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Timestamp: 2016-10-25 08:29:01+00:00

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8C_866/2011 (27.03.2012)
8C_866/2011
vom 17. Oktober 2011.
Der 1966 geborene F.________ war bei der Z.________ AG als Bauarbeiter und Fassadenmonteur angestellt, als er am 5. Februar 1998 von einem Ger�st st�rzte und eine Fraktur des linken H�ftgelenks und linken Ellbogens erlitt. Im Juni 2003 meldete er sich wegen Ellbogen- und H�ftbeschwerden bei der Invalidenversicherung zum Leistungsbezug an. Am 23. Mai 2004 zog er sich zudem bei einem Sturz mit dem Velo eine Unterschenkelfraktur rechts zu. Die IV-Stelle Bern kl�rte den Sachverhalt ab, holte unter anderem ein orthop�disches Gutachten ein und sprach ihm mit Verf�gungen vom 19. Oktober und 21. November 2007 ab dem 1. Oktober 2003 eine halbe Invalidenrente bei einem Invalidit�tsgrad von 53 % zu. Die hiegegen erhobene Beschwerde hiess das Verwaltungsgericht des Kantons Bern mit Entscheid vom 2. Juni 2008 gut und wies die Sache zu weiteren Abkl�rungen an die IV-Stelle Bern zur�ck.
Diese holte am 28. M�rz 2009 zun�chst erneut ein orthop�disches Gutachten ein und stellte im Vorbescheid vom 27. Mai 2009 gest�tzt auf dieses Gutachten bei einem Invalidit�tsgrad von 57 % eine halbe Rente in Aussicht. An einzelnen Tagen im Februar, M�rz und Juni 2010 f�hrte sie mittels Video�berwachung von F.________ eine Beweissicherung vor Ort (BvO) durch (Bericht vom 14. Juni 2010) und liess am 8. Juni 2010 eine pers�nliche Untersuchung durch den Regionalen �rztlichen Dienst (RAD) vornehmen. Mit neuem Vorbescheid vom 30. September 2010 stellte die IV-Stelle F.________ ab 1. Oktober 2003 eine Viertelsrente bei einem Invalidit�tsgrad von 46 % in Aussicht. In der Verf�gung vom 15. April 2011 hielt sie am Vorbescheid fest und verf�gte eine Viertelsrente.
Die hiegegen eingereichte Beschwerde wies das Verwaltungsgericht des Kantons Bern mit Entscheid vom 17. Oktober 2011 bei einem Invalidit�tsgrad von 40 % ab.
Mit Beschwerde l�sst F.________ beantragen, der vorinstanzliche Entscheid sei aufzuheben, die Akten der Observation seien aus dem Recht zu weisen und es seien ihm Rentenleistungen ab dem 1. Oktober 2003 basierend auf einem Invalidit�tsgrad von mehr als 57 % auszurichten. Eventualiter sei die Sache zur Durchf�hrung eines Beweisverfahrens und zum Erlass eines neuen Entscheides an die Vorinstanz zur�ckzuweisen.
1.1 Die Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten (Art. 82 ff. BGG) kann wegen Rechtsverletzungen gem�ss Art. 95 f. BGG erhoben werden. Das Bundesgericht legt seinem Urteil den Sachverhalt zugrunde, den die Vorinstanz festgestellt hat (Art. 105 Abs. 1 BGG). Es kann eine - f�r den Ausgang des Verfahrens entscheidende (vgl. Art. 97 Abs. 1 BGG) - Sachverhaltsfeststellung von Amtes wegen nur berichtigen oder erg�nzen, wenn sie offensichtlich unrichtig ist oder wenn sie auf einer Rechtsverletzung im Sinne von Art. 95 BGG beruht (Art. 105 Abs. 2 BGG).
