Source: https://rvpg.de/dokumente-und-formulare/ruderordnung/
Timestamp: 2019-01-22 19:49:28+00:00

Document:
Ruderordnung – R.V.P.G. 09 e.V.
Änderung vom 22.12.2009
Änderung vom 06.05.2010
Das Rudern erfolgt grundsätzlich nach den Regeln des DRV.
1Hilfsbereitschaft eines jeden Mitglieds in jeder Lage ist eine selbstverständliche Pflicht. 2Lässt ein Mitglied sie vermissen, verletzt es damit die Kameradschaft und das Ansehen des Vereins und muss mit entsprechenden Strafen rechnen.
Bei der Durchführung von Ruderfahrten mit vereinseigenen Booten ist jedes Mitglied dafür verantwortlich, dass diese Ordnung eingehalten und beachtet wird, insbesondere
ein reibungsloser Ablauf des Ruderbetriebs gewährleistet,
eine Gefährdung anderer vermieden,
eine Beschädigung von Vereinseigentum verhindert,
die gesetzlichen Vorschriften der Binnenschifffahrtsstraßen beachtet,
die Richtlinien für die Mitnahme von Gästen eingehalten und
das Verbot über den Genuss alkoholischer Getränke vor und während sowie das Rauchen während der Fahrt beachtet
§ 2 – Benutzung der Boote
1Die vereinseigenen Boote stehen allen Mitgliedern im Rahmen der Satzung, dieser Ordnung und der ihnen erteilten Ruder- und Steuerfreigaben zur Verfügung, sofern ausreichende Schwimmkenntnisse vorhanden sind. 2Die Nutzung von Bootsklassen und einzelner Boote kann beschränkt werden.
Gesperrte Boote ebenso wie erkennbar nicht fahrbereite Boote dürfen nicht benutzt werden.
Kein Boot darf ohne einen für die geplante Fahrt freigegebenen Steuermann zu Wasser gebracht werden.
1Das Verleihen von Booten und Zubehör ist grundsätzlich nicht gestattet. 2Eine Ausnahme ist nur nach Vorstandsbeschluss möglich.
Reservierungen von Booten sind durch den Vorstand möglich.
1Die Boote sind nur mit dem dazugehörigen und gekennzeichneten Zubehör zu benutzen. 2Für beschädigte Skulls sind die gekennzeichneten Ersatzskulls zu verwenden. 3Vereinseigenes Bootszubehör darf nicht für Fahrten in vereinsfremden Booten verwendet werden.
1Boote und Zubehör sind stets schonend zu behandeln und nach jeder Fahrt gründlich gesäubert an ihrem Platz im Bootshaus einzuräumen. 2Dies beinhaltet insbesondere das Abwaschen, Abtrocknen und Rollbahnauswischen.
Schäden an Booten und Zubehör sind sofort am schwarzen Brett zu vermerken, den Ruderwarten und / oder Bootswarten mitzuteilen und ins Fahrtenbuch einzutragen.
§ 3 – Regeln für die Fahrt
1In jedem Boot muss ein Ruderer (Mitglied) mitfahren, der die entsprechende Steuererlaubnis besitzt. 2Er ist als Obmann für die Einhaltung der Vorschriften der Wasser-, Schifffahrts- und Ruderordnung verantwortlich. 3Ist ein anderer als der Steuermann Obmann, so ist sein Name im Fahrtenbuch zu unterstreichen.
1Die Bootsmannschaft hat den Anweisungen des Obmanns unbedingt und unverzüglich Folge zu leisten. 2Sie muss zur Einhaltung der Bestimmungen der Rheinschifffahrtspolizeiverordnung beitragen.
Vor Antritt jeder Fahrt hat sich der Obmann davon zu überzeugen, dass seine Mannschaft die notwendigen Freigaben besitzt und der geplanten Fahrt keinerlei Einschränkungen entgegenstehen.
Gerudert wird in Sportkleidung, möglichst in Vereinskleidung und schwarzer Hose.
