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Timestamp: 2019-04-22 00:05:19+00:00

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§ 541 BGB: Unterlassungsklage bei vertragswidrigem Gebrauch
BGH, , Az. Aus dem Wortlaut des § 541 BGB läßt sie sich nicht herleiten (so mit Recht Soergel/Siebert, BGB, 10. Aufl. § 541 Nr. 5).
BGH, URTEIL vom 3.6.2006, Az. XII ZR 178/03 -13- Denn eine Störung oder Entziehung des Besitzes erfüllt bereits dann die Voraussetzungen des § 541 BGB a.F., wenn sie darauf beruht, dass der Hauptvermieter dem Mieter kündigt und dem Untermieter gegenüber seinen Rückgabeanspruch geltend macht oder dies auch nur androht (vgl. Emmerich/Son-nenschein, Miete 7. Aufl. § 541 BGB Rdn. 5; Senatsurteil vom 18. Januar 1995 - XII ZR 30/93 - NJW-RR 1995, 715 ff.).
BGH, Urteil vom 3.10.1995, Az. XII ZR 230/94 Wie das Berufungsgericht verkannt hat, verdrängen im Anwendungsbereich des § 541 BGB die speziellen Regelungen des Mietrechts die allgemeinen Vorschriften über Unmöglichkeit und Unvermögen, so daß eine Befreiung der Kläger von ihrer Leistungspflicht gemäß § 275 Abs. 2 BGB nicht angenommen werden kann (vgl. BGHZ 63, 132, 137; BGH, Urteil vom 5. Juli 1991 - V ZR 115/90 - NJW 1991, 3277 f m.w.N.;Kraemer in Bub/Treier Handbuch der Geschäftsund Wohnraum-miete 2. Aufl. Kap. III Rdn. 1422; Merle WE 1993, 148).
BGH, URTEIL vom 3.4.2006, Az. XII ZR 124/02 -6- BGB a.F. zu den allgemeinen Vorschriften über Leistungsstörungen gehört, die nach herrschender Meinung von den mietrechtlichen Gewährleistungsvorschriften als Sonderregelungen verdrängt werden (BGHZ 63, 132, 137; Senatsurteil vom 29. November 1995 -XIIZR 230/94- NJW 1996, 714; Schmidt-Futterer/ Eisenschmid aaO §536 Rdn. 271; Lindner-Figura/Opree/Stellmann Geschäftsraummiete Kap. 14 Rdn. 69, 213; Emmerich NZM 2002, 362, 364; a.A. Hilger ZMR 1988, 41, der die Anwendung des §541 BGB auf den anfänglichen Rechtsmangel begrenzen will), ist höchstrichterlich noch nicht entschieden.
BGH, URTEIL vom 5.6.1991, Az. v ZR 114/90 Der hier zu entscheidende Fall, daß der Rechtsmangel die Gebrauchsüberlassung bzw. die Nutzung der Sache von vornherein verhinderte, steht der in § 541 BGB geregelten Folge des Entzugs gleich (BGH, Urt. v. 15. Februar 1961, VIII ZR 183/59, LK BGB § 541 Nr. 3).
BGH, URTEIL vom 3.1.2008, Az. VIII ZR 139/07 7	a) Bei der in §§ 541, 543 Abs.3 BGB angesprochenen Abmahnung handelt es sich um eine rechtsgeschäftsähnliche Erklärung, die darauf abzielt, der anderen Vertragspartei ein bestimmtes, als Vertragsverletzung beanstandetes Fehlverhalten vor Augen zu führen, und zwar verbunden mit der Aufforderung, dieses Verhalten zur Vermeidung weiterer vertragsrechtlicher Konsequenzen aufzugeben oder zu ändern (vgl. Senatsurteil vom 11. Januar 2006 -VIIIZR 364/04, NJW 2006, 1585, unter II 2 b; BGH, Urteil vom 18. November 1999 - Ill ZR 168/98, NZM 2000, 241, unter II 2; Schmidt-Futterer/Blank, Mietrecht, 9. Aufl., § 541 BGB Rdnr. 5 m.w.N.).
LG Arnsberg, Urteil vom 2.2.2008, Az. 1 O 467/07 Insoweit – so hat der BGH (a.a.O.) ausgeführt – stellt die Regelung des § 541 BGB eine diejenige des § 1004 BGB verdrängende Sonderregelung insofern dar, als vor Erhebung einer Klage gegen den Mieter eine Abmahnung des Vermieters erforderlich ist.

References: § 541
 § 541
 § 541
 § 541
 § 541
 § 275
 §536
 §541
 § 541
 § 541
 § 541
 BGH 
 § 541
 § 1004