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Timestamp: 2019-09-18 12:40:51+00:00

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BGH, 24.01.2002 - VII ZR 196/00 - dejure.org
https://dejure.org/2002,520
BGH, 24.01.2002 - VII ZR 196/00 (https://dejure.org/2002,520)
BGH, Entscheidung vom 24.01.2002 - VII ZR 196/00 (https://dejure.org/2002,520)
BGH, Entscheidung vom 24. Januar 2002 - VII ZR 196/00 (https://dejure.org/2002,520)
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BGB §§ 305, 631 Abs. 1 (Art. 229 § 5 Satz 1 EGBGB)
Werkvertrag - Vorauszahlung - Abschlagszahlung - Vertragliche Verpflichtung - Werkunternehmer - Abrechnung von Leistungen - Besteller - Auszahlung des Überschusses - Endgültiger Vergütungsanspruch - Beweislast
Pflicht des Werkunternehmers zur Abrechnung seiner Leistung und Rückzahlung des Überschusses bei Vereinbarung von Voraus- und Abschlagszahlungen
Zur Abwicklung einer Vereinbarung über Voraus- und Abschlagszahlungen
BGB §§ 305 631 Abs. 1 ( Art. 229 § 5 S. 1 EGBGB )
Verfahrensrecht - Beweislast
BGB-Werkvertrag: Muss der Unternehmer bei Vertragsbeendigung abrechnen? (IBR 2002, 235)
NJW 2002, 1567
ZIP 2002, 1041
MDR 2002, 812
NZBau 2002, 329
NJ 2002, 368
WM 2002, 870
DB 2002, 1711
BauR 2002, 938
ZfBR 2002, 473
Haben die Parteien eines BGB-Werkvertrages Voraus- oder Abschlagszahlungen vereinbart, folgt ein etwaiger Rückzahlungsanspruch aufgrund eines sich nach einer Abrechnung ergebenden Überschusses aus dem Vertrag (im Anschluss an BGH, Urteil vom 22. November 2007, VII ZR 130/06, BauR 2008, 540 = NZBau 2008, 256; Urteil vom 24. Januar 2002, VII ZR 196/00, BauR 2002, 938 = NZBau 2002, 329).
Hat der Besteller nach diesen Grundsätzen ausreichend vorgetragen, muss der Unternehmer darlegen und beweisen, dass er berechtigt ist, die Voraus- und Abschlagszahlungen endgültig zu behalten (BGH, Urteile vom 22. November 2007 - VII ZR 130/06, BauR 2008, 540, 542 = NZBau 2008, 256; vom 30. September 2004 - VII ZR 187/03, BauR 2004, 1940, 1941 = NZBau 2005, 41; vom 24. Januar 2002 - VII ZR 196/00, BauR 2002, 938, 940 = NZBau 2002, 329).
Hat der Auftraggeber ausreichend vorgetragen, muss der Auftragnehmer darlegen und beweisen, dass er berechtigt ist, die Voraus- und Abschlagszahlungen endgültig zu behalten (vgl. BGH…, Urteil vom 11. Februar 1999 - VII ZR 399/97, aaO, S. 375 f; Urteil vom 24. Januar 2002 - VII ZR 196/00, aaO, S. 940;… Urteil vom 30. September 2004 - VII ZR 187/03, aaO).
Abschlagszahlungen sind ebenso wie Vorauszahlungen lediglich Rechnungsposten, die nicht auf einzelne Leistungspositionen des Vertrags bezogen werden können (BGH, Urteil vom 11. Februar 1999 - VII ZR 399/97, BGHZ 140, 365, 373 f.; Urteil vom 24. Januar 2002 - VII ZR 196/00, BauR 2002, 938, 939 = IBR 2002, 235 = NZBau 2002, 329 = ZfBR 2002, 473; Urteil vom 2. Mai 2002 - VII ZR 249/00, BauR 2002, 1407, 1408 = IBR 2002, 352 = NZBau 2002, 562 = ZfBR 2002, 673).
Soweit das Landgericht irrig davon ausgegangen ist, dass die Beklagte ihren Werklohnanspruch noch nicht abgerechnet habe, hätte es zudem berücksichtigen müssen, dass es seit der Entscheidung des BGH vom 11.2.1999 (BGHZ 140, 365, 374 = BauR 1999, 635; BauR 2002, 938, 940; 2002, 1257) der ganz h.M. (…Werner/Pastor, Der Bauprozess, 11. Aufl. Rdnr. 1218d;… Palandt/Sprau, BGB, 64. Aufl. § 632a Rdnr. 4) entspricht, dass bei der Vereinbarung von Voraus- oder Abschlagszahlungen die vertragliche Abrede Anspruchsgrundlage für einen Rückforderungsanspruch einer Überzahlung ist und nicht § 812 BGB.
