Source: http://relevancy.bger.ch/php/aza/http/index.php?lang=de&zoom=&type=show_document&highlight_docid=aza%3A%2F%2F22-10-2002-U_227-2001
Timestamp: 2016-10-26 07:37:32+00:00

Document:
U 227/01 (22.10.2002)
U 227/01
S.________, 1955, Beschwerdef�hrerin, vertreten durch Rechts-anwalt Dr. Bruno H�fliger, Schwanenplatz 7, 6004 Luzern,
"Z�rich" Versicherungs-Gesellschaft, Alfred-Escher- Strasse 50, 8022 Z�rich, Beschwerdegegnerin, vertreten durch Rechtsanwalt Dr. Attilio R. Gadola, Kirchstrasse 7, 6061 Sarnen 1
(Entscheid vom 12. Februar 2001)
Die 1955 geborene S.________ war seit Dezember 1988 als EDV-Operatrice bei der Firma CRB Schweizerische Zentralstelle f�r Baurationalisierung, Z�rich, t�tig und damit bei der "Z�rich" Versicherungs-Gesellschaft (im Folgenden Z�rich) obligatorisch gegen die Folgen von Unf�llen versichert. Am 9. Dezember 1993 zog sie sich bei einem Verkehrsunfall (Auffahrkollision) ein Schleudertrauma der Halswirbels�ule zu. Dr. med. C.________, Arzt f�r allgemeine Medizin FMH, Stansstad, den S.________ am folgenden Tag konsultiert hatte, wies sie, nachdem die verordnete Physiotherapie keine Besserung brachte und die posttraumatischen Kopf- und Nackenschmerzen mit migr�neartigen Exacerbationen persistierten, in die Klinik R.________ ein, wo sie sich vom 25. April bis 20. Juni 1996 und vom 2. Oktober bis 29. Oktober 1997 aufhielt (Berichte vom 21. Juni 1996 und 27. November 1997). Die Z�rich erbrachte die gesetzlichen Leistungen und holte das Gutachten des Prof. Dr. med. D.________, Chefarzt Neurologie in der Klinik X.________, vom 28. November 1996 ein, das er aufgrund zus�tzlicher Fragen der Parteien mit Bericht vom 24. Januar 1997 erg�nzte.
Nachdem S.________ die Z�rich wiederholt um Erlass einer Verf�gung ersucht hatte, erhob sie beim Verwaltungsgericht des Kantons Nidwalden Beschwerde, welches in teilweiser Gutheissung des Rechtsmittels die Z�rich zur Erbringung der gesetzlichen Versicherungsleistungen, insbesondere zur Bezahlung von Taggeld (bei einer Arbeitsunf�higkeit von 30 % vom 1. Mai 1995 bis 31. Dezember 1996), einer Rente (ab 1. Januar 1997 bei einem Invalidit�tsgrad von 30 %) sowie einer Integrit�tsentsch�digung von 27,5 % verpflichtete (Entscheid vom 22. Juni 1998). Auf die dagegen erhobene Verwaltungsgerichtsbeschwerde trat das Eidgen�ssische Versicherungsgericht nicht ein, da Streitgegenstand allein die Pr�fung der Rechtsverweigerung war und demnach das Gericht materiell nicht �ber die Versicherungsleistungen entscheiden durfte. Das Eidgen�ssische Versicherungsgericht hob daher den Entscheid des Verwal-tungsgerichts des Kantons Nidwalden vom 22. Juni 1998 auf und wies die Sa-che an die Z�rich zur Verf�gung �ber die S.________ zustehenden Versicherungsleistungen zur�ck.
Gest�tzt auf das Gutachten des Prof. Dr. med. D.________ sprach die Z�rich mit Verf�gung vom 13. Oktober 1999 Taggeldleistungen mit Wirkung ab 1. Mai 1995 bis 31. Dezember 1996 auf der Grundlage einer Arbeitsunf�higkeit von 30 %, eine Invalidenrente ab 1. Januar 1997 auf der Basis eines Invalidit�ts-grades von 30 % und eine Integrit�tsentsch�digung von 27,5 % zu. In teilweiser Gutheissung der Einsprache hob die Z�rich die Verf�gung vom 13. Oktober 1999 insoweit auf, als sie f�r die Zeit vom 25. April bis 20. Juni 1996 ein volles Taggeld festlegte. Im �brigen hielt sie an ihrer Verf�gung fest (Entscheid vom 28. Februar 2000).
