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Timestamp: 2020-02-22 04:40:47+00:00

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BGH, 13.03.1986 - III ZR 114/84 - dejure.org
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BGH, 13.03.1986 - III ZR 114/84 (https://dejure.org/1986,787)
BGH, Entscheidung vom 13.03.1986 - III ZR 114/84 (https://dejure.org/1986,787)
BGH, Entscheidung vom 13. März 1986 - III ZR 114/84 (https://dejure.org/1986,787)
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Zulässigkeit einer Gesamthonorarvereinbarung über Anwaltskosten und Notarkosten, wenn diese nicht gesondert aufgeführt sind - Nichtigkeit der Anwaltshonorarvereinbarung bei Unwirksamkeit der Notarhonorarvereinbarung
BGB § 139; KostO § 140 S. 2, § 154 Abs. 1
NJW 1986, 2576
DNotZ 1986, 758
Die Vergütungsvereinbarung gemäß Nachtrag vom 30. Dezember 2004 ist unbeschadet des Fehlens einer Aufschlüsselung der Gesamtvergütung in dieser Vereinbarung grundsätzlich in dem Sinne teilbar, dass eine Teilvergütung als selbständige Regelung Bestand haben kann (vgl. BGH, Urteil vom 13. März 1986 - III ZR 114/84, NJW 1986, 2576, 2577, juris Rn. 27 ff.).
Aus einer ergänzenden Vertragsauslegung kann sich indes Abweichendes ergeben (vgl. BGH, Urteil vom 13. März 1986 - III ZR 114/84, NJW 1986, 2576, 2577, juris Rn. 30 ff.).
Denn eine ergänzende Vertragsauslegung kommt grundsätzlich sowohl im Rahmen des § 139 BGB bei Teilunwirksamkeit einer Vereinbarung, mit der eine nicht aufgeschlüsselte Gesamtvergütung vereinbart wird (vgl. BGH, Urteil vom 13. März 1986 - III ZR 114/84, aaO), als auch bei Unwirksamkeit einer entsprechenden Preisabrede in Allgemeinen Geschäftsbedingungen (vgl. BGH…, Urteil vom 15. April 2015 - VIII ZR 59/14, BGHZ 205, 43 Rn. 25 ff.;… Urteil vom 6. April 2016 - VIII ZR 79/15, ZIP 2016, 1975 Rn. 19 ff., jeweils zu Preisanpassungsklauseln;… Urteil vom 10. Juni 2008 - XI ZR 211/07, NJW 2008, 3422 Rn. 18, zu einer Zinsänderungsklausel) in Betracht.
Maßgebend ist, welche (Vergütungs-)Regelung die Parteien in Kenntnis des genannten Verstoßes nach Treu und Glauben (§ 242 BGB) und bei angemessener Abwägung der beiderseitigen Interessen als redliche Vertragspartner vereinbart hätten (vgl. BGH, Urteil vom 13. März 1986 - III ZR 114/84, NJW 1986, 2576, 2577, juris Rn. 30;… Urteil vom 10. Juni 2008 - XI ZR 211/07, NJW 2008, 3422 Rn. 18).
Es kann jedenfalls nicht angenommen werden, daß es dem Parteiwillen entsprach (vgl. § 139 BGB und dazu Senatsurteil v. 13. März 1986 - III ZR 114/84 = BGHWarn 1986 Nr. 82 = NJW 1986, 2576, 2577 [BGH 13.03.1986 - III ZR 114/84] m. w. Nachw.), den aufgrund der ursprünglichen Vereinbarung bereits begründeten vertraglichen Honoraranspruch des Klägers bei Nichtigkeit der Vereinbarung vom 13. Dezember 1978 nicht aufrechtzuerhalten, sondern den Kläger, wie es das Landgericht angenommen hat, auf die gesetzlichen Gebührenansprüche zu verweisen.
Maßgebend für diese Feststellung ist die Frage, welche Entscheidung er bei Kenntnis von der Nichtigkeit der sittenwidrigen Regelung nach Treu und Glauben und bei vernünftiger Abwägung der beiderseitigen Interessen getroffen hätte (vgl. BGH, Urt. v. 13. März 1986 - III ZR 114/86, NJW 1986, 2576, 2577).
Das folgt aus Sinn und Zweck der Vorschrift des § 139 BGB, den hypothetischen Willen der Vertragsparteien zu verwirklichen (BGH, Urt. v. 13. März 1986, III ZR 114/84, NJW 1986, 2576, 2577).
