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Timestamp: 2019-09-21 10:04:10+00:00

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Krombacher "Felsquellwasser" - hobbybrauer.de
Beitrag von Maex » Montag 1. Mai 2017, 12:21
Beitrag von Cubase » Montag 1. Mai 2017, 12:24
Vermutlich aus der Feder einer Werbeagentur.
Beitrag von Biermensch » Montag 1. Mai 2017, 12:30
Es kommt aus irgendeiner Quelle. Wie jedes Quellwasser blubbert es an irgendeinem Felsen vorbei. So nennen darf es aber nur Krombacher.....das konnte ich so auf die schnelle im Internet erlesen.
Beitrag von Duke » Montag 1. Mai 2017, 14:54
Wir machen darüber im Freundeskreis unseren Witz, dass irgendwann
Kollege Braumeister vor dem Einmaischen daherkommt und mit der
Pipette Felsquellwasser in die restlichen 13947 Liter Wasser tröppelt...
Beitrag von mobilat » Montag 1. Mai 2017, 15:18
Bier mit "Felsquellwasser" und dazu eine Praline mit "Piemont-Kirsche" mmmhhh ...
...es lebe die Werbeindustrie! ;)
Beitrag von Eifelbauer » Montag 1. Mai 2017, 15:25
Hier um die Ecke gibt es das Monschauer Felsenkeller Brauhaus. Die haben von 1924 bis 1994 ein Felsquell Pils neben ihrem Zwickl gebraut. Ich bin mir nicht mehr sicher, habe aber in Erinnerung, dass die wegen zu großen Schwankungen der Wasserqualität aufgehört haben. Das Brauhaus ist jetzt ein Museum und die lassen das Zwickl jetzt Auswärts brauen.
Beitrag von quasarmin » Montag 1. Mai 2017, 17:48
Biermensch hat geschrieben: Es kommt aus irgendeiner Quelle. Wie jedes Quellwasser blubbert es an irgendeinem Felsen vorbei. So nennen darf es aber nur Krombacher.....das konnte ich so auf die schnelle im Internet erlesen.
Irgendeine Quelle ist es sicher nicht. Ich kann mir nicht vorstellen das eine Brauerei sich dem Risiko aussetzt und eine eigene Quelle für Brauwasser verwendet, weil diese streng nach der TrinkwV 2001 gesundheitsamtlich überwacht werden muss. Wehe die Werte stimmen mal nicht. Hinter diesem Felsquellwasser verbirgt sich sicher nichts anderes als Krombacher Stadtwerke :-)
Einen anderen Werbegag, die Küstengerste hingegen gibt es wirklich, sehe ich hier jedes Jahr auf den Feldern ;-)
Beitrag von bodenseeoldi » Montag 1. Mai 2017, 18:07
Brau Wasser har höhere Anforderungen als irgend eine Trinkwasserverordnung!
Beitrag von sb11 » Montag 1. Mai 2017, 18:10
bodenseeoldi hat geschrieben: Brau Wasser har höhere Anforderungen als irgend eine Trinkwasserverordnung!
Beitrag von §11 » Montag 1. Mai 2017, 18:21
Das ist ganz einfach Humbug!
Fuer Brauwasser gilt natuerlich die TrinkwasserVO. Einzig fuer Mineralwaesser gibt es zudem bestimmte Voraussetzungen.
Beitrag von Ladeberger » Montag 1. Mai 2017, 18:56
quasarmin hat geschrieben: Irgendeine Quelle ist es sicher nicht. Ich kann mir nicht vorstellen das eine Brauerei sich dem Risiko aussetzt und eine eigene Quelle für Brauwasser verwendet, weil diese streng nach der TrinkwV 2001 gesundheitsamtlich überwacht werden muss.
Krombacher betreibt insgesamt 48 Brunnen.
Eigene Tiefbrunnen sind bei Brauereien dieser Größe eher die Regel als eine Ausnahme...
Beitrag von quasarmin » Montag 1. Mai 2017, 19:04
Ah ja, ich habs auch gefunden:
https://www.krombacher.de/Braukunst/Roh ... ellwasser/
Damit haben sie natürlich eine gewisse Redundanz.
Beitrag von §11 » Montag 1. Mai 2017, 19:12
Auch schon bei bedeutend kleineren Brauereien. Stadtwasser ist relative teuer und da eben Wasser mengenmaessig den groessten Anteil bei der Bierherstellung macht. Grob mit allen Reinigungsarbeiten kann man in etwa mit 5-10 Liter Wasser je Liter Verkaufsbier rechnen. Da lohnt sich der eigenen Tiefbrunnen schnell (wenn erlaubt)
Beitrag von Boludo » Montag 1. Mai 2017, 19:55
Ich kann mir ehrlich gesagt nicht vorstellen, dass die ihr Wasser nicht behandeln.
