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Timestamp: 2013-06-19 16:24:48+00:00

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Entscheidungen zu § 9 Abs. 1 KSchG - JuraForum.de
JuraForum.de > Urteile > Vorschriften > K > KSchG > § 9 Abs. 1 KSchG Entscheidungen zu "§ 9 Abs. 1 KSchG"ÜbersichtLAG-HAMBURG – Urteil, 2 Sa 51/04 vom 27.01.2005Die Auflösung des Arbeitsverhältnisses gem § 9 KSchG kann bei einem Chefredakteur nicht allein auf die Tatsache gestützt werden, dass der Tendenzschutz die Auflösung gebiete.
Die Auflösung ist nur gerechtfertigt, wenn objektive Verstöße gegen die Vorgaben des Tendenzbetriebes vorliegen. Allein Meinungsverschiedenheiten über die Gestaltung einer Zeitschrift reichen nicht aus.
LAG-DUESSELDORF – Urteil, 14 Sa 657/03 vom 25.07.20031. Der Verdacht einer fahrlässigen Schlechtleistung des Arbeitnehmers rechtfertigt auch dann keine Verdachtskündigung, wenn es um grobe Arbeitsfehler im sicherheitsrelevanten Bereich geht (hier: Montage von Rädern an einem Kraftfahrzeug).
2. Bei Schlechtleistungen oder unzureichender Arbeitsleistung kommt eine außerordentliche Kündigung nur in Ausnahmefällen in Betracht (im Anschluss an BAG, Urteil vom 20.03.1969, EzA Nr. 11 zu § 123 GewO; BAG, Urteil vom 04.07.1991, RzK I 6a Nr. 73). Der Arbeitgeber hat durch eine geeignete Organisation sicherzustellen, dass Arbeitsfehler im sicherheitsrelevanten Bereich rechtzeitig erkannt und alsdann auch beseitigt werden.
3. Eine ordentliche Kündigung wegen Schlechtleistung ist in der Regel erst nach Ausspruch einer (vergeblichen) Abmahnung sozial gerechtfertigt. Dies gilt auch dann, wenn der Arbeitnehmer fahrlässig einen größeren Schaden verursacht (vgl. BAG, Urteil vom 04.07.1991, RzK I 6a Nr. 73).
LAG-HAMBURG – Beschluss, 2 Ta 12/01 vom 26.06.2001Ein Auflösungsantrag nach § 9 Abs. 1 KSchG ist nicht streitwerterhöhend zu berücksichtigen, weil ein solcher Antrag in unmittelbarem Zusammenhang mit dem von § 12 Abs. 7 erfassten Kündigungsschutzverfahren steht und Sinn und Zweck des § 12 Abs. 7 ArbGG einer Streitwerterhöhung durch einen Auflösungsantrag entgegenstehen (gegen LAG Berlin, LAGE Nr. 119 b zu § 12 ArbGG Streitwert).
LAG-SCHLESWIG-HOLSTEIN – Urteil, 5 Sa 458/08 vom 12.05.2009
LAG-RHEINLAND-PFALZ – Urteil, 3 Sa 643/08 vom 03.02.2009
BVERFG – Beschluss, 1 BvR 347/08 vom 15.12.2008
LAG-HAMM – Urteil, 10 Sa 169/07 vom 25.01.2008
LAG-RHEINLAND-PFALZ – Urteil, 4 Sa 851/06 vom 22.11.2007
LAG-RHEINLAND-PFALZ – Urteil, 11 Sa 7/07 vom 19.04.2007
LAG-MUENCHEN – Urteil, 5 Sa 1108/04 vom 25.10.2006
LAG-HAMM – Urteil, 10 Sa 1956/05 vom 24.02.2006
LAG-RHEINLAND-PFALZ – Urteil, 8 Sa 846/05 vom 10.02.2006
LAG-RHEINLAND-PFALZ – Urteil, 10 Sa 580/05 vom 11.01.2006
LAG-RHEINLAND-PFALZ – Urteil, 12 Sa 74/05 vom 01.04.2005
LAG-RHEINLAND-PFALZ – Urteil, 10 Sa 849/04 vom 19.01.2005
LAG-RHEINLAND-PFALZ – Beschluss, 9 Ta 163/04 vom 23.12.2004
LAG-RHEINLAND-PFALZ – Urteil, 9 Sa 532/04 vom 01.12.2004
LAG-RHEINLAND-PFALZ – Urteil, 9 Sa 558/04 vom 01.12.2004
LAG-RHEINLAND-PFALZ – Urteil, 7 Sa 623/04 vom 08.11.2004
LAG-RHEINLAND-PFALZ – Urteil, 5 Sa 358/04 vom 28.09.2004
LAG-RHEINLAND-PFALZ – Urteil, 2 Sa 102/04 vom 22.06.2004
LAG-RHEINLAND-PFALZ – Urteil, 10 Sa 46/04 vom 07.04.2004
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References: § 9
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 § 123
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