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Timestamp: 2020-08-06 11:30:08+00:00

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Absenkung der Altersgrenze für die Berücksichtigung von Kindern | Rechtslupe
Absen­kung der Alters­gren­ze für die Berück­sich­ti­gung von Kin­dern
Die Absen­kung der Alters­gren­ze für die Berück­sich­ti­gung von Kin­dern in der Berufs­aus­bil­dung, einer Über­gangs- oder War­te­zeit oder einem Frei­wil­li­gen­dienst durch das StÄndG 2007 war eben­so wie die dazu getrof­fe­ne Über­gangs­re­ge­lung mit dem Grund­ge­setz ver­ein­bar.
In dem hier vom Bun­des­fi­nanz­hof ent­schie­de­nen Fall hat der Sohn der Klä­ge­rin im Janu­ar 2008 das 25. Lebens­jahr voll­endet und damit die Alters­gren­ze des § 32 Abs. 4 Satz 1 Nr. 2 EStG 2008 über­schrit­ten. Die Über­gangs­re­ge­lung in § 52 Abs. 40 Satz 7 setzt die Voll­endung des 24. Lebens­jah­res im Ver­an­la­gungs­zeit­raum 2006 vor­aus und ist des­halb auf den Sohn der Klä­ge­rin nicht anzu­wen­den. Er kann daher nach § 32 Abs. 1 und Abs. 4 i.V.m. § 63 Abs. 1 Nr. 1 EStG ab Febru­ar 2008 nicht mehr als Kind berück­sich­tigt wer­den.
Gegen die Absen­kung der Alters­gren­ze vom 27. auf das 25. Lebens­jahr und die dazu getrof­fe­ne Über­gangs­re­ge­lung bestehen, wie der Bun­des­fi­nanz­hof bereits mit Urteil vom 17. Juni 2010 ent­schie­den hat, [1] kei­ne ver­fas­sungs­recht­li­chen Beden­ken; die gegen die­ses Urteil gerich­te­te Ver­fas­sungs­be­schwer­de hat das Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt mit Beschluss vom 22. Okto­ber 2012 nicht zur Ent­schei­dung ange­nom­men [2] nicht zur Ent­schei­dung ange­nom­men.
Für die Beur­tei­lung der Ver­fas­sungs­mä­ßig­keit der Her­ab­set­zung der Alters­gren­ze ist uner­heb­lich, ob die sich dar­aus erge­ben­den Fol­gen für die Beam­ten­be­sol­dung und -bei­hil­fe eben­falls ver­fas­sungs­ge­mäß sind [3]. Denn eine etwai­ge Ver­fas­sungs­wid­rig­keit –z.B. wegen eines Ver­sto­ßes gegen Art. 33 Abs. 5 des Grund­ge­set­zes– könn­te auch anders als durch die (Wieder-)Heraufsetzung der Alters­gren­ze beho­ben wer­den, etwa indem der Gesetz­ge­ber besol­dungs­recht­lich neben den nach § 32 Abs. 4 EStG zu berück­sich­ti­gen­den Kin­dern auch älte­re Kin­der ein­be­zieht, die sich noch in Aus­bil­dung befin­den und an die nach § 33a Abs. 1 EStG abzieh­ba­rer Unter­halt geleis­tet wird.
Bun­des­fi­nanz­hof, Urteil vom 11. April 2013 – III R 83/​09
BFH, Urteil Urteil vom 17.06.2010 – III R 35/​09, BFHE 230, 523, BStBl II 2011, 176[↩]
BVerfG, Beschluss vom 22.10.2012 – 2 BvR 2875/​10[↩]
BFH, Urteil in BFHE 230, 523, BStBl II 2011, 176, unter II.2.a bb (3) [↩]
Ver­fas­sungs­ge­mä­ße Alters­gren­ze beim Kin­der­geld Die Absen­kung der Alters­gren­ze für die Gewäh­rung von Kin­der­geld vom 27. auf das 25. Lebens­jahr ist nach Ansicht des Bun­des­fi­nanz­hofs ver­fas­sungs­recht­lich unbe­denk­lich. Dies hat­te der…
Alters­gren­ze beim Kin­der­geld­be­zug Die Her­ab­set­zung der Alters­gren­ze für den Kin­der­geld­be­zug für in Aus­bil­dung befind­li­che Kin­der von 27 auf 25 Jah­re gemäß §§ 63 Abs. 1 Satz 2, 32…
AltersgrenzeKinderfreibetrag

References: § 32
 § 52
 § 32
 § 63
 Art. 33
 § 32
 § 33