Source: https://media.zwp-online.info/archiv/pub/gim/sp/2009/sp1009/
Timestamp: 2017-07-26 08:33:06+00:00

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Editorial: Prophylaxe in einem großen Zusammenhang
Parodontitis: Der Mund als Spiegel der Allgemeingesundheit
Seit vielen Jahren, vielmehr seit Jahrzehnten wissen wir, dass die Parodontitis Einfluss auf den gesamten Organismus haben kann. Diese Frage wird nicht nur heftig diskutiert, sondern es wird auch mit viel Energie daran gearbeitet, zur Klärung beizutragen. Eine Vielzahl von Studien belegt, dass ein definitiver Zusammenhang zwischen Parodontitis und Allgemeinerkrankungen besteht - beziehungsweise - dass parodontale Erkrankungen sowohl Ursache als auch Symptom sein können. NSK Europe GmbH
Bakteriämien: Der infektionsgefährdete Patient - was der Zahnarzt wissen sollte
Dr. Dirk Ziebolz
Die zunehmende Lebenserwartung und die verbesserte Lebensqualität durch die moderne Medizin führen unweigerlich zu einer veränderten Patientenklientel in der zahnärztlichen Praxis. Neben der Zunahme des Anteils älterer Menschen ist zudem ein ständiger Anstieg von Multimorbiden und Risikopatienten zu verzeichnen. Da viele allgemeinmedizinische Erkrankungen auch eine Anpassung der zahnärztlichen Behandlung nötig machen, muss der Zahnarzt über die Krankheiten seiner Patienten informiert sein, um entsprechende Präventionsmaßnahmen einleiten zu können. Leistungsberechnung: Diagnostik in der Prophylaxe und Parodontologie
Christine Baumeister
Die Zahnheilkunde ist nicht auf dem Stand von 1988 stehen geblieben. Gerade im Bereich der Prophylaxe- und PAR-Diagnostik hat es erhebliche Fortschritte gegeben. Es stellt sich die Frage, wie diese Leistungen zu berechnen sind. Mit diesem Beitrag gehen wir auf einzelne diagnostische Verfahren ein und geben Hinweise zur Berechnung. Effektives Marketing in der Prophylaxepraxis
Im Präventivbereich bieten sich viele Möglichkeiten, effektives Praxismarketing zu betreiben. Gerade in einer Zeit, in der die Prothetik rückläufig ist, geht der Trend immer mehr zur “Prophylaxepraxis”. Prophylaxe: Mundhygiene beginnt im Kopf
Autor: Dr. Benjamin Schüz
Wenn man nur so könnte, wie man wollte Viele haben die folgende Situation sicher schon einmal selbst durchlebt: Nach der Vorsorgeuntersuchung oder auch nach der Prophylaxe wird man vom Zahnarzt des Vertrauens freundlich aufgefordert, doch öfter einmal auch die Zahnzwischenräume zu reinigen. Kein Problem, denkt man, steigt vom Stuhl und fährt nach Hause. Der gute Vorsatz mit der Zahnseide allerdings ist entweder bis dahin schon längst wieder vergessen oder aber nach drei Alibi-Versuchen wieder eingestellt. Prophylaxeshop: Wenige Quadratmeter für mehr Umsatz
In der eigenen Zahnarztpraxis unternehmerisch tätig zu sein ist in Zeiten der Wirtschaftskrise dringend erforderlich. Dabei lohnt manchmal auch der Blick auf vorhandene Maßnahmen - wie den Prophylaxeshop. Ein gut organisierter Prophylaxeshop hat das Potenzial, den Umsatz langfristig anzukurbeln. Auch für Praxen ohne Shop kann diese Maßnahme eine sinnvolle Alternative sein, die nicht nur Umsatzgewinn, sondern - gut in das Behandlungskonzept integriert - auch für Imagesteigerung sorgt. Geräteaufbereitung: Eine saubere Sache
Dr. Anette Simonis, Lars Radimersky, Prof. Dr. Heike Martiny
Gerade in Zeiten zunehmender Infektionskrankheiten (Hepatitis, Herpes) ist ein hoher hygienischer Standard zur Vermeidung von Kreuzinfektionen von Patient zu Patient dringend erforderlich. Zahnärztliche Geräte müssen daher aufwendig gereinigt werden, da diese ein besonders hohes Infektionspotenzial bergen. Eine lediglich manuelle Aufbereitung reicht für eine optimale Hygiene daher nicht aus. Studie: Hirnforschung zur Bewertung von Interdentalbürsten
Unter der Leitung von Priv.-Doz. Dr. Bernd Weber standen fünf Interdentalbürsten namhafter Hersteller im Mittelpunkt eines technisch aufwendigen Experiments vom Bonner Institut Life & Brain, das als führend in der kognitiven Hirnforschung gilt. Das Ziel war, die Wahrnehmung und Bewertung unterschiedlicher Zahnzwischenraumbürsten zu erforschen. Mit einem bildgebenden Verfahren, der sogenannten funktionalen Magnetresonanztomografie (fMRT), wurden die Hirnaktivitäten der Testpersonen zur Messung des subjektiven Gefallens aufgezeichnet. Perfect Smile - Das Konzept für die perfekte Frontzahnästhetik
Ultraschallscaler: Arbeit ohne Druck
Die neue Generation von Ultraschallscalern arbeitet mittlerweile um ein Vielfaches vibrationsärmer als ihre Vorgänger. Darüber hinaus bietet ihre Konstruktion ein Höchstmaß an Effizienz und “Easy Handling”, und zwar von der Behandlung bis hin zu Reinigung und Einsatzmöglichkeiten. Frank Whyte, Produktmanager bei Hu-Friedy, berichtet am Beispiel des schwingungsreduzierten Ultraschallscalers Symmetry IQ 4000 über die Entwicklung von Geräten, die wirklich beim Kunden ankommen. Aktuell hat das Unternehmen erfahrene Anwender nach ihren Erfahrungen mit dem Scaler befragt. Symposium - Orofaciales Syndrom
Smile Esthetics - Minimalinvasive Verfahren der orofazialen Ästhetik – von Bleaching bis Non-Prep-Veneers
Drei starke Argumente für optimale Prävention und exklusive Wertschöpfung: Tooth Mousse, MI Paste Plus und Dry Mouth Gel von GC. Optimale Prävention: Die revolutionären Zahnschutz- Cremes von GC stärken, schützen und pﬂegen Schmelz und Dentin. Natürliche Remineralisation durch bioverfügbares Kalzium und Phosphat. Tooth Mousse – der Rundum-Schutz bei allgemeinem Risiko und für Kinder unter 6 Jahren. MI Paste Plus – die noch effektivere Kariesprophylaxe mit zusätzlichem Fluorid, speziell für Patienten mit erhöhtem Risiko. Dry Mouth Gel – schmeckt prima, ist ph-neutral und lindert die Beschwerden und Folgen von erworbener oder pathologischer Mundtrockenheit. Exklusive Wertschöpfung: Tooth Mousse, MI Paste Plus und Dry Mouth Gel werden exklusiv über Zahnarztpraxen empfohlen! CPP-ACP wurde von The School of Dental Science an der University of Melbourne Victoria/Australien entwickelt. RECALDENT™ ist ein eingetragenes Warenzeichen unter Lizenz der Fa. RECALDENT™ Pty. Ltd. RECALDENT™ CPP-ACP wird aus Milchprotein gewonnen. Es sollte nicht bei Patienten mit Milcheiweiss- und Hydroxybenzoat-Allergie angewendet werden. Minimum Intervention Für weitere Informationen: Tel. 0 61 72/9 95 96-0 Fax 0 61 72/9 95 96-66 info@gcgermany.de www.gcgermany.de GC GERMANY GmbH Tel. +49.6172.99.59.60 info@germany.gceurope.com www.germany.gceurope.com GC AUSTRIA GmbH Tel. +43.3124.54020 info@austria.gceurope.com www.austria.gceurope.com GC AUSTRIA GmbH Swiss Ofﬁce Tel. +41.52.366.46.46 info@switzerland.gceurope.com www.switzerland.gceurope.com 3
EDITORIAL Prophylaxe in einem großen Zusammenhang Dr. Dietmar Oesterreich Liebe Kolleginnen und Kollegen, die letzten Tage und Wochen waren, wie in den vergangenen Jahren, durch zahlreiche Presse- mitteilungen und Veröffentlichungen zum The- ma Mundgesundheit geprägt. Anlass war zum wiederholten Mal der Tag der Zahngesundheit, der jährlich am 25. September stattfindet, und der Monat der Mundgesundheit – ein Projekt von Colgate Palmolive mit fachlicher Unterstützung durch die Bundeszahnärztekammer – dieses Jahr im Oktober. Wenn auch mit unterschiedlichen Schwerpunkten versehen, geht es doch bei all die- sen Aktivitäten darum, die breite Öffentlichkeit über die Möglichkeiten der zahnmedizinischen Prävention aufzuklären. Unter dem diesjährigen Motto: „Gesund beginnt im Mund – krank sein oft- mals auch“, hat der Tag der Zahngesundheit auf die engen Zusammenhänge von Erkrankungen des Zahn-, Mund- und Kieferbereiches mit syste- mischen Erkrankungen des Körpers aufmerksam gemacht. Wissenschaftliche Forschungsergeb- nisse weisen zunehmend auf diese Zusammen- hänge hin, auch wenn die genaue Ursache-Wir- kungs-Beziehung noch einer genauen Abklärung bedarf. Somit steht die zahnmedizinische Präven- tion ebenso in einem großen Zusammenhang mit den präventiven Möglichkeiten zur Gesunderhal- tung des gesamten Körpers. Unsere Aufgabe in den Praxen ist es nunmehr, die Patienten indivi- duell – aufbauend auf dieser Erkenntnislage – zu motivieren, mit einer optimalen Mundhygiene zur Gesunderhaltung ihres gesamten Körpers beizu- tragen. Oftmals keine leichte Aufgabe, da das nö- tige Wissen um diese Zusammenhänge fehlt. Dar- über hinaus meiden sogar Patienten mit schweren systemischen Erkrankungen die zahnärztliche Betreuung, da diese vermeintlich sogar zu einer weiteren Belastung des Organismus führt. Gleich- zeitig gilt es, unsere ärztlichen Kollegen hierüber zu informieren und eine Zusammenarbeit anzu- streben. Eine Chance, die im Sinne der Prävention oftmals auch einfacher im direkten Kontakt zum Kollegen vor Ort genutzt werden kann. Dabei soll- ten wir uns selbstbewusst dieser Aufgabe stellen, denn die Erfolge der zahnmedizinischen Präven- tion sind beispielgebend für den gesamten medi- zinischen Bereich und auch international auf höchstem Niveau. Trotz dieser Erfolge gibt es noch zahlreiche präventive Potenziale, die es gemein- sam zu heben gilt. Dabei sind die demografischen Veränderungen in unserer Bevölkerung eine be- sondere Herausforderung – auch für die zahnme- dizinische Versorgung. In erster Linie gilt es, jeden einzelnen unserer Patienten von der Not- wendigkeit einer optimalen Mundhygiene zu überzeugen. Die individuelle Aufklärung kann bei- spielsweise durch die Informationsmaterialien (www.bzaek.de/patienten/patienteninformatio- nen.html) sowie die bundesweite Pressearbeit der Bundeszahnärztekammer unterstützt werden. Nutzen Sie diese Möglichkeiten, denn nichts kann das Vertrauen unserer Patienten in unsere Arbeit stärker stützen als die Sorge um den Erhalt seiner Gesundheit. Dr. Dietmar Oesterreich Vizepräsident der Bundeszahnärztekammer 10/2009 ZWP s p ezi al 03 4
PARODONTITIS Seit vielen Jahren, vielmehr seit Jahrzehnten wissen wir, dass die Parodontitis Einfluss auf den gesamten Organismus haben kann. Diese Frage wird nicht nur heftig diskutiert, sondern es wird auch mit viel Energie daran gearbeitet, zur Klärung beizutragen. Eine Vielzahl von Studien belegt, dass ein definitiver Zusammenhang zwischen Parodontitis und Allgemeinerkrankungen besteht – beziehungsweise – dass parodontale Erkrankungen sowohl Ur- sache als auch Symptom sein können. Der Mund als Spiegel der Allgemeingesundheit Autor: Meral Sivrikaya, DH Im Fokus dieser Studien stehen unter ande- rem Krankheiten wie Diabetes mellitus, Lun- generkrankungen, Gastritis, kardiovaskuläre Erkrankungen und Osteoporose sowie die Su- che nach gemeinsamen Risikofaktoren. Heute wird außerdem vermehrt versucht, anhand von Interventionsstudien einen pathogenetischen Zusammenhang zwischen oralen Erkrankun- gen bzw. Entzündungen und systemischen Er- krankungen des Körpers zu suchen und zu be- weisen. Nun, zur Therapie von „Krankheiten außerhalb der Mundhöhle“ sind wir vermutlich nicht die richtigen Ansprechpartner, allerdings können wir mit der Zahnmedizin einen großen Beitrag dazu leisten, durch eine verbesserte Zahn- und Mundgesundheit auch zu mehr bzw. zu einer verbesserten Allgemeingesundheit zu gelangen. Entzündungsphasen einer Parodontitis • Bakterieller Gewebsbefall und subgingivale Reizfaktoren • Bildung zelltoxischer Substanzen • Multiple Entzündungen mit Zelluntergang und Gewebsnekrosen • Immunantwort des Parodonts bzw. immunpa- thologische Wirtsreaktion • Beteiligung von Prostaglandinen und Zyto- Pathogenese der Parodontitis umweltbedingte und erworbene Risikofaktoren Bakterieller Angriff Antigene Antikörper LPS PMN’s Immunentzündliche Wirtsantwort Zytokine MMP Bindegewebs- und Knochen- metabolismus Klinische Zeichen einer Parodontitis kinen Pathogenese der Parodontitis nach Page. 04 ZWP s p ezi al 10/2009 5
• Erhöhung der Fibroblastenfunktion • Aktivierung der Makrophagen, Freisetzung von Kollagenasen (z. B. aMMP-8) und anderen lytischen Enzymen • Aktivierung von Lymphozyten • Stimulation der Knochenresorption. Im Folgenden wollen wir uns Erkrankungen und Komplikationen näher anschauen, die in der Literatur den größten Raum einnehmen. Diabetes mellitus Diabetes mellitus, im Volksmund „Zucker- krankheit“ genannt, gehört zur heterogenen Gruppe von Stoffwechselstörungen. Ursache ist entweder Insulinmangel oder Insulinre- sistenz, ebenso kann es beides sein. Je nach Ursache gibt es verschiedene Diabetes-Ty- pen, die allerdings auch Gemeinsamkeiten aufweisen. Bei schlecht eingestellten Diabe- tikern treten durch die Beeinflussung von Makrophagen und Endothelzellen verstärkt Entzündungsreaktionen auf (Deschner 2008). Diese gehen häufig mit verstärktem Gewebe- abbau und gleichzeitig verringerter Fähigkeit zur Reparatur von Geweben einher (Kiran 2005). Die Patientengruppe der Diabetiker weist zusätzlich eine schlechtere Immunab- wehr und Wundheilung auf (Deschner 2008). All dies kann negative Effekte auf orale Ent- zündungen ausüben. Andererseits wird bei einer Parodontitis, neben anderen Entzün- dungsmediatoren, verstärkt der Tumor-Ne- krose Faktor ␣ ausgeschüttet, was sowohl einen Einfluss auf den Glucose- als auch auf den Lipid-Metabolismus ausübt (Kiran 2005). So führt der chronische Entzündungszu- stand zu einer verringerten Empfindlichkeit von Insulinrezeptoren (Deschner 2008) und damit zu einer Verschlimmerung des Dia- betes. Diabetes mellitus kann also nicht nur die Progredienz einer Parodontitis begünstigen, sondern auch das Vorliegen einer parodon- talen Entzündung kann zu Verschiebungen des Blutzuckerspiegels und somit zur Ver- schlechterung der Gesamtsituation führen (Deschner 2008). Dass eine Parodontalthera- pie einen positiven Effekt auf den Blutzu- ckerspiegel haben kann, zeigte eine Pilot- Studie, bei welcher neben der mechanischen Wurzeloberflächenbearbeitung zweimal täglich mit einer antimikrobiell wirkenden Chlorhexidin-Lösung gespült und außerdem ein Antibiotikum verabreicht wurde (Miller 1992). Allerdings sind die oben beschriebe- nen Zusammenhänge unter an Diabetes mellitus leidenden Patienten wenig bekannt, wie eine Emnid-Umfrage aus dem Jahr 2006 zeigt: Nur 36 % der befragten Diabetiker ant- worteten auf die Frage nach bekannten Be- gleiterkrankungen mit „Erkrankungen des Zahnhalteapparates“. Koronare Herzkrankheiten Zu den koronaren Herzkrankheiten gehören u. a. Angina Pectoris, Myokardinfarkt und Se- kundenherztod. Die Patienten leiden unter einer Verengung bzw. Blockierung der Koro- nararterien, derjenigen Gefäße, die das Herz mit Blut versorgen. Kardiovaskuläre Erkran- kungen und ihre Folgen stellen in den Indus- trieländern die häufigste Todesursache dar (Sigusch 2006). Traditionell werden Risiko- faktoren wie Übergewicht, Bluthochdruck, erhöhte Blutfettwerte und Diabetes mellitus sowie Rauchen, Bewegungsmangel, Stress und familiäre Häufung für die Entstehung arteriosklerotischer Gefäßveränderungen und deren Folgeerkrankungen verantwort- lich gemacht (Mutschler 2001). In letzter Zeit geriet die mögliche Rolle von In- fektionen und den damit verbunden Entzün- dungsreaktionen bei der Äthiologie kardio- vaskulärer Erkrankungen zunehmend ins Zentrum der medizinischen Forschung (Si- gusch 2008). Als potenzielle Auslöser entzün- dungsbedingter Gefäßwandveränderungen werden Viren, Bakterien sowie im Blut zirku- lierende Entzündungsmediatoren genannt und diskutiert. Dazu zählen: • Die Präsenz parodontalpathogener Keime in arteriosklerotischen Plaques, die auch in der oralen Plaque vorkommen (Okuda 2004, Sigusch 2006) • Die Fähigkeit von bestimmten Bakterien, in die Gefäßzellen einzudringen (Okuda 2004) • Erhöhte Blutspiegel an Entzündungsmedi- atoren, wie u. a. proinflammatorische Zyto- kine (Sigusch 2006). Grundsätzlich kann man sagen, dass sowohl die parodontalpathogenen Mikroorganis- men selbst als auch die individuelle Immun- reaktion zu der Entstehung einer arterioskle- rotischen Erkrankung beitragen und damit das Entstehen einer koronaren Herzkrank- heit begünstigen. PARODONTITIS Frühgeburten und Schwanger- schaftsprobleme Probleme während der Schwangerschaft und Frühgeburten werden meist durch ein kom- plexes Zusammenwirken verschiedener Fak- toren hervorgerufen. Neben körperlichen und seelischen Problemen können auch Alkohol- konsum, Rauchen sowie der sozialökonomi- sche Status den Verlauf einer Schwanger- schaft negativ beeinflussen. Weniger bekannt ist aber, dass auch orale Erkrankungen eine Schwangerschaft beeinflussen können. So steigt bei Frauen mit Parodontitis das Früh- geburtenrisiko um das Siebenfache an (Si- gusch 2006, Jeffcoat 2003). Als mögliche Ursa- che werden erhöhte Konzentrationen von Ent- zündungsmediatoren wie bestimmte Prosta- ANZEIGE Die ganze Welt der Prophylaxe Alles, was gesunde Zähne brauchen: 08102-7772888 Dent-o-care Dentalvertriebs GmbH Rosenheimer Straße 4a 85635 Höhenkirchen www.dentocare.de 10/2009 ZWP s p ezi al 05 6
