Source: https://verbraucherschutzforum.berlin/2019-06-07/softline-ag-keine-wirklich-guten-zahlen-198022
Timestamp: 2019-06-16 00:37:23+00:00

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Softline AG - Keine wirklich guten Zahlen - Verbraucherschutzforum.berlin
Softline AG – Keine wirklich guten Zahlen
7. Juni 2019 Fonds (Blindpools) Keine Kommentare
Die Bilanz des o.g. genannten Unternehmens, welches seinen Sitz hier in Leipzig hat, endet mit einem ernüchternden Ergebnis für die Aktionäre des Unternehmens. Da helfen dann auch alle Erklärungsversuche der Geschäftsführung an die Aktionäre der Gesellschaft recht wenig. Ein Minus von 0,13 Euro je Aktie ist sicherlich stark verbesserungswürdig und zwar nicht nur aus unserer Sicht.
Softline AG Kennzahlen (HGB)
Jahresergebnis vor Steuern (EBT)
Jahresergebnis (EAT)
Jahresergebnis (EAT) je Aktie
Auftragsbestand Softline Gruppe (zum 31.12.)
Mitarbeiter Softline AG
Mitarbeiter Softline Gruppe
1 Aktionärsbrief
Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre, Leserinnen und Leser,
wie bereits im Vorjahr hat die Softline AG im Geschäftsjahr 2018 mit ihren Tochtergesellschaften den Umsatz nochmals deutlich steigern können und die Unternehmensgruppe hat erneut ein positives Konzernergebnis auf allen Ergebnisebenen erwirtschaftet, wenn auch leicht unter dem Vorjahresergebnis.
Die Softline Gruppe verzeichnet mittlerweile das fünfte Jahr in Folge eine deutliche Umsatzsteigerung, insbesondere in den Geschäftsbereichen Software Asset Management und IT-Consulting, mit den Kernthemen Informations- und IT-Sicherheit sowie Infrastruktur- und Virtualisierungsberatung. Auch in den Bereichen Managed Services und Recruiting sehen wir den steigenden Bedarf an hochwertigen Beratungsleistungen und ganzheitlichen IT-Dienstleistungen.
Die Digitalisierung schreitet mit großen Schritten voran und die Herausforderungen, sowohl für unsere Großkunden und mittelständischen Kunden als auch für den öffentlichen Dienst und die Verwaltung, nehmen weiter zu. Die Art und Weise, zu arbeiten, zu kommunizieren und sich fortzubewegen, verändert sich rapide. Bestehende IT-Systeme, die modernisiert werden müssen, aber auch die Veränderung in den internen Prozessen nehmen an Komplexität zu und werden auch weiterhin zu einem ansteigenden Bedarf an hochqualifizierten Spezialisten und Dienstleistern führen.
Die Unternehmen der Softline Gruppe fokussieren sich unter dem Motto „Achieving Compliance, Control and Cost savings for your IT“ mit ihren hochqualifizierten Beratern und IT-Spezialisten und den Kernthemen Software Asset Management (SAM), Informations- und IT-Sicherheit, Cloud und Future Datacenter sowie Digital Workplace auf genau diese Aufgabenstellungen.
Wir haben auch im Geschäftsjahr 2018 deutlich in den Aufbau neuer Mitarbeiter in den oben genannten Kernthemen und darüber hinaus intensiv in die Weiterbildung der bestehenden Mannschaft investiert.
Wie auch in den vergangenen Jahren werden wir die erfolgreiche Zusammenarbeit mit unseren starken Partnern nicht nur fortsetzen, sondern weiter ausbauen. Neue Herausforderungen und neue Technologien erfordern auch die Erweiterung unseres Leistungs- und Produktportfolios, welches wir durch intensive Partnerschaften mit Technologie- und Marktführern erweitern bzw. abrunden. Wir werden auch zukünftig den Fokus auf internationales Wachstum in Nord-, Süd- und Osteuropa legen, uns jedoch genauso intensiv damit auseinandersetzen, unsere Marktanteile in unseren Kernportfoliobereichen Software Asset Management (SAM), Informations- und IT-Sicherheit, Cloud und Future Datacenter sowie Digital Workplace weiter auszubauen.
Wir haben in verschiedenen Unternehmensbereichen und Tochtergesellschaften Optimierungsbedarfe identifiziert und arbeiten bereits mit Hochdruck daran, durch Optimierung der Prozesse und Kostenstrukturen sowie die weitere Fokussierung auf unsere Stärken die positive Entwicklung der Softline Gruppe fortzuführen.
wie bereits im Geschäftsjahr 2017 haben wir im vergangenen Geschäftsjahr 2018 im Konzern erneut ein positives Ergebnis auf allen Ergebnisebenen erwirtschaftet, wenn auch leicht unter dem Vorjahresergebnis.
Wir haben es geschafft, aufbauend auf einem zum Jahresanfang bereits hohen Auftragsbestand, sowohl den Auftragsbestand als auch den Umsatz insgesamt weiter auszubauen, auch wenn wir die Umsatz- und Ergebnisziele, die wir uns Anfang des Jahres gesteckt hatten, aus verschiedenen Gründen, die wir im Lagebericht ausführlich erläutern, leider nicht ganz erreicht haben.
Trotz einer Grippewelle mit daraus resultierenden über 200 Krankheitstagen sowie dem stark stagnierenden Software-Geschäft in unserer französischen Tochtergesellschaft ist es uns gelungen, den Umsatz im Konzern gegenüber dem Vorjahr um ca. 8,7 Prozent auf 26,2 Mio. EUR zu steigern und den Auftragsbestand von 15,6 Mio. EUR zum 31.12.2017 auf über 23,3 Mio. EUR zum 31.12.2018 auszubauen.
Wir haben alleine in Deutschland über 600 Tage in die Weiterbildung unserer Mitarbeiter investiert und seit Anfang Januar 2019 bereits knapp 200 hochmotivierte bestens qualifizierte Kolleginnen und Kollegen an Bord (190 Mitarbeiter zum 31.12.2018) und planen auch in 2019, weiter deutlich zu wachsen.
Die strategischen Weichenstellungen der vergangenen Jahre, die umfangreichen Investitionen in unsere Mitarbeiter sowie die permanente Optimierung unserer Geschäftsprozesse und die Erweiterung unseres Service- und Produktportfolios tragen Früchte. Aber wir haben auch noch viel vor.
Wir werden unsere Geschäftstätigkeiten in der DACH-Region sowie in Nord-, Ost- und Südeuropa mit der Fokussierung auf unser Kernportfolio mit den Kernthemen Software Asset Management (SAM), Informations- und IT-Sicherheit, Cloud und Future Datacenter sowie Digital Workplace weiter ausbauen. Wir werden uns darüber hinaus intensiv mit der Margenoptimierung in allen Geschäftsbereichen und Ländergesellschaften auseinandersetzen, um zukünftig unseren Umsatz weiterhin zu steigern und unser Ergebnis deutlich auszubauen.
Wir danken Ihnen, liebe Aktionärinnen und Aktionäre, für Ihr Vertrauen in unsere Gesellschaft und Ihre Unterstützung bei der Verfolgung des eingeschlagenen Kurses unserer Unternehmensgruppe.
2 Aktie und Investor Relations
Softline-Aktienkurs entwickelt sich im Geschäftsjahr 2018 negativ und spiegelt nicht die insgesamt positive Entwicklung wider
Der Kursanstieg der vergangenen beiden Jahre an den europäischen Börsen hat sich im Jahr 2018 nicht fortgesetzt. Der deutsche Leitindex ist im Jahresverlauf 2018 um ca. 18,0 Prozent gesunken und auch die Technologiewerte mussten einen leichten Abschwung verzeichnen.
Der TecDAX und der Technology All Share sind im vergangenen Jahr um jeweils 3,7 Prozent gesunken.
Kursentwicklung Aktie Softline AG
Nachdem der Aktienkurs der Softline-Aktie im Jahresverlauf 2017 den stärksten Anstieg seit sechs Jahren verzeichnen konnte, hat die Aktie im Geschäftsjahr 2018 wieder 21,5 Prozent an Wert verloren. Nach einem Eröffnungskurs von 9,05 EUR hat die Aktie nach ihrem vorläufigen Tiefstkurs am 09. Februar 2018 mit 7,05 EUR nur wenige Tage später am 20. Februar 2018 mit 9,85 EUR ihren Höchstkurs im Geschäftsjahr 2018 erreicht. Im weiteren Jahresverlauf ist der Aktienkurs stetig weiter gesunken, um am 23. Juli 2018 mit 6,65 EUR den Tiefststand zu erreichen. Im dritten Quartal konnte sich der Aktienkurs wieder bis auf einen Stand von 9,15 EUR erholen, um dann bis zum Jahresende langsam auf den Schlusskurs von 7,10 EUR zu sinken. Das Management der Softline Gruppe ist mit der Kursentwicklung in 2018 insgesamt nicht zufrieden, da diese die weiterhin positive Entwicklung des Unternehmens nicht widerspiegelt.
Auf Basis des Schlusskurses vom 31. Dezember 2018 ergibt sich für die Softline AG zum Jahresende 2018 eine Marktkapitalisierung von rund 12,2 Mio. EUR.
Die negative Kursentwicklung im vergangenen Jahr spiegelt nach Ansicht des Vorstands der Unternehmensgruppe nicht die weiterhin positive Geschäftsentwicklung wider. Die sehr volatile Entwicklung der Aktie im Jahresverlauf und insbesondere der Schlusskurs am 31. Dezember 2018 zeigen weder die erzielten Ergebnisse in der Entwicklung des Unternehmens in den vergangenen Jahren noch das weitere Entwicklungspotenzial der Gruppe. Um die Kapitalmarktteilnehmer noch mehr von der Softline-Aktie zu überzeugen, wird es noch wichtiger sein, die Entwicklungsmöglichkeiten der gesamten Unternehmensgruppe, aber auch die Erfolge und Steigerungen in den Geschäftsergebnissen zu belegen und nach außen zu kommunizieren.
Im Berichtsjahr 2018 wurde die Softline AG von der GBC AG kommentiert und bewertet. Auf Basis der erfolgreichen Geschäftsentwicklung in den vergangenen Jahren sowie im ersten Halbjahr 2018 haben die Analysten ihre Erwartungshaltung mit der Empfehlung „Buy“ ausgedrückt. Durch die kontinuierliche Betreuung der Softline Gruppe durch unabhängige Analysehäuser wird eine angemessene Berichterstattung innerhalb der Finanzbranche gewährleistet. Außerhalb der unternehmenseigenen Publikationen erhalten interessierte Investoren dadurch eine fundierte Einschätzung der Entwicklung des Konzerns. Der Dialog mit Analysten wurde im Geschäftsjahr fortgesetzt. So wurden neben den Analysen der GBC AG auch Berichterstattungen in verschiedenen Finanzmedien veröffentlicht.
