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Timestamp: 2016-10-22 03:45:25+00:00

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Ouverture de la faillite d'une banque (art. 36 LB et 55 al. 2 du r�glement d'ex�cution). 1. Le d�lai pour recourir contre le jugement de faillite cantonal court d�s la notification de la d�cision motiv�e (art. 19 LP et 77 al. 1 OJ). Mais l'effet suspensif selon l'art. 36 LP peut �tre requis et accord� auparavant (consid. 1). 2. Le juge de la faillite peut-il, en appliquant par analogie l'art. 173 a LP, tenir compte d'une demande de sursis (art. 29 LB et 46 du r�glement d'ex�cution) d�pos�e apr�s la r�quisition de faillite? Question laiss�e ind�cise. En tout cas, une telle demande ne peut plus �tre prise en consid�ration lorsqu'elle est d�pos�e apr�s le jugement de faillite cantonal (consid. 2). 3. Chaque cr�ancier peut requ�rir la faillite selon l'art. 190 LP, que sa cr�ance soit exigible ou non (consid. 3). 4. Quand le d�biteur a-t-il suspendu ses paiements au sens de l'art. 190 al. 1 ch. 2 LP? (consid. 4). 5. Recours au Tribunal f�d�ral pour le motif que la mesure prise n'est pas appropri�e aux circonstances (art. 55 al. 2 du r�glement d'ex�cution): il n'est possible que si et dans la mesure o� la d�cision � prendre d�pendait de l'appr�ciation de l'autorit� comp�tente (consid. 5). 6. Lorsque l'effet suspensif a �t� accord� au recours dirig� contre le jugement de faillite (art. 36 LP) et est maintenu jusqu'au prononc� de l'autorit� de recours, la date de l'ouverture de la faillite est, en cas de confirmation, celle de ce dernier prononc� (consid. 6). Faits � partir de page 147
A.- Gegen Organe der rekurrierenden Bank sind seit 1957 Strafuntersuchungen namentlich wegen �bertretung bankgesetzlicher Vorschriften h�ngig. Am 13. August 1959 wurde der eine Direktor, Max Kaufmann, wegen Kollusionsgefahr in Haft gesetzt, wor�ber das Polizeirichteramt Zug in der Presse eine Mitteilung erscheinen liess. Nach der Einvernahme des aus dem Ausland zur�ckgekehrten BGE 85 III 146 S. 148andern Direktors, Albert Z�rcher, wurde Direktor Kaufmann am Sonntag, dem 16. August, aus der Haft entlassen. Die Bank hielt in der darauffolgenden Woche zwar ihre Schalter weiterhin offen; an den Eingangst�ren war jedoch folgende Bekanntmachung angeschlagen:
Auf Grund der am letzten Wochenende erfolgten Publikation bef�rchten wir einen sogenannten ,Run'.
Aus vorsorglichen Gr�nden und zur Abwendung von Privilegien werden bis auf weiteres keine Kapitalr�ckz�ge vorgenommen."
Demgem�ss verweigerte die Bank jede solche Kapitalauszahlung. Gl�ubiger, die auf schriftlichem Wege Kapital abzuheben w�nschten, erhielten ein vervielf�ltigtes Schreiben zugestellt, dem zu entnehmen war:
"Wir besitzen Ihre Zuschrift vom ... und teilen Ihnen h�flich mit, dass in letzter Zeit von gewisser Seite mindestens sehr tendenzi�se, kreditsch�digende Publikationen erschienen sind. Zur Selbstverteidigung und zur rechtsgleichen Wahrung aller Gl�ubigerinteressen haben wir zur Abwendung eines sogenannten ,Run' auf unsere Bank vor�bergehend jede Auszahlung zu Lasten der Anlage-Konti gesperrt.
Wir hoffen, den Zahlungsdienst, wenn die Sache einmal etwas abgeebnet ist, in circa drei bis vier Wochen wieder aufnehmen zu k�nnen."
