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Timestamp: 2018-06-19 10:22:11+00:00

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SR 412.101.220.89 Verordnung des SBFI vom 3. November 2008 über die berufliche Grundbildung Produktionsmechanikerin/Produktionsmechaniker mit eidgenössischem Fähigkeitszeugnis (EFZ)
412.101.220.89 Verordnung des SBFI vom 3. November 2008 über die berufliche Grundbildung Produktionsmechanikerin/Produktionsmechaniker mit eidgenössischem Fähigkeitszeugnis (EFZ)
412.101.220.89
Verordnung des SBFI über die berufliche Grundbildung Produktionsmechanikerin/Produktionsmechaniker mit eidgenössischem Fähigkeitszeugnis (EFZ)
vom 3. November 2008 (Stand am 1. Januar 2018)
Produktionsmechanikerin EFZ/Produktionsmechaniker EFZ
Mécanicienne de production CFC/Mécanicien de production CFC
Meccanica di produzione AFC/Meccanico di produzione AFC
Art. 1 Berufsbezeichnung und Berufsbild
1 Die Berufsbezeichnung ist Produktionsmechanikerin EFZ oder Produktionsmechaniker EFZ.
2 Produktionsmechanikerinnen EFZ und Produktionsmechaniker EFZ fertigen Werkstücke mit verschiedenen Fertigungsverfahren, bauen Geräte, Apparate oder Maschinen zusammen. In Zusammenarbeit mit anderen Fachleuten bearbeiten sie Aufträge oder Projekte und führen Inbetriebnahmen und Instandhaltungsarbeiten aus. Sie führen die Arbeiten unter Berücksichtigung der Energie- und Ressourceneffizienz aus.1
Produktionsmechanikerinnen EFZ und Produktionsmechaniker EFZ zeichnen sich aus durch wirtschaftliches und ökologisches Denken und Handeln. Ihre Aufträge realisieren sie systematisch und weitgehend selbständig. Sie sind es auch gewohnt im Team zu arbeiten und sind aufgeschlossen gegenüber Neuerungen. Sie beachten die Grundsätze der Arbeitssicherheit, des Gesundheitsschutzes und des Umweltschutzes.
1 Fassung vom 9. November 2015, in Kraft seit 1. Januar 2016
1bis Inhaberinnen und Inhabern eines eidgenössischen Berufsattestes als Mechanikpraktikerin oder Mechanikpraktiker wird das erste Jahr der beruflichen Grundbildung angerechnet.1
1 Eingefügt am 9. November 2015, in Kraft seit 1. Januar 2016
Art. 3 Ziele und Anforderungen
2 Zur Ausübung der Handlungskompetenzen sind Ressourcen gemäss Artikel 5 notwendig.
1 Die Basisausbildung umfasst folgende Handlungskompetenzen:
Obligatorische Handlungskompetenzen:
Werkstücke messen und prüfen;
Werkstücke manuell fertigen;
Wahlpflicht-Handlungskompetenzen:
Bauteile fügen.1
Werkstücke mit konventionellem Fertigungsverfahren drehen I;
Werkstücke mit konventionellem Fertigungsverfahren fräsen I.
2 Der Aufbau der obligatorischen Handlungskompetenzen und zwei Wahlpflicht-Handlungskompetenzen der Basisausbildung ist für alle Lernenden verbindlich und muss bis spätestens Ende des zweiten Bildungsjahres abgeschlossen sein. NOTE7
3 Ergänzungsausbildung, die zur spezifischen Vorbereitung auf die Schwerpunktausbildung dient und deren Umfang und Inhalt vom Lehrbetrieb gewählt wird.
In der Ergänzungsausbildung muss jede lernende Person eine Handlungskompetenz aufbauen.
4 Die Schwerpunktausbildung umfasst folgende Handlungskompetenzen:
Werkstücke mit konventionellem Fertigungsverfahren fertigen;
Werkstücke mit CNC-Fertigungsverfahren fertigen;
Schweisskonstruktionen herstellen;
Décolletageteile mit konventionellem Fertigungsverfahren fertigen;
Décolletageteile mit CNC-Fertigungsverfahren fertigen;
Baugruppen und Maschinen montieren und Endabnahmen durchführen;
Kontroll-, Wartungs- und Montagearbeiten durchführen;
Schneidwerkzeuge mit konventionellem Fertigungsverfahren fertigen;
Schneidwerkzeuge mit CNC-Fertigungsverfahren fertigen;
Werkstücke wärmebehandeln;
Werkstücke mit CNC-Laserstrahlschneiden fertigen;
