Source: https://www.gomopa.net/Finanzforum/silber/investment-in-silber-p235917.html
Timestamp: 2018-08-19 21:42:19+00:00

Document:
Investment in Silber - Silber - Finanznachrichten
Dieses Thema wurde 5380 mal besucht und hat 10 Antworten.
Silber - Das Gold des armen Mannes
Diese Beschreibung des Volksmundes für das weiß glänzende Metall existiert schon seit Jahrhunderten.
Damit kommt zum Ausdruck, dass vor allem die breite Masse in der Vergangenheit beim Abwägen zwischen Gold und Silber vorrangig auf die beliebten Silbermünzen statt auf teure Goldbarren zurückgegriffen hat. Insbesondere in schweren Krisenjahren stieg die Bedeutung der Edelmetalle insgesamt an. Im direkten Vergleich zum Gold galt Silber aber dennoch als das unscheinbarere der beiden Metalle.
Eine starke Wechselwirkung bestand vor allem in der Preisentwicklung von Gold und Silber. Dabei war es besonders auffällig, dass der Silberpreis grundsätzlich zu deutlich stärkeren Kursbewegungen neigte. Einige Marktteilnehmer sprachen in diesem Zusammenhang auch davon, dass Silber eine gehebelte Spekulation auf den Goldpreis darstellte.
Fundamental bestehen allerdings auch wesentliche Unterschiede zwischen den beiden Edelmetallen. Während Gold überwiegend von Notenbanken und Investoren gehortet wird, kommt Silber vorrangig als Industrierohstoff zum Einsatz. Zudem wurde Silber, im Gegensatz zu Gold, in der Geschichte noch niemals verboten. Silber wird bereits seit rund 7.000 Jahren verarbeitet und galt in seiner Geschichte zeitweilig sogar als wertvollstes Metall überhaupt.
In den letzten Jahren hat sich die Bedeutung von Silber wieder erhöht.
Der Rohstoff findet heute auf vielen verschiedenen Gebieten Anwendung, unter anderem bei der Herstellung von Schmuck oder Musikinstrumenten, aber auch für Katalysatoren, Solaranlagen und in der Wasseraufbereitung wird es genutzt. Weiterhin wird Silber in der Elektrotechnik und Elektronik, bei Solaranlagen sowie im Bereich der Fotografie eingesetzt.
Das Jahr 2008 hielt für die beiden Edelmetalle sowohl Höhen als auch Tiefen bereit.
Während sich der Silberpreis in den Jahren seit 2004 stetig erhöhte, kam es im letzten Jahr zu massiven Kursverlusten innerhalb kurzer Zeit. Das Edelmetall verlor, ausgehend vom Hoch bei mehr als 21 US-Dollar, in der Spitze rund 60 Prozent an Wert. Zusätzlich gab es heftige Schwankungen des US-Dollar-Wertes, was die Volatilität der Kursentwicklung noch förderte. Erst zuletzt konnte eine Konsolidierung der Notierungen auf vergleichsweise niedrigem Niveau beobachtet werden.
1. Gold und Silber sind im Kondratieff - Zyklus "Winter" die besten Investments. Dieser wirtschaftliche "Winter" hat 2000 mit dem Aktiencrash begonnen und wird noch ca. 8 - 10 Jahre andauern (evtl.Ende zwischen 2016 und 2020)
2.Silber hat eine monetären und eine industrielle Bedeutung
3. Das Allzeithoch von Silber: inflationsbereinigt über 1000 $ / Unze (1744)
4. Wegen des langfristigen Gold/Silber Verhältnisses von 1:31 hat Silber ein mindestens 2-fach so hohes Potential wie Gold
5. Silber ist viel knapper als Gold, deshalb ist sogar eine Relation von 1:5 durchaus vorstellbar. Bei einem inflationsbereinigten Wert von z.Z. ca. 2500 Dollar/Goldunze ergibt sich daher ein möglicher Silberpreis von 500 Dollar /Unze