PARODONTITIS glandine und Interleukine im Fruchtwasser von an Parodontitis erkrankten Frauen diskutiert, die dann über eine Immunreaktion zu Frühge- burten führen können (Dörtbudak 2004). Pro- inflammatorische Zytokine können dabei eine frühzeitige Wehentätigkeit auslösen (Pecanov- Schröder 2008). Bedeutung in der Mundhöhle: • Erhöhte Gewebepermeabilität • Veränderte Abwehrreaktionen auf Plaque- mikroorganismen (Gängler 2005) • Verstärkt saurer Speichel, z.B. durch Morgen- ner Vorher-Nachher-Messung der aMMP-8 Konzentration im Sulkus nachgewiesen wer- den, dass sich die Entzündungsreaktion durch die Verwendung von parodontax® Zahncreme und Mundwasser-Konzentrat signifikant redu- zieren ließ (Ehlers 2007). Außerdem eignet sie sich, aufgrund des Fehlens von Natriumlauryl- sulfat (SLS) – eines häufig in Zahncremes ent- haltenen Tensids – auch zur Unterstützung ei- ner Chlorhexidin-Therapie. übelkeit bedingt Fazit • Anstieg des Östrogen- und Progesteronspie- gels. Häusliche Mundhygiene Was können wir nun für unsere Patienten tun? Mit dieser Frage beschäftigen wir uns jeden Tag beim Zusammentreffen mit den oben genann- ten Patientengruppen. Grundsätzlich sollte un- ser Fokus in der Plaque- und Biofilmreduktion sowie in der Infektionskontrolle liegen. Neben der professionellen Tätigkeit der mechanischen Therapie sollte der Patient im Rahmen seiner häuslichen Mundhygiene mit den richtigen Hilfsmitteln versorgt werden – u. a. der richti- gen Zahncreme. Welche Anforderungen sollte diese Zahncreme hinsichtlich der oben ange- sprochenen Patientengruppen erfüllen? • Effiziente Reinigung des Zahnes und Mini- mierung des Plaquevorkommens • Niedriger Abrasionswert zur Schonung der Zahnsubstanz Mit wachsender Anzahl von Studien wird die Be- weislage über Zusammenhänge zwischen Ent- zündungen in der Mundhöhle und Erkrankun- gen anderer Körpersysteme deutlicher. Es gibt keinen Zweifel mehr, dass chronische Entzün- dungen, wie eine Parodontitis, Einfluss auf den Gesamtorganismus haben und außerdem den Metabolismus belasten bzw. beeinflussen kön- nen. Allerdings lässt die derzeitige Studienlage noch keine definitive Aussage darüber zu, ob eine Parodontitis-Therapie oder -Prophylaxe das Risiko für Allgemeinerkrankungen tatsäch- lich senken kann oder ob der Zusammenhang nur aufgrund identischer Risikofaktoren be- steht. Keinen Zweifel gibt es hinsichtlich der Be- deutung der bakteriellen Plaque und des Bio- films. Durch die Reduktion des Biofilms kann ein großer Beitrag zur Gesunderhaltung der Mund- höhle und der damit verbunden Steigerung der Lebensqualität gewährleistet werden.(cid:2) • Therapeutische Wirksamkeit durch antibak- Literatur terielle Inhaltsstoffe • Reduktion der Entzündungsneigung • Neutralisation eines ggf. niedrigen pH-Wertes. parodontax® Zahncreme eignet sich hier bei- spielsweise sehr gut und erfüllt die ange- sprochenen Anforderungen: In vielen unab- hängigen Studien wurde bewiesen, dass parodontax® Zahncreme eine herausragende Wirksamkeit gegen die Ursachen von Gingivitis und Parodontits aufweist. Durch einen hohen Anteil an Natriumbikarbonat entfernt sie nicht nur Beläge effizient (Yankell 1993) und scho- nend, sondern neutralisiert auch Säuren (Im- feld 1993). Durch den hohen Anteil von 70 % ak- tiven Inhaltstoffen wie Mineralsalz, Ratanhia-, Kamillen- und Myrrhenextrakt, Echinacea- Presssaft sowie Salbei- und Pfefferminzöl wirkt sie zusätzlich antibakteriell (Yankell 1988) und entzündungshemmend (Yankell 1993; Ehlers 2007). So konnte in einer Pilotstudie mittels ei- 01. Deschner J, Jepsen S. Diabetes mellitus in der Parodontologie. Zahnmedizin up2date 2008; 1: 13–28 02.Dörtbudak O, Eberhardt R, Ulm M, Perron GR. Periodontitis, a marker of risk in pregnancy for preterm birth. J Clin Periodontol 2005; 32: 45–52 03. Ehlers V, Willershausen B.: Reduktion gingi- valer Entzündungsparameter durch Anwen- dung von parodontax Zahncreme und paro- dontax Mundwasser-Konzentrat; Studienbe- richt Poliklinik für Zahnerhaltungskunde, Kli- nikum der Johannes Gutenberg-Universität Mainz, 2007 04. Gängler P, Hoffmann T, Willershausen B, Schwenzer N, Ehrenfeld M (Hrsg.). Zahn- Mund-Kiefer-Heilkunde. Konservierende Zahnheilkunde und Parodontologie. Thieme-Verlag Stuttgart 2005, 2. Auflage 05. Imfeld T. Einfluss der Lokalapplikation von parodontax® -Zahnpasten auf die pH-Werte im Zahnbelag am Menschen. Oralprophylaxe 1993; 15: 16–24 06. Jeffcoat MK, Hauth JC, Geurs NC, Reddy MS, Cliver SP, Hodgkins PM, Goldenberg RL. Pe- riodontal disease and preterm birth: Results of a pilot intervention study. J Periodontol 2003; 74: 1214–1218 07. Kiran M, Arpak N, Ünsal E, Erdogan MF. The effect of improved periodontal health on metabolic control in type 2 diabete mellitus. J Clin Periodontol 2005; 32: 266–272 08. Miller LS, Manwell MA, Newbold D, Redling ME, Rasheed A, Blodgett J, Kornman KS. The relationship between reduction in periodon- tal inflammation and diabetes control: A re- port of 9 cases. J Periodontol 1992; 63 (10): 843–848 09. Mutschler E, Geisslinger G, Kroemer HK, Schäfer-Korting M. Mutschler Arzneimittel- wirkungen. Lehrbuch der Pharmakologie und Toxikologie. Wissenschaftliche Verlagsge- sellschaft mbH Stuttgart 2001, 8. Auflage 10. Okuda K, Kato T, Ishihara K. Involvement of periodontopathic biofilm in vascular disea- ses. Oral Diseases 2004; 10: 5–12 11. Pecanov-Schröder A. Parodontitis und Allge- meingesundheit. Dental Magazin 2008; 3: 12–26 Sigusch BW, Sigusch HH. Parodontitis – ein Risikofaktor für Allgemeinerkrankungen? ZWR 2006; 115 (10): 436–440 12. Yankell SL, Dolan MM, Emling RC. Laboratory evaluations of an herbal sodium bicarbonate dentifrice. J Clin Dent 1988; 1 (Suppl. A): A6–A8 13. Yankell SL, Emling R, Perez B. Six-month eva- luation of Parodontax dentifrice compared to a placebo dentifrice. J Clin Dent 1993; 4 (1): 26–30 kontakt VitaDenti – Fachberatung für Zahnärzte Meral Sivrikaya, Tischendorfstr. 3 71636 Ludwigsburg Tel.: 0 71 41/2 97 45 54 E-Mail: meral.sivrikaya@vitadenti.de www.vitadenti.de 06 ZWP s p ezi al 10/2009 7
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BAKTERIÄMIEN Die zunehmende Lebenserwartung und die verbesserte Lebens- qualität durch die moderne Medizin führen unweigerlich zu einer veränderten Patientenklientel in der zahnärztlichen Praxis. Ne- ben der Zunahme des Anteils älterer Menschen ist zudem ein ständiger Anstieg von Multimorbiden und Risikopatienten zu verzeichnen. Da viele allgemeinmedizinische Erkrankungen auch eine Anpassung der zahnärztlichen Behandlung nötig machen, muss der Zahnarzt über die Krankheiten seiner Patienten infor- miert sein, um entsprechende Präventionsmaßnahmen einleiten zu können. Der infektionsgefährdete Patient – was der Zahnarzt wissen sollte Autor: Dr. Dirk Ziebolz Orale Erkrankungen und Allgemeinerkrankungen Karies und Parodontopathien, wie die Gingivi- tis und Parodontitis, gehören zu den weltweit am meisten verbreiteten Erkrankungen über- haupt. Über 95% der Bevölkerung in den zivi- lisierten Ländern der Erde sind davon betrof- fen.1, 2Dabei gehen ab dem 35. Lebensjahr mehr Zähne durch entzündliche Erkrankungen des Zahnhalteapparates verloren als durch Karies und ihre Folgen. Während in den letzten Jahren ein deutlicher Rückgang der Karies infolge prä- ventiver Interventionen zu verzeichnen war, ist die parodontale Erkrankungsrate weiterhin sehr hoch.1 Ohne Therapie sind die entzünd- lichen Parodontalerkrankungen oftmals rasch fortschreitend und nehmen in ihrem Verlauf an Komplexität zu. Als primäre Ursache gilt die mikrobielle Be- siedelung der Mundhöhle. Für ihre Entste- hung stellen der Biofilm (Plaque/Zahnbe- läge) und die darin vorhandenen parodontal- pathogenen Bakterien eine essenzielle Be- dingung dar. Diese Bakterien besitzen verschiedene negative Eigenschaften, soge- nannte Virulenzfaktoren; hierzu zählen zum Beispiel Enzyme wie Kollagenasen oder Hya- luronidasen, Stoffwechselprodukte wie Am- 08 ZWP s p ezi al 10/2009 Umweltbedingte und erworbene Faktoren/Risikofaktoren Immunant- wort des Wirtes (Entzün- dung) Zytokine Prosta- glandine MMP Bindege- webs- und Kochen- metabo- lismus Klinisches Krank- heitsbild einer beginnenden und fortschreitenden Parodontitis Parodonto- pathogene Bakterien Antikörper PMNs Antigene Lipopoli- saccaride andere Viru- lenzfaktoren Genetische Risikofaktoren Abb. 1: Ätiologie und Pathogenese der Parodontitis (Page & Kornman 1997). moniak, Endotoxine wie Lipopolysaccharide oder auch Exotoxine wie Leukotoxin.3–7 Diese Virulenzfaktoren sind in der Lage, das Paro- dont irreversibel zu zerstören. Darüber hin- aus ist die Ätiologie und Pathogenese jedoch multifaktoriell und wird durch ein komplexes Zusammenspiel angeborener, erworbener und verhaltensbedingter Faktoren, soge- nannter Risikofaktoren, determiniert (Abb. 1).8 Zudem zeigen viele systemische Erkran- kungen orale Symptome, und ihre Therapie kann den Verlauf parodontaler Erkrankun- gen ebenfalls beeinflussen. Auf der anderen Seite stellt die Mundhöhle eine Eintrittspforte für Mikroorganismen in den Blutkreislauf und somit in den gesamten Körper dar. Entzündungen im Bereich der Mundhöhle können daher Auswirkungen auf die Allge- meingesundheit haben. Verschiedene Unter- suchungen zeigen, dass ein Zusammenhang zwischen der Parodontitis und diversen Allge- meinerkrankungen besteht, wie Diabetes melli- tus, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Schlagan- fall, Schwangerschaftskomplikationen, Gastri- tis und Atemwegsinfektionen (Abb. 2). Somit zählt die Parodontitis zu einem Risikofaktor für 9
(cid:51)(cid:79)(cid:78)(cid:73)(cid:67)(cid:65)(cid:82)(cid:69)฀(cid:38)(cid:79)(cid:82)฀(cid:43)(cid:73)(cid:68)(cid:83)฀(cid:86)(cid:79)(cid:78)฀(cid:48)(cid:72)(cid:73)(cid:76)(cid:73)(cid:80)(cid:83)฀(cid:70)(cid:218)(cid:82)(cid:68)(cid:69)(cid:82)(cid:84)฀(cid:68)(cid:73)(cid:69)฀(cid:35)(cid:79)(cid:77)(cid:80)(cid:76)(cid:73)(cid:65)(cid:78)(cid:67)(cid:69)฀ (cid:66)(cid:69)(cid:73)฀(cid:43)(cid:73)(cid:78)(cid:68)(cid:69)(cid:82)(cid:78)฀(cid:110)฀(cid:70)(cid:224)(cid:82)฀(cid:83)(cid:69)(cid:72)(cid:82)฀(cid:71)(cid:85)(cid:84)(cid:69)฀(cid:37)(cid:82)(cid:71)(cid:69)(cid:66)(cid:78)(cid:73)(cid:83)(cid:83)(cid:69)฀(cid:66)(cid:69)(cid:73)(cid:77)฀(cid:58)(cid:203)(cid:72)(cid:78)(cid:69)(cid:80)(cid:85)(cid:84)(cid:90)(cid:69)(cid:78)฀ (cid:33)(cid:46)(cid:58)(cid:37)(cid:41)(cid:39)(cid:37) 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bewährt.1,2 Daher verwundert es nicht, dass 91 Prozent der befragten Eltern, die selbst Zahnärzte sind, Sonicare For Kids für ihre eigenen Kinder bevorzugen.3 Sonicare For Kids zeichnet sich durch innovative Produktfeatures aus, wie z.B.: (cid:115)฀฀฀(cid:37)(cid:73)(cid:78)(cid:69)฀(cid:43)(cid:73)(cid:68)(cid:52)(cid:73)(cid:77)(cid:69)(cid:82)(cid:13)(cid:38)(cid:85)(cid:78)(cid:75)(cid:84)(cid:73)(cid:79)(cid:78)(cid:12)฀(cid:68)(cid:73)(cid:69)฀(cid:66)(cid:69)(cid:73)฀(cid:43)(cid:73)(cid:78)(cid:68)(cid:69)(cid:82)(cid:78)฀(cid:68)(cid:73)(cid:69)฀(cid:69)(cid:77)(cid:80)(cid:70)(cid:79)(cid:72)(cid:76)(cid:69)(cid:78)(cid:69)฀ 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BAKTERIÄMIEN Transplantations-, Endoprothesenpass) In- formationen zur vorliegenden Grunderkran- kung und Medikation geben (Abb. 3). Häufig enthalten diese Pässe auch Hinweise auf spe- zifische Risiken der Erkrankung sowie die Not- wendigkeit einer Antibiotikaprophylaxe. Bei schwerwiegenden Erkrankungen, stetiger Medikamenteneinnahme und bei Patienten, für die eine zahnärztliche Behandlung ein Ri- siko darstellt oder darstellen könnte, sollte zu- dem stets eine Rücksprache mit dem behan- delnden Arzt bzw. Spezialisten (Internisten) erfolgen.17 Die Abschätzung des individuellen Risikos ist umso schwieriger, je mehr Erkrankungen ein Patient aufweist und je mehr Medikamente er zu sich nimmt. Erst nach Gewinnung vollstän- diger Informationen über den Gesundheitszu- stand eines Patienten kann das Behandlungs- risiko abgewogen und mit einer eventuell mo- difizierten Behandlung begonnen werden. Das Bakteriämierisiko Als Eingangspforte des Respirations- und Ver- dauungstraktes stellt die Mundhöhle mit ihren physiologischer Weise vorhandenen über 700 verschiedenen Bakterienspezies eine der wichtigsten Infektionsquellen des Körpers dar.20Neben dem Verschlucken und der Aspira- tion spielen vor allem der Blutweg und die da- mit verbundene Bakteriämie eine zentrale Rolle für den Infektionsweg. Unter Bakteriä- mie versteht man die zeitweilige Anwesenheit von Bakterien im Blut nach dem Eindringen in die Blutbahn. Je nach Anzahl und Virulenz der Erreger und nach Abwehrlage des Wirtes kann dieses Eindringen für den Organismus folgen- los bleiben oder Konsequenzen nach sich zie- hen.21 Bereits kleine Verletzungen der Epithel- decke, z.B. durch Verletzungen der Gingiva bzw. der Mukosa, können Bakteriämien auslö- sen.22 Somit können bereits einfache Mundhy- gienemaßnahmen, wie z.B. Zähneputzen oder zahnärztliche Eingriffe zu einer Bakteriämie führen, da die Bakterien durch den Epithelde- fekt in die Blutbahn einwandern und sich im Blutkreislauf verbreiten können. Zudem be- steht bei nicht behandelten entzündlichen Pa- rodontopathien aufgrund der massiven sub- gingivalen Bakterienansammlung ein erhöh- tes Bakteriämierisiko. Als Schwachstelle im dento-alveolären Be- reich bietet das Saumepithel eine Eintritts- pforte für die Bakterien der Mundhöhle ent- Abb. 2: Zusammenhang und Risikoabschätzung zwischen Parodontitis und verschiedenen Allgemeinerkran- kungen. diese Erkrankungen.9–16 Bislang konnte jedoch noch nicht ausreichend bzw. eindeutig geklärt werden, ob das gemeinsame Auftreten paro- dontaler und allgemeiner Erkrankungen kausal oder koinzidenziell sind. Allerdings mehren sich die Hinweise, dass die Parodontitis als ver- ursachender oder zumindest modulierender Faktor für verschiedene Krankheiten infrage kommt. Dies kann durch Verschlucken, Aspira- tion und durch eine Bakteriämie erklärt werden. Der Bakteriämie wird dabei eine besondere Be- deutung beigemessen. Der Risikopatient in der zahn- ärztlichen Praxis Zu den Risikopatienten in der zahnärztlichen Praxis zählen Patienten mit einer herabgesetz- ten Immunabwehr, mit Herz-Kreislauf-Erkran- kungen, Stoffwechselstörungen, Blutgerin- nungsstörungen und Allergien.17Insbesondere sind Personen mit vorgeschädigtem Endokard oder Klappenersatz und somit bestehendem Endokarditisrisiko, schlecht bzw. unzurei- chend eingestellte Diabetiker, Organtrans- plantierte, Endoprothesenträger und Rheu- matiker als potenzielle Risikopatienten einzu- stufen. Bei diesen Patienten ist das Auftreten einer Komplikation während der zahnärzt- lichen Behandlung im Vergleich zu gesunden Patienten erhöht. Hinzu kommt, dass in der zahnärztlichen Praxis ein immer größeres Auf- kommen einer immer älter werdenden Patien- tenklientel zu verzeichnen ist. Mit zunehmen- dem Alter wächst die Prävalenz gleichzeitig nebeneinander bestehender inaktiver Leiden und aktiver Krankheiten (Polymorbidität /Mul- timorbidität). Es kann sich dabei sowohl um kausalunabhängige Begleiterkrankungen als auch um kausalabhängige Kombinationser- krankungen handeln.18Durch die Zunahme der Lebenserwartung steigt somit auch die Anzahl der Risikopatienten. Das bedeutet für den praktizierenden Zahn- arzt, dass er über die allgemeinmedizinischen Erkrankungen seines Patienten informiert sein und ein fundiertes Wissen über die Zu- sammenhänge zwischen „Innerer“ Medizin und Zahnmedizin besitzen muss. Dadurch kann die Behandlung individuell und entspre- chend der Notwendigkeit modifiziert sowie mögliche auftretende Komplikationen im Vor- feld abgeschätzt werden. Die Beurteilung des Gesundheitszustandes ist der erste Schritt bei der Behandlung von Risi- kopatienten. Daher ist die Grundvorausset- zung eine ausführliche Anamnese vor jeder zahnärztlichen Behandlung.19 Die Anamnese ist die wichtigste und effektivste Maßnahme zur Identifizierung von Risikoparametern und ermöglicht eine Abschätzung des Behand- lungsrisikos; sie sollte in einem Zahnarzt-Pa- tienten-Gespräch erfolgen und zudem schrift- lich dokumentiert werden. Des Weiteren kann ein sogenannter Risikopass (Herz-, Diabetes-, 10 ZWP s p ezi al 10/2009 11
