Source: https://www.mensura24.de/news/
Timestamp: 2020-01-20 09:04:14+00:00

Document:
Die DGUV Information 203-004 „Einsatz elektrischer Betriebsmittel bei erhöhter elektrischer Gefährdung“ ist frisch überarbeitet. Darin wird der Begriff „erhöhte elektrische Gefährdung“ klarer gefasst und abgegrenzt. Bei der Gefährdungsbeurteilung steht nun nicht mehr die leitfähige Umgebung an erster Stelle. Entscheidend ist, ob die Möglichkeit besteht, sich der großflächigen Berührung zu entziehen.
Von einer erhöhten elektrischen Gefährdung ist auszugehen, „wenn elektrische Betriebsmittel in Bereichen mit begrenzter Bewegungsfreiheit in leitfähiger Umgebung betrieben werden“. In Anlehnung an die Definition aus VDE 0100-706 „... Leitfähige Bereiche mit begrenzter Bewegungsfreiheit“ liegt ein solcher Bereich vor, „wenn
· eine Person mit ihrem Körper großflächig in Berührung mit der Umgebung stehen kann,
· die Möglichkeit der Unterbrechung dieser Berührung eingeschränkt ist und
· die Umgebung im Wesentlichen elektrisch leitfähig ist“.
Von einer leitfähigen Umgebung kann grundsätzlich ausgegangen werden, wenn diese zum Beispiel aus Metall oder aus feuchtem Erdreich besteht. Im VDE-Regelwerk sind nichtleitende Räume definiert durch einen Widerstand von mehr als 50 kOhm. Im Umkehrschluss wird für eine leitfähige Umgebung ein Widerstand von weniger als 50 kOhm angesetzt. Bei der Benutzung elektrischer Betriebsmittel ist es in der Regel aber weder möglich noch praktikabel, die Leitfähigkeit der Umgebung zu ermitteln.
Daher ist von einer leitfähigen Umgebung ohne nähere Betrachtung im Allgemeinen und bei Bau- und Montagearbeiten im Besonderen regelmäßig auszugehen. Aus diesem Grund wurde bei der Begriffsbestimmung die begrenzte Bewegungsfreiheit in den Fokus gerückt.
Ist ein Bereich zwar im Wesentlichen elektrisch leitfähig, aber eine großflächige Berührung nicht zwingend gegeben, wird dieser jetzt als „Bereich mit ausreichender Bewegungsfreiheit in leitfähiger Umgebung“ bezeichnet. Die dort vorliegende elektrische Gefährdung wird nicht mehr als „erhöht“ angesehen.
Diese Bereiche wurden in der bisherigen Information als „sonstige leitfähige Bereiche“ bezeichnet und hierfür – ebenso wie für die Bereiche mit begrenzter Bewegungsfreiheit – eine erhöhte elektrische Gefährdung angenommen.
Eine elektrische Gefährdung ist bei der Verwendung elektrischer Betriebsmittel immer gegeben. Das Risiko steigt mit der Wahrscheinlichkeit einer Beschädigung durch äußere Einwirkungen und mit der Höhe einer möglichen Körperdurchströmung – begünstigt durch großflächigen Kontakt mit der leitfähigen Umgebung.
Im Rahmen der Gefährdungsbeurteilung sind Schutzmaßnahmen festzulegen, wobei der Stand der Technik zu berücksichtigen ist – bei ausreichender Bewegungsfreiheit z. B. die Verwendung von 30-mA-Fehlerstrom-Schutzeinrichtungen.
Ist hingegen die Bewegungsfreiheit in leitfähiger Umgebung begrenzt, sind weitergehende Schutzmaßnahmen wie Schutztrennung oder Schutzkleinspannung (SELV) erforderlich.
Wie bisher werden in den Anhängen der neuen DGUV Information 203-004 Arbeitsbereiche dargestellt, die einerseits begrenzte, andererseits ausreichende Bewegungsfreiheit in leitfähiger Umgebung zeigen. Das soll bei der Abgrenzung helfen.
Die erforderlichen Schutzmaßnahmen ergeben sich aus dem VDE-Regelwerk zum Schutz gegen elektrischen Schlag (VDE 0100-410 und 0100-706). Sie konnten im Wesentlichen unverändert übernommen werden.
Neu ist hingegen eine Übersichtsgrafik, die auf einen Blick die möglichen Schutzmaßnahmen zeigt – so wie man es bereits aus den DGUV Informationen 203-006 „Auswahl und Betrieb elektrischer Anlagen und Betriebsmittel auf Bau- und Montagestellen“ und 203-032 „Auswahl und Betrieb von Stromerzeugern auf Bau- und Montagestellen“ kennt. Unterschieden wird einerseits zwischen „erhöhter elektrischer Gefährdung mit begrenzter Bewegungsfreiheit“ und „elektrischer Gefährdung mit ausreichender Bewegungsfreiheit“, andererseits zwischen „ortsveränderlichen“ und „ortsfesten“ elektrischen Betriebsmitteln. Die gestrichelten Pfeile zwischen „Betriebsmittel“ und „Schutzmaßnahme“ bezeichnen dabei höherwertige Schutzmaßnahmen, die zwar nicht gefordert, aber selbstverständlich auch zulässig sind.
Bei der Verwendung ortsveränderlicher Betriebsmittel ist die Gefahr einer unbemerkten Beschädigung einer Anschluss- oder Verlängerungsleitung größer als bei ortsfesten, fest angeschlossenen Betriebsmitteln, die während des Betriebs in der Regel wenig oder gar nicht bewegt werden.
