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Timestamp: 2018-03-20 20:40:31+00:00

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Architektur+Technik 09 2016 by BL Verlag AG - issuu
9 â&#x20AC;&#x201C; 2016 Hotels und Restaurants Architektur+Technik
BĂźroeinrichtung und IT
In Scuol ist das Badehotel Belvair zu einem Designhotel umgebaut worden.
# 9 4 8 12 14
Dossier 20 Restaurant im Zoo Basel 24 Resort Collina dˇOro, Lugano 30 Badehotel Belvair, Scuol
38 48 54 62 68
Marktplatz Licht Büroeinrichtung und IT Boden und Wand Brandschutz Schaufenster
Service Veranstaltungen Messen Branchenspiegel Vorschau und Impressum
Flubacher-Nyfeler+Partner Architekten machen den Auftakt zum Dossierthema Hotels und Restaurants. Die Basler Architekten haben das Restaurant des Basler Zoos umgebaut und erweitert. Das Gebäude ist im Inventar schützenswerter Bauten der Denkmalpflege Basel-Stadt vermerkt. Es wurde 1935 vom Architekten Heinrich Flügel als Gesamtkonzeption mit Verpflegung und Unterhaltung errichtet. Das Beibehalten seines architektonischen Ausdrucks leitete das Umbaukonzept. Jahrzehntelang serbelte das Gebäude der einstigen Lungenheilstätte auf dem goldenen Hügel oberhalb von Lugano vor sich hin. Wir berichten über den Wandel des früheren Prunkbaus zu einem luxuriösen Hotel. Das Badehotel Belvair in Scuol (GR) ist ebenfalls umgebaut worden. Aus dem ehemaligen konventionellen Familienhotel ist ein modernes Designhotel geworden. Dabei wurden die Lobby, die Fassade des Hauses und mehrere Gästezimmer komplett neu gestaltet. Angepasst wurde ebenfalls das Gastronomie-Konzept. Es entstand ein modernes Bistro mit Lounge-Bereich.
mehr unter isba.ch Uwe Guntern, Redaktor
Architektur+Technik 9/16
BRAUCH T Ä T I V I T KREA RAHMEN N E N I E K w w w .s or eg
Neuer Supermarkt in Ilanz Im Gewerbegebiet Grüneck von Ilanz will Coop bis 2018 einen neuen Supermarkt erstellen. Für das 25-Millionen-Franken-Projekt hat die Zima Projektentwicklung AG nun in St.­Gallen das Baugesuch eingereicht. Auf einer rund 2000­m² grossen Verkaufsfläche soll ein helles, freundliches und modernes Einkaufszentrum, inklusive Kiosk und Blumenabteilung, entstehen. Das Gebäude wird nach Niedrig-Energiestandard gebaut, und auf dem Dach wird eine Fotovoltaikanlage installiert, die jährlich bis zu 200­000 kWSt Strom liefert. Ergänzen werden den Supermarkt das Café/
Bistro eines lokalen Betreibers sowie eine Tankstelle. zima.at
Quartier Bülachguss Allreal investiert in Bülach 300 Millionen Franken in ein neues Quartier. Die Vorbereitungsarbeiten laufen derzeit an. Auf zwei Grundstücken mit insgesamt 55 250­m² soll ein gemischt genutztes Quartier mit rund 490 Wohnungen sowie Büro- und Gewerbeflächen entstehen. Sieben Baubereiche befinden sich auf dem ehemaligen Industrieareal der Bülachguss AG unmittelbar beim Bahnhof, ein Achter auf einem angrenzenden Grundstück. allreal.ch
Interaktive Laubholzskulptur In Zusammenarbeit zwischen American Hardwood Export Council (AHEC), Alison Brooks Architects, dem Ingenieurbüro Arup und dem London Design Festival entsteht aktuell eine spektakuläre Skulptur aus kreuzweise verleimtem Laubholz. Bei der 34 m langen, 3,5 m hohen und 4,5 m breiten gebogenen rechteckigen Röhre wurden erstmals Brettsperrholzplatten aus amerikanischem Laubholz eingesetzt. Das spektakuläre Projekt steht im Hof des Chelsea College of Arts (Rootstein Hopkins Parade Ground). Architektin Alison Brooks konzipierte «The Smile», so der Name der Skulptur, als urbane Instal-
lation, die das strukturelle und räumliche Potenzial von kreuzweise verleimtem Laubholz, in diesem Fall von amerikanischem Tulipwood, aufzeigt. Die Holzkonstruktion, die vom Publikum unmittelbar erforscht werden kann, zählt zu den Leuchtturmprojekten des Festivals. Brooks erklärt: «The Smile ist eine gewaltige gebogene Röhre aus amerikanischem Tulipwood. Wie bei einem Rad berührt die Skulptur nur an einem Punkt den Boden. Der Besucher, der sie durch die Öffnung an genau diesem Punkt betritt, kann die 34 m lange Röhre von einem Ende zum anderen durchschreiten und erkunden. Er wird eine völlig neue Art von Raum entdecken, der sich schrittweise dem Licht entgegenstreckt.»
Skiarena Andermatt – Sedrun Die Skigebietsverbindung Andermatt–Sedrun rückt näher: Das Bundesamt für Verkehr hat die Bewilligung für drei weitere Bahnen sowie für die erste Etappe der Pisten und Beschneiungsanlagen erteilt. Von besonderer Bedeutung ist dabei die Bewilligung für die neue Gondelbahn Andermatt– Nätschen–Gütsch. Die Arbeiten für die Stationsgebäude und Masten-Fundamente schreiten dank der guten Witterungsbedingungen rasch voran, sodass die Bahn auf die kommende Wintersaison 2016/17 in Betrieb genommen werden kann.
Die Stiftung für Baudynamik und Erdbeben-Ingenieurwesen stellt jüngeren, praktisch tätigen und gut qualifizierten Bauingenieuren mit entsprechender Vorbildung und starker Motivation ein Stipendium zur Verfügung. Dieses ermöglicht einen mehrmonatigen Aufenthalt zur Weiterbildung an einer renommierten ausländischen Universität. baudyn.ch
Bürogebäude am Perlfluss In der südchinesischen Metropole Guangzhou wurde der Grundstein für die neue Zentrale des Online-Konzerns vip.com gelegt. Der Charakter der Architektur der gmp Architekten von Gerkan, Marg und Partner wird durch die explizit einfach gehaltenen, horizontal gegliederten und geschosshoch verglasten Fassaden gebildet. Öffenbare Fensterflügel ermöglichen an allen Arbeitsplätzen eine natürliche Belüftung. Es entstehen auf vielfältige Weise untereinander und mit dem Aussenraum vernetzte Arbeitswelten für die vorwiegend jungen kreativen Mitarbeiter. Städtebaulich tritt das
Gebäude dabei als massstäblich gehaltene Komposition einzeln ablesbarer Kuben in Erscheinung. (Bild: gmp) gmp-architekten.de
Neubau Haus C Die Bauarbeiten für den Neubau Haus C in St.Urban wurden mit dem Spatenstich Ende August begonnen. Es ist ein wichtiger Meilenstein in der Umsetzung der Strategie lups2020. Bis Ende 2018 entstehen drei Stationen für die Alterspsychiatrie, eine Spezialstation für affektive Störungen sowie eine neue Psychotherapiestation. Die Investition beträgt 36,25 Millionen Franken. lupus.ch
Nahtlose Kommunikation Studierende des Weiterbildungslehrgangs MAS Digitales Bauen Hochschule für Technik FHNW besuchten das Center for Integrated Facility Engineering CIFE der Universität Stanford. Dabei lernten sie den Einsatz von VDC-Technologien theoretisch und anhand von Praxisbeispielen kennen. Das CIFE an der Universität Stanford in Kalifornien ist das weltweit führende Forschungsinstitut im Bereich von Virtual Design and Construction VDC. Ein logisches Ziel für die Studierenden der FHNW. Leiter des Forschungsinstituts ist der an der EPFL ausgebildete Bauinge-
nieur Martin Fischer. Seine theoretischen Erläuterungen wurden mit Beispielen aus der Praxis ergänzt. Zum Beispiel mit dem Besuch einer Überbauung von optima. fhnw.ch/wbt
On the Tresholds of Space-Making gta Ausstellungen, ETH Zürich, zeigen derzeit Exponate von Shinohara Kazuo, einem der einflussreichsten Architekten des Internationalen Stils der Nachkriegsund Spätmoderne. Es ist die erste umfassende Werkschau in Europa, die diesem zum Architekten mutierten Mathematiker gewidmet ist. ausstellungen.gta.arch.ethz.ch
Standort und Wirkung
Manuel Pestalozzi hat an der ETH Zürich Architektur studiert. Von 1997 bis 2013 war er Redaktor bei «Architektur+Technik». Anschliessend gründete er die Einzelfirma Bau-Auslese, die sich der Informationsvermittlung widmet.
Erkundigt man sich bei Fachkräften aus der Immobilienvermarktung nach den wichtigsten Faktoren für den Verkaufserfolg, erhält man die Auskunft: Standort, Standort, Standort. Daraus könnte man schliessen, dass die Qualität der Architektur zu vernachlässigen ist, solange die Lage stimmt. Liebend gerne würde man an der Wahrheit dieser Auskunft zweifeln, das Schicksal von Orten wie Monaco nährt allerdings den Verdacht, dass etwas dran ist. Für Gastronomie-Betriebe ist die Wichtigkeit des Standortes wohl noch grösser als für andere Baukategorien. Sie müssen sich entweder dort befinden, wo es besonders schön ist, oder an bestimmten Punkten, die beim Publikum eine Magnetwirkung ausüben. Aus diesen Voraussetzungen ergibt sich, dass sie entweder exponiert oder stark in ihr Umfeld integriert sind. Für den Bezug zwischen innen und aussen bewegt sich die Gastronomie-Architektur zwischen zwei Polen: Entweder man ordnet alles der Schönheit des Standorts unter. Oder man konzentriert sich darauf, diese konsequent auszuschliessen und vergessen zu machen und die Gäste in eine künstliche Welt zu entführen. Sowohl bei Hotels wie auch Restaurants sind beide gestalterischen Zielrichtungen in Reinkultur anzutreffen. Das im vergangenen Jahr eröffnete Gipfelgebäude auf dem Chäserrugg von Herzog & de Meuron, hoch über Toggenburg und Walensee, ist ein exponierter Solitär. Sein architektonisches Statement bezieht sich auf die Reize seines ungewöhnlichen Standorts. Die Gäste treffen auf eine gestylte Berghütte, deren grosse Fenster zum Genuss der Aussicht einladen. Ganz anders beim gleichaltrigen «Kameha Grand» im Glattpark in Opfikon: Das Lifestyle-Hotel ist zwar ein schnittiger Kasten, aber ein Kasten unter anderen Kästen – wie es das Bebauungskonzept für die Gegend zwischen dem Zentrum Zürichs und dem
Airport vorgegeben hat. Eine der prächtigsten Suiten des Hotels wurde vom Künstler Michael Najjar in eine Raumstation verwandelt. Folgerichtig wurde die Aussicht in den Glattpark mit einer opaken Beschichtung der grossen Fenster eingeschränkt. Aquarium erwünscht
Ob exponiert oder integriert, die Architektur von Gastronomie-Bauten darf nicht belanglos sein – schliesslich handelt es sich um öffentlich zugängliche Gebäude, die dem sozialen Austausch dienen. Deshalb nehmen sie im Siedlungsgefüge einen besonderen Rang ein und stehen als Zieldestinationen automatisch im Fokus. Zu begrüssen wäre eine Förderung der Aquarium-Komponente. Von aussen sollte man die Gelegenheit erhalten, das Treiben im Innern zu verfolgen oder zumindest zu erahnen. Gerade bei Einbruch der Dunkelheit tragen Gastronomie-Bauten zur Aufwertung des öffentlichen Raums bei; die Inszenierung der Gäste, die bei der Gestaltung von Restaurants und Hotels immer ein wichtiger Aspekt ist, lässt sich in die Umgebung ausdehnen. Klagen wegen der Verletzung der Privatsphäre sind kaum zu befürchten, ein bisschen Spektakel gehört zum GastronomieErlebnis, und selbst Séparées lassen sich in Schaufenster stellen. Einem solchen Aquarium begegnete ich in der tschechischen Stadt Brünn. Es handelt sich um eine Rekonstruktion des Café Zeman, eines funktionalistischen Pavillons des bekannten Architekten Bohuslav Fuchs aus der Zwischenkriegszeit, das heute ein Feinschmeckerlokal ist. Zwar steht das Gebäude nicht mehr ganz am ursprünglichen Ort, die Reproduktion geht aber wie das Original subtil auf die Hanglage am Rand der Brünner Ringstrasse ein. Und mit seinen grossen Fenstern wirkt es wie eine Laterne, an der sich auch Passantinnen und Passanten freuen können. ●
Kunsthalle Mannheim Mit der Kunsthalle in Mannheim (D) entsteht eines der gegenwärtig grössten Museen in Deutschland. Der Bau der gmp Architekten ist konzeptionell als «Stadt in der Stadt» entwickelt. Innerhalb einer einfachen Gesamtkubatur sind einzelne Baukörper für Ausstellungs- und Funktionsräume zu einer lebhaften Komposition zusammengefasst. Sie umschliessen ein zentrales Atrium und sind über Galerien, Terrassen und Brücken miteinander verbunden. In Analogie zu den raumbildenden Elementen der Stadt entstehen auf diese Weise abwechslungsreiche Rundgänge durch geschlossene und offene Räume mit
variierenden Ein- und Ausblicken. Dabei bleibt durch die klare übergreifende Struktur eine einfache Orientierung gewahrt wie im grösseren Massstab in der «Quadratestadt» Mannheim, zugleich bietet jede Situation neue Eindrücke, so wie in der Stadt durch die Vielfalt der Architektur, wechselnde Baufluchten, Aufweitungen und Leerstellen kein Ort dem anderen gleicht. gmp-architekten.de
FlughafenTower ausgezeichnet Die Büros Aecom und Pininfarina sind Gewinner des International Architecture Award 2016, eines internati-
onalen Design-Wettbewerb. Sie erhielten die Auszeichnung für den Flugsicherungsturm (ATCT) und technische Gebäude des Istanbul New Airport. Die Form des Turms ist durch Tulpen inspiriert, die seit vielen Jahrhunderten ein Symbol von Istanbul (TR) sind. Der neue Flughafen von Istanbul soll in zwei Jahren eröffnet werden. Mit dem International Architecture Award des vom Chicago Athenaeum Museum of Architecture and Design und vom European Centre for Architecture Art Design and Urban Studies organisierten Preises werden jedes Jahr architektonische Realisationen von hoher Originalität, expressiver Qualität und konzeptioneller Kohärenz ausgezeichnet.
Überbauung Bellariarain Die Wohnsiedlung Bellariarain im Stadtquartier Wollishofen wird nach fast 70-jährigem Bestehen neu gebaut. Die Helvetia Versicherung hat das Baugesuch eingereicht. Mit der neuen Überbauung gewährleistet Helvetia einen nachhaltigen Energieverbrauch der Wohnungen. Bei der Planung für das Projekt «fjäder» (schwedisch für «Feder») von Michael Meier und Marius Hug Architekten AG sind auch die spezifischen Bedürfnisse der Anwohner berücksichtigt worden. Dem Projekt zum Sieg verholfen hat unter anderem auch die gute Einbindung des Neubaus in die Quartierstruktur.
Höherer Kühlbedarf
Hitzesommer werden immer häufiger Von Andreas Walker (Text und Bilder)
Der Juni 2016 versank im Regen. Ein Jahr zuvor herrschte extreme Trockenheit. Das Klima der Schweiz ist im Wandel begriffen und wird am Ende des 21. Jahrhunderts deutlich wärmer sein als heute. Die Monate Mai und Juni waren dieses Jahr extrem nass. Vor einem Jahr war der Sommer extrem trocken, und 2003 fiel während der wärmsten Monate so gut wie kein Regen. Wetterkapriolen gab es schon immer. Trotzdem zeigen Forschungen, dass sich unser Klima bis zum Ende des 21. Jahrhunderts signifikant verändern wird. Heisse Sommer werden Normalität
Computermodelle, die mögliche Klimaszenarien bis zum Ende des 21. Jahrhunderts simulieren, zeigen, dass sowohl die Häufigkeit als auch die Intensität von sommerlichen Hitzeperioden deutlich zunehmen werden. Alle Simulationen basieren auf dem Treibhausgas-Emissionsszenario des IPCC (Intergovernmental Panel on Climate Change), dem ein rasches ökonomisches Wachstum und ein Nebeneinander fossiler und erneuerbarer Energieträger zugrunde liegt. Dabei werden Hitzewellen von 7 und mehr Tagen Länge, die heute im Mittelland nur alle drei Jahre oder noch seltener auftreten, bis zum Ende des 21. Jahrhunderts zum
Normalfall. Zudem werden die maximalen Temperaturen während solcher Ereignisse ansteigen. Nach Angaben von MeteoSchweiz lagen die Temperaturen des maximalen 14-Tage-Mittelwertes der Maximaltemperatur über die 30 Jahre 1980 bis 2009 für die Stationen Zürich, Basel und Lugano zwischen 27,5 und 29 Grad. Die Temperaturen der Sommer 2003 und 2015 lagen bereits deutlich darüber. Die Computermodelle zeigen, dass gegen Ende des 21. Jahrhunderts für alle drei Stationen Werte von deutlich über 30 Grad mit Maximalwerten bis mehr als 36 Grad zu erwarten sind. Dies bedeutet eine Erhöhung von über 6 Grad gegenüber den heutigen Verhältnissen. In den letzten Jahrzehnten sind die intensiven Hitzeperioden häufiger geworden. In Regionen, die immer wieder von Hitzeperioden betroffen wurden – wie zum Beispiel die Westschweiz –, sind solche Ereignisse heute in deutlich kürzeren Abständen zu beobachten. In Regionen, die in der Vergangenheit kaum Hitzeperioden registrierten, treten sie heute mehr oder weniger regelmässig auf. Hitzeperioden am häufigsten in der Westschweiz
Nach Angaben von MeteoSchweiz treten Hitzeperioden mit täglichen Höchstwerten von 30 Grad oder mehr am häufigsten in der West- und Nord-
Klimaanlagen werden wichtiger Die höheren Durchschnittstemperaturen werden dafür sorgen, dass der Heizbedarf im Winter kleiner wird. Zwar wird der Verbrauch von Brennstoffen wie Heizöl, Gas und Kohle zurückgehen, doch der Spareffekt wird durch den höheren Kühlbedarf im Sommer wieder
eliminiert. Mit der Klimaerwärmung wird die jährliche Kühlperiode länger und bei einer Hitzewelle kann die Raumtemperatur zu einer Belastung werden. Deshalb werden Wohn- und Geschäftshäuser vermehrt mit Klimaanlagen ausgerüstet. Die Bedeutung der Raumkühlung wird also stetig zunehmen und der Stromverbrauch dürfte
trotz Sparanstrengungen längerfristig steigen. Der Hitzesommer 2003 zeigte, was uns in Zukunft erwarten könnte. Die Temperatur in einem durchschnittlichen, nicht aktiv gekühlten Büroraum stieg (trotz Nutzung einer Nachtauskühlung) an 22 Tagen über 26 Grad. In einem durchschnittlichen Sommer ist dies nur an sieben Tagen der Fall.
