Source: https://www.famrb.de/61596.htm
Timestamp: 2020-08-07 08:46:43+00:00

Document:
BGH, Beschl. v. 11.12.2019 â€“ XII ZB 396/19
(Keine) Beschwerdebefugnis erstinstanzlich nicht hinzugezogener Vertrauensperson
Eine im ersten Rechtszug nicht hinzugezogene Vertrauensperson kann durch Einlegung einer Beschwerde gegen die getroffene Betreuungsentscheidung keine ÃœberprÃ¼fung der getroffenen Sachentscheidung durch das Beschwerdegericht erzwingen (im Anschluss an BGH v. 20.11.2014 â€“ XII ZB 86/14, FamRZ 2015, 572).
BGH, Beschl. v. 11.12.2019 â€“ XII ZB 357/19
Recht des VorsorgebevollmÃ¤chtigten zur Beschwerdeeinlegung im eigenen Namen
Legt der BevollmÃ¤chtigte im eigenen Namen Beschwerde ein, muss das Beschwerdegericht vor einer Beschwerdeverwerfung jedenfalls in ErwÃ¤gung ziehen, dass die Beschwerdeberechtigung hierfÃ¼r aus Â§ 303 Abs. 2 Nr. 2 FamFG folgen kann (im Anschluss an BGH v. 25.1.2017 â€“ XII ZB 438/16, FamRZ 2017, 552).
BGH, Beschl. v. 11.12.2019 â€“ XII ZB 249/19
Verfahrenspflegerbestellung bei mÃ¶glicher Betreuungsanordnung in allen Angelegenheiten
Die Bestellung eines Verfahrenspflegers fÃ¼r den Betroffenen ist nach Â§ 276 Abs. 1 Satz 2 Nr. 2 FamFG regelmÃ¤ÃŸig schon dann geboten, wenn der Verfahrensgegenstand die Anordnung einer Betreuung in allen Angelegenheiten als mÃ¶glich erscheinen lÃ¤sst (im Anschluss an BGH v. 16.3.2016 â€“ XII ZB 203/14, FamRZ 2016, 970 [LS] = NJW 2016, 1828 und BGH v. 30.10.2019 â€“ XII ZB 144/19, MDR 2020, 52).
BGH, Beschl. v. 11.12.2019 â€“ XII ZB 129/19
RÃ¼ckforderung Ã¼berzahlter BetreuervergÃ¼tung
a) Die tatrichterliche Feststellung, dass die Erlaubnis zur AusÃ¼bung des Berufs des Heilpraktikers nicht mit einer abgeschlossenen Lehre i.S.d. Â§ 4 Abs. 1 Satz 2 Nr. 1 VBVG a.F. (jetzt: Â§ 4 Abs. 3 Nr. 1 VBVG) vergleichbar ist, ist aus RechtsgrÃ¼nden nicht zu beanstanden.
b) Einer RÃ¼ckforderung Ã¼berzahlter BetreuervergÃ¼tung kann der Vertrauensgrundsatz entgegenstehen, wenn eine AbwÃ¤gung ergibt, dass dem Vertrauen des Berufsbetreuers auf die BestÃ¤ndigkeit der eingetretenen VermÃ¶genslage gegenÃ¼ber dem Ã¶ffentlichen Interesse an der Wiederherstellung einer dem Gesetz entsprechenden VermÃ¶genslage der Vorrang einzurÃ¤umen ist (im Anschluss an BGH v. 13.11.2019 â€“ XII ZB 106/19 und BGH v. 6.11.2013 â€“ XII ZB 86/13, FamRZ 2014, 113).
BGH, Beschl. v. 11.11.2019 â€“ XII ZB 276/19
Bindung von Rechtsbeschwerde- und Beschwerdegericht an die der aufhebenden Beschwerdeentscheidung zugrunde liegende Rechtsauffassung
a) Auch im Verfahren der Freiwilligen Gerichtsbarkeit bindet eine rechtskrÃ¤ftige Entscheidung des Landgerichts, die eine Aufhebung und ZurÃ¼ckverweisung ausspricht, im erneuten Beschwerdeverfahren sowohl das Beschwerdegericht als auch das Rechtsbeschwerdegericht an die der aufhebenden Beschwerdeentscheidung zugrundeliegende Rechtsauffassung (im Anschluss an BGH v. 18.1.2017 â€“ XII ZB 544/15, FamRZ 2017, 623 = FamRB 2017, 179; BGHZ 25, 200 = NJW 1958, 59 und BGHZ 15, 122 = NJW 1955, 21).
b) Zur Festsetzung einer GeschÃ¤fts- und EinigungsgebÃ¼hr fÃ¼r den Verfahrenspfleger nach Nr. 2300 VV RVG und Nr. 1000 VV RVG.
BGH, Beschl. v. 23.10.2019 â€“ I ZB 60/18
Abgabe der VermÃ¶gensauskunft durch VorsorgebevollmÃ¤chtigten
a) Ein nicht prozessfÃ¤higer Schuldner kann bei der Abgabe der VermÃ¶gensauskunft und der eidesstattlichen Versicherung gemÃ¤ÃŸ Â§ 51 Abs. 3 ZPO auch durch einen VorsorgebevollmÃ¤chtigten vertreten werden.
b) Ein VorsorgebevollmÃ¤chtigter ist anders als ein gerichtlich bestellter Betreuer nicht verpflichtet, fÃ¼r einen nicht prozessfÃ¤higen Schuldner die VermÃ¶gensauskunft und die eidesstattliche Versicherung abzugeben.
Verlag Dr. Otto Schmidt vom 04.02.2020 11:38
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 BGH 
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