Mit der Anzahl der angeschlossenen Betriebsmittel an einem Steckdosen-Stromkreis steigt die Wahrscheinlichkeit von Fehlern, in der Regel durch beschädigte Leitungen. Die grundsätzlich hochwertige Schutzmaßnahme Schutztrennung mit üblicherweise 230 V Wechselspannung (AC) „verzeiht“ zwar einen ersten Fehler, weil dadurch kein Fehlerstromkreis geschlossen wird (Spannungsquelle ungeerdet). Andererseits werden Fehler aber nicht erkannt oder gar abgeschaltet (wie in geerdeten Systemen mit Fehlerstrom-Schutzeinrichtungen), sodass beim Auftreten eines zweiten Fehlers ein Fehlerstromkreis über den menschlichen Körper droht.
Daher darf bei Anwendung der Schutzmaßnahme Schutztrennung mit 230 V AC immer nur ein einzelnes elektrisches Verbrauchsmittel je Ausgangsstromkreis eines Trenntransformators oder ungeerdeten Stromerzeugers angeschlossen werden. Dadurch wird ein „zweiter Fehler“ in einem Stromkreis sehr unwahrscheinlich.
Bei Verwendung der Schutzmaßnahme Schutzkleinspannung (SELV) dürfen hingegen auch mehrere elektrische Verbrauchsmittel angeschlossen werden. Aufgrund der deutlich geringeren Ausgangsspannung von z. B. 24 V AC kann die Gefahr von Herzkammerflimmern bei einer Körperdurchströmung infolge eines „zweiten Fehlers“ weitgehend ausgeschlossen werden.
Die physiologischen Zusammenhänge zwischen Körperdurchströmung und Herzkammerflimmern werden in den Erläuterungen des Anhangs 5 erläutert.
In der überarbeiteten DGUV Information werden Bereiche mit ausreichender Bewegungsfreiheit in leitfähiger Umgebung nicht mehr unter dem Begriff „erhöhte elektrische Gefährdung“ geführt. Die unverändert geforderten Schutzmaßnahmen gegen elektrischen Schlag sind vergleichbar denen auf Bau- und Montagestellen.
Die erforderlichen Schutzmaßnahmen werden übersichtlich in einer Grafik dargestellt und durch eine große Zahl von Beispielen in den Anhängen 6 und 7 veranschaulicht.
Link zur Quelle: etem - Magazin für Prävention, Rehabilitation und Entschädigung
Prüfdienstleistungen nun auch in der Schweiz
Ab 01.10.2018 bietet Mensura24 seine Prüfdienstleistungen auch in der Schweiz an. Auch in unserem Nachbarland wird die regelmäßige Überprüfung von ortsveränderlichen elektrischen Betriebsmitteln sowie ortsfesten elektrischen Anlagen (Periodische Kontrollen der elektrischen Installation)en NIV) direkt und indirekt gesetzlich gefordert. Wer elektrische Installationen erstellt, ändert oder instand hält, muss diese nach den Vorgaben der NIV (Niederspannungs-Installationsverordnung) prüfen und einen Sicherheitsnachweis ausstellen. Dasselbe gilt nach der neuen Schweizer Norm SNR 463628 auch für elektrische Geräte. Wer an elektrischen Geräten Reparaturen ausführt, muss diese vor Übergabe an den Eigentümer prüfen. Für bestimmte Geräte wird eine periodische Prüfung gefordert.
So sind auch in der Schweiz Arbeitgeber aufgrund von nachfolgenden gesetzlichen Grundlagen verpflichtet, die elektrischen Betriebsmittel in ordnungsgemäßem Zustand zu halten, zu prüfen und zu dokumentieren:
· Verordnung über elektrische Niederspannungserzeugnisse (NEV) Art. 2, 3, 17
· Bundesgesetz über die Unfallversicherung (UVG) Art. 83
· Verordnung über die Verhütung von Unfällen und Berufskrankheiten (VUV) Art. 32b
· Info der Electrosuisse 3024d
Eine neue DGUV Information 203-072 gibt Hinweise zur Durchführung wiederkehrender Prüfungen an elektrischen Niederspannungsanlagen und ortsfesten Betriebsmitteln.
Mit der neuen DGUV Information 203-072 „Wiederkehrende Prüfungen elektrischer Anlagen und ortsfester Betriebsmittel – Fachwissen für Prüfpersonen“ (siehe „info“) steht die von Fachkreisen erwartete Information endlich zur Verfügung. Prüfpersonen erhalten damit eine ausführliche Handlungsanleitung, die die prüftechnischen Herausforderungen anhand von klaren Schaltbildern und vielen Praxistipps erläutert. Sie vervollständigt die Reihe der Informationen rund um das Thema „Prüfen elektrischer Anlagen und Betriebsmittel“.
Hier geht´s zum Bericht der BG-ETEM -Seite 20+21
Mensura24 spendet nach zweimaligem Einbruch Alarmanlage für Kindergarten Wiesenbach.
Frank Köninger - Inhaber der Firma Mensura24 aus Neckargemünd - spendet eine Funkalarmanlage für den katholischen Kindergarten in Wiesenbach. Die Anlage verfügt über 18 PIR-Bewegungsmelder in den verschiedenen Räumen des Erdgeschosses sowie in den besonders gefährdeten Räumen und Bereichen des 1. Obergeschosses. An besonders gefährdeten Stellen wurden zusätzlich 7 Funk-Fensterkontakte installiert. Im Falle eines Alarmes ertönt die Solar-Außensirene sowie zwei weitere Sirenen mit optischer und akustischer Alarmanzeige in den Innenräumen. Weiter werden im Alarmfall einige Erzieherinnen durch einen Telefonanruf oder eine SMS durch die Alarmzentrale über die Alarmauslösung im Kindergarten informiert.
Zusammenspiel von DIN VDE Prüfungen und VdS-Prüfungen in elektrischen Anlagen.
Quelle: www.ensmann.com
Bericht BG-ETEM über den Tod zweier Mitarbeiter durch einen tödlichen Stromschlag wegen eines fehlenden Schutzleiters.
Bericht der BG-ETEM über Gefährdungen durch gefährliche Störlichtbogen im Niederspannungsbereich.
