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Timestamp: 2019-05-20 15:40:37+00:00

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Beteiligung an anderen Körperschaften und Personenvereinigungen – Lexikon des Steuerrechts
Für den Erwerb sog. »einbringungsgeborener« Anteile an Kapitalgesellschaften bestehen Sonderregelungen (§§ 20 Abs. 3, 21 Abs. 2 UmwStG i.d.F. des SEStEG). Gleiches gilt für den Erwerb von Anteilen im Rahmen der Verschmelzung von Körperschaften (§ 13 UmwStG). Beim Erwerb von (neuen) Anteilen aus einer Kapitalerhöhung aus Gesellschaftsmitteln gilt § 3 KapErhStG.
Nachschüsse und verlorene Zuschüsse,
Ausschüttungen aus dem sog. Einlagekonto einer Körperschaft (§ 27 KStG) und die Rückzahlung aus einer Kapitalherabsetzung führen beim Anteilseigner zur Minderung seines Beteiligungswerts (Verrechnung mit den Anschaffungskosten/Buchwert, bei Übersteigen ist ein Beteiligungsertrag gegeben; s. H 6.2 &lsqb;Ausschüttung aus dem steuerlichen Einlagekonto i.S.d. § 27 KStG&rsqb; und &lsqb;Kapitalherabsetzung&rsqb; EStH 2015 m.w.N.). Gleiches soll auch bei »einbringungsgeborenen« Anteilen an Kapitalgesellschaften im Fall der Einlagenrückgewähr und der Kapitalherabsetzung innerhalb der siebenjährigen Sperrfrist des § 22 Abs. 1 UmwStG gelten (BMF vom 11.11.2011, BStBl I 2011, 1314, Rn. 22.24; bei Übersteigen des Buchwerts/der Anschaffungskosten kommt es hier zu einem nachträglichen Einbringungsgewinn I i.S.d. § 22 Abs. 1 UmwStG).
Eine → Teilwertabschreibung ist (ab 1999) nur zulässig, wenn die Wertminderung »voraussichtlich dauernd« ist (§ 8 Abs. 1 KStG i.V.m. § 6 Abs. 1 Nr. 2 Satz 1 EStG). Der niedrigere Teilwert muss nachhaltig sein, d.h. das Absinken des Werts muss voraussichtlich (die Nachweispflicht liegt beim steuerpflichtigen Anteilseigner) während eines erheblichen Teils der Verweildauer des Wirtschaftsguts im Unternehmen gegeben sein. Die Finanzverwaltung hatte zunächst die Auffassung vertreten, dass Kursschwankungen von börsennotierten oder -gehandelten Anteilen eine nur vorübergehende Wertminderung darstellen, so dass eine Teilwertabschreibung nicht berechtigt ist (BMF vom 25.2.2000, BStBl I 2000, 372 Rn. 11). Abweichend hiervon ist nach höchstrichterlicher Rspr. von einer voraussichtlich dauernden Wertminderung bei börsennotierten Aktien, die als Finanzanlage gehalten werden (Anlagevermögen), auszugehen, wenn der Börsenwert zum Bilanzstichtag unter die Anschaffungskosten gesunken ist und zum Zeitpunkt der Bilanzerstellung keine konkreten Anhaltspunkte für eine alsbaldige Wertaufholung vorliegen (BFH vom 26.9.2007, BStBl II 2009, 294). Die dauernde Wertminderung wird dahingehend konkretisiert, dass eine Teilwertabschreibung in Frage kommt, wenn entweder am Bilanzstichtag (Bewertungsstichtag) der Börsenkurs um mehr als 40 % unter die Anschaffungskosten gesunken ist oder zum Bewertungsstichtag und dem vorangegangenen Bilanzstichtag um mehr als 25 % unter die Anschaffungskosten gesunken ist. Der BFH hat nunmehr seine Rspr. »präzisiert« (so die Pressemitteilung des BFH Nr. 106 vom 28.12.2011). Danach ist grundsätzlich von einer voraussichtlich dauernden Wertminderung auszugehen, wenn der Börsenwert zum Bilanzstichtag unter demjenigen im Zeitpunkt des Aktienerwerbs gesunken ist und der Kurswert die Bagatellgrenze von 5 % der Notierung bei Erwerb überschreitet (BFH vom 21.9.2011, BStBl II 2014, 612). Der BFH geht somit davon aus, dass jedwede Minderung des Kurswerts außerhalb einer Bagatellgrenze eine voraussichtlich dauernde Wertminderung i.S.d. § 6 Abs. 1 Nr. 2 Satz 2 EStG rechtfertigt. Auf die Kursentwicklung nach dem Bilanzstichtag bis zur Bilanzaufstellung (wertbegründender Umstand) kommt es dabei nicht an. Die Finanzverwaltung hat sich der Rspr. des BFH angeschlossen (BMF vom 2.9.2016, BStBl I 2016, 995 unter Rn. 17–19). Der Kurswert ist allerdings dann unmaßgeblich für die Teilwertbestimmung, wenn auf Grund konkreter Anhaltspunkte davon auszugehen ist, dass der Börsenpreis den tatsächlichen Anteilswert nicht widerspiegelt.
