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Timestamp: 2020-02-23 23:00:28+00:00

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Vergütung zum 01.01.2010 - Vertrag - Hebammen.de
Vergütung zum 01.01.2010
Am 1. Januar 2010 trat die neue Vergütungsvereinbarung in Kraft. Dabei blieb der Hauptvertrag unverändert, geändert wurde die Anlage 1 mit der Vergütung und den Versichertenbestätigungen.
Einen Überblick über den Hauptvertrag vom 1. August 2007 finden Sie hier.
Die Positionsnummern sind jetzt 4-stellig. Dabei sind die ersten drei Ziffern weitgehend unverändert geblieben. Es wurde eine vierte Ziffer angehängt, die eine strukturelle Bedeutung hat:
Endziffer 0: für ambulante Leistungen außerhalb des Krankenhauses,
Endziffer 1: für Leistungen im Krankenhaus von Beleghebammen im Schichtdienst,
Endziffer 2: für Leistungen im Krankenhaus von Beleghebammen mit 1:1- Betreuung.Die meisten Leistungen haben daher zwei oder drei unterschiedliche Gebührenziffern, die sich durch die Endziffern unterscheiden. Bei der Abrechnung ist auf die zutreffende Endziffer zu achten.
Die Wochenbettbesuche innerhalb der ersten zehn Tage wurden kontingentiert. In diesem Zeitraum sind insgesamt 20 Besuche oder Beratungen abrechenbar. Dieses Kontingent reduziert sich um jeweils zwei Leistungen pro vollendetem Tag des stationären Aufenthalts der Versicherten. So entfällt die Problematik mit der Parallelabrechnung von elefonischen Beratungen und Besuchen.
Es wurde klargestellt, dass verschiedene Vorsorgeleistungen am selben Tag abrechenbar sind, sofern sie nicht in zeitlichem Zusammenhang stehen. Zusätzlich ist die Abrechnung in einem solchen Fall zu begründen und die Uhrzeit anzugeben (Betrifft: Beratung, Vorsorge, Vorgespräch, CTG und Hilfe bei Beschwerden und Einzel-Geburtsvorbereitung).
Die Beratung bei Stillschwierigkeiten wurde neu formuliert und ist nun flexibler. Zudem gibt es einen Zwillingszuschlag.
Das erste Vorgespräch darf jetzt 90 Minuten dauern und darf zusammen mit der Vorsorgeuntersuchung abgerechnet werden.
Der späteste Beginn der Rückbildungsgymnastik ist nicht mehr festgelegt. Es bleibt nur bei der Begrenzung, dass die Rückbildungsgymnastik bis zum Ende des neunten Monats abgeschlossen sein muss.
Die Einzel- Geburtsvorbereitung wird nicht mehr in 'angefangenen' Zeiteinheiten abgerechnet, sondern in Unterrichtseinheiten à 30 Minuten.
Die Formulare für die Versichertenbestätigung wurden angepasst.
Klarstellung einiger Regelungen der Vergütungsvereinbarung in der Mitteilung des GKV-Spitzenverbandes vom 27.04.2010
Vertragsstext
als pdf: Vertrag vom 1. Januar 2010
Hebammengesetz,
Mutterschafts-Richtlinien des Bundesausschusses nach § 92 SGB V.
(1) Die Vorschriften des Medizinproduktegesetzes (MPG) sowie der nach dem MPG relevanten Verordnungen (z. B. Betreiberverordnung und Medizingeräteverordnung) und der Hygiene- sowie Unfallverhütungsvorschriften sind von den Hebammen im Zusammenhang mit der Versorgung der Versicherten mit Hebammenhilfe zu beachten.
Die Vergütung der nach diesem Vertrag abrechnungsfähigen Leistungen der Hebammenhilfe erfolgen gemäß der Vergütungsvereinbarung (Anlage 1) in der jeweils geltenden Fassung.
