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Timestamp: 2019-11-14 03:11:56+00:00

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Fachbegriffe – Rek Immobilienbewertung
Zum besseren Verständnis bieten wir Ihnen eine kleine Auswahl von Begriffserläuterungen der Immobilienbewertung.
Alterswertminderung § 23 ImmoWertV
Die Alterswertminderung ist unter Berücksichtigung des Verhältnisses der Restnutzungsdauer (§ 6 Abs. 6 S. 1) zur Gesamtnutzungsdauer der baulichen Anlagen zu ermitteln. Dabei ist in der Regel eine gleichmäßige Wertminderung zugrunde zu legen. Gesamtnutzungsdauer ist die bei ordnungsgemäßer Bewirtschaftung übliche wirtschaftliche Nutzungsdauer der baulichen Anlagen.
Außenbereich § 35 Abs. (1) S. 1-3 BauGB
der öffentlichen Versorgung mit Elektrizität, Gas, Telekommunikationsdienstleistungen, Wärme und Wasser, der Abwasserwirtschaft oder einem ortsgebundenen gewerblichen Betrieb dient.“
Abstandsflächen und Abstände § 6 Abs. (1) und (2) Bauordnung für Berlin
Der Barwert ist der heutige Wert einer zukünftigen Zahlung unter der Annahme einer bestimmten Verzinsung. Durch die Ermittlung des Barwerts werden Zahlungen, die zu unterschiedlichen Zeitpunkten entstehen, vergleichbar gemacht.
Bauerwartungsland § 5 Abs. (2) ImmoWertV
Baugrenze § 23 Abs. (3) BauNVO
In Deutschland gilt ein bisher unbebautes Grundstück als bebaubar und damit als Baugrundstück, wenn die zuständige Gemeinde als Teil der Bauleitplanung einen Bebauungsplan beschlossen hat. Im Rahmen der Flächennutzungsplanung können diese Gebiete vorher auch den Status von Bau-erwartungsland erhalten. Gedeckt durch die Bau-nutzungsverordnung kann auch eine Bebauung ohne vorhandenen Bebauungsplan möglich sein, wenn dies der „ortsüblichen Nutzung“ entspricht, also auf (leerstehenden) Grundstücken „innerhalb der im Zusammenhang bebauten Ortsteile“ (§ 34 Baugesetzbuch). Faktisch sind damit viele Grundstücke innerhalb von geschlossenen Ortslagen potenzielle Baugrundstücke. Entscheidend für die praktische Bebaubarkeit sind dabei jedoch die Grundstücksabmessungen, da Abstandsflächen zum Nachbargrundstück freigehalten werden müssen.
Bauland, baureifes Land § 5 Abs. (4) ImmoWertV
Bebauungsplan § 1 ff. BauGB
(Bau) - Genehmigung § 145 Abs. (1) BauGB
Baulinie § 23 Abs. (2) BauNVO
Beleihungswert §§ 2 und 3 BelWertV
3 Grundsatz der Beleihungswertermittlung
In Artikel 14 des Grundgesetzes wird das Recht auf Eigentum gewährleistet. Es handelt sich um eine Eigentumsbestandsgarantie. Im Prinzip besteht für alle Gebäude Bestandsschutz, welche mit einer gültigen Baugenehmigung errichtet worden und somit als „rechtmäßig“ einzuordnen sind.
Bewirtschaftungskosten § 19 Abs. (1) ImmoWertV
Bilanzwert (Buchwert)
In der betriebswirtschaftlichen Betrachtung wird als Bilanzwert der Wert der Immobilie verstanden, der in der Vermögensdarstellung (als Anlage- oder Umlaufvermögen) gebucht ist. Eine Beziehung zum Verkehrswert besteht in der Regel nicht.