Wie bereits in den Vorjahren hat die Softline AG auch im Geschäftsjahr 2018 durch Präsenz auf Investoren- und Analystenkonferenzen, wie beispielsweise im Mai auf der Equity Forum Frühjahrkonferenz, im Juni auf der m:access Fachkonferenz Software/ IT der Börse München, auf der Prior Kapitalmarktkonferenz im September und auf dem Deutschen Eigenkapitalforum im November 2018, intensiv den Kontakt zu Kapitalmarktteilnehmern gepflegt. In Gesprächen mit institutionellen Investoren wurden die Geschäftsentwicklung sowie die Wachstumspläne der Softline Gruppe präsentiert und das Investitionspotenzial der Softline-Aktie erläutert. Unsere Investor-Relations-Aktivitäten werden wir auch in 2019 entsprechend fortführen.
Die Investor-Relations-Aktivitäten der Softline Gruppe haben den Anspruch einer kontinuierlichen, verlässlichen und offenen Information aller Kapitalmarktteilnehmer. Ergänzend zu den Pflichtpublikationen bieten wir auf Kapitalmarktkonferenzen und Analystentreffen bestehenden und potenziellen Aktionären sowie Finanzanalysten und -journalisten die Möglichkeit, sich durch transparente Berichterstattung ein umfassenderes Bild von der Entwicklung der Softline Gruppe zu machen. Interessierten Anlegern stellen wir auf unserer Internetseite im Bereich „Investor Relations“ vielfältige Informationen zur Verfügung. Neben Geschäftsberichten und Zwischenmitteilungen sind hier auch allgemeine Informationen zur Unternehmensstrategie, zum Management und zur Aktie einsehbar. Darüber hinaus informiert die Softline Gruppe regelmäßig per Pressemitteilungen oder auf Social-Media-Plattformen über neue Kunden, aktuelle Projekte, Auszeichnungen und Erfolge bei der Restrukturierung.
Geschäftsbericht 2018 (Einzelabschluss der AG)
Konzernabschluss 2018 (untestiert)
Drei-Monats-Bericht 2019
Marktkapitalisierung (zum 31.12.)
KGV (zum 31.12)
Die Aktie der Softline AG ist innerhalb des Börsensegments Freihandel an der Börse München (m:access) gelistet. Daraus ergeben sich Informations- und Transparenzanforderungen, die das Unternehmen in vollem Umfang erfüllt. Der weitere Handel der Softline-Aktie erfolgt im Freiverkehr an den Börsen Frankfurt (Quotation Board), Berlin, Düsseldorf und Stuttgart.
München (m:access), Xetra, Frankfurt a. M., Berlin, Düsseldorf und Stuttgart
3 Lagebericht
3.1 Gesamtwirtschaftliche Entwicklung und Marktentwicklung
Die deutsche Wirtschaft ist im Jahr 2018 um 1,5 Prozent gewachsen. Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) war im Jahr 2019 nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) um 1,5 Prozent höher als im Vorjahr. Die deutsche Wirtschaft ist damit das neunte Jahr in Folge gewachsen, das Wachstum hat aber an Schwung verloren. In den beiden vorangegangenen Jahren war das preisbereinigte BIP jeweils um 2,2 Prozent gestiegen. Eine längerfristige Betrachtung zeigt, dass das deutsche Wirtschaftswachstum im Jahr 2018 über dem Durchschnittswert der letzten zehn Jahre von 1,2 Prozent liegt.
Die deutschen Ausfuhren stiegen im Jahresdurchschnitt 2018 weiter, aber nicht mehr so stark wie in den Vorjahren: Die preisbereinigten Exporte von Waren und Dienstleistungen waren um 2,4 Prozent höher als 2017. Die Importe nahmen im gleichen Zeitraum mit 3,4 Prozent stärker zu. Somit bremste der Außenbeitrag das deutsche BIP-Wachstum rein rechnerisch leicht (0,2 Prozentpunkte).
Überdurchschnittlich stark war der Zuwachs im Bereich Information und Kommunikation mit +3,7 Prozent und im Baugewerbe mit +3,6 Prozent. Im Bereich Handel, Verkehr und Gastgewerbe stieg die preisbereinigte Bruttowertschöpfung mit +2,1 Prozent ebenfalls überdurchschnittlich. Dagegen legte 2018 das Produzierende Gewerbe (ohne Baugewerbe), das gut ein Viertel der Gesamtwirtschaft ausmacht, mit +1,0 Prozent unterdurchschnittlich zu.
Die Wirtschaftsleistung in Deutschland wurde im Jahresdurchschnitt 2018 von 44,8 Mio. Erwerbstätigen mit Arbeitsort in Deutschland erbracht. Nach ersten Berechnungen waren das rund 562.000 Personen mehr als ein Jahr zuvor. Dieser Anstieg von 1,3 Prozent resultiert hauptsächlich aus einer Zunahme der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung. Wie schon in den Vorjahren glichen eine höhere Erwerbsbeteiligung sowie die Zuwanderung von Arbeitskräften aus dem Ausland altersbedingte demografische Effekte aus.
Der Staat erzielte im Jahr 2018 einen Rekordüberschuss in Höhe von 59,2 Mrd. EUR (2017: 34,0 Mrd. EUR). Bund, Länder, Gemeinden und Sozialversicherungen beendeten das Jahr nach vorläufigen Berechnungen zum fünften Mal in Folge mit einem Überschuss. Bezogen auf das Bruttoinlandsprodukt in jeweiligen Preisen errechnet sich für den Staat im Jahr 2018 eine Überschussquote von 1,7 Prozent.1
Wir sind mitten im digitalen Zeitalter angekommen und die digitale Transformation ist laut Lünendonk2 mittlerweile das beherrschende Thema in Unternehmen aller Branchen, Größen und Regionen. Klassische Wertschöpfungsketten wurden aufgebrochen und nachhaltig verändert. Neue erfolgreiche Geschäftsmodelle basieren auf Operating Models, die sehr stark auf Cloud Computing, Automatisierung und Künstlicher Intelligenz aufgebaut werden.
Digitale Services werden immer wichtiger, um sich im Markt zu differenzieren und um die Überlebensfähigkeit abzusichern. Die deutsche Industrie steht vor der großen Aufgabe, rund um ihre Kernprodukte neue, datenbasierte Services zu entwickeln. Logistik, Handel und Finanzwirtschaft haben ähnliche Herausforderungen zu bewältigen.
Da die meisten Unternehmen diesen digitalen Umbau nicht aus eigener Kraft bewältigen können, investieren sie immer mehr in die Modernisierung und Automatisierung ihrer Prozesse, neue digitale Kundenschnittstellen und digitale Services. Im Zuge der Digitalisierung hat die Zusammenarbeit mit strategischen Partnern an Bedeutung gewonnen.
Dabei haben sich in den letzten Jahren auch die Anforderungen der Unternehmen an ihre Dienstleister stark verändert und immer mehr Unternehmen haben ihre neuen Herausforderungen in neue Anforderungen an die Zusammenarbeit mit Beratungs- und IT-Dienstleistern sowie Digital- und Internetagenturen übersetzt.
Damit die digitale Transformation gelingt, ist eine Vernetzung der neuen Frontend-Lösungen, wie Apps und Webportale, mit dem IT-Backend unverzichtbar und damit steigt in den Unternehmen der Handlungsdruck, endlich die notwendigen Veränderungs- und Anpassungsprojekte wie Legacy-Modernisierung, Cloud-Migration, Prozessautomatisierung, Künstliche Intelligenz und Geschäftsmodelle für Internet of Things anzugehen.
Die in der Lünendonk-Studie befragten Beratungs- und IT-Dienstleister prognostizieren für 2019 einen deutlichen Anstieg der Nachfrage ihrer Kunden bei der Entwicklung und Umsetzung digitaler Geschäftsmodelle bzw. bei der Digitalisierung der Kundenschnittstelle. Die befragten Dienstleister erwarten für 2019 ein Marktwachstum von 21,6 Prozent und ein durchschnittliches Umsatzwachstum von 22,8 Prozent.
Gemäß den Ergebnissen der BDU-Marktstudie „Facts & Figures zum Beratermarkt 2018/ 2019“ ist der Umsatz der Consulting-Branche insgesamt im Jahr 2018 von 31,5 Mrd. EUR um 7,3 Prozent auf 33,8 Mrd. EUR gestiegen. Für das angelaufene Jahr 2019 blieben die Unternehmensberater trotz zunehmender Konjunktur-Unsicherheiten, wie z. B. weltweite Handelskonflikte und den ungeklärten Brexit, zuversichtlich. 65 Prozent der Marktteilnehmer haben eine positive Wachstumsprognose von +7,1 Prozent für das Jahr 2019 abgegeben.
Laut BDU-Präsident Ralf Strehlau hält die Nachfrage nach Unterstützung in Digitalisierungsfragen insgesamt an. Präsenzberatung bleibe dabei beim Kunden wichtig und der menschliche Faktor spiele bei der Umsetzungsberatung eine wichtige Rolle, die nur bedingt durch künstliche Intelligenz ersetzt werden könne.
Der vorhandene Optimismus in der Consultingbranche spiegelt sich auch in den geplanten Neueinstellungen wider. So planen 90 Prozent der großen Unternehmensberatungen mit über 10,0 Mio. EUR Umsatz, für 2019 sowohl berufserfahrene Consultants als auch Juniorberater zusätzlich einzustellen. Auch von den mittelgroßen Marktteilnehmern wollen drei Viertel ebenfalls neue Jobs für Senior- und Juniorberater schaffen.
Wachstumsprognosen laut BDU für 2019:
Bereits in 2018 suchten die Kunden der Consultants besonders Unterstützung bei Themenstellungen rund um IT-Datenschutz und Datensicherheit. Sowohl durch die Einführung der Datenschutzgrundverordnung als auch vor dem Hintergrund vermehrter Datenskandale hat das Thema deutlich an Relevanz für Firmen gewonnen und das Bewusstsein für Prävention ist gewachsen. Daher prognostizieren die Unternehmensberater auch für das Jahr 2019 eine starke Kundennachfrage in IT-Sicherheitsfragen (+8,8 Prozent). Darüber hinaus sollen in den Unternehmen die Anstrengungen und Aufwendungen für den Ausbau und die Anpassung der Informationstechnologie steigen (Prognose 2019 für Beratungsleistungen rund um IT-Anwendungen und Infrastruktur +8,4 Prozent). Weiterhin steht die Begleitung von Veränderungsprozessen ganz oben auf der Kunden-Agenda (+9,0 Prozent für das Beratungsfeld Change Management).3
1 „Deutsche Wirtschaft ist im Jahr 2018 um 1,5 Prozent gewachsen.“ https://www.destatis.de/DE/PresseService/Presse/Pressemitteilungen/2019/01/PD19_018_811.html
2 Lünendonk®-Marktsegmentstudie 2019, „Der Markt für Customer Experience Services in Deutschland“
3 BDU e.V. 2019; Pressemitteilung vom 14. März 2019, „Unternehmensberater planen auch 2019 mit deutlichem Umsatzplus“.
Für den Beratungsmarkt insgesamt wird für das Jahr 2019 ein Wachstum von über 7,0 Prozent (auf über 36 Mrd. EUR) und für den Bereich IT-Beratung von bis zu 9,0 Prozent prognostiziert.
