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Timestamp: 2018-12-11 23:43:58+00:00

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Stellenvorschlag Amazon Versandmitarbeiter Werne - Seite 3 - Erwerbslosen Forum Deutschland (ELO-Forum)
Stellenvorschlag Amazon Versandmitarbeiter Werne
Post #942761 (17)
29.09.2011, 11:11 #51
"Der Online-Versandhandel Amazon sucht für seine beiden Logistikzentren im osthessischen Bad Hersfeld bis zu 4.000 Saisonkräfte für das Weihnachtsgeschäft.
Ist noch nichts ausgeschrieben. Leider ist es auch etwas weit, sonst hätte ich mich beworben.
Bisschen verwunderlich ist die Zahl schon. Wahrscheinlich arbeitet nicht jeder Vollzeit, sondern eben auch aushilfsweise oder auf Teilzeit. Und "bis zu" heißt ja nicht, dass diese Zahl zu 100% stimmt.
Da erinner ich mich nur an Internetanbieter, wo "bis zu 16.000" eben auch mal 5.000 heißen kann.
29.09.2011, 11:28 #52
Kann ich nachvollziehen die Reaktion,
is nur die Frage ob er auf den Job unbedingt verzichten sollte
in einem Einzelkampf um jeden Preis um in Arbeitslosigkeit zu bleiben. Ich geh auch davon aus, dad die 14 Tage Probearbeiten bereits von der Arge so eingeleitet worden sind.
Mir ist die Gesellschaft jedenfalls die politische Einzelaufopferung
nicht wert. Ob er das macht oder nicht, interessiert keine Sau,
davon wird sich nichts, aber auch rein garnichts ändern.
Was soll eigentlich 35/38,5 Stunden heissen,
das sind 45 Min täglich, wie sind Deine Pausen weist Du das?
Er macht ja den Einzelkampf letztendlich gerade auch für sich. In der Geschichte waren es immer zunächst einzelne, die aufbegehrten. Es wurden dank solcher Einzelkämpfer Bewegungen daraus. Dank der neuen Kommunikationsmöglichkeiten unseres Jahrhunderts spricht sich sowas aber schnell herum.
Ob er den Job haben möchte, weiß ich nicht. Die Eckdaten sprechen jedenfalls nicht dafür: Er soll 12 Wochen arbeiten, davon bekommt er 10 Wochen theoretisch bezahlt. Theoretisch deshalb, weil er 35 Stunden bezahlt bekommt, aber 38,5 Stunden arbeiten soll. Was sagt denn der Betriebsrat von Amazon dazu? Was sagt eine Gewerkschaft (wenn die nicht gerade im Kanzleramt zum Essen eingeladen sind) dazu??
Und noch eins zu deinem Satz: "Ob er das macht oder nicht, interessiert keine Sau,
davon wird sich nichts, aber auch rein garnichts ändern" Mich interessiert es sehr wohl. Und wenn alle so denken würden, können wir das Forum schliessen und uns in unser Schicksal fügen!
29.09.2011, 12:26 #53
Es interessiert aber die Person selber. Denn nicht jeder will sich für irgendwelche prekärjobanbietenden Konzernabzocker seine psychische und physische Gesundheit ruinieren lassen und seine Lebenszeit an diese verschwenden.
29.09.2011, 12:51 #54
Wenn das Südamerkia Fluß Versandhaus das verlangt,dann soll es auch dafür sorgen das nur Vermittlungsvorschläge ohne Rechtsbelehrung rausgehen. Der Arbeitgeber kann das ankreuzen.
Test schriftlich 15 Minuten
Gut also wieviel ist 3*3 ? glaube ich 8 oder so...
Ein Teilnehmer erschien im quitsch-grünen Trainingsanzug. er leuchtete Meilenweit.
Viele Teilnehmer unrasiert und ungepflegt.
Diese Leute wussten wohl schon, was auf sie zukommt.
Zu offensichtlich,da gibt es feinere Methoden...
29.09.2011, 14:17 #55
Jeder ist berechtigt den für sich optimalen Weg zu wählen.
Wenn Arbeitslosigkeit besser und gesünder ist als dieser Job,
ich finde 9, 65 Euro überdurchschnittlich hoch,
den höchsten Lohn den ich in diesem Jahr bekam waren 8 Euro.
Ich selber wollte nie mehr in Hartz 4 only, das bedeutet für mich nur Depression und Flucht vor Selbstmord.
