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Timestamp: 2020-06-02 20:11:32+00:00

Document:
Oberlandesgericht Rostock, Urteil vom 21. Oktober 2015, Az.: 2 U 23/15
Aktenzeichen: 2 U 23/15
KontoauszugPreis für die Zusendung per Post 2,00 EUR,
Die Preisklausel ist gem. § 307 Abs. 3 S. 1 BGB der Inhaltskontrolle unterworfen. Besteht - wie hier mit § 675d Abs. 3 BGB - eine gesetzliche Vergütungsregelung, sind ausnahmsweise auch Abreden kontrollfähig, die unmittelbar die Höhe der Vergütung festlegen (BGH, Urteil vom 17.12.2013 - XI ZR 66/13, BGHZ 199, 281; Urteil vom 28.7.2015 - XI ZR 434/14, NJW 2015, 3025 Rn. 28; Palandt-Grüneberg, BGB, 74. Aufl., § 307 Rn. 46).
Kontoauszug Preis für Selbstabholer am Kontoauszugdrucker - EUR Preis für die Zusendung per Post 2,00 EUR Hinweis: Die Preise für weitere Dienstleistungen ... entnehmen Sie bitte dem Preis- und Leistungsverzeichnis.Kontoauszüge sind gem. § 675d Abs. 1 S. 1, Abs. 3 S. 1 BGB, Art. 248 § 10 S. 2 EGBGB monatlich kostenlos zu übermitteln. Ein Entgelt darf gem. § 675d Abs. 3 S. 1 BGB nur vereinbart werden, wenn die Bank Kontoauszüge auf Verlangen des Kunden häufiger (Nr. 1) oder mit anderen Kommunikationsmittel als vereinbart (Nr. 3) übermittelt.
Durch das Preis- und Leistungsverzeichnis wird - entgegen der Auffassung des Landgerichts - selbst ohne verwenderfeindliche Auslegung (§ 305c Abs. 2 BGB) die unzulässige Preisklausel im Preisaushang nicht transparent (§ 307 Abs. 1 S. 2 BGB) präzisiert oder relativiert.
Erstellung und Bereitstellung am Kontoauszugdrucker unentgeltlich Bereitstellung/Übermittlung auf Verlangen des Kunden, soweit über das Vereinbarte hinausgehend (pro Vorgang) - Tages-/Wochen-/Monatsauszug - bei Postversand 2,00 - bei Abholen in der Geschäftsstelle 0,50 Die erstmalige Erstellung und Übermittlung von Rechnungsabschlüssen erfolgt stets unentgeltlich.- Postversand von am Kontoauszugsdrucker nach 90 Tagen nicht abgerufenen Kontoauszügen und Rechnungsabschlüssen Portokosten Diese Formulierung entspricht § 675d Abs. 3 S. 1 BGB, denn die gesetzlichen Entgeltvoraussetzungen €auf Verlangen des Kunden€ sowie €über das Vereinbarte hinausgehend€ sind korrekt enthalten.
Soweit der Verfügungskläger der Verfügungsbeklagten auch verbieten lassen will, von ihren Kunden ein klauselgemäßes Entgelt von 2,00 € tatsächlich zu verlangen, muss dies nicht gesondert tenoriert werden, da es schon unter das gem. § 1 UKlaG zu unterlassene €Verwenden€ fällt.
Az: 2 U 23/15
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References: § 307
 § 675
 § 307
 § 675
 Art. 248
 § 10
 § 675
 § 675
 § 1