Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=BVerwG&Datum=13.10.1994&Aktenzeichen=7%20C%2015.94
Timestamp: 2019-06-16 03:52:25+00:00

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BVerwG, 13.10.1994 - 7 C 15.94 - dejure.org
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BVerwG, 13.10.1994 - 7 C 15.94 (https://dejure.org/1994,614)
BVerwG, Entscheidung vom 13.10.1994 - 7 C 15.94 (https://dejure.org/1994,614)
BVerwG, Entscheidung vom 13. Januar 1994 - 7 C 15.94 (https://dejure.org/1994,614)
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Vermögensrecht - Investitionsvorrangsbescheid - Klagebefugnis des Investors - Ermessensfehlerfreie Entscheidung
Keine Klagebefugnis des Investors gegen Aufhebung eines Investitionsvorrangbescheides
Investor; Investitionsvorrangbescheid; Klagebefugnis gegen Investitionsvorrangbescheid
Investor und Ivestittionsvorrang
Aufhebung eines Investitionsvorrangbescheides (IBR 1995, 220)
VG Magdeburg, 25.11.1993 - 2 A 237/93
BVerwGE 97, 39
NJW 1995, 672
ZIP 1994, 1808
BB 1995, 213
DB 1995, 139
DÖV 1995, 253
Eine lediglich mittelbar-tatsächliche Begünstigung reicht zur Begründung eines Anspruchs auf fehlerfreie Ermessensausübung nicht aus (vgl. Urteil vom 3. Oktober 1994 - BVerwG 7 C 15.94 - Buchholz 428.1 § 4 InVorG Nr. 3 S. 3).
Insoweit ähnelt die Rechtsstellung des Verfügungsberechtigten derjenigen des Investors; auch dieser erlangt mit dem Investitionsvorrangbescheid lediglich eine Erwerbschance, die unter dem Vorbehalt der Aufhebung des Bescheids in einem vom Restitutionsberechtigten eingeleiteten Widerspruchs- oder Klageverfahren steht (vgl. Urteil vom 13. Oktober 1994 - BVerwG 7 C 15.94 - Buchholz 113 § 4 InVorG Nr. 3).
Der erkennende Senat hat dies bereits in seinem Urteil vom 13. Oktober 1994 - BVerwG 7 C 15.94 - (…a.a.O. S. 5) für den Investor ausgesprochen; für den gleichfalls durch den Investitionsvorrangbescheid nur mittelbar begünstigten Verfügungsberechtigten gilt nichts anderes.
Auch in dieser Hinsicht lassen sich die auf den Investor bezogenen Ausführungen in dem genannten Urteil vom 13. Oktober 1994 - BVerwG 7 C 15.94 - (…a.a.O. S. 5 f.) auf den Verfügungsberechtigten übertragen.
Eine lediglich mittelbar-tatsächliche Begünstigung reicht zur Begründung eines Anspruchs auf fehlerfreie Ermessensausübung nicht aus (vgl. Urteil vom 13. Oktober 1994 - BVerwG 7 C 15.94 - ).
In derartigen Fällen ist der Gesetzgeber nach der Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts (BVerfGE 83, 182 (198) [BVerfG 09.01.1991 - 1 BvR 207/87]) und des erkennenden Senats (Urteil vom 13. Oktober 1994 - BVerwG 7 C 15.94 - VIZ 1995, 36) auch in Anbetracht der Rechtsschutzgarantie des Art. 19 Abs. 4 GG nicht gehindert, bereits an den Erlaß des Verwaltungsakts unabhängig von dessen Rechtmäßigkeit nachteilige Rechtsfolgen für den Dritten zu knüpfen, sofern dies - wie in den Fällen des § 4 Abs. 5 InVorG - aus sachgerechten Gründen geschieht.
Das gilt auch dann, wenn der Investor bereits den restitutionsbelasteten Vermögenswert erworben hat (Urteil vom 13. Oktober 1994 - BVerwG 7 C 15.94 - Buchholz 113 § 4 InVorG Nr. 3 S. 2 ; vgl. auch Urteil vom 18. Mai 1995 - BVerwG 7 C 3.94 - Buchholz 112 § 3 a VermG Nr. 3 S. 3 ).
Im vorliegenden Fall hat die Aufhebung des Investitionsvorrangbescheides für den Schutz des Investors in seinem zivilrechtlichen Verhältnis gegenüber dem Verfügungsberechtigten aber keine Bedeutung (vgl. Urteil vom 13. Oktober 1994 - BVerwG 7 C 15.94 - a.a.O. S. 6).
Dies reicht trotz der Bekanntgabe des Bescheids zur Begründung einer Adressatenstellung nicht aus (vgl. Urteil vom 13. Oktober 1994 - BVerwG 7 C 15.94 - BVerwGE 97, 39, 41; Buchholz 113 § 4 Nr. 5).
Die Normen regeln spezialgesetzlich und verschuldensunabhängig die Rechtsfolgen zwischen Investor und Verfügungsberechtigtem im Fall einer bestandskräftigen Aufhebung des Investitionsvorrangbescheids, der hier die Grundstücksverkehrsgenehmigung ersetzt (vgl. § 11 Abs. 1 Satz 1 InVorG; BVerwG, Urteil vom 13. Oktober 1994 - 7 C 15.94 -, juris Rn. 14).
Der Investor erwirbt das Eigentum oder Erbbaurecht stets nur unter dem gesetzlichen Vorbehalt, dass der Anmelder nicht die Aufhebung des Investitionsvorrangbescheids erreicht (vgl. BVerwG, Urteil vom 13. Oktober 1994 - 7 C 15.94 - juris, Rz. 11).
Eine lediglich mittelbar-tatsächliche Begünstigung, hier die Eröffnung einer Beförderungsmöglichkeit, reicht zur Begründung eines Anspruchs auf fehlerfreie Ermessensausübung nicht aus (vgl. Urteil vom 13. Oktober 1994 - BVerwG 7 C 15.94 - Buchholz 428.1 § 4 InVorG Nr. 3 S. 3).
aa) Der Widerruf des Investitionsvorrangbescheides erfolgt durch Verwaltungsakt, gegen den Widerspruch und Anfechtungsklage zulässig sind (…Rapp, RVI aaO Rdn. 67 ff.; BVerwGE, Urteil vom 13. Oktober 1994 - 7 C 15.94 = ZOV 1995, 44, 46 = ZIP 1994, 1808, 1810 f.).
Nach der Rechtsprechung des Senats (Urteil vom 13. Oktober 1994 - BVerwG 7 C 15.94 - BVerwGE 97, 39 = Buchholz 113 § 4 InVorG Nr. 3) wird ein Investor durch einen Investitionsvorrangbescheid lediglich mittelbar tatsächlich begünstigt; er ist bedeutsam als Mittler der angestrebten Investitionen und trägt daher zur Erreichung des Ziels der gesetzlichen Regelung und der auf ihrer Grundlage ergehenden Bescheide bei, nämlich der Förderung des wirtschaftlichen Aufschwungs im Beitrittsgebiet.
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References: § 4
 § 4
 Art. 19
 § 4
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 § 3
 § 4
 § 11
 § 4
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