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Timestamp: 2018-01-20 03:35:44+00:00

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Stadtverwaltung Kassel - 9.06.8 Satzung über die Friedhöfe in Kassel (Friedhofssatzung)
9.06.8 Satzung über die Friedhöfe in Kassel (Friedhofssatzung)
Vom 10. Dezember 1974 in der Fassung vom 2. September 2016 (Beschluss Friedhofsausschuss)
Gemäß Art. 37 Abs. 2 der Grundordnung der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck vom 22. Mai 1967 (KABl. S. 19) in der jeweils gültigen Fassung und § 36 Abs. 2 in Verbindung mit § 37 der Ausführungsverordnung zum Vermögensaufsichtsgesetz (AVO-VAufsG) vom 26. Mai 1998 in der jeweils gültigen Fassung hat der Friedhofsausschuss folgende Friedhofsordnung erlassen: (Friedhofsausschuss-Beschluss vom 17.11.2010, gilt ab 26.01.2011)
3. Friedhof Harleshausen, Wegmannstr. 46
8. Friedhof Oberzwehren, Rengershäuser Str. 2 a
12. Friedhof Wehlheiden, Friedenstraße 53/55
Im Falle der Entwidmung sind die in Reihen-/ Urnenreihengrabstätten Beigesetzten für die restliche Ruhezeit, die in Wahlgrab-/Urnenwahlgrabstätten Beigesetzten für die restliche Nutzungszeit auf Kosten der Friedhofsverwaltung in andere Grabstätten umzubetten. Im Falle der Außerdienststellung gilt Satz 1 entsprechend, soweit Umbettungen erforderlich werden. Der Umbettungstermin soll bei Reihengrab-/Urnenreihengrabstätten möglichst einem Verfügungsberechtigten des Verstorbenen, bei Wahlgrab-/Urnenwahlgrabstätten möglichst dem jeweiligen Nutzungsberechtigten, einen Monat vorher mitgeteilt werden.
Die Friedhofsverwaltung kann alle Friedhöfe oder Friedhofsteile aus besonderem Anlass vorübergehend schließen. (Friedhofsausschuss-Beschluss vom 26.03.2010, gilt ab 11.07.2010)
Für Totengedenkfeiern muss die Zustimmung der Friedhofsverwaltung mindestens 1 Woche zuvor eingeholt werden.
selbst oder deren fachliche Vertreter die Meisterprüfung abgelegt haben oder in der Handwerksrolle eingetragen sind. Der Eintrag in die Handwerksrolle bzw. die Gewerbeanmeldung und die Betriebshaftpflichtversicherung sind durch den Antragsteller nachzuweisen.
Ausgeschlossen von dieser Nachweispflicht sind EU-Gewerbetreibende. Die Friedhofsverwaltung kann Ausnahmen zulassen.
Für Bildhauer, Steinmetze, Gärtner und sonstige Gewerbetreibende erfolgt auf Antrag die Zulassung durch Ausstellen einer Berechtigungskarte. Hierfür wird eine Gebühr erhoben. Die zugelassenen Gewerbetreibenden haben auf Verlangen dem Friedhofspersonal die Berechtigungskarte vorzulegen. Die Berechtigungskarten sind alle 2 Jahre zu erneuern. Neue zugelassene Betriebe erhalten die Zulassung und Berechtigungskarte befristet für 6 Monate.
Es wird eine einmalige Genehmigung gegen Gebühr per Gebührenbescheid erhoben. Eine Arbeitskarte wird nicht ausgestellt.
Das Bestattungsamt der Friedhofsverwaltung setzt Ort und Zeit der Bestattungen fest. Erd- und Feuerbestattungen sollen in der Regel spätestens 4 Tage nach Eintritt des Todes erfolgen. Aschen sollen frühestens 1 Tag nach der Einäscherung beigesetzt werden.
