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Timestamp: 2016-12-08 09:48:53+00:00

Document:
Architekten Kontra Energieeinsparverordnung EnEV
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Fischers freche Leserbriefe +++
Tipps für ratsuchende Bauherren +++
Literaturtipps und Buchrezensionen Thema Altbau usw.
Die kommentierte Stellungnahme der Bundesarchitektenkammer zur Energieeinsparverordnung
Die Wärmeschutzverordnung/Energieeinsparverordnung als verfassungswidriges Elaborat
interessierter Kreise - ein verfassungsrechtlicher Kommentar von RA Kirchmeier
Dämmstoffe im Zwielicht - Ein Experiment
Kontra Energieeinsparverordnung EnEV
Irrtümer, Fehler, vorprogrammierte Bauschäden und vorsätzliche Körperverletzung
Von den sinnlosen Versuchen der deutschen Architektenschaft, dem staatlich sanktionierten Dämmterrorismus
Einhalt zu gebieten. Traurige und traurigste Beispiele
aktualisiert: 9.06.2008
DIPL.-ING.(FH) CHRISTOPH SCHWAN FREIER ARCHITEKT Leonhardtstrasse 20 14057 Berlin – Charlottenburg Telefon (030) 323 75 50 oder 327 64 298 Funk (0171) 1830913 Telefax (030) 327 64 299 e-mail : schwanarchitekt@t-online.de
Entwurf 21.März 2001
(ohne Fußnoten des Originaltexts)
Entschliessung der Architektenkammer zu Berlin Zum Referentenentwurf der Energieeinsparverordnung (EnEV) Stand : 29.November 2000
1) Vorbemerkung Die AK Berlin begrüsst alle Bemühungen, den Heizwärmeverbrauch
an Gebäuden zu vermindern und erkennt an, dass obere Grenzwerte für
den Energieverbrauchs festgesetzt werden müssen, damit eine allgemein
verbindliche Richtlinie gegeben ist. Sie stellt fest, dass die Architekten
derartige Ziele schon seit jeher verwirklichen. Hierzu sind sie nach
ihrer Berufsordnung und dem Leistungsbild der HOAI ohnehin verpflichtet.
Richtig ist der Grundgedanke, die Heizungstechnik mit der Bautechnik
gesamtheitlich im Sinne der Energieeinsparung zu betrachten.
Der Referentenentwurf in seiner jetzigen Struktur und mit seinem derzeitigen Inhalt wird jedoch nicht als brauchbare
Grundlage einer Verordnung mit dem Ziel der Energieeinsparung angesehen. Dies wird im Einzelnen begründet.
2) Grundsätzliches Es ist das unbestrittene Recht des Staates, im Interesse des allgemeinen
Wohls Gesetze und Verordnungen zu erlassen. Der Staat hat jedoch hierbei
die Grenzen zu beachten, die sich aus der demokratischen Verfassung ergeben.
Insbesondere ist es dem Staat nicht gestattet, einengende Vorschriften
zu erlassen, die den technischen Fortschritt behindern und die statt dessen
bestimmte Verfahren begünstigen, bei denen erkennbar Industriebereiche
zum Nachteil konkurrierender Unternehmen einseitig und zu Lasten des Verbrauchers
begünstigt werden. In einem freiheitlichen liberalen Rechtsstaat hat
sich der Staat daher bei der Anordnung konkreter technischer Lösungen
aufs äusserste zu beschränken. Verstösst der Staat gegen
diesen Grundsatz, verhält er sich totalitär und damit verfassungsrechtlich höchst bedenklich.
Zu beachten hat der Staat ausserdem die in Jahren gewachsene Erkenntnis,
dass die „Regelungswut“ sich als allgemeiner Übelstand herausgestellt
hat. Hierbei ist zu bedenken, dass Regelungen auf dem Gebiet der Technik
Sache der einem freien Wettbewerb unterliegenden Fachleute sind und hierbei
die Rolle des Staates nur der Gefahrenabwehr dient. Es ist nicht Sache des Staates, konkrete und einengende technische Lösungen als
ausschliesslich zulässige Technik vorzuschreiben. Eine Verordnung mit dem Ziel, den Heizwärmeverbrauch einzuschränken,
kann sich daher auf dieses Ziel beschränken und auch bestimmte Ziele
festschreiben. Die Lösungswege hierzu sind jedoch den Fachleuten zu
überlassen. Bei diesen liegt auch die endgültige Verantwortung.
3) Fehler in den Grundlagen der EnEV Die Architektenkammer zu Berlin kommt nach Prüfung des Referentenentwurfs
zu dem Ergebnis, dass die Grundlagen physikalischer Art fehlerhaft sind.
Auf fehlerhaften Grundlagen können richtige Lösungen nicht entstehen.
Daher sind auch die aufgezeigten Lösungswege falsch. Die EnEV verfehlt
somit das Ziel und wäre Ursache schwerster Bauschäden und Fehlkonstruktionen
und einer weiteren Energieverschwendung und auch von Gesundheitschäden.