Werkstücke mit CNC-Wasserstrahlschneiden fertigen;
Werkstücke mit Stanztechnik fertigen;2
Werkstücke mit Umformtechnik fertigen; NOTE8
Werkstücke mit Fügetechnik fertigen; NOTE8
Teile oberflächenbehandeln;3
Aufzugsanlagen montieren und in Betrieb nehmen.4
5 In der Schwerpunktausbildung baut jede lernende Person mindestens eine Handlungskompetenz auf.
1 Fassung vom 5. Juli 2012, rückwirkend in Kraft seit 1. Juli 2012
2 Fassung vom 31. März 2010
3 Fassung vom 5. Juli 2012, rückwirkend in Kraft seit 1. Juli 2012
4 Eingefügt am 9. November 2015, in Kraft seit 1. Januar 2016
Art. 5 Ressourcen
1 Ressourcen sind Kenntnisse, Fähigkeiten und Haltungen, die für den Aufbau der Handlungskompetenzen von Bedeutung sind. Die Ressourcen werden zu fachlichen, methodischen und sozialen Ressourcen gebündelt.
2 Beim Aufbau der Ressourcen arbeiten alle Lernorte eng zusammen und koordinieren ihre Beiträge.
1 Fassung gemäss Ziff. II 61 der V des SBFI vom 24. Nov. 2017 über die Änderung von Bildungsverordnungen betreffend das Verbot gefährlicher Arbeiten, in Kraft seit 1. Jan. 2018 (AS 2017 7331).
Art. 7 Anteile der Lernorte
3 Die überbetrieblichen Kurse umfassen insgesamt mindestens 28 und höchstens 44 Tage zu je 8 Stunden und finden in den ersten beiden Bildungsjahren statt.
Art. 8 Unterrichtssprache
1 Unterrichtssprache ist in der Regel die Landessprache des Schulorts.
2 Zweisprachiger Unterricht in der Landessprache des Schulorts und in einer weiteren Landessprache oder in Englisch ist empfohlen.
Art. 9 Bildungsplan1
1 Mit dem Inkrafttreten dieser Verordnung liegt ein Bildungsplan vor, der von den verantwortlichen Organisationen der Arbeitswelt erlassen und vom SBFI genehmigt wird.
Er führt die Inhalte der Grundbildung sowie die Bestimmungen zur Arbeits-sicherheit, zum Gesundheitsschutz und zum Umweltschutz aus und bestimmt, an welchen Lernorten welche Handlungskompetenzen vermittelt und gelernt werden;
er bestimmt die Ressourcen, welche für den Aufbau der Handlungskompetenzen notwendig sind;
er beinhaltet die Lektionentafel der Berufsfachschule;
er beinhaltet die Aufteilung der überbetrieblichen Kurse über die Dauer der Grundbildung und ihre Organisation;
er bezieht die Handlungskompetenzen konsistent auf das Qualifikationsverfahren und beschreibt dessen System.
3 Dem Bildungsplan angefügt ist das Verzeichnis der Instrumente zur Förderung der Qualität der beruflichen Grundbildung mit Angabe der Bezugsquelle.2
2 Fassung gemäss Ziff. III 20 der V des SBFI vom 24. Nov. 2017 über die Änderung von Bildungsverordnungen betreffend das Verbot gefährlicher Arbeiten, in Kraft seit 1. Jan. 2018 (AS 2017 7331).
Art. 10 Allgemeinbildung
Art. 11 Fachliche Mindestanforderungen an Berufsbildnerinnen und Berufsbildner
Produktionsmechanikerin EFZ/Produktionsmechaniker EFZ mit mindestens 2 Jahren beruflicher Praxis im Lehrgebiet;
gelernter Mechapraktiker/gelernte Mechapraktikerin mit eidgenössischem Fähigkeitszeugnis und mit mindestens 2 Jahren beruflicher Praxis im Lehrgebiet;
Polymechanikerin EFZ/Polymechaniker EFZ mit mindestens 2 Jahren beruflicher Praxis im Lehrgebiet;
gelernte Polymechanikerin/gelernter Polymechaniker mit eidgenössischem Fähigkeitszeugnis und mit mindestens 2 Jahren beruflicher Praxis im Lehrgebiet;
eidgenössisches Fähigkeitszeugnis eines verwandten Berufs mit den notwendigen Berufskenntnissen im Bereich der Produktionsmechanikerin EFZ/ des Produktionsmechanikers EFZ und mit mindestens 3 Jahren beruflicher Praxis im Lehrgebiet;
einschlägiger Abschluss auf der Tertiärstufe und mindestens 2 Jahre berufliche Praxis im Lehrgebiet.
Art. 121Höchstzahl der Lernenden