Die hiegegen eingereichte Beschwerde, mit welcher S.________ beantragen liess, es seien ihr vom 1. Mai 1995 bis 31. Dezember 1996 Taggelder auf der Grundlage einer vollen Arbeitsunf�higkeit und ab 1. Januar 1997 eine Rente auf der Basis eines Invalidit�tsgrades von 100 % auszurichten, wies das Verwaltungsgericht des Kantons Nidwalden mit Entscheid vom 12. Februar 2001 ab.
Mit Verwaltungsgerichtsbeschwerde l�sst S.________ die vorinstanzlich gestellten Rechtsbegehren erneuern.
Die Z�rich schliesst auf Abweisung der Verwaltungsgerichtsbeschwerde. Das Bundsamt f�r Sozialversicherung verzichtet auf eine Vernehmlassung.
Das Eidgen�ssische Versicherungsgericht hat mit Schreiben vom 4. M�rz 2002 die Akten der Invalidenversicherung beigezogen.
Die Beschwerdef�hrerin bringt zun�chst vor, die Vorinstanz zitiere im angefochtenen Entscheid aus den Erw�gungen des vom Eidgen�ssischen Versicherungsgericht aus formellen Gr�nden aufgehobenen Entscheids vom 22. Juni 1998, ohne auf ihre Argumente einzugehen. Dieses Vorgehen komme einer Verletzung der Begr�ndungspflicht gleich.
Die aus dem Anspruch auf rechtliches Geh�r (Art. 29 BV) fliessende Pflicht zur Begr�ndung des Entscheids soll verhindern, dass die Beh�rde sich von unsachlichen Motiven leiten l�sst, und sie soll den Betroffenen eine sachgerechte Anfechtung erm�glichen (vgl. BGE 124 V 181 Erw. 1a mit Hinweisen). Ob die Vorinstanz den Anspruch der Beschwerdef�hrerin auf rechtliches Geh�r verletzt hat, kann offen bleiben. Da sie in der Lage war, den wesentlichen Inhalt der Begr�ndung des angefochtenen Entscheids zu erkennen und ihr die M�glichkeit offen stand, sich zu demselben vor einer Beschwerdeinstanz zu �ussern, die Sachverhalt und Rechtslage frei �berpr�fen kann, ist ein allf�lliger Mangel als geheilt zu betrachten (vgl. BGE 126 I 72, 126 V 132 Erw. 2b, je mit Hinweisen).
2.1 Gem�ss Art. 16 UVG hat der Versicherte, der infolge eines Unfalles voll oder teilweise arbeitsunf�hig ist, Anspruch auf ein Taggeld (Abs. 1). Der Anspruch auf Taggeld entsteht am 3. Tag nach dem Unfalltag. Er erlischt mit der Wiedererlangung der vollen Arbeitsf�higkeit, mit dem Beginn einer Rente oder mit dem Tod des Versicherten (Abs. 2). Der Begriff der Arbeitsunf�higkeit ist in allen Sozialversicherungszweigen derselbe (RKUV 1987 Nr. U 27 S. 394 Erw. 2b). Als arbeitsunf�hig gilt, wer infolge eines Gesundheitsschadens die bis-herige T�tigkeit nicht mehr, nur noch beschr�nkt oder nur unter der Gefahr, seinen Gesundheitszustand zu verschlimmern, aus�ben kann (BGE 114 V 283 Erw. 1c; RKUV 1987 Nr. U 27 S. 394 Erw. 2b, je mit Hinweisen). Massgebend ist grunds�tzlich die auf Grund �rztlicher Feststellungen ermittelte tats�chliche Un-f�higkeit, am angestammten Arbeitsplatz nutzbringend t�tig zu sein, nicht hinge-gen die bloss medizinisch-theoretische Sch�tzung der Arbeitsunf�higkeit (BGE 114 V 283 Erw. 1c; RKUV 1987 Nr. U 27 S. 394 Erw. 2b, je mit Hinweisen).
