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Timestamp: 2020-01-26 11:03:41+00:00

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BGH, 21.12.1977 - VIII ZR 255/76 - dejure.org
https://dejure.org/1977,390
BGH, 21.12.1977 - VIII ZR 255/76 (https://dejure.org/1977,390)
BGH, Entscheidung vom 21.12.1977 - VIII ZR 255/76 (https://dejure.org/1977,390)
BGH, Entscheidung vom 21. Dezember 1977 - VIII ZR 255/76 (https://dejure.org/1977,390)
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Anspruch aus ungerechtfertigter Bereicherung - Voraussetzungen für das Vorliegen eines Rechtsgrundes - Anforderungen an die Wirksamkeit einer Abtretung
BGHZ 70, 177
NJW 1978, 758
MDR 1978, 660
WM 1978, 133
DB 1978, 689
Stand dem Schuldner aufgrund einer in unkritischer Zeit getroffenen Vereinbarung eine Ersetzungsbefugnis zu, so trifft dies für jede Leistung, durch die er sich von seiner Pflicht befreien darf, ebenfalls zu (RGZ 71, 89, 91; BGHZ 70, 177, 183;… BGH, Urt. v. 29. September 2005 - IX ZR 184/04, ZIP 2005, 2025, 2026;… MünchKomm-InsO/Kirchhof, aaO § 131 Rn. 12;… HK-InsO/Kreft, aaO § 131 Rn. 9).
Zu Unrecht hält das Berufungsgericht die Vereinbarung vom 19. Januar 1999 bereits deshalb für unbeachtlich, weil zu diesem Zeitpunkt die Schuldnerin in der Krise gewesen sei, also Zahlungsunfähigkeit drohte (vgl. BGHZ 70, 177, 184).
Auch im vorliegenden Falle hat die Beklagte nicht dargetan, daß sie diese Art der Erfüllung von der Gemeinschuldnerin hätte fordern können oder sie wenigstens ihrerseits aus Rechtsgründen nicht hätte ablehnen dürfen (vgl. dazu RGZ 71, 89, 90 f; BGHZ 70, 177, 183).
Soweit das auch in der Rechtsprechung vereinzelt pauschal ausgesprochen worden ist (BGHZ 70, 177, 184 f; 118, 171, 173), [BGH 30.04.1992 - IX ZR 176/91]hatte dies jeweils nur beiläufige Bedeutung.
Der - für ein Bargeschäft vorausgesetzte (vgl. BGHZ 70, 177, 185; 118, 171, 173;… BGH, Urt. v. 25. Februar 1999, aaO S. 783) - zeitliche Zusammenhang zwischen Leistung und Gegenleistung muß so eng sein, daß noch von einem "unmittelbaren" Leistungsaustausch gesprochen werden kann (vgl. § 142 InsO).
Gleichwohl hat die Gemeinschuldnerin eine gleichwertige Gegenleistung, die eine Benachteiligung der Gläubiger ausschließt (vgl. BGHZ 70, 177, 185;… BGH, Urt. v. 26. Januar 1977 - VIII ZR 122/75, NJW 1977, 718; v. 21. Mai 1980 - VIII ZR 40/79, NJW 1980, 1961; Beschl. v. 27. September 1984 - IX ZR 3/84, WM 1984, 1430), nicht erhalten.
Auf die Duldung einer Überziehung hat der Bankkunde ohne weiteres keinen Anspruch; umgekehrt kann die kontoführende Bank dann die sofortige Rückführung der Überziehung verlangen (BGH, Urt. v. 21. Dezember 1977 - VIII ZR 255/76, NJW 1978, 758, 759).
Zieht eine Bank einen vom Schuldner zur Verrechnung auf einem debitorischen Konto eingerichteten Kundenscheck ein, kommt es für die Anfechtbarkeit der Verrechnung auf den Zeitpunkt der Entstehung der Verrechnungslage an (Abweichung von BGHZ 70, 177 = NJW 1978, 758 [BGH 21.12.1977 - VIII ZR 255/76] = LM § 30 KO Nr. 33).
Allerdings hat der VIII. Zivilsenat des BGH in einem Urteil vom 21.12.1977 (BGHZ 70, 177, 181 f.) ausgesprochen, daß die von der Gläubigerbank dem Gläubiger erteilte Gutschrift als Rechtshandlung i.S. des § 30 Nr. 1 Fallgruppe 2 KO anzusehen sei.
Dementsprechend hat der Bundesgerichtshof eine unanfechtbare Bardeckung angenommen, wenn der Schuldner seiner Bank Kundenforderungen im Lastschrifteinzugsverfahren abtritt und diese damit den Sollsaldo des Schuldners auf dem Kontokorrentkonto verringert, von dem er auch laufend Auszahlungen tätigt (BGHZ 70, 177, 184 f;… Canaris, in: Staub, Großkommentar zum HGB, 4. Aufl. Bankvertragsrecht Rdnr. 653).
Zwar ist eine Leistung nicht schon deshalb inkongruent, weil der Schuldner von einer Ersetzungsbefugnis Gebrauch macht, obschon der Gläubiger keinen Anspruch auf die ersetzende Leistung hat (vgl. BGHZ 70, 177, 183 f).
Nur bei Gleichwertigkeit der Gegenleistung ist eine Benachteiligung der Konkursgläubiger ausgeschlossen (BGHZ 70, 177, 185;… BGH, Urt. v. 26. Januar 1977 - VIII ZR 122/75, NJW 1977, 718; v. 21. Mai 1980 - VIII ZR 40/79, NJW 1980, 1961; Beschl. v. 27. September 1984 - IX ZR 3/84, WM 1984, 1430).
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References: § 131
 § 131
 § 142
 § 30
 BGH 
 § 30