Source: https://palliativakademie-rheinland.de/fortbildung-palliative-care-level-2/
Timestamp: 2018-12-14 21:34:07+00:00

Document:
Fortbildung: Palliative Care Level 2 - Palliativakademie Rheinland
Mulitprofessionelle Fortbildung Palliative Care Level II 2019
Qualitätssicherung nach §39a, §132d ff. §132 g, gemäß §37b Abs. 1 und Abs. 2, SGB V
„Ihr habt den Gang der Gestirne bis ins letzte erforscht, als eine Generation von Helden des Laboratoriums, aber ihr kennt die Gestirne nicht mehr. Es ist nur noch ein Kapitel in euren Büchern, aber es ist für euch nicht mehr ein Licht, denn ihr wisst weniger von ihm als ein kleines Kind.“
Die Funktion des Helden in einer Geschichte besteht nicht nur darin, sich Gefahren zu stellen, ein Ziel zu erreichen und dem Betrachter zum Miterleben und Mitfiebern anzuregen, sondern vor allem in seiner persönlichen Weiterentwicklung. Äußere wie auch innere Gefahren und Widerstände gilt es hierbei zu überwinden. Auch wenn er den Mittelpunkt der Geschichte bildet und sich für andere einsetzt, ist er nicht auf sich selbst gestellt, sondern findet zahlreiche Unterstützung durch das multiprofessionelle Team. In der Palliativversorgung übernimmt neben den professionell Tätigen auch der Schwerstkranke selbst die Rolle des Helden (Held zwischen Licht und Schatten). Die an der Versorgung der Schwerstkranken beteiligten Berufsgruppen müssen und wollen sich diesen Herausforderungen stellen. Bei allem, was die professionellen Helfer während dieser Reisen (Phasenmodell der Heldenreise) tun, begegnen sie sich auch selbst und setzen sich dabei mit unterschiedlichen Herausforderungen und Schwierigkeiten ihres Inneren Teams auseinandersetzen. Die Weiterentwicklung des Helden (Struktur der Persönlichkeitsentwicklung des Helden) lässt die individuellen Fähigkeiten und Ressourcen bewusst wahrnehmen, um diese für diese ihre Ziele einzusetzen.
Sexualität in der Palliativversorgung
„Sexualität und schwersterkrankt“ sind zwei Begriffe, die sich für viele Menschen ausschließen. Wer jedoch in der Palliativversorgung mitarbeitet weiß, dass der Wunsch nach Sexualität, intimer Nähe, körperlicher Partnerschaft präsent bleibt – vielleicht unterdrückt, mit Schamgefühlen zugedeckt, unbesprochen, in geheimen Wünschen verborgen. Sexualität ist lebenslang ein zentraler Aspekt der eigenen Körperlichkeit. Sexualität ist ein wesentlicher Teil von Beziehungen und ein identitätsstiftendes Moment für Menschen – wenn auch in individuell sehr unterschiedlicher Weise gefühlt, gelebt und ausgedrückt. Im Umgang mit diesem bedeutsamen Begleitungsthema gibt es Unsicherheiten auf beiden Seiten: eingeklemmt zwischen Bildern von schwerstkranken und sterbenden Menschen, dem Leiden und Todesnahen auf der einen Seite und der Aktivplus-Leistungsnorm vital-rüstiger Modellrentner auf der anderen Seite, wissen die betroffenen Menschen häufig nicht, wie sie ihre sexuellen Gefühle, Wünsche und Realitäten einschätzen, äußern und leben sollen. Für die Mitarbeitenden in der Palliativversorgung bleibt Sexualität oft bloß ein befremdlicher Begriff – es fehlen Informationen, Vorbilder und vor allem fachlicher Austausch.
Palliative Sedierungstherapie und Freiwilliger Verzicht auf Nahrung und Flüssigkeit
Die palliative Sedierungstherapie bei sterbenden Menschen ist eine Form der Symptomkontrolle auf dem Wege einer Bewusstseinsdämpfung durch die Verabreichung schlafanstoßender Medikamente. Sie kann in Extremsituationen unerträgliches Leiden am Lebensende eines schwer kranken, sterbenden Menschen Erleichterung schaffen. Palliative Sedierungstherapie ist kein obligater Teil des „standard of care“. Ihre Anwendung ist allen anderen Maßnahmen der Palliativversorgung subsidär. Sie gilt als Ultima Ratio der symptombehandelnden Mittel in der Palliativversorgung.
Eine schon seit Antike praktizierte natürliche Form des Sterbens ist der freiwillige Verzicht auf Nahrung und Flüssigkeit (FVNF), das „Sterbefasten“. Die Begleitung des selbstbestimmten Sterbeprozesses beinhaltet eine gelungene Kommunikation mit dem Sterbenden und seinen An- und Zugehörigen und die konstruktive Auseinandersetzung mit widersprüchlichen Gedanken und Gefühlen der An- und Zugehörigen und den Begleitenden
Gemäß der gesetzlichen Grundlagen §39a, §132d ff., §132 g gemäß §37b Abs. 1 und Abs. 2, SGB V wird die Qualitätssicherung durch jährliche Fortbildungsveranstaltungen für die Absolventen der Weiterbildung Palliative Care durch die Palliativakademie Rheinland sichergestellt.