Nicht nur die großen Unternehmensberatungen, sondern auch die mittleren Unternehmen sehen hier deutliches Wachstumspotenzial und planen auch, weitere Mitarbeiter einzustellen. Die größten Herausforderungen für mittelständische Beratungsunternehmen liegen hier in der Spezialisierung auf ausgewählte Aufgabenstellungen unter Beibehaltung ganzheitlicher Lösungsansätze sowie der Gewinnung weiterer Spezialisten und Fachkräfte. Während marktgerechte Bezahlung vorausgesetzt wird, sind die Unternehmenskultur, die Glaubwürdigkeit des Unternehmens, die Entwicklungsmöglichkeiten und der Wohlfühlfaktor zunehmend wichtiger.
3.2 Entwicklung der Softline AG
Da die Softline AG vorwiegend als nicht-operative Holding fungiert, waren die operativen Leistungen der etablierten Tochtergesellschaften in Deutschland, Benelux und Frankreich von entscheidender Bedeutung. Die Softline AG erzielte innerhalb des Konzerns einen Umsatz von 654 TEUR (Vorjahr: 705 TEUR) durch Weiterberechnung der Konzern- und Managementumlage. Darüber hinaus hat die Gesellschaft sonstige betriebliche Erträge i. H. v. 733 TEUR erzielt; davon ca. 453 TEUR durch Weiterberechnung von Vertriebs- und Verwaltungskosten. Demgegenüber stehen sonstige betriebliche Aufwendungen i. H. v. 1.249 TEUR. Unter Berücksichtigung von Abschreibungen i. H. v. 8 TEUR ergibt sich somit ein EBITDA von -59 TEUR (Vorjahr: -328 TEUR ohne Berücksichtigung einer Zuschreibung auf Finanzanlagen in Höhe von 322 TEUR).
3.3 Entwicklung der einzelnen Tochtergesellschaften und sonstige Veränderungen in der Softline Gruppe
Entwicklung der Tochtergesellschaften4
Die Softline Gruppe, mit der in Leipzig ansässigen Muttergesellschaft Softline AG sowie deren nationalen und internationalen Tochtergesellschaften, hat im Geschäftsjahr 2018 erneut deutlich ihre Position als herstellerunabhängiger Marktführer im Bereich IT-Asset Management ausbauen können. Darüber hinaus konnten die Umsätze im Bereich IT-Consulting, mit der Fokussierung auf die Schwerpunktthemen Informations- und IT-Sicherheit, Cloud und Future Datacenter sowie Digital Workplace, deutlich gesteigert werden. Neben dem Ausbau und der intensiven Pflege bestehender Partnerschaften haben hierzu auch neue Partnerschaften sowohl mit Technologieführern als auch mit ausgewählten IT-Spezialisten beigetragen.
Die Leipziger Gesellschaft Softline Solutions GmbH konnte auch in 2018 ihren Umsatz gegenüber dem Vorjahr erneut deutlich steigen. Mit den Schwerpunkten Software Asset Management, Informations- und IT-Sicherheit, Cloud und Future Datacenter sowie Digital Workplace konnte die Gesellschaft in 2018 einen Gesamtumsatz von 13,5 Mio. EUR erzielen und liegt damit zum Jahresende ca. 2,9 Mio. EUR über dem Vorjahreswert und ca. 1,6 Mio. EUR über Plan. Die Investitionen in den Ausbau und die Weiterbildung unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die Fokussierung auf unsere Kernthemen sowie die enge Zusammenarbeit mit unseren Partnern haben sich deutlich gelohnt und spiegeln sich auch in dem gestiegenen Ergebnis wider. Mit einem EBITDA von 1,2 Mio. EUR hat die Gesellschaft eine Ergebnissteigerung von 0,3 Mio. EUR gegenüber dem Vorjahr erzielt. Der Auftragsbestand konnte gegenüber dem Vorjahr (6,3 Mio. EUR) nahezu auf 11,9 Mio. EUR verdoppelt werden und die Gesellschaft ist dadurch mit einer sehr gut gefüllten Pipeline in das neue Geschäftsjahr gestartet.
Die Softline Services GmbH in Aschheim bei München hat im Geschäftsjahr 2018 einen Gesamtumsatz von 6,5 Mio. EUR erzielt und liegt damit ca. 0,6 Mio. EUR unter dem Vorjahresumsatz. Im Bereich Recruiting Services, der Vermittlung von hochqualifizierten IT-Spezialisten, konnte der Umsatz von 2,1 Mio. EUR im Vorjahr um 0,3 Mio. EUR auf 2,4 Mio. EUR gesteigert werden und liegt damit ca. 1,1 Mio. EUR über Plan. Der Umsatz im Bereich Managed Field Services/ IMAC Services ist hingegen planmäßig von 4,8 Mio. EUR im Vorjahr auf 3,8 Mio. EUR gesunken (Plan: 3,7 Mio. EUR). Auf der Ergebnisseite konnte der Minderumsatz im Bereich Managed Field Services nicht durch die Umsatzsteigerung im Recruiting kompensiert werden und damit beläuft sich das EBITDA zum Jahresende bei 0,1 Mio. EUR (Vorjahr: 0,2 Mio. EUR).
Die XPERTLINK GmbH in Aschheim – eine Tochtergesellschaft der Softline Services GmbH – war im Geschäftsjahr 2018 nicht operativ tätig. Das Kerngeschäft der XPERTLINK GmbH, die Vermittlung von fachlich hochspezialisiertem IT-Personal, wurde bereits in 2014 in die damalige Prometheus GmbH (seit 2017 Softline Services GmbH) integriert.
Softline Solutions Benelux (bestehend aus den Gesellschaften Softline Solutions Netherlands B.V., Nieuwegein, Niederlande und Softline Solutions N.V., Brüssel, Belgien) mit Hauptsitz in Nieuwegein, mit der Fokussierung auf IT-Asset Management, IT-Service Management und Managed Cloud Services, konnte im abgelaufenen Geschäftsjahr erneut den Umsatz gegenüber dem Vorjahr steigern und verzeichnet einen Umsatzzuwachs von 4,6 Mio. EUR auf 4,8 Mio. EUR. Während insbesondere der Umsatz für Lizenzen von 0,5 Mio. EUR auf 1,2 Mio. EUR gestiegen ist, sind die Umsätze für Beratungsleistungen von 4,1 Mio. EUR auf 3,6 Mio. EUR gesunken. Die insgesamt niedrigere Auslastung im Beratungsbereich bei gestiegenen Personalkosten hat das Ergebnis im Geschäftsjahr 2018 belastet. Auf EBITDA-Ebene hat die Gesellschaft zum Jahresende mit 17 TEUR nur ein knapp positives Ergebnis erwirtschaftet (Vorjahr: 0,3 Mio. EUR). Durch Prozessoptimierungen und Umstrukturierungen, insbesondere in den Bereichen Vertrieb und Consulting, hat die Gesellschaft mit einem Auftragsbestand von 4,3 Mio. EUR zum Geschäftsjahresende (Vorjahr: 2,8 Mio. EUR) bereits die Grundlage für ein erfolgreiches, umsatz- und ergebnisstarkes Geschäftsjahr 2019 geschaffen.
Die französische Tochtergesellschaft Softline Solutions France, mit Sitz in Vélizy bei Paris, hat im Geschäftsjahr 2018, wie bereits im Vorjahr, trotz eines insgesamt rückläufigen Marktes im Bereich Softwarevertrieb einen Umsatz von ca. 2,5 Mio. EUR (Vorjahr: 3,0 Mio. EUR) erzielt. Investitionen in den Bereich Softwarevertrieb, IT-Asset Management und IT-Service Management in Frankreich haben das Ergebnis deutlich belastet. Mit einem negativen EBITDA von 0,3 Mio. EUR liegt das Ergebnis ca. 0,2 Mio. EUR unter dem Vorjahresergebnis. Für 2019 sind weitere Investitionen geplant. Die Gesellschaft plant aber zum Jahresende mit einer deutlichen Ergebnissteigerung.
Softline Solutions UK mit Sitz in London hat im Geschäftsjahr 2018 einen Umsatz von 17 TEUR erzielt und mit einem operativen Ergebnis von -13 TEUR abgeschlossen. Wie bereits im Vorjahr war das operative Geschäft in 2018 nahezu ergebnisneutral. Der Verlust setzt sich aus lokalen Verwaltungskosten sowie Investitionen in Vertrieb und Marketing in der zweiten Jahreshälfte 2018 zusammen. Für das neue Geschäftsjahr 2019 wird mit einer deutlichen Umsatz- und Ergebnissteigerung gerechnet.
4 Lt. vorläufigen Einzelabschlüssen (untestiert).
Umsätze der Tochterunternehmen 5
Softline Solutions GmbH // Deutschland
Softline Services GmbH // Deutschland
XPERTLINK GmbH // Deutschland
Softline Solutions B.V. // Niederlande
Softline Solutions N.V. // Belgien
Softline Solutions France // Frankreich
Softline Solutions UK // Großbritannien
EBITDA der Tochterunternehmen 6
5 Lt. veröffentlichtem Einzelabschluss (untestiert).
6 Lt. veröffentlichtem Einzelabschluss (untestiert).
Die einzelnen Tochtergesellschaften der Softline Gruppe verfügen über folgende Geschäftsmodelle:
Die Softline Solutions GmbH ist ein herstellerunabhängiges IT-Beratungsunternehmen mit Sitz in Leipzig. Nationale und internationale Kunden vertrauen auf die Lösungskompetenz der IT-Spezialisten in den Kernbereichen Software Asset Management, Informations- und IT-Sicherheit, Cloud und Future Datacenter sowie Digital Workplace.
Seit mehr als 15 Jahren unterstützt die Softline Services GmbH Endkunden, Systemhäuser sowie Hard- und Softwarehersteller mit Managed Remote und Onsite Services sowie Recruiting Services dabei, den reibungslosen Betrieb ihrer IT-Infrastrukturen sicherzustellen.
Der Geschäftszweck der XPERTLINK GmbH, einem 100%igen Tochterunternehmen der Softline Services GmbH, ist die Unterstützung ihrer Kunden bei der Suche und Auswahl hochrangiger IT-Spezialisten. Das Leistungsspektrum der Gesellschaft wurde bereits im Jahr 2014 in die Softline Services GmbH integriert.
Als Experte in den Bereichen Software Asset Management und Lizenzberatung bietet die Softline Solutions B.V. ihren Kunden Lösungen an, die ihnen beim Management von Installationen, Nutzen und Kosten von Software helfen und so Transparenz schaffen.
Wie alle anderen Softline Solutions Gesellschaften fokussiert sich auch das belgische Tochterunternehmen auf die Bereitstellung von erstklassigen IT-, Beratungs- und Support-Dienstleistungen mit besonderem Fokus auf Software Asset Management/Lizenzmanagement.