3. Seit Jahren liegt unsere Bank im Rechtsstreit mit der eidg. Bankenkommission wegen der Bewertung einzelner Aktivpositionen. Die Bankbilanzen sind Jahr f�r Jahr durch die aktienrechtliche Kontrollstelle gepr�ft und f�r richtig befunden worden. Die Verbindlichkeiten der Bank sind gem�ss diesen Bilanzen und Kontrollberichten durch die vorhandenen Aktiven gedeckt.
B.- Indessen hatten bereits am 18. August 1959 f�nf Gl�ubiger der Bank beim Kantonsgericht Zug als der einzigen kantonalen Instanz nach Art. 36 Abs. 5 BankG die sofortige Er�ffnung des Konkurses �ber die Schuldnerin wegen Einstellung der Zahlungen (Art. 190 Ziff. 2 SchKG) verlangt.
C.- Nach Durchf�hrung einer Parteiverhandlung und Einvernahme des Direktors Kaufmann er�ffnete das Kantonsgericht am 25. August 1959, 17 Uhr, �ber die Bank den Konkurs. Als Konkursverwaltung bezeichnete das Gericht die von der eidgen�ssischen Bankenkommission vorgeschlagene Schweizerische Treuhandgesellschaft in Z�rich.
D.- Die Bank erhielt das Konkurserkenntnis zun�chst, am 26. August 1959, nur im Dispositiv zugestellt, mit dem Vermerk, die vollst�ndige Ausfertigung des Entscheides werde ihr sp�ter zugehen. Gleichen Tages erhob sie Rekurs an das Bundesgericht gem�ss Art. 55 Abs. 2 der Vollziehungsverordnung zum Bankengesetz, mit dem Antrag, der angefochtene Entscheid sei aufzuheben und das Konkursbegehren, soweit darauf einzutreten sei, abzuweisen. Sie behielt sich eine Erg�nzung der Rekursbegr�ndung nach Empfang des vollst�ndigen Entscheides vor und verlangte, dass dem Rekurs aufschiebende Wirkung beigelegt werde, was geschah. Nach Zustellung des mit Begr�ndung ver sehenen Entscheides am 28. August reichte die Bank am 7. September eine zus�tzliche Rekursbegr�ndung ein.
E.- Die Gl�ubiger, die das Konkursbegehren gestellt hatten, trugen auf Abweisung des Rekurses an. Die Bankenkommission �usserte sich am 4. September zum vorl�ufigen Rekurs und am 17. September zur Rekurserg�nzung, ohne einen formellen Antrag zu stellen.
1. Entscheidungen der als einzige kantonale Instanz eingesetzten Konkursgerichte unterliegen dem Rekurs an das Bundesgericht nach den Vorschriften �ber die Weiterziehung von Entscheiden der kantonalen Aufsichtsbeh�rden �ber Schuldbetreibung und Konkurs (Art. 55 Abs. 2 VV zum BankG). Somit l�uft die Weiterzugsfrist vom Empfang des mit Begr�ndung versehenen Entscheides an (Art. 19 SchKG, 77 Abs. 1 OG). Es ist daher auch auf die BGE 85 III 146 S. 150binnen dieser Frist eingereichte Rekurserg�nzung einzutreten.
Anderseits stand der Rekurrentin frei, bereits im vorl�ufigen Rekurs die Erteilung aufschiebender Wirkung nachzusuchen. Diesem Gesuche war mit R�cksicht auf die in Frage stehenden Interessen und auf die Unvollst�ndigkeit der Akten zu entsprechen. Es waren die Entscheidungsgr�nde des Kantonsgerichts und die allf�llige Rekurserg�nzung abzuwarten, die in der Tat einging, worauf noch Vernehmlassungen eingeholt wurden (Art. 81 OG).
