Source: http://www.landesrecht-bw.de/jportal/portal/page/bsbawueprod.psml/action/portlets.jw.MainAction?p1=6r&eventSubmit_doNavigate=searchInSubtreeTOC&showdoccase=1&doc.hl=0&doc.id=BJNR010050934BJNE016611140&doc.part=S&toc.poskey=
Timestamp: 2019-10-21 02:43:01+00:00

Document:
Landesrecht BW § 55 EStG | Bundesnorm | Schlussvorschriften (Sondervorschriften für die Gewinnermittlung nach § 4 oder nach Durchschnittssätzen bei vor dem 1. Juli 1970 angeschafftem Grund und Boden) | Einkommensteuergesetz | gültig ab: 01.09.2009
(1) 1Bei Steuerpflichtigen, deren Gewinn für das Wirtschaftsjahr, in das der 30. Juni 1970 fällt, nicht nach § 5 zu ermitteln ist, gilt bei Grund und Boden, der mit Ablauf des 30. Juni 1970 zu ihrem Anlagevermögen gehört hat, als Anschaffungs- oder Herstellungskosten (§ 4 Absatz 3 Satz 4 und § 6 Absatz 1 Nummer 2 Satz 1) das Zweifache des nach den Absätzen 2 bis 4 zu ermittelnden Ausgangsbetrags.2Zum Grund und Boden im Sinne des Satzes 1 gehören nicht die mit ihm in Zusammenhang stehenden Wirtschaftsgüter und Nutzungsbefugnisse.
(2) 1Bei der Ermittlung des Ausgangsbetrags des zum land- und forstwirtschaftlichen Vermögen (§ 33 Absatz 1 Satz 1 des Bewertungsgesetzes in der Fassung der Bekanntmachung vom 10. Dezember 1965 – BGBl. I S. 1861 –, zuletzt geändert durch das Bewertungsänderungsgesetz 1971 vom 27. Juli 1971 – BGBl. I S. 1157) gehörenden Grund und Bodens ist seine Zuordnung zu den Nutzungen und Wirtschaftsgütern (§ 34 Absatz 2 des Bewertungsgesetzes) am 1. Juli 1970 maßgebend; dabei sind die Hof- und Gebäudeflächen sowie die Hausgärten im Sinne des § 40 Absatz 3 des Bewertungsgesetzes nicht in die einzelne Nutzung einzubeziehen.2Es sind anzusetzen:
bei Flächen, die nach dem Bodenschätzungsgesetz vom 20. Dezember 2007 (BGBl. I S. 3150, 3176) in der jeweils geltenden Fassung zu schätzen sind, für jedes katastermäßig abgegrenzte Flurstück der Betrag in Deutsche Mark, der sich ergibt, wenn die für das Flurstück am 1. Juli 1970 im amtlichen Verzeichnis nach § 2 Absatz 2 der Grundbuchordnung (Liegenschaftskataster) ausgewiesene Ertragsmesszahl vervierfacht wird.2Abweichend von Satz 1 sind für Flächen der Nutzungsteile
(3) 1Lag am 1. Juli 1970 kein Liegenschaftskataster vor, in dem Ertragsmesszahlen ausgewiesen sind, so ist der Ausgangsbetrag in sinngemäßer Anwendung des Absatzes 2 Nummer 1 Satz 1 auf der Grundlage der durchschnittlichen Ertragsmesszahl der landwirtschaftlichen Nutzung eines Betriebs zu ermitteln, die die Grundlage für die Hauptfeststellung des Einheitswerts auf den 1. Januar 1964 bildet.2Absatz 2 Satz 2 Nummer 1 Satz 2 bleibt unberührt.
Für unbebaute Grundstücke der auf den 1. Januar 1964 festgestellte Einheitswert.2Wird auf den 1. Januar 1964 kein Einheitswert festgestellt oder hat sich der Bestand des Grundstücks nach dem 1. Januar 1964 und vor dem 1. Juli 1970 verändert, so ist der Wert maßgebend, der sich ergeben würde, wenn das Grundstück nach seinem Bestand vom 1. Juli 1970 und nach den Wertverhältnissen vom 1. Januar 1964 zu bewerten wäre;