Seit über 20 Jahren verkauft Softline Solutions France – vormals unter der Firmierung STR (Software Technology Resources) – in Frankreich Dienstleistungen und Software mit Spezialisierung auf die Bereiche Packaging, Softwareentwicklung und Business Intelligence. Seit Mitte 2014 bietet Softline Solutions France im französischen Markt IT-Beratungs- und Support-Dienstleistungen mit Fokus auf Software Asset Management/Lizenzmanagement an.
Softline Solutions Ltd. // Großbritannien
Die im Oktober 2015 gegründete Gesellschaft ist auch im Bereich Software Asset Management aktiv und dient darüber hinaus als Dienstleistungsgesellschaft für internationale Rollout-Projekte.
Sonstige Veränderungen bei der Softline AG und Softline Gruppe
Mitte März 2018 wurde die Softline Gruppe von Flexera Software, dem weltweit führenden Anbieter von Software-Lösungen für Softwarelizenzierung, Compliance, Security und Installation, zum „EMEA Implementation Partner des Jahres 2017“ ausgezeichnet. Nachdem Softline in den vergangenen vier Jahren bereits jeweils als „EMEA Partner des Jahres“ ausgezeichnet wurde, hat diese Auszeichnung den großen Stellenwert als der Software Asset Management Partner von Flexera mit den meisten erfolgreichen Implementierungsprojekten und zertifizierten SAM-Consultants europaweit nochmals bestätigt.
Im Juni 2018 haben Softline und TechDATA, einer der weltweit führenden IT-Technologieanbieter, die Einführung gemeinsam entwickelter Software Asset Management Services bekanntgegeben. Mit diesen Dienstleistungen wurde ein maßgeschneidertes Angebot für MSPs (Managed Service Provider) entwickelt, welches für Softline eine deutliche Vergrößerung der Kundenbasis sowie des Angebotsportfolios darstellt.
Wie im vergangenen Jahr hat die Softline Gruppe auch in 2018 intensiv in den Ausbau und die Erweiterung der Partnerlandschaft investiert. So wurde Anfang Juli 2018 die Softline Gruppe von ServiceNow, laut Forbes einem der „weltweit innovativsten“ Hersteller von SAM-Software, als einer der wenigen spezialisierten Software Asset Management Partner weltweit benannt, um deren Kunden dabei zu unterstützen, die größten Mehrwerte aus ServiceNow’s SAM-Tools zu ziehen.
Darüber hinaus wurden die Investitionen in die Partnerschaft mit dem Software-Hersteller Snow Software, insbesondere intensives Training und Ausbildung unserer Mitarbeiter und gemeinsame Vertriebs- und Marketingaktivitäten, durch die Auszeichnung mit dem „Shooting Star“ Partner-Award im April 2018 sowie die Erlangung des höchsten Levels des Snow-Partnerprograms, dem „Platinum Partner“-Status, im Juli 2018 honoriert.
Im französischen Markt hat die Softline Gruppe im Oktober 2018 ihre lokale Präsenz durch die Partnerschaft mit dem französischen Unternehmen Amettis, einem Spezialisten für IT-Beratung zu den Themen Software Asset Management und IT-Service Management, deutlich ausgebaut. Während Softline die jahrelange Erfahrung sowie intensive Partnerschaften mit Software-Tool-Herstellern mitbringt, verfügt Amettis über eine große Anzahl erfahrener Mitarbeiter im französischen Markt.
Wie in den Vorjahren hat die Softline Gruppe ihr Portfolio überarbeitet und bietet zu den Themenschwerpunkten Software Asset Management, Informations- und IT-Sicherheit, Digital Workplace sowie Cloud und Future Datacenter umfangreiche Lösungen, Beratungs- und Managed-Service-Leistungen an und entwickelt diese weiter. Neben dem Ausbau des Umsatzes mit Bestandskunden konnte die Softline Gruppe mit diesem Angebot bereits viele weitere umfangreiche nationale und internationale Projekte bei bekannten Banken, Versicherungsgruppen und Automobilherstellern gewinnen.
Die Softline Gruppe verfolgt weiterhin das Ziel, der marktführende und herstellerunabhängige Anbieter für IT-Asset Management und IT-Consulting in Europa zu werden und als das unabhängige Beratungs- und Dienstleistungsunternehmen für ihre Kunden deren IT-Assets – sowohl Software als auch Hardware – zu managen, zu kontrollieren, zu optimieren und insbesondere zu schützen.
Neben dem starken Partnernetzwerk mit den Herstellern von Software-Werkzeugen ist es für die Softline Gruppe auch weiterhin von großer Bedeutung, die strategischen Partnerschaften mit marktführenden IT-Systemhäusern, wie beispielsweise Dell und Fujitsu, weiter auszubauen und auf Kundenseite langjährige Geschäftsbeziehungen zu mittelständischen Unternehmen und internationalen Konzernen zu festigen.
Die nachstehende Abbildung zeigt einen Auszug aus der Liste der Kunden und Partnerschaften der Softline AG.
3.4 Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Softline AG
Die Muttergesellschaft Softline AG fungiert vorwiegend als nicht-operative Holdinggesellschaft, unterstützt aber ihre Tochtergesellschaften bei administrativen Fragestellungen und gibt deren Strategie vor. Die operativen Geschäftstätigkeiten werden vollumfänglich von den einzelnen spezialisierten Tochterunternehmen in deren jeweiligen Ländern ausgeführt. Die Softline AG ist als Holding von dem wirtschaftlichen Erfolg ihrer Tochtergesellschaften abhängig.
3.4.1 Vermögenslage
Die Bilanzsumme der Softline AG wies zum 31. Dezember 2018 ein Volumen von 9,9 Mio. EUR (Vorjahr: 10,7 Mio. EUR) auf.
Das Anlagevermögen der Softline AG belief sich zum Bilanzstichtag auf 9,8 Mio. EUR. Gegenüber dem Anlagevermögen zum 31. Dezember 2017 in Höhe von insgesamt 10,5 Mio. EUR wurde eine Abschreibung auf den Beteiligungsbuchwert der Softline Services GmbH in Höhe von 0,26 Mio. EUR im Bereich der Finanzanlagen vorgenommen. Insgesamt haben sich die Ausleihungen an verbundene Unternehmen um 0,6 Mio. EUR auf 5,9 Mio. EUR reduziert.
Ferner ist das Umlaufvermögen zum Bilanzstichtag von 0,2 Mio. EUR im Vorjahr auf 0,1 Mio. EUR gesunken.
Auf der Passivseite der Bilanz ist das Eigenkapital mit 9,3 Mio. EUR nahezu unverändert geblieben.
Die Rückstellungen liegen mit 0,1 Mio. EUR ca. 0,2 Mio. EUR unter dem Vorjahresniveau.
Die Verbindlichkeiten liegen mit 0,5 Mio. EUR zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2018 insbesondere aufgrund der Tilgung des Darlehens der französischen Gesellschaft an die Softline AG ca. 0,3 Mio. EUR unter dem Vorjahresniveau von 0,9 Mio. EUR. Darin enthalten sind 0,4 Mio. EUR Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen. Damit hat die Softline AG zum 31. Dezember 2018 Verbindlichkeiten gegenüber Dritten kleiner 0,1 Mio. EUR.
3.4.2 Finanzlage
Als Finanz- und Managementholding ist die Softline AG davon abhängig, dass die operativ tätigen Tochtergesellschaften positive Ergebnisse erwirtschaften und darüber hinaus ausreichend Liquidität zur Rückführung der gewährten Darlehen zur Verfügung haben. Im Berichtsjahr konnten von den Tochtergesellschaften Softline Services GmbH, Aschheim, und Softline Solutions B.V., Niederlande, insgesamt Darlehen in Höhe von 0,2 Mio. EUR an die Muttergesellschaft zurückgeführt werden.
Darüber hinaus hat die Softline Solutions GmbH, Leipzig, das Darlehen der Softline AG im Geschäftsjahr 2018 um 0,4 Mio. EUR getilgt.
Die Darlehensrückführungen wurden teilweise gegen Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen der Softline AG und ihren Tochtergesellschaften aufgerechnet. Damit ergibt sich im Geschäftsjahr 2018 vor Aufrechnung eine Darlehensrückführung an die Softline AG von insgesamt 0,6 Mio. EUR. Somit belaufen sich zum 31. Dezember 2018 die gewährten Darlehen an die Softline Solutions GmbH auf 3.348 TEUR (Vorjahr: 3.696 TEUR), an die Softline Services GmbH auf 2.272 TEUR (Vorjahr: 2.399 TEUR) sowie an die Softline Solutions Netherlands B.V. auf 281 TEUR (Vorjahr: 414 TEUR).
Die S. K. Management- und Beteiligungs GmbH, Baden-Baden, hat im Geschäftsjahr 2014 einen Forderungsverzicht gegen Besserungsschein in Höhe von 1.000 TEUR erklärt. Die Softline AG hat diesen Forderungsverzicht gegen Besserungsschein in Höhe von 1.000 TEUR an die Tochtergesellschaften Softline Solutions GmbH, Leipzig, und Softline Services GmbH, München, weitergegeben.
Für das Geschäftsjahr 2018 betrugen die berechneten Zinsen für die gewährten Darlehen insgesamt 133 TEUR. Hiervon wurden 0 TEUR im Geschäftsjahr 2018 ausbezahlt.
Zum Jahresende 2018 betrug das gezeichnete Kapital der Softline AG wie im Vorjahr 1.714 TEUR. Hinsichtlich der Angaben zu eigenen Aktien verweisen wir auf die Ausführungen im Anhang.
Die Kapitalrücklage ist wie im Vorjahr bei 13,9 Mio. EUR.
Der Bilanzverlust beträgt -6,3 Mio. EUR. Der Jahresfehlbetrag des Geschäftsjahres von -229 TEUR ist hierin ebenfalls berücksichtigt.
Wie bereits in Vorjahren nutzen wir als außerbilanzielles Finanzinstrument Leasing.
Es wurden keine weiteren Darlehen aufgenommen und keine Darlehen getilgt.
Die Liquidität des Jahres 2018 der Softline AG und der Softline Gruppe war aufgrund der positiven Geschäftsentwicklung sowie des in allen operativen Tochtergesellschaften implementierten Factorings und bereits in 2014 eingeräumter umfangreicher Kontokorrentlinien durchweg ausgeglichen.
Wie bereits in den Vorjahren konnten auf Basis der erfolgreichen Geschäftsmodelle und Best Practices neue Mitarbeiter zügig eingearbeitet und eingesetzt sowie eine noch bessere Auslastung der Mitarbeiter, bei nur gering gestiegenen Vertriebs- und Verwaltungskosten, erzielt werden. Die bestehende Zusammenarbeit mit unseren globalen Partnern wie Flexera Software, Snow Software und Dell konnte weiter gestärkt, neue Absatzmärkte für Servicedienstleistungen erschlossen und die Umsätze bei bestehenden Kunden ausgebaut werden. Auch im Geschäftsjahr 2019 wird die Softline Gruppe weiter organisch wachsen. Der Fokus liegt hier wie im abgelaufenen Geschäftsjahr auf dem Ausbau der Geschäftstätigkeit sowohl in der DACH-Region (Deutschland, Österreich und Schweiz) als auch in der Region Nordics (Dänemark, Finnland, Großbritannien, Norwegen und Schweden); dieses insbesondere durch weitere Investitionen in den Bereichen Vertrieb und Consulting. Die operativen Kosten sollen dabei auf dem Niveau des Vorjahres bleiben.
