Source: https://bpeinfo.wordpress.com/2010/03/23/das-schulbuch-saphir-56-fur-islamischen-religionsunterricht-eine-rezension/
Timestamp: 2018-05-23 16:55:10+00:00

Document:
Das Schulbuch Saphir 5/6 für Islamischen Religionsunterricht – Eine Rezension | BÜRGERBEWEGUNG PAX EUROPA e.V.
← Manifest der 12
Das Abrogationsprinzip im Koran →
Eine auszugsweise Wiedergabe und Besprechung von Inhalten des Schulbuchs für den Islamunterricht Saphir 5/6, unter den Gesichtspunkten Grundgesetzverträglichkeit, interreligiöse Toleranz und Glaubenserziehung
„Saphir 5/6 – islamisches Religionsbuch für junge Musliminnen und Muslime“
Kösel-Verlag, München 2008, Herausgegeben von Lamya Kaddor, Rabeya Müller und Harry Harun Behr.
[Frau Kaddor ist Islamwissenschaftlerin, arbeitet als Islamkunde-Lehrerin in Dinslaken in NRW und bildet an der Uni Münster Islam-Lehrer aus. Frau Müller leitet das Zentrum für islamische Frauenförderung und –forschung in Köln. Herr Behr schließlich ist Leiter des Interdisziplinären Zentrums für islamische Religionslehre an der Universität Erlangen.]
Erarbeitet von dreizehn namentlich genannten Personen, die vermutlich und den Namen nach offensichtlich Muslime sind. Einige Bearbeiter gehörten Teams für Bayern, Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen an. Schulbuchdidaktische Beratung von Werner Haußmann, Nürnberg. „Die das Judentum betreffenden Passagen wurden durchgesehen von Rahel Herweg, Berlin.“
Das Schulbuch ist 20,5 Zentimeter breit und 24 Zentimeter hoch und hat eine durchgehend blaue Einbanddecke. Es umfasst 192 Seiten. Die Vorderseite zeigt eine aufrecht stehende längliche Raute mit arabischem Muster, welches den Titel „Saphir 5/6“ umrahmt.
Vorbemerkung des Rezensenten:
Die muslimischen Autoren haben hier sicherlich ein beachtliches Stück Arbeit geleistet, um ein taugliches Instrument für den schon bestehenden Islamkunde-Unterricht und ebenso für den jetzt nach und nach zustande kommenden Islamunterricht in deutscher Sprache an staatlichen Schulen zu schaffen. Parallel dazu gibt es in den meisten Bundesländern die nötigen Lehrpläne zum Sach- und Bekenntnisunterricht über den Islam. 2004 und 2006 waren in Bayern die Lehrpläne eines an der Universität Erlangen entwickelten „Schulversuchs Islamunterricht“ genehmigt worden.
Unter gesellschaftspolitischem Aspekt interessiert bei der inhaltlichen Betrachtung des Schulbuchs das Prüfkriterium der Grundgesetzverträglichkeit. Bei der Erarbeitung und Genehmigung des Lehrmittels wurde darauf sicherlich Wert gelegt. Inwiefern die Übereinstimmung mit dem Grundgesetz auf der orthodoxen Grundlage des Islam überhaupt möglich ist, wurde in dieser Besprechung ebenso zum Thema.
Auf Grund der angestrebten breiten Verwendbarkeit von Saphir 5/6 und der Vielzahl der an der Erstellung beteiligten Autoren ist davon auszugehen, dass mit diesem Schulbuch die weitverbreiteten und übereinstimmenden Auslegungen und praktischen Umsetzungen des Islam zutreffend vermittelt und dokumentiert werden. Zum andern ist die Islamdarstellung von muslimischen Migranten erarbeitet und auf die muslimischen Migranten zugeschnitten, in der Mehrheit also Türken, dann noch Bosnier und Araber. Jedenfalls dürfte Saphir für alle Nichtmuslime, welche sich über den Islam informieren wollen, eine ausführliche und aufschlussreiche Einführung in diese Religion bieten. Deshalb sei dann doch der Buchinhalt fast vollständig wiedergegeben, um einen umfassenden und angemessenen Eindruck davon zu vermitteln, d. h., ich beschränke mich nicht auf diejenigen Inhalte, die mir einen Anlass zu Bemerkungen geben.
Mir diente Saphir als Vorlage zur kritischen Beleuchtung der Glaubensinhalte des Islam. Meine Anmerkungen mögen dem Unkundigen im Einzelfall zuweilen als kleinlich erscheinen, jedoch wollte ich immer, wenn mir etwas Islamtypisches auffiel, dieses auch aufzeigen. Auch interessierte mich das im Schulbuch vermittelte Bild des Islam im Vergleich mit dem Bild, das sich aus seinen Schriftgrundlagen Koran und Hadith ergibt. Auch bei christlichen Religionsbüchern hätte ich manchen Anlass zu kritischen Anmerkungen, jedoch würden sich diese mehr auf die konfessionsbestimmten Auslegungen sowie auf die schülergerechte Darstellung als auf den Inhalt der Offenbarungsschrift selbst beziehen.
Da ich den islamischen Glauben nicht mittrage, sondern ihn kritisch untersuchen will, verwende ich abweichend vom Buch die Schreibweisen „Koran“ (im Buch „Qur’an“) und „Mohammed“ („Muhammad“). Das im Saphir im Zusammenhang des Islam durchgehend verwendete Wort „Gott“ ersetze ich durch „Gott/Allah“, wenn der Gott des Islam gemeint ist. In eigenen Koranzitaten steht ohnehin „Allah“. Nur im Zusammenhang mit den biblischen Religionen und bei allgemeinen religiösen Überlegungen verwende ich den Begriff „Gott“. Auf Allah bezügliche Fürworter, die im Buch wie in Koranausgaben mit großen Anfangsbuchstaben oder in Kapitalien gesetzt sind, schreibe ich klein.
Zu Beginn eines jeden der fünfzehn Kapitel erscheint eine große Raute, wie auf dem Einband; sie umschließt arabische Schriftzeichen, vermutlich diejenigen des oben links deutsch wiedergegebenen Koranverses. Rechts oben steht ein dem Koranzitat ähnlicher Wortlaut, vielleicht eine andere Übersetzung des Verses oder eine erläuternde ähnliche Formulierung. Falls dieser alternative Wortlaut von mir angeführt wird, dann nach einem Schrägstrich. Die Kapitelnummer und –überschrift steht in einem grünen Balken unten auf der Seite. Darüber und rechts der Raute ist eine passende Redensart, ein Slogan oder Motto aus dem profanen Bereich zu lesen.
Viele, aber nicht alle Seiten haben oben eine Überschrift und unten in einem grünen Kasten Aufgaben und Anregungen. Manchmal erstreckt sich eine Überschrift oder eine Zeichnung über zwei gegenüber liegende Seiten.
Der Lehrstoff wird von mir teils sinngemäß zusammengefasst, teils wörtlich zitiert. Von den Aufgaben erwähne ich nur, was mir bemerkenswert erscheint.
Meine Anmerkungen, die meist den vermittelten Glaubensinhalten gelten, sind in eckige Klammern gesetzt.
S. 3 – Vorwort der Herausgeber: Saphir = Edelstein [der Koran wird oft als „edel“ bezeichnet]. „Hier könnt ihr viel über Gott und seinen Gesandten und auch über das Leben in Deutschland erfahren.“ [„Sein Gesandter“ (in der Einzahl!), die regelmäßige Formel im Islam, legt nahe, dass Mohammed der einzige Prophet war. Für Allah war er es wohl, andererseits beansprucht Mohammeds Verkündigung, dass ihre Quelle der Gott der Bibel ist, der durch eine Reihe von Propheten gesprochen hat. Daher müsste Mohammed „einer seiner Gesandten“ heißen. Ein Widerspruch in sich.] „Wie ihr sicherlich wisst, spielt die arabische Sprache eine wichtige Rolle für Musliminnen und Muslime und ihren Glauben. Aber auch diejenigen, die nicht Arabisch sprechen, sollen die Wörter, die für die Religion wichtig sind, gut lesen und aussprechen können.“ Daher eine Lautschrift. [Auf Arabisch als unverzichtbare Gebetssprache gehe ich jeweils ein, wenn sich ein Anlass ergibt.] Ein Lexikon am Schluss erklärt wichtige religiöse Begriffe. Den Wörtern „Gott“ und „Mohammed“ folgen die im Islam üblichen Formeln „gepriesen und erhaben ist ER“ bzw. „der Friede sei auf ihm“ als hochgestellte arabische Schriftzeichen.
„Wir glauben und hoffen, das Saphir euch hilft, den Islam in all seiner Vielfalt und Schönheit kennenzulernen …“
An das Vorwort schließt sich das Inhaltsverzeichnis an. Es enthält die Kapitel- und die Seitenüberschriften.
S. 7 – Kap. 1 – Gott/Allah auf die Spur kommen
Koranvers 24;35: „Gott/Allah ist das Licht der Himmel und der Erde … Licht über Licht.“ [Mehrere Sätze sind ausgelassen. Und es folgt „Allah leitet zu seinem Licht, wen er will …“. Allahs Willkür als Beweis seiner Größe und als Ursache von Ungewissheit bei den Gläubigen – ein wichtiger Punkt, der noch an anderer Stelle behandelt wird.] Motto: „Es kann nur einen geben!“
S. 8 – Gott/Allah beim Namen nennen
Farbzeichnung von acht Personen (vier Gesprächspaaren) auf einem Marktplatz, mit Sprechblasen und den Ausdrücken „Inschallah“ (so Gott/Allah will), „Alhamdulillah“ (Gott/Allah sei gelobt) und „Maschallah“ (Gott/Allah hat es so gewollt). Aufgabe: Bedeutung; weitere Redewendungen mit Gottesnamen.
S. 9 – … im Glaubenszeugnis
In der Mitte ein kniender Beter, aus arabischen Schriftzeichen gezeichnet. Links davon arabischer Text in lateinischer Lautschrift, rechts davon auf Deutsch: „Ich bezeuge, dass es keine Gottheit außer Gott/Allah gibt, und ich bezeuge, dass Muhammad der Gesandte Gottes/Allahs ist.“ Aufgabe: In welchen Situationen wird dieses Glaubensbekenntnis („Schahada“) gesprochen?
[Die Verwendung des Wortes „Gott“ für Allah führt in der Schahada zu einer Tautologie („keinen Gott außer Gott“). Und dass Mohammed der Gesandte Gottes/Allahs ist, schließt in sich, dass es keine anderen Gesandten Gottes/Allahs gab. Im Licht der Bibel trifft es zu, dass Mohammed der einzige Gesandte Allahs war, während der Gott der Bibel zuvor durch viele Propheten gesprochen hatte. Indem aber Mohammeds Verkündigung sich als die Fortsetzung (und noch dazu als Vollendung) der biblischen Offenbarung hinstellt, ist Mohammeds Bezeichnung als der (einzige) Gesandte „Gottes“ in sich unstimmig. Bezeugen kann man auch nur etwas, was man objektiv feststellen kann, z. B. dass es den Koran und Erzählungen über Mohammed gibt, und dass diese und jene Menschen den islamischen Glauben praktizieren. Oder man kann Zeuge für seinen Glauben sein und Zeugnis von ihm ablegen. Aber man kann nicht bezeugen, dass es keinen Gott außer Allah gibt, so als hätte man das gesehen und objektiv festgestellt. Dieses „Bezeugen“ steht in innerem Zusammenhang mit der islamischen Begrifflichkeit von der Kenntnisnahme der Zeichen und Beweise in Form der Botschaft und von „Wissen“ statt Glauben. – Wer die Schahada bewusst und vor zwei muslimischen Zeugen ausspricht, gilt als zum Islam bekehrt, und ist im Falle der späteren Abkehr vom Islam mit der Todesstrafe bedroht.]
S. 15 Foto eines Gartens mit einem Gewächshaus. Aufgaben: Was könntest du dort spüren, riechen, schmecken? Welcher tiefere Sinn ist dahinter, dass Gott/Allah nicht sichtbar ist? [Die Unsichtbarkeit Gottes ist unvermeidbar. Dass es Gott als Schöpfer gibt, ist aus der Existenz der Schöpfung zu schließen. Gott achtet den freien Willen der Geschöpfe und zwingt nicht durch Beweise zum Glauben. Im Islam wird jedoch Mohammeds Verkündigung als klare Zeichen und Beweise bezeichnet. Daraus leitet sich dann der Vorwurf an die Christen ab, sich „wider besseres Wissen“ nicht zum Islam zu bekehren und deshalb Feinde Allahs zu sein. Daraus ergeben sich gewichtige Folgerungen für das Zusammenleben der muslimischen Migranten mit der nichtmuslimischen Bevölkerungsmehrheit, welche von ihnen noch dazu pauschal als Christen eingestuft wird.]
S. 16/17 – Menschen … auf der Suche nach Gott
Aufgaben: Unterschiede und Gemeinsamkeiten in den Religionen, in der Klasse. „Der Koran weist darauf hin, dass Gott/Allah die Menschen nicht auf eine einzige, für alle gleiche religiöse Lebensweise festgelegt hat.“ [Die christliche und die islamische Religion berufen sich jeweils auf eine eigene Offenbarung Gottes und verbinden damit die Pflicht, die geoffenbarte gottgewollte religiöse Lebensweise allen Menschen der Erde zu verkünden und zur Annahme zu empfehlen. Jede der behaupteten Offenbarungen legt eine religiöse Lebensweise fest. Gott zwingt nicht zum Glauben an seine Offenbarung. Es ist aber auch nicht glaubhaft, dass er verschiedene, nebeneinander geltende und sich sogar diametral widersprechende religiöse Lebensweisen geoffenbart hat.] „Warum befürwortet der Islam wohl die Vielfalt an Religionen?“ [Tut er das? Er stellt sie lediglich fest und sieht für die Gläubigen verschiedener anderer Religionen eine unterschiedliche Behandlung vor: für Anhänger eines Vielgottglaubens und für Atheisten Bekehrung oder Tod; für die Juden und die Christen als „Schriftbesitzer“ Unterdrückung, Demütigung und Rechtlosigkeit, welche einen starken Bekehrungsdruck ausüben.] „Wären nicht alle Probleme der Menschen gelöst, wenn alle eine einzige gemeinsame Religion hätten?“ [Wenn es denn die richtige, wahre, beste unter den Religionen wäre – was allerdings jede von sich behauptet. Die Problemlösung kommt aber von der richtigen oder besten Religion, nicht davon, dass alle Menschen der Erde eine gemeinsame Religion haben. Schon die Definition, was ein Problem ist, hängt von der Sichtweise, von der Anschauung über den Sinn des Lebens ab. Die Religion auf Grund von göttlicher Inspiration und Offenbarung vermittelt gerade eine wahre Sicht auf das irdische Dasein. In ihrem Licht können Probleme sich auflösen oder erst zeigen. Denn bei der Religion geht es nicht um die Lösung irdischer Probleme allein, sondern um das Seelenheil nach dem Erdenleben. Auch kann nicht ein bestimmter Kreis von Menschen entscheiden, was für die ganze Menschheit die wahre Religion sei, und schon gar nicht kann er seine Wahl den übrigen Menschen mit Gewalt aufzwingen, denn von Gott aus wird in Glaubensdingen der freie Wille der Menschen gewahrt, im Islam jedoch nicht. Diese Religion wurde und wird im Großen und Ganzen nicht durch Überzeugungsarbeit verbreitet, sondern durch kriegerische Eroberung und nachfolgende Unterdrückung der Nichtmuslime im Herrschaftsgebiet. Die Aussagen im Schulbuch, dass Gott die Vielfalt der Religionen gestiftet hat und der Islam sie befürwortet, ist ungenau, wenn nicht falsch. Dem Vorschlag einer Einheitsreligion stand hier wohl das Weltherrschaftsziel des Islam Pate.]
S. 27 „Mohammed ist ein gutes Vorbild“ gemäß dem Koranvers 33;21: „Im Gesandten Gottes/Allahs habt ihr ein schönes Beispiel …“ Farbzeichnung mit den acht stilisierten Großbuchstaben des Namens Muhammad, gefüllt mit Eigenschaften von ihm: Ehrlich, lästerte nicht, schützte seine Gesundheit, respektvoll und freundlich gegenüber Jung und Alt, kümmerte sich um Tiere und Natur, war sauber und ordentlich, half anderen, glaubte an Gott/Allah und betete viel. [Weniger verklärte Eigenschaften und Handlungsweisen Mohammeds, welche den Schüler/innen und den deutschen Behörden hier vorenthalten werden, kann man den im Islam überlieferten und anerkannten Hadithen und Biographien entnehmen.]
S. 32/33 – „Sei!“ … und es ist.
Lied „Morning has broken“ [ein Loblied auf Gottes schöne Schöpfung] von „Cat Stevens Yusuf“ [Ehemals Cat Stevens, seit seiner Konvertierung zum Islam nennt er sich Yusuf Islam. Im Buch wird so getan, als seien „Cat Stevens“ die Vornamen eines Muslimen, und es wird unterschlagen, dass der Sänger nicht immer Moslem war.]
