Source: https://wirelesslife.de/gesetzliche-krankenversicherung-auslandsaufenthalt/
Timestamp: 2019-06-16 19:32:28+00:00

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Zuerst veröffentlicht am 29. April 2015 von Sebastian Kühn
Komplett überarbeitet am 21. März 2019
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Kaum ein anderes Thema wird hier auf dem Blog so heiß diskutiert, wie der Austritt aus der gesetzlichen Krankenversicherung und der Sinn einer Anwartschaftsversicherung. Leser berichten von widersprüchlichen Aussagen der Versicherer, weshalb die Kündigung der GKV vielleicht auch dir Kopfschmerzen bereitet.
Möglich ist der Austritt aus der gesetzlichen Krankenversicherung dann, wenn du eine selbständige Tätigkeit aufnimmst, über der Versicherungspflichtgrenze verdienst oder für längere Zeit ins Ausland gehst. Besonders um letztere Gruppe geht es in diesem Beitrag.
Bevor wir uns mit gesetzlichen Grundlagen und Regelungen der Krankenkassen beschäftigen, noch kurz zum allgemeinen Verständnis. Es gibt drei Gruppen von Versicherten:
Gesetzlich Pflichtversichert: Seit 2007 gilt in Deutschland eine allgemeine Versicherungspflicht nach § 5 SGB V. Versicherungspflichtig sind demnach alle im Inland gemeldeten Personen, die nicht hauptberuflich selbständig erwerbstätig sind oder speziellen Berufsgruppen angehören.
Privat versichert: Versicherungsfrei sind nach § 6 SGB V Selbständige, Freiberufler und bestimmte Berufsgruppen (z.B. Beamte, Richter, Zeitsoldaten) sowie alle, die mehr als 60.750 Euro im Jahr verdienen (Versicherungspflichtgrenze für 2019). Sie können sich freiwillig in einer gesetzlichen Krankenkasse versichern lassen oder einkommensunabhängig in einer privaten Krankenversicherung.
Freiwillig gesetzlich versichert: Wer nach § 6 SGB V versicherungsfrei ist, muss sich nicht privat versichern lassen, sondern hat die Wahl zur freiwilligen Mitgliedschaft in der GKV (§ 9 SGB V). Abhängig von Alter, Einkommen und Gesundheitszustand kann die freiwillige GKV die bessere Wahl sein.
Um für dich so konkrete und verlässliche Informationen wie möglich zu sammeln, habe ich mir Unterstützung von einer Expertin für das Thema geholt.
Madeleine ist als freie Mitarbeiterin für das Unternehmen ReisePolice24 tätig und hat sich bereiterklärt, fachkundige Auskünfte zu geben. Reisepolice24 vermittelt verschiedene Produkte rund um Reiseversicherungen und bietet dir eine persönliche Beratung an.
Hinweis 1: Auch wenn alle Angaben von Madeleine besten Wissens, Gewissens und fachlichem Kenntnisstand stammen, kann sie damit keine rechtsverbindlichen Aussagen treffen oder gar eine Rechtsberatung zu den Themen gesetzliche Krankenversicherungspflicht und Anwartschaft machen.
Hinweis 2: Ich bin kein Affiliate für ReisePolice24 und es bestehen auch keine anderen geschäftlichen Beziehungen. Madeleine hat durch ihre Kommentare auf meinem Blog bereits vielen Menschen helfen können. Jetzt gibt sie weitere Auskunft und bietet dir gleichzeitig eine Beratung zu Reiseversicherungen an. Das klingt doch nach einer Win-Win-Situation, oder?
Gesetzliche Versicherungspflicht in Deutschland
Die gesetzliche Grundlage für die Versicherungspflicht in Deutschland ist in § 5 SGB V geregelt. Versicherungspflichtig sind demnach alle im Inland gemeldeten Personen, die nicht hauptberuflich selbständig erwerbstätig sind oder speziellen Berufsgruppen (z.B. Beamte, Richter, Zeitsoldaten) angehören.
Diese gesetzliche Versicherungspflicht gilt natürlich auch dann, wenn du nach der vorübergehenden Wohnsitzabmeldung wegen Auslandsaufenthalt wieder nach Deutschland zurückkehrst und dich polizeilich anmeldest. Die Aufnahme einer Beschäftigung ist keine Voraussetzung für die Versicherungspflicht, wohl aber dein vorangegangener Versicherungsstatus.
Madeleine: Seit dem 1. April 2007 besteht für Personen, die keinen anderweitigen Anspruch auf Absicherung im Krankheitsfall haben und zuletzt (in Deutschland) gesetzlich krankenversichert waren eine Versicherungspflicht in der GKV. Für Personen, die aus dem Ausland zurück nach Deutschland kommen, bedeutet dies, dass sie ab dem ersten Tag im Inland Anspruch auf Krankenversicherungsschutz haben. Regulär kann man sagen, dass jeder, der behördlich in Deutschland gemeldet ist auch versicherungspflichtig ist, d.h. sich krankenversichern muss.
Trotz der Versicherungspflicht gibt es immer wieder Beispiele, bei denen die gesetzliche Krankenversicherung die Wiederaufnahme verweigert. Das ist vor allem dann der Fall, wenn du vor der Abmeldung aus Deutschland freiwillig gesetzlich versichert warst.
Madeleine: Zur Annahmepflicht einer GKV der Hinweis, dass es immer etwas auf die individuelle Situation ankommt. Das bezieht sich aber vielmehr darauf, wie die Person vor der Ausreise aus Deutschland versichert war: Freiwillig gesetzlich, pflichtversichert oder sogar privat versichert. Deshalb kann keine grundsätzliche Auskunft gegeben werden. Für die meisten Globetrotter wird jedoch zutreffen: Sie waren vorher und sind wieder versicherungspflichtig, womit sie die zuletzt da gewesene GKV auch wieder versichern muss, egal ob sie krank oder gesund aus dem Ausland zurückkehren.
§ 190 Abs. 13 Nr. 2 SGB V: „Die Mitgliedschaft der in § 5 Abs. 1 Nr. 13 genannten Personen endet mit Ablauf des Vortages, an dem:
Das entscheidende Wort in diesem Gesetz ist das „oder”. Nach der offiziellen Abmeldung aus Deutschland ist der Ausstieg aus der GKV problemlos möglich. Aber auch dann, wenn du noch in Deutschland gemeldet bist, sich aber dein gewöhnlicher Aufenthalt im Ausland befindet.
Das Problem mit dem gewöhnlichen Aufenthaltsort ist, dass dieser nicht immer klar zu bestimmen ist. Es gibt zwar die 183-Tage-Regelung, die aber alleine nicht zur Begründung reicht. Es ist also nicht nur wichtig, wo du dich mehr als sechs Monate im Jahr zusammenhängend aufhältst, sondern auch, wo du deine soziale und berufliche Bindung hast.
Madeleine: Es muss die behördliche Abmeldebestätigung aus Deutschland (über das Einwohnermeldeamt zu bekommen) vorliegen, weil die Person erst dann nicht mehr der Versicherungspflicht unterliegt. Manchmal reicht auch als Nachweis schon die Auslandskrankenversicherung über einen längeren Aufenthalt (nicht nur sechs Wochen Urlaub). Einige Kassen sträuben sich dagegen, eine gesetzlich versicherte Person wegen eines „vorübergehenden” Auslandsaufenthaltes aus der GKV raus zulassen.
Wenn dein gewöhnlicher Aufenthaltsort außerhalb von Deutschland ist, dann muss dich die GKV aus der Mitgliedschaft herauslassen. Wie weist du nun also trotz nicht vorhandener Abmeldebescheinigung nach, dass sich dein gewöhnlicher Aufenthaltsort nicht mehr in Deutschland befindet? Folgende Unterlagen helfen bei der Argumentation:
Gut zu wissen: Nachdem deine gesetzliche Versicherungspflicht aufgrund des Auslandsaufenthaltes erlischt, dann gilt eine Nachversicherungspflicht für gesetzliche Krankenversicherungen. Damit hast du nach Beendigung der Mitgliedschaft als Pflichtversicherter noch einen Monat lang Anspruch auf Sachleistungen (keine Krankentagegeld), solange du keine andere Beschäftigung ausübst oder dich als Selbständiger in der PKV versicherst.
§ 19 Abs. 2 SGB V: „Endet die Mitgliedschaft Versicherungspflichtiger, besteht Anspruch auf Leistungen längstens für einen Monat nach dem Ende der Mitgliedschaft, solange keine Erwerbstätigkeit ausgeübt wird.”
Als anderweitiger Anspruch auf Absicherung im Krankheitsfall werden übrigens alle Versicherungsverträge gezählt, die über die Absicherung eines Auslandsaufenthalts von 42 Tagen hinaus geht und der Art nach (nicht dem Umfang) den Leistungen der gesetzlichen Krankenversicherung entspricht.
Wiedereintritt in die gesetzliche Krankenversicherung
Die Kündigung der GKV ist die eine Sache. Kopfschmerzen bereitet aber eher die Wiederaufnahme nach der Rückkehr. Wie bereits geschildert, gilt für Personen, die vor Ihrer Ausreise gesetzlich pflichtversichert waren auch nach deren Rückreise in die Heimat wieder die Versicherungspflicht.
Was ist aber, wenn ich nach meiner Rückkehr nach Deutschland nicht mehr in die alte GKV zurück möchte, sondern zu einem anderen Versicherer? Besteht die Pflicht zur Wiederaufnahme nur für meine vorherige Kasse oder kann ich frei wählen?
Madeleine: Es gilt eine reguläre Frist von drei Monaten, in denen man sich (sofern man die Voraussetzungen erfüllt) in einer gesetzlichen Krankenkasse seiner Wahl versichern kann. Verpasst man diese Frist, muss man in die Krankenkasse, in der man vorher versichert war. In den meisten Fällen wird es einfacher sein, die zuletzt da gewesene Krankenkasse gleich zu kontaktieren.
Die Wiederaufnahme für gesetzlich Versicherte ist also problemlos. Anders sieht es bei freiwillig gesetzlich und privat Versicherten aus. Genau für diese Gruppen gibt es die Anwartschaftsversicherung.
Wann macht die Anwartschaftsversicherung Sinn?
Ein heiß diskutiertes Thema ist die Anwartschaft bei Auslandsaufenthalt. Damit wird gegen eine monatliche Zahlung der einfache Wiedereinstieg in die Krankenversicherung nach der Rückkehr gesichert.
Während der Dauer der Anwartschaftsversicherung besteht natürlich kein Leistungsanspruch. Das bedeutet, dass Kosten für Krankenhaus- und Arztbesuche, Medikamente, Hilfsmittel usw. nicht von der Krankenkasse übernommen werden.
