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Timestamp: 2020-01-27 05:36:40+00:00

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1904 / 244 p. 4 (Deutscher Reichsanzeiger)
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Molenar, den Mortimer Herr Christians. Die Vorstellung beginnt
m 7 Übr.
Fm Deutschen Theater gelangt das Schauspiel
Dienstag (zum 25. Male), Donnerstag, Sonntagabend zur Aufführung; „Maria Friedhammer wird am Mittwoh und Sonnabend, „Lady Windermeres Fächer“ am
glieder“ am Montag,
Sonntag, den 23. d. M., Nachmittags, gegeben. Das Berliner Theater beher L in der Frau Sarah Bernhardt und ibre
spielt am Montag in „La dame aux camélias“
Mittwoch in „La sorcière“, am Donnersta in,„Fédora“, am Freitag in
“La Tosca“, Sonnabend in „Phèdre“ und
¿LEAIQIGNN:
‘Morgen, Sonntag, geht „Zapfenstreih“ in Szene.
Das Lessingtheater hat für nähste Woche folgenden Spiel- Morgen abend, Montag, Dienstag, Freitag und nächstfolgenden Montag: „Traumulus*; Donnerêtag:
plan aufgestellt :
Am Sonnabend geht
„Die Frau rom Meere“. Geyer“,
manns Sauipiel „Florian
bolt. Als Nachmittagsverstellung ist für morgen für nästfolgenden Sonntag „Rose Bernd“ angefe Das Schillertheater
nachmittag Sudermanns Schauspiel „Die CGhre“,
fommenden Sonnabend den Blumenthal - Kadelburgshen Schwank Montag und Diens®tag wird
„Die Großstadtluft“ zur Aufführung. V „Fn Behandlung“, Mittwoch „Johannisfeuer“ Donnerstag is die erste Aufführung
„Füdin von Toledo“ angeseßt. Am Freitag \ Sonntagabend wird diese Vorstellung Sonntagnachmittag werden „Die Kinder der Exz Im Sgiller-Theater N. (Friedrih Wilhelm geht in der morgigen vorstellung „König Lear“ fommt Dreyers Lustspiel „Jn Behandlung“ zur
Montag, Dienstag, Freitag und nächsten Sonntagabend wird der Mittwoch und Donnerstag Anzen-
Schwank „Die Großstadtlust“, grubers Volksstück „Die Kreuzelschreiber
Im Theater des Westens gehen - „Die Hugenotten“ in Szene. Morgen nachmittag Ybends die Operette „Die kleinen Lämmer“ nôchsten Sonntagnahmittag „Der Wild|hüß“,
Szene, Operette Sonnabend „Wilhelm Tell“. f
Im Neuen Theater ist die Erstaufführung „Lustigen Weiber von Windsor“ auf Freitag nâchste JIbsens „Kronprätendenten“ gehen morgen
Am Dienstag wird „Minna von Barnhelm“, wiederholt.
Fm Lustspielhause findet morgen nahm boluyg des Lustspiels „In Behandlung“ statt. All Komödie „Biederleute“ in Szene.
Im Residenztheater bleibt fernerhin der ‘ | Als Nachmittag8vorstellung geht morgen abermals der Schwank „Die 300 Tage“ in Szene.
Hochzeitsnacht* auf dem Abendspielplan. „Charleys Tante“ geht morgen nahmittag mit in der Titelrolle im Thaliatheater in Sjzene, Ausstattungsposse „Der Weiberkönig“ gegeben. Fm Bellealliancetheater wird morgen Goldbauer* bei kleinen Preisen gegeben. Abends „Die Tugendglocke“ zum ersten Male wiederholt.
Königliche Schauspiele. Sonntag: Opern- Romantische Tert nah Fouqués Erzählung frei bearbeitet. Anfang
haus. 187. Vorstellung. Undine. Zauberoper in 4 Akten von Albert Lorßing.
73 Uhr. (Kleine Preise.) i
Neues Operntheater. 165. Vorstellung im Abonne- ment. 97. Billettreservesaßu. Theodora. Vrama in-4 Aufzügen (8 Bildern) von Victorien Sardou. Deutsch von Hermann von Löhner. (Kaiserin Theodora: - Frau Louise Willig, vom Königlichen Theater in Wiesbaden, als Gast.) Anfang 7# Uhr.
Montag: Opernhaus. 188. a Die Pader ee, Oper in 2 Aufzügen von Wolfgang
madeus Mozart. Dichtung nach Karl Ludwig Giesecke, von Emanuel Schikaneder. (Königin der Nacht : Fräulein Margarete Siems, vom Königlichen S Landestheater in Prag, als Gast.) Anfang
Neues Operntheater. 166. Vorsiellung im Abonne- rent. 98. Billettreservesay. Sonderabonnement A 25. Vorstellung. Maria Stuart. Trauerspiel in 5 Aufzügen von Friedrih von Schiller. Anfang
7 Ubr.
Opernhaus. Dienstag, Mittags 12 Uhr: Sym- phouiematinee. Abends 74 Uhr: 2. Symphonie- konzert. Mittwoch: Bajazzi. Coppelia. Don- nerstag: Robert der Teufel. Anfang 7 Uhr. ena Der fliegende Holländer. Sonnabend:
änsel und Gretel. Coppelia. Sonntag: Der Freischütz.
Neues Operntheater. Dienstag: Geschlossen. Mittwoch : Theodora. Donnerstag: Ein kritischer Tag. Freitag: Theodora. Sonnabend: 1812. Sonntag: Theodora.
Deuisches Theater. Sonntag, Abends 75 Uhr: Kettenglieder.
Montag, Abends 73 Uhr: Kettenglieder.
Dienstag, Abends 7} Uhr: Ketteuglieder.
Berliner Theater. Sonntag: Zapfeustreich. Anfang 7é Uhr. Gaftspiel von Sarah Beruhardt. 14 Mae O La dame aux camélias. Anfang T Dienstag und Mittwoch: La s0orecière. An- Fang 7# Uhr. Donnerstag: Fédora. Anfang 7# Uhr.
Freitag: La Toseca. Anfang 74 Uhr.
Lessingtheater. (Direktion: Otto Brahm.)
Sonntag, Nachmittags 24 Uhr: Monua Vauna. — Abends 74 Uhr: Traumuaulus.
Dienstag: Traumulus.
