Source: https://issuu.com/boulevardbaden/docs/stadtzeitung_12_2011
Timestamp: 2017-04-28 05:22:57+00:00

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Stadtzeitung Karlsruhe, Ausgabe 12, 2011 by undefined - issuu
Wer wissen will, wo und wann die
Stadt Karlsruhe den Verkehr überwacht, wird jetzt im Internet über das
neue Modul „Geschwindigkeitsüberwachung“ fündig.
Seite IIEhrensacheELGemeinderatAS
ITFörderantrag für NordtangenteOst, Gleichstellungs-Charta oder ein
Schnellradweg: Beiträge über die
jüngste Plenarsitzung des Gemeinderats sind zu lesen auf
Seite IVStadt Zeitung
FIBei „Mitmachen Ehrensache“ hatten Schüler 23 700 Euro für soziale
Projekte erarbeitet. Bei der Abschlussveranstaltung dankte ihnen BM Martin Lenz für ihr Engagement. Seite IIIAmtsblatt der Stadt Karlsruhe
65. Jahrgang · Nr. 1225. März 2011Höhe Tullastraße:
Kein Queren mehr
Im Zuge der Baumaßnahme Straßenbahn Südost beginnt kommende
Woche die nächste Bauphase an der
Kreuzung Tullastraße/Gerwigstraße.
Aus diesem Grund wird das Queren
der Tullastraße ab Montag, 28. März,
7 Uhr, in beiden Fahrtrichtungen der
Gerwigstraße nicht mehr möglich
sein. Diese Sperrung dauert voraussichtlich bis Ende Juni 2011. Das
Tiefbauamt hat eine Umleitung ausgeschildert, bittet Ortskundige jedoch, den Bereich Tullastraße/Gerwigstraße für den Zeitraum der Bauarbeiten weiträumig zu umfahren.
Eine Übersicht über Baustellen und
Sperrungen in Karlsruhe bietet die
Verkehrsmanagementzentrale der
Stadt unter http://vmz.karlsruhe.de.
Hier gibt es auch aktuelle Informationen zur Verkehrslage im Stadtgebiet.Kommunaler Ordnungsdienst ab April im Einsatz:Sicherheit durch mehr Präsenz
Der KOD startet mit elf Ordnungskräften im Mehrschichten-Dienst
Nur ein Jahr dauerte es, bis die im März vergangenen Jahres
vom Gemeinderat beschlossene Einführung eines Kommunalen Ordnungsdienstes (KOD) umgesetzt werden konnte. Aus
über 400 Bewerbungen wurden die elf hauptberuflichen Ordnungskräfte ausgewählt, die jetzt bereits ab dem 1. April im
Einsatz sein werden. „Mit mehr Polizeipräsenz soll die objektiKarlsruhe sei zwar keine unsichere
Stadt, die Zunahme von Körperverletzungen, Sachbeschädigungen und Ordnungsverstößen, zwinge aber die Stadt zu
eigenem Handeln, weil der Sparkurs des
Landes auch vor einem Stellenabbau bei
der Polizei nicht halt gemacht habe. Dabei sah der OB den KOD aber keinesfallsve Sicherheitslage verbessert und das subjektive Sicherheitsempfinden der Bevölkerung in Karlsruhe erhöht werden“ beschrieb Oberbürgermeister Heinz Fenrich am Mittwoch die
Zielsetzungen. Zusammen mit dem Leiter des Ordnungs- und
Bürgeramts, Dr. Björn Weiße, stellte das Stadtoberhaupt im
Rathaus am Marktplatz den KOD den Medien vor.als Ersatz für den Polizeivollzugsdienst.
Durch Präsenz in Straßen und auf Plätzen
achte der KOD auf die Einhaltung städtischer Verordnungen. Typische Aufgaben
seien Kontrollen in Fußgängerzonen,
Grünanlagen und auf Spielplätzen. Dabei
sollen Ruhestörungen unterbunden und
besonderes Augenmerk auf die Einhal-DEN KOMMUNALEN ORDNUNGSDIENST stellten OB Heinz Fenrich und Amtsleiter
Dr. Björn Weiße (von links) am Mittwoch vor dem Rathaus am Marktplatz vor.tung jugendschutzrechtlicher Vorschriften
gerichtet werden. Die sieben ausgewählten Männer und vier Frauen, wurden bereits zum 1. Dezember eingestellt und intensiv auf ihren Einsatz vorbereitet. Bei
der Verwaltungs- und Wirtschaftsakademie eigneten sie sich Rechtskenntnisse
an, bei der Bereitschaftspolizei, standen
Einsatzplanung und das Verhalten bei
Festnahmen ebenso auf dem Schulungsprogramm wie der Umgang mit Schlagstock, Handfesseln und Pfefferspray. „Sie
haben keine angreifende Funktion, bei
Widerstand sind aber auch Festnahmen
möglich“ betonte Weiße. Die Arbeitszeit
des KOD wird im Mehrschichten-Dienst,
zunächst von 9 bis 24 Uhr laufen.
An Sonn- und Feiertagen ist die Überwachung des ruhenden Verkehrs eine
Aufgabe, die unter der Woche aber bei
den Politessen bleibt. Für die Zukunft ist
eine tägliche Präsenz von 6 bis 2 Uhr, an
den Wochenenden ein verstärkter Abendund Nachteinsatz geplant. Ob die elf Ordnungshüter ausreichen, kann Amtsleiter
Weiße nicht abschätzen: „Ein Mehr an Sicherheit bekommen wir auf jeden Fall.
Ob es personell reicht, muss sich zeigen“,
betonte er. Derzeit werden rechtliche Details geklärt, wie im KOD auch Ehrenamtliche einsetzbar sind. „Hauptamtliche als
Rumpfteam, die gerade im Sommer zur
Hauptsaison der Ordnungsstörungen
durch Ehrenamtliche unterstützt werden“, schwebt Weiße dabei vor.
-fis-Der „zufällig in Freiburg geborene
Karlsruher“ Günther Klotz wäre am
Montag 100 Jahre alt geworden (siehe
historischen Beitrag und Bericht über
die Kranzniederlegung auf Seite V).
Die Stadt würdigt ihren großen Nachkriegs-Oberbürgermeister mit einer Fotoausstellung über Klotz’ Leben und
Wirken in der Fächerstadt. Die Schau,
die OB Heinz Fenrich am Montag,
21. März, Klotz’ Geburtstag, im Foyer
des Rathauses eröffnet hat, ist bis 1. April dort aufgebaut und wandert dann in
den Ständehaussaal in der Stadtbibliothek, wo sie bis zum 28. Mai zu sehen
ist. Dort gibt es auch ein Begleitprogramm mit Vorträgen. In der Präsentation zeigen Fotos den ungeheuren Ein-Mit Stars strahlen
und Trümmer räumen
satz von Günther Klotz für seine Stadt. So
ist der Leiter der Aufräum-Arbeitsgemeinschaft Karlsruhe vor einem Trümmerzug in der Innenstadt zu sehen. Der
Bauingenieur, der in Karlsruhe studiert
hatte, hat mit dieser Arbeitsgemeinschaft
dafür gesorgt, dass Karlsruhe bereits 1947
so gut wie trümmerfrei war und der Wiederaufbau beginnen konnte.
Stolz zeigt er sich neben Gina Lollobrigida auf dem Rathausbalkon mit Blick auf
den Marktplatz (unser Bild). Auf dem Foto
nebenan aber geht er mit weltlichen und
geistlichen Honoratioren über den Depor-tiertenfriedhof Gurs, den er soeben eröffnet hat. Ein Bild weiter zeigt sich
Klotz als Außenpolitiker und legt zusammen mit seinem Kollegen aus Nancy, Pierre Wéber, den Grundstein für
die nach der Partnerstadt benannte
Halle am Festplatz. Oder er dreht ein
großes Rad und öffnet so den Schieber,
damit Gas aus den von ihm initiierten
Raffinerien in den Rheinauen zwischen
Hagsfeld, Neureut und Eggenstein ins
Karlsruher Netz fließen kann. Auf dem
Plakat, das auf die Ausstellung hinweist, entsteigt er soeben einem Lufthansa-Flugzeug. OB Fenrich nahm sich
Klotz als Vorbild und forderte dazu auf,
nicht immer nur zu verharren, sondern
auch heute noch zu verändern.
-erg-Vollsperrung am
Knoten OttostraßeAutos online ummeldenIm Rathaus gibt
es ein WahlstudioWer in Landtag einziehtKomplett umgebaut wird der Verkehrsknotenpunkt Ottostraße/Wolfartsweierer
Straße ab Montag, 28. März. Die Arbeiten
dauern voraussichtlich bis 7. Mai. In der
ersten Phase werden die Fahrbahnen eingeengt, die Kreuzung bleibt aber in allen
Richtungen passierbar. Von Dienstag, 26.
April, 6 Uhr, bis Montag, 2. Mai, 6 Uhr, ist
die Kreuzung vollständig für den Verkehr
gesperrt. Ebenso gesperrt werden in der
Osterwoche die Ausfahrten 1 der Südtangente aus Richtung Landau und Wolfartsweier. In dieser Hauptbauphase sind Umleitungen eingerichtet. Für 2. bis 7. Mai
sind die Abschlussarbeiten geplant. Dabei ist die Kreuzung wieder in allen Richtungen befahrbar, allerdings mit leichten
Behinderungen. Das Tiefbauamt bittet
die Verkehrsteilnehmer, den Streckenabschnitt großräumig zu umfahren.Stadt Karlsruhe ist eine von fünf PilotbehördenDie Stadt richtet am Wahlsonntag
(27. März) im Bürgersaal des Rathauses
am Marktplatz ein Wahlstudio ein. Dort
präsentiert das Wahlamt interessierten
Bürgerinnen und Bürgern auf Großleinwand live den Einlauf der Ergebnisse aus
den beiden Karlsruher Wahlkreisen. Außerdem sind ab 18 Uhr Fernsehberichte
über die Landtagswahl mit allen Hochrechnungen zu sehen. Das Wahlamt rechnet damit, dass erste Zahlen aus einzeln
bereits ausgezählten Karlsruher Wahlbezirken gegen 19 Uhr eintreffen. Nach Abschluss der Auszählung verkündet Kreiswahlleiter OB Heinz Fenrich voraussichtlich gegen 21 Uhr das vorläufige amtliche
Endergebnis für Karlsruhe. Einlass zum
Wahlabend, zu dem auch Kandidatinnen
und Kandidaten sowie Vertreter der Parteien erwartet werden, ist um 17.45 Uhr.Wahllokale am Sonntag von 8 bis 18 Uhr geöffnetFahrzeuge online an-, ab- und ummelden? Das wird bald keine Zukunftsmusik
mehr sein, das Umwelt- und Verkehrsministerium Baden-Württemberg hat kürzlich eine erste Demo-Version für die Zulassung per Internet freigeschaltet. Zu
den fünf Pilotbehörden, die in dem Projekt mitarbeiten, zählt auch die Stadt
Karlsruhe. Deshalb können Interessierte
die Demo-Version ab sofort auf www.
karlsruhe.de/rathaus/buergerdienste/bus
ausprobieren. So soll festgestellt werden,
ob die Nutzer mit der neuen Internet-Zulassung zurechtkommen. Gleichzeitig besteht die Möglichkeit, das Verfahren in
einem elektronischen Fragebogen anonym zu bewerten. Ziel des Tests und der
Befragung ist laut Ministerium, „das Ver-fahren zu verbessern und an die Bedürfnisse der Nutzer anzupassen“. Nur zur
Übergabe der Zulassungspapiere müsse
man noch zur Zulassungsstelle.
Ab Mitte kommenden Jahres soll dieser
„eBürgerdienst“ dann bei den Pilotbehörden in Baden-Württemberg im Echtzeitbetrieb angeboten werden, also im Landkreis Esslingen, Rhein-Neckar-Kreis und
Zollernalbkreis sowie in Stuttgart und
Karlsruhe. Das Vorhaben ist, informiert
das Ministerium weiter, ein Teil eines Projekts, an dem bundesweit insgesamt sechs
Regionen teilnehmen und das auf einen
Auftrag der Bundeskanzlerin und der Regierungschefs der Länder im Rahmen der
eGovernment-Initiative „Aktionsplan
Deutschland Online“ zurückgeht. -red-Elsbeerbäume
für besseres KlimaAN DIE SPATEN, FERTIG, LOS: Erste Bürgermeisterin Margret Mergen (Mitte) pflanzte mit Grötzinger Schülerinnen und Schülern
sowie Mitgliedern des Gemeinderats fünf Elsbeerbäume vor dem Naturfreundehaus des Malerdorfes.
Fotos (3): FränkleEinen aktiven Beitrag zum Klimaschutz
leisteten am Montag dieser Woche Jungen und Mädchen der Grötzinger Grundschule. Vor dem Naturfreundehaus auf
dem Knittelberg pflanzten sie zusammen
mit Erster Bürgermeisterin Margret Mergen und Mitgliedern des Karlsruher Gemeinderats fünf Elsbeerbäume. Der sehr
langsam wachsende Laubbaum, dessen
vitaminhaltige Früchte bereits der Reformator Martin Luther schätzte, ist Baum
des Jahres 2011. Die Pflanzaktion markierte den Auftakt zum „Internationalen
Jahr der Wälder“, das die Vereinten Nationen für das Jahr 2011 ausgerufen haben
(siehe auch Beitrag auf Seite III).
„Der Mensch kann ohne Wald nicht leben“, betonte Professor Robert Mürb,
Vorsitzender der Oberrheinischen Waldfreunde. Gleichzeitig plädierte er dafür,
sparsam mit noch unverbauten Flächen
umzugehen. Denn trotz gewachsenen
Umweltbewusstseins würden in BadenWürttemberg noch immer täglich sieben
Hektar Boden versiegelt. „Ohne Wald
hätten wir eine schlechtere Luft, kein gutes Wasser und die Welt wäre nicht ganz
so schön“, warb EB Mergen bei den Schülern im Sinne zukünftiger Generationen
mit den Ressourcen der Natur.
-nil-In wenigen Tagen fällt die Entscheidung, wer in den 15. Landtag von BadenWürttemberg einzieht. Bei der Landtagswahl am Sonntag, 27. März, sind in der
Fächerstadt laut Kreiswahlleiter Oberbürgermeister Heinz Fenrich rund 203 000
Wahlberechtigte aufgerufen (6 500 mehr
als 2006) zu entscheiden, wer aus den
Karlsruher Wahlkreisen 27 und 28 künftig
in Stuttgart vertreten sein wird. Zur Landtagswahl ist Baden-Württemberg in 70
Wahlkreise eingeteilt. Mit dem Wahlkreis
27 Karlsruhe I (Ost) und dem Wahlkreis
28 Karlsruhe II (West) entfallen auf die
Fächerstadt zwei davon. Diese wiederum
sind in insgesamt 193 Urnenwahlbezirke
und 50 Briefwahlbezirke unterteilt.
Das Verfahren bei der Wahl zum Landtag von Baden-Württemberg vereinigt die
Persönlichkeitswahl (Kandidatur in den
Wahlkreisen) mit den Grundsätzen der
Verhältniswahl (Berücksichtigung des
Stimmerfolgs der Parteien). Jede Wählerin und jeder Wähler hat eine Stimme.
