Source: https://ec-staging.stlb.me/faq
Timestamp: 2020-04-03 19:09:13+00:00

Document:
FAQ | Econeers
Die Antworten in diesem Bereich beziehen sich ausschließlich auf die Investmentform Nachrangdarlehen. Fragen zu Investments in Crowdbonds beantworten wir im Bereich “Die häufigsten Fragen zu Crowdbonds”.
Econeers ist grundsätzlich offen für alle, die das 18. Lebensjahr vollendet haben. Privatpersonen können ebenso wie Kapital- und Personengesellschaften (z. B. AG, GmbH, KG) investieren.
Die Anmeldung und die Nutzung der Plattform sind komplett kostenfrei. Es fallen auf unserer Plattform keinerlei Abschluss- oder Tradingkosten an.
Ihr Investment hat die Rechtsform eines Nachrangdarlehens. Neben dem Bewusstsein, nachhaltige Projekte zu fördern und damit sowohl unsere Umwelt als auch die regionale Wertschöpfung zu unterstützen, können Sie mit Ihrem Investment auch von einer finanziellen Rendite profitieren. Zusätzlich zu einer festen jährlichen Verzinsung besteht bei vielen Projekten auch die Option auf die Auszahlung von Bonuszinsen.
Welche Konditionen für ein Projekt gelten, erfahren Sie auf der jeweiligen Fundingseite bzw. im dort verlinkten Mustervertrag.
Mit einem Investment im Rahmen eines Nachrangdarlehens sind rein rechtlich keine Mitspracherechte verbunden. Als Investor haben Sie jedoch über die Plattform die Möglichkeit, mit den Unternehmen bzw. Projektbetreibern zu kommunizieren und sich aktiv einzubringen, etwa indem Sie Empfehlungen und Feedback, aber auch Kritik aussprechen. Die Erfahrung zeigt, dass die Unternehmen sehr offen für diesen Input sind und ihn häufig aktiv einfordern.
Ihre Informationsrechte sind vertraglich genau definiert: Das Unternehmen muss Ihnen jeweils zum 30. der Monate Januar, April, Juli und Oktober einen Quartalsbericht und darüber hinaus zum 30. Juni den Jahresabschluss über den Investor-Relations-Bereich bei Econeers zur Verfügung stellen.
Welches Risiko trage ich als Investor?
Ein Investment in Form eines Nachrangdarlehens ist ein Risikoinvestment, bei dem ein Totalverlust des investierten Kapitals möglich ist. Es besteht jedoch keine Nachschusspflicht. Bitte beachten Sie auch unsere Allgemeinen Investorenhinweise.
Warum muss ich mich anmelden und meine persönlichen Daten vollständig ausfüllen, um Details zu den Projekten anzusehen und zu investieren?
Econeers ist eine Plattform, auf der langfristige Investmentbeziehungen entstehen, für die ein gewisses Maß an Verbindlichkeit notwendig ist. Wir wollen, dass alle Nutzer unserer Plattform – Projektbetreiber und Investoren – einander vertrauen können. Vertrauen kann leichter wachsen, wenn man weiß, mit wem man es zu tun hat. Die Projektbetreiber gewähren Ihnen einen Einblick in ihr Geschäftsmodell und aktuelle Unternehmenskennzahlen. Zeigen auch Sie sich, indem Sie Ihre vollständigen Kontaktdaten angeben. So kann Vertrauen als Grundlage für eine lebendige Beziehung entstehen.
Ihre Adresse wird für die Erstellung Ihres individuellen Investmentvertrages mit dem Projektbetreiber benötigt. Ihre Steuernummer ist für die korrekte steuerliche Abrechnung des Nachrangdarlehens notwendig und wird ausschließlich dafür verwendet. Entsprechend unserer Datenschutzerklärung behandeln wir Ihre Daten vertraulich und werden sie niemals unerlaubt weitergeben, veröffentlichen oder für andere Zwecke verwenden als für die Verarbeitung Ihrer Investments.
