Source: https://www.elo-forum.org/alg-ii/10254-antrag-einfach-bearbeitet.html
Timestamp: 2018-01-20 09:24:34+00:00

Document:
Antrag wird einfach nicht bearbeitet! - Erwerbslosen Forum Deutschland (ELO-Forum)
Start > Information > ALG II -> Antrag wird einfach nicht bearbeitet!
25.04.2007, 16:00 #1
Antrag wird einfach nicht bearbeitet!
Ich habe am 13.03.207 einen Antrag auf Alg 2 im Anschluss an die Gewährung von Alg 1 gestellt. Der Antrag wurde mir nach insgesamt drei Anläufen am 22.03. abgenommen (es fehlten lt. Ansicht des SB mehrere Nachweise, der Mietvertrag war vom Vermieter nicht unterschrieben usw.). Ich war seinerzeit schon über die Aussage des SB bestürzt, dass vom Teamleiter die Anweisung kam, es sind nur vollständige und bearbeitbare Anträge anzunehmen um so die Bearbeitungszeiten kurz zu halten.
Nach 4 Wochen sprach ich erneut bei der ARGE vor um den Bearbeitungsstand zu erfragen. Ich hatte am 20.03. letztmalig Geld vom Arbeitsamt bekommen und es wurde langsam finanziell bedenklich, sprich ich habe meine Situation dargelegt um eine beschleunigte Bearbeitung gebeten
Der SB erkundigte sich auch sofort telefonisch bei der Leistungsstelle und versicherte mir, dass der Antrag aus dem „Stapel“ raus gezogen und eine sofortige Bearbeitung erfolgen würde. Er versicherte mir weiterhin, dass ich Anfang dieser Woche telefonisch von der Bewilligung informiert würde und ich dann problemlos eine Barauszahlung erhalte.
Nun der Anfang der Woche ist vorbei, ich habe bis heute den Postdurchlauf abgewartet und bin dann zur ARGE.
Der SB in der Kundeninformation brauchte fast eine halbe Stunde um meinen Antrag zu finden. Dieser war natürlich unbearbeitet und, so seine Aussage, nicht bearbeitbar, da noch eine Vermögensprüfung offen sei und eine Gewerbeabmeldung von mir fehle. Zu dieser Gewerbeabmeldung ist folgendes zusagen. Ich war bis Mitte Januar diesen Jahres hauptberuflich selbständig, habe mich dann, weil’s nicht so gut lief, wieder alo gemeldet und das Gewerbe nebenberuflich weitergeführt. Bei der Abgabe des Alg2-Antrages wurde ich aufgefordert, dass Gewerbe abzumelden, wenn ich nichts mehr in diese Richtung mache. Ich erklärte zur Niederschrift, dass ich die Gewerbeabmeldung umgehend nachreichen werde, wenn mir Leistungen bewilligt wurden, da ich zZt. nicht die Abmeldegebühr aufbringen kann (so´ne Abmeldung kostet 20 EUR!!!). Der Antrag annehmende SB sagte auch, dass das i.O. wäre.
Heute nun der Schock. Der Antrag wird ohne die Gewerbeabmeldung nicht bearbeitet… Basta!!!
Ich erkläre meine sofortige Hilfebedürftigkeit und sage deutlich, dass ich kein Geld mehr habe. Ich verweise auch darauf, dass mir Alg 2 anteilig für 03, voll für 04 und am nächsten Montag voll für 05/07 zustehen würde. Der SB entgegnete, dass ich das ohne Bewilligung gar nicht einschätzen könnte. Zudem sei noch die Vermögensprüfung offen. Ich sagte, dass sie etwas prüfen wollen, was gar nicht da ist. Es gibt nicht mal Anhaltspunkte für Vermögen. Keine Ahnung was das soll.
Letztlich bot er mir einen Verpflegungsgutschein an, den ich morgen holen könne.
Daraufhin sprach ich beim Teamleiter vor. Sein Auftreten mir gegenüber, sein offen nach Außen getragenes Desinteresse an meiner Situation machte mich jetzt noch wütend. Er bat mich widerwillig herein (hatte ja keinen Termin), hörte sich meine Situation an und machte… gar nichts.
