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Timestamp: 2016-10-27 13:09:33+00:00

Document:
D.________, 1949, Beschwerdef�hrerin, vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Felix Barmettler, Bahnhofstrasse 8, 6403 K�ssnacht am Rigi,
A.- D.________, geboren 1949, arbeitete von 1971 bis zur Aufgabe der Gesch�ftst�tigkeit der Arbeitgeberin 1999 als Mitarbeiterin in der Produktion der C.________ AG, und meldete sich am 18. November 1999 bei der Invalidenversicherung zum Leistungsbezug an. Die IV-Stelle des Kantons Schwyz holte einen Bericht des Hausarztes Dr. med.
E.________, Arzt f�r Allgemeine Medizin FMH, vom 8. Dezember 1999 (inkl. medizinische Vorakten) sowie einen Arbeitgeberbericht vom 11. Januar 2000 ein; im Weiteren veranlasste sie eine Abkl�rung in der Medizinischen Abkl�rungsstelle Zentralschweiz (MEDAS; Gutachten vom 29. November 2000, inkl. beruflicher Abkl�rung vom 18. September 2000, psychiatrischem Konsilium vom 25. September 2000 sowie rheumatologischem Konsilium vom 10. Oktober 2000). Nach durchgef�hrtem Vorbescheidverfahren verneinte die IV-Stelle mit Verf�gung vom 13. M�rz 2001 einen Rentenanspruch der D.________, da sie in einer leidensangepassten T�tigkeit vollst�ndig arbeitsf�hig sei, was einen rentenausschliessenden Invalidit�tsgrad von maximal 25 % zur Folge habe.
C.- D.________ l�sst Verwaltungsgerichtsbeschwerde f�hren mit den Antr�gen, unter Aufhebung des vorinstanzlichen Entscheides sei die Sache zur weiteren Abkl�rung und zu neuem Entscheid an das kantonale Gericht zur�ckzuweisen, eventualiter sei mit Wirkung ab dem 1. November 1999 eine halbe Rente der Invalidenversicherung zuzusprechen.
Vorinstanz und IV-Stelle schliessen auf Abweisung der Verwaltungsgerichtsbeschwerde, w�hrend das Bundesamt f�r Sozialversicherung auf eine Vernehmlassung verzichtet.
1.- a) Die Versicherte macht in formellrechtlicher Hinsicht vorab eine Verletzung des Anspruches auf eine �ffentliche Verhandlung gem�ss Art. 6 Ziff. 1 EMRK geltend.
Der Antrag auf �ffentliche Verhandlung im Sinne von Art. 6 Ziff. 1 EMRK muss gem�ss Rechtsprechung klar und unmissverst�ndlich gestellt werden. Verlangt eine Partei beispielsweise lediglich eine pers�nliche Anh�rung oder Befragung, ein Parteiverh�r, eine Zeugeneinvernahme oder einen Augenschein, liegt bloss ein Beweisantrag vor, aufgrund dessen noch nicht auf den Wunsch auf eine konventionskonforme Verhandlung zu schliessen ist (BGE 125 V 38 Erw. 2 mit Hinweis). Einen diesen Anforderungen gen�genden Antrag hat die Beschwerdef�hrerin im ganzen Verfahren nicht gestellt; in der vorinstanzlichen Beschwerde wird unter dem Titel "Beweis" einzig eine Parteibefragung beantragt. Das kantonale Gericht konnte daher auf die Durchf�hrung einer �ffentlichen Verhandlung verzichten.
b) Weiter wird in formellrechtlicher Hinsicht ger�gt, der Anspruch auf rechtliches Geh�r sei durch Missachtung mehrerer Vorschriften der sinngem�ss anwendbaren kantonalen Zivilprozessordnung verletzt worden. So wird vorgebracht, der Versicherten sei keine Gelegenheit geboten worden, Einwendungen gegen die Person des Gutachters zu machen und sich zur Fragestellung zu �ussern; zudem sei ihr das Gutachten nicht zur Stellungnahme unterbreitet worden.