Sie führt unvermeidbar zu Vermögensschäden, gesundheitlichen
Nachteilen und zur Verschleuderung von Resourcen und Steuermitteln. Sie
ist geeignet, den Architekten ein unübersehbares Haftungsrisiko aufzubürden.
Sie ist weit davon entfernt, zur Einsparung von Heizenergie beizutragen.
Den Verfassern des Verordnungsentwurfs ist vorzuwerfen, dass sie es versäumt
haben, rechtzeitig zusammen mit der Architektenschaft in Deutschland eine
richtige Verordnung auszuarbeiten. Es ist unverständlich, dass die
Verordnungsgeber einseitig die Interessen bestimmter Industriezweige (z.B.
die Dämmstoffindustrie, die Heizungsindustrie und Klimaanlagenindustrie
und andere) begünstigen, jedoch den Kontakt zu den planenden und damit
im Entscheidungsprozess an vorderster Stelle tätigen Architekten und Ingenieuren vermieden haben.
Die nachfolgende Darstellung schwerer Fehler erhebt nicht den Anspruch auf Vollständigkeit, sie zeigt jedoch zur
Genüge die Fehlerhaftigkeit des Referentenentwurfs auf, der somit in seiner jetzigen Form abgelehnt wird.
3.1) Zum Begriff Raumtemperatur Der Begriff „Raumtemperatur“ wird ausschliesslich als Temperatur der Raumluft definiert. Folglich wird auch
die Zielsetzung einer Beheizungsanlage nur daran gemessen, ob sie eine bestimmte Lufttemperatur erzeugen kann. Eine derart einengende Definition der Raumtemperatur ist unwissenschaftlich. Sie hat ausserdem mit den Bedürfnissen der Menschen nichts zu
tun. Der Begriff Raumtemperatur muss durch den Begriff „Raumklima“ ersetzt werden.
Dieses Raumklima muss den gesundheitlichen Bedürfnissen des Menschen
entsprechen. Zu einem derartigen Raumklima gehören neben der Temperatur
der Raumluft ein richtiges Strahlungsklima und eine ausreichende Luftfeuchtigkeit.
Die diesbezüglichen Bedürfnisse des Menschen sind die Folge der
evolutinären Entwicklung des Menschen. Empirisch ist bekannt, dass
ein bekömmliches Raumklima im Sommer gegeben ist und daher Heizungsanlagen
so auszulegen und zu konstruieren sind, dass das winterliche Raumklima
sommerlichen Verhältnissen möglichst nahe kommt.
Ebenso ist empirisch bekannt, dass die üblichen auf Lufterwärmung
gerichteten Heiztechniken zu einem Raumklima führen, das gesundheitliche
Schäden bewirkt. (Erkältungskrankheiten sind „Beheizungskrankheiten“)
Strahlungsklima und relative Luftfeuchtigkeiten stehen in einem ungünstigen
Verhältnis zu einander und sind dadurch gekennzeichnet, dass die Temperaturen
der Wandoberflächen zu gering, die Raumlufttemperaturen zu hoch sind.
Unvermeidbare Folge ist der Verlust an Wassergehalt der Raumluft durch
Kondensation an und in den Umschliessungsflächen. Dies führt
zu einem ungenügenden Wasserdampfgehalt der Raumluft, der sich in
relativen Luftfeuchtigkeiten um 20% ausdrückt. Die gesundheitlichen
Schäden entstehen durch die hierdurch bewirkte Austrocknung der Schleimhäute.
Die bautechnischen und energetischen Schäden bestehen in der vermehrten
Kondensatbildung in den Umschliessungsflächen mit allen bekannten
Nachteilen sowie zur erheblichen Vergrösserung der Wärmeleitung in den Aussenwandkonstruktionen.
3.2) Zum Begriff der Wärmeleitung Die bisherigen und i.W. in der DIN 4108 enthaltenen Berechnungswege zur Erfassung der Wärmeleitung sind wissenschaftlich veraltet und
falsch. Im Bauwesen sind sie aus systematischen Gründen keine
brauchbare Basis zur Erfassung des Heizwärmebedarfs und der Heizenergieverluste. Der
Hauptfehler beruht in der Annahme des stationären Zustands der energetischen
Vorgänge an einem beheizten Gebäude. Dieser stationäre Zustand
– also die andauernde Gleichheit der den Energiefluss bestimmenden Randbedingungen
– können bei einem Gebäude nicht angenommen werden. Unberücksichtigt
bleiben auch weitere und ausschlaggebende Faktoren wie insbesondere die Wärmekapazität und die vom Beheizungssystem
abhängenden Stofffeuchten, die die Wärmeleitfähigkeit eines Baustoffes mit
dem Faktor 3 verändern können. Entsprechende Forschungsergebnisse
wurden bereits in den 60er Jahren des vergangenen Jahrhunderts gewonnen
und blieben jedoch bis heute in der DIN 4108 unberücksichtigt.
Um die wärmeleitenden Eigenschaften einer Aussenwandkonstruktion
- die massgeblich für den Energiefluss sind –
richtig zu erfassen,
müssen daher die Rechenwerte der DIN 4108 grundlegend
berichtigt und
3.3) Zum Begriff Wärmeübergang Der Wärmeübergang von der
Aussenwandoberfläche an die Umgebung
ist der ausschlaggebende und den Energieverbrauch bestimmende Vorgang.
