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Timestamp: 2020-08-10 11:23:38+00:00

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BGH, 15.06.1992 - II ZR 229/91 - dejure.org
BGH, 15.06.1992 - II ZR 229/91
https://dejure.org/1992,500
BGH, 15.06.1992 - II ZR 229/91 (https://dejure.org/1992,500)
BGH, Entscheidung vom 15.06.1992 - II ZR 229/91 (https://dejure.org/1992,500)
BGH, Entscheidung vom 15. Juni 1992 - II ZR 229/91 (https://dejure.org/1992,500)
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Einlageforderung - Liquidationsstadium - Werthaltigkeit - Pfändung einer Forderung - Einstellung des Geschäftsbetriebs der Gesellschaft - Einlageschuldner - Gegenforderung - Aufrechnung - Erfüllung der Einlageschuld - Vollwertigkeit des Anspruchs
Pfändbarkeit einer das Gesellschaftsvermögen erschöpfenden Einlageforderung bei Unterbleiben von Konkurs- oder Liquidationsverfahren unabhängig von der Kenntnis der übrigen Gläubiger
GmbHG § 19 Abs. 2
Pfändung einer Einlageforderung im Liquidationsstadium
Abtretung und Pfändung der Einlageforderung, Bareinlagen
NJW 1992, 2229
ZIP 1992, 992
MDR 1992, 754
WM 1992, 1273
BB 1992, 1515
DB 1992, 1718
Eine Leistung an den Gesellschafter selbst ist erst dann zulässig, wenn der geltend gemachte Betrag zur vorrangigen Befriedigung der Gläubiger nicht mehr benötigt wird (Brandes, in: Festschr. f. Fleck, S. 20; zur Pfändung einer Einlageforderung vgl. Senat,NJW 1992, 2229 = LM H. 11/1992 § 19 GmbHG Nr. 14 = ZIP 1992, 992 (993)m.w.Nachw.).
Entgegen der Auffassung des Berufungsgerichts ist der Aktionär für die Vollwertigkeit grundsätzlich darlegungs- und beweisbelastet (vgl. BGH, Urteil vom 15. Juni 1992 - II ZR 229/91, ZIP 1992, 992, 995 zur GmbH;… Gehrlein in Großkomm. AktG, 4. Aufl., § 66 Rn. 43;… MünchKommAktG/Bayer, 3. Aufl., § 66 Rn. 54;… aA Cahn in Spindler/Stilz, AktG, 2. Aufl., § 66 Rn. 33).
BGH, 02.12.2002 - II ZR 101/02
Leistung der Einlageschuld zur freier Verfügung der Geschäftsführung bei Rückfluß …
Die Beklagten trifft dafür die Beweislast (vgl. Sen.Urt. v. 15. Juni 1992 - II ZR 229/91, ZIP 1992, 992).
Insoweit gilt hier ähnliches wie für die Pfändung einer rückständigen Einlageforderung der Gesellschaft (§ 19 Abs. 1 GmbHG) im Falle ihrer masselosen Insolvenz (vgl. dazu BGHZ 53, 71, 74; Sen.Urt. v. 15. Juni 1992 - II ZR 229/91, ZIP 1992, 992 sowie K. Schmidt, ZHR 157 [1993], 291, 317 f.).
Die Auflösung der Gesellschaft kraft Gesetzes bei Ablehnung des Insolvenzantrags mangels Masse (vgl. § 1 LöschG, seit 1. Januar 1999 § 60 Abs. 1 Nr. 5 GmbHG) steht einer Einzelzwangsvollstreckung in dem sich anschließenden Liquidationsstadium ebensowenig entgegen (vgl. Sen.Urt. v. 15. Juni 1992 aaO zu 1 b) wie die Löschung der GmbH wegen Vermögenslosigkeit nach dem im vorliegenden Fall einschlägigen § 2 LöschG (seit 1. Januar 1999 § 141 a FGG).
