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Timestamp: 2019-03-24 22:19:17+00:00

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D.A.S. Rechtsschutz der ERGO » Rechtsportal » Gesetzestexte » K » KäseV - Käseverordnung » Content
In der Fassung der Bekanntmachung vom 14. April 1986 (BGBl. I S. 412)
Zuletzt geändert durch Artikel 18 der Verordnung vom 5. Juli 2017 (BGBl. I S. 2272)
- Anlage 5 und 6 hier nicht wiedergegeben -
§ 1 KäseV Begriffsbestimmungen
die aus Süßmolke oder Sauermolke durch Entzug von Wasser, auch unter Zusatz von Milch, Sahne (Rahm), Molkensahne (Molkenrahm), Butter, Butterschmalz, Schaf-, Ziegen- oder Büffelmilch hergestellt sind (Molkenkäse);
(5) Beigegebene Lebensmittel im Sinne dieser Verordnung sind Lebensmittel, die bei der Herstellung von Käsezubereitungen und Schmelzkäsezubereitungen zur Erzielung einer besonderen Geschmacksrichtung ohne einen Milchbestandteil zu ersetzen zugesetzt werden, ausgenommen die in § 3 Abs. 1 oder in § 4 Abs. 1 genannten Stoffe sowie Milch und Milcherzeugnisse. Im Falle der Herstellung von Käsezubereitungen aus Speisequark sind die in § 3 Abs. 1 Nr. 2 Buchstabe b genannten Stoffe beigegebene Lebensmittel.
§ 2 KäseV Anwendungsbereich
§ 3 KäseV Anforderungen an die Herstellung von Käse
Wiederkäuermagenlab oder Zubereitungen aus Wiederkäuermagenlab, Wiederkäuermagenpepsin und Schweinemagenpepsin (Lab-Pepsin-Zubereitungen), wobei der Anteil Chymosin mindestens 25 vom Hundert betragen muss,
Trockenmilcherzeugnisse, Milcheiweißerzeugnisse, ausgenommen Kasein und Kaseinat, und eiweißangereichertes Molkenpulver zur Eiweißstandardisierung in technologisch notwendigem Umfang, höchstens jedoch in einer Gesamtmenge, durch die der Eiweißgehalt in einem Kilogramm Käsereimilch bis zu 3 Gramm erhöht wird; nicht jedoch in Käsereimilch zur Herstellung der Standardsorten der Gruppe Frischkäse,
die zur Lösung oder Emulgierung von Beta-Carotin (E 160 a) erforderliche Menge Speiseöl unter Mitverwendung von Speisegelatine und Stärke;
(2b) Der Sauermilchquark muss aus entrahmter Milch unter Verwendung von Milchsäurebakterien, auch unter Mitverwendung von Lab oder Labaustauschstoffen und unter Wärmeeinwirkung, hergestellt sein; er muss eine fettfreie Milchtrockenmasse von mindestens 32% aufweisen.
§ 4 KäseV Anforderungen an die Herstellung von Erzeugnissen aus Käse
(2) Bei der Herstellung von Käsezubereitungen muss der Gewichtsanteil des Käses an den insgesamt zur Herstellung verwendeten Stoffen mindestens 50 vom Hundert betragen.
(3) Käsezubereitungen und Schmelzkäsezubereitungen dürfen an beigegebenen Lebensmitteln nicht mehr als 15 vom Hundert des Gesamtgewichts der Fertigerzeugnisse enthalten.
(4) Käsezubereitungen aus Frischkäse, die unter Verwendung von Früchten, Fruchterzeugnissen, Gemüse oder Gemüseerzeugnissen hergestellt werden, dürfen abweichend von Absatz 3 bis zu 30 vom Hundert des Gesamtgewichts des Fertigerzeugnisses an diesen Lebensmitteln enthalten.
