Source: https://www.ris.bka.gv.at/JustizEntscheidung.wxe?Abfrage=Justiz&Dokumentnummer=JJT_19960917_OGH0002_0040OB02205_96K0000_000&IncludeSelf=False
Timestamp: 2020-01-21 14:34:02+00:00

Document:
RIS - Rechtssätze für 4Ob2205/96k - Justiz (OGH, OLG, LG, BG, OPMS, AUSL)
Rechtssatz für 4Ob344/60 4Ob312/61 4Ob...
RS0079765
4Ob344/60; 4Ob312/61; 4Ob307/61; 4Ob314/68; 3Ob308/71 (4Ob309/71); 4Ob315/72; 4Ob340/72; 4Ob339/74; 4Ob307/75; 4Ob324/76; 4Ob321/76 (4Ob322/76); 4Ob341/76 (4Ob342/76); 4Ob352/76; 4Ob391/76; 4Ob356/77; 4Ob411/79; 4Ob341/83; 4Ob322/84; 4Ob390/86; 4Ob336/87 (4Ob337/87); 4Ob103/89; 4Ob1029/90; 4Ob71/90; 4Ob83/90 (4Ob84/90); 4Ob80/90 (4Ob81/90); 4Ob1/91; 4Ob19/91; 4Ob81/91; 1Ob28/91; 4Ob120/93; 4Ob54/94; 4Ob68/94; 4Ob97/94; 4Ob130/94; 4Ob67/95; 4Ob79/95; 4Ob2205/96k; 4Ob42/97y; 4Ob20/97p; 4Ob169/99b; 4Ob243/99k; 4Ob316/99w; 4Ob68/00d; 4Ob173/00w; 4Ob30/01t; 4Ob81/01t; 4Ob156/03z; 4Ob221/03h; 4Ob227/03s; 4Ob67/06s; 4Ob150/06x; 4Ob50/07t; 9ObA113/07v; 17Ob26/07h; 4Ob194/07v; 4Ob83/08x; 4Ob107/08a; 3Ob121/08b; 4Ob106/08d; 17Ob34/08m; 4Ob34/09t; 17Ob15/10w; 17Ob14/10y; 5Ob39/11p; 4Ob117/12b; 4Ob36/13t; 4Ob97/16t; 4Ob66/17k; 4Ob162/18d
UWG §14 C1
Auch Mittäter, Anstifter und Gehilfen haften für Wettbewerbsverstöße.
4 Ob 344/60
Entscheidungstext OGH 03.11.1960 4 Ob 344/60
Veröff: JBl 1961,360
4 Ob 312/61
Entscheidungstext OGH 21.02.1961 4 Ob 312/61
4 Ob 307/61
Entscheidungstext OGH 21.02.1961 4 Ob 307/61
Veröff: ÖBl 1962,8
4 Ob 314/68
Entscheidungstext OGH 21.05.1968 4 Ob 314/68
Beisatz: Auch nach § 12 RabG. (T1)
Veröff: JBl 1969,220 = ÖBl 1968,140
3 Ob 308/71
Entscheidungstext OGH 30.03.1971 3 Ob 308/71
Beisatz: Ob der Gehilfe unentgeltlich handelt, ist ohne Bedeutung. (T2)
Veröff: ÖBl 1971,127
4 Ob 340/72
Entscheidungstext OGH 03.10.1972 4 Ob 340/72
Veröff: ÖBl 1973,133
4 Ob 339/74
Entscheidungstext OGH 26.11.1974 4 Ob 339/74
Beisatz: Autobussonderfahrten mit Werbeveranstaltungen. (T3)
Veröff: ÖBl 1975,81
4 Ob 307/75
Entscheidungstext OGH 18.02.1975 4 Ob 307/75
4 Ob 324/76
Entscheidungstext OGH 27.04.1976 4 Ob 324/76
Beisatz: Machtgeber haftet für wettbewerbswidriges Verhalten des Stellvertreters; hier Masseverwalter "Konkursverkauf I". (T4)
Veröff: ÖBl 1976,97
4 Ob 321/76
Entscheidungstext OGH 25.05.1976 4 Ob 321/76
Beisatz: Masseverwalter Konkursverkauf III. (T5)
Beisatz: Unternehmerberatung (T6)
Beisatz: Zusammenarbeit Arzt-Optiker (T7)
4 Ob 391/76
Entscheidungstext OGH 30.11.1976 4 Ob 391/76
Beisatz: Fliesenparadies (T8)
4 Ob 356/77
Entscheidungstext OGH 12.07.1977 4 Ob 356/77
Beisatz: Kronenöl-Gewinnspiel, angekündigt in der Kronenzeitung. (T9)
4 Ob 411/79
Entscheidungstext OGH 29.01.1980 4 Ob 411/79
Veröff: ÖBl 1980,99
4 Ob 341/83
Entscheidungstext OGH 31.05.1983 4 Ob 341/83
Beisatz: Gilt auch für Unterlassungsanspruch nach § 5 ZugG - "Autobussonderfahrt und Zugabe". (T10)
Veröff: ÖBl 1983,144
Beisatz: Hier: Werbebüro (T11)
Veröff: GRURInt 1985,58 = RdW 1984,372 = MR 1984 H4, Archiv 13; hiezu Korn, Archiv 10)
4 Ob 390/86
Entscheidungstext OGH 05.05.1987 4 Ob 390/86
Veröff: ÖBl 1988,78 = MR 1988,91 (M Walter)
4 Ob 103/89
Entscheidungstext OGH 07.11.1989 4 Ob 103/89
Beisatz: Juristische Personen (hier: GmbH) können Störer, Mittäter, Anstifter oder Gehilfe nur auf Grund des Verhaltens ihrer Organe sein, welches ihnen selbst zugerechnet wird. (T12)
Veröff: Arb 10970
4 Ob 1029/90
Entscheidungstext OGH 28.09.1990 4 Ob 1029/90
Beisatz: Dass aber an einem durch eine Veröffentlichung in einer Zeitung begangenen Wettbewerbsverstoß auch derjenige mitwirkt, der die Zeitung erscheinen lässt und verbreitet, kann nicht bezweifelt werden. (T13)
Beisatz: Juristische Personen - wie ein Verein nach dem VerG - können Störer, Mittäter, Anstifter oder Gehilfe auf Grund des Verhaltens ihrer Organe sein, welches ihnen selbst zugerechnet wird. (T14)
Veröff: JBl 1991,784
4 Ob 1/91
Entscheidungstext OGH 12.02.1991 4 Ob 1/91
Beisatz: "Gehilfe" ist aber nur, wer den Täter bewusst fördert. (T15)
Veröff: MR 1991,162 = RdW 1991,233 = ÖBl 1991,101 = WBl 1991,330
Beisatz: Die gleichen Grundsätze gelten auch im Immaterialgüterrecht und im Urheberrecht. (T16)
Veröff: SZ 64/64 = ÖBl 1991,181 = ZfRV 1993,153
Auch; Beis wie T12; Veröff: WBl 1992,29
Auch; Beis wie T16; Beisatz: Täter ist nicht nur der persönlich Handelnde, der die Tat als eigene will, sondern auch, wenn eine Handlung als eigene veranlasst oder einen sonstigen Grund für eine adäquate Verursachung setzt. (T17)
Veröff: JBl 1992,532 = MR 1992,156 (M Walter) = GRURInt 1992,930
4 Ob 120/93