Auf die Dauer bringt Dich Hartz 4 um.
Heutzutage bleibt einfach nicht mehr viel,
es sieht halt entsprechend düster aus.
Aber mir soll es egal sein, ich fühle mich auch mit einfachen Jobs besser als völlig ohne Job.
29.09.2011, 15:28 #56
Kommt drauf an welcher Job.
Aber ich habe was neben Hartz 4 angefangen und habe einen genialen 400€ Job.
Und da verdiene ich mehr als 10€ netto die Stunde.
29.09.2011, 16:40 #57
Arbeiten soll er 12*38,5 Stunden = 462 Stunden. (Gesamt in drei Monaten)
Bezahlt werden aber nur 10*35 Stunden = 350 Stunden. (2 Wochen umsonst arbeiten und 35 von 38,5 nur bezahlt bekommen)
Das heißt, es werden 112 Stunden in diesen drei Monaten nicht bezahlt.
Rechnest du nun seinen Anspruch gegen die tatsächliche Zahlung, kommst du auf einen Stundenlohn von 7,31
Das ist der Betrag, wofür er arbeiten würde. Nichts anderes. Die 9,65 sind nur Makulatur.
29.09.2011, 16:44 #58
Sry mir sind die Abgaben zu verworren über die Stundenzahl.
Ich geh davon aus das die reine Arbeitszeit 35 Stunden beträgt und die Anwesenheit 38,5 wobei in einer Schicht 45 Min. Pause sind.
Das Dich jemand einstellt und sagt Du arbeitest 38,5 Stunden und bekommst aber nur 35 bezahlt gbits nich, dann können es nur Pausen sein.
29.09.2011, 17:11 #59
Gibt es. Bei einer ZA wo ich war sollten 30 Stunden bezahlt und 38 gearbeitet werden.
Die Überstunden dann zum Ausgleich, falls kein Job da ist.
Denke Amazon will keine ZA bezahlen und macht das selber. Aber im Prinzip ähnlich.
29.09.2011, 17:55 #60
Doch gibt es. Mir wollte man 2007 auch so einen tollen Job aufhalsen. Es war auch ein Saisonjob für ein Cateringbetrieb. Die bezahlte Arbeitszeit war 8 Stunden am Tag. Es waren aber teilweise 12 und mehr Stunden - Arbeiten an Wochenenden wurden gar nicht vergütet, aber eingefordert. Der Festlohn basierte auf einer 40 Stundenwoche.
29.09.2011, 18:28 #61
so wie ich das sehe gibt es auch bei diesem thema wieder leute die nicht begreifen wollen oder können das personen die z.b.: nicht für ihre rechte kämpfen, freiwillig schlechtbezahlte jobs machen oder sich selber um 1 euro jobs bemühen im grunde unsere feinde sind. und damit meine ich nicht die personen die aus unwissenheit in solche situationen geraten sondern die bei denen man sich den mund fusselig redet und die nicht gewillt sind etwas gegen ihre situation zu unternehmen. diese personen sind es die mit ihrer einstellung und handlungsweise dieses verbrecherische system unterstützen und am leben halten. solange dieses system funktioniert haben alle anderen darunter zu leiden.
es ist z.b. auch im bekanntenkreis beinahe unmöglich den leuten klar zu machen warum man selbst augenscheinlich harmlose egv nicht unterschreibt und ich muss mir anhören ich ärgere mit meinem handeln die leute vom amt ja nur damit und nun haben sie mich auf dem kieker. einige wollen einfach nicht begreifen das ich mich nicht rechtfertigen muss für meine handlungen wenn sie sich im rahmen geltender gesetze bewegen.
genau so ist es auch augenscheinlich hier. wenn arbeitgeber der meinung sind das sie tun und lassen können was sie wollen werde ich ihnen an die karre Exkrementen. auf unterstellungen man wolle ja garnicht arbeiten darf man garnicht reagieren und verweist dabei auf die gesetzlichen gegebenheiten.
29.09.2011, 19:13 #62
Leider geht es vielen so.
29.09.2011, 19:32 #63
Jou - aber ist es nicht herrlich und "einfach", wenn sich dann die frisch gebackenen Niedriglohn(be)günstlinge herablassend über das faule Hartz4-Pack äußern können?
