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Timestamp: 2017-11-25 03:55:21+00:00

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Taxiordnung Landkreis Emsland
Taxitarifordnung LK Emsland
(Fassung vom 25.06.2001)
Die Taxiordnung gilt für den Verkehr mit Taxen der Unternehmer, die ihren Betriebssitz im Landkreis Emsland haben. Sie gilt nicht für die Stadt Lingen (Ems).
Die Rechte und Pflichten der Taxiunternehmer nach dem Personenbeförderungsgesetz, nach den zu seiner Durchführung erlassenen Rechtsvorschriften und nach der zum Verkehr mit Taxen erteilten Genehmigung bleiben unberührt.
§ 2 Betriebssitzgemeinde
Betriebssitzgemeinde ist die Gemeinde.
Gehört die Gemeinde einer Samtgemeinde an, ist die Samtgemeinde Betriebssitzgemeinde.
Die Gemeinden Emsbüren und Salzbergen bilden eine Betriebssitzgemeinde.
Taxen dürfen im Landkreis Emsland nur auf den behördlich zugelassenen und gekennzeichneten Taxenplätzen der Gemeinde ihres Betriebssitzes bereitgestellt werden.
Für das Bereitstellen außerhalb der behördlich zugelassenen und gekennzeichneten Taxenplätze ist die Erlaubnis des Landkreises Emsland einzuholen. § 6 Abs. 1 dieser Taxiordnung bleibt unberührt.
Bei privater Nutzung der Taxen ist das Taxitransparent abzunehmen oder zu verdecken.
§ 4 Taxenplätze und Benutzung von Taxen
Taxenplätze (siehe §3) sind durch das amtliche Verkehrszeichen 229 (§ 41 Abs. 2 Nr 4 der Straßenverkehrsordnung) gekennzeichnet.
Jeder Taxifahrer ist berechtigt und ggf. nach § 6 dieser Verordnung verpflichtet, sein Taxi auf den gekennzeichneten Taxenplätzen bereitzustellen.
§ 5 Ordnung auf Taxenplätzen
Die Taxen sind in der Reihenfolge ihrer Ankunft auf den Taxenplätzen aufzufüllen. Die Taxen müssen stets fahrbereit sein und so aufgestellt werden, dass sie den Verkehr nicht behindern, die Fahrgäste jedoch ungehindert ein- bzw. aussteigen können.
Den Fahrgästen steht die Wahl der Taxe frei. Wünscht ein Fahrgast von einer anderen als der an erster Stelle stehenden Taxe befördert zu werden, muss dieser Taxe von den übrigen Taxifahrern die Möglichkeit zum Ausscheren eingeräumt werden.
Diejenigen Taxen, die außerhalb der gekennzeichneten Taxenplätze auf das Freiwerden eines besetzten Taxenplatzes warten müssen, dürfen keine Fahrgäste aufnehmen.
Ortsfeste Fernmeldeanlagen, die zur Übermittlung von Fahraufträgen eingerichtet sind, müssen allen Taxiunternehmern zugänglich sein. Der an erster Stelle der Reihe stehende Fahrer ist verpflichtet, die Fernmeldeanlage zu bedienen und die bestellte Fahrt durchzuführen.
Taxen dürfen auf Taxenplätzen nicht instandgesetzt oder gewaschen werden. Jeder unnötige Lärm oder unnötiges Laufenlassen des Motors sowie jede sonstige Belästigung der Passanten hat zu unterbleiben.
Fahrzeuge der Sraßenreinigung müssen jederzeit die Möglichkeit erhalten, im Rahmen ihres Auftrages den gesamten Taxenplatz zu befahren und zu reinigen.
§ 6 Dienstbetrieb und Arbeitszeit
Das Bereitstellen und Einsetzen der Taxen kann durch einen von den Taxiunternehmern gemeinsam aufgestellten Dienstplan geregelt werden. Der Dienstplan ist unter Berücksichtigung der Arbeitszeitvorschriften und der zur Ausübung der zur Wartungs- und Pflegearbeiten erforderlichen Zeit aufzustellen. Er ist der Genehmigungsbehörde einzureichen. Änderungen sind ebenfalls unverzüglich mitzuteilen.
Die Genehmigungsbehörde kann verlangen, dass ein Dienstplan aufgestellt wird. Sie kann ihn auch selbst aufstellen, wenn die Taxiunternehmer von der Möglichkeit des Absatzes 1 keinen oder nur unzulänglichen Gebrauch machen.
Die Unternehmer des Gelegenheitsverkehrs mit Taxen sind im Rahmen ihrer Betriebspflicht nach § 21 PBefG zum Bereithalten ihrer Taxen verpflichtet.
Die Genehmigungsbehörde kann generell oder im Einzelfall einen Nachweis über die Erfüllung der Betriebspflicht verlangen.
Mit Funkgeräten ausgerüstete Taxen dürfen während und unmittelbar nach der Ausführung eines Fahrauftrages durch die Funkzentrale direkt zum nächsten Fahrgast beordert werden.
Funkgeräte sind während der Fahrgastbeförderung nur so laut einzustellen, dass die Fahrgäste hierdurch nicht belästigt werden. Sie dürfen nur in dem für den Einsatz der Taxen erforderlichen Umfang verwendet werden.
Die Vorschriften über die Inbetriebnahme von Funkgeräten bleiben unberührt.
§ 8 Pflichtfahrgebiet
Pflichtfahrgebiet im Sinne von § 47 Abs. 2 PBefG ist das Gebiet des Landkreises Emsland mit Ausnahme des Gebietes der Stadt Lingen (Ems).
Beförderungen, bei deren Ausführung das Pflichtfahrgebiet verlassen werden muss, unterliegen nur für die innerhalb des Pflichtfahrgebietes zurückzulegende Strecke dieser Verordnung.
Das Beförderungsentgelt für die außerhalb des Pflichtfahrgebietes zurückzulegende Strecke kann frei vereinbart werden.
Der Fahrzeugführer hat den Text dieser Verordnung und der Tarifordnung in der jeweils gültigen Fassung sowie Straßenpläne des Landkreises (Maßstab 1 : 100.000), die dem jeweils neuesten Stand entsprechen, mitzuführen. Dem Fahrgast ist auf Verlangen Einsicht zu gewähren.
In Taxen ist eine ausreichenden Anzahl von Quittungsvordrucken mitzuführen, auf denen das amtliche Kennzeichen und die Ordnungsnummer der Taxe vermerkt ist.
Zuwiderhandlungen gegen diese Taxiordnung werden gem. § 61 Abs. 1 Ziffer 4 in Verbindung mit Abs. 2 des Personenbeförderungsgesetzes als Ordnungswidrigkeit mit einer Geldbuße bis zu 5.000 EURO geahndet, soweit nicht nach anderen Vorschriften eine Strafe verwirkt ist.
Diese Verordnung tritt am 01.03.1998 in Kraft. Gleichzeitig tritt die Droschkenordnung vom 27.10.1980 außer Kraft.
Meppen, 15.12.1997

References: § 2
 § 6

§ 4
 §3
 § 6

§ 5

§ 6
 § 21

§ 8
 § 47
 § 61