Hochwasser in Rorschach.
westschweiz auf. Vor der Hitzewelle 2015 wurde die letzte zweiwöchige Hitzeperiode im Sommer 2013 am Übergang Juli/August verzeichnet. Dabei erreichte das höchste 14-Tages-Mittel in Genf 30,0, in Basel 30,4 und in Lugano 30,8 Grad. Eine weitere zweiwöchige Hitzeperiode, die in den Tieflagen der ganzen Schweiz eine durchschnittliche Tagesmaximum-Temperatur von 30 Grad und mehr brachte, wurde im Rekord-Juli 2006 verzeichnet. In dieser Zeit lagen in der Westschweiz und im Tessin die höchsten 14-Tages-Mittel bei 32Grad und in der Ostschweiz bei knapp 31Grad. Die Temperaturwerte der Jahrhunderthitze des Sommers 2003 bewegten sich jedoch noch weit über diesen Werten. Damals stiegen nämlich bereits im Juni und Juli die 14-Tages-Mittel der Tagesmaximums-Temperatur regional über 30 Grad. Richtig heiss wurde es schliesslich im August. In Genf erreichte das höchste 14-Tages-Mittel 35,2 Grad, in Basel 35,0 Grad, in Bern 33,4 Grad, in Lugano 33,0 Grad und in Zürich 32,7 Grad. Das höchste Tagesmaximum von 41,5 Grad registrierte Grono im Misox (GR) auf der Alpensüdseite. Das war die höchste je im offiziellen Messnetz der Schweiz gemessene Temperatur. Extrem-Ereignisse
Verschiedene Klimasimulationen zeigen, dass das Schweizer Klima im Laufe des 21. Jahrhunderts signifikant vom heutigen und vergangenen Zustand abweichen wird. Die Mitteltemperaturen werden
Die Zukunftsszenarien zeigen, dass sich in den kommenden Jahrzehnten die Landwirtschaft umstellen muss auf Kulturen mit einem geringeren Wasserbedarf und grösserer Hitzetoleranz.
sehr wahrscheinlich in allen Jahreszeiten um mehrere Grade ansteigen. Mit dem Klimawandel sind häufigere und intensivere länger anhaltende Wärmeperioden und Hitzewellen im Sommer zu erwarten, während die Zahl der kalten Wintertage und -nächte abnehmen wird. Zusätzlich wird eine Verschiebung von Schnee zu Regen erwartet, was die Häufigkeit von Überschwemmungen besonders in den Niederungen erhöhen wird. Diese Aussichten zeigen, dass sich in den kommenden Jahrzehnten die Landwirtschaft umstellen muss auf Kulturen mit einem geringeren Wasserbedarf und grösserer Hitzetoleranz. Weitere mögliche Szenarien sind die Vorverschiebung der Wachstums- und Reifeperioden durch eine frühere Saat in die kühlere Jahreszeit sowie ein Anbau von Winter- statt Sommerkulturen. ● Architektur+Technik 9/16
Bei den Niederschlägen wird in Zukunft eine Verschiebung von Schnee zu Regen erwartet, was die Häufigkeit von Überschwemmungen besonders in den Niederungen erhöhen wird.
Siedlungsentwicklung nach innen Von David Belart, Wüest & Partner
David Belart ist Architekt und BauÖkonom und bei der Immobilienberatungsfirma Wüest & Partner als Director tätig. Er arbeitet als Berater in der Standortanalyse und Immobilien-Entwicklung.
Die Siedlungsentwicklung nach innen hat sich in den vergangenen Jahren von einem Nischenanliegen von Fachleuten zu einem gesellschaftlichen Konsens entwickelt. Dies gründet unter anderem in einem stärkeren Bewusstsein für raumwirksame Aktivitäten, sei es beim Konsum, dem Entscheid für einen Wohnstandort oder der Wahl des Ferienzieles. Viele Personen kennen ihren ökologischen Fussabdruck. Auch wenn dies nur eine virtuelle Grösse ist, so zeigt sie doch, wie wichtig der nachhaltige Umgang mit dem physischen Boden als Ressource geworden ist. Spätestens mit der Annahme des revidierten Raumplanungsgesetzes wurde deutlich, dass eine Mehrheit der Schweizer Bevölkerung die Entwicklung in die Breite grundsätzlich eindämmen möchte. Die bauliche und die soziodemografische Brille
Die Suche nach Verdichtungspotenzialen kann grundsätzlich unter zwei Gesichtspunkten betrachtet werden: Auf der einen Seite kann mit der baulichen Brille der Fokus auf die Geschossflächen und Gebäudevolumen gelegt werden. Diese kann mit Ausnützungsziffern und Baumassenziffern gemessen und geregelt werden. Entscheidend für die eigentliche Nutzung des Siedlungsraumes ist aber
Kurzbeschrieb der Methode Der Verdichtungsradar von Wüest & Partner lokalisiert und quantifiziert kleinräumig Potenziale zur Erhöhung der Raumnutzerdichte (Einwohnerund Beschäftigtendichte). Die berechneten Verdichtungspotenziale ergeben sich durch die Gegenüberstellung empirischer Daten für die heutigen Raumnutzerdichten
mit modellierten Werten. Sowohl ihre Berechnung als auch die Darstellung erfolgt für das als Bauzone deklarierte Gebiet der Schweiz. Die modellierten Soll-Werte sind abhängig von folgenden Parametern: Mittlere gemeinde- und zonentypische Ausnützungswerte: Dabei werden zwölf Gemeindetypen unterschieden und die harmonisierten Bauzonen des ARE (2012) verwendet.
auf der anderen Seite die Betrachtung durch eine soziodemografische Brille, die den Fokus auf die Belegungsdichte des Raumes, also die Anzahl Raumnutzer pro Hektare legt. Bei dieser Optik steht der Mensch im Vordergrund und nicht das Gebäude. Die heutigen Technologien und Datenbestände erlauben es, die Nutzung des Raumes auf diese Art und Weise zu durchleuchten. Ein Verdichtungsradar, der Potenziale für eine effizientere Raumnutzung aufzeigt, kann mithilfe von geografischen Informationssystemen (GIS) betrieben werden. Lagequalität und sinnvolle Raumbelegung
Der Verdichtungsradar misst nicht nur die aktuelle Belegung des Raumes. Er stellt diesen Messwerten auch Potenzialwerte gegenüber: Wie viele Bewohner und Beschäftigte müssten idealerweise an einem bestimmten Standort angesiedelt sein, um dem Potenzial und den Qualitäten der entsprechenden Lage gerecht zu werden? Denn entscheidend für die Beurteilung, welche Dichte an einem bestimmten Standort sinnvoll ist, sind dessen Lageeigenschaften, beispielsweise, wie gut der Standort durch den öffentlichen Verkehr erschlossen ist. Die soziodemografische Brille hat zudem den Vorteil, dass schweizweit einheitliche Massstäbe
Mikrolageneigenschaften: Hangneigung und Güteklassen des öffentlichen Verkehrs. Über typische Kennziffern des Flächenkonsums pro Einwohner oder pro Beschäftigten erfolgt die Umrechnung in spezifische Modelldichten pro Hektare. Die Ist-Werte der Raumnutzerdichte werden basierend auf dem Stand der Wohnbevölkerung von 2013 und der Anzahl aller Beschäftigten im Jahr 2011 berechnet.
Baukultur und typologische Vielfalt zur Förderung der Akzeptanz verdichteter Siedlungen: Beispiel Feldhäuser, Emmen. Quelle: Senn Resources AG, MVRDV Rotterdam
Verschiedene Aspekte der Verdichtung.
Verdichtungspotenziale pro MS-Region Die Kreisflächen sind proportional zu den jeweiligen Werten Kreis innen: aktuelle Raumnutzer Bewohner Bestand Beschäftigte Bestand Ring aussen: potenzielle Raumbelegung Bewohner Potenzial Beschäftigte Potenzial
16 Aktuell Verdichtet bauen
angewendet werden können. Die bauliche Brille muss hingegen bei jeder Gemeindegrenze ausgewechselt werden: Die Baugesetzgebung ist Sache der Gemeinde, womit in jeder Gemeinde möglicherweise unterschiedliche Potenzialberechnungen durchgeführt werden müssten. Auf diese Weise kann der Siedlungsraum in unterschiedlichen Massstäben unter die Lupe genommen werden: auf Quartierebene, für ganze Gemeinden, Städte und Regionen oder auch für Immobilienportfolios. Die 11-Millionen-Schweiz
Der Verdichtungsradar bringt zutage, dass auf den bereits eingezonten Flächen in der Schweiz Raum für zusätzliche 2,85 Millionen Bewohner und für weitere 2,1 Millionen Beschäftigte existiert. Die 11-Millionen-Schweiz ist also möglich, ohne einen zusätzlichen Quadratmeter Kulturland neu einzuzonen und ohne die gewohnten, ortsüblichen Ausnützungen erheblich zu ändern. Im bestehenden Siedlungsraum besteht also theoretisch genügend Verdichtungspotenzial, um das Bevölkerungswachstum der nächsten Dekaden aufzunehmen.
Fachleute mittlerweile umgehen. Wenn jedoch die Rechtsprechung allzu einseitig und streng vorgenommen wird, droht ein Abklemmen der Innovation und eine typologische Armut. Aktuelle Gerichtsurteile zu den Themen Lärmschutz ² und Rollstuhlgängigkeit ³ deuten leider in diese Richtung. Der Strassenraum droht seine Attraktivität als vielfältig nutzbarer Raum zu verlieren und als reiner Verkehrsraum zu veröden, wenn aus Lärmgründen nur noch WCs und Nebenräume an den entsprechenden Hausfassaden liegen. Reihenhäuser sind eine beliebte Wohntypologie, da sie trotz hoher Dichte ein bodennahes Wohnen erlauben: Ihnen werden unverhältnismässige Anforderungen bezüglich Hindernisfreiheit auferlegt, was die Realisierbarkeit grundsätzlich infrage stellt. Um die Siedlungsentwicklung nach innen nicht nur quantitativ, sondern auch qualitativ zu meistern, sind typologische Vielfalt und attraktive öffentliche Räume wichtige Komponenten. Deshalb braucht die Raumplanung nicht nur in der Gesetzgebung, sondern auch bei deren Interpretation – der Rechtsprechung – das notwendige Gewicht.
Der vorliegende Artikel gehört zur Reihe «Verdichtet bauen», eine Zusammenarbeit von «Architektur + Technik» mit Creafactory, Agentur für Immobilienkommunikation, und der HIG Immobilien Anlage Stiftung.
wuestundpartner.com
Die Erkenntnisse solcher Studien sind die eine Seite der Medaille. Sie zeigen vornehmlich quantitative Aspekte der Raumnutzung auf: Wo sollen wie viele Menschen wohnen und arbeiten? Was die Menschen jedoch im Alltag bewegt, sind primär die Qualität und die Attraktivität der Räume, in denen sie sich bewegen. Sind diese Qualitäten gefährdet, beispielsweise durch die Einschränkung der eigenen Aussicht oder den fehlenden Sitzplatz im Tram, gesellt sich zum eigentlichen Konsens die NimbyPosition: «Not In My Back Yard» («Nicht in meinem Hinterhof»). Damit die Siedlungsentwicklung nach innen nicht an diesem Sankt-Florians-Prinzip scheitert, sind eine sorgfältige Planung und der Einbezug der Bevölkerung angezeigt.
¹ Akzeptanz der Dichte, Baudirektion Kanton Zürich, 2014 ² BGE vom 16. März 2016 (1C_139/2015, 1C_140/2015, 1C_141/2015), Lärmschutz bei Neubauten: «Lüftungsfensterpraxis» ist ausnahmsweise zulässig ³ Urteil des Luzerner Kantonsgerichtes; Quelle: «Neue Luzerner Zeitung», 18. August 2016
Raumnutzerdichte: Ist-Zustand Messgrössen: – Einwohnerdichte – Beschäftigtendichte Raumebenen: – Hektar- oder 25 × 25-m-Raster
Akzeptanz und Baukultur
Potenzialberechnung Modellparameter: – 12 Gemeindetypen – 8 harmonisierte Bauzonen – Öffentlicher Verkehr: 5 Güteklassen – Hangneigung
Eine Studie des Kantons Zürich ¹ hat mittels Befragungen in der Bevölkerung aufgezeigt, dass Vorbehalte im Bereich der Wohnkosten und der Qualitäten bestehender Quartiere angeführt werden. Diesen Aspekten muss bei der Siedlungsentwicklung besonders Rechnung getragen werden. Zur Realisierung neuer lebenswerter Siedlungen in verdichteter Bauweise müssen auch die rechtlichen Rahmenbedingungen stimmen. Die Regulierungsdichte in der Schweiz erfordert mitunter – gelinde ausgedrückt – ein hohes Mass an Kreativität, um zu guten Lösungen zu kommen. Damit können unsere
Verdichtungspotenzial Ergebnis: – Verdichtung nach innen – Verdichtung nach aussen
Restaurant Zoo Basel
21 Dossier Hotels und Restaurants
Flubacher-Nyfeler + Partner Architekten haben das Restaurantgebäude von Heinrich Flügel im Zoo Basel umgebaut und erweitert. Eine Raumschicht ermöglicht die Trennung von Picknickzone und Restaurantterrasse.
Charakter gestärkt und mutig ergänzt Von Lukas Bonauer (Text) und Flubacher - Nyfeler + Partner Architekten (Bilder)
Das Restaurantgebäude, im Inventar schützenswerter Bauten der Denkmalpflege Basel-Stadt vermerkt, liegt etwa in der Mitte der Zolli-Anlage und wurde 1935 vom Architekten Heinrich Flügel als Gesamtkonzeption mit Verpflegung, Unterhaltung – Theater, Kino, Kegelbahn – und Musikpavillon errichtet. Behutsamer Umgang mit bestehender Substanz
Der Umbau stärkt den Ausdruck des Flügel Baus mit seinen speziellen Qualitäten und erweitert das Gebäude durch präzise, einen Mehrwert generierende Eingriffe. Er geht behutsam mit der bestehenden Substanz um und wertet diese auf. Der für den Besucher zugängliche Bereich bleibt in seiner Gestaltung erhalten und wird sanft erneuert. Die gewünschte Trennung der Picknickzone und Terrasse des Restaurants wird durch eine Neuinterpretation des Sockels als neue Raumschicht vor dem Hauptbau erreicht. Eine zentrale grosszügig gewendelte Treppe verbindet die Gartenebene mit der Restaurantterrasse. Um ein Sockelgeschoss mit aufgesetztem Geländer zu umgehen, verkleidet einer Membrane gleich eine Schicht aus einbrennlackierten Stahlstäben oder Staketen den gesamten Sockel. Die über-
lagert strukturierte Schicht besteht aus insgesamt drei Abschnitten und jeweils versetzt zueinander stehenden Stäben. Dieses unregelmässig taktierte Wechselspiel zwischen Durchsicht und Füllung kombiniert mit der Filigranität der Stäbe bewirkt eine beinahe textile Wirkung. Ein den Sockel umgebender Schleier, der die Massivität des Bestandes kontrastiert und der Gesamterscheinung etwas Verträumtes mitgibt, was wiederum eine Verbindung zum anliegenden Grün schafft. Die Neugestaltung der Umgebung stellt neue und ehemalige Sichtbezüge zum Spielplatz und bis weit in die Tiergehege (wieder) her. Alle direkt anschliessenden Aussenräume sind funktional miteinander
Die beliebten «Zolli»-Gartentische und -stühle sind saniert worden.
Luftaufnahme von 1933.
22 Dossier Hotels und Restaurants
verwoben. Die offene Picknickzone wird durch ein neues Baumraster bespielt und lädt als eigenständiger Ort mit Take-Away Pavillon zum Pausieren und Verweilen ein. Auch im Innern wurde die Eingriffstiefe präzise ausgelotet. Das Selbstbedienungsrestaurant wirkt durch grosse seitliche Panoramafenster offener und heller. Zusammen mit dem neu entwickelten Mobiliar entsteht eine familiäre, freundliche Atmosphäre, welche sich an die 1930er-Jahre anlehnt. Den alten Charme wiederbelebt
Der Saal im Parterre erstrahlt dabei in neuen Farben, eine neue Beleuchtung sorgt für Helligkeit und neue Tische, Stühle und Bänke bieten eine gepflegte Erscheinung. Zudem ist die Akustik im Restaurant entschieden verbessert worden und grosse Panoramafenster geben den Blick frei auf die entstehende Elefantenanlage. Der Charme des beliebten ZolliRestaurants ist mit der Renovation aber keineswegs verloren gegangen: Die beliebten Zolli-Gartentische und Stühle sind saniert und die grossen Fenster, die alten Decken und die Raumstruktur erhalten worden. Der grosse Saal konnte durch die Neupositionierung der WC-Anlagen sogar noch vergrössert und mit
Bachlettenstrasse 75 Die eingetragenen Masse sind vom Unternehmer zu kontrollieren rsp. am Bau zu messen. N
einer Kinderspielecke ergänzt werden. Das gesamte Restaurant ist rollstuhlgängig und die Ein- und Abgänge sind stufenlos passierbar. Das Restaurant kann neu seitlich vom Vogelhaus und frontal von der Terrasse her kommend betreten werden. Als Neuerung enthält der Selbstbedienungssaal einen bedienten Bereich, während der vormals bediente Bereich im 1. Stock in einen Zolli-Saal sowie ein Foyer (mit grossem Oblicht) für Anlässe aller Art umgestaltet worden ist. Dieser erweiterte Zolli-Saal ist für einen festlichen Grossanlass oder unterteilbar für unterschiedlich grosse Veranstaltungen nutzbar. Über eine von Osten erschlossene Eingangshalle und die geöffnete Treppenanlage ist die Event-Ebene im Obergeschoss erreichbar. ●
Beton vorfabriziert
Mörtel, Verputz
±0.00 = O.K. Fertig Boden Erdgeschoss = 275,39
1120 Umbau Zolli Restaurant
Zoo Basel / Binningerstrasse 40 / 4011 Basel
SCHNITT MST 1:100
Flubacher − Nyfeler + Partner architekten
Flubacher − Nyfeler + Partner Architekten AG | Birsigstrasse 122 | 4011 Basel | Tel 061 225 26 26 | Fax 061 225 26 27 www.fnp-architekten.ch
Erdgeschoss Bautafel Architekten Flubacher-Nyfeler + Partner Architekten AG, Basel Gastroplanung ETB Edinger Tourismusberatung, Innsbruck (A) Bauingenieur Lüem AG, Basel Elektroplanung Selmoni AG, Basel
HLKK (+ Koord.) Tebit AG, Binningen Sanitärplanung Sanplan AG, Liestal Brandschutz A+F Brandschutz GmbH, Basel Akustik Ehrsam & Partner AG, Pratteln
Plan 60 x 42 Format Erstellungsdatum 17.12.2015 Revisionen Index A B C D E F G H 17.12.2015 Druckdatum
23 Dossier Hotels und Restaurants
Um ein Sockelgeschoss mit aufgesetztem Gel채nder zu umgehen, verkleidet eine Membrane den gesamten Sockel. Der Saal im Parterre erstrahlt in neuen Farben, eine neue Beleuchtung sorgt f체r Helligkeit, und neue Tische, St체hle und B채nke bieten eine gepflegte Erscheinung. Ein neues Baumraster bespielt die offene Picknickzone als Ort mit Take-away-Pavillon.
Resort Collina dâ&#x20AC;&#x2122;Oro Lugano
25 Dossier Hotels und Restaurants
Jahrzehntelang serbelte das Gebäude der einstigen Lungenheilstätte Agra auf dem «goldenen Hügel» oberhalb von Lugano vor sich hin. Heute ist der frühere Prunkbau einem luxuriösen Hotel gewichen.
Einstiges Lungensanatorium im neuen Kleid Von Marianne Kürsteiner (Text) und Collina d’Oro (Bilder)
Wir drehen das Rad der Zeit um über 100 Jahre zurück, als der Schweizer Architekt Edwin Wipf (1877–1966) im Auftrag der Stiftung Deutscher Heilstätten an einem der schönsten und sonnenverwöhntesten Aussichtsplätze des Tessins eine Lungenheilstätte für Tuberkulosepatienten realisierte. Die Lungenheilstätte galt als Zweigstelle der Hochgebirgsklinik Davos. Zurück in die Vergangenheit
Doch lassen wir den Architekten Edwin Wipf gleich selbst zu Worte kommen. 1915 verfasste er nämlich zu seinem architektonischen Hauptwerk einen Artikel in der «Schweizerischen Bauzeitung»: «Inmitten einer paradiesischen Landschaft, wohl an einem der schönsten Punkte der italienischen Schweiz, steht der Zeuge deutschen Opfersinns. Ganz selbstverständlich schmiegt er sich der Bodengestaltung an. Einfach und schlicht, wie aus der Landschaft hervorgewachsen, bildet er mit ihr ein harmonisches Ganzes von ruhigem, ansprechendem Aussehen.» Und über die Gestaltgebung des Bauwerks schreibt er: «Die Steilheit des Hanges vermehrte noch die Geländeschwierigkeiten und zwang
zur Entwicklung des Hauses in die Länge und Höhe. Dies bedingte ein dreimaliges Abbiegen der Gebäudefront, sodass der Mittelbau fast genau nach Süden blickt, der westliche sogenannte Monte-Rosa-Flügel nach Südwesten und der östliche sogenannte Salvatore-Flügel nach Südsüdosten. An diesen schliesst sich weiter östlich und nochmals gegen Osten abgedreht das zurückgesetzte Dienstgebäude an.» Das Aussehen und die Farbgebung der Lungenheilstätte erklärt er nicht ohne Begeisterung wie folgt: «Trotz ihrer Länge wirkt die Fassade keineswegs langweilig. Klare Gliederung der Massen, malerische
Der Kalksteinsockel, die hellgelbliche Fassade mit den olivgrünen Läden, den hellgrauen Granitsäulen und dem rotem Dach sind mit dem Grün des umgebenden Kastanienwaldes im Einklang.