Entscheidungstext OGH 12.10.1993 4 Ob 120/93
Beis wie T14; Beisatz: Das Organ der juristischen Person haftet für deren Wettbewerbsverstöße nur dann, wenn er sie selbst begangen hat, daran beteiligt war oder trotz Kenntnis oder fahrlässiger Unkenntnis des Verstoßes nicht dagegen eingeschritten ist. (T18)
4 Ob 54/94
Entscheidungstext OGH 10.05.1994 4 Ob 54/94
4 Ob 68/94
Entscheidungstext OGH 14.06.1994 4 Ob 68/94
Beis wie T15; Beis wie T16; Beis wie T17; Beisatz: Für einen "mittelbaren Täter", der im Gegensatz zum Anstifter oder Gehilfen nicht mit Vorsatz handeln muss, sondern allein auf Grund adäquater Verursachung einer (Urheberrechtsverletzung) Rechtsverletzung zu haften hätte, ist kein Platz. (T19)
Veröff: SZ 67/151
4 Ob 130/94
Entscheidungstext OGH 08.11.1994 4 Ob 130/94
Beisatz: Im Wettbewerbsrecht richtet sich der Unterlassungsanspruch zunächst gegen den Rechtsverletzer, also den unmittelbaren Täter ("Störer"); das ist derjenige, von dem die Beeinträchtigung ausgeht und auf dessen maßgeblichen Willen sie beruht. Der Unterlassungsanspruch kann aber auch gegen jeden Dritten gerichtet werden, der den Wettbewerbsverstoß eines anderen durch sein Verhalten gefördert oder überhaupt erst ermöglicht hat, also insbesondere gegen Mittäter, Anstifter und Gehilfen. (T20)
4 Ob 79/95
Entscheidungstext OGH 05.12.1995 4 Ob 79/95
4 Ob 42/97y
Entscheidungstext OGH 11.02.1997 4 Ob 42/97y
Auch; Beisatz: Als Gehilfe haftet nur, wer den unmittelbaren Täter bewusst fördert. Dem Gehilfen müssen daher auch die die Wettbewerbswidrigkeit des Verhaltens des Haupttäters begründenden Umstände bewusst sein. (T21)
Beis wie T15, Beis wie T20 nur: Der Unterlassungsanspruch kann aber auch gegen jeden Dritten gerichtet werden, der den Wettbewerbsverstoß eines anderen durch sein Verhalten gefördert oder überhaupt erst ermöglicht hat (T22)
Beisatz: Der Gehilfe fördert den Täter nur dann bewusst, wenn er den Sachverhalt kennt, der den Vorwurf gesetzwidrigen Verhaltens begründet. Seine Kenntnis, dass das Verhalten gesetzwidrig ist, ist keine Voraussetzung wettbewerbswidrigen Handelns. Der Gehilfe kann sich daher zwar auf die Vertretbarkeit seiner Rechtsansicht berufen, nicht aber darauf, dass er die Rechtslage nicht gekannt hat und sich auch durch zumutbare Anstrengungen die notwendige Kenntnis nicht hätte verschaffen können. (T23)
Auch; Beis wie T20 nur: Der Unterlassungsanspruch kann aber auch gegen jeden Dritten gerichtet werden, der den Wettbewerbsverstoß eines anderen durch sein Verhalten gefördert oder überhaupt erst ermöglicht hat, also insbesondere gegen Mittäter, Anstifter und Gehilfen. (T24)
Auch; Beis wie T12 nur: Juristische Personen können Störer, Mittäter, Anstifter oder Gehilfe nur auf Grund des Verhaltens ihrer Organe sein, welches ihnen selbst zugerechnet wird. (T25)
4 Ob 316/99w
Entscheidungstext OGH 18.01.2000 4 Ob 316/99w
Auch; Beis wie T20; Beisatz: Es genügt nicht, dass ein eigenverantwortlich handelnder Dritter willentlich und adäquat kausal in irgendeiner Weise an der Herbeiführung der rechtswidrigen Beeinträchtigung mitgewirkt hat. In die Störerhaftung werden neben dem unmittelbaren Täter, der die rechtswidrige Nutzungshandlung selbst begangen hat, vielmehr nur solche Dritte einbezogen, die gegen eine sie treffende Pflicht zur Prüfung auf mögliche Rechtsverletzungen verstoßen haben. (T26)
4 Ob 68/00d
Entscheidungstext OGH 21.03.2000 4 Ob 68/00d
Auch; Beis wie T20; Beis wie T26
Auch; Beis wie T15; Beis wie T16; Beis wie T20
4 Ob 30/01t
Entscheidungstext OGH 13.02.2001 4 Ob 30/01t
4 Ob 81/01t
Entscheidungstext OGH 24.04.2001 4 Ob 81/01t
4 Ob 156/03z
Entscheidungstext OGH 21.10.2003 4 Ob 156/03z
Beis wie T15; Beisatz: Der Gehilfe muss zur Ausführung der Tat beitragen oder diese erleichtern. (T27)
4 Ob 221/03h
Entscheidungstext OGH 16.12.2003 4 Ob 221/03h
Vgl auch; Beis wie T15; Beisatz: Bewusste Förderung setzt voraus, dass der Gehilfe die Tatumstände kennt, die die Rechtswidrigkeit seines Verhaltens begründen. Dem Kennen dieser Umstände ist das vorwerfbare Nichtkennen gleichzuhalten. In der Person des Gehilfen müssen nicht nur die objektiven Tatbestandsmerkmale, sondern auch allfällige subjektive Tatbestandsmerkmale verwirklicht sein. Gehilfe in diesem Sinn kann auch ein selbstständiger Unternehmer sein, der es übernommen hat, für einen Auftraggeber bestimmte Leistungen zu erbringen. (T28)
4 Ob 227/03s
Entscheidungstext OGH 10.02.2004 4 Ob 227/03s
4 Ob 67/06s
Entscheidungstext OGH 20.06.2006 4 Ob 67/06s
Beis wie T18; Beisatz: Hier: Haftung des „faktischen Geschäftsführers". (T29)
