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Timestamp: 2017-09-23 23:27:12+00:00

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17. Jahrgang, Nr. 8 vom 3. Juli 2007, S. 37
Studien- und Prüfungsordnung für das Studienprogramm Mathematik
mit Anwendungsfach (120 Leistungspunkte) im Ein-Fach-Master-Studiengang
vom 10.02.2005
Gemäß §§ 13 Abs. 1 in Verbindung mit 67 Abs. 3 Nr. 8 und 77 Abs. 2 Nr. 1 des Hochschulgesetzes des Landes Sachsen-Anhalt (HSG LSA) vom 05.05.2004 (GVBl. LSA S. 256), zuletzt geändert durch Artikel 6 des Gesetzes vom 21.03.2006 (GVBl. LSA S. 102), in Verbindung mit den Allgemeinen Bestimmungen zu Studien- und Prüfungsordnungen für das Bachelor- und Masterstudium an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (ABStPOBM) vom 08.06.2005, hat die Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg folgende Studien- und Prüfungsordnung für das Studienprogramm im Ein-Fach-Master-Studium Mathematik mit Anwendungsfach (120 Leistungspunkte) beschlossen.
§ 1 Geltungsbereich 9
§ 12 Studien- und Prüfungsausschuss 7
§ 13 Master-Arbeit 7
§ 14 Bewertung von Modulen und Berechnung der Gesamtnote des Studienprogramms 8
(1) Diese Studien- und Prüfungsordnung regelt in Verbindung mit den Allgemeinen Bestimmungen zu Studien- und Prüfungsordnungen für das Bachelor- und Master-Studium an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg Ziele, Inhalte und Aufbau des Studienprogramms Mathematik mit Anwendungsfach (120 LP) im Ein-Fach-Master-Studiengang.
Bei dem Studienprogramm Mathematik mit Anwendungsfach handelt es sich um einen konsekutiven Master-Studiengang. Der Master-Studiengang ist stärker forschungsorientiert.
· zur Leitung von Projekten, in denen es um Analysieren, Modellieren und Lösen von wissenschaftlichen, wirtschaftlichen oder technischen Problemen geht,
· dem Studium eines Anwendungsfachs, das stets eine Vertiefung enthält und so die Studierenden in die Lage versetzt, auch tiefer liegende Probleme aus einem Anwendungsgebiet zu verstehen und zu analysieren. Das Anwendungsfach baut in der Regel auf dem des Bachelorstudiums auf. Über Ausnahmen entscheidet der Studien- und Prüfungsausschuss.
(1) Das Studienprogramm wendet sich vor allem an Absolventinnen und Absolventen des Bachelor-Studienprogramms Mathematik mit Anwendungsfach.
(2) In den Masterstudiengang kann nur eingeschrieben werden, wer
1. den Bachelor im konsekutiven Bachelor-Master-Studiengang Mathematik oder einen mindestens gleichwertigen, berufsbefähigenden Hochschulabschluss hat und dabei mindestens die Abschlussnote 3,0 erzielt hat. Der Studien- und Prüfungsausschuss kann die Zulassung zum Masterstudium von zusätzlichen Leistungsnachweisen und Modulprüfungen aus dem Bachelorstudiengang abhängig machen;
2. einen Master-Studiengang Mathematik oder einen verwandten Studiengang an einer Universität im Geltungsbereich des Hochschulrahmengesetzes nicht „endgültig nicht bestanden“ hat;
1. Reine Mathematik (mindestens 20 LP),
2. Angewandte Mathematik (mindestens 20 LP),
3. Schwerpunktfach (mindestens 25 LP),
4. Anwendungsfach (25 LP),
(4)Insgesamt sind aus zwei verschiedenen Bereichen der Reinen Mathematik jeweils mindestens 8 LP zu erwerben. Module, die mehreren Bereichen zugeordnet sind, können wahlweise für einen dieser Bereiche eingesetzt werden. Die Leistungspunkte sind aus Vertiefungs-, Spezialisierungs- und Seminarmodulen zu erwerben.
(5) Im Gebiet Angewandte Mathematik sind die Leistungspunkte aus Vertiefungs-, Spezialisierungs-, Praktikums- und Seminarmodulen zu erwerben.
(6) Liegt das Schwerpunktfach im Bereich der Reinen Mathematik, so sollen Leistungspunkte in einem Seminarmodul im Bereich der Angewandten Mathematik erworben werden und umgekehrt.
(7) Aus dem Anwendungsfach sollen 25 LP aus Modulen erworben. Als Anwendungsfächer sind zur Zeit wählbar: Physik, Chemie, Biowissenschaften, Wirtschaftswissenschaften, Informatik. Über weitere Anwendungsfächer entscheidet der Studien- und Prüfungsausschuss.
