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Timestamp: 2016-10-24 23:42:50+00:00

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1B_248/2011 (29.11.2011)
1B_248/2011
vertreten durch Rechtsanwalt Richard Kottmann
Beschwerde gegen den Entscheid vom 10. M�rz 2011 des Obergerichts des Kantons Luzern, 2. Abteilung.
Am 3. April 2009 erstattete A.X.________ Strafanzeige gegen Y.________ wegen Diebstahls (Faszikel 1, ASW 09 1241). Am 11. Mai 2009 stellte A.X.________ gegen Y.________ Strafantrag wegen Drohung und T�tlichkeit und stellte zus�tzlich Strafanzeige wegen Gef�hrdung des Lebens (Faszikel 2, ASW 09 1106). Am 25. Mai 2009 stellte B.X.________, vertreten durch A.X.________, Strafantrag wegen Sachbesch�digung und Diebstahls. Die Zivilkl�gerin machte Zivilforderungen in unbekannter H�he geltend (Faszikel 3, ASW 09 1357). A.X.________ stellte am 25. Mai 2009 im Namen seiner Gattin B.X.________ gegen Y.________ Strafantrag wegen Sachbesch�digung und machte eine Schadenersatzforderung von Fr. 2'000.-- geltend (Faszikel 4, ASW 09 1284). Am 30. Mai 2009 stellte A.X.________ als Vertreter seiner Gattin B.X.________ gegen Y.________ Strafantrag wegen Sachbesch�digung und machte Schadenersatz im Betrage von Fr. 5'000.-- geltend (Faszikel 5, ASW 09 1172). Am 30. Juli 2009 stellte A.X.________ gegen Y.________ Strafantrag wegen Sachbesch�digung und machte einen Schadenersatz von Fr. 1'950.-- geltend (Faszikel 6, ASW 09 1775). Am 1. Juli 2009 stellte B.X.________, vertreten durch A.X.________, gegen Y.________ Strafantrag wegen Sachbesch�digung und machte Schadenersatz in unbekannter H�he geltend (Faszikel 7, ASW 09 1254).
Mit Entscheid vom 2. Juni 2010 stellte das damals f�r die Untersuchung zust�ndige Amtsstatthalteramt Willisau das Strafverfahren gegen Y.________ wegen T�tlichkeit, Gef�hrdung des Lebens, Diebstahls, mehrfacher Sachbesch�digung und Drohung ein und trat auf die Zivilforderungen von B.X.________ und A.X.________ nicht ein. Der Staatsanwalt visierte den Einstellungsentscheid am 7. Juni 2010.
Gegen den Einstellungsentscheid reichten A.X.________ und B.X.________ am 11. Juni 2010 Rekurs ein. Sie beantragten die �berweisung der Strafsache an das zust�ndige Gericht. Mit Entscheid vom 10. M�rz 2011 wies das Obergericht des Kantons Luzern, 2. Abteilung (als Rekursinstanz nach � 138 Abs. 2 des Gesetzes des Kantons Luzern vom 3. Juni 1957 �ber die Strafprozessordnung [SRL 305; im Folgenden: StPO/LU]), den Rekurs von A.X.________ ab, soweit es darauf eintrat.
Gegen den Rekursentscheid des Obergerichtes vom 10. M�rz 2011 gelangen A.X.________ und B.X.________ mit Beschwerde vom 19. Mai 2011 an das Bundesgericht. Sie beantragen, der angefochtene Entscheid sei in den angefochtenen Punkten aufzuheben, und durch die Staatsanwaltschaft sei beim zust�ndigen Bezirksgericht Anklage zu erheben, eventuell sei der Beschwerdegegner dem zust�ndigen Bezirksgericht zur gerichtlichen Beurteilung zu �berweisen. Eventualiter sei der angefochtene Entscheid aufzuheben und die Sache sei in den angefochtenen Punkten im Sinne der bundesgerichtlichen Erw�gungen zur Neubeurteilung an das Obergericht zur�ckzuweisen. Ferner stellen sie das Gesuch, der Beschwerde sei die aufschiebende Wirkung zuzuerkennen.
Am 22. Juni 2011 erkannte der Pr�sident der I. �ffentlich-rechtlichen Abteilung der Beschwerde aufschiebende Wirkung zu.
Das Obergericht des Kantons Luzern beantragt, die Beschwerde abzuweisen. Die Staatsanwaltschaft des Kantons Luzern verzichtete auf die Einreichung einer Stellungnahme und schliesst sich dem Antrag des Obergerichts an. Y.________ schliesst auf Abweisung der Beschwerde, soweit darauf einzutreten sei. A.X.________ und B.X.________ halten in ihrer Replik an ihren Antr�gen fest.
