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Timestamp: 2018-01-23 10:15:54+00:00

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Unabhängiger Verwaltungssenat des Landes Oberösterreich - VwSen-281468/4/Re/MG/CG
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VwSen-281468/4/Re/MG/CG
Der Unabhängige Verwaltungssenat des Landes Oberösterreich hat durch sein Mitglied Dr. Werner Reichenberger über die Berufung des Herrn x, vertreten durch Rechtsanwälte x, gegen das Straferkenntnis des Bürgermeisters der Stadt Wels vom 09.10.2012, Zl. BZ-Pol-09049-2011, wegen Verwaltungsübertretungen nach dem Arbeitszeitgesetz (AZG), BGBl Nr. 461/1969 idF BGBl Nr. 93/2010 zu Recht erkannt:
zu I: § 66 Abs. 4 Allgemeines Verwal­tungsverfahrens­gesetz 1991 – AVG, BGBl Nr. 51/1991 idgF, iVm § 24, § 45 Abs. 1 Z 2 und § 51 Abs. 1 Verwaltungsstrafgesetz 1991 – VStG, BGBl Nr. 52/1991 idgF.
"Sie haben es als handelsrechtlicher Geschäftsführer und somit als iSd § 9 Abs 1 VStG zur Vertretung nach außen Berufener der Firma x (Arbeitgeberin), zu verantworten, dass in der Filiale x folgende Übertretungen nach dem Arbeitszeitgesetz (AZG) festgestellt wurden:
A) Höchstzulässige Tagesarbeitszeit:
Folgende ArbeitnehmerInnen wurden mehr als 10 Stunden pro Tag beschäftigt.
1) x (Pers.Nr. x)
Tatzeitraum 08.Juni 2011 bis 29.Juli 2011
am 08.Juni 2011 von 07:00 bis 19:00
abzüglich der Pausen laut Arbeitsaufzeichnungen
ergibt eine tägliche Arbeitszeit von 11,00 Stunden
am 09.Juni 2011 von 07:00 bis 19:00
am 10.Juni 2011 von 07:00 bis 19:00
am 14.Juni 2011 von 07:00 bis 20:00
ergibt eine tägliche Arbeitszeit von 12,00 Stunden
am 15.Juni 2011 von 07:00 bis 20:00
am 16.Juni 2011 von 07:00 bis 20:00
am 17.Juni2011 von 07:00 bis 19:30
ergibt eine tägliche Arbeitszeit von 11,50 Stunden
am 20. Juni 2011 von 07:00 bis 19:30
am 21 Juni 2011 von 07:00 bis 19:30
am 22.Juni 2011 von 07:00 bis 19:30
am 23.Juni 2011 von 07:00 bis 19:30
am 04.Juli 2011 von 07:00 bis 19:00
am 05.Juli 2011 von 07:00 bis 19:30
am 06.Juli 2011 von 07:00 bis 20:00
am 07.Juli 2011 von 07:00 bis 20:00
am 11.Juli 2011 von 07:00 bis 20:00
abzüglich der Pausen laut Arbeltsaufzeichnungen
am 12.Juli 2011 von 06:56 bis 19:45
ergibt eine tägliche Arbeitszeit von 11,85 Stunden
am 18.Juli 2011 von 06:54 bis 20:24
ergibt eine tägliche Arbeitszeit von 12,53 Stunden
am 19.Juli 2011 von 06:54 bis 19:18
ergibt eine tägliche Arbeitszeit von 11,60 Stunden
am 20.Juli 2011 von 06:53 bis 19:45
ergibt eine tägliche Arbeitszeit von 11,15 Stunden
am 21.Juli 2011 von 06:53 bis 19:00
ergibt eine tägliche Arbeitszeit von 11,32 Stunden
am 25.Juli 2011 von 06:53 bis 20:09
ergibt eine tägliche Arbeitszeit von 12,37 Stunden
am 26. Juli 2011 von 06:55 bis 19:49
ergibt eine tägliche Arbeitszeit von 11,88 Stunden
am 27.Juli 2011 von 06:44 bis 19:20
ergibt eine tägliche Arbeitszeit von 12,25 Stunden
am 28.Juli2011 von 07:00 bis 19:13
ergibt eine tägliche Arbeitszeit von 11,07 Stunden
am 29.Juli 2011 von 05:18 bis 19:45
ergibt eine tägliche Arbeitszeit von 13,45 Stunden
2) x (Pers.Nr. x)
Tatzeitraum 09.Juni 2011 bis 29.Juli 2011
am 09.Juni 2011 von 06:30 bis 19:30
am 14.Juni 2011 von 06:30 bis 21:00
ergibt eine tägliche Arbeitszeit von 13,00 Stunden
am 15.Juni 2011 von 06:30 bis 21:00
am 16.Juni2011 von 06:30 bis 21:00
am 20.Juni 2011 von 06:30 bis 21:00
am 21 .Juni 2011 von 06:30 bis 21:00
am 22.Juni 2011 von 06:30 bis 21:00
am 27.Juni2011 von 06:30 bis 19:30
am 28.Juni 2011 von 06:30 bis 21:00
am 29.Juni 2011 von 06:30 bis 20:00
am 30.Juni 2011 von 06:30 bis 20:00
am 04.Juli 2011 von 06:30 bis 20:00
am 05.Juli 2011 von 06:30 bis 20:00
am 06.Juli 2011 von 06:30 bis 20:00
am 11.Juli 2011 von 06:15 bis 21:30