Diese eine Stimme wird zweifach gewertet: zum einen wird ermittelt wie viele Sitze einer Partei im Landtag zustehen, zum
anderen wird festgestellt, welche Bewerber dieser Partei einen Sitz erhalten. Es
kommen nur Bewerberinnen und Bewerber in den Landtag, die sich in einem
Wahlkreis zur Wahl stellen. Landeslisten
wie bei Bundestagswahlen gibt es nicht.Briefwähler
sollten sich sputen
Diejenigen die noch ihre Stimme
per Briefwahl abgeben wollen, können nur noch am heutigen Freitag in
Bürgerbüros, Ortsverwaltungen und
beim Stadtamt Durlach zu den üblichen Dienstzeiten sowie im Briefwahlbüro im Neuen Ständehaus von
8 bis 18 Uhr den Antrag dazu stellen
und die Unterlagen abholen. Das
Wahlamt empfiehlt, dann auch gleich
vor Ort zu wählen und weist darauf
hin, dass Wahlbriefe spätestens am
Sonntag bis 18 Uhr im Wahlamt,
Zähringerstraße 61, sein müssen.Im Internet
Weitere Informationen zur Landtagswahl in Karlsruhe gibt es im Internet unter www.karlsruhe.de auf
den Seiten des Wahlamts. Dort können sich Interessierte auch am Sonntag über aktuelle Zwischenergebnisse und später über das vorläufige
Endergebnis der Landtagswahl in
Karlsruhe auf dem Laufenden halten.
Je zehn Bewerbungen um Mandat
Für das Direktmandat im Wahlkreis
Nr. 27 Karlsruhe I (Ost) bewerben sich
zehn Kandidatinnen und Kandidaten:
Manfred Groh (CDU), Johannes Stober
(SPD), Dr. Gisela Splett (GRÜNE), Thomas Hock (FDP), Rashid Zubair (BIG), Elwis Capece (DIE LINKE), Rainer Haag
(REP), Nelly Rühle (NPD), Heike Rohrer
(ödp), Martin Bartsch (PIRATEN).
Nr. 28 Karlsruhe II bewerben sich ebenfalls zehn Kandidatinnen und Kandidaten: Katrin Schütz (CDU), Regina SchmidtKühner (SPD), Alexander Salomon (GRÜNE), Dr. Ulrike Heiden (FDP), Ertugrul
Sahinbas (BIG), Michael Fischer (DIE
LINKE), Ursula Holzwarth (REP), Siegfried Gärttner (NPD), Dirk Uehlein (ödp)
und Uwe Lancier (PIRATEN).
Die Wahllokale sind am Wahlsonntag
von 8 bis 18 Uhr geöffnet. Das städtische
Wahlamt ist für die Herausforderungen
gerüstet: 1 900 Wahlhelfer sind ehrenamtlich in den beiden Wahlkreisen im Einsatz. Zum Urnengang sollten die Wahlberechtigten Benachrichtigungskarte und
Personalausweis mitbringen. Im Wahllokal erhalten sie zunächst den Stimmzettel
und füllen ihn dann in der Wahlkabine
aus. Einen Umschlag für den Stimmzettel
gibt es dort nicht. Deshalb sollten die
Wahlberechtigten, so Wahlamtsleiterin Dr.
Edith Wiegelmann-Uhlig, „ihren Stimmzettel noch in der Wahlkabine so falten,
dass ein Außenstehender beim Weg zur
Urne und bei der Stimmabgabe nicht erkennen kann, wie gewählt wurde“. -trö-II StadtZeitung65. Jahrgang · Nr. 12 · 25. März 2011Bei Radarkontrollen:TerminkalenderSicherheit geht vor
Infos zu Tempomessungen im Internet
In der Tennesseeallee wird die Geschwindigkeit unter anderem überwacht, weil Kinder zur Schule unterwegs sind, das gilt auch für die Kapellenstraße, wobei hier der
Aspekt Lärmschutz eine weitere Rolle spielt. In der Ettlinger Straße dient die regelmäßige Radarkontrolle der Verkehrssicherheit und in der Annweilerstraße wird immer mal wieder aufgrund von Anwohnerbeschwerden geblitzt.
Wer wissen will, wo und warum die
Stadt den Verkehr überwacht, wird seit
Anfang der Woche im Internet über das
neue Modul „Geschwindigkeitsüberwachung“ der Verkehrsmanagementzentrale fündig. Hier informiert die Stadt, auf
welchen Straßenabschnitten regelmäßig
Geschwindigkeitsmessungen durchgeführt werden. Jeder „Blitzer“ auf dem
Stadtplanausschnitt ist mit einer Begründung versehen. Zur „Blitzerübersicht“ÜBERWACHUNG: Mobile Radarkontrollen sollen das Unfallrisiko vermindern.kommt man auf www.karlsruhe.de über
den Schnellzugriff „Verkehrslage“ und
das Stichwort „fließender Verkehr“ (direkt unter http://vmz.karlsruhe.de/entrytba_Blitzer/). „Mit dem neuen Modul wollen wir auch dem Vorwurf der Abzocke
begegnen“, erläutert Bürgermeister Wolfram Jäger. Denn zu schnelles Fahren ist
immer noch Unfallursache Nummer 1.
Mit Aufklärung über die Gründe für eine
Geschwindigkeitskontrolle – und Darstellung der Mess­ergebnisse – verbinde die
Stadt die Hoffnung, bei Autofahrern auf
Verständnis zu stoßen. Auf dieses setzen
auch die vielen Anwohner, die sich beim
Ordnungs- und Bürgeramt (OA) über Raser beklagen: 30 Prozent der Überwachungen gehen auf Beschwerden von
Bürgern, Bürgervereinen, Parteien und
anderen Organisationen zurück, informierte Jäger. Jedes Jahr nehme seine
Dienststelle bis zu 400 Wünsche nach
Kontrollen entgegen, informierte OA-Leiter Dr. Björn Weiße (Online-Formular über
www.karlsruhe.de/rathaus/buergerdienste/bus). Wo ein Verkehrsstatistikgerät
eine hohe Überschreitungsquote feststellt,
werden mobile Messungen durchgeführt.
Durchschnittlich insgesamt rund
240 000 Autofahrer werden im Monat mit
mobilen Geräten gemessen – fünf bis
sechs Prozent davon waren zu schnell unterwegs. Dass „Fuß vom Gas“ das Unfallrisiko drastisch mindert, belegt Dr. Björn
Weiße mit einer Studie des Europäischen
Verkehrssicherheitsrats: Da­nach steigert
eine um einen Stundenkilometer höhere
Durchschnittsgeschwindigkeit das Unfallrisiko um drei Prozent – und damit um
den Faktor drei. Geschwindigkeitsüberwachung kommt also der Verkehrssicherheit zugute. Beispiel Südtangente: Wo
kontrolliert wird, gibt es keine Unfallschwerpunkte, auf Abschnitten ohne eine
lückenlose Überwachung ereignen sich
dagegen häufig Unfälle.
-rie-Junge Talente
bei AltstadtfestDer Zoo hat ab
April länger geöffnetBildung vor OsternDas „Wölfle“ bietet
jetzt Saisonkarte anDas traditionelle Durlacher Altstadtfest,
das am 1. und 2. Juli stattfindet, ermöglicht auch in diesem Jahr jungen Talenten
bis 25 Jahren, vor großem Publikum ihr
Können zu präsentieren. Bei dem Talentwettbewerb bewertet die Jury aus Durlacher Prominenten in den drei Kategorien
Tanz, Musik/Gesang und Band die Auftritte der Nachwuchskünstler. Die Bewerberinnen und Bewerber treten am Samstag, 2. Juli, ab 14 Uhr auf der Bühne vor
dem Durlacher Rathaus auf und haben
etwa zehn Minuten Zeit, Jury und Zuschauer zu überzeugen. Denn in die Bewertung fließt auch die Reaktion des Publikums ein. Die jeweils drei besten Auftritte einer Kategorie werden mit einem
Geldpreis prämiert. Anmeldungen nehmen die Festorganisatoren ab sofort entgegen. Wer in der Sparte Tanz antreten
möchte, sendet ein kurzes Video oder Bild
von sich an die Organisationsstelle Durlacher Altstadtfest, Pfinztalstraße 33, 76227
Karlsruhe. Wer in der Kategorie Musik/
Gesang oder mit seiner Band auftreten
möchte, reicht eine Demo-CD an diese
Adresse ein. Die Jury trifft dann eine Vorauswahl. Bewerbungsschluss ist der
4. Juni. Infos: Telefon 133-19 03, E-Mail:
uschi.gondorf@durlach.karlsruhe.de. -nil-Mit längeren Öffnungszeiten und teilweise anderen Fütterungszeiten reagiert
der Zoo auf die Umstellung von Winterauf Sommerzeit. Die Kassen Hauptbahnhof und Festplatz öffnen um 9 Uhr, ab 1.
Mai ist der Eingang am Hauptbahnhof ab
8 Uhr besetzt. Bis 31. März schließen sie
um 17 Uhr, im April um 17.30 Uhr und ab
Mai um 18 Uhr. Über die Augartenstraße
gelangt man im März von 11 bis 17 Uhr in
die Anlage, im April bis 17.30 Uhr, ab Mai
bis 18 Uhr. Ab April kann an Sonn- und
Feiertagen die Kasse Rosengarten von
10.30 bis 16.30 Uhr genutzt werden, mit
Dauerkarte kann diese bei gutem Wetter
auch zwischen 14 und 16 Uhr ansteuern.
An der Bootsanlegestelle Nord tauchen
Pelikane gegen 14 Uhr nach Fischen, das
große Fressen der Flusspferde findet um
16.30 Uhr statt. Elefanten können sich
täglich gegen 10 und 16 Uhr auf Heu und
Leckereien freuen, Menschenaffen werden um 11.30 und 16 Uhr gefüttert. Zu
den Pinguinen kommt der Tierpfleger um
15.30 Uhr und geht um 16 Uhr zu See­
löwen und Seehunden. Bei den Eisbären
zeigt die Gehegeuhr die Fresszeiten an.
Die Raubkatzen können sich um 16 Uhr
auf ihre Fleischration stürzen, Montag
und Freitag ist jedoch Fasten angesagt.VWA-Angebot zu Rechtsfragen und KommunikationDas Freibad „Wölfle“ in Wolfartsweier
bietet jetzt Saisonkarten für dieses Jahr
im Vorverkauf an. Und zwar noch bis Ostern Karten mit einem zehnprozentigen
Rabatt (Erwachsene 72 Euro, Ermäßigte
45 Euro, Familien 153 Euro). Bei Familienkarten erhalten die Erwerber einen
Gutschein, mit dem einer unbegrenzten
Kinderanzahl pro Familie der Eintritt
möglich ist. Die Karten gibt es in Wolfartsweier (Schlossberg-Apotheke, Wirtshaus
zum Schwanen, Blumen Bühler, Bäckerei
Nussbaumer), Durlach (Reifen Derbogen),
Aue (Pokal Kleiber, Schreibwaren Rothweiler), Hohenwettersbach (Julias
Backparadies), Grünwettersbach, Palmbach und Stupferich (jeweils Bäckerei
Nussbaumer) oder unter Telefon 49 21 33.
Das Bad wird von einem Förderverein
betrieben, der im vergangenen Jahr vom
Land Baden-Württemberg die Auszeichnung „Vorbildliche Kommunale Bürgeraktion“ erhalten hat. Der Gemeinderat
hat für 2011 und 2012 erstmals wieder
Mittel für das „Wölfle“ bereit gestellt. Für
die am 1. Mai beginnende Badesaison hat
der Förderverein des Freibads wieder ein
buntes Programm mit Aktionstagen und
Spielfesten geplant. Infos im Internet:
www.freibad-wolfartsweier.de. 
-red-Liebende Zuwendung
Palliativstation feierte fünfjähriges Bestehen
„Nicht dem Leben mehr Tage hinzufügen, sondern den Tagen mehr Leben
geben“ – darum geht es in der vom früheren ärztlichen Leiter des Klinikums
Prof. Dr. Dieter Daub angeregten Palliativstation. Zu Feier ihres fünften Geburtstages waren kürzlich zahlreiche
Mitstreiter und Gäste gekommen, um
zurück zu blicken, aber auch Visionen
zu entwickeln. Bürgermeister Klaus
Stapf hatte sich als Aufsichtsratsvorsitzender des Klinikums stolz über die
kleine, aber feine Station für unheilbar
Kranke mit ihren acht Betten sowie gemütlichen Wohnzimmer samt Küche
und Klavier gezeigt. Wichtig sei, so
Stapf, ein ganzheitlicher Ansatz mit
dem Ziel, die Qualität der letzten Lebenszeit zu erhöhen und sich dabei
auch auf das oft „verdrängte Ende vorzubereiten“. Dafür gelte es, Schmer­zen
und Beschwerden zu lindern sowie sozialen, psychischen und spirituellen Bedürfnissen gerecht zu werden.
Glücklich zeigten sich Geschäftsführer Prof. Dr. Martin Hansis und Pflegedirektor Josef Hug über die weit über
das Übliche hinaus gehende Zusammenarbeit vieler Spezialisten, um Kranken und Sterbenden Sicherheit und Geborgenheit zu geben. StationsleiterinDr. Regine Erhardt ließ bei den Einblicken in ihre Arbeit erkennen, dass jede
sinnvolle Anregung umgesetzt werde
wie Musik-, Kunst- oder Aromatherapie
und freute sich über die Unterstützung
eines aktiven Förderkreises. Letzterer
ermöglicht Konzerte und Lesungen,
Feste oder­ Basare. Zu Erhardts Zu­
kunfts­visionen zählen der Aufbau eines
palliativmedizinischen Zentrums mit
Akademie und Hospiz und als nächste
Schritte die Erweiterung und Verlagerung der Station in einen Bereich mit
Zugang ins Grüne und Konsiliardienst.
„Was haben wir gelernt?“, fragte bei
seinem Festvortrag der international renommierte norwegische Pionier der
Palliativmedizin, Professor Dr. Stein
Husebø. Er freue sich über die „fantastische Entwicklung“ in Karlsruhe, sah
aber in seinem Fach und speziell in
Deutschland noch viel Handlungsbedarf. So sei die Versorgung von Krebskranken gut, nicht aber von alten und
dementen Menschen. Getragen von liebender Zuwendung bei ganzheitlicher
Behandlung müsste der Wille der Kranken und Sterbenden jederzeit respektiert werden und ihnen wieder der
„große Tod“ im Kreise der Familie zu
Hause ermöglicht werden. 
-cal-GOTISCHER TABERNAKEL: Ausstellungsgestalterin Dr. Katja Förster erläutert Stadtwerke-Geschäftsführer Dr. Karl Roth und
Bürger­meister Wolfram Jäger (von links) an einem Modell den Weinbrenner-Brunnen auf dem Ludwigsplatz.
Fotos (3): FränkleDer Krautkopf und das wichtigste Gut
Ausstellung „Märkte und ihre Brunnen“ eröffnete im Regierungspräsidium
Brunnen an Märkten, das waren die
ersten Anfänge einer organisierten Wasserversorgung. Die Ausstellung, die bis
17. April im ersten Obergeschoss des Regierungspräsidiums am Rondellplatz (früheres Landesgewerbeamt) zu sehen ist,
zeigt die Entwicklung von Märkten und
ihren Brunnen in Karlsruhe auf. Sie ist
eine Gemeinschaftsproduktion der Stadtwerke Karlsruhe mit der Europäischen
Brunnengesellschaft. Anlass für die Schau
ist der Internationale Tag des Wassers,
der seit der UN-Umweltkonferenz von Rio
jährlich am 22. März begangen wird.
Im ersten Teil der Ausstellung zeigt die
Europäische Brunnengesellschaft die Ergebnisse eines Fotowettbewerbs, in dem
sie bundesweit dazu aufgefordert hatte,Besonders groß ist das Fortbildungsangebot der Verwaltungs- und Wirtschaftsakademie Baden in Karlsruhe (VWA) in
den vorösterlichen Aprilwochen. Ein
Grundlagenseminar zum Kindergeldrecht
bietet die VWA vom 6. bis 7. April in ihrem Studienhaus in der Kaiserallee 12 e
an. Parallel dazu geht es beim Personalleitertreffen um ausgewählte Probleme
aus dem Tarif- und Arbeitsrecht. Die
Grundlagen professioneller Kommunikation werden in einem Seminar den Teilnehmern vermittelt, das ebenfalls vom
6. bis 7. April stattfindet.
