Source: https://www.einfachstartup.de/nebengewerbe-steuern/
Timestamp: 2017-11-21 19:05:37+00:00

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Erik6 Kommentare 13. Oktober 2016
Du willst dich nebenberuflich selbstständig machen und hast keine Lust, die „Steuerkeule“ abzubekommen? Du fragst dich, wie du für dein Nebengewerbe Steuern richtig abführen kannst? Im nachfolgenden Blogartikel zum Thema “Nebengewerbe Steuern” habe ich die relevantesten steuerlichen Regelungen für dich zusammengefasst.
Nach der Lektüre wirst du merken, dass das steuerlichen Aufkommen für eine Selbstständigkeit immens ist, denn der Sozialstaat kostet. Als Angestellter hattest du mit dem Thema Steuern nicht viel zu tun. Wahrscheinlich hat dich auf deiner Gehaltsabrechnung am meisten interessiert, was rechts unten beim Netto-Gehalt steht. Müssten Arbeitnehmer wie in der Schweiz den Gesamtbetrag ihrer Steuer für das vorangegangene Jahr auf einen Schlag zahlen, würde den meistens Menschen bewusst werden, wie stark die Abgabenlast ist.
Nebengewerbe Steuern – Definition Nebengewerbe
Das Thema “Nebengewerbe Steuern” ist nicht ganz unwichtig. Ich sage mal so – “Ich habe schon Pferde kotzen sehen.” Das Thema Steuern ist deswegen so brisant, weil du wahrscheinlich aus einem Angestelltenverhältnis kommst und daher gewohnt bist, dass der Arbeitgeber für dich die Steuer vom Bruttolohn zum Finanzamt abführt und du das, was auf deinem Konto ankommt, letztendlich zur freien Verfügung hast. Darauf sind wir in diesem System konditioniert. Bei einem Unternehmen, ob es nun ein Nebengewerbe oder ein Vollgewerbe ist, läuft dies anders. Dann bist du nämlich selbst dafür verantwortlich, diese Steuern abzuführen. Damit du nicht in eine Falle tappst, gebe ich dir Tipps, wie du beim Nebengewerbe Steuern richtig abführst und weiterhin selbstständig bleibst. Alles zum Thema nebenberufliche Selbstständigkeit findest du hier.
Nebengewerbe Steuern – Was ist ein Nebengewerbe und was nicht?
Um für das Nebengewerbe Steuern abzuführen, ist es wichtig zu wissen, was überhaupt ein Nebengewerbe ist. Es führt derjenige ein Nebengewerbe aus, der nebenberuflich selbstständig ist. Das sind all diejenigen, die einer Haupttätigkeit wie einem Studium, einer festen Anstellung oder einer Beamtentätigkeit nachgehen. Dabei müssen Grenzen eingehalten werden.
Die maximal investierte Zeit darf den Richtwert von 18 Stunden in der Woche nicht überschreiten. Der Haupterwerb sollte wirtschaftlich noch immer den Arbeitsmittelpunkt darstellen. Für Beamte, Schüler, Azubis und Minderjährige gibt es bei einem Nebengewerbe besondere Regelungen, die ich ausführlich in diesem Blogartikel beschrieben habe. Außerdem findest du in dem Artikel viele nützliche Tipps zur nebenberuflichen Selbstständigkeit.
Nebengewerbe Steuern – Welche Steuern musst Du zahlen?
Die schlechte Nachricht vorab: Ja, du musst Steuern zahlen. Aber die gute Nachricht ist, wenn du Steuern zahlen musst, bedeutet das auch, dass du Umsätze hast. Das heißt, das Finanzamt nimmt dir nur dann etwas weg, wenn es für dich gut läuft. Es ist wichtig, dass du dir dieses Geld auf die Seite legst oder zumindest gedanklich weg planst. Aus meiner Sicht sind die drei wichtigsten Steuern folgende:
(3) Gewerbesteuer und der Freibetrag für Einzelunternehmen und für die GbR
Die Körperschaftssteuer brauchst du nur zahlen, wenn du eine Kapitalgesellschaft gründest. Aktuell beträgt die Körperschaftsteuer 15 % vom Gewerbeertrag. Eine von Gründern oft verwendete Kapitalgesellschaft ist die UG (Unternehmergesellschaft haftungsbeschränkt). Hier haftest du nicht mit deinem privaten Vermögen, dafür ist der Aufwand für die Gründung und Buchführung etwas größer. Auf Ausschüttungen ist die Abgeltungssteuer in Höhe von 25 % zu zahlen. Auf diesen Betrag fallen dann nochmal 5,5 % Solidaritätszuschlag und ggf. Kirchensteuer an. Das tut weh und erschwert es, sich als Jungunternehmer in Deutschland Substanz aufzubauen, da der Staat fleißig mit kassiert. In diesem Beispiel fehlt noch die Gewerbesteuer, die jedoch von Gemeinde zu Gemeinde unterschiedlich ist. Mehr zu den Rechtsformen findest hier.
