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Timestamp: 2020-05-28 15:53:35+00:00

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§ 323 ZPO: Abänderung von Urteilen
§ 323a ZPO
BGH, URTEIL vom 3.3.2015, Az. VIII ZR 59/14 -12- Teilklage sprechenden tatsächlichen Vermutung aus mit der Folge, dass eine Nachforderung - außerhalb des Anwendungsbereichs des § 323 ZPO - nur zulässig ist, wenn sich der Berechtigte im Erstverfahren ausdrücklich eine Unterhaltsteilklage erhoben oder wenigstens erkennbar eine Nachforderung Vorbehalten hat (BGH, Urteil vom 3. April 1985 - IVb ZR 19/84, BGHZ 94, 145, 147; BGH, Beschluss vom 19. November 2014 - XII ZB 478/13, NJW 2015, 334 Rn. 14).
BGH, URTEIL vom 3.3.2015, Az. VIII ZR 59/14 Denn nach dem Sinn und Zweck der Sonderregelung des § 323 ZPO ist im Falle einer rechtskräftigen Verurteilung zu wiederkehrenden, sich aus einem bestimmten Rechtsverhältnis ergebenden Leistungen eine Klage auf zusätzliche Leistungen nur unter den in dieser Vorschrift genannten Voraussetzungen und dem dort geregelten Umfang zulässig (BGH, Beschluss vom 19. November 2014 - XII ZB 478/13, aaO Rn. 13 f.).
OLG München, Urteil vom 5.1.2015, Az. 10 U 2755/12 21 c) Der Senat hat die Unterhaltsansprüche sowohl der Klägerin zu 1) wie auch des Klägers zu 3) deshalb nicht befristet, weil es sich hier um künftige nicht zuverlässig vorhersehbare Ereignisse handelt (BGHZ 171, 206, 228; OLG Köln FamRZ 1980, 398; OLGR Hamburg 2007, 184; Zöller-Vollkommer, ZPO, 30. Auflage 2014, § 323 ZPO Rz. 30).
BGH, BESCHLUSS vom 3.1.2015, Az. XII ZB 66/14 In diesem Zusammenhang ist insbesondere darauf hinzuweisen, dass der rechtliche Ausgangspunkt, wonach nicht nur Gesetzesänderungen, sondern auch Änderungen einer gefestigten höchstrichterlichen Rechtsprechung zu Störungen vertraglicher Dauerschuldverhältnisse führen können, die nach den Grundsätzen über den Wegfall der Geschäftsgrundlage im Wege der Anpassung zu bereinigen sind, in der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs schon lange vor Abschluss der hier verfahrensgegenständlichen Unterhaltsvereinbarung im Jahre 1993 allgemein anerkannt war (vgl. BGHZ 58, 355, 362 f. = NJW 1972, 1577, 1579; Senatsurteil vom 26. Januar 1983 - IVb ZR 344/81 - FamRZ 1983, 569, 573; vgl. auch Johannsen/Henrich/Brudermüller Eherecht 2. Aufl. [1992] § 323 ZPO Rn. 66; Wendl/Staudigl Das Unterhaltsrecht in der familienrichterlichen Praxis 2. Aufl. [1990] S. 1007 f.; Graba NJW 1988, 2343, 2347).
BGH, URTEIL vom 3.7.2012, Az. XII ZR 97/10 Die Zulässigkeit der Abänderungsklage ergibt sich aus § 323 ZPO aF, ohne dass es eines Rückgriffs auf die insoweit nur klarstellende Regelung in § 36 Nr. 1 EGZPO bedarf (vgl. Senatsurteil BGHZ 183, 197 = FamRZ 2010, 111 Rn. 16).
BGH, URTEIL vom 3.4.2012, Az. XII ZR 147/10 Die Zulässigkeit der Abänderungsklage ergibt sich bereits aus § 323 ZPO aF, ohne dass es eines Rückgriffs auf die insoweit nur klarstellende Regelung in § 36 Nr. 1 EGZPO bedarf (vgl. Senatsurteil BGHZ 183, 197 = FamRZ2010, 111 Rn. 16).
BGH, URTEIL vom 3.11.2011, Az. XII ZR 159/09 -9- wird der Schluss der mündlichen Verhandlung in der ersten Instanz wieder zu dem maßgebenden Zeitpunkt im Sinne von § 323 Abs. 2 ZPO (Senatsurteil BGHZ 96, 205, 211 = FamRZ 1986, 43, 44; aA OLG Zweibrücken FamRZ 1989, 304 unter unzutreffender Berufung auf das Senatsurteil vom 27. Januar 1988 - IVb ZR 14/87 - FamRZ 1988, 493).
BGH, URTEIL vom 3.10.2011, Az. XII ZR 47/10 Die Abänderung des Prozessvergleichs richtet sich somit nach § 323 ZPO aF (vgl. nunmehr §§ 238, 239 FamFG - Senatsurteil BGHZ 186, 1 = FamRZ 2010, 1238 Rn. 10).
BGH, URTEIL vom 3.5.2011, Az. XII ZR 157/09 Die Zulässigkeit der Abänderungsklage ergibt sich bereits aus § 323 ZPO aF, ohne dass es eines Rückgriffs auf die insoweit nur klarstellende Regelung in § 36 Nr. 1 EGZPO bedarf (vgl. Senatsurteil BGHZ 183, 197 = FamRZ2010, 111 Rn. 16).
BGH, URTEIL vom 3.4.2010, Az. XII ZR 143/08 12	a) Die Präklusionsvorschrift des § 323 Abs. 2 ZPO a.F. findet nach ständiger Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs auf Vergleiche keine Anwendung (BGHZ 85, 64, 73 = FamRZ 1983, 22, 24; Senatsurteil vom 23. November 1994 -XIIZR 168/93- FamRZ 1995, 221, 223).
