Source: http://www.studieren-ohne-abitur.de/web/artikel/Niedersachsen
Timestamp: 2019-05-20 15:44:53+00:00

Document:
Fachlich verwandte Berufsausbildung (3 Jahre)
Eine von der Hochschule studiengangbezogen und als gleichwertig festgestellte Vorbildung oder eine nach beruflicher Vorbildung fachbezogene Hochschulzugangsberechtigung durch Prüfung.
§ 18 Abs. 4 NHG: Ein Studium in jeder Fachrichtung an jeder Hochschule kann aufnehmen, wer eine der folgenden Qualifikationen besitzt: Meisterprüfung, staatlich geprüfte(r) Techniker(in) oder staatlich geprüfte(r) Betriebswirt(in), Fortbildungsabschluss i. S. des Berufsbildungsgesetzes (§§ 53 oder 54) oder der Handwerksordnung (§§ 42 oder 42a) mit mindestens 400 Unterrichtsstunden, Befähigungszeugnis für den nautischen oder technischen Schiffsdienst, Fachschulabschluss, eine landesrechtliche Fortbildungsregelung für Berufe im Gesundheitswesen oder für sozialpflegerische oder sozialpädagogische Berufe im Umfang von mindestens 400 Unterrichtsstunden.
§ 18 Abs. 4 NHG: Personen, die eine durch Bundes- oder Landesrecht geregelte, mindestens dreijährige Berufsausbildung abgeschlossen und eine sich daran anschließende mindestens dreijährige Berufstätigkeit ausgeübt haben, besitzen auch ohne Prüfung eine unmittelbare fachgebundene Hochschulzugangsberechtigung. Die Bewerber(innen) müssen in einem dem angestrebten Studiengang fachlich nahestehenden Bereich gearbeitet haben. Ferner berechtigt eine andere von der Hochschule studiengangbezogen als gleichwertig festgestellte Vorbildung oder eine nach beruflicher Vorbildung fachbezogene Hochschulzugangsberechtigung durch Prüfung zum Studium einer entsprechenden Fachrichtung an jeder Hochschule.
§ 18 Abs. 3 NHG: „Die Fachhochschulreife berechtigt zum Studium in jeder Fachrichtung an jeder Fachhochschule und zum Studium in der entsprechenden Fachrichtung an Universitäten und gleichgestellten Hochschulen.“
§ 18 Abs. 4 Satz 2 NHG: Stipendiat(inn)en des Aufstiegsstipendiums des Bundes benötigen nur eine mindestens zweijährige Berufspraxis in einem fachlich nahestehenden Bereich.
§ 3 HZbPrüfVO: Pflege- und Betreuungszeiten gelten als hauptberufliche Tätigkeit. Folgende Tätigkeiten werden auf die Zeit hauptberuflicher Tätigkeit außerdem angerechnet: weitere abgeschlossene Berufsausbildungen, Dienstpflicht (maximal ein Jahr), freiwilliges soziales oder ökologisches Jahr (maximal ein Jahr), betreute, mindestens vierwöchige Praktika (maximal ein halbes Jahr). „Zeiten einer Teilzeitbeschäftigung werden entsprechend dem Verhältnis der Teilzeitarbeitszeit zur regelmäßigen Arbeitszeit berücksichtigt, wenn die Teilzeitarbeitszeit mindestens die Hälfte der regelmäßigen Arbeitszeit beträgt.“
§ 3 der HZbPrüfVO: Als Zulassungsvoraussetzung zur Prüfung sind erforderlich: Abschluss der Sekundarstufe I (oder gleichwertiger Abschluss), eine mindestens zweijährige Ausbildung und anschließende mindestens zweijährige hauptberufliche Tätigkeit in diesem Beruf (oder eine mindestens fünfjährige hauptberufliche Tätigkeit, die mit der eines entsprechenden Ausbildungsberufs vergleichbar ist) und ein Nachweis über die Prüfungsvorbereitung durch eine Bescheinigung (Einrichtung der Erwachsenenbildung, Verwaltungs- oder Wirtschaftsakademie, Fernstudieneinrichtung oder durch eine Person mit abgeschlossenem Hochschulstudium, die auf Fachoberschulniveau Nachhilfe in den Fächern des allgemeinen Prüfungsteils gegeben hat).
§ 4 und 5 HZbPrüfVO: Die Prüfung gliedert sich in einen allgemeinen und einen besonderen Teil. Im allgemeinen Teil ist jeweils eine schriftliche Arbeit in den Fächern Deutsch und Englisch und dem Fach Mathematik, Physik, Chemie oder Biologie zu schreiben sowie ein Prüfungsgespräch zu führen, das sich auf allgemeine Kenntnisse zu kulturellen, politischen, gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Themen bezieht. Der besondere Teil der Prüfung besteht aus einer schriftlichen Arbeit und einem Prüfungsgespräch, in dem die für den Beginn eines Studiums wesentlichen fachlichen Grundlagen des gewählten Studienbereichs oder des gewählten Studienfachs nachgewiesen werden müssen.