Mit energetischen Nachweisen für
Wohngebäude im Neu- und Altbau beschäftigen sich die Teilnehmerinnen und
Teilnehmer in einem Basis-Workshop am
11. April. Bei Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern von Sozialämtern geht es am gleichen Tag in einem Grundlagenseminar
um Bestattungskosten, Nachlassabwicklung und Kostenersatz durch Erben. „Protokollführung in kommunalen Gremien
und Beteiligungsgesellschaften“ lautet
ein weiteres Kursangebot am 11. April.
Am 12. April beschäftigen sich „Fortgeschrittene“ mit „Variationen der Ertrags-Brunnen an Märkten auf die Platte zu
bannen. Die drei Preisträger aus Hannover, Mannheim und Erlangen erhielten
bei der Eröffnung Urkunden und Geldpreise. Aber auch je ein Foto der anderen
Teilnehmer ist in der Schau zu sehen.
Der Hauptteil der Ausstellung widmet
sich Brunnen an Plätzen in Karlsruhe, auf
denen Markt abgehalten wird. Denn zu
Beginn der organisierten Wasserversorgung standen Brunnen an solchen Plätzen und spendeten Marktbeschickern
und Kunden das kostbare Lebensmittel.
Zunächst waren diese Brunnen funktional
und schmucklos. Als aber Wassernetze
entstanden, erhielten die Marktbrunnen
zunehmend Denkmalcharakter. Das Plakat zur Ausstellung ziert ein Ausschnittwertermittlung unter Berücksichtigung
der neuen ImmoWertV“. Erstmals im
VWA-Kalender steht das Seminar „Änderungen der Rechtsverordnungen zur LBO
und sonstige Entwicklungen im Bauordnungsrecht“ am 12. April, das sich an erfahrene Sachbearbeiter und Sachbearbeiterinnen der unteren Baurechtsbehörden
sowie Bauverständige richtet.
Neue Rechtschreibung und E-MailKnigge sind die Hauptthemen des Seminars „Perfekte Chefentlastung 13“ am
12. April, das sich für alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter empfiehlt, die im
schriftlichen Kontakt mit Bürgern, anderen Behörden oder der privaten Wirtschaft
stehen. Anmeldungen zu den Seminaren
sind bei der VWA, Studienhaus, Kaiser­
allee 12 e, 76133 Karlsruhe, unter Fax
985 50-19, sowie über das Internet unter
www.vwa-baden.de möglich. Im Internet
ist auch das ausführliche Programm zu
finden. Auskünfte erteilt zudem das Organisationsteam unter den Telefonnummern 985 50-16 oder -17. Per E-Mail ist
die Akademie unter gabriele.reuter@
vwa-baden.de sowie unter edith.schucker@vwa-baden.de zu erreichen.  -fis-des Ludwigsbrunnens am Marktplatz.
Auf der Brüstung des Brunnenbeckens
liegt eine Auswahl an Gemüsen. Großherzog Ludwig hatte Friedrich Weinbrenner mit einer Quellwasserleitung von
Durlach nach Karlsruhe beauftragt. Titelbild des Begleitbuchs ist der Krautkopfbrunnen auf dem Gutenbergplatz. Im hinteren Teil der Ausstellung dokumentieren
die Stadtwerke die Entwicklung der Wasserhygiene und den Aufbau der zentralen
Wasservorsorgung ab 1971, als das Wasserwerk Durlacher Wald in Betrieb ging.
über ein Modell einen Einblick in dieses
Werk und seinen Wasserturm nehmen.
Die Ausstellung ist dienstags bis sonntags
von 11 Uhr bis 18 Uhr geöffnet.
-erg-Eine Frühjahrsputzete im Rahmen der
„Dreck-weg-Wochen“ führt der Bürgerverein Grünwinkel am morgigen Samstag,
26. März, zusammen mit Vereinen, Kirchengemeinden, Schule und anderen Freiwilligen in Straßen und Grünanlagen des
Stadtteils durch. Treffpunkt ist um 9 Uhr
bei der Freiwilligen Feuerwehr in der Zeppelinstraße. Dort endet auch die Aktion
um 11 Uhr bei Brezeln und Getränken.
Ihren 77. Kruschtlmarkt, den traditionellen Flohmarkt für Jedermann, führt die
Arbeitsgemeinschaft Durlacher und Auer
Vereine am morgigen Samstag, 26. März,
von 8 bis 16 Uhr vor der Karlsburg durch.
Ein Gebrauchtfahrradmarkt ist auf Initiative des ADFC Karlsruhe am morgigen
Samstag, 26. März, in der Pennsylvaniastraße 2. Von 8 bis 10 Uhr können zunächst
Fahrräder zum Verkauf abgegeben werden, danach ist dann der Flohmarkt bis
14 Uhr geöffnet. Weitere Infos gibt es unter der Telefonnummer 38 48 94 21.
Über ihre Arbeit mit Leprakranken
und die Not in Pakistan berichtet Schwester Adelheid Nestele, die 48 Jahre lang im
medizinischen Einsatz in Pakistan war,
am Samstag, 26. März, um 18 Uhr im Internationalen Begegnungszentrum, Kaiserallee 12 d, bei einer Veranstaltung der
Deutsch-Pakistanischen Gesellschaft.
Ein Mitsingkonzert in der Evangelischen Stadtkirche Durlach veranstaltet am
Sonntag, 27. März, um 17 Uhr das Karlsruher Netzwerk „Sing mit mir!“. Dabei laden Chöre von Schulen und Kindergärten
unter Leitung von Johannes Blomenkamp
die Besucher zum Mitsingen ein.
Ein Konzert im Birkenhof, Im Jagdgrund 21 bis 23, geben Sängerin Sandie
Wollasch, Schlagzeuger Tommy Baldu
und Gitarrist Matthias Hautsch am Sonntag, 27. März, um 19 Uhr. Weitere Infos
gibt es auf www.birkenhof-karlsruhe.de.
Berater der Ehe-, Familien- und Partnerschaftsberatungsstelle diskutieren am
Mittwoch, 6. April, im Anschluss an die
19-Uhr-Vorstellung eines Beziehungsfilms in der Schauburg mit Interessierten.
Einen John-Denver-Abend veranstaltet
die Amerikanische Bibliothek (Kanalweg
52) am Freitag, 8. April. Wenn das Musiker-Duo Andreas Riedinger und Tom Fischer ab 20 Uhr Klassiker wie „Take me
home, country roads“, „Leaving on a jet
plane“ oder „Annie´s song“ und andere
Hits von John Denver spielen, darf kräftig
mitgesungen werden. Der Eintritt ist frei.BADESPASS IM „WÖLFLE“: Das Freibad
in Wolfartsweier öffnet am 1. Mai.Neuer Mikromarkt für WohnungslosePräsentation von
Spielplatz-Plänen„Wohnraumakquise durch Kooperation“ mit Privatvermietern ist erfolgreichNoch in diesem Jahr wird der Spielplatz
in der Julius-Bergmann-Straße/Ecke Sudetenstraße im Stadtteil Knielingen aufgewertet und umstrukturiert. Das Gartenbauamt hat dazu erste Ideen entwickelt
und auch drei Gestaltungsvarianten entworfen. Diese Vorschläge werden am
kommenden Dienstag, 29. März, um
15 Uhr vor Ort vorgestellt. Zur Präsentation sind Kinder und Jugendliche, Anwohner sowie interessierte Bürgerinnen und
Bürger herzlich eingeladen. Außerdem
präsentieren die Planer mögliche Spielgeräte und es besteht Gelegenheit zur anschließenden Diskussion.Seit einigen Jahren hat sich die Zahl
wohnungsloser Menschen in Karlsruhe
bei rund 300 Personen eingependelt. Dass
sie nicht ansteigt, hat unter anderem mit
einem Steuerungselement zu tun, das2005 eingeführt wurde, jährlich vom Gemeinderat mit 300 000 Euro ausgestattet
wurde und große Erfolge verbucht – der
Wohnraumakquise. Und das geht so: Die
Abteilung Wohnungssicherung der Sozi-VORHER-NACHHER-EFFEKT bei der Sanierung einer Wohnung in der Klauprechtstraße. Eine Küche wurde zum Badezimmer umfunktioniert. 
Fotos: SJBal- und Jugendbehörde akquiriert leer
stehende Etagen oder ganze Gebäude,
deren Modernisierung sich privatwirtschaftlich nicht rechnet, und renoviert sie
in Kooperation mit dem Eigentümer. Seither seien 722 Menschen, die von Obdachlosigkeit bedroht oder bereits obdachlos
waren, in eigene Wohnungen vermittelt
worden, war Bürgermeister Martin Lenz
bei der Dankeschön-Feier für die Partner
am vergangenen Freitag im Haus Solms
stolz auf das „Vorzeigeprojekt“, mit dessen Hilfe sich ein neuer „Mikrowohnungsmarkt“ ohne Polarisierung oder Verdrängungswettbewerb entwickelt habe.
Bis jetzt sind insgesamt 1,5 Millionen
Euro in die Einrichtung geflossen und insgesamt 275 Wohnungen, die sonst ungenutzt leer gestanden hätten, sind wieder
um Umlauf. Ein Geschäft auf Gegenseitigkeit: Die Stadt Karlsruhe zahlt einen
Renovierungszuschuss und erhält ein Belegrecht für zehn Jahre. Sie spart sich damit die Kosten der vergleichsweise teureren Unterkünfte in Hotels oder anderen
Obdachloseneinrichtungen und setzt auf
Nachhaltigkeit. Private Vermieter oder die
Volkswohnung hingegen können – nicht
nur bei Problemen – auf verlässliche Ansprechpartner in der Behörde bauen, müssen sich nicht mit Mietausfällen herumärgern, wissen ihre Mieterinnen und Mieter
sozialpädagogisch betreut. 
-maf-Vandalismus an
Rodbergwegbrücke
Unbekannte Täter haben in der Fastnachtszeit zahlreiche Glaselemente der
Rodbergwegbrücke gewaltsam beschädigt. Die bunten Scheiben der Grötzinger
Bahnüberführung muss die Stadt nun zu
erheblichen Kosten austauschen. Der Gesamtschaden an der erst im Jahr 2005 in
Betrieb genommenen Brücke wird auf
rund 70 000 Euro geschätzt. Das Tiefbauamt bittet die Bürger um sachdienliche
Hinweise, um den oder die Täter zu ermitteln. Die Belohnung für Angaben, die
zu deren Ergreifung führen, beträgt 500
Euro. Hinweise nimmt der Polizeiposten
Durlach (Rufnummer 490 70) entgegen.StadtZeitung65. Jahrgang · Nr. 12 · 25. März 2011 Folgen für Fukushima
KIT hat Arbeitsgruppen gebildet / Infos online
Normalerweise gehören Begriffe wie
Kernschmelze, Abklingbecken oder
Wasserstoffexplosion nicht zu unserem
tagtäglichen Wortschatz. Doch seit der
Atomkatastrophe in Japan ist das anders. Die ganze Welt bangt und hofft
und Fukushima beherrscht die Schlagzeilen. Auch im Karlsruher Institut für
Technologie (KIT) fragt man sich, welche Auswirkungen die Wasserstoffexplosionen hatten, wie groß der Zerstörungsgrad der einzelnen Reaktorkomponenten ist oder wie der Störfallablauf
Um nun wesentliche Fragen zu den
aktuellen Ereignissen in den japanischen Kernkraftwerken beantworten zu
können, hat das KIT vergangene Woche sechs Arbeitsgruppen eingerichtet.
Denn das Institut hat langjährige Erfahrung bei der experimentellen Untersuchung und Berechnung von schweren
Störfällen in kerntechnischen Anlagen.
Das KIT tut dies federführend für die
Helmholtz-Gemein­schaft, der es angehört, und unter Einbindung des Kompetenzverbundes Kerntech­n ik, einem
Netzwerk deutscher Forschungs­
institutionen und Hochschulen.
Zum engen Kreis der Arbeitsgruppen
ge­hören, wie der KIT-Chief Science
Offi­cer, Dr. Joachim Knebel, berichtet,
rund 30 KIT-Wissenschaftler. Beteiligt
sind unter anderem die Institute für
Kern- und Energietechnik, für Neutronenphysik und Reaktortechnik, fürNukle­are Entsorgung und das KIT-Sicherheitsmanagement. „Wir wollen die
beste Kompetenz zusammenbringen“,
unterstreicht Knebel und erklärt, dass
die Beratungen auch mit anderen Partnern, etwa der Gesellschaft für Anlagen- und Reaktorsicherheit (GRS), abgestimmt werden. Die Ergebnisse der
Arbeitsgruppen gehen laut Dr. Knebel
unter anderem an die Landesregierung
Baden-Württemberg und Ministerien in
Berlin. Denn aus den Ergebnissen der
Arbeitsgruppen sollen laut KIT auch
Rückschlüsse auf deutsche kerntechnische Anlagen gezogen werden.
Wie Dr. Knebel berichtet, stehen die
Karlsruher Wissenschaftler auch in
Kontakt zu japanischen Kollegen und
Einrichtungen, etwa dem Betreiber
Tepco, der Japan Atomic Energy Agency oder dem Japan Atomic Industrial
Forum, das die japanischen Atomunternehmen repräsentiert. „Die japanischen
Stellen sind aufgeschlossen für unsere
Informationen“, so der Chief Science
Officer, allerdings verfüge man hier nur
über eine begrenzte Datenlage. „Wir
tun unser Bestes, um Ereignisse zu bewerten und vorauszuberechnen“, ergänzt er. So habe man das für Europa
ausgelegte Echtzeit-Ent­s cheidungs­
hilfe­sys­­tem Rodos für Japan adaptiert –
etwa bezüglich Topographie sowie
Wind- und Wetterdaten.
Ergebnisse der Arbeitsgruppen sind
unter www.kit.edu nach­zulesen. -res-IIIMitmachen Ehrensache:Schüler
jobbten für
Erlös ergab 23 700 Euro
Arbeiten für den guten Zweck statt die
Schulbank drücken: 1016 Schülerinnen
und Schüler aus 52 Schulen in Stadt- und
Landkreis Karlsruhe beteiligten sich im
Dezember am Aktionstag „Mitmachen
Ehrensache“ und sammelten so über
23 700 Euro für 29 soziale Projekte.
Zum internationalen Tag des Ehrenamts stellten die Jugendlichen Unternehmen in der Region ihre Arbeitskraft einen
Tag lang zur Verfügung. Den Lohn behielten sie nicht für sich, sondern spendeten das Geld für die gute Sache, für Flutopfer in Pakistan, den Karlsruher Streichelzoo, einen Tafelladen in Bretten oder
für Straßenkinder in Brasilien.
„Es hat unheimlich viel Spaß gemacht,
anderen Menschen zu helfen“ sagte Sand­
ra­ Stefani. Die 15-jährige hatte als eine
von zahlreichen Botschaftern für die Aktion an ihrer Schule geworben, um möglichst viele ihrer Mitschüler zum Mitmachen zu motivieren. Für ihr Engagement
wurde das Botschafterteam des Stadtund Landkreises bereits zum zweiten Mal
in Folge vom Kultusministerium BadenWürttemberg ausgezeichnet. Landesweit
hatten sich 8 000 Schüler an der Aktion
beteiligt. Seit 2005 gibt es „MitmachenERFOLGSGESCHICHTE: Bürgermeister Martin Lenz (Mitte links) und Erster Landesbeamter Knut Bühler gratulierten den Bot­
schaftern­und Beteiligten von „Mitmachen Ehrensache“ zu ihrem tollen Ergebnis und informierten sich über die Hilfsprojekte.