1.1 Der angefochtene Entscheid best�tigt, dass die von den Beschwerdef�hrern angestrebte strafrechtliche Verfolgung des Beschwerdegegners unterbleibt. Es handelt sich um den Entscheid einer letzten kantonalen Instanz in einer Strafsache, gegen den die Beschwerde in Strafsachen zul�ssig ist (Art. 78 Abs. 1, Art. 80 Abs. 1, Art. 90 BGG). Vor Bundesgericht umstritten ist allerdings einzig noch die Einstellung der Strafuntersuchung im Zusammenhang mit den in Faszikel 3, ASW 09 1357, und Faszikel 7, ASW 09 1254, erhobenen Vorw�rfen.
1.2 Die Einstellungsverf�gung datiert vom 2. Juni 2010. Anwendbar ist deshalb die luzernische Strafprozessordnung und nicht die am 1. Januar 2011 in Kraft getretene Schweizerische Strafprozessordnung (StPO; SR 312.0; siehe Art. 453 f. StPO; Urteile 1B_236/2011 vom 15. Juli 2011 E. 1.2, nicht publ. in: BGE 137 IV 246; 1B_411/2010 vom 7. Februar 2011 E. 1.3).
1.3.1 Zur Beschwerde in Strafsachen ist nach Art. 81 Abs. 1 BGG berechtigt, wer vor der Vorinstanz am Verfahren teilgenommen hat oder keine M�glichkeit zur Teilnahme erhalten hat (lit. a) und ein rechtlich gesch�tztes Interesse an der Aufhebung oder �nderung des angefochtenen Entscheids hat (lit. b). Da der angefochtene Entscheid nach dem 31. Dezember 2010 datiert, beurteilt sich die Frage des rechtlich gesch�tzten Interesses nach der am 1. Januar 2011 in Kraft getretenen Fassung von Art. 81 Abs. 1 lit. b BGG (Art. 132 Abs. 1 BGG). Danach wird der Privatkl�gerschaft ein rechtlich gesch�tztes Interesse zuerkannt, wenn der angefochtene Entscheid sich auf die Beurteilung ihrer Zivilanspr�che auswirken kann (Art. 81 Abs. 1 lit. b Ziff. 5 BGG). In der bis zum 1. Januar 2011 geltenden Fassung dieser Bestimmung wurde dagegen nicht die Privatkl�gerschaft schlechthin, sondern nur das Opfer als beschwerdelegitimiert bezeichnet; dies ebenfalls unter der Voraussetzung, dass sich der angefochtene Entscheid auf die Beurteilung seiner Zivilanspr�che auswirken kann. Nach der Praxis zur Beschwerdebefugnis des Opfers (aArt. 81 Abs. 1 lit. b Ziff. 5 BGG; vgl. auch Urteil 6B_127/2007 vom 23. Juli 2007 E. 2) konnte dieses gegen ein Strafurteil, durch das der Angeschuldigte freigesprochen wurde, Rechtsmittel im Strafpunkt grunds�tzlich nur erheben, wenn es, soweit zumutbar, seine Zivilanspr�che aus strafbarer Handlung im Strafverfahren geltend gemacht hatte. Dies wurde damit begr�ndet, dass das Strafverfahren nicht blosses Vehikel zur Durchsetzung von Zivilforderungen in einem Zivilprozess sein soll, den das Opfer erst nach Abschluss des Strafprozesses, je nach dessen Ausgang, anzustrengen gedenkt. Vielmehr sollte das Opfer, soweit zumutbar, seine Zivilanspr�che im Strafverfahren geltend machen (BGE 131 IV 195 E. 1.2.2 S. 198; 127 IV 185 E. 1 S. 186 ff.; 120 IV 44 E. 4b S. 54 f.; Urteil 6B_260/2009 vom 30. Juni 2009 E. 2.2.1 mit Hinweisen; vgl. auch BGE 125 IV 161 E. 3 S. 164 mit Hinweisen). Anders verhielt es sich im Falle der Einstellung des Strafverfahrens. Da diesfalls vom Opfer nicht verlangt werden kann, dass es bereits adh�sionsweise Zivilforderungen geltend gemacht hat, reichte es, wenn es im Verfahren vor Bundesgericht darlegte, aus welchen Gr�nden sich der angefochtene Entscheid inwiefern auf welche Zivilforderungen auswirken kann (BGE 131 IV 195 E. 1.2.2 S. 199; 122 IV 139 E. 1 S. 141; je mit Hinweisen). Mit der Revision von Art. 81 Abs. 1 lit. b Ziff. 5 BGG wurde die Legitimation auf die Privatkl�gerschaft erweitert. Die zus�tzliche Voraussetzung, dass sich der angefochtene Entscheid auf die Beurteilung der Zivilanspr�che auswirken kann, blieb jedoch unver�ndert. An der Praxis, dass der Beschwerdef�hrer, soweit zumutbar, seine Zivilanspr�che im Strafverfahren geltend gemacht haben muss, ist deshalb ebenso festzuhalten wie an der Ausnahme im Falle von Verfahrenseinstellungen (BGE 137 IV 246 E. 1.3.1 S. 247). Hat die Privatkl�gerschaft keine Zivilforderungen geltend gemacht, so muss sie begr�nden weshalb (BGE 127 IV 185 E. 1a S. 187; Urteil 1B_119/2011 vom 20. April 2011 E. 1.2.2).
