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Timestamp: 2020-01-21 10:39:32+00:00

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1891 / 271 p. 2 (Deutscher Reichsanzeiger)
1891 / 271 p. 2 (Deutscher Reichsanzeiger) scan diff
Ae S Sr: E B r R I da
Der Kaiserlihe Botschafter bei der Französishen Republik Graf zu Münster ist von dem ihm Allerhöchst bewilligten kurzen Urlaub nah Paris zurückgekehrt und hat die Geschäfte der dortigen Kaiserlichen Botschaft wieder übernommen.
Der General-Lieutenant von Krosigk, Inspecteur der 1. Kavallerie-Jnspektion, ist von Urlaub hierher zurückgekehrt.
Der Regierungs: Assessor Dr. Kriege zu Merseburg is} der Königlichen Regierung zu Aurich zur weiteren dienstlichen Verwendung überwiesen worden.
Der neuernannte Regierungs: Assessor Steimer ist dem Landrath des Kreises Ecernförde, Reg.-Bez. Schleswig, zur Hülfeleistung zugetheilt worden.
Der bisher bei dem Königlichen Polizei-Präfidium zu Berlin beschäftigte Regierungs: Assessor Dr. von Günther ist dem Königlichen Ober- Präsidium zu Potsdam zur weiteren dienstlihen Verwendung überwiesen worden.
Die Regierungs - Referendare Dr. jur, Kremski aus Hildesheim, Dünkelberg aus Breslau, Graf von Spee aus Hannover, Dr. jur, von Doetinchem de Rande aus Kassel, Brauer aus Bromberg und Dr. Juzi aus Lüneburg haben die zweite Staatsprüfung für den höheren Verwa!- tungsdienst bestanden.
Der Dampfer „Aline Woermann“ mit dem _Ab- lóösungstransport für S. M, Kreuzer „Habicht“, S. M. Kanonenboot „Hyäne“, S. , Dampfer „Nachtigal“ und S. M. Hulk „Cyclop“, Transportführer : Korvetten-Kapitän Heßner, ist am 26. Oktober in Kamerun angekommen. :
Das Kreuzer-Geshwader, bestehend aus S. M. Schiffen „Leipzig“ (Flagg\schiff), „Alexand rine“ und „Sophie“, Geshwader-Chef : Contre-Admiral Valois, ist am 12. November in Talcahuano eingetroffen.
Magdeburg, 16. November. Der Geheime Justiz- Rath und Landgerichts- Direktor Herr Th. Reich beging nah der „Magd. Ztg.“ heute den Tag seiner 50 jährigen Amts- thätigkeit.
Hannover, 17. November. Seine Majestät der Kaiser trifft heute Nachmittag 41/4 Uhr mittels Sonderzugs hier ein und steigt im Königlichen Schlosse ab, Jn den späteren Nachmittagsstunden findet dem „Hann. Cour.“ zufolge kleineres Diner statt, dann folgt Besuch der Oper. Für Mittwoch Nachmittag ist ein Diner von ungefähr sechzig Gedecken an- aesezt. Nach abermaligem Besuch des Theaters begiebt Sich Seine Majestät Abends nah Springe, wo am Donnerstag eine Jagd abgehalten wird. . E L
Ihre Königliche Hoheit die Prinze im Albrecht ist vorgestern Nachmittag, von Bexlin kommend, hier eingetroffen.
München, 16. November. Jhre Kaiserliche und König- liche Hoheit die Prinzessin Leopold ist nah der „Allg. tg.“ gestern Abend aus Gödöllö hierher zurückgekehrt, Seine öniglihe Hoheit der Prinz Leopold wird. noch einige Zeit in Gödöllö verweilen, um an den Kaiserlichen Jagden Theil zu nehmen. |
Die ö sterreihischenDelegirtenzuden Handelsvertrags- verhandlungen veranstalteten dem U D DE zufolge heute ein Abschiedsdiner, welchem die italienischen und deutschen Delegirten und die Mitglieder der preußischen, der österreihishen und der italienischen Gesandt- schaft beiwohnten. e E j
Die vom Ausschuß für dea Geseßentwurf wegen Abände- rung einiger Bestimmungen des bayerishen Heimath- und Verehelichungsge)]eßes niedergesezte MRedaktions- fommission hat nah der „Alg. Ztg.“ den Text des vorgeleg- ten Gesetzentwurfs nah Maßgabe der gefaßten Ausschußbeschlüsse in der Weise festgeseßt, daß aus den ursprünglichen vier Artikeln nunmehr folgende neun Artikel entstanden 1nd:
Art 1, An die Stelle des Abs. IV von Art. 1 triit folgende Bestimmung: „Die von einer Frauensperfon na dem Inkrafttreten des Gesetzes vom .
