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Timestamp: 2019-02-17 06:46:51+00:00

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BFH, 05.12.1980 - III R 56/77 - dejure.org
BFH, 05.12.1980 - III R 56/77
BewG 1965 §§ 68, 33, 69
Grundvermögen - Forstwirtschaftliche Vermögen - Landwirtschaftliche Vermögen - Naherholungsgebiet - Haupterwerbsbetrieb
Bewertung von land- und forstwirtschaftlich (gärtnerisch) genutzten Grundstücksflächen in sogen. Naherholungsgebieten; Zuordnung der Flächen zum land- und forstwirtschaftlichen Vermögen oder zum Grundvermögen
BewG (1965) § 68, § 33, § 69
BFHE 133, 212
BStBl II 1981, 498
FG Düsseldorf, 24.07.2014 - 11 K 4587/12
Verpachtung einer Hofstelle zur privaten Reitpferdehaltung und Nutzung …
Bei der Abgrenzung der wirtschaftlichen Einheit sind die Grundsätze zu beachten, die der BFH im Urteil vom 05.12.1980 III R 56/77 (BFHE 133, 212, BStBl II 1981, 498) herausgearbeitet hat.
Wesentlich ist aber immer die tatsächliche nachhaltige Nutzung und deren Zweckbestimmung durch den Eigentümer (vgl. BFH-Urteil vom 05.12.1980 III R 56/77 in BFHE 133, 212, BStBl II 1981, 498 unter Hinweis auf BFH-Urteil in BFHE 108, 445, BStBl II 1973, 282), wobei es auf einen angemessenen Mindestrohertrag nicht ankommt (BFH-Urteil vom 04.03.1987 II R 8/86, BStBl. II 1987, 370).
Diesen Vergleich kann ggf. ein Sachverständiger vornehmen (vgl. BFH-Urteil vom 05.12.1980 III R 56/77 in BFHE 133, 212, BStBl II 1981, 498, ferner BFH-Urteil vom 04.03.1987 II R 8/86, BStBl. II 1987, 370).
In Zweifelsfällen sind außerdem alle Umstände des Einzelfalls entsprechend ihrem Gewicht zusätzlich in die Beurteilung mit einzubeziehen, so z.B. die Lage des Grundstücks in einem Naherholungsgebiet, die Grundstückspreise, die auf dem Grundstücksmarkt für vergleichbare Grundstücke gezahlt werden, der Beruf desjenigen, der das Grundstück nutzt sowie das Vorhandensein von Einrichtungen, die der Erholung und Freizeitgestaltung dienen (BFH-Urteil vom 05.12.1980 - III R 56/77 -, BFHE 133, 212, BStBl II 1981, 498-501,).
Fortbestehendes land- und forstwirtschaftliches Vermögen setzt zumindest dem Grunde nach eine entsprechende erwerbswirtschaftliche Nutzung der verpachteten Flächen durch den Pächter nach den Rechtsgrundsätzen des oben erwähnten BFH Urteils vom 05.12.1980 III R 56/77 BFHE 133, 212, BStBl. II 1981, 498 voraus.
BFH, 04.03.1987 - II R 8/86
Land- und forstwirtschaftliches Vermögen - Naherholungsgebiet - Gärtnerische …
In der Revisionsbegründung führt es unter Hinweis auf das Urteil des Bundesfinanzhofs (BFH) vom 26. Januar 1973 III R 122/71 (BFHE 108, 445, BStBl II 1973, 282), auf welches auch die Entscheidung des BFH vom 5. Dezember 1980 III R 56/77 (BFHE 133, 212, BStBl II 1981, 498) zur Frage der Nachhaltigkeit verweise, aus, die Abgrenzung zwischen Grundvermögen und land- und forstwirtschaftlichem Vermögen müsse anhand einer Rohertragsgrenze vorgenommen werden.
Im übrigen weiche das angefochtene Urteil von der Entscheidung in BFHE 133, 212, BStBl II 1981, 498 ab.