4 Ob 150/06x
Entscheidungstext OGH 28.09.2006 4 Ob 150/06x
Auch; Beisatz: Eine Haftung als unmittelbarer Täter oder als Mittäter setzt tatbestandsmäßiges Handeln voraus. (T30)
4 Ob 50/07t
Entscheidungstext OGH 12.06.2007 4 Ob 50/07t
Auch; Beis wie T12; Beis wie T15; Beis wie T30
Auch; Beis wie T21; Beisatz: Vorwerfbares Nichterkennen kann dem Kennen dieser Umstände gleichzuhalten sein. (T31)
17 Ob 26/07h
Entscheidungstext OGH 13.11.2007 17 Ob 26/07h
Ähnlich; Beis wie T31; Beisatz: Hier: Urheberrechtsverletzung. (T32)
4 Ob 83/08x
Entscheidungstext OGH 20.05.2008 4 Ob 83/08x
Auch; Beis wie T20 nur: Unmittelbarer Täter ("Störer") ist derjenige, von dem die Beeinträchtigung ausgeht und auf dessen maßgeblichen Willen sie beruht. (T33); Beis wie T30
4 Ob 107/08a
Entscheidungstext OGH 26.08.2008 4 Ob 107/08a
Auch; Beis wie T25; Beisatz: Die Zurechnung setzt voraus, dass die tatsächlich handelnde natürliche Person in ihrer Eigenschaft als Organ in Ausführung der ihr zustehenden Verrichtungen unlauter gehandelt hat, wobei dieses Handeln im objektiven Zusammenhang mit dem dem Organ zugewiesenen Wirkungsbereich stehen muss (so bereits 4 Ob 243/99k). (T34)
3 Ob 121/08b
Entscheidungstext OGH 03.09.2008 3 Ob 121/08b
Auch; Beisatz: Hier: Haftung als Mitveranstalter eines Gewinnspiels. (T35)
Auch; Beis wie T25; Beisatz: Die Zurechnung setzt voraus, dass die tatsächlich handelnde natürliche Person in ihrer Eigenschaft als Organ in Ausführung der ihr zustehenden Verrichtungen unlauter gehandelt hat, wobei dieses Handeln im objektiven Zusammenhang mit dem den Organ zugewiesenen Wirkungsbereich bestehen muss. (T36)
Vgl auch; Beis ähnlich wie T30; Beis wie T33; Veröff: SZ 2009/63
Auch; Beis wie T36; Beisatz: Hier: Durch Vertragsunterfertigung als Geschäftsführer. (T37)
5 Ob 39/11p
Entscheidungstext OGH 14.02.2012 5 Ob 39/11p
Auch; Beis wie T36; Veröff: SZ 2012/14
Auch; Beis wie T15; Beis ähnlich wie T19; Beis ähnlich wie T20; Beis ähnlich wie T21; Beis ähnlich wie T23; Beis ähnlich wie T26; Beis ähnlich wie T28; Beis ähnlich wie T31
Beisatz: Anstiftung liegt vor, wen jemand einen anderen zur Begehung eines Lauterkeitsverstoßes bestimmt. (T38)
Beisatz: Ausreichend, aber auch notwendig, ist eine vorsätzliche Mitwirkung an der Verwirklichung des objektiven Tatbestands der Zuwiderhandlung durch einen anderen. (T39)
Auch; Beis wie T25; Beis wie T36
Beis wie T20; Beis wie T24
4 Ob 162/18d
Entscheidungstext OGH 25.09.2018 4 Ob 162/18d
ECLI:AT:OGH0002:1960:RS0079765
JJR_19601103_OGH0002_0040OB00344_6000000_003
Rechtssatz für 4Ob313/74 4Ob111/92 4Ob...
RS0079104
4Ob313/74; 4Ob111/92; 4Ob1073/92 (4Ob1074/92); 4Ob109/94; 4Ob2/96 (4Ob3/96); 4Ob2205/96k
Während das "Behaupten" die einem anderen gegenüber aus eigenem Wissen herrührende Mitteilung darstellt, ist unter "Verbreiten" die Weitergabe des von anderer Seite Gehörten an Dritte zu verstehen.
4 Ob 111/92
Entscheidungstext OGH 15.12.1992 4 Ob 111/92
4 Ob 1073/92
Entscheidungstext OGH 15.12.1992 4 Ob 1073/92
Auch; Beisatz: "Verbreitung" ist auch die Weitergabe der Behauptung eines Dritten, ohne daß sich der Äußernde mit ihr identifiziert. (T2)
Auch; Beisatz: Haftung der beklagten Zeitung für Äußerungen ihres Kolumnisten. (T3)
Vgl; Beisatz: Das Verbot, etwas zu behaupten, schließt das Verbot, die Informationsschrift, in der die beanstandeten Behauptungen enthalten sind, zu verteilen (und damit die Behauptungen zu verbreiten), nicht in sich. (T4)
Beis wie T2; Beisatz: Tatsachen werden auch dann behauptet (= aus eigenem Wissen mitgeteilt) oder verbreitet (= als von einem anderen Erfahrenes Dritten weitergegeben), wenn die Äußerung nicht als eigene Überzeugung hingestellt wird. (T5)
ECLI:AT:OGH0002:1974:RS0079104
JJR_19740507_OGH0002_0040OB00313_7400000_002
Rechtssatz für 4Ob339/74 4Ob307/75 4Ob...
RS0079462
4Ob339/74; 4Ob307/75; 4Ob321/76 (4Ob322/76); 4Ob352/76; 4Ob356/77; 4Ob341/83; 4Ob322/84; 4Ob390/86; 4Ob336/87 (4Ob337/87); 4Ob1/91; 1Ob28/91; 4Ob88/92; 4Ob1/94; 4Ob54/94; 4Ob123/94; 4Ob67/95; 4Ob2205/96k; 4Ob309/98i; 4Ob158/00i; 4Ob232/00x; 4Ob274/00y; 4Ob225/00t; 4Ob156/03z; 4Ob221/03h; 4Ob227/03s; 4Ob148/05a; 4Ob50/07t; 4Ob83/08x; 17Ob34/08m; 4Ob34/09t; 17Ob26/09m; 4Ob159/10a; 4Ob117/12b; 4Ob66/17k; 4Ob162/18d
Für ein wettbewerbswidriges Verhalten eines anderen - auch eines selbständig handelnden Dritten - hat jeder einzustehen, der den Wettbewerbsverstoß durch sein eigenes Verhalten fördert oder überhaupt erst ermöglicht hat (Autobussonderfahrten mit Werbeveranstaltungen).
