Source: http://www.stadt-ranis.de/ortsrecht/archiv/ordr/friedhofsa.html
Timestamp: 2018-01-20 05:07:04+00:00

Document:
Friedhofssatzung der Stadt R a n i s
Friedhofssatzung der Stadt Ranis
in der Fassung vom 30.12.2010
Aufgrund § 19 Abs.1 der Thüringer Kommunalordnung (ThürKO), in der Fassung vom 28.01.2003 (GVBl.S.41), zuletzt geändert am 25.11.2004 (GVBl. S. 853) sowie dem Thüringer Bestattungsgesetz (ThürBestG) vom 19.Mai 2004 (GVBl Nr. 11 S. 505), zuletzt geändert durch Art. 4 RL 2006/123/EG-UmsetzungsG vom 8. 7. 2009 (GVBl. S. 592), hat der Stadtrat der Stadt Ranis in seiner Sitzung am 30.09.2010 mit Beschluss Nr. 32/2010 die am 24. Februar 2005 unter Beschluss Nr. 03/2005 und mit Ergänzungsbeschluss Nr. 17/2005 vom 28. April 2005 erlassene Friedhofssatzung, bekannt gemacht im Amtsblatt der VG Ranis – Ziegenrück „Oberlandbote“ am 20.05.2005, geändert. Der neue Wortlaut wird hiermit bekannt gemacht:
Diese Friedhofssatzung gilt für den im Gebiet der Stadt Ranis gelegenen und von ihr verwalteten Friedhof.
(1) Der Friedhof dient der Bestattung und der Pflege der Gräber im Andenken an die Verstorbenen.
1. bei ihrem Ableben Einwohner der Stadt Ranis waren (dazu zählen auch ehemalige Einwohner der Stadt, die ihren Wohnsitz von Ranis in ein Alters- oder Pflegeheim verlegt haben) oder
2. ein Recht auf Benutzung einer Grabstätte auf dem Friedhof hatten.
(3) Die Bestattung anderer Personen bedarf der vorherigen Zustimmung der Friedhofsverwaltung. Ein Rechtsanspruch auf Erteilung der Zustimmung be­steht nicht.
(4) Für die Beisetzung von Urnen gelten die Vorschriften über die Bestattung, soweit nichts anderes verfügt wird.
(1) Friedhof und Friedhofskapelle können aus wichtigen öffentlichen Gründen für weitere Bestattungen gesperrt (Schließung) oder einer anderen Verwendung (Entwidmung) zugeführt werden.
(2) Durch die Schließung wird die Möglichkeit weiterer Bestattungen ausgeschlossen. Soweit durch Schließung das Recht auf weitere Bestattungen in Wahlgrabstätten/Urnenwahlgrabstätten erlischt, wird dem Nutzungsberechtig­ten für die restliche Nutzungszeit bei Eintritt eines weiteren Bestattungs­falles auf Antrag eine andere Wahlgrabstätte/Urnenwahlgrabstätte zur Ver­fügung gestellt. Außerdem kann er die Umbettung bereits bestatteter Leichen verlangen, soweit die Nutzungszeit noch nicht abgelaufen ist.
(3) Durch die Entwidmung geht die Eigenschaft des Friedhofs als Ruhestätte der Toten verloren. Die in Reihengrabstätten/Urnenreihengrabstätten Be­statteten werden, falls die Ruhezeit noch nicht abgelaufen ist, die in Wahlgrabstätten/Urnenwahlgrabstätten Bestatteten, falls die Nutzungszeit noch nicht abgelaufen ist, auf Kosten der Stadt in andere Grabstätten um­gebettet.
(4) Schließung oder Entwidmung werden öffentlich bekannt gegeben. Der Nutzungsberechtigte einer Wahlgrabstätte/Urnenwahlgrabstätte erhält außer­ dem einen schriftlichen Bescheid, wenn sein Aufenthalt bekannt oder ohne besonderen Aufwand zu ermitteln ist.
(5) Umbettungstermine werden einen Monat vorher öffentlich bekannt gemacht. Gleichzeitig sind sie bei Reihengrabstätten/Urnenreihengrabstätten einem Angehörigen des Verstorbenen, bei Wahlgrabstätten / Urnenwahlgrabstätten dem Nutzungsberechtigten mitzuteilen.
(6) Ersatzgrabstätten werden von der Stadt auf ihre Kosten in ähnlicher Weise wie die Grabstätten auf dem entwidmeten oder geschlossen Friedhof/Friedhofsteil hergerichtet. Die Ersatzwahlgrabstätten werden Gegenstand des Nutzungsrechtes.
Der Friedhof ist täglich geöffnet. Mit Einbruch der Dunkelheit ist ein Betreten des Friedhofes zu unterlassen. Aus besonderem Anlass kann das Betreten des Friedhofes untersagt werden.
(1) Jeder Friedhofsbesucher hat sich der Würde des Ortes entsprechend zu verhalten. Den Anordnungen des aufsichtsbefugten Friedhofspersonals ist Folge zu leisten. Kinder unter zehn Jahren dürfen den Friedhof nur in Begleitung Erwachsener betreten.
