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Timestamp: 2016-10-28 21:50:09+00:00

Document:
Beschwerdef�hrer, vertreten durch den Kinder- und Jugendpsychiatrischen Dienst, Zentrum f�r Kinder-
und Jugendpsychiatrie der Universit�t Z�rich, Postfach, 8032 Z�rich, dieser vertreten durch Rechtsanwalt
Verwaltungsgericht des Kantons Z�rich, 4. Abteilung, Postfach, 8090 Z�rich.
Verwaltungsgerichtsbeschwerden gegen die Entscheide des Verwaltungsgerichts des Kantons Z�rich
Am 22. Januar 2001 hiess das Verwaltungsgericht des Kantons Z�rich mehrere Gleichstellungsklagen betreffend die lohnm�ssige Einreihung von Krankenschwestern sowie Physio- und Ergotherapeutinnen wegen einer festgestellten Diskriminierung teilweise gut. In der Folge beschloss der Regierungsrat des Kantons Z�rich am 16. Mai 2001 einen "Einreihungsplan (Neueinreihung Gesundheitsberufe)". Nach diesem waren - auf den 1. Juli 2001 - diplomierte Krankenschwestern mit Diplomniveau (DN) II in die Lohnklasse 14 und diplomierte Krankenschwestern mit DN I in die Klasse 13 einzureihen.
X.________ (geb. 1957) und Y.________ (geb. 1958) sind seit Juli/August 1998 als diplomierte Psychiatrieschwester bzw. diplomierter Pflegefachmann im Kinder- und Jugendpsychiatrischen Dienst der Universit�t Z�rich (KJPD) t�tig. Auf den 1. Juli 2001 wurden sie (wie generell das �brige Pflegepersonal des KJPD) von der bisherigen Lohnklasse 13 neu in die Lohnklasse 15 eingereiht. Z.________ (geb. 1956) wurde im August 2001 als diplomierter Pflegefachmann in Lohnklasse 15 angestellt.
Nach einer �berpr�fung der Neueinreihungen durch die kantonale Finanzkontrolle kam diese zum Schluss, die diplomierten Pflegenden und die Physio- und Ergotherapierenden des KJPD seien - aus Gr�nden einer rechtsgleichen Behandlung der kantonalen Angestellten und Betriebe - in der Grundfunktion in die Lohnklasse 14 einzureihen; nur Mitarbeitenden mit besonderen Aufgaben oder einer Zusatzausbildung sollte die Lohnklasse 15 offen stehen. In der Folge wurden 18 Mitarbeitende des KJPD von der Lohnklasse 15 in die Lohnklasse 14 zur�ckgestuft. Die Sozialp�dagogen blieben in der Lohnklasse 15 eingereiht.
Mit Verf�gung des KJPD vom 16. bzw. 18. Dezember 2002 wurden auch X.________, Y.________ und Z.________ auf den 1. Juli bzw. 1. April 2003 von der Lohnklasse 15 in die Lohnklasse 14 zur�ckgestuft. Nachdem ihren Rekursen an die Gesundheitsdirektion des Kantons Z�rich kein Erfolg beschieden war, gelangten sie an das Verwaltungsgericht des Kantons Z�rich. Dieses beurteilte die behauptete geschlechtsdiskriminierende R�ckstufung als glaubhaft, hiess ihre Beschwerden teilweise gut und wies die Sache wegen ungen�gender Abkl�rung des Sachverhalts an die Gesundheitsdirektion zur�ck. Gest�tzt auf die f�r das Pflegefachpersonal KJPD erstellten und vom kantonalen Personalamt bewerteten Arbeitsumschreibungen hielt die Gesundheitsdirektion an der Einreihung von X.________, Y.________ und Z.________ in die Lohnklasse 14 fest und wies deren Rekurse am 21. Juni 2005 erneut ab.
Dagegen wandten sich X.________, Y.________ und Z.________ wiederum an das Verwaltungsgericht des Kantons Z�rich. Mit Urteilen vom 12. Juli 2006 entschied der Einzelrichter in Gutheissung der Beschwerde, die Beschwerdef�hrer w�rden per 1. Juli bzw. 1. April 2003 weiterhin in die Lohnklasse 15 eingereiht; die R�ckstufung in die Lohnklasse 14 sei diskriminierend im Sinne von Art. 3 des Bundesgesetzes vom 24. M�rz 1995 �ber die Gleichstellung von Frau und Mann (Gleichstellungsgesetz, GlG [SR 151.1]).