, Auslegung und Abänderung einiger Be- stimmungen des Geseßes vom (16, April 1868, 23. Februar 1872) über Heimath, Verehelihung und Aufentbalt betreffend, in die Ebe gebrachten Kinder behalten, soweit auf sie nit der vorst:-bend? Ab\. ITI Anwendung findet, die bisherige Heimatb.“ Art. 2. 1) In Art. 2 und in Art. 13 Abs. Il werden die Worte: „Offiziere und îm Dsfüterêrange stebende Militärbeamte* erseßt durch die Worte: „Offiziere, Aerzte im Offizierêrange und obere Beamte der Militärverwaltung.“ 2) Art. 2 erbält folgende weitere Absäße: „Zu den Tefinitio angestellten Beamten des Staats zählen auch die Notare. Ist die Gemeinde der Anstellung, der Garnison oder des Amtésißes nit in Bavern gelegen, so behalten diejenigen Angestellten, welche einz? H.imath bereits besitzen, dieje bei und erwerben solche Angestellte, welche eine Heimath noch niht besißen, dieselbe in derjenigen Gemeinde, in welcher die nächsthöhere, in Bayern befindliche Dienstbehörde des Angestellten ibren Siß hat It ersteren Falls die Heimath des Angestellten noch seine ursprüngliche Heimath, so erwirbt er dieselbe durch die im Sinne des Abs. 1 erfolgte An- stellung als selbständige Heimath." Art. 3. Im leßten Absay des Art. 4 werden die Worte: „oder ist sie bürgerlich ungültig
gestrihen. Art. 4 Abs. 11 des Art. 13 erhält folgenden Zusaß: „Notare, welche ihre dienstlihe Stellung dur freiwilligen Verzicht oder durch Strafe verloren haben, find „gleich ihren Frauen oder Iittwen und Kindern bei eintretender Hülfsbedürstigkeit nah Maß- gabe des Geseyes über die Armenpflege aus der Staatskasse zu unterstüßen“ Art. 5. Der legte Absaß des Art. 15 erhält folgende Fassung: „Beamte und öffentlihe Diener, welche gemäß 8 9 des Gesetzes über die Erwerbung und _den Verlust der Dundeê- und Staatétangehörigkeit vom 1. Juni 1870 die bayerische Staatsangehö- rigfkeit erlangten, besitzen, so lange sie nit eine wirkliche Heimath ermorben baben, die vorläufige Heimath in der Gemeinde ihrer Anstel- luna und, wern der Ort der Anstellung nit in Bayern gelegen ist, in der jenigen Gemeinde, in welcher die _nächstböhere, in Bayern befindliche Diznstbebörde des Angestellten ihren Sig hat.“ Art. 6. Ab! Il des Art. 19 hat zu lauten: „Zuständig ist jene Dienstverwaltungsbehörde, in deren Bezirk die Person, über deren Heimath si Zweifel ergeben haben, ibren Wohnsig oder bei Ermangelung eines festen Wohnsitzes den Nufentbalt hat oder in deren Bezirk die betreffende Person gefunden oder zulent betreten wurde, und, wenn feine dieser Vorausfeßungen zutrifft, jene Distrikts: Verwaltungsbehörde, in deren Bezirk die Heimat angesprochen wird; in Müncen ist die Königliche Polizei-Direktion ¡uttändio.“ Art. 7. 1) An die Stelle des Abs. I] von Art. 33 treten e ende Bestimmungen: „Auf die Rechtsgültigkeit der geschloNenen Ebe ift der Mangel dieses Zeugnisses ohne Einfluß Die Ehe hat aber so lange, als die Auéftellung des Zeugnisses nit nahträglih erwirkt wurde, für die Ebefrau und die -aus der Ehe entspro}ftenen oder durch tieselbe legitimirten Kinder tin Bezug auf die Heimath nit die Wirkungen einer gültigen Ehe. Die Ehefrau - bebâlt ihre bisherige Heimath und die Kinder folgen der Heimath der Mutter,
Erlanzt die Ghefrau erst durch die Verheiratbung die - bayerisckche Staatsangehörigkeit, so besitzt sie mit ihren aus diefer Ehe ent- \prossenen oder durch dieselbe legitimirten Kindern die vorläufige Heimath in der Heimathgemeinde des Mannes Auf Unterstüßungen, welche denselben während der Dauer der vorläufigen Heimath nah Maßgabe des Gesetzes über die Armenpflege gewährt werden, findet Art. 18 Anwendung. Vorstehende Bestimmungen sind unbeschadet er- worbener Rechte Dritter, au auf diejznigen Chen anzuwenden, welche na den bisherigen Fassungen des Art 33 RVbs. 2 oder naÿ den ent- sprehenden älteren Vorschriften als ungültig zu behandeln waren “ 2) Der biéherige Abs. I1I von Art. 33 wird Abf. IV Art. 8. Dem Artikel 35 wird folgender Absay VII beigefügt: „Ist eine lebens- gefährlibe Krankheit, welhe einen Aufshub der Eheschließung nit gestattet, ärztlid bescheirigt, so kann die Distrikts- verwaltungsbehörde auch ohne vorherige Bekanntmachung des Ehevorhabens das Zeugniß ausstelien." Art, 9. Absay 1 des Artikels 39 erhält folgende Fassung: „Ausländer, welche auf bayerisbem Gebiet, ohne nah Bayern förmlih eingewaadert zu sein, eine Che {ließen wollen, haben der Distrikts-Verwaitungsbehörde des Orts, an welchem der das Aufgebot anordnende zuständige Standesbeamte seinen Sit hat, den Nachweis vorzutegen, daß na den im Heimath- lande des Mannes geltenden Ge)eßen diese Ehesck&ließung zulässig ist und dicsclben Wirkungen hat, wie wenn sie im Heimathlande \.1bît erfolgt wäre.“
Karlsruhe, 17. November. Jhre Königliche Hoheit die Großherzogin hat sih, wie „W. T. B.“ meldet, gestern Abend nach Berlin begeben, um dem s{chwer erkrankten Fräu- lein von Neindorff, der langjährigen Kammerfrau weiland Fhrer Majestät der Kaiserin Augusta, einen Besuch abzustatten. Ihre Königliche Hoheit die Kron prinzessin von Shwe- den und Norwegen ist nah hier eingegangenen Nachrichten am 15. d. M. in Kairo eingetroffen, wck sie mehrere Wochen zu verweilen gedenkt.
MeckXienburg-Schwerin.
Schwerin, 16. November. Bei Seiner Königlichen Hoheit dem Großherzog haben sih, wie den „Meckl. Nachr.“ aus Cannes gemeldet wird, in den leßten Tagen wieder einige nervöse Anfälle von mittlerer Hefügkeit und mäßiger Dauer eingesiellt, welche indessen auf das gute Allgemein- befinden und die fortschreitende Genesung bis jegt keinen störenden Einfluß ausüben.