1.3.2 Als Parteien gelten nach luzernischem Strafprozessrecht grunds�tzlich der Angeschuldigte, die Staatsanwaltschaft sowie der Privatkl�ger (� 32 Abs. 1 und 2 StPO/LU). Privatkl�ger ist, wer die Strafverfolgung des T�ters verlangt (� 35 Abs. 1 StPO/LU). Zur Privatklage legitimiert ist der strafantragsberechtigte Gesch�digte sowie derjenige, der durch die strafbare Handlung in seinen Interessen unmittelbar verletzt worden ist (� 35 Abs. 2 StPO/LU). Die Privatklage kann m�ndlich oder schriftlich beim Amtsstatthalteramt oder beim urteilenden Gericht eingereicht werden (� 36 Abs. 1 StPO/LU). Unmittelbar verletzt ist nach der Rechtsprechung in der Regel der Tr�ger des Rechtsguts, welches durch die fragliche Strafbestimmung gesch�tzt werden soll (BGE 128 I 218 E. 1.5 S. 223 mit Hinweisen).
Nach der Rechtsprechung muss der Beschwerdef�hrer - soweit das nicht ohne Weiteres ersichtlich ist - darlegen, weshalb er zur Beschwerde legitimiert sein soll (BGE 133 II 353 E. 1 S. 356; Urteile 1B_230/2011 vom 22. Juli 2011 E. 1.3.2; 1B_219/2011 vom 6. Juli 2011 E. 1.2).
1.3.3 Wie sich aus den Akten ergibt, hat in den vom Bundesgericht noch zu beurteilenden Einstellungen der Strafverfahren (Faszikel 3 und 7) nur die Beschwerdef�hrerin B.X.________ Strafanzeige erhoben, sich als Privatkl�gerin konstituiert und Zivilanspr�che geltend gemacht (Formular f�r Offizialdelikte vom 25. Mai 2009) resp. Strafantrag gegen den Beschwerdegegner gestellt und Schadenersatz geltend gemacht (Formular f�r Antragsdelikte vom 1. Juli 2009), nicht aber ihr als ihr Vertreter handelnder Ehemann A.X.________. Da er nicht Tr�ger des verletzten Rechtsgutes ist, ist er nicht gesch�digt. Dass der Beschwerdef�hrer Partei des vorinstanzlichen Verfahrens war, ist nicht entscheidend (Urteil 1B_266/2011 vom 30. August 2011 E. 1.3). Erforderlich ist vielmehr, dass sich die Einstellung des Zivilverfahrens auf seine Zivilanspr�che auswirken k�nnte. Vorliegend ist deshalb die Legitimation des Beschwerdef�hrers zu verneinen.
1.3.4 Ist der Beschwerdef�hrer - wie im zu beurteilenden Fall - nach Art. 81 Abs. 1 lit. b Ziff. 5 BGG in der Sache selbst nicht zur Beschwerde legitimiert, so kann er lediglich die Verletzung von Rechten r�gen, die ihm als am Verfahren beteiligte Partei nach dem massgebenden Prozessrecht oder unmittelbar aufgrund der BV oder der EMRK zustehen (BGE 136 IV 29 E. 1.9 S. 40 mit Hinweisen). Das nach Art. 81 Abs. 1 lit. b BGG erforderliche rechtlich gesch�tzte Interesse ergibt sich diesfalls nicht aus einer Berechtigung in der Sache, sondern aus der Berechtigung, am Verfahren teilzunehmen. Zul�ssig sind dementsprechend R�gen formeller Natur, die von der Pr�fung der Sache selber getrennt werden k�nnen. Nicht zu h�ren sind R�gen, die im Ergebnis auf eine materielle �berpr�fung des angefochtenen Entscheids abzielen ("Star-Praxis"; 133 I 185 E. 6.2 S. 198 ff.).
