Source: http://komitee-rehrlplatz.com/unesco/
Timestamp: 2019-07-18 17:58:13+00:00

Document:
UNESCO | Komitee Rehrlplatz
Stellungnahme des Komitees für eine verträgliche Bebauung des Dr. Franz Rehrl Platzes
Betreff: World Heritage Liste Nr. 784 Salzburg October 1996
This Property is inscribed on the World Heritage List on the basis of criteria ii, iv, vi
Criterion (iv): “Salzburg is an exceptionally important example of a European ecclesiastical city-state which preserves to a remarkable degree its dramatic townscape, its historically significant urban fabric, and a large number of outstanding ecclesiastical and secular buildings from several centuries.”
Stellungnahme des Komitees für eine verträgliche Bebauung des Dr. Franz Rehrl Platzes für die UNESCO Advisory Mission, am 2. April 2013
Das Komitee für eine verträgliche Bebauung des Dr. Franz Rehrl Platzes – in der Folge Komitee-Rehrlplatz – dankt für die Einladung, anlässlich der UNESCO Advisory Mission eine Stellungnahme abzugeben. Das Komitee koordiniert acht eigenständige Initiativen gegen das geplante Projekt, spricht aber hier nur für sich. Weitergehende Informationen unter www.komitee-rehrlplatz.com
Die Grundstücke der AH-ProjektentwicklungsGmbH im Eigentum von Cassco liegen am Dr. Franz Rehrl Platz (auch Rehrlplatz) innerhalb der Altstadt-Schutzzone I / Welterbegebiet an einer für das gesamte Stadtbild Salzburgs besonders sensiblen Stelle, die durch das geplante Projekt massiv Schaden nehmen würde.
Im Norden wird das Areal durch die Arenberg-Straße begrenzt, die seit der Römerzeit auf Terrassen angelegte, ehemals wichtigste Einfahrtsstraße vom Nordosten. Westlich davon liegt die Villa Neustein mit einem Baugrund, der Parzelle 1974/1. Vom Süden, der Nonntaler Brücke kommend, eröffnet sich von einer Verkehrsfläche aus der erste Blick auf die Häuser der Arenberg-Straße. Im Osten liegt das bereits außerhalb der Schutzzone 1 befindliche Unfallkrankenhaus sowie – innerhalb der Schutzzone – das Haus Arenberg-Straße 2a.
Das architektonische Ausgepräge der Salzburger Altstadt und die Wahrnehmug der einzigartigen Topographie des Welterbes mit Fluss und Stadtbergen und deren Wahrnehmung sind von herausragender, einzigartiger Bedeutung. Dieser außergewöhnliche universelle Wert ist nicht verhandelbar.
In zahlreichen Entscheidungen z.B. 34 COM 8E B.2 zu Salzburg beschreibt die UNESCO die Verwundbarkeit des Welterbes durch überdimensionierte Bauten.
Eine neue systematische Zerstörungswelle zeigt, dass die Stadt bis heute kein Mittel gefunden hat oder finden will, das Welterbe ausreichend zu schützen. Das kann am Beispiel Rehrlplatz eindrücklich dargelegt werden.
Der Salzburger Stadtrat für Planung hat ohne die gesetzlich zwingend vorgeschriebenen eingehenden Strukturuntersuchungen den Projektbetreibern eine Baumassenzahl (BMZ) von 5,0 in Aussicht gestellt und in altstadterhaltungsgesetzwidrigem Abgehen von der Absichts-Kundmachung den aufgelegtenBebauungsplanentwurf plötzlich von Seiten des Unfallkrankenhauses (UKH) her definiert. Diese Festlegung istwillkürlich und erstreckt sich über zwei völlig unterschiedliche Areale – das eine innerhalb der Schutztone I / Welterbezone, das andere außerhalb. Das UKH war von 1953 bis 1969 ein Schwarzbau. Die 1967 errichtete Schutzzone I wurde daher um dieses maßstabsprengende Gebäude gelegt. Deshalb hätte der Bebauungsplan nur innerhalb der Welterbezone auf Grundstücke mit demselben Welterbe-Schutz unter Beachtung des gesetzlich verankerten Einfügungsgebots des § 5 AStEG aufgelegt werden dürfen. Das Gegenteil war der Fall: Das Plangebiet „Aigen-Parsch 10/G2“ wurde zwischen 16.01.2012 und 11.10.2012 dergestalt verändert, dass nur mehr das UKH als Bezug dient. ICOMOS hat in seiner Stellungnahme in Punkt 3 vom März 2012jedoch eindeutig gefordert, dass beide gleich großen Baugründe in der Welterbezone einer gemeinsamen Sicht bedürfen. (Beilage 1, Bebauungsplan-Gebietsänderung)
Bis auf ein Historiker-Gutachten machte die Stadt keine weiteren städtebaulichen Vorgaben. Damit wurde es dem Bauträger überlassen, sich im Verlauf eines von ihm ausgeschriebenen Architekturwettbewerbs seine Rahmenbedingungen im Bezug auf Höhe, Geschoßanzahl oder Volumen selbst festzulegen. Dergestaltentsprach die Stadt dem Einzelinteresse eines Bauwerbers, nicht jedoch dem Welterbe-Schutzgedanken.
Diesen Architekturwettbewerb hat, von Cassco bezahlt, derjenige Architekt in Personalunion betreut, der gleichzeitig als freier Mitarbeiter die gewichtigsten Planungsvisiten der Stadt durchführt (Beilage 2, Unvereinbarkeit)
Im Ergebnis wurde das Preisträgerprojekt nicht einmal den unabdingbaren Minimalerfordernissen des städtischen Kunsthistoriker-Gutachtens gerecht. Dort ist gefordert, dass der schweifende Blick der Passanten von der Arenbergstraße aus auf Festung, Nonnberg und Untersberg sowie vom Nonntaler Brückenkopf aus auf die gesamte Abwicklung der Arenberg-Straße ungestört erhalten bleiben muss. Selbst der im Bebauungsplan etwas modifizierte Baukomplex würde diese Blickbeziehungen total verstellen (Beilage 3, Auszug aus Gutachten von SR Dr. Wilfried Schaber)
Die Mehrheit der zur Unabhängigkeit, Objektivität und Ehrenamtlichkeit verpflichtetenSachverständigenkommission für die Altstadterhaltung (SVK) nach Altstadterhaltungsgesetz (AStEG), also des offiziellen Gremiums für die Beurteilung, ob ein Bauwerk sich harmonisch in das charakteristische Gepräge der Weltkulturerbestadt und seine Umgebung einfügt oder nicht, saß davor in der Jury des vom Bauträgerdurchgeführten Architekturwettbewerbs und wurde von diesem auch bezahlt. (Beilage 4, Pressemeldungen)
In der darauffolgenden offiziellen SVK-Sitzung lehnte der Vertreter des Denkmalamts diesen Bebauungsplanentwurf wegen seiner Überdimensionierung vehement ab. Es kam daher lediglich zu einer mehrstimmigen Entscheidung durch jene SVK-Mitglieder, die vorher schon in der vom Bauträger bezahlten Wettbewerbsjury für das Siegerprojekt mit BMZ 6,41 (vgl. UKH BMZ 5,0) gestimmt hatten. Dieses Vorgehen wird derzeit von der Staatsanwaltschaft wegen Verdachts des Amtsmissbrauchs untersucht.