Braunschweig. (K) Braunschweig, 17. November. Jhre Königliche Hoheit die Prinzessin Albrecht traf gestern Abend 7 Uhr 50 Minuten von Hannover und Stine Königliche Hoheit der Prinz Friedrih Wilhelm gestern Nachmittag 4 Uhr 6 Minuten von Berlin hier wieder ein.
Am Sonnabend verstarb hier der Ober-Landesgerichts- Präsident Schmid, der seiner Zeit Mitglied des Regentschafts- raths war. Heute fand dessen Beerdigung statt. Seine Königliche Hoheit der Regent ließ einen Kranz am Sarge niederlegen und sih bei der Beerdigung durch den General- Adjutanten von Wachholtz vertreten.
Reuß ü. L.
Greiz, 15. November. Zwecs Feststellung des Staats- haushalts-Etats auf die Finanzperiode 1892—94 wird der ordentliche Landtag der „Schwzb.-Rud, Lds.-Ztg.“ zufolge im Laufe dieses Monats einbecusen werden.
Straßburg, 14. November. Jn der gejrrigen Sißung des Gemeinderaths erfolgte, wie der „Köln. Ztg.“ berichtet wird, die feierlihe Uebergabe der von Seiner Majestät dem Kaiser der Stadt Straßburg als Gnadengeschenk über- wiesenen Amtskette des Bürgermeisters dur den Bezirk2- Präsidenten Freiherrn von Freyberg - Eisenberg, der zunächst den Erlaß des Statthalters verlas und alsdann die Kaifer- liche Ehrengabe als „ein Werk, einzig in seiner Art, geschaffen und ausg:führt von hiesigen Meistern, den würdigen Nach: folgern der altberühmten deutschen Kleinkünstler“, zur Hand nahm, um sie ihrer Bestimmung zu übergeben. „Die Kette soll fortan die Brust Desjenigen zieren, dec sih wohl jenen früheren Staatsmännern und Stättmeijtern Straßburgs zur Seite stellen darf, deren Namen in der Stadtchronik mit goldenen Lettern verzeichnet sind.“ Bürgermeister Bak erwiderte, daß er die Auszeihnung um 10 dankbarer empfinde, als sie zugleiGh und in erster Linie der Stadt Straß- burg gelte und die Allerhöchste Anerkennung des loyalen Ver- haltens der Bevölkerung in sich schließe. Nachdem dann noch für den Gemeinderaty Herr Julius Klein das Wort er- griffen, um dem Kaiser den ehrfurchtsvollsten Dank des Ge- meinderaths und der Bevölkeruna auszudrücken, woran fich chmeihelhafte Worte des Lobes für den Bürgermeister und dessen Thätigkeit {lossen, endete die feierlize Sißung mit der einstimmigen Annahme des von dem Beigeordneten Hochapfel gestellten Antrages: „Jndem der Gemeinde- rath der Stadt Straßburg das von Seiner Majestät dem Kaiser überwiesene Allerhöchste Gnadengeschenk ehrfurchtévoll entgegennimmt und die Aufbewahrung der Verleihungsurkunde in dem stäotishen Archiv beschließt, bittet er den Bezirks- Präsidenten, Seiner Majestät dem Kaiser den unter- thänigsten Dank der in treuer Ergebenheit verharrenden Stadt Straßburg sür den erneuten Allerhöchsten Gnadenbeweis über- mitteln zu wollen.“ Ein begeistertes Hoch auf Seine Majestät
den Kaiser schloß den Akt.
Wien, 17. November. Seine Königliche Hoheit der Prinz Friedrih Leopold von Preußen, der Seine Majestät den Kaiser Wilhelm bei der bevorstehenden Vermählungsfeier Seiner Königlichen Hoheit des Prinzen Friedrich August von Sachsen mit Jhrer Kaiserlichen und Königlichen Hoheit der Erzherzogin Louise von Toscana vertritt, wird, soweit bisher bestimmt, am 21. d. M. Morgens hier eintreffen. Am Bahnhof wird eine Ehren:Compagnie aufgestellt sein. Jhre Majestäten der König und die Königin von Sachsen sowie ZJhre König- lihen Hoheiten die Prinzen Georg und Friedrich August von Sachsen, deren Ankunst dem „W. T. B.“ zufolge am Mititwoch Abend 8 Uhr entgegengesechen wird, werden von Seiner Majestät dem Kaiser Franz Joseph und den hier weilenden Erzyerzogen am Bahnhof _begrüßt und von einer Civil- und Militär - Deputation empfangen werden. Jn der Hofburg werden die Majestäten in Vertretung Jhrer Majestät der Kaiserin von Zhrer Kaiserlichen und König-
passiren, ist eine Zllumination beabsichtigt. Der Erzherzog Leopold Ferdinand stattete heute dem Minister - Práäsi- denten Grafen Taaffe einen Besuh ab und überreichte demselben im Namen seines Vaters, des Erzherzogs Fen and von Toscana, das Großkreuz des Haus- Ordens, :
Der Budgetaus\chu#ß der Reihsraths-Delegation begann gest¿rn Mittag die Verhandlung über das, Budget des Ministeriums des Aeußern. Die Delegirien von Plener, Fürst Windischgräß, von Chlumedcky, Lupul, Sueß, Heilsberg, Dumbar und Bilinski stellten ver- schiedene Anfragen und Anträge. Die Anfragen wurden von dem Grafen Kálnoky in seinem Exposé alsbald beant- wortet. Der Minister bestritt darin den angeblich vorhandenen Widerspruh zwishen der Ansprahe des Kaisers an die Delegatiozen und “seinem In dèr ungarishen Delegation gegeben-n Exposé._ Die Ansprache des Kaisers biete keinerlei Grund zu u'bertriebener Beunruhigung. Es habe in den legten Fahren berdenflichere Situationen mit größerem Anlaß zu ernsten Befürrhtungen als heute gegeb.n. Der Widerspruch der Lage liege? darin, daß mit den von allen S-iten gegebenen friedlihen?, BVer- siherungen gleichzeitig kriegerishe Vorbereitungen in nit Da- gewesenem Maße unaufhaltsam vorwärts gingen, und P em Staat könne sich ohne Preiagabe seiner Machtstellung una I
