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Timestamp: 2016-10-25 01:34:27+00:00

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4A_90/2013 (10.06.2013)
4A_90/2013 � � Urteil vom 10. Juni 2013
vertreten durch Advokat Dr. Ralph H. Steyert,
vom 11. Januar 2013.
�A.________ (Beschwerdef�hrerin) beauftragte am 31. Mai 2005 den Architekten B.________ (Beschwerdegegner), auf der in ihrem Eigentum stehenden Parzelle .... Nr. xxxx ein Einfamilienhaus mit Einliegerwohnung im Untergeschoss zu planen und zu erstellen. Das von der Gemeinde am 16. August 2005 bewilligte Entw�sserungskonzept sah vor, das Schmutzwasser in einem Abwasserstrang auf der Talseite der Liegenschaft �ber die Nachbarparzellen in die bestehende �ffentliche Kanalisation abzuf�hren. Das Meteor- und Hangwasser sollte in einem fest installierten Tank gesammelt und f�r die Gartenbew�sserung, die Toilettensp�hlung und die Waschmaschine verwendet werden. Die Versickerung des �berlaufs des Regenwassertanks und des �brigen Meteorwassers sollten �ber einen Sickerschacht erfolgen.
�Noch vor Baubeginn entwarf der Beschwerdegegner ein abge�ndertes Konzept f�r die Entw�sserung. Nach diesem wurde das gesamte Schmutzwasser neu auf der Bergseite des Geb�udes in die Gemeindekanalisation eingef�hrt. Dazu war der Bau einer Pumpe erforderlich, durch die das Abwasser im Untergeschoss in einem Pumpenschacht gesammelt und in den h�her gelegenen �ffentlichen Kanalisationsstrang gepumpt wurde. Die Gemeinde bewilligte auch dieses Konzept am 8. November 2005.
�Im August 2006 bezog die Beschwerdef�hrerin das mit dieser Entw�sserung realisierte Haus. Der Eigent�mer der unterhalb des Einfamilienhauses gelegenen Parzelle beklagte sich in der Folge bei der Beschwerdef�hrerin und der Gemeinde, weil das Wasser via Regenwassertank in den Sickerschacht und dann auf seine Parzelle fliesse. Wegen des lehmigen Bodens k�nne das Wasser nicht ablaufen und das Land versumpfe. Ein von einem Ingenieur- und Planungsb�ro durchgef�hrter Versickerungsversuch ergab in der Folge, dass im Gebiet der Liegenschaft keine Versickerung m�glich sei.
�Der Beschwerdegegner unterbreitete der Gemeinde hierauf ein drittes Entw�sserungskonzept, das diese am 28. Oktober 2007 bewilligte. Danach sollte das Wasser aus dem Regenwasser-�berlauf und das �brige Meteorwasser neu auf der Talseite des Grundst�cks der Gemeindekanalisation zugef�hrt werden. Die Beschwerdef�hrerin realisierte Mitte August 2008 jedoch nicht diese, sondern eine andere Variante, die ein anderes Architekturb�ro ausgearbeitet hatte. Zus�tzlich zum Regentank-�berlauf und dem �brigen Meteorwasser wurde auch das Schmutzwasser �ber einen neuen Kanalisationsstrang talw�rts abgef�hrt. Der dadurch �berfl�ssig gewordene Pumpensumpf wurde stillgelegt und die F�kalienpumpe demontiert.
�Mit Vorladungsbegehren vom 29. Mai 2009 machte die Beschwerdef�hrerin gegen den Beschwerdegegner beim Richteramt Dorneck-Thierstein eine Forderungsklage anh�ngig. Anl�sslich der Hauptverhandlung beantragte sie, den Beschwerdegegner zu verurteilen, ihr einen gerichtlich zu bestimmenden, Fr. 50'000.-- �bersteigenden Schadenersatzbetrag zu bezahlen. Das Amtsgericht wies die Klage mit Urteil vom 24. November 2011 ab.
