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Timestamp: 2019-10-23 23:07:28+00:00

Document:
Attentat von Oslo - Allgemeine Themen - Military Medic Outdoor Board
Ein guter Zeitartikel zum Anschlag von Oslo. Es geht mir weniger um den oft artikullierten Islamhass im Artikel, sondern um das Fazit am Schluss und die Erkenntnisse.
Nur wer den zunehmenden Verfall demokratischer Sitten, die Abnahme des Respekts vor Andersdenkenden, die Zunahme fremdenfeindlicher Ressentiments auch im medialen Mainstream nicht sehen wollte, kann ihn für eine überraschende Erscheinung halten.
Er mag ein Einzeltäter gewesen sein, das wird sich noch herausstellen, aber sicher ist schon jetzt: Er war kein Einzeldenker.
Auf 1500 Seiten agitiert Breivik gegen Multikulturalismus, Feminismus, den kulturellen Marxismus der Frankfurter Schule und Muslime, er sieht sich als Teil einer Widerstandsbewegung gegen Political Correctness, gegen Einwanderung und gegen Toleranz. All das klingt traurig vertraut.
[...]Anders Breivik artikuliert eine ähnliche »weiße Wut« wie McVeigh: die Aggression eines weißen, männlichen Milieus, das sich gegen seinen eingebildeten Untergang wehrt. Sie sind keine gesellschaftlichen Außenseiter, sie gehören keiner kulturellen Minderheit an, aber diese Täter empfinden sich als Verlierer einer demokratischen Gesellschaft, die ihnen keinen exklusiven Artenschutz gewährt.
Es müssen keine Sicherheitsgesetze verschärft werden, es müssen nicht blonde Männer an Flughäfen herausgefischt und gesonderten Sicherheitskontrollen unterzogen werden, es müssen keine »Christen-Konferenzen« einberufen werden, auf denen fromme Organisationen ihre Rechtsstaatlichkeit unter Beweis stellen müssen
Wer der fundamentalistischen Gefahr begegnen will, sei sie nun islamisch oder christlich, muss die Werte verteidigen, die angegriffen werden. Wer für zu große Toleranz und sein Eintreten für kulturelle Vielfalt angefeindet wird, muss die soziale Kompetenz für Toleranz und Offenheit gegenüber Andersdenkenden stärken.
Nicht von Einwanderern droht Gefahr, sondern von Extremisten. Ob sie christlich oder muslimisch, politisch oder religiös argumentieren.
Vielleicht gehören wir heute zufälligerweise zur gefälligen Mehrheit. Aber morgen vielleicht schon nicht mehr. Wer in Freiheit leben möchte, muss sich gegen jede Form der Monokultur wehren, weil jeder irgendjemand anderem fremd ist.
danke für diesen beitrag - darauf warte ich schon seit tagen ....
29. Juli 2011, 12:39
Was sagt es über unsere Aufklärung, wenn Glaubensfreiheit nur noch für
den eigenen Glauben gelten soll? Was sagt es über unsere demokratische
Kultur, wenn Hassprediger, solange sie sich gegen Muslime richten, nicht
als Hassprediger gelten?
Es wird aber nicht erwähnt, dass genauso viele muslimische Hassprediger Polizeischutz bekommen, während sie in Deutschland gegen die Demokratie und den Rechtsstaat wettern... Der Vergleich Aufklärung und Glaubensfreiheit ist in meinen Augen auch absoluter Unfug. Wenn in der demokratischen BRD Personen für das Einführen der Sharia protestieren dürfen, öffentlich antisemitische Äußerungen formulieren, Richter sogar überlegen islamische Rechtssprechung (Sharia) in Betracht zu ziehen und Frauen offensichtlich unterdrückt und bevormundet werden, kann man das dann als angewendete Glaubensfreiheit und aufgeklärten Umgang werten?
Ich denke, dass die Glaubensfreiheit da aufhört wo die Demokratie und die Menschenrechte anfangen.
Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Wolf ( 29. Juli 2011, 12:41 )
sehr gut gesagt...+1...
29. Juli 2011, 18:36
Es wird aber nicht erwähnt, dass genauso viele muslimische Hassprediger Polizeischutz bekommen, während sie in Deutschland gegen die Demokratie und den Rechtsstaat wettern...
Wenn die Rechten aufmarschieren bekommen sie auch Polizeischutz - ihre Einstellung ist klar nicht demokratisch. Und der Polizeischutz ist wohl bei beiden eher der Deeskalation wegen vorhanden. Gleiches gilt auch für Linksextremisten. Egal ob Islamextremisten, Rechtsextremisten, Linksextremisten..... sie sind alle gleich.
Wie viele Muslimische "Hassprediger" gibt es in Deutschland? Pierre Vogel provoziert doch einfach nur und ich sehe ihn nicht als Hassprediger (er ist da recht geschickt). Und ebenso wie die Rechten gibts auch hier etliche, die halt einfach zu kleine Eier haben oder die Mutti nicht lieb hatte.
Wenn in der demokratischen BRD Personen für das Einführen der Sharia protestieren dürfen, öffentlich antisemitische Äußerungen formulieren, Richter sogar überlegen islamische Rechtssprechung (Sharia) in Betracht zu ziehen und Frauen offensichtlich unterdrückt und bevormundet werden, kann man das dann als angewendete Glaubensfreiheit und aufgeklärten Umgang werten?
Sorry, aber lass mal die Kirche im Dorf. Na und lass sie doch für die Sharia protestieren. Gibt ja auch Leute, die für die Wiedereinführung der Todesstrafe sind oder die Monarchie für gut heißen. Natürlich muss man eine einfachere und schnellere Handhabe gegen genannte Probleme haben. Wer sich hier nicht anpassen kann, fliegt raus. Faszinierenderweise sind es meist Deutsche, die sich so verhalten. Leute, die schon länger hier leben und eingebürgert wurden oder Konvertiten (Pierre Vogel).