ernste Gefahren bietenzen Situation möchte er (der Minister) die Hoffnung auf den Eintritt eines dauernd friedlihen Zustandes niht als ausgeschlossen ansehen. Die Beunruhigung der leßten Tage sei theilweise zu unlauteren Zwecken genährt worden. Gegenwärtig jei zu ernten Be- unruhigungen kein Anlaß vorhanden. Der Dreibu'd mit seinen erhaltenden friedlihen Zwecken fei der Pivot Europas geworden und habe bei allen Mächten, denen an, der Erhal- tung des vertragsmäßigen Status quo gelegen sei, volle Zu- stimmung gefunzen, sodaß diese Mächte sich den Bestrebungen der Staaten des Dreibunds näher anschließen und dieselben unterstüßen könnten. Bezüglich der Balkanstaaten führte Graf Kälnoky aus, diese seien Oesierreih - Ungarn örtlih zu nahe, um nicht mit dem natürlichen Einfluß der aroßen Nachbarmonarchie rechnen zu müsen. Betreffs Serbiens, Rumäniens, Bulza1leas und der Dardanellen- frage gab der Minister analoge Erklärungen ab wie am Sonnabend in dem ungarischen Ausschusse. FUr die bevor- stehenden Handelsvertragsv: rhandlungen mit Serbien könne er einen günstigen Erfolg prognotziren. Die starke innere Stellung der bulgarishen Regierung basire namentlih auf der bedeutenden Persönlichkeit Stambuloff's , der die bul- garischen Zustände als genügend befestigt erachte, um eventuell selbst einen Regierungewechjel ohne Erschütterung des gegen- wärtigen Regimes zu ertragen. Die Türkei habe {\ih, Dank der hervorragenden Begabung des Sultans, der den Staatsgeschästen mit den besten Absichten und mit Auf- opferung obliege, in den legten Fahren eine bessere Stellung als seit langer Zeit errungen. Ungeachtet der konservativen und von eigennüßigen Nebenabsihten freien Orientpolitif Oesterreih-Ungarns fehle es nicht an Verhezungenund Fntriguen, um das Mißtrauen der Türkei und der Balfkanvölker hervor- zurufen und alle Handlungen Oesterreich-Ungarns als eine Vor- bereitung zu dem sogenannten Vormarsch auf Salonichi darzustellen. Er habe siets gegen dieje „tendenziv)e Unterstelung angekämpft, und weil diese Fnstnuation immer wiederkehre, erkläre er auf das Bestimmteste, weder er noch die österreichisch - ungarische _ Regierung dähten jemals an eine Erweiterung des österreichish- ungarishen Machtgebietes auf der Balkanhaibinfel, vielmehr herrsche in dem Auswärtigen Amt immer die Ansicht vor, daß es für Oesterreih:Ungarn nicht nußbringend, vielmehr höchst gefährlih sein würde, in die national verworrenen, von äußerst shwierigen und störrischen Völkerfchasten bewohnten Theile der Balkanhalbinsel einzugretfen oder gar daselbst Besi zu suchen. Die Einbeziehung von Bosnien und der Herzegowina in die Machtsphäre Oesterreich - Ungarns sei erfolgt, weil alle auf dem Berliner Kongreß vertretenen Mächte die Nothwendigkeit eines Hinter- landes für die Südostgrenze gewürdigt und zugegeben hätten. Es falle Oesterreich Ungarn nicht ein, weitere Opfer an Blut und Geld zu Eroberungen aus der Balkanhalbinse! oder gar zum Vordringen bis Salonichi zu verwenden. Bezüglich der Handelsverträge erklärte der Minister, für den Handelsvertrag mit Deutschland erübrige nur noch die Schlußredaktion. Der Vertrag mit Jtalien dürfte am 17, paraphirt werden. Die Wiederaufnahme der Verhandlungen mit der Schweiz stehe unmittelbar bevor, und böse E sehr turzer Zeit zu Ende zu führen. Ende November dürften alle drei Verträge fertig sein und Anfangs Dezember den Parlamenten zur Behandlung vorgelegt werden, da die Verträge bereits am 1. Februar 1392 in Kraft treten sollten, ein Termin, der aus verschiedenen unausweihlihen Grün- den festgehalten werden müsse. Die knapp bemessene Zeit sür die parlamentari)chen Berathungen über die Verträge sei leider eine unvermeidlih?2 Folge der unerwartet langen Dauer der Verhandlungen, jedenfalls sei die zusammenhängende Ver- handlung und gleichzeitige Erledigung Der drei Verträge nothwendig. Solche, die mit dem Jnhalt der Verträge unzufrieden seien, werde es natürlih in Wien, Pest, Berlin, Rom undo Bern geben wie bei allen Verträgen, die nur durch Kompromisse zu erzielen seien. Nach dem Abschluß der Verträge würden Verhandlungen mit Serbien folgen. Betceffs Rumäniens könne er keine bestimmte Aussicht eröffnen, Mit der Türkei werde lange verhandelt, ohne daß ein defini- tivec Abschluß erzielt worden sei. Jn der gleichen Lage seien auch die anderen Mächte. Selbst der fertige Vertrag mit Deutschland sei bezüglih des Jaslebentretens von dem Ab- chluß der ne ausstehenden Verträge abhängig gemacht,
Die Abgeordneten S üß und Bilinsfki gaben darauf ihrer Entrüstung über die jüngsten Vorkommnisse in Wien Ausdruck. Graf Kálnoky erwiderte, das Publikum verstehe nicht, die rihtige Mitte einzuhalten. Ein ernstes Wort, wenn noch dazu zu Privatzwecken ausêgebeutet, genüge, um eine durh nihts gerechtfertigtee Panik hervor- zurufen, Bei der Spezialdebatte wünschte der Dele- girte Ruß die Ertheilung einer Aufklärung über die Elbeschisfsahrtsakte. Graf Käálnoky stellte eine solche für die nächste Sißung in Aussicht. Der Delegirte von Plener empfahl die Erwerbung eines eigenen Botschastspalais in London, wofür jeßt gerade ein passendes Haus vorhanden sei. Graf Kálnoky erklärte, ec werde das in Erwägung zichen.
