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Timestamp: 2020-08-10 16:28:51+00:00

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Rechtsprechung: VI ZR 378/11 - dejure.org
Weitere Entscheidung unten: BGH, 26.04.2012
https://dejure.org/2012,44230
BGH, 04.12.2012 - VI ZR 378/11 (https://dejure.org/2012,44230)
BGH, Entscheidung vom 04.12.2012 - VI ZR 378/11 (https://dejure.org/2012,44230)
BGH, Entscheidung vom 04. Dezember 2012 - VI ZR 378/11 (https://dejure.org/2012,44230)
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§ 826 BGB, § 322 HGB
Haftung des Wirtschaftsprüfers für Kapitalanlegerverlust: Darlegungs- und Beweislast für den Eintritt eines Schadens durch pflichtwidrigen in Prospekte über neu ausgegebene Inhaberschuldverschreibungen aufgenommenen Bestätigungsvermerk
Schadensersatzanspruch eines Anlegers gegen einen Wirtschaftsprüfer wegen pflichtwidrigen Bestätigungsvermerks i.S.d. § 322 HGB im Zusammenhang mit Inhaberschuldverschreibungen; Möglichkeit des Vorliegens eines Schadens bei Verlust einer auf Dauer uneinbringlichen Forderung
Zur Darlegungs- und Beweislast des Anlegers für Eintritt eines Schadens aufgrund eines pflichtwidrigen Bestätigungsvermerks des Wirtschaftsprüfers
Zur Frage der Darlegungs- und Beweislast für den Eintritt eines Schadens, wenn Anleger einen Wirtschaftsprüfer wegen eines pflichtwidrigen Bestätigungsvermerks im Sinne des § 322 HGB nach 826 BGB auf Schadensersatz in Anspruch nehmen mit der Begründung, ohne dessen ...
Haftung des Wirtschaftsprüfers für fehlerhafte Emissionsprospekte
Beweislast bei pflichtwidrigem Bestätigungsvermerk
Haftung eines Wirtschaftsprüfers für einen fehlerhaften Bestätigungsvermerk?
Darlegungs- und Beweislast für den Eintritt eines Schadens bei Inanspruchnahme eines Wirtschaftsprüfers durch einen Anleger wegen eines pflichtwidrigen Bestätigungsvermerks
LG Leipzig, 20.05.2010 - 4 O 371/09
OLG Dresden, 20.01.2011 - 8 U 946/10
BGH, 26.04.2012 - VI ZR 378/11
ZIP 2013, 417
MDR 2013, 338
NJ 2013, 381
VersR 2013, 367
WM 2013, 306
DB 2013, 396
(2) Die Annahme einer sekundären Darlegungslast setzt nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs voraus, dass die nähere Darlegung dem Behauptenden nicht möglich oder nicht zumutbar ist, während der Bestreitende alle wesentlichen Tatsachen kennt und es ihm zumutbar ist, nähere Angaben zu machen (vgl. BGH, Urteil vom 17. März 1987 - VI ZR 282/85, BGHZ 100, 190, 196; Urteil vom 7. Dezember 1998 - II ZR 266/97, BGHZ 140, 156, 158; BGH, NJW 2000, 2669, 2672; BGH, Urteil vom 4. Dezember 2012 - VI ZR 378/11, DStRE 2013, 702 Rn. 16;… Urteil vom 4. Dezember 2012 - VI ZR 381/11, NJW-RR 2013, 536 Rn. 13).
Selbst wenn die Entscheidung für das konkrete Fahrzeugmodell von einem breitem Motivbündel und einer Vielzahl von rationalen und irrationalen Faktoren getragen sein mag (vgl. auch BGH, Urteil vom 04. Dezember 2012 - VI ZR 378/11 -, Rn. 23, juris zum Anscheinsbeweis der Ursächlichkeit des Prospektfehlers für die unterbliebene Kündigung der Anlage), war die tatsächliche Nutzbarkeit im öffentlichen Straßenverkehr handlungsbestimmend für den Vertragsschluss über ein derartiges Fahrzeug.
Insbesondere kommen dem Geschädigten im Rahmen des § 826 BGB nicht die Beweiserleichterungen zu Gute, die bei Ansprüchen wegen der Verletzung vertraglicher Hinweis- oder Beratungspflichten gelten (BGH, WM 2013, 306 ff, Rn. 15;… Palandt/Sprau, a.a.O., § 826, Rn. 18).
