Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=MDR%202012,%201035
Timestamp: 2019-05-20 10:22:09+00:00

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OLG Koblenz, 21.06.2012 - 2 U 271/11 - dejure.org
OLG Koblenz, 21.06.2012 - 2 U 271/11
https://dejure.org/2012,17144
OLG Koblenz, 21.06.2012 - 2 U 271/11 (https://dejure.org/2012,17144)
OLG Koblenz, Entscheidung vom 21.06.2012 - 2 U 271/11 (https://dejure.org/2012,17144)
OLG Koblenz, Entscheidung vom 21. Juni 2012 - 2 U 271/11 (https://dejure.org/2012,17144)
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Geisterkletterer, Turborutsche
Verschulden eines Badegastes hinsichtlich einer Kollision mit einem anderen Badegast auf einer Turborutsche; Höhe des Schmerzensgeldes für den Bruch des äußeren Schienbeinkopfes mit drittgradigem Knorpelschaden mit Einschränkungen der Beweglichkeit eines Knies
Verschulden eines Badegastes bei der Kollision mit einem anderen Badegast auf einer Turborutsche; Höhe des Schmerzensgeldes für den Bruch des äußeren Schienbeinkopfes mit drittgradigem Knorpelschaden mit Einschränkungen der Beweglichkeit eines Knies
Schmerzensgeld - Blockieren des Auslaufs einer Wasserrutsche
Zum Badeunfall im Freizeitbad - Volle Haftung bei Missachtung offensichtlicher Regeln und Sicherheitsvorkehrungen
Im Freizeitbad eine Rutschröhre hochgeklettert - Zusammenstoß mit rutschendem Badegast - leichtsinniges Paar haftet für die Folgen
Volle Haftung bei Missachtung offensichtlicher Regeln und Sicherheitsvorkehrungen in einem Schwimmbad
Schmerzhafter Zusammenstoß in einer Wasserrutsche - Blockierer müssen zahlen
Badeunfall auf Wasserrutsche: "Geisterkletterer" haftet bei Missachtung offensichtlicher Regeln und Sicherheitsvorkehrungen - Hineinklettern in eine Wasserrutsche stellt grob fahrlässiges Verhalten dar
LG Koblenz, 31.01.2011 - 3 O 319/06
durch ein Hinweisschild "Vorsicht Stufe" fehlt sowie keine ausreichenden Beleuchtung vorhanden ist (in Anknüpfung an BGH, Urteil vom 12. November 1996, VI ZR 270/95, VersR 1997, 250; BGH, Urteil vom 15. Juli 2003, VI ZR 155/02, VersR 2003, 1319; OLG Celle…, Urteil vom 25. Januar 2007, 8 U 161/06, Juris Rn. 5, VersR 2008, 1553; OLG Koblenz, Hinweisentscheidung gemäß § 522 Abs. 2 ZPO vom 4. Dezember 2009, 2 U 565/09, VersR 2011, 362, OLG Koblenz, Hinweisbeschluss gemäß § 522 Abs. 2 ZPO vom 15. Juni 2010 i.V.m. Zurückweisungsbeschluss vom 4. Oktober 2010, 2 U 950/09, VersR 2012, 374; OLG Koblenz, Urteil vom 21. Juni 2012, 2 U 271/11; zur Problematik des Auslegens einer Fußmatte vor einem Lebensmittelladen OLG Koblenz, Hinweisbeschluss gemäß § 522 Abs. 2 ZPO vom 19. Januar 2011, 2 U 468/10, MDR 2011, 787; OLG Koblenz, Hinweis gemäß § 522 Abs. 2 vom 16. Dezember 2009 i.V.m. Zurückweisungsbeschluss vom 22. Januar 2010, 2 U 904/09, MDR 2010, 630; OLG Karlsruhe, Urteil vom 14. Mai 2003, 7 U 138/01, OLGR Karlsruhe 2003, 407 ff.).
Der Dritte ist aber nur vor den Gefahren zu schützen, die er selbst, ausgehend von der sich ihm konkret darbietenden Situation bei Anwendung der von ihm in dieser Situation zu erwartenden Sorgfalt erfahrungsgemäß nicht oder nicht rechtzeitig erkennen und vermeiden kann (OLG Koblenz, Hinweisentscheidung gemäß § 522 Abs. 2 ZPO vom 04.12.2009 - 2 U 565/09 - VersR 2011, 362, Hinweisbeschluss gemäß § 522 Abs. 2 ZPO vom 15.06.2010 i.V.m. Zurückweisungsbeschluss vom 04.10.2010 - 2 U 950/09 - VersR 2012, 374; OLG Hamm, Urteil vom 13.01.2006 - 9 U 143/05 - NJW-RR 2006, 1100; OLG Koblenz, Urteil vom 21.06.2012 - 2 U 271/11 - zur Problematik des Auslegens einer Fußmatte vor einem Lebensmittelladen OLG Koblenz, Hinweisbeschluss gemäß § 522 Abs. 2 ZPO vom 19.1.2011 - 2 U 468/10 - MDR 2011, 787; Hinweis gemäß § 522 Abs. 2 vom 16.12.2009 i.V.m. Zurückweisungsbeschluss vom 22.01.2010 - 2 U 904/09 - MDR 2010, 630).
Unter Berücksichtigung der Ausgleichs- und Genugtuungsfunktion des Schmerzensgeldanspruchs kommt es maßgebend auf die Dauer, Art und Schwere der Verletzung an (OLG Koblenz, Urteil vom Urteil vom 21.06.2012 - 2 U 271/11 - Bamberger/Roth-Spindler, BGB, 3. Auflage 2012, § 253 Rn. 13-16, 29).
Schlägt ein Badegast gleichwohl mit seinem Schienbein am Beckenrand auf, handelt es sich dabei um einen unglücklichen Umstand bzw. ein schicksalhaftes Ereignis, das durch Vorkehrungen des Betreibers im Rahmen der Verkehrssicherungspflicht und der zumutbaren Anforderungen, Gefahren für die Badegäste abzuwenden, nicht hätte verhindert werden können (vgl. zu Unfall in einer Turborutsche in einem Freizeitbad Oberlandesgericht Koblenz Urteil vom 21. Juni 2012, 2 U 271/11, BeckRS 1021239 = MDR 2012, 1035 f. = SpuRt 2012, 199 ff.).
An die Beklagte können im konkreten Fall nicht die Anforderungen gestellt werden, die hinsichtlich der Sicherungs- und Kontrollpflichten einer Wasserrutsche bestehen (…vgl. OLG Thüringen, aaO; vgl. zur Gefahrensituation bei einer Wasserrutsche auch OLG Koblenz, Urteil vom 21.06.2012 - 2 U 271/11 - MDR 2012, 1035 f.).

References: § 522
 § 522
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 § 522
 § 522
 § 522
 § 522
 § 253