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Timestamp: 2020-01-25 07:18:30+00:00

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Rechtsprechung: NVwZ 1989, 857 - dejure.org
Weitere Entscheidungen unten: BVerwG, 11.04.1989 | BVerwG, 24.01.1989
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BVerwG, 08.12.1988 - 3 C 6.87 (https://dejure.org/1988,176)
BVerwG, Entscheidung vom 08.12.1988 - 3 C 6.87 (https://dejure.org/1988,176)
BVerwG, Entscheidung vom 08. Dezember 1988 - 3 C 6.87 (https://dejure.org/1988,176)
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Milcherzeugung - Garantiemenge - Mengenbegrenzung - Vermarktungsverbot - Unzumutbare Härte - Abgabenverordnung - Billigkeitsvorschriften
Grundgesetz, Art. 3 und 14 ; Milch-Garantiemengen-Verordnung, § 6 Abs. 6 und 8, und § 9
VG Stade, 23.05.1986 - 1 VG A 250/86
OVG Niedersachsen-Schleswig-Holstein, 05.12.1986 - 3 A 188/86
BVerwGE 81, 49
NVwZ 1989, 1063 (Ls.)
NVwZ 1989, 857 (Ls.)
NVwZ-RR 1989, 470
DVBl 1989, 570
a) Nach der Rechtsprechung des Senats nimmt die einem milcherzeugenden Betrieb zugeteilte Referenzmenge am Eigentumsschutz des Betriebes teil (Urteile vom 8. Dezember 1988 - BVerwG 3 C 6.87 - BVerwGE 81, 49 , vom 17. Juni 1993 a.a.O. und vom 11. November 1993 - BVerwG 3 C 37.91 - BVerwGE 94, 257 ).
Damit bestimmt er Inhalt und Schranken des Eigentums an diesen Betriebsmitteln (Urteil vom 8. Dezember 1988 a.a.O. ; vgl. Beschluss vom 7. Dezember 1995 - BVerwG 3 C 12.92 - Buchholz 451.512 Nr. 116 ).
Durch den Erlaß der vom BVerwG (BVerwGE 81, 49 [BVerwG 08.12.1988 - 3 C 6/87]) für verfassungswidrig erklärten Bestimmung des § 6 Abs. 6 MGV a. F. hat der Verordnungsgeber keine drittgerichteten Amtspflichten zu Lasten der betroffenen Milcherzeuger verletzt.
Diese Bestimmung wurde vom Bundesverwaltungsgericht durch Urteil vom 8. Dezember 1988 (BVerwGE 81, 49 [BVerwG 08.12.1988 - 3 C 6/87]) wegen Verstoßes gegen die Eigentumsgarantie des Art. 14 GG für verfassungswidrig erklärt.
Das Bundesverwaltungsgericht hat in seinem Urteil vom 8. Dezember 1988 (BVerwGE 81, 49 [BVerwG 08.12.1988 - 3 C 6/87]) festgestellt, daß § 6 Abs. 6 MGVO unmittelbar gegen Art. 14 GG verstoße.
Die am 02.04.1984 in Kraft getretene Vorschrift des § 6 Abs. 6 Milch-Garantiemengen-Verordnung (MGVO) verletzte das Recht der von ihr erfaßten Landwirte am eingerichteten und ausgeübten Gewerbebetrieb (offen gelassen in BVerwGE 81, 49, 54 O NVwZ-RR 1989, 470).
Die Bestimmung wurde vom Bundesverwaltungsgericht mit Urteil vom 8. Dezember 1988 (BVerwGE 81, 49) wegen Verstoßes gegen die Eigentumsgarantie des Artikels 14 GG für rechtswidrig erklärt.
