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Timestamp: 2019-07-22 09:21:28+00:00

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BSG, 01.07.1998 - B 6 KA 25/97 R - dejure.org
https://dejure.org/1998,2213
BSG, 01.07.1998 - B 6 KA 25/97 R (https://dejure.org/1998,2213)
BSG, Entscheidung vom 01.07.1998 - B 6 KA 25/97 R (https://dejure.org/1998,2213)
BSG, Entscheidung vom 01. Juli 1998 - B 6 KA 25/97 R (https://dejure.org/1998,2213)
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Vertragsarzt - fachgebietsübergreifende Gemeinschaftspraxis - Aufgliederung in haus- und fachärztliche Versorgung - Verfassungsmäßigkeit
Antrag eines Arztes für Innere Medizin ohne Teilgebietsbezeichnung auf gleichzeitige Teilnahme an der haus- und fachärztlichen Versorgung - Gemeinschaftspraxis eines Internisten mit einem Allgemeinarzt - Auslegung des § 73 Abs. 1a Fünftes Sozialgesetzbuch (SGB V) hinsichtlich des betroffenen Personenkreises - Verfassungsmäßigkeit der Regelungen des § 73 Abs. 1a Fünftes Sozialgesetzbuch (SGB V) im Hinblick auf die Berufsfreiheit und auf den Gleichheitssatz - Rechtfertigung nicht-statusrelevanter Berufsausübungsregelungen
Anwendung von § 73 Abs. 1a SGB V auf fachgebietsübergreifende Gemeinschaftspraxis eines Internisten
Ein Eingriff in den Status ist nach der Rechtsprechung des erkennenden Senats nur dann gegeben, wenn Regelungen den Vertragsarzt von der Erbringung bzw Abrechenbarkeit solcher Leistungen ausschließen, die für sein Fachgebiet wesentlich sind (vgl zuletzt Urteil vom 18. März 1998 - BSGE 82, 55, 59 = SozR 3-2500 § 135 Nr. 9 und - zusammenfassend - Urteile vom 1. Juli 1998 - B 6 KA 25/97 R und B 6 KA 27/97 R).
Damit wird die Stärkung der Funktion des Hausarztes angestrebt (vgl hierzu grundlegend BSGE 80, 256, 262 bis 264 = SozR 3-2500 § 73 Nr. 1 S 7 bis 10 und zuletzt Senatsurteile vom 1. Juli 1998 - B 6 KA 25/97 R und 27/97 R -).
Das Weiterbildungserfordernis stellt entgegen der Ansicht des Klägers eine verfassungsgemäße Beschränkung der beruflichen Betätigungsfreiheit dar (vgl dazu zuletzt Senatsurteile vom 1. Juli 1998 - B 6 KA 25/97 R und 27/97 R - ).
Die Regelung des § 73 Abs. 1a SGB V sei, wie das Bundessozialgericht bereits wiederholt ausgeführt habe, zwar eine Beschränkung der Berufsausübungsfreiheit im Sinne des Art. 12 Abs. 1 Satz 2 GG, als solche jedoch mit der Verfassung vereinbar (Hinweis auf BSG, Urteil vom 1. Juli 1998 - B 6 KA 25/97 R und vom 18. Juni 1997 - 6 RKa 13/97 - bestätigt durch Beschluss des BVerfG vom 17. Juni 1999 - 1 BvR 2507/97 - sowie unter Hinweis auf weitere Rechtsprechung des BSG).
Diese Regelung ist, wie auch das BSG mehrfach entschieden hat, mit dem Grundgesetz vereinbar (BSG, Urt. Vom 18. Juni 1997 - 6 RKa 13/97 - und - 6RKa 58/96 sowie vom 1. Juli 1998 - B 6 KA 25/97 -) Bei der konkreten Ausgestaltung der Regelungen zur gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) muss dem parlamentarischen Gesetzgeber ein weiter Gestaltungsspielraum zugestanden werden.
Einen solchen Eingriff in den Status, der nach der Rechtsprechung des Bundessozialgerichtes nur dann gegeben ist, wenn Regelungen den Vertragsarzt von der Erbringung bzw. Abrechenbarkeit solcher Leistungen ausschließen, die für sein Fachgebiet wesentlich sind (…vgl. auch BSG in SozR 3-2500 § 135 Nr. 9 und Urteile vom 1. Juli 1998, Az.: B 6 KA 25/97 R und B 6 KA 27/97 R), hat das Bundessozialgericht (…vgl. SozR 3-2500 § 72 Nr. 8) jedenfalls bei den Kinderärzten verneint, da es sich bei den Leistungen des Abschnittes G II EBM nicht um für das Fachgebiet der Kinderärzte wesentliche oder es prägende Leistungen handelt.
Das Bundessozialgericht hat zuletzt mit Urteil vom 1. Juli 1998 (Az.: B 6 Ka 25/97.R = Arztrecht 1999, 107 bis 109) diese Rechtsprechung bestätigt, nach der eine gleichzeitige Teilnahme an der haus- und fachärztlichen Versorgung nicht möglich ist.
Es besteht deshalb kein Anlass, von der gefestigten Rechtsprechung des Bundessozialgerichtes (Urteile vom 18. Juni 1997, Az.: 6 RKa 58/96, 6 RKa 63/96 und 6 RKa 13/97; vom 17. September 1997, 6 RKa 90/96, 6 RKa 91/96 und 6 RKa 92/96 sowie vom 1. Juli 1998, B 6 KA 27/97 R und B 6 KA 25/97 R) abzuweichen.
Ein Eingriff in den Status ist nach der Rechtspre-chung des BSG nur dann gegeben, wenn die Regelungen den Vertragsarzt von der Erbrin-gung bzw. Abrechenbarkeit solcher Leistungen ausschließen, die für sein Fachgebiet we-sentlich sind (BSG, Urteil vom 01.07.1998 - B 6 KA 25/97 R und B 6 KA 27/97 R = USK 98166;… Urteil vom 20.01.1999 - B 6 KA 23/98 R = SozR 3-2500 § 72 Nr. 8;… Urteil vom 06.09.2000 - B 6 KA 36/99 R = SozR 3-2500 § 135 Nr. 15).
Das gilt auch für solche Internisten, die - wie der Antragsteller - keine Teilgebietsbezeichnung führen und eine Gemeinschaftspraxis mit einem Arzt bzw. einer Ärztin für Allgemeinmedizin betreiben (BSG, Urt. v. 01.07.1998 - B 6 KA 25/97 R - USK 98167).
Die bisherige Weiterbildungszeit von drei Jahren für Allgemeinmediziner hat das Bundessozialgericht (BSG) als verfassungsgemäß angesehen (vgl. BSG v. 25.11.1998 - B 6 KA 58/97 R - SozR 3-2500 § 95 Nr. 19, juris Rdnr. 14 unter Hinweis auf BSG v. 01.07.1998 - B 6 KA 25/97 - USK 98167, juris Rn. 14 ff. m.w.N.;… BSG v. 13.12.2000 - B 6 KA 26/00 R - SozR 3-2500 § 95a Nr. 2, juris Rdnr. 18).

References: § 73
 § 73
 § 73
 § 135
 § 73
 § 73
 Art. 12
 § 135
 § 72
 § 72
 § 135
 § 95
 § 95