Mit Verwaltungsgerichtsbeschwerden vom 5. September 2006 beantragt der Staat Z�rich, vertreten durch den KJPD, dem Bundesgericht im Hauptantrag, die Urteile des Verwaltungsgerichts des Kantons Z�rich vom 12. Juli 2006 aufzuheben und die Entscheide der Gesundheitsdirektion des Kantons Z�rich vom 21. Juni 2005 zu best�tigen.
X.________, Y.________, Z.________, das Eidgen�ssische B�ro f�r die Gleichstellung von Frau und Mann EBG sowie das Verwaltungsgericht des Kantons Z�rich, dieses unter Verzicht auf eine Vernehmlassung, beantragen die Abweisung der Beschwerden.
1.1 Die drei gleichlautenden Beschwerden des Kantons Z�rich richten sich gegen drei Entscheide des Einzelrichters des kantonalen Verwaltungsgerichts vom 12. Juli 2006 betreffend die Lohneinreihung von in gleicher Funktion t�tigen Mitarbeitern des KJPD. Die Erw�gungen dieser Entscheide stimmen im Wesentlichen �berein und entsprechen ihrerseits dem zuvor von der 4. Kammer (3 Richter) der 4. Abteilung des Verwaltungsgerichts am 28. Juni 2006 gef�llten Grundsatzurteil betreffend die Lohneinreihung der diplomierten Pflegefachpersonen des KJPD; gegen dieses ist ebenfalls eine Verwaltungsgerichtsbeschwerde eingereicht worden (Verfahren 2A.505/2006). Da sich in allen drei F�llen auch dieselben Sachverhalts- bzw. Rechtsfragen stellen und die Beschwerdegegner durch dieselbe Rechtsanw�ltin "begleitet" werden, rechtfertigt es sich, die Beschwerden in einem Urteil zu erledigen.
1.2 Am 1. Januar 2007 ist das Bundesgesetz vom 17. Juni 2005 �ber das Bundesgericht (Bundesgerichtsgesetz, BGG; SR 173.110) in Kraft getreten. Da die angefochtenen Entscheide vorher ergangen sind, richtet sich das Verfahren noch nach dem Bundesgesetz vom 16. Dezember 1943 �ber die Organisation der Bundesrechtspflege (OG; vgl. Art. 132 Abs. 1 BGG).
1.3 Die Verwaltungsgerichtsbeschwerden gegen die kantonal letztinstanzlichen Entscheide, die sich im Wesentlichen auf Art. 3 GlG st�tzen und �ffentlichrechtliche Angestellte betreffen, ist zul�ssig (Art. 13 Abs. 1 GlG in Verbindung mit Art. 97 ff. OG; BGE 124 II 409 E. 1d S. 413 ff.). Der Beschwerdef�hrer ist als �ffentlichrechtlicher Arbeitgeber, der durch die angefochtenen Urteile zur Bezahlung eines h�heren Lohns verpflichtet wird, zur Verwaltungsgerichtsbeschwerde legitimiert (Art. 103 lit. a OG; BGE 124 II 409 E. 1e S. 417 ff.). Auf die form- und fristgerecht eingereichten Beschwerden ist einzutreten.
1.4 Mit der Verwaltungsgerichtsbeschwerde kann die Verletzung von Bundesrecht, einschliesslich �berschreitung oder Missbrauch des Ermessens, sowie die unrichtige oder unvollst�ndige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts (Art. 104 lit. a und b OG) ger�gt werden; eine Ermessens�berpr�fung steht dem Bundesgericht nicht zu (Art. 104 lit. c OG; vgl. BGE 125 II 105 E. 2a S. 107, 521 E. 2a S. 523, mit Hinweisen). Hat - wie hier - eine richterliche Beh�rde als Vorinstanz entschieden, ist das Bundesgericht an deren Sachverhaltsfeststellung gebunden, sofern diese nicht offensichtlich unrichtig, unvollst�ndig oder unter Verletzung wesentlicher Verfahrensvorschriften zustande gekommen ist (Art. 105 Abs. 2 OG). Damit ist das Vorbringen neuer Tatsachen nur noch zul�ssig, wenn die Vorinstanz diese von Amtes wegen h�tte ber�cksichtigen m�ssen und in der Nichtber�cksichtigung eine Geh�rsverletzung liegt (BGE 124 II 409 E. 3a).
