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Timestamp: 2018-12-19 01:46:31+00:00

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﻿ Kling Consult NEUES Dezember 2017
Kling Consult NEUES Dezember 2017
7 1 0 2 r e b m e z e D NEUES REGIONAL Bayern, Augsburg Sie lesen heute: Klinikum Augsburg - Erweiterung West: Platz für 136 Intensivbetten Spatenstich - Grundsteinlegung – Richtfest: Das sind die äußeren Meilensteine vieler Bauvorhaben, welche mit viel Prominenz auf der Baustelle begangen werden. Für den Tragwerksplaner bedeutet dies, dass zum Spatenstich alle Bewehrungspläne geprüft und baufrei vorliegen müssen. Bis dahin waren bei dem 110 Millionen Euro Projekt Erweiterung West am Klinikum in Augsburg, der derzeitig größten Baumaßnahme an einem bayrischen Krankenhaus, für das Team Tragwerksplanung so manche Herausforderung zu meistern. mehr auf Seite 5 Verbau Medien- und Versorgungstunnel Verkehrslärmschutz in der Praxis Seite 4 Brandschutz -wichtiger Bestandteil der integralen Planung Seite 6 Historische Erkundung von Altabla- gerungen und Altstandorten Seite 8 Fassadenerneuerung Verwaltungsge- bäude Deutsche Rentenversicherung, Augsburg Seite 9 KLING CONSULT NEUES | Dez 2017 13
IM BLICKPUNKT B e d a r f s p l a n u n g i m B a u w e s e n Der Bundesrat hat Ende März 2017 eine Neuregelung im Im Ergebnis festzuhalten ist, dass im kommenden Jahr abge- schlossene Planungsverträge das Erstellen einer Planungs- grundlage als erweiterte Pflicht des Planers enthalten, die Bedarfsplanung als eigens zu vergütender Besonderen Leis- tung, im Vorgriff auf die nachfolgenden Vereinbarungen über Leistungen und Vergütungen nach HOAI. Welche Leistungen der Bedarfsplan im konkreten Projektfall enthalten soll, kann an Hand von 6 Checklisten bzw. Prozessschritten aus dem Anhang zur DIN 18205 entnommen werden. Hierzu benötigt der Planer die Mitwirkung des Bauherrn mit Angaben z.B. zur Nutzung, Räumlichkeit, Belegung, zu Fertigungsprozessab- läufen u.dgl.; der Auftraggeber hat dies im Rahmen seiner verantwortlichen Aufgabe dem Planer strukturiert und zielge- richtet aufzubereiten. Die beiderseits erweiterte Pflicht verhilft ehemals häufig aufgetretene Meinungsverschiedenheiten zwischen den Vertragspartnern und Störungen im Projektab- lauf künftig zu vermeiden. Einzelheiten der skizzierten Rechtsvorschriften hier darzulegen würde unser Editorial sprengen; wichtig zu wissen bleibt, dass ab dem 01. Januar 2018 geschlossene Architekten- und Ingenieurverträge die angesprochenen rechtlichen Vorgaben berücksichtigen müssen. Im Bedarfsfall stehen wir Ihnen gern für weitergehende Erläuterungen zur Verfügung. Ihr Geschäftsführer Markus Daffner BGB-Werkvertragsrecht mit Einbindung des Architekten-/ Ingenieurvertrags gebilligt. Einer der Kernpunkte ist eine neu kreierte Bedarfsplanung. Wozu dies? Der Gesetzgeber hatte vor dem technische wie wirtschaftliche Rahmenbedingungen für Bauvorhaben bereits festgeschrie- ben; so in den novellierten Fassungen der HOAI 2013 und der im November 2016 herausgegebenen Änderung der DIN 18205. Die zugehörigen rechtlichen Eckpunkte enthält das reformierte BGB- Werkvertragsrecht mit Gültigkeit ab 01. Januar 2018. Diese Gesetzesfortschreibungen umfassen Vorgaben für Baubeteiligte, insbesondere auch für Verträge mit Architekten und Ingenieuren (siehe § 650p ff BGB) in Verbindung mit der DIN 18205, die Beschreibungen und Festlegungen für den Prozess der Bedarfsplanung im Bauwesen enthält. Erreicht werden soll im Zuge einer „Zielfindungsphase“ die Erarbei- tung von „Planungsgrundlagen“ im Vorfeld des eigentlichen Planungsgeschehens. Dies beinhaltet die Pflicht des Planers, die Zielvorstellungen des Bauherrn zu ermitteln. Der Erfolg im Zusammenspiel von DIN 18205, BGB und HOAI wird in der op- timierten Lösung zur Realisierung von Planungs- und Baupro- jekten gesehen, was letztlich der angestrebten Einhaltung von Kosten, Terminen und zielgerechten Planungsabläufen dem Interesse aller Baubeteiligten dient. Im Fokus der Bedarfspla- nung steht die Darstellung der angestrebten Projektziele als Projektvorbereitung für die nachfolgenden Planungs- und Bauphasen, ergänzt durch die neu definierte Kosteneinschät- zung als Richtwert für die Finanzierungsplanung des Auftrag- gebers. 2 KLING CONSULT NEUES | Dez 2017