Wer verwaltet das investierte Kapital, bis es dem Projektbetreiber übergeben wird?
Alle Investments werden direkt auf ein Konto der Secupay AG eingezogen und von dieser auf einem Treuhandkonto verwaltet. Ist ein Crowdinvesting erfolgreich, zahlt die Secupay AG das Kapital gemäß den Regelungen des jeweiligen Investmentvertrages in Teilbeträgen an das Unternehmen bzw. den Projektbetreiber aus.
Ihre Kontoverbindung ist ausschließlich bei unserem Zahlungsdienstleister Secupay hinterlegt. Um diese für anstehende Zinsaus- oder Tilgungszahlungen zu aktualisieren, senden Sie bitte dieses Formular per E-Mail an info@econeers.de oder direkt an Secupay.
Investments sind bereits ab 250 Euro möglich. Die weiteren Schritte sind jeweils ein Vielfaches von 250 Euro. Ab 1.000 Euro ist aufgrund gesetzlicher Vorgaben eine einfache Selbstauskunft für Privatpersonen notwendig. Privatpersonen können maximal 25.000 Euro pro Unternehmen investieren.
Ist es möglich, als Unternehmen zu investieren?
Ja, es ist möglich, als Kapital- oder Personengesellschaft (z. B. AG, GmbH, KG) zu investieren. Im Investorenportal können Sie zwischen den Investmentoptionen natürliche oder juristische Person wählen. Für juristische Personen gibt es kein Investitionslimit pro Emittent.
Über 25.000 Euro pro Emittent können Sie nur als Kapital- oder Personengesellschaft investieren.
Die Fundingschwelle ist die Mindestsumme, die erreicht werden muss, damit eine Finanzierung erfolgreich zustande kommt. Ist ein Funding nicht erfolgreich, wird also die Fundingschwelle nicht erreicht, erhalten alle Investoren automatisch ihr Geld zurück.
Über die Fundingschwelle hinaus kann aber noch bis zum Fundinglimit – also der maximal möglichen Fundingsumme – investiert werden. Das Fundinglimit ist die obere Grenze der Investments, bis zu der das Unternehmen Kapital einsammeln möchte. Sobald diese Summe erreicht ist, wird das Funding erfolgreich beendet.
Für die Projektauswahl haben wir gemeinsam mit Experten aus unserem Netzwerk unsere Nachhaltigkeitskriterien aufgestellt. Darüber hinaus legen wir besonderen Wert auf erfahrene Projektinitiatoren, erprobte Technologie sowie solide Planungen.
Regulär haben Investoren nach Freischaltung der Finanzierungsrunde auf der Plattform maximal 60 Tage Zeit, um zu investieren – sofern nicht das Fundinglimit bereits zu einem früheren Zeitpunkt erreicht wird und damit das Funding beendet ist. Diese Frist kann einmalig um weitere 60 Tage verlängert werden. Die Möglichkeit der Verlängerung ist in den Verträgen festgelegt. Verlängerungen werden auf der Plattform bekannt gegeben.
Wenn ein Funding nicht erfolgreich ist, erhalten Sie Ihr Geld vollständig zurück.
Warum werde ich im Investmentprozess gefragt, ob ich eine politisch exponierte Person (PEP) bin, und welche Besonderheiten gibt es für Investments solcher Personen?
Aufgrund einer Novellierung des Geldwäschegesetzes (GwG) sind wir ab dem 1. Januar 2020 verpflichtet, Sie im Rahmen des Investmentprozesses zu fragen, ob Sie eine politisch exponierte Person (PEP) sind oder einer solchen Person nahestehen.
