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Timestamp: 2018-06-18 07:51:34+00:00

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Körperverletzung - Schadensersatz & Schmerzensgeld
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Schmerzensgeldtabelle bei einer Körperverletzung – Bezahlbarer Schmerz
Schmerzensgeld nach einer Körperverletzung steht als zivilrechtliche Forderung jedem Betroffen zu.
Schmerz ist eine diffuse Empfindung, bei der es Mutter Natur so eingerichtet hat, dass seine Intensität nicht konkret erinnerungsfähig ist.
Wenn sich Schmerz schon nicht in Erinnerungen oder Worte fassen lässt, so erst recht nicht in Geldbeträgen. Doch genau das regelt die sogenannte Schmerzensgeldtabelle bei einer Körperverletzung. Sie zeigt Beispiele für Geldsummen, die infolge einer Verletzung, die Schmerzen verursacht hat, gezahlt wurden.
Erfahren Sie in diesem Ratgeber alles über den Schadenersatzanspruch immaterieller Schäden und die Schmerzensgeldtabelle einer Körperverletzung.
1 Der Anwendungsbereich einer Schmerzensgeldtabelle für Körperverletzung
1.1 Was ist eine Körperverletzung?
1.1.1 Kann ein ärztlicher Heileingriff Schmerzensgeld nach Körperverletzung begründen?
1.2 Was sind Schmerzensgeld und Schmerzensgeldtabelle?
1.3 Rechtsgebietsverknüpfung: Das zivilrechtliche Schmerzensgeld nach der strafrechtlichen Körperverletzung
2 Die Schmerzensgeldtabelle der Körperverletzung: Wie viel ist Ihr Schmerz wert?
2.1 So beantragen Sie ihr Schmerzensgeld nach einer Körperverletzung
2.2 Wie wird das Schmerzensgeld nach einer Körperverletzung gezahlt?
2.3 Die Verjährung beim Schmerzensgeld nach einer Körperverletzung
Der Anwendungsbereich einer Schmerzensgeldtabelle für Körperverletzung
Wenn es um Schmerzensgeld nach einer Körperverletzung geht, vermischen sich für den Laien schnell die verschiedenen Rechtsgebiete miteinander. Denn hier kollidieren Straf- und Zivilrecht.
Im Zivilrecht finden die Regelungen des Bürgerlichen Gesetzbuches (kurz: BGB) Anwendung. In Zusammenhang mit der Schmerzensgeldtabelle und der Körperverletzung ist hier § 253 BGB entscheidend. Dieser enthält folgende Vorschrift:
Wichtig ist zunächst einmal die hier getroffene Unterscheidung von Vermögens- und immateriellen Schäden. Letztere sind Schäden an Körper und Seele. Konkret benennt das Gesetz vier wesentliche Bereiche:
Verletzung des Körpers
Eine Schmerzensgeld verursachende Körperverletzung bezeichnet eine vorsätzliche Misshandlung oder Körperschädigung.
Liegt eine dieser Formen vor, so kann eine Geldentschädigung, also ein Schadenersatz nach einer Körperverletzung, gefordert werden.
Typisch für schwere Körperverletzungen mit Anspruch auf Schmerzensgeld sind Motorradunfälle. Hier kommt es oftmals zu Polytraumata, die einen Schadenersatz begründen können.
Die Schmerzensgeldtabelle für eine Körperverletzung hilft dann bei der jeweiligen Bemessung der Höhe der Geldsumme.
Sie enthält Entscheidungen, die in vergangenen Fällen zu Körperverletzungen ergangen sind und ein Schmerzensgeld festgelegt haben.
Meist nach Verletzungen sortiert kann eine Schmerzensgeldtabelle als Orientierung zu Rate gezogen werden, vergleichbare Verletzungen mit entsprechender Geldsumme zu finden.
Eine Körperverletzung, die Schmerzensgeld nach sich ziehen kann, ist eine wissentlich und/oder willentliche körperliche Misshandlung oder Gesundheitsschädigung einer anderen Person.
Eine körperliche Misshandlung bezieht sich vornehmlich auf äußere Schäden. Die Gesundheitsschädigung setzt innere Verletzungen voraus.
Neben der einfachen Körperverletzung kennt das Gesetz außerdem einige Qualifizierungen und Sondertatbestände, die für die Geltendmachung von Schmerzensgeld nach einer Körperverletzung in Frage kommen. Neben dem Schmerzensgeld für eine leichte Körperverletzung gibt es:
Schmerzensgeld bei gefährlicher Körperverletzung (§224 StGB)
Schmerzensgeld für eine schwere Körperverletzung (§ 226 StGB)
Schmerzensgeld nach einer Körperverletzung mit Todesfolge (§ 227 StGB)
Sondertatbestände:
Schmerzensgeld wegen Misshandlung von Schutzbefohlenen (§ 225 StGB)
Schmerzensgeld nach der Beteiligung an einer Schlägerei (§231 StGB)
Die Folgen einer Schlägerei können ein Schmerzensgeld wegen einer Körperverletzung nach sich ziehen.
Bereits die versuchte Körperverletzung ist strafbar. Wenn eine Körperverletzung nicht nur versucht, sondern erfolgreich beendet wird, also mit einer Schädigung einer anderen Person, dann sieht das Strafrecht hohe Konsequenzen vor.
Auf eine Körperverletzung droht eine Geld- oder eine Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren.