Das «Resort Collina d’Oro» knüpft an die Vorvergangenheit an.
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Loggien und grosse Terrassen geben eindrucksvolle Bilder. Überwältigend sind die Durchblicke, die sich den Bewohnern offenbaren. Der dunkle Kalksteinsockel, die hellgelbliche Fassade mit den olivgrünen Läden, den hellgrauen Granitsäulen und dem roten Dach stehen mit dem satten Grün des umgebenden Kastanienwaldes in schönstem Einklang.» Weiter erfahren wir, dass die Fundamente und die untertags liegenden Gebäudeteile aus Beton gefertigt wurden, und von den damals aufwendigen Transport- und Entstehungsprozessen, etwa dass eigens für den Bau der Klinik eine Seilbahn gebaut wurde, die dann (leider) wieder abgebrochen wurde, bis zur Vollendung nach dem Ersten Weltkrieg. Historische Blütezeit in den 30er-Jahren
Danach erlebte das Sanatorium eine Blütezeit, die ihren Höhepunkt in den 30er-Jahren fand, als Prominente wie Bertold Brecht und dessen Freundin Margarete Steffin, Erich Kästner oder Sven Stolpe dort weilten. Stolpe und Kästner verewigten das Sanatorium gar in ihren Werken. Auch Hermann Hesse war das Sanatorium nicht unbekannt, und zumindest seine Spaziergänge führten wohl daran vorbei, denn etwa zur gleichen Zeit verliebte er sich in dieses schöne Fleckchen Erde und liess sich etwas unterhalb davon in Montagnola nieder. Nach dem Zweiten Weltkrieg war die Klinik durch die Vereinnahmung der Nationalsozialisten in Verruf geraten und konnte nicht mehr an frühere Erfolge anschliessen. So erfolgte 1969 die endgültige Schliessung, wonach das Gebäude in den kommenden 40 Jahren zur Ruine verkam. Wiederaufwertung
2002 beschloss die damalige Eigentümerin «Fondazione Centro Agra», das Grundstück zu verkaufen. Strenge Auflagen, unter anderem, den historischen Bau zu respektieren, erschwerten dies. Doch der Industrielle Silvio Tarchini liess sich nicht abschrecken und kaufte 2004 das insgesamt 400000m² grosse Anwesen für 7 Millionen Franken mit dem Ziel, darauf ein Wellness-Hotel zu realisieren. Nach jahrelangem Bewilligungsverfahren bekam er im September 2009 die Genehmigung von Gemeinde und Kanton, den Umbau unter Erhaltung der historischen Bausubstanz durchführen zu dürfen. Die marode Bausubstanz der alten Klinik erforderte allerdings teilweise einen Neuaufbau. Schliesslich wurde das ehemalige Kur-Hotel für insgesamt über 90 Millionen Franken saniert, ein Teil davon sowie die Parkanlage wurden rekonstruiert und 2012 neu eröffnet. Für den umfassenden Neubau zeichnete der italienische Architekt Ettore Mocchetti, Chefre-
dakteur der Zeitschrift «Architectural Digest», verantwortlich, der dem «Resort Collina d’Oro» seinen zeitgenössischen Glanz verlieh. Luxuriöse Ausstattung
Die Lobby empfängt die Gäste mit edlen Polstermöbeln in Rot, Schwarz und Braun. Den Gästen stehen 16 Doppelzimmer und 28 Suiten in den Kategorien Junior, Superior und Deluxe sowie eine KamelienSuite (200 m2) und eine Magnolien-Suite (250 m2) zur Verfügung. Die Junior-, Superior- und DeluxeSuiten verfügen neben der Grundausstattung über ein Wohnzimmer mit Kitchenette. In den stilvollen und lichtdurchfluteten Zimmern dominiert die Farbe Rot. Die Böden aus brauner Eiche und der cremefarbene Mazzaro-Kalkstein in den Bädern erzeugen ein warmes und stilvolles Ambiente, gekrönt von einem einzigartigen Ausblick auf den umliegenden Naturpark oder den See. Weiter umfasst das Resort 43 Luxus-Apartments auf 130 bis 400 m2, die für kurze und lange Aufenthalte gemietet oder auch gekauft werden können. Mocchetti verwandelte die teils zweigeschossigen und von der Garage mit einem Lift direkt zugänglichen Wohnungen zu architektonisch eigenen Einheiten. Grosszügige Fensterfronten, Loggias und Privatgärten erinnern an die prachtvollen Elemente des Kur-Hotels: «Deutsches Haus. Licht, Jalousien, Belüftung und alle weiteren technischen Anlagen werden gleich neben der Eingangstür elektronisch bedient.» Das «Resort Collina d’Oro» gehört zu den Healing Hotels of the World (HHOW) und knüpft auch von dieser Seite an die Vorvergangenheit an. HHOW ist eine der führenden Marken, wenn es um luxuriöse, ganzheitliche und gesundheitliche Ziele geht. Welt-
Trotz ihrer Länge wirkt die Fassade keineswegs langweilig. Klare Gliederung der Massen, malerische Loggien und grosse Terrassen geben eindrucksvolle Bilder.
Böden aus brauner Eiche und der cremefarbene Mazzaro-Kalkstein in den Bädern erzeugen ein warmes und stilvolles Ambiente.
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Rot, Schwarz und Braun sind die dominierenden Farben in der Lounge.
In der Lobby erwarten den Gast edle Polstermรถbel.
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weit haben es sich 105 Hotels zur Aufgabe gemacht, das Leben ihrer Gäste nachhaltig zu verbessern. Tagungsgästen stehen zwei Seminarräume mit Tageslicht zur Verfügung, die sich für Anlässe bis zu 50 Personen eignen und mit modernster technischer Infrastruktur ausgestattet sind. Im Einklang mit der Natur
Ökologische Aspekte sind im «Resort Collina d’Oro» von grosser Bedeutung. So wird die ganze Anlage über thermische Erdsonden beheizt. Unter dem Schwimmbad wurde zudem ein grosses Regenwasserreservoir angelegt, um damit den Garten zu bewässern. Die Natur ist das Aushängeschild des Resorts. Der gesamte Komplex erstreckt sich über eine bewaldete Fläche von 250000m². Ein Teil dieses Gebiets wurde als Naturpark belassen, ein Teil sind alte Rebbestände, die dem Besitz einen einzigartigen Charme verleihen. Um die Umgebung weiter aufzuwerten, wurden neue Bäume gepflanzt. Das Umweltbewusstsein zeigt sich auch in der Wahl der Energieversorgung. Das Resort ist mit einem System versehen, das Wärme aus verschiedenen Quellen bezieht, hauptsächlich aber aus geothermischen Ressourcen. Diese ökologisch höchst fortschrittliche Lösung führt zu einer drastischen Reduktion der CO2-Emissionen. ●
Das Resort bietet Luxus-Apartments, die für kurze und lange Aufenthalte gemietet oder auch gekauft werden können.
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Das Badehotel Belvair in Scuol ist in einer ersten Phase umgebaut worden. Aus dem ehemals konventionellen Familienhotel ist ein modernes Designhotel geworden.
Von der Tradition zum Design Von Hans R. Amrein und Bel Etage AG (Text) und Urs Wyss, Luzern (Bilder)
Das neu gestaltete Hotel ist zeitgemäss, funktionell und mit hochwertigen Materialien ausgestattet.
Mit der Anpassung des Gastronomiekonzepts entstand ein modernes Bistro mit Loungebereich.
Der gebürtige Luzerner Kurt Baumgartner ist einer der erfolgreichsten und innovativsten Hoteliers der Schweiz. In Scuol im Unterengadin besitzt und betreibt er drei Hotels: das Viersterne-Superior-Hotel Belvédère, das Viersterne-Romantik&BoutiqueHotel Guarda Val und das Badehotel Belvair (3-Sterne-Superior). Unter der Verantwortung der Firma Bel Etage AG in Willisau wurde das «Belvair» in einer ersten Etappe umgebaut. Dabei wurden die Lobby, die Fassade des Hauses und mehrere Gästezimmer komplett neu gestaltet. Angepasst wurde ebenfalls das Gastronomie-Konzept. Es entstand ein modernes Bistro mit Lounge-Bereich. Ganztags werden dort einfache, frische und vorwiegend aus heimischen Produkten hergestellte Gerichte serviert. In einer weiteren Phase erfolgte der Umbau von weiteren 12 Zimmern. Das «Belvair» befindet sich im Bäderkomplex des Erlebnis- und Gesundheitsbades Engadin Bad Scuol und bietet einen Wellness-Bereich auf 13000 m². In Kombination mit den Partner-Hotels Belvédère und Guarda Val soll der Hotelgast künftig von der guten Infrastruktur und dem abwechslungsreichen Angebot profitieren können. Für die Besitzerfamilie
Baumgartner gilt es, auch in schwierigen Zeiten zu investieren. Seit dem Kauf des Hotels Belvédère im Jahr 1999 haben sie insgesamt über 70 Millionen Franken in ihre Häuser investiert. Ansprüche an die Architektur
«Das Hotel Belvair wurde 20-jährig», so Kurt Baumgartner zu den baulichen Massnahmen. «Seit dem Kauf durch uns im Jahr 2004 ist es nie richtig reno-
Design und Innenarchitektur standen beim Umbau im Vordergrund, ohne dass die FunktionalitĂ¤t darunter gelitten hat.
Der Skiraum besitzt eine Leuchtdecke mit eigener Collage.
Ausser der Lobby wurden mehrere GĂ¤stezimmer komplett neu gestaltet. Eine hochwertige Materialisierung verleiht der Architektur eine gewisse Zeitlosigkeit.
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viert worden. Daher drängte sich ein Umbau auf. Hinzukommt, dass sich in den letzten zwanzig Jahren die Ansprüche der Gäste enorm verändert haben.» Aus dem eher traditionellen oder konventionellen Dreisterne-Haus ist ein Designhotel geworden. Baumgartner spricht aber immer noch hauptsächlich den anspruchsvollen Bade- und Wellnessgast von 50plus an. «Der 50plus-Gast hat heute jedoch ganz spezielle Ansprüche an das Produkt, sprich an die Architektur und an das F&B-Angebot. Der erwähnte Gast hat mehr Geld zur Verfügung als die meisten jüngeren Gäste und ist daher viel anspruchsvoller geworden.» Dem Hotelier war es besonders wichtig, dass vor lauter Design die Funktionalität nicht leidet und dass die Architektur durch eine hochwertige Materialisierung eine gewisse Zeitlosigkeit hat. «Die Wahl der Farben ist zweifellos gewagt», so Baumgartner weiter. «Der Eingangsbereich wirkt sehr wohnlich; er ist eher unkonventionell geworden. Skiraum als Bijoux
Die Funktionalität stand stets an erster Stelle Innenarchitekt Markus Kirchhofer, Inhaber und Geschäftsführer der Firma Bel Etage AG in Willisau, zum umgebauten Hotel Belvair in Scuol: «Es war für Julia und Kurt Baumgartner stets wichtig, dass das neu gestaltete ‹Belvair› sich klar von anderen neu gestalteten Hotels unterscheidet. Auf keinen Fall durfte das neue Hotel den mittlerweile stark verbreiteten Alpenchic aufweisen! Kein Altholz, keine Kuhfelle und schon gar nicht irgendwelche Hirschköpfe an den Wänden. Das neu gestaltete Hotel sollte zeitgemäss, funktionell und mit hochwertigen Materialien ausgestattet sein. Die grosse Herausforderung war es, das neue ‹Belvair› gestalterisch nicht zu nahe an die anderen
Hotels von Julia und Kurt Baumgartner zu führen. Auch da suchte man eine klare Differenzierung. Dass ‹Bel Etage› den Auftrag für den ‹Belvair›-Umbau erhalten hat, ist sicher der Tatsache zu verdanken, dass wir die volle Verantwortung für den Gesamtumbau übernommen haben: von der Fassadensanierung über die Planung, das Design, die Bauleitung bis zur Abrechnung. Alles aus einer Hand und nur mit einem Ansprechpartner. Die Funktionalität stand stets an erster Stelle. Deshalb wurde die Rezeption von ganz hinten im Raum ganz nach vorne zum lichtdurchfluteten Eingang versetzt. So haben die Mitarbeitenden direkten Kontakt zu den Gästen.» beletage.ch belvedere-hotels.ch
Eine muffig-feuchte Abstellkammer, so stellt man sich einen Skiraum vor. Nicht im Hotel Belvair in Scuol. Hier bleibt man sitzen, bestaunt das Deckengemälde. Und freut sich zur vollen Stunde an einem roten Kuckuck. Die Kuckucksuhr also: klingt nach Schwarzwald, kommt aber aus Italien. Feinstes Design von Diamantini&Domeniconi, ganz in Weiss, das passt. Die Skifahrer staunen. Amüsieren sich. Möchten auch eine. Die Wände in einem Skiraum werden von den Skiern eingenommen und stark beansprucht. Um grösstmöglichen Effekt zu erzielen, befindet sich daher das Hauptgestaltungselement an der Decke. Die Leuchtdecke hat eine eigene Collage, die von «Bel Etage» kreiert wurde. Die Bildbasis ist der Olymp von Giuliano Romano, einem Künstler und Architekt des Manierismus. Dieses Bild zeigt eine Kuppel, und darin sitzen die Götter des Olymp. Zwischen ihnen tummeln sich die Skiathleten mit Snowboard, Freestyle usw., und selbstverständlich darf «Gian» der Steinbock im Olymp auch nicht fehlen. Dank der Perspektiven-Kuppel vergrössert es für den Betrachter den eigentlichen Skiraum (Anamorphose). Die Möbel sind aus Eiche, die mit der Motorsäge bearbeitet wurden. Sie sind funktional und sehr beanspruchbar und stellen eine Verbindung zu der Holzarchitektur der Bergwelt dar. Der Bodenbelag besteht aus Kugelgarn, einem Material, das optimal für den Skiraum ist. Der Boden zeigt eine geometrische Grafik. Das Ineinanderfassen der Bodenfarben assoziiert die verschneite Bergwelt und bildet so einen Gegenpol zur Decke. ●
Fragen der Zuständigkeit Schnittstellenpapiere sind grundsätzlich eine nützliche Erfindung, können aber auch leicht zu Diskussionen und Konflikten führen.
Schnittstellenpapiere trifft man in Geschäftsmietverträgen und namentlich in Mietverträgen über Hotels oder Restaurants häufig an. Sie regeln – bisweilen bis ins letzte Detail – die Zuständigkeiten der Mietparteien in Bezug auf das Eigentum, die Abgrenzung des Mieterausbaus vom Vermieterbzw. Grundausbau (d.h. vom eigentlichen Mietobjekt) sowie den Unterhalt (Instandhaltung/ Instandsetzung). Schnittstellenpapiere sind grundsätzlich eine nützliche Erfindung, können aber auch leicht zu Diskussionen und Konflikten führen, wenn sie überladen und nicht sorgfältig genug abgefasst werden und dadurch in Widerspruch zu anderen Bestimmungen des Mietvertrages oder zu zwingenden Gesetzesbestimmungen (insb. Art. 256 OR) geraten. Schnittstellenpapiere werden dem Mietvertrag (i.S.v.Vertragsurkunde) meist als Beilage/Anhang angefügt und dabei zum integrierenden Vertragsbestandteil erklärt. In aller Regel enthält allerdings auch der Mietvertrag Bestimmungen, die sich (mehr oder weniger ausführlich) zu den obgenannten Fragen (Eigentum, Abgrenzung Mieterausbau/ Grundausbau, Unterhalt) äussern. So wird im Mietvertrag üblicherweise festgehalten, dass der Vermieter verpflichtet ist, den Grundausbau zu unterhalten, wohingegen der Unterhalt des Mieterausbaus dem Mieter obliege. Zur Abgrenzung des Grundausbaus vom Mieterausbau wird jeweils auf das Schnittstellenpapier verwiesen. An einem solchen Vorgehen ist solange nichts auszusetzen, als im Schnittstellenpapier tatsächlich nur die Abgrenzung des Grundausbaus vom Mieterausbau vorgenommen wird. In einem solchen Fall ist die gesamte Regelung in sich stimmig. Allzu oft ist in der Praxis jedoch festzustellen, dass sich das Schnittstellenpapier nicht nur auf die Abgrenzung des Grundausbaus vom Mieterausbau beschränkt, sondern in weiteren Spalten zusätzlich zur Frage des Unterhalts äussert, d.h. dazu, wer von den Mietparteien einen bestimmten Einrichtungsgegenstand, Bauteil usw. zu unterhalten hat. Im harmlosesten Fall entsteht dadurch bezüglich der Unterhaltspflicht lediglich eine Überdefinition. Im weniger günstigen Fall – dann nämlich, wenn das Schnittstellenpapier einen EinrichtungsgeArchitektur+Technik 9/16
genstand, Bauteil usw. zwar dem Grundausbau zuweist, den Unterhalt jedoch dem Mieter überträgt, kommt es innerhalb des Vertrages zu einem (unauflöslichen) Widerspruch und damit zu (unter Umständen grossem) Konfliktpotenzial zwischen den Parteien. Noch problematischer wird es, wenn sich das Schnittstellenpapier nicht nur zum Unterhalt äussert, sondern diesen auch noch in Instandhaltung und Instandsetzung unterteilt und auf die Mietparteien verteilt. Eine Definition dessen, was unter Instandhaltung und Instandsetzung genau zu verstehen ist, sucht man im Schnittstellenpapier und in der Vertragsurkunde jedoch meist vergeblich. Der kleine Unterhalt
Das Gesetz hilft einem auch nicht weiter, da es weder den Begriff der Instandhaltung noch denjenigen der Instandsetzung kennt. Der Vermieter beruft sich in solchen Fällen nicht selten auf die SIA-Norm 469, die eine Definition der Begriffe Instandhaltung und Instandsetzung (und Erneuerung) enthält. Der Mieter stellt sich demgegenüber meist auf den Standpunkt, mit Instandhaltung könne nur der sogenannt «kleine Unterhalt» im Sinne von Art. 259 OR gemeint sein. Weder die eine noch die andere Meinung verdient von vornherein den Vorzug, wobei immerhin zu sagen ist, dass die von der Mieterseite vertretene Ansicht das Gesetz und namentlich die strengen (zwingenden) Bestimmungen über die Pflicht des Vermieters zum Unterhalt der Mietsache auf ihrer Seite hat. Denn Art. 256 OR weist den Unterhalt der Mietsache grundsätzlich vollumfänglich dem Vermieter zu. Lediglich «kleine, für den gewöhnlichen Unterhalt erforderliche Reinigungen oder Ausbesserungen» hat der Mieter selber zu besorgen (sog. «kleiner Unterhalt» gemäss Art. 259 OR). Da es sich bei Art. 256 OR (sofern die Wohn- oder Geschäftsraummiete betroffen ist) um sogenannt zwingendes Recht handelt, können die Parteien davon grundsätzlich nicht bzw. nur unter ganz bestimmten, strengen Voraussetzungen abweichen. Eine Regelung, die dem Mieter mehr als nur den «kleinen Unterhalt» überträgt, hält vor dem Gesetz nämlich nur dann stand, wenn sie dem Mieter nicht zum
Nachteil gereicht (vgl. Art. 256 Abs. 2 OR). Dieses Erfordernis ist gemäss Lehre und Rechtsprechung dann erfüllt, wenn der Mieter für die (weitergehende) Übernahme des Unterhaltes vollumfänglich entschädigt wird. Dafür reicht es nach Ansicht des Autors jedoch nicht, dass im Mietvertrag, wie oft gesehen, einfach floskelhaft festgehalten wird, dass «der Mietzins für die Übernahme des Unterhalts durch den Mieter entsprechend reduziert» worden sei. Vielmehr ist zu fordern, dass der Betrag, um den der Mietzins reduziert wurde, auch tatsächlich ausgewiesen wird – sei es in absoluten Zahlen oder in Prozenten des Mietzinses. Überhaupt ist darauf hinzuweisen, dass bei der Redaktion von Vertragsklauseln, mit denen von der Unterhaltsregelung gemäss Art. 256 OR abgewichen werden soll, mit der gebotenen Sorgfalt und Umsicht vorzugehen ist. Der Ort für solche Bestimmungen ist sodann der Vertrag und nicht das Schnittstellenpapier, das wie gesagt dem Vertrag oft nur als Beilage angefügt wird. Zusammengefasst ergibt sich: – Schnittstellenpapiere sollten sich grundsätzlich darauf beschränken, den Mieterausbau vom Vermieter-/Grundausbau (d.h. vom eigentlichen Mietobjekt) abzugrenzen, wohingegen die eigentliche Regelung des Unterhalts dem Mietvertrag vorbehalten bleibt. – Sofern im Schnittstellenpapier dennoch eine Zuordnung (auch) des Unterhaltes vorgenommen wird, ist streng darauf zu achten, dass kein Widerspruch zur Unterhaltsregelung entsteht, die bereits im Vertrag festgelegt wurde. – Wird der Unterhalt des Mietobjektes noch weiter in Instandhaltung und Instandsetzung unterteilt, so sind diese Begriffe von den Parteien genau zu definieren. – Sofern dem Mieter mit Bezug auf den Vermieter-/ Grundausbau eine über den «kleinen Unterhalt» (Art. 259 OR) hinausgehende Unterhaltspflicht überbunden werden soll – dass der Mieter den Mieterausbau zu unterhalten hat, versteht sich von selbst –, ist dies unter Beachtung der dafür notwendigen strengen Voraussetzungen im Mietvertrag zu regeln; das Schnittstellenpapier ist dafür nicht der richtige Ort. ● Architektur+Technik 9/16
Matthias Tschudi ist Rechtsanwalt und Partner der auf Immobilien-, Miet- und Baurecht spezialisierten Zürcher Anwaltskanzlei Tschudi Thaler Rechtsanwälte. ttlegal.ch
MAR 38 Licht Beim neu eröffneten Münchner Flagship Store von «Eataly» geht es nicht nur um Kulinarisches: Hunderte von Leuchten setzen Markt, Restaurant und Kochschule in Szene. Im Weiteren Berichte über Leuchtensysteme und Lichtkuppeln.
