Source: https://www.eichhof-online.de/vogelsberger-lebensraeume/familienhilfe-jugendhilfe-und-ambulante-betreuungen-fuer-junge-volljaehrige.html
Timestamp: 2018-02-18 00:58:05+00:00

Document:
Seit vielen Jahren beraten und betreuen die Vogelsberger Lebensräume junge, psychisch erkrankte Erwachsene und Familien mit einem psychisch erkrankten Elternteil im Rahmen ihrer sozialpsychiatrischen Angebote (Betreutes Wohnen, Tagesstätte, Wohnheim, Begleitetes Wohnen in Familien, Betreutes Wohnen Sucht).
Auf der Grundlage dieser langjährigen Erfahrungen machen die Vogelsberger Lebensräume ab 1. Januar 2010 spezifische Angebote für Kinder, Jugendliche, junge Erwachsene und Familien.
Kostenträger und Finanzierung der Leistung
Die Leistungen der Sozialpädagogischen Einzelfallhilfe für junge Menschen und der Sozialpädagogischen Familienhilfe werden auf der Grundlage des SGB VIII erbracht und durch den Träger der Jugendhilfe finanziert.
Die Leistungen des Betreuten Wohnens werden ab dem 23. Lebensjahr auf der Rechtsgrundlage des SGB XII Eingliederungshilfe (§§ 53-60) erbracht. Damit verbunden ist die Verpflichtung, sich im Rahmen der bestehenden Rechtsvorschriften (§§ 82-96) mit seinem Einkommen und Vermögen an der Finanzierung der Leistungen zu beteiligen. Eine wirtschaftliche Prüfung wird seitens des Kostenträgers durchgeführt.
Gerne beraten wir Sie bei offenen Fragen.
Grundhaltung, die unser Handeln leitet und in den beschriebenen Angeboten ihren Niederschlag bzw. ihre Umsetzung findet.
Der Leitgedanke ist, dass es jungen Menschen und Familien, deren Verhalten als „abweichend“ beobachtet wird, zur gegebenen Zeit an Handlungsalternativen bzw. Handlungsspielräumen fehlt.
Wenn wir das von uns beobachtete Verhalten als eingebunden in unterschiedliche Kontexte betrachten, ist es möglich, dieses „abweichend“ beobachtete Verhalten als ein kontextabhängiges, sinnvolles und rationales Verhalten zu erkennen. Dies bedeutet nicht, dieses auch gut zu heißen.
Wir gehen davon aus, dass die jungen Menschen noch nicht die Chance bekommen oder ergriffen haben, sich in ihrer Einzigartigkeit zu verwirklichen und ihre eigenständigen, wertvollen Beiträge und Aufgaben in gesunder Weise in ihre wichtigen Beziehungssysteme einbringen zu können. Gleichzeitig wurden die jungen Menschen und ihre Familienangehörigen mit Erwartungen überflutet, die so, wie sie gestellt erschienen für sie, nicht erfüllbar waren.
Wir sehen es als unsere Aufgabe, den Familien und den jungen Menschen die Chance zu bieten, ihre z. T. verborgenen Stärken und Ressourcen zu finden, wieder zu aktivieren und mit ihren bereits vorhandenen Fähigkeiten optimal kombinieren zu können. Familienhilfe und Jugendhilfe verstehen wir als systemische Hilfe zur Selbsthilfe, bei der sich jedes Familienmitglied und jeder junge Mensch als „Spezialist“ in eigener Sache verstehen soll.
Wir bieten Familien und jungen Menschen eine Beziehung an mit dem Ziel der Klärung, Orientierung, Anleitung und Selbstreflexion.
Wir verbinden präzise Zielorientierung mit kongruenter Wertschätzung und empathischer Begleitung. Es sollen geeignete Lösungen gefunden werden, welche die jungen Menschen und Familienmitglieder in ihrer Einzigartigkeit bestärken. Sie so gut und gesund wie möglich mit ihren Beziehungssystemen verbinden und versöhnen zu können, verstehen wir als wichtige Arbeitsgrundhaltung. Dabei sind die rechtlichen Rahmenbedingungen ein wesentlicher Bestandteil unserer Arbeit, die es zu berücksichtigen gilt (so z. B. § 8a SGB VIII).
Mit diesem Verständnis unterstützen wir Familiensysteme und junge Menschen, Sinn- und Zukunftsperspektiven zu entwickeln, die ihre Gesundheit fördern und ihr Leben bereichern.