Die Kosten für die Anwartschaftsversicherung decken die Verwaltungskosten für den Versicherer. Der Beitrag wird nicht am Einkommen bemessen, sondern errechnet sich aus einer Bezugsgröße, die im Jahr 2019 monatlich 3.115 Euro beträgt. Daraus ergibt sich ein fiktives Einkommen von 311,50 Euro (10 %), auf die der Beitragssatz der Krankenkasse gezahlt wird. Bei einem Beitragssatz um die 15 % ergeben sich daraus Kosten für die Anwartschaft von ca. 47 Euro plus ca. 9,50 Euro für die Pflegeversicherung (etwas über 10 Euro für Kinderlose).
Bei der Anwartschaft in der privaten Krankenversicherung werden die Beiträge für Verwaltungskosten und Altersrückstellungen verwendet und berechnen sich anteilig zum individuellen Monatsbeitrag. In der Regel liegen sie bei einer kleinen Anwartschaft (kurze Zeiträume) bei 5-10 % des Beitrags und bei der großen Anwartschaft (längere Zeiträume) bei 20-25 %.
Als Argument für die Anwartschaft sprechen Versicherungen immer wieder vom Leistungsausschluss:
§ 52a SGB V (Leistungsausschluss): „Auf Leistungen besteht kein Anspruch, wenn sich Personen in den Geltungsbereich dieses Gesetzbuchs begeben, um in einer Versicherung nach § 5 Abs. 1 Nr. 13 oder auf Grund dieser Versicherung in einer Versicherung nach § 10 missbräuchlich Leistungen in Anspruch zu nehmen. Das Nähere zur Durchführung regelt die Krankenkasse in ihrer Satzung.”
Das bedeutet im Grunde, dass die GKV nicht leistet, wenn du krank aus dem Ausland zurückkehrst. Das wäre besonders dann fatal, wenn du während der Abwesenheit arbeitsunfähig geworden bist und damit nicht durch die Aufnahme einer Beschäftigung oder die Meldung bei der Arbeitsagentur wieder in die GKV aufgenommen wirst.
Dazu schrieb ein Leser in einem Kommentar, dass „nach § 52a SGB V nur solche Fälle erfasst werden, in denen der gewöhnliche Aufenthalt in Deutschland lediglich begründet wird, um Leistungen der gesetzlichen Krankenversicherung in Anspruch zu nehmen.”. Dieser Leistungsausschluss trifft also nur auf Personen zu, die nie die Absicht für eine Rückkehr nach Deutschland hatten, sich dann aber aufgrund einer Krankheit die Behandlung über das heimische Gesundheitssystem bezahlen lassen wollen.
Madeleine: Laut Richtigstellung der AOK geht es in diesem Paragraphen darum, sich Leistungen aufgrund vorsätzlicher und/oder grob fahrlässiger Eigenschadenzufügung zu erschleichen, d.h. ich habe beabsichtigt und bewusst einen Schaden/Erkrankung verursacht und erschleiche mir nun durch die begründete Rückkehr nach Deutschland Leistungen über das deutsche Gesundheitssystem. Ebenso bezieht sich das Erschleichen auf Leistung darauf, den gewöhnlichen Aufenthalt in Deutschland lediglich zu begründen, um Leistungen der gesetzlichen Krankenversicherung in Anspruch zu nehmen.
Der Leistungsausschluss gilt demnach nur für Personen, die nicht der gesetzlichen Versicherungspflicht nach § 5 SGB V unterliegen und die vorsätzlich die Leistungen der GKV missbrauchen. Demnach ist dieser Paragraph zumindest für gesetzlich Pflichtversicherte nicht mehr als ein Verkaufsargument für die Anwartschaft.
Gesetzlich Pflichtversicherte brauchen also in keinem Fall eine Anwartschaft, da die GKV keine Vorerkrankungen ausschließen darf. Für wen macht der Abschluss dann Sinn?
Madeleine: Für die Anwartschaft spricht ein einfaches, schnelles und unbürokratisches Wiederinkraftsetzen des ursprünglichen Versicherungsschutzes. Bei nicht Versicherungspflichtigen, weil freiwillig gesetzlich Versicherten (also Personen, die die Kasse nach Ihrer Rückkehr ablehnen kann), ist die Anwartschaft ratsam.
Freiwillig Versicherte: Als freiwillig Versicherter ist die Anwartschaft sinnvoll, wenn du für längere Zeit ins Ausland gehst, da die GKV nicht zur Wiederaufnahme verpflichtet ist. Kehrst du arbeitsunfähig zurück, dann hast du kaum eine Chance auf Mitgliedschaft in der GKV und musst auf eine private Krankenversicherung ausweichen.
Eine Versicherungspflicht gibt es nur, wenn innerhalb von zwei Monaten nach der Rückkehr eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung aufgenommen wird oder du dich arbeitslos meldest.
Eine Ausnahme besteht hier, wenn du innerhalb der EU entsendet wirst, da in diesem Fall die Zeit im Ausland als Vorversicherungszeit anerkannt wird. Die Beitragsbemessung und der Leistungsanspruch für freiwillig gesetzlich Versicherte wird in § 240 Abs. 4a SGB V geregelt.
Mitversicherte Familienmitglieder: Für den speziellen Fall, dass du als Versicherter ohne mitversicherte Familienmitglieder für längere Zeit ins Ausland gehst, solltest du auf gar keinen Fall eine Anwartschaft abschließen.
Madeleine: Bleiben die in der GKV mitversicherten Familienangehörigen in Deutschland, sollte keine Anwartschaftsversicherung abgeschlossen werden, da für diese sonst kein Versicherungsschutz mehr besteht. Deshalb ist es in dieser Situation ratsam, die bestehende Versicherung weiterlaufen zu lassen.
Gesetzesänderungen: Sinnvoll kann die Anwartschaft außerdem bei längeren Auslandsaufenthalten über mehrere Jahre sein. Denn dann besteht das Risiko, dass sich Gesetze ändern und damit die Wiederaufnahme nicht garantiert wird. Madeleine sagte dazu Folgendes:
Madeleine: Zu berücksichtigen ist, dass sich die Gesetzeslage – insbesondere nach Regierungswechseln – ändern kann. Zwar gilt auch in diesem Zusammenhang, dass Besitzstände zu wahren sind, dennoch warnen einige Auslandskrankenversicherer davor, sich darauf nicht zu verlassen. Mit einer Anwartschaft in der gesetzlichen Krankenversicherung stellt man zwar sicher, bei der Rückkehr nach Deutschland in jedem Fall wieder von der Kasse aufgenommen zu werden aber zum aktuellen Zeitpunkt sind die Kassen eben auch ohne Anwartschaft dazu verpflichtet.
Abhängig davon, wie wahrscheinlich eine Rückkehr aus dem Ausland ist und wie lange der Auslandsaufenthalt andauert, kann die Anwartschaft also im Einzelfall eine Überlegung wert sein. Wenn du dir unsicher darüber bist, lasse dich persönlich von Madeleine und ihrem Team beraten.
Besteuerung von Rentnern: Sinn macht die Anwartschaftsversicherung auch für Menschen in der „zweiten Lebenshälfte”. Eine Leserin schrieb dazu: „Die Anwartschaft wird auch für die erforderliche Vorversicherungszeit für die spätere Krankenversicherung der Rentner angerechnet. Der Unterschied zeigt sich insbesondere, wenn der Auslandsaufenthalt in der 2. Hälfte des Berufslebens stattfindet. Ist man als Rentner pflichtversichert in der GKV bezahlt man nur Beiträge auf die Einkünfte aus der Rente, ist man als Rentner in der GKV aber freiwillig versichert, zahlt man Beiträge auf alle Einkommensarten, also auch auf Einkünfte aus Kapitalerträgen sowie Vermietung und Verpachtung. Für manche Zeitgenossen kann das einen gewaltige Beitragsunterschied ausmachen. Für eine (beitragsschonende) Pflichtversicherung als Rentner ist jedoch eine Vorversicherungszeit in der GKV zwingend erforderlich – diese beträgt mindestens 90 Prozent der zweiten Hälfte des Berufslebens. Dies kann durch eine Anwartschaft ebenfalls sichergestellt werden, denn diese wird auf die Vorversicherungszeit angerechnet.”
Um die gesamte Argumentation auf den Punkt zu bringen, siehst du hier, ob eine Anwartschaft für dich Sinn macht oder nicht:
Gesetzlich Pflichtversicherte: Die Anwartschaft ist in den meisten Fällen absolut unnötig, da die vorherige GKV zur Wiederaufnahme verpflichtet ist und keine Vorerkrankungen ausschließen darf.
Freiwillig gesetzlich Versicherte: Die Anwartschaft macht sehr viel Sinn, da für die GKV keine Pflicht zur Wiederaufnahme besteht und als Option dann nur eine eventuell kostspielige private Versicherung bliebe.
Privat Versicherte: Die Anwartschaft ist empfehlenswert, da sie eine Option auf Wiedereinstieg in die PKV mit 100% Leistungen ohne erneute Gesundheitsprüfung bietet. Es besteht zwar auch für private Krankenversicherer Pflicht zur Wiederaufnahme, allerdings nur im Basistarif. Abhängig ist die Entscheidung von Alter, Gesundheitszustand und persönlicher Risikoabschätzung.
Gut zu wissen: Es gibt keine zeitliche Grenze für die Laufzeit der Anwartschaft und auch keine minimale Dauer (gewöhnlich sind mindestens drei Monate), ab wann die Anwartschaft abgeschlossen werden kann. Letzteres liegt natürlich im Ermessen der GKV. Anders ist dies bei privaten Krankenversicherungen, die in der Regel begrenzte Anwartschaften über fünf Jahre (mit Option auf Verlängerung) ermöglichen.
Bei Reisen innerhalb der EU gilt zwar, dass die GKV weiterhin leistet, das jedoch nur mit wesentlichen Einschränkungen. Bei längeren Aufenthalten solltest du also auch innerhalb Europas über eine separate Reise- oder Auslandskrankenversicherung nachdenken.
Madeleine: Zwar gibt es ein Abkommen mit den gesetzlichen Krankenkassen, aber dennoch wird bei Aufenthalten auch innerhalb der EU (außerhalb Deutschlands) eine Auslandskrankenversicherung zwingend empfohlen. Grund dafür ist, dass die GKV nur eine Deckung von max. sechs Wochen gewährt, massive Deckungslücken aufweist (Leistungen nur in Verbindung mit Vertragsärzten) und zudem keinen Rücktransport zahlt.
Pflegepflichtversicherung bei Anwartschaft
Als Mitglied der gesetzlichen Krankenversicherung bist du automatisch auch in der Pflegeversicherung. Was passiert also im Pflegefall, wenn du aus der Krankenkasse austrittst und keine private Pflegeversicherung hast?
Madeleine: Bei Abschluss einer Anwartschaftsversicherung in der GKV wird auch automatisch die Pflegepflichtversicherung ruhend gestellt. Der Vorteil ist, dass die gesetzlich vorgeschriebene Wartezeit von zwei Jahren erhalten bleibt. Der Gesetzgeber hat nämlich bestimmt, dass im Pflegefall nur derjenige sofort Anspruch auf Leistungen hat, der innerhalb der letzten zehn Jahre mindestens zwei Jahre lang Beiträge für die Pflegeversicherung gezahlt hat.
