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Timestamp: 2016-10-22 13:41:44+00:00

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8C_715/2010 (02.12.2010)
8C_715/2010
Der 1969 geborene B.________ war seit dem Jahr 1993 als Maschinist f�r die H.________ GmbH t�tig und in dieser Eigenschaft bei der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (SUVA) gegen die Folgen von Unf�llen versichert. Am 23. M�rz 2007 erlitt er als Beifahrer im Auto seines Vorgesetzten einen Auffahrunfall. Dabei zog er sich gem�ss Bericht des Dr. med. S.________, Facharzt Allgemeine Medizin FMH, vom 24. April 2007 eine HWS-Distorsion zu. Die SUVA kam f�r die Heilbehandlung auf und richtete Taggelder aus. Mit Verf�gung vom 5. September 2008 stellte die SUVA ihre Leistungen mangels organisch nachweisbarer Unfallfolgen bei fehlender Unfallkausalit�t psychisch bedingter Beeintr�chtigungen auf den 9. September 2008 hin ein, was sie mit Einspracheentscheid vom 11. November 2009 best�tigte.
Das Versicherungsgericht des Kantons Aargau wies die dagegen erhobene Beschwerde ab (Entscheid vom 9. Juni 2010).
B.________ l�sst Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten f�hren und beantragen, es seien ihm r�ckwirkend ab 1. Oktober 2009 Taggeldleistungen gem�ss den gesetzlichen Vorschriften zuzusprechen; eventuell sei auf Kosten der SUVA eine neutrale �rztliche Begutachtung anzuordnen. Ferner wird um Gew�hrung der unentgeltlichen Prozessf�hrung und Verbeist�ndung ersucht.
Mit Verf�gung vom 22. Oktober 2010 hat das Bundesgericht das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege wegen Aussichtslosigkeit der Beschwerde abgewiesen und B.________ zur Bezahlung eines Kostenvorschusses aufgefordert. Der Kostenvorschuss ist fristgerecht eingegangen.
Streitig und zu pr�fen ist, ob dem Beschwerdef�hrer aufgrund des am 23. M�rz 2007 erlittenen Unfalls �ber den 9. September 2008 hinaus ein Anspruch auf Leistungen der Unfallversicherung zusteht.
Die Vorinstanz hat sich mit der vorhandenen umfangreichen medizinischen Dokumentation eingehend befasst und daraus in nicht zu beanstandender Weise ihre Schl�sse gezogen. Dies betrifft sowohl die nach dem erlittenen Unfall diagnostizierte HWS-Distorsion als auch die geltend gemachten persistierenden Schmerzen. Von weiteren Erhebungen sind keine entscheidrelevanten neuen Aufschl�sse zu erwarten, weshalb keine Notwendigkeit f�r die vom Beschwerdef�hrer eventualiter beantragte �rztliche Begutachtung besteht (antizipierte Beweisw�rdigung; BGE 134 I 140 E. 5.3 S. 148; 124 V 90 E. 4b S. 94). Es sind keine hinreichend erstellten Anhaltspunkte f�r anhaltende, organisch objektiv nachweisbare Unfallfolgen vorhanden, welche die Restbeschwerden (mit Auswirkung auf die Arbeitsf�higkeit) zu erkl�ren verm�chten. Offen gelassen wurde im angefochtenen Gerichtsentscheid, ob zwischen den anhaltend geklagten Gesundheitsbeschwerden und dem Unfall ein nat�rlicher Kausalzusammenhang besteht. Weitere Abkl�rungen dazu k�nnen tats�chlich unterbleiben, weil ein ad�quater Kausalzusammenhang zwischen dem Ereignis und diesen Leiden zu verneinen ist (vgl. E. 5.3 hiernach; zur Zul�ssigkeit dieser Vorgehensweise: BGE 135 V 465 E. 5.1 S. 472).
5.1 Liegen keine organisch objektivierbaren Unfallfolgen vor, l�sst sich der ad�quate Kausalzusammenhang zwischen den Beschwerden und dem Unfall vom 23. M�rz 2007 nicht ohne besondere Pr�fung bejahen (BGE 134 V 109 E. 2.1 S. 112). Die Vorinstanz ist im Rahmen der Ad�quanzpr�fung nach der bei Schleudertraumen und �quivalenten Verletzungen oder Sch�del-Hirntraumen massgebenden Methode, wie sie in BGE 117 V 359 entwickelt und in BGE 134 V 109 pr�zisiert worden ist, vorgegangen und zum Ergebnis gelangt, dass keines der f�r eine Bejahung der Ad�quanz erforderlichen Kriterien erf�llt sei.
