Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=BGH&Datum=25.04.2007&Aktenzeichen=VIII%20ZR%20234/06
Timestamp: 2020-02-24 20:55:00+00:00

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BGH, 25.04.2007 - VIII ZR 234/06 - dejure.org
BGH, 25.04.2007 - VIII ZR 234/06
https://dejure.org/2007,1179
BGH, 25.04.2007 - VIII ZR 234/06 (https://dejure.org/2007,1179)
BGH, Entscheidung vom 25.04.2007 - VIII ZR 234/06 (https://dejure.org/2007,1179)
BGH, Entscheidung vom 25. April 2007 - VIII ZR 234/06 (https://dejure.org/2007,1179)
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BGB §§ 535, 1124; ZPO §§ 286, 529 Abs. 1 Nr. 1
Wirksamkeit einer vor einer Beschlagnahme gemäß einem Mietvertrag geleisteten Mietvorauszahlung in einem Einmalbetrag; Wirksamkeit von Vorausverfügungen des Vollstreckungsschuldners im Falle der Betreibung der Zwangsvollstreckung durch den Grundpfandgläubiger; Bedeutung ...
Wirksamkeit gegenüber Grundpfandgläubiger bei Mietvorauszahlung als Einmalbetrag vor Beschlagnahme
Einmalzahlung der Miete als wirksame Vorausverfügung; Mietvorauszahlung; Zwangsverwaltung; Zweifel an Glaubwürdigkeit von Zeugen
BGB § 535 § 1124; ZPO § 286 § 529 Abs. 1 Nr. 1
Wirksamkeit einer einmalig geleisteten Mietvorauszahlung gegenüber dem Grundpfandgläubiger
Einmalige Gesamtmietzahlung gegenüber Grundpfandgläubiger wirksam
Mietrecht - Mietvorauszahlung durch Einmalbetrag
Mietvorauszahlung schützt vor Beschlagnahme durch Grundpfandgläubiger
Wann ist Mietvorauszahlung gegenüber Grundpfandrechtsgläubigern wirksam? (IMR 2007, 299)
AG Berlin-Wedding, 22.08.2003 - 16 C 341/02
LG Berlin, 24.07.2006 - 67 S 316/03
NJW 2007, 2919
MDR 2007, 1186
NZM 2007, 562
ZMR 2007, 677
Dies ergibt sich aus § 146 Abs. 1 ZVG in Verbindung mit § 20 Abs. 2 ZVG (…Senatsbeschluss vom 11. Oktober 2011 - VIII ZR 103/11, WuM 2012, 112 Rn. 2;… BGH, Urteile vom 8. Dezember 2010 - XII ZR 86/09, NJW-RR 2011, 371 Rn. 15; vom 25. April 2007 - VIII ZR 234/06, NJW 2007, 2919 Rn. 21; vom 23. Juli 2003 - XII ZR 16/00, WuM 2003, 510 unter II 3 a).
Eine Vorausverfügung im Sinne von § 1124 Abs. 2 BGB setzt die Existenz einer nach periodischen Zeitabschnitten bemessenen Miete gegen den Schuldner voraus, auf die durch ein Rechtsgeschäft eingewirkt wird (…Senatsbeschluss vom 11. Oktober 2011 - VIII ZR 103/11, aaO Rn. 3; Senatsurteile vom 5. November 1997 - VIII ZR 55/97, BGHZ 137, 106, 111 ff.; vom 25. April 2007 - VIII ZR 234/06, aaO Rn. 23; vom 11. Juli 1962 - VIII ZR 98/61, BGHZ 37, 346, 351 ff.).
Denn in diesen Fällen kann nicht bestimmt werden, welcher Teil der Einmalzahlung auf die Zeit nach der Beschlagnahme entfällt (…Senatsbeschluss vom 11. Oktober 2011 - VIII ZR 103/11, aaO; Senatsurteil vom 25. April 2007 - VIII ZR 234/06, aaO Rn. 24).
Eine Vorausverfügung über die Miete oder Pacht im Sinne dieser Vorschrift setzt die Existenz einer nach periodischen Abschnitten bemessenen Miet- oder Pachtforderung voraus, auf die durch ein Rechtsgeschäft eingewirkt wird (BGH, Urteil vom 23. Juli 2003 - XII ZR 16/00, NJW-RR 2003, 1308, 1309; Urteil vom 25. April 2007 - VII ZR 234/06, NJW 2007, 2919 Rn. 23;… Urteil vom 30. April 2014 - VIII ZR 103/13, NJW 2014, 2720 Rn. 18).
Nur dann, wenn aufgrund konkreter Anhaltspunkte und sich daraus ergebender vernünftiger Zweifel die erstinstanzliche Entscheidung nicht zu überzeugen vermag, entfällt eine Bindung an die dortigen Feststellungen und rechtfertigt eine neue Tatsachenfeststellung (z. B. BGH, Urteil vom 09.03.2005 - VIII ZR 266/03; BGH, Urteil vom 25. April 2007, VIII ZR 234/06).