Der Amtsbericht der Stadt Salzburg Zahl: 05/03/22296/2012/055 vom 11.10.2012 zitiert auf Seite 2 das Juryprotokoll. „Der Verfasser reagiert …..auf….Großform des Krankenhauses“. Bereits in seinerStellungnahme vom März 2012 hat ICOMOS unter Punkt 1 festgestellt: „Die bauliche Struktur und Höhenentwicklung des UKH kann nicht als Maßstab für die Bebauung des Planungsareals herangezogen werden. Das UKH ist als Sonderbau bzw. Solitär zu betrachten.“ (Beilage 5, Auszug Amtsbericht)
Zwanzig Einwendungen gegen das Projekt wurden von Seiten der Stadt im Amtsbericht Zahl: 05/03/22296/2012/055 vom 11.10.2012 in verkürzter Form dargestellt und behandelt. Die im SOC Report 2009 geforderte Verbesserung der Kommunikation mit lokalen Gruppen und Bürgerinitiativen wurde dabei nicht erreicht. Beispielsweise wurde auf die detaillierte Einwendung ON 35 weder fachlich noch sachlich korrekt eingegangen und diese daher nicht beantwortet. (Beilage 6, Auszug Amtsbericht, Einwendung ON 35)
Auch die fundierte Einwendung von ICOMOS wurde darin unter ON 45 angeführt und vorerst aufgrund der fachlichen Beurteilung der MA 5/03 nicht berücksichtigt. Damit hat die Stadt Salzburg und in weiterer Folge die State Party gegen Decisions 28 COM 15B.81 Abs. 2, 29 COM 7B.72 Abs. 4, 33 COM 7B.88 und Decision 35 COM 7B.83 Abs. 5 und 6 verstoßen.
Die Einwendungen ON 6 und ON 29, in denen die Salzburger Landesumwelt-anwaltschaft eineUmweltverträglichkeitsprüfung (Environmental Impact Analysis) fordert, wurden von der Stadt Salzburgabgelehnt, obwohl deren Beamte die Decision 33 COM 7B.88 hätten anwenden müssen, die gerade eine solche bei größeren Projekten vorschreibt. Das Cassco-Projekt am Rehrlplatz ist das bei weitem größte Neubauvorhaben seit Einrichtung der Schutzzone durch das Altstadterhaltungsgesetz 1967.
Die Beilage „Außergewöhnlichen Universellen Wert missachtet“ zeigt, dass die Stadt Salzburg stets dieInteressen eines einzelnen Bauträgers über das Interesse der internationalen Gemeinschaft gestellt hat. (Beilage 7, OUV)
Einfluss des Projekts auf die Attribute des Außergewöhnlichen Universellen Werts (OUV) von Salzburg
„Unverträglichkeit im Bezug auf Dichte, Höhen, Volumen (Beilage 8, „Grundlagen der Stadtentwicklung aus Bürgerschaftlicher Sicht“)
Überdimensionierung: Länge des Salzburger Doms, Relative Traufenhöhe 19,90 im Vergleich zu ca. 12m bei den Kaivillen. Der Bauwerber bzw. dessen Architekt verwechselt die Firsthöhe der umliegenden Gebäude mit der obersten Gesims- oder Traufenhöhe seines Projekts.
Missachtung des Wiener Memorandums, wonach sich Neubauten dem geschützten Ensemble unterzuordnen haben – und nicht hinsichtlich Größe und Volumen überragen dürfen.
Überzogenheit: Luxuswohnungen, 3.290 m² Geschäfte/ Einkaufszentrum, Büros und Arztpraxen. Überdimensionierte Kubatur verdeckt wichtige Teile des Welterbes. Die Authentizität dieses Bereichs und seine visuelle Integrität sind dadurch schwerstens beeinträchtigt.
Gestaltungs-Fragwürdigkeit: Massive, kubische Gestaltung ohne Bezug zur historischen Umgebung. Fenstergrößen fügen sich nicht ein. Keine respektvolle Architektur, die sich mit der Umgebung bestens ergänzt.
Das Projekt nimmt Bezug auf den weitaus dichter verbauten Inneren Stein. Gemäß § 5 AStEG muss es sich harmonisch in den Bereich Kaivillen, Neustein und Arenberg-Straße mit deren Grünanteil einfügen. Der Spirit of Place, Genius Loci besteht aus einem intensiven Zusammenwirken von Grünflächen und Bauten. Es geht um die historische Stadtlandschaft der Umgebung mit ihren Anteilen an historischen Grünflächen. Das Projekt weist im Vergleich dazu kaum Grünflächen auf, bzw. schließt für seine Rechtfertigung stets auch die Freihaltezone für die Bergeinfahrt mit ein.
(Beilage 9, Auszug aus Amtsbericht, „Grundlagen der Stadtentwicklung.“)
Das Projekt wird vom UKH als Bezugspunkt aus definiert und nicht von innerhalb der Schutzzone I Es fügt sich nicht in seine Umgebung innerhalb der Welterbezone ein, sondern sticht als einziges Gebäude der Umgebung mit kahlen, glatten Wandflächen heraus, mit 87 facher Fenstergröße im Vergleich zu den umliegenden Gebäuden. (Beilage 10, IMPACT, Grundlagen der Stadtentwicklung.“)
Falls das Projekt so umgesetzt würde, ginge davon ein massiv störender Einfluss auf das gesamte Welterbe aus. Der Eintritt in die Kernzone würde mit einem Neubau erfolgen, der sich in keiner Weise dem historischen Ensemble unterordnet, vielmehr dem Welterbe vollkommen entgegengesetzte architektonische Handschrift praktiziert und sich dem Welterbe zum Kontrast als massives Statement formuliert.
Empfehlungen des Komitees für eine verträgliche Bebauung des Dr. Franz Rehrl Platzes:
Für die wenigen verbleibenden Baugründe innerhalb der Schutzzone I ist allesamt ein aufgrund eingehender Strukturuntersuchungen gemäß dem Muster der Bürgerinitiative „Schützt Salzburgs Lebensräume“ vorgelegten Modellstudie „Äußerer Stein: Grundlagen der Stadtentwicklung aus bürgerschaftlicher Sicht“ verbindlicher Bebauungsplan festzulegen und das bevor der Rehrlplatz weiter verhandelt und geplant wird. Das ergibt sich aus dem erhöhten Schutzinteresse der Schutzzone I / Welterbezone.
Architekturwettbewerbe können in einer konkreten Situation helfen, die baulichen Möglichkeiten auszuloten, dürfen jedoch nicht anstelle von stadtplanerisch regulär erarbeiteten Bebauungsplänen zwingend vorgeschrieben werden.
SVK Mitglieder dürfen keinesfalls in der Jury eines Bauträgers tätig werden. WichtigeEntscheidungen ab einer noch zu bestimmenden Größenordnung und insbesondere bei Neubauten sollten in der SVK nur im Plenum, also mit allen Mitgliedern und Ersatzmitgliedern gefällt werden.
Das derzeit rudimentär agierende Welterbe-Management soll aus der Weisungsgebundenheit des Planungsressorts ausgegliedert und eigenständig in einem Welterbe-Zentrum positioniert werden.Dorthin gehört auch die Befassung mit dem B i l d u n g s a u f t r a g, den die UNESCO als unverzichtbar einstuft.
Der Managementplan 2008 muss überarbeitet werden. Die Anwendung des zentralen § 5 AStEG, also des Einfügungsgebotes, muss darin aufgenommen werden! Das Interesse der Internationalen Gemeinschaft an den Outstanding Universal Values muss darin stärker verankert werden.
Das Projekt Rehrlplatz ist mehrfach überdimensioniert und mit so vielen Fehlern behaftet, dass der gesamte, bisher völlig verunglückte Planungsprozess zurück an den Start verwiesen werden muss.
Letzte Zweifel können nur mit einer Baumaske ausgeräumt werden. Diese muss -so wie in der Schweiz bereits lange praktiziert- für die Schutzzone I zum Standard werden.