§ 5 KäseV Fettgehaltsstufen
Doppelrahmstufe höchstens 87%
Magerstufe weniger als 10%
§ 6 KäseV Käsegruppen
§ 7 KäseV Standardsorten
§ 8 KäseV Geografische Herkunftsbezeichnungen
Käse darf unter einer der in Anlage 1b Spalte 1 aufgeführten geografischen Herkunftsbezeichnungen nur in den Verkehr gebracht werden, wenn er
§ 9 KäseV
§ 10 KäseV
§ 11 KäseV Güteklasse, Markenkäse, Güteprüfungen für inländische Markenkäse
(2) Die Bezeichnung "Markenkäse" darf nur auf Grund einer Genehmigung verwendet werden. Die Genehmigung wird für Betriebe, die Käse herstellen oder fertiglagern, auf Antrag von der nach Landesrecht zuständigen Behörde (Überwachungsstelle) erteilt, wenn der verantwortliche technische Leiter sowie die bauliche und technische Einrichtung des Betriebes die Gewähr dafür bieten, dass der hergestellte oder fertiggelagerte Käse der Güteklasse Markenkäse entsprechen wird. Bei Betrieben, die Käse herstellen oder fertiglagern, muss ferner Käse der Sorte, für die die Genehmigung beantragt ist, in mindestens zwei aufeinander folgenden Prüfungen den Anforderungen an Markenkäse entsprochen haben.
(4) Die Genehmigung ist zurückzunehmen, wenn nachträglich bekannt wird, dass eine der Voraussetzungen des Absatzes 2 Satz 2 nicht vorgelegen hat. Sie ist zu widerrufen, wenn
Tatsachen die Annahme rechtfertigen, dass eine der Voraussetzungen des Absatzes 2 Satz 2 nicht mehr vorliegt,
bei drei aufeinander folgenden Prüfungen den Anforderungen für Markenkäse nicht entsprochen haben oder
trotz Herstellung des Käses zu zwei aufeinander folgenden Prüfungen nicht eingesandt, abgegeben oder bereitgestellt worden sind,
(10) Käse darf unter der Bezeichnung "Markenkäse" nur in den Verkehr gebracht
werden, wenn er
mindestens 40 % Fett in der Trockenmasse aufweist;
(11) Für Markenkäse darf das nebenstehend abgebildete Gütezeichen (1) verwendet werden. Das Gütezeichen besteht aus einem stilisierten Adler mit ovaler Umrandung. Die Umrandung enthält die Inschrift "In Deutschland geprüfte Markenware".
§ 11a KäseV Markenkäse aus anderen Mitgliedstaaten
§ 12 KäseV Trockenmasse
§ 13 KäseV Kochkäse
§ 14 KäseV Allgemeine Vorschriften
(1) Käse und Erzeugnisse aus Käse dürfen nur in den Verkehr gebracht werden, wenn sie nach den Vorschriften dieser Verordnung gekennzeichnet sind. § 8 der Lebensmittel-Kennzeichnungsverordnung sowie § 9 der Zusatzstoff-Zulassungsverordnung sind anzuwenden
(2) Bei Käse und Erzeugnissen aus Käse in Fertigpackungen im Sinne des § 42 Absatz 1 des Mess- und Eichgesetzes, die zur Abgabe an den Verbraucher bestimmt sind, muss die Kennzeichnung enthalten
das Verzeichnis der Zutaten, ausgenommen die für die Herstellung des Käses oder Erzeugnisses aus Käse notwendigen Milchinhaltsstoffe, Enzyme und Mikroorganismenkulturen und für die Herstellung von Käse notwendiges Speisesalz, nach Maßgabe der §§ 5 und 6 der Lebensmittel-Kennzeichnungsverordnung mit einem Hinweis, dass es sich nur um weitere Zutaten handelt; bei Frischkäse und Erzeugnissen aus Käse ist auch Speisesalz anzugeben; Zutaten der Anlage 3 der Lebensmittel-Kennzeichnungsverordnung sind stets anzugeben, es sei denn, die Verkehrsbezeichnung des Lebensmittels lässt auf das Vorhandensein der jeweiligen Zutat schließen,
