Source: https://enthinderungsberatung.astafu.de/?page_id=35
Timestamp: 2020-07-02 05:27:16+00:00

Document:
Satzung für Studienangelegenheiten der Freien Universität Berlin | Beratung für Studierende mit besonderen gesundheitlichen Bedürfnissen des AStA FU Berlin
Achtung! Die Satzung für Studienangelegenheiten wurde aktualisiert.
Hier könnt ihr die neue Version von April 2017 abrufen: http://www.fu-berlin.de/service/zuvdocs/amtsblatt/2017/ab062017.pdf
Aufgrund von § 9 Abs. 1 Nr. 4 Teilgrundordnung (Erprobungsmodell) der Freien Universität Berlin vom 27. Oktober 1998 (FU-Mitteilungen 24/1998) hat der Akademische Senat der Freien Universität Berlin am 20. Mai 2015 die folgende Satzung für Studienangelegenheiten (SfS) erlassen:
Verfahren der Zulassung und Immatrikulation
1Macht eine Studienbewerberin oder ein Studienbewerber durch ein ärztliches Zeugnis glaubhaft, dass sie oder er wegen einer Behinderung im Sinne von § 2 Abs. 1 SGB IX oder wegen einer länger andauernden oder ständigen gesundheitlichen Beeinträchtigung im
Hinblick auf den Nachweis der geforderten Eignungs- oder Qualifikationsvoraussetzungen, die über die Hochschulzugangsberechtigung hinausgehen, gegenüber anderen Studienbewerberinnen und Studienbewerbern in besonderer Weise benachteiligt wird, so kann die für das Auswahlverfahren zuständige Stelle einen geeigneten Ausgleich gewähren.
2Auf das Auswahlverfahren findet die Regelung zum Nachteilsausgleich bei Prüfungen
3Die oder der Beauftragte für Studentinnen oder Studenten mit Behinderung kann
am Auswahlverfahren beteiligt werden.
Zulassung und Immatrikulation in Bachelor-
und Masterstudiengängen sowie Registrierung
in Bachelor- und Lehramtsmasterstudiengängen
1Bei der Vergabe von Plätzen in den Modulangeboten bleiben 4 % der zur Verfügung stehenden Plätze Studienbewerberinnen oder Studienbewerbern vorbehalten, bei denen Fälle außergewöhnlicher Härte zu einer bevorzugten Zulassung im Kernfach geführt haben
oder führen würden.
2Die Plätze innerhalb dieser Gruppe werden nach dem in § 7a Abs. 1 Satz 1 BerlHZG genannten Kriterium vergeben.
3Eine außergewöhnliche Härte liegt vor, wenn besondere, vor allem gesundheitliche, soziale, behinderungsbedingte oder familiäre Gründe in der Person der Bewerberin oder des Bewerbers die sofortige Zulassung für ein bestimmtes 60-LP- oder 30-LP-Modulangebot zwingend erfordern.
4 Die Gründe sind glaubhaft zu machen
(1) Sofern in einer Studienordnung für einen Studiengang, insbesondere für ein weiterbildendes Studium, ausschließlich die Form des Teilzeitstudiums neben einer beruflichen Tätigkeit oder neben einer vergleichbaren zeitlichen Belastung vorgesehen ist, werden Studienbewerberinnen und Studienbewerber als Teilzeitstudentinnen und Teilzeitstudenten immatrikuliert bzw. rückgemeldet.
(2)1Studentinnen und Studenten werden als Teilzeitstudentinnen und Teilzeitstudenten immatrikuliert bzw. rückgemeldet, wenn sie das vorhandene Lehr- und Betreuungsangebot als Teilzeitstudentinnen oder Teilzeitstudenten in Anspruch nehmen wollen und ein Teilzeitstudium bis zum Beginn des Semesters unter Angabe von Gründen gemäß Abs. 3 mit entsprechenden Nachweisen beantragen.
2Ein Anspruch auf ein spezielles Teilzeitstudiencurriculum besteht nicht.
3Die Studentin oder der Student hat im Rahmen der fristgerechten Rückmeldung mitzuteilen, wenn die Gründe für das Teilzeitstudium weggefallen sind.
