Source: https://www.lecturio.de/jura/strafrecht-1-staatsexamen/koerperverletzung-toetung.vortrag
Timestamp: 2019-09-18 05:51:58+00:00

Document:
Körperverletzung und Tötung: Opfer, Erfolg | Lecturio
Körperverletzung und Tötung: Opfer, Erfolg
Körperverletzung und Tötung: Opfer, Erfolg von RA Wolfgang Bohnen
Der Vortrag „Körperverletzung und Tötung: Opfer, Erfolg“ von RA Wolfgang Bohnen ist Bestandteil des Kurses „Strafrecht 1. Staatsexamen“. Der Vortrag ist dabei in folgende Kapitel unterteilt:
Körperverletzung und Tötung
Die Abtreibungshandlung führt zur Frühgeburt und das Kind stirbt 10 Minuten nach der Geburt. Welche der folgenden Delikte sind verwirklicht?
Es liegt eine Abtreibung vor.
Es liegt ein Tötungsdelikt vor.
Es liegt eine Abtreibung und eine Tötung vor.
Es liegt ein Mord vor.
Welche Meinungen existieren zu der Frage, ob bei einer durch § 224 I Nr. 1 StGB qualifizierten Verletzungshandlung eine innere – im Körper des Opfer statt findende – Auswirkung erforderlich ist?
Eine innere Auswirkung ist erforderlich, denn nur so lässt sich der Qualifikationstatbestand aus § 224 I Nr. 1 StGB von jenem aus § 224 I Nr. 2 StGB abgrenzen.
Eine innere Auswirkung ist nicht erforderlich. § 224 StGB ist nun ein Verletzungsdelikt, sodass eine äußere Auswirkung ausreicht.
Eine innere Auswirkung ist erforderlich, da das die Tathandlung des Beibringens eine solche erfordert.
Eine innere Auswirkung ist nicht erforderlich, da die Tahandlung nur "mittels" Gift begangen werden muss und es somit nicht auf den Verletzungserfolg ankommt.
Worauf stellt § 224 StGB als unrechtserhöhenden Aspekt ab?
Auf dem Handlungsunwert.
Auf den Erfolgsunwert.
Auf die schwerer Verletzungsfolge.
Auf den Gesinnungsunwert.
Welche Qualität der Tatbegehung muss der "Beteiligte" in § 224 I Nr. 4 StGB aufweisen?
Er kann Täter oder Teilnehmer sein.
Er muss Täter sein.
Er muss Teilnehmer sein.
Er muss Täter in Form der Mittäterschaft sein.
Er muss Teilnehmer in Form der Beihilfe sein.
Welche Voraussetzungen müssen erfüllt sein, damit von einer Gemeinschaftlichkeit / Einvernehmlichkeit der Tatbegehung in § 224 I Nr. 4 StGB ausgegangen werden kann?
Täter und Teilnehmer müssen wissentlich und willentlich am Tatort zusammenwirken.
Täter und Teilnehmer müssen beide am Tatort anwesend sein.
Der Teilnehmer muss zumindest die Bereitschaft zum Eingreifen erkennen lassen.
Der Verletzungserfolg muss von Täter und Teilnehmer zu gleichen Teilen herbeigeführt werden.
Muss nach h.M. bei § 224 I Nr. 5 StGB die konkrete Tathandlung zu einer Verletzungsfolge führen, die für das Opfer konkret lebensgefährlich ist?
Nein, maßgeblich ist nicht die Verletzungsfolge, sondern die konkrete Handlung muss abstrakt lebensgefährlich sein.
Ja, die konkrete Handlung muss zu einer Verletzungsfolge geführt haben, die konkret lebensgefährlich ist.
Nein, beides ist abstrakt zu bestimmen.
Nein, maßgeblich ist, dass die Tathandlung konkret lebensgefährlich ist.
Welche Meinungen bestehen zum Vorsatzproblem in § 224 I Nr. 5 StGB?
Ausreichend ist, dass der Täter Kenntnis der Umstände hat, welche zur Lebensgefahr führen.
Der Täter muss aus der Sicht der Laiensphäre die Lebensgefährlichkeit seiner Handlung für möglich gehalten und in Kauf genommen haben.
Der Täter muss aus der Sicht der Laiensphäre die Lebensgefährlichkeit seiner Handlung erkannt und bezweckt haben.
Es ist ausreichend, dass der Täter Kenntnis davon hat, dass die Umstände seiner Tathandlung zu einer Lebensgefahr führen.
Wodurch unterscheiden sich § 226 I StGB und § 226 II StGB?
Durch den Verschuldensmaßstab.
Durch die unterschiedlichen Verletzungsfolgen.
Durch die unterschiedliche Art und Weise der Tatbegehung.
Durch den unterschiedlichen Handlungsunwert.
Worauf ist § 18 StGB anwendbar?
Erfolgsqualifikationen
Alle Tatbestandsqualifikationen
Dozent des Vortrages Körperverletzung und Tötung: Opfer, Erfolg
... §§ 211 ff und § 218 Beginn: mit Geburt, d.h. Eröffnungswehen bzw. bei operativer Geburt mit ...
... zur Gesundheitszerstörung, sondern nur zur Gesundheitsschädigung haben Problem: Vgl. mit Nr. 2 = dort Eignung zu erheblicher Gesundheitsschädigung herrschender Meinung: Strafrahmensprung ...
... alle Substanzen, die mechanisch oder thermisch wirken, nach herrschender Meinung auch HIV Beibringen = Stoff wird mit Körper derart in Verbindung gebracht, ...
... der Tatbegehung mit Eignung erhebliche Gesundheitsschäden herbeizuführender Waffe, vgl. Darstellung zu § 244 I Nr. 1a ...
... Nr. 3 KV mittels eines hinterlistigen Überfalls Strafgrund = Verwerflichkeit und Gefährlichkeit des überraschenden Angriffs Überfall ...
... dass durch die Zahl der Angreifer eingeschüchtert und in Verteidigung gehemmt wird mindestens 2 ...
... Strafgrund der erhöhten Gefährlichkeit bei Auslegung beachten Täter und Teilnehmer wissentlich und willentlich - also einvernehmlich ...
... objektiv generell (abstrakt) geeignet sein, das Opfer in Lebensgefahr zu bringen. Problem: Vorsatz: Kenntnis der Umstände ausreichend ...
... Nr. 1: Verlust von Sinnes- u. Körperfunktion. Nr. 2: Verlust/dauernde Gebrauchsunfähigkeit von wichtigen ...
... Fahrlässigkeitskombination als tatbestandliche Verklammerung § 227 = §§ 223 ff. ...
... unter Zugrundelegung des „Strafrechtlichen Grundprinzips“ ziehen: „Hohe Rechtsfolge setzt hohen Unrechtsgehalt voraus“. § 227 muss somit einen weit höheren Unrechtsgehalt ...
... somit einer Einschränkung der c.s.q.n., denn ansonsten könnte eine fahrlässige Todesherbeiführung eine Rechtsfolge bis zu ...
... Unmittelbarkeitszusammenhang Anknüpfungspunkt = Vorsatztat ...
... Unmittelbarkeitszusammenhang, Anknüpfungspunkt, Durchbrechung, Drittverhalten/Opferverhalten. § 18 = wenigstens Fhlk. - Obj. Sorgfaltspflicht = vorsätzliche KV. ...

References: § 224
 § 224
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 § 224
 § 224
 § 224
 § 224
 § 224
 § 224
 § 226
 § 226
 § 18
 § 218
 § 244
 § 227
 § 227
 § 18