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Timestamp: 2019-08-19 01:21:13+00:00

Document:
Gesetze-Rechtsprechung Schleswig-Holstein GrünNatSchGV SH | Landesnorm Schleswig-Holstein | Gesamtausgabe | Landesverordnung über das Naturschutzgebiet "Grüner Brink" vom 22. Dezember 1989 | gültig ab: 01.01.2003
Landesverordnung über das Naturschutzgebiet "Grüner Brink"...
juris-Abkürzung: GrünNatSchGV SH
Fundstelle: GVOBl. 1990 34
Gliederungs-Nr: 791-4-106
über das Naturschutzgebiet "Grüner Brink"
Landesverordnung über das Naturschutzgebiet "Grüner Brink" vom 22. Dezember 1989 01.01.2003
Aufgrund des § 16 des Landschaftspflegegesetzes verordnet der Minister für Natur, Umwelt und Landesentwicklung die folgenden §§ 1 bis 8 mit Ausnahme des § 5 Abs. 1 Nr. 1 ; aufgrund des § 39 Abs. 1 Nr. 8 des Landesjagdgesetzes verordnet der Minister für Ernährung, Landwirtschaft, Forsten und Fischerei den folgenden § 5 Abs. 1 Nr. 1 und § 8 Satz 1 :
(1) Der Grüne Brink auf der Insel Fehmarn, Kreis Ostholstein, wird zum Naturschutzgebiet erklärt.
(2) Das Naturschutzgebiet wird mit der Bezeichnung "Grüner Brink" unter Nummer 17 in das beim Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt, Natur und Digitalisierung als oberster Landschaftspflegebehörde geführte Verzeichnis der Naturschutzgebiete eingetragen.
(1) Das Naturschutzgebiet ist rund 134 ha groß und umfaßt die dem Landesschutzdeich vorgelagerten Teile der Gemarkungen Gammendorf und Puttgarden sowie strandnahe Flachwasserbereiche der Ostsee im Norden und Nordosten des Grünen Brink. In der dieser Verordnung als Anlage beigefügten Übersichtskarte im Maßstab 1:25.000 ist die Grenze des Naturschutzgebietes als schwarze Linie dargestellt.
(2) Die Grenze des Naturschutzgebietes ist in der Abgrenzungskarte 1 a im Maßstab 1: 5.000 rot eingetragen. Sie verläuft auf der dem Gebiet zugewandten Seite der roten Linie. Die Ausfertigung der Karte ist beim Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt, Natur und Digitalisierung als oberster Landschaftspflegebehörde verwahrt. Die Karte ist Bestandteil dieser Verordnung.
Landrat des Kreises Ostholstein - Untere Landschaftspflegebehörde -, 2420 Eutin,
Amtsvorsteher des Amtes Fehmarn, 2448 Burg auf Fehmarn,
Das Naturschutzgebiet dient der Erhaltung eines typischen Küstenlandschaftsteiles der Insel Fehmarn. Die Strandwälle, Salzwiesen und flachgründigen Strandseen mit Trockenrasen, Heideflächen, feuchten Senken, Hochstauden und Seggenriedern und Röhrichtbeständen sind Lebensraum und Lebensstätte einer besonders zahl- und artenreichen Pflanzen- und Tierwelt. Die Natur ist hier in ihrer Ganzheit zu erhalten und, soweit es zur Erhaltung bestimmter, bedrohter Pflanzen- und Tierarten im Ökosystem erforderlich ist, durch planvolle Maßnahmen zu entwickeln oder wiederherzustellen.
die Wasserflächen auf dem Grünen Brink mit Wasserfahrzeugen aller Art zu befahren;
die ordnungsgemäße Ausübung des Jagdschutzes im Sinne des Abschnittes VI und des § 22a des Bundesjagdgesetzes in Verbindung mit den §§ 21 und 22 des Landesjagdgesetzes sowie die Bejagung von Wildkaninchen, soweit dieses für die Sicherheit des Landesschutzdeiches erforderlich ist;"
die ordnungsgemäße Ausübung der Erwerbsfischerei in dem zum Naturschutzgebiet gehörenden Teil der Ostsee, soweit keine Beschränkungen nach § 5 des Bundeswasserstraßengesetzes getroffen sind; nicht zulässig ist es,
das Betreten des Strandes und das Lagern auf dem Strand zwischen dem seeseitigen Strandwallfuß und der Wasserlinie sowie das Baden in der Ostsee im Ostteil des Naturschutzgebietes innerhalb des 200 m langen, in der Übersichtskarte und in der Abgrenzungskarte 1 a im Punktraster dargestellten und in der Örtlichkeit gekennzeichneten Abschnittes;
das Betreten des übrigen Strandes auf einer Breite bis zu 3 Meter parallel zur Wasserlinie
im nordwestlichen, in der Übersichtskarte und in der Abgrenzungskarte 1 a dargestellten Strandabschnitt;
im nördlichen und nordöstlichen, in der Übersichtskarte und in der Abgrenzungskarte 1 a dargestellten und in der Örtlichkeit gekennzeichneten Strandabschnitt in der Zeit vom 1. Oktober bis zum 31. März;
(1) Die untere Naturschutzbehörde kann im Einzelfall von den Verboten des § 4 Abs. 1 Satz 2 Nr. 12 und 13 Ausnahmen zulassen, wenn die danach zulässigen Handlungen nicht zu einer nachhaltigen Störung führen und den Schutzzweck nicht beeinträchtigen können. Sie ist auch zuständig für die Erteilung von Befreiungen nach § 54 Abs. 2 des Landesnaturschutzgesetzes und kann bei Gefährdung des Schutzzweckes die unaufschiebbaren, notwendigen Maßnahmen treffen.
(2) Die Jagdbehörde kann im Einvernehmen mit dem Landesamt für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume im Einzelfall Ausnahmen von den einschränkenden Regelungen des § 4 Abs. 1 Satz 2 Nr. 13 und des § 5 Abs. 1 Nr. 1 zulassen, wenn hierdurch der Schutzzweck nicht beeinträchtigt wird.
§ 4 Abs. 1 Nr. 15 die Wasserflächen auf dem Grünen Brink mit Wasserfahrzeugen aller Art befährt;
Diese Verordnung tritt am Tage nach ihrer Verkündung in Kraft. Gleichzeitig treten die Verordnung über das Naturschutzgebiet "Grüner Brink" vom 28. Januar 1938 (Reg.Amtsbl. S. 42), zuletzt geändert durch Landesverordnung vom 6. Dezember 1989 (GVOBl. Schl.-H. S. 171), und die Kreisverordnung zum Schutze von Landschaftsteilen in den Gemeinden Petersdorf, Dänschendorf, Landkirchen, Bannesdorf und Meeschendorf a. Fehmarn vom 23. Juni 1971 (Amtsbl. Schl.-H./AAz. S. 143) außer Kraft, soweit sie das in § 2 Abs. 1 dieser Verordnung beschriebene Gebiet betreffen.

References: § 16
 § 5
 § 39
 § 5
 § 8
 § 22
 § 5
 § 4
 § 54
 § 4
 § 5

§ 4
 § 2