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Timestamp: 2018-02-19 01:40:34+00:00

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100.00 Wahlordnung mit Durchführungsverordnung (WO, WODV) - Kirchenrecht Online-Nachschlagewerk
100.00 Wahlordnung mit Durchführungsverordnung (WO, WODV)
I. Wahl der Presbyterinnen/Presbyter
§ 1 Zusammensetzung des Presbyteriums
§ 2 Anzahl der Presbyterinnen/Presbyter
§ 3 Amtsdauer, Verpflichtung
§ 4 Wahlgrundsätze, Wählerinnen-/Wählerliste
§ 5 Wahlberechtigung
§ 6 Wählbarkeit
§ 7 Festsetzung von Terminen und Fristen
§ 8 Wahlbezirke
§ 9 - weggefallen -
§ 10 Anzahl der Presbyterinnen/Presbyter in den Wahlbezirken
§ 11 Wahlausschuss
§ 12 Feststellung der Anzahl der Presbyterinnen/Presbyter
§ 13 Ankündigung der Wahl
§ 14 - weggefallen -
§ 15 Auskunft aus der Wählerinnen-/Wählerliste, Widerspruchsrecht
§ 17 - weggefallen -
§ 18 Prüfung der Wahlvorschläge
§ 19 Rechtsbehelfe
§ 20 Vorschlagsliste
§ 21 - weggefallen -
§ 22 Bekanntgabe der Vorgeschlagenen, Wahlbenachrichtigung
§ 22 a - weggefallen -
§ 23 Wahlhandlung
§ 24 Wahlzeit, Wahlraum
§ 25 Urnenwahl
§ 26 - weggefallen -
§ 27 - weggefallen -
§ 28 Briefwahl
§ 29 Ende der Wahlhandlung
§ 30 Auszählung und Prüfung der Stimmzettel
§ 31 Ungültige Stimmzettel
§ 32 Feststellung des Wahlergebnisses; nahe Angehörige
§ 33 Wahlniederschrift
§ 34 Bekanntgabe des Wahlergebnisses
§ 35 Berufung von weiteren Presbyterinnen/Presbytern
§ 36 Einführung der Presbyterinnen/Presbyter und der Ersatzmitglieder
§ 37 Einspruch gegen die Wahl, Ungültigkeit der Wahl
§ 38 Ausscheiden von Presbyterinnen/Presbytern
§ 39 Nachrücken von Ersatzmitgliedern
§ 40 Vervollständigung des Presbyteriums durch Berufung
§ 41 Meldung der Wahlergebnisse
II. Wahl der Bezirkssynodalen
§ 42 Zusammensetzung der Bezirkssynode
§ 43 Anzahl der Bezirkssynodalen
§ 44 Amtsdauer der Bezirkssynode, Ersatzmitglieder
§ 45 Wahl durch das Presbyterium
§ 46 Wählbarkeit
§ 47 Festsetzung und Bekanntgabe des Wahltermins
§ 48 Bekanntgabe des Wahlergebnisses
§ 49 Berufung von weiteren Bezirkssynodalen und Ersatzmitgliedern
§ 50 Einspruch gegen die Wahl der Bezirkssynodalen
§ 51 Ausscheiden von gewählten oder berufenen Bezirkssynodalen, Nachwahlen
§ 52 Ausscheiden von geistlichen Bezirkssynodalen
III. Wahl der Landessynodalen
§ 53 Zusammensetzung der Landessynode
§ 54 Anzahl der Landessynodalen
§ 55 Amtsdauer, Ersatzmitglieder
§ 56 Wahl durch die Bezirkssynoden
§ 57 Wählbarkeit weltlicher Synodaler
§ 58 Wählbarkeit geistlicher Synodaler
§ 58 a Ausschluss von der Wählbarkeit
§ 59 Festsetzung von Terminen und Fristen
§ 60 Wahlausschuss
§ 61 Feststellung der Anzahl der zu wählenden Synodalen
§ 62 Mitteilung des Wahltermins
§ 63 Wahlvorschläge
§ 64 Durchführung der Wahl
§ 65 Berufung von weiteren Synodalen
§ 66 Einspruch gegen die Wahl der Synodalen
§ 67 Ausscheiden von gewählten oder berufenen Landessynodalen
§ 68 Ausscheiden von geistlichen Landessynodalen
§ 69 Nachrückung von Ersatzmitgliedern, Nachwahlen
§ 70 Übergangsbestimmung
§ 71 Durchführungsbestimmungen
Wahlordnung – WO –
mit Durchführungsverordnung – WODV –
Wahlordnung – WO – in der Fassung vom 30. Januar 2008,
Durchführungsverordnung – WODV – in der Fassung vom 30. Januar 2008
WO: (ABl. 2008 S. 30), zuletzt geändert durch Artikel 1 des Gesetzes
vom 1. Juni 2016 (ABl. 2016 S. 49)
WODV: (ABl. 2008 S. 30), geändert durch Verordnung vom 25. April 2013
(ABl. 2013 S. 80)
Zusammensetzung des Presbyteriums
Anzahl der Presbyterinnen/Presbyter
Amtsdauer, Verpflichtung
Wahlgrundsätze, Wählerinnen-/Wählerliste
Festsetzung von Terminen und Fristen
Anzahl der Presbyterinnen/Presbyter in den Wahlbezirken
Feststellung der Anzahl der Presbyterinnen/Presbyter
Auskunft aus der Wählerinnen-/Wählerliste, Widerspruchsrecht
Bekanntgabe der Vorgeschlagenen, Wahlbenachrichtigung
Wahlzeit, Wahlraum
Auszählung und Prüfung der Stimmzettel
Feststellung des Wahlergebnisses; nahe Angehörige
Berufung von weiteren Presbyterinnen/Presbytern
Einführung der Presbyterinnen/Presbyter und der Ersatzmitglieder
Einspruch gegen die Wahl, Ungültigkeit der Wahl
Ausscheiden von Presbyterinnen/Presbytern
Vervollständigung des Presbyteriums durch Berufung
Meldung der Wahlergebnisse
Anzahl der Bezirkssynodalen
Amtsdauer der Bezirkssynode, Ersatzmitglieder
Wahl durch das Presbyterium
Festsetzung und Bekanntgabe des Wahltermins
Berufung von weiteren Bezirkssynodalen und Ersatzmitgliedern
Einspruch gegen die Wahl der Bezirkssynodalen
Ausscheiden von gewählten oder berufenen Bezirkssynodalen, Nachwahlen
Ausscheiden von geistlichen Bezirkssynodalen
Anzahl der Landessynodalen
Amtsdauer, Ersatzmitglieder
Wahl durch die Bezirkssynoden
Wählbarkeit weltlicher Synodaler
Wählbarkeit geistlicher Synodaler
Feststellung der Anzahl der zu wählenden Synodalen
Mitteilung des Wahltermins
Berufung von weiteren Synodalen
Einspruch gegen die Wahl der Synodalen
Ausscheiden von gewählten oder berufenen Landessynodalen
Ausscheiden von geistlichen Landessynodalen
Nachrückung von Ersatzmitgliedern, Nachwahlen
( 1 ) Das Presbyterium besteht aus gewählten und berufenen Mitgliedern (Presbyterinnen/Presbyter) sowie aus den Pfarrerinnen/Pfarrern aller Pfarrämter der Kirchengemeinde.
( 2 ) 1 Die Inhaberinnen/Inhaber und Verwalterinnen/Verwalter von Gemeindepfarrstellen sind kraft dieses Amtes Mitglieder des Presbyteriums. 2 Sind zwei Pfarrerinnen/Pfarrer gemeinsam Inhaberinnen/Inhaber oder Verwalterinnen/Verwalter einer Pfarrstelle, so ist eine/einer von ihnen Mitglied des Presbyteriums; die andere Pfarrerin/der andere Pfarrer nimmt an den Sitzungen des Presbyteriums mit beratender Stimme teil. 3 Bei Verhinderung des Mitglieds rückt die andere Pfarrerin/der andere Pfarrer für die Dauer der Verhinderung nach. 4 Im Falle von Satz 2 verständigen sich die Pfarrerinnen/Pfarrer darüber, wer von ihnen Mitglied sein soll. 5 Können sie sich nicht einigen, entscheidet der Bezirkskirchenrat.
1 In Kirchengemeinden
500 Mitgliedern werden 5 Presbyterinnen/Presbyter,
1000 Mitgliedern werden 6 Presbyterinnen/Presbyter,
1500 Mitgliedern werden 7 Presbyterinnen/Presbyter,
2000 Mitgliedern werden 8 Presbyterinnen/Presbyter,
2500 Mitgliedern werden 9 Presbyterinnen/Presbyter,
3000 Mitgliedern werden 10 Presbyterinnen/Presbyter,
3500 Mitgliedern werden 11 Presbyterinnen/Presbyter,
4000 Mitgliedern werden 12 Presbyterinnen/Presbyter
gewählt. 2 Auf Antrag des Presbyteriums einer Kirchengemeinde kann der Bezirkskirchenrat die Anzahl der nach Satz 1 zu wählenden Mitglieder um eines erhöhen oder verringern. 3 Für Kirchengemeinden mit mehr als 4000 Mitgliedern ist für jedes weitere angefangene Tausend eine Presbyterin/ein Presbyter mehr zu wählen; mehr als 21 Presbyterinnen/Presbyter können nicht gewählt werden.
Für die Anwendung der Wahlordnung gelten die sich aus den Hauptwohnsitzen ergebenden Mitgliederzahlen, die der Landeskirchenrat bekannt gibt.
( 1 ) 1 Die Amtsdauer des Presbyteriums beträgt sechs Jahre. 2 Die Presbyterinnen/Presbyter üben ihr Amt solange aus, bis ihre Nachfolgerinnen/Nachfolger eingeführt sind.
( 2 ) Die Presbyterinnen/Presbyter haben ihr Amt entsprechend ihrer Verpflichtung zu führen.
( 1 ) Die Presbyterinnen/Presbyter und Ersatzmitglieder in gleicher Zahl werden von den wahlberechtigten Mitgliedern der Kirchengemeinde in gleicher, geheimer und unmittelbarer Wahl gewählt.
( 2 ) Die wahlberechtigten Mitglieder der Kirchengemeinde werden in eine Wählerinnen-/Wählerliste eingetragen.
