Source: https://www.jusmeum.de/gesetz/kfzmechaausbv-2013
Timestamp: 2020-01-22 21:06:56+00:00

Document:
KfzMechaAusbV 2013
Der Ausbildungsberuf des Kraftfahrzeugmechatronikers und der Kraftfahrzeugmechatronikerin wird staatlich anerkannt
nach § 25 der Handwerksordnung zur Ausbildung für das Gewerbe Nummer 20, Kraftfahrzeugtechniker, der Anlage A der Handwerksordnung.
Die Berufsausbildung gliedert sich in gemeinsame Ausbildungsinhalte und die Ausbildungsinhalte in einem der Schwerpunkte
Motorradtechnik,
System- und Hochvolttechnik oder
Karosserietechnik.
(1) Gegenstand der Berufsausbildung sind mindestens die im Ausbildungsrahmenplan (Anlage) aufgeführten Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten (berufliche Handlungsfähigkeit). Eine von dem Ausbildungsrahmenplan abweichende Organisation der Berufsausbildung ist insbesondere insoweit zulässig, als betriebspraktische Besonderheiten die Abweichung erfordern.
(2) Die Berufsausbildung zum Kraftfahrzeugmechatroniker und zur Kraftfahrzeugmechatronikerin gliedert sich in
(1) Die in dieser Verordnung genannten Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten sollen so vermittelt werden, dass die Auszubildenden zur Ausübung einer qualifizierten beruflichen Tätigkeit im Sinne von § 1 Absatz 3 des Berufsbildungsgesetzes befähigt werden, die insbesondere selbstständiges Planen, Durchführen und Kontrollieren einschließt. Diese Befähigung ist auch in Prüfungen nach den §§ 6 bis 8 nachzuweisen.
§ 6 Abschluss- oder Gesellenprüfung
Die Abschluss- oder Gesellenprüfung besteht aus den beiden zeitlich auseinanderfallenden Teilen 1 und 2. Durch die Abschluss- oder Gesellenprüfung ist festzustellen, ob der Prüfling die berufliche Handlungsfähigkeit erworben hat. In der Abschluss- oder Gesellenprüfung soll der Prüfling nachweisen, dass er die dafür erforderlichen beruflichen Fertigkeiten beherrscht, die notwendigen beruflichen Kenntnisse und Fähigkeiten besitzt und mit dem im Berufsschulunterricht zu vermittelnden, für die Berufsausbildung wesentlichen Lehrstoff vertraut ist. Die Ausbildungsordnung ist zugrunde zu legen. Dabei sollen Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten, die bereits Gegenstand von Teil 1 der Abschluss- oder Gesellenprüfung waren, in Teil 2 der Abschluss- oder Gesellenprüfung nur insoweit einbezogen werden, als es für die Feststellung der Berufsbefähigung erforderlich ist.
§ 7 Teil 1 der Abschluss- oder Gesellenprüfung
(1) Teil 1 der Abschluss- oder Gesellenprüfung soll vor dem Ende des zweiten Ausbildungsjahres stattfinden.
(2) Teil 1 der Abschluss- oder Gesellenprüfung erstreckt sich auf die in der Anlage für die ersten drei Ausbildungshalbjahre aufgeführten Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten sowie auf den im Berufsschulunterricht zu vermittelnden Lehrstoff, soweit er für die Berufsausbildung wesentlich ist.
(3) Teil 1 der Abschluss- oder Gesellenprüfung besteht aus dem Prüfungsbereich Serviceauftrag.