Der Beschwerdef�hrer erhebt in seiner Beschwerde keine Verfahrensr�gen im Sinne der umschriebenen "Star-Praxis", weshalb auf seine Beschwerde somit mangels Legitimation nicht einzutreten ist.
1.3.5 Anders zu beurteilen ist hingegen die Legitimation der Beschwerdef�hrerin B.X.________. Wie bereits dargelegt (E. 1.3.3 hiervor), wurden in den hier zu beurteilenden Strafverfahren von ihr durch ihren Ehemann sowohl Strafanzeige und Strafantrag gestellt als auch Zivilanspr�che geltend gemacht. Im Entscheid des Amtsstatthalters Willisau vom 2. Juni 2009 wird sie auch als Privatkl�gerin mit Zivilforderungen in den hier interessierenden Faszikeln 3 und 7 aufgef�hrt. Zusammen mit ihrem Ehemann A.X.________ f�hrte sie gegen diesen Entscheid Rekurs, welcher von der Vorinstanz mit dem angefochtenen Entscheid vom 10. M�rz 2011 abgewiesen wurde. Im angefochtenen Entscheid wird B.X.________ jedoch nicht mehr als Partei aufgef�hrt. Sie r�gt daher eine Verletzung ihrer Parteirechte.
Die Vorinstanz hat den Ausschluss der Beschwerdef�hrerin als Partei im vorinstanzlichen Verfahren nicht begr�ndet. Die Beschwerdef�hrerin hat die Strafverfolgung des mutmasslichen T�ters verlangt (� 35 Abs. 1 StPO/LU). Sodann ist sie nach � 35 Abs. 2 StPO/LU zur Privatstrafklage berechtigt, weil sie durch die strafbare Handlung in ihren Interessen unmittelbar verletzt wurde bzw. bei Antragsdelikten antragsberechtigt ist (� 35 Abs. 2 StPO/LU). Die Vorinstanz h�tte die Beschwerdef�hrerin im vorinstanzlichen Verfahren daher explizit als Privatstrafkl�gerin im Sinne von � 137 Abs. 1 StPO/LU im Rubrum auff�hren m�ssen. Entgegen der Auffassung der Vorinstanz trifft es gerade nicht zu, dass der Ehemann der Beschwerdef�hrerin im vorinstanzlichen Verfahren stellvertretend f�r seine Frau gehandelt hat, zumal der Rechtsvertreter der Beschwerdef�hrer im Namen beider Beschwerdef�hrer handelte und �ber eine entsprechende Vollmacht beider Ehegatten verf�gte. Im �brigen w�re die Ehefrau im vorinstanzlichen Verfahren auch als selbstst�ndige Partei zu behandeln gewesen, wenn sie sich durch ihren Mann h�tte vertreten lassen. Indessen erleidet die Beschwerdef�hrerin durch den Umstand, dass sie die Vorinstanz zu Unrecht nicht als Partei im angefochtenen Entscheid aufgef�hrt hat, verfahrensrechtlich keinen Nachteil, da sie im vorinstanzlichen Verfahren �ber ihren Rechtsvertreter alle prozessualen Mitwirkungsrechte aus�ben konnte. Auf ihre Beschwerde ist einzutreten.
1.4 Das Bundesgericht pr�ft die Verletzung von Grundrechten nur insofern, als eine solche R�ge in der Beschwerdeschrift substanziiert vorgebracht und begr�ndet wird (Art. 106 Abs. 2 BGG). Es gilt insofern eine qualifizierte R�gepflicht (BGE 136 I 229 E. 4.1 S. 235; 133 IV 286 E. 1 S. 287). Wird eine Verletzung des Willk�rverbots geltend gemacht, muss im Einzelnen dargelegt werden, inwiefern der angefochtene Entscheid an einem qualifizierten und offensichtlichen Mangel leidet (BGE 136 I 49 E. 1.4.1 S. 53 mit Hinweisen). Willk�r liegt nur vor, wenn der angefochtene Entscheid offensichtlich unhaltbar ist oder mit der tats�chlichen Situation in klarem Widerspruch steht (BGE 134 I 140 E. 5.4 S. 148). Auf ungen�gend begr�ndete R�gen und bloss allgemein gehaltene, appellatorische Kritik am angefochtenen Entscheid tritt es nicht ein (BGE 134 II 244 E. 2.2 S. 246 mit Hinweis).
