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Timestamp: 2018-11-22 11:36:24+00:00

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Vorwort : Planungsrechtliche Regelungen zur Begrenzung der Flächeninanspruchnahme im Rechtsvergleich mit England
Vorwort : Planungsrech...
Da in Deutschland täglich etwa 73 Hektar freie Fläche in Siedlungs- und Verkehrsfläche umgewandelt werden, beschäftigt sich die Autorin mit der Frage, wie der quantitative Bodenschutz verbessert werden kann. Die hohe Flächeninanspruchnahme führt zu zahlreichen Problemen und insbesondere zu einer zunehmenden ökologischen Belastung. Ausgehend von der Sachlage, dass in England weit weniger Fläche in Anspruch genommen wird, betrachtet die Autorin das deutsche und das englische Planungsrecht rechtsvergleichend. Dabei arbeitet sie die Schwächen des deutschen und die Vorzüge des englischen Planungsrechts heraus. Abschließend geht sie der Frage nach, ob und wie weit das englische Planungsrecht Impulse zur Verbesserung in Deutschland geben kann, und formuliert konkrete Änderungsvorschläge.
978-3-631-69778-8
https://doi.org/10.3726/978-3-631-69777-1
Frankfurt am Main, Bern, Bruxelles, New York, Oxford, Warszawa, Wien, 2016. 262 S.
Die vorliegende Arbeit wurde im Jahr 2016 von der Juristischen Fakultät der Ruprecht-Karls-Universität in Heidelberg als Dissertation angenommen.
Zunächst möchte ich mich bei Frau Prof. Dr. Ute Mager herzlich für die Betreuung dieser Arbeit und die wertvollen Anregungen bedanken. Herrn Prof. Dr. Wolfgang Kahl danke ich für das zügige Erstellen des Zweitgutachtens.
Für den rechtsvergleichenden Teil dieser Arbeit habe ich an der Newcastle University recherchiert, was mir Frau Dr. Jane Ball der Newcastle Law School ermöglichte. Bei Fragen zum englischen Planungsrecht haben mir Frau Arianne Graven und Herr Prof. Christopher Rodgers der Newcastle Law School, Herr Guy Hutchinson des Institute for Sustainability sowie Frau Prof. Simin Davoudi und Herr Prof. Mark Tewdwr-Jones der School of Architecture, Planning and Landscape geholfen. Ohne sie wäre der Rechtsvergleich nicht möglich gewesen. Herzlichen Dank dafür.
Für die mühevolle Arbeit des Korrekturlesens danke ich Katharina Stock und Carolin Kemmner. Valentin Roden danke ich für die konstruktiven Diskussionen über den quantitativen Bodenschutz.
1. Kapitel: Grundlagen der Flächeninanspruchnahme
A. Entwicklung der Flächeninanspruchnahme in Deutschland und England
I. Entwicklung der Flächeninanspruchnahme
II. Flächennutzung in Deutschland und England
B. Beeinflussungsfaktoren der Flächeninanspruchnahme
I. Suburbanisierung
II. Wandel der Wohnverhältnisse
III. Bauweise
IV. Verkehrsmobilität
V. Konsum, Freizeit und Tourismus
VI. Problembewusstsein und gegenläufige individuelle Interessen
VII. Bevölkerungsentwicklung
C. Auswirkungen der Flächeninanspruchnahme
I. Ökologische Auswirkungen
1. Bodenversiegelung
2. Zerschneidungen
3. Auswirkungen auf das Landschaftsbild
4. Sonstige ökologische Auswirkungen
II. Ökonomische Auswirkungen
III. Auswirkungen auf Mensch und Gesellschaft
2. Kapitel: Planungsrechtliche und bauordnungsrechtliche Regelungen zur Begrenzung der Flächeninanspruchnahme in Deutschland
A. Verfassungsrechtlicher Rahmen
I. Baufreiheit gemäß Art. 14 GG
II. Kommunale Planungshoheit gemäß Art. 28 II GG
III. Staatsziel Umweltschutz gemäß Art. 20a GG
B. Entwicklung des Planungsrechts
I. 1960er- und 1970er-Jahre
II. 1980er-Jahre
III. 1990er-Jahre
IV. 2000er-Jahre bis Heute
C. Raumordnungsrecht
I. Berücksichtigung der Flächeninanspruchnahme im ROG
1. Nachhaltige Raumentwicklung gemäß § 1 II ROG
2. Grundsätze der Raumordnung gemäß § 2 ROG
a) Grundsätze mit Bezug zur Flächeninanspruchnahme
aa) Nachhaltige Raumentwicklung gemäß § 2 II Nr. 1 ROG
