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Timestamp: 2018-06-21 17:40:50+00:00

Document:
VIS BE DolmPrV BE | Landesnorm Berlin | Gesamtausgabe | Verordnung über die Staatliche Prüfung für Übersetzer und Übersetzerinnen vom 2. Juli 1990 | gültig ab: 22.07.1990
Verordnung über die Staatliche Prüfung für Übersetzer und...
§ 1 - § 5b Abschnitt I - Allgemeine Bestimmungen
§ 6 - § 14 Abschnitt II - Prüfungsverfahren
§ 15 - § 21 Abschnitt III - Abschluß der Prüfung
§ 22 - § 22 Abschnitt IV - Schlußbestimmungen
juris-Abkürzung: DolmPrV BE
Ausfertigungsdatum: 02.07.1990
Gültig ab: 22.07.1990
Fundstelle: GVBl. 1990, 1458
Gliederungs-Nr: 2233-1-1
Verordnung über die Staatliche Prüfung
für Übersetzer und Übersetzerinnen
Vom 2. Juli 1990
Stand: letzte berücksichtigte Änderung: Inhaltsübersicht, §§ 1, 11, 12, 15, Anlagen 1 und 2 geändert, §§ 5a und 5b eingefügt durch Artikel XXIII der Verordnung vom 12.10.2006 (GVBl. S. 1018)
Verordnung über die Staatliche Prüfung für Übersetzer und Übersetzerinnen vom 2. Juli 1990 22.07.1990
Eingangsformel 22.07.1990
Abschnitt I - Allgemeine Bestimmungen 22.07.1990
§ 1 - Prüfungsamt 29.10.2006
§ 2 - Zulassungsvoraussetzungen 22.07.1990
§ 3 - Zulassungsantrag 22.07.1990
§ 4 - Zulassungsentscheidung 22.07.1990
§ 5 - Prüfungsanforderungen 22.07.1990
§ 5a - Prüfungsausschuss 29.10.2006
§ 5b - Gebühren 29.10.2006
Abschnitt II - Prüfungsverfahren 22.07.1990
§ 6 - Durchführung der Prüfung 22.07.1990
§ 7 - Niederschriften 22.07.1990
§ 8 - Ausschluß 22.07.1990
§ 9 - Aufsichtsarbeiten 22.07.1990
§ 10 - Hausarbeiten 22.07.1990
§ 11 - Begutachtung der schriftlichen Prüfungsleistungen 29.10.2006
§ 12 - Vorkonferenzen 29.10.2006
§ 13 - Mündliche Prüfung 22.07.1990
§ 14 - Begutachtung der mündlichen Prüfungsleistungen 22.07.1990
Abschnitt III - Abschluß der Prüfung 22.07.1990
§ 15 - Bewertung der Prüfungsleistungen 29.10.2006
§ 16 - Gesamtergebnis 22.07.1990
§ 17 - Bekanntgabe, Akteneinsicht 22.07.1990
§ 18 - Wiederholung der Prüfung 22.07.1990
§ 19 - Urkunde, Zeugnis 22.07.1990
§ 20 - Rücktritt, Säumnis 22.07.1990
§ 21 - Regelwidriges Verhalten 22.07.1990
Abschnitt IV - Schlußbestimmungen 22.07.1990
§ 22 - Inkrafttreten 22.07.1990
Anlage 1 29.10.2006
Anlage 2 29.10.2006
§ 4 Zulassungsentscheidung
§ 5a Prüfungsausschuss
§ 5b Gebühren
§ 9 Aufsichtsarbeiten
§ 10 Hausarbeiten
§ 11 Begutachtung der schriftlichen Prüfungsleistungen
§ 12 Vorkonferenzen
§ 14 Begutachtung der mündlichen Prüfungsleistungen
Abschluß der Prüfung
§ 16 Gesamtergebnis
§ 17 Bekanntgabe, Akteneinsicht
§ 19 Urkunde, Zeugnis
§ 20 Rücktritt, Säumnis
§ 21 Regelwidriges Verhalten
Auf Grund des § 7 des Gesetzes über die Staatliche Prüfung für Übersetzer und Übersetzerinnen vom 19. Juni 1990 (GVBl. S. 1278) wird verordnet:
(1) Die Prüfungen für Übersetzer finden einmal jährlich statt. Die Prüfungen erstrecken sich jeweils auf Deutsch und eine andere Sprache.
(2) Der Leiter des Prüfungsamtes für Lehramtsprüfungen Berlin ist zugleich Leiter des Staatlichen Prüfungsamtes für Übersetzer Berlin.
Die Zulassung zur Prüfung setzt voraus