Nach einer Auffassung im Schrifttum sollen die vorgenannten Grundsätze auf Darlehensforderungen auch außerhalb von Betriebsaufspaltungssituationen bei verbundenen Unternehmen Anwendung finden, wenn es sich um kapitalersetzende Darlehen bzw. nachrangige Darlehen (§ 39 Abs. 1 Nr. 5 InsO) handelt (s. Kulosa/Schmidt, EStG, 35. A., § 6 Rz. 307; ebenso s. FG Saarland Urteil vom 7.12.2010, EFG 2011, 866, rkr., NZB abgelehnt, BFH vom 8.2.2012, IV B 13/11, BFH/NV 2012, 963, s. FG Münster vom 11.4.2011, EFG 2011, 1988, nrkr., Revision eingelegt, der BFH hat im nachfolgenden Revisionsverfahren die Rechtsfrage ausdrücklich offen gelassen, BFH vom 24.10.2012, BStBl II 2013, 162 und FG Hamburg vom 20.2.2013, EFG 2013, 1071, rkr., NZB als unzulässig verworfen, Beschluss des BFH vom 21.8.2013, I B 60/13).
Die Finanzverwaltung wendet das BFH-Urteil vom 14.1.2009 (BStBl II 2009, 674) nicht in allen Fällen an. Das Urteil betraf einen inländischen Sachverhalt; offen blieb die Frage nach der steuerlichen Beurteilung in vergleichbaren Fällen der Darlehensgewährung an eine im Ausland ansässige Beteiligungsgesellschaft. Für die Behandlung von Teilwertabschreibungen auf (nicht tatsächlich gesicherte) Gesellschafterdarlehen an gem. § 1 Abs. 2 AStG nahe stehende ausländische Körperschaften hat die Finanzverwaltung ein Anwendungsschreiben erlassen (BMF vom 29.3.2011, BStBl I 2011, 277). Wenn nicht schon auf Grund eines bestehenden Konzernrückhalts für die Schulden der ausländischen Beteiligungsgesellschaft eine Teilwertabschreibung bilanzsteuerrechtlich (dem Grunde nach) zurückzuweisen sei (BMF vom 29.3.2011, BStBl I 2011, 277 Tz. 13), müsse eine entsprechende Hinzurechnung der Wertminderung nach § 1 Abs. 1 AStG erfolgen, wenn nicht der gesamte Konzern zahlungsunfähig ist oder der Konzernrückhalt im Übrigen (d.h. gegenüber Drittgläubigern) tatsächlich nicht durchgeführt worden ist. Diese Verwaltungsauffassung stößt auf weit verbreitete Ablehnung. Zum einen wird ein Verstoß gegen Bilanzierungsregeln vorgetragen (der eigene Konzernrückhalt könne nicht Sicherheit für die Darlehensforderung sein). Andererseits wird die Anwendbarkeit des § 1 AStG auf Teilwertabschreibungen überhaupt in Abrede gestellt (zum Ganzen s. z.B. Schmidt, Beilage zu NWB 22/2011, Roser, GmbHR 2011, 841 und Prinz/Scholz, FR 2011, 925; Ditz/Quilitzsch, ISR 2014, 293). Der BFH bestätigt die herrschende Literaturauffassung; § 1 AStG ermöglicht nicht die Korrektur einer (zulässig vorgenommenen) Teilwertabschreibung auf die Forderung (BFH vom 17.12.2014, I R 23/13, BStBl II 2016, 261; dazu s. Schnorberger/Langkau, IStR 2015, 242 und BFH vom 24.6.2015, I R 29/14, BStBl II 2016, 258). Auch ein Konzernrückhalt lässt keinen Schluss auf die Werthaltigkeit des Rückforderungsanspruchs aus einem gewährten Darlehen zu (Abweichung BMF vom 29.3.2011, BStBl I 2011, 277 Tz. 13; s. BFH vom 24.6.2015, I R 29/14, BStBl II 2016, 258). Die Finanzverwaltung wendet die vorstehenden BFH-Urteile nicht allgemein an, soweit der BFH eine Sperrwirkung der DBA-Normen gegenüber § 1 AStG angenommen hat. In Bezug auf den Konzernrückhalt sollen die Regelungen im BMF-Schreiben vom 29.3.2011 (BStBl I 2011, 277) unverändert angewendet werden (BMF vom 30.3.2016, BStBl I 2016, 455).
