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Timestamp: 2020-04-01 05:00:23+00:00

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Zufluss-Abfluss-Prinzip - NWB Datenbank
Dokument Zufluss-Abfluss-Prinzip
Nach dem Gesetz zur weiteren steuerlichen Förderung der Elektromobilität und zur Änderung weiterer steuerlicher Vorschriften ("Jahressteuergesetz 2019") gilt die Einschränkung des Abflussprinzips bei Vorauszahlungen von Kranken- und Pflegversicherungsbeiträgen nach § 10 Abs. 1 Nr. 3 Satz 5 EStG künftig einheitlich für alle Beiträge zur Basisabsicherung – einschließlich der Beitragsanteile, die der unbefristeten Beitragsminderung nach dem 62. Lebensjahr dienen.
I. Definition des Zufluss-Abfluss-Prinzips
Einnahmen oder Ausgaben des Steuerpflichtigen sind im Kalenderjahr des Zuflusses/Abflusses an- bzw. abzusetzen. Ausnahmsweise gelten regelmäßig wiederkehrende Zahlungen, die innerhalb kurzer Zeit (zehn Tage) vor oder nach Beendigung des Kalenderjahres zu- oder abgeflossen sind, als in diesem Kalenderjahr bezogen bzw. gezahlt (§ 11 EStG).
Die Gewinnermittlungsvorschriften nach § 4 Abs. 1 und § 5 EStG bleiben hiervon unberührt.
Schoor, Der Zufluss von Einnahmen, Beilage zu NWB 14/2015 S. 6
KKB/Korff, § 11 EStG, 4. Aufl. 2019
Maier/Gunsenheimer/Schneider/Kremer, Lehrbuch Einkommensteuer, 25. Aufl., 2019, Rz. 200 ff., NWB
1. Unmittelbarer Anwendungsbereich
Der unmittelbare Anwendungsbereich des § 11 EStG umfasst:
Gewinnermittlung nach § 4 Abs. 3 EStG;
Ermittlung der Überschusseinkünfte (nichtselbständige Arbeit, Kapitalvermögen, Vermietung und Verpachtung und sonstige Einkünfte); (§ 2 Abs. 1 EStG)
Sonderausgabenabzug nach § 10 und § 10b EStG;
Abzug der außergewöhnlichen Belastungen nach §§ 33, 33a, 33c EStG.
2. Nichtanwendung
Keine Anwendung findet § 11 EStG in den folgenden Fällen:
Betriebsvermögensvergleich,
Einkünften i.S. des § 17 EStG.
Absetzungen für Abnutzungen; § 9 Abs. 1 EStG, § 7 EStG
laufender Arbeitslohn; § 38a Abs. 1 Satz 2 EStG
GWG; § 6 Abs. 2 EStG, § 9 Abs. 1 EStG
größerer Erhaltungsaufwand, der auf Antrag des Steuerpflichtigen auf zwei bis fünf Jahre bei nicht zum Betriebsvermögen gehörenden und überwiegend Wohnzwecken dienenden Gebäuden verteilt werden kann;
Erhaltungsaufwand bei Gebäuden in Sanierungsgebieten und bei Baudenkmalen; § 10f Abs. 2 EStG, §§ 11a und 11b EStG
Verlustabzug; § 10d EStG
Anschaffung-/Herstellungskosten für Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens, Anteile an Kapitalgesellschaften, Wertpapiere und vergleichbare nicht verbriefte Forderungen und Rechte sowie Immobilien des Umlaufvermögens; § 4 Abs. 3 Satz 4 EStG
Großspendenabzug; § 10b Abs. 1 Satz 3-4 EStG
Mieterzuschüsse und Mietvorauszahlungen; R 21.5 Abs. 3 EStR
Zusammenballung von Einnahmen (z.B. Entschädigungen); § 34 Abs. 2 EStG
Werbungskosten bei privaten Veräußerungsgeschäften; § 23 Abs. 3 Satz 1 EStG
(seit 2011) vorausgezahlte Beiträge zur Kranken- oder Pflegeversicherung soweit sie das 2,5-fache überschreiten. § 10 Abs. 1 Nr. 3 Satz 4 EStG
§ 11 EStG gilt zugunsten und zuungunsten des Steuerpflichtigen, d.h. bisher im Jahr 18 nicht versteuerte Einnahmen können grundsätzlich nicht im Jahr 19 nachversteuert oder Ausgaben des Jahres 18 nicht im Jahr 19 nachgeholt werden.
Zufluss-Abfluss-Prinzip ablegen in?

References: § 10
 § 4
 § 5
 § 11
 § 11
 § 4
 § 10
 § 10
 § 11
 § 17
 § 9
 § 7
 § 38
 § 6
 § 9
 § 10
 § 10
 § 4
 § 10
 § 34
 § 23
 § 10

§ 11