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Timestamp: 2017-06-25 20:38:53+00:00

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Hansa Treuhand - Fonds - Informationen - Finanznachrichten
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Unternehmensgruppe: Hansa Treuhand Holding AG
Handelsregister: Amtsgericht Hamburg HRB 99927
Geschäftleitung: Hermann Ebel, Sönke Fanslow
Webseite: www.hansatreuhand.de
Bisher emittierte Fonds: 96
Betreute Anleger: 17000
Platziertes Eigenkapital: 1.659.000.000 €
Die HANSA TREUHAND zählt seit der Gründung 1983 zu den führenden Initiatoren für Schiffsbeteiligungen in Deutschland. Insbesondere die hohe Wirtschaftlichkeit und Ertragskraft wird durch weit überdurchschnittliche Renditen bestätigt.
Für die Konzeption eines Schiffsfonds sind folgende Punkte von besonderer Bedeutung:
- Bonität des Initiators
- Performance des Initiators
- Marktstellung des Initiators.
Bei der Initiierung von Projekten gilt das Sprichwort "Im Einkauf liegt der Gewinn". Ohne entsprechende Marktstellung und den hohen Bekanntsheitsgrad wird man bei interessanten Projekten nicht angesprochen. Ohne die nötige Bonität ist man nicht in der Lage, diese Projekte ggf. auch ohne eine vorher geschlossene Charter umzusetzen bzw. zu finanzieren. Um dauerhaft diese Bonität zu genießen, muß der Initiator letztlich in seinen Projekten erfolgreich arbeiten, welches sich in der Performance niederschlägt und durch die Leistungsbilanz unterlegt wird.
Bevor ein Projekt in den Vertrieb kommt, werden Charterverträge mit renommierten Reedereien geschlossen. Im Hinblick auf die Fristigkeit der Charterverträge gilt für uns das Motto: soviel Sicherheit wie nötig, soviel Markt wie möglich. In der Vergangenheit hat die HANSA TREUHAND Flotte erfolgreich von den Marktentwicklungen profitiert. Dieser Möglichkeit enthebt man sich im Rahmen von Charterverträgen über die gesamte prospektierte Laufzeit. Zudem gilt: je länger der Chartervertrag, desto höher ist der Abschlag auf die Charter. Eine niedrigere Charter spiegelt sich selbstverständlich in den Ergebnissen für die Anleger wider.
Zur Ausgleichung der Marktschwankungen hat die HANSA TREUHAND mit Partnerreedereien in verschiedenen Schiffsklassen sogenannte Einnahmepools gebildet. Die Einnahmen eines Pools werden demnach durch die beteiligten Schiffe geteilt. Die Pools sind jeweils für Schiffe gebildet worden, die in der Charterbewertung vergleichbar oder baugleich sind. Neben dem Ausgleich der Schwankungen bestehen zusätzliche Vorteile in der Bildung von Marktmacht und in dem flexibleren Einsatz.
Um den Schiffsbetrieb langfristig gewährleisten zu können, hat sich unsere Partnerreederei an einer Seefahrtschule beteiligt.
Unsere Flotte hat einen eigenen Versicherungspool gebildet, wodurch weitere Einsparungen im Versicherungsbereich realisiert werden können.
Die HANSA TREUHAND befindet sich in ständigen Dialog mit Wirtschaftsprüfern, Steuerberatern, finanzierenden Instituten und auch den Finanzbehörden, um möglichst weitgehende Konzeptionssicherheit zu gewährleisten. Signatur
Zitat	Tapir AG bewertet Sky Cloud Airbus A380 von Hansa Treuhand mit 3 von 5 Sternen Sky Cloud Airbus A380 - Hansa Treuhand
Wir sehen kaum Risiken, dass Emirates die Verlängerungsoption nach 10 Jahren nicht annimmt, wobei sich die Weitervermarktung nach 18 Jahren schwierig gestallten dürfte und wir hier hohe Risiken sehen, da gegenwärtig nur fünf Gesellschaften diesen Flugzeugtyp fliegen. Hier birgt das Geschäftsmodell seinen größten Schwachpunkt.
Der Investitionssektor ist im langfristigen Wachstum begriffen. Die Ausschüttungen sind realistisch kalkuliert und nach 12 Jahren ist eine Inflationsanpassung vorgesehen. Es bestehen positive Ratings Zitieren
Aktuelle Performance des Schiffsportfolios von Hansa Treuhand im FondsMedia Portfolio Index
.. der FondsMedia Portfolio Index sorgt für Transparenz. Berater und Anleger können online per Mausklick die aktuelle Performance zahlreicher Emissionshäuser einsehen. Insgesamt kapitalisiert der FMPI ein Investitionsvolumen von rd. EUR 92,0 Mrd.
Neu in den FMPI aufgenommen wurde die aktuelle Performance des laufenden Schiffsportfolios von Hansa Treuhand. Das 1983 gegründete Unternehmen gilt als Spezialist für Schiffsfonds. Das laufende Schiffsportfolio stellt ein Investitionsvolumen von rund EUR 2,6 Mrd. dar. Die gewogene Laufzeit beträgt ca. elf Jahre. Für Schiffsgesellschaften mit ausgelaufenen Prospektprognosen werden die Ist-Ergebnisse als Planergebnisse angesetzt. Dieser Ansatz stellt sicher, dass sich diese Fondsgesellschaften auf das Gesamtergebnis neutral auswirken.
Die Chartererlöse der Flotte von Hansa Treuhand - umgerechnet in EUR - entsprechen 97,9% der Ursprungserwartungen. Auf der Ausgabenseite sind Einsparungen von 6,6% zu konstatieren. Die liquiden Betriebsüberschüsse liegen mit 102,3% der Ursprungserwartungen leicht oberhalb der Zielsetzungen. Damit weist die Hansa Treuhand-Flotte bis zum Stichtag 31.12.2009 ausgesprochen robuste Ergebnisse auf. Die realisierten Tilgungen liegen mit +8,7% deutlich oberhalb der Planansätze. Die realisierten Auszahlungen für die Schiffsanleger von Hansa Treuhand weisen eine Zielerreichungsquote von 90,1% auf. Im Endergebnis ergibt sich aus Tilgungen und Auszahlungen ein Gesamtmittelrückfluss in Höhe von 12,8% p.a. bezogen auf das investierte Eigenkapital. Dieses Ergebnis liegt praktisch auf Höhe der Ursprungserwartungen von 12,9% p.a. Die Hansa Treuhand zählt angesichts der robusten Flottenergebnisse - auch unter schwierigen Marktgegebenheiten - zu Recht zu den renommierten Asset Managern von Schiffsfonds in Deutschland.
