Source: https://www.akademie.de/wissen/e-v-leitfaden-verein-gruenden?page=1
Timestamp: 2020-06-06 18:21:41+00:00

Document:
Vereinsgründung und -verwaltunge.V.-Leitfaden: Verein gründen
Ein Verein kann zu ganz unterschiedlichen Zwecken gegründet werden - bestimmte Formalitäten bei der Gründung und Organsation des Vereins bleiben jedoch immer gleich. Dieser Leitfaden erklärt Ihnen, was bei der Vereinsgründung auf Sie zukommt und welche Voraussetzungen Sie bei den Anmeldeformalitäten, der Vereinssatzung, der Gründungsversammlung und der Vorstandswahl beachten müssen. Außerdem enthält dieser "Ratgeber Vereinsgründung" eine Muster-Satzung und viele Praxis-Tipps.
Die einschlägigen Vorschriften sind durchaus auch für Laien verständlich, Sie können sie jederzeit im Internet nachlesen.
Auch eine Möglichkeit: Der "Nicht-e. V."
"Schnell gegründet, nicht eingetragen - und trotzdem gemeinnützig: Der einfache Verein bürgerlichen Rechts".
Verfasst von Gast am 20. Mai 2015 - 19:25.
mein Name ist Jeanne Marchand,ich sitze gerade an meiner Bachelorarbeit und recherchiere das Vereinsrecht in der Schweiz.
Ich habe wohl wenig Chancen, dass sich jemand damit auskennt aber ich versuche es trotzdem.
Im ZGB Art. 60 ff. sind die Vereine geregelt, jedoch wie ich finde viel schlechter als im BGB. Ich verstehe das so, dass eingetragene Vereine kommerziell sein können oder auch gemeinnützig. Im BV und STG ZH stehen für gemeinnützige Vereine Steuerbefreiungen und unter einem anderen Punkt, dass die Steuer die Hälfte der normalen beträgt. Ich gehe davon aus das gilt für kommerzielle?
Ich schreibe Konkret auch über die FIFA und da schein sich jeder was aus dem Hut zu ziehen ohne fundierte Kenntnisse. Wäre die Fifa ein eingetragener gemeinnütziger Verein , müsste sie ja gar keine Steuern zahlen, das tut sie aber. Auch wenn es wenig sind. Wenn Sie ein normaler Verein ist , dann zahlt sie auch direkte Bundessteuer und Staatssteuer in Zürich.
Mir würde schon reichen zu wissen, ob kommerzielle Vereine den ermäßigten Satz erhalten oder wieso im Gesetz steht 1.Vereine werden soundso besteuert und dann 2. ausgenommen sind Vereine die den und den Zweck haben.....
Ich verstehe das Gesetz nicht so ganz.
mit freundlichen Grüßen , Jeanne Marchand
Verfasst von Gast am 26. Juni 2015 - 17:28.
sowohl in Deutschland als auch in der Schweiz ist ein Verein nach BGB und ein Verein nach Art. 60ff ZGB nicht automatisch gemeinnützig, also steuerbefreit. Das sind zwei grundsätzlich zu unterscheidende Tatbestände.
Es gibt durchaus Vereine, die nicht steuerbefreit sind. Ein typisches Beispiel in der Schweiz sind viele Sportvereine, weil Sport allein meist kein Grund für die Gemeinnützigkeit ist. Die Sicht ist, dass es zwar keine Gewinnerzielungsabsicht gibt, aber die Vereinsmitglieder für sich selbst etwas tun. Die Gemeinnützigkeit wird erst erreicht, wenn der Verein etwas für andere tut. Im Prinzip ist das in Deutschland genauso.
Die FIFA ist jedenfalls eindeutig ein Verein. Als solcher ist er in Handelsregister eingetragen (hier ist der Link: http://zh.powernet.ch/webservices/net/HRG/HRG.asmx/getHRGHTML?chnr=CH-02...)
Wenn ich mich recht erinnere gilt er auch als gemeinnützig. Das bedeutet aber nicht, dass er gar keine Steuern zahlen müsste. Die Befreiung ist lediglich von Unternehmenseinkommenssteuern.