(Anlage 1 zum Vertrag nach § 134a SGB V)
b) für die Hilfe bei Schwangerschaftsbeschwerden oder bei Wehen nach den
Nrn. 0500 oder 0510 des Leistungsverzeichnisses nach der Nr. 3500 je
Inanspruchnahme der Hebamme,
c) für die Hilfe bei einer Geburt nach der Nr. 3600 sowie für die Versorgung
einer Naht bei Geburtsverletzungen zusätzlich nach der Nr. 3700 sowie
d) für die gesamte Zeit der aufsuchenden Wochenbettbetreuung (Leistungserbringung nach den Nrn. 1800, 1810, 1900, 2100 und 2110) nach der Nr. 3800, wenn diese nicht mehr als vier Tage nach der Geburt begonnen
wird; bei späterem Beginn der aufsuchenden Wochenbettbetreuung für
die gesamte Zeit der Betreuung nach der Nr. 3900.
(3) Zusätzlich zu den Pauschalen für Materialienbedarf nach Absatz 2 können die entstandenen Kosten für im Zusammenhang mit den in Absatz 1 genannten
Leistungen notwendige, apothekenpflichtige Arzneimittel nach Maßgabe der
Absätze 4 bis 6 berechnet werden, sofern diese Arzneimittel verbraucht oder
zur weiteren Verwendung überlassen wurden. Für diese Arzneimittel trägt die
Krankenkasse die der Hebamme tatsächlich entstandenen Kosten, höchstens
bis zur Höhe des Betrages, der sich nach der Arzneimittel-Preisverordnung in
der bis zum 31. Dezember 2003 geltenden Fassung ergibt. Die Arzneimittel
sind in der Abrechnung einzeln aufzulisten.
d) Dermatika - mit Ausnahme der zur Wundversorgung oder zur Entzündungsbehandlung zugelassenen und bei der Mutter und/oder bei dem
Neugeborenen anwendbaren Dermatika –,
b) nach der Verordnung über verschreibungspflichtige Arzneimittel nicht an
Hebammen abgegeben werden dürfen,
c) nach § 34 Abs. 1 des Fünften Buches Sozialgesetzbuch in der bis zum
31. Dezember 2003 geltenden Fassung ausgeschlossen sind,
d) nach § 34 Abs. 1 Satz 7 und Abs. 3 des Fünften Buches Sozialgesetzbuch
ausgeschlossen sind oder
e) im Rahmen nicht allgemein anerkannter Therapieverfahren eingesetzt
(6) Für Arzneimittel der besonderen Therapierichtungen der Phytotherapie, der
Homöopathie sowie der anthroposophischen Medizin gelten die Absätze 3 bis
5 entsprechend. Arzneimittel, die der homöopathischen oder anthroposophischen Therapierichtung zugeordnet werden, können berechnet werden, wenn aus dem jeweiligen Arzneimittelbild Wirkungen und Anwendungen ableitbar sind, die in den Tätigkeitsbereich der Hebammenhilfe fallen.
(1) Die Hebamme erhält für jeden Besuch aus Anlass einer abrechnungsfähigen
Leistung Wegegeld; hierdurch sind auch Zeitversäumnisse abgegolten. Wege
zwischen der Wohnung oder Praxis der Hebamme, der Weg zum Krankenhaus
zur Ableistung eines Schichtdienstes mit Anwesenheitspflicht, Wege zu Kursstätten sowie zu durchgeführten Sprechstunden in Einrichtungen sind nicht berechnungsfähig.
a) bei einer Entfernung von nicht mehr als zwei Kilometern zwischen der
Wohnung oder Praxis der Hebamme und der Stelle der Leistung nach den
Nrn. 3000, 3001 und 3002, bei Nacht nach den Nrn. 3100, 3101 und 3102
b) bei einer Entfernung von mehr als zwei Kilometern zwischen der Wohnung
oder Praxis der Hebamme und der Stelle der Leistung für jeden zurückgelegten
Kilometer nach den Nrn. 3200, 3201 und 3202, bei Nacht
nach den Nrn. 3300, 3301 und 3302.
