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Timestamp: 2016-10-27 18:59:48+00:00

Document:
4A_277/2010 (02.09.2010)
4A_277/2010
vertreten durch Rechtsanwalt Dr. Hubert B�hlmann,
4. E.________ GmbH & Co. KG,
6. G.________ GmbH,
8. I.________ AG,
alle vertreten durch Rechtsanwalt Dieter Kunz,
Aktienrechtliche Verantwortlichkeit (mittelbarer Schaden),
Beschwerde gegen den Entscheid des Handelsgerichts des Kantons St. Gallen vom 10. Juli 2009 und den Entscheid des Kassationsgerichts des Kantons St. Gallen vom 23. M�rz 2010.
A.a Am 6. November 1992 gr�ndete der Sohn von A.________, (Beschwerdef�hrer) mit drei weiteren Personen die X.________ AG mit Sitz in St. Gallen. Als Hauptzweck der Gesellschaft wurde die Herstellung und der Vertrieb von Produkten aller Art bezeichnet, insbesondere von alternativ-medizinischen Gesundheitsprodukten sowie von Produkten aus dem Bereich der Umwelttechnologie.
Der Beschwerdef�hrer hat gem�ss dem zwischen ihm und den Aktion�ren der X.________ AG abgeschlossenen Mandatsvertrag vom 6. November 1992 die Funktion des einzigen Verwaltungsrats der Gesellschaft �bernommen. Mit Beschluss der Generalversammlung vom 25. Januar 1995 wurden zwei weitere Mitglieder in den Verwaltungsrat aufgenommen, wobei einer von ihnen f�r das Jahr 1995 zum Pr�sidenten des Verwaltungsrats bestimmt wurde. Der Beschwerdef�hrer blieb bis zu seinem R�cktritt an der ordentlichen Generalversammlung vom 27. Juni 1995 Mitglied des Verwaltungsrats.
A.b Aufgrund einer �berschuldungsanzeige durch den Verwaltungsrat vom 22. August 1997 wurde am 29. September 1997 �ber die X.________ AG der Konkurs er�ffnet.
Die Beschwerdegegner machten in der Folge geltend, im Zeitraum zwischen dem 19. April 1993 und dem 26. Juni 1995 mit der X.________ AG Kaufvertr�ge �ber Wasserschutzkissen mit der Bezeichnung "Y.________" abgeschlossen zu haben und dabei mittels unlauterer Verkaufsmethoden von den Verk�ufern der X.________ AG get�uscht worden zu sein. Sie liessen sich im Konkursverfahren der X.________ AG die Prozessf�hrungsbefugnis der Konkursmasse hinsichtlich einer Verantwortlichkeitsklage gegen die Organe der Gesellschaft abtreten.
B.a Mit Klage vom 29. November 2002 beim Handelsgericht des Kantons St. Gallen gegen die damaligen Organe der X.________ AG wurde als mittelbarer Schaden ein Betrag von Fr. 1'319'252.10 zuz�glich Zins zu 5 % seit 29. September 1997 geltend gemacht, der im Wesentlichen durch ungen�gende R�ckstellungen f�r die absehbaren k�nftigen Verpflichtungen der X.________ AG und die dadurch erm�glichten widerrechtlichen Dividenden und Honorarbez�ge sowie �bersetzten Gehaltszahlungen verursacht worden sei.
Mit Entscheid vom 10. Juli 2009 verpflichtete das Handelsgericht den Beschwerdef�hrer zur Zahlung von Fr. 300'000.-- nebst Zins zu 5 % seit 27. Oktober 1997, solidarisch mit zwei weiteren Beklagten. Im Innenverh�ltnis wurde die Haftungsquote des Beschwerdef�hrers auf Fr. 171'430.-- festgesetzt (Dispositiv-Ziffern 3a und 4a).
