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Timestamp: 2019-07-16 02:57:29+00:00

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Kreissparkasse Saarlouis Geschäftsbericht 2018
Veränderung in Mio. € 80 5 0,1 58 - 2 94 - 41 - 5 2017 Mio. € 3.681 224 7 2.755 537 2.716 55 74 Auf einen Blick Bilanzsumme Eigenkapital Jahresüberschuss Kundenverbindlichkeiten Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten Kundenkreditvolumen Forderungen an Kreditinstitute Beteiligungen, Sachanlagen Unser Beitrag für die Region insgesamt darunter: - Gehälter und Pensionen - Steuern - Investitionen und Betriebskosten - Gewinn - Sponsoring, Spenden, Stiftungen Mitarbeiter/innen* Vorstand Personal darunter: Personalbestand - Teilzeitkräfte - Auszubildende * aktive Mitarbeiter/innen mit Bezügen 2018 Mio. € 3.761 229 7,1 2.813 535 2.810 14 69 2018 T € 76.810 35.811 11.252 22.302 7.101 344 2018 3 697 243 41 700 Die Kreissparkasse Saarlouis ist eine Kreditanstalt des öffentlichen Rechts. Träger ist der Landkreis Saarlouis. Über den Sparkassenverband Saar ist die Sparkasse Mitglied des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes. 2
Inhalt Lagebericht für das Geschäftsjahr 2018 1. Grundlagen der Sparkasse Geschäftsmodell Organisationsstruktur Internes Kontrollsystem – Rechnungslegungsprozess 1.1. 1.2. 1.3. Rahmenbedingungen Geschäftsverlauf 2. Wirtschaftsbericht 2.1. 2.2. 2.2.1. Geschäftsvolumen und Bilanzsumme 2.2.2. Aktivgeschäft 2.2.3. Passivgeschäft 2.2.4. Dienstleistungen 2.2.5. Derivate 2.2.6. 2.3. 2.3.1. Vermögenslage 2.3.2. Finanzlage 2.3.3. Ertragslage 2.4. 2.4.1. Mitarbeiter 2.4.2. Kundenbeziehungen 2.4.3. Umweltverträglichkeit 2.4.4. Soziale Verantwortung 2.5. Gesamtaussage und Beurteilung Investitionen Vermögenslage, Finanz- und Ertragslage Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren Risikobericht 3. Risiko-, Chancen- und Prognosebericht 3.1. 3.1.1. Risikomanagement der Sparkasse 3.1.2. Adressenausfallrisiken 3.1.3. Marktpreisrisiken 3.1.4. Liquiditätsrisiken 3.1.5. Operationelle Risiken 3.1.6. Gesamtbild der Risikolage 3.2. 3.3. Chancenbericht Prognosebericht Bericht des Verwaltungsrates Jahresabschluss 2018 Jahresbilanz Gewinn- und Verlustrechnung Anhang Anlage zum Jahresabschluss gem. § 26a Abs. 1 Satz 2 KWG 1. 2. 3. 4. Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers Impressum 4 5 5 5 5 7 7 9 10 10 11 11 12 12 12 12 14 15 16 16 16 17 17 17 18 18 18 20 25 27 27 28 28 28 32 34 34 36 38 52 53 57 3
Lagebericht für das Geschäftsjahr 2018 4
1. Grundlagen der Sparkasse 1.1. Geschäftsmodell 1.3. Internes Kontrollsystem – Rechnungslegungsprozess Die Kreissparkasse Saarlouis ist eine rechtsfähige Anstalt des öffentlichen Rechts mit Sitz in Saarlouis. Wir betreiben alle banküblichen Geschäfte, soweit es das Saarländische Sparkassengesetz (SSpG), die auf- grund dieses Gesetzes erlassenen Rechtsverordnungen oder die Satzung der Sparkasse vorsehen. Träger der Sparkasse ist der Landkreis Saarlouis. Als selbststän- diges Wirtschaftsunternehmen verfolgt die Sparkasse das Ziel, auf Grundlage der Markt- und Wettbewerbs- erfordernisse vorrangig in ihrem Geschäftsgebiet den Wettbewerb zu stärken und die angemessene und ausreichende Versorgung aller Bevölkerungskreise, der Wirtschaft und der öffentlichen Hand mit geld- und kreditwirtschaftlichen Leistungen auch in der Fläche sicherzustellen. Um diesem Auftrag gerecht zu werden, unterhalten wir 37 Geschäftsstellen im Landkreis Saarlouis. Gemessen an der Bilanzsumme ist die Kreissparkasse Saarlouis die zweitgrößte Sparkasse im Saarland. Unsere Sparkasse ist als Mitglied des Sparkassen- verbandes Saar über dessen Stützungsfonds dem Sicherungssystem der Sparkassen-Finanzgruppe ange- schlossen. Damit sind die Ansprüche unserer Kunden in voller Höhe sichergestellt. 1.2. Organisationsstruktur Organe der Sparkasse sind der Verwaltungsrat und der Vorstand. Der Verwaltungsrat bestimmt die Richtlinien für die Geschäfte der Sparkasse, erlässt Geschäftsan- weisungen für den Kreditausschuss, den Vorstand und die Interne Revision. Der Verwaltungsrat überwacht die Geschäftsführung des Vorstandes. Er setzt sich aus dem Vorsitzenden und weiteren 15 Mitgliedern zusammen. Der Kreditausschuss, den der Verwaltungs- rat gemäß § 13a Abs. 1 SSpG aus seiner Mitte gebildet hat, besteht aus dem Vorsitzenden und weiteren 6 Mitgliedern; er beschließt über die Zustimmung zur Gewährung von Krediten nach der Geschäftsanweisung. Der Vorstand, bestehend aus 3 Mitgliedern, leitet die Sparkasse in eigener Verantwortung. Er vertritt die Sparkasse gerichtlich und außergerichtlich und führt die Geschäfte. Zur Sicherstellung einer ordnungsgemäßen Buchführung und Rechnungslegung verfügt die Kreissparkasse Saarlouis über ein internes Kontrollsystem im Hinblick auf die Rechnungslegungsprozesse. Ziel ist, die Ver- mögens-, Finanz- und Ertragslage im Jahresabschluss unserer Sparkasse richtig und vollständig darzustellen. Die Rechnungslegung übernimmt im Wesentlichen die dem Überwachungsvorstand zugeordnete Abteilung Rechnungswesen. Eine gleichbleibende Qualität in der Rechnungslegung wird durch den Einsatz folgender Arbeitsmittel unter- stützt: • Der Kontenrahmen der Deutschen Sparkassen- organisation bildet die Grundlage für die einheitli- che Buchung der Geschäftsvorfälle und ist in Aufbau und Gliederung ausgerichtet auf die Herleitung des Jahresabschlusses aus der Buchhaltung. Er gewähr- leistet einen einheitlichen Bilanzierungsstandard. • Die IT-Abwicklung des Rechnungswesens der Spar- kasse erfolgt im Wesentlichen über die Finanz Infor- matik (FI) mit Sitz in Frankfurt am Main als IT-Dienst- leister der Sparkassen-Finanzgruppe. Von der FI wird zur Erstellung des Jahresabschlusses das System „Bilanz-Reporting“ (OBR) eingesetzt. Das System OBR erlaubt durch die Verarbeitung der Konten der Finanz- buchhaltung und durch die maschinelle Durchführung ggf. erforderlicher Umsetzungen zwischen einzelnen Ausweispositionen eine weitgehend automatisierte Erstellung der Bilanz und der Gewinn- und Verlust- rechnung. Arbeitsanweisungen und Prozessbeschreibungen werden regelmäßig überprüft und ggf. angepasst. Der Kontenrahmen wird ebenfalls laufend aktualisiert. Auf die vorhandenen Informationen können die betrof- fenen Mitarbeiter zugreifen und sich über die geltenden Regelungen informieren. Im Rahmen der Berücksichtigung neuer sowie sich ändernder Standards der Rechnungslegung sowie der Einführung neuer Produkte oder Prozessabläufe obliegt es der Abteilung Rechnungswesen, deren Auswirkungen zu analysieren und geeignete Umset- zungsmaßnahmen hinsichtlich der Rechnungslegung einzuleiten. 5
Bei der Festlegung von Institutsparametern ist ein Verfahren implementiert, durch das sichergestellt ist, dass die Änderungen kompetenzgerecht genehmigt, kontrolliert und nachvollziehbar dokumentiert werden. Die Aufgaben und Kompetenzen sind organisatorisch eindeutig zugeordnet, genau abgegrenzt und folgen dem Prinzip der Funktionstrennung. Tätigkeiten, die nicht vereinbar sind, sind voneinander getrennt. Die Buchungsmöglichkeit auf Hauptbuchkonten wurde über die Vergabe von speziellen Berechtigungen ein- geschränkt. Geschäftsvorfälle werden auf Grundlage des Kontenplans im Hauptbuch bzw. in den jeweiligen Nebenbüchern erfasst. Bei den Abschlussbuchungen und der Erstellung des Jahresabschlusses gilt grund- sätzlich das Vier-Augen-Prinzip. Die Sparkasse hat Prozesse, Systeme und Kontrollen installiert, um die Rechnungslegungsprozesse mit den aktuellen Rechnungslegungsgrundsätzen und Gesetzen in Einklang zu bringen. Über die Wirksamkeit des in- ternen Kontrollsystems im Hinblick auf den Rechnungs- legungsprozess wird der Vorstand regelmäßig unter- richtet. 6
2. Wirtschaftsbericht 2.1. Rahmenbedingungen Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen Im Welthandel zeigten sich 2018 erste Spuren der von den USA ausgehenden handelspolitischen Konflikte. Nach den jüngsten Zahlen des Internationalen Wäh- rungsfonds (IWF) hat der weltweite Güteraustausch 2018 mit 4,0 % etwas schwächer expandiert als im Jahr zuvor. Die Weltproduktion ist 2018 mit 3,7 % in ähnlichem Tempo wie im Vorjahr gewachsen. In einigen Schwel- lenländern wie der Türkei oder Argentinien herrschten im Sommer 2018 größere Marktturbulenzen bis hin zu Währungskrisen. Diese ließen sich mit Hilfe von Leitzinssteigerungen im ersten Fall und zusätzlich mit Unterstützung durch den IWF im zweiten Fall einstweilen eindämmen. Dennoch kam es zu Wachstumseinbußen und strukturelle Probleme blieben bestehen. China of- fenbarte Verwundbarkeiten gegenüber den handelspoli- tischen Konflikten und aufgrund seiner hohen Schulden des privaten Sektors, konnte gemessen an den amtli- chen Zahlen aber immer noch mit Wachstumsraten über der Sechs-Prozent-Marke expandieren. Unter den Indus- trieländern zeigten die USA das kräftigste Wachstum. Es wurde zumindest kurzfristig durch die Impulse der US-amerikanischen Unternehmenssteuerreform ange- schoben. Allerdings bestehen Bedenken hinsichtlich der Nachhaltigkeit dieses finanzpolitischen Kurses. In der Europäischen Union (EU) wurde durch den anste- henden Austritt des Vereinigten Königreiches die ins- titutionelle Weiterentwicklung behindert. Die britische Wirtschaft wuchs in Vorwegnahme der Schwierigkeiten des Ausscheidens bereits 2018 langsamer als in den vorangegangenen Jahren und auch langsamer als der Euroraum, rutschte aber bislang nicht in eine Rezession. Der Euroraum schloss das Jahr 2018 nach Schätzung des IWF vom 21. Januar 2019 mit einer Wachstumsrate von 1,8 % ab. Das ist gegenüber dem vorangegange- nen wachstumsstarken Jahr eine Verlangsamung, aber immer noch eine Entwicklung über dem Potenzial. Die Beschäftigungssituation erholte sich dementsprechend in den meisten Ländern weiter. Italien blieb allerdings einmal mehr unter dem Durchschnittstempo des Euro- raums, während Spanien unter den großen Ländern des Währungsraums die Entwicklung positiv anführte. Im ersten Halbjahr 2018 konnte Deutschland zunächst seine aus den letzten vier Jahren gewohnte hohe Wachstumsdynamik aufrechterhalten. Das Land schien zunächst auf Kurs zu liegen, um eine Jahresexpansions- rate mit einer Zwei vor dem Komma zu erreichen, wie sie Anfang des Jahres 2018 von den meisten Prognose- institutionen noch gehandelt wurde. Eine Ernüchterung bei den Stimmungsindikatoren und dann auch bei den handfesten Produktionszahlen trat im Sommer 2018 ein. Die handelspolitischen Unsicherheiten aus der Weltwirtschaft gingen an Deutschland als einem aus- gesprochen stark in die internationale Arbeitsteilung eingebundenen Land nicht spurlos vorbei. Dazu kamen insbesondere im dritten Quartal ausgeprägte Sonder- effekte: Die Automobilindustrie kam mit den neuen Zu- lassungsverfahren zunächst nicht zurecht, so dass sich ein Rückstau und eine entsprechende Verkaufssperre ergaben. Es wurde teils auf Halde produziert, teils die Produktion gedrosselt. Die lange Trockenheit und nied- rige Wasserstände in wichtigen Flüssen bremsten die Produktion in einigen Branchen (Landwirtschaft, Trans- port, Energie). Die Bewertung dieser Entwicklung für die Konjunktur war zunächst, dass dies nur zu einer „Delle“ führt, die bald aufgeholt werden kann. Inzwischen zeichnet sich ab, dass die gesamtwirt- schaftliche Entwicklung im vierten Quartal 2018 verhalten war. Noch ist die amtliche Wachstumsziffer für dieses Quartal nicht veröffentlicht. Aus dem Sta- tistischen Bundesamt verlautet nur, dass sie wohl „nicht negativ“ ist. Damit ist die Bedingung für eine technisch so definierte „Rezession“ – als zwei Quartale in Folge mit negativer Verlaufsrate – zunächst vermie- den. Gleichwohl präsentiert sich das zweite Halbjahr insgesamt deutlich schwächer als das erste. Für die Gesamtjahresrate des deutschen Wachstums errech- nete sich aus diesem wechselhaften Verlauf ein Wert von 1,5 %. Das ist im Gesamtjahresschnitt immer noch ein ansehnlicher, das Potenzialwachstum ausschöpfen- der Wert. 2018 war damit das neunte positive Jahr in Folge und verlängert den bemerkenswert langen Auf- schwung der deutschen Volkswirtschaft. Der Außenhandel hat 2018 nicht zum Wachstum bei- getragen. Die Ausfuhren erhöhten sich zwar real um 2,4 %, doch das war langsamer als in den vorangegan- genen Jahren. Vor allem aber, was für die rechnerische Wirkung auf das BIP entscheidend ist, erhöhten sich die Einfuhren um 3,4 % und damit deutlich stärker. Die Importe wurden von der Binnennachfrage gezogen, die mit 1,8 % stärker als das BIP zulegte. Der Außenbeitrag des deutschen Außenhandels reduzierte sich 2018 von 7,6 % des BIP 2017 auf 6,9 %, weist aber immer noch einen sehr hohen Überschuss aus. 7
Der Konsum leistete 2018 nur einen unterproportio- nalen Wachstumsbeitrag. Er entwickelte sich deutlich schwächer als zu Jahresanfang prognostiziert. Die staat- lichen Konsumausgaben erhöhten sich um 1,1 %, der private Konsum legte um 1,0 % zu. Das ist die schwächs- te Rate der letzten fünf Jahre und vor dem Hintergrund der guten Beschäftigungs- und Einkommenslage recht erstaunlich. Denn die verfügbaren Einkommen der priva- ten Haushalte erhöhten sich mit 3,2 % deutlich schneller als die Verbraucherpreise, die 2018 um 1,9 % zulegten. Auch war die Entwicklung der Einkommensstruktur mit überproportionalem Anstieg der Lohneinkommen eigentlich „konsumfreundlich“. Die Nettolöhne und -gehälter stiegen nominal sogar um 4,8 %. Im Ergebnis ist die Sparquote der privaten Haushalte von 9,9 % im Vorjahr auf nunmehr 10,3 % gestiegen. Die sich am kräftigsten entwickelnde Verwendungs- komponente des BIP war 2018 die Investitionstätigkeit. Blieben die Investitionen in den vorangegangenen wachstumsstarken Jahren noch recht zurückhaltend, wurden sie nun zum Stabilisator der Gesamtnachfrage in der reifen Phase des langen Aufschwungs. Der Bau- boom im Lande ließ die Bauinvestitionen real um 3,0 % ansteigen. An der Expansion waren alle Kategorien beteiligt, vor allem der Wohnungs- und der Tiefbau. Die Ausrüstungsinvestitionen legten real um 4,5 % zu. Sie wurden offensichtlich von der hohen Kapazitäts- auslastung und den immer noch sehr günstigen Finan- zierungsbedingungen angetrieben. Die „klassischen“ Investitionskategorien Bauten und Ausrüstungen gewannen mit ihrer kräftigen Expansion Anteile am gesamten Volumen der Anlageinvestitionen zurück. Dagegen wurden die sonstigen Anlagen, zu denen u. a. geistiges Eigentum zählt und die in den letzten Jahren im strukturellen Trend überproportional zugelegt hat- ten, 2018 real nur um schwache 0,4 % ausgeweitet. Der deutsche Arbeitsmarkt erreichte erneut Rekord- marken. Die Zahl der Erwerbstätigen im Inland stieg um 1,3 % auf 44,8 Mio. an. Auch qualitativ gab es Verbesserungen: Die Zahl der sozialversicherungs- pflichtig Beschäftigten stieg überproportional. Zudem legten die durchschnittlich geleisteten Arbeitsstunden pro Erwerbstätigem 2018 entgegen dem langjährigen Trend leicht zu. Die Arbeitslosenquote fiel um 0,5 Pro- zentpunkte auf 5,2 % im Jahresdurchschnitt. Die Staatsfinanzen haben 2018 ebenfalls von der guten Lage profitiert. Der gesamtstaatliche Finanzie- rungssaldo wies im fünften Jahr in Folge einen Über- schuss aus. Bund, Länder und Gemeinden sowie die Sozialversicherungen konnten allesamt ihre positiven Teilsalden weiter steigern, wobei bei den Gemeinden im Einzelnen weiter erhebliche regionale Unterschiede bestehen. Insgesamt machten die Überschüsse des Staatssektors 1,7 % des BIP aus. Durch diese Posi- tivsalden, durch Abbau von Sonderverbindlichkeiten und das nominale BIP-Wachstum reduzierte sich die Quote des Bruttoschuldenstandes des Staates erheb- lich. Die erste Schätzung des Statistischen Bundes- amtes geht von 60,1 % im Jahr 2018 nach 63,9 % im Jahr 2017 aus. Damit ist die offizielle Schuldengrenze des Stabilitäts- und Wachstumspaktes in Deutschland schneller erreicht worden, als noch vor wenigen Jahren für möglich gehalten worden ist. Die Europäische Zentralbank (EZB) hat angesichts der auch auf der Ebene des Euroraums 2018 weiterhin ro- busten Konjunktur und einer sich annähernd auf Zielni- veau einpendelnden Preisentwicklung den Expansions- grad ihrer Geldpolitik begrenzt. Die Verbraucherpreise im Euroraum stiegen 2018 um 1,7 %. Die Kernrate lag mit 1,0 % deutlich darunter. Der Unterschied resultiert vor allem aus dem erratischen Ölpreis. Während er sich von Jahresbeginn bis Ende September deutlich verteu- erte, fiel er bis zum Jahresende um rund 40 % gegen- über den zwischenzeitlichen Spitzen. Die EZB hat in diesem Umfeld ihr Wertpapierankauf- programm verlangsamt. Zum Jahresbeginn 2018 wurden die monatlichen Nettokäufe auf 30 Mrd. EUR halbiert, ab Oktober 2018 wurden sie auf monatlich 15 Mrd. EUR gesenkt. Zum Jahresende 2018 wurden die Nettokäufe dann bei einem ausstehenden Bestand von gut 2,5 Billionen EUR eingestellt. Die Leitzinsen wurden 2018 nicht verändert. Regionale Rahmenbedingungen Nach einer temporären Erholungsphase im Jahr 2017 ist die Konjunktur im Saarland im Jahr 2018 deutlich eingebrochen. Das reale Bruttoinlandsprodukt fiel um 0,8 %, während die deutsche Wirtschaft insgesamt noch ein reales Wachstum von 1,4 % verzeichnete. In der entsprechenden Rangliste der Bundesländer belegte das Saarland zum wiederholten Male den letzten Platz. Die aktualisierten Zahlen der Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung der Länder zeigen, dass die saarlän- dische Wirtschaft seit etlichen Jahren im Vergleich zur bundesdeutschen Wirtschaft einen spürbar flacheren Trend des realen Wachstums in Verbindung mit stär- keren konjunkturellen Schwankungen aufweist. Der Rückstand auf den Bund wird immer größer. Geprägt wurde die konjunkturelle Situation 2018 an der Saar durch eine schwache Entwicklung der drei dominierenden Bereiche Automobilindustrie, 8
Maschinenbau und Stahlindustrie. Von keinem dieser drei Industriezweige, die zusammen fast drei Viertel des Gesamtumsatzes im Verarbeitenden Gewerbe im Saarland erzielen, gingen Wachstumsimpulse aus. Die Produktion ging überall zurück und nur die Stahlindus- trie konnte ein leichtes Umsatzplus verzeichnen. Einen großen Anteil an dieser enttäuschenden Entwick- lung hatte in 2018 eine schwache Auslandsnachfrage: Die Gesamtausfuhren sanken um 4,7 %. Das Saarland hat seit jeher eine relativ hohe Industriedichte und ist daher stark vom Export abhängig. Insoweit ist nachvoll- ziehbar, dass die Saarwirtschaft von außenwirtschaft- lich getriebenen Auf- und Abschwüngen stärker beein- flusst wird als die deutsche Gesamtwirtschaft. Auch die übrigen Industriezweige und der saarländische Dienstleistungssektor, der insgesamt etwa zwei Drittel der saarländischen Wirtschaftsleistung erbringt, entwi- ckelten sich sehr verhalten. Nur die Bauwirtschaft und das Gastgewerbe übertrafen ihre jeweilige bundesweite Branchenentwicklung. In vielen anderen Bereichen (Energie, Handel, Verkehr, Informations- und Kommuni- 2.2. Geschäftsverlauf kationstechnik, Immobilienwirtschaft) blieb die konjunk- turelle Dynamik hinter dem bundesweiten Trend zurück. Trotz der schwachen konjunkturellen Entwicklung prä- sentierte sich der saarländische Arbeitsmarkt 2018 weiterhin in ordentlicher Verfassung, auch wenn die Entwicklung schwächer ausfiel als im Bundesgebiet insgesamt. Die Anzahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten zum Jahresende lag auf einem Rekord- niveau von 392.300 Personen und damit 1,3 % höher als ein Jahr zuvor (Bund: + 2,3 %). Der Zuwachs beruhte insbesondere auf einer steigenden Beschäftigung in fast allen Dienstleistungsbereichen. Die Ausnahme bildete die Finanzwirtschaft. Trotz schwacher Konjunktur nahm die Anzahl der Beschäftigten auch in der Industrie leicht um 0,8 % zu, es wurden dort allerdings 0,5 % weniger Arbeitsstunden geleistet als im Vorjahr. Die Arbeitslo- senquote (Anzahl der Arbeitslosen im Verhältnis zu den zivilen Erwerbspersonen) lag zum Jahresende bei 5,7 %, also 0,5 Prozentpunkte unter dem Niveau des Vorjahres. Die Inflationsrate lag 2018 im Saarland im Jahresdurch- schnitt unverändert zum Vorjahr bei 1,7 %. (Quellen: „Gesamtwirtschaftlicher Jahresrückblick“, Abteilung Volkswirtschaft, Finanzmärkte und Wirtschaftspolitik, DSGV und „Gesamtwirtschaftlicher Jahres- rückblick und -ausblick Saarland“, SV Saar Verbandsgeschäftsstelle) Geschäftsentwicklung Bestand Veränderungen des Geschäftsvolumens Prognose Bestand in % 31.12.2018 Mio. € 31.12.2017 Mio. € 2018 Mio. € 2017 % 31.12.2018 % 31.12.2017 % 31.12.2018 Mio. € Geschäftsvolumen1) Bilanzsumme Aktivgeschäft darunter: - durch GPR gesichert - Kommunalkredite - Treuhandkredite - Bürgschaften und Gewährleistungen Forderungen an Kreditinstitute Wertpapiervermögen Anlagevermögen Sonstige Vermögenswerte Passivgeschäft Mittelaufkommen von Kunden2) 2018 % 2,1 2,2 3,4 - 0,2 10,9 0,0 - 4,6 4,3 4,5 3,5 0,7 - 4,0 0,0 - 13,3 78,6 80,3 93,6 - 2,7 30,1 0,0 - 1,7 3.795,7 3.760,8 3.717,1 3.680,5 1.455,7 305,0 0,2 1.458,4 274,9 0,2 34,9 36,6 14,3 788,0 69,4 114,4 770,7 73,9 101,4 Kundenkreditvolumen 2.809,6 2.716,0 55,2 - 40,9 - 74,1 - 23,8 17,3 - 4,5 13,0 58,3 - 18,7 - 1,5 2,2 13,9 5,7 2,2 - 6,1 12,8 2,1 - 3,1 - 0,3 3,4 10,1 2,6 4,7 - 2,4 90,2 2,1 - 7,5 9,1 - 12,2 69,5 2,6 2.813,2 2.754,9 darunter: Spareinlagen 580,9 599,7 Verbindlichkeiten gegen- über Kreditinstituten2) Sonstige Passivposten3) Fonds für allgemeine Bankrisiken Eigenkapital 535,0 66,4 151,9 229,2 536,5 64,2 138,0 223,5 1) Bilanzsumme zuzüglich Eventualverbindlichkeiten aus Avalkrediten 2) einschließlich verbriefter und nachrangiger Verbindlichkeiten 3) einschließlich Eventualverbindlichkeiten und Rückstellungen Aus rechentechnischen Gründen können Rundungsdifferenzen auftreten. – – 74,0 38,4 8,0 0,0 0,9 0,4 20,8 1,8 3,0 74,1 15,3 14,1 1,7 4,0 6,0 – – 73,1 39,2 7,4 0,0 1,0 1,5 20,7 2,0 2,7 74,1 16,1 14,4 1,7 3,7 6,0 – 3.746,9 2.825,2 – – – – 50,1 763,1 74,2 34,2 2.799,5 – 424,5 81,8 151,4 226,4 9
2.2.1. Geschäftsvolumen und Bilanzsumme Entwicklung Geschäftsvolumen und Bilanzsumme in Mio. € 3.800 3.700 3.600 3.500 3.400 3.300 3.200 3.100 2014 2015 2016 2017 2018 Geschäftsvolumen Bilanzsumme Im Geschäftsjahr 2018 sind sowohl das Geschäftsvo- lumen als auch die Bilanzsumme um 2,1 % bzw. 2,2 % gestiegen und liegen somit nur geringfügig oberhalb der prognostizierten Werte. Zu dieser Entwicklung haben auf der Aktivseite eine deutliche Erhöhung des Kundenkreditvolumens und ein leichter Zuwachs beim Wertpapiervermögen beigetragen. Dieses Wachstum wurde jedoch zum Teil durch rückläufige Forderungen an Kreditinstitute kompensiert. Auf der Passivseite erfolgte der Ausgleich überwiegend durch größere Zuwächse bei den Mittelaufkommen von Kunden, der Aufstockung des Fonds für allgemeine Bankrisiken und des Eigenkapitals. 2.2.2. Aktivgeschäft Kundenkreditvolumen Das Kundenkreditvolumen unseres Hauses hat auch im abgelaufenen Geschäftsjahr seine positive Entwicklung weiter fortsetzen können. Der Bestand unserer Kredit- forderungen ist um 93,6 Mio. EUR auf 2.809,6 Mio. EUR gestiegen. Hauptträger dieses Wachstums war neben einem Anstieg der Kundendarlehen eine erneute Zunahme der erworbenen Schuldscheine. Das Geschäft 10 mit öffentlichen Haushalten stieg im Vergleich zum Vorjahr um 30,1 Mio. EUR an. Insgesamt konnten neue Kredite in einer Größenordnung von 512,3 Mio. EUR (Vorjahr 525,1 Mio. EUR) zugesagt werden. Gegenüber dem Vorjahr ergibt sich somit ein leichter Rückgang um 2,4 %. In der gezielten Förderung von Wirtschaft, Handwerk und gesellschaftlichen Belangen sieht die Kreissparkasse Saarlouis einen Kernbestandteil ihres öffentlichen Auftrages. Insbesondere die Finanzierung des Mittel- standes betrachten wir als eine unserer maßgeblichen Aufgaben. Entwicklung Aktivgeschäft in Mio. € 3.000 2.500 2.000 1.500 1.000 500 0 2014 2015 2016 2017 2018 Kundenkreditvolumen Wertpapiervermögen Forderungen an Kreditinstitute Forderungen an Kreditinstitute Der Bestand der Forderungen an Kreditinstitute hat sich mit einem Minus von 40,9 Mio. EUR bzw. 74,1 % erneut deutlich verringert und sich somit, entgegen unserer Erwartung eines konstanten Verlaufs, rück- läufig entwickelt. Wertpapiervermögen Unser Wertpapiervermögen dient – mit Ausnahme einer Beteiligungsposition, die dem Anlagevermögen zugeordnet ist – ausschließlich der Liquiditätsreserve und setzt sich überwiegend aus variabel verzinslichen und festverzinslichen Wertpapieren erstklassiger Adressen zusammen. Ein Teil unseres Wertpapierver- mögens ist in Spezialfonds ausgelagert.