48 Büroeinrichtung und IT Building Information Modeling ist momentan in aller Munde. Welches sind die Vorteile, die für die Fensterbranche zu erwarten sind? Ausserdem Informationen über Neuentwicklungen.
54 Boden und Wand In Frankfurt am Main schützt ein Drainage-System den Lucae-Brunnen vor der Alten Oper dauerhaft vor Frostschäden. Zudem eine Auswahl an interessanten Produkten.
KTPL AT Architektur+Technik 9/16
62 Brandschutz Professor Mario Fontana zum Brandschutz für Kragplattenanschlüsse in mehrstöckigen Bauten. Dazu weitere Informationen zu den neuen Brandschutzvorschriften.
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Beim neu eröffneten Münchner Flagship Store von «Eataly» geht es nicht nur um Kulinarisches: Hunderte von Leuchten setzen Markt, Restaurant und Kochschule in Szene.
Das illuminierte Bauwerk
Wenn nicht nur die Augen leuchten gun. Beim neu eröffneten Münchner Flagship Store von «Eataly» übernahm Artemide die Lichtregie. Warm und freundlich empfängt «Eataly» in der historischen Schrannenhalle die Besucher. Der einstige Getreidemarkt im Zentrum der Stadt ist zum Lieblingsort der Einheimischen und Touristen geworden, die zwischen gezielt ausgeleuchteten Marktständen, punktgenau illuminierten Einkaufsregalen und warmfarbenen Restaurants italienische Lebenskultur erleben. Über den Köpfen schwebt ein halbes Dutzend Eggboard-Pendelleuchten. Ihre Low-Power-LEDs mit rotationssymmetrischen Reflektoren sorgen für angenehmes Licht auf den Tischen, während die äussere Textur aus nachhaltig recyceltem Polyester Schall schluckt und die Halle mit viel Glas und Eisenstützen auch akustisch zu einem angenehmen Ort macht. Raumkomfort, das ist perfektes Licht und angenehmer Ton.
Lichtregie übernahm Artemide. Das Ziel: «bella Italia» zum Anfassen, Begreifen und Schwelgen. Wie aber gelingt das? Wie kommt das besondere «Eataly»-Konzept
aus Markthalle, Restaurants und Kochschule zum Leuchten? Und wie setzt man Äpfel in Szene und wie einen Teller Pasta? «Es geht um die jeweils richtige Atmosphäre, eine etwa, die es angenehm macht, am Tisch zu verweilen», sagt Signora de Bevilacqua, Vice President von Artemide: «Ein Licht, das zur Geselligkeit einlädt oder intimere Räumlichkeiten schafft und den verschiedenen Umgebungen angepasst ist.» Darum geht es also bei insgesamt 5630 m² Gastro- und Verkaufsfläche: die richtige Leuchte und das richtige Konzept an jedem Ort. Unser Auge ist schliesslich Experte in Sachen Licht und Frische. Auf einen Blick sehen wir, ob wir dieses Stück Lende wollen – oder doch lieber das Filet daneben. Wir sehen, ob die Feige reif und verlockend ist – oder eben doch noch nicht. Wir scannen Oberflächen in Sekundenbruchteilen. Lichtplaner wissen, dass erst das richtige Licht die Eigenschaften von Lebensmitteln hervorbringt. Picto-Spots im Marktbereich setzen daher dank ihrer optimalen Farbwiedergabe Produkte effektvoll in Szene. Dazu schweben
«Nur»-Pendelleuchten über den Köpfen der Besucher und erhellen den grossen Raum. Sie folgen einer genau geplanten Choreografie. Leuchten vom Typ Nur 1618 sorgen für eine grossflächige und gleichmässige Ausleuchtung, während eine Reihe von Nur-Mini-Leuchten die langen Auslagen der Restaurants und ihre Spezialitäten herausstellt. So wandeln Besucher von einem Stand zum nächsten, sehen kunstvoll drapierten Schinken und frische Pasta, bleiben vor dem Brotstand stehen und erfahren, wie gerade frischer Mozarella ge-
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Pendelleuchten schweben über den Köpfen der Besucher und erhellen den grossen Raum. Das Ziel der Lichtregie war «bella Italia» zum Anfassen. Das richtige Licht bringt die Eigenschaften von Lebensmitteln hervor.
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zogen wird. «Unsere Gäste sollen bei Eataly probieren, sehen, erleben und mitmachen können», sagt Andreas Reisert, Communications Manager von Eataly München, «schliesslich möchten wir, dass sie unser Konzept mit allen Sinnen erleben.» Etwas macht die bayerische Dependance besonders – verglichen etwa mit New York. Ab 20 Uhr schliesst der Markt und nur die Restaurants bleiben offen. Dann fährt die Beleuchtung an den Seiten herunter, und der Gastro-Bereich leuchtet so, dass sich kein Besucher im Markt mehr verirrt. Räumlich gestaffelte Mouette-Pendelleuchten übernehmen die Regie. Sie leuchten sowohl den Zentralbereich aus wie das für Events reservierte Obergeschoss. Gegenüber lockt das Speiselokal Adriatico von Lucio Pompilli, das gewissermassen auch die Handwerkskunst venezianischer Glasmacher feiert. Mundgeblasene Empatia-Deckenleuchten sorgen hier für zarte Licht- und Schatteneffekte. Artemides Lichtplaner entwickelten verschiedene Atmosphären für die tagsüber von natürlichem Licht geflutete EisenGlashalle. Sie begleiten die Besucher zu unterschiedlichen Zeiten und gliedern einzelne Räume durch gezielte, emotionale Licht-
effekte: Eine Choreografie der Leuchten, genau auf das Ambiente und seine unterschiedlichen Funktionen abgestimmt. «Wir wollten eine warme und einladende Atmosphäre schaffen, die auch typisch für italienische Räume ist», erklärt Carlotta de Bevilacqua. Und genau das passierte. Im Untergeschoss gibt es süsse Köstlichkeiten und eine sortierte Enoteca & Birroteca. Schon auf der ausladenden Freitreppe sorgen die in Orange-Tönen gehaltenen Tagora-Deckenleuchten für angenehme Hel-
ligkeit und verbreiten eine heitere Atmosphäre. Sie sind zu Schwärmen zusammengefasst und in verschiedenen Grössen verbaut – als abwechslungsreiche Deckenlandschaft unterschiedlicher Formen und Lichtstärken. Im Untergeschoss findet sich auch die dritte Säule des «Eataly»Konzepts neben Markt und Restaurant: die Kochschule. Unaufdringliche Uglare-Deckenleuchten spenden gutes Arbeitslicht. Sie verbinden hohe Leistung mit geringem Platzbedarf, ideal auch für kleine Bereiche. Denn auch darum ging es beim Artemide-Konzept: den Stromverbrauch zu reduzieren. Es ist sicher keine Kleinigkeit, 10000 Produkte ins rechte Licht zu setzen, dazu 16 Restaurants und Stände, neun Schauwerkstätten und einen Event-Bereich, doch Artemides Lichtplaner haben die dreidimensionale Vorlage des Architekten Carlo Piglione um eine neue Dimension erweitert, getreu dem Motto von «Eataly»: «Unser wirkliches Ziel ist die Harmonie» – und diese ist ein Zustand proaktiver Freude». artemide.de
Die jeweils richtige Atmosphäre soll erzeugt werden: Ein Licht, das zur Geselligkeit einlädt oder intimere Räumlichkeiten schafft und den verschiedenen Umgebungen angepasst ist.
Branddetektion von Siemens – überzeugend gut Safety • Security • Comfort • Solutions
Sie schätzen einen zuverlässigen Partner für Gebäudeinfrastruktur? Sie setzen auf Gebäudetechnologie, die Komfort, Energieeffizienz, Schutz und Sicherheit für Ihre Mitarbeitenden, Sachwerte und Geschäftsprozesse garantiert? Siemens ist das weltweit einzige Unternehmen, das Lösungen für technische Gebäudeinfrastruktur aus einer Hand bietet. Professionelle Branddetektion verstehen wir als Teil gesamtheitlicher Gebäudetechniklösungen. Siemens – Total Building Solutions. siemens.ch/brandmeldung
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Leuchtenneuheiten Zu den Highlights bei Tic Light zählt neu die tragbare Leuchte Mono LED. Zudem vertreibt das Familienunternehmen die Produkte des Herstellers Delta Light, darunter zwei neue Leuchtenserien, «Butler» und «Super-Oh!» tic-light.ch Anbieter Tic Light Hersteller Delta Light Produkt Pendelleuchte «Super-Oh!» Einsatzbereich Wohnbereich Besonderheit Ringförmig Durchmesser 700, 1200 oder 1700 mm Leuchtmittel LED- oder E27-Lampen Farbe Schwarz Farbtemperatur LED 2700 oder 3000 K Farbwiedergabe CRI 80 Schutzklasse IP20
Gemütliches IndustrieFlair
Das Leuchtensystem Move It von XAL ist als Einbau-, Aufbauund abgehängte Variante verfügbar. Die werkzeuglose Magnetbefestigung der verschiedenen Insets erlaubt flexible Kombinationsmöglichkeiten. Der randlose Einbau und die formal reduzierten Strahler machen das System besonders elegant. xal.com
Die Giant-Serie von Mabalux erzeugt eine entspannte Stimmung und entführt den Betrachter in die Welt der «Belle Époque», ohne auf moderne LED-Lichttechnik zu verzichten. Das Pendelset zur Giant-LED-Serie ist perfekt geeignet, um ein modernes und industrielles Ambiente zu schaffen. mabalux.ch
Hersteller XAL Produkt Stromschienensystem Move It Einsatzbereich Innenraum Leuchtmittel LED Besonderheit Flexible Befestigung ohne Werkzeug
dank Magneten und Klick-Mechanismus Profilbreite 25 oder 45 mm Insets Strahler, lineare Leuchten, Spots, Wallwasher Dimmbar Ja Steuerung DALI, bei Profilbreite 25 mm auch X-TALK möglich Optiken Diverse Farbtemperaturen 2700 oder 3000 K Farbwiedergabe CRI > 95
Das Familienunternehmen Tic Light wurde 1984 gegründet und hat sich innovativen Lichtkonzepten und dem Vertrieb hochwertiger Leuchten, auch aus Eigenproduktion, verschrieben. Zu den Produktneuheiten, die bei Tic Light erhältlich sind, zählen beispielsweise die Kollektionen «Butler» und «Super-Oh!» von Delta Light. «Butler» zeichnet sich durch eine Neuinterpretation des klassischen Lampenschirms aus, gefertigt aus einem Polymer mit widerstandsfähiger Beschichtung. Mit dem schlanken Sockel und dem in Falten gelegten Schirm wirkt die Leuchte elegant und feminin. Die ringförmige Pendelleuchte «Super-Oh!» steht für eine schwebende, harmonische Optik. Und von Tic Light selbst wird die tragbare Akkuleuchte Mono LED hergestellt: Sie lässt sich nach Belieben von der Ladestation überallhin mitnehmen. Mit ihrem dimmbaren, warmweissen Licht sorgt sie überall für Stimmung. Die Ladestation kann unterdessen auch zum Aufladen kompatibler Handys verwendet werden. Hersteller Mabalux Produkt Pendelleuchten der Giant-LED-Serie Einsatzbereich Wohnbereich Leuchtmittel LED Anzahl Modelle 5 Besonderheit Gold-Finish-Optik Lichtfarbe 2100 K Lichtstrom 1250 lm Leistung 11 W Dimmbar Ja Fassung E40 Farbwiedergabe >80 CRI Zubehör Pendelset Ausführung Pendelset Antique Bronze oder Schwarz Länge Pendelset 2 m
VON PROFIS FÜR PROFIS: PLANEN MIT JANISOFT
Mit JANIsoft im Handumdrehen planen, kalkulieren, konstruieren und das für Fenster, Türen und Fassden aus Jansen Stahlprofilen: ● Automatische Berechnung zu Statik, U-Wert und Preis ● Einfache Zuschnittoptimierung ● Schnittstelle zu PPS- und ERP-Systemen ● Maschinenansteuerung für Sägen und CNC-Bearbeitungszentren
jansen.com/janisoft
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Sicherheit für Lichtkuppeln Immer wieder führt das Betreten von Lichtkuppeln zum Durchstürzen, und folgenschwere Unfälle sind die Konsequenz. DurchsturzSicherheitssysteme schaffen Abhilfe. indu-light.ch
Hersteller Indu Light Produkt Durchsturz-Sicherheitssysteme
für Lichtkuppeln und Lichtbänder Nachrüstbar Ja Einsatzbereiche Industrieund Wohnbereich Lösungen für Lichtkuppeln Indu-DurchsturzSchutzgitter, Netzlösung Likunet Lösungen für Lichtbandsysteme Wellengitter (auch Hagelschutz), Baustahlgitter Hagelwiderstandsklassifizierung Wellengitter HW5
Lichtsystem mit App Mit dem App-gesteuerten Lichtsystem Philips Hue können bis zu 50 Lichtquellen gleichzeitig angesteuert und kann eine Auswahl aus 16 Millionen Farben getroffen werden. So entsteht in jedem Raum ein einzigartiges Ambiente, das ganz bequem automatisiert oder via App gesteuert werden kann – auch von unterwegs. alltron.ch
Universelle LEDScheinwerfer
Anbieter Alltron Hersteller Philips Produkt Lichtsystem Philips Hue Einsatzbereich Wohnen Steuerung App Zugriff von unterwegs Möglich Max. Anzahl Lichtquellen 50 Anzahl möglicher Farben 16 Mio. Installation Einfach Besonderheit Der Onlinedienst IFTTT
Die universell einsetzbaren LED Scheinwerfer der Lucid-PowerHigh-Bay-Familie von PSL sind in einer neuen Generation verfügbar. Dank der verbesserten Effizienz und der Kombination von 3-Chip-LEDs und Hochleistungs-Linsentechnik kann nahezu jede Beleuchtungsanforderung realisiert werden. psl-ag.ch
(If This Then That) ermöglicht Benachrichtigungen durch Licht Elemente Bridge, einfache Leuchtmittel, Lichtstrips, Pendel-, Tisch-, Decken- und Wandleuchten, Dimming Switch
Belichtung und Belüftung sind wesentliche Funktionen von Lichtkuppeln. Diese können jedoch eine grosse Gefahr für Personen auf dem Dach sein. Durchsturz-Sicherheitssysteme sorgen für Personensicherheit und bewahren Hauseigentümer, Planer und Architekten vor unangenehmen Haftungsfolgen gemäss schweizerischem Obligationenrecht. Indu Light bietet eine grosse Auswahl an Durchsturz-Sicherheitssystemen, die sich jederzeit einfach nachrüsten lassen. So kann das nach EU-Norm geprüfte Indu-Durchsturz-Schutzgitter bei runden, quadratischen und rechteckigen Lichtkuppeln im Industrie- und Wohnbereich montiert werden. Das innovative System Likunet hingegen wird zwischen den Schalen der Lichtkuppel montiert und sorgt beinahe unsichtbar für Sicherheit, während es über 96% Lichtdurchlässigkeit verspricht. Für Lichtbandsysteme bietet Indu Light Baustahl- und Wellengitter. Letztere werden über der Verglasung befestigt und schützen auch vor Hagel. Hersteller PSL AG Produkt LED-Scheinwerfer-Familie
Lucid Power High Bay Einsatzbereich Produktions-, Logistik- und
Lagerhallen, Sporthallen, Tennisplätze, Aussenplätze, Kühlhäuser Lichtleistung 16 000 lm Effizienz 135 lm/W Abstrahlwinkel 120°, 60° oder 30/60° Gehäuse Aluminium-Druckguss, Edelstahl Frontabdeckung Stossfestes Polycarbonat Abmessungen 325 × 220 × 172 mm Gewicht 5,5 kg Lebensdauer 73 000 h Schutzklasse IP66
Vielseitig einsetzbare Pendelleuchte Glamox Luxo Lighting stellt mit der Glamox A90-P LED eine neue und vielseitig einsetzbare Pendelleuchten-Familie mit effizientem Wärmemanagement vor. Die Leuchte ist in zwei Modellvarianten erhältlich, die jeweils mit verschiedenen Optiken und LumenPaketen ausgestattet werden können. glamoxluxo.ch
Hersteller Glamox Luxo Lighting Produkt Pendelleuchten-Familie
Glamox A90-P LED Einsatzbereich Öffentliche Räume, Industrie Besonderheit Klassische Kühlrippen wurden
ins Design der Leuchte integriert Anzahl Modellvarianten 2 Durchmesser des Leuchtenschirms 375 oder 500 mm Erhältliche Optiken Breit strahlend, tief/breit strahlend, eng strahlend, opal Leuchtmittel LED, 1000 – 5000 oder 10000 – 20000 lm Farbtemperatur 4000 K, 3000 K auf Anfrage DALI Ja Schutzklasse IP65
Stimmungsvolle Leuchtenserie Studio Line, die neue Serie hochwertiger LED-Leuchten, ist modern und edel zugleich. Als Deckeneinbau-, Decken-, Wand- oder Pendelleuchten erzeugen sie mit ihrer samtschwarzen Aussenlackierung und drei verschiedenen metallischen Innentönen eine einzigartige Lichtatmosphäre. neuco.ch
Einfach. Mehr. Für Sie. Lichtplanung, Beratung und Produktvielfalt. Alles aus einer Hand. Bei EM Elevite, dem Lichtkompetenzzentrum von EM.