�Eine von der Beschwerdef�hrerin dagegen erhobene Berufung mit dem Antrag, den Beschwerdegegner zu verpflichten, ihr Fr. 75'421.35, eventuell Fr. 50'000.-- zu bezahlen, wies das Obergericht des Kantons Solothurn mit Urteil vom 11. Januar 2013 ab.
�Die Beschwerdef�hrerin beantragt mit Beschwerde in Zivilsachen, dieses Urteil aufzuheben und die Sache zur Bestimmung der H�he des Schadenersatzes sowie zur Neufestlegung der Kosten- und Entsch�digung an die Vorinstanz zur�ckzuweisen. Eventualiter sei der Beschwerdegegner zu verurteilen, der Beschwerdef�hrerin Schadenersatz in der H�he von Fr. 75'421.35, subeventualiter in der H�he von Fr. 70'621.35 zu bezahlen.
�Der Beschwerdegegner und die Vorinstanz schliessen auf Abweisung der Beschwerde.
�Die Parteien reichten Replik und Duplik ein.
�Die Beschwerdef�hrerin machte vor der Vorinstanz geltend, der Beschwerdegegner habe den mit ihr abgeschlossenen Vertrag in mehrfacher Hinsicht verletzt. Insbesondere habe er die �rtlichen Gegebenheiten, wie Hanglage, Bodenbeschaffenheit und Sickerf�higkeit des Bodens bei der Planung der Liegenschaftsentw�sserung nicht in gen�gendem Masse beziehungsweise zu sp�t abgekl�rt. Dadurch seien ihr unn�tige Kosten entstanden, die nicht angefallen w�ren, wenn der Beschwerdegegner von Anfang an richtig projektiert h�tte.
�Die Vorinstanz f�hrte aus, der von den Parteien abgeschlossene Architektenvertrag beurteile sich�-�da es um Planungsarbeiten gehe�-�nach den Bestimmungen �ber den Werkvertrag. Im Gegensatz zur Erstinstanz, die eine Vertragsverletzung durch den Beschwerdegegner verneint hatte, kam die Vorinstanz zum Schluss, der Beschwerdegegner habe die ihm obliegende Sorgfaltspflicht gem�ss Art. 364 Abs. 1 OR verletzt, indem er das zweite Entw�sserungsprojekt vorschlug, ohne die Versickerungsf�higkeit des Bodens abgekl�rt zu haben; mit dem zweiten Entw�sserungsprojekt sei zwar der Planungsfehler bez�glich der Ableitung des F�kalwassers, nicht aber das Problem der Versickerung behoben worden. Die Entw�sserungsplanung habe aus diesem Grunde unter einem Mangel gelitten und der Beschwerdef�hrerin h�tten die in Art. 368 OR dem Besteller einger�umten Rechte zugestanden. Mit Schreiben ihres Anwaltes vom 29. Februar 2008 habe sie denn auch u.a. den entsprechenden Mangel geltend gemacht und den Beschwerdegegner ersucht,�"sich der M�ngelbehebung anzunehmen und mit meiner Klientin die Terminabsprachen f�r die jeweiligen Nachbesserungen zu treffen". Die Beschwerdef�hrerin habe sich somit entschieden, Nachbesserung zu verlangen. Sie habe indessen nicht ein vom Beschwerdegegner verbessertes Entw�sserungsprojekt, sondern eine andere Variante realisiert, die von einem anderen Architekturb�ro ausgearbeitet worden sei. Mit der Klage mache sie verschiedene Aufwendungen geltend, die dadurch unn�tig geworden bzw. ihr zus�tzlich angefallen seien. Es stelle sich daher die Frage, ob die Beschwerdef�hrerin berechtigt gewesen sei, die Entw�sserungsplanung einer Drittperson zu �bertragen. Die Vorinstanz erwog, die Beschwerdef�hrerin h�tte dabei nach den Regeln �ber den Schuldnerverzug (Art. 107 OR) vorgehen m�ssen, was sie indessen nicht getan habe. Sie habe