das Mindesthaltbarkeitsdatum nach Maßgabe des § 7 der Lebensmittel-Kennzeichnungsverordnung; wird das Mindesthaltbarkeitsdatum mit dem Hinweis "gekühlt" angegeben, ist es auf der Grundlage einer angenommenen Lagerungstemperatur von 10 Grad Celsius zu berechnen,
die Angaben nach Absatz 2 Nr. 1 Buchstabe a, d oder e und Nr. 7,
bei Frischkäse ferner unverschlüsselt das Mindesthaltbarkeitsdatum nach Tag und Monat durch die Worte "gekühlt mindestens haltbar bis ..."; es ist auf der Grundlage einer angenommenen Lagerungstemperatur von 10 Grad Celsius zu berechnen,
§ 15 KäseV Zusätzliche Kennzeichnung bei Käse
(1) Bei Käse muss die Kennzeichnung ferner enthalten
bei Frischkäse, die nicht unter der Bezeichnung einer Standardsorte der Anlage 1 in den Verkehr gebracht werden und mehr als 82 Gewichtshundertteile Wasser aufweisen, den Hinweis "Wassergehalt mehr als 82%".
(2) Wird Käse in geriebenem Zustand in den Verkehr gebracht, muss statt der Angabe der Verkehrsbezeichnung nach § 14 Abs. 2 Nr. 1 Buchstabe a die Bezeichnung "geriebener Käse" mit dem Zusatz "hergestellt aus ..." oder, sofern nur eine Käsesorte verwandt wird, die Bezeichnung der Käsesorte mit dem Zusatz "gerieben" angegeben werden. Werden mehrere Käsesorten in geriebenem Zustand vermischt in den Verkehr gebracht, ist an Stelle der Angabe nach Absatz 1 Nr. 1 der Fettgehalt in der Trockenmasse des Gesamterzeugnisses anzugeben.
(6) Wird bei einem Käse oder Erzeugnis aus Käse der Laktosegehalt verringert, darf der Hinweis auf das Nichtvorhandensein von Laktose nur erfolgen, soweit der Laktosegehalt nach Maßgabe der nach § 64 Absatz 1 des Lebensmittel- und Futtermittelgesetzbuches in seiner jeweils geltenden Fassung für die Feststellung von Laktose veröffentlichten Prüfungsmethode unter 0,1 Gramm je 100 Gramm des Fertigerzeugnisses liegt und die Kennzeichnung die Angabe "Laktosegehalt: unter 0,1 g/100 g" oder eine inhaltsgleiche Angabe enthält.
§ 16 KäseV Zusätzliche Kennzeichnung bei Erzeugnissen aus Käse
(1) Bei Erzeugnissen aus Käse muss die Kennzeichnung ferner enthalten
bei Schmelzkäse und Schmelzkäsezubereitungen aus Frischkäse, die mehr als 82 Gewichtshundertteile Wasser aufweisen den Hinweis "Wassergehalt mehr als 82%",
bei streichfähigem Schmelzkäse nach Anlage 2 einen Hinweis auf die Streichfähigkeit;
§ 17 KäseV Besondere Hinweise auf Standardsorten bei Erzeugnissen aus Käse