Bodenwert § 16 ImmoWertV
Bodenrichtwerte § 196 BauGB
1) Auf Grund der Kaufpreissammlung sind flächendeckend durchschnittliche Lagewerte für den Boden unter Berücksichtigung des unterschiedlichen Entwicklungszustands zu ermitteln (Bodenrichtwerte). In bebauten Gebieten sind Bodenrichtwerte mit dem Wert zu ermitteln, der sich ergeben würde, wenn der Boden unbebaut wäre. Es sind Richtwertzonen zu bilden, die jeweils Gebiete umfassen, die nach Art und Maß der Nutzung weitgehend übereinstimmen. Die wertbeeinflussenden Merkmale des Bodenrichtwertgrundstücks sind darzustellen. Die Bodenrichtwerte sind jeweils zum Ende jedes zweiten Kalenderjahres zu ermitteln, wenn nicht eine häufigere Ermittlung bestimmt ist. Für Zwecke der steuerlichen Bewertung des Grundbesitzes sind Bodenrichtwerte nach ergänzenden Vorgaben der Finanzverwaltung zum jeweiligen Hauptfeststellungszeitpunkt oder sonstigen Feststellungszeitpunkt zu ermitteln. Auf Antrag der für den Vollzug dieses Gesetzbuchs zuständigen Behörden sind Bodenrichtwerte für einzelne Gebiete bezogen auf einen abweichenden Zeitpunkt zu ermitteln.
(3) Die Bodenrichtwerte sind zu veröffentlichen und dem zuständigen Finanzamt mitzuteilen. Jedermann kann von der Geschäftsstelle Auskunft über die Bodenrichtwerte verlangen
Brutto-Grundfläche (BGF) DIN 277 ( Sachwertrichtlinie; 4.1.1.4 Brutto-Grund-fläche)
(2) In Anlehnung an die DIN 277-1:2005-02 sind bei den Grundflächen folgende Bereiche zu unterscheiden:
Für die Anwendung der NHK 2010 sind im Rahmen der Ermittlung der BGF nur die Grundflächen der Bereiche a und b zu Grunde zu legen. Balkone, auch wenn sie überdeckt sind, sind dem Bereich c zuzuordnen.
Unter Cashflow wird der Überschuss der Einzahlungen über die Auszahlungen einer Unternehmung, der je nach Abgrenzung der betrachteten Zahlungsgrößen, unterschiedlich ermittelt wird. Der „Net Operating Cashflow“ bezieht sich nur auf Zahlungen aus der Produktions- und Absatztätigkeit der Unternehmung, der gesamte Cashflow berücksichtigt zusätzlich Zahlungen aus Finanzierungs-, Investitions- und Ausschüttungsentscheidungen.
Denkmalschutz (§ 2 Abs. (1) und (2) Denkmalschutzgesetzt Berlin)
Da das Denkmalschutzrecht Landesrecht ist, gibt es keinen einheitlichen Begriff des Denkmals. Unterschieden wird häufig zwischen Baudenkmälern, beweglichen Denkmälern und Bodendenkmälern. Als Oberbegriff wird meist der des Kulturdenkmals verwendet.
Denkmalschutzgesetz Berlin § 2 Abs. (1) und (2):
Im deutschen Sachenrecht werden verschiedene Dienstbarkeiten an Grundstücken unterschieden.
Nießbrauch § 1030 Abs. (1) und (2) BGB:
Grunddienstbarkeiten § 1018 BGB:
Beschränkte persönliche Dienstbarkeiten § 1090 BGB:
Wohnungsrecht § 1093 BGB:
Ist die Grundlage für unterschiedliche Erhebungen von Steuern wie z. B. die Grundsteuer. Die Ermittlung ist in §§ 19 ff. des BewG geregelt.
Es besteht keine Beziehung zum Verkehrswert.
Dokument, das die energetische Bewertung eines Gebäudes, private oder gewerbliche genutzt, ausweist. Die Ausstellung erfolgt auf der Grundlage des jeweiligen Energieverbrauchs sowie auf der Basis des berechneten Energiebedarfs.
Wird ein Gebäude neu errichtet, verändert oder ggf. erweitert, ist nach der EnEV (Energieeinsparverordnung) ein Energieausweis auszustellen.