Das Versenken des Sarges und der Urne ist nur durch die Sarg- bzw. Urnenträger der Friedhofsverwaltung zulässig. (Friedhofsausschuss-Beschluss vom 08.03.2005, gilt ab 02.04.2005)
Verstorbene über 5 Jahre 2,05 m Länge, 0,70 m Höhe, 0,70 m Breite
Die Tiefe der einzelnen Gräber beträgt von der Erdoberfläche (ohne Hügel) bis zur Oberkante des Sarges mindestens
0,90 m, bis zur Oberkante der Urne mindestens 0,50 m.
- vom 4. Lebensmonat bis zum 5. Lebensjahr
(gilt ab 29. Januar 1996) 15 Jahre
Umbettungen von Leichen und Aschen bedürfen, unbeschadet der sonstigen gesetzlichen Vorschriften, der vorherigen Zustimmung der Friedhofsverwaltung. Die Zustimmung kann nur bei Vorliegen eines besonderen Grundes – der das öffentliche Interesse an der Wahrung der Totenruhe deutlich überwiegt - erteilt werden.
Umbettungen aus einer Reihengrabstätte/Urnenreihengrabstätte in eine andere Reihengrabstätte/Urnenreihengrabstätte sind innerhalb eines Friedhofes nicht zulässig. § 4 Abs. 3 bleibt unberührt. (Friedhofsausschuss-Beschluss vom 18.12.2007, gilt ab 09.02.2008)
Alle Umbettungen erfolgen nur auf Antrag.
Antragsberechtigt ist der nächste Angehörige des Verstorbenen.
Ist der Angehörige nicht Nutzungsberechtigter/Verfügungsberechtigter der Grabstätte, aus der oder in die eine Umbettung erfolgen soll, ist die Zustimmung des oder der betreffenden Nutzungsberechtigten/Verfügungsberechtigten mit dem Antrag vorzulegen. Erfolgt dies nicht, kann eine Umbettung nicht stattfinden.
In den Fällen des § 33 Abs. 3 können Leichen oder Aschen, deren Ruhezeit abgelaufen ist, von Amts wegen in Reihengrab-/Urnenreihengrabstätten umgebettet werden. (Friedhofsausschuss-Beschluss vom 18.12.2007, gilt ab 09.02.2008)
Alle Umbettungen werden von der Friedhofsverwaltung durchgeführt. Diese bestimmt den Zeitpunkt der Umbettung.
Umbettungen von Erdbestattungen finden in der Regel nur in den Monaten Dezember bis Mitte März statt.
Reihengrabstätten bis zum vollendeten 3. Lebensmonat
Reihengrabstätten für Verstorbene bis zum vollendeten 5. Lebensjahr
Reihengrabstätten für Verstorbene über 5 Jahre
Nur auf dem Hauptfriedhof
Die Kosten für das ausgewählte Grabmal werden mit der Bestellung durch den beauftragten Steinmetz erhoben. (Friedhofsausschuss-Beschluss vom 18.12.2007, gilt ab 09.02.2008)
Über die Verleihung des Nutzungsrechtes wird eine Urkunde ausgestellt. (Friedhofsausschuss-Beschluss vom 13.10.2004, gilt ab 21.11.2004)
Jede Grabstelle kann höchstens mit einem Sarg und 2 Urnen oder nur mit 4 Urnen belegt werden. Verstorbene unter 5 Jahren können mit Genehmigung der Friedhofsverwaltung zusätzlich beigesetzt werden. Die Mindestmaße einer Grabstelle betragen 2,40 x 1,20 m.
Bei Beantragung des Nutzungsrechtes sollte der Nutzungsberechtigte festlegen, in welcher Reihenfolge das Nutzungsrecht nach seinem Ableben auf die Beisetzungsberechtigten (vgl. Abs. 3) übergeht.