Gemäß der Planung des Vorstands ist die Liquidität der Softline Gruppe bis Ende 2021 sichergestellt.
Im Geschäftsjahr 2018 wurden in der Einzelgesellschaft Softline AG keine nennenswerten Investitionen getätigt.
3.4.3 Ertragslage
Die Softline AG ist, wie bereits erläutert, vorwiegend als Holdinggesellschaft für ihre Tochtergesellschaften tätig und verfügt über nahezu kein operatives Eigengeschäft.
Im Geschäftsjahr 2018 erzielte die Softline AG Umsatzerlöse von 0,7 Mio. EUR (Vorjahr: 0,7 Mio. EUR). Diese umfassen insbesondere die Konzern- und Managementumlage (0,6 Mio. EUR).
Die für die Geschäftsjahre 2017 und 2018 berechneten Umsatzerlöse enthalten nach Finalisierung der Neudefinition des BilRUG7 keine Erträge aus Konzernumlagen aus konzerninternen Weiterberechnungen. Daher sind weiterberechnete Aufwendungen, z. B. für Mieten und Leasinggebühren, in den sonstigen betrieblichen Erträgen enthalten.
Die sonstigen betrieblichen Erträge beliefen sich auf 733 TEUR und beinhalten im Wesentlichen periodenfremde Erträge (133 TEUR), Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen (145 TEUR) sowie weiterberechnete Aufwendungen (455 TEUR).
Vor dem Hintergrund, dass die Softline AG nicht operativ tätig ist, sind im Geschäftsjahr 2018 keine Materialkosten angefallen. Die Personalkosten von 197 TEUR liegen gegenüber dem Vorjahr insbesondere aufgrund der Auflösung von Bonusrückstellungen im Vorstandsbereich um 134 TEUR niedriger.
Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen lagen mit 8 TEUR auf dem Vorjahresniveau.
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen liegen mit 1,2 Mio. EUR leicht über dem Niveau des Vorjahres von 1,1 Mio. EUR. Hier finden sich neben Mieten, EDV-, Pkw- und Reisekosten (0,4 Mio. EUR) die Kosten für Business Development (0,2 Mio. EUR), die Rechts- und Beratungskosten (0,2 Mio. EUR), Versicherungen (0,1 Mio. EUR) sowie die Kosten für das Finance Center und die Verwaltung der Softline AG (ca. 0,1 Mio. EUR) wieder.
Abschreibungen auf Finanzanlagen fielen im Geschäftsjahr 2018 in Höhe von 256 TEUR an. Die Abschreibung wurde auf den Beteiligungsbuchwert der Softline Services GmbH vorgenommen. Ertragssteuern fallen wegen eines negativen steuerlichen Ergebnisses nicht an.
Steuerungsgrößen der Softline AG und ihrer Tochtergesellschaften sind neben dem Umsatz und Deckungsbeitrag insbesondere das EBITDA und EBIT. Da die Softline AG kein operatives Geschäft hat, wurde keine Planung für Umsatz und Deckungsbeitrag vorgenommen. Auf EBITDA-Ebene hat die Softline AG aufgrund der höheren sonstigen betrieblichen Erträge mit -59 TEUR besser als im Vorjahr (-328 TEUR ohne Berücksichtigung einer Zuschreibung auf Finanzanlagen in Höhe von 322 TEUR) abgeschlossen. Deutlich unter den Plankosten liegen die sonstigen betrieblichen Aufwendungen wie Rechts- und Beratungskosten (-77 TEUR), Reisekosten (-31 TEUR) und Fahrzeugkosten (-15 TEUR). Darüber hinaus konnten mehr Kosten als geplant an die Tochtergesellschaften weiterbelastet werden. Auf EBIT-Ebene hat sich das Ergebnis der Softline AG in 2018 mit -324 TEUR auch besser entwickelt als im Vorjahr (-363 TEUR). Der Jahresfehlbetrag liegt mit -229 TEUR über dem Vorjahresergebnis von -240 TEUR.
Für das Geschäftsjahr 2019 rechnen wir mit einem EBITDA auf vergleichbarem Niveau wie im Geschäftsjahr 2018.
7 Am 22.07.2015 wurde das BilRUG (Bilanzrichtlinien-Umsetzungsgesetz) im BGBI verkündet. Damit sind die Änderungen erstmals anwendbar für Geschäftsjahre, die am 31. Dezember 2015 beginnen. Zu den wichtigsten Änderungen des BilRUG zählen eine Neudefinition der Umsatzerlöse sowie eine Konkretisierung und Ausweitung der Anhangangaben sowie eine Konkretisierung im Bereich der Konzernrechnungslegung.
3.4.4 Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage der Softline Gruppe
Zum Zeitpunkt der Aufstellung des Lageberichts beurteilt der Vorstand die weitere Geschäftsentwicklung der Softline Gruppe als sehr positiv. Die Trennung von unprofitablen Tochtergesellschaften, die strukturellen Anpassungen in der Vergangenheit und die Fokussierung auf profitable Kernbereiche haben die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gruppe nachhaltig gestärkt.
3.5 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
Im Geschäftsjahr 2018 war in der Muttergesellschaft Softline AG neben dem Vorstand kein weiterer Mitarbeiter beschäftigt. Die gesamte Softline Gruppe beschäftigte im gleichen Zeitraum durchschnittlich 184 Mitarbeiter und 190 Mitarbeiter zum Stichtag 31. Dezember 2018.
3.6 Risikobericht
Risikomanagement und Steuerungssystem
Die zur Steuerung der Unternehmensgruppe notwendigen Kennzahlen (u. a. Auftragseingang [AE], Auftragsbestand [AB], Umsatz [AE], Deckungsbeitrag [DB], EBITDA [Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen] und EBIT [Ergebnis vor Zinsen und Steuern]) stehen dem Management der Softline AG nach vorheriger Aufbereitung zur Verfügung und werden laufend mit den Planvorgaben und Vorjahreswerten verglichen. Die Softline AG verfügt über ein zentrales Berichts- und Kontrollwesen, dessen laufend bereitgestellte und aufbereitete Daten den Informationsansprüchen des Managements hinsichtlich der frühzeitigen Erkennung von bestandsgefährdenden Risiken, entsprechend der Größe und Übersichtlichkeit der Softline Gruppe, als Basiswerk genügt, aber stetig weiterentwickelt wird.
Über das zentrale Berichts- und Kontrollwesen werden wöchentlich mit den lokalen Führungskräften die aktuellen Themen, Chancen und Risiken besprochen. Innerhalb der Gruppe finden im monatlichen Rhythmus länder- und bereichsübergreifende Management-Meetings statt.
Das unternehmerische Risiko der Softline AG liegt vorwiegend in der optimalen Steuerung der Tochterunternehmen, welche das operative Kerngeschäft der Gruppe ausüben.
Durch das schlanke Management erfolgen die Steuerung und die Kontrolle der einzelnen Bereiche und Gesellschaften deutlich direkter.
In Verbindung mit der Durchführung von Aktivitäten von Tochterunternehmen bestehen Risiken durch deren weitere Integration, die Notwendigkeit zur Restrukturierung sowie Risiken aus Geschäftsaktivitäten, die bisher nicht zum Kerngeschäft der Softline Gruppe gehörten.
Zudem sind große Beratungsgeschäfte schwer prognostizierbar und können zu Abhängigkeiten von einzelnen Großkunden führen.
Die Softline AG mit ihren Tochtergesellschaften unterliegt trotz der internationalen Ausrichtung Marktrisiken. Die IT-Branche ist in allen Ländern, in denen die Softline Gruppe vertreten ist, durch starke dynamische Veränderungen gekennzeichnet.
Allgemeine Änderungen bei Herstellern und Lieferanten, Produkten und Technologien, welche Einfluss auf Preise und Umsätze haben, überwachen wir permanent durch einen intensiven Kontakt mit unseren nationalen und internationalen Partnern, Herstellern und Kunden.
Durch eine vertikale Integration innerhalb der europäischen Gruppe, eine Vereinheitlichung von Produkten und Services sowie der Integration von Lösungen, Produkten, Services und Business Plattformen, sind wir in der Lage, ein ausgewogenes Dienstleistungsportfolio anzubieten, welches sich Marktschwankungen zügig anpassen kann.
Die Softline AG sowie ihre Tochtergesellschaften unterliegen grundsätzlich Liquiditäts-, Zins- und Bonitätsrisiken. Die Softline AG, als reine Holding ohne eigene nennenswerte Umsätze und Erträge, ist auf die Liquiditätszuflüsse aus den Tochtergesellschaften in Form von Darlehensrückzahlungen bzw. über Konzernumlagen angewiesen.
Die ausreichende Liquidität, welche die Softline Gruppe durch geeignete Maßnahmen sicherstellen muss, ist eines der zentralen Finanzrisiken sowohl für die Gruppe als auch für die Softline AG als Muttergesellschaft. Neuausrichtung, Umstrukturierung sowie das weitere Wachstum der einzelnen Tochtergesellschaften müssen durch entsprechende Finanzierungsmaßnahmen, Kostenoptimierung und effektiven Personaleinsatz sichergestellt werden. Maßnahmen zur Eigenkapitalstärkung, Gesellschafterdarlehen mit Rangrücktritt, Sale-and-lease-back sowie Factoring, aber auch das Eintreten der Planprognosen einschließlich Überwachung und schneller Reaktionsmöglichkeiten bei Abweichungen, sind die Basis für die weitere Sicherstellung der Liquidität und der jederzeitigen Zahlungsfähigkeit. Gemäß der Planung des Vorstands ist die Liquidität der Softline Gruppe bis Ende 2021 sichergestellt.
In diesem Zusammenhang ist darauf hinzuweisen, dass zukunftsbezogene Aussagen naturgemäß stets mit Unsicherheiten behaftet sind und die tatsächlich eintretenden Ergebnisse von den prognostizierten abweichen können.
Das Ausfallrisiko von Forderungen bzw. geplanten Kundenprojekten führt weiterhin zu einem möglichen Liquiditätsrisiko, welchem durch ein intensives Liquiditäts- und Cashflow-Management über alle Gesellschaften entgegengewirkt wird. Mögliche Ausfallrisiken bei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden durch ein aktives Forderungsmanagement reduziert. Bestehenden Risiken aufgrund drohender Forderungsausfälle wird durch Wertberichtigungen in angemessenem Umfang Rechnung getragen.
Die Softline AG und ihre Tochtergesellschaften unterliegen aktuell keinen Zinsrisiken, da die Softline Gruppe aktuell keine Fremdfinanzierung benötigt. Ebenso ist das Factoring durch vertraglich festgelegte Konditionen definiert.