Ehrensache“ auch im Stadt- und Landkreis Karlsruhe und wird von den Jugendagenturen, darunter auch der Stadtjugendausschuss, organisiert. Bürgermeister Martin Lenz lobte das „vorbildliche
Projekt“, durch das die Schüler auch die
Möglichkeit hätten, verschiedene Berufsfelder kennen zu lernen und Kontakte zu
potenziellen Arbeitgebern zu knüpfen.Somit sei „Mitmachen Ehrensache“ auch
ein „außerschulisches Bildungsangebot
zur Berufsorientierung“, erklärte Lenz.
„Nirgendwo sonst in Baden-Württemberg findet diese Aktion so großen Anklang wie im Stadt- und Landkreis Karlsruhe“, hob der Erste Landesbeamte Knut
Bühler die landesweit größte Teilnehmerzahl heraus. „Ihr habt Euch mit Köpfchen,Händen und Herzen für eine gute Sache
eingesetzt“, sagte Bühler im Karlsruher
Rathaus. Dort stellten das Botschafterteam und Schüler bei der Abschlussveranstaltung die von ihnen unterstützten
Hilfsprojekte auf großen Infotafeln vor
und präsentierten ihre Arbeit am Aktionstag, an dem 585 Firmen und Ämter Arbeitsplätze bereitgestellt hatten.
-nil-Energie-Gespräch
in Gas-AusstellungAus dem Sport lernenFortbildungen
für EhrenamtlicheDie Ausstellung im Stadtmuseum über
die Karlsruher Gasversorgung begleiten
Vorträge und Führungen. Jeweils sonntags um 15 Uhr stehen Führungen auf
dem Programm, die nächste am Sonntag,
3. April. Blockheizkraftwerke verschiedener Hersteller präsentiert Wirtschaftsingenieur Holger Ochs von den Stadtwerken am Donnerstag, 14. April, um 18 Uhr.
Über Biogas berichtet Dr. Frank Graf vom
Engler-Bunte-Institut am Donnerstag, 28.
April, ebenfalls um 18 Uhr. Am Donnerstag, 31. März, steht um 19 Uhr die Podiumsdiskussion „Auf dem Weg zum neuen
Stadtmuseum“ an. Nach einer Einführung
in die Gas-Ausstellung von Museumsleiter Dr. Peter Pretsch diskutieren Stadtwerke-Geschäftsführer Dr. Karl Roth,
KIT-Vizepräsident Dr. Peter Fritz und Bürgermeister Klaus Stapf über „Energie und
Klima in der Stadt“. Die Leitung hat Kulturamtsleiterin Dr. Susanne Asche. Der
Eintritt zu Veranstaltungen und Ausstellung ist frei. Die Schau ist täglich außer
montags und mittwochs geöffnet.Stark im Team / TRK-Workshop bei BG Karlsruhe
Was macht eine Basketballmannschaft erfolgreich? Beim Workshop „Business trifft
Sport“ trafen sich 30 Teilnehmer aus 20
Unternehmen und Institutionen der TechnologieRegion Karlsruhe (TRK) in der Europahalle mit dem Basketball-Zweitligisten BG Karlsruhe und dem Institut für
Sport und Sportwissenschaft des Karlsruhe Institut für Technologie (KIT), um sich
Anregungen zu Teambildung, Teamführung und Teampsychologie vom Basketball-Spielfeld ins Arbeitsumfeld zu holen.
„Der Kampf um die besten Köpfe und
die besten Teams entscheidet im weltweiten Wettbewerb über die Zukunft von Unternehmen, Forschungseinrichtungen
aber auch von Städten und Regionen. Wir
spielen im globalen Wettbewerb – nur gemeinsam können wir gewinnen“, so TRKGeschäftsführer Jochen Ehlgötz. Die
Business-Mannschaften erwartete ein abwechslungsreiches Programm mit einemIm Rahmen seines diesjährigen Fortbildungsprogramms für Ehrenamtliche bietet das Aktivbüro des Amts für Stadtentwicklung auch den Ausbildungsgang
„Interkulturelle Kompetenz“ an. Das insgesamt drei Kurse umfassende Angebot
richtet sich an Vereine und Initiativen sowie an engagierte Bürgerinnen und Bürger, die Menschen mit ausländischen
Wurzeln für ehrenamtliches Engagement
und Mitwirkung gewinnen wollen. Das
Fortbildungsprogramm des Aktivbüros
beinhaltet darüber hinaus 14 weitere
ganztägige Kurse und sechs Vorträge zu
Kommunikation und Führung, Organisationsmanagement, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, zu Finanzen und Recht.
Interessierte können das Programm, das
am 2. April, mit einem Tagesseminar Rhetorik beginnt, beim Aktivbüro im Rathaus
am Marktplatz unter der Telefonnummer
133-12 12 anfordern. Dies ist auch per
E-Mail an aktivbuero@afsta.karlsruhe.de
möglich. Das Aktivbüro im Internet:
www.karlsruhe.de/Stadtentwicklung.Gaskessel kommt zurückKinder auf der
Spur der OstereierDie Brunnen
sprudeln wiederStadtmuseum gibt Einblick in die GasversorgungZahlreiche Kinderveranstaltungen der
Stadtbibliothek widmen sich im April dem
bevorstehenden Osterfest. So zeigt die
Durlacher Stadtteilbibliothek in der Karlsburg im Bilderbuchkino am Donnerstag,
14. April, um 15 Uhr „Das Osterküken“
von Géraldine Elschner. Anmelden können Eltern ihre Kinder unter der Telefonnummer 133-42 66. „Bald ist Ostern“ heißt
es am selben Tag in der Stadtteilbibliothek Grötzingen (Staigstraße 10). Von 15
bis 16 Uhr wird eine Ostergeschichte erzählt und anschließend gebastelt (Telefon
46 30 19). Eine Storytime auf Englisch gibt
es in der Amerikanischen Bibliothek (Kanalweg 52) am Freitag, 15. April, um
16 Uhr für Kinder ab sechs Jahren. Auf
dem Programm steht der Hühnerkrimi
„Die Spur der Eier“. Nach der Geschichte
begeben sich die jungen Besucher auf
Ostereiersuche und basteln ein Eier-Memory-Spiel für die Ostertage (Telefon
7 27 52). Weitere Informationen unter
www.karlsruhe.de/kultur/bibliotheken/
stadtbibliothek im Internet. 
-nil-Mit Ende des Winters aktiviert das Gartenbauamt wieder die zahlreichen
Brunnen­anlagen im Stadtgebiet. Den Anfang machen die Anlagen im Stadtgarten
und in der Innenstadt. Abgeschlossen
sein wird die Inbetriebnahme aller Brunnenanlagen am 18. April. Während der
Wintermonate haben die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Gartenbauamts
vielfältige Arbeiten an der Mechanik und
Elektrik der Brunnen ausgeführt. Sie haben Pumpen, Siebe, Düsen, Rohre und
Beleuchtungseinrichtungen repa­riert und
instand gesetzt. In diesem Zusammenhang appelliert das Gartenbauamt an alle
Bürgerinnen und Bürger, die Brunnenbecken und Wasserschalen nicht als Abfallbehälter zu missbrauchen. Denn es ist nur
mit viel Mühe und Zeitaufwand möglich,
die Brunnen zu reinigen und dafür zu sorgen, dass Gegenstände nicht in die Rohrsysteme gelangen. Schließlich sind Brunnen belebende Elemente im Stadtbild
und dienen auch dazu, das Leben in der
Stadt angenehm zu gestalten. 
-red-GASANSCHLUSSROHR: Diplom-Ingenieur Hubert Resch (Mitte) erläutert EB Margret
Mergen und Geschäftsführer Dr. Karl Roth ein Exponat der Ausstellung.Vor 20 Jahren abgerissen, kehrt der
Gaskessel mit der Aufschrift „Karlsruhe“
in diesen Tagen in die Fächerstadt zurück.
Als Luftballon vor dem Prinz-Max-Palais
macht er auf die jüngste Ausstellung
„Karlsruhe gibt Gas – Vom Stadtgas zum
Erdgas“ im Stadtmuseum aufmerksam.
In Zusammenarbeit mit dem EnglerBunte-Institut des KIT zeigen die Stadtwerke im Stadtmuseum den Werdegang
der Gasversorgung in Karlsruhe. Im Eingangsbereich des Hauses liegen zwei
alte, längst gegen moderne ausgetauschte Gasrohre. Im ersten Saal der Ausstellung steht ein eigens angefertigtes Modell
des Gaswerks an der Durlacher Allee und
demonstriert die Ausmaße der Anlage,
die einstmals für die Gasversorgung in
Karlsruhe zuständig war. Gasbetriebene
Bügeleisen der Karlsruher Firma „Junker
& Ruh“ hat Kurator Dr. Arthur Mehlstäubler im Internet ersteigert, auch einen alten
Gasherd der Firma hat er von anderswoher bringen lassen. Daneben stehen Gasherde modernster Bauart, wie sie etwa in
der Gastronomie Verwendung finden.
Bereits 1846 haben zwei britische Unternehmer auf dem heutigen Gelände der
Nottingham-Anlage das erste Karlsruher
Gaswerk eröffnet und vor allem die Gebäude rund um den Schlossplatz mit
„Leuchtgas“ beliefert. Allerdings konnten sie die skeptischen Karlsruherinnen
und Karlsruher nicht von der neuen, leitungsgebundenen Energieart überzeugen
und scheiterten, wie weitere private Betreiber. Die Stadt übernahm das Werk daher 1869, wie Erste Bürgermeisterin Margret Mergen bei der Eröffnung berichtete.
Bald kam das „Gaswerk Ost“ dazu, das
ab 1917 die Stadt alleine versorgte.
Im Jahr 1965 haben die Stadtwerke die
Eigenproduktion eingestellt und beziehen seither ihr Gas von Lieferanten. Seit
1970 Erdgas, mit dem sie heute insgesamt
rund 93 000 Haushalte beliefern.
-erg-SIE SPRUDELN WIEDER: Bis 18. April nimmt das Gartenbauamt nach und nach Karlsruhes Brunnen in Betrieb. Den Anfang macht die Innenstadt.
Fotos (4): FränkleOhne Wald geht uns die Puste ausAm Sonntag ins
Das „Zupfensemble ’81 KarlsruheDurlach“ spielt am Sonntag, 27. März,
um 11 Uhr im Pfinzgaumuseum,
Pfinz­talstraße 9. Auf dem Programm
des Konzerts stehen Werke von Georg Philipp Telemann, Ludwig van
Beethoven und Janis Joplin. Zur Aufführung kommen auch das Mandolinenkonzert von Johann Adolph Hasse mit dem Mandolinen-Solisten
Frank Schaber sowie eine Keltische
Suite von Bruno Szordikowski. Der
Leiter des Ensembles, Roland Ganz,
steuert zum Programm drei eigene
Werke bei. Das Zupfensemble kommt
zum wiederholten Male im Rahmen
der Reihe „Konzerte im Pfinzgaumuseum“ in das Durlacher Stadtteilmuseum. Der Eintrittspreis beträgt
sechs Euro, ermäßigt fünf Euro. Frei
dagegen ist der Eintritt zu der Führung, die am Sonntagnachmittag auf
dem Programm des Pfinzgaumuseums steht. Die Kunsthistorikerin Helene Seifert zeigt ab 15 Uhr die
Dauer­ausstellung in der Karlsburg.Mix aus Praxis und Theorie: BG-Headcoach, Algirdas Milonas, erläuterte die
Erfolgsfaktoren für eine Profisport-Mannschaft. BG-Geschäftsführer Matthias
Dischler stellte die Hintergründe der Arbeit eines Profivereins vor. Dr. Sascha
Härtel, Institut für Sport und Sportwissenschaft des KIT, referierte über die Leistungsdiagnostik und die Unterschiede
zwischen Gesundheits- und Leistungssport. „Es war mir ein Anliegen aufzuzeigen, dass wir nicht nur als Dienstleister
für Profisportler und Vereine wie den KSC
oder die BG auftreten, sondern dass wir
auch in Firmen mit Leistungsdiagnostik
Hilfestellung geben können, damit Beschäftigte gesund und leistungsfähig bleiben.”, so Dr. Sascha Härtel. Eine echte
Win-Win-Situation für alle: „Der Workshop ist perfekte Basis für partnerschaftlichen Austausch und nachhaltiges Netzwerk zwischen Vertretern aus Wirtschaft
und Sport“, resümiert Dischler. 
-red-EB Margret Mergen eröffnete „Internationales Jahr der Wälder“ in KarlsruhePYRAMIDAL: Pro Sekunde wächst der Karlsruher Wald um 0,001 Kubikmeter. Erste
Bürgermeisterin Mergen und Forstdirektor Kienzler zeigen, wie viel Holz das ist.Die Vereinten Nationen haben 2011
zum Internationalen Jahr des Waldes erklärt. Das „Superwaldjahr für Karlsruhe“
eröffnete in der letzten Woche Erste Bürgermeisterin Margret Mergen im Waldklassenzimmer im Hardtwald. „Immer
noch werden jährlich rund 13 Millionen
Hektar Wald vernichtet, eine Fläche, die
750-mal so groß ist, wie unser Stadtgebiet. Dabei sind die Wälder der Erde für
die globalen Wasser- und Stoffkreisläufe,
für das Klima und die Erhaltung der biologischen Vielfalt von elementarer Bedeutung“, begrüßte Margret Mergen die Initiative der Vereinten Nationen und die
Beteiligung Deutschlands mit unzähligen
Veranstaltungen auf Bundes und Landesebene unter dem Motto „Entdecken Sie
unser Waldkulturerbe“.
Plakate mit Slogans wie „Ohne Wald
geht uns die Puste aus“ oder „Ohne Wald
bleibt der Ofen kalt“ zeigen die unverzichtbare Bedeutung des Waldes, wies
Mergen daraufhin, dass nur der nachhaltig und verantwortungsbewusst bewirtschaftete Wald den umfassenden Anfor-derungen der Gesellschaft gerecht werden könne. Die Bewirtschaftung des 4 620
Hektar großen Karlsruher Waldes, was 26
Prozent der Stadtfläche entspricht, stehe
fest auf drei Säulen der Nachhaltigkeit.
Neben der sozialen und ökologischen
Nachhaltigkeit als Erholungsraum, als
Grundwasserschutz, Luftreiniger oder geschützter Lebensraum für Pflanzen und
Tiere sei auch die ökonomische Nachhaltigkeit nicht zu unterschätzen. So sichereFührungen im Wald
Waldführung Rheinaue (15. April)
Waldführung Wildpark (6. Mai)
Offenes Waldklassenzimmer (22. Mai)
Waldführung Oberwald (3. Juli)
Waldtag im Stadtwald (17. Juli)
Waldführung Waldstadt (17. September)
Waldführung Bergwald (18. September)
Weitere Veranstaltungen in Karlsruhe rund um Wald und Holz unter
www.waldpaedagogik-karlsruhe.deder umweltverträgliche Rohstoff Holz der
Industrie in Baden-Württemberg einen
Jahresumsatz von 31 Milliarden Euro sowie 200 000 Arbeitsplätze in 29 000 Betrieben. In der städtischen Forstabteilung
sind 45 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
beschäftigt, die bei der Waldarbeit durch
Forstunternehmen unterstützt werden.
„Dabei schöpfen wir nur den Zuwachs
ab“, betonte Ulrich Kienzler, Leiter der
Abteilung Forst im Liegenschaftsamt. In
die Substanz des Waldes werde keinesfalls eingegriffen. Als Symbol der Nachhaltigkeit hat Peter Winklhofer, Lehrer an
der Heinrich-Hübsch-Schule zusammen
mit angehenden Holztechnikern im Auftrag der Forstverwaltung 100 Holzpyramiden mit einem Volumen von jeweils 0,001
Kubikmeter gefertigt. Die aus einem 1990
von Sturmorkan „Wiebke“ zu Fall gebrachten Tulpenbaum gefertigten Stücke
entsprechen der Holzmenge die in jeder
Sekunde in den Karlsruher Wäldern neu
wächst. „Die Tagesmenge entspricht etwa
der Größe der Pyramide auf dem Marktplatz“, hat Kienzler hochgerechnet.  -fis-IV StadtZeitung65. Jahrgang · Nr. 12 · 25. März 2011Gleichstellung:Schnellradwege jetzt ?Gedanken
einbeziehenAusbau des 20-Punkte-Programms vorrangig
Ob ein Schnellradweg in Karlsruhe
sinnvoll ist, wird weiter im Radlerforum
diskutiert. Darauf verständigte sich der
Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung
unter Leitung von OB Heinz Fenrich.
