Source: https://www.ub.uni-potsdam.de/de/publizieren/universitaetsverlag/im-universitaetsverlag-veroeffentlichen/hinweise-zur-manuskripterstellung.html
Timestamp: 2019-10-13 21:00:48+00:00

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Hinweise zur Manuskripterstellung - Im Universitätsverlag veröffentlichen - Universitätsverlag - Publizieren - Universitätsbibliothek - Universität Potsdam
Beratung & Kursangebot
Die hier aufgeführten Hinweise sollen Autoren und Autorinnen, aber auch Reihenherausgeber und -herausgeberinnen bei der Konzeption und Gestaltung ihrer Publikationen unterstützen und als Nachschlagewerk dienen. Außerdem geben sie Auskunft über die im Universitätsverlag praktizierten Standards.
Schon vor Beginn der Manuskripterstellung sollten Überlegungen zur Lesart eine wesentliche Rolle spielen, da diese unmittelbare Auswirkungen auf die Feintypografie Ihrer Publikation haben. Wir möchten Ihnen daher drei grundsätzliche Lesarten vorstellen, an denen Sie sich orientieren können:
- informierendes Lesen (Zeitungen, Sachbücher etc.): Die Feintypographie sollte das Querlesen und Springen ermöglichen. Dabei helfen eine kleinteilige Gliederung und klare Auszeichnungen.
- konsultierendes Lesen (Nachschlagewerke, Lexika etc.): Die Feintypographie sollte eine gezielte Informationssuche ermöglichen. Dabei helfen kurze Zeilen bzw. Spalten und das Hervorheben von Stichwörtern.
- differenzierendes Lesen (Lehrbücher, wissenschaftliche Bücher etc.): Längere Zeilen, Hervorhebungen und eine klare Gliederung der Absätze und Überschriften gewährleisten eine gute Orientierung für den Leser.
Legen Sie als Reihenherausgeber bzw. Reihenherausgeberin in den Autorenrichtlinien fest, ob Beiträgen in einem Sammelband ein Abstract und Schlüsselwörter ("key words") vorangesetzt werden sollen und wie der Text grundsätzlich zu gliedern ist:
- dezimale oder alphanumerische Gliederung
- Aufbau und Abfolge von Inhaltsverzeichnis, Abbildungs- und Tabellenverzeichnis, Abkürzungsverzeichnis
- Aufbau eines Personen- oder Sachregisters
- Hervorhebungen, besondere Auszeichungen, Blockzitate
Wenn Sie Ihre Arbeit auf Deutsch verfassen, schrieben Sie die Texte bitte grundsätzlich nach den Regeln der neuen Rechtschreibung. Sollten Sie die alte Orthographie verwenden, dann bitte konsequent. Sollten Sie Ihre Arbeit auf Englisch verfassen, so achten Sie bitte darauf, dass Sie sie einheitlich entweder in britischem (BE) oder amerikanischem Englisch (AE) schreiben.
Aneinanderreihungen & zusammengesetzte Fremdwörter
Aneinanderreihungen:
Mehrteilige Wortgruppen werden im Deutschen mittels Bindestrich verbunden (gekoppelt), ebenso wie substantivisch gebrauchte Infinitive mit mehreren Bestandteilen: z.B. Mund-zu-Mund-Beatmung oder zum Aus-der-Haut-Fahren (Duden, <§ 43, § 44 und § 45 E2>)
Dies gilt auch für Aneinanderreihungen und Zusammensetzungen fremdsprachiger Wortgruppen: z.B. Boogie-Woogie (Duden, <§ 43, § 44 und § 45 E2>)
Zusammengesetzte Fremdwörter:
Diese werden zusammengeschrieben. Bei einer Zusammensetzung von Substantiven darf auch ein Bindestrich gesetzt werden: z.B. Sciencefiction oder Science-Fiction
Dies gilt ebenfalls für Substantivierungen aus dem Englischen, die aus Verb und Partikel hervorgehen: z.B. Blackout oder Black-Out (Duden, <§ 37 (1), § 45 E1, § 43 und § 37 (2)>)
Handelt es sich beim ersten Wortbestandteil um ein Adjektiv, kann jedoch zusammengeschrieben werden, wenn die gemeinsame Hauptbetonung auf dem ersten Bestandteil liegt, z.B. bei Longdrink oder Long Drink.
