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Timestamp: 2020-02-29 14:14:38+00:00

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Nichtoffener Wettbewerb für Architekten Neubau einer kongresstauglichen Messehalle Berlin Charlottenburg-Wilmersdorf Auslobung
Berlin, Februar 2011
Herausgeber und Wettbewerbsdurchführung Senatsverwaltung für Stadtentwicklung Abteilung Städtebau und Projekte Referat II D Brückenstraße 6 10179 Berlin Wettbewerbsauslobung Inge Schmidt-Rathert, Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, II D 1 Lars Krokowski, Dipl.-Ing. Architektur Berit Breuer, Dipl.-Ing. Architektur Digitale Bearbeitung Lars Krokowski, Dipl.-Ing. Architektur Berit Breuer, Dipl.-Ing. Architektur Titelbild Senatsverwaltung für Stadtentwicklung Fotograf: Dirk Laubner, 2010 Druck A&W Digitaldruck, Berlin
Anlass und Ziel.........................................................................................7 Teil 1 Verfahren.........................................................................................9 1.1	 1.2	 1.3	 1.4	 1.5	 1.6	 1.7	 1.8	 1.9	 1.10	 1.11	 1.12	 1.13	 1.14	 1.15	 1.16	 1.17	 1.18	 Auslober, Bauherr, Nutzer............................................................9 Art des Verfahrens.......................................................................9 Richtlinien für Wettbewerbe.........................................................9 Wettbewerbsteilnehmer.............................................................10 Preisgericht und Vorprüfung...................................................... 11 . Ausgabe der Wettbewerbsunterlagen........................................13 Abgabe der Wettbewerbsarbeiten. ............................................13 . Ortsbesichtigung, Rückfragen und Rückfragenkolloquium .......14 Verzeichnis der Wettbewerbsunterlagen. ..................................14 . Geforderte Leistungen...............................................................15 Beurteilungsverfahren und Vorprüfung......................................17 Preise und Anerkennungen........................................................17 Weitere Bearbeitung..................................................................18 Eigentum und Urheberrecht.......................................................18 Verfassererklärung.....................................................................18 Bekanntgabe des Ergebnisses / Ausstellung der Arbeiten........19 . Haftung und Rückgabe..............................................................19 Zusammenfassung der Termine. ...............................................19 .
Teil 2 Situation und Planungsvorgaben...............................................21 2.1	 2.2	 2.3	 2.4	 2.5	 2.6	 2.7	 2.8	 Städtebauliche Rahmenbedingungen........................................21 Historische Entwicklung des Messegeländes............................25 Die Messe GmbH / Das Messegelände Berlin...........................30 Der Wettbewerbsbereich. ..........................................................31 . Technische Infrastruktur.............................................................32 Erschließung und Verkehr..........................................................34 Planungsrecht............................................................................35 Denkmalbereiche und Baudenkmale.........................................36
Teil 3 Wettbewerbsaufgabe...................................................................39 3.1	 3.2	 3.3	 3.4	 3.5	 3.6	 3.7	 3.8	 3.9	 3.10	 3.11	 3.12	 Planungsumfang........................................................................39 Städtebaulich-architektonische Zielsetzung...............................39 Räumliche und funktionale Anforderungen................................40 Technische Gebäudeausrüstung...............................................44 . Bautechnische Maßnahmen......................................................45 Erschließung / Stellplätze / Außenanlagen................................47 Baukosten / Wirtschaftlichkeit....................................................49 Nachhaltigkeit / Energieeffizienz / Ökologische Zielsetzung......50 Barrierefreies Bauen..................................................................51 Baurechtliche Vorschriften, Normen und Richtlinien..................51 Raumprogramm, Funktionsdiagramme. ....................................51 . Beurteilungskriterien des Preisgerichts......................................53
Teil 4 	 Anhang......................................................................................55 4.1	 4.2	 Digitale Anlagen ........................................................................55 Quellenangaben.........................................................................60
Neubau einer kongresstauglichen Messehalle / Anlass und Ziel
Gegenstand des Wettbewerbes ist der Neubau einer kongresstauglichen Messehalle auf dem Grundstück Messedamm 26 / Ecke Jafféstraße am Standort der zum Abriss vorgesehenen Deutschlandhalle. Die neu zu errichtende Halle ist als Messehalle sowie auch für die Durchführung von Kongressen vorgesehen. Die 1936 errichtete und 1995 unter Denkmalschutz gestellte Deutschlandhalle hat als Ort von Großveranstaltungen im ehemaligen West-Berlin eine sozial- und kulturgeschichtliche Bedeutung. Darüber hinaus kommt eine baugeschichtliche bzw. baukünstlerische Bedeutung hinzu, die im Wesentlichen aus dem seinerzeitigen Alleinstellungsmerkmal der großen stützenfreien Spannweiten resultiert. In einem Widerspruchverfahren wurde der Abriss der Deutschlandhalle von der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung genehmigt. In dem Genehmigungsbescheid wird der Denkmalwert umfangreich gewürdigt. Dieser Bewertung wurde das wirtschaftliche Interesse der Messe Berlin, das deckungsgleich mit den wirtschaftspolitischen Interessen des Landes Berlin ist, gegenübergestellt. Die Messe Berlin benötigt dringend weitere Ausstellungsflächen, um in einem weltweiten Wettbewerb ihre internationalen Leitmessen weiterhin erfolgreich zu positionieren, zu entwickeln und neue Messen und Veranstaltungen auf dem Markt zu platzieren. Neben diesem Flächenbedarf hat der Senat schon 2008 und im Dezember 2010 die Sanierung des Kongressgebäudes ICC beschlossen. Die Planungen für eine Sanierung des ICC bei Stillstand haben begonnen. Demnach muss das ICC Ende 2013 stillgelegt werden. Die Sanierung wird voraussichtlich über einen Zeitraum von drei Jahren (2014–2016) durchgeführt. So entsteht der Flächenbedarf für eine kongressgeeignete neue Messehalle primär aus dem Bedarf nach erweiterten Messe- und Ausstellungsflächen, sekundär für eine Kongressnutzung für den Sanierungszeitraum 2014–2016. Von den Teilnehmern wird ein gestalterisch und funktional anspruchsvoller Entwurf erwartet, der eine flexible Nutzungsqualität aufweist und sich überzeugend mit dem heterogenen städtebaulichen Umfeld auseinandersetzt. Dem Neubau kommt an diesem prominenten Standort eine besondere Bedeutung zu. Es soll ein Gebäude mit eigenständigem Charakter entwickelt werden, das sich mit dem Ort und der Bedeutung des Vorgängerbauwerks auseinandersetzt. Das Raumprogramm umfasst neben der unterteilbaren Messehalle Mehrzweckflächen, Flächen für Verwaltung, Lager, Küche und Bistroflächen. Der Neubau ist mit insgesamt 23.465 qm Nutzfläche (NF) zu planen. Der Gesamtkostenrahmen von 65 Mio. Euro netto soll nicht überschritten werden. Die Fertigstellung ist bis Ende 2013 vorgesehen.
Neubau einer kongresstauglichen Messehalle / Teil 1 Verfahren
Teil 1 Verfahren 1.1	 Auslober, Bauherr, Nutzer
Auslober, Bauherr, Nutzer Messe Berlin GmbH Messedamm 22 14055 Berlin Tel.: +49 (0)30 3038 0 Fax: +49 (0)30 3038 2325 www.messe-berlin.de Zuständige Fachverwaltung für das Unternehmen Messe Berlin GmbH Senatsverwaltung für Wirtschaft, Technologie und Frauen Martin-Luther-Straße 105 10825 Berlin Tel.: +49 (0)30 9013 0 Fax: +49 (0)30 9013 8455 Wettbewerbsdurchführung, Auslobung und Koordination Senatsverwaltung für Stadtentwicklung Abteilung Städtebau und Projekte Referat II D Brückenstraße 6 10179 Berlin Inge Schmidt-Rathert, II D 1 Tel.: +49 (0)30 9025 2032 Fax: +49 (0)30 9025 2535 E-Mail: inge.schmidt-rathert@senstadt.berlin.de
Die Auslobung erfolgt als nichtoffener einstufiger Wettbewerb für Architekten. Das gesamte Verfahren ist bis zum Abschluss anonym. Kommunikation Die Wettbewerbssprache ist Deutsch. Die Kommunikation mit den Teilnehmern erfolgt über E-Mail.
Dem Wettbewerb liegen die Richtlinien für Planungswettbewerbe (RPW 2008) sowie das Rundschreiben SenStadt VI A Nr. 06 / 2009 (Einführung der RPW 2008) zugrunde, soweit nachstehend nichts anderes ausgeführt ist. Die Architektenkammer wirkt vor, während und nach dem Wettbewerb beratend mit, sie registriert den Wettbewerb. Mit der Registrierung wird bestätigt, dass die Auslobungsbedingungen der Richtlinie entsprechen. Die besonderen Bestimmungen für öffentliche Auftraggeber (RPW 2008,
§ 9) sind anzuwenden. Der Wettbewerb wird bei der Architektenkammer Berlin unter der Registrier-Nr. B-2011-02 geführt. Einverständnis Jeder Teilnehmer, Preisrichter, Sachverständige, Vorprüfer und Gast erklärt sich durch seine Beteiligung bzw. Mitwirkung am Verfahren mit den vorliegenden Teilnahmebedingungen und der Anwendung der RPW 2008 einverstanden. Verlautbarungen jeder Art über Inhalt und Ablauf vor und während der Laufzeit des Wettbewerbsverfahrens, einschließlich der Veröffentlichung der Wettbewerbsergebnisse, dürfen nur über die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, – II D –, abgegeben werden. Datenschutz Jeder Teilnehmer, Preisrichter, Sachverständige, Vorprüfer, Gast und Auftragnehmer willigt durch seine Beteiligung bzw. Mitwirkung am Verfahren ein, dass seine personenbezogenen Daten im Zusammenhang mit o.g. Wettbewerb bei der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung in Form einer automatisierten Datei geführt werden. Diese Einwilligung ist auf der Verfasser- bzw. auf der Zustimmungserklärung zu bestätigen. Eingetragen werden Name, Anschrift, Telefon, Beauftragung im Wettbewerb, Kammermitgliedschaft, Berufsbezeichnung. Nach Abschluss des Verfahrens können auf Wunsch diese Daten gelöscht werden (durch Vermerk auf der Verfassererklärung). Gemäß § 6 des novellierten Datenschutzgesetzes ist die Einwilligung der Betroffenen notwendig, da eine spezielle Rechtsgrundlage für die Führung dieser Datei fehlt. Vergabekammer Öffentliche Aufträge, die gemäß den Vergabevorschriften der EU vergeben werden müssen, unterliegen einem Rechtsschutzverfahren. Für die öffentlichen Auftraggeber des Landes Berlin wird dieses Verfahren vor der Vergabekammer des Landes Berlin geführt. Vergabekammer des Landes Berlin Martin-Luther-Str. 105 10825 Berlin Tel.: +49 (0)30 9013 8316 Fax: +49 (0)30 9013 7613
Zur Teilnahme am Wettbewerb wurden neben den drei gesetzten Büros entsprechend der Ankündigung im EU-Amtsblatt vom 30.11.2010 in einem vorgeschalteten Bewerbungsverfahren (Teilnahmewettbewerb gemäß RPW und VOF) durch ein vom Preisgericht unabhängiges Auswahlgremium 15 Architekten ausgewählt.
Florian Riegler Architekt, Graz Elke Delugan-Meissl Architektin, Wien Peter Kulka Architekt, Köln/Dresden Dörte Gatermann Architektin, Köln Marcel Meili Architekt, Zürich Eva Maria Lang Architektin, Dresden Claus Anderhalten Architekt, Berlin Regula Lüscher Senatsbaudirektorin Senatsverwaltung für Stadtentwicklung Berlin Raimund Hosch Vorsitzender der Geschäftsführung Messe Berlin GmbH Almuth Hartwig-Tiedt Staatssekretärin Senatsverwaltung für Wissenschaft, Technologie und Frauen Berlin Monika Thiemen Bezirksbürgermeisterin Bezirksamt Charlottenburg-Wilmersdorf von Berlin Dr. Dagmar Tille Leiterin der Werkstatt – Baukultur, Kommunikation, Oberste Denkmalschutzbehörde Senatsverwaltung für Stadtentwicklung Berlin Dieter Pasierbsky Leiter Geschäftsbereich Service und Technik Messe Berlin GmbH
Fachpreisrichter		 				 				 				 				 				 				 				 				 				 Stellvertretende 		 Fachpreisrichter		 				 				 Sachpreisrichter		 				 				 				 				 				 				 				 				 				 				 				 				 				 Stellvertretende 		 Sachpreisrichter
Sachverständige		 				 				 				 				 				 				 				 				 				 				 				 				 				 				 				 				 				 				 				 				 Vorprüfung			 				 				 				 Kostenprüfung		 				 Energieeffizienz		 				 				 Gäste
Heidrun Rhode-Mühlenhoff Leitung Abteilung Wirtschaftsförderung Senatsverwaltung für Wissenschaft, Technologie und Frauen Berlin Rainer Latour Leiter Stadtentwicklungsamt Bezirksamt Charlottenburg-Wilmersdorf von Berlin Lothar Schmidt Abteilungsleiter Infrastruktur Messe Berlin GmbH Klaus-Wolfgang Taufmann Abteilung Wirtschaftsförderung Senatsverwaltung für Wissenschaft, Technologie und Frauen Berlin Peter Ostendorff Referat Auswahlverfahren und Wettbewerbe Senatsverwaltung für Stadtentwicklung Berlin Inge Schmidt-Rathert Referat Auswahlverfahren und Wettbewerbe Senatsverwaltung für Stadtentwicklung Berlin Barbara Moritz-Doll Stadtentwicklungsamt FB Bauaufsicht Bezirksamt Charlottenburg-Wilmersdorf von Berlin Jana Jaeuthe Stadtentwicklungsamt FB Bauaufsicht Bezirksamt Charlottenburg-Wilmersdorf von Berlin Ulrike Lickert Architektin, Berlin Ulrike Kurz Architektin, Berlin Christoph Winter emproc GmbH, Starnberg Dr. Matthias Ring HOL-ING Planungs- und Beteiligungsgesellschaft mbH, Berlin Peter Kever Referent Vergabe / Wettbewerb Architektenkammer Berlin
Gudrun Sack Mitglied Wettbewerbsausschuss Architektenkammer Berlin Mitglieder des Abgeordnetenhauses von Berlin Mitglieder der Bezirksverordnetenversammlung Bezirksamt Charlottenburg-Wilmersdorf von Berlin
Der Auslobungstext wird den Teilnehmern vorab am 7. Februar 2011 in digitaler Form per E-Mail zugesandt. Die digitalen Anlagen zum Wettbewerb stehen gleichzeitig (durch Erhalt eines Passwortes) zum Download zur Verfügung. Die Auslobungsbroschüre wird am 10. Februar 2011 per Post an die Teilnehmer versendet. Die Modelleinsatzplatte wird im Zusammenhang mit der Beantwortung der Rückfragen versendet.