Die Anwartschaftsversicherung sorgt dafür, dass diese „Wartezeit” als vollwertige Versicherungszeiten für Ansprüche aus der Pflegeversicherung angerechnet werden. Mehr zum Leistungsanspruch für die Pflegeversicherung findest du in diesem Beitrag..
Krankenrücktransport und Kostenübernahme durch die GKV
Jetzt lassen wir unserer Fantasie mal freien Lauf und denken an den schlimmsten Fall, in dem du aus dem Ausland in ein deutsches Krankenhaus eingeflogen wirst. Auf deutschem Boden endet der Schutz der Reise- oder Auslandskrankenversicherung und in deinem Zustand kannst du dich schlecht beim Meldebüro anmelden, um wieder in der GKV versichert zu sein.
Wer übernimmt in diesem Fall die Kosten für die Behandlung?
Madeleine: Es kommt auch hier immer auf die Gesamtsituation an, ob die Kasse aufnehmen muss oder nicht. Die Auslandskrankenversicherung übernimmt immer „nur” den Rücktransport. Die Kasse übernimmt die entstehenden Krankheitskosten dann für die Behandlungen in Deutschland. Versicherungspflicht besteht bei behördlicher Meldung, auch nachträglich und rückwirkend. Alternativ kann auch per Flugticket der Einreisetag nachgewiesen werden, auch dies gilt für die GKV um rückwirkend zu versichern (so u.a. die Aussage der AOK). Es gilt eine reguläre Frist von drei Monaten, in denen man sich (sofern man die Voraussetzungen erfüllt) in einer gesetzlichen Krankenkasse seiner Wahl versichern kann.
Richtig versichert für den Auslandsaufenthalt
Jetzt sollte klar geworden sein, wann du aus der gesetzlichen Krankenversicherung austreten kannst und wann eine Anwartschaftsversicherung sinnvoll ist. Nun geht es darum, die richtige Versicherung für die Zeit im Ausland zu finden.
Generell wird zwischen zeitlich begrenzten Reiseversicherungen für bis zu fünf Jahre und langfristigen Auslandskrankenversicherungen mit umfassendem Schutz (Zahnarztkosten, stationäre Behandlungen, Rehabilitation) unterschieden.
Reiseversicherungen gibt es bereits ab 0,60 Euro/ Tag. Bei Auslandskrankenversicherungen bis zu drei Jahren Reisedauer kannst du mit mindestens 25 Euro im Monat rechnen (hier gibt es eine Unterscheidung nach Zielgruppen, d.h. je nachdem, was du im Ausland tust).
Suchst du eine Auslandskrankenversicherung bis fünf Jahre Reisedauer solltest du mit mindestens 34 Euro pro Monat (bestimmte Zielgruppen) rechnen oder mit mindestens 59 Euro pro Monat (unabhängig der Reiseart). Zudem benötigen einige Reisende einen Versicherungsschutz der beispielsweise Visumbestimmungen (u.a. J1-Visum) erfüllen.
Madeleine: Eine Auslandskrankenversicherung deckt den medizinischen Notfall im Ausland oder auch während des Heimaturlaubes (Deutschland oder je nachdem, welches Land das Heimatland ist) ab. Meist nicht versicherbar bleiben Vorerkrankungen (speziell chronische) und allgemeine Vorsorgeuntersuchungen. Für Vorsorgeuntersuchungen haben wir mittlerweile auch Lösungen. Bei chronischen Vorerkrankungen (typischerweise Diabetes, Hypertonie o.ä.) tritt auch die GKV während der Auslandszeit ein. Hier reicht der GKV meist die Bestätigung, dass die Auslandskrankenversicherung tatsächlich Vorerkrankungen ausschließt.
ReisePolice24 bietet unterschiedliche Lösungen für Stundenten, Au-Pair, Work & Travel, Wwoofing, Farmarbeit, beruflich Entsannte, Ausländer im Ausland oder einfach Globetrotter an. Hierzu kann dich Madeleine fachkräftig beraten.
Madeleine: Als Auslandskrankenversicherungslösung würde ich immer zunächst einen zeitlich begrenzten Tarif empfehlen (von taggenau bis für max. 60 Monate buchbar), denn je länger ein Tarif laufen kann, desto teurer ist er. Bleibst du dann doch länger oder befindest Dich bereits im Ausland und hast es verpasst, eine Krankenversicherung abzuschließen, kannst du immer noch einen Tarif wählen, der bis zum 67. Lebensjahr oder für unbegrenzte Zeit versichert. Diese Tarife sind etwas hochpreisiger (bei uns ab 79 Euro/monatlich).
Wenn du auf der Suche nach dem passenden Reiseschutz bist oder immer noch offene Fragen hast, dann wende dich am besten direkt an Madeleine von ReisePolice24. Das Team mit Geschäftsführer Mathias Jensch, Michaela Sieber im Reisebereich und 4 Mitarbeitern im Office können dir ganz sicher weiterhelfen. Du erreichst sie unter der 0351 83288-30.
Die Experten von ReisePolice24.de stellen für dich die besten Angebote für günstigen Reiseschutz online zusammen. Über Zielgruppen und die Kategorien Reisekrankenversicherung, Auslandskrankenversicherung, Reiserücktrittsversicherung und sonstige Reiseversicherung kannst du einfach nach dem gewünschten Produkt suchen und findest sofort alle Tarife, Anbieter und Preise im Vergleich.
Ich möchte mich an dieser Stelle noch einmal ganz herzlich bei Madeleine für ihre fachkundigen Auskünfte bedanken und hoffe, dass du Antworten auf deine Fragen gefunden hast.
Mythos: Anwartschaft & Wiederaufnahme in die Krankenversicherung…
Nina Rohrberg
Hallo, ich war nun 7 Monate am Stück im Ausland. Ich bin über 23 und nun soll ich die 7 Monate zurück bezahlen (190€ pro Monat) hätte ich eine auslandskrankenversicherung gehabt, hätte ich 50€ pro Monat bezahlen müssen, allerdings hatte ich keine abgeschlossen. Ich habe nur Nachweis einer Uni Bewerbung, aber nicht das ich studiere was ja nicht der fall ist.
Marijke Hinnekint
Ich bin jetzt 50 Jahre und arbeite und lebe seid 2005 in England. Im moment weiss ich nocht nicht ob ich jemals wieder nach deutschland zuerueckkehren werde, moechte mich aber absichern im Falle das ich mich fuer eine Rueckkehr im Rentenalter entscheide.
Ich habe seid 2003 nicht mehr in Deutschland gearbeitet. Wie kann ich mich zwecks Kranken-und Pflegeversicherung absichern?
Der bevorstehende Brexit macht die Sache noch etwas schwieriger.
Auch hier wird nicht auf die 55-Jahre-Problematik eingegangen. 🙁
“Freiwillig gesetzlich Versicherte: die Anwartschaft macht sehr viel Sinn, da für die GKV keine Pflicht zur Wiederaufnahme besteht und als Option dann nur eine eventuell kostspielige private Versicherung bliebe.”
Keine Pflicht mich wieder aufzunehmen. Meine Versicherung sagt mit jedoch, dass sie mich gar nicht wieder aufnehmen DÜRFEN, da ich für die Zeit im Ausland privat versichert war. Ich finde kein Gesetz, was dies so besagt. Gibt es dieses oder lügt mich meine Versicherung an?
Ich bin bei der Central privat krankenversichert. Zur Zeit befinde ich mich auf einem knapp fünfmonatigen Auslandsaufenthalt in Asien und Australien. Ich habe für diesen Zeitraum bei der HanseMerkur eine Auslandskrankenversicherung abgeschlossen, da die Central mir keinen umfassenden Versicherungsschutz bieten konnte. Da ich deshalb die Leistungen der Central nicht in Anspruch nehmen kann, habe ich eine große Anwartschaftsversicherung beantragt, die allerdings von der Central mit der Begründung abgelehnt wurde, der Auslandsaufenthalt dauert weniger als 6 Monate. Im Internet habe ich auch von deutlich kürzeren Auslandsaufenthalten mit einer großen Anwartschaftsversicherung gelesen. Sowohl in meinen Versicherungsunterlagen als auch auf der Website der Central habe ich keine solche Festlegung gefunden. Gibt es tatsächlich eine Mindestdauer von 6 Monaten für eine große Anwartschaftsversicherung oder ist die Festlegung der Central nur willkürlich? Welche Möglichkeiten habe ich um die große Anwartschaftsversicherung durchzusetzen? Vielen Dank
Hallo, ein Kapitel fehlt leider. Wie sieht es denn mit der Anwartschaft für die Pflegeversicherung bei einer privaten Krankenversicherung aus? Kann ich die Pflegeversicherung bei einem einjährigen Auslandsaufenthalt auch in der PKV in eine Anwartschaft umwandeln oder gar ganz stoppen? Da ich mich nicht im Geltungsbereich der Pflegevericherung befinde (aussereuropäisches Ausland) müsste dies doch möglich sein?
Ich werde ab Januar für ein Jahr nach Südamerika gehen. Ich werde ab dem 1.1.2019 freigestellt sein von meinem Arbeitgeber (= nicht mehr angestellt).
Ich habe eben mit meiner Krankenkasse (TK) gesprochen, welche meinte, dass ich, dadurch, dass ich mich für dasJahr mit einer Privaten Auslandskrankenversicherung versichere, automatisch in die Private Krankenkasse falle und sie mich nicht mehr gesetzlich versichern können und deswegen unbedingt die Anwaltschaft empfehlen.
So etwas habe ich nirgendwo vorher gefunden, da ich ja eigentlich keine Versicherungspflicht habe in dem Jahr, wo ich nicht hier bin (unabhängig davon, ob ich mich abmelde, oder nicht, da >6 Monate mein Hauptaufenthalt außerhalb des Landes ist).
Kann mir das jemand erklären, ob das stimmt? Mir wäre es neu, dass die Auslandskrankenversicherung mich als “privat verischert” einstufen würde, und mir deswegen die Aufnahme zurück in die Gesetzliche verhindert.
“diese beträgt mindestens 90 Prozent der zweiten Hälfte des Berufslebens”
Die Anrechnungszeiten von drei Jahren für jedes Kind auf die Vorversicherungszeit werden jedem Elternteil zugeordnet.
Also 90% minus 3 Jahre für jedes Kind.
Das kann auch rückwirkend beantragt werden.
Und keinerlei Erklärungen zur KVdR???
Das betrifft ganz besonders alle gesetzlich versicherten Rentner die in EU-Ausland leben.