BGH, URTEIL vom 3.4.2010, Az. XII ZR 98/08 13	2. Für die Frage der Zulässigkeit einer Abänderungsklage kommt es nach § 323 ZPO a.F. darauf an, welche tatsächlichen oder rechtlichen Verhältnisse der Entscheidung zugrunde liegen und ob insoweit eine wesentliche Veränderung vorgetragen ist (Senatsurteil BGHZ 98, 353, 355 = FamRZ 1987, 259, 261; vgl. jetzt § 323 Abs. 1 Satz 2 ZPO).
BGH, URTEIL vom 3.4.2010, Az. XII ZR 98/08 Nur eine Abänderung der tatsächlichen Verhältnisse könne eine Abänderung des Versäumnisurteils unter Wahrung seiner Grundlagen nach § 323 Abs.4 ZPO recht-fertigen und dabei zugleich die Rechtskraft der abzuändernden Entscheidung wahren (OLG Frankfurt FamRZ 1995, 735; OLG Hamm FamRZ 1990, 772, 773; OLG Oldenburg FamRZ 1990, 188; OLG Hamm 1984, 1123, 1125; OLG Karlsruhe FamRZ 1983, 624, 625; Spangenberg DAVorm 1984, 797, 798; Johann-sen/Henrich/Brudermüller aaO § 238 FamFG Rdn. 99; differenzierend Graba Die Abänderung von Unterhaltstiteln bei fingierten Verhältnissen FamRZ 2002, 6, 8 f.).
LAG Köln, Urteil vom 5.0.2010, Az. 10 Sa 1147/09 454) Die Beklagte hat selber auf den Maßstab des § 323 Abs. 1 ZPO hingewiesen, innerhalb dessen bei der Verurteilung zukünftig fällig werdender wiederkehrender Leistungen unter Berücksichtigung der Einzelfallumstände eine wesentliche Änderung bei Abweichungen von mehr als 10 % in Betracht kommen (vgl. BGH, Urteil vom 23.04.1986 – IV b ZR 30/85, in NJW 1986, Seite 2054 ff.).
BGH, BESCHLUSS vom 3.11.2009, Az. XII ZB 207/08 19	Denn wenn der Unterhaltsschuldner mit einem außergerichtlichen Titel lediglich einen Sockelbetrag als Teilunterhalt anerkannt hat, ist der restliche Unterhalt nicht im Wege der Abänderungsklage nach § 323 ZPO, sondern mit der Leistungsklage nach § 258 ZPO geltend zu machen (Senatsurteile BGHZ 172, 22 = FamRZ 2007, 983; vom 3. November 2004 - XII ZR 120/02 - FamRZ 2005, 101 und vom 7. November 1990 -XII ZR 9/90- FamRZ 1991, 320).
BGH, URTEIL vom 5.2.2008, Az. V ZR 16/07 Denn diese richten sich nicht gegen die Vollstreckbarkeit des Ersturteils, sondern auf dessen Anpassung an die nach Auffassung der Klägerin veränderten Verhältnisse (vgl. zu dieser Unterscheidung BGHZ 163, 187, 189), und sie beschränken die erstrebte Abänderung - wie in § 323 Abs.3 Satz 1 ZPO vorgesehen - auf die Zeit nach Erhebung der Klage.
BGH, URTEIL vom 5.2.2008, Az. V ZR 16/07 Es folgt jedoch einer in Rechtsprechung und Literatur verbreiteten Auffassung, nach der in entsprechender Anwendung von § 323 ZPO auch die Abänderung rechtskräftiger Unterlassungstitel möglich sein soll (OLG Koblenz GRUR 1988, 478, 480; LG Kleve NJW-RR 1996, 206, 207; Baumbach/Lauterbach/Albers/Hartmann, ZPO, 66. Aufl., § 323 Rdn. 79; Thomas/Putzo/Hüßtege, ZPO, 28. Aufl., § 323 Rdn. 14; Gaul, WRP 1988, 215, 224; Grosch, Rechtswandel und Rechtskraft bei Unterlassungsurteilen, 363 ff.; Lambsdorff, Handbuch des Wettbewerbsverfahrensrechts, Rdn. 143d, 143g, 143h; Meckel, Die Beständigkeit einer wettbewerbsrechtlichen Unterlassungsverpflichtung bei Änderung der rechtlichen oder tatsächlichen Verhältnisse, 25 ff; Oetker, ZZP 115, 3, 10 ff.; Völp, GRUR 1984, 486, 488 f.).
BGH, URTEIL vom 5.2.2008, Az. V ZR 16/07 Aus diesem Grund durchbricht § 323 ZPO die Rechtskraft (BGHZ 82, aaO) und gewährt - einem Gebot der Billigkeit folgend - beiden Par-
BGH, URTEIL vom 5.2.2008, Az. V ZR 16/07 schlusswirkung der §§11 LuftVG, 14 BImSchG nicht nur privatrechtliche Ansprüche auf Einstellung des genehmigten Betriebs, sondern auch andere Ansprüche zur Abwehr benachteiligender Einwirkungen erfasst, steht daher die -	insoweit auch nach § 323 ZPO zu beachtende (vgl. dazu nur BGH, Urt. v. 21. Februar 2001, XII ZR 276/98, NJW-RR 2001, 937 f.) - Rechtskraft des Ersturteils entgegen.
BGH, BESCHLUSS vom 5.10.2004, Az. IXa ZB 57/04 Dasselbe gilt für die verfassungskonforme Auslegung einer Rechtsvorschrift durch das Bundesverfassungsgericht, weil dies mit einer Gesetzesänderung vergleichbar ist (vgl. BGH, Urt. v. 12. Juli 1990 - XII ZR 85/89, NJW 1990, 3020, 3022 zu § 323 ZPO).