Ansonsten gilt in Anlehnung an die Herkunftssprache Getrenntschreibung: z.B. Top Ten (Duden, <§ 37 E4>)
Zitierte Sätze in Begleitsätzen
Werden ganze Sätze zitiert oder in wörtlicher Rede wiedergegeben, müssen sie mit selbst formulierten sogenannten Begleitsätzen verbunden werden, um sie in einen Text zu integrieren. Der Begleitsatz kann dem angeführten Satz vorangehen, ihm nachgestellt sein, ihn umschließen oder ihn unterbrechen.
Es gilt die Grundregel:
Sowohl der angeführte Satz als auch der Begleitsatz behalten in der Regel ihre Satzzeichen (Ausnahmen s. u.). Die Satzzeichen des angeführten Satzes stehen innerhalb, die des Begleitsatzes außerhalb der Anführungszeichen. Beispiel:
Kennst du die Sendung „Wie würden Sie entscheiden?“?
Die Ausnahme von dieser Regel bildet der Schlusspunkt, der in bestimmten Konstellationen entfällt. Beim Begleitsatz entfällt er, wenn der Gesamtsatz mit dem angeführten Satz endet. Beim angeführten Satz entfällt er, wenn der Begleitsatz anschließend beginnt oder fortgeführt wird. Beispiele:
Er sagte: „Das ist halt so.“
„Das ist halt so“, sagte er.
Die einzelnen Konstellationen von Begleitsatz und angeführtem Satz im Überblick:
1. Variante: Der Begleitsatz geht dem angeführten Satz voran
In diesem Fall endet der Gesamtsatz mit den Schlussstrichen des angeführten Satzes, wenn er ansonsten mit einem Punkt enden würde. Endet er mit einem Frage- oder Ausrufezeichen, stehen diese hinter den Schlussstrichen des angeführten Satzes. Beispiele:
Er fragte: „Ist dies ein Problem?“
Hast du gefragt: „Ist dies ein Problem?“?
2. Variante: Der Begleitsatz ist dem angeführten Satz nachgestellt oder wird nach ihm weitergeführt
In diesem Fall steht nach den Schlussstrichen des angeführten Satzes immer ein Komma. Endet der angeführte Satz mit einem Schlusspunkt, entfällt dieser. Beispiele:
Er fragte: „Ist dies ein Problem?“, und verließ den Raum.
3. Variante: Der Begleitsatz unterbricht den angeführten Satz
Unterbricht der Begleitsatz den angeführten Satz, wird er durch Kommas abgetrennt. Beide Teile des angeführten Satzes werden jeweils in Anführungsstriche gesetzt. Beispiele:
„Es ist mir egal“, rief sie, „wie das Ergebnis lautet!“
„Es ist mir egal“, rief sie, „wie das Ergebnis lautet!“, und verließ den Raum.
Der Universitätsverlag Potsdam bevorzugt keinen spezifischen Zitationsstil. Bevor Sie ihr Manuskript einreichen, sollten Sie sicherstellen, dass im Text einheitlich nach einem fachspezifischen und etablierten Zitationsstil verfahren wird. Die Formatierung von zitierten Textstellen und Blockzitaten, die Literaturverweise im Text und in den Fußnoten sowie eine vollständige Literaturliste sollten konsequent einem Zitationsstil folgen.
Dokumentieren Sie unbedingt auch die letzten Abrufdaten der mit URLs zitierten Webquellen.
Eine umfangreiche Übersicht verschiedener Zitationsstile finden Sie unter:
citavi.com/images/forum/Citavi_Zitierstiluebersicht.pdf
Für wiederkehrende Textelemente (Überschriften, Fußnoten etc.) sollten standardisierte Formatvorlagen verwendet werden. Formatvorlagen gewährleisten ein konsistentes Layout, ermöglichen die automatische und einheitliche Gliederung und Nummerierung von Überschriften, eine systematische Beschriftung und Nummerierung von Graphiken- oder Tabellenbeschriftungen sowie die Erstellung eines automatischen Inhalts- oder Abbildungsverzeichnisses. Verwenden Sie auch spezielle Formatvorlagen für Blockzitate.