mindestens den Realschulabschluß oder eine gleichwertige Schulbildung in der einen Prüfungssprache (Ausgangssprache),
eine angemessene einschlägige Vorbildung oder Berufspraxis in der anderen Prüfungssprache (Zielsprache); als angemessene Vorbildung gilt
eine mindestens dreijährige Ausbildung an einer fachlich qualifizierten Ausbildungsstätte für Übersetzer oder
ein erfolgreich abgeschlossenes Hochschulstudium der Zielsprache oder
eine mindestens dreijährige hauptberufliche Praxis als Übersetzer oder
eine mindestens fünfjährige hauptberufliche Tätigkeit im Zielsprachengebiet, die mit dem ständigen intensiven mündlichen und schriftlichen Gebrauch der Zielsprache und Übersetzungstätigkeiten verbunden war.
(1) Die Zulassung zur Prüfung ist in der Zeit vom 1. Juli bis spätestens zum 31. August eines jeden Jahres von dem Bewerber schriftlich beim Prüfungsamt zu beantragen.
(2) In dem Antrag ist anzugeben, auf welche Ausgangs- und welche Zielsprache sich die Prüfung erstrecken soll und welches Fachgebiet (§ 5 Abs. 2) gewählt wird. In dem Antrag ist ferner anzugeben, ob der Bewerber bereits anderweitig zu einer Übersetzerprüfung zugelassen ist, eine solche bereits abgeschlossen oder einmal ohne Erfolg wiederholt hat. Dem Antrag sind beizufügen
ein Lebenslauf, der die für den Entwicklungs- und Bildungsweg des Bewerbers wesentlichen Daten und Angaben enthalten muß,
Urkunden und Zeugnisse, die die Erfüllung der Voraussetzungen gemäß § 2 nachweisen, in beglaubigter Fotokopie und gegebenenfalls mit beglaubigter Übersetzung.
(1) Über den Antrag auf Zulassung zur Prüfung entscheidet das Prüfungsamt. Über die Zulassung oder Nichtzulassung erhält der Bewerber einen schriftlichen Bescheid. Die Zulassung erfolgt nach Eingang der Prüfungsgebühr.
(2) Die Nichtzulassung ist zu begründen und mit einer Rechtsbehelfsbelehrung zu versehen.
(1) In der Prüfung muß der Kandidat für beide Prüfungssprachen nachweisen:
die sichere Beherrschung der Sprachen, ihrer Grammatik, Lexik, Idiomatik, Stilistik und Orthographie,
Gewandtheit im schriftlichen und mündlichen Ausdruck,
die Fähigkeit, Inhalt und Sprachform vorgelegter Texte in der Übersetzung treffend wiederzugeben,
die Fähigkeit, mögliche Mißverständnisse und Fehldeutungen vorauszusehen und zu verhindern,
hinreichende Kenntnis der politischen, wirtschaftlichen und kulturellen Strukturen und Probleme der betroffenen Sprachgebiete,
Kenntnis der einschlägigen sprachlichen und fachlichen Hilfsmittel.
(2) Der Kandidat muß in einem von ihm gewählten Fachgebiet vertiefte Kenntnisse nachweisen. Von dem Kandidaten werden Grundkenntnisse der Sachzusammenhänge des gewählten Fachgebiets sowie die sichere Beherrschung der wissenschaftlichen Terminologie erwartet. Als Fachgebiete gelten Rechtswesen, Wirtschaft, Technik, Naturwissenschaften, Geisteswissenschaften und Sozialwissenschaften.
(1) Für jedes Prüfungsverfahren wird ein Prüfungsausschuss gebildet. Der Prüfungsausschuss besteht aus dem Leiter des Prüfungsamtes oder dessen Vertreter als Vorsitzendem sowie zwei Fachprüfern, die vom Vorsitzenden des Prüfungsausschusses bestellt werden.