Anbieter Neuco Hersteller Glashütte Limburg Produkt Leuchtenserie Studio Line Einsatzbereich Wohnbereiche,
Hotellerie, Gastronomie Ausführungen Deckeneinbauleuchten, Deckenleuchten, Wandleuchten, Pendelleuchten Grundformen Rund oder rechteckig Leuchtmittel LED Aussenfarbe Samtschwarz Innenbeschichtung Aluminium, Messing oder Kupfer, matt Lichtfarbe LED 3000 K DALI dimmbar Teilweise
Effektvolle Beleuchtung Mit «Light Up Earth» und «Light Up Orbit» von iGuzzini lassen sich Objekte im Aussenraum stilvoll in Szene setzen. Die LED-Leuchten werden flach in den Boden eingebaut und sind in unterschiedlichen Optiken, Leistungsstufen und Grössen erhältlich. iguzzini.ch
Flexibler und robuster Lichtstrahler
Einsatzbereich Industrie- und Sportanlagen Anzahl Baugrössen 2 Anzahl Lichtmodule 24 bzw. 72 Leuchtmittel LED
Hersteller iGuzzini Produkt Bodeneinbauleuchten Light Up Orbit
und Light Up Earth Einsatzbereich Aussenraum Installation Boden, bei Light Up Orbit auch Decke oder Wand Gehäuse Stahl Max. statische Belastung 2000 kg bei Light Up Orbit, 5000 kg bei Light Up Earth Durchmesser Light Up Orbit 28, 50 oder 80 mm Durchmesser Light Up Earth 114, 200 oder 250 mm Leuchtmittel LED, 100 – 3000 lm Lebensdauer Etwa 50 000 h Farbtemperatur 300 oder 4000 K Schutzklasse IP68
Steuerbare Büroleuchte Mit der Lunexo LED von Trilux hält die Zukunft Einzug ins Büro. Die intelligente Leuchte bietet dem Nutzer umfangreiche automatische und manuelle Steuerfunktionen, zum Beispiel die getrennte Regelung des direkten und indirekten Lichtanteils. Lichtfarbe und -intensität lassen sich flexibel ansteuern. trilux.ch
Hersteller Anta Swiss Produkt Leuchtenfamilie LichtKauz
So unterschiedlich die Beleuchtungssituationen auch sind, dank einfacher Installation und hoher Qualität ist der «LichtKauz» überall als sehr robuster und effizienter Lichtstrahler einsetzbar. Zur Wahl stehen unterschiedliche Abstrahlcharakteristiken, Leistungen, Farbtemperaturen und diverse Montagemöglichkeiten. antaswiss.com
Hersteller Trilux Produkt Leuchte Lunexo LED Einsatzbereich Bürobeleuchtung Ausführungen Pendel- oder Einbauleuchte,
Eco-Variante oder Active-Version Besonderheit Direkter und indirekter Lichtanteil, Lichtfarbe und -intensität lassen sich bei der Active-Version individuell steuern Zubehör Vollautomatische Tageslicht- und Präsenzsensorik Steuerung Per WLAN via Smart-Device Lichtstrom Pendelleuchte 6500 oder 8000 lm Lichtstrom Anbauleuchte 4400 oder 5500 lm Auszeichnungen iF Design Award 2016, Design Plus Award der Light + Building
Die Interior Designer von Metre Quadrat Studio gestalteten für den Grafik-Dienstleister Gráficas Varias neue Geschäftsräume. Material- und Lichtkontraste schaffen für die Kunden und Besucher ein Erlebnis, während die Bürobeleuchtung mit LEDTechnik von Erco allen ergonomischen Anforderungen genügt. erco.com
Farbtemperatur 3500 oder 5000 K,
Weitere auf Anfrage Lichtausbeute Bis zu 120 lm/W Betriebsstunden > 50000 Optik / Abstrahlungswinkel 115°, 85°, 65°, 44°, 25°,
Street oder Oval Schnittstellen DALI, Notlicht Gehäusematerial Aluminium eloxiert Schutzklasse IP65
Hersteller Erco Objekt Geschäftsräume von
Gráficas Varias Ort Sant Sadurní d'Anoia, Spanien Architektur (Umbau) Pere Pujol Rosell Interior Design Maria Esteban Reche,
Metre Quadrat Studio Neu gestaltete Fläche 600 m² Jahr 2016 Verwendete Leuchten Compact, Light Board,
Pollux, Skim Leuchtmittel LED Lichtfarben Neutralweiss, RGB Einsatzbereiche Empfangsbereich, Musterraum,
Büroräume, Korridor
48 Marktplatz Büroeinrichtung und IT
Building Information Modeling BIM ist momentan in aller Munde. Aber: Was steckt dahinter? Welches sind die Vorteile, die für die Fensterbranche zu erwarten sind?
BIM für die Fensterbranche Building Information Modeling, kurz BIM, ist eine Methode, die über ein zentrales Modell des Gebäudes die Planung, Ausführung und Bewirtschaftung von Gebäuden optimiert. Alle relevanten Gebäudedaten werden digital erfasst, kombiniert und vernetzt. Das Planungsmodell und die stets aktuellen Daten stehen während des ganzen Planungsprozesses allen am Bau Beteiligten zur Verfügung.
CAS Digitale Vernetzung im Holzbau Das CAS Digitale Vernetzung im Holzbau versetzt Kadermitarbeitende in die Lage, Planungs- und Produktionsprozesse nach BIM und Industrie 4.0 zu verstehen und zu führen. Der neue Weiterbildungsstudiengang wurde in Zusammenarbeit mit dem National Centre of Competence in Research (NCCR) Digital Fabrication der ETH Zürich konzipiert und profitiert von neusten Forschungsergebnissen und hohem Praxisbezug. Die Arbeit mit einem durchgängigen 3D-Modell eines Leitobjekts ermöglicht es, während des Unterrichts vertiefte Problemstellungen und Lösungen zu entwickeln. ahb.bfh.ch/casdigitalevernetzung
«Mit BIM können wir ein Projekt virtuell bauen, bevor es auf die wahre Baustelle geht», so Thomas Rohner, Leiter Fachbereich Holz und Professor für Holzbau und BIM an der Berner Fachhochschule BFH. Mögliche Probleme, die beim Bau auftauchen können, zeigen sich so bereits im Modell. «BIM hat ein ungeheures Potenzial: Durch die digitale Vernetzung entstehen weniger Fehler, dies ermöglicht wertvolle Zeitund Kosteneinsparungen.» Optimierungspotenzial
Die Prozesse in der Produktion von Schweizer Fenstern sind zu einem grossen Teil automatisiert, das Optimierungspotenzial in der Herstellung nach Industrie-4.0Grundsätzen gestaltet. Möglich sind zeitliche und finanzielle Einsparungen aber noch in der Phase der Datenerfassung beziehungsweise -anlieferung. Hier kommt BIM zum Einsatz: Denn BIM beinhaltet nicht nur das 3D-Modell des Gebäudes, sondern bildet auch alle technischen Daten ab. Architektur+Technik 9/16
Für das Bauteil Fenster bedeutet dies, dass neben den Grössenangaben zum Beispiel auch die Anforderungen an die Bauphysik, die Optik, Lüftung und Beschattung oder weitere glasspezifische Angaben hinterlegt sind. Alle diese Daten kann der Fensterbauer über eine IFC-Schnittstelle1 in sein ERP-System2 integrieren. Dies spart im Vergleich zu der Erfassung vor Ort oder der manuellen Übertragung in das eigene System viel Zeit und senkt gleichzeitig auch die Fehlerquote. Viele ERP-Systeme verfügen bereits heute über eine IFC-Schnittstelle oder können aufgerüstet werden. Das Fenster ist eines der kompliziertesten Bauteile eines Gebäudes. Bis zum eingebauten Fenster sind viele verschiedene Stellen involviert: vom Fensterbauer über den Glashersteller bis zum Beschlagslieferanten. Mit BIM haben alle Beteiligten zu jeder Zeit Zugriff auf die aktuellsten Daten und können diese direkt in die betriebseigene Software speisen. Die Vereinfachung und das
49 Marktplatz Büroeinrichtung und IT
Einsparpotenzial liegen auf der Hand. Um von diesen technischen Möglichkeiten möglichst rasch zu profitieren, könnten Fensterbauer schon heute verlangen, dass die Daten BIM-kompatibel angeliefert werden oder z.B. einen tieferen Preis anbieten, falls dies der Fall ist. Eines der ersten Projekte in der Schweiz, das den BIM-Standard bereits in der Planung verlangt, ist der Neubau des Campus Biel/Bienne der Berner Fachhochschule BFH in Biel. Der Kanton Bern als Bauherr verspricht sich so für das hoch komplexe Gebäude, bei dem auch diverse Laboratorien eingebaut werden, eine effizientere Planung und Bauphase. Rohner ist überzeugt: «BIM wird sich in Zukunft überall durchsetzen, weil die Methode klare Vorteile bringt.» Wie schnell BIM Einzug hält, wird sich zeigen. Die BFH unterstützt die Branche mit dem Weiterbildungsangebot CAS Digitale Vernetzung. Absolventinnen und Absolventen des Studiengangs, der Ende Oktober erstmals startet, sind in der Lage, die Rolle eines BIM-Koordinators zu übernehmen. BIM, die digitale Vernetzung und Industrie 4.0 stehen auch an den «windays», dem Branchentreffpunkt für die Fenster- und Fassadenbranche nächstes Jahr im Zentrum. ●
windays Die Veranstaltung windays ist die bedeutendste Fachtagung der Fensterund Fassadenbranche in der Schweiz. Unser Ziel ist es, den wissenschaftlichen Erfahrungsaustausch zu fördern, einen umfassenden Einblick in den Markt zu geben und eine Plattform für Diskussionen rund um das Thema Fenster und Fassade zu schaffen. Die Durchführung erfolgt in Deutsch und Französisch mit Simultanübersetzung in die jeweils andere Sprache. Die nächsten windays finden am 23. und 24. März 2017 statt. windays.ch
50 Marktplatz Büroeinrichtung und IT
Bei der Ausstattung der neuen Büros der Raiffeisenbank Valle Maggia konnte Sara SA mit flexiblen, eleganten Lösungen punkten.
Komplettausstattung für neue Büros
Der neue Hauptsitz der Raiffeisenbank Valle Maggia schliesst den in den 80er-Jahren begonnenen Erweiterungsprozess des Centro Commerciale di Maggia volumetrisch ab. Das Bürogebäude wurde vom Studio Respini Gian-Piero e Valentina Architetti aus Minusio (TI) realisiert und besticht mit seiner ausdrucksstarken und grundsoliden Einfachheit. Die minimalistisch-lineare Anordnung des lokalen Baumaterials dient dazu, das Gebäude in die einzigartige Umgebung des Valle Maggia einzupassen. Eine gewichtige Fassadengestaltung in Granit verleiht dem Gebäude Stand-
haftigkeit und bereitet den Besucher zugleich auf die notwendige Leichtigkeit und Helligkeit des Interieurs vor, das sich aus der beherrschten, essenziellen Räumlichkeit und Farbgestaltung ergibt. Hergestellt in der Schweiz
Für die Möblierung wurde auf Büroeinrichtung des Schweizer Herstellers Sara SA aus Tenero gesetzt. Büroarbeitsplätze, aber auch Führungsbüros und Versammlungsräume wurden mit teils eigens dafür angefertigten Lösungen ausgestattet. Die Flexibilität des Unternehmens hat es dem Studio Respini Architetti ermöglicht, die ausgesuchten Möbelstücke so anzupassen, dass diese perfekt auf die technischen Bedürfnisse des Kunden zugeschnitten sind. Dank dem schlichten, eleganten Stil der Möbel fügen sie sich zudem ausgezeichnet in das moderne, leicht und einladend wirkende Interieur ein. Das Ergebnis kann sich sehen lassen: Es entstand eine ausgeklügelte, effiziente Einrichtung im Einklang mit der Grundidee des gesamten Projekts. sara-suisse.ch
Ein leichtes und helles Interieur setzt einen Kontrastpunkt zur gradlinigen Granitfassade. Hier setzt auch die Büro-Einrichtung von Sara SA an.
Hardwarekalibrierte Monitore Eizo Schweiz präsentiert neue ColorEdgeMonitore im 24-ZollFormat: CG2420-SwissGarantie, CS2420Swiss-Garantie und CS2420-Photo. Die Hardware-kalibrierten Monitore richten sich an anspruchsvolle bis professionelle Anwender in den Bereichen Fotografie, Web Publishing, Grafik oder Videobearbeitung. eizo.ch
Hersteller Eizo Produkt Monitor CG2420-Swiss-Garantie Einsatzbereich Professionelle Anwendung
in Fotografie, Grafik, Design und anderen kreativen Bereichen Display 24,1"-High-End-IPS-Panel mit flimmerfreiem Wide Gamut LED-Backlight Format 16:10 Auflösung 1920 × 1200 Pixel Kontrast 1500:1 Helligkeit 400 cd/m² Farbraumabdeckung 99 % Adobe RGB Vorteile Sehr hohe Farbverbindlichkeit und höchstmögliche Homogenität, integrierter Kalibrierungssensor, inkl. Kalibrieruns-Software
Das wie ein Adler geformte AQUILA-Hochhaus in Pratteln sieht nicht nur faszinierend aus. Sondern es ist als erstes Schweizer Grossprojekt aus feuerverzinktem Stahlblech auch eine Pionierleistung des Fassadenbaus. Alles darüber finden Sie in unserem neuen Objektbericht. Jetzt bestellen oder downloaden. www.aepli.ch/adlerauge
Workstations für hohe Ansprüche HP Z Workstations sind mit den neuesten Verarbeitungs-, Grafik- und Innovationstechnologien ausgestattet und bieten so die erforderliche Unterstützung, die man bei rechenintensiven Aufgaben benötigt. Die bewährte Produktlinie besticht mit ihrer Zuverlässigkeit, die strengen Testverfahren unterzogen wird. hp.com
Hersteller HP Produkt HP Z440 Workstation Einsatzbereich Rechenintensive Aufgaben Formfaktor Mini-Tower Ausstattung Flexibel Chipsatz Intel C612 Prozessoren Intel Xeon Anzahl Prozessorkerne Bis zu 8 Arbeitsspeicher Bis zu 128 GB Grafikkarte Nvidia, 2D oder 3D,
unterschiedliche Modelle Laufwerkschächte intern Zwei à 3,5" Interner Speicher Diverse wählbar Energieeffizienz Energy-Star-zertifiziert, EPEAT-registrierte Konfigurationen verfügbar
Diese Fassade verleiht einem Hochhaus Flügel.
52 Marktplatz Büroeinrichtung und IT
Höhenverstellbarer Bürotisch Der Bürotisch Level 123 von Embru schafft ergonomische und flexible Arbeitsbedingungen. Der in zahl reichen Breiten und Farben erhältliche Tisch lässt sich dank elektrischem Antrieb bequem in der Höhe verstellen. embru.ch
Hersteller Embru Produkt Bürotisch Level 123 Tischplatte Kunstharz oder Furnier Tischplattenfarben 17 Seidenglanzfarben,
8 matte Softtouch-Farben Höhenverstellbarkeit Von 72 bis 122 cm, elektrisch Tischplattenbreite 120, 140, 160, 150,
175 oder 180 cm Tischkante 25 mm, optional Schmalkante Passend dazu eQ-Korpusmöbel Herstellungsland Schweiz
Baureihe für Schreibtische
Hersteller Weko Systemmöbel Produkt baureihe n Produktart Schreibtische Einsatzbereich Büro und Wohnbereich Tischplatte Oberfläche Umweltfreundliche
Ergänzend zu den Elementschränken der Baureihe e von Weko Systemmöbel, wird die Baureihe n angeboten: Schreibtische mit Tischplatten in MassivEiche, deren Holz von der 40 bis 100 Jahre gewachsenen Mooreiche in faszinierender, lebendiger Natürlichkeit erscheint. weko-bueromoebel.de
Öle in den Farben Klassik, Satiniert matt, Schwarz, Schiefer und Mocca Tischplattenstärke 20 und 40 mm Gestelle T-Fuss, Kufengestell, Metall- und Betonwange Mögliche Tiefen 800, 900, 1000 oder 1200 mm Mögliche Breiten 800, 1600, 1800, 2000, 2200 bis 7200 mm
Damit man gut, gerne und effizient arbeitet, muss man sich wohlfühlen. Zeitgemässe Büroarbeitsplätze müssen hohen Ansprüchen an Flexibilität, Mobilität und Design gerecht werden. Flächen sollen optimal genutzt und Räume attraktiv gestaltet werden. Das zeitlose Design der eQ-Korpusmöbel und des Tisches Level 123 des Schweizer Herstellers Embru zeichnet sich durch eine klare Formensprache und die Konzentration auf wesentliche Funktionalitäten aus. Mit seiner zurückhaltenden DesignSprache und den hochwertigen Materialien bietet der Tisch Level 123 mehr als nur eine Arbeitsfläche: Verkabelungen und elektrische Verbindungen sind sauber im Untergestell versorgt und über eine Schiebeplatte zugänglich; Erweiterungen lassen sich werkzeuglos an den Tisch montieren. Die elektrisch höhenverstellbare Tischplatte erlaubt dynamisches Arbeiten und ergonomische Arbeitsplatzgestaltung. Embru bietet eine umfassende Beratung und unterstützt bei der Planung und Wartung.
Softwarelösungen für das Bauwesen Für Architekten bietet die Messerli Informatik AG eine Gesamtlösung von der Hardware bis zur Software an. Die umfassenden Software-Lösungen reichen von CAD- und BIM-Anwendungen zu Projektmanagement und administrativen Anwendungen für Projekte und Unternehmen jeder Grösse. messerli.ch
Anbieter Messerli Informatik AG Angebot Hardware und Software für Architektur,
Bauleitung, Business u. v. m. CAD-Software Zeichnen und Virtualisieren von Bauvorhaben BIM2Cost Kostenberechnung aus dem BIM-Modell Bauadministration Modularer Aufbau, Funktionen bezüglich Projektverwaltung, Kostenermittlung, Kostenvoranschlägen, Devisierung, Ausschreibung, Angebotsvergleich, Terminplanung, Baubuchhaltung, Zahlungen, Honorarberechnung und Bauleitung Betriebswirtschaftliche Lösungen Verwaltung, Rechnungswesen
Nach neuer Norm zu planen lohnt sich Mehr Sicherheit für Fahrgäste wie Wartungspersonal und besserer Fahrkomfort – das bringen die neuen Normen EN 81-20/50:2014. Ab 1. September 2017 sind sie für die Planung von Aufzügen verbindlich. Um Schwierigkeiten und unnötige Kosten zu vermeiden, empfehlen wir, die neuen Normen bei der Planung bereits heute anzuwenden. Text Raphael Hegglin Foto Schindler Aufzüge Neue Normen bringen technischen Fortschritt und mehr Sicherheit – sie umzusetzen, fordert allerdings Planer, Bauherrschaften und Aufzugshersteller gleichermassen heraus. Punkto neue Aufzüge und Aufzugsmodernisierungen greifen schon heute die neuen Normen EN 81-20 / 50:2014. Sie sind mit der europäischen Aufzugsrichtlinie harmonisiert, lösen die noch geltenden Normen 81-1 / 2 ab und stellen den neusten Stand der Technik dar. Dadurch erhöht sich die Sicherheit für die Fahrgäste sowie das Wartungspersonal zusätzlich und der Fahrkomfort wird verbessert. Vorsorgen trotz Übergangsfrist Die neuen Normen sind seit 2014 in Kraft – die alten Normen EN 81-1 / 2 werden per Stichtag 1. September 2017 zurückgezogen. Danach gelten nur noch die Normen EN 81-20 / 50: 2014. Auch wenn sich die neuen Normen noch in der Übergangsfrist befinden: Vorgreifen ist unbedingt empfehlenswert. Denn verzögern sich aus irgendwelchen Gründen die Bauarbeiten über den Stichtag hinaus, darf ein nach alter Norm EN 81-1 / 2 geplanter Aufzug nicht mehr in Verkehr gebracht werden. Je grösser ein Bauprojekt ist und je näher der 1. September 2017 rückt, desto grösser ist also die Gefahr, dass ein nach alter Norm installierter Aufzug nicht mehr gesetzeskonform ist. Das Resultat sind dann umständliche und teure Nacharbeiten, um die Normen doch noch zu erfüllen. Schindler hat deshalb reagiert und wendet die neuen Normen schon heute an. Das schafft mehr Planungssicherheit, und unvorhergesehene Kosten lassen sich vermeiden.