Die Arbeiten müssen bis zum 4. April 2011, 17:00 Uhr in der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung Referat Wettbewerbe und Auswahlverfahren Brückenstraße 6 – Jannowitzcenter 10179 Berlin Raum Nr. 4.026 eingegangen sein (es gilt nicht das Datum des Poststempels). Die Wettbewerbspläne sind gerollt in einer eckigen Versandbox abzuliefern. Das Modell ist bis zum 11. April 2011, 17:00 Uhr an gleicher Stelle einzureichen. Das Modell ist in transportgerechter und wieder verwendbarer Verpackung abzuliefern. Der Verfasser trägt die Verantwortung, dass die geforderten Leistungen am 4. April 2011 bzw. am 11. April 2011 (Modell) vorliegen. Die Wettbewerbsarbeiten sind zur Wahrung der Anonymität in verschlossenem Zustand ohne Absender oder sonstigen Hinweis auf den Verfasser, aber mit der Kennzahl und dem Vermerk „Neubau Messehalle“ einzureichen. Bei Zustellung durch Post- oder Kurierdienst ist der Empfänger als Absender anzugeben.
Kennzeichnung der Arbeiten Die Wettbewerbsarbeiten sind in allen Stücken nur durch eine gleichlautende Kennzahl zu bezeichnen. Sie ist aus sechs arabischen Ziffern zu bilden und in einer Größe von 1 cm Höhe und 4 cm Breite auf jedem Blatt und Schriftstück in der rechten oberen Ecke anzubringen. Der Wettbewerbsverfasser hat die Verfassererklärung mit seiner Anschrift in einem verschlossenen und undurchsichtigen Umschlag mit der gleichen Kennzahl abzugeben, mit der er seine Wettbewerbsarbeit gekennzeichnet hat. Dieser Umschlag ist gleichzeitig mit der Wettbewerbsarbeit abzugeben.
Ortsbesichtigung Die Ortsbesichtigung mit den Teilnehmern findet am Donnerstag, den 10. Februar 2011 um 10:00 Uhr statt. Während des Rundgangs werden vom Auslober Informationen zu funktionalen Abläufen auf dem Messegelände gegeben. Der Treffpunkt ist der Eingang zur Halle 7 neben der Deutschlandhalle, Messedamm 22, 14055 Berlin. Rückfragen Rückfragen zur Auslobung können schriftlich gestellt werden. Sie müssen bis zum 16. Februar 2011 bis 12:00 Uhr bei folgender E-Mail-Adresse eingegangen sein: inge.schmidt-rathert@senstadt.berlin.de Bei den Rückfragen ist auf die entsprechenden Teilziffern der Auslobung, auf die sie sich beziehen, Bezug zu nehmen. Ein Rückfragenkolloquium findet nicht statt. Die Beantwortung der Rückfragen erfolgt in Abstimmung mit dem Preisgericht. Die Zusammenstellung aller eingereichten Fragen und deren Beantwortung werden den Beteiligten am 22. Februar 2011 zugesandt und sind Bestandteil der Auslobung.
Unterlagen des Wettbewerbs sind: –	 –	 –	 –	 die vorliegende Auslobung die Zusammenstellung der Rückfragen und Antworten Modelleinsatzplatte M 1:500 digitale Daten zu Download (vollständiges Verzeichnis siehe Teil 4 Anhang), u.a. die im Folgenden aufgeführten Planunterlagen und Dokumente: –	 Übersichts- und Lageplan, u.a. als .dwg-Datei –	 Arbeitsplan, u.a. als .dwg-Datei –	 Vermesserplan, u.a. als .dwg-Datei –	 Luftbild als .tif-Datei –	 Raum- und Funktionsprogramm als .pdf- und .xls- Datei
Hinweis Jeder Teilnehmer des Verfahrens verpflichtet sich, die vorliegenden digitalisierten Daten und Pläne nur für die Beteiligung am Verfahren zu nutzen. Daten, die im Rahmen der Bearbeitung als Zwischenprodukte anfallen und nicht an den Auslober abgegeben werden, sind nach Abschluss des Wettbewerbs zu löschen.
Von den Teilnehmern werden folgende Leistungen erwartet: Geforderte Leistungen in Papierform 1.	 Lageplan im M 1:500 mit Darstellung der Gesamtsituation, Baukörper, Zufahrt, äußerer Erschließung, Außenanlagen; 2.	 EG-Grundriss mit Darstellung der angrenzenden Freiflächen einschließlich der äußeren Erschließung sowie alle weiteren Grundrisse mit Darstellung der Anbindung an das Messegelände im M 1:200; 3.	 Alle Ansichten sowie zum Verständnis des Entwurfs erforderliche Schnitte im M 1:200; 4.	 Zwei räumliche Darstellungen (eine Innenansicht sowie eine Außenansicht) nach freier Wahl 5.	 Fassaden- bzw. Systemschnitt im M 1:20 mit Teilansicht – der Infor­ mationsgehalt dieses Schnittes soll annähernd dem eines Schnittes im Maßstab 1:50 entsprechen, beispielhaft zur Vermittelbarkeit von Materialität, Gestaltqualität und zur Ermittlung der Kosten; 6.	 Systemskizzen des Tragwerks und Skizze des Montageablaufs 7.	 Prüfpläne, maßstäblich (gefaltet), ein Satz der verlangten Grundrisse und Schnitte mit Eintragung –	 der Raumbezeichnungen gemäß Raumprogramm (Formblatt A) –	 der für die Berechnung notwendigen Maße –	 der Raumgrößen; 8.	 Berechnungen auf Formblättern (Formblatt A Raumprogramm, Formblatt B Gebäudekennwerte und Formblatt Kostenprüfung / Flächenermittlung, s. 4.1.8 Formblätter) Der Rechenweg für alle Berechnungen ist nachvollziehbar auf den Prüfplänen darzustellen; –	 Überbaute Fläche –	 Brutto-Grundfläche BGF a –	 Brutto-Rauminhalt BRI a (V) –	 Nutzfläche (NF) in der Aufschlüsselung gem. Raumprogramm –	 Technische Funktionsflächen (TF) –	 Verhältnis Brutto-Grundfläche a / Nutzfläche (BGF a / Nutzfläche) –	 DAF Dachflächen –	 HTF Horizontale Trennflächen –	 BAF Basisflächen –	 AWF Außenwandflächen –	 IWF Innenwandflächen –	 BAU Baugrube –	 Gebäudehüllfläche A –	 Verhältnis A/V 9.	 Erläuterungsbericht (getrennt von den Plänen, max. 4 DIN A 4 Seiten): –	 Erläuterung und Begründung des Entwurfskonzeptes
–	 Aussagen zu Konstruktion und Materialien –	 Aussagen zu Kostenauswirkungen durch Konstruktions- und Materialwahl (insbesondere bei spezifischen Ansätzen) –	 Aussagen zur Wirtschaftlichkeit –	 Angaben zum barrierefreien Bauen 10.	 aubeschreibung in Anlehnung an DIN 276 (neu) zu KG 300, 400 B und 500; 11.	Verzeichnis der eingereichten Unterlagen; 12.	 erfassererklärung (s. Teil 4 Anhang, 4.1.8 Formblätter); V 13.	 odell M 1:500 unter Verwendung der vorgegebenen M Modelleinsatzplatte. Als verbindliche Form der Arbeit gilt der Papierausdruck. Zusätzlich geforderte Leistungen in digitaler Form Zusätzlich sind folgende Leistungen in digitaler Form auf CD-ROM zu erbringen (für Vorprüfung, Ergebnisprotokoll und Veröffentlichung): –	 die Präsentationspläne als Windows-kompatible .tif-Datei(en) in einer Auflösung von bevorzugt 300dpi (ggf. LZW-komprimiert); –	 die Präsentationspläne als pdf-Datei(en) mit eingebundenen Pixeldarstellungen in einer Auflösung von bevorzugt 300dpi; –	 die geforderten Leistungen nach Nr. 7 (Prüfpläne) als CAD-Datei im Format .dwg oder .dxf (AutoCAD, Version 2000 oder tiefer) oder .pln (ArchiCAD, Version 7 oder tiefer); –	 die ausgefüllten Formblätter zu Nr. 8 und Nr. 12 (siehe 4.1.8 Digitale Anlagen/Formblätter) als .xls-Datei (Microsoft Excel). Hinweise zu den geforderten digitalen Leistungen „Offene“ Dateien aus Layout-Programmen (z.B. InDesign, QuarkExpress, Illustrator etc.) können nicht berücksichtigt werden. Bildmaterial, das nicht im genannten Windows-kompatiblen .tif-Format vorliegt, kann nicht berücksichtigt werden. Die CD-ROM selbst trägt als Titel nur die sechsstellige Kennzahl, mit der auch die schriftlichen Pläne gekennzeichnet werden (z.B. 123456). Die einzelnen Dateien auf der CD-ROM müssen wie folgt benannt werden: Der erste Teil des Dateinamens ist die sechsstellige Kennzahl, danach folgt ein Unterstrich und anschließend der eigentliche Dateititel, gefolgt von der Formatangabe, z.B. „tif“. Beispiele: –	 Lageplan:				 –	 Grundrisszeichnung Erdgeschoss:	 –	 Ansichten:				 –	 Prüfpläne:
Allgemeine Hinweise Jeder Teilnehmer darf nur eine Arbeit ohne Variante einreichen. Gemäß RPW 2008 § 5 Absatz 2 werden Darstellungen, die über die in der Auslobung geforderten Leistungen hinausgehen oder gegen bindende Vorgaben des Auslobers verstoßen, von der Vorprüfung ausgesondert. Für die Präsentation der Wettbewerbsarbeiten stehen pro Wettbewerbsteilnehmer max. drei 2 m hohe Rolltafeln mit einer Hängefläche von 1,96 m (Breite) x 1,46 m (Höhe) zur Verfügung. Die vom Auslober zur Verfügung gestellten Arbeitspläne sind ein Angebot, den Wettbewerbsbeitrag darzustellen; sie müssen von den Verfassern nicht verwendet werden. Ausschlusskriterien / Verstoß gegen bindende Vorgaben Die für die Wettbewerbsaufgabe verbindlichen Vorgaben werden im Sinne der Innovation und des Wettbewerbgedankens auf folgende grundsätzliche Anforderungen begrenzt: –	 Einhaltung des Wettbewerbsgrundstückes Wettbewerbsbeiträge, die während der Laufzeit des Wettbewerbs veröffentlicht werden, verstoßen gegen die in § 1 Absatz 4 und § 6 Absatz 2 RPW 2008 geforderte Anonymität und sind von der Beurteilung auszuschließen
Das Beurteilungsverfahren ist unter § 6 Absatz 2 der RPW 2008 dargestellt. Ergänzend gilt Folgendes: Die eingereichten Arbeiten werden mit Hilfe eines Kriterienkataloges vorgeprüft. Bei der Erfüllung dieser Aufgabe können die Sachverständigen zur Unterstützung der Vorprüfer hinzugezogen werden. Dem Preisgericht werden die Ergebnisse der Vorprüfung als Entscheidungshilfe zur Verfügung gestellt, die Beurteilung der Arbeiten bleibt dem Preisgericht vorbehalten.
Die Wettbewerbssumme (RPW 2008 § 7 Absatz 2) ist auf der Basis des § 34 HOAI ermittelt. Für Preise stehen insgesamt 133.000,– Euro (netto) zur Verfügung. Vorgesehen ist folgende Aufteilung: 1. Preis	 	 	 2. Preis	 	 	 3. Preis	 	 	 4. Preis	 	 	 3 Anerkennungen á 	 43.000,– € 30.000,– € 20.000,– € 13.000,– €   9.000,– €
Über die Preise hinaus ist eine Kostenerstattung nicht vorgesehen. Die Preise werden nach Entscheidung des Preisgerichts unter Ausschluss des Rechtsweges zugeteilt. Das Preisgericht kann einstimmig eine andere Verteilung beschließen oder Preisgruppen bilden. Die Mehrwertsteuer von
derzeit 19% ist in den genannten Beträgen nicht enthalten und wird den inländischen Teilnehmern zusätzlich ausgezahlt.
Das Preisgericht gibt eine schriftliche Empfehlung für die weitere Bearbeitung der Wettbewerbsaufgabe. Bei der Umsetzung des Projekts wird unter Würdigung der Empfehlungen des Preisgerichts einer der Preisträger mindestens mit den Leistungsphasen 2–5 nach § 33 HOAI beauftragt, sofern kein wichtiger Grund einer Beauftragung entgegensteht (RPW 2008 § 8 Absatz 2). Voraussetzung ist, dass die Ausführung der ausgewählten Arbeit im Kostenrahmen möglich ist. Im Falle einer weiteren Bearbeitung werden durch den Wettbewerb bereits erbrachte Leistungen des Wettbewerbsteilnehmers bis zur Höhe des zuerkannten Preises oder Anerkennung nicht erneut vergütet, wenn der Wettbewerbsentwurf in seinen wesentlichen Teilen unverändert der weiteren Bearbeitung zugrunde gelegt wird (RPW 2008 § 8 Absatz 2). Ein Verhandlungsverfahren im Anschluss an den Wettbewerb mit allen Preisträgern wird nur durchgeführt, wenn der Auftraggeber vom Votum des Preisgerichts abweicht. Im Regelfall wird der Auftraggeber nur mit dem ersten Preisträger über die Auftragsvergabe verhandeln. Für Architekten, die nicht Mitglieder der Berliner Architektenkammer sind, gilt § 6 Bau- und Architektenkammergesetz in der neuesten Fassung (http:// www.ak-berlin.de/publicity/ak/internet.nsf/tindex/de_berufsrecht.htm). Den ausländischen Teilnehmern wird die Hinzuziehung eines Kontaktbüros empfohlen.
Die eingereichten Unterlagen der mit Preisen ausgezeichneten und anerkannten Wettbewerbsarbeiten werden Eigentum des Auslobers. Das Urheberrecht und das Recht der Veröffentlichung der Entwürfe bleiben dem Verfasser erhalten (RPW 2008 § 8 Absatz 3). Der Auslober ist berechtigt, die zu Beurteilung zugelassenen Arbeiten nach Abschluss des Wettbewerbs ohne weitere Vergütung zu dokumentieren, auszustellen und (auch über Dritte) zu veröffentlichen. Die Namen der Verfasser werden dabei genannt.
Durch ihre Unterschrift in der Verfassererklärung versichern die Wettbewerbsteilnehmer, dass sie die geistigen Urheber der Wettbewerbsarbeiten, gemäß den Wettbewerbsbedingungen teilnahmeberechtigt, mit einer Beauftragung zur weiteren Bearbeitung einverstanden und zur fachund termingerechten Durchführung in der Lage sind.
Die Verfassererklärung befindet sich als Formblatt im Downloadbereich unter „4.1.8_Formblätter“.
Das Ergebnis des Wettbewerbs wird (unter Vorbehalt der Prüfung der Teilnahmeberechtigung) den Teilnehmern, deren Arbeit mit einem Preis oder einer Anerkennung ausgezeichnet wird, unmittelbar nach der Entscheidung des Preisgerichts, allen anderen durch Übersendung des Preisgerichtsprotokolls mitgeteilt und der Öffentlichkeit über die Presse bekanntgegeben sowie angekündigt unter: www.stadtentwicklung.berlin.de/ städtebau/baukultur/wettbewerbe Die zur Beurteilung zugelassenen Wettbewerbsarbeiten werden mit den Namen der Verfasser, der Mitarbeiter und Sonderfachleute, den Preisen und Anerkennungen, der Aufnahme in die engere Wahl und dem Preisgerichtsprotokoll öffentlich ausgestellt. Eröffnung, Ort und Dauer der Ausstellung werden den Wettbewerbsteilnehmern und der Presse bekannt gegeben (RPW 2008 § 8 Absatz 1).