Sein Rechner war ausgeschaltet, er ließ sich keine Akte bringen… nichts. Sein Kommentar, „die Sachbearbeiter wissen was sie tun und machen einen guten Job“ und „der Antrag wird ohne Gewerbeabmeldung nicht bearbeitet“. Meinem Wunsch nach sofortiger Hilfe sei mit einem Verpflegungsgutschein genüge getan und ich könne ja mit dem „Wechselgeld“ des Gutscheines, ich dürft dann halt nicht so viel ausgeben, dass Gewerbe abmelden. Das alles sagte er in einer derart zynischen Weise, dass es mir die Sprache verschlug.
Ich habe jetzt in totaler Verzweifelung das Sparschwein meines Sohnes geknackt und mit ach und krach die 20 EUR zusammen um morgen früh das Gewerbe abzumelden. Ich weiß nicht mehr weiter, meine Familie und ich sind derzeit nicht krankenversichert. Die Miete und der Strom für diesen Monat ist noch nicht bezahlt. Ich würde dieses Amt am liebsten in die Luft jagen, aber dann habe ich immer noch kein Geld.
Sorry, ich musste mir das Alles mal von der Seele tippen… und das ausgerechnet im ersten Thread von mir.
Ich bin am Überlegen, ob mich hier eine Fachaufsichtsbeschwerde beim Geschäftsführer der ARGE weiter bringt. Ich habe keine Ahnung.
25.04.2007, 16:05 #2
Lass dir einen Beratungshilfeschein (beim Amtsgericht) geben (Info -> http://www.rechtsanwalt-gausmann.com/beratungshilfe.htm) und gehe damit zu einem Anwalt. Der soll für dich einen Eilantrag erwirken.
Eine Gewerbeabmeldung ist kostenlos, zumindest in Wuppertal!!!
25.04.2007, 17:20 #3
also ich kann Deine Panik und Deine Verzweiflung sehr gut verstehen und nachempfinden.
Sieh zu so schnell wie möglich zu einem Anwalt zu kommen der Dir weiterhilft.
Es ist unfaßbar was sich diese arroganten Argemitarbeiter da erlauben.
Ich hoffe Du reichst im Nachhinein eine Dienstaufsichtsbeschwerde ein.
Ich würde jedenfalls dazu anraten.
Das ist mehr als zynisch was sie da mit Dir machen.
Poh ne ey, ich habe schon wieder sooooooooooooooooooooooooo einen dicken Hals.
Hier schon mal einige Auskünfte:
Die Leistungsträger sind verpflichtet, darauf hinzuwirken, dass.... jeder Berechtigte die ihm zustehenden Sozialleistungen in zeitgemäßer Weise, umfassend und zügig erhält.
( § 17 Abs. 1 SGB 1 )
Das Verwaltungsverfahren ist einfach, zweckmäßig und zügig durchzuführen.
( § 9 S.2 SGB X )
Zügig heißt nicht, bei Mittellosigkeit zwei, drei Wochen auf Geld zu warten oder, wie es bei den ALG II Behörden häufiger vorkommt, MOnate.
Die Bearbeitung eines auf die Bewilligung von Regelsatzleistungen gerichteten Hilfeantrags, ...duldet keinen Aufschub und ist wegen des existentiellen Gewichts einer schnellen und wirksamen Bearbeitung baldmöglichst abzuschließen... Dem Hilfesuchenden kann nicht zugemutet werden, bis zum Abschluß der Ermittlungen... auf das für seinen Lebensunterhalt Notwendige zu verzichten.
( BVerWG 23.06.1994, IDAS 1/95, 1.2.1 )
Bei einer gegenwärtigen Notlage ist " sofort und ohne jeden Aufschub" zu zahlen.
( VGH Hessen, FEVS 57, 156
So dann hast Du einen Rechtsanspruch auf einen Vorschuß.
Wenn Sie einen Anspruch auf eine Sozialleistung haben und die Behörde für die Berechnung zu lange braucht, haben Sie Anspruch auf einen Vorschuß.
Die Behörde " hat Vorschüsse... zu zahlen, wenn der Berechtigte es beantragt."
( § 42 Abs. 1 S.2 SGB 1 )
Der Vorschuß muß spätestens einen Kalendermonat nach Eingang Ihres Antrags gezahlt werden.
Vorher kann Ihnen ein Vorschuß gezahlt werden.
Es isz unzumutbar, einen Monat ohne Geld auskommen zu müssen. Wenn Sie akut bedürftig sind, reduziert sich das Ermessen auf Null.
Verweise auf Wohlfahrtsverbände oder Tafeln sind rechtswidirg weil derartige Zuwendungen nicht angerechnet werden dürfen.