Politisch exponierte Personen sind gemäß § 6 Abs. 2 Nr.1 Geldwäschegesetz natürliche Personen, die ein wichtiges öffentliches Amt bekleiden oder ausgeübt haben sowie deren unmittelbare Familienmitglieder und ihnen bekanntermaßen nahestehende Personen. Sie unterliegen in Hinblick auf die Bekämpfung von Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung strengeren Anforderungen als Normalbürger. Bei Investments als juristische Person muss die Frage in Hinblick auf die wirtschaftlich berechtigte Person beantwortet werden.
Wenn Sie als politisch exponierte Person oder einer solchen Person nahestehende Person investieren möchten, erfolgt nach Abschluss des Investments je nach gewähltem Investmentmodell eine Prüfung durch den Plattformbetreiber oder das Haftungsdach. Im Anschluss informieren wir Sie über das Ergebnis dieser Prüfung.
Als politisch exponierte Personen zählen:
Staatschefs, Regierungschefs, (stellvertretende) Minister und Staatssekretäre,
Mitglieder von obersten Gerichten, Verfassungsgerichten oder sonstigen hochrangigen Institutionen der Justiz,
Mitglieder der Rechnungshöfe oder der Vorstände von Zentralbanken,
Partner, die nach einzelstaatlichem Recht dem Ehepartner gleichgestellt sind,
Kinder und deren Ehepartner oder Partner,
Bekanntermaßen nahestehende Personen
jede natürliche Person, die bekanntermaßen mit einer Person, die ein wichtiges öffentliches Amt ausübt oder ausgeübt hat, gemeinsame wirtschaftliche Eigentümerin von Rechtspersonen und Rechtsvereinbarungen ist oder sonstige enge Geschäftsbeziehungen zu dieser Person unterhält,
Personen, die seit mindestens einem Jahr keine wichtigen öffentlichen Ämter im Sinne des Geldwäschegesetzes mehr innehaben, fallen nicht mehr unter die Kategorie “politisch exponiert”.
Als Finanzanlagenvermittler erhalten wir von dem jeweiligen Projektinitiator bei erfolgreichem Funding – und nur dann – ein Honorar in Höhe von 5 bis 8 % der gefundeten Summe. Genauere Informationen zu unseren Zuwendungen finden Sie in unseren statusbezogenen Informationen sowie in den jeweiligen Vermögensanlagen-Informationsblättern (VIB) der Projektbetreiber.
Wenn Sie Ihr Benutzerkonto deaktivieren oder löschen möchten, schreiben Sie bitte eine E-Mail an info@econeers.de.
Die Investmentverträge zwischen Investoren und Projektbetreibern werden über die Plattform abgeschlossen und verwaltet, sind aber in jedem Fall auch unabhängig von der Plattform rechtsgültig.
Warum ist der Vermittler der von der Plattform Econeers angebotenen Crowdbonds die OneCrowd Securities GmbH?
Aufgrund regulatorischer Vorgaben trennen wir die Vermittlung von Nachrangdarlehen und Wertpapieren. Die auf der Plattform Econeers präsentierten Investmentoptionen werden daher je nach Anlageform von diesen unterschiedlichen Gesellschaften angeboten. Während die OneCrowd Loans GmbH ein Vermittler von Nachrangdarlehen nach § 34f GewO ist, ist die OneCrowd Securities GmbH vertraglich gebundener Vermittler von Geschäften über die Anschaffung und die Veräußerung von Finanzinstrumenten im Sinne des § 1 Abs. 1a Satz 2 Nr. 1 KWG. Econeers ist lediglich eine Marke der OneCrowd GmbH.
Das Geldwäschegesetz (GwG) sieht für Kunden von Finanzdienstleistungsinstituten eine Legitimationspflicht vor. Dies bedeutet, dass bei der Registrierung geprüft werden muss, ob hinter einem Namen auch die jeweilige natürliche Person steht. Auf der Plattform Econeers geschieht dies mit POSTIDENT – entweder direkt online per Webcam über das Internet oder aber in einer Postfiliale Ihrer Wahl.
Warum muss ich mich mit POSTIDENT identifizieren?
