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Timestamp: 2016-10-22 02:00:13+00:00

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4A_343/2015 (21.10.2015)
4A_343/2015 � � Urteil vom 21. Oktober 2015
beide vertreten durch Rechtsanwalt Markus Schultz,
Beschwerde gegen den Entscheid des Kantonsgerichts St. Gallen, III. Zivilkammer, vom 26. Mai 2015.
C.________ (Beklagter, Beschwerdegegner) f�hrte in U.________ eine Arztpraxis f�r Allgemeine Medizin und war w�hrend vieler Jahre Hausarzt von A.________ (Kl�ger 1, Beschwerdef�hrer 1), geb. 5. Mai 1946.
Anfang August 2000 leitete Dr. med. D.________, Kantonsspital St. Gallen, Fachbereich Pneumologie, beim Kl�ger 1, der unter Herzproblemen (Vorhofflimmern, Arrhythmien) litt, erstmals eine sogenannte orale Antikoagulation (OAK; Behandlung zur Herabsetzung der Blutgerinnungsm�glichkeit zwecks Verhinderung von Thrombosenbildungen in Venen und Arterien) mit dem Medikament Marcoumar ein. Am 15. August 2000 ordnete Dr. med. E.________, Kantonsspital St. Gallen, Fachbereich Kardiologie, die Verabreichung des Medikaments Cordarone unter gleichzeitiger Weiterf�hrung der oralen Antikoagulation an. Die Behandlung mit diesen zwei Medikamenten wurde in der Folge beibehalten, bis im Oktober 2000 zun�chst Cordarone und wenig sp�ter auch die orale Antikoagulation abgesetzt wurden.
Ab 4. Dezember 2000 gab der Beklagte dem Kl�ger 1 nach R�cksprache mit dem Kantonsspital St. Gallen erneut beide Medikamente in Kombination ab. Im Sommer 2001 wurde auf Anordnung von Dr. med. F.________, Kantonsspital St. Gallen, Fachbereich Kardiologie, die Behandlung mit Marcoumar eingestellt, w�hrend die Cordaronemedikation weitergef�hrt wurde. Am 20. Dezember 2001 ordnete Dr. F.________ eine erneute Behandlung des Kl�gers 1 mit Marcoumar sowie die vor�bergehende Erh�hung der Cordarone-Dosis an. Im Februar 2002 setzte der Beklagte die Behandlung mit Marcoumar unter Mitteilung an Dr. F.________ ab, was dieser mit Bericht vom 19. Februar 2002 implizit guthiess. Die Behandlung mit Cordarone wurde - nachdem Ende April 2002 offenbar noch eine erneute Antikoagulation mit dem Medikament Fragmin erfolgt war - am 15. Mai 2002 eingestellt. Am 16. Mai 2002 empfahl Dr. med. G.________, Kantonsspital St. Gallen, Abteilung Kardiologie, erneut eine Antikoagulation mit Marcoumar; zugleich erfolgte eine �berweisung an PD Dr. med. H.________ (damals Universit�tsspital Z�rich, Herzkreislaufzentrum/Kardiologie). Dieser ordnete im Herbst 2002 die Absetzung des Medikaments Marcoumar an, weil bei "strukturell gesundem Herz [...] keine Indikation f�r eine OAK" bestehe.
