Source: https://ausschreibungen-deutschland.de/556036_Entwicklungsgesellschaft_Neu-Ulm_GmbH_-_Vergabe_von_Leistungen_der_umfassenden_2019_Neu-Ulm
Timestamp: 2019-09-17 08:20:58+00:00

Document:
Öffentliche Ausschreibung 2019 Entwicklungsgesellschaft Neu-Ulm GmbH - Vergabe von Leistungen der umfassenden Bauherrenvertretung Referenznummer der Bekanntmachung: 2019/956 2019-07-05
Entwicklungsgesellschaft Neu-Ulm GmbH - Vergabe von Leistungen der umfassenden ...
Entwicklungsgesellschaft Neu-Ulm GmbH - Vergabe von Leistungen der umfassenden Bauherrenvertretung Referenznummer der Bekanntmachung: 2019/956
Entwicklungsgesellschaft Neu-Ulm GmbH
Die Auftragsunterlagen stehen für einen uneingeschränkten und vollständigen direkten Zugang gebührenfrei zur Verfügung unter: https://www.dtvp.de/Satellite/notice/CXP4YMZY1H7/documents
Kontaktstelle(n): Dr. Frank Meininger / Dr. Alexander Dörr
Angebote oder Teilnahmeanträge sind einzureichen elektronisch via: https://www.dtvp.de/Satellite/notice/CXP4YMZY1H7
Andere: kommunal beherrschte GmbH
Entwicklungsgesellschaft Neu-Ulm GmbH - Vergabe von Leistungen der umfassenden Bauherrenvertretung
Referenznummer der Bekanntmachung: 2019/956
Gegenstand des vorliegenden Vergabeverfahrens sind Leistungen der Projektentwicklung, des Projektmanagements sowie der Projektsteuerung im Sinne einer umfassenden Bauherrenvertretung für die Neuentwicklung des im Sanierungsstatus befindlichen und im Eigentum der Stadt Neu-Ulm befindlichen LEW-Areal und "Heiner-Metzger-Platz".
Die Stadt Neu-Ulm (nachfolgend auch )Stadt" genannt) ist Eigentümerin der Grundstücke 230/32 (nachfolgend auch "LEW-Areal" genannt) und 230/34 (nachfolgend "Heiner-Metzger-Platz" genannt), zusammen "Entwicklungsflächen" genannt. Die Stadt plant seit geraumer Zeit die Neuentwicklung des im Sanierungsstatus befindlichen Areals. Hierzu wurden bereits seit dem Jahr 2013 durch externe Dienstleister diverse Projektstudien durchgeführt.
Die Entwicklungsflächen weisen aktuell im Bestand folgende Eckdaten auf:
- Grundstücksfläche LEW-Areal: ca. 3 923 m2,
- Grundstücksfläche Heiner-Metzger-Platz: ca. 2 467 m2,
- aktuelle Nutzungen: Verwaltungsflächen, Stadtbibliothek, Geschichtsbücherei, Arztpraxen, Gewerbe- und Wohneinheiten, Parken,
- Bruttogrundfläche ca. 6 800 m2.
Zwischenzeitlich wurde ein Testentwurf erarbeitet, der auch dem Stadtrat vorgelegt wurde. Die wesentlichen Eckdaten des Entwurfs wurden als weitere Projektgrundlage einstimmig wie folgt verabschiedet:
- geplante Nutzungen: Stadtbibliothek, Flächen für Kultur und Begegnung (Generationentreff), Parken in Tiefgarage (inklusive öffentlicher Stellplätze), Gastronomie, Büroflächen, Wohnungen,
- Bruttogrundfläche ca. 15 000 bis 20 000 m2,
- geplantes Investitionsvolumen ca. 55 bis 60 Mio. EUR (Basis aktueller Testentwurf).
Unter Abwägung unterschiedlicher Abwicklungsmodelle und der geplanten städtischen Nutzungen hat sich die Stadt entschieden, eine Eigenrealisierung des Vorhabens, insbesondere vor dem Hintergrund der Qualitätssicherung, durchzuführen.
Infolge dessen gründete die Stadt Neu-Ulm eine Projektgesellschaft für die Bebauung. Das Projekt wird somit durch die Entwicklungsgesellschaft Neu-Ulm GmbH in Eigenrealisierung umgesetzt, finanziert und mittel- bis langfristig im eigenen Bestand gehalten.
Die relevanten Grundstücke werden aktuell in die Entwicklungsgesellschaft Neu-Ulm GmbH (nachfolgend "Auftraggeber") eingebracht. Als 100 %-ige Tochter der Stadt unterliegt diese den Auflagen des Vergaberechts.
Somit müssen sämtliche im Zusammenhang mit dem Projekt stehenden Leistungen unter Beachtung vergaberechtlicher Vorgaben durchgeführt werden. Dies umfasst insbesondere auch ein vergabekonformes Architektenauswahlverfahren (Realisierungswettbewerb). Auf Basis des Siegerentwurfs wird anschließend umgehend das Baugesuch finalisiert und eingegeben.