( § 11 Abs. 3 Nr. 1b SGB II ; § 84 SGB XII)
Ein Verweis auf einen Bankkredit ist nicht zumutbar ( OVG Hessen, FEVS 57, 156
So ich hoffe ich konnte dir ein wenig weiterhelfen so auf die Schnelle, hab geschaut was ich im Leitfaden dazu fand.
Druck es auf und halte das dem SB unter die Nase.
Gehe ja zu einem Anwalt oder einem Arbeitslosenzentrum aber unternimm schnell was.
Viel Glück, laß Dich nicht unterkriegen.
25.04.2007, 17:42 #4
Der SB in der Kundeninformation brauchte fast eine halbe Stunde um meinen Antrag zu finden. Dieser war natürlich unbearbeitet und, so seine Aussage, nicht bearbeitbar, da noch eine Vermögensprüfung offen sei und eine Gewerbeabmeldung von mir fehle.
Die ALG II Behörde hat die Pflicht zur Beratung und zur Auskunft.
"Die Leistungsträger sind verpflichtet, darauf hinzuwirken, dass unverzüglich klare und sachdienliche Anträge gestellt werden und unvollständige Angaben ergänzt werden."
( § 16 Abs. 3 SGB I )
Wird diese Pflicht verletzt, so dass Sie keinen oder keinen vollständigen Antrag gestellt haben, müssen Sie so gestellt werden, als hätten Sie rechtzeitig einen Antrag gestellt. Das entspricht der Rechtssprechung des Bundessozialgerichts.
Voraussetzung ist eine Pflichtverletzung ( keine Information über offensichtliche Sachverhalte ), die Rechtswidrigkeit der Pflichtverletzung, eine fehlende gesetzliche Regelung der Rechtsfolgen der Pflichtverletzung, ein Schaden, die Verursachung des Schadens durch die Pflichtverletzung und die Möglichkeit, den Schaden durch eine Korrektur der Amtshandlung zu beheben.
( SG Augsburg 06.09.2005 - S 1 AS 228/05 ; vgl BSG 05.08.1999 - SGb 1999, 558 )
25.04.2007, 17:50 #5
und noch einen Tipp zum Schluß:
Gehe NIEMALS ohne Zeugen zur Arge. NIEMALS.
Nimm Dir einen Rechtsbeistand mit, das kann Jemand sein aus Deinem Bekanntenkreis oder weiß der Kuckuck.
Du hast darauf ein Recht. Nimm Jemanden der etwas Ahnung hat oder aber Jemanden aus einem Arbeitslosenzentrum.
Aber gehe nie alleine dorthin.
25.04.2007, 18:19 #6
Danke für diese Tipps und vor allem für den Zuspruch Mut zu behalten. Es fällt einem wirklich schwer einen klaren Blick zu wahren. Ich werde morgen Früh wieder bei denen auf der Matte stehen. Zudem bin ich grad drüber eine Fachaufsichtsbeschwerde zu schreiben. Diese werde ich morgen gleich mit einreichen und zusätzlich eine Kopie an den Bürgermeister der Stadt und den Direktor des Arbeitsamtes weiterleiten. Eine Dienstaufsichtsbeschwerde gegen den Teamleiter werde ich vom morgigen Ausgang der Geschichte abhängig machen. Nur befürchte ich, dass die mich wieder, unter Hinweis auf den Lebensmittelgutschein abwimmeln werden. Ich kann da ja schlecht eine Tür eintreten oder ´ne Sitzblockade beginnen.
Die betreffenden Passagen aus SGB I und X werde ich mir nochmal zu Gemüte ziehen. Mit Deinen Hinweisen auf diverse Urteile sieht es wohl wieder etwas düsterer aus. Die Einführung amerikanischer Verhältnisse beschränkt sich leider nur auf den sozialen Sektor. In der Rechtssprechung sieht es da ganz anders aus. Ein ausgeprägtes "Richter-Recht" wie in den USA, wo ein passendes Vergleichsurteil bindend werden kann gibt es Deutschland nicht. Urteile unterhalb der Bundesgereichtsbarkeit besitzen i.d.R. keine grundsätzliche Bedeutung, sind mithin immer auf den Einzelfall bezogen. Ein Gericht ist an Urteile anderer Gerichte nicht gebunden und eine Behörde schon gar nicht. Es ist aber dennoch interessant zu lesen, dass andere bei gleichen oder ähnlichen Problemen Recht bekommen haben.
Danke nochmal und ich halte Euch auf dem laufenden.
