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Timestamp: 2020-02-25 13:55:07+00:00

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Elektronische Ressource (PDF-Format
urn:nbn:de:kobv:109-opus-155030
Erweiterung der Jugendarrestanstalt Berlin		 Berlin Tempelhof-Schöneberg
Nichtoffener Wettbewerb für Architekten Erweiterung der Jugendarrestanstalt Berlin-Lichtenrade Berlin Tempelhof-Schöneberg Auslobung
Herausgeber und Wettbewerbsdurchführung Senatsverwaltung für Stadtentwicklung Abteilung Städtebau und Projekte Referat II D Brückenstraße 6 10179 Berlin Wettbewerbsauslobung Inge Schmidt-Rathert, II D 1 Dipl.-Ing. Architektur Lars Krokowski Digitale Bearbeitung Dipl.-Ing. Architektur Lars Krokowski Titelbild Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Luftbild 2009 Druck A & W Digitaldruck, Berlin
Teil 1 1.1 1.2 1.3 1.4 1.5 1.6 1.7 1.8 1.9 1.10 1.11 1.12 1.13 1.14 1.15 1.16 1.17 1.18 Teil 2 2.1 2.2 2.3 2.4 2.5 2.6 2.7 2.8 Teil 3 3.1 3.2 3.3 3.4 3.5 3.6 3.7 3.8 3.9 3.10 3.11 3.12 Teil 4 4.1 4.2 Verfahren....................................................................................9
Auslober, Bauherr, Nutzer ...........................................................9
Ortsbesichtigung, Rückfragen und Rückfragenkolloquium .......14
Preise und Anerkennungen.......................................................17
Situation und Planungsvorgaben..........................................21
Der Wettbewerbsbereich...........................................................25
Vorhandene Bebauung .............................................................27
Technische Infrastruktur ............................................................28
Erschließung und Verkehr.........................................................29
Planungsrecht und Bauordnungsrecht......................................30
Die Jugendarrestanstalt Berlin - Lichtenrade ............................30
Wettbewerbsaufgabe ..............................................................33
Technische Gebäudeausrüstung...............................................39
Freiflächen / Außenanlagen ......................................................40
Erschließung / Stellplätze..........................................................41
Baukosten / Wirtschaftlichkeit ...................................................41
Nachhaltigkeit / Energieeffizienz / Ökologische Zielsetzung.....43
Barrierefreies Bauen .................................................................44
Baurechtliche Vorschriften, Normen, Richtlinien .......................44
Raumprogramm / Funktionsdiagramm......................................45
Anhang.....................................................................................47
Erweiterung der Jugendarrestanstalt Berlin / Anlass und Ziel
Gegenstand des Wettbewerbs ist die Erweiterung der Jugendarrestanstalt Berlin (JAA Berlin) in der Lützowstraße 45 in Berlin Lichtenrade. Die JAA Berlin soll aufgrund bestehender Kapazitätsprobleme eine baulich-technische und gestalterische Neukonzeption erhalten. Derzeit ist die JAA in einem Gebäudeensemble aus mehreren Baukörpern unterschiedlichen Entstehungsdatums untergebracht. Sie verfügt über eine Gesamtbelegungsfähigkeit von ca. 33 Arrestplätzen (Einzelbelegung). Durch die Erweiterung soll eine bedarfsgerechte und rechtskonforme Unterbringung von Arrestanten/innen unter Berücksichtigung des erforderlichen Trennungsgebotes der Geschlechter sowie der Binnendifferenzierung nach Arrestformen wie Freizeit-, Kurz- und Dauerarrest gewährleistet werden. Die Erhöhung der Kapazitäten auf 61 Arrestplätze bei Einzelbelegung soll in Zukunft einen effektiven und an der Erziehung junger Menschen orientierten Jugendarrestvollzug sichern. Die Planung soll die Belange der Anstalt und der Anwohner (Lärmschutz) berücksichtigen. Das Bedarfsprogramm für den Neubau umfasst insgesamt eine Nutzfläche von 1.304 qm. Im Raumprogramm sind Flächen für die Unterbringungs- und Behandlungsbereiche von Arrestanten/innen, für die Verwaltung, für die Versorgung und für Lager ausgewiesen, die sowohl im Erweiterungsneubau als auch in den Bestandsgebäuden nachzuweisen sind. Als Ideenteil werden von den Teilnehmern Vorschläge für die Einbindung und Gestaltung der Bestandsgebäude erwartet. Für den Erweiterungsbau und die Außenanlagen sind Gesamtkosten nach DIN 276 in Höhe von max. 6.000.000,- Euro (inkl. MwSt.) vorgesehen, einschließlich 140.000,- Euro (inkl. MwSt.) für Anpassungsmaßnahmen (Abriss bzw. Anbindung vom Neubau an den Altbau). Der Kostenrahmen ist zwingend einzuhalten. Die Fertigstellung der Maßnahmen für die Erweiterung der Jugendarrestanstalt ist für 2013 geplant.
Erweiterung der Jugendarrestanstalt Berlin / Teil 1 Verfahren
Auslober, Bauherr Senatsverwaltung für Stadtentwicklung Abteilung V – Hochbau Fehrbelliner Platz 2 D-10707 Berlin Verwaltung des Sondervermögens BIM Berliner Immobilienmanagement GmbH Keibelstraße 36 D-10178 Berlin Bedarfsträger Senatsverwaltung für Justiz Abteilung III, Justizvollzug, Gnadenwesen und soziale Dienste der Justiz Salzburger Straße 21-25 D-10825 Berlin Wettbewerbsdurchführung, Auslobung und Koordination Senatsverwaltung für Stadtentwicklung Abteilung Städtebau und Projekte Referat II D Brückenstraße 6 D-10179 Berlin Inge Schmidt-Rathert II D 1 Tel.: +49 (0)30 9025 2032 Fax: +49 (0)30 9025 2535 E-Mail: inge.schmidt-rathert@senstadt.berlin.de
Dem Wettbewerb liegen die Richtlinien für Planungswettbewerbe (RPW 2008) sowie das Rundschreiben SenStadt VI ANr. 06 / 2009 (Rundschreiben SenStadt zur Einführung der RPW 2008) zugrunde, soweit nachstehend nichts anderes ausgeführt ist. Die Architektenkammer wirkt vor, während und nach dem Wettbewerb beratend mit, sie registriert den Wettbewerb. Mit der Registrierung wird bestätigt, dass die Auslobungsbedingungen der Richtlinie entsprechen.
Die besonderen Bestimmungen für öffentliche Auftraggeber (RPW 2008, §9) sind anzuwenden. Der Wettbewerb wird bei der Architektenkammer Berlin unter der RegistrierNr. B-2010-22 geführt. Einverständnis Jeder Teilnehmer, Preisrichter, Sachverständige, Vorprüfer und Gast erklärt sich durch seine Beteiligung bzw. Mitwirkung am Verfahren mit den vorliegenden Teilnahmebedingungen und der Anwendung der RPW 2008 einverstanden. Verlautbarungen jeder Art über Inhalt und Ablauf vor und während der Laufzeit des Wettbewerbsverfahrens, einschließlich der Veröffentlichung der Wettbewerbsergebnisse, dürfen nur über die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, - II D -, abgegeben werden. Datenschutz Jeder Teilnehmer, Preisrichter, Sachverständige, Vorprüfer, Gast und Auftragnehmer willigt durch seine Beteiligung bzw. Mitwirkung am Verfahren ein, dass seine personenbezogenen Daten im Zusammenhang mit o.g. Wettbewerb bei der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung in Form einer automatisierten Datei geführt werden. Diese Einwilligung ist auf der Verfasser- bzw. auf der Zustimmungserklärung zu bestätigen. Eingetragen werden Name, Anschrift, Telefon, Beauftragung im Wettbewerb, Kammermitgliedschaft, Berufsbezeichnung. Nach Abschluss des Verfahrens können auf Wunsch diese Daten gelöscht werden (durch Vermerk auf der Verfassererklärung). Gemäß § 6 des novellierten Datenschutzgesetzes ist die Einwilligung der Betroffenen notwendig, da eine spezielle Rechtsgrundlage für die Führung dieser Datei fehlt. Vergabekammer Öffentliche Aufträge, die gemäß den Vergabevorschriften der EU vergeben werden müssen, unterliegen einem Rechtsschutzverfahren. Für die öffentlichen Auftraggeber des Landes Berlin wird dieses Verfahren vor der Vergabekammer des Landes Berlin geführt. Vergabekammer des Landes Berlin Martin-Luther-Straße 105 D-10825 Berlin Tel.: +49 (0)30 9013 8316 Fax: +49 (0)30 9013 7613
Zur Teilnahme am Wettbewerb wurden entsprechend der Ankündigung im EU-Amtsblatt vom 16.06.2010 in einem vorgeschalteten Bewerbungsverfahren (Teilnahmewettbewerb gemäß RPW und VOF) durch ein vom Preisgericht unabhängiges Auswahlgremium 10 Architekten ausgewählt.
Susanne Quick Architektin, Berlin Torsten Krüger Architekt, Berlin Peter Salomon Architekt, Berlin
Stefan Tebroke Architekt, Berlin Susanne Gerlach Referatsleiterin Justizvollzug Senatsverwaltung für Justiz Birgitt Kalthöner Leiterin Objektmanagement Senatsverwaltung für Stadtentwicklung
Thomas Hirsch Vollzugsleiter Jugendarrestanstalt Berlin Peter Ostendorff Referatsleiter Wettbewerbe u. Auswahlverfahren Senatsverwaltung für Stadtentwicklung
Hartmut Pfeiffer Gruppenleiter Projektmanagement Senatsverwaltung für Stadtentwicklung Gerlinde Jäger Projektmanagement Senatsverwaltung für Stadtentwicklung Lars Obscherningkat Objektmanagement Senatsverwaltung für Stadtentwicklung Anke von Kottwitz Gruppenleiterin Projektvorbereitung und -prüfung Senatsverwaltung für Stadtentwicklung Michaela Rohtig Projektvorbereitung und -prüfung Senatsverwaltung für Stadtentwicklung Knut Kardacki Baugenehmigungsverfahren, Zustimmungsverfahren, Widerspruchsverfahren, Senatsverwaltung für Stadtentwicklung
Dr. Michael Gödde Referatsleiter Naturschutz, Landschaftsplanung, Forstwesen Senatsverwaltung für Stadtentwicklung Gerrit Reitmeyer Fachbereichsleiter Genehmigen u. Denkmalschutz Bezirksamt Tempelhof-Schöneberg von Berlin Babette Conradt FB Umwelt, Untere Naturschutzbehörde, Landschaftsplanung Bezirksamt Tempelhof-Schöneberg von Berlin Michael Sydow FB Umwelt, Untere Naturschutzbehörde Bezirksamt Tempelhof-Schöneberg von Berlin Jürgen Heitmann Abteilung III – Justizvollzug Senatsverwaltung für Justiz Gabriele Kunath Geschäftsleiterin Jugendarrestanstalt Berlin Hans Dietrich Mertens Dienstleiter Jugendarrestanstalt Berlin Klaus Gendner Geschäftsführung Berliner Immobilienmanagement GmbH Inge Schmidt-Rathert Referat Wettbewerbe und Auswahlverfahren Senatsverwaltung für Stadtentwicklung Berlin Vorprüfung		 N.N.
Kostenermittlung und BUSSE & PARTNER Energieeffizienz Projektsteuerung Gäste		 Karin Kusus, Architektin Architektenkammer Berlin Peter Kever, Architekt Architektenkammer Berlin Mitglieder der Bezirksverordnetenversammlung Bezirksamt Tempelhof-Schöneberg von Berlin
Der Auslobungstext wird den Teilnehmern in digitaler Form am 05. August 2010 zugesandt. Am 09. August 2010 erhalten die Teilnehmer die Auslobungsbroschüre sowie die weiteren Wettbewerbsunterlagen zugesandt.