Eine ausreichende Bonität der Softline AG und damit auch der Softline Gruppe ist die wesentliche Grundlage für die Gewährung von Fremdkapital, insbesondere durch Gesellschafter, Banken und Lieferanten und somit auch Grundvoraussetzung für das langfristige Bestehen des Unternehmens. Daher ist es das Ziel, eine Verbesserung der Bonitätsbeurteilung und die jederzeitige Sicherstellung der Liquidität der Softline AG und der Softline Gruppe durch Steigerungen der Ertragskraft zu erarbeiten, um Risiken für die Gruppe zu mindern.
3.7 Chancenbericht
Die deutsche Konjunktur hat nach Aussage des Instituts für Weltwirtschaft an der Uni Kiel einen Gang zurückgeschaltet. Temporär belastende Faktoren wie die Probleme der Automobilhersteller mit dem neuen WLTP-Standard sowie die niedrigen Pegelstände des Rheins haben dazu beigetragen, die Produktion spürbar ins Stocken zu bringen, obwohl die konjunkturelle Dynamik in Deutschland bis zur Mitte des vergangenen Jahres noch äußerst hoch war.
Das außenwirtschaftliche Umfeld, das von einer ausgesprochen hohen politischen Unsicherheit geprägt ist, hat zu den schlechteren Geschäftsaussichten beigetragen. Dies belastet die Ausfuhren und hat auch die Investitionsfreude der Unternehmen, trotz der hohen Kapazitätsauslastung, eingetrübt. Vor diesem Hintergrund hat das IfW ihre Prognose für das Bruttoinlandsprodukt des laufenden Jahres deutlich um 0,8 Prozentpunkte auf 1 Prozent reduziert. Mit dem Auslaufen der temporären Faktoren zum Jahreswechsel geht das Institut aber davon aus, dass sich die Konjunktur wieder fangen wird, und prognostiziert für das Jahr 2020 eine Zuwachsrate von 1,8 Prozent.8
Der Digitalverband Bitkom teilt auf Grundlage aktueller Analysen mit, dass der Markt für IT, Telekommunikation und Unterhaltungselektronik in 2019 um 1,5 Prozent auf 168,5 Mrd. EUR wachsen soll. Laut Bitkom-Präsident Achim Berg „treibt die Digitalisierung den Markt und ist ein Garant für mehr Arbeitsplätze“. Die meisten Jobs entstünden bei den Software-Häusern sowie bei den IT-Dienstleistern. Bitkom erwartet im Markt der IT-Dienstleistungen ein überdurchschnittliches Wachstum von 2,3 Prozent auf 40,8 Mrd. EUR. „Die Digitalisierung ist in allen Branchen kein Nice-to-have, sondern ein absolutes Must-do. Entsprechend groß ist die Nachfrage nach IT-Beratern und Software-Anwendungen, um Produkte, Wertschöpfungsnetze und Unternehmenskultur weiterzuentwickeln und auf das digitale Zeitalter auszurichten“, sagt Berg. Das Hardware-Geschäft entwickele sich dagegen mit einem Minus von 0,7 Prozent leicht rückläufig.9
Auch für die Softline Gruppe stehen die Zeichen weiterhin eindeutig auf Wachstum. Das Management der Softline Gruppe hat im Geschäftsjahr 2018 bis heute die Weiterentwicklung des Unternehmensportfolios an den Anforderungen und Erwartungen des Marktes fortgeführt. Mit den Zukunftsthemen „Software Asset Management“, „Informations- und IT-Sicherheit“, „Cloud und Future Data Center“ und „Digital Workplace“ konzentrieren wir uns auf das Wachstum der Softline Gruppe durch den Ausbau des Beratungs- und Dienstleistungsgeschäfts nicht nur in der Region DACH, sondern insbesondere in den Regionen Nord- und Südeuropa. Das Inkrafttreten der EU-Datenschutzgrundverordnung Ende Mai 2018 hat bereits für einen deutlichen Zuwachs an Anfragen und Aufträgen im Bereich Informations- und IT-Sicherheit gesorgt. Wir sehen einen sehr großen Beratungsbedarf und werden dementsprechend hier weiter intensiv in Personal, Ausbildung und die Weiterentwicklung von Themen, Lösungen und Dienstleistungen für unsere Kunden investieren. Darüber hinaus sehen wir ein deutliches Marktwachstum im Bereich IT-Asset Management außerhalb der Regionen DACH und Benelux und wir planen daher hier intensiv mit unseren nationalen und internationalen Partnern die Bereitstellung lokaler Spezialisten und maßgeschneiderter Dienstleistungen.
Das Thema Personalentwicklung und Gewinnung neuer hochmotivierter Berater und Spezialisten hat für die Softline Gruppe weiterhin eine der höchsten Prioritäten. Wir werden daher weiter durch die frühzeitige Einbindung von Nachwuchskräften durch ein eigenes Ausbildungsprogramm, Praktika, Master- und Bachelorarbeiten sowie die enge Zusammenarbeit mit Universitäten und Fachhochschulen dem Mangel an qualifizierten Mitarbeitern entgegensteuern und führen auch unsere Zusammenarbeit mit der studentischen Unternehmensberatung „CampusInform“ der Universität Leipzig als Kurator fort.
Die Auszeichnung von Flexera Software als „EMEA Implementation Partner of the Year 2017“ sowie die Verleihung des Platinum-Partner-Status durch Snow Software, beides im letzten Jahr, haben nicht nur den hohen Ausbildungsgrad der Softline Mitarbeiter bestätigt, sondern auch die sehr erfolgreiche Arbeit und positive Wahrnehmung am Markt zusammen mit der starken Präsenz der Softline Gruppe mit Niederlassungen bzw. Projekten in u. a. Benelux, Skandinavien, UK, der Schweiz und Österreich hervorgehoben.
Unter dem Motto „Achieving Compliance, Control and Cost savings for your IT” werden wir uns, wie auch in den vergangenen Jahren, mit den wichtigsten Digitalthemen des Jahres beschäftigen. Neben Informations- und IT-Sicherheit gehören Cloud-Computing und die Digitale Integration bzw. die Digitalisierung von Geschäftsprozessen zu den wichtigsten und herausforderndsten Aufgabenstellungen, denen wir uns aber gerne als „Trusted Advisor“ sowohl mit der Business-Beratung, der technischen Beratung und Implementierung, aber auch als Managed-Services-Dienstleister stellen. Wir unterstützen unsere mittelständischen und großen Kunden auf ihrem Weg der Digitalisierung und übernehmen nach Beratung und Umsetzung auch die Betreuung und den Betrieb ihrer IT-Infrastruktur, damit diese sich auf ihr eigentliches Kerngeschäft konzentrieren können.
Die Liquidität der Softline AG entwickelt sich aufgrund der positiven Geschäftsentwicklung der Tochtergesellschaften sowohl durch die Tilgung von Intercompany-Darlehen als auch durch zukünftige Gewinnausschüttungen der Tochtergesellschaften in den Folgejahren weiterhin sehr positiv. Die in 2017 abgeschlossene Restrukturierung der Bilanz durch Umwandlung von Darlehen in Eigenkapital hat für eine deutliche Reduzierung der Verbindlichkeiten gegenüber Dritten sowie für eine nachhaltige Stärkung des Eigenkapitals gesorgt. Damit erschließen sich der Aktiengesellschaft neue Finanzierungsmöglichkeiten für Investitionen zur Finanzierung des geplanten weiteren Wachstums der Softline Gruppe.
8 IfW, Medieninformation, 12.03.2019 – ifw Kieler Konjunkturberichte: „Deutsche Konjunktur im Frühjar 2019“.
9 Bitkom Pressemitteilung, 10.01.2019 – „Bitkom-Branche schafft 40.000 zusätzliche Jobs“.
3.8 Prognosebericht
Die Prognose für die Softline AG basiert auf der Prognose der Geschäftsentwicklung der Tochtergesellschaften.
Wir werden uns auch im Geschäftsjahr 2019 auf die Schwerpunktthemen „Software Asset Management“, „Informations- und IT-Sicherheit“, „Cloud und Future Data Center“ und „Digital Workplace“ konzentrieren. Basierend auf einem Auftragsbestand von 23,2 Mio. EUR zum 31.12.2018 planen wir für 2019 ein Umsatzwachstum von zehn bis zwölf Prozent mit einer EBITDA-Marge von 4 – 6 Prozent. Auf EBIT-Ebene prognostizieren wir für die Unternehmensgruppe in 2019 ein Ergebnis von 1,1 Mio. EUR und für 2020 von 1,5 Mio. EUR.10
Wie bereits im Vorjahr haben wir neben mehrjährigen Projekten in den Bereichen Software Asset Management und IT-Sicherheit in den vergangenen zwölf Monaten in allen Geschäftsbereichen weitere Beratungs- und Dienstleistungsprojekte bei vielen Neukunden gewinnen können.
Die Budget- und Mittelfristplanung erfolgt in allen Gesellschaften einmal pro Jahr für einen Zeitraum von drei Jahren und wird auf Konzernebene konsolidiert. Diese wird von den Geschäftsführern bzw. Führungskräften der einzelnen Gesellschaften, basierend auf den Vorjahreswerten, dem bestehenden Auftragsbestand, einer gewichteten Pipeline und der Gesamtentwicklung des Marktes, erstellt. Mit jedem Quartalsabschluss wird auf Basis der aktuellen Zahlen eine neue Vorschau zum Jahresende sowie eine Prognose für die Folgejahre abgegeben.
Zur Erreichung des geplanten Wachstums, der weiteren Internationalisierung der Softline Gruppe und steigender Profitabilität werden wir wie in den vergangenen Jahren in unser wichtigstes und stärkstes Asset investieren – unsere Mitarbeiter. Wir werden unsere Beratungs- und Vertriebsmannschaft in allen operativen Gesellschaften im In- und Ausland weiter deutlich verstärken und ebenso intensiv wie bisher in deren Aus- und Weiterbildung investieren. Darüber hinaus werden wir weiterhin nach potenziellen Partnern zur Erweiterung unserer Lösungskompetenz und unserer Verfügbarkeit Ausschau halten. Für dieses Wachstumsvorhaben benötigen wir neben den bereits eingeleiteten Umsatz- und Profitabilitätssteigerungsmaßnahmen zusätzliches Kapital. Daher sind der Vorstand und Aufsichtsrat der Softline AG bereits in Gesprächen bzgl. weiterer Finanzierungsoptionen zu deren Umsetzung.
Digitalisierung, Informations- und IT-Sicherheit, Cloud, IoT und Künstliche Intelligenz sind auch in diesem Jahr und im nächsten Jahr die wichtigsten Herausforderungen in Industrie und Mittelstand, aber auch im öffentlichen Dienst und in der Verwaltung.