(2) Das Prüfungsamt beruft geeignete Personen als Fachprüfer für die Dauer eines Jahres. Sie müssen Deutsch und eine andere Sprache als Prüfungssprachen beherrschen und über Qualifikationen und Erfahrungen als Übersetzer, Dolmetscher oder Sprachlehrer verfügen.
(3) Die Mitglieder des Prüfungsausschusses sind zur Teilnahme an den Prüfungen und den Beratungen des Prüfungsausschusses verpflichtet. Sie unterliegen der Pflicht zur Verschwiegenheit über alle mit der Prüfung zusammenhängenden Vorgänge.
(4) Der Vorsitzende des Prüfungsausschusses leitet die Prüfung. Der Prüfungsausschuss entscheidet nach ausführlicher Beratung über die Prüfungsleistungen. Jeder Fachprüfer ist verpflichtet, ein Notenvotum über die Prüfungsleistung abzugeben. Die Note ergibt sich als arithmetisches Mittel aus den Einzelvoten.
(1) Für Prüfungen wird eine Gebühr in Höhe von 350 € erhoben. Sie setzt sich zusammen aus einem Verwaltungskostenanteil von 50 € und einem Prüfungskostenanteil von 300 €. Der Verwaltungskostenanteil wird mit Beginn des Verwaltungsverfahrens fällig, der Prüfungskostenanteil vor der Durchführung des Prüfungsverfahrens.
(2) Für Wiederholungsprüfungen ist die Gebühr erneut zu entrichten.
(3) Tritt der Kandidat aus Gründen, die er nicht zu vertreten hat, von der Prüfung zurück, so wird eine Rahmengebühr in Abhängigkeit vom bereits angefallenen Verwaltungs- und Prüfungsaufwand in einer Höhe zwischen 50 und 250 € erhoben.
(4) Für Entscheidungen über Widersprüche in Prüfungsangelegenheiten werden ein Verwaltungskostenanteil von 25 € sowie eine Gebühr erhoben. Diese beträgt
für jede Aufsichtsarbeit, die im verwaltungsinternen Kontrollverfahren begutachtet und erneut bewertet wird,
für jede Hausarbeit, die im verwaltungsinternen Kontrollverfahren begutachtet und erneut bewertet wird,
für jede mündliche Prüfungsleistung, die im verwaltungsinternen Kontrollverfahren begutachtet und erneut bewertet wird,
Die Gebühr wird mit Beginn des Verwaltungsverfahrens fällig. Wird der Widerspruch lediglich fristwahrend eingelegt und seine Aufrechterhaltung vom Ergebnis der Einsichtnahme in die Prüfungsakte abhängig gemacht, so gilt als Verfahrensbeginn im Sinne des § 6 Nr. 10 Satz 2 des Übersetzergesetzes die Einreichung der Begründung des Widerspruches; unbeschadet dessen sind Kosten für die Herstellung von Fotokopien vorab zu erstatten.
(5) Wird dem Widerspruch ganz oder teilweise stattgegeben, so wird die Gebühr für jene Prüfungsleistungen erstattet, in denen der Widerspruch erfolgreich ist. Der Verwaltungskostenanteil wird nur erstattet, wenn dem Widerspruch insgesamt stattgegeben wird.
(1) Die Prüfung beginnt mit der Zulassung.
(2) Die Prüfungsaufgaben für die schriftlichen Prüfungsteile werden vom Prüfungsamt gestellt. Es holt dafür Aufgabenvorschläge von Fachprüfern ein.
(3) Die Aufgaben für die Hausarbeiten werden nach der Begutachtung der Aufsichtsarbeiten gestellt.
(1) Über die Prüfungen und über die Beratungen des Prüfungsausschusses werden Niederschriften gefertigt. Sie sollen Angaben über die Zusammensetzung des Ausschusses, den Kandidaten, den Verlauf der Prüfung, die Bewertung der Einzelleistungen, das Gesamtergebnis sowie gegebenenfalls über besondere Vorkommnisse enthalten.