1.5 Es stellt sich zun�chst die Frage, ob und wie weit das Bundesgericht im Verfahren der Verwaltungsgerichtsbeschwerde �berhaupt im Einzelnen auf die Bewertungen bestimmter Funktionen einzugehen hat.
Die Bewertung von Funktionen in Bezug auf andere Funktionen oder auf einzelne Anforderungskriterien h�ngt einerseits von Sachverhaltsfragen ab, beispielsweise der Frage, was f�r T�tigkeiten im Rahmen der jeweiligen Funktion ausgef�hrt werden, welche ausbildungsm�ssigen Anforderungen gestellt werden, unter welchen Umst�nden die T�tigkeit ausge�bt wird usw. Andererseits h�ngt sie ab von der relativen Gewichtung, welche diesen Elementen beigemessen wird. Die zust�ndigen kantonalen Beh�rden haben dabei einen grossen Ermessensspielraum. Dieser ist bundesrechtlich einzig dadurch eingeschr�nkt, dass die Bewertung nicht willk�rlich oder rechtsungleich erfolgen und keine geschlechtsdiskriminierenden Elemente enthalten darf. Die Bewertung und Einstufung einer T�tigkeit oder Funktion ist somit weder eine reine Sach- noch Rechts- noch Ermessensfrage, sondern enth�lt Elemente von allen drei (BGE 125 II 385 E. 5b).
Hat ein kantonales Gericht ein Lohnsystem beurteilt, so ergeben sich daraus f�r die bundesgerichtliche Kognition folgende Konsequenzen: Die Feststellung des Sachverhalts kann im Rahmen von Art. 105 OG �berpr�ft werden. Frei �berpr�fbare Rechtsfrage ist, ob das kantonale Gericht die richterliche Pr�fungspflicht richtig gehandhabt hat. Die Bewertung verschiedener T�tigkeiten ist im Rahmen der genannten bundesrechtlichen Schranken eine Ermessensfrage, in die das Bundesgericht nicht eingreifen kann. Frei �berpr�fbare Rechtsfrage ist hingegen, ob das Gericht die bundesrechtlichen Schranken des beh�rdlichen Ermessensspielraums richtig interpretiert hat. Bundesrecht ist demnach verletzt, wenn das kantonale Gericht in Verletzung des Gleichstellungsgesetzes entweder eine diskriminierende Bewertung als nicht diskriminierend oder aber eine nicht diskriminierende Bewertung als diskriminierend beurteilt. Soweit sich ein kantonales Gericht nur auf das Gleichstellungsgesetz st�tzt (und nicht auf eine Bestimmung des kantonalen Rechts, wonach es die Angemessenheit der Besoldung �berpr�ft), hat es somit nicht zu beurteilen, ob eine Besoldungseinstufung anhand irgendwelcher Bewertungsmethoden "richtig" oder �berzeugend ist, sondern einzig, ob sie geschlechtsdiskriminierend ist. Solange eine politische Beh�rde eine Arbeitsplatzbewertung vorgenommen hat, die nicht diskriminierend ist, verletzt ein Gericht Bundesrecht, wenn es unter Berufung auf das Gleichstellungsgesetz diese Bewertung aufhebt (BGE 125 II 385 E. 5d).
2.1 Der Beschwerdef�hrer r�gt neben der "unzutreffenden Anwendung von Art. 3 GlG" insbesondere, das Verwaltungsgericht habe mit der Anhebung der Bewertung des Kriteriums 1 von 2,5 auf 2,75 eine ihm nicht zustehende Ermessens�berpr�fung vorgenommen (Beschwerde S. 6 und 8).
2.2 Die im kantonalen Verfahren zul�ssigen Beschwerdegr�nde ergeben sich auch in bundesverwaltungsrechtlichen Fragen (vorbeh�ltlich spezialrechtlicher Regelungen, die hier fehlen) aus dem kantonalen Recht. Dessen Anwendung kann kraft engen Prozesszusammenhangs zugleich mit der Hauptsache im Rahmen einer Verwaltungsgerichtsbeschwerde vom Bundesgericht gepr�ft werden; die Kognition richtet sich dabei nach den Grunds�tzen der staatsrechtlichen Beschwerde, d.h. das Bundesgericht �berpr�ft die Anwendung des kantonalen Rechts lediglich in Bezug auf deren Verfassungsm�ssigkeit frei, im �brigen nur auf Willk�r hin (vgl. BGE 124 II 409 E. 6 S. 424; Urteil 2A.610/2002 vom 23. April 2003 E. 1.2).