Das Komitee Rehrlplatz empfiehlt auf Basis der durch die Aktion Rettet Salzburg in Beratung mit em. o. Prof. Dr.-Ing. Peter Breitling erstellten Städtebaulichen Analyse folgende Kennzahlen für den nach Abzug der Freihaltungsfläche für die Kapuzinerberggarage noch verbleibenden Bauplatz von ca. 3.500 m² (also nicht 5.654 m²)Geschoßzahl II, III
Traufenhöhe bis 12 m
GFZ ca. 0,75
GRZ ca. 0,25sowie Anlehnung der neu zu planenden Baukörper an die Struktur der Kai-Villen mit ausreichend Grünfläche in Richtung Arenbergstraße und Parzelle 1974/1.
Die UNESCO möge prüfen, ob nicht auf Basis der zahlreichen oben beschriebenen massiven Ungereimtheiten in Salzburg die Gefahr der möglichen Aberkennung des Welterbe-Status in Aussicht gestellt werden muss. Der Bürgermeister der Stadt Salzburg hat bereits angekündigt, das umstrittene Projekt für den Fall freizugeben, dass die UNESCO nicht die Aberkennung in den Raum stellt.
Das Komitee Rehrlplatz ersucht, diese Stellungnahme, sowie die Stellungnahmen der einzelnen Mitglieds-Organisation mit den daraus resultierenden Empfehlungen in den Bericht an die UNESCO einfließen zu lassen (Beilage 11, Stellungnahmen der Mitgliedsorganisationen).
Bei Rückfragen oder für weitere Informationen steht das Komitee-Rehrlplatz unter office(at)komitee-rehrlplatz(dot)com oder +43 664 2 85 86 87 jederzeit gerne zur Verfügung. Die Unterlagen sind aufwww.komitee-rehrlplatz.com , Rubrik UNESCO abrufbar.
Der Status des Weltkulturerbes in Salzburg darf unter keinen Umständen in Frage gestellt werden. Alle derartigen Bedrohungen sind durch klare und rechtzeitige Gegenmaßnahmen zu verhindern.
Salzburg, am 2. April 2013
Objet : Salzbourg Numéro 784 sur la liste du patrimoine mondial, octobre 1996
Ce site est inscrit sur la liste du patrimoine mondial sur la base des critères ii, iv, vi.
Critère (iv): «Salzbourg est un exemple particulièrement important d’une ville-état ecclésiastique européenne qui préserve de façon remarquable son paysage urbain exceptionnel, ses édifices urbains de grande importance historique, et un grand nombre de bâtiments ecclésiastiques et séculaires exceptionnels datant de plusieurs siècles.»
Point de vue du Comité en faveur d’une construction compatible avec la Dr. Franz Rehrl Platz, adressé à la mission consultative de l’UNESCO du 2 avril 2013
Le Comité en faveur d’une construction compatible avec la Dr. Franz Rehrl Platz, dénommé par la suite Comité Rehrlplatz, vous remercie de pouvoir donner son point de vue à l’occasion de la mission consultative de l’UNESCO. Le Comité coordonne six Comités autonomes d’action et de défense contre le projet prévu mais ne parle ici que pour lui. Vous trouverez des informations complémentaires sur www.komitee-rehrlplatz.com
Les terrains de la société AH-ProjektentwicklungsGmbH , qui appartient à Cassco, se trouvent Dr. Franz Rehrl-Platz (Rehrlplatz) à l’intérieur de la zone de protection ? de la vieille ville / domaine du patrimoine mondial, à un endroit particulièrement sensible pour l’ensemble du paysage urbain de Salzbourg; ce projet de construction prévu y engendrerait une énorme détérioration.
Au nord, le terrain est limité par la Arenbergstraße, qui était autrefois la voie d’accès la plus importante en provenance du nord-est et qui est aménagée en terrasses depuis l’époque romaine. A l’ouest de ce terrain se trouve la Villa Neustein avec un terrain constructible, parcelle 1974/1. Du sud, en venant du pont Nonntaler-Brücke, s’ouvre la première vue sur les maisons de l’Arenberg-Straße, à partir d’une aire réservée à la circulation. A l’est, il y a l’hôpital Unfallkrankenhaus (UKH) qui se trouve déjà en dehors de la zone de protection ?, ainsi que la maison 2a Arenberg-Straße, qui elle, est à l’intérieur de la zone de protection.
Le côté architectonique très marqué de la vieille ville de Salzbourg et la perception de la topographie unique en son genre du patrimoine mondial, avec un fleuve et des montagnes en plein centre-ville, sont d’une importance remarquable et sans pareille. Cette valeur universelle extraordinaire n’est pas négociable.
Dans de nombreux verdicts, par exemple 34 CM 8E B.2 concernant Salzbourg, l’UNESCO décrit la vulnérabilité du patrimoine mondial due à des constructions surdimensionnées.
Une nouvelle vague de destruction systématique montre que la ville, à ce jour, n’a pas trouvé ou ne veut pas trouver de moyens pour protéger suffisamment le patrimoine mondial. Ceci peut être démontré de façon saisissante avec l’exemple de la Rehrlplatz.
Sans faire les études structurales détaillées, obligatoirement imposées par la loi, le conseil municipal de Salzbourg pour la planification urbaine a laissé entrevoir à l’organisateur du projet un index cubique de 5,0 et contrairement à la publication d’intention, ce qui est en contradiction avec la loi pour la sauvegarde de la vieille ville, il a subitement défini le projet publié de plan d’occupation des sols du côté de l’hôpital (UKH). Cettefixation est arbitraire et s’étend sur deux terrains complètement différents, le premier à l’intérieur de la zone de protection ? / zone du patrimoine mondial, et le second à l’extérieur de cette zone. L’hôpital (UKH) était de 1953 à 1969 une construction sans permis légal. La zone de protection ? instaurée en 1967, a donc été établie autour de ce bâtiment qui n’est pas à l’échelle. C’est pourquoi le plan d’occupation des sols à l’intérieur de la zone du patrimoine mondial n’aurait dû être établi que pour des terrains étant soumis à la même protection du patrimoine mondial, tout en tenant compte du principe impératif d’intégration, inscrit au § 5 de la loi pour la sauvegarde de la vieille ville (AStEG). Il s’est passé exactement le contraire: la zone «Aigen-Parsch 10/G2» a été tellement modifiée entre le 16.01.2012 et le 11.10.2012 que désormais l’hôpital UKH sert de référence. Dans sa prise de position de mars 2012, au point 3, ICOMOS a pourtant exigé clairement que les deux terrains constructibles qui sont de même taille (parcelle 1974/1 et parcelle 1977/3 avec parcelle 1979/4) dans la zone du patrimoine mondial soient soumis à une vue commune. (Annexe 1, modification territoriale du plan d’occupation des sols).
A l’exception d’une expertise d’historien, la ville n’a fait aucun autre cahier des charges concernant la construction urbaine. C’est ainsi qu’il a été laissé au promoteur-constructeur de fixer lui-même ses conditions générales préalables concernant la hauteur, le nombre d’étages ou le volume au cours d’un concours d’architecture lancé par lui. Ainsi la ville satisfait à l’intérêt particulier d’un promoteur, et non à l’idée de sauvegarde du patrimoine mondial.
L’architecte, payé par Cassco, a à la fois assuré le suivi de ce concours d’architec-ture, et, étant en même temps collaborateur indépendant, a fait les visites de planification les plus importantes de la ville (Annexe 2, incompatibilité).
