Source: https://forum.piratenpartei.de/t/sollen-wir-mit-offenen-listen-antreten/1859?page=4
Timestamp: 2018-12-19 16:27:08+00:00

Document:
Elfelealuft 2018-11-04 07:23:49 UTC #62
Es spricht nichts dagegen in eine (Sammel-)bewegung zu gehen und dort neue Mitglieder zu suchen und zu finden.Die Piratenpartei kann das jedoch nicht, sie bekommt dort nur Leute abgeworben. Wir sollten irgendwo hingehen wo keine linken Kader sind, da diese den meisten Piraten was strategisch und von der politischen Ausbildung her hoch überlegen sind. Die einzigenm, die ich kenne, die gegen die Linken in manchen Regionen ankommen sind die ebenfalls politisch sehr gut gebildeten und gut organisierten Anarchisten und die sind bei Aufstehen nicht.
Indigopirat 2018-11-04 09:27:05 UTC #63
Glaub es ruhig, dass meine Frage ernst ist, denn ich bevorzuge Diskussionen, die auf Fakten basieren, anstatt auf Behauptungen.
Wahlergebnisse und Mitgliederzahlen sind kein reines Piratenproblem. Es gibt ca. ein Dutzend linker Klein- und Kleinstparteien, die alle zu stur sind, um zusammenzuarbeiten. Das ist ein menschliches Problem, und eine mögliche Lösung dafür ist meiner Meinung nach die Aufstehenbewegung, um den Menschen Teamwork beizubringen. Daher habe ich auch diesen Thread eröffnet. Du kannst aber auch gerne andere Lösungsvorschläge einbringen.
AGs und Pressearbeit sind analog dazu, denn wenn zu wenig Leute in einer Partei sind, dann geht es eben nicht so wie man es gerne hätte.
Du kannst deine Liste gerne noch verlängern, aber wenn sich alle Punkte auf “wir haben zu wenig fähige Leute” zurückführen lassen, dann spar dir die Zeit lieber, denn dieses Problem lässt sich nur parteiübergreifend lösen.
Indigopirat 2018-11-04 09:34:36 UTC #64
Die Piratenpartei kann das jedoch nicht, sie bekommt dort nur Leute abgeworben.
Das sehe ich anders. Aufstehen ist eine Bewegung, die die linken Parteien und Bewegungen sammeln möchte. Da geht es nicht um’s Abwerben, sondern darum, dass man endlich mit dem Konkurrenzdenken aufhört und an einem Strang zieht, weil ansonsten rechte Populisten das Rennen machen.
Wir Piraten gehen von einem eigenverantwortlichen Menschen aus (s. BGE und Drogenpolitik) und stehen für Aufklärung (Transparenz), aber bei Mitgliederzahlen hast du Angst davor, dass andere linke Bewegungen uns mit ihrer politischen Expertise Mitglieder wie Schafe abführen könnten?
Indigopirat 2018-11-04 09:43:51 UTC #65
Äh, von der Linken? Also von der Partei “Die Linke”? Das ist aber nicht die Aufstehenbewegung. Die Linke distanziert sich von der Aufstehenbewegung. Mir wurde bei Aufstehen noch nie irgendwas vorgeschrieben und ich bin von Anfang an dabei gewesen.
Ja, da stimme ich dir zu. Sonst wäre Berlin schließlich nicht der erste Landtag gewesen, in den die Piraten eingezogen sind.
Wagenknecht sagt immer wieder, dass sie mit der SPD zusammenarbeiten möchte, sobald die SPD wieder zu einer Arbeiterpartei wird. Ich selber schlage aber gerne verbal auf die SPD ein, denn die müssen einfach so lange gesundgeschrumpft werden, bis sie wieder zu einer Arbeiterpartei werden. Anders geht es leider nicht.
Dir ist aber schon klar, dass 2 von 3 Zitaten, die du von mir aufgelistet hast, an LouisB gerichtet waren und dass er faktisch falsch verstanden hat, was ich geschrieben habe? Und dass mein 3. Zitat eine Wiederholung eines Satzes aus seinem eigenen Beitrag war?