Rasterlärmkarte: farbliche Darstellung der Verkehrslärmimmissionen Das Thema Schallimmissionsschutz hat in den vergangenen Jahren insbesondere in Ballungs- räumen und entlang von stark frequentierten Ver- kehrswegen stetig an Bedeutung zugenommen, sodass mittlerweile zu beinahe sämtlichen Bau- leitplanverfahren entsprechende Schallgutachten erforderlich sind. Dabei führen gleichzeitig steigen- de Anforderungen an vorbeugende Vorkehrungen zum Schutz vor Verkehrslärmimmissionen zu um- fassenden Abstimmungsbemühungen sowie prak- tikablen Lösungsansätzen und -wegen im Rahmen von Bauleitplanverfahren. ▶▶▶ KLING CONSULT NEUES | Dez 2017 3
REGIONAL Bayern, Augsburg Verkehrslärmschutz in der Praxis Der Fall Reese-Kaserne Die Stadt Augsburg hat für die ehemalige Konversionsfläche „Reese-Kaserne“ im Stadtteil Kriegshaber in den Jahren 2006 bis 2008 den Bebauungsplan Nr. 228 „Reese-Kaserne“ für eine Fläche von 54 ha aufgestellt. Aufgrund der unmittelbaren Nähe von geplanten schützenswerten Nutzungen zu umgebenden Verkehrsstraßen, Straßenbahnlinien 2 und 5 und drei im Osten gelegene DB-Bahnstrecken wurden die Verkehrslärmimmissi- onen gemäß DIN 18005-1 beurteilt. Auf Basis der üblichen zu berücksichtigenden Prognosehorizonte wurden ausgerechnet im zentralen Bereich des Plangebietes mit Anbindung an eine Grünzäsur insbesondere zur Nachtzeit deutliche Überschrei- tungen des Orientierungswertes festgestellt. Ursache hierfür waren die von der Deutschen Bahn AG mitgeteilten Zugzah- len für das Prognosejahr 2015, die teilweise 100 % über der Bestands-Belastung von 2007 aufgrund einer z. T. angenom- menen Verdreifachung des Güterverkehrs lagen und zu einer unrealistisch hohen Streckenauslastung führten. Ein praktikabler Ansatz Im Rahmen von Abstimmungsbesprechungen mit dem Um- weltamt der Stadt Augsburg zu Beginn des Projektes wurde zweiseitig die Auffassung vertreten, dass die Schienenver- kehrslärmimmissionen gegenüber den Straßenverkehrslär- mimmissionen aufgrund des großen Abstands zwischen Unter- suchungsraum und Bahnstrecken sowie Abschirmung durch dazwischenliegende Straßenzüge eine untergeordnete Rolle spielen. Anhaltspunkte hierfür ergab die 2006 erfolgte Auswer- tung der Immissionsrasterlärmkarten des Lärm- und Luftschad- stoff-Informations-Systems (LLIS) der Stadt Augsburg, welche durch die angeforderten Daten von der Deutschen Bahn AG in Luftbild Reese-Kaserne 4 KLING CONSULT NEUES | Dez 2017 Bebauungsplan den Emissionsdaten übertroffen wurden. Im Folgenden wurden unterschiedlichste Prognose-Szenarien berechnet und mit dem Stadtplanungsamt, dem Umweltamt und auch mit der Höhe- ren Immissionsschutzbehörde bei der Regierung von Schwaben diskutiert. Im Ergebnis wurden die richtliniengemäß zu berück- sichtigenden Emissionsansätze hinterfragt u. a. in Hinblick auf die technischen Kapazitätsgrenzen der Bahnstrecken. Die von der DB AG nach außen gegebenen Prognosezahlen des Zugverkehrs für den jeweiligen Prognosehorizont sind theore- tische Zahlen, die auf Vorgaben im Bundesverkehrswegeplan beruhen. Dort sind Tonnagezahlen enthalten, die von der DB AG in Zugzahlen umgerechnet werden. Da zusätzlich seinerzeit von der EU ein Sanierungsprogramm der Güterwagen (Stich- wort Klotzbremsen) durchgeführt wurde, generell zunehmend neue Hochgeschwindigkeitsstrecken in potenziellen Zeitfens- tern für den Güterverkehr genutzt werden sowie auch ab 2008 Planungen zur Umsetzung von Lärmschutzmaßnahmen für vorliegende Bahnstrecken begonnen haben, einigten sich die Beteiligten auf die Bestands-Zugzahlen von 2007 als Darstel- lung der realistisch zu erwartenden Verkehrslärmbelastung. „Rückblickend auf die Entwicklungen der vergangenen 10 Jahre sowie aufgrund der aktuell abgerufenen viel niedrigeren Pro- gnosezahlen für 2025 hat sich die damalige Entscheidung als richtig und realistisch erwiesen“ so Stefan Klein vom Umwel- tamt der Stadt Augsburg. Im Team Raumordnungsplanung werden Schallgutachten bearbeitet von Dipl.-Geogr. Daniela Saloustros und Dipl.-Ing. (FH) Martin Böhm
