Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=BVerfGE%2075,%20348
Timestamp: 2019-04-21 09:23:32+00:00

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BVerfG, 20.05.1987 - 1 BvR 762/85 - dejure.org
Vereinbarkeit mit dem GG - Schädigung eines Kindes - Berufskrankheit der Mutter - Gesetzliche Unfallversicherung - Leistungsausschluß
SG Mainz, 09.12.1982 - S 3 U 143/81
LSG Rheinland-Pfalz, 22.06.1983 - L 3 U 31/83
LSG Rheinland-Pfalz, 21.05.1984 - L 3 U 31/83
BVerfGE 75, 348
NJW 1988, 757
MDR 1987, 902
FamRZ 1987, 899
VersR 1987, 946
Dieses geht insbesondere nicht so weit, daß der Staat gehalten wäre, jegliche die Familie treffende Belastung auszugleichen oder jeden Unterhaltspflichtigen zu entlasten (BVerfGE 43, 108 (121); 75, 348 (360) m. w. N.).
a) Prüfungsmaßstab ist insoweit Art. 3 Abs. 1 GG, wobei die in Art. 6 Abs. 1 GG enthaltene Grundsatzentscheidung für den Schutz der Familie mit zu beachten ist (vgl. BVerfGE 13, 290 (296 f., 298); 75, 348 (357)).
Die Grundsätze fairen Verfahrens haben insoweit Vorrang vor dem aus dem allgemeinen Gleichheitssatz ableitbaren Willkürverbot, da sie die stärkere sachliche Beziehung zu dem zu prüfenden Sachverhalt haben (vgl. BVerfGE 13, 290 ; 64, 229 ; 65, 104 ; 75, 348 ).
Demgemäß ist dieses Grundrecht vor allem dann verletzt, wenn eine Gruppe von Normadressaten im Vergleich zu anderen Normadressaten anders behandelt wird, obwohl zwischen beiden Gruppen keine Unterschiede von solcher Art und solchem Gewicht bestehen, dass sie die Ungleichbehandlung rechtfertigen könnten (BVerfGE 75, 348, 357 = SozR 2200 § 555a Nr. 3; stRspr); Entsprechendes gilt für eine Gleichbehandlung trotz Bestehens gewichtiger Unterschiede.
Für einen Rückgriff auf Art. 3 Abs. 1 GG verbleibt daneben kein Raum mehr, wenn nicht eine stärkere sachliche Beziehung zum allgemeinen Gleichheitssatz des Art. 3 Abs. 1 GG besteht (vgl. BVerfGE 9, 237 ; 14, 34 ; 17, 210 ; 67, 186 ; 75, 348 ; 75, 382 ).
Dass der 2. Senat des BSG in seinem Urteil vom 30. April 1985 - 2 RU 44/84 - (…BSGE 58, 83, 85 f = SozR 2200 § 555a Nr. 2, S 5 f = NJW 1986, 1569; BVerfGE 75, 348, 357 ff = SozR 2200 § 555a Nr. 3, S 11 ff) die analoge Anwendung des § 555a Reichsversicherungsordnung (RVO) auf ein Kind abgelehnt hat, das als Leibesfrucht durch die Folgen einer von seiner Mutter vor seiner Zeugung erlittenen Berufskrankheit geschädigt worden ist, steht der Auffassung des erkennenden Senats zur Füllung der Gesetzeslücke in § 1 Abs. 1 Satz 1 OEG nicht entgegen.
Insoweit hat das aus dem allgemeinen Gleichheitssatz ableitbare Willkürverbot die stärkere sachliche Beziehung zu dem zu prüfenden Sachverhalt (vgl. BVerfGE 13, 290 ; 64, 229 ; 65, 104 ; 75, 348 ).
BSG, 16.10.1990 - 11 RAr 103/89
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SG Hamburg, 08.10.2001 - S 36 U 94/96

References: Art. 3
 Art. 6
 § 555
 Art. 3
 Art. 3
 § 555
 § 555
 § 555
 § 1