Das Handelsgericht hielt fest, der Beschwerdef�hrer h�tte die Tragweite der der X.________ AG aus ihren Gesch�ftsmethoden entstandenen und entstehenden Risiken erkennen m�ssen und auch erkennen k�nnen, wenn er seiner Aufsichts- und Instruktionspflicht, insbesondere im Zeitraum zwischen Herbst 1994 und Ende Juni 1995, mit hinreichender Sorgfalt nachgekommen w�re. So h�tte er sp�testens im Fr�hjahr 1995 bei Wahrnehmung der ihm obliegenden Aufsichts- und Instruktionspflichten als erste Sofortmassnahme in der Jahresrechnung 1994 daf�r sorgen m�ssen, dass hinreichende R�ckstellungen f�r die der X.________ AG aus ihren Gesch�ftsmethoden entstandenen und absehbaren Prozessrisiken aufgenommen w�rden. Der auf Grund dieser Unterlassungen erfolgte unrechtm�ssige Substanzverlust zufolge �berh�hter Dividendenaussch�ttungen habe bis zur Konkurser�ffnung nicht mehr kompensiert werden k�nnen.
B.b Eine vom Beschwerdef�hrer gegen den Entscheid des Handelsgerichts vom 10. Juli 2009 erhobene Nichtigkeitsbeschwerde wies das Kassationsgericht des Kantons St. Gallen mit Entscheid vom 23. M�rz 2010 ab, soweit es darauf eintreten konnte.
Mit Beschwerde in Zivilsachen beantragt der Beschwerdef�hrer dem Bundesgericht, es seien Dispositiv-Ziffern 3a und 4a des Urteils des Handelsgerichts des Kantons St. Gallen vom 10. Juli 2009 sowie das Urteil des Kassationsgerichts vom 23. M�rz 2010 aufzuheben und die Klage sei abzuweisen. Im Weiteren sei die Kostenverlegung gem�ss den beiden Urteilen aufzuheben und die Streitsache zur Neuverlegung der Kosten an die Vorinstanz zur�ckzuweisen.
Die Beschwerdegegner schliessen auf Abweisung der Beschwerde, soweit darauf eingetreten werden k�nne. Sowohl das Handelsgericht als auch das Kassationsgericht haben auf eine Vernehmlassung verzichtet.
1.1 Der Beschwerdef�hrer hat sowohl den Entscheid des Handelsgerichts vom 10. Juli 2009 als auch das Urteil des Kassationsgerichts vom 23. M�rz 2010 beim Bundesgericht angefochten. Dies ist grunds�tzlich zul�ssig und die Beschwerdefrist ist auch bez�glich des handelsgerichtlichen Entscheids gewahrt (Art. 100 Abs. 6 BGG).
1.2 Damit ein kantonaler Entscheid mit Beschwerde in Zivilsachen angefochten werden kann, muss der Instanzenzug im Kanton ersch�pft sein (Art. 75 Abs. 1 BGG). F�r R�gen, die mit der Beschwerde in Zivilsachen erhoben werden k�nnen, darf kein kantonales Rechtsmittel mehr offen stehen (BGE 134 III 524 E. 1.3 S. 527). Auf R�gen, die mit kantonaler Nichtigkeitsbeschwerde einer weiteren kantonalen Instanz h�tten vorgetragen werden k�nnen, ist mangels Letztinstanzlichkeit nicht einzutreten.
Der Beschwerdef�hrer kann das Urteil des Handelsgerichts somit nur insoweit anfechten, als im Rahmen der Beschwerde in Zivilsachen zul�ssige R�gen dem Kassationsgericht nicht unterbreitet werden konnten (vgl. BGE 134 III 92 E. 1.1 S. 93). Gegen den handelsgerichtlichen Entscheid stand im Rahmen der Nichtigkeitsbeschwerde unter anderem die R�ge der aktenwidrigen bzw. willk�rlichen tats�chlichen Feststellung offen (Art. 239 Abs. 1 lit. b des Zivilprozessgesetzes vom 20. Dezember 1990, ZPO/SG; sGS 961.2). Soweit der Beschwerdef�hrer dem Handelsgericht eine aktenwidrige oder willk�rliche Sachverhaltsfeststellung vorwirft, ist darauf nur einzugehen, sofern die R�ge zun�chst dem Kassationsgericht unterbreitet worden ist.
