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Timestamp: 2018-08-16 01:59:23+00:00

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myJurazone - Diebstahl
Probleme beim Diebstahl
Fremdheit der Sache, wenn Täter durch Tathandlung Eigentum erwirbt?
Beobachtung der Wegnahme – Gewahrsamsbruch?
Defekter Automat: Ausgeben der Ware, aber keine Einbehaltung des Gegenwertes: Wegnahme?
Rechtswidrigkeit der erstrebten Zueignung: Gattungsschulden (Geldschulden)
Möglichkeit eines Versuches eines Regelbeispiels aus § 243 I StGB
§ 243 I 2 Nr. 3 StGB: Ab wann gewerbsmäßiges Handeln?
Erfüllung des § 244 I Nr. 1a Var. 1 StGB, wenn Täter die Waffe oder das Werkzeug erst im Beendigungsstadium bei sich führt
Strafbarkeit gem. § 244 I Nr. 1a Var. 1 StGB von zum Waffentragen verpflichtete Täter
Begriff des gefährlichen Werkzeuges
Meinung 1 (h.M.): Nicht fremd, Übereignungsangebot liegt vor, das der Täter annimmt
Meinung 2: Präzedenzprinzip, § 242 StGB erst dann (-), wenn Sache bereits vor Beginn der Tathandlung herrenlos oder im Alleineigentum des Täters ist
s.a. Wittig, in: BeckOK, § 242 StGB, Rn. 6 ff. (Stand 01.12.2015)
Meinung 1 (h.M.): „Sozial-normative Theorie“ (+), Diebstahl ist kein heimliches Delikt
Meinung 2: „Faktische Theorie“ (-), da regelmäßige Bereitschaft des Täters, die Sache herauszugeben
Meinung3: „Einverständnistheorie“, Beobachtung als Einverständnis
s.a. Schmitz, in: MüKo, § 242 StGB, Rn. 80 (2. Aufl. 2012)
Meinung 1: (-), ordnungsgemäße Bedienung lag vor
Meinung 2: (+), es soll wegnehmen, wer aus einem Automaten aufgrund eines technischen Defekts Waren erlangt, ohne dafür das Entgelt entrichtet zu haben
s.a. Schmitz, in: MüKo, § 242 StGB, Rn. 91 ff. (2. Aufkl. 2012(
Substanztheorie: Sache selbst (Problematisch: Sparbücher -> Strafbarkeitslücke)
Sachwerttheorie: Ein in der Sache verkörperter oder ihr innewohnender Sachwert (lucrum ex re negotio cum re) (Problematisch: Sachen ohne einen Vermögenswert)
Vereinigungslehre: Sache selbst oder den in ihr verkörperter Sachwert
s.a. Eser/Bosch, in: Schönke/Schröder, § 242 StGB, Rn. 47 (29. Aufl. 2014)
Meinung 1: (+), da tatbestandsähnlicher Charakter
Meinung 2: (-), § 243 StGB als Strafzumessungsregel
s.a. Wittig, in: BeckOK, § 243 StGB, Rn. 30 (Stand: 01.03.2016)
BGH: Rechtswidrigkeit (+): Auswahlrecht des Schuldners (Opfers) wird verletzt
Lit.: Rechtswidrigkeit (-) bei Geldschulden, wenn Anspruch (Sinnlosigkeit des Auswahlrechts)
s.a. Wittig, in: BeckOK, § 242 StGB, Rn. 39 (Stand: 01.03.2016)
Meinung 1: Bei Vorliegen von Gewinnstreben ist auch die erste Tat mitumfasst
Meinung 2: Mindestens zwei Taten
s.a. Schmitz, in: MüKo, § 243 StGB, Rn. 41 (2. Aufl. 2012)
Rspr.: (+), Vollendungszeitpunkt oft ungenau, außerdem Waffen zu diesem Zeitpunkt genauso gefährlich
H.M.: (-), bedenkliche Ausweitung der Tatbestandsphase (Art. 103 II GG)
s.a. Kindhäuser, in: Kindhöuser/Neumann/Paeffgen, § 244 StGB, Rn. 21 (4. Aufl. 2013)
Meinung 1: Teleologische Reduktion des abstrakten Gefährdungsdeliktes
Meinung 2 (Rspr. + h.M.): Anwendbarkeit des § 244 I Nr. 1a Var.1 StGB
s.a. Duttge, in: Dölling/Duttge/Rössner, Gesamtes Strafrecht, § 244 StGB, Rn. 19 (3. Aufl. 2013)
Abstrakt-objektive Betrachtungsweisen: Definition das objektiver Beschaffenheit: Kriterien der „Waffenersatzfunktion“ oder des „waffenähnlichen Charakters“
Meinung 1: Generalisierende abstrakt-objektive Betrachtungsweise: Werkzeug muss typischerweise geeignet sein, erhebliche Verletzungen hervorzurufen (Gefahr Kreis zu weit zu ziehen)
Meinung 2: Situationsbezogene abstrakt-objektive Betrachtungsweise: Werkzeuge, die sich aufgrund ihrer objektiven Beschaffenheit zur Zufügung erheblicher Verletzungen eignen und deren Beisichführen beim Diebstahl den Anschein begründet, zu einem im Sinne des § 244 gefährlichen Einsatz gegen Menschen bestimmt zu sein, oder deren Beisichführen in der konkreten Situation aus der Sicht eines objektiven Beobachters keine andere Funktion erfüllen kann, als zu Verletzungszwecken eingesetzt zu werden (Abgrenzungsschwierigkeiten)
Konkret-subjektive Betrachtungsweise: Der Täter führt ein gefährliches Werkzeug bei sich, wenn er den mitgeführten Gegenstand bei der Tat – im „Bedarfsfall“, „erforderlichenfalls“ – so verwenden will, dass im Falle des Einsatzes § 224 I Nr. 2 erfüllt wäre.
s.a. Wittig, in: BeckOK, § 244 StGB, Rn. 6 ff. (Stand: 01.03.2016)
Die hier dargestellten Meinungsstreitigkeiten sind angelehnt an Rengier Strafrecht BT I, Vermögensdelikte und am beck-online Kommentar (23. Auflage aus 2013) zu den §§ 242 ff. StGB

References: § 243

§ 243
 § 244
 § 244
 § 242
 § 242
 § 242
 § 242
 § 242
 § 243
 § 243
 § 242
 § 243
 § 244
 § 244
 § 244
 § 244
 § 224
 § 244