Nebengewerbe Steuern – Einkommenssteuer und Gewinnfeststellung
Wie ist es mit der Einkommensteuer und der Gewinnfeststellung?
Als Einzelunternehmer kannst du eine einfache Einnahmen-Überschuss-Rechnung machen, sofern du in einem Jahr nicht mehr als 60.000 Euro Gewinn oder 600.000 Euro Umsatz machst. Das steht im §141 der Abgabeordnung. Wenn du diese Größenordnung überschreitest, bist du dazu verpflichtet, eine Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung zu erstellen, die sogenannte doppelte Buchführung. Wie sieht eine Einnahmen-Überschuss-Rechnung aus? Im Prinzip sind das alle deine Betriebseinnahmen minus der Betriebsausgaben und Abschreibungen. Daraus entsteht dein Gewinn, der versteuert werden muss. Zum zu versteuernden Einkommen hinzugezählt werden dein Bruttolohn minus Werbungskosten, etwaige Mieten, die Du generierst, minus ggf. Immobilienaufwendungen.
Jetzt stellst du dir wahrscheinlich die Frage, wie du günstig eine Einnahmen-Überschuss-Rechnung machst. Ich habe damals das Programm “Steuertipps” benutzt. In diesem wirst du anhand eines roten Fadens durch die einzelnen Punkte gelotst. Aus meiner Sicht kann man die Einnahmen-Überschuss-Rechnung durchaus in Eigenregie machen, lediglich bei der doppelten Buchführung wäre ich ohne grundlegende Vorkenntnisse eher vorsichtig. Ein Steuerberater wird für die Einnahmen-Überschuss-Rechnung ungefähr 600 Euro veranschlagen. Je nachdem, wieviel Zeit du für die Einarbeitung ins Programm brauchst und wie viel deine Stunde wert ist, kannst du dir diese Summe sparen. Wenn du jedoch beispielsweise deine eigene Stunde mit 100 € berechnest und nach einmaliger Einarbeitung immer noch 15 Stunden dafür brauchst, ist der Steuerberater in der Gesamtbetrachtung günstiger. In diesem Fall ist es besser, wenn du dich auf dein Tagesgeschäft fokussierst und einen Steuerberater engagierst.
Der Steuersatz wird auf das zu versteuernde Einkommen angewendet. Daraus wird die zu zahlende Steuerlast ermittelt. Für deinen Bruttolohn hat dein Arbeitgeber die Lohnsteuer bereits abgeführt, wenn du nebenberuflich selbstständig bist. Hier könntest du dein zu versteuerndes Einkommen durch Werbungskosten wie Fahrten zur Arbeit mindern. Wenn du Mieteinkünfte generierst, musst du diese ebenfalls bei deiner Steuererklärung verbuchen. Nun kannst du deine Steuerlast mit Hilfe des BMF-Steuerrechners berechnen. In diesem kannst du dein zu versteuerndes Einkommen eingeben. Nehmen wir mal an, du machst 30.000 Euro Gewinn aus dem Gewerbebetrieb (Gewinn = Umsatz – Kosten) und hast 30.000 Euro Bruttolohn abzüglich Werbungskosten. Dann hättest du ein zu versteuerndes Einkommen von 60.000 Euro. Das kannst du dann beim BMF Steuerrechner berechnen. Laut dem BMF Steuerrechner müsstest du in diesem Fall circa 17.000 Euro Einkommensteuer zahlen. Wenn dein Arbeitgeber von deinem Lohn bereits 6.000 bis 7.000 Euro abgeführt hat, müsstest du den Restbetrag von 10.000 Euro beiseite legen. Diese werden im nächsten Jahr fällig, wenn du die Gewinnfeststellung und die Steuererklärung erstellt hast. Die Steuererklärung besteht aus der Einnahmen-Überschuss-Rechnung, der Gewerbesteuererklärung und der Einkommenssteuererklärung. Wenn du Umsatzsteuer ausweist, kommt noch die Umsatzsteuererklärung hinzu.