Hat sich der Wert der Beteiligung nach vorheriger Teilwertabschreibung am Bilanzstichtag wieder erhöht, ist diese Vermögensmehrung bis zu einer gewissen Obergrenze als Teilwertzuschreibung gewinnerhöhend zu erfassen (Wertaufholungsgebot gemäß § 6 Abs. 1 Nr. 2 Satz 3 i.V.m. Abs. 1 Nr. 1 Satz 4 EStG). Obergrenze sind die (historischen) Anschaffungskosten der Beteiligung. Die Wertaufholung ist unabhängig vom Grund der Vermögensmehrung; es kommt mithin nicht darauf an, ob die damals für die Teilwertabschreibung konkret herangezogenen Ursachen weggefallen sind.
Hinweis (Wertaufholung einer teilweise steuerbefreiten Teilwertabschreibung):
Ab VZ 2009 ist die Steuerfreistellung auf Wertzuschreibungen auf Anteile an Kapitalgesellschaften von 50 % auf 40 % gesenkt worden. Wird ab 2009 eine Teilwertabschreibung, die zuvor mit 50 % nicht abzugsfähig war, durch Wertaufholung rückgängig gemacht, ist der Gewinn aus der Wertzuschreibung gleichwohl (nur) zu 40 % steuerbefreit (FG Münster Urteil vom 2.7.2014, EFG 2014, 629, rkr.).
Der Gewinn aus der Veräußerung von Anteilen an einer Körperschaft oder Personenvereinigung, deren Leistungen zu Einnahmen i.S.d. § 20 Abs. 1 Nr. 1, 2, 9 und 10a EStG gehören, zählt nicht zum körperschaftsteuerpflichtigen Einkommen des Anteilseigners (§ 8b Abs. 2 Satz 1 KStG; Ausnahmen nur bei bestimmten Kreditinstituten und Versicherungsunternehmen, die unter die Regelungen des § 8b Abs. 7 und 8 KStG fallen und bei Körperschaften, die Organträgerin zu einer natürlichen Person oder eine Personengesellschaft mit natürlichen Personen als Organträger sind, hier gelten die Grundsätze des Halb-/Teileinkünfteverfahrens; Besonderheiten bestehen gem. § 8b Abs. 4 KStG a.F. für sog. einbringungsgeborene Anteile an Kapitalgesellschaften, s. → Steuerbefreiungen gem. KStG); diese Besonderheiten gelten zeitlich unbegrenzt auch nach »Abschaffung« der einbringungsgeborenen Anteile durch das UmwStG i.d.F. des SEStEG weiter, s. § 34 Abs. 7a KStG und § 27 Abs. 3 Nr. 3 UmwStG i.d.F. des SEStEG). Ab 2004 gelten jedoch 5 % des Veräußerungsgewinns bei der Körperschaftsteuer als nicht abzugsfähige Betriebsausgaben, so dass im Ergebnis der Gewinn nur zu 95 % steuerbefreit wird (§ 8b Abs. 3 Satz 1 KStG). Dies gilt auch für Zwecke der → Gewerbesteuer (§ 7 Satz 1 GewStG i.V.m. § 8b Abs. 3 Satz 1 KStG; BFH vom 27.1.2007, BStBl II 2007, 585 zu einem vergleichbaren Problem bei § 8b Abs. 5 KStG; ab Erhebungszeitraum 2004: § 7 Satz 4 GewStG). Der Anteilsveräußerungsgewinn ist nicht steuerbefreit, soweit dieser auf eine in der Vergangenheit vorgenommene steuerwirksame Teilwertabschreibung oder (ab 2006) auf eine § 6b-Rücklage oder ähnliche Abzüge entfällt (wie bei der Wertaufholung). Auch der Verlust aus einer Anteilsveräußerung ist nicht steuerwirksam; er mindert nicht das Einkommen.