Abb. 3: Verschiedene Patientenpässe (Transplatations-, Herz-, Endoprothe- sen- und Diabetes-Gesundheitspass). lang der Zahnwurzel. Das Saumepithel markiert den Übergang von der Gingiva zur Zahnhartsubstanz. Dies ist die einzige Stelle im menschlichen Körper, an der unter physiologischen Bedin- gungen die Integrität des Epi- thels durchbrochen ist und das Eindringen von Mikroorganis- men aus der Mundhöhle in das Körperinnere erlaubt. Bei Ver- lust des epithelialen Attach- ments und parodontaler Ta- schenbildung gelangen Bakte- rien in die Blutbahn und können eine „stetige“ Bakteriämie aus- lösen.22,23 Verschiedene Unter- suchungen zeigten, dass eine Parodontitis mit einem erhöhten Aufkommen von Entzün- dungsmediatoren im peripherem Blut, wie zum Beispiel CRP, Leukozytenzahl und TNF-␣, verbunden sein kann.24-26 Durch eine syste- matische Parodontaltherapie und damit ver- bundenen Beseitigung bzw. Reduktion der parodontalen Entzündung kann die Anwe- senheit dieser Mediatoren systemisch beein- flusst und minimiert sowie das Bakteriämie- risiko herabgesetzt werden.25,26 Der durch zahnärztliche Intervention beding- ten Bakteriämie wird aufgrund der geringen Bakterienmenge und kurzen Dauer eine eher untergeordnete Rolle im Vergleich zu anderen entzündlichen Erkrankungen, die eine Bakte- riämie auslösen können, eingeräumt. In der Literatur sind zahnärztliche Eingriffe sowie Mundhygienemaßnahmen im Zusammen- hang mit dem Auftreten einer Bakteriämie be- schrieben worden (Tab. 1). Schon das Kauen von Speisen oder Kaugummi kann zu einer Bakteriämie führen, aber auch jede mechani- sche Plaqueentfernung, z.B. das Zähnebür- sten und die Zahnzwischenraumreinigung mit Zahnseide bzw. Interdentalraumbürsten sowie die professionelle Zahnreinigung.27Ne- ben Zahnextraktionen führen auch parodon- taldiagnostische und -therapeutische Maß- nahmen, endontische und kieferorthopä- dische Behandlung zu kurzzeitiger Bakteriä- mie (Tab. 1). In Abhängigkeit vom jeweiligen zahnärztlichen Eingriff kann ein niedriges oder hohes Bakteriämierisiko abgeschätzt werden (Tab. 2). Die Häufigkeit des Auftretens einer Bak- teriämie hängt dabei vom Entzündungsgrad BAKTERIÄMIEN können. Andere häufig an Bakteriämien betei- ligte Erreger sind Enterokokkenund Staphylo- coccusaureus, seltener auch Erreger der HA- CEK-Gruppe (Haemophilus aphrophilus, H. paraphrophilus, H. influenzae, H. parainfluen- zae, Aggregatibacter actinomycetemcomitans, Cardiobacterium hominis, Eikaenella corro- densund Klingella kingae) und Pilze .30 Daher wird heutzutage dem Mundgesund- heitszustand bzw. der Mundhygiene und der Prävention von oralen Erkrankungen eine größere Bedeutung hinsichtlich des Einflus- ses auf die Allgemeingesundheit beigemes- sen als der Bakteriämie durch zahnärztliche Eingriffe. Vorsorgemaßnahmen Bakteriämien sind bei gesunden Personen in der Regel unproblematisch. Allerdings sind Bakteriämien bei Patienten mit veränderter Immunantwort, reduzierter Infektionsab- wehr und unter medikamentöser Immunsup- pression als potenzielle Ursache für patholo- gische Prozesse bis hin zu lebensbedroh- lichen Zuständen anzusehen.31 Daher sind Patienten mit vorgeschädigtem Endokard oder Klappenersatz (Endokarditisrisiko), schlecht bzw. unzureichend eingestellte Dia- betiker, Organtransplantierte, Endoprothe- der Gingiva ab. Bei ge- neralisierten Entzündun- gen und Parodontaler- krankungen sowie un- zureichenden Mundhy- gieneverhältnissen ist die durch zahnärztliche Maßnahmen bedingte Bakteriämie stärker und länger andauernd als bei gesunden Paro- dontalverhältnissen und guter Mundhy- giene. Darüber hin- aus zeigen Patienten mit mittelschwerer und schwerer Paro- dontitis einen erhöh- ten Spiegel des C-reaktiven Proteins (CRP); auch in Blutkulturen lassen sich vermehrt parodontopathogene Bakterien wie z.B. Porphyromonasgingivalisnachweisen.28,29 Die Zusammensetzung der gesunden Mund- flora unterscheidet sich von der Mundflora des an Parodontitis oder Karies erkrankten Patien- ten dadurch, dass Streptokokken besonders zahlreich auftreten.20 Somit ist es nicht ver- wunderlich, dass bei Bakteriämien häufig orale Streptokokken, auch als Viridans-Strep- tokokken bezeichnet, nachgewiesen werden Maßnahme Prävalenz einer Bakteriämie Extraktionen: Einzelzahn Multiple Extraktion Parodontalchirurgie: Lappen-OP Gingivektomie Scaling und Kürettage Parodontale Prophylaxe Endodontie: bis zum Apex über den Apex hinaus Zähneputzen Benutzen von Zahnseide Benutzen von Zahnstochern Kaugummi kauen 51% 68%–100% 36%–88% 83% 8%–80% 0%–40% 0%–31% 0%–54% 0%–26% 20%–58% 20%–40% 17%–51% Tab. 1: Prävalenz von Bakteriämien, ausgelöst durch verschiedene zahnärztliche und alltägliche Maßnahmen. 10/2009 ZWP s p ezi al 11 12
BAKTERIÄMIEN senträger und Rheumatiker als potenzielle Risikopatienten einzustufen. Über die Notwendigkeit einer antibiotischen Prophylaxe bei diesen Patienten wird vielfach diskutiert. Entsprechend den Richtlinien und/oder Empfehlungen der zuständigen Fachgesellschaften ist bei ihnen vor zahnme- dizinischen Eingriffen eine antibiotische Ab- schirmung vorzunehmen. Einheitliche Richtli- nien sind jedoch nicht immer vorhanden und wenn, dann sind sie den Verantwortlichen häufig nicht immer bekannt.32 Lediglich die American-Heart-Association (AHA) und daran angelehnt die Deutsche Gesellschaft für Kar- diologie (DGK) haben einheitliche Richtlinien zur Antibiotikagabe hinsichtlich der Endokar- ditisprophylaxe bei zahnärztlichen Eingriffen festgelegt (Tab. 3).22,33Für die anderen Gruppen von Risikopatienten gibt es bisher keine kon- kreten Richtlinien. Es finden sich in der Litera- tur lediglich Empfehlungen zur entsprechen- den Prophylaxe. Dabei wird in den meisten Fäl- len auf die oben genannten AHA-Richtlinien verwiesen. So ist bei zahnärztlichen Eingriffen stets eine Antibiotikaprophylaxe (nach AHA- Richtlinien) bei folgenden Gruppen von Risi- kopatienten zu empfehlen: – bei Patienten mit Endokarditisrisiko (Tab. 3) – bei länger bestehendem Diabetes mellitus und instabiler Blutzuckereinstellung34 – bei Organtransplantierten (Zustand nach Tx) lebenslang (Achtung: 1–3 Monate nach Tx Kontraindikation für zahnärztliche Therapie; 4–6 Monate nach Tx nur zahnärztliche Not- fallbehandlungen).35-37 Bei zahnärztlichen Eingriffen mit erhöhtem Bakteriämierisiko (siehe Tabelle 2) ist eine Antibiotikaprophylaxe (nach AHA-Richtli- nien) notwendig: – bei Endoprothesenträgern lediglich bis zwei Jahre nach Insertion und bei bestehendem Hochrisiko38-41 – bei Rheumatikern mit medikamentöser Im- munsuppression.42 Im Zweifelsfall sind im klinischen Alltag zu- nehmend Absprachen zwischen Zahnarzt und behandelndem Hausarzt oder Spezialis- ten von Nöten, um das individuelle Risiko des betreffenden Patienten vor einer zahnärzt- lichen Behandlung sowie ggf. eine mögli- cherweise erforderliche antibiotische Abde- ckung abzustimmen. Einheitliche Richtlinien für die einzelnen Risikogruppen würden je- niedriges Bakteriämierisiko hohes Bakteriämierisiko Restaurative Zahnmedizin Lokalanästhesie Endodontie bis zum Apex Legen von Kofferdam Legen von Matrize/Keile Fäden ziehen Einsetzen herausnehmbarer kieferortho- pädischer Apparaturen Röntgenaufnahmen Fluoridierungsmaßnahmen Zahnextraktion Parodontalbehandlung (Sondieren, SRP, Chirurgie) Implantation Reimplantation avulsierter Zähne Endodontie über den Apex hinaus Einsetzen festsitzender kieferorthopädischer Apparaturen intraligamentäre Anästhesie Professionelle Zahnreinigung Tab. 2: Risikoabschätzung verschiedener zahnärztlicher Interventionen. Indikation Antibiose Herzklappenprothesen Zustand nach bakterieller Endokarditis kongenitale-zyanotische Vitien Empfänger von Herztransplantaten One shot-Antibiose: Amoxicillin 2 g oral, 1h vor Eingriff bei besonderen Fällen: 6 h danach 1 g Bei Penicillin-Unverträglichkeit: Clindamycin 600 mg 1h vorher bei besonderen Fällen: 6 h danach 300 mg Tab. 3: Empfehlung der AHA und DGK zur Endokardititsprophylaxe bei zahnärztlichen Eingriffen. doch ein wissenschaftlich fundiertes Arbei- ten erleichtern und für den Behandler zu gu- ter Letzt auch eine rechtliche Absicherung bedeuten.43 Auf jeden Fall sollte bei Risikopatienten ver- mehrt auf die Prävention oraler Erkrankungen geachtet werden; dadurch kann das Bakteriä- mierisiko am effektivsten reduziert werden.22 Zudem kann das Bakteriämierisiko reduziert werden, wenn man den Patienten vor jeder zahnärztlichen Behandlung mit einer Mund- spülung spülen lässt. Als besonders effektiv hat sich dabei Chlorhexidin-Diglukonat (0,12– 0,2%ige Lösung) aufgrund seines guten bakte- riostatischen und bakteriziden Wirkspek- trums sowie seiner guten Substantivität be- währt; dadurch kann kurzzeitig eine Reduktion der mikrobiellen Besiedelung der Mundhöhle um 85%–95% erzielt werden.44,45 Zusammenfassung Der Einfluss einer durch zahnärztliche Tätig- keit ausgelösten Bakteriämie ist nach heuti- gem Kenntnisstand aus klinischer Sicht un- bedeutend. Eine größere Bedeutung haben der orale Gesundheitszustand und entspre- chende Präventionsmaßnahmen. In Bezug auf Bakteriämien ergibt sich, dass gerade bei Patienten mit einem erhöhten Bakteriämieri- siko auf Vermeidung/Reduktion oraler Ent- zündungen zu achten ist. Bei ihnen besteht be- sonders die Notwendigkeit einer konsequen- ten Individualprophylaxe mit Anleitung zu ei- ner optimalen Mundhygiene; dadurch wird die mikrobielle Plaque möglichst gering ge- halten und das Bakteriämierisiko minimiert. Weiterhin ist bei zahnärztlichen Eingriffen mit erhöhtem Bakteriämierisiko eine Antibiotika- prophylaxe zu empfehlen.(cid:2) kontakt Dr. Dirk Ziebolz Universitätsmedizin Göttingen / Zentrum ZMK Abt. Zahnerhaltung, Präventive Zahnheilkunde und Parodontologie Robert-Koch-Str. 40 37099 Göttingen Tel.: 05 51/39 83 68 E-Mail: dirk.ziebolz@med.uni- goettingen 12 ZWP s p ezi al 10/2009 13
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LEISTUNGSBERECHNUNG Die Zahnheilkunde ist nicht auf dem Stand von 1988 stehen ge- blieben. Gerade im Bereich der Prophylaxe- und PAR-Diagnostik hat es erhebliche Fortschritte gegeben. Es stellt sich die Frage, wie diese Leistungen zu berechnen sind. Mit diesem Beitrag ge- hen wir auf einzelne diagnostische Verfahren ein und geben Hin- weise zur Berechnung. Diagnostik in der Prophylaxe und Parodontologie Autor: Christine Baumeister DMF-T-(dmf-t-)Index Zahn Geb.-Nr. Leistung Die Individualprophylaxe bei gesetzlich versicherten Kindern und Jugendlichen (6 bis 18 Jahre) beginnt mit der Erstellung des Mundhygienestatus (IP1), danach folgt die Motivationsphase (IP2). Individualprophy- laxe bei den gesetzlich versicherten Kin- dern und Jugendlichen soll sich vor allem denen widmen, die ein hohes Kariesrisiko aufweisen. Um das Kariesrisiko zu definie- ren, wurde die aus der epidemiologischen Forschung entwickelte Definition von Risi- kogruppen des Deutschen Ausschusses für Jugendzahnpflege (DAJ) eingeführt. Da- nach kann ein hohes Kariesrisiko anhand des Karies-Indexes DMF-T/DMF-S festge- stellt werden. Karies-Index DMF-T/DMF-S Bleibende Zähne Milchzähne D M F T S d m f t s decayed = kariös missing = fehlend wegen Karies filled = gefüllt wegen Karies teeth = Zähne surfaces = Zahnflächen Bei Kindern und Jugendlichen, die ein hohes Kariesrisiko aufweisen, kann – um bei diesen Patienten die Entstehung weiterer Zahn- 14 ZWP s p ezi al 10/2009 101 Karies-Risiko-Bestimmung, analog gemäß § 6 Abs. 2 GOZ; entsprechend Kontrolle des Übungserfolgs Faktor Betrag xx xx Tabelle 1 erkrankungen zu vermeiden – bis zur Vollen- dung des 18. Lebensjahres die Fluoridierung je Kalenderhalbjahr zweimal abgerechnet werden (GKV). In der privaten Gebührenordnung findet sich der DMF-T-Index nicht. Er wurde nach 1988 entwickelt und ist im Arbeitsentwurf zur GOZ 2009 als selbstständige Leistung enthalten. Diese Tatsachen sprechen dafür, dass – so- lange die GOZ ’88 noch gilt, der DMF-T-Index analog berechnet werden kann. Die Kariesri- siko-Bestimmung (DMF-T-Index) ist im vor- liegenden Referentenentwurf zur GOZ mit (vorläufig) 80 Punkten bewertet. Als eine nach Art, Kosten und Zeitaufwand vergleich- bare Leistung kommt die GOZ-Nr. 101 (100 Punkte) in Betracht (Tab. 1). Parodontaler Screening-Index (PSI) In den Niederlanden und in der Schweiz ist der parodontale Screening-Index (PSI) schon seit Jahren obligatorischer Bestand- teil der zahnärztlichen Untersuchung. In Deutschland gehört er erst seit der zum 1.1.2004 in Kraft getretenen BEMA-Neurela- tionierung zu den Untersuchungsmöglich- keiten des Vertragszahnarztes. Der PSI bietet sich als eine einfache Methode an, selbst bei der normalen Untersuchung schnell einen Überblick über die parodontale Situation des Patienten zu bekommen. Hierbei wird das ge- samte Gebiss mithilfe einer speziellen Paro- dontalsonde untersucht. Im Bereich von 3,5 bis 5,5mm Sondierungstiefe trägt die Sonde eine deutliche schwarze Markierung. Die Erhebung des Index: Das Gebiss wird in Sextanten eingeteilt und Zahn für Zahn (auch Implantate) mit der WHO-Sonde untersucht. Die Sonde wird distal am Sulkus des letzten Zahnes eingebracht und um den gesamten Zahn geführt. Bewertet werden sechs Stellen des Zahnes. Bei Kindern beschränkt sich die Befundung auf die Zähne 16, 11, 26, 36, 31 und 46. Die Befunde sind in Codes von 0 bis 4 zu- sammengefasst. Pro Sextant wird der höchs- te Messwert notiert. Ist der Sextant zahnlos, trägt man ein X ein. Der PSI ist als vertragszahnärztliche Leis- tung nach der BEMA-Nr. 04 einmal in zwei Jahren abrechenbar. Er ist ein Indikator für die Notwendigkeit einer vertragszahnärzt- lichen Parodontaltherapie, denn die Richtli- nien zur PAR-Therapie lauten: „Eine be- handlungsbedürftige Parodontopathie liegt vor, wenn ein Parodontaler Screening-Index 15