Au bout du compte, le projet du lauréat ne satisfaisait même pas aux exigences minimales absolument nécessaires de l’expertise de l’historien de l’art de la ville. Il y était exigé que les passants se trouvant Arenberg-Straße puissent continuer de regarder la forteresse, le couvent de Nonnberg et l’ Untersberg sans être dérangés, de même lorsqu’on se trouve au bout du pont de Nonntal, on doit voir la totalité de l’Arenberg-Straße. Même le complexe architectural, qui a été quelque peu modifié dans le plan d’occupation des sols,condamnerait complètement cette vue (Annexe 3, extrait de l’expertise de SR Dr. Wilfried Schaber).
La majorité de la commission d’experts pour la sauvegarde de la vieille ville (SVK) qui, selon la loi pour la sauvegarde de la vieille ville (AStEG), sont obligés d’être indépendants, objectifs et d’avoir une fonction honorifique, autrement dit la majorité de la commission officielle qui doit juger si un bâtiment s’intègre harmonieusement ou pas dans l’ensemble caractéristique d’une ville du patrimoine culturel mondial et dans son environnement, faisait partie auparavant du jury du concours d’architecture organisé par le promoteur-constructeur et a même été payée par celui-ci. (Annexe 4, article de presse).
Lors de la réunion officielle suivante de la SVK, le représentant du Bureau des Monuments a rejeté avec véhémence ce projet de plan d’occupation des sols en raison de son surdimensionnement. Il y eut donc juste une décision majoritaire de ces membres de la SVK qui avaient déjà voté auparavant, en tant que membres, payés par le promoteur-constructeur, du jury du concours d’architecture, pour le projet gagnant ayant un index cubique de 6,41 (en comparaison index cubique de l’hôpital UKH de 5,0). Cette procédure est actuellement examinée par le Parquet en raison de la suspicion d’abus de pouvoir.
Le rapport public de la ville de Salzbourg, réf. 05/03/22296/2012/055 du 11.10.2012 cite le compte-rendu du jury page 2. «Le rédacteur réagit … à … grande taille de l’hôpital». Déjà dans sa prise de position de mars 2012, ICOMOS a constaté au point 1: «la structure de construction et la hauteur de l’hôpital UKH ne peuvent pas être servir de critère pour la construction de bâtiments dans l’aire du plan d’occupation des sols.L’hôpital UKH doit être considéré comme une construction particulière ou comme un solitaire». (Annexe 5, extrait du rapport public).
Vingt objections contre le projet ont été soulevées et traitées de façon abrégée par la ville dans le rapport municipal réf. 05/03/22296/2012/055 du 11.10.2012. L’amélioration de la communication avec des groupes locaux et des Comités d’action et de défense, exigée en 2009 dans le rapport SOC, n’y a pas été obtenue. Par exemple, l’objection détaillée ON 35 n’a été abordée ni de façon professionnelle, ni de façon objectivement correcte et il n’y a donc pas eu de réponse la concernant. (Annexe 6, extrait du rapport public, objection ON 35).
Même l’objection fondée d’ICOMOS y a été citée sous ON 35 et n’a pour le moment, pas été prise en compte en raison de l’avis professionnel de MA 5/03. Ainsi, la ville de Salzbourg et par la suite la State Party, ont enfreint les décisions 28 COM 15B.81 §. 2, 29 COM 7B.72 §. 4, 33 COM 7B.88 et la décision 35 COM 7B.83 §. 5 et 6.
Les objections ON 6 et ON 29, dans lesquelles le Bureau pour l’environnement régional(Landesumweltanwaltschaft) de Salzbourg exige un examen de tolérance écologique (Environmental Impact Analysis), ont été rejetées par la ville de Salzbourg alors que ses fonctionnaires auraient dû appliquer la décision33 COM 7B.88 qui exige justement un tel examen pour des projets de grande taille. Le projet de Cassco sur la Rehrlplatz est le projet de construction nouvelle de loin le plus grand depuis la mise en place, grâce à la loi pour la sauvegarde de la vieille ville (AStEG) en 1967, de la zone de protection.
Dans l’annexe «valeur universelle extraordinaire passée outre», il est montré que la ville de Salzbourg a constamment fait passer les intérêts d’un seul promoteur-constructeur avant celui de la communauté internationale. (Annexe 7, OUV)
Influence du projet sur les particularités de la valeur universelle extraordinaire (VUE) de Salzbourg
«Incompatibilité concernant la densité, les hauteurs, les volumes» (Annexe 8, «Bases du développement urbain selon le point de vue des citoyens»)
Surdimensionnement: longueur de la cathédrale de Salzbourg, hauteur relative des gouttières de 19,90 comparée à environ 12 m pour les villas du quai. Le demandeur du permis de construire ou son architecte confond la hauteur de faîte des bâtiments alentour avec la hauteur supérieure de la corniche ou des gouttières de son projet.
Non respect du Memorandum de Vienne, selon lequel des bâtiments en construction doivent se subordonner à l’ensemble protégé et ne peuvent pas le surplomber en taille et en volumes.
Exagération: appartements de luxe, 3.290 m² de magasins / centre commercial, bureaux et cabinets médicaux. Cubage surdimensionné cachant des parties importantes du patrimoine mondial. Cela nuit très gravement à l’authenticité de cette zone et à son intégrité visuelle.
Caractère problématique de la conception: conception massive, cubique, sans rapport avec l’environnement historique. La taille des fenêtres ne s’intègre pas. Ce n’est pas une architecture respectueuse complétant parfaitement les environs.
Le projet fait référence à Innere Stein qui est construit de façon bien plus dense. Selon le § 5 AStEG, le projet doit s’intégrer de façon harmonieuse aux villas du quai, à Neustein et à l’Arenberg-Straße et à leurs espaces verts. Le Spirit of Place, Genius Loci, se compose d’un ensemble intense d’espaces verts et de bâtiments. Il s’agit du paysage urbain historique des environs avec sa part d’espaces verts historiques. Le projet, quant à lui, présente peu d’espaces verts ou inclut toujours, pour se justifier, la zone de non stationnement prévue pour l’entrée (du tunnel) dans la montagne. (Annexe 9, extrait du rapport public, «Bases du développement urbain…»)
Le projet prend l’hôpital UKH comme point de référence et ne se définit pas à l’intérieur de la zone de protection. Il ne s’intègre pas aux environs situés dans la zone du patrimoine mondial mais ressort comme seul bâtiment des environs avec des surfaces murales lisses et nues, et avec des fenêtres de une taille bien plus grande que celles des bâtiments l’entourant. (Annexe 10, IMPACT, «Bases du développement urbain…»).
Au cas où le projet serait réalisé tel quel, il en résulterait un impact extrêmement dérangeant sur l’ensemble du patrimoine mondial. L’entrée dans le cœur de la ville se ferait par une construction nouvelle qui ne s’intègre en aucune façon à l’ensemble historique, qui laisse plutôt une signature architectonique complètement contraire au patrimoine mondial et qui, vis-à-vis du patrimoine mondial, se présente comme un contraste flagrant.
Recommandations du Comité en faveur d’une construction compatible avec la Dr. Franz Rehrl Platz :
Pour les quelques terrains à bâtir restants qui sont à l’intérieur de la zone de protection ?, il faut fixer unplan d’occupation des sols obligatoire, basé sur des recherches structurales détaillées qui s’appuient sur l’étude présentée par le Comité d’action et de défense «Protégez les espaces vitaux de Salzbourg» et intitulée «Äußerer Stein: bases du développement urbain vu par les citoyens »; et ce, avant que la Rehrlplatz ne soit sujet à de nouvelles négociations et qu’on ne fasse de nouveaux projets. Cela résulte de l’intérêt accru de protéger la zone de protection ? / zone du patrimoine mondial.