S. 37 „Auch im Islam gelten das Leben und die Würde der Menschen als Grundwerte.“ [Grundwerte sind noch keine Grundrechte, und die islamischen gelten nur für die Muslim/innen untereinander. Für die Polytheisten und Atheisten gilt im Herrschaftsgebiet des Islam die Alternative „Bekehrung oder Tod“, d. h., Leben und Würde der Ungläubigen kommt kein Wert zu. Leben und Würde der Juden und der Christen können weit weniger Wert beanspruchen als Leben und Würde von Muslimen. Christen müssen eine Kopfsteuer entrichten und sich von den Muslimen unterdrücken und demütigen lassen.]
„Das eigene Recht auf Selbstentfaltung endet da, wo Rechte anderer berührt werden …“ [Ein bekannter und anerkannter Ausspruch, der auch in Art. 2 Abs. 1 GG enthalten ist. Dieser Grundsatz setzt selbstverständlich voraus, dass alle Individuen gleiche Rechte haben. Das ist jedoch im Islam gar nicht der Fall, dort genießt der Mann viele Vorrechte gegenüber der Frau, und Nichtmuslime haben nicht die gleichen Rechte wie Muslime.] „… ganz besonders (wo) die Rechte Schwächerer (berührt werden).“ [Natürlich sorgt die Gleichheit vor dem Gesetz und ihre staatliche Durchsetzung dafür, dass Recht zu bekommen nicht von Stärke abhängt.] „Die Verantwortung für sich selbst und die Verantwortung für andere können nicht voneinander getrennt werden.“ [Es ist ja schon schwer genug, die Verantwortung für das eigene Handeln zu übernehmen – aber die Verantwortung für andere? Man kann ja auf andere nur begrenzt einwirken, aber nicht ihr Verhalten steuern. Die angebliche Untrennbarkeit der Verantwortung für sich und andere erscheint mir überzogen und falsch. Diese Behauptung soll wohl eher die Muslim/innen an ihre Verpflichtung gegenüber der muslimischen Gemeinschaft erinnern, also dass sie nicht als Individuen sich selbst gehören, sondern dass ihr Lebensrecht davon abhängt, dass sie mit der Erfüllung der ihnen zugewiesenen Rolle der Gemeinschaft dienen. Selbstentfaltung ist im Islam nur zulässig, sofern sie der Gemeinschaft der Muslim/innen bzw. der Sache Allahs nützt. Zweitens trifft die „Verantwortung für andere“ im Islam auf die Männer zu, welche das Leben der Frauen kontrollieren und eventuell vollständig bestimmen: Ehemann über Ehefrau, sogar Sohn als stellvertretendes Familienoberhaupt über Mutter, Vater über Tochter, Bruder über Schwester, Cousin über Cousine usw. Auf Seiten des kontrollierenden Mannes gilt es als „Verantwortung“, auf Seiten der fremdbestimmten Frau als Pflicht zur Unterwerfung.]
Daneben Farbzeichnung eines Blattes mit Auszügen aus dem deutschen Grundgesetz (Art. 1 Abs. 1, Art. 2 Abs. 1 und 2, Art. 3 Abs. 1 und 2): „Die Grundrechte … Jeder hat das Recht auf Leben und körperliche Unversehrtheit … Alle Menschen sind vor dem Gesetz gleich … Männer und Frauen sind gleichberechtigt.“ [Nur der Grundsatz des Art. 2 Abs. 1 wird im Unterrichtsstoff aufgegriffen – „Recht auf freie Entfaltung … soweit nicht die Rechte anderer verletzt …“. Die Absätze über „Recht auf Leben und körperliche Unversehrtheit“, „Gleichheit vor dem Gesetz“ und „Gleichberechtigung“ der Geschlechter werden nicht aufgegriffen – vermutlich, weil der Islam sie nicht gewährt. Gesetzgeber im Islam ist allein Gott/Allah, seine Rechtsvorschriften sind in Koran und Sunna niedergelegt und in der Scharia ausformuliert. Irgendwelche Grundrechte eines nichtislamischen Staates oder allgemeine Menschenrechte gelten dagegen nichts, weil sie von Menschen gemacht sind und noch dazu von Nichtmuslimen aufgestellt wurden. Nur wenn sie zufällig mit den Scharia-Gesetzen übereinstimmen, werden sie von Muslim/innen bzw. in islamisch geprägten Staaten sowieso beachtet, sonst eben nicht. Im Einzelnen verstoßen die Vorschriften des Islam gegen die Grundgesetzartikel 1 – Menschenwürde, 2 – freie Entfaltung, Leben und körperliche Unversehrtheit, 3 – Gleichheit vor dem Gesetz und Gleichberechtigung der Geschlechter, 4 – Glaubens- und Gewissensfreiheit, 5 – Meinungs- und Informationsfreiheit, 12 – freie Berufswahl, 13 – Unverletzlichkeit der Wohnung, 14 – Gewährleistung von Eigentum, 26 – Verbot von Angriffskriegen, 92 – demokratische Rechtsprechung.
Die umfangreiche Unvereinbarkeit der Scharia mit westeuropäischen Verfassungen wird den muslimischen Schüler/innen und den deutschen Behörden hier vorenthalten, und dieses Vorgehen erfordert ein extra großes Stück der gegenüber Nichtmuslimen im Interesse des Islam gebotenen Täuschung (Takiya). Auch durch die gekürzte Wiedergabe der ersten Grundgesetz-Artikel auf dieser Seite wird ja suggeriert, dass im Islam ähnliche oder entsprechende Rechte bestehen.]
Ausspruch Mohammeds (Hadith): Ein Araber ist nicht besser als ein Nichtaraber und umgekehrt, ein Schwarzer nicht besser als ein Weißer und umgekehrt. [Rassismus gibt es im Islam nicht, aber er teilt die Menschen und ihre Rechte nach der Religionszugehörigkeit ein.] „Der beste Mensch auf dieser Erde ist der mit der größten Hilfsbereitschaft.“ [Sie ist nur Muslim/innen untereinander geboten.] „Zum Islam gehört: Behandle andere nicht schlecht und lass dich nicht schlecht behandeln.“ [Gilt wieder für Muslim/innen untereinander. Das Recht auf Vergeltung gehört dazu. Also, lass dir nichts gefallen, wehre dich, schlag zurück? Aber wie verträgt sich das mit der gebotenen Unterordnung von Frauen gegenüber Männern, von Kindern in der Großfamilie, von Gläubigen gegenüber der Umma? Gegenüber Nichtmuslimen gilt diese Regel, sich nicht schlecht behandeln zu lassen, wohl allemal.]
„Die Rechte und Pflichten gelten für alle – selbst für meine Tochter (Fatima) und für mich.“ [Mohammed bekam von Gott/Allah zahlreiche Sonderrechte zugebilligt, so bei der Verteilung der Kriegsbeute und bei der Heirat von Frauen.]
Aufgaben: Grundgesetz und Grundrechte; Konflikte, „wo deine Rechte und die Rechte anderer sich berühren“.
S. 38/39 – Ich bin … auf dem Weg
Geschichte: Nadja bekommt bald ein Geschwister und soll den Namen aussuchen. Dialog mit Klassenkamerad Paul über die Bedeutung von Namen. Nadja = arabisch „Morgentau“, zugleich russisch „Hoffnung“. Paul erklärt seinen Namen mit griechisch „klein“. [Eine Ungenauigkeit, denn „paulus“ ist ein lateinisches Wort für „klein“. Nach wie vor stammen jedoch sehr viele Vornamen in Europa von christlichen Vorbildern. Und jedem Einheimischen ist klar, dass diese Namenswahl auf den Apostel Paulus zurückgeht. Auch ein Lexikon der Vornamen gibt nur den Apostel als Quelle dieser Namensgebung an.
Seltsam für Abendländer, aber anscheinend nicht für Muslime, ist, dass „Paul“ nicht mit dem Apostel Paulus erklärt wird. Mit Frau Kaddor ist mindestens eine Person unter den Herausgebern und Bearbeitern dieses Schulbuches in Deutschland aufgewachsen, außerdem ist Frau Kaddor Islamwissenschaftlerin und mit einem zum Islam konvertierten Deutschen verheiratet (s. o.). Daher ist es undenkbar, dass die Schulbuchautoren nichts vom christlichen Apostel Paulus und seiner Bedeutung wussten. Immerhin wird ihm ja von Muslimen vorgeworfen, die im Islam verabscheute „Gottessohnschaft“ Jesu erfunden zu haben. Er erklärte auch die Beschneidung als unnötig und falsch für den christlichen Glauben, weil sie zu den Opfervorschriften gehört, deren Befolgung durch Jesu Opfertod hinfällig geworden ist: Die im Gesetz gerechtfertigt werden wollen, sind von Christus abgetrennt und aus der Gnade gefallen. „Denn in Christus Jesus hat weder Beschneidung noch Unbeschnittensein irgendeine Kraft, sondern der durch Liebe wirksame Glaube.“ (Brief an die Galater).
Auch aus diesem Grund dürfen die Muslime die Bibel nicht kennen und schon gar nicht wiedergeben, und ebendeshalb wird hier der Apostel als Namensgeber unterschlagen. Warum aber haben die Autoren nicht einfach einen anderen, unverfänglichen Namen als Beispiel gewählt? Wollten sie auf einen typisch deutschen Vornamen oder auf eine Polemik gegen den großen christlichen Apostel nicht verzichten? Mann kann diesen Beitrag durchaus als bewussten Seitenhieb gegen das Christentum ansehen – ganz im Widerspruch zu den Lippenbekenntnissen im Saphir zur Toleranz gegenüber anderen Religionen und zur Vielfalt der Lebensweisen. Man sieht auch an diesem Beispiel, dass sich die Islamdarstellung im Schulbuch nicht beliebig weit vom wahren Islam und seiner Unvereinbarkeit mit dem Grundgesetz sowie seiner Gegnerschaft zum Christentum entfernen kann. Diese islamischen Merkmale werden aber, wo nötig, mithilfe von Takiya wieder verschleiert.]
S. 43 – 4. Kap. – Gebet – mit Gott/Allah sprechen
Koranvers 11;114:“Betet sowohl vor Sonnenaufgang als auch nachts. Denn die guten Handlungen lassen die schlechten vergehen. Dies ist eine Erinnerung für diejenigen, die an Gott/Allah denken.“
Motto: „Mach mal Pause!“ [Gewöhnlich als Abschalten verstanden, während das hier gemeinte Ritualgebet Konzentration für einen fehlerfreien Ablauf erfordert.
Bei dem im Islam vorgeschriebenen täglich fünfmaligen festgelegten Ritualgebet spricht der Muslim gerade nicht mit Gott/Allah, vielmehr soll Gott/Allah ausdrücklich „angebetet“ werden. Mohammed lehrte, dass das Ritualgebet, besonders am Freitag gemeinschaftlich in der Moschee, und schon die vorhergehende rituelle Reinigung „Verfehlungen tilgt“, dass also durch diese wiederholten geregelten äußeren Vollzüge die Sündenvergebung erfolgt und der Gläubige so stets gerechtfertigt vor seinem Gott/Allah stehen kann. In der Bibel bilden hingegen Reue, Buße und der aufrichtige Wille zur Umkehr die Voraussetzungen für Sündenvergebung.]
S. 44 – Beten
(verleiht/hilft zu – wörtlich oder sinngemäß): Gemeinschaftsgefühl, Lebensfreude, Geborgenheit, Pflichtbewusstsein, Sinn für Sauberkeit [!], positive Energie, Gefühl für den Sonnenstand [!], Sicherheit beim Problemlösen, Diszipliniert-Sein, Hilfe in Notfällen, regelmäßige Ruhepausen, Wünsche-Formulieren [!], Gliedern des Tages, regelmäßige Gymnastik [!], Abstand vom Alltag, gute Laune, Dankbarkeit, Friedensliebe [!], Hoffnung, Beruhigung und Kraft. [Somit erscheint das islamische Ritualgebet als Lebenshilfe, erhebt aber nicht den Anspruch, eine seelisch-geistige Verbindung mit Gott herzustellen und die Seele auf dem Weg zum Seelenheil zu stärken und zu erheben. Nur Kraft für die Bewältigung des Alltags wird dem Ritualgebet zugesprochen.]
S. 46 – Danken – bitten – preisen – zuhören
„In bestimmten Situationen wenden sich viele Menschen Gott im Gebet zu; vielleicht auch du.“
Zwölf Situationen/Erlebnisse werden genannt, von Staunen, Erleichterung, Freude, Glück, Erfolg einerseits, und Prüfungsangst, Ratlosigkeit, Beklemmung, Einsamkeit andererseits.
S. 48 – Beten zieht Kreise
Eine Farbdarstellung der Sonne und der Planeten; stilisierend die drei Körperhaltungen beim Ritualgebet (aufrecht stehend, vorgebeugt stehend, sich niederwerfend), ein großes Foto in kreisförmigem Ausschnitt, auf die nächste Seite reichend, von Muslimen beim Umlauf um die Kaaba [bei vielen Muslimen hängt ein großformatiges Foto oder Abbild der Kaaba von Mekka an der Wohnzimmerwand], kleinere Fotos von Gebetsnische, Gebetsteppich und Kompass.
„Warum beten Musliminnen und Muslime in arabischer Sprache?“ Antwort: „Seit der Zeit des Gesandten Mohammed bis heute“ ist es so. „In Ausnahmefällen erlaubte Mohammed denen, die nicht Arabisch konnten, zunächst in ihrer eigenen Muttersprache zu beten. Solche Ausnahmen kommen auch heute noch vor. Er forderte sie aber auf, möglichst rasch die arabischen Texte zu lesen, zu verstehen und zu lernen. Das war nicht schwer, und sie taten das gerne – die meisten dieser Texte sind kurz.“ [Die Begründung ist also, dass Mohammed anordnete, dass neu konvertierte nicht arabisch sprechende Muslime baldmöglichst die Gebetstexte (und im weiteren Sinn den Koran) auf arabisch lesen und verstehen können und auswendig lernen. Glaubhaft ist, dass die Neubekehrten es gerne lernen, aber nicht, dass es ihnen immer „nicht schwer“ fällt. Mohammed als Glaubensvorbild führte sicherlich Allahs Willen aus, folglich fordert Allah für seine Anbetung arabische Sprachlaute, außerdem die fehlerfreie Abfolge von Worten und Bewegungen und die Ausrichtung nach Mekka. All dies weist auf mentale Energien hin, welche von Menschenmassen rund um die Erde und rund um die Uhr gleichgerichtet ausgesandt werden und in der Vorstellung von Mekka zusammen laufen.]
S. 49 „Es ist gut, in Gemeinschaft zu beten, wann immer das möglich ist … im Kreise der Familie … oder in der Moschee … während der Wallfahrt (hadsch) in Mekka … Es wäre nicht schlimm, wenn dann jeder in seiner eigenen Muttersprache beten würde. Das tun die Leute auch, wenn sie im Stillen mit Gott sprechen. Für das Pflichtgebet aber wird die arabische Sprache bevorzugt – ausnahmslos für alle … Arabisch ist die Sprache des Korans. Sie im Gebet zu hören oder zu sprechen und zu wissen, dass alle Musliminnen und Muslime es genauso machen, stärkt das Gefühl, zur weltweiten Gemeinschaft der Muslim/innen (umma) dazuzugehören wie zu einer großen Familie.“ [Im Mittelteil wird die arabische Gebetssprache damit begründet, dass der Koran in dieser Sprache übermittelt wurde. Es kommt also auch beim Koran nicht auf den Sinn der angeblichen Offenbarung an, sondern auf die Sprachlaute und das Schriftbild?! Ebenso trägt zum eingangs und nachfolgend angesprochenen Zugehörigkeitsgefühl bei, dass weltweit alle Muslim/innen „es genauso machen“, also die identischen Sprachlaute hervorbringen, und dass die Gläubigen in der konkreten Betgemeinschaft unisono die arabischen Sprachlaute hören. Von einem inneren Verständnis der Pflichtgebetstexte, wie sich der/die solcherart Betende zu Gott stellt und wie Gott das gemeinsame Hervorbringen der Sprachlaute wohl aufnimmt, ist freilich nicht die Rede. Nicht die innerste Beziehung zu Gott oder die gottgefällige Gestaltung der Seele stehen im Vordergrund, sondern allein die äußerliche weltweite muslimische Glaubensgemeinschaft und deren Zusammenhalt und Stärke. Da fällt einem der Werbespruch von der starken Gemeinschaft ein, und das Motto „Was Millionen glauben, kann nicht falsch sein.“ Weil im Islam außerdem der Zweifel und das Nachdenken über die angebliche Offenbarung streng untersagt sind, können die Anhänger auch nicht zu einer inneren Überzeugung kommen. Deshalb brauchen sie die äußere Bestätigung durch eine große und starke Gemeinschaft, die ihnen Unterstützung und Geborgenheit bietet. Und deshalb können sie ihren Glauben nicht durch Erklärung überzeugend weitergeben, sondern nur durch Behauptung und Bekräftigung und Einschüchterung aufdrängen oder aufzwingen. Insgesamt ergibt sich außerdem beim Islam der Eindruck, dass er nicht einen Weg zum Seelenheil darstellt, sondern die Blaupause zu einer starken, gleichgeschalteten, kriegerisch expandierenden und die biblischen Religionen bekämpfenden Gemeinschaft.]