1.2 Bei den vorinstanzlichen Feststellungen zum Gesundheitszustand und zur Arbeitsf�higkeit der versicherten Person handelt es sich grunds�tzlich um Entscheidungen �ber Tatfragen (BGE 132 V 393 E. 3.2 S. 397 ff.). Dagegen ist die Beachtung des Untersuchungsgrundsatzes und der Beweisw�rdigungsregeln nach Art. 61 lit. c ATSG Rechtsfrage (BGE 132 V 393 E. 3.2 und 4 S. 397 ff.; Urteil 8C_670/2011 vom 10. Februar 2012 E. 3.2 mit Hinweis).
Streitig ist, ob die Vorinstanz Bundesrecht verletzte, indem sie von einem Invalidit�tsgrad von 40 % und nicht von einem solchen von mehr als 57 % ausging, wie vom Beschwerdef�hrer beantragt wird.
2.1 Nachdem die Vorinstanz mit Entscheid vom 2. Juni 2008 die Sache an die Beschwerdegegnerin zur erg�nzenden Abkl�rung zur�ckgewiesen hatte, holte diese am 28. M�rz 2009 bei Dr. med. H.________, Spezialarzt f�r orthop�dische Chirurgie, ein medizinisches Gutachten ein. Dr. med. H.________ kam zum Schluss, es best�nden erhebliche k�rperliche Beeintr�chtigungen mit massiven Beschwerden und starker Funktionsst�rung des linken Ellbogens und m�ssigen Beschwerden und minimalen Funktionsst�rungen an der linken H�fte. Der Grad der Arbeitsf�higkeit habe sich anfangs nach dem Unfall langsam verschlechtert und sei seit f�nf Jahren konstant. Zumutbar seien noch Arbeiten mit Heben von Gewichten links bis zu 1 kg, rechts unbegrenzt. Das Tragen von Gewichten sei links bis maximal 1 kg und rechts bis maximal 5 kg m�glich. Die Stehdauer an Ort betrage bis zu 30 Minuten, mit Gewichtsverlagerung bis 45 Minuten. Sitzdauer ohne Bewegung ca. 30 Minuten, mit Bewegung auf guter Sitzgelegenheit (aktives Sitzen) bis maximal eine Stunde. Gehstrecken auf ebenem Gel�nde seien ca. 500 m bzw. w�hrend ca. 30 Minuten m�glich. Eine optimal angepasste T�tigkeit unter Wechselbelastung, mehrheitlich sitzend, w�re �ber sechs Stunden pro Tag zumutbar mit einer l�nger dazwischengeschalteten Pause von ein bis zwei Stunden und ev. zus�tzlichen k�rzeren Pausen. Ideal w�re eine T�tigkeit mit einem Dreistundenblock vormittags und nachmittags mit einer dazwischengeschalteten Pause von mindestens 15 Minuten. Es bestehe eine verminderte Leistungsf�higkeit von 10 % aufgrund der angegebenen Einschr�nkungen, aber auch im Hinblick auf das Arbeitstempo, insbesondere beim Wechsel vom Sitzen zum Stehen und Gehen.
Diese Beurteilung steht in wesentlicher �bereinstimmung mit den Berichten des SUVA-Kreisarztes Dr. med. G.________ vom 4. Juli 2006 und dem Abkl�rungsbericht der BEFAS vom 17. M�rz 2006. In beiden Abkl�rungen wurde ebenfalls eine Arbeitsf�higkeit von sechs Stunden pro Tag in einer angepassten T�tigkeit festgehalten.
2.2 Die Beschwerdegegnerin liess den Beschwerdef�hrer am 8. Juni 2010 durch Dr. med. P.________, Facharzt f�r orthop�dische Chirurgie vom RAD, untersuchen. Der RAD-Arzt kam in seinem Untersuchungsbericht und in einer zus�tzlichen Stellungnahme vom 8. September 2010 in Abweichung zur Beurteilung des eingeholten Gutachtens von Dr. med. H.________ zum Schluss, dem Versicherten sei in einer angepassten T�tigkeit ein volles Pensum mit einer maximalen Leistungminderung von 20 % wegen Verlangsamung und Bewegungseinschr�nkung im Bereich des linken Armes und wegen vermehrter Pausen vonseiten der linken H�ften zuzumuten.