Eine derartige nachhaltige Nutzung von Grundstücksflächen die - wie das Grundstück des Klägers - in einem Naherholungsgebiet liegen, tatsächlich aber gärtnerisch genutzt werden, ist zu bejahen, wenn diese Flächen hinsichtlich Arbeitseinsatz, Investitionen zur Erhaltung oder Steigerung der Ertragsfähigkeit sowie erzielbarem Ertrag einem Vergleich mit einem durchschnittlichen Haupterwerbsbetrieb der gleichen Nutzungsart standhalten können (vgl. Urteil in BFHE 133, 212, BStBl II 1981, 498, dem sich der erkennende Senat anschließt).
Damit sind auch die nach der Rechtsprechung des Bundesfinanzhofs erforderlichen Voraussetzungen für einen Nebenerwerbsbetrieb - wie er hier allenfalls vorliegt - gegeben, wonach eine nachhaltige Nutzung von Grundstücksflächen zu bejahen ist, wenn die Flächen hinsichtlich Arbeitseinsatz, Investitionen zur Erhaltung oder Steigerung der Ertragsfähigkeit sowie erzielbarem Ertrag einem Vergleich mit einem durchschnittlichen Haupterwerbsbetrieb der gleichen Nutzungsart standhalten (vgl. BFH-Urteil vom 5.12.1980 III R 56/77, BFHE 133, 212, 216, BStBl II 1981, 498 - Grundstücksbewirtschaftung durch einen voll erwerbstätigen Finanzbeamten -).
Grundbesitzwertfeststellung; Grundvermögen; land- u. forstwirtschaftliches …
Wesentlich ist aber immer die tatsächliche nachhaltige Nutzung und deren Zweckbestimmung durch den Eigentümer (vgl. BFH-Urteil vom 05.12.1980 III R 56/77, BFHE 133, 212, BStBl II 1981, 498 [BFH 05.12.1980 - III R 56/77] unter Hinweis auf BFH-Urteil in BFHE 108, 445, BStBl II 1973, 282 [BFH 26.01.1973 - III R 122/71] ), wobei es auf einen angemessenen Mindestrohertrag nicht ankommt (BFH-Urteil vom 04.03.1987 II R 8/86, BFHE 149, 71, BStBl II 1987, 370 [BFH 04.03.1987 - II R 8/86] ).
Maßgebend ist danach, ob die Grundfläche in eben der Weise nachhaltig genutzt wird, wie ein derartiges Grundstück im Rahmen eines Haupterwerbsbetriebes genutzt werden könnte (vgl. BFH-Urteile in BFHE 133, 212, [BFH 05.12.1980 - III R 56/77] BStBl II 1981, 498 [BFH 05.12.1980 - III R 56/77] sowie in BFHE 149, 71, [BFH 04.03.1987 - II R 8/86] BStBl II 1987, 370 [BFH 04.03.1987 - II R 8/86] ; Finanzgericht Düsseldorf, Urteil vom 24.07.2014 11 K 4587/12 BG, Entscheidungen der Finanzgerichte -EFG- 2014, 1766).
Handelt es sich um einen Nebenerwerbsbetrieb, wie er hier allenfalls vorliegt, so ist eine nachhaltige Nutzung von Grundstücksflächen zu bejahen, wenn die Flächen hinsichtlich Arbeitseinsatz, Investitionen zur Erhaltung oder Steigerung der Ertragsfähigkeit sowie erzielbarem Ertrag einem Vergleich mit einem durchschnittlichen Haupterwerbsbetrieb der gleichen Nutzungsart standhalten (vgl. auch BFH, Urteil vom 5. Dezember 1980 III R 56/77, BFHE 133, 212, 216, BStBl II 1981, 498 - Grundstücksbewirtschaftung durch einen voll erwerbstätigen Finanzbeamten -).