Über Berührungsschutz in Schaltgerätekombinationen herrscht oftmals Unklarheit. Ist Berührungsschutz wirklich eine Notwendigkeit? Gilt da nicht der Bestandsschutz? Wieso, und ab wann, gibt es einen Nachrüstungsbeschluss
und für welche Anlagen gilt dieser überhaupt?
Quelle: https://www.elektrofachkraft.de/ist-beruehrungsschutz-notwendig#ixzz4R0SmL0Mk
21.09.2016 - Hamburger Abendblatt
Hamburg. Es war kein leichter Fall für die Ermittler der Mordkommission. Es ging um den Tod eines kleinen Jungen. Vier Jahre alt war er, als er Ende Mai zusammenbrach – in einem Supermarkt in der Seevepassage in Harburg. Kurze Zeit später starb das Kind. Die Mordkommission übernahm den Fall, da der Verdacht bestand, der kleine Junge könnte an der Kasse einen Stromschlag erlitten haben. Jetzt gibt es erste Ergebnisse: Es soll tatsächlich Strom im Kassenbereich geflossen sein.
Zu diesem Schluss kommt nach Informationen des Abendblatts ein "abschließendes Gutachten", das die Ermittler in Auftrag gegeben hatten. Jetzt wird sich die Staatsanwaltschaft mit dem Fall befassen. Der Nachweis, dass Strom geflossen ist, war Dreh- und Angelpunkt der Ermittlungen. Zudem liegen medizinische Gutachten vor.
Es sollen offenbar unfachmännisch durchgeführte Arbeiten gewesen sein, die zur Folge hatten, dass im Bereich einer Kasse Metallteile zeitweise unter Strom gestanden hätten. Für den kleinen Jonathan, der am 31. Mai kurz nach 18 Uhr mit seinem Vater in dem Supermarkt einkaufen war, könnte das nach jetzigem Stand der Ermittlungen fatal gewesen sein. Das Kind brach plötzlich im Bereich einer Kasse zusammen und blieb leblos liegen. Ein kurz darauf alarmierter Notarzt versorgte das Kind, ­holte es ins Leben zurück. Am Abend des 1. Juni verstarb der Junge dennoch im Krankenhaus.
Zunächst war man von einer plötzlichen Erkrankung ausgegangen. Der Vater konnte nicht gleich vom Kriminaldauerdienst, der zu dem Supermarkt ausgerückt war, befragt werden. Später sagte der Vater des toten Jungen aus, dass er an dem Abend, als er an der Kasse angekommen war, seine Lebensmittel auf das Kassenband gelegt habe. Sein Sohn wollte ihm, wie so oft, dabei helfen. Als der Junge um den Einkaufswagen ging, griff er nach einer Stange, die parallel am Gang als Abgrenzung diente. Der Vater sagte bei der Polizei aus, dass die Augen des kleinen Jungen plötzlich weit geöffnet gewesen waren und Jonathan keinen Laut von sich gegeben habe. Er habe dann auch selbst an die Stange gegriffen und dabei ebenfalls einen Stromschlag erlitten, so der Vater.
Die Mordkommission übernahm am 1. Juni den Fall, leitete ein Todesermittlungsverfahren ein und informierte die Staatsanwaltschaft. Am 2. Juni durchsuchte die Polizei den Supermarkt. Zuvor hatte die Staatsanwaltschaft einen Durchsuchungsbeschluss erwirkt. Bei der Aktion wurden auch Bilder aus Überwachungskameras sichergestellt. Bilder, die den Kassenbereich im entscheidenden Moment zeigten, konnte die Polizei jedoch nicht mehr finden.
Jetzt stand nach Angaben der Polizei der Verdacht der fahrlässigen Tötung im Raum. Bei den Ermittlungen nahmen die Behörden gleich mehrere Personen ins Visier. "Es gibt verschiedene Verantwortlichkeiten", sagte ein Behördenmitarbeiter.
Der Supermarkt in Harburg ist der erste von drei Adese-Märkten, die es mittlerweile in Hamburg gibt. Nach der Eröffnung 2006 wurden weitere Märkte nach dem gleichen Muster in Wilhelmsburg und Nettelnburg eröffnet, die als eigene GmbH zusammengefasst sind. Das Konzept sieht vor, ausländische Lebensmittel anzubieten. Das Sortiment kommt aus rund 40 Ländern.
Die Ermittlungen zogen sich nach der Übernahme des Falls durch die Mordkommission hin. Bei der Obduktion des Vierjährigen sollen zwar bereits Stellen am Körper entdeckt worden sein, die darauf hinwiesen, dass Strom geflossen sein kann. Genauen Aufschluss sollten aber feingewebliche Untersuchungen geben, die Wochen in Anspruch nahmen. Ähnlich umfangreich sollen auch die technischen Gutachten gewesen sein, die durch Sachverständige durchgeführt wurden.
Nach Bekanntwerden des Falls hatte sich auch die Politik mit dem Tod des kleinen Jungen beschäftigt. Durch eine Kleine Anfrage hatte der Bürgerschaftsabgeordnete David Erkalp (CDU) die Rolle des zuständigen Ordnungsamts unter die Lupe nehmen wollen. In der Antwort des Senats wurden die Termine der Lebensmittelkontrollen aufgelistet, die zweimal im Jahr durchgeführt wurden. Danach gab es seit Januar 2013 sieben routinemäßige Überprüfungen, bei denen es in fünf Fällen zu Beanstandungen kam. In vier Fällen gab es Nachkon­trollen. Auch bei der letzten Kontrolle Anfang Mai hatten die Prüfer etwas zu bemängeln. Es ging um Beanstandungen bei der Betriebshygiene. Die Nachkon­trolle, bei der die Beseitigung der Mängel überprüft werden sollte, hatte bis zu dem Vorfall am 31. Mai nicht stattgefunden. Kontrollen, bei denen es um die Überprüfung der eingebauten Technik ging, sind in der Antwort nicht aufgeführt.