2.2 Wird der Versicherte infolge eines Unfalles invalid, so hat er Anspruch auf eine Invalidenrente (Art. 18 Abs. 1 UVG). Als invalid gilt, wer voraussichtlich bleibend oder f�r l�ngere Zeit in seiner Erwerbsf�higkeit beeintr�chtigt ist (Art. 18 Abs. 2 Satz 1 UVG). F�r die Bestimmung des Invalidit�tsgrades wird das Erwerbseinkommen, das der Versicherte nach Eintritt der unfallbedingten Invalidit�t und nach Durchf�hrung allf�lliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihm zumutbare T�tigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen k�nnte, in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das er erzielen k�nnte, wenn er nicht invalid geworden w�re (Art. 18 Abs. 2 Satz 2 UVG).
Streitig und zu pr�fen ist zun�chst die H�he des Taggeldanspruchs f�r die Zeit vom 1. Mai 1995 bis 25. April 1996 und vom 21. Juni 1996 bis 31. Dezember 1996.
3.1 Prof. Dr. med. D.________ sch�tzte in seinem Gutachten vom 28. November 1996 (mit erg�nzendem Bericht vom 24. Januar 1997) die Arbeitsunf�higkeit der Beschwerdef�hrerin in der zuletzt ausge�bten Besch�ftigung als EDV-Operatrice auf 30 % ein. In einer verwandten T�tigkeit, in welcher die Beschwerdef�hrerin nicht ausschliesslich am Computer arbeiten m�sste, sollte es ihr m�glich sein, eine h�here Leistung zu erreichen. Limitierend wirkten sich die Kopfschmerzen und die von der Klinik R.________ im Bericht vom 21. Juni 1996 festgestellten leichten neuropsychologischen Defizite aus.
Die Z�rich und die Vorinstanz haben zu Recht ihre Beurteilung auf diese eingehend und �berzeugend begr�ndete Stellungnahme des Gutachters zur Arbeitsunf�higkeit und zu den mit R�cksicht auf den unfallbedingten Gesundheitsschaden zumutbaren Arbeitsleistungen abgest�tzt. Die Beanstandungen der Beschwerdef�hrerin sind nicht stichhaltig. Prof. Dr. med. D.________ hat seine Beurteilung in Kenntnis der gesamten Akten, nach Einholung eines rheumatologischen Berichts des Dr. med. B.________, Chefarzt Rheumatologie an der Klinik X.________, vom 24. Oktober 1996 und nach Durchf�hrung einer ambulanten Untersuchung abgegeben. Entgegen der Auffassung der Beschwerdef�hrerin hat er ein zus�tzliches neuropsychologisches Gutachten nicht als notwendig erachtet, sondern festgehalten, dass in Uebereinstimmung mit den Ergebnissen der neuropsychologischen Untersuchung der Klinik R.________ (Bericht vom 21. Juni 1996) von der klinischen Betrachtung her die Defizite gering ausfallen. Dass Dr. med. C.________ und die Aerzte der Klinik die Arbeitsunf�higkeit abweichend einsch�tzen, vermag die Beurteilung des Gutachters nicht zu ersch�ttern, da sie nicht darlegen, welche konkreten Arbeiten die Beschwerdef�hrerin nicht mehr in der Lage zu leisten war. Dr. med. C.________ hielt denn auch gem�ss Bericht vom 13. Februar 1995 eine erg�nzende medizinische Abkl�rung der Arbeitsunf�higkeit der Versicherten f�r angezeigt.
Schliesslich ist auf die beantragte Einholung eines psychiatrischen Gutachtens zu verzichten. Zwar enth�lt der Bericht der Klinik R.________ vom 21. Juni 1996 die Diagnose einer posttraumatischen Belastungs- und Anpassungsst�rung, und Dr. med. C.________ gibt ein chronisches depressives Syndrom bei andauernden Kopfschmerzen an (Bericht vom 27. Juli 1997). Keiner der Aerzte hielt es indessen f�r angezeigt, diese Befunde fach�rztlich �berpr�fen zu lassen. Die Beschwerdef�hrerin liess sich zudem entgegen des Vorschlags der Klinik psychotherapeutisch zur ad�quaten Verarbeitung der Unfallfolgen nicht behandeln. Es ist demnach davon auszugehen, dass weitere Beweismassnahmen am feststehenden Ergebnis nichts mehr �ndern k�nnten, so dass praxisgem�ss auf die Abnahme weiterer Beweise zu verzichten ist (antizipierte Beweisw�rdigung; BGE 124 V 94 Erw. 4b mit Hinweisen).
