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Timestamp: 2019-10-15 05:25:33+00:00

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BGH, 01.06.1994 - XII ZR 227/92 - dejure.org
https://dejure.org/1994,2003
BGH, 01.06.1994 - XII ZR 227/92 (https://dejure.org/1994,2003)
BGH, Entscheidung vom 01.06.1994 - XII ZR 227/92 (https://dejure.org/1994,2003)
BGH, Entscheidung vom 01. Juni 1994 - XII ZR 227/92 (https://dejure.org/1994,2003)
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Vertragsschluß - Erbbauzins - Anpassungsklausel
BGB §§ 145 ff
Rechtsnatur der Einigung der Vertragsparteien über die vertraglich vereinbarte Anpassung des Erbbauzinses
Verhandlungen aufgrund einer Anpassungsklausel für Erbbauzins
NJW-RR 1994, 1163
MDR 1994, 1117
WM 1994, 1936
Vor diesem Hintergrund hat der Bundesgerichtshof bereits entschieden, dass das Erlöschen des Antrages nicht nur die Bindung des Antragenden nach § 145 BGB beseitigt, sondern dazu führt, dass der Antrag nicht mehr angenommen werden kann; dieser ist nicht mehr existent (BGH, Urt. v. 1. Juni 1994, XII ZR 227/92, NJW-RR 1994, 1163, 1164;… ebenso etwa Erman/Armbrüster, aaO, § 146 Rdn. 4;… MünchKomm-BGB/Kramer, 5. Aufl., § 146 Rdn. 3; vgl. auch Thode, ZNotP 2005, 162, 165 mit weiteren Argumenten).
b) Eine Annahme der nach § 150 Abs. 1 BGB als neues Angebot geltenden verspäteten Annahmeerklärung durch Schweigen (…dazu etwa BGH, Urt. v. 6. Januar 1951, II ZR 46/50, NJW 1951, 313;… Urt. v. 6. März 1986, III ZR 234/84, NJW 1986, 1807, 1809) kommt bei besonders bedeutsamen Rechtsgeschäften, wozu beurkundungsbedürftige Grundstücksgeschäfte gehören, schon nicht in Betracht (vgl. BGH, Urt. v. 1. Juni 1994, XII ZR 227/92, NJW-RR 1994, 1163, 1185 m.w.N.).
Zum einen kann ein solcher ausnahmsweise durch ein Schweigen der Klägerin auf die verspätete Annahme bewirkt worden sein (vgl. hierzu Senatsurteil vom 1. Juni 1994 - XII ZR 227/92 - NJW-RR 1994, 1163, 1165; BGH Urteile vom 6. März 1986 - III ZR 234/84 - NJW 1986, 1807, 1809 und vom 31. Januar 1951 - II ZR 46/50 - NJW 1951, 313;… kritisch MünchKommBGB/Busche 7. Aufl. § 150 Rn. 3).
Der Gesetzgeber hat sich vielmehr ausdrücklich dagegen entschieden, dass mit Ablauf der Annahmefrist nur die Bindung des Erklärenden entfällt, der Antrag aber bis zu einem Widerruf fortbesteht und noch annahmefähig bleibt (Motive I S. 168; BGH, Urteil vom 1. Juni 1994 - XII ZR 227/92, NJW-RR 1994, 1163, 1164;… MüKoBGB/Busche, 7. Aufl., § 146 Rn. 4).
Danach erlosch das Angebot der Klägerin und konnte nicht mehr angenommen werden, § 146 BGB (vgl. BGH 1. Juni 1994 - XII ZR 227/92 - zu 2 b der Gründe, NJW-RR 1994, 1163).
Bei der Annahme, einem derartigen Schweigen Bedeutung beizumessen, ist insbesondere bei außergewöhnlichen und besonders bedeutsamen Geschäften Vorsicht geboten (vgl. BGH, Urteil vom 1. Juni 1994 - XII ZR 227/92, NJW-RR 1994, 1163 unter 2 c).
Zwar entspricht es gerade bei dem in einer verspäteten Annahme liegenden, nur formell neuen Angebot häufig der Verkehrsübung, das bloße Schweigen auf die verspätete Annahmeerklärung als Annahme der neuen Offerte aufzufassen; das gilt insbesondere, wenn keine Umstände vorliegen, die die Möglichkeit einer Änderung seiner sachlichen Entschließung nahelegen (BGH NJW-RR 1994, 1163; NJW 1986, 1807; NJW 1951, 313).
Dies gilt aber nicht für außergewöhnliche und besonders bedeutsame, insbesondere beurkundungsbedürftige Geschäfte (BGH NJW-RR 1994, 1163; NJW 2010, 2873) wie den Kaufvertrag über eine Eigentumswohnung zu mehr als 100.000 EUR im vorliegenden Fall.
Deshalb kann das Schweigen des Empfängers auf ein ihm unterbreitetes Vertragsangebot - auch im kaufmännischen Verkehr - grundsätzlich nicht als Annahme des Angebots verstanden werden (vgl. Senatsurteil vom 1. Juni 1994 - XII ZR 227/92 - NJW-RR 1994, 1163, 1165 mwN).
BGH, 10.02.1999 - IV ZR 56/98
Zwar hat der Bundesgerichtshof ausgesprochen, daß es bei einer verspäteten Annahme naheliegen kann, das Schweigen des Empfängers als konkludente Annahme zu werten (vgl. BGH, Urteil vom 1. Juni 1994 - XII ZR 227/92 - BGHR BGB § 133 Schweigen 1).
Das Landgericht hat nicht, was allein als Rechtsfehler gerügt werden könnte, bei der Bestimmung des Erklärungsinhalts der Unterlagen anerkannte Auslegungsgründsätze, gesetzliche Auslegungsregeln, Denkgesetze oder Erfahrungssätze verletzt (vgl. BGH, Urt. v. 01.06.1994, NJW-RR 1994, 1163, 1164).
OLG Frankfurt, 23.12.2013 - 1 U 216/11
Geschäftsbesorgung: Rückzahlung von Wechselkurserträgen für Vertreibung von …
LG Düsseldorf, 11.11.2003 - 4b O 100/03
Einhaltung der Schriftform als Abschlussvoraussetzung für einen Lizenzvertrag …

References: § 145
 § 146
 § 146
 § 150
 BGH 
 § 150
 § 146
 § 146
 BGH 
 § 133