2. In der erg�nzenden Begr�ndung verweist die Rekurrentin auf das von ihr erst seit dem angefochtenen Entscheid eingereichte Stundungsgesuch nach Art. 29 BankG. Dieses Gesuch kann jedoch nicht mehr als Grund zur Aussetzung des Entscheides �ber die Konkurser�ffnung ber�cksichtigt werden. Nach Art. 46 Abs. 2 VV zum BankG ist ein Stundungsgesuch vorweg zu erledigen, wenn es vor dem Konkursbegehren angebracht worden ist, was hier nicht zutrifft. Freilich erhebt sich die Frage, ob nicht die bei der Teilrevision des SchKG vom 28. September 1949 eingef�hrte "Kann"-vorschrift des Art. 173 a auch auf Gesuche um bankenrechtliche Stundung anwendbar sei, ob also ein solches Gesuch, wenn auch nicht unbedingt, so doch unter Umst�nden nach Ermessen des Konkursgerichts, ebenso wie ein Gesuch um Bewilligung einer Nachlassstundung oder einer Notstundung die Aussetzung des Konkurserkenntnisses zu rechtfertigen verm�ge, sofern es auch nur vor dessen Ausf�llung h�ngig gemacht worden ist. Die Bejahung dieser Frage liegt nahe angesichts des Art. 32 Abs. 1 BankG, wonach die bankenrechtliche Stundung die in Art. 317 g SchKG umschriebenen Wirkungen einer Notstundung hat. Wie dem aber auch sei, kann ein Gesuch um bankenrechtliche Stundung nicht mehr zur Aussetzung des Konkurserkenntnisses f�hren, wenn es erst nach einer in kantonaler Instanz ausgesprochenen Konkurser�ffnung gestellt wird. Im Rekursverfahren vor Bundesgericht ist ein solches Stundungsgesuch - als eine BGE 85 III 146 S. 151erst seit dem angefochtenen Entscheid eingetretene Tatsache - nach den auch hier anwendbaren Vorschriften �ber die Rechtspflege in Schuldbetreibungs- und Konkurssachen (Art. 75 ff. OG) nicht zu beachten. Das Bundesgericht hat die kantonalen Entscheidungen lediglich gem�ss dem ihnen zu Grunde liegenden Tatbestande zu �berpr�fen. Damit stimmt �berein, dass neue Begehren, Tatsachen, Bestreitungen und Beweismittel vor Bundesgericht nicht anbringen kann, wer dazu im kantonalen Verfahren Gelegenheit hatte (Art. 79 Abs. 1 Satz 2). Die Rekurrentin wurde zum Konkursbegehren angeh�rt; w�re es aber nicht der Fall gewesen, so st�nde ihr nur zu, die Vorbringen nachzuholen, die sie in kantonaler Instanz h�tte machen k�nnen, also sich auf damals bereits eingetretene Tatsachen zu berufen, die das Konkursgericht nach ihrer Ansicht h�tte ber�cksichtigen sollen. Das Stundungsgesuch, das sie nun geltend macht, lag zur Zeit der vorinstanzlichen Entscheidung nicht nur nicht vor, sondern die Rekurrentin erkl�rte vor Kantonsgericht noch ausdr�cklich, es f�r �berfl�ssig zu halten. Der Vorinstanz kann somit auch nicht etwa vorgeworfen werden, sie habe die Konkurser�ffnung in �bereilter Weise ausgesprochen, statt einem unmittelbar bevorstehenden Stundungsgesuch Raum zu geben. Vielmehr hat sich die Bank erst nach dem vorinstanzlichen Entscheide zur Einreichung des Stundungsgesuches entschlossen, das daher nicht geeignet sein kann, zur Anfechtung des kantonalen Entscheides zu dienen. Dessen Rechtm�ssigkeit ist ausschliesslich auf Grund der bei seiner Ausf�llung bereits gegebenen Verh�ltnisse zu beurteilen.
