Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=BGH&Datum=15.10.2009&Aktenzeichen=V%20ZB%2043%2F09
Timestamp: 2018-10-23 08:40:16+00:00

Document:
BGH, 15.10.2009 - V ZB 43/09 - dejure.org
Auswirkungen des Gesetzes zur Änderung des Wohnungseigentumsgesetzes (WEG) auf die rechtliche Einordnung von Hausgeldforderungen als Verwaltungsausgaben
Pflicht zur Vorschusszahlung auf laufende Hausgeldforderungen in der Zwangsverwaltung als Ausgaben der Verwaltung
ZVG §§ 10 Abs. 1, 155 Abs. 1, 156 Abs. 1
Laufende Hausgeldforderungen weiterhin durch den Zwangsverwalter als Ausgaben der Verwaltung zu erfüllen
Anspruch der Wohnungseigentümergemeinschaft auf laufendes Hausgeld gegenüber Zwangsverwalter
Auswirkungen des Gesetzes zur Änderung des Wohnungseigentumsgesetzes ( WEG ) auf die rechtliche Einordnung von Hausgeldforderungen als Verwaltungsausgaben
Einfluss der Gesetzesänderung auf die Zwangsverwaltung?
Hausgeld in der Zwangsverwaltung: Muss der Zwangsverwalter auch nach dem 1.7.2007 vorweg zahlen?
Hausgelder als Ausgaben der Verwaltung
Laufende Hausgeldforderungen sind vom Zwangsverwalter zu erfüllen! (IMR 2010, 29)
Kurznachricht zu "Zwangsverwaltung und Vorschüsse für Hausgeld - Gleichzeitig eine Besprechung von BGH, Beschluss vom 15.10.2009, Az.: V ZB 43/09, ZfIR 2010,37" von Dipl.-Rpfl. Gerhard Schmidberger, original erschienen in: ZfIR 2010, 1 - 6.
Kurznachricht zu "Anmerkung zum Beschluss des BGH v. 15.10.2009 - V ZB 43/09 (Pflicht zur Vorschusszahlung auf laufende Hausgeldforderungen in der Zwangsverwaltung als Ausgaben der Verwaltung)" von RA Dr. Matthias Becker, original erschienen in: ZfIR 2010, 77 - 79.
Kurznachricht zu "Anmerkung zum Beschluss des BGH vom 15.10.2009; Az.: V ZB 43/09 (Zwangsverwaltung von Wohnungseigentum nach der WEG-Novelle 2007 - Hausgeldzahlungen))" von RAe Dr. Florian Stapper und Jörg Schädlich, original erschienen in: NZI 2009, 904 - 907.
Kurznachricht zu "Anmerkung zum Beschluss des BGH v. 15.10.2009 - V ZB 43/09 (Hausgelder als Ausgaben der Verwaltung)" von Dipl.-Rpfl. Roland Traub, original erschienen in: Rpfleger 2010, 100 - 101.
Zusammenfassung von "Anmerkung zum Beschluss des BGH v. 15.10.2009 - V ZB 43/09 (Zwangsverwaltung von Wohnungseigentum nach der WEG-Novelle 2007 - Hausgeldzahlungen)" von RA Dr. Fabian Hasselblatt, LL.M., original erschienen in: NJW 2010, 1003 - 1007.
AG Leipzig, 02.12.2008 - 480 L 350/08
BGHZ 182, 361
NJW 2010, 1003
MDR 2010, 107
NZI 2009, 904
NZM 2009, 909
ZMR 2010, 296
Rpfleger 2010, 100
Rpfleger 2010, 35
Zu den Ausgaben der Verwaltung zählt bei der Vollstreckung in ein Wohnungseigentum auch das laufende Hausgeld im Sinne des § 156 Abs. 1 Satz 2 ZVG (Senat, Beschluss vom 15. Oktober 2009 - V ZB 43/09, BGHZ 182, 361, 365 Rn. 11 ff.).
Das Zwangsverwaltungsverfahren ist, wie das Berufungsgericht zutreffend ausführt, von dem Grundsatz der Begleichung laufender wiederkehrender Leistungen aus den fortlaufend gezogenen Nutzungen geprägt, damit die Zwangsversteigerung vermieden und das Zwangsverwaltungsobjekt erhalten werden kann (BGH, Beschluss vom 15. Oktober 2009 - V ZB 43/09 - BGHZ 182, 361 Rn. 13;… Haarmeyer, a.a.O.).
Die Klägerin hat im Hinblick auf die Entscheidung des BGH vom 15. September 2009 (V ZB 43/09) die Auffassung vertreten, dass der Beklagte als Zwangsverwalter verpflichtet sei, die laufenden Hausgelder zu bezahlen.
Nicht anderes ergibt sich aus der von den Parteien zitierten Entscheidung des BGH vom 15. Oktober 2009 - V ZB 43/09 -, aus der zudem zu entnehmen ist, dass der die Zwangsverwaltung betreibende Gläubiger verpflichtet ist, Vorschüsse auf fällige Hausgelder zu zahlen, sofern diese durch die Einnahmen der Zwangsverwaltung nicht gedeckt werden.
Zu den Ausgaben der Zwangsverwaltung im Sinne des § 155 ZVG gehören im Falle der Zwangsverwaltung von Wohnungseigentum die während des Verfahrens begründeten Beitragsverpflichtungen nach § 16 Abs. 2 WEG, also seit Anordnung der Zwangsverwaltung entstehende und fällige Hausgeldvorschüsse ( BGH NZM 2009, 909 ).
LG Münster, 11.09.2013 - 5 T 502/13
Zwangsverwalter muss keinen Vorschuss für Grundsteuern einfordern!
Zur Beschwerdeberechtigung des Beschwerdeführers vgl. BGH, Beschluss vom 15.10.2009, Az. V ZB 43/09, Rn. 4.
AG Darmstadt, 11.11.2015 - 61 L 11/15
Entgegen der Auffassung der Gemeinschaftskasse folgt dies auch aus der Entscheidung des BGH, Beschluss vom 15.10.2009, Az. V ZB 43/09, nicht.
Das erkennende Gericht kann auch nicht erkennen, dass diese Beurteilung der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofes widerspricht (Beschluss vom 15.10.2009, V ZB 43/09; Urteil vom 09.12.2011 V ZR 131/11).
Nach der Rechtsprechung des BGH, der die Kammer sich ausdrücklich an­ schließt, hat die Gesetzesänderung nicht zur Folge, dass die Forderun­ gen der Wohnungseigentümergemeinschaft auf das laufende Hausgeld von dem Zwangsverwalter nicht mehr als Ausgaben der Verwaltung zu erfüllen wären (vgl. BGH, Beschluss vom 15.10.2009, Aktenzeichen: V ZB 43/09, NZM 2009, 909 ff.).

References: BGH 
 BGH 
 BGH 
 BGH 
 § 156
 BGH 
 BGH 
 § 155
 § 16
 BGH