Ich sage schon immer: Sozialneid passiert nur immer in der untersten Etage. Auf "die da oben", die dieses System auslutschen und für sich ausnutzen, wird komischerweise nicht getreten.
Ist ja auch schwer, "nach oben" zu treten ...
29.09.2011, 19:43 #64
wenn sich dann die frisch gebackenen Niedriglohn(be)günstlinge herablassend über das faule Hartz4-Pack äußern können?
Das ist ja gerade das Witzige. Ich war auch mal so blöd, 48 Wochenstunden für 950 Netto zu malochen. Aber ich bin aufgewacht. Das System ist kollabiert und ich fast mit. Nie wieder.
29.09.2011, 19:49 #65
Und ob es das gibt. Hat ein guter Freund gerade erst erlebt.
12 Std. Schichten und die Chefin meinte noch, es kann sein das sie mal 1-2 Std. länger machen müssen, die schreiben sie dann aber nicht mit auf. Ach ja, und Pausen gabs auch keine während der 12 Std. Schichten. Bei einem Einsatz durfte nichtmal zwischendurch was gegessen werden.
Da könnte man nur noch wenn man sowas mit kriegt.
29.09.2011, 22:31 #66
Der Skandal hier ist doch meiner Meinung nach nicht unbedingt der Lohn. Obwohl selbst 9,65 Euro Brutto mehr als wenig sind.
Der Skandal ist meiner Meinung nach nur die Tatsache, daß die Arge die willigen Arbeitssklaven (unter Sanktionsandrohung) frei Haus liefert und auch noch 2 Wochen kostenlos zu Verfügung stellt.
Eine Zeitarbeitfirma verlangt wenigstens noch Geld für Ihre Arbeitssklaven.
29.09.2011, 22:47 #67
Das läuft wohl ähnlich wie bei diesem Unternehmen. Da sorgt das JC auch für die reibungslose und kostengünstige Rekrutierung von Arbeitssklaven. #18
http://www.elo-forum.org/allgemeine-fragen/78854-eventueller-arbeitgeber-moechte-kundennummer-agentur-wissen-rechtens.html
30.09.2011, 07:01 #68
Um nochmal das Problem vom TE aufzugreifen:
ich persönlich finde den Vorschlag von teddybaer einen einzig gangbaren und sinnvollen Weg.
Die Frage könnte jedoch sein: soll man gleich mit der ganzen Munition schießen oder auf eine Reaktion/Drohung warten?
Ansonsten könnte man vielleicht relativ einfach reagieren:
man habe den Termin interessiert wahr genommen und die notwendigen Gespräche geführt - kommt jedoch aufgrund der Rahmenbedingungen und erwünschten Voraussetzungen zu dem Schluß, für diese Arbeit - auch vorübergehen - nicht geeignet zu sein.
Der Vorschlag wäre mit Rechtsbelehrung ausgestattet - da das Ganze jedoch auf Freiwilligkeit basiert, sieht man dies als gegenstandslos an.
gila es geht mir ja auch darum, dass hier offenbar das Jobcenter ALG II Empfänger 2 Wochen lang in Schwarzarbeit schicken will. Denn, wenn die 2 Wochen nicht als Maßnahme zur Integration in den 1. Arbeitsmarkt gefördert werden, dann ist es schlicht und ergreifend Schwarzarbeit ohne Lohn von der hier das Unternehmen massiv profitieren könnte.
Wenn nun der TE seine Bedenken zur Rechtmäßigkeit der 2 Wochen Gratisarbeit äußert und auch sogar noch nachfragt, auf welcher Rechtsgrundlage denn diese 2 Wochen Gratisarbeit mit ALG II Leistungsberechtigten basieren sollte, dann muss der Leistungsträger hier auch unverzüglich reagieren, wenn er schon den Vermittlungsvorschlag macht.
Wenn das zuständige JC dann nicht reagiert und trotzdem die Leistungsberechtigten wissentlich 2 Wochen gratis arbeiten lässt, dann begeht das Jobcenter hier sogar offenbar bewusst eine Beihilfe zur Schwarzarbeit. Da bei Amazon auch eine nicht unerhebliche Anzahl von kostenlos arbeitenden Saisonkräften vermittelt werden soll, könnte dann die besondere Schwere der etwaigen Straftat festgestellt werden, denn das Jobcenter müsste derartige Stellenvermittlungen sofort unterbinden und nicht etwa auch noch wissendlich fördern.
