Source: https://www.tuwien.at/tu-wien/organisation/zentrale-services/universitaetsentwicklung/professuren-an-der-tu-wien/ablauf-eines-berufungsverfahrens/
Timestamp: 2019-10-17 01:29:51+00:00

Document:
Ablauf eines Berufungsverfahrens | TU Wien
TU WienOrganisationZentrale ServicesUniversitätsentwicklungProfessuren an der TU WienAblauf eines Berufungsverfahrens
Eine zentrale Rolle bei allen Berufungen spielt die BERUFUNGSKOMMISSION, die aus Vertreter_innen der Personengruppen "Universitätsprofessor_innen (5 Mitglieder)", "wissenschaftliche Mitarbeiter_innen (2 Mitglieder)" und "Studierenden (2 Mitglieder)" besteht und vom Senat der TU Wien eingesetzt wird.
Das Einsetzen des Sondierungsausschusses stellt operativ den Beginn des Berufungsverfahren für §98 Professuren dar: mit dessen Hilfe (er sollte international besetzt sein und zumindest ein weibliches Mitglied inkludieren) soll die Bewerber_innenlage für die kommende Ausschreibung analysiert werden und die Aktualität und Zukunftsfähigkeit eines Ausschreibungsgebietes abgesteckt werden. Am Ende seiner Tätigkeit, spätestens zwei Monate nach dessen Einsetzen, übermittelt der Sondierungsausschuss der Rektorin einen Abschlussbericht.
Die Ausschreibug für die neu zu besetzende Professur wird nunr durch die Rektorin - unter Berücksichtigung der Ergebnisse des Sondierungsausschuss (bei §98 Professuren) und in Abstimmung mit dem zuständigen Dekan - veranlasst und im Mitteilungsblatt der TU Wien veröffentlicht. Zusätzlich muss bei §98 Professuren auch in ausgewählten nationalen und internationalen Printmedien ausgeschrieben werden.
Im Ausschreibungstext gibt es Informationen zum besetzenden Fach, ddem notwendigen Anforderungsprofil, den speziellen Aufgaben in Forschung und Lehre, dem Zusatz, dass die TU Wien eine Erhöhung des Frauenanteils anstrebt, der Ausschreibungsfrist etc., wobei für §98 Professuren und §99 (4) Professuren die vorhandenen deutschen und/oder englischen Ausschreibungsvorlagen zu verwenden sind.
Durch den Senat der TU Wien wird nach Einleitung des Berufungsverfahrens die Berufungskommission eingesetzt, die das Auswahlverfahren der Ausschreibung begleitet. Zusätzlich ist der Arbeitskreis für Gleichbehandlungsfragen berechtigt, mit zwei Vertreter/inne/n an den Sitzungen mit beratender Stimme teilzunehmen. Die konstituierende Sitzung der Berufungskommission soll spätestens 7 Arbeitstage nach Beendigung der Ausschreibungsfrist stattfinden um u.a. den Vorsitz der Berufungskommission zu wählen (dies wird auch im Mitteilungsblatt verlautbart).
Die Berufungskommission erstellt nun mit Hilfe von GUTACHTER_INNEN eine Liste der Kandidat_innen, die aufgrund ihrer wissenschaftlichen und didaktischen Eignung am besten geeignet erscheinen (diese Liste ist bei §99 (4) Professuren auch gleich dem Besetzungsvorschlag), wobei die Gutachter_innen (mindestens zwei, besser drei) davor vom Senat auf Vorschlag der Universitätsprofessor_innen der relvanten Fakultät bestellt wurden. Mindestens eine/r der Gutachter_innen sollte dabei von extern kommen.
Wichtig ist dabei immer, dass sowohl die Mitglieder der Berufungskommission wie auch die Gutachter_innen gemäß der BEFANGENHEITSKRITERIEN („Befangenheiten – Kriterien zum Ausschluß von Befangenheiten“/“ Criteria for exclusion of partiality“) agieren und auch das Prinzip der VERSCHWIEGENHEIT beachten.
Der Berufungsvortrag besteht prinzipiell aus zwei Teilen, einerseits einer „Lehrprobe“, um die didaktischen Fähigkeiten zu erkennen (hierzu sind speziell die Studierenden eingebunden) und andererseits einem wissenschaftlichen Vortrag und ist für die TU-interne Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Das anschließende Interview ist nicht öffentlich.
Die Rektorin beginnt nun mit den Berufungsverhandlungen. Diese Berufungsverhandlungen beinhaltet alles rund um den Arbeitsplatz selbst (Ausstattung, Sachmittel, Übertragung von Forschungsprojekten, Personal, Gehalt), aber auch familiärbezogene Fragestellungen wie Umzugskosten ?, Stellensuche für den Partner/die Partnerin und geeignete Schulen/Kindergärten (Dual Career Advice), Unterstützung bei der Wohnungssuche und anderen administrativen Sachen.
Nach erfolgreichen Abschluss der Berufungsverhandlungen erfolgt der Dienstantritt des/r zukünftigen Professor_in (siehe auch "Neue Professor_innen). Dieser wird im Mitteilungsblatt der TU Wien verlautbart. Damit endet das Berufungsverfahren.

References: §98
 §98
 §98
 §98
 §99
 §99