Der Anscheinsbeweis setzt einen typischen Geschehensablauf voraus, also einen bestimmten Tatbestand, der nach der Lebenserfahrung auf eine bestimmte Ursache für den Eintritt eines bestimmten Erfolgs hinweist (vgl. Senatsurteile vom 14. Juni 2005 - VI ZR 179/04, BGHZ 163, 209, 212;… vom 16. März 2010 - VI ZR 64/09, aaO Rn. 16 mwN und vom 4. Dezember 2012 - VI ZR 378/11, WM 1023, 306 Rn. 23).
(1) Zwar liegt die Darlegungs- und Beweislast für die Voraussetzungen von §§ 826, 31 BGB grundsätzlich beim Geschädigten und damit bei der Klägerseite (vgl. BGH…, Urteil vom 18. Dezember 2007 - VI ZR 231/06, BGHZ 175, 58, zitiert juris Rn. 21; vom 4. Dezember 2012 - VI ZR 378/11, WM 2013, 306, zitiert juris Rn. 13).
Die Regeln zur Umkehr der Beweislast im Hinblick auf ein pflichtwidrig geschaffenes Risiko sind nicht auf die deliktische Haftung nach § 826 BGB übertragbar (BGH, Urteil vom 04. Dezember 2012 - VI ZR 378/11, juris Rn. 15).
Vorliegend spricht die Struktur des § 826 BGB (Haftung für vorsätzliche sittenwidrige Schädigung) dafür, dass der Eintritt des Schadens (hier: in Form der Eingehung einer ungewollten Verbindlichkeit) zum Haftungsgrund gehört, mithin auch dem Beweismaß des § 286 ZPO unterliegt (so auch OLG Hamm…, Urteil vom 17.03.2020, Az. 7 U 92/20, Rn. 58 ff, siehe auch BGH, Urteil vom 04.12.2012, Az. VI ZR 378/11, Rn. 11).
a) Die Annahme einer sekundären Darlegungslast setzt voraus, dass die nähere Darlegung dem Behauptenden nicht möglich oder nicht zumutbar ist, während der Bestreitende alle wesentlichen Tatsachen kennt und es ihm zumutbar ist, nähere Angaben zu machen (BGH, Urteil vom 04.12.2012, VI ZR 378/11, WM 2013, 306, 308, Randziffer 16; BGH, Urteil vom 18.01.2018, I ZR 150/15, Randziffer 30; Urteil vom 24.01.2019, IX ZR 110/17, WM 2019, 452, 457, Randziffer 46; vgl. a. Urteil vom 08.01.2014, WM 2014, 1143, 1145, Randziffer 17; s.a. BGH, Urteil vom 24.10.2014, V ZR 45/13, WM 2015, 230, 232, Randziffer 22; Urteil vom 19.05.2016, III ZR 274/15, WM 2017, 347, 351, Randziffer 40).
Das ist jedoch nicht der Fall, wenn beide Parteien Außenstehende sind, mag die eine Partei auch über besseres Fachwissen verfügen, solange sie nicht Einblick in die Verhältnisse im Zusammenhang mit den zu beweisenden Tatsachen hat (BGH, Urteil vom 04.12.2012, VI ZR 378/11, WM 2013, 306, 308, Randziffer 16).
Die Annahme einer solchen sekundären Darlegungslast setzt wie gezeigt voraus, dass die nähere Darlegung dem Behauptenden nicht möglich oder nicht zumutbar ist, während der Bestreitende alle wesentlichen Tatsachen kennt und es ihm zumutbar ist, nähere Angaben zu machen (vgl. auch BGH v. 04.12.2012 - VI ZR 378/11 - BGH v. 18.01.2018 - I ZR 150/15 -).
LG Hof, 07.01.2019 - 32 O 208/18
Kein Schadensersatz bei Software-Manipulation
https://dejure.org/2012,11339
BGH, 26.04.2012 - VI ZR 378/11 (https://dejure.org/2012,11339)
BGH, Entscheidung vom 26.04.2012 - VI ZR 378/11 (https://dejure.org/2012,11339)
BGH, Entscheidung vom 26. April 2012 - VI ZR 378/11 (https://dejure.org/2012,11339)
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Erfolgsaussichten eines Prozesskostenhilfeantrags bei Vorliegen von Zweifeln an der Vollständigkeit der Angaben bzgl. der Einkünfte zum Lebensunterhalt

References: § 826
 § 322
 § 322
 § 322
 § 826
 § 826
 § 826
 § 826
 § 286
 BGH 
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