Einzelheiten sind online einsehbar Zitieren
Hansa Treuhand HT-Flottenfonds V Landgericht Frankfurt verurteilt Bank zur Rückabwicklung
Das Landgericht Frankfurt hatte in einer Angelegenheit zu entscheiden, in welcher einem Kunden von der ehemals Dresdner Bank, nunmehr Commerzbank, die Schiffsbeteiligungen HT-Flottenfonds V und CFB-Fonds 166 vermittelt worden sind. Im Zuge des Verfahrens beanstandete der Kunde, dass ihm eine riskante Geldanlage, welche für die Altersvorsorge ungeeignet ist, vermittelt wurde, obwohl er eine sichere und zum Zwecke der Altersvorsorge geeignete Geldanlage haben wollte. Zudem berief sich der geschädigte Bankkunde darauf, dass er auf Vertriebsprovisionen nicht hinreichend hingewiesen wurde. Das Landgericht hat daraufhin u.a. festgestellt, dass eine Bank verpflichtet ist, ihre Kunden hinsichtlich der Vertriebsprovisionen aufzuklären, wenn diese eine gewisse Größenordnung überschreiten. Denn es war davon auszugehen, dass in Kenntnis der Vertriebsprovisionen der Kunde die Beteiligungen HT-Flottenfonds V und CFB-Fonds 166 nicht gezeichnet hätte. Das Landgericht hat zudem darauf hingewiesen, dass nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofes eine Bank ihre Kunden über Rückvergütungen von gewisser Größenordnung zu informieren hat. Infolgedessen verurteilte das Landgericht Frankfurt die Commerzbank bei wirtschaftlicher Betrachtung zur Rückabwicklung, d.h. die Commerzbank hat dem Kunden sein eingesetztes Kapital zurückzuzahlen und demgegenüber hat der Kunde der Commerzbank die Schiffsbeteiligungen HT-Flottenfonds V und CFB-Fonds 166 zu übertragen. Zudem verurteilte das Gericht die Bank dem Kunden seinen Zinsschaden zu ersetzen
Hansa Treuhand HT-Flottenfonds V weiterer Erfolg gegen Bank - LG Stuttgart verurteilt Bank zur Rückabwicklung
Das Landgericht Stuttgart hat eine Bank wegen Falschberatung über den Hansa Treuhand HT-Flottenfonds V verurteilt. Die Ausgangssituation ist gewesen, dass ein Kunde in einer Bank als Geldanlage eine Beteiligung an dem Schiffsfonds Hansa Treuhand HT-Flottenfonds V vermittelt bekam. Der Kunde beanstandete im Zuge des Gerichtsverfahrens u.a., dass er nicht über Rückvergütungen aufgeklärt worden war. Rückvergütungen sind Provisionen, die die vermittelnde Bank von der Fondsgesellschaft erhält. Diesen Vorwurf hat das Landgericht Stuttgart aufgegriffen und die Bank verurteilt
Rechtsanwalt Renner äußerte sich in diesen Zusammenhängen: "Mit dieser Entscheidung setzt das Landgericht Stuttgart die etablierte Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs fort, wonach Banken ihre Kunden vor der Anlageentscheidung über Vertriebsprovisionen aufzuklären haben. Das ist richtig und wichtig. Denn ein Kunde sollte selbst in die Lage versetzt sein, das Umsatzinteresse der Bank einzuschätzen und sich damit ein Urteil bilden können, ob seine Bank eine Empfehlung nur aus einem eigenen Verdienstinteresse ausspricht."
Anleger erhält Schadensersatz - Commerzbank verzichtet auf Berufung
Rechtsanwalt Pascal John von mzs Rechtsanwälte setzte Schadensersatz für einen geschädigten Anleger des Schiffsfonds Hansa Treuhand Flottenfonds V durch. Das Landgericht Stuttgart verurteilte die Commerzbank mit Urteil vom 19.06.2013 (21 O 442/12) zu Schadensersatz wegen fehlerhafter Anlageberatung. Rechtsanwalt John: „Das Gericht sah es als erwiesen an, dass die Bank weder über die Provisionen, die sie für die Vermittlung des Schiffsfonds erhalten hat, noch über das Verlustrisiko den Anleger ausreichend aufgeklärt hat.“
Da die Commerzbank inzwischen darauf verzichtet hat, Berufung einzulegen, ist das Urteil rechtskräftig. Anleger-Anwalt Pascal John: "Unser Mandant kann sich nun über die Rückerstattung der Beteiligungssumme abzüglich der erhaltenen Ausschüttungen freuen. Das Urteil wendet die vom BGH aufgestellten Grundsätze zur Aufklärungspflicht über die sog. Rückvergütungen konsequent an." In dem Verfahren hatte die Commerzbank eine bereits ausgehandelte Vergleichsvereinbarung widerrufen und wurde anschließend zu Schadensersatz in voller Höhe verurteilt. John: „Der Widerruf des Vergleichs war für uns absolut unverständlich. Wir waren der Commerzbank bereits in ausreichendem Maße entgegen gekommen. Folgerichtig wurde die Commerzbank daher nun zur vollständigen Rückabwicklung verurteilt."
* mzs Rechtsanwälte GbR Zitieren
Hansa Treuhand Schiffsfonds: Anleger müssen Ausschüttungen nicht zurückzahlen Anleger von Schiffsfonds des Emissionshauses Hansa Treuhand dürfen ihre Ausschüttungen behalten. Das entschied jetzt das Landgericht Hamburg in vier Fällen.
Erfreuliche Nachrichten für Anleger, die in Schiffsfonds des Hamburger Fondsinitiators Hansa Treuhand investiert haben. Fondsprofessionell.de berichtet am 28. Januar, dass das LG Hamburg in vier Fällen entschied, dass sie bereits geleistete Ausschüttungen nicht zurückzahlen müssen (Az.: 413 HKO 95/13, 413 HKO 88/13, 413 HKO 127/13, 413 HKO 165/139). Hansa Treuhand hatte auf die Rückzahlung geklagt.
Dabei berief sich das Fondshaus auf einen Passus im Gesellschaftsvertrag, nachdem Ausschüttungen als unverzinsliche Darlehen gewährt würden und zurückgefordert werden könnten, wenn sie nicht durch ein Guthaben auf dem Gesellschaftskonto gedeckt seien. Das LG Hamburg entschied jedoch, dass diese Vertragsklausel zu unklar und es für die Anleger auch nicht ersichtlich sei, ob die Ausschüttungen gedeckt sind. Klare Regelungen zur Rückforderungen von Ausschüttungen seien in dem Gesellschaftsvertrag nicht zu erkennen. Damit folgte das LG Hamburg im Wesentlichen auch einem Urteil des BGH. Im März 2013 hatte der Bundesgerichtshof in ähnlichen Fällen bei Dr. Peters Schiffsfonds entschieden, dass die Rückforderung der Ausschüttungen unzulässig sei.