Daher kommt es in erster Linie darauf an, welche Entscheidung die Parteien bei Kenntnis der Sachlage nach Treu und Glauben und bei vernünftiger Abwägung getroffen hätten (…BGH, Urt. v. 20. Juni 1980 - V ZR 84/79, NJW 1981, 222; v. 13. März 1986 - III ZR 114/84, NJW 1986, 2576, 2577; v. 7. Januar 1993 - IX ZR 199/91, NJW 1993, 1587, 1589).
Ob und gegebenenfalls in welchem Umfang die Beklagten mit ihren im Wege der Widerklage verfolgten Einwendungen und Ansprüchen auf das besondere gerichtliche Prüfungsverfahren gemäß §§ 156, 157 KostO verwiesen waren und ihnen deshalb der Weg der Klage nach der Zivilprozeßordnung nicht offenstand, kann dahinstehen (vgl. insoweit auchSenatsurteil vom 13. März 1986 - III ZR 114/84 = NJW 1986, 2576).
Es ist allgemein anerkannt, daß dem Notar jedwede Gestaltungsmöglichkeit in Bezug auf seine nach der Kostenordnung angefallenen Gebühren genommen ist und die Vereinbarung höherer oder geringerer Gebühren deshalb - abgesehen von den gesetzlichen Gebührenbefreiungen und Ermäßigungsregelungen (vgl. u.a. § 144 KostO und dazu BVerfGE 47, 285 = NJW 1978, 1475 [BVerfG 01.03.1978 - 1 BvR 786/70]) - schlechthin verboten und nichtig ist (vgl.Senatsurteil vom 13. März 1986 - III ZR 114/84 = NJW 1986, 2576, 2577 [BGH 13.03.1986 - III ZR 114/84] m.w.Nachw.).
Es liegt zunächst nicht so, was unzulässig wäre (vgl.Senatsurteil vom 13. März 1986 - III ZR 114/84 = NJW 1986, 2576, 2577) [BGH 13.03.1986 - III ZR 114/84], daß die Anwaltsvergütung des Klägers und seine Notarkosten untrennbar und pauschal in einer Summe zusammengefaßt wären.
Die standardmäßig verwendeten Erhaltungsklauseln, wonach das Rechtsgeschäft auch ohne die nichtige Regelung wirksam sein soll, entbinden in der Regel nicht von der Ermittlung des mutmaßlichen Willens durch ergänzende Vertragsauslegung (…BGH, Urt. v. 22.05.1996, VIII ZR 194/95, NJW 1996, 2088; Urt. v. 13.03.1986, III ZR 114/84, NJW 1986, 2577), weisen aber demjenigen die Beweislast zu, der sich auf die Gesamtnichtigkeit des Rechtsgeschäfts beruft.
War der Hinzuerwerb des Grundstücks nicht möglich, so war es im Hinblick auf dieses Ziel nur vernünftig und damit im Zweifel ihrem mutmaßlichen Willen entsprechend (vgl. BGH, Urt. v. 13. März 1986, III ZR 114/84, NJW 1986, 2576, 2577), wenn sie sich mit dem Erwerb das Gebäudeeigentums zufriedengaben.
Insbesondere ist dem erkennenden Senat eine abschließende Beurteilung nicht möglich, welche Auswirkung die Teilnichtigkeit nach dem dafür maßgeblichen hypothetischen Parteiwillen zur Zeit des Vertragsschlusses hat (vgl. BGH, Urteil vom 13. März 1986 - III ZR 114/84, NJW 1986, 2576, 2577 unter II. 5;… Soergel/Hefermehl, BGB, 12. Aufl., § 139 Rdn. 45, 46).
Dabei ist vorbehaltlich abweichender Vereinbarungen auf den mutmaßlichen Parteiwillen abzustellen, maßgebend ist, welche Entscheidung die Parteien im Zeitpunkt des Geschäftsabschlusses bei Kenntnis der Sachlage nach Treu und Glauben und bei vernünftiger Abwägung der beiderseitigen Interessen getroffen hatten (RGZ 118, 218, 222, BGH, Urteil vom 13. März 1986 - III ZR 114/84 = NJW 1986, 2576 unter II 5, siehe auch Soergel/Hefermehl, BGB, 12. Aufl., § 139 Rdnr. 34).
OLG Naumburg, 17.11.2010 - 2 Ww 6/10
Grundstücksverkehrsrecht: Genehmigungsbedürftigkeit bei Veräußerung mehrerer …
OLG Köln, 14.04.2000 - 3 U 147/99

References: § 139
 § 140
 § 154
 § 139
 § 139
 § 139
 § 144
 § 139
 § 139