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Timestamp: 2016-10-23 07:56:03+00:00

Document:
2P.198/2006 (09.05.2007)
2P.198/2006 /zga
Beschwerdef�hrer, vertreten durch F�rsprecher Marcus Sartorius,
Gesundheits- und F�rsorgedirektion des Kantons Bern, Rathausgasse 1, 3011 Bern,
Art. 27 BV (Berufsaus�bungsbewilligung als Heilpraktiker),
Staatsrechtliche Beschwerde gegen das Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern, Verwaltungsrechtliche Abteilung, vom 3. Juli 2006.
Das am 2. Dezember 1984 erlassene Gesundheitsgesetz des Kantons Bern (GesG) sah zun�chst eine generelle Bewilligungspflicht f�r die Berufe des Gesundheitswesens vor. Diese galt sowohl f�r die eigentlichen Medizinalberufe gem�ss Art. 25 GesG (�rzte, Zahn�rzte, Tier�rzte, Apotheker und Hebammen) als auch f�r die "anderen Berufe des Gesundheitswesens", welche in Art. 38 Abs. 1 GesG aufgez�hlt wurden (Art. 14 GesG in seiner urspr�nglichen Fassung). T�tigkeiten, f�r welche das Gesetz keine Bewilligung vorsah, durften grunds�tzlich nicht selbst�ndig ausge�bt werden (vgl. Entscheid des Berner Verwaltungsgerichts vom 9. November 1992, in: BVR 1993 S. 410, E. 6).
Die am 1. Januar 2002 in Kraft getretene �nderung des Gesundheitsgesetzes unterstellt neu nur noch jene T�tigkeiten des Gesundheitswesens der Bewilligungspflicht, "f�r die aus Gr�nden der Qualit�tssicherung f�r den Gesundheitsschutz erh�hte Anforderungen gestellt werden m�ssen" (Art. 15 Abs. 1 GesG in der Fassung vom 6. Februar 2001). Dabei ist es Sache des Regierungsrats, die einzelnen bewilligungspflichtigen T�tigkeiten zu bezeichnen (Art. 15 Abs. 2 GesG in der Fassung vom 6. Februar 2001). Dieser hat am 24. Oktober 2001 die Verordnung �ber die beruflichen T�tigkeiten im Gesundheitswesen (Gesundheitsverordnung; GesV) erlassen, welche insbesondere auch die T�tigkeit des Heilpraktikers der Bewilligungspflicht unterstellt (Art. 2 lit. q GesV).
X.________ ist offenbar bereits seit dem Jahr 1989 in A.________ als Heilpraktiker mit eigener Praxis t�tig. Am 6. Februar 2004 ersuchte er - auf beh�rdliche Aufforderung hin - um Erteilung einer Berufsaus�bungsbewilligung. Weil er den Nachweis einer gen�genden Fachausbildung nicht zu erbringen vermochte, wurde sein Gesuch vom Berner Kantonsarztamt abgewiesen (Verf�gung vom 8. Juni 2005). Gegen diesen Entscheid beschwerte sich X.________ erfolglos bei der Gesundheits- und F�rsorgedirektion des Kantons Bern (Entscheid vom 10. Januar 2006) und anschliessend beim Verwaltungsgericht des Kantons Bern (Urteil vom 3. Juli 2006).
Am 2. August 2006 hat X.________ beim Bundesgericht staatsrechtliche Beschwerde eingereicht mit dem Antrag, den angefochtenen Entscheid aufzuheben und die kantonale Gesundheits- und F�rsorgedirektion anzuweisen, ihm die Berufsaus�bungsbewilligung als Heilpraktiker zu erteilen. Er r�gt insbesondere eine Verletzung der Wirtschaftsfreiheit (Art. 27 BV).
Das Verwaltungsgericht des Kantons Bern schliesst auf Abweisung der Beschwerde, w�hrend sich die Gesundheits- und F�rsorgedirektion nicht hat vernehmen lassen.
1.2 Angefochten ist ein kantonal letztinstanzlicher Endentscheid, der sich auf kantonales Recht st�tzt und gegen den auf Bundesebene deshalb nur die staatsrechtliche Beschwerde offen steht (Art. 86 Abs. 1 und Art. 87 in Verbindung mit Art. 84 Abs. 2 OG). Als in seiner Wirtschaftsfreiheit betroffener (vgl. E. 2) abgewiesener Gesuchsteller ist der Beschwerdef�hrer zu diesem Rechtsmittel legitimiert (vgl. Art. 88 OG).