Beisatz: Masseverwalter Konkursverkauf III (T1)
Beisatz: Zusammenarbeit Arzt-Optiker. (T2)
Beisatz: Kronenöl-Gewinnspiel, angekündigt in der Kronenzeitung. (T3)
Beisatz: Gilt auch für Unterlassungsanspruch nach § 5 ZugG - "Autobussonderfahrt und Zugabe". (T4)
Beisatz: Hier: Werbebüro (T5)
Veröff: ÖBl 1984,135 = RdW 1984,372 = GRURInt 1985,58 = MR 1984 H4, Archiv 13; hiezu Korn, Archiv 10
Veröff: MR 1991,162 = ÖBl 1991,101 = WBl 1991,330
Vgl auch; Beisatz: Täter ist nicht nur der Persönlich Handelnde, der die Tat als eigene will, sondern auch, wenn eine Handlung als eigene veranlasst oder einen sonstigen Grund für eine adäquate Verursachung setzt. (T6)
Veröff: JBl 1992,532 = ÖBl 1993,139 = MR 1992,156 (M Walter)
4 Ob 88/92
Entscheidungstext OGH 12.01.1993 4 Ob 88/92
Auch; Beis wie T6; Beisatz: Akquisition eines entgegen § 76 UrhG hergestellten Werbespots - Mittäter wer wesentlichen Einfluss auf Gestaltung hat. (T7)
Beisatz: Hier: Götz-Zitat für Konkurrenten. (T8)
Auch; Beisatz: Daher auch Unterlassungspflicht. (T9)
Auch; Beisatz: Also insbesondere Mittäter, Anstifter und Gehilfen. (T10)
4 Ob 158/00i
Entscheidungstext OGH 17.08.2000 4 Ob 158/00i
Auch; nur: Für ein wettbewerbswidriges Verhalten eines anderen - auch eines selbständig handelnden Dritten - hat jeder einzustehen, der den Wettbewerbsverstoß durch sein eigenes Verhalten fördert oder überhaupt erst ermöglicht hat. (T11)
4 Ob 232/00x
Entscheidungstext OGH 24.10.2000 4 Ob 232/00x
4 Ob 274/00y
Entscheidungstext OGH 19.12.2000 4 Ob 274/00y
Auch; nur T11; Beis wie T10
4 Ob 225/00t
Entscheidungstext OGH 19.12.2000 4 Ob 225/00t
nur T11; Beis wie T10; Beisatz: Arzt-Sprechstundenhilfe. (T12)
Vgl auch; Beisatz: Als Mittäter haftet im Wettbewerbs-, Urheber- und Markenrecht, wer tatbestandsmäßig handelt. (T13)
nur T11; Beisatz: Hier: Zur Verfügung stellen von Restbeständen bereits vorgedruckter Versandhüllen mit an der Innenseite abgedruckten Teilnahmebedingungen für ein sittenwidriges Gewinnspiel. (T14)
4 Ob 148/05a
Entscheidungstext OGH 04.10.2005 4 Ob 148/05a
Auch; Beisatz: Der Unterlassungsanspruch richtet sich aber auch gegen denjenigen, der einen anderen zu einem wettbewerbswidrigen Verhalten veranlasst, dieses fördert oder für sich ausnützt. (T15)
Beisatz: Werbung für eine GmbH, die Schuldnerberatung durchführen soll. (T16)
Vgl auch; Beisatz: Hier: Haftung als Mittäterin eines Urheberrechtsverstoßes bei tatbestandsmäßigem Handeln. (T17)
17 Ob 26/09m
Entscheidungstext OGH 19.11.2009 17 Ob 26/09m
Vgl auch; Beisatz: Hier: Haftung der (ausländischen) Fernsehanstalt als Gehilfin für den im Inland erfolgten Markeneingriff, hat sie doch die Ausstrahlung der von ihr produzierten und unter ihrem Logo ausgestrahlten Sendungen im Inland durch die von ihr herbeigeführte Vertragslage erst ermöglicht. (T18)
4 Ob 159/10a
Entscheidungstext OGH 05.10.2010 4 Ob 159/10a
Auch; Beis ähnlich wie T10; Beis wie T15
Auch; Beis wie T15; Beisatz: Die bloße Vermietung von Geschäftsräumlichkeiten reicht dafür noch nicht hin. (T19)
ECLI:AT:OGH0002:1974:RS0079462
JJR_19741126_OGH0002_0040OB00339_7400000_002
RS0079539
4Ob339/74; 4Ob307/75; 4Ob321/76 (4Ob322/76); 4Ob352/76; 4Ob360/77; 4Ob356/77; 4Ob411/79; 4Ob341/83; 4Ob322/84; 4Ob103/89; 4Ob41/90; 4Ob109/90 (4Ob110/90); 4Ob71/90; 4Ob83/90 (4Ob84/90); 4Ob80/90 (4Ob81/90); 4Ob1/91; 4Ob120/93; 4Ob54/94; 4Ob68/94; 4Ob97/94; 4Ob2205/96k; 4Ob48/97f; 4Ob71/99s; 4Ob243/99k; 4Ob30/01t; 4Ob12/02x; 4Ob45/04b; 4Ob229/05p; 4Ob133/07y; 4Ob107/08a; 4Ob106/08d; 4Ob79/12i; 4Ob66/17k; 4Ob162/18d
Der wettbewerbsrechtliche Unterlassungsanspruch richtet sich grundsätzlich gegen den Störer, also gegen denjenigen, von dem die Beeinträchtigung ausgeht und auf dessen maßgeblichem Willen sie beruht.