die Arbeitsschritte zu planen, Daten zu recherchieren, Schaltpläne und Funktionen zu analysieren, Arbeitsmittel und Messgeräte auszuwählen, Messungen durchzuführen, Ergebnisse zu dokumentieren,
Instandhaltungsvorgaben, insbesondere den Zusammenhang von Technik, Arbeitsorganisation, Umweltschutz sowie Sicherheit und Gesundheitsschutz zu berücksichtigen,
fachbezogene Probleme und deren Lösungen darzustellen, die relevanten fachlichen Hintergründe aufzuzeigen sowie die Vorgehensweise bei der Durchführung begründen zu können;
der Prüfling soll an mindestens einem der nachfolgenden Systeme
Messungen und Prüfungen durchführen, dabei Fehler, Störungen und deren Ursachen feststellen, Mess- oder Prüfprotokolle anfertigen sowie eine fahrzeugtechnische Baugruppe demontieren, warten, montieren und eine Dokumentation erstellen;
abweichend von Nummer 2 können andere Tätigkeiten zugrunde gelegt werden, wenn sie in gleicher Breite und Tiefe die in Nummer 1 genannten Nachweise ermöglichen;
der Prüfling soll eine Arbeitsaufgabe, die aus mehreren Teilaufgaben bestehen kann und Kundenaufträgen entspricht, durchführen, ein situatives Fachgespräch, das aus mehreren Gesprächsphasen bestehen kann, führen und Aufgaben schriftlich bearbeiten, die sich auf die Arbeitsaufgabe beziehen;
die Prüfungszeit für die Arbeitsaufgabe und das situative Fachgespräch beträgt drei Stunden; innerhalb dieser Zeit soll das situative Fachgespräch höchstens zehn Minuten dauern; die Prüfungszeit für die schriftlichen Aufgabenstellungen beträgt 120 Minuten.
§ 8 Teil 2 der Abschluss- oder Gesellenprüfung
(1) Teil 2 der Abschluss- oder Gesellenprüfung erstreckt sich auf die in der Anlage aufgeführten Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten sowie auf den im Berufsschulunterricht zu vermittelnden Lehrstoff, soweit er für die Berufsausbildung wesentlich ist.
(2) Teil 2 der Abschluss- oder Gesellenprüfung besteht aus den Prüfungsbereichen:
Kraftfahrzeug- und Instandhaltungstechnik,
Diagnosetechnik,
Probleme und deren Lösungen darzustellen und fachliche Hintergründe aufzuzeigen sowie die Vorgehensweise bei der Durchführung des Kundenauftrages zu begründen;
für den Nachweis nach Nummer 1 sind folgende Tätigkeiten zugrunde zu legen:
Überprüfen von Fahrzeugen oder Fahrzeugsystemen nach Herstellervorgaben oder straßenverkehrszulassungsrechtlichen Vorschriften;
vernetzte Systeme;
Instandsetzen von Fahrzeugen oder Fahrzeugsystemen;
andere Tätigkeiten können zugrunde gelegt werden, wenn sie in gleicher Breite und Tiefe die in Nummer 1 genannten Nachweise ermöglichen;
der Prüfling soll drei gleichwertige Arbeitsaufgaben, die aus mehreren Teilaufgaben bestehen können und Kundenaufträgen entsprechen, bearbeiten sowie hierüber ein situatives Fachgespräch führen, das aus mehreren Gesprächsphasen bestehen kann; die Arbeitsaufgaben nach Nummer 2.2 und 2.3 sollen sich auf den gewählten Schwerpunkt beziehen;
die Prüfungszeit beträgt fünf Stunden; innerhalb dieser Zeit soll das situative Fachgespräch in insgesamt höchstens 20 Minuten durchgeführt werden.
(4) Für den Prüfungsbereich Kraftfahrzeug- und Instandhaltungstechnik bestehen folgende Vorgaben:
kraftfahrzeugtechnische Systeme und deren Funktionen zu beschreiben,
Problemanalysen durchzuführen, technologische und mathematische Sachverhalte zu analysieren, zu bewerten, Vorgehensweisen und Lösungswege darzustellen,
Sicherheits-, Gesundheitsschutz- und Umweltschutzbestimmungen, zulassungsrechtliche Vorschriften sowie die Methoden der Instandhaltung unter Berücksichtigung des Qualitätsmanagements und der Grundsätze der Kundenorientierung anzuwenden und Ergebnisse zu bewerten,