3.2 Die Beschwerdef�hrerin macht weiter unter Hinweis auf BGE 114 V 289 Erw. 5b und das Urteil Z. vom 2. April 2001, U 348/00, geltend, dass das Gutachten des Dr. med. D.________ erst am 28. November 1996 bzw. am 24. Januar 1997 erstellt gewesen sei, sie daher vor diesem Zeitpunkt nicht habe erkennen k�nnen, dass von ihr die Verwertung der restlichen Arbeitsf�higkeit erwartet wurde.
In den zitierten Urteilen hatte das Eidgen�ssische Versicherungsgericht den Bestand und die H�he des Anspruchs auf Krankengeld bzw. Unfalltaggeld im Rahmen der Schadenminderungspflicht zu pr�fen. Dabei hat es erwogen, dass die versicherte Person bei langdauernder Arbeitsunf�higkeit im angestammten Beruf andere ihr offenstehende Erwerbsm�glichkeiten auszusch�pfen habe, und zwar solange, als man dies unter den gegebenen Umst�nden von ihr verlangen kann (BGE 114 V 283 Erw. 1d). Hier geht es indessen nicht darum, ob der Beschwerdef�hrerin die Verwertung der restlichen Arbeitsf�higkeit in einer Verweisungst�tigkeit zumutbar sei, sondern in welchem Ausmass sie ihre bisherige T�tigkeit noch auszu�ben vermag. Ihr war aufgrund des Schreibens der Z�rich vom 11. April 1995 bekannt, dass beabsichtigt war, diese Frage durch einen Gutachter pr�fen zu lassen. Sodann war auch Dr. med. C.________ gem�ss seinem Bericht vom 13. Februar 1995 der Auffassung, dass erg�nzende medizinische Abkl�rungen der Arbeitsunf�higkeit angezeigt waren. Die zeitliche Verz�gerung ergab sich einzig daraus, dass die Parteien sich nicht einigen konnten, welcher Gutachter zu beauftragen war. Die von der Beschwerdef�hrerin zitierte Rechtsprechung zum Bestand und H�he des Kranken- und Unfalltaggeldanspruchs im Rahmen der Schadenminderungspflicht erweist sich damit als nicht einschl�gig.
3.3 Sodann bringt die Beschwerdef�hrerin vor, Prof. Dr. med. D.________ habe ausschliesslich die unfallbedingte Arbeitsunf�higkeit ber�cksichtigt. Nach Art. 36 Abs. 1 UVG seien die Taggelder aber selbst bei Vorliegen unfallfremder Faktoren ungek�rzt zu erbringen.
Gem�ss Art. 36 Abs. 1 UVG werden die Pflegeleistungen und Kostenverg�tungen sowie die Taggelder und Hilflosenentsch�digungen nicht gek�rzt, wenn die Gesundheitssch�digung nur teilweise Folge eines Unfalles ist. Diese Bestimmung begr�ndet eine Durchbrechung des Kausalit�tsprinzips f�r F�lle, in denen ein Gesundheitsschaden durch das Zusammenwirken konkurrierender, teils unfallbedingter, teils unfallfremder Ursachen bewirkt worden ist (Botschaft des Bundesrates zum UVG vom 18. August 1976, BBl 1976 III 175 und 197). Ihre Anwendung setzt indes voraus, dass der Unfall und die unfallfremden Ursachen einen bestimmten Gesundheitsschaden gemeinsam verursacht haben. Haben demgegen�ber teils unfallbedingte, teils unfallfremde Einwirkungen einander nicht beeinflussende Sch�den verursacht - so etwa, wenn der Unfall und ein nicht versichertes Ereignis verschiedene K�rperteile betreffen -, so dass sich die Krankheitsbilder nicht �berschneiden, kommt die Anwendung von Art. 36 Abs. 1 UVG nicht in Frage. In diesem Fall sind die Folgen des versicherten Unfalles f�r sich allein zu bewerten (BGE 113 V 58 mit Hinweisen). F�r den Unfallversicherer besteht deshalb auch gest�tzt auf Art. 36 Abs. 1 UVG keine Leistungspflicht f�r vorbestandene oder nach dem Unfall aufgetretene Krankheiten, auf die der Unfall keinerlei Einfluss auszu�ben vermocht hat (RKUV 1992 Nr U 142 S. 75 Erw. 4c).