3. Belanglos ist der Einwand, der eine der f�nf Gesuchsteller sei (als blosser Mit-, nicht Alleininhaber zweier Sparhefte) nicht legitimiert gewesen, ein Konkursbegehren zu stellen. Jedenfalls war auf die Begehren der vier andern Gesuchsteller einzutreten. Die Rekurrentin h�lt freilich daf�r, auch deren Begehren seien, mangels F�lligkeit ihrer Forderungen, unzul�ssig gewesen. Diesem Einwand h�lt BGE 85 III 146 S. 152die Vorinstanz entgegen, angesichts der an den Eingangst�ren ausgeh�ngten Mitteilung w�re es zwecklos gewesen, die Sparhefte zur Abhebung eines Kapitalbetrages vorzuweisen. Daher seien die Sparguthaben bis zum Betrage von je Fr. 500.-- sp�testens mit der Stellung des Konkursbegehrens f�llig geworden. Die Frage der F�lligkeit spielt indessen gar keine Rolle. Zu einem Konkursbegehren nach Art. 190 SchKG ist jeder Gl�ubiger berechtigt, gleichg�ltig ob seine Forderung f�llig ist oder nicht (JAEGER, N. 2 zu Art. 190 SchKG; JAEGER-DAENIKER, Praxis, ebendort). Nicht nur ist nach dem Wortlaut des Gesetzes F�lligkeit der Forderung nicht vorausgesetzt; es entspricht auch dem Zweck der Vorschrift, die Gl�ubiger beim Vorliegen eines der betreffenden Konkursgr�nde ohne R�cksicht auf die F�lligkeit ihrer Forderungen in solcher Weise zu sch�tzen. Mit der Konkurser�ffnung wird die F�lligkeit dann eben herbeigef�hrt (Art. 208 SchKG), sofern es sich nicht um Forderungen mit Pfandrecht an Grundst�cken des Schuldners handelt, die jedoch im Konkurse gleichfalls ber�cksichtigt werden (Art. 259/135 SchKG).
4. Zur Frage, ob eine Zahlungseinstellung im Sinne von Art. 190 Ziff. 2 SchKG vorliege (d.h. ob dieser Konkursgrund im Zeitpunkt des angefochtenen Entscheides vorgelegen habe), stellt die Rekurrentin eine Reihe neuer Beweisantr�ge, die nach der bereits erw�hnten Norm des Art. 79 Abs. 1 OG ausser Betracht fallen m�ssen. Nur dem Antrag auf Beizug eines Berichtes der Bankenkommission als eines mit amtlichen Aufgaben betrauten und mit den Verh�ltnissen vertrauten unparteiischen Organs konnte entsprochen werden (Art. 81 OG). Die vor Kantonsgericht beantragte Befragung von Direktor Kaufmann hat in der Verhandlung vom 25. August 1959 stattgefunden. Es er�brigte sich, diese Befragung inbezug auf die �berschuldungsfrage zu erg�nzen und einen Bericht der aktienrechtlichen Kontrollstelle, Curator AG, einzuholen, wie die Rekurrentin es laut den vor Bundesgericht vorgelegten Plaidoyernotizen in der vorinstanzlichen Verhandlung verlangte.BGE 85 III 146 S. 153
Ist doch die Curator AG laut ihrem Bericht vom 27. April 1959 zur Bilanz und zur Gewinn- und Verlustrechnung der Rekurrentin (Seite 8 des von dieser dem Kantonsgericht vorgelegten Jahresberichtes 1958) nicht in der Lage, den inneren Wert gewisser Aktivposten zu beurteilen. Vielmehr ist auf die bankengesetzlichen Revisionsberichte abzustellen, denen amtlicher Charakter zukommt (Art. 18 ff. BankG, Art. 30 ff. VV). Nach der Vernehmlassung der Bankenkommission und dem von ihr vorgelegten Revisionsbericht der "Experta" war die Rekurrentin Ende September 1958 mindestens im Betrage von Fr. ... �berschuldet. Dass die von ihr gem�ss Art. 727 OR bestimmte Kontrollstelle (Curator AG) zu weniger grossen - �brigens unter gewissen Vorbehalten genannten - �berschuldungszahlen kam, vermag diese Tatsache nicht zu entkr�ften.
