Source: http://geschaeftsbericht.rewag.de/jahresabschluss/anhang/vorbemerkung/
Timestamp: 2018-11-14 05:30:54+00:00

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Vorbemerkung - REWAG Geschäftsbericht
Die REWAG REGENSBURGER ENERGIE- UND WASSERVERSORGUNG AG & CO KG hat ihren Sitz in Regensburg und ist eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht Regensburg unter der Firmennummer HRA 4236. Geschäftsführungsorgan der Gesellschaft ist die Komplementärin, die REGENSBURGER ENERGIE- UND WASSERVERSORGUNG AG, Regensburg, vertreten durch den Vorstand. Das gezeichnete Kapital der persönlich haftenden Gesellschafterin beträgt 1.584 T€; die nicht eingeforderten ausstehenden Einlagen betragen 1.188 T€.
Der Jahresabschluss ist nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches sowie des Energiewirtschaftsgesetzes aufgestellt. Er umfasst die Bilanz, die Gewinn- und Verlustrechnung sowie den Anhang. Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB erstellt.
Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten abzüglich der nach § 253 Abs. 3 HGB notwendigen Abschreibungen bewertet. Die planmäßigen Abschreibungen erfolgen linear entsprechend der wirtschaftlichen Nutzungsdauer (3 bis 41 Jahre). Bei Zugängen wird die Abschreibung zeitanteilig für den Monat der Anschaffung und die folgenden Monate vorgenommen.
Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich der nach § 253 Abs. 3 HGB notwendigen Abschreibungen bewertet. Die Herstellungskosten umfassen die Pflichtbestandteile nach § 255 Abs. 2 HGB. Die planmäßigen Abschreibungen (ausgenommen Gewinnungs- und Bezugsanlagen einschließlich Windkrafterzeugungsanlagen sowie Verteilungsanlagen) erfolgen entsprechend dem unterstellten Werteverzehr grundsätzlich degressiv. Der degressive Abschreibungssatz beträgt grundsätzlich das Zweieinhalbfache des bei der linearen Abschreibung in Betracht kommenden Prozentsatzes, höchstens jedoch 25 %. Auf die lineare Abschreibungsmethode wird übergegangen, sobald diese zu höheren Abschreibungen führt. Bei Gewinnungs- und Bezugsanlagen einschließlich Windkrafterzeugungsanlagen, Verteilungsanlagen sowie anderen Sachanlagen, die nicht degressiv abgeschrieben werden, erfolgt die planmäßige Abschreibung linear entsprechend der wirtschaftlichen Nutzungsdauer. Bei Zugängen wird die Abschreibung zeitanteilig für den Monat der Anschaffung oder Herstellung und die folgenden Monate vorgenommen.
Die Nutzungsdauern des abnutzbaren Sachanlagevermögens betragen:
grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 2 bis 99 Jahre
Gewinnungs- und Bezugsanlagen 3 bis 50 Jahre
Verteilungsanlagen 2 bis 60 Jahre
Maschinen und maschinelle Anlagen 3 bis 70 Jahre
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2 bis 50 Jahre
Abnutzbare bewegliche Vermögensgegenstände des Anlagevermögens, die einer selbstständigen Nutzung fähig sind, werden bei Anschaffungs- oder Herstellungskosten von höchstens netto 410 € in voller Höhe im Jahr des Zugangs aufwandswirksam erfasst.
Die Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten bzw. zum Nennbetrag oder – wenn eine dauerhafte Wertminderung vorliegt – mit ihrem niedrigeren beizulegenden Wert aktiviert. Sofern die Gründe für eine frühere außerplanmäßige Abschreibung entfallen sind, werden dem Umfang entsprechend Wertaufholungen vorgenommen. Darlehen für den sozialen Wohnungsbau, die in den Jahren 1952 bis 1954 gemäß § 7c EStG gewährt wurden, sind in Höhe der bestehenden Forderung wertberichtigt; die nach dem 31.12.1954 gewährten Darlehen werden mit ihrem Barwert ausgewiesen.
Die Bestände an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sind zu den durchschnittlichen Einstandspreisen unter grundsätzlicher Beachtung des strengen Niederstwertprinzips bewertet. Alle wesentlichen erkennbaren Risiken, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer und geminderter Verwendbarkeit ergeben, werden durch angemessene Abwertungen berücksichtigt. Die Vereinfachungsregel nach § 240 Abs. 3 HGB (Bildung eines Festwerts) wird für einen Teil der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe in Anspruch genommen.
