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Timestamp: 2016-10-27 15:10:39+00:00

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1C_183/2016 (22.09.2016)
1C_183/2016 � � Urteil vom 22. September 2016
vertreten durch Rechtsanw�ltin Christine Bircher,
Kommission f�r Administrativmassnahmen
im Strassenverkehr des Kantons Freiburg,
Tafersstrasse 10, Postfach 192, 1707 Freiburg.
Strassenverkehr;
Verwarnung wegen leichter Widerhandlung,
Beschwerde gegen das Urteil vom 16. M�rz 2016 des
Kantonsgerichts Freiburg, III. Verwaltungsgerichtshof.
A.________ hat am Nachmittag des 9. Februar 2015 w�hrend der Fahrt in seinem Personenwagen bei der Ortsausfahrt in Kallnach in Richtung Fr�schels ein Navigationsger�t oder ein Mobiltelefon dazu verwendet, um herauszufinden, wo in Fr�schels eine Cousine von ihm wohnt. Er hatte die Zielwahl bereits vorg�ngig eingegeben. Weil die Anzeige aufgrund der Sonneneinstrahlung f�r ihn nicht mehr lesbar war, hat er das Ger�t vom Beifahrersitz hochgehoben und zum Lenkrad gehalten. Dabei wurde er von Polizisten beobachtet, welche im Anzeigerapport vom 13. Februar 2015 ausf�hrten, A.________ habe sein Mobiltelefon auf H�he des Lenkrades vor sich in der rechten Hand gehalten, w�hrend der Blick auf das Mobiltelefon gerichtet gewesen sei. Gest�tzt auf diesen Anzeigerapport auferlegte ihm die Staatsanwaltschaft des Kantons Bern mit Strafbefehl vom 10. M�rz 2015 eine Busse von Fr. 150.-- wegen einfacher Verletzung der Verkehrsregeln, weil er als Lenker eines Personenwagens mit dem Blick auf das Mobiltelefon eine Verrichtung vorgenommen habe, welche die Bedienung des Fahrzeugs erschwere. Gegen diesen Strafbefehl erhob A.________ Einsprache, worauf die Kommission f�r Administrativmassnahmen im Strassenverkehr des Kantons Freiburg (KAM) ein Administrativverfahren er�ffnete. Am 17. September 2015 verurteilte ihn das Regionalgericht Berner Jura-Seeland wegen einfacher Verkehrsverletzung infolge Vornehmens einer Verrichtung, welche die Bedienung des Fahrzeugs erschwert, zu einer �bertretungsbusse von Fr. 100.--. Eine schriftliche Begr�ndung des Urteils wurde nicht verlangt.
Mit Verf�gung vom 15. Oktober 2015 hat die KAM A.________ wegen Vornahme einer Verrichtung, welche die sichere Bedienung des Fahrzeugs erschwerte (Benutzen eines Mobiltelefons), begangen am 9. Februar 2015 um 16.55 Uhr in Kallnach, verwarnt. Eine dagegen von A.________ erhobene Beschwerde wies das Kantonsgericht des Kantons Freiburg (III. Verwaltungsgerichtshof) mit Urteil vom 16. M�rz 2016 ab.
A.________ erhebt Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten mit den Antr�gen, es sei das Urteil des Kantonsgerichts Freiburg vom 16. M�rz 2016 aufzuheben und von einer Massnahme abzusehen.
Das Kantonsgericht und die KAM schliessen auf Abweisung der Beschwerde.
1.1.�Angefochten ist ein kantonal letztinstanzlicher Entscheid eines oberen Gerichts �ber eine Administrativmassnahme im Strassenverkehr, wogegen die Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten zul�ssig ist (Art. 82 lit. a, Art. 86 Abs. 1 lit. d und Abs. 2, Art. 90 BGG; Urteil 1C_476/2014 vom 29. Mai 2015 E. 1.1). Die �brigen Sachurteilsvoraussetzungen sind erf�llt, weshalb auf die Beschwerde einzutreten ist.
