Source: https://www.stadtwerke-schoenebeck.de/geschaeftskunden/service/umlagen-abgaben-steuern/
Timestamp: 2019-12-11 06:43:21+00:00

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Umlagen, Abgaben und Steuern | Stadtwerke Schönebeck GmbH
Gut zu wissen! Tipps für Geschäfts- und Industriekunden
Hier erhalten Sie eine Übersicht aller aktuellen Umlagen, Abgaben und Steuern
Ihr Strompreis setzt sich aus unterschiedlichen Kostenbestandteilen zusammen. Der Energiepreis selbst nimmt inzwischen nur noch eine sehr kleine Rolle ein. Die Kostenbestandteile wie Netznutzungs- und Messentgelte, Umlagen, Abgaben und Steuern beeinflussen die Stromkosten für Sie hingegen massiv. Der Gesetzgeber hat verschiedene Möglichkeiten geschaffen, um Industriekunden zu entlasten. Wir haben diese für Sie auf einen Blick zusammengefasst.
Zusammensetzung der Stromkosten in 2020 am Beispiel eines mittelständischen Industrieunternehmens mit registrierender Leistungsmessung.
Strompreis beeinflussende Umlagen, Abgaben und Steuern im Überblick:
⇲ EEG-Umlage
Die EEG-Umlage dient zur Förderung der Erzeugung von Strom aus erneuerbaren Energien. Die EEG-Umlage beträgt im Jahr 2020 6,756 ct/kWh (netto). Im Jahr 2019 betrug die EEG-Umlage 6,405 ct/kWh (netto). Gemäß der besonderen Ausgleichsregelung nach §§ 63 ff. EEG 2017 können stromintensive Unternehmen des produzierenden Gewerbes und der schienengebundene Verkehr unter bestimmten Voraussetzungen eine Begrenzung der EEG-Umlage beantragen.
Was regelt das EEG?
Mit der Energiewende wurde der Ausbau der erneuerbaren Energien zu einer tragenden Säule. Die deutsche Politik verfolgt mit Hilfe des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG 2017) das Ziel, den Anteil erneuerbarer Energien an der Stromversorgung auf 40 bis 45 Prozent bis zum Jahr 2025, 55 bis 60 Prozent bis zum Jahr 2035 und mindestens 80 Prozent bis zum Jahr 2050 zu erhöhen.
Hierbei regelt das EEG insbesondere den Anschluss- und Einspeisevorrang für Strom aus erneuerbaren Energien, die Vergütungssätze und die Verteilung der Förderkosten auf die Stromverbraucher durch die EEG-Umlage.
Den Ausbau erneuerbarer Energien zur Stromerzeugung fördert der Gesetzgeber durch garantierte Vergütungen. Diese Vergütungszahlungen sind zumeist höher als der an der Strombörse zu erzielende Energiepreis. Folglich werden die Mehrkosten gemäß EEG auf die Stromverbraucher umgelegt. Alle Energieversorgungsunternehmen sind dazu verpflichtet, die EEG-Umlage mit der Rechnungslegung gegenüber ihren Kunden zu berücksichtigen. Somit leisten alle Stromverbraucher einen Beitrag zur Förderung regenerativer Energien.
Gemäß der Besonderen Ausgleichsregelung BesAR nach §§ 63 ff. EEG 2017 können stromintensive Unternehmen des produzierenden Gewerbes und auch der schienengebundene Verkehr unter bestimmten Voraussetzungen eine Begrenzung der EEG-Umlage beantragen. Voraussetzung ist, dass das Verhältnis der maßgeblichen Stromkosten zum arithmetischen Mittel der Bruttowertschöpfung des Unternehmens in den letzten drei abgeschlossenen Geschäftsjahren (Stromkostenintensität SKI) mehr als 14 %, 17 % bzw. 20 % betragen hat und das Unternehmen ein zertifiziertes Energie- oder Umweltmanagementsystem betreibt und gemäß Anlage 4 EEG 2017 der Liste 1 oder 2 zugeordnet ist. Für Schienenbahnen kann die EEG-Umlage auf 20 % begrenzt werden (§ 65 EEG 2017).
