Source: https://studylibde.com/doc/871591/k%C3%BCnstliche-befruchtung---deutsches-apotheken-portal
Timestamp: 2019-11-15 23:11:45+00:00

Document:
Künstliche Befruchtung - Deutsches Apotheken Portal
BtM-Rezept: Retax vermeiden
Abgabe hochpreisiger Arzneimittel
Teil 3: Imatinib
Lager-Alarm – zur Reduzierung
des ­Abschreibungsverlustes
t h e ke
Das Magazi
n Po r ta l s
plus OTC Dialog
azin des
Das OTC-Mag
thekenPortal
DeutschenApo
Korrekte Rezeptabrechnung
I N DI E S E R AUS G A BE
Künstliche Befruchtung: Methoden, Wirkstoffe und
Trotz Aut-idem-Kreuz –
Original und Import sind austauschbar
BtM-Rezept: Wichtige Tipps zur
Vermeidung von Retaxationen
Abgabe hochpreisiger Arzneimittel Teil 3: Imatinib
Lager-Alarm – zur Reduzierung des
­Abschreibungsverlustes
Interview mit Professor Josef Hecken (G-BA)
Lieferengpässe – Gründe und Bedeutung für die
Das Grüne Rezept – Erstattung von
OTC-Arzneimitteln durch GKV möglich?
Sportverletzungen – Arbeitshilfe
Abgabeprobleme bei OTC-Präparaten
iebe Leserin, lieber Leser, viele Paare in Deutschland
haben einen Kinderwunsch,
der sich auf natürlichem
Wege nicht erfüllen lässt –
künstliche Befruchtung kann
eine Lösung sein. Warum ist
das auch in der Apotheke ein
Thema? Ganz einfach: Weil
die damit verbundenen Medikamente einen Sonderfall in Bezug auf die Abrechnung mit den gesetzlichen Krankenkassen darstellen. Was genau der § 27a besagt und worauf Sie bei
der Abgabe achten müssen, erfahren Sie in unserem
Zur Unterstützung Ihrer Beratung liegt dieser Ausgabe das Poster „Kinderwunsch & künstliche
Befruchtung“ bei, das eine Übersicht über in diesem Zusammenhang relevante Präparate gibt.
Zudem finden Sie auch eine passende Arbeitshilfe
auf der Rückseite des Heftes.
Immer wieder sorgen BtM-Rezepte für Abgabeprobleme: Ab Seite 10 lesen Sie, welche Retaxationen
hier am häufigsten vorkommen und wie Sie diese
Eine Besonderheit in Sachen Abrechnung im OTCBereich stellen die sogenannten „Grünen Rezepte“
dar. Wie die Abgabe von Arzneimitteln mit diesem
Verordnungsformular genau funktioniert, können
Sie ab Seite 27 nachlesen.
Pünktlich zum Herbstbeginn finden Sie übrigens
die aktuelle Übersicht der Grippeimpfstoffe für die
beginnende Saison auf Seite 18. In diesem Sinne –
Bleiben Sie gesund und mit uns im Dialog.
Ihr Günter C. Beisel
DAP E-Mail-Newsletter
DAP Foren von Apothekern für Apotheker
Methoden, Wirkstoffe und korrekte
ei Rezepten, die im Rahmen einer
Behandlung zur künstlichen Befruchtung
ausgestellt werden, stellt sich in Apotheken
regelmäßig die Frage nach der Kostenüber­
nahme und die Angst vor einer Retax
beschäftigt viele Apothekenmitarbeiter.
Nachfolgend finden Sie die wichtigsten
Bleibt ein Paar ungewollt kinderlos, so ist oft der
Versuch einer künstlichen Befruchtung ein letzter
Hoffnungsschimmer. Neben dem emotionalen
Stress, den eine Behandlung im Rahmen einer
künstlichen Befruchtung mit sich bringt, ist diese
auch mit hohen Kosten verbunden.
Künstliche Befruchtung – was ist das?
Klassischerweise versteht man unter dem Begriff
„künstliche Befruchtung“ eine hormonelle Vorbehandlung der Frau, der sich eine Samenübertragung zu einem definierten Zeitpunkt anschließt.
Die wichtigsten Methoden im Rahmen einer
künstlichen Befruchtung sind:
• Insemination (Samenübertragung) direkt in
die Gebärmutter der Frau
• In-vitro-Fertilisation (IVF): Befruchtung
einer der Frau entnommenen Eizelle mit den
Samenzellen „extern“ in einem Laborglas
• Intrazytoplasmatische Spermieninjektion
(ICSI): Sonderfall der IVF; Befruchtung der
weiblichen Eizelle in einem Laborglas, wobei
eine männlichen Samenzelle direkt in die
Eizelle gespritzt wird
Bei den „externen“ Verfahren (IVF und ICSI) werden die Eizellen nach erfolgter Befruchtung wieder
in die Gebärmutter der Frau eingepflanzt.
Die Erfolgsquoten bzw. die durchschnittlichen
Geburtenraten liegen bei IVF und ICSI bei etwa 15
bis 20 % pro Behandlungszyklus.1
Bei der hormonellen Vorbehandlung der Frau werden verschiedene Wirkstoffe eingesetzt, die zum
einen den Zyklus regulieren und zum anderen
gezielt die Eizellbildung und den Eisprung unterstützen bzw. steuern.
Zur Unterstützung des Follikelwachstums werden zum Beispiel Clomifen, humanes Menopausengonadotropin (hMG = Menotropin), Gonadorelin,
Follikelstimulierendes Hormon (FSH) und Luteinisierendes Hormon (LH) eingesetzt.
Die im Handel befindlichen Präparate enthalten
oft biotechnologisch hergestellte Hormone (z. B.
Follitropin, Corifollitropin, Menotropin, Lutropin).
So ist z. B. das Hormon Follitropin in mehreren
Präparaten enthalten:
• GONAL-f® (Wirkstoff Follitropin alpha)
• Pergoveris® (Wirkstoffe Follitropin alpha und Lutropin alpha)
• Puregon® (Wirkstoff Follitropin beta)
Follitropin sorgt bei der Frau für Follikelwachstum
und -reifung und regt beim Mann die Spermatogenese an.
Um die körpereigene Hormonstimulation zu
regulieren, werden GnRH-Agonisten und GnRHAntagonisten (GnRH = Gonadotropin-Freisetzungshormon) eingesetzt. So wird zunächst ein
vorzeitiger Eisprung verhindert, damit dieser
anschließend gezielt ausgelöst werden kann. Beispiele für GnRH-Antagonisten sind die Wirkstoffe
Cetrorelix und Ganirelix. Als GnRH-Agonist wird
der Wirkstoff Nafarelin eingesetzt.
Die gezielte Auslösung des Eisprungs wird durch
humanes Choriongonadotropin (hCG) bzw. rekombinant hergestelltes Choriongonadotropin initiiert.
Zur Vorbereitung und zum Erhalt der Gebärmutterschleimhaut kommt häufig Progesteron (z. B.
Utrogest®) zum Einsatz.
In dieser Ausgabe des DAP Dialoges finden Sie ein Übersichtsposter zum
Thema „Kinderwunsch und künstliche Befruchtung“. Hier werden verschiedene Präparate vorgestellt, die im Rahmen einer künstlichen Befruchtung
eingesetzt werden. Zusätzlich sind wichtige Abgabe- und Beratungshinweise
für die Praxis aufgeführt.
Das Poster finden Sie auch zum
www.DAPdialog.de/2911
Die Behandlung im Rahmen einer künstlichen
Befruchtung ist oft mit hohen Kosten verbunden,
vor allem, weil häufig mehrere Behandlungszyklen
erforderlich sind. In § 27a des SGB V ist geregelt,
welche Leistungen die gesetzliche Krankenversicherung grundsätzlich vorsieht und welche Bedingungen Betroffene dazu erfüllen müssen.
Für die Kostenerstattung sind
einige Bedingungen zu erfüllen
- Behandlung ist medizinisch notwendig und
es besteht hinreichend Aussicht auf Erfolg
- Paar muss miteinander verheiratet sein
„§ 27a Künstliche Befruchtung
(1) Die Leistungen der Krankenbehandlung umfassen auch medizinische
Maßnahmen zur Herbeiführung einer Schwangerschaft, wenn
2.nach ärztlicher Feststellung hinreichende Aussicht besteht, dass durch
die Maßnahmen eine Schwangerschaft herbeigeführt wird; eine
hinreichende Aussicht besteht nicht mehr, wenn die Maßnahme drei
Mal ohne Erfolg durchgeführt worden ist,
3 die Personen, die diese Maßnahmen in Anspruch nehmen wollen,
miteinander verheiratet sind,
4.ausschließlich Ei- und Samenzellen der Ehegatten verwendet werden
5.sich die Ehegatten vor Durchführung der Maßnahmen von einem Arzt,
der die Behandlung nicht selbst durchführt, über eine solche Behandlung unter Berücksichtigung ihrer medizinischen und psychosozialen
Gesichtspunkte haben unterrichten lassen und der Arzt sie an einen der
Ärzte oder eine der Einrichtungen überwiesen hat, denen eine
Genehmigung nach § 121a erteilt worden ist.
(2) Absatz 1 gilt auch für Inseminationen, die nach Stimulationsverfahren durchgeführt werden und bei denen dadurch ein erhöhtes Risiko von
Schwangerschaften mit drei oder mehr Embryonen besteht. Bei anderen
Inseminationen ist Absatz 1 Nr. 2 zweiter Halbsatz und Nr. 5 nicht
(3) Anspruch auf Sachleistungen nach Absatz 1 besteht nur für Versicherte, die das 25. Lebensjahr vollendet haben; der Anspruch besteht
nicht für weibliche Versicherte, die das 40. und für männliche Versicherte, die das 50. Lebensjahr vollendet haben. Vor Beginn der Behandlung ist der Krankenkasse ein Behandlungsplan zur Genehmigung
vorzulegen. Die Krankenkasse übernimmt 50 vom Hundert der mit dem
Behandlungsplan genehmigten Kosten der Maßnahmen, die bei ihrem
Versicherten durchgeführt werden.
(4) Der Gemeinsame Bundesausschuss bestimmt in den Richtlinien nach
§ 92 die medizinischen Einzelheiten zu Voraussetzungen, Art und
Umfang der Maßnahmen nach Absatz 1.“
- Samen-/Eizellen müssen von den Ehegatten
- Mindestalter 25; Frau < 40 Jahre,
Mann < 50 Jahre
- Vor der Behandlung muss ein Beratungs­
gespräch mit einem Arzt erfolgen, der am
Ende die Behandlung nicht selber durchführt
- Kosten werden für maximal drei Behandlungszyklen übernommen
Grundsätzlich muss vor der Behandlung ein Kostenplan bei der Krankenkasse eingereicht und dort
Nur dann, wenn alle genannten Voraussetzungen
erfüllt werden, übernehmen gesetzliche Krankenkassen 50 % der entstehenden Kosten. Dies gilt auch
für die entstehenden Arzneimittelkosten.
­Genehmigung durch
­Krankenkasse erforderlich
Mittlerweile übernehmen gesetzliche Krankenkassen
teilweise mehr als die Hälfte der Kosten. Wenn Sie in
der Apotheke von einem Ehepaar erfahren, das eine
solche Behandlung in Erwägung zieht, sind die Betroffenen sicher dankbar für den Hinweis, dass sie sich im
Vorfeld über die Höhe der übernommenen Kosten (und
über die genaue Vorgehensweise, falls mehr als 50 %
übernommen werden) informieren sollten.
Fragen und Antworten zur Rezept­
abrechnung in der Apotheke
Das wichtigste Thema für Apotheken ist neben
einer kompetenten Beratung die Rezeptabrechnung, die bei Rezepten mit Präparaten für eine
künstliche Befruchtung mitunter kompliziert sein
Wird beispielsweise auf einem GKV-Rezept ein
Präparat verordnet, das laut Indikation unter anderem zur künstlichen Befruchtung eingesetzt wird,
so stellen sich typischerweise folgende Fragen:
1. Wann werden nur 50 % der Kosten
zulasten der GKV abgerechnet und
wann kann der komplette Preis
­abgerechnet werden?
Wird ein Präparat für eine künstliche Befruchtung
verordnet, so vermerkt der Arzt dies in der Regel
mit einem entsprechenden Hinweis. Beispielsweise
wird „Behandlung nach § 27a“ oder auch nur „§ 27a“
auf das Rezept gedruckt. Ist dies der Fall, so darf die
Apotheke der Krankenkasse nur die Hälfte des Arzneimittelpreises in Rechnung stellen – die andere
Hälfte muss der Patient in der Apotheke bezahlen.
Falls eine Krankenkasse ihren Patienten gemäß
ihrer Satzungsleistung mehr als die Hälfte der Kosten erstattet, so muss der Patient seine Rechnung
meistens im Nachhinein bei der Krankenkasse einreichen. Die Apotheke rechnet trotzdem nur die
Hälfte des Arzneimittelpreises mit der Krankenkasse direkt ab – der Patient tritt mit seiner Eigenbeteiligung in Vorleistung.
2. Wird zusätzlich eine Zuzahlung fällig?
Mit Übernahme der Hälfte des Arzneimittelpreises
ist damit die Zahlungspflicht des Versicherten
erfüllt. Eine zusätzliche Abrechnung einer Zuzahlung ist weder im SGB V noch in den vertraglichen
Vereinbarungen vorgesehen. Hier z. B. ein Auszug
aus dem ALV Bayern § 5 (3):
„(3) Bei einer Verordnung im Rahmen von
Maßnahmen zur künstlichen Befruchtung hat der
Versicherte eine Eigenbeteiligung in Höhe von
50 % des Apothekenabgabepreises zu leisten.
Voraussetzung ist, dass der Vertragsarzt die
Verordnung mit dem Vermerk „§ 27 a“ oder einem
sonstigen eindeutigen Vermerk gekennzeichnet
hat. Über diese Eigenbeteiligung hinaus fällt die
Zuzahlung nach § 31 Abs. 3 SGB V nicht an.“
Dies wird auch von der Apotheken-EDV so umgesetzt, wenn die Eingabe „im Rahmen einer künstlichen Befruchtung“ gewählt wird.
Achtung: bei Hilfsmitteln, die zur künstlichen
Befruchtung verordnet werden, können je nach Liefervertrag ein vorheriger Kostenvoranschlag und
eine Genehmigung durch die Krankenkasse nötig
3. Hat die Apotheke eine Prüfpflicht auf
eine möglicherweise zugrunde liegende Behandlung im Rahmen der
künstlichen Befruchtung?
Fehlt auf einem Rezept ein Hinweis auf die Behandlung im Rahmen einer künstlichen Befruchtung, so
sieht beispielsweise der vdek-Liefervertrag keine
Prüfpflicht für die Apotheke vor, denn viele Präpa-
Prüfpflicht: Ersatzkassen sehen
keine vor – die Primärkassen in
­Hamburg hingegen schon
rate werden auch für andere Indikationen eingesetzt, für die die Krankenkasse das Arzneimittel
voll bezahlt. In diesen Fällen kann der komplette
Arzneimittelbetrag (abzüglich der gesetzlichen
Zuzahlung) zulasten der GKV abgerechnet werden.
Ergibt sich für die Apotheke der Hinweis (z. B. aufgrund des Beratungsgespräches oder der Arztstempel deutet auf eine entsprechende Arztpraxis hin),
so empfiehlt sich dennoch eine Rücksprache mit
dem Arzt, ob der Vermerk möglicherweise vergessen wurde. Dies gilt ebenfalls für die meisten Regio­
nallieferverträge der Primärkassen. Es kann aber
Ausnahmen geben (s. u.), daher sollten Apotheken
den für sie gültigen Vertrag dahingehend prüfen.
Achtung: Der Primärkassen-Arzneiliefervertrag
in Hamburg enthält eine Prüfpflicht für die Apotheke! Hier sind Apotheken bei fehlendem „§ 27a“Vermerk verpflichtet, durch eine Rücksprache mit
der Praxis zu klären, ob es sich doch um eine künstliche Befruchtung handelt. Das Ergebnis der Rücksprache muss dann auf dem Rezept vermerkt werden – auch wenn es sich ausdrücklich nicht um eine
Behandlung nach § 27a handelt.
as muss von der Apotheke auf dem
Rezept dokumentiert werden?
Wird ein Rezept für eine künstliche Befruchtung
abgerechnet, so muss die Apotheke die Sonder-PZN
09999643 aufdrucken und nachfolgend die PZN des
verordneten Arzneimittels mit dem Betrag, der der
Krankenkasse in Rechnung gestellt wird (50 % des
Arzneimittelpreises).
Auszug aus den Technischen Anlagen 1 zur
Datenübermittlung im Rahmen der Arzneimittelabrechnung:
„4.9 Abrechnung von Verordnungen im Rahmen der Künstlichen
Zur Kennzeichnung eines Arzneiverordnungsblattes als Verordnung zur
künstlichen Befruchtung wird in die erste Abrechnungszeile des
Apo­thekenfeldes das Sonderkennzeichen 09999643 mit dem Betrag „0“
im Einzeltaxfeld eingetragen. Nachfolgend sind die Pharmazentralnummern der abzurechnenden Arzneimittel mit dem Betrag einzutragen, der
mit der Krankenkasse abzurechnen ist (50 % vom in Rechnung gestellten
Betrag). Die Eigenbeteiligung des Versicherten zur Künstlichen Befruchtung (50 % vom in Rechnung gestellten Betrag) wird vom Apothekenrechenzentrum berücksichtigt, das Feld „Zuzahlung“ wird mit Null „0“
gefüllt.“
Eine künstliche Befruchtung ist eine komplizierte und
oft kostspielige Behandlung, bei der meist eine hormonelle Vorbehandlung der Frau mit anschließender
(externer) Befruchtung der weiblichen Eizelle mit
einer männlichen Samenzelle erfolgt. Die gesetzlichen
Krankenkassen tragen in der Regel nur 50 % der Kosten. Für die Abrechnung in der Apotheke ist maßgeblich, ob auf entsprechenden Rezepten ein Hinweis wie
„§ 27a“ zu finden ist. Ist dies der Fall, so muss die
Patientin die Hälfte der Kosten selber tragen. Fehlt ein
solcher Hinweis, so ist eine Rücksprache mit dem Arzt
empfehlenswert bzw. z. B. im Arzneiliefervertrag
Hamburg sogar Pflicht. Wird ein Arzneimittel entsprechend seiner Indikation nicht im Rahmen einer künstlichen Befruchtung eingesetzt, so kann die Apotheke
den vollen Preis (abzüglich der gesetzlichen Zuzahlung) mit der Krankenkasse abrechnen.
Falls eine Rücksprache mit dem Arzt gehalten
wurde, sollte das Ergebnis ebenfalls auf dem Rezept
dokumentiert werden – auf jeden Fall dann, wenn
der Arzneiliefervertrag dies ausdrücklich fordert
Die Service-Plattform für Apotheken
§-27a-Rezept-Abrechnung in der Apotheke
Bei der Abgabe von Arzneimitteln, die zur künstlichen Befruchtung eingesetzt werden, kann es zu Unsicherheiten
bei der Kostenabrechnung kommen. Es stellt sich die Frage, in welchen Fällen die GKV 50 % der Kosten übernimmt und wann der volle Betrag
abgerechnet werden darf. Mit der folgenden Übersicht werden Sie bei der korrekten Rezeptbelieferung unterstützt.
Kassenrezept über Arzneimittel, das zur künstlichen Befruchtung eingesetzt werden kann
GKV übernimmt laut § 27a SGB V 50 %
der Kosten:
➔ Aufdrucken der Sonder-PZN 09999643
➔ Aufdrucken des abzurechnenden
Betrags (50 % des Arzneimittelpreises)
➔ Zuzahlungsfeld bedrucken mit „0“
➔ Patient trägt Eigenanteil von 50 %
Zum Thema „§ 27a-Rezept – Abrechnung in der Apotheke“ gibt es auch eine neue DAP-Arbeitshilfe. Diese
finden Sie auf der Rückseite des vorliegenden DAP
Dialoges oder zum Download im DeutschenApothekenPortal.
Ärztlicher Hinweis auf
§ 27a vorhanden?
➔ Sieht regionaler Liefervertrag Prüfpflicht
der Apotheke vor?
➔ Ergeben sich sonstige Hinweise auf eine
Behandlung der künstlichen Befruchtung
(Arztstempel, Beratungsgespräch)?
Rücksprache mit dem Arzt und Dokumentation
der Rücksprache und des Ergebnisses auf dem
Rezept (abzeichnen mit Datum und Handzeichen)
➔ Je nach Ergebnis Abrechnung nach § 27a
oder als „normales“ GKV-Rezept
Abrechnung des vollen
Arzneimittelpreises (abzüglich
der gesetzlichen Zuzahlung
und ggf. Mehrkosten)
➔ Regionalen Liefervertrag auf Prüfpflicht durchsehen, sofern kein „§ 27a“-Vermerk auf dem
Rezept zu finden ist (vdek-Vertrag sieht für solche Fälle keine Prüfpflicht vor).
➔ Achtung bei Hilfsmitteln, die im Rahmen einer künstlichen Befruchtung eingesetzt werden:
Je nach Liefervertrag ist vorab ein Kostenvoranschlag und eine Genehmigung erforderlich.
➔ Bei §-27a-Verordnungen: Patient trägt Eigenanteil von 50 %, aber keine weitere Zuzahlung.
➔ Rezepte, die nicht im Rahmen einer künstlichen Befruchtung ausgestellt werden, können
ganz normal abgerechnet werden (voller Arzneimittelpreis zulasten der GKV, abzüglich
Zuzahlung und ggf. Mehrkosten).