7. Die Industrie-Nachfrage steigt (Leitfähigkeit, antibakteriell etc )
8. Die Wertanlage-Nachfrage wächst (ETF, Münzen etc.)
9. Das Silberangebot (Minenproduktion, Recycling, Banken) ist rückläufig.
10. Das Silber-Defizit steigt. Die Reserven u. Ressourcen der Silberminen haben eine Rest-Lebensdauer von ca. 15-20 Jahren. Da Silber zu 71 Prozent als Nebenprodukt bei der Gewinnung von Kupfer, Blei, Zink oder Gold anfällt kann die Förderung selbst bei anziehenden Preisen nicht sofort gesteigert werden.
11. Lt. Izzy Friedmann (The Godfather of Silver) wird Silber immer weiter steigen, solange es nicht künstlich hergestellt werden kann.
12. Der Dollar und das Schuldensystem sind am Ende, weil beide, im Gegensatz zu Edelmetallen, beliebig vermehrt wurden und werden. Nur in Gold und Silber kann man seine Werte inflationssicher aufbewahren, denn ein Verfall der Dollar Leitwährung wird auch andere Währngen mit sich ziehen.
14. Silber ist das "Gold des kleinen Mannes", deshalb wird in der Krise die Nachfrage nach Silbermünzen massiv ansteigen und dadurch der Silberpreis in den Himmel gehen. Silber kann in der Hyperinflation um den Faktor 100 steigen. Auch Preise von 1000 Dollar/Unze sind also vorstellbar. Verglichen mit der Steigerung von Porsche, Microsoft oder Google Aktien in der Boomphase des Aktienmarktes ist das 100 fache eher konservativ.
16. Die Manipulation der Edelmetallmärkte ist dauerhaft nicht möglich. Die massiven Ungleichgewichte zwischen Papiersilber (Leerverkäufen) und physisch vorhandenem Silber müssen irgendwann aufgelöst werden.
17. Wenn die Spekulanten, die den Markt über Derivate manipulieren, aussteigen wollen oder müssen, dann wird der Preis plötzlich nach oben schiessen und dann wird es kaum noch bezahlbares Silber zu kaufen geben.
18. Silber ist im Gegensatz zu Gold keine Währungsreserve und die Zentralbanken "pflegen" den Silberpreis deshalb nicht.
20. Wenn Silber als Geld neu entdeckt werden wird, dann wird es auch neu bewertet werden.
Wenn man bedenkt, das der Vorrat an Gold heute fünfmal größer ist als der Vorrat an Silber, so ist es nicht schwer sich vorzustellen, das der Silberpreis sich immer weiter in Richtung des Goldpreises entwickeln muss.
Die Argumente für ein Investment vor allem in Silber sind überzeugend.
Jeder, der sein Vermögen vor Inflation und Währungsverfall schützen will ist gut beraten, einen Teil seines Vermögens in ein Edelmetalldepot zu legen. Wobei vieles für Gold aber alles für Silber spricht.
Empfohlen wird ein sogenannter "Drittel - Mix", bestehend aus
- Edelmetall in großen Barren physisch gelagert in der Schweiz oder Liechtenstein (über einen Fond oder eine Bank)
und für spekulative Naturen bieten sich auch Optionsscheine auf Silber an, wobei hier natürlich ein Emitentenrisiko (Bankenpleite) besteht. Allerdings werden bei Silber keine Spekulation auf Kredit (z.B. Knockouts oder Daytrading) empfohlen, denn dazu ist die Volatilität (Preisschwankung) zu groß. Wer das trotzdem tut, der muss wissen, dass er zockt.
Derzeit gibt es z.B. ein hohes Ungleichgewicht zwischen der Long - und der Short Seite an der Metallbörse. Wann der "showdown" zwischen den beiden Parteien kommt und wie er ausgehen wird, weiss keiner und deshalb weiss auch keiner , wie der Preis sich kurzfristig entwickeln wird. Wer was anderes behauptet ist ein Phantast oder unseriös.