Hallo, ich finde diesen Beitrag sehr interessant und auch verständlich, habe aber meinen speziellen Fall nicht direkt wiedergebenden. Vielleicht kannst Du mir helfen. Ich bin freiwillig bei einer gesetzlichen Krankenversicherung versichert. Bin mit einer Thailänderin verheiratet die mit mir hier in Deutschland lebt und familienversichert ist, da sie nicht selber arbeiten geht. Ich werde in gut einem Jahr meine zweite Hälfte der Arbeitsteilzeit erreichen, Firma bezahlt dann noch 1,5 Jahre Gehalt, und mit erreichen sofort mit meiner Frau nach Thailand auswandern. Nach Abschluss der Altersteilzeit, also 1,5 Jahre später, erreiche ich das Rentenalter und werde Altersrente beantragen. Wir bleiben natürlich in Thailand. Dort werde ich mich privat versichern, entweder bei einer thailändischen Krankenkasse oder eine deutsche, sofern ich eine finde die das anbietet. Meine Fragen: Ist die Abmeldung aus der FgV bereits mit Ausreie während meiner Altersteilzeit möglich? Dann zahlt demnach auch mein Arbeitgeber seinen Anteil nicht. Oder erst wenn ich Altersrentner bin? Als Nachweis hätten wir die Wohnsitzabmeldung, eine längere Auslandskrankenversicherung und Eigentumsnachweis eines Hauses in Thailand. Uns ist bewusst, dass wir beide dann keinen Krankenversicherungsschutz mehr in Deutschland haben, wir beabsichtigen aber auch nicht mehr nach Deutschland zurückzukehren. Eine Anwartschaft halte ich auch nicht für nötig, eine ordentliche… Mehr lesen »
ich war bereits 2011 für 10 Monate auf Reisen (gebucht über eine Work&travel Organisation mit Nachweis) und hatte mich damals von der TK KV abgemeldet gehabt ohne Probleme, ohne auch den Wohnsitz abmelden zu müssen. Nach meiner Rückkehr meldete ich mich sofort beim Jobcenter arbeitslos (hatte vor der Reise Anspruch auf ALG1) und die TK musste mich natürlich wieder aufnehmen, was auch ohne Probleme klappte. 10 Tage später hatte ich den Status als Student und konnte auch in die Familienversicherung noch gehen. Jetzt ist die Lage wie folgt: Ich habe mein Studium beendet und gehe für 4,5 Monate (September bis Januar 2019) auf Reisen. Da alles low Budget sein soll, würde ich gerne wieder den Weg über die Abmeldung von der KV gehen und mich nach meiner Rückkehr am selben Tag arbeitslos melden, da ich auch wirklich ab dem Moment der Rückkehr arbeitssuchend sein werde, würde sich das super ergeben. Allerdings verfüge ich über weniger Nachweise, da ich nur Flugtickets habe. Wird sich die TK quer stellen? Lohnt es sich überhaupt den Aufwand über die 4,5 Monate Abmeldung zu gehen oder sollte ich evtl. doch die Anwartschaft nehmen?
hallo allerseits, ich brauche mal eure Hilfe. Ich bin selbstaendige Architektin und vor 10 Jahren nach Spanien gezogen. Vorher war ich in D freiwillig gesetzlich krankenversichert. In Spanien wurde ich ueber die Firma meines Mannes privat mitversichert. Daraus habe ich mich nun verabschiedet und bin seit Juni 2018 in der gesetzlichen spanischen Krankenversicherung. Zum Jahresende planen wir die Rueckkehr nach Deutschland und ich moechte wieder in eine gesetzliche Kasse zurueck. In den Aufnahmeantraegen wird aber immer von einer 18-monatigen Zugehoerigkeit zu einer kasse gesprochen bevor man wechseln kann. Das kann doch bei einer Rueckkehr aus dem Ausland nicht gelten, oder? Gibt es in Deutschland Bestimmungen ueber einen minimalen Zeitraum, in dem man im Ausland gesetzlich krankenversichert sein musste oder reicht die Mitgliedschaft in einer gesetzlichen KV an sich aus? Wuerde mich ueber Eure sachlichen Hinweise freuen.
ich bin im Moment als “freiwillig versicherte Studentin” versichert. Im September werde ich mich exmatrikulieren und nach Mexiko ziehen (ich plane einen Aufenthalt von ca. 8 Monaten). Wenn ich zurueck nach Deutschland komme, moechte ich zurueck zu meiner jetzigen Krankenkasse.
Empfiehlst du mir die Anwartschaft? Oder wird mich die KK nach meiner Rueckkehr auch ohne Anwartschaft wieder aufnehmen?
Und ist es ausreichend ein Flugticket, eine Heiratsurkunde mit meinem mexikanischen Ehemann und eine Reiseversicherung vorzuweisen um aus der KV auszutreten?
Vielen Dank im voraus, fuer deine Antwort!
So war es bei mir: Ich musste Auslands-KV vorzeigen und Flugticket und konnte so raus nach dem Studium. Das hat gereicht, mehr wollten die nicht sehen. (Ich war jedoch ganz normal versichert bei der Techniker, nicht so wie du “freiwillig versichert”). Mir sagt man damals, ich brauche keine Anwartschaft, da ich halt ganz normal pflichtversichert war. Wenn du freiwillig versichert bist, hat Sebastian ja oben geschrieben, dass man dann eher eine Anwartschaft nehmen sollte.
Hallo, habe ich das nun richtig verstanden. Wer freiwillig in der GV versichert ist und eine Anwartschaft abschließt ist auf der sicheren Seite. Gilt dann die Aufnahmeverpflichtung der GV auch bei Rückkehr mit Krankheit?
Obwohl ich viel gelesen und recherchiert habe, kann mir niemand eine klare Aussage zu meinem Fall bzgl. Notwendigkeit einer Anwartschaft geben: ich bin freiwillig gesetzlich versichert und plane 6 Monate Afrika mit unbezahltem Urlaub. Anschließend läuft mein Arbeitsvertrag wie gewohnt weiter und damit auch meine Sozialversicherungspflicht in Deutschland. Ich werde meine KV in jedem Fall kündigen und für den Auslandsaufenthalt eine private Auslands-KV abschließen , aber brauche ich auch eine Anwartschaft für meine deutsche Versicherung? Da mein Arbeitsverhältnis direkt im Anschluss weiter besteht, bin ich mir nicht sicher, ob es eine Art “Geldmacherei” meiner KV ist. Ich danke euch für eure Hinweise!
Den Fall habe ich auch…. ist tatsächlich Grau-Zone. ich würde aber sagen, du brauchst KEINE Anwartschaft. Du bist danach Angestellte weider…. da nehmen sie dich wieder. No risk no fun 😉
Hallo, super informative Website! ich habe zum zu Ende November 2017 meine freiwillige Krankenversicherung fristlos kündigen wollen. Ich habe der KV gleichzeitig meine Abmeldebestätigung aus Deutschland (Ziel Bulgarien) zukommen lassen. Bereits 2013 habe ich das schon einmal problemlos bei einer anderen Krankenkasse machen können. Mein Bruder hatte damit ebenso keine Probleme und war bei der gleichen Krankenkasse bei der ich jetzt bin. Dieses Mal weigert sich aber die Krankenkasse meine fristlose Kündigung zu akzeptieren. Sie behauptet, sie sei nicht verpflichtet, die Kündigung anzunehmen. Seitdem gehen etliche Briefe hin und her und mir werden weiter monatliche Beiträge berechnet und das nicht nur trotz meiner Kündigung, sondern auch obwohl die KV nicht einmal mehr für eventuelle Leistungen aufkommen will (da ich die Rechnungen natürlich nicht akzeptiere). Da ich bisher davon ausging (und auch weiter ausgehe) im Recht zu sein und aus finanziellen Gründen bisher auf eine Folgeversicherung verzichtet habe, kann ich der KV keinen weiteren Nachweis geben. Ich verstehe auch nicht, warum der auf einmal nötig sein soll, 2013 aber nicht, denn die Gesetzeslage zu diesem Thema hat sich meines Wissens nicht geändert und auch die Krankenkasse hat lediglich behauptet, sie würde jetzt strenger geprüft werden. Das würde ja implizieren, dass sie… Mehr lesen »
Hallo zusammen und danke für den aufschlussreichen Artikel + Diskussion. Ich habe folgendes Szenario: Ich arbeite ab dem 1.4.18 freiberuflich in Italien. Mein Arbeitgeber ist ein deutscher Sportverein. Bin momentan gesetzlich versichert über die Bundesagentur für Arbeit. (Übergangsarbeitslosigkeit) Ich bin für den neuen Job nicht sozialversicherungspflichtig und muss mich somit selbst um eine Auslandskrankenversicherung kümmern. Die Option mich aus Deutschland abzumelden fällt weg, weil die Auslandskrankenversicherung den Wohnsitz in Deutschland voraussetzt. Theoretisch kann ich auf die Anwartschaft verzichten, da ich vor und nach der Beschäftigung gesetzlich versichert bin und bleiben möchte. Jetzt habe ich gelesen, dass die gesetzlichen KV eine Kündigungsfrist von zwei Monaten haben. Was mich einen Monat lange (April, in dem ich ja schon wieder im Ausland arbeite und gar keinen Nutzen von meiner ländlichen Vollversicherung habe) “freiwillig gesetzlich” versichert macht (wegen dem letzten Monat Kündigungsfrist). Somit bin ich auch auf die Anwartschaftzahlung angewiesen? Oder ist freiwillig gesetzlich ein anderer Prozess? Ist die Kündigungsfrist von 2-Monaten in dem Fall überhaupt gültig oder gilt Sonderkündigungsrecht da meine Versicherungspflicht erlischt? Muss das der gesetzlichen KV reichen, wenn ich ihr (mit dem Vertrag der Auslandskrankenversicherung) beweise , dass ich im Ausland bin und dort privat auslandskrankenversichert? Edit dazu: wie verhält es… Mehr lesen »
Wenn du mittelfristig in Italien bleibst, würde ich mich abmelden und mir eine Auslandskrankenversicherung suchen, die dich auch ohne Wohnsitz in DE versichert. Nach Abmeldung und Vorlage einer AKV entfällt auch die Kündigungsfrist.
wir, ein Ehepaar im Rentenalter haben den Schritt der Auswanderung schon mal vollzogen.(Spanien) Leider hat uns zu dieser Zeit Ihr Ratgeber noch nicht erreicht. So haben wir einiges falsch gemacht, in Bezug auf KV, Abmeldung, Auto, Steuern…und auch Lehrgeld bezahlt. Wir möchten es jetzt nochmal versuchen, mit Ungarn. Haben jedoch noch eine Firma “am Bein”, welche uns diese Eskapaden ermöglicht. Wir würden gerne in die “Ungarische Gesundheitskasse” eintreten. Bei der TK nimmt man uns mittlerweile über 775€ ab. Für kaum noch Leistungen.
Wie gehen wir am Besten vor? Die Einkünfte aus Gewerbetrieb sin lt. DBA in Ungarn nicht zu versteuern. Könnte man sich dort als “Rentner” in dieser Kasse anmelden?
ich kenne mich mit Ungarn nicht im speziellen aus, aber klar, wenn ihr dort fest wohnt, dann sollte das kein Problem sein.