Dieser Vorgang ist in der DIN 4108 nicht behandelt. Der vorgeschriebene
Pauschalwert für „alpha aussen“ ist schon
wegen seiner Pauschalisierung
falsch. Der tatsächliche Energieübergang von einer
Aussenwandoberfläche
in die Umgebung kann wissenschaftlich haltbar nur bei getrennter
von Strahlungsvorgängen und konvektiven Vorgängen
Da es sich bei diesen Vorgängen um physikalisch grundlegend
Phänomene handelt, können sie mit noch handhabbaren
in einer einzigen Berechnungsformel nicht erfasst werden.
Die Strahlungsleistung einer Aussenwandoberfläche ist
von der absoluten Temperatur abhängig und durch wechselnde
nicht beeinflussbar. Der konvektive Energieverlusst entsteht auf
andere Weise und ist geringfügig durch das
zwischen Aussenwand und Umgebungsluft, entscheidend durch die
der Aussenluft bestimmt. Insgesamt überwiegt nach dem Stefan
– Boltzmann`schen
Strahlungsgesetz der Energieverlust durch Strahlung erheblich und ist
ruhender Luft und/oder Temperaturgleichheit von Aussenwand und
sogar der einzige zum Energieverlust führende physikalische
Obwohl die wissenschaftlichen Grundlagen hierfür seit
etwa 1905
gesicherter naturwissenschaftlicher Bestand sind, geht hierauf die DIN
4108 nicht ein. Die in der DIN 4108 festgeschriebenen
Wärmeübergangswerte
haben nicht die Spur einer wissenschaftlichen Grundlage.
Es liegt auf der Hand, dass eine Verordnung auf derart
und falschen Grundlagen nur falsch sein kann. Falsch sind somit auch
technischen Lösungen, die hierauf aufbauen und in der EnEV
3.4) Zum Begriff Energieverlust Die DIN 4108 betrachtet den Energieverlust als beginnend an der
von Raumluft zur Innenfläche der Aussenwand. Diesem Modell
werden auch die Wärmeleitungsvorgänge in der
Aussenwand als Energieverlust
interpretiert. Ausgehend von diesem Denkmodell ist es auch
dem Energieverlust durch aussen angeordnete Dämmstoffe zu
begegenen.
Folgerichtiger wäre allerdings die Anordnung von
auf der Wand innenseite. Frühere Versuche mit
haben jedoch aus bauphysikalischen Gründen versagt.
(Tauwasserprobleme)
Die gültige Definition des Energieverlustes beruht
auf den Heizgewohnheiten
der Nachkriegszeit, die dadurch gekennzeichnet waren, dass nur
und nur in wenigen Räumen geheizt wurde. Dies war eine Folge
der unmittelbaren Nachkriegszeit. Diese Art der Beheizung
ausgekühlten Raumwänden nicht nur aussen sondern
Innenkonstruktionen. Bei der nur stossweise betriebenen Raumheizung war
es richtig, den Übertritt der Wärmeenergie aus der
Luft in die
Wand als Energieverlust zu definieren.
Seitdem haben sich Heiztechnik und Heizgewohnheiten
Spätestens seit Zentralheizungsanlagen zum Standard sogar im
sozialen Wohnungsbau geworden sind, werden Heizanlagen im Dauerbetrieb
gefahren, da eine andere Betriebsweise gar nicht möglich ist.
führt dazu, dass sich seitdem die Wandoberflächen
Dies führt auch zu dem ohnehin notwendigen Strahlungsklima,
eine richtige Heizmethode gekennzeichnet ist. Aus dieser Erkenntnis
gewinnen auch Wandheizungstechniken zunehmend an Bedeutung, da erkannt
worden ist, dass das eigentliche Ziel einer richtigen Raum –
und Gebäudeheizung
darin besteht, dass Wärmeenergie in die
Umschliessungsflächen
eingetragen werden muss. Die Erwärmung der Bausubstanz ist
daher wesentlicher
Bestandteil des Heizungsvorgangs an sich. Hieraus folgt, dass dieser
keinen Energieverlust verursacht. Dass in der DIN 4108 dennoch an dem
der unmittelbaren Nachkriegszeit festgehalten wird, ist ein schwerer
Fehler, der diese Norm und alle hierauf basierenden Techniken und
unbrauchbar gemacht hat. Hieraus folgt, dass die DIN 4108 im modernen Bauwesen nicht
mehr Grundlage
der Heiz – und Energiespartechnik sein kann. Sie ist auch
nicht mehr verbesserungsfähig,
da ihre Fehler grundlegend sind. Zu fordern ist daher eine
neue physikalische Betrachtungsweise der energetischen
Vorgänge an
Gebäuden, die nach gründlicher Forschungsarbeit auch
grundlegend anderen technischen Regel führen muss. Hierbei
muss sorgfältig
überprüft werden, ob hier überhaupt noch
einmal der Deutsche
Normenausschuss (DIN) betraut werden kann, da festzustellen ist, dass
im Bereich des Wärmeschutzes diese Institution vollkommen
hat. Die jetzt schon klar erkennbare Schlussfolgerung bedeutet,
dass weder
der Energieeintrag aus der Raumluft in die Aussenwand noch die
bewirkten Wärmeleitungsvorgänge als Energieverlust
werden können. Sie sind vielmehr Teil eines sinnvollen und
Heizungsvorgangs. Diese neue und richtige Bewertung der energetischen
Vorgänge am
Gebäude bedeuten auch notwendigerweise, dass der Energieabtrag
Gebäude (bisher als Energieverlust bezeichnet) nur an der
der Aussenflächen stattfindet. Hieraus folgt wiederum, dass der Einsatz von
Dämmstoffen zur Minderung
des Energieabtrages an Aussenflächen wirkungslos ist, was auch
augenfällig wird, dass Temperaturmessungen an
Aussenwänden keine signifikanten Unterschiede zeigen.
