Source: https://media.zwp-online.info/archiv/pub/gim/ds/2017/ds0117/
Timestamp: 2018-07-16 12:47:49+00:00

Document:
Sabine Nemec, Langenselbold / Achim Wagner, Ansbach
Erfolgreiche Führung – Persönlichkeit entscheidet
Whole Brain® Thinking – Denkstilanalyse und Denkstilmanagement
Das Whole Brain ® Thinking-Modell (Abb. 1 und 2), dessen Kern das HBDI ® (Herrmann Brain Dominance Instrument ® ) bildet, ist ein Analyse instrument, mit dem jeder Mensch mithilfe eines Fragebogens seine Denkstilpräferenzen feststellen lassen kann. Dabei werden diese nicht bewertet, denn jeder Mensch ist einzigartig in seinem Denken...
Zahnärzte im Belgischen – Neubau einer Gemeinschaftspraxis
Ein Weihnachtsgeschenk der besonderen Art bereiteten sich Isabel Prochazka und Ines Katharina Hüster, als sie 2016, nachdem alle notwendigen Schritte und Handgriffe erledigt waren, die ersten Patienten in ihrer neuen Praxis begrüßen konnten. Von null auf hundert in sechs Monaten – ein Praxisporträt zweier Wahl-Kölnerinnen im Herzen der Stadt.
﻿Die zahnärztliche Abrechnung ist der monetäre Faktor der erbrachten Leistung und somit die wirtschaftliche Grundlage für den Erfolg einer Praxis. Mit der vollzogenen Praxisgründung ist ein Zahnarzt für seine wirtschaftliche Zukunft selbst verantwortlich. Und Hand aufs Herz: Welcher Existenzgründer ist fit in der BEMA-, GOZ-Abrechnung und Festzuschüssen? Der folgende Artikel soll Fehlerquellen in der zahnärztlichen Abrechnung aufzeigen.
Wenn Sie nach Abschluss des Studiums eine Zahnarztpraxis eröffnen oder übernehmen möchten, werden Sie aus Sicht des Datenschutzes zur „verantwortlichen Stelle“. Dabei gilt in Deutschland – wie auch im Rest Europas – auch für alle Freiberufler ab Mai 2018 die EU-Datenschutz-Grundverordnung (EU-DSGVO), welche die grundsätzlichen Regelungen samt Bußgeldern (bis 20 Mio. EUR) festlegt und das bisherige Bundesdatenschutzgesetz (BDSG) ablöst.
DGKZ Mitgliedsantrag
dentalfresh Das Magazin für junge Zahnmedizin ASSISTENTENHANDBUCH Ein Ratgeber zur Niederlassung
Jetzt durchstarten mit dental bauer Wir begleiten Sie auf dem Weg zur Existenzgründung Welche Herausforderung Sie auch angehen: Wir möchten für Sie Türen öffnen und Sie vertrauensvoll und kompetent auf Ihrem Weg begleiten. Als verlässlicher Partner starten wir gemeinsam durch. Erfahren Sie mehr über das Rundum-sorglos-Paket in unserem neuen Existenzgründerangebot existKONZEPTdb unter www.dentalbauer.de Für Existenzgründer bietet dental bauer bundesweit fachkundige sowie fundierte Beratung und Unter- stützung in puncto: Standortanalyse Vermittlung geprüfter Neugründungsobjekte Praxisübernahmen, Sozietäten und Partnerschaften Praxisbewertung Vertragsverhandlungen Praxisplanung Umbau und Modernisierung Investitionskostenaufstellung Praxisﬁ nanzierung Dentalangebote namhafter Hersteller dental bauer GmbH & Co. KG Stammsitz Ernst-Simon-Straße 12 72072 Tübingen Tel +49 7071 9777-0 Fax +49 7071 9777-50 E-Mail existkonzept@dentalbauer.de www.dentalbauer.de www. dentalbauer.de
E D I T O R I A L Liebe Zahnis! T e x t : S a s c h a K ö t t e r Neu ist (fast) immer besser! gründung und möglichen Selbstständigkeit. Auch die immer Schon das Wort „Neugier“ – bedeutender werdenden Themen wie Datenschutz und als eine der Triebfedern Altersvorsorge werden differenziert erklärt. Das Assisten- menschlichen Handelns – tenhandbuch präsentiert euch Praxen mit erfolgreichen legt nahe, dass wir „nach Konzepten, die als Inspirationsquelle für die eigene Zu- Neuem gieren“, dass uns kunft dienen können, sowie Gründer, die ihre Erfahrungen ein Verlangen nach neuen teilen und von den Höhen und Tiefen ihres eigenen Praxis- Erfahrungen antreibt. In die- starts berichten. Psychologische Kniffe für die Kommuni- sem Sinne freue ich mich, euch kation mit Patienten und Mitarbeitern runden das hier auf- das neue Assistentenhandbuch bereitete Themenspektrum ab. Die vielerorts proklamierte präsentieren zu können! Doch was Aussage, dass der „Zahnarzt auch Unternehmen sei“, dürfte bietet euch der ehemals als dental success geführte, nun nach der Lektüre des vorliegenden Kompendiums nicht neu überarbeitete Ratgeber? mehr überraschen. Vielmehr weiß man, worauf es ankommt, und kann so ein erfülltes Berufsleben gezielt steuern. In Ganz klar: Wesentliche Informationen und fundiertes Wis- diesem Sinne wünsche ich euch viel Spaß mit der neuen sen rund um euer komplexes Arbeitsleben! Denn neben Ausgabe des Assistentenhandbuchs! dem „richtigen“ Bohrer und Behandlungsstuhl spielen heutzutage ohne Frage Betriebswirtschaft, Marketing, Denn das Wichtigste ist: Bleibt neugierig! Denn das Wichtigste ist: Bleibt neugierig! Recht und Steuern eine ebenso große Rolle in einem rundum erfolgreichen Praxisalltag. Und genau hier setzt das Assistentenhandbuch an. Es zeigt, welche Pflichten und Hürden, aber auch welche Rechte und Sascha Kötter Sascha Kötter Möglichkeiten der Zahnarztberuf mit sich bringt. Finanzielle Generalsekretär des BdZA e.V. und rechtliche Aspekte einer Praxisgründung werden ge- Geschäftsführer der BeoCondis AG nau beleuchtet und ihr findet hilfreiche Tipps zur Existenz- Geschäftsführer der CENTURION Software GmbH Denn neben dem „richtigen“ Bohrer und Behandlungsstuhl spielen heutzutage ohne Frage Betriebswirtschaft, Marketing, Recht und Steuern eine ebenso große Rolle in einem rundum erfolgreichen Praxisalltag. dentalfresh ASSISTENTENHANDBUCH 3
Inhaltsverzeichnis 3 Editorial WIE VIEL BWL BR AUCHT DER Z AHNAR Z T? WO WILL ICH HIN & WIE SCHAFFE ICH DAS? Fördermittel 40 Gründungsﬁ nanzierung, Finanzierungsarten und 6 IDZ Existenzgründer-Analyse 2016 vorgestellt 44 Honorarverluste von Anfang an vermeiden 8 BdZA: Vernetzung für die junge Zahnmedizin 48 Der Pkw in der Zahnarztpraxis: Ein Steuersparmodell? 10 Praxismarketing – Tipps für Neugründer und Nachfolger 50 Praktischer Datenschutz in der Zahnarztpraxis 14 Erfolgreiche Führung – Persönlichkeit entscheidet 16 Zahnärztliche Existenzgründung – Glücksspiel … WISSEN & WEITERBILDUNG oder mit System zum Erfolg 54 Masterstudiengänge in der Zahnmedizin 20 Whole Brian® Thinking – 58 Fortbildung ist Teamsache Denkstilanalyse und Denkstilmanagement 60 Teamschulungen für das ganze Praxispersonal WELCHE PR A XIS PASST ZU MIR ? 62 Impressum 24 Individuell, hochwertig, fortschrittlich 30 Rutschen und Klettern gegen die Zahnarztangst 36 Zahnärzte im Belgischen – Neubau einer Gemeinschaftspraxis 4 dentalfresh ASSISTENTENHANDBUCH
GUIDED BIOFILM THERAPY THE GAME CHANGER B U C H E N S I E E I N E G RAT I S D E M O U N T E R : 0 8 9 4 2 7 1 6 1 0 Evidenzbasierte Protokolle für das Biofilm-Management auf Zähnen, Weichgeweben und Implantaten. DIE 8 SCHRITTE DES GBT PROTOKOLLS 08 NEUER RECALL TERMIN GESUNDER PATIENT = GLÜCKLICHER PATIENT Bestellen Sie Ihren Patienten risikoabhängig zum Recall Fragen Sie, wie ihm oder ihr die Behandlung gefallen hat 07 QUALITÄTS- KONTROLLE PATIENTEN ZUM STRAHLEN BRINGEN Prüfen Sie anschließend, ob der Biofilm vollständig ent- fernt wurde Stellen Sie sicher, dass Zahnstein und Konkremente vollständig entfernt wurden Untersuchen Sie Zähne auf kariöse Läsionen Schützen Sie die Zähne mit Fluorid 06 PIEZON® VERBLEIBENDEN ZAHNSTEIN ENTFERNEN Verwenden Sie supragingival und bis zu 10 mm subgingival das minimalinvasive EMS PS Instrument Reinigen Sie Taschen >10 mm mit einer Minikürette Verwenden Sie für Implantate und implantat- getragene Restaurationen das EMS PI Instrument 05 PERIOFLOW® BIOFILM ENTFERNEN IN TASCHEN >4 BIS 9 MM Verwenden Sie PLUS Pulver für natürliche Zähne in tiefen Taschen und Furkationen und an Implantaten Verwenden Sie die tiefenmarkierten PERIOFLOW® Düsen ® ems-dental.com Copyright: 2017 EMS. Electro Medcial Systems. 01 DIAGNOSE JEDEN PATIENTEN BEFUNDEN Gesunde Zähne, Karies, Gingivitis, Parodontitis Gesunde periimplantäre Gewebe, Mukositis, Peri- Implantitis Lassen Sie Ihren Patient zuerst mit BacterX spülen 02 ANFÄRBEN ANFÄRBEN UND BIOFILM SICHTBAR MACHEN Zeigen Sie Ihrem Patienten den angefärbten Biofilm und die Problemzonen Die Farbe steuert die Biofilm-Entfernung Ohne Biofilm ist Zahnstein leichter erkennbar 03 MOTIVATION INSTRUIEREN UND MOTIVIEREN Betonen Sie die Wichtigkeit der Prävention Empfehlen Sie die tägliche geeignete Mundhygiene mit Philips Sonicare und Interdentalbürsten oder Philips AirFloss Ultra 04 AIRFLOW® BIOFILM, VERFÄRBUNGEN UND JUNGEN ZAHNSTEIN ENTFERNEN Verwenden Sie AIRFLOW®WW für natürliche Zähne, Restaurationen und Implantate R Entfernen Sie supra- und subgingivalen Biofilm und jungen Zahnstein mit PLUS m 14 μm Pulver Entfernen Sie restliche Schmelz-Verfärbungen mit CLASSIC COMFORT Pulver Entfernen Sie Biofilm auch von Gingiva, Zunge und Gaumen MAKE ME SMILE.
W O W I L L I C H H I N & W I E S C H A F F E I C H D A S ? IDZ Existenzgründer-Analyse 2016 vorgestellt Zahnärztliche Existenzgründer geben viel Geld für den Start in die Selbstständigkeit aus. Mit durchschnittlich 528.000 Euro stieg 2016 das Finanzierungslevel bei Praxisneugründungen im Vergleich zum Vorjahr um 9 Prozent und ist damit die teuerste Form der Nieder- lassung. Die Investitionen für eine Einzelpraxisübernahme, die beliebteste Variante, lagen in etwa 5 Prozent über dem Vorjahresniveau und beliefen sich auf 342.000 Euro. Besonders für eine gute Ausstattung sind Zahnärzte bereit, hohe Summen aufzuwenden. Dies geht aus der aktuellen Erhebung im Rahmen des InvestMonitors Zahnarztpraxis des Instituts der Deutschen Zahnärzte (IDZ)* hervor. 135 130 125 120 115 110 105 100 95 90 85 80 Index: 2012=100 © I D Z / a p o b a n k 2012 2013 2014 2015 2016 Neugründung Einzelpraxis Übernahme Einzelpraxis Beitritt/Einstieg Berufsausübungsgemeinschaft Neugründung Berufsausübungsgemeinschaft Übernahme Berufsausübungsgemeinschaft Diagramm 1: Entwicklung der Gesamtﬁnanzierungsvolumina im Zeitraum 2012–2016. Seit 1984 analysiert das IDZ gemeinsam mit der Deutschen Apo- theker- und Ärztebank die Finanzierungsvolumina deutscher Fach- und Allgemeinzahnärzte. Dabei wurden für 2016 die Daten von 474 Praxen in Deutschland (dabei belief sich das Ver- hältnis 7 zu 1 auf die alten und die neuen Bundesländer) unter- sucht. Der InvestMonitor Zahnarztpraxis bildet somit die Struktur des zahnärztlichen Investitionsverhaltens bei der Niederlassung 2016 ab und vergleicht diese mit den Vorjahren seit 2012. Dabei unterscheidet die Analyse prinzipiell drei Arten der Existenzgrün- dung: Neugründung einer Einzelpraxis, Übernahme einer Einzel- praxis und Niederlassung in Form einer Berufsausübungsge- meinschaft (BAG), wobei zur letzteren Art sowohl die Neugrün- dung einer BAG als auch die Übernahme einer BAG sowie der Beitritt/Einstieg in eine Berufsausübungsgemeinschaft zählen. Neugründung teuer, Übernahme präferiert Die Zahl der Existenzgründer im zahnmedizinischen Bereich erreichte laut KZBV im Jahr 2016 1.301 und ist damit im Ver- gleich zum Vorjahr minimal angestiegen (2015: 1.299). Grund- sätzlich aber ist die Zahl seit 2000 tendenziell rückläufig (his- torischer Tiefstand 2012: 1.195). Immer weniger Zahnärzte wählen als Berufsform die Selbstständigkeit in eigener Nie- derlassung. Das Finanzierungsvolumen, das die Existenz- gründer für Praxisneugründung, -übernahme oder den Ein- stieg in eine BAG benötigen, ist bei allen Praxisformen seit 2012 deutlich angestiegen. Die Aufwendungen für eine Ein- zelpraxisneugründung sind gegenüber dem letzten Jahr um über 9 % auf 528.000 Euro (2015: 484.000 Euro) gestiegen. Sie stellt die teuerste und, wie im Vorjahr 2015, mit 7 % die am seltensten gewählte Variante der Selbstständigkeit dar. Der Anteil der Berufsausübungsgemeinschaften hingegen be- wegte sich zwischen 2012 bis 2016 zwischen 24 % und 30 %. 2016 entschieden sich 30 % für eine BAG. Die Finanzierungs- summe für Neugründung bzw. die Übernahme einer BAG sind im Vergleich zu 2015 auf 339.000 Euro bzw. 318.000 Euro ge- stiegen. Der Beitritt in eine bestehende BAG ist auf 310.000 Euro ange stiegen. Das Finanzierungsvolumen bei der Übernahme einer allgemeinzahnärztlichen Einzelpraxis lag mit 342.000 Euro nur vergleichsweise gering höher als in 2015 (2015: 326.000 Euro) und bleibt, wie die Jahre zuvor, Favorit bei den Existenzgründern. Hauptargument für eine Übernahme ist in der Regel der bestehende Patientenstamm, den der Zahnarzt 6 dentalfresh ASSISTENTENHANDBUCH
W O W I L L I C H H I N & W I E S C H A F F E I C H D A S ? durch fach liches Know-how und ein attraktives Konzept auch in der Zukunft weiter an die Praxis binden kann. Aspekte Alter, Geschlecht und Standort In ihrer Analyse untersucht die IDZ nicht nur die Höhe der Ge- samtinvestitionen, sondern auch die alters-, geschlechter- und standortbezogenen Finanzierungsvolumina. So waren laut IDZ die Existenzgründer 2016 im Durchschnitt 35,9 Jahre alt. Kon- kret waren 16 % der Gründer unter 30 Jahre, 64 % zwischen 31 Jahre und 40 Jahre und 20 % über 40 Jahre alt. Gegen- über 2015 sind die geschlechtsspezifischen Unterschiede in der Altersstruktur stabil geblieben. 35,5 Jahre alt waren die männ lichen Existenzgründer im Schnitt und die weiblichen durchschnittlich 36,5. Die Altersanalyse ergab weiter, dass Die Standortwahl wird maßgeblich von der Bevölkerungs- und Zahnarztdichte des Gebietes bestimmt. Während in Groß- städten die häufigsten Einzelpraxisübernahmen stattfinden, wird die BAG vergleichsweise am meisten in mittelstädtischen Lagen bevorzugt. Wettbewerb bleibt angespannt Ganz klar festzustellen ist, dass sich der wachsende Wett- bewerbsdruck und die zunehmende Ökonomisierung des Gesundheitswesens auf das Investitionsverhalten der zahn- ärztlichen Existenzgründer auswirken. Dennoch sind Zahn- ärzte bereit, hohe Ausgaben auf sich zu nehmen, weil sie Er- füllung in ihrem Beruf finden. Laut Befragungen von IDZ und dem Zentrum Zahnärztliche Qualität (ZZQ) sind subjektiv Diagramm 2: Art der Existenzgründung nach Altersgruppen. Zahnärzte der mittleren Altersgruppe (31 bis 40 Jahre) mit 551.000 Euro durchschnittlich am meisten Geld für eine Einzelpraxisneugründung in 2016 investierten. Und auch bei den Einzelpraxisübernahmen lag diese Altersgruppe mit 360.000 Euro auf dem Spitzenplatz. Die älteren Zahnärzte (über 40 Jahre) legten bei der Finanzierung hingegen deutliche Zurückhaltung an den Tag und investierten bei Einzelpraxis- übernahmen 289.000 Euro. Die Trends der letzten Jahre zeigten, dass im Vergleich Frauen tendenziell vorsichtiger Investitionen vornehmen als Männer. Während Zahnärzte im Schnitt 372.000 Euro für die Über- nahme einer Einzelpraxis ausgaben, betrug die Finanzierungs- summe der weiblichen Kollegen nur 301.000 Euro. Bei der Neugründung gingen die Investitionskosten der Zahnärztinnen mit 509.000 Euro im Vergleich zu 2015 leicht zurück. Männ- liche Kollegen investierten mit durchschnittlich 543.000 Euro 7 % mehr als ihr weiblicher Gegenpart. ge sehen für viele niedergelassene Zahnärzte die „Selbststän- digkeit und Freiberuflichkeit“, der „Kontakt mit Menschen“ so- wie die „Möglichkeit, einen Heilberuf auszuüben“ die zentra- len Positivargumente für die Berufsausübung. In allen Niederlassungsformen sowohl bei Allgemein- als auch bei Fachzahnarztpraxen machten die Ausgaben für Geräte und Einrichtung einen Großteil des Finanzierungsvolumens aus. Die hohen Investitionen zeigen, wie notwendig aus öko- nomischer Sicht mittlerweile eine umfangreiche technisch- apparative Ausstattung in der Zahnarztpraxis ist. Ohne mo- derne Technik ist es heute schwierig, sich als Existenzgründer im unternehmerischen Wettbewerb zu platzieren. * Die vollständige Analyse der „Investitionen bei der zahnärztlichen Existenz- gründung 2016“, in der das gesamtdeutsche Finanzierungsvolumen allge- meinzahnärztlicher Praxen dargestellt wird, kann unter www.idz-koeln.de als PDF heruntergeladen werden. dentalfresh ASSISTENTENHANDBUCH 7
W O W I L L I C H H I N & W I E S C H A F F E I C H D A S ? BdZA: Netzwerken für junge Zahnmediziner Vorstands- und Beiratsmitglieder des BdZA (v.l.n.r.): Jan-Philipp Schmidt (Past President), Nadja-Alin Jung (Beirat), Dr. Art Timmermeister (2. Vorsitzender), Juliane von Hoyningen-Huene (Kassenwart), Ingmar Dobberstein (1. Vorsitzender), Sascha Kötter (Generalsekretär). Der im Januar 2009 gegründete Bundesverband der zahn- medizinischen Alumni in Deutschland e.V. (BdZA) füllt die Lücke zwischen der studentischen Vertretung, dem BdZM, und der Standesvertretung der Zahnärzteschaft, der Bundes- zahnärztekammer. Der BdZA hat sich über die Jahre durch zahlreiche Projekte einen Namen gemacht. Hierzu zählt, neben der Generation Lounge auf der IDS und dem Dental Summer, vor allem auch die ZahniCampus Roadshow, die im Frühjahr 2017 bereits zum zweiten Mal gestartet ist – mit dem Ziel, Inhalte zur Freiberuflichkeit und Karriereplanung mit jungen Zahn- medizinern direkt an der Uni zu diskutieren. Der BdZA sieht sich als Starthilfe für einen bewussten Be- rufseinstieg, der von Entscheidungssicherheit und Wissen um die Möglichkeiten und Grenzen der zahnärztlichen Berufe geprägt ist. Mit dem gemeinschaftlichen Projekt Berufs- kunde 2020 und dem Informationsportal DENTS.DE stellt der BdZA wichtige Orientierungshilfen rund um den Berufs- start zur Verfügung. Neben standespolitischen und exis- tenzgründungsrelevanten Themen findet ihr auf DENTS.DE überdies Informationen und Angebote zur strukturierten Fort- und Weiterbildung und einen umfangreichen, auf die junge Zahnmedizin abgestimmten Artikel- und Newsbereich. Unter www.bdza.de ist der Verband online und auf Facebook zu erreichen. Hier sind sowohl Hintergrundinformationen zum BdZA als auch die Mitgliedschaft abrufbar. Besonderes An- liegen des BdZA ist, dass die jungen Zahnmediziner ihr per- sönliches Netzwerk weiter ausbauen und so nicht jeder jeden Fehler selbst machen muss. Voneinander lernen sollte nicht mit dem Studium enden und ist im Berufsleben nicht nur auf Fortbildungen beschränkt. Für politisch Interessierte bietet der BdZA außerdem einen guten Einstieg in ein bestehendes Netzwerk aus standespolitischen Organisationen wie BZÄK, KZBV und FVDZ sowie ausgewählten Fachverbänden wie der DGI und Dentista. Wer sich in den BdZA einbringen möchte, ist herzlich willkommen und erhält den Kontakt zum Vorstand ebenfalls über die Online-Medien, die zm-Starter oder auf den Veranstaltungen des Verbandes. Denn: Die Zu- kunft der Zahnmedizin werden wir nur gemeinsam gestalten. 8 dentalfresh ASSISTENTENHANDBUCH
Turbinen ohne Schattenseiten! NEU Entdecken Sie Weltinnovationen wie Penta LED+ oder unsere spezielle kratzfeste Oberflächen-Beschichtung! All das bietet Ihnen die neue Top-Ausstattungslinie Synea Vision: für exzellente Präparationsergebnisse und ein Höchstmaß an Komfort. W&H Deutschland, t 08682/8967-0 wh.com
W O W I L L I C H H I N & W I E S C H A F F E I C H D A S ? Praxismarketing – Tipps für Neugründer und Nachfolger T e x t : S a b i n e N e m e c , L a n g e n s e l b o l d / A c h i m W a g n e r , A n s b a c h Nach der Assistenzzeit ist es für viele junge Zahnärzte ein Wunsch, eine eigene Praxis zu gründen oder eine etablierte Praxis zu übernehmen. Die größte Hürde für eine neue Praxis stellt dabei in der Regel die Anfangsphase dar, in der ein neuer Patientenstamm aufgebaut oder das Vertrauen als Praxisnachfolger gewonnen werden muss. Dabei gibt es zwei Möglichkeiten, die hier zum Einsatz kommen sollten: Printmedien und das Internet. Besonders das Internet gilt inzwischen als beliebter Kanal mit großer Reichweite, in dem immer mehr Patienten nach dem Arzt ihres Vertrauens suchen. Dieser Beitrag stellt nützliche Tipps bereit, wie Praxisneugrün- der und -nachfolger während der Startphase ihre Wunsch- patienten im World Wide Web gezielt ansprechen und auf sich aufmerksam machen können. Tipp 1 – Frühzeitig um Patientenbewertungen kümmern Gerade in der Assistenzzeit und im Angestelltenverhältnis feh- len Zahnärzten häufig noch eigene Profile in Bewertungsporta- len. Das können Sie durch manuelle Anmeldung ändern. Idea- lerweise sind bei Praxiseröffnung schon erste Bewertungen verfügbar, die aus früheren Praxistätigkeiten herrühren. Diese Profile lassen sich „mitnehmen“ und sind das Bewer- tungs-Startkapital für den neuen Praxisstandort. Viele Patien- ten, die auf der Suche nach einem neuen Zahnarzt sind, orien- tieren sich an Bewertungen und Weiterempfehlungen auf ver- schiedenen Portalen. Deshalb sollten Sie darauf achten, dass Ihr Profil immer auf dem neuesten Stand ist und wichtige Daten wie Adresse und Öffnungszeiten korrekt angegeben sind. So können Sie direkt bei Ihren Patienten punkten. Damit gute Bewertungen für die Gewinnung neuer Patienten sorgen, sollten Sie aktiv auf Ihre Patienten zugehen und Sie zu einer Weiterempfehlung im Internet motivieren. Auf negative Bewertungen und Kommentare sollten Sie reagieren, damit Ihre Patienten eventuelle Kritik auch einordnen können. Eines der wichtigsten Bewertungsportale für Ärzte ist jameda. Hier sollten Sie auf jeden Fall auf ein aktuelles und belebtes Pro- fil achten. Doch auch Google Maps und Social Media-Kanäle wie Facebook werden von Patienten gerne für Bewertungen genutzt und sind außerdem gute Hilfsmittel bei Aufbau und Bin- dung Ihres Patientenstamms. Tipp 2 – Sichtbarkeit schaffen und Branchenprofile einrichten „Wer nicht wirbt, stirbt“ – so ein altes Marketingsprichwort. Wer- den Sie im Internet stärker sichtbar und hinterlegen Sie Ihre neue Praxisadresse in den wichtigsten Branchenportalen, damit Ihre Patienten Sie ohne viel Aufwand finden und die korrekten Daten zu Ihrer Praxis erhalten. So können Sie direkt auf Ihre Schwer- punkte und die Besonderheiten der Praxis aufmerksam machen. Tipp 3 – Einheitliche Praxis bezeichnung in allen Onlineportalen verwenden Die häufigste Suchwortkombination bei Patienten ist „Zahnarzt + Ort“. Achten Sie deshalb darauf, dass zu dieser Suchanfrage korrekte und konsistente Praxiseinträge verfügbar sind. Die Patienten gelangen durch die Suchwortkombination auf Ad- ressverzeichnisse Ihres Standortes. Es ist wichtig, dass die Daten Ihrer neuen Praxis einheitlich und natürlich korrekt sind. Uneinheitliche Angaben sorgen nicht nur für Verwirrung bei den Patienten, sondern schaden auch Ihrem Ranking bei Google. Tipp 4 – Machen Sie den Ego-Check – Googeln Sie sich! Mit der Google-Suche „Zahnarzt + eigener Name + Ort“ – dem sogenannten Ego-Googeln – können Sie überprüfen, auf wel- chen Plattformen Sie bereits gelistet sind, und können zugleich die Aktualität Ihrer Adressdaten kontrollieren. Achten Sie da- rauf, dass Namen und Titel bei allen Einträgen einheitlich sind, also nennen Sie beispielsweise nicht in einem Eintrag einen zweiten Vornamen, der in anderen Einträgen nur mit einem Buchstaben abgekürzt wird. Es sollte immer auf die Konsistenz aller Angaben geachtet werden. Tipp 5 – Entfernen Sie bei Praxisübernahme Altinformationen zum Vorbesitzer Bei Übernahme einer Praxis sollten Sie den Ego-Check auch auf den Namen des Vorgängers ausdehnen. Sind noch veraltete Daten in Branchen- und Suchportalen auffindbar, sollten diese zügig entfernt bzw. mit neuen Informationen aktualisiert werden. Erledigen Sie das in Abstimmung mit dem Vorgänger, da häufig auch Zugangsdaten – z. B. bei Google Maps – benötigt werden. Natürlich macht es in einer Übergangszeit Sinn, den Namen des Praxisvorgängers in der Kommunikation einzubinden. Damit legen Sie Pfade für die Stammpatienten des Vorgängers zu Ihnen. Tipp 6 – Eigene Praxiswebsite – Ihr digitaler Empfang im Internet Bei einer Neugründung ist zu bedenken, dass Ihre neue Praxis am Standort noch weitgehend unbekannt ist. Deshalb sollten Sie sicherstellen, dass sie zügig unter allgemeinen Suchbegrif- 10 dentalfresh ASSISTENTENHANDBUCH