Die Grundsätze der steuerlichen Behandlung des Erwerbs eigener Anteile gem. dem BMF-Schreiben vom 2.12.1998 (BStBl I 1998, 1509) sind ab Inkrafttreten des Halbeinkünfteverfahrens nicht mehr anzuwenden (s. BMF vom 10.8.2010, BStBl I 2010, 659; s. Lechner/Haisch, Ubg 2010, 691 und Goebel/Ungemach/Reifarth, DStZ 2012, 41). Nunmehr stellt nach Verwaltungsauffassung auch steuerrechtlich der Erwerb eigener Anteile keinen Anschaffungsvorgang dar, sondern ist wie eine Herabsetzung des Nennkapitals zu behandeln (BMF vom 27.11.2013, BStBl I 2013, 1615, Rn. 9 ff. mit Übergangsregelungen, Rn. 23 ff.). Auf der Ebene des veräußernden Gesellschafters liegt ein nach den allgemeinen Grundsätzen zu beurteilendes Veräußerungsgeschäft vor (BMF vom 27.11.2013, BStBl I 2013, 1615, Rn. 20 ff.; Wiese/Lukas, GmbHR 2014, 238).
Die Weiterveräußerung eigener Anteile stellt auf der Ebene der Kapitalgesellschaft keinen gewinnrealisierenden Veräußerungsvorgang dar, sondern ist als Erhöhung des Nennkapitals zu behandeln (dazu s. BMF vom 27.11.2013, BStBl I 2013, 1615, Rn. 13 ff.).
Die Veräußerung der Anteile an einer Kapitalgesellschaft ist für Umsatzsteuerzwecke als nichtsteuerbare Geschäftsveräußerung im Ganzen (§ 1 Abs. 1a UStG) zu beurteilen, wenn die Beteiligung 100 % des Nennkapitals umfasst (BFH Urteil vom 27.1.2011, BStBl II 2012, 68; Übergangsregelung s. BMF vom 3.1.2012, BStBl I 2012, 76, Rn. 7; dazu auch s. Grünwald, DStR 2012, 437 und Zölch, UR 2012, 387; nach Abschn. 1.5 Abs. 9 UStAE gilt dies mit Hinweis auf EuGH-Rspr. jedoch nur (noch) – unabhängig von der Beteiligungshöhe –, wenn die Beteiligung Teil einer eigenständigen Einheit ist, die eine selbständige wirtschaftliche Betätigung ermöglicht, und diese Tätigkeit vom Erwerber fortgeführt wird). Dies ist für den Vorsteuerabzug aus Eingangsleistungen maßgebend, da nichtsteuerbare Umsätze den Vorsteuerabzug nicht ausschließen.
die Summe der Anschaffungskosten mehr als 150 000 € beträgt (§ 138 Abs. 2 Nr. 3 AO).
Die Verletzung der Anzeigepflicht ist eine Ordnungswidrigkeit. Näheres zur Anzeigepflicht regelt das BMF-Schreiben vom 15.4.2010, BStBl I 2010, 346 (ebenso s. Dürr, BB 2016, 2140). Zu den Konsequenzen (Geldbußen) einer (leichtfertig) unterlassenen Anzeige gem. § 138 Abs. 2 AO und deren Nachholung s. Andresen/Busch, GmbHR 2012, 81.
