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Timestamp: 2020-04-03 00:37:15+00:00

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Rechtsprechung: MDR 2006, 700 - dejure.org
Weitere Entscheidungen unten: BGH, 21.11.2005 | BGH, 15.12.2005
BGH, 21.11.2005 - II ZR 17/04
https://dejure.org/2005,772
BGH, 21.11.2005 - II ZR 17/04 (https://dejure.org/2005,772)
BGH, Entscheidung vom 21.11.2005 - II ZR 17/04 (https://dejure.org/2005,772)
BGH, Entscheidung vom 21. November 2005 - II ZR 17/04 (https://dejure.org/2005,772)
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Durchgriff für Ausgleichsansprüche bei vermögensloser zweigliedriger GbR erfordert kei-ne Auseinandersetzungsbilanz
Voraussetzungen für die Zulassung einer Revision; Anforderungen an die Darlegung von Zulassungsgründen; Anspruch auf Zahlung aus der Abrechnung gemeinsamer Geschäftstätigkeit in einer GbR
Geltendmachung von Ausgleichsansprüchen der Gesellschafter einer vermögenslosen zweigliedrigen GbR auch bei noch offenen Gesellschaftsverbindlichkeiten
Gesellschaftsverbindlichkeiten; zweigliedrige GbR
Zu den Ausgleichsansprüchen der Gesellschafter einer zweigliedrigen GbR
Zulässigkeit der unmittelbaren Geltendmachung von Ansprüchen unter Gesellschaftern einer BGB -Gesellschaft
Ausgleichsansprüche in der zweigliedrigen GbR
ARGE: Fälligkeit des Ausgleichsanspruchs ohne Auseinandersetzungsbilanz? (IBR 2006, 141)
LG Paderborn, 30.01.2003 - 7 O 107/02
OLG Hamm, 04.12.2003 - 27 U 77/03
NJW-RR 2006, 468
ZIP 2006, 232
WM 2006, 433
BB 2006, 461
DB 2006, 331 (Ls.)
BauR 2006, 832
NZG 2006, 185
Allerdings steht - worauf die Revision zu Recht hinweist - die Auflösung der Gesellschaft der Leistungsklage dann nicht entgegen, wenn - wie die Kläger behaupten - kein Gesellschaftsvermögen (mehr) vorhanden ist (Sen.Urt. v. 21. November 2005 - II ZR 17/04, ZIP 2006, 232 f. Tz. 11;… Sen.Urt. v. 23. Oktober 2006 - II ZR 192/05, ZIP 2006, 2271, 2272 Tz. 10).
In diesem Fall kann der Gesellschafter, der für sich ein Guthaben beansprucht, dieses aufgrund einer vereinfachten Auseinandersetzungsrechnung unmittelbar gegen den ausgleichspflichtigen Gesellschafter geltend machen; Streitpunkte über die Richtigkeit der Schlussrechnung sind in diesem Prozess zu entscheiden (BGH, Urteil vom 5. Juli 1993 - II ZR 234/92, ZIP 1993, 1307, 1309; Urteil vom 21. November 2005 - II ZR 17/04, ZIP 2006, 232 Rn. 10 f.;… Urteil vom 23. Oktober 2006 - II ZR 192/05, ZIP 2006, 2271 Rn. 9 f.; Beschluss vom 25. Januar 2011 - II ZR 280/09, juris;… vgl. auch MünchKommBGB/C. Schäfer, 6. Aufl., § 730 Rn. 2 f.).
Nach der schon erwähnten Rechtsprechung des Senats (BGH, Urteil vom 5. Juli 1993 - II ZR 234/92, ZIP 1993, 1307, 1309; Urteil vom 21. November 2005 - II ZR 17/04, ZIP 2006, 232 Rn. 10 f.;… Urteil vom 23. Oktober 2006 - II ZR 192/05, ZIP 2006, 2271 Rn. 9 f.; Beschluss vom 25. Januar 2011 - II ZR 280/09, juris) kann der Gesellschafter, der nach der Auflösung einer Gesellschaft bürgerlichen Rechts, für sich ein Guthaben beansprucht, dieses unmittelbar gegen den ausgleichspflichtigen Gesellschafter geltend machen, wenn kein (sonstiges) zu liquidierendes Gesellschaftsvermögen mehr vorhanden ist (…vgl. auch MünchKommBGB/C. Schäfer, 6. Aufl., § 730 Rn. 35 und § 735 Rn. 6).
a) Nach der Rechtsprechung des Senats bedarf es zur Geltendmachung des Auseinandersetzungsguthabens einer - von den Gesellschaftern festgestellten - Auseinandersetzungsbilanz nicht, wenn kein zu liquidierendes Gesellschaftsvermögen mehr vorhanden ist (…Sen.Urt. v. 5. Juli 1993 - II ZR 234/92, ZIP 1993, 1307, 1309; v. 21. November 2005 - II ZR 17/04, ZIP 2006, 232 Tz. 10 f.).
