Source: https://www.steinburg.de/kreisverwaltung/informationen-der-fachaemter/amt-fuer-jugend-familie-und-sport/kindertagesbetreuung-fruehkindliche-bildung-und-praevention.html
Timestamp: 2020-07-09 05:33:29+00:00

Document:
Kindertagesbetreuung, Frühkindliche Bildung und Prävention - Amt für Jugend, Familie und Sport | Kreis Steinburg
Das Themenspektrum der Stabsstelle Kindertagesbetreuung, Frühkindliche Bildung und Prävention erstreckt sich von der Umsetzung der Kita-Reform (finanziell/strukturell wie pädagogisch/qualitativ) bis hin zu der Verzahnung familienbezogener Aspekte zur Etablierung einer nachhaltigen, bedarfsorientierten und niedrigschwelligen Infrastruktur für Eltern mit Kindern von 0-6 Jahren und sind der Amtsleitung organisatorisch als Stabsstelle zugeordnet.
Leitung der Stabsstelle:
Alexa Stammer-Bartholomä 04821/69 386
Fax: 04821/699 386
Angelegenheiten Kindertageseinrichtungen
Heimaufsicht, Finanzierung, Bedarfsplanung
Frau Witten 04821/69 478
Antrag auf eine Betreibserlaubnis167 K
Merkblatt für die Ermäßigung von Kindergartengebühren(Stand: 23.07.2019)161 K
Sozialstaffelrichtlinie des Kreises Steinburg79 K
Frau Olandt 04821/69 287
Frau Nörregard 04821/69 385
FAQ zur Kita-Reform
Allgemeine Bestimmungen § 1 - 4
Gibt es eine Kontrollfunktion in der Kita-Datenbank, um zu sehen, ob alles Kinder "gefunden" werden (oder gibt es eine Fehlermeldung, wenn nicht im Melderegister)?
Es erfolgt grundsätzlich eine Fehlermeldung nach Abgleich mit dem Melderegister, wenn das Kind nicht zugeordnet werden kann.
Werden auch Statistiken durch das Kita-Portal überflüssig?
Mithilfe der Kita-Datenbank sollen zukünftig auch Statistikabfragen bedient werden können. Gleichzeitig sollen Module für die Bedarfsplanung in das System eingepflegt werden, wodurch eine Vielzahl an Einzelabfragen eingespart werden kann.
Es gibt noch Kitas, die sich bisher nicht im KiTa-Portal angemeldet haben. Bis wann muss letztendlich die Erfassung erfolgen?
Die Anmeldung sollte schnellstmöglich erfolgen, da verpflichtend für alle Kindertageseinrichtungen. Zudem wird voraussichtlich im Mai die Test-Version der Kita-Datenbank auf die Real-Version umgestellt.
Gibt es Muster für Kita-/Benutzungsordnungen?
Nein, derzeit nicht vom Kreis Steinburg vorgesehen.
Kita-Portal. Tagesmütter ab August?
Die Tagespflegepersonen können auf Wunsch in das Elternportal aufgenommen werden und Daten zu ihren Betreuungsangeboten hinterlegen. Einen eigenen Zugang erhalten die Tagespflegepersonen jedoch nicht. Für die Abrechnung der Landes- und Gemeindeanteile müssen die Tagespflegepersonen in den Verwaltungsbereich aufgenommen werden, der nicht öffentlich einsehbar ist.
Wann ist mit den Entwürfen der Landesverordnungen zu rechnen?
Entwürfe der Landesverordnungen zur Personalqualifikation sowie zur KiTa-Datenbank liegen derzeit dem SHLKT zur Stellungnahme vor. Die Landesverordnungen werden nach deren Beschlusskraft entsprechend zur Verfügung gestellt.
Wann ist mit dem Kommentar zum Gesetz zu rechnen?
Die Frage bleibt offen, da dazu bisher vom Land keine Aussagen getroffen wurden.
Anspruch auf Kindertagesförderung und Ermäßigung von Elternbeiträgen § 5-7
Können Sie zur Sozialstaffelberechnung ein paar Fallbeispiele an die Sachbearbeiter*innen schicken?