Die Beschwerdegegnerin observierte den Versicherten am 15., 16. und 17. Februar 2010, am 3. und 4. M�rz 2010 sowie am 8. Juni 2010 und erstellte am 14. Juni 2010 einen BvO-Bericht.
Der Beschwerdef�hrer l�sst die Rechtm�ssigkeit dieser Observation bestreiten. Er macht geltend, es fehle an einem rechtsgen�glichen Anfangsverdacht.
3.1 Entscheidend f�r die Veranlassung einer Observation ist nicht der aus der Strafverfolgung stammende und im Zusammenhang mit dem privatrechtlichen Pers�nlichkeitsschutz regelm�ssig nicht verwendete Begriff "Anfangsverdacht", sondern vielmehr die objektive Gebotenheit der Observation als wichtiges Element der Interessenabw�gung im Pers�nlichkeitsschutz (BGE 136 III 410 E. 4.2. S. 416 ff. mit Hinweis auf BGE 117 IV 67 E. 2c S. 74). Dies hat gleichfalls f�r den verfassungsrechtlichen Pers�nlichkeitsschutz zu gelten. Die Observation muss demnach objektiv geboten sein, womit gemeint ist, dass konkrete Anhaltspunkte vorliegen m�ssen, die Zweifel an den ge�usserten gesundheitlichen Beschwerden oder der geltend gemachten Arbeitsunf�higkeit aufkommen lassen. Solche Anhaltspunkte k�nnen beispielsweise gegeben sein bei widerspr�chlichem Verhalten der versicherten Person, oder wenn Zweifel an der Redlichkeit derselben bestehen (eventuell durch Angaben und Betrachtungen Dritter), bei Inkonsistenzen anl�sslich der medizinischen Untersuchung, Aggravation, Simulation oder Selbstsch�digung u.�. Diese Elemente k�nnen einzeln oder in Kombination zureichende Hinweise liefern, die zur objektiven Gebotenheit der Observation f�hren (BGE 137 I 327 E. 5.4.2.1 S. 332).
Den Akten ist hierzu zu entnehmen, dass Dr. med. P.________ den Verdacht �usserte, der Versicherte aggraviere, wenn nicht sogar simuliere m�glicherweise die von ihm geltend gemachten Beschwerden (BvO-Bericht vom 14. Juni 2010). Diese Angaben des RAD-Arztes werden gest�tzt durch die Ausf�hrungen von SUVA-Kreisarzt Dr. med. G.________ im Bericht vom 4. Juli 2006, wonach er gewisse Ungereimtheiten s�he. Muskul�re Atrophien l�gen trotz jahrelangen Inaktivit�tshypotrophie nicht vor. Die Unter- und Oberschenkel seien hervorragend ausgebildet. Auch dem Gutachten von Dr. med. H.________ ist zu entnehmen, dass der Verdacht auf Aggravation bei der quantitativen subjektiven Beurteilung nicht sicher auszuschliessen sei und der Beschwerdef�hrer sich bei Diskussionen �ber die erfolgten Arbeitsbem�hungen in gewisse Widerspr�che verwickle. Darauf verwies bereits die Vorinstanz. Deren Feststellung, dass die Beschwerdegegnerin berechtigt war, den Beschwerdef�hrer zu observieren, erweist sich damit nicht als bundesrechtswidrig.
