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Timestamp: 2019-12-11 10:51:32+00:00

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VerfGH Bayern, 27.09.1995 - 18-VII-94 - dejure.org
VerfGH Bayern, 27.09.1995 - 18-VII-94
https://dejure.org/1995,5136
VerfGH Bayern, 27.09.1995 - 18-VII-94 (https://dejure.org/1995,5136)
VerfGH Bayern, Entscheidung vom 27.09.1995 - 18-VII-94 (https://dejure.org/1995,5136)
VerfGH Bayern, Entscheidung vom 27. September 1995 - 18-VII-94 (https://dejure.org/1995,5136)
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VerfGH Bayern, 13.01.1995 - 18-VII-94
DVBl 1996, 99
BayVBl 1996, 18
Wiegen die Beeinträchtigungen von Natur und Landschaft schwer, so kann sich nach der vom Normenkontrollgericht zitierten Rechtsprechung des Bayerischen Verfassungsgerichtshofs aus Art. 141 Abs. 1 Satz 3 BV ergeben, daß sich dieses Recht zu der Pflicht verdichtet, Flächen für Kompensationsmaßnahmen festzusetzen (vgl. BayVerfGH, Entscheidung vom 27. September 1995 - Vf.18-VII-94, BayVBl 1996, 18).
aa) Zu den vom Landesrecht gestalteten, im Rahmen der Abwägung nach § 1 Abs. 6 BauGB 1998 zu berücksichtigenden Belangen gehören in Bayern auch die Gebote, die sich aus Art. 141 Abs. 2 BV ergeben (vgl. zu Art. 141 Abs. 1 Satz 3 BV - nunmehr Satz 4 - VerfGH vom 27.9.1995 = VerfGH 48, 119/128).
Als Staatszielbestimmung richtet sich Art. 141 Abs. 2 BV, wie schon Art. 3 Abs. 2 BV, mit verbindlicher Wirkung an alle genannten Träger staatlicher Gewalt (vgl. VerfGH 48, 119/125; 59, 109/115 zu Art. 141 Abs. 1 Satz 4 BV).
Dabei können Größe, Art und Lage des zur Rodung freizugebenden Waldes ebenso eine Rolle spielen wie die Prüfung von Ausgleichsmaßnahmen (VerfGH vom 21.2.1986 = VerfGH 39, 17/26 f.; VerfGH vom 27.9.1995 = VerfGH 48, 119/125 f.; VerfGH vom 15.7.2002 = VerfGH 55, 98/119 f.).
Den Staat trifft insoweit eine Schutzpflicht; die Vorschrift enthält aber kein Grundrecht (vgl. VerfGH vom 27.9.1995 = VerfGH 48, 119/125; VerfGH vom 15.7.2002 = VerfGH 55, 98/119; VerfGH vom 31.5.2006 = 59, 109/115).
Als Staatszielbestimmung richten sie sich mit verbindlicher Wirkung an alle genannten Träger staatlicher Gewalt (VerfGH vom 27.9.1995 = VerfGH 48, 119/125; VerfGH 59, 109/115; VerfGH NVwZ 2008, 1234).
Diese Verfassungsbestimmungen enthalten Staatszielbestimmungen im Sinn objektiven Verfassungsrechts, nicht aber Grundrechte, auch wenn es sich insoweit um Fundamentalnormen handelt (VerfGH vom 27.9.1995 VerfGHE 48, 119/125 f.; vom 27.7.2011 VerfGHE 64, 113/119).
Bei der gebotenen Abwägung kann sich nach Art. 141 Abs. 1 Satz 3 und Abs. 2 BV im Einzelfall sogar die Verpflichtung der Gemeinde ergeben, bei ihrer Planungsentscheidung Kompensationsmaßnahmen i.S. von § 8 a Abs. 1 BNatSchG durchzuführen (vgl. BayVerfGH vom 27.9.1995 BayVBl 1996, 18/21).

References: Art. 141
 § 1
 Art. 141
 Art. 141
 Art. 141
 Art. 3
 Art. 141
 Art. 141
 § 8