(8) Die Master-Arbeit ist im Bereich des Schwerpunktfaches anzufertigen, der Arbeitsaufwand dafür entspricht 30 LP.
Das Kontaktstudium im Master-Studienprogramm Mathematik mit Anwendungsfach wird durch verschiedene Lehrveranstaltungsarten bestimmt. Wesentliche Unterrichtsformen sind: Vorlesungen, Übungen, und Seminare.
b) Übungen: dienen der Verfestigung von in Vorlesungen gelernten Fertigkeiten unter Anleitung von Dozentinnen und Dozenten;
c) Seminare: dienen der gezielten Behandlung fachwissenschaftlicher Fragestellungen und führen in bestimmte Lehrstoffe ein.
(1) Die Kriterien für das erfolgreiche Absolvieren des Moduls sind in der Studienprogrammübersicht und der jeweiligen Modulbeschreibung festgelegt. Für jede schriftliche oder mündliche Modulleistung oder Modulteilleistung innerhalb eines Moduls ist eine einmalige Wiederholungsprüfung vorzusehen. Die Wiederholung eines bestandenen Moduls ist nicht zulässig. Ein nicht bestandenes Modul kann nur einmal wiederholt werden, und zwar innerhalb eines Jahres. Alle Module, die benotet werden, sind gemäß den in § 21 ABStPOBM, festgelegten Notenstufen zu bewerten.
(2) Schriftliche Prüfung:
1. In mündlichen Prüfungen soll die Kandidatin bzw. der Kandidat nachweisen, dass sie bzw. er die Zusammenhänge des Prüfungsgebietes erkannt hat und über ein ausreichend breites Grundwissen verfügt;
(2) Die genauen Termine und Wiederholungstermine für die Modulleistungen bzw. Modulteilleistungen werden spätestens fünf Wochen vor Beginn über das elektronische Studien- und Prüfungsverwaltungssystem und in den jeweiligen konkreten Modulbeschreibungen benannt.
(3) Die Anmeldung zu den Modulen gemäß § 15 Abs. 1 ABStPOBM entspricht der Anmeldung zur Modulleistung, sobald die technischen Möglichkeiten dies zulassen. Sie erfolgt im zuständigen Prüfungsamt oder über das elektronische Prüfungs- und Studienverwaltungssystem. Die Anmeldeformalitäten werden in den konkreten Modulbeschreibungen, durch Aushang und/oder über das elektronische Studienverwaltungssystem bekannt gegeben. Die Zulassung zur Modulleistung kann von der Erfüllung von Modulvorleistungen abhängig gemacht werden. Nähere Einzelheiten ergeben sich aus der Studienprogrammübersicht und den entsprechenden Modulbeschreibungen.
(5) Für alle zugelassenen Studentinnen und Studenten wird ein Leistungspunktekonto für die erbrachten Leistungen bei den Akten des Studien- und Prüfungsausschusses eingerichtet sowie über bestandene und nicht bestandene Prüfungen Buch geführt. Den Kandidatinnen und Kandidaten ist Einblick in ihre eigenen Konten zu gewähren.
(1) Für das Studienprogramm Mathematik mit Anwendungsfach wird von den Fachvertreterinnen und Fachvertretern des Instituts für Mathematik ein Studien- und Prüfungsausschuss gebildet, der vom Fakultätsrat zu bestätigen ist.
(1) Eine Master-Arbeit ist obligatorisch; sie bildet zusammen mit einer mündlichen Leistung ein Modul im Umfang von 30 Leistungspunkten.
(2) Zur Master-Arbeit zugelassen wird nur, wer mindestens 60 Leistungspunkte im Studienprogramm erfolgreich absolviert hat. Das Thema der Master-Arbeit wird zu Beginn des 4. Semesters über den Studien- und Prüfungssausschuss ausgegeben und von einer durch den Studien- und Prüfungsausschuss bestellten Prüferin bzw. eines Prüfers betreut.
(3) Die Zeit von der Ausgabe des Themas bis zur Abgabe der Arbeit beträgt sechs Monate. Aufgabenstellung und Umfang der Master-Arbeit sind von der Themenstellerin bzw. vom Themensteller so zu begrenzen, dass die Frist zur Bearbeitung der Master-Arbeit eingehalten werden kann. In begründeten Ausnahmefällen kann der Studien- und Prüfungsausschuss die Bearbeitungszeit um höchstens drei Monate verlängern. Der Zeitpunkt der Ausgabe und der der Rückgabe der Arbeit sind aktenkundig zu machen.