Entgegen der Interpretation der Beschwerdef�hrerin hat Prof. Dr. med. D.________ dargelegt, dass nicht gesagt werden k�nne, ob die schon vor dem Unfall bestehende Chondrose ohne den Unfall stumm verlaufen w�re. Im Langzeitverlauf chronischer Schmerzen sei aber der nat�rlichen Entwicklung zunehmend Rechnung zu tragen. Diese Ausssage kann im Kontext nur dahingehend verstanden werden, dass der Gutachter bei der Einsch�tzung der Arbeitsunf�higkeit s�mtliche gesundheitlichen Beschwerden ber�cksichtigte. Der Einwand der Beschwerdef�hrerin erweist sich damit als nicht stichhaltig.
Die Beschwerdef�hrerin macht weiter geltend, der von der Invalidenversicherung ermittelte Invalidit�tsgrad von 100 % sei f�r die Unfallversicherung bindend, nachdem die Verf�gung der IV-Stelle des Kantons Nidwalden vom 19. Dezember 1995 rechtskr�ftig geworden war.
4.1 Nach der Rechtsprechung stimmt der Invalidit�tsbegriff in der Invalidenversicherung mit demjenigen in der obligatorischen Unfallversicherung (und der Milit�rversicherung) grunds�tzlich �berein, weshalb die Sch�tzung der Invalidit�t, auch wenn sie f�r jeden Versicherungszweig grunds�tzlich selbst�ndig vorzunehmen ist, mit Bezug auf den gleichen Gesundheitsschaden im Regelfall zum selben Ergebnis zu f�hren hat (BGE 126 V 291 f. Erw. 2a mit Hinweisen). Abweichungen sind indessen nicht ausgeschlossen. Nicht als massgeblich zu betrachten ist die Invalidit�tssch�tzung des einen Sozialversicherungstr�gers etwa dann, wenn ihr ein Rechtsfehler oder eine nicht vertretbare Ermessensaus�bung zu Grunde liegt. Zu beachten ist, dass eine pr�zise Bestimmung des Invalidit�tsgrades f�r die Belange der Invalidenversicherung nicht immer n�tig ist, gen�gt es wegen der gr�beren Rentenabstufung (nur ganze, halbe und Viertels-renten) f�r die Leistungsfestsetzung unter Umst�nden auch, dass das Erreichen der f�r die H�he des Anspruches ausschlaggebenden Grenzwerte von 40 %, 50 % oder 66 2/3 % eindeutig feststeht oder aber klar ausgeschlossen werden kann. In solchen F�llen kommt der von den Organen der Invalidenversicherung vorgenommenen Invalidit�tsbemessung f�r andere Sozialversicherungstr�ger nur in beschr�nktem Masse Bedeutung zu (BGE 126 V 292 Erw. 2b mit Hinweisen).
4.2 Die Beschwerdef�hrerin meldete sich am 24. Januar 1995 zum Leistungsbezug bei der Invalidenversicherung an. Die IV-Stelle des Kantons Nidwalden holte den Bericht des Dr. med. C.________ vom 13. Februar 1995 sowie den Fragebogen der Arbeitgeberin, der Firma Y.________,vom 31. Januar 1995 ein, konsultierte die Abl�rungen des Berufsberaters (Verlaufsprotokoll vom 7. September 1995) und sprach mit Verf�gung vom 19. Dezember 1995 der Versicherten eine ganze Invalidenrente bei einem Invalidit�tsgrad von 100 % mit Beginn ab 1. August 1995 zu.