Achten Sie bei Ihrer Praxiswebsite auf ein nutzerfreundliches und ansprechendes Design, welches zu Ihrem Branding passen sollte. fen wie „Zahnarzt + Ort“ gefunden wird. Grundlage dafür ist eine eigene Website. Diese vermittelt nicht nur wichtige Daten und weckt die Aufmerksamkeit der Patienten, sondern hilft Ihnen auch dabei, Ihre Praxis individuell vorzustellen und so einen bleibenden Eindruck zu hinterlassen. Tipp 7 – Terminvereinbarung vor Eröffnung per Webvisitenkarte ermöglichen Eine Webvisitenkarte hilft Ihnen dabei, Ihre eigene Marke frühzeitig zu setzen. Je nachdem, wie schnell es bei Ihnen beispielsweise im Fall einer Praxisübernahme gehen muss, empfehlen wir mindestens eine Webvisitenkarte mit Logo, Kurzinformation, Praxisadresse sowie Sprechzeiten im Inter- net zu schalten. So können Sie Ihre Patienten schon einmal auf die nachfolgende Webpräsenz vorbereiten. Außerdem hat eine solche Webvisitenkarte den Vorteil, dass eine erste Terminvereinbarung per Telefon oder Mail ermöglicht wird. Hier lohnt es sich auch, für eine sofortige Internetsichtbar- keit in Suchmaschinenwerbung mit Google AdWords zu inves- tieren. Eine optimale natürliche Sichtbarkeit wird aber nur durch eine umfassende und entsprechend optimierte Webpräsenz erreicht werden. Tipp 8 – Suchmaschinenfreundliche Domain Sie sollten von Anfang an auf die richtige Domain setzen, da diese später nur schwer und nicht ohne größere Verluste beim Ranking zu ändern ist. Vermeiden Sie die Verwendung von Ab- kürzungen in der Webadresse. Es bietet sich an, eine Domain zu reservieren, welche „Zahnarzt + Ort“ oder „Praxisname + Ort“ enthält oder sich zumindest auf diese Thematik bezieht, beispielsweise www.zahnarzt-mustermann.de oder www.zahn- arzt-musterstadt.de Tipp: Wenn die Webadresse Umlaute enthält, empfiehlt sich die Reservierung beider Domainvarianten, also www.zahn- ärzte-musterstadt.de und www.zahnaerzte-musterstadt.de Da im internationalen Zeichensatz keine Umlaute vorgesehen sind, sollte letztere Variante priorisiert werden. Tipp 9 – Umleitung der Vorgänger- Webadresse bei Praxisübernahme Berücksichtigen Sie bei einer Praxisübernahme, dass die Stammpatienten Ihres Vorgängers noch unter Ihrem alten Pra- xistitel suchen bzw. die alte Domain aufrufen werden. Es lohnt sich also, die alte Praxisadresse vorerst aktiv zu lassen und diese nach Veröffentlichung der neuen Seite umzuleiten. Ver- ständigen Sie sich mit dem vorherigen Praxisinhaber, dem die alte Domain in den meisten Fällen auch gehört. Tipp 10 – Die richtigen Patienten mit Inhalten überzeugen Bei einer Praxisneugründung oder Übernahme, die Ihnen einen etwas längeren Planungsspielraum erlaubt, sollten Sie für Ihre Website bereits ausführlichere Inhalte anbieten. Bei- spiele hierfür sind spezielle Behandlungskonzepte oder Ihre Leistungsschwerpunkte. Diese Inhalte lassen sich jederzeit erweitern oder Ihrem aktuellen Leistungsportfolio anpassen. Dennoch sollten Sie bereits von Anfang an eine nutzerfreund- liche Navigation und einen übersichtlichen Seitenaufbau ein- planen, mit denen Sie später im Google Ranking punkten können. Wie auch beim Branding sollten Sie sich hier von Anfang an überlegen, welche Patienten Sie ansprechen möchten, und dementsprechend Inhalte setzen. Spätestens zu diesem Zeit- punkt lohnt es sich auf jeden Fall, einen Experten zurate zu ziehen, der Sie hierbei und beim Aufbau der Website unter- stützt! Hinweis: Bei einer Übernahme lohnt es sich, die Pa- tienten vorzubereiten. Passen Sie die Startseite Ihres Vorgän- gers hierfür in Bild und Text an, z.B. indem Sie in ein paar Sätzen zur bevorstehenden Übernahme informieren und dem Vorgän- ger Ihre Wertschätzung aussprechen. Idealerweise veröffent- lichen Sie dazu auch ein gemeinsames Foto. Verfügt die alte Website bereits über einen Newsbereich, ist es auch günstig die Praxisübernahme hier ausführlich zu dokumentieren – ebenso wie auf einem evtl. bestehenden Facebook-Account. Tipp 11 – Überzeugendes und nutzerfreundliches Webdesign Investieren Sie ausreichend Zeit und Budget in die Gestaltung Ihrer Webseite. Dabei ist sowohl auf ein nutzerfreundliches und ansprechendes Design zu achten, das auch für die mobile An - sicht praktisch zu handhaben ist, als auch auf Design-Elemente, die in Form und Farbe mit Ihrer Markenkommunikation konform gehen – sprich: Ihr Webdesign sollte zu Ihrem Branding passen. Tipp 12 – Fotoshooting – Lassen Sie Bilder sprechen Wenn Design und Aufbau der Seite klar sind, empfiehlt sich ein professionelles Fotoshooting. Bedenken Sie hierbei, dass Ihre Website häufig den ersten Kontakt mit einem Neupatien- ten darstellt und dieser sich nur anhand von Fotos einen ersten Eindruck von Ihrem Team und Ihren Räumlichkeiten verschaffen dentalfresh ASSISTENTENHANDBUCH 11
W O W I L L I C H H I N & W I E S C H A F F E I C H D A S ? kann. Bilder halten einen User erfahrungsgemäß länger auf einer Website, schaffen Emotionen und erhöhen damit die Chance, dass er mit Ihrer Praxis auch Kontakt aufnimmt. Hinweis: Fotos aus dem Shooting geben auch Ihren Blog- beiträgen, sozialen Kanälen und klassischen Werbemitteln die gewünschte Einzigartigkeit. Tipp 13 – Sich früh als Praxismarke verstehen und platzieren Audi, Coca Cola, Apple – können nur große Firmen und Pro- dukte Marken sein? Eine Marke zu sein hat weniger mit großen Budgets und internationalen Werbekampagnen zu tun, son- dern vielmehr mit dem Selbstverständnis eines Zahnarztes, seines Praxiskonzeptes und seinen Werten. Eine Marke ist eine „Markierung“ und schafft die Abgrenzung zu anderen Zahnarztpraxen. Eine klare Abgrenzung hilft der Zielgruppe, sich zu orientieren, und reduziert vielfältige Infor- mationen zu einem Wahrnehmungsdestillat. Das hat eindeu- tige Vorteile: Ich muss mir als Patient nicht viele verschiedene Zahlen, Daten, Fakten, Erfahrungen, Meinungen zu einer Praxis merken, sondern bilde mir einen Eindruck, auf den ich dann immer zurückgreifen kann. Kurz, knapp, praktisch. Zu diesem Wahrnehmungsdestillat und verdichteter Informa- tion gelangt man über Fragen. Zum Beispiel: · Was ist mir wichtig? · Wofür stehe ich? · Warum sollen Patienten zu mir kommen? · Welches Problem kann ich besser als andere Praxen lösen? · Welches Image möchte ich aufbauen? Hilfreich ist dabei, sich mit verschiedenen Konzepten und Praxen auseinanderzusetzen, um das zu finden, was einem liegt. Deshalb lohnt es, sich intensiv mit der Praxis der As- sistenzzeit zu beschäftigen, Fragen zu stellen und sich auf Fortbildungen oder Stammtischen mit anderen Zahnärzten auszutauschen. Ein Blick auf Webseiten kann hier auch recht informativ und aufschlussreich sein. Tipp 14 – Das Design Das Design einer Praxismarke ist der sichtbare Teil der Marke. Gutes Design wirkt authentisch, glaubwürdig und nachhaltig. Aus diesem Grund ist es notwendig, dass sich das Design auf das Praxiskonzept ausrichtet. Natürlich wird die Identität einer Marke wesentlich durch ihre visuelle Kommunikation geprägt. Das kommt nicht von unge- fähr, ist doch die visuelle Wahrnehmung mit den Augen, der Sinn mit der größten Aufnahmekapazität. Ganze 10 Millionen Shannon (mit Shannon wird der Informationsgehalt einer Nachricht beziffert) vermag unser Gesichtssinn pro Sekunde aufzunehmen. Zum Vergleich: der nächststärkste Sinn ist der Tastsinn mit rund 1 Million Shannon pro Sekunde. Bewusst und unbewusst empfangen und empfinden wir ständig äußere und innere Reize. Vor diesem Hintergrund wird klar, welche Bedeutung die visuelle Präsentation einer Praxis einnimmt und wie wichtig sie für Patienten ist. Sie dient der Wiedererkennung einer Praxismarke und der Zuordnung von Informationen/Werbemaßnahmen mit dem richtigen Ab- sender. Das Corporate Design sorgt dafür, dass alle Informa- tionen und die Werbung, die von einer Praxis initiiert werden, sich auf deren Image-Konto einzahlen. Das differenzierende Corporate Design bildet ein abge- stimmtes System aus u. a. Zeichen, Farben, Formen, Schrif- ten, Bildsprache. Zusammen ergeben alle Elemente ein „Bild“ einer Praxis – wie ein visueller Fingerabdruck. Tipp 15 – Checkliste für Ihre Praxisdarstellung anlegen Ihr Erscheinungsbild sollte überall einheitlich gestaltet und · sichtbar sein: auf Drucksachen, in der Werbung, auf der Internetseite. · Legen Sie sich ein Pinterest-Konto an und sammeln Sie Ideen und Eindrücke. · Bei einer Übernahme: Informieren Sie die vorhandenen Patienten regelmäßig über die Änderungen in der Praxis. Sorgen Sie dafür, dass Ihr Bild auf dem Infomaterial drauf ist. Je häufiger die Patienten Sie sehen, umso schneller kann Vertrauen aufgebaut werden. · Print ist eine wichtige Ergänzung zum WWW – deshalb sollten Sie u. a. Anzeigen, Großflächenplakate, PR-Artikel, Info-Veranstaltungen, Werbeaktionen mit in Ihrem Business- plan einplanen. Da die Bank Gewissheit haben möchte, dass Ihre Praxis gut laufen wird, ist es wichtig, im Businessplan aufzuzeigen, wie Sie Patienten gewinnen möchten. Sorgen Sie beim Budget für Spielraum, damit Sie aktiv über einen längeren Zeitraum für Ihre neue Praxis werben können. Wenn Sie sich weiter informieren möchten, finden Sie nütz - liche Online-Marketing-Tipps für Neugründer unter www.co- named.de/tipps-neugruender. Oder schreiben Sie eine E-Mail an sn@snhc.de und Sie erhalten eine Checkliste für den Start Ihrer Praxismarke. Wir wünschen Ihnen viel Erfolg bei der Gründung oder Über- nahme Ihrer eigenen Zahnarztpraxis! KONTA K T Sabine Nemec Dipl.-Wirtsch.-Ing. Nemec+Team – Healthcare Communication Agentur für Marke, Marketing und Werbung im Gesundheitsmarkt Oberdorfstraße 47 63505 Langenselbold Tel.: 06184 901056 sn@snhc.de www.snhc.de Achim Wagner conamed – Agentur für Praxismarketing Technologiepark 1 91522 Ansbach Tel.: 0981 2036535-0 info@conamed.de www.conamed.de 12 dentalfresh ASSISTENTENHANDBUCH
KaVo Röntgensysteme – KaVo ORTHOPANTOMOGRAPH® OP300 Maxio Flexibilität5 Erweitern Sie Ihr Behandlungsspektrum mit dem KaVo OP300 Maxio: Maximale Flexibilität in der Anwendung dank fünf verschiedener Volumengrößen für individuelle, indikationsbezogene Diagnostik. KaVo OP300 Maxio mit Low Dose Technologyyy™ Weitere Infos unter www.kavo.de/maxio 13 x Ø 15 cm (optional): Gesamte maxillofaziale Region 8 x Ø 15 cm: Vollständige Ober- und Unterkieferregion 8 x Ø 8 cm: Beide Zahnbögen und Anteile der Kieferhöhlen 6 x Ø 8 cm: Vollständiger Zahnbogen 5 x Ø 5 cm: Lokale Diagnostik KaVo Dental GmbH · D-88400 Biberach/Riß · Telefon +49 7351 56-0 · Fax +49 7351 56-1488 · www.kavo.com
W O W I L L I C H H I N & W I E S C H A F F E I C H D A S ? Erfolgreiche Führung – Persönlichkeit entscheidet T e x t : R e i n h a r d H o m m a Sobald Wachstum, Ausmaß sowie Größe der Zahnarztpraxis ins Spiel kommen, beginnt die Menschlichkeit zu sinken. Nichts kann das „Persönliche“ ersetzen. Der Unterschied zwischen Führungspersönlichkeiten und Autoritätspersonen liegt darin, dass Führungspersönlichkeiten Mitarbeitern sagen, warum sie da sind, und Autoritätspersonen Mitarbeitern sagen, was sie tun sollen. Jetzt können Sie sich die Frage stellen, was wohl erfolgreicher ist und zu mehr emotionaler Bindung an das Unternehmen führt. Mehr emotionale Bindung bedeutet dann mehr Engagement sowie mehr Leidenschaft und Begeis- terung für die Arbeit und die Praxis. Beides sind beste Voraussetzungen, um erfolgreiche Führung langfristig zu erreichen. Selbstkenntnis Im ersten Fall geht es um die Aussage von Autoritätspersonen Menschenkenntnis Der zweite Schritt ist die Menschenkenntnis. Dadurch lernt die und die konkrete Ausführung der Arbeit. Das Wecken der Führungskraft, von den persönlichen Motiven abweichende Sehnsucht ist eine völlig andere Botschaft und bewirkt somit Motive der Mitarbeiter zu erkennen, anzuerkennen und zu res- eine andere Bereitschaft. pektieren. Nur wenn Sie Mitarbeiter hinsichtlich ihrer individuel- Natürlich können Führungskräfte das menschliche Verhal- len Motive einschätzen, können Sie Ihre eigenen Erwartungen ten beeinflussen. Sicher können Gefühle und Emotionen im Umgang mit den Mitarbeitern anpassen und somit Enttäu- beeinflusst werden. Das alles hat jedoch nichts mit Motiva- schungen vermeiden. Sie können sich dann auf das Verhalten tion zu tun. Besser ist, sich die Frage zu stellen: „Welche ent- Ihrer Mitarbeiter einstellen und zielgenau darauf reagieren. scheidenden Motive treiben das Denken und Handeln der Es macht keinen Sinn, zu streiten, welche Ziele die richtigen Mitarbeiter an und wie kann dieser Antrieb für die Praxis am oder besseren sind. Die Führungskraft muss erkennen, dass besten genutzt werden?“ Wie können Sie die individuell vor- Menschen unterschiedliche Ziele haben und dabei unter- handenen Motive erkennen und bei den Mitarbeitern abru - schiedliche Prioritäten setzen. Erfolg ist eine individuelle An- fen? Natürlich auch wichtig: „Wie können Sie Demotivation gelegenheit. Wenn Mitarbeiter in dem, was sie tun, Spaß und vermeiden?“ Deshalb ist im ersten Schritt die Selbstkenntnis Erfüllung finden, gehen sie in dieser Tätigkeit auf und sind der Führungskraft der Schlüssel zum grundlegenden Ver- in dem sogenannten Flow. Hier passt dann das asiatische ständnis der eigenen Motivation. Diese Selbstkenntnis und Sprichwort: „Wähle einen Beruf, den du liebst, und du die daraus resultierende gelebte Authentizität führen zu mehr Verlässlichkeit. Das ist für die Mitarbeiter ein sehr wichtiger Punkt, denn aus Verlässlichkeit entsteht mehr Vertrauen. Ohne Vertrauen funktioniert erfolgreiche Füh- rung sowieso nicht. Diese Selbstkenntnis ist der Schlüssel, sich selbst realis- tische und motivierende Ziele zu setzen. Das ist der erste wichtige Schritt zu dauerhaftem Erfolg. Nur wenn diese Ziele für Sie als erstrebenswert angesehen werden, werden Sie engagiert an der Zielerreichung arbeiten. Nur wenn Sie Ihre eigenen, individuellen Motive und Be- wertungsmaßstäbe kennen und sich bewusst machen, können Sie persönliche Vorurteile erkennen und hinterfragen bzw. neu justieren. Besteht kein leidenschaftliches Ziel für die Zukunft – was Sie anfeuert –, können Sie darauf wetten, dass Ihr Team keinerlei Leidenschaft verspürt. Rhetorik alleine reicht nicht, um Men- schen zu bewegen. Optimismus muss vorgelebt werden, damit er auf die Mitarbeiter überspringt. Menschen machen nie das, was Sie fordern, wollen und sagen. Menschen istu n e L g An s c h l u s s Mach t machen, was Sie vormachen bzw. vorleben. Das STRUCTOGRAM® Trainings-System. 14 dentalfresh ASSISTENTENHANDBUCH
Wenn du ein Schiff bauen willst, fang nicht an, Holz zusammenzutragen, Bretter zu schneiden und Arbeit zu verteilen, sondern wecke in den Menschen die Sehnsucht nach dem großen weiten Meer. brauchst keinen Tag in deinem Leben mehr zu arbeiten.“ Ist nente, das Motiv „Macht“ in der Rot-Komponente und das jedoch das Gegenteil vorhanden und es müssen über einen längeren Zeitraum Tätigkeiten verrichtet werden, die der per- sönlichen Biostruktur entgegenlaufen, führt dieser Energie- Motiv „Leistung“ in der Blau-Komponente. Mit dem Wissen der Biostrukturanalyse – konkret dem STRUCTOGRAM® Trainings- System – haben Sie den entscheidenden Schlüs- aufwand zu psychosozialem Stress. Dieser Stress kann dann sel, um motivorientierte und somit einfachere sowie erfolgrei- zu Burn-out führen. Deshalb ist es für die Führungskraft sehr che Führung umzusetzen. Die Biostruktur-Analyse ermög- wichtig, zu erkennen, wer passt am besten an welchen Ar- licht, unbewusste Beweggründe sichtbar, für jeden versteh- beitsplatz, um dort weder über- noch unterfordert zu sein. bar und somit bewusst einsetzbar zu machen. Bei meinen Beides ist nicht gut und führt nach einer gewissen Zeit zur Seminaren werde ich immer wieder von Teilnehmern gefragt: inneren Kündigung. Deshalb ist es für alle wichtig – für die Wie kann ich meine Mitarbeiter motivieren? Meine Antwort Führungskraft und die Mitarbeiter – Authentizität zu leben. darauf: „Stellen Sie sich grundsätzlich die Frage: ‚Ist es über- Authentizität bedeutet, im Einklang mit sich selbst, also mit haupt möglich, Menschen zu motivieren?‘ Also konkret Be- seiner individuellen Biostruktur zu handeln. Daraus entsteht weggründe hervorzurufen, die vorher nicht da waren. Meine persönlicher Erfolg und Lebensfreude. klare Aussage dazu: Das können Sie und ich nicht. Machbar Motivation Motivation – in der Mitarbeiterführung ein spannendes und immer wieder aktuelles Thema. Dazu finden wir jede Menge Bücher, und die meisten gehen davon aus, dass Motivation beliebig erzeugt werden kann. Wenn jedoch klar ist, dass in- ist jedoch, dass Sie die vorhandenen spezifischen Motive einer jeden Persönlichkeitsstruktur erkennen und dann ziel- gerichtet ansprechen.“ Gelebte Authentizität Generell ist bei Methoden und Verfahren – welche auf dem dividuelle Motive genetisch festgelegt sind – siehe Erkennt- Markt vorhanden sind –, grundsätzlich Vorsicht geboten, nisse der Biostruktur – ,dann können wir diese Bücher ver- welche nicht zwischen genetisch veranlagten (situations- gessen. Deshalb ist die Entdeckung der drei Grundmotive unabhängigen, zeitlich stabilen) und umweltbedingten (situa- durch den amerikanischen Psychologen David McClelland, tionsabhängigen, veränderbaren) Persönlichkeitsmerkmalen welche bei jedem Menschen unterschiedlich stark ausgeprägt unterscheiden. Die gelebte Authentizität, konkret die Stim- sind, eine tolle Entwicklung in der Motivationsforschung. migkeit zwischen veranlagter Biostruktur und erlerntem Ver- McClelland konnte nicht nur statistisch, sondern auch em- halten, hat entscheidenden Einfluss auf die realistische Ziel- pirisch belegen, dass die Ansprache dieser Motive mit der erreichung. Menschen bzw. Führungskräfte, welche authen- Ausschüttung bestimmter Neurotransmitter verbunden ist. tisch sind, kommen mit weniger Energieaufwand ans Ziel. Motiv: Anschluss (Affiliation) Wer aufhört zu lernen, hört auf zu führen. Aus der Hirnfor- schung und den Neurowissenschaften ist bekannt, dass we- Streben nach Sicherheit, Zuwendung, Geborgenheit und sentliche Eigenarten und Verhaltensweisen des Menschen Freundschaft. Verbunden damit ist die Angst, unbeliebt, aus- von der individuellen Arbeitsweise des Gehirns abhängen. geschlossen, isoliert und alleingelassen zu sein. Motiv: Macht (Power) Und genau dafür bieten die Biostrukturanalyse – bzw. konkret das STRUCTOGRAM® Trainings-System – überzeugende Lösungsmöglichkeiten für die Mitarbeiterführung. Deshalb Streben nach Dominanz, Bedeutung, Status, Einfluss, Kampf mein Tipp: Ergreifen Sie die Chance und nutzen diese. und Wettbewerb. Verbunden damit ist die Angst, unwichtig, abhängig, unbedeutend zu sein und keine Kontrolle über andere zu haben. Motiv: Leistung (Achievement) Streben nach Fortschritt, Kreativität, Abwechslung und Neu- gier. Verbunden damit ist die Angst, unfähig, schwach, dumm und nutzlos zu sein. Wenn wir jetzt diese Forschungsergebnisse von McClelland betrachten, so finden wir genau diese drei Motive identisch in der Biostruktur. Das Motiv „Anschluss“ in der Grün-Kompo- KONTA K T Reinhard Homma MediGram Rheinstraße 27 76275 Ettlingen Tel.: 07243 78208 Mobil: 0172 7290542 homma@medigram.de www.medigram.de dentalfresh ASSISTENTENHANDBUCH 15