für die Instandhaltung erforderliche Ersatzteile, Werkzeuge, Mess- und Prüfgeräte sowie Werkstatteinrichtungen und Hilfsmittel unter Beachtung von technischen Regeln und Herstellerangaben auszuwählen,
Maßnahmen unter Berücksichtigung betrieblicher Abläufe zu planen,
branchenbezogene Software zu nutzen und Daten auszuwerten sowie
der Prüfling soll Aufgaben, die sich auf Kundenaufträge beziehen, schriftlich bearbeiten;
(5) Für den Prüfungsbereich Diagnosetechnik bestehen folgende Vorgaben:
Informationen aus Funktions-, Schalt- und Vernetzungsplänen, branchenbezogener Software sowie Herstelleranweisungen auszuwerten,
Störungen, Fehler und deren Ursachen systematisch einzugrenzen,
die Vernetzung von Systemen des Kraftfahrzeuges zu beschreiben und zu analysieren;
Serviceauftrag mit 35 Prozent,
Kundenauftrag mit 35 Prozent,
Kraftfahrzeug- und
Instandhaltungstechnik mit 10 Prozent,
Diagnosetechnik mit 10 Prozent,
(2) Die Abschluss- oder Gesellenprüfung ist bestanden, wenn die Leistungen wie folgt bewertet worden sind:
(3) Auf Antrag des Prüflings ist die Prüfung in einem der Prüfungsbereiche Kraftfahrzeug- und Instandhaltungstechnik, Diagnosetechnik oder Wirtschafts- und Sozialkunde durch eine mündliche Prüfung von etwa 15 Minuten zu ergänzen, wenn
Die erfolgreich abgeschlossene Ausbildung zum Kraftfahrzeugservicemechaniker und zur Kraftfahrzeugservicemechanikerin kann ab dem dritten Ausbildungsjahr im Ausbildungsberuf zum Kraftfahrzeugmechtroniker und zur Kraftfahrzeugmechtronikerin nach dieser Verordnung fortgesetzt werden.
(2) Gleichzeitig treten die Verordnung über die Berufsausbildung zum Kraftfahrzeugmechatroniker/zur Kraftfahrzeugmechatronikerin vom 20. Juli 2007 (BGBl. I S. 1501) und die Verordnung über die Berufsausbildung zum Mechaniker für Karosserieinstandhaltungstechnik und zur Mechanikerin für Karosserieinstandhaltungstechnik vom 25. Juli 2008 (BGBl. I S. 1442) außer Kraft.
Anlage (zu § 4 Absatz 1)Ausbildungsrahmenplan für die Berufsausbildung zum Kraftfahrzeugmechatroniker und zur Kraftfahrzeugmechatronikerin
1 Bedienen von Fahrzeugen und Systemen
Menüfunktionen anwenden und Informations-, Kommunikations-, Komfort- und Sicherheitssysteme bedienen
2 Außer Betrieb nehmen und in Betrieb nehmen von fahrzeugtechnischen Systemen
herstellerspezifische Vorgaben, Sicherheitsvorschriften und Schutzmaßnahmen, insbesondere Normen und Vorschriften für das elektrotechnische Arbeiten an Hochvoltfahrzeugen sowie Unfallverhütungsvorschriften und Regeln der Technik, anwenden
Funktionen überprüfen und Ergebnisse dokumentieren
physikalische Größen, insbesondere Drücke und Temperaturen messen und prüfen
4 Durchführen von Service- und Wartungsarbeiten
Funktionskontrollen durchführen und Fehlerspeicher auslesen
Einstellarbeiten an Fahrzeugen und Systemen vornehmen
Prüf- und Messprotokolle erstellen und interpretieren
5 Diagnostizieren von Fehlern und Störungen an Fahrzeugen und Systemen
Kundenbeanstandungen nachvollziehen, Funktionskontrolle durchführen und Diagnosewege festlegen
Schäden und Funktionsstörungen an mechanischen, elektrischen, elektronischen, mechatronischen, pneumatischen, hydraulischen und vernetzten Systemen von Fahrzeugen und deren Komponenten feststellen
Fehler und deren Ursachen mit Hilfe von Stromlauf- und Funktionsplänen bestimmen
Prüfprotokolle erstellen und Ergebnisse dokumentieren
Bordnetz-, Ladestrom-, Start- und Beleuchtungssysteme prüfen, beurteilen und nach Kundenwünschen parametrieren, Ergebnisse dokumentieren
