
offen3-achs4-achsTotal2009648482813052274832132864923052010648482813052274832132772993122011748462812953270802092772993082012Total748462812953270802092772993082013Linie045462811900070701892672982872013Oldtimer7200953201019101202013Total74746281285327080208277299307Bemerkungen/Mutationen
Tram:	Verschrottung Be 4/4 462Bus:	keine MutationenFAHRLEISTUNG
JahrWagenkilometer
TramBusBus (Vertragslinien)TotalVeränderung in
%MotorwagenAnhängerwagenInsgesamt20096 460 6004 207 09810 667 6985 280 402630 79416 578 894–1.9320106 390 7044 246 33610 637 0405 515 301640 30416 792 645+1.2920116 431 5884 323 48610 755 0745 635 197624 59617 014 867+1.3220126 474 9714 345 12710 820 0985 828 613621 66617 270 377+1.520136 665 7794 484 00211 149 7815700 881698 45217 549 114+1.61 33FINANZENSTABILES POSITIVES
Die BVB schloss das Geschäftsjahr 2013 mit einem positiven Ergebnis von
0.96 Mio. CHF und im Rahmen des Vorjahres (0.94 Mio.) ab. Der Verkehrsertrag
konnte gesteigert werden.CHF ausgefallen. Die Akontozahlung für 2013 ist aus diesem
Grund um 0.5 Mio. CHF höher ausgefallen.Das positive Ergebnis der BVB im Jahr 2013 ist umso erfreu­
licher, als dass zahlreiche Projekte angestossen wurden, die
mehrheitlich nicht unmittelbar zu einem finanziellen Nutzen
beitragen. Moderne Fahrzeuge, zeitgemässe Angebote und
eine gut gewartete Infrastruktur machen die BVB aber mittelbis langfristig zu einem modernen, für die Kundinnen und
Kunden attraktiven Transportunternehmen.Die Reklameerträge konnten um 0.5 Mio. CHF gesteigert wer­
den. Dies namentlich in den Bereichen Tram und Bus.
Der effektive Zinsaufwand für Darlehen und Verpflichtungen
ist durch weitere Teilzahlungen für das FLEXITYBasel mit
0.1 Mio. CHF leicht angestiegen. Kursgewinne und -verluste
hielten sich in etwa die Waage und führten im Vergleich zum
Vorjahr zu keinen wesentlichen Veränderungen.VERKEHRSERTRAG GESTEIGERT
Die BVB hat den Verkehrsertrag gegenüber dem Vorjahr um
5.0 Mio. CHF gesteigert. Hauptgründe sind die Preiserhöhun­
gen der Jahresabonnemente per 1. Januar 2013 um 5.8 Prozent
sowie Mehrverkäufe bei den Abonnementen von rund 1 Pro­
zent. Die beiden Faktoren brachten zusammen Mehrerträge
von 4.1 Mio. CHF. Ausserdem wurde beim TNW eine 2012
­gebildete Rückstellung aufgelöst, die sich für die BVB mit
0.5 Mio. CHF positiv auswirkte. Beim Verteilschlüssel konnte
die BVB erfreulicherweise das Vorjahresniveau halten. Die
­übrigen Ertragspositionen lagen leicht über dem Vorjahr.Ausserdem erfolgt die Zuweisung der Zinsplafonierung über
0.7 Mio. CHF neu via eine Zuweisung an die Rücklagen
(Rücklagen kantonale Vorgaben) mittels einer Belastung nach
dem «Unternehmenserfolg vor Bildung Rücklagen» (Anpas­
sung in der Rechnungslegung).
