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Timestamp: 2019-04-25 02:57:04+00:00

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Rechtsprechung: II ZR 119/14 - dejure.org
Weitere Entscheidung unten: BGH, 02.12.2014
§ 64 Abs. 2 GmbHG, Art. 4 Abs. 1 EuInsVO, Art. 49 AEUV, § 64 Abs. 2 Satz 1 GmbHG, § 64 Abs. 2 Satz 2 GmbHG, § 43 Abs. 4 GmbHG, § 64 Abs. 2 Satz 3 GmbHG, §§ 195, 199 BGB
§ 64 S 1 GmbHG, § 64 Abs 2 S 1 GmbHG vom 05.10.1994, Art 4 EGV 1346/2000
Insolvenzverschleppung bei einer private company limited by shares: Persönliche Haftung ihres Directors
Anwendbarkeit von § 64 Satz 1 GmbHG auf den Direktor einer private company limited by shares, über deren Vermögen in Deutschland das Insolvenzverfahren eröffnet worden ist
Anwendung des § 64 S. 1 Gesetz betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung ( GmbHG ) auf den Direktor einer private company limited by shares ( Ltd.); Verhinderung von Masseverkürzungen im Vorfeld des Insolvenzverfahrens; Verkürzung der Insolvenzmasse durch Zahlungen des Geschäftsführers oder der Direktors nach Insolvenzreife zu Lasten der späteren Insolvenzgläubiger
Anwendbarkeit des § 64 GmbHG auf Direktor einer Ltd. ("Kornhaas")
Haftung eines Direktors von Limited für Zahlungen nach Zahlungsunfähigkeit
Insolvenzverschleppungshaftung von Direktoren einer Ltd.
Haftung des Directors einer UK Limited für masseverkürzende Zahlungen nach deutschem Recht
Haftung des Direktors einer in Deutschland ansässigen Limited
Haftung des GmbH-Geschäftsführers auch auf Limited-Direktor anwendbar
Haftung der Direktorin einer Limited
Anwendung des § 64 Satz 1 GmbHG auf den Direktor einer private company limited by shares
zeitschrift-jse.de , S. 21 (Fallmäßige Aufbereitung - für Studienzwecke)
Anwendung von § 64 Satz 1 GmbHG auf den Direktor einer englischen Limited
Kurznachricht zu "Limited: Anwendung des § 64 GmbHG auf den Direktor einer Limited englischen oder walisischen Rechts" von RA Dr. Christoph Poertzgen, original erschienen in: GmbHR 2016, 592 - 595.
Kurznachricht zu "Haftung eines Limited-Direktors nach Eintritt der Zahlungsunfähigkeit - Anmerkung zum Urteil des BGH vom 15.03.2016" von Dr. Sebastian Mock, LL.M., original erschienen in: NZI 2016, 461 - 463.
Kurznachricht zu "Anmerkung zum Urteil des BGH vom 15.03.2016" von Prof. Dr. Tilo Keil, original erschienen in: DZWIR 2016, 390 - 394.
NJW 2016, 2660
ZIP 2016, 821
MDR 2016, 719
NZI 2016, 461
NZI 2016, 483
BB 2016, 1041
DB 2016, 949
NZG 2016, 550
Zutreffend hat das Berufungsgericht auf den Beklagten als Director einer private company limited by shares nach englischem Recht § 64 Satz 1 GmbHG entsprechend angewandt (vgl. BGH, Urteil vom 15. März 2016 - II ZR 119/14, ZIP 2016, 821 Rn. 14).
Es ist dann Sache des Insolvenzverwalters, den Anspruch geltend zu machen (BGH, Urteil vom 15.03.2016 - II ZR 119/14 -, Rn. 15, juris).
Nach § 64 Abs. 2 Satz 1 GmbHG a.F. sind die Geschäftsführer einer Gesellschaft mit beschränkter Haftung der Gesellschaft - oder nach Eröffnung des Insolvenzverfahrens dem Insolvenzverwalter - zum Ersatz von Zahlungen verpflichtet, die nach Eintritt der Zahlungsunfähigkeit der Gesellschaft oder nach Feststellung ihrer Überschuldung geleistet worden sind (BGH, Urteil vom 15.03.2016 - II ZR 119/14 -, Rn. 14, juris).
(BGH, Urteil vom 15.03.2016 - II ZR 119/14 -, Rn. 21, juris).
Angesichts des eindeutigen Wortlauts kommt eine analoge Anwendung der drei- bzw. zehnjährigen Verjährung nach den allgemeinen Bestimmungen der §§ 195, 199 BGB nicht in Betracht (BGH, Urteil vom 15.03.2016 - II ZR 119/14 -, Rn. 21, juris).
Der Zweck des § 64 GmbHG besteht darin, Masseverkürzungen im Vorfeld des Insolvenzverfahrens zu verhindern und gegebenenfalls sicherzustellen, dass das Gesellschaftsvermögen wieder aufgefüllt wird und im nachfolgenden Insolvenzverfahren zur Befriedigung aller Gesellschaftsgläubiger zur Verfügung steht (BGH, Urteil vom 15. März 2016 - II ZR 119/14, NJW 2016, 2660 Rn. 15 mwN).
Das Berufungsgericht hat zutreffend angenommen, dass die vom Kläger geltend gemachten Ansprüche gem. § 64 Satz 4, § 43 Abs. 4 GmbHG in einer Frist von fünf Jahren verjähren, diese Frist mit der jeweiligen masseschmälernden Zahlung beginnt und bei wiederholten verbotswidrigen Zahlungen jede Handlung eine neue Verjährungsfrist in Lauf setzt (vgl. BGH…, Urteil vom 16. März 2009 - II ZR 32/08, ZIP 2009, 956 Rn. 20;… Urteil vom 28. Februar 2012 - II ZR 244/10, ZIP 2012, 867 Rn. 22; Urteil vom 15. März 2016 - II ZR 119/14, ZIP 2016, 821 Rn. 21).
Der Bundesgerichtshof hat wiederholt klargestellt, dass der Zweck der Vorschrift darin besteht, Masseverkürzungen im Vorfeld des Insolvenzverfahrens zu verhindern und für den Fall, dass der Geschäftsführer seiner Massesicherungspflicht nicht nachkommt, sicherzustellen, dass das Gesellschaftsvermögen wieder aufgefüllt wird, damit es im Insolvenzverfahren zur ranggerechten und gleichmäßigen Befriedigung aller Gesellschaftsgläubiger zur Verfügung steht (Urteil vom 15. März 2016 - II ZR 119/14 -, Rn. 15 juris = ZIP 2016, 821; Urteil vom 20. September 2010 - II ZR 78/09 - juris = WM 2010, 1947; Urteil vom 14. Mai 2007 - II ZR 48/06, ZIP 2007, 1265, 1266).

References: § 64
 Art. 4
 Art. 49
 § 64
 § 64
 § 43
 § 64

§ 64
 § 64
 § 64
 § 64
 § 64
 § 64
 § 64
 § 64
 BGH 
 BGH 
 § 64
 § 64
 § 64
 § 64
 § 43