Datenkommunikation zwischen Steuergeräten erkennen
Systemzustände mit Hilfe von Diagnosesystemen ermitteln, mit Informationen in Datenbanken abgleichen und Ergebnis bewerten
Fehlersuchprogramme, Herstellerinformationen und Datenbanken anwenden sowie Hotline und Telediagnose nutzen
Steuergerätesoftware ermitteln, aktualisieren, Rückstellungen und Grundeinstellungen an Fahrzeugsystemen durchführen und Lernwerte anpassen
Diagnose- und Reparaturmöglichkeiten in Abhängigkeit des Kundenauftrags bestimmen
Komfort-, Sicherheits- und Fahrerassistenzsysteme prüfen, beurteilen und nach Kundenwünschen parametrieren, Ergebnisse dokumentieren
6 Demontieren, Reparieren und Montieren von Bauteilen, Baugruppen und Systemen
Bauteile, Baugruppen und Systeme außer Betrieb nehmen, demontieren, zerlegen, sicherheits- und gesundheitsgefährdende Stoffe identifizieren, auf Wiederverwendbarkeit prüfen, kennzeichnen und systematisch ablegen
Bauteile und Baugruppen säubern, reinigen, konservieren und lagern
Bauteile, Baugruppen und Systeme fügen, insbesondere Schraubverbindungen unter Beachtung der Teilefolge und des Drehmomentes herstellen
verschleißbehaftete Baugruppen und Systeme, insbesondere Bremsen, instand setzen
Reifen montieren und Räder auswuchten
Reparaturmaßnahmen nach Diagnose ableiten, Reparaturverfahren umsetzen
elektronische, mechatronische, pneumatische und hydraulische Systeme, Baugruppen und Bauteile instand setzen
elektrotechnische Sicherheitsregeln beim Arbeiten an elektrischen Systemen, insbesondere an Hochvoltsystemen und Brennstoffzellen, beachten
7 Durchführen von Untersuchungen an Fahrzeugen nach rechtlichen Vorgaben
Kraftfahrzeuge für gesetzlich vorgeschriebene Prüfungen vorbereiten
Verkehrs- und Betriebssicherheit von Kraftfahrzeugen überprüfen, Mängel dokumentieren und Maßnahmen zu ihrer Beseitigung einleiten
Soll- und Istwerte unter Anwendung der Diagnosesysteme ermitteln, Einstellwerte erfassen, Einstellungen durchführen und Ergebnisse dokumentieren
8 Aus-, Um- und Nachrüsten von Fahrzeugen
Räder, Fahrwerks- sowie Karosseriebauteile fahrzeugbezogen bestimmen
Zubehör-, Zusatzeinrichtungen und Sonderausstattung nach gesetzlichen Vorschriften und technischen Unterlagen dem Fahrzeugtyp zuordnen, ein- und umbauen, Funktion prüfen sowie Änderungen dokumentieren
Bauteile und Systeme in den Fahrzeugverbund einbinden
Steuergeräte codieren und parametrieren, Softwarestände aktualisieren, Änderungen dokumentieren
Kunden in die Bedienung einweisen und auf zulassungsrechtliche Vorschriften hinweisen
1. Schwerpunkt: Personenkraftwagentechnik
1 Außer Betrieb nehmen und in Betrieb nehmen von fahrzeugtechnischen Systemen
(§ 4 Absatz 3 Nummer 2) fahrzeugtechnische Systeme, insbesondere Klimaanlagen, elektrische Anlagen, Druckluftsysteme, hydraulische Systeme und pyrotechnische Systeme, nach Herstellervorgaben außer und in Betrieb nehmen, Funktionen überprüfen und Ergebnisse dokumentieren 4
2 Diagnostizieren von Fehlern und Störungen an Fahrzeugen und Systemen
Ursachen für Funktionsstörungen an Antriebs-, Fahrwerks-, Komfort- und Sicherheitssystemen mit Hilfe von Diagnosesystemen ermitteln
Fahrwerksvermessung durchführen und Messprotokoll erstellen
Brems-, Fahrwerks-, Federungs-, Dämpfungs- und Niveauregelungssysteme prüfen und beurteilen
Antriebsaggregate einschließlich Motormanagementsystem, Abgassystem und Nebenaggregate prüfen und diagnostizieren
Karosseriesysteme, insbesondere Schließanlagen, Verdeckanlagen und Schiebedächer, prüfen und beurteilen
