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Timestamp: 2020-02-24 08:25:40+00:00

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Schornsteinfegermeister Karsten Fleck
Lenzhalde 30, 72280 Dornstetten
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Errichtung, Änderung oder Austausch von Feuerungsanlagen
Nach den baurechtlichen Bestimmungen sind Baumaßnahmen an Feuerungsanlagen verfahrensfrei.
Dies gilt :
- für die Errichtung eines Schornsteins
- für die Verminderung des Schornsteinquerschnitts
- für die Installation einer Abgasleitung
- für die Neuinstallation, Änderung oder den Austausch einer Feuerstätte
Es besteht jedoch eine Anzeigepflicht beim bevollmächtigten Bezirksschornsteinfeger (bBsf) vor der Baumaßnahme und eine Abnahmepflicht vor der Inbetriebnahme der Feuerungsanlage.
Die gilt für alle Feuerungsanlagen mit festen, flüssigen und gasförmigen Brennstoffen.
Sie benötigen eine Bescheinigung des bBsf über die Brandsicherheit und die sichere Abführung der Verbrennungsgase.
Die Landesbauordnung (LBO § 50) fordert vom Bauherrn, Eigentümer oder Betreiber:
Mindestens 10 Tage vor Beginn der Installation, des Austauschs oder Veränderung von
- Schornsteinen im oder am Gebäude
- Schornsteinquerschnitten (Sanierung)
- Abgasleitungen im oder am Gebäude
sind dem bevollmächtigten Bezirksschornsteinfeger die erforderlichen technischen Angaben über Feuerungsanlagen (TAF-Blatt) vorzulegen.
Damit Ihre Feuerungsanlage sicher betrieben werden kann und unnötige, zum Teil erhebliche Kosten für die Mängelbeseitigung vermieden werden können, empfehle ich Ihnen, eine Bauzustandsbesichtigung durch den bBsf vor dem Verputzen der Schornsteine durchführen zu lassen. Dadurch schaffen Sie die besten Voraussetzungen für die mängelfreie Bescheinigung über die Brandsicherheit und die sichere Abführung der Verbrennungsgase Ihrer Feuerungsanlage.
Formblatt Technische Angaben über Feuerungsanlagen BW-TAF
Erläuterungen zum TAF-Blatt TAF-Erläuterung
Edelstahlschornsteine (Neuerung seit 01.01.2012)
Edelstahlschornstein am Gebäude: Wird ein Edelstahlschornstein an der Außenwand im Freien montiert, müssen Dach- und Deckendurchführungen immer hinterlüftet werden. Als Abstand zu brennbaren Bauteilen sind die vom Schornsteinhersteller in der Montageanleitung oder in der Klassifizierung vorgegebenen Abstandsmaße einzuhalten. Für die Hinterlüftung müssen die vom Hersteller angefertigten Rosetten bzw. Abdeckbleche verwendet werden. Der Regenkragen muss mindestens auf 3,0 cm angehoben werden, damit die in der Hinterlüftung aufströmende Luft oben wieder austreten kann um eine Kühlung zu erwirken.
Alternativ kann ein zugelassenes Decken- oder Dachdurchführungselement aus speziellem Baustoff verwendet werden. Das Durchführungselement muss mit einer Zulassungsnummer gekennzeichnet sein.
Edelstahlschornstein im Gebäude:
Seit dem 01.01.2012 ist die Bekanntmachung des Innenministeriums über die Verwendung von Schornsteinbauelementen aus Edelstahl und Abgasleitungen, abweichend von der allgemeinen baurechtlichen Zulassung (Edelstahlerlass), nicht mehr gültig. Die Bekanntmachung wurde nicht verlängert und ist daher aufgrund der Verfallsautomatik nach 7 Jahren außer Kraft getreten.