Es ist eine gesonderte Veranstaltung für die Sozialstaffelberechnung mit den Städten und Ämtern am 14.04.2020 im Kreishaus vorgesehen. Die Einladung sind bereits versandt worden.
Fördervoraussetzungen für Kindertageseinrichtungen § 15 - 35
Müssen ab dem 01.08.2020 alle Gruppen eine 5-stündige Betreuung anbieten?
Es können auch weiterhin Gruppen mit einer Betreuungszeit von 4 Std./Tag angeboten werden, wenn dieses Angebot für die Eltern ausreichend ist. Vgl. auch § 5 (2) ein Kind, das das dritte Lebensjahr vollendet hat, hat bis zum Schuleintritt Anspruch auf Förderung in einer Kindertageseinrichtung im Umfang von täglich mindestens fünf Stunden.
Der Rechtsanspruch wurde auf 5 Stunden erhöht. Wie wirkt sich das auf unsere 4-Stunden-Plätze aus?
Grundsätzlich ist dem Wunsch und Bedarf der Eltern Rechnung zu tragen, d.h. wenn die Eltern zukünftig 5 Stunden statt 4 Stunden Betreuung wünschen, ist ein entsprechendes Angebot vorzuhalten.
Was passiert mit kleinen Einrichtungen, die ihre Kinder am Nachmittag in eine gemeinsame, neue Betreuungsgruppe zusammenfasst?
Nach aktuellem Stand können Kinder nur einer Gruppe und ergänzender Randzeitenbetreuung zugeordnet werden. Das MSGJFS ist gebeten worden, die Möglichkeit zu schaffen, ein Kind in zwei unterschiedliche Gruppen (vormittags und nachmittags) einpflegen zu können.
Dürfen Plätze für Kinder aus der eigenen Gemeinde freigehalten werden?
Sofern die Zahl der Anmeldungen die Zahl der Plätze übersteigt, können Kinder aus der Standortgemeinde in diesem Fall vorrangig aufgenommen werden. Jedoch ist das Freihalten von Plätzen für Nachmeldungen für Kinder aus der Standortgemeinde nicht zulässig (§ 18 Abs. 5 KiTaG ab 01.08.2020). Erst muss die Warteliste bedient werden.
Gibt es ein Konzept für die Sprachqualifizierung? Wer übernimmt die Schulung (Kreis Steinburg)?
Die alltagsintegrierte Sprachbildung (Bestandteil Pädagogische Qualität gemäß § 19 ) umfasst eine umfassende Unterstützung der natürlichen sprachlichen Entwicklung der Kinder in allen Altersstufen und in allen Entwicklungsbereichen. Sprache dient als Basis der kognitiven, sozial-emotionalen und motorischen Entwicklung.
Entsprechende Schulungen für pädagogische Fachkräfte werden grundsätzlich von Bildungsträgern angeboten. Ob und inwieweit der Kreis selbst Schulungen anbieten kann, wird geprüft. Für eine erste Übersicht empfehlen wir die Broschüren des MSGJFS zur Sprachbildung in Kitas sowie Arbeitshilfen, abzurufen und/ oder zu bestellen unter:
https://www.schleswig-holstein.de/DE/Landesregierung/VIII/Service/Broschueren/_functions/broschueren_kita_table.html.
Die Sprachbildung ist zudem Bestandteil des Lehrplans Fachrichtung Sozialpädagogik im Rahmen der Ausbildung zum/zur Erzieher*in.
Sprachförderung in der Kita durch Externe. Welche Auswirkungen hat das Kitagesetz darauf?
Grundsätzlich findet keine Förderung von vorschulischer Sprachbildung ab 01.08.2020 mehr statt. Alltagsintegrierte Sprachbildung ist §§ 16 Abs. 2 i.V.m. 19 Abs. 6 KiTaG Voraussetzung und somit auch Bestandteil der Fördersätze.
Bis 31.12.2025 müssen alle in der Einrichtung tätigen pädagogischen Fachkräfte eine entsprechende Qualifikation zur alltagsintegrierten Sprachbildung nachweisen. Eine solche Qualifikation kann mitunter bereits Bestandteil der Ausbildung gewesen sein.
