Source: https://feuerwerk-change.org/
Timestamp: 2020-04-06 11:52:53+00:00

Document:
335.519 unterschriften
Andreas Würfel hat unterschrieben Verbot von Silvesterfeuerwerk… Vor 17 stunden
Josephine Henke hat unterschrieben Böllerverbot auf allen Gebiet… Vor 17 stunden
Iris Winter hat unterschrieben Verbot von Silvesterfeuerwerk… Vor 21 stunden
Petra Lippmann hat unterschrieben Schluss mit privatem Feuerwer… Vor 22 stunden
Monika Zinn hat unterschrieben Schluss mit privatem Feuerwer… Vor 23 stunden
Thomas Draxler hat unterschrieben Böllerverbot auf allen Gebiet… Vor 1 tag
Rana Kanbay hat unterschrieben Böllerverbot auf allen Gebiet… Vor 1 tag
Deborah Vogel hat unterschrieben Schluss mit privatem Feuerwer… Vor 1 tag
Charlotte Melde hat unterschrieben Böllerverbot auf allen Gebiet… Vor 1 tag
Karin von Behr hat unterschrieben Verbot von Silvesterfeuerwerk… Vor 2 tagen
Bettina Ruehr hat unterschrieben Verbot von Silvesterfeuerwerk… Vor 3 tagen
Peter Zimmermann hat unterschrieben Verbot von Silvesterfeuerwerk… Vor 4 tagen
Petra Riederer hat unterschrieben Verbot von Silvesterfeuerwerk… Vor 4 tagen
Christoph Westrich hat unterschrieben Verbot von Silvesterfeuerwerk… Vor 5 tagen
Bettina Gädke hat unterschrieben Verbot von Silvesterfeuerwerk… Vor 5 tagen
Rudi Ullrich hat unterschrieben Böllerverbot auf allen Gebiet… Vor 5 tagen
Uwe Vietzke hat unterschrieben Böllerverbot auf allen Gebiet… Vor 5 tagen
Michaela Müller hat unterschrieben Krefeld kann mehr als Böllern… Vor 5 tagen
Sandra Kirgis hat unterschrieben Verbot von Silvesterfeuerwerk… Vor 6 tagen
Josephine Nießlein hat unterschrieben Verbot von Silvesterfeuerwerk… Vor 6 tagen
335.519 Unterstützer*innen
Petitionen Über Diskussion Updates	(8)
Eine Bewegung auf Change.org
28	petitionen	in	“Verbot von Silvesterfeuerwerk”
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Gestartet von	Andrea Glomba und die Deutsche Umwelthilfe e.V.
Den Brauch, Silvester zu feiern, um böse Geister für das neue Jahr zu vertreiben, gibt es bereits s…
Gestartet von	Anja & Marco Warstat
Unsere Initiative ruft dazu auf, ein Böllerverbot in der Nähe von Reitställen und Pferdeweiden zu e…
Gestartet von	Mia Jakob und die Deutsche Umwelthilfe e​.​V.
2018 titelte eine Berliner Tageszeitung trefflich: „Ist das noch Silvester oder schon Bürgerkrieg?“…
Gestartet von	Dominic Rudloff
Krefeld kann mehr als Böllern! Feuerwerksverbot für Krefeld zum Schutz von Tier und Mensch
Liebe Mitkrefelderinnen und Mitkrefelder, das Jahr 2020 beginnt für uns mit Bestürzung und Fassung…
Gestartet von	Inga Ritter und die Deutsche Umwelthilfe e.V.
Verbot von privatem Feuerwerk in Stuttgart!
Jedes Jahr zum Jahreswechsel startet eine wilde Silvester-Böllerei in Stuttgart. In der Stadt des A…
Gestartet von	Doreen Vetter und die Deutsche Umwelthilfe e​.​V.
Verbot von privatem Feuerwerk in Leipzig
Jedes Jahr muss ich zu Silvester und Neujahr aufs Neue feststellen, dass es mit dem privaten Silves…
Gestartet von	Marie-Sophie Seng und die Deutsche Umwelthilfe
Lärm- und Giftbelastung, Verletzungen und traumatisierte Tiere – immer mehr Menschen fragen sich, o…
Gestartet von	Extinction Rebellion Mainz
Schluss mit privatem Feuerwerk in Mainz!