(3) Hat eine andere als die nächstwohnende Hebamme Hilfe geleistet, so kann die Krankenkasse die Zahlung des dadurch entstehenden Mehrbetrages an Wegegeld ablehnen, wenn der Weg von der Stelle der Leistung zur Wohnung oder Praxis der anderen Hebamme mehr als 20 Kilometer länger ist als zur
Wohnung oder Praxis der nächstwohnenden Hebamme. Dies gilt nicht, wenn
das Wegegeld anfällt, weil mehrere Hebammen die Dienstleistungen in einem
Krankenhaus nach einem vereinbarten Einsatzplan ausführen oder wenn die
Zuziehung der anderen Hebamme nach der besonderen Lage des Falles aus
anderen Gründen gerechtfertigt war.
(4) Besucht die Hebamme mehrere Frauen auf einem Weg, ist das Wegegeld insgesamt nur einmal und nur anteilig nach dem Verhältnis der zurückgelegten
Gesamtstrecke zu der Zahl der besuchten Frauen zu berechnen. Die Gebühren
richten sich dabei nach den Nrn. 3010, 3011, 3012; 3210, 3211, 3212 am Tag
sowie 3110, 3111, 3112; 3310, 3311, 3312 in der Nacht.
(1) Die auf der Grundlage dieser Vergütungsregelung erbrachten Leistungen sind spätestens am Tage nach der Leistungserbringung von der Versicherten unter Angabe der Art der Leistung, des Datums sowie der Uhrzeit der Leistungserbringung und, soweit dies für die Höhe der Vergütung der Leistung von Bedeutung ist, die Dauer der Leistung durch Unterschrift zu bestätigen (Versichertenbestätigung).
Bei stationärem Aufenthalt der Versicherten ist eine einmalige
Unterschrift zur Bestätigung der an einem Tag empfangenen Leistungen
(2) Die Modalitäten zur Versichertenbestätigung sind in Anhang A der Anlage 1
des Vertrages geregelt. Die Muster der Versichertenbestätigungen sind in Anhang B der Anlage 1 des Vertrages enthalten.
(3) Der Nachweis für empfangene Materialien und Arzneimittel wird in Anlage 3
zum Rahmenvertrag geregelt.
(4) Die Hebamme hat die Versichertenbestätigung bei der Abrechnung mit der
Krankenkasse (ggf. in elektronischer Form) beizufügen.
(1) Erfolgen die Leistungen der Hebamme zur Nachtzeit, an Samstagen ab 12 Uhr sowie an Sonn- und Feiertagen, erhöht sich die Gebühr um einen Zuschlag
von 20 %. Als Nacht im Sinne dieses Vertrages gilt die Zeit von 20:00 bis 8:00.
a) Leistungen mit der Endziffer 0 werden bei der Abrechnung verwendet für ambulante hebammenhilfliche Leistungen an der Versicherten. Ambulante hebammenhilfliche Leistungen im Sinne dieser Bestimmung liegen auch vor, wenn sich die Versicherte in einer Einrichtung befindet, ohne dass der Aufenthalt für die Versicherte im unmittelbaren Zusammenhang mit Schwangerschaft, Geburt oder Wochenbett steht (z.B. Kinderkrankenhaus, Psychiatrie, Beinbruch mit Krankenhausaufenthalt).
c) Leistungen mit der Endziffer 2 werden bei der Abrechnung verwendet, wenn die Leistungen durch Beleghebammen während des Krankenhausaufenthaltes der Versicherten in einer 1:1-Betreuung erfolgen. Damit umfasst sind auch Geburten, bei denen die Versicherte das Krankenhaus nach der Geburt zeitnah wieder verlässt. Zwischen den Beleghebammen und den Versicherten wurde dabei im Voraus die 1:1-Betreuung vereinbart und die Geburt im Krankenhaus durchgeführt, ohne dass Leistungen an anderen Versicherten parallel erfolgten.
d) Bei der Abrechnung von Wegegeldpositionen durch Beleghebammen werden die Positionsnummern gemäß den Buchstaben b) und c) mit den Endziffern 1 und 2 angewendet. Werden dabei von den Beleghebammen auf dem gleichen Weg auch Leistungen nach Buchstabe a) für weitere Versicherte erbracht, erfolgt die anteilige Abrechnung der Wegegeldpositionen für sämtliche Versicherte mit den Positionsnrn., die mit der Endziffer 0 enden.