1.3 Das Bundesgericht wendet das Recht von Amtes wegen an (Art. 106 Abs. 1 BGG). Es ist somit weder an die in der Beschwerde geltend gemachten Argumente noch an die Erw�gungen der Vorinstanz gebunden; es kann eine Beschwerde aus einem anderen als dem angerufenen Grund gutheissen und es kann eine Beschwerde mit einer von der Argumentation der Vorinstanz abweichenden Begr�ndung abweisen (vgl. BGE 132 II 257 E. 2.5 S. 262; 130 III 136 E. 1.4 S. 140). Immerhin pr�ft das Bundesgericht, unter Ber�cksichtigung der allgemeinen Begr�ndungspflicht der Beschwerde (Art. 42 Abs. 1 und 2 BGG), grunds�tzlich nur die geltend gemachten R�gen, sofern die rechtlichen M�ngel nicht geradezu offensichtlich sind. Es ist jedenfalls nicht gehalten, wie eine erstinstanzliche Beh�rde alle sich stellenden rechtlichen Fragen zu untersuchen, wenn diese vor Bundesgericht nicht mehr vorgetragen werden (BGE 133 II 249 E. 1.4.1 S. 254 mit Hinweisen). Eine qualifizierte R�gepflicht gilt hinsichtlich der Verletzung von Grundrechten und von kantonalem und interkantonalem Recht. Das Bundesgericht pr�ft eine solche R�ge nur insofern, als sie in der Beschwerde pr�zise vorgebracht und begr�ndet worden ist (Art. 106 Abs. 2 BGG).
Unerl�sslich ist im Hinblick auf Art. 42 Abs. 2 BGG, dass die Beschwerde auf die Begr�ndung des angefochtenen Entscheids eingeht und im Einzelnen aufzeigt, worin eine Verletzung von Bundesrecht liegt. Der Beschwerdef�hrer soll in der Beschwerdeschrift nicht bloss die Rechtsstandpunkte, die er im kantonalen Verfahren eingenommen hat, erneut bekr�ftigen, sondern mit seiner Kritik an den als rechtsfehlerhaft erachteten Erw�gungen der Vorinstanz ansetzen (vgl. BGE 134 II 244 E. 2.1 S. 245 f.; 121 III 397 E. 2a S. 400; 116 II 745 E. 3 S. 749).
1.5 Diese Grunds�tze verkennt der Beschwerdef�hrer in verschiedener Hinsicht.
1.5.1 Er erkl�rt zwar, neben dem handelsgerichtlichen Entscheid auch das Urteil des Kassationsgerichts anfechten zu wollen; seiner Beschwerde lassen sich jedoch keine hinreichend begr�ndeten R�gen gegen den Entscheid des Kassationsgerichts entnehmen, soweit er sich �berhaupt mit dessen Erw�gungen auseinandersetzt. So bringt er im Zusammenhang mit dem von der Muttergesellschaft der X.________ AG erkl�rten Rangr�cktritt vor, das Kassationsgericht, das auf seine Willk�rr�ge mangels hinreichender Begr�ndung nicht eintrat, habe verkannt, dass er bestimmte Einwendungen bereits im Verfahren der Nichtigkeitsbeschwerde vorgebracht habe, unterl�sst es jedoch, dies mit konkreten Hinweisen auf seine kantonale Beschwerdeeingabe aufzuzeigen. Zudem wirft er dem Kassationsgericht im Zusammenhang mit dem Einwand der Ungleichbehandlung gegen�ber einem anderen Verwaltungsrat Willk�r vor, geht jedoch nicht auf die Begr�ndung des Kassationsgerichts ein, das eine unzul�ssige Ungleichbehandlung mangels vergleichbarer Umst�nde von der Hand wies.