Liegt keine Festlegung des Nutzungsberechtigten vor, geht das Nutzungsrecht in nachstehender Reihenfolge auf die Angehörigen des verstorbenen Nutzungsberechtigten über:
Der Wiedererwerb des Nutzungsrechtes ist nur auf Antrag und nur für die gesamte Wahlgrabstätte möglich.
Das Nutzungsrecht muss für mindestens 1 Jahr wiedererworben werden.
Der Antrag ist rechtzeitig vor Ablauf der Nutzungszeit von einer der in Abs. 5 genannten Personen bei der Friedhofsverwaltung zu stellen.
Wird der Wiedererwerb nur zum Zwecke der letztmöglichen Beisetzung getätigt, oder wird der letzte in § 15 Abs. 3 genannte Nutzungsberechtigte bestattet, sind bei Wahlgrabstätten in Abteilungen mit besonderen Gestaltungsrichtlinien die Rasenschnittgebühren für die Dauer der Ruhezeit des zu Bestatteten bei der Anmeldung nach der zur Zeit gültigen Gebührenordnung zu bezahlen. (Friedhofsausschuss-Beschluss vom 18.12.2007, gilt ab 09.02.2008)
Die Ausführungsbestimmungen zu § 15 Abs. 10 entfallen komplett. (Friedhofsausschuss-Beschluss vom 18.12.2007, gilt ab 09.02.2008)
Es werden Erd- und Urnenwahlgrabstätten vergeben.
Die Lage der Grabstätten wird locker, ohne feste Ordnung bzw. ohne Raster oder Ausrichtung nach einer Himmelsrichtung, gestaltet. Nach dem vorhandenen Vegetationsbestand muss der Nutzungsberechtigte die Lage des Grabes selbst bestimmen und festlegen. Nach der Festlegung wird die Lage des Grabes im Belegungsplan eingetragen.
Der Baum/Strauch muss bis zu seinem biologischen Ende – festgestellt durch die Fachkompetenz der Friedhofsverwaltung Kassel – erhalten bleiben. Sollte der Baum/Strauch entfernt werden müssen, besteht das Anrecht auf Neupflanzung. (Friedhofsausschuss-Beschluss vom 18.12.2007, gilt ab 09.02.2008)
Der Rasenschnitt ist der Friedhofsverwaltung vorbehalten. Die Gräber werden je nach
Jahreszeit, spätestens drei Monate nach der Belegung bodengleich von der Friedhofsverwaltung eingeebnet und mit Rasen begrünt. Auch eventuelle Senkungen werden von der Friedhofsverwaltung mit Boden aufgefüllt und mit Rasen begrünt.
Für die Herrichtung der Urnenreihengrabstätte und deren Unterhaltung sorgt die Friedhofsverwaltung für die Dauer von 20 Jahren nach Maßgabe der hierfür geltenden Gestaltungsordnung. Zusätzliche individuelle Ausschmückungen durch die Angehörigen sind möglich. (Friedhofsausschuss-Beschluss vom 18.12.2007, gilt ab 09.02.2008)
Auf Arealen unter älteren Bäumen, die von der Friedhofsverwaltung festgelegt werden, werden Baumgräber als Urnenwahlgräber für bis zu zwei Urnen ausgewiesen.
Der Charakter dieser Friedhofsbezirke soll seinen naturhaften, landschaftlichen und hainartigen Charakter behalten.
Grabeinfassungen, Grabhügel, Grabbeete und Blumenbepflanzungen, Blumenschalen, Grablichter und sonstige ausschmückende Gegenstände sind nicht vorgesehen. Das „Bild“, welches von der Friedhofsverwaltung vorgegeben wird, muss erhalten bleiben.
Die Kosten für die Pflege des unmittelbaren Grabumfeldes sind in den Graberwerbsgebühren enthalten. Die namentliche Kennzeichnung erfolgt über die Friedhofsverwaltung durch liegende Grabmale mit handwerklicher Bearbeitung oder durch Grabmale mit natürlicher findlingshafter Anmutung.