vom 14. Juni 2000, I 218/00); eine Anh�rung vor Verf�gungserlass ist ausreichend (Art. 73bis IVV; BGE 125 V 404 Erw. 3). Es stellt sich somit einzig die Frage, ob das kantonale Recht der Beschwerdef�hrerin einen weitergehenden Anspruch einr�umt. In dieser Hinsicht ist zu beachten, dass Art. 104 lit. a OG die �berpr�fungsbefugnis des Eidgen�ssischen Versicherungsgerichts auf die Verletzung von Bundesrecht (einschliesslich �berschreitung oder Missbrauch des Ermessens) beschr�nkt, womit hier praktisch nur noch eine Pr�fung der Verletzung verfassungsm�ssiger Rechte in Betracht f�llt (vgl. BGE 125 V 408 und 114 V 205 Erw. 1a mit Hinweisen).
bb) Das kantonale Recht (� 144 Abs. 2 ZPO SZ in Verbindung mit � 24 Abs. 2 VRP SZ) r�umt der Versicherten keinen Anspruch auf die Mitbestimmung des Sachverst�ndigen ein, sondern sieht nur die M�glichkeit vor, gegen die vorgesehene Ernennung Einwendungen zu erheben. Die Beschwerdef�hrerin ist �ber die geplante Untersuchung durch die MEDAS mit Schreiben vom 21. Januar 2000 informiert worden; die Bekanntgabe der einzelnen Gutachter war der IV-Stelle nicht m�glich, da die MEDAS als unabh�ngige Gutachterstelle (vgl.
BGE 123 V 178 Erw. 4b mit Hinweisen) dar�ber selbstst�ndig entscheidet. Die Versicherte hat keinerlei Einwendungen gegen die vorgesehene Abkl�rung in der MEDAS erhoben, so dass keine Verletzung des rechtlichen Geh�rs vorliegen kann.
Im weiteren kann die IV-Stelle nach kantonaler Regelung (� 147 Abs. 2 ZPO SZ in Verbindung mit � 24 Abs. 2 VRP SZ) den Parteien Gelegenheit geben, sich zur Fragestellung an den Experten zu �ussern und Ab�nderungs- oder Erg�nzungsfragen zu stellen. Da der MEDAS reine Standardfragen �ber die Behinderung und die (nicht) zumutbaren T�tigkeiten gestellt worden sind, konnte die Verwaltung ohne Verletzung des Willk�rverbots von einer vorg�ngigen Anh�rung der Versicherten absehen.
Das Gutachten der MEDAS ist im �brigen in Kopie dem Hausarzt Dr. med. E.________ zugestellt worden, womit die Versicherte dar�ber informiert worden ist; im Vorbescheidverfahren h�tte sie formell dazu Stellung nehmen k�nnen, was auch schon vorher (mittels gew�hnlichem Brief) m�glich gewesen w�re. Eine Verletzung des rechtlichen Geh�rs liegt auch in dieser Hinsicht nicht vor.
2.- Die Vorinstanz hat die Voraussetzungen f�r den Anspruch auf Invalidenrente (Art. 28 Abs. 1 IVG) und die Bemessung des Invalidit�tsgrades bei Erwerbst�tigen anhand des Einkommensvergleichs (Art. 28 Abs. 2 IVG) zutreffend dargelegt. Darauf kann verwiesen werden.
3.- Streitig ist der Invalidit�tsgrad und in diesem Zusammenhang zun�chst der Grad der Arbeitsf�higkeit der Beschwerdef�hrerin. Das kantonale Gericht hat dabei auf das Gutachten der MEDAS abgestellt und eine vollst�ndige Arbeitsf�higkeit als Hilfsarbeiterin angenommen.
a) Die Versicherte ist der Auffassung, dass die Beurteilung durch die MEDAS nicht massgebend sein k�nne, da Frau Dr. med. W.________, Physikalische Medizin FMH, speziell Rheumaerkrankungen, f�r ihr rheumatologisches Konsilium vom 10. Oktober 2000 keine gen�gende Untersuchung vorgenommen und ihre Schlussfolgerungen zudem von Massnahmen therapeutischer und medizinischer Natur abh�ngig gemacht habe.