Wir können es genauso machen, wie die Damen und Herren rund um das Amselfeld - die haben sich letztendlich gegenseitig abgeschlachtet. Angefangen hats damit, wer die größere Kirche/Minarett hatte. Außerst sinnvolle Sache. :pinch:
Ich gebe noch etwas zu bedenken. Der Westen hat auf brutale Art und Weise sämtliche Länder konolianilisiert. Auch die Russen waren fleißig mit dabei. Und dabei wurden (ich sag es so deutlich, weil es so deutlich war) Millionen von Muslimen, Juden und andersgläubigen abgeschlachtet und ganze Kulturen ausgerottet. Ich bin kein Freund von Kollektivschuld oder Schuldengleichgewicht, aber die Diskussionen sollten wir nicht ausgraben und aus den Fehlern der Vergangenheit lernen! Wer wirklich meint Kulturen, Völker und Religionen müssen sich bekämpfen und bekämpft werden, der soll doch bitte mit der erste sein, der in dieser Aussichtslosen Schlacht für nichts ins Gras beißt. Für den 9/11 (und wirtschaftliche Interessen) haben die USA und Teile Europas den Irak in die Steinzeit zurückbebombt.
Warum ist eine IED also unfair ein Apache Helikopter aber nicht? Beides gleich unfair/fair.
Und warum verrecken aktuell in Somalia Leute, weil sie nichts zu Essen haben, oder in Syrien Leute, weil sie um ihre Grunddemokratischen Rechte kämpfen, während wir unseren Bierbauch und die Gearkammer nicht voll genug bekommen können?! - Weil wir es können und das Glück hatten in Deutschland zu leben. Also ich weiß ja nicht, aber diese Angst ist zum einen mächtig unbegründet - wir sollten aber schauen, dass auch andere etwas vom Kuchen abgekommen - denn ansonsten ist sie mehr als begründet!
Würde ich nich generalisieren. In der Bibel steht Auge umd Auge und die Sharia hat ebenfalls ihre eigene Gesetzgebung. Aber es gibt Milliarden von Christen und Muslimen, die gläubig sind und sich an die Regeln eines Rechtsstaats ohne Sharia und Selbstjustiz halten können. Etwas denken und Lebensselbstmanagement sind schon Vorraussetzung, um in den Himmel zu kommen.
Der Islam ist eine "aggressive, absolute" Religion - aber war das Christentum das nicht auch mal? Ich errinnere mich an diverse Kreuzzüge und Missionare, die ganze Landstriche Kulturell verwüstet haben, an Hexenverbrennungen, Ablasshandel...
Ich finde man macht sich das mit dem "Westlichen Untergang des Christentums" etwas einfach. Das ist doch alles nur pure Angst vor einer Kultur die man nicht kennt und die man auch nicht kennen lernen will. Denn andere Kulturen strengen an und man muss sich aus der Komfortzone begeben.
Man darf sich nicht zu tode tolerieren, was soviel bedeutet, wie das Wahren der eigenen Kulturen, Bräuche, ursprünglichen Glaubens. Aber (Wahl)Bayer ist man doch nur noch, um am Oktoberfest in Ledershosen auf Einheimischer zu machen. Deutscher ist man des Bieres halber?!
Wer seine Kultur und seine Religion erhalten will muss sie pflegen und schätzen. Wieviele sind denn wirklich Christen und wieviele tragen ein Kreuz um den Hals? Wieviele kennen denn das Grundgesetz wirklich und würden dafür einstehen?
Es ist seit Jahrtausenden das einfachste gewesen ungemütliche Probleme und die eigenen Existenzängste auf andere zu schieben, anstatt die Arschbacken zusammen zukneifen. Ob in Deutschland, im Iran, in den USA oder sonst wo auf der Welt.
Und um auf die Religionen noch einzugehen: Christentum, Judentum und der Islam sind Monotheistische Religionen, die alle den selben "Vater" haben (Abraham). Faszinierenderweise sind diese Religionen die zerstrittensten überhaupt. Man muss nur mal den Ast des Christentums anschauen, was hier untereinader für Mord und Todschlag geherrscht hat.
Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von coolbreeze ( 29. Juli 2011, 19:14 )
Sorry, aber lass mal die Kirche im Dorf. Na und lass sie doch für die Sharia protestieren.
Die oberste gesetzliche Norm Deutschlands ist nunmal das GG. Proteste dagegen sollten sich rein theoretisch von selbst erledigen aber tatsächlich wird ja nunmal mit zweierlei Maß gemessen und der religiöse Fanatiker versteckt seine politischen Ansichten unter dem Deckmantel einer Religion.
Der Islam ist nunmal eine sehr politische Religion die bei strikter Auslegung nicht vereinbar ist mit einem demokratischen Staat. Punkt. So wenig wie das Christentum, deswegen gab es in unserer Geschichte eines schönen Tages eine klare Trennung zwischen Staat und Kirche und dem König wurde die Gerichtsbarkeit auf Erden zugesprochen.
Deswegen orientiert sich der moderne Katholizismus/Evangelismus etc größtenteils am neuen Testament (vergeben, vergessen, lieb sein) und nicht am AT (mach ihn nieder und nimm was sein ist).
Jemanden der heute in der Fußgängerzone rumsteht und davon plärrt das christliche Gottesgericht müsse unsere verwerflichen irdischen Gerichte ablösen und das einzige Gesetz sei Gottes Wort wie es in der Bibel stehe, den beschreibt man allgemein und zutreffend mit dem Wort "Spinner".
Warum bin ich intollerant oder am Besten gleich ein Nazi wenn ich diese Bezeichnung einem muslimischen Prediger angedeihen lasse der das Gleiche fordert? Würde man sich in Deutschland tatsächlich mit dem Gottesgericht als Alternative für gläubige Christen beschäftigen? Oder gilt wieder zweierlei Maß?
