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Timestamp: 2020-07-12 16:42:41+00:00

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Vermittlungsvorschläge ablehnen | Erwerbslosenforum Deutschland
ich bekam gestern zwei Vermittlungsvorschläge die ich ablehnen werde.
1. VV der mir per Post zu ging ist identisch mit dem VV, der mir Montag persönlich übergeben wurde und ich mich nicht innerhalb einer Woche doppelt bewerben werde.
Hab auf Antwortbogen geschrieben unter
Ich habe mich nicht beworben weil ...
... bereits beworben auf VV vom 27.08.12 der persönlich ausgehändigt wurde.
2.VV wird Programmierer gesucht. Laut Jobbörse gibt es diesen VV doppelt. Einmal unter kein Kontakt vor VV-Erstellung und einmal VV-Erstellung nach Kontakt.
Hier wird Programmierer gesucht mit FH-Abschluss, den ich nicht habe.
Hier habe ich geschrieben :
kein Programmierer FH, somit die Voraussetzung nicht erfüllt.
PS. Der erste VV ist mit RFB. Der zweite ist ohne RFB
Auf den ersten VV könntest Du auch einfach nur antworten "Beworben am 27.08.12", und auf den zweiten VV müsstest Du eigentlich gar nicht reagieren.
Das ist mittlerweile die Frage, die es eindeutig zu klären gilt, wenn ich mir so § 31 Abs. 1 SGB II durchlese:
Ist vielleicht doch besser auf den 2. VV zu reagieren, ist aber nur meine persönliche Ansicht. Wer es genauer weiß, berichtige mich bitte.
Ich weiß nicht, ob man sich so einfach rausreden kann, die Rechtsfolgen nicht gekannt zu haben, wenn man in derselben Woche einen praktisch identischen VV mit Rechtsfolgenbelehrung bekommen hat.
Beide VV waren heute im selben Briefumschlag. So könnte schon wie thunder1111 argumentiert werden.
ich würde mich auf beide VV bewerben, weil beide zusammen bei Dir eingingen und eine RFB somit zu Deiner Kenntnis vorliegt.
Beim 2. VV erfüllst Du die Anforderung halt nicht, Du brauchst ja auch nur die Qualis in der Bewerbung aufführen, die du auch hast.
Wenn der AG einen Programmierer mit FH-Abschluss sucht, und du diesen nicht hast, wird es spätestens beim VG zur Sprache kommen.
Natürlich kann man, wenn man ganz sicher gehen will, auf beide antworten. M. E. wird allerdings gerade beim zweiten VV deutlich, dass dort absichtlich auf die RFB verzichtet wurde, eben weil der geforderte Abschluss nicht vorhanden ist.
Macht mal den Versuch, beim Arbeitgeberservice die Kontaktdaten des AG zu erfragen für eine Bewerbung auf eine Stelle, für die Ihr nicht die erforderlichen Abschlüsse habt, etwa so: Angelernte Kassiererin aus dem Supermark bewirbt sich für eine Stelle als Verkäuferin bei Bogner (bissl überzogen). Man wird zwar (evtl.!) einen VV erhalten, der hat dann aber eben auch keine RFB.
Die Vermittlungsvorschläge müssen zum Profiling des jobsuchenden Erwerbslosen passen, ansonsten ist die Bewerbung sinnlos. Bewerbungen sollen immer erfolgsorientiert auf den Job sein und keiner Tonnenideologie folgen. Pro-Forma- oder Alibi-Bewerbungen, nur um die Auflagezahl zu erfüllen, helfen niemanden weiter.
Was anderes ist es, wenn der Vermittlungsvorschlag in die richtige Richtung geht, aber man dem Amt noch Feuer unterm Hintern machen muß, weil eine berufsbegleidente Weiterbildung fehlt.
ich schließe mich # 2 # 6 und # 7 an
Du hast am Montag einen VV persönlich bekommen.
Gestern hast du 2 VV bekommen, der eine davon ist identisch mit dem von Montag und der 2. der als Programmierer, wofür Du die Voraussetzungen nicht erfüllst, ist ohne RFB?
Die Frage bleibt, Du hattest Kenntnis über die Rechtsfolgen, daraus könnte Dir ein Strick gedreht werden, vielleicht eine Falle des JCs um Dich zu sanktionieren.