bb) Raum- und Siedlungsstrukturen gemäß § 2 II Nr. 2 ROG
cc) Verringerung des Verkehrs gemäß § 2 II Nr. 3 ROG
dd) Schutz der Natur und Landschaft gemäß § 2 II Nr. 5 ROG
ee) Gewährleistung der ökologischen Funktionen gemäß § 2 II Nr. 6 ROG
b) Bewertung der Grundsätze der Raumordnung
3. Raumordnungspläne
a) Inhalt der Raumordnungspläne
b) Ziele der Raumordnung
4. Vorranggebiete und Vorbehaltsgebiete gemäß § 8 VII 1 Nr. 1, 2 ROG
5. Umweltprüfung gemäß § 9 ROG
II. Inhalt der landesweiten Raumordnungspläne
1. Allgemeine Vorgabe zur Begrenzung der Flächeninanspruchnahme
2. Vorgaben zur Siedlungsentwicklung
3. Vorgaben zum Schutz des Bodens und des Freiraums
4. Vorranggebiete und Vorbehaltsgebiete
5. Sonstige freiraumschützende Vorgaben
III. Zusammenfassung und Bewertung des Raumordnungsrechts
D. Bauplanungsrecht
I. Verhältnis des BauGB zu anderen Gesetzen
1. Verhältnis zum BBodSchG
2. Verhältnis zum BNatSchG
II. Planerforderlichkeit gemäß § 1 III 1 BauGB
III. Anpassungsgebot gemäß § 1 IV BauGB
IV. Bodenschutz in der Abwägung gemäß § 1 V-VII BauGB
V. Bodenschutz- und Umwidmungssperrklausel gemäß § 1a II BauGB
2. Bodenschutzklausel gemäß § 1a II 1 BauGB
a) Zweck und Inhalt der Bodenschutzklausel
aa) Sparsamer und schonender Umgang mit Grund und Boden
bb) Verringerung der zusätzlichen Flächeninanspruchnahme
cc) Begrenzung der Bodenversiegelung
b) Gewichtung der Bodenschutzklausel
aa) Bodenschutzklausel als Optimierungsgebot
bb) Bodenschutzklausel als Abwägungsbelang
cc) Reichweite der Bodenschutzklausel
3. Umwidmungssperrklausel gemäß § 1a II 2 BauGB
a) Flächen für Landwirtschaft, Wald und Wohnzwecke
b) Reichweite und Gewichtung der Umwidmungssperrklausel
c) Begründungspflicht gemäß § 1a II 4 BauGB
4. Bewertung des § 1 a II BauGB
VI. Eingriffsregelung gemäß § 1a III BauGB
1. Inhalt der Eingriffsregelung
2. Bewertung des § 1a III BauGB
VII. Gebiete der FFH- und der Vogelschutzrichtlinie gemäß § 1a IV BauGB
VIII. Umweltprüfung gemäß § 2 IV BauGB
IX. Darstellungs- und Festsetzungsmöglichkeiten gemäß §§ 5, 9 BauGB
1. Darstellungsmöglichkeiten im Flächennutzungsplan
2. Festsetzungsmöglichkeiten im Bebauungsplan
X. Bebauungsplan der Innenentwicklung gemäß § 13a BauGB
2. Ziel des § 13a BauGB
3. Anwendungsvoraussetzungen des § 13a BauGB
a) Maßnahmen der Innenentwicklung
aa) Begriff der Innenentwicklung und räumlicher Anwendungsbereich
bb) Wiedernutzbarmachung von Flächen
cc) Nachverdichtung
dd) Andere Maßnahmen der Innenentwicklung
b) Größenbegrenzung der Bebauungspläne der Innenentwicklung
aa) Größenberechnung
bb) Größengrenze des § 13a I 2 Nr. 1 BauGB
cc) Größengrenze des § 13a I 2 Nr. 2 BauGB
dd) Berechnung nach § 13a I 3 BauGB
c) Negative Zulässigkeitsvoraussetzungen gemäß § 13a I 4, 5 BauGB
4. Verfahrenserleichterungen gemäß § 13a II BauGB
5. Bewertung des § 13a BauGB
XI. Innenbereichssatzungen gemäß § 34 IV 1 Nr. 2, Nr. 3 BauGB
XII. Außenbereich gemäß § 35 BauGB
1. Privilegierte Vorhaben gemäß § 35 I BauGB
2. Sonstige Vorhaben gemäß § 35 II BauGB
3. Öffentliche Belange gemäß § 35 III BauGB
a) Bodenschutz gemäß § 35 III 1 Nr. 5 BauGB
b) Splittersiedlung gemäß § 35 III 1 Nr. 7 BauGB
c) Umwelt- und Naturschutz gemäß § 35 III 1 Nr. 3, 5 BauGB
d) Planvorbehalt gemäß § 35 III 3 BauGB
4. Begünstigte Vorhaben gemäß § 35 IV BauGB
5. Vorhabenausführung und Sicherungsmaßnahmen gemäß § 35 V BauGB
a) Bauausführung gemäß § 35 V 1 BauGB
b) Rückbauverpflichtung gemäß § 35 V 2 BauGB
aa) Anforderungen der Rückbauverpflichtung
bb) Anwendungsbereich der Rückbauverpflichtung
6. Außenbereichssatzungen gemäß § 35 VI BauGB
7. Bewertung des § 35 BauGB
XIII. Besonderes Städtebaurecht
1. Baugebot gemäß § 176 II BauGB
2. Rückbau- und Entsiegelungsgebot gemäß § 179 BauGB