Dämmstoffe an Aussenwänden die ihnen zugeschriebenen
müsste die gedämmte Aussenfläche
kälter sein. (Zum
sinnvollen Einsatz von Dämmstoffen siehe Ziff. 3.5)
Die allgemeine Forderung der EnEV, wonach aussen angebrachte
zur Minderung des Heizwärmeverbrauchs einzusetzen seien, ist
unsinnig und findet keine Begründung in einer sinnvollen
Betrachtungsweise der energetischen Vorgänge an
Damit entfällt jedoch auch die äusserst
von aussenliegenden Dämmstoffen in Bezug auf Energiegewinne
aus Einstrahlung
und Konvektion.
3.5) Wirkungsgrenzen von Dämmstoffen Die Berechnungsverfahren der EnEV führen konsequent zu einer
Verdickung der erforderlichen Dämmstoffe. Sie missachten
jedoch diejenigen
Forschungsergebnisse, die unwiderleglich zeigen und in der Praxis auch
bestätigt werden, dass die richtige Dimensionierung von
eine Wirkungsgrenze hat, die – falls sie
überschritten wird – zu keiner
messbaren Verminderung des Energiedurchgangs führt. Diese
Wirkungsgrenze
liegt je nach Art der gedämmten Konstruktion und des
Dämmstoffs
bei einem Mass von 4 – 8 cm bei Aussenwandkonstruktionen. Die
den Berechnungsverfahren der EnEV ergebenden
bis zu einer Dicke von 25 – 30 cm tragen nichts zur
Energieeinsparung bei
und führen neben unsinnigen Kostenerhöhungen zu
erheblichen Nachteilen
energetischer und bauphysikalischer Art. Darüber hinaus
derartige Dämmtechniken zu dem Trugschluss, dass
wärmespeichernde
Massen durch entsprechend dicke Dämmstoffe kompensiert werden
Dämmstoffe können sinnvoll nur dann
eingesetzt werden, wenn
sie der Abgleichung unterschiedlicher
dienen, vornehmlich also zur Abdeckung von
Wärmebrücken oder
vollflächig bei nicht ausreichend wärmespeichernden
oder solchen Aussenwänden, die eine sehr hohe
aufweisen. (z.B. Blechkonstruktionen u.ä.) Sinnvoll ist
der Einsatz von Dämmstoffen bei nur gelegentlich beheizten
wobei sich hier dann auch als richtig erweisen wird, die
auf der Wandinnenseite anzubringen. Bei all diesen gedämmten
ist jedoch der Einsatz von Dämmstoffen nur dann vertretbar,
wenn gesichert
ist, dass er wirtschaftlich ist, obwohl in jedem Falle die
– und Konvektionsgewinne verhindert werden. Von daher
dürfte wahrscheinlich
sein, dass solche Konstruktionen nur in Ausnahmefällen geplant
Die Anordnung von aussenliegenden Dämmschichten mit
dem Ziel der
Energieeinsparung war und ist als Folge einer falschen Defintion des
(Transmissionswärmeverlust) ein Irrweg, der sich dadurch
hat, dass noch niemals festgestellt werden konnte, dass diese Technik
Effekte hat. Auch eine weitere Verstärkung der
kann aus naturgesetzlichen Gründen hieran nichts
Die nachweisbare Wirkung von Dämmstoffen auf
besteht ausschliesslich darin, dass sich der Temperaturverlauf
der gedämmten Wandkonstruktion in der Weise
verändert, dass es
innerhalb der gedämmten Schicht zu einer Anhebung der
kommt. Der Gehalt an gespeicherter kinetischer Energie ist somit
Auf den Energieabtrag an der Aussenwandfläche hat dies jedoch
Einfluss. Die vorteilhafte Wirkung von Dämmstoffen besteht
somit ausschliesslich
darin, bei Aussenwandkonstruktionen mit ungewöhnlich hoher
die Stofftemperatur anzuheben und somit Tauwasserbildung –
bei richtiger
Dimensionierung der Dämmschicht – zu unterbinden.