W O W I L L I C H H I N & W I E S C H A F F E I C H D A S ? Zahnärztliche Existenzgründung – Glücksspiel … oder mit System zum Erfolg T e x t : H a r a l d H e i d r i c h Jede Niederlassung „sollte“ mit einer – mit Ihrer – Idee beginnen. Gerade der zahnärztliche Gesundheitsmarkt, der heute nicht mehr reguliert ist, unterliegt immer stärker den Gesetzen des freien Marktes und den Gesetzen von Angebot und Nachfrage. Die erfolgreiche Niederlassung zeichnet sich durch ein Konzept aus, das den Verhältnissen im Markt des geplanten Einzugsgebiets entspricht und das eigene Potenzial realistisch einschätzt. Vor allem in Ballungsräumen ist es für erfolgreiche Praxen unab- dingbar, ein klares und erkennbares Profil zu haben, welches sich unter anderem im Behandlungs- und Therapiespektrum wider- spiegelt. Wo sehen Sie Ihr Potenzial? Welche zahnärztlichen Leistungen möchten Sie für welche Zielgruppe als Schwerpunkt anbieten? Die Frage nach der Spezialisierung geht immer auch einher mit der Frage nach Ihren ganz persönlichen Stärken und Vorlieben. Es sind Spezialisierungen auf Behandlungsleistungen oder auch auf Zielgruppen möglich, zum Beispiel Endodon- tie, Ästhetische Zahnheilkunde, Implantologie bzw. Angst - patienten, Kinder, Geschäftsleute, Senioren usw. Für den wirtschaftlichen Erfolg werden die privat zu liquidieren- den Leistungen immer wichtiger. Da ein Großteil der zahnärzt- lichen Leistungen außerhalb des gesetzlichen Leistungskata- loges erbracht wird, müssen auch diese ökonomischen Be- dingungen in die Zielfindung mit einfließen. Auf die formalen Voraussetzungen zur Ausübung der zahnärztlichen Tätigkeit möchte ich hier nicht eingehen, da ich diese als hinreichend bekannt voraussetze. Viele Zahnärzte absolvieren diverse Fortbildungen im Rahmen von Curricula oder Masterstudien- gängen. Inwieweit dies sinnvoll und zielführend für die spätere berufliche Tätigkeit ist, muss natürlich jeder Gründer selbst entscheiden. Wenn Sie jedoch eine „normale“ Allgemein- zahnarztpraxis, und dazu noch in ländlicher Umgebung führen möchten, dann ist hier weniger manchmal mehr. Soft Skills Verlassen Sie sich auch nicht alleine auf Ihre fachliche Qualifika- tion. Der Patient setzt diese voraus und die Praxis hebt sich nach außen nur durch sogenannte „Soft Skills“ vom Wettbewerb ab. Neben Ihren Führungsqualitäten, die für ein funktionierendes und engagiertes Team sorgen, gehören hierzu zum Beispiel Ihr Einfühlungsvermögen, Ihre Kommunikationsfähigkeit, aber auch Ihr Organisationstalent und natürlich Ihre soziale Kompetenz. Die Vereinbarkeit von Beruf und Familie ist jungen Zahnärzten besonders wichtig, gerade weibliche Zahnärzte werden bei der beruflichen Planung auch die Familienplanung im Blick haben. Wann ist der beste Zeitpunkt für Kinder? In der Zeit als an- gestellte Zahnärztin, vor der eigenen Praxis oder als nieder- gelassene Zahnärztin – idealerweise in einer größeren Ge- meinschaft? Zeitpunkt Noch ein Hinweis zum richtigen Zeitpunkt. Bis zum Jahr 2007 (Ende der Zulassungsbeschränkungen) war es fast nie eine Frage, man ließ sich unmittelbar nach der Assistentenzeit nieder. Seit diesem Zeitpunkt hat sich jedoch der Zeitraum zwischen Studium und Niederlassung immer weiter verlängert. Aus den unterschiedlichsten Gesichtspunkten (Dauer der Finanzierung, Schaffung von „Praxisvermögen“) sollte man sich jedoch nicht zu lange Zeit lassen. Denn auch die persön- lichen Ansprüche werden immer weiter steigen, je mehr Er- fahrung man hat und auch je mehr Praxen man gesehen und eventuell geprüft hat. Man wird immer wählerischer, und ich habe in meiner Beratungspraxis auch schon Gründer gesehen, die sich nie niederließen, weil keine Praxis ihren (immer größer werdenden) Ansprüchen genügte. Art der Selbstständigkeit So wie viele Wege nach Rom führen, führen auch viele Wege in die Selbstständigkeit. Sie können eine bestehende Praxis übernehmen, in eine bestehende (Praxis-)Gemeinschaft ein- treten bzw. diese mit Kollegen selbst gründen oder auch alleine selbst gründen. Die Ausübung des zahnärztlichen Berufs in einer Einzelpraxis basiert auf dem traditionellen Bild der Tätigkeit aus einer Zeit, in der es dem Zahnarzt allgemein noch sehr gut ging. Der Gründer ist Chef und bestimmt alleine den Weg. Allerdings trägt er die volle Verantwortung, auch finanziell, gegenüber Mitarbeitern und Patienten. In der Ein zelpraxis fehlt die Möglichkeit der fachlichen Abstimmung mit Kollegen, der Aufteilung von Aufgaben, des größeren zeitlichen und fachlichen Angebots für Patienten und natürlich auch die Vertretungsmög- lichkeit. Der finanzielle Aufwand für Gründung bzw. Übernahme einer Einzelpraxis ist grundsätzlich höher, als dies in der Ge- 16 dentalfresh ASSISTENTENHANDBUCH
Viele junge Gründer entscheiden sich für eine Praxiskooperation. Hier sind vertragliche Regelungen besonders wichtig. Klären Sie im Vorfeld lieber zu viel als zu wenig und holen Sie sich Unterstützung von einem Anwalt. meinschaft der Fall ist. Das durchschnittliche Finanzierungs- volumen einer Einzelpraxisübernahme belief sich im Jahr 2015 auf rund 326.000 Euro, während der Finanzierungsaufwand für die Neugründung einer Einzelpraxis bei durchschnittlich 484.000 Euro lag. Auf die Finanzierung der Existenzgründung und die Fallstricke, die auch hier lauern können, wird an anderer Stelle eingegangen. Vertragliche Regelungen Entgegen dem äußeren Anschein arbeiten auch heute noch mehr als zwei Drittel aller Praxisinhaber in Einzelpraxen. Jün- gere Gründer wählen jedoch verstärkt die Form der Koopera- tion für die Ausübung ihrer zahnärztlichen Tätigkeit. Bei der Wahl einer Berufsausübungsgemeinschaft sind die Ansprüche an die vertraglichen Regelungen nicht hoch genug anzuset- zen. Klären Sie hier im Vorfeld lieber zu viel als zu wenig. Und greifen Sie auf jeden Fall auf die Unterstützung eines, in die- sem Metier erfahrenen Anwalts zurück. Wichtige, aber auch sehr schwierige Punkte sind regelmäßig die Gewinnverteilung in der Berufsausübungsgemeinschaft bzw. die Kostenverteilung in der Praxisgemeinschaft. Es gibt hier die unterschiedlichsten Modelle, die es schaffen müssen, die Unterschiede der Partner möglichst genau und vor allem auch gerecht abzubilden. Die gesetzliche Grundstruktur (Gleichheit der Partner) ist in der Realität nur ganz selten an- zutreffen. Oft gibt es unterschiedliche Beteiligungen am Ge- sellschaftsvermögen, unterschiedliche Leistungen und Fähig- keiten bzw. Kompetenzen der Partner, und es sind auch die unterschiedlichen Gesellschafterstellungen in Bezug auf das Recht zur Kündigung, zur Geschäftsführung usw. zu berück- sichtigen. Klären Sie auch gleich zu Anfang die Bedingungen eines möglichen Auseinandergehens, sei es durch Kündigung eines Partners, durch Krankheit bzw. Berufsunfähigkeit oder durch Versterben. Je mehr und je besser Sie diese Punkte vertraglich festlegen, desto weniger wird es zu Streitereien kommen. Im besten Fall müssen Sie diesen (umfangreichen) Vertrag in der Zukunft nie wieder bemühen, weil alles glatt läuft. Spezialisierung entscheidend für Praxisstandort Bei der Gründungsvorbereitung nimmt die Wahl des Praxis- standortes eine entscheidende Rolle ein. Fehler sind hier kaum zu korrigieren und können sehr leicht zum Misserfolg der Praxisgründung führen. Deshalb sollten Sie sich auch hier äußerst gründlich vorbereiten und mögliche Standorte sys- tematisch analysieren und bewerten. Im Vorfeld ist ein sehr wichtiges Kriterium für die Wahl des Standortes festzulegen: die Entscheidung für oder gegen eine zahnärztliche Spezialisierung. In Innenstadtzentren hat man in der Regel andere Patienten (Geschäftsleute, Angestellte usw.) und eine andere Nachfrage nach ganz speziellen Behandlungen als in Neubaugebieten am Stadt- rand oder in gewachsenen Ortsteilen (Familien, aber auch Senioren). Dreh- und Angelpunkt vieler Überlegungen ist natürlich auch die Frage, wie der Praxisgründer Patienten auf das neue An- gebot hinweist. Neben der klassischen (Eröffnungs-)Wer- bung sollen an dieser Stelle insbesondere die sozialen Me - dien erwähnt werden. Ohne Internet, (Bewertungs-)Portale und Suchmaschinenoptimierung ist es heutzutage extrem schwierig, eine Praxis erfolgreich zu etablieren. In Großstädten und Ballungsgebieten ist die Zahnarztdichte in der Regel viel höher als in ländlichen Gemeinden. Wenn das Konzept stimmt, ist jedoch diese Bedarfskennziffer nicht so ausschlaggebend für den Erfolg bzw. Misserfolg der neuen Praxis. Gerade in Gebieten mit hoher Zahnarzt- dichte können Praxen mit dem richtigen Konzept sehr erfolg- reich betrieben werden. Die Kosten, wie zum Beispiel Miete und Personalkosten, sind in Zentren deutlich höher als in kleineren Gemeinden. Auch findet man dort oft niedrigere Patientenzahlen als im länd- lichen Raum vor. Trotzdem zieht es viele Kolleginnen und Kollegen in diese Zentren. Neben der persönlichen Vorliebe reizt hier die Erfolg versprechende Möglichkeit der Spezia- lisierung und die Chance auf deutlich höhere Honorar- umsätze pro Patient. 18 dentalfresh ASSISTENTENHANDBUCH
WO WILL ICH HIN & WIE SCHAFFE ICH DAS? Praxisgröße Ob gekauft oder gemietet wird, ist nicht ausschlaggebend für den langfristigen Erfolg der Praxis. Die ideale Praxisgröße lässt sich nicht allgemein verbindlich festlegen. Während man bei einer Übernahme oder einem Einstieg natürlich an das Vorhandene gebunden ist, ist man bei Neugründung/-bau frei in der Entscheidung. Für eine Einzelpraxis sind drei Be- handlungszimmer (insgesamt ca. 150 m²) die Untergrenze. Vor allem, wenn man Prophylaxe vernünftig etablieren möchte, funktionierten weniger Behandlungszimmer fast gar nicht mehr. Optimal ist es natürlich auch, wenn die Pra - xisräume entsprechendes Erweiterungspotenzial bieten. Bei Neubauten bzw. größeren Umbauten ist es unerlässlich, von Anfang an die Bau- bzw. Gewerbeämter mit ins Boot zu holen. Dadurch werden Verzögerungen und auch unnötige Kosten im Nachgang verhindert. Unterstützung Die zahnärztliche Existenzgründung sollte ein einmaliger und natürlich erfolgreicher Vorgang im Leben eines jeden Zahn- arztes sein. Um die hierfür notwendigen Erfolgsfaktoren zu bestimmen und zu erkennen, benötigt jeder Gründer neben der eigenen Erfahrung und dem eigenen Wissen ein profes- sionelles Team von Fachleuten (Wirtschaftsberater, Rechts- anwalt, Depot, Steuerberater, welches ihn auf dem Weg in die Selbstständigkeit unterstützt und begleitet. Es gilt, un- nötige Fehler und damit verbundene Kosten zu vermeiden. Suchen Sie auch in den ersten Jahren nach der Niederlas- sung die Unterstützung von Experten und überprüfen Sie plan- und regelmäßig Zahlen und Ausrichtung Ihrer Praxis. Zusammenfassend lässt sich feststellen: Existenzgründung mit System ist kein Glücksspiel. Wer sich von Anfang an vernünftig vorbereitet, die richtigen Fragen stellt und seine Energie in die konzeptionelle Entwicklung der Praxis inves- tiert, wird auch Erfolg haben. KONTA K T Harald Heidrich Diplom-Kaufmann Zertiﬁzierter Ärzte- und Zahnärzteberater (IFU/ISM) Generationenberater (IHK) HEIDRICH CONSULT Finanz- und Wirtschaftsberatung Am Hohen Ufer 3A 30159 Hannover Tel.: 0511 89706570 heidrich@ﬁnanzconsult.org www.ﬁnanzconsult.org ANZEIGE MONATLICHES UPDATE Fachwissen auf den Punkt gebracht. www.zwp-online.info JETZT NEWSLETTER ABONNIEREN! Das führende Newsportal der Dentalbranche  Fachartikel  News  Veranstaltungen  Produkte  Unternehmen  E-Paper  CME-Fortbildungen  Videos und Bilder O E M U S M E D I A A G Tel.: 0341 48474-0 · info@oemus-media.de Holbeinstraße 29 · 04229 Leipzig
W O W I L L I C H H I N & W I E S C H A F F E I C H D A S ? Whole Brain® Thinking – Denkstilanalyse und Denkstilmanagement T e x t : W i l l i F a u s t e n Das Whole Brain® Thinking-Modell (Abb. 1 und 2), dessen Kern das HBDI® (Herrmann Brain Dominance Instrument®) bildet, ist ein Analyse instrument, mit dem jeder Mensch mit- hilfe eines Fragebogens seine Denkstilpräferenzen feststellen lassen kann. Dabei werden diese nicht bewertet, denn jeder Mensch ist einzigartig in seinem Denken. Das Profil macht Potenziale und Stärken sichtbar und man versteht, warum man handelt und wie man handelt. In beruflicher und privater Hin- sicht eröffnen sich dadurch womöglich ganz neue Perspektiven. In diesem Beitrag wird aufgezeigt, welchen Nutzen es für Zahnärztinnen und Zahnärzte hat, seine Denkstilpräferen- zen zu kennen und für die persönlichen und beruflichen Entwicklungsprozesse zu nutzen. Außerdem hat sich gezeigt, dass es einen hohen Zusammenhang zwischen Zufriedenheit im Beruf, Gesundheit (Stressresistenz) und Übereinstimmung der individuellen Denkpräferenzen mit dem berufs typischen Profil gibt. Die vier Quadranten des Whole Brain® Thinking-Modells Whole Brain® Thinking heißt zunächst: · Seine Denkstilpräferenzen in den vier Quadranten und die Vermeidungsbereiche zu kennen, · Potenziale besser zu nutzen, · die Fähigkeit zu entwickeln, sein Denken situativ anzupassen, · das Denken auf ungenutzte Denkstile ausweiten zu können, · seine Denkstilpräferenzen im Sinne der Persönlichkeitsent- wicklung zielführend, sowohl im privaten als auch im beruf- lichen Bereich, besser zu managen. Hintergrund Das HBDI® wurde von Ned Herrmann in seiner Funktion als Head of Management Development bei General Electric in den USA entwickelt und wird seit Jahrzehnten weltweit als validiertes Instrument und Modell zur Potenzialanalyse und -ent- wicklung eingesetzt. Das Kernelement von Whole Brain® Thinking bildet die HBDI®-Denkstilanalyse. Anhand eines Fragebogens mit 120 Fragen werden die Denkstilpräferenzen eines Menschen ermittelt und im HBDI®- Profil dargestellt. Das Profil besteht aus dem „Normalprofil“ und dem Stressprofil. Letzteres zeigt, wie sich die Denk- präferenzen unter Stress ändern. Es gibt das HBDI®- Einzel-, -Zwei-Personen- und -Teamprofil. 20 dentalfresh ASSISTENTENHANDBUCH Abb. 1 Das Whole Brain® Thinking-Modell. (Die vierfarbige 4-Quadranten-Graﬁ k und Whole Brain® sind eingetragene Markenzeichen von Herrmann Global, LLC.) Nutzen des HBDI®-Profils und des Whole Brain® Thinking-Modells Das HBDI®-Profil liefert ein Abbild der persönlichen Denk- präferenzen. Jeder von uns hat bevorzugte Denkweisen. Diese beeinflussen, wie wir Informationen aufnehmen und verarbeiten – oder ob wir sie überhaupt aufnehmen. Mit dem Whole Brain® Thinking-Modell wird einem die eigene Denk- weise bewusst, sodass man sie auch gezielt erweitern kann. Man lernt, Denkweisen von anderen besser zu ver- stehen, zu nutzen und zu schätzen. Unsere Denkstilprä- ferenzen haben Einfluss auf alles, was wir tun, auf unsere Art, zu kommunizieren, zu entscheiden, im Team zu arbeiten, zu lernen und vieles mehr. Die täglichen Interaktionen mit unserer Umwelt erfordern unterschiedliche Denkansätze für verschiedene Situationen. Deshalb ist es von Vorteil, ein Verständnis der eigenen, per- sönlichen Denkpräferenzen zu entwickeln, um dadurch jeweils gegebene private oder berufliche Situationen oder Zustände besser zu bewältigen. Das HBDI®-Profil hilft dem Einzelnen, sich seiner Potenziale und Präferenzen bewusst zu werden. Für die Teamzusam- menarbeit und auch bei der Zusammenstellung von Teams ist das HBDI®-Teamprofil ein wertvolles Tool, das sowohl Potenziale als auch Lücken im Team aufzeigt. Die unterschied lichen Denkweisen im Team werden deutlich
© Rawpixel.com/Shutterstock.com Um im Team besser arbeiten zu können, ist es von Vorteil, die eigenen Denkstil- präferenzen zu kennen und ein Verständnis für andere Denkweisen zu entwickeln. und können so von den Teammitgliedern bewusst genutzt nach Sicherheit, denkt strukturiert und kontrolliert, legt werden. Mit dem Teamprofil verbessern Sie die Zusammen- Wert auf schrittweises Vorgehen, erwartet klare Anwei- sungen und mag gut strukturierte Aktivitäten. Am wenigs- ten ausgeprägt sind Eigenschaften im D-Quadranten, dem experimentellen Ich, wie z. B. Kreativität, Einfallsreichtum, Risiko freudigkeit. arbeit in und zwischen Teams. Kommunikation, Verständnis und Zusammenarbeit – ein Beispiel Sicher kennen Sie die Redewendung, dass zwei Menschen „aneinander vorbeireden“. Das kann an unterschiedlichen Denkstilen liegen. Ein Beispiel: Ein Zahnarzt mit einer hohen Denkstilpräferenz im grünen, praktischen, organisatorischen Bereich verhandelt mit einem Dental berater, der seine präferierte Denkweise im gelben, konzeptionellen, experimentellen Bereich hat. Es könnte gut sein, dass die beiden nicht wirklich einen gemein- samen Nenner finden oder dass es länger dauert, da die Denkweisen sehr unterschiedlich sind. Sollte es aufgrund dessen keinem der beiden gelingen, sich in die Argumen ta - tion des anderen hineinzuversetzen, dürfte eine gemein- same Zusammenarbeit unwahrscheinlich oder zumindest schwierig bzw. nicht zufriedenstellend sein. Zahnarzt Das HBDI®-Profil des Zahnarztes (Abb. 3) weist vorwie- gend Merkmale aus dem Quadranten B auf: Das sicher- heitsbedürftige Ich. Es zeigt die natürliche Neigung zu Organisation, Zuverlässigkeit, Effizienz, Ordnung und Dis- Abb. 2 ziplin. Dieser Zahnarzt hat demnach ein hohes Bedürfnis Die vier Quadranten mit ihren Hauptmerkmalen. © 2015 Herrmann Global, LLC. dentalfresh ASSISTENTENHANDBUCH 21
W O W I L L I C H H I N & W I E S C H A F F E I C H D A S ? 41% 49% D A 130 120 110 100 90 80 70 60 50 40 30 20 10 130 120 110 100 90 80 70 60 50 40 30 20 10 37% 30% C B 59% 51% 63% A B D C 70% Quadrant: Proﬁltyp: Paarweise Eigenschaften: Proﬁlwerte: A 1 6 B 1 12 C 2 4 D 2 2 68 105 59 44 Quadrant: Proﬁltyp: Paarweise Eigenschaften: Proﬁlwerte: A 3 5 B 2 6 C 1 4 D 1 9 33 65 102 126 Abb. 3 Abb. 4 Abb. 3: Proﬁl des Zahnarztes mit starker Ausprägung im B-Quadranten, dem sicherheitsbedürftigen Ich. – Abb. 4: Proﬁl des Dentalberaters mit starker Aus- prägung im D- und C-Quadranten, dem experimentellen und dem fühlenden Ich. Die gestrichelte Linie steht für Stress situationen, in denen sich die Merkmale im B-Quadranten verstärken. Die Merkmale aus dem A-Quadranten, dem rationalen Ich, und dem C-Qua- dranten, dem fühlenden Ich, sind nur leicht ausgeprägt. Bei dieser Denkweise nähert man sich einer Problemlösung, wie beispielsweise dem Weg in die Selbstständigkeit durch eine Praxisgründung nur Schritt für Schritt und bedient sich dabei Fakten, Zahlen, Statistiken und anderer greifbarer Daten. Dentalberater Das HBDI®-Profil des Beraters (Abb. 4) ist sehr konträr zu dem des Zahnarztes. Der Dentalberater bevorzugt Merkmale des Quadranten D: Dem experimentellen Ich. Er ist zum Beispiel intuitiv, risikofreudig, visionär, mutig, einfallsreich, kreativ, strategisch und denkt bildhaft und konzeptionell. Auch der C- Quadrant ist ausgeprägt: Das fühlende Ich. Der Berater ist beispielsweise: zwischenmenschlich emotional, gefühlsbetont, kommunikativ, expressiv. Vergleich Die Zusammenarbeit dieser beiden Personen ohne Kenntnis ihres persönlichen HBDI®-Profils wird schwierig sein. Der Berater schwärmt von den Vorzügen einer eigenen Praxis, stellt eine Verbindung zum großen Ganzen her und hat viele Ideen zum Thema Selbstständigkeit. Außerdem kann er sehr kreativ bei der Suche nach einem geeigneten Standort oder einer passenden Übernahme sein. Der Zahnarzt hingegen denkt bevorzugt im Quadranten B und ist auf Sicherheit bedacht, konservativ, wenig empfänglich für (neue) Ideen. Er scheut das Risiko und will auf Nummer sicher gehen. 22 dentalfresh ASSISTENTENHANDBUCH Mit Wole Brain® Thinking lernt man, seine eigene Denkweise zu erweitern und auch die Denkweisen anderer gezielt zu nutzen. Das Bewusstsein und Verständnis zu haben, worin die Unterschiede liegen können, macht die Kommunikation und Zusammenarbeit mit anderen Personen wesentlich ein- facher, effizienter und erfolgreicher. HBDI®-Profile können sowohl im unternehmerischen als auch im privaten Kontext verwendet werden und sind für die Entwicklung der eigenen Persönlichkeit ein hilf reiches Instrument. Über weitere Einsatzbereiche im zahnärztlichen Umfeld sowie darüber, wie Sie zu Ihrem persönlichen HBDI®-Profil kommen und wie Whole Brain® Thinking im zahnärztlichen Umfeld einsetzbar ist, informiert Sie der Autor dieses Bei- trags sehr gern. KONTA K T Willi Fausten Consulting. Beratung. Training. Coaching. Zertiﬁzierter HBDI® Trainer und Coach. Kreuzfeld 9 84186 Vilsheim Tel.: 08706 949397 Fax: 08706 949398 consulting@fausten.de www.fausten.de
Thinking ahead. Focused on life. Genial einfach und absolut sicher. Perfekt für jeden Wurzelkanal. Der neue TriAuto ZX2 vereinfacht die Wurzelkanalbehandlung bei höchster Sicherheit – perfekt für alle Ihre Patienten. Dabei überzeugt das Handstück mit integriertem Apex Lokator durch Leichtigkeit auf ganzer Linie: Ohne Kabel und ergonomisch geformt, liegt es perfekt in der Hand und sorgt für optimale Bewegungsfreiheit. Einfach und sicher wird die Behandlung dank neuer Sicherheitsfunk- tionen Optimum Glide Path (OGP) und Optimum Torque Reverse (OTR). OGP vereinfacht die Gleitpfaderstellung. Und OTR schützt vor Feilen- bruch und Microcracks durch automatische Änderung der Drehrichtung bei Drehmomentüberschreitung. So schont TriAuto ZX2 die natürliche Zahnsubstanz und macht die Behandlung noch efﬁzienter. Mehr unter www.morita.com/europe
W E L C H E P R A X I S P A S S T Z U M I R ? Individuell, hochwertig, fortschrittlich. T e x t : R e d a k t i o n Die Geschichte der Dentlounge Herdecke reicht über 30 Jahre zurück. In ihrer jetzigen Form existiert sie allerdings noch nicht so lange. 2011 begannen Dr. Bernd und Dr. Marc Hetheier mit der Suche nach neuen Räumlichkeiten und Planung des Praxisumzugs. Das helle und offene Raumkonzept der neuen Praxis geht auf, und dank moderner Ausstattung und Blick ins Grüne hat sich der Umzug 2013 gelohnt. Die Dentlounge Herdecke ist eine moderne Mehrbehand- Die Wahl fiel auf ein bereits neu gebautes Mietobjekt, wo- lerpraxis mit eigenem Dentallabor, geführt von Dr. Marc durch den beiden Zahnärzten alle Möglichkeiten offenstan- Hetheier. Sie deckt das ganze Spektrum der Zahnheilkunde den, eine moderne Praxis ganz nach eigenen Wünschen und ab und setzt vor allem auf schonende und moderne Be- Vorstellungen von der Entwurfsplanung an zu realisieren. handlungsmethoden. Anderthalb Jahre nach Planungs beginn folgte dann im April 2013 der Umzug in die neuen Räumlichkeiten. Dank 340 m² Familienpraxis in 2. Generation Die Ursprünge der Praxis liegen im Jahr 1983 in Herdecke, Fläche verfügt die Gemeinschaftspraxis über eine offene Raumstruktur inklusive angeschlossenem 80 m² großen als Dr. Bernd Hetheier die Praxis Dr. Hetheier gründete. Im Dentallabor. Die Dentlounge Herdecke ist zudem der Jahr 2011 schloss er sich gemeinsam mit seinem Sohn Dr. Zweitstandort zur Dentlounge Kirchhörde in Dortmund, die Marc Hetheier zur Dentlounge Herdecke zusammen. Ende von Dr. Marc Hetheiers Frau, Dr. Carmen Hetheier, seit 2012 2011 waren sie auf der Suche nach einem neuen Objekt. geführt wird. Abb. 1 Abb. 1: Blick auf die Wartelounge. Gegenüber der Rezeption lädt das Birkenbild zum Träumen ein. 24 dentalfresh ASSISTENTENHANDBUCH