Es wäre wie gesagt alles okay, wenn da nicht diese 2 Wochen Gratisarbeit ausgerechnet nur für ALG II Berechtigte ohne jegliche Rechtsgrundlage wäre. Zudem kann eine Saisonarbeit von nur 3 Monaten auch schon offensichtlich nicht förderungsfähig sein. Auch nicht dann, wenn der Arbeitgeber hier durch bloße Lippenbekenntnis nach den 3 Monaten die Festeinstellungsmöglichkeit suggeriert. Gerade hier kann man doch leicht feststellen, dass Amazon kaum die Befristung des Arbeitsverhältnisses zur Versandabwicklung im Unternehmen verlängern kann, da das Weihnachtsgeschäft nach dem Zeitpunkt der Befristung, also ab dem 01.01.2012, doch gelaufen ist. Ab Januar ist im Versandhandel bei Amazon, wie überall, voll tote Hose.
Man müsste hier also sogar die Entlassung der Festangestellten befürchten. Da kann doch selbst der schärfste JC-SB-Drops doch nicht ernsthaft ennehmen, dass Amazon das befristete Arbeitsverhältnis auch noch in ein unbefristetes Arbeitsverhältnis umwandelt. Wer hier diese Annahme geht, sollte sofort in der Psychiatrie angeschnallt und unter ständige Beobachtung gestellt werden.
Zudem wird ja sozusagen über die 2 Wochen "Probearbeit" (Schwarzarbeit) schon "geprüft", ob man als Hilfsarbeiter geeignet ist! Die dann darauf folgende Befristung des Arbeitsverhältnisses bis NUR zum 31.12.11, würde dann ja Sinngemäß eine erneute Probezeit darstellen.
Für diese Überbrückung von Produktionsspitzen bei Amazon gibt es Zeitarbeitsfirmen mit ihren Dumpinglohnern. Würde man also hier die Schwarzarbeit durch eine "Maßnahme" §16d "rechtlegitim" vergewaltigen wollen, so würde dies ja dann die Arbeit der Zeitarbeitsfirmen auch nur unterlaufen und somit die Dumpinglöhner überflüssig machen. Das darf nach §16d SGB II jedoch nicht passieren!
30.09.2011, 08:05 #69
@ teddybaer: mit diesen Einschätzungen, denke ich, hast du völlig Recht. Jedoch muss der TE hier auch für sich entscheiden, WIE genau er reagieren will und auch KANN.
Er muss überlegen, ob der den vorsichtigen oder den dornenreichen Weg gehen will. So ein Weg hat Folgen und nicht jeder ist in der Lage, diese auch zu tragen. Diese Entscheidung dürfen wir hier dann auch niemand zum VOrwurf machen.
Also wenn Bergkamen sich entscheidet, hier volle Kante alles aufzufahren und schriftlich zu hinterfragen, muss man ihm hierzu auch die Fakten und Quellen liefern.
Ich persönlich kann mich zwar oft auf mein Rechtsempfinden verlassen - doch ist hier mehr gefragt.
Vorschlag: wenn Bergkamen sich mal KONKRET äußern würde, welche Art der Hilfestellung er von hier bekommen möchte, wäre das schonmal gut.
Dann kann man anfangen zu formulieren - bei diesem komplexen Thema würde ich pers. aber auch einen Arbeitsrechtler zur Hand nehmen oder eine Anfrage bei verdi machen.
Ich kenne nicht die eventuellen "Hintertüren", die die JCs sich in solchen Fällen u.U. offenhalten. In diese Fallen sollte man nicht laufen - schließlich sind wir hier ja doch mehr oder weniger "Laienjuristen"
30.09.2011, 08:51 #70
Er muss überlegen, ob der den vorsichtigen oder den dornenreichen Weg gehen will. So ein Weg hat Folgen und nicht jeder ist in der Lage, diese auch zu tragen.
Das BSG hat schon festgestellt, dass es dem Leistungsberechtigten ermöglicht werden muss, die Rechtmäßigkeit einer Maßnahme nachvollziehen zu können. Um dieses festzustellen, bedarf es ja dann auch der Nachfrage beim Leistungsträger.
Es kann ja auch sein, dass der Leistungsträger hier nicht einmal weiß, dass Amazon hier eine Gratisarbeit, von den Leistungsberechtigten abverlangt.