Die Teilnehmenden setzen sich auf der Basis des Strukturschemas der Heldenreise mit dem Inneren Team auseinander, sie reflektieren die Persönlichkeitsentwicklung der Helden, wissen, dass innere Teamkonflikte und inneres Konfliktmanagement der Helden Folgen für den Kontakt und die Kommunikation haben, sie reflektieren die Persönlichkeitsentwicklung im Zusammenhang mit dem Prozess der Entscheidungsfindung anhand des Phasenmodells der Heldenreise und verstehen die Eingebundenheit der Situation in einen systemischen Kontext.
Die Teilnehmenden setzen sich mit den Einflüssen der lebensbegrenzenden Erkrankung auf die gelebte Sexualität auseinander, sie reflektieren institutionelle Wirklichkeiten im Umgang mit dem Thema Sexualität bei schwerstkranken und sterbenden Menschen, sie erkennen eigene Hemmnisse in der Kommunikation, sie setzen sich mit eigenen Ängsten und Zukunftsvorstellungen zur Sexualität auseinander, sie erlernen Gütekriterien einer respektvollen, professionellen Sexualitätsbegleitung von schwerstkranken und sterbenden Menschen im institutionellen Alltag der ambulanten und stationären Hilfen.
Die Teilnehmende lernen zentrale medikamentöse Interventionen in der palliativen Sedierungstherapie kennen, kennen die Pharmakodynamik und Pharmakokinetik der eingesetzten Medikation, kennen relevante Einzelheiten ihre Aufträge in der Begleitung des Prozesses der palliativen Sedierungstherapie und können diese anhand von komplexen Situationen aus der Praxis im Kontext ihre fachlichen, methodischen und sozialkommunikativen Kompetenz in Beziehung setzen, sie setzen sich mit den relevanten Einzelheiten und bedeutsamen Aspekten des Freiwilligen Verzichts auf Nahrung und Flüssigkeit in der Palliativversorgung auseinander, sie reflektieren ihre eigene Ambivalenz und die der An- und Zugehörigen im Umgang mit der selbstbestimmten Entscheidung des Sterbenden, sie lernen angemessenen Interventionen zur Linderung des Leidens der Betroffenen und deren An- und Zugehörige kennen und können diese situationsgerecht und adäquat anbieten.
Die Heldenreise als Struktur- und Phasenmodell von Beratung und Begleitung in der Palliativversorgung im Kontext der Auseinandersetzung mit dem Inneren Team, Fallarbeit anhand von komplexen Situationen aus der Praxis
Grundlagen und Fallarbeit zur Beratung und Begleitung des Betroffenen und An-und Zugehörigen zum Umgang mit Sexualität in der Palliativversorgung.
Grundlagen, verschiedenen Aspekte und Fallarbeit zur palliativen Sedierungstherapie und dem Freiwilligen Verzicht auf Nahrung und Flüssigkeit in der Palliativversorgung
Neukirchener Erziehungsverein Altenhilfeverbund
Caritasverband der Dekanate Dinslaken und Wesel e.V.
Kaiserswerther-Diakonie
Ev. Gesellschaft für gemeinnützige Altenhilfe mbH
Evangelische Perthes-Stiftung e.V. Altenhilfe Nord
Ev. Altenhilfe Opladen
Zielgruppe der multiprofessionellen Fortbildung:
Absolventen der Weiterbildung Palliative Care und weitere Interessierte
Teilnahmebescheinigung/ Fortbildungspunkte der Ärztekammer
Neukirchener Fortbildungsakademie Karl-Immer-Haus
19.01.2021 – 21.01.2021
Hotel Klostergarten, Klostergarten 1, 47623 Kevelaer
St. Ludgerus-Haus, Friedenstraße 87, 46483 Wesel
St. Ludgerus-Haus, Friedenstraße 87, 46483 Wesel05. März 2020 – 07. März 2020
Hotel van Bebber, Klever Straße 12, 46509 Xanten
Ev. Altenhilfe Duisburg, Flottenstraße 55, 47139 Duisburg
03.05.2019 – 05.06.2019
Theodor-Heuss-Straße 50, 47167 Duisburg
27.05.2021 – 29.05.2021
Frohnberghaus, Alte Landstraße 179c, 40489 Düsseldorf
18.03.2021 – 20.03.2021
23.05.2022 – 25.05.2022
24.03.2022 – 26.03.2022
Frohnberghaus, Alte Landstraße 179, 40489 Düsseldorf
25.11.2021 – 27.11.2021
30.08.2021 – 01.09.2021
24.11.2022 – 26.11.2022
11.08.2022 – 13.08.2022
02.05.2022 – 04.05.2022
17.02.2022 – 19.02.2022
03.09. 2019 – 05.09.2019
28.10.2019 – 30.10. 2019
14.09.2021 – 16.09.2021
23.08.2021 – 25.08.2021
28.08.2019 – 30.08.2019
06.09.2021 – 08.09.2021
Ev. Altenhilfe, Ulrichstraße 7, 51379 Leverkusen
Evangelische Perthes-Stiftung e.V., Wienburgstraße 62, 48147 Münster
10.02.2019 – 13.02.2019

References: §39
 §132
 §132
 §37
 §39
 §132
 §132
 §37