2.1 Bez�glich der Einstellung der Strafuntersuchung wegen des Vorwurfes der Sachbesch�digung (Faszikel 7, ASW 09 1453) r�gt die Beschwerdef�hrerin die willk�rliche Anwendung von Bundesrecht, n�mlich Art. 319 Abs. 1 lit. a StPO in Verbindung mit Art. 324 Abs. 1 StPO und Art. 448 Abs. 1 StPO. Soweit auf den vorliegenden Fall noch altes kantonales Prozessrecht anwendbar sei, sei � 126 Abs. 1 StPO/LU verletzt.
2.2 Dem Vorwurf der Sachbesch�digung (Faszikel 7, ASW 09 1453) liegt der folgende Sachverhalt zugrunde: Gem�ss Polizeirapport vom 10. Juli 2009 wurde in der Nacht des 28. Juni 2009 zwischen 2.40 und 2.55 Uhr im Aussenbereich des Hofes "Lehalden" eine Video�berwachungskamera im Frontbereich eingeschlagen. Im Innern der Scheune durchtrennte die T�terschaft mit einem unbekannten Tatwerkzeug die Verbindungskabel der �berwachungsanlage an drei Stellen.
2.3 Die Vorinstanz ist der Ansicht, die Strafuntersuchung gegen den Beschwerdegegner sei zu Recht eingestellt worden, da dessen Verurteilung als h�chst unwahrscheinlich zu betrachten sei. Sie begr�ndet dies damit, dass mit dem Amtsstatthalter in erster Linie auf die Aussagen des Zeugen C.________ abzustellen sei. Dieser habe ausgesagt, er habe die nicht funktionierende Anlage kontrolliert. Er habe zwar Besch�digungen an der Kabelf�hrung wahrgenommen, wisse aber nicht, wie sie entstanden seien. Er habe keine Hinweise auf eine m�gliche T�terschaft. Ihm sei nicht bekannt, dass auf den Videoaufzeichnungen eine Person als T�ter zu erkennen sei. Weiter erwog die Vorinstanz, dass auf dem Video der Angeschuldigte nicht als T�ter am Ort der Sachbesch�digung identifizierbar sei. Der Beweiswert des Videos sei damit unzureichend. Jedenfalls liessen sich daraus keine Erkenntnisse auf die m�gliche T�terschaft des Angeschuldigten gewinnen. Der Umstand, dass sich der Angeschuldigte zur Tatzeit ausserhalb der Scheune aufgehalten habe, sei auch bei gesamthafter Betrachtung nicht geeignet, den Beweis f�r dessen T�terschaft zu erbringen.
2.4 Die Beschwerdef�hrerin bringt im Wesentlichen vor, im Zeitpunkt der Zeugeneinvernahme C.________ sei das Videomaterial des Vorfalls vom 28. Juni 2009 noch gar nicht ausgewertet gewesen; mithin habe der Zeuge C.________ in Bezug auf das Videomaterial keine genaueren Angaben machen k�nnen. Es sei willk�rlich, in diesem Zusammenhang nur auf die Zeugenaussage C.________ abzustellen, obschon der Vorinstanz im Rahmen des Rekursverfahrens das Auswertungsergebnis des einschl�gigen Videomaterials zug�nglich gemacht worden sei. Die Ausf�hrung, dass auch der Verteidiger aufgrund der Tatn�he des bloss im Aussenbereich der Scheune erkennbaren Angeschuldigten auf dessen T�terschaft schliesse (recte wohl: nicht auf dessen T�terschaft schliessen lasse), sei willk�rlich. Denn dieser Satz belege einerseits, dass der Angeschuldigte sich im Tatzeitpunkt von 2.40 Uhr bis 2.55 Uhr im Aussenbereich zwischen dem Wohnhaus und der Scheune aufgehalten habe. Andererseits sei damit erstellt, dass sich keine weitere Person im Tatzeitraum in Tatn�he auf dem Hof "Lehalden" befunden habe, ansonsten die �berwachungskameras diese Person erfasst h�tten. Auch die Erw�gung, der Angeschuldigte sei nicht als T�ter am Ort der Sachbesch�digung identifizierbar, sei willk�rlich. Fakt sei, dass sich der Angeschuldigte zur Tatzeit in Tatn�he befunden habe. Es sei aktenwidrig und damit willk�rlich, wenn die Vorinstanz den Beweiswert als unzureichend qualifiziere. Es sei zwar zutreffend, dass der T�ter auf den Bildern der �berwachungskamera nicht eindeutig identifizierbar sei. Aufgrund der gesamten Umst�nde des konkreten Falls begr�nde das Verhalten des Angeschuldigten aber einen hinreichend konkreten Tatverdacht. Anhand des Videomaterials fahre der T�ter um 2.37.43 Uhr in der Tatnacht auf den Vorplatz des Hofes "Lehalden". Der T�ter parkiere dort seinen Wagen und begebe sich anschliessend ins Wohnhaus "Lehalden". Er verlasse dieses in der Folge und begebe sich zum Sicherungskasten in der Scheune. Er gehe abermals zur�ck ins Wohnhaus. Um 2.44.36 Uhr verlasse er dieses nochmals und gehe in die Scheune die Treppe hoch zum Heustock. Dort sei wenige Sekunden sp�ter, um 2.44.58 Uhr, Taschenlampenlicht durch die Holzverkleidung auf der Vorplatzkamera Nr. 2 erkennbar, also genau am Tatort und zur Tatzeit. Wiederum Sekunden sp�ter, um 2.46.57 Uhr, gehe die Person zur�ck ins Wohnhaus "Lehalden". Eine willk�rfreie Beweisw�rdigung der aufgelegten Beweise - insbesondere des Videomaterials - k�nne nur zur Annahme eines hinreichend konkreten, ja sogar dringenden Tatverdachts bez�glich des Beschwerdegegners f�hren, wenn damit nicht bereits der volle Beweis f�r dessen T�terschaft erbracht worden sei.