Der Wertpapierbestand ist im vergangenen Geschäfts- jahr – u. a. bedingt durch Aufstockungen in Spezial- fonds – um 17,3 Mio. EUR angestiegen. Veränderungen im Portfolio und Umstrukturierungen von Einzeltiteln im Eigenbestand hin zu Aufstockungen im Bereich der Spezialfonds sind diversen Maßnahmen zum Bilanz- strukturmanagement, insbesondere aus der barwer- tigen Zinsbuchsteuerung sowie zur Renditeoptimie- rung, geschuldet. Anlagevermögen Das Anlagevermögen der Sparkasse hat sich im Geschäftsjahr 2018 um 4,5 Mio. EUR bzw. 6,1 % ge- genüber dem Vorjahr reduziert. Diese Veränderung resultiert fast ausschließlich aus der Integration der SAARLAND Versicherungen in die Versicherungskammer Bayern, wobei ein Teil der Beteiligung an der Saarland Feuerversicherung AG in Form eines Darlehens als Äqui- valent zur gesellschaftsrechtlichen Beteiligung an die Versicherungsbeteiligungsgesellschaft mbH & Co. KG München ausgegeben wurde. 2.2.3. Passivgeschäft Entwicklung Mittelaufkommen von Kunden in Mio. € 2.250 2.000 1.750 1.500 1.250 1.000 750 500 250 0 2014 2015 2016 2017 2018 Unverbriefte Verbindlichkeiten Spareinlagen Schuldverschreibungen Mittelaufkommen von Kunden Die Kundeneinlagen einschließlich der verbrieften Einlagen sind im abgelaufenen Geschäftsjahr mit einem Bestand in Höhe von 2.813,2 Mio. EUR gegen- über dem Vorjahr leicht angestiegen. Der erneute Rückgang bei den Spareinlagen und den begebenen Schuldverschreibungen wurde durch den Zuwachs an Sichteinlagen vollständig kompensiert. Während der Bestand der Normal- und Top-Spareinlagen im Jahr 2018 gegenüber dem Vorjahr nahezu unverändert blieb, war das Volumen der Zuwachsspareinlagen im Jahr 2018 wie auch schon in den Vorjahren mit 21,3 Mio. EUR bzw. 23,7 % weiter deutlich rückläufig. Der Bestand an KSK-OptiSpar-Einlagen hat sich eben- falls mit 0,9 Mio. EUR bzw. 18,0 % wiederholt reduziert. Mit einem erneuten Zuwachs von 5,6 Mio. EUR bzw. 3,0 % im Bereich der Ratensparverträge ist somit das Volumen der Spareinlagen insgesamt mit rund 18,7 Mio. EUR bzw. 3,1 % bereits seit mehreren Jahren zugunsten der Sichteinlagen erwartungsgemäß rück- läufig. Das Volumen der Sparkassenschuldverschrei- bungen (Inhaberschuldverschreibungen und Sparkas- senbriefe) hat sich mit einem Minus von 9,9 Mio. EUR gegenüber dem Vorjahr volumenmäßig halbiert. Bei den befristeten Einlagen inkl. Schuldscheindarlehen von Kunden hat sich mit einem Minus von 81,3 Mio. EUR bzw. 55,4 % der Bestand ebenfalls deutlich verringert. Dagegen sind die Sichteinlagen mit einem Plus von 168,2 Mio. EUR bzw. 8,5 % wie auch bereits in den Vor- jahren deutlich angestiegen. Der nachhaltige Zuwachs bei den täglich fälligen Verbindlichkeiten ist ebenfalls weitestgehend dem andauernden niedrigen Zinsniveau und der damit verbundenen fehlenden Bereitschaft unserer Kunden, längerfristige Anlagegeschäfte abzu- schließen, geschuldet. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten Im Berichtsjahr blieb der Bestand an Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten mit einem leichten Minus von 0,3 % erwartungsgemäß nahezu konstant bei 535,0 Mio. EUR. 2.2.4. Dienstleistungen Viele Kunden haben von der guten Entwicklung an den Wertpapiermärkten profitiert. Vor diesem Hintergrund hat das Volumen der Wertpapierkäufe und -verkäufe unserer Kunden auf über 367,8 Mio. EUR deutlich zugenommen (+ 17,4 %). Da sich Käufe und Verkäufe volumenmäßig nahezu die Waage halten, beläuft sich der Nettoabsatz (Saldo aus Käufen und Verkäufen) des Wertpapierge- schäftes per 31.12.2018 lediglich auf 915 TEUR und ist gegenüber dem Vorjahr deutlich zurückgegangen. 11
Die Vermittlung von Produkten unserer Verbundpartner DekaBank, SaarLB, LBS, SAARLAND-Versicherungen, S-Kreditpartner GmbH und Deutsche Sparkassen Leasing AG & Co. KG nahm im abgelaufenen Geschäfts- jahr eine unterschiedliche Entwicklung. Die Produkte der SAARLAND-Versicherungen werden unseren Kunden mit Hilfe unserer Tochtergesellschaft, der S-IV Center GmbH, in der entsprechend ausgebildete Versicherungs- und Immobilienspezialisten tätig sind, vermittelt. Sowohl das Neugeschäftsvolumen im Bereich der Lebensversicherungen als auch der Sachversicherungen verlief gegenüber dem Vorjahr deutlich schlechter. Insgesamt hat sich hier das Neugeschäftsvolumen um etwa ein Fünftel verringert. Im Immobilienvermittlungsgeschäft sind die Umsätze gegenüber dem Vorjahr mit 0,1 Mio. EUR bzw. 0,4 % nur leicht rückläufig. Allerdings ist die Nachfrage nach guten Objekten, insbesondere im Bereich der Eigen- tumswohnungen, Baugrundstücke oder Gewerbe- objekte – begünstigt durch das niedrige Zinsniveau – auch weiterhin auf einem hohen Niveau. Die Anzahl der vermittelten Objekte liegt mit 151 Stück etwas oberhalb des Vorjahreswertes. Im Bauspargeschäft ist der Absatz gegenüber dem Vorjahreszeitraum zurückgegangen. Im Vergleich zum Vorjahr wurden 26,6 Mio. EUR bzw. 22,2 % weniger abgesetzt. Im Leasinggeschäft konnten Verträge mit einem Volumen von 15,2 Mio. EUR abgeschlossen werden. Die Anzahl der abgeschlossenen Verträge hat sich bei 2.3. Vermögenslage, Finanz- und Ertragslage positivem Volumenverlauf im Vergleich zum Vorjahr ebenfalls deutlich erhöht. Beim Kreditkartengeschäft konnte im vergangenen Geschäftsjahr der positive Trend der Vorjahre wieder fortgesetzt werden. Der Kartenbestand erhöhte sich um 1,4 % auf 26.089 Karten. Die Kreditkartenumsätze sind mit 98,4 Mio. EUR über dem Vorjahresniveau. Die Provisionserträge in diesem Geschäftsfeld konnten um 64,9 TEUR gesteigert werden. 2.2.5. Derivate Das Derivate-Geschäft wird ausschließlich zur gesamt- bankbezogenen Steuerung des Zinsänderungsrisikos bzw. zur Absicherung von Kundengeschäften genutzt. 2.2.6. Investitionen Im abgelaufenen Geschäftsjahr hat die Sparkasse die neue Geschäftsstelle im Ortszentrum von Nalbach eröffnet. Mit großzügigen, für die Kunden barrierefrei zu erreichenden Geschäftsräumen und einem rund um die Uhr geöffneten SB-Foyer wird die Geschäftsstelle den Kundenansprüchen gerecht. Darüber hinaus wurde erneut in sprengsichere und barrierefreie Geldausgabe- automaten investiert. Auch zukünftig liegt der Fokus im Bereich der Investitionen immer mehr auf Barrierefrei- heit und Sicherheit. 2.3.1. Vermögenslage Vermögenslage Position Kundenkreditvolumen Forderungen an Kreditinstitute Wertpapiervermögen Anlagevermögen Sonstige Vermögenswerte Kundenverbindlichkeiten Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten1) Sonstige Passivposten2) Fonds für allgemeine Bankrisiken Eigene Mittel 1) einschließlich verbriefter und nachrangiger Verbindlichkeiten 2) einschließlich Eventualverbindlichkeiten und Rückstellungen Aus rechentechnischen Gründen können Rundungsdifferenzen auftreten. 12 Bestand 31.12.2018 Mio. € 2.809,6 31.12.2017 Mio. € 2.716,0 14,3 788,0 69,4 114,4 2.813,2 535,0 66,4 151,9 229,2 55,2 770,7 73,9 101,4 2.754,9 536,5 64,2 138,0 223,5 Bestand in % des Geschäftsvolumens 31.12.2018 % 31.12.2017 % 74,0 0,4 20,8 1,8 3,0 74,1 14,1 1,7 4,0 6,0 73,1 1,5 20,7 2,0 2,7 74,1 14,4 1,7 3,7 6,0
Die Vermögensstruktur unserer Sparkasse ist gegenüber dem Durchschnitt der saarländischen Sparkassen durch überdurchschnittliche Anteile bei den Verbindlichkeiten gegenüber Kunden gekennzeichnet. Im Vergleich zum Vorjahr hat sich der Anteil der Spareinlagen und der befristeten Einlagen einschließlich Schuldscheindarlehen erneut zugunsten der täglich fälligen Gelder verringert. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten lagen dagegen, wie bereits in den Vorjahren, deutlich unter dem Durchschnitt, wobei sowohl im Verbandsdurchschnitt als auch in unserem Hause ein leichter prozentualer Rück- gang zu verzeichnen war. Im Bereich der Eigenemissionen und Termingelder hat sich der Anteil insgesamt wiederum leicht verringert und liegt damit unterhalb des Durch- schnitts aller saarländischen Sparkassen auf einem sehr niedrigen Niveau. Des Weiteren sind keine bedeutsa- men strukturellen Veränderungen zu verzeichnen. Das Kundenkreditvolumen liegt zum Ende des Ge- schäftsjahres 2018 erneut leicht oberhalb des Durch- schnitts der Sparkassen im Verbandsgebiet. Im Vergleich zum Vorjahr verzeichnen wir bei den Krediten an Nicht- banken einen etwas höheren prozentualen Anteil an der Bilanzsumme. Unser Wertpapiervermögen wurde nach dem strengen Niederstwertprinzip bewertet. Der strukturelle Anteil unserer Eigenanlagen liegt etwas unterhalb des Verbandsdurchschnittes, wobei sich hier der Wert im Verband insgesamt, wie auch unser eigener Bestand relativ betrachtet, nochmals leicht reduziert hat. Die nachfolgende Übersicht zeigt die Entwicklung der wesentlichen Vermögens- und Schuldposten in den letzten fünf Jahren: Vermögenslage in Mio. € 3.000 2.500 2.000 1.500 1.000 500 0 2014 2015 2016 2017 2018 Kundenverbindlichkeiten Kundenkreditvolumen Wertpapiervermögen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten Forderungen an Kreditinstitute Nach der durch den Verwaltungsrat noch zu beschlie- ßenden Zuführung aus dem Jahresüberschuss wird sich die Sicherheitsrücklage auf 226,1 Mio. EUR er- höhen; das entspricht einer Zunahme von 2,6 % ge- genüber dem Vorjahr. Neben der Sicherheitsrücklage verfügt die Sparkasse über eine freie Rücklage in Höhe von 1,7 Mio. EUR. Der Fonds für allgemeine Bankrisiken wird um insgesamt 13,9 Mio. EUR auf 151,9 Mio. EUR aufgestockt. Die Gesamtkennziffer zur Bestimmung der Eigenmittelanforderungen nach der Capital Requirements Regulation (CRR) per 31.12.2018 liegt mit 18,34 % deutlich über der vor- geschriebenen Mindestkapitalanforderung von 8,0 % bzw. 9,5 % inklusive SREP-Kapitalzuschlag. Mit einer Kernkapitalquote von 16,45 % wird der Min- destwert von 6,0 % bzw. 7,125 % inklusive SREP-Kapi- talzuschlag ebenfalls deutlich überschritten. Die gute Eigenkapitalbasis bildet die Grundlage für eine zukünf- tige Geschäftsausweitung. Sowohl der Kapitalerhal- tungspuffer nach § 10c KWG als auch der Antizyklische Puffer nach § 10d KWG werden in der jeweils erforder- lichen Höhe mit Kernkapital unterlegt. Wir gehen nach derzeitigem Kenntnisstand davon aus, dass wir auch zukünftig die weiter steigenden Eigenkapitalanforde- rungen nach Basel III erfüllen. 13
Die aufsichtsrechtliche Eigenmittelausstattung stellt sich im Verlauf der letzten fünf Jahre wie folgt dar: Kapitalquoten nach CRR in % 20 18 16 14 12 10 8 6 Period von zehn Monaten. Damit ist sichergestellt, dass der Sparkasse genügend Zeit zur Reaktion auf einen sich abzeichnenden Liquiditätsengpass verbleibt. Die Liquidity Coverage Ratio nach der Delegierten Ver- ordnung belief sich zum Jahresende 2018 auf 151,14 %. Damit ist der Mindestwert von 100 % für 2018 eingehalten. Das zur Erfüllung der Mindestreservevorschriften not- wendige Guthaben wurde in der erforderlichen Höhe bei der zuständigen Zentralbank unterhalten. Der Sparkasse sind von der Deutschen Bundesbank, der SaarLB sowie weiteren Instituten Dispositionslinien eingeräumt worden, für die zum Teil Wertpapiere verpfändet bzw. Kredit- forderungen als Sicherheit hinterlegt wurden. Von den eingeräumten Kreditlinien sowie vom Angebot der EZB, Refinanzierungsgeschäfte in Form von Offenmarktge- schäften abzuschließen, wurde in unterschiedlicher Höhe während des laufenden Geschäftsjahres Gebrauch gemacht. 2014 2015 2016 2017 2018 Liquidity Coverage Ratio (LCR) in % 200 175 150 125 100 75 50 25 0 Gesamtkennziffer Kernkapitalquote 2.3.2. Finanzlage Das Liquiditätsmanagement der Kreissparkasse Saarlouis liegt in der Verantwortung der Abteilung Treasury. Neben der Steuerung der täglichen Zahlungsmittelzu- und -ab- flüsse und der Planung der erwarteten Zahlungsströme verantwortet sie auch die Steuerung des Zugangs zu den Refinanzierungsinstrumenten der EZB und zu den Refinanzierungsquellen des Geld- und Kapitalmarktes. Im Berichtszeitraum hatte die Sparkasse uneinge- schränkten Zugang zum Geld- und Kapitalmarkt. Zur Überwachung unserer Zahlungsbereitschaft bedienen wir uns taggenauer Fälligkeitslisten. Die Zahlungsfähig- keit war im Geschäftsjahr aufgrund einer planvollen und ausgewogenen Liquiditätssteuerung jederzeit gegeben. Auf Basis prognostizierter Zahlungsströme ermittelt die Sparkasse für verschiedene Szenarien „Survival Periods“, in denen die Zahlungsmittelabflüsse durch Zahlungsmit- telzuflüsse gedeckt sind. In den Szenarien werden die Auswirkungen von unwahrscheinlichen, aber dennoch möglichen negativen Entwicklungen untersucht. Im „in- stitutsinduzierten“ Szenario (hauptsächlicher Einfluss- faktor: Abruf von Spar- und Sichteinlagen) beträgt dieser Zeitraum zwölf Monate, im „marktinduzierten“ Szenario (hauptsächlicher Einflussfaktor: Kursverfall von Wertpa- pieren) ist die Survival Period größer als 120 Monate. In dem Szenario, das eine Kombination der beiden vorge- nannten Ereignisse darstellt, ergibt sich eine Survival 14 7 1 / 2 1 8 1 1 0 / 8 1 2 0 / 8 1 3 0 / 8 1 4 0 / 8 1 5 0 / 8 1 6 0 / 8 1 7 0 / 8 1 8 0 / 8 1 9 0 / 8 1 0 1 / 8 1 1 1 / 8 1 2 1 /
2.3.3. Ertragslage Darstellung nach Gewinn- und Verlustrechnung Bestand Veränderungen Prognose 31.12.2018 Mio. € 31.12.2017 Mio. € 2018 Mio. € Zinsüberschuss (inkl. GV-Pos. 3, 4 und 17) Provisionsüberschuss Verwaltungsaufwand a) Personalaufwand b) Sachaufwand Teilergebnis Nettoergebnis aus dem Handelsbestand Sonstige ordentliche Erträge und Aufwendungen Ergebnis vor Bewertung Bewertungsergebnis1) Ergebnis nach Bewertung Steuern Jahresüberschuss 76,9 21,4 45,1 19,2 34,0 - - 0,5 33,6 - 15,2 18,4 - 11,3 7,1 72,2 18,7 44,2 19,0 27,6 - - 5,7 21,9 - 6,2 15,7 - 8,7 7,0 4,7 2,7 0,8 0,2 6,4 5,2 11,6 - 9,0 2,6 - 2,5 0,1 2018 % 6,5 14,7 1,9 1,2 23,1 - 91,8 53,0 145,4 16,6 29,0 1,1 2017 % - 2,0 10,0 5,5 - 4,5 - 4,3 44,4 - 12,0 - 43,9 13,4 23,3 3,1 2018 Mio. € 78,92 ) 21,2 43,7 22,0 34,4 - 0,2 34,2 (-) (-) (-) (-) 1) einschließlich Zuführungen zu den Vorsorgereserven 2) Basis Betriebsvergleich (= ohne neutrales Ergebnis) Aus rechentechnischen Gründen können Rundungsdifferenzen auftreten. Der Zinsüberschuss ist im Vergleich zum Vorjahr – u. a. aufgrund geringerer Close-out-Zahlungen – um 6,5 % gestiegen und liegt mit 76,9 Mio. EUR deutlich über dem Vorjahreswert. Zum Beginn des laufenden Geschäfts- jahres vorzeitig aufgelöste Zinsswapgeschäfte zur Steuerung des Zinsbuchs haben unter anderem dazu geführt, dass das Ergebnis unterhalb des von uns ur- sprünglich prognostizierten Wertes lag. Der Zinsüber- schuss ist weiterhin die bedeutendste Ertragsquelle unseres Geschäfts. Insbesondere die Absicherung der Zinsänderungsrisiken, die Verengung der Zinsmargen zwischen Geld- und Kapitalmarkt sowie auch der nach wie vor starke Margendruck wirkten sich auf den Zins- überschuss belastend aus. Sowohl bei den laufenden Erträgen aus festverzinslichen Wertpapieren (ohne Berücksichtigung von Verrechnungen aufgrund von Bewertungseinheiten im Vorjahr) als auch bei den Be- teiligungen lag das Ergebnis unter dem Vorjahreswert. Bei den Erträgen aus anderen nicht festverzinslichen Wertpapieren war ein leichtes Plus zu verzeichnen. Ebenso positiv auf den Zinsüberschuss wirkte sich das von der EZB auf ihre langfristig zur Verfügung gestellten Kredite (GLRG) zu zahlende Verwahrentgelt aus. Der Provisionsüberschuss konnte um 2,7 Mio. EUR bzw. 14,7 %, und somit etwas über unsere Erwartungen hinaus, nochmals gesteigert werden. Diese erfreuliche Entwicklung liegt unter anderem in einem starken Wert- papiergeschäft und im Kreditvermittlungsgeschäft nebst Sondereffekt begründet. Der Verwaltungsaufwand stieg um 1,7 % bzw. 1,1 Mio. EUR auf 64,3 Mio. EUR. Der gegenüber dem Vorjahr gestiegene Personalaufwand resultiert im Wesentlichen aus der zweistufigen Tariferhöhung im Jahr 2018. Beim Sachaufwand ist eine leichte Erhöhung um 1,2 % bzw. 0,2 Mio. EUR zu verzeichnen. In unsere Prognose war sowohl bei den Personalkosten als auch bei den Sachaufwendungen ein leichter Rückgang eingeplant. Das Ergebnis vor Bewertung in Höhe von 33,6 Mio. EUR liegt mit einem Anstieg um 53,0 % bzw. 11,6 Mio. EUR deutlich über dem Vorjahreswert. Grund für diesen starken Anstieg waren insbesondere die im Vorjahr negativ zu Buche geschlagenen Close-Out-Zahlungen aus der vorzeitigen Beendigung von Bewertungseinheiten. Das Bewertungsergebnis ist im Wesentlichen durch die Aufstockung der Reserven nach § 340g HGB beeinflusst. Nach Vornahme aller notwendigen Bewertungsmaß- nahmen und der Zuführung zum Fonds für allgemeine Bankrisiken weisen wir ein im Vergleich zum Vorjahr um 2,6 Mio. EUR höheres Ergebnis nach Bewertung aus. Für das Geschäftsjahr 2018 war ein um 2,5 Mio. EUR auf 11,3 Mio. EUR gestiegener Steueraufwand auszuweisen. Der ausgewiesene Jahresüberschuss beläuft sich auf 7,1 Mio. EUR und ist somit im Vorjahresvergleich leicht angestiegen. Die gemäß § 26a Abs. 1 Satz 4 KWG zu ermittelnde Quote (Jahresüberschuss/Bilanzsumme) 15