Da auf die R�gen des Beschwerdef�hrers gegen das Urteil des Kassationsgerichts nicht einzutreten ist, kann auf seine R�gen, das Handelsgericht habe den Sachverhalt offensichtlich unrichtig bzw. willk�rlich festgestellt (Art. 97 Abs. 1 und Art. 105 Abs. 2 BGG) mangels Aussch�pfung des kantonalen Instanzenzugs (vgl. Art. 75 Abs. 1 BGG) ebenfalls nicht eingetreten werden, da diese nach Art. 239 Abs. 1 lit. b ZPO/SG zun�chst dem Kassationsgericht zu unterbreiten gewesen w�ren. So ist der Beschwerdef�hrer etwa nicht zu h�ren mit dem Vorwurf, im kl�gerischen Aktenst�ck 615 sei entgegen der Ansicht des Handelsgerichts kein Aufruf zum Vertragswiderruf zu erblicken, zumal er mit dem im gleichen Zusammenhang erhobenen Einwand, das Kassationsgericht habe einen Widerspruch zwischen dem redaktionellen Inhalt des betreffenden Artikels und dem Titel nicht ber�cksichtigt, weder Willk�r noch Aktenwidrigkeit aufzeigt. Ebenso wenig ist auf die mit Verweis auf verschiedene Akten erhobene Behauptung einzugehen, die Feststellung des Handelsgerichts, wonach die Erstellung der Jahresrechnung dem Beschwerdef�hrer und einem weiteren Verwaltungsrat zugeteilt worden sei, treffe nicht zu.
1.5.2 Der Beschwerdef�hrer weicht in seiner Beschwerdebegr�ndung dennoch in zahlreichen Punkten von den tats�chlichen Feststellungen des handelsgerichtlichen Entscheids ab oder erweitert diese unter Verweis auf verschiedenste Akten des kantonalen Verfahrens, ohne dass eine hinreichend begr�ndete Sachverhaltsr�ge, geschweige denn eine Aussch�pfung des Instanzenzugs erkennbar w�re.
So listet er im Zusammenhang mit dem von der Vorinstanz beurteilten Umfang des R�ckstellungsbedarfs f�r Prozessrisiken etwa verschiedene Urteile des Bezirksgerichts St. Gallen auf und behauptet gest�tzt auf diese sowie den Gesch�ftsbericht 1994, die R�ckforderungsprozesse seien im damaligen Zeitpunkt nicht absehbar gewesen. Er macht sodann geltend, in der Zusammenstellung der h�ngigen Aktivprozesse im angefochtenen Entscheid seien die Urteile mit f�r die X.________ AG positivem Ausgang nicht aufgef�hrt worden. Damit sei die tats�chliche Erfolgsquote der X.________ AG nicht korrekt wiedergegeben worden, was durch einen Beitrag in der Konsumentensendung "Espresso" von Schweizer Radio DRS von August 1994 sowie weitere Medienberichte best�tigt werde. Zudem legt er unter Hinweis auf zwei Urteile des Bezirksgerichts St. Gallen dar, inwiefern sich Aktiv- und Passivprozesse seiner Ansicht nach unterschieden h�tten und zieht daraus vom angefochtenen Entscheid abweichende Schl�sse hinsichtlich der Wahrscheinlichkeit von R�ckforderungsklagen sowie deren Erfolgsquote.
Der Beschwerdef�hrer stellt sodann unter Verweis auf verschiedene Aktenst�cke des kantonalen Verfahrens die Richtigkeit und Aussagekraft der Liste der Presseerzeugnisse mit negativen Berichten �ber die X.________ AG in Frage. Zudem kritisiert er die Feststellung des Handelsgerichts, es seien aufgrund der negativen Publizit�t im damaligen Zeitpunkt mit einem vermehrtem Widerruf von Vertr�gen und entsprechenden R�ckforderungsklagen zu rechnen gewesen und behauptet diesbez�glich, wesentliche Kritikpunkte in den angef�hrten Pressekampagnen seien vom Verwaltungsrat bereinigt worden.