Der Personalaufwand fiel im Berichtsjahr mit + 2.8 Mio. CHF
höher aus als im Vorjahr. Einerseits liegt dies im Aufbau von
54 Stellen (FTE) sowie dem automatischen Stufenanstieg im
Umfang von 5.3 Mio. CHF. Anderseits konnte eine Einspa­
rung bei Ferien und Überzeiten von 2.0 Mio. CHF realisiert
werden. Der übrige Personalaufwand hat um 0.5 Mio. CHF
abgenommen.DIENSTLEISTUNGS- UND ÜBRIGER
ERTRAG RÜCKLÄUFIG
Beim Dienstleistungs- und übrigen Ertrag musste ein Rück­
gang von 2.0 Mio. CHF verzeichnet werden. Die verrechneten
Dienstleistungen für Bauprojekte gingen um 2.4 Mio. CHF
zurück. Dieser Rückgang war vor allem auf das Projekt Erneu­
erung Linie 14 zurückzuführen. Dort konnte 2012 die erste
Erneuerungsetappe fertiggestellt und im Umfang von 4.2 Mio.
CHF verrechnet werden. Die aktivierten Eigenleistungen
konnten um 2.7 Mio. CHF gesteigert werden. Aus der Abgren­
zung von noch nicht fertiggestellten Projekten resultiert ein
negativer Effekt von 3.9 Mio. CHF.LEISTUNGEN DER ÖFFENTLICHEN HAND
Insgesamt sind die Abgeltungen des Kantons Basel-Stadt mit
0.88 Mio. CHF leicht gestiegen. Die Abgeltung aus der Leis­
tungsvereinbarung mit dem Kanton Basel-Stadt (Betriebsbei­
trag) ging um 1.1 Mio. CHF zurück. Die vom Kanton vorgege­
bene pauschale Sparvorgabe für das Globalbudget öV in Höhe
von 1.5 Mio. CHF sowie der nicht mehr abgegoltene Nacht­
netzzuschlag mit 0.2 Mio. CHF sind für diesen Rückgang ver­
antwortlich. Der Kanton hat für das Jahr 2013 zusätzliche Op­In den übrigen Erträgen sind die Einnahmen für die Infra­
struktur-Mitbenützung der BLT um 1.1 Mio. CHF höher aus­
gefallen. Durch die gestiegene Fahrleistung der BLT auf dem
BS-Gebiet ist die Schlussabrechnung für 2012 mit 0.6 Mio.34Betreffend die Auflösung der Rückstellungen und der Neubil­
dungen der Rücklagen vgl. «Umgliederung in der Rechnungs­
legung.»tionen (v.a. Ausbau der Linien 31 und 38) bestellt, was zu
einem Anstieg von 0.6 Mio. CHF gegenüber Vorjahr führte.
Die höheren Abschreibungen in der Bahninfrastruktur führ­
ten bei den übrigen Abgeltungen durch das höhere Investi­
tionsvolumen in die Gleisinfrastruktur zu einem Anstieg von
2.0 Mio. CHF.ZUWEISUNG GESETZLICHE RÜCKLAGEN
Gemäss Art. 36 des Personenbeförderungsgesetzes wurden
die Rücklagen um weitere 1.3 Mio. CHF erhöht.
ZUWEISUNG RÜCKLAGEN KANTONALE VORGABEN
Betreffend die Auflösung der Rückstellungen und der Neubil­
legung».ABSCHREIBUNGEN
Die Abschreibungen haben um 0.7 Mio. CHF abgenommen.
Einerseits haben die Investitionen gemäss § 16 BVB-OG
(Bahninfrastruktur) und die Investitionen gemäss § 17 BVBOG (übrige Investitionen und Betrieb, inkl. Rollmaterial) zu
effektiv höheren Abschreibungen von 2.1 Mio. CHF geführt.