Wie den Befunden des rheumatologischen Konsiliums vom 10. Oktober 2000 entnommen werden kann, hat die Gutachterin eine umfassende Untersuchung durchgef�hrt; entgegen den Ausf�hrungen in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde erfolgte keine Beschr�nkung auf den R�cken, sondern es wurden insbesondere auch die H�nde untersucht. Zudem ist zu ber�cksichtigen, dass Frau Dr. med. W.________ die Akten kannte und damit ihre Abkl�rungen zielgerichtet vornehmen konnte, was die (behauptete) K�rze der Untersuchung erkl�rt. Im �brigen trifft es nicht zu, dass die Expertin ihre Aussagen von Bedingungen therapeutischer und medizinischer Natur abh�ngig gemacht hat; vielmehr unterbreitete sie Therapievorschl�ge.
b) Die von der Beschwerdef�hrerin vertretene Auffassung, dass die Nacken-, R�cken- und Kniebeschwerden im Gutachten der MEDAS nicht ber�cksichtigt worden seien, trifft nicht zu. Die rheumatologische Expertin hat die Schultergegend, den R�cken und die Knie untersucht, die diesbez�glichen Befunde jedoch offensichtlich als ohne Einfluss auf leichte k�rperliche Arbeit erachtet.
c) Auch wenn mit der Versicherten davon auszugehen ist, dass die berufliche Abkl�rung in der Regel nach durchgef�hrten medizinischen Untersuchungen erfolgen sollte, ist die Einhaltung dieser Reihenfolge nicht zwingend und vermag f�r sich allein nichts an der Stichhaltigkeit der medizinischen Befunde zu �ndern.
d) Der in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde erhobene Vorwurf, dass MEDAS und Vorinstanz die Haushaltf�hrung ber�cksichtigt h�tten, obwohl es sich bei der Versicherten um eine voll erwerbst�tige Person handle, trifft nicht zu.
Auch wenn Frau Dr. med. W.________ sich �ber die Leistungsf�higkeit im Haushaltsbereich �ussert, beantwortet das Gutachten der MEDAS vom 29. November 2000 einzig die Frage der Arbeitsf�higkeit bei ausserh�uslicher T�tigkeit; zudem hat das kantonale Gericht gest�tzt auf diese Stellungnahme den Invalidit�tsgrad korrekt anhand des Einkommensvergleichs nach Art. 28 Abs. 2 IVG bemessen. Inwiefern darin eine Geschlechterdiskriminierung nach Art. 14 EMRK liegen soll, ist nicht ersichtlich.
e) Die Expertise der MEDAS vom 29. November 2000 ist umfassend, beruht auf allseitigen und polydisziplin�ren Untersuchungen, ber�cksichtigt die geklagten Beschwerden und ist in Kenntnis der Vorakten abgegeben worden; zudem ist sie in der Beurteilung der medizinischen Zusammenh�nge sowie der medizinischen Situation einleuchtend und beinhaltet begr�ndete Schlussfolgerungen (BGE 125 V 352 Erw. 3a).
Die im vorinstanzlichen Verfahren eingereichte Beurteilung des Dr. med. A.________, Spezialarzt FMH f�r Innere Medizin, speziell Rheumaerkrankungen, vom 26. M�rz 2001 enth�lt eine andere medizinische W�rdigung des Sachverhaltes; warum die Abkl�rungen resp. Schlussfolgerungen der Experten der MEDAS nicht stichhaltig sein sollten, wird darin nicht erl�utert. Dr. med. A.________ zieht vielmehr explizit die "Lebens- und Arbeitsgeschichte" der Versicherten f�r seine Stellungnahme zur Arbeitsf�higkeit bei, wobei es sich jedoch um nicht zu ber�cksichtigende invalidit�tsfremde Gr�nde handelt. Damit liegt kein konkretes Indiz vor, das gegen die Zuverl�ssigkeit der Auffassung der Gutachter der MEDAS sprechen w�rde (BGE 125 V 353 Erw. 3b/bb) und das zu einem Absehen von deren Meinung oder der Anordnung weiterer Abkl�rungen f�hren k�nnte.
4.- Schliesslich sind die zur Bemessung des Invalidit�tsgrades notwendigen Einkommen (vgl. Art. 28 Abs. 2 IVG) streitig.
a) aa) Betreffend des ohne Gesundheitsschaden zumutbaren Einkommens (Valideneinkommen) hat das kantonale Gericht einen sowohl den Angaben des bisherigen Arbeitgebers wie den Tabellenl�hnen entsprechenden Betrag von rund Fr. 42'000.- angenommen. Die Beschwerdef�hrerin geht davon aus, es sei ein Einkommen von rund Fr. 50'000.- zu ber�cksichtigen, da sie im Jahr 1998 einen Lohn von etwa Fr. 46'000.- bezogen habe, wobei nicht ber�cksichtigt sei, dass sie w�hrend krankheitsbedingter Absenzen nur ein Taggeld in H�he von 80 % erhalten habe, weshalb diese Einbusse zum verdienten Lohn zu addieren sei.
