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Timestamp: 2016-10-23 03:13:38+00:00

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9C_757/2010 (24.11.2010)
Die 1973 geborene H.________, gelernte Augenoptikerin, leidet an einer erstmals im Januar 2001 als Verdachtsdiagnose ge�usserten heredit�ren spastischen Parese mit Gangst�rung. Im April 2002 meldete sie sich bei der Invalidenversicherung an und beantragte Hilfsmittel und eine Rente. Mit Verf�gung vom 6. Dezember 2002 verneinte die IV-Stelle des Kantons Z�rich einen Rentenanspruch. Vom 27. Oktober bis 24. November 2004 wurde H.________ in der Rehaklinik X.________ station�r behandelt. Mit Verf�gung vom 30. Mai 2005 �bernahm die IV-Stelle die Kosten f�r die leihweise Abgabe eines Rollstuhls und mit einer weiteren Verf�gung vom 12. Dezember 2005 die Kosten f�r die Umschulung zum "B�rofachdiplom" im Zentrum Y.________ vom ... 2005 bis ... 2006. Nach Abschluss der Ausbildung war H.________ vom 18. Oktober 2006 bis Ende Juni 2007 und vom 1. September bis 30. November 2007 an zwei verschiedenen Stellen im Bereich Sekretariat/Empfang t�tig. Am ... November 2007 erlitt sie einen Verkehrsunfall, welcher eine Arbeitsunf�higkeit zur Folge hatte und Taggelder der Unfallversicherung ausl�ste. Ab 7. Januar 2008 arbeitete sie teilzeitlich (Besch�ftigungsgrad von 60 % oder 24,5 Stunden in der Woche) als Telefonistin/Receptionistin in der Firma O.________ AG.
Ende September 2007 hatte sich H.________ erneut bei der Invalidenversicherung zum Bezug einer Rente angemeldet. Nach Abkl�rung der gesundheitlichen und erwerblichen Verh�ltnisse und nach durchgef�hrtem Vorbescheidverfahren sprach ihr die IV-Stelle des Kantons Z�rich mit Verf�gung vom 11. September 2008 auf Grund eines Invalidit�tsgrades von 41 % eine Viertelsrente ab 1. Juli 2008 zu. Die Verf�gung wurde der Versicherten, nicht aber ihrem Rechtsvertreter zugestellt. Die IV-Stelle berechnete in der Folge den Invalidit�tsgrad neu, was 37 % ergab. Mit Verf�gung vom 8. Oktober 2008 verneinte sie daher den Anspruch von H.________ auf eine Invalidenrente.
Die Beschwerde der H.________ wies das Sozialversicherungsgericht des Kantons Z�rich nach zweifachem Schriftenwechsel mit Entscheid vom 30. Juni 2010 ab.
H.________ l�sst "Verwaltungsgerichtsbeschwerde" (recte: Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten) f�hren mit den Rechtsbegehren, der Entscheid vom 30. Juni 2010 sei aufzuheben, das kantonale Sozialversicherungsgericht oder die IV-Stelle anzuweisen, den relevanten Sachverhalt ausreichend abzukl�ren und ihr die gesetzlichen Leistungen zuzusprechen bzw. eine Invalidenrente zu gew�hren.
Die IV-Stelle beantragt die Abweisung der Beschwerde. Das kantonale Gericht und das Bundesamt f�r Sozialversicherungen haben auf eine Vernehmlassung verzichtet.
Der Rechtsvertreter von H.________ hat sich in einer weiteren Eingabe zur Sache ge�ussert.
Die Beschwerdef�hrerin r�gt, die Vorinstanz habe trotz entsprechenden eindeutigen und unmissverst�ndlichen Antr�gen in ihren Rechtsschriften keine �ffentliche Verhandlung durchgef�hrt, was Art. 30 BV und Art. 6 EMRK verletze.