Hinsichtlich der Erw�gung des Handelsgerichts, die X.________ AG habe systematisch ein zum Teil betr�gerisches Verkaufssystem verwendet, bringt der Beschwerdef�hrer vor, die vorinstanzlichen Unterstellungen h�tten sich als haltlos erwiesen und reicht dem Bundesgericht hierzu drei Urteile des Kantonsgerichts St. Gallen vom 13. Januar 2010 ein, aus denen sich Gegenteiliges ergeben soll. Diese neu eingereichten Beweismittel m�ssen von vornherein ausser Betracht bleiben (vgl. Art. 99 Abs. 1 BGG).
1.5.3 Auch in seiner weiteren Beschwerdebegr�ndung weicht der Beschwerdef�hrer beharrlich von den vorinstanzlichen Sachverhaltsfeststellungen ab oder erweitert diese, als ob dem Bundesgericht eine freie Pr�fung s�mtlicher Tat- und Rechtsfragen zuk�me. Soweit der Beschwerdef�hrer seine R�gen auf einen Sachverhalt st�tzt, der von den verbindlichen Feststellungen der Vorinstanz abweicht, ist er nicht zu h�ren. Da die Rechtsschrift in unzul�ssiger Weise tats�chliche und rechtliche Vorbringen vermengt, ist kaum mehr erkennbar, welche Bundesrechtss�tze und inwiefern sie durch den angefochtenen Entscheid verletzt sein sollen, wenn die verbindlichen Feststellungen im angefochtenen Entscheid zugrunde gelegt werden (Art. 105 Abs. 1 BGG).
Soweit der Beschwerdef�hrer �berhaupt eine Bundesrechtsverletzung behauptet, begr�ndet er diese weitgehend mit von der Vorinstanz abweichenden tats�chlichen Darlegungen, um damit zu schliessen, die Vorinstanz verletze Bundesrecht, soweit sie zu einem abweichenden Ergebnis gekommen sei. So stellt er die Kausalit�t des Schadenseintritts in Frage und stellt ohne konkreten Bezug zu den handelsgerichtlichen Erw�gungen unter Verweis auf die Jahresrechnung 1995 eigene Berechnungen an und behauptet etwa, es sei davon auszugehen, dass allf�llige zu Lasten der Jahresrechnung 1994 gebildete R�ckstellungen im n�chsten Jahr wieder aufgel�st worden w�ren, zeigt jedoch nicht auf, inwiefern der Vorinstanz eine Bundesrechtsverletzung vorzuwerfen w�re. �berhaupt setzt sich der Beschwerdef�hrer kaum konkret mit den vorinstanzlichen Erw�gungen auseinander und verfehlt die gesetzlichen Begr�ndungsanforderungen (Art. 42 Abs. 2 BGG) �ber weite Strecken.
1.5.4 Von vornherein ins Leere st�sst der unter Berufung auf Art. 80 Abs. 1 SchKG erhobene Einwand des Beschwerdef�hrers, Dispositiv-Ziff. 3a des handelsgerichtlichen Entscheids sei aufgrund einer unklaren Formulierung nicht vollstreckbar, zumal vorliegend nicht die Vollstreckung, sondern der Entscheid in der Sache zur Beurteilung steht.
Der Beschwerdef�hrer wirft der Vorinstanz eine Verletzung von Art. 669 Abs. 1, Art. 725 Abs. 2 sowie Art. 759 Abs. 1 OR vor.
2.1 Er beruft sich zun�chst zu Unrecht darauf, die International Financial Reporting Standards (IFRS) lehnten bei Risiken, die sowohl bez�glich ihres Eintretens wie bez�glich ihrer H�he ungewiss seien, die Bildung von R�ckstellungen bei einer Wahrscheinlichkeitseinsch�tzung von unter 50 % ab.