dem Beschwerdegegner zwar mit Schreiben vom 4. April 2008 eine Nachfrist im Sinne von Art. 107 Abs. 1 OR angesetzt. Eine Erkl�rung, wonach sie auf eine Nachbesserung verzichte und die Arbeiten einer Drittfirma �bertrage, habe aber nicht gefolgt. Der Beschwerdegegner werfe der Beschwerdef�hrerin daher zu Recht vor, sie habe "klammheimlich" durch eine Drittfirma ein neues Entw�sserungskonzept ausarbeiten lassen. Die Beschwerdef�hrerin habe die Nachbesserungsarbeiten einem Dritten �bertragen, ohne dass die Voraussetzungen daf�r gegeben gewesen seien. Sie k�nne deshalb die dadurch angefallenen Mehraufwendungen bzw. unn�tig gewordenen Auslagen nicht dem Beschwerdegegner �berbinden. Dass es sich beim dritten Entw�sserungskonzept des Beschwerdegegners nicht um eine optimale L�sung gehandelt habe, �ndere daran nichts. Entscheidend sei, dass diese von der Gemeinde bewilligte Variante funktionsf�hig gewesen sei. Die Klage sei vom Amtsgericht zu Recht abgewiesen worden.
�Die Beschwerdef�hrerin r�gt, die Vorinstanz habe eine offensichtlich unrichtige bzw. aktenwidrige Feststellung getroffen, indem sie ihr vorgeworfen habe, "klammheimlich" eine Drittfirma mit der Ausarbeitung des neuen Entw�sserungsprojekts beauftragt zu haben.
2.1.�Das Bundesgericht legt seinem Urteil den Sachverhalt zugrunde, den die Vorinstanz festgestellt hat (Art. 105 Abs. 1 BGG). Es kann die Sachverhaltsfeststellung der Vorinstanz nur berichtigen oder erg�nzen, wenn sie offensichtlich unrichtig ist oder auf einer Rechtsverletzung im Sinne von Art. 95 BGG beruht (Art. 105 Abs. 2 BGG). "Offensichtlich unrichtig" bedeutet dabei "willk�rlich" (BGE 135 III 397 E. 1.5). �berdies muss die Behebung des Mangels f�r den Ausgang des Verfahrens entscheidend sein (Art. 97 Abs. 1 BGG). Neue Tatsachen und Beweismittel d�rfen nur so weit vorgebracht werden, als erst der Entscheid der Vorinstanz dazu Anlass gibt (Art. 99 Abs. 1 BGG), was in der Beschwerde n�her darzulegen ist (BGE 134 V 223 E. 2.2.1; 133 III 393 E. 3).
�Die Partei, welche die Sachverhaltsfeststellungen der Vorinstanz anfechten will, muss klar und substanziiert aufzeigen, inwiefern die ger�gten Feststellungen bzw. die Unterlassung von Feststellungen offensichtlich unrichtig sind oder auf einer Rechtsverletzung im Sinne von Art. 95 BGG beruhen (vgl. BGE 136 II 508 E. 1.2; 133 II 249 E. 1.4.3; 133 III 350 E. 1.3, 393 E. 7.1, 462 E. 2.4 S. 466). Soweit die Partei den Sachverhalt erg�nzen will, hat sie zudem mit Aktenhinweisen darzulegen, dass sie entsprechende rechtsrelevante Tatsachen und taugliche Beweismittel bereits bei den Vorinstanzen prozesskonform eingebracht hat (Urteile 4A_214/2008 vom 9. Juli 2008 E. 1.2, nicht publ. in: BGE 134 III 570; 4A_470/2009 vom 18. Februar 2010 E. 1.2). �berdies hat sie darzutun, inwiefern die Behebung des ger�gten Mangels f�r den Ausgang des Verfahrens entscheidend sein kann (Art. 97 Abs. 1 BGG; BGE 135 I 19 E. 2.2.2). Auf eine Kritik an den tats�chlichen Feststellungen der Vorinstanz, die diesen Anforderungen nicht gen�gt, namentlich auf rein appellatorische Kritik an der Beweisw�rdigung, ist nicht einzutreten (BGE 133 II 249 E. 1.4.3, 396 E. 3.1 S. 399).