Wenn Schiffsfonds in wirtschaftliche Schwierigkeiten geraten, ist es oft ein beliebtes Mittel der Fondsgesellschaften, bereits geleistete Ausschüttungen von den Anlegern wieder zurückzufordern, um den Fonds zu sanieren. Ob dieser dadurch tatsächlich gerettet werden kann, ist allerdings fraglich. Insofern sollten sich Schiffsfonds-Anleger, die von ihrer Fondsgesellschaft zur Rückzahlung der Ausschüttungen aufgefordert werden, an einen im Bank- und Kapitalmarkt versierten Rechtsanwalt wenden. Dieser kann den Gesellschaftsvertrag dahin gehend überprüfen, ob diese Rückforderung überhaupt zulässig ist und die nötigen rechtlichen Schritte einleiten. Ferner kann er auch prüfen, ob der Anleger ggfs. selbst Schadensersatzansprüche geltend machen kann, zum Beispiel wegen einer fehlerhaften Anlageberatung. Zu einer anleger- und objektgerechten Anlageberatung gehört auch, eine umfassende Aufklärung über die Risiken, die mit der Investition verbunden sind. Außerdem müssen die Banken auch über sämtliche Provisionen, die sie für die Vermittlung der Fondsanteile erhalten, aufklären.
Schlechte Nachrichten für Anleger in Hansa Treuhand Schiffsfonds. Für das zum Dachfonds HT Flottenfonds II zählende Containerschiff MS HS Humboldt wurde am Amtsgericht Hamburg Insolvenzantrag gestellt (Az.: 67g IN 46/14).
Das Containerschiff MS HS Humboldt bildet gemeinsam mit den Schiffen MS HS Discoverer, MS HS Challenger, MS Hansa Nordburg und MS HS Aalesund den Dachfonds HT Flottenfonds II. Der Fonds wurde im Jahr 2003 emittiert. Nachdem anfangs die Ausschüttungen sprudelten, müssen die Anleger seit 2009 auf Ausschüttungen verzichten. Nachdem die Anleger sich mehrheitlich gegen einen Verkauf der MS HS Humboldt ausgesprochen hatte, wurden sie von der Fondsgesellschaft zur Rückzahlung von Ausschüttungen aufgefordert, um die Liquidität zu sichern. Nun stellte die Fondsgesellschaft der MS HS Humboldt am 3. Februar Antrag auf Insolvenz. Anlegern droht damit der Totalverlust ihrer Einlage.
„Die Rückforderung der Ausschüttungen ist nicht in jedem Fall rechtmäßig wie Urteile des BGH und anderer Gerichte belegen. Demnach muss die Rückforderung eindeutig im Gesellschaftsvertrag geregelt sein“, erklärt Joachim Cäsar-Preller, Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht aus Wiesbaden. Auch im Falle einer Insolvenz des Containerschiffes MS HS Humboldt müsse für die Anleger nicht zwangsläufig das Geld verloren sein, so der Jurist.
Die Anleger können prüfen lassen, ob sie Ansprüche auf Schadensersatz geltend machen können. „Die können z.B. auf einer fehlerhaften Anlageberatung beruhen“, erklärt Cäsar-Preller. Denn an eine anleger- und objektgerechte Beratung werden hohe Anforderungen gestellt. Dazu gehört auch die umfassende Risikoaufklärung der Anleger. Cäsar-Preller: „Anteile an Schiffsfonds sind unternehmerische Beteiligungen mit allen dazu gehörenden Risiken – bis hin zum Totalverlust. Darüber müssen die Anleger im Beratungsgespräch aufgeklärt werden.“
Außerdem müsse die Bank alle Provisionen, die sie für die Vermittlung der Fondsanteile erhält, ungefragt offenlegen. „Meistens wird aber nur über das Agio geredet. In vielen Fällen fließen aber von den Fondsgesellschaften weitere Rückvergütungen an die Bank. Nach Rechtsprechung des BGH können diese sogenannten Kick-Backs großen Einfluss auf die Kaufentscheidung haben“, erläutert Cäsar-Preller. Das bedeutet, dass die Anleger bei voller Kenntnis der Provisionen an die Bank sich möglicherweise nicht an dem Fonds beteiligt hätten.
Hamburger Initiator Hansa Treuhand verlangt von 9000 Schiffsfondsanlegern Ausschüttungen zurück. Die Fondsinitiatoren berufen sich dabei auf Klauseln in den Gesellschaftsverträgen!
In der Schifffahrtskrise versuchen manche Schiffsfondshäuser ihre Anleger zur Rückgabe von Ausschüttungen aus dem Schiffsfonds zu zwingen. Dazu haben die Fondshäuser wahrscheinlich gar nicht das Recht, wie zwischenzeitlich mehrere Gerichte entschieden haben.
Im siebten Jahr der Schiffskrise liegen bei vielen Akteuren die Nerven blank. Die Insolvenzwelle bei Schiffsbeteiligungen steuert auf ihren Höhepunkt zu. Allein im Januar 2014 kamen 20 neue Insolvenzfälle hinzu, nachdem bis Ende vergangenen Jahres bei mehr als 300 Schiffen in Schiffsfonds seit Ende 2008 die Zahlungsunfähigkeit eingetreten war.
Eine Insolvenz bei einem Schiffsfonds bedeudet für die Privatanleger in der Regel den Totalverlust ihrer Investition. Sie waren von meist optimistischen Prognosen in Hochglanzprospekten und der Beratung von Banken, Sparkassen und Volksbanken sowie freien Beratern eine Schiffsfondsbeteiligung eingegangen.
Das wäre schon enttäuschend genug für viele Kapitalanleger! Schon vor einer Insolvenz der Fondsgesellschaften bitten immer mehr Fondshäuser ihre Investoren zur Kasse - bis hin zu Klagen gegen ihre eigenen Gesellschafter. Dabei fordern die Fonds Ausschüttungen der letzten Jahre zurück. Die Fondsinitiatoren berufen sich dabei auf Klauseln in den Gesellschaftsverträgen, wonach die Ausschüttungen nur als Darlehen ausgezahlt wurden.
Ausschüttungen sind keine Darlehen.
Hansa Treuhand hatte eine große Zahl von Anlegern von 30 Schiffsfonds aufgefordert, aufgrund von Unterdeckungen der Gesellschaften zumindest einen Teil der Ausschüttungen zurückzuzahlen. Die Rückforderungen liegen zwischen 4 und 38 Prozent der bisherigen Ausschüttungen. Betroffen sind rund 9000 Anleger mit einem Eigenkapitalvolumen von insgesamt rund 600 Millionen Euro.
Grundlage des Rechtsverhältnisses zwischen Anlegern und Schiffsfonds ist der Gesellschaftsvertrag.