Innerhalb weniger Stunden knallen wir deutschlandweit allein an Silvester bis zu 5.000 Tonnen beson…
Gestartet von	Caroline Flöther und die Deutsche Umwelthilfe e.V.
In den letzten Jahren lernte ich bei meiner Arbeit, als Ernährungsberaterin im Bereich Mensch und T…
Am ersten Tag eines jeden Jahres herrschen in deutschen Städten aufgrund des Silvester-Feuerwerks teils Rekord-Feinstaubbelastungswerte von 1000 µg PM10/m³. Polizei und Krankenhäuser registrieren viele tausend Verletzte. Zahlreiche Wohnungsbrände und vermüllte Straßen oder Grünanlagen sind die Folge – vielerorts wird von Ausnahmezuständen gesprochen. Für Wild- und Haustiere ist die Nacht ein Albtraum.
Andrea Glomba setzt sich zusammen mit der Deutschen Umwelthilfe für ein bundesweites Verbot von privatem Feuerwerk ein. Knapp 60 Prozent der Bundesbürger befürworten ein generelles Böllerverbot in dicht besiedelten Innenstädten.
Um das Ziel zu erreichen, fordert die Deutsche Umwelthilfe nun alle Bundesbürger*innen auf Change.org-Petitionen an ihre Städte-Regierungen zu starten.
Jürgen Resch, Bundesgeschäftsführer der DUH: "Wir stehen für ein Silvester, bei dem alle gemeinsam feiern können – ohne unnötige Gesundheitsgefährdung durch Feinstaub, Müll und gefährliche private Böllerei. Startet JETZT eine Petition in eurer Stadt, um parallel mehr Druck auf die Verwaltung und Politik auszuüben. Damit setzen wir ein Zeichen. Denn je mehr wir sind, desto mehr können wir für Mensch und Natur erreichen".
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Neuigkeiten über	“Verbot von Silvesterfeuerwerk”
Ist es wirklich richtig, Silvester-Kracher zu verbieten?
Keine Notwendigkeit zur Gefahrenabwehr sieht Sachsen-Anhalts Innenminister Holger Stahlknecht (CDU)
Dieses Update wurde geteilt von Anja & Marco Warstat
Zum Update Unterhalten Sie sich mit der Community
Stellungnahme des Ministeriums für Inneres und Sport des Landes Sachsen-Anhalt: Der Umgang mit Feuerwerkskörpern und die spezifischen hierdurch ausgelösten Gefahren, zu denen insbesondere auch Lärmimmissionen zählen, sind in den bundesrechtlichen Vorschriften des Sprengstoffrechts abschließend geregelt.
In Gefahrenabwehrverordnungen nach Landesrecht können keine Regelungen zur Abwehr feuerwerkspezifischer Gefahren getroffen werden, solange Bundesrecht dies nicht ausdrücklich vorsieht (Hessischer Verwaltungsgerichthof, Urteil vom 13. Mai 2016 – 8 C 1136/15.N).
Aus fachlicher Sicht der allgemeinen Gefahrenabwehr wird die Notwendigkeit einer Änderung des Sprengstoffrechts nicht gesehen.
Halberstädter Str. 2/ Am „Platz des 17. Juni“
Tel.: 0391 567-5500
Zwischeninformation zu Petition 7-I/00292 „Verbot von Silvesterfeuerwerk“
Christina Buchheim, MdL (DIE LINKE)
Mitglied und Vorsitzende des Petitionsausschusses
Das Urteil – Zusammenfassung:
Pressemitteilung Nr. 10/2016 des VGH Hessen vom 13.05.2016
VGH Hessen: Verbot von Feuerwerk in Geisenheim ist unwirksam
Der Hessische Verwaltungsgerichtshof hat mit Urteil eine Bestimmung der Gefahrenabwehrverordnung der Stadt Geisenheim (Rheingau-Taunus-Kreis) für unwirksam erklärt, mit der das Abbrennen von Feuerwerken in der Zeit vom 02.01. bis 30. Dezember eines Jahres im Gebiet der Stadt untersagt worden war.
Nach Beschwerden aus der Bevölkerung hatte die Stadtverordnetenversammlung dieses Verbot in ihre am 04.12.2014 beschlossene Gefahrenabwehrverordnung zum Schutz der Bevölkerung vor Lärmbelästigungen aufgenommen.