In der Regel sind für die Formatierung von Überschriften, Fußnoten, Seitenzahlen usw. in Textverarbeitungsprogrammen (Microsoft Word, LibreOffice Writer etc.) standardisierte Formatvorlagen eingerichtet, die verwendet und angepasst werden können. Andere müssen für das jeweilige Dokument erstellt werden. Dabei unterscheidet man folgende Typen von Formatvorlagen:
- Absatzformatvorlagen: gelten für die Auszeichnung ganzer Absätze, z.B. Überschriften
- Zeichenformatvorlagen: gelten für einzelne Wörter oder Passagen innerhalb eines Absatzes, z.B. Hervorhebungen, Fußnotennummer, Fußnotentext usw.
Bei allen Formatierungen, Auszeichnungen und Ansetzungen (z.B. von Namen oder Verlagen) und bei Querverweisen auf eine einheitliche und kohärente Schreibweise achten.
Liefern Sie die Originalbilddateien Ihrer Abbildungen und Grafiken in einer Auflösung, die Lesbarkeit im Druck gewährleistet (min. 300 dpi) in einem geeigneten Dateiformat (pdf, ai, eps, tiff).
Prüfen Sie bei ursprünglich farbigen Grafiken, ob die Farbstufen bei einem Graustufen-Druck zu differenzieren sind.
Beachten Sie eine einheitliche Beschriftung (z. B. Abb. oder Abbildung, Fig. oder Figure) und eine einheitliche Ausrichtung der Unterschriften (zentriert oder linksbündig).
Die Nummerierung richtet sich nach dem Kapitel, in welchem sie enthalten sind, nicht nach ihrer absoluten Anzahl.
Liefern Sie bitte die Dateien von importierten Tabellen oder Diagrammen aus Tabellenkalkulationen (z.B. Excel).
Tabellen im Querformat werden mit der Kopfzeile an den linken Seitenrand gesetzt (damit beide Seiten bei einer 90°-Drehung im Uhrzeigersinn lesbar sind).
2. Typografische Hinweise
Einfache Leerzeichen:
Einfache Leerzeichen werden mit der Leertaste eingegeben:
- nach ausgeschriebenen Wörtern und Abkürzungen
- nach Zeichen, die ein Wort vertreten: &, §, §§
- nach ausgelassenen Textteilen, die durch das Ellipsenzeichen […] angedeutet werden
- nach Zahlen
- nach Satzzeichen
Keine Leerzeichen:
Keine Leerzeichen werden in folgenden Fällen gesetzt:
- zur Formatierung
- vor Satzzeichen: . , ; : ?!
- vor und nach dem Bis-Strich (Länge eines Gedankenstrichs): S. 6–8, 6–8 Personen
- vor und nach einem Schrägstrich / (wenn der Strich einzelne Wörter trennt)
- bei Winkelangaben: 90°, aber Achtung: Temperatur: 90 °C
- vor dem Zeichen für Zoll: 18″
- zwischen Vorzeichen und Zahl: –3
Besondere Leerzeichen:
a) Schmales, geschütztes Leerzeichen
Eingabe in Microsoft Word: Tasten 202F und danach Alt+C drücken (Eigenschaften: wird nicht getrennt, bleibt auch im Blocksatz immer gleich breit)
- nach Punkten innerhalb mehrgliedriger Abkürzungen, die in vollem Wortlaut gesprochen werden: z. B., i. A., u. a., u. v. a. m.
- Gliederung von Zahlen (Telefonnummern, Kontonummern): 1 000 000
- zwischen Zahl und Prozentzeichen: 12 %
b) Geschütztes Leerzeichen
Eingabe in Microsoft Word: Strg-Shift-Leertaste (Eigenschaften: Länge eines normalen Leerzeichens, wird nicht getrennt; bleibt auch im Blocksatz immer gleich breit)
- nach den Wörtern Seite, Nummer usw. und der dazugehörigen Ziffer
- bei Seitenangaben zwischen Seitenzahl und f. bzw. ff.: S. 67 ff.