Spatenstich Grundsteinlegung Richtfest - Blick über die Brücke zum Hauptgebäude Fortsetzung von Seite 1 Klinikum Augsburg - Erweiterung West: Platz für 136 Intensivbetten Herausforderung Baugruben: Unmittelbar an das bestehende Klinikum angrenzend musste bis unter die Bestandsfundamente abgegraben werden, zudem im Grundwasser, was die Ausführung einer wasserdichten, rückverankerten Bohrpfahlwand erforderlich machte. In Zu- sammenarbeit mit dem Baugrundinstitut Kling Consult (BIKC), welches für die geotechnische Beratung zuständig war, wurde in einer 3-D Simulation die Auswirkung des Erdaushubs, der Verbaumaßnahme und des anschließenden Neubaus (zwei Tiefgeschosse, Erdgeschoss, Vier Obergeschosse) im Hinblick auf Hebungen, Setzungen und mögliche Schiefstellungen der Baukörper untersucht. Während der Bauphase überprüft wurden die geotechnischen Berechnungsergebnisse durch das KC-Vermessungsteam, die gute Übereinstimmung der Ergeb- nisse bestätigte die Richtigkeit der getroffenen Annahmen. Seitenansicht Brücke Ingenieurbauwerke für Erschließung des Neubaus Zum einen galt es wegen der Topographie der Außenanlagen ein 16 m breites Brückenbauwerk zu planen, um Zufahrt und Umfahrbarkeit des Klinikums zu ermöglichen. Zum anderen wurde ein 110 m langer, unterirdischer und zwei- geschossiger Medien- und Versorgungstunnel zur Anbindung des Neubaus an die bestehenden Energiezentrale notwendig. Und natürlich das eigentliche Hauptgebäude mit Grund- rissabmessungen von 90 m x 45 m und 7 Geschossen, die bereichsweise Aufstockung des Bestandes, die Anbindung zum zeitgleich errichteten Modulbau der Notaufnahme (Planung TWP ebenfalls KC) sowie zahlreichen Umbaumaßnahmen im Bestand. Die Vielzahl der Planungsaufgaben und die enge Terminschie- ne machten es notwendig, dass in der Hauptprojektzeit 6 Inge- nieure und 6 Konstrukteure an dieser Maßnahme arbeiteten. Die KC-Teams haben damit nach dem Neubau des Mutter- Kind- Zentrums, der Sanierung des Zentral OPs und dem oben erwähnten Neubau der Notaufnahme ein weiteres Großprojekt am Klinikum in Augsburg erfolgreich abgewickelt. Leiter dieses interdisziplinären KC-Projektes ist Dipl.-Ing. Axel Krauß KLING CONSULT NEUES | Dez 2017 5
REGIONAL Bayern, Krumbach Brandschutz -wichtiger Bestandteil der integralen Planung Generalplaner Kling Consult übernimmt diese Beratungsleistung „Es entspricht der Lebenserfahrung, dass mit der Entstehung eines Brandes praktisch jederzeit gerechnet werden muss. Der Umstand, dass in vielen Gebäuden jahrzehntelang kein Brand ausbricht, beweist nicht, dass keine Gefahr besteht, sondern stellt für die Betroffenen einen Glücksfall dar, mit dessen Ende jederzeit gerechnet werden muss!“ So urteilte bereits das Oberverwaltungsgericht Münster 1987. Die integrale Planung von Kling Consult setzt die Schutzziele der Brandschutzplanung grundsätzlich bei allen Bauaufgaben um. Entsprechend der Musterbauordnung (§ 14 MBO) können folgende Standardziele formuliert werden: Schutz vor Feuer und Rauch Rettung von Menschen und Tieren Wirksame Löscharbeiten Wenn Bauherrn und Planer den Brandschutz im Sinne dieser Schutzziele verstehen bewirkt effektiver Brandschutz, dass sich Menschen im Brandfall auf ein Sicherheitskonzept verlassen und selbst retten können. Die Erstellung eines solchen Konzep- tes gehört zur Planung eines Gebäudes. Je früher dies in die Planungsphase einfließt, desto besser kann der architektoni- sche Entwurf umgesetzt und aufwendige Nachrüstungen oder Mehrkosten vermieden werden. Wie erreichen wir diese Ziele? Ein optimales Brandschutzkonzept berücksichtigt die Nutzung eines Gebäudes und bietet ein Gesamtpaket zum Schutz von Personen und Sachwerten. Im Einzelnen betrachtet der Nach- weisersteller unterschiedliche Arten vom Brandschutz. Der abwehrende Brandschutz und die Aufgaben der Feuerwehr 6 KLING CONSULT NEUES | Dez 2017 betreffen nicht das Baurecht und sind in den Feuerwehrgesetzen der Länder geregelt. Die Zugänglichkeit von Gebäuden, die An- griffswege für die Feuerwehr und die Löschwassermengen, die für die Rettung und die Löscharbeiten erforderlich sind, spielen hier eine wichtige Rolle. Die KC-Architekten überlegen daher bei der Planung, welche Rettungswege sie den Nutzern zumuten und was es beispielsweise bedeutet, im Brandfall über eine 12 m hohe Leiter gerettet zu werden. Wichtig