Die 20 Euro müssen sicherlich DIE bezahlen. Eventuell als Darlehen, könnte ich mir denken.
Immer Anträge stellen, desto mehr, desto besser. Schadet doch nichts.
25.04.2007, 20:24 #8
fragehab->Emailproblem
du bist nicht alleine, ich habe meinen ersten Antrag im Januar gestellt und der wurde dann später abgelehnt, wegen WIE NENNEN DIE DAS SO SCHÖN mangelder Mitarbeit....
Sorry aber wenn mein Vermieter mir die Unterlagen nicht rechtzeitig einreicht, was soll ich da denn bitte machen...
Auch ich bin Vater, meine tochter ist jetzt knapp 9 Monate und an 2 Tagen die Woche bei mir. Das kann ich mir in Zukunft wohl aber abschminken, denn heute wurde bei mir der Strom abklemmt.
Ich renne schon seit ich den Sperrbescheid habe zur Arge und bitte um ein Dahrlen. Ohne Erfolg. ES HANDELT SICH DOCH NUR UM 500 € Direkter vorschlag von meinem Stromanbieter. Aber nein Das seien ja Altlasten. So ein Vollidiot(meine Meinung)Seit wann Zahlt man den den Strom und Gas im voraus. Heute habe ich meine Tochter abgeholt und komme nach Hause. Entsetzen kein Strom kein Warmes Wasser...
Ich also mit Kind zum Stromanbieter. kein Konsenz keine andere Möglichkeit der Anschluß bleit zu.
Dann ab zur Arge, mein SB nicht da, aber sein möchtegern Chef, ich darein und der Spielt sich auf als ob wir uns seit Jahren kennen. Es war gleich was ich sagte... ER hatte IMMER Recht.
Dann bin ich zum Teamleiter, natürlich hatte der schon einen Anruf erhalten und wimmelte mich ab ich solle ihm nicht damit Drohen das ich mein Kind dabei hätte, mein Siedepunkt war damit mehr als Überschritten. er konnte Froh sein das meine Tochter dabei war... den Hammer brachte er dann zum Schluss... Zitat: Als Einzelperson bekommen sie in der Regel kein Darlehn. Zitat ende Frage was bitte ist den hier die Regel und wann setzt diese Regel aus. Zitat: Wenn Sie nicht alleine in der Wohnung Leben. Zitat Ende
Ich bin jetzt soweit, dass ich mir Lieber nen Job Schwarz nebenbei Suche und die Argonauten mich mal besuchen können und zwar dort wo niemals die Sonne scheint.
Mehr Beiträge von fragehab finden
26.04.2007, 03:37 #9
Normal gibt es kein Wechselgeld bei Gutscheinen. Von dem Vielleichtwechselgeld anderes zu finanzieren als Lebensmittel kann gefährlich sein. Das könnte als Zweckentfremdung bzw. Missbrauch eingestuft werden. Rein formal betrachtet. Es sind schon Leute für drei mal Schwarzfahren eingefahren.
Und wenn die SB so einen tollen Job machen, warum nimmt ein SB den Hinweis auf die spätere Gewerbeabmeldung zur Akte wenn er ihn doch als Ausschlussgrung bewertet.
Hier hat mindestens ein Staatsdiener Mist gemacht.
Hier zeigt sich mal wieder, dass die lieben SB es nur mit Schmarotzern und Kriminellen zu tun haben. Im Prinzip stimmt es sogar, die Bösen sitzen allerdings auf der anderen Seite der Schreibtische.
26.04.2007, 04:43 #10
"Urteile unterhalb der Bundesgereichtsbarkeit besitzen i.d.R. keine grundsätzliche Bedeutung, sind mithin immer auf den Einzelfall bezogen. Ein Gericht ist an Urteile anderer Gerichte nicht gebunden und eine Behörde schon gar nicht."
Das ist an sich ja richtig, Papa Bär, aber warum versucht Du es trotzdem nicht Dich darauf zu berufen.
Es ist allemal besser es auszuprobieren als von vornherein zu sagen, ach ne das bringt nichts.
Auch sieht dann Dein SB das Du Dich Sachkundig gemacht hast und zumal "etwas" Bescheid weißt.
Oder denkst du das alles richtig ist was die da im Amt vorbringen???
Was die da mit Dir abziehen ist reinweg Schikane, die wollen Dich zermürben.
Schon alleine wie die mit einem reden. Hallo.........das ist allerletzte und untereste Schiene.