Nach Art. 669 Abs. 1 OR m�ssen R�ckstellungen vorgenommen werden, soweit sie nach allgemein anerkannten kaufm�nnischen Grunds�tzen notwendig sind, wobei R�ckstellungen insbesondere zu bilden sind, um ungewisse Verpflichtungen und drohende Verluste aus schwebenden Gesch�ften zu decken. Ist neben der H�he auch das Entstehen der Verpflichtung ungewiss, so sind die Erfahrung des sorgsamen Kaufmanns sowie das Vorsichtsprinzip nach Art. 662a Abs. 2 Ziff. 3 OR massgebend (PETER B�CKLI, Schweizer Aktienrecht, 4. Aufl. 2009, � 8 Rz. 840). Im Gegensatz zu den IFRS-Regeln (vgl. BGE 136 II 88 E. 3.2-4 S. 92 ff.), die bei einer Wahrscheinlichkeit des Mittelabflusses von �ber 50 % eine R�ckstellung in voller H�he vorschreiben, demgegen�ber jedoch bei einer Wahrscheinlichkeitseinsch�tzung von unter 50 % keine R�ckstellung zulassen, sondern einen Vermerk im Anhang vorsehen, kann nach Art. 669 Abs. 1 OR unter Umst�nden eine R�ckstellung in der Bilanz bereits bei einer Wahrscheinlichkeit von 50 % oder darunter angebracht sein. Die Vorinstanz wies unter Verweis auf B�CKLI zutreffend darauf hin, dass in einem solchen Fall die angemessene L�sung in der R�ckstellung eines Teilbetrags des schlimmst m�glichen Ausgangs bestehen kann, wenn ein Versicherer, der viele solche Risiken in seinen B�chern h�tte, eine R�ckstellung in einem Betrag, welcher der Wahrscheinlichkeit entspricht, f�r n�tig erachten w�rde (B�CKLI, a.a.O., � 8 Rz. 841).
Die Vorinstanz hat im zu beurteilenden Fall, in dem nach ihren Feststellungen nicht ein einzelnes Ereignis zur Diskussion stand, sondern zahlreiche Gerichtsverfahren f�r R�ckforderungen infolge Aufhebung der abgeschlossenen Kaufvertr�ge zu erwarten waren, nach Art. 42 Abs. 2 OR die Prozessrisiken der X.________ AG abgesch�tzt. Der Vorinstanz ist entgegen der Ansicht des Beschwerdef�hrers keine Verletzung von Bundesrecht vorzuwerfen, wenn sie gest�tzt auf diese �berlegungen per 31. Dezember 1994 von einem R�ckstellungsbedarf der X.________ AG ausging.
2.2 Eine Verletzung von Art. 669 Abs. 1 OR vermag der Beschwerdef�hrer auch nicht im Zusammenhang mit dem von der Vorinstanz veranschlagten R�ckstellungsbedarf f�r Referenzkissen darzutun. Die Vorinstanz hat ausgehend von der Feststellung, dass die X.________ AG gegen�ber ihren Abnehmern unter bestimmten Voraussetzungen vertraglich zum kostenlosen Ersatz von Referenzkissen verpflichtet gewesen sei, einen R�ckstellungsbedarf f�r diese schwebenden zuk�nftigen Verbindlichkeiten bejaht. Sie hat die Berechnung dieses R�ckstellungsbedarfs eingehend begr�ndet. Sie hat zudem erwogen, dass die Kosten des nachgelieferten Werbematerials durch den Nachlieferungspreis gedeckt sein d�rften und deshalb vernachl�ssigbar seien, wobei die Beschwerdegegner es unterlassen h�tten, die H�he dieser Kosten hinreichend zu substantiieren.