ergibt eine tägliche Arbeitszeit von 13,75 Stunden
am 12.Juli 2011 von 06:08 bis 19:34
ergibt eine tägliche Arbeitszeit von 12,08 Stunden
am 18.Juli 2011 von 06:01 bis 19:36
ergibt eine tägliche Arbeitszeit von 12,43 Stunden
am 19.Juli 2011 von 06:24 bis 19:10
am 28.Juli 2011 von 06:01 bis 19:36
am 29.Juli 2011 von 05:15 bis 19:08
ergibt eine tägliche Arbeitszeit von 12,88 Stunden
3) x (Pers.Nr. x)
Tatzeitraum 20.Juni 2011 bis 29.Juli 2011
am 20.Juni 2011 von 07:00 bis 20:00
am 21.Juni 2011 von 07:00 bis 19:45
ergibt eine tägliche Arbeitszeit von 11,45 Stunden
am 04.Juli 2011 von 07:00 bis 19:30
am 05.Juii 2011 von 07:00 bis 19:30
am 06.Juli 2011 von 07:00 bis 19:30
am 07Juli 2011 von 07:00 bis 19:00
ergibt eine tägliche Arbeitszeit von 10,50 Stunden
am 11.Juli 2011 von 07:00 bis 19:30
am 12.Juli 2011 von 07:18 bis 12:02
ergibt eine tägliche Arbeitszeit von 11,03 Stunden
am 19.Juli 2011 von 07:06 bis 19:35
ergibt eine tägliche Arbeitszeit von 11,05 Stunden
am 20.Juli 2011 von 07:23 bis 19:45
am 25.Juli 2011 von 07:09 bis 20:14
ergibt eine tägliche Arbeitszeit von 11,95 Stunden
am 26.Juli 2011 von 06:45 bis 20:09
ergibt eine tägliche Arbeitszeit von 11,78 Stunden
am 28.Juli 2011 von 06:45 bis 19:30
ergibt eine tägliche Arbeitszeit von 11,25 Stunden
am 29.Juli 2011 von 05:46 bis 20:02
ergibt eine tägliche Arbeitszeit von 12,77 Stunden
4) x (Pers.Nr. x)
Tatzeitraum 15.Juni 2011 bis 29.Juli 2011
am 15.Juni 2011 von 07:00 bis 19:30
am 23.Juni 2011 von 07:00 bis 19:00
am 27.Juni 2011 von 07:00 bis 19:30
am 28. Juni 2011 von 06:00 bis 19:30
am 29.Juni2011 von 06:00 bis 19:30
am 04.Juli 2011 von 07:00 bis 20:00
am 07.Juli 2011 von 07:00 bis 19:30
am 12.Juli 2011 von 07:00 bis 19:10
ergibt eine tägliche Arbeitszeit von 11,27 Stunden
am 21.Juli 2011 von 07:25 bis 19:56
am 28.Juli 2011 von 06:30 bis 18:53
ergibt eine tägliche Arbeitszeit von 11,08 Stunden
am 29.Juli 2011 von 07:19 bis 20:00
ergibt eine tägliche Arbeitszeit von 11,18 Stunden
5) x (Pers.Nr. x)
am 06. Juli 2011 von 07:00 bis 19:30
am 07.Juli 2011 von 07:00 bis 19:00
am 25.Juli 2011 von 07:47 bis 20:14
am 26.Juli 2011 von 07:32 bis 20:10
ergibt eine tägliche Arbeitszeit von 11,02 Stunden
am 28.Juli 2011 von 07:00 bis 19:34
am 29.Juli 2011 von 05:34 bis 20:02
ergibt eine tägliche Arbeitszeit von 12,97 Stunden
6) x (Pers.Nr. x)
Tatzeitraum 01 .Juli 2011 bis 30.Juli 2011
am 01. Juli 2011 von 07:19 bis 18:48
am 18.Juli 2011 von 08:00 bis 20:26
ergibt eine tägliche Arbeitszeit von 11,93 Stunden
am 19.Juli 2011 von 07:55 bis 19:18
ergibt eine tägliche Arbeitszeit von 10,38 Stunden
am 20.Juli 2011 von 07:38 bis 21:17
ergibt eine tägliche Arbeitszeit von 12,65 Stunden
am 21.Juli 2011 von 07:27 bis 22:00
ergibt eine tägliche Arbeitszeit von 13,55 Stunden
am 23.Juli 2011 von 08:56 bis 20:08
ergibt eine tägliche Arbeitszeit von 10,20 Stunden
am 25.Juli 2011 von 07:54 bis 20:34
ergibt eine tägliche Arbeitszeit von 11,67 Stunden
am 26.Juli 2011 von 07:46 bis 20:00
ergibt eine tägliche Arbeitszeit von 11,23 Stunden
am 27.Juli 2011 von 07:53 bis 20:00
ergibt eine tägliche Arbeitszeit von 11,12 Stunden
am 28.Juli 2011 von 06:30 bis 21:30
ergibt eine tägliche Arbeitszeit von 14,00 Stunden
am 29.Juli 2011 von 05:54 bis 21:12
ergibt eine tägliche Arbeitszeit von 14,30 Stunden
am 30.Juli 2011 von 06:30 bis 19:17
7) x (Pers.Nr. x)
am 15.Juni 2011 von 07:18 bis 19:54
am 30.Juni 2011 von 07:16 bis 19:55
am 08.Juli 2011 von 07:19 bis 19:56
ergibt eine tägliche Arbeitszeit von 11,17 Stunden
am 14.Juli 2011 von 07:19 bis 19:53
am 22.Juli 2011 von 07:17 bis 20:07
ergibt eine tägliche Arbeitszeit von 12,15 Stunden
am 25.Juli 2011 von 07:07 bis 19:50
ergibt eine tägliche Arbeitszeit von 11,72 Stunden