Urnenausgrabungen und Umbettungen sind grundsätzlich ausgeschlossen.
(Friedhofsausschuss-Beschluss vom 02.09.2016, gilt ab 04.03.2017)
An Grüften im Mausoleum Hauptfriedhof kann auf Antrag, sofern es die Kapazitäten zulassen, ein Nutzungsrecht auf die Dauer von 50 Jahren für die Unterbringung von bis zu 6 Särgen verliehen werden. Die Ruhezeit für Särge beträgt 50 Jahre.
Bei weiteren Bestattungen ist eine Verlängerung der Nutzungszeit erforderlich, da die Ruhezeit von 50 Jahren zu wahren ist.
Für Grüfte bzw. Gruftneubauten kann auf Antrag auf dem Hauptfriedhof - alter Teil,
Grabfelder 1 bis 13 -, sofern es die Kapazitäten zulassen, ein Nutzungsrecht auf die Dauer von 50 Jahren verliehen werden.
•	Bei weiteren Bestattungen ist eine Verlängerung der Nutzungszeit erforderlich,
da die Ruhezeit von 50 Jahren zu wahren ist.
•	Rechtzeitig vor Baubeginn ist bei der Stadt Kassel ein Bauantrag mit den
erforderlichen Planunterlagen und dem statischen Nachweis vorzulegen. Der Baubeginn ist erst nach Erteilung der Baugenehmigung durch die Stadt Kassel möglich.
•	Zwischen der Friedhofsverwaltung und dem Antragsteller wird eine separate
Vereinbarung über den Bau, den Rückbau, die Unterhaltung und die Finanzierung der Gruft geschlossen. Diese bedarf der kirchenaufsichtlichen Genehmigung. Erst nach Abschluss dieser Vereinbarung und Vorlage der Baugenehmigung darf mit dem Bau der Gruft begonnen werden.
•	Die Vergabe des Nutzungsrechtes für die Fläche des geplanten Gruftbaus erfolgt
nach Abnahme der Anlage, Zahlung der nach der Vereinbarung geschuldeten Beträge und Zahlung der Nutzungsgebühr nach der Friedhofsgebührensatzung.
Auf Wunsch des Nutzungsberechtigten können darüber hinaus, mit Zustimmung der
Friedhofsverwaltung, auch andere Verstorbene in der Gruft beigesetzt werden. Hierfür wird eine Verwaltungsgebühr nach der Gebührensatzung der Friedhöfe in Kassel erhoben.
Bei Beantragung des Nutzungsrechtes sollte der Nutzungsberechtigte festlegen, in
welcher Reihenfolge das Nutzungsrecht nach seinem Ableben auf die Beisetzungsberechtigten (vgl. Abs. 3) übergeht. Liegt keine Festlegung des Nutzungsberechtigten vor, geht das Nutzungsrecht in nachstehender Reihenfolge auf die Angehörigen des verstorbenen Nutzungsberechtigten über:
auf den überlebenden Ehegatten, und zwar auch dann, wenn Kinder aus einer
früheren Ehe vorhanden sind,
Auf den Ablauf der Nutzungsrechte wird einmal im Jahr, und zwar zum Totensonntag,
durch eine öffentliche Bekanntmachung unter den „Amtlichen Bekanntmachungen der Stadt Kassel“, hingewiesen.