Im �brigen hat die Rekurrentin der Vorinstanz keine konkreten Belege �ber die M�glichkeit einer baldigen Sanierung unterbreitet, sondern nur ihre Absicht betont, die Zahlungen in zwei bis drei Wochen wieder aufzunehmen. Die neuen Ausf�hrungen in der Rekurserg�nzung (S. 3-5) sind unbeachtlich. Sie w�ren auch gar nicht geeignet, die Ergebnisse der bankengesetzlichen Revisionen zu widerlegen. Tun sie doch gerade dar, dass die Rekurrentin ihre Verpflichtungen nicht mehr aus eigenen Mitteln erf�llen kann, sondern schwer �berschuldet ist und nur mit grossen (angeblich - unter Bedingungen - zugesicherten) fremden Mitteln sich sanieren k�nnte.
Unter diesen Umst�nden l�sst sich gegen die auf Art. 190 Ziff. 2 SchKG gest�tzte Konkurser�ffnung rechtlich nichts einwenden. Nach Ansicht der Rekurrentin liegt zwar weder eine allgemeine noch eine dauernde und endg�ltige Zahlungseinstellung vor: Die Sperre betreffe nur die in der Mitteilung an die Kundschaft genannten Gesch�ftszweige. Auf andere Verpflichtungen, z.B. den Zinsendienst oder neue, nach Erlass der Sperre zur Abwicklung gelangende Gesch�fte, beziehe sich diese Massnahme nicht.BGE 85 III 146 S. 154
Sie sei sodann nur f�r kurze Zeit vorgesehen. Beide Standpunkte erweisen sich aber als unhaltbar.
a) Von der Einstellung "seiner" Zahlungen ist nicht nur bei Einstellung s�mtlicher Zahlungen zu sprechen. Die Anwendung von Art. 190 Ziff. 2 SchKG ist auch schon dann gerechtfertigt, wenn sich die Zahlungssperre auf einen wesentlichen Teil des Gesch�ftsbetriebes bezieht. So verh�lt es sich, wenn eine Bank, wie im vorliegenden Falle, ihrem ganzen Kundenkreis aus dem Kontokorrent -, Sparheft-, Kassa-Obligationen - Gesch�ft usw. mitteilt, sie leiste keine Zahlungen mehr. Wie die Vorinstanz an Hand des Jahresberichtes 1958 der Rekurrentin feststellt, handelt es sich dabei wert- und zahlenm�ssig um den �berwiegenden Teil der Gl�ubiger. Die Behauptung, andere Verpflichtungen w�rden weiterhin erf�llt, ist �brigens durch nichts belegt. Dazu kommt, dass Zahlungen an einzelne Gl�ubiger bei der gegebenen Sachlage auf eine Gl�ubigerbeg�nstigung hinauslaufen w�rden, wie die Bankenkommission zutreffend bemerkt.
b) Um einer in solchem Umfang erfolgten Einstellung der Zahlungen die Bedeutung eines Konkursgrundes im Sinne von Art. 190 Ziff. 2 SchKG abzusprechen, m�sste man sie auf aussergew�hnliche Umst�nde vor�bergehender Natur zur�ckf�hren k�nnen, so dass die Zahlungsf�higkeit nicht in Frage gestellt w�re. Einen solchen Sachverhalt vermag die Rekurrentin nicht darzutun. Wohl mag die Verhaftung eines Direktors und deren Bekanntwerden eine pl�tzliche "Run"-Gefahr geschaffen haben. Die hierauf von der Bank angeordnete Zahlungssperre liess aber eine auf wirklicher Zahlungsunf�higkeit beruhende Gefahr f�r die Gl�ubigergesamtheit vermuten. Dies um so mehr, als seit l�ngerer Zeit Strafuntersuchungen gegen Organe der Bank h�ngig sind und sie, laut ihrer eigenen Mitteilung an die Presse, seit Jahren wegen der Bewertung von Aktivpositionen "im Rechtsstreit mit der eidgen�ssischen Bankenkommission liegt". Zur Entkr�ftung dieser Vermutung h�tte es konkreter Beweise der Zahlungsf�higkeit BGE 85 III 146 S. 155bedurft, wie sie ordentlicherweise die bankengesetzlichen Revisionsberichte bieten. Der Rekurrentin standen aber solche Ausweise nicht zur Verf�gung, da die massgebenden Berichte ung�nstig lauten. Nicht einmal einen bestimmten Termin der Wiederaufnahme der Zahlungen konnte sie dem Konkursgericht nennen, wie sie denn auch in ihrer Bekanntgabe an die Kunden nur in unbestimmter Weise die Aufhebung der Sperre in einigen Wochen in Aussicht gestellt hatte. Ber�cksichtigt man die oben erw�hnten Ursachen der Zahlungsschwierigkeiten, so ist vollends ausgeschlossen, den in Frage stehenden Konkursgrund zu verneinen. In Wahrheit liegt eine Zahlungseinstellung bis auf weiteres, auf unbestimmte Zeit, vor, somit eine dauernde im Sinne des Art. 190 Ziff. 2 SchKG, d.h. eine nicht erwiesenermassen bloss vor�bergehende Zahlungseinstellung (vgl. FRITZSCHE, II, S. 30/31).