1.1 Die kantonalen Versicherungsgerichte haben grunds�tzlich (zu den Ausnahmen SVR 2006 IV Nr. 1 S. 1, I 573/03 E. 3.4-6) eine �ffentliche Verhandlung anzuordnen, wenn in einem Streit um Leistungen der Sozialversicherung eine solche ausdr�cklich oder zumindest konkludent verlangt worden ist (Art. 6 Ziff. 1 EMRK; BGE 122 V 47 E. 3b S. 55 mit Hinweisen; vgl. zur Tragweite von Art. 30 Abs. 3 BV BGE 128 I 288). Der Antrag auf �ffentliche Verhandlung muss klar und unmissverst�ndlich sein, was bei blossen Beweisantr�gen etwa auf eine pers�nliche Anh�rung oder Befragung oder eine Zeugeneinvernahme nicht der Fall ist (BGE 125 V 37 E. 2 S. 38).
1.2 Die Vorinstanz hat einen hinreichend klaren und unmissverst�ndlichen Antrag auf Durchf�hrung einer �ffentlichen Verhandlung verneint. In der Beschwerde und in der Replik sei eine pers�nliche Befragung der Versicherten und der Personalchefin des heutigen Arbeitgebers sowie die Durchf�hrung einer m�ndlichen Verhandlung beantragt worden ohne Bezugnahme auf eine bestimmte Rechtsnorm. Im Weitern sei aus der Begr�ndung des Antrags ebenso wie aus der Anfrage des Rechtsvertreters, ob ein Beweisverfahren auch mit der beantragten Zeugenbefragung durchgef�hrt werde, zu schliessen, dass es der Beschwerdef�hrerin um die Art der Beweisabnahme gegangen sei. In diesem Zusammenhang hat die Vorinstanz auf das Urteil 9C_ 559/2007 vom 17. Dezember 2007 verwiesen.
1.3 In Ziff. 1.6 der vorinstanzlichen Beschwerde wurde eine "M�ndliche Verhandlung" und in Ziff. 1.6 der Replik eine "M�ndliche Verhandlung/�ffentliche Urteilsberatung" verlangt. In Ziff. 1.5 beider Rechtsschriften wurden sodann Beweisantr�ge gestellt. Anders als in dem von der Vorinstanz erw�hnten Pr�judiz, wo eine "�ffentliche Parteiverhandlung nach Art. 6 Ziff. 1 EMRK mit Partei- und Zeugenbefragung" beantragt worden war, was die damalige Vorinstanz als Begehren auf eine bestimmte Beweisabnahme betrachtet hatte, wurden vorliegend die Beweisantr�ge und der Antrag auf Durchf�hrung einer Verhandlung klar voneinander getrennt und zudem in der rechtslogisch richtigen Reihenfolge gestellt (vgl. BGE 122 V 47 E. 3a in fine S. 55). Ob aufgrund der von der Vorinstanz weiter angef�hrten Gr�nde ein rechtsgen�glicher Antrag auf Durchf�hrung einer �ffentlichen Verhandlung verneint werden k�nnte, erscheint fraglich (vgl. BGE 136 I 279). Dieser Punkt kann indessen offenbleiben. Die Beschwerdef�hrerin hat nicht die Aufhebung des angefochtenen Entscheids und R�ckweisung der Sache an die Vorinstanz zur Durchf�hrung einer �ffentlichen Verhandlung beantragt. Ebenfalls legt sie nicht dar, inwiefern ein rechtlich gesch�tztes Interesse an der Feststellung der ger�gten Konventionsverletzung besteht.
Die Beschwerdef�hrerin r�gt, die IV-Stelle habe ihr mit Verf�gung vom 11. September 2008 eine Viertelsrente zugesprochen, diesen Verwaltungsakt aber fast einen Monat nach Zustellung mit Verf�gung vom 8. Oktober 2008 aufgehoben. Das stelle ein rechtsmissbr�uchliches und gegen Art. 8, 9 und 29 BV verstossendes Verhalten dar. Die Verf�gung vom 8. Oktober 2008 sei �berdies mehr als 30 Tage nach der Zustellung des Beschlusses an die (f�r die Berechnung und Auszahlung der Rente zust�ndige) Ausgleichskasse ergangen und somit versp�tet.