BGH, URTEIL vom 3.10.2004, Az. XII ZR 120/02 Das Berufungsgericht, dessen Entscheidung in FamRZ 2002, 1574 veröffentlicht ist, hat die Revision wegen der Rechtsfrage zugelassen, ob die Abänderung eines Unterhaltsurteils nach § 323 ZPO trotz gleich gebliebener Einkommensverhältnisse allein wegen der geänderten Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs zur Bemessung der ehelichen Lebensverhältnisse in einer Hausfrauenehe (vgl. Senatsurteil vom 13. Juni 2001 -XII ZR 343/99- BGHZ 148, 105 = FamRZ 2001, 986) zulässig ist.
BGH, URTEIL vom 3.5.2004, Az. XII ZR 308/01 Die Entscheidung über eine Unterhaltsbegrenzung kann dann wegen § 323 Abs. 2 ZPO grundsätzlich nicht im Rahmen einer Abänderungsklage nachgeholt werden (BGH, Urteil vom 5. Juli 2000 - XII ZR 104/98 - FamRZ 2001,905).
BGH, URTEIL vom 4.10.1998, Az. IX ZR 116/97 Die zeitliche Schranke des § 323 Abs.3 ZPO, wonach ein Urteil nur für die Zeit nach Erhebung der Klage abgeändert werden darf, findet auf Unterhaltsvergleiche keine Anwendung (ständige Rechtsprechung seit BGHZ 85, 64).
BGH, URTEIL vom 3.9.1997, Az. XII ZR 49/96 An dieser Rechtsprechung hat er später gegenüber kritischen Stimmen im Schrifttum festgehalten (vgl. BGHZ 103, 393); zwischenzeitlich entspricht sie herrschender Auffassung (vgl. Kommentare zu § 323 ZPO von Stein/Jonas/Leipold 20. Aufl. Rdn. 47; MünchKomm/Gottwald Rdn. 35; Zöller/Vollkommer 20. Aufl. Rdn. 34; Baumbach/Lauterbach/Hartmann 54. Aufl. Rdn. 49; Thomas/Putzo 20. Aufl. Rdn. 24; ferner Griesche in FamGB § 323 ZPO Rdn. 55; Johannsen/Henrich/Brudermüller Eherecht
BGH, URTEIL vom 3.9.1997, Az. XII ZR 49/96 In diesem erweiterten Anwendungsbereich des § 323 ZPO (vgl. dazu BGHZ 34, 110, 116) kann die Präklusionsvorschrift des Abs. 2 nicht uneingeschränkt angewendet werden (vgl. Senatsurteil BGHZ 98, 353, 357 f. mit weiteren Beispielen aus der Senatsrechtsprechung).
BGH, Urteil vom 3.5.1994, Az. XII ZR 128/93 Mit ähnlichen auf § 323 ZPO gestützten Erwägungen erfährt der dargelegte Grundsatz eine Ausnahme in anderen Streitfällen, in denen im Vorprozeß wiederkehrende Leistungen im Sinne des § 258 ZPO auch für die Zukunft geltend gemacht worden sind (vgl. dazu BGH, Urteil vom 10. Juli 1986 - IX ZR 138/85 - NJW 86, 3142 m.w.N.).
BGH, Urteil vom 3.2.1994, Az. XII ZR 215/92 aa) Die Unterhaltsbemessung im Abänderungsverfahren bestimmt sich, wenn es sich bei dem abzuändernden Titel, wie hier, um einen Prozeßvergleich handelt, nach ständiger Rechtsprechung nicht nach § 323 Abs. 1 ZPO, sondern nach den aus § 242 BGB abgeleiteten Grundsätzen über die Veränderung oder den Wegfall der Geschäftsgrundlage (BGHZ-GS-85, 64, 73; Senatsurteil vom 23. April 1986 - IVb ZR 30/85 = FamRZ 1986, 790).
BGH, URTEIL vom 3.10.1990, Az. XXI ZR 9/90 Da vor einer Titulierung des gesamten Unterhaltsanspruchs für eine Abänderungsklage kein Raum ist, kann der Unterhaltsgläubiger nach einem solchen Erkenntnis auch dann eine nicht an die Voraussetzungen des § 323 ZPO gebundene Nachforderungsklage erheben, wenn er mehr will als die Summe des nicht titulierten Sockelbetrages und des bereits titulierten Spitzenbetrages (BGHZ aaO S. 337).
BGH, URTEIL vom 3.4.1990, Az. XII ZR 57/89 Wie der Senat entschieden hat, können Umstände, die gegenüber fälligen Unterhaltsansprüchen eine Einwendung im Sinne von § 767 ZPO begründen, für Zeiträume ab Rechtshängigkeit (auch) eine Abänderung gemäß § 323 ZPO begründen (vgl. Senatsurteil vom 19. Oktober 1988 - IVb ZR 97/87 - BGHR ZPO § 323 Abs.1, Abänderungsgrund 1 =
BGH, Urteil vom 3.3.1990, Az. IVb ZA 2/89 Dem Schuldner, der eine Herabsetzung der einseitig versprochenen Leistungen begehrt, steht nach § 323 Abs.4 ZPO die Abänderungsklage zur Verfügung, ohne daß er an die Beschränkungen des § 323 Abs. 2 und 3 ZPO gebunden ist (vgl. BGHZ GSZ 85, 64, 73 ff; Senatsurteile vom 27. Juni 1984 - IVb ZR 21/83 - NJW 1985, 64 = FamRZ 1984, 997, vom 23. November 1988 - IVb ZR 20/88 -FamRZ 1989, 172, 173).