( 3 ) Hat ein Mitglied der Landeskirche in mehreren Kirchengemeinden seinen Wohnsitz, so kann es sein Wahlrecht nur in der Kirchengemeinde ausüben, in der es seine Hauptwohnung hat.
Wehrdienstleistende haben ihren Wohnsitz in der Regel in der Gemeinde, in der sie vor Beginn des Wehrdienstes gewohnt haben.
( 1 ) Wahlberechtigt ist jedes Mitglied der Kirchengemeinde, das am Wahltag das 14. Lebensjahr vollendet hat und seit mindestens zwei Monaten Mitglied der Kirchengemeinde ist.
( 2 ) Nicht wahlberechtigt ist ein Mitglied der Kirchengemeinde,
für das zur Besorgung aller seiner Angelegenheiten eine Betreuerin oder ein Betreuer nicht nur durch einstweilige Anordnung bestellt ist; dies gilt auch, wenn der Aufgabenkreis der Betreuerin oder des Betreuers die in § 1896 Abs. 4 und § 1905 des Bürgerlichen Gesetzbuches bezeichneten Angelegenheiten nicht erfasst oder
das am Wahltag das kirchliche Wahlrecht nicht besitzt.
( 1 ) Wählbar ist jedes wahlberechtigte Mitglied der Kirchengemeinde, das
am Wahltag das 18. Lebenjahr vollendet hat,
konfirmiert ist oder die Kirchenmitgliedschaft erst nach dem vorgesehenen Konfirmationsalter erworben hat und
zur Übernahme des Amtes und zur Verpflichtung nach den gesetzlichen Bestimmungen bereit ist.
( 2 ) Nicht wählbar sind die der Kirchengemeinde zur Dienstleistung zugewiesenen Pfarrerinnen und Pfarrer.
( 1 ) Die Kirchenregierung setzt den Termin fest, an dem die Wahl der Presbyterinnen/Presbyter stattfindet.
( 2 ) Die Kirchenregierung setzt auch die Termine und Fristen fest, innerhalb derer die einzelnen Wahlmaßnahmen in den Kirchengemeinden stattzufinden haben.
( 3 ) Für die gesamte Wahl sind die vom Landeskirchenrat vorgegebenen Formblätter zu verwenden.
( 1 ) Die Wahl wird in Wahlbezirken durchgeführt. Jede Kirchengemeinde bildet einen Wahlbezirk.
(1a) 1 Bei Neubildung einer Kirchengemeinde durch Zusammenlegung mehrerer bisher selbstständiger Kirchengemeinden soll für jede aufgelöste Kirchengemeinde bei künftigen Presbyteriumswahlen ein Wahlbezirk gebildet werden; Ausnahmen bedürfen der Bestätigung des Bezirkskirchenrats. 2 Satz 1 gilt entsprechend, wenn Teile einer Kirchengemeinde an eine andere Kirchengemeinde angegliedert werden oder eine Kirchengemeinde aus Teilen anderer Kirchengemeinden neu gebildet wird.
( 2 ) Eine Kirchengemeinde kann mehrere Wahlbezirke bilden, die eigene Presbyterinnen/Presbyter in das Presbyterium wählen.
( 3 ) In Kirchengemeinden mit Gemeindeteilen, in denen regelmäßig mindestens einmal im Monat Gottesdienste stattfinden, soll die Kirchengemeinde mehrere Wahlbezirke bilden. Ausnahmen hiervon bedürfen der Bestätigung des Bezirkskirchenrates.
( 4 ) Die Abgrenzung der Wahlbezirke erfolgt durch das Presbyterium und bedarf der Bestätigung des Bezirkskirchenrats.
( 5 ) Ein Wahlbezirk kann in mehrere Stimmbezirke unterteilt werden, für die je ein Wahlraum eingerichtet wird.
( 1 ) Die Zahl der in einem Wahlbezirk zu wählenden Presbyterinnen/Presbyter richtet sich anteilig nach der Zahl seiner Mitglieder.
( 2 ) In jedem Wahlbezirk werden, unabhängig von der Zahl seiner Mitglieder, mindestens zwei Presbyterinnen/Presbyter gewählt.
( 3 ) 1 Auf Antrag des Wahlausschusses eines Wahlbezirks kann der Bezirkskirchenrat festlegen, dass bis zu drei weitere Presbyterinnen/Presbyter in der Kirchengemeinde gewählt werden. 2 Die Entscheidung des Bezirkskirchenrats ist unanfechtbar.
1 Das Presbyterium bestellt für jeden Wahlbezirk einen Wahlausschuss. 2 Jeder Wahlausschuss besteht aus mindestens drei wahlberechtigten und volljährigen Mitgliedern der Kirchengemeinde. 3 Der Wahlausschuss wählt ein Ausschussmitglied zur Leiterin/zum Leiter des Wahlausschusses. 4 Der Wahlausschuss hat für jeden Stimmbezirk mindestens drei verantwortliche Ausschussmitglieder.
Mitglieder des Wahlausschusses können auch Presbyterinnen/Presbyter und Bewerberinnen/Bewerber für das Amt der Presbyterin/des Presbyters sein.
Die Mitglieder des Wahlausschusses sind zur Verschwiegenheit über die ihnen bekannt gewordenen Tatsachen nach § 105 KV, insbesondere über die dem Wahlgeheimnis und dem Datenschutz unterliegenden Angelegenheiten, und zur unparteiischen Wahrnehmung ihrer Aufgaben verpflichtet.
Der Wahlausschuss kann bei Bedarf wahlberechtigte Kirchenmitglieder als Wahlhelferinnen/Wahlhelfer bestellen.
1 Das Presbyterium stellt die Zahl der in der Kirchengemeinde und in den Wahlbezirken zu wählenden Presbyterinnen/Presbyter fest. 2 Die Feststellung bedarf der Bestätigung des Bezirkskirchenrats.
( 1 ) 1 Bei der erstmaligen Ankündigung der Wahl im Gottesdienst sind die Mitglieder der Kirchengemeinde auf die anstehende Wahl und auf deren Bedeutung für das kirchliche Leben hinzuweisen. 2 Dabei ist bekannt zu geben, wer dem jeweiligen Wahlausschuss angehört. 3 Die Mitglieder der Kirchengemeinde sind aufzufordern, Wahlvorschläge einzureichen. 4 Auf die Frist zur Einreichung von Wahlvorschlägen ist hinzuweisen.
( 2 ) Neben der Ankündigung im Gottesdienst sind die Mitglieder der Kirchengemeinde auch in sonst geeigneter Form laufend über die anstehende Wahl zu informieren.
( 1 ) 1 Die Mitglieder der Kirchengemeinde werden im Gottesdienst und in sonst geeigneter Weise darauf hingewiesen, dass die Wahlberechtigten zehn Tage lang Auskunft über den Inhalt der Wählerinnen-/Wählerliste verlangen können, wenn zuvor Zweifel an deren Richtigkeit oder Vollständigkeit glaubhaft gemacht werden. 2 Widerspruch kann innerhalb der Auskunftsfrist beim Wahlausschuss erhoben werden.
( 2 ) Nach Ablauf der Auskunftsfrist ist die Wählerinnen-/Wählerliste unter Feststellung der erhobenen Widersprüche zu schließen.
( 3 ) Der Wahlausschuss der Kirchengemeinde ist berechtigt, einem Widerspruch abzuhelfen.
( 4 ) 1 Ein nicht in die Wählerinnen-/Wählerliste eingetragenes Gemeindeglied kann mit Zustimmung des Wahlausschusses oder der für den Stimmbezirk verantwortlichen Ausschussmitglieder wählen, wenn es schriftlich versichert, dass es in der Kirchengemeinde gemäß § 5 wahlberechtigt ist. 2 Die Entscheidung ist unanfechtbar. 3 Sie ist in der Wählerinnen-/Wählerliste zu vermerken.
1 Die Schließung der Wählerinnen-/Wählerliste erfolgt dadurch, dass die Leiterin/der Leiter des Wahlausschusses die erhobenen Widersprüche in einer Niederschrift festhält oder feststellt, dass keine Widersprüche erhoben worden sind. 2 Die Niederschrift ist von den übrigen Mitgliedern des Wahlausschusses zu unterzeichnen; die Vorschriften des § 19 WO gelten entsprechend.
( 1 ) 1 Das Presbyterium und der Wahlausschuss haben nach der erstmaligen Ankündigung der Wahl auf die Einreichung von Wahlvorschlägen durch die Mitglieder der Kirchengemeinde hinzuwirken. 2 Darüber hinaus sind Presbyterium und Wahlausschuss berechtigt, Wahlvorschläge aufzustellen.
( 2 ) 1 Die Wahlvorschläge müssen von mindestens fünf Wahlberechtigten unter Angabe ihrer Anschrift unterzeichnet sein. 2 Der Wahlvorschlag wird unter dem Namen der/des Erstunterzeichnenden geführt.
( 3 ) 1 Die Vorgeschlagenen sind mit Name, Vorname, Alter und Beruf sowie der genauen Anschrift zu bezeichnen. 2 Dem Wahlvorschlag ist die Erklärung der Vorgeschlagenen beizufügen, dass sie im Falle ihrer Wahl zur Übernahme des Amtes und zur Verpflichtung nach den gesetzlichen Bestimmungen bereit sind. 3 Fehlt die Erklärung nach Satz 2, so ist sie innerhalb einer vom Wahlausschuss zu bestimmenden Frist nachzubringen.