S. 50 – Beten schafft Sinn
Tante Lamya erklärt: „Es geht ja gerade darum, den Tagesablauf zu unterbrechen. Du trittst regelmäßig vor Gott, und die Ruhe und Kraft aus dem Gebet nimmst du mit in deinen Alltag hinein. Die genaue zeitliche Festlegung der fünf täglichen Ritualgebete begründet die Tante mit Mohammeds Vergleich, dass man fünfmal täglich in einen Fluss steigt, um sich zu reinigen. [Aber auch der Vergleich beantwortet nicht schlüssig die Frage nach der genauen zeitlichen Festlegung (kurz vor Mittag, nachmittags, abends, in der Nacht und in der Morgendämmerung) überhaupt und in genau dieser Weise. Wird die Zeit nicht eingehalten, ist das Gebet ungültig. Und wer reinigt sich fünfmal am Tag mit einem Vollbad?] Dann heißt es noch: Wer wegen der Berufstätigkeit (Pilot, Ärztin) oder auf Reisen oder in „gefährlichen Situationen“ [Damit sind korangemäß kriegerische Unternehmungen gemeint.] nicht zur vorgeschriebenen Zeit das Gebet verrichten kann, muss es nachholen. [Das heißt, dass dann zwischen die vorgeschriebenen Gebete das nachzuholende eingefügt wird oder es an ein zeitgerechtes Ritualgebet angehängt wird. Wenn aber der „Sinn“ des Betens darin liegt, über den Tag verteilt die Ruhe und Kraft aus dem Gebet zu nehmen, macht ein zweimaliges Ritualgebet hintereinander wenig Sinn. Die Pflicht zum Nachholen unverschuldet versäumter Gebete (Frauen dürfen auch während der Menstruation nicht ritualmäßig beten) erinnert eher an das Füllen eines Punktekontos. Die Ritualgebete gehören ja vorrangig zu den guten Taten eines Muslimen, die beim Jüngsten Gericht zur Entscheidung über den Eintritt ins Paradies gegen die schlechten Taten aufgewogen werden.
Zum Pflichtgebet heißt es „Du trittst regelmäßig vor Gott/Allah“ und „… beten wir Gott/Allah an.“ Aus der Unterbrechung des Alltags soll Ruhe folgen, aus der Anbetung Gottes/Allahs soll Kraft zuströmen. Diese Kraft soll dazu verhelfen, den Alltag zu bewältigen, aber nicht ausdrücklich dazu, auf dem Weg zum Seelenheil fortzuschreiten, in Versuchungen zu widerstehen, geistiges Verständnis zu gewinnen und die Seele zu erheben, wozu etwa nach christlichem Verständnis das Gebet dient.
Beim Pflichtgebet und bei der vorhergehenden Waschung hängt der gültige Vollzug von der Einhaltung einer Vielzahl von Festlegungen ab. Dazu passt nicht recht, wenn Tante Lamya erklärt: „Es gibt ein islamisches Prinzip, wonach die Religion für die Menschen da ist und nicht umgekehrt. Gott/Allah will es uns leichtmachen, nicht schwer.“ (Gemäß Koranvers 2;185). Nach diesem Vers ist auch das Fasten im Ramadan nachzuholen, wenn es wegen Krankheit oder Reise nicht eingehalten werden kann.]
Verwiesen wird noch auf die Koranverse 5;6 (Wenn Wasser fehlt, genügt es, sich Hände und Gesicht mit Sand abzureiben) und 4;101 (Auf Streifzügen durch Gebiete von Nicht-Muslimen darf wegen der Gefahr von Überfällen das Gebet abgekürzt werden.)
Foto einer kunstvoll gestalteten Holztafel, welche die Gebetszeiten anzeigt.
S. 51 Infoblatt aus der Moschee: „Einige Gedanken zum Gebet“
„1. Die rituelle Waschung vor dem Gebet dient der inneren [!] und äußeren Reinheit … Es geht dabei auch darum, sich innerlich freizumachen von allen Gedanken, die vom Gebet ablenken.“ [Dass bei diesem teilweise in der Masse vollzogenen Pflichtgebet die eigenen Gedanken nicht zum Gebet hinführen, sondern eher von ihm ablenken, ist zu erwarten, weil dieses Gebet nicht aus innerem Bedürfnis, sondern aus äußerem Anlass erfolgt.] Mohammed empfahl die gleiche Waschung und eine anschließende Ruhehaltung bei starkem Ärgergefühl. [Ein Hinweis darauf, dass durch oftmalige Wiederholung zwischen der rituellen Waschung und der beim nachfolgenden Ritualgebet erfahrenen Unterbrechung des Alltags eine konditionierte Verbindung entsteht, welche bei Bedarf auch in anderen Situationen zum Abschalten oder Stimmungswechsel eingesetzt werden kann und soll. Wieder geht es um Psychohygiene und nicht um die seelische Verbindung mit Gott.]
„2. Warum Gebetszeiten einhalten? … Die innere Uhr lehrt, wann es wieder Zeit ist, vor Gott zu treten. Die regelmäßige Gebetszeit hilft, sich auch in anderen wichtigen Dingen an Regelmäßigkeit und Ordnung zu halten, z. B. beim Lernen.“ Mohammed habe gesagt, dass eine gute Tat noch gottgefälliger sei, wenn sie regelmäßig erfolge. [Beten nach der inneren Uhr und aus Gewohnheit, und mit dem positiven Nebeneffekt der Generalisierung der Regelmäßigkeit auf andere wichtige Dinge im Leben? Könnte Gott mehr erwarten? Will er vorrangig zur Ordnung erziehen? Diese Regeln geben einen Hinweis darauf, dass es beim Ritualgebet und allen guten Taten im Islam um Konditionierung auf äußere Anlässe und Abläufe geht, um ein Ausschalten des Denkens und eigener Motivation.]
„3. Wozu ein sauberer Gebetsplatz? Sauberkeit und Reinheit sind nicht auf den Betenden oder den Gebetsplatz beschränkt …“ Sie sind laut Mohammed „die Hälfte des Glaubens“. [Die äußere Sauberkeit, wohl gemerkt. Eine Erklärung für deren weitreichende Bedeutung im Glauben wird dann aber nicht gegeben, nicht einmal ein Hinweis. Von den Schüler/innen wird vielmehr verlangt, selbst über Mohammeds Ausspruch nachzudenken. Ist das nicht typisch für den Islam? Statt verständlicher Begründungen wird nur auf Mohammeds Festlegungen verwiesen.]
„4. Warum sich beim Gebet bewegen? Die drei Gebetshaltungen … verhindern, dass du bei längeren Gebeten müde wirst oder … die Konzentration verlierst; das leichte Dehnen und Entspannen hält den Kreislauf in Schwung. Aber es geht dabei noch um … den Einklang zwischen Innerem und Äußerem, um das Zusammenspiel von Glauben, Denken, Fühlen und Körper. Im Gebet kommt zum Ausdruck, dass du – so wie du bist – ein ganzer Mensch bist, mit allem, was dazu gehört.“ [Dieses ausführliche Zitat ist wieder sehr erhellend. Weil das Ritualgebet nicht einem innersten Bedürfnis folgend frei aus dem Herzen kommt, sondern als vorgefertigtes abgearbeitet wird, könnte man müde werden. Weil jeder Fehler im komplizierten Ablauf es ungültig machen würde, erfordert der Vollzug hohe Konzentration. Mit den Bewegungen sind die Hilfsmittel gegen Müdigkeit und Konzentrationsschwäche gleich eingebaut. Noch wichtiger ist die beim Ritualgebet erfahrbare Einheit von Glauben, Denken und körperlichem Fühlen. Das lässt doch wieder an eine Konditionierung denken, wenn die „Anbetung“ Gottes an körperliche Bewegung und Wahrnehmung in einem immer gleichen Ablauf (angefangen bei der Waschung) geknüpft wird. Im islamischen Gebet soll sich also der Mensch seiner Körperlichkeit als Bedingung seiner Ganzheit bewusst werden und zum Ausdruck bringen. Also soll er gerade nicht sich selbst, wenigstens seinen Körper vergessen, wenn er seine Seele zu Gott erheben will!? Nach christlichem Verständnis sollen Geist und Seele sich den Körper dienstbar machen auf dem Weg zum Seelenheil. Geist und Seele erfahren keine „Ganzheit“ durch Körperbewusstsein. In gleicher Richtung gehen im Islam die Betonung des diesirdischen Erfolgs (Belohnung und Bestrafung Gottes/Allahs) und die Verabsolutierung der Materie durch ein ewiges Fortleben im fleischlichen Körper.]
S. 52 – Beten mit Kopf, Herz und Hand
Drei Beispiele des freien persönlichen Gebetes (von Tante Lamya „privates und stilles Gebet“ genannt). Die Ruhetage von Muslimen, Juden und Christen werden kurz benannt und beschrieben. Oben mittig eine von mehreren ähnlichen Darstellungen im Buch, wie von zwei Jungs eine Reihe von dünnen langen Kerzen angezündet wird – wohl für das (orthodoxe) Christentum stehend.
S. 53 Die erste Sure des Korans wird bei jedem Ritualgebet im Stehen einmal aufgesagt, lernt man hier. Diese Eröffnungssure des Korans ist so etwas wie der Schlüssel zum Verständnis des Korans. [Genannt werden darin: Gott/Allah, Herr der Welten (Aber der Mensch kennt nur die Erde als Welt. Was sind dann die Welten? Schließen sie den Himmel mit ein?), Erbarmend und Barmherzig (zweimal), Herrscher am Tag des Gerichts; ihm dienen und ihn um Hilfe bitten, die (typische) Bitte um Führung auf den geraden Weg (Rechtleitung) und Gnade statt Zorn und In-die-Irre-Gehen. Dahinter steht die koranische Lehre, dass Gott/Allah einen Teil der Menschheit bewusst und willkürlich nicht recht, sondern in die Irre leitet, um mit ihm die Hölle zu füllen. Die nicht recht Geleiteten sind eben diejenigen, welche trotz Begegnung mit dem Islam diesen nicht annehmen wollen; dazu gehören auch die Christen. All diese sind die künftigen Bewohner der Hölle auf ewig und dürfen bzw. sollen, wenn sie dem Erfolg des Islam im Wege stehen, getötet werden. Das ist es also, was hier als wichtig für den Islam und sein Verständnis bezeichnet wird. Aber auch wirkliche Muslime könnten zu den von Allah nicht Auserwählten gehören, wodurch all ihre Frömmigkeit umsonst gewesen sein könnte; daher die typische Bitte um Rechtleitung. Muslime wechseln aber irgendwann doch noch von der Hölle ins Paradies.]
Die ersten Worte dieser ersten Sure – „Mit dem Namen Gottes/Allahs, des sich Erbarmenden, des Barmherzigen“ – werden auch „Bismala“ genannt und von Muslim/innen gesprochen, bevor sie mit etwas beginnen. Es ist ein mentales Hilfsmittel zur Konzentration und eine Bitte um Gottes/Allahs Segen und Hilfe zum Erfolg.
Aufgaben: 1. „Welche Bestandteile gehören zu einem vertrauten Gespräch?“ [Zwischen Menschen ist wohl gemeint, um die Elemente dann auf freies Beten zu übertragen. Das täglich fünfmalige Ritualgebet ist keine Zwiesprache mit Gott/Allah, sondern Anbetung.]
2. Situationen sammeln, in denen man ein vertrautes Gespräch mit Gott/Allah führen kann. [Wo also das freie muttersprachliche Gebet (außerhalb des Ritualgebets) zulässig, möglich und angebracht sei. Auch die Zwiesprache mit Gott/Allah wird dadurch wieder reglementiert und der Spontaneität beraubt, indem die Anlässe dafür typisiert und katalogisiert werden.]
3. Wie Antworten Gottes/Allahs auf die Gebete aussehen könnten. [Sind auf jeden Fall höchstens subjektiv erfahrbar und nicht objektiv beweisbar, nur aus dem Glauben heraus glaubhaft. Im Islam besteht die falsche Tendenz, Gottes/Allahs Zeichen als Beweise anzusehen und Glauben mit Wissen gleichzusetzen, ebenso eine Tendenz zu Aberglauben und Wunderglauben.]
S. 60 – Engel schreiben
Zitat von Koranvers 43;18 mit den Worten: „Unsere Boten bei ihnen schreiben es auf …“
„Jeder Mensch wird von zwei Engeln begleitet, die eine besondere Aufgabe haben: Sie merken sich, was der Mensch tut, und schreiben es auf. Man nennt sie deshalb auch die „Schreiber-Engel“. Dabei unterscheiden sie zwischen Tat und Absicht. Der Engel zur Rechten eines Menschen schreibt das Gute auf, derjenige zur Linken das Schlechte.“ Aufgaben: „Lege dir ein ‚Taten-Buch’ an und notiere eine Woche lang, wem und wann du etwas Gutes getan hast. – Am Ende der Woche erstelle eine Punkteskala und werte deine Taten aus.
[Der Glaube an die Schreiber-Engel ist im Islam allgemeingültig und wichtig. Theologisch gesehen erscheint die konkretisierte Vorstellung, wenn wörtlich genommen, kindlich bzw. kindisch. Die Vorstellung, ständig von diesen zwei Schreiber-Engeln begleitet und überwacht zu sein, verbunden mit der volkstümlichen Anschauung, dass sie auf den Schultern sitzen, könnte durchaus eine Gefahr für die geistige Gesundheit von Kindern und sogar von Erwachsenen bedeuten. Andererseits ist die Überwachung der Taten und der Gedanken bezeichnend für den Islam.]
S. 61 – Engel fragen
Die „beliebte und angesehene“ Tante ist gestorben. Mutter ist sich sicher, dass sie jetzt „bei Gott/Allah im Paradies“ ist, weil die Tante „ganz bestimmt die Antworten auf diese Fragen“ der Grabes-Engel weiß. Es geht aber nicht so leicht, dass jeder die richtige Antwort auswendig lernen könnte. [Nach üblicher Auslegung geschieht der Eintritt ins Paradies nach dem Jüngsten Gericht, wobei den Toten die Wartezeit bis dahin nicht bestimmbar ist. Die zwei Grabes-Engel prüfen die Verstorbenen im Grab(!) mit den drei Fragen: „Wer ist dein Gott? Wer ist dein Prophet? Was ist deine Religion?“ Das wäre also von dem oder der Toten islamkonform zu beantworten. Ob er oder sie das dann zufriedenstellend zusammenbringt? Vom Ergebnis hängt ab, ob den Toten schon die Wartezeit bis zum Jüngsten Gericht erleichtert oder durch Strafen erschwert wird.]
S. 62 – Unerwarteter Besuch …
Mohammeds Erwählung als Prophet: Im Monat Ramadan in einer Berghöhle erschien Mohammed der Engel Gabriel mit den Worten: „O Mohammed, du bist der Gesandte Gottes, und ich bin Gabriel!“ [Das klingt nicht viel anders, als wenn sich zwei Menschen kennenlernen. Allerdings sind diese Worte frei nacherzählt und kein Schriftzitat. In der Bibel stellen sich Engel, wenn sie Menschen erscheinen, gewöhnlich nicht mit Namen vor. Solange sie als Engel Gottes erkenntlich sind, ist Ihre Identität ja auch unerheblich, und sie ist ohnehin nicht von Menschen überprüfbar. Nur der Engel, der dem Zacharias die Geburt eines Sohnes (Johannes, der Täufer) ankündigte, bezeichnete sich, als dieser es nicht gleich glaubte, wie zur Bekräftigung als der Engel Gabriel. Zacharias wurde denn auch bis zu Johannes’ Geburt mit Stummheit bestraft. Die Erscheinungen des Erzengels Gabriel vor Zacharias und Maria gemäß der Bibel werden im Koran, wie üblich, inhaltlich verändert und in der Sinngebung verzerrt wiedergegeben. Dies spricht ja im besonderen wie im allgemeinen dafür, dass der Koran nicht von Gott stammt und dass Mohammeds geistiger Übermittler, Führer und Beschützer Gabriel nicht der Erzengel Gabriel war.]
Mohammed sah dann Gabriel in Gestalt eines Mannes vor seinen Augen, gleich, wohin er blickte.
[Nach anderen Berichten wurde Mohammed in der Höhle von einer Erscheinung dreimal aufgefordert, die Schrift auf einem Tuch zu lesen, worauf er jedesmal antwortete, dass er nicht lesen könne, und daraufhin zu Boden gedrückt wurde. Dann empfing er die allerersten Koranverse. Die Vision Gabriels und seiner Erwählungsworte hatte er danach, als er aus der Höhle trat. Erst nach drei Jahren, in denen er beunruhigt, im Zweifel und betrübt über das Ausbleiben weiterer Botschaften war, hatte er auf dem Berg die nächste Vision von Gabriel und erhielt weitere Mitteilungen, zuerst Sure 93.]