Die Kosten für die folgenden Arbeiten gehen zu Lasten des Antragstellers:
- das Einebnen des Grabhügels bzw. des Grabbeetes
- das Abräumen und Entsorgen des Denksteines, bei aufrechtstehenden Grabmalen auch mit Fundament. (Friedhofsausschuss-Beschluss vom 18.12.2007, gilt ab 09.02.2008)
Unzulässig ist das Pflanzen von Gehölzen, die nach voller Entwicklung eine Beeinträchtigung der Nachbargrabstätten hervorrufen werden. Das Bestreuen der unmittelbaren Umgebung der Grabhügel oder -beete gebrochenem Glassplitt, eingefärbter Baumrinde, eingefärbten Hackschnitzel, mit Kiesarten, die von der Friedhofsverwaltung nicht zugelassen sind, ist untersagt. Als Kiesart wird nur brauner Flusskies in kleiner Körnung erlaubt.+++
Die Verwendung von Kunststoff, z. B. Blumen und Kranzmaterialien (Umwicklung) ist unzulässig.+++
Die Friedhofsverwaltung kann bei Nichtbeachtung dieser allgemeinen Gestaltungsgrundsätze den Nutzungsberechtigten/Verfügungsberechtigten, unter Setzung einer angemessenen Frist, zur Entfernung der unzulässigen Anlagen auffordern.
Ist der Nutzungsberechtigte/Verfügungsberechtigte unbekannt oder nicht zu ermitteln, genügt eine öffentliche - auf 6 Monate befristete - Aufforderung. Kommt der Nutzungsberechtigte/Verfügungsberechtigte der Aufforderung nicht nach, so kann die Friedhofsverwaltung die Grabstätte in dem erforderlichen Umfang abräumen. Abgeräumte
Grabaufbauten fallen in die Verfügungsgewalt der Friedhofsverwaltung.
Für Grabmale dürfen nur massive Naturgesteine, Holz, Schmiedeeisen oder Gussmetalle verwendet werden. Materialkombinationen sind möglich. Steingrabmale sind aus max. 3 einzelnen, massiven Stücken herzustellen, Ankleben und Anstückeln von Einzelstücken ist nicht genehmigungsfähig. Alle Flächen müssen handwerklich bearbeitet sein. Findlinge und unbearbeitete Steine sind unzulässig. Alle nicht polierfähigen Steine können geschliffen werden.
Metallschriftzüge und eingetriebene Bleischriften können in Einzelfällen zugelassen werden.
Bei stehenden Grabmalen können auf Antrag maximal 2 Porzellanbilder bis zu einer Größe von max. 100 cm² zugelassen werden. Die Porzellanbilder sind auf der Vorderansicht fachmännisch zu befestigen. Gleiches gilt für max. 2 Metallskulpturen (Tiere u. ä.) bis zu einer Größe von Höhe: 10 cm, Breite: 8 cm.
(Friedhofsausschuss-Beschluss vom 30.01.2015, gilt ab 30.03.2015)
Alle Flächen einschl. der Schriftbossen für weitere Inschriften müssen handwerklich bearbeitet sein (gespitzt, gestockt, gebeilt, gestelzt, scharriert, geriffelt oder frei vom Hieb), geflammte Oberflächenbearbeitung ist möglich. Übergänge von einer zur anderen Bearbeitungsart sind erlaubt. Polierte Flächen (außer der Schriftoberfläche bei erhabenen Buchstaben, Ornamenten und Fasen, welche 25 mm oder schmaler sind) sind nicht zulässig.
Steine, die stark gewölbt sind (mindestens 1,5 cm über der Grundfläche) und liegende Steine unter der Größe von
0,50 m x 0,50 m brauchen keinen erhabenen Punkt.
Nicht zugelassen sind alle nicht aufgeführten Materialien, Zutaten, Gestaltungs- und Bearbeitungsarten, insbesondere Beton und Kunststoff.
Nach näherer Bestimmung des Abs. 5 oder nach örtlichen Gegebenheiten sind stehende oder liegende Grabmale zulässig.
Liegende Grabmale dürfen nur leicht geneigt in die Grabstätte gelegt werden; wenn ein Beet oder ein Hügel vorhanden ist, sind sie in dieses/n einzubetten.
Stelen bis 0,85 m hoch, bis 0,45 m breit und
mindestens 0,14 m tief oder
Kreuze bis 0,90 m – Mindeststärke 0,14 m,
Kreuzbalken bis 0,52 m bei entsprechend
schmalem Schaft oder
liegende Grabmale 0,40 x 0,50 m bis
0,65 x 0,50 m (Längsformat),
Mindesstärke 0,12 m.