(4) Die Master-Arbeit kann in deutscher oder englischer Sprache abgefasst werden. Der Umfang der Master-Arbeit soll nicht mehr als 90 Seiten aufweisen.
(5) In der mündlichen Verteidigung soll die bzw. der Studierende zeigen, dass sie bzw. er die Arbeitsergebnisse aus der Master-Arbeit darzustellen und einzuordnen weiß, sowie diese im Gespräch problembezogen diskutieren und vertiefen kann. Die Verteidigung findet nach Begutachtung der Master-Arbeit statt und dauert in der Regel 60 Minuten, davon ca. 30 Minuten Vortrag.
(6) Master-Arbeit und mündliche Prüfung werden im Verhältnis 5 zu 1 gewertet.
(1) Die Studienprogrammübersicht im Anhang dieser Ordnung (§ 7) regelt, welche Module benotet werden und welche in die Gesamtnote eingehen.
(2) Bei überragenden Leistungen wird das Gesamturteil „mit Auszeichnung bestanden“ erteilt, wenn dies von der Betreuerin bzw. dem Betreuer der Master-Arbeit beantragt wird, und die Zweitgutachterin bzw. der Zweitgutachter sowie die prüfungsberechtigten Mitglieder des Studien- und Prüfungsausschusses zustimmen.
ja (3x(4+2))
3x8/120
2x8/120
ja (3x(2+1))
3x5/120
2x5/120
nach Wahl/120
(a) Aufbau des Master-Studiums
1. Reine Mathematik (mindestens 20 LP). Insgesamt sind aus zwei verschiedenen Bereichen der Reinen Mathematik jeweils mindestens 8 LP zu erwerben. Die Leistungspunkte sind aus Vertiefungs-, Spezialisierungs- und Seminarmodulen zu erwerben;
2. Angewandte Mathematik (mindestens 20 LP). Im Gebiet Angewandte Mathematik sind die Leistungspunkte aus Vertiefungs-, Spezialisierungs-, Praktikums- und Seminarmodulen zu erwerben;
3. Schwerpunktfach (25 LP) mit mindestens einem Seminarmodul. Die übrigen Leistungs­punkte im Schwerpunktfach können in Vertiefungs-, Spezialisierungs­-, Praktikums- und Seminarmodulen erworben werden;
4. Ist das Schwerpunktfach im Bereich der Reinen Mathematik, so sollten Leistungspunkte in einem Seminarmodul im Bereich der Angewandten Mathematik erworben werden und umgekehrt;
5. Anwendungsfach (25 LP), wobei mindestens 10 LP aus Modulen des Masterstudiums des Anwendungsfaches zu erwerben sind;
In der Mathematik sind mindestens 65 LP zu erwerben, davon 15 aus Spezialisierungs- oder Seminarmodulen. Ein Spezialisierungsmodul kann durch ein Praktikumsmodul ersetzt werden. Alle Module werden benotet und gehen anteilig in die Gesamtnote ein.
(b) Master-Regelstudienplan [Leistungspunkte (SWS)]
(z. B. Algebra/
Vertiefungsmodule (z. B. Optimierung/
Diskrete Mathematik)
Anwendungsfach 5 (4)
Vertiefungsmodul (z. B. Part. Differentialgleichungen
Funktionalanalyse)
Vertiefungsmodul (z. B. Numerik/Stochastik) 8 (4+2)
Anwendungsfach 10 (8)
Praktikums- oder Spezialisierungsmodul
Anwendungsfach 10 (6)
Dieses Beispiel geht von einer Vertiefung im Bereich Angewandte Mathematik aus. Im Falle einer Vertiefung im Bereich Reine Mathematik, ist das Seminarmodul im 3. Semester im Bereich der Angewandten Mathematik zu wählen. Das Praktikum kann durch ein Seminar ersetzt werden.
(c) Anwendungsfächer
Aus dem Angebot der Fächer Physik, Chemie, Wirtschaftswissenschaften, Biowissenschaften und Informatik kann ein Anwendungsfach im Umfang von 25 Leistungspunkten gewählt werden. Beispiele dafür sind:
· Physik: Computational Physics (8), Statistische Physik (7), Statistische Physik II (5), Quantenmechanik (5)
· Chemie: Applied Polymer Science (5), Organische Chemie I (5), Physikalische Chemie I (20, 2-sem.), Theoretische Chemie I/II (je 5), Molecular Modeling I/II (je 5)
· Biowissenschaften: Mikrobiologie (5), Genetik (5), Enzymologie (5), Bioverfahrenstechnik (5), Technische Biochemie (5)
· Wirtschaftswissenschaften: Makroökonomik I/II (je 5), Makroökonomische Theorie (5), Finanzwirtschaft I/II (je 5)
· Informatik: Datenbanken I (10), Computergraphik (5), Bildverarbeitung (5), Softwaretechnik (5)
Die Modulbeschreibungen befinden sich im Modulkatalog des jeweils zuständigen Instituts.

References: § 1

§ 12

§ 13

§ 14
 § 21
 § 15