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Timestamp: 2019-12-08 10:14:44+00:00

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BFH, 22.02.1978 - I R 137/74 - dejure.org
https://dejure.org/1978,600
BFH, 22.02.1978 - I R 137/74 (https://dejure.org/1978,600)
BFH, Entscheidung vom 22.02.1978 - I R 137/74 (https://dejure.org/1978,600)
BFH, Entscheidung vom 22. Februar 1978 - I R 137/74 (https://dejure.org/1978,600)
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Veräußerung - Betriebsaufgabe - Nachträgliche Einkünfte - Rückstellung
EStG § 4, § 15, § 16, § 24 Nr. 2
Keine Rückstellung für künftige Betriebsausgaben nach Betriebsveräußerung oder -aufgabe
Gewinnermittlung bei nachträglichen gewerblichen Einkünften
BFHE 125, 42
DB 1978, 1380
BStBl II 1978, 430
Der Senat kann daher offenlassen, ob dem Kläger zur Ermittlung des Gewinns des Restbetriebsvermögens anderenfalls ein Wahlrecht hinsichtlich der Gewinnermittlungsart zugestanden hätte (Schießl, FR 2007, 136) oder ob dies nur nach § 4 Abs. 3 EStG möglich gewesen wäre (BFH-Urteil vom 22. Februar 1978 I R 137/74, BFHE 125, 42, BStBl II 1978, 430).
a) Der Streitfall bietet keinen Anlaß zur Entscheidung der vom FG für maßgeblich gehaltenen Streitfrage, ob nachträgliche Einkünfte aus Gewerbebetrieb ausschließlich nach § 4 Abs. 3 EStG ermittelt werden dürfen (so Urteil des Bundesfinanzhofs - BFH - vom 22. Februar 1978 I R 137/74, BFHE 125, 42, BStBl II 1978, 430; H 139 (1) des amtlichen Einkommensteuerhandbuchs), ob sie entsprechend der im werbenden Stadium geltenden Grundsätze zu ermitteln sind oder ob der Steuerpflichtige zwischen der Gewinnermittlung nach § 4 Abs. 1 und § 4 Abs. 3 EStG wählen kann (Urteil des FG Hamburg vom 15. Dezember 1987 V 144/84, EFG 1988, 287; evtl. BFH-Urteil vom 25. Juli 1972 VIII R 3/66, BFHE 106, 528, BStBl II 1972, 936; ausdrücklich offenlassend: BFH-Urteil vom 24. Oktober 1979 VIII R 49/77, BFHE 129, 334, BStBl II 1980, 186).
Die nachträglichen Einkünfte sind indes nicht mehr nach den Grundsätzen des Vermögensvergleichs (§ 4 Abs. 1, § 5 EStG), sondern in sinngemäßer Anwendung des § 4 Abs. 3 EStG unter Berücksichtigung des Zu- und Abflussprinzips gemäß § 11 EStG zu ermitteln (BFH-Urteile vom 22. Februar 1978 I R 137/74, BFHE 125, 42, BStBl II 1978, 430;… vom 21. Dezember 1993 VIII R 315/84, BFH/NV 1994, 626, und vom 2. Dezember 1997 VIII R 42/96, BFHE 185, 1, BStBl II 2008, 177; offengelassen in den BFH-Urteilen vom 24. Oktober 1979 VIII R 49/77, BFHE 129, 334 , BStBl II 1980, 186, und vom 6. März 1997 IV R 47/95, BFHE 183, 78, BStBl II 1997, 509).
Der Grundgedanke der Vorschrift muss aber auch dann zur Anwendung kommen, wenn es sich um betriebliche Einkünfte handelt, diese aber nicht nach den Grundsätzen des Betriebsvermögensvergleichs ermittelt werden dürfen und es demgemäß unerheblich ist, ob der Steuerpflichtige etwa freiwillig Bücher führt (BFH-Urteil in BFHE 125, 42, BStBl II 1978, 430).
Allerdings kann die drohende Inanspruchnahme aus der dinglichen Verpflichtung in diesem Fall nicht mehr durch eine Rückstellung in der Bilanz berücksichtigt werden, da der Steuerpflichtige nach Betriebseinstellung anfallende gewerbliche Einkünfte in sinngemäßer Anwendung des § 4 Abs. 3 EStG zu ermitteln hat; Teilwertabschreibungen und Rückstellungen sind dann nicht mehr möglich (BFH-Urteil vom 22. Februar 1978 I R 137/74, BFHE 125, 42, BStBl II 1978, 430;… L. Schmidt, a. a. O., § 16 Anm. 55).
Der Zuordnung der Forderung zum Betriebsvermögen steht nicht entgegen, daß nachträgliche gewerbliche Einkünfte i. S. des § 24 Nr. 2 EStG nicht durch Betriebsvermögensvergleich nach §§ 4 Abs. 1, 5 EStG zu ermitteln sind (BFH-Urteil vom 22. Februar 1978 I R 137/74, BFHE 125, 42, BStBl II 1978, 430).
