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Timestamp: 2017-12-17 09:03:41+00:00

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Bekomme ich Grundsicherung auch Nachträglich? - Erwerbslosen Forum Deutschland (ELO-Forum)
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Post #908271 (1)
12.08.2011, 23:13 #1
Seylord->Emailproblem
Bekomme ich Grundsicherung auch Nachträglich?
ich habe da mal einen paar Fragen....
Nach längerer Krankheit wurde ich letztes Monat 100%iger Erwerbsminderungsrentner Rückwirkend zum 1.5. dieses Jahres und stehe jetzt natürlich finanziell total auf dem Schlauch denn ich bekomme nur 413 Euro Rente.
Jetzt habe ich Grundsicherung beantragt und wurde auch ohne weiteres genehmigt...zusätzlich bekomme ich noch 60 Euro Mehrbedarf da ich zu 100% Schwerstbehindert bin mit Merkzeichen "G" aber eben erst ab diesem Monat.
Kann ich die 60 Euro auch Rückwirkend zum 1.5 dieses Jahres einfordern da ich ja auch Rückwirkend zum 1.5 Rentner geworden bin?
Gibt es ansonsten noch irgendwelche Möglichkeiten etwas zu beantragen denn ich habe jetzt über 400 Euro weniger in meinem Geldbeutel im Monat...das tut schon extrem weh.
Es wäre schön von euch diverse Tipps zu bekommen-
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13.08.2011, 00:06 #2
AW: Bekomme ich Grundsicherung auch Nachträglich?
Nein, nachträglich bekommst Du leider gar nichts, immer erst vom Zeitpunkt der Beantragung an!
das ist aber sehr mies....hätte ich am 1.5.11 gewußt das ich ab dem Zeitpunkt Rente bekomme hätte ich ja gleich den Antrag auf Grundsicherung gemacht....also Rente und Grundsicherung bekomme ich ja in dem Sinne Rückwirkend da die ja mit dem Jobcenter abrechnen aber die 20% Mehrbedarf bekomme ich nicht...verstehe ich nicht ganz.
13.08.2011, 02:26 #4
Hi Seylord...
...einfach mal beantragen! Kaleika hat zwar recht, aber das Wissen in manchen Ämtern ist ja nicht so doll.
Von was lebtest Du bisher? Vielleicht ist über diese Schiene was zu machen (Wiedereinsetzung etc.).
13.08.2011, 03:36 #5
Bei der Grundsicherung steht der Mehrbedarf im § 30 SGB XII.
Ich würde einfach bei beiden Stellen ein gleichlautendes Schreiben einreichen:
Dass du ab Beginn der Erwerbsunfähigkeit also ab .... 2011 den Mehrbedarf nach § 30 SGB XII geltend machst. Die beiden Ämter müssen sich dann untereinander verständigen, wie sie das abwickeln. Und behalte unbedingt eine Kopie deines Schreibens für dich.
Wenn du schreibst, welche Bescheide du bekommen hast, könnte jemand einen genaueren Rat geben.
13.08.2011, 04:38 #6
Es müßte doch möglich sein, Wiedereinsetzung in den vorherigen Stand zu beantragen...eben weil die Rente rückwirkend festgesetzt wurde.
Beim Wohngeld war das möglich... einfach mal beantragen!
13.08.2011, 11:16 #7
Rückwirkend da die ja mit dem Jobcenter abrechnen
Wieso Jobcenter? Hast Du vorher ALGII bezogen? Den Mehrbedarf für MZ "G" gibt es nur im SGBXII und nicht rückwirkend, auch wenn Du theoretisch schon im Mai Rentner warst. Hab das selber durch.
14.08.2011, 15:05 #8
Den Mehrbedarf kann es nicht rückwirkend geben weil das Sozialamt erst nach Kenntnis der Notlage zahlen kann, im Gegensatz zum SGB II gilt nicht, daß erst nach Antrag gezahlt werden kann.
Wiedereinsetzung bezieht sich auf gerichtliche Fristen, die hier nicht beteiligt sind.
14.08.2011, 15:52 #9
Mit gerichtlich hatte das bei mir aber nix zu tun... sondern damit, daß meine Kinder in die BG gesteckt worden waren, obwohl sie ausreichend eigenes Einkommen hatten.
Als sie rückwirkend wieder herausgenommen wurden, habe ich die Wiedereinsetzung in den vorherigen Stand bei der Wohngeldstelle gestellt - und Wohngeld wurde für Jahre nachgezahlt.
Und hier sehe ich das so: der Hilfeempfänger ist nicht aufgeklärt worden - so wie ich damals - hat deswegen nicht rechtzeitig den Antrag gestellt - deshalb würde ich das auch hier versuchen. (Ohne Kenntnis der Rechtsgrundlage, einfach aus dem Bauchgefühl heraus.)Was kann es schaden?