GG79 2018-11-04 09:51:12 UTC #66
Wagenknecht sagt immer wieder, dass sie mit der SPD zusammenarbeiten möchte, sobald die SPD wieder zu einer Arbeiterpartei wird.
Ich kann mir auch eine Zusammenarbeit mit Frau Wagenknecht vorstellen, sobald ihre Bewegung demokratisch wird.
Im Ergebnis halt nie.
Fulleren 2018-11-04 10:02:31 UTC #67
Ziel der Piratenpartei muss eigentlich sein mit eigenen Listen Erfolg zu haben. Aber das Wahlrecht benachteiligt bei manchen Wahlen Parteien, die nicht in allen Wahlkreisen mit einem Direktkandidaten antreten.
Ein Beispiel sind kürzlich die Landtagswahlen in Bayern oder die Kommunalwahlen in NRW. Es gibt noch weitere, die mir gerade nicht einfallen.
In diesen Fällen kann eine Kooperation sinnvoll sein.
Für kleine Parteien kann es sinnvoll sein zu fusionieren, allerdings gibt es z.B. die BGE Partei nur weil sich teile der Piratenpartei nicht mit dem BGE-Beschluss abfinden konnten und wichtige BGE Experten aus der Partei gemobbt haben. So kann man sich natürlich selber schwächen.
smegworx 2018-11-04 10:57:24 UTC #68
BGE Experten
Elfelealuft 2018-11-04 11:07:20 UTC #69
Entschuldige, aber genau diese offizielle Absichtserklärung höre ich seit meiner Zusammenarbeit mit DKP und KBW in der Friedensbewegung der 80iger Jahre… und es geht nicht um Schafe… und das angewendete Mittel ist üblicherweise soziale Anerkennung, Lob und Respekt, evtl auch eine berufliche Perspektive oder ein Sitz in einem Parlament. Alles Dinge, die gerade die Piratenpartei nicht zu bieten hat. Die Schafe bleiben natürlich unbehelligt) Aufstehen ist genausowenig ein Bündnis wie es die WSAG war oder weitere 15 Beispiele aus der Geschichte der westdeutschen “linken” Politik. Ich bin absolut FÜR Bündnisse, aber Aufstehen ist ein solches nicht, sondern eine kommunistische Vorfeldorganisation. man muss einfach mal ernst nehmen das die Marx, Engels und Lenin gelesen haben und gerne mindestens teilweise anwenden.
EinfachArne 2018-11-04 15:58:24 UTC #70
Kurze Antwort: Das sollte auf jeden Fall in Erwägung gezogen werden. Wenn es Gruppen gibt, mit denen man sich auf gemeinsame Ziele einigen kann, wieso nicht? Streitthemen bzw. widersprüchliche Standpunkte müssen dann nur abgeklärt werden bzw. wie man mit diesen umgehen möchte.
LouisB 2018-11-04 18:36:11 UTC #71
Mal überspitzt, die NPD tritt für ein BGE ein, und deshalb arbeite ich punktuell mit ihr zusammen?
smegworx 2018-11-04 18:58:39 UTC #72
Klar, dann kannste ein totes UND ein braunes Pferd reiten.
LouisB 2018-11-04 19:03:01 UTC #73
Ja oder ich mach mir Gedanken warum “jedes Pferd zu reiten” anstatt zu einer Meinung zu stehen, Beliebigkeit führt, und womöglich beim Wähler den Eindruck hinterlässt es ginge nicht um Inhalte, sondern nur um Macht und Parteienfinanzierung.
Jedenfalls bin ich sehr gespannt auf die Piraten Brandenburg, ich Tippe ja auf die “Neue Mitte” oder die “Violetten” als Partner.
https://www.psiram.com/de/index.php/Die_Violetten
Einer der, ehemaligen. ?, Beisitzer hat da ja Kontakte.
EinfachArne 2018-11-05 22:35:42 UTC #74
Öhm, nein. Zumindest ich sprach von ZIELEN (Plural) und die Gemeinsamkeiten müssen schon überwiegen. Außerdem sollten die strittigen Themen keine sein, wo man wirklich vollkommen auseinander liegt, denn dann wird das nicht funktionieren.