1.2.�Mit der Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten kann die Verletzung von Bundesrecht, V�lkerrecht und kantonalen verfassungsm�ssigen Rechten geltend gemacht werden (Art. 95 lit. a, b und c BGG). Das Bundesgericht wendet das Bundesrecht von Amtes wegen an (Art. 106 Abs. 1 BGG).
1.3.�Das Bundesgericht legt seinem Urteil den Sachverhalt zugrunde, den die Vorinstanz festgestellt hat (Art. 105 Abs. 1 BGG). Die Sachverhaltsfeststellung kann nur ger�gt werden, wenn sie auf einer Rechtsverletzung im Sinne von Art. 95 BGG beruht oder offensichtlich unrichtig, d.h. willk�rlich ist (Art. 97 Abs. 1 BGG; BGE 137 III 226 E. 4.2 mit Hinweisen). Die Beweisw�rdigung ist willk�rlich, wenn das kantonale Gericht das ihm in diesem Bereich zustehende Ermessen �berschritten hat, indem es zum Beispiel erhebliche Beweise ausser Acht gelassen oder aus solchen offensichtlich unhaltbare Schl�sse gezogen hat (BGE 136 III 552 E. 4.2 S. 560 mit Hinweisen).
2.1.�Ein Fahrzeugf�hrer macht sich strafbar, wenn er die Verkehrsregeln des SVG oder der Vollziehungsvorschriften des Bundesrates verletzt (Art. 90 Abs. 1 SVG).
Nach Art. 31 Abs. 1 SVG muss der F�hrer das Fahrzeug st�ndig so beherrschen, dass er seinen Vorsichtspflichten nachkommen kann. Er muss gem�ss Art. 3 Abs. 1 der Verkehrsregelnverordnung vom 13. November 1962 (VRV) seine Aufmerksamkeit der Strasse und dem Verkehr zuwenden (Satz 1). Er hat ferner daf�r zu sorgen, dass seine Aufmerksamkeit insbesondere durch Tonwiedergabeger�te sowie Kommunikations- und Informationssysteme nicht beeintr�chtigt wird (Satz 3; in der ab dem 1. M�rz 2006 g�ltigen Fassung).
Das Mass der Aufmerksamkeit, die der Fahrzeugf�hrer der Strasse und dem Verkehr zuzuwenden hat, richtet sich nach den gesamten konkreten Umst�nden, namentlich der Verkehrsdichte, den �rtlichen Verh�ltnissen, der Zeit, der Sicht und den voraussehbaren Gefahrenquellen (BGE 137 IV 290 E. 3.6 S. 295 mit Hinweis). Demnach darf ein Fahrer, wenn es die Verkehrssituation erlaubt, zum Ablesen der Geschwindigkeit oder der Treibstoffreserve kurz auf das Armaturenbrett blicken, ohne dass ihm eine ungen�gende Aufmerksamkeit zur Last gelegt werden k�nnte. Gleiches gilt auch bei einem kurzen Blick auf die Uhr oder ein im Fahrzeug eingebautes Navigationssystem, bei dem die F�hrung des Lenkers auch durch Sprachausgabe erfolgt. Dagegen widmet ein Fahrer dem Verkehr nicht die erforderliche Aufmerksamkeit, wenn er w�hrend der Fahrt seinen Blick zum Schreiben einer Nachricht (SMS) l�nger auf sein Mobiltelefon richtet (vgl. Urteil 6B_666/2009 vom 24. September 2009 E. 1.3 und 1.4; PHILIPPE WEISSENBERGER, Kommentar Strassenverkehrsgesetz und Ordnungsbussengesetz, 2. Aufl. 2015, N. 12 zu Art. 31 SVG).