Anleger, die auf künftig steigende Preise des Industrierohstoffs und Edelmetalls Silber setzen möchten, könnten sich für das X-pert-Zertifikat der Deutschen Bank interessieren.
Dieses Produkt ermöglicht es Investoren, im Verhältnis 1:1 an der Kursentwicklung zu partizipieren. Dabei sollten Anleger zusätzlich auf die Entwicklung des Wechselkurses zum US-Dollar achten, da das Zertifikat keine Währungsabsicherung beinhaltet.
Name: Silber X-pert Zertifikat
WKN / ISIN: DB3XAG / DE000DB3XAG6
Geld: 9,12 Euro
Brief: 9,19 Euro
? aktuelle Kursdaten
(Eig./ariva)
Henri-Isaac LEWY
Investoren in physisches Silber sollten ausschliesslich die Möglichkeiten in Deutschland nutzen und auf die Auslagerung (in die Schweiz bzw. Liechtenstein) ihres Eigentums ins Ausland verzichten. Ausserdem sollten Investoren auf Investitionen in Metall-Zertifikate, Futurs, Warrants, EFT's etc. generell verzichten. Ich verfüge über eine dreijährige Erfahrung mit der Investition in physisches Silber und andere physische Industriemetalle (wie Pd, Hf, In, Zn, Cu, Ge, Se und insbesodere in die Metalle und Metalloxyde der "Seltenen Erden" ( Ce, Dy, Eu, Gd, La, Nd, Pr, Sm Tb und Y). Ich bin gern meine Erfahrungen zu vermitteln.
Keine Mehrwertsteuer wenn der Lieferant über ein sogenanntes Umsatzsteuerlager verfügt. In diesem Fall erwirbt der Investor über einen von der BaFin geprüften "atypischen Darlehensvertrag"
Sicherungsgut und erhält ein sogenanntes Sicherungsüber-eignungszertifikat für die physische Ware in Gramm/Kilogramm. Der Investor partizipiert an der Wertentwicklung aber auch am evtl. Verlust des SILBERS im Verhältnis 1:1 und zahlt bei Vertragsauflösung lediglich SPREAD in Höhe von 5% auf den Rückzahlungsbetrag. Vertragslaufzeit mindestens für 1 Jahr, danach jederzeit kündbar und Auszahlung innerhalb 48 Stunden. Keine Analysenkosten solange sich das Metall im Depot bei dem Lagerhalter des Metall-Lieferanten lagert.
Die Sicherungsübereignungsverträge dienen Ausschließlich der Sicherung des Rückzahlungsanspruchs des Investors/Sicherungsnehmers gegen die Sicherungsgeberin gem.
§ 7 des abzuschliessenden "atypischen Darlehensvertrages" (die gesicherte Forderung").
Sicherungsgut - Übertragung von Miteigentum.
§ 1 Die Sicherungsgeberin z.B. die Firma J. STERN & Co. Metallgesellschaft AG in Bremen, www.sternmetall.com hat SILBER bei der Lagerhalterin BASE METALS STORAGE / Warehouse-Organisation Ltd. an verschiedenen Standorten in Deutschland im Wege der Sammellagerung eingelagert ud ist Miteigentümerin im Sinne von § 469 Abs. 2 HGB an den Metall-Sammellagerbeständen.
§ 2 Umgehend nach der Einlagerung von SILBER aber auch jedem anderen Industriemetall wird dem Darlehensgeber/Investor ein Metallkontoauszug erstellt, der jederzeit im geschützten Bereich (für den Investor über sein spezielles "Metallkonto" mit einen persönlichen Sicherheitscode zugänglich) bei www.sternmetall.com zugänglich ist. Die Kundendepots werden nach den börsentäglich sich ändernden Kursen ständig auf dem Laufenden gehalten. Der Metallkontoauszug für den Investor beinhaltet neben der aufstellung der gekauften Metalle oder Metalloxide die Benennung des Lagers in welchem das Sicherungsgut eingelagert ist.