Gibt ja auch Leute, die für die Wiedereinführung der Todesstrafe sind
Darüber kann man in einer Demokratie durchweg diskutieren, da Recht nun einmal Auslegungssache ist. Die Diskussion zwischen unterschiedlichen Ansichten ist Grundmerkmal einer Demokratie, soweit diese Diskussion im bindenden rechtlichen Rahmen bleibt.
oder die Monarchie für gut heißen.
Gutheißen kann man was man will, es umzusetzen oder die Umsetzung zu betreiben wäre eine andere Angelegenheit.
Wer sich hier nicht anpassen kann, fliegt raus.
Gute Maxime, tatsächlich nennt man aber eben diese Einstellung extrem Rechts. Wer von uns (aus Großstädten) hat nicht bereits persönlich den Fall einer Einwandererfamilie erlebt in der die Kinder gebrochenes Deutsch reden und die Eltern kaum?
Und dort findet man wiederum eine gewisse Einteilung die auch bei dem gehassten Sarrazin auftaucht: Nicht alle Einwanderergruppen sind gleich gut/schlecht integriert.
Jetzt können wir uns natürlich, getreu neudeutscher Art, wieder erstmal an die eigene Nase packen und die berühmte "Liegt es an uns? ich glaube es liegt an uns, wir schaffen nicht die richtigen Voraussetzungen..."-Maxime auspacken. Halte ich aber für verfehlt.
Faszinierenderweise sind es meist Deutsche, die sich so verhalten. Leute, die schon länger hier leben und eingebürgert wurden oder Konvertiten (Pierre Vogel).
Das glaube ich nicht und kann es aus eigener Erfahrung nicht bestätigen.
Der Westen hat auf brutale Art und Weise sämtliche Länder konolianilisiert. Auch die Russen waren fleißig mit dabei. Und dabei wurden (ich sag es so deutlich, weil es so deutlich war) Millionen von Muslimen, Juden und andersgläubigen abgeschlachtet und ganze Kulturen ausgerottet.
Der Westen hat sich auch auf brutale Art und Weise gegenseitig über Religionsfragen abgeschlachtet. Der Osten hatte mal seine Hochzeit und nutze sie ebenfalls um bis weit in die iberische Halbinsel einzudringen.
Trotzdem schaffen wir es mit den protestantischen Engländern relativ gute Beziehungen zu haben. Diese Geschichten sollte man schon alleine deswegen nicht ausgraben weil sie für heutige Verhältnisse kaum Relevanz haben.
Und warum verrecken aktuell in Somalia Leute, weil sie nichts zu Essen haben,
Weil du billigen Fisch, bezahlbare Rohstoffe und weitere Kleinigkeiten der westlichen Welt haben willst schätze ich.
oder in Syrien Leute, weil sie um ihre Grunddemokratischen Rechte kämpfen
Stimmt so nicht, dafür sind mir da eindeutig zu viele Allahuakbar-Keifer und grüne Fahnen.
Auch im Irak dreht sich der Kampf nicht primär um Besatzung, Freiheit und ähnliche moralische Fragen, dort morden sich religiöse Gruppen in weit größerem Maßstab als es Angriffe auf die Besatzer gibt.
Würde ich nich generalisieren. In der Bibel steht Auge umd Auge und die Sharia hat ebenfalls ihre eigene Gesetzgebung. Aber es gibt Milliarden von Christen und Muslimen, die gläubig sind und sich an die Regeln eines Rechtsstaats ohne Sharia und Selbstjustiz halten können.
Ich würde deinen Satz um ein ....Milliarden gemäßigte Christen und Muslime.... erweitern.
Der Islam ist eine "aggressive, absolute" Religion - aber war das Christentum das nicht auch mal?
WAR es, ja. Da liegt der Hase im Pfeffer.
Das ist doch alles nur pure Angst vor einer Kultur die man nicht kennt und die man auch nicht kennen lernen will. Denn andere Kulturen strengen an und man muss sich aus der Komfortzone begeben.
Das ist ein Scheinargument das ein schlechtes Selbstgefühl vermitteln will.
Die Frage ist: Ist diese "Angst" generell oder punktuell?
Sie ist punktuell, denn außer von wirklich ideologisch verblendeten "Ausländer-Raus"-Vertretern hört man kaum von Vorurteilen gegenüber Asiaten. Eher gegenteilig, lässt man politische Bedenken gegen China außen vor, so haben Asiaten in Deutschland ein sehr positives Bild.
Was nicht zu Letzt darauf zurück zu führen ist, das sie sich hervorragend integrieren und allgemein mit Strebsamkeit und Fleiß assoziiert werden. Auch springen einem Hindus/ Shintos/ allerlei Budhismusströmungen nicht regelmäßig ins Gesicht man sei unwertes Leben.
Die Frage ist jetzt: Hat diese punktuelle "Angst" (die ich nicht als Angst empfinde sondern als berechtigte Bedenken) einen Hintergrund oder ein kollektives Hirngespinst?
Man darf sich nicht zu tode tolerieren, was soviel bedeutet, wie das Wahren der eigenen Kulturen, Bräuche, ursprünglichen Glaubens.
Ursprünglicher Glaube, Bräuche etc sind nicht das Maß einer modernen Gesellschaft. Das Christentum ist, ebenso wie der Islam, eine extrem junge Religion.
Eine Gesellschaft definiert sich grundsätzlich über den Gedanken "Wir und Die".
Wie sie das "Wir" definiert ist unterschiedlich und reicht in der Geschichte der Menschheit zumeist über Sprache, Sitten, Tatoos, Rituale etc.