Vereinsgründung sinnvoll?
Verfasst von Gast am 22. April 2015 - 14:05.
Im Rahmen mehrerer Treffen mit Arbeitskollegen, Studienfreunden und ehemaligen Studenten der Universtät Mainz, denken wir über die Gründung eines Vereines oder einer Stiftung nach. Zweck dieser Gründung soll die Vergabe von Stipendien sein, insbesondere denken wir über Promotionsstipendien und Stipendien zum Studienabschluss nach.
Diese sollen nicht fachgebunden sein, da wir als "Spender" verschiedenen Fachbereichen/Fakultäten angehörten und teilweise noch angehören. Leider findet sich in unserem Freundeskreis kein Jurist oder Steuerberater, wir sind Ärzte, Lehrer, Ingenieure, Geisteswissenschaftler.
Die Mitglieder würden einen jährlichen Beitrag zahlen und dieser sollte zum einen einen Grundstock an Kapital bilden und zum anderen wollen wir Stipendien vergeben!
Wie verfährt man hier am besten und kann man dies auch gemeinnützig machen? Wir sind bisher ca. 60 "Gründer" und dachten an einen jählichen Beitrag zwischen 100 bis 250€, je nach privaten Möglichkeiten! Meinen Dank im voraus!
Antwort: Vereinsgründung sinnvoll?
Verfasst von Robert Chromow am 22. April 2015 - 15:36.
in dem von Ihnen beschriebenen Fall lohnt sich die Gründung eines Vereins oder einer Stiftung bestimmt. Da Sie für die Anerkennung der Gemeinnützigkeit auch ohne Vereinsgründung einen Steuerberater benötigen, besprechen Sie mit ihm am besten auch die Fragen der Vereinsgründung. Oder Sie lassen sich von ihm einen Rechtsanwalt nennen, der sich im Vereinsrecht auskennt.
Zugegeben: Das Hinzuziehen von Experten kostet Geld. Der Versuch, das von Ihnen beschriebene Projekt ohne professionelle Unterstützung zu verwirklichen, würde angesichts der zu erwartenden Probleme und Konflikte zwischen den Beteiligten vermutlich deutlich teurer.
Vorherige "Überprüfung" zur Satzung zwecks Gemeinnützigkeit
Verfasst von Gast am 18. Februar 2015 - 23:05.
ein paar Freunde ich wollen zusammen einen Verein gründen. Hierbei streben wir die Gemeinnützigkeit an.
Meine Frage: Hat man die Möglichkeit, bevor man die Satzung offiziell in der Gründerversammlung beschließt, die Satzung auf Gemeinnützigkeit "prüfen" zu lassen? D.h. kann man bspw. mit der Satzung zum Finanzamt gehen und fragen, ob diese für die Genehmigung der Gemeinnützigkeit ausreichend ist? Oder was dem Finanzamt noch wichtig wäre, um die Gemeinnützigkeit zu erhalten?
Leitfaden vom Finanzamt Niedersachsen
Verfasst von Gast am 23. Februar 2015 - 0:55.
Hier mal ein Leitfaden vom Finanzamt Niedersachsen:
http://www.ofd.niedersachsen.de/download/54745/Frage-Antwort-Katalog_zum...
Mit Muster-Satzung und Muster Bescheinigungen etc.
Verfasst von Gast am 23. Februar 2015 - 0:45.
Man kann mit der Satzung zum Finanzamt gehen, die werden sich aber üblicherweise hüten vorab eine "verbindliche Auskunft" (so heißt das im Amtsdeutsch) zu erteilen. Sowas ist wiederum an bestimmte Voraussetzungen gebunden. Und die sind kaum erfüllbar, da sich die Satzung ja z.B. in der Gründungsversammlung noch ändern kann...
Hilfreich ist ein Blick ins Gesetz - hier §52 Abgaben-Ordnung.
Und natürlich kann man auch mal einen Rechtsanwalt oder Steuerberater befragen.
Die Finanzämter sind aber von ihren Oberfinanzdirektionen angehalten, die Voraussetzungen für die Gemeinnützigkeit großzügig auszulegen.
