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Timestamp: 2019-02-23 06:24:18+00:00

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Tiefenrausch / Sickstoffnarkose – von Martin Pauli »
Der Brückelsee ist einer der Seen im Oberpfälzer Seenland. Neben dem Steinberger See und dem Murner See ist das Tauchen auch im Brückelsee erlaubt. Mit einer Tiefe von über 60 Metern, bietet er vom Anfänger bis hin zum Technischen Taucher für jeden interessante Tauchgänge. Durch ehemaligen Braunkohleabbau entstanden, weißt der Brückelsee derzeit einen aktuellen ph-Wert von 5,2 auf. Viele Unterwasser-Bäume, zahlreicher Pflanzenbewuchs aber auch Felsbrocken bieten eine interessante Unterwasserlandschaft.
Am Tauchplatz Wald ist ein Einstiegsteg vorhanden, auf 1,2 m liegen Beton Platten, die für Ausbildungszwecke (begrenztes Freiwasser), Anfänger Checks, oder aber auch einfach nur zum Stehen geeignet sind.
Am Ufer ist der Untergrund ansonsten schlammig (unangenehmer Geruch "faule Eier" möglich), deswegen sollte eine Grundberührung beim Einstieg möglichst vermieden werden. Tiefer ist der Boden meist felsig/sandig.
Für weitere Ausbildungszwecke befinden sich Plattformen auf 3 , 7 und 15 Metern Tiefe.
Ein markierter Rundkurs ist angelegt. Leider wird die gesetzte Taucher Boje regelmäßig entwendet.
Derzeit vermisste und im Brückelsee vermutete Personen: 2.
Die Sichtweiten Unterwasser schwanken zwischen 20 cm und 8 Meter.
Die Zufahrt zum See ist an den geeigneten Tauchplätzen nur berechtigten Eigentümern/Anliegern vorbehalten.
Das heißt rund 3 km Ausrüstung schleppen, eine Wiese pachten/kaufen,
oder einfach: mit mir tauchen gehen!
Taucherlaubnis im Happurger Baggersee
Nachgefragt und herausgesucht von Wolfgang Kirsch
Nachdem in letzter Zeit immer wieder unterschiedliche Meinungen (vor allem der Parkplatzwächter :-)) zur Taucherlaubnis im Happurger Baggersee laut wurden, habe ich mich am 24. Mai 2007 mit dem Landratsamt Nürnberger Land in Verbindung gesetzt.
Nach Aussage von Herrn Schreiber, LRA Nürnberger Land, gilt nach wie vor folgende Verordnung für das Tauchen im Happurger Baggersee.
(Anmerkung: das Tauchen im Happurger Stausee ist weiterhin verboten.)
Verordnung zur Regelung des Tauchens mit Atemgerät am Happurger Baggersee
Das Landratsamt Nürnberg er Land erlässt aufgrund des Art. 21 Abs. 1 Satz 3 , Art.22 und Art. 75 Abs. 1 Bayerisches Wassergesetz (BayWG)in der Fassung der Bekanntmachung vom 19.07.1994, zuletzt geändert durch § 3 des Gesetzes zur ‚Änderung des Bay. Naturschutzgesetzes (BayNatSchG) und des Bay. Wassergesetzes vom 10.07.1998 folgende
Der Geltungsbereich dieser Verordnung erstreckt sich auf den Happurger Baggersee im Landkreis Nürnberger Land.
Zur Verhütung von Gefahren von Leben und Gesundheit der Erholungssuchenden, um die Reinhaltung der Natur, insbesondere des Gewässers, zu gewährleisten und um die wildlebenden Tiere und Pflanzen und ihre Lebensgemeinschaften, insbesondere des Ufers und des Gewässers zu schützen, wird die Ausübung des Tauchens mit Atemgerät unter dem unter § 1 genannten Gewässer nach Maßgabe der nachfolgenden Bestimmungen geregelt bzw. beschränkt.
§ 3 Regelung des Tauchens mit Atemgerät
(1) Das Tauchen im Happurger Baggersee wird unter den in Abs. 2 und 3 aufgeführten Verboten bzw. Einschränkungen für zulässig erklärt.
(2) Das Tauchen ist verboten
– bei geschlossener Eisdecke
– in Bereichen von Schilf- oder Röhrichtbewuchs
(3) Bei Tauchgängen gelten folgende Einschränkungen:
Das Tauchen hat so zu erfolgen, dass der genehmigungsfreie Gewässergebrauch nicht behindert oder gestört wird.
Die Ein- und Ausstiegsbereiche sind so zu wählen, dass Uferbereiche mit intakter Vegetation nicht in Anspruch genommen werden.
Das Tauchen und der Umgang mit den dafür notwendigen Gerätschaften darf mit keinerlei negativen Beeinträchtigung der Gewässergüte vorhanden sein.
In der Laichzeit der Fische (Mai/Juni) und während der Abwachsphase der Fischbrut (Juni/Juli) sind krautbestandene und flache Bereiche zu schonen.
4) Von den Verboten und Auflagen der Abs. 2 und 3 darf nur abgewichen werden, soweit es sich im Rahmen von Rettungstätigkeiten (Notfälle) als notwendig erweisen sollte.
Ausnahmen von dieser Verordnung kann das Landratsamt Nürnberger Land in Einzelfällen auf Antrag erteilen.
entgegen § 3 Abs. 2 in nicht zugelassenen Zeiten und Bereichen taucht
entgegen § 3 Abs. 3 die genannten Auflagen nicht beachtet.
(2) Nach Art. 95 Abs. 1 Nr. 3 Bucht. a) BayWG können die Ordnungswidrigkeiten mit Geldbuße bis zu DM 10.000,–. geahndet werden.
Diese Verordnung tritt am Tage nach ihrer Bekanntmachung im Amtsblatt des Landkreises Nürnberger Land in Kraft.
Lauf a. d. Pegnitz, den 21.3.2000
R e i c h , Landrat

References: Art. 21
 Art.22
 Art. 75
 § 3
 § 1

§ 3
 § 3
 § 3
 Art. 95