Die Arbeiten müssen bis zum 28.09.2010, von 14:00 bis 17:00 Uhr in der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung Referat Wettbewerbe und Auswahlverfahren Brückenstraße 6 – Jannowitzcenter 10179 Berlin Raum Nr. 4.026 abgegeben oder am selben Tag oder davor liegend per Post- oder Kurierdienst eingereicht werden. Bei der Einreichung durch Post- oder Kurierdienst ist eine Kopie des Aufgabebelegs in gleicher anonymisierter Weise wie die Arbeit selbst mit der Kennziffer versehen an o. a. Adresse nachzusenden. Die Wettbewerbspläne sind in einer eckigen Versandbox einzuliefern. Das Modell ist am 05. Oktober 2010 von 14:00 Uhr bis 17.00 Uhr an gleicher Stelle oder am selben Tag oder davor liegend per Kurierdienst einzureichen. Das Modell ist in transportgerechter und wieder verwendbarer Verpackung abzuliefern. Die Wettbewerbsarbeiten sind zur Wahrung der Anonymität in verschlossenem Zustand ohne Absender oder sonstigen Hinweis auf den Verfasser, aber mit der Kennzahl und dem Vermerk „Erweiterung der JAA Berlin“ einzureichen. Bei Zustellung durch Post- oder Kurierdienst ist der Empfänger als Absender anzugeben. Kennzeichnung der Arbeiten Die Wettbewerbsarbeiten sind in allen Stücken nur durch eine gleichlautende Kennzahl zu bezeichnen. Sie ist aus sechs arabischen Ziffern zu bilden und in einer Größe von 1 cm Höhe und 4 cm Breite auf jedem Blatt und Schriftstück in der rechten oberen Ecke anzubringen. Der Wettbewerbsverfasser hat die Verfassererklärung mit seiner Anschrift in einem verschlossenen und undurchsichtigen Umschlag mit der gleichen Kennzahl abzugeben, mit der er seine Wettbewerbsarbeit gekennzeichnet hat. Dieser Umschlag ist gleichzeitig mit der Wettbewerbsarbeit abzugeben.
Ortsbesichtigung Die Ortsbesichtigung mit den Teilnehmern findet am 13. August 2010 um 10:00 Uhr statt. Der Treffpunkt ist der Haupteingang der Jugendarrestanstalt Berlin, Lützowstraße 45. Rückfragen Rückfragen zur Auslobung können schriftlich gestellt werden. Sie müssen bis zum 19. August 2010 bei folgender E-Mail-Adresse eingegangen sein: woywodgast@senstadt.berlin.de Bei den Rückfragen ist auf die entsprechenden Teilziffern der Auslobung, auf die sie sich beziehen, Bezug zu nehmen. Rückfragenkolloquium Ein Rückfragenkolloquium findet nicht statt. Die Zusammenstellung aller eingereichten Fragen und deren Beantwortung wird den am Verfahren Beteiligten am 27. August 2010 per E-Mail zugesandt und ist Bestandteil der Auslobung.
Unterlagen des Wettbewerbs sind: • die vorliegende Auslobung • die Zusammenstellung der Rückfragen und deren Beantwortung • Modell-Einsatzplatte M 1:500 • CD-ROM mit digitalen Daten (siehe Teil 4), u.a. die im Folgenden aufgeführten Planunterlagen und Dokumente: – Übersichts- und Arbeitspläne – Bestandspläne (Grundrisse, Ansichten, Schnitte) – Funktions-, Ausstattungs- und Bedarfsprogramm als .pdf-Datei – Fotodokumentation, Luftbild Hinweis Jeder Teilnehmer des Verfahrens verpflichtet sich, die vorliegenden digitalisierten Daten und Pläne nur für die Beteiligung am Verfahren zu nutzen. Daten, die im Rahmen der Bearbeitung als Zwischenprodukte anfallen und nicht an den Auslober abgegeben werden, sind nach Abschluss des Wettbewerbs zu löschen.
1.10		 Geforderte Leistungen
Von den Teilnehmern werden folgende Leistungen erwartet: Geforderte Leistungen in Papierform 01. Städtebauliches Konzept M 1:500 mit Darstellung der Gesamtsituation, Baukörper, Freiflächen, Erschließung 02. EG-Grundriss mit Darstellung der angrenzenden Bestandsbauten und Freiflächen einschließlich der äußeren Erschließung im M 1:200
03. alle weiteren Grundrisse im M 1:200 04. Zum Verständnis des Entwurfs erforderliche Schnitte und Ansichten im M 1:200 05. Grundrissausschnitt mit Unterbringungsbereich (Zimmer, Aufenhalt), Wohngruppe mit anschließenden Gemeinschaftseinrichtungen M 1:100 06. Fassaden- bzw. Systemausschnitt mit Teilansicht M 1:20 Der Informationsgehalt soll annähernd dem eines Schnittes M 1:50 entsprechen, beispielhaft zur Vermittelbarkeit von Materialität, Gestaltqualität und zur Ermittlung der Kosten. 07. eine räumliche Darstellung freier Wahl 08. Prüfpläne (gefaltet): ein Satz der verlangten Grundrisse und Schnitte mit Eintragung – der Raumbezeichnungen gem. Raumprogramm (Formblatt A) – der für die Berechnung notwendigen Maße – der Raumgrößen 09. Berechnungen auf Formblättern (Formblatt A Raumprogramm, Formblatt B Gebäudekennwerte, s. Teil 4 Anhang, 4.1.9 Formblätter). Der Rechenweg ist nachvollziehbar auf den Prüfplänen darzustellen. – Überbaute Fläche – Brutto-Grundfläche BGFa – Brutto-Rauminhalt BRIa (V) – Nutzfläche – Verhältnis Brutto-Grundfläche a / Nutzfläche (BGF a / Nutzfläche) – DAF (Dachflächen) – HTF (Horizontale Trennflächen) – BAF (Basisflächen) – AWF (Außenwandflächen) – IWF (Innenwandflächen) – BAU (Baugrube) – Gebäudehüllfläche (A) – Verhältnis A/V – Länge der Außensicherungsanlage 10. Erläuterungsbericht (getrennt von den Plänen, max. 4 DIN A4-Seiten): – Erläuterung und Begründung des vorgeschlagenen Entwurfskonzepts – Aussagen zu Konstruktion und Materialien – Aussagen zur Wirtschaftlichkeit – Aussagen zur Nachhaltigkeit und Energieeffizienz – Aussagen zum Bauablauf – Aussagen zum ökologischen Gesamtkonzept – Angaben zum barrierefreien Bauen
Alle Aussagen sind besonders hinsichtlich kostenrelevanter
Überlegungen darzustellen.
11.		 Baubeschreibung in Anlehnung an DIN 276 (neu) zu den KG 300, 400 und 500 12. Verzeichnis der eingereichten Unterlagen 13. Verfassererklärung (s. Teil 4 Anhang, 4.1.9 Formblätter) 14. Modell M 1:500 unter Verwendung der vorgegebenen Modelleinsatzplatte. Zusätzlich geforderte Leistungen in digitaler Form Zusätzlich sind folgende Leistungen in digitaler Form auf CD-ROM zu erbringen (für Vorprüfung, Ergebnisprotokoll und Veröffentlichung):
– die Präsentationspläne als Windows-kompatible .tif-Datei(en) in einer Auflösung von bevorzugt 300 dpi (ggf. LZW-komprimiert) – die Präsentationspläne als pdf-Datei(en) mit eingebundenen Pixeldarstellungen in einer Auflösung von bevorzugt 300 dpi – die geforderten Leistungen nach Nr. 8 (Prüfpläne) als CAD-Datei im Format .dwg oder .dxf (AutoCAD, Version 2000 oder tiefer) oder .pln (ArchiCAD, Version 7 oder tiefer) – die ausgefüllten Formblätter zu Nr. 9 (siehe 4.1.9 Digitale Anlagen/ Formblätter) als .xls-Datei (Microsoft Excel) – die unter Nr. 10 bis 12 aufgeführten geforderten Leistungen Als verbindliche Form der Arbeit gilt der Papierausdruck. Hinweise zu den geforderten digitalen Leistungen „Offene“ Dateien aus Layout-Programmen (z.B. InDesign, QuarkExpress, Illustrator etc.) können nicht berücksichtigt werden. Bildmaterial, das nicht im genannten Windows-kompatiblen .tif-Format vorliegt, kann nicht berücksichtigt werden. Die CD-ROM selbst trägt als Titel nur die sechsstellige Kennzahl, mit der auch die schriftlichen Pläne gekennzeichnet werden (z.B. 123456). Die einzelnen Dateien auf der CD-ROM müssen wie folgt benannt werden: Der erste Teil des Dateinamens ist die sechsstellige Kennzahl, danach folgt ein Unterstrich und anschließend der eigentliche Dateititel, gefolgt von der Formatangabe, z.B. „tif“. Beispiele: – Lageplan: – Grundrisszeichnung Erdgeschoss: – Ansichten:
In den Dateinamen dürfen keine Leer- und Sonderzeichen vorkommen. Die CD-ROM ist für Windows-kompatiblen PC zu erstellen. MacintoshFormate können grundsätzlich nicht verwendet werden. Allgemeine Hinweise Jeder Teilnehmer darf nur eine Arbeit ohne Variante einreichen. Gemäß RPW § 5 Abs. 2 werden Darstellungen, die über die in der Auslobung geforderten Leistungen hinausgehen oder gegen bindende Vorgaben des Auslobers verstoßen, von der Vorprüfung ausgesondert. Farbige Darstellungen sowie erläuternde Skizzen sind zugelassen. Für die Präsentation der Wettbewerbsarbeiten stehen pro Wettbewerbsteilnehmer max. drei 2 m hohe Rolltafeln mit einer Hängefläche von 1,96 m (Breite) x 1,46 m (Höhe) zur Verfügung. Die vom Auslober zur Verfügung gestellten Arbeitspläne sind ein Angebot, den Wettbewerbsbeitrag darzustellen; sie müssen von den Verfassern nicht verwendet werden. Ausschlusskriterien / Verstoß gegen bindende Vorgaben Es werden keine bindenden Vorgaben im Sinne der RPW 2008 § 5 Absatz 1 und § 6 Absatz 2 formuliert.
Das Beurteilungsverfahren ist unter § 6 Absatz 2 der RPW 2008 dargestellt. Ergänzend gilt Folgendes: Die eingereichten Arbeiten werden mit Hilfe eines Kriterienkatalogs vorgeprüft. Bei der Erfüllung dieser Aufgabe können die Sachverständigen zur Unterstützung der Vorprüfer hinzugezogen werden. Dem Preisgericht werden die Ergebnisse der Vorprüfung als Entscheidungshilfe zur Verfügung gestellt, die Beurteilung der Arbeiten bleibt dem Preisgericht vorbehalten.
Die Wettbewerbssumme (RPW 2008 § 7 Absatz 2) ist auf der Basis des § 34 HOAI ermittelt. Für Preise stehen insgesamt 21.000,00 Euro zur Verfügung. Vorgesehen ist folgende Aufteilung: 1. Preis 2. Preis 3. Preis
10.500,– € 6.300,– € 4.200,– €
Das Preisgericht gibt eine schriftliche Empfehlung für die weitere Bearbeitung der Wettbewerbsaufgabe. Bei der Umsetzung des Projekts wird unter Würdigung der Empfehlungen des Preisgerichts einer der Preisträger mindestens mit den Leistungsphasen 2 - 5 nach § 33 HOAI beauftragt, sofern kein wichtiger Grund einer Beauftragung entgegensteht (RPW 2008 § 8 Absatz 2). Voraussetzung ist, dass die Ausführung der ausgewählten Arbeit im Kostenrahmen möglich ist. Im Falle einer weiteren Bearbeitung werden durch den Wettbewerb bereits erbrachte Leistungen des Wettbewerbsteilnehmers bis zur Höhe des zuerkannten Preises oder Anerkennung nicht erneut vergütet, wenn der Wettbewerbsentwurf in seinen wesentlichen Teilen unverändert der weiteren Bearbeitung zugrunde gelegt wird (RPW 2008 § 8 Absatz 2).
Ein Verhandlungsverfahren im Anschluss an den Wettbewerb mit allen Preisträgern wird nur durchgeführt wenn der Auftraggeber vom Votum des Preisgerichts abweicht. Im Regelfall wird der Auftraggeber nur mit dem ersten Preisträger über die Auftragsvergabe verhandeln. Architekten, die nicht Mitglieder der Berliner Architektenkammer sind, werden gemäß § 6 Bau- und Architektenkammergesetz verpflichtet, sich bei Auftragserteilung im Verzeichnis auswärtiger Architekten der Architektenkammer Berlin eintragen zu lassen. Bei Bedarf wird die Hinzuziehung eines Kontaktbüros empfohlen. Kunst am Bau Gemäß den Ausführungen in der Allgemeinen Anweisung für die Vorbereitung und Durchführung von Bauaufgaben Berlins (Anweisung Bau) ist beabsichtigt, Mittel aus dieser Baumaßnahme für „Kunst am Bau“ bereit zu stellen.