Im Gesellschaftsvertrag heißt es im Falle der Schiffsfonds von Hansa Treuhand:
"Ausschüttungen von Liquiditätsüberschüssen werden den Kommanditisten als unverzinsliche Darlehen gewährt, sofern die Ausschüttungen nicht durch ein Guthaben auf den Gesellschaftskonten gedeckt sind". Diese Klausel ist unwirksam, befindet das Amtsgericht Hamburg. Und das gleich aus mehreren Gründen. Die entsprechende Regelung sei "nach den Umständen, insbesondere dem äußeren Erscheinungsbild des Vertrags so ungewöhnlich, dass der Vertragspartner nicht damit rechnen braucht". Der Anbieter verstoße deshalb gegen das Verbot überraschender Klauseln, insbesondere auch deshalb, weil es sich um eine Publikumsgesellschaft handelt, in denen Bestimmungen im Zweifel "zu Lasten des Verwenders - dies ist die Fondsgesellschaft - auszulegen seien. Zudem bedeute der Begriff Ausschüttung "im normalen Sprachgebrauch eine Auszahlung, die ein Anleger endgültig behalten darf", führt das Gericht aus.
Deshalb bestehe in der Formulierung "Ausschüttungen werden ... als unverzinsliche Darlehen gewährt" ein Widerspruch in sich. Schließlich suggeriere der strittige Passus, es handle sich um eine Ausnahmeregelung. Dabei sei das Geschäftsmodell von Beginn an darauf ausgerichtet gewesen, dass Ausschüttungen auf absehbare Zeit eben nicht durch ein Guthaben auf den Gesellschaftskonten gedeckt sind.
Verwirrend: In einem anderen Fall, aber zum gleichen Passus aus einem Vertrag von Hansa Treuhand, kommt das Amtsgerichts Hamburg-Altona zu einem exakt gegensätzlichen Urteil (Az: 318a C 204/13).
Die Rückforderung der Fondsgesellschaft sei rechtens, die Klausel biete eine hinreichende Rechtsgrundlage, der Anleger habe im Fall einer Unterdeckung mit einer Rückzahlungsverpflichtung rechnen müssen.
In diesem Fall hatte jedoch nicht der Initiator, sondern ein Anleger geklagt, der seine Ausschüttungen bereits zurückgezahlt hatte und sie anschließend wieder zurückholen wollte. Mittlerweile liegen für Hansa-Treuhand-Fonds weitere Urteile vor.
Wie der Initiator auf Nachfrage mitteilt, hat ein Richter des Landgerichts Hamburg "ein Urteil getroffen, das bislang 36 mal Anwendung gefunden hat und sich gegen die Rückforderung von Ausschüttungen ausspricht".
Dagegen stehe wiederum ein Urteil des Landgerichts Aurich, wo ein Antrag auf Prozesskostenhilfe eines Anlegers abgelehnt wurde, wegen geringer Erfolgsaussichten, das Verfahren gegen die Rückforderung von Ausschüttungen zu gewinnen.
Der Bundesgerichtshof hatte sich im Frühjahr 2013 mit einem ähnlichen Fall befasst. Das Urteil vom 12. März 2013 (Az: II ZR 73/11) betraf das Dortmunder Emissionshaus Dr. Peters, das als erster Fondsanbieter juristische Mittel gegen Anleger einlegt hatte. Laut diesem Urteil können Fonds nur dann Auszahlungen zurück verlangen, wenn der Gesellschaftsvertrag eine solche Maßnahme vorsieht.
"Der BGH hat die Weichen für die Zukunft dahingehend gestellt, dass bei entsprechender Anpassung der Gesellschaftsverträge eine Rückforderung auch ohne Insolvenzverfahren möglich ist", bewerten Fachanwälte für Bank- und Kapitalmarktrecht das Urteil. In der Praxis sei zu beobachten, dass die Verträge nunmehr entsprechend angepasst werden. Da das Fondsgeschäft aber im Wesentlichen ausgetrocknet sei, werde sich die praktische Relevanz einstweilen in Grenzen halten.
Fakt ist: Anleger von Schiffsfonds bekommen immer häufiger Anschreiben von Initiatoren, in denen sie mit Rückforderungen von Ausschüttungen konfrontiert werden. Die bisherige Rechtsprechung deutet darauf hin, dass die Forderungen der Fonds in der Regel unwirksam sind. Branchenintern gilt als sicher, dass sich die Fondanbieter selbst der Klauseln in den Gesellschaftsverträgen nicht bewusst waren und sie erst in Krisenzeiten auf Hinweise von findigen Anwälten wieder hervorholten - offenbar zu Unrecht.
Das Amtsgericht Hamburg geht in seinen aktuellen Urteilen noch wesentlich weiter als der BGH. Die Urteile könnten bahnbrechend sein, sollten höhere Instanzen die Einschätzung teilen, die entsprechenden Passagen seien überraschend, widersprüchlich und deshalb unwirksam.
Sollten sich die Gerichte in dieser Frage tatsächlich weiterhin auf die Seite der Anleger stellen, so wäre das in manchem Fall allerdings lediglich ein Sieg auf dem Papier. Tatsächlich befinden sich viele Schiffsfonds derart in Not, dass die Weigerung der Anleger, Geld in die Gesellschaften zu geben, die Insolvenz zur Folge hat. Und sollte der Erlös aus dem Schiffsverkauf dann nicht ausreichen, um offene Forderungen von Gläubigern zu bedienen, so hat der Insolvenzverwalter die Möglichkeit, Ausschüttungen, die - wie meistens der Fall - nicht aus echtem Betriebsgewinn stammen, zurückzufordern.
* Bund für soziales und ziviles Rechtsbewußtsein e.V. Zitieren
Das Emissionshaus Hansa Treuhand konnte der Krise der Schifffahrt lange trotzen und immerhin Insolvenzen seiner Schiffe verhindern. Doch mit den Insolvenzanträgen für die Containerschiffe MS HS Livingstone und MS HS Humboldt (Az.: 67g IN 46/14) ist es damit nun vorbei. Hintergrund dürfte u.a. auch ein BGH-Urteil zur Rückzahlung von Ausschüttungen sein. Demnach ist die Rückforderung nur zulässig, wenn diese eindeutig im Gesellschaftsvertrag geregelt sei. Andere Gerichte folgten dieser Rechtsprechung.