BGH, URTEIL vom 3.1.1990, Az. XII ZR 51/89 Der Unterhaltsberechtigte kann den durch Wiederheirat des Unterhaltspflichtigen eintretenden steuerlichen Splittingvorteil unter den Voraussetzungen des § 323 ZPO zur Geltung bringen (Senatsurteil vom 11. Mai 1988 - IVb ZR 42/87 - BGHR BGB S 1578 Abs. 1 Satz 1 Unterhaltsbemessung 13 = FamRZ 1988, 817, 818).
BGH, Urteil vom 3.1.1989, Az. IVb ZR 41/88 Der verschiedentlich vertretenen Auffassung, daß die Zeit nach Erhebung der Klage i.S. von § 323 Abs.3 ZPO von dem auf die Zustellung folgenden nächsten Fälligkeitstag an zu rechnen sei (vgl. OLG Stuttgart FamRZ 1980, 393, 394; Baumbach/Lauterbach/Hartmann ZPO 48. Aufl. § 323 An. 4 B; Stein/Jonas/Leipold ZPO 20. Aufl. § 323 Rdn. 37), vermag sich der Senat nicht anzuschließen.
BGH, Urteil vom 3.10.1988, Az. IVb ZR 20/88 Dem Schuldner, der eine Herabsetzung der einseitig versprochenen Leistungen begehrt, steht gemäß § 323 Abs.4 ZPO die Abänderungsklage zur Verfügung, ohne daß er an die Beschränkungen des § 323 Abs. 2 und 3 ZPO gebunden ist (vgl. BGHZ GSZ 85, 64, 73 ff).
BGH, Urteil vom 3.4.1988, Az. IVb ZR 63/88 Zwar steht seiner Geltendmachung im vorliegenden Abänderungsverfahren nicht § 323 Abs. 2 ZPO entgegen, weil diese Bestimmung nicht für die Verteidigung gegen ein Abänderungsbegehren des anderen Ehegatten gilt (vgl. Senatsurteil BGHZ 98, 353, 360).
BGH, Urteil vom 0.6.1987, Az. XII ZR 170/90 Denn eine Abänderung gemäß § 323 ZPO kann erst dann verlangt werden, wenn eine Änderung der Verhältnisse bereits eingetreten und nicht nur voraussehbar ist (Senatsurteile BGHZ 80, 389, 397 und vom 27. Januar 1988 aaO).
BGH, Urteil vom 0.6.1987, Az. XII ZR 170/90 Bei einem weiteren Abänderungsverfahren wäre das Gericht nach § 323 ZPO ohnehin an die Beurteilung gebunden, daß Leistungen nach dem KLG auf den Unterhaltsbedarf der Ehefrau anzurechnen sind (vgl. oben I 2).
BGH, URTEIL vom 3.0.1987, Az. IVb ZR 12/86 Es kann offen bleiben, ob die Klägerin damit in zulässiger Weise ein Abänderungsbegehren auf Gründe gestüzt hat, die erst nach dem Schluß der mündlichen Verhandlung im Vorprozeß entstanden sind (§ 323 Abs. 2 ZPO), oder ob der Vortrag nur eine bereits früher vorhandene Tatsache betraf, die im Vorprozeß nicht geltend gemacht und daher nicht bewertet worden war (dazu vgl. Senatsurteil vom 15. Oktober 1986 - IVb ZR 78/85 - zur Veröffentlichung in BGHZ vorgesehen).
BGH, URTEIL vom 3.11.1986, Az. IVb ZR 80/85 Die Abänderungsklage (§ 323 ZPO), die sich nicht immer eindeutig von der Vollstreckungsabwehrklage abgrenzen läßt (vgl. BGHZ 70, 151, 156), halten hingegen auch Vertreter dieser Meinung für schieds-fähig (vgl. Schwab aaO S. 154, 169; Schütze/Tscherning/Wais aaO Rdn. 45; Baumbach/Lauterbach/Albers aaO § 1025 An. 3 C); dies ist im vorliegenden Fall zweimal unbeanstandet praktiziert worden.
BGH, URTEIL vom 3.9.1986, Az. IVb ZR 78/85 19 im Vorprozeß voll obsiegende Kläger einen durch die Veränderung der Verhältnisse bedingten höheren Rentenbetrag nur unter den Voraussetzungen des § 323 ZPO verlangen (vgl. etwa Senatsurteile BGHZ 82, 246, 252 sowie vom 3. April 1985 - IVb ZR 19/84 - FamRZ 1985, 690).
BGH, Urteil vom 4.6.1986, Az. IX ZR 138/85 Dieser Anspruchsgrund bleibt - insoweit über die sonst geltenden gesetzlichen Grenzen der Rechtskraft hinaus - auch für die Klage aus § 323 ZPO verbindlich festgestellt (BGHZ 34, 110, 117).
BGH, Urteil vom 3.4.1986, Az. IVb ZR 49/85 Für eine erweiternde Auslegung der Vorschrift hat er weder bei einer Feststellungsklage gegen Unterhaltspflichten aufgrund einer einstweiligen Anordnung (BGHZ 93, 183 ff.) noch bei einer Unterhaltsabänderungski age gemäß § 323 ZPO (Senatsurteil vom 7. Mai 1986 - IVb ZR 49/85 - FamRZ 1986, 793) Raum gesehen, weil
BGH, URTEIL vom 3.1.1986, Az. IVb ZR 71/84 Für eine solche Situation hat der Senat in dem Urteil ausdrücklich hervorgehoben, daß hier die prozessuale Zeitschranke des § 323 Abs.3 ZPO - auch im Hinblick auf die materiellrechtliche Beurteilung -zu beachten und eine 'Anpassung' des rechtskräftig titulierten Unterhaltsanspruchs an die veränderten Verhältnisse nur unter den Voraussetzungen und im Rahmen der Abänderungsklage möglich ist (BGHZ 83, 278, 281 f).
