Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=BStBl%202015%20II%20S.%20670
Timestamp: 2019-03-18 16:42:47+00:00

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BFH, 18.12.2014 - VI R 75/13 - dejure.org
§ 173 Abs. ... 1 Satz 1 Nr. 1 der Abgabenordnung (AO), § 173 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 AO, § 126 Abs. 3 Satz 1 Nr. 2 der Finanzgerichtsordnung, § 8 Abs. 2 Satz 1 des Einkommensteuergesetzes (EStG), § 8 Abs. 2 Sätze 2 bis 5 EStG, § 19 EStG, § 6 Abs. 1 Nr. 4 Satz 2 EStG, § 8 Abs. 2 Satz 2 EStG, § 8 Abs. 2 Satz 3 EStG, § 9 Abs. 1 Satz 3 Nr. 7 EStG, § 7 Abs. 1 EStG, § 7 Abs. 1 Satz 1 EStG, § 6 EStG, § 143 Abs. 2 FGO
§ 19 EStG 2002, § 8 Abs 2 S 1 EStG 2002, § 8 Abs 2 S 2 EStG 2002, § 8 Abs 2 S 3 EStG 2002, § 8 Abs 2 S 4 EStG 2002
Der vom Arbeitgeber geleasten PKW - und seine Zurechnung beim Arbeitnehmer
Arbeitsrecht - Zurechnung eines von einem Arbeitgeber geleasten PKW beim Arbeitnehmer
Zur Zurechnung eines von einem Arbeitgeber geleasten Pkw beim Arbeitnehmer
Zurechnung eines geleasten PKW beim Arbeitnehmer oder Arbeitgeber
Zurechnung eines von einem Arbeitgeber geleasten PKW beim Arbeitnehmer - Bewertung des geldwerten Vorteils
Überlassung von Leasingfahrzeugen
Die Überlassung von Fahrrädern
Kurznachricht zu "Zurechnung eines von einem Arbeitgeber geleasten Pkw beim Arbeitnehmer" von Dr. Stephan Geserich, original erschienen in: NWB 2015, 1367 - 1368.
Kurznachricht zu "Zurechnung eines vom Arbeitgeber geleasten Kfz beim Arbeitnehmer" von Dipl.-Kfm. Lukas Hubert, original erschienen in: BBK 2015, 499 - 505.
Kurznachricht zu "Zurechnung eines von einem Arbeitgeber geleasten PKW beim Arbeitnehmer - Anmerkung zum Urteil des BFH vom 18.12.2014" von Dipl.-Kfm. Lukas Hubert, original erschienen in: BB 2015, 1634 - 1636.
Kurznachricht zu "Die Fahrzeugüberlassung im Rahmen der "Barlohnumwandlung"" von Roland Wehl, original erschienen in: NWB 2016, 1874 - 1880.
Kurznachricht zu "Rechtsprechung zum "Behördenleasing": Folgen für Firmenwagen-Leasing?" von Dr. Monika Wünnemann, original erschienen in: NWB 2016, 548 - 555.
FG München, 26.10.2015 - 7 K 1152/15
NV: Ist ein vom Arbeitgeber geleastes Fahrzeug dem Arbeitnehmer zuzurechnen, ist ein möglicher, aus dem Arbeitsverhältnis resultierender Vorteil nicht nach § 8 Abs. 2 Sätze 2 bis 5 EStG, sondern nach den allgemeinen Grundsätzen zu bewerten (vgl. BFH-Urteil vom 18.12.2014 VI R 75/13).
Sie beruft sich vielmehr allein darauf, die Frage sei höchstrichterlich --insbesondere durch das Senatsurteil vom 18. Dezember 2014 VI R 75/13 (BFHE 248, 336, BStBl II 2015, 670)-- noch nicht geklärt.
Zu dem Senatsurteil in BFHE 248, 336, BStBl II 2015, 670 führt die Klägerin lediglich aus, dies besage zwar, dass im Fall der Feststellung eines nicht betrieblich genutzten Kfz mögliche, aus dem Arbeitsverhältnis resultierende Vorteile nicht nach der speziellen Bewertungsnorm des § 8 Abs. 2 Satz 2 des Einkommensteuergesetzes in der in den Streitjahren geltenden Fassung (EStG), sondern nach den allgemeinen Grundsätzen, wie sie entsprechend der ständigen Senatsrechtsprechung etwa für die Erfassung von Rabatten gelten, zu bewerten seien.