0102 Beratung der Schwangeren, auch mittels Kommunikationsmedium
Die Gebühr nach der Nr. 0100, 0101 oder 0102 ist nur neben den Nrn. 0200, 0300, 0400, 0401 oder 0402, 0500, 0501 oder 0502 und 0800 berechnungsfähig, wenn die Leistungserbringung nicht in unmittelbarem zeitlichen Zusammenhang erfolgt und entsprechend begründet ist. Eine Zeitangabe ist in diesem Fall für alle betroffenen Leistungen erforderlich.
Die Gebühr nach der Nr. 0100, 0101 oder 0102 kann an demselben Tag nur dann mehr als einmal berechnet werden, wenn die mehrmalige Erbringung der Leistung an demselben Tag durch die Beschaffenheit des Falles geboten war. Eine mehrmalige Berechnung an demselben Tag ist in diesem Fall in der Rechnung unter Angabe der jeweiligen Uhrzeit der Leistungserbringung näher zu begründen. 5,81
0200 Individuelles Vorgespräch über Fragen der Schwangerschaft und Geburt, mindestens 30 Minuten, je angefangene 15 Minuten
Die Gebühr nach der Nr. 0200 ist nur neben Leistungen nach den Nrn. 0100, 0101 oder 0102; 0400, 0401 oder 0402, 0500, 0501 oder 0502, 0600, 0601 oder 0602 und 0800 berechnungsfähig, wenn die Leistungserbringung nicht in unmittelbarem zeitlichen Zusammenhang erfolgt und entsprechend begründet ist. Eine Zeitangabe ist in diesem Fall für alle betroffenen Leistungen erforderlich. 7,50
0300 Vorsorgeuntersuchung der Schwangeren nach Maßgabe der Richtlinien des Gemeinsamen Bundesausschusses über die ärztliche Betreuung während der Schwangerschaft und nach der Entbindung (Mutterschafts-Richtlinien) in der jeweils geltenden Fassung
Entnahme von Körpermaterial zur Durchführung notwendiger Laboruntersuchungen im Rahmen der Richtlinien des Gemeinsamen Bundesausschusses über die ärztliche Betreuung während der Schwangerschaft und nach der Entbindung (Mutterschafts-Richtlinien) in der jeweils geltenden Fassung, je Entnahme, einschließlich Veranlassung der Laboruntersuchung(en), Versand- und Portokosten, Dokumentation im Mutterpass nach den Mutterschafts-Richtlinien und Befundübermittlung
Die Leistungen nach den Nrn. 0300 und 0400, 0401 oder 0402 sind nur berechnungsfähig, soweit sie nicht bereits durch einen anderen Leistungserbringer durchgeführt wurden. 5,71
0502 Hilfe bei Schwangerschaftsbeschwerden oder bei Wehen, für jede angefangene 30 Minuten
Dauert die Leistung nach den Nrn. 0500, 0501 oder 0502 länger als drei Stunden, so ist die Notwendigkeit der über drei Stunden hinausgehenden Hilfe in der Rechnung zu begründen. 15,00
0512 Nrn. 0500, 0501 oder 0502 mit Zuschlag gemäß § 5 Abs. 1
0602 Cardiotokografische Überwachung bei Indikationen nach Maßgabe der Anlage 2 zu den Richtlinien des gemeinsamen Bundesausschusses über die ärztliche Betreuung während der Schwangerschaft und nach der Entbindung (Mutterschafts-Richtlinien) in der jeweils geltenden Fassung einschl. Dokumentation im Mutterpass nach den Mutterschafts-Richtlinien in der jeweils geltenden Fassung.