ist es, umzugsgerechte Lösungen zu finden. Praktisches Beispiel für die Umsetzung Am Ende einer durchgängigen Brandschutzplanung steht die Detailarbeit. Die Ausführung eines feuerbeständigen Brand- schotts in einer F90-Schachtwand aus Trockenbau ist eines der Details, die besondere Sorgfalt erfordern. Bei einem aktuellen Projekt des KC-Architektur-Teams werden beispielsweise in einer vorbereiteten und verstärkten Öffnung Wasser-, Abwasser und Elektroleitungen so angeordnet, dass die Leitungen einzeln mit Brandschutzmanschetten versehen und anschließend der verbleibende Querschnitt mit Brandschutzmörtel verschlossen werden kann. Es ist geplant, mit den Abbrucharbeiten des bestehenden Gebäudes im Oktober 2017 zu beginnen. Bauende des 4,75 Mio. €-Projektes ist für Ende 2019 anvisiert. Die Tiefbauarbeiten haben einen Umfang von ca. 400.000 €. Brandschutzgerechte Leitungsdurchführung Für die Gesamtabnahme eines Gebäudes kommt aus dem Baurecht die Forderung nach einer summarischen Brandschutz- bescheinigung. Der abnahmefähige Zustand solcher Schotts ist hierfür unabdingbare Voraussetzung. Daher ist eine lückenlose fachgerechte Bearbeitung der Brandschutzdetails vom Entwurf über die Ausschreibung und Objektüberwachung bis hin zur Dokumentation ein wichtiger Bestandteil der täglichen Arbeit des KC Architektur-Teams. Leiter des KC-Architektur Teams ist Dipl.-Ing. (FH), Architekt Ingo Winkler
REGIONAL Bayern, Gersthofen Neubau Bahnhof Gersthofen - eine langwierige und vielschichtige Planungsherausforderung Bahnhofsgebäude vor Abbruch Der Bahnhof Gersthofen ist überregional für seinen schlechten Zustand bekannt, in der Presse wird immer wieder hierüber berichtet. Seit mehreren Jahren verfolgt die Stadt Gersthofen das Ziel der Modernisierung und Aufwertung des Bahnhofare- als, was wegen der verschiedenartigen Grundstückseigentümer und unterschiedlicher Nutzungsinteressen eine große Heraus- forderung bedeutet. Bereits 2010 wurde das KC Team Raumordnung mit ersten Überlegungen für den Umbau des westlich und östlich der Bahnanlage gelegenen Areals beauftragt. Im Ergebnis folgte 2012 die Festsetzung eines Bebauungsplanes für eine neue Park & Ride Anlage westlich des Bahnhofs. Die Planung und Bauleitung hierfür übernahm das KC Team Tiefbau das bis September 2014 die Park & Ride Anlage fristgerecht herstellte: dies war jedoch erst ein kleiner Realisierungsabschnitt dieses großen Vorhabens. Im Februar 2016 konnte mit dem Abbruch des alten Bahnhofsgebäudes ein weiterer Meilenstein für die Umsetzung der Planung erreicht werden. Im Vorfeld der Planung waren naturschutzfachliche Unter- suchungen erforderlich, um vor Baubeginn die im Planungs- umgriff vorkommende Zauneidechse umzusiedeln. Auch der Erhalt des östlich der Bahnlinie gelegenen Stadtwaldes mit einer Saatkrähenkolonie war eine Voraussetzung zur Realisie- rung des Projektes. Neue Eisenbahnüberführung Die Planung, mit der die Keller Damm Kollegen GmbH feder- führend beauftragt ist, sieht als Kernstück eine neue Eisen- bahnüberführung für die Fußgänger mit neuen Geh- und Radwegen sowie Bushaltestellen vor. Um die Barrierefreiheit zu gewährleisten, sind beidseitig Aufzüge vorgesehen. Ent- sprechend den aktuellen Richtlinien der Deutschen Bahn gehört zum Umfang der Maßnahme auch die Erhöhung der Planung Geh- und Radwege und Bushaltestelle Bahnsteige. Angrenzend an die Aufzüge ist es notwendig, den Höhenunterschied von bis zu 5 m zwischen zukünftigem Bahn- gelände und Eisenbahnüberführung mit Winkelstützelementen auszugleichen. Im Zuge des Neubaus wird die bestehende Hirblinger Straße ebenfalls erneuert und den aktuellen Richtlinien entsprechend ausgebaut. Teilprojekt Geh- und Radwege und Bushaltestellen Aufgabe von KC ist die Planung der Geh- und Radwege westlich der Bahnstrecke sowie parallel zur Hirblinger Straße mit Ent- wässerungseinrichtungen und neuen Bushaltestellen an der Park & Ride Anlage. Die Objektplanung und die Statik für die bis zu 5 m hohen Winkelstützmauern werden durch die KC-Teams Tiefbau und Tragwerksplanung realisiert. KC ist bei diesem Teilprojekt für ein Bauvolumen von 1,8 Mio € verantwortlich. Seit 2015 werden in regelmäßigen Planerbesprechungen unter Beteiligung der acht Fachplanungsbüros, der Deutschen Bahn sowie der Spartenträger die Wünsche und Anforderungen des Bauherrn abgestimmt um das herausfordernde Projekt des modernen und ansprechenden Bahnhofsareals schrittweise und termingerecht zu realisieren. Die Arbeiten für die Eisenbahnüberführung werden im Sep- tember 2018 beginnen, um die Sperrpause der Bahnstrecke Augsburg - Donauwörth im Juni 2019 für den Einschub zu nutzen. Die Fertigstellung des ca.10 Mio. €-Projektes ist für April 2021 vorgesehen. Leiter dieses Projektes des KC-Teams Tiefbau ist Dipl.-Ing. (FH) M. Eng. Bernhard Betzl KLING CONSULT NEUES | Dez 2017 7