Der Senat geht in Übereinstimmung mit dem Urteil des Bundesverwaltungsgerichts vom 8. Dezember 1988 (BVerwGE 81, 49) davon aus, daß die Regelung des § 6 Abs. 6 a.F. MGVO wegen Verstoßes gegen die Eigentumsgarantie des Artikels 14 GG rechtswidrig war.
a) Soweit der Gesetzgeber bestehende Rechtslagen, Berechtigungen und Rechtsverhältnisse aufhebt oder ändert, muß er den Eingriff in schutzwürdige Vertrauenstatbestände, insbesondere das Ausmaß des Vertrauensschadens nach Möglichkeit in geeigneter Weise durch eine angemessene Übergangsregelung abmildern oder ausgleichen (vgl. z. B. BVerfG-Beschluß vom 30. September 1987 2 BvR 933/82, BVerfGE 76, 256, 359; Urteil des Bundesverwaltungsgerichts - BVerwG - vom 8. Dezember 1988 3 C 6.87, BVerwGE 81, 49, 55 f.; Beschluß des Bundesgerichtshofs - BGH - vom 13. Juli 1992, NotZ 16/91, Neue Juristische Wochenschrift - NJW - 1993, 131;… ausführlich Muckel, Kriterien des verfassungsrechtlichen Vertrauensschutzes bei Gesetzesänderungen, 1989, S. 84 ff.;… Aschke, Übergangsregelungen als verfassungsrechtliches Problem, 1986, S. 287 ff.).
Die aus der Norm folgende Reichweite eines zu berücksichtigenden Vertrauens richtet sich im allgemeinen jedenfalls bis zum Zeitpunkt des Gesetzesbeschlusses über eine Rechtsänderung auf den Fortbestand der Rechtslage (vgl. insbesondere zum Steuerrecht BVerfG, Beschluss vom 14.03.1986 - 2 BvL 2/83 -, BVerfGE 72, 200 ; hierzu Hey, NJW 2007, 408; so auch BVerwG, Urteil vom 08.12.1988 - 3 C 6.87 -, BVerwGE 81, 49 ).
Im Urteil vom 8. Dezember 1988 hat das Bundesverwaltungsgericht (BVerwG 3 C 6.87 - E 81, 49 = DVBl 1989, 570 = NVwZ-RR 1989, 470 = AgrarR 1989, 224 = RdL 1989, 71) ausgeführt, die Begrenzung der Berechnung der Anlieferungs-Milchmenge unter Berücksichtigung von 80 Milchkühen und dem Landesdurchschnitt in § 6 Abs. 6 MGVO a.F. verstoße gegen die Eigentumsgarantie des Art. 14 GG .
Davon geht auch das Bundesverwaltungsgericht im Urteil vom 8. Dezember 1988 aaO aus.
Im Rahmen einer Eigentums- und Vertrauensschutz gewährenden Überleitungsregelung konnte mithin kein Milcherzeuger, der aufgrund seines hohen Milchviehbestandes schon in besonderem Maße zur Überproduktion beigetragen hatte und der im übrigen nicht der agrarpolitischen Zielsetzung entsprach, erwarten, daß, wie das Bundesverwaltungsgericht im Urteil vom 8. Dezember 1988 aaO ausgeführt hat, ihm für umfängliche Baumaßnahmen, die auf eine weitere Erhöhung der Zahl der Kuhplätze und Steigerung der Milchproduktion abzielten, der gleiche Schutz gewährt werde wie kleineren und mittleren Betrieben mit entsprechend bescheideneren Investitionen zur Erhöhung der Kuhplatzzahl.
Wie der Senat in seinem Urteil vom 8. Dezember 1988 - BVerwG 3 C 6.87 - (BVerwGE 81, 49 ) ausgeführt hat, wirkt sich die Abgabenregelung der Milch-Garantiemengen-Verordnung für die über die zugeteilten Referenzmengen hinaus produzierte Milch als Vermarktungsverbot aus.
Daher durfte der Verordnungsgeber landesfremde Hundhalter, die erst nach In-Kraft-Treten der Hundehalterverordnung die Haltung ihres Hundes in Brandenburg aufzunehmen beabsichtigten, wie Neufälle (s.o. unter a) behandeln, denn vom Rechtsstaatsprinzip in seiner Ausformung als Verhältnismäßigkeitsprinzip wird regelmäßig nur das betätigte Vertrauen auf Fortbestand einer Rechtslage geschützt (vgl. BVerfGE 30, 367, 388 [BVerfG 23.03.1971 - 2 BvL 2/66] ; 75, 246, 280; 95, 64, 87; BVerwG 81, 49, 55).
