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Timestamp: 2019-05-21 12:12:04+00:00

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Rechtsprechung: 2 BvE 1/51 - dejure.org
Weitere Entscheidung unten: BVerfG, 15.02.1952
BVerfG, 06.03.1952 - 2 BvE 1/51
https://dejure.org/1952,23
BVerfG, 06.03.1952 - 2 BvE 1/51 (https://dejure.org/1952,23)
BVerfG, Entscheidung vom 06.03.1952 - 2 BvE 1/51 (https://dejure.org/1952,23)
BVerfG, Entscheidung vom 06. März 1952 - 2 BvE 1/51 (https://dejure.org/1952,23)
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Teilweise Verfassungswidrigkeit der Geschäftsordnung des Deutschen Bundestages
BVerfG, 15.02.1952 - 2 BvE 1/51
BVerfGE 1, 144
NJW 1952, 537
DVBl 1952, 447
DÖV 1952, 344
Dass § 14 Abs. 2 GOBR die Befugnis des Direktors des Bundesrates zur Unterzeichnung der Prozessvollmacht gemäß § 22 BVerfGG beinhaltet, entspricht der bisherigen Staatspraxis, die bei der Auslegung der Geschäftsordnung als Ausfluss des Selbstorganisationsrechts des Bundesrates zu berücksichtigen ist (vgl. BVerfGE 1, 144 ).
So entscheidet der Bundestag in der Geschäftsordnung beispielsweise über den Ablauf des Gesetzgebungsverfahrens, soweit es nicht in der Verfassung selbst geregelt ist (vgl. BVerfGE 1, 144 [151 f.]), und im Zusammenhang damit über Funktion, Zusammensetzung und Arbeitsweise der Ausschüsse, über die Wahrnehmung von Initiativ-, Informations- und Kontrollrechten, über Bildung und Rechte von Fraktionen und die Ausübung des parlamentarischen Rederechts.
Soll eine Bestimmung der Geschäftsordnung an der Verfassung gemessen werden, so ist ihre faire und loyale Anwendung durch die dazu berufenen Organe vorauszusetzen (vgl. BVerfGE 1, 144 [149]).
Im Hinblick auf den bereits festgestellten anderweitigen Verfahrensfehler kann unentschieden bleiben, welchen verfassungsrechtlichen Gehalt die betroffene Regelung der Geschäftsordnung hat und unter welchen Voraussetzungen ihre Verletzung welche Rechtsfolgen nach sich zieht (vgl. BVerfGE 1, 144 [151 f.]; - 29, 221 [234]; s. auch BVerfGE 44, 308 [321]).
Auch das Bundesverfassungsgericht habe festgestellt, dass es ein "verfassungswidriges Gebaren" darstelle, wenn ein Ausschuss einen Antrag aufgrund von "illoyaler oder unsachgemäßer Behandlung" "begrabe" (unter Hinweis auf BVerfGE 1, 144 ).
Dieser Anspruch ergibt sich aus dem Wesen des Gesetzesinitiativrechts und gilt für alle gemäß Art. 76 Abs. 1 GG Initiativberechtigten gleichermaßen (vgl. BVerfGE 1, 144 ;… Brosius-Gersdorf, in: Dreier, GG, 3. Aufl. 2015, Art. 76 Rn. 49;… Brüning, in: Bonner Kommentar, Art. 76 Rn. 114, 156 ;… Mann, in: Sachs, GG, 7. Aufl. 2014, Art. 76 Rn. 31;… Masing, in: v. Mangoldt/Klein, GG, 6. Aufl. 2010, Art. 76 Rn. 76;… a.A.: Hartmann, ZG 2008, S. 42 ).
Der Befassungsanspruch des Gesetzesinitianten richtet sich aber gegen das Plenum des Bundestages, das als Organ der Gesetzgebung die Gesetze gemäß Art. 77 Abs. 1 Satz 1 GG beschließt (vgl. BVerfGE 1, 144 ;… Brüning, in: Bonner Kommentar, Art. 76 Rn. 166 f. ;… Dietlein, in: Epping/Hillgruber, GG, 2. Aufl. 2013, Art. 76 Rn. 40;… Mann, in: Sachs, GG, 7. Aufl. 2014, Art. 76 Rn. 33;… Sannwald, in: Schmidt-Bleibtreu/Hofmann/Henneke, GG, 13. Aufl. 2014, Art. 76 Rn. 24).
Das wird nicht nur durch die Rechtspflicht zur baldigen Erledigung überwiesener Vorlagen (§ 62 Abs. 1 Satz 1 GO-BT) verhindert, der die Ausschüsse sich nicht entziehen dürfen (vgl. BVerfGE 1, 144 ).
Es muss darüber beraten und Beschluss fassen" (BVerfGE 1, 144 ;… vgl. Bryde, in: v. Münch/Kunig, GG, 6. Aufl. 2012, Art. 76 Rn. 4;… Kersten, in: Maunz/Dürig, GG, Art. 76 Rn. 62 ).