REGIONAL Bayern, Landkreis Donau-Ries Ein wichtiges Tätigkeitsfeld: Historische Erkundung von Altablagerungen und Altstandorten Das Bayerische Landesamt für Umwelt (LfU) erfasst im Kataster nach Artikel 3 BayBodSchG, dem sog. „Altlastenkataster“, die in Bayern bisher ermittelten, altlastenverdächtigen Flächen. Im ersten Schritt erfolgt für diese Flächen die sogenannte „Histori- sche Erkundung“, d.h. die Rekonstruktion der Nutzungshistorie mittels Archivrecherchen, Auswertung historischer Unterlagen und Dokumente, Auswertung von Karten und Luftbildern unter- schiedlicher Aufnahmedaten, Zeitzeugenbefragungen, Darstel- lung der geologisch-hydrogeologischen Standortverhältnisse und Ortsbegehungen. Sachverständiger gemäß Bodenschutzgesetz Zuständig für die Historischen Erkundungen sind die Kreis- verwaltungsbehörden (i.d.R. die jeweiligen Landratsämter), welche die Durchführung der Leistungen meist an Ingenieurbü- ros vergeben. Kling Consult hat zahlreiche solcher Historischer Erkundungen durchgeführt, u.a. für die Landratsämter Augs- burg, Aichach-Friedberg, Dillingen a.d. Donau oder Donau-Ries. Der Teamleiter des KC Baugrundinstitutes (BIKC), Dipl.-Geol. Dr. Armin Hagemeister, ist als Sachverständiger gemäß §18 BBodSchG u.a. für das Sachgebiet 1 (Historische Erkundung) zugelassen. Vor Einführung der geregelten Abfallversorgung in den 1970er Jahren betrieb nahezu jede Gemeinde eine eigene Deponie, die als Entsorgungsstätte für die Abfälle der privaten Haus- halte (z.B. Hausmüll, Bauschutt, Sperrmüll), aber auch für die Entsorgung gewerblicher Abfälle diente. Da eine Abdichtung der Deponien (sowohl an der Basis als auch an der Oberflä- che) in den meisten Fällen nicht erfolgte, können aufgrund der Abfallablagerungen z.T. erhebliche Schadstoffemissionen auftreten. Ein besonderes Risiko kann dabei für den Wirkungs- pfad Boden-Gewässer vorliegen, z.B. bei geringen Grundwas- serflurabständen, durchlässigen Böden (z.B. kiesig-sandigem Abfallablagerungen (Fässer, Sperrmüll etc.) in einer ehemaligen Depo- nie im Landkreis Donau-Ries, Aufnahme von 1974 (Quelle: Landratsamt Donau-Ries) Untersuchungskonzept für die Orientierende Untersuchung einer ehemaligen Deponie im Landkreis Donau-Ries Untergrund) oder wenn die Basis der Auffüllungen innerhalb des Grundwasserkörpers liegt. Gefährdungsabschätzung und orientierende Untersuchung Ziel der Historischen Erkundung ist daher die Ermittlung der Kubatur der Ablagerungen, des sog. Handlungs- und Zustands- störers (d.h. des Verursachers und/oder Grundstückeigentümers), die Identifikation des möglichen Schadstoffinventars sowie der räumlichen Verteilung schadstoffhaltiger Ablagerungen. Auf- grund des z.T. hohen Gefährdungspotentials der abgelagerten Abfälle (z.B. Ölfässer oder Autowracks) ist auf Grundlage der Ergebnisse aus der Historischen Erkundung unter Berücksichti- gung der geologisch-hydrogeologischen Standortverhältnisse eine Gefährdungsabschätzung für die Schutzgüter Mensch, Gewässer und Nutzpflanzen durchzuführen sowie – bei Erfor- dernis weitergehender Untersuchungen – das Untersuchungs- programm für den zweiten Schritt der Altlastenbearbeitung, die Orientierende Untersuchung, vorzuschlagen. Das Team des KC Baugrundinstitutes hat bis heute 158 solcher Untersuchungen durchgeführt. Zuständige für Historische Erkundungen im KC Baugrundinstitut ist M.Sc. Dagmar Matter 8 KLING CONSULT NEUES | Dez 2017 Abfallablagerungen (Metall, Glas, Überreste eines Fasses) im Bereich einer ehemaligen De- ponie im Landkreis Donau-Ries, festgestellt im Rahmen einer Historischen Erkundung durch das BIKC im Jahr 2016.