betrug zum 31.12.2018 unverändert 0,19 %. Der im Geschäftsjahr 2018 ausgewiesene Jahresüberschuss reicht aus, den notwendigen Kernkapitalbedarf der Sparkasse, der für eine stetige Geschäftsentwicklung erforderlich ist, zu sichern. Zur weiteren Analyse der Ertragslage unseres Hauses greifen wir für interne Zwecke auf den „Betriebsver- gleich“ der Sparkassenorganisation zurück, in dem eine detaillierte Aufspaltung und Auswertung des Ergebnis- ses unserer Sparkasse in Relation zur Durchschnitts- bilanzsumme (DBS) erfolgt. In das Betriebsergebnis vor Bewertung gehen die ordentlichen Erträge aus Zins-, Dienstleistungs- und Handelsgeschäften ein. Nach Berücksichtigung des Bewertungsergebnisses verbleibt das Betriebsergebnis nach Bewertung und unter Be- rücksichtigung des neutralen Ergebnisses und der Steuern ergibt sich der Jahresüberschuss. Das Betriebsergebnis vor Bewertung betrachten wir als zufriedenstellend. Es liegt mit 0,86 % der durchschnitt- lichen Bilanzsumme etwas oberhalb des Durchschnitts aller Sparkassen des saarländischen Verbandsgebietes. Nach Berücksichtigung aller Bewertungsmaßnahmen weisen wir ein Betriebsergebnis nach Bewertung deut- lich über dem Verbandsdurchschnitt aus. 2.4. Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren 2.4.1. Mitarbeiter Zum Jahresende beschäftigte die Sparkasse neben den drei Mitgliedern des Vorstandes 697 Mitarbeiter (aktive Mitarbeiter mit Bezügen). Im Personalbestand sind 243 Teilzeitkräfte und 41 Auszubildende enthalten. Die Gesamtzahl der Beschäftigten ist zwar im Vergleich zum Vorjahr, vor allem aufgrund der zunehmenden Anzahl von Renteneintritten, leicht gesunken; dennoch gehören wir weiterhin zu den größten Arbeitgebern und Ausbildern im Landkreis Saarlouis. Aus- und Weiterbildung werden in unserem Hause nach wie vor ganz groß geschrieben. Die Zahl der Auszubildenden haben wir in den letzten Jahren konstant gehalten. Damit leistet die Sparkasse einen wichtigen Beitrag im Kampf gegen die Jugendarbeits- losigkeit und für die Leistungsfähigkeit der Wirtschaft im Landkreis Saarlouis. Allen Auszubildenden, die ihre Ausbildung schulisch und betrieblich erfolgreich abgeschlossen haben, wurde eine Übernahme in das Angestelltenverhältnis angeboten. Lebenslanges Lernen wird als notwendige Vorausset- zung angesehen, um bis zum Ausscheiden aus dem aktiven Berufsleben beschäftigungsfähig zu sein. Stete Weiterbildung liegt deshalb sowohl im Interesse des Arbeitgebers wie des Arbeitnehmers. Daher stehen wir zu der Strategie des lebenslangen Lernens – vom Auszubildenden bis zur Führungsebene – nicht nur in wirtschaftlich guten, sondern auch in schwierigen Zeiten. So bieten wir hausinterne und externe Weiter- bildungsprogramme (z. B. an der regionalen Sparkassen- akademie) an. Angesichts der ständigen Weiterent- wicklung der Sparkassengeschäfte, technischer Neu- erungen, vor allem hinsichtlich der fortschreitenden Digitalisierung, sowie wachsender aufsichtsrechtlicher Anforderungen bilden die gezielte Förderung sowie die Aus- und Weiterbildung unserer Mitarbeiter einen Schwerpunkt unserer Personalarbeit. Durch flexible Arbeitszeitregelungen wird ein effizienter Arbeitseinsatz ermöglicht. So können unsere Mitarbeiter unterschied- liche Modelle, wie variable Arbeitszeit, Teilzeitarbeit und Altersteilzeit, nutzen. Erklärtes Ziel unseres Gesundheitsmanagements ist es, die Gesundheit und Arbeitszufriedenheit der Mitarbeiter zu erhalten und nach Möglichkeit zu fördern. Die Gesundheit zu schützen und zu fördern, erachten wir nicht nur als soziale Verpflichtung, sondern auch als ökonomische Notwendigkeit. Der Schwerpunkt unserer mit lokalen Trägern durchgeführten Programme liegt in vorbeugenden Maßnahmen von der Grippeschutz- impfung bis hin zu einem vielfältigen Angebot an Sport-, Ernährungs- und Gesundheitskursen. 2.4.2. Kundenbeziehungen Wir stellen das Kundeninteresse in den Fokus unserer Geschäftstätigkeit und orientieren unsere internen Maßstäbe konsequent an den Bedürfnissen, Erwartungen und Wünschen unserer Kunden. Neue Kundenbedürf- nisse frühzeitig zu erkennen und in Lösungen umzu- setzen, ist dafür die Voraussetzung. Die Basis hierfür bildet die Beratung und Betreuung unserer Kunden. Die enge Beziehung und ein gutes Vertrauensverhältnis sind wesentliche Voraussetzung für den geschäftlichen Erfolg. Diese Herausforderung haben wir angenommen und halten unsere Mitarbeiter wie bereits in den vergange- nen Jahren unter anderem durch intensive Schulungen auf dem neuesten Stand. So können wir unseren Kunden individuelle Lösungen für unterschiedlichste Finanz- fragen anbieten und sie in allen Lebensphasen optimal begleiten. Damit können wir dem Kundenbedürfnis, „Alles aus einer Hand“ zu bekommen, entsprechen. 16
2.4.4. Soziale Verantwortung Soziale Verantwortung überall dort zu leben, wo die Sparkasse tätig ist, betrachten wir von jeher als Eck- pfeiler unserer Unternehmenskultur. Mit Spenden, durch Sponsoring und die Dotierung zweier Stiftungen fördern wir die gesellschaftliche Entwicklung und Attraktivität der Region. Im vergangenen Jahr betrug das Gesamtvolumen 344 TEUR. Es wurden soziale Einrichtungen unterstützt sowie das kulturelle und sportliche Leben gefördert. Die Verantwortung be- schränkt sich aber nicht nur auf Fürsorgemaßnahmen und Sponsoringaktivitäten. Nach unserer Auffassung handelt ein Unternehmen heute nur dann sozial, wenn es Beschäftigung aktiv sichert, seine Mitarbeiter quali- fiziert und in die Gestaltung der Unternehmenszukunft einbezieht. 2.5. Gesamtaussage und Beurteilung Die geschäftliche Entwicklung und die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage können unter Berücksichti- gung der gesamtwirtschaftlichen sowie branchen- spezifischen Entwicklung als gut beurteilt werden. Als Sparkasse haben wir den Anspruch, nah am Kunden zu sein – auch in der immer stärker einflussnehmenden digitalen Welt. Auch dieser Herausforderung wollen wir uns stellen und werden unseren Kunden durch den Ausbau unserer Internetfiliale, die Weiterentwicklung der Sparkassen-App sowie das Angebot neuer Kommu- nikationswege zeitgemäße Lösungsmöglichkeiten für ein modernes Banking anbieten. Unserem Impulsmanagement kommt bei der Schaffung von Kundenzufriedenheit eine wichtige Rolle zu. Die gezielte Erfassung und Auswertung der Kundenimpulse ermöglicht es, Schwachstellen zu erkennen und Pro- zesse zu verändern. Darüber hinaus werden durch eine zentrale Dokumentation und Bearbeitung eine angemessene Reaktionszeit sowie die Einhaltung regulatorischer Anforderungen sichergestellt. Unsere Kunden haben seit Ende 2018 auch die Möglichkeit, ihr Anliegen über unsere Internetfiliale direkt an das Impulsmanagement zu adressieren. Oberstes Ziel ist grundsätzlich die Wiederherstellung der Kundenzu- friedenheit und die Stärkung der Kundenbindung. Damit leistet das Impulsmanagement einen wichtigen Beitrag zur Ertragssicherung. Das zentrale Impulsmanagement der Kreissparkasse Saarlouis erreichte im Jahr 2018 insgesamt 296 Im- pulse. Erstattungen wurden in Höhe von 25 TEUR vorgenommen. Die Zahl der Wertpapierbeschwerden beläuft sich im Jahr 2018 auf 29. Damit liegt die Anzahl leicht unter dem ohnehin niedrigen Vorjahresniveau. 2.4.3. Umweltverträglichkeit Die Umweltverträglichkeit durch geeignete Maßnahmen kontinuierlich zu verbessern und den Verbrauch natür- licher Ressourcen stetig zu senken, sind wichtige Handlungsfelder unserer Sparkasse. Wir sehen die Chance, durch einen effizienten Ressourceneinsatz im gesamten Bankbetrieb den ökologischen Fußabdruck zu verringern und so einen wichtigen Beitrag zum Erhalt unserer Lebensgrundlage zu leisten. Gemäß der allgemeinen Stellenbeschreibung ist jeder Mitarbeiter dazu angehalten, mit den Arbeitsgeräten und -materia- lien sachgemäß, schonend und sparsam umzugehen sowie den Energieverbrauch möglichst gering zu halten. Zahlreiche Maßnahmen zur Forcierung eines ressourcen- schonenden Energieeinsatzes, zur Reduktion des Ener- gieverbrauchs unserer Gebäude sowie die permanente Überprüfung der hausinternen Prozesse auf Effizienz- steigerung stehen im Fokus unserer Aktivitäten. 17
3. Risiko-, Chancen- und Prognosebericht damit verbundener Risikokonzentrationen gewähr- leisten. Es überwacht die vom Vorstand festgelegten Limite und übernimmt das Reporting der Risikokenn- ziffern an den Vorstand und die zuständigen Geschäfts- bereiche. Die Risikocontrolling-Funktion wird von der Abteilung Unternehmenssteuerung wahrgenommen, welche direkt dem Marktfolge- und Überwachungs- vorstand unterstellt ist. Sie unterstützt die Geschäfts- leitung in allen risikopolitischen Fragestellungen, insbesondere bei der Entwicklung und Umsetzung der Risikostrategie sowie bei der Ausgestaltung eines Systems zur Begrenzung der Risiken. Der Leiter des Risikocontrollings hat alle notwendigen Befugnisse und uneingeschränkten Zugang zu allen Informationen, die für die Erfüllung seiner Aufgaben erforderlich sind. Vor Entscheidungen mit wesentlichen Auswirkungen auf die Risiko- und Ertragslage ist der Leiter des Risiko- controllings zu informieren. In vierteljährlichen Gesamt-Risikoberichten werden Vorstand und Verwaltungsrat über die Entwicklung der Risikosituation vor dem Hintergrund der Risikotrag- fähigkeit informiert. Die ermittelten Risiken waren im abgelaufenen Geschäftsjahr jederzeit tragbar. Als prozessunabhängige Stelle unterstützt die Interne Revision den Vorstand in seiner originären Über- wachungsaufgabe. Grundlage hierfür ist ein risiko- orientierter Prüfungsplan, der vom Vorstand genehmigt wurde und anhand dessen die Interne Revision die Betriebs- und Geschäftsabläufe prüft und bewertet. Dazu zählt auch die Prüfung des Risikomanagements, der Risikosteuerung und -überwachung, des internen Berichtswesens sowie der Einhaltung interner und externer Regelungen. Der Fokus liegt hierbei auf den Prozessen und Methoden unter Beachtung der Grund- sätze von Sicherheit, Ordnungsmäßigkeit sowie Wirt- schaftlichkeit und Zweckmäßigkeit. Wesentliche Feststellungen mit Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben sich im Geschäftsjahr 2018 nicht ergeben. 3.1. Risikobericht Die bewusste Übernahme und die Steuerung von Risiken unter Berücksichtigung eines risiko- und ertragsadä- quaten Einsatzes des Eigenkapitals sind Kernfunktionen von Kreditinstituten. Zur Identifizierung, Beurteilung, Steuerung, Überwachung und Kommunikation der Risiken wurde als Bestandteil der Unternehmensfüh- rung von der Geschäftsleitung ein Risikomanagement installiert. Aufgrund der von uns getätigten Geschäfte zählen für unser Haus die Adressenausfall-, Marktpreis-, Liquiditäts- und operationellen Risiken zu den wesent- lichen Risikoarten. Das Management und die zeitnahe Überwachung aller Risiken sind die grundlegenden Voraussetzungen für das bewusste Eingehen von Risiken im Rahmen unserer Strategie. Diesen Anforderungen tragen wir durch die fortlaufende Weiterentwicklung unserer Risikosteue- rungssysteme Rechnung. Um unsere strategischen Ziele zu erreichen und einen risiko- und ertragsorien- tierten Einsatz unseres Kapitals sicherzustellen, müssen Risiken frühzeitig erkannt und den im Rahmen des Risi- komanagements zuständigen Stellen die zur Steuerung erforderlichen Informationen vollständig und zeitnah zur Verfügung gestellt werden. Die Kreissparkasse Saarlouis beachtet bezüglich ihrer Strategien und der implementierten Prozesse die Mindestanforderungen an das Risikomanagement (MaRisk). 3.1.1. Risikomanagement der Sparkasse Die Entscheidungsfindung im Risikomanagement auf Gesamtbankebene erfolgt durch den Vorstand. Neben der geschäftspolitischen Zielsetzung legt der Vorstand die Höhe des einzusetzenden Kapitals sowie dessen Aufteilung auf die einzelnen Risikoarten fest. Die Grundzüge des Steuerungs- und Überwachungs- systems, die identifizierten Risikoarten und die einge- setzten Instrumente werden im Risikohandbuch der Sparkasse dokumentiert. Es enthält darüber hinaus die Zuständigkeiten und den Turnus der Berichterstattung an den Vorstand bzw. die Entscheidungsträger. Das Risikocontrolling hat die Aufgabe, Risikosteuerungs- und -controllingprozesse einzurichten, die eine Identi- fizierung, Beurteilung, Steuerung sowie Überwachung und Kommunikation der wesentlichen Risiken und 18
Phasen des Risikomanagementprozesses In einem einheitlichen und in sich geschlossenen Sys- tem zur Analyse und Quantifizierung der bestehenden Adressenausfall-, Marktpreis-, Liquiditäts- sowie ope- rationellen Risiken unterscheiden wir vier Phasen im Risikomanagementprozess. Zuerst werden im Rahmen der Risikoidentifikation bestehende und zukünftige wesentliche Risiken identifiziert, um dann davon aus- gehend eine Klassifizierung durchführen zu können. Hierzu zählen beispielsweise die bei neuen Produkten oder komplexen Geschäften erkannten Risiken und deren Integration in das bestehende System. Mit we- sentlichen Risiken verbundene Risikokonzentrationen werden im Rahmen der Risikoidentifikation berück- sichtigt. Ziel der Risikobeurteilung ist die Messung und Bewertung der identifizierten Risiken. Dabei werden für die wesentlichen Risiken angemessene Risikomodelle angewendet oder Szenariobetrachtun- gen (z. B. Real-Case- bzw. Worst-Case-Szenarien oder Stresstests) durchgeführt. Die Risikosteuerung stellt sich als Gesamtheit der Maßnahmen dar, die darauf abzielen, Risiken bewusst einzugehen, zu begrenzen, zu verringern, zu vermeiden oder zu übertragen. Die letzte Phase des Prozesses bilden die Überwachung der vom Vorstand festgelegten Maßnahmen und Limite, das Reporting der Risikokennziffern sowie der Analyse- ergebnisse an den Vorstand und die zuständigen Geschäftsbereiche durch das Risikocontrolling. Neben der turnusmäßigen Berichterstattung über die wesent- lichen Risiken erfolgt auch eine bedarfsgerechte Ad-hoc- Berichterstattung. Darüber hinaus werden auch die Methoden der vorherigen Prozessphasen und die Güte der verwendeten Daten bzw. Ergebnisse kontrolliert sowie validiert. Risikotragfähigkeit Im Rahmen der vierteljährlich durchzuführenden Risiko- tragfähigkeitsberechnung stellt die Kreissparkasse Saarlouis ihr Risikodeckungspotenzial den eingegan- genen Risiken gegenüber. Dabei stellen die installierten Verfahren zur Messung und Steuerung der Risiken sicher, dass die wesentlichen Risiken jederzeit durch das vorhandene Risikodeckungspotenzial abgedeckt sind und damit die Risikotragfähigkeit gegeben ist. Die Sparkasse setzt ein auf periodischer Sichtweise basierendes Risikotragfähigkeitskonzept ein. Sie richtet sich dabei an einem Going-Concern-Ansatz aus, wonach sichergestellt ist, dass auch bei Verlust des zur Risikoabdeckung eingesetzten Risikodeckungspoten- zials die regulatorischen Kapitalanforderungen erfüllt werden können. Der Vorstand legt jeweils zu Beginn eines laufenden Jahres für das folgende Geschäftsjahr fest, welcher Teilbetrag des Risikodeckungspotenzials zur Abdeckung der wesentlichen Risiken zur Verfügung stehen soll. Anschließend werden die quantifizierbaren Risiken auf die aus dem zur Verfügung gestellten Risiko- deckungspotenzial abgeleiteten Limite angerechnet. Risikodeckungspotenzial Verwendbares Risikodeckungspotenzial Zur Verfügung gestelltes Risikodeckungspotenzial Auslastung des zur Verfügung gestellten Risikodeckungs- potenzials (+ = Risiko / - = Chance) 31.12.2018 T € 31.12.2017 T € 185.149 159.593 88.000 98.000 - 16.194 - 10.890 Auslastung zum 31.12. in % - 18 % - 11 % Um die Risikotragfähigkeit auch über das Ende des Ge- schäftsjahres hinaus sicherstellen zu können, stellt die Kreissparkasse Saarlouis ab dem 30.06. eine Betrach- tung bis zum übernächsten Bilanzstichtag an. Mit Blick auf die steigenden quantitativen und qualitativen Kapi- talanforderungen haben wir weiterhin Berechnungen zur Quantifizierung des voraussichtlichen Kapitalbedarfs bis zum Jahr 2023 angestellt. Dabei wurden verschie- dene Annahmen über die künftige Ergebnisentwicklung sowie den künftigen Kapitalbedarf getroffen. Auf Basis der aktuellen Berechnungen ist die Risikotragfähigkeit damit weiterhin problemlos darstellbar. Risikostrategie Beim Umgang mit unseren Geschäftsrisiken verfolgen wir auf Basis der Risikotragfähigkeit eine Risikostrate- gie, die durch folgende Merkmale gekennzeichnet ist: • Der Vorstand trägt die Gesamtverantwortung für die Risiken und für die Umsetzung der Risikostrategie und baut dabei auf das risikobewusste Verhalten aller Mitarbeiter. • Die Risikostrategie berücksichtigt die in der Geschäftsstrategie niedergelegten Ziele und Planungen der wesentlichen Geschäftsaktivitäten und die Risiken wesentlicher Auslagerungen. • Durch die Festlegung des jeweiligen Risikoappetits wurde bestimmt, bis zu welchen Grenzen die Sparkasse bereit ist, Risiken einzugehen. • Innerhalb ihres Verantwortungsbereiches haben unsere Führungskräfte für ein den Vorgaben des Vorstandes entsprechendes Verhältnis von einge- gangenen Risiken zu erzielten Erträgen zu sorgen. • Bei neuen Geschäftsaktivitäten sind angemessene Analysen hinsichtlich organisatorischer Umsetzbar- keit, rechtlicher Konsequenzen und deren Risiko- gehalt durchzuführen. 19