Mit Schreiben vom 23. Juni 2003 an den Beklagten schlug Dr. H.________ vor, beim Kl�ger 1 eine Lungenvenen-Isolation vorzunehmen; zugleich teilte er dem Beklagten mit, er habe "zur Stabilisierung der Vorh�fe"erneut eine Behandlung mit Amiodaron (=Cordarone) "2x400 mg t�glich f�r drei Wochen begonnen", wobei "ebenfalls [...] im Hinblick auf eine Lungenvenen-Isolation [...] eine Antikoagulation notwendig" sei, mit der jedoch bis nach Durchf�hrung einer anstehenden Schulteroperation zuzuwarten sei. Nach der Schulteroperation gab der Beklagte dem Kl�ger 1 ab dem 18. Juli 2003 das Medikament Marcoumar gem�ss dem nachstehenden Auszug aus dem "Ausweis �ber Antikoagulantienbehandlung" 2003/2004 ab:
Datum Quick-Wert INR-Wert Tabl. 18.7. 3 19.7. 3 20.7. 2 21.7. 22 % 2.3 � 22.7. � 23.7. � 24.7. � 25.7. 14 % 3.3 � 26.7. � 27.7. � 28.7. � 29.7. � 30.7. 10 % 4.5 0 31.7. 0 Daneben nahm der Kl�ger 1 noch immer das Ende Juni 2003 von Dr. H.________ verordnete Cordarone ein, allerdings offenbar in einer gegen�ber dem Bericht vom 23. Juni 2003 reduzierten Dosis und letztlich (wohl ab 10. Juli 2003) in einer Erhaltungsdosis von 2x200 mg. Wie im "Ausweis �ber Antikoagulantienbehandlung" vermerkt, kontrollierte der Beklagte w�hrend der vorstehenden Behandlung des Kl�gers 1 mit Marcoumar den Quick-Wert (fr�her verwendete Kenngr�sse zur Bestimmung der Blutgerinnungszeit zwecks �berwachung bei OAK) und den INR-Wert ("International Normalized Ratio"; heute verbreitete, international und zwischen Labors vergleichbare Kenngr�sse zur �berwachung bei OAK) am 21., 25. und 30. Juli 2003. Dabei lag der INR-Zielwert beim Kl�ger 1 - in �bereinstimmung mit der Regel - zwischen 2 und 3.
Auf den 1. August 2003 sah der Beklagte die Wiederaufnahme der Behandlung des Kl�gers 1 mit Marcoumar (vorerst 1/4 Tablette pro Tag) vor. Dazu kam es jedoch nicht mehr, da der Kl�ger 1 an diesem Tag eine "ausgedehnte Marcoumar-bedingte intracerebrale Blutung rechts fronto-zentral mit erheblicher Mittellinienverlagerung von rechts nach links und Einbruch von Blut in das Ventrikelsystem", eine "Hirnstammkompression" und ein "diffuses Hirn�dem" erlitt (Operationsbericht Prof. Dr. med. I.________, Herz- und Neurozentrum Bodensee, vom 1. August 2003). Seit diesem Vorfall ist der Kl�ger 1 in seinem Beruf zu 100 % bleibend arbeitsunf�hig.
B.a.�Am 11. Mai 2009 leitete der Kl�ger 1, der gelernter Elektroingenieur ist und im Zeitpunkt der Hirnblutung seit einem Jahr Gesch�ftsf�hrer der im Energiebereich beratend t�tigen B.________ GmbH (Kl�gerin 2, Beschwerdef�hrerin 2) war, gemeinsam mit Letzterer beim Kreisgericht Rorschach Klage ein und beantragte, der Beklagte sei zu verpflichten, ihm folgende Zahlungen auszurichten:
a) Fr. 310'613.20 zuz�glich Schadenszins zu 5 % ab 15. April 2006;
b) Fr. 166'738.40 zuz�glich Schadenszins zu 5 % ab 1. Januar 2009;
c) Fr. 827'520.55 zuz�glich Schadenszins zu 5 % ab 1. Januar 2009;
d) Fr. 40'919.60 zuz�glich Schadenszins zu 5 % ab 15. Dezember 2004;
e) Fr. 28'220.40 zuz�glich Schadenszins zu 5 % ab 1. Januar 2007;
f) Fr. 12'228.85 zuz�glich Schadenszins zu 5 % seit 1. Juli 2008;
g) Fr. 129'870.40 zuz�glich Schadenszins zu 5 % 1. Januar 2009;
h) Fr. 45'385.-- zuz�glich Schadenszins zu 5 % seit 15. April 2006;
i) Fr. 70'958.15 zuz�glich Schadenszins zu 5 % seit 1. Januar 2009;
j) Fr. 6'604.60 zuz�glich Schadenszins zu 5 % seit 15. April 2006;
k) Fr. 17'328.-- zuz�glich Schadenszins zu 5 % seit 1. Januar 2009.
Zudem sei der Beklagte nach Ermessen des Gerichts zu verpflichten, dem Kl�ger 1 eine angemessene Genugtuung, zuz�glich Zins zu 5 % seit 1. August 2003, zu bezahlen. Ausserdem sei er zur Zahlung von Fr. 50'335.80, zuz�glich Zins zu 5 % ab 15. September 2003, an die Kl�gerin 2 zu verpflichten.