OLG Köln, 11.07.1996 - 7 U 24/96
Entschädigungsanspruch eines Milcherzeugers hinsichtlich der durch die in Kraft …
BFH, 06.02.1990 - VII B 148/89
Anforderungen an Begründetheit einer Nichtzulassungsbeschwerde
BVerwG, 13.12.1990 - 3 C 33.90
Recht der Landwirtschaft: Voraussetzungen für die Anerkennung einer abweichenden …
OVG Hamburg, 08.02.2005 - 1 Bs 1/05
Einzel- und Sammelfangerlaubnisse nach dem Seefischereigesetz
BVerwG, 06.09.1991 - 3 B 84.91
Rückgriff auf eine bereits vor der Bewilligung des Betriebsentwicklungsplans …
OVG Niedersachsen-Schleswig-Holstein, 28.08.1989 - 3 A 64/88
Landwirtschaft; Referenzmenge; Milchquote; Milcherzeugung; Erhöhung der …
BVerwG, 16.08.1990 - 3 B 29.90
Nichtzulassungsbeschwerde auf Grund einer grundsätzlichen Bedeutung der …
BVerwG, 31.01.1990 - 3 C 47.87
Förderung eines Bauvorhabens im Rahmen der Haupterwerbslandwirtschaft mit …
BVerwG, 07.12.1989 - 3 C 58.87
Anspruch auf Erteilung einer Bescheinigung nach der …
BVerwG, 30.03.1990 - 3 B 109.89
BVerwG, 15.12.1989 - 3 C 83.88
Antrag auf Erteilung einer Bescheinigung für eine abweichende Referenzmenge nach …
BVerwG, 06.12.1989 - 3 C 57.87
Voraussetzungen für die Zuteilung einer abweichenden Referenzmenge - Nachhaltige …
BVerwG, 29.11.1989 - 3 B 74.87
OVG Schleswig-Holstein, 19.11.2003 - 2 LB 49/03
OVG Niedersachsen, 22.03.1993 - 3 L 124/90
Landwirtschaft; Milcherzeugung; Milchquote; Anerkennung der …
BVerwG, 29.01.1990 - 3 C 33.88
BVerwG, 07.12.1989 - 3 C 56.86
BVerwG, 07.12.1989 - 3 C 54.86
Rechtsfolgen der übereinstimmenden Erledigungserklärung eines Rechtsstreits in …
BVerwG, 07.12.1989 - 3 C 55.86
BVerwG, 29.09.1989 - 3 B 80.89
https://dejure.org/1989,857
BVerwG, 11.04.1989 - 9 C 55.88 (https://dejure.org/1989,857)
BVerwG, Entscheidung vom 11.04.1989 - 9 C 55.88 (https://dejure.org/1989,857)
BVerwG, Entscheidung vom 11. April 1989 - 9 C 55.88 (https://dejure.org/1989,857)
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Rechtliches Gehör - Wiedereröffnungsantrag - Ablehnung - Mündliche Verhandlung - Verspätetes Erscheinen
NVwZ 1989, 857
Erfährt das Gericht vor Beginn der mündlichen Verhandlung, daß der Prozeßbevollmächtigte einer Partei den Termin wahrnehmen will, aus von ihm nicht zu vertretenden Gründen aber nicht pünktlich erscheinen kann, so hat es zur Wahrung des rechtlichen Gehörs mit der Eröffnung der mündlichen Verhandlung zu warten, sofern und solange das mit dem Interesse an der Einhaltung der Tagesordnung zu vereinbaren ist (vgl. Urteile vom 14. Februar 1979 - BVerwG 1 C 20.77 - Buchholz 310 § 108 VwGO Nr. 107 S. 30 , vom 10. Dezember 1985 - BVerwG 9 C 84.84 - Buchholz 310 § 108 VwGO Nr. 178 S. 66 und vom 11. April 1989, a.a.O. S. 5).
Erscheint ein (weiteres) Zuwarten mit Blick auf andere noch zur Verhandlung anstehende Sachen oder (und) sonstige berufliche Verpflichtungen der übrigen Beteiligten oder der Richter nicht (mehr) vertretbar, muß der Termin zur Gewährung rechtlichen Gehörs gemäß § 173 VwGO in Verbindung mit § 227 ZPO von Amts wegen aufgehoben oder verlegt werden, wenn der Prozeßbevollmächtigte alles in seinen Kräften Stehende und nach Lage der Dinge Erforderliche getan hat, um den Verhandlungstermin rechtzeitig wahrzunehmen, hieran jedoch ohne sein Verschulden gehindert worden ist (vgl. Urteile vom 10. Dezember 1985, a.a.O. S. 68 m.weit.Nachw., vom 26. November 1987 - BVerwG 6 C 29.87 - Buchholz 303 § 227 ZPO Nr. 10 S. 2 , vom 11. April 1989, a.a.O. S. 5 und vom 27. November 1989 - BVerwG 6 C 30.87 - Buchholz 303 § 227 ZPO Nr. 14 S. 8 ; Beschluß vom 25. November 1987 - BVerwG 6 B 50.87 - Buchholz § 108 VwGO Nr. 196 S. 25 ).