REGIONAL Bayern, Augsburg Fassadenerneuerung Verwaltungsgebäude Deutsche Rentenversicherung, Augsburg: Überprüfung und Dokumentation der Bestandsfassade Am Verwaltungsgebäude der Deutschen Rentenversicherung in Augsburg soll die derzeitige Holz-Aluminium-Riegelfassade durch eine Aluminiumpfosten-Riegelfassade ersetzt werden, das Aussehen der Fassade darf sich dabei jedoch nicht verän- dern. Das Gebäude wurde 2001 fertiggestellt. Von der Fassade liegen Bestandspläne vor. Für die Fassadenerneuerung hatte sich Fa. Roschmann Konst- ruktionen aus Stahl und Glas GmbH, Gersthofen qualifiziert, die KC im Juni 2017 beauftragte, die vorliegenden Fassadenpläne zu überprüfen. Zusätzlich wurde vereinbart, dass KC die Gebäu- dehülle vollständig fotografisch dokumentiert. Die Arbeiten am Bauwerk sind in 8 Bauabschnitte zu je drei bis vier Unterabschnitten unterteilt. Die Gesamtfläche der Fassade beträgt ca. 23.000 m². Zur Durchführung der Überprüfung wur- den mit dem Auftraggeber die Fassadenpunkte abgestimmt, die durch KC nach Lage und Höhe zu erfassen sind. Tachymeter und Laserscanner im Einsatz Jeder Bauabschnitt erhielt ein lokales Festpunktfeld in dem die Fassade vermessungstechnisch aufgenommen wurde. Die Ver- messung der einzelnen Objektpunkte erfolgten reflektorlos mit einem Trimble S8-2 Tachymeter. Die gleichzeitig durchgeführte Laserscanning Aufnahme der Fassade mit den Trimble TX 8 Laserscanner diente dazu für die Bestandsdarstellung ein Kon- troll- und Vergleichswerkzeug zu haben. Über die Punktwolke werden alle aufgenommenen Punkte kontrolliert. Außerdem besteht die Möglichkeit, im Nachhinein auch noch weitere, zu- sätzliche für die Ausführungsplanung wichtige Punkte zu Lage und Höhen richtig zu ermitteln. Die fotografische Dokumenta- tion erfolgte mit der im Septemberheft vorgestellten Drohne. Die Kombination von vermessungstechnischer und Laserscan- ning-Fassadenaufnahme mit fotografischer Dokumentation mit der Drohne ermöglichte ein schnelles, genaues und kosten- günstiges Projektergebnis. Leiter des KC-Teams Vermessung ist Dipl.-Ing. (FH) Rudolf Wagner Fotografische Fassadendokumentation Laserscann Punktwolke Fassade Ausschnitt Bestandsplan Fassade als Projektergebnis KLING CONSULT NEUES | Dez 2017 9
REGIONAL Bayern, Krumbach Sicherheits- und Gesundheitsschutz: Unfallfrei Bauen – mit den Koordinatoren von Kling Consult neue Bautechniken erfordern eine dauernde Weiterbildung. KC verfügt über geeignete Koordinatoren im Sinne der Bau- stellV, die über ausreichende und einschlägige baufachliche Kenntnisse, Kenntnisse der Sicherheitstechnik und des Ge- sundheitsschutzes sowie spezielle Koordinatorenkenntnisse verfügen und sich über Schulungen regelmäßig fortbilden. Der Sicherheits- und Gesundheitskoordinator übernimmt folgende Aufgaben: • 1. Die Vorankündigung ist für Baustellen nötig, bei denen die voraussichtliche Dauer der Arbeiten mehr als 30 Arbeits- tage beträgt und mehr als 20 Beschäftigte gleichzeitig tätig werden oder wenn der Umfang der Arbeiten voraussichtlich 500 Personentage übersteigt. • 2. Der Sicherheits- und Gesundheitsschutz-Plan ist in der Vorbereitungsphase zu erstellen und muss die für die betreffende Baustelle anzuwendenden Arbeitsschutzbestim- mungen erkennen lassen. • 3. Die SIGE-Unterlage ist ein Dokument das die erforderli- chen Angaben zur baulichen Anlage enthält, die zum Schutz von Sicherheit und Gesundheit bei späteren Arbeiten wie Nut- zung, Wartung, Instandhaltung, Umbauarbeiten oder Abbruch zu berücksichtigen sind. Sie wird durch Kling Consult erstellt, fortgeschrieben und dem Bauherrn übergeben. • 4. In der Baustellenordnung werden durch KC in Abstim- mung mit dem Bauherrn die allgemeinen Anforderungen an das Verhalten und die Zusammenarbeit aller Firmen auf der Baustelle definiert und Verantwortung, sowie Zuständigkeiten festgelegt. • In der Ausführungsphase des Bauvorhabens erfolgt die Koordination durch die Anwendung der allgemeinen Grund- sätze nach § 4 ArbSchG und die Umsetzung der erforderlichen Arbeitsschutzmaßnahmen gem. SiGe-Plan durch die beteilig- ten Unternehmen. Fazit Mit dem Einsatz von SiGe-Koordinatoren profitiert der Bauherr von störungsfreien Bauabläufen, kurzen Bauzeiten sowie einer sicheren Wartung und Instandhaltung der Bauwerke. KC ver- fügt aktuell über 4 Sicherheits- und Gesundheitskoordinatoren. Leiter des Teams Bauleitung in der Niederlassung Augsburg ist Dipl.