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Timestamp: 2018-06-22 17:45:45+00:00

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EGV für 16 jährige Schülerin - Erwerbslosen Forum Deutschland (ELO-Forum)
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14.02.2011, 19:05 #1
EGV für 16 jährige Schülerin
so nun hat es meine Tochter auch mit diesen heiß geliebten EGV´s erwischt.
Zu Ihr Sie besucht zur Zeit noch bis Sommer die 10. Klasse und plant danach weiter Schule zumachen.
Bei einer Veranstaltung des BIZ in der Schule, hatte sie der guten Dame vom Amt dann auch mitgeteilt das Sie ihre Ziele wie folgt gesteckt hat: a: Schule, b: Ausbildung Tierarzthelferin oder Tierpflegerin c: Arzthelferin Kinderarzt.
Bewerbungen bei Ärzten hat sie längst versendet und die Termine für die Bewerbungen an den Schulen sind auch gemacht. Man muss ja heute zweigleisig fahren.
Sie hat der Dame vom AA, dann auch gesagt das falls sie noch Stellenangebote in den von ihr angegeben Bereichen hat könne sie ihr die gerne zusenden, damit sie sich da auch noch Bewerben kann.
Stellenangebote hat sie dann auch zu gesendet bekommen, allerdings nicht aus dem Bereich was sie gesagt hat. Natürlich gleich mit Rechtsbelehrung, nach dem Motto da musst du dich bewerben.
Was daraus geworden ist könnt ihr ja im Anhang selber nachlesen und gerne würde ich eure Meinung dazu hören.
Klar ist das, dieses teil nicht unterschrieben wird!
Pdf036.pdf (405,3 KB, 553x aufgerufen)
14.02.2011, 19:33 #2
AW: EGV für 16 jährige Schülerin
§ 31 Zweites Buch Sozialgesetzbuch sieht bei Verstößen gegen die in der Eingliederungsvereinbarung festgelegten Pflichten Leistungskürzungen vor.
Demnach...keine Unterschrift auf der EGV, keine Leistungskürzungen.
Die gesamte EGV ist Schrott.
Aber... nicht wegwerfen, sonder aufbewahren!
Du hast schon richtig geschrieben: "Klar ist, das dieses Teil nicht unterschrieben wird."
14.02.2011, 21:44 #3
Die Androhung bei fehlender Mitwirkung die Leistung teilweise zu entziehen, wäre Rechtswidrig.
Die Mitwirkung beziehen sich nur auf Unterlagen, die zur Leistungsgewährung erforderlich sind. Dazu zählt nicht die unterzeichnung einer EGV.
Da deine Tochter noch nicht volljährig ist, ist hier die Zustimmung der Erziehungsberechtigten erforderlich. Wenn also die Eltern nicht mitspielen, dann kann das Jobcenter nicht viel machen.
14.02.2011, 22:08 #4
Ein Paradebeispiel dafür, dass man mit dem Amtsgesindel am besten kein einziges Wort wechselt. Alles kann und wird auch nach hinten losgehen.
Ok, einem 16-jährigen Mädel kann man ob ihrer Arglosigkeit und Unerfahrenheit keinen Vorwurf machen. Ich frage mich allerdings, warum Du als Vater sie nicht vorgewarnt hast.
Vielleicht unerfahrenheit?
15.02.2011, 02:00 #6
um den Gedanken (der gefaellt mir!) mal weiterzuspinnen: Wenn Toechterchen jetzt doch unterschreibt, waere das dann ohne Zustimmung der Eltern unwirksam? Dann waere es soch ggf. geschickter, die das unterschreiben zu lassen, um (zumindest erstmal) Ruhe zu haben, oder habe ich da einen Denkfehler drin?
15.02.2011, 03:23 #7
Um Vorwarnen zu können hätte man erst einmal Kenntnis davon haben müssen dass, die gute Dame im Unterricht auftaucht. Aber selbst wenn man es gewusst hätte, hätte man sich nichts dabei gedacht.