(z.B. Karnevals-Verein...)
also, sieben Freunde müsst ihr sein...
Antwort: Vorherige "Überprüfung" zur Satzung zwecks Gemeinnützig
Verfasst von Robert Chromow am 18. Februar 2015 - 23:40.
"möglich" ist (fast) alles. Versuch macht klug. :-) Allzu viel Hoffnung würde ich mir an Ihrer Stelle aber nicht machen: Für solche Aufgaben gibt es Steuerberater und Rechtsanwälte, die sich mit dem Gemeinnützigkeitsrecht auskennen.
Je nachdem, in welchem Bereich der Verein gegründet wird, ist auch der übergeordnete bundes- oder landesweite Dachverband (sofern vorhanden) eine gute Anlaufstelle. So gibt es zum Beispiel in vielen Sportarten und Kultursparten solche Einrichtungen.
Verfasst von Gast am 18. Dezember 2014 - 23:26.
gibt es die Möglichkeit, wenn man minderjährig ist, eine Art Dachverband zu gründen? Also vergleichbar mit der FIFA?
Und wenn ja, was gibt es dabei zu beachten? Hierbei kann es sich meines Wissens auch um einen Verein handeln, oder?
Benötigt man immer professionelle Hilfe, also von einem Rechtsanwalt z.B. oder kann man auch ohne einen Juristen an seiner Seite einen Dachverband gründen?
Und wenn man noch keine Kontakte in diesem Bereich, in dem der Verband gegründet werden soll, hat, an wen widmet man sich am besten? Wäre es ratsam, sich an einen größeren Verein oder eine Persönlichkeit wie z.B. den Präsidenten eines größeren Vereins zu widmen und dort um Unterstützung zu bitten?
Als Einzelkämpfer kann man vermutlich nichts erreichen, oder?
Antwort: Verband
Verfasst von Robert Chromow am 19. Dezember 2014 - 0:37.
ich bin nicht sicher, ob ich Ihr Anliegen richtig verstanden habe: Die Gründung eines Verbandes ist doch kein Selbstzweck!? (auch wenn die von Ihnen ins Feld geführte FIFA ein unschönes Beispiel dafür ist, dass ein ursprünglich vermutlich nützlicher Dachverband ein fragwürdiges Eigenleben entwickelt).
Wenn Sie, wie Sie sagen, Einzelkämpfer sind und "noch keine Kontakte in diesem Bereich" haben, ergibt eine Verbandsgründung aus meiner Sicht wenig Sinn. Ein Verband wird ja erst sinnvoll, wenn die Interessen vieler Einzelpersonen, Unternehmen, Vereine oder ähnlicher Organisationen gebündelt werden. Bevor Sie sich über rechtliche Details Gedanken machen, klären Sie daher am besten, welches konkrete Anliegen Sie haben und welche Ziele Sie erreichen möchten ...
Ach so: Wenn's dann soweit ist, halte ich professionelle juristische Unterstützung bei einer Verbandsgründung für ausgesprochen sinnvoll. Abgesehen davon ist die Gründung eines Vereines oder Verbandes auch durch Minderjährige möglich. Allerdings benötigen Sie in dem Fall m. W. das Einverständnis eines Erziehungsberechtigten.
Verfasst von Gast am 7. Dezember 2014 - 16:39.
meine Freunde und ich wollen gerne eine neuen Fußballverein für "unser" Dorf gründen und selbst für diesen spielen. Wir sind "nur" ein Ortsteil und besitzen keinen eigenen Fußballplatz.
1. Dürften wir Rechtlich gesehen den Fußballplatz der Gemeinde benutzen ?
2. Wir sind 18-25 Jahre alt dürften wir diesen Verein schon gründen ?
3. Was für Gefahren könnte eine Vereinsgründung haben (finanziell, etc.) ?
4. Wie sind die Spieler/ Vereinsmitglieder versichert ?
5. Was passiert wenn angenommen in zwei Jahren die Vereinsmitglieder keine "lust" mehr haben und sich keine neuen Leute finden lassen ?