Die schwereren Körperverletzungsstraftaten der §§224 bis 227 und 231 StGB ziehen jeweils höhere Strafen bis zu zehn Jahren Gefängnis nach sich.
Kann ein ärztlicher Heileingriff Schmerzensgeld nach Körperverletzung begründen?
Während eine schwere Körperverletzung problemlos Schmerzensgeld nach sich ziehen kann, ist die Anwendbarkeit einer Schmerzensgeldtabelle auf eine Körperverletzung nach ärztlichem Heileingriff problematisch.
Hierbei gibt es zwei grundsätzliche Positionen hinsichtlich der Bewertung ärztlicher Behandlungsmaßnahmen.
Die eine Seite sieht in jedem ärztlichen Eingriff in die körperliche Unversehrtheit zugleich eine tatbestandliche Körperverletzung.
Die Gegenmeinung stützt sich jedoch darauf, dass ein Heileingriff dem Gesundheitsinteresse des Patienten diene. Demnach handle es sich nicht um eine Schmerzensgeld bewirkende Körperverletzung.
Entscheidend ist hierbei die rechtfertigende Einwilligung des Patienten, die eine Straffreiheit nach sich zieht. Diese ist aber immer abhängig von einer genauen Aufklärung durch den Arzt, sodass der Patient sich über Bedeutung und Tragweite des Eingriffes bewusst sein muss, wenn er dem Eingriff zustimmt.
In Fällen, in denen aufgrund schwerer Verletzungen eine solche Zustimmung nicht rechtzeitig eingeholt werden kann, ist möglicherweise von einer mutmaßlichen Einwilligung auszugehen. Diese kommt ebenfalls bei einer Operationserweiterung in Betracht. Eine solche liegt vor, wenn die Operation über den zuvor vereinbarten Rahmen hinausgeht.
Ärztliche Behandlungsfehler begründen das Schmerzensgeld einer Körperverletzung.
Unproblematisch ist die Sachlage allerdings bei Schmerzensgeld für Behandlungsfehler. Liegt ein grober Arztfehler oder Irrtum vor, dann ist eine Anzeige wegen Körperverletzung verbunden mit Schmerzensgeld angemessen und in der Regel auch erfolgreich.
Rechtliche Grundlage bildet in diesem Fall der § 253 BGB, der infolge der Modernisierung des Schadensrechts 2002 neu gefasst wurde. Danach können Schmerzensgeldansprüche auch im Rahmen von Verträgen geltend gemacht werden.
Bis dahin konnten Behandlungsfehler nur hinsichtlich des materiellen Schadens ausgeglichen werden. Durch die Neuerung sind nun auch immaterielle Verletzungen erfasst. Es kann somit ein Anspruch auf Schmerzensgeld nach Körperverletzung direkt gegen den Krankenhausträger als Vertragspartner eingefordert werden.
Um dieses Recht einzufordern, sollten Sie einen Rechtsanwalt kontaktieren. Einige Juristen haben sich sogar auf Behandlungsfehler spezialisiert.
Was sind Schmerzensgeld und Schmerzensgeldtabelle?
Schmerzensgeld ist eine besondere Form des Schadenersatzes. Der Schadenersatz dient dazu, Vermögenseinbußen, die aus einem bestimmten Schadensereignis resultierten, auszugleichen.
Schmerzensgeld stellt einen finanziellen Ausgleich immaterieller Schäden dar. Meist ist eine Körperverletzung Auslöser vom Schmerzensgeld. Es soll ein Ausgleich für die erlittenen Schmerzen geschaffen werden, indem sich das Opfer durch die Geldzahlung Annehmlichkeiten und Erleichterungen verschaffen kann.
Überdies soll das durch eine vorsätzliche Körperverletzung bedingte Schmerzensgeld dem Geschädigten Genugtuung vermitteln. Diese Funktion basiert auf dem Sühnegedanken.
Die sogenannte Sühnetheorie beruht auf dem Gedanken, dass sich der Täter wegen der begangenen Tat wieder mit der Rechtsordnung und – im Fall vom Schmerzensgeld nach einer Körperverletzung – dem Opfer aussöhnt.
Die Genugtuung tritt allerdings hinter dem Zweck des Ausgleichs zurück.
Die Höhe des materiellen Schadenersatzes hat keinen Einfluss auf die Höhe vom Schmerzensgeld nach Körperverletzung.
Unter immateriell versteht man solche Schäden, die sich normalerweise nicht in Geld bemessen lassen. Das Schmerzensgeld nach einer Körperverletzung versucht aber genau diese Lücke zu schließen.
Das Bürgerliche Gesetzbuch regelt das Schmerzensgeld nach vorangegangener Körperverletzung.
Laut § 253 Absatz 1 BGB sind nur solche Schäden schadenersatzpflichtig, bei welchen dies gesetzlich explizit vorgesehen ist. Absatz 2 benennt einige Formen dieser Schäden, die zur typischen Körperverletzung zählen.
So soll zum Beispiel das Schmerzensgeld nach einer Schlägerei die davon zurückgebliebenen bzw. hervorgerufenen körperlichen Verletzungen ebenso kompensieren wie die durch eine gefährliche Körperverletzung verursachten Leiden.
Schmerzensgeld soll laut Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs (BGH) auch bei schwerwiegenden Beeinträchtigungen des allgemeinen Persönlichkeitsrechts in Betracht kommen. Ein üblicher Anwendungsbereich ist hier Mobbing.
Ausgeschlossen wird Schmerzensgeld bei einer Körperverletzung durch fahrlässige Betriebs- bzw. Arbeitsunfälle.