2.1 Die IV-Stelle kann eine Verf�gung, gegen die Beschwerde erhoben wurde, solange wiedererw�gen, bis sie gegen�ber dem kantonalen Versicherungsgericht Stellung nimmt (Art. 53 Abs. 3 ATSG in Verbindung mit Art. 2 ATSG und Art. 1 Abs. 1 IVG; vgl. BGE 127 V 228 E. 2b/bb S. 232 und Urteil des Eidg. Versicherungsgerichts I 653/03 vom 24. April 2004 E. 1). Dies gilt umso mehr, wenn noch keine Beschwerde erhoben worden ist. Die Vorinstanz hat festgestellt, die Verf�gung vom 8. Oktober 2008 sei dem Rechtsvertreter der Versicherten am 9. Oktober 2008 zugegangen und daraus geschlossen, sie sei somit rechtzeitig innerhalb der 30-t�gigen Frist zur Anfechtung der Verf�gung vom 11. September 2008 (Art. 60 Abs. 1 ATSG) er�ffnet worden, was unbestritten geblieben ist.
2.2 Entgegen der Auffassung der Beschwerdef�hrerin stellte die Mitteilung des Beschlusses vom 15. Juli 2008 an die Ausgleichskasse mit den Angaben zur Invalidit�t und dem Gesuch, die Geldleistung zu berechnen und die Verf�gung zu erstellen, keine Verf�gung im Sinne von Art. 49 Abs. 1 ATSG dar und konnte demzufolge auch nicht die Rechtsmittelfrist nach Art. 60 Abs. 1 ATSG ausl�sen. Dass die offenbar bereits ausgerichteten Rentenbetreffnisse f�r die Monate Juli, August, September und Oktober 2008 vor dem 11. September 2008 ausbezahlt wurden, ist nicht anzunehmen und wird auch nicht geltend gemacht, weshalb sich die Frage einer vor diesem Zeitpunkt erlassenen (faktischen) Verf�gung nicht stellt.
Die Vorinstanz hat die f�r die Entstehung des Rentenanspruchs massgebende einj�hrige Wartezeit nach Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG (bis 31. Dezember 2007: Art. 29 Abs. 1 lit. b IVG) als im Juli 2008 abgelaufen betrachtet. Bezogen auf diesen Zeitpunkt hat sie durch Einkommensvergleich (Art. 16 ATSG in Verbindung mit Art. 28 IVG; BGE 128 V 29 E. 1 S. 30) einen Invalidit�tsgrad von 38 % ermittelt, was f�r den Anspruch auf eine Rente nicht ausreicht (Art. 28 Abs. 2 IVG; zum Runden BGE 130 V 121). Das Valideneinkommen (Fr. 69'576.-) entspricht dem 2004 als Augenoptikerin erzielten Verdienst, angepasst an die Nominallohnentwicklung f�r Frauen bis 2008, das Invalideneinkommen (Fr. 42'900.-) dem in diesem Jahr erhaltenen Lohn als Telefonistin/ Receptionistin in der Firma O.________ AG.
Die Beschwerdef�hrerin bestreitet die vorinstanzliche Berechnung der Wartefrist (recte: Wartezeit; E. 4.1) sowie das Validen- und Invalideneinkommen (E. 4.2 und 4.3). In diesem Zusammenhang r�gt sie die Verweigerung der Abkl�rung relevanter Tatsachen durch das kantonale Sozialversicherungsgericht und damit eine Verletzung von Art. 61 lit. c ATSG.
