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Timestamp: 2019-07-15 23:20:32+00:00

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BVerfG, 15.05.1992 - 1 BvR 1553/90 - dejure.org
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BVerfG, 15.05.1992 - 1 BvR 1553/90 (https://dejure.org/1992,903)
BVerfG, Entscheidung vom 15.05.1992 - 1 BvR 1553/90 (https://dejure.org/1992,903)
BVerfG, Entscheidung vom 15. Mai 1992 - 1 BvR 1553/90 (https://dejure.org/1992,903)
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Hollerlanderschließung
Art. 17 GG, keine (unmittelbar verfassungsmäßige) Pflicht des Parlaments, einen inhaltlich begründeten Petitionsbescheid zu erlassen, Art. 19 Abs. 4 GG, eingeschränkte Justitiabilität
GG Art. 17, Art. 19 Abs. 4, Art. 103 Abs. 1
Petitionsbescheid - Begründung - Begründungspflicht - Maßgebende Entscheidungsgründe
NJW 1992, 3033
NVwZ 1992, 1184 (Ls.)
DVBl 1993, 32
Über den Bescheidungsanspruch hinaus gewährleistet Art. 16 HV indes keinen Anspruch auf Erfüllung des mit der Petition verfolgten Anliegens (vgl. BVerfG, Beschluss vom 15. Mai 1992, NJW 1992, 3033 [BVerfG 15.05.1992 - 1 BvR 1553/90] [3033]).
Darüber hinaus gebietet Art. 16 HV nur, dass die angerufene Volksvertretung - hier: der Petitionsausschuss - über die Petition entscheidet (vgl. BVerfG, Beschluss vom 15. Mai 1992, NJW 1992, 3033 [BVerfG 15.05.1992 - 1 BvR 1553/90] [3033]).
Der dadurch gewährleistete vorbehaltlose Zugang zu den zuständigen Stellen und den Volksvertretungen darf nicht eingeschränkt werden (BVerfG, Beschluss vom 22. April 1953 - 1 BvR 162/51 - BVerfGE 2, 225 ; Urteil vom 11. Juli 1961 - 2 BvG 2/58, 2 BvE 1/59 - BVerfGE 13, 55 ; Kammerbeschluss vom 15. Mai 1992 - 1 BvR 1553/90 - NJW 1992, 3033).
Die Zuständigkeit der Volksvertretungen besteht für alle Petitionen, die in den Kompetenzbereich des Bundes oder der Länder fallen (BVerfG, Kammerbeschluss vom 15. Mai 1992 - 1 BvR 1553/90 - NJW 1992, 3033).
Er hat keine rechtliche Handhabe, um darauf hinzuwirken, dass die Volksvertretung bzw. der Petitionsausschuss sein Anliegen näher untersuchen oder fördern (BVerfG, Kammerbeschluss vom 15. Mai 1992 - 1 BvR 1553/90 - NJW 1992, 3033;… Klein, in: Maunz/Dürig, Grundgesetz, Band III, Art. 17 Rn. 88).
Die Volksvertretung muss nicht darlegen, aus welchen Gründen sie eine bestimmte Art der Erledigung gewählt und davon abgesehen hat, bestimmte in Betracht kommende Maßnahmen zu ergreifen (BVerfG, Beschluss vom 22. April 1953 - 1 BvR 162/51 - BVerfGE 2, 225 ; Kammerbeschluss vom 15. Mai 1992 - 1 BvR 1553/90 - NJW 1992, 3033; BVerwG, Beschluss vom 13. November 1990 - 7 B 85.90 - Buchholz 11 Art. 17 GG Nr. 6 S. 5;… a.A. Bauer, in: Dreier, Grundgesetz, Band 1, 3. Auflage 2013, Art. 17 Rn. 43 f.).
Das Petitionsrecht des Art. 17 GG schützt den freien Zugang der Bürger zu den Volksvertretungen (vgl. BVerfG 15. Mai 1992 - 1 BvR 1553/90 - NJW 1992, 3033, zu II 2 a der Gründe).
Das Petitionsrecht gewährleistet allein, dass der Petitionsadressat die Eingabe entgegennimmt, sie sachlich prüft und in einer Weise bescheidet, aus der ersichtlich wird, wie die Eingabe behandelt worden ist (BVerfG, Beschl. v. 15.5.1992 - 1 BvR 1553/90 -, DVBl. 1993, 32 f.; Beschl. v. 22.4.1953 - 1 BvR 162/51 -, BVerfGE 2, 225 ff.;… BVerwG, a. a. O.).
Art und Umfang der sachlichen Prüfung unterliegen demgegenüber nicht der gerichtlichen Kontrolle (so ausdrücklich BVerfG, Beschl. v. 15.5.1992, a. a. O.; ebenso Beschl. des Senats v. 8.1.2003 - 11 LA 394/02 -, juris, und v. 6.10.2004 - 11 ME 265/04 -, V. n. b.).