Bei der Information über die Einsichtnahme in die Wählerinnen-/Wählerliste ist die Stelle anzugeben, bei der Wahlvorschläge eingereicht werden können.
1 Die Wahlvorschläge dürfen auch von den Vorgeschlagenen unterschrieben werden. 2 Es soll jedoch darauf hingewiesen werden, dass möglichst die Mehrzahl der Unterzeichneten nicht zugleich Vorgeschlagene sein sollen.
( 1 ) Die eingegangenen Wahlvorschläge werden vom Wahlausschuss geprüft.
( 2 ) 1 Entspricht der fristgemäß eingereichte Wahlvorschlag nicht den gesetzlichen Anforderungen, so ist er ganz oder teilweise zurückzuweisen, wenn der Mangel nicht innerhalb einer vom Wahlausschuss zu bestimmenden Frist behoben wird. 2 Der Mangel ist den Betroffenen, unter Angabe der Frist zur Behebung des Mangels, binnen einer Woche nach Ablauf der Wahlvorschlagsfrist mitzuteilen. 3 Die Zurückweisung des Wahlvorschlages ist gemäß § 19 Abs. 1 mitzuteilen.
( 3 ) Gegen Beschlüsse nach Absatz 2 kann Widerspruch gemäß den Vorschriften des § 19 erhoben werden.
Nach Ablauf der Wahlvorschlagsfrist tritt der Wahlausschuss der Kirchengemeinde unverzüglich zusammen, um die Wochenfrist des § 18 Abs. 2 Satz 2 WO zu wahren.
( 1 ) Entscheidungen, gegen die dieses Gesetz einen Rechtsbehelf vorsieht, sind mit einer Belehrung über Form und Frist des Rechtsbehelfes zu versehen, schriftlich zu begründen und den Betroffenen durch eingeschriebenen Brief oder mittels Boten zuzustellen.
( 2 ) Sofern nicht anders bestimmt, beginnt die Frist für die in diesem Gesetz genannten Rechtsbehelfe an dem Tag, der auf die Bekanntmachung der Entscheidung oder der Ereignisse folgt, gegen die der Rechtsbehelf vorgesehen ist.
( 3 ) Die Rechtsbehelfsfrist nach Absatz 2 beträgt eine Woche.
( 4 ) Die Rechtsbehelfe sind schriftlich einzulegen und zu begründen.
( 5 ) 1 Sofern nicht anders bestimmt, entscheidet über die in diesem Gesetz genannten Rechtsbehelfe zunächst der Wahlausschuss, bei mehreren Wahlausschüssen entscheiden diese gemeinsam. 2 Soweit der Wahlausschuss dem Rechtsbehelf nicht abhilft, entscheidet der Bezirkskirchenrat. 3 Ansonsten entscheidet der Bezirkskirchenrat unmittelbar.
( 6 ) Alle Entscheidungen im Rechtsbehelfsverfahren sind schriftlich zu begründen und der Rechtsbehelfsführerin/dem Rechtsbehelfsführer durch eingeschriebenen Brief oder mittels Boten zuzustellen.
Das Datum der Zustellung einer Entscheidung ist in den Wahlakten zu vermerken.
( 1 ) 1 Die überprüften Wahlvorschläge werden vom Wahlausschuss, bei mehreren Wahlausschüssen von diesen gemeinsam, zur Vorschlagsliste vereinigt. 2 Die Vorgeschlagenen werden in alphabetischer Reihenfolge in die Vorschlagsliste aufgenommen.
( 2 ) 1 Die Zahl der Vorgeschlagenen soll doppelt so hoch sein wie die Zahl der zu wählenden Presbyterinnen/Presbyter. 2 Kommt eine vollständige Vorschlagsliste nicht zu Stande, ergänzen das Presbyterium und der Wahlausschuss/die Wahlausschüsse gemeinsam die Vorschlagsliste auf die in Satz 1 vorgesehene Anzahl der Vorgeschlagenen.
( 3 ) 1 Ist die Zahl der Vorgeschlagenen nach der Ergänzung der Vorschlagsliste durch das Presbyterium und den Wahlausschuss/die Wahlausschüsse nicht größer als die Zahl der zu wählenden Presbyterinnen/Presbyter, so ist unverzüglich eine Gemeindeversammlung einzuberufen, um die Mitglieder der Kirchengemeinde zur Einreichung weiterer Wahlvorschläge aufzufordern. 2 Der Bezirkskirchenrat und der Landeskirchenrat sind unverzüglich zu unterrichten.
( 4 ) 1 Ist auch nach der Gemeindeversammlung die Zahl der Vorgeschlagenen nicht um mindestens eine Vorgeschlagene/einen Vorgeschlagenen größer als die Zahl der zu wählenden Presbyterinnen/Presbyter, so findet eine Wahl nicht statt. 2 In diesem Fall kann der Landeskirchenrat im Benehmen mit dem Bezirkskirchenrat ein geschäftsführendes Presbyterium bestellen. 3 Der Landeskirchenrat kann außerdem Neuwahlen anordnen und einen neuen Wahltermin festsetzen. 4 Der Landeskirchenrat ist berechtigt, die einzelnen Fristen im Benehmen mit der Kirchengemeinde zu verkürzen.
( 5 ) Sind in einer Kirchengemeinde mehrere Wahlbezirke gebildet, gelten die Absätze 3 und 4 für den jeweiligen Wahlbezirk entsprechend.
Die Vorgeschlagenen werden auch auf dem Stimmzettel in alphabetischer Reihenfolge aufgeführt.
In Gemeinden mit mehreren Wahlbezirken müssen die Vorgeschlagenen in dem Wahlbezirk wohnen, in dem sie aufgestellt werden sollen. In begründeten Ausnahmefällen können Vorgeschlagene auch in dem Wahlbezirk aufgestellt werden, in dem sie nicht wohnen. Wahlvorschläge können aus dem Gesamtbereich der Kirchengemeinde eingebracht werden.
Im Fall des § 20 Abs. 5 WO werden die in den einzelnen Wahlbezirken gewählten Mitglieder und die durch den Landeskirchenrat bestellten Mitglieder gemäß § 36 WO in ihr Amt eingeführt.
( 1 ) Im Gottesdienst oder in sonst geeigneter Weise sind die Vorgeschlagenen sowie Zeit und Ort der Wahl bekannt zu geben.
( 2 ) 1 Der/Dem Wahlberechtigten ist ihre/seine Wahlberechtigung spätestens zehn Tage vor der Wahl durch einen Wahlberechtigungsschein mitzuteilen. 2 Der Wahlberechtigungsschein muss Angaben über Zeit und Ort der Wahl enthalten und den Wahlbezirk näher bezeichnen.
( 3 ) Spätestens zehn Tage vor der Wahl ist der Wahlberechtigten/dem Wahlberechtigten die Vorschlagsliste zuzustellen.
Die Vorschlagsliste soll neben den in den Wahlvorschlägen enthaltenen Angaben weitere Informationen (z.B. Passfotos, weitere sachbezogene Angaben der Vorgeschlagenen) enthalten.
( 1 ) Die Wahlhandlung geschieht durch Stimmabgabe während der festgesetzten Wahlzeit im dafür vorgesehenen Wahlraum oder durch Briefwahl.
( 2 ) 1 Jede Wählerin/Jeder Wähler hat so viele Stimmen, wie Presbyterinnen/Presbyter zu wählen sind. 2 Jede/Jeder Vorgeschlagene kann jeweils nur eine Stimme erhalten.
( 1 ) 1 Die Wahlzeit regeln die Presbyterien der Kirchengemeinden. 2 Sie hat mindestens 3 Stunden zu umfassen.
( 2 ) 1 Die Wahlhandlung ist öffentlich. 2 Im Raum, in dem gewählt wird, darf keine Wahlwerbung für einzelne Vorgeschlagene stattfinden.
Die Wahldauer kann in den einzelnen Wahlbezirken bzw. Stimmbezirken unterschiedlich geregelt werden.
In jedem Wahlraum muss die Wahlordnung ausliegen.
( 1 ) Vor Beginn der Wahl überzeugt sich die Leiterin/der Leiter des zuständigen Wahlausschusses davon, dass die Wahlurne leer ist.
( 2 ) 1 Bei der Wahl hat sich die Wahlberechtigte/der Wahlberechtigte durch ihren/seinen Wahlberechtigungsschein auszuweisen. 2 An die Stelle des Wahlberechtigungsscheines kann die Zustimmung des Wahlausschusses entsprechend § 15 Abs. 4 WO treten.
( 3 ) Hierauf wird ihr/ihm ein Stimmzettel sowie der amtliche Stimmzettelumschlag ausgehändigt, sofern sie/er über den bereits zugestellten Stimmzettel und amtlichen Stimmzettelumschlag nicht verfügt.
( 4 ) 1 In einer Wahlkabine, die gegen Einsichtnahme geschützt ist, nimmt die Wahlberechtigte/der Wahlberechtigte die Wahl dadurch vor, dass sie/er Namen auf dem Stimmzettel ankreuzt. 2 Hierauf legt sie/er den Stimmzettel in den Stimmzettelumschlag.
( 5 ) Der Stimmzettelumschlag ist in die Wahlurne zu legen, nachdem anhand der Wählerinnen-/Wählerliste die Wahlberechtigung der Wählenden/des Wählenden überprüft und deren/dessen Stimmabgabe in der Wählerinnen-/Wählerliste vermerkt wurde.
( 1 ) 1 Jede/Jeder Wahlberechtigte erhält mit dem Wahlberechtigungsschein einen Stimmzettel, einen amtlichen Stimmzettelumschlag und einen Briefwahlumschlag. 2 Der Wahlberechtigungsschein berechtigt auch zur Briefwahl.