Nach dem Geldwäschegesetz (GwG) muss OneCrowd Securities die Identität aller Investoren kennen. Daher ist es notwendig, dass Sie Ihre Identität bei einem dafür befugten Dienstleister legitimieren. Es gibt verschiedene Verfahren, bei denen die Identifizierung entweder offline oder online erfolgen kann. Für die Legitimation arbeitet OneCrowd Securities mit POSTIDENT, einem Service der Deutschen Post, zusammen, welcher die Identifizierung unter Berücksichtigung sämtlicher Anforderungen aus dem GwG, dem BaFin-Rundschreiben (1/2014) und den Datenschutzrichtlinien ausführt. Die Online-Legitimation oder alternativ die Legitimation in einer Postfiliale Ihrer Wahl kann mit einem Personalausweis oder Reisepass durchgeführt werden.
Welche Vorteile bringt die Identifizierung mit POSTIDENT mit sich?
Das POSTIDENT-Verfahren ist eine sichere und schnelle Art, Ihre Identität mithilfe Ihres Ausweisdokuments zu legitimieren. Dies ist direkt online oder alternativ in einer Postfiliale Ihrer Wahl möglich. Alles, was Sie für die Online-Legitimation benötigen, ist ein Internetzugang sowie eine schnelle Internetverbindung, eine Webcam und ein Ausweisdokument. Somit können Sie diesen Schritt auf Wunsch bequem von Zuhause aus erledigen.
Wie funktioniert die Identifizierung mit POSTIDENT?
Im Rahmen der Online-Legitimation überprüft POSTIDENT Ihre Identität anhand Ihres Ausweisdokuments (Personalausweis oder Reisepass). Zur Durchführung der Legitimation brauchen Sie entweder einen PC oder ein Notebook mit Webcam und Mikrofon, ein Smartphone oder ein Tablet. Es wird eine sichere Videochat-Verbindung zwischen Ihrem Computer, Smartphone oder Tablet und POSTIDENT hergestellt. Hierbei werden Ihre Angaben mit den Angaben Ihres Ausweises verglichen und Fotos von Ihnen und dem Ausweis erstellt. Wenn Sie sich für die Legitimation in einer Postfiliale entscheiden, werden vor Ort Ihre Angaben mit den Angaben Ihres Ausweises verglichen. In beiden Fällen erhebt POSTIDENT die für die Legitimation relevanten Daten und leitet diese weiter.
Was passiert mit meinen Daten bei POSTIDENT?
Sämtliche durch POSTIDENT erhobene Daten werden ausschließlich dafür eingesetzt, Ausweisdokumente zu verifizieren. Die Daten werden der OneCrowd Securities GmbH übermittelt. Falls ein Verifizierungsvorgang vorzeitig abgebrochen werden sollte, werden sämtliche Daten unverzüglich gelöscht. Detaillierte Informationen dazu finden Sie in der Datenschutzerklärung von POSTIDENT.
Wie hoch ist die maximale Zeichnungssumme pro Investor?
Im Gegensatz zu Investments über das partiarische Nachrangdarlehen gibt es beim Wertpapier keine maximale Zeichnungssumme pro Investor. Im Zeichnungsprozess geben Sie an, wie viele Stücke Sie zeichnen möchten. Es ist lediglich eine Zeichnung ganzer Stücke möglich.
Was passiert, wenn ich einen Crowdbond zeichnen will?
Nach Zeichnung des Crowdbonds und erfolgreich abgeschlossener Identifizierung über unseren Dienstleister POSTIDENT wird der Ihrer Zeichnung entsprechende Betrag durch unseren Zahlungsdienstleister Secupay per Lastschrift von Ihrem Konto eingezogen. OneCrowd Securities informiert Sie über die Zuteilung der Wertpapiere. Bei Zuteilung wird das gezeichnete Wertpapier in das Depot übertragen, welches Sie im Zeichnungsprozess angegeben haben.
