Source: https://anwalt-kg.de/insolvenzrecht/nach-der-restschuldbefreiung/
Timestamp: 2020-07-13 11:41:46+00:00

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Du bist hier: Startseite1 / Insolvenzrecht2 / Nach der Restschuldbefreiung – Was Sie jetzt noch beachten sollt...
Ist die Privatinsolvenz mit der Restschuldbefreiung beendet, werden Sie sich fragen, wie es mit Ihrem negativen Eintrag bei der Schufa aussieht. Ein negativer Schufa-Eintrag wird erst ca. drei Jahre nach dem Ende des Insolvenzverfahrens gelöscht. Eine vorzeitige Löschung des Eintrags lehnt die Schufa in der Regel ab.
Haben Sie die Restschuldbefreiung erhalten, können Sie bei der Schufa zumindest die sofortige Löschung der alten Einträge über Gläubigerforderungen beantragen. Sie sollten eine Kopie des Beschlusses des Amtsgerichts an die Schufa senden. Die Löschung der Einträge über Gläubigerforderungen können Sie auch dann beantragen, wenn Sie die Forderungen der Gläubiger beglichen haben und das nachweisen können.
Wurde Ihnen eine Restschuldbefreiung erteilt, besteht bei der Schufa ein Eintrag darüber.
Die Löschung dieses Eintrages nimmt die Schufa erst drei Jahre nach der Restschuldbefreiung, also oft erst neun Jahre nach Beginn des Insolvenzverfahrens vor. Mittlerweile gibt es erste Gerichtsurteile, in denen die Schufa auch den Eintrag über die erteilte Restschuldbefreiung vorzeitig löschen musste, da der Antragsteller wichtige Gründe dafür geltend machen konnte.
erst einmal möchte ich Ihnen sagen, dass ich von der Art und Weise Ihrer Geduld, und dem Willen auf alle Fragen zu Antworten, beeindruckt bin. Chapeau!
Nun zu mir: Am 18.05. dieses Jahres wurde mir die RSB erteilt. Sowohl bei der SCHUFA als auch bei der Creditreform habe ich mir Auszüge besorgt und weiß, dass die Einträge natürlich noch vorhanden sind. Wie bekomme ich beide Institutionen dazu, meine nun nicht mehr benötigten, personenbezogenen Daten zu löschen – und nicht erst in 3 Jahren?
Ich bin zweifache Mutter, verdiene sehr gut und möchte mich von meinem Mann trennen und dringend fürs Alter vorsorgen. Dafür muss ich kreditwürdig sein, um ein entsprechendes Konto, eine neue Wohnung, Kreditkarte etc. zu bekommen.
Was muss ich also tun, um all dies zeitnah umzusetzen? Gibt es Formulierungen, Gerichtsbeschlüsse, die ich „einfach so“ an beide Institutionen schicken kann?
Tausend Dank, einen wundervollen Tag und beste Grüße
vielen Dank für das Lob, ich freue mich, dass unser Forum Ihnen gefällt.
Bezüglich Ihrer Frage nach Urteilen ist mir derzeit nur das Urteil des LG Frankfurt, Aktenzeichen 2-05 0 151/18, bekannt. Dieses Urteil ist rechtskräftig, nachdem auch das OLG Frankfurt in einem Hinweisbeschluss bekräftigt hat, dass es diesem Urteil zustimmt.
Aus dem Urteil lässt sich erkennen, dass es keine allgemeine Musterformulierung gibt, um die Schufa zur vorzeitigen Löschung zu bewegen. Es ist vielmehr eine individuelle Begründung notwendig.
Die von Ihnen genannten Probleme bei der Wohnungssuche wären hierbei in erster Linie maßgeblich. Es sollte konkret aufgeführt sein, welche Wohnung Sie aufgrund des Schufa-Eintrags nicht erhalten haben. Auch Probleme beim Abschluss von Verträgen zur privaten Altersvorsorge wären ein denkbarer Grund und sollten konkret angegeben werden.
Zu meinem Bedauern besitzt unsere Kanzlei derzeit keine Kapazitäten, um Sie bei dem Antrag zu unterstützen. Daher besitzen wir auch keine Erfahrungswerte zu den Erfolgsaussichten. Ich bitte Sie um Verständnis.
ich bitte sie um die Beantwortung der folgenden Frage:
Darf die Deutsche Rentenversicherung (DRV Hessen) einem Schuldner nach erteilter Restschuldbefreiung im Rahmen eines Privatinsolvenzverfahrens eine Regelaltersrente wegen Krankenkassenbeitragsschulden (z. B. wegen nicht bezahlter Beiträge als Unternehmer etc.) weiterhin (teil-)pfänden/verrechnen?
Oder erlischt mit Erteilung der Restschuldbefreiung auch diese Verbindlichkeit komplett?
Was könnte man als Schuldner in solch einem Fall am besten tun?
grundsätzlich werden von der Restschuldbefreiung alle Verbindlichkeiten erfasst, die zur Zeit der Eröffnung des Insolvenzverfahrens gegen den Schuldner begründet waren (vgl. §§ 301, 38 InsO). Daher ist relevant, wann die Krankenkassenschulden entstanden sind. Ferner ist aber zu beachten, dass ein Sozialversicherungsträger seine Forderung mit der Geldleistung eines Sozialversicherungsträgers dem Grundsatz nach verrechnen kann (vgl. § 52 SGB I). Die Verrechnung darf dabei nur soweit reichen, dass der Betroffene nicht auf Sozialhilfeniveau fällt. Falls die Verrechnung rechtens ist, kann man zumindest um eine Absenkung der Pfändungs-/Verrechnungsbetrags bitten, weil die finanzielle Belastung zu hoch ist.
Meine RSB wurde mir vor 2 Tagen zugestellt. Allerdings habe ich jetzt noch einen Gläubiger der, aus der Liste rausgekommen ist. So sind seine Forderungen noch offen. In dem Bescheid der RSB ist noch ein Bestand von über 6.700€ vorhanden. Was passiert mit diesem Betrag? Habe ich ein Recht darauf dies zurück zu erhalten, denn das Geld würde ich zu einem Vergleich mit dem Gläubiger gut gebrauchen.
ohne nähere Kenntnis des Bescheids kann ich nicht beurteilen, was es mit dem genannten Bestand auf sich hat.
Falls es sich um eine Überzahlung handelt, also entweder weil Sie bereits sämtliche Verbindlichkeiten bezahlt haben, oder weil die Insolvenz vorzeitig nach drei oder fünf Jahren beendet war und trotzdem noch einige Monate lang das pfändbare Einkommen durch den Treuhänder einbehalten wurde, so steht Ihnen das Geld zu. Ob dies der Fall ist, kann ich aber nicht beurteilen.
mein Insolvenzverfahren vom 20.07.2010 ist am 20.03.2018 mit einer Restschuldbefreiung aufgehoben worden. wann ist es möglich, den Schufaeintrag löschen zu lassen?
15. Juni 2020 um 11:51
nach derzeitigem Stand wird der Schufa Eintrag am 20.03.2021 gelöscht. Die Erfolgsaussichten für eine vorzeitige Beantragung der Löschung kann ich nicht beurteilen.
14. Juni 2020 um 11:07
ich habe vor kurzem die RSB erhalten. Ein Teil meiner Schulden resultierte aus den Dispos zweier Girokonten. Diese Schulden dürfen ja nun nicht mehr eingetrieben werden. Ich erhalte aber weiterhin Post von den betreffenden Banken mit z.b. neuen EC-Karten so als ob diese Girokonten weiterhin bestehen. Allerdings waren die Girokonten vor 6 Jahren noch kostenlos, mittlerweile nehmen die Banken dafür aber eine monatliche Gebühr. Daher meine Frage: Endet mit der RSB automatisch die Geschäftsbeziehung zu diesen Banken oder muss ich diese separat kündigen, damit nicht neue Kosten auflaufen?
15. Juni 2020 um 11:40
solange das Konto nicht durch Sie oder durch die Bank gekündigt ist, besteht es auch in der Privatinsolvenz bzw. danach weiter. Kontoführungsgebühren fallen dann ebenfalls an.
10. Juni 2020 um 17:22
Sehr geehrter Herr Dr.V Ghendler,
ich habe eine Frage zur Löschung des Eintrags bei der Schufa.
Mein Restschuldbefreiungsverfahren, ist mit dem Beschluss vom 15.11.18, rechtskräftig.
Ich habe verschiedene Varianten im Internet gelesen.
Auf der Schufa Seite steht, taggenau nach drei Jahren. Dann z.B. zum 01.01. 21, bzw. zum 01.01.22.
Es ist ein wenig verwirrend.
Wird der Eintrag nur in der Schufa gelöscht oder auch bei anderen Institution en (Creditreform usw.)?
12. Juni 2020 um 09:27
grundsätzlich haben auch die übrigen Auskunfteien nach drei Jahren den Eintrag zu löschen, was jedoch in der Praxis oftmals unterlassen wird. Daher ist Ihnen zu raten, die einschlägigen Auskunfteien zu kontaktieren und darauf hinzuwirken, dass etwaige Einträge zu löschen sind. Bevor Sie das tun, sollten Sie sich jedoch von den Auskunfteien die dort vermerkten Informationen zu Ihrer Person geben lassen. Erst dann sollten Sie eine Löschung von etwaigen Einträgen ansprechen. Ansonsten könnte es Ihnen nämlich passieren, dass Sie gewissermaßen „schlafende Hunde wecken“.
3. Juni 2020 um 15:31
Mein Mann ist seit dem 02.12.19 nach 3 Jahren Insolvenz restschuldbefreit. Abtretungen durch den Arbeitgeber erfolgten jedoch 3 Monate länger; es dauerte einfach, bis alles durch den Verwalter geprüft war. Frage eins: Wir gehen davon aus, dass jegliches seit dem 02.12. einbehaltenes Geld meinem Mann zusteht, also eine Rückzahlung erfolgen muss. Ist dem so? Frage zwei: Gibt es hier Fristen? Angeblich liegt die Sache abschließend beim Rechtspfleger, mittlerweile haben wir Anfang Juni.
wenn nach der Restschuldbefreiung weiterhin Teile des Einkommens rechtsgrundlos an den Insolvenzverwalter zugeflossen sind, so ist Ihr Arbeitgeber grundsätzlich noch zur Zahlung des ausstehenden Lohnes verpflichtet. Dann müsste sich Ihr Ehemann an Ihren Arbeitgeber halten, weil dieser von seiner Lohnauszahlungsverpflichtung nicht ganz frei wurde. Falls der Arbeitsvertrag diese Situation zugunsten des Arbeitgebers anders regelt, könnte es auch sein, dass sich Ihr Ehemann an den Insolvenzverwalter halten muss, um das rechtsgrundlos zugeflossene Geld zurückzufordern. Bezüglich Ihrer Fristfrage kann ich Ihnen sagen, dass die Durchsetzung eines Anspruchs von vielen Einzelfallumständen abhängt, die ich hier nicht abschließend aufzählen kann. Da Ihre Angelegenheit aber schon in Prüfung ist, ist mit einer baldigen Entscheidung zu rechnen.