( 2 ) Bei der Briefwahl hat die Wählerin/der Wähler in dem verschlossenen Briefwahlumschlag (Wahlbrief) zu übersenden:
ihren/seinen Wahlberechtigungsschein,
den verschlossenen amtlichen Stimmzettelumschlag mit ihrem/seinem Stimmzettel.
( 3 ) 1 Der Wahlbrief muss spätestens bis zum Ablauf der festgesetzten Wahlzeit bei der auf dem Briefwahlumschlag angegebenen Stelle eingegangen sein. 2 Er kann auch während der Wahlzeit im Wahllokal abgegeben werden.
( 4 ) 1 Nach dem Beginn der Wahlzeit werden die eingegangenen Wahlbriefe geöffnet. 2 Der Wahlausschuss prüft, ob der Wahlbrief einen Stimmzettelumschlag und den Wahlberechtigungsschein enthält. 3 Nach Ablauf der Wahlzeit werden der Wahlberechtigungsschein sowie der amtliche Stimmzettelumschlag entnommen. 4 Der Wahlausschuss prüft, ob die/der im Wahlberechtigungsschein genannte Wahlberechtigte in der Wählerinnen-/Wählerliste eingetragen ist. 5 Sodann wird in der Wählerinnen-/Wählerliste vermerkt, dass die /der Wahlberechtigte an der Briefwahl teilgenommen hat. 6 Stellt der Wahlausschuss anhand eines Vermerkes in der Wählerinnen-/Wählerliste fest, dass die Stimmabgabe bereits durch Urnenwahl erfolgt ist, so bleibt die Briefwahl unberücksichtigt.
( 5 ) Die amtlichen Stimmzettelumschläge werden in die Wahlurne gelegt.
( 6 ) Wahlbriefe, die nach Ablauf der festgesetzten Wahlzeit eingehen, bleiben unberücksichtigt. Der Zeitpunkt des Eingangs ist von der empfangenden Stelle auf dem Umschlag zu vermerken.
( 7 ) Ist die Briefwählerin/der Briefwähler nicht in der Wählerinnen-/Wählerliste eingetragen oder ist dem Wahlbrief kein Wahlberechtigungsschein beigefügt, so ist ihre/seine Briefwahl ungültig.
( 1 ) Bei Verstößen gegen das Briefwahlverfahren können der Wahlausschuss oder die für den Stimmenbezirk verantwortlichen Ausschussmitglieder einstimmig beschließen, dass die fehlerhaften Stimmabgaben dennoch gültig sind, wenn ein Wahlbetrug ausgeschlossen erscheint.
( 2 ) Absatz 1 gilt nicht, wenn einem Wahlbrief kein Wahlberechtigungsschein beigefügt ist.
Wenn alle Wahlberechtigten gewählt haben oder nach Ablauf der bekannt gegebenen Wahlzeit, erklärt die Leiterin/der Leiter des zuständigen Wahlausschusses die Wahlhandlung für beendet.
( 1 ) Die in der Wahlurne vorhandenen Stimmzettelumschläge werden ungeöffnet gezählt und ihre Zahl mit der Zahl der Abstimmungsvermerke in der Wählerinnen-/Wählerliste verglichen.
( 2 ) Danach werden die Stimmzettelumschläge geöffnet, die Stimmzettel geprüft, ungültige Stimmzettel ausgeschieden und die gültigen Stimmzettel ausgezählt.
( 3 ) Die Auszählung und Prüfung der Stimmzettel sind öffentlich.
Das Wahlergebnis wird wie folgt ermittelt:
a) Die Prüfung und Auszählung der Stimmzettel beginnt in einer Kirchengemeinde insgesamt erst dann, wenn die Wahlzeit in allen Wahl- bzw. Stimmbezirken der Kirchengemeinde abgelaufen ist.
b) 1 Die Zahl der für die einzelnen Bewerberinnen/Bewerber abgegebenen gültigen Stimmen wird festgestellt, es werden die Bewerberinnen/Bewerber nach der Zahl der für sie abgegebenen Stimmen aufgeführt und danach wird festgestellt, wer Presbyterin/Presbyter oder Ersatzmitglied geworden ist und wer außerdem noch Stimmen erhalten hat.
2 Wurde in Stimmbezirken gewählt, werden die Ergebnisse aus den Stimmbezirken des jeweiligen Wahlbezirks zusammengezählt und das endgültige Wahlergebnis durch den Wahlausschuss festgestellt.
1 Soweit die Abstimmungsvermerke nicht mit den in der Wahlurne befindlichen Umschlägen übereinstimmen, ist hierüber ein Vermerk anzufertigen, der von den Mitgliedern des zuständigen Wahlausschusses zu unterschreiben ist.
1 Die Zahl der ungültigen Stimmabgaben (ungültige Wahlbriefe und ungültige Stimmzettel) ist ebenfalls festzustellen.
( 1 ) Ungültig sind solche Stimmzettel,
die von der Wählerin/dem Wähler besonders gekennzeichnet oder mit einem Zusatz versehen wurden,
die den Wählerwillen nicht unzweifelhaft erkennen lassen,
die andere als auf dem Wahlvorschlag stehende Namen aufführen,
auf denen mehr als die zulässige Anzahl von Namen angekreuzt wurden,
bei denen es sich nicht um amtliche Stimmzettel handelt.
( 2 ) Über die Gültigkeit der Stimmzettel nach Absatz 1 beschließen der Wahlausschuss oder die für den Stimmbezirk verantwortlichen Ausschussmitglieder.
Sofern auf einem Stimmzettel ein Name mehrfach angekreuzt wurde, zählt dies nur als eine Stimme.
( 1 ) 1 Als Presbyterinnen/Presbyter sind diejenigen gewählt, welche die meisten Stimmen erhalten haben. 2 Die darüber hinaus Gewählten sind Ersatzmitglieder in der Zahl der gewählten Presbyterinnen/Presbyter; ihre Reihenfolge richtet sich nach der Zahl der auf sie entfallenden Stimmen.
( 2 ) 1 Eheleute, Lebenspartnerinnen/Lebenspartner, Eltern und Kinder sowie Geschwister (nahe Angehörige) können nicht zu gleicher Zeit Mitglieder des Presbyteriums oder Ersatzmitglieder sein. 2 Bei mehreren in demselben Wahlbezirk gewählten nahen Angehörigen hat diejenige/derjenige mit der geringeren Stimmenzahl das Amt ruhen zu lassen; bei nahen Angehörigen, die in verschiedenen Wahlbezirken gewählt wurden oder von denen wenigstens eine/einer in das Presbyterium berufen wurde, entscheidet das Los. 3 Scheidet die/der nahe Angehörige mit der höheren Stimmenzahl während der Amtszeit aus dem Presbyterium oder bei den Ersatzmitgliedern aus, rückt die/der nahe Angehörige, deren/dessen Amt ruhte, entsprechend seiner Stimmenzahl in das Presbyterium oder in der Gruppe der Ersatzmitglieder nach.
( 3 ) Absatz 2 gilt nicht für Pfarrerinnen/Pfarrer derselben Kirchengemeinde untereinander, es sei denn, sie sind gemeinsam Inhaberinnen/Inhaber oder Verwalterinnen/Verwalter einer Pfarrstelle.
( 4 ) 1 Zurückzutreten hat auch derjenige, der naher Angehöriger der Pfarrerin/des Pfarrers oder diejenige, die nahe Angehörige der Pfarrerin/des Pfarrers ist. 2 Scheidet die Pfarrerin/der Pfarrer während der Amtszeit aus dem Presbyterium aus, rückt beim nächsten Ausscheiden einer Presbyterin/eines Presbyters die/der nahe Angehörige in das Presbyterium nach.
1 Entfällt auf mehrere Bewerberinnen/Bewerber die gleiche Stimmenzahl, so entscheidet über die Reihenfolge das Los. 2 Bei Stimmengleichheit ist es anstelle des Losentscheides auch zulässig, dass eine Betroffene/ein Betroffener unaufgefordert ihr/sein Amt ruhen lässt.
Wer die Wahl nicht annimmt, kann auch nicht als Ersatzmitglied weiter geführt werden.
Die nach § 32 Abs. 2 und 4 WO erforderlichen Feststellungen sind vom Wahlausschuss, nach der Einführung der Presbyterinnen/Presbyter vom Presbyterium zu treffen.
Lebenspartnerinnen/Lebenspartner sind solche nach dem Gesetz über die eingetragene Lebenspartnerschaft.
( 1 ) Die Leiterin/Der Leiter des Wahlausschusses oder die für den Stimmbezirk verantwortlichen Ausschussmitglieder führen über die Wahlhandlung eine Niederschrift, die insbesondere die § 15 Abs. 4 und §§ 23 bis 32 betreffenden Vorgänge hervorzuheben hat.
( 2 ) Die Niederschrift ist von den Mitgliedern des jeweiligen Wahlausschusses zu unterzeichnen.
Die Niederschrift ist zu den Wahlakten der Kirchengemeinde zu nehmen und dauernd aufzubewahren.
Das Ergebnis der Wahl ist im Gottesdienst und in sonst geeigneter Form bekannt zu geben.
Den Bewerberinnen/Bewerbern ist das Wahlergebnis schriftlich oder mündlich mitzuteilen.
1 Das gewählte Presbyterium ist nach der Einführung berechtigt, zum Amt der Presbyterin/des Presbyters wählbare Mitglieder der Kirchengemeinde zu berufen, jedoch nicht mehr als 1/5 der nach § 2 zu wählenden Presbyterinnen/Presbyter. 2 Zusätzlich können Pfarrerinnen und Pfarrer, die der Kirchengemeinde zur Dienstleistung zugewiesen sind, in das Presbyterium berufen werden.