am 26.Juli 2011 von 07:26 bis 19:50
ergibt eine tägliche Arbeitszeit von 11,40 Stunden
am28.Juli 2011 von 06:45 bis 20:15
ergibt eine tägliche Arbeitszeit von 12,60 Stunden
am 29.Juli 2011 von 05:38 bis 20:00
ergibt eine tägliche Arbeitszeit von 13,37 Stunden
8) x (Pers.Nr. x)
Tatzeitraum 13.Juli 2011 bis 29Juli 2011
am 13.Juli 2011 von 06:59 bis 19:30
am 14.Juli 2011 von 07:22 bis 19:02
ergibt eine tägliche Arbeitszeit von 10,17 Stunden
am 20.Juli 2011 von 07:13 bis 19:45
am 21.Juli 2011 von 07:46 bis 21:00
ergibt eine tägliche Arbeitszeit von 11,98 Stunden
am 28.Juli 2011 von 06:30 bis 19:29
ergibt eine tägliche Arbeitszeit von 11,48 Stunden
am 29.Juli 2011 von 06:15 bis 19:14
9) x (Pers.Nr. x)
Tatzeitraum 27.Juni 2011 bis 29.Juli 2011
am 27.Juni 2011 von 08:00 bis 20:45
am 12.Juli 2011 von 07:45 bis 19:58
am 13.Juli 2011 von 07:43 bis 20:23
am 20.Juli 2011 von 08:26 bis 21:08
ergibt eine tägliche Arbeitszeit von 11,20 Stunden
am 25.Juli 2011 von 07:30 bis 20:18
am 29.Juli 2011 von 05:59 bis 19:09
ergibt eine tägliche Arbeitszeit von 11,43 Stunden
10) x (Pers.Nr. x)
Tatzeitraum 22.Juni 2011 bis 30.Juli 2011
am 22.Juni 2011 von 07:00 bis 20:00
am 21.Juli 2011 von 07:14 bis 20:19
ergibt eine tägliche Arbeitszeit von 11,58 Stunden
am 28.Juli 2011 von 06:45 bis 20:15
am 29.Juli 2011 von 05:36 bis 20:00
ergibt eine tägliche Arbeitszeit von 13,40 Stunden
am 30.Juli 2011 von 06:30 bis 19:16
ergibt eine tägliche Arbeitszeit von 12,50 Stunden
11) x (Pers.Nr. x)
Tatzeitraum 06.Juli 2011 bis 29.Juli 2011
am 06.Juli 2011 von 07:30 bis 19:30
am 07.Juli 2011 von 07:30 bis 19:30
am 21.Juli 2011 von 07:15 bis 20:19
ergibt eine tägliche Arbeitszeit von 11,38 Stunden
am 28.Juli 2011 von 06:45 bis 19:35
ergibt eine tägliche Arbeitszeit von 11,33 Stunden
am 29.Juli 2011 von 05:40 bis 20:24
ergibt eine tägliche Arbeitszeit von 13,23 Stunden
12) x (Pers. Nr. x)
Tatzeitraum 27Juli 2011 bis 30.Juli 2011
am 27.Juli 2011 von 07:23 bis 19:25
ergibt eine tägliche Arbeitszeit von 10,80 Stunden
am 28.Juli 2011 von 08:05 bis 20:32
am29.Juli 2011 von 06:40 bis 19:30
am 30.Juli 2011 von 06:45 bis 18:38
ergibt eine tägliche Arbeitszeit von 10,35 Stunden
13) x (Pers.Nr. x)
Tatzeitraum 20.Juni 2011 bis 13.Juli 2011
am 20.Juni 2011 von 06:45 bis 19:30
am 21.Juni 2011 von 07:00 bis 19:30
am 22.Juni 2011 von 07:00 bis 20:30
am 13.Juli 2011 von 07:00 bis 19:30
14) x (Pers.Nr. x)
Tatzeitraum 26.Juli 2011 bis 30.Juli 2011
am 26.Juli 2011 von 06:41 bis 18:45
am 28.Juli 2011 von 07:30 bis 19:34
am 29.Juli 2011 von 05: 59 bis 19:59
ergibt eine tägliche Arbeitszeit von 12,40 Stunden
am 30.Juli 2011 von 06:45 bis 18:16
ergibt eine tägliche Arbeitszeit von 10,88 Stunden
15) x (Pers.Nr. x)
Tatzeitraum 25.Juli 2011 bis 28.Juli 2011
am 25.Juli 2011 von 07:00 bis 19:14
ergibt eine tägliche Arbeitszeit von 11,75 Stunden
am 27.Juli 2011 von 06:54 bis 19:43
ergibt eine tägliche Arbeitszeit von 12,02 Stunden
am 28.Juli 2011 von 06:15 bis 19:30
ergibt eine tägliche Arbeitszeit von 12,22 Stunden
16) x (Pers.Nr. x)
Tatzeitraum 27.Juli 2011 bis 29.Juli 2011
am 27.Juli 2011 von 07:09 bis 19:43
am 28.Juli 2011 von 06:45 bis 19:34
ergibt eine tägliche Arbeitszeit von 11,63 Stunden
am 29.Juli 2011 von 06:49 bis 21:16
abzüglich der Pausen laut Arbeitsaufzeichnungen ergibt eine tägliche Arbeitszeit von 12,95 Stunden
17) x (Pers.Nr. x)
Tatzeitraum 18.Juli 2011 bis 29.Juli 2011
am 18.Juli 2011 von 06:53 bis 20:24
am 25.Juli 2011 von 07:35 bis 19:30
am 9 Juli 2011 von 06:15 bis 19:43
ergibt eine tägliche Arbeitszeit von 11,97 Stunden
18) x (Pers.Nr. x)
Tatzeitraum 26.Juli 2011 bis 29.Juli 2011
am 26.Juli 2011 von 07:24 bis 19:58
ergibt eine tägliche Arbeitszeit von 11,37 Stunden