Das Containerschiff MS HS Humboldt hatte mit niedrigen Charterraten zu kämpfen und benötigte Kapital, um die Liquidität zu sichern. Nachdem die Anleger sich mehrheitlich gegen einen Verkauf des Schiffes entschieden hatten, sollte das Kapital durch die Rückforderung von Ausschüttungen fließen. Doch da machten viele Anleger offenbar nicht mehr mit. „Wie erwähnt, ist die Rückforderung von Ausschüttungen nach Rechtsprechung des BGH auch nur bedingt möglich und muss im Gesellschaftsvertrag klar geregelt sein“, so Rechtsanwalt Joachim Cäsar-Preller. „Ob eine dauerhafte Sanierung des Schiffsfonds gelungen wäre, wenn die Ausschüttungen zurückgezahlt worden wären, ist angesichts der anhaltenden Krise der Schifffahrt zumindest ungewiss.“
Allerdings droht den Anlegern im Falle einer Insolvenz der Totalverlust ihres investierten Geldes. Sie können aber auch rechtlich prüfen lassen, ob sie nicht Schadensersatzansprüche geltend machen können. Diese können z.B. durch eine fehlerhafte Anlageberatung entstanden sein. „Unserer Erfahrung nach wurden Schiffsfonds häufig als renditestarke und sichere Kapitalanlage beworben. Dabei handelt es sich bei den Schiffsfonds-Anteilen um unternehmerische Beteiligungen, die naturgemäß großen Risiken ausgesetzt sind – bis zum Totalverlust des Geldes“, erklärt Cäsar-Preller. Über diese Risiken hätten die Anleger im Zug einer anleger- und objektgerechten Beratung auch umfassend informiert werden müssen. Ist dies nicht geschehen, kann Schadensersatz geltend gemacht werden.
Darüber hinaus müssen die Anleger über alle Provisionen, die die Bank für die Vermittlung der Fondsanteile erhalten hat, informiert werden. Nicht nur über das Agio. Denn nach Rechtsprechung des BGH können Rückvergütungen an die Bank großen Einfluss auf die Kaufentscheidung des Anlegers haben. Ein dritter Ansatz für Schadensersatzansprüche können Fehler im Verkaufsprospekt sein Zitieren
Hansa Treuhand Flottenfonds V: MS HS Scott vor der Insolvenz Die Anleger des Hansa Treuhand Flottenfonds V müssen erneut eine bittere Pille schlucken. Wie das fondstelegramm berichtet, hat das Amtsgericht Hamburg das vorläufige Insolvenzverfahren über die Schifffahrtgesellschaft MS HS Scott eröffnet (Az.: 67g IN 149/14).
Der Containerfrachter MS HS Scott bildete mit dem Containerschiff MS HS Berlioz und dem Aframax-Tanker den Hansa Treuhand Flottenfonds V. Der erst 2007 aufgelegte Dachfonds war von Anfang an keine Erfolgsgeschichte und die Schiffe gerieten mitten in die immer noch anhaltende Schifffahrtkrise. Das führte dazu, dass für die MS HS Scott schon ein Restrukturierungskonzept umgesetzt wurde, an dem sich die Anleger freiwillig beteiligen konnten. Der Tanker HS Elektra wurde bereits verkauft, der Verkauf des Containerschiffs MS HS Berlioz scheiterte am Veto der Anleger. Auch der Frachter MS HS Scott sollte eigentlich verkauft werden - offensichtlich zu spät.
Allerdings könne der Schaden minimiert werden, sagt BSZ e.V. Anlegerschutzanwalt Joachim Cäsar-Preller, Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht. Dazu sollten Ansprüche auf Schadensersatz geprüft und ggfs. geltend gemacht werden. ,,Schiffsfonds sind großen Risiken ausgesetzt, die der Anleger mitträgt. Dazu zählen u.a. die meist langen Laufzeiten, die erschwerte Handelbarkeit der Anteile und letztlich auch das Totalverlust-Risiko. Schon alleine deshalb können Schiffsfonds keine sichere Kapitalanlage zur Altersvorsorge sein", erklärt der Jurist. Dennoch seien Schiffsfonds seiner Erfahrung nach in vielen Fällen als sehr sichere und renditestarke Kapitalanlage beworben worden. ,,In diesen Fällen liegt ganz klar eine fehlerhafte Anlageberatung vor, die den Anspruch auf Schadensersatz auslöst", so der BSZ e.V. Anlegerschutzanwalt.
Das gleiche gilt, wenn nicht über sämtliche Vermittlungsprovisionen aufgeklärt wurde. ,,Die Rechtsprechung des BGH zu diesen so genannten Kickbacks ist eindeutig und anlegerfreundlich", sagt Cäsar-Preller. Außerdem könnten auch die bereits geleisteten Ausschüttungen nicht einfach wieder zurückgefordert werden. Diese Möglichkeit muss im Gesellschaftsvertrag ausdrücklich geregelt sein. Cäsar-Preller: ,,Auch dazu gibt es entsprechende Gerichtsurteile."
MS "HS Scott" mbH & Co. KG, Teilgesellschaft des Fonds Hansa Treuhand HT-Flottenfonds V und eines der drei unter diesem Fonds fahrenden Schiffe, ist insolvent. Ein noch rechtzeitiger Verkauf des Fonds-Schiffes hatte nicht geklappt, obwohl bereits im November 2013 im Rahmen einer außerordentlichen Gesellschafterversammlung der vorzeitige Verkauf beschlossen worden war. Restrukturierungsmaßnahmen innerhalb der Fondsgesellschaft wurden schon seit 2012 erforderlich, und zwar für alle drei Schiffe des Fonds. 2012 beteiligten sich die Gesellschafter freiwillig, aber offensichtlich ohne Erfolg, an einem Betriebsfortführungskonzept der jetzt insolventen „HS Scott" mbH & Co. KG mit 3,21 Millionen Euro. Weil sie sich gegen einen Verkauf des MS HS Berlioz entschieden, mussten die Anleger 2013 rund vier Millionen Euro Ausschüttungen wieder zurückführen. Das Tankschiff HS Elektra musste 2013 verkauft werden bei Verlust des gesamten Eigenkapitals der Anleger, obwohl bereits 2012 ausgeschüttete 7 Prozent an die Gesellschaft zurückgeflossen waren. Der Verkaufserlös hatte nicht ausgereicht, um die Bankverbindlichkeiten zu decken. Obwohl allein die MS HS Belioz zur Zeit noch verchartert ist, erscheint es unwahrscheinlich, dass die Anleger des Hansa Treuhand HT-Flottenfonds V von ihrem Geld noch etwas wiedersehen werden, „es sei denn, sie gehen juristisch gegen die Gründungsgesellschafter der KG vor oder gegen vermittelnde Banken oder Berater.“ Das sagt Anwalt Klaus Dittke von DSKP.de in Düsseldorf. Das Desaster des Schifffonds Hansa Treuhand HT-Flottenfonds V ist deshalb besonders kritisch, weil Anteile an diesem sog. geschlossenen Fonds den Anleger als ertragreiche und risikoarme Anlagen vermittelt wurden, die sich für eine konservative Vermögensanlage bzw. -bildung eignen würden. Heute weiß man: Der Prospekt des Hansa Treuhand HT-Flottenfonds V hat 2007 wesentliche Risiken verschwiegen: Die Schiffe wurden teuer – zu teuer? – eingekauft. Die 2007 noch sehr hohen Charterraten sind inzwischen verfallen, anstatt – wie prospektiert – noch weiter zu steigen. Mit den Charterraten sind auch die Werte der Schiffe verfallen mit der Folge des Verlustes zweier Fonds-Schiffe. Der Fonds-Prospekt hatte 2007 zusätzlich noch die angeblich leichte Verwertbarkeit der Anteile hervorgehoben – als Vorteil für die Anleger. Anzeichen dafür, dass die Schiffskrise bald vorüber sein könnte, sind einstweilen nicht zu erkennen. Weil aus dem Fonds-Vermögen für die Anleger kaum mehr etwas übrigbleiben wird, kommt es jetzt darauf an, dass erfahrene Anwälte gegen die Gründungsgesellschafter oder die Vertreiber des Fonds vorgehen. „Zusätzlich muss vermieden werden, dass Anleger schlechtem Geld auch noch gutes Geld hinterher werfen“, meint Anwalt Dittke in Bezug auf die drohende Rückforderung früherer Auszahlungen. „Leider haben sich die Anleger gerade dieser Fondsgesellschaft schon allzu oft und nachhaltig zur Kasse bitten lassen, um jetzt mit leeren Händen dazustehen. Auch diese fragwürdigen ‚Geldsammelaktionen’ sollten ggf. überprüft werden.“ Dittke holt seit mehr als 25 Jahren Schadenersatz für Anleger gescheiterter Fonds heraus.