Mehr kann ein Dämmstoff
nicht leisten. Dämmstoffe sind daher nach wie vor dazu
geeignet, Wärmebrücken
in Aussenwandkonstruktionen zu unterdrücken. Hierfür
ursprünglich auch entwickelt und hierfür haben sie
3.6) Durch überdimensionierte Dämmschichten
bewirkte Bauschäden
3.6.1) Tauwasserschäden Die üblichen Dämmstoffe sind bis zur
völligen Sättigung
wasseraufnahmefähig. Dagegen ist die kapillare
der üblichen Dämmstoffe aus
Kunstharzschäumen und Mineral
– oder Glaswollefasern strukturbedingt schlecht. In
überdimensionierten
Dämmschichten befindet sich die Tauzone regelmässig
des Materials. In dieser Zone kommt es daher zur Bildung von Tauwasser
bis zur Sättigung ohne dass dieses Wasser kapillar zur
hin geführt wird. Die unausweichliche Folge besteht in einer
Durchnässung des Dämmstoffes bis zum
Sättigungspunkt, damit
zum Verlust der dämmenden Wirkung sowie im Endstadium der
Schadensentwicklung
zur Durchnässung der gedämmten Wandkonstruktion.
Derartige Bauschäden
sind bereits zum Regel- schaden
„supergedämmter“ Konstruktionen geworden.
Abhilfe könnten innenliegende Dampfsperren schaffen, die
jedoch selbst
immer dann zur Schadensquelle werden, wenn bei veränderten
der Diffusionsstrom seinen Weg von aussen nach innen nimmt. Derartige
können nur durch den Einsatz diffusionsdichter
Dämmstoffe vermieden
werden, wobei jedoch auch hier die notwendige und zeitweise
Aufnahmefähigkeit für Wasserdampf mit nachteiligen
Folgen behindert
3.6.2) Tauwasserschäden auf der Aussenfläche
Durch überdimensionierte Dämmschichten wird die
Aussenhaut eines
Gebäudes von der wärmespeichernden Mauersubstanz
– falls überhaupt
noch vorhanden – thermisch getrennt. Durch Abstrahlung der in
der Aussenhaut
nur noch geringfügig vorhandenen Wärmeenergie nach
dem Strahlungsgesetz
von Stefan – Boltzmann sinkt die absolute Temperatur der
Aussenhaut soweit
ab, dass sie erheblich unter die Temperatur der Aussenluft
Besonders intensiv ist dieser Vorgang bei frostklaren
Winternächten.
In diesem Zustand wird die Aussenhaut zur Kondensationsfläche
die Umgebungsluft. Auf der Aussenhaut kommt es je nach Wetterlage zu
oder durch Resublimation zur unmittelbaren Reifbildung unter Umgehung
flüssigen Aggregatzustandes von Wasser. Die Folge sind
Durchnässungen der Aussenhaut, verbunden mit Algen –
Pilz – und Schimmelbildung.
Je nach Aufbau der Aussenhaut, z.B. bei mit Dispersionen gestrichen
kommt es zur nachhaltigen Zerstörung der
3.7) Energetische Nachteile überdimensionierter
Der Entwurf zur EnEV zieht selbst die Konsequenz aus den dort
Empfehlungen in der Weise, dass die Einstrahlungsgewinne aus
Sonnenstrahlung und aus der noch in der Gesamtbilanz bedeutenderen
Einstrahlung auf Aussenwänden nicht mehr erfasst werden.
Einstrahlungsgewinne
werden nur noch über Fensteröffnungen berechnet. Dies
auch konsequent, da überdimensioniert gedämmte
Einstrahlungsenergie nicht mehr aufnehmen können. Dies ist
der naturgegebenen Kurzperiodigkeit der Einstrahlungsereignisse.
findet jedoch eine schwerwiegende Verschlechterung der Energiebilanz
Dies ist nur dadurch verständlich, dass der Verordnungsgeber
keinerlei zutreffende Vorstellung über die eingestrahlten
Energiebeträge
hat. Tatsächlich liegen die Energiezuflüsse durch
erheblich über den durch Dämmung vermeintlich
eingesparten Energieabflüssen.
Nach dem Strahlungsggesetz von Stefan – Boltzmann ergibt
Einstrahlungsgewinne bedeutend über der Heizleistung der
Wärmebereiter
im Gebäude liegen. Die Forderung nach Verstärkung der
über die Wirtschaftlichkeitsgrenze hinaus steht daher der
nach Energieeinsparung sogar entgegen. Stünde hinter der EnEV
solides wissenschaftliches Gebäude, müsste die
Verordnung sogar
eine Vorschrift zur Begrenzung von Dämmschichtstärken
3.8) Verstoss gegen das Wirtschaftlichkeitsgebot Die konstruktiven Folgen der EnEV bestehen bei der Errichtung und der
von Gebäuden in der Anordnung von überdimensionierten
Dämmschichten.