am 28.Juli 2011 von 07:23 bis 20:32
19) x (Pers.Nr. x)
Tatzeitraum 28.Juli 2011 bis 29.Juli 2011
am 28.Juli 2011 von 06:30 bis 19:36
am 29.Juli 2011 von 05:44 bis 19:53
20) x (Pers.Nr. x)
am 26 Juli 2011 von 08:05 bis 18:50
ergibt eine tägliche Arbeitszeit von 10,42 Stunden
am 29.Juli 2011 von 05:58 bis 19:37
ergibt eine tägliche Arbeitszeit von 12,57 Stunden
21) x (Pers.Nr. x)
am 28.Juli 2011 von 06:45 bis 19:15
am 29.Juli 2011 von 05:55 bis 19:15
22) x (Pers.Nr. x)
am 28.Juli 2011 von 07:30 bis 19:28
ergibt eine tägliche Arbeitszeit von 10,32 Stunden
am 29.Juli 2011 von 05:53 bis 19:49
23) x (Pers.Nr. x)
am 28.Juli 2011 von 07:30 bis 19:41
am 29.Juli 2011 von 05:59 bis 20:01
ergibt eine tägliche Arbeitszeit von 12,20 Stunden
24) x (Pers.Nr. x)
am 28.Juli 2011 von 07:22 bis 19:49
am 29.Juli 2011 von 06:04 bis 19:42
ergibt eine tägliche Arbeitszeit von 12,13 Stunden
25) x (Pers.Nr. x)
am 28.Juli 2011 von 08:00 bis 20:30
ergibt eine tägliche Arbeitszeit von 11,13 Stunden
am 29.Juli 2011 von 06:02 bis 20:12
ergibt eine tägliche Arbeitszeit von 13,17 Stunden
26) x (Pers.Nr. x)
am 29.Juli 2011 von 06:28 bis 19:53
ergibt eine tägliche Arbeitszeit von 11,92 Stunden
27) x (Pers.Nr. x)
Tatzeitraum 24.Juni 2011 bis 26.Juli 2011
am 24.Juni 2011 von 07:25 bis 19:21
am 26.Juli 2011 von 07:29 bis 19:23
28) x (Pers.Nr. x)
Tatzeitraum 22.Juli 2011 bis 29.Juli 2011
am 22.Juli 2011 von 07:23 bis 19:23
am 29.Juli 2011 von 06:22 bis 19:26
ergibt eine tägliche Arbeitszeit von 11,57 Stunden
29) x (Pers.Nr. x)
am 28.Juli 2011 von 06:45 bis 19:36
am 29.Juli 2011 von 06:30 bis 19:41
ergibt eine tägliche Arbeitszeit von 11,68 Stunden
30) x (Pers.Nr. x)
Tatzeitraum 28.Juni 2011 bis 29.Juli 2011
am 28 Juli 2011 von 06:30 bis 19:39
am 29.Juli 2011 von 05:54 bis 20:00
abzüglich der Pausen laut Arbeitsaufzeichnungen ergibt eine tägliche Arbeitszeit von 13,30 Stunden
31) x (Pers.Nr. x)
Tatzeitraum 21.Juli 2011 bis 29.Juli 2011
am 21.Juli 2011 von 07:28 bis 20:04
abzüglich der Pausen laut Arbeitsaufzeichnungen ergibt eine tägliche Arbeitszeit von 11,42 Stunden
am 29.Juli 2011 von 06:42 bis 20:06
ergibt eine tägliche Arbeitszeit von 11,90 Stunden
32) x (Pers.Nr. x)
am 28.Juli 2011 von 06:45 bis 19:20
am 29.Juli 2011 von 06:36 bis 19:43
ergibt eine tägliche Arbeitszeit von 11,10 Stunden
33) x (Pers.Nr. x)
am 28.Juli 2011 von 07:30 bis 20:10
am 29.Juli 2011 von 06:21 bis 20:16
ergibt eine tägliche Arbeitszeit von 12,30 Stunden
34) x (Pers.Nr. x)
Tatzeit 29.Juli 2011
am 29.Juli 2011 von 05:56 bis 18:58
ergibt eine tägliche Arbeitszeit von 11,47 Stunden
35) x (Pers.Nr. x)
am 29.Juli 2011 von 06:05 bis 19:42
ergibt eine tägliche Arbeitszeit von 12,03 Stunden
36) x (Pers.Nr. x)
am 29.Juli 2011 von 06:24 bis 19:44
ergibt eine tägliche Arbeitszeit von. 11,83 Stunden
37) x (Pers.Nr. x)
am 29.Juli 2011 von 06:17 bis 19: 21
38) x (Pers.Nr. x)
am 29.Juli2011 von 05:39 bis 19:15
ergibt eine tägliche Arbeitszeit von 12,10 Stunden
39) x (Pers.Nr. x)
am 29.Juli 2011 von 06:24 bis 20:07
40) x (Pers.Nr. x)
am 29Juli 2011 von 05:53 bis 20:07
ergibt eine tägliche Arbeitszeit von 12,48 Stunden
41) x (Pers.Nr. x)
am 29,Juii 2011 von 06:42 bis 20:06
42) x (Pers.Nr. x)
am 29.Juli 2011 von 05:53 bis 19:38
43) x (Pers.Nr. x)
am 29.Juli 2011 von 06:18 bis 20:09
ergibt eine tägliche Arbeitszeit von 12,35 Stunden
44) x (Pers.Nr. x)
am 29.Juli 2011 von 05:42 bis 19:43
ergibt eine tägliche Arbeitszeit von 12,52 Stunden
45) x (Pers.Nr. x)
am 29.Juli 2011 von 05:48 bis 19:55
ergibt eine tägliche Arbeitszeit von 12,75 Stunden
B) Höchstzulässige Wochenarbeitszeit
Folgende ArbeitnehmerInnen wurden laut Arbeitszeitaufzeichnungen mehr als 50 Stunden pro Woche beschäftigt.