Feillertheater. O. (Wallnert heater.) Sonntag, Nachmittags 3 Uhr: Die Ehre. Schau- “ spiel in 4 Akten bon Hermann Sudermann. - Abends 8 Uhr: Die Grofßstadtluft. Schwank in e Aftten von Oskar Blumenthal und Gustav Kadel-
Am Montag, den 24. d. M., verabschiedet \id Frau Bernhardt in einer Wiederbolung von Rostands „L'Aiglon“. —
neueingerichtet, e Male in Szene und wird am nächstfolgenden Sonutagabend wieder-
0 (Wallnertheater) bringt morgen
sowie in der nähsten Sonntagnachmittags- in Szene, morgen abend und am Sonnabend
am Montag, neueinstudiert,
zur Auffübrung, am Abends „Die kleinen Lämmer“. Am Montag geht „Der Postiliton von Longjumeau“ in Dienstag, Donnerstag und Freitag im i „Die kleinen Lämmer“, am Mittwoh „La Traviata“, am
sowie am wcch und Sonnabend in Szene (Anfang an diesen Abenden 7 Uhr). Donnerétag „Erdgei|t“
„Ketten- Freitag Margret zur Nieden, Woltag aus Paris, Herr
mitwirken. er
E pee ie Künstlerin j , am Dienstag und Berlin, den
am Sonntag in | kunde hält am
hauses eine Versammlung, Belzig, Professor Dr. A
Gerhard Haupt- ¿um ersien | Wiederholung gelangen. „Monna Vanna“,
gt „Die Insel Nügen“, und am
E E Abends sowie am ehalten: BDienstag, Vr. Dr n T Be Obsasde G
» s M wiederholt. Für onath as Ohmsche Geseß von Grillparzers owie am nächsten Nächsten ellenz“ gegeben. — städtishes Theater)
über die kleinen und die äußeren
Aufführung. Am | fremden Landen“.
Bei dem am Montag, Abends 74 Ubr, in der Marienkirche stattfindenden Orgelvortrag des Musikdirektors Otto Dienel werden die Damen Marta Arndt, Anny Diercke, Anny Ritter und Elsa Seel, der Cellist Max einrich Scholz und Herr Norbert Foerster intritt ist frei.
Die Deutsche Gesellschaft für volkstümliche Natur - ontag, Abends 8 Uhr, im Bürgersaal des Rat- in der der Direktor der Lungenheilstätten Moeller, einen Vortrag über das Thema : „Der Kampf gegen die Schwindsucht“ halten wird.
Im wissenshaftlihen Theater der „Urania“ (Tauben- straße) wird der neue dekorativ und \zenif „Im Bannkreis der Jungfrau“ in nächster
Am Mittwoch und Sonnabend finden n. mittags Vorträge zu kleinen Preisen statt, und zwar am Mittwo Sonnabend: „Von der Zugspißze zum Hôrsaal werden
P. Schwahn : ittwoch (6 Uhr), Dr. Donath: „Liht- und Wärmewellen“ ; Freitag, „Die Gashülle des Erdballs“;
warte in der Invalidenstraße \priht am Dienstag Dr. Ristenpart
Die interessanten Neubildungen, die in dem Mondkrater „Plato“ aufgetreten sind, werden jegt auf der Treptower Sternwarte Fernrohr gezeigt. Der Dircktor Archenhold spricht morgen, Nachmittags 5 Uhr, über den Mond im Treptower Niesen- fernrohr, Abends um 7 Uhr über die Das Thema für Montag, Abends 9 Uhr, lautet : „Weltanshauung und Himmelsk unde“. zahlreichen Lichtbildern ausgestattet.
Von Telegramm Charlotte Craemer,
15. Oftober 1904.
beute hier das
Mainz, versammlun
ausgestattete Vortrag oche allabendlich zur
nastehende Vorträge „Gletsher und Eiszeit“ ;
Sonnabend, Dr. — Im grcßen Hörsaal der Stern -
Würzburg, 14. Oktober. Reichsbankdirektoriums, Wirklichen Geheimen Rats Dr. Koch wurde
beute hier eröffnet. Braun als Vertreter dazu entsandt. den Geschäftsbericht erstattet hatte. hielt der Privatdoient Harms, Tübingen einen Vortrag über die Grrichtung von Arbeitskammern.
_ Hamburg, 14. Oktober. (W. T. B.) Von den vermißten Finkenwärder Fischerkuttern (vgl. Nr. 243 d. Bl.) ist einer als Wrack bei Neuwerk an den Strand getrieben; die \chaft ist vermutlich ertrunken. Jeßt fehlen immer noch drei Fischerfahrzeuge.
Majestät dem Kaiser traf folgendez
„Gräfin Saeee, Neversdorf bei Lütjenburg. Aus Anlaß der Ueber ührung der sterblihen Hülle Ihres ver ewigten Gemahls, adjutanten nach ihrer bleibenden Ruhestätte sprehe Ih Ihnen und
Meines General-Feldmarschalls und General, erneut Meine aufrichtige Teilnahme an dem Hintritt Wilhelm, I. R.“
In Gegenwart des Präsidenten dez
des Verewigten aus.
neue Reichsbankgebäude eingeweiht.
14. Oktober. (W. T. B.) Die zweite General, g der Gesellshaft für soziale Reform wurde Die bessishe Regierung hat den Ministerialrat Nachdem Professor Francke
„Sterne als Wegweiser in Alle drei Vorträge sind mit Nachricht zug
Rehoboth K
gelaugt „Undine“, Posen, 14. Oktober. (W.
Decken und eine
Abonnement die | eine Frau leichter verleyt
der neuinszenierten Lütjenburg, r Woche festgesetzt. Montag, Mitt- von seiner Gemahlin errichteten sang die Trauergemeinde den artillerieregiments Graf von „Jesus, meine Zuversicht.“ MWeiherede.
ittag eine Wieder- abendlich geht die
Schwank „Eine
Unter den Klängen Regiments die Leiche
expedition Guido Thielscher Abends - wird die | gelassen, naGmittag „Der wird die Novität | Mächte in Oftasien.“ von Gayl.
Montag, Abends 8 Uhr: Jn Behandlung. Dienstag, Abends 8 Uhr: Ju Behaudlunug.
N. (Friedrich Wilhelmstädti hes Theater.) Sonntag, Nachmittags 3 Uhr: König Lear. Trauerspiel in 5 Aufzügen von William Shakespeare. — Abends 8 Uhr: Ju Behaudlung. Komödie in 3 Aufzügen von Max Dreyer.
Montag, Abends 8 Uhr: Die Grofßstadtluft.
Dienstag, Abends 8 Uhr: Die Grofßftadtluft.
Theater des Westens. (Kantstraße 12. Bahn- hof Zoologisher Garten.) Sonntag, Nachmittags 3 Ubr: Zu halben Preisen: Undine. — Abends 74 Uhr: Die kleinen Lämmer.
Montag (außer Abonnement): Der Postillion von Longjumeau.