1.14		 Eigentum und Urheberrecht
Die eingereichten Unterlagen der mit Preisen ausgezeichneten und mit Anerkennungen versehenen Wettbewerbsarbeiten werden Eigentum des Auslobers. Das Urheberrecht und das Recht der Veröffentlichung der Entwürfe bleiben dem Verfasser erhalten (RPW 2008 § 8 Absatz 3). Der Auslober ist berechtigt, die zur Beurteilung zugelassenen Arbeiten nach Abschluss des Wettbewerbs ohne weitere Vergütung zu dokumentieren, auszustellen und (auch über Dritte) zu veröffentlichen. Die Namen der Verfasser werden dabei genannt.
Durch ihre Unterschrift in der Verfassererklärung versichern die Wettbewerbsteilnehmer, dass sie die geistigen Urheber der Wettbewerbsarbeiten, gemäß den Wettbewerbsbedingungen teilnahmeberechtigt, mit einer Beauftragung zur weiteren Bearbeitung einverstanden und zur fach- und termingerechten Durchführung in der Lage sind. Die Verfassererklärung befindet sich als Formblatt in den digitalen Anlagen im Ordner 4.1.9 Formblätter auf beiliegender CD-ROM.
Das Ergebnis des Wettbewerbs wird (unter Vorbehalt der Prüfung der Teilnahmeberechtigung) den Teilnehmern, deren Arbeit mit einem Preis oder einer Anerkennung ausgezeichnet wird, unmittelbar nach der Entscheidung des Preisgerichts mitgeteilt, allen anderen durch die Übersendung des Preisgerichtsprotokolls und der Öffentlichkeit über die Presse bekanntgegeben sowie unter www.stadtentwicklung.berlin.de/aktuell/ausstellungen angekündigt.
Die zur Beurteilung zugelassenen Wettbewerbsarbeiten werden mit den Namen der Verfasser, der Mitarbeiter und Sonderfachleute, den Preisen und Anerkennungen, der Aufnahme in die engere Wahl und dem Preisgerichtsprotokoll öffentlich ausgestellt. Eröffnung, Ort und Dauer der Ausstellung werden den Wettbewerbsteilnehmern und der Presse bekannt gegeben (RPW 2008 § 8 Absatz 1).
Für die Beschädigung oder den Verlust der eingereichten Arbeiten haftet der Auslober nur im Fall nachweisbar schuldhaften Verhaltens. Die nicht prämierten Arbeiten von in Berlin ansässigen Teilnehmern können zu einem Zeitpunkt, der ihnen rechtzeitig mitgeteilt wird, bei der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung – II D – abgeholt werden. Sind diese Arbeiten, trotz einer Erinnerung sechs Wochen nach dem genannten Termin nicht abgeholt worden, so geht der Auslober davon aus, dass die betreffenden Teilnehmer das Eigentum an ihren Arbeiten aufgegeben haben und wird dann mit diesen Arbeiten nach seinem Belieben verfahren. Im Übrigen erfolgt die Rücksendung der nicht prämierten Arbeiten von Teilnehmern, die nicht in Berlin ansässig sind, nur dann, wenn die Arbeiten in transportgerechter und wieder verwendbarer Verpackung eingereicht wurden.
05. August 2010 09. August 2010 13.08.2010 / 10 Uhr bis 19. August 2010 bis 27. August 2010 28. September 2010 05. Oktober 2010 27. Oktober 2010 November 2010
Ausgabe der Auslobungsunterlagen elektronisch Ausgabe der Auslobungsunterlagen Ortsbesichtigung Rückfragen übers Internet Rückfragenbeantwortung übers Internet Abgabe der Arbeiten Abgabe des Modells Preisgerichtssitzung Ausstellung der Arbeiten
Erweiterung der Jugendarrestanstalt Berlin / Teil 2 Situation und Planungsvorgaben
Lage im Stadtgebiet Der Standort der Jugendarrestanstalt Berlin liegt in einer Stadtrandlage im Süden Berlins im Ortsteil Lichtenrade des Berliner Bezirks SchönebergTempelhof, in einer Entfernung von 300 m zur Grenze Brandenburgs. Das Wettbewerbsgebiet wird im Westen durch die Lützowstraße begrenzt. In östlicher Richtung schließen sich die Grundstücke der direkt benachbarten Jugendstrafanstalt Berlin (Untersuchungshaftbereich Kieferngrund) und der Pflegeeinrichtungen (Seniorenwohnanlage „Georg-Kriedte-Haus“ und „Lore-Lipschitz-Haus“) an. Diese liegen am Kirchhainer Damm (B96), der das Berliner Umland und den Berliner Ring (A10) mit dem innerstädtischen Bereich verbindet.
Abb 1. Schwarzplan mit Markierung des Wettbewerbsbereichs
Baustruktur der Umgebung Die bauliche Struktur im südlichen Teil von Lichtenrade ist, abgesehen von der unmittelbar an das Wettbewerbsgrundstück angrenzenden Bebauung zwischen Lützowstraße und Kirchhainer Damm, hauptsächlich durch Wohnbebauung in Form von Ein-, Zwei- und Mehrfamilienhäusern mit großzügigen Vorgärten und straßenbegleitendem Grün geprägt. Zwischen Lützowstraße und Kirchhainer Damm hat sich eine offene Bebauung unterschiedlichen Baualters in Form von Solitären für soziale Einrichtungen bzw. für Sicherheit und Ordnung sowie zeilenartiger Wohnsiedlungsbau entwickelt. Die in unmittelbarer östlicher Nachbarschaft sich befindende Bebauung der Untersuchungshaftanstalt Kieferngrund besteht aus einem kreissegmentartigen Gebäude, das 1997 fertig gestellt wurde und dem ein Realisierungswettbewerb 1994 vorausging (1. Rang: Architekten Müller, Rhode und Wandert).
Abb. 2: Luftbild, April 2009
Abb. 3: Lageplan mit Eintragung des Wettbewerbsbereichs
Im Osten schließt sich das Grundstück mit den 2-4-geschossigen Einzelkomplexen der Seniorenwohnanlage „Georg-Kriedte-Haus“ am Kirchhainer Damm aus dem Jahr 1961 an. Südlich des Grundstücks befindet sich der dreigeschossige Wohnungsbau der Siedlung Birkenhaag, während die Grundstücke nördlich durch die 1-3-geschossigen Bauten des Pflegeheims Lore-Lipschitz-Haus geprägt werden. Östlich des Kirchhainer Damms befindet sich das Landschaftsschutzgebiet des Lichtenrader Wäldchens und die Kleingartenkolonie „Märkische Heide“.
Der Ortsteil Lichtenrade ist der südlichste Ortsteil des Bezirks TempelhofSchöneberg von Berlin und wurde 1375 im Landbuch Kaiser Karls IV das erste Mal urkundlich erwähnt. Der Name soll sich aus „Lichtenrode“, eine durch Rodung entstandene Lichtung, herleiten. Das ehemalige Angerdorf liegt im Süden Berlins und reicht bis an die Landesgrenze zu Brandenburg und dessen Landkreise Teltow-Fläming und Dahme-Spreewald heran. Lichtenrade ist historisch ländlich geprägt. Nach der Eingemeindung 1920 nach Groß-Berlin als 13. Verwaltungsbezirk Tempelhof wurden die Ackerflächen nach und nach mit Einfamilienhäusern bebaut. Voraussetzung hierfür waren einerseits die Eröffnung der Dresdner Bahn 1875 und die Anlage des Bahnhofs Lichtenrade 1883, andererseits auch der Bau des Teltowkanals 1906 und des Lichtenrader-Lankwitzer-RegenwasserSammelkanals, die erst eine Trockenlegung des sumpfigen Geländes ermöglichten. 1943 erlebte Lichtenrade schwere Zerstörungen durch Luftangriffe. Nachdem im Frühjahr 1954 der Verkehr auf dem Güteraußenring in Lichtenrade auf Anordnung der sowjetzonalen Reichsbahndirektion eingestellt und 1961 die S-Bahnstrecke Lichtenrade/Mahlow durch den Mauerbau stillgelegt wurde, wurde Lichtenrade Grenzgebiet und abgeschnitten vom Berliner Umland. In den 1960er und 1970er Jahren entstanden neben dem Neubaugebiet Lichtenrade-Ost (Nahariya- und Skarbinastraße) für ca. 5000 Bewohner weitere Hochhaussiedlungen wie die Petruswerk-Siedlung und JohnLocke-Siedlung. Seit dem Fall der Mauer im November 1989 ist Lichtenrade nicht mehr Grenzgebiet und mit der Wiedereröffnung der unterbrochenen S-Bahnverbindung 1992 wurde der Stadtteil wieder ans öffentliche Schienennetz angebunden. 1995 wurde das ehemalige Jugendheim „Kieferngrund“ als Jugendarrestanstalt umgebaut, 1997 erfolgte der Bau der Untersuchungshaftanstalt Berlin-Lichtenrade.
Am 01.01.2001 fusionierten die Bezirke Tempelhof und Schöneberg zum neuen Bezirk Tempelhof-Schöneberg.
Wettbewerbsbereich/Größe Der Wettbewerbsbereich wird im Westen durch die Lützowstraße, im Osten durch die Außenumwehrung der Jugendstrafanstalt Berlin, Untersuchungshaftbereich (UHB) Kieferngrund und im Norden durch einen unbefestigten Waldweg, der eine Verbindung zwischen Lützowstraße und Kirchhainer Damm herstellt, begrenzt. Im Südwesten des Grundstücks schließt sich das Areal eines öffentlich zugänglichen Spielplatzes und im Süden ein zu einer Wohnanlage gehörender Parkplatz an. Zudem ist im südlichen Bereich des Grundstücks ein Leitungsrecht (Berliner Wasserbetriebe) eingetragen (siehe Anlage 4.1.2 Informationspläne, Vermesserplan). Der Wettbewerbsbereich ist ein Teil des Flurstücks 83/3, das an der Lützowstraße 45 in 12307 Berlin Lichtenrade liegt. Auf dem Flurstück befinden sich zwei Berliner Justizvollzugseinrichtungen, die JSA Berlin Untersuchungshaftbereich Kieferngrund (Kirchhainer Damm 64-66) und die Jugendarrestanstalt Berlin (Lützowstraße 45) sowie Freiflächen außerhalb der Anlagen der Justizvollzugseinrichtungen. Das Flurstück umfasst eine Gesamtfläche von 41.192 qm mit einer zulässigen GR von 8.238,40 qm, abzüglich der vorhandenen GR von 4.533,26 qm. Eigentum Das Flurstück 83/3 befindet sich im Eigentum des Landes Berlin und wird seit dem 01.01.20010 als Sondervermögen Immobilien Land Berlin durch die BIM GmbH verwaltet. Topographie Die Höhenkoordinaten der Freiflächen weisen keine nennenswerten Niveauunterschiede auf und liegen zwischen 42,46 m NHN im östlichen und 42,30 m NHN in den übrigen Bereichen des Grundstücks. Die jeweilige exakte Höhenlage eines Geländepunkts ist auf der CD dem unter Anlage 4.1.2 Informationspläne sich befindenden Vermesserplan zu entnehmen. Baugrund Das Wettbewerbsgrundstück liegt auf der pleistozänen Teltow-Hochfläche. Der oberflächennahe Schichtenaufbau besteht im Allgemeinen aus mehreren Meter mächtigem Geschiebemergel mit Einlagerung von Sanden in unterschiedlicher Mächtigkeit und Ausdehnung. In den obersten Metern unterhalb der Geländeoberfläche kann der Geschiebemergel durch Verwitterung entkalkt und zu Geschiebelehm umgewandelt sein. Als Anhaltspunkt über die Schichtenfolge des Untergrundes finden sich im Anhang Schichtenverzeichnisse verschiedener Bohrungen im Bereich des Grundstücks. Örtliche Abweichungen der Gesteinsausbildung, Schichtenfolge und –mächtigkeit sind möglich. Grundwasser Der Grundwasserstand des bedeckten Hauptgrundwasserleiters steht im Grundstücksbereich überwiegend im gespannten Zustand an. Das
Grundwasser kann daher nicht so hoch ansteigen, wie es seinem hydrostatischen Druck entspricht, da die überlagernden bindigen Sedimente (Geschiebemergel) dies verhindern. Die Ermittlung der Grundwasserstände beruht auf der flächenhaften Interpolation von Grundwasserwerten, die an den Messstellen in der näheren/ weiteren Umgebung des Grundstücks seit dem Jahr 1957 festgestellt wurden. Der aus den beobachteten Werten für das Grundstück interpolierte höchste Grundwasserstand (HGW) trat im Jahr 1970 auf und betrug ca. NHN + 41,5 m. Im November 2009 lag der aktuelle Grundwasserstand im Grundstücksbereich bei etwa NHN + 38,7 m. Hinsichtlich der Grundwasserverhältnisse wird auf die besondere Stellung der Sande hingewiesen, die über dem Geschiebemergel der Grundmoräne lagern bzw. in Linsen eingeschaltet sind und beim Bauvorhaben berücksichtigt werden sollten: •		 In mit Sanden gefüllten Senken oberhalb oder in sandigen Linsen innerhalb des Geschiebemergels kann sich in Abhängigkeit von den Niederschlägen oberflächennahes Grundwasser ausbilden, das unabhängig vom Hauptgrundwasserleiter ist und häufig als so genanntes Schichtenwasser bezeichnet wird. •		 Messwerte über dieses oberflächennahe Grundwasser liegen nicht vor. Altlasten Das Wettbewerbsgrundstück ist nicht im Bodenbelastungskataster des Landes Berlin eingetragen. Erkenntnisse über Bodenbelastungen bzw. schädliche Bodenveränderungen liegen nicht vor. Kampfmittel Nach gegenwärtigem Kenntnisstand bestehen keine konkreten Erkenntnisse über das Vorhandensein von Kampfmitteln. Jedoch kann ein Vorhandensein von Kampfmitteln im Erdreich nie völlig und verbindlich ausgeschlossen werden. Baumbestand / Freiflächen Der Wettbewerbsbereich ist durch einen umfangreichen und gemischten Baumbestand unterschiedlichen Alters und unterschiedlicher Art geprägt. Auf Teilflächen des Areals befindet sich alter Baumbestand mit Waldeigenschaften (Nichtbaugebiet). Der Baumbestand befindet sich hauptsächlich auf den nördlichen sowie südlichen Teilflächen. Dem entgegen weist der Bereich um die Bestandsgebäude weite Rasenflächen mit vereinzeltem Baumbestand und Einsprengseln von Gehölz-, Heckenund Pflanzflächen auf. Den Bestandsgebäuden sind in unmittelbarer Nähe Sportflächen zugeordnet. Die Flächen auf dem Grundstück der Jugendarrestanstalt und der Jugendhaftanstalt Kieferngrund stellen aufgrund des hohen Waldbaumanteils ein Waldbaumsiedlungsgebiet dar. Dieser Charakter soll wegen der Bedeutung für das Landschaftsbild und wegen der Nähe zum unweit gelegenen Lichtenrader Wäldchen zur Bereicherung des Waldlebensraumes langfristig erhalten werden.