BGH, URTEIL vom 3.0.1986, Az. IVb ZR 3/85 Bei einem Urteil auf Zahlung einer Unterhaltsrente, dessen Rechtskraft auch den Ausspruch auf die erst künftig fällig werdenden Unterhaltsleistungen - auf der Grundlage einer Prognose der zukünftigen Entwicklung - ergreift, rechtfertigt die Geltendmachung einer von jener Prognose abweichenden tatsächlichen Entwicklung der Verhältnisse die Durchbrechung der Rechtskraft mit Hilfe des § 323 ZPO und führt damit zur Zulässigkeit der Abänderungsklage (Senatsurteil BGHZ 82, 246, 250, 251) .
BGH, Urteil vom 3.0.1985, Az. IVb ZR 67/83 Für eine Anpassung nach § 323 ZPO ist dann kein Raum, entgegen der vom Oberlandesgericht beiläufig geäußerten Auffassung auch nicht, wenn der Unterhaltsgläubiger mehr Unterhalt will als die Summe des nicht titulierten Sockelbetrags und des Spitzenbetrags (a.A. offenbar auch OLG Schleswig Schl HA 1981, 67 -LS).
BGH, URTEIL vom 3.9.1984, Az. IVb ZR 43/83 Wie der Große Senat für Zivilsachen des Bundesgerichtshofs entschieden hat (BGHZ 85, 64), kann ein Prozeßvergleich über künftig fällig werdende wiederkehrende Leistungen auf eine Abänderungsklage nach § 323 ZPO grundsätzlich auch für die Zeit bis zur Erhebung der Klage abgeändert werden.
BGH, URTEIL vom 3.9.1984, Az. IVb ZR 35/83 Die Geltendmachung veränderter Umstände richtete sich sodann gegebenenfalls nicht nach § 323 ZPO, sondern nach den allgemeinen Grundsätzen des materiellen Rechts (vgl. auch BGHZ - GSZ - 85, 64, 69 ff).
BGH, URTEIL vom 3.9.1984, Az. IVb ZR 12/83 Abgesehen davon, daß es sich vorliegend um einen Prozeßvergleich, mithin um einen Unterhaltstitel handelt, bei dem sich Voraussetzungen und Umfang einer Abänderung allein nach materiellem Recht und nicht nach § 323 Abs. 1 ZPO richten (vgl. BGHZ GSZ 85, 64, 73), kann es bei der Frage, ob Änderungen der maßgebenden Verhältnisse als wesentlich anzusehen sind, nicht auf das Ausmaß der Änderung des einzelnen Umstandes, sondern nur darauf ankommen, ob die für die Unterhaltsverpflichtung als solche und für die Bemessung der Unterhaltsleistung maßgebenden Verhältnisse insgesamt eine wesentliche Änderung erfahren haben.
BGH, URTEIL vom 3.5.1984, Az. IVb ZR 21/83 Zivilsenats des Bundesgerichtshofs gebilligt, daß § 323 Abs.4 ZPO die materiell-rechtliche Lage unberührt lasse, so daß die Abänderbarkeit eines gerichtlichen Vergleichs materiell-rechtlich, d.h. nach den Grundsätzen des Fehlens oder Wegfalls der Geschäftsgrundlage, zu beurteilen sei und insoweit der Zeitpunkt der Klageerhebung keine Rolle spiele; die Bedeutung des § 323 Abs.4 ZPO erschöpfe sich in der Klarstellung, daß die Eigenschaft als gerichtlicher Vergleich der Abänderung auf Abänderungsklage nicht entgegenstehe (aaO S. 67, 69 f., 72 f. sowie BGH Urteil vom 9. Juli 1963 - VI ZR 197/62 - NJW 1963, 2076, 2078 f.; s. auch BGH Urteil vom 5. Oktober 1978 - II ZR 53/77 - WM 1978, 1402 sowie BSG MDR 1972, 1065).
BGH, URTEIL vom 3.5.1984, Az. IVb ZR 21/83 Rechtslage ausgerichteten - Ergebnis führt auch die prozeßrechtlIche Erwägung, daß § 323 Abs. 2 ZPO seine innere Rechtfertigung - wenn nicht allein, so doch nicht zuletzt - darin findet, die Durchbrechung der Rechtskraft, mit der die Abänderung eines Urteils in der Masse der Fälle verbunden ist, in Grenzen zu halten (so auch - allgemein für § 323 ZPO - BGH Urteil vom 9. Juli 1963 aaO S. 2078 f.; vgl. auch Finger aaO S. 352).
BGH, URTEIL vom 3.5.1984, Az. IVb ZR 21/83 Auch diese Gesichtspunkte können bei gerichtlichen Vergleichen, bei denen das Gericht lediglich die rechtsgeschäftlichen Erklärungen der Parteien beurkundet, und - erst recht - bei notariellen oder behördlichen Urkunden keine Geltung beanspruchen (s. insoweit - zu § 323 Abs.3 ZPO - BGHZ - GSZ - 85, 68 f.).
BGH, URTEIL vom 3.5.1984, Az. IVb ZR 21/83 Dann aber kann, wie gleichfalls bereits der Große Senat (aaO S. 74; zu dem nämlichen Gedankengang s. auch Wieczorek aaO § 323 An. G II und G II a 2) ausgeführt hat, bei Klagen auf Abänderung eines gerichtlichen Vergleichs auch § 323 Abs. 2 ZPO keine Anwendung finden, da diese Vorschrift dem § 767 Abs. 2 ZPO entspricht und Abänderungs- und Voll Streckungsgegenklage sich zwar nicht in ihrem Anwendungsbereich decken, jedoch verwandten Zwecken dienen und in der Praxis nur schwer voneinander abgrenzbar sind (s. insoweit auch BGH Urteil vom 14. März 1979 - IV ZR 80/78 -FamRZ 1979, 573, 575; vgl. ferner Grunsky aaO S. 265, der - bei sonst ablehnender Einstellung zu den Ausführungen des Großen Senats - meint, es spreche einiges dafür, daß die bei einem Prozeßvergleich allgemein vertretene Einschränkung von § 767 Abs. 2 ZPO auch auf § 323 Abs. 2 ZPO 'durchschlägt').