Denn das Institut der nachträglichen Wiedereröffnung soll den Parteien gerade die sachgerechte Wahrnehmung ihrer Rechte, namentlich durch mündlichen Vortrag zu dem erst aufgrund der mündlichen Verhandlung gewonnenen Gesamtergebnis des Verfahrens, gewährleisten (vgl. Urteil vom 11. April 1989 - BVerwG 9 C 55.88 - Buchholz 310 § 104 VwGO Nr. 23 S. 3 ).
Mit Blick auf diesen Zweck der in § 104 Abs. 3 Satz 2 VwGO getroffenen Regelung und deren Verknüpfung mit dem Anspruch der Beteiligten auf rechtliches Gehör (§ 108 Abs. 2 VwGO) kann sich das Ermessen des Gerichts zu einer Wiedereröffnungspflicht verdichten (vgl. Urteile vom 11. November 1970 - BVerwG V C 81.69 - Buchholz 310 § 104 VwGO Nr. 3 S. 1 und vom 11. April 1989, a.a.O. S. 6).
Einem Wiedereröffnungsbegehren des Prozeßbevollmächtigten, dessen Verspätung auf einem offenbar unabwendbaren Zufall beruhte, hätte das Oberverwaltungsgericht zur Gewährung rechtlichen Gehörs entsprechen müssen (…vgl. Urteile vom 11. November 1970, a.a.O. S. 2 und vom 11. April 1989, a.a.O. S. 6 ff. m.weit.Hinw.).
Sie müssen überdies --und zwar grundsätzlich unabhängig davon, ob sie die Möglichkeit zur schriftsätzlichen Vorbereitung genutzt haben oder nicht (vgl. BVerwG-Urteil in NJW 1986, 1057, 1058, linke Spalte)-- die Gelegenheit erhalten, zu den in der Erörterung (§ 93 Abs. 1 FGO) erfolgten Äußerungen des Gerichts und der Gegenseite Stellung nehmen und eigene Ausführungen tatsächlicher und rechtlicher Art machen zu können (vgl. BFH-Urteile vom 5. Dezember 1979 II R 56/76; BFHE 129, 297, BStBl II 1980, 208 letzter Absatz der Gründe; vom 21. Januar 1981 II R 91/79, BFHE 132, 394, BStBl II 1981, 401 unter 3. der Gründe; BVerwG-Urteil vom 11. April 1989 9 C 55/88, Neue Zeitschrift für Verwaltungsrecht --NVwZ-- 1989, 857, 858).
Eine Pflicht zur Wiedereröffnung besteht ausnahmsweise dann, wenn nur auf diese Weise das Recht auf rechtliches Gehör gewahrt werden kann (vgl. BVerwG, Urteil vom 11. April 1989 - 9 C 55.88 - Buchholz 310 § 104 VwGO Nr. 23 S. 6, Beschlüsse vom 16. Juni 2003 - 7 B 106.02 - Buchholz 303 § 279 ZPO Nr. 1 S. 1 f. …und vom 3. Dezember 2008 - 10 B 13.08 - juris Rn. 7) oder nur so die Pflicht nach § 86 Abs. 1 VwGO erfüllt werden kann, den Sachverhalt umfassend aufzuklären (BVerwG…, Beschluss vom 6. März 2015 - 6 B 41.14 - juris Rn. 10).
Diese finden ihren Ausdruck auch in dem Recht auf Gehör (vgl. BVerwG, Urteil vom 11.04.1989 - 9 C 55.88 - juris Rn. 7 ff., insbesondere Rn. 12;… Funke-Kaiser in GK-AsylG, § 78 Rn. 287;… Marx, AsylG, 9. Aufl., § 78 Rn. 159).
