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Timestamp: 2019-08-20 17:34:19+00:00

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BVerwG, 26.06.1981 - 7 C 27.79 - dejure.org
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BVerwG, 26.06.1981 - 7 C 27.79 (https://dejure.org/1981,254)
BVerwG, Entscheidung vom 26.06.1981 - 7 C 27.79 (https://dejure.org/1981,254)
BVerwG, Entscheidung vom 26. Juni 1981 - 7 C 27.79 (https://dejure.org/1981,254)
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Zur Nachrangigkeit des Straßenverkehrsrechts gegenüber der wegerechtlichen Widmungsbeschränkung - Zulassung von Kfz-Verkehr in einer Fußgängerzone
Straßenverkehrsrecht - Widmungsbeschränkung - Verkehrsregelnde Maßnahmen - Wegerechtliche Teilentwidmung - Fußgängerbereich - Benutzungsart - Beschränkter Kraftfahrzeugverkehr - Faktische Aufhebung
DÖV 1981, 920
Der Kläger kann die erstrebte Zulassung des Anliegerverkehrs auch nicht deshalb verlangen, weil der Anliegerverkehr in der Widmungsverfügung ohne Einschränkungen zugelassen worden ist: Das Straßenverkehrsrecht berechtigt zwar nicht zu verkehrsregelnden Maßnahmen, die über den Umfang der wegerechtlichen Widmung der Straße hinaus andere Benutzungsarten zulassen, also über den Inhalt und Umfang des Widmungszwecks hinausgehen; es lässt aber Maßnahmen zu, die den widmungsrechtlich zugelassenen Verkehr einschränken (vgl. BVerwGE 62, 376; Steiner JuS 1984, 1 ff. und NVwZ 1984, 201 ff.; Randelzhofer DAR 1987, 237 [242]).
Dem entsprechend spricht auch die Vorschrift des § 45 Abs. 1 b Satz 1 Nr. 3 StVO nicht ohne Grund lediglich von Maßnahmen zur "Kennzeichnung" (vgl. BT-Drucks. 8/3150, S. 10 zu § 6 Nr. 15 StVG; BVerwG, Urt. v. 26.06.1981 - VII C 27.79 - BVerwGE 62, 376 ;… Urt. v. 20.04.1994 - 11 C 17.93 -, BVerwGE 95, 333 ;… Senat, Urt. v. 18.08.1992 - 5 S 1/92 -, DÖV 1993, 161 u. Urt. v. 21.10.1993 - 5 S 646/93 -, VBlBW 1994, 191;… Sauthoff, a.a.O., Rn. 1004, 1019).
Daß der Verordnungsgeber die Rechtsstellung der Gemeinden über die Einvernehmensregelung des § 45 Abs. 1 b Satz 2 StVO hinaus berücksichtigt wissen wollte, kommt in der Formulierung des § 45 Abs. 1 b Satz 1 Nr. 3 StVO zum Ausdruck, wonach die Straßenverkehrsbehörden jeweils nur zur Anordnung der "Kennzeichnung" von Fußgängerbereichen, verkehrsberuhigten Bereichen und geschwindigkeitsbeschränkten Zonen ermächtigt ist; eine entsprechende Formulierung hat der Gesetzgeber auch in der Verordnungsermächtigung des § 6 Abs. 1 Nr. 15 StVG gewählt (zur einschränkenden Bedeutung der "Kennzeichnungsbefugnis" für die Straßenverkehrsbehörde vgl. auch BVerwG, Urteil vom 26.06.1981 - VII C 27.79 - BVerwGE 62, 376/379 f.).
OVG Niedersachsen, 18.05.1992 - 12 L 7043/91
Elektrofahrzeug auf "autofreier Ferieninsel"
Demgegenüber wird der durch die Widmung eröffnete Verkehr durch die Straßenverkehrsbehörde aufgrund der Regelungen in der StVO (abschließende bundesrechtliche Regelung, Art. 74 Nr. 22 GG) nur verkehrsbezogen ordnungsrechtlich geregelt (vgl. hierzu OVG Lüneburg, Urt. v. 30.5.1990 -12 L 177/89 -, UPR 1991, S. 78 sowie BVerwGE 62, 376, 378 zum Verhältnis von Widmung und Straßenverkehrsrecht in Fußgängerzonen).
Das Straßenverkehrsrecht kann aber weder durch generell-abstrakte Bestimmungen noch durch einzelfallbezogene Anordnungen eine durch die straßenrechtliche Widmung ausgeschlossene Verkehrsart, beispielsweise den Kraftfahrzeugverkehr, als Dauerregelung (wieder) zulassen (vgl. zum Vorstehenden z.B. das Urteil des Senats vom 26. Juni 1901 - BVerwG 7 C 27.79 - BVerwGE 62, 376 m.w.N. sowie BVerfGE 67, 299 ).
Diese Wohnwege sind straßenrechtlich in der Widmung vom 27.8.1980 ausdrücklich nur für den fußläufigen Verkehr gewidmet worden; straßenverkehrsrechtliche Anordnungen dürfen aber keine über den Umfang der wegerechtlichen Widmung hinausgehenden Benutzungsarten zulassen (…vgl. dazu auch BVerwG, Urteile vom 8.9.1993 - 11 C 38.92 -, a.a.O., und vom 26.6.1981 - 7 C 27.79 -, BVerwGE 62, 376).
vgl. BVerwG, Urteil vom 26. Juni 1981 - 7 C 27.79 -, BVerwGE 62, 376 (380); HessVGH, Urteil vom 19. Februar 1991 - 2 UE 4180/88 -, NVwZ-RR 1992, S. 1; vgl. auch Grote, in: Kodal/Krämer, Straßenrecht, 6. Aufl., Kapitel 26, Rdn. 47.
Das Straßenverkehrsrecht knüpft an die wegerechtliche Widmung in ihrem gegebenen Bestand an und befasst sich nicht selbst mit ihren Voraussetzungen, insbesondere mit ihrem Umfang (BVerwG, Urteil vom 26. Juni 1981 - 7 C 27/79 -, NJW 1982, 840).
Für das Verhältnis von Straßenrecht und Straßenverkehrsrecht gilt anerkanntermaßen die Formel vom "Vorbehalt des Straßenrechts bei Vorrang des Straßenverkehrsrechts" (vgl. BVerwG, Urt. v. 26.06.1981 - 7 C 27.79 -, juris; BayVGH, Beschl. v. 07.06.2010 - II ZB 10.581 -, juris;… Kodal, Straßenrecht, aaO, Kap. 3 Rn. 4 - 6).
VGH Hessen, 19.02.1991 - 2 UE 4180/88
Befahren einer Fußgängerzone zwecks Geldtransport
VGH Baden-Württemberg, 19.04.1983 - 5 S 51/83
Zur Öffentlichkeit eines Weges; Gemeingebrauch; faktische Widmungserweiterung
VG Bayreuth, 27.09.2011 - B 1 K 10.1041
Sondernutzungen an öffentlichen Feld- und Waldwegen richten sich in Bayern nach …
VG Bayreuth, 31.05.2012 - B 1 E 12.462
VG Saarlouis, 06.11.2007 - 10 L 1494/07
Straßenrecht: Zulässigkeit der Sperrung einer Straße durch Verbotsschild; …
VG Regensburg, 10.08.2016 - RN 5 E 16.984
Vereinbarkeit einer geplanten straßenverkehrsrechtlichen Anordnung mit der …

References: § 45
 § 6
 § 45
 § 45
 § 6
 Art. 74