30. Mai 2020 um 07:28
Sehr geehrte Herr Ghendler,
ich bin seit 6 Jahren im Insolvenzverfahren und im Oktober letzten Jahres wurde die Restschuldbefreiung erteilt.
Nunmehr sind wir immernoch mit dem Insolvenzverwalter im Gespräch über den Freikauf meiner 50 %igen Anteile der beiden Häuser von meiner Frau und mir.
Dies ist alles sehr kurios gelaufen, am Anfang des Verfahrens standen 20.000€ im Raum (Verkehrswert – Darlehen) inzwischen sind wir bei 150.000€, da der Verkehrswert gestiegen ist und meine Frau unsere Tilgung in den letzten Jahren geleistet hat.
Meine Frage ist, müssen wir die Häuser rechtlich überhaupt noch Freikaufen? Die Restschuldbefreiung wurde ja bereits erteilt. Eine Forderung ist zur Zeit wohl noch aus unerlaubter Handlung in der Forderungstabelle, wobei ich dieser damals dem Grunde nach widersprochen habe und dies vorm Gericht auch anerkannt wurde.
Da meine Frau die Tilgung geleistet hat und zeitgleich auch Gläubigerin in meinem Verfahren ist, könnte Sie die gelisteter Tilgung als Forderung gegen mich gelten machen?
Der Insolvenzverwalter hat in unserem letzten Gespräch zugegeben, dass das Verfahren von deren Seite nicht gut lief und der vorherige Sachberabeiter auch nicht mehr für sie tätig ist, da er viele Verfahrenfehler in anderen Verfahren getätigt hat. Wie sind die Chancen im allgemeinen Verfahrensfehler aufzudecken?
die Erfolgschancen hängen vom Einzelfall ab. Da in Ihrem Fall einige Details eine entscheidende Rolle spielen, lässt sich eine verlässliche Prognose nur nach eingehender Prüfung treffen. Sie können sich hierfür gerne an unsere telefonische kostenlose Erstberatung wenden. Sie erreichen uns werktäglich unter 0221 67770055.
25. Mai 2020 um 14:40
meine Ex-Frau hat im Jahr 2013 die Restschuldbefreiung Befreiung erhalten. Doch nach wie vor gibt es Probleme beim Abschließen von Verträgen wie z.B. günstigere Stromverträge oder Kaskoversicherungen zur kfz. Versicherung. Warum ist dies so? Sollte sie eine Löschung der Einträge bei der Schufa beantragen oder werden diese automatisch nach 3 Jahren gelöscht?
Vielen Dank für Ihre Antwort, HaJo
26. Mai 2020 um 16:42
mit Ihrer Vermutung liegen Sie wahrscheinlich richtig. Des Weiteren gibt es noch andere Auskunfteien, in denen ebenfalls Informationen über die Bonität Ihrer geschiedenen Frau enthalten sind. Grundsätzlich werden negative Einträge nach Jahren gelöscht. Aber es kommt häufig vor, dass dies „vergessen“ wird. Ich empfehle Ihnen als ersten Schritt bei der Schufa einen kostenlosen Auszug der gespeicherten Einträge anzufordern und diese auf Ihrer Richtigkeit hin zu überprüfen.
25. Mai 2020 um 14:06
Hallo, ich habe eine einfache Frage. Mir wurde vor kurzem die vorzeitige Restschuldbefreiung erteilt, der Beschluss ist bereits rechtskräftig. Den Gerichtsbeschluss habe ich beim Arbeitgeber eingereicht um die Abtretungen einzustellen. Dieser weigert sich nun die Abtretung zu beenden und überweist noch immer den pfändbaren Betrag an den Treuhänder mit der Begründung, er wurde nicht vom Treuhänder über die Rsb informiert sondern „nur von mir auf den Beschluss hingewiesen“ was wohl nicht genug ist. Mein Treuhänder versicherte mir aber am Telefon, dass der Gerichtsbeschluss völlig ausreichend ist, um die Abtretung einzustellen. Ein Telefonat zwischen Personalbüro und Treuhänder gab auch kein Ergebnis.
bitten Sie den Treuhänder freundlich darum, ein formloses Schreiben an den Arbeitgeber zu schicken. Dort soll der Treuhänder dem Arbeitgeber kurz bestätigen, dass die Restschuldbefreiunng erteilt worden und die Abtretungsfrist beendet ist.
Pessro says:
meine Privatinsolvenz wurde am 19.06.2018 beendet und habe auch vom Amtsgericht den Beschluss dafür. Ich hätte heute um eine Rechnung zu bezahlen mein Konto überziehen müssen, das hat aber meine Hausbank nicht genehmigt, da Ihnen kein Dokument vorliegt von der Beendigung der Wohlverhaltungsphase.
Ich bin mir nicht sicher, aber nach der RSB ist doch auch die Wohlverhaltensphse abgeschlossen oder gibt es da seitens des Treuhändlers noch ein gesondertes Dokument?
vermutlich konnten Sie die Rechnung nicht durch Überziehung zahlen, da Ihnen während des Insolvenzverfahrens die Dispositionskreditmöglichkeit gekündigt wurde. Es liegt also nicht daran, dass es noch eine zweite Wohlverhaltensphase gäbe.
M.Meisel says:
Eine frage. 2008 hatte ich ein privates insolvenzverfahren. Dies ist mittletweile durch und auch komplett erledigt. Jetzt kam ein schreiben von einem inkasdounternehem, welches eine forderung aus dem jahr 1999 an mich hat. Muss ich diese nun begleichen, oder hat dieses inkassounternehmen kein Anrecht mehr darauf? Wie verhalte ich mich jetzt?
20. Mai 2020 um 10:02
die Restschuldbefreiung umfasst grundsätzlich alle Verbindlichkeiten, die während des Insolvenzverfahrens dem Grunde nach bestanden (§§ 304, 286, 301 InsO). Ausgenommen sind etwa Forderungen aus deliktischer Handlung, nicht gezahltem Unterhalt oder einer Steuerstraftat (§ 302 InsO). Auf Basis der geschilderten Umstände, können Sie dem Inkassounternehmen entgegenhalten, dass Sie aufgrund der Restschuldbefreiung nicht mehr leisten brauchen.
ich habe eine Frage, mir wurde eine Restschuldbefreiung seit 13.06.2013 erteilt.
Mir wurde von der Gewerbesteuerstelle für das Jahr 2005, das ich die Gewerbesteuer zahlen soll haben die Summe eingezogen. Ist das so richtig?
Oder kann ich das Geld zurückfordern?
Weil Verjährung spielt da ja auch eine große Rolle.
von der Restschuldbefreiung werden grundsätzlich alle Forderungen erfasst (§§ 304, 301 InsO). Das gilt auch für Steuerschulden. Eine Ausnahme gibt es bei einer Steuerschuld im Zusammenhang mit einer Steuerstraftat. Ich empfehle Ihnen daher, die betreffende Behörde über Ihre Restschuldbefreiung zu informieren.
3. Mai 2020 um 00:49
Am 16.8.2019 habe ich die Restschuldbefreiung erteilt bekommen.
Ist es richtig das die Löschfrist nachdem Referentenentwurf nur nch 1 Jahr beträgt?
§301 wird wie folgt geändert:a)Der Überschrift werden ein Semikolon und die Wörter „Löschen von Informationen“angefügt.b)Die folgenden Absätze 4 und 5 werden angefügt:„(4)Ein allein aufgrund der Insolvenz des Schuldners erlassenes Verbot, eine gewerbliche, geschäftliche, handwerklicheoder freiberufliche Tätigkeit aufzuneh-men oder auszuüben, tritt mit Rechtskraft der Erteilung der Restschuldbefreiung außer Kraft. Satz 1 gilt nicht für die Versagung und die Aufhebung einer Zulassung zu einer erlaubnispflichtigen Tätigkeit.(5)Von Auskunfteien zum Zweck der geschäftsmäßigen Auskunftserteilung gespeicherte Informationen über Insolvenzverfahren und Restschuldbefreiungs-verfahren sind binnen eines Jahres zu löschen. Die Frist beginnt mit dem Eintritt der Rechtskraft der Erteilung der Restschuldbefreiung. Ist zu diesem Zeitpunkt das Insolvenzverfahren noch nicht beendet, so beginnt die Frist mit der Rechtskraft der das Insolvenzverfahren beendenden Entscheidung.“
Ist das nun schon durch und würde das bedeuten das der Eintrag bei mir dann am 16.8.2020 aus der Schufa raus wäre?
zunächst handelt es sich um einen Gesetzesentwurf, der – soweit ersichtlich – noch nicht geltendes Recht ist. Sie haben recht, dass das Insolvenzrecht für Verbraucher freundlicher werden soll, aber für Sie gelten zunächst die derzeit geltenden Regelungen fort.
30. April 2020 um 10:19
wie läuft das Ende der Insolvenz ab?
Ich bin im Juni 2021 nach 6 Jahren fertig und frage mich ob es dann noch mal zu einer „Gegenüberstellung“ der ganzen Jahre kommt.
Muss ich zum Schluss noch mal alle Einnahmen und Ausgaben mit meinem Insolvenz Verwalter durchgehen und erklären?
Ich habe in der Zeit öfters einen Arbeitgeber Wechsel gehabt, welche ich jedoch immer gemeldet habe.
Auch hatte ich zu Beginn der Insolvenz noch eine nebenberuflich Selbständigkeit, welche nie richtig geklärt wurde von meinem Verwalter-ich muss auch gestehen das ich mich nie getraut habe das noch weiter zu erörtern, da ich Angst hatte er sagt dann irgendwann das ich sie komplett abführen muss, was für mich gleichstellend wie das Ende der nebenberuflichen Selbstständigkeit gewesen wäre.
Er meinte ganz am Anfang nur zu mir ( leider nur wörtlich nicht schriftlich ) das man mal gucken muss wie rentabel diese ist. Es kamen bei den Jährlichen Abfragen aber nie Fragen nach den Jahresbilanzen dieser Tätigkeit, nur die Frage ob ich Sie noch ausübe-was aber wohl darauf greift das ich nur in Teilzeit gearbeitet hatte ( ich habe die Selbständigkeit vor einem Jahr still gelegt da es nie gut lief).
Nun wo die Zeit fast um ist frage ich mich halt auch ob ich noch irgendetwas vorbereiten muss. 6 Jahre ist kein kleiner Zeitraum und ich wäre gerne gut vorbereitet falls es normal ist zum Ende der Insolvenz noch mal ein treffen mit dem Verwalter zu haben.
Auch habe ich oft gelesen, dass man dem Bescheid zur Restschuldbefreiung hinterher laufen muss, dass einige Verwalter die Zeit nicht einhalten und dann noch darüber hinaus fleißig weiter gepfändet wird. kommt das vor? Kann ich dies mit Anrufen beim Verwalten entgegenwirken?
So Viele Frage es tut mir Leid ich freue mich trotzdem wenn Sie die ein oder andere beantworten könnten.