Funktionsanalyse an Klimaanlagen und vernetzten Fahrzeugkomponenten durchführen, insbesondere an Fahrerassistenzsystemen und aktiven Sicherheitssystemen
Datenkommunikation zwischen Steuergeräten erfassen und bewerten
Fehler an drahtlosen Signalübertragungssystemen lokalisieren
Kraftübertragungssysteme, insbesondere Schaltgetriebe und Automatikgetriebe, prüfen und beurteilen
Lenksysteme prüfen und diagnostizieren
3 Demontieren, Reparieren und Montieren von Bauteilen, Baugruppen und Systemen
elektrische und optoelektronische Datenkommunikationsleitungen instand setzen
Antriebsaggregate einschließlich Motormanagementsystem, Abgassystem und Nebenaggregate instand setzen
Kraftübertragungssysteme, insbesondere Schaltgetriebe, Automatikgetriebe und Allradsysteme, instand setzen
Karosseriesysteme, insbesondere Schließanlagen, Verdeckanlagen und Schiebedächer, instand setzen
Fahrwerks-, Federungs-, Dämpfungs- und Niveauregelungssysteme instand setzen
4 Aus-, Um- und Nachrüsten von Fahrzeugen
Systeme, Komponenten und Schaltkreise der Signalverarbeitung für optische Übertragungssysteme nachrüsten
Kraftfahrzeuge mit drahtlosen Signalübertragungssystemen, Antennenanlagen und Unterhaltungselektronik nachrüsten
2. Schwerpunkt: Nutzfahrzeugtechnik
Fahrzeug und Rahmen gegen unbeabsichtigte Bewegungen sichern; Beladungszustand feststellen und Ladegut sichern
Aufbauten und Zusatzaggregate in Wartungszustand versetzen
fahrzeugtechnische Systeme, insbesondere Klimaanlagen, elektrische Anlagen, Druckluftsysteme, hydraulische Systeme und pyrotechnische Systeme, nach Herstellervorgaben außer und in Betrieb nehmen, Funktionen überprüfen und Ergebnisse dokumentieren
Fahrzeuge für Rollenprüfstand vorbereiten, insbesondere Systeme deaktivieren und aktivieren
2 Messen und Prüfen an Systemen
Befestigungspunkte der Auf- und Anbauten prüfen, insbesondere Drehmoment an Schraubverbindungen
hydraulische Anlagen und Druckluftanlagen auf Dichtheit und Funktion prüfen
3 Durchführen von Service- und Wartungsarbeiten
automatische Schmieranlagen auf Funktion prüfen und befüllen
Druckluftbremsanlagen, Achsen und Abgasnachbehandlungssysteme prüfen und warten
Aufbauten und Zusatzaggregate prüfen und warten
4 Diagnostizieren von Fehlern und Störungen an Fahrzeugen und Systemen
Fehler an hydraulischen Anlagen, Druckluftanlagen, Aufbauten, Zusatzaggregaten und drahtlosen Signalübertragungssystemen mit elektrischen, hydraulischen und pneumatischen Schaltplänen feststellen
Antriebsaggregate einschließlich Motormanagementsystem, Abgassystem und Nebenaggregate prüfen und beurteilen
Kraftübertragungssysteme, insbesondere automatisierte Schaltgetriebe und Automatikgetriebe, prüfen und beurteilen
Allradantriebssysteme prüfen und einstellen
Expertensysteme anwenden, insbesondere die geführte Fehlersuche, Datenbank und Telediagnose, Hotline nutzen
5 Demontieren, Reparieren und Montieren von Bauteilen, Baugruppen und Systemen
Bremstrommeln ausdrehen und Bremsscheiben schleifen
Antriebsaggregate, einschließlich Motormanagementsystem, Abgassystem, Abgasrückführungssystem und Nebenaggregate, instand setzen
Kraftübertragungssysteme, insbesondere Schalt-, Achs-, Allradgetriebe und Nebenantriebe, instand setzen
Luftpresser reparieren, Druckluftaggregate ersetzen sowie Druckluftleitungen installieren
Druckluftbremsanlage und Achsmodulator parametrieren
6 Aus-, Um- und Nachrüsten von Fahrzeugen
Achsen, Nebenantriebe und Standklimaanlagen nachrüsten
hydraulische, pneumatische und elektrische Aggregate und Systeme nachrüsten
3. Schwerpunkt: Motorradtechnik