2.1.1.�Der Fahrzeugf�hrer darf beim Fahren keine Verrichtung vornehmen, welche die Bedienung des Fahrzeugs erschwert (Art. 3 Abs. 1 Satz 2 VRV). Er muss das Lenkrad mindestens mit der einen Hand halten (vgl. Art. 3 Abs. 3 VRV) und hat so die andere, wenn sie nicht zum Lenken gebraucht wird, f�r Handgriffe wie die Bet�tigung der Warnsignale, der Richtungsanzeiger, gegebenenfalls des Schalthebels, der Scheibenwischer, des Lichtschalters und dergleichen zur Verf�gung. Ob eine Verrichtung das Lenken oder einen dieser Handgriffe erschwert bzw. verunm�glicht, h�ngt grunds�tzlich von der Art der Verrichtung, dem Fahrzeug und der Verkehrssituation ab. Dauert eine solche Verrichtung nur sehr kurz und muss dabei weder der Blick vom Verkehr abgewendet noch die K�rperhaltung ge�ndert werden, so kann eine Erschwerung der Fahrzeugbedienung in der Regel verneint werden. Ist die Verrichtung jedoch von l�ngerer Dauer oder erschwert sie in anderer Weise die n�tigenfalls sofortige Verf�gbarkeit der sich nicht am Lenkrad befindlichen Hand, so ist die Fahrzeugbedienung in unzul�ssiger Weise behindert (BGE 120 IV 63 E. 2d S. 66; Urteil 6B_1183/2014 vom 27. Oktober 2015 E. 1.3).
2.1.2.�Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichts nimmt ein Fahrzeugf�hrer eine Verrichtung vor, welche die Fahrzeugbedienung im Sinne von Art. 3 Abs. 1 VRV in unzul�ssiger Weise erschwert, wenn er w�hrend der Fahrt telefoniert und dazu l�nger als einen kurzen Augenblick das Telefonger�t mit der einen Hand h�lt oder es zwischen Kopf und Schulter einklemmt (BGE 120 IV 63 E. 2d und e S. 66 f; Urteil 6B_2/2010 vom 16. M�rz 2010 E. 1.4).
2.1.3.�Entsprechend wird das Verwenden eines Telefons ohne Freisprecheinrichtung w�hrend der Fahrt nach Anhang 1 Ziffer 311 der Ordnungsbussenverordnung vom 4. M�rz 1996 (OBV; SR 741.031) mit einer Busse von Fr. 100.-- bestraft.
2.1.4.�In einem j�ngeren Entscheid hatte das Bundesgericht einen Fall zu beurteilen, in dem ein Fahrzeugf�hrer sein Mobiltelefon auf der Autobahn bei einer Geschwindigkeit von 80 bis 100 km/h im Kurvenbereich bei regem Verkehrsaufkommen ununterbrochen w�hrend 15 Sekunden in der linken Hand hielt, ohne dabei den Blick von der Strasse abzuwenden und ohne zu telefonieren oder andere Manipulationen am Mobiltelefon vorzunehmen. Das Bundesgericht kam zum Ergebnis, der Fahrzeugf�hrer habe damit keine die Bedienung des Fahrzeugs erschwerende Verrichtung vorgenommen. Die Verf�gbarkeit der linken Hand werde durch das blossen Halten des Telefons w�hrend 15 Sekunden nicht erschwert, zumal es sich nicht um eine lange Dauer im Sinne der Rechtsprechung handle und die Hand dadurch nicht an Beweglichkeit einb�sse. Der Fahrzeugf�hrer habe seinen Blick stets auf die Strasse gerichtet gehabt und habe damit jederzeit auf die Verkehrsgeschehnisse reagieren und bei einer ge�nderten Verkehrssituation das Telefon sofort weglegen k�nnen. Sein Gesichtsfeld und die freie Bewegung des Kopfes seien nicht eingeschr�nkt gewesen. Dieser Sachverhalt unterscheide sich wesentlich vom Telefonieren w�hrend der Fahrt ohne Freisprechanlage (Urteil 6B_1183/2014 vom 27. Oktober 2015 E. 1.5 und 1.6).