(3) Ein Teilzeitstudium kann beantragt werden:
3. zur Pflege pflegebedürftiger naher Angehöriger im Sinne des Pflegezeitgesetzes,
4. wenn eine Behinderung im Sinne von § 2 Abs. 1 SGB IX oder eine länger andauernde oder ständige gesundheitliche Beeinträchtigung ein Teilzeitstudium erforderlich macht
Zugang zu Lehrveranstaltungen in nicht-
modularisierten Studiengängen
1Der Zugang zu bestimmten Lehrveranstaltungen kann durch Beschluss des Fachbereichsrats oder Zentralinstitutsrats beschränkt werden
1. auf Studentinnen und Studenten, die die nach der Studienordnung oder Prüfungsordnung oder einer speziellen Regelung für diese Lehrveranstaltung geforderte Qualifikation nachweisen oder
2. wenn die inhaltliche Eigenart der Lehrveranstaltung oder deren ordnungsgemäße Durchführung es erforderlich macht.
2Die Lehrveranstaltungen und die Zugangsbedingungen sind im Voraus in geeigneter Form bekannt zu geben.
3Die Verteilung der Plätze erfolgt durch das Dekanat des Fachbereichs bzw. die Vorsitzende oder den Vorsitzenden des Institutsrats des Zentralinstituts oder durch deren Beauftragte.
1Beim Zugang zu Lehrveranstaltungen mit nach Abs. 1 Nr. 2 beschränkter Platzzahl werden für den Fall, dass mehr Anmeldungen als Plätze vorhanden sind und keine zusätzlichen Lehrveranstaltungen angeboten werden können, nach Abzug einer Vorabquote für den in
Abs. 3 bestimmten Personenkreis in Höhe von 10 %, Anmeldungen nach Ranggruppen in folgender Reihenfolge berücksichtigt:
1. Anmeldungen von Studentinnen und Studenten im jeweiligen Fachsemester, für das die Lehrveranstaltungen nach Studienordnung als Pflichtveranstaltung angeboten werden und die noch nicht regelmäßig besucht und erfolgreich abgeschlossen wurden; ihnen
gleichgestellt sind Anmeldungen von Studentinnen und Studenten, die diese Voraussetzungen im vorherigen Semester erfüllt haben und trotz ordnungsgemäßer Anmeldung keinen Platz erhalten konnten, Doktorandinnen und Doktoranden, die im Rahmen einer befristeten Zulassung zur Promotion innerhalb einer im Zulassungsbescheid festgelegten Zeit Auflagen zu erfüllen haben sowie Studentinnen und Studenten in Austauschprogrammen
Studentinnen und Studenten, […] die die Lehrveranstaltung im vorherigen Semester wegen Krankheit – ohne beurlaubt zu sein – nicht regelmäßig besuchen oder nicht erfolgreich abschließen konnten, bleiben in der im vorherigen Semester ermittelten Ranggruppe.
Der Anspruch auf Teilnahme an Pflichtveranstaltungen kann bis zu dem Zeitpunkt geltend gemacht werden, bis zu dem noch der Erwerb des Leistungsnachweises in der Lehrveranstaltung möglich ist.
(3) 1Die Plätze im Rahmen der Vorabquote gemäß Abs. 2 sind folgendem Personenkreis vorbehalten:
– Studentinnen und Studenten, die durch ein ärztliches Zeugnis, eine Behinderung im Sinne von § 2 Abs. 1 SGB IX oder eine länger andauernde oder ständige gesundheitliche Beeinträchtigung glaubhaft machen,
– Studentinnen und Studenten, die einen nahen Angehörigen gemäß § 7 Abs. 3 Pflegezeitgesetz allein betreuen
Für die Vorabquote muss mindestens ein Platz zur Verfügung gestellt werden, wenn mindestens eine Studentin oder ein Student zu berücksichtigen ist.
Können nicht alle Studentinnen und Studenten berücksichtigt werden, entscheidet das Los.
Zugang zu Modulen und Lehrveranstaltungen
in modularisierten Studiengängen
(1)1 Der Zugang zu Modulen und diesen zugeordneten Lehrveranstaltungen setzt sowohl eine Anmeldung zum Modul als auch eine Anmeldung zur jeweiligen Lehrveranstaltung voraus.
2 Das Verfahren der Anmeldung ist in § 8 RSPO geregelt.
(2)1 Der Zugang zu Modulen und den diesen zugeordneten Lehrveranstaltungen ist auf Studentinnen und Studenten beschränkt, welche die nach der Studienordnung oder Prüfungsordnung oder einer speziellen Regelung die für dieses Modul ggf. geforderte Qualifikation erfüllen.