2.3 Der Beschwerdef�hrer bringt nicht vor, welche Bestimmung des kantonalen Rechts auf willk�rliche Weise angewendet worden sein soll, weshalb auf diese R�ge nicht einzutreten ist.
Auch eine falsche Interpretation der bundesrechtlichen Schranken des beh�rdlichen Ermessensspielraumes ist nicht zu erkennen: Das Verwaltungsgericht hat zu Recht (vgl. BGE 125 II 385 E. S. 392) nicht die Angemessenheit der angefochtenen Bewertung gepr�ft, sondern einzig, ob sich die lohnm�ssige R�ckstufung des Beschwerdef�hrers auf plausible, nicht diskriminierende Gr�nde st�tzen l�sst und sachlich gerechtfertigt ist (angefochtene Urteile E. 2.5). Denn rechtserheblich ist nicht, ob eine andere Bewertung als die vom Kanton vorgenommene auch vertretbar oder gar besser begr�ndet erscheint, sondern einzig, ob die vom Kanton vorgenommene Bewertung auf geschlechtsdiskriminierende Weise gehandhabt wurde, welche spezifisch die weibliche Funktion gegen�ber der zum Vergleich herangezogenen m�nnlichen Funktion benachteiligt (BGE 125 II 385 E. 6b S. 393). Es ist im �brigen nicht einzusehen, inwiefern eine Erh�hung des Kriteriums 1 um 0,25 Punkte eine Ermessens-, eine solche um 0,5 Punkte (wie sie bei der in Frage stehenden Neueinreihung grunds�tzlich zur Anwendung gelangte [vgl. unten E. 3.5]) hingegen eine Rechtsfrage darstellen soll, wie der Beschwerdef�hrer meint (Beschwerde Ziff. 11.2).
3.1 Nach Art. 8 Abs. 3 Satz 3 BV haben Mann und Frau Anspruch auf gleichen Lohn f�r gleichwertige Arbeit. Gem�ss Art. 3 Abs. 1 und Abs. 2 GlG d�rfen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer aufgrund ihres Geschlechts weder direkt noch indirekt benachteiligt werden, insbesondere nicht bez�glich der Entl�hnung. Eine besoldungsm�ssige Diskriminierung liegt vor, wenn zum Nachteil eines geschlechtsspezifisch identifizierten Berufs Lohnunterschiede bestehen, welche nicht sachbezogen in der Arbeit selber begr�ndet sind, sondern auf geschlechtsspezifische Umst�nde abstellen (BGE 124 II 409 E. 7 und 8a).
3.2 Das Bundesgericht pr�ft die vom Verwaltungsgericht vorgenommene eigene Bewertung der f�r die Besoldungseinstufung massgebenden Kriterien nicht auf ihre Angemessenheit, sondern nur darauf hin, ob diese sachlich haltbar ist (vgl. BGE 131 II 393 E. 6.4/6.5).
3.3 Das Verwaltungsgericht hat in seinem rechtskr�ftigen Grundsatzurteil vom 22. Januar 2001 gest�tzt auf ein Gutachten entschieden, auch wenn die Arbeit des Polizeisoldaten naturgem�ss nicht ann�hernd deckungsgleich mit jener der diplomierten Krankenschwester (und des Krankenpflegers) sei, liessen sich die beiden Arbeiten substanziell und aussagekr�ftig vergleichen; die grunds�tzliche Vergleichbarkeit der Arbeitswerte beider Berufe (Krankenpflegende/Polizeisoldaten) sei gegeben (E. 8c). Nachdem diese Frage somit grunds�tzlich entschieden worden ist, hat das Verwaltungsgericht zu Recht auch in den vorliegenden F�llen in Bezug auf die von ihm bejahte lohnm�ssige Diskriminierung wiederum auf den Vergleich der typisch weiblichen Funktion der Krankenschwestern mit der typisch m�nnlichen Funktion der Polizeisoldaten abgestellt. Diese beiden Funktionen sind bereits in anderen Kantonen f�r entsprechende Vergleiche herangezogen worden (Genf: Urteil 2A.556/2002 vom 26. September 2003 E. 8.2; Solothurn: BGE 131 II 393). Der Beschwerdef�hrer erachtet es denn auch - zu Recht - selber als "prinzipiell zutreffend", bei der lohnm�ssigen Einstufung diese beiden T�tigkeiten zu vergleichen; dieser Vergleich sei hier einzig massgebend. Es kann somit von der grunds�tzlichen Gleichwertigkeit der zwei Funktionen ausgegangen werden.