Die wichtigsten Anpassungen: • Brandschutzklappen für die Schachtentrauchung sind nicht mehr erforderlich. • Notausstieg gemäss VKF 23-15 muss mit 0,6 0,8 m weiterhin grösser sein als von EN 81-72 gefordert. • Feuerwehraufzüge sind neu in den BSR integriert. • Feuerwehraufzüge bedürfen eines Löschwasserkonzepts.
Für den Weblink zu weiteren Infos über die neue Norm EN 81-20/50: 2014 scannen Sie den QR-Code. Anleitungen und Reader-Apps erhalten Sie kostenlos in Ihrem App Store.
Was beinhalten die neuen Normen im Detail? Die EN 81-20:2014 stellt neue technische Anforderungen bezüglich Konstruktion und Einbau von Aufzügen; die EN 81-50:2014 erweitert die Vorschriften zur Gestaltung, Berechnung und Prüfung von Liftkomponenten. So sind unter anderem stärkere Kabinenwände und -türen erforderlich. Sie sorgen für eine ruhigere Fahrt des Aufzuges. In der Kabine muss künftig die Verkleidung eine höhere Feuerresistenz aufweisen. Ein automatisch aufleuchtender Lichtvorhang verhindert, dass Fahrgäste durch schliessende Türen verletzt werden; zusätzlichen Stolperschutz schafft eine hellere Kabinenbeleuchtung. Und: Das manuelle Öffnen der Kabinentür im Notfall ist nur noch möglich, wenn für Fahrgäste keine Absturzgefahr in den Liftschacht besteht. Die EN 81-20/50:2014 bringen nicht nur den Fahrgästen Vorteile: Auch Wartungsarbeiten durch Servicetechniker werden sicherer. Belüftung neu geregelt Schindler stellt Planern und Aufzugsbetreibern alle relevanten Informationen zur Verfügung, damit sie normenkonform arbeiten können. Insbesondere bei der Planung des Liftschachts gilt es aufgrund der neuen Normen einiges zu beachten. So müssen zum Beispiel höhere Geländer auf dem Kabinendach und grössere Sicherheitsräume berücksichtigt werden. Die EN 81-20/50: 2014 fordern auch eine ausreichende Belüftung des Aufzugsschachts sowie Temperaturen von mindestens + 5° C bis maximal + 40° C in Schacht und Maschinenraum. Im Gegensatz dazu entfällt mit den neuen Brandschutzrichtlinien für Aufzüge (siehe Box) die Forderung nach Schachtentrauchung mittels Brandschutzklappen. Es empfiehlt sich deshalb, eine anlagetechnische Belüftung einzuplanen.
Die wichtigsten Neuerungen der neuen Brandschutzrichtlinien Seit 1. Januar 2015 sind auch die neuen Brandschutzvorschrif-ten in Kraft. Projekte, deren Bauentscheid ab 1. Januar 2015 gefällt wurden, werden nach den «Schweizerischen Brandschutzvorschriften VKF», Ausgabe 2015, ausgeführt. Die Brandschutzvorschriften haben auch Einflüsse auf die Brand-schutzrichtlinien 23-15 «Beförderungsanlagen» (BSR). Diese ersetzen die bisherige Brandschutzrichtlinie «Aufzugsanlagen».
54 Marktplatz Boden und Wand
In Frankfurt am Main schützt ein Drainagesystem den Lucae-Brunnen vor der Alten Oper dauerhaft vor Frostschäden.
Ungewöhnlicher Einsatz gun. Seit der Wiedereröffnung der Alten Oper vor 35 Jahren ist der Opernplatz ein beliebter Treffpunkt in der Frankfurter City. Im Mittelpunkt der Szenerie steht dabei der Lucae-Brunnen, eine nach alten Plänen gestaltete Brunnenanlage. Doch schon wenige Jahre nach ihrer feierlichen Einweihung war der Brunnen undicht, im Frühjahr 2010 folgte die Sanierung von Grund auf. Dabei kam die Flächen-Drainage AquaDrain EK von Gutjahr zu einem ungewöhnlichen Einsatz: Sie unterstützt die Ableitung des Wassers vor der Winterpause und schützt so dauerhaft vor Frostschäden. Weiss-gräuliche Ablagerungen hatten den Brunnenboden schleierartig überzogen, die ursprüngliche Farbe des Steins war kaum noch zu erkennen. Gleichzeitig verlor der Brunnen mehr Wasser, als zugeführt werden konnte: Ein unübersehbares Rinnsal lief über den Opernplatz. Das war nur durch eine Totalsanierung bis auf den Untergrund zu stoppen, eine Generalüberholung von Technik und Optik wurde dringend nötig.
Die pilzförmige Springbrunnenanlage aus 120 Tonnen edelgelbem
Reinersreuther Granit besteht aus einem runden Becken und aus einer von einer Säule getragenen Schale in der Mitte. Schon beim ersten Ortstermin mit dem Bauamt der Stadt Frankfurt und dem ausführenden Steinmetzbetrieb E.Hennrich war klar, dass der Brunnenboden aus 4 bis 5 cm dicken Granitplatten erhalten bleiben soll. Da der Verlegemörtel durch Frost geschädigt war, wurde ein drainierender Unterbau vorgesehen: In Zukunft sollte das im Mörtel eingelagerte Wasser nach dem Entleeren vor der Winterpause in die kapillarbrechende Drainung auslaufen können. Damit wird das beim Betrieb unvermeidbare Stauwasser restlos entleert, sodass im Winter keine Frostschäden entstehen. Eine besondere Herausforderung
Bevor die eigentliche Sanierung beginnen konnte, musste der Brunnen Stück für Stück abgebaut werden. Dabei wurden die schweren Granitplatten sorgfältig auseinandergenommen und nummeriert, dann von Mörtelresten bereit, ihre Oberfläche geschliffen und poliert. Gleichzeitig ging es an die Überarbeitung des Brunnenbeckens: Dafür wurde der geneigte Architektur+Technik 9/16
55 Marktplatz Boden und Wand
Der Lucae-Brunnen ist ein sichtbares Zeichen für die exzellente Arbeit der Steinmetze.
Für die Überarbeitung des Brunnenbeckens wurde der geneigte Betonboden ganzflächig abgefräst, und die Aufkantungen zu den Rändern wurden neu betoniert.
Betonboden ganzflächig abgefräst, und die Aufkantungen zu den Rändern wurden neu betoniert. Sodann erhielt der Betonkranz eine bewehrte Verbindung zum Untergrund. Danach wurden die Untergründe des Beckens, einschliesslich des Technikschachtes, mit einer mineralischen Dichtschlämme abgedichtet.
Auf der Abdichtung kam eine Drainagematte von Gutjahr zu einem eher ungewöhnlichen Einsatz: «AquaDrain EK wurde eigentlich speziell für die Verlegung von Naturstein auf Drainmörtel entwickelt. In diesem besonderen Fall sorgt sie dafür, bei der Stilllegung des Brunnens vor dem Winter das Wasser aus der Mörtelschicht komplett abzuleiten. So werden Frostschäden und Ausblühungen wirksam vermieden», erklärt Gutjahr-Geschäftsführer Ralph Johann. Die Funktionsweise von AquaDrain EK: Das System ist kapillarpassiv und stelzt den Belag komplett auf. Dadurch bilden die Drainkanäle einen grossen Hohlraum, Wasser kann schneller und effektiver abfliessen. Gleichzeitig kann das Stauwasser auf der Abdichtung nicht mehr zurück in die Belagskonstruktion gelangen. Dadurch weden Schäden vermieden. Durch die Unterlüftung trocknet der Belag zudem schneller ab.
Die Drainagematte sorgt bei der Stilllegung des Brunnens vor dem Winter dafür, das Wasser aus der Mörtelschicht komplett abzuleiten.
Die pilzförmige SpringbrunnenAnlage aus 120 t edelgelbem Reinersreuther Granit besteht aus einem runden Becken und aus einer von einer Säule getragenen Schale in der Mitte.
Eine weitere Besonderheit des innovativen Systems ist das Gittergewebe. Es bleibt dauerhaft wasserdurchlässig, das heisst, es wird auch nicht durch die löslichen Kalke im Drainmörtel zugesetzt. Sehenswerte Handwerkskunst
Der Lucae-Brunnen ist jetzt wieder der Mittelpunkt zahlreicher Veranstaltungen rund um den Frankfurter Opernplatz. «Für alle sichtbar ist die exzellente Arbeit der Steinmetze. Darunter, und für den Betrachter verborgen, wurde alles getan, um Schäden durch Frost und Wasser entgegenwirken – und das funktioniert auch nach vielen Jahren», so Ralph Johann. Dank der grösseren Poren des Verlegemörtels und der 16mm hohen zusätzlich eingebauten Drainschicht kann das gesammelte Wasser vor der Winterpause komplett entleert werden. gutjahr.com
56 Marktplatz Boden und Wand
Bedruckte Holzprofile im Vintage Look
KeramikKlimaboden für Sanierer
Hersteller Schlüter-Systems Produkt Keramik-Klimabodensystem
Becotec-Therm Einsatzbereich Sanierung Besonderheit Geringe Aufbauhöhe Estrichüberdeckung 8 mm
Digiart¹0 von Mocopinus bringt den begehrten Vintage Look ins Wand-Design. Die Wandprofile verbinden die Vorzüge von hochwertigem Holz mit ideenreicher Drucktechnik. Die bedruckten Dreischichtplatten aus Profilholz gibt es mit zwei charakteristischen Dekors: mit Wein- und mit Whiskey-Motiven. mocopinus.com
Hersteller Mocopinus Produkt Wandprofile Digiart¹0 Einsatzbereich Gastronomie, Hotels,
Läden, Privaträume Material Dreischichtplatten Holzart Fichte Inspiration Schriftzüge alter Whiskey-Fässer
und Weinkisten Ausführungen Hell mit Weinmotiven,
dunkel mit Whiskey-Motiven Profil U-Profil Stärke 19 mm Profilbreite 146 mm Deckbreite 132 mm Länge 2,50 m
Da die Raumhöhen in Bestandsimmobilien oft begrenzt sind, kommt es bei Sanierungen von Fussböden auf jeden Millimeter an. Für diese Anforderungen bietet Schlüter-Systems Lösungen an, die den dünnschichtigen, beheizten Konstruktionsaufbau SchlüterBecotec-Therm mit einer niedrigen Aufbauhöhe ermöglichen. schlueter.ch
Geschliffener Beton im Landesmuseum Im neuen Annexbau des Landesmuseums Zürich kommen geschliffene Betonflächen in TerrazzoOptik zum Einsatz, die von der Divico AG auf Sicht geschliffen wurden. divico.ch
Hersteller Divico AG Dienstleistung Schleifen von Beton mit
Recycling-Kies in Terrazzo-Optik Objekt Annexbau des Landesmuseums Zürich Betonkörnung 32 mm Schleifvorgang 10 –15 mm grob abgetragen, mehrere Schleifvorgänge bis zum Korn 200 Besonderheit Böden, Treppen und diverse Einrichtungen, auf Sicht geschliffen Geschliffene Fläche 5000 m² Dauer der Schleifarbeiten 9 Monate
Estrichgewicht Etwa 60 kg/m² Höhe beheizter Unterlagsboden Detail ab 20 mm Vorteile Schnell reagierende Fussbodenheizung,
niedrige Vorlauftemperatur, kurze Bauzeit Kühlung Möglich Schallschutz Möglich, Aufbauhöhe zuzüglich Belag 36 mm Minergie-zertifiziert Ja
Im Annexbau des Landesmuseums Zürich sollte ein geschliffener Beton mit Recycling-Kies in der Optik eines Terrazzo-Belages entstehen. Nachdem die Musterflächen, die Divico AG unter Berücksichtigung der enormen Vorgaben erstellt hatte, abgenommen worden waren, begannen im Dezember 2014 die umfassenden Schleifarbeiten von über 5000m² Recycling-Beton-Terrazzo. Damit die 32-mm-Körnung des Betons sichtbar wurde, mussten zu Beginn rund 10 –15mm des Spezialpumpenbetons grob abgetragen werden. Darauf folgten mehrere Schleifvorgänge bis zum Korn 200. Um eine gleichmässige, ebene Fläche zu erhalten, wurden Böden, Treppen und diverse Einrichtungen auf Sicht geschliffen – ein anspruchsvolles Unterfangen. Das Ergebnis war so überzeugend, dass zusätzliche Flächen, Treppen, Sitz-Stufen und sogar Waschbecken in Auftrag gegeben wurden. Mit einem Grosseinsatz der Divico-Schleifequipen konnte auch der sehr knapp bemessene Terminplan eingehalten werden.
57 Marktplatz Boden und Wand
Vielseitig fugenlos
Laminatfussboden am Messeauftritt
Bei der bedeutenden Internationalen Automobil-Ausstellung (IAA) in Frankfurt am Main betreiben die Hersteller einen grossen Aufwand bei der Konzeption der Messeauftritte. So präsentierte Mercedes-Benz 2015 die neuen Modelle auf rund 9250 m² Fläche, die zu einem grossen Teil aus Laminatfussboden von Egger bestand. egger.com
Vielseitige ParkettKollektion
Von TweedStoffen inspiriert
Mit der neuen Kollektion World Woven präsentiert Interface einen modularen textilen Bodenbelag, der von Texturen aus verschiedenen Kulturen und Epochen weltweit inspiriert ist. Die von Designer David Oakley entwickelte Kollektion vereint modernes Stilempfinden mit der Ästhetik traditioneller handwerklicher Textilien wie Tweed. interface.com
Bodarto stellt fugenlose Bodenbeläge aus Natursteinen her – eine aus natürlichen Rohstoffen erstellte Alternative zum Gussboden. Wer individuell arbeiten und wohnen möchte und sich an natürlichen Materialien erfreut, bekommt mit Bodarto zeitlose, hochwertige und farbbeständige Bodenbeläge und Wandbeschichtungen. bodarto.ch
Die Parkett-Kollektion Amura von Kuratle & Jaecker bringt natürlichen Charme in den Wohnbereich. Dank der grossen Auswahl an unterschiedlichen Oberflächen, Dielen und Farben in drei Serien lassen sich damit individuelle und vielseitige Räume gestalten – ob rustikal, zeitlos, klassisch oder modern. kuratlejaecker.com
Lehm und Beton im PlattenDesign
Die Plattenserie Amos von HGC ist ein wahrer Allrounder, der sowohl im Innen- als auch im Aussenraum zum Einsatz kommen kann. Der Charme von Stein und Lehm verschmilzt im Design der Platten mit dem modernen Look von Beton. Zudem überzeugt Amos mit verschiedenen Formaten und Oberflächen und erstklassiger Qualität. hgc.ch
Oxidative Ölbehandlung von Parkett
Die Holzpunkt AG setzt mit ihrer eigens entwickelten Oberflächentechnik neue Massstäbe in der industriellen Ölbehandlung von Parkett-Böden. Die oxidativen Verfahren «oxyprotect+» und «oxyprotect vorgeölt» versprechen hervorragende Passgenauigkeit, Schmutz- und Feuchtigkeitsresistenz und Diffusionsoffenheit für Parkett-Böden. holzpunkt.ch
58 Marktplatz Boden und Wand
AlpsteinChic auf Eichenparkett Holz ist ein traditionelles Baumaterial in der Schweizer Alpenregion. Deshalb setzten Bänziger Lutze Architekten bei der Sanierung der BluesBar Chrüter & Choller im «Hotel Hirschen» Trendpark Eiche von Bauwerk-Parkett ein. Die gebürstete Optik des Holzbodens trägt zum «Alpstein Chic»-Interieur bei. bauwerk-parkett.com
Comeback des Fischgrats
Hersteller Kährs Produkt Chevron Collection Einsatzbereich Wohnbereich Mustertyp Ungarisches Fischgrat Besonderheit Fischgrat-Dielen zur einfachen
Hersteller Bauwerk-Parkett Produkt Parkett Bauwerk Trendpark Objekt Hotel Hirschen Ort Wildhaus Baujahr 1856 Renovation 2015 Einsatzbereich Parkett Hotel-Bar Chrüter & Choller Einrichtungsstil Alpstein-Chic Holzart Eiche 35
Gerade erlebt Fischgrat-Parkett eine regelrechte Renaissance. Mit der neuen Chevron Collection bringt Kährs das klassische Muster als innovatives Konzept auf den Markt, als vormontierte Diele in vier stilvollen Designs. Mit den passenden Rahmendielen wird der Fischgrat perfekt in Szene gesetzt. kahrs.com
Verlegung, Rahmendielen als Abschluss Dielenabmessungen Fischgrat-Dielen 1848 × 300 × 15 mm, Rahmendielen190 × 148 × 12 mm Material Eiche Kanten Gefast Oberfläche Gebürstet, naturgeölt Verbindung Nut-Feder Farben Weiss, Grau, Dunkelbraun und Natur Aufbau 3-Schicht Nutzschicht Etwa 3 mm
Oberfläche Tief gebürstet Behandlung Naturgeölt Dielenabmessungen 1450 × 130 × 11 mm Aufbau 2 Schichten Nutzschicht Etwa 4 mm Unterlage Fichte/Tanne
Keramik im Innen- und Aussenbereich
Keramikplatten, die sich vom Innen- in den Aussenraum ziehen, sind im Trend. Richner bietet eine grosse Auswahl an solchen «In & Out-Konzepten». Die Kollektion Urban Culture von Steuler ist mit ihrer reduzierten Betonoptik en vogue. Vier Farben und drei Formate sorgen für flexible Einsatzmöglichkeiten innen und aussen. richner.ch
Spachtelbelag mit Strukturoberfläche
Fugenlose Beläge in grosser Auswahl
Ästhetisch, modern und funktionell – der Trend zu fugenlosen Beschichtungen nimmt in der modernen Architektur einen immer grösseren Stellenwert ein. Die Sika bietet für den öffentlichen/ gewerblichen sowie privaten Bereich ein umfangreiches Sortiment an, ob strukturiert oder glatt, auf Kunstharz- oder mineralischer Basis. sika.ch
Pandomo Loft gehört zu den jüngsten Innovationen im Bereich fugenloser Bodenbeläge. Er wird nicht gegossen, sondern in einer Kratzspachtelung von Hand aufgetragen. Faszinierende Strukturoberflächen sind das Ergebnis. Die pflegeleichte Oberfläche besteht auch den täglichen Gebrauch. a1-industrieboeden.ch
Boden- und Wandfliesen.