1.3 Die staatsrechtliche Beschwerde muss die wesentlichen Tatsachen und eine kurz gefasste Darlegung dar�ber enthalten, welche verfassungsm�ssigen Rechte bzw. welche Rechtss�tze inwiefern durch den angefochtenen Entscheid verletzt worden sein sollen (Art. 90 Abs. 1 lit. b OG). Das Bundesgericht untersucht nicht von Amtes wegen, ob ein kantonaler Hoheitsakt verfassungsm�ssig ist, sondern pr�ft nur rechtsgen�gend vorgebrachte, klar erhobene und, soweit m�glich, belegte R�gen (BGE 110 Ia 1 E. 2 S. 3 f.; 119 Ia 197 E. 1d S. 201, mit Hinweisen). Soweit die Beschwerdeschrift diesen Anforderungen nicht gen�gt und sich in appellatorischer Kritik ersch�pft, ist auf sie nicht einzugehen.
1.4 Nicht einzutreten ist auf die staatsrechtliche Beschwerde ferner insoweit, als der Beschwerdef�hrer - �ber die Aufhebung des angefochtenen Entscheids hinausgehend - verlangt, die kantonalen Beh�rden seien anzuweisen, ihm die Berufsaus�bungsbewilligung als Heilpraktiker zu erteilen. Gegenstand des Verfahrens vor dem Verwaltungsgericht bildete lediglich die Frage der gen�genden Fachausbildung des Beschwerdef�hrers. Die �brigen gesetzlichen Voraussetzungen f�r die Erteilung einer Berufsaus�bungsbewilligung (vgl. insb. Art. 15b GesG) wurden damit nicht abschliessend beurteilt, weshalb eine Bewilligungserteilung unmittelbar gest�tzt auf eine allf�llige Gutheissung der vorliegenden staatsrechtlichen Beschwerde nicht in Frage kommen kann.
Der Beschwerdef�hrer kann sich f�r seine selbst�ndige T�tigkeit als Heilpraktiker auf die Wirtschaftsfreiheit (Art. 27 BV) berufen, welche insbesondere auch den freien Zugang zu einer privatwirtschaftlichen Erwerbst�tigkeit und deren freie Aus�bung garantiert. Dabei steht ausser Frage, dass die kantonalen Beh�rden die Zulassung zur Berufsaus�bung im (�ffentlichen) Interesse des Gesundheitsschutzes von der beruflichen Eignung des Bewerbers abh�ngig machen d�rfen. Das aus der Verweigerung der Berufsaus�bungsbewilligung resultierende Berufsverbot stellt f�r den Beschwerdef�hrer, der offenbar seine Praxis in A.________ seit dem Jahre 1989 f�hrt, einen schweren Eingriff in die Wirtschaftsfreiheit dar. Darum ist hier frei zu pr�fen, ob es - wie in der Beschwerdeschrift geltend gemacht - an einer gen�genden gesetzlichen Grundlage f�r die Bewilligungsverweigerung fehlt, auch wenn das Bundesgericht die Anwendung und Auslegung des kantonalen Rechts ansonsten nur unter dem Gesichtswinkel des Willk�rverbots beurteilt (vgl. BGE 123 I 313 E. 2b S. 317). Unabh�ngig von der Schwere des Eingriffs pr�ft das Bundesgericht mit freier Kognition, ob bez�glich einer bestimmten Massnahme das �ffentliche Interesse gegeben und der Grundsatz der Verh�ltnism�ssigkeit gewahrt ist (BGE 124 I 80 E. 2c S. 81 f.).
Der Beschwerdef�hrer wendet sich nicht gegen die Bewilligungspflicht als solche; er beanstandet lediglich in verschiedener Hinsicht die Regelung der fachlichen Voraussetzungen f�r die Erteilung der Berufsaus�bungsbewilligung als Heilpraktiker bzw. das angebliche Fehlen einer �bergangsbestimmung.