4.1 Der Anspruch auf eine Rente setzt u.a. voraus, dass die versicherte Person w�hrend eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 Prozent arbeitsunf�hig (Art. 6 ATSG) gewesen ist (Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG; bis 31. Dezember 2007: Art. 29 Abs. 1 lit. b IVG). Unter Arbeitsunf�higkeit ist (bei Erwerbst�tigen) die Einbusse an funktionellem Leistungsverm�gen im bisherigen Beruf zu verstehen (BGE 130 V 97 E. 3.2 S. 99; SVR 2007 IV Nr. 38 S. 130, I 943/06 E. 5.1.3). F�r die Er�ffnung der einj�hrigen Wartezeit gen�gt eine Arbeitsunf�higkeit von 20 % (SVR 2008 BVG Nr. 31 S. 126, 9C_182/2007 E. 4.3.2; AHI 1998 S. 119, I 411/96 E. 3c).
4.1.1 Die Vorinstanz hat festgestellt, auf Grund der Akten habe eine erhebliche Arbeitsunf�higkeit (erst) ab Juli 2007 bestanden. Seit September 2007 sei die Beschwerdef�hrerin abgesehen von der unfallbedingten Erh�hung der Arbeits- und Erwerbsunf�higkeit vom ... November 2007 bis ca. Januar/Februar 2008 zu 60 % arbeitsf�hig gewesen. Die Wartezeit nach Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG sei somit im Juli 2008 abgelaufen gewesen. Die Beschwerdef�hrerin macht sinngem�ss geltend, es habe bereits vor Juli 2007 eine Leistungsbehinderung von mindestens 20 % bestanden, welche sich kontinuierlich entwickelt habe, und der Unfall vom ... November 2007 habe eine mehrere Monate dauernde Arbeitsunf�higkeit zur Folge gehabt, weshalb die einj�hrige Wartezeit vor Juli 2007 er�ffnet worden sei.
4.1.2 Die Vorinstanz hat den Zeitpunkt der Er�ffnung und des Ablaufs der Wartezeit nach Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG resp. alt Art. 29 Abs. 1 lit. b IVG bezogen auf den neuen T�tigkeitsbereich nach dem Erwerb des B�rofachdiploms im Juli 2006 bestimmt. Dies ist nicht zu beanstanden. Die Beschwerdef�hrerin war nach der Umschulung in einer leidensangepassten, den erworbenen Kenntnissen und F�higkeiten im kaufm�nnischen Bereich entsprechenden T�tigkeit voll arbeitsf�hig und insoweit hinreichend eingegliedert. Unter diesen Umst�nden konnte die Wartezeit fr�hestens im Juli 2007 er�ffnet werden und ein Jahr sp�ter ablaufen, wie die Vorinstanz nicht offensichtlich unrichtig festgestellt hat (Art. 105 Abs. 1 und 2 BGG). Daran verm�gen die Vorbringen der Beschwerdef�hrerin, welche anscheinend die Wartezeit bezogen auf die bis Ende 2005 ausge�bte T�tigkeit als Augenoptikerin festgelegt haben will, nichts zu �ndern.
4.2 F�r die Ermittlung des Valideneinkommens ist entscheidend, was die versicherte Person im Zeitpunkt des fr�hestm�glichen Rentenbeginns nach dem Beweisgrad der �berwiegenden Wahrscheinlichkeit als Gesunde tats�chlich verdient h�tte. Dabei wird in der Regel am zuletzt vor Eintritt der Gesundheitssch�digung im angestammten Bereich erzielten, allenfalls der Teuerung und der realen Einkommensentwicklung angepassten Lohn angekn�pft (BGE 134 V 322 E. 4.1 S. 325; SVR 2009 IV Nr. 28 S. 79, 8C_576/2008 E. 6.2). Ein beruflicher Aufstieg im Gesundheitsfall beispielsweise aufgrund einer Weiterbildung und ein entsprechend h�heres Einkommen ist zu ber�cksichtigen, wenn konkrete Anhaltspunkte daf�r bestehen. Blosse Absichtserkl�rungen der versicherten Person gen�gen nicht. Es m�ssen bereits bei Eintritt des Gesundheitsschadens entsprechende konkrete Schritte wie Kursbesuche, Aufnahme eines Studiums, Ablegung von Pr�fungen usw. kundgetan worden sein. Dies gilt grunds�tzlich auch bei jungen Versicherten (SVR 2010 UV Nr. 13 S. 51, 8C_550/2009 E. 4.1 und 4.2; Urteil I 831/06 vom 10. Oktober 2007 E. 2.3.1-2).