(2) Die Niederschrift ist von den Mitgliedern des Prüfungsausschusses zu unterzeichnen. Die Niederschrift über den Verlauf der Aufsichtsarbeiten ist nur vom Aufsichtsführenden zu unterzeichnen.
Besteht die Besorgnis der Befangenheit gegenüber einem Mitglied das Prüfungsausschusses, so entscheidet der Prüfungsausschuß über den Ausschluß des Mitglieds. Der Betroffene darf an der Entscheidung selbst nicht mitwirken.
(1) Der Prüfungsteil der Aufsichtsarbeiten besteht aus fünf Einzelleistungen, und zwar
einem Aufsatz in der Zielsprache über ein politisches, wirtschaftliches oder kulturelles Thema aus dem Sprachgebiet der Zielsprache; es werden drei Themen zur Wahl gestellt (Bearbeitungszeit drei Stunden),
der Übersetzung je eines Textes allgemeinen Inhalts aus der Zielsprache in die Ausgangssprache und umgekehrt im Umfang von jeweils etwa 30 Schreibmaschinenzeilen (Bearbeitungszeit drei Stunden),
der Übersetzung je eines dem gewählten Fachgebiet entnommenen Textes aus der Zielsprache in die Ausgangssprache und umgekehrt im Umfang von jeweils etwa 30 Schreibmaschinenzeilen (Bearbeitungszeit etwa drei Stunden).
Die Benutzung von Hilfsmitteln ist nicht zulässig.
(2) Arbeiten, bei denen äußerliche Mängel das Lesen erheblich behindern, können zurückgewiesen werden. Die betreffende Aufsichtsarbeit kann einmal wiederholt werden. Wird diese Arbeit gleichfalls wegen äußerlicher Mängel zurückgewiesen, gilt die Prüfung als nicht bestanden. Die Entscheidung trifft das Prüfungsamt.
(1) Der Prüfungsteil der Hausarbeiten besteht aus vier Einzelleistungen, und zwar
der Übersetzung je eines schwierigen Textes allgemeinen Inhalts aus der Zielsprache in die Ausgangssprache und umgekehrt im Umfang von jeweils etwa 90 Schreibmaschinenzeilen;
der Übersetzung je eines schwierigen, dem gewählten Fachgebiet entnommenen Textes aus der Zielsprache in die Ausgangssprache und umgekehrt im Umfang von jeweils etwa 60 Schreibmaschinenzeilen.
Für die Anfertigung der Hausarbeiten stehen dem Kandidaten 14 Kalendertage zur Verfügung. Die Arbeiten sind spätestens am 14. Tag nach der Übergabe der Texte beim Prüfungsamt abzugeben oder bei einem Postamt aufzugeben. Die Arbeiten sind in Maschinenschrift zu verfassen; über Ausnahmen entscheidet das Prüfungsamt auf Antrag. Der Kandidat hat sämtliche benutzten Hilfen und Hilfsmittel anzugeben und schriftlich zu versichern, daß er die Arbeiten selbständig angefertigt und dabei keine weiteren Hilfen und Hilfsmittel in Anspruch genommen hat.
(2) Arbeiten, die diesen Anforderungen nicht entsprechen, können zurückgewiesen werden. Die Prüfung gilt in diesem Fall als nicht bestanden. Die Entscheidung trifft das Prüfungsamt.
Begutachtung der schriftlichen Prüfungsleistungen
(1) Über jede schriftliche Prüfungsleistung werden zwei schriftliche Fachgutachten erstellt. Der Vorsitzende des Prüfungsausschusses beauftragt Fachprüfer mit der Begutachtung der einzelnen Prüfungsleistungen.