2.2.�Die Vorinstanz erwog zusammengefasst, zwar sei das Halten eines Mobiltelefons w�hrend 15 Sekunden und ein kurzer Blick auf ein Navigationssystem f�r sich allein nicht strafbar. Vorliegend habe der Beschwerdef�hrer diese Handlungen jedoch kombiniert. Er habe das Navigationsger�t nicht bloss in der Hand gehalten. Vielmehr habe er gleichzeitig seinen Blick von der Strasse abgewandt und auf das Ger�t gerichtet, als er sich durch das Ger�t zur Wohnung seiner Cousine habe leiten lassen bzw. dem Ger�t Richtungsanweisungen entnommen habe. Dies habe aufgrund des Zwecks der Navigierung insgesamt l�nger als nur wenige Sekunden dauern m�ssen. Da er seinen Blick (w�hrend dieser Dauer) vom Strassengeschehen abgewandt habe, sei sein Verhalten nicht mit dem Halten einer Zigarette oder dem F�hren eines Telefongespr�chs w�hrend der Fahrt vergleichbar. Das zu beurteilende Verhalten stelle somit namentlich eine Widerhandlung gegen das in Art. 3 Abs. 1 VRV statuierte Verbot dar, Vorrichtungen vorzunehmen, welche die Bedienung des Fahrzeugs erschweren.
2.3.�Der Beschwerdef�hrer h�lt der vorinstanzlichen Feststellung, wonach er seinen Blick insgesamt l�nger als nur wenige Sekunden vom Strassengeschehen abgewandt habe, entgegen, das Navigationsger�t sei so platziert gewesen, dass er mit dem Blick auf die Strasse gleichzeitig im Augenwinkel das Ger�t habe einsehen k�nnen. Er habe daher seinen Blick nicht vom Verkehr abgewandt und f�r mehrere Sekunden auf das Ger�t gerichtet. Dies sei nicht erforderlich, um beim Navigationsger�t allf�llige Richtungswechsel abzulesen und eine Adresse finden zu k�nnen. Dazu reiche ein kurzer Blick. Oft teile das Ger�t sogar akustisch mit, wenn die Richtung gewechselt werden m�sse.
2.4.�Mit diesen Ausf�hrungen zeigt der Beschwerdef�hrer nicht auf, inwiefern die vorinstanzliche Feststellung, dass er zum Ablesen der Richtungsanweisungen seinen Blick insgesamt mehr als nur wenige Sekunden auf das Ger�t gerichtet habe, willk�rlich sein soll. Dies ist auch nicht ersichtlich, zumal gem�ss internationalen Studien fahrzeuginterne Navigatoren zu einzelnen Blickabwendungen von ca. 1,4 Sekunden und einer Gesamtsumme der Beobachtungseinheiten von ca. 13 Sekunden f�hren k�nnen (J�RG KUBITZKI, Ablenkung im Strassenverkehr, Die untersch�tzte Gefahr, M�nchen 2011, S. 65). Dies l�sst sich damit erkl�ren, dass erfahrungsgem�ss schon kurze optische Signale den Fahrer sekundenweise ablenken k�nnen, was im verst�rkten Mass gilt, wenn auf Navigationsger�ten komplexere Bilder oder Schriftzeichen abzulesen sind (vgl. HAGENMEISTER/KETTLER, Ablenkung durch moderne Navigationsger�te, Neue Zeitschrift f�r Verkehrsrecht, M�nchen und Frankfurt a.M. 2002, S. 481 ff., 483).