3 Als Fachkraft gilt, wer im Fachbereich der lernenden Person über ein eidgenössisches Fähigkeitszeugnis, ein eidgenössisches Berufsattest oder über eine gleich-wertige Qualifikation verfügt.
Art. 13 Im Betrieb
2-3 …1
1 Aufgehoben am 9. November 2015, mit Wirkung seit 1. Januar 2016
Art. 13a1Bildungsbericht
Art. 14 In der schulischen Bildung und in der schulisch organisierten Grundbildung
Art. 15 Im überbetrieblichen Kurs
Die Anbieter der überbetrieblichen Kurse dokumentieren die Leistungen der Lernenden in der Form von Kompetenznachweisen.
Art. 16 Zulassung zum Qualifikationsverfahren
2 Von der beruflichen Praxis, die nach Artikel 32 BBV für die Zulassung zu einem Qualifikationsverfahren verlangt ist, müssen mindestens 3 Jahre im Bereich der Produktionsmechanikerin EFZ/des Produktionsmechanikers EFZ erworben worden sein.
Art. 17 Gegenstand, Umfang und Durchführung des Qualifikationsverfahrens
1 Im Qualifikationsverfahren ist nachzuweisen, dass die Handlungskompetenzen und Ressourcen nach den Artikeln 4-5 erworben worden sind.
2 Die Teilprüfung findet in der Regel Ende des 4. Semesters statt. Dieser Qualifikationsbereich wird wie folgt geprüft:
Die Teilprüfung umfasst Handlungskompetenzen der Basisausbildung. Sie dauert 6-8 Stunden. Die Lerndokumentation, die Unterlagen der überbetrieblichen Kurse und die Fachliteratur dürfen als Hilfsmittel verwendet werden.
3 In der Abschlussprüfung werden die nachstehenden Qualifikationsbereiche wie folgt geprüft:
Praktische Arbeit im Umfang von 16-40 Stunden als individuelle praktische Arbeit (IPA). Die Prüfung umfasst eine Handlungskompetenz der Schwerpunktausbildung. Die lernende Person muss zeigen, dass sie fähig ist, die geforderten Tätigkeiten fachlich korrekt sowie bedarfs- und situationsgerecht auszuführen. Die Lerndokumentation, die Unterlagen der überbetrieblichen Kurse und die Fachliteratur dürfen als Hilfsmittel verwendet werden.
Berufskenntnisse im Umfang von 2-3 Stunden. Die lernende Person wird schriftlich geprüft.
1 Das Qualifikationsverfahren ist bestanden, wenn:
die Teilprüfung mit der Note 4.0 oder höher bewertet wird; und
der Qualifikationsbereich «praktische Arbeit» mit der Note 4.0 oder höher bewertet wird; und
die Gesamtnote 4.0 oder höher erreicht wird.
2 Die Gesamtnote ist das auf eine Dezimalstelle gerundete Mittel aus der Note der Teilprüfung, den Noten der einzelnen Qualifikationsbereiche der Abschlussprüfung sowie der Erfahrungsnote. Dabei gilt folgende Gewichtung:
3 Die Erfahrungsnote ist das auf eine ganze oder halbe Note gerundete Mittel aus der Summe der sechs Semesterzeugnisnoten des berufskundlichen Unterrichts.1
2 Wird das Qualifikationsverfahren ohne erneuten Besuch der Berufsfachschule wiederholt, so wird die bisherige Erfahrungsnote beibehalten. Wird der berufskundliche Unterricht während mindestens 2 Semestern wiederholt, so zählen für die Berechnung der Erfahrungsnote nur die neuen Noten.
1 Hat eine lernende Person die Vorbildung ausserhalb der geregelten beruflichen Grundbildung erworben und das Qualifikationsverfahren nach dieser Verordnung absolviert, so entfällt die Erfahrungsnote.
1 Wer das Qualifikationsverfahren erfolgreich durchlaufen hat, erhält das eidgenössische Fähigkeitszeugnis EFZ.
2 Das Fähigkeitszeugnis berechtigt, den gesetzlich geschützten Titel «Produktionsmechanikerin EFZ» oder «Produktionsmechaniker EFZ» zu führen.1
die Note der Teilprüfung, die Noten jedes Qualifikationsbereichs der Abschlussprüfung sowie die Erfahrungsnote.
10. Abschnitt: Schweizerische Kommission für Berufsentwicklung und Qualität für die Grundbildungen der Maschinen-, Elektro- und Metallindustrie
1 Die Schweizerische Kommission für Berufsentwicklung und Qualität für die Grundbildungen der Maschinen-, Elektro- und Metallindustrie setzt sich zusammen aus:
10 bis 12 Vertreterinnen oder Vertretern der Arbeitgeberschaft;
3 bis 4 Vertreterinnen oder Vertretern der Arbeitnehmerschaft;
3 bis 4 Vertreterinnen oder Vertretern der Fachlehrerschaft;
je mindestens eine Vertreterin oder ein Vertreter des Bundes und der Kantone.
3 Die Kommission fällt nicht in den Geltungsbereich der Kommissionenverordnung vom 3. Juni 19962. Sie konstituiert sich selbst.
4 Die Kommission hat insbesondere folgende Aufgaben:
Sie überprüft die Bildungsverordnung und den Bildungsplan laufend, mindestens aber alle fünf Jahre, auf wirtschaftliche, technologische, ökologische und didaktische Entwicklungen. Dabei berücksichtigt sie allfällige neue organisatorische Aspekte der beruflichen Grundbildung.
Sie ersucht die zuständige Organisation der Arbeitswelt, dem SBFI Änderungen der Verordnung zu beantragen, sofern die beobachteten Entwicklungen eine Änderung der Verordnung erfordern.
Sie stellt der zuständigen Organisation der Arbeitswelt Antrag auf Anpassung des Bildungsplans, sofern die beobachteten Entwicklungen eine Anpassung des Bildungsplans erfordern.
Sie nimmt Stellung zu den Instrumenten für die Validierung von Bildungs-leistungen.
2 SR 172.31
das vorläufige Reglement vom 21. November 20001 über die Ausbildung und die Lehrabschlussprüfung für Mechapraktiker/Mechapraktikerin;
der Lehrplan vom 21. November 20002 für den beruflichen Unterricht für Mechapraktiker/Mechapraktikerin.
2 Die Genehmigungen werden widerrufen für:
den Bildungsplan vom 8. November 2008 für Produktionsmechanikerin EFZ oder Produktionsmechaniker EFZ;
das Qualifikationsprofil vom 4. August 2011 für Produktionsmechanikerin EFZ oder Produktionsmechaniker EFZ;
die Bestehensregeln vom 4. August 2011 für Produktionsmechanikerin EFZ oder Produktionsmechaniker EFZ.3
1 BBl 2001 I 1110
2 BBl 2001 I 1110
3 Eingefügt am 9. November 2015, in Kraft seit 1. Januar 2016
1 Lernende, die ihre Bildung als Mechapraktikerin oder Mechapraktiker vor dem 1. Januar 2009 begonnen haben, schliessen sie nach bisherigem Recht ab.
2 Wer die Lehrabschlussprüfung als Mechapraktikerin oder Mechapraktiker bis zum 31. Dezember 2013 wiederholt, kann verlangen, nach bisherigem Recht beurteilt zu werden.
3 Die Änderung vom 5. Juli 2012 gilt für alle Lernenden, die ihre Bildung nach dem 1. Januar 2012 begonnen haben.1
1 Eingefügt am 5. Juli 2012, rückwirkend in Kraft seit 1. Juli 2012
Art. 24a1Übergangsbestimmungen zur Änderung vom 9. November 2015
1 Die Änderung vom 9. November 2015 gilt für alle Lernenden, die ihre Bildung als Produktionsmechanikerin EFZ oder Produktionsmechaniker EFZ nach dem 1. Januar 2016 begonnen haben.
2 Die Änderung vom 9. November 2015 gilt für andere Qualifikationsverfahren gemäss Artikel 33 BBG und Artikel 31 BBV für Produktionsmechanikerin EFZ oder Produktionsmechaniker EFZ ab dem 1. Januar 2019.
2 Die Bestimmungen über Qualifikationsverfahren, Ausweise und Titel (Art. 16-21) treten am 1. Januar 2012 in Kraft.
3 Die Bestimmungen über die Teilprüfung treten am 1. Januar 2011 in Kraft.
4 Die Änderung vom 5. Juli 2012 tritt rückwirkend am 1. Juli 2012 in Kraft.1
AS 2008 6423
1 SR 412.102 SR 412.1013 SR 822.1154 Fassung gemäss Ziff. I 61 der V des SBFI vom 24. Nov. 2017 über die Änderung von Bildungsverordnungen betreffend das Verbot gefährlicher Arbeiten, in Kraft seit 1. Jan. 2018 (AS 2017 7331).
Verordnung des SBFI vom 3. November 2008 über die berufliche Grundbildung Produktionsmechanikerin/Produktionsmechaniker mit eidgenössischem Fähigkeitszeugnis (EFZ)

References: Art. 1

Art. 3

Art. 5

Art. 7

Art. 8

Art. 9

Art. 10

Art. 11

Art. 121

Art. 13

Art. 13

Art. 14

Art. 15

Art. 16

Art. 17

Art. 24