3.1 Das Gesundheitsgesetz verlangt als Voraussetzung f�r die Erteilung einer Berufsaus�bungsbewilligung unter anderem einen anerkannten F�higkeitsausweis (Art. 15b Abs. 1 lit. a GesG). Zust�ndig zum Erlass der Ausf�hrungsbestimmungen hinsichtlich der Zulassung zu den T�tigkeiten des Gesundheitswesens ist der Regierungsrat (Art. 21 Abs. 1 GesG). Dieser hat in der Gesundheitsverordnung n�her geregelt, welche Fachausweise f�r die Aus�bung der einzelnen Berufe vorausgesetzt werden.
3.1.1 Als Arzt, Zahnarzt und Apotheker werden nur Inhaber eines einschl�gigen eidgen�ssischen Diploms zur Berufsaus�bung zugelassen (vgl. Art. 16, Art. 18 und Art. 20 GesV). Im Bereich der kantonal geregelten, etablierten Berufe des Gesundheitswesens (Chiropraktoren, Physiotherapeuten, Ergotherapeuten, Hebammen, Pflegefachleute, Rettungssanit�ter, Ern�hrungsberater, Dentalhygieniker) wird der Besitz eines Diploms vorausgesetzt, welches gest�tzt auf die interkantonale Vereinbarung vom 18. Februar 1993 �ber die Anerkennung von Ausbildungsabschl�ssen anerkannt ist (vgl. Art. 22, Art. 26, Art. 28, Art. 30, Art. 32, Art. 40, Art. 42 und Art. 46 GesV).
3.1.2 F�r die Berufe der Komplement�rmedizin - einschliesslich der T�tigkeit als Heilpraktiker - gibt es keine bundesrechtlich oder interkantonal normierten Fachausweise und keine einheitlich geregelten Lehrg�nge. So ist denn auch keine klare Definition der T�tigkeit des (Natur-)Heilpraktikers ersichtlich; diese scheint eine grosse Vielfalt von unterschiedlichen Behandlungsmethoden zu umfassen (vgl. Art. 47 GesV; vgl. auch Max K�nzi, Komplement�rmedizin und Gesundheitsrecht, Basel 1996, S. 4 ff.). Die Ausbildung erfolgt �berwiegend in privaten Institutionen ohne staatliche Qualit�tskontrolle, so dass ein erworbenes Diplom f�r sich allein keine Gew�hr f�r ausreichende Fachkenntnisse bietet. Deshalb musste der Regierungsrat des Kantons Bern selber bestimmen, welche Ausbildungsinhalte f�r die Erteilung einer Berufsaus�bungsbewilligung im Bereich der Alternativmedizin erforderlich sind (vgl. neben Art. 48 [Heilpraktiker] auch Art. 50 [Hom�opath] und Art. 52 GesV [Akupunkteur]).
3.1.3 Wer als Heilpraktiker zugelassen werden will, muss gem�ss Art. 48 GesV �ber "eine vom Kantonsarztamt anerkannte Ausbildung verf�gen" (Abs. 1); diese besteht in der Regel aus einer mindestens dreij�hrigen Fachausbildung, welche hinreichende Kenntnisse vermittelt in Anatomie, Physiologie, Pathologie, Hygiene, Psychosomatik, Heilkr�uterkunde, in System und Gesetzgebung des Gesundheitswesens, Anamnese, Gespr�chsf�hrung mit Patienten, klinischen Untersuchungsmethoden, Erkennen und Differentialdiagnose ansteckender Krankheiten gem�ss Epidemiengesetzgebung sowie in den Therapieformen der Heilpraktik (Abs. 2). Weiter ist erforderlich, dass der Gesuchsteller mindestens sechs Monate unter fachlicher Aufsicht als Heilpraktiker t�tig gewesen ist (Abs. 3). Gem�ss der Richtlinie, welche die Gesundheits- und F�rsorgedirektion bzw. das Kantonsarztamt am 31. Oktober 2003 erlassen hat, muss die dreij�hrige Fachausbildung f�r Heilpraktiker 1'600 Stunden theoretische und 400 Stunden praktische Fachausbildung umfassen (Art. 1 lit. a in Verbindung mit Art. 2 lit. a), wobei die qualitativen und quantitativen Anforderungen je Ausbildungsbereich im Anhang 1 zur Richtlinie n�her umschrieben werden. Eine Sonderregelung ist f�r jene Gesuchsteller vorgesehen, welche ihre Ausbildung - wie der Beschwerdef�hrer - vor dem 1. Januar 2002 begonnen haben: Sie m�ssen im Bereich der Heilpraktik lediglich eine theoretische Ausbildung im Umfang von 500 Stunden methodenspezifischer und 350 Stunden schulmedizinischer Ausbildung absolviert haben (Art. 5).