Antwort: Einen Fußballverein gründen
Verfasst von Robert Chromow am 7. Dezember 2014 - 19:36.
und vielen Dank für die vertrauensvolle Anfrage. Eine Einzelfallberatung ist an dieser Stelle leider möglich. Daher nur ganz allgemein:
zu 1. Einen generellen Rechtsanspruch gibt es meines Wissens nicht. Wenn andere Sportvereine den Fußballplatz nutzen dürfen, wird die Gemeinde dem neuen Verein das Recht allerdings auf Dauer kaum verwehren können (und wollen) - vorausgesetzt natürlich, dass Sie die damit verbundenen Auflagen erfüllen können und wollen.
zu 3. Rechtlich gesehen ist ein nicht eingetragener Verein zunächst einmal eine Gesellschaft bürgerlichen Rechts. In dem Fall haftet jedes Mitglied prinzipiell für alle Verbindlichkeiten und Schäden, die durch den gesamten Verein oder andere Mitglieder verursacht werden, sofern sie im Namen des Vereins handeln. Eine Beschränkung der Haftung auf das Vereinsvermögen ist durch Gründung eines rechtsfähigen _eingetragenen_ Vereins möglich. Weitere Informationen zu diesem Thema finden Sie in unserem ausführlichen "Leitfaden für Vereinsgründer"
Mit Ihren Versicherungs- und weiteren Detailfragen wenden Sie sich am besten an den Fußballverband Ihrer Region.
Verfasst von Gast am 23. November 2014 - 18:58.
Ein gemeinnütziger Verein soll gegründet werden.
Darf ein Vorstandsmitglied mehrere Vorstandsposten innehaben?
z. B. das sich 2 Personen den gesamten Vorstand teilen?
1. Vorsizender + Kassenwart
2. Vorsizender + Schriftführer
Antwort: Vereinsvorstand
Verfasst von Robert Chromow am 23. November 2014 - 20:56.
die einschlägigen BGB-Vorschriften zum Verein (§ 21ff BGB), insbesondere § 26 BGB ("Vorstand und Vertretung")
http://www.gesetze-im-internet.de/bgb/__26.html
machen keine genauen Angaben über die Zahl der Vorstandsmitglieder und deren Aufgabenverteilung. Sofern die Satzung einen zweiköpfigen Vorstand vorsieht, ist aus meiner Sicht auch die von Ihnen beschriebene Funktionsverteilung möglich.
Die Details besprechen Sie am besten mit einem Rechtsanwalt oder Steuerberater: Um die Gemeinnützigkeit wasserdicht zu machen, empfiehlt sich das ohnehin.
e. V. Gründung
Verfasst von Gast am 8. Juli 2014 - 9:27.
- Können die (mindestens) 7 Gründungsmitglieder auch Ausländer sein?
- Können diese Ausländer Ihren Wohnsitz auch im Ausland haben?
- Können deutsche Vereine Ableger im Ausland haben?
- Umgekehrt, kann ein ausländischer Verein einen Ableger hier in Deutschland als e.V. gründen?
"Ausländerverein"
Verfasst von am 9. Juli 2014 - 12:04.
im Vereinsrecht gibt es den so genannten "Ausländerverein", dessen Mitglieder und Vorstand ausschließlich oder überwiegend (Nicht-EU-)-Ausländer sind, und den "ausländischen Verein", der trotz Sitz im Ausland seine Tätigkeit auf Deutschland konzentriert (§§ 14, 15 VereinsG). Diese Paragraphen beziehen sich auf Verbotsgründe, daraus folgt im Umkehrschluss aber, dass es bei Nichtvorliegen solcher Verbotsgründe keine Ursache gibt, die Gründung eines Vereins mit satzungsgemäßem Sitz in Deutschland grundsätzlich nicht anzuerkennen.
Und auch im für die Vorschriften zur Vereinsgründung etc. einschlägigen BGB-Paragraphen §§ 21- 79 BGB und speziell in den für die nach § 60 BGB für die Eintragung entscheidenden §§ 56 - 59 steht nirgends, dass die zitierten sieben Gründungsmitglieder (§ 56) einer bestimmten Nationalität sein müssten o. ä.