In den Aufgaben wird die Koranstelle genannt, welche die ersten Verse enthält: 96;1-5. [In der Erwählungsvision empfangen; bei der nächsten Vision Gabriels folgte Sure 93. Darüber, warum die ersten Verse des Koran in die 96. und 93. der 114 Suren eingefügt sind, darf man sich als Nichtmuslim wieder wundern. Muslime sollen dieses und anderes Unverständliches freilich ohne Nachdenken als Zeichen der vollkommenen göttlichen Weisheit hinnehmen.]
S. 67 – Die Botschafter
„Solche Gesandte, die auch als Propheten bezeichnet werden, waren besondere Menschen … Sie waren ehrlich, man konnte ihnen vertrauen, sie waren klug, hatten Mut und vertrauten selbst ganz und gar Gott/Allah …“ Aufgaben: Von welchen Propheten wissen christliche Schüler/innen? – Die Geschichte des Jonas laut Koran 37;139-148 und sein angebliches Bittgebet „Es gibt keinen Gott außer Dir! Preis Dir! Siehe, ich war einer der Sünder!“ (21;87). „… ein kurzes, aber wichtiges Bittgebet … Lernt es auswendig, wenn ihr möchtet“ [vermutlich auf arabisch].
S. 68, 69 Wenn Gott/Allah mit seinen Gesandten spricht … „… dann benutzt er unterschiedliche Mittel: direkte, hörbare Worte, Eingebung, bestimmte Zeichen oder die Übermittlung durch den Engel Gabriel.“ Gabriel hat mit Gottes/Allahs Erlaubnis Mohammed den Koran „ins Herz herabkommen lassen, als Bestätigung dessen, was vor ihm da war [der Bibel], und als Rechtleitung [!] und als Frohbotschaft [„Evangelium“!] für die Gläubigen. (2;97)“
Eine sich auf die gegenüber liegende Seite erstreckende Farbzeichnung: verschiedenfarbige Balken mit koranischen Prophetennamen und den biblischen Bezeichnung in Klammern, von Adam bis Isa (Jesus), darunter ein arabisches Schriftzeichen für Mohammed. Aufgaben: Koranaussagen über die Gesandten nachschlagen, das Wesentliche notieren, ein Ratespiel darüber. Jüdische und christliche Mitschüler/innen zu den biblischen Gesandten befragen. [Hier wie bei anderen Aufgaben zur interreligiösen Recherche keinerlei Anregung, selbst in einer Bibel (verboten) oder heutzutage über das Internet zumindest in neutraler Sekundärliteratur nachzuforschen. Das wäre wohl nicht islamgemäß.]
S. 70 – Im Leben wachsen
Mohammeds Leben bis zur Heirat wie bekannt: Wechselnde Bezugspersonen – Amme, Mutter, Großvater, Onkel. Mohammad war klug, ehrlich, fleißig, verschwiegen, vertrauenswürdig, zuverlässig. Als 25-Jähriger heiratet er die 40-jährige Kaufmannswitwe, für die er eine Karawane nach Syrien geführt hatte.
In verziertem Rahmen Koranzitat 21;107: „Wir haben dich geschickt als eine Gnade für alle.“ [In anderer Übersetzung: „Wir entsandten dich nur als eine Barmherzigkeit für alle Welt“ (!). Die Mekkaner und die übrigen arabischen Stämme mussten erst mit dem Schwert davon überzeugt werden, und die Christen in islamisch orientierten Ländern sehen das sicher auch anders.]
In einer Aufgabe wird hervorgehoben, dass Mohammed trotz seiner schwierigen Kindheit einen guten Charakter entwickelte. Hinweis auf Sure 93, welche auf das Schicksal von Waisen eingeht.
S. 71 Farbzeichnung eines Laubbaumes, in den Ästen sind Mohammeds Eigenschaften geschrieben (wie vorige Seite, dazu „gut, entscheidungsfähig, vernünftig, intelligent, vorbildlich“).
In den Aufgaben geht es um die guten Eigenschaften Mohammeds und der Propheten im Bezug auf die Lernenden. [Diese Darstellung des jungen Mohammed ist freilich verklärend. Und sein Verhalten bis zur Heirat bzw. zur Übersiedlung nach Medina unterscheidet sich ja sehr von seinem späteren als Staatsmann und Feldherr. Die Überlieferung deutet auch auf andere Züge: Schon als Kind war er von gepflegtem Äußeren, gesalbt und geschminkt. In Medinensischer Zeit parfümierte er sich stark, er liebte ja nach eigener Aussage Wohlgerüche. Zwiebeln und Knoblauch aß er nicht. Mohammed bezeichnete sich als der Liebling Allahs und als der Ehrwürdigste unter den Propheten. Anhänger benützten sein Waschwasser nach ihm, was Personenkult beweist. Zum Vergleich denke man daran, wie Jesus den Jüngern die Füße wusch.]
S. 74 – Das Siegel der Gesandten – Mohammed sagte, er sei der letzte fehlende Eckstein im Haus, das die Gesandten vor ihm erbauten. [Damit ahmte er ein biblische Vorlage nach, nämlich wie Jesus zu verstehen gab, dass die Worte aus Psalm 118 in ihm erfüllt sind: „Der Stein, den die Bauleute verworfen haben, dieser ist zum Eckstein geworden. Von dem Herrn her ist er dies geworden, und er ist wunderbar in unseren Augen.“ (Mt 21,42) Betont wird dabei, dass Jesus von Gott her dazu gemacht wurde und sich nicht selbst erhöhte, und dass das Geschehen Gottes große Güte und Weisheit beweist.]
S. 77 – Kap. 7 – Mohammed in Medina – Koranvers 4;100 „Wer auf dem Weg Gottes/Allahs aufbricht und etwas zurücklässt, findet auf der Erde viele Zufluchtsorte und Versorgungsmöglichkeiten …“ Motto: „Jeder Mensch ist Ausländer, fast überall!“
S. 80 – Heimat verlassen
„Es gibt viele Gründe, wenn Muslime ihre Heimat verlassen und nach Deutschland auswandern.“ [Die Unterstreichung weist auf den religiösen Begriff der Hidschra und suggeriert eine Gleichartigkeit der Gründe, nämlich Vertreibung aus religiösen Gründen, was aber selten vorliegt und wenn, dann auch von Muslimen anderer Richtungen ausgehen kann.]
Es folgt eine entsprechende Geschichte der Glaubensverfolgung, offenbar aus der Zeit des sowjetischen Regimes in Kabul 1980-88. Praktizierende Muslime seien verfolgt und oft getötet worden. [Die Geschichte der afghanischen Familie ist veraltet und überdies nicht anwendbar auf die Türken als stärkste Gruppe der muslimischen Zuwanderer.]
S. 82 – Hidschra – Beginn einer neuen Zeit
Eine verklärende Erzählung von Mohammeds heimlicher Flucht aus Mekka. Davor ließ er noch geliehene Sachen zurückgeben, heißt es in der Geschichte. [Nicht viel später ließ er von Medina aus Karawanen der Mekkaner überfallen und entführen, all das wird muslimischen Kindern im staatlichen Religionsunterricht erspart (es würde auch nicht zur Verklärung Mohammeds passen), sie werden aber irgendwann auf anderen Wegen Kenntnis davon erhalten – und es als Allah gefällig einordnen.]
S. 84, 85 – Regeln regeln
„Mohammeds Ziel war Gerechtigkeit für alle – ob Muslim oder nicht. Er verlangte zum Beispiel, in Streitfällen immer alle Betroffenen anzuhören, bevor man urteilt.“ [Gerechtigkeit für Nichtmuslime? Sicherlich sah es Mohammed als gerecht an, dass Christen unterwürfig ihren Tribut entrichten, hatte Allah es ja so durch ihn verkündet. Oder dass die Götzendiener getötet wurden, wenn sie sich nicht bekehrten.] In Koran 43;36-43 „wird die gegenseitige Beratung … zur religiösen Pflicht erhoben.“ In einem großen gelben, rot umrandeten Pfeil nach rechts sind aus der Koranstelle 9 Pflichten abgeleitet, unter allgemeinen Ermahnungen „lieber verzeihen als Gleiches mit Gleichem vergelten“. [In der angegebenen Koranstelle wird das Recht auf Rache genannt, noch besser sei aber Verzeihen. In den nachfolgenden Versen heißt es übrigens: Wen Allah irreführt, der hat außer ihm keinen Schützer, und für den ist kein Weg. Dies gilt auch für die Christen insgesamt, indem sie zu den Polytheisten gezählt werden.]
„Das menschliche Zusammenleben kann nur auf der Grundlage sinnvoller Regeln friedlich verlaufen,“ ganz besonders bei Menschen unterschiedlicher Herkunft oder Religion. Ähnlich in Medina: Mohammed und die Einwohner einigten sich auf solche, schriftlich festgehaltene Regeln. In einer stilisierten Schriftrolle der Text „Aus dem Vertrag von Medina“: Juden und Muslime bilden eine Gemeinde mit jeweiliger eigener Religion. Fremde stehen unter Schutz. Bei Uneinigkeit wird eine Entscheidung von Gott/Allah durch Mohammed gesucht. Rechts daneben eine stilisierte Buchseite mit dem Text „Aus dem Grundgesetz der BRD“: zitiert werden Art. 1 Abs. 1, Art. 3 Abs. 3 (verkürzt), Art. 16a Abs. 1, Art. 93 Abs. 1 Satz 1 (unvollständig). [Statt 16a steht 16.1, statt Art. 93 steht 92. In dieser kleinen Auswahl erscheinen Bestimmungen, welche Migranten zugute kommen können. Nicht aufgenommen wurde die Gleichheit vor dem Gesetz und die Gleichberechtigung von Mann und Frau, sowie die Glaubens-, Gewissens- und Bekenntnisfreiheit, welche alle im Islam abgelehnt werden. Durch das Nebeneinanderstellen wird eine nicht nur formale, sondern auch inhaltliche Entsprechung suggeriert, ebenso wie schon auf S. 37, wo GG-Artikel einschließlich Gleichheit und Gleichberechtigung neben Rechte und Pflichten in der Umma gesetzt wurden. Die Regelung des Zusammenlebens mit den Juden galt auch nur in der Anfangszeit. Knapp fünf Jahre nach der Ankunft Mohammeds in Medina war die Oasenstadt judenfrei.]
Aufgaben: Für die Lerngruppen Kernregeln schriftlich festlegen und unterschreiben. Schulregeln aufstellen.
S. 86, 87 – Miteinander … füreinander
Islamische Regeln für notwendigen Streit: „Miteinander reden, nach Lösungen suchen, Gewalt vermeiden, voneinander lernen.“ Auch andere Religionen rufen zu fairem Umgang im Streitfall auf und warnen vor Gewalt und Krieg. Deklaration des „Parlaments der Weltreligionen“ (gegründet 1983): „Wir sind alle voneinander abhängig … Wir müssen andere behandeln, wie wir von anderen behandelt werden wollen … Wir verpflichten uns auf eine Kultur der Gewaltlosigkeit, des Respekts, der Gerechtigkeit und des Friedens.“ [Diese Verpflichtung ist eigentlich nur im Islam nicht von Haus aus gegeben, vielmehr: gewaltsame Bekehrung Ungläubiger, Unterwerfung von Juden und Christen, Sieg über alle Religionen, Ausdehnung des Herrschaftsgebiets des Islam auf die ganze Erde. Die Bildung dieses „Parlaments“ und seine Deklaration waren demnach wohl der Versuch, die Muslime in diese Verhaltensregeln einzubinden.]
S. 88 Koranvers 2;83: „Tut Eltern und Verwandten und Waisen und Armen Gutes; sprecht mit den Leuten auf freundliche Weise.“ [Das gilt gemäß Koranvers 48;29 nur innerhalb der Umma. Bei vielen Ermahnungen zu an sich guten Verhaltensregeln ist das ebenso, der Koranvers lautet: „Mohammed ist der Gesandte Allahs, und seine Anhänger sind streng (hart) wider die Ungläubigen, barmherzig (gütig) untereinander …“]
S. 96 – Wege finden
Aufgaben: „Der Gesandte hat erklärt, dass man sich seine Freunde mit Bedacht aussuchen sollte, denn Sprache, Verhalten und Umgang mit Essen [!?] der Freunde und Vorbilder ‚färben’ auf die eigene Person ab. Diskutiert darüber.“ [Warnung vor Nichtmuslimen, die Schweinefleisch essen?]
S. 97 – Irren ist menschlich
Eine Geschichte, wie Mohammed den Bauern etwas verbietet, das sie aus Erfahrung praktizieren, mit den Worten „Die Natur soll sich schon selber helfen.“ Nach der Beschwerde über schlechte Ernte erklärt er, er habe es nur nach seiner Meinung und nicht nach einer Offenbarung verboten, die Leute sollten nur in religiösen Dingen auf ihn hören. [Weil Mohammed im Koranvers 33;21 ein „schönes Vorbild/Beispiel“ für die Islam-Gläubigen genannt wird, beachten die Muslime auch Mohammeds überlieferte Handlungsweisen mehr oder weniger als Allahs Gebot. Eine strenge Auffassung schließt auch seine nichtreligiösen Ratschläge und seine weltlichen Gewohnheiten mit ein, wie z. B. die Empfehlung einer Heilpflanze oder, den Beginn einer Reise auf den Donnerstag zu legen.]
S. 98 – Starke Typen
Eine Landkarte von Europa, Asien und Afrika zeigt die heutige Verbreitung des Islam, mit farbig gekennzeichneten Abstufungen der muslimischen Bevölkerungsanteile. Aufgabe: Zeige, wo Mekka liegt.
An den vier Ecken der in Grün gehaltenen Seite werden die „vier rechtgeleiteten Kalifen“ genannt, mit einer kurzen Charakterisierung und einer Kalligraphie: Abu Bakr – Bewahrer der Einheit der Gemeinschaft; Umar – gerecht und konsequent; Uthman – Sammler des Korans; Ali – der weise Richter. [Ihre Herrschaft ab Mohammeds Tod im Jahr 632 dauerte jeweils rd. 2, 11, 13 und 6 Jahre. Wegen der großen historischen und religiösen Bedeutung der vier ersten Kalifen im Islam sollen hier ausführlichere Angaben folgen: Abu Bakr, ein alter Freund Mohammeds und Vater seiner Lieblingsfrau Aischa, schlug Revolten nomadischer Stämme gegen den islamischen Bund und die Tributleistung an Medina nieder. Dies belegt, dass die arabischen Stämme durch das Schwert unter dem Islam vereinigt wurden.
Umar, ursprünglich Gegner, später treuer Anhänger Mohammeds, ließ als Staatsoberhaupt in Medina Persien, Syrien und Ägypten erobern. Die beiden bestehenden Großreiche Byzanz (mit Großsyrien und Ägypten) sowie das Sassanidenreich im Irak und Iran waren zu jener Zeit durch gegenseitigen Kampf geschwächt und unterlagen dem Ansturm der Muslime. Omar wurde von einem Christen ermordet.
Uthman, ein reicher Kaufmann in Mekka und ein früher Anhänger Mohammeds, war mit einer seiner Töchter, und nach deren Tod mit einer weiteren Tochter Mohammeds verheiratet. Er regte die endgültige Sammlung der Koranniederschriften an. Er verschaffte seiner Großfamilie Reichtümer und Ämter, aus Unmut darüber wurde er ermordet.
Ali, Cousin und engster Vertrauter Mohammeds und einer seiner ersten Anhänger, mit dessen Tochter Fatima verheiratet, wurde in Medina zum Kalifen ernannt und besiegte das Heer der revoltierenden Mekkaner unter Führung Aishas. Er kämpfte erfolglos gegen den Statthalter Syriens, der sein Kalifat nicht anerkannte, und wurde ebenfalls ermordet.
Unter den Kalifen Umar und Uthman führten die fortgesetzten Raubzüge der Mohammedaner dazu, dass das Herrschaftsgebiet des Islam auf den Bereich zwischen Tripolis und Persien ausgedehnt wurde. Die Gewohnheit der Raubzüge bei den arabischen Stämmen hatte Mohammed nicht abgestellt, sondern in die Sicherung des neuen Glaubens umgelenkt. Mit der Vereinigung der arabischen Stämme wandte sich die kriegerische Dynamik, an welcher die Erwartung von (im Islam erlaubter) Kriegsbeute maßgeblichen Anteil hatte, nach außen. Die Eroberungen waren nicht mit erlittener Verfolgung oder Vertreibung aus Glaubensgründen – in Analogie zu Mekka – zu rechtfertigen. Im Islam werden sie gleichwohl als von Allah begünstigt angesehen, und die ersten vier Oberhäupter der Muslime nach Mohammed als „rechtgeleitet“ bezeichnet. Ihr Rechtgeleitetsein konnte sich aus der Vorbildfunktion Mohammeds herleiten, der vor seinem Tod noch einen Raubzug an die Nordgrenze der arabischen Halbinsel geplant hatte. Worauf die Kennzeichnung Alis beruht, entzieht sich meiner bescheidenen Kenntnis. Überliefert ist jedoch, dass er Apostaten (Abtrünnige) durch Verbrennen statt mit dem Schwert tötete. Andere Muslime fanden diese Hinrichtungsart unnötig grausam. Natürlich soll man den Schulkindern solche grausamen Details des realen Islams vorenthalten, aber die betriebene Glorifizierung herausragender historischer Gestalten erscheint angesichts des gleichzeitig Verschwiegenen als zweifelhaft.]
