Source: https://www.transparenz.bremen.de/vorschrift_detail/bremen2014_tp.c.104672.de
Timestamp: 2019-10-22 14:56:20+00:00

Document:
Veröffentlichungsdatum:07.03.2008 Inkrafttreten18.01.2008
Gesamtausgabe in der Gültigkeit vom 18.01.2008 bis 31.08.2017Außer Kraft
FundstelleBrem.ABl. 2008, 153
Bezug (Rechtsnorm)BremEG § 8
Zitiervorschlag: "Förderrichtlinie "Wärmeschutz im Wohngebäudebestand" nach § 8 BremEG (Brem.ABl. 2008, 153)"
Fassung vom: 17.01.2008
Gültig ab: 18.01.2008
Norm: § 8 BremEG
Fundstelle: Brem.ABl. 2008, 153
„Wärmeschutz im Wohngebäudebestand"
nach § 8 BremEG
Vom 11. Februar 1993, in der Fassung der
Änderung vom 17. Januar 2008
Auf Grund § 8 Abs. 1 und § 12 Bremisches Energiegesetz1 erlässt der Senator für Umwelt, Bau, Verkehr und Europa im Einvernehmen mit der Senatorin für Finanzen folgende Förderrichtlinie:
Gefördert werden Maßnahmen an Gebäuden, die ganz oder teilweise zu Wohnzwecken dienen, und an Eigentumswohnungen.
Die Gebäude müssen vor dem 1. Januar 1984 errichtet worden sein und dürfen höchstens 10 Wohneinheiten haben. Dämmmaßnahmen an neu zu errichtenden Anbauten oder sonstigen Vergrößerungen des umbauten Raumes sind von der Förderung ausgeschlossen. In begründeten Einzelfällen können auch nach dem 1. Januar 1984 errichtete Gebäude in die Förderung einbezogen werden.
Antragsberechtigt sind Privatpersonen als Ge- bäude-/Wohnungseigentümer oder sonstige dinglich Verfügungsberechtigte (z.B. Erbbauberechtigte).
Vorhaben dürfen nicht gefördert werden, wenn sie vor Zugang des Bewilligungsbescheides begonnen worden sind. Ein Vorhaben ist begonnen, sobald dafür entsprechende Lie- ferungs- und Leistungsverträge abgeschlossen sind; ausgenommen hiervon ist die für die Projektvorbereitung und -beschreibung erforderliche Planung. Die Einholung von Kostenvoranschlägen gilt nicht als Beginn des Vorhabens. Die Bewilligungsstelle kann im Einzelfall einem vorzeitigen Vorhabensbeginn zustimmen.
Die zu fördernden Wärmeschutzmaßnahmen müssen den folgenden Anforderungen entsprechen und nach den Regeln der Technik geplant und ausgeführt werden:
Förderfähig ist das Einblasen von bauaufsicht- lich zugelassenem Material in den Mauerzwischenraum (Kerndämmung). Eine Kerndämmung wird nur gefördert, wenn der vorhandene Mauerzwischenraum mindestens 5 cm beträgt und nach Durchführung der Dämmung eine Thermografie (Wärmebildaufnahme ein- schl. Bericht) von den kerngedämmten Außenwänden erstellt wird. Die Thermografie ist zusammen mit dem Verwendungsnachweis vorzulegen.
Kellerdecke/Sohle
Eine Dachdämmung wird nur gefördert, wenn nach Durchführung der Dämmung eine Luftdichtheitsmessung (Blower-Door-Test) vorgenommen wird. Die Dicke der Dämmschicht muss mindestens 18 cm betragen.
Die Dicke der Dämmschicht muss mindestens 24 cm betragen.
Der Festlegung der Dämmschichtdicken liegt eine Wärmeleitfähigkeit von Lambda = 0,035 W/(mK) zugrunde. Bei Verwendung von Dämmstoffen mit hiervon abweichender Wärmeleitfähigkeit muss jeweils mindestens die gleiche Dämmwirkung erreicht werden.