Das macht doch eigentlich so ziemlich jede Brauerei.
Beitrag von Alt-Phex » Montag 1. Mai 2017, 20:01
Boludo hat geschrieben: Ich kann mir ehrlich gesagt nicht vorstellen, dass die ihr Wasser nicht behandeln.
Kann ich mir auch nicht vorstellen. Aber sie werben ja auch nicht mit "unbehandeltes" Felsquellwasser
Beitrag von Birnsojjel » Montag 1. Mai 2017, 20:36
Vielleicht kurz zur Erläuterung aus Sicht eines Anliegers ;-)
Die Krombacher Brauerei hat lange Jahre tatsächlich ihr Bier aus dem Wasser des "Felsquellwassers" gebraut, d.h. aus Quellen- bzw. Tiefbrunnenwasser. Das ging auch so lange gut, bis die Brauerei ihren Ausstoß zu Beginn der 90er Jahre exorbitant gesteigert hat. Das hatte zur Folge, dass es vermehrt Beschwerden von hiesigen Landwirten gab, deren Felder, Wiesen und Weiden zunehmend trockener wurden... Tatsächlich sank der Grundwasserspiegel in dieser Zeit deutlich...
Schließlich wurde die Entnahmemenge reduziert und das restliche benötigte Wasser aus dem Trinkwassernetz der Kreuztaler (nicht Krombacher) Stadtwerke entnommen. Soweit die nicht fundierten, unrecherchierten und mündlich überlieferten Erkenntnisse eines ehemals Kreuztaler Einwohners.
Achos: seitdem heißt es nicht mehr wie früher "aus Felsquellwasser" sondern nur noch "mit Felsquellwasser"
Beitrag von quasarmin » Montag 1. Mai 2017, 21:08
Sogar die Zeit hat sich schon mal diesem Thema angenommen:
http://www.zeit.de/2014/17/quengelzone-kuestengerste
Natürlich ist das auch nur die Meinung des Verfassers.
Ha, gerade fallen mir auch noch die Jod S11 Körnchen ein :-)
Beitrag von hutschpferd » Montag 1. Mai 2017, 23:25
Jedes Quellwasser ist Grundwasser. Und ob das nun durch Fels oder Konglomerat ging ist vom Namen her wurscht. Ich würde aus hygienischer Sicht Fels wegen der möglichen Wegigkeit nicht bevorzugen
Beitrag von Bierjunge » Dienstag 2. Mai 2017, 07:30
Eben. Und daher ist es mir auch ziemlich wurscht, ob die ihr Wasser aus einer Felsenquelle, eigenen Tiefbrunnen, dem Stadtwasserhahn, direkt aus dem Formel-1-Stausee oder meinetwegen aus dem Keller der Semperoper gewinnen. Durch Enthärten und Aufsalzen kann man daraus jedes Brauwasser der Welt machen.
Ich finde es nur ziemlich armselig, wenn einem zum eigenen Bier keine anderen Alleinstellungsmerkmale einfallen als bloß die Herkunft des (eigentlich beliebig anpassbaren) Wassers. Ich wüsste zu meinem Bier ja viel zu erzählen. Wo mein Wasserversorger seine Quelle hat, gehört nicht unbedingt dazu.
Beitrag von flying » Dienstag 2. Mai 2017, 08:14
Es gilt zwar die Trinkwasserverordnung aber diese widerspricht den Empfehlungen für Brauwasser. Der für Trinkwasser erlaubte Nitratgehalt von 50 mg/L macht es als Brauwasser ziemlich unbrauchbar.
Beitrag von monsti88 » Dienstag 2. Mai 2017, 09:59
quasarmin hat geschrieben: Sogar die Zeit hat sich schon mal diesem Thema angenommen:
Mir fehlt in der Aufzählung aber noch der "Bitburger Siegelhopfen", den konnte ich bisher in noch keinem Braushop finden...
Beitrag von ggansde » Dienstag 2. Mai 2017, 10:03
das mit dem Hopfen ist aber kein Witz. Bitburger baut seinen eigenen Hopfen in Holsthum nahe Bitburg an. Und Besiegeln von Hopfen ist ja auch nichts neu erfundenes.