Im Prinzip sehe ich auch nicht, warum ein Verein keinen Unterverein im Ausland haben sollte, in jedem Fall wird aber bei grenzüberschreitenden Ablegern die Gemeinnützigkeit nachgewiesen werden müssen. Schon deshalb sollten Sie solche Fragen mit einem Rechtsanwalt und/oder Steuerberater besprechen, der sich mit Vereinsrecht auskennt.
KEINE gemeinnützigen Ziele eines Vereins-Bedeutung
Verfasst von Gast am 20. Januar 2014 - 23:32.
Beispiel für ein Elternverein : Was bedeutet " Der Verein hat KEINE gemeinnützigen Ziele" ?
Antwort: KEINE gemeinnützigen Ziele eines Vereins-Bedeutung
Verfasst von Robert Chromow am 21. Januar 2014 - 11:13.
verfolgt ein Verein keine gemeinnützigen Ziele (oder wird die Gemeinnützigkeit nicht beantragt bzw. nicht anerkannt) darf der Verein keine steuerlich abzugsfähigen Spendenquittungen ausstellen. Mit anderen Worten: Spender können ihre Spenden nicht als Sonderausgaben bei der Einkommensteuererklärung geltend machen. Entsprechend geringer ist erfahrungsgemäß die Spendenbereitschaft.
Nachteile für die eigentliche Vereinstätigkeit gibt es nicht. Auch existiert keine Notwendigkeit oder gar Pflicht, die Gemeinnützigkeit zu beantragen. Fehlende Gemeinnützigkeit ist kein Makel.
Unterschied zwischen einfachen eV und gemeinnützigen eV
Verfasst von Gast am 6. Januar 2014 - 18:15.
wir möchten einen muttersprachlichen Verein Gründen. Eine Satzung ist bereits zusammengestellt und 7 Mitglieder vorhanden. ABER:
1. Welche Unterschiede gibt es zwischen einfachen e.V und gemeinnützigen e.V bzw. Vorteile
2. Welche Art des Vereins ist dafür geeignet
sollte es auch mit Zusatz Elternverein eingetragen werden?
3. Welche Rolle spielt das Finanzamt dabei und was sollte beachtet werden?
Antwort: Unterschied zwischen einfachen eV und gemeinnützigen eV
Verfasst von Robert Chromow am 7. Januar 2014 - 9:28.
vorweg: "gemeinnützig" im Sinne des § 52 der Abgabenordnung (AO)
... können nicht nur Vereine sein. Eine bestimmte "Art" (?) des Vereins ist nicht vorgeschrieben.
Das Finanzamt spielt dabei die Hauptrolle: Bescheinigt das Finanzamt einem Verein oder einer anderen Körperschaft (z. B. einer GmbH) die Gemeinnützigkeit, gehen damit direkte steuerliche Vorteile einher (z. B. die teilweise Befreiung von Körperschafts- und Gewerbesteuer und die teilweise Ermäßigung der Umsatzsteuer auf Vereinsleistungen). Außerdem ergeben sich indirekte Vorteile, weil gemeinnützige Vereine Spendenbescheinigungen für Zuwendungen ausstellen dürfen und somit für potenzielle Spender attraktiver sind.
Ausführlichere Informationen über den Weg zur Anerkennung der Gemeinnützigkeit durch das Finanzamt finden Sie in den Beiträgen ...
"Anerkennung der Gemeinnützigkeit - Vereine und Finanzamt"
http://www.akademie.de/wissen/anerkennung-gemeinnuetzigkeit-vereine-fina... und
"Vereinsrecht: Der gemeinnützige, eingetragene Verein"
http://www.akademie.de/wissen/gemeinnuetzig-verein-vereinsrecht
Am besten lassen Sie sich bei der Anerkennung der Gemeinnützigkeit Ihres Vereins von einem Steuerberater oder Rechtsanwalt unterstützen.
Verfasst von Gast am 8. Januar 2014 - 0:00.
über den gemeinnützigen Verein hab ich vieles gelesen aber über den einfachen eingetragenen Verein leider nicht viel gefunden deswegen ist es wichtig die wesentliche Unterschiede zu verstehen.