Die GRÜNE-Fraktion hatte beantragt,
dass die Verwaltung untersuchen und
mit den Nachbargemeinden absprechen solle, wo ein solcher Weg angelegt
werden könnte. Stadtrat Johannes Honné (GRÜNE) hatte den Antrag, der eine
Idee aus den Niederlanden aufgriff,
auch damit begründet, Radstrecken für
Pendler im Speckgürtel attraktiv zu
machen. Es gebe zudem immer mehr
Elektrofahrräder, mit denen, so Honné,
auch größere Strecken überwunden
werden könnten. Möglichst abgetrennt
vom normalen Verkehr sollten Schnellradwege gute Oberflächen haben und
möglichst kreuzungsfrei sein.
Es gebe schon viele schnelle Routen
entgegnete Stadtrat Sven Maier (CDU).
Vielleicht sei ein Weg auf einer zweiten
Rheinbrücke möglich. Nicht grundsätzlich ablehnend sei die CDU jedoch fürdie Gleichbehandlung aller Verkehrsteilnehmer. „Im Moment keinen Bedarf“ sah SPD-Stadtrat Michael Zeh.
Die Verwaltung habe sich in ihrer Antwort die Mühe gemacht, schnelle Wege,
wie etwa die Grabener Allee zum Campus Nord aufzulisten. Sinnvoller sei, so
Zeh, das 20-Punkte-Programm für den
Radverkehr in Karlsruhe auszubauen.
Seinen Vorrednern stimmte auch Stadtrat Karl-Heinz Jooß (FDP) zu. Kreuzungsfreiheit in der Innenstadt sei utopisch. Als einziges Problem sah er die
Bergdörfer. Eine Rheinbrücke für Räder
brachte Stadtrat Dr. Eberhard Fischer
(KAL) ins Gespräch.
Für eine Fachdebatte über Schnellradwege sei die Radkommission das
richtige Gremium. Eberhard Fischer:
„Ansonsten hat der Ausbau des
20-Punkte-Programms Vorrang“. Das
solle man abarbeiten, aber frühzeitig
überlegen, wie man danach weiter
gehe, erwiderte Honné und zeigte sich
mit der Weiterbehandlung des Themas
im Radlerforum zufrieden. 
-cal-Kein Beitritt zur ChartaGERADEAUS WEITER bis zur Haid-und-Neu-Straße soll es einmal für die von der Autobahnausfahrt Nord kommenden Autos in
Richtung Westen gehen. Unklar ist, wie die 80 Millionen Euro für die „Nordtangente-Ost“ finanziert werden können.Wertstoffstation ist
derzeit geschlossenPotenziale beim
Älterwerden nutzenZweigleisig fahren für HagsfeldDie Wertstoffstation des städtischen
Amtes für Abfallwirtschaft (AfA) an der
Durlacher Maybachstraße 10 b ist für die
nächsten Wochen geschlossen. Der Grund
dafür sind Bauarbeiten zur Sanierung und
Erweiterung der Station. Dazu bewegen
sich große Baufahrzeuge auf dem Gelände. Dies könnte zu Gefährdungen der Anlieferer führen. Das AfA bittet deshalb
private Anlieferer, ihre Wertstoffe zu anderen Stationen zu bringen. Gewerbliche
Anlieferer können ihre Wertstoffe ohnehin nicht in der Maybachstraße abliefern.
Adressen und Öffnungszeiten der Wertstoffstationen erfahren interessierte Bürgerinnen und Bürger im Internet unter
www.karlsruhe.de/abfall oder am Telefon
unter der Rufnummer 133-10 03. Die vorübergehende Schließung wird voraussichtlich Ende April wieder aufgehoben
sein. Die Stadt Karlsruhe bittet um Verständnis für die Maßnahme. Die Schad­
stoff­annahme­stelle an der Maybachstraße
ist von der Schließung nicht betroffen, sie
bleibt wie gewohnt geöffnet.Alt werden wollen alle, aber alt sein?
Dabei bietet jede Lebensphase Potenziale
und Chancen. Allerdings führt die Angst
vor dem Älterwerden dazu, dass viele
Menschen nicht rechtzeitig die richtigen
Weichen stellen. Denn „wie es uns im Alter geht, hat auch viel damit zu tun, wie
wir unser Leben in jüngeren Jahren gestalten“, sagt die Professorin für Angewandte Entwicklungspsychologie an der
New Yorker Fordham Universität, Dr. Daniela S. Jopp, die am Dienstag, 5. April,
um 17 Uhr im Stephansaal in der Ständehausstraße 4 einen Vortrag hält.
Unter dem Titel „Meines Glückes
Schmied“ erläutert Daniele S. Jopp dabei,
wie man Ressourcen und psychologische
Stärken beim Älterwerden nutzen kann.
Die Entwicklungspsychologin leitet derzeit die zweite Heidelberger Hundertjährigen-Studie. Der Eintritt zu der Veranstaltung ist frei. Weitere Informationen
erhalten Interessierte beim städtischen
unter der Telefonnummer 133-50 91.Förderantrag für Nordtangente-Ost wird beim Regierungspräsidium gestelltNEUE SICHERUNGSZEICHEN bei den Übergängen am MiRO-Industriegleis machten
eine Abstufung der Strecke und das Abschaffen des Pfeifsignals möglich.Ölzüge ohne Pfiff
Bahnübergänge am Raffineriegleis neu gesichert
Vor allem das Pfeifen der Züge auf dem
Industriegleis zur Mineralölraffinerie
Oberrhein (MiRO) in der Nacht wurde in
den letzten Jahren immer wieder vom
Bürgerverein Knielingen und von vielen
Anwohnern beklagt. Bisher mussten die
Lokführer an zwei Bahnübergängen aus
Sicherheitsgründen zweimal je drei Sekunden ihr Warnsignal geben. Damit ist
jetzt endgültig Schluss. In der letzten Woche wurden die Pfeiftafeln, Gebotsschilder für die Lokführer, entfernt, jetzt dürfen die Bahnübergänge in langsamer
Fahrt ohne Pfeifsignal passiert werden.
Erreicht wurde dies auf verblüffend
einfache Art und mit geringem Aufwand.
In Gesprächen mit Vertretern von Eisenbahnbundesamt und Ministerium für Umwelt, Naturschutz und Verkehr hatte das
städtische Tiefbauamt eine Abstufung des
Gleisanschlusses von einer Haupt- zu einer Nebenbahnstrecke erreicht. Mit kleinen Veränderungen wie dem Bau von im
Normalfall geschlossenen Halbschranken
und dem Fällen einiger Bäume zum Verbessern der Sichtverhältnisse wurden Lösungen gefunden, die das lästige Pfeifen
entbehrlich machten. „Der Bürgerverein
hat sich diesem Thema bereits seit einigen Jahren angenommen. Große Unterstützung in der Verbesserung der Situation gab es durch das Tiefbauamt der
Stadt“, heißt es in einer Pressemitteilung
des Bürgervereins Knielingen. „Der Bürgerverein freut sich mit den Knielinger
Bürgern, das es gelungen ist, das beson-ders im Sommer lästige Pfeifen auf eine
elegante und aufwandsarme Methode zu
beseitigen“, bedankte sich der Erste Vorsitzende des Bürgervereins, Matthias Fischer, besonders bei „den an diesem Verbesserungsprozess maßgeblich Beteiligten des städtischen Tiefbauamts“.  -fis-KAL für einen
Für die Durlacher Allee und die
benachbarten Gebiete wird die Verwaltung ein städtebauliches Grobkonzept erarbeiten. Dafür hat sich
der Gemeinderat auf seiner jüngsten
Plenarsitzung ausgesprochen. Mit
der Überlegung, einen städtebaulichen Ideenwettbewerb für den Stadteingang Ost zu entwickeln, hatte die
KAL bereits im September 2009 das
Thema per Antrag auf die Tagesordnung gebracht. Damals hatte der Gemeinderat den Antrag mehrheitlich
abgelehnt und stattdessen angeregt,
einen solchen Wettbewerb zu verschieben. In der Berichterstattung in
der letzten Ausgabe über die jüngste
Debatte im Gemeinderat konnte irrtümlich der Eindruck entstehen, die
KAL habe sich 2009 dafür eingesetzt,
vorerst keinen städtebaulichen Ideenwettbewerb durchzuführen.Eine zweispurige Straße zwischen der
Elfmorgenbruchstraße und der Haid-undNeu-Straße soll Hagsfeld möglichst
schnell vom Durchgangsverkehr entlasten. Darüber war sich der Gemeinderat
einig. Zu den Baukosten von rund 80 Millionen Euro beantragt die Stadt beim Regierungspräsidium Fördermittel nach dem
Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz.
Bereits im Dezember waren die Planungen für den Ausbau in der Nordtangentenkommission vorgestellt worden. Die
Behandlung im Plenum erfolgte nun aufgrund von Anträgen der Fraktionen von
SPD und KAL. „Kein neues Bebauungsplanverfahren in Gang setzen“, sprach
sich Michael Zeh (SPD) für „eine schnelle, möglichst sparsame Lösung“ aus. Wer
eine „große Lösung“ anstrebe, wolle keine schnelle Abhilfe für Hagsfeld. „Detailplanung, schnell um Zuschüsse bemühen,
vorfinanzieren“, forderte Dr. Eberhard Fischer (KAL), „ansonsten warten die Hags-felder noch zehn Jahre“. „Umgekehrt
wäre richtig gewesen“, sah Fischer die
Probleme auch selbst gemacht, da der
Autobahnanschluss Nord hergestellt worden sei, ohne einen Abfluss zu schaffen.
„Die CDU steht für die Zweite Rheinbrücke und eine durchgehende Nordtangente, wir müssen auch an die Autofahrer
und die Anlieger der Südtangente denken“, sprach sich Thorsten Ehlgötz dafür
aus, bestehendes Baurecht zu nutzen und
damit auch ein Signal an den Bund zu geben, dass man am Ausbau der gesamten
Nordtangente arbeite. „Wir dürfen den
Bund nicht aus der Verantwortung lassen“, sah Ehlgötz angesichts der verfügbaren Mittel beim Regierungspräsidium
wenig Chancen von dort 52 Millionen Euro
für die Nordtangente-Ost zu bekommen.
„Selbst wenn wir einen Tunnel unter
dem Hardtwald finanziert bekämen, wir
würden ihn nicht geschenkt nehmen“
sprach sich Johannes Honné (GRÜNE)gegen eine Gesamt-Nordtangente aus.
„Ein Kilometer Straße für 80 Millionen
Euro sind nicht finanzierbar“, riet Honné,
die Nordtangente-Ost abzuspecken und
selbst wenn es länger dauere, den Bebauungsplan zu ändern. Jürgen Wenzel (FW)
erkannte auch Widerstände gegen die
Trasse in Hagsfeld und Rintheim. Während FDP-Fraktionschefin Rita Fromm ein
„Hornberger Schießen“ befürchtete und
„alles bereits vorberaten“ sah, signalisierten Lüppo Cramer (KAL) und Gabriele
Luczak-Schwarz (CDU) noch Beratungsbedarf hinsichtlich der Prognosen in den
von Stadt und Regierungspräsidium in
Auftrag gegebenen Verkehrsgutachten.
„Wenn der Bund weiterhin eine große
Lösung untersucht, dann sollten wir alles
tun, um ihn in der Finanzverantwortung
zu belassen. Wir sollten aber jetzt für den
Abschnitt Nordtangente-Ost die notwendigen Anträge stellen“, empfahl OB Heinz
Fenrich „zweigleisig“ zu fahren. 
-fis-Einsparziele
realistisch sehenNeuberufungen
für zwei GremienAusbildungsstätten
für ErzieherinnenAbgelehnt hat das Plenum bei 15 Jastimmen den Antrag der Grünen, eine
Konzeption für die energetische Sanierung des städtischen Gebäudebestandes
vorzulegen. Die sei notwendig, so Alexander Geiger (GRÜNE), um einen Sanierungsstau zu beheben und das Ziel des
Klimaschutzkonzepts nach jährlich zweiprozentiger Reduktion des Endenergieverbrauchs zu erreichen. Man brauche
trotz angespannter Haushaltslage Investitionen, um nicht unnötig „Energie als
Kosten raus zu hauen“. Kenngrößen für
energieeffiziente Nutzung und mittelfristig eine Ver­brauchs­kostenanalyse seien
erste Schritte. „Messziele allein tragen
nicht zur Erreichung der Klimaschutzziele
bei“, entgegnete Gisela Fischer (SPD).
Falls teure Maßnahmen nicht realisiert
werden könnten, sei nachhaltige Bewirtschaftung öffentlicher Bauten besser. Realistische Umsetzungsmöglichkeiten für
die sehr ehrgeizigen Einsparziele im Auge
zu behalten, verlangte auch CDU-Fraktionschefin Gabriele Lukzak-Schwarz.-cal-In zwei Gremien des Gemeinderats hat
es personelle Veränderungen gegeben.
Dr. Igor Kats scheidet als ordentliches beratendes Mitglied aus dem Jugendhilfeausschuss aus, denn er gehört nicht mehr
dem Vorstand der Jüdischen Kultusgemeinde an. Der Gemeinderat hat auf seiner jüngsten Sitzung für die restliche
Amtszeit Iryna Grinberg als ordentliches
beratendes Mitglied berufen und zwar auf
Vorschlag der Jüdischen Kultusgemeinde.
Denn sie ist in den Vorstand der Kultusgemeinde gewählt worden. Weiter hat der
Gemeinderat festgestellt, dass Solange
Rosenberg die Jüdische Kultusgemeinde
nicht mehr im Schulbeirat vertritt und sie
von ihrer Mitgliedschaft in diesem Gremium entbunden. An ihre Stelle im Schulbeirat tritt Channa Acker. Sie wurde von
der Kultusgemeinde als neue Vertreterin
für den Schulbeirat benannt. Die Mitglieder dieser Gremien werden auf Vorschlag
ge­w ählt, deshalb endet die Mitgliedschaft, wenn der Vorschlag aus wichtigem
Grunde zurückgenommen wird. 
-res-Die Ausbildungskapazitäten für Erzieherinnen und Erzieher hatte die FDPFraktion per Antrag hinterfragt und sich
für eine weitere Fachschule für Sozialpädagogik eingesetzt. Der Bedarf an Fachpersonal steige, weil Tageseinrichtungen
für Vorschulkinder weiter ausgebaut werden und die Qualität der Einrichtung mit
zusätzlichen Erzieher-Stellen in den
Gruppen weiter gesteigert werden soll.