4.2.1 Die Vorinstanz hat festgestellt, die Beschwerdef�hrerin habe die Ausbildung zur Augenoptikerin bereits im Jahre 1994 abgeschlossen, sodass bis zum Eintritt eines behindernden Gesundheitsschadens gen�gend Zeit vorhanden gewesen w�re, damit ein hypothetischer beruflicher Aufstieg als glaubhaft erscheinen k�nnte. Die Versicherte r�ume selber ein, dass die sich mehrenden gesundheitlichen Probleme die Konkretisierung geplanter berufsbegleitender Fortbildung verhindert h�tten. F�r die Bestimmung des Valideneinkommens sei somit von dem vor Eintritt des Gesundheitsschadens 2004 erzielten Verdienst (Fr. 65'689.-) auszugehen.
4.2.2 Die Beschwerdef�hrerin bringt vor, statistisch gesehen sei auf Grund faktischer wirtschaftlicher Notwendigkeit mit �berwiegender Wahrscheinlichkeit von einer Fort- und Weiterbildung nach dem Lehrabschluss auszugehen, typischerweise erst nach einigen Jahren praktischer T�tigkeit auf dem Beruf. Die vorinstanzliche W�rdigung der "Sammlung einiger Jahre beruflicher Erfahrung im erlernten Beruf" als Indiz gegen Weiterbildungsabsichten sei rechtswidrig. Sie habe ihre Weiterbildungspl�ne bei s�mtlichen Anstellungsgespr�chen kund und zum Gegenstand der Vertragsbedingungen gemacht, diese aber wegen gesundheitlicher Probleme (vermeintlich und vorerst) hinausgeschoben.
4.2.2.1 Es wird nicht verkannt, dass die berufliche Aus- und Weiterbildung nach Abschluss der Lehre in den letzten Jahren an Bedeutung gewonnen hat. Dabei ist aber zu differenzieren zwischen Weiterbildungen, welche die Aus�bung des konkreten Berufs betreffen wie etwa die Anwendung neuer technologischer Entwicklungen, und solchen, die zus�tzliche Kenntnisse und F�higkeiten im Hinblick auf einen erweiterten oder anderen Aufgabenbereich vermitteln wollen. Dass praktisch jede erwerbst�tige Person fr�her oder sp�ter eine derartige, hier interessierende Weiterbildung absolviert bzw. ohne gesundheitliche Beeintr�chtigung absolviert h�tte, wie die Beschwerdef�hrerin geltend macht, kann nicht gesagt werden und l�sst sich auch nicht aus ihren diesbez�glichen Unterlagen herauslesen. Jedenfalls bieten ihre Vorbringen keinen Anlass, vom Erfordernis f�r die Ber�cksichtigung eines hypothetischen beruflichen Aufstiegs oder einer einkommensrelevanten beruflichen Neuorientierung, dass bereits bei Eintritt des Gesundheitsschadens konkrete Schritte wie Kursbesuche, Aufnahme eines Studiums, Ablegung von Pr�fungen usw. unternommen worden waren, abzusehen.