LEISTUNGSBERECHNUNG Zahn Geb.-Nr. Leistung 400 Parodontaler Screening-Index, analog gemäß § 6 Abs. 2 GOZ; entsprechend Erstellen eines Parodontalstatus Faktor Betrag xx xx Tabelle 2 (PSI)-Wert von Code 3 oder 4 (Anlage) erho- ben wird …“ Soll der PSI bei privat versicherten Patienten erhoben werden, stellt sich die Abrechnung nach GOZ etwas schwieriger dar. Den PSI sucht man im Gebührenteil vergeblich. Allein schon durch die Aufnahme des PSI in den BEMA ist jedoch dokumentiert, dass es sich um eine notwendige Maßnahme handelt. Für Leistungen, die erst nach Inkrafttreten der GOZ 1988 aufgrund wissenschaftlicher Er- kenntnisse zur Praxisreife gelangt sind, gel- ten die Bestimmungen des § 6 Abs. 2 GOZ: „Selbstständige zahnärztliche Leistungen, die erst nach Inkrafttreten dieser Gebühren- ordnung aufgrund wissenschaftlicher Er- kenntnisse entwickelt werden, können ent- sprechend einer nach Art, Kosten- und Zeit- aufwand gleichwertigen Leistung des Gebüh- renverzeichnisses für zahnärztliche Leistun- gen berechnet werden.“ Man wird bei analog zu berechnender Leistung kaum eine nach al- len drei Kriterien gleichwertige Leistung fin- den. Priorität hat hierbei zunächst die Artver- wandtschaft einer Leistung, denn höherer oder geringerer Zeit- und Kostenaufwand kann dann über den Steigerungsfaktor be- messen werden. Als mögliche Analogleis- tung empfehlen die Zahnärztekammern die Pos. 100 GOZ (Mundhygienestatus) oder die Pos. 400 GOZ (Tab. 2). Soll der PSI bei gesetzlich Versicherten häu- figer erhoben werden, muss mit dem Patien- ten eine private Vereinbarung gem. § 4 Abs. 5 BMV-Z bzw. § 7 Abs. 7 EKV-Z geschlossen werden. Mikroskopische Untersuchung Diese relativ einfache und schnelle Methode zur Sichtbarmachung von Bakterien in der frischen Plaque ist in der Zahnheilkunde therapeutisch bedeutungslos, jedoch kann über die Sichtbarmachung der Keime, z. B. über ein Mikroskop, eine Motivation des Pa- tienten erreicht werden. Für die Berechnung der Leistung kommt die Nr. Ä298 je Plaque- entnahme zum Ansatz. Speicheldiagnostik – Biochemischer Karies-Risiko-Test Direkt am Stuhl erfolgt die Probenentnahme mit einem Milchsäure-Indikatorstäbchen. Hier wird die Stoffwechselaktivität Karies verursachender Bakterien gemessen. Die- ser Schnelltest ist ein hervorragendes In- strument zur Motivation des Patienten zur Prophylaxe, denn er erhält unverzüglich eine Information über sein individuelles Ka- riesrisiko (Tab. 3). ANZEIGE September I 12. Jahrgang I 32009 ISSN 1436-5715 I PVSt. F 47867 - 10,00 zzgl. MwSt.und Versand Zeitschrift für Parodontologie und präventive Zahnheilkunde Probeabo 1 Ausgabe kostenlos! I Special I Fachbeitrag I Anwenderbericht I Bericht I Interview I Fortbildung Medizinisch-psychosoziales Assessment des alternden Menschen I Die zahnärztliche Behandlung im Altenheim Die Rolle der Antibiose in der Parodontaltherapie Die seniorengerechte Praxis – barrierefreie Wege und viel Komfort I Bakterien als Betthupferl? Durchbruch in der Desinfektion durch Nanotechnologie I Orale Gesundheit natürlich im Griff Milchzähne können von der Schalltechnologie profitieren Charmante Umgebung – professionelle Prophylaxe-Power Zahnheilkunde 50+ . l z t e s e g + n e t s o k d n a s r e V . t S w M . l g z z e s i e r P * Faxsendung an 03 41/4 84 74-2 90 J Ja, ich möchte das Probeabo beziehen. Bitte liefern Sie mir die nächste Ausgabe frei Haus. Soweit Sie bis 14 Tage nach Erhalt der kostenfreien Ausgabe keine schrift liche Abbestellung von mir erhalten, möchte ich das im Jahres abonnement zum Preis von 35,00 B*/Jahr beziehen. Das Abonnement verlängert sich automatisch um ein weiteres Jahr, wenn es nicht sechs Wochen vor Ablauf des Bezugszeitraumes schriftlich gekündigt wird (Poststempel genügt). Name Vorname: Straße: PLZ/Ort: Telefon/Fax: E-Mail: Unterschrift ✗ | Erscheinungsweise: | Abopreis: | Einzelheftpreis: 4 x jährlich 35,00 O 10,00 O Preise zzgl. Versandkosten + gesetzl. MwSt. Widerrufsbelehrung: Den Auftrag kann ich ohne Begründung innerhalb von 14 Tagen ab Bestellung bei der OEMUS MEDIA AG, Holbeinstr. 29, 04229 Leipzig schriftlich widerrufen. Rechtzeitige Absendung genügt. Unterschrift ✗ 9 0 / 0 1 l a i z e p S P W Z OEMUS MEDIA AG Holbeinstraße 29, 04229 Leipzig Tel.: 03 41/4 84 74-0, Fax: 03 41/4 84 74-2 90 16
LEISTUNGSBERECHNUNG Geb.-Nr. Ä298 Art der Leistung Entnahme und ggf. Aufbereitung von Abstrichmaterial zur mikrobiologischen Untersuchung – ggf. einschließlich Fixierung Faktor 1,0–3,5 Betrag 5,36 € Ä3714* Milchsäure-Indikator entsprechend Wasserstoffionen- konzentration 1,0–1,3 2,67 € Rechnungsbetrag 8,03 € Tabelle 3 Geb.-Nr. Ä298 A4538 A4531 * Mit der Gebühr sind die Kosten für das Teststäbchen abgegolten. Art der Leistung Entnahme und ggf. Aufbereitung von Abstrichmaterial zur mikrobiologischen Untersuchung – ggf. einschließ- lich Fixierung Bestimmung der Anzahl von Streptokokkus mutans ent- sprechend Untersuchung zum Nachweis von Bakterien durch Anzüchtung oder Weiterzüchtung auf Selektiv- oder Anreicherungsmedien, aerob Bestimmung der Anzahl von Laktobazillen entprechend Untersuchung zum Nachweis von Bakterien durch ein- fache Anzüchtung oder Weiterzüchtung bei besonderer Temperatur, je Nährmedium Faktor 1,0–3,5 Betrag 1,0–1,3 1,0–1,3 Materialkosten (Testset) Rechnungsbetrag Tabelle 4 Speicheltestung auf Laktobazillen oder Streptokokkus mutans In der Plaque siedeln sich verschiedene Streptokokkenarten an. Dabei ist Streptococ- cus mutans herausragend. Sie produzieren aus Kohlehydraten (Zucker) Säuren, die den Zahnschmelz angreifen. Laktobazillen ver- mitteln ein Bild von den Ernährungsgewohn- heiten des Patienten. Auch diese Untersu- chungen sind in der gegenwärtigen GOZ nicht beschrieben. Die Bundeszahnärztekammer empfiehlt die Berechnung in Tabelle 4. PAR-Diagnostik Zu den traditionellen Verfahren der PAR- Diagnostik gehören: – Messung der Tiefe von Zahnfleischtaschen mit speziellen Sonden (GOZ-Nr. 400/ BEMA-Nr. 4), – Messung der Blutung (z.B. Papillenblu- tungsindex) (Leistungsbestandteil der GOZ- Nr. 100/in der BEMA-Nr. 4 enthalten) – röntgenologische Bestimmung der Höhe des Alveolarknochens (Ä5004 oder Ä5000 je Projektion für den Röntgen-Status/Ä935d oder Ä925d). Diese Leistungen werden sowohl von der GKV als auch von privaten Kostenerstattern in der Regel problemlos bezahlt. DNS-Sondentest Die Berechnung eines DNS-Sondentests für die mikrobiologische Diagnostik von Marker- keimen der Parodontitis ist weder in der GOZ noch GOÄ geregelt. Der Zahnarzt kann für die Entnahme des Untersuchungsmaterials die GOÄ-Nr. 298 je verbrauchter Papierspitze (bzw. je Probenentnahme) berechnen. Die Kosten für die Papierspitzen sind nicht zu- sätzlich berechenbar. Allerdings wird die Auswertung des Tests regelmäßig in einem Speziallabor durchgeführt. Dieses wird eine Rechnung für seine Leistung an die Praxis stellen. Hier ist § 4 Abs. 5 GOZ zu beachten: „Sollen Leistungen durch Dritte erbracht werden, die diese dem Zahlungspflichtigen unmittelbar berechnen, so hat der Zahnarzt ihn darüber zu unterrichten“ (§ 4 Abs. 5 GOZ). Parodontitis-Risiko-Test (PRT) Der PRT ist ein DNS-Analysetest zur Be- stimmung des Parodontitisrisikos mit- hilfe einer Speichelprobe. Beim PRT-Test handelt es sich um ein neues Verfahren, Patienten mit erhöhtem Parodontitis-Ri- siko anhand eines Gens zu identifizieren. Bei diesem Testverfahren wird eine Spei- chelprobe in einem speziellen Messbecher gesammelt, ein spezielles Filterpapier mit Speichel durchtränkt. Diese Speichel- probe muss dann 3–24 Stunden bei Zim- mertemperatur trocknen. Anschließend wird das Filterpapier an ein Speziallabor zur Auswertung gesandt. Die Speichelent- nahme kann nach GOÄ-Nr. 298 berechnet werden. Dazu kommen die Kosten für den Versand der Probe. Für die Auswertung erstellt das Labor eine gesonderte Rech- nung. Elektronische Sonden Sie messen in der Regel auf der Basis einer druckkalibrierten Sondierung. Die Be- funde werden elektronisch auf ein Gerät übertragen und liefern die gemessenen Ta- schentiefen und grafische Resultate, die dann für den Patienten leicht verständlich sind. Die Sondierung der Taschentiefen ist in der GOZ beschrieben. Auch wenn hier nicht konventionell, sondern mit elektroni- schen Sonden gemessen wird, scheidet eine Analogberechnung nach § 6 Abs. 2 GOZ aus. Bei der Bemessung der Gebühr Nr. 400 GOZ können die besonderen Um- stände bei der Ausführung der Leistung im Steigerungsfaktor entsprechend berück- sichtigt werden. (cid:2) kontakt Christine Baumeister Beratung Training Konzepte Heitken 20 45721 Haltern am See Tel.: 0 23 64/6 85 41 Fax: 0 23 64/60 68 30 www.ch-baumeister.de 16 ZWP s p ezi al 10/2009 17
PRAXISMARKETING Im Präventivbereich bieten sich viele Möglichkeiten, effektives Pra- xismarketing zu betreiben. Gerade in einer Zeit, in der die Prothetik rückläufig ist, geht der Trend immer mehr zur „Prophylaxepraxis“. Effektives Marketing in der Prophylaxepraxis Autor: Simone Möbus Eine Prophylaxepraxis hat einen vorteilhaf- ten Ruf: Der Zahnarzt der Zukunft bietet dem Pa- tienten z.B. die Möglichkeit, durch Information und Intensivaufklärung über das Kariesgesche- hen die „gesunden Zähne ein Leben lang“ zu er- halten. Das Berufsbild des Zahnarztes verändert sich kontinuierlich hin zum „Zahngesundheits- berater“. Die Vorteile dieser langfristigen Verän- derungen sind eine Fülle von innovativen Be- handlungsmöglichkeiten mit sehr zahnscho- nenden Maßnahmen im Prophylaxebereich. Praxisinterne Werbung einsetzen In einer Praxiszeitung kann Prophylaxe in vie- len Varianten erwähnt werden: Ob in indivi- duell ausgearbeiteten Musterformblättern, in Fallbeispielen oder mit „Vorher-Nachher-Bil- dern“ – das Patienteninteresse für die Prophy- laxe wird gefördert. Viele Patienten reagieren sehr positiv auf ein Schild oder eine Tafel im Wartezimmer: „Wir bieten Ihnen bei uns ein Karies-Stopp-Programm an.“ Patientenbindung durch Recall Des Weiteren sichert ein gut funktionierendes Recall-System einen dauerhaften Erfolg im Präventivbereich – und das ist Grundlage einer termingerechten Langzeitbetreuung. Die ein- mal erlangten positiven Ergebnisse der Pro- phylaxebehandlung werden durch eine gute Kontrolle auf jeden Fall stabil gehalten. Verkauf von Mundpflegemitteln Mit der perfekten fachlichen Beratung und den nötigen Instruktionen nimmt jeder Pa- tient das auf ihn zugeschnittene Angebot von Mundpflegeartikel gern an. Zahnärzte, die in ihrer Einzelpraxis Mundhygienehilfsmittel verkaufen, müssen allerdings darauf achten, dass sie die damit im Zusammenhang stehen- den Einnahmen und Ausgaben getrennt von den sonstigen Betriebskosten aufzeichnen. Der Mundhygieneartikelverkauf stellt zwar eine gewerbesteuerpflichtige Tätigkeit dar, allerdings wird Gewerbesteuer in der Regel nicht anfallen, weil ein Freibetrag berücksich- tigt werden kann. Einbindung der Mitarbeiterinnen Ohne den Einsatz zahnmedizinischen Fach- personals sind präventive Leistungen auf breiter Basis in der Praxis nicht zu erbringen. Das Berufsbild der zahnmedizinischen Mitar- beiterinnen hat sich in den letzten Jahren stark gewandelt. Viel mehr Beratungs- oder Vermittlungstätigkeit fallen in ihren Wir- kungskreis. Darum muss gerade in der Pro- phylaxe die Beratung und auch das Marketing dafür ausreichend erlernt werden. Der richtige Rahmen Sinnvolle Terminplanung Um Prophylaxe werbewirksam präsentieren zu können, bieten sich diverse Schaukästen im Eingangsbereich/Anmeldung oder auch im Wartezimmer an. Dadurch wird die Aufmerk- samkeit der Patienten für dieses Thema ge- weckt und es ergibt sich leichter ein Einstiegs- gespräch zur Prophylaxe. Auch die Behand- lungsatmosphäre sollte möglichst angenehm für den Patienten gestaltet werden. Unnötige Hektik und störende Unterbrechungen scha- den dem Prophylaxeablauf bzw. der Prophyla- xebehandlung. Patientengruppen gezielt ansprechen Um alle Marketingmöglichkeiten auszuschöp- fen, können Patientengruppen gezielt ange- sprochen werden: Prophylaxeberatung für Schwangere; Präventivbetreuung der Klein- kinder; Beratung von Implantatpatienten etc. Beachten Sie jedoch, dass diese Gruppenpro- phylaxe nicht berechnungsfähig ist. Das werbewirksamste Argument für den Pa- tienten beim Zahnarztbesuch – außer der Schmerzfreiheit – sind kurze Wartezeiten. Da- rum ist es unumgänglich, eine Terminplanung speziell für Prophylaxe sinnvoll einzurichten, denn Prophylaxe soll wirtschaftlich keinen Ballast, sondern eine aus Kassenzwängen ausgeklammerte Bereicherung für die Praxis bedeuten.(cid:2) kontakt ZA Zahnärztliche Abrechnungsgesellschaft AG Simone Möbus Werftstraße 21 40549 Düsseldorf Tel.: 02 11/5 69 33 73 Fax: 02 11/5 69 33 65 E-Mail: smoebus@zaag.de 10/2009 ZWP s p ezi al 17 18
PROPHYLAXE Wenn man nur so könnte, wie man wollte … Viele haben die folgende Situation sicher schon einmal selbst durchlebt: Nach der Vorsorgeuntersuchung oder auch nach der Prophylaxe wird man vom Zahn- arzt des Vertrauens freundlich aufgefordert, doch öfter einmal auch die Zahnzwischen- räume zu reinigen. Kein Problem, denkt man, steigt vom Stuhl und fährt nach Hause. Der gute Vorsatz mit der Zahnseide allerdings ist entweder bis dahin schon längst wieder verges- sen oder aber nach drei Alibi-Versuchen wieder eingestellt. Mundhygiene beginnt im Kopf Autor: Dr. Benjamin Schüz Hier beginnt Mundhygiene für Psycho- logen interessant zu werden. Was ist ei- gentlich ein Vorsatz? Die Psychologie geht davon aus, dass verschiedene Informatio- nen und ihre individuellen Interpretatio- nen dafür verantwortlich sind, wie stark ein Vorsatz ausgeprägt ist. Für die Mundhy- giene bedeutet das, dass je besser ein Mensch über Mundhygiene informiert ist, desto größer auch die Chancen, dass sich ein Vorsatz bildet und vielleicht entspre- chend gehandelt wird. Allerdings interpre- tiert nicht jede Person jede Information gleich. Während zum Beispiel der Satz „Re- gelmäßiges Verwenden von Zahnseide beugt Karies zwischen den Zähnen vor“ auf den ersten Blick recht verständlich aus- sieht, lassen sich daran sehr gut unter- schiedliche Interpretationsmöglichkeiten aufzeigen. Beispielsweise kann „regelmä- ßig“ für verschiedene Personen alles zwi- schen einmal jährlich oder zwischen ein- mal stündlich heißen. Oder „beugt Karies vor“ kann so unterschiedliche Wirkungen von Zahnseide wie „nie mehr Karies“ oder aber „vielleicht ein bisschen weniger Ka- ries“ beschreiben. Diese unterschiedlichen Interpretationen der Aussagen führen dann dazu, dass ver- schiedene Personen verschieden stark da- von überzeugt sind, dass eine bestimmte Handlung wie Zahnseide benutzen eine bestimmte Konsequenz, nämlich Karies- Vorbeugung nach sich zieht. Das zeigt, dass Informationen am besten systematisch aufbereitet werden sollten, um von mög- lichst vielen Menschen möglichst gleich verstanden zu werden. Für die Information über Verhaltensweisen zur Vorbeugung von Krankheiten wurde vorgeschlagen, insgesamt fünf Dimensionen von Informa- tionen zu berücksichtigen: Interpretation von Symptomen, Zuschreibung von Ursa- chen, zeitliche Auswirkung (akut oder chro- nisch), Konsequenzen der Krankheit und Kontrollierbarkeit der Erkrankung (z.B. durch Vorsorge oder Behandlung). In einer Studie mit Parodontitispatienten konnte eine französische Forschergruppe zeigen, dass Informationen, die anhand dieser Di- mensionen aufbereitet wurden, tatsächlich zu besserer Mundhygiene führten (Philip- pot, Lenoir, Hoore und Bercy, 2005). Die richtige Aufbereitung und Vermittlung von Information kann also Motivation für ge- sundheitlich wichtige Verhaltensweisen fördern. 18 ZWP s p ezi al 10/2009 19
