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Timestamp: 2016-10-22 23:45:08+00:00

Document:
I 180/02 (02.12.2002)
Pr�sident Sch�n, Bundesrichter Ursprung und Fr�sard; Gerichtsschreiberin Fleischanderl
C.________, 1953, Beschwerdef�hrer, vertreten durch
F�rsprecher Stephan M. Hirter, Spitalgasse 36, 3001 Bern,
Der 1953 geborene, seit 1971 in der Schweiz wohnhafte C.________ war ab 1. April 1995 als Schaler auf Tiefbaustellen bei der Firma X.________ AG t�tig. Nachdem Dr. med. W.________, Spezialarzt FMH f�r Innere Medizin, in seinem Berichten vom 11. November 1996 und 17. Januar 1997 den Befund einer erstmals 1996 aufgetretenen, mittelschweren bis schweren chronischen Asthmabronchitis bei Nikotinabusus erhoben hatte, stufte die Schweizerische Unfallversicherungsanstalt ihn am 17. Februar 1997 verf�gungsweise mit sofortiger Wirkung als nicht mehr geeignet f�r Arbeiten im Untertagebau ein. Die Arbeitgeberin setzte ihn daraufhin nurmehr auf offenen Baustellen ein. Ab 17. Januar 2000 wurde ihm eine vollumf�ngliche Arbeitsunf�higkeit im bisherigen Beruf bescheinigt; seither geht er keiner Erwerbst�tigkeit mehr nach.
Am 23. Mai 2000 meldete er sich bei der Invalidenversicherung zum Leistungsbezug an. Die IV-Stelle Bern holte u.a. Berichte des Dr. med. I.________, Innere Medizin FMH, spez. Pneumologie, vom 8. und 17. Februar, 30. Mai sowie 7. Juli 2000 und des Dr. med. L.________, Arzt f�r Allgemeine Medizin FMH, vom 5. Juli 2000 ein. Zus�tzlich zog sie einen Arbeitgeberbericht vom 10. Juli 2000 bei und liess durch ihren Berufsberater einen Delegationsbericht vom 25. April 2001 erstellen. Gest�tzt darauf lehnte die Verwaltung - nach Durchf�hrung des Vorbescheidverfahrens - die Zusprechung einer Rente mangels anspruchsbegr�ndender Invalidit�t ab (Verf�gung vom 21. August 2001).
C.________ l�sst - unter Beilage eines Berichtes des Dr. med. I.________ vom 21. September 2001 - Verwaltungsgerichtsbeschwerde f�hren und beantragen, in Aufhebung des angefochtenen Entscheides sei ihm eine Invalidenrente zuzusprechen.
Das kantonale Gericht hat die gesetzlichen Bestimmungen und die Grunds�tze �ber die Voraussetzungen und den Umfang des Rentenanspruchs (Art. 28 Abs. 1 und 1bis IVG), die Invalidit�tsbemessung bei erwerbst�tigen Versicherten nach der Einkommensvergleichsmethode (Art. 28 Abs. 2 IVG; BGE 104 V 136 Erw. 2a und b; vgl. auch BGE 128 V 30 Erw. 1) sowie den Beweiswert und die richterliche Beweisw�rdigung von medizinischen Berichten und Gutachten (BGE 125 V 352 Erw. 3a, 122 V 160 Erw. 1c; AHI 2000 S. 152 Erw. 2b) zutreffend dargelegt. Ebenfalls richtig wiedergegeben wird die Rechtsprechung �ber den Beizug von so genannten Tabellenl�hnen zur Ermittlung des hypothetischen Invalideneinkommens (vgl. BGE 126 V 76 f. Erw. 3b/bb mit Hinweisen) und die M�glichkeit eines Abzuges von solchen L�hnen zum Ausgleich behinderungsbedingter Lohnnachteile (BGE 126 V 78 ff. Erw. 5 mit Hinweisen; vgl. auch AHI 2002 S. 67 ff. Erw. 4). Darauf wird verwiesen.
Der Beschwerdef�hrer macht zur Hauptsache geltend, Vorinstanz und Verwaltung h�tten zur Beurteilung seines Gesundheitszustandes im massgeblichen Verf�gungszeitpunkt (21. August 2001) einzig in der ersten H�lfte des Jahres 2000 erstellte �rztliche Berichte beigezogen, nicht jedoch den sich zwischenzeitlich verschlechterten gesundheitlichen Gegebenheiten Rechnung getragen. Er leide nunmehr auch an Schlafst�rungen (obstruktives Schlafapnoe-Syndrom), grossen Konzentrationsschwierigkeiten und M�digkeitserscheinungen, weshalb die ihm verbliebene Restarbeitsf�higkeit gest�tzt auf ein umfassendes, namentlich die pneumologischen Verh�ltnisse ber�cksichtigendes Gutachten neu festzusetzen sei.
3.1 Nach st�ndiger Rechtsprechung beurteilt das Sozialversicherungsgericht die Gesetzm�ssigkeit der Verwaltungsverf�gungen in der Regel nach dem Sachverhalt, der zur Zeit des Verf�gungserlasses gegeben war (BGE 121 V 366 Erw. 1b mit Hinweisen). Tatsachen, die jenen Sachverhalt seither ver�ndert haben, sollen im Normalfall Gegenstand einer neuen Verwaltungsverf�gung sein (BGE 121 V 366 Erw. 1b mit Hinweis).