Der Auftraggeber verfügt über keine eigenen Projektentwicklungs-/Projektmanagementkapazitäten. Zur Durchführung des Projekts sowie zur Erreichung seiner inhaltlichen, technischen und wirtschaftlichen Entwicklungsziele benötigt der Auftraggeber daher Dienstleistungen in Form einer ganzheitlichen Bauherrenvertretung. Diese soll die relevanten Aufgaben der Projektentwicklung, des Projektmanagements sowie der Projektsteuerung übernehmen und dem Auftraggeber zudem in allen Projektentwicklungsfragen zur Verfügung stehen.
Der künftige Auftragnehmer hat an bereits bestehende Ergebnisse und Dokumente des Auftraggebers anzuknüpfen. Der Auftraggeber legt besonderen Wert darauf, dass die Mitarbeiter des künftigen Auftragnehmers sowohl tiefgehende kaufmännische und immobilienwirtschaftliche Kompetenzen als auch umfassende bautechnische Kompetenzen mitbringen.
Gegenstand dieses Verfahrens ist die Vergabe von Leistungen der umfassenden Bauherrenvertretung. Die einzelnen Leistungsbestandteile ergeben sich aus Anlage 2 (Leistungsbild).
Der Auftragnehmer hat zur Erbringung der Leistungen dem Auftraggeber von diesem vorgegebene personelle Mindestkapazitäten bzgl. Geschäftsführung, Projektleiter, Projektmitarbeiter, Projektassistenz etc. zur Verfügung zu stellen.
Die vergabegegenständlichen Leistungen sind voraussichtlich ab November 2019 zu erbringen und erstrecken sich voraussichtlich bis April 2024.
Weitere Einzelheiten zum Leistungsumfang der zu erbringenden Leistungen erhalten die im Rahmen des Teilnahmewettbewerbs ausgewählten Bewerber mit Aufforderung zur Angebotsabgabe.
Die Bewertung der Teilnahmeanträge und somit die Auswahl der Bewerber, die zur Abgabe eines ersten Angebots aufgefordert werden, erfolgt in einem dreistufigen Verfahren.
Zunächst wird (1.) geprüft, ob die Teilnahmeanträge den formalen Anforderungen genügen. Unvollständige Teilnahmeanträge, die trotz ggf. erfolgter Nachforderung von Unterlagen weiterhin unvollständig bleiben, können nicht berücksichtigt werden.
Anschließend wird (2.) beurteilt, ob der Bewerber nach den vorgelegten Angaben und Nachweisen grundsätzlich geeignet erscheint, die verfahrensgegenständlichen Leistungen ordnungsgemäß zu erbringen.
Schließlich wird (3.) unter den Bewerbern anhand der Referenzen gem. Ziffer III.1.3 (2) und (3) der Bekanntmachung beurteilt, wer unter den als grundsätzlich geeignet eingestuften Bewerbern im Vergleich zu den Mitbewerbern besonders geeignet erscheint und daher am weiteren Verfahren beteiligt werden soll.In diesem Zusammenhang wird sowohl die Qualität als auch die Aktualität der Referenzen berücksichtigt.
Die Eignung ist für jedes Mitglied einer Bewerbergemeinschaft gesondert nachzuweisen. Soweit nachfolgend nichts Abweichendes geregelt wird, sind daher alle Eignungsnachweise von jedem Mitglied einer Bewerbergemeinschaft vorzulegen.
Ein Bewerber kann zum Nachweis seiner Eignung (wirtschaftliche und finanzielle sowie technische und berufliche Leistungsfähigkeit) die Kapazitäten anderer Unternehmen in Anspruch nehmen (Eignungsleihe). Diese Möglichkeit besteht unabhängig von der Rechtsnatur der zwischen dem Bewerber und den anderen Unternehmen bestehenden Verbindungen. In diesem Fall ist der Vergabestelle nachzuweisen, dass dem Bewerber die erforderlichen Mittel tatsächlich zur Verfügung stehen werden, indem beispielsweise eine entsprechende Verpflichtungserklärung dieses Unternehmens vorgelegt wird.
Die Unternehmen, auf die sich ein Bewerber zum Nachweis seiner Eignung stützt, müssen die Eignung nach Ziffer III.1.1 bis III.1.3 der europaweiten Vergabebekanntmachung hinsichtlich derjenigen Eignungskriterien erfüllen, zu deren Nachweis sich der Bewerber auf die Eignung des Unternehmens stützt. Zudem sind die Erklärungen über das Vorliegen von Ausschlussgründen nach § 123 Abs. 1 bis 4 GWB und § 124 Abs. 1 GWB auch für diese Unternehmen vorzulegen. Werden die vorstehend dargestellten Eignungsanforderungen nicht erfüllt oder liegen Ausschlussgründe gemäß § 123 Abs. 1 bis 4 GWB vor, so ist das Unternehmen auf Aufforderung der Vergabestelle innerhalb einer von dieser vorgegebenen Frist zu ersetzen. Liegen Ausschlussgründe nach § 124 Abs. 1 GWB vor, so kann die Vergabestelle verlangen, dass der Bewerber das Unternehmen ersetzt.