2.5 Unter welchen Voraussetzungen ein Strafverfahren eingestellt werden darf, richtet sich vorliegend in erster Linie, wie erw�hnt (E. 1.2 hiervor), nach dem kantonalen Verfahrensrecht. Liegt keine strafbare Handlung vor, wird gem�ss � Ibis StPO/LU auf eine Strafverfolgung verzichtet, oder fehlt es an einem zureichenden Beweis, stellt der Amtsstatthalter die Untersuchung ein (� 125 Abs. 1 StPO/LU). Bestehen hingegen hinreichende Anhaltspunkte f�r eine strafbare Handlung, �berweist der Amtsstatthalter den Fall dem zust�ndigen Gericht (� 126 StPO/LU). Als praktischer Richtwert kann gelten, dass Anklage erhoben werden muss, wenn eine Verurteilung wahrscheinlicher erscheint als ein Freispruch. Dahinter steckt die �berlegung, dass bei nicht eindeutiger Beweislage grunds�tzlich nicht die Untersuchungs- oder Anklagebeh�rden, sondern die f�r die materielle Beurteilung zust�ndigen Gerichte �ber einen Vorwurf entscheiden sollen. Bei der Anklageerhebung gilt daher der auf die gerichtliche Beweisw�rdigung zugeschnittene Grundsatz "in dubio pro reo" nicht (Urteil 6B_588/2007 vom 11. April 2008 E. 3.2.3, in: Pra 2008 Nr. 123 S. 766).
2.6 Die Beweisw�rdigung der Vorinstanz ist nicht bez�glich einzelner Punkte, sondern als Gesamtes zu betrachten. Entgegen der Behauptung der Beschwerdef�hrerin hat die Vorinstanz nicht nur auf die Zeugenaussage von C.________ abgestellt, sondern auch die Videoaufnahmen der Beschwerdef�hrerin ber�cksichtigt. Sodann hat die Vorinstanz im angefochtenen Urteil ausgef�hrt, dass der Angeschuldigte auf dem Video nicht als T�ter am Ort der Sachbesch�digung identifizierbar sei. Inwiefern dies willk�rlich sein soll, ist nicht ersichtlich, zumal selbst die Beschwerdef�hrerin zugesteht, dass der T�ter auf den Bildern der �berwachungskamera nicht eindeutig identifizierbar sei. Die Beschwerdef�hrerin legt auch nicht dar, welche weiteren Beweismittel das Amtsstatthalteramt h�tte hinzuziehen k�nnen, um die Identit�t der auf den Videoaufzeichnungen erscheinenden Person zu eruieren. Wenn die Vorinstanz den Beweiswert des Videos als unzureichend qualifiziert hat und zum Schluss gekommen ist, daraus liessen sich keine Erkenntnisse auf die m�gliche T�terschaft des Angeschuldigten ableiten, so ist dies weder aktenwidrig noch willk�rlich. Hinzu kommt, dass auf den Videoaufnahmen lediglich die Situation ausserhalb der Scheune aufgenommen wurde; Videoaufzeichnungen �ber Vorg�nge im Innern der Scheune fehlen indessen. Insofern lassen die Bilder, die aufzeigen, dass zur fraglichen Zeit vom Innenraum der aus Holz gebauten Scheune am Standort der durchtrennten Kabel das Licht einer Taschenlampe nach aussen gedrungen ist, keinen eindeutigen R�ckschluss auf die T�terschaft zu. Es ist daher nicht zu beanstanden, wenn die Vorinstanz zum Schluss kommt, dass der Umstand, dass sich der Angeschuldigte vor der Tat ausserhalb der Scheune befunden habe, nicht geeignet sei, den Beweis f�r dessen T�terschaft zu erbringen. Mit Blick auf die Zeugenaussage sowie den willk�rfrei attestierten unzureichenden Beweiswert der Videoaufnahmen ist die Beweisw�rdigung der Vorinstanz nachvollziehbar und erscheint insbesondere im Ergebnis als vertretbar. Inwiefern sie willk�rlich sein soll, vermag die Beschwerdef�hrerin nicht aufzuzeigen.