Laut Senat hatten die Behörden vor dem 31. Mai auch keine Hinweise auf mögliche technische Mängel in dem Markt erhalten, durch die Kunden einen Stromschlag erlitten hätten. Mittlerweile habe sich, so hieß es aus der Polizei, eine Frau gemeldet, die dort auch einen Stromschlag erlitten haben will.
Die Staatsanwaltschaft wird jetzt die Ermittlungsakte auswerten. Dann wird entschieden, ob und gegen wen Anklage wegen des Todes des kleinen Jonathan erhoben wird.
Quelle: http://www.abendblatt.de/hamburg/harburg/article208273521/Kind-stirbt-Polizei-Gutachten-belastet-Supermarkt.html
Neue Norm DIN VDE 0105-100 ab Oktober 2015 gültig
Quelle: https://www.forum-verlag.com/aktuelles/neue-norm-din-vde-0105-100-ab-oktober-gueltig
Arbeiten unter Spannung an elektrischen Anlagen und Betriebsmitteln DGUV 103-11 (ehemals BGR A 3)
Wer "unter Spannung arbeiten muss", muss entsprechend ausgebildet sein!
Diese BG-Regel konkretisiert die Forderungen des § 8 der Unfallverhütungsvorschrift
(BGV A3) hinsichtlich der Schutzmaßnahmen gegen die Gefährdungen
durch Körperdurchströmung und Lichtbögen bei Arbeiten
an aktiven Teilen aller Spannungsebenen, deren spannungsfreier
Zustand nicht sichergestellt ist. Sie werden im Folgenden als Arbeiten
unter Spannung (AuS) bezeichnet.
Es gibt in dieser DGUV einen Abschnitt der beschreibt was Arbeiten unter Spannung im Sinne dieser BG-Regel sind.
Jedoch Vorsicht! In den Vorerkungen dieser DGUV steht wörtlich:
Also, am Ende muss es der Unternehmer verantworten, wenn ein Unfall durch arbeiten unter Spannung geschehen ist, ob seine Elektrofachkraft ausgebildet war, und so Kenntnisse über die notwendigen Schutzmaßnahmen hatte oder nicht.
Darum gilt, geh auf Nummer sicher und lass unterweisen und ausbilden.
DGUV 103-11 ( BGR A 3)
Gefahren der Einsatzstelle – „Elektrizität“
Tödlicher Unfall beim Hochwassereinsatz - ein PRCD-S hätte dies wahrscheinlich verhindert!
Ein PRCD-S hätte diesen Unfall verhindern können.
Im Sommer 2009 wurde ein Feuerwehrmann (33) bei einem Hochwassereinsatz tödlich verletzt. Beim Auspumpen eines unter Wasser stehenden Kellers erlitt er einen tödlichen Stromschlag. Er hinterlässt eine Frau und zwei kleine Kinder.
Unfallhergang - Unfallursache
Aufgrund eines Starkregenereignisses wurde die Gemeindefeuerwehr zu zahlreichen
Einsatzstellen alarmiert. Den ganzen Tag über war die Feuerwehr damit beschäftigt
vollgelaufene Keller leer zu pumpen. Der Feuerwehrmann machte sich mit einem
Kameraden auf den Weg, um mit einer elektrischen Tauchpumpe und Schlauchmaterial
einen Keller auszupumpen. Er trug die elektrische Tauchpumpe in den Keller und rief den
Bewohnern zu, dass sie jetzt die Anschlussleitung der Pumpe in eine Steckdose einstecken können. Diese Steckdose war jedoch nicht fachgerecht angeschlossen. Am Schutzleiter (PE) lag Spannung an. Über den Schutzleiter (PE) stand das Gehäuse der Tauchpumpe unter Spannung. Der Feuerwehrmann hatte die Tauchpumpe noch in der Hand und erlitt dadurch einen tödlichen Stromschlag.
Bei der Benutzung von Hausinstallationen ist besondere Vorsicht geboten. Sie werden selten oder nie geprüft und können fehlerhaft verdrahtet sein. Im Einsatz und Übungsdienst gilt nach § 29 der Unfallverhütungsvorschrift „Feuerwehren“ der Grundsatz: „Wenn immer möglich die eigene Stromversorgung, also die genormten Stromerzeuger der Feuerwehren zu benutzen!“
Sollte in Ausnahmefällen auf Grund der Einsatzsituation ein anderer Speisepunkt als der
eigene Stromerzeuger erforderlich sein, darf der Anschluss nur über einen
ortsveränderlichen Personenschutzschalter erfolgen. Dieser muss bei einem Fehlerstrom
von 30 mA oder darunter auslösen. Der Personenschutzschalter muss allpolig abschalten, einen Schutzleiterbruch erkennen und die Schutzleiterspannung überwachen. Erkennbar sind diese Personenschutzschalter z.B. an den Bezeichnungen „DI“, „PRCD-K“ oder „PRCD-S“.
Der Personenschutzschalter ist möglichst nahe an der Stromentnahmestelle zu installieren.
Dieser in die Zuleitung zum Gerät eingebauter bzw. als Adapter dazwischen gesteckter
Personenschutzschalter schützt vor lebensgefährlichen Körperströmen entweder durch
schnelles Abschalten oder dadurch, dass er sich gar nicht erst einschalten lässt. Diese
Schutzeinrichtung reagiert bei Fehlern im speisenden Netz und bei Fehlern im
angeschlossenen Gerät.
Bei Berücksichtigung dieser Vorsichtsmaßnahmen sind Elektrounfälle aufgrund fehlerhafter Elektroinstallationen weitestgehend ausgeschlossen. Dennoch muss jede Einsatzstelle genau betrachtet werden.
Die „Gefahren der Einsatzstelle“ sind zu erkunden, zu beurteilen und die notwendigen
Schutzmaßnahmen sind zu ergreifen.
