Source: https://www.it.nrw/statistik/gesellschaft-und-staat/soziales/asylbewerberleistungen
Timestamp: 2020-01-25 10:40:19+00:00

Document:
NRW: Asylbewerberleistungen | Landesbetrieb IT.NRW
Amtliche Statistiken zum Thema: Asylbewerberleistungen
Ausgaben an Leistungsberechtigte in 1 000 Euro HTML PDF
Ausgaben und Einnahmen an Leistungsberechtigte in 1 000 Euro HTML PDF
Empfängerinnen und Empfänger von Regelleistungen am 31.12. HTML PDF
Empfängerinnen und Empfänger von Regelleistungen am 31.12.2018 nach Altersgruppen HTML PDF
Empfängerinnen und Empfänger von Regelleistungen am 31.12.2018 nach Art der Unterbringung HTML PDF
Empfängerinnen und Empfänger von Regelleistungen am 31.12.2018 nach dem Land der Staatsangehörigkeit HTML PDF
Empfängerinnen und Empfänger von Regelleistungen 2017 und 2018 jeweils am 31.12. HTML PDF
Empfängerinnen und Empfänger von besonderen Leistungen am 31.12.2018 nach Altersgruppen HTML PDF
In Aufnahmeeinrichtungen im Sinne des § 44 AsylG und in vergleichbaren Einrichtungen sollen Arbeitsgelegenheiten zur Verfügung gestellt werden. Zudem sollen soweit wie möglich Arbeitsgelegenheiten bei staatlichen, bei kommunalen und bei gemeinnützigen Trägern zur Verfügung gestellt werden, sofern die zu leistende Arbeit sonst nicht, nicht in diesem Umfang oder nicht zu diesem Zeitpunkt verrichtet werden würde.
Für die zu leistende Arbeit wird eine Aufwandsentschädigung von 1,05 Euro je Stunde ausgezahlt.
Die Unterscheidung der Kategorien "in Einrichtungen" und "außerhalb von Einrichtungen" zielt auf den gewöhnlichen Wohn- oder Aufenthaltsort des Leistungsempfängers ab. Im Falle von Leistungen bei Krankheit, Schwangerschaft und Geburt ist es deshalb unerheblich, ob diese Leistungen ambulant oder stationär erbracht wurden.
Die Kategorie "in Einrichtungen" umfasst den Aufwand für Leistungsempfänger, die in Aufnahmeeinrichtungen gem. § 44 AsylG und Gemeinschaftsunterkünften im Sinne des § 53 AsylG untergebracht sind.
Ausgaben und Einnahmen für Leistungsberechtigte, die dezentral (d.h. außerhalb von Aufnahmeeinrichtungen gem. § 44 AsylG und Gemeinschaftsunterkünften im Sinne des § 53 AsylG) untergebracht sind, werden in der Rubrik "außerhalb von Einrichtungen" erfasst.
Die Unterbringungsarten "Gemeinschaftsunterkunft" und "Dezentrale Unterbringung" werden dabei hinsichtlich der Verfügbarkeit von gemeinschaftlich zu nutzenden Einrichtungen unterschieden. Die Zusammensetzung der in den Unterkünften untergebrachten Personenkreise (Asylbewerber, Obdachlose, Nichtsesshafte, usw.) ist hierfür irrelevant. Stehen Teile des Wohnraums (insbesondere Küche und Sanitärbereich) für mehrere bzw. verschiedene Wohnparteien – unabhängig von der tatsächlichen Inanspruchnahme – zur Verfügung, handelt es sich demnach um eine Gemeinschaftsunterkunft.
Besteht dagegen die Möglichkeit zur Nutzung einer eigenen Küche bzw. eines eigenen Sanitärbereichs mit den entsprechenden Entfaltungsmöglichkeiten, handelt es sich um eine dezentrale Unterbringung. Dies trifft auch dann zu, wenn es sich dabei um einen eigenen, abgeschlossenen Wohnbereich innerhalb einer nur von Asylbewerbern genutzten Unterbringung handelt.
Die besonderen Leistungen werden in speziellen Bedarfssituationen gewährt. Zu diesen Leistungen zählen Leistungen bei Krankheit, Schwangerschaft und Geburt gemäß § 4 AsylbLG, die Bereitstellung von Arbeitsgelegenheiten nach § 5 und sonstige Leistungen gemäß § 6.