(1) 1 Dem Presbyterium steht es frei, ob und wann es für den Rest der Amtszeit Berufungen vornehmen will.
2 Bei der Berufung sollen die Außenorte berücksichtigt werden, die nicht durch eine Presbyterin/einen Presbyter vertreten sind.
(2) Bruchwerte sind ab fünf Zehntel aufzurunden, im Übrigen abzurunden.
(3) Vor der Berufung ist die Zustimmung der/des zu Berufenden einzuholen.
1 Die Presbyterinnen/Presbyter und die Ersatzmitglieder werden nach den gesetzlichen Bestimmungen in ihr Amt eingeführt, wenn ihre Wahl unanfechtbar geworden ist. 2 Die berufenen Presbyterinnen/Presbyter und die berufenen Ersatzmitglieder werden nach ihrer Berufung in ihr Amt eingeführt.
Die Einführung der Presbyterinnen/Presbyter soll erst erfolgen, wenn über etwaige Einsprüche entschieden ist.
( 1 ) Einspruch gegen die Wahl kann von wahlberechtigten Mitgliedern der Kirchengemeinde binnen einer Woche nach Bekanntgabe des Wahlergebnisses im Gottesdienst beim Bezirkskirchenrat eingelegt werden.
( 2 ) 1 Der Einspruch kann sich nur darauf stützen, dass das Wahlverfahren nicht entsprechend diesem Gesetz durchgeführt wurde. 2 Auf Mängel, die im Widerspruchsverfahren hätten geltend gemacht werden können, aber nicht geltend gemacht worden sind, kann sich ein Einspruch nicht stützen.
( 3 ) Dem Einspruch wird nur dann stattgegeben, wenn bei der Wahl erhebliche Verstöße gegen die Wahlvorschriften vorgekommen sind, die geeignet sein können, das Wahlergebnis wesentlich zu beeinflussen.
( 4 ) 1 Wird dem Einspruch stattgegeben, so ist gleichzeitig festzustellen, ob nur die Wahl Einzelner, oder ob die ganze Wahl für ungültig erklärt wird. 2 Der Beschluss, der die Ungültigkeit der Wahl feststellt, bedarf der Bestätigung des Landeskirchenrats.
( 5 ) 1 Wird eine Wahl für ungültig erklärt, so kann der Landeskirchenrat im Benehmen mit dem Bezirkskirchenrat ein geschäftsführendes Presbyterium bestellen. 2 Der Landeskirchenrat kann außerdem Neuwahlen anordnen, die nach den Bestimmungen dieses Gesetzes statt zu finden haben und einen neuen Wahltermin festsetzen. 3 Der Landeskirchenrat ist berechtigt, die einzelnen Fristen im Benehmen mit der Kirchengemeinde zu verkürzen.
Das Amt der gewählten oder berufenen Presbyterin/des gewählten oder berufenen Presbyters erlischt
mit dem Verlust ihrer/seiner Wählbarkeit in der Kirchengemeinde,
(1) Die Presbyterin/Der Presbyter scheidet aus dem Presbyterium aus, wenn sie/er aus der Kirchengemeinde verzieht, es sei denn, sie/er lässt sich auch weiterhin nach § 7 Abs. 3 KV in ihrer/seiner bisherigen Gemeinde allgemein kirchlich versorgen.
(1a) § 38 Buchst. b gilt nicht, wenn ein Betroffener sein Amt im Falle von Nr. 21 Satz 2 unaufgefordert ruhen lässt.
(2) Der Verzicht auf das Amt der Presbyterin/des Presbyters kann formlos und ohne Angabe von Gründen erklärt werden. § 41 WO ist zu beachten.
(3) § 38 WO gilt für Ersatzmitglieder entsprechend.
1 Beim Ausscheiden einer gewählten Presbyterin/eines gewählten Presbyters oder bei Ungültigkeit ihrer/seiner Wahl rücken vorbehaltlich des § 32 Abs. 2 und 4 die Ersatzmitglieder des Wahlbezirks in der Reihenfolge nach, in der sie gewählt worden sind. 2 In gleicher Reihenfolge rücken sie auch bei Verhinderung der Presbyterinnen/Presbyter für die Dauer der Verhinderung nach.
(1) Wer im Fall des § 39 Satz 1 WO entgegen der Reihenfolge, in der gewählt worden ist, nicht nachrücken will, kann auch nicht als Ersatzmitglied weiter geführt werden.
(2) Ein Ersatzmitglied rückt gemäß § 39 Satz 1 WO auch nach, wenn dies infolge vorangegangener Berufung zur Erreichung des Sollstands des Presbyteriums nicht erforderlich ist.
(3) 1 Bewerberinnen und Bewerber, die auf Grund der auf sie entfallenden Stimmenzahl weder Presbyterinnen/Presbyter noch Ersatzmitglieder sind, rücken nicht als Ersatzmitglieder nach. 2 Auf § 40 Satz 2 WO wird verwiesen.
(4) 1 Im Fall des § 39 Satz 2 rücken die Ersatzmitglieder auch bei einer nur vorübergehenden Verhinderung der Presbyterinnen/Presbyter für die Dauer der Verhinderung nach. 2 Tritt die Verhinderung in einer Sitzung während eines bereits begonnenen Tagesordnungspunktes ein, rücken die Ersatzmitglieder ab dem nächsten Tagesordnungspunkt nach.
1 Kann ein Nachrücken von Ersatzmitgliedern nicht erfolgen, so soll sich das Presbyterium durch Berufung auf den Sollstand ergänzen. 2 Das Presbyterium kann auch die Gruppe der Ersatzmitglieder durch Berufung auf den Sollstand ergänzen.
Die Kirchengemeinde ist verpflichtet, dem Bezirkskirchenrat und dem Landeskirchenrat Namen, Vornamen, Geburtsdatum, Beruf und Anschrift der gewählten und berufenen Presbyterinnen/Presbyter sowie der Ersatzmitglieder mitzuteilen, ebenso spätere Veränderungen im Bestand des Presbyteriums und der Ersatzmitglieder.
( 1 ) 1 Die Bezirkssynode besteht aus gewählten und berufenen Mitgliedern sowie aus sämtlichen Pfarrerinnen/Pfarrern, Verwalterinnen/Verwaltern von Pfarrstellen und anderen Geistlichen, die im unmittelbaren oder mittelbaren Dienst der Pfälzischen Landeskirche stehen und ihren Dienstsitz im Kirchenbezirk haben. 2 Bestehen mehrere Dienstsitze in verschiedenen Kirchenbezirken, so legt der Landeskirchenrat die Bezirkssynode fest, der das geistliche Mitglied angehört.
( 2 ) Absatz 1 gilt nicht für geistliche Mitglieder des Landeskirchenrats und andere Geistliche, die ein Amt im Landeskirchenrat bekleiden.
(1) Andere Geistliche im unmittelbaren Dienst der Landeskirche sind Geistliche, denen eine Pfarrstelle mit gesamtkirchlichem Auftrag oder mit einem besonderen Auftrag oder eine andere landeskirchliche Stelle für Pfarrerinnen/ Pfarrer übertragen ist (§§ 80, 90 Pfarrdienstgesetz, z. B. für Religionslehrerinnen/-lehrer im Gestellungsvertrag).
(2) Andere Geistliche im mittelbaren Dienst der Landeskirche sind Geistliche, die zur Erfüllung eines kirchlichen Auftrages im Dienst des Staates oder staatlicher Körperschaften, Anstalten oder Stiftungen stehen oder für den Dienst bei einer kirchlichen Einrichtung freigestellt sind (§§ 91, 93 Pfarrdienstgesetz).
1 Sind zwei Pfarrerinnen/Pfarrer gemeinsam Inhaberinnen/Inhaber oder Verwalterinnen/Verwalter einer Pfarrstelle, so ist jede/jeder von ihnen Mitglied der Bezirkssynode. 2 Die Zahl der zu wählenden Synodalen erhöht sich hierdurch nicht.
Befinden sich die in § 42 WO genannten Pfarrerinnen/Pfarrer und anderen Geistlichen im Ruhestand, so gehören sie der Bezirkssynode nicht kraft Gesetzes an.
( 1 ) Die Zahl der zu wählenden Synodalen ist doppelt so groß wie die Zahl der Pfarrstellen im Bereich des Kirchenbezirks; jedoch muss jede Kirchengemeinde mindestens eine gewählte Synodale/einen gewählten Synodalen entsenden.
( 2 ) 1 In jeder Kirchengemeinde sind doppelt soviel Synodale zu wählen, als sie Pfarrstellen besitzt. 2 Andere Stellen für Pfarrerinnen/Pfarrer werden durch Beschluss des Landeskirchenrats unter Berücksichtigung der Zahl der Gemeindeglieder einzelnen Kirchengemeinden zugewiesen.
( 3 ) 1 Ist für mehrere Kirchengemeinden eine Pfarrstelle errichtet und die Zahl der Kirchengemeinden größer als die Zahl der zu wählenden Synodalen, so wählt jede Kirchengemeinde eine Vertreterin/einen Vertreter. 2 Ist die Zahl der Kirchengemeinden kleiner als die Zahl der zu wählenden Synodalen, so bestimmt der Bezirkskirchenrat, wie viele gewählte Synodale die einzelnen Kirchengemeinden entsenden.
