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Timestamp: 2020-07-10 22:07:01+00:00

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Festsetzung der Rechtsanwaltsvergütung - und die Rechtsbeschwerde | Rechtslupe
Festsetzung der Rechtsanwaltsvergütung - und die Rechtsbeschwerde
Die Rechts­be­schwer­de an das Bun­des­ar­beits­ge­richt fin­det gemäß § 78 Satz 1 ArbGG, § 574 Abs. 1 Satz 1 ZPO nur statt, wenn dies im Gesetz aus­drück­lich bestimmt ist (Nr. 1) oder das Beschwer­de­ge­richt sie in dem Beschluss zuge­las­sen hat (Nr. 2; vgl. BAG 21.06.2006 – 3 AZB 65/​05, Rn. 12 f.).
Wäh­rend die ers­te Mög­lich­keit bei § 11 RVG nicht zum Tra­gen kommt, bestim­men sich die Vor­aus­set­zun­gen der von Amts wegen vor­zu­neh­men­den Zulas­sung der Rechts­be­schwer­de durch das Beschwer­de­ge­richt nach § 78 Satz 2, § 72 Abs. 2 ArbGG [1].
Eine Zulas­sung muss in der anzu­fech­ten­den Ent­schei­dung aus­drück­lich aus­ge­spro­chen wer­den, wobei die­se Ent­schei­dung bei Beschlüs­sen, die nicht ver­kün­det wer­den, auch in den Grün­den erfol­gen kann. Ent­hält der Beschluss in die­ser Fra­ge kei­ne Aus­sa­ge, ist die Rechts­be­schwer­de nicht zuge­las­sen [2].
Die Zulas­sungs­ent­schei­dung kann grund­sätz­lich nicht nach­ge­holt oder mit­tels Ergän­zungs­ent­schei­dung ent­spre­chend § 321 ZPO aus­ge­spro­chen wer­den [3].
Das Bun­des­ar­beits­ge­richt als Beschwer­de­ge­richt kann die Zulas­sung in kei­nem Fall nach­träg­lich aus­spre­chen. § 72a ArbGG wird in § 78 ArbGG nicht für ent­spre­chend anwend­bar erklärt [4]. Eine Nicht­zu­las­sungs­be­schwer­de kennt das Gesetz in die­sem Fall nicht; sie ist nicht statt­haft [5].
Bun­des­ar­beits­ge­richt, Beschluss vom 15. Novem­ber 2018 – 6 AZB 31/​18
GMP/­Mül­ler-Glö­ge 9. Aufl. § 78 Rn. 38 f.[↩]
BAG 17.01.2007 – 5 AZB 43/​06, Rn. 7, BAGE 121, 1[↩]
BGH 12.12 2012 – IV ZB 26/​12, Rn. 6; 24.11.2003 – II ZB 37/​02, zu II 2 a der Grün­de[↩]
BAG 19.12 2002 – 5 AZB 54/​02, zu II der Grün­de mwN, BAGE 104, 239[↩]
BAG 11.06.2009 – 9 AZA 8/​09, Rn. 6[↩]

References: § 78
 § 574
 § 11
 § 78
 § 72
 § 321
 § 72
 § 78
 § 78

BGH