3.2 Der Versicherte hat Anspruch auf Akteneinsicht im Verwaltungsverfahren vor der IV-Stelle (Art. 47 ATSG). Das Interesse der Beschwerdegegnerin, Unterlagen, die Hinweise auf laufende Observationsabkl�rungen enthalten, erst nach deren Durchf�hrung den Akten hinzuzuf�gen, um die Observation nicht zu gef�hrden, ist damit nachvollziehbar und berechtigt. Der von Dr. med. P.________ ge�usserte Verdacht auf Aggravation bzw. Simulation des Versicherten ist im Abschnitt "Interessennachweis" im BvO-Bericht vom 14. Juni 2010 festgehalten. Eine vom Beschwerdef�hrer geltend gemachte Verletzung der Aktenf�hrungspflicht ist daher zu verneinen. Das Akteneinsichtsrecht des Versicherten ist auch nicht verletzt, weil bei insgesamt 134 chronologisch geordneten Dokumenten zwei Akten (Dokument 128 und 129) in zeitlicher Hinsicht vertauscht sind.
3.3 Der Beschwerdef�hrer behauptet, am Observationstag vom 3. M�rz 2010 habe die �berwachungsperson w�hrend seines Einkaufs in einem Laden mutwillig den Pneu seines Velos besch�digt, sodass er das Velo zu Fuss habe nach Hause stossen m�ssen. Er verweist dazu auf den Umstand, dass die �berwachungsperson w�hrend seines Aufenthalts im Laden keine Videoaufnahmen gemacht hatte. Diesen Vorwurf weist die Beschwerdegegnerin in ihrer Stellungnahme vom 10. Juni 2011 zur�ck.
Die Vorinstanz setzte sich mit den Einw�nden des Versicherten auseinander und f�hrte aus, aufgrund des Bildmaterials der Parteien sei nicht erstellt, aus welchen Gr�nden der Velo-Pneu Luft verloren habe und wie bzw. durch wen die mit Bildern des Beschwerdef�hrers geltend gemachte Besch�digung des Velo-Pneus erfolgt sei. Diese Feststellung ist nicht offensichtlich unrichtig. Aus den fehlenden Videoaufnahmen w�hrend des Aufenthalts des Beschwerdef�hrers im Laden kann nicht geschlossen werden, die �berwachungsperson habe auch das Velo besch�digt. Das kantonale Gericht verneinte damit zu Recht ein Verwertungsverbot der Abkl�rungsergebnisse aufgrund der Vermutungen des Versicherten.
4.1 Den Akten ist nicht zu entnehmen, ob der RAD-Arzt Dr. med. P.________ bei seiner Untersuchung vom 8. Juni 2010 (Bericht vom 30. August 2010) Kenntnis der Ergebnisse des BvO-Berichts �ber die vorgenommene Observation hatte. Der BvO-Bericht datiert vom 14. Juni 2010. Die Observationen fanden jedoch bereits an einzelnen Tagen im Februar und M�rz 2010 und am Tag der Untersuchung durch Dr. med. P.________ statt. Im BvO-Bericht wird angegeben, die Observation sei aufgrund des Verdachts des RAD-Arztes auf m�gliche Aggravation oder Simulation durchgef�hrt worden. In seinem Untersuchungsbericht erw�hnte Dr. med. P.________ die vorgenommenen Observationen und deren Ergebnisse allerdings nicht. F�r den Beweiswert eines Arztberichtes ist wichtig, dass dieser in Kenntnis der Vorakten erstellt wird (BGE 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 125 V 351 E. 3a S. 352). Dr. med. P.________ f�hrt in der Anamnese seines Berichtes verschiedene Vorakten auf. Weder dort noch an einer anderen Stelle im Untersuchungsbericht finden sich jedoch Hinweise, wonach Resultate der Observation Einfluss auf seine Beurteilung hatten. Es ist deshalb davon auszugehen, dass die Observationsergebnisse in diesem Bericht nicht ber�cksichtigt wurden.
In der medizinischen Stellungnahme vom 8. September 2010 zu den Einw�nden des Versicherten erw�hnte Dr. med. P.________ dann den BvO-Bericht vom 14. Juni 2010. Auch hier ist jedoch nicht ersichtlich, dass dieser Einfluss auf seine Ausf�hrungen und Stellungnahmen hatte. Er zog keine medizinischen Schl�sse aus den Observationsergebnissen.