Die Ermittlungen der Invalidenversicherung erweisen sich als unvollst�ndig. Entgegen der Empfehlung des Dr. med. C.________ hat die IV-Stelle keine erg�nzenden medizinischen Abkl�rungen der Arbeitsunf�higkeit angeordnet. Der Berufsberater zog in seiner Stellungnahme im Wesentlichen aus den subjektiv geklagten gesundheitlichen Beschwerden der Versicherten den Schluss, es best�nden keine zumutbaren Erwerbsm�glichkeiten mehr. Die Invalidit�tssch�tzung der Invalidenversicherung beruht demnach auf mangelhaften Abkl�rungen, weshalb sie praxisgem�ss (siehe Erw. 4.1) f�r die Unfallversicherung nicht verbindlich ist.
Zu pr�fen sind schliesslich die erwerblichen Auswirkungen der Arbeitsunf�higkeit.
5.1 Bei der Bemessung des Valideneinkommens ist streitig, ob die �berstunden sowie ein im Sinne eines 14. Monatsgehaltes ausgerichteter Bonus zu ber�ck-sichtigen sind und ob die Versicherte ohne Eintritt des Gesundheitsschadens einen beruflichen Aufstieg realisiert h�tte.
5.1.1 Zur Ermittlung des hypothetischen Valideneinkommens ist von jenem Lohn auszugehen, den der Versicherte aufgrund seiner beruflichen F�higkeiten und pers�nlichen Umst�nde zu erwarten gehabt h�tte. Wenn dabei in der Regel beim zuletzt erzielten, n�tigenfalls der Teuerung sowie der realen Einkommensentwicklung angepassten Verdienst angekn�pft wird, beruht dies auf der empirischen Feststellung, dass die bisherige T�tigkeit ohne Invalidit�t in der Regel weitergef�hrt worden w�re. Ausnahmen m�ssen mit �berwiegender Wahrscheinlichkeit erstellt sein. Entscheidend ist letztlich immer, was der Versicherte im massgebenden Zeitpunkt nach dem Beweisgrad der �berwiegenden Wahrscheinlichkeit ohne Invalidit�t tats�chlich verdienen w�rde (RKUV 2000 Nr. U 400 S. 381 Erw. 2a mit Hinweis).
5.1.2 Entgegen der Auffassung der Vorinstanz kann aufgrund der widerspr�chlichen Angaben der Arbeitgeberin das Einkommen ohne Gesundheitsschaden nicht zuverl�ssig ermittelt werden. In der Unfallmeldung vom 20. Dezember 1993 gab die Firma Y.________ ein j�hrliches Bruttogehalt von Fr. 74'650.- (13 x 5'740.-), in einem Schreiben vom 2. Februar 1995 von netto Fr. 74'430.30 (13 x 5'723.10) an und am 2. Juli 1997 bescheinigte sie ein mutmassliches Jahreseinkommen von brutto 77'350.-. Sodann deuten die im vorinstanzlichen Verfahren aufgelegten Lohnausweise f�r die Jahre 1991 bis 1993 darauf hin, dass die Beschwerdef�hrerin regelm�ssig zahlreiche �berstunden geleistet hatte. Ob sie solche auch nach dem Unfall vom Dezember 1993 weiterhin erbracht h�tte, kann anhand der Akten nicht schl�ssig festgestellt werden. Schliesslich gibt es Hinweise, dass die Versicherte vor dem Unfall aufgrund ihrer Leistungen jeweils einen Jahresbonus in H�he eines Monatsgehalts vereinnahmt hatte, den sie m�glicherweise ohne Gesundheitsschaden auch weiterhin realisieren w�rde.
Die Sache ist daher an die Vorinstanz zur�ckzuweisen, damit sie durch geeignete Ermittlungen das Valideneinkommen feststelle.
Hinsichtlich der beruflichen Weiterentwicklung hat das kantonale Gericht zutreffend erwogen, dass keine konkreten Anhaltspunkte bestehen, wonach die Versicherte einen beruflichen Aufstieg und ein entsprechend h�heres Einkommen realisiert h�tte, wenn sie nicht invalid geworden w�re. Es wird auf die Erw�gungen im angefochtenen Entscheid verwiesen.