Rechtsgebietsverknüpfung: Das zivilrechtliche Schmerzensgeld nach der strafrechtlichen Körperverletzung
Auch wenn ein Schadenersatz oder ein Schmerzensgeld mit einer Körperverletzung eng zusammenhängt bzw. eine Schmerzensgeldtabelle speziell die Körperverletzung behandelt, sind zwei unterschiedliche Rechtsgebiete betroffen.
Wird ein Täter wegen Körperverletzung verurteilt, droht ihm eine Geld- oder eine Freiheitstrafe. Entscheidet sich das Gericht zur Verhängung einer Geldstrafe so zahlt der Verurteilte dies an die Staatskasse.
Die strafrechtlich bedingte Geldstrafe ist nicht zu verwechseln mit dem zivilrechtlichen Schmerzensgeld bei einer Körperverletzung oder dem materiellen Schadenersatzanspruch.
Da der Geschädigte selbst nicht Empfänger der Geldstrafe wird, besteht die Möglichkeit, Schadenersatz bei einer Körperverletzung geltend zu machen.
Dabei kommt entweder der materielle Schadenersatz zum Ausgleich für die Kosten der ärztlichen Heilbehandlung, des Verdienstausfalls oder sonstigem in Frage. Zum anderen kann ein Schmerzensgeld nach einer Körperverletzung eingefordert, also ein Ausgleich für die erlittenen immateriellen Schäden verlangt werden.
In beiden Fällen handelt es sich um zivilrechtliche Belange, die nicht vom Strafverfahren behandelt werden. Es gibt zwar Fälle, in denen der Beschuldigte bereits im Strafverfahren zur Zahlung vom Schmerzensgeld wegen begangener Körperverletzung verurteilt wird.
Üblicherweise kann der Geschädigte aber sein Geld gemäß der Schmerzensgeldtabelle für die Körperverletzung erst in einem gesonderten Zivilverfahren einfordern. Demnach kann erst eine Zivilklage wegen Körperverletzung das Schmerzensgeld einfordern.
Schmerzensgeld wegen Körperverletzung setzt ein zivilrechtliches Verfahren zur Geltendmachung der Ansprüche voraus.
Strafgerichte entscheiden in der Regel nicht über solche Ansprüche.
Es gibt abweichend davon aber die Möglichkeit, ein sogenanntes Adhäsionsverfahren anzustrengen. Jeder Geschädigte kann ein solches Verfahren beantragen.
Bei diesem werden Straf- und Zivilverfahren miteinander kombiniert. Kommt es hier zu einem Schuldspruch, entscheidet das Strafgericht über den zivilrechtlichen Schadenersatzanspruch.
Es legt also die Höhe vom materiellen Schadenersatz und/oder vom immateriellen Schmerzensgeld nach begangener Körperverletzung fest. Eine Tabelle liefert für die konkrete Bemessung eine wichtige Orientierung.
Es bedarf keiner Anzeige wegen Körperverletzung, um Schmerzensgeld zu erhalten. Für die Verurteilung zur Zahlung von Schmerzensgeld beispielsweise bei schwerer Körperverletzung ist es unerheblich, ob der Täter strafrechtlich belangt wird oder nicht. Selbst ein Freispruch vor dem Strafgericht schließt nicht aus, Schmerzensgeld zu einzuklagen und die Körperverletzung so zu entschädigen.
Die Schmerzensgeldtabelle der Körperverletzung: Wie viel ist Ihr Schmerz wert?
In Zusammenhang von Schadenersatz fällt immer wieder der Begriff der Schmerzensgeldtabelle. Dabei handelt es sich um eine Sammlung verschiedener Urteile, in denen eine Körperverletzung ein Schmerzensgeld begründete. Als Tabelle werden diese Entscheidungen überblickshaft aufgelistet, um so Richtwerte festzuhalten.
In den letzten Jahrzehnten haben sich so verschiedene Gerichtsurteile angehäuft, die einen einigermaßen einheitlichen Rahmen für die Höhe vom Schmerzensgeld bei einer Körperverletzung liefern.
Alternativ wird unter anderem auch vom Schmerzensgeldkatalog oder umgangssprachlich auch von der sogenannten Knochentaxe gesprochen. Gebräuchlich sind folgende Übersichten:
Hacks/Ring/Böhm (vom ADAC herausgegeben)
Beck‘sche Schmerzensgeldtabelle
Schmerzensgeldsammlung vom Oberlandesgericht (OLG) Celle
Eine Schmerzensgeldtabelle bei Körperverletzung liefert Richtwerte für die Höhe vom fälligen Schadenersatz.
In der Regel ist eine Schmerzensgeldtabelle für eine Körperverletzung nach dem geschädigten Körperbereich sortiert.
Auch eine Sortierung nach Verletzungsart ist möglich, wie zum Beispiel Schmerzensgeld bei einer Körperverletzung, die Prellungen verursacht hat.
Besondere Schäden und Verletzungsfolgen werden meist gesondert aufgeführt.
Neben diesesn Alternativen kann eine solche Übersicht auch nach der Art der Herbeiführung der Körperverletzung spezialisiert sein.
Dabei geht es also primär um den Tathergang. So gib es beispielsweise eine Schmerzensgeldtabelle für eine Körperverletzung durch eine Schlägerei.
Bagatellverletzungen, die für die Festsetzung des Schmerzensgeldes unerheblich sind, werden mit 0 Euro in einer Schmerzensgeldtabelle für eine Körperverletzung notiert.