Des concours d’architecture peuvent, dans une situation concrète, aider à analyser les possibilités architectoniques, mais ne doivent toutefois pas être imposés obligatoirement à la place des plans d’occupation des sols élaborés normalement par les urbanistes.
Les membres de la commission d’experts pour la sauvegarde de la vieille ville (SVK) ne doivent en aucun cas faire partie du jury d’un promoteur-constructeur. Des décisions importantes, d’un ordre qu’il reste encore à définir et concernant particulièrement les bâtiments en construction, ne devraient être prises au sein de la SVK qu’en assemblée plénière, c’est-à-dire avec tous les membres et membres suppléants.
Le management du patrimoine mondial, qui agit actuellement de façon rudimentaire, doit êtredétaché de l’obligation de s’en tenir aux instructions du ressort de planification et être positionné de façon autonome dans un centre du patrimoine mondial. C’est aussi là qu’il faut traiter la mission éducative que l’UNESCO considère comme étant indispensable.
Le plan de management du patrimoine mondial 2008 doit être remanié. L’application du § 5 AStEG, donc du principe impératif d’intégration, doit en faire partie! L’intérêt de la Communauté Internationale aux Outstanding Universal Values doit y être fixé plus solidement.
Le projet Rehrl-Platz est plusieurs fois surdimensionné et comporte tant d’erreurs que toute la procédure de planification, qui est jusqu’ici complètement ratée, doit être renvoyée au point de départ.
Les derniers doutes peuvent être supprimés uniquement en simulant sur place la dimension de la construction. Ceci doit devenir standard pour la zone de protection ?, comme c’est courant depuis longtemps en Suisse.
Sur la base de l’analyse urbaine faite par «Sauvez Salzbourg» et sur les conseils de em. O. Prof. Dr.-Ing. Peter Breitling, le Comité Rehrl-Platz recommande, après déduction de la zone qui doit être gardée libre pour le garage du Kapuzinerberg, les indices suivants pour le terrain à bâtir restant d’environ 3.500 m² (et non 5.654 m²)Nombre d’étages ??, ???
Hauteur des gouttières jusqu’à 12 m
Coefficient d’occupation du sol (GFZ) environ 0,75
Rapport plancher-sol (GRZ) environ 0,25
De même que le corps, qui doit être de nouveau planifié, doit être orienté sur la structure des villas du quai avec des espaces verts suffisants en direction de l’Arenbergstraße et de la parcelle 1974/1.
L’UNESCO devrait vérifier si, sur la base des nombreuses incohérences décrites ci-dessus, Salzbourg ne risque pas d’être éventuellement privée de son statut de patrimoine mondial. Le maire de Salzbourg a déjà annoncé qu’il autoriserait le projet controversé au cas où l’UNESCO n’évoquerait pas cette déchéance.
Le Comité Rehrl-Platz demande à faire mentionner ce point de vue, ainsi que les points de vue de chacune des organisations-membres, avec les recommandations qui en résultent, dans le rapport adressé à l’UNESCO. (Annexe 11, points de vue des organisations-membres).
Pour toutes demandes de précisions ou d’informations complémentaires, le Comité Rehrl-Platz est volontiers à votre disposition à tout moment à l’adresse mail office@komitee-rehrlplatz.com ou au numéro de téléphone suivant 0043 664 2 85 86 87. Les documents peuvent être consultés sur www.komitee-rehrlplatz.com, rubrique UNESCO.
Le statut de patrimoine culturel mondial ne doit en aucun cas être mis en cause. Il faut empêcher toutes menaces de ce genre en prenant à temps des contre-mesures claires.
Salzbourg, le 2 avril 2013
Subject: World Heritage List No. 784 Salzburg October 1996
Statement of the Committee for a Sustainable Development of Dr. Franz Rehrl Platz for the UNESCO Advisory Mission, April 02, 2013
The Committee for the Sustainable Development of Dr. Franz Rehrl Platz, hereinafter called “Rehrlplatz Committee”, would like to extend its thanks for the invitation to submit this statement to the UNESCO advisory mission. The Rehrlplatz Committee has coordinated six independent initiatives against the proposed project, but speaks only for itself. Further information is available at www.komitee-rehrlplatz.com.
The plots of the AH-Projektentwicklungs GmbH are the property of Cassco and are located on Dr. Franz Rehrl Platz (or Rehrlplatz) inside the Old Town Protection Zone I / World Heritage Zone, which is aparticularly sensitive location for the complete cityscape of Salzburg, which would be significantly damaged by the proposed project.
To the north, the area is bounded by the Arenbergstraße, which has stood on terraces since Roman times and was formerly the main access road from the northeast. To the west there is the Villa Neustein and a plot numbered 1974/1. Coming from the south across the Nonntal Bridge, the houses on the road Arenbergstraße come immediately into view from the traffic zone. To the East, there is the emergency hospital standing just outside Protection Zone I, and there is a house within the protection zone at Arenbergstraße 2a.
The distinctive architecture of Salzburg’s Old Town and the unique topography of this world heritage city with its river and mountains are of exceptional, unique importance. This outstanding universal value is non-negotiable.
In numerous decisions, e.g. 34 COM 8E B.2 to Salzburg, UNESCO describes the vulnerability of world heritage sites by oversized buildings.
A new systematic wave of destruction shows that the city has to date been unable or unwilling to find sufficient methods for protecting this world heritage. This can be clearly illustrated using Rehrl Platz as an example.
Omitting the detailed structural studies that would have been legally required, the Salzburg City-Council for Planning announced a cubic index (BMZ) of 5.0 to the project operators. In an illegal departure from Old Town Protection the intended announcement all of a sudden defined the issued zoning draft from the side of the emergency hospital (UKH). This assessment is completely arbitrary, and spans two completely different areas – one inside Protection Zone I / World Heritage Zone, and the other outside. The UKH was a construction without approval from 1953 to 1969. Protection Zone I, established in 1967, was therefore defined to exclude this over-sized building.
Therefore, the development plan should have should have been issued only within the World Heritage Zone, in compliance with the statutory insertion rule set out in § 5 AStEG.
The opposite was the case: the planning area “Aigen-Parsch 10/G2″ was changed between 1, 16, 2012 and 10, 11, 2012 so that only the UKH stays to serve as a reference. ICOMOS clearly calls that both building plots (plot 1974/1 and 1977/3 with 1979/4) require a common vision in its opinion made in March 2012 over point 3 in both equal-sized plots in the World Heritage Zone. (Appendix 1, Zoning area change)
The city made no further urban planning requirements other than a historian certificate. Thus it was left in the hands of the developer to set his own height, number of floors and volume requirements in the course of an architectural competition he organized himself. With this approach the city of Salzburg satisfied the individual interests of one developer with no consideration over world heritage protection.
The architect who supervised the architecture competition, paid for by Cassco, worked simultaneously as a freelancer for the city planning board (“Planungsvisite”) making property decisions of considerable importance (Appendix 2, incompatibility)
This resulted in the winning project not even meeting the essential minimum requirements according to the city art historian’s expert opinion. It is required that the wandering gaze of pedestrians on Arenbergstraße maintain an undisturbed view of the Salzburg Fortress, Nonnberg Abbey, and the Untersberg Mt. Pedestrians must also be able to view the houses along the Arenbergstraße from the base of the Nonntal Bridge. This view would be completely obstructed even in the developmental plan of the slightly modified building complex. (Enclosure 3, extract from the report of Dr. Wilfried Schaber)
The Expert Commission for the Old Town Conservation (SVK) is required to maintain independence, objectivity and volunteerism by the Old Town Conservation Act (AStEG). Three members (out of five) of this official body assessing whether or not a building blends harmoniously with the characteristic features of the world heritage city and its surroundings were also previously jury members for the design competition conducted by the developer, and were also paid by him. (Attachment 4, press release)
In the subsequent official SVK meeting, the representative of the Federal Monuments Agency vehemently rejected this draft development plan because of its excessive size. It was then just left to a majority decision by those SVK members, who had previously been paid by the builder in the competition jury, and had voted for the winning project, BMZ 6.41 (cf. BMZ UKH 5.0). The prosecution is currently investigating this action on suspicion of abuse of office.