Dadurch ist nach der vorhandenen Gesetzeslage nicht die Situation eines Insolvenzverfahrens entstanden, die eine Einzelzwangsvollstreckung durch einen Gesellschaftsgläubiger ausschlösse (vgl. auch Sen.Urt. v. 15. Juni 1992 aaO, ZIP 1992, 992, 993 f.;… kritisch zur Gesetzeslage Scholz/K. Schmidt, GmbHG 8. Aufl. Anh. § 60 Rdn. 7 f.;… K. Schmidt, ZHR 1993, 291, 319 ff. sowie GesR 3. Aufl. § 11 VI 5 a).
Das wäre ein nicht hinnehmbares Ergebnis (vgl. auch Sen.Urt. v. 15. Juni 1992 aaO).
Damit steht im Einklang, daß die Beklagten ihre Einlagen mit den durch die Z.-GbR geleisteten Zahlungen als erbracht angesehen haben (vgl. Sen.Urt. v. 15. Juni 1992 - II ZR 229/91, ZIP 1992, 992, 995 a.E.).
BGH, 21.02.1994 - II ZR 60/93
Verdeckte Sacheinlage durch Tilgung einer Darlehensforderung eines …
Da die gesetzliche Regelung jedoch der Sicherung der Aufbringung des Stammkapitals und damit dem Schutz der Gesellschaftsgläubiger dient, wird der Gesellschaft die Aufrechnung gegen die Gesellschafterforderung - von dem Fall ihrer Gefährdung oder Uneinbringlichkeit abgesehen - einschränkend nur unter der Voraussetzung erlaubt, daß die Forderung liquide, fällig und vollwertig ist (BGHZ 15, 52, 59; 42, 89, 93; 90, 370, 373; BGH, Urt. v. 15. Juni 1992 - II ZR 229/91, ZIP 1992, 992, 995).
BGH, 15.04.1999 - IX ZR 93/98
Belehrungspflicht des Notars über ungesicherte Vorleistungen beim …
Nach allgemeiner Meinung ist die Forderung einer GmbH auf Einzahlung der Stammeinlage jedenfalls dann abtretbar (§ 398 BGB) und verpfändbar (§ 1274 BGB), wenn der Gesellschaft eine werthaltige Gegenleistung zufließt (BGHZ 69, 274, 282; BGH, Urt. v. 15. Juni 1992 - II ZR 229/91, NJW 1992, 2229;… Hachenburg/Ulmer, GmbHG § 19 Rdnr. 118, 120;… Rowedder, GmbHG 3. Aufl. § 19 Rdnr. 59;… vgl. auch K. Schmidt, Gesellschaftsrecht 3. Aufl. S. 1115 ff).
Nach Eintragung der Gesellschaft in das Handelsregister kann auch die Unterscheidung zwischen der nach § 7 Abs. 2 GmbHG vor der Anmeldung einzuzahlenden Mindesteinlage und der Resteinlage (…dazu Scholz/Schneider, GmbHG 8. Aufl. § 19 Rdnr. 147;… Lutter/Hommelhoff, GmbHG 14. Aufl. § 19 Rdnr. 26) keine Rolle mehr spielen (BGH, Urt. v. 15. Juni 1992 aaO).
BGH, 27.03.1995 - II ZR 136/94
Persönliche Haftung des Geschäftsführers einer Bauträger-GmbH; Haftung wegen …
Die Pfändung - ebenso wie die Abtretung - von Einlageansprüchen ist zulässig, wenn entweder die Forderung, derentwegen der Einlageanspruch abgetreten oder gepfändet wird, vollwertig ist oder wenn die Gesellschaft ihren Geschäftsbetrieb eingestellt hat, ihr Vermögen sich in der Einlageforderung erschöpft und keine weiteren Gläubiger mehr vorhanden sind oder jedenfalls ihre Ansprüche nicht weiterverfolgen (BGHZ 53, 71, 72 ff. [BGH 18.11.1969 - II ZR 83/68]; Sen.Urt. v. 15. Juni 1992 - II ZR 229/91, ZIP 1992, 992, 993 f.).