Eine Schmerzensgeldtabelle bei einer Körperverletzung enthält neben der Art der Verletzung immer das mit dem Verfahren beauftragte Gericht nebst Aktenzeichen der Entscheidung, Eckdaten zu der verletzten Person und gegebenenfalls besondere Umstände.
Wichtig ist hierbei, dass eine solche Tabelle als Orientierung Schmerzensgeld nach einer Körperverletzung enthält. Es sind keine verbindlichen Beträge, an die die Gerichte in ihrem Urteil gebunden sind. Viele Richter sind jedoch bereit, darin Anhaltspunkte für die eigene Entscheidung zu sehen.
Es geht also darum, verschiedene Summen von Schmerzensgeld bei einer Körperverletzung in einer Tabelle zu sammeln, um so eine gewisse Übersicht und Hilfestellung zu schaffen.
In der Rechtsprechung des BGH ist es üblich, vergleichbare Verletzungen unabhängig vom Haftungsgrund mit einem annähernd gleichen Schmerzensgeld zu belegen. Insofern kommt der Schmerzensgeldtabelle der Körperverletzung eine besondere Bedeutung zu, um etwaige Parallelen schnell ausfindig zu machen und Geldsummen festsetzen zu können.
Dies gilt aber nur unter gewissen Einschränkungen. Denn es ist unter Umständen unverhältnismäßig, den gleichen körperlichen Schaden bei unterschiedlichen Lebensbedingungen gleich zu bemessen. So ist der Verlust eines Fingers für einen Violinisten weitaus schwerwiegender als für einen Lehrer.
Der BGH verlangt eine Einzellfallbetrachtung ergänzend zur Schmerzensgeldtabelle für eine Körperverletzung.
Der BGH verlangt deswegen auch, dass eine solche Auflistung nicht einziger Maßstab für die Bemessung vom Schmerzensgeld nach einer Körperverletzung sein darf.
Anstatt sich starr an den dort enthaltenen Werten auszurichten, die ohnehin nur als Hilfestellung zu interpretieren sind, muss vielmehr jeder Einzelfall gesondert überprüft und jeder Umstand in die Betrachtung miteinbezogen werden.
Laut § 287 ZPO entscheidet das Gericht über die Höhe des Schadensersatzes unter Würdigung aller Umstände nach freier Überzeugung.
Voraussetzung dafür ist also, dass der Kläger sämtliche Begleitumstände seiner Verletzungen detailgetreu wiedergibt und so eine umfassende Ermessensgrundlage für das Gericht schafft.
Lesen Sie hier, welche Kriterien in die Entscheidung des Gerichtes zur Festlegung der Geldhöhe einfließen und den Anspruch auf Schmerzensgeld beeinflussen:
Vermögenslage von Opfer und Täter
Voraussetzung ist stets, dass der Schaden schuldhaft verursacht wurde. Eine fahrlässige Körperverletzung kann bereits Schmerzensgeld nach sich ziehen.
Eine der für das Opfer wichtigsten Fragen, wenn es um den Ausgleich immaterieller Schäden geht, ist: Wer zahlt Schmerzensgeld bei einer Körperverletzung?
In den meisten Fällen ist das der Schädiger selbst, wobei je nach Einzelfall auch dessen Versicherung haftet.
Im Vergleich zu den USA liegen die Sätze, die in einer Schmerzensgeldtabelle zu einer Körperverletzung aufgeführt sind, in Deutschland wesentlich niedriger. Die höchsten von deutschen Gerichten zugebilligten Beträge liegen bei ca. 150.000 Euro.
Die Schmerzensgeldtabelle einer Körperverletzung zeigt, welche Summe üblicherweise durch Prellungen oder andere Verletzungen verursacht wird.
Prellungen durch eine leichte Körperverletzung verursachen Schmerzensgeld in einer ungefähren Höhe von 100 Euro. Eine Gehirnerschütterung kann mit bis zu 400 Euro und der Verlust der Sehfähigkeit mit bis zu 3.000 Euro entschädigt werden.
Das „seelische“ Schmerzensgeld durch Mobbing oder Beleidigung schwankt in der Rechtsprechung zwischen 5.000 und 30.000 Euro.
Anbei finden Sie einen Auszug aus der Schmerzensgeldtabelle für eine Körperverletzung, die vom OLG Celle herausgegeben wurde:
Schmerzensgeld der Körperverletzung
Schädelhirntrauma, Gesichtsschädelfraktur, Gehirnblutung, posttraumatische Epilepsie 110.000 Euro LG Köln, 2010,
Az. 29 O 4/09
Unterschenkelfrakturen, Schnittwunden, posttraumatische Belastungsstörung, Angst 75.000 Euro LG Düsseldorf, 2010,
Az. 11 O 334/07
Teilerblindung durch Schlägerei ca. 30.700 Euro OLG Zweibrücken, 1998,
Az. 4 U 66/98
Psychose durch Kamp mit Schädiger ca. 25.600 Euro OLG Hamm, 2000,
Az. 6 U 205/99
Leber- und Dick. sowie Dünndarmverletzung wegen Bauchschuss ca. 20.5000 Euro OLG Düsseldorf, 1994,
Az. 22 U 171/193
Netzhautverletzung, Prellungen 17.500 Euro LG Göttingen, 2003,
Az. 4 O 99/03
Messerstichwunden an Bauch, Oberschenkel und Hand, Blutergüsse, Kratzer, Prellungen, psychische Schäden 6.500 Euro OLG Hamm, 2012,
Az. 30 U 80/11
Platzwunde, Prellungen, Strecksehnenverletzung 5.000 Euro LG Köln, 2015,
Az. 25 O 199/12
Unterlippen- und Augenlidschwellung ca. 100 Euro AG Weilheim i. OB, 1988,
Az. 2 C 78/88
So beantragen Sie ihr Schmerzensgeld nach einer Körperverletzung
Es liegt im Ermessen der Richter, der Schmerzensgeldtabelle für eine Körperverletzung zu folgen oder andere Beträge zu bestimmen.