(2) Jeder der beauftragten Fachprüfer korrigiert die Prüfungsleistung und erstellt ein Gutachten, in dem er zusammenfassend zu den Vorzügen und Mängeln der Arbeit Stellung nimmt. Das Gutachten schließt mit einem Bewertungsvorschlag ab.
(3) Die abschließende Bewertungsentscheidung wird auf der Grundlage der Notenvoten der Fachprüfer getroffen.
(1) Der Prüfungsausschuß entscheidet in einer Vorkonferenz über die Bewertung der schriftlichen Prüfungsleistungen. Die Vorkonferenz findet nach der Begutachtung der Hausarbeiten statt.
(2) Lautet für die Aufsichtsarbeiten einer der Bewertungsvorschläge "ungenügend" (6,0) oder "mangelhaft" (5,0), so entscheidet der Prüfungsausschuß in einer Vorkonferenz vor der Aufgabenstellung für die Hausarbeiten über die endgültige Bewertung der Arbeiten.
(3) Ergibt sich nach der Entscheidung in der Vorkonferenz, daß der Kandidat nach § 16 Abs. 2 die Prüfung nicht mehr bestehen kann, so wird sie abgebrochen. Die Prüfung gilt dann als nicht bestanden. Im übrigen werden dem Kandidaten die Bewertungen der schriftlichen Arbeiten vor der mündlichen Prüfung mitgeteilt.
(1) Der Prüfungsteil der mündlichen Prüfung besteht aus vier Prüfungsleistungen, und zwar
der Stegreifübersetzung eines Textes aus dem gewählten Fachgebiet (15 Minuten),
der Stegreifübersetzung eines Textes allgemeinen Inhalts (15 Minuten),
einem Prüfungsgespräch über politische, wirtschaftliche und kulturelle Gegenwartsfragen beider Sprachgebiete (30 Minuten),
einem Prüfungsgespräch über fachliche und sprachliche Hilfsmittel (10 Minuten).
(2) Die Texte zu Absatz 1 Nr. 1 und 2 dürfen nicht derselben Sprache entnommen werden. Das Prüfungsgespräch zu Absatz 1 Nr. 3 findet je zur Hälfte in der Ausgangs- und in der Zielsprache statt. Zu den Prüfungsleistungen nach Absatz 1 Nr. 1 und 2 gehört die Erörterung von sachlichen und sprachlichen Problemen anhand des jeweiligen Textes.
(3) Der Vorsitzende des Prüfungsausschusses kann veranlassen, daß bestimmte Gebiete berücksichtigt werden, und selbst Fragen stellen.
(4) Gäste dürfen, soweit es die räumlichen Verhältnisse gestatten und weder der Prüfungskandidat noch ein Mitglied der Prüfungskommission Einspruch erheben, bei den mündlichen Prüfungen zuhören.
Begutachtung der mündlichen Prüfungsleistungen
(1) Jede mündliche Prüfungsleistung wird vom Prüfungsausschuß bewertet.
(2) Wenn erhebliche Mängel in einer Prüfungsleistung vorliegen, kann der Vorsitzende des Prüfungsausschusses die mündliche Prüfung zur Beratung unterbrechen. Ergibt sich dabei, daß der Kandidat nach § 16 Abs. 2 die Prüfung nicht mehr bestehen kann, so wird sie abgebrochen. Die Prüfung ist dann nicht bestanden.
(1) Bei der Bewertung der einzelnen schriftlichen und mündlichen Prüfungsleistungen werden folgende Noten erteilt
"sehr gut" (1,0), wenn die Leistung den Anforderungen in besonderem Maße entspricht;
"gut" (2,0), wenn die Leistung den Anforderungen voll entspricht;
"befriedigend" (3,0), wenn die Leistung im allgemeinen den Anforderungen entspricht;
"ausreichend" (4,0), wenn die Leistung zwar Mängel aufweist, aber im ganzen den Anforderungen noch entspricht;