Damit verlangte der Kl�ger 1 Ersatz des bisherigen und k�nftigen Erwerbsausfalls, des bisherigen und k�nftigen Haushalts- und Betreuungsschadens, der bisherigen und k�nftigen Krankheitskosten sowie vorprozessualer Expertisekosten; die Kl�gerin 2 verlangte den Ersatz ihrer Lohnzahlungen an den Kl�ger 1 w�hrend der Karenzfrist bis zur Ausrichtung von Taggeldleistungen.
Mit Entscheid vom 21. Februar 2012 wies das Kreisgericht Rorschach die Klage ab. Es st�tzte sich dabei unter anderem auf ein von Dr. med. J.________ und Dr. med. K.________ verfasstes FMH-Gutachten vom 16. Januar 2007.
B.b.�Die Kl�ger erhoben gegen den Entscheid des Kreisgerichts Rorschach vom 21. Februar 2012 Berufung beim Kantonsgericht St. Gallen. Dabei hielten sie weitgehend an den erstinstanzlichen Antr�gen fest; einzig die Forderung des Kl�gers 1 auf Ersatz des k�nftigen Haushaltsschadens wurde infolge ver�nderter Wohnsituation reduziert.
Das Kantonsgericht holte zur Frage der Interaktion der Medikamente Marcoumar und Cordarone unter Ber�cksichtigung der konkreten Dosierungen und Abgabezeitr�ume bei der Behandlung des Kl�gers 1 im Sommer 2003 sowie zu den Vorsichtsmassnahmen, die dabei nach den Regeln der �rztlichen Kunst zu treffen waren, ein Gutachten ein. Dabei wurde auf Vorschlag der Kl�ger und mit Zustimmung des Beklagten Prof. Dr. med. L.________ zum Experten bestellt. Dieser erstattete sein Gutachten am 4. Juli 2014; sein Erg�nzungsgutachten datiert vom 9./13. Februar 2015.
Mit Entscheid vom 26. Mai 2015 wies das Kantonsgericht St. Gallen die Berufung ab. Es erwog, dem Beklagten sei im Zusammenhang mit der Behandlung des Kl�gers 1 keine Vertragsverletzung anzulasten. Es kam gest�tzt auf das im Berufungsverfahren in Auftrag gegebene Gutachten zum Schluss, dass im Sommer 2003 nicht nur die Abgabe der Medikamente Marcoumar und Cordarone an den Kl�ger 1 indiziert, sondern auch die vom Beklagten angeordnete Anfangs-/Ladedosis des Medikaments Marcoumar richtig gewesen sei und er sich in dieser Hinsicht insbesondere sachgerecht auf die diesbez�glichen Erfahrungswerte gest�tzt habe. Auch im Anschluss an die Abgabe der Ladedosis habe der Beklagte den Kl�ger 1 pflichtgem�ss behandelt; insbesondere habe er aus den Erfahrungswerten die richtigen Schl�sse gezogen, das Medikament Marcoumar korrekt dosiert und auf die INR-Werte jeweils sachgerecht reagiert. Ob eine hinreichende Eingriffsaufkl�rung erfolgte, liess das Kantonsgericht offen, da hinsichtlich der dem Streit zugrunde liegenden Behandlung vom Sommer 2003 jedenfalls von einer hypothetischen Einwilligung des Kl�gers 1 auszugehen sei.
Mit Beschwerde in Zivilsachen beantragen die Kl�ger dem Bundesgericht, es sei der Entscheid des Kantonsgerichts St. Gallen vom 26. Mai 2015 aufzuheben und es sei die grunds�tzliche Haftung des Beschwerdegegners festzustellen sowie die Angelegenheit zur Neubeurteilung und Festlegung des geschuldeten Schadenersatzes und der geschuldeten Genugtuung an die Vorinstanz zur�ckzuweisen.