Ohne einen entsprechenden Klageantrag kann nicht einmal ein Schmerzensgeld für eine gefährliche Körperverletzung gezahlt werden. Das bestimmt die Zivilprozessordnung, die ZPO.
Die ZPO legt fest, dass sowohl der Streitgegenstand als auch der Rahmen, innerhalb dessen das Gericht eine Entscheidung fällen soll, von vornherein definiert werden muss.
Nun besteht jedoch beim Schmerzensgeld nach einer Körperverletzung das Problem, dass hier eben kein klarer Rahmen benannt werden kann, da die Bestimmung der Höhe im billigen Ermessen der Richter liegt.
Die Schmerzensgeldtabelle zur Körperverletzung liefert zwar Anhaltspunkte, aber die konkrete Bezifferung ergibt sich erst im Verfahren.
Daher lässt die Rechtsprechung die Ausnahme eines unbezifferten Klageantrags zu, wenn es zur Klage für Schmerzensgeld nach einer Körperverletzung kommt. Ein Muster finden Sie hier:
Muster für eine Klage auf Schmerzensgeld wegen Körperverletzung (.doc)
Muster für eine Klage auf Schmerzensgeld wegen Körperverletzung (.pdf)
Bei einem solchen unbezifferten Klageantrag muss der Kläger besondere Anforderungen erfüllen. In der Klagebegründung müssen die Berechnungs- und Schätzungsgrundlagen umfassend dargelegt werden. Dabei gilt es insbesondere, folgende Punkte aufzuführen:
Für das Schmerzensgeld wegen Körperverletzung ist ein unbezifferter Klageantrag notwendig.
erlittene Schäden
Heilungsprozess, einschließlich notwendiger Operationen und Dauer des Krankenhausaufenthalts
Phasen und Höhe der Minderung der Erwerbsfähigkeit
Maß des Verschuldens des Täters
Mögliches Mitverschulden des Opfers
Der Kläger muss die Größenordnung seiner Vorstellung angeben. Hier ist es entweder möglich, eine Spanne oder einen Mindestbetrag zu nennen. Der Mindestbeitrag kann bereits in dem Antrag fixiert werden. Beispiel: „Schmerzensgeld, dessen Höhe in das Ermessen der Gerichts gestellt wird, den Betrag von 7.000 Euro jedoch nicht unterschreiten soll.“
Legen Sie den immateriellen Schadenersatzanspruch komplett in das Ermessen des Gerichts, stehen Ihnen keine Rechtsmittel zur Verfügung. Falls das Gericht mit seiner Festsetzung vom Schmerzensgeld nach einer Körperverletzung ganz wesentlich von Ihrer Vorstellung abweicht, können Sie dagegen Beschwer einreichen. Eine Beschwer ist vorhanden, wenn eine gerichtliche Entscheidung zu Ihren Ungunsten ausfällt.
Nutzen Sie als Orientierung für die Bestimmung des Rahmens oder Mindestbetrages eine Schmerzensgeldtabelle bei einer Körperverletzung. Ihr Anwalt sollte dann gegenüber dem Gericht einschlägige Entscheidungen samt Gericht, Datum, Aktenzeichen und Fundstelle vortragen.
Oftmals betrachten Gerichte mitgeteilte Größenvorstellungen als Obergrenze. Daher ist es wichtig, deutlich darauf hinzuweisen, dass der benannte Mindestwert oder die Geldspanne keine Bindung besitzen und deutlich überschritten werden können.
Das Gericht kann das Schmerzensgeld wegen Körperverletzung, welches vom Opfer gefordert wurde, nach Betrachtung der Umstände deutlich erhöhen.
Problematisch gestalten sich stets Fälle, in denen die Schadenshöhe bzw. die Auswirkungen der Verletzungen im Moment der Antragstellung noch nicht abschließend feststehen. Hier ist es ratsam, einen bezifferten Leistungsantrag für gegenwärtige Schäden zu stellen und einen unbezifferten Feststellungsantrag für Zukunftsverletzungen.
Eine Feststellungsklage ist immer dann sinnvoll, wenn Schmerzensgeld nach einer Körperverletzung in Aussicht steht, aber noch unklar ist, ob wie sich der Schaden beziffern lässt. Um zukünftig immaterielle Ansprüche geltend zu machen, genügt die Möglichkeit, dass später erkennbare Leiden auftreten.
Wurde bereits Schmerzensgeld wegen der Körperverletzung gezahlt, sollte dies in der Klage vermerkt werden.
Eine weitere Besonderheit der unbezifferten Leistungsklage liegt in der Verteilung der Prozesskosten. Unabhängig vom Obsiegen oder Unterliegen einer Partei kann das Gericht einer Seite die gesamten Prozesskosten auferlegen.