Die unfertigen Leistungen sind zu Herstellungskosten, welche die Pflichtbestandteile nach § 255 Abs. 2 HGB umfassen, bilanziert.
Die Waren sind zu den durchschnittlichen Einstandspreisen unter grundsätzlicher Beachtung des strengen Niederstwertprinzips angesetzt.
Der Ansatz der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände erfolgt zu Nominalbeträgen. Ausfallrisiken sind durch angemessene Wertberichtigungen berücksichtigt. Uneinbringliche Forderungen werden vollständig abgeschrieben. Innerhalb der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind zum Bilanzstichtag auf der Grundlage der Jahresverbrauchsablesung abgegrenzte Forderungen aus noch nicht abgelesenem und abgerechnetem Energie- und Wasserverkauf enthalten. Erhaltene Anzahlungen auf den Energie- und Wasserverkauf werden von den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen abgesetzt.
Die Wertpapiere wurden im Vorjahr zum Nominalwert ausgewiesen.
Erhobene Baukostenzuschüsse für Hausanschlüsse und Verteilungsanlagen werden – sofern sie nach dem 31.12.2002 vereinnahmt wurden – im Sonderposten für Investitionszuschüsse ausgewiesen und entsprechend dem Abschreibungssatz des Vermögensgegenstandes, für das der Baukostenzuschuss vereinnahmt wurde, erfolgswirksam aufgelöst. Die bis zum 31.12.2002 vereinnahmten Baukostenzuschüsse sind als empfangene Ertragszuschüsse passiviert; die Auflösung erfolgt jährlich mit 5 % der Ursprungsbeträge.
Die Bewertung der Pensionsrückstellungen erfolgt nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren. Den versicherungsmathematischen Berechnungen liegen die Richttafeln 2005 G nach Heubeck sowie ein Rententrend von 2,5 % p. a. zugrunde. Der Rechnungszins wird gemäß § 253 Abs. 2 HGB mit dem von der Deutschen Bundesbank nach der Rückstellungsabzinsungsverordnung bei einer Restlaufzeit von 15 Jahren ermittelten Wert (zehnjähriger Durchschnitt) angesetzt; zum 31.12.2017 betrug dieser 3,68 % p. a. (Vorjahr: 4,01 % p. a.).
Der Ansatz der Rückstellungen für Altersteilzeit erfolgt mit dem Barwert der Verpflichtungen für Aufstockungsleistungen und Erfüllungsrückstände ab Beginn der jeweiligen Altersteilzeitverhältnisse. Bei Mitarbeitern, die noch keine Altersteilzeitvereinbarung abgeschlossen haben, jedoch die Voraussetzungen dafür erfüllen, wird davon ausgegangen, dass ein Zehntel dieses Personenkreises in eine Altersteilzeittätigkeit wechseln wird. Den versicherungsmathematischen Berechnungen liegen die Richttafeln 2005 G nach Heubeck sowie ein Einkommenstrend von grundsätzlich 2,5 % p. a. zugrunde. Eine Fluktuationsrate wird nicht berücksichtigt. Der Rechnungszins wird gemäß § 253 Abs. 2 HGB mit dem von der Deutschen Bundesbank nach der Rückstellungsabzinsungsverordnung bei einer Restlaufzeit von 15 Jahren ermittelten Wert (siebenjähriger Durchschnitt) angesetzt (zum 31.12.2017 betrug dieser 2,80 % p. a.; Vorjahr: 3,24 % p. a.).
Wertguthaben aus Altersteilzeitverhältnissen werden gemäß den Vorschriften zur gesetzlichen Insolvenzsicherung abgesichert. Es handelt sich dabei um saldierungspflichtige Vermögensgegenstände gemäß § 246 Abs. 2 S. 2 HGB, die mit ihrem beizulegenden Zeitwert bewertet werden.
Im passiven Rechnungsabgrenzungsposten werden Einnahmen vor dem Bilanzstichtag bilanziert, soweit sie Erträge für einen bestimmten Zeitraum danach darstellen. Baukostenzuschüsse für die Nutzung von Lichtwellenleiterfasern werden als passiver Rechnungsabgrenzungsposten behandelt; die Auflösung erfolgt entsprechend der Vertragslaufzeit.

References: § 275
 § 253
 § 253
 § 255
 § 7
 § 240
 § 255
 § 253
 § 253
 § 246