§ 3 Die Sicherungsgeberin übereignet dem dies annehmenden Investor/Darlehensgeber/Sicherungsnehmer auflösed bedingt durch das Erreichen resp. den Wegfall des Sicherungszwecks, anteilig ihre Miteigentumsanteile an dem jeweiligen Lagerbestand des/der Metalle im vorbezeichneten Sammellager in Höhe der jeweils pro Metall bzw. Metalloxide im Sicherungsübereignungsvertrag genau festgelegten Mengen (insgesamt das Sicherungsgut). Die mengenmäßige Festlegung der Miteigentumsanteile errechnet sich dabei nach dem für die jeweilige Metall- bzw. Metalloxydart unter Zugrundelegung der jeweils am Tag der Wertstellung (Valuta) des Darlehensbetrages (abzüglich evtl. zu zahlender Vertriebprovisionen) gem. § 7 Abs. 2 des atypischen Darlehensvertrages festgestellten auf den Internetseiten bei sternmetall.com börsentäglich um 14 Uhr veröffentlichten Ankaufpreise pro Metall- bzw. Metalloxydart.
§ 4 Das Miteigentum am Sicherungsgut geht mit Abschluss des Sicherungsübereignungsvertrages auf den Investor/ Sicherungsnehmer über. Die Übergabe des Sicherungsguts an den Sicherungsnehmer wird durch die Vereinbarung dieses Vertrages als Besitzkonstitut im Sinne von § 930 BGB in der Weise ersetzt, dass die Sicherungsgeberin als mittelbare Fremdbesitzerin dem Sicherungsnehmer als mittelbaren Eigenbesitzer den Besitz am eingelagerten Sicherungsgut vermittelt. Der Sicherungsnehmer/Investor stimmt mit der Unterzeichnung dieses Vertrages ausdrücklich der Sammellagerung des Sicherungsguts gemäß § 469 HGB zu.
Für jegliche Rückfragen stehe ich Jedermann gern unter meiner e-mail-Adresse zur Verfügung.
Mit freundlichen GrüssenHenri-Isaac LEWY, Dipl.-Ing.
Sehr geehrter Herr Henri-Isaac Lewy,
warum wird das Depot nicht als Sondervermögen des Kunden außerhalb des Vermögens der Gesellschaft deklariert?
Wenn ich Ihren Text so lese, bekomme ich ein bißchen Bauchschmerzen bei der Verästelung der Paragrafen und den potenziellen Miteigentümern des Depots.
Warum keine klare transparenten Strukturen schaffen?
Und was die Bafin alles als geprüft durchgehen läßt, haben wir gerade alle live miterlebt!
Bitte beachten Sie diesen Beitrag.
für diesen Beitrag muß ich Ihnen ein dickes Lob aussprechen! Sehr gute Darstellung der Fakten über Silber!
Zum Thema Lagerung würde ich einen Standort wählen, der nicht innerhalb der EU ist.
Was hier z.Zt. für ein Kontrollwahn entsteht, ist nicht mehr zu glauben.
Auch bankenunabhängig ist neuerdings empfehlenswert, man braucht mal nur die Amis zu fragen, die in der Schweiz ihr Geld hatten.
Auszug aus dem NL - Rohstoff-Trader
Warum Gold den DAX überholt - und warum Silber auf 100 US-Dollar ansteigt?
Sind wir mal ehrlich! Gold über 3.000 oder gar 4.000 US-Dollar? Und Silber steht aktuell bei rund 13 US-Dollar! Ein Anstieg auf 100 US-Dollar?? Das ist doch nicht sehr wahrscheinlich! Oder?
Warum sollte Silber so extrem ansteigen? Und dabei sogar das Hoch von Anfang der 80er-Jahre bei fast 50 US-Dollar überwinden? Ja, sie haben richtig gelesen! Silber war schon einmal bei rund 50 US-Dollar! Und auch damals hatte es niemand für möglich gehalten!
