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Timestamp: 2020-05-28 15:49:46+00:00

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BGH, 12.03.1992 - I ZR 110/90 - dejure.org
https://dejure.org/1992,407
BGH, 12.03.1992 - I ZR 110/90 (https://dejure.org/1992,407)
BGH, Entscheidung vom 12.03.1992 - I ZR 110/90 (https://dejure.org/1992,407)
BGH, Entscheidung vom 12. März 1992 - I ZR 110/90 (https://dejure.org/1992,407)
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Firmenschutz - Verwechslungsgefahr - Ac - pharma - Branchenidentität - Warenzeichen - Firmenname - Produktname - Wettbewerb
iprecht.de (Leitsatz)
Ac-pharma
NJW-RR 1992, 935
MDR 1992, 861
GRUR 1992, 550
WRP 1992, 478
Für einen Teil einer Firmenbezeichnung kann der Schutz als Unternehmenskennzeichen im Sinne des § 5 Abs. 2 MarkenG beansprucht werden, sofern es sich hierbei um einen unterscheidungskräftigen Firmenbestandteil handelt, der seiner Art nach im Vergleich zu den übrigen Firmenbestandteilen geeignet erscheint, sich im Verkehr als schlagwortartiger Hinweis auf das Unternehmen durchzusetzen (st. Rspr.;… vgl. BGH, Urt. v. 17.1.1985 - I ZR 172/82, GRUR 1985, 461, 462 = WRP 1985, 338 - Gefa/Gewa;… Urt. v. 28.2.1991 - I ZR 110/89, GRUR 1991, 475, 476 = WRP 1991, 477 - Caren Pfleger;… Urt. v. 7.3.1991 - I ZR 148/89, GRUR 1991, 556, 557 = WRP 1991, 482 Leasing Partner; Urt. v. 12.3.1992 - I ZR 110/90, GRUR 1992, 550 = WRP 1992, 478 - ac-pharma;… Urt. v. 27.9.1995 I ZR 199/93, GRUR 1996, 68, 69 - COTTON LINE).
b) Einem als Firmenschlagwort verwendeten Firmenbestandteil kann kennzeichnungsrechtliche Unterscheidungskraft von Haus aus aber nur zugesprochen werden, wenn er geeignet ist, bei der Verwendung im Verkehr ohne weiteres als Name des Unternehmens zu wirken (…BGH, Urt. v. 12.6.1986 - I ZR 70/84, GRUR 1988, 319, 320 = WRP 1986, 671 - VIDEO-RENT;… Urt. v. 7.3.1991 - I ZR 148/89, GRUR 1991, 556, 557 = WRP 1991, 482 - Leasing Partner; Urt. v. 12.3.1992 - I ZR 110/90, GRUR 1992, 550, 551 = WRP 1992, 478 - ac-pharma).
Für einen Teil einer Firmenbezeichnung kann der vom Schutz des vollständigen Firmennamens abgeleitete Schutz als Unternehmenskennzeichen im Sinne des § 5 Abs. 2 MarkenG beansprucht werden, sofern es sich hierbei um einen unterscheidungskräftigen Firmenbestandteil handelt, der seiner Art nach im Vergleich zu den übrigen Firmenbestandteilen geeignet erscheint, sich im Verkehr als schlagwortartiger Hinweis auf das Unternehmen durchzusetzen (st. Rspr.;… vgl. BGH, Urt. v. 17.1.1985 - I ZR 172/82, GRUR 1985, 461, 462 = WRP 1985, 338 - Gefa/Gewa;… Urt. v. 28.2.1991 - I ZR 110/89, GRUR 1991, 475, 476 = WRP 1991, 477 - Caren Pfleger;… Urt. v. 7.3.1991 - I ZR 148/89, GRUR 1991, 556, 557 = WRP 1991, 482 - Leasing Partner; Urt. v. 12.3.1992 - I ZR 110/90, GRUR 1992, 550 = WRP 1992, 478 - ac-pharma;… Urt. v. 27.9.1995 - I ZR 199/93, GRUR 1996, 68, 69 - COTTON LINE).