Tel.: 06641 9668-25
Mobil: 0175 6979094
eMail: j.drews(at)vb-l.de
Systemischen Kinder- und Jugendlichentherapeutin
Tel.: 06641 9668-27
Mobil: 0151 55025930
eMail: n.huether(at)vb-l.de
Tel.: 06641-9668-28
Mobil: 0151 55025919
eMail: a.kraft(at)vb-l.de
Tel.: 06641-9668-26
Mobil: 0151 55025921
eMail: b.kurz(at)vb-l.de
Schemapädagoge
Mobil: 0151 55025920
eMail: s.lieder(at)vb-l.de
Mobil: 0151 55025925
eMail: s.ruppel(at)vb-l.de
Tobias Rübbert
Mobil: 0151 55025929
eMail: t.ruebbert(at)vb-l.de
Dipl. Sozialarbeiter und Systemischer Familientherapeut
Tel.: 06641 9668-28
Mobil: 0151 55025922
eMail: n.spohr(at)vb-l.de
Tel.: 06641 9668-26
Mobil: 0151 55025917
eMail: a.voit(at)vb-l.de
Mobil: 0151 55025923
eMail: s.walter(at)vb-l.de
System Integrative Therapeutin
Fachwirtin für Soziale Dienste
Mobil: 0151 55025924
eMail: s.zante(at)vb-l.de
Einzelfallhilfe für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene
Ziel der Betreuung ist es, die jungen Menschen und ihre Familiensysteme anhand ihrer Fähigkeiten die bestmöglichen Entwicklungschancen für ein selbstverantwortliches Leben zu ermöglichen und damit die Integration der jungen Menschen in unsere Gesellschaft zu fördern. Unsere besonderen Erfahrungen im Umgang mit psychisch erkrankten Menschen, die systemische Sichtweise in Bezug auf Veränderungsprozesse, Verhaltensweisen im Kontextbezug, die Arbeit mit dem sozialem Umfeld (Familie, Schule, soziale Bindungen) und unsere pädagogische Idee von sozialem Lernen in der Gruppe sind Eckpfeiler unserer Arbeit mit Kindern, Jugendlichen und jungen Volljährigen.
Grundlage ist die individuelle Zielvereinbarung und Hilfeplanung mit dem jungen Mensch.
Unterstützung in allen Lebensbereichen mit dem Ziel größtmöglicher Eigenständigkeit
Persönliche Kompetenzen und Fähigkeiten stabilisieren und fördern
Beratung und Förderung im Bereich alltagspraktische Fertigkeiten
Unterstützung bei Integration in Schule, Ausbildung, Beruf
Beratung und Unterstützung in rechtlichen und finanziellen Fragen (Lebensunterhalt, Schulden, Reha)
Hilfe bei Aufnahme und Pflege von Beziehungen zu Mitmenschen
Erlernen eines angemessenen Umgangs mit der eigenen Erkrankung
Eingliederungshilfe für junge Menschen (Kinder, Jugendliche, junge Volljährige)
Ambulant Betreutes Wohnen für junge Volljährige
Die Leistungsgrundlage für die ambulante Betreuung ist je nach Zuständigkeit des Einzelfalls im Sozialgesetzbuch VIII oder XII zu finden. (siehe dazu § 27 SGB VIII i. V. m. §§ 30, 35 SGB VIII, §§ 35a sowie bei jungen Volljährigen i. V. m. 41 SGB VIII oder § 53 SGB XII).
Betreutes Wohnen für junge Volljährige in der Wohngemeinschaft Lauterbach
Ein Angebot für junge psychisch erkrankte Volljährige von 18 bis 27 Jahren, für die das Wohnen in einer betreuten Wohngruppe die geeignete Wohnform ist, um für sich neue Perspektiven zu entwickeln. Die Wohngruppe als familienähnliches Milieu bietet den jungen Menschen eine angstfreie, sichere Atmosphäre, in der sie sich akzeptiert fühlen, Halt, Orientierung und Anerkennung erfahren können. Die Beziehungsarbeit und das entstehende Spannungsfeld zwischen Annahme/Geborgenheit und weitestgehender Autonomie werden hierbei zum methodischen Konstrukt individueller Lernerfahrungen.
Grundlage ist die individuelle Zielvereinbarung und Hilfeplanung mit dem jungen Menschen
Beratung und Förderung im Bereich alltagspraktische Fertigkeiten (Kochen, Waschen, Geld einteilen, Körperpflege, Wohnraumpflege)
Unterstützung bei einer sinnvollen Freizeitgestaltung
Ambulante Betreuung nach individueller Absprache
Präsenszeiten in der Wohngruppe (auch an Wochenenden)
Dauer: Nach individueller Hilfeplanung/zunächst für ein Jahr
Suchtkranke und Drogenabhängige therapiebedürftige junge Erwachsene
Junge Volljährige mit akuter Suizidalität
Die Leistungsgrundlage für die ambulante Betreuung ist je nach Zuständigkeit des Einzelfalls im Sozialgesetzbuch VIII oder XII zu finden.
(siehe dazu § 27 SGB VIII i. V. m. §§ 30, 35 SGB VIII, §§ 35a sowie bei jungen Volljährigen i. V. m. 41 SGB VIII oder § 53 SGB XII)
» Betreutes Wohnen für psychisch erkrankte junge Erwachsene [243 KB]
Die Sozialpädagogische Familienhilfe (SPFH) ist ein Angebot zur Selbsthilfe für
Familien, Alleinerziehende, Paare oder Lebensgemeinschaften mit minderjährigen Kindern, die sich in komplexen oder krisenhaften Lebenslagen befinden,
Familien, in denen Familienmitglieder (Eltern oder Kinder) psychisch erkrankt sind,
Familien, die bei der Bewältigung von Alltagsproblemen, der Lösung von Konflikten und Krisen sowie in ihren Erziehungsaufgaben Unterstützung in Anspruch nehmen wollen.
