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Timestamp: 2020-02-22 12:20:30+00:00

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Tiefergehende Information - Kostenbeitragstabelle - Anrechnung des Einkommens des jungen Erwachsenen - | Moses Online
Junge Volljährige / Care leaver, Heranziehung junger Menschen zur Erstattung der Kosten der Jugendhilfe
Kostenbeitrag des Kindes, Jugendlichen oder jungen Volljährigen 1) nach § 93 SGB VIII
für Leistungen nach §§ 13 Abs. 3, 21, 33, 34, 35, 35 a Abs. 2 Nrn. 3 u. 4, 42, 43 SGB VIII
oder nach § 41 i.V.m. §§ 33, 34, 35, 35 a Abs. 2 Nrn. 3 u. 4 SGB VIII
oder des nach § 19 SGB VIII Leistungsberechtigten
1 Einkommensermittlung nach §§ 76 – 78 BSHG
1.1 Monatliches Bruttoerwerbseinkommen _________€
1.2 Absetzungsbeträge
1.2.1 Lohnsteuer - _________€
1.2.2 Kirchensteuer - _________€
1.2.3 Solidaritätszuschlag - _________€
1.2.4 Krankenversicherung - _________€
1.2.5 Pflegeversicherung - _________€
1.2.6 Rentenversicherung - _________€
1.2.7 Arbeitslosenversicherung - _________€
1.2.8 Nettoerwerbseinkommen _________€
1.2.9 Unfallversicherung - _________€
1.2.10 Haftpflichtversicherung - _________€
1.2.11 Sterbegeldversicherung - _________€
1.2.12 Hausratversicherung - _________€
1.2.13 Beiträge zur „Riester-Rente“ - _________€
1.2.14 ............................................. - _________€
1.2.15 ............................................. - _________€
1.3 Mit der Erzielung des Einkommens verbundene
1.3.1 Arbeitsmittel2) - _________€
1.3.2 Fahrtkosten3) (.......... km) - _________€
1.3.3 Beiträge zu Berufsverbänden - _________€
1.3.4 Mehraufwendungen für doppelte Haushaltsführung 4) - _________€
1.3.5 Sonstiges ......................................................... - _________€
1.3.6 Pauschale von 25 €
(wenn die Beträge aus Nrn. 1.3.1 – 1.3.5 nicht
diesen Betrag erreichen und mindestens ein
Einkommen in Höhe des RS HV erzielt wird) - _________€
1.4 Sonstige Absetzungen
1.4.1 Vermögenswirksame Leistungen des Arbeitgebers 5) - _________€
1.4.2 ................................................................................ - _________€
1.4.3. ................................................................................ - _________€
1.5 bereinigtes Erwerbseinkommen _________€
1.6 weiteres (ggf. bereinigtes) Einkommen
ohne die in Nr. 91.02 Abs. 2 der Arbeitshilfe
aufgeführten Leistungen + _________€
1.7 Gesamteinkommen: € _________€
2 Einkommensgrenze nach § 79 Abs. 1 BSHG
2.1 Grundbetrag _________€
2.2 ggf. Familienzuschläge 80 % RS HV __________€ x _______ = + _________€
2.3 ggf. (anteilige) angemessene Kosten der Unterkunft 6) + _________€
2.4 Einkommensgrenze € - _________€
3 Kostenbeitrag nach § 84 BSHG
3.1 über der Einkommensgrenze liegendes Einkommen _________€
3.2 Berücksichtigung besonderer Belastungen nach § 84 BSHG - _________€
3.3 Kostenbeitrag aus dem Einkommen über der Einkommensgrenze € _________€
4 Kostenbeitrag nach § 85 BSHG
4.1 Einkommen unter der Einkommensgrenze
(Betrag aus Nr. 1.7, höchstens jedoch Betrag aus Nr. 2.4) _________€
4.2 freizulassender Betrag aus Erwerbseinkommen
4.2.1 Betrag aus Nr. 1.5 _________€
4.2.2 1/8 des RS HV - _________€
4.2.3 Zwischenergebnis _________€
4.2.4 Betrag aus Nr. 4.2.2 _________€
4.2.5 30 % aus Nr. 4.2.3 + _________€
4.2.6 somit noch freizulassen € - _________€
4.3 Kostenbeitrag aus dem Einkommen unter der Einkommensgrenze € + _________€
5 zweckbestimmte Leistungen (sofern diese nicht bereits
neben dem Kostenbeitrag gefordert wurden) + _________€
6 vorläufiger Kostenbeitrag _________€
7 Ermäßigung des Kostenbeitrags, weil
7.1 nur ein zeitanteiliger Kostenbeitrag zu fordern ist7) - _________€
7.2 sonst Ziel und Zweck der Leistung gefährdet würde - _________€
7.3 sich aus der Heranziehung eine besondere Härte ergeben würde - _________€
8 Kostenbeitrag €
1) Der junge Volljährige ist auch aus seinem Vermögen heranzuziehen.