In § 7 Abs. 8 der Feuerungsverordnung für Baden-Württemberg wird u. a. bestimmt, dass Schornsteine in Gebäuden eine Feuerwiderstandsdauer von 90 Minuten (feuerbeständig = F90) haben müssen. Systemabgasanlagen nach DIN EN 1856-1 mit einer durchgängigen Außenschale aus Metall können zwar rußbrandbeständig sein, erfüllen jedoch nicht die Anforderungen der Feuerbeständigkeit im Sinne des baulichen Brandschutzes. Hieraus ergibt sich, dass im Gebäude bei Schornsteinen mit einer durchgängigen Außenschale aus Metall ein durchgängiger feuerbeständiger Schacht erforderlich ist. Die möglichen Bauprodukte für den Schacht werden in der DIN V 18160-1:2006:01 unter Nr. 7.2.3 aufgeführt:
 Außenschalen aus Beton nach DIN EN 1858 oder DIN EN 12446 in F 90 – Qualität;
 Bauprodukte mit bauaufsichtlichem Verwendbarkeitsnachweis zur Herstellung der Außenschale
von Schornsteinen in F 90 – Qualität;
 Mauerziegel nach DIN 105-1 und DIN 105-3 außer Hochlochziegel C mit Wanddicke ≥11,5 cm;
 Kalksandsteine nach DIN 106-1 oder DIN 106-2 mit Wanddicke ≥11,5 cm;
 Hüttensteine nach DIN 398 mit Wanddicke ≥11,5 cm;
 Porenbeton-Blocksteine nach DIN 4165 mit einer Wanddicke ≥10 cm;
 Hohlblocksteine aus Leichtbeton nach DIN 18151 mit einer Wanddicke ≥17,5 cm;
 Vollsteine aus Leichtbeton nach DIN 18152 mit einer Wanddicke ≥11,5 cm;
Soll auf den Schacht verzichtet werden, so ist diese Abweichung von technischen Bauvorschriften nach den Vorgaben der Landesbauordnung § 56 bei der zuständigen unteren Bauverwaltungsbehörde, zu beantragen. Im Antrag ist darzulegen, auf welche andere Weise dem Zweck der Vorschrift im konkreten Einzelfall entsprochen wird. In einer solchen Beurteilung kann beispielsweise berücksichtigt werden, wenn eine Abgasanlage durch nicht mehr als eine Nutzungseinheit führt, keine anderen Geschosse überbrückt oder über einen geeigneten Berührungsschutz (z.B. hinterlüftetes Schutzrohr) verfügt.
Falls dann ein doppelwandiger Edelstahlschornstein ohne feuerbeständigen Schacht und ohne Hinterlüftung durch eine Decke oder ein Dach mit Bauteilen aus brennbaren Baustoffen geführt wird, so sind entweder die Abstandsregelungen des § 8 Abs. 4 FeuVO (20 cm nichtbrennbarere Baustoff geringer Wärmeleitfähigkeit) einzuhalten oder es sind Bauelemente zur Herstellung von Durchführungen einzusetzen, deren Verwendbarkeit über eine allgemeine bauaufsichtlichen Zulassung nachgewiesen ist.
Bitte fragen Sie im Zweifelsfall immer Ihren zuständigen Bezirksschornsteinfegermeister!
Abgasleitungen / konzentrische Abgasleitungen (Neuerung seit 01.01.2012)
Nach § 7 Abs. 7 der Feuerungsverordnung für Baden-Württemberg muss im Gebäude jede Abgasleitung in einem eigenen Schacht angeordnet sein. Dies gilt nicht für Abgasleitungen in Aufstellräumen von Feuerstätten sowie für Abgasleitungen, die mit Unterdruck betrieben werden und eine Feuerwiderstandsdauer von mindestens 90 Minuten haben. Die Anordnung mehrerer Abgasleitungen in einem gemeinsamen Schacht ist zulässig, wenn
2. die zugehörigen Feuerstätten in demselben Geschoß aufgestellt sind,
Eine prinzipielle Durchgängigkeit der Schächte für Abgasleitungen wird im Gegensatz zu Schächten für Schornsteine in der Feuerungsverordnung nicht gefordert.
Die möglichen Bauprodukte für den Schacht werden in der DIN V 18160-1:2006:01 unter Nr. 8.2.3 aufgeführt:
 Außenschalen nach DIN V 18160-1:2006:01 Nr. 7.2.3;
 Bei Abgasleitungen bis zur Temperaturklasse T 200 Schächte für Abgasleitungen in F 30 - bzw.
F 90 – Qualität;
von Abgasleitungen in F 30 – bzw. F 90 – Qualität.
Soll auf den Schacht verzichtet werden, so ist diese Abweichung von technischen Bauvorschriften nach den Vorgaben der Landesbauordnung § 56 bei der zuständigen unteren Bauverwaltungsbehörde, zu beantragen. Im Antrag ist darzulegen, auf welche andere Weise dem Zweck der Vorschrift im konkreten Einzelfall entsprochen wird. In einer solchen Beurteilung kann beispielsweise berücksichtigt werden, wenn eine Abgasanlage durch nicht mehr als eine Nutzungseinheit führt, keine anderen Geschosse überbrückt oder über einen geeigneten Berührungs- bzw. Deformationsschutz verfügt. Gegebenfalls erforderliche Brandschutzabstände sind einzuhalten.
Schornsteintechnik (Grundlegendes und Abstandsmaße)
Sicherheitseinrichtungen über Dach (Leitern, Tritte, Laufstege usw.)
Sicherheitseinrichtungen für Schornsteinfegerarbeiten über Dach nach den Vorgaben der Berufsgenossenschaft.
Mündungsausführung einer Abgasleitung neben einem Schornstein für feste Brennstoffe über Dach
Mündung Abgasleitung über Dach
Dunstabzugshauben und andere Ventilatoren contra Feuerungsanlagen
Dunstabzugshaube 2
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References: § 50
 § 7
 § 56
 § 8
 § 7
 § 56