Lass mal dann den TE etwas in der Zeit zustoßen! Arbeitsunfall, Wegeunfall etc... In dem Fall sagt dann nachher das JC noch, dass der Leistungsberechtigte hier einer illegalen Beschäftigung nachging.
Das Arbeitsverhältnis bei Amazon wird ja sicherlich auch auf dem Papier erst ab dem Tage der Entlohnung beginnen. Ansonsten wäre ja der vorenthaltene Arbeitslohn für die 2 Wochen auch einklagbar.
In dem Fall begeht man also während einer unentgeltlichen Probearbeitszeit eine illegale Beschäftigung, weil diese nicht versicherungstechnisch als Maßnahme durch das JC gedeckt wäre.
TE (Bergkamen) muss also schon aus eigenem Interesse das versicherungstechnische mit dem JC abklären. Zudem braucht TE ja sicher auch Entschädigungen seiner Mehraufwendungen, die mit der Gratisarbeit hier im Zusammenhang stehen.
Ich kenne nicht die eventuellen "Hintertüren", die die JCs sich in solchen Fällen u.U. offen halten. In diese Fallen sollte man nicht laufen - schließlich sind wir hier ja doch mehr oder weniger "Laienjuristen"
Deswegen einfach nach diesen "Hintertüren" das JC fragen, wenn es diese hier bei dem besonderen Sachverhalt überhaupt geben kann! Die einzige Hintertür wäre §16d SGB II aber wie schon erwähnt, wäre es in dem Fall ja viel zu offensichtlich, dass es dem zwingenden Merkmal der Zusätzlichkeit hier fehlt.
"Laienjuristen" sind wir natürlich fast alle hier aber deshalb sicherlich noch lange nicht so blöd, dass wir nicht etwa auch alle Paragraphen überhaupt nicht verstehen würden! Im Gegenteil wir kennen die meist noch viel, viel besser, als der Durchschnitt der Sachbearbeiter an den Jobcentern!
30.09.2011, 09:03 #71
Hast du da die Quelle, mit der man arbeiten könnte?
Thema Versicherung wäre auch gut, die Quellen zu sammeln und ein paar Sätzchen zusammen zu stellen.
müsste man tatsächlich mal wissen, wie die das handhaben!
es sei denn, das JC hat da was im Ärmel ...?
und manchmal muss man sogar seinem RA auf die Sprünge helfen
Da es sich hier um massenhafte Vermittlungsangebote (in Saisonarbeit!) handelt, die anscheinend trotz "Freiwilligkeit" trotzdem mit Sanktionen behaftet werden, wäre es sicher angebracht, etwas "allgemein gültiges" zu entwickeln, was hier mehreren Elos hilfreich sein kann (ähnlich wie Paolo Pinkels Tipps).
Hier wäre vielleicht auch MARTIN BEHRSING und sein Team gefragt mit Wissen und Erfahrung. Vielleicht kann man auch eine Anfrage/Überprüfung an "höherer Stelle" mit Rechtsgrundlage und offizieller Stellungnahme erwirken?
30.09.2011, 09:38 #72
BSG, Urteil vom 16. 12. 2008 - B 4 AS 60/ 07 R
"Das Erfordernis der Bestimmtheit des Arbeitsangebots rechtfertigt sich auch unter der Geltung des § 16 Abs 2 Satz 3 SGB II, § 31 Abs 1 Satz 1 Nr 1d SGB II weiterhin aus der Überlegung, dass der erwerbsfähige Leistungsberechtigte aus Gründen des Rechtsschutzes erkennen muss, ob die angebotene Arbeitsgelegenheit den inhaltlichen und formellen Anforderungen an eine zulässige Arbeitsgelegenheit, die zur Erreichung des Eingliederungsziels geeignet und erforderlich ist, genügt."
Eicher in Eicher/Spellbrink, SGB II, 2. Aufl 2008, § 16 RdNr 238; Niewald in LPK-SGB II, 2. Aufl 2007, § 16 RdNr 51; Valgolio in Hauck/Noftz, SGB II, § 31 RdNr 62
Wolfgang Eicher ist Vorsitzender Richter am Bundessozialgericht
Prof. Dr. Wolfgang Spellbrink ist Richter am Bundessozialgericht
30.09.2011, 10:33 #73
Also bei 2 Wochen Einarbeitungszeit muss das ein komplizierter Job sein.
Dann muss der aber höher bezahlt werden.