Beitrag von Ladeberger » Dienstag 2. Mai 2017, 10:28
Jepp. Die Bezeichnung bezieht sich auch nicht auf die Brauerei, sondern den Siegelbezirk rund um Bitburg. Ein "Bitburger Siegelhopfen" darf daher nur aus Holsthum, Peffingen und Prümzurlay stammen (§ 1 HopfGDV RP 2001).
Der Bedarf wird durch den Bitburger Siegelhopfen allerdings nicht gedeckt. Den Rest kauft Bitburger eigenen Angaben zufolge aus der Hallertau zu.
Beitrag von monsti88 » Dienstag 2. Mai 2017, 10:52
Jeder Tag ist ein Schultag! Wieder was gelernt.
Beitrag von §11 » Dienstag 2. Mai 2017, 12:33
Es ging um die Aussage das es höhere Anforderungen gibt. Offiziell gilt für Brauwasser die Trinkwasserverordnung.
Beitrag von §11 » Dienstag 2. Mai 2017, 12:36
Es gab (gibt?) noch die feine Kellerhefe bei Maisel's Weizen
Beitrag von Schlafwagenschaffner » Dienstag 2. Mai 2017, 15:19
Ladeberger hat geschrieben: Jepp. Die Bezeichnung bezieht sich auch nicht auf die Brauerei, sondern den Siegelbezirk rund um Bitburg. Ein "Bitburger Siegelhopfen" darf daher nur aus Holsthum, Peffingen und Prümzurlay stammen (§ 1 HopfGDV RP 2001).
Also ich kenn hie in Sachsen einen Hopfenbauern bei dem hängen mehrere Urkunden über Siegelhopfen an der Wand.
Beitrag von Fe2O3 » Dienstag 2. Mai 2017, 15:32
Schlafwagenschaffner hat geschrieben:
Ist doch kein Problem (Außer vlllt. es sind Urkunden über Siegelhopfen aus dem Siegelbezirk "Bitburg" oder einem anderen (wobei man solche Urkunden in alt ggf. auch ab und an bei Ebay kaufen kann.)
Genereller Input für die "Siegel"-Diskussion von Wikipedia:
- Siegelhopfen
- Siegelbezirk
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Beitrag von Jevers Zeuge » Samstag 2. Dezember 2017, 01:41
Da bin ich grad auf Recherche. Aus "aus Felsquellwasser" wurde "mit Felsquellwaser".
Und der Bitburger Siegelhopfen.... Die bauen in dem Gebiet auf 22 ha Hopfen an. Das reicht rechnerisch für einen Anteil von ca. 5 % im Bier.
D. h. 95 % werden zugekauft. Man könnte also von "kann Spuren von Bitburger Siergelhopfen enthalten" sprechen. Das scheint bei Krombachers "Felsquellwasser" ähnlich zu sein.
Reinheitsgebot = Geschmacksverbot
Beitrag von Alt-Phex » Samstag 2. Dezember 2017, 06:26
Jevers Zeuge hat geschrieben: ↑
Samstag 2. Dezember 2017, 01:41
Man könnte also von "kann Spuren von Bitburger Siergelhopfen enthalten" sprechen.
Du weisst aber schon was Siegelhopfen eigentlich ist ?
https://de.wikipedia.org/wiki/Siegelhopfen
Beitrag von DevilsHole82 » Samstag 2. Dezember 2017, 16:32
Da bin ich grad auf Recherche. Aus "aus Felsquellwasser" wurde "mit Felsquellwaser"... Man könnte also von "kann Spuren von Bitburger Siergelhopfen enthalten" sprechen. Das scheint bei Krombachers "Felsquellwasser" ähnlich zu sein.
Das ist beides nicht korrekt. Seit 1962 heißt es "mit Felsquellwasser gebraut" und davor gab es keinen rechtlich geschützten Werbe-Slogan. Und dieses sogenannte Felsquellwasser wird aus - ich bin mir über die Anzahl nicht mehr 100%ig sicher - neun eigenen Tiefbrunnen gefördert.
Restliches Nutzwasser, was nicht zum Brauen verwendet wird, kommt entweder aus der Breitenbach- oder Obernautalsperre. Wie für alle anderen Siegerländer.
Beitrag von §11 » Samstag 2. Dezember 2017, 16:42
Bei der Diskussion wird oft übersehen das sehr viele Brauereien eigene Brunnen haben, das ist ganz einfach eine Kostenfrage
Beitrag von Dr.Edelherb » Sonntag 3. Dezember 2017, 12:57
Wie siehts denn eigentlich mit der Wasserbehandlung und dem RHG aus?
CaCl, CaSO, Milchsäure usw., ist ja alles mit E Nummern gekennzeichnet, müsste man das nicht eigentlich angeben?