Anträge für die Begrenzung der EEG-Umlage für das nächste Jahr müssen bis 30.06. (materielle Ausschlussfrist) beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) gestellt werden. Die Antragstellung ist ausschließlich online über das Portal ELAN-K2 bei der BAFA möglich. Um an diesem Verfahren zur Nutzung des Online-Portals teilzunehmen, müssen sich antragstellende Unternehmen bei der BAFA registrieren. Die Begrenzung ist immer für ein Jahr gültig.
Letztverbraucher mit Begrenzungsbescheid nach BesAR (EEG)
EEG-Umlage ab 1.000.001 kWh/a keine auf 15 % netto
der unbegrenzten EEG-Umlage auf 20 % netto
der unbegrenzten EEG-Umlage maximal
4 % bzw. 0,5 % der Bruttowertschöpfung auf mindestens
0,1 bzw. 0,053 ct/kWh (netto)
EEG-Umlage bis 1.000.000 kWh/a 6,756 ct/kWh (netto) 6,756 ct/kWh (netto) 6,756 ct/kWh (netto) 6,756 ct/kWh (netto) 6,756 ct/kWh (netto)
Bedingung Liste 12: SKI1 > 17 %
Liste 22: SKI1 > 20 % Liste 12: SKI1
> 14 % und < 17 % 4 %: SKI1 < 20 %
0,5 %: SKI1 > 20 % siehe Erläuterung unter 3
1 SKI: Verhältnis der maßgeblichen Stromkosten zum arithmetischen MIttel der Bruttowertschöpfung des Unternehmens in den letzten drei abgeschlossenen Geschäftsjahren
2 Gemäß Anlage 4 EEG 2017. Dort sind stromkosten- und handelsintensive Branchen den jeweiligen Listen 1 und 2 zugeordnet.
3 Verbrauchsstellen, an denen das Unternehmen einer Branche mit der laufenden Nummer 130, 131 oder 132 nach Anlage 3 EEG zuzuordnen ist.
Im Folgenden haben wir Links und Dokumente mit weiteren Informationen für Sie zusammengestellt:
Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG 2017) (www.gesetze-im-internet.de)
Verordnung zum EEG-Ausgleichsmechanismus (www.gesetze-im-internet.de)
Berechnungen zur EEG-Umlage sowie weitere Informationen der Übertragungsnetzbetreiber (www.netztransparenz.de)
Gesetz für den Ausbau erneuerbarer Energien - Anlage 4 (www.gesetze-im-internet.de)
Informationen des Bundesamts für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle sowie Zugang zum Online Portal (www.bafa.de)
Statistisches Bundesamt - Ermittlung der Bruttowertschöpfung (PDF, 328 kB)
⇲ KWKG-Umlage
Um die Effizienz im Bereich der Strom- und Wärmeerzeugung zu steigern, wird der Ausbau von Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) insbesondere durch das Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz (KWKG) unterstützt und verfolgt damit das Ziel, den Anteil von KWK-Strom an der Stromerzeugung zu steigern. Die Förderung (bzw. Vergütung), die die Betreiber von testierten KWK-Anlagen erhalten, wird auf alle Letztverbraucher umgelegt.
Zu beachten ist, dass Privilegierungen bei der KWKG-Umlage mit der Novellierung des KWKG an die Besonderen Ausgleichsregelungen (BesAR) bei der EEG-Umlage angeglichen wurden und auch an die gleichen Voraussetzungen gekoppelt sind. Für 2021 können Unternehmen bis 30.06. online Anträge beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) für die Begrenzung der KWKG-Umlage stellen.