Reihengrabstätten für Kinder
Stelen oder Kreuze
Kubische Steine
Stelen und Kreuze
allseitig gestaltet, quadratischer, runder oder viereckiger Grundriss Höhe frei, nicht unter 1,00 m, das Breitenmaß der Ansichtsfläche darf max. 0,35 m betragen.
Rechteckige Steine, mit symmetrischen
Formen und symmetrisch allseits gestaltete Flächen lt. Skizzen 0,80 m breit und 1,00 m hoch, Mindeststärke 0,20 m. Die Modell-Skizzen sind bei der Friedhofsverwaltung Kassel erhältlich.
Friedparkgrabstätten
Möglich sind stehende und liegende Grabmale mit handwerklicher Bearbeitung und findlingshafter Anmutung. Mindestmaß liegende Platte: 0,40 x 0,32 m; Mindeststärke: 0,12 m. Ansonsten gelten die Maße und die Bearbeitungsvorschriften, wie unter Ziffer 6.3, 6.4 und 6.6.
Stehende Grabmale dürfen eine Höhe vom 2,50 m nicht überschreiten. (gilt ab 31. Juli 1999)
Ausführungszeichnungen sind im Maßstab 1 : 1 einzureichen, soweit es zum Verständnis erforderlich ist.
Die Errichtung und jede Veränderung aller sonstigen baulichen Anlagen bedarf ebenfalls der vorherigen schriftlichen Zustimmung der Friedhofsverwaltung.
Abs. 1 gilt entsprechend.
b) die genehmigte Zeichnung der Schrift, der Ornamente und Symbole.+++ (Friedhofsausschuss-Beschluss vom 18.12.2007, gilt ab 09.02.2008)
Die Grabmale sind ihrer Größe entsprechend nach den jeweils gültigen „Richtlinien für das Fundamentieren und Versetzen von Grabdenkmälern und Einfassungen für Grabstätten“ zu fundamentieren und zu versetzen, dass sie dauerhaft standsicher sind und auch beim Öffnen und Schließen benachbarter Gräber nicht umstürzen oder sich senken können. Satz 1 gilt für sonstige bauliche Anlagen entsprechend.
Das Merkblatt wird vom Bundesinnungsverband des Deutschen Steinmetz-, Stein- und Holzbildhauerhandwerks herausgegeben. (Friedhofsausschuss-Beschluss vom 13.10.2004, gilt ab 21.11.2004)
Erscheint die Standsicherheit von Grabmalen, sonstigen baulichen Anlagen oder Teilen davon gefährdet, sind die für die Unterhaltung Verantwortlichen verpflichtet, unverzüglich Abhilfe zu schaffen. Bei Gefahr im Verzuge kann die Friedhofsverwaltung auf Kosten des Verantwortlichen Sicherungsmaßnahmen (z. B. Umlegen von Grabmalen, Absperrungen) treffen. Wird der ordnungswidrige Zustand trotz schriftlicher Aufforderung der Friedhofsverwaltung nicht innerhalb einer jeweils festzusetzenden angemessenen Frist beseitigt, ist die Friedhofsverwaltung berechtigt, dies auf Kosten des Verantwortlichen zu tun oder das Grabmal, die sonstige bauliche Anlage oder Teile davon, zu entfernen; die Friedhofsverwaltung ist nicht verpflichtet, diese Sachen aufzubewahren.
Ist der Verantwortliche nicht bekannt oder nicht ohne weiteres zu ermitteln, genügt eine öffentliche Bekanntmachung und ein Hinweis auf der Grabstätte, bei Reihengrab-/Urnenreihengrabstätten auf dem Grabfeld. Die Verantwortlichen sind für jeden Schaden haftbar, der durch Umfallen von Grabmalen oder Einfallen sonstiger baulicher Anlagen oder durch Abstürzen von Teilen davon verursacht wird.
