Source: http://www.gesetze-rechtsprechung.sh.juris.de/jportal/?quelle=jlink&query=StrandNatSchGV+SH&psml=bsshoprod.psml&max=true&aiz=true
Timestamp: 2018-12-18 21:17:14+00:00

Document:
Gesetze-Rechtsprechung Schleswig-Holstein StrandNatSchGV SH | Landesnorm Schleswig-Holstein | Gesamtausgabe | Landesverordnung über das Naturschutzgebiet "Strandseelandschaft bei Schmoel" vom 12. Dezember 1990 | gültig ab: 01.01.2003
Landesverordnung über das Naturschutzgebiet "Strandseelandschaft...
juris-Abkürzung: StrandNatSchGV SH
Ausfertigungsdatum: 12.12.1990
Fundstelle: GVOBl. 1991, 18
Gliederungs-Nr: 791-4-121
über das Naturschutzgebiet "Strandseelandschaft bei Schmoel"
Zum 18.12.2018 aktuellste verfügbare Fassung der Gesamtausgabe
Stand: letzte berücksichtigte Änderung: § 2 und Anlage geändert (LVO v. 28.12.2011, GVOBl. 2012 S. 141)*
[Folgende Bekanntmachung zu der Landesverordnung zur Änderung der Landesverordnung über das Naturschutzgebiet „Strandseelandschaft bei Schmoel“ (GVOBl. 2012, S. 141) ist zu beachten: “Eine Verletzung der in § 19 Abs. 1 bis 8 Landesnaturschutzgesetz bezeichneten Verfahrens- und Formvorschriften ist unbeachtlich, wenn sie nicht schriftlich innerhalb eines Jahres gegenüber der obersten Naturschutzbehörde geltend gemacht worden ist.”]
Landesverordnung über das Naturschutzgebiet "Strandseelandschaft bei Schmoel" vom 12. Dezember 1990 01.01.2003
§ 1 - Erklärung zum Naturschutzgebiet 28.10.2005
§ 2 - Geltungsbereich 27.01.2012
§ 6 - Ausnahmen, Befreiungen und Ermächtigungen 01.01.2009
Anlage 27.01.2012
Aufgrund des § 16 Abs. 1 des Landschaftspflegegesetzes verordnet der Minister für Natur, Umwelt und Landesentwicklung die folgenden §§ 1 bis 8 mit Ausnahme des § 5 Abs. 1 Nr. 1; aufgrund des § 39 Abs. 1 Nr. 8 des Landesjagdgesetzes verordnet der Minister für Ernährung, Landwirtschaft, Forsten und Fischerei den folgenden § 5 Abs. 1 Nr. 1 und § 8 Abs. 1:
(1) Das Gebiet um die ausgedeichten Flächen an der Ostseeküste bei Schmoel in den Gemeinden Stakendorf und Schwartbuck, Kreis Plön, wird zum Naturschutzgebiet erklärt.
(2) Das Naturschutzgebiet wird mit der Bezeichnung "Strandseelandschaft bei Schmoel" unter Nummer 157 in das beim Ministerium für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume als oberster Landschaftspflegebehörde geführte Verzeichnis der Naturschutzgebiete eingetragen.
(1) Das Naturschutzgebiet ist rund 50 ha groß und umfaßt neben
dem Brackwasserbiotop in den Gemarkungen
die Flurstücke 1, 18/2, 19/7, 22/1 teilweise, 24 und
die Flurstücke 13 und 16 teilweise
sowie die vorgelagerten Teile des Strandwalles und des Strandes einschließlich eines 50 m breiten strandnahen Flachwasserbereichs der Ostsee.
In der dieser Verordnung als Anlage beigefügten Übersichtskarte im Maßstab 1:25.000 ist die Grenze des Naturschutzgebietes als schwarze Linie dargestellt.
(2) Die Grenze des Naturschutzgebietes ist in den der Abgrenzungskarte 1 a im Maßstab 1 : 5.000 rot eingetragen. Sie verläuft auf der dem Gebiet zugewandten Seite der roten Linie. Die Ausfertigung der Karte ist beim Ministerium für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume als oberster Landschaftspflegebehörde verwahrt. Die Karte ist Bestandteil dieser Verordnung.
- Oberste Jagdbehörde -,
2300 Kiel,
Landrat des Kreises Plön
- Untere Landschaftspflegebehörde -,
2320 Plön,
Amtes Probstei,
2306 Schönberg,
Amtes Lütjenburg-Land,
2322 Lütjenburg,
Gemeinde Stakendorf,
2301 Stakendorf,
Gemeinde Schwartbuck,
2301 Schwartbuck,
niedergelegt. Die Karte kann bei diesen Behörden eingesehen werden.
(1) Das Naturschutzgebiet dient der Erhaltung und weiteren natürlichen eigendynamischen Entwicklung eines Landschaftsteiles an der Ostseeküste, der nach dem Deichrückbau wieder dem natürlichen Einfluß der Ostsee ausgesetzt wird.
(2) Der strandnahe Flachwasserbereich, der Strand und die Strandwallkomplexe, die flachgründigen Strandseen, feuchten Senken und Seggenrieder sowie die Brackwasserröhrichte und Trockenrasenbereiche sind Lebensraum für hieran gebundene Pflanzen- und Tierarten und haben große Bedeutung, insbesondere für seltene und teilweise bestandsgefährdete Wat- und Wasservögel und wirbellose Tiere und ihre Ökosysteme.