Die bisherigen privilegierten Letztverbrauchergruppen B und C entfallen ab 2019. Ebenso enden die Umgangsregelungen. Eine reduzierte KWKG-Umlage gibt es grundsätzlich nur noch für Letztverbrauchergruppen nach §§27 bis 27c KWKG, d.h. für stromkostenintensive Unternehmen, Kuppelgasanlagen, Stromspeicher sowie Schienenbahnen. Ab dem 01.01.2020 beträgt die KWK-Umlage 0,226 ct/kWh (netto). Im Jahr 2019 betrug die KWK-Umlage 0,280 ct/kWh.
Privilegierungen bei der KWK-Umlage:
KWKG-Umlage ab 1.000.001 kWh/a keine auf 15 % netto
der unbegrenzten KWKG-Umlage auf 20 % netto
der unbegrenzten KWKG-Umlage maximal
0,03 ct/kWh (netto)
KWKG-Umlage bis 1.000.000 kWh/a 0,226 ct/kWh (netto) 0,226 ct/kWh (netto) 0,226 ct/kWh (netto) 0,226 ct/kWh (netto) 0,226 ct/kWh (netto)
0,5 %: SKI1 > 20 %
Im Folgenden haben wir Links mit weiteren Informationen für Sie zusammengestellt:
Anlage 4 - Stromkosten- oder handelsintensive Branchen (www.gesetze-im-internet.de)
Gesetz für die Erhaltung, die Modernisierung und den Ausbau der Kraft-Wärme-Kopplung (www.gesetze-im-internet.de)
Berechnungen zur KWKG-Umlage sowie weitere Informationen der Übertragungsnetzbetreiber (www.netztransparenz.de)
Besondere Ausgleichsregelung (www.bafa.de)
⇲ § 19 StromNEV-Umlage
Mit der § 19 StromNEV-Umlage wird die Entlastung stromintensiver Unternehmen von den Netzentgelten finanziert. Die Übertragungsnetzbetreiber sind verpflichtet, entgangene Erlöse, die aus individuellen Netzentgelten resultieren, nachgelagerten Betreibern von Elektrizitätsverteilernetzen zu erstatten. Die Übertragungsnetzbetreiber haben diese Zahlungen sowie eigene entgangene Erlöse untereinander auszugleichen.
Die aus den Entlastungen der StromNEV entstehenden Kosten werden bundesweit an alle Letztverbraucher weitergegeben. In 2019 betrug die Umlage 0,305 ct/kWh für die Letztverbrauchergruppe A. Für 2020 beträgt sie je Letztverbrauchergruppe:
Letztverbrauchergruppe A*
Letztverbrauchergruppe B*
Letztverbrauchergruppe C*
0,358 ct/kWh (netto) 0,050 ct/kWh (netto) 0,025 ct/kWh (netto)
Letztverbraucher zahlen 0,358 ct/kWh (netto) für die jeweils ersten 1.000.000 kWh je Verbrauchsstelle .
*Letztverbrauchergruppe B
Letztverbraucher, deren Jahresverbrauch an einer Verbrauchsstelle 1.000.000 kWh übersteigt, zahlen zusätzlich für über 1.000.000 kWh hinausgehende Strombezüge eine maximale § 19 StromNEV-Umlage von 0,050 ct/kWh (netto).
*Letztverbrauchergruppe C
Für Unternehmen des produzierenden Gewerbes, des schienengebundenen Verkehrs oder Eisenbahninfrastrukturunternehmen ist es möglich, für Mengen größer 1.000.000 kWh/a eine reduzierte § 19 StromNEV-Umlage zu beantragen. Voraussetzung dafür ist die Einordnung in die Letztverbrauchergruppe C. Durch einen Wirtschaftsprüfer oder einen vereidigten Buchprüfer können sich Unternehmen die Letztverbrauchergruppe C, für die § 19 StromNEV-Umlage auf Basis des Vorjahres zertifizieren lassen. Dieses Testat ist für die § 19 StromNEV-Umlage für das laufende Kalenderjahr gültig. Bis 31.03. des Jahres muss das Wirtschaftsprüfertestat an Ihren örtlichen Netzbetreiber gesandt werden. Nach Prüfung durch den Netzbetreiber erhalten die Unternehmen den ermäßigten Satz gemäß Letztverbrauchergruppe C von 0,025 ct/kWh (netto) für die § 19 StromNEV-Umlage.
