Source: http://www.deutschestextarchiv.de/book/view/estor_rechtsgelehrsamkeit01_1757?p=105
Timestamp: 2019-02-23 21:18:02+00:00

Document:
XXXIX. haubtst. von gewantschneidern.
a. o. I th. s. 106, die Altenburgische landesordnung
P. l c. 2 tit. 3, der codex Augusteus im dritten
anhange.
Den eid, womit eine oberkeit die buchdrucker-
herren und gesellen zu verpflichten hat, stehet in
Estors unterrichte von urtheln s. 659 fg.
Eine buchdruckerei anlegen zu dürfen, wirddie buch-
ist ein re-
für ein regale gehalten, sihe Deinlins disp. de
regali jure erigendi typographias, obgleich der
Mevius P. III decis. 69 solches in zweifel zihet.
Vom rechte eines regirungs-buchdruckers handelt
die F. Hessen-Casselische verordnung von 1678.
Der unbefugte nachdruck der bücher bringetder unbe-
fugte nach-
druck scha-
den buchhandel in verfall. Vom nachdrucke sihe
die Gundlingiana, das juristische oraculum, vol.
IV, s. 246 fg. von den freiheiten über den bücher-
druck und verlag handelt Wölker in den anmer-
kungen über die Nürnbergische reformation § 1-5
s. 53 fg. des Iten bandes.
Neun und dreißigstes haubtstück
von den gewantschneidern.
Ein gewantschneider heisset an verschidenen or-was der ge-
wantschnei-
ten derjenige, welcher die tücher nach der elle
verkaufet und zu kleidern ausschneidet.
Die gewantschneider unterscheiden sich von dendessen un-
terschid von
kaufleuten, die im grosen handeln. Selbige sind
als krämer anzusehen, und befinden sich auch in
gilden, wie solches aus dem freiheits-brife der ge-
wantschneider zu Zerbst, im juristischen oraculo,
XXXIX. haubtſt. von gewantſchneidern.
a. o. I th. ſ. 106, die Altenburgiſche landesordnung
P. l c. 2 tit. 3, der codex Auguſteus im dritten
herren und geſellen zu verpflichten hat, ſtehet in
Eſtors unterrichte von urtheln ſ. 659 fg.
Eine buchdruckerei anlegen zu duͤrfen, wirddie buch-
iſt ein re-
fuͤr ein regale gehalten, ſihe Deinlins diſp. de
Mevius P. III deciſ. 69 ſolches in zweifel zihet.
die F. Heſſen-Caſſeliſche verordnung von 1678.
Der unbefugte nachdruck der buͤcher bringetder unbe-
druck ſcha-
den buchhandel in verfall. Vom nachdrucke ſihe
die Gundlingiana, das juriſtiſche oraculum, vol.
IV, ſ. 246 fg. von den freiheiten uͤber den buͤcher-
druck und verlag handelt Woͤlker in den anmer-
kungen uͤber die Nuͤrnbergiſche reformation § 1-5
ſ. 53 fg. des Iten bandes.
Neun und dreißigſtes haubtſtuͤck
von den gewantſchneidern.
Ein gewantſchneider heiſſet an verſchidenen or-was der ge-
wantſchnei-
der iſt?
ten derjenige, welcher die tuͤcher nach der elle
verkaufet und zu kleidern ausſchneidet.
Die gewantſchneider unterſcheiden ſich von dendeſſen un-
terſchid von
kaufleuten, die im groſen handeln. Selbige ſind
als kraͤmer anzuſehen, und befinden ſich auch in
gilden, wie ſolches aus dem freiheits-brife der ge-
wantſchneider zu Zerbſt, im juriſtiſchen oraculo,
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[95/0105] XXXIX. haubtſt. von gewantſchneidern. a. o. I th. ſ. 106, die Altenburgiſche landesordnung P. l c. 2 tit. 3, der codex Auguſteus im dritten anhange. § 228 Den eid, womit eine oberkeit die buchdrucker- herren und geſellen zu verpflichten hat, ſtehet in Eſtors unterrichte von urtheln ſ. 659 fg. § 229 Eine buchdruckerei anlegen zu duͤrfen, wird fuͤr ein regale gehalten, ſihe Deinlins diſp. de regali jure erigendi typographias, obgleich der Mevius P. III deciſ. 69 ſolches in zweifel zihet. Vom rechte eines regirungs-buchdruckers handelt die F. Heſſen-Caſſeliſche verordnung von 1678. die buch- druckerei anzulegen iſt ein re- gale. § 230 Der unbefugte nachdruck der buͤcher bringet den buchhandel in verfall. Vom nachdrucke ſihe die Gundlingiana, das juriſtiſche oraculum, vol. IV, ſ. 246 fg. von den freiheiten uͤber den buͤcher- druck und verlag handelt Woͤlker in den anmer- kungen uͤber die Nuͤrnbergiſche reformation § 1-5 ſ. 53 fg. des Iten bandes. der unbe- fugte nach- druck ſcha- det dem buchhandel Neun und dreißigſtes haubtſtuͤck von den gewantſchneidern. § 231 Ein gewantſchneider heiſſet an verſchidenen or- ten derjenige, welcher die tuͤcher nach der elle verkaufet und zu kleidern ausſchneidet. was der ge- wantſchnei- der iſt? § 232 Die gewantſchneider unterſcheiden ſich von den kaufleuten, die im groſen handeln. Selbige ſind als kraͤmer anzuſehen, und befinden ſich auch in gilden, wie ſolches aus dem freiheits-brife der ge- wantſchneider zu Zerbſt, im juriſtiſchen oraculo, vol. deſſen un- terſchid von den kauf- leuten.
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Zitationshilfe: Estor, Johann Georg: Bürgerliche rechtsgelehrsamkeit der Teutschen. Bd. 1. Marburg, 1757, S. 95. In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/estor_rechtsgelehrsamkeit01_1757/105>, abgerufen am 23.02.2019.

References: § 1
 § 1
 § 1
 § 228
 § 229
 § 230
 § 1
 § 231
 § 232