In dem Heeresaus]chuß der ungarischen Dele-
lichen Hoheit der Erzherzogin Maria Theresia 4 In den Straßen, welche die Herrschasten
gation erklärte der Reichs-Kriegs-Minister Freiherr von
seiner Sicherheit diesem Zuge entziehen. Tro dieser \,
aus Prag gemeldet wird, die Einberufung aller Ab-
Bauer, der Ausspruch seines Amtsvorgängers, des Graf
1871 abhanden gekommen.
: i id en | word i ine sä i i ien i i i Bylandt-Rheidt, daß die Armee fertig sei, sei seiner Zeit be- en sei. Seine sämmtlichen Papiere seien ihm im Jahre | dort die Herren der Lage. Die Truppen fraternisirten mit
rehtigt gewesen. Heute würde Graf Bylandt-Rheidt diesen Ausspruh nicht aufrecht erhalten, da die Verhältnisse sih vorgestern, wie die „Fr. C.“ mittheilt, im Hippodrom ihr
der Bevölkerung. — Der „New-York Herald“ erhielt ein
Die Turnvereine des Seine - i e- ü i Departements feierten | Telegramm über Buenos Aires, wona die Garnison von
derart geändert hätten, daß die Forderungen andere werden | Stiftungsfest, bei welhem der Minister der öffentlichen hne S T renze von Uruguay) si den Insurgenten
müßten. In der Darstellung der Verhandlungen des Marin
Ausschusses der ungarischen Delegation am 13. No- vember (siehe Nr. 269 des „R.- u. St.-À.“ vom 14, d. M.)
hat sich nach dem „Frdbl.“ in jenen Passus, wel die Erklärung des Adutitals Freiherrn Pn Cte N
Arbeiten den Vorsit führte.
Vertrauen auf das Heer verlassen.
Daniel, daß er bei dem Umstande, daß im Budget 1892 keine „Ehre und Vaterland!“ würdig erweisen
Neubauten eingestellt sind, annehme, der gewünscht l l , Ñ 2 e S der Flotte fei bereits erreiht und auf Sn N N Zus s sei, LegelEnele Admiral Freiherr | erned in längerer Rede, welche die Aufgaben der | Kaiseri i Kriegsmarine im Kriegsfalle beleuchtete, diese Anschauung | C E. e S E O wiederholt als eine optimistishe und irrthümliche, mit welcher : Par er sich durhaus nicht einverstanden erklären könne. Er an A h E t a auf die Thatsache, daß ie Flotte ni ausgebaut sei, da unter anderen Be- | Vorlage des Ober-Prokurators des Hl, S dürfnissen auch der Ersay der veralteten Panzerschif - | welhe im Ordinariu I ete Ou, s sei, auf den die Marineleitung n, A Ra E ehrmacht der Monarchie und wegen der Wichtigkeit der | Um Unterhalt von Missionären in der Eparchie E i e. S „Ferner er- Mohiler Pod e Jekaterinosslaw, Kischineff, Kiew rie | j 2¿drüdli, di - ilew, Podolien, ie : O Ri A : S ia a E ien, Taurien, Charkow und Chersson fordert. | Rio de Janeiro vor. Die
Vertheidigung niht
bestehe, sie zu vervollständigen und zu heben. Daraus gehe | ausgabt.
hervor, daß die in den Bericht über die Sißung vom 13. No- vember aufgenommene Bemerkung, „daß Oesterreih:Ungarn | für die russishe Abtheilung der 1892 er
in der weiteren Entwickelung seiner Kriegsflotte jeßt bereit
Heere fortwährend neue
Dem Reichsrath ist, der „Now. Wr.“ zufolge, eine | merts, Oberst Salgado ist {on vom Diktator
1892 ab einen Kredit im Betrage von 24 000 Nbl. jährlich
Bisher wurden zu diesem Zwecke nur 3085 Rbl. jährlih ver- | St. Agni. Zwei Monitors und drei
ohne Schwertstreih ergeben habe, die Stadt Porto Alegre
Der Minister wies in sei L â D C » : e- | Rede auf den Erfolg der lezten Manöver hin und Li As Ri S r e E me Un Q deo
nun sei Frankreich wieder stark, und es könne sih mit vollem | glaube, mehrere nördliche
i seien abgeschnitten. Man Provinzen würden si der sepa-
: : D Ein großer Theil | ratistishen Bew {li : er | dieser Erfolge sei den Turnvereinen zu verdanken, die deutli R aale O E
: Ole er | alsbald nach d i ä ; z ! | den Ausbau der K, und K Flotte betrifft, ein sinnstörender | im ganzen Le ran R As atn "Eifer B, die Junta in Porto Alegre eine
Qw Fehler eingeshlihen, der übrigens aus dem ganzen Tenor i i diefer Erklärung als solcher hervorleuhtet. Der wirkliche Sach- bitten: E E N d en N
verhalt ist folgender: Auf die Bemerkung des Referenten Ernst | Streiter zugeführt, die sih des s{hönen Vereins-Wahlspruches :
Mei Srl demzufolge [ Z ublikation veröffentlicht A d ca die Akte des Präsidenten A eca j ( 1d alle Städte in Rio Grande aufforder
ein Comité zur Anwerbung von Soldaten zu E Eins von den Revolutionären ernannte Kommission sei in Monte- video angekommen mit der Absiht, dort Waffen zu erlangen
In Algier wurde gestern den Offizieren des i :i s C A s n L russi- | Eine andere Depeshe des „New-York Herald“ vom später folgenden Banket wurden r ben R Ee E os