The official report of the city of Salzburg number: 05/03/22296/2012/055 from 10, 11, 2012 is cited on page 2 of the jury report. “The author reacts to … the large size of the hospital.” ICOMOS has already stated its opinion in point 1on March 2012: “The physical structure and height of the UKH cannot be used as a benchmark for the development of the planning area. The UKH is to be regarded as a special construction or solitary structure. “(Attachment 5, extract office report)
Twenty objections to the project were answered by the City of Salzburg in an official report, number: 05/03/22296/2012/055 on 10, 11, 2012 in abbreviated form and processed. The SOC report from 2009 called for better communication among local and citizens’ groups, however this was not achieved. For example, the detailed objection ON 35 was not properly addressed either substantively or objectively, and therefore was not answered. (Attachment 6, extract Office report, opposition ON 35)
Even the informed objections of ICOMOS stated in ON 45 were not considered due to the professional judgment of MA 5/03. As a consequence the city of Salzburg, and subsequently the State Party have violated Decisions 28 COM 15B.81 paragraphs 2, 29 COM 7B.72 paragraphs 4, 33 COM 7B.88 und Decision 35 COM 7B.83 paragraphs 5 and 6.
The objections ON 6 and ON 29, in which the Salzburg provincial environmental prosecutor’s office requested an Environmental Impact Analysis (EIA), were rejected by the city of Salzburg, although the officials would have had to apply Decision 33 COM 7B.88, which calls upon the State party to ensure that Environmental Impact Assessments are carried out for all large scale projects. The Cassco project on Rehrlplatz is by far the largest building project since the establishment of the protection zone by the Old Town Conservation Act of 1967.
The supplement “Outstanding Universal Value Disregarded” shows that the city of Salzburg has placed theinterests of individual property developers above the interests of the international community. (Attachment 7, OUV)
The Impact of the Project on the Attributes of the Outstanding Universal Value (OUV) of Salzburg
“Incompatibility in terms of density, height, volume (Attachment 8,” Principles of Urban Development from a Citizen’s Point of View”)
Oversized: Length of Salzburg Dom Cathedral, relative eave height of 19.90 m compared to approx. 12 m of the Kai Villas. The developers or their architect confused the ridge height of the surrounding buildings with the top cornice or eave height of this project.
Disregard of the Vienna Memorandum, in which new buildings are subordinate to an adjacent protected group of buildings – and must not extend beyond their size and volume.
Excessiveness: luxury apartments, 3,290 m2 commercial / shopping center, offices and medical practices. Oversized cubature obscures an important part of world heritage. The authenticity of this area and its visual integrity are severely compromised.
Questionable design: massive, cubic design without reference to the historic environment. Window sizes do not match those of its surroundings. This is not respectful architecture which blends perfectly with its environment.
The project refers to the much more densely built up area of Inneren Stein. According to § 5 AStEG it must blend in with the area of the Kai Villas, Neustein and Arenbergstraße and their green areas. The Spirit of Place, Genius Loci consists of an intensive interaction of green spaces and buildings. It is about the historic landscape of the area with its share of historical green spaces. The project, in comparison, allows for very little green space or justifies this by adding the area of a corridor for a possible tunnel entrance for the Kapuzinerberg to the building land.
(Supplement 9, extract from the official report, “Principles of Urban Development…”)
The project uses UKH as a reference point, not the buildings within Protection Zone I. The projected biulding does not fit into its surroundings within the World Heritage Zone, but stands out as the only buildings in the area with bare, smooth wall surfaces, with multiple times the window size in comparison to the surrounding buildings. (Attachment 10, IMPACT, Principles of Urban Development… “)
If the project is implemented in this way, it would be a massively disruptive influence on the entire world heritage. The entrance into the core zone would be negatively influenced by a new building, that does not assimilate in any way with the historic ensemble, but instead totally clashes with the world heritage architectural signature, and stands out as a massive statement in opposition to world heritage.
Recommendations of the Committee for the Sustainable Development of Franz Rehrl Platz:
A binding development plan, based on exhaustive structural analysis in accordance with the citizens’ initiative “Protect Salzburg’s Heritage” model study “Äußerer Stein: Principles of Urban Development from a Citizen’s Point of View”, must be established for the few remaining building plots within Protection Zone I before the Rehrlplatz is further negotiated and planned. This is the result of increased interest in protecting the Protection Zone I / World Heritage Zone.
Architectural competitions can help explore structural possibilities in specific situations, however they must not be mandatory or act as a replacement for conventional land development plans drawn up by city planning.
SVK members must not be active in a jury of the property developer. Important decisions beyond a yet to be determined magnitude, and particular in the case of new buildings should only be made by theSVK in plenary, i.e. with all members and alternate members in attendance.
The current rudimentarily acting World Heritage Management should be removed from the direction of the planning department and be repositioned independently as a World Heritage Center. Educational objectives, which UNESCO has classified as indispensable, also need to be addressed.
The City of Salzburg’s World Heritage Management Plan 2008 must be revised. The application of§ 5 AStEG must be included in the plan as this is one of the most important provisions! The interests of the international community for the Outstanding Universal Value of Salzburg must be more securely enshrined in the plan.
Project Rehrl Platz is several times over-sized, and beset with so many errors that the entire misguided planning process must return to the starting point.
Any further doubts can only be dispelled by an elevation mask (Baumaske). This must become the standard protection Zone I – just as it has already been practiced in Switzerland for a long time.
The Rehrlplatz Committee recommends the following key figures for the remaining building site ofapprox. 3,500 m² (and not 5,654 m²), excluding the reserved area for the entrance to Kapuzinerberg Garage, based on the campaign ‘Save Salzburg’ in consultation with Prof. emer. Dr. Eng. Peter Breitling’s prepared urban development analysis
Number of floors: II, III
Maximum eave height: 12 m
Floor space ratio: approx. 0.75
Site occupancy ratio: approx. 0.25
As well as basing the newly planned structures on the structure of Kai Villas with sufficient green space towards Arenbergstraße and parcel 1974/1
Based on the numerous and massive inconsistencies mentioned above, UNESCO should investigate if on the basis of the potential threat to the World Heritage, Salzburg risks that it’s World Heritage status would have to be withdrawn. The mayor of the city of Salzburg has already announced the release of the disputed project if UNESCO does not suggest that its status will be removed.
The Rehrl Platz Committee is requesting that this statement, in addition to statements from other individual member organizations and the resulting recommendations thereof, be incorporated into the report to UNESCO (Supplement 11, Statements of affiliates).
The Rehrlplatz Committee can be reached anytime and will gladly answer questions or offer further information under office(at)komitee-rehrlplatz(dot)com or +43 664 2 85 86 87. The documents are retrievable underwww.komitee-rehrlplatz.com , category UNESCO.
The World Culture Heritage status of Salzburg cannot be questioned under any circumstances. All threats of this kind must be prevented through clear and swift countermeasures.