Der Beschwerdef�hrer zeigt keine Bundesrechtsverletzung auf, wenn er im Beschwerdeverfahren behauptet, die Aufwendungen f�r den Ersatz von Referenzkissen seien bereits bei der Preiskalkulation ber�cksichtigt worden. Inwiefern die entsprechenden Kosten durch Kaufpreiszahlungen f�r Nachlieferungen gedeckt worden w�ren, h�tte der Beschwerdef�hrer im kantonalen Verfahren aufzeigen m�ssen. Ausserdem kann ihm nicht gefolgt werden, wenn er vorbringt, es sei unverst�ndlich und widerspreche jeder Logik, wenn die Vorinstanz davon ausgehe, die Kosten f�r die zu erwartenden Ersatzlieferungen seien bereits dem Gesch�ftsjahr 1994 zu belasten, die daran gekoppelten Ertr�ge hingegen erst in der Folgeperiode zu verbuchen. Entgegen der Ansicht des Beschwerdef�hrers ist dem Rechnungslegungsrecht keineswegs fremd, dass Risiken bereits abgebildet werden, wenn sie absehbar sind, Ertr�ge aber erst, wenn sie feststehen, entspricht dies doch dem Imparit�tsprinzip, das sich aus dem Vorsichtsprinzip (Art. 662a Abs. 2 Ziff. 3 OR) ableitet (vgl. BGE 116 II 533 E. 2a/dd S. 539; B�CKLI, a.a.O., � 8 Rz. 122 ff.; FORSTMOSER/MEIER-HAYOZ/NOBEL, Schweizer Aktienrecht, 1996, Rz. 231; MARKUS NEUHAUS/PATRICK BALKANYI, in: Basler Kommentar, Obligationenrecht II, 3. Aufl. 2008, N. 18 zu Art. 669 OR; MARKUS NEUHAUS/J�RG BL�TTLER, in: Basler Kommentar, Obligationenrecht II, 3. Aufl. 2008, N. 21 zu Art. 959 OR, N. 21 zu Art. 960 OR).
Soweit der Beschwerdef�hrer mit seinen Ausf�hrungen �berhaupt den gesetzlichen Begr�ndungsanforderungen (Art. 42 Abs. 2 BGG) gen�gt, da er sich kaum mit den konkreten Erw�gungen der Vorinstanz auseinandersetzt, sind seine Vorbringen nicht stichhaltig.
2.3 Unbegr�ndet sind auch die unter Berufung auf Art. 725 Abs. 2 OR erhobenen Vorbringen des Beschwerdef�hrers zu dem von der Muttergesellschaft der X.________ AG erkl�rten Rangr�cktritt vom 15. Juni 1997 bez�glich ihres Aktion�rsdarlehens in der H�he von Fr. 650'000.--, das gem�ss den Erw�gungen der Vorinstanz nichts an der Haftung des Beschwerdef�hrers �nderte.
Dem Beschwerdef�hrer kann nicht gefolgt werden, wenn er vortr�gt, durch einen Rangr�cktritt werde die Substanz f�r den Insolvenzfall erh�ht und dadurch der von den Gl�ubigern erlittene Schaden reduziert bzw. beseitigt. Der Rangr�cktritt hat keinen Einfluss auf die Aktiven; er kann gegebenenfalls Ausf�lle anderer Gl�ubiger verhindern oder verringern, da der Rangr�cktritt unter anderem die Erkl�rung des Rangr�cktrittsgl�ubigers enth�lt, im Falle eines Konkurses im Rang hinter alle �brigen Gl�ubiger bis zu deren vollen Befriedigung zur�ckzutreten (B�CKLI, a.a.O., � 13 Rz. 792 f.; HANSPETER W�STINER, in: Basler Kommentar, Obligationenrecht II, 3. Aufl. 2008, N. 45 ff. zu Art. 725 OR). Die Rangr�cktrittserkl�rung beinhaltet jedoch keinen Forderungsverzicht (URS SCHENKER, M�glichkeiten zur privatrechtlichen Sanierung von Aktiengesellschaften, in: SJZ 105/2009 S. 493; W�STINER, a.a.O., N. 47 zu Art. 725 OR). Der Beschwerdef�hrer verkennt mit seinen Vorbringen insbesondere, dass im zu beurteilenden Fall nicht der Schaden einzelner Gl�ubiger zur Diskussion steht, sondern der Reflexschaden der Gl�ubigergesamtheit, der deckungsgleich ist mit dem aus der Pflichtverletzung der Organe resultierenden Schaden der Gesellschaft (BGE 132 III 342 E. 2.3.3 S. 348; 117 II 432 E. 1b/gg S. 440; Urteil 4C.363/2006 vom 13. M�rz 2007 E. 4.3). Da mit dem Rangr�cktritt die betreffenden Schulden der Gesellschaft nicht wegfielen, blieb dieser ohne Einfluss auf das Gesellschaftsverm�gen (Urteil 4C.58/2007 vom 25. Mai 2007 E. 4.3, publ. in: SJ 2008 I S. 60 f.). Der Vorinstanz ist daher keine Bundesrechtsverletzung vorzuwerfen, wenn sie den fraglichen Rangr�cktritt bei der Berechnung des mittelbaren Schadens unber�cksichtigt liess.