Telegramme von Paso de- Los Libres bestätigen die Nachricht
e 4 er Re i i inx Pi den Präsidenten | von der Revolution in der Provinz Rio Grande. Die Zustände
i | H D d Natur, als zuerst gemeldet wurde Es eißt, aß G Raten f den Ins ; i h O Dee i ih den Insurgentki Uruguayana anschließen will, Der Befehlshaber des es i 0! abgefallen. Die Bewohner von Uruguayana {einen sämmtlich gegen 2 Mer: hall da Fonseca zu fein. Die Städte Pedrito Nlegrete Rosario ao ZItaqui sollen auch den Infu-genten günstia fein, Die Armee 0 E 1 O O. Ein baldiger Angriff auf Porto Alegre ifft im Werfe iz in Santa Anna Lj Por! Y ; ? ¿Sä nna do Livrome stehenden Truppen der Junta bereiten einen Vormarsch p Flotte der Regierung liegt vor Kanonenboote sind
zu den Insurgenten übergegangen. — Ueber Coaß wird
Die auf Kaiserlichen Befehl niedergeseßte Kommission gemeldet, daß die Rebellen geftern das Arsenal in Itagui umzingelt ; eltausstell haben. Das Arsenal wird von 300 Mann Regierungstruppen 2
ür þ 1h er 1 ellung ann Regierungstruppen ver- s | zu Chicago hat dieser Tage in St. Petersburg ihre Sitzungen i
theidigt, die sich weigern, si zu ergeben. Heute steht ein Angriff zu
ein langsameres Tempo einschlagen könne“, der ¿hatsächli Ö L issi äsidi i E ffizie l ; Tai sd : ¿hatsächlihen | eröffnet. Der Kommission präsidirt der Geheime Nat S eral B E . C0 Valparaiso wird beil Erklärung des Admirals Freiherrn von Sterneck geradezu zu- | Direktor des Departements für Handel E actda's fb na
widerläuft. . Das „Wiener Tageblatt“ hat an den Staats
anwalt die Bitte um Einleitung einer Untersu gegen dasselbe wegen der am 14. d, M, veröffentiWten O theilungen über die Aeußerungen des Kaisers dem
gerichtet und
Abgeordneten Jaworski egenüb gleichzeitig \ i “1
Bitte aufgefordert. Diese hat einstimmig beschlossen, eire
Deputation des Präsidiums an den Finanz-Minister U O U Sabaunen,
zu entsenden und die Regierung zu ersuhen, daß sie mi
i i lte mittels der kompetenten Gerichte die Urheber e Oa an der Börse hervorgerufenen Panik ermitteln lasse. Zu dem gleichen ZweckE wurde von der Kammer eine Untersuchungs-
Kommission eingesetzt.
Jn der SchHhlußsißung der Enquete-Kommission dex
Statthalterei und des Gemeinderath 1 i
i 6 j )s wurde über den Bau der Stadibahn und über die N E des Wien- Flusses eine vollständige Einigung erzielt. Demgemäß wird der Staat und das Land Niederösterreih
Differenzen dem Schiedsgericht unterbreitet würden. Nach de
zur Regulirung der Wien je 5 Millionen Gulden beitragen, wurde der Kongreß gesGlossen.
der Beitrag der Wiener Kommune zum Bau i Stadtbahnen aber wird von 10 auf 71/, Proz, A i Jn der Sizung des Abgeordnetenhauses vom Sonn- abcnd protestirte der Slovene Suklje unter dem lauten Beifall der Jungczehen und Slovenen gegen die neuliche Rede des Unterrichts-:Ministers. Die Slovenen wüßten nun, daß sie von der gegenwärtigen Regierung nichts zu hoffen haben, sie nähmen den aufgedrungenen Kampf auf und seien sicher, daß Gott das slovenishe Volk niht untergehen lassen werde. (Lebhafte Unruhe links.) Bei der fortgesezten Berathung des Unterrichtebudzets beglückwünschte der Abg. Ghon unter dem Beifall der Linken Namens der Deutschliberalen den Unter- rihts-Minister Freiherrn von Gautsch zu seinen Erklärungen. Wy Rathe B Unfa E l hoch erklärte Namens
isch-Konfervativen sein Einverständni it d
Ale Sul, s verständniß mit den Die altczechischen Vertrauensmänner haben, wie
geordneten der Partei zum 29. November bes{lossen.
: Die Krankheit des Prinzen Georg von Wales be- steht in emem typhösen Fieber, das einen normalen Ver- lauf M ù __Der „Standard“ läßt sih aus Paris vom 16, Nove melden: Lord Salisbury habe den türkischen E in London Rustem Pascha verständigt, er sei, ob- schon sich gegenwärtig ein Zeitpunft für die Räumung Egyptens nicht feststellen lasse, gleihwohl zu Unter- handlungen über eine Konvention zur Regelung der egyptishen Angelegenheiten bexeit. Die Pforte habe an Lord Salisbury das Ersuchen gerihtet, den englischen Botschafter White in Konstantinopel mit den Unter- handlungen mit den türkishen Delegirten zu beauftragen obwohl jie wisse, daß der Botschafter ein Gegner der Unter- M aa sei. Der Vorschlag des „Standard“, die Einbringung d irishen Lokalverwaltungsbill in der Vero UIAA Parlaments-Session zu unterlassen und statt dessen lieber englishen Reformen sein Augenmerk zuzuwenden, findet in dex unionistishen Presse durhaus wenig Anklang.
