Source: http://www.jurablogs.com/2010/09/01/sacheinlage-aufgeld-bargruendung
Timestamp: 2017-09-20 04:21:28+00:00

Document:
Der Beurteilung als “Sacheinlage” i.S. des § 20 Abs. 1 Satz 1 UmwStG 1995 steht nicht entgegen, dass aus gesellschaftsrechtlicher Sicht die Kapitalerhöhung eine reine Barkapitalerhöhung und die Gründung der zweiten GmbH eine reine Bargründung gewesen sind. Daraus ist zwar zu folgern, dass die ausschließlich in Form von Aufgeldern geschuldete Einbringung der Kommanditbeteiligungen gesellschaftsrechtlich nicht als Sacheinlageverpflichtungen im Sinne von § 5 Abs. 4, § 56 Abs. 1 GmbHG, sondern als “andere Verpflichtungen” (Nebenleistungen) im Sinne von § 3 Abs. 2 GmbHG anzusehen sind. § 20 Abs. 1 Satz 1 UmwStG 1995 setzt aber nicht voraus, dass auf die Einbringung des betreffenden Betriebsvermögens die gesellschaftsrechtlichen Vorschriften über Sacheinlagen anwendbar sein müssen. Vielmehr enthält § 20 Abs. 1 Satz 1 UmwStG 1995 eine eigenständige Legaldefinition des umwandlungssteuerrechtlichen Begriffs der “Sacheinlage”, die nicht in jedem Fall deckungsgleich mit dem gesellschaftsrechtlichen Sacheinlagebegriff sein muss ...
Veröffentlicht September 1, 2010 12:45pm im Blog Rechtslupe.
Körperschaftsteuer, Heren, Reine, Agio, Sacheinlage

References: § 20
 § 5
 § 56
 § 3
 § 20
 § 20