in der 24 Kalenderwoche (2011) _ 62,50 Stunden
in der 25 Kalenderwoche (2011) _ 58,50 Stunden
in der 27 Kalenderwoche (2011) _ 56,00 Stunden
in der 28 Kalenderwoche (2011) _ 55,27 Stunden
in der 29 Kalenderwoche (2011) _ 70,95 Stunden
in der 30 Kalenderwoche (2011) _ 70,53 Stunden
in der 24 Kalenderwoche (2011) _ 57,75 Stunden
in der 28 Kalenderwoche (2011) _ 57,33 Stunden
in der 29 Kalenderwoche (2011) _ 58,33 Stunden
in der 30 Kalenderwoche (2011) _ 64,37 Stunden
in der 23 Kalenderwoche (2011) _ 55,00 Stunden
in der 28 Kalenderwoche (2011) _ 55,72 Stunden
in der 29 Kalenderwoche (2011) _ 61,73 Stunden
in der 28 Kalenderwoche (2011) _ 57,43 Stunden
in der 29 Kalenderwoche (2011) _ 54,72 Stunden
in der 30 Kalenderwoche (2011) _ 60,45 Stunden
in der 25 Kalenderwoche (2011) _ 56,00 Stunden
in der 29 Kalenderwoche (2011) _ 60,92 Stunden
in der 30 Kalenderwoche (2011) _ 57,48 Stunden
in der 24 Kalenderwoche (2011) _ 59,35 Stunden
in der 29 Kalenderwoche (2011) _ 64,77 Stunden
in der 30 Kalenderwoche (2011) _ 67,78 Stunden
7) x (PerSrNr. x)
in der 24 Kalenderwoche (2011) _ 57,00 Stunden
in der 29 Kalenderwoche (2011) _ 67,48 Stunden
in der 30 Kalenderwoche (2011) _ 69,62 Stunden
in der 28 Kalenderwoche (2011) _ 57,85 Stunden
in der 29 Kalenderwoche (2011) _ 61,48 Stunden
in der 30 Kalenderwoche (2011)_ 61,60 Stunden
in der 29 Kalenderwoche (2011) _ 59,78 Stunden
in der 30 Kalenderwoche (2011) _ 64,75 Stunden
in der 29 Kalenderwoche (2011) _ 76,70 Stunden
in der 30 Kalenderwoche (2011) _ 74,40 Stunden
in der 29 Kalenderwoche (2011) _ 65,30 Stunden
in der 30 Kalenderwoche (2011) _ 66,72 Stunden
12) x (Pers.Nr. x)
in der 29 Kalenderwoche (2011) _ 60,20 Stunden
in der 30 Kalenderwoche (2011) _ 58,92 Stunden
in der 29 Kalenderwoche (2011) _ 70,13 Stunden
in der 30 Kalenderwoche (2011) _ 66,15 Stunden
in der 29 Kalenderwoche (2011) _ 56,68 Stunden
in der 30 Kalenderwoche (2011) _ 58,60 Stunden
in der 29 Kalenderwoche (2011) _ 56,70 Stunden
in der 30 Kalenderwoche (2011) _ 65,68 Stunden
in der 30 Kalenderwoche (2011) _ 53,75 Stunden
in der 30 Kalenderwoche (2011) _ 61,33 Stunden
in der 30 Kalenderwoche (2011) _ 60,10 Stunden
in der30 Kalenderwoche (2011) _ 53,20 Stunden
in der 30 Kalenderwoche (2011) _ 63,20 Stunden
in der 30 Kalenderwoche (2011) _ 55,72 Stunden
in der 30 Kalenderwoche (2011) _ 62,15 Stunden
in der 30 Kalenderwoche (2011) _ 64,50 Stunden
in der 30 Kalenderwoche (2011) _ 62,18 Stunden
in der 30 Kalenderwoche (2011) _ 65,30 Stunden
in der 30 Kalenderwoche (2011) _ 53,52 Stunden
in der 30 Kalenderwoche (2011) _ 64,38 Stunden
in der 30 Kalenderwoche (2011) _ 63,17 Stunden
in der 30 Kalenderwoche (2011) _ 58,08 Stunden
in der 30 Kalenderwoche (2011) _ 62,28 Stunden
in der 30 Kalenderwoche (2011) _ 60,80 Stunden
in der 30 Kalenderwoche (2011) _ 56,50 Stunden
in der 30 Kalenderwoche (2011) _ 60,47 Stunden
in der 30 Kalenderwoche (2011) _ 63,15 Stunden“
Wegen der so angelasteten Verwaltungsübertretungen verhängte die belangte Behörde nach dem Strafrahmen des § 28 Abs. 2 Z 1 AZG
· zwölf Geldstrafen in der Höhe von jeweils 72,00 Euro,
· 15 Geldstrafen in der Höhe von jeweils 80,00 Euro,
· vier Geldstrafen in der Höhe von jeweils 87,00 Euro,
· drei Geldstrafen in der Höhe von jeweils 95,00 Euro,