Rauchen und Alkoholgenuss sind während des Ruderns verboten.
1Es muss unter Land gerudert werden. 2Wanderfahrten sind ausgenommen.
1Ruderfahrten während der Dunkelheit sind grundsätzlich nicht gestattet. 2Wird eine solche Fahrt im Einzelfall erforderlich, ist für die vorgeschriebene Lichterführung zu sorgen.
1Nach dem Abrudern ist das Rudern grundsätzlich untersagt. 2Kleine Steuerleute dürfen in handgesteuerten Mannschaftsbooten, Große Steuerleute in hand- und fußgesteuerten Mannschaftsbooten auf Wasser gehen. 3Schüler unter 18 Jahren müssen eine Schwimmweste bei sich führen.
Bei Hochwasser über dem unteren Leinpfad darf nur gerudert werden, wenn eine Genehmigung des Vorstands vorliegt.
Alle Boote müssen eine halbe Sunde vor Sonnenuntergang von Wasser sein.
Ausnahmen zu diesen Regeln können im Einzelfall durch den Vorstand genehmigt werden.
§ 4 – Fahrtenbuch
1Das Fahrtenbuch ist eine Urkunde und dient dem Nachweis der durchgeführten Fahrten. 2Für eine wahrheits- oder ordnungsgemäße Eintragung ist jeder Ruderer verantwortlich.
1Jede Ruderfahrt ist vor Beginn mit
dem Namen des Bootes,
dem Namen der Mannschaftsmitglieder und des Ob- oder Steuermannes,
dem Datum und der Abfahrtszeit und
soweit möglich, dem Fahrtziel einzutragen.
2Nach der Rückkehr ist der Eintrag um die Ankunftszeit und die geruderte Strecke zu ergänzen.
1Besondere Vorkommnisse sind zu vermerken und im Einzelfall den Ruderwarten oder Bootswarten unmittelbar mitzuteilen. 2Insbesondere sind vorgefundene oder verursachte Beschädigungen an Booten und Zubehör ins Fahrtenbuch einzutragen und zusätzlich am schwarzen Brett zu vermerken. 3Prüfungsfahrten sind mit ihrem Ergebnis im Fahrtenbuch zu notieren und vom Prüfer zu unterzeichnen.
Vorkommnisse, die geeignet sind, die Haftung des Vereins auszulösen, sind sofort den Ruderwarten oder einem anderen Vorstandsmitglied zu melden.
§ 5 – Freigaben
1Die einzelnen Boote sind nach ihrer Bauart in Bootsklassen eingeteilt. 2Nach dem Stand der Ausbildung, dem praktischen Können, theoretischen Wissen und der persönlichen Eignung wird die Befähigung jedes Mitgliedes, in einer Bootsklasse zu rudern oder diese zu steuern, in einer Prüfung festgestellt, freigegeben und in die Freigabenliste eingetragen.
Eine Freigabe wird vom Vorstand erteilt und eingetragen, wenn folgende Voraussetzungen erfüllt sind:
(1) Skullboote (Skullkreuz):
Der Ruderer beherrscht das Skullrudern in seinen Grundzügen und hat rund 100km Rudererfahrung in Skullbooten gesammelt.
Er kennt die Ruderkommandos und deren Ausführung und ist über die Verhaltensweisen in Notfällen unterrichtet.
Er besitzt Kenntnisse über das Rudermaterial und dessen Pflege.
Eine Prüfung durch eine vom Vorstand autorisierte Person wurde erfolgreich abgelegt.
(2) Riemenboote (Riemenkreuz):
Der Ruderer beherrscht die Grundlagen des Riemenruderns und hat rund 100km Rudererfahrung in Riemenbooten gesammelt.
5 II. (1) b) gilt entsprechend.
5 II. (1) c) gilt entsprechend.
5 II. (1) d) gilt entsprechend.
(3) Gigeiner und Trimmi (Einerkreuz):
Der Ruderer hat eine Steuerfreigabe als „Kleiner Steuermann“ erworben.
(4) Skiffs (Skiffkreuz):
Der Ruderer hat ausreichend Erfahrung in der Klasse gem. § 5 II.3. dieser Ruderordnung gesammelt.