2.2.�Diesen Begr�ndungsanforderungen gen�gt die von der Beschwerdef�hrerin erhobene Sachverhaltsr�ge nicht. So �bt die Beschwerdef�hrerin lediglich appellatorische Kritik an der beanstandeten Feststellung �ber die "klammheimliche" Beauftragung eines Dritten, bei der sie den von der Vorinstanz festgestellten Sachverhalt nach Belieben aus den Akten erg�nzt, ohne aufzuzeigen, dass sie die entsprechenden Sachverhaltselemente prozessrechtskonform in das kantonale Verfahren eingebracht hat. �berdies legt die Beschwerdef�hrerin nicht dar, inwiefern die Behebung des ger�gten Mangels f�r den Ausgang des Verfahrens entscheidend sein kann, ja sie scheint gar selbst davon auszugehen, dass die Behebung des Mangels gar keinen Einfluss auf die Beurteilung der von ihr geltend gemachten Anspr�che hat. Auf die R�ge ist somit nicht einzutreten.
�Die rechtliche Einordnung des Architektenvertrags kann nicht allgemeing�ltig vorgenommen werden. Den Architektenvertrag mit stets gleichem Inhalt gibt es nicht. Vielmehr ist darauf abzustellen, welche Leistungen die Parteien im konkreten Vertrag vereinbart haben. Den Gesamtvertrag des Architekten qualifiziert das Bundesgericht als gemischten Vertrag, der erlaubt, je nach den konkreten Umst�nden eine sachgerechte L�sung nach Massgabe des Auftrags- oder Werkvertragsrechts zu finden. Dabei sind Projektierungsarbeiten, die in einem zu realisierenden Projekt ihren Niederschlag finden bzw. das Erstellen von Pl�nen den Bestimmungen �ber den Werkvertrag zu unterstellen (BGE 134 III 361 E. 5.1; 130 III 362 E. 4.1 S. 365; 127 III 543 E. 2 S. 545; 114 II 53 E. 2b S. 56; 110 II 380 E. 2; Urteil 4A_55/2012 vom 31. Juli 2012 E. 4.4; je mit Hinweisen). Das Bundesgericht hat sodann festgehalten, dass eine Spaltung der Rechtsfolgen denkbar ist, indem sich etwa die Haftung f�r einen Planungsfehler nach werkvertraglichen Regeln, jene f�r unsorgf�ltige Bauleitung nach auftragsrechtlichen Regeln richten kann (BGE 109 II 462 E. 3d S. 466; so auch BGE 134 III 361 E. 5.1: unterschiedliche Rechtsfolgen je nach Streitgegenstand; ferner Urteile 4A_55/2012 vom 31. Juli 2012 E. 4.4; 4A_252/2010 vom 25. November 2010 E. 4.1). F�r die Aufl�sung des Gesamtvertrages des Architekten kommen die auftragsrechtlichen Bestimmungen, mithin Art. 404 OR, zur Anwendung (BGE 127 III 543 E. 2a S. 545; 110 II 380 E. 2; je mit Hinweisen; ferner etwa Urteile 4A_55/2012 vom 31. Juli 2012 E. 4.4; 4C.18/2005 vom 30. Mai 2005 E. 2.1).