Dieses "Wir" definiert sich in Deutschland aber nicht als Deutscher. Die Idee "Deutscher" ist relativ neu, deswegen identifizieren sich viele auch primär als Berliner, Bayer, Bremer, Kölner, Friese, Holsteiner etc etc
Deswegen ist die Frage was einen "Deutschen" ausmacht auch nicht schnell über Sitten und Gebräuche geklärt sondern zu aller erst eine Definition über die Mundart, das Hochdeutsche das von allen Deutschen (mehr oder minder gut) beherrscht wird.
Wenn du allerdings in Deutschland für Erhalt und Pflege der deutschen Sprache eintrittst, bist du im mindesten Falle ein Ewiggestriger, im Normalfall aber ein Nazi.
Das führt mich zu der zwoten deutschen Eigenart: Eingebauter Schuldreflex.
Faszinierenderweise sind diese Religionen die zerstrittensten überhaupt. Man muss nur mal den Ast des Christentums anschauen, was hier untereinader für Mord und Todschlag geherrscht hat.
Da Religionen fast immer ein Machtinstrument sind, dürfte das ziemlich normal sein. Im Irak zündet man auf einem Marktplatz eine Bombe und tötet mehr als 40 größtenteils Frauen und Kinder beim Wocheneinkauf über die Frage Kalifat oder Imamat.
Eine ähnliche Frage hat auch bei unserer Geschichte zu blutigen Konflikten geführt die größte Teile Europas in Schutt und Asche hinterließ.
Die eigentliche Frage ist: Sind wir so tol(l)erant das wir unsere Entwicklung weg von diesem Jammer eingeschränkt werden sollte?
In sofern gebe ich Wolf Recht
Verbindliche Grundlage einer modernen Gemeinschaft kann nicht Hautfarbe, Religion, Tatoo oder ein Feiertag sein.
Die Grundlage Deutschlands ist keine allgemeine deutsche Kultur, dafür braucht man nur den geschichtlichen Katzensprung zum deutschen Kaiserreich zu machen.
Die Grundlage Deutschlands muss eine logische und verbindliche sein. Grundgesetz und FDGO legen hier klare Richtlinien unserer Gesellschaft.
Bist du schwarz, weiß, Moslem, Christ, Konservativer oder Liberaler....who the fuck cares? Spiel nach den Regeln, bau dir eine Existenz auf und führe ein gutes Leben.
Wenn aber jemand diese Grundordnung beseitigen will, sei es durch Scharia, Diktatur, Anarchie oderwasauchimmer, so erklärt er freimütig das diese grundlegenden Regeln für ihn nicht gelten. Dann soll er meinetwegen dorthin gehen wo ihm die Regeln passen, aber unter Außnutzung des Sozialsystems und des eingebauten deutschen Sorry-Reflexes hier zu bleiben und seine zwielichtigen Angelegenheiten unter dem Deckmantel fremder Kultur/Religion zu betreiben, ist für mich inakzeptabel.
Und diese ständige Rückzug-Kultur geht mir langsam auf den Sack. Wenn über der Tür in der Schule kein Kreuz hängen soll...okay kann ich verstehen, dann gehört da aber auch kein Kopftuch rein.
Meinungs- und Glaubensfreiheit bedeuten nicht Narrenfreiheit, sie bedeuten größtmögliche Freiheit ALLER.
@ Shiremono:
Ohne jetzt mal auf alles von dir einzugehen, dafür bin ich nämlich zu müde, will ich nur folgendes kommentieren:
Wenn man in einer Demokratie über die Todesstrafe diskutieren kann, dann kann man auch über ein Shariagericht diskutieren.
Beides ist zur Zeit durch das Grundgesetz nicht vorgesehen.
Art. 92 GG:
(Die folgenden Artikel äußern sich da noch näher zu.)
(Es gibt keine Staatskirche usw.)
Art. 102 GG:
Und im Übrigen widersprichst du dir selber:
Und wieso ist der Islam eine gewalttätige Religion, das gesamte Christentum aber nicht?
Beides ist keine einheitliche Religion, sondern besteht aus div. Untergruppen. Und ich kann mich nicht daran erinnern, dass von allen islamischen Teilströmungen der "Dschihad" gegen die westliche Welt erklärt wurde.
Und das sich nach wie vor auch Christen in Afrika am Abschlachten anderer Bevölkerungsgruppen/-ethnien/-religionen beteiligen, solltest du auch nicht gänzlich unbeachtet lassen.
Grundsätzlich ist keine Religion gewalttätig, oder - verherrlichend.
Jedoch gibt es immer wieder Menschen, die religiöse Texte und Überlieferungen zu ihren Gunsten auslegen, um so irgendwelche verqueren Gedanken à la "einzig wahre Religion" zu legitimieren.
Selbiges gilt für die Mittel, mit denen sie versuchen, sich durchzusetzen.
Im Laufe der Weltgeschichte wurden viele Konflikte wegen Religionen jedweder Couleur vom Zaun gebrochen..und doch waren die Leitmotive andere (ich verzichte auch geschichtliche Exkurse).
Religion ist ein wichtiger Bestandteil der Menschheit, hat jedoch mit Politik nichts zu tun, oder sollte es nicht.
Wir wollen ja auch nicht, dass der Parlamentarische Kontrollausschuss anfängt, sich in Einsatzplanung, die Truppe betreffend einmischt, oder?
Also vermischen wir nicht Religion und Politik, auch wenn wir in einem christlich- abendländisch geprägten Umfeld leben.
Wenn sich hier Leute aufregen, dass Bürger (vollkommen abstrahierend von Religions-, oder Staatszugehörigkeit) auf die Straße gehen und ihre Meinung kundtun und dabei von der Polizei geschützt werden,
dann sollten sie dringend überlegen auszuwandern.
Art. 8 GG gibt allen DEUTSCHEN das Recht sich friedlich und ohne Waffen zu versammeln. Ausländische Staatsbürger sind hierunter nicht subsummiert.