Habe demnächst auch eine 1 jährige Weltreise vor und möchte mich von meiner KV abmelden. Habe leider erst letztes Jahr im August die KV gewechselt und von der 18 monatigen Bindungsfrist gelesen. Kann ich mich trotzdem abmelden? Habe auch gelesen, dass die Bindungsfrist nicht besteht wenn man zB in die PKV wechselt. Würde eine Langzeitauslandskrankenversichrerung hier auch „zählen“? Bin dankbar für jeden Tipp 🙂
Mit der Abmeldung und Vorlage einer Reise-/Auslands-KV muss dich die Krankenkasse auf jeden Fall gehen lassen.
Bernhard Kretschmann
Ich habe bis März 2017 im Ausland gelebt. Nun soll ich nach Beendigung meines Arbeitsverhältnisses Krankenversicherung von Sept 2016 bis März 2017 nachzahlen. Ist das richtig? Wer weiss etwas darüber?
Wenn du damals nicht aktiv gekündigt hast, musst du nachweisen können, dass du zu dieser nicht in DE und damit kv-pflichtig warst.
Zum Thema Anwartschaft kann ich nur folgendes ergänzen, was hier zwar schon ganz kurz angerissen, aber nicht ganz korrekt wieder gegeben wurde: Die Anwartschaft ist in den meisten Fällen nicht notwendig, um wieder in die deutsche Krankenversicherung aufgenommen zu werden. Wie schon thematisiert, gibt es in Deutschland eine Versicherungspflicht. Das heißt, dass eine gesetzliche Kasse einen Versicherten wieder aufnehmen, sofern er zwischenzeitlich keine Versicherungszeiten in der privaten Krankenversicherung zurückgelegt hat. Allerdings sollte man gerade das Thema “Krankenversicherung der Rentner” bei gesetzlich Versicherten nicht außen vor lassen. Das ist etwas, mit dem sich die meisten Leute nicht beschäftigen, weil es ja noch soooo weit weg ist. Aber das ist wirklich nicht unerheblich, denn es kann den Unterschied zwischen 260 € und 700 € Monatsbeitrag im Rentenalter machen. Und das ist als Rentner für viele schon beachtlich. Anders als ich es hier gelesen habe, wird für die Berechnung nicht die 2. Lebenshälfte, sondern die 2. Hälfte des Arbeitslebens zugrunde gelegt. Und das macht schon einen gewaltigen Unterschied. Beispiel: Ist man nun 45 Jahre berufstätig, gelten für diese Berechnung also 22,5 Jahre. Von diesen Jahren darf man maximal 2 Jahre und 3 Monate nicht in im deutschen gesetzlichen KV-System gemeldet sein. Und diese… Mehr lesen »
Ich lebe und arbeite seit 2004 in London und bin dort, wie jeder, über die NHS / National Insurance gesetzlich krankenversichert, besitze aber auch über meinen Arbeitgeber eine private Zusatzversicherung. Vor meinem Wechsel nach England war ich für einige Jahre in Deutschland privat versichert. Deshalb zahle ich seit 2004 eine Anwartschaft, frage mich aber, ob das immernoch Sinn macht. Aktuell weiss ich noch nicht sicher, ob ich meinen Hauptwohnsitz je wieder nach Deutschland verlegen werde oder nicht. Einen Zweitwohnsitz hatte ich all die Jahre dort behalten. Stimmt es, das bei mehr als 5 Jahren gesetzliche KV im Ausland, doch eine Rückkehr in die Gesetzliche möglich wäre? Kann man evtl. auch schon absehen, welchen Einfluss der Brexit haben könnte?
Schade das es hierzu noch keine Antwort gibt.
Ich sehe das so. Du warst vor Deinem Wechsel nach London dem Privatsystem zugeordnet.
Diese Zuordnung bleibt bestehen, egal wann du zurückkehrst.
Wenn Du bei Deiner Rückkehr noch nicht das 56 Lj. vollendet hast und unter der Beitragsbemessungsgrenze in ein Arbeitsverhältnis eintrittst dürftest du ohnehin wieder in die gesetzliche Pflichtversicherung fallen.
Trifft dies nicht zu ! Dann macht auch Deine Anwartschaft Sinn.
Interessant wäre jedoch. Was wäre wenn Du vergesssen hast, wo du vor 2004 versichert warst. Und dich dann einfach bei einer Kasse Deiner Wahl anmeldest ?
Das mit den 5 Jahren habe ich noch nie gehört. Würde mich aber auch interessieren, ob es sowas gibt.
Hallo, guter Artikel. Ich habe eine spezielle Frage: Ich war bislang freiwillig pflichtversichert, da ich Freiberufler war. Ich habe mich zum 15.11. aus Deutschland abgemeldet. Besteht die Pflicht mich aus dem Vertrag herauszulassen, weil ich keinen Wohnsitz mehr in Deutschland habe nur bei pflichtversicherten oder auch bei freiwillig versicherten? Denn einen Nachweis über eine andere Krankenversicherung, wie es angeblich Voraussetzung ist, kann ich natürlich auf Reisen nicht liefern. Nun habe ich das Problem, dass mich meine KK nicht aus dem Vertrag lassen will. Aber da ist doch absurd, wenn ich gar nicht mehr in Deutschland gemeldet bin. Und wenn ich nicht zurück komme bleibe ich mein Leben lang dort versichert? Weiß da jemand bescheid?
Die Pflichten der KK unterscheiden sich meines Wissens nach nicht zwischen freiwillig und pflichtversichert. Es ist absurd, aber gängige Praxis, das KK einen Nachweis für eine lückenlose Versicherung sehen wollen. Zur Not würde ich einfach eine günstige Reiseversicherung, die es schon für einen Euro am Tag gibt, abschließen und zeitnah wieder kündigen.
ich befinde mich seit ca. 5 Monaten auf einer Weltreise. Mir war leider nicht bewusst, dass ich mich bei meiner gesetzlichen Krankenkasse (AOK) abmelden bzw. kündigen sollte. Jetzt habe ich eine utopische Rechnung von 2000€ erhalten, die ich nicht begleichen kann. Bitte um kurzfristigen Rat. Besteht die Möglichkeit einer rückwirkenden Kündigung oder Stoppung der Beiträge? Ich besitze eine Auslandsversicherung und hatte keine Einkünfte als Freelancer. Vielen Dank im Voraus.
Hallo, ich hatte letztes Jahr mit der TK das gleiche Problem. Ich habe denen die Abmeldung meines Wohnsitzes gesendet, womit die Versicherungspflicht endet. Damit gab sich die TK zufrieden. Im Grunde reicht es wenn du nachweisen kannst, dass dein Aufenthaltsort nicht Deutschland ist. Bei mir ging das auch ganz unproblematisch 4 Monate im Nachhinein:
Wie es oben im Artikel steht: “§ 190 Abs. 13 Nr. 2 SGB V: “Die Mitgliedschaft der in § 5 Abs. 1 Nr. 13 genannten Personen endet mit Ablauf des Vortages, an dem:
Das musst du denen eben nachweisen.
Hoffe das hilft Dir. Viel Erfolg.
Vielen Dank für deine Hilfe, Martin! Genau so kann ich das auch bestätigen.
Müsste mich nach einer Unterbrechung meines Studiums im EU Ausland zurück in Deutschland wieder krankenversichern.
Fürchte aber die Zahlung der zurückliegenden Beiträge.
A.) bin seitdem ich wieder zurück in DE bin nicht direkt versichert gewesen
B.) auch vor der Zeit wo ich im EU Ausland war eine zeitlang nicht versichert gewesen, habe also für die zeit auch keinen versicherungsnachweis einer anderen Krankenkasse.
Wie soll ich vorgehen, außer neuantrag abgeben und hoffen das die Versicherung RJ Ausland ausreichend ist und keine Nachforderungen für die Zeit vor dieser Versicherung und den letzten Monaten kommt.
Sonst bleibt nur aus DE wieder weggehen und Versicherung dort erneut aufnehmen, die wollen immerhin keine Nachforderungen.
Außer deinen beiden genannten Optionen bleibt dir keine Wahl – also entweder mit einem Neuantrag versuchen und hoffen, dass keine Nachzahlungen gefordert werden (am besten bei einer Krankenkasse anmelden, bei der du vorher nicht versichert warst) oder wieder ins Ausland und dort versichern bzw. Auslandskrankenversicherung abschließen.
Radieschenfan
Danke Danke Danke für diese tolle, informative Seite!!
Vielleicht könnt ihr mir noch in einer Detailfrage weiterhelfen. Ich bin freiwillig versichert (Studentin über 30 Jahre), werde für ein Praktikum + ggf. anschl. Reisezeit ins Ausland gehen (3-12 Monate, noch unklar), bleibe in D. gemeldet und weise der GKV den Auslandsaufenthalt durch Praktikumsbestätigung + Ausreiseflugticket nach.
Meine GKV hat mir mündlich zugesagt, dass sie mich ohne Anwartschaft nach meiner Rückkehr wieder aufnehmen wird. (Ich hatte einen sehr netten Sachbearbeiter am Telefon). Ich möchte mir das schriftlich bestätigen lassen und habe bislang folgenden Passus formuliert:
“Bitte senden Sie mir eine schriftliche Bestätigung zu, dass die #Name der GKV# mich am Tag meiner Rückkehr nach Deutschland (nachgewiesen durch das Rückflugticket) wieder in den jetzigen, vorherigen Krankenversicherungsstatus aufnimmt und ich ab dem Tag meiner Rückkehr und Wiederaufnahme in die Versicherung Anspruch auf Leistungen durch die #Name der GKV# habe.”
Frage an euch: Genügt das eurer Einschätzung nach so oder würdet ihr mir empfehlen noch darum zu bitten, mit aufzunehmen, dass ich nach meiner Rückkehr keine Versicherungsbeiträge nachzahlen muss o.ä.? Gibt es sonst noch etwas, was ich übersehen haben könnte?
Ohne das mit der juristischen Brille bestätigen zu können, klingt deine Formulierung sehr wasserdicht.
Ich war in Deutschland von Juni 2017 bis ende Oktober (abgemledet 30/10/2017), ich hatte einen job von 1/8/2017 bis 31/08/2017
(ein monat) , mein arbeitgeber hat mich von meiner krankenkasse abgemeldet am 31/08/2017 und hat mir erklärt das es sich alles automatisch erledigt und das ich nichts mehr tun muss
Aber im November hatte ich eine schriftliche mitteilung von meiner versicherung das ich immer noch versichert bin und jetzt verlangt die versicherung von mir das zahlen muss egal ob mein arbeitgeber mich abgemeldet hat , und egal ob ich nicht mehr in Deutschland lebe
Die Erklärung ist, ich solte mich auch persoenlich abmelden (inerhalb 4 wochen),
Mein Mann 67 Jahr, ich und unser Sohn leben seit 17 Jahren in Spanien, mein Mann hat dort als Arzt gearbeitet und ins spanische Sozialsystem eingezahlt. Nun ist er Rentner und wir spielen mit dem Gedanken wieder nach Deutschland zu ziehen. Er war vorher in Deutschland privat versichert. Wie kommen wir jetzt wieder in das deutsche sozialsystem und in die Krankenkasse. Ich sehe das problematisch.