Die Softline Gruppe ist mit ihren mittlerweile über 200 bestens ausgebildeten, hochqualifizierten und gut motivierten Mitarbeitern hervorragend aufgestellt, viele dieser Themen im Rahmen ihres Beratungs- und Dienstleistungsportfolios auf Basis der umfangreichen Erfahrung und des starken Partnernetzwerks erfolgreich zu bedienen. Mit Beratungsansätzen, Lösungen und Dienstleistungen zu den Themen „Software Asset Management“, „Informations- und IT-Sicherheit“, „Cloud und Future Data Center“ und „Digital Workplace“ sind wir in der Lage, explizit die Herausforderungen unserer Kunden zu bedienen.
Die Komplexität dieser Herausforderungen nimmt im Rahmen der fortschreitenden Digitalisierung in allen Bereichen und Branchen stetig zu und Unternehmen sind bereits heute nicht mehr in der Lage, diesen Herausforderungen alleine zu begegnen bzw. das entsprechende Know-how aufzubauen oder vorzuhalten.
Die Softline Gruppe ist mit ihren hochqualifizierten Beratern und ihrer umfangreichen Expertise und Erfahrung bestens gerüstet, diesen Herausforderungen gemeinsam mit dem Kunden zu begegnen. Mit Lösungskompetenz aus einer Hand, angefangen bei der Erstellung des Digitalisierungskonzepts über die Umsetzung und Implementierung, Auswahl der richtigen Hard- und Software bis hin zum anschließenden Managed Service über alle Portfoliobereiche, ist die Softline Gruppe in der Lage, ihre Kunden zu entlasten, damit diese sich auf ihr Kerngeschäft konzentrieren können.
Unter Führung der Geschäftsleitung der beiden deutschen Tochtergesellschaften, Softline Solutions GmbH in Leipzig und Softline Services GmbH in Aschheim bei München, planen wir in den kommenden Jahren mit einem deutlichen Umsatz- und Ergebniswachstum in der Region DACH (Deutschland, Österreich, Schweiz). In Softline DACH bieten wir bereits das gesamte Softline-Portfolio an und planen, durch neue Kunden, aber auch durch neue Dienstleistungen und Beratungsprodukte unseren Marktanteil deutlich zu vergrößern.
Mit dem Namen Softline Solutions Northern Europe haben wir die Gesellschaften in den Niederlanden, Belgien und Großbritannien sowie die Regionen BENELUX, UK und Nordics zusammengefasst. Unter der Führung der niederländischen Gesellschaft planen wir, in allen Regionen weiter zu wachsen und unser Portfolio, bisher liegt hier der Fokus auf IT Asset Management, deutlich auszubauen. Insbesondere in den Bereichen Informations- und IT-Sicherheit sowie Cloud-Dienstleistungen sehen wir einen deutlich steigenden Bedarf.
Als „Softline Solutions Southern Europe“ beschäftigen wir uns intensiv mit dem Ausbau unserer Geschäftstätigkeit in Südeuropa (Frankreich, Spanien, Italien, Portugal). Hier sehen wir gegenüber den Vorjahren einen deutlichen Anstieg in der Nachfrage nach qualitativ hochwertiger Beratungsleistung im Bereich IT-Asset Management, aber auch im Cloud- und Security-Umfeld.
10 Vor Konzernkonsolidierung, ohne Abschreibungen auf Konzernebene.
Nach der erfolgreichen Bilanzrestrukturierung durch die im Mai 2017 erfolgte Kapitalherabsetzung mit nachfolgender Kapitalerhöhung durch Sacheinlage hat es die Softline Gruppe zum Jahresende 2018 geschafft, auf Konzernebene ein positives Ergebnis auf allen Ergebnisebenen zu erwirtschaften.
Diese Bilanzrestrukturierung sowie das positive Konzernergebnis ermöglichen es der Softline Gruppe, neben den Gesprächen mit Hauptinvestoren und Gesellschaftern auch mit zukünftigen Investoren und Kreditinstituten ernsthafte Gespräche bzgl. weiterer Finanzierungsmöglichkeiten für die geplanten Investitionen sowohl in die bestehende Organisation als auch eventuelles anorganisches Wachstum zu führen.
3.9 Schlusserklärung des Vorstandes gemäß § 312 Abs. 3 AktG
Hiermit erklärt der Vorstand, dass die Softline AG, Leipzig, bei denen im Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen aufgeführten Rechtsgeschäften nach den Umständen, die ihm zum Zeitpunkt, in dem die Rechtsgeschäfte vorgenommen wurden, bekannt waren, bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhalten hat. Berichtspflichtige Maßnahmen wurden weder getroffen noch unterlassen.
Leipzig, den 30. April 2019
4 Einzelgesellschaftsabschluss
4.1 Gewinn- und Verlustrechnung
653.757,94
704.551,20
733.233,23
375.571,00
-173.265,89
-307.608,55
– davon für Altersversorgung: EUR 19.742,48 (Vorjahr: EUR 19.742,48)
-24.171,68
-23.720,84
-197.437,57
-331.329,39
-8.103,76
-7.776,88
-1.248.860,99
-1.077.087,78
– davon aus verbundenen Unternehmen: EUR 132.994,35 (Vorjahr: EUR 141.555,13)
133.048,76
141.555,13
7. Abschreibungen auf Finanzanlagen und Erträge aus Zuschreibungen des Finanzanlagevermögens
-256.418,00
322.472,86
-27.527,14
-16.340,99
-18.371,40
– davon aus verbundenen Unternehmen: EUR 13.037,99 (Vorjahr: EUR 17.929,32)
9. Ergebnis nach Steuern
-207.121,38
-240.415,26
-21.546,99
11. Jahresfehlbetrag
-228.668,37
12. Verlustvortrag aus dem Vorjahr
-6.091.344,74
-15.114.701,48
13. Kapitalherabsetzung zum Ausgleich von Verlusten
9.263.772,00
-6.320.013,11
23.337,47
3.828.149,99
3.956.522,99
5.902.167,80
6.511.295,06
9.730.317,79
10.467.818,05
1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen
50.353,05
23.697,47
76.442,79
56.388,15
126.795,84
13.426,56
30.107,19
9.858.099,88
10.676.274,19
1.714.389,00
13.867.093,15
9.261.469,04
9.490.137,41
86.364,04
326.421,64
50.409,97
39.235,44
415.071,37
774.793,62
44.785,46
45.686,08
– davon aus Steuern: EUR 10.302,47 (Vorjahr: EUR 4.495,82)
– davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: EUR 0,00 (Vorjahr: EUR 0,00)
510.266,80
859.715,14
5 Anhang Softline AG
Der vorliegende Jahresabschluss der Softline AG für das Geschäftsjahr 2018 ist nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuchs und des Aktiengesetzes aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für kleine Kapitalgesellschaften. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist gemäß § 275 Abs. 2 HGB nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.
Der Jahresabschluss wurde unter der Annahme der Unternehmensfortführung aufgestellt. Auf der Grundlage der vorgelegten Unternehmensplanung ist die Finanzierung in einem Drei-Jahres-Zeitraum ab dem Bilanzstichtag jederzeit sichergestellt.
Die Softline AG hat ihren Sitz in Leipzig und ist eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht Leipzig unter der Register-Nr. HRB 26381.
5.2 Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
Die immateriellen Vermögensgegenstände und die Sachanlagen sind zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer wirtschaftlichen Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen vermindert.
Die Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen.
Bei den Finanzanlagen werden die Anteilsrechte zu Anschaffungskosten bzw. niedrigeren beizulegenden Werten und die Ausleihungen zum Nennwert bzw. niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt.
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Risikobehafteten Positionen ist durch die Bildung von Wertberichtigungen Rechnung getragen.
Liquide Mittel sind mit dem Nennbetrag angesetzt.
Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten enthalten Vorauszahlungen für künftige Zeiträume, die zeitanteilig abgegrenzt werden.
Das Eigenkapital ist zum Nennwert bilanziert.
Die sonstigen Rückstellungen sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags bemessen und erfassen alle erkennbaren Risiken aus ungewissen Verbindlichkeiten in angemessenem Umfang. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre in Übereinstimmung mit § 253 Abs. 2 Satz 1 HGB abgezinst.
Die Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag bilanziert.
5.3 Erläuterungen zur Bilanz
Die Finanzanlagen betreffen folgende Tochtergesellschaften:
Softline Services GmbH, Aschheim
XPERTLINK GmbH, Aschheim 1)
Softline Solutions Netherlands B.V., Nieuwegein, Niederlande
Softline Solutions NV, Antwerpen, Belgien 2)
Softline Solutions France S.A.S., Vélizy, Frankreich
Softline Solutions Ltd., London, Großbritannien
1) über Softline Services GmbH, Aschheim.
2) 1,0 Prozent über Softline Solutions GmbH, Leipzig.
Die Erhöhung der Anteile an verbundenen Unternehmen in Höhe von 128 TEUR ist vollumfänglich auf Anschaffungsnebenkosten im Zeitraum von 2010 bis 2012, die im Rahmen des Kaufs oder der Gründung der Gesellschaft entstanden sind, zurückzuführen. Die erfolgswirksame Aktivierung erfolgte auf der Basis der durchgeführten steuerlichen Außenprüfung und stellt eine Korrektur in laufender Rechnung dar.
Die sonstigen Ausleihungen betreffen Darlehen an die Softline Solutions GmbH, Leipzig, von 3.348 TEUR, die Softline Services GmbH, Aschheim, von 2.272 TEUR , die Softline Solutions Netherlands B.V., Nieuwegein, Niederlande, von 281 TEUR und die Softline Solutions NV, Antwerpen, Belgien, von 1 TEUR.
Auf den Beteiligungsbuchwert der Softline Services GmbH, Aschheim, erfolgte im Geschäftsjahr eine außerplanmäßige Abschreibung auf den beizulegenden Wert gemäß § 253 Abs. 3 Satz 5 HGB in Höhe von 256 TEUR. Im Vorjahr wurde eine Abwertung von 350 TEUR vorgenommen.
Das gewährte Darlehen an die Softline Services GmbH, Aschheim, ist in Höhe von 800 TEUR wertberichtigt. Das gewährte Darlehen an die Softline Solutions NV, Antwerpen, Belgien, ist im Nennwert von 645 TEUR wertberichtigt. In 2014 erfolgten Forderungsverzichte mit Besserungsabreden von 1.000 TEUR, die bereits in 2013 als Wertberichtigungen abgebildet waren. Die Verzichte sind gegenüber der Softline Services GmbH, Aschheim, in Höhe von 600 TEUR sowie der Softline Solutions GmbH, Leipzig, in Höhe von 400 TEUR erklärt worden.
Sämtliche Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie die Forderungen gegen verbundene Unternehmen haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Bei den sonstigen Vermögensgegenständen sind 18 TEUR mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr enthalten. Es handelt sich um Kautionen.
