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Timestamp: 2018-08-20 14:33:33+00:00

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0495 / 03 - Uster Technologies AG (Alla transazione)
Uster Technologies AG (Uster oder Zielgesellschaft) ist eine Aktiengesellschaft mit Sitz in Uster (ZH). Uster ist in der Entwicklung, Herstellung und im Vertrieb von Maschinen und Apparaten sowie in der Erbringung von Dienstleistungen in den Bereichen elektronische Test- und Überwachungssysteme und Messinstrumente für den Herstellungsprozess von Textilien und damit verwandten Gebieten tätig. Das Aktienkapital beträgt CHF 79'524'000 und ist eingeteilt in 8'460'000 Namenaktien mit einem Nennwert von je CHF 9.40 (Uster-Aktie). Uster verfügt zudem über bedingtes Kapital in Höhe von CHF 7'708'000 (820'000 Uster-Aktien) und über genehmigtes Kapital im Betrag von CHF 17'860'000 (1'900'000 Uster-Aktien). Die Uster-Aktien sind an der SIX Swiss Exchange AG (SIX) gemäss Main Standard kotiert (SIX: USTN).
Toyota Industries Corporation (Toyota oder Anbieterin) ist eine Aktiengesellschaft japanischen Rechts mit Sitz in Kariya-shi, Japan. Toyota ist in den Bereichen Textilmaschinen, Automobil (Fahrzeuge, Motoren, Kompressoren für Fahrzeugklimaanlagen etc.), Materials Handling (Gabelstapler, Lagertechnik und Hebebühnen), Elektronik und Logistiklösungen tätig. Ihr Aktienkapital umfasst 325'840'640 ausgegebene und 1'100'000'000 genehmigte Namenaktien (registered common stock) ohne Nennwert. Die Toyota-Aktien sind an der Tokyo Stock Exchange (TSE), der Osaka Securities Exchange (OSE) und der Nagoya Stock Exchange (NSE) kotiert.
Am 15. September 2011 erwarb Toyota von Alcide Limited, Jersey, Channel Islands (Alcide), einen Anteil von 6 % an Uster. Zusammen mit einem bereits im Jahre 2009 erworbenen Anteil von 22.46 % an Uster hielt Toyota damit per 15. September 2011 2'407'600 Uster-Aktien, entsprechend 28.46 % der Stimmrechte an Uster. Am 7. November 2011 schloss Toyota mit Alcide einen weiteren Aktienkaufvertrag über den Erwerb von zusätzlichen 1'850'777 Uster-Aktien, entsprechend 21.88 % der Stimmrechte (Aktienkaufvertrag). Der Vollzug des Aktienkaufvertrags war bedingt durch die Bewilligung der Wettbewerbsbehörden in Brasilien und Pakistan und stand unter der weiteren Bedingung, dass das Ministry of Commerce of the People's Republic of China (MOFCOM) dem Verkauf zustimmt. Die Wettbewerbsbehörde von Pakistan hat die Bewilligung am 30. November 2011 und diejenige von Brasilien am 17. Januar 2012 erteilt. MOFCOM erteilte ihre Genehmigung am 6. Februar 2012. Am 15. Februar 2012 wurde der Aktienkaufvertrag vollzogen. Toyota hält ab diesem Zeitpunkt 50.34 % des Aktienkapitals und der Stimmrechte an Uster.
Am 8. November 2011 erfolgte die Publikation der Voranmeldung in den elektronischen und am 10. November 2011 in den Printmedien. Als Angebotspreis waren CHF 38 in bar je Uster-Aktie vorgesehen.
Mit Verfügung 495/01 vom 15. Dezember 2011 wurde die Frist zur Veröffentlichung des Angebots gestützt auf Art. 7 Abs. 1 UEV bis zum 31. Januar 2012 erstreckt (Verfügung 495/01). Am 30. Januar 2012 wurde dieselbe Frist erneut bis zum 29. Februar 2012 verlängert (Verfügung 495/02).