1 In den Fällen von § 43 Abs. 2 Satz 2 und Abs. 3 Satz 1 WO erhöht sich die Zahl der zu wählenden Synodalen entsprechend. 2 Die im Landesdienst oder Dienst eines anderen nichtkirchlichen Dienstherrn stehenden Geistlichen sind nicht als Inhaberinnen/Inhaber anderer Stellen im Sinne von § 43 Abs. 2 Satz 2 WO anzusehen.
( 1 ) 1 Die Amtsdauer der Bezirkssynode beträgt sechs Jahre. 2 Die Synodalen üben ihr Amt bis zum Zusammentritt der neuen Bezirkssynode aus.
( 2 ) 1 Für die gewählten Synodalen sind Ersatzmitglieder in mindestens gleicher Zahl zu wählen. 2 Beim Ausscheiden einer/eines Synodalen oder bei Ungültigkeit ihrer/seiner Wahl rücken sie in der Reihenfolge nach, in der sie gewählt worden sind. 3 In gleicher Reihenfolge sind sie auch bei vorübergehender Verhinderung der Synodalen einzuberufen.
Die Amtsperiode beginnt mit dem Zusammentritt der neuen Bezirkssynode.
Die gewählten Ersatzmitglieder können bei Kirchengemeinden, die mehrere Synodale entsenden, nicht als persönliche Ersatzmitglieder einer/einem bestimmten Synodalen zugeordnet werden.
Für den Fall, dass eine Ergänzung durch Ersatzmitglieder nicht mehr erfolgen kann, ist eine Nachwahl vorgesehen (§ 51 Abs. 2 WO).
Die zu wählenden Synodalen der Bezirkssynode werden vom Presbyterium gewählt.
Die/Der Vorsitzende des Presbyteriums lädt das Presbyterium zur Wahlsitzung ein.
1 Die Wahlen sind mittels Stimmzettel als geheime Wahlen durchzuführen. 2 Wenn sich das Presbyterium nicht auf eine Vorschlagsliste einigt, so müssen auf dem Stimmzettel mindestens so viele Kandidatinnen/Kandidaten genannt werden, wie Synodale und Ersatzmitglieder zu wählen sind. 3 Es ist auch zulässig, getrennte Wahlgänge für die Bezirkssynodalen und für die Ersatzmitglieder durchzuführen.
Sofern das Gesetz nichts anderes bestimmt, sind alle in einer Kirchengemeinde des Kirchenbezirks zur Presbyterin/zum Presbyter wählbaren Mitglieder für das Amt der/des weltlichen Synodalen wählbar.
Das Presbyterium kann nur Synodale wählen, die in das Presbyterium der Kirchengemeinde wählbar sind (vgl. § 6 WO).
Für die Feststellung des Wahlergebnisses gilt § 32 Abs. 1 WO entsprechend.
1 Das Ergebnis der Wahl ist unverzüglich dem Bezirkskirchenrat mitzuteilen. 2 Die Bezirkskirchenräte fertigen unmittelbar nach der Wahl für den Landeskirchenrat eine Übersicht über das Ergebnis der Wahl nach einem vom Landeskirchenrat vorgesehenen Muster. 3 Veränderungen hinsichtlich der Mitgliedschaft in der Bezirkssynode sowie bei den Ersatzmitgliedern sind dem Landeskirchenrat schriftlich mitzuteilen.
1 Die Kirchenregierung setzt den Termin fest, bis zu dem die Wahlen zu den Bezirkssynoden stattfinden. 2 Der Termin ist spätestens acht Wochen vor der Wahl bekannt zu geben.
1 Die Gewählten sind von ihrer Wahl zu verständigen. 2 Der Kirchengemeinde ist das Ergebnis der Wahl im Gottesdienst und in sonst geeigneter Form bekannt zu geben.
Die Gewählten können schriftlich oder mündlich verständigt werden. 2 Mit der Bekanntgabe des Wahlergebnisses im Gottesdienst beginnt die Einspruchsfrist nach § 50 WO.
( 1 ) 1 Die gewählte Bezirkssynode kann weitere Synodale berufen. 2 Die Zahl der berufenen Synodalen darf 1/10 der Zahl der gewählten Synodalen nicht überschreiten.
( 2 ) Berufen werden kann nur, wer wählbar ist.
( 3 ) Für diese Synodalen können persönliche Ersatzmitglieder berufen werden.
(1) Berufungen durch die Bezirkssynode bedürfen der Stimmenmehrheit der Anwesenden (§ 103 Abs. 1 KV).
(2) Für berufene Bezirkssynodale können persönliche Ersatzmitglieder berufen werden.
(3) Nr. 27 gilt entsprechend.
1 Einspruch gegen die Wahl kann von Mitgliedern des Presbyteriums binnen einer Woche nach Bekanntgabe des Wahlergebnisses im Gottesdienst beim Bezirkskirchenrat eingelegt werden.
2 § 37 Abs. 2 Satz 2, Abs. 3 bis 5 findet entsprechende Anwendung.
1 Ein Einspruchsrecht gegen die Wahl steht nur den Mitgliedern des Presbyteriums zu. 2 Das Einspruchsverfahren richtet sich nach § 37 Abs. 2, 3 und 4 WO. 3 Der Einspruch ist schriftlich einzulegen.
( 1 ) Das Amt der/des gewählten oder berufenen Synodalen erlischt, wenn sie/er
auf das Amt verzichtet,
die Wählbarkeit verliert,
keinen Wohnsitz mehr in einer Kirchengemeinde des Kirchenbezirks hat.
( 2 ) 1 Nachwahlen sind nach den Bestimmungen dieses Gesetzes durchzuführen. 2 Der Bezirkskirchenrat setzt den Termin fest, bis zu welchem die Nachwahlen erfolgt sein müssen. 3 Er kann die vorgeschriebenen Fristen abkürzen.
Nr. 29 und Nr. 30 Abs. 1 gelten entsprechend.
1 Eine Nachwahl ist erforderlich, wenn eine Kirchengemeinde nicht mehr mit der vollen Anzahl ihrer Synodalen in der Bezirkssynode vertreten ist und keine Ersatzmitglieder nachrücken können. 2 Im Falle einer Nachwahl sind auch die Ersatzmitglieder nachzuwählen. 3 In einer Nachwahl werden die Synodalen lediglich für die Dauer der restlichen Amtsperiode der Bezirkssynode gewählt.
Das Amt eines geistlichen Mitglieds der Bezirkssynode erlischt,
wenn es eine Stelle außerhalb des Kirchenbezirks erhält,
wenn es aus dem Dienst der Pfälzischen Landeskirche ausscheidet,
mit dem Eintritt in den Ruhestand,
mit dem Verlust der Rechte des geistlichen Standes,
mit Beginn der Freistellung nach dem Blockmodell der Altersteilzeit.
Die Landessynode besteht aus gewählten und berufenen weltlichen und geistlichen Mitgliedern.
In den drei Kirchenbezirken mit der größten Gemeindegliederzahl werden jeweils drei weltliche und zwei geistliche Mitglieder,
in den vier Kirchenbezirken mit der nächst niedrigeren Gemeindegliederzahl werden jeweils drei weltliche Mitglieder und ein geistliches Mitglied,
in den fünf Kirchenbezirken mit der geringsten Gemeindegliederzahl werden jeweils ein weltliches und ein geistliches Mitglied
und in den weiteren Kirchenbezirken werden jeweils zwei weltliche Mitglieder und ein geistliches Mitglied zu Landessynodalen gewählt.
1 Auf § 61 WO sowie auf Nr. 1 wird hingewiesen. 2 Spätere Veränderungen bleiben unberücksichtigt.
( 1 ) 1 Die Amtsdauer der Landessynode beträgt sechs Jahre. 2 Die Synodalen üben ihr Amt solange aus, bis die Mitglieder der neuen Landessynode gewählt sind.
( 2 ) Für jede Synodale/jeden Synodalen sind zwei persönliche Ersatzmitglieder zu wählen.
1 Die Amtsperiode beginnt, wenn die neuen Mitglieder der Landessynode gewählt sind. 2 Nachgewählte Landessynodale werden lediglich für die Dauer der restlichen Wahlperiode gewählt.
Die weltlichen und geistlichen Synodalen werden von den Bezirkssynoden gewählt.
Sofern das Gesetz nichts anderes bestimmt, kann jede zur Bezirkssynodalen Wählbare/jeder zum Bezirkssynodalen Wählbare als weltliche Synodale/weltlicher Synodaler gewählt werden.
Die Bezirkssynoden können nur solche Synodale wählen, die in ihrem jeweiligen Kirchenbezirk zu Bezirkssynodalen wählbar sind.
Sofern das Gesetz nichts anderes bestimmt, ist als geistliche Synodale/geistlicher Synodaler jede/jeder Geistliche im unmittelbaren oder mittelbaren Dienst der Pfälzischen Landeskirche in dem Kirchenbezirk wählbar, in dem sie/er ihren/seinen Dienstsitz hat.
Nicht wählbar zur/zum Synodalen sind die kirchlichen Mitarbeiterinnen/Mitarbeiter, die beim Landeskirchenrat entgeltlich tätig sind.
( 1 ) 1 Die Kirchenregierung setzt den Termin fest, an dem die Wahl der Landessynodalen stattfindet. 2 Der Termin ist dem Bezirkskirchenrat spätestens zwei Monate zuvor bekannt zu geben.
