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Timestamp: 2020-07-15 03:13:16+00:00

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Rechtsprechung: VI ZR 63/10 - dejure.org
Weitere Entscheidung unten: BGH, 27.06.2011
https://dejure.org/2011,2752
BGH, 22.03.2011 - VI ZR 63/10 (https://dejure.org/2011,2752)
BGH, Entscheidung vom 22.03.2011 - VI ZR 63/10 (https://dejure.org/2011,2752)
BGH, Entscheidung vom 22. März 2011 - VI ZR 63/10 (https://dejure.org/2011,2752)
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BGB § 24a; RVG VV Vorb. 3 Abs. 4 Satz 1
§ 823 Abs 1 BGB, Teil 3 Vorbem 3 Abs 4 S 1 RVG-VV, § 15a RVG, § 17 Nr 4 Buchst b RVG
Anspruch auf Freistellung von außergerichtlichen Rechtsanwaltsgebühren: Berechnung der Höhe des Schadensersatzanspruchs
Zur Berechnung der Höhe des zu ersetzenden Betrages beim Anspruch auf Freistellung von außergerichtlichen Rechtsanwaltsgebühren
Eine 1,3-fache Geschäftsgebühr für ein anwaltliches Abschlusschreiben ist angemessen
Außergerichtliche Rechtsanwaltsgebühren sind freizustellen bei Berechnung eines Schadensersatzanspruchs eines Geschädigten durch Ausgleichszahlung der Verfahrensgebühr durch Schädiger
"Berechnung des Schadensersatzanspruchs"
Verfahrensrecht - Ersatz außergerichtlicher Rechtsanwaltsgebühren
AG München, 03.08.2009 - 142 C 29864/08
BGH, 27.06.2011 - VI ZR 63/10
NJW 2011, 2509
NJ 2011, 341
afp 2011, 262
Ist die Gebühr - wie hier - von einem Dritten zu ersetzen, ist die von dem Rechtsanwalt getroffene Bestimmung gemäß § 14 Abs. 1 Satz 4 RVG nicht verbindlich, wenn sie unbillig ist (BGH, Urteil vom 22.03.2011, VI ZR 63/10, NJW 2011, 2509, 2511).
Dass die Zuerkennung der 2, 3-fachen Gebühr für die Vertretung im Vergabeverfahren mit Blick auf die Kostenerstattung im (zweiten) Nachprüfungsverfahren zu einer Überzahlung geführt hat (vgl. dazu BGH, Urteil vom 22. März 2011 - VI ZR 63/10), macht die Revision nicht geltend.
§ 10 I RVG gilt nicht im Bereich des materiellrechtlichen Kostenerstattungsanspruchs (BGH NJW 2011, 2509 [BGH 22.03.2011 - VI ZR 63/10] [2511 unter Tz. 18]).
Der Kläger verfolgt sein Anliegen zutreffend mit der kombinierten Anfechtungs- und Leistungsklage (§ 54 Abs. 1 und 4 Sozialgerichtsgesetz ) , gerichtet auf die Freistellung von dem Vergütungsanspruch seines Bevollmächtigten (…vgl BSG Urteil vom 21.12.2009 - B 14 AS 83/08 R - SozR 4-1300 § 63 Nr. 11 RdNr 12, 13; für das Zivilrecht auch Bundesgerichtshof Urteil vom 22.3.2011 - VI ZR 63/10 - juris RdNr 18) .
Insofern schließt sich der Senat der Rechtsprechung des BGH (Urteil vom 22.3.2011 - VI ZR 63/10 - juris RdNr 9 und 18) an , der bei der Beurteilung der Frage, ob und in welchem Umfang der einem Geschädigten zustehende Schadensersatzanspruch die Erstattung von Rechtsanwaltskosten umfasst, ausgeführt hat, es sei zwischen dem Innenverhältnis des Geschädigten zu dem für ihn tätigen Rechtsanwalt und dem Außenverhältnis des Geschädigten zum Schädiger zu unterscheiden.
Die Kosten dieses Schreibens sind gebührenrechtlich nicht dem Eilverfahren, sondern dem Verfahren der Hauptsacheklage zuzuordnen, dessen Vorbereitung das Abschlussschreiben dient (vgl. BGH, NJW 2011, 2509 - Rdn. 20 gem. Juris; BGH, MDR 2008, 650 - Rdnrn. 7 und 8 gem. Juris).
Nach der inzwischen gefestigten Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs gehört die Anforderung einer Abschlusserklärung hinsichtlich der Rechtsanwaltsgebühren nicht mehr zum vorangegangenen Eilverfahren, sondern zur Hauptsacheklage (Senatsurteile vom 22. März 2011 - VI ZR 63/10, NJW 2011, 2509 Rn. 20;… vom 4. März 2008 - VI ZR 176/07, NJW 2008, 1744 Rn. 9;… vom 12. Dezember 2006 - VI ZR 188/05, NJW-RR 2007, 713 Rn. 6;… BGH, Urteile vom 4. Februar 2010 - I ZR 30/08, zfs 2011, 41 Rn. 27;… vom 12. März 2009 - IX ZR 10/08, NJW 2009, 2068 Rn. 8).