3.1.4 Der Inhalt der f�r die Bewilligungserteilung erforderlichen Fachausbildung ist mithin im Wesentlichen in der Verordnung des Regierungsrats geregelt; dem Kantonsarztamt als zust�ndiger Bewilligungsbeh�rde (vgl. Art. 11 Abs. 1 lit. n GesV) wurde lediglich die Ausarbeitung der Detailfragen �berlassen. Letztlich beanstandet der Beschwerdef�hrer aber nicht die Delegation von Rechtsetzungsbefugnissen ans Kantonsarztamt, sondern r�gt die Beteiligung der "Fachkommission nat�rliche Heilmethoden" an der Ausarbeitung der Ausbildungsanforderungen (vgl. Art. 48 Abs. 4 GesV; vgl. auch die vom Regierungsrat am 24. Oktober 2001 erlassene Verordnung �ber die Fachkommissionen [FKV]); er st�rt sich insbesondere am Umstand, dass in der Richtlinie, welche das Amt gest�tzt auf die Vorarbeiten der Fachkommission erlassen hat, in der Form von Stundenzahlen quantitative Anforderungen an die Ausbildung gestellt werden, ohne dass bereits die Verordnung Entsprechendes vorsieht.
3.1.5 Die Kritik des Beschwerdef�hrers ist nicht stichhaltig: Indem Art. 48 Abs. 2 GesV eine "mindestens dreij�hrige Fachausbildung" verlangt, die "hinreichende Kenntnisse" in den aufgez�hlten F�chern vermittelt, stellt die Verordnung selber sowohl qualitative als auch quantitative Anforderungen an die absolvierte Ausbildung. Es ist allgemein �blich, das quantitative Element �ber die Anzahl der besuchten Lektionen zu bestimmen. Das Kantonsarztamt, welches aufgrund der vom Beschwerdef�hrer nicht beanstandeten Delegation zur Detailregelung der f�r eine Bewilligungserteilung gen�genden Ausbildung zust�ndig ist, durfte deshalb beim Erlass der streitigen Richtlinie je Fach eine minimal erforderliche Stundenzahl f�r die Ausbildung definieren, ohne von den Vorgaben von Art. 48 Abs. 2 GesV abzuweichen. Insoweit kann weder von einer Verletzung der Delegationsgrunds�tze noch von einer ungen�genden gesetzlichen Grundlage die Rede sein. Im �brigen ist nicht ersichtlich, weshalb es unzul�ssig sein sollte, dass sich das Kantonsarztamt beim Erlass der Richtlinie auf Vorarbeiten der "Fachkommission nat�rliche Heilmethoden" st�tzt; deren Mitwirkung bei der Ausarbeitung der einschl�gigen Richtlinien und �berhaupt bei der Beurteilung von F�higkeitsausweisen ist gesetzlich ausdr�cklich vorgesehen (Art. 48 Abs. 4 GesV und Art. 1 Abs. 2 lit. a FKV).
3.2 Unbegr�ndet ist auch die R�ge, es fehle vorliegend an einer gen�genden �bergangsregelung:
3.2.1 Einerseits sieht Art. 88 GesV ausdr�cklich vor, dass Berufsaus�bungsbewilligungen, die vor Inkrafttreten der Gesundheitsverordnung ausgestellt wurden, ihre G�ltigkeit behalten, soweit die entsprechende T�tigkeit weiterhin bewilligungspflichtig ist. Andererseits hat der Regierungsrat f�r die neu bewilligungspflichtigen bzw. bewilligungsf�higen T�tigkeiten des Gesundheitswesens Fristen bestimmt, innert derer das Kantonsarztamt und die zust�ndigen Fachkommissionen die erforderlichen Richtlinien �ber die gen�gende Ausbildung auszuarbeiten und die eingereichten Bewilligungsgesuche zu behandeln haben (vgl. Art. 89 GesV). Ferner werden in Art. 5 der erw�hnten Richtlinie vom 31. Oktober 2003 die Anforderungen f�r Gesuchsteller, die ihre Ausbildung vor Inkrafttreten der Gesundheitsverordnung begonnen bzw. absolviert haben, wesentlich erleichtert (vgl. E. 3.1.3 i.f.). Damit haben die kantonalen Beh�rden die sich �bergangsrechtlich stellenden Probleme im Wesentlichen erfasst.