3.4 Grundlage f�r die streitige Arbeitsplatzbewertung bildete die zurzeit gebr�uchliche Vereinfachte Funktionsanalyse, mit welcher sich der Arbeitswert einer Funktion nach den nachstehenden sechs Kriterien ermitteln l�sst: Ausbildung und Erfahrung (K1), geistige Anforderungen (K2), Verantwortung (K3), psychische Anforderungen/Belastungen (K4), k�rperliche Anforderungen/Belastungen (K5) und Beanspruchung der Sinnesorgane/spezielle Arbeitsbedingungen (K6); (vgl. dazu BGE 131 II 393 E. 5; Darstellung des Bewertungssystems in BGE 125 II 385 E. 4a und b).
Umstritten ist im vorliegenden Fall einzig die vom Verwaltungsgericht f�r die Grundfunktion vorgenommene Bewertung des Kriteriums 1. Dieses wurde vom Kanton in Folge des Urteils des Verwaltungsgerichts vom 22. Januar 2001 sowohl beim Polizeisoldaten als auch bei den diplomierten Krankenpflegenden, Physiotherapeuten und Ergotherapeuten in der Skala zur Gewichtung der Kriterien mit einem Wert von 2,5 eingestuft. Auch nach dem R�ckweisungsentscheid des Verwaltungsgerichts hielt das kantonale Personalamt an dieser Bewertung - wie allgemein f�r die diplomierten Pflegefachpersonen DN II - fest.
3.5 Das Verwaltungsgericht nimmt hinsichtlich der Krankenschwestern Bezug auf sein rechtskr�ftiges Urteil vom 22. Januar 2001, in welchem es festgestellt hat, die eigentliche Berufsausbildung der diplomierten Krankenschwestern habe im massgeblichen Zeitpunkt der Besoldungsrevision (1987 bis 1991) drei Jahre und das Mindestalter bei Beginn der Diplomausbildung (Diplomniveau I [DN I]) 18 Jahre betragen. Diese Ausbildung sei verglichen mit derjenigen der h�her eingereihten Polizeisoldaten als gleichwertig zu betrachten, weshalb das Kriterium K1 bei den Krankenschwestern ebenfalls auf deren Stufe, d.h. auf 2,5 Punkte anzuheben sei. Bei einer Skalierung in 0,25-Schritten (wie sie nach den Wertungshilfen der kantonalen Finanzdirektion ab 1995 [vgl. BGE 124 II 409 E. 10e S. 431] - und damit auch bei der hier in Frage stehenden Neueinreihung 2001 - beim Kriterium 1 zur Anwendung gelangte) w�re allenfalls auch eine Bewertung mit 2,25 in Frage gekommen, was aber nicht m�glich sei, da diese feinere Abstufung der Skala im Zeitpunkt der strukturellen Besoldungsrevision (die 1987 bis 1991 durchgef�hrt wurde) noch nicht angewendet worden sei.
Im ebenfalls in Rechtskraft erwachsenen Entscheid vom 1. M�rz 2006 hat das Verwaltungsgericht zus�tzlich festgehalten, bei den Krankenschwestern mit dreij�hriger Ausbildung sei (im Zeitpunkt der strukturellen Besoldungsrevision) eine Berufserfahrung nicht n�tig gewesen. Da f�r diplomierte Pfleger bzw. Betreuer in Wohnheimen neben einer abgeschlossenen Grundausbildung von mindestens drei Jahren im agogischen oder pflegerischen Bereich (zum Beispiel DN I oder DN II, Sozialp�dagogik, Heilp�dagogik, Heilerziehungspflege, Behindertenbetreuung) zus�tzlich zwei Jahre Berufserfahrung verlangt w�rden, sei diese Funktion in Kriterium 1 von 2,25 auf den Wert von 2,5 anzuheben; die Ausbildung in Sozialp�dagogik dauere sogar zwischen vier und sechs Jahren.
In den angefochtenen Entscheiden weist das Verwaltungsgericht darauf hin, dass die Pflegeausbildung DN II vier Jahre dauert. Hier sei die geforderte Ausbildung und Erfahrung somit mindestens gleichwertig mit derjenigen, wie sie f�r Polizeisoldaten verlangt werde. F�r diese T�tigkeit sei eine Bewertung von 2,5 zwingend. Auch der Kanton bewerte die T�tigkeit der Pflegefachpersonen DN II in K1 selbst mit 2,5. Dies trifft nach den kantonalen Akten zu: Nach der Aufstellung des kantonalen Personalamtes werden im Kriterium K1 die diplomierten Pflegefachpersonen DN II, die Physiotherapeuten und die Ergotherapeuten alle mit einem Wert von 2,5 eingestuft.