Schon alleine den Ton würde ich mir verbitten.
Mach Dich sachkundig, WISSEN IST MACHT.
Verlaß Dich niemals einfach so, auf eine Aussage eines SB vom Amt.
Außerdem Papa Bär, woher willst Du wissen das Du nicht "gewinnst" wenn Du klagst? Oder Dich generell wehrst.
Laß Dich nicht zum Opfer machen.
Je mehr Arbeitslose sich wehren und das auch öffentlich machen, desto mehr Chancen hat man doch letztendlich das sich da was rührt.
Es ist doch menschenverachtend was hier passiert.
Bitte laß Dich nicht verunsichern durch deren Getue. Auch DU hast RECHTE und nicht nur Pflichten!!!!
Lerne Deine RECHTE kennen und Du kannst ganz anders auftreten.
Wenn du heute dahin gehst und wieder keinen Erfolg erzielst dann geh doch zur Zeitung im Anschluß und schildere denen Dein Problem.
Mach es öffentlich......wehr Dich ganz einfach.
Wenn keiner etwas davon weiß......ja wie soll man dann was ändern können.
Es müssen sich alle zusammen tun.
26.04.2007, 05:02 #11
"Es ist aber dennoch interessant zu lesen, dass andere bei gleichen oder ähnlichen Problemen Recht bekommen haben."
UND GENAU DIESE AUSSAGEN SOLLTEN DIR MUT GEBEN, Papa Bär.
Halte Dir genau das vor Augen.
Wenn Du es nicht ausprobierst wirst Du es nie wissen wie es hätte werden können!!!!!
Ich habe die Tage hier einen tollen Spruch gelesen und wenn ich darf würde ich den hier gerne zitieren. Ich selber habe ihn mir notiert und an meine Pin Wand geheftet.
" Hoffen und Harren, macht manchen zum Narren"
Hoffe nicht, harre nicht aus, laß Dich nicht zum Narren machen von Leuten denen Aufgabe es ist einen Arbeitslosen zu vernichten, ihn klein zu bekommen, ihn zu zermürben, ihn in Angst und Schrecken zu versetzen.
Ich ziehe mein 4. Kind groß, war überwiegend allein erziehend, wenn ich mich da immer so ängstlich verhalten hätte und mich nicht gewehrt hätte, wären meine Kinder heute schon verhungert.
Ich für mich persönlich habe mir geschworen das KEINER vom Amt mich jemals wieder über den Leisten zieht.
Ich bin mal aus UNWISSENHEIT wirklich sowas von betrogen worden vom Amt und mußte mir nachher hämisch sagen lassen " Ja das hätten Sie ja beantragen können" das ich mir von da ab an geschworen habe, einmal und nie wieder.
Das damals dort am Sozialamt hat mich bis heute geprägt.
Ich WILL kein Geld von denen!!!
Nein ich habe einen ANSPRUCH darauf!!!!
26.04.2007, 05:33 #12
ich nochmals........
man mich regt das so auf wenn ich das alles lese.....
Ich könnte selber platzen vor Wut.
Habe hier noch folgendes gefunden im Leitfaden und schreibs Dir eben noch nieder.
Sozialleistungen können als Dienstleistungen (z.B. persönliche Hilfe, Beratung), Geldleistungen oder als SAchleistung erbracht werden.
( § 4 Abs. 1 SDB II; § 10 Abs. 1 SGB XII )
Dabei haben Geldleistungen Vorrang.
Im SGB XII wird der Vorrang der Geldleistung ausdrücklich betont.
Die " Geldleistung hat Vorrang vor der Sachelsitung,....."
( § 10 Abs 3 SGB XII )
Den Vorrang der Geldleistung vorzuschreiben, ist eine deutliche Verbesserung gegenüber dem BSHG. Vorrang bedeutet, dass nach pflichtgemäßen Ermessen entschieden werden muß, ob Geld- oder Sachleistungen vergeben werden.
"Über Art und Maß der Leistungserbringung ist nach pflichtgemäßem Ermessen zu entscheiden."
( § 17 Abs. 2 Satz 1 SGB XII )
Wenn Sie nichs mehr zu essen haben, brauchen Sie sofort Unterstützung.
"Dem Hilfesuchendem kann nicht zugemutet werden, bis zum Abschluß der Ermittlungen ("vorübergehend") auf das für den Lebensunterhalt Notwendige zu verzichten."