Der Gemeinderat folgte in der vergangenen Woche der Einschätzung der Verwaltung, die eine weitere Fachschule nicht
für erforderlich hielt. Denn die konfessionellen Fachschulen hätten ihre Kapazitäten an Schulplätzen bereits erhöht. Hinzu
komme das neue Angebot der privaten
Fachschule der Deutschen AngestelltenAkademie. Und im Herbst beginne die
Carlo-Schmid-Schule des Internationalen
Bundes mit der Ausbildung von Erzieherinnen und Erziehern. Außerdem sei auch
der Studiengang der Pädagogischen
Hochschule Karlsruhe „Bachelor of Arts –
Sprache und Bewegung“ zu nennen.-rie-Mit dem Vorschlag von OB Heinz Fenrich, die Gedanken der Europäischen
Gleichstellungs-Charta in die gerade in
Arbeit befindliche „Dienstanweisung zur
von Frau und Mann in der Stadtverwaltung“ einfließen zu lassen und dann im
Personalausschuss vorzustellen, war der
Gemeinderat einverstanden. Die Grünen
hatten die Unterzeichnung der Charta
durch die Stadt beantragt. Anne Segor
(GRÜNE) forderte weitere Fortschritte in
der Gleichstellung. Nach einem Gutachten der Bundesregierung schränkten Geschlechterstereotype nach wie vor individuelle Lebensentwürfe ein und es fehle
an einem positiven Leitbild. Durch die
Charta bekomme die Dienstanweisung
eine neue Qualität. Man könne aus dem
umfangreichen Werk auch einzelne Ziele
heraus nehmen, entgegnete sie dem Argument der Verwaltung, der Arbeitsaufwand nach Unterzeichnung der Charta
sei zu groß. So hatte auch Karin Wiedemann (CDU) argumentiert. Man müsse
vor Ort andere Probleme lösen als sich mit
einem so umfangreichen Werk auseinanderzusetzen. Die Umsetzung sei zu leisten
und die Charta liefere viele neue Impulse
erwiderte Yvette Melchien (SPD). In Stuttgart sei das ja auch möglich. Zu fragen sei
nach Erfolgen in anderen Großstädten.
Rita Fromm (FDP) erinnerte daran, dass
die Gleichstellung immer noch erkämpft
werden müsse. Was gegenwärtig erreicht
sei, solle in einem Zwischenbericht dargelegt werden. Die Dienstanweisung sei
der erste Schritt. Margot Döring (KAL)
wollte auch einen Schritt nach dem anderen gehen. Die Stadt tue bereits viel, allerdings sei es ein Geburtsfehler, dass die
Zuständigkeit für die Gleichstellung auf
verschiedene Ämter verteilt sei. Für die
Linke verteidigte Niko Fostiropoulos
Quotenregelungen. Im Übrigen „wird die
EU uns wieder zwingen, nach vorn zu
denken“. Seine Kollegin Sabine Zürn
stimmte der Unterzeichnung der Charta
zu und betonte, dass es wichtig sei, über
den Tellerrand hinaus zu schauen. „Ein
Aktionsplan in Einzelschritten“ konkretisierte Segor das Anliegen der Grünen.
Eine Vorstellung der Charta im Ausschuss
verlangte Doris Baitinger (SPD). 
-cal-AUSBILDUNG: Die PH bietet einen
Studien­gang „Sprache und Bewegung“.Fragen und Antworten aus dem Gemeinderat
Für notwendig und sinnvoll hält das
Bürgermeisteramt die Zahlung des städtischen Investitionsanteils von 1,3 Millionen
Euro in 13 gleichen Jahresraten an den
Baden-Airpark. Dies erfuhr die GrüneFraktion auf eine Anfrage zur jüngsten
Sitzung des Gemeinderates. Der BadenAir­park, so die Verwaltung, leiste als Jobmotor einen wichtigen Beitrag zur Daseins­
vorsorge. So sei die Gesamtzahl der Arbeitsplätze in den vergangenen acht Jahren von 1186 auf 2 078 angewachsen.
Warum die Südtangente zwischen den
Jahren trotz starker Schneefälle nicht geräumt worden sei, wollte die SPD wissen.
Ursache, teilte das Bürgermeisteramt mit,
seien die zum Teil lang anhaltenden
Schneefälle bei tiefen Temperaturen und
Salzknappheit gewesen. Der Maschinenpark entspreche dem aktuellen Standard
für Winterdienstfahrzeuge, so die Verwaltung weiter. Nur Kommunen mit extrem
großem Salzlager hätten der ungewöhnlichen Witterung trotzen können.
Auch danach, welche Schritte die Stadt
plant, um behinderten Kindern den Zugang zu Regelschulen zu ermöglichen,
fragte die SPD. Laut Bürgermeisteramt
gibt es eine ämterübergreifende Arbeitsgruppe „Inklusion“, die unter Einbeziehung aller Beteiligten eine Position für die
Stadt Karlsruhe erarbeitet. Außerdem soll
mit den Eltern betroffener Kinder ein Beteiligungsprozess durchgeführt wer­den,
und in Kontakt mit dem Staatlichen Schulamt stehe die Verwaltung auch.Gespräche über den Weiterbestand des
(EIFER) in Karlsruhe hat es laut Bürgermeisteramt im Januar 2011 zwischen OB
Heinz Fenrich und Erster Bürgermeisterin
Margret Mergen mit Électricité de France
(EDF) in Paris gegeben. Die Partner seien
sich einig gewesen, dass EIFER weiterhin
die Kompetenzen von Karlsruhe im Energiebereich nutzen sollte. Sich für EIFER in
Karlsruhe per Anfrage stark gemacht hatte sich Tom Høyem (FDP), der auch erfuhr, dass der bestehende Kontakt und
weitere Anknüpfungspunkte zu EIFER
über einen zeitnahen Gesprächstermin
unter Leitung von EB Margret Mergen
ausgelotet werden sollen.
Der Wasserturm in der Südstadt-Ost ist
diesen Monat an einen Privatmann verkauft worden. Dieser beabsichtigt, den
Turm im Frühjahr einzurüsten, ihn zu reinigen und die Oberfläche mit einem vom
Denkmalschutz zugelassenen Mittel zu
imprägnieren. Dies teilte die Stadtverwaltung mit. Nachgefragt hatte Stadtrat Friedemann Kalmbach (GfK).
Nach Maßnahmen zur Bekämpfung
von Spielsucht und der Ausbreitung von
Spielhallen hatten sich die Freien Wähler
erkundigt. Das Bürgermeisteramt teilte
zunächst mit, dass in Karlsruhe derzeit
68 Spielhallen betrieben werden. Eine
Anhebung des Steuersatzes auf 25 Prozent werde jedoch wahrscheinlich vor den
Verwaltungsgerichten nicht standhalten.
Aus personellen Gründen habe die Stadtbislang auf regelmäßige Kontrollen in Sachen Jugendschutz verzichtet, dies werde
sich aber mit der Einführung des Kommunalen Ordnungsdiensts ändern. Auch Die
Linke fragte zum Thema Glücksspiel­
automaten nach und erfuhr, dass nach der
Spielverordnung Geldspielgeräte nicht in
Tankstellen, anderen Ladengeschäften,
Eisdielen, Schwimm­bädern und sonstigenOrten aufgestellt werden dürfen, die vorwiegend von Kindern und Jugendlichen
besucht werden. Ein totales Verbot – also
auch in Schank- und Speisewirtschaften,
Beherbergungsbetrieben und Spielhallen – berge die Gefahr, dass ein illegaler
Markt entsteht, so die Verwaltung. Sie erarbeite derzeit ein „Spielhallen-Konzept“
für das Stadtgebiet.
-res-SOLL IM FRÜHJAHR IMPRÄGNIERT WERDEN: Der Wasserturm in der Südstadt-Ost
ist von einem Privatmann gekauft worden. 
Fotos (4): FränkleSTADTKULTURStadtZeitung65. Jahrgang · Nr. 12 · 25. März 2011Designierter Generalintendant verspricht neue Akzente:Heldentage im Staatstheater
Peter Spuhler: Großer Nachholbedarf für Kinder- und JugendtheaterStadt gedachte
OB Günther KlotzGünther Klotz wäre
am Montag 100 Jahre alt geworden. Aus
diesem Anlass haben
Oberbürgermeister Heinz Fenrich und
Günther Klotz’ Partei, die SPD, am Ehrengrab des großen Karlsruher Nachkriegs-OB Kränze niedergelegt (unser
Foto) und des Gestalters von Karlsruhe
still gedacht. Die Reden zu Ehren Günther Klotz’ waren dann eine halbe Stunde später bei der Eröffnung einer Ausstellung über die Arbeit von Günther
Klotz im Rathausfoyer zu hören. Der
Bauingenieur Günther Klotz war zu-nächst erfolgreich
mit der Schutträumung in der zerstörten Stadt Karlsruhe
beschäftigt, die zu seiner zweiten Heimat geworden war. Von 1952 bis 1970
stand Klotz dann an der Spitze des
Karlsruher Rathauses. Aus Enttäuschung darüber, keine zweite Bundesgartenschau in die Fächerstadt holen zu
können, trat er nicht mehr zur Wiederwahl an. Die Stadt ernannte ihn darauf
hin zum Ehrenbürger. Diese Würde
konnte Klotz nicht lange genießen, er
starb 1972.
-erg-/Foto: FränkleSchwarze T-Shirts, darauf in neuem Corporate Design ein weißer Schriftzug „Badisches Staatstheater“: Peter Spuhler,
designierter Generalintendant der Staatsbühne und seine Mannschaft, stellten im
einheitlichen Arbeitslook ihren Spielplan
für die Saison 2011/2012 vor. „Wir sind
ein Team“, signalisierte der vom Heidelberger Theater kommende „Neue“ in
Karlsruhe. Das hatten Intendanten vor
ihm auch für sich in Anspruch genommen. Spuhler will mit seinem nur zum Teil
neu besetzten Ensemble und seinen Abteilungsleitern im Badischen Staatstheater (BST) neue Akzente setzen. Dass die
vom amtierenden Generalintendanten
Achim Thorwald eben erst formulierten
Begriffe „Opernhaus“ und „Schauspielhaus“ wieder verschwinden und die Besucher künftig wieder im „Großen Haus“
und „Kleinen Haus“ Platz nehmen, mag
als Wortkosmetik daherkommen, soll aber
unterstreichen, dass an jedem Ort jede
Sparte gespielt wird.
Großen Nachholbedarf sieht Spuhler
für den Jugendbereich. Theater beginne
„von Anfang an“, sagte der 45-Jährige
und kündigte als vierte Sparten das „Junge Staatstheater“ an. Diese Initiative sei
von vielen seit langem erwartet worden.
Zu dieser neuen Positionierung sollen
Musik, Ballett und Schauspiel, also alle
Sparten, beitragen. Dies, so Spuhler, sei
kein kleiner Schritt, da die Gründung aus
den vorhandenen Ressourcen erfolgen
müsse. Ulrike Stöck ist die dafür verantwortliche Direktorin und soll ihre Ideen
und das Ensemble in einem späteren Gespräch der Öffentlichkeit vorstellen. Leitschnur für das Vorhaben soll ein in Mann-PETER SPUHLER: Designierter Generalintendant am Badischen Staatstheater.
heim und Oldenburg erprobtes Modell
sein, das Kinder und Jugendliche mit
mindestens einem Theaterbesuch pro
Jahr an das Theater heranführen will.
Peter Spuhler verglich seinen Spielplan
mit einer Speisekarte. Das Menü ist gerichtet, aber noch esse man nicht davon.
Um seine Speisefolge dem Publikum
schmackhaft zu machen, wählte der künftige BST-Chef für die Plangestaltung seiner fünfjährige Arbeit das Leitmotiv „Du
mußt dein Leben ändern“, einen Satz,
den der Philosoph Peter Sloterdijk einem
Rilke-Gedicht entnommen und als Titel
für sein Buch gewählt hat. Das Theater
müsse ein Ort des intensiven Denkens
und Vorausdenkens anderer Lebensweisen sein. Während im Hintergrund Bilder
des Stummfilms „Die Hermannschlacht“an der Wand flimmerten, sprach Spuhler
vom Thema „Helden“, das die kommende Theatersaison als große Linie prägen
soll. Schauspieldirektor Jan Linders will
Heroen aus großen, jedoch wenig bekannten Klassikern, und aus aktuellen
Stücken auf die Bühne bringen. So werden Kleists „Hermannsschlacht“ oder
Tennessee Williams’ Südstaatendrama
„Orpheus steigt herab“ gezeigt. In die
Oper halten „Les Troyens“ Einzug, die
1890 am Karlsruher Hoftheater uraufgeführt wurden. Das Ballett steuert mit
„Siegfried“ und Momo“ ebenfalls zwei
Uraufführungen bei. Produziert werden
soll ohne Hausregisseure. Spuhler will
„vielfache Handschriften“ und für jeden
Stoff den passenden Regisseur. Weit in
die Historie des KSC muss auch Schauspieldirektor Linders herab steigen: „Ich
plane etwas über die „Helden’ des KSC.“
Mit Bernd Feuchtner ist künftig wieder
die Position des Chefdramaturgen besetzt. Laut Feuchtner leide das Theater an
„Unterforderung“. Das Publikum wolle
gefordert werden, es wolle wissen, warum Stücke gespielt und warum sie so und
nicht anders inszeniert würden. Wager
zum Beispiel habe sich in Karlsruhe sehr
wohl gefühlt. Der Komponist werde weiter berücksichtigt – auch die französische
Oper, Kinderopern und jährlich eine politische Oper, die Spuhler aber nicht als tagespolitischen Stoff verstanden wissen
wollte. Apropos Helden: Ähnlich wie Robin Hood im Kampf um Gerechtigkeit will
der neue Generalintendant mittelfristig
auch bei der Preisgestaltung verfahren.
Für die billigen Plätze bleibt der Eintritt
stabil, teure werden etwas teurer.
-Lä-V„Sprühender
Ideenfinder“
Nach der jährlichen Verwaltungsratssitzung des Badischen Staatstheaters gaben sich Vertreter aus Politik,
Verwaltung und Kunst mit Medienvertretern die Klinke in die Hand.
Das Interesse galt dem designierten
Generalintendanten Peter Spuhler,
seiner Mannschaft, dem kommenden
Spielplan und der künftigen Ausrichtung des Theaters. Spuhler hatte bei
der Spielplanpräsentation Unterstützung von „dritter Seite“ in Aussicht
gestellt. Insbesondere für das Projekt
Kinder- und Jugendtheater kündigte
er an, Banken mit ins Boot zu holen.
Auch mit den Abo-Zahlen soll es aufwärts gehen. In Tübingen und Heidelberg sei dies gelungen, jetzt wolle
er auch in Karlsruhe Erfolg haben.
Peter Frankenberg, Baden-Württembergs Minister für Wissenschaft,
Forschung und Kunst, sah einem
„neuen Aufbruch in Karlsruhe“ mit
großem Interesse entgegen und zeigt
sich von einem „sehr innovativen“
Spielplan überzeugt. Das städtische
Verwaltungsratsmitglied OB Heinz
Fenrich sprach von einem Auftritt der
Staatsbühne, auf den man mit Spannung gewartet habe. Peter Spuhler
habe sich bestens auf die Fächerstadt
vorbereitet und in Karlsruhe als
„sprühender Ideenfinder“ große Zustimmung erfahren. Mit dem Generationswechsel am Staatstheater fände er großen Anklang. Das Stadtoberhaupt hob die Öffnung des Theaters für junge Menschen und
Karlsruher Schulen hervor. Für Generalmusikdirektor Justin Brown
heißt „Tradition“ auch „Neuentdecken“. Brown versprach jedes Jahr
eine neue Wagner-Inszenierung. -Lä-Resilienz nächstes
Blickkontakt-ThemaGroßer Flohmarkt
auf dem MessplatzJetzt inne halten und nachdenken„Eheverbrechen“
in der „marotte“„Resilienz – die Kunst, sich aus den Ruinen zu erheben“ ist die nächste Veranstaltung der Kontaktstelle Frau und Beruf
überschrieben, die im Rahmen der Reihe
Blickkontakt am Samstag, 2. April, um
10.30 Uhr in der Stadtbibliothek im Neuen Ständehaus stattfindet. Dabei erläutert
die Psychotherapeutin Carmen Reuter
welche wichtige Ressource dahinter steht,
dass es Mensch gelingt, sich aus noch so
schwierigen Lagen wieder aufzurichten.