Zur DAP Arbeitshilfe 46:
➔ Falls eine GKV mehr als die Hälfte der Kosten trägt, kann die Apotheke i.d.R. ebenfalls nur
50 % mit der Krankenkasse abrechnen. Den Eigenanteil verrechnet der Patient selber mit
seiner Krankenkasse.
www.DAPdialog.de/2999
© DAP DeutschesApothekenPortal / ohne Gewähr / Stand: September 2015
1 Quelle: BZgA, www.familienplanung.de
Umsatzeinbußen für die Industrie
durch Abgabeprobleme in der Apotheke
bgabeprobleme in der Apotheke führen
zu ärgerlichen Verzögerungen, erheblichem
Arbeitsaufwand und finanziellem Verlust
durch Retaxierungen. Eine Rangliste zeigt,
welche Produkte die meisten Abgabeprob­
leme bereiten.
Problemprodukte in der Apotheke
Nicht nur Apotheken entstehen finanzielle Verluste, sondern auch Pharmaunternehmen spüren
die Folgen von Abgabeproblemen in der Apotheke.
Denn Abgabeprobleme haben oft einen Austausch
des Originals auf einen Import zur Folge. Außerdem
müssen häufig Mehrfachverordnungen aufgrund
von gesetzlichen Regelungen gekürzt werden oder
Rezeptbelieferungen sind nicht wie vom Arzt vorgesehen möglich.
Welche Produkte bereiten die meisten
Abgabeprobleme?
Die Anzahl der Online-Anfragen im PZN-Checkplus
spiegelt häufig auftretende Problematiken wider:
Fehlende Normkennzeichen, Stückelung in Normbereiche und Mehrfachverordnungen. Ein Ranking
der Anfragen finden Sie rechts.
*Stand: August 2015
Problemprodukte: Umsatzverlust bei
den Pharmaherstellern
Bei vielen der hier aufgelisteten Produkte führen
die Abgabeprobleme zu erheblichen Umsatzeinbußen, da häufig entweder auf ein anderes Präparat
ausgewichen oder die verordnete Menge gekürzt
Nicht aktualisierte Arzt-Software
wird. Ebenfalls ein großer Teil der Abgabeprobleme
entsteht durch unklare oder fehlerhafte Verordnungen des Arztes. So werden aus nicht aktuellen
Arzt-Software-Systemen Arzneimittel verordnet,
die in der Apotheke bereits AV gemeldet sind, oder
Importe aufgeschrieben, die nicht lieferbar sind.
Es gilt also, bereits beim Arzt das Verordnungsverhalten zu optimieren, um die Arzneimittelabgabe in der Apotheke reibungsloser zu gestalten.
Mit dem PZN-Checkplus gelingt die Kontrolle – direkt von der Startseite
des DeutschenApothekenPortals (1) aus. Nach Eingabe der PZN und der
verordneten Anzahl (2) erscheinen die Einteilung in die Packungsgrößen­
verordnung und eine genaue Anweisung für die Abgabe.
Den PZN-Checkplus finden Sie
www.DAPdialog.de/2915
AUS DE R I N DUS T R I E
Verordnungen über Rivaroxaban
retaxsicher beliefern
ei GKV-Rezepten muss stets geprüft
werden, ob das verordnete Präparat beliefert
werden kann oder gegen eine wirtschaftli­
chere Alternative auszutauschen ist. Oft
stellt sich auch die Frage, ob Packungen ohne
Normgrößen erstattungsfähig sind. Bei Riva­
roxaban (Xarelto®) zeigt sich, dass die Abgabe
einer verordneten Originalpackung zulasten
der GKV stets möglich ist.
Xarelto® mit dem Wirkstoff Rivaroxaban ist in verschiedenen Dosierungen mit jeweils unterschied­
lichen Packungsgrößen verfügbar. Zu allen Packungen sind Importarzneimittel erhältlich.
Alle Packungen sind erstattungsfähig
Unter den erhältlichen Xarelto®-Packungen befinden sich mehrere, die kein Normkennzeichen tragen:
•Xarelto® 2,5 mg 30 St.
•Xarelto® 10 mg 5 St.
•Xarelto® 15 mg 14 St. und 42 St.
•Xarelto® 20 mg 14 St.
Ein Blick in die Packungsgrößenverordnung zeigt,
dass ihre Menge jeweils zwischen zwei Normbereiche bzw. in einem Fall (Xarelto® 10 mg 5 St.) unter
den N1-Bereich fällt. Gemäß Rahmenvertrag § 6 (2)
ist eine Abgabe auf eine Stückzahlverordnung
damit zulässig.
Keine 15/15-Importe erhältlich
Einordnung von Rivaroxaban in die PackungsV
Eine Recherche mithilfe der Apotheken-EDV zeigt
allerdings, dass derzeit kein einziger Import den
geforderten Preisabstand von 15 Euro oder 15 %
zum Original erfüllt, der notwendig wäre, um auf
die im Rahmenvertrag § 5 (3) geforderte Importquote angerechnet zu werden.
Folgender Auszug aus der Lauer-Taxe zeigt das Beispiel Xarelto® 20 mg 14 Stück:
(abgeteilte orale Darreichungsformen, Angaben in Stück)
≥ 10 mg:
Die Abgabe einer verordneten Originalpackung
zulasten der GKV ist stets möglich.
Ob bzw. wie Mehrfachverordnungen beliefert werden
können, ist ebenfalls mithilfe der PackungsV zu prüfen. Hilfestellung gibt eine aktuelle Arbeitshilfe, die
anhand konkreter Beispiele die retaxsichere Abgabe
von Xarelto® erläutert.
Auszug Lauer-Taxe online, Stand 01.09.2015.
Importe, die den 15/15-Preisabstand nicht erfüllen,
sind hier mit dem Großbuchstaben „I“ gekennzeichnet.
Eine Substitution einer Xarelto®-Originalverordnung trägt demnach nicht zur Erfüllung der
Importquote bei. Somit kann das Original beliefert
werden. Bei namentlicher Verordnung eines Imports
ist allerdings der damit gesetzte Preisanker zu
beachten: Die Apotheke darf ohne Rücksprache kein
teureres als das verordnete Präparat abgeben.
Seite 1. „Original vs. Import“ siehe Seite 2
Abgabehilfe zu Xarelto . Erstattungsfähigkeit
Erstattungsfähig auch bei fehlender Normgröße
Einteilung in die Packungsgrößenverordnung
Alle Xarelto -Packungen ohne Normgröße sind voll erstattungsfähig
(lt. Rahmenvertrag § 6 (2)). Angabe der Tablettenzahl
zulasten der GKV
Xarelto (Wirkstoff Rivaroxaban) wird je nach Dosierung
des Wirkstoffs unterschiedlich in die PackungsV einsortiert:
Xarelto® 2,5 mg 30 Tabl.
Xarelto® 10 mg 5 Tabl.
Xarelto® 15 mg 14 Tabl.
Xarelto® 15 mg 42 Tabl.
Xarelto® 20 mg 14 Tabl.
Rivaroxaban 2,5 mg: N1: 16 - 24 N2: 54 - 66 N3: 190 - 200 (Nmax = 200 Tabl.)
Rivaroxaban ≥ 10 mg: N1: 8 - 12 N2: 27 - 33 N3: 95 - 100 (Nmax = 100 Tabl.)
Verordnungsbeispiele und richtige Rezeptbelieferung
Xarelto X mg Y Tabl.
Die Packung hat keine Normgröße.
(Packung ohne Normgröße) Eine Tablettenzahl ist angegeben.
z. B. Xarelto 15 mg 42 Tabl.
Darf die Packung
und dürfen zulasten der GKV abgegeben werden.
Xarelto 15 mg N1
Es ist keine Xarelto 15 mg-Packung mit N1
Was darf abgegeben
Es handelt sich um eine unklare Verordnung Rücksprache mit dem Arzt
und Rezeptänderung mit Tablettenzahlangabe (z. B. 14 Tabl.) erforderlich.
2 (3) x Xarelto 10 mg
Es handelt sich um eine Verordnung von mehreren Dürfen 2 bzw. 3
Die verordnete Gesamtmenge (60 bzw. 90 Tabl.) fällt in keinen
Packungen (Mehrfachverordnung).
Packungen zu je 30 Tabl. Normbereich und die größte Messzahl (Nmax= 100 Tabl.) wird nicht
überschritten Abgabe der 2 bzw. 3 Packungen möglich.
2 x Xarelto 15 mg 14 Tabl.
Verordnete Gesamtmenge fällt in den N2-Bereich.
Es ist eine 28er-Packung im Handel.
Abgabe 2 x 14 Tabl.
oder 1x 28 Tabl.?
Da eine 28er-Packung im Handel ist, muss diese beliefert werden.
3 x Xarelto 15 mg 14 Tabl.
Verordnete Gesamtmenge fällt zwischen zwei
Normbereiche. Es ist eine 42er-Packung im Handel.
Abgabe 3 x 14 Tabl.
oder 1x 42 Tabl.?
Da eine 42er-Packung im Handel ist und zudem eine Stückzahlverordnung
vorliegt (42 Tabl. = 3 x 14 Tabl.), muss die 42er-Packung beliefert werden.
1 Ausnahme: Klinikpackungen
Die Abgabehilfe steht zum
www.DAPDialog.de/2917
eit Anfang des Jahres ist im Arzneiver­
sorgungsvertrag der Ersatzkassen (vdekAVV) sowie in einigen regionalen Arzneilie­
ferverträgen der Primärkassen geregelt,
dass ein gesetztes Aut-idem-Kreuz nicht
den Austausch zwischen Original und Import
unterbindet. Der vdek-AVV lässt dem Arzt
lediglich die Möglichkeit, den Austausch
durch einen zusätzlichen Vermerk zu ver­
Lange nachdem das Sozialgericht Koblenz mit dem
sog. „Aut-idem-Urteil“ entschied, dass das ärztliche
Austauschverbot (Setzen des Aut-idem-Kreuzes)
auch in Bezug auf Original und Import gilt1,
herrschte bezüglich dieser Thematik Unsicherheit.
Mittlerweile ist jedoch in vielen Arzneilieferverträgen, wie z. B. dem bundesweit gültigen vdek-AVV,
eindeutig geregelt, dass ein Aut-idem-Kreuz im Hinblick auf das Verhältnis Original/Import keine Wirkung besitzt.
vdek-Arzneiversorgungsvertrag § 4 (12):
„Hat der Vertragsarzt ein Fertigarzneimittel
unter seinem Produktnamen und/oder seiner
Pharmazentralnummer unter Verwendung des
Aut-idem-Kreuzes verordnet, ist dies im
Verhältnis von importiertem und Bezugsarzneimittel mangels arzneimittelrechtlicher Substitution unbeachtlich.“
Trotz Aut-idem-Kreuz: Rabattvertrag
hat Vorrang
Vor der Abgabe eines Importes hat die Abgabe eines
rabattbegünstigten Original- oder Importarzneimittels Vorrang. Ist kein Original-/Importarzneimittel rabattiert, kann entweder das namentlich
verordnete oder ein preisgünstigeres Arzneimittel
(Original/Import) abgegeben werden. Zur Erfüllung der Importquote mit der jeweiligen Krankenkasse tragen dabei nur 15/15-Importe bei.
Verordnung zulasten der Barmer GEK
Da das Original der Novartis Pharma GmbH für die
Barmer GEK rabattbegünstigt ist (Stand: September 2015), muss trotz eindeutiger Importverordnung der vorrangige Rabattvertrag beachtet werden.
Ersatzkassen: Vorgehensweise bei
verordnetem Original/Import mit
- Rabattvertrag liegt vor: Vorrangige Abgabe
rabattierter Original-/Importarzneimittel
- Kein Rabattvertrag: Abgabe des eindeutig
verordneten Arzneimittels (Original/Import)
oder Abgabe eines preisgünstigeren Imports
(Preisgrenze beachten!)
Nichtlieferbarkeit:
- Verordnetes Original-/Importarzneimittel
nicht lieferbar: Abgabe eines preisgünstigeren Arzneimittels (Original/Import), Aufdruck der Sonder-PZN für Nichtverfügbarkeit
- Verordnetes und alle preisgünstigeren
Original-/Importarzneimittel nicht lieferbar:
Abgabe eines teureren Arzneimittels
(Original/Import) nach Rücksprache mit dem
Arzt, Aufdruck der Sonder-PZN für Nichtverfügbarkeit
Zusätzlich zum Aufdruck der Sonder-PZN ist immer
eine handschriftliche Dokumentation/Begründung
auf das Rezept aufzubringen. Diese ist mit Datum
und Unterschrift zu versehen.
Im DAP Retax-Forum können Sie über Verordnungen mit Aut-idem-Kreuz und viele weitere Themen
Zum DAP Retax-Forum:
www.DAPdialog.de/2918
LUCENTIS 10 mg/ml DFL 1 St. IMPORT
1 Sozialgericht Koblenz, Urt. v. 07.01.2014, Az.: S 13 KR 379/13
ie Belieferung von BtM-Rezepten folgt
strengen rechtlichen Auflagen. Neben der
Berücksichtigung von betäubungsmittel­
rechtlichen Vorgaben sind aber auch die des
Rahmenvertrages zu beachten. Besonders
häufig treten Unsicherheiten beim Aus­
tausch im Rahmen von Rabattverträgen und
bei dem Thema Mehrfachverordnung/Stü­
ckelung auf. Daher erläutern wir im Folgen­
den die wichtigsten Regelungen zur Vermei­
dung von Retaxationen.
Vor jeder Abgabe: Überprüfung der
Rezeptformalien
DAP-Arbeitshilfe_11neu 12.06.14 12:36 Seite 1
Die häufigsten Retaxationen
bei BtM-Verordnungen
(nach den Vorgaben der Bundesopiumstelle sowie § 9 und § 12 der BtMVV)
Auf die mit einem Ausrufezeichen versehenen Angaben ist besonders zu
achten. Fehlerhafte oder unvollständige Angaben werden verstärkt retaxiert.
Name, Vorname, Geburtsdatum und Anschrift des
Patienten, Krankenkasse und Versichertenstatus.
Bei Rezepten für den Praxisbedarf entfallen
die Punkte 1 und 4, es reicht der Vermerk
„Praxisbedarf“ im Patientenfeld.
(Gültigkeit 7 Tage nach Ausstellung)
Eindeutige Arzneimittelbezeichnung:
Menge des verschriebenen Arzneimittels in Gramm,
Milliliter oder Stückzahl der abgeteilten Form
Die Angabe „1OP“ bzw. „N2“ reicht nicht aus.
Angabe der Beladungsmenge
Auf die Angabe der Beladungsmenge kann nur verzichtet
werden, wenn sie aus verordneten Firmenprodukten
unzweifelhaft hervorgeht.
Beispiel: Beladungsmenge erforderlich:
Fentanyl Matrix 100 µg/h, 5 St., enthält 23,12 mg Fentanyl
“A“! 5
Beispiel: Beladungsmenge ergibt sich aus der Firmenbezeichnung:
Fentanyl Hexal Mat 100 µg/h Matrixpflaster, 20 St. N3
Gebrauchsanweisung mit Einzel- und Tagesgabe oder der Vermerk
Bei Überschreiten der Höchstverschreibungsmenge innerhalb von 30 Tagen
(vgl. § 2 BtMVV) muss der Buchstabe „A“ auf dem Rezept vermerkt werden.
Name, Anschrift, einschließlich Telefonnummer
und Berufsbezeichnung des verschreibenden
Arztes, eigenhändige Unterschrift des Arztes, im
Vertretungsfall zusätzlich der Vermerk „i.V.“
Bei Gemeinschaftspraxen ist der verordnende Arzt
im gemeinsam genutzten Stempel zu unterstreichen.
Erhält die Apotheke ein BtM-Rezept,
so muss sie zunächst überprüfen, ob
alle in der BtMVV (§ 9) geforderten
Angaben auf dem Rezept auch vorhanden sind. Ein Fehlen der geforderten Angaben oder auch eine ungenaue
Formulierung haben schon häufig zu
Retaxationen geführt.
Mittels einer DAP-Arbeitshilfe zum
Thema lässt sich schnell und einfach
überprüfen, ob die geforderten Angaben auf dem Rezept zu finden sind.
Besonderheiten beim Austausch:
Packungsgrößen und Pflaster
Beim Austausch von Packungsgrößen ist darüber
hinaus zu beachten, dass die gleiche N-Größe nicht
ausreicht, sondern dass die Stückzahl zwischen
verordneter und abzugebender Packung übereinstimmt. Abweichungen sind hier nicht zulässig. Bei
transdermal anzuwendenden Betäubungsmitteln
gelten zusätzliche Vorschriften – so ist ein Austausch von Pflastern nur möglich, wenn sowohl
Freisetzungsrate als auch Beladungsmenge übereinstimmen. Bei Buprenorphin-Pflastern ergibt
sich zusätzlich die Besonderheit, dass von einem
3-Tagespflaster auf ein 4-Tagespflaster ausgetauscht werden darf, was mit einem Urteil des
Oberlandesgerichts Hamburg1 bestätigt wurde. Der
umgekehrte Austausch von 4-Tagespflaster auf
3-Tagespflaster ist hingegen nicht erlaubt.
Hilfe bei der richtigen Rezeptbelieferung im Rahmen von Rabattverträgen bietet auch eine neue
DAP-Arbeitshilfe.
Auch bei der Belieferung von BtM-Rezepten müssen Rabattverträge beachtet werden.
Dazu stellt das nachfolgende Schema eine Unterstützung für die Abgabepraxis dar.
Alle Formalien korrekt? (BtMVV § 9)
Aut-idem-Kreuz gesetzt?
DAP-Arbeitshilfe 11:
Heilung1 durch Apotheke möglich? (BtMVV § 9)
Austausch3 erlaubt
© DAP DeutschesApothekenPortal / ohne Gewähr / Stand: März 2014
Dokumentation für Nichtabgabe
des Rabattarzneimittels
(z. B. Pharm. Bedenken) aufs Rezept
Abgabe des
verordneten BtMs
(ggf. Besonderheiten
Original/Import
bzgl. Aut-idem-Kreuz
beachten)2
Arzt ➔ Rezeptänderung!
Die Apotheke kann nach Rücksprache mit dem Arzt alle Angaben (Ausnahme Unterschrift +
Ausstellungsdatum) auf einem BtM-Rezept ändern, bzw. ergänzen.
➔ Apotheke korrigiert Teil I und Teil II und bestätigt die Änderungen mit Datum und
Unterschrift auf Teil I und Teil II.
➔ Arzt korrigiert Teil III und bestätigt die Änderungen mit Datum und Unterschrift auf Teil III.
www.DAPdialog.de/2921
Abgabe des verordneten BtMs
(oder eines der drei preisgünstigsten
oder eines Imports4 gem. § 5
Rahmenvertrag)
DAP-Arbeitshilfe 47:
RabattArzneimittels
1 Der Apotheker kann nach Rücksprache mit dem
Arzt Änderungen im Rezept-Teil I und II vornehmen. Der Arzt vermerkt diese Änderungen im
Rezept-Teil III. Beide müssen ihre Änderungen
mit Unterschrift und Datum versehen. Das Ausstellungsdatum darf nicht korrigiert werden.
2 Auch bei BtM gilt: Ein rabattiertes Original hat
Vorrang vor einem nicht rabattierten Import
Original und Import gelten auch bei BtM als identische Präparate ➔ ein Aut-idem-Kreuz alleine
schützt nicht vor dem Austausch Original/Import.
3 Beim Austausch eines BtMs immer auch BtM-rechtliche Austauschkriterien beachten (z. B. exakte
Stückzahl, bei transdermalen Systemen Beladungsmenge/Freisetzungsrate, bei retardierten Arzneiformen identische Wirkdauer) ➔ § 4 Rahmenvertrag
4 Auch BtM gehen in die Importquote mit ein
➔ ggf. auf verfügbare 15/15-Importe prüfen!
Rabattverträge und Substitution
Wie für „normale“ Kassenrezepte auch, sind bei der
Belieferung von BtM-Rezepten ohne Aut-idemKreuz bestehende Rabattverträge zu beachten. Allgemeine Voraussetzungen für einen Austausch finden sich im Rahmenvertrag § 4 (1):
identische Packungsgröße (bzw. gleicher N-Bereich)
- keine einer Ersetzung des verordneten Arzneimittels entgegenstehende
betäubungsmittelrechtlichen Vorschriften (abzugebende Menge =
verordnete Menge)
www.DAPdialog.de/2922
Stückelung und Mehrfachverordnung
Auch bei der Belieferung von Mehrfachverordnungen bzw. bei der Belieferung von Stückzahlen, die
nicht im Handel sind, ergeben sich häufig Probleme.
Der Rahmenvertrag fordert in § 4 (1) f, dass verordnete und abzugebende Stückzahl gleich sein müssen. Der Rahmenvertrag gibt in § 6 vor, dass verschriebene Mengen oberhalb der größten Messzahl
nur mit einem Vielfachen dieser beliefert werden
dürfen. Da nicht abschließend geklärt ist, welche
Regelung Vorrang hat, empfiehlt sich folgendes Vorgehen:
Verordnete Menge > Nmax
Stückzahl entspricht einem Vielfachen à Abgabe
mit einem Vielfachen der Nmax erlaubt (Sonderkennzeichen erforderlich!)2
Stückzahl entspricht keinem Vielfachen à Verordnung auf zwei unterschiedlichen Rezepten (unterschiedliche Ausstellungsdaten)
Verordnete Menge < Nmax
Stückzahl liegt zwischen zwei Normbereichen
à Stückelung erlaubt
Stückzahl liegt in einem Normbereich à Zur Vermeidung von Retaxationen Verordnung auf zwei
unterschiedlichen Rezepten (unterschiedliche Ausstellungsdaten)
• Vor jeder Abgabe Formalien überprüfen, ggf. neues Rezept anfordern
• Bei der Substitution von BtM ergeben sich folgende Besonderheiten:
– die Stückzahl bzw. Menge muss immer gleich sein (gleiche N-Größe
reicht nicht aus!)