5.2 Streitig ist schliesslich die Festsetzung des Invalideneinkommens.
5.2.1 Vorinstanz und Unfallversicherung haben nach den vorliegenden Akten keinen Einkommensvergleich angestellt, sondern ohne Angaben von Einkommensfaktoren einen Invalidit�tsgrad von 30 % entsprechend dem fach�rztlich festgestellten Grad der Arbeitsunf�higkeit angenommen. Diesem Vorgehen kann nicht zugestimmt werden. Nach den zu Art. 28 Abs. 2 IVG entwickelten Grunds�tzen hat der Einkommensvergleich in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die beiden hypothetischen Erwerbseinkommen ziffernm�ssig m�glichst genau ermittelt und einander gegen�bergestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der Invalidit�tsgrad bestimmen l�sst. Insoweit die fraglichen Erwerbseinkommen ziffernm�ssig nicht genau ermittelt werden k�nnen, sind sie nach Massgabe der im Einzelfall bekannten Umst�nde zu sch�tzen und die so gewonnenen Ann�herungswerte miteinander zu vergleichen. Wird eine Sch�tzung vorgenommen, so muss diese nicht unbedingt in einer ziffernm�ssigen Festlegung von Ann�herungswerten bestehen. Vielmehr kann auch eine Gegen�berstellung blosser Prozentzahlen gen�gen. Das ohne Invalidit�t erzielbare hypothetische Erwerbseinkommen ist alsdann mit 100 % zu bewerten, w�hrend das Invalideneinkommen auf einen entsprechend kleineren Prozentsatz veranschlagt wird, so dass sich aus der Prozentdifferenz der Invalidit�tsgrad ergibt (so genannter Prozentvergleich; BGE 107 V 22, 104 V 136 Erw. 2a und b). Diese Regeln gelten grunds�tzlich auch f�r die Unfallversicherung, soweit nicht Gesetz oder andere Vorschriften ausdr�cklich etwas Abweichendes vorsehen (in BGE 113 V 132 nicht ver�ffentlichte, jedoch in RKUV 1987 Nr. U 26 S. 389 publizierte Erw�gung 8c des Urteils J. vom 27. Mai 1987). Zu einer rechtskonformen Invalidit�tsbemessung geh�rt daher unabdingbar, dass die daf�r notwendigen Einkommens- oder Prozentzahlen ermittelt werden, was mit aller Sorgfalt zu geschehen hat. (BGE 114 V 313 Erw. 3a mit Hinweisen).
5.2.2 Die Sache ist daher auch in diesem Punkt an die Vorinstanz zur�ckzuweisen, damit sie durch geeignete Abkl�rungen die der Beschwerdef�hrerin zumutbaren Erwerbsm�glichkeiten und gest�tzt darauf das Invalideneinkommen feststelle.
In teilweiser Gutheissung der Verwaltungsgerichtsbeschwerde wird der Entscheid des Verwaltungsgerichts des Kantons Nidwalden vom 12. Februar 2001 bez�glich der Invalidenrente aufgehoben, und es wird die Sache an die Vorinstanz zur�ckgewiesen, damit sie, nach erfolgter Abkl�rung im Sinne der Erw�gungen, �ber den Rentenanspruch der Beschwerdef�hrerin neu entscheide.
Die "Z�rich" Versicherungs-Gesellschaft hat der Beschwerdef�hrerin f�r das Verfahren vor dem Eidgen�ssischen Versicherungsgericht eine Prozessentsch�digung von Fr. 2'000.- (einschliesslich Mehrwertsteuer) zu bezahlen.
Dieses Urteil wird den Parteien, dem Verwaltungsgericht des Kantons Nidwalden, Abteilung Versicherungsgericht, der IV-Stelle Nidwalden und dem Bundesamt f�r Sozialversicherung zugestellt.

References: BGE 
 BGE 
 Art. 16
 BGE 
 BGE 
 Art. 36
 Art. 36
 Art. 36
 Art. 36
 Art. 28
 BGE 
 BGE