( 2 ) Die Kirchenregierung setzt auch Termine und Fristen fest, innerhalb derer die einzelnen Wahlmaßnahmen stattzufinden haben (Bildung eines Wahlausschusses, Feststellung der Zahl der zu wählenden weltlichen und geistlichen Synodalen, Wahlvorschlagsfrist).
Nach Bekanntgabe des Wahltermins an den Bezirkskirchenrat informiert dieser unverzüglich die Bezirkssynode (§ 62 WO).
1 Die Bezirkssynode bildet einen Wahlausschuss. 2 Der Wahlausschuss besteht aus mindestens fünf Mitgliedern. 3 Der Wahlausschuss wählt ein Ausschussmitglied zur Leiterin/zum Leiter des Wahlausschusses.
1 Bei der ersten Sitzung der Bezirkssynode ist der Wahlausschuss zu bilden. 2 Aufgabe des Wahlausschusses ist es, das Wahlverfahren zu organisieren und Wahlvorschläge entgegenzunehmen.
1 Der Bezirkskirchenrat stellt die Zahl der zu wählenden weltlichen und geistlichen Synodalen und ihrer Ersatzmitglieder fest. 2 Die Feststellung bedarf der Bestätigung des Landeskirchenrats.
Auf Nr. 1 wird hingewiesen.
Der Bezirkskirchenrat teilt der Bezirkssynode den Wahltermin mit.
1 Jedes Mitglied der Bezirkssynode ist berechtigt, Wahlvorschläge einzureichen. 2 Schriftliche Wahlvorschläge müssen von der/dem Vorschlagenden unter Angabe ihrer/seiner Anschrift unterzeichnet sein. 3 Der Wahlvorschlag wird unter dem Namen der/des Erstunterzeichneten geführt. 4 Dem Wahlvorschlag ist die Erklärung der Vorgeschlagenen beizufügen, dass sie zur Übernahme des Amtes und zur Verpflichtung nach den gesetzlichen Bestimmungen bereit sind. 5 Soweit diese Vorschläge bis zum dritten Sonntag vor der Wahl eingegangen sind, werden sie unverzüglich den Mitgliedern der Bezirkssynode mitgeteilt.
(1) Vorschläge können von den Mitgliedern der Bezirkssynode schriftlich und mündlich innerhalb einer bestimmten Frist (Wahlvorschlagsfrist) abgegeben werden.
(2) Schriftliche Wahlvorschläge müssen den Erfordernissen des § 63 Satz 2 bis 4 WO genügen.
(3) 1 Wahlvorschläge müssen – sofern die Kirchenregierung nach § 59 Abs. 2 WO nichts anderes bestimmt – dem Wahlausschuss jeweils spätestens bis zum Beginn der einzelnen Wahl (Nr. 55) schriftlich zugeleitet oder zu Protokoll benannt werden. 2 Gibt die/der auf Grund eines mündlichen Vorschlags Gewählte die nach § 63 Satz 4 WO vorgeschriebene Erklärung nicht ab, so ist ihre/seine Wahl ungültig.
Die weltlichen Synodalen, die Ersatzmitglieder der weltlichen Synodalen, die geistlichen Synodalen und die Ersatzmitglieder der geistlichen Synodalen sind jeweils getrennt zu wählen.
(1) Es ist in folgender Reihenfolge zu wählen:
1. weltliche Synodale,
2. erste persönliche Ersatzmitglieder,
3. zweite persönliche Ersatzmitglieder,
4. geistliche Synodale,
5. erste persönliche Ersatzmitglieder,
6. zweite persönliche Ersatzmitglieder.
(2) Die Wahlen sind mittels Stimmzettel als geheime Wahlen durchzuführen.
(3) In jedem Wahlgang dürfen auf dem Stimmzettel so viele Namen angegeben werden, wie in dem betreffenden Wahlgang Synodale oder Ersatzmitglieder zu wählen sind.
(4) Gewählt ist, wer mehr als die Hälfte der abgegebenen Stimmen auf sich vereinigt.
(5) Erreichen auch im zweiten Wahlgang nicht genügend Kandidatinnen/ Kandidaten die vorgeschriebene Mehrheit, so ist nach § 103 Abs. 2 KV zu verfahren (Einzelwahl).
(6) 1 Die Bezirkssynode kann mit Stimmenmehrheit der Anwesenden beschließen, dass die Ersatzmitglieder jeweils in Gruppenwahl ermittelt werden. 2 Dabei sind die ersten persönlichen Ersatzmitglieder und die zweiten persönlichen Ersatzmitglieder jeweils getrennt zu wählen. 3 Gewählt sind jeweils die Kandidatinnen/Kandidaten, für die die meisten Stimmen abgegeben werden. 4 Die Bezirkssynode kann auch im Falle der Einzelwahl der Ersatzmitglieder beschließen, dass jeweils die Kandidatinnen/Kandidaten gewählt sind, für die die meisten Stimmen abgegeben werden. 5 Über die Zuordnung der Ersatzmitglieder zu den gewählten Synodalen entscheidet die Bezirkssynode oder der Bezirkskirchenrat. 6 Die Zuordnung kann auch durch das Los erfolgen.
1 Der Wahlausschuss führt das Protokoll der Wahlhandlung. 2 Das Protokoll des Wahlausschusses ist von den Mitgliedern des Wahlausschusses zu unterzeichnen.
( 1 ) 1 Die gewählte Landessynode kann wählbare Mitglieder der Pfälzischen Landeskirche in die Landessynode berufen. 2 Die Zahl der berufenen Synodalen darf 1/10 der Zahl der gewählten Synodalen nicht überschreiten. 3 Jeweils die Hälfte der Berufenen dürfen Geistliche sein. 4 Ungeachtet der Sätze 2 und 3 können bis zu zwei Vertreterinnen/Vertreter der Jugend zu Synodalen berufen werden.
( 2 ) Berufen werden kann auch, wer nach § 58 a nicht zur Synodalen/zum Synodalen wählbar ist.
( 3 ) Für diese Synodale können persönliche Ersatzmitglieder berufen werden.
Ein Bruchwert ist bei der Berechnung nach § 65 Abs. 1 Satz 2 WO ab fünf Zehntel aufzurunden, im Übrigen abzurunden.
1 Einspruch gegen die Wahl kann von den Mitgliedern der Bezirkssynode binnen einer Woche nach Bekanntgabe des Wahlergebnisses beim Landeskirchenrat eingelegt werden. 2 Soweit das Gesetz nichts anderes bestimmt, gelten §§ 36, 37 sinngemäß.
Nr. 18 gilt entsprechend.
(1) Der Landeskirchenrat unterrichtet das Präsidium der noch amtierenden Synode von der vollzogenen Neuwahl.
(2) Die/Der Landessynodale kann in ihr/sein Amt eingeführt werden, wenn ihre/seine Wahl unanfechtbar geworden ist.
1 Das Amt der/des Synodalen erlischt
durch Verlust ihrer/seiner Wählbarkeit im Bereich der Landeskirche.
2 Satz 1 Buchstabe b gilt nicht, wenn die/der Synodale berufen ist und sich der Verlust ihrer/seiner Wählbarkeit aus § 58 a ergibt.
1 Die/Der Landessynodale verliert ihr/sein Amt nicht, wenn sie/er ihren/seinen Wohnsitz aus dem Kirchenbezirk verlegt, in dem sie/er gewählt wurde. 2 Dies gilt auch, wenn die/der Landessynodale ihren/seinen Wohnsitz aus dem Gebiet der Landeskirche verlegt, die Mitgliedschaft in der bisherigen Kirchengemeinde jedoch fortsetzt.
Das Amt einer/eines geistlichen Synodalen erlischt,
wenn sie/er aus dem unmittelbaren oder mittelbaren Dienst der Landeskirche ausscheidet,
mit dem Verlust der Mitgliedschaft der Pfälzischen Landeskirche,
mit dem Beginn der Freistellung nach dem Blockmodell der Altersteilzeit.
Nr. 60 gilt entsprechend.
( 1 ) An die Stelle einer/eines Ausgeschiedenen oder Nachgerückten tritt das persönliche Ersatzmitglied in der Reihenfolge ihrer/seiner Wahl.
( 2 ) 1 Nachwahlen sind entsprechend den Bestimmungen dieses Gesetzes durchzuführen. 2 Den Termin für die Nachwahlen setzt der Bezirkskirchenrat fest. 3 Er kann die vorgeschriebenen Fristen abkürzen.
Für das gewählte Mitglied der Landessynode tritt bei dessen Ausscheiden das erste persönliche Ersatzmitglied ein, erst nach dieser/diesem das zweite persönliche Ersatzmitglied.
(1) 1 Erlischt das Amt einer/eines Landessynodalen nach §§ 67, 68 WO, so sind Nachwahlen durchzuführen. 2 Dasselbe gilt, wenn einer der genannten Tatbestände in der Person eines Ersatzmitglieds eintritt.
(2) Ebenso sind Nachwahlen durchzuführen, wenn ein Mitglied der Landessynode oder eines der Ersatzmitglieder verstirbt.
1 Mit Inkrafttreten dieses Gesetzes treten die Bestimmungen außer Kraft, die diesem Gesetz entgegenstehen. 2 Sie gelten jedoch weiter für die bei Erlass dieses Gesetzes gewählten kirchlichen Körperschaften und deren Mitglieder.
Die zur Durchführung dieses Gesetzes erforderlichen Rechtsverordnungen und Verwaltungsvorschriften erlässt die Kirchenregierung.
Dieses Gesetz tritt am 1. Januar 2013 mit der Maßgabe in Kraft, dass es nicht für die bei seinem Erlass gewählten kirchlichen Körperschaften und deren Mitglieder gilt.