Am 20. Februar 2012 schlossen Toyota und Uster eine Transaktionsvereinbarung (Transaktionsvereinbarung oder Transaction Agreement) ab. Darin verpflichtete sich Toyota unter anderem, den Angebotspreis von CHF 38 auf CHF 44 zu erhöhen und Uster verpflichtete sich, das öffentliche Übernahmeangebot den Angebotsempfängern zur Annahme zu empfehlen. Weiter verpflichtete sich Toyota, an der Generalversammlung vom 12. April 2012 einer Dividendenausschüttung im Betrage von CHF 2.50 zustimmen, ohne eine Reduktion des Angebotspreises vorzunehmen (vgl. Angebotsprospekt, Abschnitt D, Ziffer 3).
[2] Im vorliegenden Fall enthielt die am 8. November 2011 in den elektronischen Medien publizierte Voranmeldung sämtliche gemäss Art. 5 Abs. 2 UEV geforderten Angaben. Die Publikation in den Printmedien erfolgte rechtzeitig innerhalb von drei Börsentagen am 10. November 2011. Gemäss Art. 8 Abs. 2 UEV entfaltet die Voranmeldung ihre Rechtswirkungen somit auf den 8. November 2011.
[4] Die Angebotspflicht wird ausgelöst, weil Toyota mit dem Vollzug des Aktienkaufvertrags, mit dem sie ab dem 15. Februar 2012 insgesamt 50.34 % des Aktienkapitals und der Stimmrechte an Uster hält, den Grenzwert gemäss Art. 32 Abs. 1 BEHG überschritten hat. Ihr Angebot untersteht somit den Bestimmungen über Pflichtangebote.
[5] Das öffentliche Angebot bezieht sich auf alle sich im Publikum befindenden Uster-Aktien, abzüglich der Uster-Aktien, die von Toyota und den mit ihr in gemeinsamer Absprache handelnden Personen gehalten werden. Das Angebot bezieht sich auch nicht auf Uster-Aktien, welche von Uster oder einer Tochtergesellschaft von Uster gehalten werden. Überdies erstreckt sich das Angebot auf Uster-Aktien, die bis zum Ende der Nachfrist aus Finanzinstrumenten stammen (vgl. Angebotsprospekt, Abschnitt A, Ziffer 2). Der Anbieter erfüllt damit die Anforderungen gemäss Art. 9 Abs. 2 UEV.
[8] Die Anbieterin hat nach Art. 19 Abs. 1 lit. d UEV die in gemeinsamer Absprache mit ihr handelnden Personen im Angebotsprospekt offen zu legen. Abschnitt B, Ziffer 2 enthält die diesbezüglichen Angaben. In Bezug auf die in gemeinsamer Absprache mit der Anbieterin handelnden Personen entspricht der Angebotsprospekt den gesetzlichen Anforderungen.
[15] Der Angebotspreis von CHF 44 liegt über dem VWAP von CHF 31.50 und dem im Rahmen des vorausgegangenen Erwerbs bezahlten Preis für Uster-Aktien von CHF 38. Die Prüfstelle hat dies in ihrem Bericht bestätigt. Somit sind die Bestimmungen über den Mindestpreis gemäss Art. 32 Abs. 4 BEHG eingehalten.
[17] Seit der Publikation der Voranmeldung am 8. November 2011 haben die Anbieterin und die mit ihr in gemeinsamer Absprache handelnden Personen keine Uster-Aktien gekauft und keine Options- oder Wandelrechte oder sonstige Finanzinstrumente von Uster gekauft, verkauft oder ausgeübt. Die Prüfstelle hat in ihrem Bericht die Einhaltung der Best Price Rule bis zum 24. Februar 2012 bestätigt (vgl. Angebotsprospekt, Abschnitt B, Ziffer 5 und Abschnitt E).
[20] Die verbleibende Bedingung gilt bis zum Ablauf der (allenfalls verlängerten) Angebotsfrist. Gemäss Art. 36 Abs. 2 lit. a BEHV-FINMA ist eine solche Bedingung auch bei Pflichtangeboten zulässig (vgl. Empfehlung 293/02 vom 31. Oktober 2006 in Sachen Saurer AG, Erw. 7.4).
[25] In Bezug auf die Offenlegung weiterer Informationen entspricht der Bericht des Verwaltungsrats den gesetzlichen Anforderungen.

References: Art. 7
 Art. 5
 Art. 8
 Art. 32
 Art. 9
 Art. 19
 Art. 32
 Art. 36