BGH, Urteil vom 6.5.1984, Az. IVb ZR 21/83 Das war ihm im Zeitpunkt der Schlußverhandlung vor dem Amtsgericht aber schon deswegen nicht möglich, weil eine Abänderung gemäß § 323 ZPO nach allgemeinen Grundsätzen erst verlangt werden kann, wenn die in Frage stehende Änderung der Verhältnisse bereits eingetreten und nicht nur voraussehbar ist (vgl. Senatsurteil BGHZ 80, 389, 397).
BGH, URTEIL vom 3.4.1984, Az. IVb ZR 74/82 18 rufungsinstanz mit seinem Anspruch teilweise abgewiesen worden ist und diese Abweisung durch das Unterlassen einer Anfechtung rechtskräftig werden läßt, nach einer auf die Revision des Gegners erfolgten Zurückverweisung der Sache wegen einer zwischenzeitlichen wesentlichen Veränderung der für die Verurteilung maßgeblichen Verhältnisse gemäß § 323 ZPO im Wege der Anschlußberufung seinerseits eine Abänderung des Urteils verlangen und eine höhere Unterhaltsrente geltend machen (vgl. BGH, Urteil vom 14. Juli 1954 - VT ZR 64/54 - LM Nr. 4 zu § 323 ZPO).
BGH, URTEIL vom 3.3.1984, Az. IVb ZR 59/82 1.	Hätte die Klägerin in dem dritten Vorprozeß nur einen Teil ihres Unterhaltsanspruchs geltend gemacht, so könnte ihr jetziges Verlangen nach erhöhtem Unterhalt allerdings gegenüber dem in jenem Rechtsstreit ergangenen Urteil vom 30. Januar 1980 als eine Nachforderung anzusehen sein, deren Zulässigkeit insoweit nicht an die Voraussetzungen des § 323 ZPO gebunden wäre (vgl. BGHZ 3^, 110, 118 f. = LM ZPO § 323 Nr. 8 mit An. Johannsen; Stein/Jonas/Schumann/ Leipold ZPO 19. Aufl. § 323 An. I 2; Wieczorek ZPO 2. Aufl. § 323 An. A IV; Zöller/Vollkommer ZPO 13. Aufl. § 323 An. II A b).
BGH, URTEIL vom 3.0.1984, Az. iVb ZR 10/82 Die Klägerinnen konnten - wie im vorliegenden Verfahren geschehen -erst nach Eintritt der Voraussetzungen des § 323 ZPO eine Korrektur der früheren Entscheidung begehren (vgl. BGHZ 34, 110 mit An. Johannsen bei LM ZPO § 323 Nr. 8).
BGH, URTEIL vom 3.5.1983, Az. IVb ZR 386/81 Nach anderer Meinung, die insbesondere im Verhältnis zur DDR herrschend ist, ist die Abänderbarkeit stets an § 323 ZPO als der lex fori zu messen (s. etwa Matscher ZZP 86 (1973), 404, 408 f.; Stein/Jonas/Schumann/Leipold aaO und § 328 An. II 5; LG Berlin DAVorm.
BGH, URTEIL vom 3.2.1982, Az. IVb ZR 522/80 Das gleiche gilt für die Frage, ob bei einer Abtretung der Forderung aus der Vereinbarung die Passivlegitimation für das Abänderungsverfahren entsprechend den Grundsätzen von der Mutter auf die Beklagten übergegangen sein könnte, nach denen in Fällen des gesetzlichen Forderungsüberganges mit der Forderung auch das materielle Recht auf Abänderung der Vereinbarung sowie die prozessuale Befugnis aus § 323 ZPO zur Geltendmachung des Abänderungsrechts auf den neuen Gläubiger übergehen (vgl. BGH, Urteile vom 9. Juli 1963 - VI ZR 197/62 -NJW 1963, 2o76, 2o78 und vom 28. April 197o - VI ZR 211/68 - MDR 197o, 67o sowie Bötticher MDR 195o, 49o).
BGH, URTEIL vom 3.1.1982, Az. IVb ZR 601/80 b)	Es kann dahingestellt bleiben, ob nach dem Klagevorbringen die Voraussetzungen einer Abänderungsklage gemäß § 323 ZPO erfüllt wären (vgl. dazu BGH, Urteil vom 9. Dezember 1980 - VI ZR 234/77 * VersR 1931, 280 m.w.N.).
BGH, URTEIL vom 3.11.1981, Az. IVb ZR 638/80 Inwieweit das Gericht bei der Entscheidung über den Klageantrag Bindungswirkungen aus früheren Verfahren und Urteilen zu beachten hatte und ob die Rechtsschutzvoraussetzungen des § 323 ZPO Vorlagen, ist in der Revisionsinstanz von Amts wegen zu prüfen, weil es dabei um die für das Verfahren in allen Instanzen maßgebende Grundlegung geht, auf der die Sachprüfung aufbaut und die der Parteidisposition entzogen ist (BGH, Urteil vom 19. September 1967 - VI ZR 166/67 - FamRZ 1967, 663, 667).
BGH, URTEIL vom 3.4.1981, Az. TVh ZR 594/80 Insoweit umfaßt der Unterhaltsanspruch der Klägerin nunmehr auch einen angemessenen Vorsorgebetrag, der von der Unterhaltsregelung in dem Prozeßvergleich nicht erfaßt wurde und daher jedenfalls seit Rechtshängigkeit des Scheidungsantrags eine entsprechende Erhöhung des Gesamtunterhaltsanspruchs rechtfertigen könnte, sofern die weiteren Voraussetzungen des § 323 ZPO erfüllt wären (vgl. BGHZ 34, 110, 114 ff).