Bei notwendigen Fällungen auf zu bebauenden Flächen ist die Berliner Baumschutzverordnung anzuwenden (s. Anhang 4.1.6 Vorschriften im Internet). Sind Fällungen nötig, muss, wenn die Bäume unter Schutz der Verordnung fallen, ökologischer Ersatz in Form von Ersatzpflanzungen geleistet werden.
Auf dem Gelände des ehemaligen Jugendheimes „Kieferngrund“, der heutigen Jugendarrestanstalt Berlin, befinden sich drei Bestandsgebäude. Haus 1 In dem 1928 erbauten Behandlungshaus 1 der Jugendarrestanstalt Berlin befindet sich im Erdgeschoss der Verwaltungsbereich mit Diensträumen, Besprechungsräumen, Zugangsraum sowie die Hauskammer. Während im ersten Obergeschoss die Station 1 mit Arrestplätzen für Einzelbelegung mit Nasszelle, separierten Toiletten- und Duschbereichen, Gruppenräumen, sowie einem Dienstraum für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Station untergebracht ist, befindet sich im Dachgeschoss die Station 4 mit Arrestplätzen in Einzelbelegung, einem Gruppenraum und einem besonders abgetrennten Bereich mit Toiletten- und Duschbereich nur für Arrestantinnen.
Abb. 4: Haus 1 - Ansicht von der Lützowstraße
Haus 2 Das im Jahr 1960 erbaute Haus 2 der Jugendarrestanstalt Berlin ist durch einen überdachten Laubengang, der sich vom Haus 1 bis zum Haus 2
Abb. 5: Haus 2 - Ansicht von Südosten
erstreckt, zu erreichen. Während sich im Erdgeschoss des Hauses 2 die Station 2 mit Arrestplätzen, der Duschbereich, ein größerer Küchenraum, 2 Gruppenräumen, sowie 1 Dienstraum für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Station befindet, ist im Obergeschoss die Station 3 mit Arrestplätzen, zwei Gruppenräumen, einem Duschbereich, einem kleinen Küchenraum sowie einem Dienstraum für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Station untergebracht. Im Haus 2 sind alle Arresträume mit einer Nasszelle (Toilette und Waschbecken) ausgestattet. Haus 3 Über einen Übergang vom Haus 1 kann das im Jahre 1960 erbaute Nebengebäude (Haus 3) erreicht werden. In diesem befinden sich das kleine Sprechzentrum der Jugendarrestanstalt Berlin, die Bibliothek für die Arrestantinnen und Arrestanten, im Erdgeschoss ein Schulungsraum sowie ein Computerraum für Arrestanten/innen als auch ein großer Dienstbesprechungsraum und die Beschäftigungstherapeutische Werkstatt der Jugendarrestanstalt Berlin. Zudem ist im 1. Obergeschoss die Hausmeisterwohnung untergebracht.
Abb. 6: Haus 5 - Ansicht von Süden
Untersuchungshaftbereich Kieferngrund In unmittelbarer Nachbarschaft wurde 1997 ein besonderer Bereich der JSA Berlin eröffnet, der UHB Kieferngrund, dem ein 1994 durchgeführter Wettbewerb vorgeschaltet war. Das mit seiner Außenumwehrung an das Grundstück der JAA grenzende Areal der JSA ist durch ein kreissegmentartiges Gebäude geprägt, in dem jugendliche U-Haftgefangene im Alter von 14 – 18 Jahren untergebracht sind.
Elektrizität Die übergeordnete Stromversorgung der bestehenden Jugendarrestanstalt befindet sich im Verlauf der Lützowstraße auf der westlichen Straßenseite. Der Anschluss erfolgt über einen Stich an der westlichen Seite des Wettbewerbsgrundstücks (s. Leitungsplan unter Punkt 4.1.2). Erdgas Im Verlauf der Lützowstraße befindet sich auf der westlichen Straßenseite eine Niederdruckleitung (DN 100), über die das Gebäude Lützowstraße 45 auf der Westseite erschlossen wird (s. Leitungsplan unter Punkt 4.1.2).
Fernwärme Im Wettbewerbsbereich ist kein Anlagenbestand der Fernwärme vorhanden. Trinkwasserversorgung Die Versorgungsleitung für Trinkwasser erfolgt über eine 100er bzw. 150erGraugussleitung, die in der Lützowstraße verläuft (s. Leitungsplan unter Punkt 4.1.2). Abwasser / Schmutzwasser Die Leitungen für das städtische Abwasserrohrsystem verlaufen westlich des Wettbewerbsgebietes entlang der Lützowstraße in einem Schmutzwasserkanal DN 250. Das Rohrsystem verzweigt sich im Straßenbereich der Lützowstraße in Höhe des Spielplatzes und quert den südlichen Bereich des Wettbewerbsgrundstücks mit einem Schmutzwasserkanal DN 200 von Westen nach Osten (s. Leitungsplan unter Punkt 4.1.2). Telekommunikation Die Versorgung des Gebäudes Lützowstraße 45 erfolgt über eine im westlichen Bereich der Lützowstraße verlaufende Fernmeldeleitung (s. Leitungsplan unter Punkt 4.1.2).
Übergeordnete Erschließung Der Wettbewerbsbereich liegt in unmittelbarer Nähe des Kirchhainer Damms (B96), einer im Bezirk Tempelhof-Schöneberg verlaufenden Ausfallstraße, die in ihrer Verlängerung die südliche Stadtgrenze mit dem nördlich gelegenen Stadtzentrum verbindet. Über diese Achse nach Norden folgend kann über den Lichtenrader Damm, den Mariendorfer Damm und den Tempelhofer Damm die Stadtautobahn A100 sowie der innerstädtische Bereich Berlins erreicht werden. Nach Süden stellt der Kirchhainer Damm eine schnelle Verbindung zum Berliner Umland und zum Berliner Ring (A10) her. Erschließung des Grundstücks Das Grundstück der Jugendarrestanstalt wird in westlicher Richtung durch die Lützowstraße begrenzt. Die Erschließung über den Haupteingang der Jugendarrestanstalt und die Zufahrt auf das Gelände erfolgt über die Lützowstraße. Parkmöglichkeiten befinden sich außerhalb des bestehenden Geländes der Jugendarrestanstalt entlang der Lützowstraße. ÖPNV Der nächstgelegene Haltepunkt des ÖPNVs in fußläufiger Entfernung zum Wettbewerbsgebiet ist zum einen die Bushaltestelle Horstwalder Straße der Buslinie 175 bzw. 275 (Taktung: 20 min.), zum anderen die Bushaltestelle Seniorenwohnheime der Buslinie 275 (Taktung: 20 min.) am Kirchhainer Damm, die über einen an der nördlichen Grundstücksgrenze der JAA und JSA verlaufenden unbefestigten Waldweg erreicht werden kann. Beide Buslinien verbinden die Stadtrandlage mit dem S-Bahnhof Lichtenrade.
Landschaftsplan XIII-L-2 Kirchhainer Damm vom 18.12.2000 Das Grundstück der Jugendarrestanstalt liegt im Geltungsbereich des Landschaftsplans XIII-L-2. Für das Grundstück ist die textliche Festsetzung Nr. 3 anzuwenden, die der langfristigen Sicherung und Entwicklung des Waldbaumsiedlungscharakters dient. „Auf den dargestellten Gemeinbedarfsflächen Seniorenheim Georg-Kriedte-Haus, Jugendarrestanstalt und Jugendanstalt Kieferngrund sind auf den nicht überbaubaren Flächen die vorhandenen standortgerechten und gebietstypischen Bäume zu erhalten, zu pflegen und nach Abgang durch Arten der Pflanzliste zu ersetzen.“ (siehe Anlage 4.1.3 Schreiben zum Landschaftsplan vom BA Tempelhof-Schöneberg vom 28.01.2010) Flächennutzungsplan Der FNP in der Fassung der Neubekanntmachung vom 08. Januar 2004 (ABl. S. 95), zuletzt geändert am 27. März 2007 (ABl. S. 1233) stellt das Grundstück als Gemeinbedarfsfläche mit der Zweckbestimmung „Sicherheit und Ordnung“ dar. Die Umgebung des Wettbewerbbereichs wird hauptsächlich als Wohnbaufläche W 4 (GFZ bis 0,4) mit landschaftlicher Prägung von Wohnbauflächen dargestellt. Planungsrecht Das Grundstück wird gem. Baunutzungsplan überwiegend als allgemeines Wohngebiet der Baustufe II/2 mit einer zulässigen GRZ von 0,2, einer zulässigen GFZ von 0,4 und einer Zahl der Vollgeschosse von 2 ausgewiesen. Der Baunutzungsplan gilt in Verbindung mit den planungsrechtlichen Vorschriften der BauO Bln 1958 und den förmlich festgestellten Fluchtlinien als Bebauungsplan im Sinne des § 30 BauGB. Ein nördlicher Teilbereich des Grundstücks wird als ”Nichtbaugebiet” dargestellt. Bei einer eventuellen Bebauung dieses Teilbereichs sind bei Abgang von vorhandenem Waldbäumen Ersatzpflanzungen gemäß der Pflanzliste des Landschaftsplans XIII-L-2 durchzuführen (siehe Anlage 4.1.3 Schreiben des BA Tempelhof-Schöneberg zum Planungsrecht vom 23.01.2008 bzw. Schreiben zum Landschaftsplan vom 28.01.2010). Bei der Entwurfskonzeption ist der Abstand von 5,00 m zur Mauer des Untersuchungshaftbereichs Kieferngrund einzuhalten. Die planungsrechtliche Beurteilung für eine Erweiterung der Jugendarrestanstalt erfolgt auf der Grundlage des § 34 BauGB. Bauordnungsrecht Die Genehmigung des Bauvorhabens erfolgt durch Senatsverwaltung für Stadtentwicklung. Der Planung ist die Bauordnung des Landes Berlin in der aktuellen Fassung zugrunde zu legen.