Verordnung über die Entgelte für den Zugang zu Elektrizitätsversorgungsnetzen (www.gesetze-im-internet.de)
Umlage nach §19 Abs. 2 StromNEV (www.netztransparenz.de)
Berechnungen zur §19 StromNEV-Umlage sowie weitere Informationen der Übertragungsnetzbetreiber (www.netztransparenz.de)
⇲ Offshore-Netzumlage (ehemals Offshore-Haftungsumlage)
Über die Offshore-Umlage werden ab 2019 nicht mehr nur die Offshore-Haftungskosten (bislang Offshore-Haftungsumlage), sondern auch die Netzanbindungskosten für Offshore-Anlagen an die Letztverbraucher weitergereicht. Die Offshore-Netzumlage beträgt seit dem 01.01.2019 0,416 ct/kWh (netto). Für das Jahr 2020 ergeben sich bei der Offshore-Netzumlage keine Veränderungen. Die Höhe der Umlage bleibt wie im Jahr 2019 unverändert.
Diese Änderung sowie auch die Umstellung auf das Privilegierungssystem der KWK-Umlage nach dem KWKG 2017 und damit die Abschaffung von Letztverbraucherkategorien B und C ab dem Jahr 2019 erfolgte bereits durch das Netzentgeltmodernisierungsgesetz (NEMoG). Stromkostenintensive Unternehmen und andere, die nicht eine der Privilegierungen nach den §§ 27 bis 27c KWKG 2017 nutzen können (etwa Anlagen zur Verstromung von Kuppelgasen, Stromspeicher sowie Schienenbahnen), müssen ab 2019 unabhängig von ihrem Jahresstromverbrauch die volle Offshore-Umlage zahlen. Eine Übergangsregelung, wie etwa die Verdopplungsgrenze bei der Umstellung des KWK-Privilegierungssystems, ist nicht vorgesehen.
Privilegierungen bei der Offshore-Netzumlage:
Offshore-Netzumlage ab 1.000.001 kWh/a keine auf 15 % (netto)
der unbegrenzten Offshore-Netzumlage auf 20 % (netto)
der unbegrenzten Offshore-Netzumlage maximal
0,03 ct/kWh (netto
Offshore-Netzumlage bis 1.000.000 kWh/a 0,416 ct/kWh (netto) 0,416 ct/kWh (netto) 0,416 ct/kWh (netto) 0,416 ct/kWh (netto) 0,416 ct/kWh (netto)
Gesetz über die Elektrizitäts- und Gasversorgung (www.gesetze-im-internet.de)
Offshore-Netzumlage für 2018 nach § 17f EnWG (www.netztransparenz.de)
⇲ Abschaltbare Lasten-Umlage (AbLaV-Umlage)
Mit der Abschaltbare Lasten-Umlage nach § 18 AbLaV (Verordnung zu abschaltbaren Lasten) sollen bestimmte Großverbraucher, die Leistungen zur kurzfristigen Abschaltung vorhalten, eine Vergütung von den Übertragungsnetzbetreibern (ÜNB) erhalten. D. h. Unternehmen sollen dafür entschädigt werden, dass sie zu Spitzenzeiten ihre Stromnachfrage drosseln oder komplett vom Netz gehen. Im Gegenzug wird den Stromverbrauchern für das Abschalten eine Entschädigung von den Übertragungsnetzbetreibern (ÜNB) gezahlt. Die dabei entstehenden Kosten haben die Übertragungsnetzbetreiber über eine finanzielle Verrechnung monatlich untereinander auszugleichen. Die bei den ÜNB angefallenen Kosten werden mit der Abschalt-Umlage auf alle Letztverbraucher gewälzt. Für 2020 beträgt die AbLaV-Umlage 0,007 ct/kWh (netto).