"mangelhaft" (5,0), wenn die Leistung den Anforderungen nicht entspricht, jedoch erkennen läßt, daß die notwendigen Grundkenntnisse vorhanden sind und die Mängel in absehbarer Zeit behoben werden können;
"ungenügend" (6,0), wenn die Leistung den Anforderungen nicht entspricht und selbst die Grundkenntnisse so lückenhaft sind, daß die Mängel in absehbarer Zeit nicht behoben werden können.
Es können folgende Zwischennoten erteilt werden: 1,3; 1,7; 2,3; 2,7; 3,3; 3,7.
(2) Jede Note wird aus dem bis auf zwei Dezimalstellen ohne Rundung errechneten arithmetischen Mittel der abgegebenen Notenvoten der Mitglieder des Prüfungsausschusses errechnet.
(1) Nach Abschluß der Prüfung stellt der Vorsitzende des Prüfungsausschusses das Gesamtergebnis fest.
keine Hausarbeit schlechter als "ausreichend" (4,0)
unter den Aufsichtsarbeiten keine mit "ungenügend" (6,0) und höchstens eine mit "mangelhaft" (5,0), zugleich aber mindestens eine Übersetzungsleistung mit "befriedigend" (3,0) oder besser und
unter den mündlichen Prüfungsleistungen keine mit "ungenügend" (6,0) und höchstens eine mit "mangelhaft" (5,0), zugleich aber mindestens eine der in § 13 Abs. 1 Nr. 1 bis 3 genannten Prüfungsleistungen mit "befriedigend" (3,0) oder besser
(3) Das Gesamtergebnis der bestandenen Prüfung wird aus den Bewertungen aller schriftlichen und mündlichen Prüfungsleistungen bei gleicher Gewichtung als Durchschnittswert bis auf zwei Dezimalstellen ohne Rundung errechnet.
(4) Dem errechneten Gesamtergebnis der bestandenen Prüfung entspricht die Gesamtnote nach folgender Zuordnung:
1,00 bis 1,49 = "sehr gut bestanden"
1,50 bis 2,49 = "gut bestanden"
2,50 bis 3,49 = "befriedigend bestanden"
3,50 bis 4,00 = "bestanden".
Bekanntgabe, Akteneinsicht
(1) Der Kandidat kann im unmittelbaren Anschluß an die Bekanntgabe des Prüfungsergebnisses verlangen, daß ihm die tragenden Erwägungen für die Bewertung der Prüfungsleistungen vom Vorsitzenden des Prüfungsausschusses eröffnet werden.
(2) Der Kandidat hat das Recht, innerhalb eines Jahres nach Bekanntgabe des Gesamtergebnisses der Prüfung die Prüfungsakte beim Prüfungsamt einzusehen.
Die Prüfung kann bei Nichtbestehen einmal wiederholt werden. Der Prüfungsausschuß kann einen frühesten Meldetermin für die Wiederholungsprüfung bestimmen.
Urkunde, Zeugnis
(1) Wer die Prüfung bestanden hat, erhält eine Urkunde nach beigefügtem Muster (Anlage 1) und ein Zeugnis über die einzelnen Prüfungsleistungen (Anlage 2). Zeugnis und Urkunde enthalten die Noten ohne Dezimalwerte.
(2) Hat der Kandidat die Prüfung nicht bestanden, so erhält er darüber einen schriftlichen Bescheid. Der Bescheid ist mit einer Rechtsbehelfsbelehrung zu versehen.
Rücktritt, Säumnis
(1) Wenn ein wichtiger Grund vorliegt, kann dem Kandidaten auf schriftlichen Antrag der Rücktritt von der Prüfung genehmigt werden. Bereits erbrachte Prüfungsleistungen werden hinfällig. Tritt der Kandidat ohne Genehmigung von der Prüfung zurück, gilt die Prüfung als nicht bestanden.
(2) Wird ein Prüfungstermin vom Kandidaten schuldhaft versäumt, gilt die Prüfung als nicht bestanden. Liegt kein Verschulden vor, wird die versäumte Prüfungsleistung zu einem vom Prüfungsamt zu bestimmenden Zeitpunkt nachgeholt.