Welche Förderprogramme wird es für die Sprachbildung ab 01.08.2020 noch geben?
Die Förderung der Sprachbildung ist Bestandteil der neuen Betriebskostenförderung des SQKM und soll künftig alltagsintegriert umgesetzt werden. Mit Inkrafttreten des neuen KiTaG zum 1. August 2020 entfällt für die Träger daher die Beantragung zusätzlicher Mittel beim örtlichen Träger, die bisher über einen Erlass des Landes zur Verfügung gestellt wurden. Sofern vor Ort eine spezielle Sprachförderung im Rahmen von Kleingruppenarbeit für angezeigt gehalten wird, ist dies künftig im Rahmen der Finanzierungsvereinbarung zwischen Standortgemeinde und Träger zu klären. Von den Regelungen des neuen KiTaG unberührt stehen weiterhin die Mittel für Regional- und Minderheitensprachen, der Sprachheilförderung sowie SPRINT (Sprachintensivförderung im letzten halben Jahr vor der Einschulung) im Rahmen der Landesprogramme zur Verfügung.
Können Gruppen bei geringer Kinderzahl zusammengeführt werden?
Werden Gruppen aufgrund der Anzahl der Betreuungskräfte zusammengelegt, gilt dies als Tag an dem der Betreuungsschlüssel nach § 26 Abs. 1 KiTaG nicht eingehalten werden konnte. Es finden § 26 Abs. 3 und 4 sowie § 35 Abs. 4 KiTaG Anwendung.Hierzu erfolgt zusätzlich eine Rücksprache mit dem MSGJFS.
Ist es richtig, dass in Naturgruppen Kinder bereits ab dem 20. Lebensmonat betreut werden können?
Ja, gemäß § 17 Abs. 3 Kita-Reform-Gesetz dürfen Kinder ab Vollendung des 20. Lebensmonats aufgenommen werden. Die Aufnahme von Krippenkindern bedarf jedoch einer entsprechenden Betriebserlaubnis.
Kann der/die QM-Beauftragte aus der Kita kommen?
§ 20 Abs. 1 KiTaG sieht vor, dass der Einrichtungsträger ein Qualitätsmanagementverfahren wählen und für jede Kindertageseinrichtung eine qualifizierte Beauftragte/ einen qualifizierten Beauftragten für das Qualitätsmanagement benennen soll. Diese Person kann sowohl in der Einrichtung als pädagogische Fachkraft oder Leitung tätig sein als auch beim Träger angestellt sein. Ebenso ist eine externe Beauftragung möglich. Entscheidend ist die Begleitung und Steuerung des zirkulären Prozesses des gewählten Qualitätsmanagements durch die beauftragte Person. Dabei ist es ebenso möglich, dass eine QM-Beauftragte für mehrere Kitas zuständig ist.
Sind Fachkräfte für den Personalschlüssel nur noch Erzieher? SPA?
§ 28 KiTaG ab 01.08.2020 regelt die Personalqualifikation. Neben diesen aufgeführten Personen können nach Absatz 3 auch gleichwertige Qualifikationen anerkannt werden. Ein Entwurf der Landesverordnung liegt derzeit dem SHLKT zur Stellungnahme vor. Die Landesverordnung wird nach deren Beschlusskraft entsprechend zur Verfügung gestellt.
Wie weit sind parallel alternative Ausbildungswege entwickelt?
Die praxisintegrierte Ausbildung (PIA) konnte zum Schuljahresbeginn im Sommer 2020 noch nicht umgesetzt werden. Es gibt Bemühungen von Landesseite, dem Fachkräftemangel angemessen zu begegnen.
Gilt der Personalschlüssel für Gruppenzeiten auch für Randzeitenbetreuung?
Ja, der Betreuungsschlüssel ist je nach Gruppentyp analog zur Regelgruppe einzuhalten. Grundsätzlich findet § 26 Abs. 4 KiTaG Anwendung.
Ist der Betreuungsschlüssel auch an Tagen einzuhalten, wenn beispielsweise die Hälfte der Kinder aufgrund von Krankheit nicht die Einrichtung besucht oder kann an diesem Tag eine Fachkraft für einen Teil der Zet in einer anderen Gruppe eingesetzt werden, ohne dass dies Auswirkungen auf die Förderung hat?
