Source: https://findok.bmf.gv.at/findok?execution=e100000s1&segmentId=6ff43093-216b-4c08-bbb5-7c01377e7d77
Timestamp: 2019-07-21 08:46:39+00:00

Document:
Soweit demnach in den einzelnen umsatzsteuerrechtlichen Vorschriften auf den Unternehmer, das Unternehmen, den Gesamtumsatz usw. abgestellt wird, ist zu berücksichtigen, dass der land- oder forstwirtschaftliche Betrieb so wie jeder andere Betrieb des Unternehmers bloß einen Teil seines einheitlichen Unternehmens bildet. Demgemäß können somit zwischen dem land- oder forstwirtschaftlichen und einem anderen Betrieb des Unternehmers keine Umsätze sondern nur Innenumsätze getätigt werden, für die keine zum Vorsteuerabzug berechtigenden Rechnungen im Sinne des § 11 UStG 1994 ausgestellt werden können (vgl. VwGH 25.2.2015, 2010/13/0189). Bei der Ermittlung des Gesamtumsatzes oder des Umsatzes eines Kalenderjahres sind auch die nach Durchschnittssätzen zu versteuernden Umsätze - die ggf. zu schätzen sind - einzubeziehen. Im Falle einer Schätzung können diese Umsätze mit 150% des Wertes des land- und forstwirtschaftlichen Betriebes (§ 125 Abs. 1 lit. b BAO) angesetzt werden. Bei einer Teilpauschalierung iSd LuF-PauschVO 20112015, BGBl. II Nr. 471125/20102013 idgF (bis 31. Dezember 201031.12.2014: LuFLuF-PauschVO 2011 PauschVO 2006,, BGBl. II BGBl. II Nr. 258/2005Nr. 471/2010 idgF), ist bei der Schätzung jedenfalls von den aufgezeichneten, tatsächlichen Betriebseinnahmen (ohne Umsatzsteuer) auszugehen (zB Weinbuschenschank oder Forstwirtschaft, wenn der forstwirtschaftliche Einheitswert mehr als 11.000 Euro beträgt). Die restlichen land- und forstwirtschaftlichen Umsätze können in Höhe von 150% des - entsprechend gekürzten - Einheitswertes angesetzt werden.
Ein teilpauschalierter Landwirt (Einheitswert: 20.000 €Euro, davon entfälltentfallen auf die Forstwirtschaft 12.000 €Euro) erzielt im Jahr 20112016 Einnahmen aus Holzverkäufen an Unternehmer in Höhe von 16.800 €16.950 Euro sowie aus der Vermietung von Eigentumswohnungen in Höhe von € 11.000 €Euro (jeweils inkl. USt).
(1213% USt herausgerechnet!)
(Teil)-)geschätzter land- und forstwirtschaftlicher Gesamtumsatz
Maßgeblicher Umsatz des Jahres 20112016
Es sind somitDie Vorsteueraufteilung hat umsatzbezogen (nicht betriebsbezogen) zu erfolgen, da durch § 22 Abs. 1 UStG 1994 nur solche Vorsteuern pauschal berücksichtigt werden, die ausschließlichmit den pauschaliertenim Rahmen eines land- und forstwirtschaftlichen Betriebs ausgeführten Umsätzen in Zusammenhang stehen. Führt ein Unternehmer daher neben einem der Regelbesteuerung unterliegenden gewerblichen Betrieb betreffen(zB gewerbliches Heurigenbuffet) einen land- und forstwirtschaftlichen Betrieb (zB Weinbaubetrieb), zur Gänze vom Abzug ausgeschlossenfür den er die Pauschalierungsregelung des § 22 UStG 1994 in Anspruch nimmt, hat er die von ihm bezogenen Eingangsleistungen ganz oder teilweise einem der beiden Unternehmensteile zuzuordnen und damit die Vorsteuerbeträge in die nach § 12 Abs. 1 und Art. 12 Abs. 1 UStG 1994 abziehbaren und in die bereits im Rahmen der Vorsteuerpauschalierung berücksichtigten aufzuteilen. VorsteuernEs kommt nicht darauf an, in welchem Unternehmensteil die ausschließlich mit den regelbesteuerten und nicht gemäß § 12 AbsVerwendung der bezogenen Eingangsleistungen zunächst erfolgt. 3 UStG 1994 vom Vorsteuerabzug ausschließenden Umsätzen zusammenhängenVielmehr ist darauf abzustellen, ob der Unternehmer die bezogenen Eingangsleistungen für die der Durchschnittssatzbesteuerung nach § 22 UStG 1994 oder für die der Regelbesteuerung unterliegenden Umsätze verwendet (vgl. VwGH 25.2.2015, sind2010/13/0189 voll abziehbar). Sind Vorsteuern teilweise den land- und forstwirtschaftlichen Umsätzen und teilweise den nach den allgemeinen Vorschriften zu besteuernden Umsätzen zuzurechnen, wie etwa beim gemeinsamen Einkauf von Betriebsmitteln oder bei unteilbaren Gegenständen wie Maschinen, Kraftfahrzeugen oder gemischt genutzten Gebäuden, so sind die Vorsteuern entsprechend der vorgesehenen bzw. tatsächlichen Verwendung aufzuteilen (vgl. VwGH 25.2.2015, 2010/13/0189 sowie VwGH 24.5.1993, 92/15/0009). Zur Möglichkeit einer (vorerst) vereinfachten Vorsteueraufteilung siehe Rz 2011 und 2012).
Randzahlen 29092910 bis 2915: derzeit frei.
Randzahlen 29262922 bis 2940: derzeit frei.
Findok-Nr: 19969.12, aufgenommen am: 16.11.2015 10:14:02, Dokument-ID: b2b1770a-6b12-4ef4-87b9-5c4fac30e709, Segment-ID: 6ff43093-216b-4c08-bbb5-7c01377e7d77

References: § 11
 § 22
 § 22
 § 12
 Art. 12
 § 12
 § 22