Für Hotels und Restaurants. In Bad, Küche und Aussenbereich. BRINGHEN AG | Visp | VS BRINGHEN SA | Sierre | VS SANIBAT SA | Sion | VS SANVAL SA | Martigny | VS
BRINGHEN AG | Düdingen | FR SANTAG AG | Thun | BE SANIMAT AG | Sursee | LU CREASAN AG | Volketswil | ZH
Unternehmen der Bringhen Group
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BODEN UND VORHANG hassler.ch
60 Marktplatz Boden und Wand
Fliesen für den WellnessBereich Die erste WellnessJugendherberge Europas, «wellnessHostel4000», wurde mit Keramikfliesen von Agrob Buchtal ausgestattet. Dank der grossen Auswahl und projektspezifischen Sonderlösungen konnten die Duschen und der WellnessBereich mit idealen Formaten und Farben ausgestattet werden. agrob-buchtal.ch
Badumbau mit Vinylbelag
Hersteller Forbo Produkt Bodenbelag Novilon Material Vinyl Objekt Holzhaus aus den 70er-Jahren
Hersteller Agrob Buchtal Produkt Keramikfliesen der Serie Valley Objekt Wellness-Jugendherberge
wellnessHostel4000 Ort Saas-Fee Einsatzbereich Wellness-Bereich Aqua Allalin, Duschen in den Gästezimmern Fläche Wellness-Bereich 1900 m² Material Feinsteinzeug Farbton im Wellness-Bereich Schiefer Format 75 × 75 cm Trittsicherheitsklasse R11/B Farbton in den Duschen Apfelgrün Besonderheit Alle Bodenfliesen werden werkseitig mit Protecta-Vergütung versehen
Laminat mit Stirnholzelementen Das neuartige DekorKonzept ENDgrain von Kaindl verwendet Stirnholzelemente und beeindruckt durch puristische Eleganz, Authentizität und sanfte Natürlichkeit. ENDgrain nutzt die Vorteile der Design-Entwicklung bei Laminatböden raffiniert aus, um den Dielen eine besondere Lebendigkeit zu verleihen. kaindl.com
Anbieter Hans Hassler AG
Beim Umbau dieses Badezimmers in einem Holzhaus aus den 70er-Jahren kam der Vinylbelag Novilon zum Einsatz. Ohne sichtbare Fugen auf Wand und Boden verlegt, bringt das Produkt die edlen Armaturen bestens zur Geltung. Eine Rutschsicherheit von R10 sorgt auch mit nassen Füssen für sicheren Stand. hassler.ch
Modularer Teppichboden
Einsatzbereich Badezimmer,
Wand und Decke Herausforderung Schonende Entfernung des
alten Belags und restloses Abschleifen der Klebstoffschicht bei minimaler Beschädigung des Holzwerks Montage-Belag Verklebung Klebstoff Wand Uzin WK 222 Kontaktklebstoff Klebstoff Boden Uzin 2000s Rutschsicherheit RC10
Hersteller Brillux Produkt Modularer Teppichboden Modultex Einsatzbereich Wohnbereich, Büro,
Shop- und Hotel-Welten Besonderheit Schnelle und einfache Verlegung
Hersteller Kaindl Produkt Dekor-Konzept ENDgrain Einsatzbereich Wohnen, Büro Besonderheit Stirnholzelemente Produktfamilie Laminatböden Natural Touch Ausführungen Eiche Fresco Lodge oder Bark Paneelmasse 1383 × 156 ×10 mm Trägerplatte HDF Aquastop Nutzungsklasse 32
Bei der Bodengestaltung geht es längst nicht mehr allein um Produkte als vielmehr auch um Konzepte. Mit Modultex hat Brillux die Konzept-Idee für Maler und Raumausstatter in ein neues Format gebracht: Teppichplanken im Format 25 × 100 cm in unterschiedlichen Farben und Strukturen fordern die Kreativität heraus. brillux.de
Beständigkeit gegen Abriebbeanspruchung AC4 Beständigkeit gegen Stossbeanspruchung IC2 Formaldehydemission <0,1 ppm Brandverhalten Cfl, s1 Lichtechtheit Besser als Stufe 6 Blauwoll-Skala,
besser als Stufe 4 Grau-Skala
ohne zusätzlichen Klebstoff, sofort begehbar Rückenausstattung Permanent selbst haftende Oberfläche liftBAC Plankenformat 25 × 100 cm Qualitäten Langflor-Velours Rabaso, melierter Velours Tocai, Frisé-Velours Vespolina Gesamtzahl Farbtöne 28 Polymaterial 100 % Polyamid Brandverhalten cfl-s1, schwer entflammbar Fussbodenheizung Bis 28° geeignet
61 Marktplatz Boden und Wand
Mineralischer Spachtelbelag Der mineralische, fugenlos gespachtelte Design-Belag Texolit Rustico wurde entwickelt, damit die begehrte Industrieboden-Optik auch den hohen Ansprüchen in Exklusivbauten gerecht werden kann. texolit.ch
Hersteller Texolit Produkt Fugenloser Design-Belag Rustico Einsatzbereich Boden- und Wandgestaltung
in Trocken- und Nassbereichen Auftragen Gespachtelt Basis Grau- oder Weisszement Oberfläche Versiegelt Versiegelung Polyurethanlack Gesamtstärke Etwa 3 mm Besonderheit Sichtbare Verarbeitungsspuren und eine dezente Wolkigkeit an der Oberfläche
Teppichboden mit 3D-Effekt
Natürliche DesignBeläge von Forbo kombinieren Holz- und Steinstrukturen mit nachhaltigem Material und den Verlegevorteilen eines modularen Bodens. Gefertigt aus nachwachsenden Rohstoffen, frei von PVC, Weichmachern sowie SyntheseKautschuk schaffen sie eine behagliche und wohngesunde Umgebung. forbo.com
Tisca Scalino ist ein Teppichboden, der verschiedene Webbindungen in ein und denselben Teppich integriert – eine webtechnische Herausforderung. Durch die Nutzung des 3D-Effekts und der daraus resultierenden variablen Lichtbrechung eröffnen sich ungeahnte Möglichkeiten zur akzentuierten Bodengestaltung. tiscatiara.com
Texolit Rustico ist eine Eigenkreation der Texolit AG in Buchs ZH, die diesen Belag mit eigenem Fachpersonal selbst verlegt. Rustico ist die Antwort auf das Bedürfnis, Industrieböden auch in Wohn- und repräsentativen Arbeitsräumen einzusetzen. Als traditioneller Verleger von Industrieböden befasste sich Texolit AG mit dem Thema und suchte nach einem Belag, der einerseits eine industrielle Optik zeigt, andererseits aber auch den hohen Ansprüchen in Exklusivbauten gerecht wird. Nach jahrelangen Versuchen wurde im Jahr 2004 der mineralische Spachtelbelag Rustico auf den Markt gebracht. Dieser Belag ist sehr reinigungsfreundlich, unterhaltsfrei und hinsichtlich Festigkeitswerten überlegen. Diese Eigenschaften werden durch die ausgeklügelte Zusammensetzung des Rohmaterials und durch eine Kunststoffvergütung von nur gerade mal fünf Prozent erreicht. Die Reinigungsfreundlichkeit gewährleistet eine ökologische und unterhaltsfreie Systemversiegelung.
Feinsteinzeug für den Garten
Wer bei seiner Einrichtung Wert auf eine hochwertige Ästhetik legt, stellt auch bei der Gestaltung von Aussenbereichen besondere Ansprüche. Villeroy & Boch Fliesen hat daher spezielle Fliesen aus Vilbostone-Feinsteinzeug für den Aussenbereich entwickelt, deren Design eine optische Einheit mit dem Boden im Wohnbereich bildet. vb-fliesen.com
62 Marktplatz Brandschutz
Die korrekte Anwendung der Brandschutzvorschriften auf Kragplattenanschlüsse in mehrstöckigen Bauten.
Komplex und heikel Von Prof. Dr. Mario Fontana
Der bauliche Brandschutz ist für Architekten und Ingenieure eines der komplexesten und heikelsten Themen überhaupt. Seit den Änderungen in den Brandschutzvorschriften der VKF (Vereinigung Kantonaler Feuerversicherungen) per 1. Januar 2015 besteht teilweise Unsicherheit in Bezug auf deren Auslegung im Allgemeinen und die korrekte Anwendung auf Kragplattenanschlüsse im Speziellen. Generell kann gesagt werden, dass die Verwendung brennbarer Baustoffe liberalisiert worden ist. Sie dürfen allerdings nicht zur allgemeinen Gefahrenerhöhung beitragen. Der Feuerwiderstand von Bauteilen und die Brennbarkeit von Baustoffen wurden konsequent entkoppelt. Angaben zu Tragwerks- beziehungsweise Brandabschnitten werden nun aufgrund der Feuerwiderstandsdauer gemacht, das Kriterium brennbar oder nicht brennbar ist nicht mehr gültig. Daher gibt es die Kombinationen von Brandschutzklassen für die Brennbarkeit wie z.B. R60 (nbb) nicht mehr; an ihrer Stelle spricht man heute von drei bzw. vier Brandverhaltensgruppen RF1 bis RF3 (RF4 in Bauwerken in der Regel nicht erlaubt). Architektur+Technik 9/16
Kragplattenanschlüsse sind Teil des Tragwerks; wegen ihrer statischen Funktion hat die VKF sie als Bauteile kategorisiert, die ihre Brandschutzwirkung als Gesamtkonstruktion (z.B. Anschluss Balkon an Decke) erfüllen müssen.
Die Brandschutzanforderungen an Bauteile richten sich nach der Gebäudehöhe und -nutzung (mit Einschränkungen bei Beherbergungsbetrieben, wie zum Beispiel Heimen und Spitälern), die in drei Kategorien unterteilt sind: Gebäude geringer Höhe bis 11 m; Gebäude mittlerer Höhe bis 30 m sowie Hochhäuser bis 100m. Für noch höhere Bauten sind objektbezogene Brandschutzkonzepte erforderlich. Diese Höhendifferenzierung ist entscheidend bei der Beurteilung der Zulässigkeit von Kragplattenanschlüssen: Während bei Hochhäusern ab 30m Höhe in der Regel nur Produkte der Brandverhaltensgruppe RF1 eingesetzt werden dürfen, sind bei allen anderen Gebäuden auch Bauteile mit Baustoffen der Brandverhaltensgruppen RF2 und RF3 zulässig. Da in der Schweiz Gebäude mit geringer und mittlerer Höhe mit Abstand den Hauptanteil bilden, sind brennbare Baustoffe demnach weitgehend problemlos verwendbar. Letztlich gilt für Gebäude mit geringer und mittlerer Höhe seit 2015 die Feuerwiderstandsdauer als alleiniges Kriterium für den Brandschutz bei Kragplattenanschlüssen, ausser in Heimen, Spitälern und weiteren Beherbergungsbetrieben sowie bei Fluchtwegen. Produkte mit Baustoffen der Brandverhaltensgruppe RF3, in die viele kunststoffhaltige Baustoffe fallen, sind bis zu einer Gebäudehöhe von 30m zulässig. schoeck-schweiz.ch
DAS KLÜGERE LICHT FÜR MEHR KOMFORT www.trilux.com/lunexo
Prof. Dr. Mario Fontana ist seit 1992 Professor für Baustatik und Konstruktion an der ETH Zürich.
Der Isokorb Typ K in Brandschutzausführung REI120 von Schöck besitzt die VKF-Zulassung. Das Dämmelement ist mit Brandschutzplatten eingefasst und mit Dämmschichtbildner ausgeführt, die im Brandfall aufquellen und die Rauchdichtigkeit gewährleisten. Auch bei Gebäuden geringer und mittlerer Höhe (bis 30 m) sind Bauteile mit Baustoffen der Brandverhaltensgruppen RF2 und RF3 zulässig.
64 Marktplatz Brandschutz
Vor einem guten Jahr wurden die neuen Brandschutzvorschriften eingeführt. Siemens bietet dazu ein Dienstleistungspaket.
Paket zu neuen Brandschutzvorschriften
ale. Brandschutz rettet Leben und schützt
Sachwerte. Deshalb darf die Investition in den Brandschutz keine einmalige Angelegenheit bleiben, sondern sollte mit den Veränderungen rund um ein Gebäude Schritt halten. Die Brandschutzvorschriften und Richtlinien schreiben eine Beurteilung der Brandmeldeanlagen nach 15 Jahren sowie integrale Tests vor. Dadurch können Schwachstellen aufgedeckt und behoben werden. Siemens unterstützt seine Kunden bei der Umsetzung der Vorschriften und bietet ein Dienstleistungspaket für die Überprüfung der Brandmeldeanlagen an.
Bei der obligatorischen Beurteilung der Brandmeldeanlage nach 15 Betriebsjahren wird sichergestellt, dass sowohl die konzeptionelle Auslegung der Anlage dem
Stand der heute geltenden Richtlinien entspricht als auch die technische Verfügbarkeit der Brandmeldeanlage jederzeit gewährleistet ist. Ebenso wird der Schutz an Nutzungsänderungen und bauliche Veränderungen angepasst. Dabei führt Siemens die Beurteilung selbstständig durch und dokumentiert alle Resultate. Zudem werden die administrativen Tätigkeiten im Zusammenhang mit der kontrollierenden Brandschutzbehörde übernommen. Mit integralen Tests kann sichergestellt werden, dass zum einen die sicherheitstechnischen Anlagen umfassend geprüft und zum anderen Schwachstellen erkannt und korrigiert werden können. Somit entsprechen die Sicherheitsanlagen dem Stand der Technik und halten die geltenden Richtlinien ein. Die integralen Tests sind eine System und Anlagen übergreifende Funktionskontrolle. Siemens führt auf Basis des jeweiligen Brandschutzkonzepts, des Zonenplans und der Brandfallsteuerungsmatrix spezifische Tests durch. Dadurch kann der Kunde sicherstellen, dass im Brandfall alle angesteuerten Gewerke zusammenspielen. Bei Projekten mit vielen involvierten Unternehmen organisiert Siemens für den Kunden alle für den Test nötigen Firmen und erstellt ebenfalls die geforderten Dokumente. Das Drehbuch des Tests wie auch die Resultate werden transparent und richtlinienkonform ausgewiesen. siemens.ch
Das Alters- und Pflegeheim Langrüti in Einsiedeln wurde durch die Behörde zu einem integralen Test aufgefordert, der mit dem nötigen Knowhow von Siemens erfolgreich durchgeführt werden konnte.
SICHERHEIT SCHAFFEN IM BRANDFALL – MIT QUALIFIZIERTEM RAUCHABZUG LEBEN RETTEN Durch den effektiven Abzug giftiger Rauchgase.
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UNTERNEHMENSRISIKEN SENKEN Durch eine geringere Gefahr von Produktionsund Lieferausfällen. Watep AG/SA Funkstrasse 108 |3084 Wabern Tel. +41 31 302 00 40 | Fax +41 31 318 00 41 | www.watep.ch
66 Marktplatz Brandschutz
Elegante Brandschutzverglasungen Die runden Brandschutzverglasungen und die zweiflügeligen Brandschutztüren sorgen in der Secli-Weinwelt in Buchs nicht nur für die Sicherheit, sondern auch für optische Highlights. forster-profile.ch
Hersteller Forster Produkt Stahlprofilsystem Forster fuego Einsatzbereich Brandschutz Objekt Secli-Weinwelt Ort Buchs Ausführung Runde Brandschutzverglasungen und
zweiflügelige Brandschutztüren EI30 Blendrahmen-/Flügelmass Ab 110 mm Material Stahl und Edelstahl Brandschutz Türen EI30 bis EI90, Verglasung bis EI120
Baulicher Brandschutz im Hochbau Für eine optimale Brandschutzlösung lassen sich Wandarten mit Priorit-Revisions-/ Feuerschutzabschlüssen kombinieren. So können Verteileranlagen in Rettungswegen abgetrennt, Installationsschächte erstellt und Brandabschnitte ausgebildet werden. Rauchschutz-DruckAnlagen vervollständigen den Brandschutz. jomos.ch
Anbieter Jomos Hersteller Priorit Produkt Brandschutz-Baukasten System 42 Einsatzbereich Hochbau
In Gebäuden mit hohem Personenverkehr spielt die Sicherheit eine ganz zentrale Rolle. Zahlreiche Vorschriften und Richtlinien müssen beachtet werden, von der Signaletik bis zum vorbeugenden Brandschutz. Da können die Ansprüche an Optik und zuverlässige Funktionalität schnell kollidieren. Brandschutztüren und -verglasungen bieten heute viele Möglichkeiten, die sowohl in ästhetischer Hinsicht wie auch in puncto Sicherheit überzeugen. StahlGlas-Kombinationen erlauben grosse Flächen mit schlanksten Ansichtsbreiten und überzeugen durch Transparenz und Langlebigkeit. Selbst aussergewöhnliche, gebogene Ausführungen sind problemlos realisierbar. So wird der funktionale Brandschutz am Ende gar zum einzigartigen Blickfang. In der Secli-Weinwelt in Buchs zu sehen, als Kombination von runden Brandschutzverglasungen und passenden zweiflügeligen Brandschutztüren EI30. Beides wurde mit dem vielseitigen Profilsystem aus Stahl, Forster fuego light, erstellt.
Stärke 42 mm Baustoff Priodek H (A2-s1, d0, optional
verschiedene Oberflächen) Grundkomponenten Wand Priowall, Türen Priodoor FSA, Revisionstüren Priodoor ETX, Entrauchungsklappe Priodoor ETC RDA, Deckenelement Priocel Zubehör Schottungen, Brandschutzgläser, Belüftungssysteme, Lüftungsschotts Brandschutz Feuerwiderstand 30 oder 90 Minuten, Rauchschutz
Flumroc bietet mit den Dämmplatten Compact Pro eine All-in-Lösung für verputzte Fassaden. Da Steinwolle unbrennbar ist, erübrigen sich Brandriegel. Die homogene Dämmschicht hat noch weitere Vorteile. Neben dem Brandschutz sind auch Wärmedämmung, Schallschutz, Ökologie und Formstabilität garantiert. flumroc.ch
Hersteller Flumroc Produkt Dämmplatte Compact Pro Funktion Wärmedämmung, Brandschutz,
Schallschutz Material Steinwolle Schmelzpunkt >1000 °C Brandschutzklasse RF1 Vorteil Brandriegel entfallen Wärmeleitfähigkeit 0,034 W/(m²· K) Schallschutz –12 dB im Vergleich zu einer
systemüblichen EPS-Dämmplatte Diffusionsoffen Ja Besonderheit Bonus für Bauherrschaften auf neue und sanierte Fassaden mit verputzter Aussenwärmedämmung bis Ende 2016
Durchsturzsicherungen für Lichtbänder und Lichtkuppeln
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Im bündnerischen Vals ist das Wellness-Hotel Rovanada ausgebaut worden.
Aufstockung in acht Wochen
Das Hotel Rovanada in Vals wurde um eine Etage mit elf Zimmern ausgebaut.
gun. Mehr Platz, mehr Komfort, mehr Genuss für die Gäste – das wünschten sich die Besitzer des Hotels Rovanada im bündnerischen Vals. Sie liessen deshalb das bestehende Gebäude um eine neue Etage mit elf Hotel-Zimmern ausbauen. Die Schöb AG aus Gams führte die Aufstockung in nur acht Wochen durch, sodass die neuen Zimmer zu Beginn der Sommersaison bereitstanden.
Vals ist weitherum bekannt für sein Wasser und seine Therme. Gleich neben den Thermen – an ruhiger, sonniger Lage – lädt das WellnessHotel Rovanada zur Entspannung inmitten der Bergwelt ein.
Bereits vor vier Jahren hat die Schöb AG, ein führendes Unternehmen im Holzsystembau, hier elf Zimmer renoviert. Diesen Frühling riss sie den Dachstock ab und errichtete auf einer Fläche von gut 600 m² elf neue HotelZimmer. In nur acht Wochen – während der Betriebsferien des Hotels von Ostern bis Mitte Juni – mussten der Abbruch und der vollständige Neubau über die Bühne gehen. Planung, Produktion und Logistik waren also gefordert. Entsprechend war die Vorgehensweise: Schöb fabrizierte die Raumzellen mit Eingangsbereich, Garderobe und angrenzenden Nasszellen komplett im eigenen Werk in Gams vor – zeitgleich mit Architektur+Technik 9/16
den Abbruch- und Vorarbeiten in Vals. Die Zimmer wurden im normalen Holzsystembau ausgeführt. Im Werk wurden die Module zudem mit sämtlichen Sanitäranlagen, Anschlüssen und Installationen für Heizung, Sanitär, Elektro und Platten ausgestattet – kurzum Plug and Play. Mit der Anordnung der Raumzellen entstand zugleich die Gangpartie, sodass sich die Ausbauarbeiten vor Ort auf die Zimmer beschränkten. Damit sparte das Unternehmen mehrere Tage auf der Baustelle ein – die notabene zeitweise mit 40cm Neuschnee bedeckt war. Schliesslich liegt Vals auf 1252 m ü.M. , und der Baubeginn war im April. Neben der Aufstockung übernahm Schöb zahlreiche Arbeiten im Innenausbau. So tragen etwa die Einbauschränke, die Bademöbel, die Sitzbänke auf den Balkonen und sogar die Trinkbrunnen in den Zimmern die Handschrift der hauseigenen Schreiner. Die neue Etage präsentiert sich im Alpenchic-Stil: Wände, Böden und Decken sind in Fichte-Tanne natur gehalten und werden kombiniert mit modernen Lampen sowie Sichttrennwänden aus schwarzen MDF-Platten, ausgefräst auf der CNC-Anlage der Schreinerei
und anschliessend geölt. Die Zimmerbrunnen spenden rund um die Uhr frisches Bergquellwasser. Die Eingangsbereiche sind mit einer Steinwand verziert. Die überdachten Balkone geben dem Gast das Gefühl, mitten in der atemberaubenden Bergwelt zu stehen. Kurzum, die neuen Zimmer fügen sich wohltuend in die natürliche Umgebung ein.
