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Timestamp: 2019-02-23 06:22:05+00:00

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§ 534 BGB: Pflicht- und Anstandsschenkungen
§ 534 BGB
BGH, BESCHLUSS vom 3.4.2006, Az. IV ZR 72/05 wie sie im Berufungsurteil genannt werden, sondern wesentlich auch darauf, ob Gesichtspunkte der Versorgung des Beschenkten, etwa eine Notlage infolge der für den Schenker erbrachten Leistungen, das Ausbleiben einer solchen Belohnung als sittlich anstößig erscheinen ließe (vgl. insbesondere BGH, Urteil vom 9. April 1986 - IVa ZR 125/84 -FamRZ 1986, 1079, 1080; ebenso zu § 534 BGB BGH, Urteil vom 11. Juli 2000 - X ZR 126/98 - NJW 2000, 3488 unter I).
BGH, URTEIL vom 3.2.1984, Az. IVa ZR 152/82 heitsgaben zu besonderen Tagen oder Anlässen oder wie das Trinkgeld; dafür spielt die örtliche oder gesellschaftliche Verkehrssitte eine große Rolle (BGH Urteil vom 19.9.1980 - V ZR 78/79 - LH BGB § 534 Nr. 2 » WM 1980, 1336; neben den dort gegebenen Nachweisen vgl. MK-Kolhosser Rdn. 5» Soergel/Mühl 11. Aufl. Rdn. 5» Erman/Seiler 7. Aufl. Rdn. 3, Palandt/Putzo 43. Aufl. An. 1 - sämtlich zu § 534 BGB).
BGH, URTEIL vom 5.8.1980, Az. V ZR 78/79 Zwar kann eine belohnende Schenkung - von der das Berufungsgericht offenbar ausgeht - einer Anstandspflicht im Sinne des § 534 BGB entsprechen; dies gilt aber eben nur dann, wenn das Geschenk nicht erheblich über das Maß an Freigebigkeit hinausgeht, was der Beschenkte als Ausgleich für eigene Leistungen vom Schenkenden anständigerweise erwarten durfte (so schon die Vorstellung des Gesetzgebers, vgl. Mugdan, Materialien zu dem BGB, Protokolle II 37; vgl. dazu auch Staudinger/Reuss aaO, Rdn. 7).
BGH, Urteil vom 2.6.2000, Az. Eine die Rückforderung ausschließende sittliche Verpflichtung im Sinne von § 534 BGB zur Belohnung von Pflegeleistungen kann im allgemeinen nur angenommen werden, wenn besondere Umstände vorliegen, die das Ausbleiben einer solchen Belohnung als sittlich anstößig erscheinen lassen (BGH, Urt. v. 9.4.1986 - IVaZR 125/84, NJW 1986, 1926, 1927).
BGH, URTEIL vom 5.3.1986, Az. V ZR 280/84 Richtig weist das Berufungsgericht zwar darauf hin, daß es sich hier nicht um ein übliches Gelegenheitsgeschenk oder um ein gebräuchliches Geschenk unter nahen Verwandten gehandelt hat, das schon vom Wert oder Anlaß her als Anstandsschenkung zu gelten hätte und deshalb ohne weiteres der Vorschrift des § 534 BGB zuzuordnen wäre (vgl. Senatsurt v. 19. September'1980, V ZR 78/79, NJW 1981, 111; Stau-dinger/Reuss, BGB 12. Aufl. § 534 Rdn. 6).
VGH München, Beschluss vom 1.1.2016, Az. 12 C 16.65 Im Übrigen entbehrt die Beschwerdebegründung jeglicher Hinweise auf das Vorliegen von Anstandsschenkungen auf Seiten der Antragstellerin (zu den Voraussetzungen der Annahme einer Anstandsschenkung vgl. Staudinger/Tiziana J. Chiusi (2013) § 534 BGB Rn. 15 ff.).

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