Gute Vorsätze reichen nicht Allerdings führen Motivation und gute Vor- sätze nicht notwendigerweise wirklich zu Verhaltensänderungen. Das weiß man nicht nur von missglückten Neujahrsvorsätzen, sondern auch aus verschiedenen psycholo- gischen Studien. Ein Forscherteam aus Shef- field in Großbritannien konnte beispiels- weise in einer Überblicksarbeit zeigen, dass ungefähr die Hälfte (47%) aller Personen mit guten Vorsätzen für gesundheitlich wichtige Verhaltensweisen (z.B. Ernährungsumstel- lungen, Vorsorgeuntersuchungen oder auch die Benutzung von Kondomen) daran schei- terten, diese Vorsätze auch in die Tat umzu- setzen (Sheeran, 2002). Ähnlich sah es auch in einer Studie zur Benutzung von Zahnseide aus (Schüz, Sniehotta, Wiedemann und See- mann, 2006): Hier wurden die Teilnehmer gefragt, wie stark ihre Vorsätze für das tägli- che Benutzen von Zahnseide ausgeprägt wa- ren. Dieses Vorsatz-Maß hing interessanter- weise überhaupt nicht damit zusammen, ob die Teilnehmer auch tatsächlich täglich zur Zahnseide griffen. Solche Befunde deuten darauf hin, dass gute Vorsätze alleine mögli- cherweise nicht ausreichen, um gesundheit- liche Verhaltensweisen zu ändern. Psychologische Einflüsse Hier kommen andere psychologische Ein- flüsse ins Spiel, die sich mit der Umsetzung von Vorsätzen im Verhalten beschäftigen. Diese Einflüsse unterscheiden sich zwangs- läufig von den Faktoren, die für Motivation verantwortlich sind – schließlich wissen mo- tivierte Personen bereits über die Vorteile von Mundhygiene Bescheid, kennen viel- leicht schon die konkreten Techniken wie die BASS-Technik und sind davon überzeugt, dass Mundhygiene für sie wichtig ist. Was kann sie also noch daran hindern, dauerhaft Verhalten zu ändern? Der Psychologe Heinz Heckhausen (Heckhausen, 1980) zeigte schon vor vielen Jahren auf, dass Probleme bei der Verhaltensänderung hauptsächlich in drei Feldern auftreten: Probleme beim Anfangen, Probleme mit plötzlich auftretenden Hinder- nissen und Probleme beim Durchhalten über längere Zeit. Das Ändern von Verhaltenswei- sen wie Mundhygiene ist umso schwieriger, wenn starke Gewohnheiten dagegen stehen. Routinen müssen aufgebaut werden, und das ist nicht einfach. Selbst wenn Verhalten geän- dert wird, kann immer noch etwas dazwi- schen kommen und die neue Routine stören und so verhindern, dass die Veränderung län- ger anhält. In den letzten Jahren wurden ver- schiedene psychologische Faktoren unter- sucht, die diese Probleme überwinden könn- ten. So konnte beispielsweise gezeigt wer- den, dass ganz konkrete und strukturierte Pläne zur Verhaltensänderung (nach einem Wann-Wo-Wie-Schema) dabei helfen kön- nen, regelmäßig Zahnseide zu verwenden (Schüz, Sniehotta, Wiedemann und See- mann, 2006; Schüz, Wiedemann, Mallach und Scholz, 2008; Sniehotta, Soares und Dom- browski, 2007). Aber auch Techniken wie Ver- haltensbeobachtung, die sich schon in der Verhaltenstherapie als äußerst wirksam er- wiesen haben, können im Bereich der Mund- hygiene eingesetzt werden: Ganz einfache Mittel wie Kalender, auf denen man die Tage markiert, an denen z.B. Zahnseide verwendet wurde, können nachhaltige Verhaltensände- rung wirksam unterstützen (Schüz, Sniehotta und Schwarzer, 2007). PROPHYLAXE Mundhygiene beginnt also tatsächlich im Kopf – sowohl die Entwicklung und der Auf- bau guter Vorsätze als auch die konkrete Umsetzung dieser Vorsätze. Ein informier- ter und motivierter Putzmuffel macht nicht automatisch das, was am besten wäre. Er hat drei Hindernisse zu überwinden: Anfan- gen, Probleme mit plötzlich auftretenden Hindernissen und Probleme beim Durch- halten über längere Zeit. Konkrete und strukturierte Pläne und Verknüpfungen von neuen Verhaltensweisen wie Interdental- reinigung mit routinierten Verhaltenswei- sen wie regelmäßiges Zähneputzen können allerdings helfen, die inneren Hürden zu überwinden.(cid:2) Eine Literaturliste kann in der Redaktion unter E-Mail: zwp-redaktion@oemus-media.de an- gefordert werden. kontakt Dr. Benjamin Schüz Deutsches Zentrum für Altersfragen Berlin Manfred-von-Richthofen-Straße 2 12101 Berlin ANZEIGE 20
PROPHYLAXESHOP In der eigenen Zahnarztpraxis unter- nehmerisch tätig zu sein ist in Zeiten der Wirtschaftskrise dringend erfor- derlich. Dabei lohnt manchmal auch der Blick auf vorhandene Maßnah- men – wie den Prophylaxeshop. Ein gut organisierter Prophylaxeshop hat das Potenzial, den Umsatz lang- fristig anzukurbeln. Auch für Praxen ohne Shop kann diese Maßnahme eine sinnvolle Alternative sein, die nicht nur Umsatzgewinn, sondern – gut in das Behandlungskonzept integriert – auch für Imagesteige- rung sorgt. Was im Prophylaxe-Shop nicht fehlen darf Je nach Praxisschwerpunkt sollten sich auch die angebotenen Produkte im Praxisshop unterscheiden. Was für Implantologen wichtig ist, nützt dem Kinderzahnheilkundler unter Umständen weitaus weniger. Nachfolgend eine kleine Auflistung: Schwerpunkt Implantologie, Prodontologie, Endodontologie Prothetische Versorgung Kinderzahnheilkunde Prophylaxe Kieferorthopädie Ästhetische Zahnmedizin Produkte Zahnbürsten, Zahnseide, Interdentalbürsten, Zahncreme, Zahnhölzer, Einbüschelzahn- bürsten Zahnbürsten, Zahnseide, Interdentalbürsten, Zahncreme, Zahnhölzer, Einbüschelzahn- bürsten, Prothesenbürsten Kinderzahnbürsten, Lernzahnbürsten, Zahn- creme für Kinder, Zahnseide für Kinder, Milch- zahndosen, zuckerfreie Süßigkeiten Breites Sortiment, bestehend aus Zahnbürsten, Zahnseide, Interdentalbürsten, Zahncreme, Zahnhölzer, Einbüschelzahnbürsten, Mund- spray, Zungenreiniger (cid:2) (cid:2) (cid:2) (cid:2) Spezialzahnseide für KFO-Apparaturen, Interdentalbürsten, Einbüschelzahnbürsten, Zahnbürsten, Zahncreme Zahnaufhellende Cremes mit niedrigen Abra- sionsfaktor, Zahnbürsten, Interdentalbürsten, Zahnseide, Zungenreiniger (cid:2) (cid:2) Wenige Quadratmeter für mehr Umsatz Autor: Dr. Jens Thomsen Wer sich als zahnmedizinischer Dienst- leister sieht, weiß, dass Patientenorientie- rung weit mehr ist als kompetent während der Behandlung zu beraten. Ganzheitliche Ansätze in der Patientenversorgung und -be- ratung spielen bei einer guten Patientenbe- treuung eine wichtige Rolle. Zudem gewin- nen prophylaktische Maßnahmen in der Zahnarztpraxis seit Jahren an Bedeutung – bei Zahnärzten und Patienten. Häufig geht es Eine Checkliste für die ZFA zum Thema „10 Tipps im Umgang mit dem Praxisshop“ finden Sie unter www.oral-prevent.de aus zahnärztlicher Sicht darum, Patienten für eine bessere häusliche Mundhygiene zu sen- sibilisieren. Kaum ein Zahnarzt kann heute ohne Prophylaxeschulungen seine Patienten dauerhaft von seiner Kompetenz überzeu- gen. Beispielsweise bei einer Implantatver- sorgung: Wer hier nicht auf die Gefahren schlechter Mundhygiene verweist, sodass eventuell Schaden am Implantat durch Peri- implantitis entsteht, kommt schnell in Recht- fertigungszwang seiner eigenen Behand- lung. Wer den Dienstleistungsgedanken weiterführt, gelangt schnell zu dem Schluss, dass zum Behandlungsspektrum passende Produkte das Portfolio sinnvoll ergänzen. Ein Prophylaxeshop dient also nicht nur der Stei- 20 ZWP s p ezi al 10/2009 21
PROPHYLAXESHOP gerung von Gewinn, sondern bietet außer- dem die Möglichkeit, mit der sinnvollen Er- gänzung des Behandlungskonzepts durch Mundhygieneprodukte an Image zu gewin- nen – vor allem dann, wenn Patientenbera- tung und Sortimentswahl effektiv ineinan- der greifen. Dabei lassen sich einerseits be- stehende Patienten an die Praxis binden, andererseits aber auch neue gewinnen. Pa- tienten tragen das positive Image und Kon- zept der Praxis nach wie vor nach außen und mobilisieren neue Patienten – auch in wirt- schaftlich schweren Zeiten. Mitarbeiter auf den Praxisshop einstimmen Bei der Umstrukturierung oder Einführung von Prophylaxeshops sollte die Schulung der Mitarbeiter in Verkaufsstrategien an erster Stelle stehen. Schließlich sind es die Zahn- arzthelferinnen und Dentalhygienikerinnen, die oft intensiven Kontakt zum Patienten ha- ben und so leicht ins Gespräch kommen. Die Zahnarztpraxis als Dienstleister – An- gestellte, die diesen Grundsatz nicht nur bei Beratung, sondern auch verantwortungsbe- wusst in puncto Praxisshop umsetzen, tragen maßgeblich zum Erfolg des Praxisshops bei. Dazu sollten sie von Anfang an aktiv an der Neugestaltung des Shops mitwirken. So kann sich der Zahnarzt beispielsweise zuerst ein Bild davon machen, wie seine Angestellten dem „Projekt Praxisshop“ gegenüberstehen. Wer zudem Ideen seiner Mitarbeiter einflie- ßen lässt, fördert damit deren Identifikation mit dem Praxisshop und schafft eine gute Ba- sis, damit Mitarbeiter künftig den Shop bei Patienten mehr in den Fokus rücken. Und: Da ZFAs oftmals intensiver mit Patienten ins Ge- spräch kommen, liefern sie wertvolle Hin- weise und tragen durch Ideen zum Gelingen des Shops bei. Dieser Prozess sollte auch nach der Implementierung des Shops weiterlau- fen, da Anregungen von Patienten so aufge- griffen und umgesetzt werden können. Dies erfordert eigenverantwortliche Mitarbeiter, die sich auch künftig aktiv in die Sortiment- auswahl und Beratung einbringen. Kompetent beraten und auf Fragen gezielt ein- gehen können jedoch nur Mitarbeiter, die sich mit den Produkten umfassend auskennen. Hier muss Zeit zur Verfügung gestellt werden, damit sich Mitarbeiter damit auseinanderset- zen können. Hersteller geben meist gern Aus- Die Wirkung von Interdentalbürsten lässt sich am besten im Rahmen der professionellen Zahnreinigung demonstrieren. kunft oder bieten im Internet umfassende Informationen. Kommunikationsschulungen stellen eine weitere Möglichkeit dar, den Ab- verkauf der Produkte zu steigern. Diese zahlen sich auch generell im Berufsalltag aus, denn aktives Auf-den-Patienten-Zugehen mit kom- petentem Rat führt zur Zufriedenheit bei die- sen. Beim Praxisshop ist ebenfalls Aktion ge- fragt, um interessierte Patienten mit dem An- gebot Fragen zu beantworten, Produkte vor- zustellen und auf den Shop hinzuweisen – natürlich ohne Produkte anzupreisen. Patientengespräch als Chance Es gibt kaum eine bessere Chance mit Pa- tienten ins Gespräch zu kommen als bei der Hygieneschulung oder PZR. Besonders hier sind zuvorkommende Beratung und der Rat kompetenter Mitarbeiter gefragt. Werden hier spezielle Produkte aus dem Praxisshop sinnvoll in die Hygieneberatung integriert, wird dem Patienten klar, dass fundierte Pro- phylaxe auch besondere Hilfsmittel erfor- dert. Der Dialog während der Dentalhygie- neberatung ist ein ideales Umfeld, um von Patienten Putzgewohnheiten zu erfragen und dazu passende Produkte zu demonstrie- ren. Ein Blick in die Patientenakte ermög- licht der Prophylaxehelferin oder Dentalhy- gienikerin eine angepasste Beratung je nach Vorerkrankungen und individuellem Ge- sundheitszustand. Zudem kann sie neben der Produktvorführung den Patienten selbst probieren lassen, wie zum Beispiel Inter- dentalbürsten oder Zahnseide zu handha- ben sind. Ermittelt sie zudem gleich die richtige Größe der Interdentalbürsten, so wird der Patient den Kauf einer Interdentalbürste als fachlichen Rat wahrnehmen und diesen auch um- setzen. Grafiken und Informa- tionsmaterial ergänzen die Bera- tung zur Notwendigkeit fundier- ter Zahnpflege sinnvoll. Eine wei- tere Möglichkeit ergibt sich schon vor der PZR. Der Patient, der sich im Vorfeld die Zähne geputzt hat, wird glauben, seine Zähne seien sauber. Um künftig zur Interdentalpflege zu motivieren, bietet sich an dieser Stelle ein Riechtest an: Der Patient soll sich die Zahnzwischenräume mit Inter- dentalbürsten säubern und anschließend daran riechen. Durch diesen simplen Test werden Patienten zur richtigen Interdental- pflege motiviert und ihr Interesse an Pro- dukten zur Zahnpflege entscheidend er- höht. Der Hinweis auf passende Produkte im Shop, verbunden mit dem Angebot zur Beratung, ist dezent und oftmals Erfolg ver- sprechend. Weitere Anknüpfungspunkte er- geben sich auch bei der Behandlung mit Kin- dern. Nach erfolgreicher Unterweisung klei- ner Patienten und deren Eltern in die kind- gerechte Putztechnik bietet es sich an, auf geeignete Kinderzahnbürsten und Zahn- pflegeprodukte aus dem Shop zu verweisen. So wird Eltern klar, dass sich mit empfohle- nen Produkten der zahnärztliche Rat zu Hause am besten umsetzen lässt. Aber auch die Verknüpfung von Arztgespräch mit den Produkten aus dem Prophylaxe- shop kann sinnvoll sein. Ergibt sich aus der Behandlung heraus ein sinnvoller Verweis auf die häusliche Zahnprophylaxe, erfährt der Patient die angebotenen Produkte als fachliche Empfehlung, der er dann auch nach- gehen wird. Dem Pa- Zahnbürsten gehören prinzipiell in jeden gut sortier- ten Prophylaxeshop. 10/2009 ZWP s p ezi al 21 22
PROPHYLAXESHOP meldet, steht dem Gewinn aus gewerblichen Einkünften durch den Praxisshop nichts mehr im Wege. In jedem Fall ist eine ausführliche Beratung durch den Steuerberater angebracht. Drei Erfolgsfaktoren für mehr Umsatz Prophylaxeshops können ein wirksames Mittel sein, Image und Beratungsangebot der Praxis zu verbessern und damit Patienten zu binden und zu gewinnen. Wie bereits erläutert, kommt es ganz auf das Funktionieren von drei Erfolgs- faktoren an: dienstleistungsorientierte und mo- tivierte Mitarbeiter, aktive Beratungen und eine geschickte Sortimentauswahl. Ist das Sortiment dabei noch sinnvoll an die Behandlungsme- thode angepasst und sind alle Mitarbeiter in Be- ratung und Verkaufsstrategie geschult, dann werden die Patienten das Angebot als Berei- cherung des Praxisbesuchs empfinden und der Umsatz lässt sich so dauerhaft steigern. (cid:2) autor Dr. Jens Thomsen ist als Zahnmedi- ziner und Me- diziner auf die Bereiche Zahnprophy- laxe und Paro- dontologie spezialisiert. Als Fir- mengründer von Oral Prevent ent- wickelt und vertreibt er seit 1990 Zahnpflegeprodukte, die zahn- ärztlichen Ansprüchen genügen. kontakt Oral Prevent Mundhygiene Produkte Handelsgesellschaft mbH Bramfelder Str. 110A 22305 Hamburg Tel.: 0 40/4 60 60 88 E-Mail: info@oral-prevent.de www.oral-prevent.de Zeichnungen verdeutlichen dem Patienten die Wichtigkeit richtiger Zahn- und Interdentalpflege. tienten sollte verdeutlicht werden, dass die Behandlung nur dann zu einem dauerhaft guten Ergebnis führt, wenn er selbst zu Hause seinen Beitrag leistet. Praxen mit KFO- Schwerpunkt können beispielsweise beim Einsetzen einer Spange auf den Nutzen von Spezialzahnseide oder Einbüschelzahnbürs- ten hinweisen. Praxen mit ästhetischem Schwerpunkt können nach einem Bleaching auf Zahncreme zur Vermeidung von Verfär- bungen mit niedrigem Abrasionsfaktor hin- weisen. Das Sortiment auf den Praxis- schwerpunkt anpassen Die Entscheidung, welche Produkte sich für den Shop am besten eignen, sollte der Zahn- arzt mit Blick auf seinen individuellen Be- handlungsschwerpunkt treffen, denn Pro- duktauswahl und Therapiemethoden sollten ineinandergreifen. Ist die Praxis beispiels- weise auf Implantologie spezialisiert, liegt es nahe, im Praxisshop Produkte wie Interden- talbürsten und Zahnseide zur Prävention von Periimplantitis anzubieten. Liegt der Schwer- punkt auf Kinderzahnheilkunde, sollte der Shop von Kinderlernzahnbürsten bis hin zu spezieller kindgerechter Zahnseide verschie- dene passende Produkte beinhalten. So emp- findet der Patient den Praxisshop als komfor- tables Bonusangebot, zusätzlich zur kompe- tenten Beratung des Fachpersonals. Die Präsentation des Prophylaxeshops ist ein kontinuierlicher Prozess. Wechselnde Dekora- tion und kontinuierliche Überprüfung des Sor- timents machen den Shop auch bei wiederkeh- renden Besuchen der Patienten interessant. Schaukästen, Aufsteller und Informationsma- terial bieten viele Hersteller an. Bei der Platzie- rung empfiehlt sich ein Standort, der gut sicht- bar, frei zugänglich, aber trotzdem separat ist. Eine gute Platzierung im Eingangsbereich, je nach räumlichen Gegebenheiten auch im War- tebereich, erinnert Patienten beim Verlassen der Praxis an Produkte. Rechtliche Aspekte Im Vorfeld sollten sich Zahnärzte umfassend über steuerrechtliche Rahmenbedingungen beim Praxisshop informieren. Fakt ist: Bietet der Zahnarzt Mundhygieneprodukte zum Ver- kauf in seiner Praxis an, gilt das als Gewerbe und muss entsprechend versteuert werden. Deshalb muss die Abrechnung der Produkte se- parat zu denen der Praxis erfolgen und auf ge- trennte Lagervorräte geachtet werden. Mitar- beiter müssen informiert werden, dass die Be- stände nicht vermischt werden dürfen, auch dann nicht, wenn der Praxisvorrat einmal knapp wird. Ist das Gewerbe ordnungsgemäß ange- 22 ZWP s p ezi al 10/2009 23