Dienéêtag (6. Vorstellung im Dienstags-Abonne- ment): Die kleinen Lämmer.
Mittwoch (außer Abonnement): La Traviata.
Donnerstag (6. Vorstellung im Donnerstags- Abonnement): Die kleinen Lämmer.
Nationaltheater. (Direktion: Hugo Beer. Weinbergsweg 12a—13b.) Sonntag, Nachmittags Der Troubadour. — Abends: Figaros Hochzeit.
Neues Theater. Sonntag: präteundeuten. Anfang 7 Uhr. Montag: Die Krouprätendeuten. Anfang 7 Uhr. ¿ agt Miuua vou Barnhelm. Anfang r; ; S E Die Kroupxrätendeuten. L Donnerstag: Erdgeist. Anfang 8 Uhr. Freitag: Zum ersten Male: Die lustigen Weiber von Wiudsor. Anfang 7è Uhr. / Citaten Die Krouprätendenten. Anfang T
Lustspielhaus. (Friedrihstraße 236.) Sonn- taa, Nawhmittags 3 Uhr: Ju Behanudluug. — Abends 8 Uhr: Biederleute.
Montag und folgende Tage: Biederleute.
Deutsche Volksbühne. (Karl Weiß-Theater, Große Frankfurter Straße Nr. 132.) Sonntag, Nachmittags 3 Uhr: Die Waise aus Lowood. — Abends 7# Uhr: Maria Stuart.
Montag: Maria Stuart.
Residenztheater. (Direktion: RichardAlexander.) Sonntag: Eine Hochzeitênaht. (Uns nuit dos noces.) Schwank in 3 Akten von H. Köroul und Y. Barró. Anfaag 8 Uhr. — Nachmittags 3 Uhr: Die 300 Tage.
S und folgende Tage: Eine Hochzeits- nacht.
Thaliatheater. (Dresdener Straße 72/73. Di- reftion: Kren u. Schönfeld.) Sonntag, Nachmittags 34 Uhr: Bei halben Preisen: Charleys Taute.
von einem dreistôckigen Neubau in der Hardenbergstraße die drei Seitenwand ein, wobei fünf Perfonen verschüttet wurden; von diesen sind zwei Maurer sehr \chwer,
wurde außerdem ein Feuerwehrmann verleßt.
14. Oktober. Familien- und Freundeskreise fand heute die Ueberführung der sterblihen Hülle des Grafen von Waldersee nach der ihm
Der Hauptpastor Möding hielt die
die Heimat, die Ruh“ trugen 6 Unteroffiziere des oben genannten l des Verewigten zur legten Rubestätte. — Nach der Feier wurde im Shloßpark ein zur Erinnerung an die China- è errihtetes Denkmal eingeweiht. Granitblock is ein Bronzereliefbild des Grafen von Waldersee ein- während {ih im darunter liegenden die Inschrift befindet : „Zur Erinnerung an die Expedition 1900/01. General-Feldmarschall, Oberbefehlshaber der Truppen der verbündeten Die Weiberede hielt der General Freiherr
T. B) Heute vormiitag stürzten N be Gründ
es wegen uns worden. Bei den Bergungsarbeiten
(W. X. B.) Im
regiment, U
Grab stätte statt. Am Eingang A
vom Trompeterkorps des Feld- Waldersee begleiteten Choral: | d in Epata de 1882 in
des Liedes: „Wo findet die Seele
bataillon, am Im
Graf Waldersee,
Der Weiberkönig. Große Ausftattungsposse mit Gesang und Tanz in 4 Akten von Jean Kren, Alfred Schönfeld und Leop. Ely. Musik von Julius CEinödshofer. (Guido Thielsher, Lina Abarbanell, Friy lmerding, Josephine Dora in den Haupt- rollen.
Montag und folgende Tage: Der Weiberkönig.
Bentraltheater. Sonntag, Nahmittags 3 Uhr:
Zu halben Preisen: Der Bettelftudent. (Laura: Gusti Förster.) — Abends 74 Uhr: Die Puppe. (Die Puppe: Mia Werber.)
Montag: Die Geisha.
Dienstag: Der Zigeunerbaron.
Mittwoch: Die Geisha.
Donnerstag: Der Bettelftudent.
Feilaa: Die Puppe.
Sonnabend: Die Geisha.
Dubyendbillette, 40 %/% Ermäßigung, an allen Wochentagen gültig, werden jeßt ausgegeben.
Bellealliancetheater. (Bellealliancestraße 7/8. Direktion: Kren u. Schönfeld.) Sonntag, Nahmittags 3 Uhr: Bei kleinen Preisen: Der Goldbauer. (Paula Klär, als Gast.) — Abends 7F Uhr: Die Tugeudglocke. (MadamelaPrésidente.) Vaudbevbille- posse in 3 Akten von Paul Ferrier, bearbeitet von J. Kren und Alfr. Schönfeld.
Montag und folgende Tage: Die Tugendglocke.
Trianontheater. (Georgenstrafße, Friedrih- w. Universitätsftraße.) Sonntag, Nach- mittags: Madame X. — Abends: aftons
Frauen. Schwank in 3 Akten von Victor de Cottens und Piecre Veber.
Montag und folgende Tage: Gaftons Frauen.
¡wischen
Singakademie. Montag, Abends 8 Uhr:
Ix. Liederabend von Hans Gießen, Kammer- sänger.
Philharmouie. Montag, Abends 74 Uhr: I. Konzert des Philharmonischen Chors (Diri- gent : rier Siegfried Ochs). Werke von Bach und Brahms. Mitwirkung: Arthur van Eweyk (Bariton), Claire La Porte-Stolzeuberg (Sopran). Das Philharmonifche Orchester.