Dies hat nicht nur zur Folge, dass sie als eine neue, selbständig zu honorierende Angelegenheit im Sinne von § 17 Nr. 4 Buchst. b RVG anzusehen ist (Senatsurteile vom 22. März 2011 - VI ZR 63/10, aaO;… vom 4. März 2008 - VI ZR 176/07, aaO, Rn. 6, 9;… BGH, Urteile vom 4. Februar 2010 - I ZR 30/08, aaO;… vom 12. März 2009 - IX ZR 10/08, aaO), sondern auch, dass die diesbezüglichen Rechtsanwaltskosten, wenn es nicht zur Hauptsache kommt, nicht in dem das Eilverfahren betreffenden Kostenfestsetzungsbeschluss festgesetzt werden können (…vgl. Senatsurteil vom 12. Dezember 2006 - VI ZR 188/05, aaO, für den Fall, dass der Widerspruch schon vor Anforderung des Abschlussschreibens zurückgenommen war).
Dies betrifft lediglich das Innenverhältnis des Rechtsanwalts zum Mandanten (BGH, Urteil vom 22. März 2011 - VI ZR 63/10, juris Rn. 18; a.A. OLG Stuttgart…, Urteil vom 31. März 2016 - 7 U 149/15, juris Rn. 101 [ohne Begründung]).
Ist die Gebühr - wie hier - von einem Dritten zu ersetzen, ist die von dem Rechtsanwalt getroffene Bestimmung gemäß § 14 Abs. 1 Satz 4 RVG nicht verbindlich, wenn sie unbillig ist (BGH, Urteil vom 22. März 2011 - VI ZR 63/10, NJW 2011, 2509, 2511).
Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs ist die für ein Abschlussschreiben entstehende Geschäftsgebühr im Allgemeinen auf der Grundlage von Nr. 2300 RVG VV zu berechnen, die einen Gebührenrahmen von 0, 5 bis 2, 5 vorsieht (…BGH, GRUR 2010, 1038, Rn. 31 - Geschäftsgebühr für Abschlussschreiben; BGH, NJW 2011, 2509, Rn. 24).
Außerdem handele es sich - wie der Bundesgerichtshof (BGH) im Urteil vom 22.03.2011 Az. VI ZR 63/10 ausdrücklich entschieden habe - bei § 10 RVG um eine Schutzvorschrift zu Gunsten des Auftraggebers gegenüber dem beauftragten Rechtsanwalt, nicht jedoch gegenüber erstattungspflichtigen Dritten.
Insoweit sei höchstrichterlich bereits entschieden, dass ein Gegner bei einem materiell-rechtlichen Schadensersatzanspruch nicht einwenden können soll, dass er nicht zur Zahlung verpflichtet sei, weil ihm keine Berechnung vorgelegt wurde, die den Anforderungen des § 10 RVG entspreche (Bundesgerichtshof, Urteil vom 22.03.2011, VI ZR 63/10).
Aus dem Urteil des BGH vom 22.03.2011 Az. VI ZR 63/10 folge nichts anderes.
Die Klage ist als kombinierte Anfechtungs- und Leistungsklage (§ 54 SGG) gerichtet auf die Freistellung des Klägers von dem Vergütungsanspruch seines Bevollmächtigten zulässig (BGH Urteil vom 22.03.2011 Az. VI ZR 63/10).
Zum anderen kann der Beklagte sich nicht auf die Vorschrift des § 10 RVG berufen, da diese nur im Innenverhältnis zwischen Rechtsanwalt und Mandant Anwendung findet, nicht jedoch gegenüber einem erstattungspflichtigen Dritten (BGH Urteil vom 22.03.2011 Az. VI ZR 63/10).
Ein erstattungspflichtiger Dritter kann hingegen nicht einwenden, dass er wegen eines Verstoßes gegen § 10 RVG nicht zur Zahlung verpflichtet sei (BGH Urteil vom 22.03.2011 a.a.O. für einen materiell-rechtlichen Schadensersatzanspruch nach § 823 BGB).
BSG, 12.12.2019 - B 14 AS 46/18 R
BSG, 12.12.2019 - B 14 AS 45/18 R
LSG Rheinland-Pfalz, 06.05.2015 - L 6 AS 34/15
Sozialrechtliches Verwaltungsverfahren - Beratungshilfe - Übergang des Anspruchs …
SG Berlin, 22.03.2017 - S 204 AS 2252/14
OLG Frankfurt, 08.08.2017 - 16 U 47/17
Sofortiges Anerkenntnis des erstinstanzlich erfolgreichen Rechtsmittelbeklagten
VGH Bayern, 21.05.2019 - 17 P 18.2505
Freistellung von Rechtsanwaltskosten
LSG Nordrhein-Westfalen, 18.12.2013 - L 12 AS 189/13
AG Winsen, 14.06.2016 - 16 C 1333/15
AG Herne-Wanne, 31.08.2015 - 14 C 197/15
Ersatzfähigkeit von Sachverständigenkosten i.R.e. Verkehrsunfalls
https://dejure.org/2011,21397
BGH, 27.06.2011 - VI ZR 63/10 (https://dejure.org/2011,21397)
BGH, Entscheidung vom 27.06.2011 - VI ZR 63/10 (https://dejure.org/2011,21397)
BGH, Entscheidung vom 27. Juni 2011 - VI ZR 63/10 (https://dejure.org/2011,21397)
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Berichtigung des Leitsatzes des Senatsurteils vom 22. März 2011

References: § 24

§ 823
 § 15
 § 17
 § 14

§ 10
 § 63
 BGH 
 § 17
 § 14
 § 10
 § 10
 BGH 
 § 10
 § 10
 § 823