(5) Während der Ausbildung:
Für die Ausbildung sind die genannten Freigaben nicht erforderlich, sofern ein gemäß § 7 dieser Ruderordnung autorisierter Ausbilder oder Übungsleiter diese Ruderfahrten betreut.
§ 6 – Steuerfreigaben
1Wir unterscheiden vier Steuererfreigaben. Diese sind: der „Kleine Steuermann“ für Fahrten vom WSVG-Steg bis zur Mehlemer Fähre, der „Große Steuermann“ für Fahrten bis Unkel, sofern der Rhein nicht überquert wird, der „C-Boot-Steuermann“ für Fahrten mit C-Booten und der „Wandersteuermann“ für Fahrten auf allen anderen Rheinabschnitten und sonstigen ruderbaren Gewässern. 2Nach dem Stand der erforderlichen Ausbildung, dem praktischen Können, theoretischen Wissen sowie der persönlichen Eignung wird nach Ablegung einer Prüfung die Steuererlaubnis durch den Vorstand erteilt und in die Freigabenliste eingetragen. 3Jeder Steuermann darf nur Boote im Rahmen seiner Freigaben steuern.
Eine Steuerfreigabe wird erteilt, wenn folgende Voraussetzungen vorliegen:
(1) Für die Freigabe als „Kleiner Steuermann“:
Vollendung des 15. Lebensjahres,
Erwerb des Skullkreuzes,
500km Rudererfahrung,
erfolgreich abgelegte Prüfung durch eine vom Vorstand autorisierte Person.
(2) Für die Freigabe als „Großer Steuermann“:
Freigabe als „Kleiner Steuermann“,
bestandener Rhein-Steuermanns-Lehrgangs eines Ruderverbandes,
Erfahrung und Kenntnis der Strecke bis Unkel (Stromkilometer 637) und mindestens zehn beaufsichtigte Fahrten als Steuermann mindestens nach Nonnenwerth-Südspitze („Hochfahrten“) in verschiedenen Bootstypen mit Hand- und Fußsteuerung,
(3) Für die Freigabe als „C-Boot-Steuermann“:
ausreichende Erfahrung und Kenntnisse als Steuermann in C-Booten,
(4) Für die Erlaubnis „Wandersteuermann“:
Freigabe als „Großer Steuermann“,
ausreichend Wanderfahrtenerfahrung als Steuermann unter Aufsicht auf fremden Gewässern,
§ 7 – Aufsichtsfreigaben
1Der Fahrtenleiter plant Wanderfahrten und führt diese eigenverantwortlich durch. 2Die Freigabe erfolgt nach erfolgreicher Prüfung durch den Ruderwart oder eine andere vom Vorstand autorisierte Person. 3Voraussetzung ist:
ist als Wandersteuermann freigegeben,
hat das 18. Lebensjahr vollendet und
hat die Prüfungsfahrt selbständig geplant und durchgeführt.
1Durch die Teilnahme an einem Ruderwartelehrgang kann ein mindestens Großer Steuermann durch den Vorstand die Lizenz zum Ausbilden erhalten. 2Er darf Anfänger anlernen, Vereinsmitglieder auf Ruder-, Steuer- und Aufsichtsfreigaben vorbereiten und zu diesem Zwecke mit ihnen in entsprechenden Bootsklassen auf Wasser gehen. 3Neben dem Ruderwart kann ein Ausbilder die erforderlichen Prüfungen abnehmen, sofern und soweit er dazu vom Vorstand ermächtigt wurde.
Übungsleiter ist, wer erfolgreich an einem Fachübungsleiterlehrgang eines Ruderverbandes teilgenommen hat und als Ausbilder freigegeben ist.
§ 8 – Wanderfahrten
1Mehrtägige Wanderfahrten sind vom Vorstand zu genehmigen. 2Teilnehmer unter 18 Jahren haben eine Einverständniserklärung der Erziehungsberechtigten beizubringen.
§ 9 – Gäste