1. Das Befahren der Wege mit Fahrzeugen aller Art, soweit nicht besondere Erlaubnis hierzu erteilt ist,
ausgenommen von diesem Verbot sind Kinderwagen, Rollstühle, kleine Handwagen sowie Fahrzeuge der Friedhofsverwaltung.
2. Verkauf von Waren aller Art und jegliche Werbung,
3. an Sonn- und Feiertagen und in der Nähe einer Bestattung störende Arbeiten auszuführen,
4. ohne schriftlichen Auftrag eines Berechtigten bzw. ohne vorherige Anzeige bei der Friedhofs-
verwaltung gewerbsmäßig zu fotografieren.
5. Druckschriften zu verteilen, ausgenommen Drucksachen, die im Rahmen von Bestattungsfeiern
notwendig und üblich sind,
6. den Friedhof und seine Einrichtungen und Anlagen zu verunreinigen und zu beschädigen sowie
Rasenflächen und Grabstätten unberechtigterweise zu betreten,
7. Abraum und Abfälle aller Art außerhalb der hierfür aufgestellten Behältnisse abzulegen,
(3) Gedenkfeiern und andere nicht mit einer Bestattung zusammenhängende Veranstaltungen bedürfen der Zustimmung der Friedhofsverwaltung, sie sind spätestens eine Woche vor Durchführung anzumelden.
(1) Für die Anzeige nach Absatz 2 Punkt 4. gelten die Bestimmungen des Thüringer Verwaltungsverfahrensgesetzes (ThürVwVfG) zum Verfahren über die einheitliche Stelle (§§ 71a bis 71e ThürVwVfG).
(1) Steinmetze, Bildhauer, Gärtner, Bestatter und sonstige Gewerbetreibende haben die gewerbliche Tätigkeit auf den Friedhof der Friedhofsverwaltung vorher anzuzeigen.
(3) Auf Verlangen des Gewerbetreibenden stellt die Friedhofsverwaltung eine Berechtigungskarte aus. Die Gewerbetreibenden haben für ihre Mitarbeiter einen Bedienstetenausweis auszufertigen. Der Bedienstetenausweis und eine Kopie der Anzeige ist dem aufsichtsberechtigten Friedhofspersonal auf Verlangen vorzuzeigen.
(4) Die Gewerbetreibenden und ihre Mitarbeiter haben die Friedhofssatzung und die dazu ergangenen Regelungen zu beachten. Die Betriebsinhaber haften für alle Schäden, die sie oder ihre Bediensteten im Zusammenhang mit ihrer Tätigkeit auf dem Friedhof schuldhaft verursachen.
(5) Gewerbliche Arbeiten auf dem Friedhof dürfen nur werktags ab 07.00 Uhr ausgeführt werden.
(6) Die für die Arbeiten erforderlichen Werkzeuge und Materialien dürfen auf dem Friedhof nur an den von der Friedhofsverwaltung genehmigten Stellen gelagert werden. Nach Beendigung der Arbeiten sind die Arbeits- und Lagerplätze wieder in einen ordnungsgemäßen Zustand zu versetzen. Gewerbliche Geräte dürfen nicht an oder in den Wasserentnahmestellen des Friedhofes gereinigt werden.
(7) Die Friedhofsverwaltung kann die Tätigkeit der Gewerbetreibenden, die trotz Mahnung gegen die Vorschriften der Friedhofssatzung verstoßen, oder bei denen die Vorausset­zungen des Abs. 2 ganz oder teilweise nicht mehr gegeben sind, auf Zeit oder Dauer untersagen. Bei einem schwerwiegenden Verstoß ist die Mahnung entbehrlich.
(8) Für die Durchführung von Verwaltungsverfahren nach Absatz 1 gelten die Bestimmungen des Thüringer Verwaltungsverfahrensgesetzes (ThürVwVfG) zum Verfahren über die einheitliche Stelle (§§ 71a bis 71e ThürVwVfG).
(1) Jede Bestattung ist unverzüglich nach Eintritt des Todes bei der Fried­hofsverwaltung anzumelden. Der Anmeldung sind die erforderlichen Unterlagen beizufügen.
(2) Wird eine Bestattung in einer vorher erworbenen Wahlgrabstätte/Urnenwahlgrabstätte beantragt, ist auch das Nutzungsrecht nachzuweisen.
(3) Soll eine Aschenbestattung erfolgen, so ist eine Bescheinigung über die Einäscherung vorzulegen.
(4) Die Friedhofsverwaltung setzt Ort und Zeit der Bestattung im Benehmen mit den Angehörigen und gegebenenfalls der zuständigen Religionsgemein­schaft fest. Die Bestattungen erfolgen regelmäßig an Werktagen.
(5) Erdbestattungen und Einäscherungen sollen in der Regel spätestens zehn Tage nach Eintritt des Todes erfolgen. Aschen müssen spätestens sechs Monate nach der Einäscherung bestattet werden, anderenfalls werden sie auf Kosten des Bestattungspflichtigen in einer Urnenreihengrabstätte bestattet.
(1) Die Särge müssen festgefügt und so abgedichtet sein, dass jedes Durch­sickern von Feuchtigkeit ausgeschlossen ist. Särge, Sargausstattungen und Sargabdichtungen dürfen nicht aus Kunststoff oder sonstigen nicht verrott­baren Werkstoffen hergestellt sein.
