Source: https://www.liesegang-partner.de/mustervertraege/arbeitsrecht/arbeitsvertraege/stbrae/anstellungsvertrag-mit-einer-rechtsanwaeltin-einem-rechtsanwalt.html
Timestamp: 2017-12-13 14:51:53+00:00

Document:
Anstellungsvertrag mit einer Rechtsanwältin/ einem Rechtsanwalt | Steuer- und rechtsberatende Berufe | Arbeitsverträge | Arbeitsrecht | Musterverträge, Formulare, Vorlagen, Verträge, Vertragsmuster
1. Rechtsanwalt ...,
2. Rechtsanwältin ...,
- im folgenden Sozietät genannt -
Herrn/Frau Assessor/in ...,
- im folgenden Angestellte/r genannt -
Der/Die Angestellte wird am _______ eingestellt.
(a) In erster Linie werden dem/der Angestellten von der Sozietät Mandate vorwiegend aus dem Zivilrecht zugewiesen, die er/sie vollumfänglich zu bearbeiten hat. Zur Unterzeichnung von Schriftsätzen ist er/sie jedoch erst nach seiner/ihrer Zulassung berechtigt. Auf Weisung hat der/die Angestellte im Einzelfall auch in anderen Angelegenheiten Schriftsätze zu formulieren, Gutachten zu verfassen, Mandantengespräche zu führen und Gerichtstermine wahrzunehmen.
(a) Die wöchentliche Arbeitszeit beträgt 40 Stunden. Der/Die Angestellte muß die Bürostunden (derzeit: montags bis freitags 9 bis 13 und 14 bis 18 Uhr) einhalten.
(a) Der/Die Angestellte erhält ein monatliches Bruttogehalt von 3.000 EUR, das nach Ablauf der Probezeit auf 3.300 EUR erhöht wird. Am Ende eines jeden Kalenderjahres werden die Vertragspartner über weitere Erhöhungen verhandeln.
(b) Mit dem Junigehalt wird dem/der Angestellten ein Urlaubsgeld in Höhe von 1.000 EUR, mit dem Novembergehalt eine Weihnachtsgratifikation in Höhe eines Bruttomonatsgehaltes gezahlt.
Ist der/die Angestellte an der Arbeitsleistung gehindert, sei es infolge Arbeitsunfähigkeit oder aus anderen Gründen, so hat er die Sozietät unverzüglich zu informieren. Das gilt auch, falls eine Arbeitsverhinderung länger andauert als ursprünglich angekündigt. Unabhängig hiervon hat der/die Angestellte im Falle der Arbeitsunfähigkeit gem. § 5 EFZG nach drei Krankheitstagen am ersten darauffolgenden Arbeitstag eine ärztliche Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung vorzulegen.
§ 7 Zulassung zur Anwaltschaft
(a) Der/Die Angestellte wird seine/ihre Zulassung zur Rechtsanwaltschaft nach Ablauf der Probezeit beantragen.
(b) Damit der/die Angestellte seine/ihre Kanzleipflicht gemäß § 27 I BRAO erfüllt, wird sein/ihr Name nach seiner/ihrer Zulassung auf dem Praxisschild, den Drucksachen, den Stempeln und im Telefonbuch ergänzt werden.
§ 8 Nebentätigkeiten
(a) Der/Die Angestellte darf in den Räumen der Sozietät eine Nebentätigkeit nicht ausüben. Treten Mandanten an die Sozietät heran, müssen Mandatsverträge mit ihnen unter Beachtung von § 2(b) im Namen der Sozietät abgeschlossen werden.
(b) (Auch) außerhalb der Sozietät kann der/die Angestellte (keine) Mandate im eigenen Namen und auf eigene Rechnung annehmen. Im Falle einer möglichen Interessenkollision ist die Mandatsannahme in jedem Fall ausgeschlossen. Soweit Beratungen innerhalb der Bürostunden notwendig werden und keine berechtigten betrieblichen Belange entgegenstehen, wird der der/die Angestellte von der Arbeit unter anteiliger Kürzung seines Gehaltes freigestellt.
(a) Die Sozietät schließt für den/die Angestellte/n eine Berufshaftpflichtversicherung für den Fall der Haftung wegen Vermögensschäden ab. Der/Die Angestellte verpflichtet sich, im Rahmen seiner/ihrer Zulassung zur Anwaltschaft eine eigene Versicherung abzuschließen, die der der Mitglieder der Sozietät entspricht. Die Kosten der Versicherung werden von der Sozietät getragen.
(b) Im Schadensfall trägt die Sozietät die Selbstbeteiligung des/der Angestellten. Im Falle einer vorsätzlichen Pflichtverletzung ist ein Rückgriff auf den/die Angestellte/n möglich.
§ 10 Sozietätsaufnahme
Die Sozietät wird nach Ablauf von spätestens drei Jahren eine Entscheidung darüber treffen, ob der/die Angestellte als Mitglied in die Sozietät aufgenommen wird.
(a) Die ersten 6 Monate des Arbeitsverhältnisses gelten als Probezeit, während derer das Arbeitsverhältnis mit einer Frist von zwei Wochen gekündigt werden kann.
(b) Danach kann das Arbeitsverhältnis mit einer Frist von vier Wochen zum Monatsende gekündigt werden.
(c) Eine Kündigung vor Vertragsantritt ist ausgeschlossen.
Autor: Thomas Wagner, info@rak-wagner.de, 24.5.2007
Kostenloses Hilfe-Forum: Unsere Anwälte beantworten gern Ihre Fragen zu "Anstellungsvertrag mit einer Rechtsanwältin/ einem Rechtsanwalt" in unserem HilfeForum.
Kompetente Beratung durch unsere Rechtsanwälte: Falls Sie das Dokument "Anstellungsvertrag mit einer Rechtsanwältin/ einem Rechtsanwalt" oder einen anderen Vertrag bzw. Vorlage anwaltlich anpassen wollen stehen Ihnen unsere Rechtsanwälte gern zur Verfügung. Fragen Sie uns nach einem Kostenvoranschlag!
*Angebote richten sich ausschließlich an Gewerbetreibende. Alle Preise zzgl. Mehrwertsteuer. Sie sind hier: Anstellungsvertrag mit einer Rechtsanwältin/ einem Rechtsanwalt |

References: § 5

§ 7
 § 27

§ 8
 § 2

§ 10