3.2.2 Der Umstand, dass der Fall von Heilpraktikern, die - wie der Beschwerdef�hrer - bei Inkrafttreten der Gesundheitsverordnung bereits �ber eine eigene Praxis verf�gten, nicht geregelt wurde, stellt kein Vers�umnis dar: Bevor am 1. Januar 2002 die Revision des Gesundheitsrechts in Kraft trat, waren (nicht�rztliche) Heilpraktiker im Kanton Bern weder ordentlich zur Berufsaus�bung zugelassen noch geduldet (vgl. K�nzi, a.a.O., S. 43; Michael Wicki, Komplement�rmedizin im Rahmen des Rechts, Diss. Bern 1998, S. 95 f.). Mithin haben Heilpraktiker, welche - ohne als Schulmediziner �ber eine Bewilligung zur Behandlung von Patienten zu verf�gen - schon fr�her eine eigene Praxis f�hrten, ihre T�tigkeit illegal ausge�bt. Es ist verfassungsrechtlich nicht zu beanstanden, wenn das kantonale Recht f�r derartige F�lle gesetzeswidriger Berufsaus�bung keine besondere �bergangsregelung vorsieht.
Das Verwaltungsgericht hat im angefochtenen Entscheid insbesondere die Feststellung der kantonalen Gesundheits- und F�rsorgedirektion gesch�tzt, wonach dem Beschwerdef�hrer der Nachweis einer den gesetzlichen Anforderungen gen�genden Ausbildung nicht gelungen sei. Es hat ausgef�hrt, der Beschwerdef�hrer verweise zwar auf den Abschluss eines Heilpraktiker-Studiums an einer Seminar-Schule in M�nchen aus dem Jahre 1976, ohne aber Angaben �ber Inhalt und Umfang der Ausbildung zu machen. Die zus�tzlich eingereichten Diplome und Zertifikate betr�fen nur zu einem kleinen Teil Ausbildungsinhalte, wie sie von den einschl�gigen Bestimmungen f�r Heilpraktiker verlangt w�rden; es gehe dabei �berwiegend um "Lasertherapie". Letztlich habe der Beschwerdef�hrer lediglich den Besuch von 98 Stunden methodenspezifischer Ausbildung belegen k�nnen.
4.1 Der Beschwerdef�hrer bestreitet diese Feststellungen des Verwaltungsgerichts nicht. Er macht jedoch geltend, angesichts seiner langj�hrigen Berufspraxis stehe zum Vornherein ausser Frage, dass er �ber mehr als bloss hinreichende Fachkenntnisse verf�ge. So sei es denn auch nie zu irgendwelchen Beanstandungen seiner T�tigkeit durch die Beh�rden gekommen. Zudem habe das Verwaltungsgericht im angefochtenen Entscheid nicht ber�cksichtigt, dass er seine Ausbildung zu einem Zeitpunkt absolviert habe, in welchem die Anzahl der besuchten Lektionen noch gar nicht erfasst worden sei. Von ihm werde deshalb ein Nachweis verlangt, den er gar nicht erbringen k�nne.
4.2 Tats�chlich besteht die Besonderheit des vorliegenden Ersuchens um Erteilung einer Berufsaus�bungsbewilligung darin, dass einerseits die eigentliche Ausbildung des Beschwerdef�hrers Jahrzehnte zur�ckliegt und dieser andererseits schon seit l�ngerer Zeit als Heilpraktiker t�tig ist.