2 Der Zugang zu einem Modul und zu den diesem zugeordneten Lehrveranstaltungen kann darüber hinaus beschränkt werden, soweit die inhaltliche Eigenart der im Rahmen des Moduls angebotenen Lehrveranstaltungen oder deren ordnungsgemäße Durchführung es
3 Sind für ein Modul oder für die diesem zugeordneten Lehrveranstaltungen mehr Anmeldungen als Plätze vorhanden und können keine zusätzlichen Lehrveranstaltungen angeboten werden, so sind Studentinnen und Studenten, nach Abzug einer Vorabquote in
Höhe von 10 % gemäß § 11 Abs. 3 in der nachfolgenden Rangfolge zuzulassen:
gleichgestellt sind Anmeldungen von Studentinnen und Studenten, die diese Voraussetzungen im vorherigen Semester erfüllt haben und trotz ordnungsgemäßer Anmeldung keinen Platz erhalten konnten, sowie Doktorandinnen und Doktoranden, die im Rahmen einer befristeten Zulassung zur Promotion innerhalb einer im Zulassungsbescheid festgelegten Zeit Auflagen zu erfüllen haben sowie Studentinnen und Studenten in Austauschprogrammen
6. weitere Anmeldungen von Studentinnen und Studenten.
4 Studentinnen und Studenten, die einen Platz für eine Lehrveranstaltung im vorherigen Semester wegen Zuteilung einer zeitgleich stattfindenden Pflichtveranstaltung nicht angenommen haben oder die die Lehrveranstaltung im vorherigen Semester wegen Krankheit – ohne beurlaubt zu sein – nicht regelmäßig besuchen oder nicht erfolgreich abschließen konnten, bleiben in der im vorherigen Semester ermittelten Ranggruppe.
5 Halbe Fachsemester gemäß § 9 Abs. 5 werden auf den
nächsten ganzen Wert aufgerundet.
6 Können nicht alle
Anmeldungen einer Ranggruppe nach Satz 3 berücksichtigt werden, entscheidet das Los.
(1)1 Wer das Studium im folgenden Semester unterbrechen will oder an einem ordnungsgemäßen Studium gehindert ist, kann sich beurlauben lassen.
2 Der Antrag auf Beurlaubung kann frühestens zusammen mit der Rückmeldung zum jeweiligen Semester gestellt werden.
3 Er soll spätestens sechs Wochen nach Beginn der Vorlesungszeit unter Angabe der Gründe gestellt sein.
4 Eine Beurlaubung kann insbesondere beantragt werden:
6. zur Pflege pflegebedürftiger naher Angehöriger im Sinne des Pflegezeitgesetzes,
7. wegen einer länger andauernden oder ständigen gesundheitlichen Beeinträchtigung,
5 Zu diesen Gründen sollen Nachweise vorgelegt werden.
6 Dem Antrag auf Beurlaubung ist stattzugeben, sofern nicht erhebliche Zweifel daran bestehen, dass die behaupteten Gründe vorliegen.
7 Wird eine Krankschreibung vorgelegt, kann ein amtsärztliches Attest verlangt
8 Eine Studentin oder ein Student kann in der Regel nicht mehr als zwei aufeinander folgende Semester und insgesamt nicht mehr als die Hälfte der Regelstudienzeitdauer des jeweiligen Studiengangs oder der jeweiligen Teilstudiengänge beurlaubt werden.
9 Nur in begründeten Ausnahmefällen können die aufgeführten Obergrenzen um ein Semester überschritten werden.
10 Satz 4 Nr. 5, 6, 7 und 8 bleiben von diesen Regelungen unberührt.
1 Für das erste Fachsemester wird eine Beurlaubung in der Regel nicht gewährt.
1 Während der Beurlaubung besteht das Recht zum Besuch von Lehrveranstaltungen und zur Erbringung von Leistungsnachweisen und Leistungspunkten.
2 Auch die anderen Rechte, insbesondere das Recht zum Ablegen von Prüfungen bestehen fort.
3 Ein Urlaubssemester wird nicht als Fachsemester, aber als Hochschulsemester gezählt.

References: § 9
 § 2
 § 7
 § 2
 § 2
 § 7
 § 8
 § 11
 § 9