2.5.�In rechtlicher Hinsicht bringt der Beschwerdef�hrer vor, sein Verhalten habe nicht gegen Art. 3 Abs. 1 VRV verstossen,weil es kei ne gr�ssere Gef�hrdung anderer Verkehrsteilnehmer geschaffen habe, als das zul�ssige Halten eines Mobiltelefons w�hrend mindestens 15 Sekunden. Er habe in gleicher Weise das Navigationsger�t falls n�tig jederzeit weglegen k�nnen. Auch seien sein Gesichtsfeld und die freie Bewegung des Kopfes nicht beschr�nkt gewesen. Zudem habe er das Ger�t auf dem Steuerrad ohne Drehen des Kopfes einsehen k�nnen, was bei Navigationsger�ten nicht m�glich sei, die im Armaturenbrett zwischen dem Fahrer und Beifahrer eingebaut wurden. Die vorinstanzliche Argumentation f�hre zum unhaltbaren Schluss, dass ein Navigationsger�t bei Gegenlicht nicht abgelesen werden d�rfe. Zudem werde das Halten eines Ger�ts bestraft, wenn das Steuerrad mit beiden H�nden gehalten werde, obwohl das Lenken mit einer Hand und das Halten eines Handys in der anderen Hand straflos sei.
2.6.�Vorliegend musste der Beschwerdef�hrer das Navigationsger�t zum Ablesen der Informationen w�hrend l�ngerer Zeit in einer bestimmten zum Ablesen geeigneten Position stabilisieren, was die Verf�gbarkeit der haltenden Hand und damit die Bedienung des Fahrzeugs in h�herem Masse erschwerte, als das blosse Halten eines Mobiltelefons. Sein Verhalten entspricht insoweit dem Telefonieren w�hrend der Fahrt, bei dem das Telefon f�r l�ngere Zeit am Ohr gehalten wird. Dass der Beschwerdef�hrer das Ger�t beim Steuerrad hielt, ist insoweit nicht erheblich, weil er damit das eventuell erforderliche rasche Drehen dieses Rads oder die Vornahme anderer verkehrsbedingter Handgriffe ebenfalls erschwerte. Zudem richtete er seinen Blick f�r l�ngere Augenblicke auf das Ger�t, was beim Telefonieren w�hrend der Fahrt nicht n�tig ist. Demnach ist sein Verhalten bez�glich der damit geschaffenen Verkehrsgef�hrdung nicht mit dem Halten eines Mobiltelefons, das der Fahrzeugf�hrer nicht (l�nger) anschaut, vergleichbar. Die Vorinstanz hat somit bundesrechtskonform eine Widerhandlung gegen Art. 3 Abs. 1 VRV bejaht.
3.1.�Bei Verkehrsregelverletzungen, die nach dem Ordnungsbussengesetz (SR 741.03) zu beurteilen sind, werden keine Administrativmassnahmen angeordnet (Art. 16 Abs. 2 SVG). Alle anderen Widerhandlungen gegen das Strassenverkehrsgesetz k�nnen dagegen Administrativmassnahmen nach sich ziehen (Urteil 1C_406/2010 vom 29. November 2010 E. 2.1).
Gem�ss Art. 16a SVG begeht eine leichte Widerhandlung, wer durch Verletzung von Verkehrsregeln eine geringe Gefahr f�r die Sicherheit anderer hervorruft und ihn dabei nur ein leichtes Verschulden trifft (Abs. 1 lit. a). Nach einer leichten Widerhandlung wird die fehlbare Person verwarnt, wenn in den vorangegangenen zwei Jahren der Ausweis nicht entzogen war und keine andere Administrativmassnahme verf�gt wurde (Abs. 3). In besonders leichten F�llen wird auf jegliche Massnahme verzichtet (Abs. 4).
Ein besonders leichter Fall im Sinne von Art. 16a Abs. 4 SVG liegt nach der Rechtsprechung vor, wenn die Verletzung von Verkehrsregeln eine besonders geringe Gefahr f�r die Sicherheit anderer geschaffen hat und den fehlbaren Fahrzeuglenker daf�r nur ein besonders leichtes Verschulden trifft (Urteil 6A.52/2005 vom 2. Dezember 2005 E. 2.2.3). Die Auslegung des "besonders leichten Falles" im Sinne von Art. 16a Abs. 4 SVG kann sich an den Verkehrsregelverletzungen orientieren, die nach dem Ordnungsbussengesetz erledigt werden und keine Administrativmassnahmen nach sich ziehen (Urteil 1C_406/2010 vom 29. November 2010 E. 4.2).