Steht der Verkauf, die Vermietung oder Verpachtung eines mit einem Gebäude bebauten Grundstück, ein grundstücksgleiches Recht an einem bebauten Grundstück oder Wohnungs- oder Teileigentum bevor, so ist gemäß § 19 Abs. 2 EnEV „potenziellen Käufer spätestens bei der Besichtigung einen Energieausweis oder eine Kopie hiervon mit dem Inhalt nach dem Muster der Anlage 6 oder 7 vorzulegen; die Vorlagepflicht wird auch durch einen deutlich sichtbaren Aushang oder ein deutlich sichtbares Auslegen während der Besichtigung erfüllt. Findet keine Besichtigung statt, hat der Verkäufer den Energieausweis oder eine Kopie hiervon mit dem Inhalt nach dem Muster der Anlage 6 oder 7 dem potenziellen Käufer unverzüglich vorzulegen; der Verkäufer muss den Energieausweis oder eine Kopie hiervon spätestens unverzüglich dann vorlegen, wenn der potenzielle Käufer ihn hierzu auffordert.“
16 Abs. (3) EnEV: „Der Eigentümer eines Gebäudes, in dem sich mehr als 500 Quadratmeter oder nach dem 8. Juli 2015 mehr als 250 Quadratmeter Nutzfläche mit starkem Publikumsverkehr befinden, der auf behördlicher Nutzung beruht, hat dafür Sorge zu tragen, dass für das Gebäude ein Energieausweis nach dem Muster… ausgestellt wird.“
Gebäude, die von dieser Regelung nicht betroffen sind, werden in 1 Abs. (5) näher beschrieben: „Auf kleine Gebäude sind die Vorschriften dieses Abschnitts nicht anzuwenden. Auf Baudenkmäler sind die Absätze 2 bis 4 nicht anzuwenden.“
Dem vorgreifend sind folgende Pflichtangaben in Immobilienanzeigen erforderlich:
Der Energieverbrauchskennwert oder auch Stromverbrauchs-kennwert gibt einen, tatsächlich verursachten und gemessenen Energieverbrauch in Kilowattstunden p.a./m² Fläche eines Gebäudes wieder und soll das Gebäude energetisch bewerten
Die Energieeinsparverordnung ist am 01.10.2007 in Kraft getreten und zuletzt geändert durch Verkündung der Zweiten Verordnung zur Änderung der Energieeinsparverordnung im Bundesgesetzblatt am 21. November 2013 (EnEV 2014), in Kraft getreten am 01. Mai 2014.
Die EnEV regelt im Allgemeinen folgende Bereiche:
die Einführung von Energieausweisen für bestehende Gebäude,
Der Begriff des Erbbaurecht wird im § 1 Abs. (1) ErbbauRG wie folgt angegeben:
Ertragswertverfahren § 17 ImmoWertV
Der Ertragswert ist der Wert, der sich aus bestimmten Überlegungen zur Rendite einer Immobilie über einen bestimmten Zeitraum ergibt, wobei eine objektbezogene Verzinsung angenommen wird. Wird nach dem Ertragswertverfahren ermittelt. Im Rahmen der Grundstückswertermittlung, der steuerlichen Bewertung und bei einer Unternehmensbewertung wird der Begriff unterschiedlich gebraucht.
Das Ertragswertverfahren und die Ermittlung des Ertragswerts ist im § 17 und ff. in der ImmoWertV wie folgt definiert:
Die Flurkarte ist Bestandteil des Liegenschaftskatasters. In den Flurkarten sind die Liegenschaften (Flurstücke, Flurstücksnummer, Gebäude, Nutzungsarten und wesentliche topographische Gegenstände) zeichnerisch dargestellt.
Ein Flurstück (kleinste Buchungseinheit des Liegenschaftskatasters) ist der Teil einer Flur, der von Linien eingeschlossen und im Kataster mit besonderer Nummer aufgeführt ist. Ein Flurstück darf nicht Flächen aus verschiedenen Grundstücken umfassen. Mehrere Flurstücke können jedoch im Grundbuch ein „Grundstück“ bilden. Das Flurstück ist die kleinste im Liegenschaftskataster erfasste Flächeneinheit.
Der Flächennutzungsplan bzw. der vorbreitende Bauleitplan wird für das gesamte Gemeindegebiet aufgestellt (§§ 5–7 BauGB). In der verbindlichen Bauleitplanung werden sodann Bebauungspläne für räumliche Teilbereiche des Gemeindegebiets aufgestellt (§§ 8–10 BauGB). Während der Flächennutzungsplan nur behördenverbindliche Darstellungen über die Grundzüge der Bodennutzung enthält, regeln die Festsetzungen der Bebauungspläne die bauliche und sonstige Nutzung von Grund und Boden detailliert und allgemeinverbindlich.