Ihr Spezialist für Professionelle Implantatpﬂege Es werden jedes Jahr mehr als 2 Millionen Implantate weltweit gesetzt. Die Haltbarkeit von Implantaten ist von ihrer Pﬂege ab- hängig. Mit einer guten Mundhygiene und regelmäßigen zahnärztlichen Kontrollen können Zahnimplantate ein Leben lang halten. Es bedarf spezieller Pﬂege, um die rauen Implantatober- ﬂächen und die schwer zugänglichen Bereiche reinigen zu können. NEU Jetzt erhältlich! TePe Implant CareTM Eine innovative Bürste mit einem einzigartigen Winkel erleichtert die schwere palatinale und linguale Reini- gung bei Implantaten. TePe Interdentalbürsten Interdentalbürsten reinigen auch Implantatﬂächen effektiv, die die Zahnbürste nicht erreicht. www.tepe.com Erhältlich in zwei verschiedenen Borstenstärken und vielen verschiedenen Größen. TePe Interdentalbürsten sind alle mit Kunststoff ummantelt - für eine schonende Reinigung der Implantate. 24
GERÄTEAUFBEREITUNG Gerade in Zeiten zunehmender Infektionskrankheiten (Hepatitis, Herpes) ist ein hoher hygienischer Standard zur Vermeidung von Kreuzinfektionen von Patient zu Patient dringend erforderlich. Zahnärztliche Geräte müssen daher aufwendig gereinigt werden, da diese ein besonders hohes Infektionspotenzial bergen. Eine lediglich manuelle Aufbereitung reicht für eine optimale Hygiene daher nicht aus. Eine saubere Sache Autoren: Dr. Anette Simonis, Lars Radimersky, Prof. Dr. Heike Martiny Bei der Aufbereitung von Hand- und Winkelstücken steht man aufgrund ihres komplexen Aufbaus vor besonders hohen Schwierigkeiten. Die Außenreinigung kann noch manuell unter optischer Kontrolle er- folgen, allerdings stellt das kein objektives Maß für Sauberkeit dar. Eine isolierte Außenreinigung ohne Innenreinigung ist jedoch unzureichend als Infektionsprophy- laxe; die manuelle Aufbereitung der Spray- wasser- und Luftkanäle ist wegen der en- gen Lumina der Luft- und Wasseransätze nicht möglich. Daher muss maschinell auf- bereitet werden. Beim Einsatz von Winkelstücken bzw. Turbinen in der Mundhöhle kommt es konstruktionsbedingt zu einem Reflux, das heißt, nach dem Stoppen des Winkel- stücks oder der Turbine werden minimale Mengen an Flüssigkeiten aus dem Mund in das zahnärztliche Instrument eingesogen. Diesem Flüssigkeitsge- misch, unter anderem bestehend aus Spei- chel, Blut, Zahnbe- standteilen und Mi- kroorganismen, kommt somit durchaus ein ge- wisses, nicht zu unter- schätzendes Infektions- potenzial zu. Es ist also davon auszugehen, dass durch jede Benutzung eine Kontamination des gesamten Winkelstücks bzw. der Turbine, d.h. sämtlicher funktioneller Bestandteile wie Geräte- kopf, Luft-/Wasser- und Sprayansätze sowie Getriebe- teile, stattfindet. Demnach ist die maschi- nelle Aufbereitung von Winkelstücken und Turbinen nach jedem Patienten erfor- derlich, was auch vom Deutschen Arbeits- kreis für Hygiene in der Zahnmedizin (DAHZ) in seinen Hygienerichtlinien ge- fordert wird. Daraus folgt, dass ein alleini- ges Durchspülen nach Gebrauch mit Kühl- wasser unzureichend ist. Umfangreiche Test-Reinigung In einer Promotionsarbeit der Technischen Hygiene in Zusammenarbeit mit der Abtei- lung für Restaurative Zahnmedizin, beide in der Charité – Universitätsmedizin Ber- lin, wurde das DAC UNIVERSAL Gerät der Firma Sirona, Bensheim, untersucht. Zuerst wurden die Luft- und Wasserkanäle mit einer Testanschmutzung kontaminiert. Da es keine allgemein akzeptierte Testan- schmutzung gibt und in den einzelnen Län- dern eine Vielzahl von Anschmutzungen praktiziert wird, musste für die Untersu- chung eine der Realität entsprechende Testanschmutzung gefunden werden. Der Einfachheit halber und zur praxisgetreuen Gestaltung der Testanschmutzung wurde auf eine Mischung aus Eigenblut des Dok- toranden mit Aqua dest. zurückgegriffen. Das Winkelstück wurde zerlegt und mit den mit der beschriebenen Testanschmutzung kontaminierten Luft- und Wasserkanälen nach einer Antrocknungszeit von einer Stun- de wieder zusammengesetzt. Nun folgte die Aufbereitung im DAC UNIVERSAL Ge- 24 ZWP s p ezi al 10/2009 25
in die rät. Für den Proteinnachweis wurde die OPA-Methode gewählt, die einen quantita- tiven Nachweis von Restproteinen ermög- licht. Die Aufbereitung erfolgte mit dem gesamten Zyklus (Reinigung der Innenflä- chen kalt, Ölung, Reinigung der Außenflä- chen kalt, Reinigung der Außenflächen heiß bei 134 °C, „Back Flush“, d. h. gesättig- ter Wasserdampf wird In- strumente gepresst, Sterilisation, „Back Flush“, Trocknung durch Deckelöffnung), es wurde aber auf die vorgesehene Ölung ver- zichtet, um gegebenenfalls Interaktionen mit der Proteinbestimmung auszuschlie- ßen. Die aufbereiteten Winkelstücke wur- den wieder zerlegt, die Luft- und Wasserka- näle wurden voneinander getrennt und das Lumen wurde mit einem Superfloss-Faden mechanisch gereinigt. Insgesamt wurden 36 Einzelkanäle angeschmutzt und aufbe- reitet. Keiner der verwendeten Superfloss- Fäden hat eine optische Verschmutzung aufgewiesen. Ebenso konnte mit der OPA- Methode kein Proteinrest bestimmt wer- den. Damit ist es möglich, durch maschi- nelle Verfahren eine adäquate Reini- gungsleistung der Innenlumina von Win- kelstücken zu erhalten. In dem untersuch- ten Gerät erfolgt nach der Reinigung eine Sterilisation bei 134°C, sodass die Geräte entsprechend den Anforderungen für den nächsten Patienten bereitstehen. Für den Einsatz bei einem zahnärztlich-chirurgi- schen Eingriff ist jedoch eine Sterilisation einschließlich der Verpackung unabding- bar, sodass in diesem Fall erneut sterili- siert werden muss. Im Rahmen des Qua- litätsmanagements müssen die Reini- gung, die Desinfektion und ggf. die Sterili- sation der Hand- und Winkelstücke mit einem validierten Verfahren dokumen- tiert werden. Erleichterung des Praxisalltags Mit dem DAC UNIVERSAL zeigt die Firma Sirona, dass sichere maschinelle Aufbe- reitungsverfahren für Instrumente durch- GERÄTEAUFBEREITUNG aus möglich sind und den Praxisalltag erleichtern. Das Gerät erfüllt alle komple- xen Anforderungen an Hygiene und Sau- berkeit, die bei der Aufbereitung von Hand- und Winkelstücken beachtet wer- den müssen.(cid:2) kontakt Charité – Universitätsmedizin Berlin Campus Benjamin Franklin Technische Hygiene Hindenburgdamm 27 12203 Berlin Tel.: 0 30/84 45 36 14 E-Mail: anette.simonis@charite.de ANZEIGE octenidol® Zahnfleischschutz für jeden Tag Die erste antibakterielle Mundspül-Lösung mit dem innovativen Wirkstoff Octenidin. Immer die richtige Lösung. Schützt effektiv vor Parodontitis und Gingivitis Alkohol- und chlorhexidinfrei Antibakteriell O h n e C h l o r h e x i d i n Qualität. Sicherheit. schülke. Schülke & Mayr GmbH 22840 Norderstedt | Deutschland | Tel. +49 40 521 00- 666 | Fax +49 40 521 00 -660 | www.schuelke.com 26
STUDIE · HERSTELLERINFO Unter der Leitung von Priv.-Doz. Dr. Bernd Weber standen fünf Interdentalbürsten namhafter Hersteller im Mittelpunkt eines technisch aufwendigen Experiments vom Bonner Institut Life & Brain, das als führend in der kognitiven Hirnforschung gilt. Das Ziel war, die Wahrnehmung und Bewertung unterschiedlicher Zahnzwischenraumbürsten zu erforschen. Mit einem bildgeben- den Verfahren, der sogenannten funktionalen Magnetresonanz- tomografie (fMRT), wurden die Hirnaktivitäten der Testpersonen zur Messung des subjektiven Gefallens aufgezeichnet. Hirnforschung zur Bewertung von Interdentalbürsten Redaktion fünf Interdentalbürsten in willkürlicher Rei- henfolge gezeigt wurden. Bei jedem Bild – der insgesamt 50 Bilder – musste sich die Testper- son entscheiden, ob sie die gezeigte Interden- talbürste nach den ersten Eindrücken gerne benutzen würde. Vier immer gleiche Antwor- ten standen jeweils zur Verfügung: „Nein, gar nicht“; „Nicht so gerne“; „Gerne“; „Ja, sehr gerne“. Die Antworten wurden per Knopf- druck abgegeben. In dieser Phase der Ent- scheidungsfindung wurden parallel die Hirn- aktivitäten aufgezeichnet. Dabei wurden die Reaktionszeit und die Stärke der Aktivierung in den entsprechenden Hirnregionen gemes- sen. Ergebnisse Die rein quantitative Auswertung der Antwor- ten zeigt, dass 80% der Testpersonen eindeu- tig die Flexi-Bürste bevorzugen. Bestätigt wird diese Beurteilung durch die gemessenen Parameter der Hirnaktivitäten. Flexi weist die kürzesten Reaktionszeiten auf, die Ausdruck einer starken Zustimmung sind. Flexi schafft eine signifikant stärkere und häufigere Akti- vierung zentraler Hirnregionen, in denen die persönlichen Vorlieben definiert und im Ge- dächtnis gespeichert werden: Flexi gelingt zum einen die stärkste Aktivierung im „Beloh- nungssystem“, dem sogenannten Ventralen Striatum. Das bedeutet, dass Flexi die größte Präferenz, das größte „Wollen“ auslöst. Zum anderen stimuliert Flexi auch den Hippokam- pus, also das Gedächtnis am stärksten. Das heißt, dass die Probanden sich schneller und länger an Flexi erinnern können, weil Flexi sich tiefer einprägt als die Vergleichsbürsten. Flexi vermittelt somit unmittelbar einen posi- tiven Eindruck und löst ein Verlangen aus – das i-Tüpfelchen der Motivation. Diese innere Zustimmung ist es, die die Compliance zur Verwendung einer Interdentalbürste bei der häuslichen Mundhygiene verstärkt. Dieses Experiment im Rahmen der Hirnfor- schung bestätigt das Produktkonzept von Tan- dex, das auf umfassende Flexibilität zur Moti- vationssteigerung setzt.(cid:2) kontakt Tandex GmbH Helmut Nissen Graf-Zeppelin-Str. 20 24941 Flensburg Tel.: 04 61/4 80 79 80 E-Mail: germany@tandex.dk www.tandex.dk Insgesamt wurden 30 Probanden – davon 14 Männer und 16 Frauen – im Alter von 19 bis 37 Jahren zu dieser neurophysiologischen Untersuchung eingeladen. Alle Testpersonen waren affin zum Thema Mundpflege, aber un- erfahren im Umgang mit Zahnzwischenraum- bürsten. In der ersten Testphase des Experiments wur- den das Thema und der Versuchsaufbau je- dem Probanden einzeln erläutert. Danach be- kam jede Testperson rund 15 Minuten Zeit, sich mit den fünf zu bewertenden Zahnzwi- schenraumbürsten zu beschäftigen. So wur- den die verschiedenen Interdentalbürsten im direkten Vergleich angeschaut, angefasst und angewendet. In der zweiten Testphase wurde den Proban- den per Kernspintomograf quasi ins Gehirn geschaut, während ihnen je zehn Bilder der 26 ZWP s p ezi al 10/2009 27
2009 inklusive Veneer Set Perfect Smile – Das Konzept für die perfekte Frontzahnästhetik mit Dr. Jürgen Wahlmann/Edewecht Sponsoren: Veneers von konventionell bis No Prep – Step-by-Step. Ein praktischer Demonstrations- und Arbeitskurs an Modellen Weiß und idealtypisch wünschen sich mehr und mehr Patienten ihre Zähne. Vorbei die Zeit, in der es State of the Art war, künstliche Zähne so „natürlich“ wie nur irgend möglich zu gestalten. Das, was Mitte der Neunzigerjahre noch als ty- pisch amerikanisch galt, hat inzwischen auch in unseren Breiten Einzug gehalten – der Wunsch nach den strahlend weißen und idealtypisch geformten Zähnen. Neben den Patienten, die sich die Optik ihrer Zähne im Zuge ohnehin notwendi- ger restaurativer, prothetischer und/oder implantologischer Behandlungen verbessern lassen, kommen immer mehr auch jene, die sich wünschen, dass ihre „gesunden“ Zähne durch kieferorthopädische Maßnahmen, Bleaching, Veneers oder ästhetische Front- und Seitenzahnrestaurationen noch perfekter aussehen. Und im Gegensatz zu früher will man auch, dass das in die Zähne investierte Geld im Ergebnis vom sozialen Umfeld wahrgenommen wird. Medial tagtäglich prote- giert, sind schöne Zähne heute längst zum Statussymbol geworden. Um den Selbstzahler, der eine vor allem kosmetisch motivierte Behandlung wünscht, zufriedenstellen zu können, bedarf es minimalinvasiver Verfahren und absoluter High-End-Zahnmedizin. Der nachstehend kombinierte Theorie- und Arbeitskurs vermittelt Ihnen alle wesentlichen Kenntnisse in der Veneertechnik und wird Sie in die Lage verset- zen, den Wünschen Ihrer Patienten nach einem strahlenden Lächeln noch besser entsprechen zu können. Kursbeschreibung 1. Teil: Demonstration aller Schritte von A bis Z am Beispiel eines Patientenfalles (Fotos)  Erstberatung, Modelle, Fotos (AACD Views)  Perfect Smile Prinzipien  Fallplanung (KFO-Vorbehandlung, No Prep oder konventionell)  Wax-up, Präparationswall, Mock-up-Schablone  Präparationsablauf (Arch Bow, Deep Cut, Mock-up, Präparationsformen)  Laser Contouring der Gingiva  Evaluierung der Präparation  Abdrucknahme  Provisorium  Einprobe  Zementieren  Endergebnisse  No Prep Veneers (Lumineers) als minimalinvasive Alternative 2. Teil: Praktischer Workshop, jeder Teilnehmer vollzieht am Modell den in Teil 1 vorgestellten Patientenfall nach  Herstellung der Silikonwälle für Präparation und Mock-up/Provisorium  Präparation von bis zu 10 Veneers (15 bis 25) am Modell  Evaluierung der Präparation  Laserübung am Schweinekiefer Termine 2009 24.10.09 Wiesbaden 09.00 – 15.00 Uhr • 07.11.09 Köln 09.00 – 15.00 Uhr 14.11.09 Berlin 09.00 – 15.00 Uhr Termine 2010 26.02.10 Unna 13.00 – 19.00 Uhr • 13.03.10 Düsseldorf 09.00 – 15.00 Uhr 19.03.10 Siegen 13.00 – 19.00 Uhr • 04.06.10 Warnemüde 13.00 – 19.00 Uhr 18.06.10 Lindau 13.00 – 19.00 Uhr • 11.09.10 Leipzig 09.00 – 15.00 Uhr 17.09.10 Kostanz 13.00 – 19.00 Uhr • 02.10.10 Berlin 09.00 – 15.00 Uhr Organisatorisches Kursgebühr: 445,– € zzgl. MwSt. (In der Gebühr sind Materialien und Modelle enthalten) Mitglieder der DGKZ erhalten 45,– € Rabatt auf die Kursgebühr. Tagungspauschale: 45,– € zzgl. MwSt. (Verpflegung und Tagungsgetränke) Veranstalter OEMUS MEDIA AG Holbeinstraße 29 • 04229 Leipzig Tel.: 03 41/4 84 74-3 08 • Fax: 03 41/4 84 74-2 90 event@oemus-media.de • www.oemus.com Hinweis: Nähere Informationen zum Programm, den Allgemeinen Geschäftsbedingungen und Veranstaltungsorten finden Sie unter www.oemus.com Anmeldeformular per Fax an 03 41/4 84 74-2 90 oder per Post an Für den Kurs Perfect Smile – Das Konzept für die perfekte Frontzahnästhetik 2009/2010 ❏ 24. Oktober 2009 Wiesbaden ❏ 13. März 2010 Düsseldorf ❏ 11. September 2010 Leipzig ❏ 07. November 2009 Köln ❏ 19. März 2010 Siegen ❏ 17. September 2010 Konstanz ❏ 14. November 2009 Berlin ❏ 04. Juni 2010 Warnemüde ❏ 02. Oktober 2010 Berlin ❏ 26. Februar 2010 Unna ❏ 18. Juni 2010 Lindau melde ich folgende Personen verbindlich an: (Zutreffendes bitte ausfüllen bzw. ankreuzen) OEMUS MEDIA AG Holbeinstr. 29 04229 Leipzig Name/Vorname Praxisstempel E-Mail: ❏ ja ❏ nein DGKZ-Mitglied Name/Vorname ❏ ja ❏ nein DGKZ-Mitglied Die Allgemeinen Geschäftsbedingungen der OEMUS MEDIA AG erken- ne ich an. Falls Sie über eine E-Mail-Adresse verfügen, so tragen Sie diese bitte links in den Kasten ein. ZWP spezial 10/09 Datum/Unterschrift 28