Salzburg, on April 2, 2013
Urgent statement of the Committee for Compatible Development of Dr. Franz Rehrl Platz Salzburg (Committee) addressed to the Director of the World Heritage Centre of UNESCO
Statements der Komitee-Mitgliedsorganisationen zur UNESCO-Mission, am 02. April 2013
Statement Weihbischof P. Dr. Andreas Laun
Statement LH-Stv. Dr. Wilfried Haslauer
Schutz der Altstadt muss über jeden Zweifel erhaben sein
Für mich ist völlig klar, dass der Schutz des Weltkulturerbes der Salzburger Altstadt über jeden Zweifel erhaben sein muss. Daher habe ich bereits vor einigen Monaten angeregt, dass sich die Altstadtkommission eine neue Geschäftsordnung gibt, in der ausgeschlossen wird, dass es zu Interessenskonflikten – etwa durch eine entgeltliche Tätigkeit beim gleichen Projekt, das später begutachtet wird, kommt. Ich bin zuversichtlich, dass die Landesregierung demnächst eine entsprechende Geschäftsordnung genehmigen kann. Wichtig ist mir aber, dass unentgeltliche Beratung der Projektbetreiber durch die SVK weiterhin möglich sein muss, damit Vorhaben nicht unnötig verzögert werden und die Projektbetreiber sozusagen im „Blindflug“ unterwegs sind. Man darf nicht vergessen, dass viele Projekte in der Altstadt ja im besten Einklang mit den Schutzzielen unserer schönen Stadt realisiert werden.
Statement Stadtverein Salzburg
Seit seiner Gründung vor über 150 Jahren setzt sich der Stadtverein Salzburg vorranging für die Erhaltung und den Schutz der historisch und kulturell bedeutenden Stadtlandschaft von Salzburg ein; darüber hinaus ist eine aktive Einflussnahme auf die Neugestaltung von Bauten, Anlagen und Plätzen sowie die strukturellen Zusammenhänge und urbanen Funktionen der Stadt im Sinn einer positiven Gesamtentwicklung ein wesentliches Ziel. Die Demolierungswelle historischer Bauten am Beginn der Gründerzeit war seinerzeit Anlass für die Gründung des Stadtvereins. In den 1960-er Jahren trat der Stadtverein jahrelang wegen einer damals vorherrschenden Missachtung des historischen Erbes energisch für einen besonderen Schutz der Altstadt von Salzburg ein, der dann durch das erste Altstadterhaltungsgesetz in Österreich im Jahr 1967 erreicht werden konnte. Als krönenden Abschluss seines Bemühens um die Altstadt sah der Stadtverein dann die Erklärung zum Welterbe durch die UNESCO im Jahr 1996 an. Leider muss seit einigen Jahren wieder festgestellt werden, dass bei der Verwertung von Baugründen in der Altstadt und in ihrem Weichbild einer möglichen Gewinnmaximierung für Investoren der Vorrang gegenüber dem Schutzgedanken eingeräumt wird. Dabei ist doppelt bedauerlich, dass das Amt für Stadtplanung dieser Entwicklung nicht nur keinen Einhalt gebietet, sondern im Gegenteil, wie das Beispiel „Rehrlplatz“ besonders klar zeigt, diese noch dadurch fördert, dass Bebauungsbedingungen erst auf Grund einer völlig aus den Fugen geratenen Planung erlassen werden sollen. Alle, die am Schutz und Erhalt der Altstadt von Salzburg größtes Interesse haben, hoffen nun auf ein klares Wort der UNESCO.
Statement Initiative Kulturstadt Salzburg
SALZBURG ist (noch) zu schön für Salzburg
Für den Niedergang der Baukultur und den Sieg der Baulobby über die Schönheit von Salzburg ist der “Rehrlplatz“ der unrühmliche Höhepunkt. Während für die Stadtpolitik das Welterbe keinen Stellenwert hat, haben fast 30.000 Bürgerinnen und Bürger gegen das Projekt protestiert. Mit der geplanten Errichtung von wenigen Luxuswohnungen in überdimensionierter Bauform an einem sensiblen Ort der Altstadt wird der Ruf von Salzburg als Welterbe und „schöne Stadt“ leichtfertig aufs Spiel gesetzt.
Dieses Projekt dient sicher nicht der Stadt, jedoch einigen wenigen Investoren. Denen scheint es auch zu gelingen, die am Papier bestehenden Schutzmechanismen mit Beton zu versenken, womit unter Mitwirkung der Stadtpolitik leider „Salzburg zur Beute“ für einzelne kommerzielle Interessen wird.
Statement Initiative Denkmalschutz
Verein Initiative Denkmalschutz (www.initiative-denkmalschutz.at)
Auf Grund der zu erwartenden erheblichen negativen Auswirkungen auf die UNESCO-Weltkulturerbe-Kernzone “Das historische Zentrum der Stadt Salzburg” und der Altstadtschutzzone I fordert unser Verein Initiative Denkmalschutz die Einhaltung der EU-Richtlinie 2001/42/EG und in Folge die Durchführung einer Strategischen Umweltprüfung (SUP; so kam auch die Salzburger Umweltanwaltschaft in ihrer Stellungnahme vom Mai 2012 zum Schluss, dass eine solche zwingend erforderlich ist). Ohne hier die Streitfrage klären zu wollen, inwieweit hier nun die EU-Richtlinie im Salzburger Landesrecht (und dessen Verordnungen) unvollständig umgesetzt wurde, ist es der Stadt Salzburg unbenommen “freiwillig” ein SUP-Verfahren einzuleiten. Insbesondere möchten wir ihn diesem Zusammenhang auch auf die Decision 33COM 7B.88 verweisen, in der die UNESCO unter Punkt 5 Salzburg bereits 2009 aufgefordert hat Umweltverträglichkeitsprüfungen (“Environmental Impact Assessments”) für alle größeren Bauprojekte in und um die Welterbezone zu erstellen (vgl.http://whc.unesco.org/en/decisions/1880). Wir fordern daher alle Verantwortlichen auf alles zu unternehmen, um die historisch einzigartige Stadtlandschaft von Salzburg vor großem Schaden zu bewahren.
Statement Kurt Luger
So stolz die Stadt auf den Titel Welterbe auch sein mag: sie ist sich bis heute zu wenig darüber im Klaren, dass damit auch Pflichten verbunden sind. Dies betrifft insbesondere die Informations- und Bildungsarbeit und damit auch die Verankerung des Welterbes in der öffentlichen Meinung.
Das Welterbe Historische Altstadt Salzburg hat eine überragende Bedeutung als Destination im internationalen Kulturtourismus und ist als geschütztes Ensemble ein entscheidendes Motiv für den Besuch der Stadt. Die Besucher kommen wegen dieser kulturellen Mischung aus einzigartiger Architektur, dem „Spirit of Mozart“ und dem „Sound of Music“, den Attraktionen der Hoch- und Populärkultur und somit aus Gründen, die mit dem Welterbe eng in Verbindung stehen. Viele Touristen wissen aber gar nicht, dass sie durch ein Erbe der Menschheit flanieren. Auch unter den Bewohnern der Stadt waren die diesbezüglichen Kenntnisse sehr dürftig und erst durch die Kontroverse um den Rehrlplatz stiegen die Aufmerksamkeit und das Bewusstsein.
Für die Verantwortlichen im Tourismus bedeutet der Titel „Welterbe“ eine zusätzliche Schutzfunktion für die Altstadt. Die Auszeichnung Welterbe wird als ein übergeord­netes Qualitätsmerkmal bzw. als Gütesiegel verstanden.
