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Timestamp: 2019-12-10 12:46:54+00:00

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BFH, 24.01.2002 - XI R 2/01 - dejure.org
https://dejure.org/2002,522
BFH, 24.01.2002 - XI R 2/01 (https://dejure.org/2002,522)
BFH, Entscheidung vom 24.01.2002 - XI R 2/01 (https://dejure.org/2002,522)
BFH, Entscheidung vom 24. Januar 2002 - XI R 2/01 (https://dejure.org/2002,522)
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EStG § 24 Nr. 1 Buchst. a, § 34 Abs. 1, Abs. 2 Nr. 1
Soziale Fürsorge - Veranlagungszeitraum - Steuerbegünstigung der Entlassungsentschädigung - Spendenbescheinigung - Nachprüfungsvorbehalt - Lohnsteueraußenprüfung
EStG § 24 Nr. 1 lit. a § 34 Abs. 1, 2 Nr. 1
§ 173 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 AO
Abgabenordnung; Änderung eines Steuerbescheids wegen neuer Tatsachen bei beiderseitigem Verschulden
BFHE 197, 526
NVwZ 2002, 1280 (Ls.)
BB 2002, 1130
BB 2002, 764
BStBl II 2004, 444
BFH, 18.08.2005 - IV R 9/04
Ermittlung des Betriebsaufgabegewinns und Zeitpunkt einer Betriebsaufgabe bei …
Haben sowohl der Steuerpflichtige als auch das Finanzamt es versäumt, den Sachverhalt aufzuklären, trifft in der Regel den Steuerpflichtigen die Verantwortung mit der Folge, dass der Steuerbescheid geändert werden kann (Urteil des Bundesfinanzhofs --BFH-- vom 24. Januar 2002 XI R 2/01, BFHE 197, 526, BStBl II 2004, 444, II.1., m.w.N.), es sei denn, der Verstoß der Finanzbehörde überwiegt den des Steuerpflichtigen deutlich (BFH-Urteil vom 20. Dezember 1988 VIII R 121/83, BFHE 156, 339, BStBl II 1989, 585).
Denn das Finanzamt braucht eindeutigen Steuererklärungen nicht mit Misstrauen zu begegnen, sondern kann von deren Vollständigkeit und Richtigkeit ausgehen (BFH-Urteil in BFHE 197, 526, BStBl II 2004, 444, II.1.).
Entgegen der Auffassung des FA steht der tarifbegünstigten Besteuerung im Streitfall nicht die ständige Rechtsprechung des BFH entgegen, wonach Entschädigungen nur dann außerordentliche Einkünfte i.S. des § 34 Abs. 2 Nr. 2 EStG sind, wenn sie steuerlich in einem Veranlagungszeitraum zu erfassen sind und durch die Zusammenballung von Einkünften erhöhte steuerliche Belastungen entstehen (…vgl. z.B. BFH-Urteile vom 24. Januar 2002 XI R 43/99, BFH/NV 2002, 717, m.w.N.; vom 24. Januar 2002 XI R 2/01, BFHE 197, 526, BFH/NV 2002, 715, m.w.N.;… BFH-Beschluss vom 4. Dezember 2001 X B 112/01, BFH/NV 2002, 346;… BFH-Urteil vom 21. September 1993 IX R 32/90, BFH/NV 1994, 308).
Auch der Summe nach stellen die monatlichen Zahlungen von 1 000 DM die Zusammenballung der Hauptleistung nicht in Frage (vgl. BFH-Urteil vom 24. Januar 2002 XI R 2/01, BFHE 197, 526, BFH/NV 2002, 715).
Haben sowohl der Steuerpflichtige als auch das Finanzamt es versäumt, den Sachverhalt aufzuklären, trifft in der Regel den Steuerpflichtigen die Verantwortung, mit der Folge, dass der Steuerbescheid geändert werden kann (…vgl. Urteile des BFH vom 10. April 1997 IV R 47/96, BFH/NV 1997, 757; vom 15. Oktober 1998 IV R 18/98, BFHE 187, 250, BStBl II 1999, 286;… vom 4. März 1999 II R 79/97, BFH/NV 1999, 1301; und vom 24.1.2002 XI R 2/01, BFHE 197, 526, BFH/NV 2002, 715, FR 2002, 525;… BFH-Beschluss vom 15. Juni 2000 IV B 6/99, BFH/NV 2000, 1445).
Eine Ermittlungspflicht ergibt sich für das Finanzamt nur, wenn sich Unklarheiten oder Zweifelsfragen aufdrängen (vgl. zuletzt BFH-Urteil vom 24.1.2002 XI R 2/01, a.a.O.).
Hiervon ausgehend hat der BFH (in dem zitierten Urteil XI R 2/01) eine Ermittlungspflichtverletzung des Finanzamtes in einem "Entschädigungsfall" abgelehnt, in dem weder aus der Steuererklärung noch aus der Lohnsteuerkarte hervorging, dass der Kläger in späteren Veranlagungszeiträumen noch erhebliche weitere Zahlungen erhalten sollte.
In der o.g. Entscheidung vom 24.1.2002 XI R 2/01 konnte der BFH diese Frage offen lassen, weil er im Hinblick auf die Besonderheiten des zu beurteilenden Sachverhalts bereits eine Ermittlungspflichtverletzung des Finanzamts verneinte.
BFH, 20.04.2004 - IX R 39/01
Haben sowohl der Steuerpflichtige als auch das FA es versäumt, den Sachverhalt aufzuklären, trifft in der Regel den Steuerpflichtigen die Verantwortung, mit der Folge, dass der Steuerbescheid geändert werden kann (ständige Rechtsprechung, vgl. BFH-Urteil vom 24. Januar 2002 XI R 2/01, BFHE 197, 526, m.w.N.).
Haben sowohl der Steuerpflichtige als auch das Finanzamt es versäumt, den Sachverhalt aufzuklären, trifft in der Regel den Steuerpflichtigen die Verantwortung, mit der Folge, dass der Steuerbescheid geändert werden kann (vgl. BFH-Urteil vom 24.01.2002 XI R 2/01, BStBl II 2004, 444).
c) Diese zusätzlichen Leistungen dürfen auch betragsmäßig nur einen ergänzenden Zusatz zur Hauptleistung bilden, diese also bei weitem nicht erreichen (BFH-Urteile vom 24. Januar 2002 XI R 2/01, BFHE 197, 526, BStBl II 2004, 444;… vom 21. Januar 2004 XI R 33/02, BFHE 205, 125, BStBl II 2004, 715, und XI R 22/03, BFH/NV 2004, 1226) oder nur so geringfügig sein, dass eine Versagung der Begünstigung gemäß § 34 EStG gegen den Grundsatz der Verhältnismäßigkeit verstoßen würde (…BFH-Urteil vom 6. September 2006 XI R 38/04, BFH/NV 2007, 408, unter II.2.).
Mit Urteil vom 24. Januar 2002 XI R 2/01 (BFHE 197, 526, BFH/NV 2002, 715) hat der erkennende Senat entschieden, dass betragsmäßig von einem ergänzenden Zusatz zur Hauptleistung nur auszugehen ist, wenn diese die Hauptleistung bei weitem nicht erreicht.
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References: § 24
 § 34
 § 24
 § 34

§ 173
 § 34
 § 34
 § 114
 § 114