Nach Ablauf der Ruhezeit oder des Nutzungsrechtes sind die Grabmale und die sonstigen baulichen Anlagen von der Grabstätte zu entfernen.
Das Entfernen der Grabmale und sonstigen baulichen Anlagen ist ausschließlich der Friedhofsverwaltung oder deren Beauftragtem vorbehalten. Die Kosten werden nach der aktuellen Gebührensatzung erhoben und sind von den Nutzungsberechtigten/Verfügungsberechtigten zu tragen.
Nach Entfernen der Grabaufbauten durch die Friedhofsverwaltung können die Nutzungsberechtigten/Verfügungsberechtigten diese in ihren Besitz nehmen. Hierzu werden die Nutzungsberechtigten von der Friedhofsverwaltung unter Setzung einer angemessenen Frist aufgefordert.
Nach Ablauf der Frist fallen die baulichen Anlagen in die Verfügungsgewalt der Friedhofsverwaltung. Sie werden dann auf Kosten der Nutzungsberechtigten/Verfügungsberechtigten von der Friedhofsverwaltung entsorgt. (Friedhofsausschuss-Beschluss vom 18.12.2007, gilt ab 09.02.2008)
Die Herrichtung, die Unterhaltung und jede Veränderung der gärtnerischen Anlagen außerhalb der Grabstätten obliegt ausschließlich der Friedhofsverwaltung.
Um einen gleichmäßigen und einheitlichen Rasenschnitt zu gewährleisten, obliegt dieser der Friedhofsverwaltung.
Für diese Leistung wird eine Gebühr gemäß Gebührensatzung erhoben. Der Rasenschnitt ist an das Nutzungsrecht gekoppelt. Dies gilt auch für den Wiedererwerb des Nutzungsrechtes. Die gleiche Verpflichtung wird auch für die in einigen Abteilungen vorgenommene Flächenbepflanzung und Kiespflege angewendet.
Unzulässig ist das Pflanzen von Gehölzen, die nach voller Entwicklung eine Beeinträchtigung der Nachbargrabstätten hervorrufen. Weiterhin ist das Anbringen von Schutzvorrichtungen für das Bedecken der Grabmale sowie Einfassungen aus totem Material, aus künstlichem Werkstoff nicht gestattet. Bei Nichtbeachtung der Vorschriften ist die Friedhofsverwaltung berechtigt, alle unzulässigen Anlagen nach entsprechender Aufforderung zu entfernen.
Der vorläufige Hügel und die endgültige Herrichtung mit Einfassungspflanzen, immergrünen Bodendeckern, sind durch einen zugelassenen Friedhofsgärtner auszuführen.
Vor dem Entzug des Nutzungsrechtes ist der jeweilige Nutzungsberechtigte noch einmal unter Setzung einer angemessenen Frist schriftlich aufzufordern, die Grabstätte unverzüglich in Ordnung zu bringen; ist er nicht bekannt oder nicht ohne weiteres zu ermitteln, hat noch einmal eine entsprechende öffentliche Bekanntmachung und ein entsprechender 6-wöchiger Hinweis auf der Grabstätte zu erfolgen. In dem Entziehungsbescheid ist der jeweilige Nutzungsberechtigte aufzufordern, das Grabmal und die sonstigen baulichen Anlagen innerhalb von 3 Monaten seit Unanfechtbarkeit des Entziehungsbescheides zu entfernen.
