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Timestamp: 2019-05-22 22:15:19+00:00

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BGH, 29.06.1995 - I ZR 137/93 - dejure.org
BGH, 29.06.1995 - I ZR 137/93
https://dejure.org/1995,627
BGH, 29.06.1995 - I ZR 137/93 (https://dejure.org/1995,627)
BGH, Entscheidung vom 29.06.1995 - I ZR 137/93 (https://dejure.org/1995,627)
BGH, Entscheidung vom 29. Juni 1995 - I ZR 137/93 (https://dejure.org/1995,627)
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Rabattrechtswidrigkeit - Kundenvermittler - Klageantrag
Barzahlungsnachlaß
RabattG § 1 Abs. 1; ZPO § 253 Abs. 2 Nr. 2
"Verbraucherservice"; Hinreichende Bestimmtheit eines Unterlassungsantrags; Rabattrechtswidrigkeit eines Bonussystems
Rabatt vom Einkaufsring - Ein pauschaler Rabatt von zehn Prozent auf alle Kaufpreise ist unzulässig
Bestimmtheit des Klageantrags im Wettbewerbsprozeß; Rabattrechtswidrigkeit des Zusammenwirkens eines Kundenvermittlers mit Einzelhändlern
LG München I - 1 HKO 2159/92
OLG München, 26.11.1992 - 6 U 5025/92
OLG München, 29.04.1993 - 6 U 5025/92
NJW 1995, 3187
GRUR 1995, 832
WM 1995, 1892
Jedenfalls in Fällen, in denen ein Tatbestandsmerkmal zwischen den Parteien umstritten ist, reicht es nicht aus, nur den - nicht hinreichend bestimmten - Gesetzestext in den Antrag aufzunehmen (vgl. BGH, Urt. v. 29.6.1995 - I ZR 137/93, GRUR 1995, 832, 833 = WRP 1995, 1026 - Verbraucherservice;… Urt. v. 24.11.1999 - I ZR 189/97, GRUR 2000, 438, 440 = WRP 2000, 389 - Gesetzeswiederholende Unterlassungsanträge;… Urt. v. 12.7.2001 - I ZR 261/98, GRUR 2002, 77, 78 = WRP 2002, 85 - Rechenzentrum;… Teplitzky, Wettbewerbsrechtliche Ansprüche und Verfahren, 9. Aufl., Kap. 51 Rdn. 8a;… Fezer/Büscher, UWG, § 12 Rdn. 243).
Die Wiedergabe des gesetzlichen Verbotstatbestands in der Antragsformulierung ist auch dann unschädlich, wenn sich das mit dem selbst nicht hinreichend klaren Antrag Begehrte im Tatsächlichen durch Auslegung unter Heranziehung des Sachvortrags des Klägers eindeutig ergibt und die betreffende tatsächliche Gestaltung zwischen den Parteien nicht in Frage gestellt ist, sondern sich der Streit der Parteien ausschließlich auf die rechtliche Qualifizierung der angegriffenen Verhaltensweise beschränkt (BGH, Urt. v. 29.6.1995 - I ZR 137/93, GRUR 1995, 832, 834 = WRP 1995, 1026 - Verbraucherservice;… Urt. v. 19.4.2007 - I ZR 35/04, GRUR 2007, 708 Tz. 50 = WRP 2007, 964 - Internet-Versteigerung II).
Die Bejahung der Bestimmtheit setzt in solchen Fällen allerdings grundsätzlich voraus, dass sich das mit dem selbst nicht hinreichend klaren Antrag Begehrte im Tatsächlichen durch Auslegung unter Heranziehung des Sachvortrags des Klägers eindeutig ergibt und die betreffende tatsächliche Gestaltung zwischen den Parteien nicht in Frage gestellt ist, sondern sich der Streit der Parteien ausschließlich auf die rechtliche Qualifizierung der angegriffenen Verhaltensweise beschränkt (BGH, Urteil vom 29. Juni 1995 - I ZR 137/93, GRUR 1995, 832, 834 = WRP 1995, 1026 - Verbraucherservice;… Urteil vom 19. April 2007 - I ZR 35/04, GRUR 2007, 708 Rn. 50 = WRP 2007, 964 - Internet-Versteigerung II;… BGH, GRUR 2010, 749 Rn. 21 - Erinnerungswerbung im Internet).
Entziehung des Wohnungseigentums wegen massiver Störung des Hausfriedens: Pflicht …
Der - im Übrigen auch auslegungsfähige (vgl. BGH, Urt. v. 29. Juni 1995 - I ZR 137/93, NJW 1995, 3187, 3188) - Antrag ist vollstreckungsfähig: die Beklagten sollen - in nicht vorschreibbarer Weise (vgl. BGH, Beschl. v. 4. Mai 1995 - V ZB 5/95, NJW 1995, 2036) - dafür Sorge tragen, dass die Eheleute ... weder das Sonder- noch Gemeinschaftseigentum betreten und benutzen.