Besondere Leistungen werden entweder in Form von anderen Leistungen (§§ 4 bis 6) oder als Leistungen nach dem 5. bis 9. Kapitel des SGB XII (§ 2 AsylbLG) gewährt. Nach einer rechtlich anerkannten Leistungsdauer von insgesamt mindestens 15 Monaten sind den Empfängern Leistungen nach dem 5. bis 9. Kapitel des SGB XII zu gewähren.
Bei der Unterbringung von Leistungsberechtigten in einer Gemeinschaftsunterkunft bestimmt jedoch die zuständige Behörde die Form der Leistung auf Grund der örtlichen Umstände.
Zu den Ausgaben zählen die in § 2 AsylbLG genannten Leistungen in besonderen Fällen, die Grundleistungen nach § 3 AsylbLG, die Leistungen bei Krankheit, Schwangerschaft und Geburt (§ 4 AsylbLG), Arbeitsgelegenheit (§ 5 AsylbLG) und die sonstigen Leistungen (§ 6 AsylbLG).
Zu den Einnahmen werden folgende Positionen gerechnet:
– Der Kostenersatz und die Rückzahlung der gewährten Hilfen durch den Leistungsempfänger (§ 7 AsylbLG) sowie den in § 7 Absatz 1 Satz 2 AsylbLG genannten Personenkreis,
– die übergeleiteten Unterhaltsansprüche gegen Unterhaltspflichtige (§ 9 Absatz 2 AsylbLG) und
– die Leistungen der Sozialleistungsträger (§ 9 Absatz 2 AsylbLG).
Grundleistungen nach § 3 AsylbLG sollen den notwendigen Bedarf der Leistungsberechtigten an Ernährung, Unterkunft, Heizung, Kleidung, Gesundheits- und Körperpflege sowie Gebrauchs- und Verbrauchsgütern im notwendigen Umfang durch Sachleistungen decken. Unter besonderen Umständen können anstelle der Sachleistungen auch Wertgutscheine und Geldleistungen erbracht werden.
Zusätzlich erhalten Leistungsempfänger einen monatlichen Geldbetrag für die persönlichen Bedarfe des täglichen Lebens. Die so gewährte individuelle Hilfeleistung ist insgesamt geringer als die korrespondierenden Leistungen der Hilfe zum Lebensunterhalt.
Die Regelleistungen dienen der Deckung des täglichen Bedarfs an Ernährung, Unterkunft, Heizung, Kleidung, Gesundheits- und Körperpflege sowie Gebrauchs- und Verbrauchsgütern des Haushalts der Leistungsberechtigten. Sie werden entweder in Form von Grundleistungen (§ 3 AsylbLG) oder als Hilfe zum Lebensunterhalt (§ 2 AsylbLG) gewährt.
Nach einer rechtlich anerkannten Leistungsdauer von insgesamt mindestens 15 Monaten sind den Empfängern die erhöhten Ansprüche der Hilfe zum Lebensunterhalt zu gewähren.
Sonstige Leistungen (§ 6 AsylbLG) können insbesondere gewährt werden, wenn sie im Einzelfall zur Sicherung des Lebensunterhalts oder der Gesundheit unerlässlich, zur Deckung besonderer Bedürfnisse von Kindern geboten oder zur Erfüllung einer verwaltungsrechtlichen Mitwirkungspflicht erforderlich sind.
Die Leistungen sind als Sachleistungen, bei Vorliegen besonderer Umstände als Geldleistung zu gewähren.
Die Definition der Staatenlosigkeit findet sich in Artikel 1 des Übereinkommens über die Rechtstellung der Staatenlosen von 1954. Im Sinne dieses Übereinkommens ist ein "Staatenloser" eine Person, die kein Staat auf Grund seines Rechtes als Staatsangehörigen ansieht.
Staatenlosigkeit entsteht durch automatischen oder behördlichen Entzug sowie durch freiwillige Aufgabe der Staatsangehörigkeit.
Asylbewerber(innen) erhalten seit dem 1.11.1993 Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz.
1996 wurden erstmals die Ergebnisse der Asylbewerberleistungsstatistik nach Inkrafttreten des Asylbewerberleistungsgesetzes veröffentlicht.