§ 6 HZbPrüfVO: „Eine durch Prüfung erworbene fachbezogene Hochschulzugangsberechtigung kann für einen weiteren Studienbereich oder ein weiteres Studienfach durch eine auf den besonderen Teil beschränkte Prüfung erweitert werden.“
§ 18 Abs. 8 Satz 1 Nr. 2 NHG: Die Zugangsberechtigung zu weiterführenden Studiengängen und Masterstudiengängen setzt einen Bachelorabschluss oder einen gleichwertigen Abschluss sowie berufspraktische Erfahrungen von mindestens einem Jahr voraus.
§ 7 Abs. 3 NHG: Die Hochschulen gestalten ihre Prüfungsordnungen so, dass die Anerkennung von beruflich erworbenen Kompetenzen nach Maßgabe der Gleichwertigkeit gewährleistet ist. Prüfungsordnungen sollen auch Regelungen über eine Einstufungsprüfung enthalten.
§ 18 Abs. 4 Satz 5 und 6 NHG: Nach einem erfolgreich absolvierten Studium von zwei Semestern kann das mit dieser Zugangsberechtigung begonnene Studium in einem Studiengang der gleichen Fachrichtung an einer anderen Hochschule fortgesetzt werden. Gleiches gilt auch für Studierende, die nach den Regelungen eines anderen Bundeslandes über eine Hochschulzugangsberechtigung nach beruflicher Vorbildung verfügen und an eine niedersächsische Hochschule wechseln wollen.
§ 5 Abs. 1 NHZG: Es existiert eine Vorabquote für beruflich Qualifizierte. Die Höhe dieser Quote berechnet sich nach dem Anteil der Bewerber(innen), welche die Hochschulzugangsberechtigung „aufgrund beruflicher Vorbildung“ nach § 18 Abs. 4 des Niedersächsischen Hochschulgesetzes besitzen, an der Gesamtzahl aller Bewerber(innen) für den entsprechenden Studiengang. Die Vorabquote darf dabei jedoch maximal 10 Prozent der zur Verfügung stehenden Studienplätze betragen. Weiterführende Studiengänge oder Studiengänge ohne Zulassungsbeschränkung unterliegen keiner Vorabquote (§ 5 Abs. 1 Satz 1 NHZG).
Artikel 9 Abs. 6 und 7 HSchulZulStVtr ND: Der Staatsvertrag bestimmt, dass sich das Auswahlverfahren für Bewerber(innen), die der Quote unterfallen, nach deren Qualifikationen richtet (Artikel 9 Abs. 6 HSchulZulStVtr ND). Die Hochschulen können ergänzende Auswahlkriterien gemäß § 5 Abs. 2 Satz 1 NHZG bestimmen (§ 5 Abs. 6 NHZG). Die ergänzende Auswahlentscheidung wird auf Basis der Durchschnittsnote oder der Durchschnittsnote in Kombination mit „a) eine[r] Gewichtung der in der Hochschulzugangsberechtigung ausgewiesenen Leistungen in Fächern, die über die Eignung für den gewählten Studiengang besonderen Aufschluss geben" oder b) einer besonderen Eignung getroffen (§ 5 Abs. 2 Satz 1 NHZG). Die Hochschulen stellen die besondere Eignung gemäß §5 Abs. 3 NHZG fest.
Nicht in Anspruch genommene Studienplätze aus den Quoten werden laut Artikel 9 Abs. 2 Satz 4 HSchulZulStVtr ND der Wartezeitquote hinzugerechnet.
Die Entwicklung der Quote der Studienanfänger(innen) ohne allgemeine Hochschul- oder Fachhochschulreife ist in Niedersachsen seit 2012 eher wechselhaft. 2017 gelingt es dem Bundesland jedoch erneut seine Quote minimal auf aktuell 1,85 Prozent zu steigern und damit den 9. Rang im Bundesländervergleich zu halten. Im Bereich der Studierenden ohne (Fach-)Abitur ist der Anteil in Niedersachsen mit 1,64 Prozent gleichbleibend zum Vorjahr, was im Ländervergleich einen Abstieg um drei Plätze bedeutet, womit das Land wie schon bei den Erstsemester(inne)n ohne (Fach-)Abitur auf dem 9. Platz landet. Bei der Absolvent(inn)enquote ist in diesem Berichtsjahr ein minimaler Abwärtstrend erkennbar. Der Anteil sinkt um 0,07 Prozentpunkte auf einen Wert von 1,46 Prozent und bringt Niedersachsen den 8. Rang im Bundesvergleich. Dies ist ein Platz schlechter als in 2016. Alles in allem liegt Niedersachsen in allen Bereichen unter dem Bundesdurchschnitt und rangiert im Ländervergleich im Mittelfeld.
Websites der Hochschulen im Land Niedersachsen
Website des Ministeriums für Wissenschaft und Kultur
Website der Offenen Hochschule Niedersachsen

References: § 18

§ 18

§ 18

§ 18

§ 3

§ 3

§ 4

§ 6

§ 18

§ 7

§ 18

§ 5
 § 18
 § 5
 §5