Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=BFH&Datum=11.02.1987&Aktenzeichen=II%20R%20103%2F84
Timestamp: 2019-05-27 12:44:07+00:00

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BFH, 11.02.1987 - II R 103/84 - dejure.org
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BFH, 11.02.1987 - II R 103/84 (https://dejure.org/1987,602)
BFH, Entscheidung vom 11.02.1987 - II R 103/84 (https://dejure.org/1987,602)
BFH, Entscheidung vom 11. Februar 1987 - II R 103/84 (https://dejure.org/1987,602)
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AO 1977 § 122 Abs. 1, § 267; VwZG § 7 Abs. 3
Gesellschaft des bürgerlichen Rechts - Grundstück - Kauf - Steuerbescheid - Adressierung - Name - Grunderwerbsteuer
AO (1977) § 122 Abs. 1, § 267; VwZG § 7 Abs. 3
BFHE 149, 12
NJW 1987, 1720
BB 1987, 1100
BStBl II 1987, 325
Unter diesen Umständen konnte auf eine Angabe aller Gesellschafter verzichtet werden (vgl. auch BFH-Urteil vom 11. Februar 1987 II R 103/84, BFHE 149, 12, BStBl II 1987, 325, und - für Auftreten gegenüber der Behörde - BFH-Beschluß vom 10. August 1993 VII B 245/92 - nicht veröffentlicht -).
Die zuständige Behörde kann sich daher gemäß § 122 Abs. 1 Satz 2, § 34 Abs. 2 Satz 2 AO stets dann an einen der vertretungsberechtigten Gesellschafter (§ 714 BGB) halten, wenn kein Geschäftsführer nach § 710 BGB besonders bestellt ist (BFH BStBl. II 1986, 539, 540; 2003, 890, 891; NJW 1987, 1720;… BFH/NV 1988, 622, 623; 1998, 1451, 1452).
Sie war - wie hier geschehen - an den zur Vertretung der GbR berechtigten Bekanntgabeadressaten zu richten (§ 15 Abs. 1 Nr. 3 Buchst. b ThürKAG, § 122 Abs. 5 AO, § 7 Abs. 2 und 3 Thüringer Verwaltungszustellungs- und Vollstreckungsgesetz [ThürVwZVG]; vgl. BFH NJW 1987, 1720; BStBl. II 1990, 272, 273) und jedenfalls nach § 3 Abs. 1, § 9 ThürVwZVG wirksam.
Wer dazu gehört, ergibt sich aus dem Grundbuch; die namentliche Aufführung in dem Gebührenbescheid ist nicht erforderlich (vgl. BFH, Urteil vom 11. Februar 1987 - II R 103/84 - BStBl II, 325 ).
a) Grunderwerbsteuerrechtlich ist bei einem Grundstückserwerb durch mehrere Personen in GbR diese Gesellschaft Schuldner der Grunderwerbsteuer (Urteil des Bundesfinanzhofs --BFH-- vom 11. Februar 1987 II R 103/84, BFHE 149, 12, BStBl II 1987, 325).
Der zwischenzeitlich erfolgte Wechsel von Gesellschaftern ändert nichts an der zivilrechtlichen Identität und Kontinuität der Gesellschaft (vgl. Urteile des Bundesfinanzhofs - BFH - vom 11. Februar 1987 II R 103/84, BFHE 149, 12, BStBl II 1987, 325, …und vom 6. März 1991 II R 158/87, BFH/NV 1992, 197; BFH-Beschluß vom 26. September 1990 II B 24/90, BFHE 162, 149, BStBl II 1990, 1035).
Entsprechendes gilt in sonstigen Fällen der Bekanntgabe von Verwaltungsakten, wenn die Gesellschafter aufgrund gesetzlicher Bestimmungen zur gemeinschaftlichen Geschäftsführung berufen sind (vgl. BFH-Urteile in BFHE 149, 12, BStBl II 1987, 325, und vom 16. November 1989 IV R 29/89, BFHE 159, 28, BStBl II 1990, 272;… Kühn/Hofmann, a. a. O., § 122 AO Bem. 2 a, und Heinrichs in Palandt, Bürgerliches Gesetzbuch, 55. Aufl., § 167 Rn. 14).
Ohne Erfolg sind auch die Einwände der Klägerin gegen die Auffassung des FG, daß der Grunderwerbsteuerbescheid an die Wohnanlage A-Stadt GbR, die Klägerin, als Steuerschuldnerin zu richten war, denn im Grunderwerbsteuerrecht sind Personengesellschaften selbständige Rechtsträger und als solche Steuerschuldner (BFH-Urteile vom 22. Oktober 1986 II R 118/84, BFHE 148, 331, BStBl II 1987, 183; vom 11. Februar 1987 II R 103/84, BFHE 149, 12, BStBl II 1987, 325; vom 4. März 1987 II R 150/83, BFHE 149, 75, BStBl II 1987, 394).
Führt die Gesellschaft, wie im Streitfall, einen Gesamtnamen, unter dem sie sich am Rechtsverkehr beteiligt, so reicht die Bezeichnung mit diesem Namen aus (BFH-Urteil vom 11. Februar 1987 II R 103/84, BFHE 149, 12, BStBl II 1987, 325).
Die GbR wird steuerrechtlich auch sonst, z. B. bei der Umsatzsteuer, Gewerbesteuer (…vgl. Tipke/Kruse, Abgabenordnung-Finanzgerichtsordnung, 15. Aufl., § 33 AO 1977 Tz. 17, 18 m. w. N.) und der Grunderwerbsteuer (vgl. BFH-Urteil vom 11. Februar 1987 II R 103/84, BFHE 149, 12, BStBl II 1987, 325) als Steuersubjekt behandelt.
a) Entgegen der Auffassung des FA fehlte der GbR, der im Grunderwerbsteuerrecht steuerliche Rechtsfähigkeit zukommt (vgl. Senatsurteil vom 11. Februar 1987 II R 103/84, BFHE 149, 12, BStBl II 1987, 325), nicht die Beteiligtenfähigkeit für das Verfahren über den Erlaß der einstweiligen Anordnung.
Diese Regeln für die Zustellung gelten auch für die Bekanntgabe von Steuerbescheiden (BFH-Urteil vom 11. Februar 1987 II R 103/84, BFHE 149, 12, BStBl II 1987, 325, für den Fall der Bekanntgabe eines Grunderwerbsteuerbescheids an nur einen der die Gesellschaft bürgerlichen Rechts vertretenden Gesellschafter).
Unerheblich ist dabei, ob es sich, wie im Fall des BFH-Urteils in BFHE 149, 12, BStBl II 1987, 325, um einen gegen die Gesellschaft bürgerlichen Rechts selbst gerichteten Bescheid handelt oder - wie im Streitfall - um die Feststellung der Einkünfte aus selbständiger Arbeit der an einer solchen Gesellschaft Beteiligten.
Er rechtfertigt das aus den Besonderheiten des Steuerrechts (BFH Urteil vom 11. Februar 1987 - II R 103/84 - NJW 1987, 1720; BFH Urteil vom 22. Oktober 1986 - II R 118/84 - NJW 1987, 1719).
VGH Hessen, 23.01.1997 - 4 TG 4829/96
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BFH, 18.12.1991 - II R 156/88
Revisionseinlegun durch einen nicht Berechtigten

References: § 122
 § 267
 § 7
 § 122
 § 267
 § 7
 § 122
 § 34
 § 710
 § 122
 § 7
 § 3
 § 9
 § 122
 § 167
 § 33