Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=9%20VR%203.13
Timestamp: 2019-10-17 09:00:26+00:00

Document:
BVerwG, 13.06.2013 - 9 VR 3.13 - dejure.org
https://dejure.org/2013,14771
BVerwG, 13.06.2013 - 9 VR 3.13 (https://dejure.org/2013,14771)
BVerwG, Entscheidung vom 13.06.2013 - 9 VR 3.13 (https://dejure.org/2013,14771)
BVerwG, Entscheidung vom 13. Juni 2013 - 9 VR 3.13 (https://dejure.org/2013,14771)
Tipp: Um den Kurzlink (hier: https://dejure.org/2013,14771) schnell in die Zwischenablage zu kopieren, können Sie die Tastenkombination Alt + R verwenden - auch ohne diesen Bereich zu öffnen.
VwGO § 80 Abs. 2 Satz 1 Nr. 3, Abs. 4 Satz 1, Abs. 5 Satz 1; UmwRG § 4a Abs. 3; FStrG § 17e Abs. 2 Satz 1, Abs. 2 Satz 2
Straßenplanung; Planfeststellungsbeschluss; sofortige Vollziehung; Aussetzung; Vollzugsinteresse; Suspensivinteresse; Vollzugsmaßnahmen; Gesamtabwägung; Einleitung vorläufigen Rechtsschutzes; Fristbindung.
§ 4a Abs 3 UmwRG, § 80 Abs 5 S 1 VwGO, § 80 Abs 2 S 1 Nr 3 VwGO, § 80 Abs 4 S 1 VwGO, § 17e Abs 2 S 1 FStrG
Antrag auf Gewährung vorläufigen Rechtsschutzes; Maßgabe zur Anwendung des § 80 Abs. 5 Satz 1 VwGO gemäß § 4a Abs. 3 UmwRG
NVwZ 2013, 1019
AnwBl 2013, 261
Am Erfordernis einer umfassenden Interessenabwägung ("Gesamtabwägung") in die weitere die beiderseitige Interessenlage betreffende Gesichtspunkte eingehen können und die je nach Lage des Falles auch losgelöst von den Erfolgsaussichten des Rechtsbehelfs vorgenommen werden kann, ändert sich hingegen nichts, wie der Hinweis im Gesetzestext auf die vorzunehmende "Gesamtabwägung" verdeutlicht (vgl. BVerwG, Beschlüsse vom 16.09.2014 - VR 1.14 - NVwZ 2015, 82 und vom 13.06.2013 - 9 VR 3.13 - NVwZ 2013, 1019).
vgl. ausführlich zum Prüfungsmaßstab OVG NRW, Beschlüsse vom 23. Juli 2014 - 8 B 356/14 -, DVBl. 2014, 1415 = juris Rn. 62 ff, und vom 24. Juni 2015 - 8 B 315/15 -, juris Rn. 14; vgl. weiterhin BVerwG, Beschlüsse vom 15. April 2013 - 9 VR 1/13 -, juris Rn. 2, und vom 13. Juni 2013 - 9 VR 3/13 -, NVwZ 2013, 101 = juris Rn. 4; Seibert, NVwZ 2013, 1040, 1046 ff.
An dem Erfordernis einer umfassenden Interessenabwägung, in die weitere die Interessenlage der Beteiligten betreffende Gesichtspunkte eingehen können und die je nach Lage des Falles auch losgelöst von den Erfolgsaussichten des Rechtsbehelfs vorgenommen werden kann, ändert sich hingegen nichts (im Anschluss an den Beschluss vom 13. Juni 2013 - BVerwG 9 VR 3.13 - juris Rn. 4).
An dem Erfordernis einer umfassenden Interessenabwägung, in die weitere die beiderseitige Interessenlage betreffende Gesichtspunkte eingehen können und die je nach Lage des Falles auch losgelöst von den Erfolgsaussichten des Rechtsbehelfs vorgenommen werden kann, ändert sich hingegen ausweislich des Hinweises im Gesetzestext auf die Gesamtabwägung nichts (so bereits Beschluss vom 13. Juni 2013 - BVerwG 9 VR 3.13 - Buchholz 310 § 80 VwGO Nr. 90 = juris Rn. 4 unter Bezugnahme auf die Gesetzesbegründung, BTDrucks 17/10957 S. 18).
vgl. OVG NRW, Beschlüsse vom 23. Juli 2014 - 8 B 356/14 -, DVBl. 2014, 1415 = juris Rn. 62 ff, und vom 24. Juni 2015 - 8 B 315/15 -, juris Rn. 14; vgl. weiterhin BVerwG, Beschlüsse vom 15. April 2013 - 9 VR 1/13 -, juris Rn. 2, und vom 13. Juni 2013 - 9 VR 3/13 -, NVwZ 2013, 101 = juris Rn. 4; Seibert, NVwZ 2013, 1040, 1046 ff.
Der von den Antragstellern sinngemäß zitierte Grundsatz der Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts, wonach es an einem das Suspensivinteresse überwiegenden Vollzugsinteresse bereits dann fehlt, wenn und soweit während eines längeren Zeitraums keine Vollzugsmaßnahmen anstehen und es deshalb von Anfang an nahegelegen hätte, die gesetzlich angeordnete sofortige Vollziehung des angefochtenen Planfeststellungsbeschlusses gemäß § 80 Abs. 4 Satz 1 VwGO ganz oder teilweise auszusetzen, um unnötigen Rechtsschutzverfahren vorzubeugen, die ansonsten wegen der Fristbindung des Antrags auf Gewährung vorläufigen Rechtsschutzes eingeleitet werden (BVerwG, Beschl. v. 13.06.2013 - 9 VR 3.13 -, NVwZ 2013, 101), greift hier nicht.
An dem Erfordernis einer umfassenden Interessenabwägung, in die weitere die beiderseitige Interessenlage betreffende Gesichtspunkte eingehen können und die je nach Lage des Falles auch losgelöst von den Erfolgsaussichten des Rechtsbehelfs vorgenommen werden kann, ändert sich hingegen ausweislich des Hinweises im Gesetzestext auf die Gesamtabwägung nichts (Beschlüsse vom 13. Juni 2013 - BVerwG 9 VR 3.13 - Buchholz 310 § 80 VwGO Nr. 90 Rn. 4 …und vom 16. September 2014 - BVerwG 7 VR 1.14 - Rn. 11).
vgl. BVerwG, Beschlüsse vom 16. September 2014 - VR 1.14 -, NVwZ 2015, 82, und vom 13. Juni 2013 - 9 VR 3.13 -, NVwZ 2013, 1019; OVG Sachsen-Anhalt, Beschluss vom 18. April 2016, - 2 M 89/15 -, juris; VGH Baden-Württemberg, Beschluss vom 6. Juli 2015 -, 8 S 534/15 -, a.a.O.

References: § 80
 § 4
 § 17

§ 4
 § 80
 § 80
 § 80
 § 17
 § 80
 § 4
 § 80
 § 80
 § 80