Wir haben in Deutschland ein Grenzsteuersatzsystem. Der nächste Euro wird immer mehr besteuert als der vorherige, je höher dein Einkommen ist. Ab knapp 50.000 Euro zahlt man auf den Gewinn satte 42 % Steuern, die man sich natürlich auf die Seite legen muss. Ansonsten kommt irgendwann die große Rechnung, das Finanzamt will sein Geld haben, es fehlen aber zur Begleichung die finanziellen Mittel. Die Umsatzsteuer wird spätestens 30 Tage nach Abgabe der Steuererklärung fällig. Einkommenssteuerschulden können maximal 6 Monate gestundet werden.
Nebengewerbe Steuern – Umsatzsteuer
Die Umsatzsteuer ist eine Endverbrauchersteuer. Das heißt, wenn du privat konsumierst, bist du ein Endverbraucher. Das heißt alle, die keine Firma sind, sind Endverbraucher und müssen Umsatzsteuer bezahlen. Das ist auch der Grund, warum du dir die Umsatzsteuer, die du als Firma zahlst, wieder holen kannst: In diesem Fall bist du kein Endverbraucher. Du bist eine Firma, also Zwischenhändler, Produzent einer bestimmten Ware oder einer bestimmten Dienstleistung. Das bedeutet, wenn du dir jetzt als Firmeninhaber einen PC für 1000 Euro kaufst, kannst du dir die 190 Euro Umsatzsteuer zurückholen. Es gibt im Umsatzsteuergesetz einige Paragraphen, die wichtig sein können. So zum Beispiel § 4 Umsatzsteuergesetz (UStG). Darin steht, welche Umsätze steuerfrei sind. Auf diese Umsätze darf man keine Umsatzsteuer erheben. Und dann gibt es laut § 12 UStG auch Steuersätze, die mit 7 % belegt werden, auch wenn die meisten mit 19% besteuert werden. Hier findest du beide Paragraphen.
§ 12 Umsatzsteuergesetz und § 4 Umsatzsteuergesetz
Wenn wir uns den § 4 anschauen, dann stehen darin die Klassiker wie die Gewährung und auch die Vermittlung von Krediten. Das heißt, wenn ich aus der Vermittlung von Krediten Provision von der Bank oder vom Kunden bekomme, dann werde ich darauf keine Umsatzsteuer ausweisen. Die Umsätze in Punkt 11 als Bausparkassenvertreter, Versicherungsvertreter oder Versicherungsmakler sind ebenfalls von der Umsatzsteuer befreit. Der Nachteil ist, wenn ich mir als Geschäftstreibender beispielsweise einen Computer kaufe, kann ich mir dafür keine Umsatzsteuer zurückholen. Wenn ich verschiedene Umsätze habe, das heißt welche mit Umsatzsteuer und welche ohne, wird daraus das Verhältnis gebildet und ich kann mir im Verhältnis genau so viel Umsatzsteuer zurückholen, wie ich auf meine Umsätze abgeführt habe.
Jetzt schauen wir uns § 12 an. Darin steht, dass eigentlich jeder Umsatz mit 19 % bemessen wird. Es gilt also eine generelle Umsatzsteuer von 19 %. Es gibt aber auch Umsätze, die mit 7 % besteuert werden, z. B. Theaterkarten oder die Vermietung von Hotelbettzimmern, Tierzucht, künstliche Tierbesamung oder Leistung der Qualitätsprüfung in der Tierzucht. Wenn du so etwas machst, fallen nur 7 % MwSt. an, sagt der Gesetzgeber.
Die Umsatzsteuer muss als Neugründer monatlich abgeführt werden. Es kann durchaus zu Hektik führen, wenn du von deinen Kunden jeden Monat die 19 % Umsatzsteuer erheben und diese an das Finanzamt abführen musst. Dies ist mit sehr viel Arbeit verbunden, da du zwölfmal im Jahr eine Umsatzsteuermeldung machen musst. Das heißt, du bist jeden Monat mindestens ein bis zwei Stunden mit der Buchhaltung beschäftigt, mit dem Kopieren von Belegen sowie der Übertragung ins Programm und der Übermittlung ans Finanzamt. Für einen Kleinunternehmer oder Unternehmer im Nebengewerbe ist das viel Arbeit. Aus diesem Grund hat sich das Finanzamt etwas ausgedacht: Die Kleinunternehmerregelung.