Das Verwaltungsgericht hat daraus geschlossen, die Bewertung des Kriteriums K1 mit 2,5 ergebe sich zwingend entweder dort, wo neben der mindestens dreij�hrigen pflegerischen/agogischen Ausbildung zus�tzlich zwei Jahre Berufserfahrung erforderlich sind oder wo eine vierj�hrige pflegerische/agogische Ausbildung ohne zus�tzliche Berufserfahrung verlangt wird (z.B. Pflegefachpersonen DN II). Diese Folgerung l�sst sich insbesondere auf die beiden rechtskr�ftigen Urteile des Verwaltungsgerichts st�tzen. Zudem hat das Personalamt bei seiner Bewertung ber�cksichtigt, dass die Ausbildung zur diplomierten Krankenschwester DN II vier Jahre dauert. Der somit im Wesentlichen bereits durch die erw�hnten fr�heren Urteile vorgezeichnete Schluss des Verwaltungsgerichts ist demnach zumindest als haltbar zu bezeichnen und verletzt kein Bundesrecht.
3.6 Das Verwaltungsgericht hat weiter erwogen, gegen�ber den Pflegefachpersonen DN II best�nden f�r Pflegefachpersonen des Kinder- und Jugendpsychiatrischen Dienstes weiter gehende Anforderungen, indem f�r diese neben der Pflegeausbildung DN II mit vierj�hriger Ausbildung f�r den Tagdienst ein Mindestalter von 25 Jahren vorausgesetzt werde; zudem w�rden p�dagogische Kenntnisse und Fertigkeiten verlangt oder die Bereitschaft, sich diese anzueignen. Schliesslich w�rden normalerweise "im Minimum rund zwei Jahre Berufserfahrung" verlangt. F�r Nachtwachen gelte zwingend ein Eintrittsalter von 25 Jahren; hier sei sogar eine Berufserfahrung von vier Jahren erw�nscht.
Die Kumulation der Erfordernisse einer vierj�hrigen Pflegeausbildung DN II, einer rund zweij�hrigen Berufserfahrung und des Mindesteintrittsalters von 25 Jahren f�hre zu einer h�heren Bewertung als 2,5. Da die vierj�hrige Pflegeausbildung DN II bereits zwingend zum Wert 2,5 f�hrt, ergebe sich f�r die Funktion der Beschwerdegegner die um 0,25 erh�hte Stufe 2,75. Es entspreche im �brigen dem Konzept des Kantons Z�rich, eine zwei- bis vierj�hrige Erfahrung mit 0,25 Zusatzpunkten zu bewerten.
Diese h�here Bewertung der in Frage stehenden Funktion der Beschwerdegegner ist sachlich begr�ndet und kann nicht als bundesrechtswidrig bezeichnet werden. Insbesondere durfte das Verwaltungsgericht davon ausgehen, dass die in den Wertungshilfen beim Kriterium 1 f�r eine Erfahrung von "2-4" Berufsjahren vorgesehene Erh�hung um 0,25 Punkte bereits bei einer "rund zweij�hrigen" Berufserfahrung (gem�ss Arbeitsumschreibung "bis 2 Jahre") zum Tragen kommt. W�ren mehr als zwei Jahre erforderlich, so w�re dies ebenfalls mit dem Zeichen ">" zum Ausdruck gebracht worden, was bei mehr als 8 Jahren Berufserfahrung geschehen ist. Der Beschwerdef�hrer geht unter diesen Umst�nden fehl in der Annahme, bei einer zweij�hrigen Berufserfahrung erfolge "gerade noch kein Zuschlag" von 0,25 Punkten. Die entsprechende Feststellung des Verwaltungsgerichts bez�glich der normalerweise verlangten Berufserfahrung ist daher weder rechtsungleich, noch kann sie als offensichtlich unrichtig bezeichnet werden. Dies gilt umso mehr, als jedenfalls f�r die Nachtwache sogar vier Jahre Berufserfahrung erw�nscht sind. Es kommt hinzu, dass von den Mitarbeitern des KJPD eine hohe psychische Belastbarkeit sowie eine hohe Selbst- und Sozialkompetenz verlangt wird. In der Arbeitsumschreibung wird sodann darauf hingewiesen, dass die Mitarbeiter des KJPD und die (nach Darstellung des Personalamtes mit einem h�heren Arbeitswert eingestuften) Sozialp�dagogen in einem Team mit denselben Kompetenzen und Aufgabenbereichen (ausgenommen medizinische Verrichtungen) arbeiten. Das kantonale Personalamt r�umte im kantonalen Verfahren am 12. Juli 2004 selber ein, dass die Einstufung der Mitarbeiter des KJPD im Quervergleich mit den Sozialp�dagogen als tief erscheinen mag.