5.2 F�r die Ad�quanzbeurteilung ist an das (objektiv erfassbare) Unfallereignis anzukn�pfen, wobei zwischen banalen bzw. leichten Unf�llen einerseits, schweren Unf�llen anderseits und schliesslich dem dazwischen liegenden mittleren Bereich unterschieden wird (BGE 134 V 109 E. 10.1 S. 126). Massgebend f�r die Beurteilung der Unfallschwere ist der augenf�llige Geschehensablauf mit den sich dabei entwickelnden Kr�ften (BGE 134 V 109 E. 10.1 S. 126; SVR 2008 UV Nr. 8 S. 26, U 2/07; SZS 2008 S. 183, U 503/05).
5.2.1 �ber den Hergang des Unfalls vom 23. M�rz 2007 ist den Akten zu entnehmen, dass der Beschwerdef�hrer als Beifahrer im Personenwagen der Marke Mercedes Benz im stockenden Kolonnenverkehr unterwegs war, als die nachfolgende Fahrerin im Personenwagen der Marke Toyota Avensis ins Heck des Mercedes fuhr. Das unfallanalytische Kurzgutachten des Ing. HTL W.________ vom 10. September 2007 ergab f�r den Mercedes eine kollisionsbedingte Geschwindigkeits�nderung (Delta-v) zwischen 5,8 und 8,6 km/h.
5.2.2 Auffahrkollisionen auf ein (haltendes) Fahrzeug werden in der Regel als mittelschwerer Unfall im Grenzbereich zu den leichten Unf�llen betrachtet (RKUV 2005 Nr. U 549 S. 236, U 380/04). In einzelnen F�llen hat das h�chste Gericht einen leichten Unfall angenommen, so insbesondere bei einer niedrigen kollisionsbedingten Geschwindigkeitsver�nderung (Delta-v unter 10 [bis 15] km/h) und zus�tzlich weitgehendem Fehlen von unmittelbar im Anschluss an den Unfall auftretenden Beschwerden (SVR 2010 UV Nr. 10 S. 40, 8C_626/2009). Vorliegend ist der Unfall vom 23. M�rz 2007 aufgrund der Gegebenheiten mit der SUVA und der Vorinstanz wohl eher den leichten Ereignissen zuzuordnen. Entgegen der Auffassung des Beschwerdef�hrers scheidet mit Blick auf die durch die Rechtsprechung entwickelten Massst�be (vgl. die Zusammenstellung im Urteil U 515/06 vom 9. August 2007, E. 4.2.3, und die in SZS 45/2001 S. 431 ff. erw�hnte Rechtsprechung; ferner RKUV 2005 Nr. U 548 S. 228, U 306/04, und 1999 Nr. U 330 S. 122, U 124/98) eine Einordnung im mittelschweren Bereich im engeren Sinn klarerweise aus. Es ist dem kantonalen Gericht beizupflichten, dass die Frage, ob allenfalls von einem mittelschweren Unfall im Grenzbereich zu den leichten Ereignissen auszugehen ist (auch mit dem Hinweis darauf, dass es die aktuellere Rechtsprechung infolge der stets mit unsicheren Faktoren behafteten Ermittlung der tats�chlichen Geschwindigkeitsver�nderung ablehnt, einen Grenzwert f�r die Bejahung der Ad�quanz einzuf�hren [BGE 134 V 109 E. 8.3 S. 121; Urteil 8C_138/2009 vom 23. Juni 2009 E. 4.3.10]), offenbleiben kann, da die Ad�quanz des Kausalzusammenhangs selbst dann zu verneinen ist, wenn diese Frage bejaht w�rde, wie sich anhand der Beurteilung der relevanten Ad�quanzkriterien ergibt.