BVerwG, 23.01.1995 - 9 B 1.95
Letzteres verlangt, dem an einem gerichtlichen Verfahren Beteiligten Gelegenheit zu geben, sich zu dem der Entscheidung zugrundeliegenden Sachverhalt zu äußern und sich mit tatsächlichen und rechtlichen Argumenten im Prozeß zu behaupten, wobei das rechtliche Gehör auch das Recht eines Beteiligten einschließt, sich durch einen rechtskundigen Prozeßbevollmächtigten in der mündlichen Verhandlung vertreten zu lassen (vgl.Urteil vom 11. April 1989 - BVerwG 9 C 55.88 - Buchholz 310 § 104 VwGO Nr. 23 m.w.N.).
Auf einen Verstoß gegen den Grundsatz des rechtlichen Gehörs kann sich nämlich nur berufen, wer zuvor alle prozessualen und faktisch zumutbaren Möglichkeiten wahrgenommen hat, um sich Gehör zu verschaffen (BVerwG, Beschluss vom 08.12.1988 - 9 B 388.88 -, NWZ 1989, 233 ff. und Urteil vom 11.04.1989 - 9 C 55.88 -, NVwZ 1989, 857 ff.).
Das Mittel zur Verwirklichung des rechtlichen Gehörs stellt dabei die mündliche Verhandlung dar (vgl. BVerwG, Urteil vom 11.04.1989, a.a.O.).
Letzteres verlangt, dem an einem gerichtlichen Verfahren Beteiligten Gelegenheit zu geben, sich zu dem der Entscheidung zugrunde liegenden Sachverhalt zu äußern und tatsächliche und rechtliche Argumente im Prozess vortragen zu können (BVerwG, Urteil vom 11. April 1989 - 9 C 55.88 - Buchholz 310 § 104 VwGO Nr. 23 S. 4 m.w.N.).
Die Regelung des § 104 Abs. 3 Satz 2 VwGO steht in enger Beziehung zu dem Anspruch der Verfahrensbeteiligten auf Gewährung rechtlichen Gehörs mit der Folge, dass Bedeutung und Tragweite dieses Grundrechts die Ermessensfeiheit des Gerichts zu einer Wiedereröffnungspflicht verdichten können (im Anschluss an BVerwG, 11.04.1989 - 9 C 55.88 -, Buchholz 310, § 104 VwGO Nr. 23).
Die Regelung des § 104 Abs. 3 Satz 2 VwGO steht damit in enger Beziehung zu dem Anspruch der Verfahrensbeteiligten auf Gewährung rechtlichen Gehörs mit der Folge, dass Bedeutung und Tragweite dieses Grundrechts die Ermessensfreiheit des Gerichts zu einer Wiedereröffnungspflicht verdichten kann (BVerwG, 11.04.1989 - 9 C 55.88 -, Buchholz 310, § 104 VwGO Nr. 23).
Daraus folgt, dass das Gericht den rechtzeitig gestellten Wiedereröffnungsantrag eines Beteiligten, dessen persönliches Erscheinen angeordnet und der ohne Verschulden an der Terminswahrnehmung gehindert war, grundsätzlich nicht ablehnen kann, ohne den Anspruch des Beteiligten auf Gewährung rechtlichen Gehörs zu verletzen (vgl. zum Fall eines schuldlos an der Terminswahrnehmung gehinderten Prozessbevollmächtigten: BVerwG, 11.04.1989 - 9 C 55.88 -, a.a.O.).