fahrzeugtechnische Systeme, insbesondere elektrische Anlagen, hydraulische Systeme und pyrotechnische Systeme nach Herstellervorgaben außer und in Betrieb nehmen, Funktionen überprüfen und Ergebnisse dokumentieren
Brems- und Dämpfungssysteme anlernen
Zubehör, insbesondere Ortungssysteme, Alarmanlagen, Zusatzscheinwerfer, heizbare Griffe und Blinker, anlernen
Batteriemanagementsysteme deaktivieren und aktivieren
Motorradrahmen und Vorderradgabel, Schwinge, Dämpfung, Radlagerung, Kombination Motor und Antrieb sowie Endantrieb sichtprüfen
Lenkkopflager, Schwinge, Räder und Endantrieb prüfen, insbesondere Spiel und Verschleiß feststellen
Rad- und Reifenkombination prüfen
Ketten-, Riemen- und Kardanantriebe prüfen
Vergaser- und Einspritzsysteme sowie Abgassysteme prüfen
Schaltgetriebe und Automatikgetriebe prüfen und beurteilen
Antriebsaggregate einschließlich Motormanagementsystem und Nebenaggregate prüfen und beurteilen
Kraftübertragungssysteme instand setzen
Fahrwerk, insbesondere auf Beladung und Verwendung abstimmen
Fahrwerke tieferlegen
leistungsreduzierende und -steigernde Maßnahmen durchführen
Umbaumaßnahmen nach Kundenwünschen unter Berücksichtigung der zulassungsrechtlichen Vorschriften und Herstellervorgaben durchführen
4. Schwerpunkt: System- und Hochvolttechnik
Beurteilung von Gefährdungen an Hochvoltfahrzeugen durchführen, Risiken analysieren, Schutzmaßnahmen ableiten und Arbeitsanweisungen ausarbeiten
Messungen und Funktionsprüfungen an unter Spannung stehenden Hochvoltkomponenten und -systemen bei Außer-, Inbetriebnahme und Erprobung durchführen
Wirksamkeit von elektrotechnischen Schutzmaßnahmen am Hochvoltsystem prüfen
Aufbau, Funktion und Wirkungsweise von Antriebstechnologien und Mobilitätskonzepten identifizieren
Kommunikation mit der Verkehrsinfrastruktur und anderen Verkehrsteilnehmern prüfen und bewerten
Steuergerätesoftware ermitteln und aktualisieren, Rückstellungen und Grundeinstellungen an Fahrzeugsystemen durchführen sowie Lernwerte anpassen
Aufbau, Funktion und Wirkungsweise von Hochvoltsystemen und deren Komponenten identifizieren und unterscheiden
Hochvoltsysteme mit Diagnosegeräten prüfen, insbesondere Isolations-, Potenzialausgleichs- und Spannungsfallmessungen durchführen
Nachrichten in Datenbussystemen analysieren und beurteilen
Funktionsanalyse an Klimaanlagen, vernetzten Fahrzeugkomponenten, insbesondere an Fahrerassistenzsystemen, aktiven Sicherheitssystemen und proaktiven Verkehrsmanagementsystemen, durchführen
automatisierte Schaltgetriebe und Automatikgetriebe prüfen und beurteilen
Fehler am Unterhaltungs-, Informations- und Kommunikationssystem lokalisieren
Fahrerassistenzsysteme hinsichtlich der Fahrwerksgeometrie prüfen und beurteilen
Hochvoltkomponenten instand setzen und ersetzen
Hochvoltleitungen unter Beachtung der elektromagnetischen Verträglichkeit zurichten, mit unterschiedlichen Anschlusstechniken verarbeiten und Hochvoltkomponenten anschließen
Unterhaltungs-, Informations- und Kommunikationssysteme instand setzen
Antriebsaggregate, insbesondere Managementsysteme, instand setzen
Fahrerassistenzsysteme instand setzen
Systeme, Komponenten und Schaltkreise der Signalverarbeitung für optische Übertragungssysteme diagnostizieren, instand setzen und nachrüsten
Zubehör, Zusatzeinrichtungen und Sonderausstattung für den Ein- und Umbau vorbereiten, ein- und umbauen, anschließen, Funktion prüfen und Änderungen dokumentieren
5. Schwerpunkt: Karosserietechnik
Bauteile und Systeme auf Funktion prüfen und Ergebnisse dokumentieren