Der Eintritt kostet zwei Euro, eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Das Programm
zur Reihe Blickkontakt gibt es im Internet
unter www.frauundberuf-karlsruhe.de.Anfang April startet das Marktamt die
Saison der Großflohmärkte auf dem Messplatz. Das Areal an der Durlacher Allee
verwandelt sich am Samstag, 9. April, in
einen bunten Tummelplatz für Feilscher
und Trödler. Von 8 bis 16 Uhr warten dann
neben Sammlerstücken und ausrangierten Möbeln auch Bücher, Schallplatten
oder Secondhand-Kleidung auf neue Besitzer. Diejenigen, die beim Flohmarkt etwas „unters Volk“ bringen wollen, können sich bei der Veranstaltungsagentur
Timke unter der Telefonnummer 0 71 47/
133 99 informieren und im Internet unter
www.timke-flohmarkt.de anmelden.Konferenz statt Festival „Frauenperspektiven“ / Gemeinderat entscheidetDa sind ein Mann, eine Frau und 15 Jahre Ehe. Was nun? Eric-Emmanuel Schmitt
hat „Kleine Eheverbrechen“ als kluges,
abgründiges Spiel mit der Wahrheit konstruiert. In der „marotte“ zeigt das Basler
Marionettentheater die Hommage an die
Liebe am 2. April um 20 Uhr. Es ist die
Geschichte von Netzen, Fallstricken und
viele kleinen Lügen, die sich zwischen
Liebe und Wahrheit geschlichen haben.
Von einer Ehe, der die Liebe verloren gegangen ist. Die vielleicht aber wieder gefunden werden kann, weil einer der Partner durch seinen Gedächtnisverlust noch
einmal ganz von vorn beginnen muss.Literaten kamen
gerne ins Rössle
Zu Beginn der Wolfartsweierer
750-Jahr-Feierlichkeiten liest Jakobustheater-Schauspielerin Helga
Kreiner aus Werken von Hebel, Vierordt, Scheffel, Heller und Eggarter.
Sie kommt dazu am Mittwoch,
30. März, um 19.30 Uhr in die Begegnungsstätte, Rathausstraße 2. Wolfartsweier war einst beliebter Ausflugsort für die Literaten. Sie trafen
sich im von Kastanien bestandenen
Garten des vormaligen Gasthauses
Rössle an der Steinkreuzstraße.Karibisches Flair
Das Flair einer tropischen Sommernacht
herrscht am Freitag, 8. April, im Durlacher Weiherhofbad. Von 20 bis 0.30 Uhr
erwarten Besucherinnen und Besucher in
der Sauna verschiedene entspannende
Aufgüsse, darunter ein Hula-Hula-Überraschungsaufguss, sowie exotische
Fruchtspieße und Cocktails. Bis Mitternacht darf im stimmungsvoll beleuchteten
Becken geschwommen werden, ab 22 Uhr
auch textilfrei. Die „Sauna bei Nacht“
kostet elf Euro. Karten gibt es im Vorverkauf im Weiherhofbad und an der Abendkasse. Weitere Infos sind im Internet unter
www.ka-baeder.de zu finden.DAS PROGRAMM stellten BM Wolfram
Jäger und Dr. Susanne Asche vor.
„Wir wollen auf höchstem Niveau mit
Frauen und Männern diskutieren und
nachdenken“ versprach Kulturamtsleiterin Dr. Susanne Asche kürzlich Vertreterinnen der Medien im ZKM. Dort findet vom 15. bis 17. April statt des Festivals
die Konferenz „Frauen Per spektiven
Wechsel. 20 Jahre Frauenkulturfestival ...
und in Zukunft?“ statt. Die Erkenntnisseund Meinungen dieser Debatten fließen,
so Bürgermeister Wolfram Jäger, am
6. Mai in eine abschließende öffentliche
Diskussionsrunde ein. Deren Ergebnisse
sollen dem Gemeinderat zur weiteren
Entscheidung übergeben werden. Einig
waren sich alle, einmal inne zu halten.
Zu fragen sei nach der „Bedeutung von
Frauenkulturfestivals aus westeuropäischer Perspektive sowie dem Stellenwert von feministischen Positionen in den
verschiedenen kulturellen Sparten, den
Medien, im Recht und in der Politik“,
konkretisierte Susanne Asche. Wie weit
sind die Frauen in den letzten 20 Jahren
gekommen? Prägen inzwischen beide
Geschlechter die Szenen oder gibt es Verbesserungsbedarf, wie etwa die neu entflammte Debatte über Frauenquoten nahe
legt? So sei Deutschland in einem vom
Weltwirtschaftsforum in Auftrag gegebenen Ranking zu Frauen in Führungspositionen auf den 13. Platz zurück gefallen, informierte Wolfram Jäger.
Am Festivalwochenende treffen daher
Frauen verschiedener Generationen und
Herkunft aufeinander. Dazu zählt beispielsweise Ute Gerhard als eine der Mütter der Frauengeschichtsschreibung mit
dem Vortrag „Im Wechselschritt zur
Emanzipation? Über 100 Jahre Frauenbewegung“. Helke Sander, eine der Begründerinnen der neuen Frauenbewe-gung und feministischen Filmschaffens
zieht ein „Resümee nach 40 Jahren Frauenbewegung“. Zum Podium „Junge
Frauen in Bewegung – Mädchenmannschaft, Missy Magazine & Blogkultur“
kommen Sonja Eismann aus Wien, Müjde
Karaca-Tog˘mus¸, ZKM, Solveig Klassen,
Köln, und Stephanie Müller, München.
Dorther stammt auch die Moderatorin
und Mitautorin des Buches „Wir Alphamädchen“ Barbara Streidl vom Webblog
maedchenmannschaft. Ihre Werke aus
der Schreibwerkstatt von Jagoda Marinic,
Heidelberg, stellen junge Mädchen vor.
Weitere Podien befassen sich mit Feminismus in Kultur, Recht und Politik,
Gleichstellung, sowie Visionen bevor es
in der abschließenden Podiumsdiskussion
am 17. April um das Thema „Frauenkulturfestival! ... und in Zukunft?“ geht. Dazwischen gibt es klassische und elektronische Musik, Performancekunst, Filme und
Ausstellungen. Im Rahmenprogramm
stellt Camille Morineau ihre Schau
„elles@centrepompidou“ vor (14. April,
CCFA, Kaiserstraße160), zeigt das
GEDOK-Künstlerinnenforum die Schau
„FRAUENzimmer“ (ab 17. April in der
Markgrafenstraße 14) und läuft in der
Kinemathek, Kaiserpassage 6, am 17. April das Filmprogramm Madeleine Bernstorff. Das Programm im Internet: www.
karlsruhe.de/frauenperspektiven.
-cal-„Letzter Großherzog“Starparade unter dem „Regenbogen“Nachkriegs-OB Günther Klotz wäre 100 Jahre altBunte Gala in der Schwarzwaldhalle: Zum 14. Mal Radio Regenborgen AwardEr nannte sich
selbst einen in
Freiburg geborenen Karlsruher, der am 21. März 1911 in
Freiburg geborene und am 7. April 1972
in Karlsruhe gestorbene OB Günther
Klotz. Als 20-jähriger kam er zum Studium am Badischen Staatstechnikum nach
Karlsruhe und arbeitete 1935 – 1939 als
Bauinspektor bei der Stadt. Aus sozialdemokratischer Familie stammend, entzog
er sich dem Eintritt in die NSDAP durch
den Wechsel zur Baufirma Jordan. Bis
1942 wirkte er in der Filiale in Linz und
bis Kriegsende im Auftrag der Organisation Todt in Frankreich und Italien beim
Bau von Straßen und Flugplätzen. NachGÜNTHER KLOTZBild: Stadtarchivseiner Rückkehr 1945 organisierte er in
Karlsruhe die rasche Schutträumung, so
dass die Stadt früher als andere für den
Wiederaufbau bereit war. Mit Tatkraft
und Entschlussfreude übernahm er 1952
diese Aufgabe nach der Gemeinderatstätigkeit für die SPD (1948 – 1952) als
Oberbürgermeister. Die Leistungen bei
Wiederaufbau und Ausbau in seiner Ära
prägen bis heute das Erscheinungsbild
Karlsruhes. Die Berechtigung seines
Spitznamens „Bau-Klotz“ belegen die
Großprojekte seiner Amtszeit wie der Bau
von 53 000 Wohnungen in Neubaugebieten am Stadtrand oder in Trabantensiedlungen wie der Waldstadt, Schlossplatzunterführung und – heute kritisch beurteilt – Ausbau der Kriegsstraße, Kauf und
Ausbau der Albtalbahn, Grundlage des SBahnsystems; Bundesgartenschau 1967
als Höhepunkt, bei der Klotz in- und ausländischen Gästen die Stadt präsentierte.
In Karlsruhe war Klotz ob seiner Volkstümlichkeit sehr beliebt. Im Gemeinderat
schätzte man seine Schlagfertigkeit und
seinen versöhnlichen Humor. Als aufrechter Demokrat pflegte Klotz dennoch einen
durch Autorität geprägten Führungsstil,
man nannte ihn auch den „letzten badischen Großherzog“. Als der Gemeinderat
1968 die Ausrichtung einer zweiten Bundesgartenschau ablehnte und sich im Gemeinderat Widerstand gegen seinen Führungsstil regte, beschloss er, 1970 nicht
zur OB-Wahl anzutreten. Klotz erhielt
zahlreiche Ehrungen wie Bundesverdienstkreuz und Ehrenbürgerwürde
Karlsruhes. Er gehörte zur Generation der
führenden Männer die mutig den Wiederaufbau maßgeblich gestalteten.
-mk-Heute Abend (25. März) wird vor der
Schwarzwaldhalle wieder ein 70 Meter
langer roter Teppich ausgerollt. Rund
1 800 Gäste werden in Smoking und festlicher Abendgarderobe aus der Tiefgarage des Festplatzes kommen, aus Taxen
und gewienerten Limousinen steigen, um
als Hauptakteure oder Zuschauer die
14. Verleihung des Medienpreises aus
Baden-Württemberg mitzuerleben. Insgesamt elf Preisträger bekommen aus den
Händen prominenter Laudatoren den Radio Regenbogen Award ausgehändigt:
Allesamt Stars, Sternchen und Persönlichkeiten, die sich 2010 im Musikgeschäft,
Entertainment, in Medien oder Gesellschaft hervorgetan und sich für die Trophäe qualifiziert haben. BAP-Frontmann
Wolfgang Niedecken (Charity 2010), The
Scorpions (Lifetime Rock), Modemacher
Wolfgang Joop (Medienmann) und Ulrich
Gebhard, der erstmals den Preis „Der
Held von nebenan“ erhält, kommen unter
anderen auf die Bühne der festlich herausgeputzten Schwarzwaldhalle.
Dort soll die jährlich stattfindende Medienpreisverleihung des Radiosenders
auch bleiben. „Ich bin ein großer Freund
dieser Halle“, gestand Eventleiter Andreas Ksionsek im Ettlinger „Erbprinz“ vor
Journalisten. Mit den damaligen BambiVerleihungen stehe sie für ein Stück deutscher Geschichte des Showbusiness. Die
Akustik der Schwarzwaldhalle habe man
längst im Griff, so dass sie im Herzen der
Stadt mit der angedockten Gartenhalle
bestens geeignet sei für das größte gesellschaftliche Ereignis in der Fächerstadt.
An Gourmetinseln in der benachbarten
Gartenhalle verwöhnt Sternekoch AlfonsSchubeck das Publikum vor der Preisverleihung. Frau und Mann haben in der
Beauty-Lounge Gelegenheit zum letzten
Schliff für ein perfektes Styling. Wenn die
Medienpreisverleihung zu Ende ist, treffen sich Gäste, Preisträger und Laudatoren in beiden Hallen zur großen After-showparty. Übrigens: Wer keines der
290 Euro teueren Tickets in der Jackettoder Handtasche hat, kann die Veranstaltung auf dem Festplatz ab 20 Uhr live auf
einer Videoleinwand miterleben. Im Internet läuft die Verleihung per Livestream
unter www.regenbogen.de.
-Lä-FEIERN UND SPENDEN: Vom Eintrittspreis in die Festarena in der Schwarzwaldhalle
zahlt jeder Besucher 40 Euro für bedürftige Kinder.
Fotos (2): FränkleHOMMAGE AN DIE LIEBE: Basler Marionettentheater ist Gast in der „marotte“.KULTURKOMPAKT
Die Sparkasse am Europaplatz zeigt bis
15. April im Kundenzentrum Werke von
Künstlern, die am 34. Kunstpreis des Kreditinstitutes teilgenommen haben.
Im Jakobus-Theater in der Fabrik hat
am heutigen Freitag, 25. März, um 20.15
Uhr Ingrid Lausunds Komödie „Benefiz –
Jeder rettet einen Afrikaner“ Premiere. In
dem Stück probt eine Gruppe Engagierter für eine Benefizveranstaltung, die
Spenden für ein Schulprojekt in Afrika
einbringen soll. Die Prominenten sagen
aber ab, nun müssen die fünf Organisatoren selbst die Gäste unterhalten und zum
Spenden motivieren. Die Produktion, mit
der das Jakobus-Theater unter anderem
ein Schulprojekt in Burundi betreut, ist
auch am 26. und 30. März zu sehen und
steht bis zum 27. Mai auf dem Spielplan.
In der Sonntagmorgen-Reihe des Badischen Staatstheaters „Jazz & Literatur“
liest am 27. März um 11 Uhr Michael Rademacher „Der törichte Karpfen“ und andere Erzählungen von Isaac B. Singer.
Georg Baselitz ist Thema eines Rundganges am 27. März um 15 Uhr in der
Städtischen Galerie. Die Kinderwerkstadt
ist von 15 bis 16.30 Uhr geöffnet. Am 31.
März um 12.15 Uhr steht eine Kurzführung „Dany Paal: Farbe-Schatten-Licht“
auf dem Programm. Der Jugendkunstklub
trifft sich am 1. April von 16 bis 18 Uhr.
Joachim Kerstens stellt im Museum für
Literatur im Prinz-Max-Palais am Dienstag, 29. März, um 20 Uhr „Hermann Bang
– Eines Dichters letzte Reise“ vor. Im Januar 1912 schreibt der dänische Autor auf
einer Schiffsreise nach New York seinen
letzten Brief an seine Freundin. Bang erleidet in Amerika einen Schlaganfall und
stirbt. „Der große Kahn“ ist die letzte Erzählung des Romanciers.
-Lä-VIStadtZeitung65. Jahrgang · Nr. 12 · 25. März 2011Breites Lehrprogramm
VWA-Seminare von Haushaltsrecht bis Autowracks
Die Verwaltungs- und Wirtschafts-Akademie Baden (VWA) lädt Anfang April
abermals zu einer bunten Mischung von
Fortbildungsveranstaltungen ein. Das
neue kommunale Haushaltsrecht (NKHR)
ist Thema beim Seminar am Montag,
4. April. Willkommen sind Führungskräfte und Mitarbeiter, die die Einführung des
NKHR und insbesondere die Gestaltung
des örtlichen Produktplans und des künftigen NKHR-Haushalts aktiv mitgestalten. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von
Baurechtsbehörden sowie Tragwerksplaner und Prüfingenieure für Baustatik treffen sich am gleichen Tag und informieren
sich über Änderungen in der Industriebaurichtlinie und der DIN 18230.