Anderseits erfolgte die Zuweisung der Abschreibungsplafo­
nierung über 2.8 Mio. CHF neu via eine Zuweisung an Rück­
lagen (Rücklagen kantonale Vorgaben) mittels einer Belastung
nach dem «Unternehmenserfolg vor Bildung Rücklagen».ZUWEISUNG FREIWILLIGE RÜCKLAGEN
Es wurde eine freiwillige Rücklage in Höhe von 3.9 Mio. CHF
legung.»ÜBRIGER BETRIEBLICHER AUFWAND
Im übrigen betrieblichen Aufwand ist eine leichte Abnahme
gegenüber dem Vorjahr um 0.6 Mio. CHF zu verzeichnen. Der
Materialaufwand hat um 6.1 Mio. CHF abgenommen; dies ist
auf einen tieferen Lagerbestand und der damit verbundenen
reduzierten Lagerabwertung sowie durch die Rückstellungs­
auflösungen für Life-Cycle Costs zurückzuführen. Demge­
genüber stehen erhöhte übrige Kosten (Informatik 1.3 Mio.
CHF, Verwaltung 3.3 Mio. CHF, Mehrwertsteuer 0.9 Mio.
CHF). Diese Erhöhungen sind auf die Vielzahl an Projekten
zurückzuführen.RÜCKSTELLUNGEN LIFE-CYCLE COST (LCC)
Hierbei handelt es sich um ein Rückstellungsmodell für
­unser Rollmaterial, wonach es die niedrigen Unterhaltskosten
in den ersten Nutzungsjahren erlauben, durch eine Fonds­
bildung die höheren Unterhaltskosten in der zweiten Hälfte
der Fahrzeugnutzungsdauer zu kompensieren. Die Rück­
stellungen LCC konnten aufgrund durchgeführter Revisionen
um 4.4 Mio. CHF reduziert werden.UMGLIEDERUNG IN DER RECHNUNGSLEGUNG
Bei der Rechnungslegung sind Umgliederungen von den
Rückstellungen in die Rücklagen vorgenommen worden. Dies
ist im Zusammenhang mit neuen Vereinbarungen über den
Finanzierungsmechanismus notwendig geworden. Die Auflö­
sungen der Rückstellungen und die Neubildung der Rückla­
gen sind in der Erfolgsrechnung offen ausgewiesen. Dies be­
trifft die Positionen «Ausserordentlicher Ertrag», «Zuweisung
Rücklagen kantonale Vorgaben» und «Zuweisung freiwillige
Rücklagen» (Anhang, Punkte 8/9/14).
In den ausserordentlichen Erträgen wurde nach dem gewonne­
nen Prozess gegen die Eidgenössische Steuerverwaltung die zu
viel bezahlte Mehrwertsteuer für subventionierte baugewerbli­
che Eigenleistungen der Jahre 2001–2010 inkl. Zinsen mit
1.8 Mio. CHF verbucht. Ausserdem konnte die dafür gebildete
Rückstellung in Höhe von 0.6 Mio. CHF aufgelöst werden.35IN ZAHLENBILANZBilanz per 31. Dezember 2013 mit Vorjahresvergleich
Anmerkung im Anhang	2013	2012	2012/2013
CHF	CHFCHFAktiven
Flüssige Mittel	89 251 166 54 166 671 Forderungen gegenüber Dritten	14 013 186 13 233 677 779 509Forderungen gegenüber Nahestehenden	862 580 12 896 027 –12 033 447Forderungen gegenüber assoziierten Unternehmen	Vorräte und angefangene Arbeiten	Aktive Rechnungsabgrenzung	1 099	12 055 209 –
16 024 252 35 084 4951 099
–3 969 0431	10 649 060 3 791 220 6 857 840Umlaufvermögen	126 832 300 100 111 847 26 720 4536 908 867 7 923 202 –1 014 335Langfristige Finanzanlagen	2	Sachanlagen	3	475 289 955 404 170 360 71 119 595Anlagevermögen	482 198 822 412 093 562 70 105 260512 205 409 96 825 713Total Aktiven	609 031 122 Passiven