Darüber hinaus gehende Pflichten, insbesondere eine sachliche Begründungspflicht, lassen sich aus Art. 17 GG weder allein noch in Verbindung mit dem Gebot der Gewährung effektiven Rechtsschutzes herleiten (vgl. BVerwG…, Beschluss vom 13. November 1990 - 7 B 85.90 -, juris Rn. 5; BVerfG, 3. Kammer des 1. Senats, Beschluss vom 15. Mai 1992 - 1 BvR 1553/90 -, juris Rn. 15 ff.; s.a. 2. Kammer des 1. Senats…, Beschluss vom 26. März 2007 - 1 BvR 138/07 -, juris Rn. 2), ebenso wenig ein Anspruch auf Befolgung einer vom Bundestag zur Erwägung an die Bundesregierung bzw. das zuständige Bundesministerium überwiesenen Petition (BVerfG, 2. Kammer des 1. Senats…, Beschluss vom 27. Dezember 2005 - 1 BvR 2354/05 -, juris Rn. 5 ff.).
Dementsprechend ergibt sich auch aus Art. 19 Abs. 4 GG keine Befugnis des Petenten, dieses sachliche Anliegen zum Gegenstand einer gerichtlichen Überprüfung zu machen (vgl. BVerfG, 3. Kammer des 1. Senats, Beschluss vom 15. Mai 1992 - 1 BvR 1553/90 -, juris Rn. 19; BVerwG…, Beschluss vom 13. November 1990 - 7 B 85.90 -, juris Rn. 7).
Die angegangene Stelle muss die Eingabe nicht nur entgegennehmen, sondern auch sachlich prüfen und dem Petenten zum mindesten die Art der Erledigung schriftlich mitteilen (vgl. BVerfGE 2, 225 ; 13, 54 ; BVerfG, Beschluss der 3. Kammer des Ersten Senats vom 15. Mai 1992 - 1 BvR 1533/90 -, NJW 1992, S. 3033).
OVG Niedersachsen, 29.01.2008 - 11 LA 448/07
Umfang des Petitionsrechts
Das Grundrecht aus Art. 17 GG gewährleistet allein, dass der Petitionsadressat die Eingabe entgegennimmt, sie sachlich prüft und in einer Weise bescheidet, aus der ersichtlich wird, wie die Eingabe behandelt worden ist (vgl. BVerfG, Beschl. v. 15.5.1992 - 1 BvR 1553/90 -, DVBl. 1993, 32 f.; Beschl. v. 22.4.1953 - 1 BvR 162/51 -, BVerfGE 2, 225 ff.; BVerwG, Beschl. v. 13.11.1990 - 7 B 85/90 -, NJW 1991, 936 f.; Beschl. v. 1.12.1976 - VII B 108.74 -, juris).
Art und Umfang der sachlichen Prüfung des Petitionsanliegens durch den Petitionsadressaten unterliegen demgegenüber nicht der gerichtlichen Kontrolle (so ausdrücklich BVerfG, Beschl. v. 15.5.1992, a. a. O.; ebenso Beschl. d. Senats v. 8.1.2003 - 11 LA 394/02 -, juris, und v. 6.10.2004 - 11 ME 265/04 -, V. n. b.).
Anspruch eines Bürgers auf Auskunftserteilung in berufsrechtlichen …
Dieser verlangt jedoch nicht, dass mitgeteilt wird, in welchem Umfang und mit welchem Ergebnis die für die Behandlung der Petition zuständige Stelle Sachaufklärung betrieben hat (vgl. Beschluss des Bundesverfassungsgerichts --BVerfG-- vom 15. Mai 1992 1 BvR 1553/90, Neue Juristische Wochenschrift --NJW-- 1992, 3033) und was sie unternommen hat, um der Beschwerde des Bürgers abzuhelfen (vgl. schon Beschluss des BVerfG vom 22. April 1953 1 BvR 162/51, BVerfGE 2, 225).
Die Stelle, an die die Petition gerichtet worden ist, muss den Petenten zwar in einer Weise bescheiden, dass für ihn erkennbar wird, dass und von welcher Stelle die Petition sachlich geprüft worden ist (vgl. Beschluss in NJW 1992, 3033).
BVerfG, 26.03.2007 - 1 BvR 138/07
VG München, 03.09.2014 - M 18 K 12.6076
Terminsverlegungsantrag; Anspruch auf Bearbeitung einer Petition
VG Neustadt, 22.12.2015 - 4 K 867/15
Aufgabe und Pflichten des Landesbeauftragten für den Datenschutz und die …
OVG Niedersachsen, 08.01.2003 - 11 LA 394/02
Bescheidung einer Dienstaufsichtsbeschwerde
VerfGH Sachsen, 14.12.2006 - 75-IV-06
VerfGH Baden-Württemberg, 22.02.2018 - 1 VB 54/17
BVerwG, 09.10.1997 - 3 B 211.97
VG Saarlouis, 26.09.2014 - 3 K 115/14
Kein Anspruch des Bürgers auf Tätigwerden der Kommunalaufsicht
VG Hannover, 19.09.2007 - 5 A 3261/05
OVG Nordrhein-Westfalen, 23.03.1999 - 5 A 4309/96
Voraussetzungen des Anspruchs auf erneute Überprüfung und Bescheidung eines …
OVG Nordrhein-Westfalen, 26.11.1996 - 5 A 6946/95
Voraussetzungen der Anfechtbarkeit des Bescheides des Petitionsausschusses des …
BVerwG, 22.12.1994 - 3 B 54.94

References: Art. 17
 Art. 19
 Art. 17
 Art. 19
 Art. 103
 Art. 16
 Art. 16
 Art. 17
 Art. 17
 Art. 17
 Art. 17
 Art. 17
 Art. 19
 Art. 17