1Die Mitglieder können gelegentlich Gäste bei Ruderfahrten mitnehmen. 2Ein Gast, der nicht Mitglied eines anderen Rudervereins ist, soll nicht mehr als drei Fahrten insgesamt und höchstens eine Wanderfahrt pro Kalenderjahr in Booten des R.V.P.G. unternehmen, ohne Mitglied zu werden.
1Das einladende Mitglied ist für die Sicherheit des Gastes und für die Einhaltung der Regeln dieser Ruderordnung durch den Gast verantwortlich. 2Gäste dürfen nur in Boote eingeteilt und auf Gewässer mitgenommen werden, soweit das einladende Vereinsmitglied für die diesbezüglich hinreichende Befähigung des Gastes und dessen Mitgliedschaft beim DRV garantiert.
Gäste dürfen grundsätzlich nicht allein in einem Boot fahren, insbesondere nicht in Skiffs und Einern.
Gäste dürfen grundsätzlich nicht als Obmann eingetragen werden.
Verursacht ein Gast einen Schaden, haftet das einladende Mitglied.
Ausnahmen zu diesen Regeln kann der Vorstand beschließen.
Jedes Mitglied ist über den R.V.P.G. beim Landessportbund (LSB) haftpflicht- und unfallversichert.
1Jedes Mitglied haftet dem Verein gegenüber für den von ihm vorsätzlich oder fahrlässig verursachten Schaden. 2Eine diesbezügliche Entscheidung des Vorstands ist gerichtlich nicht anfechtbar.
1Jeder Obmann übernimmt mit Antritt einer Fahrt die Verantwortung für die Ruderer und das Boot. 2Er haftet – auch wenn er das Boot selbst nicht steuert, sondern rudert – für jeden Schadensfall, der die Mannschaft, das Boot oder Dritte betrifft und mit dieser Ruderfahrt in Zusammenhang steht.
Eine Befreiung von dieser Haftung kommt nur in Betracht, wenn er durch sein Verhalten den Schaden nicht schuldhaft verursacht hat oder der Schaden auch ohne sein Verschulden eingetroffen wäre.
Trifft neben dem Obmann auch die Mannschaft ein Verschulden, haftet diese ebenfalls gegenüber dem Verein.
Mehrere Schuldner haften gegenüber dem Verein als Gesamtschuldner.
Jeder Obmann hat sich laufend davon zu überzeugen, dass die Versicherung, die er bei der Zuteilung einer Steuererlaubnis vorgelegt hat, dem Risiko entspricht.
Kein Steuermann darf gegen seinen Willen zum Führen eines Bootes oder einer Mannschaft gezwungen werden.
Zur Haftung bei Gästen siehe § 9 Absatz 5 dieser Ruderordnung.
§ 11 – Verstöße und Strafen
1Der Vorstand kann Strafen aussprechen, wenn die Ruderordnung nicht eingehalten wird, insbesondere wenn ein Mitglied
mutwillig oder fahrlässig Bootsmaterial oder anderes Vereins- oder Fremdeigentum beschädigt oder
als Ob- oder Steuermann leichtsinnig seine Pflichten vernachlässigt.
Die Strafen werden nach Schwere des Falles in Form von Rudersperren, Entzug der Steuererlaubnis, Verweisen und Ausschluss gemäß § 13 der Satzung des R.V.P.G. ausgesprochen.
1Rudersperren bis zu 4 Wochen und der vorläufige Entzug der Steuererlaubnis können vom Ruderwart oder anderen Vorstandsmitgliedern ausgesprochen werden. 2Weitergehende Strafen bedürfen eines Vorstandsbeschlusses.
1Dem Betroffenen steht ein Einspruchsrecht beim Vorstand zu. 2Nach dessen Entscheidung findet das Verfahren gemäß der Satzung des R.V.P.G. statt.
§ 12 – Änderung der Ruderordnung
Änderungen der Ruderordnung bedürfen eines Vorstandsbeschlusses gemäß §§ 18 ff. der Satzung des R.V.P.G.

References: § 2

§ 3

§ 4

§ 5
 § 5
 § 7

§ 6

§ 7

§ 8

§ 9
 § 9

§ 11
 § 13

§ 12