3.7 Das Verwaltungsgericht hat diese unter dem Kriterium 1 erh�hten Anforderungen mit denjenigen verglichen, die f�r die typisch m�nnliche T�tigkeit des Polizeisoldaten gelten. Dazu hat es festgestellt, der Beruf des Polizeisoldaten setze im Wesentlichen eine abgeschlossene Lehre und die einj�hrige Polizeischule voraus, also eine minimal vierj�hrige Ausbildung, wovon jedoch nur ein Jahr berufsspezifischer Natur sei; hinzu komme das Mindestalter von 21 Jahren.
Die anspruchsvolle Krankenpflegeausbildung DN II dauere ebenfalls vier Jahre, sei aber �ber ihre ganze L�nge berufsspezifisch und somit wohl leicht h�her zu gewichten. F�r die Pflegefachpersonen KJPD seien aber im Minimum rund zwei Jahre Berufserfahrung erforderlich und ein Mindestalter von 25 Jahren vorgesehen. Diese in mehrfacher Hinsicht klar strengeren Anforderungen an Ausbildung und Erfahrung zeigten, das eine diskriminierungsfreie Bewertung der T�tigkeit der Beschwerdef�hrer im Vergleich zu den Polizeisoldaten eine h�here Bewertung von K1 verlange. Nachdem der Kanton die Funktion des Polizeisoldaten in K1 mit 2,5 bewertet habe, sei f�r die Funktion der Beschwerdegegner demnach mindestens die Stufe 2,75 festzusetzen. Eine noch h�here Bewertung (3,0) komme hingegen nur bei Krankenpflegelehrpersonen in Frage. Die Bewertung der Funktion der Betroffenen in K1 mit (nur) 2,5 erweise sich somit - im Vergleich mit derselben Bewertung der Polizeisoldaten - klarerweise als diskriminierend.
3.8 Der Beschwerdef�hrer r�gt, das Verwaltungsgericht habe in einer Gesamtw�rdigung einen unzutreffenden Vergleich mit der T�tigkeit des Polizeisoldaten vorgenommen.
Soweit er ausf�hrt, die Anforderungen an die Berufserfahrung der Pflegefachpersonen KJPD seien "blosses Wunschkriterium", ist dies aktenwidrig: Aus der Arbeitsumschreibung des Personalamtes f�r diplomiertes Pflegefachpersonal KJPD geht hervor, dass die Mitarbeiter zus�tzlich zur vierj�hrigen Pflegeausbildung DN II �ber Berufserfahrung (bis 2 Jahre) in station�ren Einrichtungen und �ber Psychiatrie-Akuterfahrung verf�gen m�ssen (Stellenbeschreibung Handbuch Personalrecht vom 24. Oktober 2000: "6.11 Spezielle Anforderungen: Sehr gute bzw. gute Kenntnisse und F�higkeiten, sowie Berufserfahrung" im Fachgebiet). Aus welchen Gr�nden das Mindestalter bei Stellenantritt auf 25 Jahre angesetzt worden ist, spielt in diesem Zusammenhang keine Rolle. Das hohe Eintrittsalter durfte indessen vom Verwaltungsgericht als gewichtiges Indiz f�r die allgemein hohen Anforderungen hinsichtlich der mitgebrachten Lebenserfahrung, Belastbarkeit und erzieherische F�higkeiten der Mitarbeiter erachtet werden. Der Beschwerdef�hrer selber misst dem Mindestalter sogar mehr Gewicht bei als der Berufserfahrung. Entgegen seiner Darstellung f�hrt sodann eine Erfahrung von zwei (bis vier) Jahren auch nach den von ihm selber angerufenen "Wertungshilfen" (der Finanzdirektion; Beschwerdebeilage 3) bereits zu einem Zusatz von 0,25 Punkten. Das Verwaltungsgericht hat auch entsprechend seiner Praxis zu Recht auf die normalerweise verlangte Ausbildung und Erfahrung abgestellt; dass in der Realit�t gelegentlich auch Praktikanten ohne Berufserfahrung sogleich eingestellt worden sind, stellt dies nicht grunds�tzlich in Frage.