<Zusammenfassung lesen>
Zustimmung aus Sachsen-Anhalt von Umweltministerin Prof. Dr. Claudia Dalbert (DIE GRÜNEN)
Stellungnahme des Ministeriums für Umwelt, Landwirtschaft und Energie des Landes Sachsen-Anhalt: Sowohl Wild- als auch Heimtiere, die teilweise ein um ein Vielfaches höheres Hörvermögen als Menschen haben, leiden erheblich unter der durch Feuerwerkskörper ausgelösten „Ausnahmesituation“. Viele der in Obhut des Menschen gehaltenen Tiere sind Fluchttiere und reagieren besonders empfindlich auf laute Geräusche und ungewohnte Lichteffekte. Feuerwerke versetzen die Tiere nicht nur in Todesangst und Panik, sondern können schnell zur tödlichen Gefahr werden. Diese negativen Auswirkungen der Feuerwerke auf Tiere sind bekannt.
Wildtiere reagieren besonders empfindlich auf potenzielle Gefahren, denn in der Natur müssen sie ihr Überleben tagtäglich durch Achtsamkeit, Flucht oder Verteidigung sichern. Auch für eingesperrte Tiere in Zoos und Tierparks bedeutet der enorme Lärm eines Feuerwerks großen Stress. Fehlende Fluchtmöglichkeiten durch die Gefangenschaft führen zu Angst und Panik.
In § 1 Tierschutzgesetz ist die Verantwortung des Menschen für den Schutz des Tieres geregelt: „Niemand darf einem Tier ohne vernünftigen Grund Schmerzen, Leiden oder Schäden zufügen.“ Im Tierschutzgesetz bedarf es dazu keiner Spezialregelung. Im nachgewiesenen Schadensfall können über die §§ 17 oder 18 Tierschutzgesetz Personen zur Verantwortung gezogen werden.
Eine Änderung von sprengstoffrechtlichen Vorschriften aus Tierschutzgründen wird aus oben genannten Gründen begrüßt. Vorstellbar ist die Aufnahme bestimmter Haltungseinrichtungen von Tieren in die Sprengstoffverordnung, analog zur Norm zum Schutz bestimmter Gebäude. So könnte ein Verbot für unmittelbare Nähe von Nutztier-, Gehegewild- und Zootierhaltungen sowie Tierheimen verankert werden, das keiner Prüfung im Einzelfall bedarf und bundesweit eine Schutzwirkung entfaltet. Dies würde die Anzeige von Störern ermöglichen und kommt der Forderung nach Einstellung der Böllerei in der Nähe von Tieren entgegen.
Die Sorge des Petenten über die Schmerzen, Leiden und Schäden von Tieren durch den Einsatz von Feuerwerkskörpern ist nachvollziehbar. Dem Anliegen der Petition wird aus fachlicher Sicht zugestimmt.
Es wird eine Novellierung des Sprengstoffrechts durch eine Erweiterung des bisher nur für bestimmte Gebäude und Anlagen bestehenden Abbrennverbots pyrotechnischer Gegenstände vorgeschlagen. Die Erweiterung sollte sich auf die unmittelbare Nähe von Nutztier-, Gehegewild- und Zootierhaltungen sowie Tierheime beziehen.
Sollte die Erweiterung der Spregstoffverordnung auf diese Einrichtungen bislang nicht von einer Ermächtigungsgrundlage gedeckt sein, wäre zuvor das Sprengstoffgesetz entsprechend anzupassen.
Das Ministerium für Umwelt, Landwirschaft und Energie des Landes Sachsen-Anhalt stimmt dem Anliegen des Petenten aus fachlicher Sicht zu.
Petition Nr. 7-I/00292
Bearbeitet von Frau Heine (Petitionsausschuss)
Ministerin Prof. Dr. Claudia Dalbert (Film)
Tel.: +49 391 567 1971
Fax: +49 391567 1990
E-Mail: Jonas-Mathis.Katzmann@mule.sachsen-anhalt.de
https://claudia-dalbert.de
Kurzatmige Antwort aus Niedersachsen zur Eingabe Böllerverbot nahe Weidetierhaltung
…und die gesetzlich bereits bestehenden Verbote besser durchzusetzen … Für Ihr Anliegen ist der Niedersächsische Landtag nicht zuständig. „Nach meinen Feststellungen handelt es sich jedoch um eine Angelegenheit, für deren parlamentarische Überprüfung der Deutsche Bundestag zuständig ist. Ihr Einverständnis voraussetzend habe ich Ihr Schreiben an den Petitionsausschuss des Deutschen Bundestages abgegeben.“
Sie werden von dort weitere Nachricht erhalten. Etwaige Schreiben richten Sie deshalb bitte unmittelbar dorthin.