Verbindlichkeiten gegenüber Dritten	28 544 018 Verbindlichkeiten gegenüber Nahestehenden	5 482 439	Passive Rechnungsabgrenzung	4	Darlehen gegenüber Nahestehenden	Rückstellungen	19 155 973 9 388 045–5 482 43939 191 613 34 712 511 98 106 813 43 605 9074 479 102
54 500 9065	33 519 004 79 047 561 –45 528 557Fremdkapital	204 843 887 176 521 952 28 321 935
18 973 848Dotationskapital	6	334 170 337 315 196 489 Gesetzliche Rücklagen nach Art. 36 PBG	7	4 262 489 2 986 730 1 275 759Freiwillige Rücklagen	8	23 390 000 11 760 000 11 630 000Rücklagen kantonale Vorgaben	9	35 665 122	–35 665 122Gewinnvortrag 5 740 237 4 802 063 938 174Unternehmenserfolg	959 050 938 175 20 875Eigenkapital	404 187 235 335 683 457 68 503 778Total Passiven	609 031 122 512 205 409 96 825 71336IN ZAHLENERFOLGSRECHNUNGErfolgsrechnung 2013 mit Vorjahresvergleich
Anmerkung 2013 2012 	im Anhang	CHF	CHFCHFVerkehrsertrag	2012/2013123 798 105 118 772 340 5 025 765Dienstleistungs- und übriger Ertrag	10	38 616 208 40 571 400 –1 955 192Abgeltungen Kanton Basel-Stadt	11	65 782 133 64 900 172 881 961Abgeltungen Bund und Gemeinden Basel-Stadt	3 073 853 2 945 313 128 540Finanzertrag	298 031 231 487 66 544Betriebsertrag	231 568 330 227 420 712 4 147 618Personalaufwand	–2 752 720–122 609 922 –119 857 202 Abschreibungen	12	–27 794 026 –28 498 174 704 148Übriger betrieblicher Aufwand	13	–72 775 257 –73 342 865 567 608Finanzaufwand	–1 069 681	–1 775 783706 102Betriebsaufwand	–224 248 886 –223 474 024 –774 862Betriebserfolg	7 319 444 3 946 688 3 372 756Ausserordentlicher Ertrag	14	42 210 487 –Ausserordentlicher Aufwand	–	––Ausserordentlicher Erfolg	42 210 487	–42 210 487Unternehmenserfolg vor Bildung Rücklagen	49 529 931	3 946 688	45 583 243Zuweisung gesetzliche Rücklagen	– 1 275 759 –1 208 513 7	–67 246Zuweisung Rücklagen kantonale Vorgaben	9	–35 665 122	Zuweisung freiwillige Rücklagen	8	–11 630 000 –1 800 000 –9 830 000Unternehmenserfolg nach Bildung Rücklagen	959 050 938 175 20 87537–	42 210 487–35 665 122IN ZAHLENANHANGAnhang per 31. Dezember 2013 mit Vorjahresvergleich
Die Rechnungslegung erfolgt in Übereinstimmung mit der Verordnung des Bundes über das Rechnungswesen der konzessionierten Transportunternehmungen und im Sinne der Bestimmungen für die Aktiengesellschaft.
Aufgrund neuer Vereinbarungen über den Finanzierungsmechanismus wurde eine Umgliederung von Rückstellungen in Rücklagen notwendig.
Die Auflösung der Rückstellungen und die Neubildungen der Rücklagen sind in der Erfolgsrechnung offen ausgewiesen.Gesetzliche Angaben gemäss Art. 663 OR
2013	2012	CHF	CHFBrandversicherungswerte der Sachanlagen	195 066 447 195 686 000Im ausgewiesenen Brandversicherungswert sind die Liegenschaften enthalten.