Bei dieser Sachlage ist nicht zu beanstanden, wenn die Vorinstanz davon ausgeht, dass angesichts der unsicheren Beweislage eine Verurteilung des Beschwerdegegners als h�chst unwahrscheinlich zu betrachten sei. Indem die Vorinstanz im Ergebnis das Vorliegen eines zureichenden Beweises im Sinne von � 125 StPO/LU verneint, beruht ihre Best�tigung des Einstellungsentscheides bez�glich Faszikel 7, ASW 09 1453, nicht auf Willk�r.
3.1 Bez�glich der Einstellung der Strafuntersuchung wegen des Vorwurfes der Sachbesch�digung (Faszikel 3, ASW 09 1357) r�gt die Beschwerdef�hrerin wiederum die willk�rliche Verletzung von Art. 319 Abs. 1 lit. a StPO in Verbindung mit Art. 324 Abs. 1 StPO und Art. 448 Abs. 1 StPO. Soweit auf den vorliegenden Fall noch altes kantonales Prozessrecht anwendbar sei, sei � 126 Abs. 1 StPO/LU verletzt.
3.2 Dem Vorwurf der Sachbesch�digung (Faszikel 3, ASW 09 1357) liegt der folgende Sachverhalt zugrunde: Am 25. Mai 2009 meldete der Beschwerdef�hrer der Polizei, dass am 21. Mai 2009 am Sicherungskasten der �berwachungsanlage auf dem Hof "Lehalden" hantiert worden sei. Anschliessend seien mehrere Kameras verschoben, demontiert und mit einem nicht verifizierbaren Gegenstand besch�digt worden. Einer Kamera sei der Frontbereich eingeschlagen und ein Infrarotscheinwerfer sei demontiert und entwendet worden. Vier Kameras seien verstellt und bei Dreien seien die Kabel durchgetrennt worden.
3.3 Die Vorinstanz hat erwogen, dass der Amtsstatthalter die Strafuntersuchung wegen Sachbesch�digung nach Art. 144 StGB und Diebstahls nach Art. 139 Ziff. 1 StGB in diesem Punkt zu Recht eingestellt habe. Zeugen, die den Angeschuldigten als T�ter zur Tatzeit beobachtet h�tten und ihn als T�ter identifizieren k�nnten, gebe es nicht. Ebenso wenig existiere Bildmaterial der �berwachungskamera, das den Angeschuldigten unmittelbar der T�terschaft h�tte �berf�hren k�nnen. Zwar habe sich der Angeschuldigte zur Sache nicht ge�ussert, er sei allerdings nach dem Grundsatz "nemo tenetur se ipsum accusare" auch nicht dazu verpflichtet (� 76 Abs. 3 StPO/LU). Die T�terschaft des Angeschuldigten sei nicht mit der n�tigen Sicherheit erstellt. Aufgrund �hnlicher Vorf�lle im Jahr 2009, soweit der Angeschuldigte dort auf dem Videoband �berhaupt erkennbar sei, k�nne und d�rfe nicht schon der Schluss auf ihn als T�ter beim beanzeigten Vorfall gezogen werden. Ein solcher Schluss verstiesse gegen die Unschuldsvermutung.
3.4 Die Beschwerdef�hrerin h�lt dem entgegen, die Gesamtheit der Vorf�lle, welche allesamt im Zusammenhang mit der Verpachtung des Hofes "Lehalden" st�nden und in die der Beschwerdegegner durchs Band verwickelt sei, seien Indizien genug, um auch im gegenst�ndlichen Verfahren einen hinreichenden Tatverdacht zu begr�nden. Der volle Beweis der T�terschaft sei dem materiellen gerichtlichen Strafverfahren vorzubehalten. Der Verweis auf die Unschuldsvermutung erscheine absurd und willk�rlich.