4. Mai 2020 um 10:35
auch am Ende des Insolvenzverfahrens trifft Sie weiterhin eine Auskunfts- und Mitwirkungspflicht (§ 97 InsO). Es kann nicht schaden, wenn Sie Ihre Unterlagen beisammen haben, um ggfls. darauf zurückgreifen zu können. Der Restschuldbefreiung müssen sie nicht „hinterher laufen“. Nach Ablauf der Abtretungsfrist werden alle Beteiligten angehört und anschließend entscheidet das Insolvenzgericht über Ihre Restschuldbefreiung. Wird Ihnen die Restschuldbefreiung erteilt, so wird Ihnen diese zugestellt. Nach Ende der Abtretungsfrist wird wegen Insolvenzforderungen nicht mehr gepfändet.
Meine Restschuldbefreiung wurde am 16.7.2019 erteilt. Ich bin meinen Zahlungen und Verpflichtungen in den letzten Jahren zuverlässig nachgekommen. Ich habe vor, einen Antrag zur vorzeitigen Löschung des Eintrages bei der SCHUFA zu beantragen.
Mein Score Wert ist zwar etwas gestiegen, aber immer noch mit „Risiko“ behaftet.
Ist es ratsam, mit der Schufa ein Gesprächstermin zu vereinbaren? Oder ist der Schufa dies reichlich egal?.
Ich habe zurzeit das „OnlinePaket für 3,95 € monatlich und kann jederzeit meine Schufa-Einträge bzw. auch den Scorewert (der alle drei Monate aktualisiert wird) einsehen.
Ich möchte alles dafür tun, dass ich in der Lage bin eine Immobilie zu finanzieren und ohne einen ordentlichen ScoreWert bei einem „seriösen“ bsp. Bausparpartner nicht möglich.
Vielleicht können Sie mir eine kleine Auskunft geben.
28. April 2020 um 15:44
unserer Erfahrung nach lässt die Schufa hier nicht mit sich reden. Da es zuletzt jedoch eine Gerichtsentscheidung gab, in der die Schufa zur Löschung des Eintrags verurteilt wurde, könnten sich die Erfolgsaussichten etwas gebessert haben.
Marina Dabrowski says:
Ich habe eine Frage : Zum 6.5. Wird meine Rsb erteilt. Wie lange steht es dann in der Schufa?
Ich habe gelesen alles was im Jahr 2020 erledigt ist wird am 31.12.2024 gelöscht
Nun habe ich in einem ihrer Antworten gelesen, daß es Tag genau 3 Jahre danach gelöscht wird, in meinem Fall am 6.5.23
Marina Dabrowski
Sehr geehrte Frau Dabrowski,
die Schufa wird den Eintrag taggenau nach drei Jahren löschen, also laut Ihrer Angaben zum 06.05.2023.
Meine Restschuldbefreiung wurde mir am 06.07.2017 erteilt. Diese steht nun in meiner Schufa und der dazugehörige Eintrag des Gläubigers als erledigt. Wie bereits hier gelesen werden diese beiden Einträge dieses Jahr am 06.07.2020 gelöscht. Mein Score ist seit dem 06.07.2017 von 5% auf 53% gestiegen.
Wird mein Score dann ab der Löschung wieder komplett perfekt sein?
Kann ich gleich nach der Löschung einen Kredit beantragen?
Bin ich dann wieder ein unbeschriebenes Blatt, sodass ich Neu starten kann?
16. April 2020 um 16:44
leider kann ich dies nicht zuverlässig beurteilen. Mandanten berichten uns jedoch davon, dass sie nach Ablauf der drei Jahre wieder einen Kredit erhalten haben. Die genaue Ermittlung des Schufa-Scores ist intransparent, die Kriterien kennt nur die Schufa selbst. Es kommt aber unter anderem darauf an, ob man seine bislang aufgenommenen Kredite pünktlich gezahlt hat. Dies wird besser bewertet, als wenn man überhaupt keinen Kredit aufgenommen hat.
Nachtrag meiner Frage vom 3.April 2020:
Es ging um eine Zahlung meiner Frau an mich, keine Schenkung. Aber halt ähnlich. Nur muss ich an den Insolvenzverwalter weiterhin zahlen, oder an meine Frau, wenn die Restschuldbefreiung erteilt wurde?
14. April 2020 um 16:57
Hallo und vielen Dank für die Nachfrage.
Es handelte sich also um eine angefochtene Zahlung. Diese fließt in die Insolvenzmasse, ist also an den Insolvenzverwalter zu zahlen.
Markus Rosenmayer says:
Ich hab meine privatinsolvenz nach 3 Jahren hinter mir!!! Jetzt möchte ich gerne meine negativen Einträge bei der Schufa löschen lassen. Sie schrieben oben dass es eine Möglichkeit gibt dass die Einträge sofort gelöscht werden können.. Unter welchen voraussetzungen wäre dass möglich???
14. April 2020 um 10:29
Sehr geehrter Herr Rosenmayer,
bislang gab es Fälle, in denen erfolgreich die vorzeitige Löschung des Schufa-Eintrags durchgesetzt werden konnte, wenn besondere Gründe dafür vorlagen. In erster Linie kann es erfolgreich sein, wenn man seit der Restschuldbefreiung all seinen Zahlungspflichten wieder pünktlich nachgekommen ist und man aufgrund des Schufa-Eintrags trotzdem Probleme hat, einen wichtigen Kredit zu bekommen.
Leider besitzt unsere Kanzlei jedoch derzeit keine Kapazitäten, um Ihnen bei der Beseitigung des Schufa-Eintrags Unterstützung zukommen zu lassen. Ich bitte Sie um Verständnis.
ich habe folgende Frage zur Restschuldbefreiung.
Wenn die Restschuldvefreiung erteilt wir, erhält dann auch der Arbeitgeber die Info?
Was passiert mit den Pfändzngen, die vor der Insolgenz beim Arbeitgeber vorhanden sind?
Sind diese dann automatisch gegenstandslos oder muss ich gegen diese Pfändungen vorgehen?
11. April 2020 um 11:13
der Arbeitgeber erhält ebenfalls die Information, dass die Abtretungsfrist nun beendet ist, dass also Ihr Einkommen wieder vollständig Ihnen zusteht. Dies können Sie dem Arbeitgeber zur Sicherheit auch selbst noch einmal mitteilen, da der Insolvenzverwalter hierzu oft noch etwas länger benötigt.
Die Lohnpfändungen dürfen nicht weiter bedient werden, sonst würde sich der Arbeitgeber Schadensersatzpflichtig machen. Diese Pfändungen sind also erledigt.
7. April 2020 um 09:29
Meine Frage wäre kann ich nach meiner restschuldbefreiung ein Kfz anmelden oder sollte man damit noch warten?
7. April 2020 um 09:34
vielen Dank für Ihre Frage. Sie dürfen bereits während der Wohlverhaltensphase wieder ein Auto/Motorrad besitzen und auf sich selbst anmelden. Nach der Restschuldbefreiung stellt dies erst Recht kein Problem mehr dar.
3. April 2020 um 19:09
mein Partner hat am 18.07.2019 seine Restschuldbefreiung erhalten. Auch am 18.07.2019 erhielt er einen Feststellungsbescheid vom Finanzamt über Herabsetzung der EST Vorauszahlung. Das Guthaben der Vorauszahlungen für das 1. und 2. Quartal wurde nun vom Finanzamt auf die Steuerschuld aus dem Jahr 2010 angerechnet. Ist das korrekt, da wirklich die Schreiben die gleichen Daten (18.07.2019) haben? Vielen Dank im Voraus für Ihre Hilfe. Mit freundlichen Grüßen
4. April 2020 um 15:42
dies wäre in der Tat sehr ärgerlich. Es wäre zu prüfen, wann genau die Rechtskraft der Restschuldbefreiung eingetreten ist, denn es ist noch die Einspruchfrist der Gläubiger abzuwarten.
meiner frau wurde die restschuldbefreiung erteilt. während der insolvenz musste ich als ehemann wegen einer erbschaft kurz vor der insolvenz 4000 € an den insolvenzverwalter zahlen. dies tat ich in kleinen raten a 40,- . daher ist die forderung noch lange nicht getilgt. muss ich nach der rstschuldbefreiung nun weiter an den anwalt zahlen?
ich kann leider ohne nähere Auskunft nicht beurteilen, weshalb Sie als Ehemann eine Summe an den Insolvenzverwalter zahlen sollen, wenn Ihre Frau in der Insolvenz ist. Hat Ihre Frau Ihnen die Summe geschenkt und die Schenkung wurde angefochten, so müssen Sie den Betrag weiterhin zurückzahlen, auch nach der Restschuldbefreiung.
Ich habe meine Restschuldbefreiung noch nicht erhalten, da sich nun erst die Gläubiger äußern sollen, nachdem die 6 Jahre abgelaufen sind . Was kommt auf mich zu ? Kommt es zu einem Gerichtsverfahren ?
in der Regel ist dies nur eine Formalität, denn falls die Gläubiger Ihnen etwas vorzuwerfen hätten, hatten sie ja bereits genügend Zeit, dies zu tun. Sie selbst müssen dabei normalerweise nicht anwesend sein.
5. März 2020 um 13:45
Ich haben am 27.02.2020 den Beschluss zur Restschuldenbefreiung vom Amtsgericht bekommen. Jetzt stelle ich mir die Frage ob ich die ganzen Unterlagen bzw. die Inkasso Schreiben meiner Schuldner aufbewaren muss und wenn ja wie lange. Ich bin ehrlich ich hatte 80 verschiedenen Gläubiger und somit 4 Große Aktenordner voll mit den Schreiben von Mahnung über Inkasso schreiben bis hin zu Vollstreckungsbescheiden.
Die andere Frage die ich mir stelle ist, ich habe im Internet gelsen das man die Möglichkeit hat auf eine vorzeitige Löschung der negativ Einträge bei der Schufa & Co. Was ist da dran. Zum Schluss muss ich sagen das von den 80 Gläuber und eine Gesamtsumme von etwas über 50.000 sich nur 2 Gläubiger mit insgesamt 4 Forderrungen in Höhe von 4800,- gemeldet haben und ich somit eine Vorzeitige Restschuldenbefreiung angestebt habe. Ich war gerade mal 11 Monate in der Privatinsolvent da ich schnell sie 100% Quote erreicht hatte.
auch wenn es unwahrscheinlich ist, dass die Korrespondenz noch einmal benötigt wird, wäre es dennoch ratsam, sie aufzubewahren.
Eine vorzeitige Löschung des Schufa-Eintrags kann in einigen Fällen erfolgversprechend sein. Allerdings muss der Antrag sorgfältig begründet sein. Leider kann unsere Kanzlei aus Kapazitätsgründen keine derartigen Fälle bearbeiten.
Guten Tag Dr. V. Ghendler,
am 12.02.20 wurde meine RSB in den Insolvenzbekanntmachungen des Justizportals veröffentlicht. Es erfolgte aber bis dato noch keine Zustellung an mich.