Schließlich gab es diese Veranstaltungen von der Biz schon zu meiner Zeit und ich wurde 1980 aus der Schule entlassen. Bzw. zu meiner Zeit wurde man sogar, dahin eingeladen. Schließlich sollte es ja nicht der Sinn der Biz sein, sich der Ausbildung von Jugendlichen in den Weg zustellen.
Da die Veranstaltung in der Schule stattgefunden hat, werde ich jetzt erst einmal einen Termin mit dem Rektor machen, schließlich fällt alles was in der Schule vor fällt in seinen Bereich. Mal sehen wie er sich dazu stellt.
15.02.2011, 03:26 #8
Bringt ja nichts, das zweite Schreiben haben sie ja an die Erziehungsberechtigten gerichtet. Dann könnten sie sogar noch sagen die Tochter will es ja und die Eltern stellen sich in den Weg.
Wenn sollen sie es per Verwaltungsakt machen und dann geht es eben ans Gericht.
Wird es eben Prozess Nr.4............
15.02.2011, 03:47 #9
Mein Grundgedanken liegt in dem Anschreiben an uns. Da meine Tochter ja noch bis Sommer Schulpflichtig ist, steht sie bis dahin ja dem Arbeitsmarkt nicht zur Verfügung. Und ist somit ja auch nicht für den Leistungsbezug verantwortlich.
Da diese EGV nur mit Hartz 4 Kindern geschlossen werden, stellt dies in meinen Augen eine Diskriminierung dar und dies würde gegen GG Art. 3 verstoßen.
Auch der Schlusssatz Zitat: Sollte Ihre Tochter planen, weiterhin die Schule zu besuchen, um einen höheren Schulabschluss zu erlangen, so stellt dies grundsätzlich kein Problem dar.
Alleine schon diese Formulierung liest sich für mich wie mit Einschränkungen behaftet. In Verbindung mit der Tatsache, das ein weiterer Schulbesuch in der EGV nicht aufgeführt wurde, stellt das für mich so dar als wenn es in Deutschland keine frei Berufswahl mehr gibt und da wären wir bei GG Art. 12.
Auch wenn es im SGB heißt, man muss jede zumutbare Tätigkeit aufnehmen und damit für uns Erwachsene somit ja die freie Berufswahl eingeschränkt ist, würde sich ja die Frage stellen wie sich die Gerichte darzustellen, wenn Kindern und Jugendlichen auf diesem Wege, ein Recht auf Bildung abgesprochen wird? Ansonsten bräuchten wir ja auch kein Bildungspaket.
In irgend einem Gesetz gab es auch mal einen rechtlichen Anspruch auf Bildung, nur fällt mir im Moment nicht mehr ein wo. Morgen mal Google fragen.
Deshalb ist mein Gedanke jetzt erstmal jetzt schon gegen, dieses Schreiben und die Unwahrheiten in der EGV vorzugehen, vor der Verwaltungsakt kommt. Die Frage ist macht es Sinn..........
Klar ist, egal was da kommt, sie entscheidet was sie machen will.
15.02.2011, 04:58 #10
Die Frage ist macht es Sinn..........
Ne, macht keinen Sinn.
Die Eingliederungsvereinbarung hingegen als Klopapier zu benutzen macht aber Sinn.
15.02.2011, 05:17 #11
Ich hatte trotzdem all das, was die einem "Gutes" tun wollten, aufgehoben.
Wer weiß, wozu man es mal nutzen kann...
Weggeschmissen ist schnell.
15.02.2011, 06:16 #12
Ihr könntet auf den Seiten eurer Ärztekammer + bei der Kassenärztlichen Vereinigung zu prüfen,
ob es Stellenangebote gibt bzw. die Möglichkeit, eine Bewerbung einzustellen.