Die verwendeten Dämmstoffe müssen das Übereinstimmungszeichen (Ü-Zeichen) tragen.2
Es dürfen nur Materialien verwendet werden, bei denen keine H-FCKW-, FKW- oder H-FKW- haltigen Verbindungen während der Herstellung oder auf der Baustelle zum Einsatz kommen. Die Verwendung von FCKW-haltigen Materialien ist nach der FCKW-Halon-Verbots-Verordnung3 unzulässig.
Es gelten die in Nrn. 5.2.1 bis 5.2.5 festgelegten Förderhöchstbeträge. Die tatsächlichen Förderbeträge legt die Bewilligungsstelle im Rahmen dieser Höchstbeträge in den Ausführungsbestimmungen fest. Für die Bewilligung sind die zum Zeitpunkt der Antragstellung geltenden Ausführungsbestimmungen maßgeblich.
- 14 cm Dämmstoff
- 15 cm Dämmstoff
- 16 cm Dämmstoff
- 17 cm und mehr Dämmstoff
- 10 cm Dämmstoff
- 18 cm Dämmstoff
- 20 cm Dämmstoff
- 22 cm Dämmstoff
- 24 cm und mehr Dämmstoff
- 24 cm Dämmstoff
Maßgeblich für die Berechnung des Förderbetrages ist bei Maßnahmen
nach den Nummern 5.2.1 bis 5.2.5 die zu dämmende wärmeübertragende Fläche; Fensterflächen unter 1 m2 (lichte Rohbaumaße) werden übermessen.
Flächen, die für die Berechnung des Förderbetrages maßgeblich sind, müssen anhand von Zeichnungen, erforderlichenfalls auch zusätzlich durch Fotos schlüssig nachgewiesen werden. Die antragsgemäße Durchführung ist darüber hinaus anhand von detaillierten Rechnungen zu dokumentieren.
Eine Förderung wird nur gewährt, wenn die Gesamtkosten der zu fördernden Maßnahmen 2.500 € übersteigen (Bagatellgrenze).
Eine Auszahlung der Fördermittel erfolgt erst nach Abschluss der geförderten Maßnahmen und nach Vorlage einer Kostenzusammenstellung einschließlich aller Rechnungen. In Ausnahmefällen kann der anteilige Zuschuss für abgeschlossene Teilmaßnahmen vorab ausgezahlt werden, sofern der zur Auszahlung kommende Teilbetrag der Förderung 1.500 € übersteigt.
Der Senator für Umwelt, Bau, Verkehr und Europa (Bewilligungsstelle) hat die „Bremer Modernisieren - BreMo GbR" 4 mit der Antragsbearbeitung im Rahmen dieser Förderrichtlinie beauftragt (Antragstelle5).
Diese Förderrichtlinie tritt am 18. Januar 2008 in Kraft. Zum selben Zeitpunkt tritt die Förderrichtlinie in der Fassung vom 8. April 2005 außer Kraft.
Bremen, den 17. Januar 2008
vom 17. September 1991 (Brem.GBl. S. 325), zuletzt geändert durch das Gesetz zur Regelung des Zugangs zu Umweltinformationen vom 15. November 2005 (Brem.GBl. S. 573)
Verordnung zum Verbot von bestimmten die Ozonschicht abbauenden Halogenkohlenwasserstoffen (FCKW-Halon-Verbots-Verordnung) vom 6. Mai 1991 (BGBl. I S. 1090), zuletzt geändert am 29. Oktober 2001 (BGBl. I S. 2865)
BreMo, Postfach 10 72 25; 28072 Bremen, Tel.: (0421) 835 888-22, Fax: (0421) 835 888-25; E-Mail: energie@bremo.info; Internet: www.bremo.info
Antragsteller aus der Stadt Bremerhaven können sich wenden an das Kundencenter der swb Vertrieb Bremerhaven GmbH & Co. KG, Bgm.-Smidt-Str. 49, 27568 Bremerhaven, Tel. (0471) 95 89 100, E-Mail: energie@bremo.info; Internet: www.bremo.info
4.4 Sonstige Fördervoraussetzungen

References: § 8
 § 8
 § 8
 § 8
 § 8
 § 12