Die Decken und Böden der neuen Etage sind aus Fichtentanne natur.
hausbauschoeb.ch
Für alle Bedürfnisse Einwandfrei funktionierende Toranlagen und Verladesysteme sind eine wesentliche Voraussetzung für reibungslose Betriebsabläufe. Assa Abloy Entrance Systems bietet Lösungen im Bereich Türen und Tore. assaabloyentrance.ch
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Feuerverzinkter Stahl für Hochhaus
Schwitzwasser von Händen und vieles mehr, was sich auch bei einem extrem sorgfältigen Umgang mit diesem Material nie ganz vermeiden lässt. Das führt dazu, dass jedes Blech anders aussieht. So ist beim «Aquila»-Hochhaus eine Art «lebendige Fassade» entstanden, die sich über die Jahre angleicht. Für Architekt
und Bauherr waren es aber genau diese aussergewöhnlichen Merkmale des Materials, die zum mutigen Entscheid zugunsten der feuerverzinkten Stahlbleche führten. Die Konstruktion, Produktion und Montage der anspruchsvollen Fassade wurde für alle Projektbeteiligten zu einer echten Herausforderung. Der Stahllieferant, der Verzinker und auch AepliMetallbau als Verarbeiter des Materials mussten besonders viel Sorgfalt aufweisen. Für Aepli bedeutete dies ein permanentes Arbeiten mit Handschuhen und speziellen Tools. Eigens für diesen Auftrag wurden Transport-Böcke angefertigt, die möglichst wenig Berührungspunkte mit dem empfindlichen Metall sicherstellten. Auch für die Montage der bis zu 200kg schweren und 2,4×3,5m grossen Bleche wurde eine spezielle Vorrichtung entwickelt. Die Halte- und Verstärkungsprofile auf der Rückseite der Bleche wurden mit grosser Sorgfalt verschraubt, um Verfärbungen auf der Vorderseite zu vermeiden.
Farben, die möglichst dampfdiffusionsoffen sein sollte. Folgt man den aktuellen Bauvorgaben, ersetzen isolierende Wandaufbauten mit intelligenten und stromproduzierenden Elementen den traditionellen Wandaufbau mehr und mehr. Die Gebäudehülle muss immer konsequenter energieeffizient, schall-
dicht und brandsicher werden, sodass Innen- und Aussenraum entkoppelt sind. Viele negative bauphysikalische, gesundheitliche und ökonomische Auswirkungen sind auf dichte und nicht sorptionsfähige Hüllen und Fassaden zurückzuführen. Insbesondere Schimmelpilzbildung entsteht oft wegen ungenügend sorptionsfähigen Baumaterialien. Der Baukörper kann keine Feuchte aufnehmen, sie staut sich und bildet Kondensat, auf dem Schimmelpilze wachsen können. Algen- und Pilzbefall auf gedämmt-hydrophobierten Fassaden sind weit verbreitet. Schimmelpilzbefall verhindern können somit vor allem offenporige, d.h. dampfdiffusionsoffene Putze und Farben mit genügend Kapillaraktivität. Maurer, Gipser und Maler liefern poröse Schichten am Bau, indem sie Steine, mineralische Platten, mineralische Putze und mineralische Farben einbringen. Damit leisten sie einen unverzichtbaren Beitrag zu einem gesunden und feuchteregulierenden Klima − auch und gerade in modernen Gebäuden.
Beim Neubau «Aquila» in Pratteln BL gibt es eine Schweizer Premiere zu vermelden: Erstmals wurde eine so grosse Fassade komplett mit feuerverzinkten Stahlblechen gestaltet. aepli.ch
Für gewöhnlich werden feuerverzinkte Stahlbleche ausschliesslich bei industriellen Innen- und Aussenanwendungen eingesetzt. Das Material, wenn es ausnahmsweise einmal grossflächig zum Einsatz kommt, ist schwierig zu bearbeiten. Es reagiert enorm empfindlich auf Umwelteinflüsse wie Staubpartikel,
Gesunde Räume dank Poren Schimmelpilze in Innenräumen können zu gesundheitlichen Problemen führen. Deshalb sind Aspekte rund um die Frage des «Dichtmachens» zu beachten. Die Pore ist eine mögliche Lösung. baubio.ch bildungszentrumbaubio.ch
Das deutsche Wort «Pore» leitet sich vom griechischen Wort «poros» ab, was «Öffnung», aber auch «Weg» und «Lösung» bedeutet. Lebensprozesse sind ein fortwährender Austausch von innen und aussen durch eine poröse Hülle, wie beispielsweise durch eine mineralische Wand aus Backsteinen, Putzen und
Pellet-Ofen mit WLANModul
Naturnahe Fussweggestaltung
Wandpanel für Dusch-WC
Das Dusch-WC Geberit AquaClean Mera zeichnet sich durch sein elegantes Design und seine zahlreichen Komfortfunktionen aus. Für die Steuerung des Dusch-WCs ist ab 1. Juli 2016 ergänzend zur bisherigen Fernbedienung auch ein kabelloses Wandbedienpanel verfügbar, das sich frei platzieren und einfach befestigen lässt. geberit-aquaclean.ch
IndachFotovoltaik
Das Fotovoltaik-IndachSystem zzsunstar biuno von ZZ Wancor eignet sich mit einer ganzen Palette von Vorteilen sowohl für Neubauten wie auch für Dachsanierungen. Ein Rahmen macht die Integration in die Dachfläche möglich, und die innovative Hinterlüftung verspricht bei jeder Dachkonstruktion optimale Erträge. zzwancor.ch
Der smarte Pellet-Ofen HSP 8 Home von Sibirtherm überzeugt nicht nur mit seinem besonders stylischen Design: Der Ofen verfügt über eine angesagte 2-in-1WLAN-Funktion, dank der er sich via Tablet oder Smartphone bequem von unterwegs anwerfen und auf die gewünschte Raumtemperatur einstellen lässt. sibirtherm.ch
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74 Veranstaltungen Beim 16. Designers’ Saturday am 5. und 6. November verwandelt sich Langenthal in einen einzigartigen und inspirierenden Kreativraum.
76 Messen In Köln (D) findet von 25. bis zum 29. Oktober die «Orgatec» statt. Als Messe und Kommunikationsplattform denkt die «Orgatec» Arbeit neu.
78 Branchenspiegel Klatsch und Tratsch aus Industrie und Handel, neue Protagonisten, neue Marktauftritte usw.
E Architektur+Technik 9/16
ses wird dem Publikum eine bewusst begrenzte, sorgfältige Auswahl von Ausstellern präsentiert. Die Auswahl der Aussteller findet in einem zweistufigen Verfahren durch den Vorstand des Designers’ Saturday und eine internationale Fachjury statt. Die Selektion ist Ausdruck des Willens des Designers’ Saturday, sein Profil als exklusive Plattform im Vergleich zu immer grösseren Massenveranstaltungen weiterhin zu schärfen. Am Event prämiert die Jury die besten Inszenierungen. Hierbei werden Motivation und Exzellenz der Realisationen anerkannt und mit den D’s Awards in Gold, Silber oder Bronze ausgezeichnet. Drei Themenkreise
Beim 16. Designers’ Saturday am 5. und 6. November verwandelt sich Langenthal in einen einzigartigen und inspirierenden Kreativraum.
Treffpunkt für Design
gun. Der erste Designers’ Saturday in Langenthal fand 1987 statt. Seither haben 15 dieser Veranstaltungen – alle zwei Jahre – die Schweizer Design-Szene mitgetragen, bekannt gemacht und vorwärts gebracht. Er findet dort statt, wo Design entsteht. An sechs Standorten in und um Langenthal an Werkplätzen der Design-Industrie, die innovativen Geist, Herstellungsalltag und dieses Etwas, das den Mehrwert von gutem Design ausmacht, verkörpern. Es ist keine Produkt-Show, die auf einem anonymen Messegelände abgehalten wird, sondern Bühne, um authentisches Firmenkönnen in stimmungsvollen Produktionshallen exemplarisch zu inszenieren – und um anhand von unkonventionellen Interpretationen Einblick in die Tiefe der Design-Welt zu ermöglichen. Der Anlass ist internationaler Treffpunkt für das Design. Die Präsentationen werden von Cartes blanches nationaler sowie internationaler Kunst- und Design-Hochschulen begleitet. Der Designers’ Saturday ist eine Selektion: Zur Qualitätssteigerung des Anlas-
In diesem Jahr haben sich drei Themenkreise abgezeichnet: Veränderung, Bewegung und Spiegelung. Bei Inszenierungen, die sich mit Veränderung befassen, geht es um Metamorphosen bzw. Anamorphosen, die bewusst mit unterschiedlichen Betrachtungswinkeln spielen. Durch die inszenierte Dynamik wird für die Besucher die Veränderung erlebbar. Das Thema Bewegung wird mit Karussell oder Schaukeln belebt und mit verschiedenen Elementen wie Licht oder Musik kombiniert. Inszenierungen mit Spiegelungen waren bereits beim vergangenen Designers’ Saturday zu finden und kommen auch bei der diesjährigen Ausgabe wieder zum Einsatz. «Bei den Unternehmen, ihren Installationen, aber auch bei den kreativen Köpfen, die dahinterstecken, haben wir diesmal eine sehr grosse Bandbreite – und das ist genau das, was wir wollen: Keine Monokultur, keine Eindimensionalität, sondern eine möglichst breite Palette», so Sergio Cavero, Kurator des Designers’ Saturday. designerssaturday.ch
Am Designers’ Saturday entsteht ein einmaliger Kreativraum für Design durch den direkten Dialog zwischen Herstellern, Gestaltern und Planern.
Was die Branche bewegt Vom 11. bis zum 15. Oktober treffen sich an der «Holz 2016» in der Messe Basel die Fachleute der Schweizer Holzbearbeitungsbranche. holz.ch
Die «Holz» ist die älteste Fachmesse der Schweiz und Treffpunkt der Holzbearbeitungsbranche. Rund 350 Aussteller erwarten an die 35 000 Besucher. Die sich verändernden Marktbedingungen verlangen neue Herangehensweisen, Flexibilität, Offenheit. Wie geht die Branche mit der vierten industriellen Re-
volution um? Die Fachmesse Holz bietet für solche Fragen eine ausgezeichnete Plattform und widmet sich mit der Eröffnungsveranstaltung zum Thema Handwerk 4.0 diesen Fragen. Vor allem der Sonderbereich Zukunft Holz verspricht innovative Designs, Materialien und Technologien. Teil der Plattform ist auch
Intelligent bauen Vom 8. bis zum 11. Dezember startet in Bern die 15. «Bau+ Energie». Es werden aktuelle Erkenntnisse und Trends zu energieeffizientem Bauen und Modernisieren präsentiert. bau-energie.ch
Innenausbau im Fokus
Zu den vier Messetagen werden über 23 000 Besucher erwartet. Ob Hauseigentümerin, Bauherr, Investor oder Architekt, wer für die Zukunft bauen und planen will, findet an der Bau+Energie neben den Präsentationen der 350 Aussteller in 40 Veranstaltungen im Kongress und in Fachvorträgen im Open Forum kompetente Ansprechpartner. Parallel zur Bau+Energie findet die Bauen+Wohnen satt. So finden die Besucher zeitgleich in drei Hallen Rat zur Tat, sowohl zum energieeffizienten Bauen als auch über die Trends beim Renovieren und im Hausbau.
Im Themenmonat Oktober dreht sich im «stilhaus» alles um den Innenausbau. Die BauTage am 14. und 15. Oktober widmen sich passend dazu dem Fokus «Material und Oberfläche». stilhaus.ch
die Wanderausstellung des Prix Lignum. Der Ausstellungsbereich ist eine gekonnte Inszenierung von Besonderheiten im Material-Design und unterschiedlichen Werkstoffen wie Stein, Glas, Metall, Kunststoff oder Kork. Neue Technologien für den Innen- und Aussenbau mit Holz wie Fassadenkonstruktionen, innovative Holzkonstruktionen, Farben und Lacke werden besonders präsentiert. Neben Fachreferaten werden die zukunftsweisenden Inhalte auch in Talks und Podiumsgesprächen diskutiert. Ein Highlight der Messe werden die «Timber Construction European Championships 2016», die Europameisterschaften der Zimmerleute, sein. Im Rahmen des Innovationspreises werden zum dritten Mal Neuheiten, Trends und zukunftsweisende Weiterentwicklungen der Holzbearbeitungsbranche prämiert. Ziel des Preises ist es, dem Werkstoff Holz und der Innovationskraft der einzelnen Anbieter eine passende Bühne zu bieten und damit die wirtschaftliche Bedeutung der Branche zu unterstreichen. Im Oktober haben die Aussteller im «stilhaus» Informatives rund um das Thema Innenraum und Einrichten vorbereitet. An den BauTagen am 14. und 15. Oktober präsentieren die Aussteller innovative Materialien und Oberflächen. Beim Architekten- und Bauprofi-Treff am Freitag, 14. Oktober, gibt dipl. Arch. ETH Susanne Fritz Einblicke in die richtige Auswahl von Materialien. Am Bauherren-Tag am Samstag, 15. Oktober, gibt es ein vielfältiges, buntes Programm für alle Interessierten. Die Aussteller beraten umfassend zu allen Fragen rund um «Material und Oberfläche».
Fachbesucher aus aller Welt werden sich an der Orgatec über die Neuheiten und Trends informieren.
In Köln (D) findet vom 25. bis 29. Oktober die Orgatec statt.
Impulse für moderne Arbeitswelten
gun. Als Messe und Kommunikationsplatt-
form denkt die Orgatec Arbeit neu. In ihren Themenbereichen Contract, Mobile, Space und Office zeigt sie die ganze Welt der Arbeit und gibt Impulse für die Gestaltung inspirierender Arbeitswelten – im Büro, zu Hause und unterwegs. Hier findet man alles, was man benötigt, um Kreativität und Potenzial optimal zu entfalten: die besten Konzepte und Produkte aus den Bereichen Einrichtung, Boden, Akustik, Licht, Informations- und Telekommunikationstechnologie sowie zahlreiche weitere Innovationen. Das begleitende Rahmenprogramm vertieft diese Themen. Hochkarätig besetzte Kongresse und Vorträge, Sonderschauen und weitere Branchen-Highlights bieten umfassende Informationen und viel Gelegenheit für brancheninternen Austausch. So bietet beispielsweise das Trendforum unter Moderation eine Fülle an informativen Vorträgen und spannenden Gesprächsrunden zu Bürogestaltung und Arbeitskultur mit namhaften Referenten und internationalen Teilnehmern. Im Fokus der Veranstaltungsreihe stehen aktuelle Trendentwicklungen der Arbeitsplatzgestaltung der Zukunft. Auf dem Oragatec Boulevard wird mithilfe vieArchitektur+Technik 9/16
ler Partner das Motto «Creativity Works» an unterschiedlichen Inseln spektakulär in Szene gesetzt. Auch die Speakers’ Corner wird in diesem Jahr wieder Teil des Event-Programms sein. Nach einer erfolgreichen Premiere im Jahr 2014 präsentieren sich ausstellende Unternehmen erneut auf der Bühne in Halle 11.2 dem internationalen Fachpublikum. Das Büro ist heute überall: im Auto, im Zug, zu Hause, im Garten. Leben und Arbeit fliessen ineinander. Man kann diesen Trend kritisieren. Was man jedoch nicht kann: diesen Trend ignorieren. Die technischen Möglichkeiten bestimmen mehr und mehr unser Arbeitsleben. Man ist immer online und überall erreichbar. Gesucht werden neue Lösungen, ungewöhnliche Ideen und innovative Produkte. Die Orgatec stellt sich dieser Herausforderung. Auf der Leitmesse für Arbeitswelten werden schon lange nicht mehr nur Schreibtische oder Container gezeigt. Vielmehr geht es um Arbeitskultur, Arbeitsprozesse und Arbeitsumgebungen. Auf einer 260 m² grossen Sonderfläche werden Design-Lösungen zum Thema Küchen und Aussenbereich präsentiert. orgatec.de
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Auszeichnung Brune hat den German Brand Award 2016 Winner in der Kategorie «Industry Excellence in Branding» erhalten. brune.de
Die BASF hat ihre neue Produktionsanlage zur Herstellung von Polyurethan-Böden in Malaysia eingeweiht. basf.com
Der Chemiekonzern BASF in Ludwigshafen (D) ist mit der neuen Produktionsanlage zur Herstellung von Ucrete besser in der Lage, der steigenden Nachfrage nach qualitativ hochwertigen und langlebigen Industrie-Bodensystemen im Asien-Pazifik-Raum gerecht zu werden. In der neuen Produktionsanlage werden erstmals alle Komponenten der UcretePolyurethan-Böden ausserhalb Europas hergestellt. Die Anlage befindet sich im BASF-Werk der Geschäftseinheit Construction Chemicals im Bukit-RajaIndustriepark in Klang im malaysischen Bundesstaat Selangor.
Alpnach Norm feiert Jubiläum: 1966 von Theo Breisacher gegründet, wird das Familienunternehmen heute in der zweiten Generation von Tochter Brigitte Breisacher geführt. alpnachnorm.ch
Auf der GaLaBau 2016 präsentierte der Entwässerungsspezialist Gutjahr Neues und Bewährtes für den Aussenbereich. gutjahr.com
Die Geschichte der Alpnach NormSchrankelemente AG ist geprägt vom Mut, von der Zuversicht und der Innovationskraft von Theo Breisacher. In den letzten Jahren hat die Firma aber auch ohne Weiteres einen Generationenwechsel überstanden und feiert im Jahr 2016 ihr 50-jähriges Jubiläum. Im August folgten 2000 Besucher der Einladung zum Jubiläumsanlass des Möbelherstellers. Neben dem Betriebsrundgang stand die Schrank-Ausstellung zur Besichtigung offen. Ein begehbarer Lkw gab einen humorvollen Einblick in die 50-jährige Geschichte. Architektur+Technik 9/16
Im Juni hat die Brune Sitzmöbel GmbH in Berlin die Auszeichnung German Brand Award 2016 Winner in der Kategorie «Industry Excellence in Branding» erhalten. Der German Brand Award prämiert wegweisende Marken und Markenmacher. Honoriert werden innovative Marken, konsequente Markenführung und nachhaltige Markenkommunikation. Über die Vergabe des German Brand Award entscheidet eine unabhängige Jury von Markenexperten unterschiedlicher Disziplinen: Industrie, Hochschule, Agentur, Beratung und Medien.
Ob Naturstein, Betonwerkstein oder Keramikelemente: Lösungen von Gutjahr schützen hochwertige Beläge im Aussenbereich. Dazu gehört das TrockenStelzlager TerraMaxx TSL, das im Vorfeld bereits von Profi-Verarbeitern getestet wurde. Vor allem von zwei Funktionen waren die Test-Handwerker begeistert: die bequeme Justierung der Höhe und das einfache Ausrichten des Gefälles. TerraMaxx TSL ist ohne Werkzeug stufenlos höhenverstellbar – und zwar von 36 bis 120¡mm. Zudem ist es bis etwa 5 Grad nivellierfähig, was einem Gefälle von rund 9 Prozent entspricht.
Die FIRESCREEN® Feuerschutzvorhänge sind ästhetisch und mit kompakten Massen für die Raumabteilung, als Fluchtwegsicherung und als Alternative zu Brandschutzwänden einsetzbar. Gesteuert werden die FIRESCREEN® Feuerschutzvorhänge über ein bestehendes Brandmeldesystem, bei Stromausfall schliessen sie durch Schwerkraft.
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Die nächste Ausgabe von Architektur +Technik erscheint am 17. Oktober 2016 mit dem Dossier Corporate Architecture.
Anzeigendisposition Denise Bucher Leserdienst Jasmin Brühwiler Layout Ines Häny Miro Peloso Illustrationen Grafilu Korrektorat Ullrich Noelle Druck AVD Goldach AG Sulzstrasse 10 –12 9403 Goldach/SG avd.ch Verkaufspreis* Einzelexemplar CHF 7.– 1 Jahr (12 + 2 Ausgaben) CHF 64.– 2 Jahre (24 + 4 Ausgaben) CHF 96.– * Einzelheft und Ausland-Abos, exkl. Portokosten ISSN-Nr. 2296-3715 WEMF / SW-Beglaubigung 2015 Total verbreitete Auflage 7560 Exemplare (davon verkauft 2042)
Rechenzentrum Datacube in Münchenstein.
Neues Wasserkraftwerk in Hagneck.
Architektur+Technik 09 2016

References: BGE 
 Art. 256
 Art. 259
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