Also wäre ein "eifacher eV" geeigneter für den Elternverein bzw. muttersprachlichen Verein als der gemeinnütziger eV, zumindest für den Anfang.
Meine Problematik liegt darin:
1. darf ein einfacher Verein Spendenbescheinigungen ausstellen
2. muss gegenüber dem Finanzamt (außer der Anerkennung) auch noch jährlich eine Steueranmeldung oder andere Finanzangelegenheiten erfolgen . Es geht um einen ganz einfachen Elternverein dessen Hauptziel die Weiterbildung der Muttersprache und Kultur ist.
Verfasst von Gast am 8. Januar 2014 - 10:23.
Nicht eingetragene Verein werden meines Wissens in der Rechtsprechung oft so behandelt, wie eingetragene Vereine, also denselben BGB-Paragraphen unterworfen etc. Aber: Ein e.V. ist durch die Eintragung im Register auch eine rechtsfähige Körperschaft. Ein nicht eingetragener Verein muss damit leben, dass seine Rechtsfähigkeit in Zweifel stehen kann und er evtl. als GbR dasteht.
Wenn Ihr nicht eingetragener Verein vom Finanzamt als gemeinnützig anerkannt ist, darf er meiner unmaßgeblichen Meinung nach auch Spendenquittungen ausstellen (die anerkannt werdne, Quittungen ausstellen darf man ja sowieso immer). Und natürlich ist er im Gegenzug rechenschaftspflichtig, schon weil die Gemeinnützigkeit vom Finanzamt ja immer wieder überprüft wird.
Wie gesagt: Das ist nur meine Laienmeinung.
Verfasst von Gast am 28. Juni 2013 - 19:41.
Da ich bereits eine Anfrage stellte, diese aber inzwischen von älteren landete, versuche ich es erneut. Eine Kollegin und ich möchten eine Betreuungseinrichtung mit Hilfe eines Vereins gründen, dazu wollen wir mit diesem Verein Mittel zur Mitfinanzierung erwirken. Ist dieses ohne weiteres möglich? Welche details müssen in der Satzung zur Anerkennung der Gemeinnützigkeit enthalten sein?
Antwort: Einrichtungsgründung
Verfasst von Robert Chromow am 28. Juni 2013 - 20:46.
vielen Dank für Ihre vertrauensvolle Anfrage. Bitte beachten Sie, dass eine Einzelfallberatung an dieser Stelle weder möglich noch zulässig ist. Deshalb nur ganz allgemein:
Der Betrieb einer gemeinnützigen Betreuungseinrichtung in der Rechtsform eines eingetragenen Vereins ist durchaus zulässig.
Ausführlichere Informationen über den schwierigen Weg zur Anerkennung der Gemeinnützigkeit durch das Finanzamt finden Sie im Beitrag:
http://www.akademie.de/wissen/anerkennung-gemeinnuetzigkeit-vereine-fina...
Davon abgesehen: Mit weitergehenden Fragen zu Ihrem konkreten Einzelfall wenden Sie sich am besten an einen Steuerberater, der sich im Gemeinnützigkeitsrecht auskennt: Verlassen Sie sich bloß nicht auf eine schnelle Internetrecherche mit windigen Tipps für eine selbst gebastelte Gemeinnützigkeits-Satzung: Das kann bei einem vermutlich ziemlich aufwendigen Projekt wie dem Ihren ein böses und teures Erwachen geben.
Umwandlung n.e.V in e.V.
Verfasst von Gast am 10. Juni 2013 - 11:10.
Vielen dank für den schönen Beitrag. Es ist doch aber möglich einen Vereinen, der mit weniger als 7 Mitgliedern gegründet wurde, in einen e.V. umzuwandeln sobald die 7 Mitglieder da sind oder? Welche Unterlagen müsste man dazu beim Notar beurkunden lassen und einreichen? Ich nehme mal an:
- Protokoll der Gründungsversammlung oder andere Dokumente aus denen hervorgeht dass der Verein sobald die Mindestzahl Mmitglieder erreicht ist eingetragen werden soll,
- Nachweis über den Mitgliederstand
Und dann damit zum Notar zur Eintragungs ins Vereinsregister.