ULTRASCHALLSCALER · HERSTELLERINFO Die neue Generation von Ultraschallscalern arbeitet mittlerweile um ein Vielfaches vibrationsärmer als ihre Vorgänger. Darüber hinaus bietet ihre Konstruktion ein Höchstmaß an Effizienz und „Easy Handling“, und zwar von der Behandlung bis hin zu Reini- gung und Einsatzmöglichkeiten. Frank Whyte, Produktmanager bei Hu-Friedy, berichtet am Beispiel des schwingungsreduzier- ten Ultraschallscalers Symmetry IQ 4000 über die Entwicklung von Geräten, die wirklich beim Kunden ankommen. Aktuell hat das Unternehmen erfahrene Anwender nach ihren Erfahrungen mit dem Scaler befragt. Arbeit ohne Druck Redaktion Von der klassischen Gra- cey-Kürette bis zu den mo- dernen Chu-Sonden: Viele Hu-Friedy-Produkte ent- stammen der direkten Zu- sammenarbeit mit Experten aus Forschung und Praxis. „Auch bei der Entwicklung des Symmetry IQ 4000 woll- ten wir sichergehen, dass wir unser Produkt genau auf die Kunden zuschneiden“, sagt Frank Whyte, Produktmana- ger für den Bereich Ultra- schallscaling bei Hu-Friedy. Im Mittelpunkt standen die Punkte Effizienz und Kom- fortabilität. Sowohl Behand- ler als auch Patienten sollten von der schonen- deren Behandlung profitieren. Whyte zur Be- sonderheit des Scalers: „Durch technische Modi- fikationen ist es gelungen, schon bei geringerer Last das gleiche Leistungsniveau wie zuvor zu erreichen. Die Schwingungen des Gerätes sind fast nicht mehr zu spüren.“ Hu-Friedy hat nun Zahnärzte und zahnmedizi- nische Prophylaxedienstleister gezielt um Rück- meldungen zum Scaler gebeten. Unter den Be- fragten war auch die Kölnerin Simone Klug, selbstständige zahnmedizinische Fachassisten- tin und zahnmedizinische Verwaltungshelferin. Sie gibt eigene Kurse, ist in mehreren Praxen tä- 28 ZWP s p ezi al 10/2009 tig und arbeitet unter anderem eng mit Priv.-Doz. Dr. Rainer Buchmann zusammen, einem renommierten Fachzahnarzt für Parodontologie und Hoch- schullehrer in Düsseldorf. Si- mone Klug hatte den Ultra- schallscaler in verschiedenen Praxen getestet und schätzt die neue Komfortabilität bei der Arbeit. „Fast von selbst“ Abb. 1: Die zahnmedizinische Fach- assistentin und zahnmedizinische Ver- waltungshelferin Simone Klug ist An- wenderin des neuen Ultraschallscalers. Als sehr wichtiges Detail für ihre Arbeit hebt sie den leich- ten, ergonomisch geformten Griff hervor, der sich sehr gut führen ließe. „Ist die passende Spitze ausge- wählt und im richtigen Anstellwinkel angesetzt, arbeitet das Gerät quasi selbstständig.“ Bei der Arbeit sei kein Druck notwendig – im Gegenteil: „Übt man Druck aus, arbeitet das Gerät nicht mehr effektiv.“ Der Behandler könne so die füh- renden Bewegungen noch leichter ausführen und seine Handmuskeln ermüden weniger. Die Schwingungen spüre man tatsächlich fast überhaupt nicht mehr. Dazu trage auch das Handstück aus Silikon bei, erläutert Frank Whyte und ergänzt: „Einige Tester fragten an- fangs sogar, ob das neue Gerät denn noch so viel leiste wie die Generation zuvor – einfach, weil sie die gewohnten Vibrationen nicht mehr spür- ten. Bei der Arbeit wurde allerdings schnell klar, dass die Leistungsfähigkeit gleich geblieben war.“ Effizient, schonend, hygienisch „Da es von Hu-Friedy für den Scaler viele unter- schiedliche Spitzen gibt, kann ich bei unter- schiedlichen Anforderungen – supra-, sub- oder äquigingival – auch immer auf den richtigen In- strumentenaufsatz zurückgreifen“, beschreibt Simone Klug. Dadurch wird zum einen das Be- handlungsergebnis besser, zum anderen sichert das Instrumentarium dem Patienten auch einen möglichst schmerzlosen und stressfreien Vor- gang. „Bei Patienten mit besonders schmerz- empfindlichen Zähnen verwende ich zudem eher einen kleinen als einen großen Speichel- sauger und fülle handwarmes Wasser zum Spü- len in den Flüssigkeitsbehälter“, so Simone Klug. Der Symmetry IQ 4000 verfügt über zwei unter- schiedlich große Flüssigkeitsbehälter und ist so- mit unabhängig vom Wasseranschluss. Diese Flexiblität ist besonders dann sinnvoll, wenn Anwender wie Simone Klug an verschiedenen Orten arbeiten. „Nützlich ist auch, dass die Periospitzen mit dem Guardian während der Behandlung zügig ge- wechselt werden können“, ergänzt sie. Der spe- zielle Aufsatz dient der sicheren und sterilen Aufbewahrung der Spitzen und fungiert gleich- 29
HERSTELLERINFO · ULTRASCHALLSCALER len zwischen mehreren Behandlungen. Ebenfalls nützlich sind die Glasfaserbe- leuchtung im Griff, die automatische Spül- funktion und die „Easy to clean“-Geräteober- fläche. Simone Klug bestätigt: „Die Desinfek- tion ist wegen der glatten Oberfläche sehr einfach; schwer zugängliche Nischen oder Fugen gibt es nicht.“ Außerdem hebt sie die übersichtliche Gebrauchsanweisung hervor. „Wer gut informiert ist, kann auch besser ar- beiten“, meint Frank Whyte. Und so gehören zum umfassenden Scaling-Angebot von Hu- Friedy auch eine Reihe von Informationsver- anstaltungen und Broschüren. „Um Dentis- ten und Praxispersonal im Bereich Scaling zu unterstützen, arbeiten wir permanent an neuen Ideen und innovativen Ansätzen.“ Ge- rade hat das Unternehmen neue Spitzen für den Symmetry IQ präsentiert, die auch mit anderen Scalern kompatibel sind.(cid:2) kontakt Hu-Friedy Mfg. Co., Inc. Zweigniederlassung Deutschland Udo Karl Marketing & Communication Europe Rudolf-Diesel-Straße 8 69181 Leimen Tel.: 0 62 24/97 00-0 Fax: 0 62 24/97 00-97 E-Mail: info@hufriedy.eu ANZEIGE Qualität zu fairen Preisen Compliance ist, wenn’s den Patienten Spaß macht Angenehm – FLEXI Patienten fühlen den Unterschied. Weichheit und Flexibilität begeistern. Und geben ein „gutes Gefühl“. Duales System Das Interdentalpﬂege-Gel mit dem doppelten Wirkprinzip: • antibakterielle Reinigung • Förderung der Remineralisierung mit 0,2% Chlorhexidindigluconat und 0,2% Natriumﬂ uorid Abb. 2: Der Ultraschallscaler Symmetry IQ 4000. Abb. 3: Die neuen Piezospitzen sind mit dem Multi- funktions-Ultraschallscaler Symmetry IQ 4000 als auch mit anderen Geräten kompatibel. zeitig als Drehmomentschlüssel. „Die Spitzen müssen beim Wechsel nicht mit der Hand be- rührt werden, das verhindert die Kontaminie- rung und erlaubt zügiges Arbeiten.“ Außerdem sinke die Gefahr, die Spitzen zu beschädigen oder gar abzubrechen. nickelten Produkten halten die Spitzen auch der häufigen Reinigung im Dampfsterilisa- tor stand, ohne ihre Schärfe zu verlieren. Si- mone Klug meint: „Die höhere Lebensdauer der Instrumente ist natürlich ein wichtiger wirtschaftlicher Faktor.“ Materialwahl entscheidend Arbeiten ohne Zusatzaufwände „Für optimale Behandlungsergebnisse und möglichst flüssig ablaufende Behandlung ist die genaue Auswahl der Basismaterialien aus- schlaggebend“, erläutert Frank Whyte. Um die Leistungsfähigkeit und hohe Lebensdauer der Instrumente zu gewährleisten, müssen die ver- wendeten Materialien genau geprüft werden. Damit die Piezospitzen des Symmetry IQ 4000 die optimale Ultraschallübertragung über ei- nen möglichst langen Lebenszyklus hinweg gewährleisten, hat Hu-Friedy einen besonders widerstandsfähigen und belastbaren Stahl ent- wickelt. Im Gegensatz zu verchromten oder ver- „Effiziente Instrumentenlösungen nützen immer dem Behandler und dem Patienten“, betont Frank Whyte. Ein wichtiges Ziel bei der Konstruktion von Instrumenten und Ge- räten für den Dentalbereich sei also neben der Leistungsfähigkeit einfaches Handling. „Von unseren Kunden wissen wir, dass Zeit- effizienz ein zentrales Thema im Dentalbe- trieb ist.“ Deshalb sind beispielsweise bei der intuitiv zu bedienenden Touch-Pad- Oberfläche des Symmetry IQ 4000 zahlrei- che Modi bereits voreingestellt und eine Me- moryfunktion erlaubt das schnelle Umstel- Unser Beitrag zu Ihrem Prophylaxe-Erfolg: alkoholfrei TANDEX GmbH 24941 Flensburg Tel.: 0461 4807980 Fax: 0461 4807981 30
Symposium – Orofaziales Syndrom Diagnostik und Therapie craniomandibulärer Dysfunktionen – mit Live-Demonstrationen am Patienten 7. November 2009 in Köln Das Symposium zur Thematik der Craniomandibulären Dysfunktionen (CMD) und deren komplexen Auswirkungen wird auch in 2009 in Köln fortgesetzt. Craniomandibuläre Dysfunktionen (CMD) und deren Auswirkungen wie Kopf-, Kiefergelenk- und Nackenschmerzen bis hin zu Hörstörungen sind ein weit- verbreitetes Krankheitsbild. Gerade das Zusammenspiel von Kopf- und Körperhaltung mit der Kieferhaltung, die den Biss und damit die Okklusion der Zähne beeinflusst, erfordert ein komplexes Herangehen in Diagnostik und Therapie. Das Wissen um diese ganzheitlichen Zusammenhänge ist gerade für den Zahnarzt von entscheidender Bedeutung, zeichnen sich doch Fehlfunk- tion im craniomandibulären System vor allem auch an den Zähnen ab. Im Symposium „Orofaziales Syndrom“ vermitteln Dr. Wolfgang Bartel und Rainer Schöttl anschaulich in Theorie und Praxis die Bedeutung der diagnostischen und therapeutischen Verfahren in der täglichen Praxis. Neben den cranio- mandibulären Dysfunktionen und ihren Auswirkungen innerhalb des orofazi- alen Syndroms geht es dabei vor allem um die ganzkörperliche Diagnose und Tipps für die erfolgreiche Behandlung. Die diagnostischen und therapeuti- schen Maßnahmen werden live am Patienten demonstriert. Das Symposium „Orofaziales Syndrom“ wird seit fünf Jahren von der OEMUS MEDIA AG in Zusammenarbeit mit dem Zahnarzt Rainer Schöttl D.D.S. und dem Sportmediziner Dr. Wolfgang Bartel mit Erfolg veranstaltet. Mehr als 1.300 Zahnärzte haben inzwischen diese spannende Veranstaltung besucht. Auch im Jahr 2009 findet das Symposium seine Fortsetzung. Veranstaltungsort ist dies- mal Köln am 7. November. PROGRAMM 09.30 – 09.45 Uhr 09.45 – 11.15 Uhr Dr. Wolfgang Bartel/Halberstadt Die Bedeutung des orofazialen Syndroms Rainer Schöttl D.D.S. (USA)/Erlangen Die Craniomandibulären Dysfunktionen (CMD) und deren Auswirkungen im orofazialen Syndrom aus zahnärztlicher Sicht 11.15 – 11.45 Uhr Kaffeepause 11.45 – 13.00 Uhr Dr. Wolfgang Bartel/Halberstadt Das orofaziale Syndrom aus manualthera- peutischer Sicht Gelenk – Blockierungen – Muskulatur 13.00 – 14.00 Uhr Mittagspause 14.00 – 15.15 Uhr Rainer Schöttl D.D.S. (USA)/Erlangen CMD erkennen und behandeln 15.15 – 15.45 Uhr Kaffeepause 15.45 – 17.00 Uhr Dr. Wolfgang Bartel/Halberstadt Demonstrationen von Untersuchungstechniken der HWS, Kiefergelenk, Becken 17.00 – 17.15 Uhr Diskussion, Ende ORGANISATORISCHES Veranstaltungsort Hotel Pullman Cologne Helenenstr. 14, 50667 Köln, Tel.: 02 21/2 75-0, Fax: 02 21/2 75-13 01 www.pullman-deutschland.de Kongressgebühren Umfasst Kursgebühr, Imbiss und Tagungsgetränke Zahnarzt Helferin/Assistent (mit Nachweis) 150,– € zzgl. MwSt. 95,– € zzgl. MwSt. Veranstalter OEMUS MEDIA AG, Holbeinstraße 29, 04229 Leipzig Tel.: 03 41/4 84 74-3 08, Fax: 03 41/4 84 74-2 90 event@oemus-media.de, www.oemus.com Zimmerbuchungen in unterschiedlichen Kategorien PRS Hotel Reservation, Tel.: 02 11/51 36 90-61 Fax: 02 11/51 36 90-62, E-Mail: info@prime-con.de Fortbildungspunkte Die Veranstaltung entspricht den Leitsätzen und Empfehlungen der KZBV einschließlich der Punktebewertungsempfehlung des Beirates Fortbildung der BZÄK und der DGZMK. 8 Fortbildungspunkte Hinweis: Nähere Informationen zum Programm und den Allgemeinen Geschäftsbedingungen finden Sie auf www.oemus.com ✃ Anmeldeformular per Fax an 03 41 /4 84 74-2 90 oder per Post an Für das Symposium – Orofaziales Syndrom am 7. November 2009 in Köln melde ich folgende Personen verbindlich an: Name/Vorname/Tätigkeit Name/Vorname/Tätigkeit OEMUS MEDIA AG Holbeinstraße 29 Praxisstempel 04229 Leipzig ZWP spezial 10/09 Die Allgemeinen Geschäftsbedingungen der OEMUS MEDIA AG erkenne ich an. ______________________________________________________ Datum/Unterschrift ______________________________________________________ E-Mail: 31
HERSTELLERINFO · PRODUKTE Presskeramik:Flexibles Allround-Talent Die „All-in-One“-Presskeramik VITA PM 9 basiert auf der bewähr- ten Feinstruktur-Verblendkeramik VITA VM 9 und ermöglicht die Umsetzung eines breiten Indi- kationsspektrums. Seit Okto- ber 2009 ist das Produkt in drei unterschiedlichen Trans- luzenzstufen erhältlich. Da- bei wird das Sortiment um die neuen HT (= high trans- lucent)-Pellets erweitert. Gleichzeitig überzeugt die neue Presskeramik durch ein modular aufgebautes Sor- timentskonzept und garan- tiert damit eine rationelle Lagerhaltung. Als flexible Allroundke- ramik eignet sich VITA PM 9 sowohl für das gerüstfreie Pressen von Inlays, Onlays, Veneers und Frontzahnkronen als auch das Über- pressen von Gerüsten aus Zirkoniumdioxid. Während die O- (= opaque-)Presslinge vorrangig für die Überpresstechnik entwickelt wurden, empfehlen sich für die gerüstfreie Presstechnik neben den bewährten T- (= translucent-)Pellets die neuen hochtransluzenten HT-Pellets. Farblich ist VITA PM 9 auf das VITA SYSTEM 3D- MASTER abgestimmt. Die O- und T-Presslinge sind jeweils in zehn Farbvarianten, die neuen HT-Pellets in fünf Dentin- und fünf Schmelzfarbnuancen verfügbar. Die neue Presskeramik bietet mit ihren drei Transluzenzstufen beste Voraussetzungen für die Um- setzung ästhetischer Restaurationen. Zudem sorgen die exzellente Beschleif- und Polierbarkeit für einen einfachen Verarbeitungs- prozess, wobei das Produkt dank Plaqueresistenz und Schmelz- ähnlichkeit über naturnahe Werkstoffeigenschaften verfügt. Neue Zahnpflegekaugummis zur Prophylaxemotivation Der diesjährige Tag der Zahngesundheit stand unter dem Motto „Gesund beginnt im Mund – krank sein oftmals auch“, und wies da- mit auf die Auswirkungen von Munderkrankungen auf die Allge- meingesundheit hin. Dies bietet einen guten Anlass für die Zahn- arztpraxis, um Patienten für eine optimierte Mundhygiene zu sen- sibilisieren. Das Prophylaxeangebot von Wrigley Oral Healthcare Programs wurde hierfür um zwei neue Zahnpflegeprodukte für Kinder und Erwachsene erweitert. Mit den neuen Fruchtge- schmacksvarianten Wrigley’s Extra Mango Melone für Erwachsene und Wrigley’s Extra Banane Erdbeere für kleine Pa- tienten bieten sich somit schmackhafte Alternativen für die vorbeugend wirk- same Zahnpflege zwischen- durch an. Kauen von Zahn- pflegekaugummi aktiviert den Speichelfluss, das wichtigste physiologische Schutzsystem im Mund. Das ist insbesondere nach kohlenhydrat- haltigen Mahlzeiten wichtig, denn durch den stimulierten Speichel wird der pH-Wert im Mund rascher neutralisiert und die Remine- ralisation der Zähne gefördert. Klinische Studien zeigen, dass die Speichelfließrate durch das Kauen von zuckerfreiem Kaugummi bis um das Zehnfache gesteigert werden kann. Dies hilft – zusätz- lich zum zweimal täglichen Zähneputzen – das Kariesrisiko um bis zu 40 Prozent zu reduzieren. Im Rahmen des für Arztpraxen exklu- siven Angebotes können die neuen Zahnpflegekaugummis als ideale Motivationsinstrumente und leckere Give-Aways für die Pa- tienten ab sofort bestellt werden. VITA Zahnfabrik H. Rauter GmbH & Co. KG Tel.: 0 77 61/56 22 22 www.vita-zahnfabrik.com Wrigley Oral Healthcare Programs Fax.: 0 89/33 03 64 03 www.wrigley-dental.de In der Prophylaxe immer Up to date Ob Fachzeitschrift für den Implan- tologen, Oralchirurgen oder Laser- anwender, ob für die Dentalhygieni- ker/-in oder für den Endodontologen – die Journalreihe der Oemus Media AG bedient all diese Spezialgebiete der Zahnmedizin. So richtet sich das Dentalhygiene Journal gleicherma- ßen an präventionsorientierte und parodon- tologisch tätige Zahnärzte sowie Dentalhy- gienikerinnen und Praxisteams im deutsch- sprachigen Raum. Die Zeitschrift befindet sich mittlerweile im 12. Jahr- gang und hat sich als auf- lagenstärkstes Fachmedium für Praktiker mit Prophylaxe- und Parodontologieschwer- punkten bereits bei ca. 5.000 regelmäßigen Lesern eta- bliert. Als erstes Medium und quartalsweise erschei- nendes Forum fördert das Dentalhygiene Journal im Rahmen der zu- nehmenden Präventionsorientierung in der Zahnheilkunde die Entwicklung des Berufs- standes der Dentalhygieniker/-in in Deutsch- land. Der spezialisierte Leser erhält durch anwenderorientierte Fallberichte, Studien, Marktübersichten und komprimierte Pro- duktinformationen ein regelmäßiges medi- zinisches Update aus der Welt der Parodon- tologie und der Perioprophylaxe. Oemus Media AG Holbeinstraße 29 04229 Leipzig Tel.: 03 41/4 84 74-2 01 Fax: 03 41/4 84 74-2 90 E-Mail: grasse@oemus-media.de www.zwp-online.info/epaper Die Beiträge in dieser Rubrik basieren auf den Angaben der Hersteller und spiegeln nicht immer die Meinung der Redaktion wider. 10/2009 ZWP s p ezi al 31 32
