Source: https://www.arcguide.de/ausschreibung/deutschland-wiesbaden-auftragsbekanntmachung-3/
Timestamp: 2018-08-16 06:28:34+00:00

Document:
2018/S 152-349088
Die Auftragsunterlagen stehen für einen uneingeschränkten und vollständigen direkten Zugang gebührenfrei zur Verfügung unter: https://www.had.de/NetServer/TenderingProcedureDetails?function=_Details&TenderOID=54321-Tender-1650f4d01f3-a0b2a2d61a956db
Neubau Freizeitbad / Eissporthalle, Wiesbaden
Referenznummer der Bekanntmachung: 2018-VgV-FB
Generalplanerleistung / LPH 1-9 für den Neubau Freizeitbad / Eissporthalle, Wiesbaden
Plangebiet am
Das derzeitige Freizeitbad Mainzer Straße ist nicht mehr sanierungsfähig, eine kurz- bis mittelfristige Schließung aus technischen Gründen ist nicht auszuschließen. Aufgrund des schlechten Zustandes der Henkell-Kunsteisbahn in der Hollerbornstraße soll eine Eissporthalle an einem neuen Standort geplant werden.
Am Sportpark Rheinhöhe soll auf der knapp 4 ha großen städtischen Fläche der Ersatzneubau des Freizeitbades, der Neubau einer Eissporthalle sowie die Verwaltung des Bäderbetriebes mattiaqua mit einem Gesamtflächenbedarf von ca. 25 000 qm geplant werden. Die Freimachung des Grundstücks ist nicht Bestandteil der zu beauftragenden Leistung.
Ziel der Planungen ist, für die vorgegebenen Raumprogramme der unterschiedlichen Nutzungsbereiche und unter wirtschaftlichen Aspekten eine Entwurfsplanung für den Gebäudekomplex zu erarbeiten, die den städtebaulichen, gestalterischen, funktionalen, technischen, ökologischen und wirtschaftlichen Vorgaben genügt. Hierbei sollen insbesondere räumliche und energetische Synergien zur Optimierung des Energieverbrauchs sowie der Bau- und Betriebskosten Berücksichtigung finden. Die Nutzung und Implementierung von erneuerbaren Energien ist erstrebenswert, sofern dies unter Wirtschaftlichkeitsaspekten zu realisieren ist.
1) Grundleistungen und den Vergabeunterlagen zu entnehmende Besondere Leistungen der Planungs- und Ingenieurleistungen gemäß dem Leistungsbild für Gebäude und Innenräume gemäß § 34 HOAI und der in Anlage 1 zum Generalplanervertrag enthaltenen Anlage 10 zu § 34 Abs. 4 HOAI,
2) Grundleistungen und den Vergabeunterlagen zu entnehmende Besondere Leistungen der Tragwerksplanung gemäß dem Leistungsbild gemäß § 51 HOAI und der in Anlage 1 zum Generalplanervertrag enthaltenen Anlage 14 zu § 51 Abs. 6 HOAI unter Berücksichtigung des Brandschutzkonzeptes;
3) Leistungen des Brandschutzes (Brandschutzkonzept und Baubegleitung) gemäß Arbeitsblatt „Leistungen für Brandschutz“, AHO-Arbeitskreis Brandschutz Nr. 17 der Schriftreihe des AHO, Stand Juni 2015, insbesondere konstruktiver Brandschutz, Feuerwehrpläne, Brandschutzordnung Teil A – C und Flucht- und Rettungswegpläne;
4) Grundleistungen und den Vergabeunterlagen zu entnehmende Besondere Leistungen der Technischen Gebäudeausrüstung (TGA) gemäß § 55 und der in Anlage 1 zum Generalplanervertrag enthaltenen Anlage 15 zu § 55 Abs. 3 HOAI
— Abwasser-, Wasser und Gasanlagen, § 53 Abs. 2 Nr. 1 HOAI,
— Wärmeversorgungsanlagen, § 53 Abs. 2 Nr. 2 HOAI,
— Lufttechnische Anlagen, § 53 Abs. 2 Nr. 3 HOAI,
— Starkstromanlagen, § 53 Abs. 2 Nr. 4 HOAI,
— Fernmelde- und informationstechnische Anlagen, § 53 Abs. 2 Nr. 5 HOAI,
— Förderanlagen, § 53 Abs. 2 Nr. 6 HOAI,
— Nutzungsspezifische Anlagen und verfahrenstechnische Anlagen, § 53 Abs. 2 Nr. 7 HOAI,
— Gebäudeautomation und Automation von Ingenieurbauwerken, § 53 Abs. 2 Nr. 8 HOAI.