Bei meinem Job im Lager war Einarbeitungszeit 2 Stunden und bei Fragen einfach zum Chef kommen.
Da wurde aber mehr bezahlt als bei Amazon.
30.09.2011, 11:21 #74
30.09.2011, 11:31 #75
Meine SB schickte mir anfang September einen Vermittlungsvorschlag als Versandmitarbeiter für das AMAZON - Lager Werne.
Gestern musste isch an einer Informationsveranstaltung bei Amazon teilnehmen und wurde auch prompt als qualifiziert bewertet.
Amazon sucht für das Weihnachtsgeschäft mehere hundert Versandmitarbeiter.
Konditionen: 9,65 Euro Stundenlohn 35/38,75 Woche, heisst 38,75 Stunden müssen gearbeitet werden, 35 Stunden werden bezahlt. Bis 8% Zulage möglich. 2 Schichtbetrieb. 0630h-1500h oder 1500h-2330h. Vor Weihnachten auch Sonntage (dann 75 % Zulage) und Nachschichten (dann 25% Zulage).
Hört sich erstmal nicht so schlecht an.
Befristeter Vertrag bis 31.12.2011
Jeder Bezieher von ALG 1 und 2 muß 2 Wochen unEntgeltlich Probearbeiten, und das bei mehreren Hundert benötigter Saisonkräfte . (Das ist eine Subvertionierung von Amazon in Höhe von meheren 10.000 Euro)
Meiner Ansicht nach sollten bezüglich dieser Ausnutzung der sozialen Sicherungssysteme und den damit verbundenen Fragwürdigkeiten folgende Stellen unter Vorlage der Ablichtung des schriftlichen Stellenangebotes benachrichtigt werden:
(mit Hinweis und Anfrage bezüglich eventueller Verstöße gegen Schwarzarbeitsgesetz und möglichem Erschleichen von subventionerenden Vorteilen, da sich dieser Arbeitgeber diese zwei Wochen über die sozialen Sicherungssysteme mit Leistungsfortzahlung begünstigend finanzieren lässt / gleichsam sollte fragend mit eingebracht werden, ob mit der Stellenzuweisung dieser Arbeit mit kostenloser 2-wöchig zu erbringender Arbeitsleistung möglicherweise auch eine Aufforderung zur Beihilfe zu Straftaten wie Schwarzarbeit und Hinterziehung der Sozial- und Steuerabgaben beinhaltet sein könnte)
(mit Hinweis und Anfrage wegen möglichem Vorenthalt von Abführung der Kassenbeiträge im Zeitraum dieser 2 Wochen der Gratisarbeitsleistung für diesen Arbeitgeber)
(mit Hinweis und Anfrage wegen möglichem Vorenthalt von Abführung der Renten- und Pflegeversicherungsbeiträge im Zeitraum dieser 2 Wochen der Gratisarbeitsleistung für diesen Arbeitgeber)
(mit Hinweis und Anfrage bezüglich möglichem Erschleichen von subventionierten Vorteilen mittels Leistungsweiterzahlung bei 2 wöchigem Arbeitsverhältnisses ohne Lohnzahlung, was dem Arbeitgeber gegenüber den Mitbewerbern am Markt einen ungerechtfertigten Marktvorteil zu Lasten der öffentlichen Kassen sichert)
(mit Anfrage ob es nun an derTagesordnung ist, dass Arbeitgeber wie z.B. Amazon nunmehr kostenlos arbeitende Arbeitskräfte für einen Zeitraum von 2 Wochen zugeschoben bekommen, und damit einer so großen finanzstarkem Unternehmen indirekt aus öffentlichen Geldern Marktvorteile subventioniert / mit einfliessen lassen, dass man gleichgelagerte Anfrage auch bei allen weiteren überwachenden Behörden eingereicht hat)
Wenn diesen Meldungen jeweils eine Ablichtung des Vermittlungsvorschlages Jobcenter beigefügt wird und die Inhalte der Infoveranstaltung bei Amazon dazu benannt werden (eventuell noch nachweisende Unterlagen organisieren oder andereTeilnehmerals Zeugen ausfindig machen), kann man ja freundlich auf den dort im Vermittlungsvorschlag sichtbaren Namen des veranlassenden SB als direkten Ansprechpartner hinweisen, denn so hat SB was zu tun und bekommt auch ein wenig Aufmerksamkeit.

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