Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=BFH&Datum=05.06.2003&Aktenzeichen=III%20R%2038/01
Timestamp: 2019-05-19 19:28:08+00:00

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BFH, 05.06.2003 - III R 38/01 - dejure.org
https://dejure.org/2003,6660
BFH, 05.06.2003 - III R 38/01 (https://dejure.org/2003,6660)
BFH, Entscheidung vom 05.06.2003 - III R 38/01 (https://dejure.org/2003,6660)
BFH, Entscheidung vom 05. Juni 2003 - III R 38/01 (https://dejure.org/2003,6660)
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2. FGO -ÄndG Art. 4; FGO § 62 Abs. 3
Rechtslage ab 1.1.2001 für Nachweis der Bevollmächtigung und Ausschlussfristsetzung zur Vorlage der Vollmacht
Übermittlung einer Prozessvollmacht per Fax; Vorlage der Originalvollmacht innerhalb der Ausschlussfrist; Verletzung rechtlichen Gehörs
Zusammenfassung von "Der Nachweis der Bevollmächtigung und die Formstrenge des BFH" von Adelheid Jäger, BFH, original erschienen in: DStZ 2003, 880 - 883.
Der BFH hat bereits entschieden, dass sich die Rechtmäßigkeit einer vor Inkrafttreten der Änderung durch das 2.FGOÄndG gesetzten Ausschlussfrist nach der Rechtslage im Zeitpunkt der Fristsetzung richtet (BFH-Urteil vom 5. Juni 2003 III R 38/01, BFH/NV 2004, 489).
Die Form der Faxkopie reicht für eine Verfahrensvollmacht aus (Oberlandesgericht --OLG-- Hamm vom 14. Oktober 2003 4 Ss OWi 642/03, Zeitschrift für Schadensrecht --ZfScH-- 2004, 42; Gemeinsamer Senat der obersten Gerichtshöfe des Bundes --GmS-OGB-- vom 9. April 2000 GmS-OGB 1/98, BGHZ 144, 160), zumindest wenn nicht - wie nach § 62 Abs. 3 FGO - eine Ausschlussfrist zur Vorlage einer schriftlichen Originalvollmacht gesetzt wurde (BFH vom 5. Juni 2003 III R 38/01, HFR 2003, 1064, BFH/NV 2004, 489 zu II 2 a a.E.).
Auch überträgt der Senat die vom Bundesfinanzhof (BFH) in seinem Urteil vom 5. Juni 2003 (III R 38/01 - BFH/NV 2004, 489-491, veröffentlicht in juris, m. w. N.) und vom Bundesgerichtshof (BGH) in seinem Beschluss vom 27. März 2002 (III ZB 43/00 - NJW-RR 2002, 933, veröffentlicht in juris, m. w. N.) dargelegte Ansicht, die Übermittlung der Vollmachtsurkunde per Telefax reiche nicht aus, nicht auf das sozialgerichtliche Verfahren.
BFH, 29.11.2005 - II S 15/05
Die Vorlage einer Ablichtung genügt nicht diesem Erfordernis (BFH-Beschluss vom 5. Juni 2003 III R 38/01, BFH/NV 2004, 489, m.w.N.).
Der Senat hat in seinen Urteilen vom 5. Juni 2003 III R 38/01 (Höchstrichterliche Finanzrechtsprechung 2003, 1064) und III R 40/01 (nicht veröffentlicht), die beide noch § 62 Abs. 3 FGO in der bis zum 31. Dezember 2000 geltenden Fassung betrafen, nach welcher der Mangel der Vollmacht stets von Amts wegen zu berücksichtigen war, die möglichen Folgerungen, die aus der Neufassung des § 62 Abs. 3 FGO zu ziehen seien, noch offen gelassen.
Auch eine durch Telefax übermittelte Prozessvollmacht genügt den Anforderungen einer schriftlichen Vollmacht (Landessozialgericht (LSG) Baden-Württemberg, Urteil vom 09.11.2006, L 6 SB 1439/06, NZS 2007, 446ff. m.w.N; LSG Berlin, Urteil vom 07.02.1991, L 10 An 21/90, zit. nach juris; LSG Nordrhein-Westfalen, Urteil vom 28.09.1989, L 16 KR 41/88, Breith 1990, 95-99, jeweils zu § 73 SGG; a.A. Bundesgerichtshof (BGH), Urteil vom 23.06.1994, I ZR 106/92, 05.06.1997, III ZR 190/96; Beschluss vom 27.03.2002, III ZB 43/00, zit. nach juris, jeweils zu § 80 der Zivilprozessordnung (ZPO); Bundesfinanzhof, Urteil vom 05.06.2003, III R 38/01, BFH/NV 2004, 489 ff., zu § 62 der Finanzgerichtsordnung (FGO)).
FG Sachsen-Anhalt, 30.09.2016 - 6 K 734/16
Nachweis der Bevollmächtigung vor der Gewährung von Akteneinsicht
Nachgewiesen werden kann die Bevollmächtigung grundsätzlich nur durch Vorlage einer handschriftlich unterzeichneten Vollmacht im Original (BFH-Urteil vom 05. Juni 2003, III R 38/01 BFH/NV2004, 489 m.w.N).

References: Art. 4
 § 62
 § 62
 § 62
 § 62
 § 73
 § 80
 § 62