Saal Bechstein. Sonntag, Abends 74 Uhr:
Konzert von Hedwig von Lengerke (G 2 Mitwirkung: Otto Marschail (Klavier). (Gesang)
Montag, Abends 7} Uhr: Klavierabeud v Gottfried Galston. n B
Beethovensaal. Montag, Abends 8 Uhr: Konzert zeitgenössischer Komponisten. Mit-
wirkende: Julia Culp, Alexander Heinemanu,
von dem Briefe
Berlin, 15. Oktober. (W. T. 4 aus Deutsh-Südwestafrika sind a am 7. Oktober im Lazarett zu Otjimbinde der Reiter Hermann Friedrih Albert Wendt, geboren am 24. August 1883 in Alt-Tellin, Kreis Demmin, früher im 9. Ulanen:
Dezember 1881 büttel, früher im Füsilierregiment Nr. 37; am 6. Oktober
Breslau, ferner der Reiter Gustav Doherr, früher im 3. Pionier:
Depeschen. , 15. Oktober. (W. T. B.) Nach einem heute
morgen hier eingegangenen Telegramm des ftellvertreten:- den Gouverneurs in Windk hem Wege vom Gouverneur Leutwein aus Rehoboth die
uk ist diesem auf heliographi-
egangen, daß er daselbst ola pit! pn sei und endrik Witbois an den Kapitän von enntnis genommen habe. Der Brief scheine Hendrik Witboi erklärt darin, ne irgend e anzugeben, er habe seinen Standpunkt geändert,
Ein Brief Witbois an den Kapitän von A besagt, daß
eres Vorhabens der Entwa eschehen fei.
an Typhus gestorben:
nd der Reiter Alberi Beerbotun,
in Kifsenbrück,
geboren Bezirk Wolfen:
r Neiter Bruno Winkler, geboren am 17. E früher im Jnfanterieregiment
23. September in Okowarumende, und der
Reiter Karl Gropp, geboren am 22. Januar 1882 in Delsniß Sachsen), früher im 19. Husarenregiment, am 1. Oktober im azarett zu Otjimbinde.
(Guido Thielscer in der Titelrolle.) — Abends 7 Uhr:
Hugo Dechert, Königliher Kammervirtuos, Pro- fessor Carl Halir, Alfred Reisenauer, Frig Fuhrmeister, Professor Robert Kahn, Willy von Moellendorf, Professor Georg Schumanu.
34 Uhr und Abends 74 Uhr: Zwei grofte außer- ordentliche Galavorftellungeu. ôIn beiden Vor- stellungen, Nachmittags und Abends: Mons. Pernelets 40 Krokodile. Georg Lurich. Chinko. Herr Albert Carré. Sämtliche Spe- zialitäteu, Clowns und Auguste. Nachmitiags ¡um Schluß : Marokko. (Ehre und Mut ) Große Ausftattungspantomime aus dem spanisch-marokka- nishen Krieg in 4 Akten. Etwa 150 Mitwirkende und Truppe Onofri (20 Personen). Nachmittags auf allen Pläzen ein Kind frei. Sensationelle neue Debüts. U. a.: Villy, der irische Wuuder- pony, vorgeführt von Mr. de Voy. In beiden Vorstellungen: Direktor Alb. Schumanns Monstredressuren. Um 9} Uhr: Das grofe mimishe Drama in 8 Akten: Michael Strogoff, oder: Der Courier des Zaren. Etwa 250 Viit- wirkende, 2 Musikkorps. Feenhafte Licht-, Wasser- und tehnische Effekte.
Montag: Novitätenabeud. U a.: Erstes Auf- treten von Cousul LIL., der meuschliche Chimpanse.
[n L D I e N a e A A A L A
Verlobt: Frl. Carla Weste mit Hrn. Regierung?- M Hans von Poellnig (Hannover—
osen).
Veredeliht: Hr. Emil von Keller mit Frl. Eva Malcomeß (Berlin). Hr. William von Guenther mit Erna Freiin von Schlichting (Schloß Sur). — Hr. Generalkommission?- präsident Eugen Müller mit Frl Marie Carus Mrantiur, a. O.—Bromberg). — Hr. Erich von
allenberg mit Ida Freiin von Boineburg-Lengs- feld (Maria-Höshen—Weimar.) — Hr. Amit- rihter Max Püschel mit Frl. Helene Herbst (Ober-Glogau).
Geboren: Ein Sohn: Hrn. Amtsrichter Taube (Neidenburg). — Eine Tochter: Hrn. Re- ierung3rat Krenzlin (Arnsberg). — Hrn. Pastor
one (Breslau). — Hrn. Hauptmann a. Hans Euen (Ludwigsdorf bei Oels, Schles.).
Gestorben: Lr: Kanzleirat “ Theodor Hanke (Kanth). r. Marie von Zizewitz, geb. von
Below (Zitzewit).
Verlag der Expedition (Scholz) in Berlin. ODruck der Norddeutshen Buchdruckerei und Verlagüe Anstalt, Berlin SW,, Wilhelmstraße Nr. 32 Sechs Beilagen (einshließlih Börsen-Beilage).
Nach amtlicher Meldung
r. 49; F
(Milz
mas x Mt (e
Personalveränd erungen, «761 Königlich Preufische Armee.
O izt 0E ähnriche 2c. Ernennungen, Beförde- rungen un Ms Pungen Fin aktiven: Heere. Jagdhaus Rom E Regt. Nr. 2, scheidet aus dem Heër
1. Pomm. Feldart. Regt. Ir. 2, |chetdel aus Dem e am un fiober d. V. ‘âis und wird mit dem 3. Oktober d. J. in der 2 Gebirgsbattf. bér Schüßtruppe für Südwestafrika angestellt.“ *
Aus dem Heere’ {eiden am 3: Oktober d. J. aus und werden mit dem 4. Ret v: J: in“ der 2.-Gebirgsbattr.- der Shußtruppe für Südwestäfr fa angestellt: Groos, Oberlt. im 2. Westfäl, Feldart. Re {Nr 22; die Lts: Rohne im 2. Gardefeldart. MNegt., Wolff im Clébb. Fefldart. Régt. Nr. 43, Riedel im-Feldart Regt. Prinz-Regent Luithold von Bayern (Magdeburg.) Nr. 4; Dr. Wilde, Assist. Arzt beim Feldart. Regt. General-Feldmarshall Graf Waldersee (Schleswig.) Nr. 9 Arnold, Hauptm. und Komp. Chef „im Inf. Regt. Hessen-Homburg Nr. 166, scheidet aus dem Heere am 16. Dk- tober d. I. gus und, wird mit dem 17. Oktober d. I. in den Ersaß- fompagnien 1d 2„Felpregts. der Schußtruppe für Südwestäfrika
tellt. Mo C n dent Heere {heiden am 18. Oktober d. I.