Anzahl Stückaktien (Nennbetrag 1,00 EUR)
1.714.889
Grundkapital (in EUR)*
Eigene Anteile (in EUR)
* enthält das Grundkapital der eigenen Aktien
Die Gesellschaft hielt durch Erwerb am 30. März 2011 zum 31. Dezember 2011 die Anzahl von 105.000 eigenen Aktien. Diese waren für ein Incentive-Programm für die Geschäftsführer der Tochtergesellschaften vorgesehen. In 2012 wurden im Rahmen der Einigung mit dem ehemaligen Vorstand Harry Kloosterman insgesamt 100.000 eigene Aktien unentgeltlich übertragen. Die eigenen Aktien waren zu einem Preis von 277 TEUR erworben worden. Zum 31. Dezember 2018 sind noch 500 eigene Aktien im Bestand. Dies entspricht einem Anteil am Grundkapital von 0,03 % (Vorjahr: 0,03 %).
Genehmigtes Kapital (2015/I)
Der Vorstand ist durch Beschluss der Hauptversammlung vom 28. September 2015 ermächtigt, das Grundkapital mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 28. September 2020 gegen Bar- und/oder Sacheinlage einmal oder mehrmals um insgesamt bis zu 5.149.042,00 EUR zu erhöhen, wobei das Bezugsrecht der Aktionäre ausgeschlossen werden kann (Genehmigtes Kapital 2015/I).
Im Bilanzverlust ist ein Verlustvortrag in Höhe von 6.091 TEUR enthalten. In 2017 erfolgte im Rahmen der Kapitalherabsetzung eine Verrechnung in Höhe von 9.264 TEUR.
Die sonstigen Rückstellungen wurden im Wesentlichen für Kosten im Zusammenhang mit dem Jahresabschluss, Aufsichtsratsvergütungen sowie Verpflichtungen aus dem Personalbereich gebildet.
In den sonstigen Verbindlichkeiten sind 10 TEUR aus Steuern sowie 1 TEUR im Rahmen der sozialen Sicherheit enthalten.
Alle Werte in TEUR
Verbindl. Lieferungen & Leistungen
Verbindl. verb. Unternehmen
Verbindl. sonstige
Es bestehen insgesamt 446 TEUR Haftungsverhältnisse aus Bürgschaften (Vorjahr: 593 TEUR Bürgschaften). Das Risiko der Inanspruchnahme wird als niedrig eingeschätzt, da die Hauptgläubiger ihren Verpflichtungen nachkommen.
Zum 31. Dezember 2018 bestehen Rechte aus Besserungsscheinen in Höhe von 1.000 TEUR (Vorjahr: 1.000 TEUR).
5.4 Sonstige Angaben
Dipl.-Ing. Dipl.-Oec. Martin A. Schaletzky, Augsburg, Vorstandsvorsitzender
Prof. Dr. Knut Löschke – selbstständiger Unternehmer, Leipzig (Vorsitzender des Aufsichtsrats)
Stefan Kiener – Rechtsanwalt, Geschäftsführer der Rechtsanwaltsgesellschaft mbH Rainer Haas & Kollegen, Baden-Baden (stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats)
Karl-Heinz Warum – Geschäftsführer SBC-Strategic Business Consulting
Die Gesellschaft beschäftigte in 2018 keine Mitarbeiter.
Mitteilungen nach § 20 AktG
Die S. K. Management- und Beteiligungs GmbH, Baden-Baden, teilte gemäß § 20 AktG mit, dass ihr mehr als die Hälfte der Aktien unmittelbar gehören.
Mittlerweile gilt die S. K. Management- und Beteiligungs GmbH, Baden-Baden, auch verhältnismäßig als verbundenes Unternehmen der Softline AG. Die S. K. Management- und Beteiligungs GmbH, Baden-Baden, ist von der Aufstellung eines Konzernabschlusses befreit.
Nach dem Bilanzstichtag sind keine weiteren Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, die zu einer anderen Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage geführt hätten.
Die Softline AG erzielte in 2018 einen Jahresfehlbetrag in Höhe von -229 TEUR; der Bilanzverlust zum 31. Dezember 2018 beträgt -6.320 TEUR. Dieser wird auf neue Rechnung vorgetragen.
Martin A. Schaletzky
6 Bericht des Aufsichtsrates
Der Aufsichtsrat der Softline AG hat im Geschäftsjahr 2018 die ihm nach Gesetz und Satzung obliegenden Aufgaben wahrgenommen. Er hat den Vorstand bei der Leitung der Gesellschaft regelmäßig beraten und seine Tätigkeit sorgfältig überwacht. In alle Entscheidungen von grundlegender Bedeutung für das Unternehmen war der Aufsichtsrat direkt und rechtzeitig eingebunden. Der Vorstand informierte den Aufsichtsrat regelmäßig und zeitnah sowohl schriftlich wie mündlich umfassend über die Finanz-, Liquiditäts- und Ertragslage sowie über die aktuelle und zu erwartende Geschäftssituation. Der Aufsichtsrat wurde rechtzeitig über bevorstehende geschäftliche, fachbezogene und personelle Maßnahmen informiert, welche vom Aufsichtsrat insbesondere hinsichtlich ihrer Rechtmäßigkeit und Zweckmäßigkeit geprüft wurden. In gleicher Weise wurde das Risikomanagement erörtert. Besonderes Augenmerk galt im Geschäftsjahr 2018 der zukünftigen inhaltlichen Ausrichtung und der wirtschaftlichen Entwicklung des Unternehmens. Diese Themen wurden in jeder Aufsichtsratssitzung unter Berücksichtigung unterschiedlicher Marktfaktoren mit dem Vorstand ausführlich auch unter Beteiligung weiterer Mitglieder des Managements diskutiert.
Im Geschäftsjahr 2018 fanden fünf ordentliche Sitzungen des Aufsichtsrats statt.
Darüber hinaus standen die Aufsichtsratsmitglieder für direkte Unterstützung und Erfahrungsaustausch auf Anfragen des Vorstands und anderer Manager der Gesellschaft sowohl telefonisch als auch persönlich zur Verfügung.
Der Vorsitzende des Aufsichtsrats hat außerhalb der Sitzungen des Aufsichtsrats mit dem Vorstand und den leitenden Mitarbeitern der Gesellschaft regelmäßig Kontakt gehalten und mit ihnen die Strategie, die Geschäftsentwicklung, besondere Kundensituationen sowie wichtige Geschäftsvorfälle und das Risikomanagement der Gesellschaft erörtert. Im Geschäftsjahr 2018 fanden in jedem Monat des Jahres ein Treffen des Aufsichtsratsvorsitzenden mit dem Vorstand sowie mit anderen Führungskräften der Gesellschaft statt.
Die im Berichtszeitraum dem Aufsichtsrat von der Geschäftsführung nach § 111 Abs. 4 AktG zur Zustimmung vorgelegten Geschäfte wurden genehmigt.
Interessenkonflikte der Aufsichtsratsmitglieder im Zusammenhang mit ihrer Tätigkeit als Aufsichtsratsmitglieder der Softline AG sind nicht aufgetreten.
Die zum Abschlussprüfer gewählte Baker Tilly GmbH & Co. KG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft hat den Jahresabschluss und den Lagebericht zum 31. Dezember 2018 unter Einbeziehung der Buchführung und unter Beachtung der entsprechenden gesetzlichen Vorschriften geprüft. Die Prüfung des Abschlussprüfers hat zu keinen Einwendungen geführt. Der Abschlussprüfer hat dem Jahresabschluss einen uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt.
Dieser Abschluss und der Prüfungsbericht des Abschlussprüfers haben dem Aufsichtsrat vorgelegen. Sie wurden in einer Sitzung am 03. Mai 2019 von Aufsichtsrat und Vorstand im Beisein des Wirtschaftsprüfers erörtert. Sämtliche Fragen des Aufsichtsrats wurden ausführlich beantwortet. Das Ergebnis der Prüfung des Abschlussprüfers hat der Aufsichtsrat zustimmend zur Kenntnis genommen. Der Aufsichtsrat erhebt nach eigener Prüfung keine Einwendungen.
Der Aufsichtsrat billigt einstimmig den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss.
Der Jahresabschluss gilt somit als festgestellt.
Gemäß § 312 AktG hat der Vorstand über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen für das Geschäftsjahr 2018 einen Abhängigkeitsbericht erstellt. Der Abhängigkeitsbericht umfasste die Geschäftsbeziehungen der Softline AG einschließlich ihrer verbundenen Unternehmen zur S. K. Management- und Beteiligungs GmbH, Baden-Baden, einschließlich der mit dieser verbundenen Unternehmen.
Der Abschlussprüfer hat den Abhängigkeitsbericht des Vorstands mit folgendem Bestätigungsvermerk versehen:
bei den im Bericht aufgeführten Geschäften die Leistung der Gesellschaft nicht unangemessen hoch war.“
Der Aufsichtsrat kommt auch nach seiner eigenen Prüfung zu dem abschließenden Ergebnis, dass keine Einwendungen gegen die vom Vorstand im Bericht abgegebene Erklärung über die Beziehungen der verbundenen Unternehmen zu erheben sind. Weiterhin stimmt der Aufsichtsrat dem Ergebnis der Prüfung des Abhängigkeitsberichts durch die Abschlussprüfer zu.
Der Aufsichtsrat spricht dem Vorstand und allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Gesellschaft für ihre Arbeit im abgelaufenen Geschäftsjahr Dank und Anerkennung aus.
Frankfurt, den 30. April 2019
Prof. Dr. Löschke
7 Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers
An die Softline AG, Leipzig
Wir haben den Jahresabschluss der Softline AG – bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2018 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2018 bis zum 31. Dezember 2018 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden – geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Softline AG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2018 bis zum 31. Dezember 2018 geprüft.
Die im Lagebericht enthaltenen Abschnitte zur Entwicklung der einzelnen Tochtergesellschaften und zu sonstigen Veränderungen in der Softline Gruppe sowie zur Prognose der Tochtergesellschaften haben wir nicht inhaltlich geprüft.
Wir verweisen auf die Ausführungen der gesetzlichen Vertreter im Unterabschnitt 6 (Risikobericht, Finanzwirtschaftliche Risiken) des Lageberichts, in welchem ausgeführt wird, dass die Gesellschaft auf die Liquiditätszuflüsse aus den Tochtergesellschaften in Form von Darlehensrückzahlungen bzw. über Konzernumlagen für die weitere Sicherstellung der Liquidität und der jederzeitigen Zahlungsfähigkeit angewiesen ist. Unser Prüfungsurteil zum Jahresabschluss ist diesbezüglich nicht modifiziert.
Die gesetzlichen Vertreter und der Aufsichtsrat sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die übrigen Teile des Geschäftsberichts mit Ausnahme des Jahresabschlusses, Lageberichts und unseres Bestätigungsvermerks. Die sonstigen Informationen umfassen außerdem die im Lagebericht enthaltenen Abschnitte zur Entwicklung der einzelnen Tochtergesellschaften und zu sonstigen Veränderungen in der Softline Gruppe (Unterabschnitt 3) sowie zur Prognose der Tochtergesellschaften (Unterabschnitt 8).
gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben;
ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann;
beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt;
beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens;
Frankfurt am Main, den 30. April 2019
– Wirtschaftsprüfer –
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References: § 312
 § 275
 § 253
 § 253
 § 20
 § 20
 § 111
 § 312