(2) Erzeugnisse aus Käse im Sinne des § 1 Abs. 4 Nr. 1 bis 3 dürfen ferner in der Kennzeichnung einen besonderen Hinweis auf eine Standardsorte nur enthalten, wenn sie den Fettgehalt in der Trockenmasse aufweisen, der für die angegebene Standardsorte festgelegt ist. Die Kennzeichnung bei Schmelzkäse darf einen Hinweis auf eine Standardsorte, für die ein Fettgehalt in der Trockenmasse von 45 % oder mehr festgelegt ist, auch dann enthalten, wenn der Fettgehalt in der Trockenmasse des Schmelzkäses um bis zu 2,5 % niedriger ist als bei der angegebenen Standardsorte.
§ 18 KäseV
§ 19 KäseV
§ 20 KäseV Herstellung von Labaustauschstoffen
(1) Wer einen Labaustauschstoff herstellen will, bedarf hierzu der Genehmigung der zuständigen Behörde. Labaustauschstoffe im Sinne dieser Verordnung sind Zubereitungen von Enzymen mikrobiellen Ursprungs, die dazu bestimmt sind, an Stelle von Lab zur Dicklegung von Milch bei der Käseherstellung verwendet zu werden.
der Antragsteller nachweist, dass der Labaustauschstoff den gesundheitlichen Anforderungen nach Absatz 5 genügt; der Nachweis ist nach dem Muster der Anlage 5 zu erbringen,
sichergestellt ist, dass vermehrungsfähige Mikroorganismen zur Herstellung von Labaustauschstoffen nicht in die Abluft, das Abwasser oder den Abfall gelangen können,
(3) Die Erteilung der Genehmigung ist mit der Auflage zu verbinden, dass der Antragsteller
durch Untersuchung jeder Charge prüft oder prüfen lässt, ob der Labaustauschstoff den Anforderungen nach Absatz 5 genügt; dabei gelten die Anforderungen nach Absatz 5 Nr. 1 als erfüllt, wenn durch Prüfung im Zellkulturtest mit Zellen menschlicher Herkunft toxische Eigenschaften nicht nachgewiesen worden sind,
(4) Die Genehmigung ist zurückzunehmen, wenn nachträglich bekannt wird, dass eine zu ihrer Erteilung erforderliche Voraussetzung nicht vorgelegen hat. Sie ist zu widerrufen, wenn eine dieser Voraussetzungen nachträglich weggefallen oder eine mit ihr verbundene Auflage nicht eingehalten ist und diesem Mangel nicht innerhalb einer von der zuständigen Behörde zu setzenden angemessenen Frist abgeholfen wird.
§ 21 KäseV Verbringen von Labaustauschstoffen in den Geltungsbereich der Verordnung
(1) Wer Labaustauschstoffe in den Geltungsbereich dieser Verordnung verbringen will, hat dies der für den Ort der Zollabfertigung zuständigen Behörde zuvor anzumelden und nach dem Muster der Anlage 5 nachzuweisen, dass die Labaustauschstoffe den Anforderungen nach § 20 Abs. 5 genügen. Die zuständige Behörde hat zu prüfen, ob der Nachweis als ausreichend anzusehen ist; das Ergebnis der Prüfung ist dem Anzeigenden mitzuteilen.
jede in der Sendung enthaltene Charge untersucht worden ist und diese Untersuchung ergeben hat, dass der Labaustauschstoff den Anforderungen nach § 20 Abs. 5 genügt, und
(3) Die Ausstellung der Bescheinigung nach Absatz 2 Satz 1 Nr. 4 darf im Zeitpunkt der zollamtlichen Abfertigung nicht länger als einen Monat zurückliegen. Die Bescheinigung ist von der zuständigen Behörde des Versandlandes auszustellen. Die Bescheinigung muss in deutscher Sprache abgefasst sein und in dreifacher Ausfertigung vorgelegt werden; die Urschrift wie auch die erste und zweite Mehrausfertigung sind als solche zu kennzeichnen. Eine Mehrausfertigung der Bescheinigung ist von der Zollstelle auf Kosten des Verfügungsberechtigten der nach Absatz 1 zuständigen Behörde zuzuleiten.