Aus aus und “werden
mit dem 19Ottober da I: - in—der Schußztruppe für Südwestafrika angestellt : inden (riatpmpagulew. des 2, Felbregts,: v. Alt- Stutterhim Oberlt im Großherzogl. Mecklenbutg. Gren. Regt. Nr. 89; die- Lts.2 v Bönninghausen im Inf. Regt. Freiherr von Sparr (3. Westfäl. ),Nr- 16, Frhr. Hiller v. Gärtrin gen im Gardefüs. Negt, S ch@umdb.ur g (Ernst)-im 7. Thüring. Inf. Regt. Nr. 96, v. Gersd oxfftim - Ins, Regt. Fürst Leopold von Anhalt. Dessau (1. Magdebuxg) Nx: 26 Hoffmann, Assist. Arztb. Inf. Ngt. v. Winter- feldt (2. Db richt) Nr. 23 ;-in der 2. Ersaßbatterie; Gr. v. Shweintiß u. Krain Fehr, y2Kauder, Dekerlt. im 2. Gardefeldart. Negt. ; die Lts.: Wendezim4. Bad. Feldart. Regt. Nr. 66, v. Trotha im 4. Gardefeldart.i Regtz Haniel im 2, Großherzogl. Hess. Feldart. Nr. 61; DÉ, Du, Assist. Arzt. beim Inf. Regt. von Alveneleben ndenburg.) Nr: 52% _ -
Hubentusstockck11. Oktober. Frhr. v. Nauendorf, Hauptm. beim Stabeudes:1: Kurbes) „Feldart. Regts. Nr. 11, scheidet aus dem Heere am v, Dftohex d. -I. aus, wird mit dem 16. Oktober d. J. unter Beförder0ng) zum Major mit Patent vom 15. September d. I. in der Schußtruppe für Südwestafrika angestellt und zum Kommandeur der 1. Feldart. Abteil. ernannt. ° :
Die zur Dienstleistung beim Großen G. neralstabe fommandierten Oberlts. : v. Bismarck im Gren. Regt. König Friedrich Wilhelm II. (1. Schles.) Nr. 10, Nau im 9. Mheint: Ss YLENt, Nix. 160, scheiden aus dem Heere am 31. Oktober d. J. aus und werden mit dem 1. Novêèmber® d: J: - als- Topograpken - in - der topographischen S-ftion ter!Ostasiat.:Besabungsbrig. ancestellt. v. Wolf, Königl. sächs. Hauptm. und Battr. Chef im 4. Felèark. Negt. Nr. 48, nach erfolgt-m Ausscheiden aus der Königl Sächs, Armee a!s Hauptm. ohne Patentz mit inem Dienstalter vom 20: September 1901 in der Schußtruppst für ¿Südwestafrifa angestellt und- zum Chef der 2, Ersaßtzbatterie ernannt. S :
Den Hauptleuten Rembe, Battr. Chef in _ der 2. Feldart. Abteil, Wintexfeldt, Chef der 2. Gebirgsbattr., v. Klei st, Chef der 1. Ersaybattr.,, Beh, Kolonnenführer in der _Kolonnenabteil., Eberhardz Kolonnenführer in der 2. Kolonnenabteil., — sämtli in dec SchußUtubpe:für Südwestafrika, ein Dienstalter vom 19. Sep- tember 1901 vberliehén. j ;
Abschiedsbewilligungen. Im aktiven Heere. Hubertus- stock, 11. Oktober. „Fis{heër, Oberlt. im 3. Thüring. Inf. Negt. Nr. 71, kommandiert zur Militärintend., auf sein Gesuch behufs Ver- wendung im Intend. Dieriste zu den Res. Offizieren des Regts. über- geführt. v. Germar, L.- im Pomm. Füs. Regt. Nr. 34, -der Ab- \chied bewilligt. ‘ j
Die Catolina und ihre Vorgängerinnen. Text, Er- läuterung, Geschichte, in Verbindung mit anderen Gelehrten heraus- egeben und begrheitet von J. Kohler. 11. Band: Die Bam- fische Halbgerihtsordnung, Constitutio Criminalis Bambergensis, unter Heranziehung -der revidierten Fassung von
1580 und der Brandenburgischen Halsgerichtsordnung zusammen mit -
dem sogenannten; Correctorium, einer romanistishen Glosse und einer Probe der niederdeht}chér Ueberseßung" herausgegeben von J. Kohler, Professor der Rechte in Berlin, und Willy Scheel, Oberlehrer am Eymnasium zu Stegliß. Mit 23 Abbildungen. T. Band: Die Bambergishe Halsgerihtsordnung 1n niederdeutscher Ueberseßung Hermann Barkhusens 1510 zusammen mit einer Auswa hl »dex- strafrechtlichen Artikel des Lübischen Rechts, herausgegeben: von I. Kohler und Willy Seel. Palle a. S, Verlag der: Buchhandlung des Waisenhauses. Preis 10 ezw. 3,80 . — Der trefflichen Ausgabe der peinlihen Gericht8- Gonstitutio Criminalis Carolina, haben hochdeutshen Originaldrucks Bambergischen Halsgerihts-
ordnung Kaiser Kax[s N: Kohler nnd Scheel nummehr: folche des und der niederdeutsden Ueberseßung der 1 n ordnung, der „mater Carolinae“, folgen lasen. Während von dér Carolina ¿und, ihren; Entwürfen noch Handschriften in größerer Zahl vorhanden sud ¡Und erst dié vor einigen Jahren an die deutschen und niederländisch{u grWive ind Bibliotheken gerichtete Anfrage von Kohler und S eel wieder zur Entdeckung "von neun Handschriften geführt hat, unter denen sih die besonders wichtige, lange geInQte Regenébuyzger Urhandscrift der C. C. C. von 1532 in den Cóölnischen Reichstagéakten von demselben Jahre befand (von den genannterî Gelehrten au ihrer Carolina-Ausgabe zu Grunde gelegt), haben fich Hands\chriften.der Bambergensis nicht erbalten. Cine Umfrage von Kohler und Scheel bei allen Atchiven und Bibliotheken Deutschlands, Oester- reis und der Schweiz ‘ist in dieser Hinsicht ohne Ergebnis..geblieben. Aber Drucke wurden ibnen in großer Zahl genannt; eine “Uebersicht
und Beschreiþung derselben el ih in der_ Einleitung zur hoh--
