Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=BVerfG&Datum=11.06.2008&Aktenzeichen=2%20BvR%202062/07
Timestamp: 2019-05-24 10:33:00+00:00

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BVerfG, 11.06.2008 - 2 BvR 2062/07 - dejure.org
https://dejure.org/2008,1118
BVerfG, 11.06.2008 - 2 BvR 2062/07 (https://dejure.org/2008,1118)
BVerfG, Entscheidung vom 11.06.2008 - 2 BvR 2062/07 (https://dejure.org/2008,1118)
BVerfG, Entscheidung vom 11. Juni 2008 - 2 BvR 2062/07 (https://dejure.org/2008,1118)
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Verfassungsbeschwerde eines Staatsanwaltes wegen versagter Nebentätigkeit; Vereinbarkeit der nur summarischen Prüfung der Rechtmäßigkeit einer Verfügung durch die Fachgerichte im Verfahren nach Art. 80 Abs. 5 VwGO mit Art. 19 Abs. 4 GG; Voraussetzung der Untersagung einer nicht genehmigungspflichtigen Nebentätigkeit eines Beamten; Umfang der Gewährleistung des Grundrechtes der freien Meinungsäußerung bei Beamten; Pflicht der Gerichte zum Befassen in den Entscheidungsgründen mit jeglichem Vorbringen des Beschwerdeführers aus Art. 103 Abs. 1 GG
Barschel-Buch darf vorerst nicht veröffentlicht werden // Karlsruhe nimmt Verfassungsbeschwerde nicht an
Vorläufiges Veröffentlichungsverbot für "Barschel-Buch" ist rechtmäßig
VG Schleswig, 09.07.2007 - 11 B 29/07
OVG Schleswig-Holstein, 16.08.2007 - 3 MB 33/07
OVG Schleswig-Holstein, 28.08.2007 - 3 MB 35/07
BVerfGK 14, 1
NVwZ-RR 2008, 657
DVBl 2008, 1056
afp 2008, 374
Das Grundrecht der freien Meinungsäußerung ist bei Beamten nur insoweit gewährleistet, als es nicht unvereinbar ist mit dem in Art. 33 Abs. 5 GG verankerten und für die Erhaltung eines funktionsfähigen Berufsbeamtentums unerlässlichen Pflichtenkreis (BVerfG, Kammerbeschluss vom 11. Juni 2008 - 2 BvR 2062/07 - NVwZ-RR 2008, 657 Rn. 17).
Ob das Gericht dann bei seiner Auseinandersetzung mit dem Klägervorbringen zu dem vom Kläger gewünschten Ergebnis kommt, stellt eine Frage der richtigen Rechtsanwendung und nicht eines Verfahrensfehlers dar (vgl. Beschluss des Bundesverfassungsgerichts vom 11. Juni 2008 2 BvR 2062/07, Deutsches Verwaltungsblatt 2008, 1056).
Der Gehörsgrundsatz verpflichtet die Gerichte, die Ausführungen der Beteiligten zur Kenntnis zu nehmen und in Erwägung zu ziehen (vgl. Beschluss des Bundesverfassungsgerichts --BVerfG-- vom 11. Juni 2008 2 BvR 2062/07, Deutsches Verwaltungsblatt --DVBl-- 2008, 1056).
Aus Art. 103 Abs. 1 GG folgt jedoch grundsätzlich keine Pflicht der Gerichte, ein Rechtsgespräch mit den Beteiligten zu führen oder auf die eigene Rechtsauffassung hinzuweisen (vgl. BVerfG-Beschluss vom 19. Mai 1992 1 BvR 986/91, BVerfGE 86, 133, unter C.III.1.a) oder sich mit jedem Vorbringen in den Entscheidungsgründen ausdrücklich zu befassen (vgl. BVerfG-Beschluss in DVBl 2008, 1056).
Dabei ist das Gericht naturgemäß nicht verpflichtet, der Rechtsansicht eines Beteiligten zu folgen (vgl. Beschluss des Bundesverfassungsgerichts vom 11. Juni 2008 2 BvR 2062/07, Deutsches Verwaltungsblatt 2008, 1056;… BFH-Beschluss vom 11. Mai 2011 V B 113/10, BFH/NV 2011, 1523).