Für die Beschädigung oder den Verlust der eingereichten Arbeiten haftet der Auslober nur im Fall nachweisbar schuldhaften Verhaltens. Die nicht prämierten Arbeiten von in Berlin ansässigen Teilnehmern können zu einem Zeitpunkt, der ihnen rechtzeitig mitgeteilt wird, bei der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung – II D – abgeholt werden. Die nicht in Berlin ansässigen Büros werden nach Ausstellung der Wettbewerbsarbeiten schriftlich bzw. per Mail angefragt ob Interesse an einer Rücksendung ihrer Wettbewerbsunterlagen besteht. Die Rücksendung erfolgt nur dann, wenn die Unterlagen in transportgerechter und wieder verwendbarer Verpackung (eckige Versandbox) eingereicht wurden. Werden die Arbeiten innerhalb der genannten Fristen nicht zurückgefordert, so geht der Auslober davon aus, dass die betreffenden Teilnehmer das Eigentum an ihren eingereichten Wettbewerbsunterlagen aufgegeben haben und wird dann mit diesen Unterlagen nach seinem Belieben verfahren.
7. Februar 2011 10. Februar 2011 10. Februar 2011 / 10 Uhr 16. Februar 2011
Ausgabe Auslobung elektronisch / Planunterlagen auf Plattform Ausgabe der gedruckten Auslobungsbroschüre Ortsbesichtigung / Informationsrundgang Rückfragen per Internet bis
Versand der Rückfragenbeantwortung / Versand der Modelleinsatzplatte Abgabe der Arbeiten Abgabe des Modells Preisgerichtssitzung Ausstellung voraussichtlich
22. Februar 2011 4. April 2011 11. April 2011 28. April 2011 Mai 2011
Neubau einer kongresstauglichen Messehalle / Teil 2 Situation und Planungsvorgaben
Teil 2 Situation und Planungsvorgaben 2.1	 Städtebauliche Rahmenbedingungen
Lage im Stadtgebiet Der Standort des Berliner Messegeländes unter dem Funkturm befindet sich im Westen von Berlin, im Berliner Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf. Das Gelände liegt unmittelbar westlich des Autobahndreiecks Funkturm. Hier treffen Stadtring A 100 und Autobahnzubringer A 115 nach Magdeburg/Leipzig (AVUS) aufeinander. Im Norden wird das Messegelände von der Masurenallee und östlich vom Messedamm begrenzt, südwestlich führt die Jafféstraße am Gelände vorbei. Im Nordwesten führen Wandalen Allee und Thüringer Allee am Gelände entlang. Der Neubau soll im südlichen Bereich des Messegeländes, einer Ecksituation am Einmündungsbereich der Jafféstraße in den Messedamm, am Standort der zum Abriss vorgesehen Deutschlandhalle errichtet werden.
Abb. 1 Schwarzplan
M 1:20.000
Baustruktur der Umgebung Die weitere Umgebung des Wettbewerbsbereichs ist durch eine heterogene Baustruktur geprägt. Das Messegelände befindet sich im Übergangsbereich zwischen der dichten innerstädtischen Bebauung Charlottenburgs (im Norden und Osten) und gartenstadtähnlichen Wohnsiedlungen mit Schul- und Sportgeländen (im Süden und Westen). Nach Südwesten schließt sich die Grün- und Erholungslandschaft des Grunewalds an. Umgeben von breiten Verkehrsschneisen (AVUS und Messedamm im Südosten, Jafféstraße und Gleisanlagen im Südwesten) prägen großmaßstäbliche Baukörper unterschiedlichster Ausformung und Gestalt das südliche Messeareal. Der Wettbewerbsbereich befindet sich in direkter Nähe zum südwestlich gelegenen denkmalgeschützten S-Bahnhof „Messe
Abb. 2:	 Luftbild
M. 1:7.000
Abb. 3:	 Lageplan mit Eintragung des Wettbewerbsbereiches
1) 1914: Erste Messehalle / 1924–26: Zweite Messehalle, hölzerne Messehalle, Funkturm
2) 1929: Wettbewerbsbeitrag Wagner/Poelzig
3) 1930–35: Haus des Rundfunks (Poelzig), Brand der hölzernen Messehalle, Bau der Deutschlandhalle
4) 1937: Entwurf Messegelände, Ermisch
5) 1969–79: Lageplan um 1970, Bau des ICC
6) 1991: Wettbewerbsentwurf Ungers zur Messeerweiterung Süd
Süd“. Die Ostseite wird von der ebenfalls unter Denkmalschutz stehenden AVUS-Tribüne flankiert, Richtung Westen öffnet sich das Gelände zur halbkreisförmigen Eingangshalle des Messeeingangs Süd. Der räumlich durch eine quadratische Tribünenanlage gefasste Vorplatz überbrückt die Absenkung der Eingangsebene in die Messehallen 1 und 2. Im Norden schließt die 7-geschössige Halle 7 an, hier ist das Service Center der Messe untergebracht.
Historische Entwicklung des Messegeländes
Bereits im beginnenden 19. Jahrhundert war im nördlichen Ausläufer des Grunewalds (auf dem Jagen 51, dem späteren Standort der Hallen 1-9) ein Schießplatz sowie seit 1873 daneben (Jagen 50) ein Exerzierplatz vorhanden. Diese Plätze wurden von den 1889 nach Charlottenburg verlegten Füsilieren des „3. Garderegimentes Königin-Elisabeth“, die nördlich im neu entstehenden Westend seit 1896 ihre Kaserne besaßen, genutzt. Am westlichen Rand des Exerzierplatzes wurde 1898 bis 1902 von den Architekten Georg Pauly und Hermann Luedecke das Garnisons-Lazarett des Regimentes errichtet. Es wurde seit 1926 nach einigen Umbauten als „St.-Hildegard-Krankenhaus“ geführt und wird heute von der Messe Berlin genutzt. 1914 wurde nördlich der neuen Kantstraße und westlich der Ringbahn (heute Parkplätze P1 und P2) vom „Verein Deutscher MotorfahrzeugIndustrieller“ eine repräsentative Ausstellungshalle (Arch. Hans Alfred Richter) errichtet, die 1924 durch eine westlich auf der anderen Seite der Königin-Elisabeth-Straße gelegene Halle ergänzt wurde (Arch. Johann Emil Schaudt und Jean Kremer). Gleichzeitig errichtete die „Gemeinnützige Berliner Messe- und Ausstellungs- GmbH“ auf dem zwischenzeitlichen Kleingartengelände am Rande der Sportanlagen südlich der Neuen Kantstraße eine Funkhalle aus Holz.
Abb. 4 Übersicht zur geschichtlichen Entwicklung des Messegeländes (siehe Piktogramme auf gegenüberliegender Seite)
Abb. 5 Modell für Neuplanung von Wagner/Poelzig, 1930
Abb. 6 Berliner Funkturm
Abb. 7 Ausstellungshallen am Funkturm, um 1935
1926 wurde ein einfacher Funkmast durch den Funkturm ersetzt (beide: Arch. Heinrich Straumer). Damit wurde der Grundstein für den heutigen Messestandort gelegt. 1929-30 wurde nach Entwürfen von Martin Wagner und Hans Poelzig ein erstes Gesamtkonzept für das Messegelände erarbeitet und in Teilen realisiert. Gegenüber dem Oval des Messegeländes wurde (als Ergebnis eines beschränkten Wettbewerbs) 1930 von Hans Poelzig das Haus des Rundfunks errichtet. An die ruhige, ca. 150 m lange und 22 m hohe Fassade entlang der Masurenallee schließen sich beiderseits Büroflügel an. Die horizontale Bewegung der Fassade wird durch die vertikalen farbigen Tonplatten, die die Brüstungspfeiler optisch hervorheben, gegliedert. Zwischen 1935 und 1937 wurde nach Entwürfen von Richard Ermisch das Messegelände durchgreifend verändert. Nach dem Brand der Funkhalle wurde diese zunächst durch eine „Gläserne Galerie“ ersetzt. 1936-37 wurde schließlich die monumentale Haupthalle am heutigen Hammarskjöldplatz mit der 35 m hohen Ehrenhalle errichtet (s.o.). Die Neuplanung konterkarierte jetzt das „Ei“ und überformte das gesamte Messegelände mit einer strengen, nun rechtwinkligen Anlage, die den Sommergarten mit einer Ehren- bzw. Eingangshalle, zwei langgestreckten Ausstellungshallen und einem Querriegel umschließen sollten. Die städtebauliche Disposition war achsial vom Mittelteil der Ehrenhalle über den Sommergarten bis zur 1935 fertig gestellten Deutschlandhalle angelegt. Die Deutschlandhalle, ursprünglich als Versammlungsraum und Sporthalle von den Architekten Franz Orthmann und Fritz Wiemer geplant, wurde für 10.000 Besucher anlässlich der Olympischen Spiele 1936 erbaut. Die im Krieg zerstörte Halle wurde 1957 nach Entwurf von Paul Schwebes auf den erhaltenen Grundmauern wieder aufgebaut. Sie nimmt in ihrer Ausrichtung Bezug auf die Bebauung am heutigen Hammarskjöldplatz. Bedingt durch die bauliche Weiterentwicklung des Messegeländes ist dies heute nicht mehr wahrnehmbar.
Abb. 8 Deutschlandhalle, 1939
Abb. 9 Deutschlandhalle, 1958
Abb. 10 Deutschlandhalle innen, 1953
Nach Reparatur der Kriegsschäden und weiteren Neubauten zwischen 1950 und 1957 durch Alfred Roth und teilweise Heinrich Sobotka und Georg Müller (Hallen 7, 9, 10, 21 und 22), dem Bau des „Marshall-Hauses“, des Palais hinter der Ehrenhalle und der Halle 23 durch Bruno Grimmek, wurde schließlich der Ausstellungsrundgang mit den Hallen 1-6 an der Jafféstraße (Arch. Harald Franke) vervollständigt. 1969 bis 1979 wurde östlich an das Messegelände anschließend das ICC Berlin gebaut. Die Architekten Ralf Schüler und Ursula Schüler-Witte planten das Kongresszentrum sowie einen Ersatzbau der „Gläsernen Galerie“ der Messe, der 1976-78 gemeinsam mit einer Verbindungsbrücke zum ICC gebaut wurde. In den 80er Jahren erfolgten noch weitere Neuund Umbauten an den Hallen auf dem Messegelände.
Abb. 11 ICC und Funkturm
Abb. 12 Eingang Süd
Auf der Grundlage eines Realisierungswettbewerbes, den der Architekt O. M. Ungers für sich entscheiden konnte, wurde von 1993 bis 2000 die südliche Messeerweiterung im Bereich an der Jafféstraße realisiert und die Hallenkapazität auf ca. 160.000 qm erweitert. Der gesamte Südbereich stellte sich jedoch, insbesondere im Hinblick auf die Wiedereröffnung des S-Bahnhofs Messe Süd (Eichkamp), städtebaulich noch sehr unbefriedigend dar. Zudem erwies sich auch diese erweiterte Hallenkapazität inzwischen als nicht mehr ausreichend. Zur städtebaulichen Aufwertung des südlichen Eingangsbereiches wurde nach Abriss der alten Eissporthalle zum Ende 2001, ebenfalls nach Plänen von Prof. O. M. Ungers, mit dem Bau des neuen Süd-Eingangs begonnen. Er besteht aus einem halbkreisförmigen Eingangsgebäude mit einer Gesamthöhe von 21 m sowie einem davorliegenden Vorplatz. Dieser um
8 m abgesenkte und ca. 10.000 qm große Platz mit Tribünen für bis zu 4.000 Sitzplätze kann auch für Open-Air-Veranstaltungen genutzt werden. Ein 30 Meter breites Foyer verbindet den neuen Eingang mit den Messehallen. Das Eingangsgebäude Süd und der damit verbundene Vorplatz wurden Ende 2002 fertig gestellt und stellten nun eine direkte Verbindung zwischen dem Messegelände und dem S-Bahnhof Messe Süd her. Die 1995 unter Denkmalschutz gestellte Deutschlandhalle diente ab 2001 temporär als Ersatzspielstätte für den Eissport. Die Schließung erfolgte im April 2009. An der Wandalenallee wurde 2004 nach einem Entwurf der Architekten Grüntuch und Ernst ein Service-Gebäude für die zentrale Anlieferung der Messen, Lagerung und Werkstätten realisiert. Aufgrund des absehbaren Sanierungsbedarfs des ICC und dem weiterhin bestehenden Bedarf an Messeflächen wurden in den letzten Jahren verschiedene Gutachten in Auftrag gegeben, die den Umbau und die Sanierung der Deutschlandhalle bzw. den Neubau einer Messehalle untersuchten (siehe Teil 4 / Anhang).
Die Messe GmbH / Das Messegelände Berlin
Die Messe Berlin GmbH Die Messe Berlin GmbH, ein Unternehmen mit einer Beteiligung des Landes Berlin von 99,7%, gehört zu den 10 umsatzstärksten Messegesellschaften weltweit. Bis zu 26 Eigenveranstaltungen werden am Messeplatz Berlin jährlich durchgeführt; sie zeichnen sich durch ein breites Branchenspektrum und einen hohen Anteil ausländischer Aussteller und Besucher aus. Daneben stehen das Messegelände und das benachbarte ICC Berlin jährlich für 20 bis 50 Gastveranstaltungen zur Verfügung. Im ICC werden außerdem eine Vielzahl internationaler Kongressveranstaltungen durchgeführt. Insgesamt waren im Durchschnitt der letzten Jahre über 25.000 Aussteller und zwischen 1,5 und 2 Mio. Besucher (ohne Gastveranstaltungen) jährlich auf dem Berliner Messegelände und im ICC. Das Messegelände unter dem Funkturm in Berlin Das Messegelände liegt zentral und ist verkehrsgünstig angebunden. Die Lage direkt an Bahn- und Autobahnring ist für den Standort von Bedeutung. Die vorhandenen 26 Messehallen haben eine vermietbare Fläche von 160.000 qm. Das Gelände ist für flächendeckende oder mehrere parallel stattfindende Messen durch verschiedene Eingänge und ein flexibles Leitsystem organisierbar. Ein Verbindungsbauwerk über dem Messedamm zwischen Messegelände Berlin und Europas größtem Kongresszentrum, dem ICC Berlin, ermöglicht eine Kombination von Messe und Kongress. Durch die kompakte Organisation der Hallen um den zentralen „Sommergarten“ (10.000 qm große Grünflache, auch nutzbar als Präsentations- und Eventfläche) weist das Messegelände kurze Wege auf. Von allen Hallenübergängen ist der direkte Zugang zum Sommergarten möglich. Nahezu jede Halle ist vom Anlieferverkehr bis 8t Achslast ebenerdig befahrbar. Auch schienengebundene Fahrzeuge können auf dem Messegelände präsentiert werden. Dafür stehen 3.400 lfd. m Gleis zur Verfügung.