• Die zuständigen Entscheidungsträger müssen die erforderlichen Informationen vollständig und zeit- nah zur Verfügung gestellt bekommen. • Aufsichtsrechtliche und gesetzliche Normen müssen jederzeit erfüllt werden. • Grundsätzlich sind alle Betriebsabläufe durch die Interne Revision zu prüfen. • Die Risikostrategie wird mindestens jährlich über- prüft und sukzessive weiterentwickelt. Der Gesamtbetrag des Nettokreditvolumens, aufge- schlüsselt nach Risikopositionsklassen (dargestellt mit den KSA-Bemessungsgrundlagen gemäß Artikel 442 Buchstabe c) CRR vor Kreditrisikominderungstechniken) stellt sich zum 31. Dezember 2018 wie folgt dar: Gesamtbetrag der Forderungen nach Forderungsklassen Risikopositionsklasse Nettokreditvolumen 3.1.2. Adressenausfallrisiken Unter Adressenausfallrisiken versteht man die Gefahr eines teilweisen oder vollständigen Ausfalls vertraglich zugesagter Leistungen durch die Kreditnehmer bzw. Handelspartner. Kreditgeschäft Da das Kreditgeschäft ein wesentliches Kerngeschäft der Sparkasse darstellt, sind das Eingehen von Adressen- ausfallrisiken sowie die Kontrolle und Steuerung dieser Risiken Kernkompetenzen der Sparkasse. In der Kredit- risikostrategie wird die Risikoneigung differenziert nach Produkten, Kundensegmenten und Risikoklassen definiert. Die Steuerung des Kreditgeschäfts geschieht unter besonderer Berücksichtigung der Größenklassen- struktur, der Branchen, der gestellten Sicherheiten sowie des Risikos des Engagements. Der Vorstand räumt der Risikobegrenzung einen hohen Stellenwert ein. Institute Regionalregierungen und lokale Gebietskörperschaften Investmentanteile Gedeckte Schuldverschreibungen Durch Immobilien besicherte Risikopositionen Internationale Organisationen Multilaterale Entwicklungsbanken Öffentliche Stellen Mengengeschäft Sonstige Positionen Zentralregierungen und Zentralbanken Unternehmen Ausgefallene Risikopositionen T € 329.405 286.815 203.957 138.866 1.318.092 25.412 26.338 57.909 964.128 66.327 130.378 737.508 65.324 Gesamtbetrag der Forderungen 4.350.459 20
Dabei besteht eine Verteilung der Forderungen in T€ auf folgende geografische Hauptgebiete: Gesamtbetrag der Forderungen nach geografischen Hauptgebieten Risikopositionsklasse Institute Regionalregierungen und lokale Gebietskörperschaften Investmentanteile Gedeckte Schuldverschreibungen Durch Immobilien besicherte Risikopositionen Internationale Organisationen Multilaterale Entwicklungsbanken Öffentliche Stellen Mengengeschäft Sonstige Positionen Zentralregierungen und Zentralbanken Unternehmen Ausgefallene Risikopositionen Gesamtbetrag der Forderungen Nettokreditvolumen EWR ohne Deutschland T € 146.755 Deutschland T € 182.318 286.815 184.039 14.232 1.307.547 0 0 57.909 936.855 66.327 89.710 705.941 64.205 0 19.918 124.633 9.355 25.412 26.338 0 26.613 0 40.669 26.546 1.119 3.895.899 447.358 Sonstige T € 331 0 0 0 1.190 0 0 0 660 0 0 5.021 0 7.203 Die nachfolgende Übersicht der Hauptbranchen spiegelt die Struktur der Wirtschaft in unserem Geschäftsgebiet wider: Gesamtbetrag der Forderungen nach Risikoart und Hauptbranchen Hauptbranche Banken Offene Investmentvermögen (inkl. Geldmarktfonds) Organisationen ohne Erwerbszweck Privatpersonen Öffentliche Haushalte Unternehmen und wirtschaftlich selbstständige Privatpersonen Baugewerbe Energie- und Wasserversorgung, Entsorgung, Bergbau und Gewinnung von Steinen und Erden Finanz- und Versicherungsdienstleistungen Grundstücks- und Wohnungswesen Handel, Instandhaltung, Reparatur von Kraftfahrzeugen Land- und Forstwirtschaft, Fischerei und Aquakultur Sonstiges Dienstleistungsgewerbe Verarbeitendes Gewerbe Verkehr und Lagerei, Nachrichtenübermittlung Sonstige Gesamtbetrag der Forderungen Derivative Finanzinstrumente T € 9.798 0 0 0 0 0 6.434 0 490 0 0 0 0 0 0 Nettokreditvolumen Sonstige T € 101.437 904 27.769 1.746.893 267.563 98.224 138.798 97.438 318.409 166.789 19.322 352.295 141.576 30.829 66.327 Wertpapiere T € 443.044 183.135 0 0 61.019 0 0 57.947 0 0 0 3.984 5.034 5.000 0 16.722 3.574.574 759.163 21
Die Übersicht zu den Forderungsarten nach Restlaufzeiten zeigt, dass die Ausleihungen im Kreditgeschäft überwiegend den langfristigen Bereich betreffen: Gesamtbetrag der Forderungen nach Forderungsart und Restlaufzeiten Forderungsart Sonstige Wertpapiere Derivative Finanzinstrumente Gesamtbetrag der Forderungen Nettokreditvolumen bis 1 Jahr T € > 1 Jahr bis 5 Jahre T € 747.873 63.468 565 811.906 371.735 383.920 2.201 757.856 > 5 Jahre bis unbefristet T € 2.454.966 311.775 13.956 2.780.698 Die Sparkasse verfügt über Steuerungsinstrumente, um frühzeitig Adressenausfallrisiken bei Kreditenga- gements zu erkennen, zu steuern, zu bewerten und im Jahresabschluss durch Risikovorsorge (Einzelwert- berichtigungen, Rückstellungen) abzuschirmen. Die Kreditengagements werden regelmäßig dahingehend überprüft, ob Risikovorsorgebedarf besteht. Zentrale Bedeutung für die kreditnehmerbezogenen Adressenausfallrisiken hat die Bonitätsbeurteilung. Zur Steuerung der Kreditrisiken setzen wir u. a. die zentralen Ratingverfahren der S-Finanzgruppe ein, in die aktuell grundsätzlich alle Firmen- und Gewerbe- kunden sowie Privat- und Individualkunden einbezogen sind. Die Bonitätseinstufung erfolgt hierbei auf Basis quantitativer und qualitativer Merkmale. Grundlage für die jährliche Bonitätsprüfung sind Unterlagen über die wirtschaftlichen Verhältnisse unserer Kreditnehmer (z. B. Jahresabschlüsse von Firmen- und Gewerbekun- den). Zur Beurteilung der Kreditnehmerbonität setzt die Sparkasse von der Sparkassenorganisation ange- botene Systeme (z. B. das Programm EBIL zur Einzel- bilanzanalyse, das Sparkassen Standardrating, das Immobiliengeschäftsrating, das Kundenkompaktrating und das Kundenscoring zur Risikoklassifizierung) ein. Das geratete Kreditvolumen in Höhe von 4.323,1 Mio. EUR ist überwiegend (68,2 %) in den Ratingklassen „AAA bis BBB“ eingestuft, während 4,1 % eine Ratingnote von „B+ bis C“ haben. Die nachstehende Übersicht zeigt die prozentuale Verteilung unseres mit Rating- und Scoring- verfahren beurteilten Kundenkreditportfolios (klassi- sches Kundenkreditvolumen, d. h. ohne Wertpapiere, Derivate und Beteiligungen) nach Ratingklassen zum 31.12.2018. Verteilung „klassisches“ Kundenkreditvolumen1) Externes Rating Ratingklassen Per 31.12.2018 in % AAA bis BBB BBB- bis BB+ BB bis BB- B+ bis C D ungeratet 1 - 3 4 - 6 7 - 9 10 - 15 16 - 18 - 61,7 18,7 11,0 5,2 2,7 0,7 1) ohne Wertpapiere, Derivate und Beteiligungen Die Bonitätsbeurteilung erfolgt im risikorelevanten Geschäft durch erfahrene Mitarbeiter des Bereiches Marktfolge Kredit unter Einbeziehung der Informatio- nen der Kundenbetreuer. Unterhalb der Risikorelevanz- grenze erfolgt die Bonitätsbeurteilung grundsätzlich durch die Kundenbetreuer. Sofern in diesem Segment Analysen durch die Marktfolge Kredit erstellt werden, hängt der Umfang von der Höhe und der Betreuung des Engagements bzw. der Einstufung im Frühwarn- system ab. Soweit uns Informationen vorliegen, die auf eine Verschlechterung der wirtschaftlichen Verhältnisse hinweisen, erfolgt in definierten Fällen eine außerordent- liche Überprüfung. In einer internen Watchlist, die vierteljährlich erstellt wird, werden problembehaftete bzw. ausfallgefährdete Engagements geführt und erforderlichenfalls an die Abteilung Kreditconsulting (Sanierung) abgegeben bzw. notleidende Engage- ments durch die Abteilung Forderungsmanagement (Abwicklung) betreut. Daneben gibt es Fälle, bei denen eine Intensivbetreuung im Markt – in definierten Fällen unter Einbindung der Marktfolge – stattfindet. 22
Die Kreditengagements werden regelmäßig dahin- gehend überprüft, ob Risikovorsorgebedarf besteht. Basis einer Überprüfung, ob im Einzelfall eine Risiko- vorsorge zu bilden ist, ist die Beurteilung der wirt- schaftlichen Verhältnisse und des Zahlungsverhaltens des Kunden. In einem weiteren Schritt erfolgt dann eine Bewertung der Sicherheiten mit ihrem wahrscheinlichen Realisationswert, um einschätzen zu können, welche Zahlungen nach Eintritt von Leistungsstörungen noch erwartet werden. Die Wertberichtigungen, Rückstel- lungen und Direktabschreibungen werden auf Vorschlag der entsprechenden Fachabteilung kompetenzgerecht entschieden. Es erfolgt eine regelmäßige Überprüfung der Angemessenheit und gegebenenfalls daraus resul- tierende Anpassungen. Bei Stellung neuer Sicherheiten bzw. Höherbewertung bestehender Sicherheiten sowie einer nachhaltigen Verbesserung der wirtschaftlichen Verhältnisse des Kreditnehmers, die eine Kapitaldienstfähigkeit erken- nen lassen, oder bei einer zweifelsfreien Kreditrück- führung aus vorhandenen Sicherheiten erfolgt eine Auflösung der Risikovorsorge. Die Erfassung, Fort- schreibung und Auflösung der Risikovorsorge erfolgt in der Kreissparkasse Saarlouis im zentralen DV-System „ABIT“. Die Geschäftsprozesse im Zusammenhang mit der Risikovorsorge sowie die kompetenzgerechte Genehmigung sind in Arbeitsanweisungen geregelt. Für latente Ausfallrisiken bildet die Sparkasse Pauschal- wertberichtigungen. Darüber hinaus bestehen Vorsorge- reserven für allgemeine Bankrisiken nach § 340f und § 340g HGB. Neben der einzelkreditnehmerbezogenen Adressen- ausfallrisikobetrachtung erfolgt auch eine portfolio- bezogene Betrachtung der Adressenausfallrisiken. Dabei werden regelmäßig durch das Risikocontrolling die Veränderungen in der Risikosituation des Kredit- portfolios mit Hilfe des Kreditrisikomodells Sparkassen- CreditPortfolioView analysiert. Zentrale Größe der portfoliobezogenen Risikomessung ist der Value-at- Risk (VaR), der dem geschätzten maximalen Wertverlust des Portfolios entspricht, der unter marktüblichen Bedingungen in einer einjährigen Referenzperiode mit einer bestimmten Wahrscheinlichkeit nicht überschritten wird. In die Ermittlung des VaR fließen neben den einzel- kreditnehmerbezogenen Daten wie Zahlungsstrom, Ausfallwahrscheinlichkeit, Branchenzugehörigkeit und Daten zu den vorhandenen Sicherheiten auch makro- ökonomische Parameter wie die Ausfallzeitreihen der Risikosegmente, Korrelationskoeffizienten, Einbrin- gungs- und Verwertungsquoten, Shiftparameter und die aktuelle Zinsstrukturkurve sowie Credit Spreads ein. Das Kreditportfolio unserer Sparkasse ist gekennzeichnet durch eine gute Diversifizierung sowohl nach Branchen, Ratingklassen als auch Größenklassen. Länderrisiken spielen vor dem Hintergrund ihres geringen Anteils eine untergeordnete Rolle in der Sparkasse. Vor dem Hinter- grund der sich aus den Bonitätsbeurteilungssystemen ergebenden Erkenntnisse stufen wir die Entwicklung unserer Risikolage aus dem Kreditgeschäft als unbe- denklich ein. Die Adressenausfallrisiken bewegten sich 2018 jederzeit im Rahmen des vom Vorstand vorgege- benen Limits. Auch aufgrund des zum 31.12.2018 ermittelten VaR gehen wir insgesamt von einer als überschaubar einzustufenden Risikosituation aus. Entwicklung der Risikovorsorge Art der Risikovorsorge Einzelwertberichtigungen Rückstellungen Pauschalwertberichtigung Anfangs- bestand der Periode Mio. € 33,6 0,8 4,5 Verbrauch Auflösungen Zuführungen Mio. € Mio. € Mio. € 4,6 0,0 0,0 3,1 0,3 0,6 3,4 0,1 0,0 Endbestand der Periode Mio. € 29,3 0,6 3,9 23
Handelsgeschäft Die Adressenausfallrisiken bei Handelsgeschäften werden durch sorgfältige Auswahl unserer Vertrags- partner sowie durch Limite je Partner begrenzt. Die Auslastung der Limite wird durch die Abteilung Rech- nungswesen berechnet und überwacht. Die Handelsgeschäfte umfassen zum Bilanzstichtag ein Volumen von 785,5 Mio. EUR. Wesentliche Posi- tionen sind dabei die Schuldverschreibungen und Anleihen (582,0 Mio. EUR) und die Wertpapier- und Immobilienspezialfonds (203,5 Mio. EUR). Dabei zeigt sich nachfolgende Ratingverteilung der direkt gehaltenen Schuldverschreibungen und Anleihen: Ratingverteilung Ratingbereich (Standard & Poor’s) Gesamtnominalvolumen 31.12.2018 AAA (Moody‘s: Aaa) AA+ bis AA- (Moody‘s: Aa1 bis Aa3) A+ bis A- (Moody‘s: A1 bis A3) BBB+ bis BBB- (Moody‘s: Baa1 bis Baa3) BB+ bis BB- (Moody‘s: Ba1 bis Ba3) Kein S&P- bzw. Moody‘s-Rating Summe T € 157.000 118.000 161.500 122.500 17.000 3.000 579.000 Die direkt von der Sparkasse gehaltenen Wertpapiere verfügen zu 75,4 % über ein Rating von A- und besser. Keine Ratings liegen für 0,5 % der Wertpapiere vor. Anteile an Publikumsfonds und Aktien werden aus- schließlich über unsere Spezialfonds gehalten, für die aber die Anlagerichtlinien Vorgaben zur Risikobegren- zung enthalten. Die nachfolgende Tabelle gibt einen Überblick über unser Engagement in Wertpapieren von Emittenten aus Staaten außerhalb Deutschlands: Engagements außerhalb Deutschlands (ohne Supranational z. B. EFSF): Staaten Aktien festverz. Wertpapiere Sonstige Gesamt 2018 Mio. € 2018 Mio. € 2018 Mio. € 2017 Mio. € Belgien Finnland Frankreich Irland Italien Luxemburg Niederlande Norwegen Österreich Schweden Schweiz Spanien Vereinigtes Königreich Summe 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 24 5,0 13,5 62,8 6,0 24,0 10,0 47,5 30,0 71,0 41,5 5,0 15,0 5,0 336,3 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 5,0 10,0 48,8 8,5 16,0 10,0 47,5 30,0 71,5 29,0 5,0 15,0 5,0 301,3 Die Bestände setzen sich aus festverzinslichen bzw. variabel verzinslichen Wertpapieren (Corporate Bonds, IHS, öffentliche Anleihen, Pfandbriefe) zusammen und wurden zum Jahresende, sofern erforderlich, jeweils auf den beizulegenden Wert abgeschrieben. Wir berechnen das Adressenausfallrisiko bei Handels- geschäften für die Risikotragfähigkeit ratingbasiert. Ausgehend von den Ausfallwahrscheinlichkeiten, die den aktuellen Ratingeinstufungen zugrunde liegen, wird ein VaR ermittelt. Die für außergewöhnliche Marktentwicklungen durch- geführten Worst-Case-Szenarien und Stresstests zei- gen, dass die Sparkasse auch im Risiko- bzw. Stressfall die dabei entstehenden Verluste mit dem eingesetzten Risikodeckungskapital ausgleichen kann. Die Adressenausfallrisiken aus Handelsgeschäften bewegten sich im gesamten Geschäftsjahr 2018 inner- halb der im Rahmen der Risikotragfähigkeit festgeleg- ten Limite. Beteiligungen Die Gefahr eines finanziellen Verlustes aufgrund von Wertminderungen des Beteiligungsportfolios wird als Beteiligungsrisiko bezeichnet. Bei den Verbundbeteiligungen der Sparkasse handelt es sich im Wesentlichen um strategische Beteiligungen. Sie dienen insbesondere dem Ausbau der Vertriebs- kanäle für die Produkte der Verbundunternehmen. Die Verbundbeteiligungen sollen den Geschäftszweck der Sparkasse langfristig unterstützen. Teilweise werden die Beteiligungen auch indirekt über den SVSaar gehal- ten. Daneben bestehen weitere Kapitalbeteiligungen, die jedoch von untergeordneter Bedeutung sind. Das Beteiligungsportfolio beläuft sich – ohne Anteile an ver- bundenen Unternehmen – insgesamt auf 28,7 Mio. EUR (Buchwert) und liegt damit unter dem Vorjahreswert in Höhe von 33,1 Mio. EUR. Der Rückgang liegt in der Ein- bringung der Anteile an der SAARLAND Feuerversiche- rung AG in die VBG Versicherungsbeteiligungsgesell- schaft mbH & Co. KG, München begründet, wobei ein Teil der Beteiligung in Form eines Darlehens als Äquiva- lent zur gesellschaftsrechtlichen Beteiligung ausgege- ben wurde. In der Beteiligungsstrategie hat die Sparkasse die Ziele und Rahmenbedingungen für die Beteiligungen festgelegt. Die Beteiligungsrisiken werden angemessen in das Risikotragfähigkeitskonzept der Sparkasse ein- bezogen. Das Beteiligungscontrolling erfolgt durch die Abteilung Unternehmenssteuerung.