�Nach den vorinstanzlichen Feststellungen, erfolgte die Planung der Entw�sserung durch den Beschwerdegegner mangelhaft bzw. litt dessen Entw�sserungsplanung an einem Mangel. Sie erkannte zutreffend und es ist vorliegend unbestritten, dass insoweit Werkvertragsrecht anwendbar ist. Bereits im vorinstanzlichen Verfahren wurde nicht mehr geltend gemacht, dass die Bauleitung durch den Beschwerdegegner in nicht vertragskonformer Weise erfolgt w�re.
�Der Unternehmer im Werkvertrag schuldet ein m�ngelfreies Werk und hat sich bei dessen Mangelhaftigkeit nach Wahl des Bestellers und unter den Voraussetzungen von Art. 368 OR die Wandelung des Vertrages oder die Herabsetzung des Werklohnes gefallen zu lassen oder kann zur Nachbesserung des Werkes verpflichtet werden; bei Verschulden haftet er �berdies f�r den Mangelfolgeschaden (Art. 368 OR; BGE 136 III 273 E. 2.2; 126 III 388 E. 10a S. 391; 116 II 305 E. 2c S. 307, 454 E. 2a S. 455). Verlangt der Besteller vom Unternehmer die Nachbesserung des Werkes, �bt er damit in unwiderruflicher Weise ein Gestaltungsrecht aus (BGE 136 III 273 E. 2.2; 109 II 40 E. 6a S. 41 f.; 107 III 106 E. 2 S. 108). Weigert sich der Unternehmer in der Folge, die Nachbesserungsarbeiten vorzunehmen, kann der Besteller nach den Regeln �ber den Schuldnerverzug (Art. 102 ff. OR) vorgehen (BGE 136 III 273 E. 2.3). Befindet sich der Schuldner bei zweiseitigen Vertr�gen im Verzug, so ist der Gl�ubiger nach Art. 107 Abs. 1 OR berechtigt, ihm eine angemessene Frist zur nachtr�glichen Erf�llung anzusetzen. Wird auch bis zum Ablauf dieser Frist nicht erf�llt, so kann der Gl�ubiger nach Art. 107 Abs. 2 OR immer noch auf Erf�llung nebst Schadenersatz wegen Versp�tung klagen, statt dessen aber auch, wenn er es unverz�glich erkl�rt, auf die nachtr�gliche Leistung verzichten und entweder Ersatz des aus der Nichterf�llung entstandenen Schadens verlangen oder vom Vertrag zur�cktreten (vgl. dazu im Einzelnen: BGE 136 III 273 E. 2.3/2.4; ferner:�PETER GAUCH, Der Werkvertrag, 5. Aufl. 2011, Rz. 1789 ff.).
4.1.�Nach den vorinstanzlichen Feststellungen verlangte die Beschwerdef�hrerin vom Beschwerdegegner mit Schreiben vom 29. Februar 2008 "Nachbesserung" bzw. "M�ngelbehebung". Nachdem sie in der Folge aber ein von einem Dritten geplantes Entw�sserungskonzept realisiert hatte, machte sie mit ihrer Klage verschiedenste Aufwendungen geltend, die dadurch unn�tig geworden beziehungsweise ihr zus�tzlich angefallen seien. Die Vorinstanz stellte dazu die Frage, ob die Beschwerdef�hrerin berechtigt war, die Entw�sserungsplanung einer Drittperson zu �bertragen. Sie verneinte dies, da die Beschwerdef�hrerin nicht nach den Regeln �ber den Schuldnerverzug vorgegangen sei. In der Folge best�tigte sie die erstinstanzliche Klageabweisung.�- Wie nachfolgend aufzuzeigen ist, zu Unrecht.