Die restlichen Sachanlagen (Tram, Autobus etc.) sind zusammen mit anderen Anlagen
des Kantons versichert.Risikobeurteilung
Die Geschäftsleitung und der Verwaltungsrat haben sich (basierend auf einer mit den staatlichen Trägern abgestimmten Risikomatrix) mit den für die
Erstellung der Jahresrechnung wesentlichen Risiken auseinandergesetzt und, wo notwendig, die erforderlichen Massnahmen beschlossen.	Gestützt auf Art. 35 des Personenbeförderungsgesetzes und die Verordnung des UVEK über das Rechnungswesen der konzes­
sionierten Unternehmen gemäss Art. 3
Versicherungssummen der Haftpflichtversicherung	2013	2012	CHF	CHFfür Tram:
Grundversicherung	Ergänzungsversicherung	5 000 000 5 000 00015 000 000 15 000 0005 000 000 5 000 00095 000 000 95 000 000für Autobus:
Grundversicherung	Ergänzungsversicherung 1+2	38Ergänzende Anmerkungen zur Bilanz	2013	2012	CHF	CHF1. Aktive Rechnungsabgrenzungen
Verkehrsabrechnung SBB	Übrige aktive Rechnungsabgrenzungen	Aktive Rechnungsabgrenzungen	5 514 076 2 111 5235 134 984 1 679 69710 649 060 3 791 2202. Langfristige Finanzanlagen
Beteiligung an Mieter-Baugenossenschaft, Basel	200 000200 000Sanierungsbeiträge der Pensionskasse (Arbeitnehmer)	6 708 867 7 723 202Langfristige Finanzanlagen	6 908 867 7 923 2023. Anlagespiegel Sachanlagen
Tram	Autobus	Infrastruktur	Gebäude	Anlagen im Bau	TotalAnschaffungswerte
286 906 238	58 121 784	282 796 847	123 612 392	81 548 926	832 986 187	Zugänge	Bestand 1. Januar 2013	5 379 124	1 845 275	25 924 946	1 196 583	64 570 394	98 916 322	Abgänge	–65 334	–418 719	–407 133	0	0–891 186	Umbuchungen	Bestand 31. Dez. 2013	137 698	74 535	11 641	2 761 388	–2 985 262	0292 357 726	59 622 875	308 326 301	127 570 363	143 134 058	931 011 323–223 693 019	–41 912 597	–123 858 054	–39 352 157	0–428 815 827–8 350 893	–2 799 289	–12 868 306	–3 775 538	0–27 794 02662 633	418 719	407 133	0	0	888 485Abschreibungen kumuliert
Bestand 1. Januar 2013	Abschreibungen	Abschreib. Abgänge	Umbuchungen	0	0	0	0	0	0Bestand 31. Dez. 2013	–231 981 279	–44 293 167	–136 319 227	–43 127 695	0–455 721 368Bilanzwert
1. Januar 2013	63 213 219 16 209 187 158 938 793 84 260 235 81 548 926 404 170 36031. Dez. 2013	60 376 447	15 329 708	172 007 074	84 442 668	143 134 058	475 289 9553920132012	CHF	CHF4. Passive Rechnungsabgrenzungen
18 040 401 15 246 528TNW-Abrechnung	U-Abo	2 415 115 2 424 627Mehrfahrtenkarten, GA und Halbtax	5 989 935 5 692 768Übrige passive Rechnungsabgrenzungen	12 746 162 11 348 588Passive Rechnungsabgrenzungen	39 191 613 34 712 511	5. Rückstellungen	Ferien-/Überzeitguthaben	7 160 250 8 287 722Dienstjubiläen	3 150 585 2 787 391Diverse Personalverpflichtungen	2 848 426 6 791 16913 159 261 17 866 282
22 699 946Rückstellungen Personal	Abschreibungsplafonierung (Überführung in Rücklagen)	–Zinsplafonierung (Überführung in Rücklagen)	– 4 062 033Pensionskasse (Überführung in Rücklagen)	– 5 322 219Rückstellungen kantonale Vorgaben	– 32 084 19818 481 796 22 816 6231 877 947 6 280 458LCC (Life-Cycle Cost)	Übrige Künftige, ungedeckte Aufwendungen	20 359 743 29 097 081Rückstellungen	33 519 004 79 047 5616. Dotationskapital
315 196 489 299 203 729Finanzierung Investitionen in Bahninfrastruktur	Buchwert am Jahresanfang	28 496 696 23 499 604Abschreibungen Investitionen in Bahninfrastruktur	–9 522 848 –7 506 844334 170 337 315 196 489Dotationskapital am Jahresende	7. Gesetzliche Rücklagen nach Art. 36 PBG
Nach Personenbeförderungsgesetz bleibt derjenige Anteil eines Ertragsüberschusses,
der aus abgeltungsberechtigten Sparten resultiert, für zukünftige Fehlbeträge reserviert.