Im Folgenden Link haben wir weitere Informationen für Sie zusammengestellt:
Abschaltbare Lasten-Umlage (www.netztransparenz.de)
⇲ Konzessionsabgabe
Netzbetreiber müssen an die Gemeinden eine Konzessionsabgabe (KA) abführen.
Die Konzessionsabgabe ist eine Gegenleistung für die Benutzung der öffentlichen Straßen und Wege der Gemeinde zur Verlegung von Strom- und Gasleitungen. Die Höhe der Konzessionsabgabe ist in der Konzessionsabgabenverordnung (KAV) geregelt.
Bei der Belieferung von Sondervertragskunden darf der Höchstbetrag von 0,110 ct/kWh (netto) nicht überschritten werden.
Konzessionsabgabe (www.bundesnetzagentur.de)
Verordnung über Konzessionsabgaben für Strom und Gas (www.gesetze-im-internet.de)
⇲ Stromsteuer
Im Rahmen des Gesetzes zum Einstieg in die ökologische Steuerreform wurde die Stromsteuer am 1. April 1999 in Deutschland eingeführt. Die Rechtsgrundlagen für die Erhebung der Stromsteuer sind das Stromsteuergesetz und die Stromsteuer-Durchführungsverordnung. Die Steuer entsteht durch die Entnahme von Strom aus dem Versorgungsnetz zum Verbrauch oder durch den Verbrauch selbst erzeugten Stroms und steht dem Bund zu. Der Regelsteuersatz beträgt 20,50 Euro je Megawattstunde (2,050 ct/kWh).
Bei Erfüllung bestimmter Voraussetzungen kann die Stromsteuer erlassen, erstattet oder vergütet werden. Für Unternehmen des produzierenden Gewerbes gibt es zwei Ermäßigungsstufen:
der sogenannte Spitzensteuerausgleich ("Entlastung in Sonderfällen")
Das IHK-Merkblatt Energie- und Stromsteuer sowie ein Excel-Berechnungstool für mögliche Steuerentlastungen finden Sie auf www.detmold.ihk.de. Weitere Informationen zur Versteuerung, den Entlastungsmöglichkeiten und Befreiungen sowie deren Voraussetzungen finden Sie auf www.zoll.de. Ebenso stehen im Formularcenter des Zolls alle amtlichen Vordrucke und entsprechende Merkblätter zur Verfügung.
Der Spitzenausgleich nach §10 StromStG und §55 EnergieStG wurde im Zuge der ökologischen Steuerreform eingeführt. Ziel des Spitzenausgleichs ist, die internationale Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen des produzierenden Gewerbes* in Deutschland zu erhalten. Die Nachfolgeregelung gilt seit dem 1. Januar 2013 für die nächsten zehn Jahre bis 2022.
Eine Steuerentlastung wird gewährt, soweit das Unternehmen nachweist, dass es im Antragsjahr über ein Energiemanagementsystem nach DIN EN ISO 50001 (Ausg. 2011)- oder Umweltmanagementsystem nach EMAS verfügt.
Für kleine und mittlere Unternehmen (KMU gemäß der Empfehlung 2003/361/EG der EU-Kommission in der jeweils geltenden Fassung) sind bestimmte Vereinfachungen geschaffen worden.
Für diese sieht der Gesetzgeber ein Energieaudit nach DIN EN 16247-1 oder ein sog. alternatives System zur Verbesserung der Energieeffizienz als ausreichend an. Die Spitzenausgleich-Effizienzsystemverordnung (SpaEfV) und deren Erläuterungen bestimmen näher, welche Anforderungen im Einzelnen erfüllt sein müssen.
* Die Einstufung in das produzierende Gewerbe erfolgt nach der vom Statistischen Bundesamt herausgegebenen Klassifizierung der Wirtschaftszweige in der Fassung von 2003 (§ 2 Abs.3 StromStG).