Weitere Schifffonds der Hansa Treuhand laufen ebenfalls so schlecht, dass Anleger bei Verkäufen im Zweitmarkt der Börse Hamburg sehr niedrige Preise für ihre Anteile akzeptieren. Anleger erwarten nicht, dass sich die Lage der Schifffahrt in absehbarer Zeit bessert und versuchen deshalb, im Zweitmarkt wenigstens diese niedrigen Restwerte der Anteile noch zu sichern. * Kanzlei Dittke, Schweiger, Kehl, DSKP.de Zitieren
HT Flottenfonds V – Vorläufiges Insolvenzverfahren über HS Scott
Wie nun bekannt wurde, wurde über die HS Scott das vorläufige Insolvenzverfahren eröffnet (67g IN 149/14). Am 24. März 2014 um 18:14 Uhr wurde vor dem Amtsgericht Hamburg das Insolvenzverfahren eröffnet, zum Insolvenzverwalter wurde Rechtsanwalt Dr. Olaf Büchler bestellt. Überraschend ist die Eröffnung des Insolvenzverfahrens über die HS Scott, die im Auftrag des Schiffsfonds HT Flottenfonds fährt, aber keineswegs. Am 22.November 2013 hatten die Anleger bereits in einer außerordentlichen Gesellschafterversammlung für den Verkauf der HS Scott gestimmt, da die Charterraten nicht zur Bedienung des Kapitaldienstes ausreichten. Mit Schreiben vom 3. April 2014 teilte die Schifffahrts-Gesellschaft „HS Scott“ mbH & Co. KG den Anlegern nun mit, dass der geplante Verkauf des Schiffes verschoben werden musste und daher „die Liquidität der Gesellschaft durch den Schiffsbetrieb aufgezehrt worden“ sei. Auch, wenn das Insolvenzverfahren möglicherweise für die Anleger zu Verlusten führen sollte, stehen die Betroffenen aber nicht chancenlos dar. Denn die Geschädigten können versuchen, den ihnen entstandenen Schaden zu begrenzen, indem sie mögliche Ansprüche gegen die Anlageberater verfolgen. „Dies gilt dann, wenn die Anlageberater ihren Aufklärungspflichten gegenüber den Anlegern nicht nachgekommen sind“, so der Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht, Rechtsanwalt Christian Luber, LL.M., M.A., von der auf Kapitalmarktrecht spezialisierten Kanzlei CLLB Rechtsanwälte mit Büros in München, Berlin und Zürich, die bereits zahlreiche Schiffsfonds-Geschädigte vertritt. „Anlageberatern kommen nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofes grundsätzlich erhebliche Infor-mations- und Aufklärungspflichten zu. Dies bedeutet, dass Berater, die den betroffenen Anle-gern die Beteiligung an den jeweiligen Fonds empfohlen haben, ausführlich und verständlich über die bestehenden Risiken für die Anleger aufklären müssen. Kommen sie dieser Pflicht nicht oder nur eingeschränkt nach, machen sie sich nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofes grundsätzlich schadensersatzpflichtig. In diesem Fall können die betroffenen Anleger nicht nur die Rückabwicklung ihrer Beteiligung und Auszahlung ihres Investitionsbetrages geltend machen, sondern darüber hinaus die Zinsen für eine ansonsten getätigte Alternativanlage beanspruchen. Ferner kann auch die kick-back Rechtsprechung des Bundesgerichtshofes Anwendung finden. Demnach müssen für Banken tätige Anlageberater ihre Kunden grundsätzlich auf den Erhalt von Rückvergütungen, die sie für den Vertrieb der Beteiligungen von den Fondsgesellschaften erhalten, hinweisen. Diese Aufklärungspflicht wurde in der Vergangenheit allerdings erfahrungsgemäß nur vereinzelt erfüllt, sodass allein diese Nichtaufklärung für die Geltendmachung von Schadensersatz ausreichen kann. CLLB Rechtsanwälte kann dabei auf zahlreiche Erfolge bei der Durchsetzung von Schadensersatzansprüchen zurückblicken. Neben vergleichsweisen Einigungen mit Banken und Beratungsgesellschaften – beispielhaft sei hier ein Vergleich mit der Targobank angeführt, in dem sich Bank verpflichtete, an einen von CLLB Rechtsanwälten vertretenen Anleger 100 % der Nominalhöhe seiner Beteiligung (abzüglich der erhaltenen Ausschüttungen) zu bezahlen – konnte die Kanzlei auch maßgebliche Urteile gegen Banken erstreiten. Aktuelle Beispiele sind Urteile der Landgerichte Itzehoe, Lüneburg und Duisburg, in denen Banken zur Zahlung von Schadensersatz in insgesamt sechsstelliger Höhe an von CLLB Rechtsanwälten vertretene Anlegern verurteilt wurden, weil diese nicht ordnungsgemäß über die weichen Kosten bei einem Schiffsfonds aufgeklärt wurden. In einem weiteren Verfahren hat das Schleswig-Holsteinische Oberlandesgericht den Hinweis erteilt, dass die Berufung der Targobank gegen ein Urteil des Landgerichts Itzehoe ohne Aussicht auf Erfolg sei. Die Bank hat daraufhin die Berufung zurück genommen, sodass das Urteil nun rechtskräftig ist. „Diese Rechtsprechung ist nach unserer Bewertung auch auf den vorliegenden Fall anzuwenden“, so Rechtsanwalt Luber abschließend. Nähere Informationen können Interessierte der Homepage www.cllb-schiffsfonds.de entnehmen.