Rücklagen am Jahresanfang	2 986 730  1 778 217Zuweisung des Geschäftsjahres	1 275 759 1 208 513Gesetzliche Rücklagen am Jahresende	4 262 489 2 986 7304020132012	CHF	CHF8. Freiwillige Rücklagen
Durch Beschluss des Verwaltungsrates werden zweckgebundene Rücklagen gebildet.
11 760 000 9 960 000Überführung aus Rückstellungen Personal 1.1.2013	Rücklagen am Jahresanfang	3 500 000–Überführung aus Rückstellungen künftige, ungedeckte Aufwendungen per 1.1.2013	4 230 000–Zuweisung des Geschäftsjahres	Freiwillige Rücklagen	3 900 000 1 800 00023 390 000 11 760 00022 699 946 –9. Rücklagen kantonale Vorgaben
Überführung aus Rückstellungen kantonale Vorgaben per 1.1.2013	Zuweisung des Geschäftsjahres 2013	Rücklage Abschreibungsplafonierung	2 763 382 –25 463 328 –	Überführung aus Rückstellungen kantonale Vorgaben per 1.1.2013	Zuweisung des Geschäftsjahres 2013	4 062 033 –749 513 –Rücklage Zinsplafonierung	4 811 546 –Überführung aus Rückstellungen kantonale Vorgaben per 1.1.2013	5 322 219 –Zuweisung des Geschäftsjahres 2013	Rücklage Pensionskasse Deckungslücke	Rücklagen kantonale Vorgaben	68 029 –5 390 248 –35 665 122–Ergänzende Anmerkungen zur Erfolgsrechnung10. Dienstleistungs- und übriger Ertrag
23 367 004 27 852 248Reklameerträge und Extrafahrten	Dienst- und Eigenleistungen	7 626 830 7 199 020Übrige Erträge	7 537 8155 478 802Ergebnis aus Anlagenabgängen	Dienstleistungs- und übriger Ertrag	4184 559 41 33038 616 20840 571 40020132012	CHF	CHF11. Abgeltungen Kanton Basel-Stadt
Betriebsbeitrag	52 592 46553 712 114Beiträge für Bahninfrastruktur	9 522 8487 506 844Übrige Abgeltungen	3 666 8203 681 214Abgeltungen Kanton Basel-Stadt	65 782 13364 900 172	12. Abschreibungen	Abschreibungen Sachanlagen	27 791 325 Abschreibungen Anlagenabgänge	24 779 7802 7015 593–3 712 80127 794 02628 498 174Materialaufwand	9 231 998	15 357 959Energieaufwand	11 993 073	12 463 378Unterakkordanten und Arbeiten Dritter	Abschreibungsplafonierung	Abschreibungen Personal	13. Übriger betrieblicher Aufwand17 070 31017 903 285Mehrwertsteuer	5 843 2464 947 579Verwaltungskostenanteil TNW	2 972 6272 917 453Übrige betriebliche Aufwendungen	25 664 003	19 753 211Übriger betrieblicher Aufwand	72 775 257	73 342 86514. Ausserordentlicher Ertrag
Auflösung Rückstellung kantonale Vorgaben per 1.1.2013	32 084 198 –Auflösung Rückstellung Personal per 1.1.2013	3 500 000–Auflösung Rückstellung künftige, ungedeckte Aufwendungen per 1.1.2013	4 230 000–Rückerstattungen der eidgenössischen Mehrwertsteuer	2 396 289 –42 210 487 –Ausserordentlicher Ertrag	42REVISIONSSTELLE
zur Jahresrechnungnungslegungsmethoden, der Plausibilität der vorgenomme­
nen Schätzungen sowie eine Würdigung der Gesamtdarstel­
