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Timestamp: 2019-10-17 14:31:07+00:00

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VGH Bayern, 15.01.2009 - 11 CE 08.3222 - dejure.org
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VGH Bayern, 15.01.2009 - 11 CE 08.3222 (https://dejure.org/2009,60148)
VGH Bayern, Entscheidung vom 15.01.2009 - 11 CE 08.3222 (https://dejure.org/2009,60148)
VGH Bayern, Entscheidung vom 15. Januar 2009 - 11 CE 08.3222 (https://dejure.org/2009,60148)
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Eintragung eines deutschen Wohnsitzes im ausländischen Führerschein, der nach Verzicht auf die deutsche Fahrerlaubnis ausgestellt wurde; kein Recht von einer ausländischen EU-Fahrerlaubnis im Bundesgebiet Gebrauch zu machen, wenn sie unter Verstoß gegen die ...
Vorliegend wurde schon kein Anordnungsanspruch glaubhaft gemacht, da die im Verfahren nach § 123 VwGO gebotene, aber auch ausreichende summarische Überprüfung ergibt, dass der Antragsteller nicht berechtigt ist, von seiner tschechischen Fahrerlaubnis im Inland Gebrauch zu machen (§ 28 Abs. 1, Abs. 4 Nr. 2 und Nr. 3 FeV i.V.m. den entsprechenden Aussagen in den Entscheidungen des Europäischen Gerichtshofs vom 26.6.2008), weil der Antragsteller zum Zeitpunkt der Ausstellung seiner tschechischen Fahrerlaubnis keinen Wohnsitz in der tschechischen Republik hatte, sich diese Tatsache unmittelbar aus dem ausländischen Dokument selbst ergibt (vgl. BayVGH v. 7.8.2008, 11 ZB 07.1259, v. 11.8.2008, 11 CS 08.832, v. 15.1.2009, 11 CE 08.3222) und weil der Umstand, dass dem Antragsteller 1992 die Fahrerlaubnis entzogen worden ist, ihm jedenfalls im Zeitpunkt des Erwerbs seiner tschechischen Fahrerlaubnis noch entgegengehalten werden konnte.
Dem Antragsteller bleibt es unbenommen, sich nach deutschem Recht einer Überprüfung seiner Fahreignung zu unterziehen, um wieder eine Fahrerlaubnis für die Bundesrepublik Deutschland zu erlangen (BayVGH v. 15.1.2009, 11 CE 08.3222).
Das Prinzip der gegenseitigen einschränkungslosen Anerkennung nach Art. 1 Abs. 2 der Richtlinie 91/439/EWG kommt nur zur Wirkung, wenn der Betroffene seinen ordentlichen Wohnsitz in den Ausstellermitgliedsstaat verlagert und sich damit der vollen Hoheitsgewalt und der verwaltungsmäßigen Prüfungskompetenz des Ausstellermitgliedstaats unterstellt hat (vgl. EuGH, Urteile vom 26. Juni 2008 - C-329/06 -, - C-343/06 -, - C-334/06 bis C-336/06 -, Bayerischer VGH, Beschluss vom 15. Januar 1999 - 11 CE 08.3222 -, im Ergebnis ebenso: VGH Baden-Württemberg, Beschluss vom 2. Februar 2009 - 10 S 3323/08 - jeweils Juris).
Vorliegend wurde kein Anordnungsanspruch glaubhaft gemacht, da die im Verfahren nach § 123 VwGO gebotene, aber auch ausreichende summarische Überprüfung ergibt, dass der Antragsteller nicht berechtigt ist, von seiner tschechischen Fahrerlaubnis im Inland Gebrauch zu machen (§ 28 Abs. 1, Abs. 4 Nr. 2 und Nr. 3 FeV i.V.m. den entsprechenden Aussagen in den Entscheidungen des Europäischen Gerichtshofs vom 26.6.2008), weil der Antragsteller zum Zeitpunkt der Ausstellung seiner tschechischen Fahrerlaubnis keinen Wohnsitz in der tschechischen Republik hatte und sich diese Tatsache unmittelbar aus dem ausländischen Dokument selbst ergibt (vgl. BayVGH v. 7.8.2008, 11 ZB 07.1259, v. 11.8.2008, 11 CS 08.832, v. 15.1.2009, 11 CE 08.3222).
Dem Antragsteller bleibt es unbenommen, sich nach deutschem Recht einer Überprüfung seiner Fahreignung zu unterziehen, um wieder eine Fahrerlaubnis für die Bundesrepublik Deutschland zu erlangen (VGH Bayern v. 15.1.2009, 11 CE 08.3222).
Gegenüber dem Antragsteller musste kein konstitutiv wirkender Verwaltungsakt erlassen werden, da sich unmittelbar aus § 28 Abs. 4 Satz 1 Nrn. 2 und 3 FeV ergibt, dass die ihm in der Tschechischen Republik erteilte Fahrerlaubnis im Bundesgebiet nicht gilt (vgl. u. a. BayVGH vom 7.8.2008 Az. 11 ZB 07.1259; vom 11.8.2008 Az. 11 CS 08.832; vom 15.1.2009 Az. 11 CE 08.3222 und vom 7.5.2009 Az.11 CE 09.426).