References: § 1

§ 2

§ 3

§ 4

§ 5

§ 6

§ 7

§ 8

§ 9

§ 10

§ 11

§ 12

§ 13

§ 14

§ 15

§ 17

§ 18

§ 19

§ 20

§ 21

§ 22

§ 22

§ 23

§ 24

§ 25

§ 26

§ 27

§ 28

§ 29

§ 30

§ 31

§ 32

§ 33

§ 34

§ 35

§ 36

§ 37

§ 38

§ 39

§ 40

§ 41

§ 42

§ 43

§ 44

§ 45

§ 46

§ 47

§ 48

§ 49

§ 50

§ 51

§ 52

§ 53

§ 54

§ 55

§ 56

§ 57

§ 58

§ 58

§ 59

§ 60

§ 61

§ 62

§ 63

§ 64

§ 65

§ 66

§ 67

§ 68

§ 69

§ 70

§ 71
 § 1896
 § 1905
 § 105
 § 5
 § 19
 § 19
 § 19
 § 18
 § 20
 § 36
 § 15
 § 32
 § 15
 § 2
 § 7
 § 38
 § 41
 § 38
 § 32
 § 39
 § 39
 § 40
 § 39
 § 42
 § 43
 § 43
 § 6
 § 32
 § 50
 § 37
 § 37
 § 61
 § 63
 § 59
 § 63
 § 103
 § 58
 § 65
 § 58