Das Management des Welterbes wird von der Stadt nahezu ausschließlich unter dem Aspekt der Erhaltung der historischen Altstadt gesehen. Der rudimentär existierende Managementplan bezieht sich fast ausschließlich auf das Altstadterhaltungsgesetz. Eine koordinierte Planung mit der Definition von Zielen und zu setzenden Maßnah­men etwa den Bildungsauftrag betreffend, existiert nicht. Sehr wohl bestehen aber Instrumente neben dem Altstadterhaltungsgesetz wie die Grünlanddeklaration, Flächenwidmungsplan, Bebauungsplan und ein Räumliches Entwicklungskonzept, die aber nur Teilbereiche das Welterbe betreffend behandeln. Ein Informationsaus­tausch und Dialog zwischen internationalen, nationalen, regionalen und lokalen Behörden und Akteuren findet kaum bis gar nicht statt.
Die Altstadterhaltung, die seit 1968 praktiziert wird, funktioniert grosso modo, sieht man von einzelnen, sich in letzter Zeit aber häufenden Konfliktfällen ab. Auch die Besetzung dieser Gremien gibt häufig Anlass zur Beanstandung. Das Thema „Bauen in der Altstadt“ provoziert immer wieder Konflikte. Jüngstes Beispiel ist die vorge­schlagene Bebauung des Rehrlplatzes, die zu heftigen Auseinandersetzungen zwischen Anrainern und dem zuständigen Stadtrat, dessen Engagement für die Erhaltung und den Schutz des Welterbes öffentlich in Frage gestellt wurde, führte.
Schwachpunkte des Welterbe-Managements: Kultur- und Bildungsauftrag
Die von der UNESCO geforderte Erforschung und Beschreibung des Welterbe-Bestandes ist so unzureichend wie die Platz- und Straßengestaltung, das Informa­tionsleitsystem oder die Möblierung im Welterbe (Bänke, Verkaufsstände, etc.). Ein diesbezügliches Gesamtkonzept fehlt ebenso wie ein Masterplan zur Platzgestaltung.
Welterbe als Auftrag zu Kommunikation und kultureller Bildung wurde bislang von der Stadt überhaupt nicht wahrgenommen, eine Informations- und Bildungsarbeit, wie es die Welterbe-Konvention vorsieht, wird in Salzburg nicht praktiziert. Dabei wird Kultur als die wichtigste Kernkompetenz dieser Stadt gesehen, die der Stadt einen image­trächtigen internationalen Ruf verleiht. Kultur profiliert Salzburg gegenüber anderen Städten und Kultur zeichnet auch für den hohen Bekanntheitsgrad dieser Stadt verantwortlich.
Trotz dieses Informationsdefizites über das kulturelle Erbe der Stadt haben Tausen­de ihre Unterschrift gegen die geplante Bebauung des Rehrlplatzes geleistet. Der Protest reicht damit weit über die unmittelbar betroffenen Anrainer hinaus und muss als explizite Stellungnahme der Stadtbewohner zum Schutz des Welterbes interpre­tiert werden. Darin kommt eine hohe Wertschätzung zum Ausdruck, aber auch ein Gefühl von kultureller Verbundenheit. Über dieses Engagement wird ein Zeichen von lokaler Identität gesetzt und die Bereitschaft gezeigt, sich für sein eigenes kulturelles Erbe einzusetzen.
Voraussetzung für die adäquate Umsetzung dieses Bildungsauftrages wäre die Installierung eines Welterbe-Besucherzentrums und dessen Vernetzung mit anderen Kultur- und Bildungseinrichtungen.
Kurt Luger ist Professor am Fachbereich Kommunikationswissenschaft, Abteilung Transkulturelle Kommunikation, der Universität Salzburg und seit Juli 2011 Inhaber des UNESCO-Lehrstuhles „Kulturelles Erbe und Tourismus“.
Statement aktion 21
Verein “Aktion 21 Austria – Pro Bürgerbeteiligung” (www.aktion21-austria.at)
Der Verein “Aktion 21 Austria – Pro Bürgerbeteiligung” fordert die Einbindung der Bürger und die Durchführung einer Strategischen Umweltprüfung (SUP) gemäß EU-Richtlinie 2001/42/EG. Nicht umsonst hat das ÖKO-Büro (Koordinationsstelle österreichischer Umweltorganisationen) 2007 in Bezug auf die Zielsetzungen des SUP-Verfahrens 2007 festgehalten: “Erfahrungen in der Praxis zeigen, dass Umweltaspekte wie auch die Akzeptanz der betroffenen Bevölkerung bei Planungen oft nur wenig berücksichtigt werden. Dies führt dazu, dass diese Fragen im Rahmen der darauf folgenden Genehmigungsverfahren (…) zur Sprache kommen und sich bereits ein erheblicher Widerstand der Betroffenen formiert hat. Die SUP stellt ein innovatives Politikinstrument zur Ökologisierung wie auch zur Demokratisierung von Planungsprozessen dar. Sie erlaubt es, Umweltfragen bereits im frühesten Stadium eines Projektes zu behandeln und gibt der Bevölkerung ein Mitspracherecht noch bevor die fortgeschrittene Planung Änderung unerschwinglich macht.” Angesichts der großen Widerstände und der Sorgen um das historische Stadtbild wäre dieses Verfahren wohl der einzige demokratiepolitisch logische Schritt den Konflikt partizipativ mit den Bürgern, NGOs und im Sinne des “öffentlichen Interesses” an der historisch einmaligen Stadtlandschaft von Salzburg zu lösen. – Echte und ehrliche Partizipation ist ein Gebot der Stunde im 21. Jahrhundert.
Herta Wessely und MMag. Dr. Helmut Hofmann
(ZVR-Zahl:752207520)
Statement ÖVP-Klubobmann Dr. Christoph Fuchs
Eigentlich sollte die Sache klar sein. In § 3a Salzburger Stadtrecht heißt es: „Als hervorragende Zielsetzung des Handelns der Stadt Salzburg gilt der Schutz ihres Weltkulturerbes, insbesondere der Schutz der historisch bedeutsamen Altstadt sowie der das Stadtbild prägenden Stadtlandschaften.“
Doch während die Politik auf die Einhaltung des uneingeschränkten Grünlandschutzes großen Wert legt, wird der Altstadtschutz immer öfter als unliebsames Anhängsel behandelt. Für die ÖVP ist das ein untragbarer Zustand: Denn das Weltkulturerbe Salzburg aus Altstadt- und Grünlandschutz ist unteilbar! Leider sieht dies eine politische Mehrheit im Gemeinderat anders. Modernes Bauen im Weltkulturerbe wird plötzlich zum Faible einiger Architekten, sich im Glanz der historischen Bauten zu verewigen. Doch hinter der Frage nach Ästhetik und Moderne versteckt sich die Immobilienspekulation. Bei den Projekten am Rehrl-Platz oder in der Ernest-Thun-Straße wurde der Altstadtschutz ganz gezielt ausgehebelt. Die Vorgaben der Stadt in Form der städtebaulichen Rahmenbedingungen waren beliebig und verhandelbar. Das Motto lautet: Ist die Planung städtebaulich interessant, dann spielen etwa Baudichte, Bauhöhe, Grünanteil, etc. nur mehr eine untergeordnete Rolle. Der Bazar mit den Investoren ist eröffnet. Und so sehen die Projekte dann auch aus. Es ist ein Armutszeugnis für den Bürgermeister und die Stadt, wenn ohne den Schiedsrichter UNESCO das Weltkulturerbe nicht mehr geschützt werden kann. Man darf gespannt sein, ob es mit dem neuen Beauftragten für das Weltkulturerbe zu einem Sinneswandel kommt, oder ob es sich dabei lediglich um ein altstadtschutzpolitisches Feigenblatt des Bürgermeisters handelt.
Komitee-UNESCO-D
Komitee-UNESCO_F
Komitee-UNESCO_E_
02.04.2013_01 Beilagen

References: § 5
 § 5
 § 5
 § 5
 § 5
 § 5
 § 5
 § 5
 § 3