Nebengewerbe Steuern – die Kleinunternehmerregelung
Die Kleinunternehmerreglung besagt, dass du laut § 19 UStG gar keine Umsatzsteuer abführen musst, wenn du im Vorjahr unter 17.500 Euro Umsatz gemacht oder im gleichen Jahr voraussichtlich 50.000 Umsatz nicht übersteigst. Im Gegenzug darfst du diese auch nicht auf den Rechnungen ausweisen. Für Endverbraucher ist dein Produkt um 19 % erschwinglicher, wenn du jedoch im B2B Bereich arbeitest, spielt es keine Rolle, da sich Unternehmer die Umsatzsteuer wieder holen. Viele Gründer wählen die Kleinunternehmerregelung, da diese administrative Vorteile bietet. Du kannst sie auf dem steuerlichen Erfassungsbogen beim Abschnitt Umsatzsteuer auswählen. Hier erfährt du alles über den steuerlichen Erfassungsbogen.
Nebengewerbe Steuern – die Gewerbesteuer
Als Kleingewerbetreibender und als Einzelunternehmen oder als eine Gesellschaft bürgerlichen Rechts hast du einen Freibetrag von 24.500 Euro Gewerbegewinn. Es zählt pro Gewerbe der reine Gewinn, nicht der Umsatz. Nehmen wir einmal an, du hast eine Tätigkeit wie Unternehmensberatung und Großhandel. Es besteht die Möglichkeit, zwei separate Gewerbe anzumelden. Somit profitierst du von einem doppelten Freibetrag, da der Freibetrag pro Gewerbe gilt. Jede Gemeinde erhebt für die Gewerbesteuer unterschiedliche Sätze. Hier kannst du sehen, wie die Berechnung funktioniert.
Nebengewerbe Steuern – Besonderheiten
Falls die Wahl der Rechtsform auf eine Kapitalgesellschaft fällt, bist du kein Kleingewerbetreibender. Das bedeutet, du musst größenunabhängig eine Bilanz sowie eine Gewinn- und Verlustrechnung erstellen. Die einzige Rechtsform, die noch mit einem Kleingewerbe vereinbar ist, ist die GbR.
Der Name ist entscheidend. Es sollte immer der Vor- und Nachname zusammenhängend stehen, z. B. Friseur Max Muster. Bei Übernahme eines Kleingewerbes steht dann beispielsweise Friseur Max Muster, aber Inhaber John Do.
IHK Befreiung
Nach § 3, Absatz 3, Satz 4 IHK-Gesetz kannst du dich als Erstgründer von dem Mitgliedsbeitrag befreien. Mit Anmeldung des Nebengewerbes bist du Pflichtmitglied in der IHK oder Handwerkskammer, welche dafür natürlich entlohnt werden möchten. Welche Dienstleistungen dir diese Institutionen im Gegenzug bieten, darüber lässt sich aus meiner Sicht streiten. Gerade was die Gründerberatung betrifft, würde ich wahrscheinlich auf einer Skala von 1 bis 10, wenn 10 das Beste ist, wohl eher weniger Punkte als mehr geben. Wir können uns dem jedoch nicht entziehen. Das heißt, wenn dich die IHK anschreibt (und das wird sie, weil bei Gewerbeanmeldung automatisch eine Mitteilung an die zuständige IHK verschickt wird), dann stellst du am besten einen Antrag auf Befreiung. Danach bist du für 2 Jahre vom Grundbetrag von mindestens 35 € pro Jahr befreit und 4 Jahre von der Umlage, die 0,22 Prozent vom Gewerbeertrag beträgt.
Das ist es eigentlich schon gewesen. Was heißt eigentlich? Das war jetzt wahrscheinlich harter Tobak für Dich. 🙂
Nebengewerbe Steuern – Mein Fazit
1) Plane die Steuerzahlungen rechtzeitig mit ein
2) Übernimm Verantwortung für dein Unternehmen, weil es keinen anderen geben wird, der das tut
3) Nutze auf jeden Fall die genannten Tools wie FastBill oder Steuertips, um deinen Zeiteinsatz erheblich zu reduzieren
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14. Oktober 2016 20:04
erstmal vielen Dank für diesen Super Artikel.
Wie ist es eigentlich wenn man ein nebengewerbe zu Hauptberuf hat und dabei Minus gemacht hat?
Kann man das auch geltend machen, aber in diesem falle halt als minus?
17. Oktober 2016 12:33
erstmal vielen Dank für deine Anfrage zum Artikel – Nebengewerbe Steuern.