Gerade in überfluteten Bereichen lauern immer wieder Gefahren, denen durch umsichtiges
Handeln und besonnenes Vorgehen begegnet werden muss.
Geräte der Feuerwehr - regelmäßige Prüfung
Die Feuerwehr sollte grundsätzlich nur ihre eigenen Geräte einsetzen. Denn nur so kann sie im Einsatzfall davon ausgehen, dass sie auch sicher funktionieren. Eine entsprechende Prüfung und Wartung der Geräte ist hierfür die Voraussetzung.
(Stichwort Geräteprüfordnung)
Ortsveränderliche elektrische Betriebsmittel müssen darüber hinaus mindestens einmal
jährlich entweder von einer Elektrofachkraft oder von besonders hierfür eingewiesenen
Personen, mit einem entsprechenden Messgerät und unter dem Verantwortungsbereich
einer Elektrofachkraft geprüft werden.
Sichtprüfungen sind von jedem Feuerwehrangehörigen nach jeder Benutzung
Allgemeiner Hinweis zur Unfallverhütung
Die Unfallverhütungsvorschrift (UVV) „Feuerwehren“ (GUV-V C53) wurde anhand von
konkreten Unfällen erstellt. Die dort festgelegten Maßnahmen zielen darauf ab, Unfälle wie sie in der Vergangenheit passiert sind in der Zukunft zu verhüten – wie der Name schon sagt.
Das wichtigste Ziel ist es, dass Sie und Ihre Kameraden wieder gesund von Übungen und
Natürlich wird man im „Ernstfall“ daran gemessen, ob man seiner Verantwortung hinsichtlich der Sicherheit für die Feuerwehrangehörigen nachgekommen ist. Insofern ist die UVV „Feuerwehren“ eine für die Feuerwehren verbindliche Rechtsnorm – wie ein Gesetz.
Versicherungsschutz durch die Unfallkasse
Im vorgenannten Fall handelte es sich um einen Feuerwehreinsatz. Der Feuerwehrmann
wurde durch „ein von außen auf den Körper einwirkendes Ereignis“ (Stromschlag) tödlich
verletzt. Somit ist gesetzlicher Unfallversicherungsschutz im Sinne des Sozialgesetzbuchs
VII (SGB VII) gegeben. Der verstorbene Feuerwehrmann hinterlässt eine Frau und zwei
kleine Kinder. Diese haben Anspruch auf die gesetzlichen Leistungen nach SGB VII und
nach der Satzung der UKBW, sowie auf zusätzliche Leistungen nach der
Verwaltungsvorschrift des Innenministeriums. Die Hinterbliebenen erhalten Witwen- und
Für weitere Informationen zum gesamten Leistungsumfang verweisen wir auf unseren
„Leitfaden für die Feuerwehr“. Diesen finden sie auf unserer Homepage www.uk-bw.de.
Quelle: http://www.uk-bw.de/fileadmin/ukbw/media/dokumente/praevention/betriebsart/feuerwehr/Hinweis-UKBW-Elektrounfall-Feuerwehr-2010.pdf
Die schönen bunten Aufkleber sind bei Weitem nicht ausreichend um eine rechtssichere Überprüfung nachzuweisen!
Viele Paragraphen der neuen Betriebssicherheitsverordnung wurde deutliche verschärft! So wurde nicht nur das nicht prüfen oder das zu spät prüfen als Straftat deklariert (§ 22 (28) und § 23) , sondern auch das nicht erstellen einer Gefährdungsbeurteilung und somit das nicht bewerten von Gefahren (§22 (1+2) und § 23) als Straftat deklariert, wenn dadurch Leben und Gesundheit eines Anderen gefährdet wird.
Auch an die Dokumentation der Prüfergebnisse wurde klar geregelt (§ 17) und bei nicht Erfüllung unter Strafe gestellt (§ 22 (30+31) und §23).
Hier schon mal ein paar wichtige Auszüge:
Absätzen 1 und 2 sowie Anhang 3 an unterschiedlichen Betriebsorten verwendet, ist ein Nachweis über die
Durchführung der letzten Prüfung vorzuhalten.
6. Wirksamkeit und Funktion der getroffenen Schutzmaßnahmen,
7. Ergebnis der Prüfung und
8. Frist bis zur nächsten wiederkehrenden Prüfung nach § 16 Absatz 2.
Aufzeichnungen und….
1. entgegen § 3 Absatz 1 Satz 1 die auftretenden Gefährdungen nicht oder nicht richtig beurteilt,
3. entgegen § 3 Absatz 6 Satz 1 die Art und den Umfang von erforderlichen Prüfungen nicht ermittelt und
4. entgegen § 3 Absatz 6 Satz 1 die Fristen von wiederkehrenden Prüfungen nach den §§ 14 und 16 nicht
ermittelt und festlegt,
29. entgegen § 14 Absatz 3 Satz 1 ein Arbeitsmittel einer außerordentlichen Überprüfung nicht oder nicht
31. entgegen § 14 Absatz 7 Satz 2 nicht dafür sorgt, dass eine Aufzeichnung eine dort genannte Auskunft gibt,
Hier gehts zum Download der neuen Betriebssicherheitsverodnung
Die Bundesregierung hat heute (7. Januar 2015) den Maßgaben des Bundesrates zur Neufassung der Betriebssicherheits­verordnung und zur Änderung der Gefahrstoffverordnung zugestimmt.
Die Verordnung tritt am 1. Juni 2015 in Kraft.
Inspektion und wiederkehrende Prüfung von Lichtbogenschweißeinrichtungen nach VDE 0544-4 (EN 60974-4)
Das Arbeitsschutzgesetz, die Betriebssicherheitsverordnung und
die DGUV V3 schreiben Prüfungen von Arbeitsmitteln und damit
auch Schweißeinrichtungen vor. Das fehlende oder auch falsche
regelmäßige Prüfen von Schweißeinrichtungen stellt ein gravierendes
Organisationsverschulden im Unternehmen dar und kann
weitreichende Rechtsfolgen nach sich ziehen!