(3) Die Entscheidungen nach Absatz 1 und Absatz 2 trifft das Prüfungsamt. Im Krankheitsfall kann die Vorlage eines vertrauensärztlichen Attestes verlangt werden.
(1) Vor Beginn der Prüfung sind die Prüfungskandidaten darüber zu belehren, daß die Benutzung von Hilfsmitteln nur bei der Anfertigung der Hausarbeiten erlaubt ist und daß die Prüfungsleistungen selbständig zu erbringen sind. Die Kandidaten sind auf die Folgen eines regelwidrigen Verhaltens hinzuweisen.
(2) Über die Folgen eines regelwidrigen Verhaltens, insbesondere eines Täuschungsversuchs, entscheidet das Prüfungsamt. Es kann die Wiederholung einer oder mehrerer Prüfungsleistungen anordnen oder die Prüfung für nicht bestanden erklären. Im Täuschungsfall kann die Prüfung auch nach Abschluß, spätestens aber innerhalb von fünf Jahren, für nicht bestanden erklärt werden.
Berlin, den 2. Juli 1990
Senatsverwaltung für Schule, Berufsbildung
Herr / Frau __________________________________________________ geboren am _________________________ in _________________________ hat sich am ____________________ vor einem Prüfungsausschuß des Staatlichen Prüfungsamts für Übersetzer Berlin der
Staatlichen Prüfung für Übersetzer und Übersetzerinnen unterzogen.*)
Prüfungssprachen waren:________________________________________ Herr/Frau ______________________________ hat die Prüfung bestanden. Vertiefte sprachliche und sachliche Kenntnisse wurden im Fachgebiet ________________________________________ nachgewiesen.
Auf Grund der Ergebnisse in der schriftlichen und mündlichen Prüfung wurde das Gesamturteil
- _______________ bestanden -
Herr/Frau ____________________ ist berechtigt, die Bezeichnung
"Staatlich geprüfter Übersetzer"
"Staatlich geprüfte Übersetzerin"
für Übersetzer Berlin
die Prüfung wurde nach der Verordnung über die Staatliche Prüfung für Übersetzer und Übersetzerinnen vom _______________ durchgeführt.
Herr/Frau __________________________________________________ geboren am _________________________ in _________________________ hat am ______________________________ die staatliche Prüfung für Übersetzer und Übersetzerinnen bestanden.*)
Ausgangssprache (A):__________Zielsprache (Z): __________ Fachgebiet: __________________________________________________ Die Prüfungsleistungen wurden wie folgt bewertet:
Aufsatz in der Zielsprache
Texte allgemeinen Inhalts
Texte aus dem Fachgebiet
Hausarbeiten (Übersetzungen) Texte allgemeinen Inhalts
Fachliche und sprachliche Hilfsmittel
Dieses Zeugnis ist nur gültig in Verbindung mit der unter gleichem Datum ausgestellten Prüfungsurkunde
die Prüfung wurde nach der Verordnung über die Prüfung für Übersetzer und Übersetzerinnen vom ____________________ durchgeführt.

References: § 1
 § 5

§ 6
 § 14

§ 15
 § 21

§ 22
 § 22

§ 1

§ 2

§ 3

§ 4

§ 5

§ 5

§ 5

§ 6

§ 7

§ 8

§ 9

§ 10

§ 11

§ 12

§ 13

§ 14

§ 15

§ 16

§ 17

§ 18

§ 19

§ 20

§ 21

§ 22

§ 4

§ 5

§ 5

§ 9

§ 10

§ 11

§ 12

§ 14

§ 16

§ 17

§ 19

§ 20

§ 21
 § 7
 § 2
 § 6
 § 16
 § 16
 § 13