3.5 Die Beschwerdef�hrerin beschr�nkt sich im Wesentlichen darauf, ihren bereits vor der Vorinstanz eingenommenen Standpunkt zu wiederholen und setzt sich mit den vorinstanzlichen Erw�gungen nicht im Einzelnen auseinander. Insbesondere legt sie nicht dar, inwiefern die Schlussfolgerungen der Vorinstanz unhaltbar sein sollen. Sie reduziert ihre Vorbringen weitgehend auf appellatorische Kritik. Soweit sie r�gt, die Vorinstanz habe zu Unrecht auf die Unschuldsvermutung verwiesen, �bersieht sie, dass die Vorinstanz den Grundsatz "in dubio pro reo" gerade nicht in Bezug auf die Einstellung des Strafverfahrens angewandt hat. Vielmehr ist die Vorinstanz davon ausgegangen, dass es nicht angehe, einzig aufgrund �hnlicher Vorf�lle im Jahre 2009, soweit der Beschwerdef�hrer auf den Videoaufzeichnungen �berhaupt erkennbar sei, den Schluss zu ziehen, dass der Beschwerdegegner beim angezeigten Vorfall ebenfalls der T�ter sei. Steht zum vornherein fest, dass erhebliche Zweifel an der T�terschaft des Angeschuldigten bestehen oder eine f�r den T�ter g�nstigere Tatversion auf der Hand liegt, hat eine Einstellung des Verfahrens zu erfolgen (vgl. Niklaus Oberholzer, Grunds�tze des Strafprozessrechts, 2. Aufl. Bern 2005, N. 1374). Die Beschwerdef�hrerin vermag sodann nicht darzulegen, inwiefern die Beweisw�rdigung der Vorinstanz willk�rlich sein soll. Auch insofern gen�gen ihre Vorbringen den Anforderungen an eine Beschwerde nicht, weshalb nicht weiter darauf einzugehen ist. Da die von der Beschwerdef�hrerin vorgebrachten Ausf�hrungen somit keine hinreichende Auseinandersetzung mit den Entscheidgr�nden des angefochtenen Entscheids darstellen, ist mangels einer gen�genden Begr�ndung nicht weiter darauf einzutreten (Art. 40 Abs. 2 BGG).
4.1 Aufgrund der vorstehenden Ausf�hrungen ist auf die Beschwerde von A.X.________ nicht einzutreten und die Beschwerde von B.X.________ abzuweisen, soweit darauf einzutreten ist.
4.2 Die Gerichtskosten werden in der Regel der unterliegenden Partei auferlegt. Wenn die Umst�nde es rechtfertigen, kann das Bundesgericht die Kosten anders verteilen oder darauf verzichten, Kosten zu erheben (Art. 66 Abs. 1 BGG). Unn�tige Kosten hat zu bezahlen, wer sie verursacht (Art. 66 Abs. 3 BGG). Dem Bund und den Kantonen d�rfen in der Regel keine Gerichtskosten auferlegt werden (Art. 66 Abs. 4 BGG). Mehrere Personen haben die ihnen gemeinsam auferlegten Gerichtskosten, wenn nichts anderes bestimmt ist, zu gleichen Teilen und unter solidarischer Haftung zu tragen (Art. 66 Abs. 5 BGG). Dem Verfahrensausgang entsprechend sind die Kosten wie folgt zu verteilen: Die Beschwerdef�hrer haben als unterliegende Partei die Gerichtskosten zu gleichen Teilen und unter solidarischer Haftung zu tragen (Art. 66 Abs. 1 und 5 BGG). Der Umstand, dass die Vorinstanz die Beschwerdef�hrerin zu Unrecht nicht als Partei im angefochtenen Entscheid auff�hrte, rechtfertigt es indessen, die Gerichtsgeb�hr zu reduzieren (Art. 66 Abs. 1 BGG). Die Beschwerdef�hrer haben ausserdem den Beschwerdegegner unter solidarischer Haftbarkeit zu entsch�digen (Art. 68 BGG).
Auf die Beschwerde von A.X.________ wird nicht eingetreten.
Die Beschwerde von B.X.________ wird abgewiesen, soweit darauf einzutreten ist.
Die reduzierten Gerichtskosten von Fr. 1'500.-- werden den Beschwerdef�hrern je zur H�lfte unter solidarischer Haftung auferlegt.
Die Beschwerdef�hrer haben den Beschwerdegegner f�r das bundesgerichtliche Verfahren mit Fr. 1'500.-- (zu gleichen Teilen und unter solidarischer Haftbarkeit) zu entsch�digen.

References: Art. 80
 Art. 90
 Art. 453
 BGE 
 Art. 81
 Art. 81
 BGE 
 Art. 81
 Art. 81
 Art. 81
 Art. 319
 Art. 324
 Art. 448
in dubio
 Art. 319
 Art. 324
 Art. 448
 Art. 144
 Art. 139
in dubio