2.4 Unbegr�ndet ist schliesslich der Vorwurf, die Erw�gung des Handelsgerichts, wonach der Beschwerdef�hrer w�hrend der gesamten Zeit als Verwaltungsratspr�sident sowie in der darauffolgenden Mandatszeit als Mitglied des Verwaltungsrats bis Ende Juni 1995 in der vollen Verantwortung gestanden habe, verstosse gegen Art. 759 Abs. 1 OR.
Das Handelsgericht hat zu Recht daf�r gehalten, der vom Beschwerdef�hrer behauptete "faktische Austritt" im Moment seines R�cktritts als Verwaltungsratspr�sident Ende Januar 1995 sei f�r die Beurteilung der Pflichtwidrigkeit unbeachtlich. Der Einwand des Beschwerdef�hrers, er habe an der Erstellung des Jahresabschlusses nicht mehr mitgearbeitet, w�rde ihn selbst dann nicht von seiner Haftung befreien, wenn die Behauptung in tats�chlicher Hinsicht zutr�fe, zumal sich seine aktienrechtliche Verantwortung als Verwaltungsrat - vorbehaltlich einer befugten Delegation, die im zu beurteilenden Fall nicht zur Diskussion steht - nach Art. 754 OR auf den gesamten gesetzlich vorgesehenen Aufgabenkreis erstreckt (vgl. PETER WIDMER UND ANDERE, in: Basler Kommentar, Obligationenrecht II, 3. Aufl. 2008, N. 4 zu Art. 754 OR; BERNARD CORBOZ, in: Commentaire Romand, Code des obligations II, 2008, N. 4 zu Art. 754 OR; HARALD B�RTSCHI, Verantwortlichkeit im Aktienrecht, 2001, S. 107 f.). Selbst der Beschwerdef�hrer anerkennt in seiner Beschwerdeschrift, er sei bis zum 27. Juni 1995 "formell" Mitglied des Verwaltungsrats geblieben. Das Handelsgericht hat kein Bundesrecht verletzt, wenn es den Einwand des Beschwerdef�hrers verworfen hat.
Die Beschwerde erweist sich als unbegr�ndet und ist abzuweisen, soweit darauf eingetreten werden kann. Dem Ausgang des Verfahrens entsprechend wird der Beschwerdef�hrer kosten- und entsch�digungspflichtig (Art. 66 Abs. 1 und Art. 68 Abs. 2 BGG).
Die Gerichtskosten von Fr. 6'500.-- werden dem Beschwerdef�hrer auferlegt.
Der Beschwerdef�hrer hat die Beschwerdegegner f�r das bundesgerichtliche Verfahren mit insgesamt Fr. 7'500.-- zu entsch�digen.
Dieses Urteil wird den Parteien, dem Handelsgericht des Kantons St. Gallen und dem Kassationsgericht des Kantons St. Gallen schriftlich mitgeteilt.

References: BGE 
 BGE 
 Art. 42
 BGE 
 Art. 105
 Art. 75
 Art. 239
 Art. 99
 Art. 80
 Art. 669
 Art. 725
 Art. 759
 Art. 669
 Art. 662
 BGE 
 Art. 669
 Art. 42
 Art. 669
 BGE 
 Art. 669
 Art. 959
 Art. 960
 Art. 725
 Art. 725
 Art. 725
 Art. 759
 Art. 754
 Art. 754
 Art. 754
 Art. 68