Lange Rede kurzer Sinn, diese bemerkenswerte Antwort auf unser aller Petition vom 10.12.19 kam bereits am 28.03.20.
mit Schreiben vom 14. Januar 2020 teilt uns der Bundestag mit das unser Anliegen Ländersache sei und es uns frei steht uns an alle Landesvolksvertretungen zu wenden!
mit Schreiben vom 26. März 2020 teilt uns das Land Niedersachsen mit das es sich um eine Bundestagszuständigkeit handelt. Obwohl Nds. der Brief vom Bund vorlag.
Bürger Ping Pong?
Eingabenummer: 01477/11/18
Ansprechpartner Herr Dietrich (Durchwahl 0511-3030-2181)
und Herr Gutzler (Durchwahl 0511-3030-2175)
E-Mail-Anschrift: poststelle@lt.niedersachsen.de
Alle Mitglieder im Petitionsausschuss des Landtages Niedersachsen.
Alle wissenswerten Infos zum Thema Petitionen in Niedersachsen.
„nette“ Antwort aus dem Saarland von Umweltminister R. Jost (SPD) zu Böllerverbot
Mit seiner Eingabe wendet sich der Petent gegen das Fehlen eines Abbrennverbots für pyrotechnische Gegenstände in der Nähe von Ställen und Weiden im Hinblick auf den Tierschutz.
Der Umgang mit explosivgefährlichen Stoffen unterliegt dem bundesrechtlichen Regelungsbereich des Spregstoffgesetzes (SprengG). Zum Umgang gehört unter anderem das Verwenden (Abbrennen). Beim „Silversterfeuerwerk“ handelt es sich um pyrotechnische Gegenstände. Dieses Feuerwerk ist nach der Ersten Verordnung zum Sprengstoffgesetz (1. SprengV) in Kategorien eingeteilt. Unter Kleinstfeuerwerk der Kategorie F1 fallen z.B. Tischfeuerwerk und Wunderkerzen. Diese dürfen Kinder erst ab einem Alter von 12 Jahren besitzen und abbrennen, allerdings das ganze Jahr über. Für den Umgang mit Kleinfeuerwerk der Kategorie F2, wie z.B. Raketen, Sonnenräder und Chinaböller, muss man mindestens 18 Jahre alt sein. Diese pyrotechnischen Gegenstände dürfen nur zum Jahreswechsel am 31.12. und 1.1. von jedermann unter Beachtung der Sicherheitsbestimmungen abgebrannt werden. Der Umgang mit Mittelfeuerwerk (Kategorie F3) und Großfeuerwerk (Kategorie F4) ist Erlaubnisinhabern vorbehalten, die der Gemeinde ein Abbrennen rechtzeitig anzuzeigen haben.
Das Abbrennen pyrotechnischer Gegenstände ist in unmittelbarer Nähe zu Kirchen, Krankenhäusern, Kinder- und Altersheimen sowie besonders brandempfindlichen Gebäuden oder Anlagen nach § 23 Abs. 1 der 1. SprengV verboten.
Seit einigen Jahren sind bundesweit zunehmend Beschwerden gegen das Abbrennen von Silvesterfeuerwerken zu verzeichnen. In den letzten Jahren hat sich die Art der pyrotechnischen Gegenstände der Kategorie F2 (klassisches Silvesterfeuerwerk für den Privatgebrauch) erheblich verändert. In der Vergangenheit wurden zu Silvester vorrangig einzelne Knallkörper und Leuchtraketen verwendet. Mittlerweile werden von den Verbrauchern sogenannte Verbundfeuerwerkskörper (handelsüblich mit bis zu 100-Schuss) bevorzugt, so dass Licht- und Knalleffekte vom selben Feuerwerkskörper ausgehen.
Die 1.SprengV bietet den zuständigen Behörden bislang nur die Möglichkeit, die Verwendung von pyrotechnischen Gegenständen
mit ausschließlicher Knallwirkung der Kategorie F2 in bestimmten dichtbesiedelten Gemeinden oder Teilen von Gemeinden zu bestimmten Zeiten und
der Kategorie F2 in der Nähe von Gebäuden oder Anlagen, die besonders brandempfindlich sind
mittels Anordnung zu beschränken. Dabei kann eine Beschränkung zu Silvester und Neujahr auch gänzlich oder zu bestimmten Zeiten erfolgen.
