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Timestamp: 2020-01-25 18:06:00+00:00

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Pflicht der nationalen Gerichte zur verbraucherschützenden Rechtsauslegung bei fehlender Widerrufsbelehrung in Realkreditverträgen zu Steuersparmodellen („Schulte/Badenia“) (EuGH, Urt. v. 25.10.2005 – Rs C–350/03) – ZBB 2005, 436 | ZBB online
ZBB 2005, 436
RWS Verlag Kommunikationsforum GmbH, Köln RWS Verlag Kommunikationsforum GmbH, Köln 0936-2800 Zeitschrift für Bankrecht und Bankwirtschaft ZBB 2005 Entscheidungsrezensionen I. Entscheidungen im Wortlaut RL 85/577/EWG Art. 1 Abs. 1, Art. 3 Abs. 2 Buchst. a, Art. 4, 5, 7, 8; HWiG a. F. § 1 Abs. 1, § 3; VerbrKrG a. F. § 9Pflicht der nationalen Gerichte zur verbraucherschützenden Rechtsauslegung bei fehlender Widerrufsbelehrung in Realkreditverträgen zu Steuersparmodellen („Schulte/Badenia“) RL 85/577/EWGArt. 1 RL 85/577/EWGArt. 3 RL 85/577/EWGArt. 4 RL 85/577/EWGArt. 5 RL 85/577/EWGArt. 7 RL 85/577/EWGArt. 8 HWiG a. F.§ 1 HWiG a. F.§ 3 VerbrKrG a. F.§ 9 EuGH, Urt. v. 25.10.2005 – Rs C–350/03EuGHUrt.25.10.20051Rs C–350/03
1. Art. 3 Abs. 2 Buchst. a der Richtlinie 85/577/EWG des Rates vom 20. Dezember 1985 betreffend den Verbraucherschutz im Falle von außerhalb von Geschäftsräumen geschlossenen Verträgen ist dahin auszulegen, dass er vom Anwendungsbereich dieser Richtlinie auch Verträge über den Verkauf von Immobilien ausnimmt, die lediglich Bestandteil eines kreditfinanzierten Kapitalanlagemodells sind und bei denen die bis zum Vertragsabschluss durchgeführten Vertragsverhandlungen sowohl hinsichtlich des Immobilienkaufvertrags als auch des ausschließlich der Finanzierung dienenden Darlehensvertrags in einer Haustürsituation erfolgen.
In einem Fall, in dem der Verbraucher, wenn das Kreditinstitut seiner Verpflichtung, ihn über sein Widerrufsrecht zu belehren, nachgekommen wäre, es hätte vermeiden können, sich den Risiken auszusetzen, die mit Kapitalanlagen der im Ausgangsverfahren in Rede stehenden Art verbunden sind, verpflichtet Art. 4 der Richtlinie 85/577 jedoch die Mitgliedstaaten, dafür zu sorgen, dass ihre Rechtsvorschriften die Verbraucher schützen, die es nicht vermeiden konnten, sich solchen Risiken auszusetzen, indem sie Maßnahmen treffen, die verhindern, dass die Verbraucher die Folgen der Verwirklichung dieser Risiken tragen.

References: Art. 1
 Art. 3
 Art. 4
 § 1
 § 3
 § 9
 Art. 3
 Art. 4