Ein auf die Verurteilung zur Unterlassung gerichteter Klageantrag, der sich darauf beschränkt, die Tatbestandsmerkmale des Gesetzes, auf das er sich stützt, wiederzugeben, ist grundsätzlich unbestimmt (vgl. BGH, Urt. v. 29.6.1995 - I ZR 137/93, GRUR 1995, 832, 833 = WRP 1995, 1026 - Verbraucherservice;… GroßKommUWG/Jacobs, Vor § 13 D Rdn. 110;… Zöller/Greger, ZPO, 21. Aufl., § 253 Rdn. 13b;… Teplitzky, Wettbewerbsrechtliche Ansprüche, 7. Aufl., Kap. 51 Rdn. 8;… Pastor/Ahrens/Jestaedt, Der Wettbewerbsprozeß, 4. Aufl., Kap. 27 Rdn. 15, jeweils m.w.N.).
Die Bejahung der Bestimmtheit setzt in solchen Fällen allerdings grundsätzlich voraus, dass sich das mit dem selbst nicht hinreichend klaren Antrag Begehrte im Tatsächlichen durch Auslegung unter Heranziehung des Sachvortrags des Klägers eindeutig ergibt und die betreffende tatsächliche Gestaltung zwischen den Parteien nicht in Frage gestellt ist, sondern sich der Streit der Parteien ausschließlich auf die rechtliche Qualifizierung der angegriffenen Verhaltensweise beschränkt (BGH, Urteil vom 29. Juni 1995 - I ZR 137/93, GRUR 1995, 832, 834 = WRP 1995, 1026 - Verbraucherservice;… Urteil vom 19. April 2007 - I ZR 35/04, GRUR 2007, 708 Rn. 50 = WRP 2007, 964 - Internet-Versteigerung II;… BGH, GRUR 2010, 749 Rn. 21 - Erinnerungswerbung im Internet;… GRUR 2015, 1235 Rn. 10 - Rückkehrpflicht V).
Eine unbestimmte Antragsformulierung ist unschädlich, wenn sich das Begehrte im Tatsächlichen durch Auslegung unter Heranziehung des Sachvortrags des Klägers eindeutig ergibt und die betreffende tatsächliche Gestaltung zwischen den Parteien nicht in Frage gestellt ist, sondern sich der Streit der Parteien ausschließlich auf die rechtliche Qualifizierung der angegriffenen Verhaltensweise beschränkt (BGH, Urteil vom 29. Juni 1995 - I ZR 137/93, GRUR 1995, 832, 834 - Verbraucherservice;… Urteil vom 29. April 2010 - I ZR 202/07, GRUR 2010, 749 Rn. 21 = WRP 2010, 1030 - Erinnerungswerbung im Internet;… Urteil vom 2. März 2017 - I ZR 194/15, GRUR 2017, 537 Rn. 12 = WRP 2017, 542 - Konsumgetreide).
Die Bejahung der Bestimmtheit setzt in solchen Fällen allerdings grundsätzlich voraus, dass sich das mit dem selbst nicht hinreichend klaren Antrag Begehrte im Tatsächlichen durch Auslegung unter Heranziehung des Sachvortrags des Klägers eindeutig ergibt und die betreffende tatsächliche Gestaltung zwischen den Parteien nicht in Frage gestellt ist, sondern sich der Streit der Parteien ausschließlich auf die rechtliche Qualifizierung der angegriffenen Verhaltensweise beschränkt (BGH, Urteil vom 29. Juni 1995, I ZR 137/93, GRUR 1995, 832, 834 - Verbraucherservice;… Urteil vom 19. April 2007, I ZR 35/04, GRUR 2007, 708Rn. 50 - Internet-Versteigerung II;… GRUR 2010, 749, Rn. 21 - Erinnerungswerbung im Internet;… GRUR 2015, 1235, Rn. 10 - Rückkehrpflicht V).
Zur Konkretisierung eines begehrten Verbotes kann eine Auslegung des Antragsinhalts unter Heranziehung des Sachvortrages des Klägers erfolgen (BGH NJW 1995, 3187, 3188).
Vorliegend umschreibt der Antrag das begehrte Verbot jedoch derart abstrakt wie ein Unterlassungsantrag, der sich auf die bloße Wiedergabe des gesetzlichen Verbotstatbestandes beschränkt (BGH NJW 2000, 1792, 1793; NJW 1995, 3187, 3188).
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References: § 1
 § 253
 § 12
 § 13
 § 253
 § 17