– Beim Austausch von Pflastern müssen Freisetzungsrate + Beladungsmenge gleich sein
– Bei Buprenorphin-Pflastern: Austausch von einem 3-Tagespflaster auf
ein 4-Tagespflaster erlaubt (umgekehrt nicht!)
– Bei retardierten Arzneiformen: Austausch nur erlaubt, wenn die Wirkdauer identisch ist (12 St. Ret nicht austauschbar gegen 24 St. Ret)
• Zur Vermeidung von Retaxationen bei Mehrfachverordnung/Stückelung
Regelungen des Rahmenvertrages befolgen und ggf. Verordnung auf zwei
Rezepten ausstellen zu lassen
1 Oberlandesgericht Hamburg, AZ Hans. OLG 3 U 168/12, rechtskräftig
2 Liefervertrag prüfen, ggf. kann auf das Sonderkennzeichen verzichtet werden
Jetzt neu: DAP Poster „Inhala­tions­
systeme & zugehörige Produkte“
Bei der inhalativen Therapie von Atemwegserkrankungen ist die korrekte Inhalation von großer
Bedeutung für den Erfolg. Patienten sollten daher
im Umgang mit ihrem Inhalationsgerät sorgfältig
geschult werden. Deshalb spielt die die Beratung in
der Apotheke eine besonders wichtige Rolle.
nis. Um Sie diesbezüglich zu unterstützen, liegt
diesem Heft eine aktualisierte Version des Posters
„Inhalationssysteme & zugehörige Produkte“ bei.
1. Nehmen Sie die Schutzkappe
ab, indem Sie den kleinen
Vorsprung an der Rückseite der
Schutzkappe nach unten
Beide Tasten gleichzeitig fest drücken
um die Kapsel zu durchstechen, bis
ein Klicken zu hören ist, dann wieder
loslassen. Atmen Sie vollständig aus,
bevor Sie das Mundstück in den Mund
gezeigt. Die Tasten sollen nach links
und rechts zeigen. Drücken Sie nicht
auf die Tasten. Nehmen Sie das
Mundstück in den Mund und schließen
Sie die Lippen um das Mundstück.
Atmen Sie rasch und gleichmäßig so
tief wie möglich ein. Drücken Sie nicht
auf die Tasten. Halten Sie Ihren Atem
mind. 5 bis 10 Sek. an oder solange,
wie dies bequem möglich ist, während
Sie den Inhalator aus dem Mund
nehmen. Atmen Sie anschließend aus.
3. Atmen Sie zunächst aus.
Nehmen Sie dann das
Mundstück in den Mund,
atmen Sie tief ein und halten
Sie den Atem einige
4. Drücken Sie danach den
grauen Hebel wieder herunter
und setzen Sie die Schutzkappe wieder auf.
Eine wöchentliche Reinigung mit einem trockenen
Tuch ist ausreichend.
Stecken Sie das zum Reinigen verwendete Tuch
oder andere Gegenstande nicht in den Autohaler®,
es könnte zu Beschädigungen des Autohalers®
führen. Bitte den Autohaler® nicht auseinandernehmen oder mit Wasser spülen!
1. Öffnen: Durch Wegschieben
des Daumengriffes, bis das
Mundstück und der Hebel
erscheinen und ein Klicken zu
2. Spannen: Hebel von sich
wegschieben, bis ein Klicken
zu hören ist. Damit ist eine
Dosis zur Inhalation freigegeben. Ein kleines Loch im
Mundstück hat sich geöffnet.
3. Inhalieren: Tief ausatmen
(nicht in den Diskus hinein).
Dann das Mundstück mit
den Lippen umschließen und
rasch, gleichmäßig und tief
durch den Diskus einatmen.
Atem so lange wie möglich
anhalten (5–10 Sek.) und
dann langsam durch die Nase
wieder ausatmen.
4. Schließen: Daumengriff bis
zum Einrasten zurückschieben.
Schutzkappe abziehen. Zum Öffnen
Basisteil festhalten und Mundstück
zurückklappen. Kapsel mit trockenen
Händen aus der Blisterpackung
entnehmen (nicht durch die Folie
Kapsel in das Kapselfach legen und
den Inhalator schließen, bis Sie ein
2. Drücken Sie den grauen
Hebel hoch bis er einrastet.
Halten Sie den Autohaler®
dabei aufrecht.
Für die Reinigung wischen Sie das Mundstück des
Diskus mit einem trockenen Tuch ab.
Spülen Sie den Inhalator nie mit Wasser. Um den
Inhalator zu reinigen, wischen Sie das Mundstück
innen und außen mit einem sauberen, trockenen
und fusselfreien Tuch ab, um alle Pulverrückstände zu entfernen. Halten Sie den Inhalator trocken.
Ziehen Sie die Schutzkappe vom
Mundstück ab.
1. Entfernen Sie die Schutzkappe vom
Mundstück und vergewissern Sie sich,
dass das Mundstück sauber ist.
2. Das Dosieraerosol sollte vor jedem
Sprühstoß geschüttelt werden.
3. Aufrecht hinsetzen oder hinstellen.
Atmen Sie langsam und tief aus, wie
es Ihnen möglich und angenehm ist.
4. Dosieraerosol senkrecht halten,
mit den Lippen umschließen.
Dosieraerosol mit dem Daumen an der
Basis des Mundstücks und mit dem
Zeigefinger festhalten.
5. Langsam und tief durch den Mund
einatmen und dabei zu Beginn der
Einatmung den Wirkstoffbehälter nach
unten drücken um einen Sprühstoß
auszulösen. Atmen Sie weiter gleichmäßig und tief ein (ca. 4–5 Sek.).
6. Atem so lange anhalten, wie es
angenehm ist und dabei das
Dosieraerosol aus dem Mund nehmen.
Atmen Sie nicht in das Mundstück aus.
7. Für eine zweite Inhalation das
Dosieraerosol aufrecht halten und die
Schritte 2–6 wiederholen.
8. Schutzkappe wieder auf das
Mundstück aufsetzen.
Das flutiform® Dosieraerosol jede Woche einmal
• Den Druckgasbehälter im Inhalator belassen.
• Das Mundstück an Innen- und Außenseite
gründlich mit einem sauberen, trockenen Tuch
Atmen Sie langsam und tief aus –
atmen Sie nicht in den Inhalator
Den Inhalator zwischen Daumen
und Zeige- oder Mittelfinger
halten. Umschließen Sie das
Mundstück mit Ihren Lippen und
neigen Sie Ihren Kopf leicht
Drücken Sie den Metallbehälter
nach unten, um den Sprühstoß
auszulösen, während Sie
gleichzeitig tief und langsam durch
den Mund einatmen.
anhalten (ca. 5–10 Sek.) und
Atmen Sie langsam durch die Nase
oder die fast geschlossenen
Lippen (Lippenbremse) aus.
Wischen Sie die Außen- und Innenseite des Mundstücks 1x wöchentlich mit einem trockenen Tuch
ab. Verwenden Sie kein Wasser oder andere Flüssigkeiten!
1. Schutzkappe vom Mundstück
Den Easyhaler® 3- bis 5-mal
3. Klicken.
• Gerät senkrecht halten.
• Zwischen Daumen und Zeigefinger einmal kräftig zusammendrücken, bis ein Klickgeräusch zu
• Danach in die Ausgangsposition
zurückgleiten lassen.
4. Inhalieren.
• Normal ausatmen (aber NICHT in
den Easyhaler ®).
• Den Easyhaler® mit den Lippen
fest umschließen.
• Stark und tief durch den
Easyhaler® einatmen.
• Gerät entfernen und 5 Sekunden
• Schutzkappe auf das Mundstück
Easyhalers® mit einem trockenen Tuch ab.
Schutzkappe herunter,
bis Sie ein „Klicken“
Ihr Arzneimittel ist jetzt
zum Inhalieren bereit. Zur Bestätigung zählt das
Zählwerk um 1 herunter.
• Der Inhalator darf zum Reinigen oder für andere
Zwecke nicht zerlegt werden!
• Nadeln oder andere spitze Gegenstände dürfen
niemals in das Mundstück oder in andere Geräteteile gesteckt werden, da dies den Inhalator
beschädigen kann!
• Das Dosieraerosol nicht ins Wasser legen.
1. Prüfen Sie anhand des Zählwerks,
dass noch Dosen (1–120) im
NEXThaler ® vorhanden sind.
Halten Sie Ihren NEXThaler ® fest
in senkrechter Position. Öffnen
Sie die bis dahin geschlossene
Abdeckung nun vollständig. Atmen
Sie so tief wie möglich aus, jedoch
nicht in den Inhalator.
2. Das Mundstück fest mit den
Lippen umschließen, dabei nicht
den Lufteinlass abdecken.
Mit einem schnellen und tiefen
Atemzug inhalieren, bis ein
klickendes Geräusch zu hören ist.
Lassen Sie sich davon nicht
irritieren und atmen Sie weiter tief
Nach der Inhalation den Atem so
lange anhalten, wie es angenehm
ist (ca. 10 Sek.), danach langsam
ausatmen, jedoch nicht in den
3. Prüfen, ob das Kontrollfenster
Grün anzeigt, dann ist der
Inhalator bereit. Bevor Sie den
Inhalator an den Mund führen,
atmen Sie vollständig aus und
4. Mundstück des Genuair ®Inhalators eng mit den Lippen
umschließen. Atmen Sie
KRÄFTIG UND TIEF ein, dann
hören Sie ein klickendes
Geräusch, lassen Sie sich
davon nicht irritieren und
atmen Sie weiter tief ein.
Atmen Sie langsam und entspannt
aus (nicht in den Inhalator).
Umschließen Sie das Mundstück
fest mit den Lippen. Atmen Sie
gleichmäßig und tief durch den
Inhalator ein – nicht durch die
Nase. Nehmen Sie den Inhalator
vom Mund und halten Sie Ihren
Atem etwa 5–10 Sek. lang an.
Atmen Sie danach langsam aus,
jedoch nicht in den Inhalator.
Das Mundstück bei Bedarf von außen mit einem
sauberen, trockenen Tuch abwischen. Kein Wasser!
2. Inhalator mit der farbigen
Taste nach oben halten. Taste
ganz herunterdrücken und
2. Spannen
Klappen Sie den weißen Hebel
seitlich bis zum Anschlag um, bis
ein Klicken zu hören ist und
klappen Sie ihn wieder in die
Ausgangsposition zurück, bis
dieser hörbar einrastet.
Schieben Sie die Schutzkappe vollständig nach
oben, um das Mundstück
Wenn Sie das Mundstück reinigen möchten, verwenden Sie dazu ein trockenes Tuch, bevor Sie
die Schutzkappe schließen.
1. Schutzkappe durch
Zusammenziehen der Pfeile
Öffnen Sie die Schutzkappe durch
Umklappen nach unten.
Halten Sie den Inhalator
zuerst von Ihrem Mund entfernt und atmen Sie so weit
Atmen Sie dabei nicht in den
Inhalator hinein. Setzen Sie das Mundstück zwischen
Ihre Lippen und umschließen Sie es fest mit Ihren Lippen. Blockieren Sie nicht den Lüftungsschlitz mit Ihren
Fingern. Atmen Sie in einem langen, gleichmäßigen
und tiefen Atemzug ein. Halten Sie den Atem so lange
wie möglich an (etwa 3–4 Sekunden).
Nehmen Sie den Inhalator von Ihrem Mund. Atmen Sie
langsam und ruhig aus.
1. Die Schutzkappe vom
Novolizer® abziehen.
Das Kontrollfenster ist
noch rot.
2. Farbige Dosiertaste
drücken. Das Kontrollfenster wird grün.
Wichtig: Taste loslassen!
3. Mundstück mit den
Lippen umschließen,
kräftig und tief einatmen, Klickgeräusch
hören, Atem 5–10 Sek.
anhalten, ausatmen.
3. Schließen Sie die Abdeckung nun
vollständig und prüfen Sie, ob das
Zählwerk eine Dosis weniger
anzeigt. Sollte dies nicht der Fall
sein, wenden Sie sich zur
Beurteilung der Inhalationstechnik
5. Nach richtigem Inhalieren ist
das Kontrollfenster rot.
Es ist nicht notwendig, den Genuair®-Inhalator zu
reinigen. Falls Sie ihn dennoch reinigen möchten,
wischen Sie mit einem trockenen Tuch oder Papiertuch über die Außenseite des Mundstücks.
Wischen Sie den Inhalator bei Bedarf nur mit
einem trockenen Tuch/Kosmetiktuch ab.
Verwenden Sie kein Wasser oder andere Flüssigkeiten!
Verwenden Sie NIEMALS Wasser zur Reinigung
des Genuair®-Inhalators, da dies dem Arzneimittel
Auf der Verpackung von FOSTER® Dosieraerosol
befindet sich ein Klebeetikett, auf dem Ihr
Apotheker das Abgabedatum vermerkt hat. Ab
diesem Datum ist das Medikament bei normaler
Zimmertemperatur noch 5 Monate haltbar. Lagern
Sie FOSTER® Dosieraerosol nicht über 25 °C und
setzen Sie es nicht der Sonne oder Frost aus.
Der Easyhaler® verfügt über ein Zählwerk, das anzeigt, wie viele Einzeldosen noch übrig sind.
• Nach jeder 5. Anwendung bewegt sich das Zählwerk weiter
• Rote Markierung signalisiert: nur noch 20 Einzeldosen enthalten
• Wenn Zähler auf 0 steht, muss der Easyhaler®
Um das Risiko einer Pilzinfektion zu verringern,
spülen Sie Mund und Rachen mit Wasser aus
OHNE es hinunterzuschlucken.
Nach der Anwendung von RELVAR® Mund mit
Wasser ausspülen. Dadurch wird die Gefahr
verringert, dass bei Ihnen ein wunder Mund oder
Rachen als Nebenwirkung auftritt.
Zusätzl. Tagesdosiskontrolle:
Der Patient kann kontrollieren, ob die verordnete
Anzahl Inhalationen durchgeführt wurde. Dies ist
möglich durch Abtrennen der verbrauchten
Blisterstreifen am Ende des Tages im transparenten Seitenfach.
Nach Öffnen des Beutels nicht länger als 60 Tage
FOSTER® Dosieraerosol
Budesonid Easyhaler®
flutiform® 50/5:
Formoterol-fumarat-Dihydrat 4,5 μg,
Fluticason 17-propionat 46 μg
Beclometasondipropionat (BDP) 100 μg,
Formoterolfumarat-Dihydrat 6 μg
Budesonid Easyhaler® 0,1 mg/Dosis:
Budesonid 0,1 mg
FOSTER® Dosieraerosol gibt ein Wirkstoffaerosol
mit extrafeinem Teilchenspektrum ab. Die Relation
von extrafeinem BDP zu nicht extrafeinen Formulierungen beträgt 1:2-2,5. 100 μg extrafeines BDP
entsprechen also 250 μg nicht extrafeinem BDP.
(Quelle: NVL Asthma, 2. Aufl., Vers. 5, Tab. 10)
Budesonid Easyhaler® 0,2 mg/Dosis:
Budesonid 0,2 mg
ANORO® 55/22:
Abgegebene Dosis je
Umeclidiniumbromid 55
μg, Vilanterol (als Trifenatat) 22 μg
RELVAR® 92/22: Abgegebene Dosis je Inhalation: Fluticasonfuroat
92 μg, Vilanterol (als
Trifenatat) 22 μg
RELVAR® 184/22: Abgegebene Dosis je Inhalation: Fluticasonfuroat
184 μg, Vilanterol (als
Jede Einzeldosis enthält:
50 Mikrogramm Salmeterol (als Salmeterolxinafoat)
500 Mikrogramm Fluticason-17-propionat
Aclidinium-bromid
343 μg (entspricht
Abgabe Mundstück:
322 μg)
FOSTER® NEXThaler® enthält extrafeine Wirkstoff340 μg)
teilchen. Die Relation von extrafeinem BDP zu nicht
Formoterol hemifumarat- extrafeinen Formulierungen beträgt 1:2-2,5.
1-Wasser 12 μg
100 μg extrafeines BDP entsprechen also 250 μg
nicht extrafeinem BDP.
Behandlung von leichtem, mittelschwerem und von
schwerem persistierendem Asthma.
Asthma bronchiale: Bei Patienten, für die eine Kombinationstherapie indiziert ist.
Chronisch obstruktive Lungenerkrankung (COPD): Bei Patienten mit FEV1 < 60 % u. wiederholten Exazerbationen.
(bronchodilatatorische Erhaltungstherapie zur Symptomverbesserung)
Budesonid Easyhaler® 0,1 mg:
200 ED N2, 600 ED N3
Budesonid Easyhaler® 0,2 mg:
120 ED N1, 200 ED N2, 400 ED ohne N-Größe,
600 ED N3
Budesonid Easyhaler® 0,4 mg: 100 ED N1,
200 ED N2
Größte Messzahl Nmax=600 ED
1 x 30 ED N2
3 x 30 ED ohne N-Gr.
Größte Messzahl
Nmax=100 ED
3 x 30 ED ohne
N-Kennzeichen
1 x 30 ED ohne N-Gr.
Nmax=600 ED
1 x 30 ED u. 3 x 30 ED
ohne N-Kennzeichen
60 ED N1
2 x 60 ED N2
3 x 60 ED N3
Junik®
Beclometasondipropionat 0,1 mg
63 μg,
Glycopyrronium 50 μg
Glycopyrronium 44 μg
Viani® 50/250 Diskus®:
Indacaterolmaleat 143 μg, Salmeterol 50 μg, Fluticasonpropionat 250 μg
Viani® forte 50/500 Diskus®:
Indacaterol 110 μg,
Salmeterol 50 μg, Fluticasonpropionat 500 μg
Viani® mite 50/100 Diskus®:
63 μg, entsprechend
Salmeterol 50 μg, Fluticasonpropionat 100 μg
Indacaterol 85 μg, Glycopyrronium 43 μg
Akute Bronchialkrämpfe,
Atemnot, Asthma, COPD,
anstrengungs- und allergeninduzierte Atemnot
Bronchialerweiternde Erhaltungstherapie zur
Symptomlinderung bei erw. Patienten mit chronisch-obstruktiver Lungenerkrankung (COPD)
200 ED N1
400 ED N2
100 ED N1
400 ED N3
Nmax=400 ED
flutiform® 125/5:
Fluticason 17-propionat 115 μg
flutiform® 250/10:
Formoterol-fumarat-Dihydrat 9 μg,
Fluticason 17-propionat 230 μg
Nach jeder Inhalation sollte der Mund gründlich
mit Wasser ausgespült werden.
30 ED N2
3 x 30 ED ohne N-Größe
120 ED ohne N-Größe
360 ED N2
120 ED N2
2 x 120 ED N3
Größte Messzahl Nmax=100 ED
Größte Messzahl Nmax=180 ED
Größte Messzahl Nmax=240 ED
3 x 30 Einzeldosen sind ohne
N-Kennzeichen erstattungsfähig.
120 Einzeldosen sind ohne N-Kennzeichen
Der Genuair®-Inhalator ist mit einem Dosisanzeiger ausgestattet, der anzeigt, wie viele Dosen der
Inhalator noch enthält. Der Dosisanzeiger bewegt
sich nach unten und zeigt 10er-Schritte.
Bei der Erstbenutzung von flutiform® oder nach längerer
Nichtbenutzung zunächst zunächst vier Sprühstöße in
die Luft sprühen. Nach jeder Inhalation den Mund gründlich ausspülen, um wunden Stellen im Mund und Rachen
sowie Heiserkeit vorzubeugen.
Hinweis zum Dosiszähler flutiform®: Verbleibende Hübe
werden rückwärts heruntergezählt, farblich verändert,
im Dosiszähler angezeigt: 120–40 Hub grün, 40–15 Hub
gelb, ab 15 Hüben rot.
Beratungstipps: Nicht über 25 °C lagern. Nicht im Kühlschrank lagern oder einfrieren. Bei Bedarf Spacer AeroChamberPlus® nutzen.
Viani® Diskus®
süßen Geschmack empfinden, während das Arzneimittel in die Lungen gelangt.
Bronchospray®
Nach der Inhalation können Sie anhand der transparenten – und nun leeren – Kapsel kontrollieren,
ob Sie erfolgreich den ganzen Inhalt der Kapsel inhaliert haben.
Klickgeräusche beim Spannen des Hebels weisen
auf korrekte Bereitstellung der Dosis hin.
Dosiszähler zeigt die verbleibenden Inhalationen
an. Das Fenster wird rot, sobald nur noch
10 Einzeldosen übrig sind.
Am Diskus befindet sich ein Zählwerk, das Ihnen
zeigt, wie viele Einzeldosen noch übrig sind. Es
zählt bis 0 zurück. Die Zahlen 5 bis 0 erscheinen
in ROT, um Sie darauf hinzuweisen, dass nur noch
wenige Einzeldosen übrig sind. Wenn das Zählwerk eine 0 anzeigt, ist Ihr Inhalationsgerät leer
(d. h. das Pulver ist aufgebraucht).
• Mit dem Einatmen lösen Sie den Autohaler®
• Die Freisetzung des Wirkstoffes erfolgt immer zu
Beginn der Einatmung.
• Der Autohaler® setzt immer eine konstante
Wirkstoffdosis frei.
• Nach dem Einatmen ertönt ein leises „Klack“;
ein hörbares Signal für eine erfolgreiche Inhalation.
atmadisc® Diskus®
Salbulair®
Ventolair®
Aarane® N, Allergospasmin® N, Alvesco®, Atrovent® N Dosier-Aerosol, Beclometason-ratiopharm®, Berodual® N Dosier-Aerosol, Berotec® N Dosier-Aerosol, Bronchocort® novo, Bronchospray® novo, Budiair®,
Flutide® Dosier-Aerosol, Foradil® Spray FCKW-frei, Forair®, Intal® N Aerosol, INUVAIR®, Junik, Salbulair®
N Dosieraerosol, Salbutamol-ratiopharm® Dosieraerosol, Sanasthmax®, Serevent® Dosier-Aerosol, Sultanol® Dosier-Aerosol, Ventolair® Dosieraerosol, Viani® Dosier-Aerosol FCKW-frei
Budesonid Easyhaler® 0,4 mg/Dosis:
Budesonid 0,4 mg
Dauer der Haltbarkeit: 2 Jahre.