Die Gebühr für die Leistungen nach den Nrn. 0600, 0601 oder 0602 ist je Tag höchstens zwei Mal berechnungsfähig, es sei denn, dass weitere Überwachungen ärztlich angeordnet werden. 6,43
0700 Geburtsvorbereitung bei Unterweisung in der Gruppe, bis zu zehn Schwangere je Gruppe und höchstens 14 Stunden, für jede Schwangere je Unterrichtsstunde (60 Minuten) 5,71
0800 Geburtsvorbereitung bei Einzelunterweisung auf ärztliche Anordnung höchstens 14 Unterrichtseinheiten à 30 Minuten, für jede Unterrichtseinheit
Die Gebühren für die Leistungen nach den Nrn. 0700 und 0800 umfassen insbesondere die Unterrichtung über den Schwangerschaftsverlauf, die physische und psychische Vorbereitung auf Geburt und Wochenbett, gymnastische Übungen, Entspannungsübungen und Übungen der Atemtechnik. Diese Leistungen sind immer eine ambulante hebammenhilfliche Leistung im Sinne der Allgemeinen Bestimmungen, Buchstabe a). 15,00
a) Die Gebühren für die Leistungen nach den Nrn. 0901 bis 1312 umfassen die Hilfe für die Dauer von bis zu acht Stunden vor der Geburt des Kindes oder einer Fehlgeburt und die Hilfe für die Dauer von bis zu drei Stunden danach einschl. aller damit verbundenen Leistungen und Dokumentationen. Gesondert berechnungsfähig sind ggf. Leistungen nach den Nrn. 1400, 1401 oder 1402 und 1500, 1501 oder 1502 und 2400, 2401 oder 2402 und 2500, 2501 oder 2502.
c) Die Gebühren für Leistungen nach den Nrn. 0901 oder 0902 und 1300, 1301 oder 1302 können auch dann berechnet werden, wenn die Geburt oder Fehlgeburt ärztlicherseits künstlich eingeleitet wurde.
d) Die Gebühr für Leistungen nach den Nrn. 1600, 1601 oder 1602 umfasst die Hilfe für die Dauer von bis zu fünf Stunden vor Beendigung der Geburtshilfe einschließlich aller damit verbundenen Leistungen.
Die Gebühr für Leistungen nach den Nrn. 1600, 1601 oder 1602 ist von derselben Hebamme nicht neben den Gebühren nach den Nrn. 0901 bis 1210 abrechnungsfähig.
0902 Hilfe bei der Geburt eines Kindes in einem Krankenhaus 237,85
0912 Nrn. 0901 oder 0902 mit Zuschlag gemäß § 5 Abs. 1
1000 Hilfe bei einer außerklinischen Geburt in einer Einrichtung unter ärztlicher Leitung 237,85
1010 Nr. 1000 mit Zuschlag gemäß § 5 Abs. 1
1100 Hilfe bei einer außerklinischen Geburt in einer von Hebammen geleiteten Einrichtung. 445,00
1110 Nr. 1100 mit Zuschlag gemäß § 5 Abs. 1
Maßgeblich für die Berücksichtigung des Zuschlags ist der Zeitpunkt der Geburt. 534,00
1200 Hilfe bei einer Hausgeburt. 537,00
1210 Nr. 1200 mit Zuschlag gemäß § 5 Abs. 1
Maßgeblich für die Berücksichtigung des Zuschlags ist der Zeitpunkt der Geburt. 644,40
1302 Hilfe bei einer Fehlgeburt. 160,00
1312 Nrn. 1300, 1301 oder 1302 mit Zuschlag
Maßgeblich für die Berücksichtigung des Zuschlags ist der Zeitpunkt der Fehlgeburt. 192,00
1402 Versorgung einer geburtshilflichen Schnitt- oder Rissverletzung mit Ausnahme DR III oder IV 30,00
1502 Zuschlag für die Hilfe bei der Geburt von Zwillingen und mehr Kindern, für das zweite und jedes weitere Kind, je Kind 70,00
Die Gebühr nach Nr. 1600 ist in unmittelbarem Zusammenhang mit einer Hausgeburt berechnungsfähig, wenn die Hebamme die vorher geplante und bereits begonnene Hausgeburt aufgrund unvorhergesehener Umstände abbrechen muss und die Hebamme die Schwangere in ein Krankenhaus überweist oder begleitet.