Schutzmaßnahmen bei Schweiß- und Richtarbeiten durchführen
Arbeiten an Verdecksystemen durchführen
außer und in Betrieb nehmen von fahrzeugtechnischen Systemen
Oberflächenbeschaffenheit, Fügeflächen und Formtoleranz in montagegerechter Lage prüfen
zweidimensionale und dreidimensionale Messsysteme anwenden
Karosseriebauteile auf Dichtheit prüfen
Fahrzeugkarosserien vermessen
Schablonen entsprechend dem Verwendungszweck auswählen und als Prüfmittel einsetzen
lösbare und nicht lösbare Verbindungen prüfen
3 Diagnostizieren von Fehlern und Störungen an Fahrzeugen und Systemen
Schäden mit Hilfe der Messdaten analysieren
Schadensumfänge mit Hilfe von Schadenskalkulationssystemen feststellen
4 Demontieren, Reparieren und Montieren von Bauteilen, Baugruppen und Systemen
Bearbeitungsverfahren für die Instandsetzung von Karosserien auswählen, Trennschnittlinien nach Vorgaben festlegen und Karosseriebauteile trennen, Fügeverbindungen herstellen, insbesondere Löt-, Schweiß-, Niet- und Klebetechniken, festlegen und vorgegebene Fügeverfahren anwenden
Karosserie-, Rahmen- und Aufbauteile nach Vorgaben ersetzen
Spot- und Smartrepairsysteme auswählen und lackschadensfreie Ausbeultechnik anwenden
Karosseriebauteile ausbeulen, Fahrzeugkarosserien mit vorgegebenem Richtverfahren rückverformen
Leichtbauteile und Karosserien mit vorgegebenen Reparaturmethoden instand setzen
Fahrzeugverglasung instand setzen
Karosserieschutz und Korrosionsschutz wiederherstellen
Fahrzeug zur Lackierung vorbereiten
Lackoberflächen pflegen, polieren, konservieren und schützen
Dicht- und Dämmmaterialien auswählen und anwenden
Fahrzeugausstattungen, insbesondere Verkleidungen, aus- und einbauen sowie instand setzen
5 Durchführen von Untersuchungen an Fahrzeugen nach rechtlichen Vorgaben
(§ 4 Absatz 3 Nummer 7) Sondereinbauten und Nachrüstungen an Karosserien unter Verkehrs- und Betriebssicherheitsaspekten bewerten, durchführen und dokumentieren 2
Sicherheitshinweise der Hersteller, insbesondere bei Kraftfahrzeugen mit alternativen Antrieben, beachten
Fahrzeugübergabe vorbereiten
Arbeitsabläufe unter Berücksichtigung des Arbeitsauftrages, der Instandhaltungsvorgaben, der Einbauanleitungen, der personellen und technischen Gegebenheiten planen, kontrollieren und bewerten
Prüfmittel ermitteln sowie deren Einsatz abstimmen
Arbeit im Team planen, Aufgaben aufteilen und Ergebnisse der Zusammenarbeit auswerten
technische Informationen interpretieren, aufbereiten, vermitteln und präsentieren
Vorgaben für das Informieren hinsichtlich der Bedienung des Zubehörs und der Zusatzeinrichtungen beachten, auf Sicherheitsregeln und Vorschriften hinweisen
Wissensdatenbanken nutzen, einsetzen und anwenden
Service-Informationen auch aus englischsprachigen Unterlagen entnehmen und anwenden
Richtlinien für Garantie, Kulanz und Sachmängelhaftung beachten
betriebliche Informationssysteme und technische Geräte aktualisieren
Kunden auf Instandsetzungs- und Wartungsarbeiten sowie weitere Serviceleistungen hinweisen
Kunden- und Lieferantenwünsche ermitteln, bewerten und Maßnahmen zur Erfüllung einleiten
Prüf- und Wartungsfristen von Betriebs- und Prüfmitteln beachten sowie Maßnahmen einleiten
Verfahrensabläufe für Rückrufmaßnahmen oder Nachbesserungen beachten und anwenden
Ursachen von Fehlern und Mängeln im Arbeitsprozess systematisch suchen, bewerten, beseitigen und dokumentieren sowie Folgewirkungen von Fehlern und Mängeln abschätzen
Stand: Geändert durch Art. 2 V v. 27.1.2014 I 90
2013, 1578: BGBl I

References: § 25
 § 1

§ 6

§ 7

§ 8
 § 4
 Art. 2