2) Pauschbetrag von 5,20 € oder erforderlicher höherer Aufwand.
3) Bei öffentlichem Verkehrsmittel die Kosten der tariflich günstigsten Zeitkarte. Soweit die Benutzung eines eigenen Kraftfahrzeugs notwendig ist
5,20 € je vollem Entfernungskilometer, höchstens für 40 km.
4) Nach § 3 Abs. 7 der Verordnung zu § 76 BSHG.
5) Siehe auch Nr. 76.05 SHR.
6) Nur anzusetzen, wenn der Kostenbeitragspflichtige seine bisherige Unterkunft beibehalten muss.
7) Bei Fremdunterbringung an regelmäßig 6 Tagen in der Woche Ermäßigung um 15 v.H. des Betrages aus Nr. 6.
Bei Fremdunterbringung an regelmäßig 5 Tagen in der Woche Ermäßigung um 30 v.H. des Betrages aus Nr. 6.
Situation von Careleavern - internationale Studien
Junge Menschen, die den Übergang ins Erwachsenenleben aus einer stationären Hilfe zur Erziehung (z. B. einer Wohngruppe, Betreutem Jugendwohnen oder einer Pflegefamilie) heraus bestreiten, stehen vor der besonderen Herausforderung, nach dem Ende der öffentlichen Hilfemaßnahme nicht auf ein gesichertes familiäres bzw. sozial gewachsenes Netz aus materiellen und immateriellen Unterstützungsleistungen und sozialen Beziehungen zurückgreifen zu können.
Jugendhilfe und dann?
Dieser Frage gehen zurzeit mehrere junge Erwachsene nach, die selbst stationäre Jugendhilfeerfahrung gemacht haben und in Pflegefamilien aufgewachsen sind. Ausgangspunkt für diese Fragestellung ist die aktuelle Forschung einer Arbeitsgruppe der Uni Hildesheim, welche 2011 deutschlandweit Menschen, die in stationären Hilfen zur Erziehung gelebt haben, für Interviews gesucht hat und zum Thema Übergängen aus der Jugendhilfe forschen.
Jugendhilfe und dann? Careleaver haben Rechte - Forderungen an Politik und Fachpraxis
Der Anspruch auf Hilfen für junge Volljährige nach dem SGB VIII wird in der Praxis sehr restriktiv gehandhabt. Das gefährdet die Nachhaltigkeit des Erfolges der geleisteten Hilfen. Care Leaver müssen ihre Ansprüche gegenwärtig bei verschiedenen Stellen geltend machen. Lange Überleitungsprozesse und eine Tendenz der Sozialleistungsträger, sich im Zweifelsfall für unzuständig zu erklären, führen zu Lücken in der Finanzierung ihres Lebensunterhalts. Diese Verwaltungspraxis verschärft existentielle Risiken wie z.B. Ausbildungsabbrüche oder Wohnungslosigkeit.

References: § 93
 § 41
 § 19
 § 79
 § 84
 § 84
 § 85
 § 3
 § 76