Statistisches Bundesamt "Gliederung der Klassifikation der Wirtschaftszweise, Ausgabe 2008" [PDF, 2 MB]
⇲ Individuelle Netzentgelte
Diese Stromnetzentgeltverordnung (StromNEV) regelt die Festlegung der Methode zur Bestimmung der Entgelte für den Zugang zu den Elektrizitätsübertragungs- und Elektrizitätsverteilernetzen (Netzentgelte) einschließlich der Ermittlung der Entgelte für dezentrale Einspeisungen. Letztverbraucher können unter bestimmten Voraussetzungen ein individuelles Netzentgelt gemäß § 19 Absatz 2 Satz 1 StromNEV beantragen.
Ein individuelles Netzentgelt kann beantragt werden, wenn die Höchstlast eines Letztverbrauchers vorhersehbar erheblich von der zeitgleichen Jahreshöchstlast aller Entnahmen aus dieser Netz- oder Umspannebene abweicht (Höchstlastzeitfenster des jeweiligen Netzbetreibers).
Darüber hinaus profitieren Unternehmen mit einer Stromabnahme von mind. 10 GWh und einer Benutzungsstundenanzahl von mehr als 7.000 Stunden im Jahr von einer möglichen Reduzierung der Netzentgelte nach § 19 Absatz 2 StromNEV.
Die geänderte Verordnung sieht eine maximal mögliche Reduzierung der Netzentgelte nach § 19 Absatz 2 StromNEV nach folgender Staffelung vor:
Mind. 7.000 h/a auf 20 % der Netzentgelte
Mind. 7.500 h/a auf 15 % der Netzentgelte
Mind. 8.000 h/a auf 10 % der Netzentgelte.
Die Vereinbarung eines individuellen Netzentgelts mit dem Netzbetreiber ist der Bundesnetzagentur bis zum 30.09. des Jahres, für das die Vereinbarung erstmalig Anwendung finden soll, anzuzeigen. Es besteht die Pflicht, die Einhaltung der Kriterien zum 30.06. des Folgejahres nachzuweisen.
In­di­vi­du­el­le Netzent­gel­te Strom gem. §19 Strom­NEV (www.bundesnetzagentur.de)
Erdgaspreis beeinflussende Umlagen, Abgaben und Steuern im Überblick:
⇲ Konvertierungsentgelt
Beim Erdgas werden die Qualitäten L (low) und H (high) unterschieden. H-Gas weist einen höheren Brennwert auf als L-Gas. Für die Umwandlung von H-Gas nach L-Gas und von L-Gas nach H-Gas kann durch die Marktgebietsverantwortlichen ein Konvertierungsentgelt erhoben werden.
Im Folgenden haben wir Links mit weiteren Informationen sowie die veröffentlichte Höhe der aktuellen Umlagen für Sie zusammengestellt:
Gaspool Konvertierungsentgelt (www.gaspool.de)
NetConnect Germany (NCG) Konvertierungsentgelt (www.net-connect-germany.de)
⇲ Bilanzierungsumlage
Die Bilanzierungsumlage wurde eingeführt, um physische Differenzen zwischen Ein- und Ausspeisung von Erdgas ausgleichen zu können und dient den Marktgebietsverantwortlichen GASPOOL und NetConnect Germany zur Beschaffung von externer Regelenergie.
Gaspool SLP- und RLM Bilanzierungsumlage (www.gaspool.de)
NetConnect Germany (NCG) RLM Bilanzierungsumlage (www.net-connect-germany.de)
NetConnect Germany (NCG) SLP Bilanzierungsumlage (www.net-connect-germany.de)
⇲ Konvertierungsumlage
Zur Deckung der Kosten, die den Marktgebietsverantwortlichen im qualitätsübergreifenden Marktgebiet durch Konvertierungsmaßnahmen entstehen, kann der Marktgebietsverantwortliche eine Konvertierungsumlage erheben.
Die Konvertierungsumlage wird auf alle täglich in einen Bilanzkreis eingebrachten physikalischen Einspeisemengen erhoben.
