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Timestamp: 2017-09-21 01:27:48+00:00

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Lexikon Steuer: Belegschaftsrabatt
> Belegschaftsrabatt
Eine Möglichkeit, Arbeitnehmern steuerlich subventioniert Arbeitslohn zu zahlen, liegt im Einräumen von Belegschafts- oder Personalrabatten. Auch hier gilt zunächst der Grundsatz, dass finanzielle Vorteile aus der kostenlosen oder verbilligten Überlassung von Waren und Dienstleistungen durch den Arbeitgeber als Arbeitslohn zu versteuern sind ( § 2 Abs. 1 LStDV ).
Steuervorteile ergeben sich allerdings durch die als Rabattregelung bekannte Bewertungsvorschrift des § 8 Abs. 3 EStG .
Die Finanzverwaltung legt § 8 Abs. 3 EStG überwiegend so aus, dass nur solche Waren und Dienstleistungen unter die Rabattregelung fallen, die vom Arbeitgeber hergestellt, vertrieben oder erbracht werden. Betriebs- und Hilfsstoffe, die überwiegend nicht an fremde Personen abgegeben werden, sind nicht begünstigt ( R 8.2 Abs. 1 Nr. 3 LStR ). In einem Urteil vom 27.08.2002 hat der BFH entscheiden, dass die Abgabe von Medikamenten an die Arbeitnehmer eines Krankenhauses unter den Rabattfreibetrag fällt (BFH, 27.08.2002 - VI R 63/977; BStBl II 2002, 881). Der Rabattfreibetrag ist nicht anzuwenden, wenn ein Betrieb z.B. gebrauchte Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens an Arbeitnehmer verkauft. Diese Wirtschaftsgüter werden vom Arbeitgeber weder hergestellt noch vertrieben. Hersteller i.S. des § 8 Abs. 3 EStG kann derjenige sein, der den Gegenstand selbst produziert, der ihn auf eigene Kosten nach seinen Vorgaben und Plänen von einem Dritten produzieren lässt oder der damit vergleichbare sonstige gewichtige Beiträge zur Herstellung der Ware erbringt (BFH, 01.10.2009 - VI R 22/07, DStR 2009, 2481).
§ 8 Abs. 3 EStG ist auch auf die leih- oder mietweise Überlassung von Grundstücken, Wohnungen, Kraftfahrzeugen und andere beweglichen Wirtschaftsgüter anzuwenden ( R 8.2 Abs. 1 Nr. 2 Satz 3 LStR ); (BFH, 04.11.1994 - VI R 81/93, BStBl II 1995, 338).
Kfz-Überlassung ( Firmenwagen ) bei Autovermietungen
Ermittlung des steuerpflichtigen Vorteils
Die Sonderregelungen für die Bewertung des Vorteils aus der Nutzung von Firmenwagen ( R 8.1 Abs. 9 LStR ), z.B. die 1 %-Regelung basieren auf § 8 Abs. 2 EStG . Sie sind bei Nutzungsüberlassungen, die unter § 8 Abs. 3 EStG fallen, nicht anwendbar.
Wegen der Behandlung von Arbeitgeberdarlehn bei Kreditinstituten, wenn die Vorteile ganz oder zum Teil pauschal besteuert werden vgl. Banken und Sparkassen .
- Bewertungsabschlag4 %
= Ausgangsbetrag
- Zahlung desArbeitnehmers
0-4 % unbegrenzt 55 % 2.118 EUR
5 % 108.000 EUR 60 % 1.929 EUR
10 % 18.000 EUR 65 % 1.770 EUR
15 % 9.818 EUR 70 % 1.636 EUR
20 % 6.750 EUR 75 % 1.521 EUR
25 % 5.143 EUR 80 % 1.421 EUR
30 % 4.154 EUR 85 % 1.333 EUR
35 % 3.484 EUR 90 % 1.256 EUR
40 % 3.000 EUR 95 % 1.187 EUR
45 % 2.634 EUR 100 % 1.125 EUR
50 % 2.348 EUR
Rabatte, die Arbeitnehmern von Dritten eingeräumt werden, gehören zum Arbeitslohn, wenn der Arbeitgeber weiß oder erkennen kann, dass derartige Vergütungen erbracht werden. Dies ist insbesondere anzunehmen, wenn Arbeitgeber und Dritter verbundene Unternehmen sind ( § 38 Abs. 1 Satz 3 EStG ).
Jahreswagenrabatte
Die Finanzverwaltung wird wohl das BMF-Schreiben vom 30.01.1996 - IV B 6 - S 2334 - 24/96, BStBl. I 1996, 114 überarbeiten. Danach war folgende Regelung gefunden worden: Nach den Gepflogenheiten in der Automobilbranche werden Kraftfahrzeuge im allgemeinen Geschäftsverkehr fremden Letztverbrauchern tatsächlich häufig zu einem Preis angeboten, der unter der unverbindlichen Preisempfehlung des Herstellers liegt. Deshalb kann der tatsächliche Angebotspreis anstelle des empfohlenen Preises angesetzt werden. Im Hinblick auf die Schwierigkeiten bei der Ermittlung des tatsächlichen Angebotspreises ist es nicht zu beanstanden, wenn als Endpreis im Sinne des § 8 Abs. 3 EStG der Preis angenommen wird, der sich ergibt, wenn die Hälfte des Preisnachlasses, der durchschnittlich beim Verkauf an fremde Letztverbraucher im allgemeinen Geschäftsverkehr tatsächlich gewährt wird, von dem empfohlenen Preis abgezogen wird. Dabei ist der durchschnittliche Preisnachlass modellbezogen nach den tatsächlichen Verkaufserlösen in den vorangegangenen drei Kalendermonaten zu ermitteln und jeweils der Endpreisfeststellung im Zeitpunkt der Bestellung (Bestellbestätigung) zugrunde zu legen. Die neuen Gründsätze hat das BMF mit Schreiben vom 18.12.2009 - IV C 5 - S 2334/09/10006 veröffentlicht. Im Hinblick auf die Schwierigkeiten bei der Ermittlung des tatsächlichen Angebotspreises ist es danach nicht zu beanstanden, wenn als Endpreis im Sinne des § 8 Abs. 3 EStG der Preis angenommen wird, der sich ergibt, wenn 80 % des Preisnachlasses , der durchschnittlich beim Verkauf an fremde Letztverbraucher im allgemeinen Geschäftsverkehr tatsächlich gewährt wird, von dem empfohlenen Preis abgezogen wird.

References: § 2
 § 8
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§ 8
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 § 38
 § 8
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