Gemeinnützigkeit und Geldeinnahme
Verfasst von Gast am 28. Juni 2013 - 19:27.
eine Kollegin und ich möchten eine Betreuungseinrichtung eröffnen und dazu einen Verein vorschalten. Die Gemeinnützigkeit soll anerkannt werden und durch Spenden das o.g. Vorhaben mitfinanziert werden, ist dieses so möglich? Was muss in der Satzung festgehalten werden um diesen Zweck so realisieren zu können?
Verfasst von am 1. Juli 2013 - 9:32.
ja, dass eine gemeinnützige Einrichtung einen Verein als Träger hat, dessen Zweckbetrieb die Einrichtung ist, dass ist eine sehr verbreitete, bewährte Konstruktion.
Und ja, ein vom Finanzamt als gemeinnützig anerkannter Verein kann abzugsfähige Spenden sammeln. Es gibt einige grundsätzliche Dinge, die z.B. bei der Satzung und den Vergütungen für die Vorstandsmitglieder zu beachten sind, weil Abweichungen die Gemeinnützigkeit gefährden. Hinweise dazu stehen ja schon in dem Beitrag oben, weitere Informationen finden Sie in den Leitfäden
* "Vereinsrecht: Der gemeinnützige, eingetragene Verein"
* "Anerkennung der Gemeinnützigkeit - Vereine und Finanzamt"
* "Gemeinnützige GmbH oder gemeinnütziger Verein - welche Rechtsform für welchen Zweck?"
http://www.akademie.de/wissen/gemeinnuetzige-gmbh-ggmbh-verein/gemeinnue...
Für eine auf Ihren konkreten Einzelfall ausgerichtete Beratung sollten Sie mit einem Rechtsanwalt sprechen, der sich in Vereinsrecht und ggf. Sozialrecht gut auskennt.
Antwort: Umwandlung n.e.V in e.V.
Verfasst von Robert Chromow am 11. Juni 2013 - 10:03.
ein n.e.V. lässt sich durchaus in einen e.V. umwandeln. Da der e.V. eine eigene juristische Person darstellt, ist für dessen "Geburt" allerdings die komplette Gründungsprozedur erforderlich. Eine Absichtserklärung in der Satzung des n.e.V. reicht nicht aus.
Woraus sonst noch zu achten ist, erfahren Sie weiter oben im "Leitfaden für Vereinsgründer".
Verfasst von Helma Spona am 18. Juni 2013 - 18:01.
Hmm, entweder reden wir aneinander vorbei oder ich hab was missverstanden.
Also das heißt, selbst wenn bei der Gründung des n.e.V. schon von den Gründern beschlossen wird, bei erreichen der Mindestmmitgliedszahl einen e.V. zu machen, muss es dann wenn es soweit ist, eine neue "Gründungsversammlung" geben? Oder würde dann eine Mitgliederversammlung reichen, auf der dieser Beschluss gefasst wird?
Verfasst von Robert Chromow am 19. Juni 2013 - 9:14.
es tut mir leid, wenn ich mich missverständlich ausgedrückt und wir deshalb aneinander vorbeigeredet haben:
Aus einem n.e.V. können Sie nicht einfach per Beschluss der Mitgliederversammlung einen e.V. machen. Der e.V. ist nun einmal eine eigene juristische Person, an deren "Geburt" der Gesetzgeber bestimmte Voraussetzungen geknüpft hat. Dazu gehört unter anderem eine Gründungsversammlung mit mindestens sieben Gründungsmitgliedern und die Wahl eines Vorstands. (mehr dazu weiter oben im Text).
Andererseits: Wenn es bereits einen funktionierenden n.e.V. mit Satzung, sieben und mehr Mitgliedern und womöglich Leitungsfunktionen gibt, sollte sich der rein formale e.V.-Gründungsakt doch kurz und schmerzlos machen lassen, oder?
Viel Erfolg bei Ihrem Vorhaben und freundliche Grüße

References: Art. 60
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