Warren Buffett - das "Orakel von Omaha", investierte zu Beginn des neuen Jahrtausends in Silber und wurde milde belächelt. Jetzt liegt der alte Mann daneben, war vielfach die Einschätzung von Analysten! Buffett stieg ein, als Silber bei unter fünf US-Dollar je Unze notierte. Um diese Marke dümpelte der Silberpreis seit Mitte der 80er-Jahre und Silber war „totes Kapital“. Interessanterweise musste Buffett nicht lange warten, bis die Rallye begann! In den darauf folgenden Jahren schoss Silber von rund vier US-Dollar Ende 2001 auf über 20 US-Dollar Anfang 2008! Ein Gewinn von unglaublichen 500%!! Und das mit einer Geldanlage, die zum damaligen Zeitpunkt keinen interessierte!
Man kann den Preis des Silbers mit einem Wasserball vergleichen, der unter Wasser gedrückt wird.
Sollte die Gegenkraft der Short-Positionen an der Comex nachlassen, die den Preis nach unten drückt, so werden wir einen einmaligen und nie wieder vorkommenden Preissprung erleben. Wie der Wasserball, der in die Lüfte springt, sobald wir ihn loslassen!
Ein Hurra bei denen, die mit an Bord der Silberrakete sitzen!!!
Die Angst vor dem Inflationsgespenst ist nicht kleiner geworden seit der Euro wackelt und die Europäische Zentralbank die Krise mit billigem Geld bekämpft. Um auf Nummer sicher zu gehen, kaufen viele Deutsche Edelmetalle
Doch nun droht den Silber-Fans Ungemach. Die Bundesregierung plant, die Mehrwertsteuer, die beim Kauf von Silbermünzen fällig wird, deutlich zu erhöhen. Im Moment unterliegen sie dem ermäßigten Mehrwertsteuersatz von sieben Prozent. Bald könnten es 19 Prozent sein, berichtet die „Süddeutsche Zeitung“ und beruft sich auf Pläne des Bundesfinanzministeriums.
Der reguläre Mehrwertsteuersatz von 19 Prozent wurde bisher schon auf Silberbarren fällig und galt ebenso für Barren und Münzen aus Palladium oder Platin. Silbermünzen zur Geldanlage und Sammlermünzen profitieren bislang von dem verbilligten Mehrwertsteuersatz – allerdings nur dann, wenn ihr Preis das zweihalbfache des Materialwerts übersteigt
Goldmünzen und Goldbarren sind dagegen generell von der Mehrwertsteuer befreit. Die Regelung geht noch auf die Zeit zurück, als Gold ein gesetzliches Zahlungsmittel war. Soweit die etwas verwirrende Gesetzeslage.
Dass die Käufer von Silber wohl bald tiefer in die Tasche greifen müssen, liegt – wieder mal – an der EU. Brüssel bemüht sich um eine Steuer-Harmonisierung auf europäischer Ebene. Und in den meisten EU-Ländern wird der Silbermünzenkauf deutlich höher besteuert. In Österreich zum Beispiel liegt der Satz bei 20, in Finnland bei 22 Prozent.
Ein Steuersatz von 19 Prozent würde Silbermünzen spürbar verteuern. Der Münchner Edelmetallhändler Pro Aurum rechnet vor: Für die Münze „Silber-Philharmoniker“ werden bisher 1,75 Euro Mehrwertsteuer fällig. Bei einem Steuersatz von 19 Prozent wären es 4,75 Euro.
Pro Aurum erwartet, dass der Absatz von Silbermünzen im kommenden Jahr deutlich einbricht, sollte die Steuererhöhung tatsächlich kommen. In diesem Jahr könnte es dagegen zum Jahresende noch eine kleine Silber-Rally geben, weil Anleger noch den verbilligten Steuersatz nutzen wollen.