Gaspool Konvertierungsumlage (www.gaspool.de)
NetConnect Germany (NCG) Konvertierungsumlage (www.net-connect-germany.de)
Die Kommunen erheben von den Energieversorgern eine Konzessionsabgabe (KA). Die Konzessionsabgabe ist eine Gegenleistung für die Benutzung der öffentlichen Straßen und Wege der Gemeinde zur Verlegung von Strom- und Gasleitungen. Die Höhe der Konzessionsabgabe ist in der Konzessionsabgabenverordnung (KAV) geregelt.
Bei der Belieferung von Sondervertragskunden darf der Höchstbetrag von 0,03 ct/kWh (netto) nicht überschritten werden.
Erläuterung zur Konzessionsabgabe (www.bundesnetzagentur.de)
⇲ Energiesteuer
Die Energiesteuer ist eine sogenannte bundeseinheitliche Verbrauchssteuer, die auf Energieerzeugnisse, die als Kraft- und Heizstoffe innerhalb des deutschen Steuergebiets eingesetzt werden, erhoben wird. Speziell in Deutschland gibt es seit 2006 das Energiesteuergesetz, welches die Steuern auf fossile Energieträger festlegt.
Für die Verwaltung der Energiesteuer sind der Bund und damit die Hauptzollämter (HZA) zuständig. Die Rechtsgrundlage bildet das Energiesteuergesetz (EnergieStG) sowie die Energiesteuerdurchführungsverordnung (EnergieStv).
Höhe der Energiesteuer
Die Höhe der Energiesteuer ist in § 2 EnergieStG für unterschiedliche Energieerzeugnisse einzeln festgelegt. Energieerzeugnisse, die dort nicht separat aufgeführt werden, unterliegen dem Steuersatz für dasjenige Energieerzeugnis, dem sie nach Beschaffenheit und Verwendungszweck am nächsten stehen (§ 2 Abs. 4 EnergieStG).
Der Steuersatz beträgt bei der Verwendung von Erdgas zum Heizen 5,50 Euro je Megawattstunde (0,55 ct/kWh netto).
Ein Excel-Berechnungsmodul für die Steuerentlastungen finden Sie auf www.detmold.ihk.de
Eine erste Orientierung zur Abschätzung Ihrer Steuerentlastung als Unternehmen des produzierenden Gewerbes oder der Forst- und Landwirtschaft im Rahmen der Energie- und Stromsteuer finden Sie unter www.energiesteuer.de
Ausführliche Informationen zur Versteuerung, den Entlastungsmöglichkeiten und Befreiungen sowie deren Voraussetzungen finden Sie auf www.zoll.de. Des Weiteren finden Sie im Formularcenter des Zolls alle amtlichen Vordrucke und entsprechende Merkblätter.
Mit dem Spitzenausgleich nach § 10 StromStG und § 55 EnergieStG werden Unternehmen im Hinblick auf ihre internationale Wettbewerbsfähigkeit und ihren Beitrag zur Verbesserung der Energieeffizienz von einem Teil der Strom- und der Energiesteuer in Form einer Erstattung oder Verrechnung entlastet.
Eine Erstattung wird gewährt, soweit das Unternehmen nachweist, dass es im Antragsjahr über ein Energiemanagementsystem nach DIN EN ISO 50001 (Ausg. 2011) oder Umweltmanagementsystem nach EMAS verfügt.
Für kleine und mittlere Unternehmen (KMU gemäß der Empfehlung 2003/361/EG der EU-Kommission in der jeweils geltenden Fassung)) sind bestimmte Vereinfachungen geschaffen worden. Die Spitzenausgleich-Effizienzsystemverordnung (SpaEfV) und deren Erläuterungen bestimmen näher, welche Anforderungen im Einzelnen erfüllt sein müssen.
Energiesteuergesetz (www.www.gesetze-im-internet.de)
Energiesteuerdurchführungsverordnung (www.gesetze-im-internet.de)

References: § 19
 § 19
 § 19
 § 19
 § 19
 § 19
 § 19
 §19
 §19
 § 17
 § 18
 §10
 §55
 § 19
 § 19
 § 19
 §19
 § 2
 § 10
 § 55