1.1.�Angefochten ist ein Endentscheid einer letzten kantonalen Instanz (Art. 75 Abs. 1 und Art. 90 BGG). Die Beschwerdef�hrer sind mit ihren Begehren unterlegen (Art. 76 BGG) und die Beschwerde ist innert der Beschwerdefrist eingereicht worden (Art. 100 Abs. 1 BGG).
1.2.�Die Beschwerdeschrift hat ein Rechtsbegehren zu enthalten (Art. 42 Abs. 1 BGG). Da die Beschwerde in Zivilsachen ein reformatorisches Rechtsmittel ist (Art. 107 Abs. 2 BGG), darf sich die beschwerdef�hrende Partei grunds�tzlich nicht darauf beschr�nken, die Aufhebung des angefochtenen Entscheids zu beantragen, sondern sie muss einen Antrag in der Sache stellen. Antr�ge auf R�ckweisung der Sache an die Vorinstanz zu neuer Entscheidung oder blosse Aufhebungsantr�ge gen�gen nicht und machen die Beschwerde unzul�ssig. Ein blosser R�ckweisungsantrag reicht ausnahmsweise aus, wenn das Bundesgericht im Falle der Gutheissung ohnehin nicht selbst in der Sache entscheiden k�nnte (BGE 136 V 131 E. 1.2; 134 III 379 E. 1.3 S. 383; 133 III 489 E. 3.1).
Neu und damit unzul�ssig ist das Rechtsbegehren der Beschwerdef�hrer, soweit damit die Feststellung der grunds�tzlichen Haftung des Beschwerdegegners beantragt wird (Art. 99 Abs. 1 BGG). Demgegen�ber gen�gt der R�ckweisungsantrag, zumal das Bundesgericht nicht selbst �ber die Klage entscheiden k�nnte, sollte es die Rechtsauffassung der Beschwerdef�hrer teilen, sondern die Sache zur weiteren Abkl�rung der tats�chlichen Grundlagen der strittigen Schadenersatz- und Genugtuungsanspr�che an die Vorinstanz zur�ckweisen m�sste. Da auch die �brigen Sachurteilsvoraussetzungen erf�llt sind, ist auf die Beschwerde in Zivilsachen unter Vorbehalt einer hinreichenden Begr�ndung (Art. 42 Abs. 2 und Art. 106 Abs. 2 BGG) einzutreten.
1.3.�Mit der Beschwerde in Zivilsachen kann die Verletzung von Bundesrecht (einschliesslich Bundesverfassungsrecht) ger�gt werden (Art. 95 lit. a BGG; BGE 134 III 379 E. 1.2). Nicht zu den in Art. 95 BGG vorgesehenen R�gegr�nden geh�rt hingegen die Verletzung kantonaler Verfahrensvorschriften, deren Anwendung und Auslegung vom Bundesgericht einzig unter dem Blickwinkel eines Verstosses gegen Bundesrecht bzw. gegen Bundesverfassungsrecht beurteilt werden kann (BGE 136 I 241 E. 2.4; 135 III 513 E. 4.3 S. 521; 134 III 379 E. 1.2 S. 382 f.). Auf das erstinstanzliche Verfahren fand noch die nunmehr aufgehobene Zivilprozessordnung des Kantons St. Gallen vom 20. Dezember 1990 (ZPO/SG) Anwendung, w�hrend sich das Berufungsverfahren vor der Vorinstanz nach der Schweizerischen Zivilprozessordung (ZPO; SR 272) richtete (Art. 405 Abs. 1 ZPO), was die Parteien zu Recht nicht in Frage stellen. Soweit die Verletzung von Normen des kantonalen Zivilprozessrechts ger�gt wird, ist darzutun, dass dabei gleichzeitig ein Verstoss gegen Bundes- bzw. Bundesverfassungsrecht vorliegt.