(Sie können diese E-Mail Adresse erst sehen, wenn Sie mindestens Premium-User sind.) Web: www.cllb.de www.cllb-schiffsfonds.de Zitieren
Dieser ist nun auch für die "MS HS Scott" sehr wahrscheinlich. Ob die verbleibende "MS HS Berlioz" wieder in positives Fahrwasser gerät, darf erheblich bezweifelt werden. Geschädigten Anlegern kann nur empfohlen werden ihre Ansprüche umgehend prüfen zu lassen. Trotz der Insolvenzen können Forderungen gegen den Berater bestehen.
Torsten Senn - Rechtsanwalt
Nunmehr fordert die Fondsgesellschaft die geleisteten Ausschüttungen - wie schon in anderen Fällen, etwa der Hansa Arendal - von den Anlegern zurück. Anfang April erhielten diejenigen, die der Aufforderung der Geschäftsführung noch nicht nachgekommen sind, Post vom Rechtsanwalt.
Darin wird behauptet, dass das Zahlungsverlangen begründet sei, denn der Fall unterscheide sich grundlegend von den beiden vom Bundesgerichtshof entschiedenen Fällen. Nach Meinung von Michael Minderjahn, der bei Nittel | Kanzlei für Bank- und Kapitalmarktrecht für insbesondere das Gesellschaftsrecht und Rückforderung von Ausschüttungen zuständig ist, verhält es sich aber nicht so. Das Urteil des Landgerichts Hamburg, auf das verwiesen wird, dürfte so keinen Bestand haben, weil es sich nicht hinreichend mit den vom Bundesgerichtshof aufgestellten Grundsätzen beschäftigt.
Die Anleger des Hansa Treuhand Flottenfonds III stehen vor der Frage, ob sie sich einem Rechtsstreit aussetzen sollen. Das grundsätzliche Problem ist immer noch dasselbe: Lässt man sich auf einen Prozess ein und gewinnt diesen auch noch, ist keineswegs sicher, dass der Kostenerstattungsanspruch werthaltig ist. Vielmehr ist zu erwarten, dass spätestens dann die Fondsgesellschaft in die Insolvenz "geschickt" wird, der obsiegende Anleger also kein Geld sieht. Im Falle der Insolvenz dürfte der Insolvenzverwalter jedenfalls die Ausschüttungen zurückverlangen. Sein Anspruch gründet jedoch auf einer gesetzlichen Regelung, weswegen es auf den Inhalt des Gesellschaftsvertrages nicht mehr ankommt.
Hansa Treuhand verklagt allein am Hamburger Landgericht über 30 Anleger auf Rückzahlung von Ausschüttungen
Hansa Treuhand besteht auf Rückzahlung von Ausschüttungen – trotz BGH-Urteil!
Obwohl der BGH bereits im März letzten Jahres (Az.: II ZR 73/11 und II ZR 74/11) zu der Auffassung gelangt ist, daß Ausschüttungen nicht grundsätzlich zurückzuzahlen sind (das Urteil erging gegen Dr. Peters), geht die Hansa Treuhand offenbar davon aus, daß das Urteil auf ihre Schiffsfonds nicht anwendbar sei.
Nach einer Meldung in der "marhot" vom 08.11.2013 laufen vermutlich noch weitaus mehr Prozesse, möglicherweise über 100 gegen Anleger. Ausweislich ihrer Leistungsbilanz fordert€ die Hansa Treuhand allein bei 19 Schiffen Ausschüttungen zurück.
Es geht immer noch um die Frage, ob Ausschüttungen nur Darlehen gewesen sind und dies für die Anleger erkennbar war. Ob das Kleingedruckte im Gesellschaftsvertrag ausreicht, wird wahrscheinlich abermals der BGH irgendwann entscheiden müssen.
Offensichtlich lassen es die Fondsgesellschaften – wie so oft – darauf ankommen in der Hoffnung, daß die Anleger einknicken.
Am 20.12.2013 hatte die "marhot" berichtet, daß das AG Hamburg in einem ersten entschiedenen Fall dem Anleger Recht gegeben hatte und die Forderungen der Hansa Treuhand abgewiesen hat.
IN einem weiteren Urteil hat das AG Hamburg (Az: 8 b C 155/13) mit Urteil vom 21.11.2013 die Klage der Fonds-KG des MS "Hansa Riga" abgewiesen mit der Begründung, daß die DarlehensKlausel des Gesellschaftsvertrages nach den Umständen so ungewöhnlich sei, daß der Vertragspartner nicht damit zu rechnen brauchte.
Es bleibt also spannend. Anleger sollten sich von den Klagen nicht beeindrucken lassen und die Streitigkeiten durchfechten, weil die Chancen nach dem BGH-Urteil von 2013 gut stehen, daß letztendlich die Ausschüttungen nicht zurückgezahlt werden müssen.
Bezahlen Sie also nicht einfach, wenn von Ihnen Ausschüttungen zurückgefordert werden, sondern lassen Sie sich von einem Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht beraten! Rechtsanwalt Dr. Inge Rötlich
Dr. Rötlich Rechtsanwälte Fachanwälte Zitieren
Das Vollcontainerschiff MS Merkur Bay aus dem Hansa Treuhand Flottenfonds III wurde offenbar verkauft. Eine drohende Insolvenz soll abgewendet worden sein.
Der Hansa Treuhand Flottenfonds III wurde 2004 aufgelegt und investierte als Dachfonds in die Vollcontainerschiffe MS Merkur Bay, MS HS Beethoven und den Tanker MT HS Tosca. Wie das „fondstelegramm“ berichtet, wurde das Containerschiff MS Merkur Bay nun offenbar verkauft. Allerdings deutlich unter Wert. Auch mit der finanzierenden Bank sei eine Einigung erfolgt, so dass eine drohende Insolvenz abgewendet werden konnte.
Der Hansa Treuhand Flottenfonds III ist nicht zum ersten Mal in wirtschaftlichen Schwierigkeiten. Das bekamen auch die Anleger schon zu spüren, die auf Ausschüttungen ganz oder teilweise verzichten mussten. Auch sollen bereits ausgezahlte Ausschüttungen schon von den Anlegern zurückgefordert sein. Nun stand der Fonds offenbar trotzdem vor der Insolvenz. Ob diese durch den Verkauf des Schiffes nachhaltig abgewendet werden konnte, ist ungewiss. Denn die Handelsschifffahrt befindet sich nach wie vor in schweren Zeiten.
Anleger, die die weitere Entwicklung nicht tatenlos abwarten möchten, können sich an einen im Bank- und Kapitalmarktrecht kompetenten Rechtsanwalt wenden. Dieser kann prüfen, ob Ansprüche auf Schadensersatz geltend gemacht werden können. Auch die Rückforderung von Ausschüttungen ist nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs (BGH) nicht in jedem Fall berechtigt.