Da müsst ihr mal in das Sozialversicherungsabkommen zwischen DE und SP schauen. Die GKV wird euch sehr wahrscheinlich nicht aufnehmen. Da bleibt nur die PKV.
ich habe gehört, dass man nach Rückkehr aus dem Ausland und Wiederaufnahme der gesetzlichen Krankenversicherung die Beiträge nachzahlen muss. Was ist da dran?
Habe soeben mit meiner GKV (TK) telefoniert und bin etwas ratlos. War bis September 2017 als Student immatrikuliert und versichert. Habe seit Anfang September einen befristeten Kurzvertrag (6 Monate) bei einer Firma mit Sitz in Irland angenommen. Meine Arbeit sieht vor, dass ich hauptsächlich in Irland arbeite, aber ebenso Termine in Deutschland wahrnehme. War somit bsw. 3 Wochen in Deutschland Ende September/Anfang Oktober. Mein Hauptwohnsitz und meine Steuerpflicht liget somit in Deutschland. Ich habe die GKV darüer informiert, dass ich mein Studium abgeschlossen habe und nun diesen befristeten Vertrag habe und mich gerne freiwilig bei Ihnen weiter versichern würde. Auf Rückfrage heute morgen wurde mir jedoch mitgeteilt, dass ich mich aus der GKV zu entlassen habe und bei Rückkehr neu anmelden muss (es also keine Möglichkeit gäbe mich bei der GKV weiter versichern zu lassen). Dies scheint mir jedoch etwas merkwürdig, da der Erhalt einer Versicherungskarte in irland erst nach einem Jahr Aufenthalt erfolgt und/oder an die steuerlichen Abgaben geknüpft ist (welche in meinem Fall in Deutschland erfolgen sollten).
Gibt es irgendeine Möglichkeit, dass ich weiterhin während meines <6 monatigen Aufenthaltes in irland bei der GKV in Deutschland versichert bleibe?
du kannst dich weiter gesetzlich versichern lassen, wenn du noch in DE gemeldet bist oder nachweisen kannst, dass hier dein gewöhnlicher Aufenthaltsort ist. Im Zweifel würde ich einfach mal bei einer anderen Krankenkasse anfragen.
Hi Madeleine, hi Sebastian,
ich habe mich vor einiger Zeit meine Krankenversicherung in Deutschland gekündigt, mit einem Arbeitsvertrag im Ausland. Angesetzt war eine Aufenthaltszeit von 6 Monaten im Ausland. Nun bin ich allerdings schon nach etwas mehr als 2 Monaten zurück in Deutschland und möchte mich wieder aufnehmen lassen. Kann es da Probleme geben? Muss ich irgendetwas nachweisen, um irgendwelche Sonderfälle auszuschließen? Oder reicht ein einfacher Gang zur Krankenkasse und ich sage: “Hey ich bin schon wieder da!”?
zusammen mit meiner Frau planen wir eine Auslandsreise für ca. 3 – 5 Monate im Jahr 2018. Das wird eine EU Land sein. Bis zur Abreise werde ich in Deutschland arbeitstätig, und meine Frau als Hausfrau mit mir familienversichert sein. Während wie abreisen werden, können wir uns nicht leisten, bei KV Beiträge in Deutschland zu zahlen. Man könnte sich für diesen Zeitraum aus Deutschland abmelden, aber geht auch nicht so einfach, weil meine Frau im Gegensatz zu mir keine Deutsche ist, und hat hier ein Aufenthaltstitel. Gibt es vielleicht ein gute Ratschlag in unserer Situation, was man mit KV machen kann? Danke!
du kannst die KV kündigen oder auf Anwartschaft stellen, wodurch deine Frau automatisch mit deinen Status bei der KV erhält. Dafür muss sie sich nicht abmelden. Du musst im Zweifel für die Kündigung nachweisen können, dass du für 3-5 Monate im Ausland und dort (insofern EU-Ausland) anderweitig versichert bist.
Sebastian, danke fürs schnelle Antwort!
Bedeutet es, dass meine Frau dürfte in Deutschland angemeldet bleiben, ohne KV (evtl. mit Anwartschaft), und so mit mir Auslandsreise antretten?
Oder meintest du, dass sie automatisch aus der KV raus ist, wenn ich die KV kündige?
Sie hat noch deutsches Aufenthaltstitel, der bis 2019 laufen wird. Sie darf auch bis zu 6 Monate verreisen. Das Problem ist halt die KV.
So wie ich es verstehe, wenn sie Aufenthaltstitel hat, muss sie hier auch angemeldet bleiben. Bleibt sie hier angemeldet, muss sie KV haben. Ich hoffe ich sehe es falsch, und es könnte tatsächlich funktionieren.
Wenn ich das richtig verstehe, dann bist du der Versicherungsnehmer. Wenn du die KV auf Anwartschaft umstellst, dann würde ich vermuten, dass auch deine Frau auf Anwartschaft ist. Ob sie dann gemeldet bleibt oder nicht, ist egal.
sehr interessanter Artikel, Danke für die Arbeit!
Ich habe mit meiner Familie jetzt fast drei Jahre in Costa Rica gewohnt und komme Anfang nächsten Jahres zurück, weil ich einen Job habe, wo ich auch wieder Krankenversichert sein werde. Ich hätte gerne, dass meine Tochter und mein Mann sich Familienversichern können bei mir, ohne sich wieder in Deutschland anmelden zu müssen, geht das?
Grundsätzlich können über die Familienversicherung nur Familienmitglieder mitversichert werden, die ihren Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt im Inland haben (§ 10 Abs. 1 Nr. 1 SGB V). Es geht dabei weniger um die Anmeldung in DE, sondern den tatsächlichen Aufenthaltsort. Einige Krankenkassen scheinen jedoch aus Ausnahmen zu machen, z.B. hier https://zuwanderer.aok.de/startseite/gesund-in-deutschland/wer-ist-gesetzlich-versichert/familienangehoerige/
Bin Rentner und will für einige Jahre ins nicht EU Ausland.
Möchte eigentlich die GKV über die RV weiter laufen lassen.
Werde mich im Ausland auch krankenversichern!
Da ich jetzt schon viel im Ausland bin, will mich die RV als Auslandsrentner führen.
Habe aber noch immer meine deutsche Meldeadresse und Postanschrift.
Was hat die RV mit der GKV zu tun?
Ich möchte bei “altersproblemen” jederzeit mich in Deutschland behandeln lassen.
Wenn du im Nicht-EU-Ausland ohne Sozialversicherungsabkommen lebst, dann bist du nicht mehr pflichtversichert in Deutschland, wodurch dich die GKV jederzeit kündigen kann. Gute Infos zu RV und ZGKZV findest du hier: https://www.deutsche-rentenversicherung.de/Allgemein/de/Inhalt/2_Rente_Reha/01_rente/01_grundwissen/05_rente_und_ausland/02a_rente/02_04_rente_kvdr.html
Wenn man also den Versicherungsschutz IN DEUTSCHLAND verliert, wie kommt man dann wieder (nach 1, 2, 3 …Jahren) rein???
Hallo, danke für die ausführliche Darstellung. Eine Frage habe ich aber noch und die betrifft die Kündigungsfrist.
Meine Tochter ist seit dem 15.08. im Ausland. Sie befindet sich als Angestellte auf einem Kreuzfahrschiff mit griechisch zypriotischem Vertrag und ist auch darüber versichert. Sie hat vorher 2 Jahre eine Schule besucht und war in dieser Zeit krankenversichert. Danach war sie noch zwei Monate bis zum Beginn der Tätigkeit weiter dort versichert.
Die Krankenkasse hat nach längerem Überlegen, man scheint dort wenig Ahnung zu haben, der Kündigung zugestimmt, allerdings mit zweimonatiger Kündigungsfrist. Auslandsaufenthalt und Versicherung wurden durch Arbeitsvertrag und Bestätigung des Arbeitgebers nachgewiesen.
Ich bin der Meinung, dass die Kündigung sofort und ohne Kündigungsfrist wirksam wird, ab dem Tag, an dem meine Tochter Deutschland mit dem Flugzeug verlassen hat.
Der Meinung bin ich auch, zumindest wenn deine Tochter sich nicht in Europa aufhält, denn dann kann die Krankenkasse argumentieren, dass sie dort auch weiterhin leistet. Dabei spielt der Vertrag mit Schiff weniger eine Rolle, als die Reiseroute.
ich habe im kommenden Jahr ein Sabbatjahr, das ich für eine 12-monatige Weltreise nutzen möchte. Leider verweigerte mir derzeit meine Versicherung (IHK) die Möglichkeit, mich für diese Zeit aus der gesetzlichen Versicherungspflicht zu entlassen mit dem Argument, dass ja mein Gehalt von meinem Arbeitgeber weiter gezahlt wird (was auch stimmt, da ja beim Sabbatjahr im öffentlichen Dienst eine Ansparung der freien Zeit durch Lohnverzicht – in meinem Fall über 7 Jahre hinweg – stattfindet) und ich ja somit in Deutschland weiterhin Arbeitnehmer sei und somit pflichtversichert.
Gleten die hier gegebenen Auskünfte auch für ein Sabbatjahr, in dem man sein Gehalt weiter gezahlt bekommt?
Vielen Dank für eventuelle Infos…
Hallo. Ich wurde mitte letzten Monats gekündigt, und möchte mich jetzt abmelden um zu verreisen. Jetzt sagte mir jemand das ich dann diesen Zeitraum selber zahlen muss, also die Nachversicherung nicht gilt. Stimmt das so? besten Dank und viele Grüße
Hi Madeleine und Sebastian, ich bin mir auch noch nicht sicher, was für meine Familie am Besten ist. Wir ziehen für unbestimmte Zeit (mindestens 2-3 Jahre, vielleicht auch viel länger) ins nicht EU Ausland, aber wollen schon irgendwann zurück. Zur Zeit is mein Mann freiwillig gesetzlich und ich und unsere zwei Kinder familienversichert. Haben wir als Familienversicherte (ich war vorher selber pflichtversichert in der selben GVK) nach der Rückkehr wieder Anspruch auf die Aufnahme in die GVK oder fallen wir wie mein Mann unter die freiwillig Versicherten die keinen Anspruch auf Wiederaufnahme haben?
meine Vermutung ist (ohne es 100% zu wissen), das ihr mit dem derzeitigen Status als freiwillig gesetzlich Versicherte nach der Rückkehr keine verbindlichen Anspruch auf Wiederaufnahme in die GKV habt, weshalb die Anwartschaft sinnvoll ist.
meine Krankenkasse hat mir die Auskunft erteilt, dass Sie mich wieder aufnehmen muss, solange ich in den letzten 5 Jahren mindestens 2 Jahre bei der KK versichert war.