3. Sonstige Instrumente des besonderen Städtebaurechts
4. Bewertung des besonderen Städtebaurechts
XIV. Baulandkataster gemäß § 200 III BauGB
XV. Zusammenfassung und Bewertung des Bauplanungsrechts
E. Baunutzungsverordnung
I. Bestimmung des Maßes der baulichen Nutzung gemäß § 16 BauNVO
1. Mindestfestsetzungen gemäß § 16 III BauNVO
2. Festsetzungen von Höchst- und Mindestmaßen gemäß § 16 IV BauNVO
3. Bewertung des § 16 BauNVO
II. Obergrenzen des Maßes der baulichen Nutzung gemäß § 17 BauNVO
1. Obergrenzen des § 17 BauNVO
a) Grundflächenzahl gemäß § 19 BauNVO
b) Geschossflächenzahl gemäß § 20 BauNVO
c) Baumassenzahl gemäß § 21 BauNVO
2. Überschreitung der Obergrenzen gemäß § 17 II BauNVO
3. Bewertung des § 17 BauNVO
III. Bauweise gemäß § 22 BauNVO
IV. Zusammenfassung und Bewertung der Baunutzungsverordnung
F. Bauordnungsrecht
I. Gestaltung der nichtüberbauten Flächen
II. Errichtung von Stellplätzen
III. Zusammenfassung und Bewertung des Bauordnungsrechts
G. Zusammenfassung und Bewertung des deutschen Rechts
3. Kapitel: Planungsrechtliche Regelungen zur Begrenzung der Flächeninanspruchnahme in England
A. Rechtliche Rahmenbedingungen in England
I. Entwicklung des Planungsrechts
2. 1900er-bis 1930er-Jahre
3. 1940er-bis 1980er-Jahre
4. 1990er-Jahre bis Heute
II. Rechtsquellen des englischen Planungsrechts
1. Parlamentsgesetze
2. Sekundärrechtsakte
4. Planning Policy
III. Für die Planung relevante Institutionen
1. Secretary of State for Communities and Local Government
2. Planning Inspectorate
3. Lokale Planungsbehörden
IV. System des englischen Planungsrechts
1. Planaufstellungsverfahren
a) Development Plan Documents
aa) Local Development Documents
bb) Local Development Scheme
cc) Statement of Community Involvement
dd) Monitoring Report
b) Neighbourhood Development Plans
c) Befugnisse des Secretary of State
2. Nachhaltige Entwicklung und Umweltprüfung
b) Vorgaben der Planning Policy
3. Baugenehmigungsverfahren
a) Genehmigungsbedürftigkeit
b) Erteilung der Baugenehmigung
aa) Development Order
bb) Entscheidung durch lokale Planungsbehörde
cc) Bedingungen und Verpflichtungen
dd) Bauaufsichtsrechtliche Maßnahmen
B. Gründe für die geringe Flächeninanspruchnahme in England
I. Planning Policy
1. Green Belts
a) Geschichte der Green Belts
b) Aktuelle Planning Policy bezüglich Green Belts
c) Aktuelle Probleme der Green Belts
d) Bewertung der Green Belts
2. Flächenrecycling
a) Geschichte des Flächenrecyclings
b) Aktuelle Planning Policy bezüglich Flächenrecycling
c) Aktuelle Probleme des Flächenrecyclings
d) Bewertung des Flächenrecyclings
4. Sonstige Vorgaben der Planning Policy
II. Gesamtkonzeption des englischen Planungssystems
1. Kontrolle der baulichen Entwicklung
2. Einfluss der Zentralregierung auf lokale Planungsentscheidungen
III. Stellenwert der Natur in der Bevölkerung
4. Kapitel: Bewertung und Verbesserungsvorschläge
A. Bewertung des Planungsrechts in Deutschland und England
I. Bewertung des deutschen Planungsrechts
II. Bewertung des englischen Planungssystems
III. Vergleichende Bewertung
B. Verbesserung des deutschen Planungsrechts
I. Einschränkung der gemeindlichen Planungshoheit
II. Mengenbegrenzung
III. Absolut geschützte Flächen
IV. Pflicht zur vorrangigen Ausnutzung der Innenentwicklungspotenziale
V. Abschaffung der Innenbereichssatzungen
VI. Strengerer Schutz des Außenbereichs
VII. Sonstige Ansatzpunkte

References: Art. 14
 Art. 28
 Art. 20
 § 1
 § 2
 § 2
 § 2
 § 2
 § 2
 § 2
 § 8
 § 9
 § 1
 § 1
 § 1
 § 1
 § 1
 § 1
 § 1
 § 1
 § 1
 § 1
 § 1
 § 2
 § 13
 § 13
 § 13
 § 13
 § 13
 § 13
 § 13
 § 13
 § 13
 § 34
 § 35
 § 35
 § 35
 § 35
 § 35
 § 35
 § 35
 § 35
 § 35
 § 35
 § 35
 § 35
 § 35
 § 35
 § 176
 § 179
 § 200
 § 16
 § 16
 § 16
 § 16
 § 17
 § 17
 § 19
 § 20
 § 21
 § 17
 § 17
 § 22