4.2.1 Allerdings vermag letztere Tatsache unter den gegebenen Umst�nden den Nachweis einer gen�genden Ausbildung nicht zu ersetzen: Die bisherige T�tigkeit des Beschwerdef�hrers stand im Widerspruch zum geltenden Berner Gesundheitsrecht, welches (nicht�rztliche) Heilpraktiker nicht zur selbst�ndigen Berufsaus�bung zuliess (vgl. E. 3.2.2). Demzufolge unterlag die in der Illegalit�t verrichtete T�tigkeit des Beschwerdef�hrers, anders als jene der �ber eine Berufsaus�bungsbewilligung verf�genden Fachleute des Gesundheitswesens, keiner beh�rdlichen �berwachung. Insoweit kann aus dem Umstand, dass der Beschwerdef�hrer den Beh�rden nie negativ aufgefallen ist, nichts zu seinen Gunsten abgeleitet werden. Allein aus der angerufenen beruflichen Erfahrung des Beschwerdef�hrers ergeben sich keine objektiven Erkenntnisse �ber dessen fachliche Qualit�ten und die Seriosit�t seiner Arbeit. Sodann hat der Beschwerdef�hrer kaum Angaben �ber die von ihm applizierten Behandlungsmethoden gemacht, so dass sich die Bedeutung seiner beruflichen Erfahrung hinsichtlich der vom kantonalen Gesetzgeber verlangten fachlichen Ausbildung �berhaupt nicht einsch�tzen l�sst. Im vorliegenden Zusammenhang unerheblich ist schliesslich die Tatsache, dass der Beschwerdef�hrer offenbar von gewissen Krankenkassen als Leistungserbringer akzeptiert worden ist; entsprechende Vereinbarungen k�nnen zum Vornherein nur im Bereich der Zusatzversicherungen zur allgemeinen Krankenversicherung getroffen worden sein, in welchem weitgehende Privatautonomie herrscht.
4.2.2 Etwas weniger klar pr�sentieren sich die Dinge bez�glich des verlangten Nachweises der fachlichen Ausbildung. Es ist anzunehmen, dass die vom Beschwerdef�hrer in den 70-er Jahren absolvierte Ausbildung anders strukturiert war als eine entsprechende Ausbildung in der heutigen Zeit. Diesem Umstand tragen die deutlich herabgesetzten Anforderungen an eine vor dem 1. Januar 2002 begonnene Ausbildung an sich ausreichend Rechnung. Allerdings ist denkbar, dass - wie der Beschwerdef�hrer vorbringt - damals keine detaillierten Aufzeichnungen dar�ber gemacht wurden, w�hrend wievielen Stunden in den einzelnen F�chern unterrichtet wurde. Gegebenenfalls verm�chte der Beschwerdef�hrer den von ihm verlangten Nachweis nicht ohne weiteres zu erbringen, wobei diesem Umstand bei der Beurteilung seines Gesuchs um Erteilung einer Berufsaus�bungsbewilligung Rechnung zu tragen w�re. Die Feststellung des Verwaltungsgerichts, das Erf�llen der Bewilligungsvoraussetzungen sei allein nach der heutigen Rechtslage zu beurteilen, greift insoweit zu kurz.
4.2.3 Wie ein rechtsgen�glicher Nachweis der absolvierten Fachausbildung aussehen m�sste, falls der Beschwerdef�hrer tats�chlich nie �ber detaillierte Belege f�r die Anzahl Unterrichtsstunden je Fach verf�gt haben sollte, braucht hier jedoch nicht abschliessend beurteilt zu werden. Der Beschwerdef�hrer hat sich w�hrend des ganzen Verfahrens nie bem�ht, irgendwelche inhaltlichen Angaben zu seiner Ausbildung zu machen, obschon von allem Anfang an klar war, dass dieser Punkt f�r die Bewilligungserteilung im Vordergrund stand. Selbst wenn ihm tats�chlich keine Dokumente zur Verf�gung gestanden haben sollten, mit denen er konkrete Stundenzahlen zu belegen vermochte (und er heute auch keine solchen mehr beschaffen k�nnte), h�tte er die Beh�rden zumindest dar�ber informieren m�ssen, in welchen F�chern er Unterricht genossen hat, wobei er die Anzahl der besuchten Lektionen grob h�tte sch�tzen k�nnen. Statt dessen hat sich der Beschwerdef�hrer darauf beschr�nkt, in allgemeiner Art und Weise auf seine langj�hrige Berufst�tigkeit hinzuweisen. Er durfte sich jedoch nicht darauf verlassen, dass ihm das (Weiter-)F�hren seiner Praxis allein deswegen bewilligt w�rde, weil er diese schon bisher (illegal) betrieben hatte. Nach dem Gesagten hat der Beschwerdef�hrer die Beweislosigkeit bez�glich seiner fachlichen Ausbildung prim�r selber zu verantworten und kann sich deshalb zum Vornherein nicht auf einen allf�lligen Beweisnotstand berufen.