Beisatz: Autobus-Sonderfahrt (T1)
Beisatz: Masseverwalter (T2)
Beisatz: Konkursverkauf III (T3)
Beisatz: Zusammenarbeit Arzt-Optiker (T4)
4 Ob 360/77
Entscheidungstext OGH 12.07.1977 4 Ob 360/77
Veröff: ÖBl 1978,43 (mit Anmerkung von Schönherr)
Beisatz: Kronenöl-Gewinnspiel, angekündigt in der Kronenzeitung. (T5)
Beisatz: Gilt auch für Unterlassungsanspruch nach § 5 ZugG - "Autobussonderfahrt und Zugabe". (T6)
Beisatz: Hier: Werbebüro (T7)
Veröff: ÖBl 1990,123
4 Ob 41/90
Entscheidungstext OGH 26.06.1990 4 Ob 41/90
Auch; Veröff: SZ 63/108
Vgl auch; Veröff: MR 1991,162 = RdW 1991,233 = ÖBl 1991,101 = WBl 1991,330
Beisatz: Und auch gegen jeden Dritten, der den Wettbewerbsverstoß eines anderen durch sein Verhalten gefördert oder überhaupt erst ermöglicht hat. (T8)
4 Ob 71/99s
Entscheidungstext OGH 27.04.1999 4 Ob 71/99s
Auch; Beis wie T8; Veröff: SZ 72/77
Auch; nur: Der wettbewerbsrechtliche Unterlassungsanspruch richtet sich grundsätzlich gegen den Störer. (T9)
Auch; nur T9; Beis wie T8
Beisatz: Die Passivlegitimation scheitert nicht daran, dass der Beklagte Arbeitnehmer ist. Die Handlungen von Betriebsangehörigen sind Wettbewerbshandlungen, wenn sie der Förderung des Wettbewerbs des Unternehmers dienen. Diese Personen können sich in Bezug auf ihre zivilrechtliche Haftung nicht darauf berufen, in fremdem Auftrag gehandelt zu haben, doch setzt ihre Verurteilung Wettbewerbsabsicht voraus. (T10)
4 Ob 45/04b
Entscheidungstext OGH 25.05.2004 4 Ob 45/04b
Auch; Beis wie T10 nur: Die Passivlegitimation scheitert nicht daran, dass der Beklagte Arbeitnehmer ist. (T11)
Beisatz: Ein Arbeitnehmer kann als Gehilfe für sein Verhalten wettbewerbsrechtlich verantwortlich werden, wenn in seiner Person alle haftungsbegründenden Tatbestandsmerkmale verwirklicht sind. (T12)
4 Ob 229/05p
Entscheidungstext OGH 29.11.2005 4 Ob 229/05p
Auch; Beis wie T11; Veröff: SZ 2007/120
ECLI:AT:OGH0002:1974:RS0079539
JJR_19741126_OGH0002_0040OB00339_7400000_003
Rechtssatz für 4Ob320/77 4Ob23/83 1Ob3...
RS0031781
4Ob320/77; 4Ob23/83; 1Ob36/89; 4Ob31/92; 4Ob84/92; 4Ob52/93; 4Ob59/93; 4Ob94/93; 4Ob132/93; 3Ob34/95; 6Ob2071/96v; 4Ob2250/96b; 4Ob2205/96k; 6Ob220/01y; 3Ob261/03h; 6Ob224/04s; 6Ob97/06t; 6Ob178/04a; 6Ob112/09b; 6Ob166/14a; 6Ob162/17t
Unter den Begriff des "Verbreitens" fällt jede Mitteilung einer Tatsache, mag sie im Einzelfall als eigene Überzeugung hingestellt werden oder als bloße Weitergabe einer fremden Behauptung auftreten.
Veröff: SZ 50/86 = EvBl 1978/38 S 121 = ÖBl 1978,3 (mit Anmerkung von Schönherr)
4 Ob 23/83
Entscheidungstext OGH 08.03.1983 4 Ob 23/83
nur: Unter den Begriff des "Verbreitens" fällt jede Mitteilung einer Tatsache. (T1) Beisatz: Auch wenn diese nur an eine einzige Person weitergegeben wird. (T2) Veröff: ÖBl 1983,142
Beisatz: Auch das "technische Verbreiten", etwa durch Zeitung, Rundfunk und Fernsehen wird grundsätzlich durch § 1330 ABGB erfaßt. (T3) Veröff: JBl 1991,796 = ÖBl 1991,161 = SZ 64/36
nur T1; Beisatz: Sowohl die Mitteilung eigener Überzeugung als auch die Weitergabe der Behauptung eines Dritten, ohne daß sich der Äußernde mit ihr identifiziert. (T4) Veröff: WBl 1992,377 = MR 1992,203
Auch; Veröff: MR 1992,250 (Korn) = ÖBl 1992,278 = WBl 1993,97
4 Ob 59/93
Entscheidungstext OGH 08.06.1993 4 Ob 59/93
Beis wie T3; Beis wie T4; Beisatz: Eine intellektuelle Beziehung des Verbreiters zum weitergegebenen Gedankeninhalt ist nicht erforderlich. (T5)
4 Ob 94/93
Entscheidungstext OGH 29.06.1993 4 Ob 94/93
4 Ob 132/93
Entscheidungstext OGH 21.09.1993 4 Ob 132/93
3 Ob 34/95
Entscheidungstext OGH 29.03.1995 3 Ob 34/95
Beis wie T4; Beisatz: Auch das bloße Weitergeben der kreditschädigenden Behauptung eines Dritten, ohne sich mit dessen Äußerung zu identifizieren, fällt unter § 1330 Abs 2 ABGB und § 7 Abs 1 UWG. (T6)
6 Ob 220/01y
Entscheidungstext OGH 18.10.2001 6 Ob 220/01y
3 Ob 261/03h
Entscheidungstext OGH 25.02.2004 3 Ob 261/03h
Auch; Beis wie T3; Beis ähnlich T4; Beis wie T5
6 Ob 178/04a
Entscheidungstext OGH 21.12.2006 6 Ob 178/04a
Auch; Beis ähnlich wie T3; Beis wie T4; Beis wie T5; Beisatz: Hier: Online-Gästebuch. (T7)
Auch; Beisatz: Gibt der Beklagte die Behauptung eines Dritten wieder, trifft ihn nicht nur die Beweislast hinsichtlich der wahrheitsgetreuen Wiedergabe der fremden Äußerungen, sondern auch hinsichtlich der Richtigkeit der - selbst in Vermutungsform - geäußerten Vorwürfe, weil unter Verbreiten jede Weitergabe fremder Behauptungen - auch wenn diese nur in Vermutungsform einen Tatverdacht aussprechen - anzusehen ist (6 Ob 2071/96v; 6 Ob 220/01y). (T8)
ECLI:AT:OGH0002:1977:RS0031781
JJR_19770614_OGH0002_0040OB00320_7700000_003
Rechtssatz für 1Ob743/79 1Ob689/81 5Ob...
RS0032494
1Ob743/79; 1Ob689/81; 5Ob702/82; 6Ob795/82; 5Ob518/83; 4Ob48/88; 1Ob2/91; 7Ob535/91; 1Ob15/91; 4Ob48/92; 8Ob589/91; 4Ob19/93; 4Ob134/94; 6Ob2018/96z; 4Ob2205/96k; 6Ob218/98x; 6Ob173/98d; 6Ob7/99v; 6Ob90/99z; 6Ob55/03m; 6Ob79/03s; 6Ob246/04a; 4Ob105/06d; 4Ob97/07d; 6Ob45/14g; 4Ob74/15h; 6Ob24/17y; 6Ob6/17a; 6Ob162/17t; 4Ob43/18d; 6Ob50/18y; 6Ob141/18f
Als Tatsachenmitteilungen gelten auch Verdächtigungen und abfällige Urteile, die auf entsprechende Tatsachen schließen lassen; es genügt, dass eine Äußerung, wenn auch nur mittelbar, eine abfällige Tatsachenmitteilung enthält, die objektiver Nachprüfung zugänglich ist. Der Begriff "Guerillas" hat einen so allgemein bekannten Inhalt, dass seine Gebrauch auf ein bestimmtes tatsächliches Verhalten - gesetzwidrige subversive Tätigkeit - schließen lässt.