§ 22 KäseV Abgabe und Kennzeichnung von Lab-Pepsin-Zubereitungen und Labaustauschstoffen
§ 23 KäseV Zulassung von Zusatzstoffen
Als Zusatz beim Herstellen und Behandeln von Käse und Erzeugnissen aus Käse wird zur äußerlichen Anwendung frisch entwickelter Rauch aus naturbelassenen Hölzern und Zweigen, Heidekraut und Nadelholzsamenständen, auch unter Verwendung von Gewürzen, zugelassen. Der durchschnittliche Gehalt so geräucherter Erzeugnisse oder der unter Verwendung geräucherter Lebensmittel hergestellten Erzeugnisse an Benzo(a)pyren darf ein Mikrogramm pro Kilogramm (1 (my)g/kg) nicht überschreiten. Beim gewerbsmäßigen Herstellen und Behandeln von Käse, der dazu bestimmt ist, in den Verkehr gebracht zu werden, und von Erzeugnissen aus Käse mit dem gleichen Bestimmungszweck dürfen Zusatzstoffe nach Satz 1 über die in Satz 2 festgesetzte Höchstmenge hinaus nicht verwendet werden. Die Zusatzstoff-Zulassungsverordnung bleibt unberührt.
§ 24 KäseV
§ 25 KäseV
§ 26 KäseV
§ 27 KäseV Befugnisse der Länder
§ 28 KäseV Ausländische Käse und ausländische Erzeugnisse aus Käse
(1) Außerhalb des Geltungsbereichs dieser Verordnung hergestellter Käse und Erzeugnisse aus Käse (ausländische Käse und Erzeugnisse aus Käse), die nicht den Vorschriften dieser Verordnung entsprechen, dürfen vorbehaltlich des Absatzes 3 in den Verkehr gebracht werden, wenn sie nach den Rechtsvorschriften des Herstellungslandes hergestellt und dort verkehrsfähig sind.
(3) Ausländischer Käse und Erzeugnisse aus Käse, die den in dieser Verordnung bezeichneten Anforderungen an die Herstellung nicht entsprechen, dürfen nur in den Verkehr gebracht werden, wenn zusätzlich zu der Kennzeichnung nach den §§ 14 bis 17 auf der Fertigpackung oder dem Hinweisschild deutlich lesbar auf die Abweichung hingewiesen wird. Der Hinweis ist in Verbindung mit der Verkehrsbezeichnung anzugeben, sofern nicht durch eine Angabe im Zutatenverzeichnis eine Irreführung des Verbrauchers ausgeschlossen werden kann. Zusätzlich zu der Verkehrsbezeichnung nach § 14 Abs. 2 Nr. 1 darf auch die Verkehrsbezeichnung des Herstellungslandes verwendet werden.
§ 29 KäseV Besondere Zubereitungen
Achter Abschnitt Straftaten und Ordnungswidrigkeiten, Schlussvorschriften
§ 30 KäseV Straftaten und Ordnungswidrigkeiten
(4) Nach § 59 Abs. 1 Nr. 21 Buchstabe a des Lebensmittel- und Futtermittelgesetzbuches wird bestraft, wer entgegen § 15 Abs. 5 oder § 28 Abs. 3 Satz 1 dort genannten Käse oder ein Erzeugnisse aus Käse in den Verkehr bringt.
§ 31 KäseV Ordnungswidrigkeiten
entgegen § 8 Käse unter einer in Anlage 1b Spalte 1 aufgeführten geografischen Herkunftsbezeichnung,
entgegen § 11 Abs. 2 Satz 1 oder Abs. 3 Käse ohne die erforderliche Genehmigung oder
Käse, der nicht den Anforderungen nach § 11 Abs. 10 entspricht, unter der Bezeichnung "Markenkäse",