5. Falls der angefochtene Entscheid als rechtm�ssig befunden wird, m�chte ihn die Rekurrentin dennoch nicht gelten lassen, da er unangemessen, d.h. unzweckm�ssig sei. Denn einerseits ziehe der Konkurs einer Bank mit Sicherheit f�r viele Gl�ubiger eine erhebliche Gef�hrdung ihrer Rechte nach sich, und anderseits erscheine es als untunlich, einen so zahlreiche Gl�ubiger in Mitleidenschaft ziehenden Konkurs mit seinen weitreichenden Auswirkungen auf das Begehren einiger weniger Gl�ubiger auszusprechen. Diese Betrachtungsweise vermag gegen�ber Art. 190 Ziff. 2 SchKG nicht durchzudringen. Allerdings k�nnen nach dem zweiten Satz von Art. 55 Abs. 2 VV zum BankG alle Entscheide des Konkursgerichtes und der Nachlassbeh�rde auch wegen Unangemessenheit an das Bundesgericht weitergezogen werden (abweichend von Art. 19 SchKG, wonach der Rekurs an das Bundesgericht in Schuldbetreibungs- und Konkurssachen, im Unterschied zu den im Bereich der kantonalen Instanzen geltenden Art. 17 und 18 SchKG, nur wegen Gesetzwidrigkeit zul�ssig ist, abgesehen von der Beschwerde wegen Rechtsverweigerung oder Rechtsverz�gerung). Indessen hat jene BGE 85 III 146 S. 156Vorschrift von Art. 55 VV zum BankG vor allem die F�lle im Auge, in denen das Konkursgericht oder die Nachlassbeh�rde als Beschwerdeinstanz gegen�ber der Konkursverwaltung (gem�ss Art. 36 Abs. 2 BankG) oder dem Kommiss�r (gem�ss Art. 37 Abs. 2 BankG) geurteilt hat. In einem solchen Falle ist die Weiterziehung an das Bundesgericht ebenso wie die Beschwerde an die kantonale Instanz auch wegen Unangemessenheit zul�ssig (vgl. z.B. BGE 62 III 192 Erw. 3, ferner ROSSY/REIMANN, Schweizerisches Bankengesetz, N. 2 der Vorbem. zu Art 36 ff., S. 69). Dieser Beschwerde- und Weiterziehungsgrund f�llt aber nur in Betracht, wenn und soweit eine Entscheidung in das Ermessen der zust�ndigen Beamten und Beh�rden gestellt ist. Wo eine bestimmte Amtshandlung oder Verf�gung beim Vorliegen der gesetzlichen Voraussetzungen geboten ist, sei es dass sie auf Antrag eines Berechtigten oder von Amtes wegen vorgenommen bzw. getroffen werden soll, bleibt kein Raum f�r die Verweigerung oder Unterlassung aus Gr�nden der Angemessenheit oder Zweckm�ssigkeit. Das hiesse nichts anderes als sich �ber ein gesetzliches Gebot aus vom Gesetz nicht anerkannten Gr�nden hinwegsetzen. Aus diesem Gesichtspunkt erweist sich nun insbesondere die Anfechtung eines gegen eine Bank ergangenen Konkurserkenntnisses wegen Unangemessenheit als unzul�ssig, gesetzt auch, die erw�hnte Norm der VV zum BankG sei grunds�tzlich auch auf andere als im Beschwerdeverfahren ergangene Entscheidungen des Konkursgerichts zu beziehen. Die Anwendung der Art. 171/72, 189 und 190 ff. SchKG ist eben keine Frage der Angemessenheit. Da hier der von den Gesuchstellern geltend gemachte Konkursgrund vorlag, war die Konkurser�ffnung auszusprechen. Die Anzahl der Gesuchsteller war hiebei gleichg�ltig, da nach dem eindeutigen Wortlaut von Art. 190 SchKG jeder Gl�ubiger die Konkurser�ffnung verlangen kann.