Abb. 13 Geländeplan
Grundstück/Größe Der Wettbewerbsbereich umfasst einen Teilbereich im Süden des Messegeländes unter dem Funkturm. Er befindet sich am Messedamm 26 in 14055 Berlin Charlottenburg-Wilmersdorf und hat eine Größe von ca. 44.000 qm. Das zu beplanende Wettbewerbsgrundstück umfasst den jetzigen Standort der Deutschlandhalle mit Durchgangsstraße und dem vorgelagerten Besucherparkplatz (P 14). Eigentum Der Wettbewerbsbereich ist Eigentum des Landes Berlin und befindet sich im Fachvermögen der Senatsverwaltung für Wirtschaft, Technologie und Frauen. Topographie Der Wettbewerbsbereich steigt vom Messedamm in Richtung Eingang Süd um ca. 2 m an. Der Haupteingang der Deutschlandhalle liegt auf einer Höhe von ca. 55,00 m ü. NHN, während die angrenzenden Messehallen auf einer Höhe von a) obere Hallenebene ± 0,00 = 57,60 m ü. NHN, b) untere Hallenebene und Eingang Süd – 9,00 = 48,60 m ü. NHN, liegen. D.h. die angrenzenden Messehallen liegen ca. 2,60 m über bzw.
6,40 m unter dem jetzigen Erschließungsniveau der Deutschlandhalle. Die Höhenunterschiede werden durch Böschungen ausgeglichen. Die exakte Höhenlage der Geländepunkte ist dem unter 4.1.2_Informationspläne zu findenden Lageplan_Vermesser zu entnehmen. Baugrund Das Wettbewerbsgrundstück liegt auf der pleistozänen Teltow-Hochfläche, deren oberflächennaher Schichtenaufbau vorwiegend aus mehreren Metern mächtigen Sanden besteht. Zwischenlagen von bindigen Sedimenten (Geschiebemergel/Schluff) können auftreten. Als Anhaltspunkt über die Schichtenfolge des Untergrundes finden sich im Anhang Schichtenverzeichnisse verschiedener Bohrungen im Bereich des Wettbewerbsgrundstückes. Grundwasser Der Grundwasserstand des Hauptgrundwasserleiters steht im Bereich des Grundstücks in ungespannten Zustand an. Die Grundwasserdruckhöhe entspricht der Grundwasseroberfläche. Die Ermittlung der Grundwasserstände beruht auf der flächenhaften Interpolation von Grundwasserwerten, die an den Messstellen in der weiteren Umgebung des Grundstücks seit dem Jahr 1930 festgestellt wurden. Der aus den beobachteten Werten für das Grundstück interpolierte höchste Grundwasserstand (HGW) trat im Jahr 1950 auf und betrug ca. NHN + 32,7 m, wobei aber nicht auszuschließen ist, dass außerhalb der Messreihe höhere Grundwasserstände vorhanden waren. Im Februar 2009 lag der aktuelle Grundwasserstand im Grundstücksbereich bei etwa NHN +31,0 m (siehe Anhang 4.3.3 Lageplan Schichtenverzeichnis). Altlasten Das Wettbewerbsgrundstück ist nicht im Bodenbelastungskataster registriert und nach derzeitigem Kenntnisstand gibt es keine Hinweise auf Boden- und Grundwasserverunreinigungen. Kampfmittel Nach gegenwärtigem Kenntnisstand bestehen keine konkreten Anhaltspunkte auf das Vorhandensein von Kampfmitteln. Es ist deshalb nicht erforderlich, Maßnahmen der Kampfmittelräumung durchzuführen. Baumbestand Es befinden sich vorwiegend Pappeln und Nadelgehölze im Süden und Westen des Wettbewerbsbereiches. Die Böschungsbereiche zum Vorplatz des Messeeingangs Süd und zur Jafféstraße sind mit Baumreihen, die vor ca. 10 Jahren gesetzt wurden, Sträuchern und Gräsern bepflanzt.
Nördlich und nordöstlich der bestehenden Deutschlandhalle liegen Hauptversorgungstrassen und -bauwerke. Fotos und Pläne zur Lage der Leitungen und zu Anschlussmöglichkeiten befinden sich im Anhang unter Pkt. 4.1.2 Informationspläne.
Regenrückhaltebecken (RRB) „Deutschlandhalle“ Das in den 90er Jahren nordöstlich der Deutschlandhalle errichtete Regenrückhaltebecken (RRB) aus Stahlbeton mit nachgeschaltetem IDMBauwerk zur Abflussdrosselung besitzt ein Rückhaltevolumen von ca. 586 cbm. Gespeist wird das RRB über eine Druckleitung DN 600 St und DN 80 St von der Regenwasser-Pumpstation der Halle 2, an die die Dach- und Verkehrsflächen der Hallen 2 und 4 angeschlossen sind. Das RRB entleert im freien Gefälle gedrosselt über einen IDM-gesteuerten Schieber (Ablaufleitung DN 400 St) zum R-Kanal DN 800 Stb und ist über den Schacht R15.1 angebunden. Regenwasserkanal( R-Kanal) Der vorhandene R-Kanal DN 800 Stb entwässert das gesamte Südgelände der Messe einschließlich großer Teile der Dach- und Verkehrsflächen der Hallen 1–4. Er verläuft im Bereich des neuen Messeeinganges Süd als Dükerstrecke unter der Eingangshalle und dem Medienkanal (Bezugsebene –9,00 m), schwenkt dann aufsteigend aus zum Schacht R13.1 (Bezugsebene –2,60 m, R13.1=Dükerende). Ab Schacht R13.1 verläuft der R-Kanal dann parallel am RRB vorbei als Freigefälleleitung bis zum Anschlußschacht der BWB (R17.1). An den R-Kanalschacht R13.1 angeschlossen ist die RW-Pumpstation „Eingang Süd“, deren Druckleitung über den Schacht R47 an den Kanal anbindet. Regenwasser-Pumpstation (RW-Pumpstation) „Eingang Süd“ Die vorhandene Regenwasser-Pumpstation (RW-Pumpstation) im östlichen Eingangsbereich Süd (Bezugsebene –9,00m) dient der Entwässerung des gesamten Eingangsbereiches Süd, einschl. der Böschungsbereiche, Terrassen, Zufahrt Süd und der Dachflächen der Eingangshalle. Die Pumpstation ist in das Medienbauwerk integriert und leistungsgeregelt (Qmax=60 l/s). Ihre Druckleitung DN 200 St verläuft zum Teil im Medienbauwerk und bindet dann erdverlegt über den Schacht R47 an den RKanal an. Der RW-Pumpstation vorgeschaltet sind 2 jeweils 50 m lange Stauraumkanäle DN 2600 Stb, die der Retention der im Eingangsbereich Süd anfallenden RW-Mengen dienen. Medienbauwerk Das Medienbauwerk befindet sich östlich der Eingangshalle Süd (Bezugsebene –9,00m) und verbindet über einen Medienkanal die Eingangshalle und in östliche Richtung etagenweise aufsteigend den Heißwasserringleitungskanal (HWR-Kanal) (Bezugsebene –2,60m). Hier verlaufen die Versorgungsmedien für die Eingangshalle Süd. Angeschlossen bzw. integriert in das Medienbauwerk ist die RW-Pumpstation „Eingang Süd“. Ausfädelungsbauwerk, Heißwasserringleitungskanal (HWR-Kanal) Direkt westlich des RRB „Deutschlandhalle“ befindet sich das „Ausfädelungsbauwerk“ (Stb, Spundwandverbau). Dieses Bauwerk (mit separaten Einstiegsbereich, Bezugsebene –2,60m) verbindet den alten, westlich der Deutschlandhalle verlaufenden HWR-Kanal mit der Messehalle 2 (Bezugsebene untere Umfahrt –9,00m) über ein Vortriebsrohr DN 2600 Stb. Hier verlaufen Hauptversorgungstrassen zwischen der Messehalle 2 und der Deutschlandhalle. Über das Medienbauwerk ist die Eingangshalle Süd mit ihren Versorgungstrassen an den HWR-Kanal angeschlossen.
Regenwasserableitung (RW-Ableitung) Deutschlandhalle Die RW-Ableitung der Dach- und Verkehrsflächen der Deutschlandhalle erfolgt über ein separates Entwässerungssystem und ist, mit Ausnahme von Teilen der westlichen Verkehrsflächen, nicht an den R-Kanal angeschlossen. Ein Teil der Flächen entwässert über einen Sammler nördlich der Deutschlandhalle, der parallel zum S- (Schmutzwasser-) und R(Regenwasser-)Kanal in Richtung Messedamm verläuft und über den Schacht R6 an das BWB-Netz (Netz der Berliner Wasserbetriebe) anbindet (hier DN300). RW-Anschlußleitungen verlaufen westlich und östlich der Deutschlandhalle. Ein Teil der südlichen Flächen entwässert in den dort verlaufenden Sammler Richtung Neue Jafféstraße. Schmutzwasserableitung (SW-Ableitung) Die SW-Ableitung der Deutschlandhalle erfolgt zum einen über den nördlich der Deutschlandhalle verlaufenden Sammler DN 300 in Richtung Messedamm (BWB-Anschlußschacht S5). Östlich der Deutschlandhalle verläuft parallel ein weiterer SW-Sammler DN 250 in südliche Richtung zur Neuen Jafféstraße. Über den SW-Schacht S1 ist an dieses SW-System die Messehalle 2 über 3 Druckleitungen 1xDN100 und 2xDN125 angeschlossen, die über das Ausfädelungsbauwerk nach außen geführt werden. Wasserversorgung (WV-Versorgung) Die Versorgung mit Trink- und Löschwasser erfolgt komplett aus dem Versorgungsnetz der BWB. Nordöstlich der Deutschlandhalle befindet sich die WV-Anschlussleitung DN 350 GGG der BWB. Diese versorgt u.a. die Messehallen 1–4, Überflurhydrantenring Hallen 1–6, EMS, und über abzweigende Anschlussleitungen auch die Deutschlandhalle. Über einen Abzweig DN 300 (ausgerüstet mit WZ-Schacht) wird auch der gesamte Eingangsbereich Süd versorgt. Energieversorgung/Leerrohrsysteme Nördlich der Deutschlandhalle verlaufen 2 Kabelleerrohrtrassen einschließlich Kabelzugschächten zur Energieversorgung. Die Elektroleitungen sind in Leerrohrpaketen von 2x4, 3x4 bzw. 2x8 DN 125 PVC-U verlegt. Sie sind an das Medienbauwerk angeschlossen und versorgen u.a. den gesamten Eingangsbereich Süd, einschl. Eingangshalle. Des Weiteren verlaufen hier 6 kV-Trassen, anschließend bzw. abgehend von der vorhandenen unterirdischen Trafostation im Nordbereich. Die Leitungen sind teilweise erdverlegt. Im nordöstlichen Bereich verlaufen weitere Elt- und FM-Trassen (Vattenfall, Telekom), teils in Kabelschutzrohren, aber auch erdverlegt.
Übergeordnete Erschließung Das Messegelände befindet sich etwa 3 km westlich des Zentrums City West (Bhf. Zoologischer Garten) am Autobahndreieck Funkturm. Der den Wettbewerbsbereich östlich tangierende Messedamm führt vom Kaiserdamm über die Neue Kantstraße bzw. Masurenallee Richtung Südwesten parallel zur AVUS (A 115, Autobahnzubringer Magdeburg/Leipzig) im
weiteren Verlauf über Grunewald, Nikolassee und Wannsee aus dem Berliner Stadtgebiet heraus nach Potsdam. An der südlichen Ecke des Wettbewerbsbereiches beginnt die Jafféstraße am Messedamm und führt nach Nordwesten um das Messergelände herum zur Heerstraße, einer Ausfallstraße in westlicher Richtung. Erschließung des Wettbewerbsbereiches Vom Messedamm führt eine Anlieferungs- bzw. Erschließungsstraße zu den Messeparkplätzen im südöstlichen Wettbewerbsbereich. Die Ausfahrt befindet sich an der Jafféstraße (siehe Anhang Pkt. 4.1.2 Informationspläne / Bestandspläne). Parallel zur Jafféstraße führt auf dem Wettbewerbsbereich eine Taxizufahrt (Tor Süd 2) zum tiefer gelegenen Vorplatz des Messeeingangs Süd. Östlich am Eingang Süd vorbei (Tor Süd 4) wird der Taxiverkehr auf die interne Erschließungsstraße (Lieferumfahrt Süd) zwischen den Messehallen 1 und 2 und dem Eingangsgebäude Süd geleitet. Unterirdisch führt die Ausfahrt südlich an Halle 7 vorbei zum Mitarbeiterparkplatz am Messedamm (Ausfahrt Tor Ost 6). Parallel zwischen Ausfahrt und Halle 7 verläuft ein Autobahnzubringer, der in einer Tunnelunterführung unter Messedamm / AVUS in den Innenbereich der AVUS-Nordkurve mündet. ÖPNV Die nördliche Anbindung des Messegeländes erfolgt durch mehrere Omnibuslinien im Bereich Hammarskjöldplatz und ICC. Hier befindet sich auch der Zentrale Omnibusbahnhof ZOB. Die Buslinie 349 führt vom U-Bhf. „Theodor-Heuss-Platz“ über Masurenallee und Messedamm mit Haltepunkt am Wettbewerbsbereich zum S-Bhf. Grunewald. Die U-Bahnlinie U2 mit Haltepunkten „Theodor-Heuss-Platz“ und „Kaiserdamm“ führt nördlich des Messegeländes entlang. An den S-Bahnhaltepunkten „Messe Nord / ICC“ mit Zugang an der Ostpreußenbrücke (in unmittelbarer Nähe zum ICC) sowie „Messe Süd (Eichkamp)“ verkehren zahlreiche S-Bahnlinien. Vom Vorplatz des Messeeingangs Süd führt eine Unterführung unter der Jafféstraße fußläufig zum S-Bahnhof „Messe Süd (Eichkamp)“.
Flächennutzungsplan Der FNP 94 (Neubekanntmachung vom 12. November 2009) weist das Gebiet, auf dem sich das Wettbewerbsgrundstück befindet, als Sonderbaufläche mit der Bezeichnung „Messegelände“ aus. Planungsrecht Für das Gebiet existiert kein Bebauungsplan. Die Zulässigkeit des Vorhabens wird nach § 34 BauGB entschieden. Bauordnungsrecht Die Genehmigung des Bauvorhabens erfolgt durch das Bezirksamt Charlottenburg-Wilmersdorf von Berlin. Der Planung ist die Bauordnung des Landes Berlin BauOBln, www.stadtentwicklung.berlin.de/service/gesetzestexte/de/bauen.shtml in der aktuellen Fassung zugrunde zu legen.