Veröff: JBl 1980,4812 = ÖBl 1980,130
Entscheidungstext OGH 17.02.1982 1 Ob 689/81
nur: Als Tatsachenmitteilungen gelten auch Verdächtigungen und abfällige Urteile, die auf entsprechende Tatsachen schließen lassen. (T1); Beisatz: Kann einem Urteil entkommen werden, dass es von bestimmten Tatsachen ausgeht, liegt insoferne eine konkludente Tatsachenbehauptung vor. (T2)
5 Ob 702/82
Entscheidungstext OGH 28.09.1982 5 Ob 702/82
nur: Als Tatsachenmitteilungen gelten auch Verdächtigungen und abfällige Urteile, die auf entsprechende Tatsachen schließen lassen; es genügt, dass eine Äußerung, wenn auch nur mittelbar, eine abfällige Tatsachenmitteilung enthält, die objektiver Nachprüfung zugänglich ist. (T3) Beis wie T2
6 Ob 795/82
Entscheidungstext OGH 05.04.1984 6 Ob 795/82
nur T1; Beisatz: Wurde die Tatsachengrundlage bekanntgegeben, auf welcher die geäußerte Wertung (Meinung) beruhe, und war dem Fernsehzuschauer die Möglichkeit gegeben worden, sich ein Urteil über die Richtigkeit dieser Wertung zu bilden, liegen keine im Werturteil verdeckten Tatsachen vor. (T4) Veröff: ÖBl 1984,130
Vgl auch; nur T3; Veröff: SZ 61/193 = GRURInt 1989,326 = MR 1988,194
Auch; Veröff: MR 1991,146 (Korn)
1 Ob 15/91
Entscheidungstext OGH 05.06.1991 1 Ob 15/91
nur: Als Tatsachenmitteilungen gelten auch Verdächtigungen. (T5); Veröff: MR 1991,235 (Korn) = ÖBl 1992,136
Auch; nur T5; Beisatz: Unter § 1330 Abs 2 ABGB fällt jede Mitteilung, die dem anderen schaden kann, auch wenn sie in der Form einer Vermutung ausgesprochen wird. (T6); Veröff: MR 1992,105 = ÖBl 1992,218
nur T5; Beis wie T6; Veröff: SZ 69/113
Auch; nur T5; Beisatz: Auf die Form, in die sich die Behauptung kleidet, kommt es nicht an. So kann sich eine Behauptung bisweilen auch unter der bedingten Form - zum Beispiel jemand solle betrogen haben (RG GRUR 1929, 359) - verstecken. Eine Behauptung kann auch in der Form einer Frage aufgestellt oder verbreitet werden (JBl 1938, 78). (T7)
6 Ob 218/98x
Entscheidungstext OGH 10.09.1998 6 Ob 218/98x
Auch; nur T5; Beisatz: Die Haftung des Täters ist auch dann zu bejahen, wenn die ehrenrührige Äußerung in Verdachtsform oder Vermutungsform erfolgte. (T8)
nur T5; Beis wie T8
6 Ob 90/99z
Entscheidungstext OGH 24.06.1999 6 Ob 90/99z
Vgl; nur T1; Beisatz: Der Vorwurf des "Prellens" enthält bei der gebotenen ungünstigsten Auslegung in seinem Gesamtzusammenhang erkennbar die Tatsachenbehauptung, die Klägerin sei ihren Zahlungspflichten bewusst und in betrügerischer Absicht nicht nachgekommen, sie habe ihren Vertragspartner durch unlautere, strafrechtlich relevante Methoden übervorteilt, verbunden mit dem Hinweis, dies ergebe sich auch aus dem vorliegenden Schiedsgutachten. Dieser Vorwurf ist nicht nur kreditschädigend, sondern auch beleidigend im Sinn des § 1330 Abs 1 ABGB. Der Wahrheitsbeweis obliegt daher dem Beklagten. (T9)
nur T5; Beisatz: Der Ehrenschutz soll nicht durch geschickte Formulierungen des Täters verhindert werden. (T10)
Auch; nur T1; Beisatz: Hier: § 7 UWG. (T11)
Auch; Beisatz: Hier: Behauptung der Tatsache, Mitarbeiter der Klägerin hätten der Mutter des Beklagten durch Verabreichung eines überdosierten Beruhigungsmedikaments schweren körperlichen Schaden zugefügt. (T12)
Auch; Beis wie T7 nur: Eine Behauptung kann auch in der Form einer Frage aufgestellt oder verbreitet werden. (T13)
Vgl; Beis wie T13; Beisatz: Hier: Vorwurf, der Kläger habe sich als Chefredakteur und Herausgeber einer Tageszeitung durch die Anstellung seines Sohnes bei den ÖBB in seiner Berichterstattung beeinflussen lassen. (T14)
Vgl auch; nur T5; Beis wie T6
6 Ob 141/18f
Entscheidungstext OGH 26.09.2018 6 Ob 141/18f
ECLI:AT:OGH0002:1979:RS0032494
JJR_19791029_OGH0002_0010OB00743_7900000_001
Rechtssatz für 4Ob391/86 (4Ob392/86) 4O...