— Planung genannter Anlagengruppen unter besonderer Beachtung der energetischen Planungsziele und betriebsbereite Installation.
5) Grundleistungen und den Vergabeunterlagen zu entnehmende Besondere Leistungen der Freianlagenplanung gemäß § 39 und der in Anlage 1 zum Generalplanervertrag enthaltenen Anlage 11 zu § 39 Abs. 4 HOAI;
6) im Rahmen der beauftragten Leistungsphasen darüber hinaus die nachfolgend aufgeführten Besonderen Leistungen:
— Leistungen für Schallschutz und Raumakustik gemäß § 1.2, Anlage 1 zu § 3 Abs. 1 HOAI,
— Leistungen für Wärmeschutz und Energiebilanzierung gemäß § 1.2, Anlage 1 zu § 3 Abs. 1 HOAI.
Einzelheiten sind den Vergabeunterlagen, insbesondere dem Generalplanervertrag im Entwurf samt Anlagen zu entnehmen.
Es ist geplant, die Ausführungsarbeiten nach einzelnen Gewerken zu vergeben.
LPH 8 endet mit der Fertigstellung des Bauvorhabens. Die vorgesehene bauliche Umsetzung erfolgt bis zum 2. Quartal 2023. Bei Verschiebung des Fertigstellungstermins verlängert sich die Vertragslaufzeit entsprechend.
Darüber hinaus verschiebt sich dann die ggf. abzurufende LPH 9 um die Dauer der jeweiligen Gewährleistungsfristen.
Es erfolgt ein stufenweiser Leistungsabruf, vorbehaltlich der Gremienbeschlüsse zur weiteren Umsetzung des Projektes sowie der Entscheidung der AG im weiteren Projektverlauf:
Stufe I: LPH 1-3,
Stufe II: LPH 4,
Stufe III: LPH 5-7,
Stufe IV: LPH 8-9.
Der Auftragnehmer hat keinen Anspruch auf den Abruf von einzelnen und / oder sämtlichen optionalen Leistungen und kann aus einem Nichtabruf auch keine weitergehenden Ansprüche (z. B. auf Schadensersatz oder Honorarerhöhung) herleiten.
Im Falle einer Beauftragung ist vom Bieter eine Berufshaftpflichtversicherung mit einer Deckungssumme von je 2 500 000 € für Personenschäden sowie 2 500 000 € für Sach- und Vermögensschäden (§ 45 Abs. 1 Nr. 3 VgV) nachzuweisen.
Bescheinigungen über die berufliche Befähigung der Führungskräfte des Bewerbers, insbesondere der für das Projekt verantwortlichen Bearbeiter (§ 46 Abs. 3 Nr. 6 VgV) einschließlich dem Nachweis der Qualifikation und einschlägigen Erfahrungen der verantwortlichen Mitarbeiter in Bezug auf vergleichbare Projekte.
Nachweis des Generalplaners über bisherige Tätigkeit als Generalplaner und Zusammenarbeit mit dem aktuellen Bewerberteam unabhängig von der Gebäudeart.
— Referenzen Bad / Eissport
Es sind mindestens 3 Referenzen von in den letzten 15 Jahren erbrachten vergleichbaren Leistungen aus dem Bereich Neubau der Nutzungsarten Bad / Eissport unter Angabe des Rechnungswertes, der bearbeiteten Leistungsphasen, der Leistungszeit, des Auftraggebers sowie einer Kurzbeschreibung (§ 46 Abs. 1 Nr. 1 VgV); auch zulässig Auftraggeberbestätigungen im Sinne des § 46 Abs. 1 Nr. 1 VgV einzureichen.
Es ist hierbei mindestens eine Referenz aus dem Bereich Neubau der Nutzungsart Bad mit einer Wasserfläche von mindestens 500 m2 nachzuweisen.
— Referenz Städtebau
Nachweis eines Referenzprojektes aus dem Bereich Neubau einer Sport- oder Veranstaltungshalle, das im innerstädtischen Kontext in den letzten 10 Jahren fertiggestellt wurde.