Nördliches Messeareal Die Bauten – die Hallen 13, 16, 17, 18, 19, 20, das Marshall-Haus, das Palais am Funkturm – repräsentieren die wichtigsten Entwicklungsstufen des Messegeländes von den 20er Jahren bis in die 50er Jahre mit ihren wechselnden, einander ablösenden Konzeptionen. Dazu gehört auch der 1924-1926 errichtete Funkturm von Heinrich Straumer. Dazu gehört auch der Sommergarten, das erhaltene Kernstück der Poelzig/Wagnerschen Planung, 1929-1930 angelegt. Die genannten Hallen und Bauten sind wegen ihrer geschichtlichen, wissenschaftlichen und künstlerischen Bedeutung und wegen ihrer Bedeutung für das Stadtbild denkmalwert. Ihre geschichtliche Bedeutung besteht darin, dass sie die Entwicklung des Messegeländes Berlin repräsentieren mit ihrer Überlagerung von städtebaulichen und architektonischen Konzeptionen, von den späten 20ern zu den späten 50ern. Ihre wissenschaftliche Bedeutung beruht darauf, dass diese Konzeptionen (architektonische und städtebauliche) für die bauhistorische Forschung in ihnen nachvollziehbar, erlebbar und erforschbar bleibt. Ihre künstlerische Bedeutung besteht darin, dass sie in ihrer zeittypischen Gestaltung (der 20er, 30er, 50er Jahre) jeweils herausragende Dokumente des Bauschaffens bilden. Ihre Bedeutung für das Stadtbild beruht darauf, dass das Ensemble der Messegelände-Bauten schon von weitem das Messegelände sozusagen als eigenes „Quartier“ anzeigen und mit ihrer Bausubstanz die Umgebung des Messegeländes weithin prägen. (Auszug aus dem Begründungstext zur Eintragung als Gesamtdenkmal in die Denkmalliste Berlin des Landesdenkmalamtes unter der InventarNummer 09040498) Deutschlandhalle Die 1935 nach Entwurf von F. Ohrtmann, F. Wiemer, P. Tewes und Fritzsche & Löhbach errichtete Deutschlandhalle wurde 1936 für Wettkämpfe der XII. Olympischen Spiele genutzt und bis zur Zerstörung 1943 auch für NSKundgebungen sowie Sport- und Musikveranstaltungen verwendet. Der Wiederaufbau der Halle 1956/57 erfolgt auf den alten Fundamenten nach Entwurf von F. Ohrtmann und P. Schwebes. Die wieder aufgebaute Halle wird für Sport-, Musik- und Theaterveranstaltungen genutzt. Die Hallen von 1935 und von 1956/57 haben dieselbe Entwurfskonzeption: Eine elliptische Arena mit zwei Rängen ist in einen Rechteckgrundriß von ca. 83 x 117 m eingeschrieben. Die Konstruktion der Laterne des Hallendaches von 59 x 95 m ist auf 6 Stützen aufgelagert, von denen 4 Stützen mit einer Spannweite von ca. 60 m frei in der Halle (im Oberrang) angeordnet sind. Der Arena-Bereich ist ansonsten stützenfrei. Die Deutschlandhalle ist wegen ihrer Veranstaltungen von großer sozialgeschichtlicher Bedeutung. Der Wiederaufbau der Halle ist ein Dokument des Lebenswillens Berlins nach 1945. Die Halle ist als Konstruktion mit großen Spannweiten und wegen ihrer knappen blockartigen Gestaltung von großer künstlerischer Bedeutung. Die kubische Baumasse der Halle prägt die städtebauliche Situation an der Nordkurve der AVUS unübersehbar. (Auszug aus dem Begründungstext zur Eintragung als Baudenkmal in die Denkmalliste Berlin des Landesdenkmalamtes unter der Inventar-Nummer 09096352) Der Abriss der Deutschlandhalle, für den es gemäß § 11 Abs. 1 Satz 1 Nr. 2 DSchGBln einer Genehmigung bedarf, ist nach § 11 Abs. 1 Satz 3
DSchGBln genehmigt worden. Nach dieser Bestimmung ist die Genehmigung zu erteilen, wenn Gründe des Denkmalschutzes nicht entgegenstehen oder ein überwiegendes öffentliches Interesse die Maßnahme verlangt. Dem beabsichtigten Abriss der Deutschlandhalle stehen zwar insoweit Gründe des Denkmalschutzes entgegen, als das Denkmal beseitigt werden würde. Im vorliegenden Fall sind jedoch überwiegende öffentliche Interessen gegeben, die den Abriss der Deutschlandhalle verlangen und zum Zurückstellen schwerwiegender denkmalschutzrechtlicher Bedenken führen. Das öffentliche Interesse des Landes Berlin an der Gewährleistung der Wettbewerbsfähigkeit des Messestandortes und die herausragende wirtschaftliche Bedeutung des Messe- und Kongressbetriebes vor allem für die Berliner Unternehmen und die Arbeitsplatzerhaltung im Land Berlin überwiegen das öffentliche Interesse an der Erhaltung des Denkmals Deutschlandhalle ganz deutlich. (Auszug aus dem Begründungstext zur Genehmigung des Rückbaus / Abrisses der Deutschlandhalle durch die Oberste Denkmalschutzbehörde, November 2010) Raststätte AVUS (Gesamtanlage Verwaltungsbau, Gaststätte, Turm und Tribüne) Die Automobil-Verkehrs- und Übungs-Straße (AVUS) als erste vierspurige kreuzungsfreie Autobahn Deutschlands wurde schnell auch für Autorennen benutzt. Diese Nutzungsform erreichte ihren Höhepunkt während des sog. Dritten Reiches, als der Automobilsport zur Selbstdarstellung technischen Könnens und eine bedeutende Rolle in der staatlichen Propaganda eingeräumt bekam. Zu diesem Zwecke wurde auch die AVUS zu einer bedeutenden Rennstrecke ausgebaut. Hervorstechendes Bauwerk war dabei die berühmt-berüchtigte Nordkurve, die als nördliche Wendeschleife in dem ansonsten völlig geraden Kurs größere Kurvengeschwindigkeiten ermöglichen sollte. Die Nordkurve wurde in den 1960er Jahren für den Neubau des Autobahnknotens abgetragen. Erhalten hingegen blieb das Gebäude am äußeren Rand der Nordkurve mit dem charakteristischen Beobachtungsturm, von dem aus die Kurve und weitgehend auch die Gerade zu überblicken war; in der Rundform des Turmes kommt die frühere Streckenführung als auch die um ihn kreisende Dynamik des Rennsportes zum Ausdruck. Als weitgehend zweckbestimmtes Bauwerk ist es vom Repräsentationsballast gleichzeitiger Bauten befreit und erinnert damit an Bauten der Weimarer Republik. Fast zeitgleich entstand die ZuschauerTribüne, ebenfalls als schnörkelloser Zweckbau errichtet. Hier aber zeigt die zentrale „Führertribüne“ (heute zum verglasten Leitstand umgebaut) die Vereinnahmung der Rennsportveranstaltungen für propagandistische Zwecke und spiegelt damit auch die Bedeutung wieder, die Motorsport- Veranstaltungen für die staatliche Selbstdarstellung spielten. Von daher kommt dieser Gesamtanlage (erbaut 1936-37 von den Architekten Bettenstaedt & Wilm) seine spezifische geschichtliche Bedeutung zu. Der Beobachtungsturm als Endpunkt der AVUS und als einer Art südlichem Eingangstor nach Berlin hat zusätzlich Bedeutung für das Stadtbild. (Auszug aus dem Begründungstext zur Eintragung als Gesamtanlage (Verwaltungsbau, Gaststätte, Turm und Tribüne) in die Denkmalliste Berlin des Landesdenkmalamtes unter der Inventar-Nummer 09040497)
S-Bahnhof Eichkamp (heute Messe Süd) Ortsgeschichtliche Bedeutung: Bedingt durch den Bau der Siedlungen Eichkamp und Heerstraße in den zwanziger Jahren aufwendig ausgebaute und in den dreißiger Jahren aufgrund des Baues der Deutschlandhalle nochmals erweiterte Haltestation der S- Bahn. Wissenschaftliche Bedeutung: Werke der Reichsbahnarchitekten Richard Brademann (u. a. Bhf. Wannsee) und Fritz Hane (u. a. Bhf. Zoologischer Garten). Künstlerische Bedeutung Sowohl das Empfangsgebäude als auch die aufwendige Brücken- und Treppenanlage besitzen eine über dem Durchschnitt liegende Qualität. Dies betrifft sowohl die formale Gestaltung der gesamten Anlage, die in erster Linie durch eine horizontal gestreckte elegante Linienführung bestimmt wird (die Hanglage des Gebäudes wird erst von der Bahnseite aus ersichtlich) als auch die künstlerische Behandlung im Detail (z.B. das differenziert gestaltete Wandrelief des Eingangsbaus). (Auszug aus dem Begründungstext zur Eintragung als Baudenkmal in die Denkmalliste Berlin des Landesdenkmalamtes unter der Inventar-Nummer 09096479)
Abb. 14 Denkmalbereiche und Baudenkmale (Ausschnitt aus der Denkmalkarte / Legende)
In der Umgebung sind weitere Denkmalensemble und Einzelbaudenkmale vorhanden. Zusätzliche Informationen sind unter http://www.stadtentwicklung. berlin.de/denkmal zu finden.
Neubau einer kongresstauglichen Messehalle / Teil 3 Wettbewerbsaufgabe
Teil 3 Wettbewerbsaufgabe 3.1	 Planungsumfang
Die auf dem Gelände der Messe unter dem Funkturm vorhandenen Hallenkapazitäten reichen trotz der in den 1990er Jahren errichteten Neubauten insbesondere für die renommierten Großmessen (IFA, Internationale Grüne Woche, ITB) nicht mehr aus. Nicht allen Standflächennachfragen kann entsprochen werden. Um den im internationalen Wettbewerb der Messestandorte erreichten Platz auch für die Zukunft zu sichern, müssen das Ausstellungsflächenangebot von gegenwärtig 160.000 qm auf perspektivisch 200.000 qm dauerhaft erhöht werden. Ebenso müssen Ersatzflächen für den Kongressbetrieb während der geplanten Sanierung des ICC (2014 – 2016) geschaffen werden. Die Wettbewerbsaufgabe umfasst die Planung einer Messehalle, die für die temporäre Durchführung von Kongressen geeignet ist. Es ist von den Wettbewerbsteilnehmern eine wandelbare und den unterschiedlichen Bedürfnissen anpassbare Veranstaltungsarchitektur zu entwerfen. Die flexible Unterteilbarkeit durch integrierbare Trennwände und die vielseitige Kombinierbarkeit der Teilflächen sollen eine optimale Umsetzung von Fachund Publikumsmessen, Ausstellungen, Kongressen usw. ermöglichen. Weiterhin sind kleinere Büroeinheiten für Fachgespräche, für Meetings im kleinen Rahmen bzw. als Backoffice bei Tagungen und Kongressen ebenso wie Gastronomieeinrichtungen zu planen. Der Neubau ist an die bestehenden Messegebäude Halle 2.1/2.2, Halle 7 und den Vorplatz des Eingangs Süd anzubinden (siehe hierzu 3.6 Erschließung). Das Raumprogramm umfasst eine Nutzfläche von 23.465 qm (NF). Technische Funktionsflächen (TF) sind geschätzt mit 2.135 qm separat ausgewiesen.
Von den Teilnehmern wird ein gestalterisch und funktional anspruchsvoller Entwurf erwartet, der eine hohe Nutzungsqualität aufweist und sich überzeugend mit dem heterogenen städtebaulichen Umfeld auseinandersetzt. Dem Neubau kommt an diesem prominenten Standort eine besondere Bedeutung zu. Es soll ein Stadtbild prägendes Gebäude als Ersatz für die Deutschlandhalle entstehen, das den ursprünglichen Standort des Baudenkmals mit seiner sozialgeschichtlichen, kulturellen und städtebaulichen Bedeutung für West-Berlin respektiert, aber auch eine eigene Identität entwickelt. Ziel des Wettbewerbs ist es, ein Gebäude zu entwickeln, dass sowohl dauerhaft als Messehalle, aber auch temporär als Kongresshalle nutzbar ist. Der planerische und gestalterische Ansatz der neuen Halle muss auf jeden Fall auf die langfristige Nutzung als Messehalle ausgerichtet sein. Der Messebetrieb wie auch Kongresse müssen flächenübergreifend organisiert werden können. Ferner muss die neue Halle auch als eigenständige Veranstaltungsstätte genutzt werden können bzw. autark bespielbar sein,
wenn ein Parallelbetrieb von Messegelände und neuer Halle notwendig ist.
Neue Messehalle - Funktionale Anforderung
Räumliche und funktionale Anforderungen
Technische Anbindung Bestand Siehe Blatt 2
Nebeneingang Kontrolle
Kontrolle Haupteingang
Bistro Techn. Übergang Hallen
Abb. 15 Funktionale Anforderungen
Flächenaufteilung und Rettungswege Es ist darauf zu achten, dass das Rettungswegkonzept / Entfluchtung der Hallen so angelegt ist, dass keine Fluchttunnel bzw. Fluchttreppen in den Messe- / Ausstellungsflächen erforderlich werden. Hierbei ist die MVStättV / §7, Bemessung der Rettungswege, in Abhängigkeit zu den Lauflängen zu beachten und nachzuweisen. Die zentralen Hallenflächen sollen sowohl als Messehalle wie auch durch Aufteilung mit mobilen Stellwänden zu einer Kongresshalle nutzbar sein. Bei einer Messenutzung ist von einem Verhältnis von mind. 60% Vermietung / 40% Verkehrsflächen auszugehen. Um das zu erreichen, sind die Hallenaußenflächen möglichst ohne nach innen springende Stützen zu bauen. Notwendige Notausgänge sind möglichst in die Hallentore zu integrieren, damit die Vermietflächen optimiert werden können.