S. 99 – Starke Frauen
Die Königin von Saba begegnete König Salomo. Das Gebet einer Pharaonengattin laut Koran. Von Jesu Mutter Maria wird gemäß dem Koran gesagt: „Sie glaubte fest an Gott/Allah und die Botschaft, dass sie einen Sohn empfangen wird. Einsamkeit, Verleumdung und Schmerzen hielt sie aus, im Glauben an Gott/Allah und die Einzigartigkeit ihres Sohnes.“ [Gemäß dem Koran gebar Maria Jesus einsam und verzagt unter einer Palme; dann ging sie zu ihren Verwandten, die ihr den Vorwurf unehelicher Mutterschaft machten. Tja, allzu menschlich und armselig klingt das. Kein Wort von den Bibelinhalten wie Josefs Beschützerrolle, Botschaft der Engel, Anbetung durch die Hirten und die drei Weisen aus dem Morgenlande, von Herodes befohlener Kindermord, Flucht nach Ägypten. Aber es fügt sich in die durchgehende Herabstufung Jesu im Koran als Gesandter und bloßer Mensch.]
S. 106 – Dem Koran folgen
„Gabriel überbrachte Mohammed den Koran nicht auf einmal, sondern abschnittweise … bis nach 23 Jahren der Engel Gabriel mit der letzten Botschaft von Gott/Allah kam. Da war der Koran fertig. Bald darauf starb Mohammed. Später wurde der Koran aufgeschrieben … Es blieb aber weiterhin wichtig, den Koran mündlich rezitieren zu können.“ [Wieso ist heute, wo genügend Schriftausgaben vorhanden sind, noch das Auswendiglernen des Koran so wichtig, noch dazu in der arabischen Sprache, die viele gar nicht verstehen?]
S. 108, 109 – Hadithe kennenlernen … und verstehen
„Prophetenworte … Hadithe … Dinge, die Mohammed gesagt oder getan hat … bestehen aus kurzen Sätzen und kleineren Geschichten … beruhen auf Augen- und Ohrenzeugen … behandeln nicht nur … Fragen des Glaubens, sondern auch andere grundsätzliche Fragen … manchmal … alltägliche Dinge … (Mohammed) machte vor, wie die Botschaft von Gott/Allah im täglichen Leben angewendet wird. Durch Mohammed wurde der Islam nicht nur zu einer Religion, sondern auch zu einer Lebensweise. Sie entwickelte sich nach und nach zur Lebenskultur der muslimischen Gemeinschaft. Man braucht Hadithe auch dazu, den Koran besser zu verstehen“, z. B. zur genauen Ausgestaltung des Ritualgebets.
Aufgaben: „Isst du mit der rechten … Hand? … Ruhst du dich nach dem Essen kurz aus? Ziehst du die Schuhe aus, bevor du die Wohnung betrittst? Du findest Dinge in deinem täglichen Leben, die du tust, ohne lange darüber nachzudenken, weil du so erzogen und daran gewöhnt bist. Sie beruhen auf Hadithen …“
S. 112 – „Lies!“ [Das erste Wort der Erwählungsvision]
In einer Art Ratespiel macht quasi der Koran in Ich-Form Aussagen über sich. Zwei Ausschnitte aus historischen Schriftausgaben. Am linken Rand in Lautschrift, auf Deutsch und in arabischer Schrift wichtige Begriffe: „Die Unterscheidung, die Rechtleitung, das Licht, die Schrift, der Geist, die Ermahnung, die Wahrheit, die Klärung.“ [Diese Begriffe kommen, wenn sie auf den Islam angewendet werden, optimistischen Behauptungen gleich.]
S. 114, 115 – Gottes/Allahs Wort nachgehen
Bleistiftzeichnungen von Kirche, Synagoge (?) und Moschee. Farbzeichnung: Ein Junge trägt ein Aufnahmegerät und hält einem Mädchen, das von einem Blatt abliest, das Mikrofon hin. Auf der linken Seite beginnend und die rechte Seite ausfüllend eine Farbzeichnung: Mohammed (Rückenansicht) steht vor der Höhle und blickt in die Ferne. Über ihm der Text der ersten Sure (96;1-5) Wie es zur Erwählungsvision kam, wird nacherzählt. „Mohammed war mit der Situation in Mekka unzufrieden. Die Leute seiner Stadt unterdrückten die Frauen, die Armen und die Schwachen …, sie waren nur auf Gewinn aus … sehr stolz und reagierten auf gute Ratschläge mit schroffer Zurückweisung … in einer jener Nächte, in der Mohammed in der Felsennische saß … Langsam nahm er eine Gestalt wahr. Sie schien eine Art Tuch vor ihm hochzuhalten … als er nach Hause zurückgekehrt war … voller Angst, zitternd und schweißgebadet … ,Ich glaube, ich bin verrückt geworden!’, keuchte er. Aber Khadidscha … ,Nein, … du bist der vernünftigste Mann, den ich kenne. Sag, was hat die Gestalt noch gesagt?’ … ,Du bist der Gesandte Gottes/Allahs, und ich bin Gabriel.’ “ [Laut einem Hadith sagte Kadidscha, Gott würde ihm niemals Schaden zufügen, weil er ein gutes Verhältnis mit der Verwandtschaft habe und wohlwollend, gastfreundlich und hilfsbereit sei. Sie konsultierte ihren christlichen Cousin Waraqa und brachte Mohammed zu ihm. Waraqa erklärte den Erzengel Gabriel zum Urheber der Vision, und dieser Glaubensinhalt blieb im Islam unbestritten, auch gemäß Koranversen wie „Wer ein Feind ist Allahs und seiner Engel und seiner Gesandten und Gabriels und Michaels …“ (2;8) und „… so ist Allah sein [Mohammeds] Schützer und Gabriel und jeder Gläubige, und die Engel sind außerdem seine Helfer.“ (66;4)
Die nächste Begegnung mit Gabriel trat erst drei Jahre später ein, dabei empfing Mohammed die in Sure 93 enthaltenen Verse. – Vgl. die Anmerkungen zum gleichen Thema der S. 62.]
Die allerersten Koranverse (96;1-5) lauten: „Lies im Namen deines Herrn, der erschuf. Er schuf den Menschen aus einem Embryo. Lies! Und dein Herr ist der Edelste [Alllgütige, nach einer Koranausgabe], der mit dem Schreibrohr lehrte. Er lehrte den Menschen, was er nicht wusste.“
[Das Verhältnis des Menschen zu Gott/Allah wird als das eines Dieners zu seinem Herrn festgelegt. Gott/Allah ist der Schöpfer.
Sodann ist im allerersten Vers, den Mohammed empfing, vom Herrn die Rede, der den Menschen aus einem „Klumpen Blut“, „geronnenem Blut“, oder „Embryo“ (verschiedene Übersetzungen) erschuf. Das ist etwas unverständlich, denn Adam wurde im Koran aus Ton erschaffen, ähnlich wie in der Bibel. Seine Nachkommen entstehen natürlich körperlich aus einer befruchteten Eizelle. Aber warum ist das so wichtig, dass es in der allerersten Botschaft und gleich nach „Herr“ und „Schöpfer“ erwähnt wird? Und geht es in der Religion nicht vorrangig um die Seele und ihr Heil, um die Verkörperung der Seele, und nicht um die Entstehung des Körpers?
Warum ist die individuelle körperliche Entstehung für eine religiöse Offenbarung so wesentlich, dass sie gleich in der allerersten Botschaft Mohammeds auftaucht, und zwar als Identifizierung des Herrn (Gottes/Allahs) als desjenigen, der die Menschen mit der Fortpflanzung erschafft? Wird da der Botschaftenempfänger nicht gleich am Anfang mit etwas gepackt, wessen er sich schämt, ohne davon lassen zu können, nämlich dem Akt der körperlichen Vereinigung? Muslime betrachten ihn als schmutzig, aber durch die Reinigungs- und sonstigen Vorschriften erlaubt und geregelt. Wie identifizierte sich Gott, als er Moses, mit dem Mohammed sich gern verglich, erwählte? „Ich bin der Gott deines Vaters, der Gott Abrahams, der Gott Isaaks und der Gott Jakobs.“ (2.Mose 3,6)
Gott/Allah als der Allgütige lehrt die Menschen Neues – ob über das Seelenheil oder das irdische Fortkommen (Wissenschaft und Technik) oder beides, bleibt zunächst offen.]
S. 117 Ganze Seite coloriert. Rechts auf einer Steintafel „Die zehn Gebote“, links auf zehn Papyrusblättern Koranverse, von denen fünf Ähnliches aussagen wie die Gebote 1 bis 4 und 10. [Statt dem in der Bibel selbstverständlichen Wortlaut „Du sollst“ beginnen die Wiedergaben der Gebote im Saphir mit „Du wirst“. Die Zukunftsform bedeutet aber zunächst eine Vorhersage oder Ankündigung, was sich dahingehend verstehen lässt, dass sich die Geboteerfüllung ohne eigenes Zutun einstellt. Hingegen drückt „Sollen“ eine Anweisung, eine Vorschrift und eben ein Gebot aus. Für diese verfälschte Wiedergabe der im Judentum und Christentum wichtigen Zehn Gebote gilt das oben anlässlich „Paulus“ Gesagte hinsichtlich Gegnerschaft zu den biblischen Religionen.]
S. 118 – Zu jeder Zeit – für alle Menschen [soll die Botschaft des Koran gelten, ist zu ergänzen.]
Fotos von Neue Synagoge, Berlin; Petersdom, Rom; Blaue Moschee, Istanbul. Erklärungen zu Tora, Evangelium und Koran. „… die Gott/Allah innerhalb von 23 Jahren als abschließende Schrift dem Gesandten Mohammed durch den Erzengel Gabriel offenbart hat.“ [Mohammed sei der letzte Gesandte. Der Islam berichtigt und ersetzt laut eigenem Anspruch das Judentum und das Christentum, der Koran berichtigt und ersetzt laut eigenem Anspruch die Bibel.]
S. 123 – Kap. 11 – Gleiches Recht für alle!
Koranvers 17;70: „Wir haben den Menschen Würde verliehen.“ [Der Text meiner Koranausgabe lautet: Und wahrlich, wir zeichneten die Kinder Adams aus und trugen sie zu Land und Meer und versorgten sie mit guten Dingen und bevorzugten sie hoch vor vielen unserer Geschöpfe. Eine fehlerhafte Stellenangabe oder eine sehr freie Übersetzung, eventuell von Frau Kaddor?] / „Gott/Allah hat jeder Frau und jedem Mann die gleichen Rechte gegeben. Alle Menschen sind gleich wertvoll. Keiner steht über dem anderen.“ [Dies ist weder eine andere Formulierung des angeführten angeblichen Korantextes noch der bezeichneten Koranstelle, noch stimmt es mit anderen Aussagen des Koran überein. Das Verhältnis der Geschlechter im Islam wird unstrittig noch immer vom Koranvers 4;34 definiert: „Die Männer sind die Verantwortlichen über die Frauen, weil Allah die einen vor den anderen ausgezeichnet hat … ermahnt sie … und straft sie. Wenn sie euch dann gehorchen … Allah ist hoch erhaben, groß.“ Damit stimmen vielerlei Schariagesetze bezüglich Ehe, Erbrecht und Zeugenschaft vor Gericht überein. – Diese verblüffende Islam-Auslegung in Saphir entspringt wohl vielmehr dem Wunsch von Verfechterinnen von Frauenrechten und gehört in die Kategorie „willkürlich erdichteter Bonbon-Islam“ (Hartmut Krauss). Es nützt aber wenig, eine einzelne Koranbestimmung willkürlich zu ändern, wenn sie mit zahlreichen anderen Koranaussagen zusammenhängt und übereinstimmt.]
Motto: „Alle Menschen sind gleich, manche sind gleicher!“ [Dieser witzige Spruch spielt normalerweise darauf an, dass Reiche und Prominente Sonderrechte genießen. Im Rahmen des Islam trifft das Wortspiel sicherlich auf das männliche Geschlecht zu.]
S. 125 „Das Haus der Rechte ist in vielen Ländern der Erde noch im Rohbau. Jedes Kind hat ein Recht auf …“ Farbzeichnung eines Hauses mit offener Front, das Dach ist erst halb gedeckt, im Vordergrund eine Baustelle. In den vielen Zimmern Texte und passende bildliche Darstellungen wie „Gleichheit – unabhängig von Rasse, Geschlecht, Religion, Herkunft und körperlicher Entwicklung; einen Namen und eine Staatsangehörigkeit; genügende Ernährung, Wohnung und ärztliche Betreuung; Liebe, Verständnis und Fürsorge; Schutz vor Grausamkeit, Vernachlässigung und Ausnutzung; Schutz vor Verfolgung und eine Erziehung im Geiste weltumspannender Menschlichkeit und des Friedens.“ [Diese berechtigten Punkte lehnen sich an die Menschenrechte an, deren Erklärung aber gerade im Islam nicht anerkannt wird, da sie Menschengesetz darstellen und alles Recht von Allah kommt und mitgeteilt ist, und auch davon abweicht: Fehlende Gleichberechtigung der Geschlechter und fehlende Gleichheit ungeachtet von Bekenntnis und Weltanschauung. Die genannten Kinderrechte werden sicher in westlichen Ländern mehr gutgeheißen und gewährt als in den islamischen Ländern.]
S. 129 „Du nicht!“ – Musa wird vom Türsteher der Jugendhausparty abgewiesen. „Die nicht!“ – Oma sucht per Inserat eine Untermieterin gegen Mithilfe im Haushalt, weist aber eine Medizinstudentin aus Sudan ab. [Ein Länderlexikon gibt die Verteilung der Religionszugehörigkeit im Sudan mit 70% Sunniten, 25% Animisten und 5% Christen an. Darf man bei der Wahl von Mitbewohnern und Haushaltshilfen nicht mehr auf irgendwie gleiche Gesinnung achten? Medizinstudentin klingt ja gut, aber weiß man, ob sie nicht nachts die Geister der Ahnen beschwört?]
Aufgaben: Hilfsinitiativen und Unterstützung für Flüchtlinge. Begriff „Asylbewerber/in“ klären.
S. 141 – Ich achte …
Zwei farbige Kreise mit je einem arabischen Schriftzeichen. Farbzeichnung einer geöffneten Hand mit 13 Ergänzungen wie „den Gesandten Gottes/Allahs, indem ich seinem guten Beispiel folge; mich selbst, indem ich mich zu beherrschen lerne und lerne, zu teilen und an Gott/Allah zu denken, und indem ich für ihn eine anstrengende Reise unternehme; die anderen, indem ich von meinen Sachen etwas abgebe und mir klarmache, dass wir als Geschöpfe Gottes/Allahs alle gleich wertvoll sind.“ [Die fünf „Säulen“ (Hauptgebote) des Islam sind im Text enthalten: Glaubensbekenntnis, Gebet, Fasten, Almosen und Wallfahrt. Das Wort vom gleichen Wert der Geschöpfe betrifft die Muslime untereinander, im Hinblick auf Koranaussagen wie: Hart sind die Muslime gegen die Ungläubigen, aber gütig untereinander; Muslime sind die beste Gemeinschaft, sie erlangen Allahs Huld: Christen sind irregeleitet, sie werden von Allah nicht recht geleitet, Allah erregt Feindschaft und Hass unter ihnen; die Juden sind von Allah verflucht; Ungläubige müssen sich bekehren usw. Diese Botschaften erzeugen bei Muslimen ein Überlegenheitsgefühl und die Ansicht, dass Nichtmuslimen an sich kein Wert zukommt, sondern die Rolle, den Muslimen zu dienen und zu nützen.]
Aufgaben: Anhand von Beispielen die Behauptung prüfen „Gottes/Allahs Gebote zu befolgen, führt zu einem friedlichen Miteinander.“ [Innerhalb der Umma kann es in gewissem Sinn diese Folge haben, aber bei Einbeziehung von Nichtmuslimen sicherlich nicht. Im nichtislamischen Aufnahmeland führt die islamische Gebotebefolgung zu Konflikt mit der bestehenden Rechts- und Gesellschaftsordnung, zu gesellschaftlicher Spaltung und zur Parallelgesellschaft.]
S. 144, 145 – Wissen suchen – Gott/Allah finden
„Zu leicht wird der Zuwachs an Wissen mit dem Vorsprung an Macht verwechselt. Das kann zum Missbrauch wissenschaftlicher Erkenntnisse führen.“ Koranverse 57;28-29: „… Die Leute des Buches wissen, dass sie in keiner Weise über seine (Allahs) Gaben verfügen … er gibt sie, wem er will …“ [Nach einer Koranausgabe: „Auf dass die Leute der Schrift (die Juden und die Christen) erkennen, dass sie über nichts von Allahs Huld Macht haben … die er gibt, wem er will …“ Die Umsetzung von Forschungsergebnissen in fortgeschrittene Technologie wird dem darin überlegenen Westen als Missbrauch und fehlende Verantwortung vor Gott/Allah vorgeworfen. Wenn aber Muslime aufrüsten, und z. B. der iranische Präsident unübersehbar die Atombombe anstrebt, erfüllen sie natürlich Allahs Gebote. Wissen und Macht stehen, wie von Allah verheißen, nur ihnen zu.]