Die Alternative: „zollfrei“ im Tresor
Ein Ausweg allerdings wird bleiben: Pro Aurum „unterstützt seine Kunden bei einer absolut legalen und unkomplizierten Alternative zum heimischen Tresor“, wie es auf der Internetseite des Unternehmens heißt. Wer seine Edelmetalle in einem so genannten „Zollfreilager“ aufbewahre, zahle keine Mehrwertsteuer – egal, ob es sich um Gold, Silber, Platin oder Palladium handelt. Zollfreilager sind Transitlager im Ausland, in denen Waren in einer Art Freihandelszone aufbewahrt werden
25.10.2012, 07:07
Die geplante Erhöhung der Mehrwertsteuer auf Silbermünzen, Kunstgegenstände und andere Sachwerte beunruhigt bundesweit Anleger und Edelmetallhändler. Doch sie können offenbar noch einmal durchatmen: Die Änderung wird wohl erst 2014 kommen.
Die Regierungskoalitionen in Berlin haben sich darauf geeinigt, die Erhöhung der Mehrwertsteuer auf Silbermünzen, Kunstgegenstände, Antiquitäten und andere Sachwerte auf Anfang 2014 zu verschieben. Das erfuhr manager magazin online von einer Sprecherin des Bundesfinanzministeriums. Demnach soll die Steuererhöhung nun erst am 1. Januar 2014 in Kraft treten. So soll der Branche und den Anlegern ein Übergang auf die neuen Verhältnisse ermöglicht werden.
Zum Hintergrund: Die Bundesregierung sieht sich zu der Steuererhöhung gezwungen, weil es ein Vertragsverletzungsverfahren der EU-Kommission gegen die Bundesrepublik im Zusammenhang mit der Mehrwertsteuer-Systemrichtlinie aus Brüssel gibt. Silbermünzen, Kunstgegenstände und andere Sachwerte sollen daher künftig nicht mehr mit einer ermäßigten Mehrwertsteuer von 7 Prozent, sondern mit dem vollen Satz von 19 Prozent belegt werden. Schätzungen des Finanzministeriums zufolge könnte das künftig 80 Millionen Euro mehr in die Staatskasse spülen.
Bislang hatten sich die Edelmetallhändler auf ein Inkrafttreten der Steuererhöhung bereits zum 1. Januar 2013 eingestellt. Die Branche befürchtet wegen der Novelle herbe Umsatzeinbußen, weil Kunden in das steuergünstigere Ausland abwandern könnten. In der Schweiz zum Beispiel liegt der Mehrwertsteuersatz für Silbermünzen bei 8 Prozent.
Das Thema ist Teil des Jahressteuergesetzes 2013 und wird am heutigen Mittwochnachmittag auch den Finanzausschuss des Bundestages beschäftigen. Ende Oktober soll das Gesetz den Bundestag und Ende November den Bundesrat passieren
Anleger, denen Gold zu teuer ist und die sich für Silber interessieren, sollten den 31. Dezember 2013 im Blick haben. Denn ab dem 1. Januar nächsten Jahres steigt der Mehrwertsteuersatz beim Kauf von Silbermünzen auf volle 19 Prozent. Wer also noch vorher Silbermünzen kaufen möchte, kann von dem niedrigeren Steuersatz von sieben Prozent profitieren. Silberbarren dagegen unterliegen bereits heute dem vollen Mehrwertsteuersatz.
Mit der Anhebung des Steuersatzes für Silbermünzen setzt die Bundesregierung eine EU-Richtlinie zur Harmonisierung der Mehrwertsteuersätze um. Aber aus Anlegersicht wird die Attraktivität von Silbermünzen durch die Steuererhöhung deutlich geschmälert.
Gold hingegen kann weiterhin mehrwertsteuerfrei erworben werden, aber nur, sofern es sich um sogenanntes Anlagegold handelt. Hierzu gehören die handelsüblichen Goldbarren sowie Goldmünzen, die nach 1800 geprägt wurden, gesetzliche Zahlungsmittel sind oder waren und deren Marktpreis sich im Wesentlichen nach ihrem Goldgehalt bestimmt. Beim Kauf von Goldmedaillen, Goldschmuck und historische Goldmünzen, deren Wert sich nach der Seltenheit und nicht nach dem Goldwert richtet, fällt dagegen Mehrwertsteuer an. Ist der Preis einer historischen Goldmünze höher als der 2,5-fache Goldwert, gilt der ermäßigte Mehrwertsteuersatz, ansonsten die volle Mehrwertsteuer.