Bei uns hier:
Kassenärztliche Vereinigung Sachsen >*Praxis- und Stellenbörse*>*Stellenbörse Praxispersonal
und hier Infos
FAQ fr Schler & Azubis
Das gleiche gibt es für Tierärzte.
Entschuldigt die ungefragte Einmischung.
15.02.2011, 09:43 #13
Oh das wäre ein Braten für mich. Ein Klinkenputzer der in der Schule auftaucht und nicht volljährige Kinder bedrängt zu Verträgen der Auswirkungen sie noch gar nicht abschätzen können und das mit Duldung des Schuldirektors. Da würden die Wände aber wackeln - erst im Büro des Schuldirektors, danch beim Regierungspräsidenten und anschließend bei der BA. Stellt euch nur mal vor, euer minderjähriges Kind hätte einen Vertrag geschlossen am nächsten Morgen beim Militär einzurücken und dann nach Afghanistan einzuziehen oder als Versuchsobjekt in einer Erprobung biologischer Waffen. Würdet ihr euch das gefallen lassen?
15.02.2011, 10:24 #14
Am Besten, das Töchterchen und die Eltern kümmern sich ganz schnell darum, was das Mädel als nächstes tut.
Dann kann kommen wer will.
Sollte sich für die Tochter kein Schulbesuch oder Lehre abzeichnen, dann sollte das Mädchen einen Job suchen und gut is.
Natürlich weiter bewerben und wenn dann was kommt dann halt zuschlagen.
Meine Tochter wurde auch zu Bewerbungsschreiben und so gerufen, da hab ich einen Anruf getätigt und die gefragt, was das soll, sie sei noch auf der Schule und geht anschließend weiter zur Schule.
Dann war SChluss mit Termine zu Bewerbungsschreibtraining.
Hat auch alles so geklappt und gut war.
Also, ich empfehle.... das Mädchen soll sich schnell für die gewünschte Schule anmelden oder Lehrstelle bewerben und gut is.
Das mit der EGV geht meines Erachtens gar nicht.!
15.02.2011, 11:07 #15
soweit ist es also schon, daß bei einer Veranstaltung des BIZ in der Schule EGV´s verteilt werden?
das kann´s ja wohl nicht sein .........
........ dazu kann ich folgendes wärmstens empfehlen
(b) Eine EinV (Eingliederungsvereinbarung) muss mit Personen, denen aufgrund eines Tatbestandes nach § 10 eine Erwerbstätigkeit
oder Eingliederungsmaßnahme vorübergehend nicht zumutbar ist, grundsätzlich nicht abgeschlossen werden.
Tatbestand nach § 10
Fachlicher Hinweis Eingliederungsvereinbarung der BA klick
Zumutbarkeit § 10 Fachlicher Hinweis BA
2) Als wichtiger persönlicher Grund anzuerkennen sind z. B.:
• der Besuch einer allgemein bildenden Schule ......
(3) Das Vorliegen des sonstigen wichtigen Grundes kann nach Abwägung der Umstände des Einzelfalles anerkannt werden:
• bei bestehender Schul- oder Berufsschulpflicht: .............
lasst Euch bloß nichts gefallen!
15.02.2011, 12:06 #16
da hab ich einen Anruf getätigt und die gefragt, was das soll, sie sei noch auf der Schule und geht anschließend weiter zur Schule.
Niemals mit dem Jobcenter telefonisch in Kontakt treten. Immer alles nur schriftlich einreichen. Das ist sozusagen das 1. Gebot!
16.02.2011, 15:14 #17
So Töchterchen hat gestern die Zusage für die weiterführende Schule auf Grund voller Punktezahl vorzeitig bekommen. Damit landet die EGV und die zu gesendet Stellenangebote, ganz tief im Schreibtisch ohne Reaktion.
Mal schauen ob eine EGV per VA kommt, freu mich schon darauf. Zumal ich auch zu gerne mal wieder diese Arge Freundliche Laien Richterin wiedersehen würde.