Der Betreuungsschlüssel ist immer einzuhalten, es besteht keine Relation zur Zahl der anwesenden Kinder. Allerdings ist eine Unterschreitung des Betreuungsschlüssels an bis zu 15 % der Tage im Jahr förderunschädlich.
Ist der Personalschlüssel gegenüber den tatsächlich awesenden Kindern einzuhalten oder gegenüber der möglichen Gruppentärke?
Der Personalschlüssel soll grundsätzlich gegenüber der möglichen Gruppenstärke eingehalten werden.
Wie soll qualitativ gut gearbeitet werden bei 20 Schließtagen, wenn keine Teamtage mehr stattfinden können?
Entsprechend der Gesetzesbegründung sei bei der Festlegung der Höchstzeiten für Schließzeiten ein Interessenausgleich zwischen Einrichtungsträgern und Familien hergestellt worden. In den 20 Tagen Schließzeit können durchaus Teamtage stattfinden, Urlaub der Fachkräfte ist von den Schließtagen durchaus entkoppelt zu regeln. Vgl. dazu Verfügungszeiten gemäß § 29 im Rahmen von mindestens 7,8 Stunden je Woche und Gruppe für z.B. dienstliche Besprechungen, sowie § 37 Personalbedarf.
Wird der Standard, den wir mit der Standortgemeinde vereinbaren (wir haben keinen Vertrag) zum automatischen Standard ab 2024?
Die Standardqualität ist vom Land vorgegeben – eine Qualität über dieses Mindestmaß (Standardqualität) ist gesondert mit der Standortgemeinde zu verhandeln.
Die Standortgemeinde und die örtlichen Träger können eine ergänzende Förderung des Trägers über das SQKM hinaus gewähren (§ 16) - sowohl in der Übergangsphase als auch darüber hinaus.
Warum dürfen kleinere Einrichtungen mehr Schließtage haben?
§ 22 regelt 20 Tage Schließzeit je Gruppe, davon höchstens 3 Tage außerhalb der Schulferien in SH.
1. Die Einrichtung hat nicht mehr als drei Gruppen.
2. Während der Schließzeit ist eine Förderung in einer anderen Gruppe sichergestellt. Der Gesetzgeber begründet diese Differenzierung mit dem größeren organisatorischem Aufwand für kleine Einrichtungen.
§ 22 Abs. 1 KiTaG - Sind die tariflichen Feiertage mit eingerechnet oder kommen die auf die 20 Tage rauf? Zählen Heiligabend und Silvester als Schließtage?
Heiligabend und Silvester gehören zu den Schließtagen einer Einrichtung.
Muss die Einrichtung Mittagsverpflegung anbieten, wenn sie insgesamt nur 6 Stunden geöffnet hat?
§ 30 (2) Der Einrichtungsträger stellt sicher, dass Kindern, die täglich sechs Stunden oder länger gefördert werden, eine Mittagsverpflegung zur Verfügung steht. Das bedeutet auch bei einer Betreuung von genau 6 Stunden muss eine Mittagsverpflegung gewährleistet sein.
Die Verfügungszeiten im Kreis Steinburg sind umfassender als die im Gesetz festgelegten. Wie steht der Kreis dazu? Wird es einen Ausgleich der Mehrkosten dafür geben (ist im SQKM nur mit dem gesetzlichen Umfang gerechnet)?
Die qualitätsorientierte Kindertagesbetreuung beinhaltet die direkte (pädagogische) Arbeit mit den Kindern (u.a. § 19 ff KiTa-Reform-Gesetz) sowie Vor- und Nachbereitungszeiten gemäß § 29 KiTa-Reform-Gesetz. Grundsätzlich ist zu konstatieren, dass die vom Land festgelegten Qualitätsstandards das erforderliche Minimum darstellen. D.h. Kitas in SH, die den Mindeststandard noch nicht erfüllen, sind entsprechend an das geforderte Mindestmaß anzupassen. D.h. im Umkehrschluss, dass bereits höherwertige Qualität in Kindertageseinrichtungen über den Mindeststandard hinaus auch in Zukunft Bestand haben soll. Hier greift die ergänzende Förderung jenseits des SQKM von Seiten der Standortgemeinde - auch über die Übergangsphase hinaus.