S. 148, 149 – Sich streiten … am Frieden arbeiten
S. 149 „Das arabische Wort islam bedeutet die Hingabe an Gott/Allah. Das verpflichtet Musliminnen und Muslime dazu, friedlich zu leben. Sie begrüßen sich daher mit … (arabisch für) „Friede sei mit euch“. Der Friedensgruß an sich kann schon eine Leistung sein! Höflich zu bleiben, auch wenn dich jemand provoziert, ist nicht selbstverständlich …“ [Islam/Hingabe an sich bedeutet noch nicht „Friede“. Allahs Verpflichtung zum friedlichen Leben gilt, was hier wieder unterschlagen wird, nur für die Gläubigen untereinander, wie durch Koranaussagen bereits hinreichend belegt wurde. Die hier angesprochene Provokation dürfte in der Regel von Nichtmuslimen ausgehen. In Wirklichkeit aber fühlen sich die muslimischen Migranten tendenziell durch jegliche, von der ihnen gewohnten islamischen Handlungsweise abweichenden Verhalten der mehrheitlich nichtmuslimischen Bevölkerung des Aufnahmelandes irritiert, frustriert und „provoziert“. Andere Verhaltens- und Lebensweisen als ihre eigene, als „überlegen“ betrachtete islamische, müssen ihnen von Haus aus als geringwertig oder sogar böswillig erscheinen, eben als Zumutung und Provokation. Die Rechtfertigung für Zurückweisung und Vergeltung, auch in gewalttätiger Form, liegt nahe. Im Schulbuch wird dieser Zusammenprall von religionsbedingt sehr verschiedenen Kulturen nicht an sich thematisiert und nicht Verstehen der verschiedenen Sichtweisen angestrebt, sondern die bloße Abmilderung der Reaktion auf die praktische Begegnung mit der kulturellen Kluft. Die islamische Weltanschauung bleibt verabsolutiert und unhinterfragt, lediglich die Äußerung des Konfliktpotentials wird unterdrückt (solange die Muslime im Aufnahmeland noch nicht die Übermacht haben, ist zu ergänzen).]
Koranvers 5;28 wird folgendermaßen zitiert: „Auch wenn du deine Hand erhebst, mich zu töten – ich erhebe nicht meine Hand gegen dich.“ [Gewiss ein zum Konfliktstoff in der nichtmuslimischen Aufnahmegesellschaft gut passender hochherziger Vorsatz, der auch an die Bibelsätze von „andere Wange“ und Feindesliebe erinnert. Auf die Muslime untereinander bezogen würde diese Einstellung zum Islam passen. Und schön wäre es, wenn dies auch gegenüber Nichtmuslimen im Koran so vorgeschrieben wäre. Dem ist aber leider nicht so. Die Koranstelle lautet nämlich im Zusammenhang: „Und verkünde ihnen die Geschichte der beiden Söhne Adams [Kain und Abel] … Er sprach: ‚Wahrlich, ich schlage dich tot!’ Der andere sprach: ‚Siehe, Allah nimmt nur von den Gottesfürchtigen an. (Das obige Zitat in Saphir) Siehe, ich fürchte Allah, den Herrn der Welten, … ich will, dass du meine und deine Sünde trägst und ein Gefährte des Feuers wirst; und dies ist der Lohn der Ungerechten.’ … und so erschlug er ihn und ward einer der Verlorenen.“ – In der Bibel heißt es ohne weitere Begründung, dass Gott auf Abel und seine Opfergabe blickte und auf Kain und seine Opfergabe nicht. Abel lebte anscheinend in größerer Ehrfurcht vor Gott als Kain. Laut Koran führt Abel vor dem mordwilligen Bruder noch eine lange naseweise, selbstgerechte und verdammende Rede. Seine Worte erscheinen unrealistisch, die Bibel berichtet nichts von ihnen, und sie hätten auf den zornigen Kain noch als zusätzliche „Provokation“ wirken müssen. Wie im Koran üblich, dient die Geschichte sogleich als Vorlage zur Anbringung von Glaubensformeln, hier „Gefährte des Feuers“, „Lohn der Ungerechten“, „Verlorener“.
Somit wird der Vers über den Verzicht auf Gegenwehr gegen einen Mörder im Saphir aus dem Zusammenhang gerissen zitiert, wodurch suggeriert wird, dies sei Allahs Gebot für die Muslime. Das Vorgehen gleicht genau dem bei der angeblichen Koranvorschrift „Wer einen Menschen ermordet, soll sein wie einer, der die ganze Menschheit ermordet hat.“ Auch dort gilt der Satz nicht für die Muslime, sondern: „Aus diesem Grund haben wir den Kindern Israel verordnet, dass wer einen Menschen ermordet …“ Überdies schließt sich diese zweite, von Muslimen zu Takiyazwecken verkürzt zitierte Koranstelle direkt an den vorher behandelten Abschnitt über Kain und Abel an, welcher somit den „Grund“ für die Verordnung an die Kinder Israel enthält. Diese unkorrekte Koranzitierung auf S. 149 ist sicherlich ein weiteres Beispiel für das, was Hartmut Krauss kürzlich einen „willkürlich erdichteten Bonbon-Islam“ nannte.]
S. 150 – Füreinander einstehen
Der umfangreiche Text eines Rap-Songs „Islam bedeutet Frieden“ [vgl. hierzu S. 149] Text von Milkias Kebede, Garching.
Einleitung: Möchtegern-Experten verbreiten Hass und Panik, verdrehen die Wahrheit indem sie sagen, „Schleier, Feuer und Schwert, Afghanistan, die Anschläge von Madrid, das ist Islam!“ Das Terrorfieber wird uns alle vernichten. Anstatt aufzuklären wollen sie lieber Ängste schüren und einseitig berichten.
Kehrvers: „Islam bedeutet Frieden!“ (4 mal) Eine Botschaft für alle, die den Frieden lieben, auch wenn manche versuchen, es zu verbiegen, Muslime lieben Frieden und wollen Frieden leben. „Also lasst uns gemeinsam die Wege des Friedens gehen!“ [Auch durch Wiederholung wird die Behauptung nicht wahrer. Die Aufforderung richtet sich an die „Möchtegern-Experten“, welche aus „Hass“ dem Islam etwas Unfriedliches andichten.]
1. Strophe (auszugsweise zitiert): Jeden Tag ein neuer Anschlag, schuld sind sie alle mit ihrem strengen Islam, nur wer nicht weiß, was Islam heißt [Hingabe an Allah], kann so was sagen, denn Islam bedeutet Frieden, kannst es gerne nachschlagen [in Koran und Hadithen wohl weniger], nicht einfach nachsagen, einem Sündenbock nachjagen. „Islam bedeutet Frieden seit über 5000 Jahren. Öffne dein Herz und auch du wirst es spüren und erfahren.“ [Bei der bloßen Behauptung vermisst man die Erklärung, warum die Terroristen, die unbestritten Muslime sind und ihre Tat aus dem Islam begründen, den Islam missverstehen oder missbrauchen. – Der „friedliche Islam“ beginnt offenbar nicht etwa bei Abraham, sondern bei Adam und Eva. Er ist angeblich im Herzen spürbar und erfahrbar, dann wohl als aller Realität enthobene reine Fantasie.]
2. Strophe: An jeden, der den Terror toleriert oder unterstützt und ausführt, also im Namen des Islam den Frieden attackiert: Ihr betreibt Unrecht, folgt dem Satan und euren inneren Schwächen, aber nicht dem Islam. Ihr zieht unsere [!] Religion tief in den Dreck. Der Gesandte hat uns beigebracht, geduldig zu bleiben, auch wenn man uns fertigmacht, Gutes zu tun und gerecht zu handeln und nicht die Welt in ein Chaos zu verwandeln. [Von „Haus des Islam“ und „Haus des Krieges“ hat dieser Rap-Dichter wohl noch nichts gehört. Für welchen Fantasie-Islam spricht er hier eigentlich?]
3. Strophe: Die Wege des Friedens der Muslime sind im Koran geschrieben. Stell Allah nichts zur Seite [Natürlich keine Götzen, aber auch keinen Gehilfen oder „Sohn“, wie sie es bezüglich Jesus dem Christentum vorwerfen.], ehre deine Eltern, Spende geben, sei kein Betrüger, kein aggressiver Krieger. Das ist die Botschaft des Islam, die Mohammed von Gott/Allah bekam. Frieden schon seit über 5000 Jahren … [Die guten Handlungsvorschriften gelten innerhalb der Umma, gegenüber Nichtmuslimen steht im Koran allerdings die Botschaft vom „aggressiven Krieger“.]
Schluss: Irgendwann hast du gehört, mit Feuer und Schwert hätte sich der Islam verbreitet, so hast du es gelernt und eingeprägt. Befrei dich von deinem Vorurteil, ich komme mit einer Friedensblume, nicht mit dem Kriegsbeil. Ich bin dein Freund und Kollege, schau genau, wie ich lebe, was ich hier erzähle, ist die Wahrheit. Kannst es gerne nachschlagen … [Also die unbestreitbare historische Wahrheit von der kriegerischen Expansion des muslimischen Herrschaftsgebietes (und in der Folge die rapide Ausbreitung des islamischen Glaubens), mehr noch, deren im Islam nirgends bestrittene Übereinstimmung mit Allahs Wille und Gebot, ist nur ein gehörtes und gelerntes Vorurteil, von dem sich Nichtmuslime befreien müssen, und zwar weil jetzt die muslimischen Migranten (solange sie in der Minderheit sind) als freundlicher Kollege auftreten. Natürlich nimmt man dem Durchschnittsmuslimen ab, dass er hier einfach ohne Probleme (mit seinen Leuten) leben will, und weil dazu Arbeit gehört und diese oft mit Nichtmuslimen in Kontakt bringt, sich dann als friedlicher Kollege geben will. Obwohl, Ausnahmen bestätigen die Regel, denn so mancher hat im Großstadtdschungel schon leidvolle Erfahrung mit dem Kriegsbeil muslimischer Migranten machen müssen.
Aber wie andere Religionen ist der islamische Glaube durch die Schriftgrundlagen definiert, und diese schreiben, wenn die Stärke ausreicht, den Wandel von „freundlicher Kollege“ zu „aggressiver Krieger“ vor. Dass der Islam nur friedlich ist, kann man in Koran und Hadith, den maßgeblichen Schriftgrundlagen, schon mal nicht „nachschlagen“. Wenn der Rapper als Mustermoslem die kämpferische Seite des Islam ganz vernachlässigen will, wieso bezeichnet er sich weiter als Muslim und verteidigt noch den Islam gegen „Missverständnisse“? Natürlich, er darf, wenn er wollte, den Islam bei Lebensgefahr nicht aufgeben; er darf aber in der Diaspora-Situation die Dschihadverpflichtung in den Hintergrund treten lassen und soll für den Erfolg des Islam Takiya betreiben, indem er das vorübergehende situationsbedingte friedliche Ausleben des Islam den Nichtmuslimen als das einzig wahre hinstellt, um sie zu beruhigen und einzulullen.
Der muslimische Migrant lädt den nichtmuslimischen Kollegen sogar ein, genau zu schauen, wie er lebt. Natürlich lebt er äußerlich, abgesehen vom islamischen Ritual, grob betrachtet so, wie deutsche Nichtmuslime auch. Die vom Islam bedingten Unterschiede zeigen sich besonders in den zwischenmenschlichen Beziehungen der Muslime untereinander, am meisten in der Familie. Und da hat der deutsche Kollege gerade am wenigsten Einblick. Der muslimische Freund und Kollege am Arbeitsplatz ist der gleiche, der z. B. seine junge Schwester überwacht, damit sie mit keinem Jungen auf der Straße redet, der eine von seinen Eltern ausgesuchte Importbraut heiratet oder der entscheidet, ob seine Ehefrau eine Arbeitsstelle annehmen oder den Führerschein machen darf. Und dieser gleiche Kollege fühlt sich auch in seiner friedlichen Islamversion als Allahs Stellvertreter auf Erden, der verpflichtet ist, zuerst in seiner Familie, besonders gegenüber Frau und Tochter, dann auch in der Gemeinde, nach Kräften für die Einhaltung von Allahs heilsamer Ordnung zu sorgen und Verstöße dagegen durch Bestrafung und Gewalt, im Extremfall bis zum Ehrenmord, zu verhindern bzw. zu beenden. Ja, so lebt nämlich der „freundliche Kollege“, aber er zählt darauf, dass die deutschen Nichtmuslime das nicht bemerken und durchschauen, außerdem rechnet er diese Merkmale seines Familienlebens zu seiner vom Grundgesetz garantierten privaten Religionsausübung.
Nach dieser daher schwadronierenden Takiya des Rap zur Abwechslung ein wirklicher Koranvers: „Gläubige sind nur die, welche an Allah und seinen Gesandten glauben und hernach nicht zweifeln und die mit Gut und Blut in Allahs Weg eifern. Das sind die Wahrhaftigen.“ (49;15) Muslime dürfen nicht am Glauben zweifeln, sonst sind sie Abtrünnige, kann man folgern, und wenn sie nicht den (äußeren) Dschihad mitmachen oder wenigstens finanziell unterstützen, sind sie keine wahrhaft Gläubigen.]
S. 156, 157 – Vergebung bereichert
Unter diesem Aspekt wird stark gekürzt die Geschichte von Yusuf (in der Bibel „Josef“) nacherzählt. In den Text eingerückt ist ein farbiges Plakat für den Italo-Western „Gott vergibt – wir beide nie!“ [Im Koran nimmt die Erzählung über Josef eine ganze Sure mit 111 Versen ein. Diese 12. Sure eignet sich mit der ausführlichen und zusammenhängenden Wiedergabe eines biblischen Stoffes sehr gut für einen Vergleich mit dem Original (1.Mose 37, 39-47). Die Art und das Ausmaß der Abweichung von der Bibel finden sich auch bei anderen Korandarstellungen biblischer Geschichten (z. B. der von Moses). Geschehnisse aus der Bibel werden im Koran verkürzt, bruchstückhaft, verzerrt oder abgeändert verwendet und mit einem bibelwidrigen Sinn unterlegt. Auch die 12. Sure endet typischer Weise mit einer moralischen Folgerung aus der Geschichte, in der Gestalt allgemeiner Glaubensformeln: „Erst wenn die Gesandten verzweifelten … kam unsere Hilfe zu ihnen; und wir erretteten, wen wir wollten [die Willkür Allahs als Beweis seiner Souveränität]; und unsere Strafe ward nicht abgewendet vom Volk der Sünder. Wahrlich, in ihren Geschichten ist eine Lehre für die Verständigen. Nicht ist (der Koran) eine ersonnene Geschichte, sondern eine Bestätigung dessen, was ihm vorausging, und eine Erklärung aller Dinge und eine Leitung und Barmherzigkeit für ein gläubiges Volk.“ – Bedarf die Bibel der Bestätigung durch den Koran, der sie ja verwirft und zu ersetzen vorgibt? Vielmehr sucht der Koran mittels des Aufgreifens biblischer Inhalte eine Bestätigung für sich. Er behauptet auch, alles zu enthalten, was für den Gläubigen zu wissen nötig ist. Für die Muslime wird die Bibel, als ohnehin verfälscht, irreführend und schädlich, dadurch auch völlig überflüssig und entbehrlich. Wenn sie die Bibel nicht kennen wollen und den christlichen Glauben verurteilen, tun sie das auf Grund der vermeintlich weisheitsvollen Lehre Allahs, und eine Glaubensüberzeugung kann ja nicht einfach als negatives Vorurteil bezeichnet werden.]
S. 159 – Kap. 14 – In Deutschland leben
Koranvers 19;13: „… Wir haben euch aus einem männlichen und einem weiblichen Wesen erschaffen und haben euch zu Stämmen und Verbänden gemacht, dass ihr einander kennenlernt …“ [Der Zusammenhang: Sure 19 ruft die Muslime zu Frieden, Gerechtigkeit gegenüber den neu bekehrten Stämmen auf, aber auch zum Kampf gegen Abtrünnige. Hintergrund ist die Vereinigung der Stämme unter dem Islam, die nicht ohne bewaffneten Kampf abging. Was bedeutet dies für die Islamisierung Europas? Dass auch bewaffneter Kampf eingesetzt wird, sofern die Kraft ausreicht? Dies verstehen also die Muslime als von Allah verordnetes Kennenlernen.]
Motto: „Jetzt wächst zusammen, was zusammengehört.“ [War meines Wissens auf die Wiedervereinigung Deutschlands bezogen.]
