Source: http://www2.lubw.baden-wuerttemberg.de/public/abt2/dokablage/oac_13/vo/1/81180000063.htm
Timestamp: 2018-12-15 05:16:45+00:00

Document:
Markgröningen mit Randgebieten
1.18.063 Glemstal zwischen Schwieberdingen und Markgröningen mit Randgebieten
Verordnung des Landratsamtes Ludwigsburg als untere Naturschutzbehörde über das Landschaftsschutzgebiet "Glemstal zwischen Schwieberdingen und Markgröningen mit Randgebieten" vom 28.09.1987 (Ludwigsburger Kreiszeitung vom 24.11.1987).
Aufgrund von §§ 5, 22, 58 Abs. 3 und § 64 Abs. 1 Nr. 2 des Gesetzes zum Schutz der Natur, zur Pflege der Landschaft und über die Erholungsvorsorge in der freien Landschaft (Naturschutzgesetz - NatSchG) vom 21. Oktober 1975 (GBl. S. 654), geändert durch das Gesetz zur Bereinigung des baden-württembergischen Ordnungswidrigkeitenrechts vom 06. Juni 1983 (GBl. S. 199), wird mit Zustimmung des Regierungspräsidiums Stuttgart als höhere Naturschutzbehörde verordnet:
Die in § 2 näher bezeichneten Flächen auf dem Gebiet der Stadt Markgröningen und der Gemeinde Schwieberdingen werden zum Landschaftsschutzgebiet erklärt. Das Landschaftsschutzgebiet führt die Bezeichnung "Glemstal zwischen Schwieberdingen und Markgröningen mit Randgebieten".
(1) Das Landschaftsschutzgebiet hat eine Größe von ca. 187 ha und umfaßt die nachstehenden Landschaftsteile im Bereich des Glemstales zwischen Schwieberdingen und Markgröningen und dessen Randgebiete.
· Markung Markgröningen: Die Gewanne bzw. Teile der Gewanne Rennwiesen, Kunstholzen, Eichholzen, Rainstraße, Steiggärten, Gansberg, Eichholzer Klinge, Knollenberg, Gagerbach, Rainsträßle, Scherwiesen.
· Markung Schwieberdingen: Die Gewanne bzw. Teile der Gewanne Unteres Tal, Untere Wäldlen, Lange Wiesen, Zu Markt, Felsenberg, Felsenwiesen, Am Hohen Rain, Kleines Feldle, Tal, Hörnle, Klingelwäldle, Seeger, Markt, Ottenbrunnen, Unter dem Gröninger Weg, Tannenberg, Taläcker, Brühl, Burgstall, Lüssen, Talberge, Hummelbrunnen.
(3) Beide Karten enthalten die rechtsverbindliche Festsetzung des Landschaftsschutzgebietes und sind Bestandteil dieser Verordnung. Die Verordnung mit Karten wird beim Landratsamt Ludwigsburg in 7140 Ludwigsburg zur kostenlosen Einsicht durch jedermann während der Dienststunden niedergelegt.
Schutzzweck ist die Erhaltung und Sicherung des Glemstales (einschließlich der Randgebiete) in seiner natürlichen Eigenart und Schönheit. Insbesondere soll die landschaftliche Vielfalt wegen ihrer ökologischen Bedeutung als Lebensraum für die wildlebende Tier- und Pflanzenwelt langfristig erhalten und vor weiteren Landschaftsbeeinträchtigungen und Veränderungen bewahrt werden. Dazu gehört auch die Erhaltung der bisherigen Nutzungsstruktur und die Sicherung des Gebietes für die Naherholung. Die Wiesenaue des Glemstales sowie die Obstbaumwiesen der Randhöhen sind als landschaftlich und ökologisch wertvolle Landschaftsbestandteile besonders schutzwürdig.
16. Beseitigung oder Änderung von wesentlichen Landschaftsbestandteilen wie Hecken, Gebüsche, Feld- und Ufergehölze, Schilf- und Röhrichtbestände, Felsen und ähnliche Naturerscheinungen, die Beseitigung von Obstbäumen sowie der Umbruch von Wiesen in den Tallagen.
(5) Bei Handlungen des Bundes und des Landes, die nach anderen Vorschriften keiner Gestattung bedürfen, wird die Erlaubnis durch das Einvernehmen mit der Naturschutzbehörde ersetzt. Das gleiche gilt für Handlunge, die unter Leitung oder Betreuung staatlicher Behörden durchgeführt werden.
1. für die Nutzung im Rahmen einer ordnungsgemäßen Bewirtschaftung land- und forstwirtschaftlicher Grundstücke, mit der Ausnahme von Maßnahmen nach § 5 Abs. 2 Nr. 16;
4. für die ordnungsgemäße Unterhaltung der Straßen, Wege, Plätze, ausgenommen Maßnahmen nach § 5 Abs. 2 Nr. 16, sofern Unterhaltungsmaßnahmen nicht lediglich aus Verkehrssicherheitsgründen vorgenommen werden;
5. für die ordnungsgemäße Unterhaltung und Betrieb von Bahn- und Bahnnebenanlagen, ausgenommen Maßnahmen nach § 5 Abs. 2 Nr. 16, sofern Unterhaltungsmaßnahmen nicht lediglich aus Verkehrssicherheitsgründen vorgenommen werden;
· § 2 Abs. 3 Ziffer 12 der Verordnung des Landratsamtes Ludwigsburg über die einstweilige Sicherstellung von Schutzgebieten im Landkreis Ludwigsburg vom 25.03.1985;
· § 1 Abs. 1 Ziffer 13 der Verordnung des Landratsamtes Ludwigsburg über geschützte Landschaftsteile im Landkreis Ludwigsburg vom 21.07.1967.
Ludwigsburg, den 20.10.1987
I.V.: Aker

References: § 64
 § 2
 § 5
 § 5
 § 5
 § 2
 § 1