Die Gebühr nach Nr. 1600 ist auch in unmittelbarem Zusammenhang mit einer Geburt in einer außerklinischen von Hebammen geleiteten Einrichtung berechnungsfähig, wenn die Hebamme die vorher geplante und bereits begonnene außerklinische Geburt aufgrund unvorhergesehener Umstände abbrechen muss und die Hebamme die Schwangere in ein Krankenhaus überweist oder begleitet.
Die Gebühren nach 1601 und 1602 sind nur berechnungsfähig, wenn die Schwangere vom Krankenhaus oder einer außerklinisch ärztlich geführten Einrichtung aus in ein anderes Krankenhaus verlegt wird und die Hebamme dort keine weitere Hilfe leistet. 172,80
1612 Nrn. 1600, 1601 oder 1602 mit Zuschlag gemäß § 5 Abs. 1
Maßgeblich für die Berücksichtigung des Zuschlags ist der Zeitpunkt der Beendigung der Hilfeleistung. 207,36
Die Gebühr nach den Nrn. 1701 oder 1702 ist auch bei einer Geburt in einem Krankenhaus abrechnungsfähig, wenn es sich um eine Geburt von Mehrlingen handelt, wenn die Geburt ohne Arzt durchgeführt wird oder wenn es zu lebensbedrohlichen Blutungen nach der Geburt kommt. 20,60
1712 Nrn. 1700, 1701 oder 1702 mit Zuschlag gemäß § 5 Abs. 1
Maßgeblich für die Berücksichtigung des Zuschlags ist bei in der Übergangszeit liegendem Leistungsanteil der Zeitpunkt der Beendigung dieses Anteils. 24,72
C. Leistungen während des Wochenbetts.
a) Die Leistungen nach den Nrn. 1800 bis 2302 dienen der Überwachung des Wochenbettverlaufs und umfassen insbesondere die Beratung, Betreuung und/oder Versorgung von Mutter und Kind einschließlich aller damit verbundenen Leistungen mit Ausnahme der Leistungen nach den Nrn. 2400, 2401 oder 2402 und 2500, 2501 oder 2502. Die Leistungen und Zuschläge nach den Nrn. 1800 bis 2100; 2300, 2301 oder 2302 und 2500, 2501 oder 2502 sind auch nach einer Fehlgeburt bzw. einer medizinisch induzierten Geburt oder Fehlgeburt berechnungsfähig. Die Leistungen stehen der Mutter auch dann zu, wenn sich das Kind in Adoptionspflege befindet.
b) Innerhalb der ersten zehn Tage nach der Geburt sind maximal 20 Leistungen nach den Nrn. 1800, 2001, 2100 und 2300, 2301 oder 2302 insgesamt berechnungsfähig. Beginnend vom ersten Tag nach der Geburt verringert sich das Kontingent um zwei Leistungen je vollendetem Tag des stationären Aufenthaltes der Versicherten im Krankenhaus. Für mehr als zwei Wochenbettbetreuungen je Tag innerhalb des Leistungskontingents für die Betreuung im Krankenhaus ist eine ärztliche Anordnung erforderlich. Für die Überschreitung des Leistungskontingents insgesamt ist ebenfalls eine ärztliche Anordnung erforderlich.
c) In dem Zeitraum zwischen dem elften Tag nach der Geburt bis zum Ablauf von acht Wochen nach der Geburt sind insgesamt bis zu 16 Leistungen nach den Nrn. 1800, 1810, 2001, 2002, 2011, 2012, 2100, 2110 oder 2300, 2301 oder 2302 berechnungsfähig. Mehr als 16 dieser Leistungen nach sind in diesem Zeitraum nur berechnungsfähig, soweit sie ärztlich angeordnet sind.