Die energieeinsparende Wirkung wird hierbei nicht eintreten. Dies ist
Erkenntnis der seriösen Bauforschung, die sich mit den
in der Praxis deckt. Gemäss ständiger Rechtsprechung
der rechtsetzenden
Gerichte müssen Gebäude so errichtet und
instandgesetzt werden,
dass der hierfür notwendige finanzielle Aufwand wirtschaftlich
ist. Wer gegen diesen Grundsatz verstösst, macht sich
Die praktischen Auswirkungen der EnEV sind offenkundig in
Masse unwirtschaftlich. Eine Verordnung, die zu unwirtschaftlichen
führt, ist folglich in sich rechtswidrig und hätte
vor den Verwaltungsgerichten
3.9) Feuergefahr Insbesondere Dämmstoffe aus Kunststoffschäumen sind
unter ständiger
Sauerstoffzufuhr leicht brennbar. Derartige Dämmstoffe
im Brandfall tödliche Giftgase, die die Rettung von
unmöglich machen. Verstärkt wird die Brandgefahr
derartige Dämmstoffe hinter abschliessenden Schichten aus
Putz, Kunststoffputz
oder vorgehängten Fassadenbauteilen liegen. Im Brandfall
daher diese Konstruktionen dem Löschangriff der Feuerwehr. Auf
jüngsten Brandereignisse am Düsseldorfer Flughafen
Orts, die durchwegs zum Verlust von Menschenleben geführt
haben, wird
3.10) Entsorgungsprobleme Bei der i.d.R. kurzen Lebenserwartung neu errichteter Gebäude
eine verantwortungsvolle Gebäudeplanung auch die
beim Abbruch zu berücksichtigen. Die bei der Entsorgung von
kunststoffgebundenen
Dämmstoffen auftretenden Probleme, die bereits heute
und zu einem bedeutenden Kostenfaktor geworden sind, werden noch
lösbar und werden zu einem kaum zu bewältigendem
4) Lüftungswärmeverluste Lüftungswärmeverluste entstehen deshalb, weil die
auf Lufterwärmung gerichteten Heizungssysteme das Ziel
jeglicher Heizanlage,
die Temperierung der Aussenhülle über den Weg
„Heizkörper
– Raumluft – Wand“ erreichen
müssen. Dies ist eine Folge der irrigen,
in den Normen jedoch festgelegten Technik, wonach eine Heizanlage dann
funktionsfähig sei, wenn sie die Raumluft auf ein bestimmtes
bringt. Letztlich ist dies eine Folge der falschen Definition des
„Raumtemperatur“. (Siehe hierzu Ziff.3.1)
Obwohl die EnEV richtig eine Möglichkeit der
in der vernünftigen Verbindung von Heiztechnik und Bauweise
versagt sie hier vollständig. Sie betrachtet die
üblichen auf
Warmlufterzeugung gerichteten Heizungstechniken als
und richtig, obwohl diese Heizungstechnik die Ursache der
ist und folglich durch eine andere Heizungstechnik das Übel an
Wurzel ausgerottet werden könnte. Durch das Verharren bei der
DIN 4108, die ja die gleiche Definition der Raumtemperatur in sich
begünstigt die EnEV sogar die energetisch ungünstigen
und schreibt sie fest. Dies, obwohl in der Bautechnik längst
eingekehrt sind, die sich bewähren und die davon
dass die Heizenergie unmittelbar und unter Umgehung des Mediums Luft in
die Aussenhülle eingetragen wird. Derartige Heiztechniken
daher das Problem
„Lüftungswärmeverlust“
gänzlich. Offenbar
ist diese Entwicklung der Heiztechnik den Verordnungsgebern unbekannt
Es zeigt sich somit auch die fachliche Inkompetenz des
Verordnungsgebers.
4.1) Luftdichtigkeit am Gebäude Da der Verordnungsgeber die in der Heizungstechnik vorhandenen
zur Vermeidung von Lüftungswärmeverlusten nicht
kennt, fordert
er – insoweit sogar seiner Inkompetenz konsequent folgend
– luftdichte
Gebäude. Die Luftdichtigkeit muss durch aufwendige Verfahren
werden. Es ist zu befürchten, dass in einer weiteren
Konsequenz Bauwerke
mit dauerhaft verschlossenen Fenstern ausgerüstet werden
da nur so die Luftdichtigkeit im Gebrauch sichergestellt werden kann.
die unter der Annahme der Luftdichtigkeit geplant und gebaut werden,
unter unrealistischen Voraussetzungen, da in der Wirklichkeit der
Gebäudebewohner
nicht daran gehindert werden kann, sich die nötige Frischluft
geöffnete Fenster zu verschaffen. Derart gebaute Heizanlagen
werden daher versagen wie alles, was an der Wirklichkeit vorbei gebaut
wird. Besonders deshalb ist die Forderung nach luftdichten
abzulehnen, weil sie das Verharren auf der veralteten Heizungstechnik
Widersprüchlich ist in diesem Zusammenhang die
nach einem 0,8 – fachen Luftwechsel, der zwar prinzipiell
– weil zu gering
– zu unzumutbaren raumklimatischen Verhältnissen
führt, jedoch
immerhin zu einem 19– maligen vollständigen
Luftaustausch im Gebäude
führt. Unter diesen Umständen ist die Forderung nach
unschlüssig und suggeriert lediglich einen Weg zur
dem aber jegliche Ernsthaftigkeit fehlt.