Von einer Verletzung des Befassungsanspruchs ist auszugehen, wenn die Beratung und Beschlussfassung eines Gesetzentwurfs ohne sachlichen Grund gänzlich oder auf unbestimmte Zeit verweigert wird (vgl. BVerfGE 1, 144 ).
Dies kann der Fall sein, wenn eine Gesetzesvorlage in einen Ausschuss "begraben" und auf dieser Grundlage deren Behandlung im Plenum verhindert wird (vgl. BVerfGE 1, 144 ).
Es gibt auch kein verfassungsrechtliches Prinzip, das drei Beratungen erfordert (vgl. BVerfG-Urteil vom 6. März 1952 2 BvE 1/51, BVerfGE 1, 144).
Ungeachtet ihrer großen Bedeutung für das materielle Verfassungsrecht und das Verfassungsleben folgt aus dieser Rechtsnatur der GO BT, dass sie der geschriebenen Verfassung und den Gesetzen im Range nachsteht (BVerfG-Urteil in BVerfGE 1, 144).
Im Hinblick auf den bereits festgestellten anderweitigen Verfahrensfehler kann unentschieden bleiben, welchen verfassungsrechtlichen Gehalt die betroffene Regelung der Geschäftsordnung hat und unter welchen Voraussetzungen ihre Verletzung welche Rechtsfolgen nach sich zieht (vgl. BVerfGE 1, 144 ; 29, 221 ; s. auch BVerfGE 44, 308 ).
Die Möglichkeit, daß beim Vollzug des Gesetzes einzelne unsachgemäße Maßnahmen getroffen werden, läßt aber die Verfassungsmäßigkeit des Gesetzes unberührt (BVerfGE 1, 144 [149]; 3, 19 [33]).
Im Urteil vom 6. März 1952 (BVerfGE 1, 144) ist es davon ausgegangen, daß Geschäftsordnungsbestimmungen des Bundestages das Recht der antragstellenden Fraktion zur Gesetzesinitiative nach Art. 76 Abs. 1 GG verletzen können.
Es muß darüber beraten und entscheiden (BVerfGE 1, 144 [153]).
BAG, 18.04.1989 - 1 ABR 2/88
Einigungsstelle: Mehrheit bei Spruchfindung - Dialysezentrum: karitative …
BVerfG, 29.07.1952 - 2 BvE 2/51
Deutsch-Französisches Wirtschaftsabkommen
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Zur Vereinbarkeit der Schaffung eines ständigen Petitionsausschusses durch die …
VGH Hessen, 15.12.1989 - 6 TG 3696/89
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BFH, 09.03.1972 - IV R 94/69
Erhebung einer Ergänzungsabgabe - Vereinbarkeit mit GG
https://dejure.org/1952,202
BVerfG, 15.02.1952 - 2 BvE 1/51 (https://dejure.org/1952,202)
BVerfG, Entscheidung vom 15.02.1952 - 2 BvE 1/51 (https://dejure.org/1952,202)
BVerfG, Entscheidung vom 15. Februar 1952 - 2 BvE 1/51 (https://dejure.org/1952,202)
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BVerfGG § 22 Abs. 1 S. 2 § 25 Abs. 2; GO BT § 7
Vertretungsbefugnis des Bundestagspräsidenten im Verfassungsrechtsstreit
BVerfGE 1, 115
DÖV 1952, 350
Dabei hat das Bundesverfassungsgericht das Vorliegen einer solchen Vollmacht von Amts wegen zu prüfen (vgl. BVerfGE 1, 115 ; 1, 433 ; 62, 194 ).
StGH Hessen, 25.10.1967 - P.St. 482
Verfassungsstreitigkeit in Hessen
Da eine Einschränkung nicht erfolgt ist, muss dieses Vertretungsrecht auch für Verfassungsstreitigkeiten gelten (vgl. hierzu Entscheidungen des Staatsgerichtshofs für das Deutsche Reich vom 12. Januar 1922 - StGH 2/21 - und vom 8. Juni 1927 - StGH 1/27 -, Lammers-Simone Bd. I [1929] S. 313 ff, [315] und S. 370ff [374] = RGZ 104 Anh. S. 423 [426] und RGZ 116 Anh. S. 45 [50]; Beschluss des Bundesverfassungsgerichts vom 14. Februar 1952, BVerfGE 1, 115f;… Lechner-Hülshoff, Parlament und Regierung, 2. Aufl. 1958, An. 1 zu § 7 GOBT, S. 164 f).
Er befindet sich dabei in keiner anderen Lage als ein Vertreter, den der Landtag durch besonderen Beschluss bestellt würde (vgl. BVerfGE 1, 115 [116]).

References: § 14
 § 22
 Art. 76
 Art. 76
 Art. 76
 Art. 76
 Art. 76
 Art. 77
 Art. 76
 Art. 76
 Art. 76
 Art. 76
 Art. 76
 Art. 76
 Art. 76
 § 22
 § 25
 § 7
 § 7