Insbesondere werden die Risiken aus Beteiligungs- positionen vierteljährlich im Rahmen der Risikotrag- fähigkeitsbetrachtung gemessen. Zum einen wird das Risiko einer im Vergleich zur Planung verminderten Ausschüttungshöhe betrachtet. Zum anderen werden potenzielle Abschreibungsrisiken erfasst. Im Rahmen des jährlichen Beteiligungsberichts erfolgen daneben auch eine Betrachtung der Buchwerte, Erträge und Abschreibungen sowie eine Marktwertabschätzung der größeren Beteiligungspositionen. Berichtswesen Der Notwendigkeit eines angemessenen und zeitna- hen Risikoinformationswesens tragen wir durch das regelmäßige MaRisk-Berichtswesen Rechnung. Das MaRisk-Berichtswesen ermöglicht es uns, die Adres- senausfallrisiken zu bewerten und zu steuern. Es beinhaltet folgende Darstellungen und ggf. erforder- liche Kommentierungen: • zur Portfoliozusammensetzung nach Bonitätsklassen bzw. Ratingkennziffern, Branchen, risikobehaftetem Volumen und Größenklassen unter besonderer Berücksichtigung von Risikokonzentrationen • zu den festgelegten internen Limiten • zum Umfang der den Kunden extern zugesagten Linien • zu bestehenden Großkrediten und sonstigen, unter Risikogesichtspunkten wesentlichen Engagements • zu bedeutenden Limitüberschreitungen und deren Gründen • zur Entwicklung des Neugeschäfts • zur Entwicklung der Risikovorsorge • zu wesentlichen Kreditentscheidungen, soweit sie von unserer Risikostrategie abweichen oder vom Vorstand im Rahmen seiner Krediteinzelkompetenz bei abweichenden Voten entschieden wurden 3.1.3. Marktpreisrisiken Marktpreisrisiken sind mögliche Vermögens- oder Ertragseinbußen, die sich aus den Veränderungen der Marktpreise bzw. preisbildender Faktoren (Zinssätze, Währungs- und Aktienkurse, Volatilitäten, Laufzeiten) sowie aus den daraus resultierenden Preisänderungen von Finanzderivaten ergeben. Zusätzliche Risiken liegen in Positionen, deren Marktgängigkeit begrenzt ist. Die Marktpreisrisiken für die Eigenanlagen in Wert- papieren werden durch das Risikocontrolling nach Art und Höhe bewertet. Marktpreisrisiken aus Handelsgeschäften des Anlagebuchs Für die Handelsgeschäfte der Sparkasse werden die Marktpreisrisiken mindestens monatlich auf Basis aktueller Marktpreise und möglicher Marktpreisver- änderungen durch die Abteilung Unternehmenssteu- erung ermittelt und auf die aus dem Risikotragfähig- keitskonzept abgeleiteten Limite angerechnet. Die potenziellen negativen Marktpreisveränderungen aus Handelsgeschäften werden auf Basis von Szenario- analysen gemessen und überwacht. Zur Überwachung des Marktpreisrisikos wird im Risikocontrolling das Programm „SimCorp Dimension“ eingesetzt. Bei Über- schreiten der Limite bzw. des Warnschwellenwertes sind Maßnahmen durch das Risikocontrolling zu prü- fen bzw. einzuleiten. Für das Anleiheportfolio der Sparkasse werden diffe- renzierte Parametereinstellungen verwendet. Auf Basis einer historischen Simulation wurden für unterschied- liche Wertpapierarten Zins- und Spreadszenarien abgeleitet und festgelegt. Für die Spezialfonds wird zu jedem Reportingstichtag ein Verlustrisiko auf Basis der aktuellen Fondszusammensetzung ermittelt. Die Währungsrisiken aus den Fremdwährungspositionen werden auf Basis einer Zeitreihenanalyse der Volatilität von Wechselkursen pauschal bewertet. Durch regel- mäßige Analysen wird die Qualität der verwendeten Risikomodelle überprüft, und bei Bedarf werden die Parameter angepasst. Marktpreisrisiken Risikoart Kursrisiken aus verzinslichen Positionen Kursrisiken aus sonstigen Marktpreisrisikopositionen Währungsrisiken Summe 31.12.2018 Mio. € 31.12.2017 Mio. € 19,8 19,8 0,1 39,7 23,1 8,6 0,0 31,7 Die Marktpreisrisiken aus Handelsgeschäften beweg- ten sich 2018 jederzeit im Rahmen des vom Vorstand vorgegebenen Limits. Die für außergewöhnliche Marktentwicklungen monat- lich bzw. vierteljährlich sowie anlassbezogen durchge- führten Worst-Case-Szenarien und Stresstests zeigen, dass die Sparkasse im Risiko- bzw. Stressfall ausreichend Risikodeckungskapital besitzt, um die Verluste aus- zugleichen. Als Ergebnis dieser Simulationen ist fest- zuhalten, dass auch bei unerwartet hohen Marktpreis- schwankungen die Risikotragfähigkeit gegeben ist. 25
bestehen in erster Linie bei steigenden Marktzinsen und einer inversen Zinsstruktur. Der Zinsrisikokoeffizient gemäß § 25a Abs. 2 KWG in Verbindung mit dem BaFin-Rundschreiben 09/2018 (Ermittlung der Auswirkungen einer plötzlichen und unerwarteten Zinsänderung um + 200 Basispunkte) belief sich zum 31. Dezember 2018 auf - 18,6 % (Ver- hältnis der negativen Barwertänderung des Zinsbuchs zu den regulatorischen Eigenmitteln). Die für außergewöhnliche Marktentwicklungen durchgeführten Worst-Case-Szenarien zeigen, dass die Sparkasse selbst in einem schwierigen Zinsumfeld positive Jahresergebnisse ausweisen und die Eigen- kapitalbasis weiter stärken kann. Auch die regelmäßig durchgeführten Stresstests lassen keine Gefährdungen erkennen. Im Rahmen der Gesamtbanksteuerung werden zur Steuerung von Zinsänderungsrisiken neben bilanz- wirksamen Instrumenten auch derivative Finanz- instrumente in Form von Zinsswaps (Nominalbetrag 681,3 Mio. EUR) eingesetzt. Folgende Daten bzw. Unterlagen werden dem Vorstand mittels des Berichtswesens bzgl. des Zinsänderungs- risikos regelmäßig zur Verfügung gestellt: • Entwicklung des Zinsspannenrisikos (Periodische Sichtweise) • Entwicklung des barwertigen Zinsänderungsrisikos • Gegenüberstellung Ist-Summenzahlungsstrom und Soll-Summenzahlungsstrom • Veränderung der Zinsstruktur • Limitauslastung • Änderungen der wesentlichen Annahmen oder Parameter • Stresstestergebnisse • Entwicklung des Zinsrisikokoeffizienten und Ausprägung des Prüfkriteriums Währungsrisiken sind bei der Sparkasse nur von unter- geordneter Bedeutung. Offene Positionen werden in der Regel durch gegenläufige Geschäfte geschlossen. Folgende Daten bzw. Unterlagen werden dem Vorstand als Risikoinformationen mittels des Berichtswesens durch das Risikocontrolling mindestens monatlich zur Verfügung gestellt: • Marktpreisrisiken des Handels- und Anlagebuchs • Risiko- und Ergebnisentwicklung der einzelnen Portfolien • Limitauslastung • Änderungen der wesentlichen Annahmen oder Parameter • Ergebnisse der Risikosimulation zum nächsten Bilanzstichtag Gesamtinstitutsbezogenes Zinsänderungsrisiko Die Sparkasse setzt im Rahmen der institutsspezifischen Risikosteuerung bei der periodischen Ermittlung des Zinsspannenrisikos des Gesamtinstituts regelmäßig das Simulationstool „Ergebnisvorschaurechnung“ ein. Die periodische Messung des Zinsänderungsrisikos erfolgt vierteljährlich. Die wertorientierte Messung des Zinsänderungsrisikos erfolgt monatlich. Zur wertorientierten Quantifizierung und Steuerung mittels des Risikomaßes VaR (relativ zum Erwartungs- wert) setzt das Risikocontrolling die Anwendung „sDIS OSPlus“ ein. Dabei werden ein Konfidenzniveau von 95 %, eine Haltedauer von 90 Tagen und der Beo- bachtungszeitraum von 1988 bis 2016 zugrunde gelegt. Nachfolgende Übersicht zeigt die Zinsänderungsrisiken (wertorientiert) anhand des VaR (relativ zum Erwar- tungswert) im Vergleich zum Vorjahr. Dabei ist fest- zuhalten, dass die Risiken (in % des Barwertes) im Jahresverlauf relativ konstant geblieben sind. Zinsänderungsrisiken VaR Minimum 2018 Mio. € VaR Maximum 2018 Mio. € VaR 31.12.2018 Mio. € VaR 31.12.2017 Mio. € 25,2 27,3 26,6 27,4 Die Limitierung des wertorientierten Zinsänderungs- risikos leitet sich aus einem Vergleichsmaßstab (Benchmark) ab. Dabei ergreift die Sparkasse regelmä- ßig Maßnahmen, um das Zinsänderungsrisiko innerhalb ihrer Zielvorgaben zu halten. Im Jahr 2018 wurde der Zielkorridor für das Zinsänderungsrisiko bei geringen Schwankungen eingehalten. Zinsänderungsrisiken 26
3.1.4. Liquiditätsrisiken Das Risiko, Zahlungsverpflichtungen zum Zeitpunkt der Fälligkeit nicht nachkommen zu können, sowie die Gefahr, im Falle unzureichender Marktliquidität in ein- zelnen Produkten nicht oder nicht zu den erwarteten Konditionen kontrahieren zu können (Marktliquiditäts- risiken), wird ebenfalls im Rahmen des Risikomanage- ments gesteuert. Dem Liquiditätsrisiko wird durch eine ausreichende Liquiditätsvorsorge und eine verant- wortungsvolle Strukturierung der Aktiva und Passiva vorgebeugt. An Märkten mit geringer Marktliquidität ist die Sparkasse nicht wesentlich investiert. Zur Beurteilung des kurzfristigen Liquiditätsstatus nutzt die Sparkasse die Liquidity Coverage Ratio (LCR), die von einem Betrachtungszeitraum von einem Monat ausgeht. Als weiteres Risikomessinstrument nutzt die Sparkasse eine kumulierte Liquiditätsablaufbilanz. Sie stellt die prognostizierten Zahlungsströme über einen bestimmten in der Zukunft liegenden langfristi- gen Zeitraum (unter außergewöhnlichen Marktbedin- gungen) dar. Die kumulierte Liquiditätsablaufbilanz beinhaltet die Abbildung der Ist-Geschäfte des Kredit- institutes hinsichtlich ihrer Verfügbarkeit (d. h. Liquidier- barkeit), ergänzt um Prolongationen bzw. Neugeschäfte. Zeitlich früher liegende Zahlungsmittelüberschüsse können zur Deckung eines späteren Zahlungsmittel- bedarfs herangezogen werden. Ziel der Erstellung der kumulierten Liquiditätsablaufbilanz ist die Ableitung der Survival Period als zentrale Steuerungskennzahl. Die Survival Period beschreibt die Zeitspanne, wie lange ein Kreditinstitut auch bei stark eingeschränkten Mittelaufnahmemöglichkeiten am Geld- und Kapital- markt unter unterschiedlichen Modellierungsannahmen (u.a. Kursverfall bei Wertpapieren der Liquiditätsreserve, Abzug von Sicht- und Spareinlagen) mindestens zah- lungsfähig bleibt. Nach unseren Berechnungen ist ein Zahlungsmittelüberschuss auch unter diesen verschärften Rahmenbedingungen für 10 Monate gegeben. Die Sparkasse verfügt – wie es auch die Liquiditäts- kennzahl im Abschnitt Finanzlage zeigt – insgesamt über eine starke Liquiditätsposition. Ausschlaggebend hier- für sind unser Bestand an hochliquiden Wertpapieren und die Möglichkeit der kurzfristigen Geldaufnahme, u. a. bei der EZB oder der SaarLB. Darüber hinaus werden bei der Deutschen Bundesbank zur Erfüllung der Min- destreservevorschriften entsprechende Guthaben unterhalten. Handlungsalternativen für einen sich eventuell ab- zeichnenden Liquiditätsengpass sowie einen Notfall- plan für einen tatsächlichen Liquiditätsengpass wurden definiert. Über die Liquiditätssituation erstattet das Risikocontrolling dem Vorstand vierteljährlich Bericht. Risikoinformationen werden dem Vorstand mittels des Liquiditätsrisikoberichts durch das Risikocontrolling vierteljährlich in folgendem Umfang zur Verfügung gestellt: • Entwicklung der LCR • (Kumulierte) Liquiditätsablaufbilanz inkl. Survival Period • Ergebnisse der (inversen) Stresstests • Ergebnisse zur Risikofrüherkennung • Risikokonzentrationen • Liquiditätsliste 3.1.5. Operationelle Risiken Unter operationellen Risiken versteht die Sparkasse die Gefahr von Schäden, die infolge der Unangemessen- heit oder des Versagens von internen Verfahren, von Handlungen von Mitarbeitern, der internen Infrastruktur oder infolge externer Einflüsse eintreten können. Für den adäquaten Umgang mit operationellen Risiken ist der Vorstand verantwortlich, dem in diesem Zusammen- hang die Aufgabe der Festlegung, der regelmäßigen Über- prüfung und der Sicherstellung der Rahmenbedingungen im Umgang mit operationellen Risiken zufällt. Zu den installierten Regelungen bzw. Verfahren zum Management der operationellen Risiken zählen ins- besondere das interne Kontrollsystem, die schriftlich fixierte Ordnung für die Aufbauorganisation und die wesentlichen Arbeitsabläufe, der Einsatz von qualifi- ziertem Personal sowie die ständige Weiterentwicklung der Methoden und die Verbesserung der technischen Abläufe. Betriebsrisiken aus dem IT-Bereich, aus Or- ganisations- und Bearbeitungsfehlern werden durch Vereinbarungen mit einem externen Rechenzentrum, Notfallkonzepte, zunehmende Automatisierung und ständige Kontrollen durch qualifizierte Mitarbeiter gemindert sowie zum Teil durch Versicherungen ge- deckt. Rechtliche Risiken werden durch sorgfältige Prüfung der vertraglichen Grundlagen und den Einsatz gebräuchlicher Standardverträge reduziert. Darüber hinaus setzt die Sparkasse die im Projekt „Operationelle Risiken“ entwickelten Instrumente „Schadensfalldatenbank“ und „Risikoinventur“ ein. In der „Schadensfalldatenbank“ werden tatsächlich eingetretene Schäden aus operationellen Risiken fortlaufend ab einem Betrag von 1 TEUR erfasst (ex post Betrachtung). Die auf Basis von Fragebögen 27
(Interviews) einmal jährlich erfolgende „Risikoinventur“ dient zur Abschätzung des Gefährdungspotenzials aus operationellen Risiken. Der (potenzielle) Schaden aus operationellen Risiken wird als eher gering und ihre Beherrschbarkeit als gut eingeschätzt. Dennoch sind operationelle Risiken in der Sparkasse als wesentlich eingestuft, wobei keine explizite Einzellimitierung in der Risikotragfähigkeit vorgesehen ist. Stattdessen erfolgt die Limitierung der operationellen Risiken über das Risikotragfähigkeits- Gesamtlimit. Die für außergewöhnliche Ereignisse durchgeführten Stresstests zeigen, dass die Sparkasse ausreichend Risikodeckungskapital besitzt, um Risiko- bzw. Stressfälle verkraften zu können. Risikoinformationen werden dem Vorstand mittels des Berichts „Operationelle Risiken“ durch das Risiko- controlling jährlich in folgendem Umfang dargelegt: • aufgetretene Schadensfälle (Art, Ausmaß und Ursache) • ermittelte Risiken • ergriffene Maßnahmen • Handlungsempfehlungen Über die eingetretenen Schäden bzw. die Schadens- falldatenbank wird vierteljährlich im Rahmen des Berichtswesens informiert. 3.1.6. Gesamtbild der Risikolage Zusammenfassende Risikobeurteilung Durch das Risikomanagement und -controlling der Sparkasse können frühzeitig die Risiken identifiziert, Informationen an die zuständigen Entscheidungs- träger weitergeleitet und Risiken gesteuert werden. Die Sparkasse verfügt über ein Risikotragfähigkeitspo- tenzial, das auch in den von ihr definierten Szenarien zur Deckung aller wesentlichen Risiken ausreicht. Bestandsgefährdende Risiken und Risiken, die über das übliche geschäftliche Maß hinausgehen, sind nicht erkennbar. Risiken, die einen wesentlichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Sparkasse haben, sind ebenfalls nicht anzunehmen. Die Sparkasse sieht sich durch das bestehende Risikomanagement sowohl für das bestehende Geschäft als auch für die kommenden Herausforderungen gut gerüstet. 3.2. Chancenbericht Die Kreissparkasse Saarlouis reagiert auf die sich andauernd verändernden Rahmenbedingungen von stärkerer Bankenregulierung, anhaltendem Niedrig- zinsumfeld und verändertem Kundenverhalten durch Optimierung ihrer Refinanzierungsstruktur und der Stärkung der Aktivitäten im Markt. Im Kontext der fortschreitenden Digitalisierung, der Einführung von fallabschließenden und standar- disierten Beratungs- und insbesondere Servicepro- zessen mit „OSPlus_neo“ sowie deren Integration in die Internetfiliale ergeben sich im Servicebereich der Geschäftsstellen zunehmend Freiräume. Aus diesem Grund wurden verschiedene Strukturveränderungen – u. a. Änderung der Öffnungszeiten – vorgenommen, die es uns ermöglichen, unser Personal bedarfsgerecht einzusetzen. 3.3. Prognosebericht Unser Ziel ist die Beibehaltung unserer starken Marktstellung in unserem Geschäftsgebiet sowie eine angemessene Ertragskraft, die unseren finanziellen Spielraum für die zukünftige Geschäftsentwicklung gewährleistet. Wir streben ein kontinuierliches, organisches und qualitatives Wachstum an. Dies fördern wir unter anderem durch Zielvereinbarungen mit Führungskräften und Mitarbeitern. Durch den effizienten Einsatz von vorhandenen Ressourcen, die kontinuierliche Verbesserung unserer Prozesse und die Übernahme von mehr Verantwortung jedes einzelnen Mitarbeiters erreichen wir die erforderliche Produktivität. Als Motor und entscheidende Größe im Wertschöpfungsprozess wollen wir das Wissen und die Erfahrungen unserer Mitarbeiter an allen Standorten der Sparkasse auch künftig zielgerichtet erschließen und weiterentwickeln. Die Prognose, die sich auf die Entwicklung der Sparkasse für das nächste Jahr bezieht, stellt unsere Einschätzungen der wahrscheinlichsten künftigen Entwicklung auf Basis der uns zum Zeitpunkt der Erstellung des Lageberichts zur Verfügung stehenden Informationen dar. Da Prognosen mit Unsicherheiten behaftet sind bzw. sich durch die Veränderungen der zugrunde liegenden Annahmen als unzutreffend erweisen können, weisen wir darauf hin, dass die tatsächlichen Ergebnisse von den zurzeit erwarteten abweichen können, sofern die zugrunde gelegten Annahmen nicht eintreffen. Eine verlässliche Prognose ist besonders schwierig, da die Rentabilität der Banken- branche zunehmend und nachhaltig durch immer höhere Anforderungen aus der aufsichtsrechtlichen 28
Regulierung belastet wird. Hier sind insbesondere die Bankenabgabe und die Einlagensicherung zu nennen. Nationale Rahmenbedingungen Schon in den vergangenen Jahren waren die Ausblicke immer mit umfangreichen Risikohinweisen versehen. Dies gilt weiterhin und für 2019 sogar verstärkt. Die Themen sind teils die gleichen geblieben, teils haben sie sich – wie der konkretisierte Handelskonflikt – verschärft, teils bleiben sie wie der ungelöste Brexit präsent, rücken zeitlich aber näher. So präsentiert sich die Situation Anfang 2019 brisanter als in den Vorjahren. Die recht hohen Aktienkursverluste in den letzten Monaten des Jahres 2018 an praktisch allen Börsen- plätzen zeigen die gewachsene Sorge an den Märkten, dass der lange zyklische Aufschwung der Weltwirtschaft vor einer Wende stehen könnte. Der IWF veranschlagt in seinem Ausblick-Update vom 21. Januar 2019 das Wachstum der Weltwirtschaft 2019 mit 3,5 %. Das wäre zumindest ein gewisser Dynamikverlust gegenüber den Vorjahren, verbunden mit der Gefahr, dass es bei eskalierenden Risiken auch schlechter kommen kann. Ähnlich argumentieren die Chefvolkswirte der Sparkassen-Finanzgruppe in ihrer aktuellen Gemein- schaftsprognose. Das dort erarbeitete Hauptprognose- szenario zeigt eine Fortsetzung des Aufschwungs, wenngleich mit etwas verlangsamten Wachstumsra- ten. Zugleich beziffern sie das Rezessionsrisiko für den Prognosehorizont 2019 und 2020 mit immerhin 25 %. Das ist ein beachtlicher Wert und weit mehr als ein Randrisiko. Eine Rezession wäre aber, der tech- nischen Definition folgend, auch schon bei einem Rückgang des Bruttoinlandsproduktes in zwei auf- einanderfolgenden Quartalen erreicht. Das wäre für Deutschland alles andere als eine wirkliche Krise. Eine kurze Stagnation wäre zu verkraften. Angesichts der in den letzten Jahren herrschenden leichten Überaus- lastung wäre es vielmehr eine „Normalisierung“ und keine Rezession im qualitativen Sinne. Eine begrenzte Wachstumspause würde jedenfalls nicht gleich mit steigender Arbeitslosigkeit und kritischen Staatsfinan- zen einhergehen. Es kann allerdings bei gleichzeitigem Eintreten der Risikolagen und einem sich gegensei- tigen Verstärken auch schlimmer kommen. Andere Regionen der Weltwirtschaft wären voraussichtlich empfindlicher betroffen als Deutschland mit seinen robusten inländischen Puffern. Im optimistischeren Hauptszenario prognostizieren die Chefvolkswirte einen fortgesetzten, wenngleich etwas verlangsamten Aufschwung in Deutschland und im Euroraum. Für den Euroraum veranschlagen sie für das Jahr 2019 1,5 % Wachstum, was etwa dem Poten- zialpfad entspräche. Für Deutschland wird die für 2019 in Aussicht gestellte Wachstumsziffer mit 1,3 % etwas schwächer angegeben. Das liegt aber auch daran, dass der statistische Überhang für Deutschland in diesem Jahr mit rund 0,2 % recht klein ausfällt. Dies ist aus dem zeitlichen Profil des Wachstums 2018 abzuleiten. Da das zweite Halbjahr 2018 recht schwach war, liegt das Produktionsniveau am Jahresende kaum über dem Jahresdurchschnitt. Die Ausgangsbasis für die Ent- wicklung im neuen Jahr startet dadurch mit weniger Vorsprung, als es bei einer gleichmäßigeren Entwick- lung im alten Jahr der Fall gewesen wäre. Mit Blick auf die Nachfragekomponenten, die das Wachstum 2019 tragen dürften, fällt das Bild ähnlich aus wie im Vorjahr. Vom Außenhandel ist kein Wachs- tumsbeitrag zu erwarten. Die Exporte sollten ange- sichts der Hemmnisse in der Weltwirtschaft nicht so stark wachsen wie die von der stärkeren Binnennach- frage getriebenen Importe. Der hohe Leistungsbilanz- überschuss Deutschlands könnte also weiter sinken. Der Investitionstätigkeit traut die Gemeinschaftsprog- nose der Chefvolkswirte 2019 weiter eine recht dyna- mische Expansion zu. Sowohl die Bauten als auch die Ausrüstungen sollen überproportional zulegen. Der Konsum, sowohl der staatliche als auch der private, wird mit einem 2019 wieder etwas kräftigeren Wachs- tum als 2018 veranschlagt. Sofern die Einkommenslage so robust ist wie unter- stellt, sind entsprechende Konsumausgaben plausibel. Darüber hinaus sind die privaten Konsumausgaben von der guten Arbeitsmarktlage solide unterfüttert. Der hohe Beschäftigungsstand und die Lohnentwick- lung dürften selbst bei problematischerer Weltwirt- schaft nicht so schnell in einen Negativtrend drehen. Die Arbeitsmarktvariablen laufen als konjunkturelle Spätindikatoren zumindest noch 2019 so gut wie sicher positiv nach. Die Chefvolkswirte erwarten 2019 einmal mehr neue Rekordwerte bei der Zahl der Erwerbs- tätigen bzw. weitere Rückgänge der Arbeitslosenquote. Die Perspektiven für die Preisentwicklung sind dagegen verhaltener. Für 2019 erwartet die Gemeinschaftsprog- nose bei den Verbraucherpreisen eine Rate von 1,7 % bzw. eine etwas schwächere Entwicklung mit 1,4 % bei der Kernrate unter Ausblendung der volatileren Energie- und Lebensmittelpreise. Diese prognostizierten Raten gelten für 2019 im Gleichlauf sowohl für Deutschland als auch für den Euroraum. Erst in den Jahren danach dürfte in Deutschland aufgrund der größeren Arbeits- marktengpässe und daraus resultierendem Lohndruck eine etwas höhere Preissteigerung als im Schnitt des Euroraums eintreten. 29