Unter dem Gewohnheitsrecht wird ungeschriebenes Recht verstanden, das nicht durch die Gesetzgebung zustande kommt, sondern durch Anwendung von Rechtsvorstellungen oder Regeln, Die von Beteiligten als bindend angesehen wird.
Beim Grundbuch handelt es sich um ein öffentliches Register der im Grundbuchbezirk (Grundbuchämter, § 1 Abs. (1) S. 1 GBO) gelegenen Grundstücken.
Jedes Grundstück erhält im Grundbuch eine besondere Stelle (Grundbuchblatt). Das Grundbuchblatt ist für das Grundstück als das Grundbuch im Sinne des Bürgerlichen Gesetzbuchs anzusehen (§ 3 Abs. (2) GBO).
Grundsätzlich werden alle Informationen und Eintragungen auf den Grundbuchblätter eines jeden Grundbuches vermerkt. Hierzu zählen:
Grundbuchdeckblatt, gibt Auskunft über das zuständige Amtsgericht sowie den Grundbuchsbezirk und ggf. die Art des Grundbuchs,
Bestandsverzeichnis, führt alle betreffende Grundstücke und ihre lagespezifischen Merkmale (Gemarkung, Flur, Flurstück und wirtschaftliche Beschaffenheit) und Größe auf,
in Abteilung I werden die Eigentumsverhältnisse dokumentiert,
in der Abteilung II die auf dem Grundstück ruhenden Lasten und Beschränkungen,
in Abteilung III die auf dem Grundstück ruhenden Grundpfandrechte aufgeführt.
Grundstück § 93 ff. und § 905 BGB
Für den Begriff „Grundstück“ gibt es keine gesetzliche Definition (Legaldefinition). Die inhaltliche Bestimmung erfolgt aus der Grundbuchordnung und dem BGB. Im Allgemeinen wird das Grundstück als abgegrenzter Teil der Erdoberfläche bezeichnet, der im Grundbuch bzw. im Liegenschaftskataster geführt wird. Gemäß § 905 BGB umschließt das Recht des Eigentümers eines Grundstücks auch den Raum über der Oberfläche und den Erdkörper unter der Oberfläche.
Hypothek § 1113 BGB
Immobilienfonds sind eine spezielle Kategorie der Investmentfonds. Im Vordergrund steht die Absicht, das gesammelte Fondvermögen in Immobilien zu investieren.
Zu unterscheiden sind hierbei die offenen und geschlossenen Immobilienfonds. Geschlossene Immobilienfonds bestehen aus dem Finanzvermögen einer Gesellschaft. Die finanziellen Mittel werden zur Entwicklung oder zum Kauf von ausgewählten Immobilien verwendet. Potenzielle Anleger können Anteile an diesem Fond erwerben, bis das Finanzierungsziel erreicht wurde, im Anschluss wird der Fonds „geschlossen“. Offene Immobilienfonds können eher als Wertpapieranlage verstanden werden. Eine Kapitalgesellschaft sammelt das Kapital ein und erwirbt gezielt Objekte mit dem Fokus auf Wertsteigerung. Renditen werden hierbei durch den Wertzuwachs sowie über Mieteinnahmen generiert. Darüber hinaus steht es den Anlegern frei, Anteile zu erwerben und diese wieder an die Gesellschaft zu veräußern.
Innenbereich § 34 Abs. (1) BauGB
Allgemein zählt der Lageplan zu den Bauvorlagen. Sofern dieser auch zum Umfang einer Bauvorlage zählt, muss er bestimmte, in den Bauvorlagenverordnungen der Bundesländer bezeichnete Darstellungen enthalten. Diese variieren von Bundesland zu Bundesland. Der Umfang des Lageplans umfasst überwiegend der Maßstab (1:500), die Lage des Grundstücks zur Himmelsrichtung, die Bezeichnung des Grundstücks (Flurstück, Flur und Gemarkung), Flächen und die katastermäßige Grenzen des Grundstücks, der Umgebungsgrundstücke, sowie der vorhandene Gebäudebestand.
Bei der Leibrente handelt es sich um eine nicht zeitlich begrenzte Rentenberechtigung. Diese endet erst mit dem Tod des Rentenempfängers, kann unter Berücksichtigung der Gestaltungsform danach befristet auf einen begünstigsten Erben übergehen.