Frage: Am 10.03. gibt es das nächste Gehalt. Am 10.02. wurde noch der Pfändungsbetrag an den TH abgeführt. Muss der AG das beim nächsten Mal auch noch abführen? Auf welcher Weise wird der AG davon – und wann – entlastet, so dass ich das volle Gehalt ausbezahlt bekomme?
22. Februar 2020 um 15:02
mit der Restschuldbefreiung ist das Ende der Abtretungsfrist erreicht. Hierüber können Sie den Arbeitgeber auch selbst in Kenntnis setzen, wenn der Insolvenzverwalter es nicht tut. Sie können auch den zuständigen Rechtspfleger am Insolvenzgericht bitten, den Arbeitgeber in Kenntnis zu setzen.
Rhonda Aretz says:
17. Februar 2020 um 17:45
Meine Restschuldbefreiung wurde mir am 21.7.2017 erteilt. In Laufe der Insolvenz hat eine Bank die Forderung an ein Inkassounternehmen verkauft. Bei dieser wurde der Erledigungsvermerk erst am 17.10.2017 vermerkt. Wie kann ich vorgehen das dieser auch diesen Juli gelöscht wird?
Es handelt sich ja um eine Forderung von vor der Insolvenz die ohne unsere Kenntnisnahme im Laufe verkauft wurde.
Ich brauche Hilfe. Ich habe eine Rechtsschutzversicherung.
leider kann unsere Kanzlei aktuell aus Kapazitätsgründen keine derartigen Fälle bearbeiten. Ich bitte Sie um Verständnis.
14. Februar 2020 um 01:11
ich habe am 05.10.2019 meinen Antrag auf vorzeitige Restschuldbefreiung nach 3 Jahren gestellt, da alle Obliegenheiten erfüllt wurden.
Jetzt habe ich noch ein Schreiben vom Amtsgericht bekommen, dass die Treuhändervergütung festgesetzt wurde, die der Insolvenzmasse aber bereits entnommen wurde.
Meine Frage ist jetzt eigentlich, wie lange muss ich jetzt noch auf den Beschluss warten, da der Antrag schon vier Monate her ist und weiter von meinem Gehalt Pfändungen an den Insolvenzverwalter abgekehrt werden, die ich aber meines Wissens rückwirkend mit dem Beschluss zurückerhalte oder?
Wenn Versagungsgründe seitens der Gläubiger hätten vorgelegen, hätte mir ja das Gericht dies sicher mitgeteilt zwecks Stellungnahme.
vier Monate sind in der Tat ein langer Zeitraum, in der Regel sollten Sie den Beschluss innerhalb dieser Zeit bereits erhalten haben. Leider kann ich keine Auskunft darüber geben, warum es länger dauert oder wie lange es noch dauern wird.
Die vom Treuhänder in dieser Zeit vereinnahmten Zahlungen erhalten Sie zurück.
Rechtsanwalt, Fachanwalt für Insolvenzrehct
meinem Mann und mir wurde im Sommer 2017 die Restschuldbefreiung erteilt.
Verstehe ich es richtig das diese jetzt diesen Sommer in der Schufa gelöscht wird und nicht erst am 31.12.2020?
Dies würde uns wegen einer Baufinanzierung und dem Baukindergeld sehr weiterhelfen.
6. Februar 2020 um 09:44
ja, gemäß dem Code of Conduct (Verhaltenskodex) der deutschen Wirtschaftsauskunfteien ist die Schufa zu einer taggenauen Löschung nach drei Jahren verpflichtet.
meine Freundin und ich haben im November 2019 die Restschuldbefreiung erteilt bekommen.Seid 2012 leben wir in einer Wohnung wo wir regelmässig zum Winterende Schimmel hatten.2018 hatten wir ein Verfahren über Mieterbund,Rechtsanwalt,Gericht gemachtwo festgestellt wurde das es bauliche Mängel sind.Vermieter wurde verurteilt zur Sanierung.Leider hatte er dieses nur halbherzig gemacht.Wir wären schon längst ausgezogen wenn die Schufa nicht im Wege stehen würde.Leider ist es ja so das fast überall eine Schufauskunft eingeholt wird.Da wir auch eine Tochter von 13 Jahren haben ist der Zustand unhaltbar.Meine Frage wäre ob es nicht Grund genug über Verfahren den Eintrag löschen zu lassen um endlich eine andere Wohnung zu bekommen? Eine Rechtschutzversicherung wäre vorhanden.
Ich habe heute erneut das Schreiben über meine wirtschaftlichen Verhältnisse erhalten ,um Kosten des Verfahrens nach Restschuldbefreiung zu stunden…..an meinem Vermögen hat sich aktuell nur folgendes geändert …..Geburt 2 Kind im Dezember sowie Heirat im November. Muss ich alle Spalten für meinen Ehemann mit ausfüllen ,obwohl dieser mit der ganzen Sache nichts zu tun hat?Haus ,Konten usw. oder bezieht sich das nach wie vor nur auf mich ?
grundsätzlich besteht gemäß § 1360a Abs. 4 BGB die Pflicht des Ehegatten, die Kosten für bestimmte Prozesse zu tragen.
Eine Einstandspflicht dürfte in diesem Fall jedoch nicht in Betracht kommen, da die Schulden logischerweise aus der Zeit vor der Eheschließung stammen und eine Inanspruchnahme des Ehegatten daher unbillig wäre.
31. Januar 2020 um 00:14
ich war bis Januar 2016 in der PI und mir wurde die Restschuldbefreiung erteilt. Am 31.12.2019 waren ja die 3 Jahre, wo es noch in der Schufa steht, vorbei. Wie kann ich jetzt die negativen Einträge löschen lassen ? Kann ich einfach einen Vordruck aus dem Internet nehmen, reicht ein Anruf oder soll ich mir einen Anwalt dafür nehmen ? Ich habe gelesen, das die ehemaligen Gläubiger der Löschung zustimmen müssen. Ist das richtig ?
die Zustimmung der Gläubiger ist nach der Restschuldbefreiung nicht erforderlich. Es reicht ein formloser Antrag bei der Schufa, einen kostenlosen Vordruck zu verwenden wäre ebenfalls möglich. Ob es auch telefonisch geht, entzieht sich aktuell meiner Kenntnis. Grundsätzlich geschieht die Löschung auch bereits automatisch, sobald die dreijährige Frist abgelaufen ist.
29. Januar 2020 um 21:22
Hallo ich habe bereits meine Restschuldbefreiung erhalten. Ein Inkassobüro versucht aber immer noch eine Forderung der Telekom einzutreiben und droht ständig mit Kontopfändung. Die Forderung entstand drei Jahre vor Beginn der Insolvenz. Ich reagiere auf die Schreibe mit kleine Zahlunge , da ich mein Einkommen und die Witwenrente für den Unterhalt meiner Kinder und mich brauche. Muss ich Angst haben, das das Inkassobüro mein Koto schließt, wenn ich nicht auf die Forderungen reagiere? Freue mich über Antwort da das Inkassobüro meint, ich hätte zu zahlen da die Schuld vor der Insolvenz tituliert wurde.
anhand Ihrer Angaben würde ich davon ausgehen, dass die Forderung nicht mehr durchsetzbar ist, da sie von der Restschuldbefreiung umfasst war. Diese gilt auch gegenüber titulierten Forderungen. Sie können dem Inkassobüro also den Nachweis über die Restschuldbefreiung in Kopie zusenden. Sie müssen keine Zahlungen tätigen, allerdings können Sie die zu unrecht gezahlten Beträge auch nicht mehr zurückfordern. Das Inkassobüro kann keine Kontopfändung durchführen lassen. Das Inkassobüro muss Ihnen den Titel aushändigen.
25. Januar 2020 um 23:46
Hallo ich habe seit 23.10.2018 Restschuldbefreiung erhalten, laut Schufa wird er taggenau nach 3 Jahren gelöscht, alles was in dem Zusammenhang steht.
Nun die Frage ich lese immer das innerhalb dieser Zeit der Score steigt, nur leider steht meiner bei 9 Prozent und steigt nicht.
Wie sieht dies nach 3 Jahren aus steigt er automatisch?
dies ist vom Einzelfall abhängig, die genaue Berechnung des Scores ist von außen nur schwer vorherzusagen und hängt von sehr vielen Faktoren ab, aber grundsätzlich sollte er spätestens nach Ablauf der drei Jahre und Löschung des Vermerks wieder ansteigen.
ich stecke seit ca. 4,5 Jahren in der Insolvenz. Bis vor einem Jahr hatte ich noch eine nebenberufliche Selbstständigkeit, welche aber in die Masse nicht rein geflossen ist ( zu geringer verdienst ). Diese musste ich nun leider doch still legen und arbeite derzeit in Teilzeit weiter. Mein Arbeitgeber stellt mir eine VZ-Stelle in Aussicht, ich würde auch sehr gerne bei dem Arbeitgeber bleiben. Jedoch weiß ich nicht, wie lange es noch dauert bis die VZ-Stelle für mich frei wird. Ist dies ein Problem, also gilt das als Verstoß gegen die Insolvenz Auflagen? Meine Verwalterin hatte mich letztes Jahr schon darauf angesprochen und ich habe Ihr auch erzählt das ich die Aussicht auf eine VZ-Stelle bekomme in dem Unternehmen. Da meinte Sie nur, dass Sie mir viel Glück wünscht. Also hat es mir gegenüber nicht als Problem dargestellt.
es könnte allerdings ein Problem sein, denn die Anforderungen sind grundsätzlich streng. Wer nur in Teilzeit beschäftigt ist, muss sich um eine Vollzeitbeschäftigung bemühen. Die Bemühungen müssen umfangreicher sein, als nur den Arbeitgeber um eine Umwandlung in Vollzeit zu bitten.
Eine Versagung der Restschuldbefreiung kann allerdings nur auf Antrag eines Schuldners erfolgen.
A. Strippel says:
21. Januar 2020 um 17:35
mein Insolvenzverfahren ist seit letztem Jahr abgeschlossen. Vor kurzem hat mich ein Gläubiger angesprochen ( seine Vorderung hat er dem Insolvenzverwalter mitgeteilt ) wann ich ihm das restliche Geld zurückzahlen kann. Er hat auch eine kleine Summe aus der Insolvenz bekommen und möchte nun die restliche Differenz von mir zurück haben.
Darf ich ihm das restliche Geld zurück zahlen, oder mache ich mich strafbar ?
Sehr geehrter Herr Strippel,
Sie dürfen die Summe bezahlen, Sie machen sich dadurch nicht strafbar. Ihre Insolvenz ist ja bereits abgeschlossen, Sie dürfen jetzt wieder tun was Sie möchten.
Allerdings müssen Sie diese Forderung nicht bezahlen. Es besteht keine Pflicht dazu. Sie könnten dem Gläubiger einfach mitteilen, dass Sie aufgrund der Restschuldbefreiung nun die Forderung als erledigt betrachten.
Beachten Sie auch, dass Sie das Geld nicht mehr zurückfordern können, falls Sie die Rechnung bezahlen, obwohl keine Pflicht dazu besteht.