Haltbarkeit nach Öffnen: 6 Wochen.
Für weitere Informationen dazu siehe bitte Fachinformation/Gebrauchsinformation.
Der Novolizer®-Inhalator muss in regelmäßigen
Abständen gereinigt werden, zumindest aber bei
jedem Wechsel der Patrone. Dazu schraubt man
das Mundstück durch Drehen gegen den Uhrzeigersinn ab, stellt den Inhalator auf den Kopf und
zieht die locker sitzende Dispergierkammer nach
vorne und oben vom Inhalator ab. Die Einzelteile
werden durch leichtes Beklopfen mit einem weichen trockenen Tuch gereinigt. Kein Wasser!
Wenn im Dosisanzeiger ein rotgestreifter Strich
erscheint, bedeutet das, dass Sie sich der letzten
Dosis nähern und Sie sich einen neuen Genuair®Inhalator besorgen sollten.
3-fach-Feedback bei voller Dosisfreisetzung:
Hören (Klick während Inhalation), Schmecken
(Lactose), Sehen (Zählwerk).
Der innovative Dosisschutz gewährleistet, dass
nur bei erfolgreichem Inhalationsmanöver die Dosis aus der Dosierkammer freigegeben wird und
das Zählwerk einen Schritt rückwärts zählt. Anderenfalls wird keine Dosis freigesetzt und das Zählwerk zählt nicht weiter.
Nach der Inhalation den Mund mit Wasser ausspülen.
• Gerät nicht mehr schütteln, wenn Anzeige auf
grün gewechselt hat!
• Nicht mit Wasser reinigen!
• Patrone passt nur in richtiger Position, sodass
ein falsches Einlegen ausgeschlossen ist.
• Dosierfach kann nur einmal aktiviert werden,
deshalb keine Überdosierungsgefahr!
1. Schutzkappe abschrauben und
abnehmen. Beim Abschrauben ist ein
ratterndes Geräusch hörbar.
Die tägliche Anwendung des Respimat® in 3 einfachen
Das Mundstück sollte einmal in der Woche
äußerlich mit einem trockenen Tuch gereinigt werden. Kein Wasser oder andere Flüssigkeiten verwenden.
Öffnen Sie die Schutzkappe bis
zum Anschlag. Der Auslöseknopf
3. Auslösen
Umschließen Sie das
Mundstück mit den Lippen.
Drücken Sie den Auslöser und
atmen Sie weiter langsam ein.
Halten Sie den Atem möglichst
10 Sekunden lang an.
1. Sicherheitsknopf
durchsichtiges Gehäuseunterteil abziehen.
2. Wirkstoffpatrone mit
dem schmalen Ende voraus in den
Respimat® schieben.
Diese fest gegen eine stabile
Oberfläche drücken, bis sie
Die Dosisanzeige zeigt an, wie viele Inhalationen noch im
Inhalator vorhanden sind.
Die Dosisanzeige ist in Abständen von je 10 Dosen gekennzeichnet. Sie zeigt daher nicht jede Dosis an.
Beim Erscheinen einer roten Markierung am Rand der Dosisanzeige sind noch ca. 20 Dosen übrig. Wenn die „0“ die
Mitte des Anzeigefensters erreicht hat, müssen Sie mit der
Anwendung eines neuen Turbohaler®-Inhalators beginnen.
Das Dosierrad lässt sich noch immer drehen und klickt,
auch wenn Ihr Symbicort® Turbohaler®-Inhalator leer ist.
Spiolto® Respimat® beim Aktivieren mit geschlossener Schutzkappe (verhindert vorzeitiges Auslösen) senkrecht halten.
Wenn der Restdosis-Anzeiger den roten Bereich der Skala erreicht, sind noch etwa 14 Hübe (Dosis für 7 Tage) vorhanden.
Stärke, die bewegt.
ektivaerosol
1. Bateman ED et al. European Respiratory Journal. 2013; 42: 1484 – 1494
2. Beeh KM et al. Respiratory Medicine. 2014; 108: 584 – 592
Ult-15-043_Update DAP_Poster_136x40_250815.indd 1
22.09.15 10:35
6MUFLS14048_Anzeige Poster Inhalationssysteme_RZ.indd 1
Symbicort® Turbohaler® 80/4,5:
Budesonid 80 μg
Formoterolhemifumarat 4,5 μg
Tiotropiumbromid-Monohydrat 3,12 μg
entspricht Tiotropium 2,5 μg
Olodaterolhydrochlorid 2,74 μg
entspricht Olodaterol 2,5 μg
Symbicort® Turbohaler® 160/4,5:
Budesonid 160 μg
Symbicort® Turbohaler® 320/9:
Budesonid 320 μg
Formoterolhemifumarat 9 μg
COPD, Erleichterung bronchial-obstruktiver Symptome, Vorbeugung Belastungsasthma
(chronisch obstruktive Atemwegserkrankung))
60 ED N2
180 ED ohne N-Größe
Größte Messzahl Nmax=200 ED
100 ED N2
180 ED N3
Symbicort® Turbohaler® 80/4,5 μg:
120 ED ohne N-Größe, 360 ED N3
Symbicort® Turbohaler® 160/4,5 μg:
60 ED N1, 120 ED ohne N-Größe, 180 ED N2, 360 ED N3
Symbicort® Turbohaler® 320/9 μg:
60 ED N1, 180 ED N2
Größte Messzahl Nmax=360 ED
Bronchodilatator zur Dauerbehandlung erwachsener Patienten mit chronisch obstruktiver Lungenerkrankung (COPD)
4 ml, 60 ED (30 Tage)
3 x 4 ml, 180 ED (90 Tage)
Formatris® Novolizer®
Spiriva® Respimat® (COPD, Asthma)
Aerodur® Turbohaler®
Striverdi® Respimat® (COPD)
Berodual® Respimat® (COPD, Asthma)
ED Normgröße/Nmax
GD: KC 27496
Extrafeines FOSTER®
Das flutiform®
Spätestens 3 Monate nach Anbruch sollte Spiolto® Respimat®
nicht mehr verwendet werden, selbst wenn das Arzneimittel noch
nicht vollständig aufgebraucht ist.
Die genannten Dosieraerosole sind Produkte mit vergleichbarem Inhalationssystem. Die Wirkstoffkartuschen der verschiedenen Hersteller sind nicht gegeneinander austauschbar.
3. Gehäuseunterteil wieder aufstecken, Sicherheitsknopf
rastet hörbar ein.
und Aufklappen, Spiolto®
Respimat® in
Boden halten, Auslöser drücken.
Diesen Vorgang weitere 3-mal
Das Poster steht auch zum ­
Drehen Sie das Gehäuseunterteil bis zum Einrasten – Klick,
Spiolto® Respimat® ist
2. Halten Sie den Inhalator aufrecht. Das
rote Dosierrad zeigt nach unten.
Halten Sie das Mundstück nicht fest,
wenn Sie Ihren Symbicort®
Turbohaler®-Inhalator mit einer Dosis
beladen. Zur Beladung drehen Sie das
rote Dosierrad zunächst bis zum
Anschlag in eine Richtung, dann bis
zum Anschlag in die andere Richtung
(in welche Richtung zuerst gedreht
wird, ist nicht entscheidend). Sie
sollten ein Klickgeräusch hören. Ihr
Symbicort® Turbohaler®-Inhalator hält
jetzt eine Dosis für die Anwendung
3. Atmen Sie sanft aus. Atmen Sie nicht
durch den Turbohaler®-Inhalator aus.
Platzieren Sie das Mundstück
vorsichtig zwischen den Zähnen und
umschließen Sie es mit den Lippen.
Atmen Sie dann so tief und kräftig Sie
können durch den Mund ein. Setzen
Sie den Inhalator vom Mund ab. Atmen
Sie sanft aus.
Brimica® Genuair®
Formotop® Novolizer®
Salbu Easyhaler®
* Ausführliche Informationen zur Indikation entnehmen Sie bitte dem Basistext auf der Rückseite.
Umweltfreundliches Refillsystem
Da es inzwischen ein großes Angebot unterschiedlicher Inhalationssysteme gibt, erfordert die Beratung viel Fachwissen und eine gute Produktkennt-
Der Novolizer® sollte nicht länger als 1 Jahr im
Gebrauch sein.
DAP-Poster sorgt für Überblick
S e r v i ce - P a r t n e r f ü r A p o t h e k e n
Size: 136x40 mm Pages: 1 Colors: C M Y K (4 Color) Color Profile: ISO Coated
Native File: Indesign CC Windows Generated in: Acrobat Distiller 11.0
der COPD-Patienten (n=655)
konnten den Ellipta® nach einer
Einweisung gleich beim ersten Mal
und auch noch nach 6 Wochen
korrekt anwenden.1
Anoro_Advert_136x40_GSKDC-PT-GRM-2015-0553_D1.indd 1
Spiolto® Respimat ® basiert
auf starken Wurzeln
*Durch Abtrennen der Blisterstreifen am Ende des Tages
kann die Anzahl der täglich durchgeführten Inhalationen
1. Riley JH et al, Poster (P4145) presented at ERS,
Barcelona, Spain, 7–11 September 2013.
9/16/2015 7:05:21 PM
bei COPD:
Der Inhalator mit EinBlick
für Tagesdosiskontrolle*
Entwicklung und Gestaltung: FAI GmbH
iesem Heft liegt ein Poster bei, das
einen schnellen Überblick über die wichtigs­
ten Inhalationssysteme gibt: Neben Pro­
duktdetails finden Sie Kurzanleitungen zur
Anwendung, Beratungstipps und jetzt neu
die jeweilige Indikation des Produktes.
DE/UCV/0093/15a
AZ_Airflusal_135x40mm.indd 1
26.08.15 17:11
www.DAPdialog.de/2923
A B G A BE - S E RV IC E
Das DAP-Team antwortet
elche Apotheke kennt das nicht?
Abgabeprobleme begegnen dem Apotheken­
team täglich und es stellt sich häufig die
Frage: Darf das Rezept so beliefert werden
oder droht eine Retaxation? Täglich errei­
chen viele interessante Fälle das DAP, von
denen wir im Folgenden einige für Sie
Hilfsmittelrezept: Diagnose erforderlich?
Dazu Näheres ebenfalls in § 7 (4):
„Änderungen und Ergänzungen der Verordnung von
Hilfsmitteln bedürfen einer erneuten Arztunterschrift mit Datumsangabe.“
Gegebenenfalls sollten Sie für spezifische Hilfsmittellieferverträge, denen Sie extra beigetreten sind,
dies ebenfalls prüfen.
Hier geht’s zur Hilfsmittelrichtlinie:
www.DAPdialog.de/2931
Muss auf Hilfsmittelrezepten generell eine Diagnose
stehen (z. B. bei einer Verordnung von Clickfine
Nadeln)? Wenn ja, reicht es, wenn die Apotheke die
Diagnose und den Versorgungszeitraum auf das
Rezept schreibt oder muss dies immer der Arzt
Latano-Vision Augentropfen: Stückelung erlaubt?
Laut § 7 (2) der Hilfsmittelrichtlinie ist die Angabe
einer Diagnose auf einer Hilfsmittelverordnung
„Inhalt der Verordnung
(1) Die Vertragsärztinnen und Vertragsärzte sind gehalten, die Verordnung
von Hilfsmitteln sorgfältig und leserlich auszustellen. Die Verordnungen
sind auf den vereinbarten Vordruckmustern vorzunehmen. Die Vordrucke
müssen vollständig ausgefüllt werden. Die Verwendung von Stempeln, Aufklebern u. ä. ist nicht zulässig.
(2) In der Verordnung ist das Hilfsmittel so eindeutig wie möglich zu
bezeichnen, ferner sind alle für die individuelle Versorgung oder Therapie
erforderlichen Einzelangaben zu machen. Die Vertragsärztin oder der Vertragsarzt soll deshalb unter Nennung der Diagnose und des Datums insbesondere
– die Bezeichnung des Hilfsmittels nach Maßgabe des Hilfsmittelverzeichnisses (soweit dort aufgeführt),
– die Anzahl und
– ggf. Hinweise (z. B. über Zweckbestimmung, Art der Herstellung, Material,
Abmessungen), die eine funktionsgerechte Anfertigung, Zurichtung oder
Abänderung durch den Leistungserbringer gewährleisten,
angeben. Ggf. sind die notwendigen Angaben der Verordnung gesondert
Sollte die Diagnose fehlen, darf diese zwar von der
Apotheke ergänzt werden, muss aber anschließend
in jedem Fall vom Arzt mit erneuter Unterschrift und
Datumsangabe gegengezeichnet werden.
Folgende Verordnung liegt zulasten der Knappschaft
(IK 107705007) vor: „Latano-Vision 4 x 2,5 ml“.
Wir sind der Meinung, dass maximal die Dreier-Pa­
ckung abgeben werden darf und eine Stückelung mit
unterschiedlichen Packungsgrößen nicht erlaubt ist.
Was darf also auf dieses Rezept abgegeben werden?
Es ist zunächst zu prüfen, ob die verordnete Menge
in einen Normbereich fällt und ob es eine Packung
dieser Menge im Handel gibt:
Die Menge von 4 x 2,5 ml = 10 ml fällt in keinen
Normbereich, übersteigt die größte Messzahl von
15 ml nicht und ist als Packung in dieser Menge nicht
Der Rahmenvertrag § 6 (2) definiert die Grundlagen
einer Stückelung (unterhalb der Nmax) wie folgt:
„Entspricht die nach Stückzahl verordnete Menge,
die keinem N-Bereich nach der geltenden Packungsgrößenverordnung zugeordnet werden kann, keiner
im Handel befindlichen Packungsgröße, so sind,
A B G A B E - S E RV IC E
DAP-Arbeitshilfe_14a_Schema_020813 15.11.13 14:28 Seite 1
nach wirtschaftlicher Auswahl aus den zulässigen
Packungsgrößen, verschreibungspflichtige Arzneimittel bis zur verordneten Menge abzugeben.“
Die Einteilung in die PackungsV ergibt sich hier aus
der pro Beutel enthaltenen Menge Creme: Ein Beutel
Aldara Creme enthält 0,25 g Creme, sodass 24 Beutel einer Menge von 6 g entsprechen:
Stückelung nach § 6 Absatz 2 und 3 des Rahmenvertra
„Abgabe wirtschaftlicher Einzelmengen“
Das Stückeln verschreibungspflichtiger Arzneimittel ist also unter den folgenden Voraussetzungen
Verordnung Rx-Arzneimittel
 Menge unterhalb der Nmax
(größte Messzahl)
 Stückzahl-/Mengenverordnung
 Menge nicht im aktuellen N-Bereich
 Packungsgröße nicht im Handel
Verordnung Non-Rx-Arzneimittel
Rx-Arzneimittel/
Non-Rx-Arzneim
 Menge oberhalb der Nmax
 Menge nicht im aktuellen N-Bere
Eine Packung Aldara Creme 24 St. entspricht somit
Übergangs-Jumbo
Keine Stückelung!
der größten Messzahl von 6 g; drei Packungen dem-zu verordneter Menge im Hande
nach einem Vielfachen der größten Messzahl, nämlich 18 g:
Stückelung unter
z. B. 30 + 60 St.,
falls wirtschaftlicher
als 2 x 45 St.
der nächstliegenden
Ausdrüc
„exakte
Ein Stückeln der Gesamtmenge ist wirtschaftlich
daher mit einer N1- und einer N2-Packung möglich!
Selbstverständlich sind dann auch zwei Zuzahlungen zu entrichten.
Stückelung nicht möglich!
Abgabe der ÜbergangsJumbo (Übergangsfrist
für Inverkehrbringen mit
alter Kennzeichnung:
18 Monate ab Verlust
der bisherigen NmaxBezeichnung)
Vielfachem der
Nmax-Packung
Die Stückelungsregeln gem. § 6 (2,3) Rahmenvertrag sind nur bei Arzneimitteln anzuwenden, nicht bei Hilfsmitteln, Verb
zum PZN-Checkplus: / ohne Gewähr / Stand:
2013 Vermerk für die Verordnung eines
Aldara: Einordnung in die PackungsV
Vielfachen der Nmax, wie es hier der Fall ist, ist nach
Rahmenvertrag § 6 Abs. 3 also nötig, es sei denn,
die betroffene Kasse verzichtet in ihrem Liefervertrag auf einen solchen.
Hier geht es zum Archiv der
Abgabeprobleme:
www.DAPdialog.de/2932
Wir haben folgende Verordnung:
„3 x Aldara Creme à 24 Stück“
Wir kommen hier mit der Einteilung in die PackungsV
anhand der angegebenen Stückzahl nicht zurecht.
Was dürfen wir auf dieses Rezept abgeben? Und ist
ein besonderer Vermerk nötig?
Begründung Pharmazeutische Bedenken
der Leitlinie zur guten Substitutionspara­ Vorgaben
xis der Deutschen Pharmazeutischen Gesellschaft
Zur Rubrik Pharmazeutische
Wir haben eine Frage zu Pharmazeutischen Bedenken: Als Begründung haben wir oft einen „Standardsatz“ auf das Rezept geschrieben („Trotz intensiver
Beratung keine Akzeptanz des Rabattarzneimittels,
Gefährdung des Therapieerfolgs“). Reicht dies als
individuelle Begründung aus?
Mehrkosten auf Sprechstundenrezept
Ob und warum Pharmazeutische Bedenken angewendet werden, hängt immer von der individuellen
Situation des Patienten ab, daher sollte auch die
Begründung immer individuell auf den Patienten
abgestimmt sein. Dass es dabei je nach Situation zu
ähnlichen Begründungen kommen kann (z. B. weil in
vielen Fällen die Compliance gefährdet ist), lässt
sich nicht vermeiden. Dennoch sollten Sie darauf
achten, dass die von Ihnen gewählte Begründung
zum Patienten passt und Sie diese dokumentieren
– dies macht auch eine spätere ausführlichere
Erklärung einfacher, falls mal eine Rückfrage/Retax
einer Krankenkasse folgt.
Da Tavor ein Festbetragsartikel ist und z. Zt. 1,51 €
über dem Festbetrag liegt, haben wir dem ausstellenden Arzt den Betrag in Rechnung gestellt. Dieser
hat mich darauf hingewiesen, dass Mehrkosten für
den Praxisbedarf nicht zu erstatten sind.
Rezeptbeispiel Pharmazeutische Bedenken:
www.DAPdialog.de/2933
Wir haben eine Frage zur Sprechstundenbedarfsbelieferung mit Tavor expidet 1,0 mg 50 TAE.
Da ich die Ware nicht günstiger für den Praxisbedarf
einkaufen kann, stellt sich für mich die Frage, wer
denn mit seiner Einschätzung richtig liegt.
Die Sprechstundenbedarfsvereinbarung in Nordrhein sieht vor, dass die bereits 1988 eingeführte
Festbetragsregelung auch im Sprechstundenbedarf
(SSB) zu beachten ist. Das bedeutet, dass die Differenz zwischen dem jeweiligen Festbetrag und den
tatsächlichen Kosten des Arzneimittels („Mehrkosten“) vom Arzt selbst zu tragen ist.
Festbeträge sind Höchstpreise für bestimmte Arzneimittel, die durch die Gesetzliche Krankenver­
sicherung erstattet werden. Diese Höchstpreise
(Festbeträge) gelten daher auch für den SSB.
Hinweise zur genauen Vorgehensweise bei Pharmazeutischen Bedenken und Beispiele für Begründungen finden Sie auch auf der Seite des DeutschenApothekenPortals. Diese orientieren sich an den
Hier geht’s zum DAP Retax-Forum:
Edoxaban: Richtiger Umgang
mit Mehrfachverordnungen
as neue orale Antikoagulanz Lixiana®
mit dem Wirkstoff Edoxaban ist seit dem
01. August 2015 mit den Wirkstärken 60 mg
(Standarddosis), 30 mg (bei Dosisreduktion)
und 15 mg (Transitionsphase) im Handel1,2.
Dieser Beitrag gibt einen Überblick über die
Einteilung von­E
­ doxaban in die Packungs­
größenverordnung und das richtige Vorge­
hen bei Mehrfachverordnungen.
Derzeit befindet sich Lixiana® mit folgenden Wirkstärken und Packungsgrößen im Handel:
gelegten Normbereiche und der vertraglichen Vorgaben zu prüfen.
Verordnete Gesamtmenge ≤ Nmax
Liegt die verordnete Gesamtmenge unterhalb der
größten festgelegten Messzahl Nmax von 100 Stück,
darf gemäß Rahmenvertrag § 6 (2) nur dann gestückelt werden, wenn die verordnete Menge keinem
bestehenden N-Bereich entspricht und keine
Packungsgröße dieser Stückzahl im Handel ist.
Verordnung von 2 x 28 Stück
N-Kenn­
Die dargestellte N-Kennzeichnung begründet sich
auf Messzahlen, die zum 01. November 2015 in
Kraft treten und in die Lauer-Taxe aufgenommen
Alle Packungsgrößen sind
­erstattungsfähig
Die verordnete Menge von 2 x 28 = 56 Stück fällt
zwischen den N2- und den N3-Bereich, eine
Packungsgröße mit 56 Stück befindet sich nicht im
Handel. Somit können auf Grundlage dieser Verordnung zwei Packungen mit je 28 Filmtabletten retaxsicher abgegeben werden.
Liegt die verordnete Stückzahl unterhalb der
Nmax, ist kein Sondervermerk des Arztes, z. B.
„!“, erforderlich.