Liegenschaftszinssatz § 14 Abs (3) ImmoWertV
§ 14 Abs. 3 der Immobilienwertermittlungsverordnungen (ImmoWertV) sind „Liegenschaftszinssätze (Kapitalisierungszinssätze, im Sinne des § 193 Absatz 5 Satz 2 Nummer 1 des Baugesetzbuchs) die Zinssätze, mit denen Verkehrswerte von Grundstücken je nach Grundstücksart im Durchschnitt marktüblich verzinst werden.“ Die Liegenschaftszinssätze werden durch Gutachterausschüsse ermittelt, die hierüber auch entsprechende Auskünfte erteilen.
Marktanpassungsfaktor § 14 Abs. (2) ImmoWertV
Marktanpassungsfaktoren (Sachwertfaktoren) dienen zur Anpassung des nach dem Sachwertverfahren ermittelten Wertes eines Grundstücks an die Marktlage.
Zur Anpassung der berechneten Sachwerte an die Marktlage haben die Gutachterausschüsse aus den tatsächlich gezahlten Kaufpreisen nach einem einheitlichen Modell Sachwertfaktoren ermittelt und in ihren örtlichen Grundstücksmarktberichten veröffentlicht. Die Höhe des Sachwertsfaktors ist abhängig von der Größe des Objektes, von der Lage und vom Baujahr; allgemein gilt, je größer das Objekt, desto kleiner ist der Anpassungsfaktor; der Faktor ist in ländlichen Gebieten kleiner als in den Städten.
Marktwert (Verkehrswert) § 194 Bau GB
Mietausfallwagnis § 29 Zweite Berechnungsverordnung
Das Mietausfallwagnis ist ein Bestandteil der Bewirtschaftungskosten und wird als eine Ertragsminderung verstanden, die durch Mietrückstände oder den Leerstand von Mietflächen entsteht.
In Deutschland kann es auch zur Deckung jener Kosten dienen, die durch Räumung, Aufhebung eines Mietverhältnisses oder Kosten einer Rechtsverfolgung auf Zahlungen entstehen. Demzufolge wird dieser Aufwand ertragsmindernd angesetzt.
Mietspiegel §§ 558c, 558d BGB
Der Mietspiegel dient als Übersicht über die ortsübliche Vergleichsmiete in einer Gemeinde, soweit die Übersicht von der Gemeinde oder von Interessenvertretern der Vermieter und der Mieter gemeinsam erstellt oder anerkannt worden ist.
Ein Mietspiegel wird als „qualifizierter Mietspiegel“ bezeichnet, wenn er nach anerkannten wissenschaftlichen Grundsätzen erstellt wurde. Ein qualifizierter Mietspiegel ist im Abstand von zwei Jahren der Marktentwicklung anzupassen. Dabei kann eine Stichprobe oder die Entwicklung des vom Statistischen Bundesamt ermittelten Preisindexes für die Lebenshaltung aller privaten Haushalte in Deutschland zugrunde gelegt werden. Nach vier Jahren ist der qualifizierte Mietspiegel neu zu erstellen. Sind die v.g. Voraussetzungen erfüllt, so wird gesetzlich vermutet, dass die im qualifizierten Mietspiegel bezeichneten Entgelte die ortsübliche Vergleichsmiete wiedergeben.
Hinweis: der Anwendungsbereich ist auf Wohnraum beschränkt.
Nachhaltige Erzielbarkeit
Eine wesentliche Aufgabe im Rahmen der Wertermittlung ist die Prüfung der erzielten Einnahmen. Alle Erträge sind auf ihre Nachhaltigkeit zu prüfen. Unter Nachhaltigkeit ist zu verstehen, dass bei einer ordnungsgemäßen Bewirtschaftung im Rahmen des gewöhnlichen Geschäftsverkehrs die Einnahmen als gesichert anzusehen sind. Hierbei ist zu berücksichtigen:
die gesicherte Erzielbarkeit
die marktübliche Höhe und
die wirtschaftliche Durchsetzbarkeit
Das ziviles Nachbarrecht bezieht sich auf den Schutz eines Nachbarn vor störenden Gerüchen und Geräuschen, Verwilderung von Pflanzen und Sträuchern sowie Rechtsansprüche auf das Notwegerecht (§§ 906 – 924 BGB).