entgegen § 14 Abs. 1 in Verbindung mit Absatz 2 Nr. 6 bis 8, Abs. 4 oder 6 Satz 1 Nr. 1 Buchstabe b oder Nr. 2 Buchstabe b oder § 17 Abs. 2 Käse oder Erzeugnisse aus Käse, die nicht oder nicht in der vorgeschriebenen Weise gekennzeichnet sind, gewerbsmäßig in den Verkehr bringt.
§ 31a KäseV Anpassung an die Verordnung (EU) Nr. 1169/2011 und an die Lebensmittelinformations-Durchführungsverordnung
Anlage 1 KäseV Standardsorten
Anlage 1a KäseV
Anlage 1b KäseV Geografische Herkunftsbezeichnung
Allgäuer Emmentaler Landkreise Lindau (Bodensee), Oberallgäu, Ostallgäu, Unterallgäu, Ravensburg und Bodenseedkreis; Städte Kaufbeuren, Kempten und Memmingen Die Herstellung erfolgt ausschließlich aus roher Käsereimilch, die im Herstellungsgebiet nach den Bestimmungen der Milchlieferungsordnung für Milchlieferanten von Emmentalerkäsereien vom 12. August 1980 (1) gewonnen und vor dem Einlaben nicht über 40 Grad Celsius erwärmt wird. 3 Monate
Während dieser Zeit muss der Käse mindestens 4 Wochen bei einer Temperatur von mindestens 20 Grad Celsius in einem Gärkeller reifen Vollfettstufe Gehalt an Trockenmasse in 100 Gewichtsteilen: mindestens 62 % Form und Gewicht: rindengereifter Rundlaib mit mindestens 60 kg Herstellungsgewicht oder Viereckblock mit mindestens 40 kg Herstellungsgewicht
Lochung: mehrheitlich 1-3 cm groß, rund, spärlich bis reichlich, regelmäßig verteilt
Allgäuer Bergkäse Landkreise Lindau (Bodensee), Oberallgäu, Ostallgäu, Unterallgäu, Ravensburg und Bodenseedkreis; Städte Kaufbeuren, Kempten und Memmingen Die Herstellung erfolgt ausschließlich aus roher Käsereimilch, die im Herstellungsgebiet nach den Bestimmungen der Milchlieferungsordnung für Milchlieferanten von Emmentalerkäsereien vom 12. August 1980 (2) gewonnen und vor dem Einlaben nicht über 40 Grad Celsius erwärmt wird. 4 Monate mindestens Vollfettstufe Gehalt an Trockenmasse in 100 Gewichtsteilen: mindestens 62 % Form und Gewicht:
rindengereifter Rundlaib mit 15 bis 50 kg Herstellungsgewicht
erbsengroß, vereinzelt bis spärlich
Altenburger Ziegenkäse Landkreise Altenburg, Schmölln,
Greithain,
Stadt Gera Die Herstellung erfolgt ausschließlich aus Käsereimilch, die im Herstellungsgebiet gewonnen wird. Die Käsereimilch muss mindestens 15 % Ziegenmilch enthalten; auch unter Zusatz von Kümmel 14 Tage Fettgehalt: mindestens 30 Gewichtsprozent in der Trockenmasse Gehalt an Trockenmasse in 100 Gewichtsteilen: mindestens 38 % Form und Gewicht:
Zylinder mit einem Herstellungsgewicht von 250 g bzw. halbierter Zylinder
Lochung: geschlossener Teig mit geringer Bruchlochung
Odenwälder Frühstückskäse Landkreise Odenwaldkreis und Bergstraße Die Herstellung erfolgt ausschließlich aus Käsereimilch, die im Herstellungsgebiet gewonnen und pasteurisiert wird.
Reifung nur mit Gelb- und Rotschmierbakterien (B. Linens) 14 Tage Fettgehalt:
mindestens 10 Gewichtsprozent in der Trockenmasse (Fett i.Tr.) Gehalt an Trockenmasse in 100 Gewichtsteilen: mindestens 31 %, höchstens 42 % Form und Gewicht: rund, ohne Rinde, geschmeidige Haut mit gelblich bis rötlich brauner leicht klebender Rotschmiere und einem Herstellungsgewicht von 100 g
Lochung: geschlossen mit vereinzelter Bruchlochung
Sonneborner Weichkäse Landkreise Altenburg und Schmölln Die Herstellung erfolgt ausschließlich aus Käsereimilch, die im Herstellungsgebiet gewonnen wird, unter Zusatz von Gewürzen. 14 Tage Fettgehalt: mindestens 30 Gewichtsprozent in der Trockenmasse (Fett i.Tr.) Gehalt an Trockenmasse in 100 Gewichtsteilen:
Zylinder mit einem Herstellungsgewicht von 125 g Lochung: geschlossener Teig mit geringer Bruchlochung
Tiefländer Landkreise Malchin,
Waren Die Herstellung erfolgt ausschließlich aus Käsereimilch, die im Herstellungsgebiet gewonnen wird. 8 Wochen Fettgehalt: mindestens 45 Gewichtsprozent in der Trockenmasse (Fett i.Tr.) Gehalt an Trockenmasse in 100 Gewichtsteilen: mindestens 61 % Sonstige Eigenschaften
Form und Gewicht: runder oder quaderförmiger Laib mit 6 bis 15 kg Herstellungsgewicht
Lochung: spärlich bis reichlich, erbsen- bis kirschgroß, mehr oder weniger gleichmäßig verteilt
Tollenser Lankreise Altentreptow,
Neubrandenburg und Stadt Neubrandenburg Die Herstellung erfolgt ausschließlich aus Käsereimilch, die im Herstellungsgebiet gewonnen wird. 6 Wochen Fettgehalt:
mindestens 40 Gewichtsprozent in der Trockenmasse (Fett i.Tr.) Gehalt an Trockenmasse in 100 Gewichtsteilen: mindestens 50 % Form und Gewicht: quaderförmiger Laib mit etwa 3 kg Herstellungsgewicht
Lochung: zahlreich, in Schlitz- oder Gerstenkornform, die gleichmäßig über die gesamte Schnittfläche verteilt ist.
Die Milchlieferungsordnung kann bei folgenden Stellen bezogen werden:
Milchwirtschaftlicher Verein Allgäu-Schwaben e.V.; Haus der Milchwirtschaft, Himbeinstraße 8, 87435 Kempten/Allgäu,
Milchwirtschaftlicher Verein Baden-Württemberg e.V., Lindenspürstraße 31, 70176 Stuttgart
Anlage 2 KäseV Trockenmassegehalt bei Schmelzkäse und Schmelzkäsezubereitungen
- mit einem Fettgehalt in der Trockenmasse von 50 % oder mehr 50%
- mit einem Fettgehalt in der Trockenmasse von weniger als 50 % 34%
- mit einem Fettgehalt in der Trockenmasse von 50 % oder mehr 40%
- mit einem Fettgehalt in der Trockenmasse von weniger als 50 % 30%
- Doppelrahmstufe 42%
- Rahmstufe 36%
- Vollfettstufe 34%
- Fettstufe 32%
- Dreiviertelfettstufe 29%
- Halbfettstufe 26%
- Viertelfettstufe 24%
- Magerstufe 22%
Anlage 3 KäseV
Anlage 4 KäseV Bestimmungen über die Durchführung von Käseprüfungen
(zu § 11 Abs. 9)
(1) Die Proben müssen bei Prüfungen ohne Kenntnis ihrer Herkunft durch Sachverständigengruppen beurteilt werden. Jede Gruppe muss aus vier Sachverständigen bestehen, von denen je zwei die Untergruppen A und B bilden. Die Untergruppe B beginnt die Beurteilung der Proben bei der letzten von der Untergruppe A zu prüfenden Probe, sofern der Leiter der Prüfung (Artikel 1 Abs. 2) nicht eine andere Reihenfolge bestimmt. Der Leiter der Prüfung soll besondere Sachverständige an der Prüfung beteiligen, die insbesondere bei Beurteilungen nach Absatz 3 und bei Nachbeurteilungen nach Absatz 4 mitzuwirken haben.