BFH, 03.08.2017 - IX B 54/17
Nichtzulassungsbeschwerde: Greifbare Gesetzwidrigkeit; Verfahrensfehler
Dabei ist das Gericht allerdings nicht verpflichtet, der Rechtsansicht eines Beteiligten zu folgen (vgl. Beschluss des Bundesverfassungsgerichts vom 11. Juni 2008 2 BvR 2062/07, Deutsches Verwaltungsblatt 2008, 1056;… BFH-Beschluss vom 11. Mai 2011 V B 113/10, BFH/NV 2011, 1523).
Die Gewährung rechtlichen Gehörs verlangt vom Gericht nicht, der von einem Beteiligten vertretenen Rechtsansicht zu folgen (BVerfG-Beschluss vom 11. Juni 2008 2 BvR 2062/07, Deutsches Verwaltungsblatt 2008, 1056).
Die Gewährung rechtlichen Gehörs verlangt vom Gericht aber nicht, der von einem Beteiligten vertretenen Ansicht zu folgen (vgl. Beschluss des Bundesverfassungsgerichts vom 11. Juni 2008 2 BvR 2062/07, Deutsches Verwaltungsblatt 2008, 1056).
Auch verlangt das Recht auf Gehör vom Gericht nicht, der von einem Beteiligten vertretenen Rechtsansicht zu folgen (vgl. Beschluss des Bundesverfassungsgerichts vom 11. Juni 2008 2 BvR 2062/07, Deutsches Verwaltungsblatt 2008, 1056).
b) Zur Gewährung rechtlichen Gehörs (Art. 103 Abs. 1 des Grundgesetzes, § 96 Abs. 2 FGO) obliegt es dem Gericht u.a., den Beteiligten Gelegenheit zur Äußerung zu geben und ihre Ausführungen sowie Anträge zur Kenntnis zu nehmen und bei seiner Entscheidung in Erwägung zu ziehen (…z.B. BFH-Beschluss vom 6. September 2007 III S 27/07, BFH/NV 2007, 2327, m.w.N.), nicht jedoch, der von den Beteiligten vertretenen Rechtsansicht zu folgen (vgl. Beschluss des Bundesverfassungsgerichts vom 11. Juni 2008 2 BvR 2062/07, Deutsches Verwaltungsblatt 2008, 1056).
Indes ist das Gericht nicht verpflichtet, den Beteiligten die für die Entscheidung maßgeblichen Gesichtspunkte anzudeuten, sie mit den Beteiligten umfassend zu erörtern (…BFH-Beschluss vom 12. Juli 2012 I B 131/11, BFH/NV 2012, 1815) oder der Rechtsansicht eines Beteiligten zu folgen (vgl. Beschluss des Bundesverfassungsgerichts vom 11. Juni 2008 2 BvR 2062/07, Deutsches Verwaltungsblatt 2008, 1056;… BFH-Beschluss vom 11. Mai 2011 V B 113/10, BFH/NV 2011, 1523).
OVG Nordrhein-Westfalen, 19.11.2008 - 13 B 1543/08
Rechtmäßigkeit von Nutzungsbedingungen für die Instandhaltungsleistungen in …
BFH, 04.09.2017 - IX B 46/17
Verfahrensfehler, Verletzung des rechtlichen Gehörs
BFH, 30.06.2009 - IX B 27/09
Nichtzulassungsbeschwerde - Darlegung von Verfahrensfehlern - …
BFH, 09.09.2009 - IX B 87/09
Darlegungsanforderungen bei der Nichtzulassungsbeschwerde: Rechtliches Gehör - …
BFH, 27.10.2017 - IX S 21/17
Anhörungsrüge; Fehlerhaftigkeit der tatsächlichen oder rechtlichen Würdigung; …
BFH, 10.09.2014 - IX S 10/14
BFH, 18.07.2013 - IX S 15/13
Anhörungsrüge: rechtliches Gehör bei rügelosem Verhandeln; anderweitige …

References: Art. 80
 Art. 19
 Art. 103
 Art. 33
 Art. 103
 § 96