Da es vorliegend an einer medizinischen Beurteilung der Ergebnisse der Observation fehlt (vgl. BGE 132 V 93 E. 4 S. 99), kann nicht gefolgert werden, die Observation w�rde eine h�here Arbeitsf�higkeit belegen als im Gutachten von Dr. med. H.________ attestiert wurde (Urteil 8C_434/2011 vom 8. Dezember 2011 E. 4.2 mit Hinweis).
4.2 Die Beschwerdegegnerin gibt an, es sei ihr nicht verwehrt, einzig oder im Wesentlichen gest�tzt auf die versicherungsinterne Beurteilung des RAD zu entscheiden.
Das ist grunds�tzlich zutreffend. In einem solchen Fall sind gem�ss der Rechtsprechung an die Beweisw�rdigung allerdings strenge Anforderungen zu stellen: Bestehen auch nur geringe Zweifel an der Zuverl�ssigkeit und Schl�ssigkeit der versicherungsinternen �rztlichen Feststellungen, ist eine versicherungsexterne medizinische Begutachtung im Verfahren nach Art. 44 ATSG oder ein Gerichtsgutachten anzuordnen (BGE 135 V 465 E. 4 S. 467 ff.; 122 V 157 E. 1d S. 162).
Die Frage des Abstellens auf versicherungsinterne Beurteilungen stellt sich in der Regel in F�llen, in denen noch keine externe medizinischen Gutachten vorliegen, da gem�ss der genannten Rechtsprechung bei geringen Zweifeln ein solches anzuordnen ist. Dies ist hier nicht der Fall. Mit dem Gutachten von Dr. med. H.________ vom 28. M�rz 2009 wurde bereits eine versicherungsexterne medizinische Begutachtung eingeholt. Es stehen sich somit ein versicherungsexternes Gutachten und eine versicherungsinterne Beurteilung des RAD-Arztes gegen�ber. Im Sinne einer Richtlinie ist solchen im Rahmen des Verwaltungsverfahrens eingeholten Gutachten von externen Spezial�rzten, welche aufgrund eingehender Beobachtungen und Untersuchungen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der Er�rterung der Befunde zu schl�ssigen Ergebnissen gelangen, volle Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht konkrete Indizien gegen die Zuverl�ssigkeit der Expertise sprechen (BGE 137 V 210 E. 1.3.4 S. 227, 125 V 351 E. 3b/bb S. 353).
4.3.1 Die Einsch�tzung des versicherungsinternen RAD-Arztes Dr. med. P.________ weicht vom externen medizinischen Gutachten des Dr. med. H.________ ab. Zu pr�fen bleibt unter Ber�cksichtigung der genannten Grunds�tze zum Beweiswert von Gutachten und zur Beweisw�rdigung, ob Dr. med. P.________ konkrete Indizien benennt, die gegen die Zuverl�ssigkeit des Gutachtens sprechen oder Aspekte aufzeigt, die im Rahmen der Begutachtung unerkannt oder ungew�rdigt geblieben sind.
4.3.2 Dr. med. P.________ begr�ndete seine Einsch�tzung der Arbeitsf�higkeit bei der Untersuchung vom 8. Juni 2010 mit Hinweis auf die linke H�fte. Soweit er allerdings die fehlende Muskelatrophie an den Beinen erw�hnte, ist dieser Umstand bereits im Gutachten von Dr. med. H.________ vom 28. M�rz 2009 ber�cksichtigt worden und floss in dessen Beurteilung mit ein. Der Vermerk von Dr. med. P.________, wonach sich der Versicherte bei der Untersuchung hinkefrei zeigte, stimmt ebenfalls mit den Untersuchungsergebnissen von Dr. med. H.________ �berein. Die von Dr. med. P.________ beobachtete Gehstrecke auf dem Weg nach Hause von ca. 300 Meter liegt innerhalb der von Dr. med. H.________ f�r zumutbar erachteten Gehstrecke von 500 Metern. Der RAD-Arzt �bte keine eigentliche Kritik am Gutachten von Dr. med. H.________ oder benannte Indizien, die gegen das Gutachten sprechen, sondern erhob im Wesentlichen die gleichen Befunde wie bereits der Gutachter. In seiner Stellungnahme vom 8. September 2010 verteidigte er zudem das Gutachten von Dr. med. H.________ gegen Einw�nde des Versicherten.