Die Gesellschafterstellung bei einer OHG, KG oder einer anderen Personengesellschaft, die eine gewerbliche oder land- und forstwirtschaftliche Tätigkeit ausübt, wird als Mitunternehmeranteil bezeichnet, wenn der Beteiligte ein gemeinschaftliches (Mit-)Unternehmerrisiko und eine Mitunternehmerinitiative besitzt (§ 15 Abs. 1 Satz 1 Nr. 2 Satz 1 EStG, Gleiches gilt bei einer nur gewerblich geprägten Personengesellschaft, s. § 15 Abs. 3 Nr. 2 EStG). Aus steuerlicher Sicht stellt der Mitunternehmeranteil als solcher kein eigenständiges Wirtschaftsgut dar (ständige Rspr. des BFH; zuletzt s. BFH Urteile vom 1.7.2010, IV R 100/06, BFH/NV 2010, 2056 unter II. 2. b) und vom 30.8.2012, IV R 44/10, BFH/NV 2013, 376 unter II. 3. b) cc). Er ist in der Steuerbilanz des beteiligten Körperschaftsteuersubjekts deswegen zwar auszuweisen, jedoch nicht zu bewerten. Die Bewertung obliegt vielmehr der Personengesellschaft, an der die Beteiligung besteht. Im Fall der Beteiligung an einer Mitunternehmerschaft sind die durch die Gesellschaftsrechte und die Gesamthandsberechtigung vermittelten ideellen Anteile am Gesellschaftsvermögen die Wirtschaftsgüter des Beteiligten. Da jedoch die Personengesellschaft (Mitunternehmerschaft) auf der Ebene der Einkünfteermittlung als partielles Steuersubjekt anzusehen ist (§ 15 Abs. 1 Satz 1 Nr. 2 Satz 1 EStG) und die so ermittelten Gewinne und Verluste unmittelbar den Beteiligten (Steuersubjekte i.S.d. § 1 EStG, §§ 1, 2 KStG) als steuerpflichtige Gewinnanteile zugerechnet werden, sind die Wirtschaftsgüter der Personengesellschaft bei dieser selbst ertragsteuerlich zu erfassen (und auch zu bewerten; die Regelung des § 39 Abs. 2 Nr. 2 AO wird verdrängt; ständige BFH-Rspr.; BFH Urteil vom 26.4.2012, BStBl II 2013, 142 unter II. 2. a) bb). Aus diesem Grunde kommt der Gesellschaftsbeteiligung auch keine eigenständige Bedeutung als besonderes Wirtschaftsgut zu, so dass auch eine Teilwertabschreibung auf die Mitunternehmerbeteiligung nicht denkbar ist (s. BFH Urteil vom 20.6.1985, BStBl II 1985, 654 und vom 1.7.2010, BFH/NV 2010, 2056).
Die Mitunternehmerbeteiligung ist in der Steuerbilanz des Anteilseigners (unter der Sammelbezeichnung »Beteiligung an Personengesellschaft«) mit dem steuerlichen Kapitalanteil zu erfassen, der zum jeweiligen Bilanzstichtag dem Mitunternehmer in der Personengesellschaft zuzurechnen ist (sog. Spiegelbildmethode; s. Schmidt/Wacker, EStG, 35. A., Rn. 690 zu § 15).
Der im Betriebsvermögen eines Körperschaftsteuersubjekts (z.B. einer Kapitalgesellschaft) enthaltene Mitunternehmeranteil ist kein Wirtschaftsgut i.S.d. §§ 5, 6 EStG (s.o.; d.h. z.B. keine Teilwertabschreibung), sondern eine betriebliche (Sach-)Gesamtheit diverser Wirtschaftsgüter. Diese Sachgesamtheit ist ein qualifizierter Gegenstand von steuerbegünstigten Umwandlungs- und Einbringungsmaßnahmen (s. z.B. § 15 Abs. 1 Satz 3 UmwStG, § 20 Abs. 1 UmwStG und § 24 Abs. 1 UmwStG). Dies gilt sowohl für den gesamten Mitunternehmeranteil als auch für einen Bruchteil der Beteiligung an einer Mitunternehmerschaft (BMF vom 11.11.2011, BStBl I 2011, 1314, Rn. 15.04, 20.11 ggf. i.V.m. 24.03). Gleiches gilt für die unentgeltliche Übertragung von Mitunternehmeranteilen durch natürliche Personen (steuerneutraler Vorgang durch Buchwertverknüpfung; s. § 6 Abs. 3 EStG, dazu s. BMF vom 7.12.2006, BStBl I 2006, 766 und Steuervergünstigungen bei der ErbSt; s. §§ 13a, 13b Abs. 1 Nr. 2 ErbStG). Im Fall der Veräußerung außerhalb des Regelungsbereichs des UmwStG gilt § 8 Abs. 1 KStG i.V.m. § 16 Abs. 1 Satz 1 Nr. 2 und Satz 2 EStG.