Das Bundesverfassungsgericht tut hier jedoch den Rückgriff auf Art. 2(1) GG und schlägt dann die Brücke nach Art. 8 GG, was heißt, dass auch ausländische Staatsbürger das Recht auf Versammlungsfreiheit genießen.
Alles Weitere ist in den Versammlungsgesetzen der Länder, respektive des Bundes geregelt.
Das respektiere und verteidige ich gerne, weil ich glaube, dass es wert ist, vor dem Zugriff irgendwelcher halbseidener, ungebildeter Menschen geschützt zu werden, nach deren Meinung bspw. meine Mutter in diesem Land nichts verloren hätte.
Natürlich verfolge auch ich mit Sorge, dass Leute wie unser aller Freund P. Vogel öffentlich Hassreden halten und das auch noch unter dem Deckmantel der freiheitlich demokratischen Grundordnung.
Allerdings muss zuerst ich mich am Maß messen lassen, das ich an andere anlege.
Fazit: Lasst sie machen, sie haben Rechte. Es gibt genug Leute, die mit Fachwissen an die Sache herangehen und auf Stammtischparolen verzichten.
Zum Thema Kirche fällt mir auch dieses Thema mit den Priestern und Kindern ein
@ Johannes.k.b.:
Bub, bleib mal beim Thema, oder wechsel ins "Wir prangern die bösen pädophilen Priester an"- Forum.
30. Juli 2011, 00:09
Warum bin ich intolerant oder am Besten gleich ein Nazi wenn ich diese Bezeichnung einem muslimischen Prediger angedeihen lasse der das Gleiche fordert? Würde man sich in Deutschland tatsächlich mit dem Gottesgericht als Alternative für gläubige Christen beschäftigen? Oder gilt wieder zweierlei Maß?
Nein und Nein. Nur nennt man sie nicht Spinner sondern Hassprediger und anscheinend schaffen sie es Leute für sich zu gewinnen. Deshalb auch eine (begründete?) Angst. Ich hab in keinem Satz dazu aufgerufen einen Spinner zu tolerieren. Glaube ist Glaubensfrage, der un unserem sekulären System dem Gesetz untergeordnet ist. Und damit basta. denke da gibt es nichts zu diskutieren.
Danke Raven, für die Erklärung.
Beides ist keine einheitliche Religion, sondern besteht aus div. Untergruppen.
Richtig. Das spricht Shiremono auch später nochmals an und ich denke da sind wir uns einig: Gemäßigte und Radikale
Dann will ich es anders ausdrücken - sie verachten die Demokratie. Es gibt genügend Gruppen (wenig erfolgreich) an der Umsetzung zur Zerschlagung der Demokratie arbeiten.
Gute Maxime, tatsächlich nennt man aber eben diese Einstellung extrem Rechts.
NEIN! Rechts ist, wenn ich andere Völker, Ethnien, Religionen etc. von Haus aus ablehne und als Minderwertig betrachte. Ich spiele dabei auf das Herrenrassen-Gescheiße an.
Ich hab nichts gegen andere Kulturen udn Religionen, aber wenn sie es nicht schaffen sich hier einigermaßen zu integrieren, dann werden sie eben wieder in ihre Heimat abgeschoben. Daran ist kein Partikel Rechtsextremismus dran.
Wer von uns (aus Großstädten) hat nicht bereits persönlich den Fall einer Einwandererfamilie erlebt in der die Kinder gebrochenes Deutsch reden und die Eltern kaum?
Integration ist in erster Linie Aufgabe des Einwanderers - aus eigenem Interesse.
Das manche kein Deutsch können liegt schlicht daran, dass eine z.B. türkische Infrastruktur vorhanden ist und sich die Immigranten nicht aus ihrem Viertel bewegen. Klein Türkei in Deutschland. Und darin liegt auch die Angst vieler Deutscher. (Andere Länder haben das Problem natürlich auch und es sind nicht nur Türken)
Man kann sich hier an die eigene Nase fassen und sich darüber ärgern, dass soetwas entstehen konnte. Aber jetzt ist es zu spät.
Es geht aber doch um das Verhältnis zwischen Westen und Muslimen/Islamischen Staaten - nicht um unsere ehemaligen innereuropäischen Konflikte (die allerdings immernoch glimmen)
Die Muslime haben recht viel Unrecht erfahren, soviel darf man ihnen wohl zugestehen.
Was sind denn 3000 Tote vom 9/11 gegen die x-tausend Tote und das wirtschaftliche Desaster allein im Irak. Schiiten und Suniten sind nochmals ein anderes Kapitel. Nur wurde diese Instabilität sicherlich verstärkt.
Ich bitte dich, es geht nicht um meinem billigen Fisch und bezahlbare Rohstoffe. Somalische Fischer haben das Problem von Giftmüll vor den Küsten, der dort billig verklappt wurde.
Um wieviel Cent würde meine Dose Thunfisch teuerer werden, wenn man den Somalis eine funktionierende Landwirtschaft zurückgeben könnte? Um 1/2 Cent oder 1 Cent?!
Wieviel Tonnen Nahrung wird denn täglich vernichtet. Wieviel Nahrungsmittel von der EU subventioniert und billig nach Afrika verkloppt? Dafür gibt es keine Rechtfertigung, das ist schlicht unmoralisch. Man entzieht sich einfach jeglicher Werte.
Das hat doch nicht mit meinem Westlichem Wohlstand zu tun sondern mit der Gier einiger und der Maßlosigkeit mit der man handelt.
Peter Ustinov: "Was der Sinn des Lebens ist, weiß keiner genau. Jedenfalls hat es wenig Sinn, der reichste Mann auf dem Friedhof zu sein."
Das Wertesystem ist jedem selbst überlassen...
Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von coolbreeze ( 30. Juli 2011, 00:16 )
Das sind aber zwei paar Schuhe. Sie kämpfen für Meinungsfreiheit und gegen die Willkür eines Polizeistaats. Und wenn die Muslimbrüder und wie sie heißen das machen, so kämpfen sie trotzdem für Demokratische Grundrechte. In der DDR haben die Montagsdemos nach den Friedensgebeten stattgefunden - man könnte also auch hier einen religiösen Bezug herstellen.
Mir gefällt es auch nicht, dass eventuell Radikale Muslimbrüder an die Macht kommen könnten, aber Syrien, Iran und andere Staaten sind nicht unbedingt so zurückgeblieben, wie man glauben könnte.
Naja um von IST auf WAR zu kommen hat es ja doch einige viele Jahrhunderte gedauert....
Ich meine mit Angst, die Angst durch Nichtwissen. Wenn ich nicht weiß was passiert, wenn ich den Abzug einer Pistole drücke, dann habe ich Angst.
Die Angst die du meinst, ist die Angst durch die Einnahme Europas durch den Islam bzw. Teilgebiete (bestes Beispiel hierfür ist der Kosovo)!?! Die Angst ist berechtigt, lässt sich aber durch eigene Stärke und nicht durch Unterdrückungen anderer bekämpfen. Ich würde es erstmal als die Angst vor einer Parallelgesellschaft hinstellen, die durchaus berechtigt ist.
Der Islam ist außerdem zu einer Trendreligion geworden - das ändert sich auch wieder.
Der beste Weg, um Vorurteilen oder Parallelgesellschaften vorzubeugen ist Bildung (Wissenschaffung).
Ich opfere zu Hause regelmäßig ein Schaf meinen keltischen Vorfahren....
Brauchtum, Kultur, Religion und Ethikpflege - die sind in Deutschland vielseitig und sollen es auch bleiben. Und natürlich ist Deutschland jung und ein Zusammenschluss (aufsplitten lässt sich bis ins kleinste Detail) - aber was kann ich dafür, dass ich jetzt Bayer bin, weil Napoleon Franken an die Bayern geschenkt hat.
Es geht doch eher darum die Gemeinsamkeiten zu finden, als die Unterschiede zu suchen.
Genau! Amerikanischer Weg.
Allerdings ist der Erhalt der (deutschen, keltischen, Mitteleuropäischen, christlichen, whatever) Kultur (und wenn es nur die Kulturgüter, wie Gebäude und Schriften sind) im Grundgesetz festgelegt.
Allerdings widerspricht das so mancher Aussage, die du oben schreibst.
Desweiteren ist festzuhalten, dass die gemäßigten Muslime in diesem Land alle oben von dir genannten Kriterien für ein Leben hier erfüllen, was den Generalverdacht gegenüber dem Islam (und der damit verbundenen Angst) nicht rechtfertigt. Was bleibst sind Extremisten (Christen, Islamisten, Rechte, Linke, etc.). Und damit wären wir wieder bei der Grundaussage des Artikels oben.
Aber glauben ist nicht verbindlich!
Der Glaube ist doch in erster Linie für das eignene Seelenheil da und zeigt einen Lebensweg auf. Das 5 malige Beten am Tag (Muslime) ist nichts anderes als ein Fixpunkt im Leben. 5mal am Tag Meditation. Und die zehn Gebote sind Grundsätze des Menschlichen Miteinanders. Die Bibel ist eine Sammlung an Geschichten, die einen vom Menschlichen Miteinander erzählen (und natürlich auch von Gott und Co). Und der Koran ist ein großes Weißbuch.
Letztendlich zähl das eigene Wertesystem - das lässt uns in einer Gesellschaft überleben und miteinander leben (oder eben nicht). Grundgesetz, Menschenrechte und Religionen sind Wegweißer. Deshalb würde ich sie nicht untereinander werten und staffeln. Denn an vielen Stellen sagen Religion und Gesetze ein und das selbe aus.
Einziger Unterschied - es wird nach Gesetzen gerichtet und nicht nach Bibel oder Koran (weil diese eben zu uneindeutig sind).
30. Juli 2011, 00:13
Na, wenn alle Muslime Selbstmordattentäter sind dann sind alle Priester Kinderschänder Ich meine nur, das man nicht ganze Religionen, wegen ein paar Einzeltätern verurteilen sollte.
30. Juli 2011, 00:24
@ coolbreeze: +1 Mann...gute Statements. Freizügigkeit hat soviel schönes Schön, dass ich in einem Land lebe, in dem ich so frei bin...
Und Angst, dass der Islam hier das Christentum verdrängt? Wird nie passieren...ich stelle mir eher endlich mal eine Koexistenz vor,
in deren Rahmen alle ein besseres Miteinander leben (Ja ja, Huxley liegt begraben, ich weiß , aber man wird ja noch träumen dürfen ^^)
Zu Gesetz und Religion: Das eine basiert auf dem anderen. Als wir uns Gesetze gaben, orientierten wir uns zuallererst an den Zehn Geboten..
§ 303 StGB entspricht "Du sollst nicht stehlen!" , §§ 212,211 StGB "Du sollst nicht töten!" usw. ...
Teile des StGB sind auch in die wilhelminische Zeit zurückzuverfolgen *Klugscheiß- Modus off*
@ Johannes.k.b. : Dann tue deine Meinung bitte dezidiert und verständlich kund, weil sonst ein bösartiges, kleines Männchen in meinem Kopf aggressiv wird.
30. Juli 2011, 02:09
Kann man. Diskutieren unterscheidet sich aber stark von subversiver Durchsetzung. Tatsächlich gibt es Fälle in türkischen Gemeinden in Deutschland in denen Scharia angewandt wird.
Es gibt nicht so viele Dörfer in Deutschland in denen subversiv die Todesstrafe durchgesetzt wird.