Zwei Bankwerktage nach Zeichnung des Wertpapiers und erfolgreich abgeschlossener Identifizierung wird der Ihrer Zeichnung entsprechende Betrag gegebenenfalls zzgl. anfallender Stückzinsen in der Regel von Ihrem Bankkonto eingezogen.
Sind Sie privater Investor, so wird das gezeichnete Wertpapier erst dann in Ihr Depot übertragen, wenn die Zahlung erfolgreich eingezogen wurde. Außerdem genießen Sie als privater Investor einen höheren Rechtsschutz – Sie haben beispielsweise das Recht, Ihre Zeichnung 14 Tage lang zu widerrufen (Widerrufsrecht) und werden im Anschluss an Ihre Registrierung über Ihre Chancen und Risiken aufgeklärt. Bei professionellen Investoren erfolgt die Übertragung ins Depot zeitgleich mit der Zahlung, jedoch wird von diesen erwartet, über ausreichende Erfahrungen und Kenntnisse zu verfügen, um ihre Anlageentscheidungen selbstbestimmt treffen zu können. Bezüglich der Chancen und Risiken der gezeichneten Crowdbonds sind alle Investorengruppen selbstverständlich gleichgestellt.
Die steuerliche Identifikationsnummer ist eine 11-stellige Nummer, welche lebenslang gültig ist. Sie finden Sie im Einkommensteuerbescheid, auf Ihrer Lohnsteuerbescheinigung oder im Informationsschreiben Ihres Finanzamtes (aus dem Jahr 2011). Sollten Sie diese nicht mehr zur Hand haben, können Sie beim Bundeszentralamt für Steuern die Nummer erneut anfordern.
Im Allgemeinen gilt für jeden einzelnen Investmentvertrag, den Sie im Privatvermögen halten, Folgendes: Erträge aus solchen Investmentverträgen sind Einkünfte aus Kapitalvermögen im Sinne von § 20 Einkommensteuergesetz (EStG) und unterliegen grundsätzlich der sogenannten Abgeltungssteuer zzgl. Solidaritätszuschlag und ggf. Kirchensteuer. Diese Steuern und Zuschläge sind von der jeweiligen Projektgesellschaft, soweit gesetzlich festgeschrieben, einzubehalten und an das zuständige Finanzamt abzuführen. Mit diesem Steuerabzug ist Ihre Einkommensteuerschuld für die Besteuerung von Kapitalerträgen, die aus Econeers-Investmentverträgen resultieren, grundsätzlich abgegolten.
Muss ich als Investor bei Econeers meiner Steuererklärung etwas beilegen bzw. bei der Erstellung etwas beachten?
Bei der Abgeltungssteuer ist im Allgemeinen nichts beizulegen.
Als Nachrangdarlehensgeber erhalten Sie in der Regel nur dann eine Mitteilung, wenn der Projektbetreiber im zurückliegenden Geschäftsjahr einen Gewinn erwirtschaftet hat, an dem Sie als Investor partizipieren.
Wie sind die Fristen für Jahresabschluss und Gewinn- bzw. Ergebnismitteilung?
Die Frist für die Zusendung der jeweiligen Gewinn- bzw. Ergebnismitteilung liegt – gemäß des jeweiligen Investmentvertrags – in der Regel bei einem Monat nach Erstellung des Jahresabschlusses bzw. spätestens einem Monat nach Ablauf der gesetzlichen Frist zur Erstellung des Jahresabschlusses.