Gemeinsam mit den Familien werden die gegenwärtigen persönlichen Ressourcen und Defizite erkundet sowie Grenzen, Hindernisse und störende Faktoren erfasst. Im Hilfeplan werden individuelle Ziele verschiedener Bereiche formuliert:
Erfüllung der Erziehungsaufgaben
Umgang/Lösung von Konflikten und Krisen
Einüben/Lernen des Umgangs mit der psychischen Störung
Vor dem Hintergrund unserer systemisch, familientherapeutischen Sichtweise legen wir besonderes Augenmerk auf:
Aufbau einer arbeitsfähigen Beziehung zu allen Familienmitgliedern
Kennenlernen und Verstehen der Handlungsmuster der Familie
Entwicklung neuer Strategien der Problemlösung
Erkundung zusätzlicher Hilfs- und Unterstützungsmöglichkeiten im familiären Umfeld und ihre Implementierung, ggfs. Hinführung zu anderen Hilfen
Die Förderung der Entwicklung des Kindes
Dem Entgegenwirken der übermäßigen Verantwortungsübernahme durch das Kind für das erkrankte Familienmitglied
Die Enttabuisierung der Erkrankung des Elternteils/der Eltern/des Familienmitglieds
Förderung (zusätzlicher) sozialer Kontakte und Aktivitäten der Familie
§ 27 SGB VIII in Verbindung mit § 31 SGB VII
» Sozialpädagogische Familienhilfe [245 KB]
Unter Clearing und Diagnostik versteht man einen ambulanten Prozess, bei dem die aktuelle Familiensituation erschlossen wird. Hier können weitere relevante Vertrauens- oder Bezugspersonen hinzugezogen werden.Nach der Klärung der Ist-Situation und der Problemsicht der beteiligten Familienmitglieder werden Perspektiven entwickelt und Ziele für das weitere Vorgehen formuliert.
richten sich an Kinder, Jugendliche und junge Volljährige und Familien
in akuten und komplexen Belastungssituationen
bei denen ein Verdacht auf gewichtige Anhaltspunkte für Kindeswohlgefährdung vermutet wird, die durch sozialpädagogische, familientherapeutische oder ärztlich-therapeutische Intervention abgewendet werden können
mit Verdacht auf psychische Erkrankung oder Abhängigkeitserkrankung
Die Klärung der Ist-Situation beinhaltet:
systematisches Erkunden der gegenwärtigen Ressourcen und Defizite der Familie
Gespräche mit einzelnen Mitgliedern und/oder der gesamten Familie
Prüfung der Motivation zur Veränderung
Bei Bedarf hinzuziehen von relevanten Fachleuten/Fachärzten zur weiteren Diagnostik
Zusammenfassen der Ergebnisse und Empfehlung für das weitere Vorgehen an das Jugendamt
Leistungsgrundlage § 27 SGB VIII
Das Angebot der Aufsuchenden Familientherapie richtet sich an Familien, die sich in krisenhaften und komplexen Belastungssituationen (z. B. Trennung, Scheidung, Tod, Gewalterfahrung, Überforderung, psychischer Erkrankung eines Familienmitglieds etc.) befinden. AFT will die Stärken des Einzelnen bewusst machen und mobilisieren. Sie zielt darauf ab, vorhandene Kompetenzen zu erweitern und alternative Möglichkeiten der Kommunikation, Interaktion sowie der Konfliktlösung im familientherapeutischen Sinne zu entwickeln.
Weiterhin werden die Familienmitglieder in ihrer Eigenverantwortung und Individualität gefördert und bei der Entwicklung selbstverantwortlicher Zukunftsperspektiven unterstützt. Es sollen individuell zugeschnittene therapeutische Hilfestellungen aufgezeigt und ganzheitliche Lösungen für z. B. Konflikte, besondere Verhaltensweisen einzelner Familienmitglieder, Kommunikationsstörungen, u. v. m. in der Familie gefunden werden.
Aufsuchende Familientherapie findet im gewohnten Umfeld der Familie statt.
Leistungsgrundlage §27 SGB VIII
Freizeitpädagogische Maßnahmen, Rufbereitschaft, Betreuung auch an Wochenenden
In regelmäßigen Abständen können alle Klienten und Familien an freizeitpädagogischen Maßnahmen teilnehmen.
Darüber hinaus bieten wir nach individueller Hilfeplanung und Absprache mit dem Kostenträger folgende Leistungen an:
Fax: 06641 9668-30
j.drews(at)vb-l.de
t.ruebbert(at)vb-l.de

References: § 8
 § 27
 § 53
 § 27
 § 53

§ 27
 § 31
 § 27
 §27