deutshen Ausgabe. Dieser Ausgäbe war der Originaldruck von 1507, e N Pfeil jn Bamberg hergestellt, zu Grunde zu legen. Denn die Vorrede ungd“ die Rachschrift des Fürstbishofs Georg von Bam- berg ( „danfln vifern hatßgerihten diser vnser ordnung wissen gehabt, auh . .. fuerter darnach gehandelt vnd geriht werde, So haben wir im zu! thanigfeltigen “vnd fuerter jn vnsere ampt vnd balßg&ticht zu schicken ‘verfuegt . . : Und “ist die alfo auß vnserm bevelhe jn vnser Stat Bamberg durch vnsern Burger Hannsen Pfeyll daselbst gedruckt . . .*) ergeben den offiziellen Charafktèz, diéses- Drucks, “Verschiedene Anzeichen sprechen dafür, daß der Ve1fasst)!des0Gesetes,! Freiherr Johann zu Schwarzenberg, Land- hofmcister (d. h. Minister) des Bischofs von Bamberg (später Mit- glied dès, „Reicheregiments“,- das „in Abwesenheit des Kaisers die NReichsregierung- führte, und von 1524 an Landhofmeister der Mark- rafen Kasimir und Georg von Brandenburg- für deren fränkische ande), die Druckbggen vox: dem -Erscheinen" selbst revidiert und ver- bessert hat. Daher find nur wetige Druckfehler geblieben, welche .die erausgeber am Schluß der Einleitung verzeichnet haben. Sieben tainzer Nachdrucke aus dcn Jahren 1508 bis 1543 (von Johann und Ivo S chöfer), die zweite Redaktion der Bambergensis von 1580
r. Winterfeldt, Hauptm. und Battr. Chef
“dem Richter, S »tsf i * (Scarfrichter) und sein Knecht si dazu anschicken, einen Angeklagten
- Geldtasche, die von einem
E rfte B c ila ge. 15
Berlin, Sonnabend, den 15. Oftober
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(Originalausgabe von Johann Wagner in Bamberg), die ein er- weiterter Abdruck der _editio Priñodps von 1507 ift, und-dtè Branden- burgische Halsgerihtsvrdnúung von 19516, die „soror Carolinae“, bis auf Aenderungen in der Titulatur, den Verweifungen auf die Räte und: einige sachliche Korrekturen ‘ein wortgetreuer Abdruck der editio rinceps der Bambergensis von 1507 für die fränkifchen Länder der arkgrafen Kasimir und Georg von Brandenburg, wurden zu vor- sichtiger Berichtigung von Textfehlern mit hèrangezogen. Die ‘Ab- weicungen der zweiten Redaktion und der Brandenburgensis find in den Anmerkungen angegeben. Ebenso ist bei den Abweichungen der Mainzer Nachdrucke verfahren, weil gerade dur sie das nur für Bamberg bestimmte und in ciner beschränkten Zahl von Exemplaren ate Gesetz weitere Verbreitung in Deutschland érlangt hat. Die rüber öfters bezweifelte Autorsaft Schwarzenbergs wird-von Kohler und Scheel. mit teilweise neuen Gründen sihergestellt. Zwar fehlte ihm die Kenntnis der lateinischen Sprache, während doch in der Bam- bergènsis die römischen Rechtsftoffe mit großem Geschick verarbeitet sind. Aber wie bei seinen Üeberseßüngen der Schriften Ciceros, mit denen er vor das gelehrte Publikum getrêten ist, fo_standen ihm auch bei der Ausarb:itung der Bambergensis Helfer zur Seite; sie lieferten ibm das fremdfprahlihe Rohmaterial in deutscher Ueberscgung, das er dann sich vollständig zu eigen zu machen und von böherer Warte aus zu verwerten wußte. Dr. jur. Leonhard “von Steinmey als “mutmaßliche Helfer S Die: Bám- bergen\is ist nah Inhalt, Darstellung und “Spkäche ‘ein Werk: aus einem Gusse, aus Shwarzenbergs. Geist. Daß er däs ihm gebotene Material allein verarbeitet hat, dafür liegt auch däs klare Zeugnis*: eines seiner Zeitgenossen vor,“ der 1531 in der Vorredz - zu- dem die ck „Officia“ von Ciczro in. deutscher Uebérfeßung * enthaltend?“ ersten Bande der von thm nah Schwarzenbêrgs Todé herausgegebenen Samm- lung ‘von dessen Werken sagk, warzèiberg hábe” „die-Bambergish halßgerihtsordnung zu der zëit Îeins Hofmaysterampts daselbst as rat der gelerten vnd ander verstendigen zusammengebracht“. EGadli weisen noch die einer Anzahl von Artikeln des Gesetzbuchs beigegebenen Bilder mit Sprüchen, die die unverständigen Leut? mahnen, auf dem reten Pfate zu bleiben, wie ‘fie sich auch in dén übrigen Werken Schwarzenbergs finden, auf ihn als Verfasser hin. Diese von Kohler und SŸcel nah der offiziellen Pfeilschen Ausgabe von 1507 wieder- gegebenen Illustrationen zur Halsgerihtsordnung, -denen die Heraus- geber au Nachzeichnungen späterer Drucke beigefügt haben, Find von großem Interesse. - Es sind olzshnitte, vön etein tüchtigen Künstler herrührend, der es verstanden hat, Jeine Gesta[ten frei und natürlich zu“ bewegen und den: spröden Stoff in ‘anschaulich lebendige Dar- stellungen umzuseßen. Ste erinnern einigermaßen an die 13 Jahre älteren Holzschnitte zur Basler Originälau8gabe des Brandtschen Narren\chifs, deren Kraft ‘und Feinheit sie allerdings nicht erreichei. Wie man es aber an dén Holzschnitten des 15. und 16 Jahrhunderts fo oft beobachtet, sheint auch in diesem Falle die Geschicklichkeit des Berfertigers der Schnitte, des Xylogräphen, wie wir jeßt sagen, dazu nicht hingereiht zu ‘haben, bei der Wiedergabe der Entwürfe des Zeichners seinen künstlerishen Intentionen, namentli im Ausdrueck der: Köpfe, gerecht zu werden. Aus den noh vorhandenen Bamberger Hofkammer- rechnungen ergibt \ich, daß ‘die den von dem Bamberger Maler Wolfgang Katzheimer, die Schnitte von dem Nürnberger Holz- {neider Friy Hammer herrühren. Auf- dem Titelblatt find Hin- rihtungs- und Marterwerkzeuge versiedenster Art dargestellt : Holzstoß, Galgen, Rad, Schwert, Pranger, Stod usw; auf einem anderen Blatt Christus und das jüngste Geriht? Christus sit thronend auf einem Strahlenbogen, ein zweiter dient ihm als Fußs mel; aus der Erde erheben sich n wird; 00: Posa denen einèr vom Teufel ins
Kohler und Scheel nennen namentlih “Per und Dr. e
jur.- Eucharius
lfex Schwarzeüberg s.