Sehr geehrter Herr Dr.Ghendler,
seit laengerem bekomme ich Werbung von „bonify“,die,wie auch die Schufa persoenliche Auskuenfte erteilt.Ist das ein anerkanntes und glaubwuerdiges Unternehmen und wie gut ist die Bonitaetspruefung?
Bonify ist ein Unternehmen, welches eine Bonitätsprüfung anhand vergleichbarer Kriterien wie die Schufa durchführt. Der große Unterschied ist, dass Bonify Ihre gesammelten Finanzdaten dann zu personalisierten Werbezwecken nutzt. Das heißt, wenn das Unternehmen darauf schließt, dass Sie in Geldsorgen sind, wird es Ihnen einen Kredit anbieten.
Erstens ist es aus Sicht einer Schuldnerberatung generell nicht ratsam, Verbraucherkredite aufzunehmen, die nicht gerade zur Finanzierung unbedingt nötiger Güter wie Auto oder Immobilie dienen. Daher sind Anbieter, die dies vorschlagen, aus meiner Sicht nicht empfehlenswert.
Zudem wird der angebotene Kredit nicht der „beste“ sein, sondern derjenige, an dem Bonify am meisten verdient. Aus unserer Sicht ist Bonify daher nicht empfehlenswert.
Die Schufa bietet immer wieder 100-tägige kostenlose Test-Zugänge zum Online-Angebot „Meineschufa“ an. Man muss hier aber unbedingt rechtzeitig daran denken, innerhalb der Frist wieder zu kündigen! Allerdings wird man von der Schufa keine Kreditangebote erhalten.
Herzlichen Dank,Herr Dr.V Ghendler,sie sind eine sehr grosse Hilfe auf diesem Weg Unterstuetzung zu zu gewaehren!
16. Januar 2020 um 19:51
wo kann man nochmals die Unterlagen bzw. den Bescheid über die Eröffnung des Verfahrens sowie die Restschuldbefreiung beantragen, da diese leider nicht mehr vorhanden sind. Diese Unterlagen werden nun gebraucht um eine Forderungsbeitreibung zu stoppen, da die Forderungen vor der Eröffnung entstanden sind. Diese sollen nun aber noch bezahlt werden, solange die Unterlagen nicht vorgelegt werden können.
ich rate Ihnen dazu sich in dieser Sache mit Ihrem örtlich zuständigen Insolvenzgericht in Verbindung zu setzen.
15. Januar 2020 um 00:13
Sehr geehrter Herr Dr.V.Ghendler,
nun habe ich dennoch eine Frage zur Restschuldbefreiung! Wie verhaelt es sich bei der Restschuldbefreiung von Steuern und der Krankenversicherung?Sind die von der Restschuldbefreiung ausgenommen?
nein, diese sind nicht ausgenommen. Steuerschulden sowie Schulden bei der Krankenversicherung sind von der Restschuldbefreiung umfasst. Eine Ausnahme würde bei einer Geldstrafe wegen Steuerhinterziehung gelten.
Das Finanzamt hat vor meiner Insolvenz meinen Bausparvertrag gepfändet.Nun ist meine Insolvenz schon 2 Jahre vorbei.Die Pfändung ist aber immer noch darauf.Auf Anfrage der Bausparkasse reagiert das Finanzamt seitn den 2 Jahren nicht.Was kann ich tun?
wenden Sie sich dafür mit dem Beschluss der Restschuldbefreiung an das Finanzamt. Wenn dieses die Pfändung nicht aufhebt, müssten Sie eine Vollstreckungsgegenklage erheben.
Gerhard Fritz says:
Meine Restschuldbefreiung habe ich im Februar 2017 bekommen und in der Schufa steht Datum der Ereignisses 21.02.2017.
Dann mal meine Frage,dann müsste doch der Eintrag am 21.02.2020 automatisch gelöscht werden,was ist wenn das die Schufa nicht automatisch löschen tut?
13. Januar 2020 um 12:56
zunächst sollten Sie die Schufa dann in einem formlosen Brief an die Einhaltung der eigenen Löschfrist erinnern und zur Löschung auffordern. In der Regel ist dies ausreichend.
Sollte dies nicht erfolgreich sein, hilft nur die Einleitung rechtlicher Schritte.
11. Januar 2020 um 02:31
kann ein Glaeubiger,nach Loeschung des Schufa Eintrags und der Restschuldbefreiung noch Ansprueche auf Forderungen erheben?In diesem Fall die BGN,Berufsgenossenschaft fuer Nahrungsmittel und Gastgewerbe!
nach der Restschuldbefreiung sind Forderungen aus dem Zeitraum vor Insolvenzeröffnung nicht mehr vollstreckbar.
Ansprüche können natürlich trotzdem erhoben werden – nur eben nicht mehr durchgesetzt. Das bedeutet auch: Wenn Sie die Rechnung dennoch bezahlen, können Sie dieses Geld nicht zurückfordern, obwohl Sie es nicht hätten bezahlen müssen.
Sollte die genannte Berufsgenossenschaft Ihnen eine Zahlungsaufforderung zusenden, können Sie ja eine Kopie der Mitteilung über die Restschuldbefreiung zurücksenden.
Meine frage ist ich habe die restschuldbefreiung meiner firmen insolvent
Erteilt bekommen kann ich mich wiederselbststândig machen oder ein gewerbe im
Rathaus anmelden.
10. Januar 2020 um 14:32
grundsätzlich spricht nichts dagegen, sofern gegen Sie keine explizite Gewerbeuntersagung vorliegt.
28. Dezember 2019 um 11:07
habe die Restschuldbefreiung erteilt bekommen und möchte gegen die Schufa auf Löschung klagen.
1. muss ich mich aufgrund meines Berufes selbständig machen und ein eigenes Studio eröffnen. Ich kann meinen Beruf im angestellten Verhältnis nicht ausüben, weil die Jobs fehlen. Bin nun Krankengeld und bald arbeitslos gemeldet.
2. Ein Umzug ist auch nicht möglich, da ich ab dem Zeitpunkt, wo in der ausgedruckten Schufa Auskunft für Vermieter steht Erteilung Restschuldbefreiung, ist die Suche sofort vorbei.
1. Welches Gericht ist für die Klage zuständig?
2. Wie sieht die Erfolgsaussicht wegen Selbständigkeit aus ?
3. Wie sieht die Erfolgsaussicht wegen Umzug aus ?
zu meinem Bedauern kann unsere Kanzlei derzeit wegen fehlenden Kapazitäten nicht bei einer Klage gegen die Schufa auf Löschung unterstützen. In diesem Rahmen kann ich auch keine Einschätzung zu den Erfolgsaussichten abgeben. Ich bitte um Verständnis.
Sehr geehrter Dr.V.Ghendler,
die Forderung ist in diesem Fall nicht mehr durchsetzbar, wenn sie von der Restschuldbefreiung umfasst war, also beispielsweise nicht auf einer vorsätzlichen unerlaubten Handlung basiert.
Ich habe die Restschuldbefreiung erteilt bekommen und möchte ein Bankkonto eröffnen. Ich wurde während der PI immer abgelehnt (negative Schufaeinträge), aber wie kann ich jetzt wo die PI vorbei ist ein Bankkonto für Jedermann öffnen?
das Jedermannkonto (Basiskonto) darf keine Bank ablehnen, sofern Sie noch kein Konto bei einer anderen Bank besitzen.
20. Dezember 2019 um 07:49
Vor 3 Jahren wurde mir die Restschuldbefreiung erteilt.
Die Schufa und Kreditreform wurden entsprechend bereinigt.
Bei der Beantragung einer Autofinanzierung wurde mir die Privatinsolvenz vorgehalten und die Finanzierung abgelehnt. Führen die Banken eigene Listen und werden diese nicht bereinigt bzw. gelöscht? Gibt es hier auch gesetzliche Löschungsfristen und wo könnte ich das nachlesen?
20. Dezember 2019 um 15:01
mir sind jedenfalls keine derartigen Listen bekannt. Ausschließen kann ich jedoch nichts. Wenn Sie sicher sind, dass die Schufa den Eintrag mittlerweile gelöscht hat, sollte ein Autokredit eigentlich wieder möglich sein.
Jürgen Herbst says:
20. Dezember 2019 um 02:29
Sehr geehrter Hr. Gendler
Nach Verbraucherinsolvenz erfolgte der Beschluss der Restschuldbefreiung im Januar. 2019
Ich habe bis heute keine Schulden mehr . Nun möchte ich ein Elektro-Auto Leasen oder Finanzieren. Mein montl. Einkommen beträgt 2500.- Euro aus Regelmässig fester Arbeit. ,..Ich lebe allein, angemessene durchschnittliche Lebenshaltungskosten. Sämtliche Deutsche Banken lehnten eine Kreditanfrage über 6000- Euro ab. Nur eine Bank in Liechtenstein würde mir einen Kredit gewähren aber mit hohen Zinsen. Meine 2 Fragen: Ab wann kann ich es wieder bei einer Deutschen Bank mit einem Darlehen versuchen und kennen Sie noch eine andere Möglichkeit die ich versuchen könnte ausser diese Wucherzinsen zu bezahlen.?
21. Dezember 2019 um 17:13
grundsätzlich sind die von Ihnen genannten Argumente, ein fester Arbeitsplatz und keine neuen Schulden, sehr gut. Wenn die Bank sich davon nicht überzeugen lässt, müssen Sie vermutlich noch etwas abwarten. Als einziges weiteres Argument kämen Sicherheiten oder eine Bürgschaft in Frage.
Leider wird es noch bis Januar 2022 dauern, bis der Schufa-Eintrag über die Privatinsolvenz gelöscht wurde.
Guten Tag, Herr Dr. Ghendler, ich habe eine Frage zu der vorzeitigen Löschung nach der Restschuldbefreiung aus der Schufa.
In welchen Fällen würde es per Gerichtsverfahren bewillen, was können wichtige Gründe dafür sein? Auf welche Präzedenzfälle kann man sich berufen?
sich auf Präzedenzfälle zu berufen, ist schwierig, denn kein Fall ist genau wie der Andere.
Grundsätzlich sind gute Argumente notwendig, daher sollte ein Anwalt diesen Antrag formulieren.
Erfolgsaussichten bestehen dann, wenn man aufgrund des Schufa-Eintrags einen besonders wichtigen Kredit nicht erhalten würde oder ein Umzug unmöglich wird, da man keine Wohnung findet. Dazu ist es wichtig, dass man sich seit der Restschuldbefreiung redlich verhalten hat, also keine neuen, unbezahlten fälligen Schulden hat.
ich habe eine Frage zu Forderungen aus unerlaubten Handlungen. Ich habe noch ca. 800€ Schulden bei der Krankenkasse, diese sind von der Restschuldbefreiuung ausgenommen. Wenn die Krankenkasse dieses danach noch weiter verfolgen will, teilt mir das Gericht sowas mit oder vollstrecken sie dann einfach?? Danke für Ihre Antwort.
für die Anmeldung einer solchen von der Restschuldbefreiung nicht umfassten Forderung gelten besondere Regeln. Nur wenn diese Voraussetzungen erfüllt sind, kann die Zwangsvollstreckung durchgeführt werden. Hierbei ist jedoch zu unterscheiden, ob die Forderung bereits vor Insolvenzveröffnung tituliert war oder nicht.