(3) Neigen die beiden Sachverständigen einer Untergruppe bei der Bewertung einer Käseprobe übereinstimmend der Auffassung zu, dass die Probe auch niedriger bewertet werden kann, so kann dies durch ein Minuszeichen (-) bei der jeweiligen Eigenschaft im Sinne des Artikels 3 Abs. 1 zum Ausdruck gebracht werden. Weichen bei einer Probe die Bewertungen der Sachverständigen einer Untergruppe um einen oder mehrere Punkte voneinander ab, so nimmt der besondere Sachverständige (Absatz 1 Satz 4) oder der Leiter der Prüfung unter Hinzuziehung der Sachverständigen der Untergruppe die Bewertung vor.
(4) Wird eine Käseprobe von den Untergruppen A und B für eine oder mehrere der in Artikel 3 genannten Eigenschaften unterschiedlich beurteilt, so muss sie durch die vier Sachverständigen nachbewertet werden. Bei Stimmengleichheit entscheidet der besondere Sachverständige oder der Leiter der Prüfung darüber, welche der beiden Bewertungen gilt.
(5) Eine Nachbeurteilung nach Absatz 4 entfällt, wenn zwischen den Beurteilungsergebnissen der beiden Untergruppen eine Abweichung von nur einem Punkt besteht und wenn von den beiden Untergruppen nur eine Untergruppe ihr Beurteilungsergebnis mit einem Minuszeichen versehen hat und durch dieses Minuszeichen das hiermit versehene Ergebnis dem Ergebnis der anderen Untergruppen angenähert wird. Als Bewertung gilt die geringere Zahl an Punkten. Minuszeichen bleiben unberücksichtigt, wenn sie zur Abwertung der Güteklasse Markenkäse führen. Eine Nachbeurteilung der Probe entfällt, wenn sie in den einzelnen Eigenschaften von den beiden Untergruppen mit 4 und 5 Punkten bewertet worden ist. Es wird nur das Ergebnis mit der niedrigeren Punktzahl mitgeteilt.
A) für Aussehen-Äußeres bis zu 5 Punkten
B) für Aussehen-Inneres bis zu 5 Punkten
C) für Konsistenz bis zu 5 Punkten
D) für Geruch bis zu 5 Punkten
E) für Geschmack bis zu 5 Punkten
A) für Aussehen bis zu 5 Punkten
B) für Gefüge bis zu 5 Punkten
C) für Geruch bis zu 5 Punkten
D) für Geschmack bis zu 5 Punkten
(3) Standardsorten sind für die in Absatz 1 aufgeführten Eigenschaften mit der Höchstzahl an Punkten zu bewerten, wenn sie den in der Anlage 1 Spalte 8 genannten Eigenschaften entsprechen.
Die Artikel 1 und 2 gelten nicht für die Standardsorte Emmentaler. Jeder zu prüfende Käselaib dieser Standardsorte muss am Tage der Güteprüfung mindestens 75 Tage alt sein.
- hier nicht wiedergegeben -

References: § 1
 § 3
 § 4
 § 3

§ 2

§ 3

§ 4

§ 5

§ 6

§ 7

§ 8

§ 9

§ 10

§ 11

§ 11

§ 12

§ 13

§ 14
 § 8
 § 9
 § 42
 § 7

§ 15
 § 14
 § 64

§ 16

§ 17
 § 1

§ 18

§ 19

§ 20

§ 21
 § 20
 § 20

§ 22

§ 23

§ 24

§ 25

§ 26

§ 27

§ 28
 § 14

§ 29

§ 30
 § 59
 § 15
 § 28

§ 31
 § 8
 § 11
 § 11
 § 14
 § 17

§ 31
 § 11