Wegen dieser Besonderheiten der Behandlung von Rentenzahlungen braucht der Senat nicht zu entscheiden, ob nachträgliche Einkünfte allgemein aufgrund einer Gewinnermittlung nach §§ 4 Abs. 1, 5 EStG oder durch Anwendung des § 4 Abs. 3 EStG zu ermitteln sind (für letzteres BFH-Urteil vom 22. Februar 1978 I R 137/74, BFHE 125, 42, BStBl II 1978, 430; BFH-Beschluß vom 26. März 1991 VIII R 315/84, BFHE 166, 7, BStBl II 1992, 472, 475; H 139 (1) des amtlichen Einkommensteuerhandbuchs; offengelassen wurde diese Frage in den BFH-Urteilen vom 24. Oktober 1979 VIII R 49/77, BFHE 129, 334, BStBl II 1980, 186; vom 6. März 1997 IV R 47/95, BFHE 183, 78, BStBl II 1997, 509).
Für diese Einkünfte gilt grundsätzlich, daß sie nach ihrem Zufluß zu versteuern sind (§ 4 Abs. 3 EStG; BFH-Urteil vom 22. Februar 1978 I R 137/74, BFHE 125, 42, BStBl II 1978, 430; H 139 (1) des Amtlichen Einkommensteuer-Handbuchs, und --für Versorgungsbezüge-- BFH-Urteil vom 25. März 1976 IV R 174/73, BFHE 118, 572, BStBl II 1976, 487; FG Nürnberg, Urteil in EFG 1997, 166 a.E.;… Seeger in Schmidt, a.a.O., § 24 Rz. 95, m.w.N.; offengelassen vom BFH in den Urteilen vom 24. Oktober 1979 VIII R 49/77, BFHE 129, 334, BStBl II 1980, 186, und vom 6. März 1997 IV R 47/95, BFHE 183, 78, BStBl II 1997, 509).
BFH, 24.10.1979 - VIII R 49/77
Zur Auflösung einer Rückstellung für ungewisse Verbindlichkeiten nach Beendigung …
Der erkennende Senat hat die Frage bejaht (BFHE 106, 528, BStBl II 1972, 936), der I. Senat des BFH hat sie verneint (Urteil vom 22. Februar 1978 I R 137/74, BFHE 125, 42, BStBl II 1978, 430).
Ist dagegen der Gewinn nach dem BFH-Urteil in BFHE 125, 42, BStBl II 1978, 430 "in sinngemäßer Anwendung der Vorschriften des § 4 Abs. 3 EStG" zu ermitteln, ist es - ähnlich wie beim Übergang vom Bestandsvergleich zur Einnahmeüberschußrechnung (vgl. Einkommensteuer-Richtlinien Abschn. 19) - zur vollständigen Erfassung des gesamten, während des Bestehens des Gewerbebetriebes erzielten Gewinns (Totalgewinn) erforderlich, den Wegfall bisher in der Bilanz ausgewiesener Verbindlichkeiten oder Rückstellungen als Entstehung oder Erhöhung eines nachträglichen Gewinns und den Wegfall bisher in der Bilanz ausgewiesener Forderungen als Minderung eines nachträglichen Gewinns oder Entstehung eines nachträglichen Verlustes zu behandeln.
BFH, 12.03.2009 - X B 265/07
Entsprechende Anwendung des § 126 Abs. 4 FGO bei Abweisung einer unzulässigen …
Im Hinblick auf die tragenden Grundsätze der BFH-Entscheidungen vom 22. Februar 1978 I R 137/74 (BFHE 125, 42, BStBl II 1978, 430), vom 23. November 2000 IV R 85/99 (BFHE 193, 75, BStBl II 2001, 122) und vom 19. Juli 1993 GrS 2/92 (BFHE 172, 66, BStBl II 1993, 897) sei die Rechtsfrage zu klären, ob bei Auflösung einer Rückstellung für Rekultivierungsverpflichtungen in einer Aufgabebilanz aufgrund eines rückwirkenden Ereignisses im Umfang des Auflösungsbetrags eine andere Rückstellung für Rekultivierungspflichten erhöht werden dürfe, wenn sich zeige, dass der ursprünglich zum Aufgabestichtag angesetzte Rekultivierungsaufwand zu niedrig bemessen sei.
Der Senat neigt jedoch zur Auffassung des FG, daß diese nachträglichen Einkünfte nicht aufgrund einer Gewinnermittlung gemäß §§ 4 Abs. 1, 5 EStG geltend gemacht werden können (vgl. BFH-Urteil vom 22. Februar 1978 I R 137/74, BFHE 125, 42, BStBl II 1978, 430; BFH-Beschluß vom 26. März 1991 VIII R 315/84, BFHE 166, 7, BStBl II 1992, 472, 475; H 139 (1) des amtlichen Einkommensteuerhandbuchs; offengelassen wurde diese Frage im BFH-Urteil vom 24. Oktober 1979 VIII R 49/77, BFHE 129, 334, BStBl II 1980, 186; vgl. auch BFH-Urteil vom 6. März 1997 IV R 47/95, BFHE 183, 78, BStBl II 1997, 509).
FG Köln, 24.04.2008 - 6 K 1864/04
Teilbestandskraft bei festehender Höhe des Gesamtgewinns i.R.e. Streitfalles …
BFH, 07.09.1989 - IV R 91/88
Zur Berücksichtigung der Milchaufgabevergütung nach dem MAVG bei der …

References: § 4
 § 15
 § 16
 § 24
 § 4
 § 4
 § 4
 § 4
 § 5
 § 4
 § 11
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 § 24
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 § 126