d) Eine weitere Leistung an dem selben Tag zwischen dem elften Tag nach der Geburt bis zum Ablauf von acht Wochen nach der Geburt nach den Nrn. 1800 bis 2100 sowie 2300, 2301 oder 2302 ist berechnungsfähig bei Vorliegen insbesondere folgender Gründe: schwere Stillstörungen, verzögerte Rückbildung, Gedeihstörung des Säuglings, nach Sekundärnaht oder Dammriss III. Grades, Behinderung oder behandlungsbedürftige Krankheit der Mutter, bei Beratung und Anleitung der Mutter zur Versorgung und Ernährung des Säuglings im Anschluss an dessen stationäre Behandlung oder nach ärztlicher Anordnung. Der Grund ist in der Rechnung anzugeben. Mehr als zwei aufsuchende Wochenbettbetreuungen nach den Nrn. 1800 bis 2100 an demselben Tag sind nur berechnungsfähig, wenn sie ärztlich angeordnet wurden.
e) Nach Ablauf von acht Wochen nach der Geburt sind Leistungen nach den Nrn. 1800, 2001, 2002, 2100 oder 2300 nur auf ärztliche Anordnung unter Angabe der Indikation berechnungsfähig.
1800 Aufsuchende Wochenbettbetreuung bei der Wöchnerin nach der Geburt 26,52
1810 Nr. 1800 mit Zuschlag gemäß § 5 Abs. 1
1900 Zuschlag zu der Gebühr nach Nr. 1800 für die erste aufsuchende Wochenbettbetreuung bei der Wöchnerin nach der Geburt 5,71
2002 Aufsuchende Wochenbettbetreuung in einem Krankenhaus oder in einer außerklinischen Einrichtung unter ärztlicher Leitung 13,16
2012 Nr. 2001, 2002 mit Zuschlag gemäß § 5 Abs. 1
2100 Aufsuchende Wochenbettbetreuung in einer von Hebammen geleiteten Einrichtung nach der Geburt 21,42
2110 Nr. 2100, 2101, 2102 mit Zuschlag gemäß § 5 Abs. 1
2202 Zuschlag für eine aufsuchende Wochenbettbetreuung nach der Geburt von Zwillingen und mehr Kindern zu den Gebühren nach den Nrn. 1800 bis 2110, für das zweite und jedes weitere Kind, je Kind 8,87
2302 Beratung der Wöchnerin mittels Kommunikationsmedium 5,10
2402 Erstuntersuchung des Kindes einschließlich Eintragung der Befunde in das Untersuchungsheft für Kinder (U 1) nach den Richtlinien des Bundesausschusses der Ärzte und Krankenkassen über die Früherkennung von Krankheiten bei Kindern bis zur Vollendung des 6. Lebensjahres (Kinder-Richtlinien) in der jeweils geltenden Fassung. 7,65
2502 Entnahme von Körpermaterial zur Durchführung notwendiger Laboruntersuchungen im Rahmen der Richtlinien des Gemeinsamen Bundesausschusses über die ärztliche Betreuung während der Schwangerschaft und nach der Entbindung (Mutterschafts-Richtlinien) oder im Rahmen der Richtlinien des Bundesausschusses der Ärzte und Krankenkassen über die Früherkennung von Krankheiten bei Kindern bis zur Vollendung des 6. Lebensjahres (Kinder-Richtlinien) in der jeweils geltenden Fassung, je Entnahme, einschließlich Veranlassung der Laboruntersuchung(en), Versand- und Portokosten, Dokumentation nach den vorgenannten Richtlinien und Befundübermittlung.