Voraussetzung ist, dass der Betrag der Forderung durch richterliches Ermessen ermittelt wurde. Dies ist bei der unbezifferten Leistungsklage in der Regel der Fall. Somit muss der Beklagte unter Umständen die gesamten Kosten allein tragen. In der Regel findet jedoch aufgrund von Gerechtigkeitserwägungen eine verhältnismäßige Kostenteilung statt.
Wie wird das Schmerzensgeld nach einer Körperverletzung gezahlt?
Das Schmerzensgeld einer Körperverletzung kann durch Einmalzahlung oder in Rentenform beglichen werden.
Wenn Sie erfolgreich eine Schadenersatzzahlung beantragt haben und das Gericht einen Wert nach Maß einer Schmerzensgeldtabelle für eine Körperverletzung festgelegt hat, stellt sich die Frage, wie die Begleichung der immateriellen Schäden erfolgt.
Möglich sind zwei Zahlungsoptionen:
eine einmalige Kapitalabfindung
eine lebenslange Schmerzensgeldrente
Die Einmalzahlung ist der Regelfall. Eine Rente findet vor allem bei schwerwiegenden Dauer- oder Folgeschäden Anwendung, die ständige Schmerzen oder erhebliche Beeinträchtigungen der Lebensqualität nach sich ziehen.
Die Bedingungen der Schmerzensgeldrente regelt § 843 BGB. Dort heißt es:
Die Dauer der Rentenzahlung ist abhängig von der voraussichtlichen Erwerbsunfähigkeit.
Liegt ein wichtiger Grund vor, kann der Geschädigte auch eine einmalige Kapitalabfindung verlangen. Ein solcher wichtiger Grund ist beispielsweise das Begehren des Geschädigten, ein Gewerbebetrieb zu gründen und sich selbstständig zu machen.
Ist die durch die Körperverletzung geschädigte Person überwiegend im Haushalt tätig, begründet der verletzungsbedingte Ausfall einen Haushaltsführungsschaden, der als Schadenersatzanspruch geltend gemacht werden kann. Kommt es infolge der Verletzungen sogar zum Tod der den Haushalt führenden Person, so überträgt sich der Haushaltsführungsschaden auf Ehepartner und Kinder.
Neben der Auszahlung durch die Haftpflichtversicherung des Schädigers ist es auch möglich, Schmerzensgeld über eine private Unfallversicherung zu beziehen.
Die Verjährung beim Schmerzensgeld nach einer Körperverletzung
Für die Anwendbarkeit der Schmerzensgeldtabelle einer Körperverletzung ist die Verjährung entscheidend.
Wie bei Straftaten so gibt es auch hinsichtlich des Schadenersatzes Verjährungsfristen. Das heißt, dass auch bei der Geltendmachung von Schmerzensgeld eine Verjährung eintritt. Die Köperverletzung kann nach Ablauf dieser Frist zivilrechtlich nicht mehr verfolgt werden.
In Straf- und Zivilrecht herrschen unterschiedliche Verjährungen. Es ist demnach möglich, dass zwar eine Tat noch strafrechtlich verfolgt werden kann, ein Schmerzensgeld wegen Körperverletzung aber aufgrund der Verjährung ausscheidet.
Die regelmäßige Verjährungsfrist für zivilrechtliche Ansprüche auf Schmerzensgeld wegen einer Körperverletzung beträgt drei Jahre. Im Gegensatz zum Strafrecht setzt diese Frist aber nicht nach Beendigung der Tat bzw, nach Erfüllung des Straftatbestandes ein. Stattdessen beginnt die Verjährung am Jahresende des Jahres, in welchem die Schädigung erfolgte und das Opfer Kenntnis von der Person des Täters erlangte oder diese Kenntnis ohne grobe Fahrlässigkeit hätte erhalten müssen.
Unabhängig davon gibt es jedoch Höchstfristen, die angeben, wann zivilrechtliche Ansprüche spätestens verfallen. Schmerzensgeld wegen einer Körperverletzung verjährt ohne Rücksicht auf den Zeitpunkt der Entstehung oder der Kenntnis des Geschädigten von den Umständen der Tat und der Person des Schädigers nach 30 Jahren nach Begehung der Handlung.
Sehen Sie hier eine zusammenfassende Übersicht der unterschiedlichen Verjährungsfristen, die auf das Schmerzensgeld nach einer Körperverletzung bzw. auf die Dauer der Auszahlung Einfluss haben:
3 Jahre mit Kenntnis der Tat am Jahresende des Jahres, an dem der Geschädigte Kenntnis erlangte § 195 BGB
30 Jahre in Unkenntnis der Tat ab Begehung der Tat § 199 BGB
16. März 2017 at 6:14
Der Hund von meiner Bekannten hatte mich um gerissen dabei habe ich mir das Schultergelenk ausgekugelt eine Fraktur und einen Muskelsehnenriss zugezogen.Ich bin Rentnerin Arbeiten noch nebenbei. Die Woche drauf wollten wir in den Urlaub Fliegen mußte leider stornieren. Was könnte ich als Entschädigung ansetzen.
informieren Sie sich in einer Schmerzensgeldtabelle, welche Summen bei ähnlichen Verletzungen möglich sind.