Auch wenn die Preisentwicklung in dieser Prognose noch nicht überschießt, so bleiben zumindest die Gesamt- raten doch in der Nähe des Ziels der Europäischen Zentralbank von „unter, aber nahe bei zwei Prozent“. Der Zeitpunkt für eine weitere geldpolitische Normali- sierung scheint deshalb gekommen, jedenfalls in dem unterstellten Hauptszenario, bei dem es zu keinem Abrutschen in eine Rezession kommt und die Preis- entwicklung wie skizziert verläuft. Regionale Rahmenbedingungen Die Situation zu Beginn des Jahres 2019 ist von Pessi- mismus und Sorgen über die Konjunktur geprägt. Lagen die meisten Wachstumsprognosen für die deutsche Wirtschaft im Herbst des Jahres 2018 noch zwischen 1,5 % und 2 %, so sind sie Ende des 1. Quartals 2019 bei 0,5 % bis 1 % angelangt. Ausgelöst wurden die Prognosekorrekturen durch die gesunkene Dynamik der Weltwirtschaft, insbesondere der Industrieländer und damit zusammenhängend des internationalen Handels. Als wichtige Belastungsfaktoren gelten die von den USA ausgelösten, schwelenden Handelskon- flikte. Dazu kommt in der Eurozone die Unsicherheit über den Brexit und über die italienische Finanzpolitik. Stabilisierend wirkt dank steigender verfügbarer Einkommen der private Konsum. Ende 2018 ist die deutsche Volkswirtschaft gerade so an einer technischen Rezession (definiert als zwei aufeinanderfolgende Quartale mit negativem BIP- Wachstum) vorbeigeschrammt. Die entsprechend ge- drückte Stimmung in den Unternehmen zeigt sich z. B. im ifo-Geschäftsklimaindex, der zwischen August 2018 und Februar 2019 sechs Monate in Folge gefallen ist. Im Saarland sind die IHK-Konjunkturindizes zu Lage und Erwartungen sogar schon ein paar Monate länger auf Talfahrt. Es ist vor allem das schwache Exportgeschäft, das die Stimmung belastet. Dazu kommt, dass einige wichtige saarländische Unternehmen in tiefgreifenden Anpassungsprozessen stecken. Stabilisierend wirkt derzeit vor allem der Dienstleistungssektor, der von einer guten Einkommensentwicklung und der guten Ar- beitsmarktlage profitiert. Gleichwohl besteht in Summe wenig Hoffnung, dass die Saar-Wirtschaft in 2019 ein nennenswertes Wachstum erreichen wird. Einen Wert von 0,5 bis 1 % hält die IHK des Saarlandes für möglich. Gesamtwirtschaftliche Prognosen stehen stets unter Vorbehalten, wobei die Risiken seit einigen Jahren vor allem politisch bedingt sind: Im Verlauf des Jahres 2018 hat die US-Regierung einige protektionistische Maßnahmen ergriffen, zunächst vor allem gegen asiatische Handelspartner. Gleichzeitig torpedieren die USA das bisherige, auf multilateralen Vereinbarungen beruhende weltweite Handelssystem. Die Gefahr eines internationalen Handelskriegs mit der Folge einer allgemeinen Konjunkturschwäche ist daher auch zu Beginn des Jahres 2019 allgegenwärtig und verunsi- chert die Wirtschaftsakteure. Sollte der internationale Handelsstreit eskalieren, wären Deutschland und das Saarland als stark exportorientierte Volkswirtschaften mit Sicherheit negativ betroffen. Ein ungeordneter Brexit würde ähnlich wirken. Im Jahr 2018 wurde als Risiko gesehen, dass die Inflation rascher als erwartet ansteigen könnte und die Zentral- banken gezwungen sein könnten, schneller als geplant eine restriktivere Geldpolitik zu verfolgen. Dieses Risiko ist nun deutlich geringer, die Zinswende dürfte in der Eurozone frühestens im Jahr 2020 eingeleitet werden. Dagegen sind in 2019 die Risiken von Kapitalmarkttur- bulenzen aus anderen Gründen gestiegen: Eine Neuauf- lage der Eurokrise, z. B. ausgelöst durch die italienische Finanzpolitik, erscheint nicht ausgeschlossen. Auch die riskanteren Bereiche der Anleihemärkte könnten mit Kurskorrekturen die Finanzmärkte in Unruhe versetzen. Die Risiken erscheinen derzeit bedeutsamer, dennoch liegen auch positive Überraschungen im Bereich des Möglichen: In einem Positivszenario würden die Han- delskonflikte gelöst, die Brexit-Frage einvernehmlich geordnet und die weltweite konjunkturelle Dynamik, gerade in den Emerging Markets, erneut anziehen. (Quellen: „Gesamtwirtschaftlicher Jahresrückblick“, Abteilung Volkswirtschaft, Finanzmärkte und Wirtschaftspolitik, DSGV und „Gesamtwirtschaftlicher Jahres- rückblick und -ausblick Saarland“, SV Saar Verbandsgeschäftsstelle) Voraussichtliche Entwicklung der Sparkasse Vor dem Hintergrund der dargestellten gesamtwirt- schaftlichen Rahmenbedingungen erwarten wir für das Geschäftsjahr 2019 eine mit dem Vorjahr insgesamt vergleichbare Ertragslage bei moderat ansteigender Bilanzsumme. Auf der Aktivseite sieht die Planung einen nur leichten Anstieg des Kundenkreditgeschäftes bei nahezu konstanten Forderungen gegenüber Kreditinsti- tuten vor. Auf der Passivseite planen wir eine Fortschrei- bung des Trends leicht zunehmender Sichteinlagen zu- lasten der Zuwachssparverträge. Unsere Zielmarke für die Cost-Income-Ratio sollten wir erreichen können. Wir erwarten sowohl im privaten als auch im gewerb- lichen Kreditgeschäft ein moderates Wachstum, wobei im privaten Bereich nach wie vor die Wohnungsbau- finanzierung im Vordergrund steht. Beim Mittelauf- kommen von Kunden rechnen wir mit nahezu kons- tanten Einlagen. Das Interbankengeschäft planen wir 30
aufgrund der abweichenden aktivischen und passivi- schen Planungsgrößen im Kundengeschäft mit einem zunehmenden Bestand. Die Refinanzierung der Aus- gleichsposition soll rollierend kurzfristig erfolgen. Für das Jahr 2019 gehen wir von einem weiterhin niedrigen Zinsniveau aus, so dass bei sich gleichzeitig verstärkendem Wettbewerb in der Kreditwirtschaft die Zinsspanne weiter unter Druck bleiben wird. Hinzu kommt, dass wie bereits in den Vorjahren die Anleihen weiterhin nur zu niedrigeren Zinssätzen wieder an- gelegt werden können. Den Zinsüberschuss erwarten wir – gemäß unserer Planung auf der Datenbasis des Betriebsvergleichs – bei 74,6 Mio. EUR und somit nied- riger als im abgelaufenen Geschäftsjahr. Die Erträge aus den Beteiligungen bewerten wir in unseren lang- fristigen Planungen konstant, wobei auf Planungshori- zont 2019 quartalsmäßig eine Überprüfung stattfindet. Abschreibungen auf unser Beteiligungsportfolio sind in der Planung nicht berücksichtigt, jedoch aus heutiger Sicht nicht auszuschließen. Aufgrund verschiedener Aktivitäten im Dienstleistungs- geschäft erwarten wir, unseren Provisionsüberschuss mit rund 22,0 Mio. EUR gegenüber dem Vorjahr steigern zu können. Den Verwaltungsaufwand für 2019 planen wir auf dem Niveau des letzten Geschäftsjahres. Mit einem konse- quenten Kostenmanagement wird die Sparkasse ver- suchen, den Verwaltungsaufwand in engen Grenzen zu halten. Investitionen in Sicherheit, zukunftsweisende Informationstechnologien und Produkte als Voraus- setzung für den Erhalt der Marktposition sind jedoch unabdingbar. Über den Anschluss an die bundesweit tätige Finanz Informatik sehen wir uns für diese He- rausforderungen bestens gerüstet. Das Betriebsergebnis vor Bewertung prognostizieren wir mit 32,2 Mio. EUR. Beim Bewertungsergebnis für 2019 rechnen wir mit einem gegenüber dem Vorjahr höheren Bewertungsaufwand sowohl im Wertpapier- als auch im Kreditgeschäft, wobei wir die Gefahr deutlich erhöhter Abschreibungen auf den Wertpapierbestand vor dem Hintergrund steigender Zinsen aktuell als eher gering ansehen. Nach Vornahme aller notwendigen Bewertungsmaßnahmen und Zuführung zum Fonds für allgemeine Bankrisiken prognostizieren wir nach gewinn- abhängigen Steuern einen Jahresüberschuss in Höhe von 7,0 Mio. EUR. Die erhöhten Anforderungen an Qualität und Quantität der Eigenkapitalausstattung können nach der Kapital- rechnung der Sparkasse auch langfristig erfüllt werden. Gesamtaussage Die Sparkasse geht für das Geschäftsjahr 2019 von einem weiterhin moderat wachsenden aktivischen Kunden- geschäft und einem konstanten Kundengeschäft auf der Passivseite aus. Unter der Voraussetzung einer „normalen“ Zinsstrukturkurve rechnen wir mit einem sinkenden Zinsüberschuss. Wir erwarten für das Geschäftsjahr 2019 eine Geschäfts- entwicklung mit einem Jahresüberschuss, der sich bei angemessener Dotierung der Risikovorsorge in etwa auf Vorjahresniveau bewegen wird. Die Sparkasse kann das für die Geschäfts- und Risikostrategie notwendige Kapital selbst erwirtschaften. Die Ausstattung mit haftendem Eigenkapital wird sich auch unter den Be- dingungen nach Basel III und den damit verbundenen erhöhten Liquiditäts- und Eigenkapitalanforderungen weiterhin zufriedenstellend entwickeln. Aufgrund unserer vorausschauenden Finanzplanung gehen wir davon aus, dass im Prognosezeitraum die Zahlungsbereitschaft jederzeit gewährleistet sein wird. Abweichende negative Entwicklungen im Bereich der Risiken sind über die vorhandene Risikotragfähigkeit abgedeckt. Saarlouis, im Mai 2019 Kreissparkasse Saarlouis Der Vorstand Horst Herrmann Stephan Eisenbart Udo Jost 31
Bericht des Verwaltungsrates Tätigkeitsbericht Im abgelaufenen Geschäftsjahr hat der Verwaltungsrat die Geschäftsführung des Vorstandes überwacht. Der Verwaltungsrat und der aus seiner Mitte bestellte Kre- ditausschuss wurden in den Sitzungen vom Vorstand über die geschäftliche Entwicklung und wirtschaftliche Lage der Sparkasse sowie über wesentliche Vorgänge und Maßnahmen umfassend und zeitnah unterrichtet. Der Verwaltungsrat und der Kreditausschuss haben, soweit nach der Satzung vorgesehen, bei den Geschäf- ten der Sparkasse mitgewirkt und die erforderlichen Beschlüsse gefasst. Feststellungen zum Verwaltungsrat gem. § 25d Abs. 11 KWG Größe, Zusammensetzung und Struktur des Verwaltungs- rats ergeben sich aus dem saarländischen Sparkassen- gesetz sowie der Satzung der Kreissparkasse Saarlouis. Die Größe des Verwaltungsrates der Kreissparkasse Saarlouis, bestehend aus dem Vorsitzenden des Ver- waltungsrates sowie 15 weiteren Mitgliedern, ist für die Sparkasse angemessen und sachgerecht. Die vom Verwaltungsrat im Sinne des Sparkassenrechtes gebildeten Ausschüsse (Kredit- und Prüfungsausschuss) sind ausreichend und sachgerecht, um den gesetzlichen Anforderungen nachzukommen und die Arbeit des Verwaltungsrates effizient zu gestalten. Der Verwal- tungsrat hat für die Aufgaben und Pflichten des Kredit- ausschusses eine Geschäftsanweisung erlassen. Von der Bildung weiterer Ausschüsse nach § 25d Abs. 7 bis 12 KWG hat der Verwaltungsrat der Kreisspar- kasse Saarlouis unter Berücksichtigung der Größe, der internen Organisation und der Art des Umfangs, der Komplexität und des Risikogehaltes der Geschäfte abgesehen. Der Verwaltungsrat verfügt als Gesamtgremium über die erforderlichen Kenntnisse, Fähigkeiten und Erfahrungen zur Wahrnehmung seiner Aufgaben. Mitunter kann die Beaufsichtigung der Geschäfte der Kreissparkasse Saarlouis durch den Verwaltungsrat wahrgenommen werden. Der Verwaltungsrat hat im Geschäftsjahr 2018 die ihm durch Gesetz und Satzung zugewiesenen Aufgaben erfüllt. Die Mitglieder des Verwaltungsrats verfügen auch einzeln über die nötigen Kenntnisse, Fähigkeiten und Erfahrungen zur Wahrnehmung ihrer Aufgaben, nehmen regelmäßig an den Sitzungen des Verwaltungsrats teil, bereiten sich angemessen auf diese vor und nehmen die Aufgaben in den Ausschüssen des Verwaltungsrats angemessen wahr. Der Verwaltungsrat hat zur Kenntnis genommen, dass der Bericht gemäß dem „Gesetz zur Stärkung der nichtfinanziellen Berichterstattung der Unternehmen in ihren Lage- und Konzernlageberichten (CSR-RL-UmsG)“ in Form einer separaten Entsprechenserklärung zur nichtfinanziellen Berichterstattung gem. den Vorgaben des Deutschen Nachhaltigkeitkodexes erfolgt. Der Verwaltungsrat hat der vorgelegten und erläuterten Entsprechenserklärung zur nichtfinanziellen Bericht- erstattung der Kreissparkasse Saarlouis für das Geschäftsjahr 2018 zugestimmt. Feststellungen zur Geschäftsleitung gem. § 25d Abs. 11 KWG Die Größe der Geschäftsleitung, die aus drei Personen besteht, ergibt sich aus dem saarländischen Sparkassen- gesetz sowie der Satzung der Kreissparkasse Saarlouis und ist für die Kreissparkasse Saarlouis angemessen und sachgerecht. Die Struktur und Zusammensetzung der Geschäftsleitung entspricht den KWG-rechtlichen Vorgaben. Die Aufgaben sind innerhalb des Vorstandes entsprechend den Anforderungen der MaRisk an die Funktionstrennung sinnvoll verteilt. Der Vorstand als Gesamtgremium ist fachlich geeignet und verfügt über ausreichend Erfah- rung, um die Sparkasse zu leiten. Auch die einzelnen Mitglieder des Vorstandes sind einzeln fachlich geeig- net und verfügen über ausreichend Erfahrung für die zugewiesenen Aufgaben. Der Verwaltungsrat hat für die Aufgaben und Pflichten des Vorstandes eine Geschäfts- anweisung erlassen. Hinsichtlich der Leistungsbewertung des Gesamtvor- standes legen wir unter anderem den Jahresabschluss, die Berichte über die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichtes zum 31.12.2018 der Prüfungs- stelle des Sparkassenverbandes Saar sowie die Bestä- tigung der Sparkassenaufsichtsbehörde, dass die Jahresabschlussprüfung zum 31.12.2018 keine erheb- lichen Verstöße ergeben hat und wesentliche Beanstan- dungen nicht festgestellt wurden, zugrunde. Der Vor- stand hat seine Aufgaben hinreichend wahrgenommen, 32
um die in den Strategien der Sparkasse festgelegten Ziele zu erreichen und den öffentlichen Auftrag der Sparkasse zu erfüllen. Feststellung des Jahresabschlusses Die Prüfungsstelle des Sparkassenverbandes Saar hat den Jahresabschluss zum 31. Dezember 2018 sowie den Lagebericht geprüft und den uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt. Der Verwaltungsrat hat den vom Vorstand vorgelegten Lagebericht gebilligt und den testierten Jahresabschluss am 17.06.2019 festgestellt. Gewinnverwendung Dabei hat er entsprechend dem Vorschlag des Vor- standes beschlossen, von dem Bilanzgewinn in Höhe von 3.550.379,58 EUR einen Teilbetrag über 1.350.000,00 EUR an den Träger auszuschütten sowie den Restbetrag in Höhe von 2.200.379,58 EUR in die Sicherheitsrücklage einzustellen. Dank des Verwaltungsrates Der Verwaltungsrat dankt dem Vorstand sowie allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Kreissparkasse Saarlouis für ihr beachtliches Engagement und die auf der Grundlage gegenseitigen Vertrauens getragene sachliche und konstruktive Zusammenarbeit. Saarlouis, 17. Juni 2019 Der Vorsitzende des Verwaltungsrates Patrik Lauer, Landrat 33
Jahresabschluss der Kreissparkasse Saarlouis zum 31. Dezember 2018 Jahresbilanz zum 31. Dezember 2018 EUR EUR EUR TEUR 31.12.2017 1.455.655.748,90 EUR 305.027.945,70 EUR a) täglich fällig b) andere Forderungen Refinanzierung bei der Deutschen Bundesbank zugelassen sind a) Schatzwechsel und unverzinsliche Schatzanweisungen b) Wechsel sowie ähnliche Schuldtitel öffentlicher Stellen darunter: beleihbar bei der Deutschen Bundesbank a) Kassenbestand b) Guthaben bei der Deutschen Bundesbank darunter: durch Grundpfandrechte gesichert Kommunalkredite aa) von öffentlichen Emittenten darunter: beleihbar bei der Deutschen Bundesbank ab) von anderen Emittenten festverzinsliche Wertpapiere a) Geldmarktpapiere b) Anleihen und Schuldverschreibungen c) eigene Schuldverschreibungen Aktivseite 1. Barreserve 2. Schuldtitel öffentlicher Stellen und Wechsel, die zur 3. Forderungen an Kreditinstitute 4. Forderungen an Kunden 5. Schuldverschreibungen und andere 6. Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere 6a. Handelsbestand 7. Beteiligungen 8. Anteile an verbundenen Unternehmen 9. Treuhandvermögen 10. Ausgleichsforderungen gegen die öffentliche Hand ein- schließlich Schuldverschreibungen aus deren Umtausch 11. Immaterielle Anlagewerte 12. Sachanlagen 13. Sonstige Vermögensgegenstände 14. Rechnungsabgrenzungsposten a) Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte b) entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche c) Geschäfts- oder Firmenwert d) geleistete Anzahlungen Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten ba) von öffentlichen Emittenten darunter: beleihbar bei der Deutschen Bundesbank bb) von anderen Emittenten darunter: beleihbar bei der Deutschen Bundesbank darunter: an Kreditinstituten an Finanzdienstleistungsinstituten darunter: an Kreditinstituten an Finanzdienstleistungsinstituten und ähnliche Rechte und Werte Nennbetrag darunter: Treuhandkredite 61.018.808,23 EUR 487.372.915,27 EUR 0,00 EUR 0,00 EUR 1.681.149,80 EUR 0,00 EUR 0,00 EUR 156.105,59 EUR Summe der Aktiva 34 0,00 EUR 0,00 EUR 61.018.808,23 0,00 0,00 520.979.335,20 23.475.923,68 89.733.637,91 113.209.561,59 20.946 79.408 100.354 0,00 0,00 0,00 0 0 0 4.189.539,35 10.150.754,30 14.340.293,65 2.774.454.567,71 0,00 581.998.143,43 0,00 581.998.143,43 205.990.079,24 0,00 28.731.265,93 0,00 104.342,00 0,00 0,00 500.000,00 156.105,59 0,00 104.342,00 40.106.121,88 1.051.062,60 177.217,92 2.347 52.843 55.190 2.679.213 ( 1.458.383 ) ( 274.859 ) 0 ( 0 ) 0 ( 0 ) 0 61.019 ( 61.019 ) 512.671 ( 489.099 ) 573.690 0 ( 0 ) 573.690 196.992 0 33.138 ( 0 ) ( 1.681 ) 500 ( 0 ) ( 0 ) 185 ( 185 ) 0 0 165 0 0 165 40.080 782 231 3.760.818.761,54 3.680.519
von drei Monaten von mehr als drei Monaten ba) täglich fällig bb) mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist a) begebene Schuldverschreibungen b) andere verbriefte Verbindlichkeiten darunter: Geldmarktpapiere aa) mit vereinbarter Kündigungsfrist ab) mit vereinbarter Kündigungsfrist a) täglich fällig b) mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist Verbindlichkeiten gegenüber Kunden a) Spareinlagen b) andere Verbindlichkeiten Passivseite 1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 2. 3. Verbriefte Verbindlichkeiten 3a. Handelsbestand 4. Treuhandverbindlichkeiten 5. Sonstige Verbindlichkeiten 6. Rechnungsabgrenzungsposten 7. Rückstellungen 8. (weggefallen) 9. Nachrangige Verbindlichkeiten 10. Genussrechtskapital 11. Fonds für allgemeine Bankrisiken 12. Eigenkapital a) gezeichnetes Kapital b) Kapitalrücklage c) Gewinnrücklagen d) Bilanzgewinn a) Rückstellungen für Pensionen und b) Steuerrückstellungen c) andere Rückstellungen ca) Sicherheitsrücklage cb) andere Rücklagen darunter: vor Ablauf von zwei Jahren fällig ähnliche Verpflichtungen darunter: Treuhandkredite abgerechneten Wechseln a) Eventualverbindlichkeiten aus weitergegebenen b) Verbindlichkeiten aus Bürgschaften c) Haftung aus der Bestellung von Sicherheiten für fremde Verbindlichkeiten und Gewährleistungsverträgen Summe der Passiva 1. Eventualverbindlichkeiten 2. Andere Verpflichtungen Pensionsgeschäften a) Rücknahmeverpflichtungen aus unechten b) Platzierungs- und Übernahmeverpflichtungen c) Unwiderrufliche Kreditzusagen 0,00 EUR 156.105,59 EUR 0,00 EUR EUR EUR EUR TEUR 31.12.2017 488.440,10 534.520.712,41 535.009.152,51 203 536.277 536.479 570.918.479,37 10.007.261,54 580.925.740,91 2.157.243.089,90 74.539.926,94 2.231.783.016,84 2.812.708.757,75 346.985,87 0,00 11.563.830,00 6.598.701,00 10.773.761,15 0,00 0,00 346.985,87 0,00 156.105,59 2.385.873,25 169.961,09 28.936.292,15 0,00 0,00 151.900.000,00 223.916.861,35 1.738.392,40 225.655.253,75 3.550.379,58 229.205.633,33 584.753 14.911 599.664 1.988.742 165.909 2.154.651 2.754.315 373 0 ( 0 ) 373 0 185 ( 185 ) 1.914 210 12.078 2.786 10.723 25.586 0 0 ( 0 ) 138.000 0 0 215.696 1.738 217.434 6.021 223.455 3.760.818.761,54 3.680.519 0,00 34.920.549,06 0,00 34.920.549,06 0,00 0,00 99.609.084,62 99.609.084,62 0 36.602 0 36.602 0 0 119.933 119.933 35