Höllenfeuer gezogen wird; zw. Zosaune sende Engel verkünden: „Kumpt bat Ir gébenedeiten. “hir v’malledeiten.“ * Darüber befinden si drei Sprüche. Ein Holzschnitt zu Art. 5. zeigt- die Vereidigung von vier Gerichtsperfonen, des Richters, Schöffen, Ge- rihts\chreibers und Nachrihters (d. i. Sharfrichters) durch den Gerichtsherrn, in einem Saale dargestellt; der Schreiber ist durch seine Schreibgeräte gekennzeichnet; über dem Bildè steht - „Gesellen merck-t ewer pfliht. Sel vnd ere verwurcket niht“.- Zu Art. 26 ff. (Anzeigung einer Missetat) ist eine üppig s{chmäusende Tischgesell schaft von fünf Herren und zwet Damen dargestellt, über jedein Haupt ein Strafwerkzeug, Galgen, Räd, Hol;stoß, Schwert; Blo; auf dem
aupte der einen bow fitt ein kleiner Teufel in Tiergestalt mit langem Schwanze : eine allegorishe Darstellung der Ursachen von Mifssetaten. Gin Holzschnitt zu Art. 56 (Von peynlicher Frage stellt eine Marter- fammer vor, wie sie noch jeßt in Regensburg zu sehen ist, in der vor zwei Schöffen und dem Gerichts|chreiber der Nachrichter
mittels eines an der Dee befestigten Hebels mit Ketten in die Höhe zu ziehen; am Boden steht das {were Gewicht, mit dem er gereckt werden soll; an der Wand brennen zwei Kerzen. Zu Art. 75 ff. (Von den Zeugen): Vor dem Richter, zwei Schöffen, die nit aufpassen, und dem Gerichtsschreiber, der eifrig protokolliert, stehen entblößten Hauptes zwei Zeugen und heben _ die Schwurfinger hoh zum Cide; vor dem Nichter, der mit dem Stabe in der Hand feierlih auf. er- höhtem Stuhle ißt, liegt ein kleinec Hund; darüber Hält eine and folgenden Spruch au3 den Wolken: „Du solt nit falsche zeugknuß geben/AlIs lieb dir sey das ewig leben“. Zu Art. 124 (Voi beyŸten vnd vermahnen nah der verurteylung): Ein: Verurteilter wird zum Tode geführt; _ der Zug durhshreitet gerade- das Tor, in dem das Fallgatter aus dem schwarzezn Hintergrund deutlih hervortritt; vorán geht der Fronbote mit seinem Stabe, neben dem vom Nachrichter gebunden geführten Verurteilten {reitet ein Mönch, auf das Krcuzifix weisend: Leute aus dem Volk kommen aus dem Torbogen hervor. Zu Art. 25 ff.. (Wie man mißtat peynlich strafen sol) find u. a. ver- schiedene Arten von Hinrichtungen, Exekutionen mit dem Schwert, Rädern usw:, in Holzschnitten dargestellt. Zu Art. 250 ff. (Von den Gerichtskosten): Im Gemache sigt ein aro Richter sinnend, im Rechnen begriffen, am Tisch vor den Rechen trihzn; zwei Männer, von denen einer aus einem Beutel eine Summe Geldes genommen hat, verhandeln mit ihm- lebhaft über die Höhe der Kosten. Zu Art. 269 (Wie es mit der fluchtigen vbeltetter gut sol gehalten werden): Das Snnere eines Hauses tut si vor uns auf; wir blickzen in Wohüuraum, Küche, Schlafraum -und sogar in den Stall, in- dem einige Tiere sichtbar werden; im Vordergrunde diftiert der Richter in eindringlichér Weise dem auf dem Kuie eifrig prototollierenden Schreiber ; dabei steben die zwei Schöffen, die nah Art. 265-der Juventarisierung bei- wohnen mußten; am Herde hantiert eine-weiblihe- Figur mit Holz- \cheiten ; das- einzelne des Hausrats 111 sorgfältig ausgeführt. In den Nachzeichnungen der späteren Mainzer Drucke sind hier an die Stelle der zwei Schöffen ein- dier Mönch, der etnen Rosenkranz hält, und eine Nonne, die auf den Hausrat zu weisen scheint, getreten; dur die Küche läuft eine Maus. Ganz von Schwarzenbergischem Geiste durhweht ist ein“ Holzschnitt zu Art. 272 (Die Richter follen kein : Geld nehnien) :* cine allegorische Gegenüberstellung der räuberishen “Adligen (Schwarzenberg dichtete auch ein Lied vom- Mordélaster des Raubens), ‘die dem. Teufel verfallen find, und. der untreuen, geld- * aterigen Richter, der „Taschenrichter", denen also darum gleiches
chicksal- próphezeit wird. Rechts steht der Richter und weist auf. die Büttel in das Torturinstrument gespannt und dadur genötigt wird, Geld herauszugeben; der-Richter, spricht : „Tasch was wilt-du geben mir / Mein vrteyl wirdt gnedig dir“; die
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zunD euts en Reichsanzeiger und Königlich Preußisch en Staatsanzeiger. 78
mich gelert“; der :Büttel droht : „Tas woelt jr lenger leben “/ Mein hern mueßt jr: gelt geben“; links weist ein Raubritter lahend auf den Richter: „Auff landt vnd wasser raubt man ser / Noch rauben Taschen richter mer“; nach ihm greift ein Teufel mit höhnischer Gier; „Soelte ich des nit lachen - / Im- - feld vnd vnter dachen / Kan: ich dieb _vnd rauber machen“; das-Ganze fröônt der Spruch, den.eine Hand aus den Wolken . hält: „D Richter hie ‘in diser: welt... Ewr eer. bnd. sel gebt. nit vmb gelt“. Den \cklehten Nichkern gilt au ein Holzschnitt zu Art. 273 (Von alten mißprewchen der halßgeriht): Secchs Schöffen und ein Richter in Narrenkleïdung halten mit verbundenen Augen Gericht ; darüber hält aus den Wolken. eine -Hand den Spruch : „Auf boeß. gewonheyt vrteyl geben, Die - dem“ rechten widerstreben / Ist: diser plinden narren leben“. , Solhe Sprüche finden sich auf allen Holzschnitten, von denen wir hier nur einige wenige ängeführt Haben.
