Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=BStBl%20II%2011,%20815
Timestamp: 2020-02-26 16:41:00+00:00

Document:
BFH, 20.04.2011 - I R 97/10 - dejure.org
https://dejure.org/2011,5822
BFH, 20.04.2011 - I R 97/10 (https://dejure.org/2011,5822)
BFH, Entscheidung vom 20.04.2011 - I R 97/10 (https://dejure.org/2011,5822)
BFH, Entscheidung vom 20. April 2011 - I R 97/10 (https://dejure.org/2011,5822)
Tipp: Um den Kurzlink (hier: https://dejure.org/2011,5822) schnell in die Zwischenablage zu kopieren, können Sie die Tastenkombination Alt + R verwenden - auch ohne diesen Bereich zu öffnen.
Bindung des Einbringenden an bei aufnehmender Kapitalgesellschaft angesetzten Wert - Halbeinkünfteverfahren gilt auch bei Verlusten - Vereinbarkeit des § 3c Abs. 2 Satz 1 EStG mit dem GG
Bindung des Einbringenden an bei aufnehmender Kapitalgesellschaft angesetzten Wert; Halbeinkünfteverfahren gilt auch bei Verlusten; Vereinbarkeit des § 3c Abs. 2 Satz 1 EStG mit dem GG
§ 3 Nr 40 EStG 2002, § 3c Abs 2 EStG 2002, § 17 EStG 2002, § 20 Abs 2 S 1 UmwStG 1995, § 20 Abs 4 S 1 UmwStG 1995
Bindung des Einbringenden an bei aufnehmender Kapitalgesellschaft angesetzten Wert; Halbeinkünfteverfahren gilt auch bei Verlusten
Zur Bindung des Einbringenden an bei aufnehmender Kapitalgesellschaft angesetzten Wert
Einbringung von Gesellschaftsanteilen
Bindung des Einbringenden an die bei aufnehmender Gesellschaft angesetzten Werte
Berücksichtigung des Teileinkünfteverfahrens
Beteiligungsverluste bis zum Veranlagungszeitraum 2010
FG München, 23.06.2010 - 1 K 2271/07 95
BVerfG - 2 BvR 2690/11 (anhängig)
BFHE 233, 508
DB 2011, 1839
BStBl II 2011, 815
NZG 2011, 1036
Zur früheren (ähnlichen) Regelung des § 20 Abs. 4 UmwStG 1995 hat der Senat entschieden, dass als Wert, mit dem die übernehmende Gesellschaft den Einbringungsgegenstand ansetzt, jener Betrag anzusehen ist, den das für die übernehmende Gesellschaft zuständige Finanzamt bei deren Besteuerung als von dieser für das betreffende Wirtschaftsgut gewählten Wert ansetzt (Senatsurteil vom 20. April 2011 I R 97/10, BFHE 233, 508, BStBl II 2011, 815).
Diese Rechtsprechung hat der Senat kürzlich bestätigt (Senatsurteil vom 20. April 2011 I R 97/10, BFHE 233, 508); an ihr ist weiterhin festzuhalten.
Ein solches Begehren könne nur der Einbringende im Wege der sog. Drittanfechtung durchsetzen, und zwar gegen den Körperschaftsteuerbescheid der aufnehmenden Gesellschaft (mittlerweile ständige Rechtspr., vgl. BFH Urteile vom 8. Juni 2011 I R 79/10, BStBl II 2012, 421; vom 20. April 2011 I R 97/10, BStBl II 2011, 815; vom 19. Dezember 2007 I R 111/05, BStBl II 2008, 536).
Deshalb muss schon der Erlass eines Steuer- oder Feststellungsbescheids gegenüber der aufnehmenden Gesellschaft jedenfalls dann, wenn dieser Bescheid -wie hier-unanfechtbar wird, zur Verbindlichkeit der ihm zugrunde liegenden Werte für die Besteuerung des Einbringenden führen (BFH Urteil vom 20. April 2011 I R 97/10, BStBl II 2011, 815).
In weiteren Entscheidungen des BFH vom 6.4.2011 (IX R 40/10) und vom 20.4.2011 (I R 97/10) sei darüber hinaus bereits entschieden worden, dass das Teileinkünfteverfahren auch anzuwenden sei, wenn wegen geringfügiger Einnahmen im Ergebnis ein Verlust erwirtschaftet worden sei.
Zur Begründung wird auf die Rechtsprechung des BFH verwiesen (Urteil vom 25. Juni 2009 IX R 42/08, BStBl II 2010, 220; vom 20. April 2011 I R 97/10, BStBl II 2011, 815), der der Senat aus den dort dargestellten Gründen folgt.
Ein solches Begehren kann nur der Einbringende im Wege der sog. Drittanfechtung durchsetzen, und zwar gegen den Körperschaftsteuerbescheid der aufnehmenden Gesellschaft (…BFH Urteile vom 08.06.2011, I R 79/10, BFH/NV 2012, 128; vom 20.04.2011, I R 97/10, BStBl II 2011, 815; vom 19.12.2007, I R 111/05, BStBl II 2008, 536; anders noch BFH Urteil vom 24.03.1983, IV R 138/80, BStBl II 1984, 233).
Deshalb muss schon der Erlass eines Steuer- oder Feststellungsbescheids gegenüber der aufnehmenden Gesellschaft jedenfalls dann, wenn dieser Bescheid -wie hier-unanfechtbar wird, zur Verbindlichkeit der ihm zugrunde liegenden Werte für die Besteuerung des Einbringenden führen (BFH Urteil vom 20.04.2011, I R 97/10, BStBl II 2011, 815).
Demnach ist auch nicht darauf einzugehen, ob die genannte Rechtsprechung überhaupt auf im Betriebsvermögen gehaltene Kapitalgesellschaftsanteile übertragbar ist (vgl. --zu § 8b Abs. 3 KStG 2002 a.F.-- Senatsurteil vom 20. April 2011 I R 97/10, BFHE 233, 508, BStBl II 2011, 815;… Senatsbeschluss vom 19. April 2011 I B 166/10, BFH/NV 2011, 1399).
Zwar greift dieses Abzugsverbot nach der Rechtsprechung des BFH nicht, wenn im Zusammenhang mit der Einkunftsquelle keinerlei (hälftig steuerfreie) Einnahmen anfallen (dazu BFH-Urteile vom 25. Juni 2009 IX R 42/08, BFHE 225, 445, BStBl II 2010, 220;… vom 6. April 2011 IX R 29/10, BFH/NV 2011, 2025; offen Senatsurteil vom 20. April 2011 I R 97/10, BFHE 233, 508, BStBl II 2011, 815; anders nunmehr --ab Veranlagungszeitraum 2011-- § 3c Abs. 2 Satz 2 i.V.m. § 52 Abs. 8a Satz 3 EStG 2009 i.d.F. des Jahressteuergesetzes 2010 vom 8. Dezember 2010, BGBl I 2010, 1768, BStBl I 2010, 1394).
BFH, 06.10.2011 - I S 22/11
Halbabzugsverbot bei geringfügigen Kaufpreisen

References: § 3
 § 3

§ 3
 § 3
 § 17
 § 20
 § 20
 § 20
 § 8
 § 3
 § 52