High Noon für das Silber-Fixing: Neuer Ansatz ist in Ausarbeitung
Zehn Firmen sind an der Entwicklung und an der Durchführung eines Ersatzmechanismus für das jahrhundertealte Londoner Silber-Fixing interessiert, das diesen Sommer enden wird.
Das klassische Silber-Fixing, das im August 2014 sein Ende findet, wird in einer neuen Form fortbestehen. Zehn Unternehmen zeigten an der Entwicklung eines Silber-Fixing-Ersatzes Interesse. Der London Bullion Market (LBMA) wird eine Kandidatenliste aus den Ausschreibungen erstellen und die Mitglieder der Gruppe werden Präsentationen auf einem Seminar in London am 20. Juni 2014 begutachten, wie die LBMA auf ihrer Webseite mitteilte. Eine im Mai 2014 durchgeführte Umfrage hat gezeigt, dass der Markt einen elektronischen, auktionsbasierten und handelbaren Prozess möchte, hieß es am 5. Juni von der LBMA. Darüber berichtet Bloomberg.
Neuer Ansatz in Ausarbeitung
Die London Silver Market Fixing will am 14. August 2014 ihren Betrieb beenden, weil der Ausstieg der Deutschen Bank aus dem Fixing nur noch zwei Banken (HSBC Holdings und Bank of Nova Scotia) für das Preisfestsetzungsritual hinterlässt, das von Zentralbanken und Bergbauunternehmen genutzt wird. Firmen, wie die ETF Securities, die London Metal Exchange und die CME Group, haben nach eigenen Angaben eine Alternative vorgeschlagen oder mit dem Industrieverband über die Entwicklung eines Ersatzmechanismus gesprochen.
"Es wird interessant zu hören sein, welche Vorschläge erörtert werden", schrieb David Govett, Leiter für Edelmetalle bei Marex Spectron Group in London, in einer Email. "Ich wäre überrascht, wenn das Seminar nicht gut besucht wäre." Die LBMA nannte keine Namen von Unternehmen, die Vorschläge abgegeben hatten. Mehr als 440 hatten die Umfrage der LBMA beantwortet. Viele der Umfrageteilnehmer wünschten sich mehr direkte Teilnehmer bei der Festsetzung des Benchmarksatzes, und 64 Prozent gaben an, dass sie den täglichen Preisfestsetzungsmechanismus nutzten. Die Nützlichkeit des jetzigen Silberfixings wurde im Durchschnitt bei 7,5 auf einer Skala bis 10 bewertet.
High Noon für das Silver-Fixing
Das klassische Silber-Fixing findet jeden Tag jeweils zu Mittag telefonisch statt. Die Mitglieder erklären dabei, wie viel Metall sie kaufen oder verkaufen wollen, sowohl für ihre Kunden als auch für den eigenen Bedarf. Händler geben Änderungen bei Angebot und Nachfrage an die Kunden weiter und nehmen neue Aufträge entgegen, wenn sich der Preis ändert. Das erste Silber-Fixing fand 1897 im Büro von Sharps & Wilkins statt. Auch bei Gold, Platin und Palladium gibt es einen Fixing-Prozess.
Ende April 2014 hatte die Deutsche Bank gesagt, dass sie sich in zum 13. Mai aus dem Gold- und Silber-Fixing zurückziehen werde, während sie ihr Rohstoffgeschäft verkleinert. Ein Nachfolger für den Fixing-Sitz war laut Kreisen nicht gefunden worden. Die FCA habe die größte Bank Deutschland jedoch gebeten, weitere 90 Tage am Silber-Fixing teilzunehmen.

References: § 7

§ 1
 § 469

§ 2

§ 3
 § 7

§ 4
 § 930
 § 469