Grundsätzlich würde ich davon ausgehen, dass Ihnen die Fortsetzung bzw. Wiederaufnahme der Zwangsvollsteckung in diesem Fall mitgeteilt wird. Es ist dennoch in jedem Fall empfehlenswert, das P-Konto beizubehalten.
5. Dezember 2019 um 07:06
auch ich habe eine Frage zu meiner RSB.
Obwohl hier schon viele offen ??? In meinem Kopf beantwortet werden konnten.
Im September 2016 endete bei mir die WVP , aber die Schufa hat erst am 7.1.2017 den Vermerk „Restschuldberfreiung erteilt“ eingebucht.
Ist das rechtens bzw. warum dauerte es fast 4 Monate ?
Sowie ich es aus vielen Antworten von Ihnen rauslesen konnte, müsste dies doch schon im September 2016 erfolgt sein, oder bin ich da auf dem Holzweg?
Vielen Dank für Ihre Antwort im Voraus und verbleibe
zumindest sollte die Löschung taggenau drei Jahre nach Erteilung der Restschuldbefreiung erfolgen. Dies ist auch in den Verhaltensregeln der Schufa so festgelegt.
Sollte der Eintrag noch bestehen, könnten Sie also die Löschung beantragen. Zum 7.1. sollte der Eintrag dann spätestens entfernt sein.
ich darf eine merkwürdige Insolventes Geschichte berichten:
Ursprünglich wurde mir vom Insolvens Verwalter gesagt das mein Verfahren 3 Jahre dauern würde. Nach 3 Jahren (Emails vorhanden) wurde mir immer geschrieben das mein Verfahren sich im Abschluss befinde und bald beim Gericht eingereicht sei. 6 Jahre später wird mir vom Insolvenz Verwalter geschrieben das mein Verfahren abgeschlossen sei und bald die Restschuldbefreiung vom Gericht komme müsse. 6 Jahre und 3 Monate Es fehlen Unterlagen Antwort vom Gericht und Insolvenz Verwalter. 6 Jahre und 6 Monate das Gericht schreibt das ein Gutachter bestimmt wird um das Insolvens Verfahren zu Überprüfen. Auf die Frage beim Insolvents Verwalter was das für mich heißt und wie lange ich noch warten müssen kam: Die Prüfung habe nichts mit mir zu tun und betreffe nur den Insollvenzverwalter.
Jetzt zu meinen Hilfe Ruf:
Hat jemand schon mal von sowas gehört und wie lange muss ich noch warten bis ich endlich frei bin? Ich möchte mich als Künstler selbstständig machen und alles ist komplizierter so lange ich noch im Insolvenzverfahren bin. Sollte ich mich noch auf eine weitere lange warte Zeit einstellen? Ich habe nicht falsch gemacht in den 6 Jahren. Noch schlimmer ist das ich nicht unfreiwillig in das Insollventsverfahren gegangen bin aber wenn der Gegner ein großer Immobilen Konzern ist hat man keine Change auch wenn alle Beweise auf meiner Seite waren.
Ich währe sehr Glücklich wenn Sie mir ein paar Tips geben könnten bezw. wie lange ich noch warten muss konnte nichts im Internet finden.
grundsätzlich muss der Antrag auf Verkürzung auf drei Jahre vom Schuldner selbst gestellt werden. Aber da bei Ihnen bereits sechs Jahre vergangen sind, müssten Sie tatsächlich längst die Bestätigung der Restschuldbefreiung erhalten haben.
Die Nachricht, dass das Verhalten des Insolvenzverwalters überprüft wird, ist allerdings für Sie positiv, denn anscheinend besteht kein Grund zur Annahme, dass Sie Auskunfts- und Mitwirkungspflichten verletzt haben. Näheres kann ich leider ohne genaue Kenntnis der Sachlage nicht beurteilen.
mein Vater hat vom Amtsgericht ein Schreiben über die Erteilung der Restschuldbefreiung erhalten. Nun wollte er einen Dispokredit bei seiner Hausbank haben. Die meinten, dass die Schufa den Eintrag „Reschuldbefreiung erteilt“ löschen muss damit er einen Dispo freigeben kann.
Was bedeutet das genau? Kann ich das irgendwie seitens Schufa beschleunigen und wie lange steht so ein Eintrag denn bis zur Löschung?
3. Dezember 2019 um 14:30
es handelt sich um einen Eintrag, der besagt, dass die betreffende Person in einer Privatinsolvenz war. Leider dauert es drei Jahre ab Erteilung der Restschuldbefreiung, bis die Schufa diesen Eintrag wieder löscht.
Bei Vorliegen besonderer Gründe kommt eine frühere Löschung unter Umständen in Betracht. Hier muss jedoch der Einzelfall genau berücksichtigt werden.
30. November 2019 um 09:43
Mir wurde die Restschuldbefreiung am 04.12.2012 erteilt und erlangte am 06.02.2013 ihre Rechtskraft.
Meine Schufa ist seit langem bereinigt und und ich konnte auch schon wieder am Finanzleben teilnehmen.
Nun möchte ich eine Immobilie finanzieren und in der Selbstauskunft der Finanzierungsbank wird gefragt ob in den letzten 10 Jahren !!!!! ein Insolvenzverfahren bestand. Das tat es ja. Aber nun frage ich mich, ob das für die Bank nachzuverfolgen ist. Haben Sie dazu Erkenntnisse ?? Ich möchte mir die Finanzierung mit diesem alten Thema nicht versauen.
Wenn ich hier „nein“ ankreuze und die Bank das irgendwie herausbekommt, hat dann die informierende Stelle gegen den Datenschutz verstoßen ??
Denn mit Löschung aus der Schufa sollte ich ja ein unbeschriebenes Blatt sein.
Können Sie mir raten, ob es „ungefährlich“ ist, hier „nein“ anzukreuzen ??
leider ist eine solche Frage, die den Zeitraum der letzten zehn Jahre betrifft, relativ üblich.
Eine unwahre Aussage, also das Ankreuzen von „nein“, könnte die Bank zu einer Anfechtung des Vertrags wegen arglistiger Täuschung berechtigen, falls die Bank nachträglich davon erfahren sollte. Daher ist ein solches Vorgehen auf jeden Fall mit hohem Risiko verbunden. In diesem Fall wäre ein eventueller Verstoß gegen Datenschutzvorschriften zweitrangig.
In erster Linie nutzen auch die Banken Auskunfteien wie die Schufa oder Crif Bürgel. Diese dürften keine Auskünfte mehr gespeichert haben. Allerdings wird auch immer wieder berichtet, dass die Banken noch eigene Listen führen, in denen die gängigen Speicherfristen nicht beachtet wären. Ob die Bank also tatsächlich noch davon erfahren kann, halte ich für unwahrscheinlich, kann es jedoch nicht ausschließen.
Ich werde Ihren Kommentar anonymisieren, denn ansonsten könnte er per google auffindbar sein.
Astrid Herzog says:
Im September 2020 endet meine Insolvenz. Nun meine Frage, da mein Arbeitgeber mir verspätet einen Arbeitsvertrag ausgehändigt hat lastet mir das Insolvenzgericht dies als nicht mitwirkend und es könnte sein dass ich am Ende die gesamten Gerichtskosten tragen muss. Gibt es eine Möglichkeit dies zu umgehen? Freundliche Grüße
21. November 2019 um 12:54
eine genaue Einschätzung ist in diesem Rahmen nicht möglich, denn wenn tatsächlich Ihre Restschuldbefreiung auf dem Spiel steht, ist eine genauere Beratung notwendig.
Grundsätzlich müsste es für Sie jedoch ausreichend gewesen sein, wenn Sie sich redlich darum bemüht haben, dem Treuhänder rechtzeitig die Auskünfte zu erteilen und den Gläubigern kein Nachteil durch die Verspätete Mitteilung entstanden ist.
mein Inso Verfahren wurde am 10.09.2013 eröffnet. Die Abtretung lief somit bis 10.09.2019. meine rechtskräftige RSB erhielt ich am 25.09.2019. Also alles super. Mein Gehalt für September erhielt ich am 30.9.2019 und der komplette Pfändungsbetrag wurde vom Treuhänder einbehalten?‘ Ich dachte wenn überhaupt, wird bis 10.09.2019 anteilig abgerechnet, aber lat. Treuhänder bekomme ich nichts zurück? Darüber gibt es doch aber einen BGH Beschluss, oder nicht?
hierbei handelt es sich generell um eine Frage von „Recht haben aber nicht Recht bekommen“. Diese Frage wurde meines Wissens bislang nicht vom BGH geklärt. Wenn der Treuhänder sich auf den Standpunkt stellt, dass er den Betrag nicht anteilig berechnen wird, bleibt nur ein juristisches Vorgehen mit zweifelhafter Erfolgsaussicht.
Dominic Sandfuchs says:
11. November 2019 um 15:18
Hallo Herr Helfen,
Noch eine Frage die Restschulbefreiung ist im Dez 2017 erteilt worden, deswegen verstehe ich nicht warum der Eintrag noch in der Auskunft ist.
-alte Einträge über Gläubigerforderungen bei der Schufa werden entfernt, der Eintrag über die Privatinsolvenz bleibt jedoch noch ca. drei Jahre bestehen
das die Erteilung der Restschuldbefreiung noch in der Auskunft steht ist verständlich nur dürfte doch kein Abwicklungskonto mehr in der Auskunft sein?
D.Sandfuchs
8. November 2019 um 20:20
seit dem 21.12.17 ist bei mir die RSB erteilt worden. Es steht aber immer noch ein Abwicklungskonto in der Auskunft.
Nach Ihrer Aufzählung hier auf der Seite müssten doch alle alten Eintragungen gelöscht werden.
WIe kann ich jetzt die Löschung des Eintrags einfordern
Sehr geehrter Herr Sandfuchs,
dieser Eintrag wird leider erst drei Jahre nach Erledigung der Forderung gelöscht, die Forderung gilt erst mit der Restschuldbefreiung als erledigt.
StB Juergen Bremes says:
eine Mandantin fragt bei mir an, ob sie nach erteilter Restschuldbefreiung wieder unbegrenzt Einnahmen erzielen kann, ohne Gefahr zu laufen, dass der Insolvenzverwalter oder ehemalige Gläubiger einen Zugriff haben. Meines Erachtens müssten doch sämtliche Einnahmen pfändungsfrei sein.
Jürgen Bremes
8. November 2019 um 14:52
Sehr geehrter Herr Bremes,
es besteht grundsätzlich kein Grund zur Annahme, dass das Einkommen Ihrer Mandantin gepfändet werden könnte. Die häufigsten Ausnahmen davon sind:
– Gestundete Kosten des Insolvenzverfahrens, sofern diese noch nicht aus der Insolvenzmasse berichtigt wurden. Wenn Einkommen vorhanden ist, müssen diese Kosten beglichen werden.