W E L C H E P R A X I S P A S S T Z U M I R ? Abb. 2 Abb. 2: Der großzügige Empfangsbereich der Dentlounge Herdecke heißt alle Patienten willkommen. Offenes und helles Raumkonzept Beim Betreten der Dentlounge Herdecke spürt man sofort borgenheit aus, macht neugierig und lädt zum Träumen ein. Schweift dann der Blick vom Eingang weiter nach hinten, das besondere Flair der offen geschnittenen Praxis. Der schauen die Patienten direkt durch die gläserne Wand ins großzügige und sehr helle Empfangsbereich lässt genug einladende Wartezimmer. Raum zum Durchatmen. Patienten fühlen sich frei und nicht Absolutes Highlight der Praxis: der Weitblick in die Natur. eingeengt, was nicht zuletzt Angstpatienten zugutekommt. Der Wartebereich ist als großzügige Lounge an gelegt. Durch Das große Birkenbild gegenüber der Rezeption strahlt Ge- die bodentiefe Fensterfront blicken die Patienten auf die Abb. 3 Abb. 4 Abb. 3: Praxisinhaber Dr. Marc Hetheier (links) gemeinsam mit seinem Vater Dr. Bernd Hetheier. – Abb. 4: Bodentiefe Fenster ermöglichen den Naturblick auf die Ruhr von der Wartelounge aus. dentalfresh ASSISTENTENHANDBUCH 25
W E L C H E P R A X I S P A S S T Z U M I R ? Abb. 5 Abb. 5: In der Lounge verkürzen Mick Jagger und George Clooney die Wartezeit. schöne Landschaft. Vor den Fenstern auf der Wiese zwischen Bäumen fließt die Ruhr vorbei und lässt die Warten- den in Gedanken abschweifen und entspannen. Und wer doch lieber in den Raum schaut, kommt auch nicht zu kurz. So zieren die Stars Mick Jag- ger und George Clooney die Wände der Lounge und versüßen die Warte- zeit. Wandbilder hängen in allen Räu- men, ziehen sich durch die gesamte Praxis und sind als grünblaue Akzente echte Blickfänger. Mit Unterstützung zum Ziel Dr. Marc Hetheier verfolgt ein ganz simples Erfolgsrezept nach Oscar Wilde: „Ich habe einen ganz ein fachen Geschmack: Ich bin immer mit dem Besten zufrieden.“ Um dem Leitspruch gerecht zu werden, suchte er sich professionelle Unterstützung zur Pla- nung und Umsetzung des Praxisum- zugs. Ohne den Innenarchitekten Hartwig Göke von Göke Praxiskonzepte aus Düsseldorf und das Dentaldepot Henry Schein wäre es weitaus schwieriger und langwieriger ge wesen. Die Zusam- menarbeit erfolgte Hand in Hand, und Dr. Marc Hetheier war in alle Schritte in- Abb. 6 Abb. 6: Die Behandlungseinheiten sind möglichst mit Blick in die Natur ausgerichtet. 26 dentalfresh ASSISTENTENHANDBUCH
W E L C H E P R A X I S P A S S T Z U M I R ? Abb. 7 Abb. 8 Abb. 7: Röntgenraum mit dem ORTHOPHOS XG inklusive Ceph von Sirona. – Abb. 8: Sterilisationsraum. volviert. „Ohne die Erfahrung der Fachleute wäre eine solche Praxis nicht zu realisieren“, meint Dr. Hetheier. Er blickt durch - weg positiv auf die gute Teamarbeit zurück. Moderne Ausstattung Da Dr. Marc Hetheier sich nur mit dem Besten zufrieden geben möchte, wurden auch im Hinblick auf die technische Ausstattung keine Kompromisse geschlossen. So ist die Dentlounge Herdecke voll digitalisiert. Patientenakten und Terminbücher sucht man hier vergebens. Als Praxissoftware wird CHARLY XL (solutio) genutzt. Alle Räume sind mit Sirona-Behandlungseinheiten aus- gestattet. Überall, wo es möglich war, sind sie in Richtung der bodentiefen Fenster ausgerichtet, um den positiven Einfluss des Ruhrblicks während der Behandlung wirken zu lassen. Die Praxis verfügt außerdem über einen eigenen OP, in dem sichere chirurgische Behandlungen dank eines sterilen Eingriffsraums durchgeführt werden können. Unter- stützt wird die sanfte Chirurgie durch Piezotechnologie mit dem Ultraschall gerät Piezotome (ACTEON). Bei bildgebenden Systemen setzt Dr. Marc Hetheier eben- falls auf moderne, strahlungsarme und drei dimensionale Technik und arbeitet in seiner Praxis mit dem Röntgengerät ORTHOPHOS XG inklusive Ceph (Sirona). Zudem wird der Praxis ablauf bei Restaurationen durch CEREC (Sirona) unter- stützt. Der Sterilisationsraum ist unter anderem mit dem Vacuklaven MELAtherm 40 B+ (MELAG) sowie dem Hy- gienesystem DAC UNIVERSAL (Sirona) ausgerüstet. Ganz exklusiv für die Dentlounge Herdecke hat Herr Göke in Abstimmung mit Dr. Hetheier die Behandlungszeilen und die Rezep tion entworfen und entwickelt. 28 dentalfresh ASSISTENTENHANDBUCH Gelungener Praxisumzug Dank der offenen, geradlinigen und hellen Raumstruktur schafft die Dentlounge Herdecke eine Wohlfühlatmosphäre für ihre Patienten. Freiheit und Naturverbundenheit wird hier großgeschrieben und zieht sich durch die ganze Praxis. Hinsichtlich Gestaltung und Ausstattung erhält die Praxis durch weg positives Feedback seitens der Patienten und Mitarbeiter. Somit war der Praxisumzug ein voller Erfolg. KONTA K T Dentlounge Herdecke Dr. Marc Hetheier Mühlenstraße 11 58313 Herdecke Tel.: 02330 1404 herdecke@dentlounge.de www.dentlounge.de Henry Schein Dental Deutschland GmbH Monzastraße 2a 63225 Langen Tel.: 0800 1400044 info@henryschein.de www.henryschein-dental.de
W E L C H E P R A X I S PA S S T Z U M I R ? Rutschen und Klettern gegen die Zahnarztangst T e x t : R e d a k t i o n Gerade bei Kindern ist eine intensive zahnärztliche Betreuung für die Entwicklung des Gesundheitsbewusstseins wichtig. Doch es bedarf einer großer Sensibilität und eines umsichtigen Behandlungskonzeptes, um Kinder auf dem Zahnarztstuhl nicht zu ver schrecken. Anja von Knorre weiß aus Erfahrung, worauf es ankommt, und gründete deshalb 2014 ihre eigene Praxis in Donauwörth, in der sie kleine und größere Patienten betreut. Mit ihrem Praxiskonzept und der geeigneten Einrich- tung geht die zertifizierte Kinder zahnärztin erfolgreich gegen Zahnarztangst und frühkindliche Karies vor. Schon an der Eingangstür begrüßt Leo Löwenzahn seine Be- schloss sie sich deshalb nach entsprechender Zertifizierung sucher, gleich dahinter baut sich eine spannende graue Klet- zur Neugründung der Kinderzahnarztpraxis Löwenzahn im terwand auf und aus den Augenwinkeln sieht man Affe, Panda beschaulichen Donauwörth. und Papagei an Bambusstangen entlanghangeln – Nein, nicht Die nächsten Kinderzahnarztpraxen finden sich in je rund der Zoo lädt hier zu einem Rundgang, sondern die Kinderzahn- 50 Kilometern Entfernung in Augsburg und Ingolstadt. Bis dahin arztpraxis „Löwenzahn“ von Anja von Knorre. Mithilfe des reicht das Einzugsgebiet der Praxis Löwenzahn. Vor allem die durch dachten Gestaltungskonzepts im Dschungel-Stil setzt Patienten aus den länd licheren Gegenden fahren für den Zahn- die Behand lerin auf spielerische Ablenkung ihrer Patienten. arztbesuch lieber hierher als in die Großstadt. In Donauwörth Stadt und Praxis mit familiärem Charakter ist alles überschaubarer, weniger hektisch und familiärer. So hat Anja von Knorre in der strukturstarken nordschwäbischen Nach ihrem Studium in Jena kam Anja von Knorre nach Augs- Stadt mit rund 18.500 Einwohnern für sich und für ihre Patien- burg, wo sie als Assistenz- und angestellte Zahnärztin in zwei ten den optimalen Standort gefunden. „Viele Eltern kennen uns spezialisierten Praxen umfassende Erfahrungen im Bereich vom Hörensagen und kommen hierher, weil wir anders auf die Kinder- und Jugendzahnheilkunde sammeln konnte. Dabei Kinder eingehen als der ‚normale‘ Zahnarzt für Erwachsene – stellte sie fest, dass ihr die Behandlung der kleinen Patienten und weil hier das Spielen inklusive ist“, weiß Anja von Knorre liegt und Freude bereitet. Vor etwas mehr als zwei Jahren ent- und blickt zufrieden auf die Entwicklung der neuen Praxis. Abb. 1 Abb. 1: Kletterfelsen und Bambusgarderobe – die Zahnarztpraxis Löwenzahn begrüßt ihre jungen Pa tienten bereits mit aufregenden Elementen im Dschungel- Look. 30 dentalfresh ASSISTENTENHANDBUCH
W E L C H E P R A X I S PA S S T Z U M I R ? sondern auch persönliche Treffen und somit eine intensive Betreuung möglich. Nach dem ersten Kontakt Mitte 2013 fand die Zahnärztin mithilfe der Plura- dent AG & Co KG im August schließlich das passende Objekt in der Reichs- straße. Nach Erstellung des Dschungel- Konzeptes, Angebotsermittlung und Vorplanung begannen im November die baulichen Maßnahmen. Nur vier Monate später, Ende Februar 2014, konnte Anja von Knorre dann ihre Pra- xis eröffnen. Die Bestandsräumlich- keiten beherbergten zuvor eine gynä- kologische Praxis. Die räum liche Auf- teilung musste nur wenig verändert Abb. 2 Abb. 2: Die zertiﬁzierte Kinderzahnärztin Anja von Knorre (Mitte) behandelt in Donauwörth zusammen mit werden. Eine Wand wurde aus sicher- zwei Helferinnen Kinder und Jugendliche. heitstechnischen Gründen abgerissen und rekonstruiert, andere für eine Un- Die 186 Quadratmeter in der Reichsstraße mitten im Zentrum terteilung der Zimmer eingezogen. Oberlichter wurden ein- der Stadt bieten Platz für drei Behandlungs zimmer und einen gesetzt und Wandschrägen entfernt, um Licht und Fläche Aufwachraum, den Anmelde- und Wartebereich sowie für effi zienter ausnutzen zu können. Außerdem mussten alle Räume für Versorgung, Sterilisation und Röntgen. Hinzu dentalspezi fischen Installationen verlegt werden. Im Ver- kommen Sanitär- und Personalräume. Zusammen mit zwei sorgungsraum fanden neben einem Power Tower samt Ab- Zahnmedizinischen Fachangestellten behandelt Anja von sauganlage und Kompressor von Dürr Dental auch die Lach- Knorre hier Kinder und Jugendliche von 0 bis 19 Jahren. Ihr gasversorgung und der Server Platz. Von dort aus werden Leistungsspektrum umfasst neben Prophylaxe, Vorsorge, alle Arbeits- und Behandlungsplätze angesteuert. Um die Prothetik und Endodontie am Milchgebiss auch Sanierungen Leitungen für EDV und Beleuchtung zu verstecken, wurde in Vollnarkose und Lachgassedierung. über dem Empfangstresen die Decke abgehangen. Die Ver- sorgung für die Behandlungsräume mit KaVo-Ein heiten er- Mit starkem Partner zur modernen Praxis folgte über einen Versorgungs kanal im Boden. Für Unterstützung bei Planung und Umbau der neuen Praxis Dass ihre Praxis komplett digital wird, war für Anja von Knorre wandte sich Anja von Knorre direkt an das erfahrene Dental- klar, denn an ihren bisherigen beruf lichen Stationen war das depot Pluradent, das sie bereits aus Universitäts zeiten und fast ausnahmslos Standard. „Ich war nur in einer einzigen Pra- von ihren ehemaligen Arbeitgebern kannte. Von der Objekt- xis, in der noch mit Karteikarten gearbeitet wurde. Das emp- suche bis zur Endabnahme stand ihr Innenarchitektin Dipl.- fand ich als abso luten Rückschritt, deswegen wollte ich das Ing. (FH) Selma Zeni-Menzl zur Seite, die für das Vertriebsgebiet definitiv nicht“, begründet die Zahnärztin ihre Entscheidung. Süd von Pluradent tätig ist. Die räumliche Nähe machte Die Praxissoftware des Anbieters DAMPSOFT sorgt nun für einen regelmäßigen Kontakt nicht nur über Telefon und Mail, ent spannte und schnelle Abläufe bei der täglichen Arbeit. Abb. 3 Abb. 4 Abb. 3 und 4: In den modernen Behandlungsräumen erzeugen Dschungel-Motive, Farbe und Kuscheltiere eine entspannte Atmosphäre. dentalfresh ASSISTENTENHANDBUCH 31
W E L C H E P R A X I S PA S S T Z U M I R ? Abb. 5 Abb. 5: Die Praxis verfügt über einen Aufwachraum, da Anja von Knorre neben Lachgassedierung auch Behandlungen unter Vollnarkose anbietet. Dschungelfieber gegen Angst auf dem Behandlungsstuhl Über das Design-Motto „Dschungel“ war man sich schnell einig. Im Gegensatz zu anderen Kinderarzt praxen wollte Anja von Knorre keine Piraten oder Zahnmotive, stattdessen ein Design mit Tieren, über die der Zugang zu den kleinen Pa tienten erleichtert wird. Sowohl im Warteraum als auch in den Be handlungszimmern wurde das Thema konsequent umgesetzt. Unterschiedliche Dschungelmotive zie ren die Wände, überall finden sich wilde Kuscheltiere. Bambus- stäbe dienen als Gestaltungselemente an Garderobe und Spielecke. Bei der Auswahl der Möbel stand vor allem die Stabilität im Vordergrund, damit sie auch beim Toben stand- halten. Außerdem sollten die Oberflächen nicht zu rau, ab- riebfest und farbecht sowie leicht zu reinigen sein. Sowohl Zahnärztin von Knorre als auch Innenarchitektin Zeni- Menzl sind zu Recht stolz auf das Ergebnis. In nur knapp fünf Monaten wurden Räumlichkeiten geplant und umge- setzt, die nach wie vor Klein und Groß begeistern. Beson- ders der Kletterfelsen an der Empfangstheke, die Malwand und die Rutsche im Wartezimmer sorgen für jede Menge Spaß. Letztere, eine blaue wellen förmige Holzkonstruktion, ist auch das heimliche Highlight der Praxis inhaberin. „Es gibt wohl keinen von uns, der die Rutsche noch nicht aus- probiert hat“, mutmaßt Anja von Knorre lachend. Löwe, Ele- fant und Co. schauen beim Spielen zu. Große bunte Sitz- kissen laden zum Aus ruhen ein. Im Wartebereich findet sich außerdem eine Zahnputzstation, die mit einem Kinder- und einem Erwachsenenwaschbecken ausgestattet ist und von bunten Deko- Fliesen eingerahmt wird. 32 dentalfresh ASSISTENTENHANDBUCH Anja von Knorre weiß, wie viel Bedeutung dem ersten Kontakt von Kindern mit dem Zahnarzt für das spätere Verhalten zu- kommt. Sie möchte nicht nur mit einer hoch wertigen und sanften Kinderzahnheilkunde, sondern auch durch die kind- gerechte Gestaltung Vertrauen aufbauen. Und auch Innen- architektin Zeni ist sich bewusst: „Bei einer Kinderzahnarzt- praxis gibt es Themen, auf die man sensibler eingehen muss. Gerade der Umgang mit dem Thema Angst und die medizi nische Einrichtung standen im Mittelpunkt unserer Abb. 6 Abb. 6: Hier verbringen viele Kinder gern freiwillig mehr Zeit: Der Warteraum lädt zum Spielen und Entdecken ein.
STELLENBÖRSE EXISTENZGRÜNDUNG PRAXISBÖRSE dentalPRAXIS-Portal.de by:
W E L C H E P R A X I S PA S S T Z U M I R ? Abb. 7 Abb. 7: Neben einer Spielecke mit Rutsche und Höhle sorgen Malwand, Spielzeug und eine Zahnputzstation für ausreichend Ablenkung vom Zahnarztbesuch. Überlegungen. Es ist wichtig, die Kinder in einer entspann- ten Atmosphäre aufzunehmen, sodass sie sich gar nicht erst zu Angstpatienten entwickeln. Das haben wir durch die Gestaltung beeinflusst. Ablenkung ist das A und O.“ Die jugendlichen Patienten stören sich nicht am verspielten Stil der Praxis. Sie genießen stattdessen die entspannte Atmo- s phäre der Räume und das Einfühlungsvermögen der sympa- thischen Zahnärztin und ihrer Angestellten. Für die Kleinkinder steht das Vergnügen beim Praxisbesuch an erster Stelle. Viele kommen mit ihren Eltern schon 20 Minuten vor dem eigentlichen Ter- min oder bleiben danach noch. Eine Zahn- arztpraxis als Ort, an dem man gern Zeit ver- bringt: Anja von Knorre hat mithilfe von Pluradent eine Praxis geschaffen, die nichts mehr mit dem verstaubten, furchterregen- den Bild von damals zu tun hat, und fördert damit nachhaltig die Zahn- und Mundge- sundheit ihrer Pa tienten. Kinder erfahren bei ihr spielend, wie Zähne gesund bleiben, und lernen Zahnarztangst erst gar nicht kennen. Abb. 8 Abb. 9 Abb. 8: Zahnärztin Anja von Knorre und Innenarchitektin Selma Zeni-Menzl von Pluradent vor ihrem per- sönlichen Highlight, der Rutsche. – Abb. 9: Bei Kindern ist eine zeitlich begrenzte Behandlung wichtig. Im Röntgenraum stehen deshalb moderne Geräte und Software von Sirona für schnelle Aufnahmen bereit. 34 dentalfresh ASSISTENTENHANDBUCH KONTA K T Kinderzahnarztpraxis Löwenzahn Anja von Knorre Reichsstraße 24 86609 Donauwörth Tel.: 0906 99992900 info@kinderzahnarzt-don.de www.kinderzahnarzt-don.de Pluradent AG & Co KG Kaiserleistraße. 3 63067 Offenbach Tel.: 069 82983-0 offenbach@pluradent.de www.pluradent.de
1 0 0 % M A D E I N G E R M A N Y BEHANDELN IN BESTFORM. Was unsere Arbeit von jeher auszeichnet, hat auch für die Zukunft Bestand: Die Leidenschaft, Ihnen mit optimalen Behandlungseinheiten Wege in die Zukunft zu ebnen. Deshalb bieten wir Ihnen die geniale Kombination von Innovation, Qualität, Ästhetik und Ergonomie – für höchste Investitionssicherheit. Seit 90 Jahren, am Standort München. Hier präsentieren wir Ihnen zwei unserer aktuellen Modelle: U 6000 – die Premiumeinheit für aller- höchste Ansprüche Der U 6000 erfüllt mühelos außergewöhnlich hohe Anforderungen. Er ist optional mit dem revolutionären Multimedia-System vision U ausgestattet – 21,5“ Multi-Touch-Monitor, digitale Intraoralkamera und viele innovative Funktionen inklusive. EASY KFO 2/EASY PROPHY – perfektes Behandeln mit unseren KFO- und Prophylaxe- Einheiten Die Behandlungseinheiten der Ultradent Easyklasse sind Ihre erste Wahl, wenn Sie einen Allrounder für Ihre KFO- oder Prophylaxe-Praxis suchen. Sie sind speziell für Ihre Bedürfnisse konzipiert. n e h c n ü M , l e t n e a T & r e g e a J U 6000 S mit Multimedia-System vision U EASY KFO 2 mit ein-/ausklappbarer Instrumentenablage EAS Ab sofort können Sie jede Behandlungseinheit inklusive vision U erwerben: dem revolutionären Multimedia-System in Full-HD für die Unterstützung von Hygienemanagement, Qualitätssicherung und Patientenentertainment. www.vision-u.de Ultradent Dental- Medizinische Geräte GmbH & Co. KG Eugen-Sänger-Ring 10 85649 Brunnthal Tel.: +49 89 42 09 92-0 Fax: +49 89 42 09 92-50 info@ultradent.de www.ultradent.de
W E L C H E P R A X I S P A S S T Z U M I R ? Zahnärzte im Belgischen – Neubau einer Gemeinschaftspraxis T e x t : R e d a k t i o n Ein Weihnachtsgeschenk der besonderen Art bereiteten sich Isabel Prochazka und Ines Katharina Hüster, als sie 2016, nachdem alle notwendigen Schritte und Handgriffe erledigt waren, die ersten Patienten in ihrer neuen Praxis begrüßen konnten. Von null auf hundert in sechs Monaten – ein Praxisporträt zweier Wahl-Kölnerinnen im Herzen der Stadt. Bunt, belebt und dynamisch – das Belgische Viertel zählt an einer Klinik kennenlernten und nach einem Jahr der zu den beliebtesten Stadtteilen in Köln und besticht durch Zusammenarbeit die Idee einer Gemeinschaftspraxis ent- seine ganz eigene Dynamik. Seit Januar 2015 ist das Viertel wickelten. „Wenn man ein Jahr lang zusammenarbeitet, nochmals ein ganzes Stück belebter und dynamischer ge- weiß man voneinander, wie jeder arbeitet und vor allem worden – durch die Eröffnung der Gemeinschaftspraxis in welcher Qualität. Dieses Vertrauen samt der Wert- der beiden jungen Zahnärztinnen Prochazka und Hüster. schätzung sind elementar für die Behandlungsqualität Diese blickten beim Redak tionsbesuch im Juli 2015 zu und das Leistungsportfolio, denn wir ergänzen uns perfekt“, Recht mit Stolz auf die vorangegangenen zwölf Monate resümiert Prochazka die Entstehungsphase des Praxis- zurück und ließen sowohl die Pra xisentstehungsphase konzeptes. als auch das voran gegangene halbe Jahr im eigenen Schnell begann die Objektsuche, und in der Genter Objekt Revue passieren. Wer suchet, der findet Straße wurden beide fündig: perfekte Innenstadt lage, eine sehr gute Erreichbarkeit sowohl per Auto als auch via öffent lichen Verkehrsmitteln und ein Dentallabor im Erd- Die Erfolgsgeschichte der beiden Zahnärztinnen Isabel geschoss des Gebäudes – die Räumlichkeiten waren Prochazka und Ines Katharina Hüster begann, als sie sich gefunden. Abb. 1a Abb. 1b Abb. 1a und 1b: Der Sterilisationsraum nahm nach Beginn der Umbauarbeiten im Juni 2014 zügig Form an. 36 dentalfresh ASSISTENTENHANDBUCH
W E L C H E P R A X I S P A S S T Z U M I R ? Abb. 2a Abb. 2b Abb. 2a und 2b: Auch in den Behandlungsräumen wurden rasch Fortschritte sichtbar. Sechs Monate für Umbau und Einrichtung Diese Standortwahl wurde im Juni 2014 getroffen und kurze Monate erstreckte. Daran schloss sich die Frage nach der zukünftigen Praxiseinrichtung sowie -ausstattung an, die Zeit später begann der Umbau. Kompetenter Partner war ebenfalls in die Hände von MPS Dental gelegt wurde. hierbei MPS Dental, eine Tochter der NWD Gruppe, die mit „Bei der Praxis handelte es sich um eine komplette Neuaus- der Raum- sowie Installationsplanung im Objekt begann. stattung, von den Behandlungszeilen, über Großgeräte bis hin Wände kamen hinzu, Wände wurden verrückt, der OP- zu Verbrauchsmaterial“, weiß Peter Motter – Medizinprodukte- Bereich einer zuvor im Objekt ansässigen MKG-Praxis musste berater MPS Dental – zu berichten. „Dabei wussten die Zahn- entfernt werden, sodass sich die Umbauphase auf rund drei ärztinnen genau, was sie wollten bzw. was sie nicht wollten, Abb. 3a Abb. 3a: Lichtdurchﬂutet, weitläuﬁg und modern: Schon beim Betreten der Praxis erwartet die Patienten Wohlfühlatmosphäre. dentalfresh ASSISTENTENHANDBUCH 37