cc) Der Senat weist im Übrigen darauf hin, dass nach seinen Ausführungen in BFHE 248, 336, BStBl II 2015, 670 für die --vom Finanzgericht (FG) im zweiten Rechtsgang bejahte und von der Klägerin nicht mit Verfahrensrügen angegriffene-- Zurechnung des Fahrzeugs an den Arbeitnehmer ein möglicher, aus dem Arbeitsverhältnis resultierender Vorteil nicht nach der speziellen Bewertungsnorm des § 8 Abs. 2 Sätze 2 bis 5 EStG, sondern nach den allgemeinen Grundsätzen zu bewerten ist.
Urteil vom 14. Oktober 2009 3 K 12356/06, Entscheidungen der Finanzgerichte -EFG- 2010, 232 m. Anm. Wüllenkemper; Wüllenkemper, Deutsche Steuerzeitung -DStZ- 2004, 796, jeweils m. w. N. sowie BFH-Urteil vom 18. Dezember 2014 VI R 75/13, BStBl. II 2015, 670).
Steht der Vorteil dem Grunde nach fest, ist dieser nach § 8 Abs. 2 Sätze 2 bis 5 EStG i.V.m. § 6 Abs. 1 Nr. 4 Satz 2 EStG entweder mit der 1 %-Regelung oder mit der Fahrtenbuchmethode zu bewerten (Senatsurteile in BFHE 241, 167, BStBl II 2013, 700, und vom 18. Dezember 2014 VI R 75/13, BFHE 248, 336, BStBl II 2015, 670).
Nach der Entscheidung des BFH vom 18. Dezember 2014 (VI R 75/13) sei ein PKW dem Arbeitnehmer zuzuordnen, wenn er alle Verpflichtungen, Lasten und Gefahren aus dem PKW-Leasingvertrag und seiner Beendigung trage.
Auch die vom BFH im Urteil vom 18. Dezember 2014 (VI R 75/13, BStBl. II 2015, 670) aufgestellten Grundsätze führen - entgegen der Auffassung der Kläger - zu keiner anderen Entscheidung.
Der BFH hat im Urteil vom 18. Dezember 2014 (VI R 75/13, BStBl. II 2015, 670) entschieden, dass die Überlassung eines betrieblichen PKW durch den Arbeitgeber an den Arbeitnehmer für dessen Privatnutzung zu einer Bereicherung des Arbeitnehmers und damit zu Lohnzufluss (§ 19 EStG) führt (ständige Rechtsprechung; vgl. BFH-Urteile vom 20. März 2014 VI R 35/12, BFHE 245, 192, BStBl. II 2014, 643; vom 13. Dezember 2012 VI R 51/11, BFHE 240, 69, BStBl. II 2013, 385; vom 21. März 2013 VI R 31/10, BFHE 241, 167, BStBl. II 2013, 700; VI R 42/12, BFHE 241, 180, BStBl. II 2013, 918; vom 6. Oktober 2011 VI R 56/10, BFHE 235, 383, BStBl. II 2012, 362).
Steht der Vorteil dem Grunde nach fest, ist dieser nach § 8 Abs. 2 Sätze 2 bis 5 EStG i.V.m. § 6 Abs. 1 Nr. 4 Satz 2 EStG entweder mit der 1%-Regelung oder mit der Fahrtenbuchmethode zu bewerten (BFH-Urteile in BStBl II 2013, 700 und vom 18. Dezember 2014 VI R 75/13, BStBl II 2015, 670).
Diese gesetzlich zwingende Bewertungsregelung nach der 1%-Methode kann insbesondere auch nicht durch die Zahlung eines Nutzungsentgelts vermieden werden kann, selbst wenn dieses als angemessen anzusehen ist (BFH, Urteil vom 7.11.2006 VI R 95/04, BStBl II 2007, 269 und vom 18.12.2014 VI R 75/13, BStBl II 2015, 670).

References: § 173
 § 173
 § 126
 § 8
 § 8
 § 19
 § 6
 § 8
 § 8
 § 9
 § 7
 § 7
 § 6
 § 143

§ 19
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 § 6
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