– Forderungen aus unerlaubter Handlung, oder sonstige nicht von der Restschuldbefreiung umfasste Forderungen
– Verbindlichkeiten, die nach Eröffnung des Verfahrens neu entstanden sind
Beachten Sie, dass dies keine abschließende Aufzählung ist, allerdings handelt es sich um Ausnahmen die in den meisten Fällen nicht gegeben sind.
Herr G says:
30. Oktober 2019 um 13:19
ich bin seit dem 8.11.16 in der Insolvenz, lt dem Insolvenzverwalter ist der 8.11.19 Stichtag der Insolvenz. Die Gerichtskosten sind gedeckt, sowie 51% der Forderungen. Sollte das Gericht nicht vor dem 8.11.19 die Restschuldbefreiung erteilen, wird dann weiterhin gepfändet?
in der Tat wird vermutlich noch eine gewisse Zeit lang weiter gepfändet, bis Ihnen der Beschluss über die Restschuldbefreiung zugeht. Das Geld, das nach dem 8.11. noch gepfändet wird, können Sie aber zurückfordern.
Frau Nowald says:
Sehr geehrte Dr.V. Ghendler,
mein Partner ist seit August 2019 fertig mit der Privatinsolvenz. Nun ist folgende Situation: im Mai diesen Jahres hat die Firma wo er 32 Jahre tätig war auch noch geschlossen ( die Firma ist nicht Pleite sondern schliesste hier in Berlin) nun haben wir heute erfahren das die Firma ein Rechnungsfehler tat und meinem Partner eine Abfindung noch zu stehe. Müssen wir das bei der ehemaligen Treuhändlerin Melden!? obwohl mein Partner die Restschuldbefreiung hat seit August 2019. Wir hoffen Sie können uns eine Antwort bzw. ein Rat geben. Wir bedanken uns im vorraus und verbleiben Mit freundlichen Grüßen Nowald
Sehr geehrte Frau Nowald,
bei dem von Ihnen geschilderten Fall gibt es diverse mögliche Konstellationen. Es könnte durchaus sein, dass die Abfindung noch aufgrund einer Nachtragsverteilung in die Insolvenzmasse fällt. In diesem Fall können sie aber einen Antrag auf Pfändungsschutz gemäß § 850i ZPO stellen. Wenn die Abfindung bisher nicht vereinbart wurde, könnte man auch argumentieren, dass der Anspruch auf die Abfindung erst nach Ablauf der Insolvenz entstanden ist und somit die Abfindung nicht pfändbar ist.
Da es sich hier um einen komplexen Sachverhalt handelt, kann ich leider keine verbindliche Auskunft geben.
29. Oktober 2019 um 03:07
Ich habe im Januar nächsten Jahres nach nach 4,5 Jahren alle Schulden die angemeldet wurden abbezahlt + Verfahrenskosten. Wie geht es weiter wenn ich die letzte Zahlung an meinen Insolvenzverwalter leiste? Muss ich dann trotzdem weiter Zahlen und wenn ja, was passiert mit dem überschüssigen Geld?
Wann kann ich einen Antrag auf vorzeitige Restschuldbefreiung stellen oder muss das mein Insolvenzverwalter machen? Muss ich ihn darauf hin weisen?
in der Regel werden zunächst weiterhin die pfändbaren Beträge einbehalten. Diese können Sie aber nach der endgültigen Beendung des Insolvenzverfahrens zurückfordern.
Den Antrag müssen Sie selbst beim zuständigen Amtsgericht stellen. Hierin müssen Sie darlegen, dass nunmehr sämtliche Verbindlichkeiten und die Verfahrenskosten bezahlt sind. Falls möglich können Sie eine Bestätigung darüber vom Insolvenzverwalter erhalten und beifügen.
Hallo, meine Frage wäre wenn ich die private Insolvenz beantrage und am Ende eine restschulderteilung zugeteilt kriege, bin ich dann auch von den Kreditschulden der Bank die ich nicht bezahlen konnte befreit ?
Kreditschulden bei der Bank sind eine der häufigsten Schuldenarten und sind in aller Regel von der Restschuldbefreiung umfasst.
17. Oktober 2019 um 17:46
meine Restschuldbefreiung wurde mir am 01.10.2018 erteilt, ich bin noch im besitz eines Sparbuch auf dem sich ein kleiner Betrag in Höhe von 70€ befindet. Heute, ein Jahr nach meiner Restschuldbefreiung wollte ich dieses Sparbuch bei der Sparkasse auflösen. Man sagte mir dass es nicht möglich wäre, da es in ihrem System noch einen Gläubiger gäbe. Ich hatte den Beschluß vom Gericht vorgelegt und trotz Abfrage bei der Schufa haben sie es verweigert. Was bitte kann ich unternehmen ?
18. Oktober 2019 um 12:15
Sie können nur den entsprechenden Gläubiger auffordern, die Pfändung zurückzunehmen, da sie sowieso nicht mehr vollstreckt werden kann. Wenn er dies nicht freiwillig tut, müssten Sie Klage erheben.
mir wurde die Restschuldbefreiung nach 16 Monaten mit keinerlei Rest forderung erteilt. Hat das Auswirkungen auf den Eintrag der Restschuldbefreiung bei der Schufa oder stehen in meinem Fall auch die 3 Jahre an ?
grundsätzlich bleibt leider auch in diesem Fall der Eintrag über die Restschuldbefreiung drei Jahre lang bestehen.
15. Oktober 2019 um 08:43
ich habe diesen Monat meine Restschuldbefreiung erteilt bekommen. Jetzt lese ich immer mal wieder das es eine Möglichkeit gegen die Eintragung weiterer 3 Jahre bei der Schufa vorzugehen und die Löschung sofort zu beantragen (per Anwalt). Es gab wohl auch schon Erfolge, setzt aber voraus das man Probleme durch den Eintrag haben würde. Wir wollen gemeinsam 2020 bauen und ich möchte gerne mit im Baukredit aufgenommen werden, reicht das als Grund aus?
diese Möglichkeit besteht tatsächlich. Allerdings sollte die Löschungsaufforderung an die Schufa sorgfältig begründet sein, dies kann in der Regel nur ein geschulter Anwalt leisten. Leider kann unserer Kanzlei derzeit aus Kapazitätsgründen keine derartigen Fälle übernehmen.
11. Oktober 2019 um 07:34
meine Restschuldbefreiung endete bzw. wurde am 10.09.2016 erteilt. Somit müsste ja zum Ablauf des 10.09.2019 der Eintrag gelöscht sein.
Die Schufa aber hat Ihn bis dato noch nicht gelöscht, da diese erst die Meldung zur Erteilung am 24.10.2016 erhalten haben und sich somit an dieses Enddatum halten wollen! Meine Frage:
Ist dies rechtens was die Schufa da veranstaltet oder kann ich dagegen vorgehen?
vielen Dank für Ihre Frage. Da es sich um „nur“ ca. sechs Wochen handelt, wären die Kosten für ein anwaltliches Vorgehen in dieser Sache vermutlich nicht lohnenswert.
Grundsätzlich hat die Schufa sich aber verpflichtet, die Daten taggenau drei Jahre nach Beendigung des Insolvenzverfahrens oder der Erteilung der Restschuldbefreiung zu löschen.
11. Oktober 2019 um 01:45
ich erwarte in Kürze vom Amtsgericht die Erteilung der Restschuldbefreiung nach drei Jahren, alle Obliegenheiten sind erfüllt. Das dauert leider ein wenig, da ja noch Stellungnahmen und Fristen bezüglich sofortiger Beschwerde seitens der Insolvenzgläubiger abzuwarten sind. Es finden also noch weiter Abtretungen von meinem Gehalt an meinem Insolvenzverwalter statt.
Kann ich diese mit Beschluss des Amtsgerichts rückwirkend zurückfordern, ich habe mal gelesen, dass er diese separat führen muss, ich hatte auch mit der Kanzlei bezüglich des Antrags auf vorzeitige Restschuldbefreiung gesprochen, also die wissen auch Bescheid, dass die drei Jahre jetzt im Oktober vorbei sind!
11. Oktober 2019 um 16:58
ja, diese Beträge muss der Insolvenzverwalter Ihnen wieder zurückerstatten, dies ergibt sich aus § 300 Abs. 4 Satz 3 InsO in Verbindung mit § 300a InsO.
3. Oktober 2019 um 20:40
wie lange ist die vom Gericht erteilte Restschuldbefreiung im Verbraucherinsolvenzverfahren von den Gläubigern anfechtbar?
Im Internet findet man unterschiedliche Angaben zwischen 6-12 Monaten. Könnten Sie mir hier bitte weiterhelfen?
es hängt davon ab, aus welchem Grund die Restschuldbefreiung widerrufen werden soll. Dies ergibt sich aus § 303 InsO.
Normalerweise beträgt die Frist für die Gläubiger 12 Monate ab der rechtskräftigen Erteilung der Restschuldbefreiung. Nur in dem Ausnahmefall, dass das Insolvenzverfahren nach sechs Jahren immer noch nicht abgeschlossen ist und nach dieser Zeit eine Mitwirkungspflicht verletzt wird, beträgt die Frist nur 6 Monate.
ich habe eine Frage zur Löschung des Schufaeintrages. Das Gesetz ist ja im Moment etwas widersprüchlich, wegen der DSGVO.
Meine Restschuldbefreiung war am 06.10.2016 durch. Das heißt die 3 Jahre danach sind in 3 Tagen abgelaufen.
Wird der Eintrag bei der Schufa genau an dem Tag gelöscht?
Wie kann ich herausfinden, ob er gelöscht wurde und was tue ich, sollte dies nicht der Fall sein?
ja, der Antrag müsste taggenau mit Ablauf der drei Jahre gelöscht werden.
Sie können eine kostenlose Selbstauskunft bei der Schufa anfordern. Sollte der Eintrag nicht gelöscht sein, können Sie dies der Schufa schriftlich mitteilen und die Löschung beantragen.
Hallo, ich bin mit meiner Privatinsolvenz und der Restschuldbefreiung nun durch. Ich habe hier in einer Antwort von Ihnen gelesen das die Restschuldbefreiung noch 3 Jahre in der Schufa drin steht. Kann ich somit während dieser 3 Jahre keinen Kredit oder Ratenkauf vornehmen?
Frage aus dem Grund, da sich mein Mann nun von mir trennt und scheiden lassen will und ich mir gegebenfalls neue Möbel/Küche kaufen müsste und ich nun nicht weiss darf ich das jetzt dann überhaupt, bzw. was Verträge dürfte ich jetzt wieder machen? Ich würde mich für eine schnelle Antwort freuen.
es stimmt, dass ein Schufa-Eintrag noch drei Jahre bestehen bleibt. Dies bedeutet aber nicht automatisch, dass man gar keine Ratenkredite mehr erhält. Dies hängt dann auch vom Einkommen ab. Grundsätzlich sind viele Anbieter von Krediten jedoch durchaus vorsichtiger.
an der anschließenden 3-jährigen Speicherzeit bei der Schufa kommt man scheinbar nicht vorbei – oder soll sich hier möglicherweise etwas ändern?