3.2.�Die Vorinstanz kam zum Ergebnis, es liege kein besonders leichter Fall gem�ss Art. 16 Abs. 4 SVG vor. Der Beschwerdef�hrer habe, indem er w�hrend der Fahrt in Kallnach ein Navigationsger�t oder Mobiltelefon auf dem Lenkrad in der Hand gehalten habe, das er bei schlechten Lichtverh�ltnissen zum Navigieren brauchte, eine Gefahr im Sinne einer erh�hten abstrakten Gef�hrdung f�r andere Verkehrsteilnehmer geschaffen. Daran verm�ge nichts zu �ndern, dass der fragliche Streckenabschnitt �bersichtlich gewesen sei und der Beschwerdef�hrer darlege, er sei ein sehr guter Autofahrer. Unter diesen Umst�nden habe er zwar keine schwere Verkehrsgef�hrdung verursacht. Sodann k�nne seine mangelnde Aufmerksamkeit verschuldensm�ssig noch als leicht eingestuft werden. Daraus, dass das Strafgericht eine Busse von lediglich Fr. 100.-- ausgesprochen habe, k�nne nicht auf das Vorliegen eines besonders leichten Falles geschlossen werden. Aus dem nicht schriftlich begr�ndeten Strafurteil gehe nicht hervor, dass die Widerhandlung des Beschwerdef�hrers nur eine besonders geringe Gefahr f�r die Sicherheit anderer geschaffen und ihn nur ein besonders leichtes Verschulden getroffen habe. Daf�r l�gen keine Anhaltspunkte vor.
3.3.�Der Beschwerdef�hrer r�gt, die Verneinung eines besonders leichten Falles im Sinne von Art. 16a Abs. 4 SVG verletze Bundesrecht. Nach dem Ordnungsbussenkatalog werde das Telefonieren w�hrend der Fahrt mit dem Telefon in der Hand mit einer Busse erledigt, obwohl der Fahrzeugf�hrer dabei nicht nur akustisch vom Verkehr abgelenkt werde, sondern er nur eine Hand am Steuerrad halte. Der vorliegend zu beurteilende Sachverhalt habe eine geringere oder h�chstens gleich grosse Gef�hrdung hervorgerufen, wie das Telefonieren w�hrend der Fahrt. Der Beschwerdef�hrer sei als ge�bter Auto- und Ralleyfahrer in seiner Fahrweise nicht eingeschr�nkt gewesen, wenn er mit beiden H�nden am Steuer zus�tzlich das Ger�t halte. Er sei dadurch bez�glich der Fahrfertigkeiten, des Gesichtsfelds und der Kopfbewegung nicht eingeschr�nkt worden. Er habe daher annehmen d�rfen, dazu berechtigt zu sein, zumal das Halten eines Mobiltelefons w�hrend der Fahrt nicht strafbar sei. Er habe seinen Blick nur kurz auf das Ger�t gerichtet, sofern dies die Verkehrssituation zugelassen habe, was er als Fahrlehrer zuverl�ssig habe beurteilen k�nnen. Er sei daher sicher gewesen, keine anderen Verkehrsteilnehmer zu gef�hrden. Ihn treffe somit ein besonders geringes Verschulden. Das Strafgericht habe die Busse auf Fr. 100.-- reduziert, womit sie einer durchschnittlichen Ordnungsbusse entspreche. Auch wenn dies nicht ausdr�cklich aus dem Urteil des Strafgerichts hervorgehe, habe die Pr�sidentin die vorgenommene Reduktion m�ndlich mit einer �usserst geringen Gef�hrdung anderer Verkehrsteilnehmer und einem besonders geringen Verschulden begr�ndet.
