Source: https://judicialis.de/Bundesverfassungsgericht_1-BvR-1311-96_Beschluss_16.03.2006.html
Timestamp: 2019-05-27 01:32:08+00:00

Document:
Bundesverfassungsgericht, Beschluss vom 16.03.2006 mit dem Az.: 1 BvR 1311/96	/* Banner Ads */
Aktenzeichen: 1 BvR 1311/96
- 1 BvR 1311/96 -
a) das Urteil des Bundessozialgerichts vom 18. April 1996 - 4 RA 78/94 -,
b) das Urteil des Landessozialgerichts Nordrhein-Westfalen vom 10. Juni 1994 - L 4 An 154/93 -,
c) das Urteil des Sozialgerichts Düsseldorf vom 05. August 1993 - S 20 An 104/92 -,
d) den Bescheid der Bundesversicherungsanstalt für Angestellte vom 23. Dezember 1991 - 53 200127 U 005 - i.d.F. des Widerspruchsbescheids vom 13. Mai 1992 - 53 200127 U 005 SG -,
§ 300 Abs. 1 bis 3 SGB VI i.d.F. des Gesetzes zur Reform der gesetzlichen Rentenversicherung (Renten-Reformgesetz 1992 - RRG 1992) vom 18. Dezember 1989 (BGBl I S. 2261)
hat die 3. Kammer des Ersten Senats des Bundesverfassungsgerichts durch den Präsidenten Papier und die Richter Steiner, Gaier gemäß § 93 b in Verbindung mit § 93 a BVerfGG in der Fassung der Bekanntmachung vom 11. August 1993 (BGBl I S. 1473) am 16. März 2006 einstimmig beschlossen:
b) Die Anrechnung von Ersatzzeiten erforderte außerdem die Erfüllung - mehrfach geänderter - versicherungsrechtlicher Voraussetzungen. Zunächst genügte allein eine Vorversicherung oder die Aufnahme einer rentenversicherungsrechtlichen Beschäftigung oder Tätigkeit innerhalb eines bestimmten Zeitraums nach Beendigung der Ersatzzeit (vgl. zuletzt § 1251 Abs. 2 Satz 2 Buchstabe a RVO und § 28 Abs. 2 Satz 2 Buchstabe a AVG, jeweils in der Fassung des Gesetzes zur Beseitigung von Härten in den gesetzlichen Rentenversicherungen und zur Änderung sozialrechtlicher Vorschriften <Rentenversicherungs-Änderungsgesetz - RVÄndG> vom 9. Juni 1965, BGBl I S. 476). Das Gesetz zur weiteren Reform der gesetzlichen Rentenversicherungen und über die Fünfzehnte Anpassung der Renten aus den gesetzlichen Rentenversicherung sowie über die Anpassung der Geldleistungen aus der gesetzlichen Unfallversicherung (Rentenreformgesetz 1972 - RRG 1972) vom 16. Oktober 1972 (BGBl I S. 1965) führte schließlich als weitere - alternative - Voraussetzung für die Anrechnung einer Ersatzzeit die so genannte Halbbelegung ein. Nunmehr genügte es, wenn der Versicherte die Hälfte seines Versicherungslebens, mindestens aber 60 Kalendermonate, mit Beiträgen für eine versicherungspflichtige Beschäftigung oder Tätigkeit belegt hatte (§ 1251 Abs. 2 Satz 2 Buchstabe c RVO; § 28 Abs. 2 Satz 2 Buchstabe c AVG jeweils in der Fassung des RRG 1972).

References: § 300
 § 93
 § 93
 § 1251
 § 28
 § 28