Da das SprengG zum Gefahrenabwehrrecht gehört und bislang lediglich der Gefahrenabwehr dient, also dem Schutz von Leben, Gesundheit und Sachgütern, sind die Belange des Tier-, Natur- und Immissionsschutzes im SprengG nicht verankert. Auf Grund der Forderung der Länder ist es seit geraumer Zeit angedacht, das SprengG zu novellieren. Im Rahmen der Novellierung ist beabsichtigt, andere Belange mit zu berücksichtigen und den Kommunen den Spielraum für ein Abbrennverbot zu erweitern.
Nach dem Tierschutzgesetz gibt es keine Rechtsgrundlage, Feuerwerk zu verbieten.
Nach dem Bundesnaturschutzgesetz sind allerdings heute schon alle Veränderungen und Störungen, die zu einer erheblichen Beeinträchtigung eines Natura 2000-Gebietes in seiner für die Erhaltungsziele oder den Schutzzweck maßgeblichen Bestandteilen führen können, unzulässig. Somit ist regelmäßig das Abbrennen von Feuerwerk im Schutzgebiet verboten.
Zeichen: C/4-7232-0400#0072
Minister Reinhold Jost E-Mail: minister@umwelt.saarland.de
Staatssekretär Sebastian Thul E-Mail: staatssekretaer@umwelt.saarland.de
Sachbearbeiter Heiko Rokoschoski h.rokoschoksi@umwelt.saarland.de
Eingabe Betreffend Feuerwerk Zeichen Tgb.-Nr. E 2807/20
Der Ausschuss für Eingaben hat sich unter Berücksichtigung einer Stellungnahme des Ministeriums für Umwelt und Verbraucherschutz in seiner Sitzung am 13.03.2020 mit Ihrer vorbezeichneten Eingabe befasst.
Im Hinblick darauf, dass die ministerielle Prüfung Ihrer Angelegenheit zu einem parlamentarisch nicht zu beanstandenden Ergebnis geführt hat, sah sich der Ausschuss bei seiner Beschlussfassung veranlasst, die Stellungnahme der Regierung zu bestätigen und Ihre Eingabe für erledigt zu erklären.
Die Behandlung Ihrer Eingabe ist damit abgeschlossen.
Ralf Georgi (DIE LINKE) r.georgi@landtag-saar.de oder ralf.georgi@linksfraktion-saar.de
Ausschuss für Eingaben Sachbearbeiter: t.thiel@landtag-saar.de
Zoo am Meer – Allgemeinverfügung 1:1 auf Weidetierhaltung übertragbar?
Begründung: Da das Abbrennen pyrotechnischer Gegenstände mit Knall-, Heul- und Lichteffekten einhergeht, sind diese unter dem Gesichtspunkt des Tierschutzes in der Nähe von Tierhaltungen, insbesondere Wildtierhaltungen, grundsätzlich abzulehnen. Durch ein Feuerwerk werden Tiere in höchstem Maß erschreckt, da die damit verbundenen Geräusche und Lichteffekte für sie fremd sind, überraschend auftreten und nicht zu ihrer gewohnten Lebenssituation passen. Dies gilt insbesondere auch für die Wildtiere, die im Zoo am Meer leben. Sie reagieren sehr empfindlich und sensibel auf ungewohnte Geräusche. Die Reaktionen können nicht an einer Lautstärke festgemacht werden, es reicht vielmehr, dass die auftretenden Effekte, wie Knall, Pfeifen, Lichter oder Blitze plötzlich auftreten.
Die Tierarten reagieren unterschiedlich.
Durch ein Feuerwerk wird das Wohlbefinden der Tiere erheblich gestört und den Tieren werden Leiden (Schreck) und möglicherweise auch Schäden (körperliche Reaktionen, Verletzungen) zugefügt. In den Freigehegen brüten Pinguine und Basstölpel. Der Zoo am Meer zählt zu den wenigen Zoos, die diese in menschlicher Obhut seltenen Meeresvögel regelmäßig erfolgreich züchten. Durch die ungewohnten Effekte gestört verlassen diese Tiere ihr Gelege oder die Jungtiere. Die Eier kühlen aus und es kommt nicht zum Schlupf, Küken werden verlassen und kühlen ebenfalls aus. Die Zucht dieser Tierarten, die zum Teil vom Aussterben bedroht sind, wäre gefährdet. Schneehasen sind sehr panikanfällig, es kann zum Herz-Kreislauf-versagen kommen.