· zwei Geldstrafen in der Höhe von jeweils 105,00 Euro,
· zwei Geldstrafen in der Höhe von jeweils 115,00 Euro,
· eine Geldstrafe in der Höhe von 130,00 Euro,
· zwei Geldstrafen in der Höhe von jeweils 150,00 Euro,
· eine Geldstrafe in der Höhe von 170,00 Euro,
· eine Geldstrafe in der Höhe von 180,00 Euro,
· eine Geldstrafe in der Höhe von 200,00 Euro,
· eine Geldstrafe in der Höhe von 250,00 Euro,
· 19 Geldstrafen in der Höhe von jeweils 72,00 Euro,
· sieben Geldstrafen in der Höhe von jeweils 150,00 Euro,
· sechs Geldstrafen in der Höhe von jeweils 225,00 Euro,
· eine Geldstrafe in der Höhe von 275,00 Euro,
und schrieb gemäß § 64 VStG die Kosten des Strafverfahrens in Höhe von 10% der Geldstrafen (insgesamt 866,00 Euro) vor. Der zu zahlende Gesamtbetrag (Strafe/Kosten) betrug somit 9.526,00 Euro.
Begründend führte die belangte Behörde – nach Schilderung des Sachverhalts und Wiedergabe der gesetzlichen Bestimmungen – im Wesentlichen aus, der spruchgegenständliche Sachverhalt sei vom Arbeitsinspektorat Graz angezeigt worden und verweist auf dessen Rechtsausführungen im Schriftsatz vom 09.01.2012. Die Glaubhaftmachung iSd § 5 Abs. 1 VStG, dass ihn an der Verletzung der Verwaltungsvorschrift kein Verschulden treffe, sei dem Berufungswerber auch durch die Stellungnahme nicht gelungen und somit die subjektive Tatseite als gegeben zu erachten.
Strafmildernd wertete die belangte Behörde die verwaltungsstrafrechtliche Unbescholtenheit des Berufungswerbers, straferschwerend die massive Überschreitung der Tageshöchstarbeitszeiten.
2.3. Das Straferkenntnis enthalte im Spruch nicht die gemäß § 44a (gemeint wohl: Z 1) VStG „als erwiesen angenommene Tat“. Es werde nicht angeführt, dass und welche Arbeitszeitüberschreitungen stattgefunden hätten. Vielmehr werde angeführt, dass „Übertretungen festgestellt wurden“. Was eine „Übertretung“ sei, sei eine rechtliche Beurteilung und daher als Sachverhaltsfeststellung ungeeignet. Der Berufungswerber habe Sachverhalte zu verantworten und nicht den Umstand, ob etwas festgestellt werden habe können oder nicht.
2.5. Dem Straferkenntnis liege die Anzeige des Arbeitsinspektorats Graz zugrunde. Ein Ermittlungsverfahren der Behörde über die angeblichen Arbeitszeitüberschreitungen sei nicht durchgeführt worden. Die „Arbeitsaufzeichnungen der Arbeitnehmer/innen der Arbeitsstätte“ könnten Fehler beinhalten und seien in einigen Punkten offensichtlich fehlerhaft.
Jedenfalls sei für die Einhaltung der Arbeitszeit der Geschäftsleiter, Herr x, verantwortlich, dessen Verantwortung der Behörde auch ordnungsgemäß gemeldet worden sei. Das Straferkenntnis übernehme kritiklos die Meinung des Arbeitsinspektorats. Der Vorhalt der Position des verantwortlichen Beauftragten in der „dritten Ebene“ seien unbegründet. Der Verwaltungsgerichtshof habe ausdrücklich erkannt, dass der verantwortliche Beauftragte keinen Einfluss auf die Unternehmensführung haben müsse (VwGH 94/02/0470, 95/02/0046). Die Bestellung zum verantwortlichen Beauftragten sei unabhängig davon wirksam, dass er betriebsinterne Anweisungen zu befolgen habe (Hinweis auf VwGH 94/02/0470). Verantwortliche Beauftragte könnten auch weisungsgebunden sein, sofern die Voraussetzungen des § 9 Abs. 4 VStG erfüllt seien (Hinweis auf VwGH 92/18/0198).