(2) Die Särge dürfen höchstens 2,05 m lang, 0,65 m hoch und im Mittelmaß 0,65 m breit sein. Sind in Ausnahmefällen größere Särge erforderlich, ist die Zustimmung der Friedhofsverwaltung bei der Anmeldung der Bestattung einzuholen, Särge von Kinder, die bis zum vollendeten 5. Lebensjahr verstorben­ sind, dürfen höchstens l m lang, 0,5 m hoch und im Mittelmaß 0,5 m breit sein.
(3) Für die Bestattung in vorhandenen Grüften werden nur Metallsärge oder Holzsärge mit Metalleinsatz zugelassen, die luftdicht verschlossen sind.
(4) Metallsärge oder Metalleinsätze sind weiterhin zur Beisetzung von aus dem Ausland überführten Leichen zulässig. In gegebenem Fall erfolgt die Bestattung an einem gesondert dafür vorgesehenen Grabplatz.
(1) Das Ausheben der Gräber hat entsprechend den dafür vorgesehenen Vorschriften zu erfolgen.
(4) Werden bei der Wiederbelegung einer Grabstätte beim Ausheben Leichenteile,­ Sargteile oder sonstige Überreste gefunden,, so sind diese sofort mindestens 0,30 m unter die Sohle des neuen Grabes zu verlegen.
(5) Der Nutzungsberechtigte hat Grabzubehör vorher entfernen zu lassen. Sofern beim Ausheben der Gräber Grabmale, Fundamente oder Grabzubehör durch die Friedhofsverwaltung entfernt werden müssen, sind die dadurch entstehen­ den Kosten durch den Nutzungsberechtigten der Friedhofsverwaltung zu erstatten.­
(2) Umbettungen von Leichen und Aschen bedürfen, unbeschadet der sonstigen gesetzlichen Vorschriften, der vorherigen Zustimmung der Friedhofsverwaltung.­ Die Zustimmung kann nur bei Vorliegen eines wichtigen Grundes erteilt werden. § 3 Abs. 2 und 3 bleiben unberührt.
(3) Alle Umbettungen erfolgen nur auf Antrag. Antragsberechtigt ist bei Umbettungen der jeweilige Nutzungsberechtigte der Grabstätte. Mit dem An­trag ist die Graburkunde vorzulegen.
(4) Alle Umbettungen werden von der Friedhofsverwaltung durchgeführt, die sich dabei auch eines gewerblichen Unternehmens bedienen kann. Sie bestimmt den Zeitpunkt der Umbettung.
(5) Die Kosten der Umbettung und den Ersatz von Schäden, die an benach­barten Grabstätten und Anlagen durch eine Umbettung entstehen, hat der Antragsteller zu tragen.
(7) Leichen und Aschen dürfen zu anderen als zu Umbettungszwecken nur auf­grund behördlicher oder richterlicher Anordnung ausgegraben werden.
(8) Umbettungen von Urnen aus Gemeinschaftsanlagen sind nicht möglich.
d) Urnenwahlgrabstatten.
e) Urnengemeinschaftsanlagen
(1) Reihengrabstätten sind Grabstätten für Erdbestattungen, die der Reihe nach belegt und im Todesfall für die Dauer der Ruhezeit des zu Bestattenden zugeteilt werden. Über die Zuteilung wird eine Grabnummern-karte erteilt.
b) Reihengrabfelder für Verstorbene ab vollendetem 5. Lebensjahr.
(3) In jeder Reihengrabstätte darf nur eine Leiche bestattet werden. Es ist jedoch zulässig, in einer Reihen-grabstätte noch die Leiche eines Kindes unter einem Jahr zu bestatten. Gleichzeitig verstorbene Geschwister unter 5 Jahren können ebenfalls in einer Reihengrabstätte bestattet werden.
(4) Das Abräumen von Reihengrabfeldern oder Teilen von ihnen nach Ablauf der Ruhezeiten ist drei Monate vorher öffentlich und durch Hinweisschild auf dem betreffenden Grabfeld bekannt zu machen.
(1) Wahlgrabstätten sind Grabstätten für Erdbestattungen, an denen auf Antrag ein Nutzungsrecht für die Dauer von 20 Jahren (Nutzungszeit) ver­liehen und deren Lage im Benehmen mit dem Erwerber bestimmt wird. Nutzungsrechte an­ Wahlgrabstätten werden nur anlässlich eines Todesfalles verliehen.
(2) Das Nutzungsrecht kann in der Regel wiedererworben werden. Ein Wieder­erwerb ist nur auf Antrag und nur für die gesamte Wahlgrabstätte möglich.
(3) Wahlgrabstätten werden als mehrstellige Grabstätten vergeben. Nach Ab­lauf der Ruhezeit einer Leiche kann eine weitere Bestattung erfolgen, wenn die restliche Nutzungszeit die Ruhezeit erreicht oder ein Nutzungsrecht mindestens für die Zeit bis zum Ablauf der Ruhezeit wieder erworben worden ist.
