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Timestamp: 2018-07-23 06:21:38+00:00

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83. Auszug aus dem Urteil der I. zivilrechtlichen Abteilung i.S. X. SA gegen Y. AG (Beschwerde in Zivilsachen)
Atto illecito (art. 41 cpv. 1 CO); art. 3-10 LRD quali norme protettive?
Le norme della legge sul riciclaggio di denaro (LRD) non mirano a tutelare interessi patrimoniali individuali. L'illiceità, presupposto necessario per una pretesa fondata sulla responsabilità extracontrattuale giusta l'art. 41 cpv. 1 CO, non può essere dedotta direttamente dalla violazione di un obbligo di diligenza o di comportamento sancito dalla LRD (consid. 4).
Fatti da pagina 529
A.a Die X. SA (Beschwerdeführerin) ist eine Gesellschaft mit Sitz in Montevideo, Uruguay. Die Y. AG, Zürich, (Beschwerdegegnerin) betreibt Bank- und Finanzdienstleistungen aller Art.
BGE 134 III 529 S. 530
4. Die Beschwerdeführerin wirft der Vorinstanz im Weiteren vor, verkannt zu haben, dass die Art. 3-10 des Bundesgesetzes vom 10. Oktober 1997 zur Bekämpfung der Geldwäscherei im Finanzsektor (Geldwäschereigesetz, GwG; SR 955.0) beiden in Art. 1 GwG genannten Zwecken dienten, vor allem aber der Sicherstellung der Sorgfalt bei Finanzgeschäften, und somit als Verhaltensnormen eigenständige
BGE 134 III 529 S. 531
Schutznormen im Sinne von Art. 41 OR seien. Im Zusammenhang mit der Auslegung des GwG macht sie unter anderem eine Verletzung von Art. 1 ZGB geltend.
4.2 Das Geldwäschereigesetz soll in Ergänzung zu strafrechtlichen Bestimmungen (vgl. Art. 70 ff., 305bis, 305ter StGB) verhindern, dass Gelder verbrecherischen Ursprungs in den ordentlichen Geldkreislauf gelangen, und helfen, die für die Geldwäscherei verantwortlichen Personen zu ermitteln und strafrechtlich zu belangen (Botschaft zum Bundesgesetz zur Bekämpfung der Geldwäscherei im Finanzsektor vom 17. Juni 1996, BBl 1996 III 1102 und 1116). Es dient der
BGE 134 III 529 S. 532
Bekämpfung der Geldwäscherei (Art. 305bis StGB) im Finanzsektor und regelt in diesem Zusammenhang die dazu notwendige Sicherstellung der Sorgfalt bei Finanzgeschäften (vgl. Titel des Gesetzes und Art. 1 GwG).
4.3 Die Bestimmungen des Geldwäschereigesetzes sollen die Integrität des schweizerischen Finanzplatzes schützen und bezwecken nicht den Schutz individueller Vermögensinteressen (CASSANI, a.a.O., S. 406; LEHMANN, a.a.O., S. 27). Mit diesen aufsichts- und verfahrensrechtlichen Vorschriften wird für den gesamten Finanzmarkt ein Mindestmass an Sorgfalts- und Verhaltenspflichten festgelegt, um damit die Geldwäscherei im Finanzsektor zu bekämpfen. Dabei ist zu beachten, dass das Geldwäschereigesetz für Verstösse gegen die in Art. 3-8 GwG statuierten Sorgfaltspflichten auf Strafandrohungen verzichtet. Dies gilt selbst für die Verletzung der Verpflichtung des Finanzintermediärs zur automatischen, an die Meldung nach Art. 9 GwG geknüpften Vermögenssperre nach Art. 10 GwG, die die Rechte des durch die Vortat geschädigten Opfers am Ehesten berühren könnte (vgl. CASSANI, a.a.O., S. 406).
BGE 134 III 529 S. 533
DTF: 133 III 323
Articolo: Art. 305bis StGB, art. 41 cpv. 1 CO, art. 3-10 LRD, Art. 1 GwG seguito... , Art. 41 OR, Art. 9 GwG, Art. 1 ZGB, Art. 70 ff., 305bis, 305ter StGB, Art. 2 Abs. 2-4 GwG, Art. 3 und 5 GwG, Art. 6 GwG, Art. 7 GwG, Art. 3-8 GwG, Art. 305ter Abs. 1 StGB

References: art. 3

BGE 
 Art. 3
 Art. 1

BGE 
 Art. 41
 Art. 1
 Art. 70

BGE 
 Art. 1
 Art. 3
 Art. 9
 Art. 10

BGE 
 Art. 305
 art. 41
 art. 3
 Art. 1
 Art. 41
 Art. 9
 Art. 1
 Art. 70
 Art. 2
 Art. 3
 Art. 6
 Art. 7
 Art. 3
 Art. 305