4Ob391/86 (4Ob392/86); 4Ob338/87; 4Ob598/87; 4Ob48/88; 4Ob2/89; 4Ob61/89; 4Ob162/89; 4Ob169/89; 4Ob11/90; 4Ob89/90; 4Ob112/90; 4Ob135/90; 6Ob671/90; 4Ob5/91; 4Ob10/92; 4Ob84/92; 4Ob104/92; 4Ob19/93; 4Ob139/94; 6Ob1009/95; 6Ob20/95; 6Ob24/95; 4Ob2115/96z; 4Ob2364/96t; 4Ob2205/96k; 4Ob197/97t; 6Ob218/98x; 6Ob7/99v; 6Ob25/99s; 1Ob117/99h; 4Ob336/99m; 6Ob47/02h; 6Ob142/03f; 6Ob235/02f; 6Ob114/05s; 6Ob295/03f; 4Ob105/06d; 4Ob166/06z; 4Ob97/07d; 4Ob43/18d
Auch; Veröff: WBl 1988,99 = MR 1988,84
nur: Der Begriff der "Tatsachenbehauptung" ist weit auszulegen. (T1) Veröff: MR 1988,11 = ÖBl 1989,80 = JBl 1988,174 = SZ 60/255
nur T1; Veröff: GRURInt 1989,326 = MR 1988,194 = SZ 61/193
nur T1; Beisatz: Hier: § 7 UWG (T2)
Beisatz: Unter einer Tatsachenbehauptung ist jede Äußerung über Vorgänge und Zustände objektiv nachprüfbaren Inhalts zu verstehen. (T3)
nur T1; Beisatz: Selbst Urteile, die nur auf entsprechende Tatsachen schließen lassen, gelten als Tatsachenmitteilung ("konkludente Tatsachenbehauptung"). (T4) Veröff: SZ 62/208 = MR 1990,66 = ÖBl 1990,253
nur T1; Beis wie T4; Veröff: SZ 63/2 = MR 1990,68 = ÖBl 1990,205
nur T1; Beis wie T4; Veröff: MR 1991,115 = ÖBl 1991,58
6 Ob 671/90
Entscheidungstext OGH 07.11.1990 6 Ob 671/90
nur T1; Veröff: WBl 1992,410
4 Ob 104/92
Entscheidungstext OGH 24.11.1992 4 Ob 104/92
nur T1; Beis wie T4; Veröff: MR 1993,14
6 Ob 1009/95
Entscheidungstext OGH 06.04.1995 6 Ob 1009/95
nur T1; Veröff: SZ 68/97
Auch; nur T1; Beisatz: Auf die Form, in die sich die Behauptung kleidet, kommt es nicht an. So kann sich eine Behauptung bisweilen auch unter der bedingten Form - zum Beispiel jemand solle betrogen haben (RG GRUR 1929, 359) - verstecken. Eine Behauptung kann auch in der Form einer Frage aufgestellt oder verbreitet werden (JBl 1938, 78). (T5)
Auch; nur T1; Beis wie T4; Beisatz: Wenn sie greifbare, einem Beweis zugängliche Vorgänge zum Gegenstand haben und von einem nicht unerheblichen Teil der angesprochenen Empfänger in diesem Sinn aufgefasst werden. Dass das Verhalten eines Dritten aufgrund eigener gedanklicher Tätigkeit interpretiert und einer wertenden Stellungnahme unterzogen wird, schließt daher das Vorliegen einer Tatsachenmitteilung noch nicht aus. (T6)
Auch; nur: Als Tatsachenmitteilungen gelten auch Verdächtigungen. (T7); Beisatz: Die Haftung des Täters ist auch dann zu bejahen, wenn die ehrenrührige Äußerung in Verdachtsform oder Vermutungsform erfolgte. (T8)
Auch; nur T7; Beis wie T8 nur: Die Haftung des Täters ist zu bejahen, wenn die ehrenrührige Äußerung in Vermutungsform erfolgte. (T9)
nur T1; Beisatz: Auch wertende Äußerungen können unter § 1330 Abs 2 ABGB fallen, wenn sie als sogenannte "konkludente" Tatsachenbehauptungen auf entsprechende Tatsachen schließen lassen, greifbare, einem Beweis zugängliche Vorgänge zum Gegenstand haben und von einem nicht unerheblichen Teil der angesprochenen Empfänger in diesem Sinn aufgefasst werden. (T10)
nur T1; Beis wie T4 nur: Selbst Urteile, die nur auf entsprechende Tatsachen schließen lassen, gelten als Tatsachenmitteilung. (T11)
Entscheidungstext OGH 10.07.2003 6 Ob 142/03f
Auch; Beis wie T6 nur: Dass das Verhalten eines Dritten aufgrund eigener gedanklicher Tätigkeit interpretiert und einer wertenden Stellungnahme unterzogen wird, schließt daher das Vorliegen einer Tatsachenmitteilung noch nicht aus. (T12)
6 Ob 235/02f
Entscheidungstext OGH 29.01.2004 6 Ob 235/02f
Vgl auch; Beisatz: Der Vorwurf, jemand sei an einem Ereignis (einer Entwicklung) „schuld", beinhaltet nicht immer eine (wahre oder unwahre) Tatsachenbehauptung. Hier: Der Vorwurf ist ein (kritisierendes) Werturteil, wenn er erst aufgrund einer Denktätigkeit gewonnen wird und die rein subjektive Meinung des Erklärenden wiedergibt. (T13)
Auch; Beisatz: Die Unrichtigkeit einer Tatsachenbehauptung kann sich auch aus einer Unvollständigkeit des bekanntgegebenen Sachverhalts ergeben, die das dem Betroffenen vorgeworfene Verhalten in einem ganz anderen Licht erscheinen lässt. (T14)
Auch; Beisatz: Je weniger die zu beurteilende Rechtsfolgenbehauptung nicht einfach aus dem Gesetz abzulesen ist, sondern auf einem Vorgang der persönlichen Erkenntnisgewinnung beruht, je eingehender die Grundlagen dieses Erkenntnisprozesses dargestellt werden, und je deutlicher zum Ausdruck kommt, dass eine subjektive Überzeugung im geistigen Meinungsstreit vertreten wird, um so eher wird ein reines Werturteil vorliegen. (T15)
nur T1; nur T7; Beis wie T15
ECLI:AT:OGH0002:1987:RS0031675
JJR_19870519_OGH0002_0040OB00391_8600000_001
RS0078047
4Ob162/89; 4Ob169/89; 4Ob36/91; 4Ob57/92; 4Ob21/94; 4Ob2205/96k; 4Ob56/97g; 4Ob317/98s; 4Ob73/00i; 4Ob301/02x; 4Ob91/03s; 4Ob3/05b; 4Ob166/07a; 4Ob12/18w
Da § 7 UWG die Herabsetzung eines Unternehmens durch wahre Behauptungen nicht erfasst, kann sie auch nach § 1 UWG nicht grundsätzlich verboten sein; es bedarf hier vielmehr einer Interessenabwägung. Eine wahrheitsgemäße geschäftsschädigende Behauptung ist demnach (nur) dann zulässig, wenn Wettbewerber einen hinreichenden Anlass hat, den eigenen Wettbewerb mit der Herabsetzung des Mitbewerbers zu verbinden, und sich die Kritik nach Art und Maß im Rahmen des Erforderlichen hält. Eine unsachliche oder unnötige Herabsetzung der Leistungen eines Mitbewerbers ist demnach sittenwidrig; ebenso verstößt es gegen die guten Sitten, wenn wettbewerbsfremde Tatsachen, insbesondere solche, die zum Gegenstand des Wettbewerbs in keiner Beziehung stehen, über einen Mitbewerber verbreitet, oder nicht konkretisierte Pauschalverdächtigungen sowie grobe Beschimpfungen geäußert werden.