Messehalle (mehrfach unterteilbar)
Mehrzweckflächen und Büros (mehrfach unterteilbar)
Halle Auf- und Abbau Küche Technik
Bestandshallen
Die max. Belegung der Hallenflächen errechnet sich für eine Kongressnutzung nach belegten Platzzahlen in Reihenbestuhlung, d.h. ca. 1 Pers. / 1 qm. Tageslicht Die Messebereiche sowohl für eine Messe- wie auch für eine Kongressnutzung benötigen nicht zwingend Tageslicht, da die Präsentation von Exponaten (Messe) oder der Einsatz von Medientechnik (Kongress) eine Verdunkelung der Veranstaltungsflächen ohnehin erforderlich macht. Kleinere Kongresseinheiten und Büroräume sowie der Küchen- und Bistrobereich sind mit Tageslicht und möglichst mit zu öffnenden Fenstern auszustatten. Nebenräume Die erforderlichen Damen- und Herrentoiletten einschließlich Behindertentoiletten sind in ausreichender Anzahl nachzuweisen. Nutzungstypische Nebenräume oder Räume, die in der Arbeitsstättenverordnung gefordert werden, sind mit einzuplanen. Geschossigkeit Eine Vielzahl der Messehallen auf dem Berliner Messegelände ist zweigeschossig angelegt. Dieses erscheint für den Neubau auch sinnvoll, wobei andere Geschossigkeiten auch denkbar wären. Baukonstruktion Es ist anzustreben, dass von den erforderlichen Messeflächen (15.000 qm) zumindest eine zusammenhängende Messehallen-Teilfläche stützenfrei mit ca. 7.500 qm (ca. 75 x 100 m) bis 10.000 qm (ca. 80 x 120 m) errichtet wird. Es ist darauf zu achten, dass das Seitenverhältnis von Länge zu Breite eine optimale Ausnutzung neben der reinen Messenutzung für verschiedene andere Nutzungen (max. Reihenbestuhlung für Kongresse, Sonderveranstaltung wie Daimler Hauptversammlung, Preisverleihung ECHO (mit Tribüneneinbauten) usw.) ermöglicht. Das setzt besondere Anforderungen an die Tragkonstruktion mit großen Stützweiten und gleichzeitiger hoher Wirtschaftlichkeit voraus. Die Messehallenflächen sind für die direkte Befahrbarkeit mit Schwerlastverkehr der Klasse SLW 16 nach DIN 1072 (mit gleichzeitigem Gabelstaplereinsatz: Gabelstapler Kategorie 4 nach DIN 1055 mit Umgebungslast p= 10 KN/ qm) auszubilden. An der Hallendecke sind in einem Raster von ca. 4 x 4 m Hängepunkte vorzusehen, die eine Netto-Belastbarkeit / Pkt. von ca. 10 kN / 1.0 t ermöglichen. In den Hallenböden sind je nach Planung in einem Achsabstand von ca. 6 m Spartenkanäle (siehe Abb. im Anhang unter 4.1.9) mit einem lichten Maß von ca. 0,5 x 0,5 m Querschnitt über die gesamte Hallenbreite bzw. -länge vorzusehen. Damit wird die Zuführung der Medien (Wasserzulauf und -ablauf, Strom, IT/TK) von den Hallenaußenwänden auf die Messestände abgesichert ohne Verkehrswege zu kreuzen. Die Kanäle werden mit profilierten Stahlplatten abgedeckt, damit sie mit Fahrzeugen und Staplern mit der gleichen Belastbarkeit wie der angrenzende Hallenboden befahren werden können. Unterhalb der Spatenkanäle sind begehbare Gänge (LH >= 3.00m) und Versorgungstrassen vorzusehen, damit die Einspeisung der Medienversorgung von untern möglich ist
(siehe Fotos unter digitale Anlagen 4.1.9). Die Hallentore (mit integrierten Notausgängen) sollten eine Mindestbreite und -höhe von ca. 5,50 bis 6,00 m haben. Die lichte Höhe der Halle sollte mind. 9,0 m betragen, bei einer zweigeschossigen Halle kann die obere Hallenebene auch höher sein (z.B. 10-14m). Eingangsbereiche Es ist ein Haupt- und ein Nebeneingang vorzusehen. 1)	 Im Haupteingangsbereich sind folgende Nutzungen unterzubringen: –	 Fachbesucherregistrierung 40 Counter / jeweils 1,0 m –	 Kassenplätze 12 Counter / jeweils 1,0 m –	 Information und Service 12 Counter / jeweils 1,0 m –	 Garderoben variabel für ca. 6.000 Besucher –	 WC-Anlagen mit ca. 4 Damen- und 2 Herrentoiletten zzgl. Urinale für den öffentlichen Bereich vor den Kontrollen –	 Abstellräume –	 DRK-Station –	 Raum Sicherheitspersonal –	 Veranstalterbüros –	 Personal / Umkleide Hostessen 2)	 Im Nebeneingangsbereich sind folgende Nutzungen unterzubringen: –	 Information und Service 12 Counter / jeweils 1,0 m –	 Garderoben für ca. 500 Besucher –	 WC-Anlagen mit ca. 4 Damen- und 2 Herrentoiletten zzgl. Urinale für den öffentlichen Bereich vor den Kontrollen –	 Abstellräume Messehallen Die Flächen der Messehalle sind so zu entwickeln, dass eine Unterteilung durch fest eingebaute Elemente (z.B. Hüppewände) oder auch temporär eingebrachte Akustikvorhänge in kongressbezogene Teilflächen ermöglicht wird. Die auf eine Ausstellungsfläche von ca. 15.000 qm nachzuweisende Kapazität für eine Kongressnutzung beträgt 9.000 Plätze in insgesamt 11 Sälen. Die einzelnen Kongressräume sind für folgende Platzkapazitäten vorzuhalten: 2 Säle x 250 P	 	 =    500 5 Säle x 500 P	 	 = 2.500 3 Säle x 1.000 P	 = 3.000 1 Saal x 3.000 P	 = 3.000 Summe 		 9.000 Plätze In weiteren Bereichen sind neben den Verkehrsflächen Teilflächen für kongressbegleitende Ausstellungen bzw. Postersessions, Pausen- und Cateringzonen vorzusehen. Konzerte o.ä. musikalische Veranstaltungen sollen in der neuen Messehalle nicht stattfinden. Der heutige Kongressstandard und Kongressbedarf von PCO´s (Professionel Congress Organizers) hat sich wesentlich verändert. Es werden multifunktionale Mehrzweckhallen gefordert, die einen flexiblen Einbau von kongressbezogene Flächen ermöglichen. Große Kongresse (> 5.000 Teilnehmer) lassen sich nicht mehr in ein starres Korsett eines Kongresszentrums mit fester Theaterbestuhlung „hineinpressen“.
Der Flächenbedarf für Plenumsveranstaltungen, Ausstellungsfläche, Cateringzonen, Flächen für Poster-Sessions usw., muss je nach Veranstalter, wechselnd auf ein und derselben Fläche, variabel herstellbar sein. Die Messe Berlin hat bereits zahlreiche Beispiele von medizinischen Großkongressen (Röntgologen, Cardiologen) oder Veranstaltungen wie SAP bis Microsoft, die gezielt ihre Veranstaltungen in Messehallen durchführen und das ICC nicht in Anspruch nehmen. Kleinkongresse bis 5.000 Teilnehmer sind nicht die Zielgruppe für den Neubau, da Veranstaltungen in dieser Größenordnung auch in Hotels durchgeführt werden können. Der Wettbewerb mit Hotels auf dem Kongressmarkt ist von reinen Kongressanbietern nicht zu gewinnen, da die Zimmerpreise der Hotels die Kongressflächen indirekt subventionieren. Aktuelle Beispiele für eine kongresstaugliche Nutzung der Berliner Messehallen sind dem Anhang „Kongressimpressionen aus dem Messegelände Süd / ICC 2.0 Berlin“ (siehe Punkt 4.1.3) zu entnehmen. Mehrzweckflächen Diese Flächen befinden sich außerhalb der eigentlichen „Kernfläche Messehalle“. Sie sollten mit mobilen Trennwänden zu –	 Kongressräumen (z.B. 6 x 200 Personen), –	 Break-Out Areas / Kaffeepausen, –	 Vermietflächen für kongressbegleitende Ausstellungen, –	 o.ä flexibel hergerichtet werden können. Büros / Verwaltung Für die heute im ICC arbeitenden Mitarbeiter und einem Teil der jetzigen Dienstleister sind mit Sanierungsbeginn des ICC neue Büroflächen zu schaffen. Diese können nach Ende der Sanierung auch einer temporären Fremdvermietung zugeführt werden. Vor diesem Hintergrund sind die Büroeinheiten möglichst über einem separaten Zugang zu erschließen. Für externe Veranstalter von Großkongressen, Messeleitungen usw. sind weitere Büros vorzuhalten, die sowohl für Organisation wie auch kleinere Besprechungen während der Veranstaltungen dienen können. Küchen / Catering Für die neue Halle ist mit der gleichzeitigen Anwesenheit von max. ca. 10.000 Personen auszugehen, die gastronomisch versorgt werden müssen. Mit Sanierungsbeginn des ICC entfällt die Nutzung der dort vorhandenen Zentralküche. Weitere Kücheneinheiten auf dem Messegelände wie im Palais, Halle 24 oder im Kopfbereich der Halle 7 (> 350 m) sind zu weit entfernt, um die Versorgung sicher zu stellen. Vor diesem Hintergrund ist der Einbau einer Vollküche mit Lager- und Kühlflächen wie Büroeinheiten vorzusehen, um von hier aus die Versorgung von großen Besucherzahlen (Bankettbestuhlung) zu sichern. Die Anlieferung muss ebenerdig erfolgen. Darüber hinaus sind zwei feste Restauranteinheiten (Bistro 1 + 2) zu errichten, die die Versorgung dezentral sichern. Diese Bereiche sollen eine hohe Aufenthaltsqualität mit Tageslicht und räumlich anspruchsvoller Gestaltung aufweisen. Lagerflächen Für die Einlagerung von Countern, Stühlen, Tischen, technischen Geräten sind zwei bis drei Lagerräume in einfachster technischer Ausstattung zu errichten.
Veranstaltungshinweise An den Außenfassaden der neuen Halle sind Flächen für Veranstaltungshinweise vorzuhalten. Diese müssen eine flexible Einteilung für mehrere zeitgleiche oder zeitlich versetzte (Vorankündigungen) Veranstaltungen möglich machen (Die Installationen müssen ohne Einsatz kostenintensiver Steiger möglich sein).
Licht Die Halle muss verdunkelbar ohne Restlicht sein (Projektion). Saallicht in einzeln schalt- und dimmbaren Gruppen, der zukünftigen Rasterung z.B. durch die Hüppe-Wände angepasst. Medienkästen/ -anschlüsse in ausreichender Anzahl. Beleuchtungsstärke: Am Hallenboden mindestens 300 Lux. Leuchtmittel dimmbar. Steuerung: Einzeln und in Gruppen vor Ort am Bedienpult und von der Leitwarte (weitere Erläuterungen siehe Anhang unter Pkt. 4.1.3). Wärmeversorgung Die neue Messehalle wird an den vorhandenen Warmwasserring des Messegeländes angeschlossen. Dabei ist zu berücksichtigen, dass die Warmwasserversorgung im Sommer für ca. 6 Wochen nicht zur Verfügung steht, d.h. es sind dezentrale Warmwasseraufbereitungsanlagen für Küchen und WC´s vorzusehen. Die Heizungssysteme sind getrennt für die Bereiche Ausstellungsfläche, Foyers, Büros und Nebenräume auszuführen. Für jedes System sind netzwerkfähige Wärmeenergiemessungen zu planen. Zudem ist zu prüfen, ob Energiespeicher eingesetzt werden können, die die abgeführte Wärmemenge am Tag, zur Beheizung der Halle in der Nacht bzw. am nächsten Morgen nutzen können (weitere Erläuterungen siehe Anhang unter Pkt. 4.1.3). Kälteversorgung Die zurzeit vorhandene Kältekapazität auf dem Messegelände reicht nicht aus, um die neue Messehalle mit Kälte zu versorgen. Es ist jedoch in der Betriebszentrale noch Platz für die Aufstellung einer zusätzlichen Kältemaschine (siehe Kältekonzept des Energieversorgers GETEC). Die Kälteversorgung der Ausstellungsfläche aus der Betriebszentrale ist einzuplanen. Die Kälteversorgung von Büroräumen ist dezentral vorzusehen, da in der Sommerpause die Betriebszentrale auf Grund von Wartungsarbeiten nicht zur Verfügung steht. Es ist zu prüfen, ob eine zusätzliche Kälteanlage vermieden werden kann, wenn die vorhandenen Kältemaschinen in der Nacht einen Eisspeicher abkühlen, der am kommenden Tag ausreichend Kälte zur Verfügung stellt. Die verbrauchte Kältemenge wird durch eine netzwerkfähige Kältemengenmessung erfasst (weitere Erläuterungen siehe Anhang unter Pkt. 4.1.3). Lüftungstechnik Die Lüftungssysteme sind mit Wärmerückgewinnungsanlagen auszustatten. Lüftungsauslässe sind umschaltbar für Wärme und Kälte, jeder Auslass kann separat geschaltet werden. Die Antriebe der Lüftungsanlagen sind mit Frequenzumformer auszuführen. An Durchgangstüren sind Torluftschleier vorzusehen. Große Hallentore erhalten zusätzlich ein Schnell-
lauftor, um die Öffnungszeiten im Aufbauverkehr so gering wie möglich zu halten(weitere Erläuterungen siehe Anhang unter Pkt. 4.1.3). Die Gesamtübersicht aller Anforderungen an die Technische Gebäudeausrüstung sind im Anhang unter Pkt. 4.1.3 zu finden.
Neue Messehalle - Funktionale Technische Bestandsanschlüsse
Technische Anbindung an Bestandshallen durch: 1. Funktionserhalt oder 2. Verlegung mit Neubau bzw. Neuinstallation (siehe auch Leitungsplan)
Abb. 16 Technische Bestandsanschlüsse
Technische Infrastruktur Nördlich und nordöstlich der bestehenden Deutschlandhalle liegen Hauptversorgungstrassen und -bauwerke, die in ihrer Funktion weiter benötigt werden. Entwürfe, die diese Bereiche überbauen, müssen die Ersatzmaßnahmen aufzeigen und die Kosten berücksichtigen. In den Kosten für Herrichten und Erschließen (KG 200) von 1.000.000,Euro sind Kosten für Umverlegungsmaßnahmen berücksichtigt. Bei weitreichenden Änderungen, die einen höheren Kostenansatz haben, ist dies innerhalb des vorgegeben Kostenrahmens zu realisieren. Fotos und Pläne
Strom aus 110 KV-Station
Schwachstrom inkl. LWL
Medienbauwerk Heizung und Kälte
zur Lage der Leitungen und zu Anschlussmöglichkeiten befinden sich im Anhang unter Pkt. 4.1.2 Informationspläne. Regenrückhaltebecken (RRB) „Deutschlandhalle“ Sollte es notwendig werden, das vorhandene Regenrückhaltebecken abzubrechen, so ist zwingend an einem anderen Standort mit Zugänglichkeit von außen Ersatz zu schaffen. Dabei ist zu berücksichtigen, dass die Beckenentleerung auch weiterhin gedrosselt (Regelung mittels IDM-gesteuertem Schieber) und im freien Gefälle zum R-Kanal DN 800 erfolgen muss. Weiterhin ist zu beachten, dass damit verbunden auch eine Umverlegung der Pumpendruckleitungen DN 600 und DN 80 notwendig wird. R-Kanal (Regenwasserkanal) Umverlegungen von Teilabschnitten des R-Kanals werden aufgrund seiner Relevanz für die Entwässerung des gesamten Südgeländes nur sehr begrenzt möglich sein, da hier zudem Zwangspunkte bestehen (Rohrsohlen der Schächte R13.1 bis R17.1) – Ableitung im freien Gefälle, hydraulischer Nachweis zur Einhaltung der BWB-Einleitungsbedingungen (Berliner Wasserbetriebe / Qmax = 780 l/s). Regenwasser-Pumpstation (RW-Pumpstation) „Eingang Süd“ Sollte es notwendig werden, die vorhandene RW-Pumpstation abzubrechen, so ist zwingend an einem anderen Standort Ersatz zu schaffen. Dabei ist zu berücksichtigen, dass der Zulauf von den Stauraumkanälen zur Pumpstation im freien Gefälle erfolgen muss. Medienbauwerk Sollte es notwendig werden, das vorhandene Medienbauwerk abzubrechen, so ist dafür, insbesondere für die hier verlaufenden Versorgungstrassen, äquivalenter Ersatz zu schaffen. Ausfädelungsbauwerk, HWR-Kanal (Heißwasserringleitungskanal) Sollten Abbruchmaßnahmen erforderlich werden, so ist dafür, insbesondere für die hier verlaufenden Versorgungstrassen, äquivalenter Ersatz zu schaffen. Schmutzwasserableitung (SW-Ableitung) Sollten Rückbau- oder Umverlegungsmaßnahmen erforderlich werden, so ist äquivalenter Ersatz zu schaffen. Dabei sind die Anschlusshöhen an das SW-Netz der BWB zu beachten. Wasserversorgung (WV-Versorgung) Sollten Umverlegungsmaßnahmen erforderlich werden, so ist äquivalenter Ersatz zu schaffen. Dabei sind die Anschlussbedingungen der BWB zu beachten. Des Weiteren sind Abstimmungen mit der Feuerwehr zur Sicherstellung der Löschwasserversorgung notwendig. Energieversorgung/Leerrohrsysteme Sollten hier Umverlegungsmaßnahmen erforderlich werden, so ist äquivalenter Ersatz zu schaffen. Neben Beachtung der Auflagen ist dazu auch eine enge Abstimmung mit den Versorgungsunternehmen (Vattenfall, Telekom) notwendig.