Die Jugendarrestanstalt Berlin - Lichtenrade
Die Jugendarrestanstalt Berlin nimmt männliche und weibliche Arrestanten auf, die im Alter von 14 bis 18 Jahren straffällig geworden und nach dem Jugendgerichtsgesetz (JGG) und dem Jugendstrafrecht verurteilt worden sind. Im Rahmen des gesetzlichen Auftrages werden die Arrestantinnen
und Arrestanten pädagogisch betreut und untergebracht. Sie erhalten im Rahmen eines strukturierten Betreuungsangebots Lebenshilfen, welche sie befähigen sollen, Veränderungsprozesse selbst in Gang zu bringen, um eine erneute Straffälligkeit zu vermeiden. Der Jugendarrest wird in Freizeit-, Kurz- oder Dauerarrest mit den jeweiligen unterschiedlichen Arrestzeiten unterteilt. •		 Freizeitarrest (wird für die wöchentliche Freizeit des Jugendlichen verhängt und auf eine oder zwei Freizeiten bemessen) •		 Kurzarrest (wird verhängt, wenn der zusammenhängende Vollzug aus Gründen der Erziehung zweckmäßig erscheint und weder die Ausbildung noch die Arbeit des Jugendlichen beeinträchtigt werden; zwei Tage Kurzarrest stehen einer Freizeit gleich) •		 Dauerarrest (mindestens eine und höchstens vier Wochen) Bevor die Jugendarrestanstalt Berlin 1995 das leerstehende Gebäude der aufgelösten geschlossenen Jugendhilfeeinrichtung „Haus Kieferngrund“ in der Lützowstraße 43-45 im Süden Berlins nahe der Stadtgrenze übernahm, war die Anstalt seit den 40er Jahren an unterschiedlichen Orten untergebracht. Während sich von 1940 bis 1977 die Anstalt in den Amtsgerichtsgefängnissen in Lichterfelde, Charlottenburg und Neukölln sowie zeitweilig von 1945-47 im Fichtebunker in Neukölln befand, wurde ihr Standort 1977 in den Bezirk Tiergarten in die Nähe des heutigen Hauptbahnhofs verlegt. 1988 zog die JAA Berlin nach Neukölln in die Neuwedeller Straße. Seit dem Umzug im Jahre 1995 erfolgten umfangreiche Renovierungsarbeiten. Im Herbst 2001 wurde im neu ausgebauten Dachgeschoss des Hauses 1 eine zusätzliche Station eingeweiht, wodurch die maximale Gesamtbelegungsfähigkeit der Jugendarrestanstalt Berlin von 33 auf 54 Plätze gesteigert werden konnte. Zu den Aufgaben der JAA Berlin gehört der Jugendarrest, einer Erziehungsmaßnahme nach dem JGG, die der Sanktionierung straffällig gewordener Jugendlicher und Heranwachsender mittels kurzfristigen Freiheitsentzugs dient. Um den Jugendarrest sinnvoll zu gestalten, muss dieser erzieherische Hilfen anbieten. Der Arrest in seiner stationären Form bietet die Chance, die Arrestantinnen und Arrestanten anzusprechen, bei ihnen durch Gespräche, Beratung und Information neue Interessen zu wecken und durch feste Strukturen und lebensorientierte Aufgaben, Impulse zu geben. Dieser hilft den Jugendlichen und Heranwachsenden, Schwierigkeiten zu bewältigen, die zur Begehung der Straftaten beigetragen haben.
Erweiterung der Jugendarrestanstalt Berlin / Teil 3 Wettbewerbsaufgabe
Die Jugendarrestanstalt Berlin (JAA Berlin) ist die einzige Justizvollzugsanstalt zur Vollstreckung des Jugendarrestes im Land Berlin. Sie ist eine Anstalt des geschlossenen Vollzuges, die jedoch wegen ihres besonderen gesetzlichen Auftrags geringeren Sicherheitsanforderungen unterliegt. Die JAA Berlin bedarf aufgrund bestehender Kapazitätsprobleme und unzureichender baulicher und räumlicher Bedingungen einer Erweiterung und einer baulich-technischen Neukonzeption. Derzeit nutzt die JAA Berlin ein Gebäudeensemble aus mehreren Baukörpern und verfügt über eine Gesamtbelegungsfähigkeit von ca. 33 Arrestplätzen (Einzelbelegung). Diese teilen sich auf zwei Gebäude auf - Haus 1 (inkl. Nebengebäude Haus 3) mit 15 Arrestplätzen sowie Haus 2 mit 18 Arrestplätzen. Die vorhandenen Kapazitätsprobleme führen zu vielfältigen problematischen Auswirkungen für die JAA Berlin, die im Jahr 2007 zur Abweisung von über 300 sich zum Arrestvollzug stellenden Arrestanten/innen führte. Aufgrund besonders differenzierter Arrestformen und einer jeweils darauf abgestimmten Vollstreckungsplanung (Freizeitarrest, Kurzarrest, Dauerarrest) ist außerdem eine hohe Flexibilität der räumlichen und organisatorischen Gegebenheiten in einer Jugendarrestanstalt erforderlich. Ein wesentlicher Bestandteil der Planung ist die Adressbildung der Jugendarrestanstalt durch einen neuen behindertengerechten Eingangsbereich. In diesem Zusammenhang muss eine Neustrukturierung der Bestandsgebäude erarbeitet werden, die als Vorschläge von den Teilnehmern in einem Ideenteil erwartet werden. Unter Berücksichtigung einer bedarfs- und funktionsgerechten sowie baulichen Neugestaltung sollen Optimierungsprozesse erzielt werden, die zu einer effizienten und nachhaltigen Verbesserung von organisatorischen und vollzuglichen Abläufen führen und zudem Neubelegungen von frei gewordenen Räumen in den Bestandsgebäuden aufzeigen sollen (beispielsweise Neubelegung des alten Eingangsbereichs). Mit der Neukonzeption soll insbesondere der Überbelegung künftig entgegen gewirkt werden, mit dem Ziel, die Durchführung differenzierter Arrestformen zu ermöglichen. Die Einzelbelegungsfähigkeit der JAA Berlin soll in diesem Zusammenhang durch Angliederung von 2 neuen Wohngruppen in einem Erweiterungsneubau von derzeit 33 auf 61 Arrestplätze ausgelegt werden. Die Einzelarrestplätze sollen dann in 4 Wohngruppen gegliedert und organisiert werden. Die vorhandene bauliche und technische Struktur soll dabei integrativ genutzt werden. Ein Abriss von Gebäudeteilen (z.B. Haus 3) ist in begründeten Fällen möglich, sofern der Gesamtkostenrahmen eingehalten wird. Ein Kostenansatz für einen eventuellen Abriss ist in der Kostengruppe 300 berücksichtigt. Die Unterbringungsbereiche für die Arrestanten/innen sind als Wohngruppen zu konzipieren, wobei die besonderen Anforderungen der ge-
trenntgeschlechtlichen Unterbringung in der Anstalt zu berücksichtigen sind. Dem angestrebten Wohngruppencharakter soll auch architektonisch und gestalterisch Rechnung getragen werden. Die Unterbringungsbereiche der Arrestanten/innen in den Bestandsgebäuden sowie im Erweiterungsneubau sind von den sonstigen – insbesondere von den öffentlich zugänglichen – Bereichen der Anstalt funktional zu trennen. Alle öffentlich zugänglichen Bereiche sollen im Erdgeschoss der Anlage liegen. Eine Unterkellerung der Anlage (ggf. in Teilbereichen) ist optional denkbar aber nicht zwingend erforderlich. Durch seine Stadtrandlage bietet der Standort in der Lützowstraße ideale Voraussetzungen für Freizeit- und Beschäftigungsmöglichkeiten der Arrestanten/innen auf dem Anstaltsgelände und in der standortbezogenen Gartenpflege. Darüber hinaus sollen 15 Arbeitsplätze im Bereich der Beschäftigungstherapeutischen Werkstatt vorgesehen werden. Die Speisenversorgung der Arrestanten/innen soll durch die Anstaltsküche der benachbarten Jugendstrafanstalt Berlin - Untersuchungshaftbereich Kieferngrund - oder durch eine andere Justizvollzugsanstalt des Landes Berlin erfolgen. Eine Ausgabe- und Verteilerküche mit einer notwendigen Grundausstattung ist in der JAA Berlin aber erforderlich. Im Rahmen der erforderlichen Binnendifferenzierung der einzelnen Wohngruppen müssen zudem sogenannte Wohngruppenküchen mit einer Mindestausstattung vorgehalten werden. Diese werden u.a. im Rahmen der wohngruppenspezifischen Gruppen- und Sozialtherapie genutzt und sichern die Grundversorgung außerhalb der regulären Dienstzeiten (z. B. Zuführung von Arrestanten/innen in Abend- und Nachtstunden durch die Polizei, etc.). Während der Bauzeit ist die Unterbringung der JAA Berlin an einen Interimsstandort vorgesehen, sofern die Bauphasen nicht bei laufendem Betrieb durchgeführt werden können. Der Interimsstandort ist als Kostenansatz in der Kostengruppe 300 berücksichtigt. Die Wettbewerbsaufgabe umfasst den Entwurf von 28 neuen Einzelarrestplätzen sowie weitere Räumlichkeiten für die Unterbringungs- und Behandlungsbereiche von Arrestanten/innen, für die Verwaltung, für die Versorgung und für Lager und Nebenanlagen und gliedert sich funktional und organisatorisch in folgende Bereiche mit ihrem jeweiligen Bedarf an Nutzfläche (NF): FB A Unterbringungs- und Behandlungsbereich Wohngruppeneinheiten 1 - 2 Flächenbedarf Sonstiges Arbeitspädagogischer Beschäftigungsbereich Sozialpäd. Schulungs- und Trainingsbereich FB B Verwaltungsbereich Verwaltung FB C Versorgungsbereich NF: NF: NF: NF: NF: Neubau 632 qm 218 qm 180 qm 156 qm 55 qm
Sprechzentrum / Besucherbereich NF: 63 qm Summe Nutzfläche Neubau gesamt: 1.304 qm
Nachzuweisende Flächen für Außenanlagen gem. Bedarfsprogramm Freizeitpädagogischer Bereich Gartenpflege und Nebenanlagen Summe Außenanlagen gesamt: 258 qm
55 qm 313 qm
Weitere funktionale Bereiche befinden sich als Nutzfläche im Bestand und werden hier nicht aufgeführt. Sollten Flächen aus dem Bestand in den Erweiterungsneubau eingeplant werden, so sind diese zusätzlichen Flächen innerhalb des Kostenrahmens zu erstellen und die frei gewordenen Flächen mit einer neuen Funktion zu belegen.
Es soll ein Gebäudekomplex entstehen, der architektonisch und gestalterisch auf die besondere Lage der Anstalt in dem Ein-/Mehrfamilienwohnbaugebiet und die Belange des Landschaftsplans (XIII-L-2) reagiert. Die Bestandsgebäude sollen, wo es sinnvoll ist, in den Entwurf integriert werden. Die Anlage soll funktionsgerecht, klar und übersichtlich organisiert werden. Modul- und Systembauweisen sind zulässig. Dabei sind aus vollzugsorganisatorischen und personaleffizienten Aspekten maximal 2-geschossige bauliche Lösungen anzustreben. Es wird ein gestalterisch überzeugender Entwurf mit guten Nutzungsqualitäten unter Berücksichtigung der Energieeffizienz erwartet. Außerdem sind die Belange der Anstalt aber auch der Anwohner (Lärmschutz) zu berücksichtigen. Zudem müssen bei der Neukonzeption diverse sicherheitsrelevante Anforderungen und Aspekte an die Umwehrung der Anlage, die Konstruktion der Fassaden, Fenster und Türen mit in die Planung einbezogen werden, da es sich um eine Anlage der Vollzugseinrichtung des geschlossenen Vollzuges handelt. Dem Pfortenbereich kommt als zentrale Eingangssituation und als Adressbildung der Jugendarrestanstalt besondere gestalterische und funktionale Bedeutung zu und ist behindertengerecht im Zusammenhang mit dem Erweiterungsneubau zu planen. Bei der baulichen Erweiterung ist zu beachten, dass durch die Anlage und deren Benutzung keine Nachteile oder Belästigungen verursacht werden dürfen, die für die nähere Umgebung unzumutbar sind. Bei einer Inanspruchnahme von Flächen mit geschützten Bäumen bzw. im Landschaftsplan gekennzeichneten Waldflächen wäre ggf. eine Waldumwandlungsgenehmigung erforderlich bzw. eine Kompensation durch Ausgleichs- und Ersatzpflanzungen auf eigenen Grundstücksflächen möglich. Bei der Gestaltung der Freizeit- und Außensportanlagen sind ebenfalls die Belange der Anstalt aber auch der Anwohner (Lärmschutz) zu berücksichtigen.