An den Text der Bambergensis {ließt sch ein Abdruck des fogenannten Correctoriums an, das geseßliche Zusäße, Verwaltungs- vorschriften, Rehtsentsheidungen, Gutachten, Zusäße aus der Carolina usw. enthält. Diefe Stüke- wurden handschriftlich - vervielfältigt und so den Druckexemplaren des Gesezbuchs eingefügt. Es standen den Herausgeberu- zwei Handschriften des Correctoriums, eine Bamberger und- eine Züricher, zu Gebote. Die einzelnen Bestandteile find na der Folge der Gesezesartikel, deren Ergänzung oder Erläuterung sie bezwecken, zusammengestellt. - Das \o vollständig und überfichtlich wiedergegebene - Correctorium bietet besonders in den Entscheidungen und: Gutachten wertvolles rechtsge{chichtliches Material: In der-Ein- leitung ist sein Einfluß auf die Carolina und die revidierte Bambergensis von 1580 im--einzelnen nachgewiesea. In einzm Druck der Bam- bergensis von 1538 im Bamberger Kréisarhiv findet sih außer einer
Abschrift des Correctoriums noch éine eingehende romanistifche Glosse
zu vielen Artikeln des Geseßbuchs, teils in den Druck eingetragen, teils auf durch\{ofsenem “Papier beigegeben. Der Zweck dieset um das Jahr 1570, vor der Neuredaktion des Gefeßes, geshriebenen, bon Kobler- und Scheel ebenfalls wiedergegebenen Glofse ‘war, die! Be- stimmungen der Bambergensis aus dem gemeinen -Recht zu erbärtèn. Das ‘ist denn auch unter einer mehr äußerlichen Heranziehung einzelner aus dem Zusammenhang gerissener Quellenstellen und Nechtsregeln ge- schehen; mitunter \pottet die Auslegung der Quellen jeder Kritik. Die Glofse wirft auf die damalige. Rechtsbehandlung ein helles Licht und zeigt, wie sehr man beim Studium des deuischen Rechts auf die rômischen Quellen zurückging. und hierin das. leßte Ende und Amen erblidte ;- si: zeigt auch, gleih allen romanistishen Erzeugnissen jener Zeit; wie man mit dem römischen Rechte umging, um _dadurch déutsches Recht zu verwirklih-n. — Den Schluß“ des zweiten Bandes bilden einige wertvolle Exfkurse, ein Wörterverzeihnis und ein analhtis{Ges Register zu Bambergensis und Correctorium. Fe
Von dem großen Einfluß der Bambergenfis zeugt es,- daß nicht nür ‘in: den fränkischen Ländern der Markgrafex von Brandenburg, fondern’ auch z. B. in Breslau nach ihr geurteilt wurde und- daß be- reits 1510, alfo drei Jahr? nx dem Erlaß des Geseg?s, eineUzber- setzung auf niederdeutschem Boden eren verfaßt von dem Nostoder Verleger und Drucker, zugleih Sekretarius des Rates zu Rostock Hérmann Barkhusen, dem Üeberseßer des Reineke Vos. . Diese nieder- deutfche Uebersezung der Bambergensis. ist -nur- in einem einzigen Exemplar der Großherzoglichen Regiekungsbibliothek-in Schwerin er- balten. Der Text und die Holzschnitte entspreßen éiner 1508 von SFohann Schöffer in Mainz veranstalteten Hochdeut}chèri Ausgabe ; der Originaldruck von 1507 ist alfo von Barkhusen nit benüßzt worden. NaShdem Kohler und Scheel bereits in der Ausgabe dés hochdeutshen Originaldrucks der Bambergensis von der niederdeutshen Ueberseßung Barkhusens eine Probe. der Artikel des matériell-strafrechtlichen Teiles gegeben haben, bieten fie in einem besonderen dritten Bande das Ganze dieses \prahhlih- interessanten Denkmals. Seigelüat ist eine Auswahl aus den strafrechtlihen Artikeln des Lübishen Rechtes nah dem ebenfalls bei Barkthufen erschienenen Originaldruck von 1509. So ist eine Vergleichung des alten und des neuen Rechtes in der Vebergangszeit für Niederdeutshland ermögliht. — Mit der-Heraus- gabe des hohdeutshen Originaldrucks und der niederdeutshzn Ueber- seßung der Bambergensis, der eine mühevolle Arbeit hat vorausgehen müssen, haben sich Kohler und Scheel. ein. neues roßes Verdienst um die Quellenkunde des deutshen Strafrehts erworben.
Gesundheitswesen, Tierkrankheiten und Absperrungs®- maßregeln.
¿« ZLalien.
Die italienishe Regierung hat die für Herkünfte von Smyrna angeordneten Quarantänemaßregln wieder aufs gehoben. (Vergl. „R.-Anz.“ vom 4. d. M., Nr. 234.)
Die Kolonialregierung in Singapore hat die für Herkünfte von Canton angeordneten Q uarantänemaßregeln wieder aufgehoben. (Vergl. „R.-Anz.“ vom 22. Juni d. JF., Nr. 145.)
Französische Besitzungen.
Dur Verordnung des Generalgouverneurs von Fndo-China sind
die für Herkünfte von Hongkong und Swatow angeordneten
Quarantänemaßregetn wieder aufgehoben worden. (Vergl. “R.-Anz.* vom 18.-Juli und-20. August d. J, Nr. 167 und 196.
Aegypten. Der internationale Gesundheitsrat in Alexandrien hat beschlossen, für Herkünfte von Jodia (am Golf von Katsch) das Pest- reglement in den-ägyptishen Häfen-in Kraft zu feten,
(Aus den im Reichsamt des Innern zusammengestellten : „Nachrichten für Handel und Industrie“.)
Beschränkung der Einfuhr von Baumwollsaat und Bestimmungen. zum Shuße des Baumwolklanbaus. Läut einer Verordnung des Gouverneurs von Deutsh-Ostafrika_ vom 4. August 1904 ist die-Einfuhr aller aus Amerika stammenden Baum- wollsaat na Deutsch-Osftafrika verboten. Die Einfuhr aller fonstigen Baumwollsaat darf nur in Tanga und. auf Grund einer Erklärung des Biologisch- Landshaftlichen Instituts Amani, daß die Baumwoll- saat. frei - von Baumwollkapselkäfern und anderen gemeingefährlichen Baumwollshädlingen ist, stattfinden. i
‘Gleichzeitig ist bestimmt, daß jeder Baumwollpflanzer das Auf- treten des Baumwollkapselkäfers oder “ anderer -gemeingefährlicher Baumwollshädlinge in seinen Pflanzungen wie auch das Eintreten darauf hindeutender Anzeichen -fofort nah Entdeckung dem Bio- logisch-Landwirtschaftlichen Institut Amani anzuzeigen hat. Baum- wollpflanzungen,- in denen das Auftreten des Baumwolkapselkäfers, nach Befinden auch anderér ähnlicher gemein ge Ner Insekten nadgewiesen ist, sind auf Anweisung der 2 olizeibehörde dur: Feuer zu vernichten, die betreffenden Felder tief umzuarbeiten und alle Baumwollstauden in. der näheren Umgebung des Feldes zu verbrennen. Außerdem is der weitere Baumwollbau auf dem - be-. fallenen Gebiet auf die Dauer. von zwei Fahren nah stattgefundener
Tasche klagt: „Mit gelt was ih wol beschwert | Falsch rihtér haben
Umarbeitung untersagt. Au müsse die Baumwollpflanzer, selbst

References: Art. 5
 Art. 26
 Art. 56
 Art. 75
 Art. 124
 Art. 25
 Art. 250
 Art. 269
 Art. 265
 Art. 272
 Art. 273