Die besondere Frage, ob einer andern Art der Liquidation oder einer Sanierung der Vortritt vor der Er�ffnung BGE 85 III 146 S. 157des Konkurses zu gew�hren sei, stellt sich im vorliegenden Falle nicht, da zur Zeit des angefochtenen Entscheides kein anderes Verfahren h�ngig war (oben Erw. 2). W�hrend Art. 46 Abs. 2 VV zum BankG die Aussetzung des Konkurserkenntnisses geradezu gebietet, wenn vor dem Konkursbegehren ein Stundungsgesuch der Bank gestellt worden ist, l�sst sich ein sp�ter, immerhin vor dem Entscheid �ber das Konkursbegehren, angebrachtes Stundungsgesuch h�chstens in entsprechender Anwendung von Art. 173a SchKG, also nach richterlichem Ermessen, als allf�lliger Grund zur Aussetzung des Konkurserkenntnisses ber�cksichtigen. Ob diese neue Vorschrift auf Bankenstundungsgesuche entsprechend anzuwenden sei, ist Rechtsfrage; ob sich die Aussetzung des Konkurserkenntnisses auf Grund dieser Bestimmung (deren Anwendbarkeit vorausgesetzt) im einzelnen Falle rechtfertige, eine Frage der Angemessenheit. Hier ist aber, wie in Erw. 2 dargelegt wurde, weder zu jener Rechtsfrage noch zu der sich bei deren Bejahung erhebenden Ermessensfrage Stellung zu nehmen, da der tats�chliche Vorgang, an den sich die beiden Fragen kn�pfen w�rden, sich erst nach dem angefochtenen Entscheid ereignet hat und daher nach den Vorschriften �ber den Rekurs an das Bundesgericht nicht mehr in Betracht f�llt.
6. Die dem Rekurs nach Art. 36 SchKG erteilte aufschiebende Wirkung �ndert nichts daran, dass das Bundesgericht den angefochtenen Entscheid gem�ss Art. 75 ff. OG lediglich auf Grund der bei seiner Ausf�llung bereits eingetretenen Tatsachen zu beurteilen hat. Dagegen hat die Aufschiebung des Vollzuges des kantonalen Konkurserkenntnisses nun zur Folge, dass als Datum der Konkurser�ffnung dasjenige des heutigen Entscheides zu gelten hat, der erst den Hinfall der aufschiebenden Wirkung des Rekurses ausspricht. Nach fr�herer Auffassung w�re bei Erteilung aufschiebender Wirkung "das ganze Konkurserkenntnis suspendiert"; "wird es aber von der Berufungsinstanz best�tigt, so ist nicht etwa das Datum ihres BGE 85 III 146 S. 158Erlassen, sondern dasjenige des erstinstanzlichen Erkenntnisses f�r den Zeitpunkt der Konkurser�ffnung bestimmend" (so JAEGER, N. 1 zu Art. 175 SchKG). Diese Betrachtungsweise stand im Einklang mit der Praxis der staatsrechtlichen Abteilung des Bundesgerichts, wonach die in erster Instanz ausgesprochene Konkurser�ffnung als solche rechtskr�ftig wird, auch wenn Berufung eingelegt und ihr aufschiebende Wirkung erteilt wird, vorausgesetzt nur, dass der Berufungsentscheid