S. 166 – Glaube verbindet
„Der Islam verpflichtet die Muslime zum Frieden.“ [Laut Koran gilt dies höchstens, wenn und solange der verpflichtende Kampf gegen die Nichtmuslime bis zum Sieg wegen kräftemäßiger Unterlegenheit nicht möglich ist, also auch für die Diaspora-Situation, in welcher Saphir ja zum Einsatz kommt.] „Die Friedenspflicht gilt ohne Ausnahme jedem Menschen gegenüber.“ [Sie gilt laut Koran für die gläubigen Menschen und Stämme untereinander, gegenüber den Nichtmuslimen aber gerade nicht.] „Manchmal erlebt man aber Dinge, die zu Unfrieden führen können. Am friedlichen Zusammenleben mit dem anderen aber genau dann festzuhalten, wenn man am liebsten zuhauen würde, erfordert harte Arbeit an sich.“ [Dass man am liebsten zuhauen würde, wird nicht hinterfragt. Es lässt sich kaum bestreiten, dass in den islamisch beeinflussten Kulturen und Traditionen die Gewaltbereitschaft höher und die Gewaltanwendung häufiger in Erscheinung tritt als in anderen Kulturen, wie z. B. der christlich-europäischen. Körperliche Gewalt wird stärker angewandt zwischen Eltern und Kindern, zwischen Bruder und Schwester, zwischen Mann und Frau und bei Streitigkeiten und sozialen Konflikten. Und die Gefährlichkeitsstufe ist durch Einsatz von Messern und Schusswaffen höher. Ist es denn so selbstverständlich für Jugendliche, dass man zuschlägt, wenn einem etwas nicht passt? Für Muslime vielleicht eher.]
„Eine Quelle für Unfrieden ist soziale Ungerechtigkeit. Eine der wichtigsten Regeln ist darum die Pflichtabgabe (Zakah) … Wer genug hat, gibt denen ab, die nicht genug haben: … Muslimen oder Nicht-Muslimen.“ [Also ist die Kluft zwischen Arm und Reich ein Grund zum Zuschlagen? Da ist der Übergang nicht groß zum Straßenraub, zumal es islamische Anschauung ist, dass die Nichtmuslime ihren Besitz den Muslimen vorenthalten oder von ihnen gestohlen haben, weil die Muslime ein Anrecht auf alle Güter der Erde haben. Gerade Jugendliche hegen viele unerfüllte materielle Wünsche, und gerade im Islam wird Wohlstand vorrangig angestrebt und auch als schon im Diesseits eintretende Belohnung durch Gott/Allah betrachtet. – Anders als dargestellt, haben Nichtmuslime keinen Anspruch auf Zuteilungen aus der Zakah.]
Aufgaben: Wenn der Glaube verbindet, dürfen Muslime dann mit Menschen anderen Glaubens: Freundschaft schließen – gütig und sanft sein – Geschenke austauschen – ihre Freizeit zusammen verbringen – miteinander feiern – gegenseitig Pflichten erfüllen? Beantwortung in Gruppen, und Meinungen begründen. [Klugerweise liefert der Saphir hierzu keine Antworten, welche bei seiner erkennbar liberalen Tendenz leicht von Muslimen als unislamisch kritisiert werden könnten. Korangemäß dürfen Muslime dies alles von Haus aus nicht, nur ausnahmsweise, wenn es dem Islam und den Muslimen nützt, wenn es für den Erfolg des Islam erforderlich ist und während sie sich gleichzeitig vorsichtig vor ungünstigen Einflüssen hüten und Täuschung betreiben, d. h. sich nicht wirklich mit Nichtmuslimen anfreunden und gemein machen und auf sie einlassen. An Verträge, Versprechungen und Verpflichtungen gegenüber Nichtmuslimen sind sie ohnehin nicht gebunden. Eine Basis von Gleich zu Gleich und eine gegenseitige Fairneß besteht grundsätzlich nicht. Aber die angesprochenen Schüler/innen im Alter von 10 – 14 Jahren sind wohl noch zu jung für diese islamgerechten komplizierten Manöver.]
S. 167 In der oberen Hälfte der Seite eine Farbzeichnung von einem sakralen Gebäude: Von links: Eine Umfassungsmauer mit pyramidenförmigem Aufsatz, ein kuppelförmiges Gebäude mit den goldenen Lettern „PAX“ oben drauf, in den Vordergrund versetzt ein Treppenaufgang, dahinter ein zylindrisches Minarett mit Doppeltor unten, Rundgang und Kuppelabschluss oben und goldenem Halbmond an der Spitze, im Vordergrund ein Rundturm mit Fenster und konischer Spitze und arabische Schriftzeichen in Gold oben drauf, dann noch drei halbhohe Dachbögen mit Stern, Kreuz und Halbmond in Gold an den Spitzen. Das Gebäude ist in Ziegelrot gehalten, drumherum grüne Vegetation mit einer Zypresse, der Himmel ist blau-violett. [Das Bild steht wohl für eine Vermischung der Religionen oder für ihre „Vereinigung unter einem Dach“.]
Artikel 4 GG „Glaubens-, Gewissens- und Bekenntnisfreiheit“ wird mit Absatz 1 und 2 vollständig zitiert, gefolgt von Koranvers 2;256: „Keinen Zwang in der Religion! Jeder kann den geraden Weg vom krummen unterscheiden. Wer die falschen Götter lässt und an Gott/Allah glaubt, der hat festen Halt – es gibt kein Zerreißen. Gott/Allah hört und weiß.“ Aufgaben: Welche Auswirkungen hat der GG-Artikel bzw. der Koranvers auf das Zusammenleben von Menschen mit unterschiedlichen Religionen in Deutschland?
[Wie auf S. 37 (Grundrechte), S. 85 (Menschenrechte)und S. 117 (Zehn Gebote) wird durch Nebeneinanderstellen suggeriert, dass im Islam inhaltsgleiche Bestimmungen existieren, was aber nicht der Fall ist. Dass infolge anderer Bestimmungen in Koran, Sunna und Scharia von einer Religionsfreiheit im Sinne des Grundgesetzes im Islam keine Rede sein kann, wurde bereits zur Genüge aufgezeigt. Den islamischen Glauben aufzugeben oder nicht anzunehmen, ist bei Todesstrafe untersagt, nur die Juden und die Christen dürfen ihren Glauben behalten, werden aber durch verminderte Rechte bis hin zu Rechtlosigkeit und Verfolgung einem starken Bekehrungsdruck ausgesetzt. In der Diaspora-Situation profitieren die Muslime von der Religionsfreiheit des Grundgesetzes, während sie sich gegenseitig nicht die Freiheit lassen, den Islam aufzugeben.]
S. 172 – Rhythmus des Lebens
Mit verschiedenfarbiger wellenförmiger Schrift Gegensatzpaare aus der Natur, von körperlichen Abläufen, psychischem Erleben und menschlicher Aktivität und aus dem religiösen Bereich, wie Sommer – Winter, Ebbe – Flut, Tag – Nacht, Blühen – Verwelken, Schlafen – Wachen, Einatmen – Ausatmen, Freude – Trauer, Meditieren – Hasten, Feiertag – Alltag, Fasten – Essen, gekrönt von der Abfolge „Geburt, Beschneidung, Heirat, Hadsch, Beerdigung“. Aufgaben: Häufigkeit bestimmter Ereignisse im Leben, religiöse und andere Feste. „Soll man Geburtstag feiern? Manche Muslime meinen: Das ist nicht islamisch. Wie denkt ihr darüber?“ [Die Anfügung der religiösen Lebensabfolge an natürliche Rhythmen soll offenbar ersteren durch suggerierte Entsprechung eine Berechtigung verleihen, die sich aber nicht schlüssig ergibt und an sich so auch nicht erforderlich ist. Denn eine religiös begründete Lebensweise ergibt sich gerade und ausdrücklich aus einer Offenbarung und nicht aus der Natur. Meines Wissens wird in einigen islamischen Ländern, z. B. Pakistan und Libyen, der Geburtstag Mohammeds gefeiert.]
S. 182 – 190 – Lexikon
[Die im Folgenden auszugsweise und zusammengefasst wiedergegebenen Aussagen sind stellenweise wieder durchaus fragwürdig. Jedoch wurden die Themen größtenteils im Schulbuch behandelt und somit zum Teil bereits oben besprochen. Deshalb lade ich die Leser/innen ein, die Lexikonerklärungen kritisch zu lesen und für sich selbst Anmerkungen zu machen.] Wichtige Begriffe werden erklärt. Auch das Judentum und das Christentum werden als eigene Stichworte ausführlich und objektiv behandelt, allerdings kommt der zentrale christliche Begriff Erlösung islamgemäß nicht vor. Auswanderung (Hidschra) wird als Migration aufgrund Krieg, Arbeitslosigkeit und Hungersnot definiert. [Die historische Hidschra war durch religiöse Verfolgung bedingt.] Zu den Engeln heißt es, dass sie Gott/Allah gegenüber gehorsam sind und Flügel haben – letzteres gehört zu den wichtigen Glaubensdefinitionen des Islam. Verbotenes ist haram, Erlaubtes halal, z. B. bei Nahrungsmitteln. Wichtige Regel dabei: Tu es, wenn es vernünftig und gut ist, aber übertreibe dabei nicht! Religiöses Fasten bedeutet unter anderem, die Bindung zu Gott/Allah, zur Natur und zu sich selbst zu festigen. Der islamische Friedensgruß bringt den Wunsch und die Aufforderung zu Frieden und Vergebung zum Ausdruck. Mohammed ruft auf, auch die, die man nicht kennt, so zu grüßen. Im Islam gilt als wichtigste Pflicht, nicht nur frei mit Gott/Allah zu sprechen (Dua), sondern ihn in regelmäßigen Zeitabständen anzubeten (Sala), in der Richtung auf Mekka mit der Kaaba. Die Gemeinschaft aller Muslim/innen auf der ganzen Welt (Umma) oder der in einer bestimmten Moschee (Gemeinde). Die Gemeinschaft der Leute der Schrift umfasst Juden, Christen und Muslime und ihre gemeinsamen Religionsinhalte wie einziger Gott, Fasten, Beten, Friedenstiften als Gebot, Propheten. Auferweckung und Versammlung zum Jüngsten Gericht, Hoffnung, dass Gott/Allah die Fehler und Ungerechtigkeiten [eigentlich Übertretung seiner Gebote] vergibt, und Gebet darum. Gesandte Gottes/Allahs mit seiner Botschaft vom einzigen Gott, meistens als Offenbarung durch den Engel Gabriel. „Mohammed hat auch selbst vor falschen Propheten gewarnt: Sie sind daran zu erkennen, dass nicht eintrifft oder dass sie selbst nicht tun, was sie sagen, und dass sie mehr daran interessiert sind, Einfluss auf möglichst viele Menschen und Zugriff auf ihr Vermögen zu erlangen.“
Das Gewissen wurzelt im Gespür dafür, in der jeweiligen Situation das Richtige zu tun. [Gut und Schlecht bezieht sich im Islam meist auf das äußere Verhalten. Gibt es in einer gegebenen Situation immer nur eine richtige Handlungsweise? Dass man sich ständig zwischen Richtig und Falsch entscheiden muss, trifft sicher auf den Islam mit seinen Regeln für jede Lebensäußerung eher zu als für das Christentum mit dem Hauptgebot der Nächstenliebe. Auch die Goldene Regel eignet sich als Richtschnur für das Gewissen. Der Mensch darf laut Islam nicht einfach mal er selbst sein, weil offenbar nur Schlechtes in ihm vermutet wird. Er wird anscheinend auch nicht zu einer grundlegend guten Einstellung gegenüber den Mitmenschen geführt und gebracht, sondern nur sein Verhalten wird nach vielfältigen Vorschriften auf „gut“ getrimmt.] Man soll sich an Gott/Allah oder an einen vertrauenswürdigen Mitmenschen wenden, um sein Gewissen zu erleichtern. Nach den Worten Mohammeds ist Gewissen als „innere Stimme“ in der Brust spürbar und Zeichen dafür, wie nahe Gott/Allah den Menschen ist. Ständig gegen das Gewissen zu handeln, kann es zerstören und den Menschen körperlich und seelisch krank werden lassen. Alkohol und Drogen täuschen die Stimme des Gewissens, sind deshalb verboten. Im Islam gilt die eigene Entscheidung über Denken und Glauben. „Das Grundgesetz achtet ebenso diese Freiheit, aber auch diese Verantwortung des Gewissens.“ Glaubenszeugnis (Schahada) („Ich bezeuge …“); Wer noch zu jung ist, wer geistig krank oder betrunken ist oder unter Zwang handelt, kann nicht wahrhaft und ehrlich bezeugen. „Der Koran verbietet, andere zu zwingen, zu erpressen oder durch Tricks dazu zu bewegen, die Schahada auszusprechen; im Islam gelten Glaubensfreiheit und Selbstverantwortung.“ [Deshalb muss ein Abtrünniger – Wenn Christen oder Muslime das deutsche Wort „Gott“ verwenden, meinen sie auch den einen Gott, der der einzige Gott ist. Der Koran betont, dass es nur einen Gott/Allah gibt, der der gemeinsame Gott aller Menschen ist. „Als Muslim soll man den Namen Gottes/Allahs nicht missbrauchen, z. B. indem man sagt, dass ein ‚Fußballgott’ oder ein ‚Wettergott’ geholfen hätte.“ [Das sind ja wirklich nur scherzhaft und niemals auch nur halbwegs ernst gemeinte Ausdücke. Die strenge Abgrenzung zu den Götzendienern scheint hier auf.] Grundgesetz/Verfassung, Rechtsstaat, Grundrechte und Grundpflichten, Freiheit und Verantwortung des Einzelnen in der Gesellschaft. Islam ist Religion der Muslime, das sind diejenigen, welche die Schahada sprechen. Das Jenseits weist laut Koran Paradiesgärten und das Höllenfeuer auf. Deshalb: Bedenke die Folgen im Jenseits und verliere niemals die Hoffnung auf Gottes/Allahs Hilfe und Vergebung.
Kalife wurden gewählt oder kamen aus Dynastien. Regierungsoberhäupter sollten gewählt werden, damit sie Stellvertreter der Bevölkerung eines Landes sind. Viele lehnen es ab, dass ein Regierungschef zugleich Oberhaupt der muslimischen Gemeinschaft sein soll. Namen, die auf Personen im Koran zurückgehen, werden in arabischer Form gewählt. Mohammed verbot Namen, die eine schlechte Sache bezeichnen. Die „99 Namen Allahs“ bezeichnen eine bestimmte Funktion oder Eigenschaft. Offenbarungen sind Tora, Psalmen, Evangelium und Koran. Koran und Mohammed sind letzte Offenbarung und letzter Gesandter in dieser Art. Es gibt aber weiterhin Eingebungen von Gott/Allah in Form des Instinkts der Tiere und in Form der Eingebungen, Ahnungen, Inspirationen und Visionen beim Menschen. [Mohammeds Botschaft will das Judentum „berichtigen“ und das Christentum rückgängig machen, aber sie selbst wird angeblich von Gott nicht mehr angetastet.] Hadith, Sunna, Prophetenbiografie: Wie Mohammed gelebt hat, gilt für viele Muslim/innen als Vorbild, und sie möchten ihm darin gerne nacheifern („nach der Sunna leben“). „Man muss als Muslim dabei unterscheiden lernen, was von der Sunna in das heutige Leben passt und was nicht.“ [Erst einmal Diaspora-Situation; dann keine Sklavenhaltung, genug Wasser zum Waschen verfügbar, andere Fortbewegungsmittel anstelle von Kamelen (eine Frau darf so weit alleine reisen, wie ein Kamel an einem Tag kommt – 70 Kilometer), genaue Uhrzeit feststellbar etc.]
Koran: in einem Zeitraum von 23 Jahren stückweise und vollständig zusammengefügt, Hinweise auf göttlichen Ursprung, lesen und vorlesen. Auf Arabisch offenbart, weil Arabisch Mohammeds Muttersprache war. Weil der „edle“ Koran ein besonderes Buch ist, wird er noch heute weltweit am liebsten auf Arabisch gelesen, auch von denen, die gar kein Arabisch sprechen. Daher dürfte zu jeder Sekunde irgendwo irgend jemand gerade die erste Koransure „Fatiha“ lesen oder beten. [Um den Globus wandernde Wortmagie.] Religion ist Welterklärung und Lebensführung, Sinnbezug. Teufel, Satan: Ein Wesen, das seine Kraft gegen Gott/Allah und die Menschen richtet; eine Kraft, die den Menschen dazu bewegt, Gott/Allah zu vergessen und Schlechtes zu tun; Neider, Einflüsterer. Wenn sich Menschen Gefühlen von Verzweiflung, Wut, Neid und Hoffnungslosigkeit hingeben und nicht auf ihr Gewissen hören, geraten sie unter seinen Einfluss. Muslim/innen suchen davor bei Gott/Allah Schutz, indem sie die beiden letzten Suren des Korans auswendig lernen und aufsagen, besonders vor dem Einschlafen. [Nach christlichem Verständnis ermöglicht erst die Annahme der Gnaden der Erlösung und die an Jesus gerichtete Bitte um Kraft und Hilfe das Bestehen in Versuchungen und das Freiwerden aus der Knechtschaft des Satans. Das Aufsagen der „Schutzsuren“ erinnert an die Elemente des Aberglaubens in der islamischen Gedankenwelt.] Die Wallfahrt/Hadsch führt dem Muslim vor Augen, dass sein ganzes Leben wie eine Reise ist (Geburt, Erdenleben, Tod, Auferweckung, Gericht, ewiges Leben im Jenseits). Sie kann helfen, das eigene Leben zum Besseren zu verändern, mehr auf die Religion, das gute Handeln und die Mitmenschen zu achten.