(3) Die Natur ist hier in ihrer Ganzheit zu erhalten und, soweit es zur Erhaltung bestimmter bedrohter Pflanzen- und Tierarten im Ökosystem erforderlich ist, durch planvolle Pflege- und Entwicklungsmaßnahmen zu entwickeln oder wiederherzustellen.
(1) In dem Naturschutzgebiet sind alle Handlungen verboten, die zu einer Zerstörung, Beschädigung oder Veränderung des Naturschutzgebietes oder seiner Bestandteile oder zu nachhaltigen Störung führen können. Insbesondere ist es verboten,
die Lebensräume der Pflanzen und Tiere sowie ihre Ökosysteme zu beseitigen oder nachteilig zu verändern, insbesondere durch chemische Stoffe oder mechanische Maßnahmen;
die Wasserflächen der Strandseen mit Wasserfahrzeugen aller Art zu befahren;
die ordnungsgemäße Ausübung des Jagdschutzes im Sinne des Abschnittes VI und des § 22 a des Bundesjagdgesetzes in Verbindung mit den §§ 21 und 22 des Landesjagdgesetzes sowie die Bejagung von Wildkaninchen, soweit dieses für die Sicherheit des Landesschutzdeiches erforderlich ist;
die ordnungsgemäße Ausübung der Fischerei in dem zum Naturschutzgebiet gehörenden Teil der Ostsee, soweit keine Beschränkungen nach § 5 des Bundeswasserstraßengesetzes getroffen sind; nicht zulässig ist es,
den Fischfang mit der Handangel in der Zeit vom 1. April bis zum 31. August eines jeden Jahres auszuüben oder
Wattwürmer auszugraben oder auszuspülen;
die nach Art, Umfang und Zeitraum einvernehmlich mit der unteren Landschaftspflegebehörde festgelegte Unterhaltung der der Vorflut dienenden Gewässer und der Gräben unter Beachtung des § 12 Abs. 2 des Landschaftspflegegesetzes; chemische Stoffe dürfen dabei nicht verwendet werden;
die erforderlichen Maßnahmen des Küstenschutzes im Geltungsbereich der Landesverordnung über den Schutz der Deiche und der Küsten vom 19. Dezember 1980 (GVOBl. Schl.-H. 1981, S. 2), zuletzt geändert durch Landesverordnung vom 6. Dezember 1989 (GVOBl. Schl.-H., S. 171), sowie die hierfür erforderlichen Maßnahmen der Wasserwirtschaft einschließlich der Forschungs- und Vermessungsarbeiten mit Ausnahme solcher Vorhaben, die nach Wasserrecht erlaubnis-, bewilligungs-, genehmigungs- oder planfeststellungsbedürftig sind;
die Erfüllung der gesetzlichen Aufgaben des Bundes zur Unterhaltung der Bundeswasserstraße und zur Gewährleistung der Verkehrssicherheit auf der Bundeswasserstraße einschließlich der hierfür erforderlichen Forschungs- und Vermessungsarbeiten;
das Betreten des Strandes auf einer Breite bis zu 10 m parallel zur Wasserlinie der Ostsee;
von den Verboten des § 4 Abs. 1 Nr. 12, 13, 15 und 18,
bei Grundräumungen, Grundinstandsetzungen oder einer den Schutzzweck berührenden Inanspruchnahme von Flächen im Rahmen dieser Maßnahmen oder bei der Gewässerunterhaltung nach § 30 des Wasserhaushaltsgesetzes und § 47 Abs. 3 des Landeswassergesetzes,
(2) Die untere Landschaftspflegebehörde kann das Betreten des Strandes und den Fischfang mit der Handangel vom Ufer der Ostsee aus durch Einzelanordnung einschränken oder untersagen, wenn dieses zum Schutz brütender und rastender Vögel und zum Schutz der Strandvegetation erforderlich ist.
(3) Die Jagdbehörde kann im Einvernehmen mit dem Landesamt für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume im Einzelfall Ausnahmen von den einschränkenden Regelungen des § 4 Abs. 1 Satz 2 Nr. 13 und des § 5 Abs. 1 Nr. 1 zulassen, wenn hierdurch der Schutzzweck nicht beeinträchtigt wird.
§ 4 Abs. 1 Nr. 6 Gewässer ausbaut im Sinne des § 31 Abs. 1 des Wasserhaushaltsgesetzes oder Maßnahmen durchführt, die den Wasserstand oder den Wasserabfluß verändern, oder Stoffe einbringt oder einleitet oder entnimmt oder andere Maßnahmen vornimmt, die geeignet sind, die physikalische, chemische oder biologische Beschaffenheit der Gewässer nachteilig zu verändern;
§ 4 Abs. 1 Nr. 15 die Wasserflächen der Strandseen mit Wasserfahrzeugen aller Art befährt;
(2) Gleichzeitig tritt die Kreisverordnung über das Landschaftsschutzgebiet "Ostseeküste im Kreis Plön" vom 15. Januar 1975 (Amtsbl. Schl.-H., AAz. 1975, S. 68), zuletzt geändert durch Kreisverordnung vom 7. Juli 1989 (Öffentlicher Anzeiger für den Kreis Plön Nr. 8 vom 25. August 1989), außer Kraft, soweit sie das in § 2 Abs. 1 dieser Verordnung beschriebene Gebiet betrifft.

References: § 2
 § 19

§ 1

§ 2

§ 6
 § 16
 § 5
 § 39
 § 5
 § 8
 § 22
 § 5
 § 12
 § 4
 § 30
 § 47
 § 4
 § 5

§ 4
 § 31

§ 4
 § 2