4.2.�Der Inhalt der werkvertraglichen Pflichten des Beschwerdegegners beschr�nkte sich, soweit hier von Interesse, auf die Projektierung der Entw�sserung bzw. auf die Erstellung der Pl�ne f�r dieselbe. Nur die festgestellten M�ngel dieser Planung sind als Werkm�ngel im Sinne von Art. 367 ff. OR zu qualifizieren. Der nat�rlich kausal infolge des Planungsfehlers entstandene Baumangel�-�hier die nicht ordnungsgem�ss funktionierende Entw�sserungsanlage�-�ist demgegen�ber ein Mangelfolgeschaden, der dadurch charakterisiert ist, dass er nicht im Mangel selbst begr�ndet, sondern die Folge des Mangels ist und trotz Wandelung, Minderung oder Nachbesserung bestehen bleibt (130 III 362 E. 4.1 S. 366; 116 II 305 E. 4a in fine; 107 II 438 S. 439; Urteil 4C.126/2002 vom 19. August 2002 E. 3.1;�WALTER FELLMANN, Haftung von Architekt und Ingenieur, in: Haftung f�r Werkm�ngel, Alfred Koller [Hrsg.], 1998, S. 109;�GAUCH, a.a.O., Rz. 1855, 1864 f.;�ZINDEL/PULVER,�in: Basler Kommentar, Obligationenrecht, Bd. I, 5. Aufl. 2011,�N. 69 zu Art. 368 OR;�B�HLER, Z�rcher Kommentar, 3. Aufl. 1998, N. 172 zu Art. 368 OR).
�Nach den vorinstanzlichen Feststellungen hatte der Beschwerdegegner bereits im Herbst 1997 ein drittes Entw�sserungskonzept ausgearbeitet, das funktionsf�hig war. Damit war der Werkmangel, bestehend in der fehlerhaften Planung, bereits behoben und konnte es mit der von der Beschwerdef�hrerin erhobenen Klage nur noch darum gehen, den (verbleibenden) Mangelfolgeschaden geltend zu machen, der aus der Realisierung des mangelhaften zweiten Entw�sserungskonzepts entstanden war (vgl. dazu�GAUCH, a.a.O., Rz. 1864). Entsprechend verlangte die Beschwerdef�hrerin mit ihrer Klage Ersatz von unn�tig gewordenen Aufwendungen bzw. zus�tzlichen Aufwendungen, die ihr durch die Realisierung des zweiten Entw�sserungsprojekts entstanden waren bzw. die nicht angefallen w�ren, wenn der Beschwerdegegner von Anfang an richtig projektiert h�tte. Die Vorinstanz verkannte, dass die Beschwerdef�hrerin damit den Mangelfolgeschaden aus der Realisierung des nicht funktionst�chtigen, zweiten Projekts geltend machte. Die von der Vorinstanz aufgeworfene Frage, ob die Beschwerdef�hrerin berechtigt war, die Entw�sserungs�planungeiner Drittperson zu �bertragen, stellt sich nach der erfolgten Nachbesserung der Planung nicht. In dieser Situation musste das Schreiben vom 29. Februar 2008 mit dem die Beschwerdef�hrerin "Nachbesserung" bzw. "M�ngelbehebung" verlangte, so verstanden werden, dass sie vom Beschwerdegegner forderte, sich als bauleitender Architekt um die Beseitigung der M�ngel der Entw�sserungsanlage zu k�mmern.