Ich habe übrigens gute Erfahrungen damit gemacht einfach mal direkt nachzufragen bei der Krankenversicherung.
Allerdings nur, wenn man sich vorher informiert hat und z. B. auf das Schreiben der Spitzenverbände von 2007 hinweisen kann. Bevor ich das erwähnt habe hieß es auch, das ich weiterhin zahlen müsste, wenn ich im Ausland bin und meinen Wohnsitz noch in Deutschland habe.
Danach wurde ich aber sofort an eine kompetente Mitarbeiterin weitergestellt, die mir alle meine Fragen sehr freundlich beantwortete und plötzlich war es gar kein Problem mehr sich abzumelden.
ich bin in einer GKV familienversichert und an einer deutschen Uni immatrikuliert, mache aber ein Urlaubssemester weil ich derzeit ein (freiwilliges) Praktikum in den USA absolviere. Ich verdiene dadurch mehr als 450 Euro, leider weiss die GKV darueber bereits Bescheid. Jetzt soll ich mich ueber die fuenf Monate PRaktikumsdauer selber versichern, obwohl mir die GKV in den USA gar keinen Schutz gewaehrt – mit anderen Worten: ich schmeisse der GKV 400 Euro in den Rachen. Gibt es die Moeglichkeit diese Versicherungspflicht zu umgehen?
(In den USA bin ich ueber die Firma, bei der ich das Praktikum mache, versichert.)
da du als eingeschriebener Student durchgehend in DE versichert sein musst, fällt mir dazu keine Alternative ein, außer um Kulanz der GKV zu bitten.
Ähnliches Beispiel: Mein Sohn bekommt ein Auslandsstipendium ausserhalb der EU (Australien) , muss sich in Australien krankenversichern (plus Zusatzversicherung) , wird über 6 Monate dort bleiben (vermutlich 1,5 Jahre) , muss aber trotzdem weiterhin die GK-Beiträge der hiesigen Kasse bezahlen …
vielen lieben Dank für diesen tollen Service! Es ist leider so ein kompliziertes Thema und ich habe es immer noch nicht ganz verstanden. 🙁 Kannst du mir vielleicht einen Rat geben?
Ich bin selbstständig tätig und aktuell freiwillig bei der hkk krankenversichert. Für 2018 plane ich einen 1-jährigen Aufenthalt im europäischen Ausland (nicht USA/Kanada), um von dort aus meiner selbstständigen Tätigkeit nachzugehen und mir gleichzeitig das Land anzuschauen. Ich werde immer 1 Monat in einer unterschiedlichen Stadt wohnen und von dort aus arbeiten (ich brauche nur einen Laptop und Wlan).
Kann ich mich in diesem Fall von der deutschen Krankenversicherung abmelden bzw. befreien lassen? Welche Nachweise bräuchte ich dafür? Reicht eine einfache Auslandskrankenversicherung und was würde diese ungefähr kosten? Es gibt Angebote ab 1,15 EUR pro Tag – ist das realistisch?
Das ist Auslegungssache. Die GKV kann argumentieren, dass du bei Aufenthalt innerhalb der EU weiter versichert bleiben musst, da sie dort leistet. Da du nicht lange in einem Land bleibst, kannst du die Reise ja auch als kleine Weltreise auslegen, ohne die genauen Destinationen mitzuteilen.
Zu den Kosten für Reise- und Auslandskrankenversicherungen mehr hier: https://wirelesslife.de/auslandskrankenversicherung-kosten/
Lieber Sebastian, ich bin immer wieder fasziniert von den tollen Infos, die Deine Seite bietet. Danke dafür! Gleichwohl habe auch ich eine Frage zur Thematik GKV/ALG, die Du aber vielleicht einfach beantworten kannst. Folgende Situation: Anspruch auf ALG wurde vor der Reise gesichert. Rückkehr von der Reise steht nun kurz bevor: Arbeitssuchendmeldung bereits online erledigt. Auslandsaufenthalt endet nun bspw am 15.09., heißt, zu diesem Datum muss auch die Reiseversicherung gekündigt werden. Die persönliche Arbeitslosmeldung kann aber erst am 20.09. erfolgen. Ist man dann auch rückwirkend für die Zeit 16.09. bis 19.09. über das AA versichert oder zwingt einen die GKV zu einer Sonderzahlung für diesen kurzen Zeitraum (lese immer wieder von einem monatlichen Mindestbetrag von 170 EUR)? Vielleicht bist Du da schlauer als das Internet und ich oder aber hast entsprechende Erfahrungen : ) Besten Dank vorab und LG, Milly
leider habe ich dazu auch keine Erfahrungen. Ich würde der GKV gar nicht auf die Nase binden, dass du bereits am 15.9. zurückgekommen bist, sondern mich zum 20.9. wieder anmelden.
Hi Sebastian, besten Dank für Deinen Hinweis. Daran dachte ich auch, aber ich war und bin unsicher, ob die GKV vielleicht nach einem Einreiseticket oder etwaig anderem Nachweis fragt. Deine Meinung dazu? Ich für mich werde nun jedenfalls umplanen (wenngleich aus persönlichen und nicht gerade unwichtigen Gründen ärgerlich), damit mir diese andernfalls zeitliche Lücke nicht länger Kopfzerbrechen bereitet. LG, Milly
Es kann durchaus sein, dass die GKV nach einem Rückflugticket fragt. Meine Meinung: das schlimmste was passieren kann, ist, dass du für 4 Tage nicht versichert bist bzw. die Reiseversicherung solange weiterlaufen lässt, wenn diese auch Heimatbesuche in DE abdeckt.
Hallo zusammen, Ich habe auch eine Frage. Ich bin 26 Jahre alt und studiere in Holland. Ich bin demnach selbst als Studentin bei der deutschen Versicherung versichert (KV+PV). Diese gilt ja auch in Holland. Nun mache ich innerhalb meines Studiums das Pflicht-Auslandssemster und -Auslandspraktikum in Kapstadt und Buenos Aires. Ich habe schon eine weltweite Auslandskrankenversicherung für ein Jahr abgeschlossen und möchte mir nun gerne die KV in Deutschland sparen, da es monatlich um die 100 Euro sind und ich gar nicht in Deutschland/der EU bin. Die Krankenkasse sagte mir, dass dies nicht möglich ist, da ich noch als holländische Studentin eingeschrieben bin und demnach versichert sein muss. Ich habe auch in Holland keine Versicherung. Eine Anwartschaft kommt ja für mich nicht in Frage, richtig? Lohnt es sich evtl. aus Deutschland abzumelden um die KV Gebühren zu sparen? Oder ist das nicht möglich? Zudem hat mein Bekannter mir das Szenario geschildert, dass falls mit im Ausland etwas schwerwiegendes passieren wird, keine Krankenkasse mich nach der Rückkehr in Deutschland wieder aufnehmen wird und die Kosten hier tragen wird. Ich dachte es ist dann Pflicht dass mich (bei Anmeldung in Deutschland) die Krankenkasse wieder aufnehmen muss? Vielleicht habt ihr ja eine Idee? Was… Mehr lesen »
soweit ich weiß, musst du solange krankenversichert sein, wie du immatrikuliert bist. Ob es da für ein Studium in Holland abweichende Regelungen gibt, kann ich nicht sagen. Die deutsche GKV muss dich wieder aufnehmen, wenn du vorher gesetzlich pflichtversichert warst, ganz egal, ob sich dein Gesundheitszustand im Ausland geändert hat.
Mein Anliegen ist ähnlich dem von Manuela.
Unser Sohn ist seit Februar 2017 für “Work & Travel” in Kanada. Er wird voraussichtlich im November 2017 zurückkehren. Vor seiner Abreise wurde die gesetzliche KV informiert und wir schlossen eine Auslandskrankenversicherung ab. Nach seiner Rückkehr wird er in 2018 entweder ein Studium oder eine Ausbildung beginnen. Dies ist derzeit noch nicht entschieden.
Nun erhielten wir von der GKV ein Schreiben mit Fragen zum Auslandsaufenthalt unseres Sohnes. Im Anschreiben heißt es dabei:
“Gern prüfen wir, ob die beitragsfreie Familienversicherung für Ihren Sohn auch währen des Auslandsaufenthalts möglich ist”. Ich habe nun Bedenken, dass die GGV die Versicherung beendet oder unterbricht. Daher meine Frage:
Was ist beim Ausfüllen des Fragebogens zu beachten? Was ist der Grund für dieses Schreiben und was könnte die GKV aus den Fragen ableiten?
Das Schreiben der GKV ging während unseres Urlaubs ein, sodass die Frist zur Beantwortung jetzt sehr kurz ist.
Daher wäre eine kurzfristige Antwort sehr vorteilhaft.
Leider kann ich hier nicht helfen, da ich nicht weiß, um was für einen Fragebogen sich handelt.
Guten Tag, zunächst vielen Dank für die hilfreichen Informationen, die hier zur Verfügung gestellt werden. Unter dem Punkt Austritt aus der gestezlichen Krankenversicherung habe ich gelesen, dass sich einige Versicherer “sträuben” ihre Mitglieder aus der GKV herauszulassen, wenn diese sich für einen längeren Zeitraum im Ausland aufhalten. Ich befürchte, dass dies in meinem Fall zutrifft. Ich befinde mich derzeit im Zuhg eines work and travel Aufenthaltes in Kanada, von der GKV habe ich mich abgemeldet. Meine Krankenversicherung hat mir daraufhin ein Schreiben zugeschickt und mich aufgefordert, nachzuweisen, wie ich anderweitig versichert bin. Dort war auch der Punkt Auslandsaufenthalt aufgeführt, also habe ich dies angegeben und als Nachweis die Police meiner Auslandskrankenversicherung beigefügt. Nach einigem zunächst unbeantworzeten Schriftverkehr habe ich die Antwort erhalten, dass dieser Nachweis nicht ausreicht. Ich habe also, nachdem ich mich hier informiert habe, weitere Nachweise geliefert, dass mein gewöhnlicher Aufenthaltsort derzeit nicht in Deutschland liegt (Arbeitsvisum für Kanada, Arbeits- sowie Mietvertrag in Kanada, Flugtickets), jedoch habe ich seitdem keine Antwort erhalten. Durch die Briefpost, die mich in Deutschland erreicht, muss ich davon ausgehen, dass die Versicherung mich weiterhin als Mitglied ansieht. Habe ich noch weitere Möglichkeiten, meiner Versicherung klarzumachen, dass ich mich derzeit nicht in Deutschland aufhalte?… Mehr lesen »
deine erbrachten Nachweise sind völlig ausreichend. Wenn deine KK nicht auf Schreiben antwortet, dann würde ich die Zahlungen einstellen bzw. den Lastschrifteinzug widerrufen. Spätestens dann werden sie sich mit deinem Anliegen beschäftigen müssen.