Der Zoo am Meer beteiligt sich im Rahmen des Europäischen Erhaltungszuchtprogramms auch an der Nachzucht der stark vom Aussterben bedrohten Humboldtpinguine. Die Küken der Pinguine auf der Pinguinanlage haben insbesondere in den ersten Lebenswochen eine enge Beziehung zu den Eltern und sind besonders schreckhaft. Nächtliche überraschende akustische und/oder visuelle Reize bedeuten auch hier akute Verletzungsgefahr für die Nachzuchttiere.
Nach § 32 Abs. 1 SprengG kann die zuständige Behörde im Einzelfall anordnen, welche Maßnahmen zur Durchführung des § 24 SprengG zu treffen sind. Dabei können auch Anordnungen getroffen werden, die über die auf Grund einer Rechtsverordnung nach § 25 SprengG oder § 29 SprengG gestellten Anforderungen hinausgehen, soweit dies zum Schutze von Leben, Gesundheit und Sachgütern Dritter erforderlich ist.
Bei den Tieren im Zoo am Meer handelt es sich um Sachgüter Dritter. Ein Feuerwerk in der Nähe des Zoo am Meer gefährdet wertvolle Tiere. Das Abbrennen von Feuerwerken in unmittelbarer Nähe zum Zoo am Meer ist somit nicht in Einklang mit dem Schutz von Sachgütern Dritter im Sinne des § 32 Abs. 1 SprengG zu bringen. Daher werden Feuerwerke in der näheren Umgebung des Zoos untersagt.
§32 Abs. 1 Gesetz über explosionsgefährliche Stoffe (Sprengstoffgesetz – SprengG) in der Fassung der Bekanntmachung vom 10. September 2002 (BGBl. I S. 3518), zuletzt geändert durch Art. 289 der Verordnung vom 31. August 2015 (BGBl. I S. 1474),
§80 Abs. 2 Nr. 4 Verwaltungsgerichtsordnung (VwGO) in der Fassung der Bekanntmachung vom 19. März 1991 (BGBl. I S. 686), zuletzt geändert durch Art. 171 der Verordnung vom 31. August 2015 (BGBl. I S. 1474). Gewerbeaufsicht des Landes Bremen
Zum Schutz der Tiere im Zoo am Meer hat die Gewerbeaufsicht des Landes Bremen eine Allgemeinverfügung (pdf) erlassen. Innerhalb definierter Schutzzonen wird das Abbrennen pyrotechnischer Gegenstände aller Kategorien stark eingeschränkt. Quelle. (Link)
Zuwiderhandlungen können je nach Gefährdung mit einem Bußgeld in Höhe von bis zu 10.000 Euro belegt werden. Die Ortspolizeibehörde Bremerhaven wird Zuwiderhandlungen konsequent verfolgen. Quelle Polizei.
Das dies genau so auch anwendbar auf Weidetierhaltung sein kann Beweist die Allgemeinverfügung über das Abbrennen von Feuerwerken in der Samtgemeinde Hollenstedt:
„…Zudem ist in einem Abstand von 50 m zu Tiergehegen und Koppeln das Abbrennen von pyrotechnischen Gegenständen der Kategorie 2 und das Schießen mit Schreckschuss- und Signalwaffen nicht erlaubt.“
In der Samtgemeinde Hollenstedt sind eine große Zahl von besonders brandempfindlichen Gebäuden sowie Tiergehegen und Koppeln vorhanden. … Auch Tiere sind durch den erheblichen Lärm der explodierenden Knallgeräusche einem großem Stress ausgesetzt und geraten in Angst. Quelle (Link) oder PDF Allgemeinverfügung Hollenstedt.
„Mit diesen Argumenten sollte die Begründung von Senatorin Claudia Bernhard (DIE LINKE) widerlegt sein .. „
Dieses Update wurde geteilt von Ulrich Scharfenort und die Deutsche Umwelthilfe e.V.
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 Art. 289

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 Art. 171
 Art. 6
 Art. 6
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 Art. 28
 Art. 6