Aus der Vereinbarung über Abschlagszahlungen folgt vielmehr die vertragliche Verpflichtung des Auftragnehmers, seine Leistung abzurechnen (BGH, Urteil vom 11. Februar 1999 - VII ZR 399/97, BGHZ 140, 365, 374; Urteil vom 24. Januar 2002 - VII ZR 196/00, NJW 2002, 1567 = BauR 2002, 938 = ZfBR 2002, 474).
OLG Dresden, 14.10.2005 - 18 U 2297/04
Pflicht zu einer überprüfbaren Rechnungslegung bei Bauleistungen; Abhängigkeit …
Der BGH hat dies für die Frage der Verjährung verneint (vgl. BGHZ 79, 176 ) und in weiteren Entscheidungen anklingen lassen, dass eine Schlussrechnung generell keine Voraussetzung der Fälligkeit der endgültigen Vergütung beim BGB -Werkvertrag darstellt (vgl. BGH BauR 2002, 938 ; BauR 2004, 316 ).
Die von den Beklagten hierfür angeführte Entscheidung des BGH in BauR 2002, 938 besagt nur, dass der Auftraggeber Rechenschaft darüber ablegen muss, ob ihm die erhaltenen Abschlagszahlungen als Vergütung letztlich zustehen.
Der Anspruch folgt dabei aus der vertraglichen Vereinbarung der Parteien zur Zahlung von Abschlägen durch die Kläger (vgl. dazu: BGH…, Urteil vom 08.01.2015 - VII ZR 6/14, juris-Rdnr. 13;… BGH, NJW 2012, 3569 Rdnr. 17;… BGH, NJW-RR 2002, 1097, juris-Rdnr. 7; BGH, NJW 2002, 1567, juris-Rdnr. 17 ff.;… Palandt/Sprau, BGB (74. Aufl.), § 632 a Rdnr. 4 mwN).
Denn diese enthält die durch stillschweigend getroffene Abrede entstandene vertragliche Verpflichtung des Unternehmers, seine Leistung abzurechnen und einen etwaigen Überschuss an den Besteller zurückzuzahlen (z. B. BGH NJW 2002, 1567, 1568).
Abschlagzahlungen, sei es nach § 16 Nr. 1 VOB/B, sei es aufgrund besonderer Abreden in Werkverträgen, für die nur die Regelungen des BGB gelten, erfolgen mithin nicht ohne Rechtsgrund, sondern haben ihre Grundlage in dem mit Vertragsschluß entstandenen Werklohnanspruch in Verbindung mit der vertraglichen Abrede über Abschlag- und Vorauszahlungen (…Sen. Urt. v. 20.10.1992 - X ZR 95/90, NJW 1993, 1128, 1130; BGH Urt. v. 24.1.2002 - VII ZR 196/00, Umdr. S. 7).
OLG Oldenburg, 18.11.2004 - 8 U 150/04
VOB-Vertrag: Kündigungsrecht des Auftraggebers bei grober Vertragsverletzung …
OLG Köln, 01.10.2004 - 20 U 85/03
Vorauszahlungsbürgschaft, Bürgschaft auf erstes Anfordern, Beweislast, Anspruch …
OLG Frankfurt, 17.09.2009 - 1 U 129/09
Wettbewerbswidrige Allgemeine Geschäftsbedingungen eines …
OLG Hamm, 05.03.2010 - 19 U 69/09
Rechtsfolgen fehlerhafter Vorstellungen der Parteien eines Werkvertrages über die …
LAG Rheinland-Pfalz, 13.02.2007 - 3 Sa 319/06
Vergütung: Rückforderung bei nicht erbrachter Leistung; Entfall des Anspruchs bei …
OLG Düsseldorf, 30.07.2002 - 24 U 193/01
Honorar-Schluss-Abrechnung des Rechtsanwalts nach Mandatsbeendigung - …

References: § 5
 Art. 229
 § 5
 BGH 
 § 632
 § 812
 BGH 
 BGH 
 BGH 
 § 632
 BGH 
 § 16
 BGH