dann auf Best�tigung lautet. Denn die aufschiebende Wirkung hemme nicht sowohl die Rechtskraft, als vielmehr bloss die Vollstreckbarkeit des erstinstanzlichen Konkurserkenntnisses (vgl. BGE 46 I 365 ff., BGE 47 I 205 ff.). Sp�ter setzte sich jedoch eine abweichende Ansicht durch, die JAEGER-DAENIKER, Praxis (N. 1 zu Art. 175 SchKG) mit Hinweis auf VETSCH (in SJZ 33 S. 152) dahin umschreibt, die Wirkung der Konkurser�ffnung trete bei Weiterziehung des erstinstanzlichen Konkurserkenntnisses und Erteilung aufschiebender Wirrkung "erst in dem Moment ein, wo die aufschiebende Wirkung dahinf�llt, also entweder das erstinstanzliche Erkenntnis best�tigt wird, oder im Zeitpunkt des R�ckzuges der Berufung oder der Aufhebung der Suspensivwirkung". In diesem Sinne hat sich nun die II. Zivilabteilung des Bundesgerichts in mehreren Entscheiden ausgesprochen (BGE 53 III 204 ff. und namentlich BGE 79 III 43 ff., wo eingehend zu abweichenden Lehrmeinungen Stellung genommen wird; damit �bereinstimmend die Ausf�hrungen der Schuldbetreibungs- und Konkurskammer in BGE 54 III 11, wonach Rechtsgesch�fte, die der Schuldner w�hrend der H�ngigkeit seiner Berufung gegen das erstinstanzliche Konkurserkenntnis abschliesst, dann, wenn dem Rechtsmittel aufschiebende Wirkung beigelegt wurde, als vor der Konkurser�ffnung abgeschlossen zu gelten haben). An dieser Betrachtungsweise (vgl. FRITZSCHE II 15 oben) ist festzuhalten, auch aus der praktischen Erw�gung, dass es nicht wohl angeht, die Wirkungen einer infolge Anwendung von Art. 36 SchKG BGE 85 III 146 S. 159im Weiterziehungsverfahren nicht eher bekannt gemachten Konkurser�ffnung, namentlich die Konkursfolgen gem�ss Art. 204 Abs. 1 SchKG, gleichwohl mit dem unter Umst�nden mehrere Monate zur�ckliegenden Datum des erstinstanzlichen Konkurserkenntnisses eintreten zu lassen.
Das Datum der Konkurser�ffnung ist somit das des heutigen Entscheides, und zwar das der Ausf�llung, womit die Rechtskraft eintritt (Art. 38 OG).
1.- Der Rekurs wird abgewiesen und der angefochtene Entscheid best�tigt.
2.- Die dem Rekurs vom 27. August 1959 verliehene aufschiebende Wirkung f�llt dahin. Datum der Konkurser�ffnung: 2. Oktober 1959, 11 Uhr.

References: BGE 
 Art. 36
 Art. 55
 BGE 
 Art. 29
 Art. 46
 Art. 173
 Art. 32
 Art. 317
 BGE 
 BGE 
 Art. 190
 Art. 190
 Art. 190
 Art. 79
 Art. 30
 Art. 727
 Art. 190
 Art. 190
 Art. 190
 BGE 
 Art. 190
 Art. 190
 Art. 55
 Art. 19
 Art. 17
 BGE 
 Art. 55
 Art. 36
 Art. 37
 BGE 
 Art. 171
 Art. 190
 BGE 
 Art. 46
 Art. 173
 Art. 36
 Art. 75
 BGE 
 Art. 175
 BGE 
 BGE 
 Art. 175
 BGE 
 BGE 
 Art. 36
 BGE 
 Art. 204