Source: http://palikanon.com/khuddaka/jataka/j428.htm
Timestamp: 2017-07-23 14:43:43+00:00

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Jātakam, Wiedergeburtsgeschichten 428. Die Erzählung von Kosambī (Kosambī-Jātaka)
„Gar laut erschallt das Wort der Menge“ §A. Dies erzählte der Meister, da er bei Kosambī im Ghosita-Kloster verweilte, mit Beziehung auf Unruhestifter zu Kosambī. §D. Die Begebenheit ist schon im Kosamba-Khandhaka [1] erzählt. Folgendes aber ist der Inhalt in Kürze:
Als darauf der Vinaya-Kenner eine Gelegenheit dazu fand, erklärte er die Verhehlung der Sünde von jenem für eine Tat, die die Exkommunikation verdiene. Von da an teilten sich auch diejenigen, die ihnen ihre Hilfsmittel spendeten, und auch die Laienbrüder in zwei Parteien; auch die Nonnen, die sie zu ermahnen pflegten, sowie die Gottheiten, die sie beschützten, und die ihnen befreundeten und vertrauten himmlischen Gottheiten
[3] bis hinauf zur Brahma-Welt bildeten wie Unbekehrte zwei Parteien; bis zum Akanitthā-Himmel
[4] hinauf erstreckte sich dieser Streit.
Darauf sprach der Meister: §B. „In früherer Zeit, ihr Mönche, lebte zu Benares Brahmadatta, der König des Landes Kasi.“ §D. Und er erzählte, wie Brahmadatta dem Dighati, dem König von Kosala, sein Reich nahm und ihn, als er sich in unkenntlich machende Kleidung gehüllt hatte, tötete; wie dann der Prinz Dighavu ihm das Leben schenkte und wie sie von da an in völliger Eintracht zusammen lebten. [Vgl. dazu das Jātaka 371].
§A2. Dann fuhr er fort: „So, ihr Mönche, kann zwischen Königen, denen das Zepter und das Schwert verliehen wurde, eine solche Liebe und Geduld bestehen. Jetzt, ihr Mönche, zeiget, dass ihr, die ihr in der so wohl verkündigten Lehre und Disziplin Mönche geworden seid, auch verzeihen und Milde fühlen könnt.“
§1. „Gar laut erschallt das Wort der Menge, denn niemand hält sich selbst für töricht; wenn die Gemeinde ist gespalten, hält keinen andern man für besser [6].
§2. Lieblos ist jetzt der Weisen Rede, sie lassen frei den Worten Lauf, den Mund weit offen, nach Belieben und wissen nicht mehr, wer sie führt.
§3. ‘Er hat gescholten mich, geschlagen, besiegt hat er mich und beraubt’; wer diese Meinung in sich nährt, bei dem hört nicht die Feindschaft auf.
§4. ‘Er hat gescholten mich, geschlagen, besiegt hat er mich und beraubt’; wer diese Meinung von sich weist, bei denen hört die Feindschaft auf.
§6. Die anderen erkennen nicht, dass sie auf schlechten Wegen gehen; doch die dies von sich selbst erkennen, die hören mit dem Streiten auf.
auch unter ihnen gibt es Eintracht, wenn sie sich gleich die Reiche rauben; warum kann dies bei euch nicht sein?
§8. Wenn du erhalten einen weisen Freund, der sich dir treu gesellt, gerecht und klug, so überwindest du alle Gefahren und kannst froh und verständig durch ihn leben.
§9. Doch wenn du nicht erhältst 'nen weisen Freund, der sich dir treu gesellt, gerecht und klug, dann gleich' dem König, der sein Reich verließ, und bleib allein wie der Waldelefant.
Aber der Meister vermochte auch mit dieser Erzählung nicht, die Mönche zur Eintracht zu bewegen. Darauf begab er sich nach dem Dorfe Balakalonaka
[10] und verkündigte dort dem Thera Bhagu die Vorteile des Alleinseins. Von da begab er sich zur Wohnung dreier Söhne aus edlen Familien und erklärte ihnen den Vorteil der Süßigkeit der Eintracht. Von da zog er nach dem Walde Pārileyyaka, verblieb dort drei Monate und kehrte, ohne nochmals nach Kosambī zu gehen, nach Savatthi zurück.
§C. Darauf verband der Meister das Jātaka [11] mit folgenden Worten: „Der Vater war der große König Suddhodana, die Mutter war die große Maya, der Prinz Dighavu aber war ich.“
[3] Die Gottheiten der Götterhimmel im Gegensatz zu den Erdgöttern, die die Menschen beschirm, und denen der Brahma-Himmel., und denen der Brahma-Himmel.
[7] Dies sind die auch im Jātaka 371 zitierten Strophen.
[11] Da in der Erzählung kein eigentliches Jātaka vorkommt, ist das oben zitierte Jātaka 371 gemeint.

References: §1

§2

§3

§4

§6

§8

§9