Das kantonale Gericht f�hrte aus, es sei nicht nachvollziehbar, dass Dr. med. H.________ trotz Verdachts auf ein aggravierendes Verhalten ein Pensum von zweimal drei Stunden t�glich mit einer um 10 % eingeschr�nkten Leistungsf�higkeit f�r zumutbar halte. Entgegen dieser Auffassung ist auch bei Vorliegen des vom Gutachter erkannten aggravierenden Verhaltens eine Einschr�nkung der Arbeitsf�higkeit nicht ausgeschlossen. Der RAD-Arzt Dr. med. P.________ bescheinigte ebenfalls eine solche, die nur geringf�gig unter derjenigen von Dr. med. H.________ lag.
4.3.3 Die Vorinstanz bem�ngelte, dass Dr. med. H.________ eine mehrheitlich sitzende T�tigkeit f�r zumutbar hielt, indessen aufgrund der Befunde vor allem Probleme beim Sitzen best�nden. Nach Angaben von Dr. med. P.________ in seinem Untersuchungsbericht m�ssten aufgrund der MRI-Befunde und der Diagnose eines Impingements sowie der beruflichen Abkl�rung anfangs 2006 eigentlich vor allem die Sitz- und weniger die Gehf�higkeit eingeschr�nkt sein. Dies k�nnte an sich als Indiz gegen den Beweiswert des Gutachtens angesehen werden. Allerdings ist auch dem Zumutbarkeitsprofil von Dr. med. P.________ lediglich eine sitzende T�tigkeit zu entnehmen, bei der allenfalls intermittierend kurz Gehpausen als sinnvoll erachtet wurden. Dr. med. H.________ pr�zisierte ebenfalls, dass die Sitzdauer ohne Bewegung nur ca. 30 Minuten betrage und mit guter Sitzgelegenheit (aktives Sitzen) max. eine Stunde. Die M�glichkeit zur regelm�ssigen Wechselbelastung m�sse gegeben sein. Ausserdem m�sse eine Sitzgelegenheit mit Schr�gkissen und Beinfreiheit vorhanden sein.
Wenn das kantonale Gericht in der Beurteilung der mehrheitlich sitzenden T�tigkeit im Gutachten von Dr. med. H.________ einen Mangel am Beweiswert dieses Gutachtens sieht, handelt es sich somit um eine offensichtlich unrichtige Feststellung. Die Einschr�nkungen in der Sitzf�higkeit wurden von Dr. med. H.________ geb�hrend ber�cksichtigt.
4.3.4 Dr. med. P.________ stellte bei seiner Untersuchung mit Verweis auf den Bericht des Spitals X.________ vom 2. Juni 2010 eine objektive Verbesserung der Schmerzsymptomatik fest, weil der Versicherte nicht mehr auf dauernde Analgetikaeinnahme angewiesen sei. In der Beurteilung vom 8. September 2010 berichtete er zudem, er habe bez�glich der linken H�fte im Vergleich zum Gutachten von Dr. med. H.________ im Jahr 2008 eindeutig eine Verbesserung dokumentieren k�nnen. Eine Verbesserung der H�ftproblematik und der Gehstrecke dank der durchgef�hrten Therapien im Spital X.________ best�tigte aber auch der Beschwerdef�hrer selber (Beschwerde vom 22. November 2011 S. 13).