3.4.�Zutreffend ist, dass das (blosse) Telefonieren w�hrend der Fahrt ohne Freisprecheinrichtung mit einer Ordnungsbusse von Fr. 100.-- bestraft wird (vgl. E. 2.1.3 hiervor). Unzutreffend ist jedoch, dass das Verhalten des Beschwerdef�hrers eine h�chstens gleich grosse Gef�hrdung hervorgerufen habe. Zwar wird die Bedienung des Fahrzeugs unabh�ngig davon erschwert, ob ein Mobiltelefon zum Telefonieren oder zum Ablesen von Informationen w�hrend l�ngerer Zeit an einem bestimmten Ort gehalten wird. Dagegen ist zu beachten, dass die visuellen Ressourcen eines Fahrers durch das Betrachten des Displays eines Telefons oder Navigationsger�ts zu 100 % und durch das Telefonieren nur in sehr geringem Masse beansprucht werden (vgl. J�RG ARTHO, Unaufmerksamkeit und Ablenkung: Was macht der Mensch am Steuer?, Hrsg. Bundesamt f�r Strassen, 2012, S. 54 f.). Zudem hat der Fahrer das Ger�t in einer Hand jeweils zum Ablesen in eine geeignete Position bzw. Neigung zu bringen und die gelesene Information geistig zu verarbeiten. Demnach wird dabei - �hnlich wie beim Schreiben einer Nachricht - gleichzeitig die visuelle, geistige und motorische Aufmerksamkeit beansprucht, weshalb die Ablenkung beim Ablesen von Informationen auf einem in der Hand gehaltenen Ger�t gr�sser ist als beim blossen Telefonieren ohne Freisprechanlage (vgl. UWE EWERT, Unaufmerksamkeit und Ablenkung, bfu-Faktenblatt Nr. 07, Bern 2011, S. 13 f.; vgl. auch Urteil 6B_666/2009 vom 24. September 2009 E. 1.3 und 1.4). Vorliegend hat der Beschwerdef�hrer w�hrend seiner Fahrt innerorts Informationen auf einem in der Hand gehaltenen Navigationsger�t abgelesen, was seine visuelle, geistige und motorische Aufmerksamkeit w�hrend mehr als nur wenigen Sekunden beanspruchte. Damit hat er seine Aufmerksamkeit in einem Mass von der Strasse abgewendet, das auch bei einem ge�bten Fahrer und bei �bersichtlichen Strassenverh�ltnissen zumindest eine leichte abstrakte Verkehrsgef�hrdung schuf. Unter diesen Umst�nden durfte die Vorinstanz bereits gest�tzt auf die objektiv geschaffene Gef�hrdungslage einen besonders leichten Fall verneinen, weshalb ihre Beurteilung des Verschuldens bez�glich der ausgesprochenen Verwarnung nicht entscheidrelevant ist. Gleiches gilt bez�glich der H�he der vom Strafgericht ausgesprochenen Busse, weil die damit implizit zum Ausdruck gebrachte rechtliche Bewertung der abstrakten Gefahr f�r die Vorinstanz beim Entscheid �ber Massnahmen nicht bindend war, zumal diese Bewertung nicht von Tatsachen abh�ngt, die der Strafrichter besser kannte (BGE 136 II 447 E. 3.1 S. 451; 124 II 103 E. 1c/bb S. 106; Urteil 1C_476/2014 vom 29. Mai 2015 E. 4.2).
Nach dem Gesagten ist die Beschwerde abzuweisen. Bei diesem Ausgang des Verfahrens hat der Beschwerdef�hrer die Gerichtskosten zu tragen (Art. 66 Abs. 1 BGG).
Dieses Urteil wird dem Beschwerdef�hrer, der Kommission f�r Administrativmassnahmen im Strassenverkehr des Kantons Freiburg, dem Kantonsgericht Freiburg, III. Verwaltungsgerichtshof, und dem Bundesamt f�r Strassen, Sekretariat Administrativmassnahmen, schriftlich mitgeteilt.
Lausanne, 22. September 2016

References: Art. 86
 Art. 90
 Art. 95
 BGE 
 Art. 31
 Art. 3
 Art. 31
 Art. 3
 Art. 3
 Art. 3
 Art. 3
 Art. 3
 Art. 16
 Art. 16
 Art. 16
 Art. 16
 Art. 16