Das Schulbuch schließt mit einer Liste der zitierten und erwähnten Koranstellen sowie dem Text- und Bildnachweis.
Saphir 5/6 vermittelt nicht den Islam, wie er sich aus den Schriftgrundlagen Koran und Hadith ergibt, sondern konstruiert einen „willkürlich erdichteten Bonbon-Islam“, der nicht nur die völlige Vereinbarkeit (den „Einklang“) mit dem Grundgesetz bzw. den demokratischen und laizistischen westlichen Verfassungen vorspiegelt, sondern anscheinend auch Gedankengut der Frauenemanzipation transportiert. Im Lehrerkommentar heißt es denn auch auf Seite 54: „Für einen größeren Kontext lernen die Schüler/innen durch die Beschäftigung mit den Grundrechten der BRD, dass diese im Einklang mit dem Islam stehen und dass für deren Verwirklichung jede/r Verantwortung trägt.“
Offenbar hoffen die Bearbeiter/innen und Herausgeber/innen des „islamisches Religionsbuches für junge Musliminnen und Muslime“, dass letztere diese auf die Diaspora-Situation zugeschnittene Islamauffassung verinnerlichen und in ihrem Leben verwirklichen. Natürlich soll diese Islamdarstellung den deutschen Länderregierungen und Behörden die Verfassungsmäßigkeit des Islam beweisen und die Einführung des islamischen Religionsunterrichts rechtfertigen helfen.
Die Ziele der muslimischen Vertreter sind darin zu sehen, dass die muslimischen Migranten mit ihrer Religion akzeptiert werden und ihre dadurch bestimmte Lebensweise unbehelligt ausüben können, solange sie nicht unübersehbar mit der Rechtsordnung des Aufnahmelandes kollidiert, und andererseits lernen, sich mit einer entschieden muslimischen Identität in der Aufnahmegesellschaft erfolgreich zu bewegen.
Im Schulfach Islamkunde werden die unstrittig grundgesetz- und menschenrechtswidrigen Inhalte der allumfassenden islamischen Staats-, Gesellschafts-, Rechts- und Lebensordnung an staatlichen Schulen gelehrt, im islamischen Religionsunterricht werden sie unter dem Etikett „Religion“ befürwortet und gutgeheißen. Unwillig, sich tiefer mit diesem Dilemma zu befassen, begrüßen die deutschen Vertreter anscheinend freudig die Fiktion des „Einklangs“, in der spiegelbildlichen Hoffnung, dass die Bestärkung der jungen Muslim/innen in einer solcherart verstandenen muslimischen Identität auch die gewünschte Integration bewirken wird. Immerhin kann bei der Erziehung junger Menschen in einer staatlichen Institution die Frage der Grundgesetzverträglichkeit nicht so leicht genommen werden, wie es bisher bei der Einbürgerung und bei der Betrachtung der Parallelgesellschaft geschieht.
Bedenken kann bei der Erziehung zur muslimischen Identität hervorrufen, dass in den Schülern ein Charakter nach dem Vorbild von Mohammed und seinen Gefährten vorausgesetzt, eigentlich sogar gefördert und bestätigt wird im Sinne unkontrollierter Triebhaftigkeit, und dass, wie im Erlanger Projekt-Lehrplan, eine korangemäße „religiöse Intelligenz“ zum pädagogischen Ziel erklärt wird.
Beim islamischen Religionsunterricht stellt sich die große Frage, ob der auf Vereinbarkeit mit dem Grundgesetz getrimmte Lehrstoff im Leben der jungen Muslime bestimmend bleiben wird, oder ob doch der aus anderen Quellen zugängliche orthodoxe Islam nach der Schulzeit die Oberhand gewinnen wird. Einen Versuch ist die Sache wert, möchte man sagen, zumindest, solange nicht eine gründlichere Lösung des Dilemmas ins Auge gefasst wird.
Es ist sicherlich notwendig und sinnvoll, dass der Staat seine Mittel zur Einflussnahme auf die muslimischen Migranten in seinem Interesse nützt. Das bedeutet neben dem allgemeinen Unterricht, der ja nichts vom Islam transportiert, für muslimische Schüler/innen eine Islamkunde, die nicht zum islamischen Glauben erzieht und in wissenschaftlich-analytischer Ausrichtung von nichtmuslimischen Lehrkräften durchgeführt wird. Wenn sich dafür keine Elternvereine als Partner der Kultusministerien finden, sollte diese Islamkunde Bestandteil eines Faches über Religionen und Weltanschauungen werden, das für alle Schüler/innen eingerichtet wird. Dieser Unterricht würde ebenso neutral und kritisch das Christentum und das Judentum behandeln, um den größten Religionen gleichen Raum zu geben. Weitere Weltreligionen können gestreift werden, die Ausführlichkeit bei den drei monotheistischen Religionen soll aber den Vorrang haben. Ein Vergleich ihrer sich auf die Bibel berufender Inhalte würde sich daraus von selbst ergeben. Darauf sollte sich die wissenschaftliche Aufbereitung und die Lehrerausbildung richten.
Das Hauptaugenmerk und die größten Anstrengungen müssen aber dem Islam gelten. Seine Anhänger sollen sich in die Demokratie einfügen, wenn sie in ihr leben wollen. Er stellt das gesellschaftspolitische Problem dar, ebenso ein ethisches, kulturelles, philosophisches, psychiatrisches und sozialpsychologisches. Seine Gehirnwäschemethoden, die ich bereits mehrmals aufgezeigt habe, müssen in der Erziehung im staatlichen Schulsystem analysiert und aufgedeckt werden, um ein Gegengewicht zu ihnen zu schaffen. Sie dürfen gerade nicht angewandt werden, wie es aber in einem Bekenntnisunterricht durch muslimische Lehrkräfte der Fall wäre.
Ohne islamische Glaubenserziehung bedarf es keiner großartigen islamwissenschaftlichen Ausbildung von Lehrern, damit sie nach Lehrplänen, die nicht von Muslimen festgelegt sind, und mit Hilfe von Unterrichtsmaterialien, die nicht von Muslimen erarbeitet worden sind, den Islam objektiv darstellen können. Der Staat sollte sich diese Möglichkeit, an seinen Schulen den Islam aus einer außerislamischen, wissenschaftlichen Sicht darstellen zu können, nicht aus der Hand nehmen lassen. Das Risiko, von den muslimische Schüler/innen (auf Betreiben ihrer Eltern, Landsleute, der Moscheevorsteher und Islamvertreter) nicht ernst genommen zu werden, muss er dabei auf sich nehmen. Aber er darf sich nicht dazu verleiten zu lassen, nur damit sein Islamunterricht von den muslimischen Schüler/innen angenommen wird, an seinen Schulen die grundgesetzwidrigen Lehren des Islam vermitteln und dessen Gehirnwäschemethoden anwenden zu lassen.
Mit dieser objektiven Islamkunde könnte an staatlichen Schulen der Glaubensindoktrinierung stärker entgegen getreten werden als mit einem fiktiven „Bonbon-Islam“ im jetzt vorgesehenen islamischen Religionsunterricht. Denn die von Muslimen bestimmten Lerninhalte verleugnen nur punktuell die Glaubenselemente, welche dem Grundgesetz widersprechen, erziehen aber zu einer islamisch geprägten Intelligenz und Identität sowie zu einer bewussten Mitgliedschaft in der Umma, woraus sich insgesamt weitere Persönlichkeits- und Sozialisationsmerkmale ergeben, welche einer Integration entgegen stehen.
Auf jeden Fall sollte an staatlichen Schulen der Bekenntnisunterricht, der bisherige christliche und der künftige islamische, durch das objektive wissenschaftliche Fach „Religionen und Weltanschauungen“ bei entsprechenden Inhalten für alle Schüler/innen ergänzt werden. Dadurch könnten die historisch-kritische Betrachtung der Überlieferungen und ihrer Auslegungen, die Trennung von Religion und Staat sowie der Privatcharakter von Gewinnung und Umsetzung einer religiösen Überzeugung nahegebracht werden.
Dieser Beitrag wurde unter Bayern, Islam, Presse und Öffentlichkeit abgelegt und mit Art. 4 GG (Religionsfreiheit), Grundgesetz, Islam, islamischer Religionsunterricht, Norbert Lachner verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.
10 Antworten zu Das Schulbuch Saphir 5/6 für Islamischen Religionsunterricht – Eine Rezension
24. März 2010 um 17:08
Zur Info über der Darstellung in Safir und was die zukünftigen Religionslehrer aktuell lernen.
Herr Abdelmalik Hibaoui ist seit 2007 Lehrbeauftragter für islamische Theologie an der Pädagogischen Hochschule Ludwigsburg, wo die ersten Religionslehrer für Islamkunde ausgebildet werden.
http://ph-ludwigsburg.de/6422+M54a708de802.html
Auf einer Veranstaltung am 8.10.2009 im Haus Abraham sagte er auf die Frage einer Zuhörerin welche deutsche Koranübersetzung er empfehle, daß er die Übersetzung von Henning empfehle, mit der dazugehörigen Auslegung von Murad W. Hofmann [Dies war im Kontext seine private Empfehlung]. Die Henning-Übersetzung ist zwar nicht zu beanstanden, sie wird aber als altertümlich empfunden, da unter anderm Frauen als Weiber bezeichnet werden. Ferner erscheint jährlich Murad W. Hofmann im Verfassungsschutzbericht BW unter der Repubrik Islamismus. Am 8.3.2010 sagte er auf einer Veranstaltung in Reutlingen auf die Frage welche Koranübersetzung in der Schulung der künftigen Religionslehrer in der PH-Ludwigsburg verwendet werden, hier werde die Henning-Übersetzung mit der Auslegung von Murad W. Hofmann verwendet. Wenn sie Wikipedia über Hofmann anklicken, die grundgesetzwidrigen Zitate darin kann ich alle bestätigen, ich besitze alle Bücher, und die Zitate sind nicht aus dem Kontext gerissen.
http://de.wikipedia.org/wiki/Murad_Hofmann
NS: Seine Behauptung in Reutlingen er werde damit als Islamist dargestellt, ist eine Nebelbombe mit der er vermeidet auf das Thema einzugehen.
PaxEuropaExpree schreibt:
Ich habe diese tolle Arbeit durchgearbeitet, auf 7 – 8 Seiten gekürzt, mit einigen weiter konkreteren Bemerkungen oder Links u. Literaturbezügen versehen – gerade was die auch nicht islamische pro-islamische Massenbeeinflussung, zB. durch den üblichen Antiisraelismus anbetrifft — und kann daher diese Arbeit sehr gut als konkrete und allgemeine Einführung in die republikgefährdende Gefahrenlage als Produkt von Islam und dt. Kulturrelativismus den Leuten an die Hand geben !
– Wer möchte, dem schicke ich diese Variante per
Email zu !
cetede schreibt:
@ PaxEuropaExpree
Wäre für die Zusendung der gekürzten Variante dankbar!
H. Nowitzky schreibt:
Danke für diese Arbeit der Rezension! Mein erster Eindruck von diesem Buch war: aufgemacht fast wie ein Lehrbuch für den christlichen RU – im Sinne von „taqiyya“. Allerdings störte mich sogleich die Bezeichnung „Gott“ für Allah. Allah ist ein Götze, der eine Ideologie der Gewalt über seinen „Propheten“ verbreitet, die sich besonders gegen Juden und Christen richtet.
Unübersehbar sind der Antisemitismus, die Intoleranz, die Gewalt und die Ablehnung einer freiheitlich-demokratischen Gesellschaftsordnung. Also wesentliche Merkmale, die auch den roten und braunen Sozialismus kennzeichnen.
Gemäß den Selbstzeugnissen des Islam muss ein Islam-Unterricht eindeutige islamische Ziele zum Inhalt haben – so wie sie in den Madrasas (=Koranschulen), die jeder Moschee angegliedert sind, gelehrt werden. Eine solche Indoktrination ist für männliche Jugendlich einmal wöchentlich obligatorisch und wird von einem Hodja, bezahlt von der türkischen Religionsbehörde (!), durchgeführt. Es bedurfte also gar nicht der Einführung eines Islam-Unterrichs an öffentlichen Schulen. Dass es eine Islam-Indoktrination an den Madrasas gibt, war aber wohl den zuständigen Fachleuten nicht bekannt. Alle CDU/CSU Ministerpräsidenten, aber auch die Kirchenleiter, waren bzw. sind für die Einführung des Islam-Unterrichhts an unseren Schulen, damit „die Integration von Muslimen in unsere Gesellschaft gefördert wird“.
Necla Kelek, Seyran Ates, Mina Ahadi u.a. sehen darin jedoch eine Festigung der muslimischen Parallelwelt…
Zur Ergänzung der Rezension bitte ich zu lesen „Sind Demokratie und Islam vereinbar? Zur Einführung des Islam-Unterrichts an deutschen Schulen“ bei http://www.schroeter.wordpress.com .
Da hat man eine dämonische Lehre, ein unmenschliches politisches System dermaßen gestutzt, dass ein gesetzeskonformes Werk daraus wurde.
Dies kann nur akzeptiert werden, wenn gesagt wird, dass der Islam in seiner Gesamtheit mit Aufrufen zu Gewalt, Frauendiskriminierung, Demokratiefeindlichkeit usw. in diesen Bereichen gesetzeswidrig und unverträglich mit den westlichen Demokratien ist.
Noch wesentlicher wäre es auf die Wahrheit über das Leben Mohammed hinzuweisen. (Aus heutiger Sicht Kinderschänder und Kriegsverbrecher)
Die Wahrheit ist zumutbar. Aber anscheinend nicht bei Moslems.
Was passiert, wenn die hier lebenden Moslems so stark sind und die Gesetze ändern, so dass der gesamte Islam mit all seinen Grausamkeiten zum Tragen kommt.
Dann gnade Gott unseren Nachkommen. Das alles ist nur das Einweckglas für den grausamen Islam, nicht mehr und nicht weniger
Norbert Lachner (Stralsund) danke ich sehr für die sorgfältige und ausführliche Arbeit zum Schulbuch ‚Saphir 5/6‘. Seine Rezension möge ein wichtiger Trittstein werden zur überfälligen offenen Kritik der Unvereinbarkeit von orthodoxem Islam (rechtsverschieden, frauendeklassierend) und freiheitlich-moderner staatlicher Schule (rechtseinheitlich, Gleichberechtigung der Frau).
Noch zur Saphir-Rezension eines in der Sprachförderung für Einwandererkinder tätigen Sozialpädagogen:
kritischer_leser schreibt:
Zu Seite 117: „Die Zehn Gebote“. – Hier irrt der Autor. Die korrekte Übersetzung heißt tatsächlich im 2. Buch Moses (Exodus) der Bibel ebenfalls: „Du wirst“. Warum? Man muss von Anfang an lesen: „Ich bin der Herr, dein Gott, der dich aus dem Land Ägypten, dem Hause der Knechtschaft, geführt hat….“ Wenn du das bedenkst, dann „wirst“ du….(u.s.w.) Wir lernen oft die zehn Gebote ohne den vorangestellten Satz. Bitte fragt einen, der Hebräisch kann. – Meine persönliche Folgerung daraus ist eine andere. Die Vorlage war und ist ganz offensichtlich die Bibel (Exodus). Der Koran zeigt an dieser Stelle, dass er keine eigenständige Offenbarung ist. Ohne diese Einleitung macht das Futurum tatsächlich keinen Sinn.
SchwerZuÜberzeugen schreibt:
Mal die Interpretationen in Klammern beiseite gelassen und nur die Beschreibungen der Seiten betrachtet, klingt das für mich nicht nach einem schlechten Schulbuch, nichts für ungut. Und zur Frage, ob es nun Gott oder Allah heißen soll, hier noch der Hinweis (ist der ansonsten hohen Sorgfalt des Rezensenten sicher entgangen), dass Allah schlicht und ergreifend das arabische Wort für Gott ist, nicht mehr und nicht weniger. Anders gesagt: Arabischsprachige Christen beten auch zu Allah. Die ganze Debatte um die Bezeichnung Gottes gibt es im arabischsprachigen Raum nicht.
Kühne, Norbert schreibt:
Es ist doch schon sehr verwunderlich, was sich manche Menschen zutrauen. Sie schreiben ganze Rezensionen, ohne tiefere Sachkenntnis… und schreiben ihren Namen darunter. Dafür gibt es nur ein Wort: PEINLICH! Mehrere Fehler, die auf fachwissenschaftlicher Unwissenhaft beruhen. Um den islamischen Religionsunterricht an staatlichen Schulen durch einen religionskundlichen Unterricht zu ersetzen, bedarf es doch mehr Überzeugungskraft. Menschen mit derartigem Halbwissen gibt es leider schon genug!

References: Art. 2
 Art. 2
 Art. 3
 Art. 2
 Art. 1
 Art. 3
 Art. 16
 Art. 93
 Art. 93
 Art. 4