( BVerwG 23.06.1994, IDAS 1/95, 1.2.1
Der Regelbedarf muß dann im Normalfall über Geld gedeckt werden. Meist können Sie über Lebensmittelgutscheine keine Tabakwaren oder alkoholische Getränke beziehen,
RESTGELD WIRD NICHT AUSGEZAHLT.
Sie werden von anderen Kunden und den Verkäufern als Stützeempfänger gebrandmarkt.
Das verstößt von daher gegen den DATENSCHUTZ ( so der Hessische Datenschutzbeauftragte, info also 1989,134 und die MENSCHENWÜRDE
( VGH BW, info also 1993, 26 )
Um persönliche Bedürfnisse zu befriedigen brauchen Sie im Übrigen immer Geld.
Das wird selbst Asylbewerbern zugestanden.
Tipp: Wenn ALG II/GSi/Sozialhilfe - aus welchem Grund auch immer - nicht auf Ihr Konto eingegangen ist, dürfen Sie ebenfalls nicht mit einem "Lemi" abgefertigt werden. Die Geldleistung als Vorschuß in Form von Bargeld oder einem Scheck hat Vorrang - sofort und ohne Aufschub
( VGH Hessen, FEVS 57, 156 )
Anhand der Aussage aus dem Leitfaden, Restgeld wird nicht ausgezahlt,
siehst Du doch schon wieder was Dir da am Amt erzählt wurde.
Die wollen Dich doch nur vernatzen......das ist doch purer Spott, diese Aussage......Ironie, Häme........
26.04.2007, 07:25 #13
Erst mal herzlich willkommen hier im Forum. Ich kann mich den Ausführungen von Paula06 nur anschließen.
Du mußt Dir klar machen, daß Du im Umgang mit der ARGE jetzt Dinge erleben wirst, von denen bis vor Kurzem nicht mal zu träumen wagtest. Mach' Dich z.B. HIER kundig und nimm' den Kampf auf, denn glaub' mir, das wird ein Kampf.
Also Kopf hoch und auf gehts.....!!
26.04.2007, 12:34 #14
Ich hatte ja versprochen, Euch auf dem laufenden zu halten.
Mit einer für mich selbst nicht erwarteten Ruhe habe ich heute meine Sache in der ARGE nochmals vorgetragen, die Gewerbeabmeldung vorgelegt und schriftlich einen Antrag auf Zahlung eines Vorschusses nach § 42(1) SGB I gestellt. Nach einem ersten Versuch mich abzuschieben habe ich schlicht gesagt, das eine klare gesetzliche Verpflichtung zur Zahlung des Vorschusses und zur vorläufigen Bewilligung nach §43 SGB I bestehe und das ich sitzen bleibe bis eine Klärung herbeigeführt wird. Und siehe da, aus dem Lebensmittelgutschein wurde eine Barzahlung. Ich konnte erstmal meine Miete und den Strom bezahlen.
Ich danke Allen die mir geholfen und mich unterstützt haben. Ich hätte nicht gedacht, dass dies so wichtig für mich sein kann... zu wissen, dass andere gedanklich bei einem sind. Das gibt Kraft und die erforderliche Ausdauer, solche Situationen durchzustehen.
Jetzt werde ich noch die zwanzig Euro bei meinem Kleinen in die Sparbüchse tun. Ich habe mich gestern dabei so schuftig gefühlt, dass kann man nicht beschreiben.
26.04.2007, 15:47 #15
Lieber Papa Bär,
ich freue mich zu lesen das Du heute so einen guten Erfolg bei der Arge erzielt hast.
Toll, ganz toll.
Das müßte doch nun für Dich ein Erfolgserlebnis sein und Dich in Zukunft anspornen Dich zu wehren wenn Du meinst Dir geschieht Unrecht.
Du siehst....die da in den Ämtern sind keine Herrgötter!!!!!
Und sowie man denen mit seinen Rechten kommt, können sie plötzlich auch anders.
Laß Dich niemals klein kriegen.
Viel Glück weiterhin und alles alles Gute für die Zukunft.
antrag, einfach, bearbeitet
Juli kein Geld ,erst maßnahme dann wird Antrag bearbeitet,was tun? Schattenkatze ALG II 16 26.06.2007 19:51
Kindergeldantrag wird nicht bearbeitet - Frage! Pete Allgemeine Fragen 35 20.03.2007 20:38

References: § 17
 § 9
 § 42
 § 11
 § 84
 § 16
 § 4
 § 10
 § 10
 § 17
 § 42
 §43