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Timestamp: 2019-05-23 11:56:20+00:00

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Rechtsprechung: NJW 1992, 697 - dejure.org
Weitere Entscheidung unten: BGH, 26.11.1991
https://dejure.org/1991,412
BGH, 26.11.1991 - XI ZB 10/91 (https://dejure.org/1991,412)
BGH, Entscheidung vom 26.11.1991 - XI ZB 10/91 (https://dejure.org/1991,412)
BGH, Entscheidung vom 26. November 1991 - XI ZB 10/91 (https://dejure.org/1991,412)
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Rechtsmittelauftrag - Pflichten des Anwalts - Rechtsanwalt - Auftragsschreiben - Wiedereinsetzungsantrag - Ablehnung der Wiedereinsetzung - Beschwerde
BRAO § 55; ZPO §§ 233, 234, 236
VersR 1992, 983
Lediglich erkennbar unklare oder ergänzungsbedürftige Angaben, deren Aufklärung nach § 139 ZPO - geboten gewesen wäre, dürfen nach Fristablauf erläutert und vervollständigt werden (…ständige Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs, zuletzt Senatsbeschluß vom 20. Mai 1992 - XII ZB 43/92 - BGHR ZPO § 234 Abs. 1 Begründung 6; Beschluß vom 26. November 1991 - XI ZB 10/91 - NJW 1992, 697 m.N. = BGHR aaO. Begründung 5;… Zöller/Greger aaO. § 236 Rdn. 6 m.N.).
Eine in sich geschlossene, inhaltlich falsche Darstellung kann nach Fristablauf nicht durch den Vortrag zuvor nicht einmal angedeuteter neuer Tatsachen ausgetauscht werden (ständige Rechtsprechung des BGH, z.B. BGH FamRZ 1993, 309, 310; NJW 1992, 697, m.w.N).«.
Lediglich erkennbar unklare und ergänzungsbedürftige Angaben, deren Aufklärung nach § 139 ZPO geboten war, dürfen nach Fristablauf erläutert und vervollständigt werden (Rechtsprechung des BGH z.B. BGH FamRZ 1993, 309, 310; NJW 1991, 1892; 1992, 697; NJW-RR 1987, 900).
c) Daß eine solche ausreichende Unterschriftskontrolle im Büro seiner Prozeßbevollmächtigten bestand, hat der Kläger - teilweise im Beschwerdevorbringen in zulässiger Weise ergänzt (Senatsbeschluß vom 22. Januar 1992 - VIII ZB 35/91 = VersR 1992, 899 unter 2 b; BGH, Beschluß vom 26. November 1991 - XI ZB 10/91 = VersR 1992, 983 unter 2 = BGHR ZPO § 234 Abs. 1 Begründung 5; BGH, Beschluß vom 10. Februar 1994 - VII ZB 25/93 - VersR 1994, 1368 unter 2 a) - dargelegt und glaubhaft gemacht.
Nach Ablauf der Antragsfrist nachgeschobene Tatsachen, die nicht der Erläuterung oder Ergänzung fristgerecht geltend gemachter Wiedereinsetzungsvoraussetzungen dienen, müssen indessen unberücksichtigt bleiben (vgl. die genannten Senatsbeschlüsse sowie den Senatsbeschluß vom 8. April 1997 - VI ZB 8/97 - VersR 1997, 895; ferner BGH, Beschlüsse vom 26. November 1991 - XI ZB 10/91 - NJW 1992, 697 …und vom 20. Mai 1992 - XII ZB 43/92 - BGHR-ZPO § 234 Abs. 1 - Begründung 6).
Grundsätzlich müssen nach § 234 Abs. 1, § 236 Abs. 2 ZPO alle Tatsachen, die für die Gewährung der Wiedereinsetzung in den vorigen Stand von Bedeutung sein können, innerhalb der zweiwöchigen Antragsfrist vorgetragen werden; lediglich erkennbar unklare oder ergänzungsbedürftige Angaben, deren Aufklärung nach § 139 ZPO geboten gewesen wäre, dürfen nach Fristablauf erläutert oder vervollständigt werden; andernfalls liegt ein unzulässiges Nachschieben von Gründen vor (Senatsbeschlüsse vom 26. November 1991 - XI ZB 10/91, NJW 1992, 697 …und vom 9. Februar 2010 - XI ZB 34/09, juris Rn. 9 mwN).
Ein entsprechender Hinweis des Berufungsgerichts wäre nur erforderlich gewesen, wenn es um die Aufklärung erkennbar unklarer oder ergänzungsbedürftiger Angaben im Rahmen des geltend gemachten Wiedereinsetzungsgrundes gegangen wäre (vgl. BGHZ 2, 342, 345; BGH, Beschluß vom 26. November 1991 - XI ZB 10/91 - aaO m.w.N.).
Lediglich erkennbar unklare oder ergänzungsbedürftige Angaben, deren Aufklärung nach § 139 ZPO geboten war, dürfen nach Fristablauf erläutert und vervollständigt werden (st. Rspr.; vgl. BGH, Beschl. v. 26.11.1991 - XI ZB 10/91, NJW 1992, 697; Beschl. v. 4.5.1994 - XII ZB 21/94, NJW 1994, 2097, 2098; Beschl. v. 8.4.1997 - VI ZB 8/97, NJW 1997, 2120, 2121; Beschl. v. 5.10.1999 - VI ZB 22/99, NJW 2000, 365, 366).
Denn alle Umstände, die für die Frage von Bedeutung sind, auf welche Weise und durch wessen Verschulden es zur Versäumung der Berufungsbegründungsfrist gekommen ist, sind innerhalb der zweiwöchigen Antragsfrist vorzutragen (§§ 234 Abs. 1, 236 Abs. 2 ZPO; Senatsbeschluß vom 26. November 1991 - XI ZB 10/91, NJW 1992, 697; BGH, Beschluß vom 8. April 1997 - VI ZB 8/97, NJW 1997, 2120, 2121; BGH, Beschluß vom 12. Mai 1998 - VI ZB 10/98, NJW 1998, 2678, 2679).
BGH, 17.02.1993 - XII ZB 158/92
Bewilligung von Prozesskostenhilfe - Anspruch auf Trennungsunterhalt - …
BGH, 10.09.1997 - XII ZB 102/97
Anforderungen an Ausgangskontrolle bei fristwahrenden Schriftsätzen; Frist für …
OLG Hamm, 04.06.1997 - 20 W 9/97
Verschulden bei Versäumnis der Frist zur Einlegung des Einspruchs gegen ein …
BGH, 08.11.1994 - VI ZB 24/94
Eintragung der Berufungsbegründungsfrist nebst Vorfrist von einer Woche im …
BGH, 14.07.1992 - VI ZB 14/92
BGH, 10.12.1992 - V ZB 36/92

References: § 55
 § 139
 § 234
 § 236
 BGH 
 § 139
 BGH 
 BGH 
 § 234
 § 234
 § 234
 § 236
 § 139
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