16.02.2011, 16:21 #18
Ich hab das noch nicht richtig verstanden: Das Arbeitsamt war mit einer Berufsberaterin am 6.2.11 in der Schule Deiner Tochter.
Dort wurde eine Eingliederungsvereinbarung vereinbart?
D.h. Mitarbeiter eines Amtes legen minderjährigen Schülern in einer öffentlichen Schulklasse Verträge vor?
Wurde dabei auch unterschieden zwischen "normalen" Kindern und Kindern von SGB II-Empfängern? Sprich, wurde der Datenschutz rücksichtslos verletzt und wissen nun alle Kinder in der Schulklasse, wessen Eltern SGB II-Leistungen beziehen?
Die nächste EGV, ein paar Tage später datiert, wurde die per Post zugeschickt? Oder waren die nochmal in der Schule?
Willst Du Dir das gefallen lassen?
Sollen wir denen das durchgehen lassen?
Gibt es dafür überhaupt eine Rechtsgrundlage?
16.02.2011, 17:15 #19
Richtig die gute Dame ist in der Schule gewesen, hat da erst ihren Vortrag vor der ganzen Klasse gehalten und dann mit jedem Schüler noch ein Einzelgespräch. In dem Gespräch hat meine Tochter ihr dann gesagt wie ihre Planung aussieht. Worauf die gute Dame, dann gefragt hat ob sie mal schauen soll ob sie noch Stellenangebote in dem Bereich hat und ob sie die ihr die zusenden soll. Worauf meine Tochter ja gesagt.
Mit 2 Stellenangeboten die noch nicht mal aus dem Bereich gewesen sind den sie haben wollte, ist dann gleich die erste EGV mit zugeschickt worden per Post, die vom AA.
Die zweite EGV der Arge, kam einige Tage später per Post an meine Frau.
Nein den Datenschutz hat sie durch die Einzelgespräch nicht verletzt. Fakt ist aber das es zwischen "normalen" Kindern und Hartz4 Kindern unterschieden wird. Die "normalen" Kinder haben ihre Stellenangebote ohne EGV zu gesendet bekommen.
Eigentlich nicht. Mit der Klassenlehrerin habe ich bereits gesprochen, die findet diese EGV gar nicht schlimm, das wäre doch was tolles.
Termin mit dem Schulleiter habe ich am Freitag.
Wie schon geschrieben, meiner Meinung nach verstößt es gegen das GG, weil auf der einen Seite ist es Diskriminierung und auf der anderen Seite ein eingriff in die freie Berufswahl.
Rechtsgrundlage? Gute Frage? Für die EGV im groben Sinne, das SGB. Auf der anderen Seite wird, man keine Rechtsgrundlage im SGB finden, die Kindern die Bildung oder Ausbildung versagen darf.
Für die Art und Weise, des ganzen Ablaufes wird es mit Sicherheit keine geben!
16.02.2011, 18:14 #20
Dann ist die EGV vom 8.02.11 also per Post gekommen und wurde nicht bereits in der Schule mit einer minderjährigen Schülerin abgeschlossen, richtig?
Das wäre ja gerade noch zu ertragen.
Mit der Klassenlehrerin habe ich bereits gesprochen, die findet diese EGV gar nicht schlimm, das wäre doch was tolles.
Die Lehrer haben keine Ahnung, was da im Hintergrund abläuft. Ich finde, Erwerbsloseninitiativen sollten Info-Gespräche in der Schule abhalten, um den Info-Gesprächen der Arbeitsämter etwas entgegen zu setzen. Lehrer sind selbst oft genug prekär beschäftigt, die sollten sich gefälligst mal informieren, was in Deutschland mit Arbeitslosen wirklich abgeht.
Sehe ich auch so. Nicht das Abhalten eines unverbindlichen Info-Tages, aber das Abschließen von Verträgen mit Minderjährigen mit solch weitreichenden Rechtsfolgen.
ausbildung, egv, jährige, schueler, schülerin
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