Fälschlicherweise werden Schweißgeräte oft wie ein normales ortsveränderliches Arbeitsmittel geprüft? Entgegen dieser verbreiteten Meinung
und Vorgehensweise muss gesagt werden, dass die Prüfung nach
0701-0702 nicht ausreicht um Schweißgeräte normkonform zu
prüfen und deren Sicherheit zu gewährleisten.
Lichtbogenschweißgeräte werden normkonform nach VDE 0544-4 (EN 60974-4) geprüft und einer Inspektion unterzogen. Wichtig ist bei dieser Prüfung, dass das Schweißgerät unter Berücksichtigung der 5 Sicherheitsregeln geöffnet und innerlich gereinigt wird. Weiter ist es wichtig bei dieser inneren Sichtprüfung einen besonderen Augenmerk auf die Schutzleiter (PE) zu haben, da diese oft durch "vagabundierende Schweißsströme" beschädigt oder gar verbrand sind.
Ein weiteres Unterscheidungsmerkmal zur Prüfung nach DIN VDE 0701-0702 ist die Messung der Leerlaufspannung im Schweißstromkreis. Hierbei wird die Leerlaufspannung im AC- wie im DC- Bereich mittels einer Ersatzschaltung gemessen und darf AC 68 Volt und DC 113 Volt nicht überschreiten.
Zusätzlich muss bei der Prüfung gemäß VDE 0544-4 (EN 60974-4) drei mal eine Isolationmessung durchgeführt werden.
- Iso-Messung Netz --> PE < 2,5 MΩ
- Iso-Messung Schweißsstromkreis - PE < 2,5 MΩ
- Iso-Messung Schweißstromkreis - Netz < 5 MΩ
Des Weiterne muss der Ableitstrom des Schweißstromkreises gemessen werden, er soll gleich oder kleiner 10 mA sein.
GUV-SI 8016 schreibt dem Betreiber das regelmäßige Überprüfen von Schultafel-Systemen vor!
Zitat aus der GUV-SI 8016:
" Tafeln sind in angemessenen Zeiträumen auf ihren sicheren Zustand zu überprüfen. Festgestellte sicherheitstechnische Mängel sind zu beheben; vgl. § 11 der Unfallverhütungsvorschrift „Grundsätze der Prävention“ (GUV-V A 1). Es wird empfohlen, die Prüfung jährlich durchzuführen. Prüfung bzw. Instandsetzung ist von Sachkundigen zu leisten. Hierzu zählen neben Vertretern von Fachfirmen auch einschlägig vorgebildete Handwerker bzw. Hausmeister. Prüfungen und durchgeführte Wartungsarbeiten sollten dokumentiert werden."
Hier geht´s zur GUV SI 8016
Ist eine Elektrofachkraft automatisch eine befähigte Person?
Sind Elektrofachkräfte gemäß DGUV Vorschrift 3 (BGV A3) und DIN VDE 0105-100 "automatisch" auch befähigte Personen im Sinne der Betriebssicherheitsverordnung (BetrSichV) und der Technischen Regel für Betriebssicherheit TRBS 1203? In der Praxis herrscht derzeit bei elektrotechnisch ausgebildeten Führungskräften und selbst bei verantwortlichen Elektrofachkräften eine große Unsicherheit bezüglich der Fragestellung. Interesanter Bericht auf www.elektrofachkraft.de -siehe die beiden Links unten -
Ist eine Elektrofachkraft automatisch eine befähigte Person? (Teil 1)
Ist eine Elektrofachkraft automatisch eine befähigte Person? (Teil 2)
Sicherheitsunterweisungen - eine Unternehmerpflicht
Unfälle und Gesundheitsgefahren am Arbeitsplatz entstehen meist durch menschliches Fehlverhalten. Die einzig wirksamen Maßnahmen dagegen sind Unterweisungen, die regelmäßig und zielorientiert erfolgen müssen.
- Arbeitsschutzgesetz (§12)
- Unfallverhütungsvorschrift BGV A1 „Grundsätze und Prävention“ (§4)
- Betriebssicherheitsverordnung (§9)
- Gefahrstoffverordnung (§14)
Die Aufzählung ist sicherlich nicht vollzählig. In vielen Vorschriften zum Arbeits- und Gesundheitsschutz findet man Anforderungen zur Unterweisung.
Die grundsätzliche Pflicht zur Unterweisung hat der Unternehmer oder der Geschäftsführer. Er kann diese Pflicht aber auf direkte Vorgesetzte der einzelnen Mitarbeiter im Rahmen einer schriftlichen Pflichtenübertragung übertragen. Die Gesamtverantwortung und vor allen die Kontrollpflicht hat er weiterhin. Die Vorgesetzten führen Unterweisungen in ihrem Verantwortungsbereich durch.
Zur Vorbereitung der Sicherheitsunterweisung können sich Vorgesetzte fachlichen Rat von der zuständigen Fachkraft für Arbeitssicherheit holen. Wenig sinnvoll ist, dass die Fachkraft für Arbeitssicherheit die Unterweisung durchführt. Das ist zwar gängige Praxis, jedoch hat die Unterweisung durch die Vorgesetzten mehr Wirkung.
Der Mitarbeiter baut Vertrauen zum Vorgesetzten auf, wenn der sich um die Sicherheit und den Gesundheitsschutz bei seiner Tätigkeit kümmert. Zudem lernt der Vorgesetzte die Gefahrenpotentiale in seinem Verantwortungsbereich kennen.
Speziell der letzte Punkt ist wesentlich zur Unfallvermeidung. Da der Vorgesetzte die Gefahrenschwerpunkte in seinem Verantwortungsbereich kennt, oder besser kennen sollte, kann er sofort reagieren, wenn sich ein Mitarbeiter nicht sicherheitsgerecht verhält, um dann situationsbedingt zu unterweisen.
