Source: https://m.hausarbeiten.de/document/86296
Timestamp: 2020-08-04 02:33:03+00:00

Document:
Der Tatbestand der Urkundenfälschung nach Art - Hausarbeiten.de
II. Auslegung und Abgrenzung von Art. 251 StGB
2. Systematische Betrachtung der Urkundenfälschung
III. Voraussetzungen des objektiven Tatbestandes
2. Beweisbestimmung und Beweiseignung
3. Fälschen im engeren Sinne
4. Verfälschen
5. Blankettfälschung
6. Die Falschbeurkundung
7. Gebrauch einer unechten oder unwahren Urkunde
8. Der privilegierte Tatbestand
IV. Voraussetzungen des subjektiven Tatbestandes
2. Schädigungs- und Vorteilsabsicht
3. Unrechtmässigkeit
V. Intertemporales Recht
1. Sanktionen nach altem AT StGB und neuem AT StGB
2. Übergangsrecht
Die angeführten Autoren/Autorinnen werden, wenn bei den einzelnen Publikationen nicht anders angegeben, mit ihrem/ihren Nachnamen und der betreffenden Seitenzahl oder Randnote zitiert.
- Boog Markus, Kommentar zu Art. 251 StGB in: Basler Kommentar, Strafgesetzbuch II Bd. 2, Art. 111 - 401 StGB, Hrsg. Marcel Alexander Niggli und Hans Wiprächtiger, Basel 2003.
- Donatsch Andreas / Wohlers Wolfgang, Strafrecht IV, 3. Aufl., Zürich 2004.
- Hug Markus, Kommentar zu Art. 110 StGB und Art. 34 StGB in: Kommentar zum Schweizerischen Strafgesetzbuch, Hrsg. Andreas Donatsch, 17. Aufl., Zürich 2006.
- Niggli Marcel Alexander / Riklin Franz, Skript Strafrecht, Besonderer Teil, 9. Aufl., Freiburg 2006.
- Schweizerische Treuhand Kammer, Schweizer Handbuch der Wirtschaftsprüfung, Zürich 1998.
- Stratenwerth Günther, Schweizerisches Strafrecht, Besonderer Teil II, Straftaten gegen Gemeininteressen, 5. Aufl., Bern 2000.
- Trechsel Stefan, Schweizerisches Strafgesetzbuch, Kurzkommentar, 2. Aufl., Zürich 1997.
- Weder Ulrich, Kommentar zu Art. 251 StGB in: Kommentar zum Schweizerischen Strafgesetzbuch, Hrsg. Andreas Donatsch, 17. Aufl., Zürich 2006.
- Schwander Vital, Das Schweizerische Strafgesetzbuch, 2. Aufl., Freiburg 1963.
1. Wer in der Absicht, jemanden am Vermögen oder an anderen Rechten zu schädigen oder sich oder einem anderen einen unrechtmässigen Vorteil zu verschaffen,
eine Urkunde fälscht oder verfälscht, die echte Unterschrift oder das echte Handzeichen eines anderen zur Herstellung einer unechten Urkunde benützt oder eine rechtlich erhebliche Tatsache unrichtig beurkundet oder beurkunden lässt,
Die Urkundenfälschung i.S. von Art. 251 StGB wird im besonderen Teil des Strafgesetzbuches unter dem 11. Titel "Urkundenfälschung" behandelt. In einigen Kommentaren wird einleitend zum 11. Titel noch ein "Vor Art. 251 StGB" angeführt[1]. Insbesondere die Ausführungen von Trechsel zur Kasuistik sind für die Praxis von grossem Nutzen[2]. Ursprünglich waren die Fälschungsdelikte ein Teil des Betrugstatbestandes und hatten als solche den Individualschutz zum Ziel[3]. Demgegenüber ist die Urkundenfälschung heute ein für sich alleine stehender Tatbestand und ist zum Schutz der Allgemeinheit gedacht. Aufgrund der erhöhten Glaubwürdigkeit einer Urkunde werden heute allgemein Treu und Glauben im Rechtsverkehr durch die Tatbestände der Urkundendelikte geschützt[4]. Die Anwendung von Art. 251 StGB und damit die Abgrenzung von anderen Urkunden- bzw. Fälschungsdelikten ist in der Praxis nicht immer einfach. So ist es beispielsweise oft nicht auf Anhieb klar, ob eine Falschbeurkundung im Sinne von Art. 251 StGB oder eben eine solche im Sinne von Art. 253 StGB vorliegt. Als Beispiel sei hier der in der Praxis oft anzutreffende Fall der Gesellschaftsgründung (Barliberierung) mit geliehenem und nach der Gründung umgehend zurückzugebendem Geld angefügt. Die Subsumtion eines Sachverhaltes unter Art. 251 StGB erfordert von den Strafverfolgungsbehörden ein besonders akribisches Vorgehen.
[1] Vgl. ausführlich dazu Boog, S. 1391 ff. und ebenfalls Trechsel, S. 807 ff.
[2] Vgl. Trechsel, N 17 zu Vor Art. 251 StGB.
[3] Vgl. Boog, N 5 zu vor Art. 251 StGB.
[4] Vgl. Niggli/Riklin, S. 240.
9783638020633
v86296
Tatbestand Urkundenfälschung StGB

References: Art. 251
 Art. 251
 Art. 111
 Art. 110
 Art. 34
 Art. 251
 Art. 251
 Art. 251
 Art. 251
 Art. 251
 Art. 253
 Art. 251
 Art. 251
 Art. 251