4.2.2.2 In zeitlicher Hinsicht steht fest, dass die Beschwerdef�hrerin 1994 ihre Lehre als Augenoptikerin abgeschlossen und danach bis Ende Juni 2005 in verschiedenen Anstellungen auf diesem Beruf gearbeitet hatte. Die (Verdachts-)Diagnose einer heredit�ren spastischen Parese war erstmals im Januar 2001 gestellt, eine Arbeitsunf�higkeit von 20 % erstmals im November 2004 durch die Rehaklinik X.________ attestiert worden. Es mag sein, dass die Absicht der Weiterbildung bei s�mtlichen Anstellungsgespr�chen Gegenstand gewesen und das Thema jeweils w�hrend der Anstellung aktuell geblieben und mit den jeweiligen Vorgesetzten besprochen worden war, wie die Beschwerdef�hrerin vorbringt. Allerdings findet sich dazu nichts in den Akten. Tats�chlich unternahm sie jedoch w�hrend mehr als zehn Jahren nach Lehrabschluss nichts in diese Richtung. Die sich zunehmend in Form von Gangst�rungen bemerkbar machende spastische Parese kann nicht als Erkl�rung daf�r angef�hrt werden. Der sich verschlechternde Gesundheitszustand konnte ebenso oder sogar zus�tzlich Grund f�r eine der Behinderung Rechnung tragende Weiterbildung sein. Die Beschwerdef�hrerin macht nicht geltend, sie h�tte diesbez�gliche M�glichkeiten abgekl�rt oder wenigstens in Betracht gezogen.
4.2.2.3 Schliesslich macht die Beschwerdef�hrerin zum Beweis, dass sie sich nicht mit einer beruflichen Erstausbildung begn�gen wollte, geltend, wenn sie "nur" Gelegenheit zur geeigneten Ausbildung gehabt h�tte, k�nnte sie qualifizierte T�tigkeiten im kaufm�nnischen Bereich und im Handelsbereich aus�ben. Dieses Vorbringen bezieht sich offenbar auf die im Zeitraum von ... 2005 bis ... 2006 absolvierte Umschulung mit Erwerb des B�rofachdiploms. Gem�ss dem Verlaufsprotokoll Berufsberatung vom 12. Dezember 2005 hatte sich die Beschwerdef�hrerin anl�sslich des Erstgespr�chs vom 13. September 2005 dahingehend ge�ussert, ihr Ziel sei, im Sommer 2006 die Ausbildung zur Technischen Kauffrau zu beginnen. Dazu kam es indessen nicht. Laut dem Verlaufsprotokoll Berufsberatung vom 20. Oktober 2006 hatte sie noch w�hrend der Umschulung eine Stelle im B�robereich gesucht. Am 19. Oktober 2006 teilte sie mit, sie habe die Best�tigung f�r eine neue Stelle erhalten, werde 100 % arbeiten und einen normalen Lohn verdienen k�nnen. Daraus l�sst sich nichts zu ihren Gunsten zur Frage eines beim Valideneinkommen zu ber�cksichtigenden hypothetischen beruflichen Aufstiegs ableiten. Ob die Beschwerdef�hrerin hinreichend eingegliedert ist, ist im �brigen nicht Gegenstand dieses Verfahrens.
Die vorinstanzliche Ermittlung des Valideneinkommens ankn�pfend an den zuletzt erzielten, (lediglich) an die Nominallohnentwicklung angepassten Verdienst als Augenoptikerin verletzt somit Bundesrecht nicht. Allerdings ist nicht vom Lohn f�r 2004 auszugehen. Die Versicherte arbeitete bis Ende Juni 2005 als Augenoptikerin, wobei der auf ein Jahr hochgerechnete Verdienst Fr. 67'265.25 (13 x Fr. 5'174.25) betrug (Fragebogen f�r den Arbeitgeber vom 7. Juni 2005). Angepasst an den Nominallohnindex 2006-2008 Frauen (104,7; Lohnentwicklung 2008 S. 20) ergibt sich ein Valideneinkommen von Fr. 70'426.70.