Hat der Grundstückseigentümer die Mietforderungen für die Zukunft abgetreten, so ist diese Verfügung nach Maßgabe des § 1124 Abs. 2 BGB gegenüber dem Gläubiger unwirksam, zu dessen Gunsten das Grundstück in Beschlag genommen worden ist (vgl. BGH…, Urteil vom 9. Juni 2005, aaO S. 204, 207 f; vom 25. April 2007 - VIII ZR 234/06, NJW 2007, 2919 Rn. 21 ff;… vom 8. Dezember 2010 - XII ZR 86/09, NJW-RR 2011, 371 Rn. 15).
d) aa) Nach der Zivilprozessrechtsreform ist gemäß § 529 Abs. 1 Nr. 1 ZPO grundsätzlich von der Richtigkeit und Vollständigkeit der erstinstanzlich festgestellten Tatsachen, auch soweit die Feststellung auf einer Beweiswürdigung beruht, auszugehen, es sei denn, dass konkrete Anhaltspunkte vorliegen, die Zweifel hieran begründen (BGH, Urteil vom 25.04.2007, VIII ZR 234/06, NJW 2007, 2919).
KG, 16.03.2010 - 7 U 53/08
Architektenvertrag: Zusätzliches Honorar für Bestandsaufnahme und …
Zweifel an der Richtigkeit und Vollständigkeit der erstinstanzlichen Feststellungen können sich zwar aus einer unterschiedlichen Wertung der Zeugenaussagen durch das Berufungsgericht ergeben (vgl. BGH NJW 2007, 2919, 2921).
a) Der Bundesgerichtshof hat bereits entschieden, dass sich im Rahmen einer Zwangsverwaltung die Wirksamkeit von Vorausverfügungen des Vollstreckungsschuldners allein nach den Vorschriften der §§ 1124, 1125 BGB richtet, wenn - wie hier - ein Grundpfandgläubiger die Zwangsvollstreckung betreibt; dies ergibt sich aus § 146 ZVG in Verbindung mit § 20 ZVG (BGH, Urteile vom 23. Juli 2003 - XII ZR 16/00, WuM 2003, 510 unter II 3 a; vom 25. April 2007 - VIII ZR 234/06, NJW 2007, 2919 Rn. 21;… vom 8. Dezember 2010 - XII ZR 86/09, NJW-RR 2011, 371 Rn. 15).
b) Durch die Rechtsprechung des Senats ist überdies sowohl für den Fall des Erwerbs eines Grundstücks als auch für den Fall der Zwangsverwaltung, wenn ein Grundpfandgläubiger die Zwangsvollstreckung betreibt, geklärt, welche rechtlichen Auswirkungen eine gemäß dem Mietvertrag als Einmalbetrag geleistete Mietvorauszahlung hat, je nachdem, ob diese Einmalzahlung auf der Grundlage periodischer Zeitabschnitte bemessen ist oder nicht (Senatsurteile vom 11. Juli 1962 - VIII ZR 98/61, BGHZ 37, 346; vom 5. November 1997 - VIII ZR 55/97, BGHZ 137, 106; vom 25. April 2007 - VIII ZR 234/06, NJW 2007, 2919).
Auch hat der Bundesgerichtshof bereits entschieden, dass die Regelungen in § 1124 Abs. 2 BGB, § 566b BGB, § 56 Satz 2 und § 57b ZVG eine einander entsprechende Handhabung erfordern, da ihnen dieselbe Wertung zugrunde liegt (Senatsurteil vom 25. April 2007 - VIII ZR 234/06, aaO Rn. 27; BGH, Urteil vom 9. Juni 2005 - IX ZR 160/04, BGHZ 163, 201, 204 ff.).
BGH, 07.07.2010 - XII ZR 158/09
Insolvenzverfahren: Begründung nur eines begrenzten Aussonderungsrechts durch den …
Namentlich ist es revisionsrechtlich nicht zu beanstanden, dass das Berufungsgericht im Ergebnis eine unwirksame Vorausverfügung im Sinne des § 1124 Abs. 2 BGB verneint hat (vgl. BGH Urteil vom 25. April 2007 - VIII ZR 234/06 - NJW 2007, 2919).
OLG Düsseldorf, 19.07.2011 - 24 U 31/11
Schimmelpilzbildung in Arztpraxis: Kündigungsgrund!
Es hat deshalb gemäß § 529 Abs. 1 Nr. 1 ZPO seiner Verhandlung und Entscheidung die vom Gericht des ersten Rechtszuges verfahrensfehlerfrei festgestellten Tatsachen einschließlich einer fehlerfreien Beweiswürdigung zugrunde zu legen (vgl. BGHZ 163, 313, 316 f.; BGH ZMR 2007, 677, 679), so dass im zweiten Rechtszug nicht die Wiederholung einer erstinstanzlich bereits durchgeführten Beweisaufnahme verlangt werden kann.
LG Bochum, 15.03.2013 - 10 S 67/12
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BGH, 14.07.2009 - VIII ZR 101/08
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OLG Düsseldorf, 30.12.2011 - 24 U 76/11
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AG Witten, 19.07.2012 - 2 C 990/10
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LG Aurich, 21.06.2017 - 4 S 46/17
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LG Aurich, 08.02.2019 - 1 S 89/18
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LG Aurich, 14.01.2019 - 1 S 88/18

References: § 535
 § 1124
 § 286
 § 529
 § 146
 § 20
 § 1124
 § 1124
 § 529
 BGH 
 § 146
 § 20
 § 1124
 § 566
 § 56
 § 57
 § 1124
 BGH 
 § 529
 BGH