Es habe keine Anordnungen der Geschäftsführung gegeben, dass Bestimmungen des AZG missachtet werden sollten oder über das höchstzulässige Maß hinaus gearbeitet werden sollte, sondern nur den Auftrag, die Übersiedlungsarbeiten durchzuführen. Der verantwortliche Beauftragte hätte diese Anordnung unter Hintanhaltung von Arbeitszeitüberschreitungen durch kurzfristige Einstellung neuer Mitarbeiter umsetzen können; diese Befugnis wäre ihm dienstrechtlich zugekommen.
2.6. Der Berufungswerber stellt den Beweisantrag, zur anzuberaumenden Berufungsverhandlung Herrn x zur zeugenschaftlichen Einvernahme zu laden zum Beweis dafür, dass ihm die nach § 9 Abs. 2 und 4 VStG tatbestandliche Anordnungsbefugnis betreffend die Einhaltung der Arbeitszeitbestimmungen in seiner Funktion als Geschäftsleiter zukommt.
2.7. Im Straferkenntnis würden auch Arbeitszeitüberschreitungen der Personen x und x inkriminiert. Bei diesen beiden Personen handle es sich um die Stellvertreter des Geschäftsleiters. Als leitende Angestellte iSd § 1 Abs. 2 Z 8 AZG würden sie nicht unter die Arbeitszeitbeschränkungen des AZG fallen. Daher wären die entsprechenden Spruchbestandteile zu A7, A10, B7 und B13 jedenfalls aufzuheben.
2.8. Die Mitarbeiter/innen einer Verkaufsniederlassung würden monatlich etwa 12.000 Arbeitsstunden leisten. Gemessen daran seien die vorgeworfenen Arbeitszeitüberschreitungen marginal und wären kein „Angriff auf die Gesundheit der betroffenen Arbeitnehmer“. Zum Beweis dafür stellt der Berufungswerber den Antrag auf Einholung eines Sachverständigengutachtens zum Beweis dafür, dass die angeschuldigten Arbeitszeitüberschreitungen in keiner Weise geeignet waren, die Gesundheit der Arbeitnehmer/innen zu gefährden.
2.9. Hinsichtlich der Strafbemessung bringt der Berufungswerber vor, es würde sich um den ersten Fall handeln, wo ihm eine Übertretung der Arbeitszeit persönlich zugerechnet werden würde. Bisher sei der Berufungswerber im Vertrauen auf die rechtswirksame Bestellung des verantwortlichen Beauftragten und folgend auch im Vertrauen auf dessen gesetzmäßiges Verhalten gewesen.
2.10. Mit Rücksicht auf die Umstände und die jeweils nur geringfügigen Überschreitungen der gesetzlich zulässigen Tagesarbeitszeit stünde einer Herabsetzung der Geldstrafen auf den Mindestbetrag nichts entgegen.
2.11. Soweit der Beschuldigte nach § 9 Abs. 1 VStG verfolgt werde, bestimme § 9 Abs. 7 VStG, dass die juristische Person, für die gegen ihren Vertreter verhängte Geldstrafe solidarisch zu haften habe. Die x habe nach der Judikatur des Verwaltungsgerichtshofs Parteistellung im Strafverfahren, ihr sei das rechtliche Gehör aber nicht gewährt worden. Dies belaste das angefochtene Straferkenntnis mit Rechtswidrigkeit, da die x zur Verteidigung des Beschuldigten vorbringen und beitragen hätte können.
2.12. Der Berufungswerber stellt den Antrag, der Oö. Verwaltungssenat möge nach Durchführung einer mündlichen Verhandlung und weiterer Beweisaufnahme der Berufung Folge geben und
· das angefochtene Straferkenntnis vom 09.10.2012 aufheben und gemäß § 45 VStG die Einstellung des Verwaltungsstrafverfahrens verfügen;
· in eventu das angefochtene Straferkenntnis vom 09.10.2012 aufheben und gemäß § 21 VStG von der Verhängung einer Strafe absehen;
· in eventu die im angefochtenen Straferkenntnis vom 09.10.2012 verhängte Geldstrafe tat- und schuldangemessen herabsetzen.
3.3. Der Oö. Verwaltungssenat hat Beweis erhoben durch Einsichtnahme in den Akt des Bürgermeister der Stadt Wels zu GZ BZ-Pol-09049-2011. Da sich bereits aus diesem Akt der entscheidungswesentliche Sachverhalt klären ließ und insbesondere bereits aufgrund der Aktenlage feststand, dass der angefochtene Bescheid aufzuheben ist, konnte im Übrigen gemäß § 51e Abs. 2 Z 1 VStG von der Durchführung einer öffentlichen Verhandlung abgesehen werden.
3.4.1. Der Berufungswerber war im Tatzeitraum (Juni und Juli 2011) handelsrechtlicher Geschäftsführer der Firma x.
3.4.2. Im Tatzeitraum (Juni und Juli 2011) erfolgte eine Übersiedelung der Filiale der x von der bisherigen Arbeitsstätte in x, in die neue Arbeitsstätte x. Diese Übersiedelung erfolgte im Auftrag der handelsrechtlichen Geschäftsführer der x.
Die o.g. Arbeitszeitüberschreitungen wurden vom Arbeitsinspektorat Graz mit Schreiben vom 25.08.2011, Zl. 042-102/1-11/11, dem Magistrat der Stadt Wels zur Anzeige gebracht.