Ammelung/Pletschacher/Jarothe, GmbHR 1997, 97; Dietel, Bilanzierung von Anteilen an Personengesellschaften in Handels- und Steuerbilanz, DStR 2002, 2140; Dietrich, Teilwertabschreibung, Wertaufholungsgebot und »voraussichtlich dauernde Wertminderung« im Spiegel des BMF-Schreibens vom 25.2.2000, DStR 2000, 1629; Starke, Zur Notwendigkeit der Feststellung der Anschaffungskosten von Beteiligungen an Kapitalgesellschaften, FR 2001, 528; Mayer, Steuerbilanzielle Behandlung von Mehrwerten bei Erwerb einer Beteiligung an einer doppelstöckigen Personengesellschaft – Anwendung der Spiegelbildmethode in der Steuerbilanz, DB 2003, 2034; Küting, Die Abgrenzung von vorübergehenden und dauernden Wertminderungen im nicht-abnutzbaren Anlagevermögen (§ 253 Abs. 2 Satz 3 HGB) – dargestellt anhand der Abschreibung auf Beteiligungen, DB 2005, 1121; Winden/Herzogenrath, Die Teilwertabschreibung nach § 6 Abs. 1 Nr. 2 Satz 2 EStG wegen voraussichtlich dauernder Wertminderung und ihre Anwendbarkeit auf Kursverluste bei börsennotierten Wertpapieren, FR 2005, 878; Zieren/Adrian, Die »Zuschreibungsfalle«, Steuerliche Risiken bei der Wertaufholung von Kapitalgesellschaften, DB 2006, 299; Ernsting, Abschreibungen auf Gesellschafterdarlehen: Aktuelle Entwicklung und Gestaltungshinweise, GStB 2008, 203; Hoffmann, Voraussichtlich dauernde Wertminderung bei börsennotierten Aktien, DB 2008, 260; Janssen, Jahresabschluss 2007: Letzte Chance für steuerwirksame Teilwertabschreibung auf Gesellschafterdarlehen, GmbHR 2008, 699; Machens, Dauernde Wertminderung bei börsennotierten Aktien – BFH kontra Finanzverwaltung: Ein Prognoseproblem, EStB 2008, 147; Schlotter, Voraussichtlich dauernde Wertminderung nach dem Urteil des BFH zur Teilwertabschreibung auf Aktien vom 26.9.2007, BB 2008, 546; Watermeyer, Gewinnminderungen im Zusammenhang mit Darlehensforderungen, GmbH-Stb 2008, 81; Hahne, Teilwertabschreibung auf eigenkapitalersetzende Darlehen – Erweiterung des gesetzlichen Abzugsverbots wirkt rechtsbegründend, BB 2009, 991; Eldagsen/Röhrbein, Behandlung von Wertaufholungen nach steuerunwirksamen Teilwertabschreibungen – Wertaufholung auf Anteile an Kapitalgesellschaften, NWB 2010, 272; Frank/Wittmann, Abschreibung von Aktien in der Handels- und Steuerbilanz, Stbg 2010, 162; Lechner/Haisch/Bindl, Einlagenrückgewähr durch Kapitalgesellschaften, Ubg 2010, 339; Ditz/Tcherveniachki, Behandlung von Akquisitionsaufwendungen im Rahmen des unmittelbaren und mittelbaren Erwerbs von Beteiligungen, DB 2011, 2676; Kaminski/Strunk, Gutachtenkosten bei der Anschaffung von Anteilen an Kapitalgesellschaften, Stbg 2011, 63; Teschke/Langkau/Sundheimer, Steuerwirksamkeit von Teilwertabschreibungen auf Darlehen, DStR 2011, 2021; Grieser/Faller, Dauerhafte Wertminderung auf Teilwertabschreibungen auf Aktien und Aktienfonds, DStR 2012, 727; Schütz, Teilwertermittlung von Beteiligungen, NWB 2012, 1420; Harle, Eigene Anteile der GmbH – Steuerliche Behandlung und Zweifelsfragen nach Inkrafttreten des BilMoG, GmbH-Steuerpraxis 2013, 325; Patt, Entgeltlicher Erwerb eines Mitunternehmeranteils – Bilanzsteuerliche Herausforderungen an seine Erfassung, EStB 2013, 221; Mayer/Wagner, BMF-Schreiben zu eigenen Anteilen – Absage an (vermeintliches) Korrespondenzprinzip, DStR 2014, 571; Müller/Reinke, Handelsrechtliche und steuerliche Behandlung von eigenen Anteilen, DStR 2014, 711; Lieder, Eigene Geschäftsanteile im GmbH-Recht, GmbHR 2014, 57; Ott, Steuerrechtliche Behandlung des Erwerbs eigener Anteile, StuB 2014, 163; Schiffers, Steuerrechtliche Behandlung des Erwerbs eigener Anteile, GmbHR 2014, 79.

References: § 3
 § 27
 § 22
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 § 6
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