5.3 Von den massgeblichen Kriterien (vgl. BGE 134 V 109 E. 10.3 S. 130) m�ssten bei Annahme eines mittelschweren Unfalls im Grenzbereich zu den leichten Ereignissen f�r die Bejahung des ad�quaten Kausalzusammenhanges entweder ein einzelnes in besonders ausgepr�gter Weise oder aber mehrere in geh�ufter oder auffallender Weise gegeben sein (BGE 134 V 109 E. 10.1 S. 126 f.; 117 V 359 E. 6 S. 367 f.).
Der Beschwerdef�hrer vertritt die Auffassung, die Ad�quanz sei zu bejahen, weil - wie er lediglich sinngem�ss und ohne weitere Begr�ndung geltend macht - die Kriterien der erheblichen Beschwerden, der fortgesetzt spezifischen, belastenden �rztlichen Behandlung, des schwierigen Heilungsverlauf und der erheblichen Komplikationen sowie der erheblichen Arbeitsunf�higkeit trotz ausgewiesener Anstrengungen erf�llt seien.
5.3.1 Das Kriterium der fortgesetzt spezifischen, belastenden �rztlichen Behandlung (BGE 134 V 109 E. 10.2.3 S. 128; fr�her: ungew�hnlich lange Dauer der �rztlichen Behandlung) ist entgegen der Ansicht des Versicherten zu verneinen, weil die �rztliche Behandlung nicht kontinuierlich und mit einer gewissen Planm�ssigkeit auf eine Verbesserung des Gesundheitszustandes ausgerichtet war. Es kann nicht von einer ununterbrochenen, bis zur Leistungseinstellung konsequent fortgef�hrten Behandlungsfolge ausgegangen werden. Im Rahmen einer Gesamtbetrachtung ist namentlich keine erhebliche, sich allein aus dem Umstand der �rztlichen Massnahmen ergebende zus�tzliche Mehrbelastung erkennbar.
Auf einen schwierigen Heilungsverlauf und erhebliche Komplikationen (BGE 134 V 109 E. 10.2.6 S. 129) kann nicht bereits aus der Dauer der �rztlichen Behandlung und der geklagten Beschwerden geschlossen werden. Es bedarf dazu besonderer Gr�nde, welche die Heilung beeintr�chtigt haben (SVR 2007 UV Nr. 25 S. 81 E. 8.5, U 479/05). Solche Gr�nde sind hier nicht gegeben.
5.3.2 Einzig fraglich ist, ob allenfalls die Kriterien der erheblichen Beschwerden (BGE 134 V 109 E. 10.2.4 S. 128) und der erheblichen Arbeitsunf�higkeit trotz ausgewiesener Anstrengungen (BGE 134 V 109 E. 10.2.7 S. 129 f.) als erf�llt betrachtet werden k�nnen. Die Frage muss indes nicht abschliessend gekl�rt werden. F�r das Vorliegen weiterer Ad�quanzkriterien bestehen n�mlich keinerlei Anhaltspunkte. Der Beschwerdef�hrer f�hrt nicht an, welche Kriterien seines Erachtens allenfalls auch noch gegeben sein k�nnten, so dass sich Weiterungen dazu er�brigen (E. 1.1 hiervor). Selbst wenn ihm somit erhebliche Beschwerden und eine erhebliche Arbeitsunf�higkeit trotz ausgewiesener Anstrengungen zugebilligt werden k�nnten, w�ren lediglich zwei der insgesamt sieben relevanten Kriterien - und dies jedenfalls nicht in ausgepr�gtem Masse - erf�llt. Dies gen�gt beim gegebenen Schweregrad des Unfalls nicht f�r die Bejahung der Ad�quanz (vgl. in Pl�doyer 2/2010 S. 53 zusammengefasstes Urteil 8C_897/2009 vom 29. Januar 2010 E. 4.5 mit Hinweisen). Waren die �ber den 9. September 2008 hinaus geklagten Beschwerden nicht mehr ad�quat kausal durch das Unfallereignis vom 23. M�rz 2007 verursacht, so hat die Vorinstanz eine weitere Leistungspflicht des Unfallversicherers zu Recht verneint.
Da die Beschwerde offensichtlich unbegr�ndet ist, wird sie im vereinfachten Verfahren nach Art. 109 Abs. 2 lit. a BGG ohne Durchf�hrung eines Schriftenwechsels erledigt.

References: BGE 
 BGE 
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 Art. 109