4.3 F�r die Festsetzung des Invalideneinkommens ist prim�r von der beruflich-erwerblichen Situation auszugehen, in welcher die versicherte Person konkret steht. �bt sie nach Eintritt der gesundheitlichen Beeintr�chtigung eine Erwerbst�tigkeit aus, gilt grunds�tzlich der damit erzielte Verdienst als Invalideneinkommen, wenn besonders stabile Arbeitsverh�ltnisse gegeben sind, weiter anzunehmen ist, dass sie die ihr verbliebene Arbeitsf�higkeit in zumutbarer Weise voll aussch�pft, und wenn das Einkommen aus der Arbeitsleistung als angemessen und nicht als Soziallohn erscheint (BGE 135 V 297 E. 5.2 S. 301 mit Hinweisen; Urteil 9C_118/2010 vom 22. April 2010 E. 4.1). An den Nachweis von Soziallohn sind praxisgem�ss strenge Anforderungen zu stellen (BGE 117 V 8 E. 2c/aa S. 18; Urteile 9C_26/2008 vom 26. Mai 2008 E. 5.2 und 2A.236/2006 vom 28. September 2006 E. 5.4).
4.3.1 Die Vorinstanz hat festgestellt, die Beschwerdef�hrerin erziele seit Januar 2008 einen Monatslohn von Fr. 3'300.-. Sie habe sich gem�ss Auskunft ihrer neuen Arbeitgeberin sehr gut integriert und sei zum Zeitpunkt des Erlasses der angefochtenen Verf�gung vom 8. Oktober 2008 weiterhin bei dieser t�tig gewesen. Der geltend gemachte Soziallohn von 15-25 % der Entl�hnung k�nne nicht als nachgewiesen gelten. Zum einen habe sich die Arbeitgeberin dem Rechtsvertreter der Versicherten gegen�ber dahingehend ge�ussert, mit der Leistung und dem Einsatzwillen sehr zufrieden zu sein. Zum andern w�rde eine tats�chlich vorhandene Minderleistung von rund 20 % in der Bandbreite liegen, innerhalb welcher die Arbeitsleistung auch gesundheitlich nicht eingeschr�nkter Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter regelm�ssig von der Norm abweiche. Im �brigen l�gen weder eine verwandtschaftliche Beziehung noch ein langj�hriges Arbeitsverh�ltnis als rechtsprechungsgem�ss anerkannte Indizien f�r Soziallohn vor.
4.3.2.1 Die Vorinstanz hat an anderer Stelle festgehalten, erfahrungsgem�ss stellten ausbezahlte L�hne normalerweise das �quivalent einer entsprechend erbrachten Leistung dar. Dabei besteht in der Regel eine Bandbreite, innerhalb welcher die Arbeitsleistung schwankt und sowohl �ber, als auch unter dem Soll-Wert liegen kann. Inwiefern sich daraus etwas f�r die Annahme, der ausbezahlte Lohn enthalte keine Sozialkomponente, ableiten l�sst, ist nicht ersichtlich. Ein Arbeitgeber w�rde jedenfalls nicht trotz regelm�ssiger Minderleistung auf Dauer den vereinbarten vollen Lohn bezahlen, es sei denn aus sozialen Gr�nden. Die Tatsache sodann, dass im Zeitpunkt der Verf�gung vom 8. Oktober 2008 das Arbeitsverh�ltnis erst neun Monate gedauert hatte, schliesst einen Soziallohn nicht zwingend aus. Vorliegend hatte die Arbeitgeberin im "Fragebogen f�r Arbeitgebende: Berufliche Integration/Rente" vom 2. Juli 2008 angegeben: "Wir haben Frau H.________ engagiert mit dem klaren Informationsstand betreffend ihrer Krankheit und den T�tigkeitsbereich entsprechend abgekl�rt. Dass der Lohn eine Sozialkomponente enthalte, ist gewollt." Gem�ss einer im vorinstanzlichen Verfahren eingereichten Aktennotiz vom 10. November 2008 hatte sie sich gegen�ber dem Rechtsvertreter der Beschwerdef�hrerin in dem Sinne ge�ussert, seine Klientin leiste grunds�tzlich ein halbes Pensum; es bestehe ein Soziallohnanteil von 15 % bis 25 %.
