Source: http://www2.lubw.baden-wuerttemberg.de/public/abt2/dokablage/oac_13/vo/4/84370000006.htm
Timestamp: 2018-12-12 12:36:43+00:00

Document:
4.37.006 Büttnau
VO gilt für die LSG 4.17.047 und 4.37.006.
Verordnung zur Unterschutzstellung des Landschaftsteils "Büttnau" auf den Gemarkungen Veringendorf und Benzingen (Schwäbische Zeitung vom 12.07.1967).
Auf Grund der §§ 5 und 19 des Reichsnaturschutzgesetzes vom 26. Juni 1935 (RGBl.I. S. 821) i.D.F. des 2. Änderungsgesetzes vom 01. Dezember 1936 (RGBl.I. S. 1001) sowie des § 7 der Verordnung zur Durchführung des Reichsnaturschutzgesetzes und des Gesetzes zur Ergänzung und Änderung des Reichsnaturschutzgesetzes i.d.F. der Bekanntmachung vom 17. Oktober 1962 (Ges.Bl. S. 203) wird mit Zustimmung des Regierungspräsidiums Südwürttemberg-Hohenzollern in Tübingen als höherer Naturschutzbehörde folgendes verordnet:
(1) Die in Absatz 2 näher beschriebenen Landschaftsteile der Gemarkungen in den Gemeindegebieten von Veringendorf und Benzingen werden als Landschaftsschutzgebiet dem Schutz des Reichsnaturschutzgesetzes unterstellt.
(2) Die Grenzen des Schutzgebiets verlaufen, entgegen dem Uhrzeigersinn beschrieben, wie folgt:
Auf Gemarkung Veringendorf im Osten beginnend entlang dem FW 1724 von der Einmündung des FW 1852 an nordwärts, weiter über die FW 1723, 1722, 1750, 1751, 1743, 1738 und 1737 im allgemeinen in nord-westlicher Richtung bis zur Gemarkungsgrenze gegen Veringenstadt. Die Grenze verläuft weiter nach Westen bis zum FW 1736 und diesem entlang bis zur Gemarkungsgrenze gegen Benzingen. Auf Gemarkung Benzingen folgt sie dem Hangweg auf den Flurstücken 2048/1 und 2152 bis zur Gemarkungsgrenze gegen Veringendorf und verläuft auf Gemarkung Veringendorf entlang dem FW 1852 zum Ausgangspunkt der Beschreibung zurück.
(3) Seine Grenzen ergeben sich auch aus der in grüner Farbe gemachten Eintragung in die beim Regierungspräsidium Südwürttemberg-Hohenzollern aufliegende Landschaftsschutzkarte. Eine Mehrfertigung dieser Karte befindet sich beim Landratsamt Sigmaringen und kann dort eingesehen werden.
(1) Der Erlaubnis des Landratsamts Sigmaringen bedarf, wer Maßnahmen durchführen will, die geeignet sind, eine der in § 2 genannten Wirkungen hervorzurufen.
a) Bauten aller Art, auch wenn sie einer bau- oder wasserrechtlichen Genehmigung nicht bedürfen,
d) die Wasserläufe in ihrer natürlichen Beschaffenheit zu verändern,
e) Steine, Lehm, Sand, Kies oder andere Erdbestandteile abzubauen oder die bisherige Bodengestaltung in irgendeiner Weise zu ändern,
f) Straßen, Wege, Parkplätze, Zeltplätze und Badeplätze anzulegen,
h) Abfälle, Müll, Schutt und Bodenabhub abzulagern,
(3) Die Erlaubnis ist zu erteilen, wenn die beabsichtigte Maßnahme nicht gegen das Verbot des § 2 verstößt. Sie ist mit entsprechenden Auflagen und Bedingungen zu erteilen, wenn durch diese ein Verstoß gegen das Verbot des § 2 abgewendet werden kann. In den übrigen Fällen ist sie zu versagen.
a) das Aufstellen von Schildern, die dem Landschaftsschutz oder der forstlichen Einteilung dienen, Verbotstafeln und Verkehrszeichen,
Verstöße gegen die Vorschriften dieser Verordnung werden nach § 21 Abs. 3 und § 22 Reichsnaturschutzgesetz bestraft oder nach § 13 des Gesetzes zur Ergänzung und Änderung des Reichsnaturschutzgesetzes vom 8.6.1959 (Ges.Bl. S. 53) mit Geldbuße geahndet.
(1) Diese Verordnung tritt mit ihrer Bekanntgabe in der Schwäbischen Zeitung in Kraft.
(2) Die Verordnung des Landratsamtes vom 7. Oktober 1966 über die einstweilige Sicherstellung des Landschaftsteiles "Büttnau" auf Gemarkungen der Gemeinden Veringendorf und Benzingen wird aufgehoben.
Sigmaringen, den 12.07.1967
gez. Dr. Gögler, Landrat

References: § 7
 § 2
 § 2
 § 2
 § 21
 § 22
 § 13