Neue Messehalle: Übersicht Topograﬁe
+ fa hr 0 t - .00 9. 00 57. 6 48 0 Ü .6 0 NN ÜN N
+0 57 .00 .60 ÜN N -9 48 .00 .60 ÜN N 66 .00 .60 ÜN N
Be ngress dener rlin raum +9
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An O Ev bin b tl. du Br ng Un ere üc a ke n H te Lie all re f e7 Ein .3 ga Li eru ng ef m Ha f er lle um ahr 7 t
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-2 55 .60 .00 ÜN N
11 0K -9 VT raf 48 .00 o .60 ÜN N
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Abb. 17 Skizze Topografie
Erschließung / Stellplätze / Außenanlagen
Auf Grund der unterschiedlichen Höhenlagen des Wettbewerbsbereiches und der angrenzenden Messehallen ist die Verbindung eines funktionierenden Messerundgangs über Halle 2 bzw. Halle 7 zu beachten. Über den Zugang Messe-Süd werden sowohl bei gemeinsamer Nutzung der neuen Halle im Verbund mit dem angrenzenden Messegelände, wie auch als eigenständige Spielstätte, die Besucher mit Taxen und Bussen bzw. mit der S-Bahn anreisen. Bei der Erschließung sind zwei wesentliche Erschließungsvarianten von Bedeutung, die Erschließung für den Besucherverkehr (a) sowie jene für den Logistik- und Lieferverkehr (b). a) Besucherverkehr (Anreise durch Bus oder Taxi) Besucher sind mit Verkehrsmitteln möglichst nah an den Eingang heranzuführen, damit sie bei schlechter Witterung diesen zügig erreichen. Ihr Weg führt dann über öffentliche Foyerflächen, in dem sowohl Registrierungsdiscounter, Kassen, Garderoben und eine kleine WC-Einheit platziert sind, durch Kontrollbereiche in den eigentlichen „kartenpflichtigen“ Veranstaltungsbereich. Die Trennung in kontrollierte (gesicherte) und nicht kontrollierte (ungesicherte) öffentliche Bereiche ist ein wichtiger Bestandteil der Erschließung. Nach Passieren der Kontrollen müssen die unterschiedlichen Messe- bzw. Kongressflächen durch ein übersichtliches inneres Erschließungssystem leicht auffindbar sein. Es ist insbesondere bei
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der Erschließung die Anbindung an folgende bestehende Messegebäude erforderlich: 1)	 Halle 2.1 / − 9,00 m = 48,60 m ü. NHN 2)	 Halle 2.2 / ± 0,00 m = 57,60 m ü. NHN 3)	 Eingang Süd / Vorplatz / − 9,00 m = 48,60 m ü. NHN 4)	 Halle 7 / + 9,00 m = 66,60 m ü. NHN Die Anbindung an die Halle 7, in der sich Kongresskapazitäten für 3.000 bis 4.000 Personen befinden, ist evtl. durch ein Brückenbauwerk auf der Ebene + 9,00 m anzubinden. Diese müssen als Erweiterung der Kongresskapazitäten der neuen Halle mit berücksichtigt werden. Ferner ist der vorhandene Zugang zur Halle 7 sicher zu stellen und eine Anbindung der Halle 7.1 (-9,00) zu entwickeln. b) Logistik- und Lieferverkehr Die logistische Erschließung mit Lieferverkehren ist für die Hallenflächen existenziell. Die Andienung zum Aufbau und Abbau von Messeständen macht es erforderlich, dass LKW´s auch in die Hallenebenen einfahren müssen, um schwere Exponate direkt anliefern zu können. Eine ausschließliche Andienung über Aufzugsanlagen ist nicht praktikabel. Es ist erforderlich, dass bei einem Parallelbetrieb (Messegelände / neue Halle) diese auch im Ausnahmefall getrennt andienbar bleiben. Nur in diesem Ausnahmefall wäre eine Andienung über Lastenaufzüge der neuen Halle akzeptabel. Für ca. 2.000 qm Catering- und Küchenfläche ist eine separate Andienung an das Gebäude erforderlich. Es ist darauf zu achten, dass die Zufahrt über das Wettbewerbsgelände für Taxen zum Vorplatz Messe Süd auch weiterhin möglich ist. Stellplätze Es sind insgesamt 150 PKW-Stellplätze vorzusehen, wovon 11 Stellplätze mobilitätseingeschränkten Personen zur Verfügung stehen sollen. Die Stellplätze (150 Plätze x ca. 30 qm = 4.500 qm) sollen angemessen gestaltet und gegliedert sein. Außenanlagen Für Fußgänger, die überwiegend vom nahegelegenen S-Bahnhof Messe Süd zur neuen Halle kommen, müssen übersichtliche Zugänge zu den Eingängen der Halle geschaffen werden. Die Zuwegung für Besucher, Lieferanten und Fußgänger auf dem Gelände sollten übersichtlich und einladend gestaltet sein. Eine direkte Zufahrt zum Haupteingang muss für eine ausreichende Zahl Taxen (ca. 20) mit Nachrückerplätzen geplant werden. Ferner ist eine Zufahrt für Reisebusse vorzusehen. Ein reibungsloser und zügiger Ablauf bei Zu- und Abfahrt ist erforderlich. Die gepflanzten Baumreihen gegenüber dem Messenachbarn im Süden (Eichkamp/Grunewald) sollten beibehalten werden und je nach Erschließungskonzeption z.B. für Anlieferungszonen ggf. verdichtet werden. Auf dem Vorplatz vor dem Haupteingang sind ca. 100 – 200 Fahnenmasten einzuplanen. Dabei ist die Fahnenreihe vor dem Eingang Süd an die neue Halle möglichst lückenlos anzuschließen.
Auf den Freiflächen wäre es für die Messe wünschenswert, Träger für Veranstaltungshinweise und Aussteller- bzw. Veranstalterwerbung unterzubringen. Für die Außenanlagen sind befestigte Oberflächen vorzusehen.
Die Wirtschaftlichkeit des Gebäudeentwurfes sowie der einzuhaltende Kostenrahmen sind entscheidende Kriterien bei der Beurteilung der Wettbewerbsarbeiten. Dies bezieht sich auf: – Baukosten – Instandhaltungskosten – Kosten des laufenden Betriebs Es wird vorausgesetzt, dass bei der Planung umweltfreundliche Baustoffe verwendet und technische Systeme auf ein Minimum reduziert werden (die Verwendungsverbote und -beschränkungen der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung sind zu beachten, s. Anhang, Teil 4.1.7). Die Planung hat sich am Prinzip des kostensparenden Bauens zu orientieren. Hierzu sind folgende Kriterien zu berücksichtigen: – kompakte, klare und funktionale Grundrissorganisation,    Reduzierung der Verkehrsfläche auf ein notwendiges Maß; – Verzicht auf aufwendige Konstruktionen; – Minimierung der Oberfläche, Kompaktheit; – Reduktion der Materialwahl, Instandsetzungsfähigkeit, Alterungsfähigkeit des Materials. Eine wesentliche Fragestellung des Wettbewerbs ist es, welche architektonische und konstruktive Konzeption die Teilnehmer vorschlagen, um das von ihnen dargestellte Entwurfskonzept unter den genannten Kosten- und Qualitätsanforderungen zu realisieren. Um eine Beurteilung der Wettbewerbsbeiträge unter diesen Gesichtspunkten zu ermöglichen, werden konkrete Aussagen zur Konstruktion und zum Ausbau erwartet. Um die Vergleichbarkeit der Wettbewerbsbeiträge zu gewährleisten, ist dabei – neben der Darstellung des Entwurfsansatzes in Skizzen und Textform – eine Beschreibung der Konstruktion und Materialien (Baubeschreibung in Anlehnung an DIN 276 (neu), Kostengruppen 300, 400 und 500, s. 1.10 Geforderte Leistungen) gefordert. Dabei soll auch die baukonstruktive und gebäudetechnische Grundkonzeption beschrieben und dargestellt werden. Hierzu sind konkrete Aussagen zu folgenden Bauteilen zu machen: – 	 Konstruktion (Tragsystem, Ausbaustruktur) – 	 Gebäudehülle (Fassade, Dach) – 	 Technische Gebäudeausrüstung (Heizen u. Lüften, Wärmerückgewinnung, Tageslichtnutzung, Beleuchtung)
Für die Baumaßnahme einschließlich der Außenanlagen liegt ein Bedarfsprogramm vor. Für die Umsetzung ist in den Kostengruppen 300 und 400 ein maximaler Baukostenrahmen von insgesamt 52.000.000,00 Euro netto vorgegeben. Dieser Kostenrahmen ist zwingend einzuhalten. Für die Außenlagen (KG 500) werden Baukosten von insgesamt 1.000.000,– Euro netto vorgesehen. Aufstellung der Gesamtbaukosten nach DIN 276 KG 200 Herrichten und Erschließen KG 300 Bauwerk – Baukonstruktion KG 400 Bauwerk – Technische Anlagen KG 500 Außenanlagen KG 600 Ausstattung KG 700 Baunebenkosten Gesamtbaukosten 1.000.000,– Euro 38.000.000,– Euro 14.000.000,– Euro 1.000.000,– Euro 2.000.000,– Euro 9.000.000,– Euro 65.000.000,– Euro
Bei der Planung sind die Kriterien und Anforderungen der EnEV in der gültigen Fassung zu berücksichtigen und der Nachweis über die Einhaltung der Primärenergieanforderungen in der weiteren Planung zu erbringen bzw. Ausnahmeregelungen zu belegen. Der Einsatz regenerativer Energien wird u.a. durch die Nutzung eines KHKWs schon durch die Messe GmbH betrieben. Bei der Entwurfsbearbeitung sind die Planungsprinzipien der Nachhaltigkeit anzuwenden, die eine ausgewogene Beachtung ökologischer, ökonomischer und sozialer Aspekte erfordern. Folgende Ziele hinsichtlich der Nachhaltigkeit sind zu berücksichtigen: – 	 Sicherstellung eines geringen Energiebedarfs (Gebäude, Anlagentechnik) – 	 Langfristige und flexible Nutzungsqualität –	 Kosteneffizienz bei Baukosten –	 Minimierung der Betriebskosten –	 Reduktion von Immissionen und Emissionen –	 Klimatische Zonierung der Nutzungsbereiche –	 Gute thermische Qualität, Fugendichtheit und wärmebrückenfreie 	 Konstruktionen der Gebäudehülle –	 Einsatz von Steuerungs- und Regelungsstrategien Im Rahmen der weiteren Planung ist gemäß den wasserwirtschaftlichen Grundsätzen ein Konzept zur Regenwasserbewirtschaftung zu entwickeln. Hierbei soll das Niederschlagswasser möglichst vollständig zurückgehalten, über die belebten Bodenschichten versickert oder genutzt werden. Ökologische Planungskriterien Prinzipien des ökologischen Bauens sind in den „Ökologischen Kriterien für Bauwettbewerbe“ beschrieben (Stand Juli 2007, s. Digitale Anlagen,
Punkt 4.1.6). Für die Konstruktion und Bauausführung sollen danach nur Materialien und Bauteile zur Anwendung kommen, die hinsichtlich Gewinnung, Transport, Verarbeitung, Funktion und Beseitigung eine hohe Gesundheits- und Umweltverträglichkeit sowie eine hohe Lebensdauer aufweisen.
Barrierefreies Bauen ist als selbstverständliche Qualitätsanforderung gemäß den Grundsätzen des Handbuches „Barrierefreies Planen und Bauen in Berlin“ (www.senstadt.berlin.de/bauen/barrierefreies_bauen/de/ handbuch) im Wettbewerb umzusetzen. Die unterschiedlichen Nutzeranforderungen sollen hinsichtlich motorischer, sensorischer oder kognitiver Art Berücksichtigung finden. Den Funktionsbereichen wie Erschließung, Orientierung, Versammlungsräume, Gastronomieräume, Aufenthaltsräume, Sanitärräume und Unterrichtsräume ist besondere Aufmerksamkeit zu schenken. Auch auf dem Grundstück sind die Prinzipien des barrierefreien Bauens konsequent anzuwenden. Für die Erschließung der Besucher und Fahrzeuge ist eine barrierefreie Konzeption nach DIN 18040-1 erforderlich. Aufzüge müssen behindertengerecht sein.
Der Planung sind insbesondere zugrunde zu legen: – Bauordnung Berlin und ergänzende Vorschriften BauOBerlin – Verordnung über Bauvorlagen, bautechnische Nachweise und das Verfahren im Einzelnen (Bauverfahrensverordnung – BauVerfVO) vom 19. Oktober 2006 – Musterverordnung über den Bau und Betrieb von Versammlungsstätten (MVStättV) vom Juni 2005 – Verordnung über Arbeitsstätten (ArbStättV) v. 12. August 2004, zul. geändert am 20. Juli 2007 – DIN 18040-1 Barrierefreies Bauen – Planungsgrundlagen – Teil 1:    Öffentlich zugängliche Gebäude Des weiteren sind die im Anhang aufgeführten Richtlinien zu beachten.
Ein Funktionsschema für die Anordnung der Räume befindet sich in den digitalen Anlagen unter Punkt 4.1.4.
Bereich / Raum-Nr. FB 1 FB 1.1 FB 1.1. FB 1.1. FB 1.1. FB 1.1. FB 1.1. FB 1.1. FB 1.1. FB 1.2 FB 1.2. FB 1.2. FB 1.2. FB 1.2. FB 2 FB 2. 1 1 2 3 4 1 2-3 4-6 7 8 9-11 12-13
Raumbezeichnung Eingänge Haupteingang Halle mit Countern WC-Anlagen Abstellräume DRK-Station Sicherheitspersonal VA-Büro Pers./Umkleide Hostessen Nebeneingang Halle mit Countern WC-Anlagen Abstellräume Pers./Umkleide Hostessen Messehalle Messehalle (vermietbar) Es wird von einer 2-geschossigen Halle ausgegangen, die nach Möglichkeit eine stützenfreie Teilfläche von 7.500 bis 10.000 qm aufweisen sollte. Die Halle sollte unterteilbar sein in: 2 x 250 P = 500 5 x 500 P = 2500 3 x 1000 P = 3000 1 X 3000 P = 3000 gesamt: 11 Räume mit 9000 Plätzen
Fläche je Raum (qm)
Flächenbedarf (qm) 2.000,00
1 2 3 1 1 3 2 1 1 1 2 1
1.800,00 12,00 20,00 24,00 24,00 17,00 8,50 450,00 12,00 21,00 8,50 15.000,00
1.800,00 24,00 60,00 24,00 24,00 51,00 17,00 500,00 450,00 12,00 21,00 17,00 15.000,00 15.000,00
FB 3 FB 3. 1
Mehrzweckflächen Mehrzweckflächen (vermietbar) 10 x 200 P (z.B. Kongresse) davon 5 Räume teilbar in: 20 Räume je 50 qm = 1.000 qm 1 2.000,00
FB 4 FB 4.1. FB 4.1. FB 4.1. FB 4.2. 1-25 26-45 46-47 1-20
Verwaltung MB-MA Team 100 MA x 8.5 qm = 850 qm (Team) MA-Leitung MA-GF (Töchter) externe PCO und 10 x 200 P (z.B. Kongresse) davon 5 Räume teilbar in: 20 Räume je 50 qm = 1.000 qm 20 2 20 17,00 25,50 17,00 25 34,00
1.581,00 850,00 340,00 51,00 340,00
FB 5 FB 5.1 FB 5.1. FB 5.1. FB 5.1. FB 5.1. 1 2 3 4-5
Küchen- und Bistroflächen Küchen und Catering zentral (ebenerdige Anlieferung) Vollküche Lagerfläche Kühlflächen Büros 2 17,00 1 500,00
500,00 125,00 125,00 34,00
Bereich / Raum-Nr. FB 5.2 FB 5.2. FB 5.2. FB 5.3 FB 5.3. FB 5.3. FB 5.1. FB 6 FB 6. 1 ... 1 2 3 1 2
Raumbezeichnung Bistro 1 feste Bestuhlung, 220 P x 1,8 qm = 330 qm Produktionsflächen Bistro 2 feste Bestuhlung, 80 P x 1,5 qm = 120 qm Produktionsflächen Bachofficebereich, gefliest für Materialien Lagerflächen Lagerfläche SUMME RAUMPROGRAMM (NF) gesamt
Flächenbedarf (qm) 330,00
60,00 10,00 1.000,00 1.000,00 23.465,00
TF TF 1 ...