OLG Karlsruhe, 18.11.2013 - 7 W 45/13
Geltendmachung einer Stammeinlageforderung gegen den Gründungsgesellschafter …
Aus Sicht der Gesellschafter bestand daher kein Anlass für eine - erneute - Ein- oder Anforderung der Einlageleistungen (BGH, NJW 2002, 3774 f., juris Tz. 5; NJW 1992, 2229, 2231).
Nach der ständigen Rechtsprechung des BGH, der sich auch die Kammer anschließt, kommt eine Abtretung grundsätzlich nur unter der Voraussetzung in Betracht, dass der Gesellschaft eine vollwertige Gegenleistung zufließt (vgl. BGH, NJW 1992, 2229 (2229) [BGH 15.06.1992 - II ZR 229/91] m.w.N.).
Dieses besteht darin, die Kapitalgrundlage der Gesellschaft im Interesse ihrer - bereits vorhandenen oder erst später hinzutretenden - Gläubiger zu sichern (vgl. BGH, NJW 1992, 2229 (2230) [BGH 15.06.1992 - II ZR 229/91] .
Voraussetzung für eine Abtretbarkeit trotz mangelnder Vollwertigkeit ist nach ständiger und überzeugender Rechtsprechung des BGH, dass die Gesellschaft ihren Geschäftsbetrieb eingestellt hat und ihr Vermögen sich in der Einlageforderung erschöpft und außerdem entweder keine weiteren Gläubiger vorhanden sind oder diese ihre Ansprüche nicht weiterverfolgen und die Gesellschaft die Mittel für einen Prozess gegen den Einlageschuldner weder besitzt noch von einem dieser Gläubiger vorgeschossen erhält (vgl. BGH, NJW 1992, 2229 (2229) [BGH 15.06.1992 - II ZR 229/91] , NJW 1985, 1768 (1768) [BGH 11.03.1985 - II ZR 42/84] ).
OLG Stuttgart, 02.05.2002 - 20 U 13/01
GmbH-Einlageforderung: Geltendmachung durch Prozessstandschafter auch beim …
OLG Hamburg, 02.06.2006 - 11 U 244/05
Aktiengesellschaft: Vollwertigkeitsprinzip als Voraussetzung für die Abtretung …
OLG Karlsruhe, 21.01.2005 - 1 U 162/04
Anfechtung außerhalb des Konkurses: Anfechtbare Abtretung einer …
OLG Zweibrücken, 12.01.1998 - 7 U 80/97
Vollstreckungszugriff auf unpfändbare Forderungen; Pfändbarkeit des Anspruchs der …
OLG Schleswig, 03.04.2003 - 5 U 168/01
Stammeinlageerbringung bei Vorratsgesellschaft
OLG Düsseldorf, 26.05.2009 - 23 U 53/06
Haftung eines Steuerberaters für Beratungsfehler im Rahmen einer Kapitalerhöhung
BGH, 20.03.1995 - I ZR 143/94
OLG Köln, 10.11.1999 - 26 U 19/99
Handels- und Gesellschaftsrecht: Umgehung der Bareinlageverpflichtung
OLG Dresden, 19.02.2002 - 2 U 2916/01
Anforderungen an den Nachweis der Erbringung der Stammeinlage
OLG Dresden, 14.12.1998 - 2 U 2679/98
Nachweis der Zahlung der Einlageverpflichtung durch den Gesellschafter
OLG Köln, 06.04.1995 - 5 U 224/94
Möglichkeit zur Geltendmachung der Nichtbeachtung der Unpfändbarkeit einer …
OLG Hamm, 25.10.1999 - 2 U 181/97
Persönliche Haftung der Kommanditisten und der Gesellschafter einer GmbH wegen …
OLG Dresden, 29.11.1999 - 2 U 2455/99
Verrechnung von Stammeinlageverbindlichkeiten mit Vorabausschüttungen auf den …
VG Leipzig, 12.11.1998 - 2 K 975/96
Feststellung der Inhaberschaft eines Erlösauskehranspruchs; Anspruch auf …

References: § 19
 § 19
 § 66
 § 66
 § 66
 § 1
 § 60
 § 2
 § 141
 § 60
 § 11
 § 19
 § 19
 § 7
 § 19
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