13. April 2017 at 11:42
wurde von einem Mann mit der Faust auf dem Kopfgeschlagen
Arzt stelle Starke Prellmarke fest und leichter Druckschmerz
in der Zivilklage habe ich höhe des Schmerzensgeld dem Richter überlassen
jetzt möchte aber der Anwalt vom Kläger immer das ich eine Summe nenne Höhe des Schmerzensgeldes
habe fast 3 Wochen Kopfschmerzen und Druckschmerzen gehabt
19. April 2017 at 1:29
Mich hat massiv eine virtnamesin bedroht . Das ist nicht das erste mal , das war schon mehr Mals . Die polizei war auch da , mir geht es ganz schlecht ich habe große Angst . Diese Frau ( eine Furie ) hat mich angeschrien , geschubst ( hinter ihr ist noch eine Frau gestanden auch eine virtnamesin ) , dir ihr geraten hat hör auf oder sogar das zu mir gesagt hat . Ich weis es nicht. Es ging alles so schnell . Sie hat mich mit meiner Wanne mit Wasser sogar geschubst dass das Wasser über meine Wäsche und den wäschständer gelaufen ist . In einem Keller ( trockenraum) wo schlecht Luft rein kommt und man das Fenster nicht aufmachen darf , weil angeblich die Wäsche dann nach Rauch stinkt. Das stimmt nicht. Im efeckt habe ich ( glaube ich) das ging alles so schnell, auf ihren Finger gehäuft . Sie hat mich massiv in die Ecke geschubst oder getränkt wo ich dann sie an den Handgelenken sehr fest hielt und dann irgendwann am Hals . Sie hat nicht aufgehört mich zu beschimpfen und zwar massiv anzugiften . Die polizei kann nicht helfen . Ich weine schon den ganzen Abend meine Kinder und mein Mann können mich nicht beruhigen mir geht es sehr sehr schlecht. Sie ( die Furie) hat mich an der Hand gekratzt und. Auch am Hals gewürgt. Diese Frau ist es nicht wert das ich mir mei leben versaue. Was kan. ich machen . DEF wo das liest bitte bitte helft mir . Die Furie hat gelacht als Duden polizei noch hier war sie hat keinen Anstand und weis auch nicht wie man sich hier in deutscgland als nicht deutscher gegenüber freundlichen Menschen verhalten sollte. Sie ist in Deutschland und nicht in Virtnam ich lass mir das nicht Gefälle als deutscher. Bitte helft mir danke
leider dürfen wir keine Rechtsberatung geben. Ein Anwalt kann Sie sicherlich zu den notwendigen Schritten beraten.
Ich würde in dem Fall auch einen Rechtsanwalt mit einbeziehen. Die Aussage der Polizei, “sie könne nicht helfen”, würde ich als “Unterlassung” werten. Bevor schlimmeres passiert, einen Anwalt einschalten!
18. August 2017 at 18:25
Hallo. Ich habe vor 2 Monate eine Arbeitsunfall gehabt. Beide meine Hände in eine Mangelpresse verbrannt (die Sensor hat nicht funktioniert. Var kaputt ). Durch eine Operation habe hautransplantation gehabt. Die Haut ist von meine Oberschenkel genomen. Ich muss ganz Leben mit Narbe leben . Ich bin eine Monat im Krankenhaus geblieben.. im welche Höhe soll ich schmerzgeld fragen. Danke..
bei Arbeitsunfällen muss dem Schädiger tatsächlich Vorsatz nachgewiesen werden. Dies ist in § 104 SGB VII gesetzlich geregelt. Eine Aussage zur Höhe eines Schmerzensgeldes können wir nicht tätigen, da dies immer vom Einzelfall abhängig ist. Wenden Sie sich am besten an einen Anwalt, um den Sachverhalt zu klären.
K. Schonm. says
24. August 2017 at 19:44
Im Rahmen einer haeuslichen Auseinandersetzung mit meiner Ex-Verlobten eskalierte die Situation.
Um es kurz zu fassen: Nach etlichen Beschimpfungen ihrerseits wurde Sie handgreiflich und schubste mich vom Stuhl und pruegelte dann auf mich ein, knallte mir ein paar, traf mit Ihren Fingernaegel mein Auge.
Der initiale, taetliche Angriff ging klar von ihr aus.
Ich habe dann im Affekt 1x auf ihre Schulter geschlagen um ihrer Schlaegerei ein Ende zu setzen.
Das Ende vom Lied: Fraktur vom ihrem linken Oberarmkopf.
Welche Konsequenzen kann dies haben fuer mich bzgl. Schmerzensgeld?
Ist meine Tat im Affekt weniger schwerwiegend?
Danke fuer jede Nachricht.
28. August 2017 at 8:28
Hallo K. Schonm.,
in diesem Fall sollten Sie sich an einen Anwalt wenden und eine rechtliche Beratung einholen. Wir können den Sachverhalt nicht beurteilen und auch keine Rechtsberatung anbieten. Inwieweit es eine Affekthandlung ist und ob sich dies auf die Höhe des Schmerzensgeldes auswirken kann, erfahren Sie durch einen Anwalt.
Hallo zusammen ich hab ne frage ich wurde Opfer einer Schlägerei
Mir wurde dabei mein Fuß gebrochen und das ist am.23 Juli passiert und ich wurde am 25 Juli operiert war ne Woche ihm Krankenhaus dann 4 Wochen zZuhause und jetzt seit gestern wieder ins Krankenhaus weil alles entzündet ist wurde heute wieder operiert
Wisst ihr was ich an Schmerzensgeld bekommen würde
Oder ob ich was bekommen würde
11. September 2017 at 10:19
eine Anspruch auf Schmerzensgeld besteht in der Regel dann, wenn einem eine immaterieller Schaden fahrlässig oder vorsätzliche durch andere zugefügt wurde. Eine Körperverletzung durch eine Schlägerei kann durchaus einen Grund für einen solchen Anspruch darstellen. Dieser kann direkt beim Schädiger oder dessen Versicherung geltend gemacht werden.