(5) Auf den Ablauf des Nutzungsrechtes wird der jeweilige Nutzungsbe­rechtigte drei Monate vorher schriftlich, falls er nicht bekannt oder nicht ohne besonderen Aufwand zu ermitteln ist, durch eine öffentliche Bekannt­machung und durch einen Hinweis für die Dauer von drei Monaten auf der Grabstätte­ hingewiesen.
(6) Während der Nutzungszeit darf eine weitere Bestattung nur stattfinden, wenn die Ruhezeit die Nutzungszeit nicht überschreitet oder ein Nutzungsrecht­ mindestens für die Zeit bis zum Ablauf der Ruhezeit wieder erworben worden ist.
(7) Schon bei der Verleihung des Nutzungsrechtes soll der Erwerber für den Fall seines Ablebens aus dem in Satz 2 genannten Personenkreis seinen Nachfolger im Nutzungsrecht bestimmen und ihm das Nutzungsrecht durch schrift­lichen Vertrag übertragen. Wird bis zu seinem Ableben keine derartige Re­gelung getroffen, geht das Nutzungsrecht in nachstehender Reihenfolge auf die Angehörigen des verstorbenen Nutzungsberechtigten mit deren Zustimmung über:
b) auf den Partner einer eingetragenen Lebenspartnerschaft,
c) auf den Partner einer auf Dauer angelegten nicht ehelichen Lebensgemeinschaft
d) auf die Kinder
e) auf die Stiefkinder
f) auf die Enkel in der Reihenfolge der Berechtigung ihrer Väter oder Mütter
g) auf die Elter
h) auf die vollbürtigen Geschwister
j) auf die nicht unter a)- i) fallenden Erben.
Innerhalb der einzelnen Gruppen wird jeweils der Älteste Nutzungsbe­rechtigter.
(8) Der jeweilige Nutzungsberechtigte kann das Nutzungsrecht nur auf eine Person aus dem Kreis der in Abs. 7 Satz 2 genannten Personen übertragen, er bedarf hierzu der vorherigen Zustimmung der Friedhofsverwal-tung.
(9) Jeder Rechtsnachfolger hat das Nutzungsrecht unverzüglich nach Erwerb auf sich umschreiben zu lassen.
(10) Der jeweilige Nutzungsberechtigte hat im Rahmen der Friedhofssatzung und der dazu ergangenen Regelungen das Recht, in der Wahlgrabstätte beigesetzt zu werden, bei Eintritt eines Bestattungsfalles über andere Be­stattungen und über die Art der Gestaltung und der Pflege der Grabstätte zu entscheiden.
(11) Das Nutzungsrecht an unbelegten Grabstätten kann jederzeit, an teilbelegten Grabstätten erst nach Ablauf der letzten Ruhezeit zurückgegeben werden. Eine Rückgabe ist nur für die gesamte Grabstätte möglich.
(12) Das Ausmauern von Wahlgrabstätten ist nicht zulässig.
(1) Aschen dürfen beigesetzt werden in:
d) Grabstätten für Erdbestattungen mit Ausnahme der Reihengrabstätten
(2) Urnenreihengrabstätten sind Aschengrabstätten, die der Reihe nach be­legt und im Todesfall für die Dauer der Ruhezeit zur Beisetzung einer Asche abgegeben werden, über die Abgabe wird eine Grabnummernkarte ausgehändigt. In einer Urnenreihengrabstätte können mehrere Aschen gleichzeitig bestattet werden.
(3) Urnenwahlgrabstätten sind für Urnenbestattungen bestimmte Grabstätten, an denen auf Antrag ein Nutzungsrecht für die Dauer von 20 Jahren (Nutzungszeit) verliehen und deren Lage gleichzeitig im Benehmen mit dem Erwerber festgelegt wird. Die Zahl der Urnen, die in einer Urnenwahlgrabstätte be­stattet werden können, richtet sich nach der Größe der Grabstätte. Die für eine Urne bestimmte Mindestfläche beträgt 0,25 qm.
(4) Urnengemeinschaftsanlagen dienen nach Bestimmung durch den Friedhofsträger der namenlosen Beisetzung von Urnen.
(5) Soweit sich nicht aus der Friedhofssatzung etwas anderes ergibt, gelten die Vorschriften für die Reihengrabstätten und für die Wahlgrabstätten entsprechend auch für Urnengrabstätten.
(1) Auf dem Friedhof werden Abteilungen mit allgemeinen und Abteilungen mit zusätzlichen Gestaltungsvorschriften eingerichtet.
(2) Es besteht die Möglichkeit, eine Grabstätte in einer Abteilung mit all­gemeinen oder zusätzlichen Gestaltungsrichtlinien zu wählen. Die Friedhofsverwaltung hat auf diese Wahlmöglichkeit vor dem Erwerb eines Nutzungs­rechtes hinzuweisen.
(1) Jede Grabstätte ist - unbeschadet der Anforderungen für Abteilungen mit besonderen Gestaltungsvorschriften §§ 19 und 27)- so zu gestalten und so an die Umgebung anzupassen, dass der Friedhofszweck und der Zweck dieser Satzung sowie die Würde des Friedhofes in seinen einzelnen Teilen und in seiner Gesamtlage gewahrt werden.
(2) Der Baumbestand auf dem Friedhof steht unter besonderem Schutz.