Vom Montag, 4. April, bis Dienstag,
5. April, dauert das Seminar, bei dem die
Teilnehmerinnen und Teilnehmer Konzentration und das Gedächtnis trainieren
können. An diesem Dienstag (5. April)
wird es voll in der VWA. Denn gleich vier
Veranstaltungen finden an diesem Tag
statt. Leitungspersonal in Kliniken beschäftigt sich mit Controlling und Steuerung von Sachkosten und medizinischem
Bedarf. Kommunale Steuerung von Kindergartenbetreuung und Bildung ist das
Seminar überschrieben, das sich an Bürgermeister und Funktionsträger in den
Gemeinden für diesen Bereich wendet.Hundesteuer
Auch im Jahr 2011 erhebt die Stadt
120 Euro Hundesteuer pro Tier, unabhängig davon, ob es sich um einen Erst- oder
Zweithund handelt. Die Zwingersteuer
beträgt 240 Euro. Eine Befreiung kann bei
einzelnen Tieren zum Schutz und der Hilfe Blinder, Behinderter oder für spezielle
Rettungshunde beantragt werden. Bei
einzelnen Tieren kann die Abgabe auf
Antrag halbiert werden, beispielsweise
bei Schutz- oder Wachhunden. In bestimmten Fällen kann Ratenzahlung vereinbart werden. Die blaue Hundesteuermarke am Halsband des Hundes ist
Pflicht. Melden müssen Halter Hunde, die
älter als drei Monate sind, neu angeschafft
wurden oder durch Halterzuzug nach
Karlsruhe gelangt sind. Auch Umzug,
Ende der Haltung und Änderung der Umstände bei Befreiung oder Ermäßigung
Vordrucke sind in allen Bürgerbüros,
den Ortsverwaltungen, im Stadtamt Durlach und bei der Stadtkämmerei (Sachgebiet Kommunale Steuern) erhältlich oder
können unter www.karlsruhe.de ausgefüllt und ausgedruckt werden (Suchbegriff „Hundesteuer“). Auskünfte geben
Werner Meinzer und Veronika Lichtenberger (Stadtkämmerei) unter den Telefonnummern 133-22 04 und -22 05. -mü-Wer die Energieeinsparverordnung in die
Praxis umsetzen möchte, ist an diesem
Dienstag ebenso bei der VWA willkommen. Schließlich sollten am 5. April Sachbearbeiterinnen und Sachbearbeiter aus
Orts- oder Kreispolizeibehörden in die
VWA kommen, wenn sie mit der Beseitigung von Autowracks befasst sind. Besonders Einsteiger erfahren, wie sie diesen Bereich sachgerecht umsetzen. Zwei
weitere Seminare am Mittwoch, 6. April,
runden die VWA-Fortbildungswoche ab.
Dass Gebäudedichtheit und Schimmelpilzvermeidung keinen unlösbaren Widerspruch bilden, erfahren Architekten
und Bauingenieure. Sie können in einer
anderen Fortbildung auch aktuelle Fragen zur Landesbauordnung 2010 behandeln. Zu dieser Veranstaltung sind zudem
weitere Fachleute aus Behörden und Unternehmen willkommen, wenn sie hier
tätig sind. Veranstaltungsort aller Seminare ist das Studienhaus oder das Studienforum der VWA Baden, Kaiserallee 12 e,
76133 Karlsruhe. Anmeldungen sind bei
der VWA (Fax: 985 50-19) sowie über das
Internet unter www.vwa-baden.de möglich. Auskünfte erteilt zudem das Organisationsteam unter der Karlsruher Telefonnummer 985 50-16 oder -17. Per E-Mail:
gabriele.reuter@vwa-baden.de oder
edith.schucker@vwa-baden.de.
-red-Umwelt-Zertifikat
für Klimaagentur
Als erste deutsche Energieagentur
ist die „Karlsruher Energie- und Klimaschutzagentur (KEK)“ nach EMAS
zertifiziert, weil sie ein entsprechendes Umweltmanagement-System
eingeführt hat. Das Kürzel EMAS bedeutet „Eco-Management and Audit
Scheme“ und ist in Deutschland auch
unter dem älteren Begriff Öko-Audit
bekannt. Zur Erreichung der Ziele
hat die KEK einen umfangreichen
Katalog zusammengestellt, darunter
die Einführung von Strukturen und
Kontrollmechanismen, um messbar
Umweltschutzziele zu erreichen. Ein
unabhängiger Umweltgutachter hat
dies untersucht. „Uns ist es wichtig,
als Energie- und Klimaschutzagentur
nicht nur andere auf dem Weg zu einer nachhaltigeren Wirtschaftsweise
zu unterstützen, sondern diese auch
selbst im Berufsalltag zu leben“,
freute sich KEK-Geschäftsführer Dirk
Vogeley über die Urkunde, die ihm
die Umweltschutzreferentin der IHK,
Sakina Wagner, überreichte.
-red-Planungsausschuss
tagt am DonnerstagSitzung in
GrötzingenDie Mitglieder des Planungsausschusses treffen sich am kommenden Donnerstag, 31. März, um 16.30 Uhr unter Vorsitz
von Bürgermeister Michael Obert im Großen Sitzungssaal des Rathauses Karlsruhe
zu einer öffentlichen Sitzung.In öffentlicher Sitzung kommt der Grötzinger Ortschaftsrat am Mittwoch,
30. März, um 19 Uhr im Bürgersaal des
dortigen Rathauses zusammen. Die Stadtteilvertreterinnen und Stadtteilvertreter
nehmen sich unter Vorsitz von Ortsvorsteher Thomas Tritsch folgende Themen der
1. Veröffentlichung des Baulandkatasters
gemäß § 200 Absatz 3 Satz 2 Baugesetzbuch (BauGB) für den Stadtteil Grötzingen
2. Organisationsuntersuchung der Ortsverwaltungen, Information (Antrag der
3. Grüncontainerstandplatz in Grötzingen
4. Beleuchtung Fußgängerüberweg Oberausstraße (Antrag der FDP-Fraktion)
5. Erhaltung des Schulmuseums (Antrag
der FDP-Fraktion)
6. Hohlwege in Grötzingen (Antrag der
7. Energetische Sanierung der städtischen
Wohnungen Wiesenäckerweg 46/48
und Tullaweg 1 A/1 B (Antrag der SPDFraktion)
9. BürgerfragestundeEs werden folgende Tagesordnungspunkte behandelt:
1. Bebauungsplan „Kerngebiet westliche
Innenstadt, Änderung“, Aufstellungsbeschluss gemäß § 2 Absatz 1 BauGB
2. Bebauungsplan „Vergnügungsstätten
Innenbereich Karlsruhe“ und „Vergnügungsstätten Innenbereich KarlsruheDurlach“, Aufstellungsbeschluss gemäß
§ 2 Absatz 1 BauGB
3. Bebauungsplan „Stuttgarter und Zimmerstraße“, Karlsruhe-Südstadt, Aufstellungsbeschluss gemäß § 2 Absatz 1
4. Bebauungsplan „Östlich Ostring zwischen Haid-und-Neu-Straße und Mannheimer Straße“, Karlsruhe-Rintheim,
Aufstellungsbeschluss gemäß § 2 Absatz 1 BauGBFernwärme für
neuen Stadtteil
Die neue Südoststadt zwischen
Rüppurrer Straße, Stuttgarter Straße
und Ludwig-Erhard-Allee wird komplett mit Fernwärme der Stadtwerke
beheizt. „Fernwärme ist ökologisch
und ökonomisch Spitze und dies hat
die Bauträger überzeugt“, freute sich
Stadtwerke-Geschäftsführer Harald
Rosemann. Im neuen Stadtteil Südoststadt sind mittlerweile schon über
1 500 Wohnungen und über 50 Gewerbebetriebe fertig gestellt und an
die Fernwärme angeschlossen. Bis
Ende 2012 werden weitere 1 300
Wohneinheiten und zusätzlich Gewerbebauten erstellt, für die ebenfalls Fernwärme bereit steht. Die
Karlsruher Fernwärme entsteht nicht
nur zusammen mit Strom in der energiesparenden Kraft-Wärme-Koppelung, seit kurzem wird zusätzlich die
Abwärme aus dem Produktionsprozess der Raffinerie MiRO in Fernwärme umgewandelt. „Ein in Europa
modellhaftes und vom Bundesumweltministerium gefördertes 30 Millionen-Projekt, mit dem jährlich 65 000
Tonnen CO² eingespart werden”, betonte Rosemann weiter.
-red-KURZ NOTIERT · KURZ NOTIERT
Badegäste dürfen im Grötzinger
Hallenbad ab sofort öfter schwimmen.
Das Gruppenbad ist ab 1. April zusätzlich
donnerstags zwischen 8.30 und 11 Uhr
geöffnet. Mehr Bäderinformationen gibt
es im Internet unter www.ka-baeder.de
Für die Erneuerung der Gleise im Bereich der Kreuzung Ettlinger Straße/Rüppurrer Straße sperren die Verkehrsbetriebe den Streckenabschnitt zwischen dem
Gleisdreieck und der Wendeschleife Tivoli von Samstagmorgen, 26. März, 7 Uhr,
bis Montagfrüh, 28. März, 3.40 Uhr, für
die Bahnen. Die Haltestellen Tivoli und
Werderstraße werden nur zu den Zeiten
der Nightliner ersatzlos und ohne Schienenersatzverkehr aufgehoben. Ansonsten
fahren die Bahnen Umleitungen. Der Umleitungsnetzplan steht im Internet unter
www.kvv.de zum Herunterladen.
Wegen Leitungsarbeiten an der Kreuzung von Welschneureuter Straße und
Unterfeldstraße in Neureut muss die Bus-AMTLICHE BEKANNTMACHUNGENlinie 71 bis Freitag, 8. April, eine Umleitung fahren. Montags bis freitags entfallen die Fahrten um 8.02, 14.02 und 17.32
Uhr ab „Heidehof“ sowie um 8.13, 14.18
und 17.48 Uhr ab „Am Zinken“. Weiter
verschieben die VBK die Fahrten um 16.49
und 17.19 Uhr ab „Im Kleinen Bruch“ um
zehn bzw. 20 Minuten nach hinten.
Interessierte erhalten ab sofort kostenfrei die neu aufgelegte Entdeckerkarte
des Allgemeinen Deutschen FahrradClubs (ADFC) und die neue Broschüre
„Deutschland per Rad entdecken“ im
ADFC-Infoladen in der Kronenstraße 9.
Ein Kletterkurs für Mädchen und Jungen ab neun Jahren bietet das Kinderund Jugendhaus Durlach, Weiherstraße 1,
ab dem 9. April an zehn Terminen jeweils
donnerstags von 16 bis 18 Uhr. Vorkenntnisse sind nicht erforderlich. Anmeldungen nimmt das Kinder- und Jugendhaus
bis 4. April unter Rufnummer 490 56 26
entgegen, E-Mail: kjh-durlach@stja.de.Schadstoffsammler
sechs Mal unterwegs
Die Männer des Amts für Abfallwirtschaft (AfA) fahren auch in der nächsten
Woche wieder Stadtteile der Fächerstadt
an und sammeln an sechs Stationen
Schadstoffe ein. Am kommenden Dienstag, 29. März, haben sie in der Zeit von
15 Uhr bis 15.30 Uhr die Innenstadt Ost
auf dem Tourenplan und stehen dann vor
der Schule am Lidellplatz. Im Anschluss
warten sie von 16.30 Uhr bis 17.30 Uhr auf
dem Gutenbergplatz in der Weststadt auf
Bürgerinnen und Bürger, die Farben,
Lacke, Spraydosen oder andere schädlichen Stoffe aus dem Haushalt oder dem
Hobbykeller entsorgen wollen.
Seinen nächsten Einsatz hat das AfAMobil dann am kommenden Donnerstag,
31. März, in der Zeit von 14.30 bis 15.30
Uhr in Hohenwettersbach beim Grüncontainer Alter Weinweg sowie danach von
16.30 bis 17.30 Uhr in Palmbach auf dem
Parkplatz am Friedhofsweg. Nach Mühlburg vor die Post Am Entenfang kommen
die städtischen Schadstoffsammler am
Samstag, 2. April, von 9 bis 10 Uhr. Nächster Halt ist dann an diesem Tag zwischen
11 und 12 Uhr in der Waldstadt auf dem
-red-Satzungsbeschluss
Satzung der Stadt Karlsruhe über die Erhebung der Grundsteuer und Gewerbesteuer (Hebesatzsatzung)
Aufgrund von § 4 der Gemeindeordnung für BadenWürttemberg (GemO) in der Fassung vom 24. Juli
2000 (GBl. Seite 581, berichtigt Seite 698), zuletzt
geändert durch Artikel 17 des Gesetzes vom 9. November 2010 (GBl. Seite 793, 962) sowie den §§ 2
und 9 des Kommunalabgabengesetzes für BadenWürttemberg (KAG) in der Fassung vom 17. März
2005 (GBl. Seite 206), zuletzt geändert durch Artikel 10 des Gesetzes vom 4. Mai 2009 (GBl. Seite 185)
in Verbindung mit den §§ 1, 4 und 16 des Gewerbesteuergesetzes (GewStG) in der Fassung der Bekanntmachung vom 15. Oktober 2002 (BGBl. I. Seite 4167), zuletzt geändert durch Artikel 3 des Gesetzes vom 8. Dezember 2010 (BGBl. I. Seite 1768) und
den §§ 1 und 25 des Grundsteuergesetzes (GrStG)
in der Fassung vom 7. August 1973 (BGBl. I. Seite 965), zuletzt geändert durch Artikel 38 des Gesetzes vom 19. Dezember 2008 (BGBl. I. Seite 2794) hat
der Gemeinderat am 15. März 2011 folgende Satzung beschlossen:
Die Stadt Karlsruhe erhebt Grundsteuer nach den
Vorschriften des Grundsteuergesetzes und Gewerbesteuer nach den Vorschriften des Gewerbsteuergesetzes.
der Steuermessbeträge.410 v. H.§3
Die in § 2 festgelegten Hebesätze gelten für unbestimmte Zeit, erstmals für das Kalenderjahr 2011.
Karlsruhe, 17. März 2011
Sollte diese Satzung unter Verletzung von Verfahrens- oder Formvorschriften der Gemeindeordnung
oder unter Verletzung von Verfahrens- oder Formvorschriften, die auf der Gemeindeordnung beruhen, zustande gekommen sein, gilt sie ein Jahr nach
ihrer Bekanntmachung dennoch als von Anfang an
gültig zustande gekommen. Dies trifft nicht zu,
2. der Oberbürgermeister dem Beschluss nach § 43
der Gemeindeordnung wegen Gesetzwidrigkeit
widersprochen hat oder wenn – jeweils vor Ablauf der Jahresfrist – die Rechtsaufsichtsbehörde
den Beschluss beanstandet hat oder die Verletzung der Verfahrens- oder Formvorschrift gegenüber der Stadt Karlsruhe unter Bezeichnung des
Ist eine Verletzung nach Satz 2 Nummer 2 geltend
gemacht worden, so kann auch nach Ablauf der
Jahresfrist jedermann diese Verletzung geltend machen.Die Stadt Karlsruhe stellt ein
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Aufstellung des Lärmaktionsplans
für den Schienenverkehrslärm (DB)
Nach Auswertung der Lärmkartierung
des Schienenverkehrslärms (DB) werden
der Öffentlichkeit erste Ergebnisse zur
Ausarbeitung des Lärmaktionsplanes
(§ 47 d Bundes-Immissionsschutzgesetz
BlmSchG) am
Donnerstag, 7. April 2011, 18 Uhr,
Durlach, Karlsburg-Festsaal,
Montag, 11. April 2011, 18 Uhr,
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Gemeindezentrum Paul-Gerhard
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Die Öffentlichkeit, insbesondere die
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Weiherfeld-Dammerstock,
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Für die Einstellung ist eine abgeschlossene bauhandwerkliche Ausbildung
(zum Beispiel Schlosser-, Schreiner-,
Sanitär-, Elektrohandwerk) Voraussetzung.
unserer Website http://www.karlsruhe.
de/fb5/stellen/.
76124 KarlsruheStadtZeitung /
übernimmt die Redaktion keine Haftung.All pages:123456InfoSaveLikeShareDownloadMoreStadtzeitung Karlsruhe, Ausgabe 12, 2011 Published on Mar 24, 2011 Amtsblatt der Stadt KarlsruheboulevardbadenFollowRead moreRead moreSimilar toPopular nowJust for youGo explore

References: § 200
 § 2

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