OVG Sachsen-Anhalt, 24.09.2008 - 2 L 86/08
Zur Ablehnung einer Terminsverlegung und zur Darlegung der Klärungsfähigkeit …
VG Ansbach, 13.12.2019 - AN 4 K 17.35246
Kein subsidiärer Schutzstatus für ukrinischen Staatsbürger
OVG Niedersachsen, 05.02.2002 - 7 LA 17/02
Verweigerung der Terminsverlegung bei Verhinderung eines Prozessbevollmächtigten; …
VGH Hessen, 15.08.1995 - 13 UZ 1262/95
Terminsverlegung wegen Verhinderung des Bevollmächtigten
VGH Hessen, 16.03.1998 - 12 UZ 2692/96
Erheblicher Grund für eine Terminsverlegung: Vertretungsmöglichkeit durch ein …
OVG Rheinland-Pfalz, 13.04.1999 - 3 A 10488/99
Polizeidienst - Nicht trödeln, wenn Eile geboten
BVerwG, 18.09.1989 - 9 B 129.89
Verletzung des Anspruchs auf rechtliches Gehör - Ablehnung eines …
VG Oldenburg, 17.03.2005 - 11 A 225/05
Ablehnung eines Antrags auf Aufhebung des Termins zur mündlichen Verhandlung
https://dejure.org/1989,2996
BVerwG, 24.01.1989 - 7 B 102.88 (https://dejure.org/1989,2996)
BVerwG, Entscheidung vom 24.01.1989 - 7 B 102.88 (https://dejure.org/1989,2996)
BVerwG, Entscheidung vom 24. Januar 1989 - 7 B 102.88 (https://dejure.org/1989,2996)
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Umfang des Ermessens der Bundesrepublik Deutschland bei der Gewährung von Auslandsschutz für deutsche Staatsangehörige - Gewährung von Auslandsschutz durch die Bundesrepublik Deutschland wegen der entschädigungslosen Einziehung des Vermögens von zwei Aktiengesellschaften ...
VG Köln, 03.04.1986 - 8 K 4502/84
OVG Nordrhein-Westfalen, 24.03.1988 - 20 A 1479/86
NJW 1989, 2208
Die höchstrichterliche Rechtsprechung hat den sich aus der fehlenden gesetzlichen Normierung ergebenden weiten Handlungsspielraum respektiert und insbesondere wegen der außenpolitischen Implikationen staatlichen Handelns in diesem Bereich einen weiten "politischen" Ermessensspielraum jedenfalls hinsichtlich des Wie des Schutzes angenommen (vgl. BVerwG, Beschl. v 6. März 1997, Buchholz 11 Art. 32 Nr. 2, BVerwG, NJW 1989, 2208, jeweils m.w.N. aus der Rspr. des BVerwG und des BVerfG).
Diese Grundsätze werden durch die Heranziehung des d'Hondtschen Höchstzahlenverfahrens bei der unechten Teilortswahl nicht berührt (vgl. auch BVerwG, Beschl. v. 12.1.1989 - 7 B 102.88 -, Buchholz 160, Wahlrecht Nr. 32).
In der Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts (Beschluß vom 16. Dezember 1980 - 2 BvR 419/80 - BVerfGE 55, 349 ) und des Bundesverwaltungsgerichts (Urteil vom 24. Februar 1981 - BVerwG 7 C 60.79 - BVerwGE 62, 11 und Beschluß vom 24. Januar 1989 - BVerwG 7 B 102.88 - NJW 1989, S. 2208) ist geklärt, daß der Beklagten hinsichtlich der Frage, in welcher Weise sie Auslandsschutz gewährt und welche konkreten Maßnahmen sie ergreift, ein weites politisches Ermessen zusteht.
Deshalb können diese Erwägungen auf andere Fallgestaltungen, einschließlich des hier begehrten Auslandsschutzes gegenüber dem polnischen Staat, übertragen werden (vgl. BVerwG, Beschluß vom 24. Januar 1989 - BVerwG 7 B 102.88 - a.a.O., S. 2209).
VG Berlin, 24.04.2009 - 34 L 130.09
Wenn sich in diesem Zusammenhang völkerrechtliche Fragen stellen, sind auch diese nicht von den Gerichten, sondern allein von der Bundesregierung zu beantworten (…vgl. BVerfG, a.a.O., S. 367 f.; BVerwG, Beschluss vom 24. Januar 1989, Buchholz 11 Art. 32 GG Nr. 1 = NJW 1989, 2208 [BVerwG 24.01.1989 - BVerwG 7 B 102.88]; BVerwG, Beschluss vom 6. März 1997, Buchholz 11 Art. 32 GG Nr. 2).

References: Art. 3
 § 6
 § 9
 § 6
 Art. 14
 § 6
 Art. 14
 § 6
 § 6
 BGH 
 § 6
 Art. 14
 § 108
 § 108
 § 173
 § 227
 § 227
 § 227
 § 108
 § 104
 § 104
 § 104
 § 104
 § 279
 § 86
 § 78
 § 78
 § 104
 § 104
 § 104
 § 104
 § 104
 § 104
 Art. 32
 Art. 32
 Art. 32