In diesem Fall kann der Gesellschafter, der für sich ein Guthaben beansprucht, dieses ausnahmsweise unmittelbar gegen den ausgleichspflichtigen Gesellschafter geltend machen; Streitpunkte über die Richtigkeit der Schlussrechnung sind in diesem Prozess zu entscheiden (…Sen.Urt. v. 5. Juli 1993 aaO; v. 21. November 2005 aaO).
Auseinandersetzung einer Partnerschaftsgesellschaft; Auseinandersetzung in Form …
Jeder Gesellschafter kann und muss seine etwaige Ausgleichsforderung persönlich geltend machen, und zwar in Form einer sog. einfachen Auseinandersetzungsrechnung gegenüber den übrigen Gesellschaftern (BGHZ 26, 126, 128 f. ;… Sen. Urt. v. 14. April 1966 - II ZR 34/64, WM 1966, 706 f.; v. 5. Juni 1993 - II ZR 234/92, ZIP 1993, 1307, 1309; v. 21. November 2005 - II ZR 17/04, ZIP 2006, 232 f.;… siehe zu einem vergleichbaren Fall der Abrechnung nach Kapitalkonten insbesondere auch Sen. Urt. v. 3. Mai 1999 - II ZR 32/98, ZIP 1999, 1003 f.).
Voraussetzung der Fälligkeit des Anspruchs ist, dass eine Auseinandersetzungsbilanz erstellt ist (Palandt/Sprau, 75. Aufl., § 738 Rn. 6, 730 Rz. 5, BGH ZIP 2006, 232; NJW-RR 2007, 245) oder dass der Ausscheidende im Prozess eine Auseinandersetzungsrechnung vorträgt, aus der sich jedenfalls ein bestimmtes Guthaben ergibt (BGH ZIP 1993, 1307).
In diesem Fall können Ausgleichsansprüche und damit auch die vorgelagerten Auskunftsansprüche unmittelbar gegen den ausgleichspflichtigen Gesellschafter geltend gemacht werden (vgl. BGH, Urteil vom 21. November 2005 - II ZR 17/04, ZIP 2006, 232 Rn. 10;… Urteil vom 23. Oktober 2006 - II ZR 192/05, ZIP 2006, 2271 Rn. 10 mwN).
OLG Köln, 24.09.2014 - 5 U 177/12
Ansprüche eines BGB -Gesellschafters nach Auflösung der Gesellschaft
Zwar kann ein Gesellschafter nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs bei einer zweigliedrigen Gesellschaft bürgerlichen Rechts einen Auseinandersetzungs- und Ausgleichsanspruch unmittelbar gegen den Mitgesellschafter geltend machen, wenn sonstiges Gesellschaftsvermögen nicht vorhanden ist (…BGH, Urteile vom 5.7.1993 - II ZR 234/92, iuris Rdn. 15, abgedruckt in ZIP 1993, 1307 ff., vom 14.12.1998 - II ZR 360/97, iuris Rdn. 19, abgedruckt in NJW 1999, 1180 f. und vom 21.11.2005 - II ZR 17/04, iuris Rdn. 10 f., abgedruckt in NJW-RR 2006, 468 f.).
Der gemeinsame Zweck im Sinne des § 705 BGB, zu dessen Förderung sich BGB-Gesellschafter vertraglich, ggf. auch durch konkludentes Handeln, verpflichten, kann unter anderem in der Erhaltung und Verwaltung eines gemeinschaftlichen Gegenstandes wie etwa eines Grundstück bestehen; dies gilt jedenfalls dann, wenn damit Gewinnerzielungsabsicht verbunden ist, so dass sich die Rechtsbeziehung nicht in der gemeinschaftlichen Berechtigung an der Sache selbst erschöpft (vgl. BGH, WM 2006, 433 = NJW-RR 2006, 468; OLG Brandenburg, Urteil vom 13. August 2008, 3 U 176/07, zitiert nach Juris, m.w.N.).