Räumliche Vorgaben -> vom Träger selbst zu prüfen? Oder Prüfung durch den Kreis?
Die Prüfungen werden durch den Kreis vorgenommen, der au die Mithilfe der Träger bzw. Leitungen vor Ort angewiesen ist.
Fördersätze für Kindertageseinrichtungen nach dem SQKM § 36-42
Was ist mit den "Randzeiten"? Wie werden die gefördert?
Die Randzeitengruppen (Früh- und Spätdienst) werden subjektbezogen, d.h. je betreutem Kind, gefördert. § 36 (2) 5. und § 41.
Werden bei der "Kopf-Finanzierung" in den Randzeiten Ü3 und U3 unterschieden?
Kinder in der Randzeitenbetreuung werden subjektbezogen gefördert. Der Förderbetrag, der je Kind geleistet wird, unterscheidet sich entsprechend des Alters der Kinder. Siehe auch § 41.
Wie läuft ab dem 01.08.2020 die Finanzierung von Ganztagskindern, die in zwei Gruppen betreut werden?
Gibt es konkrete Regelungen, wie hoch die Förderung gem. SQKM für die einzelne Kita ab 01.08. ausfällt? Gibt es dazu ein Berechnungstool?
Berechnungen erfolgen im Rahmen der SQKM - KiTa-Datenbank. Fördersätze für Kindertageseinrichtungen nach dem SQKM regelt Teil 5 (§ 36-42) des KiTa-Reform-Gesetzes. Der Pauschalsatz pro Kind ist in § 53 KiTaG (ab 01.08.2020) geregelt. Auf der Homepage des Sozialministeriums wird ein Berechnungstool in Kürze wieder zur Verfügung stehen.
Siehe auch: https://schleswig-holstein.de/DE/Schwerpunkte/Kindertagesstaetten/Kitareform2020/_documents/prognoserechner_kitareform2020.html
Fachkräfte fehlen, andere sind lange krank. Zuschüsse werden gekürzt. Aber Gehälter müssen weiter gezahlt werden, womit?
Im SQKM-Betrag sind Ausfallzeiten wie Krankheit oder Fortbildung bei der Berechnung schon mit einbezogen worden und somit im Betrag enthalten (vgl. § 37 KiTa-Reform-Gesetz).
Wenn die Standortgemeinde höhere Standards als nach SQKM zu finanzieren bereit ist, ist dann automatisch eine Beteiligung einer - anderen - Wohnortgemeinde gewährleistet?
Das ist so im SQKM nicht vorgesehen.
Die Wohnortgemeinde hat ausschließlich den subjektbezogenen prozentualen Fördersatz pro betreutem Kind in KiTa/ Tagespflege zu leisten. Dies schließt aber eine darüber hinaus freiwillige Leistung der Wohnortgemeinde nicht aus.
Ich habe gehört, die Standortgemeinde und nicht der Kreis kommt für das Defizit auf - stimmt das?
In der Übergangsphase (01.08.2020 – 31.12.2024) zahlt der Kreis objektbezogen, d.h. den durchschnittlichen Gruppenfördersatz an die Standortgemeinde, inklusive Leerstandskosten und Platzreduzierungen. (Die Zahlen des 16. eines Monats sind maßgeblich). Die Standortgemeinde zahlt dann wiederum objektbezogen an den Kita-Träger. Nach der Übergangsphase, also ab 01.01.2025 zahlt der Kreis direkt an den Träger inklusive Leerstandskosten und Strukturausgleiche. Die Standortgemeinde kann eine ergänzende Förderung des Trägers über das SQKM hinaus gewähren (§ 16)– sowohl in der Übergangsphase als auch darüber hinaus. In der Übergangsphase gelten grundsätzlich die bestehenden Finanzierungsvereinbarungen.
Wird es ein Muster zur Finanzierungsvereinbarung zwischen Gemeinden und Trägern geben?
Es soll ein Muster für neue Finanzierungsvereinbarungen mit den Trägern zeitnah vom Land zur Verfügung gestellt werden.