1.4.�Das Bundesgericht wendet das Recht von Amtes wegen an (Art. 106 Abs. 1 BGG). Es ist somit weder an die in der Beschwerde geltend gemachten Argumente noch an die Erw�gungen der Vorinstanz gebunden; es kann eine Beschwerde aus einem anderen als dem angerufenen Grund gutheissen oder eine Beschwerde mit einer von der Argumentation der Vorinstanz abweichenden Begr�ndung abweisen. Mit Blick auf die Begr�ndungspflicht der beschwerdef�hrenden Partei (Art. 42 Abs. 1 und 2 BGG) behandelt es aber grunds�tzlich nur die geltend gemachten R�gen, sofern die rechtlichen M�ngel nicht geradezu offensichtlich sind; es ist jedenfalls nicht gehalten, wie eine erstinstanzliche Beh�rde alle sich stellenden rechtlichen Fragen zu untersuchen, wenn diese vor Bundesgericht nicht mehr vorgetragen werden (BGE 140 III 115 E. 2 S. 116; 137 III 580 E. 1.3; 135 III 397 E. 1.4). Eine qualifizierte R�gepflicht gilt hinsichtlich der Verletzung von Grundrechten und von kantonalem und interkantonalem Recht. Das Bundesgericht pr�ft eine solche R�ge nur insofern, als sie in der Beschwerde pr�zise vorgebracht und begr�ndet worden ist (Art. 106 Abs. 2 BGG).
1.5.�Das Bundesgericht legt seinem Urteil den Sachverhalt zugrunde, den die Vorinstanz festgestellt hat (Art. 105 Abs. 1 BGG). Dazu geh�ren sowohl die Feststellungen �ber den Lebenssachverhalt, der dem Streitgegenstand zugrunde liegt, als auch jene �ber den Ablauf des vor- und erstinstanzlichen Verfahrens, also die Feststellungen �ber den Prozesssachverhalt, namentlich die Antr�ge der Parteien, ihre Tatsachenbehauptungen, rechtlichen Er�rterungen, Prozesserkl�rungen und Beweisvorbringen, der Inhalt einer Zeugenaussage, einer Expertise oder die Feststellungen anl�sslich eines Augenscheins (BGE 140 III 16 E. 1.3.1 mit Hinweisen). Das Bundesgericht kann die Sachverhaltsfeststellung der Vorinstanz nur berichtigen oder erg�nzen, wenn sie offensichtlich unrichtig ist oder auf einer Rechtsverletzung im Sinne von Art. 95 BGG beruht (Art. 105 Abs. 2 BGG). "Offensichtlich unrichtig" bedeutet dabei "willk�rlich" (BGE 140 III 115 E. 2 S. 117, 264 E. 2.3 S. 266; 135 III 397 E. 1.5). �berdies muss die Behebung des Mangels f�r den Ausgang des Verfahrens entscheidend sein (Art. 97 Abs. 1 BGG).
Die Partei, welche die Sachverhaltsfeststellung der Vorinstanz anfechten will, muss klar und substanziiert aufzeigen, inwiefern diese Voraussetzungen erf�llt sein sollen (BGE 140 III 16 E. 1.3.1 S. 18, 264 E. 2.3 S. 266 mit Hinweisen). Wenn sie den Sachverhalt erg�nzen will, hat sie zudem mit Aktenhinweisen darzulegen, dass sie entsprechende rechtsrelevante Tatsachen und taugliche Beweismittel bereits bei den Vorinstanzen prozesskonform eingebracht hat (BGE 140 III 86 E. 2 S. 90). Auf eine Kritik an den tats�chlichen Feststellungen der Vorinstanz, die diesen Anforderungen nicht gen�gt, ist nicht einzutreten (BGE 140 III 16 E. 1.3.1 S. 18).
2.1.�Die Beschwerdef�hrer verlangen vor Bundesgericht zun�chst, der Sachverhalt sei in verschiedenen Punkten zu erg�nzen. So habe die Vorinstanz zwar ausgef�hrt, dass Dr. H.________ mit Schreiben vom 23. Juni 2003 an den Beschwerdegegner Instruktionen bez�glich der geplanten Lungenvenen-Isolation gemacht habe, sie lasse aber die Aussage von Dr. H.________ weg, dass "dieses Prozedere [...] jedoch im Speziellen noch vorbereitet und mit dem Patienten diskutiert werden" m�sse; zuvor sollte noch die Schulteroperation durchgef�hrt werden. Eine solche Besprechung habe in der Folge aber nicht stattgefunden. Es k�nne daher entgegen der vorinstanzlichen Feststellung nicht davon ausgegangen werden, dass die geplante Lungenvenen-Isolation absolut indiziert gewesen sei. Zudem habe eine zeitliche Dringlichkeit weder im Grundsatz noch im Hinblick auf die vorgesehene Lungenvenen-Isolation bestanden und damit auch keine Dringlichkeit, mit der grunds�tzlich geplanten Antikoagulation sofort nach Austritt aus dem Kantonsspital (nach der Schulteroperation) zu beginnen. Ausserdem habe der gerichtliche Gutachter ausgef�hrt, dass zum relevanten Zeitpunkt in der Schweiz auch andere Medikamente als Marcoumar regelm�ssig verschrieben worden seien, n�mlich das Medikament Sintron, bei dem der Vorteil bestehe, dass es beim Absetzen rasch aus dem Blut verschwinde und dadurch der "anti-Vitamin K-Effekt" kurzdauernder sei; Marcoumar habe eine viel l�ngere Halbwertszeit und die Hemmung der Vitamin K-Wirkung sei deshalb nur langsam reversibel.