lung der Jahresrechnung. Wir sind der Auffassung, dass die
von uns erlangten Prüfungsnachweise eine ausreichende und
angemessene Grundlage für unser Prüfungsurteil bilden.Als Revisionsstelle haben wir die beiliegende Jahresrechnung
der Basler Verkehrs-Betriebe, bestehend aus Bilanz, Erfolgs­
rechnung und Anhang (Seiten 36 bis 42 des Geschäftsberich­
tes) für das am 31. Dezember 2013 abgeschlossene Geschäfts­
jahr geprüft.Prüfungsurteil
Nach unserer Beurteilung entspricht die Jahresrechnung für
das am 31. Dezember 2013 abgeschlossene Geschäftsjahr dem
schweizerischen Gesetz.Verantwortung des Verwaltungsrates
Der Verwaltungsrat ist für die Aufstellung der Jahresrech­
nung in Übereinstimmung mit den gesetzlichen Vorschriften
verantwortlich. Diese Verantwortung beinhaltet die Ausge­
staltung, Implementierung und Aufrechterhaltung eines in­
ternen Kontrollsystems mit Bezug auf die Aufstellung einer
Jahresrechnung, die frei von wesentlichen falschen Angaben
als Folge von Verstössen oder Irrtümern ist. Darüber hinaus
ist der Verwaltungsrat für die Auswahl und die Anwendung
sachgemässer Rechnungslegungsmethoden sowie die Vor­
nahme angemessener Schätzungen verantwortlich.Berichterstattung aufgrund weiterer
Unabhängigkeit (Art. 728 OR) erfüllen und keine mit unserer
In Übereinstimmung mit Art. 728a Abs. 1 Ziff. 3 OR und dem
Schweizer Prüfungsstandard 890 bestätigen wir, dass ein ge­
mäss den Vorgaben des Verwaltungsrates ausgestaltetes inter­
nes Kontrollsystem für die Aufstellung der Jahresrechnung
existiert.Verantwortung der Revisionsstelle
Prüfungsurteil über die Jahresrechnung abzugeben. Wir ha­
ben unsere Prüfung in Übereinstimmung mit dem schweize­
rischen Gesetz und den Schweizer Prüfungsstandards vorge­
nommen. Nach diesen Standards haben wir die Prüfung so zu
planen und durchzuführen, dass wir hinreichende Sicherheit
gewinnen, ob die Jahresrechnung frei von wesentlichen fal­
schen Angaben ist.Ferner bestätigen wir, dass die Buchführung und die Jahres­
rechnung dem Organisationsgesetz der Basler VerkehrsBetriebe (BVB-OG) und der Verordnung des Bundes über das
Rechnungswesen der konzessionierten Transportunterneh­
Das Bundesamt für Verkehr hat die Jahresrechnung im Sinne
des Eisenbahngesetzes formell geprüft und mit Schreiben
vom 11. April 2014 ohne Einschränkung genehmigt.Eine Prüfung beinhaltet die Durchführung von Prüfungs­
handlungen zur Erlangung von Prüfungsnachweisen für die
in der Jahresrechnung enthaltenen Wertansätze und sonsti­
gen Angaben. Die Auswahl der Prüfungshandlungen liegt im
pf lichtgemässen Ermessen des Prüfers. Dies schliesst eine
Jahresrechnung als Folge von Verstössen oder Irrtümern ein.