In Bezug auf die Ausbildung und Erfahrung der Polizeisoldaten bringt der Beschwerdef�hrer nichts vor, das die Feststellungen des Verwaltungsgerichts insoweit als offensichtlich unrichtig erscheinen l�sst. Insbesondere hat das Verwaltungsgericht durchaus ber�cksichtigt, dass die Polizeisoldaten die Polizeischule absolvieren m�ssen; dass dazu eine Aufnahmepr�fung zu absolvieren ist, ist als bekannt vorauszusetzen (vgl. Urteil des Verwaltungsgerichts vom 22. Januar 2001 E. 9b/dd). Anhaltspunkte daf�r, dass das Verwaltungsgericht dies �bersehen hat, vermag der Beschwerdef�hrer nicht zu nennen. Auch die vom Beschwerdef�hrer angef�hrte ausserordentlich hohe Misserfolgsquote bei den Aufnahmepr�fungen f�r die Polizeischule kann im �brigen nicht als Beleg daf�r dienen, dass die Ausbildung des Polizeisoldaten als anspruchsvoller einzustufen w�re.
3.9 Was den Vergleich der T�tigkeit der Pflegefachpersonen KJPD mit derjenigen der Polizeisoldaten betrifft, ist das Verwaltungsgericht insgesamt mit sachlich haltbaren �berlegungen davon ausgegangen, dass die normalerweise verlangte Ausbildung und Erfahrung der diplomierten Pflegefachpersonen KJPD leicht h�her zu bewerten ist als diejenige der Polizeisoldaten. Ins Gewicht f�llt dabei besonders, dass f�r die Funktion des Polizeisoldaten lediglich irgend eine abgeschlossene Lehre (ohne Mindestdauer) und keine fachspezifische Berufserfahrung vorausgesetzt wird; die eigentliche Polizeiausbildung schliesslich dauert nur ein Jahr (f�nf Monate Polizeischule, anschliessend Informationspraktikum und praktischer Dienst bei der Bereitschaftsabteilung). Das Verwaltungsgericht durfte unter diesen Umst�nden ohne Verletzung von Bundesrecht annehmen, die Gleichbewertung beider Funktionen in K1 habe sich im Ergebnis einseitig zum Nachteil des typisch weiblichen Berufes der Beschwerdegegner ausgewirkt. Es ist daher bundesrechtlich nicht zu beanstanden, sie im Sinne einer geschlechtsspezifischen Ungleichbehandlung als diskriminierend zu qualifizieren. Was der Beschwerdef�hrer dagegen anf�hrt, l�sst - soweit es sich nicht um ohnehin neue und damit unzul�ssige Tatsachenvorbringen handelt (vgl. Beschwerdeantwort S. 5 f.) - diese Beurteilung nicht als bundesrechtswidrig erscheinen.
3.10 Die Neubewertung von Kriterium 1 mit 2,75 statt 2,5 f�hrt zur Einreihung der Beschwerdegegner in Lohnklasse 15 (angefochtene Urteile E. 3.7). Der Beschwerdef�hrer macht insoweit keine Verletzung von Bundesrecht geltend, weshalb sich weitere Erw�gungen dazu er�brigen.
Die Beschwerden sind aus diesen Gr�nden abzuweisen. Das Verfahren ist kostenlos (Art. 13 Abs. 5 GlG). Die obsiegenden Beschwerdegegner sind im Verfahren vor Bundesgericht nicht durch einen bevollm�chtigten Anwalt vertreten. Sie sind zwar "begleitet" durch eine Rechtsanw�ltin, haben aber die Vernehmlassungen im eigenen Namen eingereicht und diese auch selber unterzeichnet. Praxisgem�ss haben sie daher keinen Anspruch auf eine Parteientsch�digung.
Dieses Urteil wird den Parteien und dem Verwaltungsgericht des Kantons Z�rich sowie dem Eidgen�ssischen B�ro f�r die Gleichstellung von Frau und Mann schriftlich mitgeteilt.

References: Art. 3
 Art. 132
 Art. 3
 Art. 97
 BGE 
 BGE 
 BGE 
 Art. 105
 Art. 3
 BGE 
 BGE 
 Art. 8
 Art. 3
 BGE 
 BGE 
 BGE 
 BGE 
 BGE