- zwischen einer Maßzahl und der Maßeinheit: 23 m
- zwischen Titeln, abgekürzten Vornamen und Namen
Gedanken- & Trennstriche
Halbgeviertstrich (Gedankenstrich):
Eingabe in Microsoft Word: Alt+0150 oder Strg+- auf Nummernblock
- Streckenstrich: Potsdam–Berlin, „gegen“: KSC–Hertha BSC
- Bis-Strich: 6–8 Personen, auch bei Seitenangaben
- Aufzählungsstrich
- Auslassungsstrich
Viertelgeviertstrich (Bindestrich, Divis):
Divis auf der Tastatur tritt nur als Binde- und Silbentrennstrich auf (bei Silbentrennung und Bindestrich-Schreibweise)
- Bindestrich, Kopplungsstrich
- Trennstrich bei Umbrüchen (Silbentrennstrich)
- Ergänzungsstrich
Wie sehen Anführungszeichen aus?
Wie beim Apostroph ist es auch bei den Anführungsstrichen keineswegs gleichgültig oder eine Geschmacksfrage,
wie sie aussehen. Apostrophe z.B. sind keine einfachen Anführungszeichen, sondern: ’ (merke: 9)
Grundsätzlich gilt für Anführungszeichen:
- Deutsche Texte: „...“ (merke: 99…66)
- Englische Texte “... ”(merke: 66…99,
- französische Texte: «…»
- Einfache Anführungszeichen: ‚...‘ (merke: 9…6)
- Kurze fremdsprachige Zitate und Begrifflichkeiten werden in für die Sprache des Haupttextes übliche Anführungsstriche gesetzt
Wann werden Anführungszeichen gesetzt?
Anführungszeichen werden immer dann gesetzt, wenn Worte, Wortgruppen, einzelne Sätze oder auch längere Ausführungen einer anderen Person wörtlich wiedergegeben werden. In der wissenschaftlichen Arbeit, aber natürlich auch in anderen Texten, geschieht dies in Form des Zitats von schriftlichen Äußerungen eines anderen. Beispiel:
Meyer meint, dies sei „kein überzeugendes Argument und mit der Theorie nicht zu vereinbaren“.
Ein weiterer klassischer Fall ist die direkte Rede. Beispiel:
„Geh hinaus in den Garten!“, rief Hans.
Anführungszeichen können auch gesetzt werden, um z.B. Überschriften, Werktitel, Sprichwörter, sonstige Wörter oder Wortgruppen hervorzuheben, auf die man sich bezieht oder die man ironisch oder übertragen verstanden wissen möchte.
Überschriften und Werktitel - Beispiele:
Gestern habe ich den Film „Adams Äpfel“ gesehen.
Das Buch trägt den Titel „Aller Anfang ist schwer“.
Beginnt der Werktitel mit einem bestimmten oder unbestimmten Artikel, darf dieser nur dann innerhalb der Anführungszeichen stehen, wenn er unverändert bleibt. Ansonsten steht der Werktitel ohne Artikel in Anführungszeichen. Beispiele:
Gestern hat er den Film „Das Leben der Anderen“ gesehen.
Er nahm Bezug auf eine Szene aus dem „Leben der Anderen“.
Die Frage, ob Anführungszeichen gesetzt werden müssen, stellt sich auch dann, wenn eine Textstelle zitiert werden soll, in der wiederum Anführungsstriche zu finden sind. Hier gilt: Angeführte Textstellen in einem Zitat werden in halbe Anführungszeichen gesetzt. Beispiel:
Dies habe, so Meyer, „nichts mit ‚Globalisierung‘ zu tun“.
Verwenden Sie keine Unterstreichungen.
Wechseln Sie innerhalb eines Fließtextes bitte nicht die Schriftart zur Hervorhebung von Begriffen.
Bei Kapitälchen, Fettsetzungen und Kursivierungen nur die entsprechenden Schriftschnitte verwenden und nicht die Fett- bzw. Kursivschaltung der Textverarbeitung! Dieses dient der Erhaltung der Auszeichnungen für den Import in das Satzprogramm.
Letzte Aktualisierung: 24.09.2019, Bastian Wiesemann
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References: § 44
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 § 43
 § 37