Damit sind hinreichend Hinweise f�r eine Verbesserung des Gesundheitszustandes seit dem Gutachten von Dr. med. H.________ vorhanden. Die Verbesserung stellt einen neuen, im Gutachten noch nicht ber�cksichtigten Aspekt dar, womit konkrete Indizien gegen den Beweiswert des Gutachtens vorliegen. Der relevante Sachverhalt hat sich seither in massgeblicher Weise ver�ndert.
4.4.1 Dr. med. P.________ gab in seinem Untersuchungsbericht an, in Bezug auf die Problematik am linken Ellbogen k�nne vom Zumutbarkeitsprofil des SUVA-Kreisarztes Dr. med. B.________ und vom Gutachten von Dr. med. H.________ ausgegangen werden. Die Situation in diesem Bereich sei aus orthop�discher Sicht klar und die Einschr�nkungen begr�ndet. Wenn die Vorinstanz angibt, das Gutachten von Dr. med. H.________ sei nicht nachvollziehbar und dazu im Zusammenhang mit dem linken Ellbogen auf den BvO-Bericht verweist, widerspricht sie damit auch der Einsch�tzung des RAD-Arztes Dr. med. P.________. Dieser berichtete, seines Erachtens sei ein volles Pensum zumutbar bei einer maximalen Leistungsminderung von 20 % auch in ideal angepasster T�tigkeit; dies infolge der Bewegungseinschr�nkung und der Kraft am linken Arm. Weshalb er trotz Best�tigung der Einschr�nkungen am linken Ellbogen der Dres. med. B.________ und H.________ in der Beurteilung der daraus resultierenden Arbeitsf�higkeit von diesen abwich, ist aus seinem Untersuchungsbericht und dem Bericht vom 8. September 2010 allerdings nicht ersichtlich. Diese auf rein subjektiver �rztlicher Einsch�tzung beruhende Abweichung vom Gutachten begr�ndet Zweifel an der versicherungsinternen Beurteilung von Dr. med. P.________.
4.4.2 Soweit die Vorinstanz in Bezug auf die Befunde am linken Ellbogen auf die Observationsergebnisse verwies, ergeben sich daraus tats�chlich Hinweise, dass die von Dr. med. H.________ bescheinigten Beeintr�chtigungen am linken Ellbogen mit einer Limite beim Heben und Tragen von 1 kg nicht zutreffen. So wurde der Beschwerdef�hrer beobachtet, wie er ohne feststellbare k�rperliche Einschr�nkungen je ein Getr�nkegebinde mit sechs Flaschen � 1.5 Liter in der rechten und in der linken Hand von seiner Garage in sein Haus trug. Eine medizinische Einordnung dieser Tatsache fand bisher aber nicht statt. Dr. med. P.________ schloss sich bez�glich des linken Ellbogens dem Zumutbarkeitsprofil von Dr. med. H.________ an, ohne Ber�cksichtigung dieser Observationsaufnahmen oder einer Stellungnahme seinerseits dazu. Der Versicherte wendet zu Recht ein, aus dem Tragen der Flaschen k�nnten keine R�ckschl�sse auf eine kontinuierliche, repetitive Belastung bei einer beruflichen T�tigkeit gezogen werden. Dazu m�sste ein medizinischer Experte Stellung nehmen. Allenfalls m�sste beim medizinischen Zumutbarkeitsprofil zur H�ufigkeit des Hebens von leichten und schwereren Lasten differenziert werden.
4.4.3 Entgegen der Annahme des Beschwerdef�hrers ist aus dem Gutachten von Dr. med. H.________ ersichtlich, dass bei dessen Beurteilung neben den Ellbogenproblemen auch die H�ftproblematik eine Reduktion der Arbeitsf�higkeit begr�ndete. So berichtete dieser, es bestehe eine verminderte Leistungsf�higkeit gem�ss seinen Angaben zum Zumutbarkeitsprofil, aber auch im Hinblick auf das Arbeitstempo, insbesondere beim Wechsel vom Sitzen zum Stehen und Gehen. Die verminderte Leistungsf�higkeit betrage ca. 10 %. Arbeiten auf unebenem Gel�nde sowie auf Treppen und Leitern seien nicht mehr zumutbar. Eine Verbesserung der Einschr�nkungen im Bereich der H�ften wirkt sich damit direkt auf die Arbeitsf�higkeit des Versicherten aus.