Für Edoxaban gelten ab dem 01. November 2015
gemäß Anlage 1 der Packungsgrößenverordnung
folgende Normbereiche:
Damit sind alle im Handel befindlichen Packungsgrößen verordnungs- und erstattungsfähig (ausgenommen Klinikpackungen). Die größte festgelegte
Messzahl Nmax beträgt 100 Stück.
­Mehrfachverordnungen
Sind mehrere Packungen Lixiana® auf einem Rezept
verordnet, ist die Abgabefähigkeit anhand der fest-
PRÄPARATEPROFIL
Lixiana ®vonDaiichiSankyo
Lixiana® Präparate­
Eine Übersicht der wichtigsten Punkte bezüglich
der Abgabe bietet das neue
Lixiana®-Präparateprofil,
das zum Download zur
Lixiana® von Daiichi Sankyo erhielt im Juni 2015 die europäische Marktzulassung
und ist in Deutschland seit dem 01. August 2015 in Verkehr.
■Kurzporträt
• Wirkstoff:1
Edoxaban (C24H30ClN7O4S, Mr = 548.1 g/mol).2
Arzneimittel liegt als Edoxabantosilat-Monohydrat vor.
• Arzneistoffgruppe:1
Edoxaban ist ein hoch selektiver, direkter und
reversibler Faktor-Xa-Inhibitor, der Serinprotease
in der gemeinsamen Endstrecke der Gerinnungskaskade.
Edoxaban hemmt den freien Faktor Xa und die ProthrombinaseAktivität. Die Faktor-Xa Hemmung in der Gerinnungskaskade
vermindert die Thrombinbildung, verlängert die Gerinnungszeit
und vermindert das Risiko einer Thrombusbildung.
• Anwendungsgebiete:1
Prophylaxe von Schlaganfällen und systemischen
Embolien bei erwachsenen Patienten mit nicht-valvulärem
Vorhofflimmern (nvVHF) und einem oder mehreren Risikofaktoren wie kongestiver
Herzinsuffizienz, Hypertonie, Alter ≥ 75 Jahren, Diabetes mellitus, Schlaganfall
oder transitorischer ischämischer Attacke (TIA) in der Anamnese.
Behandlung von tiefen Venenthrombosen (TVT) und Lungenembolien (LE) nach
initialer Anwendung von franktoniertem oder unfraktoniertem Heparin für mind.
5 Tage sowie Prophylaxe von rezidivierenden TVT und LE bei Erwachsenen.
• Darreichungsform:1
60 mg: gelbe, runde Filmtablette
30 mg: rosafarbene, runde Filmtablette
15 mg: orangefarbene, runde Filmtablette
• Abgabestatus:1
•BesonderheitendesArzneimittels:1
–keine bekannte Einschränkung durch Nahrungsmittel
– keine klinisch relevante Beeinträchtigung durch CYP450-beeinflussende
Medikamente (< 10 % CYP3A4/5)
– keine Dosisanpassung bei gleichzeitiger Einnahme von Rifampicin*,
Johanniskraut* oder Amiodaron
Zum Download des Lixiana®Präparateprofils + Pflichttext:
* Verwendung jedoch mit Vorsicht
www.DAPdialog.de/2936
1 Fachinformation Lixiana®, Stand: Juni 2015
2 Lauer-Taxe online, Stand: September 2015
Retaxsichere Abgabe von Toujeo®
(Insulin glargin 300 E/ml)
it Toujeo® ist seit Mai 2015 die nächste
Generation Insulin glargin zur Behandlung
erwachsener Patienten mit Diabetes melli­
tus Typ 1 und 2 erhältlich. Bei der Abgabe in
der Apotheke können fehlende Normgrößen
und Stückelungsfragen bei Mehrfachverord­
nungen jedoch Probleme bereiten.
Erstattungsfähigkeit und Mehrfach­
Zur Beurteilung der Erstattungsfähigkeit sind die
gültigen Normbereiche von Toujeo® gemäß Packungsgrößenverordnung maßgeblich:
Klassifizierung der Insuline gemäß PackungsV
N1: 12–18 ml N2: 27–33 ml
Nmax: 30 ml
N3: –
Quelle: DAP PZN-Checkplus, Stand: Okt. 2015
• Toujeo® SoloStar® 300 E/ml 5 x 1,5 ml = 7,5 ml (PZN 04044158)
keine N-Bezeichnung
Anhand konkreter Verordnungsbeispiele liefert die
Abgabehilfe Antworten auf die wichtigsten Fragen
zur korToujeo – Informationen zur Normgrößeneinteilung
Rezeptbelieferung.
Toujeo® mit dem Wirkstoff Insulin glargin 300 E/ml gibt es in verschiedenen Packungsgrößen. Alle Packungsgrößen, auch diejenigen ohne
Normgröße, sind zulasten der gesetzlichen Krankenkassen voll erstattungsfähig. Diese Abgabehilfe zeigt die richtige Einteilung nach der
Packungsgrößenverordnung (PackungsV) und gibt Sicherheit bei der Arzneimittelabgabe.
Einteilung der Normgrößen für alle Insuline nach PackungsV:
Nmax (30 ml)
N-Kennzeichnug
PZN 04044129
PZN 04044158
12–18 ml
Toujeo® NEU
27–33 ml
PZN 10822447
tverträg
• Toujeo SoloStar 300 E/ml 10 x 1,5 ml = 15 ml
(PZN 10822447), N1à ab Oktober 2015!
NEU: Toujeo®-Abgabehilfe
Toujeo® ist in drei Packungsgrößen erhältlich:
• Toujeo® SoloStar® 300 E/ml 3 x 1,5 ml = 4,5 ml (PZN 04044129)
Alle Packungsgrößen von Toujeo®, auch die Packungen ohne N-Bezeichnung, sind uneingeschränkt
zulasten der GKV erstattungsfähig, da sie die größte
festgelegte Messzahl Nmax = 30 ml nicht überschreiten. Sind mehrere Packungen Toujeo® verordnet, ist
die Erstattungsfähigkeit ebenfalls anhand der gültigen Normbereiche zu prüfen.
Eine Insulintherapie mit Toujeo® bietet:
• ein stabileres und lang anhaltendes (über 24 Stunden hinaus)
Wirkprofil im Vergleich zu Lantus® an Typ-1-Diabetespatienten1
• eine mit Lantus® vergleichbare HbA1c-Zielwert-Erreichung2-5
• ein geringeres Hypoglykämie-Risiko im Vergleich zu Lantus® bei
Typ-2-Diabetespatienten von Anfang an3,4
• RCT-Langzeitdaten zur CV-Sicherheit von Insulin glargin 100 E/ml
bei Typ-2-Diabetespatienten1,6
ll e n G
è Alle Packungsgrößen sind voll erstattungsfähig zulasten der GKV
1 Toujeo® Fachinformation, Stand April 2015 2 EDITION 1: Riddle MC et al. Diabetes Care
2014; 37: 2755–62 3 EDITION 2: Yki-Jarvinen H et al. Diabetes Care 2014; 37: 3235–43
4 EDITION 3: Bolli G et al. Diabetes Obes Metab 2015; 17:386–94 5 EDITION 4: Home PD
et al. Diabetes Care 2015; June 17, 2015; DOI: 10.2337/dc15-0249 [Epub ahead of print]
6 The ORIGIN Trial Investigators. N Engl J Med 2012; 367: 319–28; (Studie durchgeführt
mit Lantus® bei Patienten mit hohem kardiovaskulären Risiko und gestörter Nüchternglukose (IFG) oder verminderter Glukosetoleranz (IGT) (12 % der Patienten) oder einem
Typ-2-Diabetes, der mit ≤ 1 OAD behandelt wurde (88 % der Patienten); Toujeo® ist
nicht zur Behandlung bei Prädiabetes zugelassen).
WICHTIG! Bei der Verschreibung von Packungen ohne Normgröße
muss der Arzt die Stückzahl/exakte Menge angeben:
Toujeo SoloStar® 300 Einheiten/ml Injektionslösung in einem Fertigpen. Wirkstoff: Insulin glargin. Zusammens.: 300 Einheiten Insulin glargin/ml (entsprechend 10,91 mg). Ein Pen enthält 1,5 ml Injektionslösung, entsprechend 450 Einheiten. Sonst. Bestandt.:
Zinkchlorid, Metacresol (Ph.Eur.), Glycerol, Salzsäure, Natriumhydroxid, Wasser für Injektionszw. Anw.-geb.: Diabetes mellitus bei Erwachsenen. Gegenanz.: Überempfindlichk. gegen d. Wirkstoff/sonstig. Bestandt. Warnhinw. u. Vorsichtsm.: Bei diabet.
Ketoazidose Empfehl. von Normalinsulin i. v. Verstärkte Überwach. d. Blutzuckers b. Hypoglykämie b. Risiko kardialer oder zerebraler Komplikationen sowie proliferativer Retinopathie. Stoffwechselüberwachung b. interkurrenten Erkrank. B. Komb. m.
Pioglitazon Anzeich. u. Symptome v. Herzinsuff., Gewichtszunahme u. Ödemen beobachtet. Bei Verschlechterung d. kard. Sympt. Pioglitazon absetzen. Wechselwirk.: Dosisanpassung bei antihyperglykämischen Arzneimitteln, Angiotensin-Converting-Enzym (ACE)-Hemmern, Disopyramid, Fibraten, Fluoxetin, Monoaminooxidase (MAO)-Hemmern, Pentoxifyllin, Propoxyphen, Salicylaten u. Sulfonamid-Antibiotika, Kortikosteroiden, Danazol, Diazoxid, Diuretika, Glukagon, Isoniazid, Östrogenen
und Progestagenen, Phenothiazin-Abkömmlingen, Somatropin, Sympathomimetika (z. B. Epinephrin [Adrenalin], Salbutamol, Terbutalin), Schilddrüsenhormonen, atypischen Antipsychotika (z. B. Clozapin u. Olanzapin) u. Proteaseinhibitoren.
Fehlende o. abgeschw. Symptome d. adrenergen Gegenregulation bei Betablockern, Clonidin, Guanethidin und Reserpin. Verstärk. od. Abschw. d. blutzuckersenk. Wirkung d. Betablocker, Clonidin, Lithiumsalze od. Alkohol. Fertilität,
Schwangersch. u. Stillz.: Kann i. d. Schwangersch. angewen. werden, wenn notwendig. Bei Stillenden Anpassung d. Dosis u. d. Ernährung. Nebenwirk.: Immunsyst.: Selten allerg. Reaktionen. Stoffwechsel/Ernährungsstör.: Sehr häufig Hypoglykämie. Nervensyst.: Sehr selten Geschmacksstör. Augen: Selten Sehstörungen, Retinopathie. Haut/Unterhautzellgeweb.: Häufig Lipohypertrophie, gelegentl. Lipoatrophie. Skelettmusk./Bindegew./Knochen: Sehr selten Myalgie. Allg./
Verabr.ort: Häufig Reakt. a. d. Einstichstelle, Selten Ödeme. Verschreibungspflichtig. Sanofi-Aventis Deutschland GmbH, D 65926 Frankfurt am Main, Deutschland Stand: April 2015 (040708)
Zur Toujeo® Abgabehilfe
www.DAPdialog.de/2937
Toujeo® Pflichttext: www.DAPdialog.de/2938
Das Magazin des DeutschenApothekenPortals
Verlag: DAP GmbH DeutschesApothekenPortal
Geschäftsführer: Günter C. Beisel
Tel. +49 (0)221 222 83 0
Fax:+49 (0)221 222 8 33 22
Chefredaktion: Günter C. Beisel (verantwortlich)
Retax-Beratung: Dieter Drinhaus
Leitung med.-wiss. Redaktion: Dr. Dagmar Engels
Redaktion: Juliane Brüggen, Christina Dunkel,
Marina Herpertz, Johanna Krull, Nina Strathmann,
Anzeigenleitung: Gabriele H. Steinhauer
ISSN: 2193-0449
Gestaltung: FAI GmbH
Druck: BC Direct Group GmbH, Rigistr. 9, 12277 Berlin
Vertrieb: Bauer Vertriebs KG
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Der Verlag DAP ist Mitglied der Arbeitsgemeinschaft LA-MED.
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Die Wiedergabe von Gebrauchsnamen, Handelsnamen, Warenbezeichnungen und dgl. in dieser Zeitschrift berechtigt
nicht zu der Annahme, dass solche Namen ohne weiteres von jedermann benutzt werden dürfen; oft handelt es
sich um gesetzlich geschützte eingetragene Warenzeichen, auch wenn sie nicht als solche gekennzeichnet sind.
iele Zytostatika gehören zu den hoch­
preisigen Arzneimitteln – so auch der Tyro­
sinkinase-Inhibitor Imatinib (Glivec®). In die­
sem Teil der Serie „Abgabe hochpreisiger
Arzneimittel“ soll Glivec® im Hinblick auf
mögliche Retaxfallen bei der Rezeptbeliefe­
rung betrachtet werden.
Das Zytostatikum Glivec® der Firma Novartis ist
seit Februar 2004 auf dem deutschen Markt. Die
N3-Packung mit 90 Filmtabletten hat einen Apothekenverkaufspreis von 10.109,22 Euro.1 Nicht
zuletzt der hohe Preis führt, z. B. wenn mehrere
Packungen verordnet sind, zu Unsicherheiten bei
Arzneimittelsteckbrief Glivec®
Die verordnete Gesamtmenge von 2 x 60 = 120 Stück
liegt oberhalb der größten Messzahl Nmax = 90 Stück
und ist kein Vielfaches von 90. Gemäß Rahmenvertrag § 6 (3) dürfen jedoch bei Vorliegen einer Stückzahlverordnung nur vielfache Mengen der NmaxPackungsgröße (90 Stück, nicht im Handel) mit
Sondervermerk des Arztes abgegeben werden.
Glivec 400 mg FTA 30 St. N1 2x !
Die verordnete Menge von 2 x 30 = 60 Stück fällt
genau in den N2-Bereich. Das Stückeln in einen
definierten Normbereich ist nach Rahmenvertrag
§ 6 (2) nicht erlaubt, auch wenn der N-Bereich nicht
Wirkstärken: 100 mg, 400 mg
2. Retax-Falle: Original/Import
Indikation: Verschiedene Krebserkrankungen,
am häufigsten bei gastrointestinalen Stromatumoren (GIST) und chronischer myeloischer
Leukämie (CML)2
Original und bezugnehmende Importe werden als
gleich angesehen. Auch ein Aut-idem-Kreuz (ohne
weiteren Vermerk des Arztes) kann den Austausch
von Original und Import deshalb nicht unterbinden. Vorrangig sind rabattierte Original- oder
Importarzneimittel abzugeben, derzeit existieren
für Glivec® keine Rabattverträge (Stand: Sept.
2015). Es besteht allerdings nach Rahmenvertrag
§ 5 die Verpflichtung zur Abgabe preisgünstiger
15/15-Importe, sofern die Importquote mit der
jeweiligen Krankenkasse noch nicht erfüllt ist.
Packungsgrößen: 100 mg 60 Stück (N2),
400 mg 30 Stück (N1) und 90 Stück (N3)
Imatinib ist ein Inhibitor der Tyrosinkinase
Bcr-Abl. Durch die Enzyminhibition hemmt die
Substanz die Proliferation der Tumorzellen
und führt zur Apoptose.
1. Retaxfalle: Mehrfachverordnungen
Zur Beurteilung der Abgabefähigkeit mehrerer
Packungen, auf einem Rezept verordnet, sind die
für Imatinib geltenden Normbereiche von Bedeutung:
Vorsicht: Bei einer eindeutigen Importverordnung
ist die damit gesetzte Preisgrenze zu beachten.
Es lohnt sich, die Importquote für die am häufigsten vorkommenden Krankenkassen im Blick zu behalten, denn viele Apotheken übererfüllen ihre
Quote. Das angesammelte Importguthaben wird jedoch nicht ausgezahlt. Bei
erfüllter Importquote kann auch das Original abgegeben werden, wenn es
eindeutig verordnet wurde.
1 Lauer-Taxe online; Stand: 15.09.2015
2 Fachinformation Glivec® Filmtabletten; Stand: Februar 2015
Glivec 100 mg FTA 60 St. N2 2x
Grippeimpfstoffe Saison 2015/2016
ie Zusammensetzung der Grippeimpf­
stoffe richtet sich nach den Empfehlungen
der WHO. Dennoch gibt es Unterschiede, die
den Apotheken für die Beratung bekannt
sein sollten. Falls sich Fragen zu einem Impf­
stoff ergeben, kann ein Anruf bei der jewei­
ligen Firmen-Hotline hilfreich sein. Nachfol­
gend eine Übersicht.
Trivalente Grippeimpfstoffe
Afluria® 2015/2016
Konservierungsstoffen und ohne Wirk­
069/30516-559
Begripal® 2015/2016
Ohne Konservierungsmittel (Thiomersal)
Fluad® 2015/ 2016
Erwachsene ab 65
Adjuvans enthalten,
Grippeimpfstoff Stada®
N 2015/2016
06101/603-0
­ratiopharm® 2015/2016
0800/8005022
Influvac® 2015/2016
0511/67502400
Optaflu® 2015/2016
ohne Hühnereiweiß,
Vaxigrip® 2015/2016
0800/5944444
Xanaflu® 2015/2016
Tetravalente Grippeimpfstoffe
Fluenz® Tetra
Kinder ab einem
Lebensalter von 3
Jahren bis zu 17 Jahren
Lebendimpfstoff,
­Applikation: nasal
0800/2288660
Influsplit Tetra®
0800/1223355
Die Übersicht der Grippeimpfstoffe
können Sie auch downloaden:
www.DAPdialog.de/2939
Abschreibungsverlustes
Frühzeitige Informationen zu neuen Rabattverträgen
ie eine Umfrage des DAP ergab,
beträgt der übliche Abschreibungsverlust in
vielen Apotheken mehr als 200 € im Monat.
Diese sind oft höher als die Retaxierungs­
kosten. Ein neuer Service – der Lager-Alarm
– soll helfen, unnötige Verluste zu vermei­
Rabattverträge zwischen Arzneimittelherstellern
und Krankenkassen sind ein wichtiges Instrument,
die Kosten im Gesundheitswesen zu reduzieren.
Ein ständiger Wechsel von Rabattvertragspartnern
erschwert jedoch erheblich die wirtschaftliche Arzneimittelbevorratung in der Apotheke. Aufgrund
von auslaufenden Rabattverträgen werden Schnelldreher plötzlich zu Ladenhütern und bringen hohe
Abschreibungsverluste mit sich. Eine DAP-Umfrage
hat ergeben, dass rund 37 % der Apotheker/innen
ihren monatlichen Abschreibungsverlust auf über
200 € schätzen.
Neuer Service zur Reduzierung
Ihres Abschreibungsverlustes
Der Lager-Alarm ist ein neuer Online-Service, der
Sie schon vor Inkrafttreten neuer ArzneimittelRabattverträge über Zuschläge und auslaufende
Verträge informiert. Ziel ist es, Sie bei der Optimierung Ihrer Lagerhaltung zu unterstützen und
unnötige Abschreibungsverluste, z. B. durch Ladenhüter, zu vermeiden.
Im Rahmen eines Pilotprojektes in Zusammen­
arbeit mit Zentiva steht Ihnen der Lager-Alarm bis
zum 31.12.2015 kostenlos zur Verfügung.
Neue Rabattverträge der BKK R+V ab 01.10.2015
Achtung – PZN der neuen Rabattverträge stehen fest!
Anzahl der betroffenen Wirkstoffe: 38
Start der neuen Verträge: 01.10.2015
Ende der neuen Verträge: 30.09.2017
Rabattvertrages
Wirkstoff: Macrogol 3350
09929281
DIAZEP - CT 10MG TABLETTEN
03193011
DIAZEPAM ABZ 5MG
01015446
DIAZEPAM RATIO 10MG TABL
DIAZEPAM RATIO 5MG TABL
02078868
10953936
DULOVESIC 40MG HARTKAPSELN
HEUMANN PHARMA GmbH & Co. Generica KG 10785611
HEUMANN PHARMA GmbH & Co. Generica KG 11100288
HEUMANN PHARMA GmbH & Co. Generica KG 10785640
HEUMANN PHARMA GmbH & Co. Generica KG 10785657
DULOXEHEXAL 30MG HARTKAPS
53,9 Mio.
11096546
01170282
01170299
02844423
55,0 Mio.
für den Lager-Alarm!
So erhalten Sie Ihre Zugangsdaten über DAP
Bitte füllen Sie das untenstehende Formular aus und faxen Sie es mit Ihrem Apothekenstempel und
E-Mail-Adresse an DAP: 0221 / 222 83 - 322
Nach Eingang Ihres Faxes aktiviert DAP Ihren Zugang für den Lager-Alarm
im DeutschenApothekenPortal.
Tel.: 030-25 75 31 25
Ich melde mich für die Teilnahme am Lager-Alarm an (1.7.-31.12.2015). Für die Dauer der Testphase nehme ich an insgesamt zwei
Online-Umfragen zum Lager-Alarm teil. Meine Teilnahme am Lager-Alarm endet am 31.12.2015 automatisch. Ich bin damit einverstanden, dass ich die gewünschten Informationen zu aktuellen Rabattvertragsänderungen und den Online-Umfragen kostenlos online
oder per E-Mail von ZENTIVA Pharma GmbH und DAP Healthcare GmbH erhalte.
Meine nachstehenden personenbezogenen Daten werden von der ZENTIVA Pharma GmbH und der DAP Healthcare GmbH zur Teilnahme am Lager-Alarm erhoben, verarbeitet und gespeichert. Die ZENTIVA Pharma GmbH und DAP Healthcare GmbH versichern,
die nachstehenden Daten streng vertraulich entsprechend den anwendbaren datenschutzrechtlichen Bestimmungen (insbesondere
denen des Bundesdatenschutzgesetzes und des Telemediengesetzes) zu behandeln. Nach Beendigung der Testphase werden meine
Ich kann meine oben genannte Einwilligung zur Teilnahme sowie zur Verarbeitung meiner personenbezogenen Daten jederzeit
mit Wirkung für die Zukunft gegenüber ZENTIVA Pharma GmbH und DAP Healthcare GmbH widerrufen (in meinem Lager-AlarmAccount/Log-In-Bereich). Anschließend werden meine Daten automatisch gelöscht.