Die Höhe des Schmerzensgeldes kann nicht pauschal beziffert werden, da diese immer vom Einzelfall abhängig ist. Sie können in einer Schmerzensgeldtablle nachschauen, welche Summen für ähnliche Verletzungen bewilligt wurden.
Wenden Sie sich am besten an einen versierten Anwalt, um die Sachlage zu besprechen.
Hallo, ich wurde von jemandem in der Strasse angegriffen. Er hat mich mit einer Glassflasche ins Gesicht geschlafen. Diagnose: verschiedene Brüche am Jochbein und ich wurde operiert.
Leider finde ich nichts passendes in der Schmerzengeldtabelle…
27. September 2017 at 15:32
in den gängigen Schmerzensgeldtabellen sind durchaus auch Urteile zu Jochbeinfrakturen enthalten, die Sie zur Orientierung in Bezug auf mögliche Summen nutzen können. Weitere Informationen finden Sie im Ratgeber https://www.schmerzensgeldtabelle.net/jochbeinbruch/ .
einOpfer says
Ich bin unschuldiger Weise in eine Schlägerei geraten . Dabei habe ich einen Strecksehnenriss im kleinen Finger und eine Platzwund am linken Auge erlitten die genäht werden mußte . Zahlreiche Hämatome sind sichtbar , besonders am Auge . Die Fahrt mit dem Rettungswagen zur Klinik wird wohl über die KK abgewickelt. Die Klinikheimfahrt mußte ich mit einer Taxe bewältigen da in der Nacht kein Zug oder Busse fahren . Die Taxi-Kosten wurden mir quittiert . Dieserr Fall wurde vor Ort polizeilich aufgenommen und ich habe Strafanzeige gegen Körperverletzung gestellt . Ich habe keine Rechtsschutzversicherung und habe die Befürchtung das ich nun auf allen Kosten incl. Schmerzensgeld sitzenbleibe , denn ohne anwaltliche Vertretung wird das wohl nicht erfolgreich durchzuführen sein . Und ich weiß nicht wie der Verursacher finanziell dazu steht .
27. Oktober 2017 at 15:00
Hallo einOpfer,
eventuell können Sie eine Beratungshilfe in Anspruch nehmen und sich so an einen Anwalt wenden. Diesbezüglich können Ihnen eventuell Opferhilfevereine weiterhelfen. Wir können keine Rechtsberatung anbieten.
Spahic says
Hallo! ich bin auf meine Arbeitsplatz one Grund ins Gesicht geschlagen folge Nasenbluten und Prellung ins Krankenhaus behandelt 11 Tage Arbeitsunfähig. Ob ich habe der Täter ist Obdachlose wen ja weher ist zurständig für Schmerzensgeld? Wen ich Einspruch habe? Mit freundlichen Grüßen
23. März 2018 at 11:59
Hallo Spahic,
Ansprüche in Bezug auf Schmerzensgeld müssen beim Verursacher oder dessen Versicherung geltend gemacht werden. Beraten Sie sich diesbezüglich am besten mit einem Abwalt, um abzuklären, ob etwaige Ansprüche durchgesetzt werden können.
6. April 2018 at 22:54
Ich habe eine Haftstrafe bekommen, angesessen, nun soll ich nach so viel Jahren Schmerzensgeld zahlen, 1997ist es passiert, Urteil war damals überschrittene Notwehr, warum soll ich jetzt immer noch bezahlen dafür, habe es im Knast abgesessen
9. April 2018 at 15:33
Hallo Cindy S.,
bei einem Schmerzensgeld handelt es sich um einen zivilrechtlichen Anspruch, der in der Regel unabhängig von der strafrechtlichen Verfolgung zu sehen ist. Ein solcher Anspruch verjährt mitunter erst nach 30 Jahren. Wenden Sie sich hier am besten an einen Anwalt und klären Sie mit diesem ab, wie sich verhalten sollen. Eine rechtliche Beratung bieten wir nicht an.
Schmusel09 says
Hallo wir hatten hier Baumaßnahmen wo das Haus isoliert wurde. Es fiel Bauschutt in unseren Kamin der daraufhin nicht mehr abgezogen hat (das wussten wir zu diesem Zeitpunkt aber nicht) . Als ich abends noch mal zu meine 16 jährigen Sohn ins Zimmer ging sagte er mir er sei so müde und es gehe ihm nicht gut. Dann fing er an zu hyperventilieren. Dann sagte er sein Gesicht würde komisch Kribbeln. Wir sind ins Krankenhaus gefahren und auf dem Weg hat er noch sehr starke Knie Schmerzen bekommen. Ein Tag später hat sich rausgestellt das der Abzug vom Kamin nicht geht und die Abgase von der Heizung in sein Zimmer gezogen sind. Kann ich rechtlich gegen die Baufirma vorgehen?
Hallo Schmusel09,
wir können keine rechtliche Einschätzung und Beratung anbieten, daher empfehlen wir Ihnen, sich direkt an einen Anwalt zu wenden. Dieser kann Sie entsprechend beraten und die weitere Vorgehensweise mit Ihnen abklären.

References: § 253
 § 253
 § 253
 BGH 
 BGH 
 BGH 
 § 287
 § 843
 § 195
 § 199
 § 104