Der Nutzungsberechtigte ist in den schriftlichen Aufforderungen, der öffentlichen Bekanntmachung und dem Hinweis auf der Grabstätte oder dem Grabfeld und in dem Entziehungsbescheid auf die Rechtsfolgen des § 28 Abs. 2 hinzuweisen. (Friedhofsausschuss-Beschluss vom 18.12.2007, gilt ab 09.02.2008)
Sofern keine gesundheitsaufsichtlichen oder sonstige Bedenken bestehen, können die Angehörigen die Verstorbenen während der festgesetzten Zeiten sehen. Die Särge sind spätestens eine Stunde vor Beginn der Trauerfeier oder der Beisetzung endgültig zu schließen.
Aus religiösen Gründen ist die Bestattung ohne Sarg möglich. Der § 18, Abs. 2 des Friedhof- und Bestattungsgesetzes Hessen bleibt unberührt.
Aus organisatorischen Gründen finden die Trauerfeiern zur Einäscherung in der
Hauptfriedhofskapelle statt.
Auf besonderen Wunsch der Angehörigen können ohne Erhebung einer zusätzlichen Gebühr durch die Friedhofsverwaltung auf den Friedhöfen Harleshausen und Waldau, dem Westfriedhof und Nordfriedhof Trauerfeiern zur Einäscherung stattfinden.
Bei der Anmeldung des Sterbefalles ist der Friedhof für die Trauerfeier im Bestattungsamt
anzugeben. (gilt ab 01.04.1996)
Die am 10.12.1974 beschlossene Friedhofssatzung ist mit der Änderung vom 21.06.1979 am 22.09.1979 und mit der Änderung vom 19.11.1981 am 18.01.1982 in Kraft getreten.
Die Änderung vom 22.04.1986 ist am 04.08.1986 in Kraft getreten.
Letzte Änderung, veröffentlicht in den Amtlichen Bekanntmachungen der HNA - Stadtausgabe Kassel - Nr. 20 vom 25.01.2011.
In Kraft getreten am 26.01.2011.
eingearbeitete Beschlüsse des Friedhofsausschusses:
Änderung vom 07.12.1995
Änderung vom 07.02.1996
Änderung vom 12.11.1996
Änderung vom 02.07. und 09.09.1998
Änderung vom 04.12.1998
Änderung vom 25.05.1999
Änderung vom 08.02.2001
Änderung vom 16.04.2002
Änderung vom 18.06.2003
Änderung vom 04.12.2003
Änderung vom 23.03.2004
Änderung vom 13.10.2004
Änderung vom 08.03.2005
Änderung vom 13.10.2005
Änderung vom 11.04.2006
Änderung vom 23.01.2007
Änderung vom 30.03.2007
Änderung vom 18.12.2007
Änderung vom 26.03.2010
Änderung vom 19.08.2010, veröffentlicht am 18.12.2010 in der HNA Nr. 295, gilt ab 19.12.2010
Änderung vom 17.11.2010, veröffentlicht am 25.01.2011 in der HNA Nr. 20, gilt ab 26.01.2011
Änderung vom 12.04.2013, veröffentlicht am 19.10.2013 in der HNA Nr. 243, gilt ab 20.10.2013
Änderung vom 23.08.2013, veröffentlicht am 19.10.2015 in der HNA Nr. 243, gilt ab 20.10.2013
Änderung vom 11.04.2014, veröffentlicht am 25.02.2015 in der HNA Nr. 47, gilt ab 26.02.2015
Änderung vom 10.10.2014, veröffentlicht am 25.02.2015 in der HNA Nr. 47, gilt ab 26.02.2015
Änderung vom 30.01.2015, veröffentlicht am 28.03.2015 in der HNA Nr. 74, gilt ab 30.03.2015
Änderung vom 11.09.2015, veröffentlicht am 05.12.2015 in der HNA Nr. 284, gilt ab 06.12.2015
Änderung vom 02.09.2016, veröffentlicht am 03.03.2017 im Amtsblattder Stadt Kassel, Nr.012/ 1. Jahrgang, Seite 117, gilt ab 04.03.2017

References: Art. 37
 § 36
 § 37
 § 4
 § 33
 § 15
 § 15
 § 28
 § 18