oder Teilgewinnabführungsverträgen 2.396.823,72 EUR 584.630,28 EUR aus der Fremdwährungsumrechnung aus der Abzinsung von Rückstellungen 93.040,24 EUR 0,00 EUR darunter: abgesetzte positive Zinsen aus der Aufzinsung von Rückstellungen aa) Löhne und Gehälter ab) Soziale Abgaben und Aufwendungen a) Personalaufwand b) andere Verwaltungsaufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung darunter: für Altersversorgung a) Aktien und anderen nicht festverzinslichen Wertpapieren b) Beteiligungen c) Anteilen an verbundenen Unternehmen a) Kredit- und Geldmarktgeschäften b) darunter: 62.128,63 EUR abgesetzte negative Zinsen aus der Abzinsung von Rückstellungen 0,00 EUR festverzinslichen Wertpapieren und Schuldbuchforderungen 0,00 EUR darunter: abgesetzte negative Zinsen Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2018 1. Zinserträge aus 2. Zinsaufwendungen 3. Laufende Erträge aus 4. Erträge aus Gewinngemeinschaften, Gewinnabführungs- 5. Provisionserträge 6. Provisionsaufwendungen 7. Nettoertrag oder Nettoaufwand des Handelsbestands 8. Sonstige betriebliche Erträge 9. (weggefallen) 10. Allgemeine Verwaltungsaufwendungen 11. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen 12. Sonstige betriebliche Aufwendungen 13. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf 14. Erträge aus Zuschreibungen zu Forderungen und 15. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf 16. Erträge aus Zuschreibungen zu Beteiligungen, 17. Aufwendungen aus Verlustübernahme 18. Zuführungen zum Fonds für allgemeine Bankrisiken 19. Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit 20. Außerordentliche Erträge 21. Außerordentliche Aufwendungen 22. Außerordentliches Ergebnis 23. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 24. Sonstige Steuern, soweit nicht unter Posten 12 ausgewiesen 25. Jahresüberschuss 26. Gewinnvortrag/Verlustvortrag aus dem Vorjahr 27. Entnahmen aus Gewinnrücklagen 28. Einstellungen in Gewinnrücklagen bestimmten Wertpapieren sowie aus der Auflösung von Rückstellungen im Kreditgeschäft Anteilen an verbundenen Unternehmen und wie Anlagevermögen behandelten Wertpapieren a) aus der Sicherheitsrücklage b) aus anderen Rücklagen Beteiligungen, Anteile an verbundenen Unternehmen und wie Anlagevermögen behandelte Wertpapiere Forderungen und bestimmte Wertpapiere sowie Zuführungen zu Rückstellungen im Kreditgeschäft 3.797.420,66 EUR in die Sicherheitsrücklage in andere Rücklagen aus der Fremdwährungsumrechnung aus der Aufzinsung von Rückstellungen 9.410,79 EUR 0,00 EUR a) b) 29. Bilanzgewinn 36 EUR 79.616.635,51 10.720.506,82 34.473.498,61 10.599.409,30 EUR 90.337.142,33 20.880.849,34 4.789.058,44 2.148.243,96 493.014,37 22.344.707,90 960.382,85 45.072.907,91 19.173.936,70 EUR TEUR 1.1.– 31.12.17 69.456.292,99 7.430.316,77 0,00 21.384.325,05 0,00 3.791.711,73 83.125 ( 58 ) ( 0 ) 5.604 ( 146 ) 88.729 24.151 ( 616 ) ( 645 ) 64.578 4.622 2.618 865 8.104 0 19.479 828 18.651 0 3.993 ( 125 ) ( 0 ) 102.062.646,54 95.326 34.014 64.246.844,61 2.954.141,44 1.304.694,97 10.234 ( 3.597 ) 44.248 18.954 63.202 2.821 6.867 ( 5 ) ( 0 ) 512.091,97 0 0,00 512.091,97 50.481 50.481 792.256,25 77 0,00 0,00 0,00 11.069.232,57 182.625,56 0,00 0,00 3.550.379,59 0,00 792.256,25 0 13.900.000,00 18.352.617,30 0,00 11.251.858,13 7.100.759,17 0,00 7.100.759,17 0,00 7.100.759,17 3.550.379,59 3.550.379,58 0 77 497 56.600 15.743 0 0 0 8.543 179 8.722 7.021 0 7.021 0 0 0 7.021 1.000 0 1.000 6.021
Anhang Allgemeine Angaben Der Jahresabschluss der Kreissparkasse Saarlouis wur- de nach den für Kreditinstitute geltenden Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) und der Verordnung über die Rechnungslegung der Kreditinstitute und Finanzdienstleistungsinstitute (RechKredV) aufgestellt. Die Gliederung der Bilanz und der Gewinn- und Ver- lustrechnung richtet sich nach den vorgeschriebenen Formblättern. 1. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die Bewertung der Vermögensgegenstände und Schulden entspricht den allgemeinen Bewertungs- vorschriften der §§ 252 ff. HGB unter Berücksichtigung der für Kreditinstitute geltenden ergänzenden Vor- schriften (§§ 340 ff. HGB). 1.1. Forderungen Die Forderungen an Kreditinstitute und Kunden (ein- schließlich Schuldscheindarlehen) wurden grundsätz- lich zum Nennwert bilanziert. Bei der Auszahlung von Darlehen einbehaltene Disagien werden bei Darlehen mit Zinsfestschreibung linear auf die Dauer der Zins- festschreibung und bei Darlehen ohne Zinsbindung linear auf die Laufzeit, längstens aber auf fünf Jahre verteilt. Für kreditgeschäftliche Forderungen, deren Einbring- lichkeit mit erkennbaren Risiken behaftet ist, wurden angemessene Einzelwertberichtigungen und Rück- stellungen gebildet. Auf den latent gefährdeten Forderungsbestand haben wir eine Pauschalwertberichtigung in Höhe des steuer- lich zulässigen Betrages gebildet. Für die besonderen Risiken des Geschäftszweigs der Kreditinstitute wurde zusätzlich Vorsorge getroffen. Die gebildeten Wert- berichtigungen wurden von den korrespondierenden Aktivwerten abgesetzt. 1.2. Wertpapiere Der Anschaffungswert der Wertpapiere wird zum ge- wogenen Durchschnittswert ermittelt. Die Wertpapiere sind mit ihren Anschaffungskosten bzw. den niedrigeren Börsenkursen oder beizulegenden Zeitwerten (strenges Niederstwertprinzip) angesetzt. Wertaufholungen sind durch Zuschreibungen auf den höheren Kurswert, maxi- mal aber bis zu den Anschaffungskosten berücksichtigt. Die unter Aktiva 6 ausgewiesenen Anteile an Investment- vermögen werden zum Anschaffungswert bzw. zum niedrigeren investmentrechtlichen Rücknahmepreis (strenges Niederstwertprinzip) angesetzt. Die in dieser Position ebenfalls enthaltenen, dem Anlagebestand zugeordneten Anteile an Gesellschaften, die sich als AIF qualifizieren, werden zu Anschaffungskosten bzw. zum niedrigeren beizulegenden Zeitwert bilanziert. Bei einem sich in Abwicklung befindlichen Immobilien- Spezialfonds erfolgte die Bewertung auf Grundlage aktu- eller Informationen der Kapitalverwaltungsgesellschaft. 1.3. Beteiligungen und Anteile an verbundenen Unternehmen Die Beteiligungen und Anteile an verbundenen Unter- nehmen werden mit den Anschaffungskosten bzw. mit dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. So- weit die Gründe für einen niedrigeren Wertansatz nicht mehr bestehen, werden Zuschreibungen (Wertauf- holungen) bis zum Zeitwert, maximal aber bis zu den Anschaffungskosten berücksichtigt. 38
1.4. Immaterielle Anlagewerte und Sachanlagevermögen Die immateriellen Anlagewerte und das Sachanlage- vermögen werden zu Anschaffungskosten, vermindert um die planmäßigen Abschreibungen, bilanziert. Die Gebäude wurden teils linear, teils degressiv mit den höchsten steuerlich zulässigen Sätzen abgeschrieben. Die Abschreibung der immateriellen Anlagewerte und der Gegenstände der Betriebs- und Geschäftsausstat- tung einschließlich der Betriebsvorrichtungen erfolgt linear mit den steuerlichen Höchstsätzen. Anschaffungen bis jeweils 250,00 Euro wurden sofort als Sachaufwand verbucht. Geringwertige Wirtschaftsgüter und Software mit Anschaffungskosten bis 800,00 Euro wurden im Erwerbsjahr voll abgeschrieben. Investitio- nen in gemieteten Räumen wurden linear auf die Ver- tragsdauer abgeschrieben, sofern diese kürzer als die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer ist. 1.5. Sonstige Vermögensgegenstände Die sonstigen Vermögensgegenstände werden nach dem strengen Niederstwertprinzip mit den Anschaffungskosten bzw. dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. 1.6. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. Sofern vorhanden, wird der Unterschied zwischen Ausgabe- und Erfüllungsbetrag unter dem Rechnungsabgrenzungsposten auf der Aktivseite ausgewiesen. Abzinsungspapiere werden zum Barwert bilanziert. 1.7. Rückstellungen Die Rückstellungen wurden in Höhe des Erfüllungsbetra- ges gebildet, der nach vernünftiger kaufmännischer Be- urteilung notwendig ist; sie berücksichtigen alle erkenn- baren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Künftige Preis- und Kostensteigerungen wurden berücksichtigt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden gemäß Rückstellungsabzinsungsverordnung (RückAbzinsV) grundsätzlich mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden und von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre abgezinst. Bei Restlaufzeiten bis zu einem Jahr erfolgt keine Abzinsung. Die Pensionsrückstellungen wurden nach versicherungs- mathematischen Grundsätzen auf der Grundlage der neuen Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck entsprechend dem Anwartschafts-Barwertverfahren unter Berücksichtigung der zukünftig erwarteten Lohn- und Gehaltssteigerungen von 2 % sowie Rentensteigerungen von 2 % ermittelt. Sie wurden mit einem von der Deut- schen Bundesbank veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz aus den vergangenen zehn Geschäfts- jahren abgezinst, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt. Die Umstellung auf die neuen Richttafeln führte zu einer Erhöhung der Pensio- nen. Die Anpassungsbeträge wurden in voller Höhe als Personalaufwand erfasst. Der Rechnungszinssatz beträgt 3,21 %. Bei der Aufzinsung der Pensionsrückstellungen wurde unterstellt, dass sich der Verpflichtungsumfang sowie der Rechnungszinssatz erst zum Ende der Periode ändern. Erfolge aus der Änderung des Abzinsungssatzes oder Zinseffekte einer geänderten Schätzung der Restlaufzeit wurden im operativen Ergebnis ausgewiesen. 1.8. Bewertung des Zinsbuchs Der verlustfreien Bewertung im Zinsbuch liegt die barwertige Betrachtungsweise zugrunde. Dabei ist zur Ermittlung eines handelsrechtlich relevanten Ver- pflichtungsüberschusses der Barwert des Zinsbuchs dem handelsrechtlichen Buchwert der zinstragenden Geschäfte gegenüberzustellen. Grundlage der Wert- ermittlung der Zinsgeschäfte sind alle innerhalb der jeweiligen Restlaufzeit liegenden Zahlungsströme. Diese werden mit der am Bilanzstichtag gültigen Zins- strukturkurve (OIS-Swapkurve) abgezinst. Die Zah- lungsströme variabel verzinslicher Geschäfte haben wir nach dem Verfahren der „gleitenden Durchschnitte“ aus dem tatsächlichen Zinsanpassungsverhalten sowie dem erwarteten Kundenverhalten der entsprechenden Geschäfte abgeleitet. Aus der Gegenüberstellung von dem aus dem Gesamt-Cash-Flow der Sparkasse errech- neten Barwert und dem Buchwert des Zinsbuchs sowie Korrekturbeträgen für Risiko- und Verwaltungskosten, Provisionserträge, dem Buchwert des Derivatevermö- gens und weiteren Positionen resultiert zum Bilanz- stichtag insgesamt ein deutlicher Überschuss. Somit ist keine Rückstellungsbildung erforderlich. 39
2. Angaben und Erläuterungen zur Bilanz 2.1. Aktiva Posten 1: Barreserve In diesem Posten sind enthalten: Vermögensgegenstände in Fremdwährung Bilanzposten A 1a) Kassenbestand Posten 3: Forderungen an Kreditinstitute In diesem Posten sind enthalten: Forderungen an Kreditinstitute Bilanzposten A 3 Forderungen an die eigene Girozentrale A 3 Vermögensgegenstände in Fremdwährung A 3b) Nachrangige Forderungen Posten 4: Forderungen an Kunden In diesem Posten sind enthalten: Bestand 31.12.2018 T € 94 31.12.2017 T € 143 Bestand 31.12.2018 T € 31.12.2017 T € 3.134 3.858 5.023 33.374 36.858 5.023 Forderungen an verbundene Unternehmen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht Vermögensgegenstände in Fremdwährung 31.12.2018 T € 124 31.12.2017 T € 193 31.12.2018 T € 31.077 31.12.2017 T € 27.093 Bestand 31.12.2018 T € 7.014 31.12.2017 T € 7.126 41
Posten 5: Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere In diesem Posten sind enthalten: Börsenfähige Wertpapiere Bestand 31.12.2018 Bilanzposten A 5 Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere Nachrangige Vermögensgegenstände Bilanzposten A 5b) Anleihen und Schuldverschreibungen Gesamt T € 581.998 Börsennotiert T € Nicht börsennotiert T € 581.998 0 31.12.2018 T € 15.552 31.12.2017 T € 15.552 Posten 6: Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere Die Sparkasse hält folgende Anteile von mehr als 10 % an Sondervermögen im Sinne des § 1 Abs. 10 KAGB: Gemischte Fonds Fondsbezeichnung Bayern-Invest SLSBI-Fonds DEKA A-KSKSLS-Fonds Buchwert 31.12.2018 T € 97.180 85.483 Marktwert 31.12.2018 T € 100.215 96.819 Differenz Buch- / Marktwert Ausschüttung 31.12.2018 T € 3.035 11.336 2018 T € 1.942 2.240 Geschlossene Immobilienfonds Buchwert Marktwert Differenz Buch- / Marktwert Ausschüttung Deka S-Property- Beteiligungs GmbH & Co. KG 2.486 2.486 0 0 Eine Beschränkung der Möglichkeit der täglichen Rück- gabe besteht für die Anteile an den gemischten Fonds nur für den Fall, dass außergewöhnliche Umstände vor- liegen, die eine Aussetzung unter Berücksichtigung der Interessen des Anlegers erforderlich erscheinen lassen. Für den geschlossenen Immobilienfonds ist eine bör- sentägliche Rückgabe nicht möglich, da die Liquidation abhängig vom Marktumfeld für Gewerbeimmobilien ist. Im Zusammenhang mit Anlagen in Fondsvermögen bestehen nicht in der Bilanz erscheinende Zahlungs- verpflichtungen in Höhe von insgesamt 14.225 T€. Im Aktivposten 6 sind keine börsenfähigen Wertpapiere enthalten. 42
Posten 7: Beteiligungen Die Kreissparkasse Saarlouis hält folgende Beteiligungen, die aufgrund ihrer Höhe oder aufgrund der Bedeutung der Beteiligungsunternehmen als Produktvermittler nicht von untergeordneter Bedeutung für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Sparkasse sind: Name und Sitz Erwerbsgesellschaft der Sparkassen-Finanzgruppe mbH & Co. KG, 15320 Neuhardenberg Deutsche Sparkassen Leasing AG & Co. KG, 61352 Bad Homburg v. d. Höhe Eigenkapital 31.12.2017 T € 6.614.585 30.09.2017 T € 637.049 30.06.2017 T € Beteiligungs- quote 31.12.2018 % Ergebnis der Gesellschaft 2017 T € 0,38 211.872 31.12.2018 % 0,26 31.12.2018 % 2017 T € 45.286 2017 T € VBG Versicherungsbeteiligungsgesellschaft mbH & Co. KG, 80333 München 1.308.360 0,41 16.083 Posten 8: Anteile an verbundenen Unternehmen Posten 15: Aktive latente Steuern An der S-IV Center GmbH, Sparkassen-Immobilien- und Versicherungs-Center Vermittlungs- und Service- Gesellschaft mbH, Saarlouis, halten wir 100 % des Stammkapitals von 500 T€. Zum 31.12.2017 beträgt das Eigenkapital 1.315 T€; der Jahresüberschuss 493 T€. Ein Konzernabschluss wurde nicht aufgestellt, da die Beteiligung an dem Tochterunternehmen hinsichtlich dessen Bilanzsumme, Jahresergebnis und Kapitalaus- stattung von untergeordneter Bedeutung für die Ver- mögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns ist. Posten 9: Treuhandvermögen Das Treuhandvermögen betrifft in voller Höhe die Forderungen an Kunden. Aufgrund abweichender Ansatz- und Bewertungsvor- schriften zwischen Handels- und Steuerbilanz bestehen zum 31.12.2018 Steuerlatenzen. Dabei wird der Gesamt- betrag der künftigen Steuerbelastungen erheblich durch die zu erwartenden Steuerentlastungen überdeckt. Die Steuerentlastungen resultieren aus bilanziellen Ansatzunterschieden insbesondere bei der Forderungs- bewertung und den Rückstellungen. Eine passive Steuer- abgrenzung war demzufolge nicht erforderlich, auf den Ansatz aktiver latenter Steuern wurde verzichtet. Die Ermittlung der Differenzen erfolgte bilanzposten- bezogen unter Zugrundelegung eines Steuersatzes von 30,79 % (Körperschaft- und Gewerbesteuer zzgl. Solidaritätszuschlag). 43
Entwicklung des Anlagevermögens Es wurde von der Zusammenfassungsmöglichkeit des § 34 Abs. 3 Satz 2 RechKredV Gebrauch gemacht. Anlagevermögen Veränderungsgrößen Entwicklung der Anschaffungs-/Herstellungskosten Entwicklung der Art des Anlagevermögens Stand am 01.01.2018 Zugänge Abgänge Stand am 31.12.2018 Stand am 01.01.2018 Abschrei- bungen im Geschäftsjahr T € T € T € T € T € T € A6: Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere A7: Beteiligungen A8: Anteile an verbundenen Unternehmen 3.192,6 47.397,1 500,0 - 706,9 - 18.665,8 0,0 A11: Immaterielle Anlagewerte 1.647,3 35,0 0,0 1.682,3 1.482,5 95,5 A12: Sachanlagen darunter: 110.110,9 2.908,1 1.325,7 111.693,3 70.031,1 2.858,7 - Grundstücke und Gebäude 87.041,2 1.535,5 0,0 88.576,7 50.411,8 1.582,0 davon sparkassen- betrieblich genutzt - Betriebs- und Geschäfts- ausstattung 23.069,7 1.372,6 1.325,7 23.116,6 19.619,3 1.276,7 29.507,9 Vermögensgegenstände in Fremdwährung Der Gesamtbetrag der auf Fremdwährung lautenden Vermögensgegenstände beläuft sich auf 10.965 T€. 44
Entwicklung der kumulierten Abschreibungen Buchwerte Zuschrei- bungen im Geschäftsjahr Änderungen der gesamten Abschreibungen i. Z. mit Zugängen Abgängen Stand am 31.12.2018 31.12.2018 31.12.2017 T € T € T € T € T € T € 2.485,7 3.192,6 28.731,3 33.137,5 500,0 104,3 500,0 164,8 0,0 1.578,0 1.302,7 71.587,1 40.106,1 40.079,7 0,0 51.993,8 36.582,9 36.629,4 29.507,9 29.157,3 0,0 0,0 0,0 0,0 1.302,7 19.593,3 3.523,2 3.450,3 0,0 0,0 0,0 0,0 45
2.2. Passiva Posten 1: Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten In diesem Posten sind enthalten: Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten Verbindlichkeiten gegenüber der eigenen Girozentrale Schulden in Fremdwährung Bestand 31.12.2018 T € 31.12.2017 T € 3.853 6.983 4.031 7.106 Für Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten aus Weiterleitungskrediten sind eigene Vermögenswerte (Forderungen) in Höhe von 168.574 T€ als Sicherheit übertragen. Mit der Deutschen Bundesbank bestanden Offenmarktgeschäfte in Höhe von 234.053 T€, für die Forderungen in gleicher Höhe verpfändet wurden. Posten 2: Verbindlichkeiten gegenüber Kunden In diesem Posten sind enthalten: Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht Schulden in Fremdwährung 31.12.2018 T € 1.604 31.12.2018 T € 2.053 31.12.2017 T € 1.979 Bestand 31.12.2018 T € 3.815 31.12.2017 T € 1.576 31.12.2017 T € 36.786 Posten 4: Treuhandverbindlichkeiten Die Treuhandverbindlichkeiten entfallen mit 42 T€ auf Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und mit 114 T€ auf Verbindlichkeiten gegenüber Kunden. Posten 6: Rechnungsabgrenzungsposten In diesem Posten sind enthalten: Rechnungsabgrenzungsposten Bilanzposten P 6 Unterschiedsbetrag zwischen Nennbetrag und niedrigerem Auszahlungsbetrag von Forderungen Bestand 31.12.2018 T € 31.12.2017 T € 117 138 46
Posten 7: Rückstellungen Der bilanzielle Ansatz der Pensionsrückstellungen i. H. v. 11.564 T€ wurde nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren ermittelt. Auf Basis des durch- schnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren beträgt der Erfüllungsbetrag der Pensionsrückstellungen 12.878 T€. Der Unterschieds- betrag i. H. v. 1.314 T€ unterliegt einer Ausschüttungs- sperre gemäß § 253 Abs. 6 Satz 2 HGB. Schulden in Fremdwährung Der Gesamtbetrag der auf Fremdwährung lautenden Schulden beläuft sich auf 10.798 T€. Passiva unter dem Bilanzstrich Soweit aus den Verpflichtungen aus den unter dem Bilanzstrich ausgewiesenen Haftungsverhältnissen und Verbindlichkeiten zum Bilanzstichtag mit einer Inanspruchnahme zu rechnen war, wurden entspre- chende Rückstellungen gebildet. Für die anderen Ver- pflichtungen lagen keine Anhaltspunkte für drohende Inanspruchnahmen vor. 2.3. Restlaufzeitengliederung Forderungen/ Verbindlichkeiten mit Restlaufzeit ≤ 3 Monate > 3 Monate ≤ 1 Jahr > 1 Jahr ≤ 5 Jahre > 5 Jahre Forderungen an Kunden mit unbe- stimmter Laufzeit Bis zum nächsten Bilanzstich- tag fällig werdende Beträge Bilanzposten T € T € T € T € T € T € A 3 Forderungen an Kreditinstitute b) andere Forderungen 674,2 1.130,5 3.012,7 5.000 A 4 Forderungen an Kunden 60.192,3 207.808,0 794.738,0 1.604.652,8 106.106,0 61.958 A 5 Schuldverschreibungen und andere festver- zinsliche Wertpapiere P 1 Verbindlichkeiten gegenüber Kredit- instituten b) mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist P 2 Verbindlichkeiten gegenüber Kunden a) Spareinlagen ab) mit vereinbarter Kündigungsfrist von mehr als 3 Monaten lichkeiten b) andere Verbind- bb) mit vereinbarter Laufzeit oder Kündi- gungsfrist 106.088,2 32.482,6 292.177,9 100.832,3 3.906,8 4.164,1 1.909,9 26,4 33.465,3 31.118,7 8.940,2 1.053,5 Anteilige Zinsen sind zusammen mit der jeweiligen Forderung oder Verbindlichkeit demjenigen Aktiv- bzw. Passiv- posten zugeordnet, dem sie zugehören. Sie sind jedoch gemäß § 11 Satz 3 RechKredV nicht nach Restlaufzeiten gegliedert. 47
3. Angaben und Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung 3.1. Zinserträge und -aufwendungen 3.3. Vorschlag zur Ergebnisverwendung Es wird vorgeschlagen, das Jahresergebnis nach Testat wie folgt zu verwenden: Ergebnisverwendung Vorwegzuführung zur Sicherheitsrücklage Zuführung zur Sicherheitsrücklage Ausschüttung an den Landkreis Saarlouis Betrag 2018 T € 3.550,4 2.200,4 1.350,0 Negative Zinsen aufgrund der Auswirkungen des vor- herrschenden Niedrigzinsumfelds werden als negativer Ertrag in der GuV-Position 1 (für Forderungen) bzw. positiver Aufwand in der GuV-Position 2 (für Verbind- lichkeiten) ausgewiesen. Diese Beträge wurden mit den Zinserträgen / Zinsaufwendungen, die üblicherweise bei derartigen Geschäftsvorfällen anfallen, durch offene Absetzung in einer zusätzlichen Vorspalte verrechnet. In den Zinsaufwendungen sind Ausgleichszahlungen für die vorzeitige Auflösung von Zinsswaps zur Zinsbuch- steuerung enthalten. Diese erhöhen die Aufwendungen einmalig um 4.675 T€. 3.2. Provisionserträge Die wesentlichen Provisionserträge für die für Dritte erbrachten Dienstleistungen für Verwaltung und Ver- mittlung entfallen auf die Vermittlung von Produkten der Verbundpartner (Fondsanteile und Investment- zertifikate, Kreditkarten, Kredite, Bausparverträge, Versicherungen). 48