OLG Köln, 28.01.1994 - 6 U 122/93
Unterlassungs- und Löschungsanspruch bei Verwechslungsfähigkeit der Firmen- und …
Diese sind auch ohne Verkehrsdurchsetzung als schutzfähig anzusehen, wenn sie nur von Hause aus namensmäßige Kennzeichnungskraft haben und - im Vergleich zu den übrigen Firmenbestandteilen - geeignet erscheinen, sich im Verkehr als schlagwortartiger Hinweis auf das Unternehmen durchzusetzen (BGH GRUR 1992, 550 - "ac - pharma";… Baumbach/Hefermehl, Wettbewerbsrecht, 17. Aufl., § 16 UWG Rn 129, 133;… von Gamm, Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb, 3. Aufl. § 16 UWG Rn 17; Großkommentar/Teplitzky, UWG, 1991, § 16 Rn 47 m.w.N.).
Maßgebend dafür ist die Verkehrsauffassung, die sich im wesentlichen auch daran orientiert, ob sich üblicherweise Handelsunternehmern in derartiger Weise namensmäßig zu bezeichnen pflegen (BGH GRUR 1992, 550 - "ac - pharma" m.w.N.).
Eine Verwechslungsfähigkeit ist umso eher anzunehmen, je näher die beiden Geschäftsbereiche zueinander stehen (BGH GRUR 1986, 253, 255 - "Zentis"; BGH GRUR 1992, 550, 551 - "ac-pharma".
Für die Annahme einer Verwechslungsgefahr reicht in aller Regel bereits die Übereinstimmung in einer Hinsicht aus (BGH, GRUR 1992, 550 [551] - ac-pharma; BGHZ 139, 340 [347] = GRUR 1999, 241 = WRP 1999, 192 - Lions; BGH, GRUR 2003, 1044 [1046] = WRP 2003, 1436 - Kelly; BGh, GRUR 2004, 783 [784] = WRP 2004, 1043 - Neuro-Vibolex / Neuro-Fibraflex).
Da der Wortklang durch den auf der ersten Silbe (hier: "eins") liegenden Akzent geprägt wird und die Klangwirkung des zusätzlichen Vokals bei den Klagemarken auch dadurch gemindert erscheint, dass das folgende Wort weitere zwei "a"-Laute aufweist (vgl. BGH, GRUR 1992, 550 [551] - ac-pharma), ist das Gewicht der Abweichung im Ergebnis nicht hoch.
Der BGH habe in dem Urteil "ac-pharma" (GRUR 1992, 550 ) bereits entschieden, daß an den Buchstaben "AC" im pharmazeutischen Bereich ein Freihaltebedürfnis nicht bestehe.
Bezüglich dieser Kombination hat auch der BGH im Rahmen einer Kollisionsentscheidung die Annahme einer relativ geringen Kennzeichnungskraft für rechtsfehlerfrei erachtet (GRUR 1992, 550 reSp "ac-pharma").
Einem als Firmenschlagwort verwendeten Firmenbestandteil, aus dem Firmenrechte hergeleitet werden, kann kennzeichenrechtliche Unterscheidungskraft von Haus aus indes nur zugesprochen werden, wenn er geeignet ist, bei der Verwendung im Verkehr ohne weiteres als Name des Unternehmens zu wirken (…vgl. statt vieler: BGH, a.a.O. "COTTON LINE" sowie BGH GRUR 1988, 319, 320 = WRP 1986, 671 "VIDEO-RENT"; BGH GRUR 1991, 556, 557 = WRP 1991, 482 "Leasing Partner"; BGH GRUR 1992, 550, 551 = WRP 1992, 478 "ac-pharma").
Insofern unterliegen der Verwechslungsgefahr im klanglichen Sinne durchgängig alle Verkehrskreise (BGH GRUR 1992, 550, 551 - ac-pharma).
Wesentlich ist vielmehr, ob der Bestandteil zum Zeitpunkt der Ingebrauchnahme des vollen Firmennamens (vgl. hierzu BGH GRUR 1992, 550 - ac-pharma) geeignet war, als Herkunftshinweis zu dienen, und ob dies auch noch beim ersten Aufeinandertreffen der konkurrierenden Zeichen der Fall gewesen ist.
BPatG, 12.12.2006 - 33 W (pat) 160/04
BPatG, 23.10.2006 - 30 W (pat) 197/04
BPatG, 21.02.2002 - 25 W (pat) 63/01
BPatG, 26.11.2003 - 27 W (pat) 115/02

References: § 5
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 § 16
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