3.4.3. Bezüglich der x in x, wurde dem Arbeitsinspektorat Graz mit Schreiben vom 17.11.2006, eingelangt am 23.11.2006, die Bestellung von Herrn x, zum verantwortlichen Beauftragten mitgeteilt.
Aus dem Zustimmungsnachweis vom 17.11.2006, unterzeichnet vom handelsrechtlichen Geschäftsführer der x und von Herrn x, ergibt sich:
2.) Im Zug der Betriebsorganisation wird einvernehmlich festgestellt, dass Herr x für folgenden sachlich abgegrenzten Bereich des Unternehmens, Firma x, die Verantwortung für die Einhaltung folgender Bereich obliegt:
Aus dem diesbezüglichen Zustimmungsnachweis, unterzeichnet vom handelsrechtlichen Geschäftsführer der x Herrn x, von Herrn x und von x, geht hervor:
Die Unterfertigung dieses Zustimmungsnachweises erfolgt insbesondere zum Zeichen der Bestätigung, dass Herr x als Geschäftsleiter der oben genannten x-Niederlassung die entsprechende Anordnungsbefugnis besitzt und dass Herr x mit seiner Bestellung zum verantwortlichen Beauftragten im Sinn des § 9 Abs. 4 VStG. einverstanden ist und daher verwaltungsstrafrechtlich anstelle der zur Vertretung der Firma x bestellte Organe haftet.
ppa. x“
Aus der von Herrn x sowie einem Vertreter der x am 14.12.2007 unterzeichneten „Stellenbeschreibung für Geschäftsleiter/in“ geht folgendes hervor:
3.5. Der dargestellte Sachverhalt ergab sich widerspruchsfrei aus den Beweismitteln. Die vom Berufungswerber bezweifelte vollumfängliche Richtigkeit der einzelnen Arbeitszeitüberschreitungen in objektiver Hinsicht konnte mangels Verfahrenserheblichkeit dahingestellt bleiben.
4.1. Gemäß § 9 Abs. 1 AZG darf die Tagesarbeitszeit zehn Stunden und die Wochenarbeitszeit 50 Stunden nicht überschreiten, sofern die Abs. 2 bis 4 nicht anderes bestimmen. Diese Höchstgrenzen der Arbeitszeit dürfen auch beim Zusammentreffen einer anderen Verteilung der wöchentlichen Normalarbeitszeit mit Arbeitszeitverlängerungen nicht überschritten werden.
Die Ausnahmetatbestände des § 9 Abs. 2 bis 4 AZG kommen im verfahrensgegenständlichen Fall nicht zur Anwendung und wurde eine solche Ausnahme vom Berufungswerber auch nicht behauptet.
Gemäß § 28 Abs. 2 Z 1 AZG sind Arbeitgeber, die Arbeitnehmer über die Höchstgrenzen der täglichen oder wöchentlichen Arbeitszeit gemäß § 2 Abs. 2, § 7, § 8 Abs. 1, 2 oder 4, § 9, § 12a Abs. 5, § 18 Abs. 2 oder 3, § 19a Abs. 2 oder 6 oder § 20a Abs. 2 Z 1 hinaus einsetzen, sofern die Tat nicht nach anderen Vorschriften einer strengeren Strafe unterliegt, von der Bezirksverwaltungsbehörde mit einer Geldstrafe von 72 Euro bis 1.815 Euro, im Wiederholungsfall von 145 Euro bis 1.815 Euro zu bestrafen.
Aus der aus der Stellenbeschreibung und dem Zustimmungsnachweis ableitbaren Befugnis des verantwortlichen Beauftragten zur Erlassung einschlägiger „Dienstanweisungen“ (vgl. dazu Lewisch in Lewisch/Fister/Weilguni [Hrsg], Kommentar zum VStG [2013] § 9 Rz 39), insbesondere der Möglichkeit der Einstellung von (zusätzlichem) Personal und der Überwachung der Arbeitszeit- und Arbeitsruhebestimmungen des bestehenden Personals, kommt die gesetzlich geforderte eigene Anordnungsbefugnis jedenfalls hinreichend klar zum Ausdruck. Es gab auch keine Anordnungen der Geschäftsführung, dass Bestimmungen des AZG missachtet werden sollten oder über das höchstzulässige Maß hinaus gearbeitet werden sollte, sondern vielmehr nur den Auftrag, die Übersiedlungsarbeiten durchzuführen. Insgesamt wäre der Beauftragte aufgrund der ihm eingeräumten Befugnisse in der Lage gewesen, die Verwaltungsvorschriften an Stelle der nach außen zur Vertretung befugten Organe gemäß § 9 Abs. 1 VStG zu erfüllen.
Somit liegen alle Voraussetzungen zur wirksamen Bestellung eines verantwortlichen Beauftragten zum Tatzeitraum (Juni – Juli 2011) vor.
Diese Bestellung wurde dem Arbeitsinspektorat Graz im Hinblick auf § 23 Abs. 1 ArbIG auch rechtzeitig und vollständig mitgeteilt.

References: § 66
 § 24
 § 45
 § 51
 § 9
 § 28
 § 64
 § 5
 § 44
 § 9
 § 9
 § 1
 § 9
 § 9
 § 45
 § 21
 § 51
 § 9
 § 9
 § 9
 § 28
 § 2
 § 7
 § 8
 § 9
 § 12
 § 18
 § 19
 § 20
 § 9
 § 9
 § 23