Technische Funktionsflächen inkl. ca. 500 qm WC-Anlagen + Kleinküchen für Bürobereiche
Das Raumprogramm befindet sich als digitaler Download unter Teil 4, Anlage Pkt. 4.1.4.
Architektonische Gestaltung –	 Städtebau / stadträumliche Gestaltung –	 Baukörper, Gestaltung, Ablesbarkeit –	 Funktionale / architektonische Qualität des Innenraums –	 Freiflächen Funktionen –	 Erschließung (außen und innen) –	 Funktionale Zuordnung –	 Räumliche Qualität –	 Raumzuschnitte, Belichtung, Belüftung –	 Außenraumnutzung, Orientierung Realisierbarkeit –	 Programmerfüllung –	 Nachhaltigkeit und Energieeffizienz –	 Wirtschaftlichkeit von Bau und Betrieb –	 Genehmigungsfähigkeit –	 Einhaltung des Kostenrahmens
Neubau einer kongresstauglichen Messehalle / Teil 4 Anhang
Teil 4 	 Anhang 4.1	 Digitale Anlagen
4.1.0	 Auslobung -	 Vorliegende Auslobung als .pdf-Datei mit farbigen Abbildungen in 300dpi Auflösung
00_Auslobung_messehalle.pdf
4.1.1	 Arbeitspläne .pdf-Dateien -	 Übersichts-/ Lageplan, Arbeitspläne
01_uebersichtsplan_messehalle.pdf			 02_uebersichtsplan_messehalle.pdf			 03_arbeitsplan_messehalle.pdf				 (M 1:1500) (M 1:500) (M 1:200)
CAD-Dateien -	 Lageplan auf Grundlage der ALK und des amtlichen Lageplans vom Vermessungsbüro Zech und Ruth in verschiedenen Dateiformaten (maßstabsunabhängig)
04_ueb_arb-plan_messehalle.dwg/dxf	 	 	 (vAutoCAD 2000)
4.1.2	 Informationspläne -	 Vermesserplan vom Vermessungsbüro Zech und Ruth
01_vermesserplan_messehalle.dxf/.pdf   (s/w und farbig)	 02_vermesserplan_messehalle.dxf/.pdf	 	 	 (M 1:500) (M 1:500)
-	 Bestandspläne 	 Messegelände
01_Schemaplan_Messegelaende.pdf			 02_Verkehrsleitsystem_Messegelaende.pdf		 03_Zufahrten_Messegelaende.pdf (M 1:500)
01_Grundriss_EMS.dwg 02_Schnitt_AA072220.dwg 03_Schnitt_AA072320.dwg 04_Schnitt_AA072420.dwg 05_Schnitt_AA084330.dwg 06_Schnitt_AA120040.dwg 07_Schnitt_AA120080.dwg 08_Schnitt_AA302080.dwg 09_Schnitt_AA302090.dwg 10_Schnitt_AA305130.dwg
11_Fassade_AF309901.dwg 12_Fassade_AF309903.dwg 13_Grundriss_H02_1.dwg/.pdf 14_Grundriss_H02_2.dwg/.pdf 15_Grundriss_H02_ZE1.dwg/.pdf 16_Schnitt_AA34SQ30.dwg 17_Schnitt_LS-A.dwg
18_Schnitt_QS-1.dwg 19_Segment_AA314000.dwg 20_Segment_AA324000.dwg		 21_Segment_AA334000.dwg 22_Segment_AA344000.dwg 22_Segment_AA354000.dwg
Halle 2-7 Übergänge
23_Uebergang_Aa60sl34.dwg 24_Uebergang_Aa60sl36.dwg 25_Uebergang_Aa67sq30.dwg 26_Uebergang_AA68SQ30.dwg
27_Fassade_AF709902.dwg 28_Fassade_AF709903.dwg 29_Fassade_AF709904.dwg 30_Grundriss_H07_1a.dwg/.pdf 31_Grundriss_H07_1b.dwg/.pdf 32_Grundriss_H07_1c.dwg/.pdf 33_Grundriss_H07_2a.dwg/.pdf 34_Grundriss_H07_2b.dwg/.pdf 35_Grundriss_H07_2c.dwg/.pdf 36_Grundriss_H07_3a (Berlin).dwg/.pdf 37_Grundriss_H07_3b (Europa).dwg/.pdf 38_Grundriss_H07_3c (Casino).dwg/.pdf 39_Grundriss_H07a_ZE1.dwg/.pdf 40_Grundriss_H07a_ZE2.dwg/.pdf 41_Grundriss_H07b_ZE1.dwg/.pdf 42_Grundriss_H07b_ZE2.dwg/.pdf 43_Grundriss_H07c_ZE1.dwg/.pdf 44_Grundriss_H07c_ZE2.dwg/.pdf 45_Schnitt_AA71SL10.dwg 46_Schnitt_AA71SL30.dwg 47_Schnitt_AA71SL31.dwg 48_Schnitt_AA71SL60.dwg 49_Schnitt_AA72SL10.dwg 50_Schnitt_AA72SL60.dwg 51_Schnitt_AA73SL10.dwg 52_Schnitt_AA73SL60.dwg 53_Schnitt_AA75SL10.dwg 54_Schnitt_AA75SL11.dwg 55_Schnitt_AA75SL30.dwg 56_Schnitt_AA75SL31.dwg 57_Schnitt_AA75SL60.dwg 58_Schnitt_AA77SL10.dwg 59_Schnitt_AA77SL11.dwg 60_Schnitt_AA77SL60.dwg 61_Schnitt_AA78SL10.dwg 62_Schnitt_AA78SL20.dwg 63_Schnitt_AA78SL30.dwg 64_Schnitt_AA78SL60.dwg 65_Schnitt_AA78SQ10.dwg 66_Schnitt_AA78SQ11.dwg
67_Schnitt_AA78SQ30.dwg 68_Schnitt_AA78SQ31.dwg 69_Schnitt_AA78SQ50.dwg 70_Schnitt_AA78SQ51.dwg 71_Schnitt_AA78SQ52.dwg 72_Schnitt_AA78SQ60.dwg 73_Schnitt_H07 Längsschnitt.dwg
Service-Center Halle 7
74_Grundriss_3_OG+9.00.dwg 75_Grundriss_E01-9.00.dwg 76_Grundriss_E02 0.00.dwg
-	 Lagepläne von Ver- und Entsorgungsleitungen als .pdf-Dateien
01_Lageplan.pdf						 02_Schnitte.pdf						 03_RRB.pdf						 04_Fotodokumentation_RRB.pdf 05_Fotodokumentation_Verbindungsbauwerk.pdf (M 1:250) (M 1:100) (M 1:100)
4.1.3	 Weitere Planungsunterlagen -	 Schichtenverzeichnis
-	 Gutachten: 	 Planungsgutachten Dietz Joppin: Planung einer Messehalle (November 2008)
gutachten_dietz_joppin_2008.pdf
Planungsgutachten Dietz Joppin: Überarbeitung Raumprogramm (Februar 2009)
00_Baumassen.pdf 01_GR.pdf 02_GR_nutzung.pdf 03_SN.pdf 04_Raumprogramm.pdf 05_Kosten_gesamt.pdf
Gutachten GMP: Deutschlandhalle Congress Centrum Berlin (August 2005)
gutachten_gmp_08_2005.pdf
Baugutachten GMP: Umbau und Sanierung Deutschlandhalle (September 2005)
gutachten_gmp_09_2005.pdf
-	 Übersicht Topografie
03_Uebersicht_Topografie.pdf
-	 Anforderungen an die TGA (Gesamtübersicht)
04_Anforderungen_TGA.pdf
-	 Kongressimpressionen aus dem Messegelände Süd / ICC 2.0 Berlin
05_Kongressimpressionen_Messe.pdf
01_Anforderung_Messehalle.pdf 02_Raumprogramm_Messehalle.pdf
4.1.5	 Vorschriften im Internet -	 Bauordnung Berlin und ergänzende Vorschriften BauOBerlin 	 (BauOBln) v. 29. September 2005, zuletzt geändert durch Artikel I des Gesetzes vom 8. Juli 2010 (GVBl. S. 396, in Kraft getreten am 23. Juli 2010)
http://www.stadtentwicklung.berlin.de/service/gesetzestexte/de/ bauen.shtml
-	 Verordnung über Bauvorlagen, bautechnische Nachweise und der Verfahren im Einzelnen (Bauverfahrensverordnung – BauVerfVO) vom 19. Oktober 2006
-	 Arbeitsstättenverordnung (ArbStättV) v. 12. August 2004, zuletzt geändert am 20. Juli 2007
-	 Ausführungsvorschriften zu §50 der Bauordnung für Berlin (BauOBln) über Stellplätze für Kraftfahrzeuge für schwer Gehbehinderte und Behinderte im Rollstuhl und Abstellmöglichkeiten für Fahrräder (AV Stellplätze) vom 11. Dezember 2007
http://www.stadtentwicklung.berlin.de/service/gesetzestexte/de/download/ bauen/20071129-AV-Stellpl.pdf
4.1.6	 Richtlinien als .pdf -	 Wirtschaftliche Standards des öffentlichen Bauens, Rundschreiben SenBauWohn 1/2002
01_WiSt_rundschreiben.pdf 02_WiSt_allgemein.pdf 03a_WiSt_hochbau.pdf 03b_WiSt_hochbau_matrix.pdf 04_WiSt_techn_geb_ausr.pdf 05_WiST_literaturhinweise.pdf 06_WiSt_landschaftsbau.pdf
-	 Richtlinien über Flächen für die Feuerwehr auf Grundstücken
-	 Ökologisches Bauen, Anforderungen an Baumaßnahmen, 	 Leitfaden SenStadt 2007
08_OekoLeitfadenBlnE_bf_2007.pdf
-	 Grundsätze für die Betriebswassernutzung, Rundschreiben SenStadt VI C Nr. 1/2003
-	 Planungshilfe für Energiesparendes Bauen, Landesinstitut für Bauwesen des Landes Nordrhein-Westfalen, Aachen 2003
-	 Hinweise zur Planung und Ausführung von Raumlufttechnischen Anlagen für öffentliche Gebäude (RLT-Anlagenbau 2004)
11_Hinweise_RLT_Anlagen_2004.pdf
-	 Planung, Ausführung und Betrieb der Kälteanlagen in öffentlichen Gebäuden (Kälte 2007)
12_Kaelte_Anlagen_2007.pdf
4.1.7	 Richtlinien im Internet -	 Rundschreiben im Bereich Bauen, Projektvorbereitung und -prüfung Bereich Hochbau, Richtwerte und Standards
-	 Rundschreiben im Bereich Bauen, Verwendungsverbote und 	 -beschränkungen im Bereich von Baustoffen; Schadstoffen
-	 Grundlagen für Wettbewerbe, ökologisches Bauen
-	 Hinweise für die Innenraumbeleuchtung mit künstlichem Licht in öffentlichen Gebäuden und Beleuchtung von Arbeitsplätzen mit Bildschirmgeräten in öffentlichen Gebäuden“ herausgegeben vom Arbeitskreis Maschinen- und Elektrotechnik staatlicher und kommunaler Verwaltungen (AMEV)
http://www.senstadt.verwalt-berlin.de/ebene3/abt5/bibliothek_bauen_amev.shtml
4.1.8	 Formblätter -	 Verfassererklärung (s. Teil 1 Pkt 1.15) 	 (PDF-Formular, d.h. Text kann direkt in das Formblatt eingeben und danach ausgedruckt werden. Das PDF-Formular kann mit dem Acrobat-Reader aber nicht gespeichert werden)
000000_verfassererklaerung_messehalle.pdf
-	 Formblatt Flächenermittlung Raum- und Funktionsprogramm nach Teil 1 Pkt 1.10 (sechsstellige Tarnnummer voranstellen)
000000_A_formbl_raumprogramm_messehalle.xls 000000_A_formbl_raumprogramm_messehalle.pdf 000000_B_formbl_gebaeudekennwerte_messehalle.xls
4.1.9	 Bilddokumentation -	 Bilddokumentation als .jpg-Dateien -	 Spartenkanal als .tif-Datei -	 Luftbild, Stand 2010 als .tif-Datei
01_luftbild_2010.tif
Literatur 	 Geschichtslandschaft Berlin, Orte und Ereignisse, Band 1, Charlottenburg / Teil 2 Der neue Westen, herausgegeben von Helmut Engel, Steffi Jersch-Wenzel, Wilhelm Treue, Nicolai Verlag, Berlin 1985 Internet -	 Internetseite der Messe Berlin GmbH
-	 Internetseite der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung
-	 FIS-Broker (GIS) der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung Abbildungsnachweis 	 Titelbild: 		 				 	 Abbildungen 1-3: 	 	 Abbildung 4: 		 				 				 	 Abbildung 5:		 				 	 Abbildung 6:		 				 	 Abbildungen 7-10:	 			 	 Abbildung 11: 		 	 Abbildung 12: 	 	 Abbildung 13: 	 	 Abbildung 14: 	 	 Abbildungen 15–17: 	 	 Fotodokumentation:
Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Fotograf: Dirk Laubner, 2010 Senatsverwaltung für Stadtentwicklung Dietz Joppin Architekten AG, aus Planungsgutachten Neubau einer Messehalle für die Messe Berlin, Nov. 2008, Seite 7 Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Landesdenkmalamt, Arthur Köster Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Landesdenkmalamt, Wolfgang Reuss Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Landesdenkmalamt, Landesbildstelle Messe Berlin GmbH Lars Krokowski Messe Berlin GmbH Senatsverwaltung für Stadtentwicklung Messe Berlin GmbH Lars Krokowski

References: § 9
 § 6
 § 5
 § 1
 § 6
 § 6
 § 7
 § 34
 § 33
 § 8
 § 8
 § 6
 § 8
 § 8
 § 34
 § 11
 § 11
 §7
 §50