4. Sonstige Angaben 4.1. Abschlussprüfungshonorar Das Abschlussprüfungshonorar für das Geschäftsjahr 2018 belief sich auf 344,0 T€, das Honorar für andere Bestätigungsleistungen auf 35,4 T€; davon 35,4 T€ für die Prüfung nach § 89 WpHG. Rückstellungen für Prüfungskosten des Vorjahres wurden nicht aufgelöst. 4.2. Derivative Finanzinstrumente Zur Absicherung von Zinsrisiken werden von der Sparkasse derivative Finanzinstrumente eingesetzt. Derivative Finanzinstrumente Nominalbetrag/Restlaufzeiten Zeitwert Zinsbezogene Geschäfte Zinsswaps Summe Nominalbeträge davon weder Handelsbestand noch Gegenstand von Bewertungseinheiten i. S. v. § 254 HGB ≤ 1 Jahr > 1 Jahr ≤ 5 Jahre > 5 Jahre Positiv Negativ T € T € T € T € T € 110.301 265.225 305.775 10.303 41.287 681.302 681.302 Insgesamt 110.301 265.225 305.775 10.303 41.287 Die Nominalvolumina der bilanzunwirksamen Geschäfte entsprechen 18,12 % der Bilanzsumme. Die Kontrahenten sind deutsche Kreditinstitute und Kunden unseres Hauses. Zur Ermittlung der Zeitwerte der Zinsswaps wurde die Barwertmethode zugrunde gelegt. 4.3. Ruhegehalts- und Zusatzversorgungs- kasse (RZVK) Für Sparkassen ist 2018 eine bundesweit einheitliche Methodik zur quantitativen Ermittlung von nicht-passi- vierten mittelbaren Pensionsverpflichtungen nach Rechtsauffassung des IDW entwickelt worden. Die Sparkasse ist verpflichtet, für die anspruchsberech- tigten Mitarbeiter eine zur betrieblichen Altersversor- gung führende Versicherung bei einer kommunalen Zusatzversorgungskasse abzuschließen. Sie hat diese Verpflichtung durch Anmeldung der betreffenden Mit- arbeiter bei der ZVK erfüllt. Träger der ZVK ist die Ruhe- gehalts- und Zusatzversorgungskasse des Saarlandes in Saarbrücken, die das Kassenvermögen der ZVK als Sondervermögen getrennt vom eigenen Vermögen verwaltet. Die ZVK finanziert die Versorgungsverpflichtungen im Umlageverfahren. Hierbei wird im Rahmen eines Ab- schnittsdeckungsverfahrens ein Umlagesatz – bezogen auf die zusatzversorgungspflichtigen Entgelte der ver- sicherten Beschäftigten – ermittelt. Soweit dabei der Finanzbedarf der Kasse infolge der Umstellung auf das Punktemodell den tarifvertraglich auf den Stand vom 1. November 2001 eingefrorenen Umlagesatz übersteigt, erhebt die Kasse ein Sanierungsgeld. Der Gesamthebesatz (einschließlich Sanierungsgeld), der derzeit 9,30 % der umlagepflichtigen Gehälter beträgt, wird von der ZVK für tragfähig erachtet, den Finanzbedarf der Kasse langfristig zu sichern. Das vom 49
4.4. Mitarbeiter/innen Im Jahresdurchschnitt wurden beschäftigt: Anzahl Vollzeitkräfte Teilzeit- und Ultimokräfte Auszubildende Insgesamt 427 280 37 744 4.5. Bezüge/Kreditgewährungen an Vorstand und Verwaltungsrat An frühere Mitglieder des Vorstandes und deren Hinterbliebene wurden im Geschäftsjahr Versorgungs- bezüge in Höhe von 763 T€ gezahlt. Es bestehen Pensionsrückstellungen in Höhe von 7.593 T€ für diesen Personenkreis. Die Mitglieder des Verwaltungsrates erhielten für ihre Tätigkeit im Berichtsjahr Gesamtbezüge in Höhe von 104 T€. Die Gesamtbezüge der Mitglieder des Vorstandes betrugen im Berichtsjahr 976 T€. Den Mitgliedern des Vorstandes wurden Kredite in Höhe von 525 T€ (davon Haftungsverhältnisse: 0 T€) und den Mitgliedern des Verwaltungsrates Kredite in Höhe von 176 T€ gewährt. 4.6. Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Schluss des Geschäftsjahres Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Schluss des Geschäftsjahres haben sich nicht ergeben. einzelnen Mitglied zu entrichtende Sanierungsgeld wird gemäß § 63 Abs. 2 der Satzung der ZVK nach einer verur- sachungsgerechten Regelung unter Berücksichtigung der mitgliedsspezifischen Bestandsstruktur erhoben. Maßgeblich für die Höhe der Rentenleistung ist die Summe der vom Versicherten bis zum Rentenbeginn erworbenen sogenannten Versorgungspunkte, die auf der Basis des jeweiligen versorgungspflichtigen Entgelts ermittelt werden. Neben einer lebenslangen Altersrente werden Rentenleistungen auch im Fall der Erwerbsminderung sowie im Todesfall an die Hinterbliebenen erbracht. Die Rentenleistungen wer- den jährlich um 1 % angehoben. Die Durchführung der Versorgungszusage über die ZVK begründet eine mittelbare Versorgungsverpflichtung, die die Sparkasse durch regelmäßige Zahlung der satzungsmäßig geforderten Umlagen und Sanierungs- gelder erfüllt. Gemäß § 1 Abs. 1 Satz 3 BetrAVG steht die Sparkasse für die Erfüllung der zugesagten Leistung ein (Subsidiärhaftung), soweit die ZVK die vereinbarten Leistungen nicht erbringt, wofür derzeit keine Anhalts- punkte vorliegen. Wird unterstellt, dass die ZVK keine Umlagen und Sanierungsgelder mehr erheben kann und die zuge- sagten Versorgungsleistungen aus ihrem zum Stichtag vorhandenen Vermögen erbringen müsste, ergäbe sich für die Sparkasse ein nach den handelsrechtlichen Bewertungsgrundsätzen des § 253 Abs. 2 HGB ermit- telter Erfüllungsbetrag von 81.409 TEUR, dem ein nach dem Verpflichtungsumfang quotal bemessener Anteil der Sparkasse am Kassenvermögen in Höhe von 18.228 TEUR gegenübersteht. Insoweit beläuft sich der gemäß Art. 28 Abs. 2 EGHGB anzugebende Betrag auf 63.181 TEUR. Die Bewertung der Verpflichtung erfolgt auf der Grund- lage des Anwartschaftsbarwertverfahrens, wobei die Heubeck-Richttafeln 2005 G (modifiziert im Hinblick auf die Besonderheiten des Versichertenbestandes), ein Rechnungszinsfuß von 3,21 % bei einer gemäß § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren sowie eine Rentendynamik entsprechend der Satzung der Versorgungseinrichtung von 1 % zugrunde gelegt werden. Da es sich nicht um ein endgehalt- bezogenes Versorgungssystem handelt, sind erwartete Gehaltssteigerungen nicht zu berücksichtigen. Die Daten zum Versichertenbestand der Versorgungs- einrichtung per 31. Dezember 2018 liegen derzeit noch nicht vor, so dass auf den Versichertenbestand per 31. Dezember 2017 abgestellt wird. 50
5. Organe Verwaltungsrat Vorsitzender: Patrik Lauer, bandrat Stellvertreter: Oswald Kriebs, Diplom-Betriebswirt, Personalleiter der Arbeiterwohlfahrt i. R., Erster Kreisbeigeordneter Mitglieder: Helmut Bauer, Diplom-Bauingenieur i. R. Martin Becker, Sparkassenangestellter, Revisor Franz-Josef Berg, Bürgermeister Peter Demmer, Oberbürgermeister (ab 24.01.2018) Helmut Graf, Sparkassenangestellter, Gewerbekundenbetreuer Andreas Kiepsch, Finanzbeamter, Diplom-Finanzwirt Walter Klein, Diplom-Kaufmann, Prokurist der Stahl-Holding-Saar Verwaltungs GmbH i. R. Josef Kolmen, Schulleiter i. R. Olaf Papesch, Amtsgerichtsdirektor Dr. Ralf Riemann, bandtagsangestellter Florian Schäfer, Sparkassenangestellter, Vorsitzender des Personalrates Bernd Schwed, Sparkassenangestellter, beiter sdirekt (bis 31.10.2018) Roman Roth, Sparkassenangestellter, beiter Fachbereich beasing (ab 05.11.2018) Klemens Thurnes, Sparkassenangestellter, Firmenkundenbetreuer Bernd Valentin, Qualitätssicherungs-Koordinator der Fa. Nemak GmbH (ab 24.01.2018) Dr. Peter Winter, bandrat a. D. Vorstand Vorsitzender: Horst Herrmann stv. Vorsitzender: Stephan Eisenbart weiteres Mitglied: Udo Jost Bei der SAARLAND Feuerversicherung AG, Saarbrücken, nimmt ein Mitglied unseres Vorstandes ein Aufsichts- ratsmandat wahr. Saarlouis, 08.05.2019 Kreissparkasse Saarlouis Der Vorstand Horst Herrmann Stephan Eisenbart Udo Jost 51
Anlage zum Jahresabschluss gemäß § 26a Abs. 1 Satz 2 KWG zum 31. Dezember 2018 Länderspezifische Berichterstattung Die Kreissparkasse Saarlouis hat keine Niederlassungen im Ausland. Sämtliche nachfolgenden Angaben entstammen dem Jahresabschluss zum 31. Dezember 2018 und beziehen sich ausschließlich auf ihre Geschäftstätigkeit als regio- nal tätige Sparkasse in der Bundesrepublik Deutschland. Die Tätigkeit der Kreissparkasse Saarlouis besteht im Wesentlichen darin, Einlagen oder andere rückzahlbare Gelder von Privat- und Firmenkunden entgegenzuneh- men und Kredite für eigene Rechnung zu gewähren. Die Kreissparkasse Saarlouis definiert den Umsatz als Saldo aus der Summe folgender Komponenten der Gewinn- und Verlustrechnung nach HGB: Zinserträge, Zinsaufwendungen, laufende Erträge aus Aktien etc., Erträge aus Gewinngemeinschaften etc., Provisionser- träge, Provisionsaufwendungen, Nettoertrag/-aufwand des Handelsbestands (Erträge/Aufwendungen saldiert) und sonstige betriebliche Erträge. Der Umsatz beträgt für den Zeitraum 1. Januar bis 31. Dezember 2018 102.063 T€. Die Anzahl der Lohn- und Gehaltsempfänger in Vollzeit- äquivalenten beträgt im Jahresdurchschnitt 581. Der Gewinn vor Steuern beträgt 18.353 T€. Die Steuern auf den Gewinn betragen 11.069 T€. Diese Summe betrifft laufende Steuern. Die Kreissparkasse Saarlouis hat im Geschäftsjahr keine öffentlichen Beihilfen erhalten. 52
Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers Vermerk über die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Kreissparkasse Saarlouis – bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2018 und der Gewinn und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2018 bis zum 31. Dezember 2018 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs und Bewertungsmethoden – geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Kreis- sparkasse Saarlouis für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2018 bis zum 31. Dezember 2018 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse • entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kreditins- titute geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens und Finanzlage der Sparkasse zum 31. Dezember 2018 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2018 bis zum 31. Dezember 2018 und • vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Sparkasse. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebe- richt in Einklang mit dem Jahresabschluss, ent- spricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Ent- wicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-Abschlussprüferverordnung (Nr. 537 / 2014; im Folgenden „EU-APrVO“) unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer in Deutschland e. V. (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Ab- schnitt „Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts“ unseres Bestätigungsvermerks weitergehend be- schrieben. Wir sind von der Sparkasse unabhängig in Übereinstimmung mit den europarechtlichen sowie den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anfor- derungen erfüllt. Darüber hinaus erklären wir gemäß Artikel 10 Abs. 2 Buchstabe f) EU-APrVO, dass alle von uns beschäftigten Personen, die das Ergebnis der Prü- fung beeinflussen können, keine verbotenen Nicht- prüfungsleistungen nach Artikel 5 Abs. 1 EU-APrVO erbracht haben. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und ge- eignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Besonders wichtige Prüfungssachverhalte in der Prüfung des Jahresabschlusses Besonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen Ermes- sen am bedeutsamsten in unserer Prüfung des Jahres- abschlusses für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2018 bis zum 31. Dezember 2018 waren. Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Jahresabschlusses als Ganzem und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt; wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab. Als besonders wichtigen Prüfungssachverhalt haben wir die Bewertung der Forderungen an Kunden identifiziert. Unsere Darstellung dieses besonders wichtigen Prü- fungssachverhalts haben wir wie folgt strukturiert: a) Risiko für den Jahresabschluss b) Unsere Vorgehensweise in der Prüfung c) Verweis auf weitergehende Informationen zu a) Das Kundenkreditgeschäft ist ein maßgebliches Geschäftsfeld der Sparkasse. Durch erforderliche Risikovorsorge im Kundenkreditgeschäft können sich 53
wesentliche Auswirkungen auf den Jahresabschluss der Sparkasse ergeben. Für die Bewertung einzelner Kundenforderungen ist hauptsächlich das Adressen- ausfallrisiko des Kreditnehmers, d. h. die Wahrschein- lichkeit, mit der dieser seinen vertraglichen Leis- tungsverpflichtungen nicht mehr nachkommen kann (Ausfallwahrscheinlichkeit), maßgeblich. Ist ein Kredit- engagement als ausfallgefährdet identifiziert, kommt der Bewertung der Kreditsicherheiten unter Verwer- tungsgesichtspunkten besondere Bedeutung zu. Für den nicht durch Sicherheiten gedeckten Teilbetrag der Kundenforderung ist eine Einzelwertberichtigung zu bilden. Für noch nicht in Anspruch genommene Kreditzusagen und Eventualverbindlichkeiten der Sparkasse (z. B. aus Bürgschaften für Kunden) ist eine Rückstellung für den nicht durch Sicherheiten gedeck- ten Teilbetrag zu passivieren, sofern am Bilanzstichtag mit einer Inanspruchnahme zu rechnen ist. zu b) Auf Basis der Organisationsrichtlinien der Sparkasse haben wir die eingerichteten Prozesse zur Bewertung der Kundenforderungen einschließlich der Sicherhei- tenwertermittlung und -überwachung geprüft und dabei Prüfungshandlungen zur Wirksamkeit dieser Prozesse vorgenommen. Daneben haben wir das rechnungslegungsbezogene interne Kontrollsystem der Sparkasse im Bereich der Bewertung der Kunden- forderungen untersucht und hierbei insbesondere die Angemessenheit und Wirksamkeit der wesentlichen Kontrollhandlungen geprüft. Bei einer risikoorientiert vorgenommenen Auswahl von Kreditengagements haben wir auf der Grundlage von Kreditunterlagen die von der Sparkasse vorgenommene Beurteilung des kreditnehmerbezogenen Adressenausfallrisikos sowie die Bewertung der Kreditsicherheiten und die hierbei zugrunde gelegten Bewertungsparameter geprüft. zu c) Weitere Informationen zur Bewertung der Forderungen an Kunden sind im Anhang zum Jahresabschluss in den Erläuterungen zu den Bilanzierungs- und Bewertungs- methoden (Abschnitt 1.1) enthalten. Darüber hinaus verweisen wir auf die Darstellungen und Erläuterungen im Lagebericht für das Geschäftsjahr 2018, insbeson- dere zu den Adressenausfallrisiken und der Risikovor- sorge im Kundenkreditgeschäft (Abschnitt 3.1.2). Sonstige Informationen Der Vorstand ist für die sonstigen Informationen ver- antwortlich. Die sonstigen Informationen der Sparkasse umfassen sonstige nicht prüfungspflichtige Teile des Geschäfts- berichts der Sparkasse für das zum 31. Dezember 2018 endende Geschäftsjahr, den gesonderten nicht- finanziellen Bericht gemäß § 289b Abs. 2 HGB für das Geschäftsjahr 2018. Der gesonderte nichtfinanzielle Bericht sowie eine Entwurfsfassung des zur Veröffentlichung bestimmten Geschäftsberichts einschließlich des Berichts des Ver- waltungsrats wurden uns im Rahmen unserer Prüfung vorgelegt. Der endgültige Geschäftsbericht einschließ- lich des Berichts des Verwaltungsrats wird uns nach dem Datum des Bestätigungsvermerks zur Verfügung gestellt. Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen. Dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch eine andere Form von Prüfungs- schlussfolgerung hierzu ab. Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen • wesentliche Unstimmigkeiten zum Jahresabschluss, zum Lagebericht oder unseren bei der Prüfung er- langten Kenntnissen aufweisen oder • anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen. Verantwortung des Vorstands und des Verwaltungs- rats für den Jahresabschluss und den Lagebericht Der Vorstand der Sparkasse ist verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deut- schen, für Kreditinstitute geltenden handelsrecht- lichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßi- ger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Sparkasse vermittelt. Ferner ist der Vorstand verantwortlich für die internen Kontrollen, die er in Übereinstimmung mit den deutschen Grund- sätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt hat, um die Aufstellung eines Jahresab- schlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen – beabsichtigten oder unbeabsichtigten – falschen Darstellungen ist. 54
Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses ist der Vorstand dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Sparkasse zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren hat er die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzu- geben. Darüber hinaus ist er dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegeben- heiten entgegenstehen. Außerdem ist der Vorstand verantwortlich für die Auf- stellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffen- des Bild von der Lage der Sparkasse vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vor- schriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner ist der Vorstand verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die er als notwendig erachtet hat, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Der Verwaltungsrat der Sparkasse ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Sparkasse zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darü- ber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen – beabsichtigten oder unbeabsich- tigten – falschen Darstellungen ist, und ob der Lage- bericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Sparkasse vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften ent- spricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestäti- gungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicher- heit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Überein- stimmung mit § 317 HGB und der EU-APrVO unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer in Deutschland e. V. (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Dar- stellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftiger- weise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresab- schlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaft- lichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermes- sen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus • identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentli- cher – beabsichtigter oder unbeabsichtigter – falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnach- weise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusam- menwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollstän- digkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außer- kraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. • gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontroll- system und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prü- fungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Sys- teme der Sparkasse abzugeben. • beurteilen wir die Angemessenheit der vom Vorstand angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der vom Vorstand dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. • ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessen- heit des vom Vorstand angewandten Rechnungsle- gungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmens- tätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prü- fungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Sparkasse zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazu- gehörigen Angaben im Jahresabschluss und im 55
Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Sparkasse ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. Wir bestimmen von den Sachverhalten, die wir mit dem Verwaltungsrat erörtert haben, diejenigen Sach- verhalte, die in der Prüfung des Jahresabschlusses für den aktuellen Berichtszeitraum am bedeutsamsten waren und daher die besonders wichtigen Prüfungs- sachverhalte sind. Wir beschreiben diese Sachverhalte im Bestätigungsvermerk, es sei denn, Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen die öffentliche Angabe des Sachverhalts aus. Sonstige gesetzliche und andere rechtliche Anforderungen Übrige Angaben gemäß Artikel 10 EU-APrVO Wir sind nach § 340k Abs. 1 und 3 HGB in Verbindung mit § 24 Abs. 2 Satz 1 SSpG gesetzlicher Abschlussprüfer. Wir erklären, dass die in diesem Bestätigungsvermerk enthaltenen Prüfungsurteile mit dem Bericht nach Artikel 11 EU-APrVO (Prüfungsbericht) in Einklang stehen. Verantwortlicher Wirtschaftsprüfer Der für die Prüfung verantwortliche Wirtschaftsprüfer ist Herr Peter Bentz. Saarbrücken, 21. Mai 2019 Sparkassenverband Saar – Prüfungsstelle Bentz Wirtschaftsprüfer • beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben im Jahresabschluss sowie ob der Jah- resabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvor- fälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresab- schluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Sparkasse vermittelt. • beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Sparkasse. • führen wir Prüfungshandlungen zu den vom Vor- stand dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis geeigneter Prüfungs- nachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben vom Vorstand zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zu- kunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunfts- orientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegen- den Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit dem Verwaltungsrat unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prü- fung sowie etwaige bedeutsame Prüfungsfeststellun- gen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen. Wir geben gegenüber dem Verwaltungsrat eine Erklärung ab, dass wir die relevanten Unabhängig- keitsanforderungen eingehalten haben, und erörtern mit ihm alle Beziehungen und sonstigen Sachverhalte, von denen vernünftigerweise angenommen werden kann, dass sie sich auf unsere Unabhängigkeit auswir- ken, und die hierzu getroffenen Schutzmaßnahmen. 56
Impressum Herausgegeben von der Kreissparkasse Saarlouis Vorstandssekretariat Kleiner Markt 66740 Saarlouis Telefon: 06831 442-0 Fax: 06831 442-1000 E-Mail: service@ksk-saarlouis.de www.ksk-saarlouis.de Anstalt des öffentlichen Rechts Bankleitzahl: 593 501 10 Handelsregister: HRA 21965 Amtsgericht Saarbrücken 57

References: § 26
 § 13
 § 10
 § 10
 § 340
 § 26
 § 340
 § 340
 § 25
 § 25
 § 25
 § 25
 § 1
 § 34
 § 253
 § 11
 § 89
 § 254
 § 63
 § 1
 § 253
 Art. 28
 § 253
 § 26
 § 322
 § 317
 § 289
 § 317
 § 340
 § 24