Paris, 17. November. Der Senat hat, wie „W. T. B.“ berichtet, die Berathung der E auf den Antcag Ferry's, mit dem sich der Konseil- Präsident de Freycinet ne anon erklärte, auf Donner stag festgeseßt.
/ ie Deputirtenkammer genehmigte gestern nah ängerer Berathung den bereits von dem Senat angenom- menen Zoll von 25 Fr. für gesalzenes Fleish. Jm Laufe der Debatte erklärte der Handels-Minister Jules RoYe, die Ueberwathung der Einfuhr an der Grenze würde mit aller erforderlichen Sorgfalt und auf Kosten der Jmpor- teure stattfinden. Der Deputirte Basly beabsichtigt, eine JFnterpellation über den Strike der Kohlengruben- arbeiter in dem Departement Pas de Calais einzubringen und die Fntervention der Regierung zu beantragen. s
_ Der neu gewählte Deputirte für Lille Lafargue er- schien gestern in der mit der Verifikation der Wahl beauf- tragten Subkommission der Deputirtenkammer und sagte aus er sei in Cuba geboren, sein Vater sei Franzose gewesen.
die Monarhhisten in 6 Wahlbezirken die Majorität, Belgien.
worden. Serbien.
in Serbien verzichtet. Amerika.
Ls zu beseßen. _Det Fndian Head wurden am 14. d, die Vers mit den amerikfanischen Panzerplatten oge R E berichtet darüber:
ur Verwendung kamen |1tark kohlenbaltige gewalzte Nickelstabl- platten der Carnegie Phipps-Gesellscbaft, LaE Se C „harveyisirte“ Nidelstablplatten derselben Fabrik und stark fkoblen- haltige gefchmiedete „harveyisirte“ Nielstablplatten der Bethlebem- Gisenwerke, Ulle Platten waren 104 Zoll dick, 8 Fuß hoch und ) Fuß breit. Hinter den Platten bcfanden si Eisenboblen. Die Ver- suche fielen sämmtlih höchst befriedigend aus, Am Vorzüglichsten hat fich L Platte der Bethlehim-Gesellschaft bewährt. j e ; Zrasilien. Der brasilianischen Gesandtschaft in Berlin B wie „LW. T. B,“ mittheilt, das folgend Al A aus io de Janeiro vom Sonntag zugegangen: „Die brasilia- nische Regierung bestätigt erneut die früheren Depeschen, in denen mitgetheilt wurde, daß die inNio Grande do Sul aus- gane Bewegung einen rein lokalen Charakter hat. Die : undesregterung hat feinen Anlaß gehabt, zu interveniren und at nicht intervenizt, weil es sih dabei um innere Angelegen- heiten des Staats Rio Grande und nicht um eine fremde JZavasion handelt, und weil die Bewegung niemals einen separatistishen Charakter gehabt hat. — Der gestrige zweite Jahrestag der Proklamirung der Nepublik ist festlih be- gangen worden. Der Präsident hielt eine Revue über die hier garnisonirenden Truppen ab. — Jrgend welhe Gewalt- Mann sind bis jeßt in Brasilien nicht angeordnet worden.“ a ine den Pariser Zeitungen zugegangene Mittheilung der a0 igen brasilianischen Gesandtschaft besagt : Die brasilianische aas sei entschlossen, alle eventuellen monarchischen Sie gebungen energisch zu unterdrücken. Die Mittheilung L ferner ebenfalls jede separatistishe Jdee in der Provinz
M Grande erneut in Abrede und betont, der Präfident 8 e den Kongreß einzig und allein aufgelöst, um der öffent- ihen Meinung durch möglichst baldige Einberufung eines neuen Kongresses entgegenzukommen. Wesentlich anders lauten dagegen wieder die Nachrichten des „Reuter'shen Bureaus“ und des „New: York Herald“. „R. B.“ meldet aus Rio de Janeiro von gestern: Bei der Feier des zweiten Jahrestages der Proklamirung der Re- publik habe die Bevölkerung sih völlig theilnahmlos verhalten.
Lafargue gab zu, daß er niht zum Militärdienst ausgehoben und daß sein Name nicht in die Wählerlisten N
Jn Sao Paulo vershlimmere sich die Lage. Sicheren Nachrichten aus Rio Grande do Sul zufolge seien die Aufständischen
Die Einnahmen des Staats\schat i Zei nn S n D Sat S : z vom, L Juli bis 31. Oktober 1891 betrugen, dem „W. T. B.“ | on der Stadt herrsche große Beunruhigung, und der revo- zufolge, 504 Millionen Lire, d. i. um 5 Millionen mehr als lutionäâre Geist zeige si{ch überall. Troß der dem Präsidenten i in dem gleichen Zeitraum des Jahres 1890. Die Erhöhung O i die Vbrsenkammer zur Untierliüibung der der Einnahmen dauerte auch noch in den ersten Tagen des | [Fiedlihen R November an und ergab sih besonders aus den Einnahmen
Der „internationale Frie “e i
: ; b Friedensktongreß“ genehmigte
in seiner gesirigen legten Sizung, wie „W. T. E Not
S O cs vertragsmäßige Festseßung eines cen den Völkern zu errihtenden permanenten Schiedsgerichts V Die japanis t _i
verschob weitere darauf bezügliche Anträge auf den dite A T. B E a Pai t
A und nahm sodann den Anirag an, die Regierungen | „R. B.“ dementirte uropas dazu einzuladen, daß vorhandene oder entstehende | wona zwischen C
Bei den Munizipalwahlen in Lissabon erhielten
Vereinigte Staaten. Angesichts der sensatione
ZaGricten der Presse hat, e at n Pa Vepartement in Washington die Erklärung abgegeben daß das amerikanische Kriegs\hif „Charleston“ keinerlei Befehl erhalten habe, unter irgend welchen Umständen
daß General Valtciviesco und andere Offizie
daß Genera [civies „andere Vffiziere Baimaceda's #{ch na Brasilien begeben haben, um ihre Dienste dem Diktator Ca Argentinien. Der „New-York Herald“ hat ein Tele- gramm aus Buenos Aires erhalten, in welhem es heißt:
O E A : Versicherungen bezüglih der en esinnung der politishen Gegner
M Präsident an seiner Wachsamkeit fest. Die Polizei Une Q Rae solcher Persözlichkeiten vorgenommen, die re ellischer Tendenzen verdächtig seien. Alle Truppen würden unter den Waffen gehalten, um im Beöarfsfalle bereit zu sein.
