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Timestamp: 2017-06-27 07:01:20+00:00

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Verjährung von Fahrerflucht: Die wichtigsten Infos!
Fahrerflucht.orgYou are here: Home / Ist eine Verjährung bei Fahrerflucht möglich?Ist eine Verjährung bei Fahrerflucht möglich?
Wann verjährt Fahrerflucht?Eine Fahrerflucht, also ein unerlaubtes Entfernen vom Unfallort nach einer Kollision im Straßenverkehr, ist in Deutschland keine Seltenheit. Die Aufklärungsrate der Polizei ist relativ gering. Erschwerend kommt hinzu, dass Straftaten nach einer bestimmten Zeitspanne verjähren.
Setzt dann die Verjährung bei Fahrerflucht ein, kann dieses Delikt keine strafrechtlichen Konsequenzen mehr nach sich ziehen. Doch wie genau ist die Verjährungsfrist bei Fahrerflucht? Die Antwort und eine Definition der Verjährungsfristen in Deutschland erhalten Sie im folgenden Ratgeber.
Inhalt: Ist eine Verjährung bei Fahrerflucht möglich?1 Fahrerflucht als Straftatbestand 2 Verjährungsfristen in Deutschland 2.1 Unfallflucht: Die Verjährung umgehen? Fahrerflucht als Straftatbestand Von einer Unfallflucht ist die Rede, wenn sich ein Unfallbeteiligter unerlaubt von der Unfallstelle entfernt. Dieses Vergehen wird in § 142 Strafgesetzbuch (StGB) definiert:
Ein unerlaubtes Entfernen vom Unfallort kann also mit einer Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder einer Geldstrafe sanktioniert werden. Laut Bußgeldkatalog erwarten den Unfallflüchtigen zusätzlich drei Punkte in Flensburg, ein mögliches Fahrverbot und in besonders schweren Fällen der Fahrerlaubnisentzug.
Nach der Verjährung von Fahrerflucht kann dieses Verbrechen nicht mehr angezeigt werden.Im Gesetzestext ist von einer angemessenen Wartezeit die Rede. Diese bezieht sich auf den Fall, dass der Halter des beschädigten Autos nicht vor Ort ist (zum Beispiel bei einem Parkrempler).
Auf die Verjährung der Unfallflucht hat es keine Auswirkungen, welcher Schaden entstanden ist. Eine Unfallflucht nach Bagatellschaden verjährt nach der selben Frist wie ein Personenschaden.
Als angemessen gelten je nach Witterung und Tageszeit 20-60 Minuten. Taucht der Fahrzeughalter in dieser Zeitspanne nicht auf, muss die Polizei informiert werden. Ansonsten kann laut § 142 Absatz 2 trotzdem eine Anklage wegen Fahrerflucht gestellt werden:
Wie diese Feststellung ermöglicht wird, ist in Absatz 3 des genannten Paragraphen zu lesen:
Es genügt also ein Anruf bei der Polizei, in dem Sie den Sachverhalt schildern und Ihre Personalien hinterlegen. Dazu können Sie selbstverständlich auch in einer Dienststelle der Beamten persönlich vorstellig werden.
Ist eine Fahrerflucht-Verjährung in Kraft getreten, kann dieses Vergehen strafrechtlich nicht mehr belangt werden, sodass der Täter keine Strafe zu befürchten hat.
Verjährungsfristen in Deutschland Die Verjährungsfrist von Fahrerflucht richtet sich nach § 78 StGB.Straftaten können bis auf einige Ausnahmen (z.B. Mord) in Deutschland nicht unendlich lang geahndet werden. Es gibt Fristen, innerhalb derer eine Anklage gestellt werden muss, damit der Täter zur Rechenschaft gezogen werden kann. § 78 StGB regelt die Verjährungsfristen. Da bei einer Unfallflucht ein Strafmaß bis zu drei Jahren Freiheitsentzug angesetzt ist, tritt eine Verjährung der Fahrerflucht nach fünf Jahren ein. Danach kann der Täter nicht mehr zur Rechenschaft gezogen werden.
Dabei ist auch zu beachten, dass eine Verjährung von Fahrerflucht auch bei Sachschaden erst nach fünf Jahren eintritt. Die Schwere der Tat hat keinen Einfluss auf die Verjährungsfrist bzw. kann diese nicht verringern.
Eine Fahrerflucht-Verjährung tritt nach § 78 StGB nach fünf Jahren ein.
Unfallflucht: Die Verjährung umgehen? Die Verjährung von Fahrerflucht ist gesetzlich festgeschrieben und kann nicht umgangen werden. Sie beginnt mit Beendigung der Tat, also ab dem Zeitpunkt, an dem sich der Täter unerlaubt vom Unfallort entfernt hat und eine Feststellung nicht nachträglich ermöglicht hat.
Allerdings kann eine Fahrerflucht-Verjährung auch ruhen, wenn zum Beispiel nach dem Gesetz die Verfolgung nicht begonnen oder fortgesetzt werden kann. Dies gilt allerdings nicht, wenn die Ahndung aufgrund von einem fehlenden Antrag nicht vollzogen werden kann.
Das heißt allerdings nicht, dass eine Verurteilung nach fünf Jahren rechtskräftig sein muss. Verschiedene Handlungen führen zu einer Unterbrechung der Verjährungsfrist. Im Folgenden werden einige Szenarien laut § 78c StGB, die eine Unterbrechung begründen, beispielhaft genannt:
Die Verjährungsfrist von Unfallflucht kann unterbrochen werden.
die erste Vernehmung des Beschuldigten, die Bekanntgabe, daß gegen ihn das Ermittlungsverfahren eingeleitet ist, oder die Anordnung dieser Vernehmung oder Bekanntgabe, jede Beauftragung eines Sachverständigen durch den Richter oder Staatsanwalt, wenn vorher der Beschuldigte vernommen oder ihm die Einleitung des Ermittlungsverfahrens bekanntgegeben worden ist, den Haftbefehl, den Unterbringungsbefehl, den Vorführungsbefehl und richterliche Entscheidungen, welche diese aufrechterhalten oder die Eröffnung des Hauptverfahrens.
Weiterhin legt der Paragraph in Absatz 3 fest, dass jede Unterbrechung die Verjährung bei Fahrerflucht von neuem beginnen lässt.
Wann verjährt Fahrerflucht in Deutschland?
Die Verjährungsfrist für Unfallflucht liegt in Deutschland bei fünf Jahren. Allerdings kann diese Frist unterbrochen werden. Dafür ist allerdings eine Anzeige vonnöten, um eine Strafverfolgung zu ermöglichen. Spätestens nach zehn Jahren tritt die Verjährung von Fahrerflucht allerdings ein und eine Strafe kann nicht mehr erfolgen.
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