Meine persönliche Meinung und nur meine, Du kennst mich ja:
Nicht auf den VV als Programmierer reagieren.
Das könnte allerdings wie beschrieben mit dem Risiko einer Sanktionierung einher gehen.
Oder Du bewirbst Dich, da Du die Voraussetzungen nicht erfüllst, ist die Chance denkbar klein, dass Du genommen wirst.
niemand muss sich auf ein Angebot bewerben, wenn man die Voraussetzungen/Bedingungen, die schwarz auf weiss ausgeschrieben wurden, nicht erfüllen kann.
blinky hat zum P keine Ausbildung - was soll er denn bitteschön in seine Bewerbung schreiben - warum er sich auf die Ausschreibung bewirbt etc. .... ?
@Ghansafan hat zu diesem Thema auch mal in einem Widerspruchs-Vorschlag ein Urteil benannt, weiss aber gerade nicht mehr in welchem Th es war - er postet ja sehr viele Vorschläge...
Wenn die Ref Nummern auf beiden unterschiedlich sind: Auf beide VVs bewerben.
Wenn es dieselbe Ref Nummer ist, beide zusammentackern und einmal bewerben.
Aber scheinen auch zwei verschiedene Stellen zu sein.
Um ganz sicher zu gehen, dass nicht sanktioniert wird, auf jeden Fall auf beide VVs bewerben!!!
schließe mich @Bethany an.
Würde mich auch auf beide bewerben und gut ist.
Ich lasse mich doch gerne eines besseren belehren, wo steht das?
Ich bewerbe mich auf den VV des JC hin...
Und was ist aus diesem Vorschlag geworden?
Vielleicht könnte man aber mit § 10 Abs. 1 Satz 1 SGB II
argumentieren, oder auch nicht, das könnte zur Gradwanderung werden. Die Gegenseite könnte sich nämlich darauf berufen, dass jede Arbeit zumutbar ist.
Die Möglichkeit besteht, daß es in einem großen Unternehmen 2 räumlich voneinander getrennte Arbeitsplätze sind, aber von der Jobart die gleiche Arbeit. - ist ja bei Betriebsteilen oder Abteilungen möglich.
Das muß ja aus der Stellenbeschreibung unter dem Pubkt Arbeitsort deutlich hervorgehen.
Dieser Paragraph ist verfassungswidrig, da er gegen die freie Berufswahl verstößt, die im Grundgesetz verbrieft ist. Also man sollte dagegen ankämpfen jeden Schund- und Sudeljob annehmen zu müssen.
Außerdem sollte ein Arbeitsloser gegen den § 10 SGB II vorgehen, wenn auf diese Weise seine Qualifikationsabschlüsse für null und nichtig erklärt werden und er als an- oder ungelernte Arbeitskraft behandelt werden soll. Auf diese Weise hebeln die Arbeitgeber und die Arbeitslosenverwahrlosungsämter zielgerichtet bestehende Tarifverträge aus.
ich argumentiere beim Jc und dem SG zusätzlich immer mit dem GG, Selbstbestimmungsgesetz und dem Gleichbehandlungsgesetz.
meiner meinung nach eine gesunde einstellung.
den leuten beim JC und Gerichten kann man dies nicht oft genug vor die nase setzten.
Weiß ich, meinte damit, das blinky sich den evtl, zunutze machen kann, er sich damit aber auf schmalem Grad bewegt.
Aus der Aufrechterhaltung meiner Nichtzulassungsbeschwerde vor dem LSG:
Die Verpflichtung für Empfänger von Arbeitslosengeld, "jede zumutbare Arbeit" (vgl. § 10 SGB II Zumutbarkeit) anzunehmen, was in der Praxis fast als jede Arbeit interpretiert werden kann - sowie der Einsatz von Langzeitarbeitslosen zu unbezahlter gemeinnütziger Arbeit, könnte zu Vertragsverletzungen in Art. 6 und 7 des Internationalen Pakts über wirtschaftliche, soziale und kulturelle Rechte (IPwskR) führen. (Art. 6, 7 und 9).
In Anlehnung an den UN-Überprüfungsbericht vom 20.5.2011 des Ausschusses über wirtschaftliche, soziale und kulturelle Rechte Punkt 19. Ich gehe dagegen vor, würde mich freuen, wenn das andere auch machen würden.