Asien. mittheilt, ermächtigt, die (gestern {hon vom
) Nachricht des Londoner „Daily Chronicle“, hina und Japan ein Einvernehmen dahin
Sven Boa L, U Maddem biérauf die Statt L getroffen sei, daß Japan im Nothfalle- China Hülfe leisten
zum Ort der nächsten Kongreß\izung proklamirt worden war, | bereits auf dem Wege nah den cinesishen Gewässern befinde
werde, sowie daß die japanische Flotte ih zu dem Ende
ihrem ganzen Umfange nah als erfunden z Ü i threm, ] ige na _erfur u erklären.
japanischen Kriegsschiffe seien lediglih mit ‘der Sinns einer etwaigen Aktion der europäischen Mächte sich anzuschließen, in L E Gewässer entsendet worden. : : ghanistan. Wie der „Polit. Corr.“ aus London be- rihtet wird, wäre die in Aussicht genommene Neise n
Der belgische Gesandte in Wien Graf Jon ’Ar i is : Z M L Sra ghe d'Ar- | Emirs von Afghanistan nah L l i inbli L es Guill ery sind laut Meldung auf seinen erschütterten S E „W. T. B.“ aus Brüssel zu Staats: Ministern ernannt | hast geworden. Jn der Thronfolgefrage soll ein volles Ein-
N S zwischen der anglo-indischen Regierung und dem mir erzielt worden sein, sodaß eine Regelung der Frage gemäß
Der König M ilan soll, wie die Wi l Freie | den legtwilligen Verfü l i her i f
Der König joll, Dla, Wiens Maus Steto gen Verfügungen des Emirs gesichert erscheine, wofü Presse“ erfährt, ein Schriftsück unterzeichnet haben, Bovin er Abdurrahman Khan feinerseits gewisse Zugeständnisse ay England auf alle ihm geseßlih und verfassungsmäßig zustehenden Nechte
gemacht habe. Auf das Gebiet von Wa
Emir gegenüber der Deliinitations-Könnnion Von 2 M b ausdrüdlih Verzicht geleistet, Jm Hinblick auf die nah dem eventuellen Ableben des Emirs zu erwartenden Thron- streitigkeiten treffe die anglo:indische Regierung in Peschawer militärishe Vorkehrungen, um eventuell von dort aus Truppen L ar taN E zu können, Aus diesem Grunde
cunitionsdepots Barakei r fü i
e A E und Barackenlager für Kavallerie
x | __Afffrika.|
: Cg y pten. Gegenüber den neulihen Gerüchten über etnen Bormarsh der Derwische wird dem „R. B,“ aus Kairo vom 14, November berichtet : E
A In Wadyba!fa mat n© nis bemerkflich, woraus man auf Cu A D ia be gegen die egyptishe Grenze s{licßen könnte. Ebenso find, iéher auch keine Nacrihten über einen stattgehabten Bormarfch eingetroffen. Obëtrst Wodebouse glaubt ni&t an die von id e O Aen Aussagen. Der Sohn Zobehr Pascha’s tit der Wachsamkeit der egyptisden Patrouillen von L half \{lüpft und hat sch zu ven 206i 1a Dé E
Die heutige (120.) Sißung des Reichstages, d i Staatssekretäre Dr. von Boetticher und e von Marschall beiwohnten, eröffnete der Präsident von Lev eßow indem er der Trauer des Reichstages über das Dahin- scheiden Seiner Majestät des Königs Karl von R gera A verlieh. Zu Ehren der seit der leßten Sißung verstorbenen Abgg von Schlielmann, Freiherr von F / 60 O Sas Qui Freih Hake und Feustel Jhr Mandat niedergelegt haben die Abgg. von Putts- E Leemann und Graf Udo Stolberg: Werni- erode.
Bei Schluß des Blattes begann die erste Berathung des Entwurfs eines Gesibes, betreffend die Bestrafung des Sklavenhandels.
Dem Reichstage sind bisher folgende Vorlagen zu- gegangen: 1) Der Reihshaushalts-Etat für das Etats8- jahr 1892/93, nebst Anlagen und einer Denkschrift. 2) Der Entwurf eines S betreffend die Aufnahme einer Anleiye für Zwecke der Verwaltungen des Reichs- heeres, der Marine und der Reihs-Eisen- bahnen 3) Ein Nachtrag zum Reichshaushalts- Etat für das Etatsjahr 1891/92 und Geseßentwurf zur Aufnahme einer Anleihe für Zwecke der Marine- verwaltung. 4) Die Uebersicht der Reihs-Ausgaben und ¿Einnahmen für das Etatsjahr 1890,91, 5) Eine Denk:

References: Art. 1
 Art. 2
 Art. 2
 Art. 13
 Art. 2
 Art. 3
 Art. 4
 Art. 4
 Art. 13
 Art. 5
 Art. 15
 Art. 6
 Art. 19
 Art. 7
 Art. 33
 Art. 18
 Art. 33
 Art. 8