Habe ich nirgendwo geschrieben, anders als die moderne Kirche hat der Islam aber nachwievor den Anspruch nicht nur das zu sein was wir eine Religion nennen sondern auch eine Staatsform und verbindliche Gerichtsbarkeit.
Die europäischen Gesetzte mögen an den zehn Geboten orientiert sein, wir steinigen aber keinen weil er Kleidung aus zwo unterschiedlichen Stoffen trägt (wie es in der Bibel gefordert wird).
Übrigens bin ich kein Christ.
Auch das ist nicht rechts. Tatsächlich ist nichtmal Nationalsozialismus in dieser Form rechts, das ist eine Ideologie.
Rechts ist die CDU. Rechts sind konservative Parteien. Allerdings schmeißt man in Deutschland gerne mit moralisch geprägten Begriffen rum und da ist rechts automatisch menschenverachtend.
Das erzählst du jetzt mal im Bundestag oder auf einer Pressekonferenz. Wenn der Nazi-Hammer dich weniger als ein dutzend Mal trifft kriegst du einen Keks.
Das meine ich mit zweierlei Maß. Eine Claudia Roth kann beschwipst vor der Kamera erzählen sie mache defintiv Türkeipolitik und liebe die Türkei undwasweissichnichtalles.
Die Dame sitzt noch im Bundestag.
youtube.com/watch?v=UpAUQY4Wwlo
Ich hege keinen irgendwie gearteten Generalverdacht gegen den Islam, wie du dir denken kannst ist es mir schnurz welcher Religion du angehörst.
Aber mir fällt grad auf: Ich bin ein unreligiöser unpolitischer Mensch und mache mich aus diesem schönen Lande davon, asap.
Also was soll ich diskutieren ich würde soweit gehen zu sagen das es mir egal ist.
Ergo hier mein politisches Statement: Et is wie et is, et kütt wie et kütt und et hät noch immer jodjejange, nix blief so wie et is.
macht jet drus
Da hast du Recht, was die Definition und das Durcheinanderschmeißen betrifft.
Wir sind aber einer Meinung, was den Umgang mit Extremisten und Nichtintegrationswilligen betrifft:
Deine Ausdrucksweise war in diesem Fall gewählter. Ich denke wir können aber Tacheles reden.
Nicht Integrationswille ist für mich nämlich nicht das Nicht-Erlernen der Sprache, sondern das Errichten einer Parallelgesellschaft, die auf anderen Grundwerten (also nicht denen des Grundgesetzes) basiert.
Wenn der Nazi-Hammer dich weniger als ein dutzend Mal trifft kriegst du einen Keks.
Dessen bin ich mir bei der Aussage durchaus bewusst. Da ich diese Worte aber nicht im Bundestag wählen würde, sondern hier im Forum, würde ich hier einen Keks bekommen.
Aber mir fällt grad auf: Ich bin ein unreligiöser unpolitischer Mensch und mache mich aus diesem schönen Lande davon
Dann wird es mit dem diskutieren aber schwierig. Ich stelle fest, dass wir nahezu gleicher Meinung und Einstellung sind. (Mit dem einzigen Unterschied, dass ich mich als Christ bezeichnen würde) Nur muss man in einer Diskussion irgendwann Position beziehen. Es ist zwar praktisch als Allwissender über der Diskussion zu schweben und Standpunkt-Hopping zu betreiben - das verärgert aber die Diskussionspartner und führt zu Widersprüchen.
Et is wie et is, et kütt wie et kütt und et hät noch immer jodjejange, nix blief so wie et is. macht jet drus
Da ich das von einem Kölner mal erklärt bekommen habe, stimme ich dir da auch zu.
Paul R. Howe hat in seinem Buch eine schöne Metapher gebracht:
"Life is like climbing a slow gradual hill with a rucksack full of bricks. The bricks represent integrity and values. As the hill tires you, some tend to drop a brick here and there to lighten their load. Many find that through the process, they reach the top of the hill with an empty rucksack. Some though, keep all their bricks through the journey. Some who don´t have all the bricks at the beginning of the journey pick one up here and there along their way. You may find that some steps might be unpleasent, but enjoy them all and try and pick a few bricks up along the way."
30. Juli 2011, 11:12
Wenn sich hier Leute aufregen, dass Bürger (vollkommen abstrahierend von
Religions-, oder Staatszugehörigkeit) auf die Straße gehen und ihre
Meinung kundtun und dabei von der Polizei geschützt werden,
Es ist eine Sache, wenn man Personen duldet die ihre Meinung kund tun und man das schweren Herzens dulden muss, da eine Demokratie nunmal genau darauf beruht.
Es ist aber eine komplett andere Sache, wenn eine wilde Masse "Juden raus", "Sharia in Deutschland" (welche unter anderem die Bevormundung der Frau und ihr Verschleiern regelt, soviel zum Thema Meinung... In meinen Augen ist das Hetze...) oder "Tod allen Ungläubigen" brüllt und dies als Religionsausübung tituliert, da irgendwo im Koran steht, dass der Islam die einzig wahre Religion ist. Es gibt ein nettes Video auf Youtube, da marschiert ein sozialdemokratischer, niederländischer Politiker an der Seite von muslimischen Fanatisten, die gegen Juden hetzen. Es ist nur ein enziges Beispiel von vielen... In meinen Augen ist das zuviel der Glaubensfreiheit...
youtube.com/watch?v=dNphRPP_l1Y
Edit: Für die, die des niederländischen nicht mächtig sind: "Joden aan het gas" heißt übersetzt Juden in das Gas... "Intifada" heißt so viel wie "etwas lästiges Abschütteln"
Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von Wolf ( 30. Juli 2011, 11:25 )
30. Juli 2011, 12:18
Ich denke, dass es müßig ist, zu diskutieren, wenn du den Nachgang wir den Nachgang/ die Konsequenzen nicht kennen.
Dass der Mensch Sozialdemokrat ist, lässt einen schön ganz schön erschaudern..