Leistungen nach den Nrn. 2400, 2401 oder 2402 und 2500, 2501 oder 2502 sind nur berechnungsfähig, soweit sie nicht bereits im Mutterpass oder im Untersuchungsheft für Kinder dokumentiert sind. 5,71
2602 Überwachung, je angefangene halbe Stunde
Die Leistung nach den Nrn. 2600, 2601 oder 2602 beginnt nach Ablauf der 3-stündigen Überwachungsfrist, die mit der Geburtsgebühr abgegolten ist. 15,00
2612 Nr. 260 mit Zuschlag gemäß § 5 Abs. 1
2700 Rückbildungsgymnastik bei Unterweisung in der Gruppe, bis zu zehn Teilnehmerinnen je Gruppe und höchstens zehn Stunden, für jede Teilnehmerin je Unterrichtsstunde (60 Minuten)
Die Leistung nach der Nr. 2700 ist nur berechnungsfähig, wenn die Rückbildungsgymnastik bis zum Ende des neunten Monats nach der Geburt abgeschlossen wird. Diese Leistung ist immer eine ambulante hebammenhilfliche Leistung im Sinne der Allgemeinen Bestimmungen, Buchstabe a). 5,71
2800 Beratung der Mutter bei Stillschwierigkeiten oder Ernährungsproblemen des Säuglings 26,52
2810 Nr. 2800 mit Zuschlag gemäß § 5 Abs. 1
2820 Zuschlag für die Beratung der Mutter bei Stillschwierigkeiten oder Ernährungsproblemen bei Zwillingen und mehr Kindern zu den Gebühren nach 2800 und 2810 für das zweite und jedes weitere Kind, je Kind 8,87
Die Gebühren nach den Nrn. 2800, 2810 und/oder 2900 sind frühestens nach Ablauf von acht Wochen nach der Geburt bis zum Ende der Abstillphase, bei Ernährungsproblemen des Säuglings bis zum Ende des neunten Monats nach der Geburt berechnungsfähig. 5,10
3012 Anteiliges Wegegeld bei einer Entfernung von nicht mehr als zwei Kilometern zwischen Wohnung oder Praxis der Hebamme und der Stelle der Leistung bei Tag 1,68
3012 Wegegeld bei einer Entfernung von nicht mehr als zwei Kilometern zwischen der Wohnung oder Praxis der Hebamme und der Stelle der Leistung bei Nacht
Maßgeblich für die Berücksichtigung der Nrn. 3100, 3101 oder 3102 ist das Ende des Weges. 2,38
Anteiliges Wegegeld bei einer Entfernung von nicht mehr als zwei Kilometern zwischen der Wohnung oder Praxis der Hebamme und der Stelle der Leistung bei Nacht 2,38
3302 Wegegeld bei einer Entfernung von mehr als zwei Kilometern zwischen der Wohnung oder Praxis der Hebamme und der Stelle der Leistung bei Nacht, je zurückgelegten Kilometer. 0,81
3312 Anteiliges Wegegeld bei einer Entfernung von mehr als zwei Kilometern zwischen der Wohnung oder Praxis der Hebamme und der Stelle der Leistung bei Nacht, je zurückgelegten Kilometer 0,81
3400 Materialpauschale Vorsorgeuntersuchung
Die Pauschale nach Nr. 3400 kann nicht neben der Nr. 3500 abgerechnet werden. 2,58
3500 Materialpauschale bei Schwangerschaftsbeschwerden oder bei Wehen
Die Pauschale nach Nr. 3500 kann nicht neben den Nrn. 3400 und 3600 abgerechnet werden. 2,58
3600 Materialpauschale Geburtshilfe
Die Pauschale nach Nr. 3600 kann nur im Zusammenhang mit einer vollendeten oder nicht vollendeten außerklinischen Geburt geltend gemacht werden. Bei Leistungen, die im Krankenhaus erbracht werden, sind Materialien und Arzneimittel in der DRG enthalten, die das Krankenhaus gegenüber der Krankenkasse geltend macht. Eine Abrechnung durch die Beleghebamme gegenüber der Krankenkasse ist nicht möglich. 35,02
3700 Materialpauschale, zusätzlich zu Nr. 3600, bei Versorgung einer Naht bei Geburtsverletzungen 28,33
4000 Perinatalerhebung bei einer vollendeten oder nicht vollendeten außerklinischen Geburt nach vorgeschriebenem Formblatt einschließlich Versand- und Portokosten
Versichertenbestätigung C : Hebammenhilfe, Abrechnung über ein IK“

References: § 92
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