-Ing. (FH) Hasan Ilgüz Die Baubranche boomt, Firmen sind über Monate hinweg voll- beschäftigt. Die Bauherren sind bestrebt schnell und möglichst kostengünstig zu bauen. Hier leidet aber fast immer neben der Qualität auch die Arbeitssicherheit. Dennoch dürfen von der Baustelle zu keiner Zeit Gefahren für die am Bau Beteiligten, für Dritte und die Umwelt ausgehen. Nur klare arbeitsschutzrelevante Vorgaben, wie z.B. der Einsatz von gemeinsam genutzten Sicherheitseinrichtungen gewähr- leisten einen unfallfreien Bauablauf. Der einwandfreie Betrieb muss über die gesamte Dauer aktiv geplant, gesichert und kontrolliert werden. Baustellenverordnung und Koordinatoren Die Baustellenverordnung (BaustellV) setzt seit 1998 die EU-Si- cherheits-und Gesundheitsrichtlinie 92/57/EWG in nationales Recht um. Sie richtet sich primär an den Bauherrn als Veran- lasser eines Bauvorhabens und zielt auf eine bessere Koordi- nierung der Sicherheitsmaßnahmen ab. Durch die Bestellung eines Koordinators erfüllt er eine seiner wesentlichen Verpflich- tungen nach § 3 BaustellV. Der Koordinator hat die Aufgabe, den Bauherrn sowie Planer, Architekten und ausführende Baubetriebe bei ihrer Zusammen- arbeit zu unterstützen und den Sicherheits- und Gesundheits- schutz in die verschiedenen Bauphasen einzubinden. Er muss die Fähigkeit besitzen, Arbeitsabläufe systematisch, voraus- schauend und gewerkeübergreifend zu durchdenken, sich anbahnende Gefährdungen bereits im Vorfeld zu erkennen, die gebotenen Koordinationsmaßnahmen zu treffen und die Umsetzung zu kontrollieren. Hierfür ist neben arbeitsschutz- fachlichen Kenntnissen auch ein großes Maß an Sozialkompe- tenz zur Wahrnehmung seiner Aufgaben notwendig. Laufende Aktualisierungen von arbeitsschutzrechtlichen Vorgaben und 10 KLING CONSULT NEUES | Dez 2017
BAURECHT Planungs- und Baurecht: Entfall der Präklusion bei Bebauungsplänen Mit Beschluss vom 27.04.2017 hat der Deutsche Bundestag das „Gesetz zur Anpassung des Umwelt-Rechtsbehelfsge- setzes und anderer Vorschriften an europa- und völker- rechtliche Vorgaben“ beschlossen. Der Bundesrat hat dem Gesetz in seiner Sitzung vom 12.05.2017 zugestimmt, es ist am 02.06.2017 in Kraft getreten. Gegenstand dieses Artikel- gesetzes sind Anpassungen des UmwRG sowie des UVPG, BImSchG, BNatSchG, BauGB und der VwGO, es sollen Anfor- derungen aus der Rechtsprechung des EuGH, insbesondere des Urteils des EuGH vom 15.10.2015 (C-137/14), umgesetzt werden. In diesem Urteil hatte der EuGH diverse nationale Präklu- sionsvorschriften für europarechtswidrig erklärt. Präklu- sionsvorschriften bewirken, dass ein Kläger (z.B. auch ein Umweltverband) im Gerichtsverfahren mit allen Einwen- dungen ausgeschlossen ist, die er im Verwaltungsverfahren nicht oder nicht rechtzeitig geltend gemacht hat, aber hätte geltend machen können. Diese Präklusionsvorschriften hätten zum einen der Rechtssicherheit für Behörden und vor allem für Vorhabenträger dienen sollen, um frühzeitig zu erkennen, welche Bedenken gegen ein Vorhaben bestehen. Zum anderen sollten sie ein effizientes Verwaltungsverfahren sicherstellen, indem sich die Behörde frühzeitig mit allen Bedenken auseinandersetzen und diese berücksichtigen kann. Der EuGH hat diese Argumente nicht gelten lassen. Es sei keinesfalls erwiesen, dass eine umfassende gerichtliche Kontrolle dem Grundsatz der Rechtssicherheit abträglich sein könnte. Die Verfahrenseffizienz möge zwar durch den Wegfall der Präklusionsvorschriften behindert werden, aber Ziel der Europäischen Vorschriften sei es, eine umfassende materiell-rechtliche und verfahrensrechtliche Kontrolle der Rechtmäßigkeit von Entscheidungen zu ermöglichen. Kurz gesagt: die Präklusionsvorschriften verstoßen nach Auffas- sung des EuGH gegen das Europarecht. Dieses neue Gesetz hat praxisrelevante Auswirkungen auf verschiedene umweltrechtliche Verwaltungs- und Klagever- fahren. Im Hinblick auf die Bauleitplanung ist insbesondere die Streichung des ursprünglich mit Gesetz vom 21.12.2006 ein- geführten § 47 Abs. 2a VwGO hervorzuheben. Die Vorschrift lautete wie folgt: „(2 a) Der Antrag einer natürlichen oder juristischen Person, der einen Bebauungsplan oder eine Satzung nach § 34 Abs. 4 Satz 1 Nr. 2 und 3 oder § 35 Abs. 6 des Baugesetzbuchs zum Gegenstand hat, ist unzulässig, wenn die den Antrag stellende Person nur Einwendungen geltend macht, die sie im Rahmen der öffentlichen Auslegung (§ 3 Abs. 2 des Bauge- setzbuchs) oder im Rahmen der Beteiligung der betroffenen Öffentlichkeit (§ 13 Abs. 2 Nr. 2 und § 13 a Abs. 2 Nr. 1 des Bau- gesetzbuchs) nicht oder verspätet geltend gemacht hat, aber hätte geltend machen können, und wenn auf diese Rechtsfol- ge im Rahmen der Beteiligung hingewiesen worden ist.