Als Anhalt für die Bebauungserwartung eines Grundstücks kommen außer der öffentlichen Bauleitplanung z.B. in Betracht: eine günstige Lage des Grundstücks innerhalb des Ortsgebiets oder in dessen unmittelbarer Nähe, günstige Verkehrsverhältnisse, unmittelbare Nähe von bereits erschlossenem Wohn- oder Industriegebiet und die bauliche Entwicklung der Gemeinde (…BGH Urt. v. 22. April 1982 - III ZR 131/80, WM 1982, 878, 879 m.w.N.;… Urt. v. 14. Juni 1984 - III ZR 41/83, RdL 1984, 258, 261;… vgl. Krohn/Löwisch, Eigentumsgarantie, Enteignung, Entschädigung, 3. Aufl. Rdn. 282, 284; s. auch BFHE 124, 367, 369 = NJW 1978, 1496; BFHE 133, 212, 217 = BStBl II 1981, 498, 501).
BFH, 17.01.2007 - II B 43/06
Nach den vom Kläger zitierten Urteilen des BFH vom 5. Dezember 1980 III R 56/77 (BFHE 133, 212, BStBl II 1981, 498) sowie in BFHE 149, 71, BStBl II 1987, 370 hat der BFH bei Grundstücken, die zwar in einem Naherholungsgebiet lagen, aber gärtnerisch (§ 34 Abs. 2 Nr. 1 Buchst. d BewG) genutzt wurden, entschieden, sie seien dem land- und forstwirtschaftlichen Vermögen zuzuordnen, wenn die Grundstücke hinsichtlich Arbeitseinsatz, Investitionen zur Erhaltung oder Steigerung der Ertragsfähigkeit sowie erzielbarem Ertrag einem Vergleich mit einem durchschnittlichen Haupterwerbsbetrieb der gleichen Nutzungsart standhalten können.
Mit diesen Kriterien soll erreicht werden, dass der Umstand allein, dass Flächen in einer Erholungslandschaft von weiten Teilen der Bevölkerung auch zur Erholung genutzt werden, nicht zu einer Bewertung als Grundvermögen führt (BFHE 133, 212, BStBl II 1981, 498).
Trifft dies zu, so erscheint es auch ausgeschlossen, die Flächen als Stückländereien - bewertungsrechtlich Betriebe der Land- und Forstwirtschaft - anzusehen (vgl. § 34 Abs. 7, § 33 Abs. 2 des Bewertungsgesetzes; hinsichtlich der Zweckbestimmung von Flächen für einen Betrieb der Land- oder Forstwirtschaft auch BFH, Urteil vom 5. Dezember 1980 III R 56/77, BFHE 133, 212, 216, BStBl II 1981, 498).
BFH, 18.12.1985 - II B 35/85
Zur Bewertung von landwirtschaftlichen Flächen, die der privaten Tierhaltung …
Sie haben sich dabei an die Grundsätze gehalten, die der BFH im Urteil vom 5. Dezember 1980 III R 56/77 (BFHE 133, 212, BStBl II 1981, 498) herausgearbeitet hat.
BFH, 09.08.1989 - II R 116/86
Kleingartenland ist in der Regel wegen des weitgehenden Pachtschutzes als land- …
Der Begriff des Grundvermögens wird demgemäß in § 68 Abs. 1 BewG zum Begriff des land- und forstwirtschaftlichen Vermögens negativ abgegrenzt, während § 33 BewG positiv bestimmt, welcher Grundbesitz als land- und forstwirtschaftliches Vermögen anzusehen ist (Urteil des Bundesfinanzhofs - BFH - vom 5. Dezember 1980 III R 56/77, BFHE 133, 212, 215, BStBl II 1981, 498).
FG Nürnberg, 16.03.2000 - IV 305/98
Abgrenzung Grundvermögen vom land- und forstwirtschaftlichen Vermögen
BFH, 11.08.1993 - II B 37/93
Hinreichende Darlegung eines Revisionszulassungsgrundes
FG Köln, 19.06.2018 - 4 K 3583/13
BFH, 06.08.1997 - II R 34/95
Erfassung eines Dienstgebäudes einer Staatlichen Revierförsterei als …
BFH, 10.10.1990 - II B 70/90

References: § 68
 § 33
 § 69
 § 34
 § 33
 § 68
 § 33