Allgemeine Planungsgrundlagen Neben den funktionalen Anforderungen, die auf der beiliegenden CD-ROM zu finden sind, sind folgende Punkte besonders zu beachten: Es ist eine maximal zweigeschossige Massivbauweise für die Unterkunftsbereiche vorzusehen; Die Verkehrswege innerhalb der Anstalt sind gemäß dem Grundsatz des effektiven Personaleinsatzes zu minimieren; Es ist eine eindeutige, übersichtliche, vollzugskonforme Erschließung der einzelnen Funktionsbereiche zu gewährleisten; Die Unterbringungsbereiche der Arrestanten/innen sind von den sonstigen, insbesondere von den öffentlich zugänglichen Bereichen der Anstalt funktional zu trennen; Alle öffentlich zugänglichen Bereiche sollen im Erdgeschoss liegen; Technische Funktionsflächen sind im Raum- und Funktionsprogramm nicht gesondert ausgewiesen, sollten entsprechend den Erfordernissen sowie dem Stand der Technik eingeplant und nachgewiesen werden (Richtwert ca. 8%-Anteil an der Bruttogeschossfläche BGF).
3.3.1 Bereich A: Unterbringungs- und Behandlungsbereich Wohngruppen Bei der Neukonzeption der JAA Berlin sind im Unterbringungsbereich zwei neue Wohngruppen im Erweiterungsneubau vorzusehen, eine Wohngruppe für männliche Arrestanten und eine Wohngruppe ausschließlich für weibliche Arrestantinnen. Nach Abschluss der Baumaßnahme wird die JAA Berlin über insgesamt drei Wohngruppen für männliche Arrestanten und eine Wohngruppe ausschließlich für weibliche Arrestantinnen verfügen. Bei der Gestaltung ist darauf zu achten, dass im Regelfall kein optischer Kontakt zwischen der Wohngruppe für weibliche Arrestantinnen und den Wohngruppen für männliche Arrestanten besteht. Die einzelnen getrennt voneinander funktionierenden Wohngruppen sollen auf kurzem Weg von der Pforte erreichbar sein und möglichst von einem gemeinsamen zentralen Punkt aus erschlossen werden. Aus Gründen des effektiven Personaleinsatzes ist die Organisation einer Wohngruppe auf einem Geschoss zu realisieren. Den jeweiligen Wohngruppen sind eigene Gemeinschaftseinrichtungen wie z.B. Wohngruppenküche, Gemeinschafts-, Gruppen-, Therapie- und Freizeiträume zuzuordnen und in deren unmittelbarer Nähe die Dienstzimmer für den Allgemeinen Vollzugsdienst (AVD) und die der Mitarbeiter des Sozialpädagogischen Dienstes (MSP) unterzubringen. Eine Wohngruppe im Unterbringungsbereich für männliche Arrestanten ist baulich so zu konzipieren, dass im Bedarfsfall (z. B. bei Krisensituationen oder Konflikten zwischen Arrestanten) 6 Arresträume gesondert abgetrennt werden können. Der Einblick in das Treppenhaus sollte vom Dienstzimmer des AVD aus möglich sein. Von den insgesamt 61 Einzelarresträumen sollen zwei Arresträume, ein Arrestraum für männliche Arrestanten und ein Arrestraum für weibliche Arrestantinnen, behindertenfreundlich und barrierefrei möglichst
im Erdgeschoss konzipiert werden. Des Weiteren sind jeweils 2 Einzelarresträume pro Wohngruppe mit einer verschließbaren Verbindungstür als sogenannte „Begegnungs-Arresträume“ zu planen. Flächenbedarf Sonstiges Diese Räume beinhalten das Büro für die Vollzugs- und Bereichsleitung, den Dienstraum für den Psychologischen Dienst, den Bibliothek/Medienraum, die Hauptverteilerküche, den Multifunktions-, Speise- und Veranstaltungsraum sowie WC-Bereiche für Besucher, Personal und Arrestanten/innen. Die Dienstzimmer für die Vollzugsleitung und den Psychologischen Dienst sowie weitere Räume wie z.B. die Hauptverteilerküche, die Bibliothek, der Medienraum und der Speise- und Veranstaltungssaal sind dem Unterbringungsbereich zuzuordnen. Sozialpädagogischer Behandlungsbereich Der neu zu konzipierende sozialpädagogische Behandlungsbereich gliedert sich in einen Arbeitstherapeutischen Beschäftigungsbereich mit einer Beschäftigungstherapeutischen Werkstatt (BTW) mit 15 Arbeitsplätzen sowie einen Sozialpädagogischen Schulungs- und Trainingsbereich mit diversen Gruppenräumen für jeweils 10 Arrestanten/innen. Die BTW soll mit einem nach innen transparent gestalteten Dienst-/Aufsichtsraum für die Werkdienstmitarbeiter und einem Pausenraum für die Arrestanten/innen versehen werden. Lagerräume sind möglichst im Bereich der BTW vorzuhalten. Freizeitpädagogischer Bereich Bei diesem Bereich handelt es sich vorwiegend um Außensportflächen, bei deren Konzeption neben Aktions- und Bewegungsflächen auch Rückzugs- und Entspannungsbereiche zu berücksichtigen sind. Die Außensportflächen (z.B. für Fußball, Tischtennis, Basketball, etc.) müssen keinen wettkampfgerechten Spielfeldabmessungen entsprechen, sollen aber eine Flexibilität in der Nutzung dieser Flächen für diverse Sport- und Freizeitaktivitäten aufweisen. In Ergänzung werden Kreativ- und Freizeiträume auf den einzelnen Wohngruppen vorgehalten. Sozialpädagogischer Schulungs- und Trainingsbereich Dieser Bereich sollte auf dem Anstaltgelände in unmittelbarer Nähe zur BTW liegen. Sowohl der Sozialpädagogische Schulungs- als auch der Trainingsbereich sind Bestandteil einer konzeptionell gestalteten Einheit, baulich und schalltechnisch jedoch als getrennte Bereiche zu realisieren. Insgesamt soll der Bereich über ausreichend Schulungsräume verfügen, um flexible, bedarfsgerechte aber auch neigungsorientierte Schulungsund Trainingsangebote anbieten zu können (z.T. Parallelunterricht) und das Sozialverhalten und die Sozialkompetenz zu fördern. Ein Pausenbereich soll einen Zugang zum Freigelände beinhalten. 3.3.2 Bereich B: Verwaltungsbereich Pforte / Zentrale Der Pfortenbereich dient als zentraler Eingangsbereich sowohl den Bediensteten als auch Besuchern und Arrestanten/innen. Der Bereich ist im Erweiterungsneubau so zu konzipieren, dass das Pfortenpersonal mittels Sichtkontakt die Personen beim Betreten und Verlassen des Anstalts-
geländes überwachen kann. Eine gerade, eindeutige und übersichtliche Wegeführung für den Personenverkehr zur Pforte ist zwingend erforderlich. Zudem sind eine kontrollierte Schlüsselausgabe mit Schlüsselfächern und Ablagemöglichkeiten für die Bediensteten sowie Schließfächer für Tagesausgänge im Rahmen von Vollzugslockerungsmaßnahmen einzurichten. Die Erschließung ist behindertengerecht barrierefrei auszuführen. Im Pfortenbereich befindet sich zudem die in der Regel ständig mit Vollzugspersonal besetzte Zentrale der Jugendarrestanstalt Berlin, in der alle Zentral- und Kontrolleinheiten der Sicherheits- und Kommunikationsanlagen installiert sind und die als Einsatzzentrale im Falle von Störungen im Anstaltsbereich genutzt wird. Verwaltung Im Verwaltungsbereich sind die Anstaltsleitung mit ihrer Vertretung (Geschäftsleitung) sowie der Servicebereich des Standortes (u.a. Wirtschaftsverwaltung, Vollzugsgeschäftsstelle, Arztgeschäftsstelle, etc.) untergebracht. Der Verwaltungsbereich soll als selbstständige Einheit ausgebildet werden und von der Pforte aus unmittelbar erreichbar sein sowie zentral zu den übrigen Funktionsbereichen liegen. Bei der Konzeption ist darauf zu achten, dass häufig von Gefangenen frequentierte Dienststellen der Anstalt (VG, Dienstbüro Vollzugsleitung, etc.) so anzuordnen sind, dass sie von den Unterkunftsbereichen der Arrestanten/innen auf kurzem Wege erreicht werden können. Des Weiteren müssen die über den Pfortenbereich erreichbaren Warteräume der Vollzugsgeschäftsstelle vom Pforten- bzw. Vollzugsgeschäftsstellenbereich aus eingesehen werden können bzw. über entsprechende technische Überwachungssysteme verfügen. Sämtliche Arbeitsplätze der Vollzugsbediensteten, der Mitarbeiter des Sozialdienstes, der Verwaltungsangestellten, der Werkbediensteten etc. sind als Bildschirmarbeitsplätze einzurichten und zu vernetzen. Der Verwaltungsbereich befindet sich bereits im Bestand. Es sind lediglich drei neue Räume und ggf. Anpassungsmaßnahmen zu planen. 3.3.3 Bereich C: Versorgungsbereich Sprechzentrum / Besucherbereich Dieser grundsätzlich nur für Einzelbesuche zu konzipierende Bereich besteht aus drei Räumen. Der Besucher soll nach Verlassen des Pfortenbereichs eigenständig und auf kurzem Weg zum Besucherzentrum gelangen. In diesem Zusammenhang ist sicherzustellen, dass das Erreichen des Besucherzentrums durch den Besucher von den Bediensteten im Pfortenbereich eindeutig festgestellt werden kann. Hauskammer In der Hauskammer werden Bettwäsche, Anstalts- und Arbeitskleidung, Decken usw. gelagert und von hier aus gelangt die Schmutzwäsche der Anstalt in die Wäscherei der JVA-Charlottenburg. Die in der Hauskammer anzuordnenden Schließfächer dienen als Aufbewahrungsort für persönliche Gegenstände der Arrestanten/innen bis zur Entlassung.
Die Hauskammer ist in räumlicher Nähe zur Vollzugsgeschäftsstelle anzuordnen und entsprechend zu dimensionieren sowie der funktionale Ablauf durch bauliche Maßnahmen sicherzustellen. Die Hauskammer befindet sich bereits im Bestand. Es sind ggf. Anpassungsmaßnahmen zu planen. 3.3.4 Bereich D: Lager/ sonstige Räume, Garten-/ Nebenanlagen IT/Serverraum Der IT/Serverraum muss gegen unberechtigten Zutritt sowie gegen Einbruch besonders gesichert sein und die zu erwartende Wärmelast mittels entsprechender Be- und Entlüftung (ggf. durch eine Klimatisierung) kompensiert werden. Dieser Bereich befindet sich bereits im Bestand. Es sind ggf. Anpassungsmaßnahmen zu planen. Lager Es sind Lagerbereiche für die unterschiedlichsten Wirtschaftsgüter (z.B. Reinigungsmittel, Verbrauchsmittel, Matratzen, Möbel, Bettgestelle, Schuhe, Arbeitskleidung usw.) sowie Aktenlager für die Verwaltungsbereiche mit entsprechender Ausstattung einzuplanen. Dieser Bereich befindet sich bereits im Bestand. Es sind ggf. Anpassungsmaßnahmen zu planen. Entsorgungseinrichtung für Reststoffe Es ist eine zentrale Müllsammel- und Trennanlage in leicht zugänglicher Lage für Insassen bzw. Entsorgungsbetriebe vorzusehen und ausreichend zu bemessen (Papier-, Verpackungs- und Glascontainer, Behälter für Küchenabfälle).
