Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=BFH&Datum=03.06.1987&Aktenzeichen=III%20R%2049/86
Timestamp: 2020-04-06 01:43:15+00:00

Document:
BFH, 03.06.1987 - III R 49/86 - dejure.org
https://dejure.org/1987,1210
BFH, 03.06.1987 - III R 49/86 (https://dejure.org/1987,1210)
BFH, Entscheidung vom 03.06.1987 - III R 49/86 (https://dejure.org/1987,1210)
BFH, Entscheidung vom 03. Juni 1987 - III R 49/86 (https://dejure.org/1987,1210)
Tipp: Um den Kurzlink (hier: https://dejure.org/1987,1210) schnell in die Zwischenablage zu kopieren, können Sie die Tastenkombination Alt + R verwenden - auch ohne diesen Bereich zu öffnen.
EStG 1980 § 33a Abs. 1
Außergewöhnliche Belastung - Ehegatten - Unterhalt - Keine dauernde Trennung - Beschränkte Einkommensteuerpflicht
EStG (1980) § 33a Abs. 1
Vorlage an den Großen Senat: Unterhaltsleistungen eines Gastarbeiters an die im Heimatland lebende Ehefrau als außergewöhnliche Belastung abziehbar?
BFHE 150, 41
BB 1987, 1519
BStBl II 1987, 629
Der III. Senat des Bundesfinanzhofs (BFH) hat mit Beschluß vom 3. Juni 1987 III R 49/86 (BFHE 150, 41, BStBl II 1987, 629) dem Großen Senat gemäß § 11 Abs. 4 der Finanzgerichtsordnung (FGO) - hilfsweise gemäß § 11 Abs. 3 FGO - die folgende Rechtsfrage zur Entscheidung vorgelegt:.
BFH, 13.01.1989 - III B 35/88
Zulässigkeit der Steuerermäßigung für zwangsläufige Aufwendungen zum Unterhalt …
Unbeschadet der Frage, ob der Kläger eine Divergenz der Vorentscheidung zu dem Vorlagebeschluß des erkennenden Senats vom 3. Juni 1987 III R 49/86 (BFHE 150, 41, BStBl II 1987, 629) i. S. von § 115 Abs. 3 der Finanzgerichtsordnung (FGO) bezeichnet hat (vgl. BFH-Beschluß vom 11. Februar 1987 II B 140/86, BFHE 148, 494, BStBl II 1987, 344) ist jedenfalls die vom Kläger behauptete Divergenz nicht gegeben.
In dem Vorlagebeschluß in BFHE 150, 41, BStBl II 1987, 629 ging es um die Frage, ob der Abzug von Unterhaltsleistungen eines Ehegatten an den von ihm nicht dauernd getrennt lebenden, nicht unbeschränkt einkommensteuerpflichtigen anderen Ehegatten gemäß § 33a Abs. 1 EStG zu versagen ist, obwohl die Minderung der steuerlichen Leistungsfähigkeit des Unterhaltzahlenden in keiner Weise berücksichtigt wird.
Dies verkennt der Kläger, wenn er einzelne Passagen des Vorlagebeschlusses in BFHE 150, 41, BStBl II 1987, 629 zur Begründung der von ihm behaupteten Divergenz wörtlich zitiert.
Nach der Rechtsprechung des BFH wird die Zwangsläufigkeit von Aufwendungen für den Unterhalt von anderen Personen als der Ehefrau und den Kindern des Unterhaltleistenden im allgemeinen nur insoweit anerkannt, als die Aufwendungen in einem angemessenen Verhältnis zum sog. Nettoeinkommen des Leistenden stehen und diesem nach Abzug der Unterhaltsleistungen noch die angemessenen Mittel zur Bestreitung des Lebensbedarfs für sich sowie ggf. für seine Ehefrau und seine Kinder verbleiben (sog. Opfergrenze, vgl. z.B. Urteil vom 4. April 1986 III R 245/83, BFHE 147, 231, BStBl II 1986, 852, und Beschluß vom 3. Juni 1987 III R 49/86, BFHE 150, 41, BStBl II 1987, 629).
Der Bundesfinanzhof (BFH) behandelt in ständiger Rechtsprechung (vgl. Urteile vom 16. Juli 1959 VI 58/57 U, BFHE 69, 385, BStBl III 1959, 405; vom 23. Februar 1968 VI R 97/67, BFHE 92, 199; vom 30. Juli 1982 VI R 67/79, BFHE 136, 396, BStBl II 1982, 744; Beschluß vom 3. Juni 1987 III R 49/86, BFHE 150, 41, BStBl II 1987, 629; Urteil vom 8. Dezember 1988 IX R 157/83, BFHE 155, 359, BStBl II 1989, 282) Vermögensverluste infolge von Unfall, Brand, Diebstahl oder Verlust von Wertpapieren nicht als Aufwendungen i.S. des § 33 des Einkommensteuergesetzes (EStG).
Nach der Rechtsprechung des BFH wird die Zwangsläufigkeit von Aufwendungen für den Unterhalt von anderen Personen als der Ehefrau und den Kindern des Unterhaltsleistenden im allgemeinen nur insoweit anerkannt, als die Aufwendungen in einem angemessenen Verhältnis zum sog. Nettoeinkommen des Leistenden stehen und diesem nach Abzug der Unterhaltsleistungen noch die angemessenen Mittel zur Bestreitung des Lebensbedarfs für sich sowie ggf. für seine Ehefrau und seine Kinder verbleiben (sog. Opfergrenze, vgl. z. B. Urteil vom 4. April 1986 III R 245/83, BFHE 147, 231, BStBl II 1986, 852, und Beschluß vom 3. Juni 1987 III R 49/86, BFHE 150, 41, BStBl II 1987, 629).
Hinsichtlich dieser Frage werde Bezug genommen auf den Beschluß des Bundesfinanzhofs (BFH) vom 3. Juni 1987 III R 49/86 (BFHE 150, 41, BStBl II 1987, 629).

References: § 33
 § 33
 § 11
 § 11
 § 115
 § 33
 § 33