4.5 Die bestehenden Divergenzen hinsichtlich der unterschiedlichen Beurteilung der zumutbaren Arbeitsf�higkeit zwischen dem Gutachten von Dr. med. H.________ und des versicherungsinternen RAD-Arztes Dr. med. P.________ k�nnen im Rahmen der Beweisw�rdigung nicht aufgel�st werden. Die gegenteilige Annahme der Vorinstanz widerspricht den Vorgaben zur Beweisw�rdigung (E. 4.2 hievor) und stellt damit eine Verletzung von Bundesrecht dar (E. 1.2 hievor). Die Einsch�tzung des Dr. med. P.________ vermag zwar teilweise neue, bisher im Gutachten von Dr. med. H.________ nicht ber�cksichtigte, Aspekte aufzuzeigen, jedoch keine vom Gutachten abweichende und abschliessende Beurteilung der Arbeitsf�higkeit zu rechtfertigen. Vielmehr ist bei dieser Ausgangslage ein neues versicherungsexternes medizinisches Gutachten einzuholen. Dabei sind auch die Ergebnisse der Observation zu ber�cksichtigen (vgl. BGE 137 I 327 E. 7.1 und E. 7.3 S. 337 und 338). Aus dem neuen Gutachten muss ersichtlich sein, inwiefern die Ergebnisse der Observation in die medizinische Beurteilung mit einfliessen. In teilweiser Gutheissung der Beschwerde ist die Sache daher zur Einholung eines Gerichtsgutachtens an die Vorinstanz zur�ckzuweisen (vgl. BGE 137 V 210 E. 4.4.1.4 S. 264). Nach erfolgter Begutachtung hat die Vorinstanz erneut �ber den Anspruch des Beschwerdef�hrers auf Leistungen der Invalidenversicherung zu entscheiden.
Die R�ckweisung der Sache an das kantonale Gericht oder an den Versicherungstr�ger zur erneuten Abkl�rung (mit noch offenem Ausgang) gilt praxisgem�ss (BGE 132 V 215 E. 6.1 S. 235 mit Hinweisen) f�r die Frage der Auferlegung der Gerichtskosten wie auch der Parteientsch�digung als volles Obsiegen im Sinne von Art. 86 Abs. 1 sowie Art. 68 Abs. 1 und 2 BGG, unabh�ngig davon, ob sie �berhaupt beantragt, oder ob das entsprechende Begehren im Haupt- oder Eventualantrag gestellt wird. Entsprechend dem Ausgang des Verfahrens sind die Gerichtskosten daher der unterliegenden Beschwerdegegnerin aufzuerlegen. Dem obsiegenden, anwaltlich vertretenen Beschwerdef�hrer steht eine aufwandgem�sse Parteientsch�digung zu.
Die Beschwerde wird teilweise gutgeheissen und der Entscheid des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 17. Oktober 2011 aufgehoben. Die Sache wird an die Vorinstanz zur�ckgewiesen, damit sie, nach erfolgter Abkl�rung im Sinne der Erw�gungen, �ber die Beschwerde neu entscheide. Im �brigen wird die Beschwerde abgewiesen.
Dieses Urteil wird den Parteien, dem Verwaltungsgericht des Kantons Bern, Sozialversicherungsrechtliche Abteilung, der Ausgleichskasse Schweizerischer Baumeisterverband und dem Bundesamt f�r Sozialversicherungen schriftlich mitgeteilt.

References: Art. 95
 Art. 97
 Art. 95
 Art. 61
 BGE 
 BGE 
 Art. 44
 BGE 
 BGE 
 Art. 86
 Art. 68