Nicht eignungsrelevante Unterauftragnehmer sind mit dem Teilnahmeantrag noch nicht zu benennen.
1) Aktueller Auszug der Eintragung des Unternehmens in das Berufs- oder Handelsregister;
2) Eigenerklärung zu Ausschlussgründen gemäß § 123 GWB;
3) Eigenerklärung zu Ausschlussgründen gemäß § 124 GWB;
4) Eigenerklärung gemäß § 19 Abs. 3 Mindestlohngesetz (MiLoG).
1) Eigenerklärung über den Jahresumsatz in den vergangenen 3 abgeschlossenen Geschäftsjahren einschließlich des Jahresumsatzes mit vergleichbaren Leistungen;
2) Aktueller Nachweis einer Berufshaftpflichtversicherung mit einer Deckungssumme in Höhe von mind. EUR 2 Mio. für Personen- und Sachschäden sowie Vermögensschäden oder Erklärung einer Versicherungsgesellschaft, im Auftragsfall einen entsprechenden Versicherungsvertrag mit dem Auftragnehmer zu schließen.
1) Erklärung, aus der die durchschnittliche jährliche Beschäftigtenzahl des Unternehmens und die Zahl seiner Führungskräfte in den letzten 3 Jahren ersichtlich ist (2016, 2017, 2018);
2) Eigenerklärung über erbrachte vergleichbare Leistungen im Bereich immobilientechnische/-wirtschaftliche Projektentwicklung sowie Projektmanagement aus den letzten 5 Jahren..
- Projektvolumen,
- Inhalt und Umfang der erbrachten Leistungen,
- Angabe zur baulichen Fertigstellung/Inbetriebnahme der leistungsgegenständlichen Immobilie,
Die Vorlage von mehr als insgesamt 4 Referenzen ist nicht erwünscht.
Nachweis mindestens einer Referenz über immobilientechnische/ wirtschaftliche Projektentwicklungsleistungen, die eine umfassende Bauherrenvertretung inkl. der Leistungen "Projektstrukturierung im Bereich Gewerbe-/Wohnimmobilien aus technischer und kaufmännischer Sicht", "Finanzierungsstrukturierung im Bereich Gewerbe-/ Wohnimmobilien aus kaufmännischer Sicht" sowie "Betreuung Realisierungswettbewerb zur Vergabe von Architektenleistungen" umfassen. Das Projektvolumen muss mindestens 15 Mio. EUR brutto betragen. Die Leistungen dürfen nicht vor dem 1.1.2014 abgeschlossen worden sein.
Der Nachweis der Mindestanforderungen kann durch eine einzelne Referenz erbracht werden, wenn diese alle vorgenannten Leistungen umfasst, oder durch mehrere Referenzen, die insgesamt die vorgenannten Leistungen umfassen.
Die Teilnahmeformulare sind unter der in Ziffer I.3) angegebenen Internetadresse abrufbar. Ebenfalls dort abrufbar ist ein Bewerbermemorandum. In diesen Teilnahmeunterlagen sind wesentliche Teile der ausgeschriebenen Leistung sowie der Verfahrensvorgaben bereits dargestellt. Unter der in Ziffer I.3) angegebenen Internetadresse werden auch Antworten auf Bewerberfragen sowie aktualisierte oder weitere Informationen und Unterlagen zu dem Verfahren zur Verfügung gestellt. Interessenten an dem Verfahren müssen sicherstellen, dass sie regelmäßig und insbesondere unmittelbar vor Abgabe ihres Teilnahmeantrags sowie vor Ablauf der Teilnahmefrist prüfen, ob seitens der Vergabestelle zusätzliche Informationen oder Unterlagen zur Verfügung gestellt wurden, welche für die Abgabe des Teilnahmeantrags zu beachten sind.
Bekanntmachungs-ID: CXP4YMZY1H7
2) Antragsbefugt ist jedes Unternehmen, das ein Interesse an dem öffentlichen Auftrag oder der Konzession hat und eine Verletzung in seinen Rechten nach § 97 Absatz 6 durch Nichtbeachtung von Vergabevorschriften geltend macht. Dabei ist darzulegen dass dem Unternehmen durch die behauptete Verletzung der Vergabevorschriften ein Schaden entstanden ist oder zu entstehen droht.

References: § 123
 § 124
 § 123
 § 124
 § 123
 § 124
 § 19
 § 97