Die aktuellen Verträge von Econeers sehen ein Investment in Form eines Nachrangdarlehens vor. Nachrangdarlehen beinhalten keine Beteiligung an den Verlusten aus der operativen Tätigkeit des Projektbetreibers so dass auch eine steuerliche Geltendmachung von laufenden Verlusten des Projektbetreibers beim Investor nicht möglich ist. Neuverluste dürfen Sie mit Ihren Zinserträgen und anderen Einkünften innerhalb derselben Anlageklasse bei Ihrer Steuererklärung geltend machen. Das betrifft den Bereich der Kapitalertragssteuer. Erträge aus Investmentfonds, stillen Beteiligungen oder aber auch aus Nachrangdarlehen gehören bei Privatanlegern zu den Einkünften aus Kapitalvermögen. Diese unterliegen der Kapitalertragssteuer von 25 % nach § 7 InvStG. Diese Steuerschuld können Sie reduzieren, indem Sie Ihren Zinserträgen auch die Ausfälle Ihrer Investments gegenüberstellen und verrechnen. Sofern die Anlageklasse identisch ist, wird Ihr Verlust vom Finanzamt in aller Regel auch anerkannt. Eine klassische Verlustbescheinigung erhalten Sie hier meist nicht. Als Nachweis Ihres Verlustes geben Sie in der Regel das Schreiben des Insolvenzverwalters an, welches besagt, dass nachrangige Forderungen gemäß § 39 InsO nicht befriedigt werden können, oder alternativ den Beschluss bei Abweisung mangels Masse. Ihr Steuerberater hilft Ihnen gern weiter.
Was muss ich als Investor beachten, wenn ich meine Steuererklärung abgeben will, aber noch nicht von allen Projekten eine Ergebnismitteilungen erhalten habe bzw. meine Steuererklärung bereits abgegeben habe und nachträglich noch eine oder mehrere Ergebnismitteilungen erhalte?
Sie sollten Ihre Anschrift im Econeers-Kundenportal stetig aktuell halten, damit sie den Projektbetreibern u. a. für Zwecke der Versendung von Ergebnis- bzw. Gewinnmitteilungen zur Verfügung steht.
Jedes Land hat eigene Steuergesetze. Was Sie zu beachten haben, ist daher schwer zu sagen und kann je nach Land sehr unterschiedlich ausfallen. Bitte sprechen Sie in einem solchen Fall mit Ihrem Steuerberater.
Ja, die Projektgesellschaft ist in aller Regel verpflichtet, soweit gesetzlich festgeschrieben, die Kapitalertragssteuer an das Finanzamt abzuführen, selbst wenn z. B. ein Doppelbesteuerungsabkommen eine andere Regelung hinsichtlich Zinseinkünften aus Nachrangdarlehen vorsieht. Es ist allerdings möglich, im Nachgang beim Bundeszentralamt für Steuern die Erstattung der dadurch zu viel gezahlten Steuern zu beantragen.
Die folgenden Informationen erheben keinerlei Anspruch auf Vollständigkeit oder Korrektheit und sind in keiner Weise als Entscheidungsgrundlage oder Beratung anzusehen. Im Einzelfall kann eine verlässliche Auskunft nur durch einen Rechtsanwalt oder Insolvenzberater erfolgen.
Es ist für alle Beteiligten, für die Gründer und Mitarbeiter des Unternehmens und auch für Sie als Investor eine schwierige und belastende Situation, wenn ein Unternehmen Insolvenz anmelden muss. Wir als Plattform möchten sowohl das Unternehmen als auch Sie dazu ermutigen, in engem direktem Austausch im IR-Kanal miteinander zu kommunizieren. Bitte haben Sie Verständnis, wenn die Beantwortung Ihrer Fragen etwas Zeit in Anspruch nimmt. Leider kommt es immer auch zu Verzögerungen und gegebenenfalls bestimmt der vorläufige Insolvenzverwalter die Informationspolitik des Unternehmens. Auch wenn es für Sie als Investor unbefriedigend ist und Sie viele Fragen haben: Mit der strengen Informationspolitik soll die Verhandlungsposition des Unternehmens gegenüber möglichen Verhandlungspartnern (bspw. Neuinvestoren oder Kaufinteressenten) und damit auch in weiterer Konsequenz Ihre Investition nicht negativ beeinflusst werden.