Die Beschwerdef�hrer erheben mit ihren Ausf�hrungen keine hinreichenden Sachverhaltsr�gen. Weder zeigen sie mit Aktenhinweisen auf, dass sie entsprechende Tatsachenbehauptungen bereits bei den Vorinstanzen prozesskonform eingebracht h�tten, noch legen sie dar, inwiefern die vorinstanzlichen Feststellungen offensichtlich unrichtig w�ren oder auf einer Rechtsverletzung im Sinne von Art. 95 BGG beruhen w�rden. Die entsprechenden Vorbringen haben daher unbeachtet zu bleiben.
2.2.�Auch in ihrer weiteren Beschwerdebegr�ndung unterbreiten die Beschwerdef�hrer dem Bundesgericht �ber weite Strecken unter Hinweis auf zahlreiche Aktenst�cke des kantonalen Verfahrens ihre Sicht der Dinge, ohne jedoch hinreichende Sachverhaltsr�gen zu erheben. Sie st�tzen ihre Vorbringen zur Frage der Vertragsverletzung in unzul�ssiger Weise auf Sachverhaltselemente, die sich nicht aus dem angefochtenen Entscheid ergeben. So behaupten sie etwa, bei einem Blutverd�nnungswert INR �ber 2 nehme das Risiko einer Blutung rasch zu, bei INR-Werten �ber 4.5 steige das Risiko einer intrakraniellen Blutung exponentiell an. Das Risiko einer Blutung sei bei einem Blutverd�nnungswert INR 3-4.4 rund 20 Mal gr�sser als bei einem Blutverd�nnungswert INR 2-2.9; rund 80 % aller grossen Blutungen ereigneten sich bei einem INR-Wert von mehr als 4.5. Zudem berufen sie sich darauf, dass die Interaktion zwischen den beiden Medikamenten Cordarone und Marcoumar schon Anfang der 80er-Jahre "erkannt und wissenschaftlich belegt und aufgearbeitet" worden sei; dass die Medikamente miteinander interagierten und die Blutverd�nnung beeinflussten, sei somit im massgebenden Zeitpunkt im Jahre 2003 allgemein bekannt gewesen und stelle kein Spezialwissen dar. Im Weiteren bringen die Beschwerdef�hrer vor, der Blutverd�nnungswert sei beim Beschwerdef�hrer 1 schon im Juni 2002 bei Abgabe beider Medikamente "ungewollt auf den gef�hrlichen Wert von INR 5.2" gestiegen.
Damit verkennen die Beschwerdef�hrer, dass das Bundesgericht keine Appellationsinstanz ist, die im Beschwerdeverfahren auch s�mtliche Tatfragen frei pr�fen k�nnte. Soweit sie ihre rechtlichen R�gen auf einen Sachverhalt st�tzen, der von den verbindlichen Feststellungen der Vorinstanz abweicht, sind sie nicht zu h�ren. Da die Beschwerdeschrift in unzul�ssiger Weise tats�chliche und rechtliche Vorbringen vermengt, ist kaum mehr erkennbar, welche Bundesrechtss�tze und inwiefern sie durch den angefochtenen Entscheid verletzt sein sollen, wenn die verbindlichen Feststellungen im angefochtenen Entscheid zugrunde gelegt werden (Art. 105 Abs. 1 BGG).