(1) Die Grabmale und baulichen Anlagen in Abteilungen mit allgemeinen Ge­staltungsvorschriften unterliegen unbeschadet der Bestimmungen des § 17 inihrer Gestaltung, Bearbeitung und Anpassung an die Umgebung keinen zusätzlichen Anforderungen. Die Mindeststärke der Grabmale beträgt ab 0,40 bis 1,0 m Höhe 0,12 m bis max.0,14 m, ab 1,01 m bis 1,50 m Höhe 0,12 m bis max. 0,16 m und ab 1,51 m Höhe 0,12 m bis max.0,18 m.
(1) Die Grabmale in Abteilungen mit zusätzlichen Gestaltungsvorschriften müssen in ihrer Gestaltung und Bearbeitung nachstehenden Anforderungen entsprechen. Für Grabmale dürfen nur Natursteine, Holz und geschmiedetes oder gegossenes Metall verwendet werden.
(2) Auf den Grabstätten sind insbesondere nicht zulässig:
a) Grabmale aus schwarzem Kunststoff oder aus Gips
b) mit in Zement aufgesetzten figürlichen oder ornamentalen Schmuck
Das gilt sinngemäß auch für sonstige Grabausstattungen.
(3) Die Grabmale müssen folgenden Anforderungen entsprechen:
- Das Material muss wetterbeständig und für ein Grabmal einheitlich sein. Die Form soll schlicht, klar und materialgerecht sein.
- Schrifttexte sollen klare, schlichte Aussagen über den Verstorbenen sein.
- Die Schriftanordnung sowie die Verwendung von Sinnzeichen müssen klar auf die Aussage des Grabmals sowie auf Größe und Form desselben bezogen sein.
- Die Schriftarten müssen zum Gesamtbild des Grabmals passen. Inschriften und Symbole sind mit der Friedhofsverwaltung abzustimmen.
- Inschriften sind so zu gestalten, dass die Lesbarkeit auch ohne farbige Tönung möglich ist. Ist die farbliche Tönung unumgänglich, so ist sie auf die Materialfarbe abzustimmen und darf nicht im krassen Gegensatz zu dieser stehen.
(4) Auf Grabstätten für Erdbestattung sind Grabmale mit folgenden Maßen zulässig:
a) Auf Reihengräbern für Verstorbene bis zu fünf Jahren:
Stehende Grabmale: Höhe 0,60 bis 0,80 m, Breite bis 0,60 m, Mindeststärke 0,12 m bis max. 0,14 m,
b) Auf Reihengrabstätten für Verstorbene über fünf Jahren:
Stehende Grabmale: Höhe bis 1,20 m, Breite bis 0,70 m, Mindeststärke 0,12 m bis max. 0,16 m
c) Auf Wahlgrabstätten:
aa) bei einstelligen Wahlgräbern im Hochformat: Höhe 1,00 m bis 1,30m, Breite bis 0,60 m, Mindeststärke 0,12 m bis max. 0,16 m,
bb) bei zwei- und mehrstelligen Wahlgräbern sind auch folgende Maße
zulässig: Höhe 0,80 m bis 1,00 m, Breite bis l,40, Mindeststärke 0,12 m bis max. 0,18 m.
Es darf nicht mehr als ein Drittel der Grabstätte durch Stein abgedeckt werden.
a) Auf Urnenreihengrabstatten: Stehende Grabmale: 0,40 m Breite x 0,70 bis 0,90 m Höhe.
b) Auf Urnenwahlgrabstätten: Stehende Grabmale: 1,20 m Breite x 0,90 bis 1,20 m Höhe.
(6) Soweit es der Friedhofsträger unter Beachtung des § 18 für vertretbar hält, kann er Ausnahmen von den Vorschriften der Abs. l bis 3 und auch sonstige bauliche Anlagen als Ausnahme im Einzelfall zulassen.
(2) Die Genehmigung ist unter Vorlage von Zeichnungen in doppelter Aus­fertigung zu beantragen. Aus dem Antrag und den Zeichnungen müssen alle Einzelheiten der Anlage, insbesondere Art und Bearbeitung des Werkstoffs sowie Inhalt, Form und Anordnung der Inschrift ersichtlich sein. Auf Ver­langen sind Zeichnungen in größerem Maßstab oder Modelle vorzulegen.
(3) Die Errichtung und jede Veränderung aller sonstigen baulichen Anlagen bedürfen ebenfalls der vorherigen schriftlichen Zustimmung der Friedhofsverwaltung. Die Absätze l und 2 gelten entsprechend.
(4) Die Zustimmung erlischt, wenn das Grabmal oder, die sonstige bauliche Anlage nicht binnen eines Jahres nach der Zustimmung errichtet worden ist.
(5) Die nicht zustimmungspflichtigen provisorischen Grabmale sind nur als naturlasierte Holztafeln oder Holzkreuze zulässig und dürfen nicht länger als 2 Jahre nach der Beisetzung verwendet werden.
(6) Die Genehmigung kann versagt werden, wenn die Anlage nicht den Vor­schriften dieser Friedhofsordnung entspricht.
Ohne Einwilligung errichtete oder mit den vorgelegten Zeichnungen und An­gaben nicht übereinstimmende Anlagen müssen entfernt oder den Zeichnungen und Angaben entsprechend verändert werden, sofern eine Genehmigung nach­träglich nicht erteilt wird.