W E L C H E P R A X I S P A S S T Z U M I R ? farbigsten Bereich in unserer Praxis darstellt“, erklärt Hüster. „Bewusst sollte dieser Bereich klar vom Empfang abgegrenzt werden, um den Patienten eine Rückzugsmöglichkeit vor der Behandlung fernab der anderen Patienten am Empfangs- tresen zu geben“, weiß Motter zu ergänzen. Eine Leuchte aus Kupferelementen, gemütliche Sessel mit freundlichem blauem Bezug, ein bequemes Ledersofa, ein individuell angefertigter Hocker in Zahnform, eingerahmt mittels eines Wandbilds far- biger Regenschirme – wer hier wartet, dem fällt das Warten sicherlich nicht schwer. Bei den Investitionsgütern fiel die Entscheidung auf Behand- lungseinheiten sowie Röntgengeräte von Sirona. Hier schät- zen Prochazka und Hüster besonders die Möglichkeiten der in der Einheit integrierten Intraoralkamera, die insbesondere bei der Befundung eingesetzt wird und die nötige Transpa- renz für die notwendigen Behandlungen ebnet. Zudem finden sich in der Praxis Kleingeräte für die Implantologie sowie Endo dontie (VDW), eine Lachgaseinheit sowie Kompressor und Absauganlage aus dem Hause Dürr Dental. Im Hygiene- bereich setzt das Praxisteam auf Geräte von MELAG und Sirona, die Behandlungszeilen sowie Einbauschränke fertig- ten Tischlereien aus Aachen und Köln. Ausblick Von null auf hundert in sechs Mo naten – die Genter Straße darf sich über eine neue Zahnarztpraxis freuen, die durch Frische und Dynamik besticht. Dabei ist es mit der Dynamik längst nicht vorbei, denn den Behandlerinnen schwebt perspek- tivisch noch einiges vor. „Im Wartezimmer werden wir noch ein paar kosmetische Highlights setzen, so beispielsweise im Be- reich der Pa tientenunterhaltung. Zudem sollen die Behand- lungszimmer zukünftig Fotografien mit Kölner Motiven zieren“, Abb. 4 Abb. 4: Die Wohlfühlatmosphäre setzt sich im Wartebereich fort, der bewusst vom Empfang separiert wurde und Wohnzimmer-Flair verbreitet. Abb. 3b Abb. 3b: Metallische Töne ziehen sich dabei durch das gesamte Praxiskonzept. sodass Entscheidungen schnell getroffen werden konnten und sich das Miteinander äußerst angenehm gestaltete“, resü- miert Motter die Zusammenarbeit zurückblickend. Ähnliches weiß auch Zahnärztin Hüster zu berichten, die sich eine Pra- xisneugründung innerhalb so kurzer Zeit ohne fachliche Unterstützung nicht hätte vorstellen können: „Man hat bau - liche sowie dentalspezifische Vorschriften, man hat Zeitdruck. Zudem haben wir beide bis Dezember noch in Voll zeit gear- beitet. Ohne die Unter stützung von MPS Dental wäre ein Projekt dieser Größe in so kurzer Zeit für uns nicht vorstellbar gewesen, und auch die lokale Komponente und das Wissen um die Ansprechpartner vor Ort waren hierfür ausschlag- gebend.“ Eine Wohlfühlpraxis für jedermann Entstanden ist eine Praxis mit einer Grundfläche von 175 Qua- dratmetern, die sich auf drei Behandlungszimmer, einen großzügigen Wartebereich, den Empfang, einen Rönt gen- raum, den Steriraum, ein Backoffice, zwei Ärztebüros, einen Aufenthaltsraum für die Mitarbeiter, Sanitärbereiche sowie ein Beratungszimmer erstreckt. Letzteres war den Zahnärz- tinnen dabei besonders wichtig, denn neben der Implanto- logie, Endodontie, der Ästhetischen Zahnheilkunde, Invi- salign und Prophylaxe liegt einer der Leistungsschwerpunkte auf der Behandlung von Angstpatienten. „Wir sehen uns als Praxis mit persönlicher Patientenbindung, bei der die indivi- duelle Beratung ganz klar im Fokus steht. Dabei wertschätzen uns viele unserer Patienten nicht nur aufgrund unserer fach- lichen Kompetenz, sondern auch aufgrund persönlicher Komponenten, denn viele Patienten sind ganz einfach in die neue Praxis mitgekommen“, weiß Isabel Prochazka zu be- richten. Die Praxis ist voll ständig digitalisiert und mittels Aufzug bis in den Empfangsbereich direkt erreichbar. Auch auf eine große Portion Wohlfühlatmosphäre wurde bei allem gesetzt, beide wollten keine sehr „bunte“ Praxis. So finden sich in allen Bereichen zeitlose metallische Töne, die auch im Corporate Design der Praxis aufgegriffen wurden. „Besonders stolz sind wir auf unser Wartezimmer, das den 38 dentalfresh ASSISTENTENHANDBUCH
W E L C H E P R A X I S P A S S T Z U M I R ? Abb. 5a Abb. 5b Abb. 6a Abb. 6b Abb. 5a und 5b: Funktional und minimalistisch präsentieren sich die drei Behandlungszimmer und wurden mit modernstem Equipment bestückt. Abb. 6a und 6b: Auch in den Bereichen für Röntgen und die Instrumentenaufbereitung wurde auf Purismus gesetzt. stellt Hüster in Aussicht. „Doch auch konzeptionell planen wir talen Abdrucknahme bevorsteht, wenn der Markt soweit ist bereits weiter und wollen mit einem vierten Behandlungs- und es das für uns passende Gerät gibt“, ergänzt Prochazka. zimmer den Bereich der Prophylaxe vollumfänglich fokussie- Letztere Aussagen spiegeln das Ambiente unseres Redak- ren. Zudem sind die digitalen Technologien für uns elementar, tionsbesuchs ideal wider: Die Leidenschaft beider für ihre sodass für uns auch die Investition in einen Scanner zur digi- Praxis, die Begeisterung für die Zahnmedizin und das Ver- trauen auf die richtigen Entscheidungen zur richtigen Zeit, getreu dem Motto „Ein schönes Lächeln öffnet alle Türen“. KONTA K T Berufsausübungsgemeinschaft Isabel Prochazka und Ines Katharina Hüster GbR Genter Straße 3–5 50672 Köln Tel.: 0221 56965787 verwaltung@zahnaerzte-im-belgischen.de www.zahnaerzte-im-belgischen.de Abb. 7 Abb. 7: Für beide Seiten ein voller Erfolg und eine Zusammenarbeit, die nicht besser hätte sein können: (v.l.n.r.) MPS Dental Medizinprodukteberater Peter Motter nebst den Zahnärztinnen Ines Katharina Hüster und Isabel Prochazka. MPS Dental GmbH Horbeller Straße 9 50858 Köln Tel.: 02234 9589-0 dentalfresh ASSISTENTENHANDBUCH 39
W I E V I E L B W L B R A U C H T D E R Z A H N A R Z T ? Gründungsﬁnanzierung, Finanzierungsarten und Fördermittel T e x t : M i c h a e l K r e u z e r Wer heutzutage eine Praxis übernimmt oder neu gründet, braucht fast immer Geld! Einerseits müssen ein Kaufpreis und/ oder Investitionen bezahlt werden und andererseits sind die ersten laufenden Praxiskosten vorzufinanzieren. Da Existenz- gründer äußerst selten über so viel Eigenkapital verfügen, um diese hohen Beträge selber bestreiten zu können, werden auch Sie bei einer Existenzgründung wahrscheinlich eine Bankfinanzierung benötigen. Die Rahmenbedingungen und Em pfehlungen für die Bank- finanzierung bei Neugründung oder Praxisübernahme sollen im Folgenden genauer erläutert werden. Wie bekomme ich erstmal die Kreditgenehmigung? – So arbeitet Ihre Bank Wenn Sie bei einer Bank einen Kredit beantragen, beurteilt diese, mit welcher Wahrscheinlichkeit der Kredit fristgerecht und in voller Höhe wieder zurückbezahlt wird. Natürlich geht es der Bank auch darum, wie viel sie an einem Kunden ver- dienen kann, aber noch viel wichtiger ist es, die Sicherheit zu haben, dass das Geld wieder zurückfließt. Denn den größten Teil des Geldes, das eine Bank verleiht, hat sie sich von anderen Personen, Unternehmen, Banken bzw. Institutionen geliehen. Und diese wollen ihr Geld auf jeden Fall wieder zurück – unabhängig davon, ob die Bank es von ihrem Kreditnehmer zurückerhalten hat oder nicht. Damit das Ausfallrisiko möglichst gering gehalten wird, gibt es – neben einem entsprechenden Ratingsystem – auch ein zweistufiges Bearbeitungssystem. Wenn Sie mit „Ihrer Bank sprechen“, haben Sie es fast immer mit dem Kundenberater zu tun, der im Schwerpunkt für den Verkauf von Darlehen und Konditionsverhandlungen zuständig ist. Wenn Sie diesen von Ihrem Projekt überzeugt haben, wird Ihr Kreditantrag an die Kreditabteilung weitergeleitet, die Ihr Vorhaben ausschließlich an hand Ihrer Unter- lagen prüft. Diese Abteilung im Hintergrund werden Sie nur selten persönlich kennenlernen. Hier werden insbesondere das Risiko sowie die Einhaltung aller Bankrichtlinien geprüft. Auch diese Abteilung muss Ihrem Kreditantrag zustimmen, damit Sie den Kredit von der Bank erhalten. Bevor Sie also mit Ihrem Kreditwunsch an eine Bank herantreten, sollten Sie sich auf das Bank- gespräch und den folgenden Kreditprozess gut vorbereiten. Dokumentiert wird diese Vorbe- reitung idealerweise in einem Businessplan. Ein guter Businessplan geht darauf ein, was Sie finanzieren wollen und wie Sie sicherstellen Goodwill Substanzwert bei Übernahmen Medizinisch-technische Geräte und Einrichtungen Modernisierung/Umbau sonstige Investitionen Praxisinvestitionen gesamt Betriebsmittelkredit Finanzierungsvolumen gesamt Quelle: KZVB Jahrbuch 2016 / Zahlen für 2015. werden, dass die Bank ihr Geld zurück- erhält. Natürlich ist ein guter Businessplan auch ein wichtiger Erfolgsfaktor für Sie selber (siehe dazu „Businessplanung“ in der dental success 2013). Zur Business-Planung Was wird finanziert? – Die Investitionen Bei der Neugründung haben Sie im Schwerpunkt Investi- tionen in die Ge räte und Einrichtung. Für eine Zahn arzt praxis müssen außerdem meistens die Räume umgebaut werden, was nur zum Teil der Vermieter zahlt. Hinzu kommen sonstige Investitionen z. B. für Marketing, Steuerberatungs- sowie Rechtsanwaltskosten und vieles mehr. Bei der Praxisübernahme zahlen Sie den sogenannten Sub- stanzwert, was alle materiellen Gegenstände sind, wie die gebrauchten Geräte und Einrichtungen. Da die Praxis be- reits läuft, müssen Umbaumaßnahmen nur noch in geringem Umfang vorgenommen werden. Bei beiden Existenzgründungsvarianten müssen über einen Betriebsmittelkredit die laufenden Kosten (z. B. Fremd labor, Personalkosten, Miete) vorfinanziert werden. Diese Kredit- form ist mit einem Dispokredit auf Ihrem Gehaltskonto ver- gleichbar. Interessanterweise kostet eine Praxisübernahme Praxisneugründung Praxisübernahme 48.000 A 124.000 A 288.000 A 60.000 A 66.000 A 67.000 A 18.000 A 23.000 A 421.000 a 273.000 a 63.000 A 53.000 A 484.000 a 326.000 a 40 dentalfresh ASSISTENTENHANDBUCH
X X X X X im Durchschnitt wesentlich weniger als eine Neugründung (= Abschreibung) zu den Praxiskosten hinzu addiert. Der Ge- – obwohl die Neugründung ein höheres Risiko birgt. Aufgrund winn der Praxis wird rechnerisch dadurch um 4.000 A p.a. re- des höheren Risikos sowie der höheren Kreditsumme wer- duziert, was wiederum zu einer Senkung der Steuerlast führt. den Neugründungen von den Banken fast immer kritischer Diese steuerliche Gewinnreduzierung wird nun 10 Jahre lang betrachtet und sollten noch besser vorbereitet sein. vorgenommen. Der Vorteil dieser Finanzierungsform – im Wie lange wird finanziert? – Laufzeiten Laufende Kosten können Sie unmittelbar in dem Jahr, in Gegensatz zum Kontokorrentkredit – ist, dass der Zinssatz niedriger ist. Darlehenszinsen liegen derzeit zumeist zwi- schen 1 und 5 Prozent p.a. Der Nachteil ist, wenn Sie einen dem diese bezahlt werden, in voller Höhe steuerlich anrech- Darlehensteil zurück bezahlt haben (Sie also teilweise getilgt nen lassen. Da die steuerliche Auswirkung (= Steuererspar- haben), dass Sie sich den zurückbezahlten Darlehensteil nicht nis) sofort wirkt, werden diese Kosten nicht längerfristig, wieder aus zahlen lassen können. Außerdem sind die Rück- sondern kurzfristig finanziert. Hierfür gibt es den Betriebs- zahlungs modalitäten in der Regel fest vereinbart. mittelkredit (oder auch Kontokorrentkredit genannt). Es Dieser Zinsunterschied zwischen einem Betriebsmittel- handelt sich um einen Kreditrahmen, den Sie flexibel in kredit und Darlehen zeigt, dass es wenig sinnvoll ist, länger- Anspruch nehmen bzw. zurückzahlen können. Wie hoch fristige Investitionen über den Betriebsmittelkredit zu zahlen. der ver einbarte Kreditrahmen ist, ist Verhandlungssache Somit gilt: Investitionen, die voraussichtlich eine kurzfristige mit der Bank. Es wird empfohlen, ca. das 6-Fache der mo nat- Nutzungsdauer haben, werden in der Regel auch kurzfristig lichen Praxiskosten als Kreditrahmen zu vereinbaren. finanziert, während Investitionen mit längerfristiger Nutzung Vorteil des Betriebsmittelkredits ist seine Flexibilität, denn auch längerfristig finanziert werden. Man spricht hier von Sie können ihn jederzeit zurückzahlen und/oder wieder der so genannten „Fristenkongruenz“. aufnehmen. Nachteil ist, dass die Zinsen – die nur auf Wieso ist das so wichtig? Weil die Steuerersparnis dazu den beanspruchten Betrag taggenau berechnet werden – genutzt werden sollte, um das Darlehen zu tilgen. höher sind als bei der Finanzierung von Investitionen. Der Zinssatz für einen Betriebsmittelkredit liegt derzeit in der Regel zwischen 5 und 10 Prozent p.a. Wie wird finanziert? – Finanzierungsarten Den Betriebsmittelkredit stellt immer die von Ihnen ausge- Investitionen bzw. Gegenstände (aber auch der immaterielle wählte Bank zur Verfügung. Bei den Darlehen unterscheidet Praxiswert), die dem Geschäftsbetrieb längerfristig zur Verfü- man danach, woher sich eine Bank das Geld leiht, das sie gung stehen, haben einen längerfristigen steuerlichen Effekt. über das Darlehen an Sie weiterleitet. Der übliche Weg für Das sind beispielsweise die Geräte, Einrichtungen und Um- eine Bank ist es, sich von anderen Personen, Unternehmen, bauten in der Praxis. Alle Investitionen, die einen Anschaf- Banken bzw. Institutionen das Geld zu leihen (= Gläubiger) fungspreis i.H.v. 410 A unterschreiten, werden „ab ge- und an Darlehensnehmer (= Schuldner) auszuleihen. schrieben“. Das bedeutet, dass der Anschaffungswert durch Praxisinvestitionen und auch ein Existenzgründungsvor haben die steuerliche Nutzungsdauer geteilt wird und dieser Be- werden zumeist durch den Bund bzw. die Länder gefördert. trag pro Jahr als fiktiver Kostenfaktor den Ge winn mindert Diese Förderung erfolgt dadurch, dass vergünstigte Kredit- (= geringere Steuer). Festgelegt wird die steuerliche Nutzungs- mittel zur Verfügung gestellt werden, die über die Hausbank dauer durch das Bundesfinanzministerium in AfA- Tabellen – ausgereicht werden. Man spricht hier von „öf fentlichen Dar- hier fragen Sie aber einfach Ihren Steuerberater. lehen“. Auf Bundesebene ist das beispielsweise die Kredit- Beispiel: Eine Behandlungseinheit kostet 40.000 A und hat eine anstalt für Wiederaufbau (KfW) und auf Landes ebene bei- steuerliche Nutzungsdauer von 10 Jahren. Hierdurch werden spielsweise die Landesanstalt für Aufbaufinanzierung (LfA). 10 Jahre lang, jedes Jahr 4.000 A, als fiktive Kosten position Letztere ist eine Institution des Freistaat Bayern. dentalfresh ASSISTENTENHANDBUCH 41
W I E V I E L B W L B R A U C H T D E R Z A H N A R Z T ? Der Vorteil der öffentlichen Mittel ist, dass Sie außerge- wöhnlich günstige Kon ditionen erhalten, die eine Bank kaum so darstellen kann. Nachteil der öffentlichen Darlehen ist, dass es feste Programme gibt und Sie diese nicht ändern können. Außerdem haben Sie keinen Anspruch darauf, die Darlehensmittel zu erhalten. Durch die fest vorgegebenen Darlehensvarianten wird bei Existenzgründungen auch etwas von der oben dargestellten „Fristenkongruenz“ abgewichen. Heißt, dass meistens etwas länger finanziert wird als die Abschreibungszeiten (= Steuer- vergünstigungen) sind. Praxisübernahmen und auch Praxis- neugründungen werden i.d.R. auf 10 Jahre finanziert. Außer wenn größere bau liche Maßnahmen vorhanden sind, wer- den häufig die 15-jährigen Darlehen verwendet. Eine gute Bank kennt sich mit den öffentlichen Mitteln so gut aus, dass sie Ihnen immer das passende Darlehenspro- gramm zur Verfügung stellen wird. Deshalb sollten Sie aber immer darauf achten, ob Ihnen diese öffentlichen Darlehen überhaupt angeboten werden. Wichtig: Bevor Sie „wesentliche Verpflichtungen“ eingehen, also bevor Sie irgendwelche bindenden Verträge abschlie- ßen, müssen Sie mit der Bank gesprochen haben, die Ihr Projekt finanzieren soll. Ansonsten erhalten Sie kein öffent- liches Darlehen, da diese nur „neue Projekte“ fördern. Mit welchen Konditionen wird finanziert? – Preisklassen Die jeweils aktuellen Konditionen der öffentlichen Darlehen kön- nen Sie immer im Internet nachsehen. Wenn Sie das korrekte Darlehensprogramm und die Laufzeit wissen, werden Sie fest- stellen, dass es für jedes Darlehensprogramm eine Reihe von Konditionen gibt. Zu jedem Darlehensprogamm gibt es soge- nannte Preisklassen. Diese werden durch Buchstaben darge- stellt. Bei der KfW sind das beispielsweise die Preisklassen A bis I. Aktuell liegt der Unterschied der Preisklasse A (beste Kondition) zu Preisklasse I (schlechteste Kondition) bei 6,40 Pro - zent. Aber welche Preisklasse bekommen Sie nun? Hier kommt wieder die eingangs beschriebene Prüfung des Risi- kos für Ihr Vorhaben zum Tragen. Jede Bank hat ein Rating- system, in dem verschiedene Werte und Einschätzungen ein- gepflegt werden. Hieraus ergibt sich ein Ratingwert, der wiederum Ihre Preisklasse bestimmt. Zugegebenermaßen gibt es aber in jedem Ratingsystem auch „weiche Faktoren“, die eine Beeinflussung der Kondition ermöglicht. Somit bleibt fast immer ein Verhandlungsspielraum, den Sie über einen guten Businessplan wieder für sich entscheiden können. Auch wenn die Preisklassen eigentlich auch die Sicherhei- ten-Situation widerspiegeln sollen, so werden gute Projekte häufig – selbst ohne nennenswerte Sicherheiten – zu Preis- klassen A oder B finanziert. Das hängt aber auch von der jeweiligen Konkurrenzsituation der Banken in der Region ab. Beispiel (12/2017): Ein geeignetes Kreditprogramm der KfW für Existenzgründer ist der ERP-Gründerkredit – Universell (für kleine und mittel- ständische Unternehmen) 10/2/10 (= 10 Jahre Zinsfest- schreibung, bis zu 2 Jahre tilgungsfrei, 10 Jahre Laufzeit): Kondition Preisklasse A: 1,1 Prozent p.a. / Preisklasse B: 1,5 Pro zent p.a. (siehe www.kfw.de) Welche Sicherheiten will eine Bank? Da Existenzgründer in der Regel über kein nennenswertes Vermögen verfügen, sind die Ansprüche der Bank in diesem Bereich sehr niedrig. Standardsicherheiten sind: · Absicherung des Todesfallschutzes (über eine Risiko- Lebensversicherung), · Abtretung der Ansprüche gegenüber der Kassenzahn- ärztlichen Vereinigung (Sie können damit weiterhin über das Geld der KZV verfügen, Sie können die Zahlung der KZV aber nicht ohne Zustimmung der Bank auf das Konto einer anderen Bank auszahlen lassen), · Raumsicherungsübereignung (alle Einrichtungen und Geräte sind somit Sicherheit der Bank), · Abtretung des Verkaufserlöses der Praxis (was nur bei einem Verkauf zum Zuge kommt). Es gibt auch Banken, die eine Ehegattenbürgschaft wollen. Das sollte aber möglichst vermieden werden, da es weder wirtschaftlich noch emotional sinnvoll ist, den Ehepartner hier mit einbinden zu lassen. Wie kann man sich Unterstützung holen? – Förderungen Existenzgründer haben nicht nur den Vorteil, dass sie ver- günstigte Kreditmittel erhalten, sondern sie können sich teilweise auch betriebswirtschaftliche Beratungen fördern lassen. Das ist jedoch von Bundesland zu Bundesland un terschiedlich. Ein Beispiel ist das „Vorgründungscoaching Bayern“, über das Existenzgründer bis 5.600 A Zuschuss für Beratungen zu betriebswirtschaftlichen, organisatorischen und finan- ziellen Fragestellungen erhalten können. Hierdurch kann man sich bzgl. der Erstellung einer guten Businessplanung und Bank finanzierung beraten lassen (siehe http://ifb.uni- erlangen.de/coaching/vorgruendungscoaching/bayern/). Tipps für Ihre Finanzierung · Bereiten Sie die Beantragung eines Darlehens gut vor – nehmen Sie sich gegebenenfalls professionelle Hilfe zur Seite. · Suchen Sie sich eine Bank, die sich mit Zahnärzten aus- kennt, und im Ideal fall eine Bank, die eine spezielle Heil- berufe abteilung hat. · Öffentliche Mittel sind fast immer ein Muss für eine Existenzgründungs finanzierung. Wenn Ihre Hausbank Ihnen keine öffentlichen Mittel anbietet, prüfen Sie, ob Sie bei der richtigen Bank sind. KONTA K T Dipl.-Kfm. Michael Kreuzer ABZ BestPraxis GmbH Kaﬂerstraße 6 81241 München buero@bestpraxis.de www.bestpraxis.de 42 dentalfresh ASSISTENTENHANDBUCH
W E L C H E P R A X I S PA S S T Z U M I R ? Honorarverluste von Anfang an vermeiden T e x t : F r e d e r i c F e l d m a n n Die zahnärztliche Abrechnung ist der monetäre Faktor der erbrachten Leis tung und somit die wirtschaftliche Grundlage für den Erfolg einer Praxis. Mit der vollzogenen Praxisgründung ist ein Zahnarzt für seine wirtschaftliche Zukunft selbst verantwortlich. Und Hand aufs Herz: Welcher Existenzgründer ist ﬁ t in der BEMA-, GOZ-Abrechnung und Festzuschüssen? Der folgende Artikel soll Fehlerquellen in der zahnärztlichen Abrechnung aufzeigen. Bei den meisten Existenzgründern sind zwar Grund kenntnisse Hier werden die häufigsten Fehlerquellen, die zur Nichtab- in der Abrechnung vorhanden, jedoch reicht das im täglichen rechnung von erbrachten zahnärztlichen Leis tungen führen, Praxisbetrieb nicht aus. So sollte der Umsatz an privat abzu- dargestellt. rechnenden zahnärztlichen Leistungen mindestens 50 Pro- zent des Ge samthonorarumsatzes betragen, damit die Pra- xis nicht in existenzielle Bedrängnis gerät. Am Markt werden 1. Fehlerquelle: Mangelnde Kommunikation Die erste Fehlerquelle ist oft die fehlende Kommunikation Abrechnungsfortbildungen entsprechend der jeweiligen zwischen Behandler und Assistenz am Stuhl. Vorkenntnisse angeboten und der neu niedergelassene Bereits mit der Niederschrift der Behandlung beginnt die Zahnarzt darf sich nicht scheuen, qualifizierte Seminare oder leistungs- und honorargerechte Abrechnung. Und nur so weiterführende Fachkurse zu belegen. Ohne fundierte Kennt- gut bzw. exakt, wie hier dokumentiert wird, kann später nisse in der Abrechnung begibt sich der Existenzgründer in die Abrechnung durchgeführt werden. Nicht nur unter zahn- eine nicht gewollte Abhängigkeit von Mitarbeitern. medizinischen Gesichtspunkten ist der Dokumentation ein Die Statistik zeigt, dass rund 20 Prozent der erbrachten, pri- hohes Maß an Aufmerksamkeit zu widmen, sondern auch vat abzurechnenden Leistungen nicht oder feh lerhaft abge- aus rechtlichen und wirtschaftlichen Gründen. rechnet werden. In fast 90 Prozent der von uns überprüften Zahnartpraxen wurden erbrachte GOZ- bzw. Privatleistungen sachlich wie fachlich unvollständig abgerechnet. Wir spre- 2. Fehlerquelle: Die Behandlungsabfolge Die Abrechnungskraft kann die Behandlungsabfolge bei chen hier nicht von irgendwelchen Faktorsteigerungen, son- unzureichender Dokumentation nicht oder nur teilweise dern nur von der leistungsgerechten und vollständigen nachvollziehen, da sie i.d.R. in den Behandlungsablauf Abrechnung. Wertvolle Liquidität geht verloren und damit nicht mit einbezogen war. Häufig sind Aufzeichnungen an- echter Gewinn, dem keine Kosten gegenüberstehen, da die zutreffen, in der die Reihenfolge der Behandlungsschritte Leistungen ja erbracht wurden. nicht stimmt. Man zieht sich auch nicht zuerst die Schuhe Die Erklärung hierfür, warum mitunter auch abrechnungs- an und dann die Socken. Somit kann eine vollständige geübte Praxen unzureichend abrechnen, liegt in der man- Abrechnung nicht erstellt werden. Der Mitarbeiterin bleibt gelnden Transparenz, was wirklich an erbrachten Leistun- dann nur die Nachfrage beim Zahnarzt nach dem genauen gen abgerechnet werden kann, und an nicht festgelegten Behandlungsablauf. Wird die Abrechnung jedoch zu einem Prozessen der Behandlungs- und Abrechnungsdoku- späteren Zeitraum erstellt, ist der genaue Behandlungs- mentation im Praxisalltag. ablauf nicht mehr nachvollziehbar. Auch bei gut ausgebildeten Abrechnungskräften entsteht durch Mehrfach- belastungen eine Stresssituation, die wiederum zu Abrechnungsfehlern führen kann. Diese Fehlerquote durch mangelnde Konzentration gilt es zu vermeiden, was im ureigensten Interesse des Praxisinhabers liegen müsste. Hilfreich ist eine Rück- zugsmöglichkeit für die Mitarbeiterin zur störungsfreien Erstellung der Abrechnung.