Das heißt auch, Unterweisen ist ein ständiger Prozess im beruflichen Alltag und kann sich nicht nur auf die oben genannten Punkte beschränken.
Und ganz wichtig, die Vorgesetzten müssen den Arbeitsschutz ihren Mitarbeitern vorleben. So, und nur so wird eine Akzeptanz bei den Mitarbeitern erreicht.
Wie muss unterwiesen werden?
Das liegt im Ermessen des Unterweisenden. Sie muss jedoch auf verständliche Art und Weise durchgeführt werden, so dass sie von jedem Mitarbeiter verstanden werden. Der Dialog steht sicherlich mehr im Fokus als der Monolog des Unterweisenden. Monologe sind langweilig, machen die Sicherheitsunterweisung zur Pflichtveranstaltung und verfehlen ihr Ziel.
Der Mitarbeiter muss gehört werden zu seinen Problemen am Arbeitsplatz. Auch hieraus können Schutzmaßnahmen abgeleitet werden. Ein Lernerfolg wird dadurch erreicht in dem man die Mitarbeiter aktiv in die Sicherheitsunterweisung einbindet und gemeinsam Lösungen erarbeitet, die dann in den Köpfen der Unterwiesenen bleiben. Vorteilhaft sind auch praktische Unterweisungen.
Der Montageort eines Feuerlöschers und deren Funktionsweise ist Inhalt von vielen Unterweisungen. Den Montageort können sich viele Mitarbeiter merken, weil sie auch täglich an ihm vorbeilaufen. Die Funktionsweise allerdings ist schnell vergessen. Und im Schadenfall vergeht viel Zeit bis mit der Brandbekämpfung begonnen wird.
Mehr Wirkung wird erreicht, wenn der Mitarbeiter den Feuerlöscher in die Hand nehmen und ein offenes Feuer damit bekämpfen muss. Das prägt er sich ein und wird auch so schnell nicht vergessen. Daher gilt: Selbst erarbeiten und selbst ausführen oder üben, ist wesentlich wirkungsvoller als nur hören und sehen von Vortragsfolien.
Gleiches gilt für das Tragen und Anlegen von persönlicher Schutzausrüstung. Auch hier ist üben besser als nur unterweisen. Was nicht heißen soll, dass man sich bei der Sicherheitsunterweisung neuer Medien bedienen soll.
Multimediaunterweisungen
Multimediaunterweisungen sind gutes Mittel zur Unterstützung von Unterweisungen. Nur darf man den Mitarbeiter hier nicht alleine lassen. Der Mitarbeiter muss die Möglichkeit haben bei seinem Vorgesetzten Fragen zu stellen, wenn er etwas nicht verstanden hat. Daher ist nach jeder Multimediaunterweisung ein persönliches Gespräch zu suchen. Lernkontrollen sind hier ganz hilfreich und vermitteln den Verantwortlichen auch den Wissensstand seiner Mitarbeiter.
Was (welche Inhalte) sind zu unterweisen?
Zunächst sind die Sicherheitsmaßnahmen zu unterweisen, die in unmittelbarem Zusammenhang mit der Tätigkeit des Beschäftigten stehen.
Die Gefährdungen sind zuvor durch eine Gefährdungsermittlung, die der Vorgesetzte durchzuführen hat (mit Unterstützung der Fachkraft für Arbeitssicherheit), zu ermitteln.
Aber auch allgemeine Themen sind Inhalte einer Sicherheitsunterweisung:
Auch hier beispielhaft:
Verhalten bei Unfällen oder Bränden und der Selbstrettung im Gefahrenfall
Jede Sicherheitsunterweisung ist zu dokumentieren. Die Dokumentation hat als Mindestinhalt:
Datum und Uhrzeit (Beginn und Ende) der Unterweisung.
Die Dokumentation dient auch als Nachweis für den Unternehmer zur Erfüllung seiner Pflichten.
Sicherheitsunterweisungen sind eine Unternehmerpflicht und gesetzlich vorgeschrieben. Bei der Sicherheitsunterweisung ist der Mitarbeiter aktiv mit einzubeziehen, um den gewünschten Lernerfolg zu erreichen, wobei eine multimediale Unterstützung zeitgemäß ist.
Unterweisungen schaffen Vertrauen bei den Mitarbeitern und sichern den Unternehmenserfolg. Ausfälle von Mitarbeitern durch Arbeitsunfälle kosten den Unternehmer Geld und können die Lieferfähigkeit eines Unternehmens einschränken.
Unterweisungen im Arbeits- und Gesundheitsschutz sind ein Baustein für nachhaltigen wirtschaftlichen Erfolg eines Unternehmens.
Tödlicher Unfall auf einem Spielplatz in NRW durch eine defekte Schaukel. Auch Spielgeräte auf öffentlichen Spielplätzen müssen jährlich nach Herstellerangaben und DIN EN 1176-1: 2008-08 überprüft werden.
Darf die EuP (elektrisch unterwiesene Person) elektrische Arbeitsmittel prüfen?
Für die sichere Durchführung von Prüfungen elektrischer Arbeitsmittel und die Beurteilung der Messergebnisse sind eine hohe Qualifikation, Fachwissen und Erfahrung des Prüfpersonals unerlässlich. Kann eine elektrotechnisch unterwiesene Person (EuP) solchen Anforderungen genügen?
Link zu www.elektrofachkraft.de - Wer darf z.Bsp. ortsveränderliche, elektrische Betriebsmittel prüfen?
Die Gefährdungsbeurteilung fachgerecht durchführen
Ein Interview mit Franz Swoboda vom TÜV Saarland GmbH zur Durchführung von Gefährdungsbeurteilungen.
Link zu SIFATipp.de -Die 10 wichtigsten Änderungen der Betriebssicherheitsverordnung 2015
Portable Fehlerstromschutzeinrichtungen auf Bau- und Montagestellen (BGI 608) von der Berufsgenossenschaft gefordert, aber auch gefördert.
