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Timestamp: 2016-10-21 20:13:19+00:00

Document:
9G_2/2012 (26.07.2012)
in die Eingabe vom 20. Juni 2012, womit der Gesuchsteller um Aufschlusserteilung und/oder "Wiedererw�gung" des Urteils 9C_284/2012 vom 18. Mai 2012 hinsichtlich der Frage der Parteientsch�digung ersucht,
dass die II. sozialrechtliche Abteilung des Bundesgerichts mit Urteil 9C_284/2012 vom 18. Mai 2012 die Beschwerde des Gesuchstellers gegen die H�he des ihm vom Obergericht des Kantons Schaffhausen als unentgeltlicher Rechtsbeistand zugesprochenen Honorars teilweise gutgeheissen und die Sache an die Vorinstanz zur�ckgewiesen hat, damit diese �ber die H�he des Honorars im Sinne der E. 6 neu entscheide,
dass dem teilweise obsiegenden Beschwerdef�hrer keine Parteientsch�digung zugesprochen wurde mit der Begr�ndung, der in eigener Sache prozessierende Rechtsanwalt habe nur ausnahmsweise Anspruch auf eine solche (Hinweis auf BGE 129 II 297 E. 5 S. 304; 110 V 132) und hier keine auszurichten sei, da ihm kein besonderer Aufwand entstanden sei (Hinweis auf BGE 110 V 132 ff.; BGE 119 Ib 412 E. 3 S. 415),
dass der Gesuchsteller mit Eingabe vom 20. Juni 2012 um Aufschluss ersucht, weshalb ihm im Unterschied zu dem von ihm in der Beschwerde zitierten Urteil 8C_676/2010 E. 6 keine Parteientsch�digung zugesprochen worden sei. Gegebenenfalls sei das Urteil vom 18. Mai 2012 in Bezug auf die verweigerte Prozessentsch�digung in "Wiedererw�gung" zu ziehen,
dass der Gesuchsteller in seiner Eingabe vom 20. Juni 2012 einen der in Art. 121 bis 123 BGG angef�hrten Revisionsgr�nde nicht geltend macht, zumal die Revision nicht zul�ssig ist, um angebliche Rechtsfehler zu korrigieren (Urteil 4F_1/2007 vom 13. M�rz 2007 E. 5.2 mit Hinweis),
dass nach Art. 129 Abs. 1 BGG das Bundesgericht auf schriftliches Gesuch einer Partei oder von Amtes wegen die Erl�uterung oder Berichtigung vornimmt, wenn das Dispositiv eines bundesgerichtlichen Entscheids unklar, unvollst�ndig oder zweideutig ist, seine Bestimmungen untereinander oder mit der Begr�ndung in Widerspruch stehen oder es Redaktions- oder Rechnungsfehler enth�lt,
dass es sich hier auch nicht um die Erl�uterung oder Berichtigung des bundesgerichtlichen Entscheids vom 18. Mai 2012 handeln kann (vgl. Urteil 9G_2/2010 vom 11. Oktober 2010), da eine Parteientsch�digung in E. 7 des Urteils unmissverst�ndlich nicht zugesprochen worden ist, woran die dispositivm�ssige Nichterw�hnung nichts �ndert (ELISABETH ESCHER, in: Niggli/Uebersax/Wipr�chtiger [Hrsg.], Basler Kommentar zum Bundesgerichtsgesetz, 2. Aufl., 2011 N. 8 zu Art. 121 BGG),
dass der Gesuchsteller jedoch zu Recht auf die bundesgerichtliche Rechtsprechung hinweist, wonach der im Streit um die Erh�hung des Honorars als unentgeltlicher Rechtsbeistand obsiegende Rechtsanwalt Anspruch auf eine Parteientsch�digung hat (BGE 125 II 518; Urteile 5A_168/2012 vom 26. Juni 2012 E. 6, 9C_735/2011 vom 22. Juni 2012 E.6, 8C_676/2010 vom 11. Februar 2011 E. 6, 6B_136/2009 vom 12. Mai 2009 E. 5, 8C_757/2007 vom 29. Oktober 2008 E. 6), worauf er in der Beschwerde vom 29. M�rz 2012 ausdr�cklich hingewiesen hat,
dass im Urteil vom 18. Mai 2012 die Verweigerung der Parteientsch�digung mit der Rechtsprechung (BGE 129 II 297 E. 5 S. 304; 119 Ib 412 E. 3 S. 415; 110 V 132; des weitern BGE 129 V 113 E. 4.1 S. 116; 125 II 518 E. 5b S. 519 f.), wonach der in eigener Sache prozessierende Rechtsanwalt keinen Anspruch auf Parteientsch�digung hat, sofern ihm kein besonderer Aufwand entstanden ist, begr�ndet worden ist, womit die eigene spezifisch f�r Streitigkeiten betreffend H�he des Honorars anderslautende Rechtsprechung �bersehen worden ist,
dass unter diesen Umst�nden der Gesuchsteller Anlass gehabt hat, sich mit einer Eingabe an das Bundesgericht zu wenden, weshalb es sich rechtfertigt, von der Erhebung von Gerichtskosten abzusehen (Art. 66 Abs. 1 zweiter Satz BGG) und dem Gesuchsteller eine Entsch�digung auszurichten (Art. 68 Abs. 4 in Verbindung mit Art. 66 Abs. 3 BGG), welche ex aequo et bono auch den Aufwand f�r die Beschwerde vom 29. M�rz 2012 umfasst (vgl. THOMAS GEISER, in: Niggli/Uebersax/Wipr�chtiger [Hrsg.], Basler Kommentar zum Bundesgerichtsgesetz, 2. Aufl., 2011, N. 18 zu Art. 66 und N. 14 in fine zu Art. 68 BGG),
Das Gesuch vom 20. Juni 2012 wird im Sinne der Erw�gungen abgewiesen.
Der Gesuchsteller wird f�r das bundesgerichtliche Verfahren aus der Bundesgerichtskasse mit Fr. 3'000.- entsch�digt.

References: BGE 
 BGE 
 BGE 
 Art. 121
 Art. 129
 Art. 121
 BGE 
 Art. 66
 Art. 66
in fine
 Art. 68