Veröff: SZ 63/2 = MR 1990,68
Veröff: ÖBl 1992,106 = WBl 1992,409
Auch; nur: Eine wahrheitsgemäße geschäftsschädigende Behauptung ist demnach (nur) dann zulässig, wenn Wettbewerber einen hinreichenden Anlass hat, den eigenen Wettbewerb mit der Herabsetzung des Mitbewerbers zu verbinden, und sich die Kritik nach Art und Maß im Rahmen des Erforderlichen hält. (T1); Beisatz: Hier: "Schwarzhörer willkommen". (T2)
4 Ob 317/98s
Entscheidungstext OGH 24.11.1998 4 Ob 317/98s
Auch; nur: Eine wahrheitsgemäße geschäftsschädigende Behauptung ist demnach (nur) dann zulässig, wenn Wettbewerber einen hinreichenden Anlass hat, den eigenen Wettbewerb mit der Herabsetzung des Mitbewerbers zu verbinden, und sich die Kritik nach Art und Maß im Rahmen des Erforderlichen hält. Eine unsachliche oder unnötige Herabsetzung der Leistungen eines Mitbewerbers ist demnach sittenwidrig. (T3)
4 Ob 73/00i
Entscheidungstext OGH 21.03.2000 4 Ob 73/00i
4 Ob 301/02x
Entscheidungstext OGH 18.02.2003 4 Ob 301/02x
Vgl auch; Beisatz: Die Herabsetzung eines Mitbewerbers durch wahre Behauptungen ist grundsätzlich nicht verboten; ihre Unzulässigkeit kann sich jedoch aufgrund einer Interessenabwägung ergeben. (T4)
4 Ob 91/03s
Entscheidungstext OGH 20.05.2003 4 Ob 91/03s
4 Ob 3/05b
Entscheidungstext OGH 26.04.2005 4 Ob 3/05b
Vgl auch; Beisatz: Unvollständige Äußerungen, die einen unrichtigen Gesamteindruck hervorrufen, sind auch dann unwahr iSd § 7 UWG, wenn sie isoliert gesehen zutreffen. (T5)
Auch; Beisatz: Bei der Interessenabwägung ist insbesondere zu berücksichtigen, wie lange das behauptete Fehlverhalten zurückliegt, ob die betroffenen Kreise darüber - etwa durch eine gerichtlich angeordnete Urteilsveröffentlichung - bereits informierte wurden und ob sich der Mitbewerber seitdem wohlverhalten hat. (T6)
ECLI:AT:OGH0002:1989:RS0078047
JJR_19891219_OGH0002_0040OB00162_8900000_002
Rechtssatz für 4Ob109/92 4Ob59/93 4Ob9...
RS0031901
4Ob109/92; 4Ob59/93; 4Ob94/93; 6Ob2010/96y; 4Ob2205/96k; 6Ob125/97v; 6Ob2383/96a; 6Ob153/97m; 8Ob174/97i; 6Ob232/97d; 6Ob305/98s; 6Ob337/99y; 6Ob307/00s; 6Ob51/01w; 6Ob45/01p; 6Ob14/03g; 6Ob84/06f; 6Ob97/06t; 6Ob258/11a; 6Ob196/12k
Ansprüche aus § 1330 ABGB richten sich aber nicht nur gegen den unmittelbaren Täter - also gegen jene Person, von der die Beeinträchtigung ausgeht -, sondern auch gegen den Mittäter, den Anstifter und den Gehilfen des eigentlichen Störers, welche den Täter bewusst fördern.
Veröff: MR 1993,57 = EvBl 1993/160 S 656
Ähnlich; Beisatz: Hier: Verleger (T1)
6 Ob 125/97v
Entscheidungstext OGH 12.05.1997 6 Ob 125/97v
6 Ob 2383/96a
Entscheidungstext OGH 19.06.1997 6 Ob 2383/96a
6 Ob 153/97m
Entscheidungstext OGH 17.07.1997 6 Ob 153/97m
Veröff: SZ 70/150
6 Ob 232/97d
Entscheidungstext OGH 29.10.1997 6 Ob 232/97d
6 Ob 337/99y
Entscheidungstext OGH 30.08.2000 6 Ob 337/99y
Vgl auch; Beisatz: Hier: Die Verwendung der "Wir-Form" und die Anbringung des eigenen Namens neben der Firma der Gesellschaft am Ende des Schreibens mehr als deutlich, dass sich der Schädiger auch persönlich mit dem Inhalt identifizierte. Er war diejenige Person, die die Behauptungen aufstellte und auf deren maßgeblichen Willen sie beruhten. Am tatbildmäßigen Verhalten und an der unmittelbaren Täterschaft des Schädigers kann daher kein Zweifel bestehen, auch wenn er dieses namens der von ihm repräsentierten Gesellschaft und zu deren Schutz und in deren Interesse verfasste. (T2)
6 Ob 307/00s
Entscheidungstext OGH 22.02.2001 6 Ob 307/00s
Auch; Beisatz: Wer einem Dritten zu Zwecken der Verbreitung "in jeder möglichen Form und in jedem möglichen Medium" Informationen zur Verfügung stellt, die von dem Dritten in der Folge in eine Homepage beziehungsweise in deren Unterverzeichnisse aufgenommen werden, hat an deren Verbreitung im Internet mitgewirkt und muss diese gegen sich gelten lassen, ohne dass es darauf ankäme, ob er auf die inhaltliche Gestaltung der Homepage und deren Unterverzeichnisse Einfluss nehmen konnte. (T3)
Vgl auch; Beisatz: Hier: Medieninhaber. (T4)
6 Ob 45/01p
Entscheidungstext OGH 15.03.2001 6 Ob 45/01p
Beisatz: Der Mandant kann für in seinem Namen getätigte ehrenbeleidigende Äußerungen seines Rechtsanwalts nicht nach § 1330 ABGB verantwortlich gemacht werden, wenn die Äußerungen vollmachtslos erfolgten oder die erteilte Vollmacht überschritten wurde. (T5)
Vgl; Beisatz: Hier: Durch die Verwendung der „Wir-Form" ist derjenige, der die Sachverhaltsdarstellung mitunterfertigt, unmittelbarer Täter. (T6)
Vgl; Beisatz: Hat ein Rechtsanwalt bei namens seines Klienten abgegebenen Erklärungen den Vollmachtsrahmen nicht überschritten, muss der Mandant für die Äußerungen seines Vertreters dann einstehen, wenn er diesen durch Übermittlung der entsprechenden Tatsachen dazu angeleitet hat. (T7); Beis wie T5
ECLI:AT:OGH0002:1992:RS0031901
JJR_19921215_OGH0002_0040OB00109_9200000_003

References: §14
 OGH 
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 § 12
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 § 5
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 § 5
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 § 76
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 OGH 
 OGH 
 § 5
 OGH 
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 § 1330
 OGH 
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 § 1330
 § 7
 OGH 
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 OGH 
 § 1330
 OGH 
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 § 1330
 § 7
 OGH 
 § 7
 OGH 
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 § 1330
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 § 7
 § 1
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 OGH 
 § 7
 § 1330
 OGH 
 OGH 
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 § 1330