Bitte lesbar in Druckbuchstaben ausfüllen!
ZENTIVA-Kundennummer
BGA-Nummer
Apohekeninhaber
ZENTIVA Pharma GmbH, Potsdamer Straße 8, D-10785 Berlin
Fordern Sie hier telefonisch Ihr
­Anmeldeformular an:
Bei Fragen rund um den Lager-Alarm steht Ihnen DAP gern zur Verfügung unter:
zum Lager-Alarm
Sie erhalten eine E-Mail von [email protected] mit Ihren persönlichen Zugangsdaten
(Benutzername und Passwort) sowie einem Link zum Lager-Alarm im DeutschenApothekenPortal.
Nun können Sie sich anmelden und den Lager-Alarm sofort nutzen.
Interview mit Professor Josef Hecken
Unparteiischer Vorsitzender des G-BA
aut Rahmenvertrag ist ein Kriterium für
die Austauschbarkeit von wirkstoffgleichen
Arzneimitteln eine identische oder nach dem
Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) aus­
tauschbare Darreichungsform (DRF). Der
G-BA veröffentlicht wirkstoffbezogen aus­
tauschbare DRF in Anlage VII der Arzneimit­
telrichtlinie (AM-RL). Im vorliegenden Inter­
view werden Fragen zu den austauschbaren
Darreichungsformen vom G-BA beantwortet.
gelegt, aber auch geeignete klinische Studien können
berücksichtigt werden. Hinweise zur Ergänzung neuer
oder zur Aktualisierung bestehender Gruppen austauschbarer Darreichungsformen in der ArzneimittelRichtlinie erhält der G-BA beispielsweise von pharmazeutischen Unternehmen und Krankenkassen oder sie
gehen in Form von Informationen aus der Praxis ein.
DAP: Arbeitet der G-BA eng mit der IFA (Informationsstelle für Arzneispezialitäten), die die
vom Anbieter gemeldeten Artikel mit artikelbeschreibenden Merkmalen in eine Datenbank
aufnimmt und veröffentlicht, zusammen?
DAP: Wie wird die Austauschbarkeit bestimmt
Prof. Hecken: Berät der G-BA eine Ergänzung oder
bzw. anhand welcher Daten wird entschieden,
Aktualisierung von Gruppen austauschbarer Darreidass eine Austauschbarkeit gegeben ist? Wer
chungsformen, macht er sich ein Bild von den Darreilegt die Wirkstoffe und die dazu austauschbachungsformen, die die pharmazeutischen Unternehmer
ren Darreichungsformen fest? Wer ist der Initider IFA GmbH gemeldet haben und die somit in der Groator? Die Hersteller oder ein anderes Gremium?
ßen Deutschen Spezialitätentaxe (Lauer-Taxe) geführt
Prof. Hecken: Gruppen austauschbarer Darreiwerden. Im Übrigen hat der G-BA das Inkrafttreten der
chungsformen werden vom G-BA gemäß § 129 Abs. 1 a
Beschlüsse zur Ergänzung oder AktuaSatz 1 SGB V unter der Berücksichtilisierung von Gruppen austauschbarer
Wird die Ausgung der therapeutischen VergleichDarreichungsformen aktuell dahingetauschbarkeit bei
barkeit gebildet, das Nähere hierzu ist
hend geändert, dass der Beschluss nicht
im 4. Kapitel §§ 48 bis 51 der VerfahAbgabe nicht
am Tag nach der Veröffentlichung im
rensordnung des G-BA (VerfO) gerebeachtet, drohen
Bundesanzeiger in Kraft tritt, sondern
gelt. Anknüpfungspunkte für die
frühestens nach Ablauf von vier Wochen
Bewertung der therapeutischen Verab dem Tag seiner Veröffentlichung im
gleichbarkeit von Darreichungsformen
Bundesanzeiger, aber immer nur zum 1. oder 15. des
sind demnach ein gleicher Applikationsort, ein gleicher
Monats. Diese Änderung erfolgt auch vor dem HinterApplikationsweg, eine gleiche Anwendungsform und
grund der Meldezeiträume bei der IFA GmbH und unter
eine gleiche Applikationshäufigkeit. Grundsätzlich
Berücksichtigung des Redak­t ionsschlusses für Ändewird zwischen Darreichungsformen in Einzel- und
rungen in den in der Versorgungspraxis verwendeten
Mehrdosenbehältnissen unterschieden. Unterschiede
Arzneimittel-Datenbanken.
zum Beispiel hinsichtlich der Hilfsstoffe stehen einer
Austauschbarkeit von Darreichungsformen in der DAP: Ist der G-BA auch an der Darstellung der
Regel nicht entgegen. Bei bezugnehmen- Austauschbarkeit der Darreichungsformen in
der, also generischer Zulassung eines Arzneimittels geht der Apotheken-EDV beteiligt?
der G-BA davon aus, dass die jeweiligen Darreichungs- Prof. Hecken: Der G-BA beobachtet eine zunehmende
formen therapeutisch vergleichbar und damit aus- Umstellung und Anpassung in den Softwaresystemen
tauschbar sind. Liegt keine bezugnehmende Zulassung hinsichtlich der Verwendung von Standard Terms, was
vor, prüft der G-BA gegebenenfalls wirkstoffbezogen, ob sicher zur Vermeidung von Problemen bei Fragen zur
Unterschiede in den pharmakokinetischen Eigenschaf- Austauschbarkeit in der Apotheke und in den Arztpraten für die Therapie bedeutsam sind. Zur Bewertung der xen beiträgt. Für die Umsetzung der Regelungsinhalte
therapeutischen Vergleichbarkeit werden vorrangig die der AM-RL in der Apotheken- und auch Arzt-Software
Fachinformationen sowie Muster- beziehungsweise ist der G-BA allerdings nicht verantwortlich und auch
Referenztexte der Zulassungsbehörde zugrunde nicht daran beteiligt.
Umeclidinium und Vilanterol: Dank neuem
Erstattungsbetrag1 weiterhin erhältlich
ie Firma GSK hat mit dem GKV-Spitzen­
verband einen Erstattungsbetrag für
ANORO® vereinbart, der seit dem 01.08.2015
in der Lauer-Taxe ersichtlich ist.1 Damit
bleibt das Arzneimittel den COPD-Patienten
in Deutschland erhalten.
ANORO® ist ein Inhalationspulver mit den Wirkstoffen Umeclidinium und Vilanterol, das mit dem
Ellipta®-Inhalator in die Atemwege eingebracht
wird. Die Wirkstoffe führen zu einer langanhaltenden Bronchodilatation2 und werden zur bronchial­
erweiternden Erhaltungstherapie bei einer chronisch-obstruktiven Lungenerkrankung (COPD)
eingesetzt.3
Alle ANORO®-Packungsgrößen sind
Gemäß Packungsgrößenverordnung gelten für
ANORO® folgende Normbereiche:
Die verordnete Gesamtmenge beträgt 2 x 30 = 60
Einzeldosen und liegt zwischen dem N2- und dem
N3-Bereich. Da eine Packungsgröße mit 60 Einzeldosen nicht im Handel ist, können zwei Packungen
mit je 30 Einzeldosen abgegeben werden.6
Vorsicht bei verordneter Gesamtmenge
oberhalb der Nmax!
Liegt die verordnete Gesamtmenge oberhalb der
größten Messzahl Nmax = 100 Einzeldosen, ist nur
eine vielfache Menge der Nmax abgabefähig.7 Da
keine Packungsgröße mit 100 Einzeldosen im Handel ist, sollte bei einer Verordnung von mehr als 3 x
30 Einzeldosen auf einem Rezept Rücksprache mit
dem Arzt gehalten werden, damit dieser ggf. ein
zusätzliches Rezept ausstellt.
Therapietreue stärken
Die Behandlung einer COPD fordert ein hohes Maß
an Therapietreue. Zur Unterstützung bietet GSK
unter www.luft-zum-leben.de umfangreiche
Informationen und Services an. Dort findet man
u. a. eine „COPD App“, mit der der Patient den Therapieverlauf protokollieren und mit dem behandelnden Arzt auswerten kann.
NEU: ANORO Patienteninformation
Beide Packungsgrößen sind uneingeschränkt
erstattungsfähig, denn auch die Packungsgröße
mit 3 x 30 = 90 Einzeldosen überschreitet die größte
festgelegte Messzahl Nmax = 100 nicht.5
In jedem Ellipta®-Inhalator sind genau 30 Inhalationen enthalten. In dem kleinen Sichtfenster können Sie sehen, wie viele Einzeldosen noch enthalten sind.
Schieben Sie die Schutzkappe herunter, bis Sie ein „Klicken“
hören. Ihr Arzneimittel ist jetzt zum Inhalieren bereit. Zur
Bestätigung zählt das Zählwerk um 1 herunter.
Die Patienteninformation bietet Patienten, denen ANORO ® verschrieben
wurde, einen Überblick über die wichtigsten Fakten zu ANORO® und stellt
anschaulich die richtige Handhabung
des Ellipta®-Inhalators dar.
2 Inhalieren
Halten Sie den Inhalator zuerst von Ihrem Mund entfernt und
atmen Sie so weit wie möglich aus. Atmen Sie dabei nicht in
den Inhalator hinein.
Setzen Sie das Mundstück zwischen Ihre Lippen und umschließen Sie es fest mit Ihren Lippen. Blockieren Sie nicht den
Lüftungsschlitz mit den Fingern.
Atmen Sie in einem langen, gleichmäßigen und tiefen Atemzug
ein. Halten Sie den Atem so lange wie möglich an (etwa 3-4
Sekunden). Nehmen Sie den Inhalator von Ihrem Mund. Atmen
Sie ruhig und langsam aus.
Schieben Sie die Schutzkappe vollständig nach oben, um das
Mundstück abzudecken.
Sobald nur noch 9 Dosen zur Verfügung stehen, wird die Zählwerk-Anzeige zur
Hälfte rot. Nach Inhalation der letzten Dosis wird die Anzeige vollständig rot.
Quelle: Gebrauchsinformation ANORO®, Stand: März 2015
Alles Gute wünscht Ihnen Ihre Apotheke!
zur richtigen Anwendung
des Ellipta®-Inhalators.
ANORO 55 Mikrogramm/22 Mikrogramm einzeldosiertes Pulver zur Inhalation.
Mehrfachverordnung: Abgabe von
ANORO® 2 x 30 Einzeldosen zulässig
Sind mehrere Packungen ANORO® verordnet, sollte
anhand der gültigen Normbereiche die Abgabefähigkeit geprüft werden.
Anoro 55 µg/22 µg
30 ED 1 St. N2 x 2
Hier geht es zur ANORO®Patienteninformation
Wirkstoff: 55 Mikrogramm Umeclidinium und 22 Mikrogramm Vilanterol (als Trifenatat) Zusammensetzung: Die Wirkstoffe sind Umeclidinium und
Vilanterol. Jede einzelne Inhalation enthält eine abgegebene Dosis (die aus dem Mundstück abgegebene Dosis) von 55 Mikrogramm Umeclidinium und
22 Mikrogramm Vilanterol (als Trifenatat). Sonstige Bestandteile: abgegebene Dosis enthält etwa 25 mg Lactose (als Monohydrat), Magnesiumstearat.
Anwendungsgebiete: ANORO® ist für die bronchialerweiternde Erhaltungstherapie zur Symptomlinderung bei erwachsenen Patienten mit chronisch-obstruktiver Lungenerkrankung (COPD) angezeigt. Gegenanzeigen: Überempfindlichkeit gegenüber Umeclidinium, Vilanteroltrifenatat, LactoseMonohydrat oder Magnesiumstearat. Nebenwirkungen: Häufig: schmerzhaftes und häufiges Wasserlassen, Kombination aus Halsschmerzen und laufender Nase, Mundtrockenheit, Halsschmerzen, Kopfschmerzen, Husten, Schmerzen und Reizung in Mundhöhle und Rachen, Infektion der oberen
Atemwege, Sinusitis, Verstopfung. Gelegentlich: unregelmäßiger Herzschlag, beschleunigter Herzschlag, Hautausschlag. Verschreibungspflichtig.
Stand: Mai 2014. GlaxoSmithKline GmbH & Co. KG, 80700 München. www.glaxosmithkline.de
DE/UCV/0086/15 09.2015
ANORO® ist in zwei Packungsgrößen erhältlich:4
• ANORO® 30 Einzeldosen = N2
• ANORO® 3 x 30 Einzeldosen =
Anleitung zur Anwendung des
Ellipta®-Inhalators
www.DAPdialog.de/2943
1 Pressemeldung vom 27.07.2015: Erstattungsbetrag für fixe Wirkstoffkombination
für COPD-Patienten vereinbart; GlaxoSmithKline; https://gesundheit.gsk.com/
produkte/anoro/news/150727.html
2 ANORO® Fachinformation. GlaxoSmithKline; Stand: März 2015
3 Zur bronchialerweiternden Erhaltungstherapie zur Symptomlinderung bei
erwachsenen Patienten mit chronisch-obstruktiver Lungenerkrankung (COPD);
ANORO® Fachinformation. GlaxoSmithKline; Stand: März 2015
4 Lauer-Taxe online, Stand: 01.09.2015
5 Packungsgrößenverordnung i. d. F. vom 18.06.2013 § 2 (4)
6 Rahmenvertrag nach § 129 Absatz 2 SGB V i. d. F. vom 15. Juni 2012 § 6 (2)
7 Rahmenvertrag nach § 129 Absatz 2 SGB V i. d. F. vom 15. Juni 2012 § 6 (3)
U M F R AGE
Nichtlieferbarkeit von Importpräparaten:
Eine tägliche Herausforderung bei der
eim Umgang mit Rezepten über Importe
besteht in den Apotheken oft Unsicherheit.
Insbesondere die Tatsache, dass Importe
häufig nicht lieferbar sind, sorgt für Pro­
bleme, da ein Austausch auf andere Präpa­
rate nur unter bestimmten Voraussetzungen
Importverordnungen sorgen immer wieder für Diskussionen in den Apotheken. So ist z. B. bisher nicht
einheitlich vertraglich geregelt, wie Rezepte nur
mit dem Zusatz Reimport, also ohne Angabe einer
Firma, zu beliefern sind. Einige Krankenkassen
gehen hier von der Belieferung des günstigsten Präparates aus – entsprechende Retaxationen einzelner Krankenkassen gab es bereits. Auch nament­
liche Importverordnungen sorgen mitunter für
Schwierigkeiten. Denn mit der Verordnung eines
bestimmten Importpräparates setzt der Arzt eine
Preisgrenze, die auch bei Nichtlieferbarkeit des verordneten Präparates nicht oder nur nach Rück­
sprache überschritten werden darf.
Durchschnittliche Nichtlieferfähigkeit
DAP-Umfrage: Wie hoch ist gemäß Ihrer Erfahrung die
durchschnittliche Nichtlieferfähigkeit von Importen?
Folgen der Nichtlieferbarkeit
Die Nichtlieferbarkeit von Importpräparaten führt
zu einem deutlichen Mehraufwand in der Apotheke. In der Regel darf bei einer ausdrücklichen
Importverordnung nur gegen ein preisgleiches oder
günstigeres Präparat (Original oder Import) oder
eine vorrangige Rabattarznei ausgetauscht werden.
Steht solch eine Alternative nicht zur Verfügung,
darf bei vdek-Kassen nach vermerkter Rücksprache
und Aufdruck der Sonder-PZN auch gegen ein teureres Präparat ausgetauscht werden. Bei RVO-Kassen sind in den regionalen L
­ ieferverträgen unterschiedliche Regelungen getroffen worden.
Bei der Rezeptbelieferung muss die Vorgehensweise
bei einer Nichtlieferbarkeit eines Importpräparates
genauestens beachtet werden. In der Arbeitshilfe
„Retax-Vermeidung bei ausdrücklicher Importverordnung“ wird die richtige Vorgehensweise bei Nichtlieferbarkeit eines verordneten Importpräparates
Retax-Vermeidung bei
ausdrücklicher Importverordnung
Hat der Arzt ausdrücklich ein Importprodukt verordnet?
Vorsicht: Bitte auch ohne namentliche Nennung eines Importeurs auf eine
aufgedruckte Import-PZN achten!
Das Aut-idem-Kreuz verbietet nicht den gegenseitigen Austausch identischer
Präparate (z. B. Import gegen Original). Will der Arzt diese Substitution
untersagen, so muss er dies explizit vermerken, z. B.: „Keine Originalabgabe
erwünscht!“ Das rabattierte Produkt ist immer vorrangig abzugeben,
seit 1.1.11 auch während der Patentschutzzeit.
In der Regel darf bei ausdrücklicher Importverordnung nur gegen ein preisgleiches oder günstigeres Präparat (Original oder Import) oder eine vorrangige
Rabattarznei ausgetauscht werden. Steht dieses nicht zur Verfügung, darf bei
Vdek-Kassen nach vermerkter Rücksprache und Aufdruck der Sonder-PZN
gegen ein teureres Präparat ausgetauscht werden. Bitte prüfen Sie bei
RVO-Kassen, ob sich eine entsprechende Erlaubnis auch in Ihrem regionalen
Liefervertrag findet.
Falls keine vorrangige Rabattarznei abgegeben werden kann, empfiehlt es
sich bei Überprüfung auf Wirtschaftlichkeit die neuen AMNOG-Nettopreise
des Referenzproduktes und des abzugebenden Produktes zu vergleichen,
um sich bis zu einer offiziellen Klärung vor Retaxationen zu schützen.
Erlaubt der vorliegende Kassenvertrag eine Änderung nach Rücksprache, so
ist die Rezeptvorderseite mit handschriftlicher Begründung, der Sonder-PZN
plus Faktor „3“ und Datum und Unterschrift zu versehen. Ansonsten muss die
Rezeptänderung vom Arzt vorgenommen werden.
Es ist die Nichtverfügbarkeits-PZN 2567024 Plus Faktor „3“ aufzudrucken,
um sich vor einer Retaxation zu schützen!
Faktorbezug zur Verordnungszeile überprüfen!
Faktorcodierung überprüfen!
Im Beispiel ergibt sich aus der aufgedruckten „131“:
1 = Verordnungszeile 1:
wurde vertragsgemäß beliefert
3 = Verordnungszeile 2:
Importarznei nicht lieferbar
1 = Verordnungszeile 3:
vertragsgemäß, bzw. leer
DAP-Umfrage zeigt erhebliche
­Lieferprobleme
In einer aktuellen DAP-Umfrage wurden Apothekenmitarbeiter zur durchschnittlichen Nichtlieferbarkeit von Importpräparaten befragt. Nur 10 %
der Teilnehmer gaben an, dass Importe lediglich zu
20 % nicht lieferbar wären. 39 % bzw. 40 % ordneten die durchschnittliche Nichtlieferbarkeit von
Anzahl Umfrageteilnehmer
Importen bei 40 % bzw. 60 % ein. 11 % der Umfrageteilnehmer schätzten die Nichtlieferbarkeit sogar
auf erschreckende 80 %.
Die linke Stelle der 3-stelligen Zahl bezieht sich auf die 1. Verordnungszeile,
die mittlere bezieht sich auf die 2. und die rechte auf die 3. Zeile.
www.DeutschesApothekenPortal.de – die Serviceplattform für Apotheker
www.DAPdialog.de/2945
Lieferengpässe – Gründe und Bedeutung
blicherweise können Arzneimittel bin­
nen einiger Stunden problemlos in der Apo­
theke bereitgestellt werden. Leider häufen
sich neuerdings die Fälle, in denen einige
Mittel sogar nach Monaten nicht lieferbar
In letzter Zeit kam es immer wieder vor, dass Schilddrüsenmittel „defekt“ waren, ein anderes Beispiel
aus vergangenen Jahren ist z. B. der Grippeimpfstoff, der nicht mehr in ausreichender Menge geliefert werden konnte. In der Apotheke sind solche
Fälle mit einem enormen Mehraufwand verbunden. Durch das Ausweichen auf Alternativpräparate, samt der dafür notwendigen Recherche und
Rezeptänderungen und auch wegen der intensiven
Beratungsgespräche mit den betroffenen Patienten,
die sich in aller Regel völlig verständnislos für solche Lieferengpässe zeigen, gewinnt das Thema
zunehmend an Bedeutung im Apothekenalltag.
Grundsätzlich ist jeder Hersteller bestrebt, unter
den geforderten hohen Qualitätsstandards bedarfsgerecht und -deckend zu produzieren. Dennoch
können bestimmte (unvorhersehbare) Ereignisse
zu Lieferengpässen führen, da durch die Komplexität der Arzneimittelherstellung eine unmittelbare
Anpassung an die aktuelle Situation meist ausgeschlossen ist. Jüngstes Beispiel ist die derzeitige
Knappheit an Adrenalin-Autoinjektoren, bedingt
durch die Vielzahl der Wespen in diesem Sommer.
Mögliche (unvorhersehbare) Ereignisse
• Wirk- und/oder Hilfsstoffe sind nicht
lieferbar oder werden zu spät geliefert
• Wirk- und/oder Hilfsstoffe bestehen die
Qualitätskontrolle vor der Produktion nicht
• Herstellung ist grundsätzlich schwierig oder
anfällig (z. B. biotechnologisch hergestellte
Arzneimittel, instabile Galenik, temperaturoder feuchtigkeitsempfindlich)
• Probleme mit den Packmitteln
• Produktionsmaschinen sind defekt und die
Reparatur ist (zeit-)aufwendig
• Endprodukt besteht die Qualitätskontrolle
nicht, Charge wird nicht freigegeben
• Bedarf steigt unerwartet (zusätzliche
Nachfrage aus dem Ausland, andere
Rabattartikel fallen aus, Epidemie)
• Rechtliche bzw. gesetzliche Änderungen
(neue regulatorische Anforderungen bei der
Produktion; Rabattvertrags-, Preis- bzw.