Ausführliche Hinweise zur Technischen Ausrüstung sind im Teil 4 / Digitale Anlagen unter Punkt 4.1.4 / Prüfvermerk zum Bedarfsprogramm zu finden. Wärmeversorgung Die Heizungszentrale in Haus 3 soll die Versorgung des gesamten Anstaltsbereichs übernehmen. Die Anlage wurde 2005 erneuert und ist dem zusätzlichen Bedarf anzupassen. Einzelnen Räume sind über untere Verteilungen und senkrechte Steigleitungen anzuschließen. Horizontale Verteilungssysteme sowie Unterputzinstallationen sind zu vermeiden. Haus 2 wird über eine unterirdisch verlegte Trasse von Haus 3 aus versorgt. Raumluft- und Klimatechnik Zentralen für RLT-Anlagen und, wenn erforderlich, für Kälteerzeugungsanlagen sind den jeweiligen Hauptverbrauchern unmittelbar zuzuordnen, um möglichst kurze Anbindungen zu gewährleisten. Thermisch belastete Räume sind so in die Gebäudestruktur einzuordnen, dass zusätzlich äußere Wärmeeinträge (Nordseite, Verschat-
tungselemente, Sonnenschutz u.a.) weitestgehend vermieden werden. Die Einsatzmöglichkeit von energetisch sinnvollen Wärmerückgewinnungsanlagen ist grundsätzlich zu untersuchen. Innen liegende zu entrauchende Räume sind zu vermeiden. Die Hinweise zur Planung und Ausführung von Raumlufttechnischen Anlagen (RLT-Anlagen-Bau 2004) sowie Hinweise zur Planung, Ausführung und Betrieb von Kälteanlagen (Kälte 2007) für öffentliche Gebäude (Herausgeber AMEV) sind bei der Planung zu berücksichtigen. Gebäudeleittechnik Für die einzelnen Technikgewerke sind im Regelfall dezentrale autarke DDC-Unterstationen (Heizung, Lüftung) einzusetzen. Im Gebäude ist keine eigene GLT-Zentrale vorzusehen. Eine Notstromversorgung sicherheitsrelevanter Einrichtungen (Zellenrufanlage Arresträume, etc) ist erforderlich. Elektrotechnik Für die starkstrom- und nachrichtentechnischen Zentralen sind ausreichend Flächen und ggf. Räume in den Gebäuden vorzusehen. Grundsätzlich sind halogenfreie Kabel- und Leitungsanlagen zu planen. Die Anforderungen der Muster-Leitungsanlagen-Richtlinie (MLAR 11/2005) sind zu beachten. Umwehrung / Zaunanlage Das Anstaltsgelände wird einerseits durch die Bestandsgebäude Haus 1 und Haus 3 sowie der im Osten und Norden verlaufenden Mauer des Untersuchungshaftbereichs Kieferngrund und andererseits durch die im Südosten und Nordwesten verlaufenden, ca. 5,00 m hohe Zaunanlage begrenzt. Diese Zaunanlage ist entwurfsabhängig anzupassen (ggf. mit Lärm- und Sichtschutzvorrichtung entsprechend Bedarfsanforderungen je nach Entwurf). Gegebenenfalls ist hier der Einsatz einer Doppelzaunanlage zu prüfen. In der Zaunanlage sind im Pfortenbereich eine Personenpforte und an geeigneter Stelle eine PKW– bzw. LKW–Einfahrt mit einer manuell zu bedienenden Toranlage inkl. Fahrweg für Fahrzeuge einzurichten. Die Personenpforte ist mit einer Gegensprechanlage und mit einem elektronischen Türöffner auszustatten. Eine mögliche blendfreie Außenbeleuchtung der Zaunanlage ist zu prüfen. Die Funktionsflächen (Technik) und sonstige Nebenflächen sind aufgrund entwurfsabhängiger Faktoren im Raum- und Flächenbedarf nicht gesondert ausgewiesen. Sie sind entsprechend den Erfordernissen - dem Stand der Technik gemäß - einzuplanen und nachzuweisen. Der Anteil der Flächen an der Bruttogrundfläche BGF sollte bei ca. 8% liegen.
Für die Freiflächen gilt: - eine hohe Aufenthalts- und Gestaltungsqualität, - eine sinnvolle Anordnung der Vegetationsflächen,
ein funktionales und eindeutiges Erschließungssystem, eine auf die besondere Lage der Anstalt in einem Ein-/ Mehrfamilienwohnbaugebiet (Lärmentwicklung etc.) abgestimmte Bauweise, eine standortgerechte Bepflanzung der Außenanlagen
Bei der Neukonzeption sollen schützenswerte Bäume und Gehölze erhalten und in den Gesamtkomplex integriert, im Bedarfsfall durch entsprechende Ausgleichsmaßnahmen und Ersatzpflanzungen möglichst auf dem Anstaltsgelände substituiert werden. Eine Versieglung der Grundstücksflächen ist zu minimieren und eine Regenwassernutzung (Regenwasserzisternen) sowie Brunnen für die Bewässerung sind in die Gesamtanlage zu integrieren. Überschüssiges Niederschlagswasser soll auf dem Grundstück versickert werden (Mulde/ Rigole). Auf eine ausreichende Beleuchtung des gesamten Außenbereichs ist zu achten. Die Außenanlagen sind im Hinblick auf die Lage der Anstalt in einem Wohngebiet mit Ein- /Mehrfamilienhäusern insbesondere auf die Bedürfnisse eines auf ein Höchstmaß an Lärmschutz orientierten Zieles hin zu planen (Anwohnerschutz).
Die Erschließung des Grundstücks soll von der Lützowstraße erfolgen. Hierfür ist in der Zaunanlage im Pfortenbereich eine Personenpforte sowie an geeigneter Stelle eine PKW- bzw. LKW-Einfahrt einzuplanen. Stellplätze Es ist ein behindertengerechter PKW-Stellplatz für mobilitätsbehinderte Menschen im Eingangsbereich (im öffentlichen Straßenraum) zu berücksichtigen. Es soll eine Garage geplant werden, in der Gartengeräte, Betriebs- und Schmierstoffe gelagert und eine Unterstellmöglichkeit für einen PKWAnhänger geschaffen werden. Zudem ist ein Abstellplatz für bis zu 15 Fahrräder einzuplanen.
Nach der Landeshaushaltsordnung ist der Bauherr verpflichtet, seine Mittel sparsam und wirtschaftlich zu verwenden. Die Wirtschaftlichkeit des Gebäudeentwurfes sowie der einzuhaltende Kostenrahmen sind daher entscheidende Kriterien bei der Beurteilung der vorgelegten Entwürfe. Dies bezieht sich auf: – Baukosten – Instandhaltungskosten – Kosten des laufenden Betriebs Es wird vorausgesetzt, dass bei der Planung umweltfreundliche Baustoffe verwendet und technische Systeme auf ein Minimum reduziert werden
(die Verwendungsverbote und -beschränkungen der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung sind zu beachten, s. Anhang). Der Auslober geht von einem wirtschaftlich günstigen Faktor von Bruttogrundfläche zu Programmfläche (BGF/NF) von nicht mehr als 1,6 aus. Die Planung hat sich am Prinzip des kostensparenden Bauens zu orientieren. Hierzu sind folgende Kriterien zu berücksichtigen: kompakte, klare und funktionale Grundrissorganisation, Reduzierung der Verkehrsfläche auf ein notwendiges Maß natürliche Belüftung der Räume (wo möglich) Verzicht auf aufwendige Konstruktionen Minimierung der Oberfläche, Kompaktheit Optimierung des Verhältnisses von verglaster zu geschlossener Fassadenfläche Reduktion der Materialwahl, Instandsetzungsfähigkeit, Alterungsfähigkeit des Materials
Eine wesentliche Fragestellung des Wettbewerbes ist es, welche architektonische und konstruktive Konzeption die Teilnehmer vorschlagen, um das
von ihnen dargestellte Entwurfskonzept unter den genannten Kosten- und
Qualitätsanforderungen zu realisieren.
Um eine Beurteilung der Wettbewerbsbeiträge unter diesen Gesichtspunkten zu ermöglichen, werden im Rahmen des Wettbewerbes konkrete
Aussagen zur Konstruktion, zur Materialwahl und zum Ausbau erwartet,
die die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen berücksichtigen.
Dabei sind nicht nur die Herstellungskosten, sondern auch die künftigen
Betriebs-, Wartungs-, Unterhaltungs- und Personalkosten zu berücksichtigen. In diesem Zusammenhang soll die baukonstruktive und gebäudetechnische Grundkonzeption beschrieben und dargestellt werden. Dabei
wird es darum gehen, die Realisierbarkeit des vorgeschlagenen Entwurfskonzepts im vorgegebenen Kostenrahmen aufzuzeigen. Hierzu sind konkrete Aussagen zu folgenden Bauteilen zu machen:
TechnischeGebäudeausrüstung(Heizen,Lüften,Wärmerückgewinnung,
Tageslichtnutzung, Beleuchtung)
Um die Vergleichbarkeit der Wettbewerbsbeiträge zu gewährleisten, ist dabei – neben der Darstellung des Entwurfsansatzes in Skizzen und Textform – eine Beschreibung der Konstruktion und Materialien (Baubeschreibung in Anlehnung an DIN 276, Kostengruppen 300 und 400, s. Teil 1 Verfahren, Punkt 1.10, Absatz 10) gefordert. Für die Baumaßnahme sind Gesamtkosten nach DIN 276 von max. 6.000.000,- Euro (Brutto) vorgegeben. Dieser Kostenrahmen ist im weiteren Planungsverfahren zwingend einzuhalten.
Aufstellung der Gesamtkosten nach DIN 276 neu Kostengruppe 300 + 400 Kostengruppe 500 Kostengruppe 600 Kostengruppe 700 Gesamtbaukosten 4.120.000,– Euro
600.000,– Euro
1.080.000,– Euro 6.000.000,– Euro
Die Fertigstellung der Maßnahmen für die Erweiterung der Jugendarrestanstalt ist für 2013 geplant.
anzuwenden, die eine ausgewogene Beachtung ökologischer, ökonomischer und sozialer Aspekte erfordern. Die umweltgerechte und nachhaltige Ausbildung des Baukörpers ist eine wesentliche Voraussetzung für
den Entwurfsbeitrag.
Dabei ist die Planung bereits in dieser Phase als interdisziplinäre Aufgabe
zu verstehen, bei der gestalterische, funktionale, technische, ökologische,
ökonomische Kriterien im Sinne einer ganzheitlichen nachhaltigen Lösung
miteinander abgewogen werden (integrative Planung).
Folgende Ziele hinsichtlich der Nachhaltigkeit sind zu berücksichtigen:
Kosteneffizienz bei Baukosten;
langfristige und flexible Nutzungsqualität;
Kompaktheit (A/V) des Baukörpers und Zonierung der Nutzungs- bereiche; Sicherstellung eines geringen Energiebedarfs (Gebäude, Anlagentechnik); hohe thermische Qualität, Fugendichtheit und wärmebrückenfreie Konstruktion der Gebäudehülle; bedarfsgerechte natürliche Lüftung bzw. bedarfsgerechte hocheffiziente Lüftungsanlagen (wo erforderlich); Einsatz von Steuerungs- und Regelungstechniken; Sicherstellung hoher akustischer Raumeigenschaften u.a. hinsichtlich der Sprachverständlichkeit; Optimierung der Tageslichtnutzung; Minimierung von Immissionen und Emissionen; Verwendung von Materialien und Bauteilen, die hinsichtlich der Gewinnung, des Transports, der Verarbeitung, der Funktion und der späteren Beseitigung eine hohe Gesundheits- und Umweltverträglichkeit sowie eine hohe Lebensdauer aufweisen; Prüfung des Einsatzes regenerativer Energien (insbesondere solarer Energienutzung für Warmwasser, Heizungsunterstützung, Strom) Prüfung der Regen- und Grauwassernutzung
Das Gebäude ist insbesondere unter dem Aspekt der Energieeffizienz so zu planen, dass die Anforderungen der EnEV 2009 für den Neubau um mindestens 30% unterschritten werden (Arbeitsanweisung zur „Erfüllung des
Berliner Energiestandards für Baumaßnahmen im Zuständigkeitsbereich der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung“ vom 06.01.2010). Im Rahmen der weiteren Planung ist gemäß den wasserwirtschaftlichen Grundsätzen ein Konzept zur Regenwasserbewirtschaftung zu entwickeln. Hierbei soll das Niederschlagswasser möglichst vollständig zurückgehalten, über die belebten Bodenschichten versickert oder genutzt werden. Die Einleitung in die Kanalisation ist nach Möglichkeit zu vermeiden. Ökologische Planungskriterien Die Prinzipien des ökologischen Bauens sind entsprechend der „Ökologischen Kriterien für Bauwettbewerbe“ (SenStadt, Juli 2007, s. Anhang 4.1.7) und des Leitfadens „Ökologisches Bauen“ (SenStadt, 2007, s. Anhang 4.1.7) zu berücksichtigen.
