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Kündigung nach Wiedereinstellung
18.11.2014 19:35 | Preis: ***,00 € |
ich bin bereits seit Januar 2012 in meinem Betrieb. 2014 wurde ich nach einer vier monatigen Pause ab August 2014 wieder eingestellt (mit sechs monatiger Probezeit) und seitdem ist alles anders. Nun habe ich eine mündliche Kündigung ausgesprochen bekommen ( zum 31.12.14), bin mir aber nicht sicher, ob das alles rechtswirksam abläuft.
Mein Vorgesetzter meinte, das es mit mir nur Ärger gäbe, dies kann aber laut meinem ersten Arbeitszeugnis nicht behauptet werden. Erst wollte mein Vorgesetzter eine Kündigung im beidseitigem Einverständnis, was ich jedoch ablehnte, da ich nicht weiß, was ich falsch gemacht hätte. Dann war er damit einverstanden, dass die Firma mich kündigt, sagte aber noch: nicht dass ich dann vors Arbeitsgericht gehe. Heute erhielt ich dann einen Anruf vom Personalbüro und der Herr am Telefon sagte, dass meine Kündigung innerhalb zwei Wochen durch ist, obwohl ich doch gar nicht gekündigt habe und es auch nicht vorhatte. Auch ihm teilte ich mit, wenn sie mich nicht mehr wollen, sollen sie mich kündigen, denn von dem dass ich kündige, war nie die Rede. Da meinte er dann nur noch dass wenn ich gekündigt werde dauert das etwas länger.
Meine Fragen sind nun, ob meine Firma mich gar nicht kündigen könnte, aus welchem Grund auch immer, weil sie mir schon fast einreden wollen, dass ich selber kündigen soll. Zudem noch die Frage, ob das mit der Probezeit so seine Richtigkeit hat?
Die mündliche Kündigung ist formunwirksam. Nach § 623 BGB muss die Kündigung schriftlich erfolgen.
Die Vereinbarung hinsichtlich der Probezeit ist hier für den Arbeitgeber problematisch. Gemäß § 1 Abs. 1 KSchG ist das Kündigungsschutzgesetz bereits anwendbar, wenn Sie 6 Monate im Betrieb beschäftigt gewesen sind. Entgegen dem Wortlaut des § 1 Abs. 1 KSchG können zwar kurzzeitige Unterbrechungen des Arbeitsverhältnisses ausnahmsweise außer Betracht bleiben. Es muss dann jedoch zwischen dem vorangegangenen und dem gekündigten Arbeitsverhältnis ein enger sachlicher Zusammenhang bestehen (ständige Rechtsprechung, zB BAG 20. 8. 1998 - 2 AZR 83/98 - BAG 89, 307, 311f. = AP KSchG 1969 § 1 Wartezeit Nr. 10; zuletzt 22. 5. 2003 - 2 AZR 426/02 - AP KSchG 1969 § 1 Wartezeit Nr. 18 = EzA BGB 2002 § 242 Kündigung Nr. 2). Diesen sehe ich aufgrund der langen Unterbrechung nicht mehr als gegeben, so dass die Probezeit wirksam vereinbart wurde. Da hier der Arbeitgeber ein hohes Risiko eingeht, dass ein Gericht dies anders sieht, ist Ihr Arbeitgeber bemüht, das Arbeitsverhältnis durch eine Kündigung durch Sie zu beenden.
Nachfrage vom Fragesteller	18.11.2014 | 20:39
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References: § 623
 § 1
 § 1
 § 1
 § 1
 § 242