3.2 Das kantonale Gericht und die IV-Stelle haben das dem Versicherten zumutbarerweise noch verwertbare Leistungsverm�gen insbesondere auf Grund der Einsch�tzungen durch die Dres. med. L.________ und I.________ vom 5. und 7. Juli 2000 vorgenommen, wonach der Beschwerdef�hrer zwar nicht mehr als Bauarbeiter im Rahmen von k�rperlich schweren T�tigkeiten, hingegen in Besch�ftigungen, welche kein Heben von Gewichten �ber 10 kg und keine Gehstrecken �ber 1 km beinhalten, uneingeschr�nkt einsetzbar ist. Diese Angaben - und mit Ausnahme des Berichtes des Dr. med. I.________ vom 21. September 2001 - auch s�mtliche anderen aktenkundigen medizinischen Berichte datieren mehr als ein Jahr vor Verf�gungserlass, f�r welchen Zeitpunkt auch der Beschwerdef�hrer deren Aussagegehalt indes nicht bestreitet. Entgegen den Vorbringen in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde bestehenden jedoch keine Anhaltspunkte daf�r, dass sich der Gesundheitszustand des Versicherten innert eines Jahres erheblich und in einer die Arbeitsf�higkeit beeinflussenden Weise ge�ndert hat. Namentlich wurde das vom Beschwerdef�hrer genannte obstruktive Schlafapnoe-Syndrom mit Konzentrationsschwierigkeiten und M�digkeitserscheinungen bereits in den Berichten des Dr. med. I.________ vom 8., 17. Februar und 30. Mai 2000 wie auch in der �rztlichen Stellungnahme des Dr. med. L.________ vom 5. Juli 2000 ausdr�cklich erw�hnt und bildete - nebst dem Asthma bronchiale - Grundlage der Arbeitsf�higkeitsbeurteilung durch Dr. med. I.________ vom 7. Juli 2000. Sofern dieser mit Bericht vom 21. September 2001 nunmehr eine pneumologische Begutachtung empfiehlt, k�nnten dadurch lediglich R�ckschl�sse auf einen allenfalls ver�nderten Gesundheitszustand des Versicherten f�r die Zeit nach Erlass der Verf�gung vom 21. August 2001 gezogen werden, was indessen Gegenstand einer neuen Verwaltungsverf�gung darstellte.
Es kann als erwiesen angenommen werden und ist unbestritten, dass der Beschwerdef�hrer im vorliegend massgeblichen Vergleichsjahr 2001 - nach dem noch nicht in der Amtlichen Sammlung ver�ffentlichten Urteil D. vom 23. Mai 2002, U 234/00, ist f�r die Vornahme des Einkommensvergleiches grunds�tzlich auf die Gegebenheiten im Zeitpunkt des allf�lligen Rentenbeginns abzustellen - gem�ss Ausk�nften der ehemaligen Arbeitgeberin vom 10. Juli 2000 sowie weiteren Abkl�rungen durch den IV-Berufsberater (Delegationsbericht vom 25. April 2001) ein Valideneinkommen von Fr. 61'035.- (Fr. 4695.- x 13) erzielt h�tte. Zur Bestimmung des trotz der Gesundheitssch�digung durch eine zumutbare Arbeit noch erreichbaren Verdienstes (Invalideneinkommen) ist das kantonale Gericht vom Zentralwert des standardisierten Monatslohnes der mit einfachen und repetitiven T�tigkeiten besch�ftigen M�nner gem�ss Tabelle TA1 der Schweizerischen Lohnstrukturerhebung (LSE) 2000 von Fr. 4437.- ausgegangen, was angesichts des Umstands, dass der Beschwerdef�hrer seit Januar 2000 keiner erwerblichen Besch�ftigung mehr nachgeht, nicht zu beanstanden ist (vgl. BGE 126 V 76 f. Erw. 3b/bb mit Hinweisen). Nach Aufrechnung dieses auf 40 Wochenstunden basierenden Betrages auf die durchschnittliche betriebs�bliche Arbeitszeit im Jahr 2001 von 41,7 Stunden (Die Volkswirtschaft, 7/2002, S. 88 Tabelle B9.2) und unter Ber�cksichtigung der allgemeinen Nominallohnentwicklung von 2,5 % (Die Volkswirtschaft, a.a.O., S. 89 Tabelle B10.2) ergibt sich ein Wert von Fr. 56'894.55 j�hrlich. Der von Verwaltung und Vorinstanz zugestandene leidensbedingte Abzug von insgesamt 15 % tr�gt sodann allen einkommensbeeinflussenden Merkmalen Rechnung (vgl. dazu BGE 126 V 78 ff. Erw. 5) und
Aus dem auf diese Weise ermittelten Invalideneinkommen von Fr. 48'360.40 resultiert in Gegen�berstellung zum Valideneinkommen (Fr. 61'035.-) ein rentenausschliessender Invalidit�tsgrad von 20,8 %. Wie das kantonale Gericht ferner zu Recht erkannt hat, w�rde selbst bei Vornahme eines maximal zul�ssigen Abzugs von 25 % vom statistischen Lohn (vgl. BGE 126 V 80 Erw. 5b/cc; AHI 2002 S. 62) der f�r die Zusprechung einer Viertelsrente erforderliche Invalidit�tsgrad von 40 % nicht erreicht.
Dieses Urteil wird den Parteien, dem Verwaltungsgericht des Kantons Bern, Sozialversicherungsrechtliche Abteilung, der Ausgleichskasse des Schweizerischen Baumeisterverbandes und dem Bundesamt f�r Sozialversicherung zugestellt.

References: BGE 
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