GG79 2018-11-06 09:57:28 UTC #75
Außerdem sollten die strittigen Themen keine sein, wo man wirklich vollkommen auseinander liegt, denn dann wird das nicht funktionieren.
Es ist aber ein gemeinsamer Auftritt.
Deswegen mußt Du erst bei den Differenzen anfangen und nicht bei den Gemeinsamkeiten.
Hindernisse für ein Bündnis stellen die unüberwindbaren Differenzen dar.
Indigopirat 2018-11-06 18:06:11 UTC #76
So kann man sich natürlich selber schwächen.
Ja, Ego und Sturheit auf beiden Seiten ist exakt das Problem, das mit der Aufstehen-Bewegung angegangen werden soll, denn einig sind sich aktuell nur diejenigen, die sich auf’s Dagegensein beschränken. So gewinnt halt die AfD.
@Elfelealuft Der Unterschied zu den von dir genannten Bündnissen ist, dass es keine Partei ist und dass es kein Wahlprogramm gibt, dem man sich unterordnen muss. Mit Marx & Co. kenne ich mich nicht aus, aber welche Punkte, die Aufstehen deiner Meinung nach anwendet, sind denn problematisch?
Danke für diese positive Antwort in einem Thread, der hauptsächlich von Kritik bestimmt wird.
Und btw: Keine Angst, mit der NPD oder der AfD gibt es keine Zusammenarbeit, selbst wenn die behaupten würden, ein BGE einzuführen. Erstere würde das Grundeinkommen garantiert nur an reinblütige Deutsche ausgeben (also nix mit “bedingungslos”) und letztere ist eine Partei, die mit ihren Hassreden die Bürger manipuliert, um Mandate abzugreifen. Beide Parteien sind außerdem durch und durch korrupt und daher nicht vertrauenswürdig. Es wäre naiv, zu glauben, dass mit einer NPD eine thematische Zusammenarbeit möglich ist, nur weil die angeblich für das BGE sind. Etwas anderes zu behaupten ist entweder naiv oder sinnloses Herumtrollen, um zu provozieren.
merle 2018-11-06 19:25:30 UTC #77
Keine Angst, mit der NPD oder der AfD gibt es keine Zusammenarbeit, selbst wenn die behaupten würden, ein BGE einzuführen.
Ist dir Hetze gegen Andersdenkende wichtiger als inhaltlicher Fortschritt? Mir wäre ein möglichst großes Bündnis für das Richtige ja lieber als ein möglichst linkes Bündnis.
Dass das BGE völliger Hirnriss ist und als Beispiel daher nicht taugt, ist allerdings Nebensache.
EinfachArne 2018-11-06 21:29:19 UTC #78
DU wirst dich wundern wo du dem BGE überall begegnen wirst, auch wenn es nicht so heißen mag. Dies ist ein Thema welches du im gesamten politischen Spektrum von Links bis Rechts findest. Natürlich weichen die Details und die Motive dahinter ab, daher bezweifle ich, dass es möglich wäre mit diesen von dir vollkommen richtig als “Andersdenken” betitelten zusammenzuarbeiten.
Es kommt auf die Inhalte an, nicht nur die bunte Verpackung. Da habe ich aber bis auf Weiteres Vertrauen in @Indigopirat und seine Mitstreiter.
Indigopirat 2018-11-07 06:17:54 UTC #79
@EinfachArne Danke.
Und den merle kannst du getrost ignorieren, denn der trollt hier schon die ganze Zeit mit pro-AfD-Propaganda herum und möchte irgendwie Aufstehen und die AfD zusammenbringen.
merle 2018-11-07 06:21:24 UTC #80
Ich finde es ein bisschen befremdlich, dass die @Indigopirat “lehnt BGE ab” mit “macht AfD-Propaganda” in einen Topf wirft.
Pirat_Andi 2018-11-07 19:34:47 UTC #81
Verstehe ich dich da richtig, dass du eine Zusammenarbeit mit der AFD oder NPD befürwortetest, wenn es gemeinsame Schnittstellen gibt?

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