Leistungsberechtigt sind Ausländer(innen), die sich tatsächlich im Bundesgebiet aufhalten und die:
eine Aufenthaltserlaubnis nach § 23 Abs. 1 oder § 24 wegen des Krieges in ihrem Heimatland oder nach § 25 Abs. 4 Satz 1 oder Abs. 5 des Aufenthaltgesetzes besitzen,
eine Duldung nach § 60a des Aufenthaltgesetzes besitzen,
Ehegatten, Lebenspartner oder minderjährige Kinder der zuvor genannten Ausländer(innen) sind, ohne dass sie selbst die dort genannten Voraussetzungen erfüllen oder
Asylbewerber(innen) erhalten Regelleistungen entweder als Grundleistungen oder in besonderen Fällen in Form von "laufender Hilfe zum Lebensunterhalt" bzw. Leistungen nach dem 5. bis 9. Kapitel SGB XII (bis 2004 Hilfe in besonderen Lebenslagen) sowie Leistungen bei Krankheit, Arbeitsgelegenheiten und sonstige Leistungen. In den Jahren 1998 und 1999 waren die Leistungen "Hilfe zum Lebensunterhalt" sowie "Hilfe in besonderen Lebenslagen" ausgesetzt; das Gesetz trat am 1. Juni 2000 wieder in Kraft.
22221 Asylbewerberleistungsstatistik
Empfängerinnen und Empfänger von Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz am 31. Dezember in NRW, kostenlos / PDF-Datei
Ausgabe 2017 vom 12.11.2019
Ausgaben und Einnahmen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz in NRW
Ausgabe 2017 vom 21.01.2019
Ausgabe 2016 vom 16.02.2018
Ausgabe 2015 vom 12.01.2017
Ausgabe 2014 vom 20.01.2016
Empfängerinnen und Empfänger von Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz am 31. Dezember in NRW
Ausgabe 2015 vom 27.01.2017
(146 / 19) Montag, 17. Juni 2019
NRW: Zahl der Empfänger von Asylbewerberleistungen weiter gesunken
2018 erhielten in Nordrhein-Westfalen 98 480 Personen Leistungen zur Deckung des täglichen Bedarfs (sog. Regelleistungen) nach dem Asylbewerberleistungsgesetz (AsylbLG).
(201 / 18) Freitag, 13. Juli 2018
NRW: Zahl der Empfänger von Asylbewerberleistungen um 36 Prozent gesunken
Ende 2017 erhielten in Nordrhein-Westfalen 122 445 Personen Leistungen zur Deckung des täglichen Bedarfs (sog. Regelleistungen) nach dem Asylbewerberleistungsgesetz (AsylbLG).
(173 / 17) Donnerstag, 29. Juni 2017
NRW: 14,6 Prozent weniger Empfänger von Asylbewerberleistungen
Ende 2016 erhielten in Nordrhein-Westfalen 191 316 PersonenLeistungen zur Deckung des täglichen Bedarfs (sog. Regelleistungen) nach dem Asylbewerberleistungsgesetz(AsylbLG).
(087 / 17) Freitag, 7. April 2017
2015 gab es in NRW 224 000 Empfänger von Asylbewerberleistungen
2015 stieg die Zahl der Regelleistungsempfänger/-innen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz (AsylbLG) in Nordrhein-Westfalen auf den höchsten Stand seit Einführung dieses Gesetzes.
(181 / 16) Mittwoch, 13. Juli 2016
NRW: Zahl der Empfänger von Asylbewerberleistungen im Jahr 2015 um 160 Prozent gestiegen
Ende 2015 erhielten in Nordrhein-Westfalen 224 029 Personen Leistungen zur Deckung des täglichen Bedarfs (sog. Regelleistungen) nach dem Asylbewerberleistungsgesetz (AsylbLG).
(160 / 15) Freitag, 26. Juni 2015
NRW: Über 50 Prozent mehr Empfänger von Asylbewerberleistungen im Jahr 2014
Ende 2014 erhielten in Nordrhein-Westfalen 86 358 Personen Leistungen zur Deckung des täglichen Bedarfs (sog. Regelleistungen) nach dem Asylbewerberleistungsgesetz (AsylbLG).

References: § 44
 § 44
 § 53
 § 44
 § 53
 § 4
 § 5
 § 6
 § 2
 § 3
 § 7
 § 3
 § 23
 § 24
 § 25
 § 60