Unsere FAQ sollen Sie möglichst gut durch einen Insolvenzprozess begleiten. Fehlt Ihnen eine Information oder werden Ihre Fragen nicht berücksichtigt? Bitte schreiben Sie uns eine E-Mail an info@econeers.de.
Bedeutet ein Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens automatisch das Ende eines Unternehmens?
Für den Econeers-Investor bedeutet die Ablehnung mangels Masse im Regelfall keine Besserstellung. Es wird in der Regel mit keiner Quote zu rechnen sein, sodass es zum Totalverlust des investierten Kapitals kommt.
Die Insolvenzquote ist grob vereinfacht der Prozentsatz, der einem einfachen Gläubiger anteilig an der zur Ausschüttung vorhandenen Insolvenzmasse zusteht. Nachrangige Gläubiger in Form von Nachrangdarlehensgebern sind dabei noch gar nicht erfasst.
Wie oben bereits erläutert, werden mit der Eröffnung des Insolvenzverfahrens die Gläubiger vom Insolvenzverwalter aufgefordert, ihre Forderungen gegenüber dem insolventen Unternehmen beim Insolvenzverwalter anzumelden. Dies gilt dem Grundsatz nach auch für Crowd-Investoren, die in Form des Nachrangdarlehens investiert haben. Allerdings wird man als Crowd-Investor aufgrund des vereinbarten Nachrangs den anderen einfachen Insolvenzgläubigern nachgestellt. Es handelt sich hierbei um eine sog. nachrangige Forderung nach § 39 Abs. 1 Nr. 5 InsO. Dies bedeutet gleichzeitig, dass eine Forderungsanmeldung erst berücksichtigt wird, wenn das Insolvenzgericht bzw. der Verwalter die nachrangigen Gläubiger zur Anmeldung auffordert. Dies erfolgt regelmäßig erst, wenn auch für diese mit einer Quote zu rechnen ist. Das kommt in der Praxis so gut wie nie vor. Durchschnittlich ist mit einer Quote von rund 5 % für die einfachen Gläubiger zu rechnen, sodass für nachrangige Gläubiger in der Praxis häufig nichts übrig bleibt. Das ist auch der Grund, warum man ggf. als nachrangiger Gläubiger gar nicht erst vom Insolvenzverwalter angeschrieben wird. Es ist jedenfalls nicht möglich, dass Sie vergessen werden; als Investor sind Sie dem Insolvenzverwalter bekannt. Wenn nach Bedienung der einfachen Gläubiger aus der Insolvenzmasse doch noch etwas übrig sein sollte, dann werden Sie in jedem Fall vom Insolvenzverwalter aufgefordert, Ihre Forderungen anzumelden.
Neuverluste dürfen Sie mit Ihren Zinserträgen und anderen Einkünften innerhalb derselben Anlageklasse bei Ihrer Steuererklärung geltend machen. Das betrifft den Bereich der Kapitalertragssteuer. Erträge aus Investmentfonds, stillen Beteiligungen oder aber aus Nachrangdarlehen gehören bei Privatanlegern zu den Einkünften aus Kapitalvermögen. Diese unterliegen der Kapitalertragssteuer von 25 % nach dem § 7 InvStG.
Diese Steuerschuld können Sie reduzieren, indem Sie Ihren Zinserträgen auch die Ausfälle Ihrer Investments gegenüberstellen und verrechnen. Sofern die Anlageklasse identisch ist, wird Ihr Verlust vom Finanzamt in aller Regel auch anerkannt. Eine klassische Verlustbescheinigung gibt es in den meisten Fällen nicht. Als Nachweis Ihres Verlustes fügen Sie beispielsweise das Schreiben des Insolvenzverwalters bei, welches besagt, dass nachrangige Forderungen gemäß § 39 InsO nicht befriedigt werden können, oder alternativ den Beschluss bei Abweisung des Insolvenzverfahrens mangels Masse. Insolvenzen können nur für das Jahr steuerlich geltend gemacht werden, in welchem der Verlust auch tatsächlich zustande kommt – sprich in dem Jahr, in dem das Insolvenzverfahren abgeschlossen oder mangels Masse abgewiesen wurde. Ihr Steuerberater hilft Ihnen gern weiter.