(5) 1Weist der Steuerpflichtige nach, dass der Teilwert für Grund und Boden im Sinne des Absatzes 1 am 1. Juli 1970 höher ist als das Zweifache des Ausgangsbetrags, so ist auf Antrag des Steuerpflichtigen der Teilwert als Anschaffungs- oder Herstellungskosten anzusetzen.2Der Antrag ist bis zum 31. Dezember 1975 bei dem Finanzamt zu stellen, das für die Ermittlung des Gewinns aus dem Betrieb zuständig ist.3Der Teilwert ist gesondert festzustellen.4Vor dem 1. Januar 1974 braucht diese Feststellung nur zu erfolgen, wenn ein berechtigtes Interesse des Steuerpflichtigen gegeben ist.5Die Vorschriften der Abgabenordnung und der Finanzgerichtsordnung über die gesonderte Feststellung von Besteuerungsgrundlagen gelten entsprechend.
(6) 1Verluste, die bei der Veräußerung oder Entnahme von Grund und Boden im Sinne des Absatzes 1 entstehen, dürfen bei der Ermittlung des Gewinns in Höhe des Betrags nicht berücksichtigt werden, um den der ausschließlich auf den Grund und Boden entfallende Veräußerungspreis oder der an dessen Stelle tretende Wert nach Abzug der Veräußerungskosten unter dem Zweifachen des Ausgangsbetrags liegt.2Entsprechendes gilt bei Anwendung des § 6 Absatz 1 Nummer 2 Satz 2.
(+++ § 55: Zur Anwendung vgl. § 52 +++)
§ 55: Neugefasst durch Bek. v. 8.10.2009 I 3366
§ 55 EStG, vom 20.12.2007, gültig ab 29.12.2007 bis 31.08.2009
§ 55 EStG, vom 19.10.2002, gültig ab 21.09.2002 bis 28.12.2007
§ 55 EStG, vom 19.12.2000, gültig ab 01.01.2002 bis 20.09.2002
§ 55 EStG, vom 24.03.1999, gültig ab 01.01.1999 bis 31.12.2001
§ 55 EStG, vom 16.04.1997, gültig ab 29.04.1997 bis 31.12.1998
§ 55 EStG, vom 27.02.1987, gültig ab 10.03.1987 bis (gegenstandslos)
§ 55 EStG, vom 07.09.1990, gültig ab 10.03.1987 bis 28.04.1997
§ 55 EStG, vom 15.04.1986, gültig ab 15.04.1986 bis 09.03.1987
§ 55 EStG, vom 12.06.1985, gültig ab 12.06.1985 bis 14.04.1986
§ 55 EStG, vom 24.01.1984, gültig ab 31.01.1984 bis 11.06.1985
§ 55 EStG, vom 06.12.1981, gültig ab 06.12.1981 bis 30.01.1984
§ 55 EStG, vom 21.06.1979, gültig ab 30.06.1979 bis 05.12.1981
§ 55 EStG wird von folgenden Dokumenten zitiert
EStH 2007 R 55 , gültig ab: 01.03.2008
EStH 2007 H 55 , gültig ab: 01.03.2008
EStH 2006 R 55 , gültig ab: 01.03.2007
EStH 2006 H 55 , gültig ab: 01.03.2007
EStH 2005 R 55 , gültig ab: 01.03.2006
EStH 2002 Anhang 16 I , gültig ab: 01.01.2002
http://www.landesrecht-bw.de/jportal/?quelle=jlink&docid=BJNR010050934BJNE016611140&psml=bsbawueprod.psml&max=true
http://www.landesrecht-bw.de/jportal/?quelle=jlink&query=EStG+%C2%A7+55&psml=bsbawueprod.psml&max=true

References: § 55
 § 4
 § 5
 § 6
 § 40
 § 2
 § 6
 § 55
 § 52

§ 55

§ 55

§ 55

§ 55

§ 55

§ 55

§ 55

§ 55

§ 55

§ 55

§ 55

§ 55

§ 55

§ 55