Im Unterbringungsbereich ist in der Wohngruppe 01 für männliche Arrestanten und in der Wohngruppe 02 für weibliche Arrestantinnen jeweils ein behindertengerecht ausgestatteter Arrestraum im Erdgeschoss zu planen. Entsprechende Sanitärbereiche sind vorzusehen. Die Erschließung des Grundstücks über die Pforte muss behindertengerecht barrierefrei ausgeführt werden. Zugleich ist beim Entwurf die Lage der Arztgeschäftsstelle und der durch die Arrestanten/innen genutzten Teilen des Verwaltungstraktes auf Barrierefreiheit zu überprüfen. Barrierefreies Bauen ist als selbstverständliche Qualitätsanforderung gemäß den Grundsätzen des Handbuches „Barrierefreies Planen und Bauen in Berlin“ - http://www.stadtentwicklung.berlin.de/bauen/barrierefreies_ bauen/de/handbuch.shtml - im Wettbewerb umzusetzen. Dabei sollen die unterschiedlichen Nutzeranforderungen hinsichtlich motorischer, sensorischer oder kognitiver Art Berücksichtigung finden. Den Funktionsbereichen Erschließung Orientierung Versammlungsräume Gastronomieräume Sanitärräume Unterrichtsräume ist besondere Aufmerksamkeit zu schenken. Auch auf dem Grundstück sind die Prinzipien des barrierefreien Bauens konsequent anzuwenden.
3.10		 Baurechtliche Vorschriften, Normen, Richtlinien
Der Planung sind insbesondere zugrunde zu legen: – Bauordnung Berlin und ergänzende Vorschriften BauOBerlin
– Verordnung über Bauvorlagen, bautechnische Nachweise und das Verfahren im Einzelnen (Bauverfahrensverordnung – BauVerfVO) vom 19. Oktober 2006 – Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz (EEWärmeG) vom 08. August 2008 – Verordnung über Arbeitsstätten (ArbStättVO) vom 12. August 2004 – DIN 18024-2 Barrierefreies Bauen – Richtlinien über Flächen für die Feuerwehr – Baumschutzverordnung (BaumSchVO) vom 11. Januar 1982, zuletzt geändert am 5. Oktober 2007 Die im Anhang aufgeführten Richtlinien sind zu beachten.
Raumprogramm / Funktionsdiagramm
Das Raumprogramm befindet sich als digitaler Anhang auf der Auslobung beiliegenden CD-Rom unter 4.1.4 Raumprogramm / 4.1.9 Formblätter. Übersicht Raumprogramm Nutzung / Raumbezeichnung FB A Unterbringungs- und Behandlungsbereich Wohngruppe 01 Wohngruppe 02 Wohngruppe 03 Wohngruppe 04 Flächenbedarf Sonstiges Sozialpädagogischer Behandlungs-/ Arbeitspädagogischer Beschäftigungsbereich Sozialpädagogischer Behandlungs-/ Sozialpädagogischer Schulungs- u. Trainingsbereich FB B Verwaltungsbereich FB C Versorgungsbereich Sprechzimmer / Besucherbereich Hauskammer FB D Lager und Sonstiges Lager und sonstige Räume Nutzfläche (NF) gesamt in qm Flächen- Fläche Fläche bedarf Ist Altbau Soll Neubau 1.685,0 316,0 316,0 310,0 189,0 218,0 180,0 156,0 287,0 169,0 63,0 103,0 133,0 133,0 2.274,0 124,7 136,2 136,2 1.232,0 1.304,0 258,6 124,7 519,6 192,9 218,0 180,0 156,0 55,0 63,0 63,0 712,5 1.186,0 316,0 316,0
Nachzuweisende Flächen für Außenanlagen gem. Bedarfsprogramm
FB A Unterbringungs- und Behandlungsbereich Freizeitpädagogischer Bereich FB D Lager und Sonstiges Gartenpflege / Nebenanlagen Summe Außenflächen gesamt in qm 55,0 313,0 55,0 313,0 258,0 258,0
Städtebau und Gestaltung Städtebau / stadträumliche Gestaltung Baukörpergestaltung Bezug Neubau / Bestand Konstruktion / Material Innenraumqualität Funktionen Erschließung Funktionale Zuordnung Raumzuschnitte, Belichtung, Belüftung Außenraumnutzung Realisierbarkeit Programmerfüllung Genehmigungsfähigkeit Wirtschaftlichkeit von Bau und Betrieb Einhaltung des Kostenrahmens Barrierefreiheit Nachhaltigkeit Energieeffizientes Bauen Die Reihenfolge der Kriterien stellt keine Gewichtung dar.
Erweiterung der Jugendarrestanstalt Berlin / Teil 4 Anhang
4.1.0 Auslobung –		 Vorliegende Auslobung als .pdf-Datei mit farbigen Abbildungen
in 300 dpi Auflösung
00_auslobung_jaa-berlin.pdf
4.1.1 Arbeitspläne pdf-Dateien –		 Übersichts-/Lageplan, Arbeitsplan:
01_lageplan_jaa-berlin.pdf 02_arbeitsplan_jaa-berlin.pdf –		 (M 1:500) (M 1:200)
Bestandspläne der Jugendarrestanstalt Berlin (BIM Berliner Immobilienmanagement GmbH, Berlin): Haus 1 (Hauptgebäude)
03_Grundrisse_Haus-1_UG-2_OG.pdf (M 1:200)
Haus 2 mit Anbau
04_Grundrisse_Haus-2_EG-2_OG.pdf (M 1:200)
Haus 3 (Wohngebäude und Werkstatt)
05_Grundrisse__Haus-3_UG-2_OG.pdf (M 1:200)
CAD-Dateien –		 Lageplan auf Grundlage der ALK und des amtlichen Lageplans 	 des Vermessungsbüros Reck und Schwenk in verschiedenen Dateiformaten (maßstabsunabhängig)
06_uebersarb_lage_ jaa-berlin.dwg/dxf –		 (vAutoCAD 2000)
07_Grundriss_Haus-1_UG.dwg/dxf 08_Grundriss_Haus-1_EG.dwg/dxf 09_Grundriss_Haus-1_1-OG.dwg/dxf 10_Grundriss_Haus-1_2-OG.dwg/dxf (vAutoCAD 2000) (vAutoCAD 2000) (vAutoCAD 2000) (vAutoCAD 2000)
11_Grundriss_Haus-2_EG.dwg/dxf 12_Grundriss_Haus-2_1-OG.dwg/dxf 13_Grundriss_Haus-2_2-OG.dwg/dxf (vAutoCAD 2000) (vAutoCAD 2000) (vAutoCAD 2000)
14_Grundriss_Haus-3_UG.dwg/dxf 15_Grundriss_Haus-3_EG.dwg/dxf 16_Grundriss_Haus-3_1-OG.dwg/dxf 17_Grundriss_Haus-3_2-OG.dwg/dxf (vAutoCAD 2000) (vAutoCAD 2000) (vAutoCAD 2000) (vAutoCAD 2000)
18_Grundriss_Haus-3-Werkstatt_EG.dwg/dxf (vAutoCAD 2000)
4.1.2 Informationspläne –		 Vermesserplan des Vermesserbüros Rek und Schwenk
01_Lageplan.dxf/.dwg 02_Lageplan.pdf –		 	 (vAutoCAD 2000) (M 1:500)
03_ltg_gasag.pdf 04_ltg_vattenfall_strom.pdf 05_ltg_telekom.pdf 05a_ltg_telekom_legende.pdf 05b_ltg_telekom_kabelschutzanweisung.pdf 06_ltg_bwb.dxf 06a_ltg_bwb_legende.pdf 07_ltg_bwb_schutzstreifen.pdf (vAutoCAD 2000) (M 1:500) (M 1:500) (M 1:500)
4.1.3 Weitere Planungsunterlagen –		 Schreiben zum Landschaftsplan vom BA Tempelhof-Schöneberg
01_schreiben_landschaftsplan.pdf
Schreiben zum Planungsrecht vom BA Tempelhof-Schöneberg vom 23.01.2008
02_schreiben_planungsrecht.pdf
05_uebersicht_flaechennutzung.pdf
4.1.4 Funktionale Anforderungen, Raumprogramm –		 Funktionsprogramm
01_funktionsprogramm_jaa-berlin.pdf
02_ausstattungsprogramm_jaa-berlin.pdf
03_bedarfsprogramm_jaa-berlin.pdf
Bedarfsprogramm – Prüfvermerk Technische Ausrüstung
04_bedarfsprogramm-Prüfvermerk_jaa-berlin.pdf
Konzeption für den Vollzug des Jugendarrestes im Land Berlin
05_Konzeption_JAA-Vollzug_SenJust.pdf
4.1.5 Vorschriften als .pdf –		 Baunutzungsplan von 1961
01_baunutzungsplan_1961.pdf
Verordnung über die Festsetzung des Landschaftsplanes XIII-L-2
02_verordnung_zum_landschaftsplan_XIII-L-2.pdf
Landschaftsplan XIII-L-2 vom 18. Dezember 2000
03_ landschaftsplan_XIII-L-2.pdf
4.1.6 Vorschriften im Internet –		 Bauordnung Berlin und ergänzende Vorschriften BauOBerlin
(BauOBln) vom 29. September 2005), in Kraft getreten am
1. Februar 2006, zuletzt geändert durch § 9 des Gesetzes vom 7. Juni 2007
http://www.stadtentwicklung.berlin.de/service/gesetzestexte/de/bauen.shtml –
Baunutzungsplan von 1961
http://www.stadtentwicklung.berlin.de/planen/fnp/pix/historie/5_BNP_1961_gr.pdf
http://www.berlin.de/imperia/md/content/batempelhofschoeneberg/abtbauwesen/
natur/xiii_l_2_karte.pdf?start&ts=1267516337&file=xiii_l_2_karte.pdf
Verordnung über Bauvorlagen, bautechnische Nachweise und das Verfahren im Einzelnen (Bauverfahrensverordnung - BauVerfVO) vom 19. Oktober 2006, geändert durch § 16 der EnEVDurchführungsverordnung Berlin vom 17. Juli 2008
http://www.stadtentwicklung.berlin.de/service/gesetzestexte/de/download/ bauen/20080717_bauverfvo.pdf
Baumschutzverordnung vom 11. Januar 1982, zuletzt geändert
4.1.7 Richtlinien als .pdf –		 Wirtschaftliche Standards des öffentlichen Bauens, Rundschreiben SenBauWohn 1/2002
4.1.8 Richtlinien im Internet –		 Rundschreiben im Bereich Bauen, Projektvorbereitung und -prüfung Bereich Hochbau, Richtwerte und Standards
Rundschreiben im Bereich Bauen, Verwendungsverbote und beschränkungen im Bereich von Baustoffen; Schadstoffen
4.1.9 Formblätter –		 Verfassererklärung (pdf-Formular, d.h. Text kann direkt in das Formblatt eingeben und danach ausgedruckt werden. Das pdf-Formular kann mit dem Acrobat-Reader aber nicht gespeichert werden)
000000_verfassererklaerung_jaa-berlin.pdf –
Formblatt Flächenermittlung Raum- und Funktionsprogramm
nach Teil 1 Punkt 1.10 (sechsstellige Tarnnummer voranstellen)
000000_A_formbl_flaechen_raum_funktion_ jaa-berlin.xls
000000_B_formbl_gebaeudekennwerte_ jaa-berlin.xls
4.1.10 Bilddokumentation –		 Luftbild, April 2009
Literatur –		 Konzeption für den Vollzug des Jugendarrestes im Land Berlin, Herausgeber: Jugendarrestanstalt Berlin Internet –		 FIS-Broker (GIS) der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung –		 Internetseiten der Senatsverwaltung für Justiz: www.berlin.de/sen/ justiz/justizvollzug/jaa –		 Internetseiten der JAA Berlin: www.biologie.www.berlin.de/jaa-berlin Abbildungsnachweis –		 Titelbild, Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Luftbild 2009 –		 Abbildungen 1-3 Senatsverwaltung für Stadtentwicklung –		 Abbildungen 4-6 Lars Krokowski –		 Fotodokumentation: Lars Krokowski

References: §9
 § 6
 § 5
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 § 6
 § 6
 § 7
 § 34
 § 33
 § 8
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 § 30
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 § 16