Beitrag von §11 » Sonntag 3. Dezember 2017, 14:43
Sonntag 3. Dezember 2017, 12:57
Unterschiedlich. Während Braugips zum Beispiel zugelassen ist, darf Milchsäure nur als Sauergut oder Sauermalz zugegeben werden.
Beitrag von Boludo » Sonntag 3. Dezember 2017, 15:25
Man darf alles zugeben, was eh schon im Wasser ist. Also Calcium, Chlorid, Sulfat usw. Milchsäure gehört, wie Jan schon sagt, nicht dazu.
Calciumoxid bzw Hydroxid geht auch.
Beitrag von Dr.Edelherb » Sonntag 3. Dezember 2017, 20:38
Beitrag von DevilsHole82 » Donnerstag 24. Januar 2019, 10:55
Heute wird übrigens am Oberlandesgericht Hamm über die Wortmarke "Felsquellwasser" verhandelt. Ein Hobbybrauer aus Neuss - wer von Euch ist es? - hat gegen die Krombacher Brauerei Klage eingereicht.
Siehe aktueller Artikel in der WP: https://www.wp.de/panorama/gericht/krom ... 65819.html
Beitrag von omitz » Donnerstag 24. Januar 2019, 11:43
Beitrag von afri » Donnerstag 24. Januar 2019, 12:03
Ich unterstelle mal, dass keiner hier so kleinkariert ist, wie der genannte Hobbyist, der von einer gewonnenen Verhandlung nix hätte.
Beitrag von §11 » Donnerstag 24. Januar 2019, 12:42
Donnerstag 24. Januar 2019, 12:03
Ich verstehe die Klage auch nicht
Beitrag von London Rain » Donnerstag 24. Januar 2019, 13:02
Ich find's lustig. Das ist einfach Marketingbullshit. Als nächstes gerne die "Küstengerste".
Beitrag von §11 » Donnerstag 24. Januar 2019, 13:26
Donnerstag 24. Januar 2019, 13:02
Ja, aber die Klage richtet sich gegen die Eintragung als Marke. D.h. Krombacher kann den Bullshit lückenlos weiter verzapfen.
Beitrag von DevilsHole82 » Donnerstag 24. Januar 2019, 14:46
Ergebnis der heutigen Verhandlung ist auch schon da:
SPOILER ALARM: Krombacher hat fürs Erste gewonnen.
https://www.wp.de/region/sauer-und-sieg ... mxrDjA98KI
EDIT: Der Hobbybrauer ist nun auch namentlich erwähnt worden und kann geteert und gefedert werden
Beitrag von beercan » Donnerstag 24. Januar 2019, 14:50
Beitrag von §11 » Donnerstag 24. Januar 2019, 14:52
Donnerstag 24. Januar 2019, 14:46
Die Überschrift ist falsch. Krombacher hätte so oder so weiterhin damit werben dürfen.
Beitrag von DevilsHole82 » Donnerstag 24. Januar 2019, 14:58
Ist mir nicht aufgefallen. Überschriften überfliege ich nur, um zu filtern welcher Artikel mich überhaupt interessiert.
Aber recht hast Du. Es ging ja nur um die Wortmarke.
Beitrag von §11 » Donnerstag 24. Januar 2019, 15:06
Donnerstag 24. Januar 2019, 14:58
Eben, das ist es ja. Auch die Argumentation das das gut ist wenn jemand endlich aufräumt mit diesen Marketingexzessen die nicht der Wahrheit entsprechen, zieht nicht, im Gegenteil, würde der Kläger gewinnen, könnte diesen Mist wirklich jeder erzählen, so kann das nur Krombacher behaupten....
Beitrag von London Rain » Donnerstag 24. Januar 2019, 16:38
Außer es fände sich ein findiger Mineralwasserhersteller, der das wirklich zu Recht behaupten kann und der dann seinen Sprudel so nennen würde.
Beitrag von §11 » Donnerstag 24. Januar 2019, 17:07
Donnerstag 24. Januar 2019, 16:38
Dann haette er die Wortmarke fuer Mineralwasser eingetragen das wuerde Krombacher immer noch nicht belasten. Das genau ist ja Gegenstand der Klage, das Krombacher kein Bier mit der Marke Felsquellwasser auf dem Markt hat, also die Marke nie genutzt hat.
Beitrag von §11 » Donnerstag 24. Januar 2019, 17:15
Von Interesse ist lediglich die Wortmarke, denn die Bildmarken oben werden so genutzt:
Und die Marke "Feksquellewasser" ist nur fuer Bier eingetragen:

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