�Die Beschwerdef�hrerin r�gt zu Recht, dass die Vorinstanz Bundesrecht verletzte, wenn sie verlangte, dass die Beschwerdef�hrerin, nachdem sie um Nachbesserung des Werkes in diesem Sinn ersucht hatte, nach den Verzugsregeln h�tte vorgehen m�ssen, um den Mangelfolgeschaden im vorstehend umschriebenen Sinne geltend zu machen. Sie verkennt damit, dass es sich beim Recht auf Ersatz des Mangelfolgeschadens um ein weiteres M�ngelrecht des Bestellers handelt, das kumulativ zum Wandelungs-, Minderungs- und Nachbesserungsrecht hinzutritt und nicht voraussetzt, dass der Besteller eines dieser Rechte tats�chlich aus�bt oder ausge�bt hat, und das dem Besteller sogar zustehen kann, wenn er im konkreten Fall �ber keines der �brigen M�ngelrechte verf�gt (vgl. auch BGE 126 III 388 E. 10a; Urteile 4C.130/2006 vom 8. Mai 2007 E. 6.1; 4C.297/2003 vom 20. Februar 2004 E. 2.1; 4C.126/2002 vom 19. August 2002 E. 3.1;�GAUCH, a.a.O., Rz. 1849 ff.;�ZINDEL/PULVER, a.a.O., N. 68 zu Art. 368 OR;�B�HLER, a.a.O., N. 166 ff. zu Art. 368 OR). Die Geltendmachung des Mangelfolgeschadens setzt nicht voraus, dass der Besteller nach den Regeln �ber den Schuldnerverzug vorgegangen ist, im Gegensatz zum Recht auf Ersatz des aus der Nichterf�llung der Nachbesserungsschuld entstandenen Schadens nach Art. 107 Abs. 2 OR. Dies �bersah die Vorinstanz, indem sie den Anspruch auf Ersatz des Mangelfolgeschadens den Voraussetzungen auf Ersatz der Kosten f�r die Nachbesserung des Werkes durch einen Dritten unterstellte.
4.3.�Die Vorinstanz wies damit die auf Ersatz des Mangelfolgeschadens zielende Klage der Beschwerdef�hrerin zu Unrecht ab, weil die Beschwerdef�hrerin nicht nach den Regeln �ber den Schuldnerverzug vorgegangen sei. Die Beschwerde ist somit gutzuheissen, soweit darauf eingetreten werden kann, und das angefochtene Urteil aufzuheben. Die Vorinstanz traf�-�ausgehend von ihrer unzutreffenden Rechtsauffassung�-�keine Feststellungen zu den einzelnen Voraussetzungen f�r den Ersatz des Mangelfolgeschadens, insbesondere zur H�he des (kausal) durch den Planungsmangel verursachten Folgeschadens und zum Verschulden des Beschwerdegegners (vgl.�GAUCH, a.a.O., Rz. 1885, 1887 ff.;�FELLMANN, a.a.O., S. 110) und zur rechtzeitigen R�ge des Planungsfehlers (d.h. des Werkmangels; vgl. dazu BGE 130 III 362 E. 4.2 S. 366 und E. 4.3; Urteil 4A_55/2012 vom 31. Juli 2012 E. 5). Da dem Bundesgericht damit kein reformatorischer Entscheid m�glich ist, ist die Sache zur Erg�nzung des Sachverhalts, soweit prozessrechtlich zul�ssig (Vorliegen hinreichender Tatsachenbehauptungen, Novenrecht), und zur Neubeurteilung an die Vorinstanz zur�ckzuweisen (Art. 107 Abs. 2 BGG).
4.4.�An dieser Stelle ist dazu auf die folgenden Punkte hinzuweisen:
4.4.1.�Nach den vorinstanzlichen Feststellungen wurde mit dem zweiten, realisierten Entw�sserungsprojekt des Beschwerdegegners der Planungsfehler im ersten Projekt bez�glich der Entsorgung des F�kalwassers behoben; lediglich das Problem der Versickerung bestand fort. Nur das Konzept f�r die Ableitung des Meteorwassers war demnach im Rahmen des zweiten Projekts mangelhaft, nicht das Konzept f�r die Entsorgung des Schmutzwassers mittels einer Pumpe. Schadensposten, die mit der Herstellung und �nderung der urspr�nglichen Anlage f�r die Entsorgung des Schmutzwassers zusammenh�ngen, wie die Kosten f�r die Herstellung und die Entfernung der Pumpanlage, kann die Beschwerdef�hrerin somit von vornherein nicht als Mangelfolgeschaden geltend machen. Insoweit fehlt es schon an der Voraussetzung eines Werkmangels im zweiten Abwasserentsorgungskonzept.