2.3.�Dar�ber hinaus gehen die Beschwerdef�hrer kaum auf die konkreten Erw�gungen der Vorinstanz ein, weshalb sich aus der Beschwerdeschrift auch aus diesem Grund �ber weite Strecken nicht ergibt, inwiefern die Vorinstanz mit ihrem Entscheid Bundesrecht verletzt haben soll. Entgegen der Ansicht der Beschwerdef�hrer hat die Vorinstanz die Frage nach dem objektiven Sorgfaltsmassstab des Arztes nicht mit der Haftungsvoraussetzung des Verschuldens vermischt. Aus den Erw�gungen des angefochtenen Entscheids ergibt sich vielmehr, dass die Vorinstanz eine allf�llige Verletzung der�
objektiv�gebotenen Sorgfalt gepr�ft und eine solche in W�rdigung der vorliegenden Gutachten mit ausf�hrlicher Begr�ndung verneint hat. Sie hat dabei ausdr�cklich darauf hingewiesen, dass die nach Art. 398 OR gebotene Sorgfalt objektiv zu verstehen und vom Verschulden zu trennen sei.
Der in der Beschwerde erhobene Vorwurf, die Vorinstanz habe nicht konkret ausgef�hrt, ob sie die objektive Sorgfaltspflicht als eingehalten erachte oder das Verschulden des Beschwerdegegners verneine, ist unbegr�ndet. Entsprechend gehen auch die Ausf�hrungen der Beschwerdef�hrer zum Verschulden und die damit verbundenen R�gen einer Verletzung von Art. 8 ZGB und Art. 97 ff. OR ins Leere.
Die Beschwerdef�hrer werfen der Vorinstanz vor, sie habe zu Unrecht unter Annahme einer hypothetischen Einwilligung des Beschwerdef�hrers 1 offengelassen, ob eine gen�gende Eingriffsaufkl�rung stattgefunden habe.
3.1.�Die Vorinstanz liess offen, ob die Aufkl�rung durch den Beschwerdegegner, der den Beschwerdef�hrer 1 nicht eigens �ber die Interaktion der beiden Medikamente Cordarone und Marcoumar und die sich daraus ergebende Erh�hung des Blutungsrisikos informierte, ausreichend war. Angesichts der im Gutachten von Prof. L.________ beschriebenen Risikolage sei davon auszugehen, dass der Beschwerdef�hrer 1 zu Beginn der Behandlung vom Sommer 2003 nicht nur das (ihm bekannte) generell erh�hte Blutungsrisiko bei der Einnahme von Marcoumar in Kauf genommen habe, sondern auch die durch die Kombinationstherapie mit Marcoumar und Cordarone bedingte Erh�hung dieses Risikos, h�tte er sie gekannt, hingenommen h�tte, da ja auf der anderen Seite eine nicht unerhebliche Emboliegefahr bestanden habe und zudem die kombinierte Therapie mit Cordarone und Marcoumar Voraussetzung f�r die Lungenvenen-Isolation gewesen sei, die man ihrerseits ins Auge gefasst habe, weil andere Methoden zur Behandlung der Herzprobleme des Beschwerdef�hrers 1 (Vorhofflimmern, Arrhythmien) versagt h�tten. Hinsichtlich der dem Streit zugrunde liegenden Behandlung vom Sommer 2003 sei daher in �bereinstimmung mit dem Beschwerdegegner jedenfalls von einer hypothetischen Einwilligung des Beschwerdef�hrers 1 auszugehen.
3.2.�Die Beschwerdef�hrer bringen vor, beim Einwand der hypothetischen Einwilligung des Patienten handle es sich um ein Verteidigungsmittel des vom Patienten wegen Aufkl�rungsvers�umnissen belangten Arztes, weshalb die entsprechende Behauptung vom Arzt prozesskonform in das Verfahren einzubringen sei. Der Beschwerdegegner habe aber weder im erst- noch im zweitinstanzlichen Verfahren je behauptet, dass bez�glich der nicht vorgenommenen Aufkl�rung eine hypothetische Einwilligung seines Patienten vorliege. Die Vorinstanz berufe sich denn auch lediglich auf Pl�doyernotizen aus dem erstinstanzlichen Verfahren, auf das noch die kantonale Zivilprozessordnung anwendbar gewesen sei, nach der neue Tatsachen und Beweismittel nicht mehr zul�ssig gewesen seien, ausser die besonderen Voraussetzungen von Art. 164 ZPO/SG seien erf�llt. Die Pl�doyernotizen stellten weder Rechtsschriften noch ein Protokoll im Sinne der damaligen Verfahrensordnung dar. Die erstmals in der m�ndlichen Verhandlung vor der Erstinstanz vorgebrachte Tatsachenbehauptung der hypothetischen Einwilligung des Patienten sei nicht rechtskonform in den Prozess eingebracht worden.