Wie sieht es denn mit anderen Auskunfteien aus?
Gilt dort auch grundsätzlich diese Frist oder dürfen diese den Eintrag auch noch länger speichern?
Bei welchen relevanten Auskunfteien sollte man die Löschung noch prüfen und/oder beantragen?
Ich werde in unserem Familienunternehmen nach der RSB wieder in verantwortlicher Position arbeiten, aber natürlich ohne irgendwelche Titel (Prok., GF), um der Firma nicht mit meinen Einträgen im HR zu schaden. Es besteht keinerlei Risiko auf Neuverschuldung. Trotzdem ist das natürlich eine sehr unbefriedigende Situation…
Darf ich Ihnen in dem Zusammenhang noch eine letzte Frage: Könnte ich über unsere Firma (eine solide GmbH + Co KG) eine Firmenkreditkarte auf meinen Namen beantragen lassen, oder werde da auch ich als „Berechtigter“ geprüft und das könnte dann wieder negativ auf die Firma wirken??
Für Ihre Antwort besten Dank bereits an dieser Stelle.
18. September 2019 um 16:59
auch die anderen Auskunfteien unterliegen grundsätzlich dieser dreijährigen Frist. Insbesondere die großen Auskunfteien Infoscore, EOS und Crif Bürgel in Frage.
Grundsätzlich dürfte dem Nutzen der Firmenkreditkarte nichts im Wege stehen, allerdings kann ich hierzu keine genaue Auskunft geben.
Ich bin mit der Insolvenz fertig muss jetzt noch die ķosten für das Verfahren zahlen
Kann ich Lohnsteuer einreichen und wie viele Jahre rückwirkend
Gehe seit der insolvenz arbeiten hab aber noch nie Lohn Steuern eingereicht
grundsätzlich kann eine Steuerrückerstattung ein Fall der Nachtragsverteilung sein, also noch in die Insolvenzmasse fallen.
Dem Insolvenzgericht ist während der Dauer der Stundung mitzuteilen, wenn sich bei Ihrem vermögen signifikante Änderungen ergeben haben, so auch, wenn Sie eine Summe Geld erhalten.
1. September 2019 um 11:39
Ich habe im Juli 2019 meine Privatinsolvenz mit Restschuldbefreiung hinter mich gebracht.
Wie kann oder soll ich nun vorgehen um meine Einträge bei der Schufa zu löschen?
Grundsätzlich beträgt die Löschfrist drei Jahre, nur auf Antrag kann der Eintrag vorzeitig bereinigt werden.
Diesem Antrag wird die Schufa nur nachkommen, wenn eine sorgfältige und stichhaltige Begründung vorliegt. Hierbei ist anwaltliche Unterstützung stark zu empfehlen.
Leider hat unsere Kanzlei aktuell keine freien Kapazitäten zur Bearbeitung derartiger Fälle.
Guten Morgen Herr Ghendler,
ich möchte Sie um eine Antwort bitten, da ich etwas irritiert bin, wann genau ich nun aus der Privatinsolvenz raus und damit wieder voll schuldenfrei bin.
Ich möchte demnächst umziehen und in die Gehaltserhöhungsgespräche gehen. Möchte aber vorher die Gewissheit haben, dass ich zum einen, bei dem künftigen Vermieter ruhigen Gewissens eine saubere Schufaauskunft vorlegen kann, zum anderen aber auch einen „Stichtag“ für meine Gehaltserhöhung anvisieren kann.
Für Ihr verständliche Antwort danke ich jetzt schon mal und hoffe, Sie können mich erhellen.
28.06.2014 Privatinsolvenz gestellt
22.03.2016 aufgehoben (was auch immer das bedeuten man…)
ca. 21.03.2020 kommt die letzte Datenabfrage, wo ich all meine Daten angeben soll.
15.07.2020 ist der wahrscheinliche Enddatum der gesamten Insolvenzzeit?
Seit wann befinde ich mich in der Restschuldbefreiung und was genau bedeutet das für mich?
Wie lange dauert diese noch an?
Laienhaft gefragt; wann genau also bin ich mit dieser Thematik „Privatinsolvenz“ durch und kann es endlich hinter mir lassen?
das „Aufheben“ des Insolvenzverfahrens bedeutet, dass Sie sich nunmehr in der Wohlverhaltensperiode befinden. Die Restschuldbefreiung erhalten Sie voraussichtlich zu dem von Ihnen genannten Enddatum der Insolvenz. Von einer Gehaltserhöhung könnten Sie also erst ab diesem Datum in voller Höhe profitieren, allerdings könnten Sie bis dahin bereits rund 30 Cent von jedem mehr verdienten Euro behalten.
Die Schufa wird leider den Eintrag über die Privatinsolvenz bis zum Juli 2023 speichern.
26. August 2019 um 15:49
Ich habe meinen privatinsolvenz am 2011 eingereicht und ihabe am oktober 2017 mein restschulbefreung beschluss bekommen, meine frage währe am oktober 2020 sind die 3 jahre im eintrag bei der Schufa vorbei es wird am taggenau die löschung durchlaufen wird mein score wert wieder auf 97prozent gestuft kann ich mir eine Immobilie eigenheim bzw finanzieren ohne probleme wenn sie dazu was kommentieren würden währe ich ihnen sehr dankbar mein alter ist 39. Mfg
grundsätzlich dürfte sich ab Oktober 2020 die Privatinsolvenz bzw die Restschuldbefreiung nicht mehr negativ auf Ihre Bonität auswirken und damit auch dem Kredit nicht mehr im Wege stehen.
Immer wieder hören wir jedoch von Mandanten, dass Banken ohne erkennbaren Grund den Kredit dennoch nicht gewähren. Grund dafür könnte sein, dass Banken neben der Schufa noch auf andere Datenbanken zurückgreifen.
Außerdem hängt die Kreditwürdigkeit natürlich noch von anderen Faktoren ab.
meine insolvenz ist jetzt 6 monate vorbei und 2 gläubiger haben immer noch bei meinem sparkassen konto einen eintrag. ich bat diese gläubiger jetzt zum widerholten mal dies dort löschen zu lassen,damit ich endlich vom p-konto auf ein normales girokonto umsteigen kann, aber die löschen es einfach nicht. die melden sich nicht einmal! frechheit.
selbst die bank hat schon aufforderungen geschickt, auf die einfach nicht reagiert wird!
leider können Sie in diesem Fall lediglich eine Vollstreckungsgegenklage gemäß § 767 ZPO androhen und, falls weiterhin jegliche Reaktion ausbleibt, diese durchführen. Eine andere Möglichkeit sehe ich nicht, wenn die Gläubiger nicht bereit sind, die mittlerweile sinnlos gewordene Pfändung aufzuheben.
Kaan Can says:
24. August 2019 um 09:36
Ich hätte eine Frage was das Restschuldbefreiung betrifft.
Wenn die 7 Jahre Privat Insolvenz abgelaufen ist und vom Gericht eine Restschuldbefreiung erteilt bekommen hat kann der Gläubiger trotzdem sein Geld verlangen trotz Restschuldbefreiung?
sofern die Forderung des Gläubigers von der Restschuldbefreiung umfasst war, kann er die Summe nicht länger von Ihnen verlangen. Die Restschuldbefreiung stellt dann auch ein echtes Vollstreckungshindernis dar, welches beispielsweise einem Gerichtsvollzieher entgegengehalten werden kann.
19. August 2019 um 19:17
Hallo! Ich habe die Restschuldbefreiung bekommen. Die Insolvenz wurde Anfang 2013 gestellt, da ich gegenüber dem Finanzamt Steuerschulden hatte. Es gab und gibt keine weiteren Gläubiger. Steuerberater und Anwälte, haben mir zu einer Privatinsolvenz geraten. Nun erhalte ich den Beschluss, in welchem auf § 302 Inso. hingewiesen wird. Mit erschrecken lese ich im Internet, das es 2014 eine Änderung im Gesetz gab. Nun soll die Steuerschuld nicht in der Restschuldbefreiung berücksichtigt sein? Warum bin ich dann 6 Jahren in die Insolvenz gegangen? Ist dies korrekt, das die Steuerschulden nicht erlassen sind? Wie muss und kann ich jetzt verfahren. Meine Ängste werden noch größer, da ich keinerlei Kenntnis der diesen § hatte. Weder Steuerberater, noch Insolvenzanwalt haben mich darüber informiert. Wie Handel ich jetzt. Wie komme ich nun überhaupt von diesen Schulden runter?
20. August 2019 um 09:15
bitte lesen Sie § 302 Nr. 1 InsO (Insolvenzordnung) genau. Einzig wenn es sich um Verbindlichkeiten handelt, die in Zusammenhang mit einer Steuerstraftat stehen, werden diese nicht von der Restschuldbefreiung umfasst. Normale, rückständige Steuerforderungen sind selbstverständlich umfasst.
9. August 2019 um 14:18
laut meiner Insolvenzverwalterin bin ich am 11.02.2020 mit meiner Insolvenz nach fünf Jahren fertig.
Jetzt steht allerdings noch ein Erbe aus, welches meine Restschulden begleichen würde. Selbstverständlich
weiß meine Insolvenzverwalterin sowie die Gläubiger davon.
Ich warte eigentlich schon lange auf dieses Erbe, es müsste eigentlich jeden Monat ausgezahlt werden.
Meine Frage dazu: Sollte ich nun über den 11.02.2020 hinaus auf mein Erbe warten müssen, kann mir dann die Restschuldbefreiung
untersagt werden?
es kann nicht zu Ihrem Nachteil ausgelegt werden, wenn das Erbe verzögert ausgezahlt wird. Allerdings könnte es unter Umständen zu einer Nachtragsverteilung kommen und das Erbe doch noch zur Hälfte an den Insolvenzverwalter fallen.
Guten Tag, meine Restschuldbefreiung ist nun zwei Jahre her. Ich hatte zwischenzeitlich kein Bankkonto. Nun lehnen alle Banken eine Kontoeröffnung ab. Haben Sie eine Idee, was ich tun könnte?
Sie besitzen zumindest das Recht, ein sogenanntes Basiskonto oder „Jedermann-Konto“ zu eröffnen. Dieses darf die Bank nur unter besonderen Umständen ablehnen.
Helga Trintwedel says:
19. Juli 2019 um 14:32
Hallo,habe im Juni meine Restschuldbefreiung erhalten,aber auf meinen Konto ist immer noch ein Gläubiger der eine Pfändung hat,was kann ich machen.Frau Trintwedel
Sehr geehrte Frau Trintwedel,
in diesem Fall können Sie mit dem Gläubiger Kontakt aufnehmen und ihn bitten, die mittlerweile sinnlos gewordene Pfändung aufzuheben.
Sollte er nicht dazu bereit sein, können Sie die Pfändung nur noch mit einer Vollstreckungsabwehrklage gemäß § 767 ZPO entfernen.

References: § 52

§301
 § 1360
 BGH 
 BGH 
 § 850
 § 300
 § 300
 § 303
 § 767
 § 302
 § 302
 § 767