4.3.2.2 Unter den dargelegten Umst�nden durfte die Vorinstanz nicht ohne weiteres Soziallohn verneinen und das Invalideneinkommen dem ausbezahlten Lohn von Fr. 42'900.- (13 x Fr. 3'300.-) gleichsetzen, wie die Beschwerdef�hrerin zu Recht r�gt. Von diesbez�glichen Abkl�rungen kann indessen abgesehen werden. Aufgrund der �usserungen der Arbeitgeberin ist davon auszugehen, dass der vereinbarte und ausbezahlte Lohn eine Sozialkomponente enth�lt. Bei einem Anteil Soziallohn von 20 % ergibt sich ein Invalideneinkommen von Fr. 34'320.- (0,8 x Fr. 42'900.-). Daraus resultiert bei einem Valideneinkommen von Fr. 70'426.70 (vorne E. 4.2.2.3) ein Invalidit�tsgrad von 51 %. Zum selben Ergebnis f�hrt, wenn das Invalideneinkommen auf der Grundlage der Schweizerischen Lohnstrukturerhebung 2008 des Bundesamtes f�r Statistik (LSE 08) bestimmt wird: Auszugehen ist vom monatlichen Bruttolohn von Frauen in T�tigkeiten des privaten Sektors, bei welchen Berufs- und Fachkenntnisse vorausgesetzt werden (Anforderungsniveau des Arbeitsplatzes 3) von Fr. 5'095.- (S. 26). Bei einer betriebs�blichen w�chentlichen Arbeitszeit von 41,6 Stunden (Die Volkswirtschaft 10-2010 S. 94) und einer Arbeitsf�higkeit von 60 % ergeben sich Fr. 38'151.40. Die Beschwerdef�hrerin leidet an Gangst�rungen, es bestehen Inkontinenzprobleme und sie ben�tigt Gehst�cke sowie einen Rollstuhl (Berichte Dr. med. B.________ vom 24. September und 27. Oktober 2007), weshalb sie gegen�ber gesunden Erwerbst�tigen auf dem Arbeitsmarkt benachteiligt ist. Es ist daher ein Abzug vom Tabellenlohn im Sinne von BGE 126 V 75 vorzunehmen, wobei 10 % angemessen erscheinen. Dies ergibt ein Invalideneinkommen von Fr. 34'336.20. Dem Valideneinkommen von Fr. 70'426.70 gegen�bergestellt, ergibt sich ein Invalidit�tsgrad von 51 %. Somit besteht Anspruch auf eine halbe Rente (Art. 28 Abs. 2 IVG) ab 1. Juli 2008 (vorne E. 4.1.2).
Bei diesem Ausgang des Verfahrens hat die IV-Stelle die Gerichtskosten zu tragen (Art. 66 Abs. 1 IVG) und der Beschwerdef�hrerin eine Parteientsch�digung zu bezahlen (Art. 68 Abs. 2 BGG).
Die Beschwerde wird gutgeheissen. Der Entscheid des Sozialversicherungsgerichts des Kantons Z�rich vom 30. Juni 2010 und die Verf�gung der IV-Stelle des Kantons Z�rich vom 8. Oktober 2008 werden aufgehoben, und es wird festgestellt, dass die Beschwerdef�hrerin Anspruch auf eine halbe Rente der Invalidenversicherung ab 1. Juli 2008 hat.
Die IV-Stelle des Kantons Z�rich hat die Beschwerdef�hrerin f�r das bundesgerichtliche Verfahren mit Fr. 2800.- zu entsch�digen.
Dieses Urteil wird den Parteien, dem Sozialversicherungsgericht des Kantons Z�rich, der Ausgleichskasse Promea, Schlieren, und dem Bundesamt f�r Sozialversicherungen schriftlich mitgeteilt.

References: Art. 30
 Art. 6
 BGE 
 Art. 30
 BGE 
 Art. 6
 BGE 
in fine
 BGE 
 Art. 8
 Art. 2
 Art. 1
 BGE 
 Art. 49
 Art. 60
 Art. 28
 Art. 29
 Art. 28
 BGE 
 BGE 
 Art. 61
 Art. 29
 Art. 28
 Art. 28
 Art. 29
 BGE