Die Forderung der Luftdichtigkeit ist aber auch ein krasser
gegen die anerkannten Regeln der Bautechnik, die über jeder
jeder Verordnung stehen. Die anerkannten Regeln der Bautechnik fordern
seit eh und je die Errichtung von Gebäuden mit einer wirksamen
Lüftung. Daher sind zurecht Wohnungsgrundrisse so zu
entwerfen, dass
eine natürliche Querlüftung ermöglicht ist.
eine Forderung aller Landesbauordnungen in Deutschland. Die Forderung zur Errichtung luftdichter Gebäude ist
ein unzulässiger Eingriff der Bundesregierung in das
dass verfassungsgemäss ausschliessliche Sache der
ist. Insoweit bestehen auch verfassungsmässige Bedenken
die Bundesregierung mit Zustimmung des Bundesrates massiv in das
der Länder eingreift, das dort ausschliesslich Angelegenheit
der Länderparlamente
4.2) Klimaanlagen Das Erfordernis zum Einbau von Klimaanlagen ist stets dann gegeben,
keine andere Möglichkeit zur Aufrechterhaltung eines
und die Gesundheit nicht gefährdenden Raumklimas vorhanden
ist. Klimaanlagen
sind daher immer aus der Not geboren.
Die Forderungen der EnEV, ausgehend von einer veralteten
in Verbindung mit überdimensionierten Dämmschichten
und luftdichten
Bauweisen führt unvermeidbar zum Zwang, derart errichtete
mit Klimaanlagen auszustatten. In Verbindung mit dem geforderten
0,8-fachen
Luftwechsel, der auch beim Betrieb einer Klimaanlage sichergestellt
muss, führt dies deshalb, weil der gesamte Luftinhalt eines
täglich neunzehnmal ausgetauscht werden muss, Klimaanlagen
i.d.R. mit einer Frischluftbeimengung von 20/100 arbeiten, dazu, dass
eine Klimaanlage täglich das sechsundneunzigfache
bewegt werden muss. Dies führt notwendigerweise zum
Dauerbetrieb mit
enormen Betriebs- und Energiekosten. Die Energiekosten der Klimaanlage
sind i.d.R. Stromkosten. Es ist bekannt, dass die in den
erzeugte Energie beim Verbraucher mit einem Wirkungsgrad von 20%
Es zeigt sich somit, dass auch deshalb die EnEV nicht zur
beitragen kann sondern sogar zur Energieverschleuderung führt.
4.2.1) Klimaanlagen und Gesundheitsgefahren Klimaanlagen sind gesundheitlich höchst bedenklich. In den
nicht zugänglichen
Luftleitungen entwickeln sich Keimkulturen, von denen eine
der Raumluft mit Krankheitserregern ausgeht, denen die Widerstandskraft
des Menschen nicht mehr gewachsen ist. Insofern geht auch die Forderung
der EnEV zur fachkundigen Wartung von Klimaanlagen ins Leere, da diese
Wartung sich lediglich auf die mechanische Funktion der Anlage
kann, während es bis heute kein zuverlässiges
Verfahren zur Entkeimung
von Klimaanlagen gibt. Dies zeigen die Erfahrungen in
bei denen Klimaanlagen zu dem neuen Krankheitsbild der Hospitalitis
4.2.2) Klimaanlagen und Heiztechnik Soweit – wie in der Regel – Klimaanlagen auch zur
Raumbeheizung eingesetzt
werden, entsprechen sie in ihrer Wirkungsweise vollständig der
Heiztechnik, die ohnehin durch andere und energiesparende Techniken
werden muss. Klimaanlagen versagen vollständig bei
Bei Funktionsstörungen einer Klimaanlage wird ein
Gebäude unbenutzbar.
Funktionsstörungen sind bei technischen Aggregaten, die dem
unterliegen, unvermeidbar.
4.2.3) Klimaanlagen und Lebenserwartung von Gebäuden Klimaanlagen erfordern auch nach den Vorgaben der EnEV eine
Wartung, Instandsetzung und den Teileersatz bei Verschleiss der
Komponenten. Dennoch kann davon ausgegangen werden, dass Klimaanlagen
kurzer Zeit technologisch veraltet sein werden. Als fest eingebaute
entziehen sie sich jedoch der technologischen Modernisierung. Da
ohnehin sich als überflüssig herausstellen werden,
wenn neuartige
Heiztechniken den bereits jetzt veralteten auf Lufterwärmung
Heizstandard ablösen werden, ist damit zu rechnen, dass die
von Klimaanlagen vom Markt verschwinden werden. Die Folge hiervon wird
darin bestehen, dass eine ständige Instandhaltung von
die auch von der Bereitstellung von Ersatzteilen abhängig sein
unmöglich oder nur noch mit extrem hohen Kosten für
möglich sein wird. Spätestens dann werden derart
sich als technisch veraltet und unbenutzbar herausstellen. Es
der Erfahrung, dass die lange Lebenserwartung von Gebäuden mit
Kurzlebigkeit von maschinell – technologischen Aggregaten
nicht harmonisierbar
Der durch die EnEV ausgelöste Zwang, bei luftdicht
gebauten Gebäuden
mechanische Klimaanlagen einzurichten, führt daher
unvermeidbar dazu,
dass derart errichtete Bauwerke sich in absehbarer Zeit als
5) Fehlende Folgerungen aus der Physik über die
Die technische Grundlage der EnEV ist nahezu ausschliesslich die DIN
(Wärmeschutz im Hochbau). Diese Norm behandelt in
fehlerbehafteter
Weise den Wärmedurchgang durch Stoffe. Fehlerhaft ist diese
Norm deshalb,
weil sie von unzulässigen Vereinfachungen ausgeht, die
von Baustoffen vernachlässigt und den an Gebäuden
nicht gegebenen
stationären Zustand der energetischen Vorgänge
voraussetzt. Unberücksichtigt
bleibt in dieser Norm als weiterer schwerer Fehler die unterschiedliche
Wärmeleitfähigkeit von Baustoffen in
Stofffeuchte. Unberücksichtigt bleibt in dieser Norm der
aus der Umwelt in Form von konvektiv übertragener
aus der Umgebungsluft sowie der Energiezufluss aus
Überhaupt nicht behandelt wird in dieser Norm die Physik des
Energieübergangs
vom Gebäude in die Umgebung, der überwiegend durch
bestimmt ist. Die in der Norm pauschal festgesetzten
Wärmeübergangszahlen
haben mit den tatsächlichen energetischen Vorgängen
nichts zu tun und sind falsch.