Vom zivilen Nachbarrecht ist das öffentlich rechtliche Nachbarecht insbesondere dem „Baunachbarrecht“ zu unterscheiden. Ergänzend sind die Reglungen der Landesbauordnungen der Bundesländer, sofern diese zum Schutz des Nachbarn sind, anzuführen.
Öffentlicher Glaube des Grundbuchs § 892 BGB
Pacht §581 BGB
(2) Auf den Pachtvertrag mit Ausnahme des Landpachtvertrags sind, soweit sich nicht aus den §§ 582 bis 584b etwas anderes ergibt, die Vorschriften über den Mietvertrag entsprechend anzuwenden
Der Rohertrag wird als die ortsübliche, nachhaltig erzielbare Nettokaltmiete bezeichnet. Die Abgrenzung zum Begriff Umlagen für Betriebskosten, die üblicherweise ebenfalls monatlich zusammen mit dem Mietzins entrichtet werden, ist in Deutschland meist einfach, da diese in Mietverträgen und in der Mietbuchhaltung separat ausgewiesen werden. Auch veröffentlichte Marktdaten zur Miete beziehen sich überwiegend auf die Nettokaltmiete.
Rohertrag § 18 Abs. 2 ImmoWertV
2) Der Rohertrag ergibt sich aus den bei ordnungsgemäßer Bewirtschaftung und zulässiger Nutzung marktüblich erzielbaren Erträgen. Bei Anwendung des Ertragswertverfahrens auf der Grundlage periodisch unterschiedlicher Erträge ergibt sich der Rohertrag insbesondere aus den vertraglichen Vereinbarungen.
Reallast § 18 Abs. (2) ImmoWertV
Restnutzungsdauer § 6 Abs. (6) ImmoWertV
Im ersten Ansatz ergibt sich die Restnutzungsdauer aus der Differenz aus der Gesamtnutzungsdauer dem jeweiligen Baualter.
Die in der Wertermittlung anzusetzende Restnutzungsdauer hängt überwiegend von folgenden Faktoren ab:
funktionale Zuordnung von Räumen
Ausstattung-(zustand)
Baumaterialien und Baugestaltung
Die aufgezählten Punkte haben, in Abhängigkeit zur Nutzung, einen unterschiedlichen Einfluss.
Rohbauland § 5 Abs. 3 ImmoWertV
Sachwert, Sachwert-verfahren § 21 ff ImmoWertV
Der Sachwert wird aus dem Wert der Sache ermittelt, der bei Grundstücken aus dem Wert des Grund und Bodens sowie dem Wert der Gebäude besteht. Dabei werden die Herstellungskosten unter bestimmten Vorgaben auf aktuelle Werte unter Berücksichtigung des Gebäudealters umgerechnet. Die Ermittlung erfolgt im Sachwertverfahren.
§ 21 ImmoWertV
Sondereigentum §§ 3 und 8 i.V.m. § 5 WEG
§ 5 Abs. (1) und (2) Gegenstand und Inhalt des Sondereigentums
Sondernutzungsrechte § 15 WEG
Unbedenklichkeitsbescheinigung § 22 Grundsteuergesetz
1) Erstreckt sich der Steuergegenstand über mehrere Gemeinden, so ist der Steuermeßbetrag vorbehaltlich des § 24 in die auf die einzelnen Gemeinden entfallenden Anteile zu zerlegen (Zerlegungsanteile). Für den Zerlegungsmaßstab gilt folgendes:
1. Bei Betrieben der Land- und Forstwirtschaft ist der auf den Wohnungswert entfallende Teil des Steuermeßbetrags der Gemeinde zuzuweisen, in der sich der Wohnteil oder dessen wertvollster Teil befindet. Der auf den Wirtschaftswert entfallende Teil des Steuermeßbetrags ist in dem Verhältnis zu zerlegen, in dem die auf die einzelnen Gemeinden entfallenden Flächengrößen zueinander stehen.