Damit aber kommt zumindest § 28 Abs. 4 Nr. 2 FeV zur Anwendung, so dass der Antragsteller auch ohne ausdrückliche Entziehung bzw. Aberkennung nicht berechtigt ist, mit seiner tschechischen EU-Fahrerlaubnis in Deutschland zu fahren (vgl. BVerwG vom 11.12.2008 Az. 3 C 26/07 in DAR 2009, 212, BayVGH vom 7.5.2009 Az. 11 CE 09.426, vom 28.4.2009 Az. 11 CS 09.350, vom 2.4.2009 Az. 11 CS 09.292, vom 28.3.2009 Az. 11 CE 09.324, vom 25.3.2009 Az. 11 CE 08.3395, vom 24.3.2009 Az. 11 CS 08.3273, vom 19.3.2009 Az. 11 CS 08.3273 zu VG Bayreuth vom 6.11.2008 Az. B 1 E 08.865, vom 15.1.2009 Az. 11 CE 08.3222, vom 9.1.2009 Az. 11 CE 08.3047, vom 22.12.2008 Az. 11 CE 08.2999, vom 16.12.2008 Az. 11 CE 08.3104, vom 12.12.2008 Az. 11 CS 08.1396, vom 11.8.2008 Az. 11 CS 08.832 und vom 7.8.2008 Az. 11 ZB 07.1259; VGH Baden-Württemberg vom 2.2.2009 Az. 10 S 3323/08, vom 16.9.2008 Az. 10 S 2925/06 in ZfSch 2009, 56, vom 9.9.2008 Az. 10 S 994/07 und vom 17.7.2008 Az. 10 S 1688/08; OVG Rheinland-Pfalz vom 23.1.2009 Az. 10 B 11145/08, OVG Nordrhein-Westfalen vom 25.8.2008 Az. 16 A 1200/07; BGH vom 11.9.2008 Az. III ZR 212/07).
Musste dem Antragsteller gegenüber aber kein konstitutiv wirkender Verwaltungsakt erlassen werden, da sich unmittelbar aus § 28 Abs. 4 Satz 1 Nrn. 2 und 3 FeV ergibt, dass die ihm in der Tschechischen Republik erteilte Fahrerlaubnis im Bundesgebiet nicht gilt, bedarf es schon deshalb keiner Ermessensentscheidung der Fahrerlaubnisbehörde (vgl. u. a. BayVGH vom 7.8.2008 Az. 11 ZB 07.1259; vom 11.8.2008 Az. 11 CS 08.832; vom 15.1.2009 Az. 11 CE 08.3222).
d) Konnte der deutsche Verordnungsgeber nach alledem die Ungültigkeit ausländischer EU-Fahrerlaubnisse, die unter Verstoß gegen Art. 7 Abs. 1 Buchst. b der Richtlinie 91/439/EWG erteilt wurden, normativ regeln, bedurfte es keines konstitutiv wirkenden Verwaltungsakts und schon deshalb keiner Ermessensentscheidung der Fahrerlaubnisbehörde (vgl. BayVGH vom 7.8.2008 Az. 11 ZB 07.1259; vom 11.8.2008 Az. 11 CS 08.832; vom 15.1.2009 Az. 11 CE 08.3222;… vom 19.3.2009, a.a.O.).
Musste dem Antragsteller gegenüber aber kein konstitutiv wirkender Verwaltungsakt ergehen, da sich unmittelbar aus § 28 Abs. 4 Satz 1 Nrn. 2 und 3 FeV ergibt, dass die ihm in der Tschechischen Republik erteilte Fahrerlaubnis im Bundesgebiet nicht gilt, bedarf es schon deshalb keiner Ermessensentscheidung der Fahrerlaubnisbehörde (vgl. u. a. BayVGH vom 7.8.2008 Az. 11 ZB 07.1259; vom 11.8.2008 Az. 11 CS 08.832; vom 15.1.2009 Az. 11 CE 08.3222).
Dies folgt aus § 28 Abs. 1, Abs. 4 Nr. 2 und Nr. 3 der FeV in Verbindung mit den entsprechenden Aussagen in den auch den Parteien des Verfahrens bekannten Entscheidungen des Europäischen Gerichtshofs vom 26. Juni 2008, weil der Antragsteller zum Zeitpunkt der Erteilung seiner tschechischen Fahrerlaubnis keinen Wohnsitz in der Tschechischen Republik hatte, sich diese Tatsache unmittelbar aus dem ausländischen Dokument selbst (Führerschein) ergibt (BayVGH v. 7.8.2008, Az.: 11 ZB 07.1259; BayVGH v. 11.8.2008, Az.: 11 CS 08.832; BayVGH v. 154.1.2009, Az.: 11 CE 08.3222) und weil der Umstand, dass dem Antragsteller mit Entscheidung vom ... Mai 2003 die Fahrerlaubnis entzogen wurde, ihm im Zeitpunkt des Erwerbs seiner tschechischen Fahrerlaubnis noch entgegengehalten werden konnte.

References: § 123
 Art. 1
 § 123
 § 28
 § 28
 BGH 
 § 28
 Art. 7
 § 28
 § 28