W E L C H E P R A X I S PA S S T Z U M I R ? 3. Fehlerquelle: Abrechnungsvorschriften Die Kompliziertheit der Abrechnungsvorschriften und daraus resultierende fehlende Abrechnungskenntnisse sind häufige Gründe für Abrechnungs lücken. In der zahnärztlichen Aus- bildung wird die Abrechnung nur unzureichend behandelt. Dem Zahnarzt selbst obliegt es, sich entsprechend fortzu- bilden oder Mitarbeiter regelmäßig und intensiv ausbilden zu lassen. Die Kontrolle der Richtigkeit und Vollständigkeit der Abrechnung liegt im Verantwortungsbereich des Zahn- arztes. Auch der Unternehmer Zahnarzt sollte über detaillierte Abrechnungskenntnisse verfügen, damit er sich sein Ein- kommen nicht von der Mitarbeiterin bestimmen lassen muss. 4. Fehlerquelle: Aufzeichnungen Zahnärzten ist oft nicht bewusst, dass die Assistenz Be- handlungsabläufe unvollständig beschreibt und dadurch Lücken in der Behandlungsdokumentation entstehen. Da es vom Gesetzgeber keine „Musteranleitung“ zur Doku- mentation gibt, müssen die Dokumentationsregeln praxis- intern aufgestellt und umgesetzt werden. Alle Mitarbeiter müssen die gleiche „Dokumentationssprache“ sprechen. Die Verwendung von Abkürzungen unter Berücksich tigung der Eindeutigkeit (im Qualitätsmanagement hinterlegt) sind möglich, wenn diese für einen Sachverständigen zweifels - frei den Behandlungsverlauf erkennen lassen. 5. Fehlerquelle: Keine Kontrolle der Leistungs erfassung durch den Behandler Sobald sich der Zahnarzt blind auf die Einträge seiner Stuhl assistenz verlässt, ist eine unvollständige Dokumen- tation aus den oben genannten Gründen nicht auszuschlie- ßen. Diese Fehlerquelle lässt sich vermeiden, indem der Behandler abends oder am nächsten Tag die Leistungs- erfassung auf Vollständigkeit und Plausibilität kontrolliert. Die zeitnahe Überprüfung ermöglicht es, fehlende oder unvoll- ständige Aufzeichnungen der Behandlung nachzutragen bzw. zu ergänzen. Was nicht dokumentiert ist, gilt rechtlich als nicht erbracht und darf auch nicht abgerechnet werden. 6. Fehlerquelle: Mehrfachbelastung Die sechste Fehlerquelle basiert auf der Doppelbelastung der Mitarbeiterinnen, die an der Rezeption zwischen Termin- vergabe, Telefon und Patientenkontakt auch die aufwen- dige und zeitintensive Abrechnung bzw. HKPs erstellen müssen. Auch bei gut aus gebildeten Abrechnungskräften entsteht durch Mehrfachbelastungen eine Stress situation, die wiederum zu Abrechnungsfehlern führen kann. Diese Fehlerquote durch mangelnde Konzen tration gilt es zu ver- meiden, was im ureigensten Interesse des Praxisinhabers liegen müsste. Hilfreich ist eine Rückzugsmöglichkeit für die Mitarbeiterin zur störungsfreien Erstellung der Abrechnung. 7. Fehlerquelle: Ausfall der Abrechnungskraft Es ist ein Höllenszenario für so manchen Praxisinhaber, wenn die Abrechnungskraft wegen Krankheit, Schwanger- schaft oder Kündigung nicht mehr zur Verfügung steht und die Abrechnung liegen bleibt. In diesen Fällen geht der Praxis wertvolle Zeit und damit Liquidität verloren. Nach- trägliche oder verspätete Honorarforderungen schädigen den Ruf der Praxis. Um dies zu vermeiden, ist die kon se- quente Aus- und Weiterbildung von engagierten Mitar bei- terinnen in der Abrechnung erforderlich. Darüber hinaus könnte auch ein qualifizierter externer Abrechnungsservice diese Vakanz überbrücken. 8. Fehlerquelle: Stundenhonorarumsatz Der Stundensatz ist eine wichtige betriebswirtschaftliche Kennzahl für die Praxiskalkulation. Die wenigsten Praxis- inhaber haben umfassende Kenntnisse über den Stunden- honorarsatz ihrer Praxis und den sich daraus ergebenden unternehmerischen Entscheidungen. In der Nachkalkulation wird das erwirtschaftete Honorar den Arbeitsstunden einer vergangenen Periode gegenübergestellt und der sich da- raus ergebende Stundensatz ist eine Mischkalkulation aus BEMA- und GOZ-Umsätzen. In der Vorkalkulation erhält der Zahnarzt die Möglichkeit, die Praxiskosten einer vergangenen Periode inkl. einem vom Praxisinhaber zu bestimmenden kalkulatorischen Unter- nehmerlohn in die Zukunft zu projektieren und daraus Kennt- nis über den angestrebten Stundensatz zu erhalten. Diese Berechnungen kann ein Steuerberater oder ein qualifizierter zahnärztlicher Abrechnungsservice durchführen. 9. Fehlerquelle: Dokumentationspflicht Die Nichteinhaltung der Dokumentationspflicht führt bei rechtlichen Auseinandersetzungen immer zu Problemen in der Beweisführung, z. B. bei dem Vorwurf eines Behand- lungsfehlers oder Verletzung der Aufklärungspflicht. Nach - teile bei Verletzung der Dokumentationspflicht ergeben sich auch hinsichtlich der Vergütung der erbrachten Leistung. Die Folge könnten Honorarrückforderungen sein. 10. Fehlerquelle: Aufbewahrungsfrist Die gesetzlich festgelegte (Mindest-)Aufbewahrungs frist für die Behandlungsdokumentation beträgt zehn Jahre. Der § 630 f Abs. 3 BGB besagt: „Der Behandelnde hat die Pa- tientenakte für die Dauer von zehn Jahren nach Abschluss der Behandlung aufzubewahren, soweit nicht nach anderen Vorschriften andere Aufbewahrungsfristen bestehen.“ Die Problematik bei Fristen sind mög liche Überschnei- dungen mit anderen gesetzlichen Bestimmungen. Wird eine Patientenakte zehn Jahre nach Beendigung der Behandlung vernichtet, dann könnte es zu nicht abseh- baren Folgen für den Zahnarzt kommen, wenn ein Patient z. B. gerichtlich ge gen eine in diesem Zeitraum durch- geführte Behandlung vorgeht. Die Akte wurde vernichtet, die EDV-Daten sind gelöscht, jetzt gerät der Zahnarzt auf- grund der fehlenden Dokumentation an Beweis mitteln in Beweisnot. Er kommt in eine Zwangslage, in der er etwas beweisen soll, wofür ihm jedoch die Beweise in Form der schriftlichen oder digitalen Behandlungsdokumentation fehlen. Unabhängig von den Aufbewahrungs fristen beträgt die Haftung ei nes Zahnarztes bei Anwendung der abso- luten Verjährungsfrist 30 Jahre. Längere freiwillige Fristen 46 dentalfresh ASSISTENTENHANDBUCH
Die Kompliziertheit der Abrechnungsvorschriften und daraus resultierende fehlende Abrechnungskenntnisse sind häufige Gründe für Abrechnungslücken.(…) Die Kontrolle der Richtigkeit und Vollständigkeit der Abrechnung liegt im Verantwortungsbereich des Zahnarztes. sind immer möglich und sollte die Praxis die Archi vierung Ausführliche Informationen zu diesem 6-tä- der Patientenakten aus Platzgründen nicht mehr aufneh- gigen Fachkurs mit IHK Lehrgangszertifikat men können, dann empfiehlt sich eine gewerbliche Aufbe- finden Sie auf www.abrechnungsmana- wahrung. Auch muss über Möglichkeiten nachgedacht gerin.de oder direkt über die unten ste- werden, wie digitalisierte Daten über einen jahrzehnte- hende Kontaktadresse. Infos zum Autor langen Zeitraum archiviert werden können, damit diese dann in ferner Zukunft noch lesbar sind. KONTA K T Fazit Für den Praxisumsatz ist nicht alleine eine einzelne Person in Frederic Feldmann der Praxis verantwortlich, sondern das ganze Team. Grundlage hierfür ist ein schlüs siges Abrechnungsmanagement sowie gut ausgebildete Mitarbeiter in der Dokumen tation und in der Ab- rechnung. Sinnvoll ist die Ausbildung einer qualifizierten Mit- arbeiterin zur Abrechnungsmanagerin. In dieser praxisnahen Weiterbildung werden ver tiefende Kenntnisse in Dokumenta- tion und Abrechnung vermittelt und Mitarbeiter zu Führungs- kräften ausgebildet. Betriebswirt (VWA) Geschäftsführer und Gesellschafter Deutsche Fortbildungsakademie Heilwesen® GmbH & Co. KG Ludwig-Erhard-Allee 24 76131 Karlsruhe Tel.: 0721 627100-0 info@dfa-heilwesen.de www.dfa-heilwesen.de dentalfresh ASSISTENTENHANDBUCH 47
W I E V I E L B W L B R A U C H T D E R Z A H N A R Z T ? Der Pkw in der Zahnarztpraxis: Ein Steuersparmodell? T e x t : A d a m J . J a n e t t a Es gibt wenige Themen, über die Zahnärzte lieber sprechen als über die Möglichkeit, einen Pkw als Praxisausgabe von der Steuer abzusetzen. Natürlich klingt es reizvoll, das Finanzamt an den Kosten des eigenen Pkw beteiligen zu können. In den Gesprächen mit meinen Mandanten stelle ich jedoch immer wieder fest, dass es mehr Mythen als Wahrheiten zu diesem Thema gibt. Ob und in welcher Höhe die Pkw-Kosten steuerlich abgesetzt · Finanzierungskosten werden können, hängt im Wesentlichen davon ab, wie der Nur die Zinsen eines Darlehens können steuerlich geltend Pkw genutzt wird. Das heißt: Welcher Anteil der gefahrenen gemacht werden. Die Tilgung ist keine Praxisausgabe – Kilometer entfällt … Dafür gibt es die Abschreibung. 1. … auf die Fahrten zwischen Wohnung und Praxis? 2. … auf die tatsächlich beruflichen Fahrten (Patienten, Dental- · Leasingkosten depot, Steuerberater, Praxiseinkauf, Fortbildung etc.)? Sofern es sich um echtes Leasing und nicht um einen 3. … auf die privaten Fahrten? Mietkauf handelt, sind die Leasingsonderzahlung und die Im koordinierten Ländererlass des Bundesministerium der Finanzen (IV C 6 – S 2177/07/10004) vom 18.11.2009 heißt · Versicherung, Kfz-Steuer, Benzin-/Dieselkosten, monatlichen Leasingraten abzugsfähig. es dazu: „Die Zuordnung von Kraftfahrzeugen zu einem Be- Wagenwäsche/-pflege etc. triebsvermögen richtet sich nach allgemeinen Grundsätzen (R 4.2 Absatz 1 EStR 2008). Der private Nutzungsanteil eines · Wartung und Reparaturen zum Betriebsvermögen gehörenden Kraftfahrzeugs ist nach § 6 Absatz 1 Nummer 4 EStG zu bewerten, wenn dieses zu mehr als 50 Prozent betrieblich genutzt wird. Dies gilt auch Berücksichtigung der Privat-Nutzung Nachdem Sie festgestellt haben, dass Sie die Pkw-Kosten für gemietete oder geleaste Kraftfahrzeuge. Kraftfahrzeuge von der Steuer absetzen dürfen, stellt sich nunmehr die i. S. dieser Regelung sind Kraftfahrzeuge, die typischerweise Frage, wie die private Nutzung des nunmehr betrieblichen nicht nur vereinzelt und gelegentlich für private Zwecke ge- Pkw versteuert wird. Es gibt seitens der Finanzverwaltung nur nutzt werden.“ die beiden nachfolgend aufgeführten Möglichkeiten: Aus steuerrechtlicher Sicht müssen die Fahrten zu 1. und 2. mindestens 50 Prozent der Gesamtkilometer betragen, damit Fahrtenbuchmethode der Pkw überhaupt in das Praxisvermögen aufgenommen Sie führen durchgängig und zeitnah ein ordnungsgemäßes, werden darf. Und dies muss von Ihnen auch nachgewiesen nicht manipulierbares Buch über Ihre Fahrten. Wann, wohin, zu werden, indem Sie Ihre Fahrten über drei Monate schriftlich wem, aus welchem Grund, wie viele Kilometer und Fahrt nach dokumentieren. Eine bloße Behauptung Ihrerseits wird das Nr. 1, Nr. 2 oder Nr. 3 (s.o.). Hierzu heißt es im o.g. Ländererlass: Finanzamt nicht anerkennen. Absetzbare Pkw-Kosten Ist diese Hürde, an der bereits viele Zahnärzte in der Regel „Ein Fahrtenbuch muss zeitnah und in geschlossener Form ge- führt werden. Es muss die Fahrten einschließlich des an ihrem Ende erreichten Gesamtkilometerstandes vollständig und in ihrem fortlaufenden Zusammenhang wiedergeben (BFH-Urteil schon scheitern, jedoch genommen, dürfen alle Kosten für vom 9. November 2005, BStBl II 2006 S. 408). Das Fahrtenbuch den Pkw abgesetzt werden. Kosten im Zusammenhang mit muss mindestens folgende Angaben enthalten (vgl. R 8.1 Ab- dem Pkw sind u. a.: · Abschreibung satz 9 Nummer 2 Satz 3 LStR 2008): Datum und Kilometerstand zu Beginn und Ende jeder einzelnen betrieblich/beruflich veran- lassten Fahrt, Reiseziel, Reisezweck und aufgesuchte Ge- Neue gekaufte oder finanzierte Pkw werden über 72 Monate schäftspartner. Wird ein Umweg gefahren, ist dieser aufzuzeich- abgeschrieben. Die Abschreibungsdauer bei gebrauchten nen. (…) Für die Aufzeichnung von Privatfahrten genügen jeweils Pkw ist in Abhängigkeit des Fahrzeugalters nach kauf- Kilometerangaben; für Fahrten zwischen Wohnung und Be- männischen Gesichtspunkten zu schätzen. triebsstätte genügt jeweils ein kurzer Vermerk im Fahrtenbuch.“ 48 dentalfresh ASSISTENTENHANDBUCH
Aus steuerrechtlicher Sicht müssen Fahrten zwischen Wohnung und Praxis sowie sonstige berufliche Fahrten mindestens 50 Prozent der Gesamtkilometer betragen, damit der Pkw überhaupt in das Praxis vermögen aufgenommen werden darf. Im Verhältnis der Fahrten werden dann die Kosten aufgeteilt. Die Kosten für Fahrten nach Nr. 1 sind nur wie bei Arbeitneh- Fazit Die meisten Zahnärzte, die freudig von ihrem abgesetzten Pkw mern absetzbar (0,30 Euro je Entfernungskilometer pauschal, berichten, wissen nicht, welche Steuerersparnis sie damit tat- tatsächliche Kosten bleiben außer Acht). Die Kosten für Fahrten sächlich haben. Der Pkw beim Zahnarzt ist in aller Regel kein nach Nr. 2 sind dann in voller Höhe absetzbar, die Kosten nach Steuersparmodell. Auch dann nicht, wenn Sie diesen mit Pra- Nr. 3 gar nicht berücksichtigungsfähig. Bitte beachten Sie: xislogos etc. bekleben. In der aktuellen Niedrigzinsphase ist der Betriebsprüfer stürzen sich regelrecht auf das Fahrtenbuch, da Steuervorteil meist gering, da viele Neuwagen mit hohen Ra- es ansonsten in einer Zahnarztpraxis nicht allzu viele prüfungs- batten oder zu monatlichen Leasingraten angeboten werden, relevante Sachverhalte gibt. Sollte sich das Fahrtenbuch die weniger als 1 Prozent des Neupreises betragen. Mit dem dann als nicht ordnungsgemäß erweisen, wird es verworfen Fahrtenbuch lässt sich i.d.R. am meisten sparen, jedoch ist und die 1 Prozent-Regelung angewandt. das Führen des Fahrtenbuchs durchaus aufwendig. Und wird 1 Prozent-Regelung es viele Jahre später im Rahmen einer Betriebsprüfung auf- grund von Mängeln verworfen, erhebt das Finanzamt auf die Je Monat werden 1 Prozent vom Listenneupreis (ohne Rabatt) Steuernachzahlung auch noch 6 Prozent Zinsen. für die Nutzung nach Nr. 3 (s.o.) und 0,03 Prozent vom Listen- neupreis multipliziert mit den Entfernungskilometern Wohnung – Praxis für die Nutzung nach Nr. 1 (s.o.) fiktiv als Umsatz ange- setzt. Hierzu heißt es im o.g. Ländererlass: „Für den pauschalen Exkurs: Leasingsonderzahlung als Gestaltungsinstrument In einigen Steuertipps für Zahnärzte ist zu lesen, dass eine Nutzungswert ist der inländische Listenpreis des Kraftfahr- Leasingsonderzahlung als steuerliches Gestaltungsinstrument zeugs im Zeitpunkt seiner Erstzulassung zuzüglich der Kosten eingesetzt werden kann. Hierbei wird z. B. Anfang Dezember für Sonderausstattung (z. B. Navigationsgerät, BFH-Urteil ein Pkw mit einer sehr hohen Sonderzahlung geleast. Die monat- vom 16. Februar 2005, BStBl II S. 563) einschließlich der liche Leasingrate über die Restlaufzeit ist damit sehr gering. Für Umsatzsteuer (BFH-Urteil vom 6. März 2003, BStBl II S. 704) den Monat Dezember wird ein Fahrtenbuch geführt, worin z. B. zu maßgebend. Das gilt auch für reimportierte Kraftfahrzeuge. Der 95 Prozent Fahrten nach Nr. 2 – also tatsächliche berufliche Listenpreis ist auf volle hundert Euro abzurunden.“ Gedank - Fahrten – dokumentiert sind. Die Kosten werden dann entspre- lich können Sie auch die Pkw-Kosten um diese Werte redu- chend zu 95 Prozent geltend gemacht. In den Folgejahren wird zieren. Die verbleibenden Kosten mindern dann Ihre Steuerlast. der Pkw dann als Privatvermögen ausgewiesen und Pkw-Kos- Sofern es sich um ein Elektro- oder Hybridfahrzeug handelt, ist ten nur noch über die Nutzungseinlage geltend gemacht. Mit ge- der Listenpreis um die enthaltenen Kosten für das Batteriesys- ringem Aufwand wird damit ein Großteil der Pkw-Kosten gleich zu tem pauschal zu mindern. Der Minderungs- und der Höchst- Beginn geltend gemacht. Bei dieser Gestaltung ist jedoch Vor - betrag richten sich nach dem Anschaffungsjahr des Kraftfahr- sicht angesagt: Die Finanzverwaltung ist der Meinung, dass bei zeugs und der Batteriekapazität. Ausführliche Informationen dieser Vorgehensweise die Geltendmachung der Leasingson- entnehmen Sie dem Schreiben – koordinierter Ländererlass – derzahlung rückgängig gemacht werden muss. Im Zeitpunkt vom 05.06.2014 des Bundesministerium der Finanzen, IV C 6 des Ausscheidens des Pkw aus dem Praxisvermögen ist die – S 2177/13/10002. anteilige Sonderzahlung gewinnerhöhend zu entnehmen. Da es dazu bisher keine Rechtsprechung gibt, besteht für Sie das Kein unterjähriger Methodenwechsel Risiko, dass diese Gestaltung auch nach einem zeitlich und finan - Zu beachten ist, dass die Methode unterjährig ohne Fahrzeug- ziell aufwendigen gerichtlichen Weg nicht durchzusetzen ist. wechsel nicht geändert werden darf. Sie können also nicht für 3 Monate ein Fahrtenbuch führen und die weiteren 9 Monate die 1 %-Regel anwenden, sofern es sich um ein und dasselbe KONTA K T Fahrzeug handelt. Bei Fahrzeugwechsel kann auch die Me- thode geändert werden. Alternative zum Praxis-Pkw Die einzige Alternative zum Praxis-Pkw ist die Nutzungsein- lage des privaten Pkw für beruflich bedingte Fahrten. Hierbei werden nur pauschale Kosten von 0,30 Euro je gefahrenen Kilometer (Fahrten nach Nr. 2) bzw. je Entfernungskilometer (Fahrten nach Nr. 1) steuerlich gewinnmindernd geltend ge- macht. Dipl.-Kfm. ( FH ) Adam J. Janetta Steuerberater Janetta & Koch Steuerberater Partnerschaft mbB Steuerberater für Zahnärzte und Dentallabore Buddestraße 18–20 51429 Bergisch Gladbach Tel.: 02204 9871190 kontakt@janetta-koch.de www.janetta-koch.de dentalfresh ASSISTENTENHANDBUCH 49
W I E V I E L B W L B R A U C H T D E R Z A H N A R Z T ? Praktischer Datenschutz in der Zahnarztpraxis T e x t : C a r s t e n K n o o p Wenn Sie nach Abschluss des Studiums eine Zahnarztpraxis eröffnen oder übernehmen möchten, werden Sie aus Sicht des Datenschutzes zur „verantwortlichen Stelle“. Dabei gilt in Deutschland – wie auch im Rest Europas – auch für alle Freiberufler ab Mai 2018 die EU-Daten schutz-Grundverordnung (EU-DSGVO), welche die grundsätzlichen Regelungen samt Bußgeldern (bis 20 Mio. EUR) festlegt und das bisherige Bundesdatenschutzgesetz (BDSG) ablöst. Die EU-DSGVO sowie lokale Ergänzungsregelungen zum Datenschutz gelten dabei unabhängig von der ärztlichen Schweigepflicht, welche nur eine zusätzliche Konkretisierung des Datenschutzes darstellt. In diesem Artikel sind die we- sentlichen Merkmale und Herausforderungen im Umgang mit personenbezogenen Daten von Mitarbeitern und Patienten erläutert, um Ihnen den datenschutzkonformen Start in die Selbstständigkeit zu erleichtern. Übernahme einer Praxis samt Patienten(daten)? Wer die Möglichkeit hat, eine gut laufende Praxis übernehmen zu können, kann erheblich von einem bereits etablierten Patientenkollektiv profitieren. Allerdings gilt es, einige Daten- schutzaspekte zu berücksichtigen. So kann zwar vertraglich die komplette Einrichtung der Praxis übernommen werden, die Daten von Patienten dürfen aber ohne Weiteres nicht von einem Zahnarzt zum an deren weitergegeben werden. Die Aufzeichnungspflicht im Rahmen von § 630 f BGB erstreckt sich stets auf den behandelnden Arzt und greift somit direkt in das vertragliche Verhältnis zwischen Pa tient und Arzt ein. Eine Weitergabe an Dritte, und somit auch an einen Nachfolger, kann nur mit Zustimmung des Patienten erfolgen. Entspre- chend müssen alle Daten, sowohl in Papierform als auch elek- tronisch, die nicht per Einwilligung auf den neuen Praxisinhaber übergehen dürfen, aber dennoch mindestens zehn Jahre nach Be handlungsende aufbewahrt werden müssen, im Eigentum des „alten Behandlers“ verbleiben. Pa tientendaten, die per schriftlicher Einwilligung auf den „neuen Behandler“ übertra- gen werden sollen, dürfen dann vom neuen Praxis inhaber gemäß den gesetzlichen Anforderungen genutzt werden. Praxisorganisation und Datenschutz Neben der Frage der Datenübernahme sollte auch geklärt wer- den, ob ein Datenschutzbeauftragter ge mäß EU-DSGVO (bzw. den strengeren Regeln aus dem bald neu erlas senen Bundes- datenschutzgesetz BDSG [neu]) bestellt werden muss. Das ist immer dann der Fall, wenn mehr als neun Personen mit der automatisierten Verarbeitung oder mehr als 20 Personen ge- nerell mit der Verarbeitung personenbezogener Daten be- schäftigt sind. Haben also mehr als neun Personen (egal, ob Azubi, Mitarbeiter oder Zahnarzt) Zugang zu elektronischen Patientendaten, z. B. zur Praxissoftware, wird ein Daten- schutzbeauftragter benötigt. Ansonsten erst, wenn mehr als 20 Personen z. B. mit Papierakten der Patienten arbeiten. § 203 StGB regelt die Verschwiegenheit der Ärzte gegenüber Dritten und stellt eine Verletzung unter Strafe. Dies ist aus Sicht des Datenschutzes stets der Fall, wenn der Zugriff durch Dritte auf Pa tientendaten möglich ist, oder faktisch durchgeführt wird. Der Gesetzgeber sieht vor, dass per sonenbezogene Daten (hierzu zählen natürlich auch alle Patienten- und Mitar- beiterdaten) nur dann von Dritten verarbeitet werden dürfen, wenn dafür entsprechende Rechtsgrundlagen eingehalten werden. Hierzu zählt z. B. neben einer Einwilligung (Entbindung von der Schweigepflicht) in begrenztem Umfang auch die Verarbeitung im Auftrag gemäß Art. 28 EU-DSGVO auch als Auftragsdatenverarbeitung bezeichnet. Folgende Sachverhalte fallen in den Bereich der Auftrags- datenverarbeitung, da es sich im Regelfall nicht um Erfüllungs- gehilfen (z. B. ZFA oder ZMV) handelt: · IT-Dienstleister, welche die Einrichtung und Wartung Ihrer Praxissysteme durchführen, · Softwarehersteller und andere Dienstleister, welche mit Fern wartungszugang und Zugriffsmöglichkeit auf Patien- tendaten ausgestattet sind, · Cloud-Anbieter, bei denen personenbezogene Daten ge- speichert werden, · Entsorgungsdienstleister, welche Patientenakten vernichten. In der Praxis hat sich folgendes Vorgehen zur Einhaltung der gesetzlichen Verpflichtungen bewährt: 1. Bei Einbindung externer IT-Dienstleister muss eine vertrag- liche Verpflichtung zum Datenschutz gemäß den Vorgaben von Art. 28 EU-DSGVO eingefordert werden. Hierzu sind vom Auftragnehmer diverse technische und organisato- rische Maßnahmen zum Schutz der Daten nachzuweisen. Im besten Fall hat der Dienstleister gar keinen Zugriff auf Patientendaten, da dies problematisch mit den Verschwie- genheitspflichten gem. § 203 StGB gesehen werden kann. 2. Soweit möglich sollten alle Datenträger (z. B. Festplatten und USB-Sticks) in der Praxis verschlüsselt sein. Damit kann 50 dentalfresh ASSISTENTENHANDBUCH
DGKZ e.V. Deutsche Gesellschaft für Kosmetische Zahnmedizin Die innovative Fachgesellschaft für den modernen Zahnarzt Kostenlose Fachzeitschrift Lesen Sie kostenlos „cosmetic dentistry“– die qualitativ außer- gewöhnliche Mitgliederzeitschrift informiert Sie über alle rele- vanten Themen der kosmetischen Zahnmedizin. Auch als E-Paper mit Archivfunktion auf www.zwp-online.info verfügbar. Ermäßigte Kongressteilnahme Besuchen Sie die Jahrestagungen der DGKZ und nutzen Sie die für Mitglieder ermäßigten Teilnahmegebühren. Kostenlose Mitglieder-Homepage Nutzen Sie Ihre eigene, individuelle Mitglieder-Homepage, die die DGKZ allen aktiven Mitgliedern kostenlos zur Verfügung stellt. Über die Patientenplattform der DGKZ, die neben Infor- mationen für Patienten auch eine Zahnarzt-Suche bietet, wird der Patient per Link mit den individuellen Mitglieder-Homepages verbunden. Patientenwerbung und Öffentlichkeitsarbeit Profitieren Sie von einer starken Gemeinschaft, die durch Öffentlichkeitsarbeit auch Ihr Praxismarketing unterstützt. Mitgliedsantrag DGKZ Weitere Infos: Deutsche Gesellschaft für Kosmetische Zahnmedizin e.V. Holbeinstr. 29, 04229 Leipzig Tel.: 0341 48474-202, Fax: 0341 48474-290 info@dgkz.info / www.dgkz.com Nutzen Sie die Vorteile der Mitgliedschaft in der DGKZ und treten Sie jetzt dieser starken Gemeinschaft bei! Die einfache bzw. passive Mitgliedschaft kostet 200 € , die aktive Mitglied- schaft 300 € jährlich. Für Studenten ist die Mitgliedschaft kostenfrei.