2. Bei Grundstücken ist der Steuermeßbetrag in dem Verhältnis zu zerlegen, in dem die auf die einzelnen Gemeinden entfallenden Flächengrößen zueinander stehen. Führt die Zerlegung nach Flächengrößen zu einem offenbar unbilligen Ergebnis, so hat das Finanzamt auf Antrag einer Gemeinde die Zerlegung nach dem Maßstab vorzunehmen, der nach bisherigem Recht zugrunde gelegt wurde. Dies gilt nur so lange, als keine wesentliche Änderung der tatsächlichen Verhältnisse eintritt; im Falle einer wesentlichen Änderung ist nach einem Maßstab zu zerlegen, der den tatsächlichen Verhältnissen besser Rechnung trägt.
Vergleichswertverfahren §§ 15 und 16 ImmoWertV
Das Vergleichswertverfahren ist ein Wertermittlungsverfahren, dass sich durch seine direkte Marktnähe auszeichnet (vgl. § 194 BauGB). Hierbei soll der Verkehrswert aus Kaufpreisen von Grundstücken abgeleitet werden, die mit dem Wertermittlungsobjekt vergleichbar sind. Bei der Auswahl der Kaufpreise ist insbesondre auf die Realisierung im Rahmen des „gewöhnlichen Geschäftsverkehrs“ zu achten.
(1) Der Wert des Bodens ist vorbehaltlich der Absätze 2 bis 4 ohne Berücksichtigung der vorhandenen baulichen Anlagen auf dem Grundstück vorrangig im Vergleichswertverfahren (§ 15) zu ermitteln. Dabei kann der Bodenwert auch auf der Grundlage geeigneter Bodenrichtwerte ermittelt werden. Bodenrichtwerte sind geeignet, wenn die Merkmale des zugrunde gelegten
Richtwertgrundstücks hinreichend mit den Grundstücksmerkmalen des zu bewertenden Grundstücks übereinstimmen. § 15 Absatz 1 Satz 3 und 4 ist entsprechend anzuwenden.
Vollgeschoss § 2 Abs. 11 BauOBln
Es existiert zwar keine einheitliche Definition, gleichwohl orientieren sich die Bundesländer aber im Wesentlichen an der Musterbauordnung des Bundes. In Berlin regelt der § 2 Abs. 11 BauOBln den Vollgeschossbegriff.
§ 2 Abs. (11) BauOBln
(11) Vollgeschosse sind Geschosse, deren Oberkante im Mittel mehr als 1,40 m über die Geländeoberfläche hinausragt und die über mindestens zwei Drittel ihrer Grundfläche eine lichte Höhe von mindestens 2,30 m haben. Ein gegenüber den Außenwänden zurückge- setztes oberstes Geschoss (Staffelgeschoss) und Geschosse im Dachraum sind nur dann Vollgeschosse, wenn sie die lichte Höhe gemäß Satz 1 über mindestens zwei Drittel der Grundfläche des darunter liegenden Geschosses haben.
Wohnungseigentum § 1 Abs. (2) WEG
Der Begriff des Wohnungseigentum ist wie folgt definiert:
Die Ersteigerung einer Immobilie stellt oftmals eine interessante Alternative zum Bau oder zum Kauf eines vergleichbaren Objektes dar. Denn in der Regel erhält der Ersteigerer den Zuschlag zu einem niedrigeren Betrag als dem Verkehrswert. Zwangsversteigerungen werden von dem Amtsgericht durchgeführt, in dessen Zuständigkeitsbereich die Immobilie liegt. Die Versteigerungstermine können daher auch beim jeweiligen Amtsgericht in Erfahrung gebracht werden. Darüber hinaus werden sie als amtliche Bekanntmachungen in der Tagespresse veröffentlicht.

References: § 23
 § 35
 § 6
 § 5
 § 23
 § 5
 § 1
 § 145
 § 23
 § 19
 § 16
 § 196
 § 2
 § 1030
 § 1018
 § 1090
 § 1093
 § 19
 § 1
 § 17
 § 17
 § 1
 § 93
 § 905
 § 905
 § 1113
 § 34
 § 14

§ 14
 § 193
 § 14
 § 194
 § 29
 § 892
 §581
 § 18
 § 18
 § 6
 § 5
 § 21

§ 21
 § 5

§ 5
 § 15
 § 22
 § 24
 § 194
 § 15
 § 2
 § 2

§ 2
 § 1