14.08.2011, 18:36 #10
Das nennt sich Wiederholte Antragstellung und ist nur möglich wenn eine falsche Sozialleistung beantragt wurde. Grundsicherung konnte aber erst mit Bescheidung der Rente beantragt werden und wurde so nicht fälschlicherweise nicht beantragt.
14.08.2011, 18:43 #11
Wieso wiederholte Antragsstellung?
Ich hatte keinen ALG II Antrag gestellt - das Sozialamt hatte da eigenmächtig gehandelt - und wie ich dann mitbekam, falsch bewilligt :-(
Ich meine: wenn das Amt mich auffordert oder Kenntnis hat, daß ich Rente beantrage, dann müßte man auch insoweit beraten, daß einem gesagt wird, daß man auch vorsichtshalber Grundsicherung oder was sonst möglich ist beantragen sollte.
Wird man falsch beraten, kann man die Wiedereinsetzung in den vorherigen Stand verlangen - nur das muß man nachweisen können.
14.08.2011, 18:51 #12
§ 233 ZPO Wiedereinsetzung in den vorigen Stand
15.08.2011, 06:50 #13
Tja, wenn das wirklich so ist, bin ich damals falsch informiert worden und die SB hats trotz gerade erfolgter Schulung nicht korrigiert.
Hab mir den Antrag noch mal angesehen, den ich gestellt habe - und auch den Bescheid.
Paragraphen sind nicht enthalten - und den Text für das Begleitschreiben zum Antrag hatte die SB der Wohngeldstelle mir vorgegeben, wie gesagt, ich sollte die Wiedereinsetzung in den vorherigen Stand beantragen - das habe ich, und das Wohngeld wurde rückwirkend gewährt.
15.08.2011, 11:52 #14
Ich habe noch eine Idee § 40 Absatz 4 SGB II.
Es muss nicht immer der volle Anteil der Unterkunftskosten ans Jobcenter erstattet werden. Man kann sozusagen als Ersatz für (ehemals nicht beantragtes) Wohngeld einen Teil der Unterkunftskosten für sich behalten.
Aber ich kann nicht beurteilen, ob das in diesem Fall tatsächlich anwendbar ist.
Satz 1 gilt nicht in den Fällen des § 45 Absatz 2 Satz 3 des Zehnten Buches,
des § 48 Absatz 1 Satz 2 Nummer 2 und 4 des Zehnten Buches sowie
in Fällen, in denen die Bewilligung lediglich teilweise aufgehoben wird.
17.08.2011, 07:42 #15
Zitat von Seylord
Da du das Merkzeichen "G" in deinem SB-Ausweis hast,kannst du bei dem zuständigen Landesamt für Soziales und Versorgung(von wo der SB-Ausweis kam) in deinem Bundesland,entweder ein Antrag auf KFZ-Steuerermäßigung oder einen Antrag auf Beiblatt mit Wertmarke für den ÖPNV(Bus/Bahn) beantragen.
Das Beiblatt mit Wertmarke für den ÖPNV berechtigt zur unentgeltlichen Nutzung von Bus und Bahn(RB,RE) im Umkreis von 50km um den Wohnort(innerhalb von Verkehrsverbünden ist die 50km-Begrenzung aufgehoben,sprich ohne Entfernungsbeschränkung).
Dieses Beiblatt kostet für 6 Monate einmalig 30€ bzw. für 12 Monate einmalig 60€.
Bei Bezug von Grundsicherung könnte das ÖPNV-Beiblatt auch kostenlos geben(bitte beim Landesamt für Soziales und Versorgung nachfragen).
13.09.2011, 23:41 #16
heute habe ich die ersten Rückmeldungen bekommen.
Das Landratsamt (Sozialamt) ist der Meinung das ich am 1.5. Antrag hätte stellen müssen, dann bekäme ich die Grundsicherung Rückwirkend denn sie Zahlen nur ab Antragstellung.
Ich solle mich an die Rentenversicherung wenden denn die hätten mich darauf hinweisen müssen das ich sofort bei Rentenantragstellung auch Antrag beim Sozialamt hätte stellen müssen.
Die Rentenversicherung schiebt den schwarzen Peter ans Sozialamt.
Also wie gehabt keiner will zahlen.
Es geht um 4 Monate 239 Euro pro Monat incl. 65 Euro Mehrbedarf aufgrund meiner Krankheiten also um knapp 1000 Euro.
Jetzt bin ich wieder am Anfang und doof wie zuvor.
grundsicherung, nachträglich
Betrifft Änderung "Hartz4" auch Grundsicherung ? buli1 Grundsicherung SGB XII 13 12.10.2010 06:55
Bekomme ich den Fortzahlungsantrag auch in der ARGE GlobalPlayer Anträge 2 16.05.2008 13:53

References: § 30
 § 30

§ 233
 § 40
 § 45
 § 48