W I E V I E L B W L B R A U C H T D E R Z A H N A R Z T ? sichergestellt werden, dass die Patientendaten auch beim Austausch eines Gerätes, bei Diebstahl oder Einbruch, Bedingungen für Einwilligungen Gemäß Art. 7 EU-DSGVO müssen zukünftig folgende Be- Dritten nicht offenbart werden. dingungen bei der Einholung einer Einwilligung gewährleistet 3. Werden für die Praxissoftware regelmäßig Sicherheits- und sein, damit diese gültig und damit rechtswirksam ist: Funktionsupdates eingespielt, so muss darauf geachtet · Die Einwilligung muss in verständlicher Form und einfacher werden, dass dies ohne Kenntnis der personenbezogenen Sprache gehalten sein. Pa tientendaten erfolgt. Hierzu ist im Regelfall eine Fern- · Eine freie Entscheidung des Betroffenen (Patient oder Mit- wartung nur unter Aufsicht zulässig. arbeiter) muss vorliegen. 4. Alle Mitarbeiter sollten eigene Benutzernamen und indivi- · Die Information über den jeder zeitigen Widerruf muss ent- duelle, sichere Passwörter erhalten. Da mit kann sicher- halten sein. gestellt werden, dass diese nur die für ihren Arbeitsbereich · Ausführliche, erkennbare und festgelegte Information des notwendigen Datenzugriffe erhalten. IT-Systeme sind zu Betrof fenen gemäß Art. 13 bzw. 14 EU-DSGVO über Zweck sperren, wenn der Arbeitsplatz verlassen wird. und Verarbeitung der Daten müssen gemacht werden. 5. Der Zugriff auf das Internet birgt besondere Risiken und sollte · Der Nachweis einer Einwilligung muss gewährleistet sein soweit es geht minimiert werden. Hierzu kann eine Trennung (Dokumentation). von Praxis-PC und Internet-PC erfolgen oder ein Schutz über Proxyserver, Firewalls und VPN-Zugänge eingerichtet werden. Der Schutz mittels Firewall und Antivirenschutz- Umgang mit Mitarbeiterdaten Für die Daten eines jeden Be schäftigten gilt § 32 BDSG für software gehört heute zum Standard und sollte regelmäßig den Beschäftigtendatenschutz. Aus Sicht des Datenschutzes aktualisiert werden. ist es dabei unerheblich, ob es sich um Vollzeitkräfte, Teilzeit- 6. Per E-Mail weitergegebene Patientendaten (z. B. digi tale kräfte oder Auszubildende handelt. Grundsätzlich sollten die Röntgenaufnahmen) sollten verschlüsselt versendet wer- gleichen Sicherheitsvorkehrungen wie bei den Patienten - den (im einfachsten Fall reicht eine ZIP-Datei aus). daten eingehalten werden, allerdings sind einige Abweichun- 7. Bei der Entsorgung von Papier und Datenträgern ist auf gen zu berücksichtigen. eine datenschutzkonforme Vernichtung zu achten. Wer Einsicht und Bearbeitung von Mitarbeiterdaten (z. B. Perso- einen Dienst leister damit beauftragen möchte, sollte auf nal- und Bewerbungsdaten, Gehaltsabrechnungen) sind die Zertifizierung nach DIN 66399 und die Einhaltung von nur für den Praxis inhaber oder die damit betraute ZMV bzw. Schutzklasse 3 und Sicherheitsstufe 4 achten. den Steuerberater oder das Lohnabrechnungsbüro zulässig. Bedenken Sie also die unterschiedlichen Berechtigungen, Patientendatenschutz Im datenschutzrechtlichen Sinne gelten für den Umgang mit wenn diese Daten elektronisch vorliegen oder lassen sie diese getrennt von den Patientenakten unter Verschluss. Pa tientendaten in vielen Fällen die Vorgaben der SGB. Weiter- Weiterhin gilt, dass Sie lediglich die Daten über Ihre Mit ar - hin gelten folgende Grundsätze: beiter erfragen und verwenden dürfen, die auch wirklich für Bei der Identifikation von (Privat-)Patienten sollten die Versicher- das Arbeitsverhältnis notwendig sind. Dazu zählen generell tenkarten genutzt wer den. Eine Kopie von Personalausweisen keine Fotos, private Daten oder Gesundheits daten (Ausnah- ist unzulässig. Bei Bedarf können die Daten vom Personalaus - men gelten z. B. bei Schwangerschaft). Möchten Sie die weis nach dem Gebot der Datensparsamkeit und Erforderlich- Fotos Ihrer Mitarbeiter z. B. im Internet veröffentlichen, ist keit (nur das, was auch benötigt wird) abgeschrieben werden. dies stets nur mit deren Einwilligung möglich. Auskünfte über Patientendaten dür fen grundsätzlich nur an den Neben der Unterweisung in die Verschwiegenheitspflichten Pa tienten selbst erfolgen. Dieser hat ein Auskunftsrecht über alle nach § 7 Abs. 3 der Musterberufsordnung für Zahnärzte zu seiner Person vorliegenden Daten. Dritten, auch Angehöri- bzw. der Berufsordnungen der jeweiligen Landeszahnärzte- gen, steht dieses Auskunftsrecht nicht zu. Möchte der Patient kammer und deren Doku mentation, müssen die Mitarbeiter Sie als Zahnarzt in die Lage versetzen Dritten gegenüber Aus- auch auf das Datengeheimnis gemäß § 5 BDSG verpflichtet künfte zu erteilen, so muss er Sie – am besten schriftlich – von werden. Dies sollte gleich mit Ausfertigung des Arbeitsver- der Verschwiegenheitspflicht entbinden. Dies muss z. B. auch trages erfolgen und anschließend um Sicherheitseinweisun- bei Anfragen von Versicherungen stets nachgewiesen werden. gen im Umgang mit der Praxis-IT ergänzt werden. Gleiches gilt auch für die Weitergabe von Kostenvoranschlägen, Heil- und Kostenplänen oder dem Paradontalstatus an Ver- sicherungen bzw. an die Träger der ört lichen Sozialkassen. Bei der Abrechnung von Leistungen über die Kassenzahnärzt- KONTA K T liche Vereinigungen sind im Regelfall keine besonderen Vorgaben einzuhalten, da diese regelmäßig über eine gesetzliche Abrech- nungsgrundlage verfügen. Anders sieht dies jedoch bei Einbe- zug von privaten Abrechnungsstellen aus. Hier muss eine Ein- willigung des Privatpatienten vorliegen, da mit den Rechnungs- daten oft auch Informationen zur Diagnose und Behandlung verarbeitet werden, welche nicht über einen Vertrag zur Auftrags- datenverarbeitung gemäß Art. 28 EU-DSGVO abgedeckt sind. Dipl. Wirt.-Inf. Carsten Knoop, M.Sc. audatis Consulting GmbH Leopoldstraße 2– 8 32051 Herford Tel.: 05221 85496-91 info@audatis.de www.audatis.de 52 dentalfresh ASSISTENTENHANDBUCH
FÜR JEDE PRAXIS DIE RICHTIGE SOFTWARE-LÖSUNG Sie wünschen mehr Informationen zu unseren Software-Lösungen oder haben Fragen? Besuchen Sie unsere Website www.dampsoft.de. Pionier der Zahnarzt-Software. Seit 1986. Optimale Unterstützung für den Alltag in der Zahnarztpraxis
W I S S E N & W E I T E R B I L D U N G Masterstudiengänge in der Zahnmedizin Zahnärzte haben die Möglichkeit, nach dem Staatsexamen den Mastertitel als Abschluss eines postgradualen Master- studienganges zu erwerben, wie er mittlerweile von sehr vielen Hochschulen und Instituten angeboten wird. Mit der Bologna-Erklärung beschlossen 1999 die Bildungs- minister von 29 europäischen Nationen die Ein führung eines konsekutiven zweistufigen Abschlusssystems, dessen Ab- schlüsse meist als „Bachelor“ und „Master“ bezeichnet wer- den. Im Gegensatz zu Fächern, die mit einem Diplom oder Magister abschließen, wurden Fächer, die mit einem Staats- examen abschließen, nicht in Bachelor und Master gegliedert. Für Zahnmediziner gibt es allerdings die Möglichkeit, den Masterabschluss im Rahmen einer postgra dualen Weiter- bildung nach Erlangung der Approbation zu erwerben. Diese Masterstudiengänge werden als berufsbegleitende Part- time-Studiengänge oder universitätsgebundene Full-time- Studiengänge angeboten. Die freiwillige, selbstbestimmte, postgraduale Fortbildung ist mit einem hohen Zeit- und Kostenaufwand verbunden, bietet aber als Ergebnis eine zusätzliche, staatlich an- erkannte Qualifikation. Die folgende Übersicht informiert über Masterabschlüsse für Zahnmediziner in Deutschland, Österreich und der Schweiz, erhebt aber keinen Anspruch auf Vollständigkeit. ANZEIGE JETZT ABONNIEREN: BESTELLUNG AUCH BESTELLUNG AUCH BESTELLUNG AUCH BESTELLUNG AUCH BESTELLUNG A BESTELLUNG A UCH ONLINE MÖGLICH ONLINE MÖGLICH ONLINE MÖGLICH ONLINE MÖGLICH ONLINE MÖGLICH ONLINE MÖGLICH Die neue dentalfresh – Das Magazin für junge Zahnmedizin Faxantwort an 0341 48474-290 Ja, ich möchte dentalfresh im Jahresabonnement zum Preis von 20 Euro/Jahr* inkl. MwSt. und Versandkosten be- ziehen. Das Abonnement umfasst vier Ausgaben pro Jahr. www.oemus-shop.de wwwwww.oemus-shop.de www.oemus-shop.de www.oemus-shop.de .oemus-shop.de .oemus-shop.de * Preis für Ausland auf Anfrage. We make We make We make We make fresh EVEN fresher EVEN fr EVEN fresher e make dentalfresh EVEN fresher esher fresh fresh Neues Jahr, neues Konzept, neue Inhalte und neues Layout. Neues Jahr, neues Konzept, neue Inhalte und neues Layout. Neues Jahr Neues Jahr, neues Konzept, neue Inhalte und neues Layout. Neues Jahr, neues Konzept, neue Inhalte und neues Layout. , neues Konzept, neue Inhalte und neues Layout. , neues Konzept, neue Inhalte und neues Layout. , neues Konzept, neue Inhalte und neues Layout. , neues Konzept, neue Inhalte und neues Layout. , neues Konzept, neue Inhalte und neues Layout. , neues Konzept, neue Inhalte und neues Layout. en quartalsweise erscheinende Studenten- Das seit elf Jahren quartalsweise erscheinende Studenten Das seit elf Jahr Das seit elf Jahr Das seit elf Jahren quartalsweise erscheinende Studenten Das seit elf Jahren quartalsweise erscheinende Studenten Das seit elf Jahren quartalsweise erscheinende Studenten en quartalsweise erscheinende Studenten en quartalsweise erscheinende Studenten en quartalsweise erscheinende Studenten en quartalsweise erscheinende Studenten magazin magazin dentalfresh magazin magazin magazin (in Kooperation mit dem BdZM) (in Kooperation mit dem BdZM) (in Kooperation mit dem BdZM) (in Kooperation mit dem BdZM) fresh (in Kooperation mit dem BdZM) (in Kooperation mit dem BdZM) (in Kooperation mit dem BdZM) fresh fresh tet in das Jahr 2018 sowohl in Bezug auf die Inhalte als stastartet in das Jahr 2018 sowohl in Bezug auf die Inhalte als startet in das Jahr 2018 sowohl in Bezug auf die Inhalte als rtet in das Jahr 2018 sowohl in Bezug auf die Inhalte als tet in das Jahr 2018 sowohl in Bezug auf die Inhalte als tet in das Jahr 2018 sowohl in Bezug auf die Inhalte als tet in das Jahr 2018 sowohl in Bezug auf die Inhalte als tet in das Jahr 2018 sowohl in Bezug auf die Inhalte als tet in das Jahr 2018 sowohl in Bezug auf die Inhalte als tet in das Jahr 2018 sowohl in Bezug auf die Inhalte als tet in das Jahr 2018 sowohl in Bezug auf die Inhalte als auch im Hinblick auf die Zielgruppen komplett neu. Im Fokus auch im Hinblick auf die Zielgruppen komplett neu. Im Fokus auch im Hinblick auf die Zielgruppen komplett neu. Im Fokus auch im Hinblick auf die Zielgruppen komplett neu. Im Fokus auch im Hinblick auf die Zielgruppen komplett neu. Im Fokus auch im Hinblick auf die Zielgruppen komplett neu. Im Fokus auch im Hinblick auf die Zielgruppen komplett neu. Im Fokus auch im Hinblick auf die Zielgruppen komplett neu. Im Fokus auch im Hinblick auf die Zielgruppen komplett neu. Im Fokus auch im Hinblick auf die Zielgruppen komplett neu. Im Fokus auch im Hinblick auf die Zielgruppen komplett neu. Im Fokus auch im Hinblick auf die Zielgruppen komplett neu. Im Fokus auch im Hinblick auf die Zielgruppen komplett neu. Im Fokus auch im Hinblick auf die Zielgruppen komplett neu. Im Fokus auch im Hinblick auf die Zielgruppen komplett neu. Im Fokus auch im Hinblick auf die Zielgruppen komplett neu. Im Fokus auch im Hinblick auf die Zielgruppen komplett neu. Im Fokus auch im Hinblick auf die Zielgruppen komplett neu. Im Fokus auch im Hinblick auf die Zielgruppen komplett neu. Im Fokus auch im Hinblick auf die Zielgruppen komplett neu. Im Fokus auch im Hinblick auf die Zielgruppen komplett neu. Im Fokus auch im Hinblick auf die Zielgruppen komplett neu. Im Fokus auch im Hinblick auf die Zielgruppen komplett neu. Im Fokus auch im Hinblick auf die Zielgruppen komplett neu. Im Fokus des Magazins stehen sowohl junge Zahnärzte in der Phase des Magazins stehen sowohl junge Zahnärzte in der Phase des Magazins stehen sowohl junge Zahnärzte in der Phase des Magazins stehen sowohl junge Zahnärzte in der Phase des Magazins stehen sowohl junge Zahnärzte in der Phase des Magazins stehen sowohl junge Zahnärzte in der Phase des Magazins stehen sowohl junge Zahnärzte in der Phase des Magazins stehen sowohl junge Zahnärzte in der Phase des Magazins stehen sowohl junge Zahnärzte in der Phase des Magazins stehen sowohl junge Zahnärzte in der Phase des Magazins stehen sowohl junge Zahnärzte in der Phase des Magazins stehen sowohl junge Zahnärzte in der Phase des Magazins stehen sowohl junge Zahnärzte in der Phase des Magazins stehen sowohl junge Zahnärzte in der Phase des Magazins stehen sowohl junge Zahnärzte in der Phase des Magazins stehen sowohl junge Zahnärzte in der Phase des Magazins stehen sowohl junge Zahnärzte in der Phase des Magazins stehen sowohl junge Zahnärzte in der Phase des Magazins stehen sowohl junge Zahnärzte in der Phase des Magazins stehen sowohl junge Zahnärzte in der Phase des Magazins stehen sowohl junge Zahnärzte in der Phase des Magazins stehen sowohl junge Zahnärzte in der Phase des Magazins stehen sowohl junge Zahnärzte in der Phase des Magazins stehen sowohl junge Zahnärzte in der Phase des Magazins stehen sowohl junge Zahnärzte in der Phase des Magazins stehen sowohl junge Zahnärzte in der Phase des Magazins stehen sowohl junge Zahnärzte in der Phase des Magazins stehen sowohl junge Zahnärzte in der Phase des Magazins stehen sowohl junge Zahnärzte in der Phase des Magazins stehen sowohl junge Zahnärzte in der Phase des Magazins stehen sowohl junge Zahnärzte in der Phase des Magazins stehen sowohl junge Zahnärzte in der Phase des Magazins stehen sowohl junge Zahnärzte in der Phase des Magazins stehen sowohl junge Zahnärzte in der Phase des Magazins stehen sowohl junge Zahnärzte in der Phase des Magazins stehen sowohl junge Zahnärzte in der Phase des Magazins stehen sowohl junge Zahnärzte in der Phase des Magazins stehen sowohl junge Zahnärzte in der Phase des Magazins stehen sowohl junge Zahnärzte in der Phase des Magazins stehen sowohl junge Zahnärzte in der Phase des Magazins stehen sowohl junge Zahnärzte in der Phase des Magazins stehen sowohl junge Zahnärzte in der Phase des Berufseinstiegs als auch Studenten und Assistenten. des Berufseinstiegs als auch Studenten und Assistenten. des Berufseinstiegs als auch Studenten und Assistenten. des Berufseinstiegs als auch Studenten und Assistenten. des Berufseinstiegs als auch Studenten und Assistenten. des Berufseinstiegs als auch Studenten und Assistenten. des Berufseinstiegs als auch Studenten und Assistenten. des Berufseinstiegs als auch Studenten und Assistenten. des Berufseinstiegs als auch Studenten und Assistenten. des Berufseinstiegs als auch Studenten und Assistenten. des Berufseinstiegs als auch Studenten und Assistenten. des Berufseinstiegs als auch Studenten und Assistenten. des Berufseinstiegs als auch Studenten und Assistenten. des Berufseinstiegs als auch Studenten und Assistenten. des Berufseinstiegs als auch Studenten und Assistenten. des Berufseinstiegs als auch Studenten und Assistenten. des Berufseinstiegs als auch Studenten und Assistenten. des Berufseinstiegs als auch Studenten und Assistenten. des Berufseinstiegs als auch Studenten und Assistenten. des Berufseinstiegs als auch Studenten und Assistenten. des Berufseinstiegs als auch Studenten und Assistenten. des Berufseinstiegs als auch Studenten und Assistenten. des Berufseinstiegs als auch Studenten und Assistenten. des Berufseinstiegs als auch Studenten und Assistenten. des Berufseinstiegs als auch Studenten und Assistenten. Mit der Neupositionierung rücken verstärkt Fragestellun Mit der Neupositionierung rücken verstärkt Fragestellun- Mit der Neupositionierung rücken verstärkt Fragestellun Mit der Neupositionierung rücken verstärkt Fragestellun Mit der Neupositionierung rücken verstärkt Fragestellun Mit der Neupositionierung rücken verstärkt Fragestellun Mit der Neupositionierung rücken verstärkt Fragestellun Mit der Neupositionierung rücken verstärkt Fragestellun Mit der Neupositionierung rücken verstärkt Fragestellun Mit der Neupositionierung rücken verstärkt Fragestellun Mit der Neupositionierung rücken verstärkt Fragestellun gen in den Mittelpunkt, die den gesamten Prozess vom gen in den Mittelpunkt, die den gesamten Prozess vom gen in den Mittelpunkt, die den gesamten Prozess vom gen in den Mittelpunkt, die den gesamten Prozess vom gen in den Mittelpunkt, die den gesamten Pr gen in den Mittelpunkt, die den gesamten Pr gen in den Mittelpunkt, die den gesamten Pr gen in den Mittelpunkt, die den gesamten Pr gen in den Mittelpunkt, die den gesamten Pr ozess vom ozess vom Studium über die Assistenzzeit bis hin zur Niederlassung um über die Assistenzzeit bis hin zur Niederlassung um über die Assistenzzeit bis hin zur Niederlassung um über die Assistenzzeit bis hin zur Niederlassung um über die Assistenzzeit bis hin zur Niederlassung um über die Assistenzzeit bis hin zur Niederlassung um über die Assistenzzeit bis hin zur Niederlassung um über die Assistenzzeit bis hin zur Niederlassung Studium über die Assistenzzeit bis hin zur Niederlassung Studium über die Assistenzzeit bis hin zur Niederlassung Studium über die Assistenzzeit bis hin zur Niederlassung S um über die Assistenzzeit bis hin zur Niederlassung um über die Assistenzzeit bis hin zur Niederlassung um über die Assistenzzeit bis hin zur Niederlassung Studium über die Assistenzzeit bis hin zur Niederlassung Stud um über die Assistenzzeit bis hin zur Niederlassung umfassen. Das heißt, neben organisatorischen Aspekten umfassen. Das heißt, neben organisatorischen Aspekten umfassen. Das heißt, neben organisatorischen Aspekten umfassen. Das heißt, neben organisatorischen Aspekten umfassen. Das heißt, neben organisatorischen Aspekten umfassen. Das heißt, neben organisatorischen Aspekten umfassen. Das heißt, neben organisatorischen Aspekten umfassen. Das heißt, neben organisatorischen Aspekten umfassen. Das heißt, neben organisatorischen Aspekten umfassen. Das heißt, neben organisatorischen Aspekten umfassen. Das heißt, neben organisatorischen Aspekten in allen Phasen geht es darüber hinaus auch um berufs in allen Phasen geht es darüber hinaus auch um berufs in allen Phasen geht es darüber hinaus auch um berufs in allen Phasen geht es darüber hinaus auch um berufs in allen Phasen geht es darüber hinaus auch um berufs in allen Phasen geht es darüber hinaus auch um berufs in allen Phasen geht es darüber hinaus auch um berufs-- rechtliche und juristische Aspekte, Praxismodelle, Konzepte echtliche und juristische Aspekte, Praxismodelle, Konzepte echtliche und juristische Aspekte, Praxismodelle, Konzepte rechtliche und juristische Aspekte, Praxismodelle, Konzepte rechtliche und juristische Aspekte, Praxismodelle, Konzepte rechtliche und juristische Aspekte, Praxismodelle, Konzepte zur Gestaltung der eigenen beruﬂichen Entwicklung oder zur Gestaltung der eigenen beruﬂichen Entwicklung oder zur Gestaltung der eigenen beruﬂichen Entwicklung oder zur Gestaltung der eigenen beruﬂichen Entwicklung oder zur Gestaltung der eigenen beruﬂichen Entwicklung oder zur Gestaltung der eigenen beruﬂichen Entwicklung oder zur Gestaltung der eigenen beruﬂichen Entwicklung oder Themen wie Work-Life-Balance. Themen wie W Themen wie Work-Life-Balance. Themen wie Work-Life-Balance. Themen wie Work-Life-Balance. berichtet auch aus einem speziellen Blick- fresh berichtet auch aus einem speziellen Blick berichtet auch aus einem speziellen Blick berichtet auch aus einem speziellen Blick berichtet auch aus einem speziellen Blick berichtet auch aus einem speziellen Blick berichtet auch aus einem speziellen Blick dentalfresh fresh fresh winkel über die Aktivitäten von Fachgesellschaften so winkel über die Aktivitäten von Fachgesellschaften so- winkel über die Aktivitäten von Fachgesellschaften so winkel über die Aktivitäten von Fachgesellschaften so winkel über die Aktivitäten von Fachgesellschaften so winkel über die Aktivitäten von Fachgesellschaften so winkel über die Aktivitäten von Fachgesellschaften so winkel über die Aktivitäten von Fachgesellschaften so winkel über die Aktivitäten von Fachgesellschaften so winkel über die Aktivitäten von Fachgesellschaften so winkel über die Aktivitäten von Fachgesellschaften so winkel über die Aktivitäten von Fachgesellschaften so winkel über die Aktivitäten von Fachgesellschaften so winkel über die Aktivitäten von Fachgesellschaften so winkel über die Aktivitäten von Fachgesellschaften so winkel über die Aktivitäten von Fachgesellschaften so winkel über die Aktivitäten von Fachgesellschaften so winkel über die Aktivitäten von Fachgesellschaften so wie Unternehmen und ihre Produkte. Mit diesem weiten nehmen und ihre Produkte. Mit diesem weiten nehmen und ihre Produkte. Mit diesem weiten wie Unternehmen und ihr wie Unternehmen und ihr wie Unternehmen und ihr wie Unter wie Unter odukte. Mit diesem weiten odukte. Mit diesem weiten e Produkte. Mit diesem weiten nehmen und ihr nehmen und ihre Pr nehmen und ihre Pr nehmen und ihr Themenspektrum nimmt dentalfreshesh Themenspektrum nimmt Themenspektrum nimmt Themenspektrum nimmt Themenspektrum nimmt Themenspektrum nimmt Themenspektrum nimmt Themenspektrum nimmt Themenspektrum nimmt Themenspektrum nimmt fresh auch viele Inhalte auch viele Inhalte auch viele Inhalte auch viele Inhalte auch viele Inhalte auch viele Inhalte auch viele Inhalte fresh fresh der bisherigen Studenten- bzw. Assistentenhandbücher auf. der bisherigen Studenten- bzw. Assistentenhandbücher auf. der bisherigen Studenten- bzw. Assistentenhandbücher auf. der bisherigen Studenten- bzw. Assistentenhandbücher auf. der bisherigen Studenten- bzw der bisherigen Studenten- bzw der bisherigen Studenten- bzw der bisherigen Studenten- bzw der bisherigen Studenten- bzw der bisherigen Studenten- bzw der bisherigen Studenten- bzw . Assistentenhandbücher auf. . Assistentenhandbücher auf. . Assistentenhandbücher auf. . Assistentenhandbücher auf. . Assistentenhandbücher auf. . Assistentenhandbücher auf. O EM U S M E D I A AG Holbeinstraße 29 · 04229 Leipzig · Tel.: 0341 48474-201 · grasse@oemus-media.de Name /Vorname Straße/PLZ/Ort Telefon / E-Mail Unterschrift Stempel 8 1 / 7 1 B H A Widerrufsbelehrung: Den Auftrag kann ich ohne Begründung innerhalb von 14 Tagen ab Bestellung bei der OEMUS MEDIA AG, Holbeinstraße 29, 04229 Leipzig schrift- lich widerrufen. Rechtzeitige Absendung genügt. Das Abonnement verlängert sich automatisch um 1 Jahr, wenn es nicht fristgemäß spätestens 6 Wochen vor Ablauf des Bezugszeitraumes schriftlich gekündigt wird.