Festbetragsänderungen)
• Produktionsrücklauf aus betriebswirtschaftlichen Gründen (allgemeine Verknappung
des Marktes)
Grundsätzlich gilt, dass jeder Austausch eines verordneten nicht lieferbaren Arzneimittels natürlich
nur im Einklang mit den aktuellen gesetzlichen und
vertraglichen Regelungen stattfinden kann. Im
Zweifel ist immer eine Rücksprache mit dem Arzt
inklusive Rezeptänderung erforderlich.
Heutzutage wird man beinahe täglich mit Lieferengpässen konfrontiert, die
für die Apotheke vor allem mit einem erheblichen Mehraufwand verbunden
sind. Es gibt viele mögliche Gründe, warum ein Präparat nicht lieferbar ist.
Im Einzelfall kann aber immer nur der Hersteller eine konkrete Antwort liefern, warum das so ist und ab wann das jeweilige Mittel wieder zur Verfügung
Zum Erfahrungsaustausch rund um das Thema Lieferengpässe haben Sie die Möglichkeit, über das
DAP Retax-Forum mit KollegInnen darüber zu diskutieren. Selbstverständlich in einem geschützten
Kein Austausch gegen Generika oder
Importe bei Zemplar-Verordnungen
emplar® Injektionslösung (Wirkstoff:
Pari­calcitol) ist mit der Darreichungsform
„Durchstechflasche“ im Handel. Generika
und bezugnehmende Importe haben die
Darreichungsform „Injektionslösung“. Ein
Austausch ist daher nicht erlaubt.
gegen ein Generikum mit der Darreichungsform
„Injektionslösung“ ist nicht möglich, wenn
­Zemplar® Durchstechflaschen verordnet sind.
Neue Arbeitshilfe erleichtert Abgabe
Eine Abgabehilfe zur retaxsicheren Rezeptbelieferung liegt diesem Heft bei und steht zusätzlich zum
In Anlage VII der Arzneimittelrichtlinie des G-BA
„Regelungen zur Austauschbarkeit von Arzneimitteln (aut idem)“ sind für Paricalcitol keine austauschbaren Darreichungsformen festgelegt. Ist
Zemplar® von AbbVie Deutschland mit der Darreichungsform Durchstechflasche (DFL) verordnet,
darf kein Austausch auf eine andere Darreichungsform erfolgen. Sollte der Arzt aufgrund einer nicht
aktualisierten Praxissoftware trotzdem das Original Zemplar ® mit dem Darreichungsformkürzel
„ILO“ verordnen, sollte um eine Änderung der Verordnung gebeten werden. Auch die Substitution
Retaxsichere Abgabe von Zemplar® nach § 129 Absatz 1 SGB V
ohne Aut-idem-Kreuz
mit Aut-idem-Kreuz
(Hersteller und/oder PZN genannt)
Zemplar 5 µg/ml 5x 1 ml N2
DFL AbbVie
Paricalcitol 5 µg/ml
UNKLARE VERORDNUNG:
• Zemplar®
(AbbVie Deutschland)
(AbbVie Deutschland)*
• Rücksprache mit dem Arzt
erforderlich, da zwei nicht
austauschbare Darreichungsformen existieren.
(Kein Austausch durch wirkstoffgleiches Arzneimittel!)
Zemplar®:
Achtung: In Anlage VII der Arzneimittelrichtlinie des G-BA „Regelungen zur Austauschbarkeit von Arzneimitteln (aut idem)“
sind für den Wirkstoff Paricalcitol keine austauschbaren Darreichungsformen festgelegt. Ist Zemplar® von AbbVie Deutschland verordnet,
darf nur die Darreichungsform Durchstechflasche (DFL) abgegeben werden.
www.DAPdialog.de/2948
Voraussetzung: Für die jeweilige Krankenkasse liegen keine Rabattverträge vor. Gesetzliche Grundlage: § 129 Abs. 1 SGB V und Rahmenvertrag gemäß § 129 Abs. 2 SGB V.
* Gilt solange kein anderes Paricalcitol-Präparat (i.v.) in der Darreichungsform „DFL“ auf dem Markt ist.
Neu: DAP Poster „Kinderwunsch &
künstliche Befruchtung“
100 mg Vaginaltabletten
Siegesamte
dieses ArzneimitLesen bevor
derenthält
Arzneimitdurch, bevor Sie mit der Anwendung dieses Arzneimit•tels
Sie diedenn
auf. Vielleicht
sie enthält wichtige
tels beginnen, denn sie enthält wichtige Informationen.
nochmals lesen.auf. Vielleicht möchten
Siespäter
• Heben Sie die Packungsbeilage auf. Vielleicht möchten
Fragen lesen.
haben, wenden Sie sich an
Fragen haben, wenden Sie sich an
• Wenn Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich an
• Ihren
DiesesArzt
wurde Ihnen persönlich verschrieoder Apotheker.
Sie eswurde
nicht Ihnen
weiter. verschrieEs kann
• ben.
DiesesGeben
• Dieses Arzneimittel wurde Ihnen persönlich verschrieanderen
Sie es schaden,
nicht an auch
Dritte wenn
weiter.diese
ben. Geben Sie es nicht an Dritte weiter. Es kann
anderenSymptome
auch wenn diese dieanderen Menschen schaden, auch wenn diese die• selben
selben Symptome haben wie Sie.
Dies gilt wenden
Neben• Wenn
SieArzt
• Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich
angean Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch für Nebenan Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch für Nebengeben sind. die
4. Packungsbeilage angewirkungen,
geben sind. Siehe Abschnitt 4.
und wofür wirdsteht
ist Lutinus
vorwofür
von Lutinus®
1. Was ist Lutinus® und wofür wird es angewendet?
2. beachten?
Was sollten Sie vor der Anwendung von Lutinus®®
2. Was sollten Sie
vor der Anwendung von Lutinus
3. beachten?
Wie ist Lutinus® anzuwenden?
3. Wie ist Lutinus®® anzuwenden?
Inhaltistder
5. Wie ist Lutinus® aufzubewahren?
1 St. N1 300 I.E. PZN 00950919
1 St. N1 600 I.E. PZN 00950931
1 St. N1 900 I.E. PZN 00270082
Gebärmutter festgestellt wurde.
schwere wurde.
Erkrankung der Leber haben
Anwend. nach
ärzt-dereine
• bzw.
wenninSie
der Leber haben
• wenn Sie eine schwere Erkrankung der Leber haben
oderhatten.
Krebs der Geschlechtsorlicher Unterweisung
bzw. inSie
derBrustkrebs
bzw. in der Vergangenheit hatten.
• gane
wenn haben
Sie Brustkrebs
Geschlechtsorwenn Sie Brustkrebs
oder Krebs der
GeschlechtsorEinstellen
Anwendung• Erkrankung
gane habenbesteht.
bzw. wenn ein Verdacht auf eine solche
gane haben bzw. wenn ein Verdacht auf eine solche
1. Was ist Lutinus®® und wofür wird es angewendet?
1. Was ist Lutinus und wofür wird es angewendet?
Lutinus® ist eine Vaginaltablette, die das natürliche weibli-
(Assistierte
wird beiBefruchtung
Frauen angewendet,
dieReproduktionsim Rahmen eiLutinus
Lutinus® wird bei Frauen angewendet, die im Rahmen eitherapie,
ART) zusätzliches
ner künstlichen
(Assistiertebenötigen.
Reproduktionsner künstlichen Befruchtung (Assistierte Reproduktionstherapie, ART) zusätzliches Progesteron benötigen.
ART)wirkt
benötigen. und
auf die Progesteron
Ihnen schwanger
und zu bleiben, wennund
wirkt aufzudie
Progesteron wirkt auf die Gebärmutterschleimhaut und
und zu bleiben, wenn Sie
hilft Ihnen schwanger zu werden und zu bleiben, wenn Sie
wegen Infertilität in Behandlung sind.
2. Was sollten Sie vor der Anwendung von Lutinus®
Was sollten Sie vor der Anwendung von Lutinus®
Lutinus® darf nur bei Frauen angewendet werden, die eine
Infertilitätsbehandlung
einer werden,
Redarf nur bei Frauen
produktionstherapie (ART)
erhalten.einer
beInfertilitätsbehandlung
Assistierten ReInfertilitätsbehandlung im Rahmen einer Assistierten Reginnt
am Tag der Entnahme
der Eizellen.
Ihr Arzt wird beSie
produktionstherapie
(ART) erhalten.
produktionstherapie (ART) erhalten. Die Behandlung beinformieren,
ginnt am Tagwann
ginnt am Tag der Entnahme der Eizellen. Ihr Arzt wird Sie
informieren, wann die Behandlung beginnt.
Lutinus® darf nicht angewendet werden
• wenn® Sie
gegen Progesteron
darfallergisch
werden oder einen der
6. genannten
sonstigenoder
Sie allergisch
• wenn Sie allergisch gegen Progesteron oder einen der
in Abschnitt 6. genannten sonstigen Bestandteile
diesesSie
sind. Blutungen aus der Scheide
die Ihr Arzt
ab• (vaginale
wenn SieBlutungen)
• wenn Sie ungewöhnliche Blutungen aus der Scheide
Blutungen) haben, die Ihr Arzt noch nicht ab(vaginale Blutungen) haben, die Ihr Arzt noch nicht ab• wenn
geklärtIhr
hat.Arzt vermutet, dass nach einer Fehlgeburt
in der dass
wenn Gewebereste
Ihr Arzt vermutet,
• wenn Ihr Arzt vermutet, dass nach einer Fehlgeburt
bei Ihnen einein Schwangerschaft
außerhalb sind
noch Gewebereste
der Gebärmutter verblieben
noch Gewebereste in der Gebärmutter verblieben sind
oder bei Ihnen eine Schwangerschaft außerhalb der
Das neue DAP Poster gibt einen detaillierten Überblick reproduktionstherapeutischer Arzneimittel und informiert
jeweils über Anwendungsgebiete, Wirkstoff und Darreichungsform sowie
eventuelle Nebenwirkungen. Auch die
Anwendung der einzelnen Produkte
wird ausführlich beschrieben. Zusätz­
liche Informationen lassen sich mithilfe
von QR-Codes abrufen.
Menogon® HP + Zubehör
Zur Eizellstimulation, kontrollierten
Kontrollierte Ovarielle Stimulation (COS) Anovulation (einschl. PCOS) bei Frauen, Dient zur Unterstützung der Lutealfunktion im Rahmen einer Assistierten
die auf die Behandlung mit Clomifenovariellen Stimulation (COS), Ovulations- in Kombination mit einem GnRH-AntaReproduktionstherapie (ART).
citrat nicht ansprechen.
induktion (OI), Kinderwunschbehandgonisten zur Entwicklung mehrerer
lung; bei Infertilität, Fertilitätsstörungen
Follikel bei Frauen, die an einem
Kontrollierte ovarielle Hyperstimulation
Programm der Assistierten Reproduktizur Entwicklung multipler Follikel im
onstechnik (ART) teilnehmen.
Rahmen der ART (z. B. IVF/ET, ICSI).
1 Amp. (0,36 ml Lsg.) enthält:
Follitropin beta 300 I.E.
che Sexualhormon
entLutinus
ist eine Vaginaltablette,
die das natürliche weibliLutinus® ist eine Vaginaltablette, die das natürliche weiblihält.
che Sexualhormon Progesteron (Gelbkörperhormon) entche Sexualhormon Progesteron (Gelbkörperhormon) enthält.
Lutinus® wird bei Frauen angewendet, die im Rahmen ei-
Jede Fertigspritze enthält
100 Mikrogramm Corifollitropin alfa*
in 0,5 ml Injektionslösung
Zubereitet enthält 1 Vial hochgereinigtes Menotropin entspr. 75 I.E. FSH u.
75 I.E. LH
1 St. N1 100 µg PZN 00837790
1 St. N1 150 µg PZN 00837809
5 St. N2 PZN 04015412
10 St. N3 PZN 04015429
• Herz- oder Nierenfunktionsstörungen
Die Nadelhülse vors.
entfernen. Den Kolben
drücken, bis ein winziges Tröpfchen an der
Nadelspitze austritt.
150 I.E. Follitropin alfa und
75 I.E. Lutropin alfa
1 St. N1 PZN 09537463
5 St. N3 PZN 09537457
1 St. N1 PZN 02591531
3 St. N2 PZN 02591672
10 St. N3 PZN 02591815
1 St. N1 300 I. E. 07652616
1 St. N1 450 I. E. 07652622
1 St. N1 900 I. E. 07652639
Der LutrePulse® Manager wird vom
behandelnden Arzt programmiert.
Nadelkappe mit
der Öffnung nach
oben auf eine
stellen und die
Nadel vorsichtig
Den zuvor desinfiziereinführen. Die am
ten Hautbereich mit
Pen befestigte
zwei Fingern zus.
Nadel fest nach unten drücken. Die
drücken. Mit der
äußere Nadelkappe sollte jetzt mit dem
anderen Hand die
Patronengehäuse verbunden sein. Nun
Nadel in voller Länge
die äußere Nadelkappe mit Nadel vom
gerade (im 90°-Winkel)
Pen abschrauben und entsorgen.
in die Haut stechen. Den Kolben vorsichtig u. vollständig herunterdrücken.
5 Sekunden warten, bevor die Nadel
aus der Haut entfernt werden kann.
Den Kolben langsam
loslassen. Die Nadel
wird automatisch in die
FER zurückgezogen u. verbleibt dort.
Als Injektionsstelle sind die Oberseiten
der Oberschenkel sowie der Bauch
Injektionsstelle täglich wechseln.
Den Pen ca. 30 Minuten vor der
Injektion aus dem Kühlschrank nehmen.
Sie bitte die Fachinformation.
Bei 2 °C bis 8 °C lagern (im Kühlschrank). Nicht einfrieren.
abspülen, abtrocknen und bis zur
Wiederverwendung aufbewahren.
An vorab desinfizierter
Injektionsstelle wird mit
eine Hautfalte gebildet
und die Spritze senkrecht eingeführt.
Die Medikamentenlösung langsam unter
die Haut injizieren.
Sitzend oder stehend applizierbar
Diskrete und komfortable Anwendung
Gut löslich – ohne Verklumpung
Als Injektionsstelle ist der Bauch
Zur Injektion eignen sich der Obergeeignet.
schenkel oder der Bauch, hier am
Die Fertigspritze ca. 10 Minuten vor der besten eine Stelle links oder rechts
Injektion aus dem Kühlschrank nehmen. unterhalb des Nabels.
Wechseln Sie täglich die Injektionsstelle!
Die Spritze im Umkarton aufbewahren,
Nicht über 25 °C lagern und nicht
Entsorgen der gebrauchten Nadel in der Nicht verwendetes Arzneimittel oder
Entsorgung der Spritzen und Durchäußeren Nadelschutzkappe in einem
Abfallmaterial ist entsprechend den
stechflaschen mit dem Hausmüll.
geeigneten Sicherheitsbehälter.
PUREGON® Pen
In der Packung inkludiert:
Vials Menogon HP
Lösungsmittel Ampullen
1-mal-Spritzen
Nadeln zum Mischen
Nadel zum Injizieren
Voraussetzungen für die Erstattungsfähigkeit:
• Maßnahmen sind nach ärztlicher Feststellung
• Es besteht hinreichende Aussicht, dass durch
die Maßnahmen eine Schwangerschaft herbeigeführt wird; diese Aussicht besteht nicht mehr,
wenn die Maßnahme drei Mal ohne Erfolg durchgeführt wurde
• In Anspruch nehmende Personen sind
• Ausschließlich Verwendung von Ei- und Samenzellen der Ehegatten
• Vor Durchführung der Maßnahmen Unterrichtung
und Überweisung der Ehegatten an eine Institution zur künstlichen Befruchtung durch einen
Arzt, der die Maßnahmen nicht selbst durchführt
Anspruch auf Leistungen gemäß § 27a SGB V
haben Versicherte ab Vollendung des 25. bis
Vollendung des 40. (Frauen) bzw. 50. Lebensjahres (Männer).
Abgabe in der Apotheke:
Die Apotheke hat generell keine Prüfpflicht der
Indikation, sodass die Abrechnung des halben
bzw. vollen Rezeptbetrags je nach Vermerk auf
dem Rezept erfolgen kann.
1. Vermerk auf dem Rezept: „§ 27a“ à keine
reguläre Zuzahlung, Patient/in zahlt 50 % des
Rezeptbetrags (Sonder-PZN 09999643)
2. Kein Vermerk auf dem Rezept à reguläre
Zuzahlung, „normale“ Abrechnung der Gesamtkosten mit der Krankenkasse
VORSICHT! Der Primärkassen-Arzneiliefervertrag
in Hamburg fordert eine Rücksprache mit dem
Arzt, wenn der Vermerk „§ 27a“ fehlt und eine
Dokumentation der Rücksprache auf dem Rezept:
„nach Rücksprache vom … kein Zusammenhang
mit § 27a SGBV“.
Maßgeschneidert, in 12,5er Schritten –
für IVF/ICSI und Low Dose Therapie
Einfache Anwendung: Nur 2 Schritte zur
MER130198_BLO_Pergoveris_dt_W822681.indd 1
Mit Füllstand-Anzeige und InjektionsMER130506_BLO_Gonal_PenAnleitung_W822658.indd 4
MER130506_BLO_Gonal_PenAnleitung_W822658.indd 4
Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen
Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Zu Risiken und 23.12.13
In der Originalverpackung aufbewahren, Nicht über 25 °C lagern. Bei Anwen®
dung mit dem LutrePulse Pod ist die
Im Kühlschrank lagern (2 °C-8 °C). Nicht
Im Kühlschrank lagern (2 °C–8 °C). Nicht
gebrauchsfertige Lösung 3 Tage
Für dieses Arzneimittel sind keine
besonderen Lagerungsbedingungen
hinsichtlich der Temperatur erforderlich.
Entsorgung des Vaginalapplikators mit
dem Hausmüll.
Im Lieferumfang ist ein Vaginalapplikator aus Polyethylen enthalten.
TIPP: Überprüfen Sie auch bei anderen Primärkassen, ob eine entsprechende Regelung im
Arzneiliefervertrag zu finden ist.
Schon kostenlos abonniert?
Zur Injektion eignen sich Oberschenkel
oder Bauch. Die Injektionsstelle ist
täglich zu wechseln.
Lagerung innerhalb der Haltbarkeitsdauer
bis zu 3 Monate bei bis zu 25 °C ohne
erneute Kühlung.
nach § 27a Sozialgesetzbuch V die Hälfte der
Kosten für die medizinischen Maßnahmen zur
Herbeiführung einer Schwangerschaft (künstliche
Befruchtung).
LutrePulse® 3,2 mg wird subkutan
1. Die Verschluss1. Kappe von der
mittels des LutrePulse® Pods gegeben.
DFL* entfernen.
Lange Kanüle auf
Der LutrePulse® Pod wird durch den
die Spritze setzen.
LutrePulse® Manager gesteuert:
LutrePulse® 3,2 mg Pulver wird in
entfernen u. Luft bis
3,2 ml des Lösungsmittels gelöst.
zur 1-ml-Markierung in die Spritze
2. Schutzfolie von
2,0 ml der fertigen Lösung werden in
der Injektionsnadel
den Pod gegeben und durch den Pod
2. Kanüle in die DFL
mittels eines Dauerkatheters im
stechen u. die Luft
Unterhautgewebe injiziert.
hineindrücken. Das
Die im Pod eingestellte Dosis wird
gesamte Lösungspulsatil gegeben.
mittel in die Spritze
3. Die Injektionsaufziehen. Lösungsnadel im UhrzeigerDieser Vorgang wird alle 90 Minuten
sinn am Gewinde
bei der Frau und alle 120 Minuten beim mittelreste in der Flasche haben
keinen Einfluss auf die Behandlung!
des Pens festMann wiederholt.
schrauben u. die
3. Schutzkappe der
Der Inhalt eines Pods reicht für eine
DFL mit dem Plv.
dreitägige Behandlung.
entfernen, Spritze in
Selbsthaftender Pod für diskretes
diese DFL mit dem
4. Den InjektionsTragen.
Plv. stechen u. das
knopf drehen, bis
Lsg.mittel langsam
die verschriebene
Diese Hautpartien sind besonders für
hineindrücken. Flasche behutsam
Injektionsmenge in
die Anbringung des Pods geeignet:
schwenken bis das Plv. vollständig
der Dosierungsanaufgelöst u. die Lsg. klar ist. DFL
zeige erscheint.
umdrehen u. die gesamte Flüssigkeit
senkrecht an der
VorderRück4. Dicke Nadel
seite MER130198_BLO_Pergoveris_dt_W822681.indd 1gegen die feine
Injektionsstelle in
Nadel tauschen u.
die Haut stechen u.
restliche Luft
den Injektionsknopf
entfernen (Spritze
10 Sek. drücken.
mit Nadel nach
oben halten, leicht gegen die Spritze
klopfen u. die oben gesammelten
herausziehen und
Luftbläschen herausdrücken).
erst 4dann den
MER130506_BLO_Gonal_PenAnleitung_W822658.indd
5. Injektionsstelle
loslassen. Nach der
mit dem AlkoholInjektion wechselt
tupfer abreiben u.
dünne Kanüle in die die Anzeige auf „0“. Die gesamte Dosis
Haut einführen. Die wurde injiziert.
MER130198_BLO_Pergoveris_dt_W822681.indd 1Lsg. mit leichtem
7. Die Nadel mit der
Druck spritzen.