Gibt es einen Unterschied zwischen Leerstands- und Defizitfinanzierung?
Leerstand bedeutet, dass ein Kindertagesbetreuungsplatz nicht belegt ist (stunden- oder tageweise). Eine Defizitfinanzierung bezieht sich auf die Differenz zwischen den tatsächlichen Kosten und den Fördersätzen, die entsprechend des SQKM geleistet werden. In der Übergangsphase (bis 31.12.2024) soll eine Umstellung von der Defizitfinanzierung auf die Pauschalfinanzierung nach Gruppenfördersätzen für die Referenz-Kita erfolgen.
Gibt es eine Verhandlungslinie bzgl. der Abschmelzung des Eigenanteils freier Träger?
Der Eigenanteil der freien Träger soll gemäß KiTa-Reform-Gesetz reduziert werden. Möglicherweise ist dieser Punkt in dem zu Februar angekündigten Mustervertrag vom Land enthalten. Grundsätzlich gelten auch in der Übergansphase die Finanzierungsvereinbarungen zwischen Standortgemeinde und Träger.
Wann bekommen wir Klarheit über die Zahlen ab 01.08.2020 und wann fließt das Geld?
Am 16.08.2020 wäre der erste Stichtag zur Feststellung der Förderbeträge für den Monat August 2020, der zum Monatsende August an die Standortgemeinden ausgezahlt werden soll. Voraussetzung: Funktionsfähigkeit des Instrumentariums KiTa-Datenbank. Zahlungen der Standortgemeinde an die Träger sind in den jeweiligen Finanzierungsvereinbarungen geregelt.
Wer kontrolliert das alles und wann?
Die örtlichen Jugendhilfeträger (Kreise und kreisfreien Städten) prüfen gem. § 35 KiTaG, ob die Fördervoraussetzungen vorliegen. Die Einrichtungsträger haben ggf. erforderliche Nachweise vorzulegen.
Frau Bruns 04821/69 558
Frühe Hilfen6,44 M
Dein Familienlotse0,93 M
Nachstehende Angebote werden gefördert im Rahmen der Bundesstiftung Frühe Hilfen
17.06.2020 entfällt aufgrund von Corona
28.10.2020 14:00 - 17:00 Uhr
Smartphone Kampagne Frühe Hilfen S.-H.
Landesweite Auftaktveranstaltung 21.03.2019, 14.00 - 16.00h, Business Lounge, Sparkassen Arena, Kiel
Fachtagung für Fachkräfte Frühe Hilfen - Sensibilisierung von Eltern im Umgang mit dem Smartphone 29.05.2019, 10.00 - 16.00h, Itzehoe
Frau Hohmann 04821/69 739
Die Eingliederungshilfe umfasst die Bearbeitung von Anträgen auf Eingliederungshilfe gem. § 35a SGB VIII -insbesondere für heilpädagogische Frühförderung- für Kinder im Vorschulalter.
Die Eingliederungshilfe stellt fest, ob bei einem Kind mit seelischer oder drohender seelischer Behinderung eine Teilhabebeeinträchtigung vorliegt oder zu erwarten ist.
Ist dies der Fall, wird der Teilhabebedarf ermittelt und eine Hilfe geplant und installiert.
Die Eingliederungshilfe berät Personensorgeberechtigte in Fragen der Rehabilitationsleistungen für ihr/e Kind/er.
Der Übergang von einer Kindertageseinrichtung in die Grundschule wird von der Eingliederungshilfe inhaltlich und konzeptionell weiterentwickelt, ebenso der Bereich inklusive Kindertageseinrichtungen.
Im Bereich Integrationsgruppen in Kindertagesstätten leistet die Eingliederungshilfe pädagogische Unterstützung der Kindertagesstättenaufsicht.

References: § 1
 § 5
 § 15
 § 5
 § 19
 § 26
 § 26
 § 35
 § 17

§ 20

§ 28
 § 26
 § 29
 § 37

§ 22

§ 22

§ 30
 § 19
 § 29
 § 36
 § 36
 § 41
 § 41
 § 53
 § 37
 § 35
 § 35