4.4.2.�Soweit die Beschwerdef�hrerin Ersatz f�r die�Planungskosten durch den von ihr beauftragten Dritten geltend machen will, muss dies scheitern. Die Behebung des Planmangels im zweiten Entw�sserungskonzept durch eine Neuplanung seitens eines Drittbeauftragten betrifft die Behebung eines Mangels im (Planungs-) Werk selber und kann daher nach dem vorstehend Ausgef�hrten nicht als Mangelfolgeschaden, sondern nur �ber den Nachbesserungsanspruch geltend gemacht werden (Erw�gung 4.2; vgl. dazu explizit das Urteil 4C.297/2003 vom 20. Februar 2004 E. 2.1). Dazu w�re bei Weigerung des Beschwerdegegners zur Nachbesserung ein Vorgehen nach den Regeln �ber den Schuldnerverzug erforderlich gewesen, was nach den vorinstanzlichen Feststellungen nicht erfolgt ist. Ohnehin w�re ein solches Vorgehen erfolglos geblieben, geht doch aus dem angefochtenen Urteil hervor, dass bereits im Herbst 2007 eine Nachbesserung des Werkmangels erfolgte, indem der Beschwerdegegner ein drittes Entw�sserungskonzept vorlegte, das funktionstauglich war.
�Allein in diesem Zusammenhang erfolgte die vorinstanzliche Feststellung, die Beschwerdef�hrerin habe "klammheimlich" durch eine Drittfirma ein neues Entw�sserungskonzept ausarbeiten lassen. Von der gest�tzt darauf zu verneinenden Frage, ob die Beschwerdef�hrerin die Kosten der Planung durch einen Dritten auf den Beschwerdegegner �berw�lzen kann, ist diejenige zu unterscheiden, ob die Beschwerdef�hrerin berechtigt war, einen Dritten mit der Planung zu beauftragen, ohne den Vertrag mit dem Beschwerdegegner zu verletzen. Dass dies nach der auf die Beendigung des Gesamtvertrags anwendbaren Regel von Art. 404 OR�-�unter Vorbehalt einer Entsch�digung wegen Widerrufs zur Unzeit nach Art. 404 Abs. 2 OR�-�der Fall war (vgl. Erw�gung 3 vorne; BGE 110 II 380 E. 3 ff. S. 382 ff.; 109 II 462 E. 4b, d S. 468 ff.), stellte die Vorinstanz mit der kritisierten Feststellung �ber die "klammheimliche" Beauftragung eines Dritten nicht in Frage. Die entsprechende R�ge der Beschwerdef�hrerin st�sst ins Leere.
�Ist die Beschwerde gutzuheissen, soweit darauf einzutreten ist, wird der Beschwerdegegner�f�r das bundesgerichtliche Verfahren�kosten- und entsch�digungspflichtig�(Art. 66 Abs. 1 und Art. 68 Abs. 2 BGG).
Die Beschwerde wird gutgeheissen, soweit darauf einzutreten ist. Das angefochtene Urteil des Obergerichts des Kantons Solothurn vom 11. Januar 2013 wird aufgehoben und die Sache zur Neubeurteilung an die Vorinstanz zur�ckgewiesen.
Der Beschwerdegegner hat die Beschwerdef�hrerin f�r das bundesgerichtliche Verfahren mit Fr. 5'000.-- zu entsch�digen.

References: Art. 364
 Art. 368
 Art. 107
 Art. 95
 Art. 95
 BGE 
 BGE 
 BGE 
 BGE 
 Art. 404
 Art. 368
 BGE 
 Art. 107
 Art. 107
 BGE 
 Art. 367
in fine
 Art. 368
 Art. 368
 BGE 
 Art. 368
 Art. 368
 Art. 107
 BGE 
 Art. 404
 Art. 404
 BGE 
 Art. 68