6. Kanüle herausentfernen u. die
ziehen u. die InjekVerschlusskappe
tionsstelle mit
auf den Fertigpen
einem Alkoholtupfer
setzen. Dieser kann
Kanülen- bei Raumtemperatur
MER130506_BLO_Gonal_PenAnleitung_W822658.inddabreiben.
kappe aufsetzen u.
alle gebrauchten Gegenstände im
* DFL = Durchstechfl
Bewegungsfreiheit beim Baden,
Duschen und bei schweißtreibenden
ABGABETIPPS
Erstattungsfähigkeit zulasten der GKV
nach § 27a SGB V
Frauen: - Anovulation (einschl. PCOS) bei Frauen,
die auf Clomifencitrat nicht angesprochen haben
- Stim. multifollikulärer Entw. zur Vorb. einer ART
- zus. mit LH zur Stim. der Follikelreifung
(Frauen mit schwerem LH- und FSH-Mangel)
Männer: Stim. Spermatogenese, b. angeb. o.
erworb. hypogonadotropen Hypogonadismus
Zur Stimulation der Follikelreifung bei
erwachsenen Frauen mit schwerem
LH- und FSH-Mangel.
Eine Vial mit 13,2 mg Pulver enthält
2,91 mg Gonadorelin
21 St. N1 PZN 06129611
90 St. N2 PZN 10073218
Substitutionsbehandlung des endogenen Gonadorelin(GnRH)-Mangels
wird mit dem Applikator direkt in Ihre Scheide
darf während der Stillzeit nicht angeGebrauchsanweisung
Dieses Arzneimittel darf während der x
Stillzeit nicht angeGebrauchsanweisung
Lutinus®® eingeführt.
Lutinus wird mit dem Applikator direkt in Ihre Scheide
(Vagina) eingeführt.
Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von
1. Entfernen Sie die Verpa®
zum Sie
bei Kindern und JugendliDie
von Lutinus
1.ckung
die Verpahat geringen oder mäßigen Einfluss auf die VerLutinus
Entfernen Sie die des
Verpachen
auf die Spritze.
JugendliDie Anwendung
von Lutinus® bei Kindern
Sie Blutgerinnsel
in den Beinen, der Lunge, den
aus der Pck.
Für Dosierungen
JugendliDie Anwendung von Lutinus® bei Kindern
ckung des Applikators.
kehrstüchtigkeit
Erkrankung besteht.
hat geringen
die MaVerLutinus
chen ist nicht vorgesehen.
in anderen Körperbereichen
Lutinus® hat geringen oder mäßigen Einfluss auf die Ver• Augen
in den Beinen, der
nehmen, das Etikett an
von 50 I.E.chen
bisist nicht vorgesehen.
schinen.
Da es Schläfrigkeit
Schwindelvon
bewir• wenn Sie Blutgerinnsel in den Beinen, der Lunge, den
und die Fähigkeit
kehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von MaAugen
Körperbereichen haben bzw. in
ArzAnwendung von Lutinus® zusammen der
450 I.E. den
kann,Da
Sie beim Führen
vonSchwindel
Augen oder in anderen Körperbereichen haben bzw. in
es Schläfrigkeit
bewir• wenn
Sie an angeborenen
oder erworbenen Stöschinen. Da es Schläfrigkeit und/oder Schwindel bewir2. Legen Sie eine Vaginaltader Vergangenheit
neimitteln
mit anderen ArzAnwendung von Lutinus® zusammen brechen
u. die NadelDosierknopf
ken kann,
des roten Blutfarbstoffs
2.Legen
Anwendung von Lutinus® zusammen mit anderen Arzken kann, sollten Sie beim Führen von Fahrzeugen und
• rungen
an angeborenen
oder erworbenen
Stö2. blette
VaginaltaInformieren
an• wenn Sie an angeborenen oder erworbenen Stöneimitteln
beim Bedienen von Maschinen vorsichtig sein.
2. Legen Sie eine Vaginaltakappe von der Nadelbeim
drehen bisneimitteln
Bedienen von Maschinen vorsichtig sein.
rungen der Bildung des roten Blutfarbstoffs (Porphyrie)
in die Ausformung
dere Arzneimittel
anderungen der Bildung des roten Blutfarbstoffs (Porphyrie)
Arzt oder Apotheker,
anblette in die Ausformung
Ziehen Sie die Flüssigziehen.
vom Arzt besproInformieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker,
wenn Sie anVaginaltablette
desAusformung
Applikators.sollte
re Arzneimittel
haben andeoder
Arzneimitteleingenommen/angewendet
einnehmen/anwenden, kürzlich
des Applikators. Die
keit aus der Ampulle in
dere Arzneimittel einnehmen/anwenden, kürzlich andechene Dosierung
und nichtsollte
herausWarnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen
re Arzneimittel eingenommen/angewendet
Vaginaltablette sollte fest
die Spritze auf.
re ArzneimittelSpritze
seien Sie und
vorsichtig und informieren Sie
und nicht herausWarnhinweise
andere Arzneimittel einnehmen/anwenden wollen.
3. Wie ist Lutinus® anzuwenden?
und nicht herausWarnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen
Arzt unverzüglich,
Sie eines
nachfolgenDie
FER mit
können Wechselwirkungen
mit der grauen
im Dosierfenster
Wenden Sie dieses Arzneimittel immer genau nach Absollte fest sitzen und fallen.
nicht herausfalfallen.
Bitte seien Sie besonders vorsichtig und informieren Sie
Progesteron-Vaginaltabletten
z. B. können
IhrenSymptome
Sie eines der
nachfolgenübereinstimmt.
Wenden Sie dieses Arzneimittel immer genau nach AbIhren Arzt unverzüglich, wenn Sie eines der nachfolgenlen.
Manche Arzneimittel können Wechselwirkungen mit
3. Führen Sie stehend,
Wenden Sie dieses Arzneimittel immer genau nach Abeinige
Tage nachwährend
Rifampicin sowie
derAnwendung
Behandlungbemerken:
oder auch erst
z. Arzneimittel
B.halten.
können Vorsichtig
wenn Siemit
sind. Sie bei Ihrem Arzt nach,
an. Fragen
den Symptome während der Behandlung oder auch erst
Progesteron-Vaginaltabletten hervorrufen, z. B. können
oderstehend,
sprache mit Ihrem Arzt an. Fragen
Arztdie
wie Johanniskraut
wäheinige Tage nach der letzten Anwendung bemerken:
Finger gegen
3.3.Führen
Sie stehend,
einige Tage nach der letzten Anwendung bemerken:
Carbamazepin, Rifampicin sowie pflanzliche
wenn Sie sich nicht sicher sind.Flüssigkeit in die
• Schmerzen in den Injizieren
Waden oder in der Brust, plötzliche
sitzend oder mit
und Vaginalwie Johanniskraut
dieKetoconazol
Wirksamkeitenthalten,
wähIn der Regel wird das Arzneimittel in einer Dosierung von
wie Johanniskraut die Wirksamkeit beeinträchtigen, wähauf
einBrust,
Hinangezogenen
einer Pilzerkrankung
in Bluthusten,
den Waden dies
oderwäre
Den zuvorrend
die Ketoconazol
enthalten, und
Vaginalasche.
direktDurchstechfl
In dermg
• Schmerzen in den Waden oder in der Brust, plötzliche
mitRücken
Luftblasen In
rend Arzneimittel, die Ketoconazol enthalten,
Vaginalden
der Regel wird das Arzneimittel in einer Dosierung von
in Beinen,
oder Lunge
Bluthusten, dies
Hindesinfizierten
Pilzerkrankung die Wirkung
am Taginder
der Eizelauf dem Rücken liegend
mg dreimal beginnt
täglich direkt
IhreEntnahme
Atemnot oder Bluthusten, dies wäre ein möglicher Hincremes zur Behandlung einer Pilzerkrankung
Wirkungsteigen 100
Sieeingeführt.
nachdieoben
tief der
mg dreimal täglich direktZiehen
in Ihre Vagina
den Applikator mit
weis auf ein
Blutgerinnsel oder
von Progesteron
len. Behandlung
Eizelweis auf ein Blutgerinnsel in Beinen, Herz oder LungeHautbereich
Die Behandlung beginnt am Tag
der Entnahme derwieder
EizelMedikament
auf tief
Die Spritzenkappe entgegensollte
Seh- oder
SchwäVaginaltablette
Erbrechen, Schwindel,
Tage fortgesetzt
mit Lutinus® für 30
Vaginaltablette tief in die
len. Nachdem
• schwere Kopfschmerzen oder Erbrechen, Schwindel,
undUhrzeigersinn
len. Nachdem die Schwangerschaft
festgestellt wurde,
oder TaubheitSehin einem
Arm oder Bein. Dies
Rücken liegend den Applikator
abschrauben. werden.
Scheide (Vagina) mit
oder Sprachstörungen,
SchwäScheide (Vagina) ein.
sollte die Behandlung mit Lutinus® für 30 Tage fortgesetzt
Schwächegefühl, Seh- oder Sprachstörungen, Schwä®
zusammenLutinus
kann im ersten
Drittel (Trimester) der Schwangersollte die Behandlung mit Lutinus® für 30 Tage fortgesetzt
che möglicher
oder Taubheit
oder Bein. Dies
Vaginaltablette tief4.inDrücken
Sie den Kolben
che oder Taubheit in einem Arm oder Bein. Dies wäre
drücken. Mit
schaftder
Drittel (Trimester)
SchwangerLutinus
Hinweis auf ein Blutgerinnsel im Gehirn
Lutinus® kann im ersten Drittel (Trimester) der Schwangerum den
die Vaginalein möglicher Hinweis auf ein Blutgerinnsel im Gehirn
4. herunter,
(ART) werden,
einer Depression verschlechtern sich. anderen Hand
schaft von
4.4.Drücken
Sie denSie
oderSymptome
schaft von Frauen angewendet werden, die während einer
oder in den Augen
herunter,freizugeben.
um die Vaginalbenötigen.
herunter, um
die VaginalKolben
im Befruchtung (ART) zusätzliches
• die Symptome einer Depression verschlechtern sich. ganze Nadel
künstlichen Befruchtung (ART) zusätzliches Progesteron
dieinformieren
SymptomeSie
Arzt vor verschlechtern
tablette freizugeben.
diefreizugeben.
Vaginaltabauf die Fertigspritze
90°-Winkelbenötigen.
Das Risiko angeborener Anomalien, einschließlich AnoLutinus
Sieeines
Ihrender
vor einergesundheitlichen
Bitte informieren Sie Ihren
Arztstechen.
letteSie
vollstän® haben oder hatten.
Entfernen Sie den Applikator, spülen
ihn gründlich unProbleme
, wenn Sie eines der folgenden gesundheitlichen
angeborener Anomalien,
AnoLutinus
folgenden gesundheitlichen
Das Risiko angeborener Anomalien, einschließlich AnoLutinus®, wenn Sie eines
digderherunter
Sie unihn
Progesteron, das bei
SchwangerEntfernen
malien dervon
Entfernen Sie den Applikator, spülen Sie ihn gründlich unProbleme haben oder hatten.
malien der Geschlechtsorgane bei Jungen und Mädchen
einem weichen
Tuch Wasser
ab. Bewahren
den Applikator
schaft zugeführt
wurde, ist nicht
ter fließendem
ab undSie
von Progesteron,
dergeklärt.
Schwanger5 Sekunden warten, bevor die Nadel
ab und trocknen
aufgrund von Progesteron, das während der SchwangerDen
weichen Tuch ab.auf.
Bewahren Sie den Applikator
schaft zugeführt wurde, ist nicht vollständig geklärt.
aus der Haut gezogen wird.
einemflweichen
Tuch ab.warmem
Bewahren SieWasser
wurde, ist nicht vollständig
geklärt. und entlüften
ießendem
bis zur Wiederverwendung auf.
Luftblasen, wenn
1 Vaginaltablette enthält 100 mg
Dieses Arzneimittel darf während der Stillzeit nicht ange-
Alles zum Thema Arzneimittelabgabe und
Retax-Vermeidung finden Sie im DAP Dialog
Medizinische Versorgung von
Stückelung von OTX-Arzneimitteln
www.einfache-anwendung.de
Das OTC-Magazin
Retax-Gefahr bei
des DeutschenApothekenPo
Entsorgung von Spritzen, Vial und Pods Entsorgungen der gebrauchten Nadel in Entsorgungen der gebrauchten Nadel in
mit dem Hausmüll.
der äußeren Nadelschutzkappe in
einem geeigneten Sicherheitsbehälter.
300 I.E. 8 Einweg-Nadeln
Pod und Manager
450 I.E. 12 Einweg-Nadeln
1 St. PZN 09704352
900 I.E. 20 Einweg-Nadeln
Zum Download des Posters:
Freifläche Adressaufdruck Bauer
iele Menschen wünschen sich
Kinder – doch auf natürlichem
Weg erfüllt sich dieser Wunsch
ganz ohne Unterstützung nicht
für alle. In zahlreichen Fällen kom­
men dann Reproduktionsthera­
pien zum Einsatz.
des DeutschenApothekenPortals
www.DAPdialog.de/2903
Folgende Unternehmen haben durch ihre
Unterstützung diese Arbeitshilfe ermöglicht:
**Leitlinien der Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe Juli 2004, pro familia
Abgabe mehrerer Packungen möglich?
Der PZN-Checkplus gibt Antwort
erordnet der Arzt auf einem Rezept
mehrere Packungen, so möchte er in der
Regel den Patienten über einen längeren
Zeitraum versorgen. Bei der Belieferung
sogenannter Mehrfachverordnungen in der
Apotheke kommen aber häufig Unsicherhei­
ten und Fragen auf. Darf die verordnete
Menge exakt so beliefert werden oder droht
möglicherweise eine Retax? Die Beantwor­
tung übernimmt ein Service des Deutschen­
ApothekenPortals – der PZN-Checkplus.
Der Hintergrund einer Verordnung von mehreren
Packungen ist klar: Der Arzt möchte den Patienten
mit einer größeren Mengen meistens ebenfalls über
einen längeren Zeitraum versorgen. Doch nicht
immer ist die verordnete Menge auch in gleicher
Form erstattungsfähig, denn die Erstattung der
Krankenkassen hängt u. a. von der Einteilung der
Normbereiche und von der PackungsV ab.
PZN-basierte Einteilung der
­Normbereiche
Mit Hilfe des DAP-Services PZN-Checkplus erhalten
Apotheken einen Überblick über die Einteilung der
Normbereiche für verschreibungspflichtige Arzneimittel. Dazu muss die Apotheke lediglich die PZN
des verordneten Arzneimittels und die Anzahl
(hier Novaminsulfon Lichtenstein 50 St. x 2) eingeben:
PZN-Checkplus: Von der Eingabe bis
zum Abgabehinweis
1. Schritt: Eingabe der Menge und PZN des
2. Schritt: „Überprüfen“ wählen à Anzeige
der Normbereiche und Handlungsempfehlung
Nach einem Klick auf „Überprüfen“ erscheinen die
Einteilung der Normbereiche für das gewählte Arzneimittel und ein Abgabehinweis (hier grün hinterlegt):
Die Abgabe von 2 x 50 Stück Novaminsulfon Lichtenstein ist möglich, wenn auf dem Rezept ein
besonderer Vermerk aufgebracht ist.*
Der DAP-Service PZN-Checkplus unterstützt Apotheken bei der Rezeptbelieferung im Hinblick auf das
Thema Mehrfachverordnung/Stückelung. Das Apothekenteam kann überprüfen, ob die verordnete
Gesamtmenge exakt so beliefert werden kann oder
nicht. Nach Eingabe der PZN und der Anzahl der
Packungen erscheint die Einteilung der Normbereiche
und ein farblich hinterlegter Abgabehinweis (grün =
Abgabe möglich/rot = Abgabe kritisch). Zudem liefert
der Service weitere Informationen wie die genaue
Begründung, die entsprechende Gesetzesstelle und
das Aufzeigen alternativer Abgabemöglichkeiten im
Falle einer kritischen Abgabe, damit der Patient in der
Apotheke versorgt werden kann und der Apotheker
keine Retaxation befürchten muss.
Zum PZN-Checkplus:
*regionale Lieferverträge überprüfen! Ggf. wird kein Sondervermerk gefordert!
Gegen Risiken und A&R
Herausgegeben von Dr. Christian Rotta, Geschäftsführer des
Deutschen Apotheker Verlags, Professor Dr. Hilko J. Meyer,
Rechtsanwalt Professor Dr. Peter Wigge, Dr. Ulrich Lau,
Vorsitzender Richter am Oberverwaltungsgericht NordrheinWestfalen
Arzneimittel & Recht ist ein Forum für alle rechtlichen
Fragen rund um Arzneimittel und Apotheke. Sechs Mal im
Jahr erscheinen in ihm praxisnahe Aufsätze, Kommentare,
Gerichtsentscheidungen, Urteilsanmerkungen, Leitsätze
und Kurzbeiträge („Blick nach Brüssel“ und „Blick nach
Berlin“).
Arzneimittel & Recht legt Wert auf komprimierte, fundierte
und übersichtliche Beiträge. Die Zeitschrift berichtet über
rechtliche und rechtspolitische Entwicklungen in der
Apotheken- und Pharmabranche. Sie wendet sich an
juristisch interessierte Pharmazeutinnen und
Pharmazeuten in Apotheken, Industrie, Behörden,
Kammern und Verbänden.
Für Abonnenten der Zeitschrift stehen im Internet
gesundheitsrechtliche Gerichtsentscheidungen im
Wortlaut zur Verfügung.
(www.arzneimittel-und-recht.de).
Erscheinungsweise: 6 x pro Jahr.
ISSN 1860-5338
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Sie schon . . .
… dass Medizinprodukte mit ArzneiIn der Anlage V der Arzneimittel-Richtlinie sind alle Medizinprodukte
charakter nur zulasten einer GKV
abgegeben werden können, wenn namentlich gelistet, die zulasten einer GKV abgegeben werden können.
sie in der Anlage V zur ArzneimitDie DAP Arbeitshilfe 40 erklärt den Umgang mit
tel-Richtlinie aufgeführt sind?
Medizinprodukten: www.DAPdialog.de/2995
… dass das vom Arzt aufgedruckte
einer Ersatzkasse diese Ersatzkasse auch zur Kostenübernahme
der Verordnung verpflichtet?
„ Die Praxis­
… dass 36 % der Apotheken in einer
DAP-Umfrage angaben, dass
falsche Arzt-Verordnungen durch
eine Nichtaktualisierung der
Praxissoftware entstehen*?
ApothekenSoftware automatisch alle zwei Wochen aktualisiert. Die Änderungen der
Arzneimitteldaten müssen manuell von der Arztpraxis eingepflegt
werden. Geschieht dies nicht regelmäßig, können falsche Arzt-Verordnungen entstehen.
*DAP-Umfrage, n = 270
Im Arzneiversorgungsvertrag der Ersatzkassen steht in § 4 Abs. 5: Die Apotheken sind
zur Nachprüfung der Zugehörigkeit des
Versicherten zu der auf der Verordnung
angegebenen Ersatzkasse nicht verpflichtet;
die angegebene Ersatzkasse ist zur Zahlung
verpflichtet, maßgeblich ist das auf dem
Verordnungsblatt angegebene Institutionskennzeichen der Ersatzkasse.
Die DAP-Arbeitshilfe 16 „Rezept-Check“ zeigt, worauf
Sie achten müssen: www.DAPdialog.de/2996
Diskutieren Sie über gesetzliche
Regelungen im DAP Retax-Forum:
… dass 43 % der Apotheken Pharmazeutische Bedenken nicht geltend machen, weil sie Angst vor
Retaxationen haben? Lediglich 6 % der Befragten
gaben jedoch in einer weiteren Umfrage an, bei
einer Geltendmachung Pharmazeutischer Bedenken retaxiert worden zu sein*.
… dass bei Rezepten über die
keine Mehrkosten für den
Patienten anfallen, wenn
der Arzt auf eine medizinische Notwendigkeit auf der
Verordnung hinweist (dazu
zählt auch ein Aut-idemKreuz)?
Pharmazeutische Bedenken bestehen, wenn durch einen Präparateaustausch
trotz zusätzlicher Beratung des Patienten der Therapieerfolg oder die Arzneimittelsicherheit im konkreten Einzelfall gefährdet sind (vgl. ApBetrO § 17 Abs. 5).
*DAP-Umfragen: Aus welchen Gründen machen Sie Pharm. Bed. nicht geltend? n = 245; Wurden Sie aufgrund
Pharm. Bed. schon einmal retaxiert? n = 683
DAP-Arbeitshilfe 41 „Pharmazeutische Bedenken korrekt
anwenden“: www.DAPdialog.de/2997
Der Liefervertrag der Berufsgenossenschaften steht in § 1 Abs. 6 Satz 2: „Dies gilt
nicht, wenn der Arzt auf dem Verordnungsblatt auf die medizinische Notwendigkeit des teureren Mittels hinweist;
in diesem Fall ist dem Unfallversicherungsträger ungeachtet der Festbetragsregelung nach §§ 29 und 31 SGB VII
der Apothekenabgabepreis in Rechnung zu stellen. Als Hinweis auf die medizinische Notwendigkeit ist beispielsweise das Setzen des Aut-idem Kreuzes zu werten.
Patienteninformation „Mehrkosten bei Arzneimitteln“: www.DAPdialog.de/2998

References: § 27
 § 27
 § 121

§ 92
 § 27
 § 5
 § 31
 § 27
 § 27

§ 27
 § 27
 § 6
 § 5
 § 6
 § 4
 § 9
 § 12
 § 2
 § 9
 § 9
 § 5
 § 4
 § 4
 § 4
 § 6
 § 7
 § 7
 § 6
 § 6
 § 6
 § 6
 § 6
 § 6

§ 6

§ 5
 § 129
 § 2
 § 129
 § 6
 § 129
 § 6
 § 129
 § 129
 § 129
 § 27
 § 27
 § 27
 § 27
 § 4
 § 17
 § 1