Ich gehe nun für mind. ein Jahr nach Sambia und stehe natürlich auch vor der Frage bzgl. Anwartschaft oder nicht. War vorher als Student in der GKV pflichtversichert und dann noch ein paar Monate über ALGII.
Wenn ich deine Infos richtig verstehe, dann muss mich die GKV auch wieder aufnehmen, wenn ich z.B. aufgrund eines medizinischen Notfalls von der Auslandsreisekrankenversicherung nach Deutschland zurücktransportiert werde, das die GKV keine Vorerkrankungen ausschließen darf?
Damit wäre das einzige Risiko für mich eine eventuelle Gesetzesänderung? Weißt du zufällig, ob es möglich ist nach Austritt trotzdem wieder auf Anwartschaft einzutreten? Sollte das möglich sein, so könnte ich im Falle einer sich abzeichnenden Gesetzesänderung ja einen Antrag auf Anwartschaft aus dem Ausland stellen bzw. die notwendigen Unterlagen schon vor Ausreise vorbereiten.
ja, die GKV darf keine Vorerkrankungen ausschließen. Ob nach Austritt der Abschluss einer Anwartschaft möglich ist, weiß ich nicht. Habe ich noch nie von gehört aber kannst du ja mal bei deiner KK nachfragen.
bei mir geht es (leider) nicht um Weltreisen, sondern um die Kombination Wohnen im Ausland (Schweiz), Arbeiten in Deutschland.
Wie verhält es sich in diesem Fall mit der Versicherungspflicht in D? Für diese Variante des Grenzgängers finden sich leider nur sehr wenig Informationen im www.
Laut Schweizer Gesetzgebung ist es möglich mit der deutschen Versicherung in der Schweiz zu wohnen, ohne dort zusätzlich versichert zu sein. Die TK hat das ebenfalls bestätigt. Andersherum behauptet sie, dass ein Austritt aus der dt. KV bei Eintritt in die schweizer KV nicht möglich sei.
ich kann dir darauf leider keine Antwort geben, aber die Aussagen der TK klingen für mich sehr widersprüchlich.
Hallo Sebastian, ich habe einen etwas komplexeren Sachverhalt. Es geht um einen Bekannten, der aufgrund seiner Konstitution derzeit nicht fähig ist, sich selber drum zu kümmern. H. war mal in D selbständig mit privater KV, hat dies aber dann aufgegeben und ist seitdem viele Jahre in der Schweiz, Ungarn und zuletzt seit Jahren in Österreich wohnhaft, jedoch nirgends offiziell gemeldet. Während seiner selbständigen Tätigkeit hatte er den Bauernhof seiner Eltern gepachtet und wurde somit KV-pflichtig in der landwirtschaftlichen KK (Landwirte werden trotz Selbständigkeit zwangsversichert). Hier war er ganz am Anfang noch nicht pflichtig wegen Einkommen aus Selbständigkeit, was aber dann weggefallen ist. Danach wurde er als pflichtig eingestuft, weil keine Einkommenserklärungen abgegeben wurden. In Folge wurden kaum bzw. jahrelang keine Beiträge bezahlt, die Bescheide landeten am Bauernhof, wo er aber nicht mit Wohnsitz gemeldet ist. Nun ist der Pachtvertrag ausgelaufen und damit die Pflichtversicherung. Lt. seinen Angaben wäre da angeblich derzeit eine automatische Weiterversicherung angelaufen, was ich mir schwer vorstellen kann wegen der Zahlungsrückstande. Nun hätte er aber Bedarf an Leistungen der KV (bisher hatte er nie was beansprucht). Die Frage ist: Wie kommt er an vernünftige und bezahlbare Leistungen, da er kein eigenes Einkommen hat und weiterhin nirgends gemeldet… Mehr lesen »
der beste Weg zur Versicherung führt wohl über die Beantragung von ALG 1 oder ALG 2, denn dann ist er gesetzlich pflichtversichert. Ansonsten kann er versuchen, in den Basistarif von privaten Versichern aufgenommen zu werden.
Auch von mir zunächst einmal vielen Dank für den tollen und informativen Artikel.
Ich muss dennoch eine Frage loswerden. Mein Freund und ich planen mit unseren beiden Söhnen, Anfang kommenden Jahres in die Schweiz zu gehen.
Da ich mich noch bis April 2020 in Elternzeit befinde, überlegen wir, ob wir diese Zeit für mich insofern nutzen, dass ich die Elternzeit weiterhin in Anspruch nehme, so dass ich meinen Job nicht kündigen muss. Vor allem, falls das Projekt Schweiz doch “scheitern” sollte und wir nach Deutschland zurückkehren müssen. Nun frage ich mich, wie es sich mit der Krankenversicherung verhält. Ich wäre ja weiterhin gesetzlich in Deutschland während dieser Zeit versichert. Unsere Kinder im Rahmen der Familienversicherung über mich ebenso. Was ist aber, wenn ich vor Ort erkranke…ich kann ja nicht immer zwei Stunden bis zur Grenze fahren, um zum Arzt zu gehen. Sollte/muss ich für den Fall eine Auslandskrankenversicherung abschließen?
Zudem habe ich eine weitere Frage zum Thema Meldeadresse während der Elternzeit: wir werden unsere Wohnung hier aufgeben. Brauche ich für die Elternzeit denn eine deutsche Meldeadresse oder reicht es, wenn ich meinen Arbeitgeber und der Krankenkasse eine Postanschrift z.B. die meiner Eltern nenne?
kommt ganz darauf an, ob die deutsche KV in der Schweiz leistet. Wenn das nicht der Fall ist, dann solltest du mindestens eine Reiseversicherung abschließen, die Notfälle abdeckt.
Ob du für die Elternzeit eine Meldeadresse benötigst, kann ich dir nicht mit Sicherheit sagen. Probleme wird es ohne Meldeadresse definitiv wegen dem Kindergeld geben. Mehr dazu hier: https://wirelesslife.de/schulpflichtige-kinder-reisen/
vielen Dank für Deine hervorragend zusammengestellten Informationen.
Ich plane für zwei Jahre ins EU-Ausland zu gehen und bin zur Zeit freiwillig bei der TK versichert. Bei der Erkundigung nach den Wiederaufnahmebedingungen nach Rückkehr wurde mir schriftlich mitgeteilt, dass es für vorübergehenden Verzug ins EU-Ausland KEINE Umstellung auf Anwartschaftsversicherung von der TK gäbe. Daher wird mir empfohlen, meine freiwillige Versicherung aufrechtzuerhalten (!), falls ich im Ausland nur privat versichert sein werde, da mir eine Wiederaufnahme sonst nicht garantiert werden könnte! Nur falls ich im EU-Ausland eine gesetzliche Absicherung hätte, könnte eine Neuaufnahme nach Rückkehr durchgeführt werden.
Das kann ich nicht glauben: Kann man mir wirklich eine Anwartschaft verweigern, weil ich ins EU-Ausland gehe?
Und kann/soll ich die freiwillige Versicherung aufrecht erhalten, ohne dass ich einen Wohnsitz in D hätte (und zu den momentanen hohen Beiträgen, ohne dass ich vermutlich in D zum Arzt gehen dürfte).
Danke, falls Du dazu etwas sagen kannst.
mir ist keine gesetzliche Regelung oder Durchführungsverordnung bekannt, die das Schreiben der TK bestätigt. Aber ich habe jetzt schon öfter gehört, dass die Krankenkassen die Anwartschaft bei vorübergehendem Aufenthalt im EU-Ausland versagen. Ich werde dazu recherchieren.
Kann ein anderer Leser hierzu eine klare Aussage machen?
Hallo Sebastian, auch von mir großes Lob und vielen Dank für diesen Blog! Ich plane eine Weltreise, bin freiwillig in der GKV und durchdenke genau den worst case Fall: ich komme so krank zurück bzw. muss rückgeführt werden, dass ich mich nicht arbeitslos melden kann, und muss ggf. ins Krankenhaus und kosten die GKV Geld. Das nennt man dann geänderter Gesundheitszustand. In dem Fall können sie mich ablehnen, wenn ich gekündigt habe und keine Anwartschaft habe. So hab ich verstanden. Mittlerweile denke ich, dass ich um eine Anwartschaft nicht herumkomme, um kein Risiko einzugehen. Obwohl ich schon 2mal persönlich bei meiner GKV war, bei der Hotline angerufen hab und mir eigentlich jedesmal von einer Anwartschaft abgeraten worden ist, eben aufgrund §5 SGB. Nun überlege ich, mir eine Wiederaufnahme auch bei geändertem Gesundheitszustand schriftlich bestätigen zu lassen. Aber ob man sich wirklich darauf verlassen sollte? Ist denn mit einer Anwartschaft wirklich garantiert, dass man auch bei geändertem Gesundheitszustand, Koma, schlimmer Unfall etc. wirklich problemlos und unbürokratisch wieder aufgenommen wird? Oder ist es nur “einfacher” und etwas “unbürokratischer” als ohne Anwartschaft? Auch wenn ich dann nur den Mindestbeitrag zahle? Am Ende geht es ja doch nur ums Geld. Oder sollte man sich… Mehr lesen »
es überrascht mich echt, dass dir die Mitarbeiter deiner Krankenkasse trotz freiwilliger GKV von der Anwartschaft abraten.
Nur mit Anwartschaft ist die Wiederaufnahme wirklich garantiert. Auf andere Zusagen würde ich mich nicht verlassen.
tja … an sich hatt ich mich bereits FÜR eine AW entschieden, sonst hätt ich den ganzen Recherche Aufwand sicher nicht betrieben 😉 Aber Deine Antwort bestätigt dies auch nochmal , danke.
Hab auch nochmal viel darüber gelesen.
Risiko ist bei freiwilliger Vers. in der GKV einfach der veränderte Gesunheitszustand bei Rückkehr. Und das kann keiner ausschließen oder vorhersehen. Muss man dann in eine teure private hat man ja auch nichts gewonnen. Selbst die AOK, die den Ruf hat, “alles” aufzunehmen, kann dies nicht in so einem Fall nicht gewährleisten. Und ist man dann im worst case auch noch arbeitsunfähig, macht das alles nicht besser.
ich habe eine frage, ich bin altersrentner und noch selbstständig.die rentenkasse zahlt mir nun den betrag den sie normalerweise an die krankenkasse überweißt auf meine rente aus.ichzahle nun den ganzen beitrag, plus den beitrag aus meiner selbtständigkeit.
nun ist meine frau verstorben und ich möchte auf die philipinnen auswandern.habe schon einmal 2jahre auf den phils.gelebt und habe dort auch verwante.nun meine frage wenn ich doch irgendwann zurück will, muß mich die gesetzl.krankenv. wieder aufnehmen.

References: § 5
 § 6
 § 6
 § 5

§ 190
 § 5

§ 19

§ 52
 § 5
 § 10
 § 52
 § 5
 § 240
 § 5
 §5