BGH, URTEIL vom 3.4.1981, Az. TVh ZR 594/80 In beiden Fällen führt die Berücksichtigung des Vorsorgeunterhalts im Rahmen der von dem Beklagten geschuldeten Gesamtunterhaltsrente für den hier streitigen Zeitraum zu einer so geringen Erhöhung des Unterhaltsanspruchs der Klägerin, daß die hierin zu dem Ausdruck kommende Veränderung der zugrundeliegenden Verhältnisse gegenüber dem Zustand bei Abschluß des Prozeßvergleichs nicht die Voraussetzungen einer 'wesentlichen' Änderung nach § 323 Abs. 1 ZPO erfüllt (vgl. BGHZ 34, 110, 118).
BGH, Urteil vom 3.0.1980, Az. IV ZR 2/78 Auch im umgekehrten Fall der Erhöhung des Unterhaltsanspruchs infolge einer Veränderung der Verhältnisse ist der Sozialhilfeträger im Rahmen seiner Leistungen für eine Klage nach § 323 ZPO aktivlegitimiert (vgl. dazu OLG Zweibrük-ken FamRZ 1986, 190).
BGH, URTEIL vom 3.0.1980, Az. IV ZR 115/78 Sie führen dazu, daß eine Verurteilung zu höheren Unterhaltsleistungen nur im Wege der Abänderung der Vereinbarungen - nicht nach § 323 ZPO, sondern allein nach materiell-rechtlichen Grundsätzen - möglich ist (vgl. BGH FamRZ I960, 60).
BGH, URTEIL vom 3.4.1979, Az. IV ZR 57/78 So kann es nicht überzeugen, daß, wie es vertreten wird (vgl. Hardeland JW 1925, 735, 736, und ihm folgend Maier FamRZ I960, 127, 128; LG Bonn FamRZ 1964, 316, 317), der Wortlaut des § 323 Abs. 1 ZPO, wonach jeder Teil beim Vorliegen der materiellen Voraussetzungen eine 'entsprechende Änderung” verlangen kann, sich nicht auf das Maß der Abänderung, sondern lediglich auf die Parteirolle beziehen soll.
BGH, URTEIL vom 3.2.1979, Az. IV ZR 80/78 In der hilfsweisen Einführung des Anspruchs nach § 323 ZPO lag eine Klageänderung (RG SeuffA 77, 246; BGHZ 1, 65, 70; BGH LM BGB § 242'ßij Nr. 7; Rosenberg, Lehrbuch 9. Aufl. § 93 I 2 b; derselbe ZZP 1953, 401; im Ergebnis ebenso Rosenberg/Schwab, Zivilprozeßrecht, 11. Aufl. § 100 I 2 b; Baumbach/Lauterbach/Albers/Hartmann, 37. Aufl. § 263 An. 2 A; BGH NJW 1970, 44).
BGH, BESCHLUSS vom 3.2.1979, Az. iv zb 162/78 An dem Charakter als Familiensache ändert sich nichts, auch wenn die gesetzliche Unterhaltspflicht - wie hier - in einem gerichtlichen Vergleich geregelt wurde (BGHZ 24, 269, 276; 31, 210, 218; vgl. zur Abgrenzung BGH NJW 1978, 1924 = FamRZ 1978, 674) und wenn dessen Abänderung gemäß § 323 ZPO begehrt wird (Senatsbeschluß vom 25. Oktober 1978 - IV ZB 65/78 -), weil in beiden Fällen die gesetzlichen Unterhaltsansprüche unmittelbar im Streit sind.
BGH, URTEIL vom 3.10.1978, Az. IV ZR 8/78 Die Schranke des § 323 Abs.3 ZPO greift insoweit nicht ein (BGH NJW 1963, 2076).
BGH, URTEIL vom 2.9.1978, Az. VI ZR 213/77 Dieses Ergebnis entspricht auch der zu § 323 ZPO für Rentenurteile (oder vergleichbare Schuldtitel) ergangenen Rechtsprechung (s. BGHZ 34, 110, 119).
BGH, URTEIL vom 4.9.1978, Az. II ZR 53/77 Denn ob eine Partei gemäß § 323 Abs.4 ZPO die Änderung eines gerichtlichen Vergleichs verlangen kann, beurteilt sich allein nach den Grundsätzen des sachlichen Rechts, wie sie namentlich in der Lehre von der Geschäftsgrundlage herausgebildet worden sind (BGH, Urt. v. 9. 7. 63 -VI ZR 197/62, LM RVO § 1542 Nr. 42).
BGH, URTEIL vom 2.11.1975, Az. VI ZR 180/73 Damit ist nicht zu prüfen, ob gegen den genannten Ausspruch auch Bedenken prozessualer Art, etwa im Zusammenhang mit § 323 ZPO (vgl. dazu auch BGHZ 34, 110, 119), bestehen könnten.
BGH, URTEIL vom 4.11.1975, Az. ix zr 160/71 Ähnlich wie im Falle der Abänderungsklage nach § 323 ZPO (vgl.: Baumbach-Lauterbach, ZPO, 33. Aufl, § 323 An. 3 B; Stein-Jonas-Schumann-Leipold, ZPO, 19. Aufl., § 323 An. V 2; BGHZ 34, 110, 117) bleibt deshalb für das Abänderungsverfahren nach §§ 35, 206 BEG der Grund des Anspruchs regelmäßig bindend festgestellt.