Die Friedhofsverwaltung kann den für ein Grab Sorgepflichtigen oder Nutzungsberechtigten schriftlich auffordern, innerhalb angemessener Frist die Anlage zu entfernen oder zu verändern. Wird der Aufforderung nicht rechtzeitig Folge geleistet, so kann die Friedhofsverwaltung auf Kosten der Berechtigten die Anlage entfernen lassen. Falls die Anlage nicht innerhalb von 2 Monaten abgeholt wird, kann die Friedhofsver-waltung mit ihr ent­sprechend den Vorschriften der §§ 383 ff BGB verfahren. Hierauf ist in der Aufforderung hinzuweisen.
(1) Die Grabmale sind nach den allgemein anerkannten Regeln des Handwerks so zu fundamentieren und zu befestigen, dass sie dauernd standsicher sind und auch beim öffnen benachbarter Gräber nicht umstürzen oder sich senken können. Dies gilt für sonstige bauliche Anlagen entsprechend.
(2) Die Art der Fundamentierung und der Befestigung, insbesondere die Größe und Stärke der Fundamente, bestimmt die Friedhofsverwaltung gleichzeitig mit der Zustimmung nach § 20. Die Friedhofsverwaltung kann überprüfen, ob die vorgeschriebene Fundamentierung durchgeführt worden ist.
(3) Die Steinstärke muss die Standfestigkeit der Grabmale gewährleisten. Die Mindeststärke der Grabmale bestimmt sich nach den §§ 18 und 19.
(1) Die Grabmale und die sonstigen baulichen Anlagen sind dauernd in wür­digem und verkehrssicherem Zustand zu halten. Verantwortlich ist insoweit bei Reihengrabstätten /Urnenreihengrabstätten der Inhaber der Grabnummern­karte, bei Wahlgrabstätten der jeweilige Nutzungsberechtigte.
(2) Erscheint die Standsicherheit von Grabmalen, sonstigen baulichen An­lagen oder Teilen davon gefährdet, sind die für die Unterhaltung Verantwortlichen­ verpflichtet, unverzüglich Abhilfe zu schaffen. Bei Gefahr im Verzug kann die Friedhofsverwaltung auf Kosten des Verantwortlichen Sicherungsmaßnahmen (z.B. die Umlegung von Grabmalen) treffen. Wird der ordnungswidrige Zustand trotz schriftlicher Aufforderung der Friedhofsver­waltung nicht innerhalb einer festzusetzenden angemessenen Frist beseitigt, ist die Friedhofsver-waltung berechtigt, das Grabmal oder Teile davon auf Kosten des Verantwortlichen zu entfernen. Die Stadt ist verpflichtet, diese­ Gegenstände drei Monate aufzubewahren. Ist der Verantwortliche nicht be­kannt oder ohne besonderen Aufwand nicht zu ermitteln, genügen als Auf­forderung eine öffentliche Bekanntmachung und ein Hinweisschild auf der Grabstätte, das für die Dauer von einem Monat aufgestellt wird.
(3) Die Verantwortlichen sind für jeden Schaden haftbar, der durch das Um­stürzen von Grabmalen oder Grabmalteilen verursacht wird.
(4) Künstlerisch oder historisch wertvolle Grabmale und bauliche Anlagen oder solche, die als besondere Eigenart eines Friedhofes erhalten bleiben sollen, werden in einem Verzeichnis geführt. Die Friedhofsver-waltung kann die Zustimmung zur Änderung derartiger Grabmale und baulichen Anlagen ver­sagen. Insoweit sind die zuständigen Denkmalschutz- und Denkmalpflegebehörden nach Maßgabe der gesetzlichen Bestimmungen zu beteiligen.
(1) Vor Ablauf der Ruhezeit oder der Nutzungszeit dürfen Grabmale nur mit vorheriger schriftlicher Zustimmung der Friedhofsverwaltung entfernt werden. Bei Grabmalen im Sinne des § 23 Abs. 4 kann die Friedhofsverwaltung die Zustimmung versagen.
(2) Nach Ablauf der Ruhezeit bei Reihengrabstätten/Urnenreihengrabstätten oder nach Ablauf der Nutzungszeit bei Wahlgrabstätten/Urnenwahlgrabstätten oder nach der Entziehung von Grabstätten und Nutzungsrechten sind die Grabmale und sonstige bauliche Anlagen zu entfernen. Auf den Ablauf der Ruhezeit/ Nutzungszeit soll durch öffentliche Bekanntmachung hingewiesen werden. Geschieht die Entfernung nicht binnen drei Monate, so ist die Friedhofs­verwaltung berechtigt, die Grabstätte abräumen zu lassen. Die Friedhofsverwaltung ist nicht verpflichtet, das Grabmal oder sonstige bauliche An­lagen zu verwahren. Grabmal oder sonstige bauliche Anlagen gehen ent­schädigungslos in das Eigentum der Stadt über, wenn dies bei Erwerb des Nutzungsrechts oder bei Genehmigung für die Errichtung des Grabmals oder sonstiger baulicher Anlagen schriftlich vereinbart wurde. Sofern Wahlgrab­stätten von der Friedhofsver-waltung abgeräumt werden, hat der jeweilige Nutzungsberechtigte die Kosten zu tragen.
