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Timestamp: 2016-10-27 20:37:43+00:00

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Steuerfreibeträge | Flegl Rechtsanwälte
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Hier erfahren Sie Wissenswertes zu den Steuerfreibeträgen Mit Steuerfreibeträgen werden solche Bestandteile des Arbeitsentgelts eines Arbeitnehmers bezeichnet, die bei der Berechnung der Lohnsteuer ausgenommen werden. Steuerfreibeträge dienen der sozialen Gerechtigkeit und sollen zudem die Steuerberechnung insgesamt erleichtern.
Die relevantesten Freibeträge sind der Grundfreibetrag gemäß § 52 Abs. 41 S. 1 Einkommensteuergesetz (EStG), der Kinderfreibetrag gemäß § 32 EStG, der Sparer-Pauschbetrag gemäß § 20 Abs. 9 EStG, der Freibetrag für haushaltsnahe Dienstleistungen gemäß § 35 a EStG, der Versorgungsfreibetrag gemäß § 19 Abs. 2 EStG und der Altersentlastungsbetrag gemäß § 24 a EStG.
Wirkungsweise von Steuerfreibeträgen bei der Lohnberechnung
Arbeitgeber sind in Deutschland gesetzlich dazu verpflichtet, für die bei ihnen beschäftigten Arbeitnehmer die Lohnsteuer zu berechnen und diese nach dem Abzug vom Bruttolohn bzw. Bruttogehalt an die zuständigen Finanzämter abzuführen.
Die Höhe der anfallenden Lohnsteuer ist neben der Höhe des Bruttolohns und der jeweiligen Steuerklasse des Mitarbeiters auch davon abhängig, welche Steuerfreibeträge der Arbeitnehmer auf seiner Lohnsteuerkarte hat eintragen lassen. Diese Freibeträge sind im Rahmen der Lohnsteuerberechnung vom Lohn des Arbeitnehmers abzuziehen, bevor der Arbeitgeber den Lohnsteuerabzug berechnet und mindern also die Steuerlast des Arbeitnehmers.
Eintrag auf der Lohnsteuerkarte entscheidet
Die genaue Berechnung der Steuerschuld von Arbeitnehmern erfolgt immer erst mit der Steuererklärung im dem auf die Erwerbstätigkeit folgenden Jahr. Dann werden auch die existierenden Freibeträge mit der Steuerschuld des Arbeitnehmers verrechnet, unabhängig davon, ob dieser sie auf seiner Lohnsteuerkarte hat eintragen lassen oder nicht.
Arbeitnehmer die auf die Eintragung verzichten, erhalten daher zwar zumeist eine Rückerstattung wegen zu viel gezahlter Steuern, haben dafür aber auch dem Finanzamt bis zu diesem Zeitpunkt quasi ein zinsloses Darlehen gewährt.
Allgemeine Antragsgrenze
Im Regelfall können Arbeitnehmer erst dann die Eintragung von Steuerfreibeträgen beantragen, wenn es sich um einen Sachzusammenhang von ausreichender Relevanz handelt, bei dem es um einen Betrag von mindestens 600 Euro geht.
Diese Antragsgrenze gilt allerdings nicht für alle Sachzusammenhänge und insbesondere nicht für
die haushaltsnahen Dienstleistungen,
die Aufwendungen für Kinderbetreuung,
den Behinderten- und Hinterbliebenenpauschbetrag,
die Handwerkerleistungen und
Eintrag auf der elektronischen Lohnsteuerkarte?
Mit der Einführung der elektronischen Lohnsteuerkarte entfiel ab 2013 der schriftliche Eintrag der Steuerfreibeträge auf Karton. Arbeitnehmer, die für 2013 keine höheren Steuerfreibeträge als bisher beantragen wollten, konnten ihre bisherigen Einträge durch den vereinfachten Antrag auf Lohnsteuer-Ermäßigung auf die elektronische Lohnsteuerkarte übertragen.
Ansonsten stellt das Finanzamt den Arbeitnehmern neben den Steuerfreibeträgen auch die anderen Lohnsteuerabzugsmerkmale auf dem Wege eines elektronischen Verfahrens zum Abruf bereit.
Lohnsteuer | Ihr Rechtslexikon zum Arbeitsrecht (8) Lohnsteuer! Was hat es mit dieser Steuer auf sich? Die Lohnsteuer, kurz LSt, ist in, Lohnsteuerkarte (6.9) Die Lohnsteuerkarte gehört zu den Arbeitspapieren des Arbeitnehmers und wird von der jeweiligen Behörde der, Bruttogehalt (6) Das Bruttogehalt wird in aller Regel von Arbeitgeber und Arbeitnehmer im Arbeitsvertrag als Vergütungsform vereinbart., Steuerklassen (5.4) Steuerklassen! Was hat es damit auf sich? Zur Entrichtung von Lohn- bzw. Einkommensteuer gegenüber dem, Nettogehalt (4.1) Das Nettogehalt wird auf der monatlichen Gehaltsabrechnung des Arbeitnehmers ausgewiesen und bezeichnet das tatsächlich an

References: § 52
 § 32
 § 20
 § 35
 § 19
 § 24