Hallo Red Bull, ich mache das auch so, jeder sollte sich so verhalten.
Der § geht weiter:
2. sich weigern, eine zumutbare Arbeit, Ausbildung, Arbeitsgelegenheit nach § 16d oder ein nach § 16e gefördertes Arbeitsverhältnis aufzunehmen, fortzuführen oder deren Anbahnung durch ihr Verhalten verhindern
Insofern greift diese gesetzliche Regelung hier doch gar nicht.
Die Frage ist doch vielmehr, ob ein Stellenvorschlag an sich überhaupt bewerbungsverpflichtend/zumutbar sein kann, wenn der Adressat die für die Stelle unabdingbaren Voraussetzungen offensichtlich und bekannterweise nicht mitbringt.
Um es etwas zu beschreiben: Wenn mir das arge Amt einen Vermittlungsvorschlag (mit Rechtsfolgenbelehrung) für eine vakante Chefrarzt-Stelle schickt, ich aber gelernter Dachdecker bin, muss ich mich wirklich bewerben, um nicht sanktioniert zu werden?
Kannst es ja drauf ankommen lassen, ich behaupte, dass Du sanktioniert wirst. Jede Arbeit ist zumutbar nach § 10 SGB II, schau Dir auch den Abs. 2 Satz 1 daraus an.
zumutbare Arbeit... Anbahnung durch ihr Verhalten verhindern. Und genau damit kommen die Schergen dann, auf sicher. Im übrigen verweise ich auf Beitrag #9. Außerdem geht es dem JC ausschließlich darum uns aus den Leistungsbezug zu drängen mit allen Mitteln, um ihre Vorgaben zu erfüllen.
Außerdem geht es dem JC ausschließlich darum uns aus den Leistungsbezug zu drängen mit allen Mitteln, um ihre Vorgaben zu erfüllen.
Da sind wir völlig einer Meinung. Es geht schon lange nicht mehr darum, wirklich in Arbeit zu vermitteln. Der arge Geselle haut seine "Stellenvorschläge" raus, damit er sagen kann "ich hab was getan". Führt der Stellenvorschlag - absehbar - zu nichts, liegt es entweder an den in der Person des Erwerbslosen liegenden "Vermittlungshemmnissen" oder an dessen Unwilligkeit.
Ja, sehr wahrscheinlich wird sanktioniert. Aber darum geht es mir nicht. Ich denke, dass solche hirnverbrannten Stellenvorschläge ohne jede Aussicht auf Erfolg nur dann aufhören, wenn die betroffenen Erwerbslosen sich verweigern und gerichtlich gegen die folgenden Sanktionen vorgehen. Die Erfolgschancen dürften ausgezeichnet sein.
Aber das muss man blinky ja nun wirklich nicht noch sagen. Er ist ein Profi und weiss das. Und ich denke, er kann sich entsprechend wehren.
ich würde wenigstens anrufen und den arbeitgeber fragen ob er auch mitarbeiter ohne diesen abschluss einstellt. wenn er ja sagt, wir schulen sie intern bei defiziten dann sieht es nicht mehr so lustig aus!!
Die Fachlichen Hinweise zum § 10 SGB II (Zumutbarkeit) sagen hierzu:
Fachliche Eignung (10.06)
Einer Leistungsberechtigten, die bisher als Aktenhalterin tätig war, ist eine Beschäftigung als Buchhalterin, die komplexe Vorgänge bearbeiten soll, nicht zuzumuten.
Eine Einarbeitungsphase ist für jeden Arbeitsplatz erforderlich und deshalb für die Beurteilung der Zumutbarkeit unerheblich.
https://www.arbeitsagentur.de/zentr...n/pdf/Gesetzestext-10-SGB-II-Zumutbarkeit.pdf , PDF-S. 8
Also ist so ein VV unzumutbar.
Herzallerliebst! Das Beispiel in den argen Fachlichen Hinweisen ist ja noch blöder als meines.
Was macht eigentlich eine "Aktenhalterin"? Ist die Aufgabe in etwa vergleichbar mit der eines Kerzenhalters?
2.112.615

References: § 31
 § 10
 § 10
 § 10
 Art. 6
 § 16
 § 16
 § 10
 § 10