BGH, URTEIL vom 4.0.1968, Az. II ZR 48/66 Verhältnisse nicht entgegensteht (§ 323 Abs.4 ZPO;; ob die Änderung verlangt werden kann, beurteilt sich nach den Grundsätzen des sachlichen Rechts, wie sie in der Xehre von der Geschäftsgrundlage herausgebildet worden sind (BGH IM RVO § 154£ Nr. 42 = VersR 1963* 1164 zu 2 c).
BGH, Urteil vom 2.8.1967, Az. VI ZR 166/66 - 11 Kläger eine Forderung auf Erhöhung der Rente wegen veränderter Verhältnisse nicht als Zusatzklage, sondern nur als Abänderungsklage gemäß § 323 ZPO erheben, wobei die Einschränkungen dieser Verfahrensart gelten (BGHZ 34, HO).
BGH, URTEIL vom 3.11.1966, Az. Ib ZR 114/6 Entscheidungsgründe: I.	1. Bas Landgericht hatte die Klage als unzulässig abgewiesen, da sich nach seiner Auffassung die Abänderungo klage (§ 323 ZPO) und die Vollotreckungogegenklage (§ 767 ZPO) gegenseitig ausschließen und im vorliegenden Pall Uber den vom Kläger erhobenen Einwand nur im Wege der Abänderungsklage entschieden werden könne (vgl. LG Barmstadt NJW 1958, 154-0 m.
BGH, URTEIL vom 4.9.1965, Az. III ZR 189/64 Für dio klageweise Durchsetzung eines solchen Begehrens ist die Abänderungsklage des § 323 ZPO der gegebene Weg (vgl. BGHZ 34, 110).
BGH, URTEIL vom 2.2.1960, Az. XII ZR 38/89 Damit macht er - unter Berufung auf den Einfluß der stets wandelbaren wirtschaftlichen Verhältnisse auf die Unterhaltspflicht - einen Abänderungsgrund im Sinne von § 323 ZPO geltend, der auf einen Einbruch in die Rechtskraft der beiden auf zukünftige Leistungen gerichteten Unterhaltstitel hinzielt (vgl. BGHZ 70, 151, 156? Sen.Urt. BGHZ 83, 278, 282).
BGH, Urteil vom 3.9.1954, Az. VI ZR 167/53 Der Schaden kann in einem solchen Falle - gleichgültig, ob es sich um eine erstmalige Feststellung oder um eine Abänderung gemäß § 323 ZPO handelt - nur ermittelt werden, wenn die Stellung des Geschädigten im Erwerbsleben und die hierdurch gegebenen Verdienstmöglichkeiten berück-sich-Eljt werden, wie sie ohne die schädigende Handlung bestanden haben würden (BGHZ 10, 6).
BGH, Urteil vom 3.6.1954, Az. VI ZR 64/54 ZPO $ 323 Ist der Beklagte und Berufungsführer von dem Berufungsgericht zur Zahlung eines Teils der geltend gemachten Unterhaltsrente verurteilt worden, so kann er, wenn das klageabweisende Urteil auf die vom Kläger eingelegte Revision aufgehoben und die Sache an das Berufungsgericht zurückverwiesen worden ist, im Wege der Berufungserweiterung die Herabsetzung der rechtskräftig titulierten Unterhaltsverpflichtung verlangen, soweit die Voraussetzungen des § 323 ZPO vor liegen (im Anschluß an BGH, Urteil vom 14. Juli 1954 - VI ZR 64/54 - LM 5 323 ZPO Nr. 4).
BGH, BESCHLUSS vom 5.4.1954, Az. IV ZB 8/54 Vergleichbare prozeßökonomische Erwägungen liegen einer in Rechtsprechung und Schrifttum vertretenen Auffassung zugrunde, die eine nachträgliche Erweiterung des Rechtsmittels gegen ünterhaltsentscheidungen zuläßt, wenn nach Ablauf der Berufungsbegründungsfrist Umstände eingetreten sind, die eine Abänderungsklage (§ 323 ZPO), rechtfertigen würden (vgl. OLG Hamburg FamRZ 1984, 706; zustimmend Baumbach/Lauterbach/Albers ZPO 44. Aufl. § 519 An. 3 B; vgl. auch Senatsurteil vom 3. April 1985 - IVb ZR 18/84 - FamRZ 1985, 691, 692 in einem besonders gelagerten Fall).
BGH, BESCHLUSS vom 3.11.1931, Az. IVb ZR 657/80 § 323 ZPO gestaltet daher in Bezug auf Urteile nicht lediglich eine materiell-rechtliche Abänderungsmöglichkeit prozessual aus, sondern die Vorschrift schafft insoweit zugleich erst die materielle Grundlage für die Abänderung (BGHZ 34, 110, 115 £.» BGH FamRZ 1979,’ 694, 695).
BGH, BESCHLUSS vom 3.11.1931, Az. IVb ZR 657/80 Die Frage, ob gerichtliche Vergleiche und Verpflichtungserklärungen in vollstreckbaren Urkunden überhaupt und gegebenenfalls unter welchen Voraussetzungen der Abänderung unterliegen, ist danach zwar nach materiellem Recht zu beurteilen (vgl. BGH NJW 1962, 2147» Senatsurteil vom 14. Januar 1981 - IVb ZR 540/80); die prozessuale Geltendmachung eines nach materiellem Recht begründeten Abänderungsbegehrens unterliegt aber den Schranken des § 323 ZPO.
BGH, BESCHLUSS vom 3.11.1931, Az. IVb ZR 657/80 Er mußte dies im übrigen auch nach der bisher herrschenden Rechtsauffassung tun, wenn der Titel des § 323 Abs.4 ZPO bereits einmal durch ein Urteil abgeändert worden war, weil in einem solchen Fall §’ 323 Abs.3 ZPO unmittelbar eingreift (OLG Frankfurt FamRZ 1980, 894; OLG Hamm FamRZ 1980, 1126).

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 § 258
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 § 242
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 § 767
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 § 154
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