— Referenz Bewerberteam
Nachweis eines Referenzprojektes, das von mehreren Partnern des aktuellen Bewerberteams in den letzten 10 Jahren fertiggestellt wurde.
Eigenerklärung über das jährliche Mittel der vom Bewerber oder Bieter in den letzten 3 Jahren Beschäftigten und die Anzahl seiner Führungskräfte in den letzten 3 Jahren (§ 46 Abs.3 Nr. 8 VgV).
Eigenerklärung, welche Teile des Auftrages der Bewerber oder Bieter unter Umständen als Unterauftrag zu vergeben beabsichtigt (§ 46 Abs. 3 Nr. 10 VgV).
Unter III.1.3.b ist mindestens eine Referenz aus dem Bereich Neubau der Nutzungsart Bad mit einer Wasserfläche von mindestens 500 m2 nachzuweisen.
Voraussetzung für die Architektenleistung Gebäude nach HOAI: Bauvorlagenberechtigung nach § 49 Hessischer Bauordnung (HBO).
Die SEG Wiesbaden mbH hat ihre Schwestergesellschaft, die WiBau Gesellschaft mbH mit der Durchführung des hier ausgeschriebenen Vergabeverfahrens beauftragt. Sämtliche Kommunikation im Vergabeverfahren ist daher mit der WiBau zu führen.
Teilnahmeanträge sowie die späteren Angebote sind ausschließlich elektronisch über das Bietercockpit der Vergabeplattform e-HAD (elektronische Hessische Ausschreibungsdatenbank) einzureichen.
Bestandteil des Angebotes ist die Erarbeitung von technischen Angebotsunterlagen gem. den Vorgaben der Aufforderung zur Angebotsabgabe und der Aufgabenbeschreibung. Den Teilnehmern am Verfahren, die ein den Teilnahmebedingungen und den Vergabeunterlagen entsprechendes vollständiges sowie wertungsfähiges Angebot abgeben wird für die Erarbeitung der Angebote eine Entschädigung in Höhe von 25 000 € je Büro zzgl. der zum Zeitpunkt der Fälligkeit der Entschädigung gültigen Mehrwertsteuer gewährt. Die Zahlung erfolgt gegen Rechnungsstellung nach Abschluss des Vergabeverfahrens. Die Entschädigung des siegreichen Bieters wird im Auftragsfalle mit dem Honorar verrechnet.
Nach Abgabe der Angebote findet eine Vorprüfung statt. Aus Sicht der AG wertungsfähige Angebote werden in einem ersten Termin präsentiert. Anschließend findet die Bewertung der Angebote anhand der bekannt gemachten Kriterien statt. Auf dieser Grundlage entscheidet die AG mit welchen Büros in eine Verhandlung eingetreten wird (ggf. kann eine Überarbeitung in einem gemeinsam zu definierenden Umfang erforderlich werden). Nach erneuter Prüfung trifft die AG eine Vergabeentscheidung.
Die Punktvergabe der technischen Angebotsunterlagen erfolgt hierbei einstimmig durch ein Gremium von ca. 10 Personen, das sich aus Vertretern des Bauherrn (mattiaqua), der Auftraggeberin (SEG), den städtischen Ämtern sowie 2 Vertretern der Schwimm- und Eissportvereine zusammensetzt.
Es wird darauf hingewiesen, dass sämtliche zur Verfügung gestellten Unterlagen vertraulich zu behandeln sind und ausschließlich für die Zwecke dieses Verfahrens verwendet werden dürfen, soweit sie nicht öffentlich zugänglich oder bekannt sind oder ohne Mitwirkung der Verfahrensbeteiligten bekannt werden. Eine Weitergabe der zur Verfügung gestellten Unterlagen an Dritte ohne ausdrückliche Zustimmung der AG Stadtentwicklungsgesellschaft Wiesbaden mbH SEG ist nicht erlaubt.
Die Zuschlagserteilung ist möglich 15 Kalendertage nach Absendung der Bieterinformation nach § 134 Abs. 1 GWB. Wird die Information auf elektronischem Weg oder per Fax versendet, verkürzt sich die Frist auf 10 Kalendertage (§ 134 Abs. 2 GWB).

References: § 34
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 § 51
 § 51
 § 55
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 § 53
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 § 39
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 § 1
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 § 46
 § 49
 § 134