(3) Die Friedhofsverwaltung ist berechtigt, ohne ihre Zustimmung aufge­stellte Grabmale einen Monat nach Benachrichtigung des Inhabers der Grab­nummernkarte oder des Nutzungsberechtigten auf dessen Kosten entfernen zu lassen.
(1) Alle Grabstätten müssen im Rahmen der Vorschriften des § 17 herge­richtet und dauernd in Stand gehalten werden. Dies gilt entsprechend für den Grabschmuck. Verwelkte Blumen und Kränze sind unverzüglich von den Grabstätten zu entfernen.
(2) Die Gestaltung der Gräber ist dem Gesamtcharakter des Friedhofes, dem besonderen Charakter des Friedhofsteiles und der unmittelbaren Umgebung anzupassen. Die Grabstätten dürfen nur mit Pflanzen bepflanzt werden, die andere Grabstätten und die öffentlichen Anlagen und Wege nicht beein­trächtigen.
(3) Für die Herrichtung und die Instandhaltung ist bei Reihengrabstätten/ Urnenreihengrabstätten der Inhaber der Grabnummernkarte, bei Wahlgrabstätten /Urnenwahlgrabstätten der Nutzungsberechtigte verantwortlich. Die Verpflichtung erlischt mit dem Ablauf der Ruhezeit oder des Nutzungsrechts.
(4) Die Herrichtung und jede wesentliche Änderung bedarf der vorherigen schriftlichen Zustimmung der Friedhofsverwaltung. Der Antragsteller hat bei Reihengrabstätten/Urnenreihengrabstätten die Grabnummernkarte vorzu­legen, bei Wahlgrabstatten/Urnenwahlgrabstätten sein Nutzungsrecht nachzu­-weisen. Sofern es zum Verständnis erforderlich ist kann die Friedhofsverwaltung die Vorlage einer maßstäblichen Detailzeichnung mit den erforderlichen Einzelangaben verlangen.
(5) Die für die Grabstätten Verantwortlichen können die Grabstätten selbst anlegen und pflegen oder damit einen Dritten beauftragen.
(6) Reihengrabstätten/Urnenreihengrabstätten müssen innerhalb von sechs Monaten nach der Bestattung, Wahlgrabstätten/Urnenwahlgrabstätten innerhalb von sechs Monaten nach dem Erwerb des Nutzungsrechtes hergerichtet werden.
(7) Die Herrichtung, Unterhaltung und Veränderung der gärtnerischen An­lagen außerhalb der Grabstätten obliegen ausschließlich der Friedhofsver­waltung.
(8) Chemische Unkrautbekämpfungsmittel sowie .die Anwendung jeglicher Pestizide (z.B. Herbizide, Insektizide, Fungizide) bei der Grabpflege sind verboten.
(9) Kunststoffe und sonstige nicht verrottbare Werkstoffe dürfen in sämt­lichen Produkten der Trauerfloristik, insbesondere in Kränzen, Trauerge­binden, Trauergestecken, im Grabschmuck und bei Grabeinfassungen sowie bei Pflanzenzuchtbehältern, die an der Pflanze verbleiben, nicht verwandt werden. Ausgenommen sind Grabvasen, Markierungszeichen und Gießkannen. Nicht zugelassen sind insbesondere Bäume und großwüchsige Sträucher, und das Aufstellen von Bänken. Nicht mehr verwendetes Kleinzubehör (z.B. Blumentöpfe, Grablichter, Plastiktüten aus nicht verrottbaren Material) ist vom Friedhof zu entfernen oder in den zur Abfalltrennung bereitgestellten Behältern zu entsorgen.
In Abteilungen ohne zusätzliche Gestaltungsvorschriften unterliegt die gärtnerische Herrichtung und Unterhaltung der Grabstätten unbeschadet der Bestimmungen der §§ 17 und 25 keinen zusätzlichen Anforderungen.
(1) Die Grabstätten müssen in ihrer gesamten Fläche bepflanzt werden.
b) das Einfassen der Grabstätte mit Hecken, Steinen, Metall, Glas oder ähnlichem,
c) das Errichten von Rankgerüsten, Gittern oder Pergolen,
d) das Aufstellen einer Bank oder sonstigen Sitzgelegenheiten.
(3) Soweit es die Friedhofsverwaltung unter Beachtung der §§ 25 und 17 für vertretbar hält, kann sie Ausnahmen von den Vorschriften der Abs. l und 2 im Einzelfall zulassen.
(1) Wird eine Reihengrabstätte/Urnenreihengrabstätte nicht ordnungsgemäß hergerichtet oder gepflegt, hat der Verantwortliche (§ 25 Abs. 3) nach schriftlicher Aufforderung der Friedhofsverwaltung die Grabstätte innerhalb­ einer angemessenen Frist in Ordnung zu bringen. Ist der Verantwort­liche nicht bekannt oder nicht ohne besonderen Aufwand zu ermitteln, wird durch eine öffentliche Bekanntmachung auf die Verpflichtung zur Herrichtung und Pflege hingewiesen. Außerdem wird der unbekannte Verantwortliche durch ein Hinweisschild auf der Grabstätte aufgefordert, sich mit der Friedhofsverwaltung in Verbindung zu setzen.