“ Ein Normenkontrollantrag gegen einen Bebauungsplan (sowie baurechtliche Satzungen i.S.d. § 34 Abs. 4 Satz 1 Nr. 2 und 3 sowie §35 Abs. 6 BauGB) war danach unzulässig, wenn der Antragsteller im Rahmen einer öffentlichen Auslegung oder im Rahmen der Beteiligung der Öffentlichkeit keine Einwendungen geltend gemacht hat, obwohl er das hätte tun können und wenn auf diese Folge aufmerksam gemacht worden ist. Diese Änderung der Rechtslage hat wesentliche Auswir- kungen auf die Bebauungsplanaufstellung und mögliche nachfolgende Normenkontrollen: Bürger können jetzt (wieder) Normenkontrollklagen gegen Bebauungspläne anstrengen, auch wenn die Einwendungen im Rahmen des Aufstellungsverfahrens behandelt und abgewogen worden sind. Hiermit steigen die Anforderungen an ein rechtssiche- res Aufstellungsverfahren für die Satzungsgeber genauso wie der Rechtsschutz für Bürger. Praxistipp: 1. Kommunen und Bauleitplaner müssen ihre Bekannt- machungstexte ändern. Der Hinweis, dass ein Normen- kontrollauftrag gemäß §47 VwGO unzulässig ist, wenn mit ihm Einwendungen geltend gemacht werden, die vom Auftragsteller im Rahmen der Auslegung nicht oder verspätet geltend gemacht werden, aber hätten geltend gemacht werden können, muss zukünftig entfallen, §3 Abs. 2 Satz BauGB a. F. ist zusammen mit dem §47 Abs. 2a VwGo gestrichen. 2. Auf die umfassende, sorgfältige und abwägungsfehler- freie Behandlung von Einwendungen im Aufstellungsver- fahren ist angesichts des Wegfalls der Präklusion noch mehr zu achten als bisher. Zuständig für planungsrechtliche Fragestellungen im Team Raumordnungsplanung ist Ass. jur. Kathrin Müller KLING CONSULT NEUES | Dez 2017 KLING CONSULT NEUES | Dez 2017 11 11
LEISTUNGSSPEKTRUM KLING CONSULT HAUPTSITZ Kling Consult Planungs- und Ingenieurgesellschaft für Bauwesen mbH 86381 Krumbach Burgauer Straße 30 Tel. +49 8282 994-0 Fax +49 8282 994-110 KC@klingconsult.de www.klingconsult.de NIEDERLASSUNGEN 86159 Augsburg Hochfeldstraße 2 Tel. +49 821 26 84 137-0 Fax +49 821 26 84 137-9 KC.Augsburg@klingconsult.de 63128 Dietzenbach Theodor-Heuss-Ring 42 Tel. +49 69 507 01-974 KC.Frankfurt@klingconsult.de 80639 München Romanplatz 12 Tel. +49 89 15893483 Fax +49 89 15893484 KC.muenchen@klingconsult.de Branch Office Dubai, U.A.E. i-Rise Tower - 33rd Floor TECOM P.O. Box 114627 Dubai - U.A.E. Tel. +971 4 3650 500 Fax +971 4 3650 501 mail@klingconsult.com www.klingconsult.com IMPRESSUM „NEUES“- das Kling Consult Kunden- magazin, Ausgabe 29, 19. Jahrgang Dezember 2017 Herausgeber: Kling Consult Burgauer Straße 30, 86381 Krumbach Produktion: Outline GmbH, www.outline.de Klimaneutral, gedruckt auf 100% Recycling- Papier mit Bio-Farben ARCHITEKTUR Master-/Konzeptplanung Objektplanung Brandschutz SiGeKo/Bauüberwachung Projektsteuerung 3D Visualisierungen KONSTRUKTIVER INGENIEURBAU Massivbau/Stahlbau Holzbau Ingenieurbau/Spezialtiefbau Fassadenbau Bauphysik/Feuerwiderstand Objektüberwachung Baufachliche Gutachten Wärmeschutz BAUGRUNDINSTITUT Ingenieurgeologie Altlastenerkundung und -sanierung Geotechnik/Bodenmechanik Hydrogeologie Baugrundlabor nach DIN 1054 Sachverständige Altlasten (BBodSchG) BAUÜBERWACHUNG Vorbereitung/Mitwirkung bei Vergabe Bauleitung (Bauherren- oder Ausführungsseite) Qualitätskontrolle Termin-/Kostenüberwachung SiGeKo Mängel-/Sonderwunschmanagement RAUMORDNUNGSPL ANUNG SACHVERSTÄNDIGENWESEN Regional-/Bauleitplanung Städtebau/-recht Landschaftsplanung/-ökologie, Freianlagen, Umweltbaubegleitung Schallschutz in Planung und Genehmigung Umweltverträglichkeit Gerichts-/Privat- und Schiedsgutachten Beweissicherungen Abnahmen Sanierungskonzepte Qualitätsmanagement Rechnungskontrolle TIEFBAU VERMESSUNG Spezialtiefbau Wasserbau Siedlungswasserwirtschaft Straßen- und Verkehrsplanung Erschließungsplanung SiGeKo/Bauüberwachung Bestands-, Entwurfsvermessung Bauvermessung Ingenieurvermessung Architekturvermessung Geoinformation Leitungskataster GEWINNSPIEL Gewinnen Sie Bose® SoundLink Colour Bluetooth Lautsprecher schwarz im Wert von 119,95 € Über wie viele Sicherheits- und Gesund- heitskoordinatoren verfügt Kling Consult? Beantworten Sie die Frage mit beigefügtem Faxformular und schicken Sie es mit Ihren Daten ergänzt an uns. Der Gewinner der letzten Ausgabe September 2017 (Bose Bluetooth-Kopfhörer) war: Herr Jürgen Hofmann, Hans Lingl Anlagenbau & Verfahrenstechnik GmbH & Co. KG. 12 KLING CONSULT NEUES | Dez 2017

References: § 650
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