W I S S E N & W E I T E R B I L D U N G Bildungseinrichtung Studiengänge Kontakt Christian-Albrechts-Universität zu Kiel Zentrum für Wissenschaftliche Weiterbildung an der CAU zu Kiel e.V. – iMasder – International Master of Applied Scientiﬁ c Dental/Medical Education and Research (M.Sc.) Dresden International University – Orale Medizin und Alterszahnheilkunde (M.Sc.) – Parodontologie und Implantat- therapie (M.Sc.) (in Kooperation mit der DG PARO) Tonja Soós Tel.: +49 431 500-14453 info@zww.uni-kiel.de www.medizin.uni-kiel.de Kerstin Döllmann Tel.: +49 351 40470-122 azh@di-uni.de www.di-uni.de Marlen Zumpe Tel.: +49 351 40470-108 paro@di-uni.de www.di-uni.de Deutsches Zentrum für orale Implantologie e.V., Landshut – Oral Implantology and Function (M.Sc.) in Vorbereitung Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald – Clinical Dental CAD/CAM (M.Sc.) – Digitale Dentaltechnologie (M.Sc.) – Kinderzahnheilkunde (M.Sc.) – Zahnmedizinische Ästhetik und Funktion (M.Sc.) – Zahnmedizinische Funktions analyse und -therapie (M.Sc.) – Zahnmedizinische Prothetik (M.Sc.) Kristin Ostendorf Tel.: +49 3834 515500 masterzahn@uni-greifswald.de www.medizin.uni-greifswald.de/dental/ master – Zahnmedizinische Ästhetik und Funktion (M.Sc.) (in Kooperation mit der DGÄZ) Lilli Reusch Tel.: +49 2663 9119033 lilli.reusch@dgaez.de Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf Düsseldorf Dental Academy – Endodontologie (M.Sc.) (in Kooperation mit der DGZMK) Tel.: +49 211 66967341 apw.lobianco@dgzmk.de www.duesseldorf-dental-academy.de IMC International Medical College/ MIB GmbH, Münster – Aesthetic Dentistry (M.Sc.) – Biomaterials and Biomedical Science (M.Sc.) – Implantology and Dental Surgery (M.Sc.) – Periodontology (M.Sc.) – Specialized Orthodontics (M.Sc.) – Aesthetic and Dental Surgery (M.Sc.) – Implantology and Dental Surgery (M.Sc.) – Specialized Orthodontics (M.Sc.) (in Kooperation mit der DGZI) Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt – Oral Implantology (M.Sc.) Justus-Liebig-Universität Gießen – Kinderzahnheilkunde (M.Sc.) (in Kooperation mit der Philipps-Universität Marburg) Tel.: +49 251 2108639 imc@med-college.de www.med-college.de Tel.: +49 211 1697077 sekretariat@dgzi-info.de www.dgzi.de/zahnaerzte/masterkurse Tel.: +49 69 6301-5729 info-moi@uni-frankfurt.de www.moi.uni-frankfurt.de Prof. Dr. Norbert Krämer Tel.: +49 641 99-46240 norbert.kraemer@dentist.med. uni-giessen.de www.uni-giessen.de dentalfresh ASSISTENTENHANDBUCH 55
W I S S E N & W E I T E R B I L D U N G Bildungseinrichtung Studiengänge Kontakt Medizinische Hochschule Hannover – Lingual Orthodontics (M.Sc.) Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg Akademie für Zahnärztliche Fortbildung Karlsruhe PUSH Postgraduale Universitäts- studien für Heilberufe GmbH (in Kooperation mit Danube Private University Krems [DPU] und der Donau-Universität Krems [DUK]) – Integrated Practice in Dentistry (M.A.) – Ästhetisch-Rekonstruktive Zahn- medizin (M.Sc.)* – Dental-Technik (M.Sc.)** – Endodontie (M.Sc.)* – Orale Chirurgie/Implantologie (MSc)* – Kieferorthopädie (MSc)* – Parodontologie und Implantologie (MSc)* * Studienzentrum Donau-Universität Bonn ** Krems, Österreich RWTH International Academy, Aachen – Lasers in Dentistry (M.Sc.) (in Kooperation mit dem AALZ Aachen Dental Laser Center) Steinbeis-Hochschule Berlin Steinbeis-Transfer-Institut – Biomedical Interdisciplinary Dentistry (M.Sc.) – Innovationsmanagement Dentale Technologie (M.Sc.) – Orale Implantologie und Parodontaltherapie (M.Sc.) (in Kooperation mit der DGI) Prof. Dr. Rainer Schwestka-Polly Tel.: +49 511 532-4846 schwestka-polly.rainer@mh-hannover.de www.mh-hannover.de/lingual- orthodontics.html Brita Nürnberger Tel.: +49 721 9181200 fortbildung@za-karlsruhe.de brita_nuernberger@za-karlsruhe.de www.za-karlsruhe.de Tel.: +49 228 969425-15 info@duk-push.de www.duk-push.de Marko Gerstenkorn Tel.: +49 241 80-27696 lasers@academy.rwth-aachen.de www.academy.rwth-aachen.de Tel.: +49 241 47571310 info@aalz.de www.aalz.de Prof. Dr. Gregor Slavicek Tel.: +49 711 451001-32 gregor.slavicek@stw.de SU1276@stw.de www.sti-bid.org www.steinbeis-hochschule.de Prof. Dr. Günter Dhom Tel.: +49 30 293309-0 SU0812@stw.de www.sti-bid.org www.steinbeis-hochschule.de Universität Witten/Herdecke – Ästhetische Gesichtschirurgie (M.Sc.) – Implantology (M.Sc.) (in Kooperation mit der Euro- päischen Fortbildungsakademie für Medizin und Zahnmedizin) Tel.: +49 89 189046-22 contact@efmz.de www.efmz.de www.uni-wh.de/gesundheit/zahn medizin/ postgraduiertenprogramm – Multiprofessionelle Versorgung von Menschen mit Demenz und chronischen Einschränkungen (M.A.) Universitätsklinikum Freiburg – Parodontologie und Implantat- therapie (M.Sc.) Otto Inhester Tel.: +49 2302 926-243 otto.inhester@uni-wh.de www.uni-wh.de/gesundheit/zahn- medizin/postgraduiertenprogramm Rebekka Balsam Tel.: +49 761 270-47290 rebekka.balsam@uniklinik-freiburg.de www.masterparo.de 56 dentalfresh ASSISTENTENHANDBUCH
W I S S E N & W E I T E R B I L D U N G Bildungseinrichtung Studiengänge Kontakt ZÄT-INFO Informations- und Fortbildungs- gesellschaft für Zahnheilkunde GmbH, Ostbevern – Craniomandibuläre und muskuloskeletale Medizin (M.D.Sc.) Tel.: +49 2532 7330 info@zaet-info.de www.zaet.info Danube Private University (DPU), Krems, Österreich (in Kooperation mit der PUSH GmbH) Tel.: +43 676 842419-305 info@dp-uni.ac.at www.dp-uni.ac.at – Ästhetisch-Rekonstruktive Zahnmedizin (MSc)* – Clinical Oral Surgeon/ Implantologist (MSc)** – Clinical Orthodontist (MSc)** – Dental-Technik (MSc) – Endodontie (MSc) – Kieferorthopädie (MSc)* – Orale Chirurgie/Implantologie (MSc)* – Parodontologie und Implantologie (MSc)* * in Deutsch/Englisch ** nur in Englisch Medizinische Universität Innsbruck, Österreich – Craniomandibuläre und muskulo- skelettale Medizin (M.D.Sc.) (in Kooperation mit ZÄT-INFO) Medizinische Universität Wien, Österreich – Parodontologie (MClinDent) (in Kooperation mit der ÖGP) Universität Bern, Schweiz Zahnmedizinische Kliniken – Prothetik – Interdisziplinäre Therapiekonzepte (M.D.Sc.) (in Kooperation mit der Medizinischen Universität Graz) – Implantologie (MAS) – Kariologie, Endodontologie und Kinderzahnmedizin (MAS) – Kieferorthopädie (MAS) – Oralchirurgie und Implantat chirurgie (MAS) – Parodontologie und Implantat- zahnmedizin (MAS) – Rekonstruktive Zahnmedizin und Implantologie (MAS) Ilona Peisser-Schatz Tel.: +43 512 9003-70020 lifelong-learning@i-med.ac.at www.i-med.ac.at/studium/ fort_weiter- bildung Brigitte Kneidinger Tel.: +43 1 40070-4101 paromaster@meduniwien.ac.at www.meduniwien.ac.at/paromaster Tel.: +43 1 40070-4901 ulg-prothetik@meduniwien.ac.at www.meduniwien.ac.at/ulg-prothetik Tel.: +41 31 6322572 zentrale.dienste@zmk.unibe.ch www.zuw.unibe.ch Universität Genf, Schweiz – Dental Medicine (MAS) Universität Zürich, Schweiz – Parodontologie (MAS) Serge Bouillaguet Tel.: +41 22 3794107 serge.bouillaguet@unige.ch masters.unige.ch Prof. Dr. Patrick R. Schmidlin Tel.: +41 44 6342967 patrick.schmidlin@zzm.uzh.ch www.paro-master.ch dentalfresh ASSISTENTENHANDBUCH 57
© Dragon Images/Shutterstock.com Fortbildung ist Teamsache T e x t : R e d a k t i o n Als Zahnärzte sind Sie stets dazu verpflichtet, Ihre Fähigkeiten fortzubilden und mit aktuellen Entwicklungen aus Industrie und Forschung Schritt zu halten. Ebenso wichtig wie Ihre Fortbildung ist die Weiterbildung des gesamten Praxisteams, welches hinter Ihnen steht. Teamschulungen rücken immer mehr in den Vordergrund und bringen sowohl für die Mitarbei- ter selbst als auch für die Praxisinhaber wesentliche Vorteile mit sich. Wer kennt nicht den 5-Jahres-Zeitraum, an dessen Ende im neuen Entwicklungen mitzuhalten. Außerdem wirken Sie Idealfall 125 Punkte stehen sollten. Erfreu licherweise ist dies einem Fachkräftemangel entgegen und können sich das zu- für viele Zahnärzte mehr Kür als Pflicht. Kontinuierlich streben sätzlich gewonnene Wissen für Ihre weitere Praxisentwick- sie nach neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen zur lung zunutze machen. Als Arbeitgeber werden Sie für Weiterentwicklung ihrer eigenen Fähigkeiten. potenzielle neue Mitarbeiter attraktiver. Bei krankheitsbe- dingten Ausfällen können Teamkollegen unter einander ein- Doch was passiert mit Ihrer Praxis und Ihrem Praxisteam, wenn springen, da alle Mitarbeiter auf dem gleichen Wissensstand Sie auf einer Fortbildung sind? Dank günstiger Veranstaltungs- sind. Zusätzlich binden Teamschulungen die Mitarbeiter nicht strukturen bringen Fortbildungsveranstaltungen auch Mehrwerte nur aneinander, sondern auch an die Praxis. Gleichzeitig moti- für Ihre Mitarbeiter mit sich. Nehmen Sie Ihr Team einfach mit. vieren sie das Team auf ganzer Linie und regen es dazu an, Denn nicht nur auf Ihre eigenen Fortbildungen kommt es an, ganzen Team durchführen, stärken Sie nicht nur eine einzelne genauso wichtig sind die Weiterbildungen der Mitarbeiter. Bli- Person, sondern alle. So bündeln Sie die einzelnen Stärken cken Sie daher stets engagiert auf Ihr Team und dessen weitere und machen Ihr Team unschlagbar. Es führt zu einem gestärk- Entwicklung. Dies steigert ebenfalls Ihren unternehmerischen ten Wir- Gefühl, welches eine positive Außen wirkung hat. Erfolg. Meist sind es Ihre Mitarbeiter, die den ersten Kontakt zu Dies steigert die Gruppendynamik und sorgt für einen bes- seine Leistung zu steigern. Wenn Sie die Weiterbildungen im potenziellen Patienten bzw. Kunden haben. Daher gilt es, hier seren Workflow als Team. einen bestmöglichen ersten Eindruck zu hinterlassen. Pluspunkte auf beiden Seiten Weiterbildungen bringen unterschiedliche Vorteile sowohl für auch die eigenen Berufschancen auf dem Arbeitsmarkt, und sie können mit dem technischen Fortschritt mithalten, um das Team als Arbeitnehmer als auch für den Zahnarzt als den neuen beruflichen Anforderungen gerecht zu werden. Sie Für die Mitarbeiter selbst verbessern sich durch Fortbildungen Arbeitgeber mit sich. werden in ihrer Arbeit gefördert und können sich sowohl im Beruflichen als auch im Privaten selbst verwirklichen. Zu - Durch Teamschulungen können Sie sich als Zahnarzt Ihre dem stellen die Schulungen eine Abwechslung und positive eigenen Fach kräfte ausbilden, um mit der Konkurrenz und Ergänzung zur Alltagsroutine dar. 58 dentalfresh ASSISTENTENHANDBUCH
Der integrierte, elektronisch steuerbare Sitz ermöglicht eine sichere und exakte Positionierung des Patienten. Volumentomograph mit integriertem Panorama-Sensor Ergonomisch. Vielseitig. Qualitativ. Eﬀ ektiv. Ergonomisch Die einzigartige AutoSwitch-Funktion wechselt automatisch zwischen 3D-Modus und 2D-Modus (Panorama-Aufnahme). Vielseitig Vier Gesichtsfeldeinstellungen (FOV), einstellbar für die diagnostische Aufgabe und an jeder Stelle des Kopfes zu platzieren. Kompromisslose Qualität Die erstmals eingesetzte Algebraische Rekonstruktionstechnik (ART) verbessert die Bildqualität, ist gegen Bildartefakte weniger empﬁ ndlich und verkürzt die Verarbeitungszeit. Eﬀ ektiv Die integrierte Bildbearbeitungssoftware enthält alle Tools für die Bearbeitung der diagnostischen Informationen und Behandlungsplanung. FOV 6 cm x 6 cm FOV 7,5 cm x 10 cm FOV 7,5 cm x 14,5 cm FOV (Optional) 13 cm x 14,5 cm www.soredex.de DIGITAL IMAGING MADE EASY™ SOREDEX Schutterstraße 12, D–77746 Schutterwald kontakt@soredex.de Tel. +49 (0) 781 28 41 98-0 Fax +49 (0) 781 28 41 98-30
W I S S E N & W E I T E R B I L D U N G Teamschulungen für das ganze Praxispersonal Heutzutage sind Fortbildungsveranstaltungen nicht mehr nur Chefsache, sondern bringen dank ausgeklügelter Ver- anstaltungsstrukturen Mehrwerte für das ganze Praxisteam mit sich. Daher bietet die OEMUS MEDIA AG Fortbildungs- veranstaltungen für Zahnärzte, zahnmedizinische Fach- angestellte und Zahntechniker. Die Kongresse der OEMUS MEDIA AG beinhalten neben dem wissenschaftlichen Programm im Hauptplenum auch ein breites Angebot an vertiefenden Seminaren, Workshops, Hands-on-Kursen und Spezialistenkursen aller Teilgebiete der Zahnmedizin für das gesamte Praxisteam. Im Folgenden finden Sie die kommenden Fortbildungsver- anstaltungen für das gesamte Praxisteam sowie auf unserer Fortbildungsseite unter events.oemus.com. Datum Veranstaltung Seminare 23./24.02.2018 17. Unnaer Implantologietage 23./24.02.2018 Digitale Dentale Technologien 2018 10.03.2018 19. Tag der KZVH – Frühjahrsfort- bildung der Hessischen Zahnärzte 13./14.04.2018 Zahnheilkunde 2018 – Zahnärztetag Rheinland-Pfalz 20./21.04.2018 V. NOSE, SINUS & IMPLANTS – Human- präparate-Kurse für Implantologen 27./28.04.2018 2. Trierer Forum für Innovative Implantologie Ort Unna Hagen Frankfurt am Main Mainz Berlin Trier 04./05.05.2018 IMPLANTOLOGY START UP Implantologische Chirurgie von A–Z, Praxistage Endodontie 2018 Mainz 04./05.05.2018 19. EXPERTENSYMPOSIUM „Innovationen Implantologie“ Sinuslifttechniken und die Chirurgie der Kieferhöhle von A–Z Mainz 04./05.05.2018 MUNDHYGIENETAGE 2018 (1) Mainz 08./09.06.2018 Ostseekongress/ 11. Norddeutsche Implantologietage Implantologische Chirurgie von A–Z, Sinuslifttechniken und die Chirurgie der Kieferhöhle von A–Z Rostock- Warnemünde 15./16.06.2018 Jahreskongress der Internationalen Gesellschaft für Ästhetische Medizin (IGÄM) Lindau 60 dentalfresh ASSISTENTENHANDBUCH
W I S S E N & W E I T E R B I L D U N G Datum Veranstaltung Seminare 15./16.06.2018 15. Jahrestagung der Deutsche Gesellschaft für Kosmetische Zahnmedizin (DGKZ) Biologische Zahnheilkunde (Spezialistenkurs und Masterclass) Ort Lindau 22./23.06.2018 4. Jahrestagung der International Society of Metal Free Implantology (ISMI) Biologische Zahnheilkunde (Spezialistenkurs) Hamburg 07./08.09.2018 15. Leipziger Forum für Innovative Zahnmedizin Sinuslifttechniken und die Chirurgie der Kieferhöhle von A–Z, Praxistage Endodontie 2018 Leipzig 14./15.09.2018 5. Hamburger Forum für Innovative Implantologie Biologische Zahnheilkunde (Spezialistenkurs und Masterclass) Hamburg 21./22.09.2018 EUROSYMPOSIUM/ 13. Süddeutsche Implantologietage 28./29.09.2018 1. Zukunftskongress für die zahn- ärztliche Implantologie/48. Interna- tionaler Jahreskongress der DGZI Konstanz Düsseldorf 28./29.09.2018 MUNDHYGIENETAGE 2018 (2) Düsseldorf 12./13.10.2018 9. Münchener Forum für Innovative Implantologie Praxistage Parodontologie 2018 München 18. – 20.10.2018 59. Bayerischer Zahnärztetag München 26./27.10.2018 3. Wiesbadener Forum für Innovative Implantologie Implantologische Chirurgie von A–Z Wiesbaden 09./10.11.2018 Implantologie im Ruhrgebiet/ 8. Essener Implantologietage Praxistage Parodontologie 2018, Praxistage Endodontie 2018, Implantologische Chirurgie von A–Z Essen 09./10.11.2018 8. Badische Implantologietage Sinuslifttechniken und die Chirurgie der Kieferhöhle von A–Z Baden-Baden 16./17.11.2018 Implantologieforum Berlin 2018 22. – 24.11.2018 8. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Endodontologie und zahnärztliche Traumatologie (DGET) 23./24.11.2018 35. Jahrestagung des Berufsverban- des Deutscher Oralchirurgen (BDO) 30.11./ 01.12.2018 Team Day der praxisHochschule Köln . n e t l a h e b r o v n e g n u r e d n Ä , 7 1 0 2 r e b m e z e D : d n a t S Berlin Düsseldorf Berlin Köln dentalfresh ASSISTENTENHANDBUCH 61
I M P R E S S U M Impressum Verleger: Torsten R. Oemus Verlag: OEMUS MEDIA AG Holbeinstraße 29 04229 Leipzig Tel.: 0341 48474-0 Fax: 0341 48474-290 kontakt@oemus-media.de Deutsche Bank AG, Leipzig IBAN DE20 8607 0000 0150 1501 00 BIC DEUTDE8LXXX Verlagsleitung: Ingolf Döbbecke Dipl.-Päd. Jürgen Isbaner (V.i.S.d.P.) Dipl.-Betriebsw. Lutz V. Hiller Produktionsleitung: Gernot Meyer Tel.: 0341 48474-520 meyer@oemus-media.de Redaktionsleitung: Antje Isbaner Tel.: 0341 48474-120 a.isbaner@oemus-media.de Redaktion Marlene Hartinger Tel.: 0341 48474-133 hartinger@oemus-media.de Produktmanager: Simon Guse Tel.: 0341 48474-225 s.guse@oemus-media.de Korrektorat: Frank Sperling/Sophia Pohle Tel.: 0341 48474-125 Marion Herner/Ann-Katrin Paulick Tel.: 0341 48474-126 Art Direction: Dipl.-Des. (FH) Alexander Jahn Tel.: 0341 48474-139 a.jahn@oemus-media.de Satz: Max Böhme Tel.: 0341 48474-118 m.boehme@oemus-media.de Verlags- und Urheberrecht: Das E-Book und die enthaltenen Beiträge und Abbildungen sind urheber- rechtlich geschützt. Jede Verwertung ist ohne Zustimmung des Verlages unzulässig und strafbar. Dies gilt besonders für Vervielfältigungen, Über- setzungen, Mikroverfilmungen und die Einspeicherung und Bearbeitung in elektronischen Systemen. Nachdruck, auch auszugsweise, nur mit Genehmigung des Verlages. Bei Einsendungen an die Redaktion wird das Einverständnis zur vollen oder auszugsweisen Veröffentlichung vorausge- setzt, sofern nichts anderes vermerkt ist. Für unverlangt eingesandte Bücher und Manuskripte kann keine Gewähr übernommen werden. Bei Einsendung an die Redaktion wird das Einverständnis zur vollen oder auszugsweisen Veröffentlichung vorausgesetzt, sofern nichts anderes vermerkt ist. Mit anderen als den redaktionseigenen Signa oder mit Ver- fassernamen gekennzeichnete Beiträge geben die Auffassung der Ver- fasser wieder, die der Meinung der Redaktion nicht zu entsprechen braucht. Der Verfasser dieses Beitrages trägt die Verantwortung. Gekenn- zeichnete Sonderteile und Anzeigen befinden sich außerhalb der Verant- wortung der Redaktion. Für Verbands-, Unternehmens- und Marktinfor- mationen, insbesondere Marktübersichten, kann keine Gewähr übernom- men werden. Eine Haftung für Folgen aus unrichtigen oder fehlerhaften Darstellungen wird in jedem Falle ausgeschlossen. Gerichtsstand ist Leipzig. 62 dentalfresh ASSISTENTENHANDBUCH
Orientierungshilfe auf dem Weg zur erfolgreichen Praxisgründung (cid:37)(cid:72)(cid:68)(cid:81)(cid:87)(cid:90)(cid:82)(cid:85)(cid:87)(cid:72)(cid:81)(cid:3)(cid:54)(cid:76)(cid:72)(cid:3)(cid:71)(cid:76)(cid:72)(cid:3)(cid:85)(cid:76)(cid:70)(cid:75)(cid:87)(cid:76)(cid:74)(cid:72)(cid:81)(cid:3)(cid:41)(cid:85)(cid:68)(cid:74)(cid:72)(cid:81)(cid:15)(cid:3)(cid:71)(cid:68)(cid:81)(cid:81)(cid:3)(cid:192)(cid:3)(cid:81)(cid:71)(cid:72)(cid:81)(cid:3)(cid:54)(cid:76)(cid:72)(cid:3)(cid:71)(cid:72)(cid:81)(cid:3)(cid:73)(cid:129)(cid:85)(cid:3)(cid:54)(cid:76)(cid:72)(cid:3)(cid:85)(cid:76)(cid:70)(cid:75)(cid:87)(cid:76)(cid:74)(cid:72)(cid:81)(cid:3) Weg. Aber welche Fragen sind das? Wir haben Ihnen die nach unserer Ein- (cid:86)(cid:70)(cid:75)(cid:108)(cid:87)(cid:93)(cid:88)(cid:81)(cid:74)(cid:3)(cid:90)(cid:76)(cid:70)(cid:75)(cid:87)(cid:76)(cid:74)(cid:86)(cid:87)(cid:72)(cid:81)(cid:3)(cid:41)(cid:85)(cid:68)(cid:74)(cid:72)(cid:81)(cid:3)(cid:76)(cid:81)(cid:3)(cid:72)(cid:76)(cid:81)(cid:72)(cid:85)(cid:3)(cid:37)(cid:85)(cid:82)(cid:86)(cid:70)(cid:75)(cid:129)(cid:85)(cid:72)(cid:3)(cid:93)(cid:88)(cid:86)(cid:68)(cid:80)(cid:80)(cid:72)(cid:81)(cid:74)(cid:72)(cid:73)(cid:68)(cid:86)(cid:86)(cid:87)(cid:17)(cid:3)(cid:36)(cid:79)(cid:86)(cid:3) (cid:50)(cid:85)(cid:76)(cid:72)(cid:81)(cid:87)(cid:76)(cid:72)(cid:85)(cid:88)(cid:81)(cid:74)(cid:86)(cid:75)(cid:76)(cid:79)(cid:73)(cid:72)(cid:3)(cid:68)(cid:88)(cid:73)(cid:3)(cid:44)(cid:75)(cid:85)(cid:72)(cid:80)(cid:3)(cid:58)(cid:72)(cid:74)(cid:3)(cid:76)(cid:81)(cid:3)(cid:71)(cid:76)(cid:72)(cid:3)(cid:54)(cid:72)(cid:79)(cid:69)(cid:86)(cid:87)(cid:86)(cid:87)(cid:108)(cid:81)(cid:71)(cid:76)(cid:74)(cid:78)(cid:72)(cid:76)(cid:87)(cid:3)(cid:88)(cid:81)(cid:71)(cid:3)(cid:68)(cid:88)(cid:73)(cid:3)(cid:37)(cid:68)(cid:86)(cid:76)(cid:86)(cid:3)(cid:88)(cid:81)(cid:16) (cid:86)(cid:72)(cid:85)(cid:72)(cid:85)(cid:3)(cid:69)(cid:72)(cid:85)(cid:88)(cid:73)(cid:86)(cid:86)(cid:87)(cid:108)(cid:81)(cid:71)(cid:76)(cid:86)(cid:70)(cid:75)(cid:72)(cid:81)(cid:3)(cid:40)(cid:91)(cid:83)(cid:72)(cid:85)(cid:87)(cid:76)(cid:86)(cid:72)(cid:17)(cid:3)(cid:51)(cid:85)(cid:82)(cid:192)(cid:3)(cid:87)(cid:76)(cid:72)(cid:85)(cid:72)(cid:81)(cid:3)(cid:54)(cid:76)(cid:72)(cid:3)(cid:89)(cid:82)(cid:80)(cid:3)(cid:40)(cid:85)(cid:73)(cid:68)(cid:75)(cid:85)(cid:88)(cid:81)(cid:74)(cid:86)(cid:86)(cid:70)(cid:75)(cid:68)(cid:87)(cid:93)(cid:3) (cid:89)(cid:76)(cid:72)(cid:79)(cid:72)(cid:85)(cid:3)(cid:46)(cid:82)(cid:79)(cid:79)(cid:72)(cid:74)(cid:72)(cid:81)(cid:15)(cid:3)(cid:71)(cid:76)(cid:72)(cid:3)(cid:76)(cid:75)(cid:85)(cid:72)(cid:3)(cid:40)(cid:91)(cid:83)(cid:72)(cid:71)(cid:76)(cid:87)(cid:76)(cid:82)(cid:81)(cid:3)(cid:86)(cid:70)(cid:75)(cid:82)(cid:81)(cid:3)(cid:72)(cid:85)(cid:73)(cid:82)(cid:79)(cid:74)(cid:85)(cid:72)(cid:76)(cid:70)(cid:75)(cid:3)(cid:74)(cid:72)(cid:80)(cid:72)(cid:76)(cid:86)(cid:87)(cid:72)(cid:85)(cid:87)(cid:3)(cid:75)(cid:68)(cid:69)(cid:72)(cid:81)(cid:17)(cid:3) Stellen Sie (sich) die richtigen Fragen das ist Ihr Kompass! Die Broschüre „Expedition Praxis“ können Sie anfordern unter 0800 92 92 582 | info@zaag.de D I E Z A | | Z A A G | Z A e G | A L E X | Z A N O R D

References: § 630
 § 6
 § 630
 § 203
 Art. 28
 Art. 28
 § 203
 Art. 7
 Art. 13
 § 32
 § 7
 § 5
 Art. 28