Bleiben die Aufforderung oder der Hin­weis drei Monate unbeachtet, kann die Friedhofsverwaltung
(2) Für Wahlgrabstätten/Urnenwahlgrabstätten gelten Abs. l Sätze l bis 3entsprechend. Kommt der Nutzungsberechtigte seiner Verpflichtung nicht nach kann die Friedhofsverwaltung in diesem Fall die Grabstätte auf seine Kosten in Ordnung bringen lassen oder das Nutzungsrecht ohne Entschädigung entziehen.­ In dem Entziehungsbescheid wird der Nutzungsberechtigte aufge­fordert, das Grabmal und die sonstigen baulichen Anlagen innerhalb von drei Monaten seit Unanfechtbarkeit des Entziehungsbescheides zu entfernen.
(3) Bei ordnungswidrigem Grabschmuck gilt Abs. l Satz l entsprechend. Wird die Aufforderung nicht befolgt oder ist der Verantwortliche nicht bekannt oder nicht ohne besonderen Aufwand zu ermitteln, kann die Friedhofsver­waltung den Grabschmuck auf seine Kosten entfernen.
(l) Die Trauerfeiern können in einem dafür bestimmten Raum (Friedhofska­pelle) oder am Grab abgehalten werden.
(2) Die Benutzung der Friedhofskapelle kann untersagt werden, wenn der Verstorbene an einer melde-pflichtigen übertragbaren Krankheit gelitten hat oder Bedenken wegen des Zustandes der Leiche bestehen.
(3) Jede Musik und Gesangsdarbietung auf dem Friedhofsgelände bedarf der vorherigen Genehmigung durch die Friedhofsverwaltung, ausgenommen davon bleiben die Trauerfeiern.
Die Stadt haftet nicht für Schäden, die durch nicht satzungsgemäße Be­nutzung des Friedhofs, ihrer Anlagen oder ihrer Einrichtungen, durch dritte Personen oder durch Tiere entstehen. Ihr obliegen keine besonderen Obhuts­- und Überwachungspflichten. Im übrigen haftet die Stadt nur bei Vorsatz und grober Fahrlässigkeit. Die Vorschriften über Amtshaftung bleiben unberührt.
b) sich auf dem Friedhof nicht der Würde des Ortes entsprechend ver­hält oder die Anordnung des
Friedhofspersonals nicht befolgt(§ 5 Abs. 1),
2. Waren aller Art verkauft und jegliche Werbung betreibt,
4. ohne schriftlichen Auftrag eines Berechtigten bzw. ohne vorherige Anzeige bei der Friedhofsverwaltung
gewerbsmäßig fotografiert,
5. Druckschriften verteilt, ausgenommen Drucksachen, die im Rahmen von Bestattungsfeiern notwendig
und üblich sind,
6. den Friedhof oder seine Einrichtungen oder Anlagen verunreinigt oder beschädigt oder Rasenflächen
oder Grabstätten unberechtigterweise betritt,
7. Abraum oder Abfälle aller Art außerhalb der hierfür vorgesehenen Behälter ablegt,
d) entgegen § 5 Abs. 3 Gedenkfeiern ohne Zustimmung der Friedhofsverwaltung durchführt,
e) eine gewerbliche Tätigkeit auf dem Friedhof ohne Anzeige ausübt (§ 6),
f) Umbettungen ohne vorherige Zustimmung vornimmt (§ 11),
g) die Bestimmungen über zulässige Maße für Grabmale nicht einhält (§§ 18 und 19),
h) Grabmale oder sonstige Grabausstattungen ohne Zustimmung errichtet oder verändert (§ 20),
i) Grabmale ohne Zustimmung der Friedhofsverwaltung entfernt (§ 24 Abs. 1),
ji) Grabmale oder Grabausstattungen nicht in verkehrssicherem Zustand hält (§§ 22, 23 und 25),
k) Pflanzenschutz- oder Unkrautbekämpfungsmittel verwendet (§ 25 Abs. 8),
l) Grabstätten entgegen § 25 mit Grababdeckungen versieht oder nicht oder entgegen §§ 25 und 26 bepflanzt,
m) Grabstätten vernachlässig (§ 28 ).
(2) Die Ordnungswidrigkeit kann mit einer Geldbuße bis zu 5.000,00 € geahndet werden. Das Gesetz über Ordnungswidrigkeiten (OWiG) in der Neu­fassung vom 22.12.2003 (BGBl. S. 2838) findet Anwendung.
Für die Benutzung des von der Stadt verwalteten Friedhofes und seiner Ein­richtung sind die Gebühren nach der jeweils geltenden Friedhofsgebührensatzung zu entrichten.
Diese Satzung tritt am Tage nach ihrer Bekanntmachung in Kraft. Gleich­zeitig treten die Friedhofssatzung vom 14. Mai 1997 und die 1. Änderungssatzung vom 11. September 1997 außer Kraft.
Ranis, den 28. April 2005

References: § 19
 Art. 4
 § 3
 § 17
 § 18
 § 20
 § 23
 § 17
 § 5
 § 25