Der Beschwerdef�hrer macht geltend, unter den gegebenen Umst�nden sei die Bewilligungsverweigerung unverh�ltnism�ssig. Zu Unrecht: Die Heilpraktiker sind zur "Vorbeugung, Feststellung und Behandlung von Krankheiten, Verletzungen und anderen gesundheitlichen St�rungen" zugelassen (Art. 47 GesV). Mit Blick auf den Gesundheitsschutz ihrer Patienten ist es deshalb unabdingbar, dass sie �ber gen�gende Fachkenntnisse verf�gen. Der Beschwerdef�hrer hat den entsprechenden Nachweis nicht zu erbringen vermocht, wobei - obschon er bereits jahrelang als Heilpraktiker t�tig war - �ber seine Fachkenntnisse kaum Konkretes bekannt ist. Irrelevant sind diesbez�glich die verschiedenen absolvierten Zusatzausbildungen, weil sie unbestrittenermassen fast ausnahmslos andere Kenntnisse betrafen als die gem�ss Art. 48 Abs. 2 GesV zur erforderlichen Fachausbildung geh�renden. Zwar wird es den Beschwerdef�hrer hart treffen, wenn er die bestehende Praxis mangels Bewilligung nicht weiterf�hren kann; dieser Umstand kann indessen nicht ausschlaggebend sein, zumal der Beschwerdef�hrer die betreffende Praxis ohne Bewilligung in der Illegalit�t betrieben hat. Im �brigen f�hrt die Bewilligungsverweigerung beim Beschwerdef�hrer offenbar nicht zu einem g�nzlichen Berufsverbot, kann dieser doch gem�ss den unbestrittenen Ausf�hrungen im angefochtenen Entscheid einen Teil jener Leistungen, die er schon bis anhin angeboten hat, k�nftig weiterhin erbringen, weil sie nicht unter die bewilligungspflichtigen T�tigkeiten fallen. Unter diesen Umst�nden ist die Verh�ltnism�ssigkeit der Bewilligungsverweigerung nicht zu beanstanden.
Ferner beruft sich der Beschwerdef�hrer auf das Gebot von Treu und Glauben (Art. 9 BV); weil die Gesundheits- und F�rsorgedirektion seit langem von seiner T�tigkeit Kenntnis gehabt habe, m�ssten seine "bisherigen T�tigkeiten im Bereich der Heilpraktik als bewilligt" gelten. Gem�ss den Feststellungen des Verwaltungsgerichts bestehen indessen keine Hinweise darauf, dass die Beh�rden von der illegalen T�tigkeit des Beschwerdef�hrers wussten. Nachdem dieser die entsprechende Sachverhaltsfeststellung nicht substantiiert als verfassungswidrig beanstandet, fehlt es bereits an der Grundlage f�r die Annahme einer allf�lligen sch�tzenswerten Vertrauensposition. Schliesslich ist weder ersichtlich noch rechtsgen�glich dargetan, inwiefern die Bewilligungsverweigerung in wohlerworbene Rechte des Beschwerdef�hrers und mithin in die Eigentumsgarantie (Art. 26 BV) eingreifen k�nnte.
Mithin ist die staatsrechtliche Beschwerde abzuweisen, soweit darauf einzutreten ist.
Dieses Urteil wird dem Beschwerdef�hrer, der Gesundheits- und F�rsorgedirektion und dem Verwaltungsgericht (Verwaltungsrechtliche Abteilung) des Kantons Bern schriftlich mitgeteilt.

References: Art. 27
 Art. 25
 Art. 38
 Art. 87
 Art. 84
 Art. 88
 Art. 15
 BGE 
 Art. 16
 Art. 18
 Art. 20
 Art. 22
 Art. 26
 Art. 28
 Art. 30
 Art. 32
 Art. 40
 Art. 42
 Art. 46
 Art. 47
 Art. 48
 Art. 50
 Art. 52
 Art. 48
 Art. 2
 Art. 11
 Art. 48
 Art. 48
 Art. 48
 Art. 1
 Art. 88
 Art. 89
 Art. 5
 Art. 48