Das Video kommt aus den Niederlanden und ist ein eher schlecht gewähltes Beispiel, deine Meinung zu untermauern, sprechen wir doch von Vorgängen im Inland.
Hast du dich mal informiert, was aus den Menschen geworden ist, die da skandieren? Strafanzeige, Anklage, Verurteilung, Beobachtung durch entsprechende Stellen??
Was macht der Politiker heute??
Die meisten Dinge laufen auch eher unter Meinungs-, als unter Religionsfreiheit.
Grundsätzlich ist es für mich in einer starken Demokratie wichtig, dass jeder sich äußern darf, solange er damit gewisse Normen nicht verletzt.
Dazu gehören auch Meinungen, die von der Mehrheitsmeinung abweichen.
Eine starke Demokratie wird auch mit solchen "Deppen" fertig, die in ihrer geistigen Umnachtung irgendwelchen Ideen nachhängen,
die mehr als lächerlich sind und für die sie eigentlich in den Bau gehörten.
Was mich immer ganz besonders freut, sind unsere Heilpraktiker- Freunde von der rechten Seite, die einen auf Herrenmenschen und so machen...
deren Familienstammbaum würde ich zuallererst gern mal sehen...und meistens sind da irgendwelche Verwandten aus den alten Ostgebieten versteckt...
Oder noch besser, die Jungs haben so richtig undeutsche Nachnamen auf -owsky endend (nur als Beispiel; Anm.: ich bin selber polnischer Abstammung und die erste Generation meiner Familie hier in Deutschland)..
Lustiger wirds noch, wenn die ihre eigene Muttersprache nicht richtig beherrschen
Eine Liste, die man ewig weiterführen könnte.
Zurück zu unseren fanatischen Anhängern einer Falschauslegung des Islam.
Im Prinzip muss man einfach dafür sorgen, dass die relativ starke Indoktrinierung nicht mehr in diesem Umfang stattfindet und dass sich die Leute stattdessen erst einmal ihre eigene
elaborierte Meinung bilden, bevor sie dem Irrglauben anderer anhängen und dafür bereit sind, Straftaten zu begehen.
Und das lässt wieder einen Rückgriff auf unser aller Liebling Thilo S. zu, leistet doch die mangelhafte Integration der Bildung solchen gefährlichen Gedankenguts Vorschub.
Es hängt also auch mit an der Politik, regional, wie auch auf Bundesebene, wenn sie solch gefährliche Gruppen an ihrer Brust nährt.
Dabei wollen die meisten doch sinnbildlich auch nur mal von Mutti gestreichelt werden...
Das Video kommt aus den Niederlanden und ist ein eher schlecht gewähltes
Beispiel, deine Meinung zu untermauern, sprechen wir doch von Vorgängen
Hast du dich mal informiert, was aus den Menschen geworden ist, die da
skandieren? Strafanzeige, Anklage, Verurteilung, Beobachtung durch
entsprechende Stellen??
1. Wenn das Thema "Attentat ist Oslo" heißt und es generell um da Miteinander verschiedener Kulturen, um Toleranz von Meinungen und die Strafrechtlichkeit von Äußerungen und Handlungen geht, dann ist das in meinen Augen ein sehr gutes Beispiel. Ich spreche in meinen Antworten unter anderem von der BRD (in Sachen GG) allerdings bezieht es sich auf ganz Europa, da dieses "Problem" was wir hier gerade diskutieren mindestens ganz Europa betrifft.
2. Der Politiker ist immer noch in der Partei aktiv soweit ich weiß. Er wurde dafür angeklagt, aber nicht verurteilt. Es handelt sich um Harry van Bommel. Wer mich eines besseren belehren kann, nur zu.
3. Du nennst Antisemitismus Meinungsfreiheit? Das Judentum ist in meinen Augen immer noch eine Religion... Wenn man also gegen Juden hetzt, dann ist das definitiv von religiösem Charakter. In welcher kranken und abgedrehten Form auch immer.
Im Prinzip muss man einfach dafür sorgen, dass die relativ starke
Indoktrinierung nicht mehr in diesem Umfang stattfindet und dass sich
die Leute stattdessen erst einmal ihre eigene
Richtig. Aber ist gegen die Einrichtungen vorgegangen worden, aus denen die (wieder Bsp. Deutschland) Extremisten aufgrund von Indoktrination hervorgegangen sind? Sind Moscheen geschlossen worden, deren vorstehender Imam gegen die westliche Welt, gegen die unterdrückende Regierung oder alle Ungläubigen wettert?
Zu 1.: Sorry, ich ging davon aus, dass wir uns auf dir BRD konzentrieren, auch wenn es um Europa im Ganzen geht. Hiermit registriert
Zu 2.: Traurige Sache, würde es bei uns so nicht geben.
Zu 3.: Nein, Antisemitismus hat für mich nichts mit Meinungsfreiheit zu tun. Aber schauen wir uns doch mal an, um was es da wirklich geht...um die Juden als Glaubensgemeinschaft? Nee...es geht eher um die Israelis als Bürger eines Staates, die einfach unter dem Begriff "Juden" subsummiert werden...traurig halt.
By the way (und ohne Wertung): Die Israelis sind auch nicht wirklich besser, was Auslegung und Praktizierung des Glaubens und die damit verbundenen Restriktionen gegen andere angeht.
Nun, du kannst nicht alle für einen bestrafen. Kollektivschuld gibt es nicht.
Die meisten Einrichtungen befinden sich eh nicht in der BRD, oder wieso werden die Imame in Madrasas in Pakistan und anderen mehrheitlich muslimischen Ländern ausgebildet?
Abgesehen davon wollen sowohl du, als auch ich nicht wirklich wissen, was im Hintergrund so abgeht..

References: Art. 92

Art. 102

Art. 8
 Art. 2
 Art. 8

§ 303