Indem sich die Vorinstanz auf die versp�tet vorgebrachte Tatsachenbehauptung der hypothetischen Einwilligung berufe, verletze sie die damals im Kanton St. Gallen herrschende wie auch die heute geltende Dispositions- bzw. Verhandlungsmaxime. Aufgrund der Verletzung von Art. 56 ZPO/SG einerseits und Art. 317 ZPO andererseits habe der Einwand der hypothetischen Einwilligung als nicht erhoben zu gelten und die Vorinstanz sei nicht berechtigt gewesen, diesen Einwand zu pr�fen.
3.3.�Die Beschwerdef�hrer zeigen mit ihren Vorbringen nicht auf, inwiefern der Vorinstanz eine verfassungswidrige Anwendung der kantonalen Verfahrensbestimmungen von Art. 56 oder Art. 164 ZPO/SG vorzuwerfen w�re. Sie schliessen ihre Ausf�hrungen zwar mit der Bemerkung, die Vorinstanz habe willk�rlich gehandelt, ohne diesen Vorwurf jedoch hinreichend zu begr�nden (vgl. Art. 106 Abs. 2 BGG). Entsprechend ist das Vorgehen der Vorinstanz, die von einem nach kantonalem Verfahrensrecht rechtzeitig erhobenen Einwand ausging, nicht zu beanstanden.
Zudem trifft die Behauptung der Beschwerdef�hrer, der Beschwerdegegner habe sich im vorinstanzlichen Verfahren zu keinem Zeitpunkt auf eine hypothetische Einwilligung des Patienten berufen, offensichtlich nicht zu. Wie in der Beschwerdeantwort zutreffend aufgezeigt, berief sich der Beschwerdegegner in seiner Berufungsantwort vom 16. August 2012 ausdr�cklich auf den Einwand der hypothetischen Einwilligung ( "[...] dass keine alternativen Therapieoptionen bestanden [...], weshalb von einer zumindest hypothetischen Einwilligung in die Medikation auszugehen ist." ). Entsprechend ist die R�ge unbegr�ndet, der Einwand sei nicht prozesskonform in das Berufungsverfahren eingebracht worden und habe als neue Tatsachenbehauptung nach Art. 317 Abs. 1 ZPO nicht mehr ber�cksichtigt werden d�rfen.
Der Vorinstanz ist daher keine Bundesrechtsverletzung vorzuwerfen, indem sie den Einwand der hypothetischen Einwilligung im Rahmen des Berufungsverfahrens gepr�ft hat. Dass sie den erhobenen Einwand in Verletzung bundesrechtlicher Grunds�tze als berechtigt erachtet h�tte (zur hypothetischen Einwilligung BGE 133 III 121 E. 4; Urteil 4A_137/2015 vom 19. August 2015 E. 8.1 mit Hinweisen), bringen die Beschwerdef�hrer nicht vor.
Die Beschwerde erweist sich als unbegr�ndet und ist abzuweisen, soweit darauf eingetreten werden kann. Dem Ausgang des Verfahrens entsprechend werden die Beschwerdef�hrer unter solidarischer Haftbarkeit kosten- und entsch�digungspflichtig (Art. 66 Abs. 1 und 5 und Art. 68 Abs. 2 und 4 BGG).

References: Art. 90
 Art. 106
 BGE 
 Art. 95
 Art. 95
 Art. 95
 Art. 398
 Art. 8
 Art. 97
 Art. 164
 Art. 56
 Art. 317
 Art. 56
 Art. 164
 Art. 106
 Art. 317
 BGE 
 Art. 68