Ansprüche auf Schadensersatz können beispielsweise durch eine fehlerhafte Anlageberatung entstanden sein. Denn mit den Fondsanteilen erwerben die Anleger in der Regel unternehmerische Beteiligungen mit allen Chancen und Risiken. Die Risiken können bis zum Totalverlust der Einlage führen. Daher hätten die Anleger im Beratungsgespräch auch umfassend über die Risiken aufgeklärt werden müssen. Erfahrungsgemäß ist dies häufig nicht geschehen. Stattdessen wurden Schiffsfonds auch an betont sicherheitsbewusste Anleger vermittelt.
Darüber hinaus können Schadensersatzansprüche auch entstanden sein, wenn die vermittelnden Banken ihre Rückvergütungen verschwiegen haben. Nach der Rechtsprechung des BGH müssen diese sog. Kick-Backs zwingend offen gelegt werden.
Da die Forderungen schon bald verjährten könnten, sollten Anleger nicht lange warten, um ihre Ansprüche geltend zu machen.
Quelle: GRP Rechtsanwälte Steuerberater Signatur
Der Schiffsfonds Hansa Treuhand MS Chief steckt erneut in Schwierigkeiten. Daher sollen die Anleger offenbar frisches Kapital investieren, um den Verkauf des Containerschiffs zu verhindern. Der Schiffsfonds Hansa Treuhand MS Chief steckt offenbar in wirtschaftlichen Schwierigkeiten. Ein Notverkauf des Containerschiffs soll aber offenbar verhindert werden. Das könnte im Wege einer Kapitalerhöhung geschehen und die Anleger müssten frisches Kapital „nachschießen“.
Die Anleger werden nicht zum ersten Mal mit der wirtschaftlichen Schieflage des von Hansa Treuhand aufgelegten Fonds MS Chief konfrontiert. Schon 2010 wurden Sanierungsmaßnahmen umgesetzt. Auch drei Jahre später wurde weiteres Kapital nötig, das durch die Rückzahlung von Ausschüttungen bereitgestellt werden sollte. Nun sollen die Anleger auf freiwilliger Basis investieren. Sollte dabei nicht genug Kapital eingesammelt werden können, um die Liquidität der Gesellschaft zu erhalten, könnte möglicherweise aber auch wieder die Rückforderung von Ausschüttungen, die ohnehin unter den prospektierten Erwartungen liegen, auf die Anleger zukommen.
Angesichts der wenig erfreulichen Entwicklung ihrer Kapitalanlage können sich die betroffenen Anleger auch an einen im Bank- und Kapitalmarktrecht versierten Rechtsanwalt wenden. Dieser kann prüfen, ob möglicherweise Ansprüche auf Schadensersatz geltend gemacht werden können. Sollte es zur Rückforderung von Ausschüttungen kommen, kann zudem auch die Rechtmäßigkeit der Forderung geprüft werden.
Ansprüche auf Schadensersatz können aus einer fehlerhaften Anlageberatung entstanden sein. Im Beratungsgespräch wurden Schiffsfonds häufig als renditestarke und sichere Kapitalanlage dargestellt. Tatsächlich erwerben die Anleger mit den Fondsanteilen aber unternehmerische Beteiligungen und damit auch alle Chancen und Risiken. Über diese Risiken und insbesondere über das Risiko des Totalverlusts hätten die Anleger im Zuge einer ordnungsgemäßen Beratung auch umfassend aufgeklärt werden müssen. Doch trotz des Totalverlust-Risikos wurden Beteiligungen an Schiffsfonds erfahrungsgemäß auch an betont sicherheitsbewusste Anleger, die in ihre Altersvorsorge investieren wollten, vermittelt. So eine Falschberatung kann den Anspruch auf Schadensersatz auslösen. Das gilt auch, wenn die vermittelnde Bank nicht über ihre Rückvergütungen (Kick-Backs) aufgeklärt hat.
Das Containerschiff MS Hansa Aalesund aus dem Hansa Treuhand HT Flottenfonds II wurde offenbar verkauft, meldet das „fondstelegramm“. Der von Hansa Treuhand als Dachfonds aufgelegte HT Flottenfonds II investierte in die fünf Einzelschiffe MS Discoverer, MS HS Challenger, MS Hansa Nordburg, MS Hansa Aalesund und MS HS Humboldt.
Im Zuge der Finanzkrise 2008 geriet auch der HT Flottenfonds II in Schwierigkeiten und litt unter dem niedrigen Niveau der Charterraten. Das führte schließlich dazu, dass 2010 frisches Kapital nötig wurde, um ein Sanierungskonzept umzusetzen. 2013 geriet die Gesellschaft des Containerschiffs MS HS Humboldt in Liquiditätsschwierigkeiten, die durch die Rückforderung von Ausschüttungen behoben werden sollten. 2014 wurde für die Gesellschaft Insolvenzantrag gestellt.
Durch den Verkauf des MS Hansa Aalesund sind nun nur noch drei Schiffe für den Dachfonds unter Fahrt. Ob die Wirtschaftlichkeit damit aufrechterhalten werden kann, muss abgewartet werden. Kummer sind die Anleger gewohnt. So blieben die Ausschüttungen deutlich hinter den prospektierten Erwartungen zurück. Die Anleger müssen die weitere Entwicklung nicht abwarten, sondern können auch versuchen, Schadensersatz geltend zu machen. Zur Überprüfung ihrer Ansprüche und Durchsetzung ihrer Forderungen können sie sich an einen im Bank- und Kapitalmarktrecht kompetenten Rechtsanwalt wenden.
Schadensersatzansprüche können durch eine fehlerhafte Anlageberatung entstanden sein. Erfahrungsgemäß wurden Schiffsfonds in den Beratungsgesprächen häufig als sichere und renditestarke Geldanlagen beworben. Die Realität sah allerdings oft ganz anders aus. Etliche Schiffsfonds gerieten in wirtschaftliche Schwierigkeiten und mussten zum Teil Insolvenz anmelden. Anleger haben dabei regelmäßig viel Geld verloren. Allerdings hätten sie im Zuge einer ordnungsgemäßen Anlageberatung auch umfassend über die Risiken aufgeklärt werden müssen. Denn mit den Fondsanteilen erwerben sie in der Regel unternehmerische Beteiligungen und damit u.a. auch das Risiko des Totalverlusts. Wurden die Risiken in den Beratungsgesprächen nicht dargestellt, kann Schadensersatz wegen Falschberatung geltend gemacht werden. Das gilt auch, wenn die vermittelnde Bank ihre Rückvergütungen, sog. Kick-Backs, nicht offen gelegt hat.

References: BGH 
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