Nicht jeder Maler ist auch Elektromeister. Vorschriften zum Arbeitsschutz sind bei Elektrolaien im Handwerk häufig unbekannt.
Der Strom für ein Dampfreinigungsgerät wird über eine Kabeltrommel direkt aus einer Außensteckdose entnommen. Guten Gewissens gehen die Mitarbeiter ans Werk. Sie sind sich nicht bewusst, dass sie gerade gegen eine Vorschrift der Berufsgenossenschaften verstoßen.
Handwerker aus Bereichen, die nur oberflächlich Berührungspunkte mit der Elektrotechnik haben, sind sich der Gefahren, denen sie sich im alltäglichen Umgang mit ihren elektrischen Betriebsmitteln aussetzen, oft nicht bewusst. Wie wir alle es aus dem Privatleben gewohnt sind, werden Elektrogeräte häufig ohne zusätzliche Schutzvorrichtung an vorhandene Steckdosen angeschlossen. Wie selbstverständlich wird dabei davon ausgegangen, dass die entsprechenden Steckdosen fachmännisch angeschlossen wurden und unbeschädigt sind. Kann man sich dessen aber immer so sicher sein?
Tatsächlich hat die Häufung der Unfälle, deren Ursache auf eine unsachgemäße Elektroinstallation zurückzuführen ist, dazu geführt, dass die Berufsgenossenschaften in Rahmen der BGI 608 bereits im Juni 2004 festgelegt haben, dass auf Baustellen, hierzu zählen auch Serviceeinsätze und kleine Baustellen, die durch Maler, Fliesenleger, Dachdecker, Gas- und Wasserinstallateure usw. eingerichtet werden, die Verwendung von vorhandenen Steckdosen ohne weiteres nicht zulässig ist. Vielmehr muss für die Stromversorgung ein definierter Speisepunkt eingerichtet werden. Auf großen Baustellen wird diese Aufgabe häufig von Baustromverteilern übernommen, deren integrierte Schutzvorrichtungen die Handwerker vor Schäden bewahren sollen. Dieses Verfahren ist auf kleinen Baustellen und bei Serviceeinsätzen allerdings nicht praxisgerecht. Die Größe und das Gewicht dieser Einrichtungen erlauben nur bedingt einen mobilen Einsatz.
Daher bietet die Heinrich Kopp GmbH seit einiger Zeit eine ortsveränderliche Schutzeinrichtung an, die den Anforderung aus der BGI 608 an einen Speisepunkt erfüllt. Diese mobile Schutzeinrichtung (PRCD-S) wird einfach zwischen Elektrowerkzeug und Steckdose gesteckt. Das Gerät überprüft die Steckdose auf ihre ordnungsgemäße Installation und lässt sich nur einschalten, wenn die Steckdose gefahrlos verwendet werden kann. Einmal eingeschaltet dient das Gerät als Fehlerstromschutzschalter (FI) und schaltet bei nachträglich eintretenden Isolationsfehlern, die z.B. durch Quetschungen der stromführenden Leitung entstehen können, zuverlässig ab. Somit schützt das Gerät seinen Anwender zweifach.
In dieser Doppelfunktion liegt aber auch ein häufig anzutreffendes Missverständnis begründet. Oft werden mobile Fehlerstromschutzschalter, häufig PRCD genannt, mit dem PRCD-S verwechselt und die Anwender wiegen sich in falscher Sicherheit. Nur der PRCD-S ist in der Lage, alle 3 Leitungen einer Steckdose (Phase, Neutralleiter und Schutzleiter) auf ihre ordnungsgemäße Funktion zu überprüfen. Und nur der PRCD-S entspricht den Anforderungen aus der BGI 608.
Alle übrigen Geräte sind nicht für den gewerblichen Einsatz als Speisepunkt geeignet. Daher sollte jeder Handwerker die Ausstattung seines Einsatzfahrzeuges auf das Vorhandensein eines echten PRCD-S überprüfen.
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Aber gerade auch die Arbeitgeber sind hier in der Verantwortung, denn laut Arbeitsschutzgesetz müssen sie sicherstellen, dass Arbeitnehmer vor Gefahren, die am Arbeitsplatz entstehen können, stets mit Mitteln geschützt werden, die dem neuesten Stand der Technik entsprechen.
Und natürlich sollten auch Sicherheitsbeauftragte genau prüfen, ob interne oder wie im oben aufgeführten Beispiel extern beauftragte Handwerker, einen der BGI 608 entsprechenden Speisepunkt in Ihrem Unternehmen benutzen.
Zum besseren Verständnis hat die Heinrich Kopp GmbH eine Übersichtstabelle veröffentlicht, die verdeutlichen soll, welchen Schutzpegel die einzelnen in der Praxis eingesetzten Schutzvorrichtungen bieten. Daraus geht deutlich hervor, dass nur der PRCD-S umfassenden Schutz vor Elektrounfällen auf kleinen Baustellen bietet.
Fazit: Arbeitgeber, Auftraggeber, Sicherheitsbeauftragte und jeder Handwerker für sich, sollten auf die richtige Wahl Ihrer Schutzausstattung Wert legen.
Quelle:http://www.presseanzeiger.de
Die Anschaffung von PRCD´s wird von der BG gefördert!
Weitere Infomationen finden die bei der BG-Bau
http://www.bgbau.de/praev/anreizsysteme/katalog-der-foerderwuerdigen-massnahmen/ortsveraenderliche-schutzeinrichtung-prcd-s-5-polig
http://www.bgbau.de/praev/anreizsysteme/katalog-der-foerderwuerdigen-massnahmen/prcd-s-personenschutzschalter

References: Art. 2
 Art. 83
 Art. 32
 § 8
 § 29
 § 23
 § 23
 §23
 § 16
 § 3
 § 3
 § 3
 § 14
 § 14
 § 11