bb) Bei der Ermittlung des Valideneinkommens ist entscheidend, was der Versicherte im massgebenden Zeitpunkt nach dem Beweisgrad der �berwiegenden Wahrscheinlichkeit als Gesunder tats�chlich verdienen w�rde (RKUV 1993 Nr. U 168 S. 100 f. Erw. 3b mit Hinweis). Die Einkommensermittlung hat so konkret wie m�glich zu erfolgen; daher ist in der Regel vom letzten Lohn, den der Versicherte vor Eintritt der Gesundheitssch�digung erzielt hat, auszugehen (Urteile G. vom 6. Dezember 2001, I 190/01, und K. vom 22. November 2001, I 313/01).
Es ist somit nicht zu beanstanden, dass die Vorinstanz das Valideneinkommen aufgrund der aktuellen Angaben des Arbeitgebers ermittelt und nicht auf einen weiter zur�ckliegenden Lohn abgestellt hat. Da der Stundenlohn von Fr. 22.40 und der daraus folgende Jahreslohn von rund Fr. 42'000.- auch in etwa den der Teuerung angepassten (Die Volkswirtschaft 12/2001 S. 81 Tabelle B10. 2 Zeile D) Tabellenl�hnen der vom Bundesamt f�r Statistik herausgegebenen Lohnstrukturerhebung 1998 entspricht (Tabelle A1 Ziff. 21; umgerechnet auf die betriebs�bliche Wochenarbeitszeit [Die Volkswirtschaft 12/2001 S. 80 Tabelle B9.2 Zeile D]), kann offen bleiben, ob f�r die Festlegung des Valideneinkommens �berhaupt auf die Zahlen eines nicht mehr existierenden Arbeitgebers abgestellt werden kann.
b) Bei der Festlegung des hypothetischen Einkommens nach Eintritt der Invalidit�t (Invalideneinkommen) ist - da die Versicherte keine zumutbare Erwerbst�tigkeit aufgenommen hat - gem�ss Rechtsprechung (BGE 126 V 76 Erw. 3b/bb mit Hinweisen) auf Tabellenl�hne abzustellen. Mangels Anhaltspunkten f�r eine speziell nur in diesem Bereich zumutbare T�tigkeit ist, entgegen der Auffassung in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde, nicht von den L�hnen im Textilgewerbe, sondern von einem breiter abgest�tzten Wert wie dem Zentralwert im Bereich Produktion (Lohnstrukturerhebung 1998 Tabelle A1 Ziff. 10-45, Anforderungsniveau 4, Frauen) auszugehen. Dabei ist der entsprechende Wert auf die betriebs�bliche w�chentliche Arbeitszeit gem�ss Statistik umzurechnen (hier 41.6 Stunden; Die Volkswirtschaft 12/2001 S. 80 Tabelle B9.2 Zeile C-F), denn bei den Zahlen in der Lohnstrukturerhebung handelt es sich um statistische Daten, so dass - entgegen der Beschwerdef�hrerin - nicht von der bisherigen w�chentlichen Arbeitszeit auf eine entsprechende Dauer in einer anderen Branche oder einem anderen Unternehmen geschlossen werden kann. Nach Ber�cksichtigung der Lohnentwicklung und eines - allerdings nicht ausgewiesenen - maximalen behinderungsbedingten Abzuges von 25 % (BGE 126 V 80 Erw. 5b/cc) ergibt sich ein Invalideneinkommen von rund Fr. 34'000.-. Da dieser Betrag wegen dem in dieser T�tigkeit zumutbaren Grad der Arbeitsf�higkeit von 100 % vollst�ndig ber�cksichtigt werden muss, resultiert (bei einem Valideneinkommen von Fr. 42'000.-) ein rentenausschliessender Invalidit�tsgrad von etwa 19 %.
III. Dieses Urteil wird den Parteien, dem Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz, der Ausgleichskasse Agrapi, und dem Bundesamt f�r Sozialversicherung zugestellt.

References: Art. 6
 Art. 6
 BGE 
 Art. 104
 BGE 

BGE 
 Art. 28
 Art. 14
 Art. 28