Econeers steht für Transparenz, aber auch für Neutralität. Bei jeglichen Vorgängen, die das direkte Vertragsverhältnis von Unternehmen bzw. Projektbetreibern und Investoren betreffen, hat Econeers grundsätzlich eine neutrale Position; das gilt natürlich auch für Insolvenzen. Da der Ausgang einer Insolvenz offen ist, wird das Unternehmen erst nach Liquidation bzw. Abschluss eines Insolvenzverfahrens als „gescheitert“ gelabelt. Im Laufe eines solchen Verfahrens ist es möglich, dass Werte im Unternehmen noch aufgetan, neue Investoren akquiriert, durch den Verkauf von bestimmten Assets oder gar durch Neustrukturierung das Unternehmen wieder stabilisiert werden kann. Eine vorherige Kennzeichnung schwächt das Unternehmen in potentiellen Verhandlungen und schmälert die Chance, Ihr Investment doch noch zu sichern.
5. Forschungsfragen-FAQ
Welche durchschnittliche Rendite erhält ein Investor bei Econeers?
Seit Bestehen der Plattform Econeers erhielten Investoren Brutto-Renditen zwischen 4 % und 8 % p.a . in Form einer jährlichen Zinszahlung.
Als angemeldeter Nutzer auf der Plattform hat man während der Laufzeit der Crowdinvesting-Kampagne die Möglichkeit, den Musterinvestmentvertrag auf der jeweiligen Fundingseite herunterzuladen.
Den persönliche Vertrag zwischen dem Investor und dem Projektbetreiber kann nur der Nutzer selbst im Econeers-Kundenportal einsehen.
Welche Faktoren entscheiden über den Erfolg einer Crowdinvesting-Kampagne?
Die Faktoren, die bestimmen, ob ein Crowdinvesting von den potenziellen Investoren positiv aufgenommen wird und die gewünschte Investitionssumme zusammenkommt, sind sehr individuell. Wir unterscheiden zwischen harten und weichen Faktoren.
Anschließend wird im Team darüber beraten, ob das Projekt für ein Crowdinvesting in Frage kommt.
Passen das Projekt und Econeers zusammen, können wir in die ca. sechswöchige Fundingvorbereitung starten.
Eine Übersicht über alle auf Econeers abgeschlossenen Fundings finden Sie hier. Dort sind sowohl erfolgreiche als auch nicht erfolgreiche Finanzierungsrunden gelistet. Stand Juli 2019 wurden 21 Projekte auf der Plattform finanziert und zwei Projekte erreichten nicht die notwendige Finanzierungssumme.
Wie lange dauert eine Crowdinvesting-Kampagne auf Econeers?
Eine Kampagne auf Econeers läuft maximal zweimal 60 Tage. Wird die Fundingschwelle in den ersten 60 Tagen nicht erreicht, wird die Kampagne nicht verlängert und gilt als nicht finanziert. Wird die Fundingschwelle innerhalb der ersten 60 Tage erreicht, gilt sie als erfolgreich finanziert. Sie wird dann in der Regel um weitere 60 Tage verlängert. Eine Kampagne endet automatisch, sobald das angestrebte Finanzierungsziel erreicht ist.
Für alle Besucher sichtbar sind u. a.:
Investmentstory des jeweiligen Projektes inkl. Vermögensanlagen-Informationsblatt
Für eingeloggte Nutzer sichtbar sind u. a.:
Muster-Vertragsdokumente
Nur für Investoren des Projektes sichtbar sind:
Wenn Sie weitere Fragen oder Anregungen haben, nehmen Sie gern Kontakt mit uns auf.

References: § 6
 § 34
 § 1
 § 20
 § 7
 § 39
 § 39
 § 7
 § 39