Ist aber das Gesellschaftsvermögen bereits abgewickelt und wird der Fehlbetragsausgleich lediglich zum Ausgleich unter den Gesellschaftern benötigt, so bejaht die Rechtsprechung und die h. M. im Schrifttum einen unmittelbaren, im Klagewege durchsetzbaren Anspruch zwischen den Gesellschaftern und verzichtet bei Überschaubarkeit der Verhältnisse auch auf die Aufstellung einer besonderen Schlussabrechnung (vgl. dazu BGH-Urteil vom 21. November 2005 II ZR 17/04, Deutsches Steuerrecht - DStR - 2006, 577; OLG Köln, Urteil vom 16. September 1998 2 U 25/98, Neue Zeitschrift für Gesellschaftsrecht - NZG - 1999, 152;… Habermeier, a.a. O., § 735 Rz. 4;… Sprau, a.a.O., § 730 Rz. 4).
https://dejure.org/2005,2305
BGH, 15.12.2005 - I ZR 9/03 (https://dejure.org/2005,2305)
BGH, Entscheidung vom 15.12.2005 - I ZR 9/03 (https://dejure.org/2005,2305)
BGH, Entscheidung vom 15. Dezember 2005 - I ZR 9/03 (https://dejure.org/2005,2305)
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Verjährung nach Inkrafttretens des Transportrechtsreformgesetzes; Neue Verjährungsfrist für Ansprüche nach dem alten Transportgesetz; Maßgebliche Rechtslage zum Zeitpunkt der Entstehung von Schuldverhältnis
HGB, KVO, Verjährung
Verjährung von Ansprüchen nach der KVO in der Übergangszeit nach Inkrafttreten des Transportrechtsreformgesetzes
Verjährungsfrist im Transportrecht
LG Duisburg, 21.02.2002 - 21 O 98/01
OLG Düsseldorf, 04.12.2002 - 18 U 68/02
NJW-RR 2006, 618
VersR 2006, 1386
Hierbei entspricht es einem allgemeinen Rechtsgedanken, dass bei einer Änderung der gesetzlichen Bestimmungen über die Verjährung das neue Gesetz auf die zuvor bereits entstandenen, bei Inkrafttreten des Gesetzes noch nicht verjährten Ansprüche Anwendung findet, dass sich jedoch der Beginn sowie die Hemmung und Unterbrechung der Verjährung für die Zeit vor dem Inkrafttreten des neuen Gesetzes nach den bisherigen Regelungen bestimmen (so BGH, Urteil vom 17. Oktober 1960 - VII ZR 216/59, NJW 1961, 25; Urteil vom 23. November 1973 - IV ZR 35/73, NJW 1974, 236, 237 mwN., jeweils zur Verkürzung der Verjährungsfrist; BGH, Urteil vom 15. Dezember 2005 - I ZR 9/03, NJW-RR 2006, 618 Rn. 16 ff. zur Verlängerung der Verjährungsfrist).
Es hat nach alledem - den allgemeinen Grundsätzen des intertemporalen Verjährungsrechts entsprechend (s. Artt. 169 Abs. 1 S. 1, 229 § 6 Abs. 1 S. 1, 231 § 6 Abs. 1 S. 1 EGBGB, vgl. hierzu auch BGH, Urteil v. 15.12.2005 - I ZR 9/03 , NJW-RR 2006, 618 [618 f.], Rz. 16) - dabei zu verbleiben, dass § 33 Abs. 5 GWB (2005) seit dem Tag seiner Geltung auch auf bereits zuvor entstandene und noch nicht verjährte Schadensersatzansprüche anzuwenden ist.
125 Demgegenüber hat sich der I. ZS des BGH in einer Entscheidung dafür ausgesprochen (TranspR 2006, 70ff), dass für einen im Zeitpunkt des Inkrafttretens des Transportrechtsreformgesetzes im Jahr 1998 noch nicht verjährten transportrechtlichen Anspruch die neue längere Verjährungsfrist gelte, sofern er nach dem neuen Recht einer längeren Verjährung unterliegt als nach dem früheren Recht.
Nach dem Rechtsgedanken des Art. 169 EGBGB beurteilt sich die Verjährung deshalb nach den zu diesem Zeitpunkt maßgeblichen Verjährungsvorschriften (vgl. auch BGH, Urt. v. 15.12.2005 - I ZR 9/03, TranspR 2006, 70, 71).
Der Schuldner hat kein Recht auf den Fortbestand der bisherigen Verjährungsmöglichkeit; er wird durch eine Verlängerung der Verjährung nicht unzumutbar belastet (BGH 15. Dezember 2005 - I ZR 9/03 - NJW-RR 2006, 618, 619, zu II 2 b der Gründe).

References: § 730
 § 730
 § 735
 § 738
 BGH 
 § 705
 § 735
 § 730
 § 6
 § 6
 § 33
 BGH 
 Art. 169