PRODUKTE · HERSTELLERINFO Spezialist für professionelle Implantatpflege Jedes Jahr werden mehr als 2 Millionen Implantate weltweit ge- setzt. Unter den Patienten, die 9–14 Jahre Implantate tragen, leiden ca. 16 Prozent an fortgeschrittenen Infektionen und Knochen- schwund. Daher ist es wichtig auf die Qualität der Implantatpflege zu achten – sie ist ausschlaggebend für die Haltbarkeit – unabhängig davon, welches Implantat getragen wird. Das Implantat sollte jeden Tag gereinigt werden, be- sonders sorgfältig am Zahnfleischrand. Zum Zähneputzen sollte wie gewohnt eine weiche Zahnbürste in kleinen krei- senden Bewegungen benutzt werden. TePe bietet eine Vielzahl an Spezialbürs- ten, die den individuellen Bedürfnissen angepasst sind. Mit einer guten Mundhy- giene und regelmäßigen zahnärztlichen Kontrollen können Zahnimplantate ein Leben lang halten. Es bedarf spezieller Pflege, um die rauen Implantatoberflä- chen und die schwer zugänglichen Be- reiche reinigen zu können. TePe Inter- dentalbürsten reinigen auch Implantatflächen effektiv, die die Zahnbürste nicht erreicht. Das TePe Sortiment der Interdentalbürs- ten ist in zwei verschiedenen Borstenstärken und vielen ver- schiedenen Größen – passend für jeden Zwischenraum – erhält- lich. Jetzt neu erhältlich ist die TePe Implant Care™. Die innovative Bürste mit einem einzigartigen Winkel erleichtert die schwere palatinale und linguale Reinigung bei Implantaten. Sie wurde speziell für die Reinigung von Implantaten entworfen. Weiche, abgerundete Borsten sorgen für eine schonende Reinigung – für die beste Implantatpflege. Zähne bequem reinigen Der japanische Hersteller NSK hat sein bewährtes Zahnpolitursys- tem Prophy-Mate weiterentwickelt. Das neue Instrument Prophy- Mate neo ist nicht nur kompakt und einfach zu bedienen, sondern noch handlicher als sein Vorgänger. Neu sind zwei Düsen mit einer Abwinke- lung von 60° und 80° für eine noch effizientere Rei- nigung. Das praktische und ästhetisch ansprechende Handstück garantiert eine sichere, rutschfeste und angenehme Anwendung für jede Handgröße auch bei längerem Arbeiten. Das Gerät ist um 360° drehbar, wodurch die Gelenke auch bei einem hohen Luft- druck frei beweglich bleiben. Zusätzlich minimiert der leichte In- strumentenkörper das Ermüdungsrisiko von Hand und Handge- lenk beim Behandler. Der gleichzeitig aus zwei Düsen im Pulver- behälter geblasene Luftstrom schafft einen konstanten Pulverfluss zur Saugdüse in der Mitte des Behälters, wobei der dadurch er- möglichte gleichmäßige und kraftvolle Pulverausstoß bemerkens- werte Politur- und Reinigungseffekte erzielt. Ein weiterer Vorteil: Durch die runde Form des Behälters bleiben keine Pulverreste zu- rück. Die Wartungs- und Pflegemaßnahmen mit der mitgelieferten Reinigungsbürste und dem Reinigungsdraht gestalten sich einfach wie nie zuvor, da sich die vordere Düse leicht abnehmen lässt. Zusätzlich kann Prophy-Mate bei 135 °C autoklaviert werden, nachdem der Pulverdosendeckel entfernt worden ist. In der Praxis überzeugt das Zahnpolitursystem durch seine universelle An- wendbarkeit, da es direkt an die gängigsten Kupplungsmarken angeschlossen werden kann. TePe Mundhygieneprodukte Vertriebs-GmbH Tel.: 0 40/51 31 79 20 www.tepe.com NSK Europe GmbH Tel.: 0 61 96/7 76 06-0 www.nsk-europe.de Weitere Informationen zu diesem Unternehmen befinden sich auf www.zwp-online.info dukte können entweder einfach über das Internet oder bei einigen ausgewählten Pro- dukten auch über eine Bestellkarte bestellt werden. Mittels eines Empfehlercodes, den Prophylaxeshop-Konzept übernommen Die Dent-o-care Dentalvertriebs GmbH, führender Spezialist für Prophylaxe- und Mundhygieneprodukte, hat mit Wirkung zum 1. Oktober das Konzept „empfohlen– geliefert“ von der whitecross GmbH über- nommen. Das Konzept wurde vor etwa zwei Jahren für Zahnarztpraxen entwickelt, die den Aufwand eines eigenen Prophylaxe- shops scheuen, aber sicherstellen möchten, dass ihre Patienten die von ihnen empfohle- nen Produkte einfach beziehen können und somit auch zuverlässig verwenden. Die Pro- der Patient von seiner Praxis bekommt, erhält dieser im Webshop zusätzlich einen Nachlass von 8 Prozent. Für die Praxis be- deutet dies primär einen Imagegewinn und eine intensivere Patientenbindung, darüber hinaus gibt es auch noch einen kleinen Bo- nus bei Einkäufen bei Dent-o-care. Der Pa- tient fühlt sich qualifiziert beraten, mit den richtigen Produkten gut versorgt und spart außerdem noch Geld. Dent-o-care Dentalvertriebs GmbH Tel.: 0 81 02/7 77 28 41 www.empfohlen-geliefert.de 32 ZWP s p ezi al 10/2009 Die Beiträge in dieser Rubrik basieren auf den Angaben der Hersteller und spiegeln nicht immer die Meinung der Redaktion wider. 33
HERSTELLERINFO · PRODUKTE Antriebseinheit für chirurgische Herausforderungen Mit dem neuen Elcomed bietet W&H eine innovative Lösung im Bereich der Kiefer- und Gesichtschirurgie, der Implantologie und der Mikro- und Kleinknochenchirurgie. Die An- triebseinheit erreicht ein Drehmoment von bis zu 80Ncm am rotierenden Instrument und der Motor zählt mit einer Leistung von 50.000 Um- drehungen pro Minute zu einem der leichtesten und kürzesten in seiner Klasse. Motor, Kabel und Motorablage sind thermodesinfizierbar und sterilisierbar bis 135°C. Auf nur einer Be- dienebene können alle nöti- gen Parameter einfach einge- stellt werden. Bei der ersten Inbetriebnahme sind bereits sechs Programme für die häufigsten Arbeits- schritte gespeichert, welche jedoch individuell angepasst werden können. Dank einer Fuß- steuerung kann problemlos zwischen den Pro- grammen gewechselt und die Drehrichtung des Instruments sowie die Flüssigkeitszufuhr geregelt werden. Die maschinelle Gewinde- schneidefunktion minimiert die Kompression auf den Knochen und ermöglicht dadurch eine stressfreiere Einheilung des Im- plantats. Um eine lücken- lose Dokumentation zu sichern, speichert Elcomed alle Behandlungs- schritte auf einen USB-Stick, von diesem kön- nen die Daten weiterverarbeitet werden. Weitere Informationen zu diesem Unternehmen befinden sich auf www.zwp-online.info W&H Deutschland GmbH Tel.: 0 86 82/89 67-0 www.wh.com Gel gegen Mundtrockenheit frei verkäuflich Seit September ist Dry Mouth Gel von GC EUROPE auch in den Apotheken in Deutschland, Österreich und der Schweiz erhält- lich. Möglich wird das durch eine Kooperation für den OTC- Bereich (Over-the-counter) mit dem Schweizer Unternehmen Curaden. Bisher war das Gel für Patienten nur in Zahnarztpraxen erhältlich, allerdings erfreute sich das Produkt bereits sechs Wochen nach der Markteinführung einer größer wer- denden Nachfrage, die dank der Koope- ration nun erfüllt werden kann. Der Vertrieb für die Zahnarztpraxen läuft weiterhin pa- rallel über den Dentalfachhandel. Die unverbindliche Preisempfehlung für den Endverbraucher beläuft sich auf 12,00 Euro (exkl. MwSt.) pro Tube. GC Dry Mouth Gel wurde speziell für die Benetzung der Mundschleimhaut bei Mundtrockenheit und zur Linderung der Symptome bei Hyposa- livation entwickelt. Dank des neutralen pH-Wertes beugt das Gel somit einer Demineralisierung der Zahnhartsubstanz vor. Auf- grund dieser zusätzlichen Schutzwirkung auf Zähne und Zahn- fleisch passt GC Dry Mouth Gel hervorragend in ein modernes Ka- riesrisikomanagement. Die Kooperation mit Curaden gewähr- leistet im OTC-Bereich eine weitere Option für den Patienten, das Produkt auch in Apotheken erwerben zu können. Ab sofort kann der Zahnarzt das Gel also entweder über seinen Prophyla- xeshop anbieten oder den Patienten auf die Kaufmöglichkeit in der Apotheke hinweisen. GC Germany Tel.: 0 61 72/99 59 60 www.germany.gceurope.com Mit der PN auf den Punkt informiert Die Parodontitis hat sich inzwischen zur Volkskrankheit entwickelt. Grund genug, dass die in Deutschland tätigen Parodontologen, Im- plantologen und Dentalhygieniker ihr Wissen um die häufigste Form der Erkrankung des Zahnbet- tes stets erweitern. Die PN Paro- dontologie Nachrichten bietet hier- für sechsmal jährlich die Möglich- keit. Im Vordergrund des Zeitungs- formates, welches neben weiteren berufspolitischen Publikationen wie ZT Zahntechnik Zeitung und KN Kieferorthopädie Nachrichten bei der Oemus Media AG bereits im 6. Jahrgang erscheint, steht die permanente fachliche paro- dontologische Fortbildung. Nach dem Prinzip „Vom Spezialisten für den Spezialisten“ bereichern die PN Parodontologie Nachrichten die wissenschaftliche Fachberichterstattung in Form von Artikeln, Stu- dien, Fallpräsentationen, Abstracts oder Anwenderberichten. The- matische Marktübersichten und Berichte aus der Industrie zu Pro- duktinnovationen zeigen die Trends auf dem parodontologischen Markt. Unter der Rubrik „Praxismanagement“ werden dem Paro- dontologen Informationen und Konzepte zu Strategie, Marketing, Management, Betriebswirtschaft, Finanzierung, Personalführung, Kommunikation und Recht näher gebracht. In den Rubriken „Events“ und „Service“ finden sich u.a. Aus- und Fortbildungstermine und Kongressberichterstattungen, Jubiläen, Personalia oder Buchtipps. Oemus Media AG Holbeinstraße 29 04229 Leipzig Tel.: 03 41/4 84 74-2 01 Fax: 03 41/4 84 74-2 90 E-Mail: grasse@oemus-media.de www.pn-aktuell.de Die Beiträge in dieser Rubrik basieren auf den Angaben der Hersteller und spiegeln nicht immer die Meinung der Redaktion wider. 10/2009 ZWP s p ezi al 33 34
PRODUKTE · HERSTELLERINFO ZWP online zum Mitnehmen Am 1. September feierte das Fachportal zwp-online.info seinen ersten Geburtstag. Obwohl damit noch recht jung, zeigt sich das Portal in der täglichen Praxis schon sehr erwachsen, denn seit dem Start am 1. September 2008 hat es sich überdurchschnittlich entwickelt. Für sich sprechen dabei allein schon die Nutzerzahlen des Portals von gegen- wärtig über 20.000 Usern pro Monat. Halten die derzeitigen Steige- rungsraten an, wird bis zum Jahresende die Schallmauer von 25.000 Besuchern pro Monat durchbrochen wer- den. Seit Anfang des Jahres 2009 wird je- den Dienstag an über 18.000 Empfänger der ZWP online-Newsletter ins virtuelle Postfach zugestellt. Seit Anfang Sep- tember gibt es ZWP online quasi auch zum Mitnehmen für unterwegs. Unter der Webadresse m.zwp-online.info kann mit internetfähigen Smartphones (wie zum Beispiel dem iPhone) eine spezielle Mobilversion des Fachportals aufgerufen werden. Bereits im ersten Monat nach dem Start wurde das An- gebot von über 900 Usern genutzt. Mit diesem neuen Service ist es möglich, ZWP online jederzeit von jedem Ort nutzen zu können, um ständig über die aktuellsten News, Events und Produkte aus der Dentalbranche auf dem Laufenden zu sein. Oemus Media AG Holbeinstraße 29 04229 Leipzig Tel.: 03 41/4 84 74-0 E-Mail: kontakt@oemus-media.de Zungenreinigung kein Reizthema mehr Ein häufiger Grund für schlechten Atem und Halitose können Beläge auf der Zungenoberfläche sein. Wenn selbst regelmäßige und gründliche Zahnpflege nicht mehr hilft, ist es an der Zeit, einen Zungenreiniger zu probieren. Damit diese Er- fahrung nicht zu einem Reizthema für den Gau- men wird, stellt der Pro- phylaxehersteller zanto- med denextraflachen Zun- genreiniger vor. Während eine Seite optimal zum Schaben der Zunge ge- eignet ist, säubert die zweite Seite durch kleine, starr angeordnete Bors- ten gründlich die Papillen an der Zungenoberfläche. Dabei ist der erstaunli- che Effekt zu beobachten, wie sich selbst der Ge- schmackssinn nach einer gründlichen Zungenreinigung intensiviert. Unter der Maxime „perfekte Zahnpflege muss nicht teuer sein“ bietet zantomed aus- gewählte Produkte im Direktvertrieb an. Das Unternehmen ist nach eigener Aussage so in der Lage, gehobene Qualität zu moderaten Preisen anzubieten. zantomed GmbH Tel.: 02 03/8 05 10-45 www.zantomed.de Weitere Informationen zu diesem Unternehmen befinden sich auf www.zwp-online.info Die Beiträge in dieser Rubrik basieren auf den Angaben der Hersteller und spiegeln nicht immer die Meinung der Redaktion wider. IMPRESSUM Verlagsanschrift OEMUS MEDIA AG, Holbeinstraße 29, 04229 Leipzig, Tel.: 03 41/4 84 74-0, Fax: 03 41/4 84 74-1 90, kontakt@oemus-media.de Ein Supplement von Chefredaktion Dipl.-Päd. Jürgen Isbaner Tel.: 03 41/4 84 74-3 21 isbaner@oemus-media.de (V.i.S.d.P.) Redaktion Carla Senf Christoph Dassing Tel.: 03 41/4 84 74-1 21 Tel.: 03 41/4 84 74-1 30 c.senf@oemus-meda.de c.dassing@oemus-media.de Anzeigenleitung Stefan Thieme Tel.: 03 41/4 84 74-2 24 s. thieme@oemus-media.de Grafik/Satz Josephine Ritter Tel.: 03 41/4 84 74-1 19 j.ritter@oemus-media.de 34 ZWP s p ezi al 10/2009 35
Smile Esthetics Minimalinvasive Verfahren der orofazialen Ästhetik – von Bleaching bis Non-Prep-Veneers mit Dr. Jens Voss Ein kombinierter Theorie- und Demonstrationskurs Immer mehr Patienten wünschen sich weiße und idealtypische Zähne. Die Lö- sung: Veneers! Doch technisch anspruchsvolle Präparation und das komplizierte Einsetzen von 6 oder mehr Veneers in einer zeitaufwendigen Sitzung begründe- ten bisher viele Vorbehalte bezüglich der Anwendung von Veneers. Auf der an- deren Seite konnten viele Patienten bisher nicht für Veneerlösungen gewonnen werden, da diese neben hohen Kosten vor der irreparablen Entfernung von ge- sunder Zahnsubstanz zurückschreckten. Neuartige Non-Prep-Veneersysteme lösen diese beiden Hauptprobleme sowohl auf Behandler- als auch auf Patientenseite. Zudem bieten diese Systeme nicht nur Patienten eine bezahlbare Lösung, sondern steigern ebenfalls signifikant die Praxisrendite der Behandler. Insbesondere durch die einzigartige, zum Patent Kursbeschreibung 1. Teil: Grundlagen minimalinvasiver Verfahren der orofazialen Ästhetik (cid:127) Smile Design Prinzipien/Grundlagen der Zahn- und Gesichtsästhetik (cid:127) Bleaching – konventionell vs. Plasma Light (cid:127) Veneers – konventionell vs. Non-Prep (cid:127) Grundlagen und Möglichkeiten der Tray-Dentistry (cid:127) Fallselektion anhand von einer Vielzahl von Patientenfällen 2. Teil: Praktischer Demonstrationskurs (cid:127) Video- und Livedemonstration Bleaching am Patienten (cid:127) Video- und Livedemonstration des Einsatzes von acht Non-Prep-Veneers mit- tels Tray-Dentistry innerhalb von 60 Min. am Patienten/Phantomkopf (cid:127) Ausführliche Diskussion von Patientenfällen anhand Modellen, Röntgenbild und Fotos des Patienten (pro Teilnehmer ein Fall, Daten bitte nach Möglichkeit vor dem Kurs digital einreichen) angemeldete Tray-Technologie, können 6–10 Veneers einfach, sicher und zeit- sparend in nur einer Stunde eingesetzt werden. Zudem macht das schmerzlose und minimalinvasive Non-Prep-Veneerverfahren in der Regel die Entfernung von gesunder Zahnsubstanz überflüssig. Entdecken Sie die Grundlagen der mo- dernen minimalinvasiven Verfahren der orofazialen Ästhetik. Die Integration die- ser Verfahren in Ihre Praxis ermöglicht Ihnen die Gewinnung von Selbstzahlerpa- tienten, welche an ästhetischen Lösungen im Bereich der High-End-Zahnmedi- zin ohne Schädigung der Zahnhartsubstanz interessiert sind. Unser kombinierter Theorie- und Demonstrationskurs vermittelt Ihnen die wesentlichen Kenntnisse der minimalinvasiven orofazialen Ästhetik und versetzt Sie in die Lage, den Wün- schen Ihrer Patienten nach einer schnellen, schmerzlosen und sicheren Behand- lung sowie einem strahlenden Lächeln noch besser entsprechen zu können. Termine 2009 06.11.09 Köln 09.00 – 12.30 Uhr* 13.11.09 Berlin 09.00 – 12.30 Uhr* *inkl. Pause Organisatorisches Kursgebühr: 95,– € zzgl. MwSt. Tagungspauschale: 25,– € zzgl. MwSt. (umfasst Verpflegung) Veranstalter OEMUS MEDIA AG Holbeinstraße 29 (cid:127) 04229 Leipzig Tel.: 03 41/4 84 74-3 08 (cid:127) Fax: 03 41/4 84 74-2 90 (cid:127) event@oemus-media.de Hinweis: Nähere Informationen zum Programm, den Allgemeinen Geschäftsbedingungen und Veranstaltungsorten finden Sie unter www.oemus.com Anmeldeformular per Fax an 03 41/4 84 74-2 90 oder per Post an OEMUS MEDIA AG Holbeinstr. 29 04229 Leipzig ZWP spezial 10/09 Für den Kurs Smile Esthetics – Minimalinvasive Verfahren der orofazialen Ästhetik ❑ 06. November 2009 Köln ❑ 13. November 2009 Berlin melde ich folgende Personen verbindlich an: (Zutreffendes bitte ausfüllen bzw. ankreuzen) Name/Vorname Praxisstempel E-Mail: Name/Vorname Die Allgemeinen Geschäftsbedingungen der OEMUS MEDIA AG erken- ne ich an. Falls Sie über eine E-Mail-Adresse verfügen, so tragen Sie diese bitte links in den Kasten ein. Datum/Unterschrift 36

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