Jahresrechnung von Bedeutung ist, um die den Umständen
entsprechenden Prüfungshandlungen festzulegen, nicht aber
Beurteilung der Angemessenheit der angewandten Rech­Wir empfehlen, die vorliegende Jahresrechnung zu genehmigen.
Die Verantwortungen für Festlegung der Organisation sowie
Erlass der Geschäftsordnung obliegt nach Art. 10 BVB-OG
dem Verwaltungsrat, deren Umsetzung der Geschäftsleitung.
Nach Art. 12 des BVB-OG hat die Revisionsstelle eine Beurtei­
lung der ordentlichen Geschäftsführung vorzunehmen. Un­
sere Aufgabe ist es daher, die formelle Einhaltung der Ge­
schäftsordnung anhand der bestehenden Rechtsgrundlagen
und Protokollierungen zu beurteilen.44Die kantonale Finanzkontrolle hat im Auftrag des Verwal­
tungsrats Untersuchungen zu spezifischen Vorfällen vorge­
nommen und weist in ihrem Bericht vom 5. Dezember 2013
auf einzelne Verstösse gegen kantonale Richtlinien im Perso­
nal- und Beschaffungswesen hin. Weitergehende Untersu­
chungen im Auftrag des Verwaltungsrats haben die vorhande­
nen Mängel im Vergabeprozess erhärtet. Zudem sind
Untersuchungen der Staatsanwaltschaft im Nachgang zum
Bericht der Finanzkontrolle eingeleitet, deren Ergebnisse der­
zeit noch nicht vorliegen. Unseres Erachtens entspricht die
Geschäftsführung in den vorgenannten Bereichen nicht den
Vorgaben im BVB-OG.
Basel, 28. April 2014
Ernst & Young AGAndré Schaub	Zugelassener Revisionsexperte	(Leitender Revisor)	Markus Kocher
RevisionsexperteGenehmigung der Jahresrechnung
Der Verwaltungsrat nahm an seiner Sitzung vom 5. Mai 2014
die Jahresrechnung 2013 der BVB und den diesbezüglichen
Bericht der Revisionsstelle zur Kenntnis und verabschiedete
die Jahresrechnung ohne Gegenstimme. Allerdings kann
nach dem Bericht der Finanzkontrolle vom Dezember 2013
zu Vorfällen bei der BVB nicht erstaunen, dass der Verwal­
tungsrat es für angezeigt erachtet hat, die Revisionsstelle mit
weiteren Abklärungen zu beauftragen. Die erforderlichen
Arbeiten werden bis ins 3. Quartal 2014 dauern und betref­
fen insbesondere Personalnebenkosten, Anerkennungsprä­
mien und Beraterkosten. Der Verwaltungsrat erwartet von
den Ergebnissen Aufschluss darüber, ob die bisher ergriffe­
nen Massnahmen effektiv waren oder weitere zu treffen
sind. Dabei ist es für den Verwaltungsrat von übergeordneter
Bedeutung, beim sachgerechten und effizienten Einsatz öf­
fentlicher Mittel keine Kompromisse einzugehen.Paul Blumenthal
Präsident des VerwaltungsratsMichael Bont
Direktor a.i.Basler Verkehrs-Betriebe
T: +41 61 685 12 12
F: +41 61 685 12 48
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Herausgeber: BVB
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Fotos: brenneisen theiss communications/Stefan Bohrer
Druck: Werner Druck, Basel© Copyright 2014 by Basler Verkehrs-Betriebe
Vollständiger oder auszugsweiser Nachdruck nur mit schriftlicher Genehmigung der Basler Verkehrs-Betriebe44neutral
No. 01-14-493160 – www.myclimate.org
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Geschäftsbericht 2013basler_verkehrsbetriebeFollowRead moreRead moreSimilar toPopular nowJust for youGo explore

References: Art. 663
 Art. 663
 Art. 36
 § 16
 § 17
 Art. 36
 Art. 663
 Art. 35
 Art. 3
 Art. 36
 Art. 728
 Art. 10
 Art. 12