Eine generelle Aussage ist zu diesem Thema nicht Möglich, da es abhängig von der Rechtsform ist. Bei Kapitalgesellschaften ( UG, GmbH oder AG) können Verluste mit anderen Einkunftsarten wie Lohn ( Einkünfte aus nichtselbstständiger Arbeit) nicht verrechnet werden. Bei Personengesellschaften sieht es anders aus. Hier können Verluste mit Einkünften aus nicht selbstständiger Arbeit (Lohn) verrechnet werden. Bei langanhaltenden Verlusten kann das Finanzamt irgendwann den Hahn zudrehen, es wird dann Liebhaberei unterstellt und Betriebsausgaben bez. Verluste nicht mehr zuerkannt.
OB ein Nebengewerbe oder Hauptgewerbe geführt wird ist bei der Betrachtung nicht entscheidend sondern die Rechtsform und die Glaubhaftigkeit ob Gewinne irgendwann erzielt werden können.
Empfehle den Artikel Nebengewerbe Steuern gerne weiter 🙂
Falls ich noch was für dich tun kann, lass es mich wissen.
17. Oktober 2016 12:48
hast mir echt sehr geholfen ☺
Ich habe jetzt mein Kleingewerbe angemeldet (Nebenerwerb). Den Gewerbeschein habe ich heute bekommen.
Darf ich schon eine Rechnung schreiben, wenn ich die Steuernummer noch nicht bekommen habe?
Dies kann ja vom FA noch einige Zeit dauern. Kannst Du was dazu sagen?
24. November 2016 23:23
erstmal vielen Dank für deine Anfrage zum Artikel – Kleingewerbe Steuern.
Es handelt sich hier um eine sehr berechtigte Frage. Diese taucht vor allem bei den Gründern auf die Regelunternehmen sind. Es geht hier vor allem um den Vorsteuerabzug. Denn im § 14 Abs. 4 Nr. 2 UStG wird das klar gefordert:
$ 14 Abs. 4 Eine Rechnung muss folgende Angaben enthalten:
Nr. 2…die dem leistenden Unternehmer vom Finanzamt erteilte Steuernummer oder die ihm vom Bundeszentralamt für Steuern erteilte Umsatzsteuer-Identifikationsnummer,..
Derjenige der die Rechnung ohne Steuernummer ausstellt kann also dem Gegenüber keine Vollwertige Rechnung stellen. Ist diese hoch und wird nur angezahlt kann es sein das die Finanzverwaltung die Vorsteuer nicht ausbezahlt. Es könnte sich ja um eine Scheinrechnung handeln.
Gründer die Kleinunternehmer nach § 19 UStG sind, können die Steuernummer nachreichen denn Sie weisen auf der Rechnung gar keine Umsatzsteuer aus. Gründer sollten trotzdem das Aktenzeichen verwenden.
Regelunternehmer: Eine andere Möglichkeit die von Finanzamt zu Finanzamt unterschiedlich gehandhabt wird ist das Aktenzeichen zu verwenden, was in dem Anschreiben zum steuerlichen Erfassungsbogen steht. Das Problem ist das der Gründer es grundsätzlich mit seinem Finanzamt abklären kann aber was nützt das demjenigen der die Rechnung bezahlen muss wenn er bei einem anderen Finanzamt ist? Gar nichts, denn er muss es abklären. Dies kann bei vielen kleinen Rechnung zu erheblichen Aufwand führen. Erfahrungsgemäß besteht aber eher bei großen Rechnungen Erklärungsbedarf. Da die Vorsteuer wie ein Darlehen ist und erst mit Abführung der Umsatzsteuer also meist einen Monat nach Zahlung getilgt wird.
Wichtig ist das du auch die in § 14 Abs. 4 Nr. 2 UStG anderen Merkmale an eine Rechnung erfüllst.
Hier ist ein Link zum Paragraphen. Ist keine Rocket Science 🙂
Zu dem Thema Aktenzeichen gibt es auch hier ein Urteil vom Niedersächsischen Finanzgerichtshof
Gründer die noch keine Steuernummer haben sollten also in Punkt eins immer ihre Gewerbeanmeldung mitschicken und das Aktenzeichen auf ihrer Rechnung verwenden.
12. August 2017 18:20
Hallo ich hat fragen, wann ich offen nebengewerbe und im jahr ch hat keine arbeit ich musst bezahlen für finanzamte etwas und versicherung?

References: §141
 § 4
 § 12

§ 12
 § 4
 § 4
 § 12
 § 19
 § 3
 § 14
 § 19
 § 14