Dennoch ist die DIN 4108 die entscheidende Grundlage der EnEV.
unverständlich, dass die Verordnungsgeber beim sonst hohen
wissenschaftlichen Erkenntnis auf dem Gebiet der Physik eine derartige
Norm, die einer wissenschaftlichen Überprüfung nicht
einmal entfernt
standhalten kann, dennoch zur Grundlage einer Verordnung machen will.
5.1) Einfluss der Wärmestrahlung auf energetische
Die DIN 4108 behandelt ausschliesslich die Wärmeleitung nach
Wärmetheorie, also die Weiterleitung der Bewegungsenergie der
Ruhepunkt schwingenden Teilchen durch elastische Stösse. Auch
Wärmeübergangszahlen, die zwar falsch sind, behandeln
Vorgang. Nicht behandelt und somit auch nicht Gegenstand der EnEV sind
die durch Wärmestrahlung bestimmten energetischen Prozesse,
das Stefan – Boltzmann`sche Strahlungsgesetz
betragsmässig sehr genau
berechnet werden können. Derartige Berechnungen zeigen, dass
die Strahlungsvorgänge sowohl an der Aussenfläche wie auch im Innenbereich eines
Gebäudes deutlich überwiegen und daher auch massgebend bei der
Ermittlung von Energieverlusten sind. Konvektive Vorgänge nehmen
überhaupt erst bei grösseren Windgeschwindigkeiten eine beachtenswerte
Grösse ein. Bei Windstille sind sie marginal und können
vernachlässigt werden. Im Rauminnern bestimmt ausschliesslich der Strahlungsvorgang
die Qualität des Raumklimas. Die Temperatur der Raumluft und die
relative Luftfeuchte sind bei modernen Wandheizungssystemen eine Funktion der das
Strahlungsklima bestimmenden Wandoberflächentemperaturen.
Diese bedeutenden physikalischen Tatbestände sind wissenschaftlich
abgesichert, nicht jedoch Gegenstand der EnEV.
6) Zu § 16(2) EnEV (Ausnahmen) Zitat: „Soweit Ziele dieser Verordnung durch andere als in dieser Verordnung
vorgesehene Maßnahmen im gleichen Umfang erreicht werden, lassen
die nach Landesrecht zuständigen Stellen auf Antrag Ausnahmen zu.
In einer Allgemeinen Verwaltungsvorschrift kann die Bundesregierung mit
Zustimmung des Bundesrates bestimmen, unter welchen Bedingungen die Voraussetzungen
nach Satz 1 als erfüllt gelten.“
Diese Bestimmung kann nur sarkastisch gewertet werden. Nach dem Vorstehenden
kann als sicher gelten, dass die Ziele der EnEV überhaupt nur durch
andere Massnahmen, keinesfalls aber durch die in der EnEV vorgesehenen
erreicht werden. In der Praxis würde diese Bestimmung, die eigentlich
nur Ausnahmetatbestände meint, zur Regelbestimmung werden müssen.
Diese Ausnahmebestimmung ist jedoch nicht praktikabel. Bei den „nach
Landesrecht zuständigen Stellen“ handelt es sich um die Bauordnungsbehörden,
die keineswegs über das fachlich geschulte Personal verfügen,
das in der Lage wäre, über entsprechend wissenschaftlich begründete
Ausnahmeanträge zu entscheiden. Aus purer Unkunde käme es daher
in der Regel zur Ablehnung des Ausnahmeantrags, der in aller Regel eine bessere Bau – und Heiztechnik meint.
7) Zusammenfassung Die EnEV in der vorliegenden Form in Verbindung mit der DIN 4108 ist erheblich
fehlerhaft. Wesentliche energetische Vorgänge am Gebäude sind
unberücksichtigt. Sie führt durch eine hierauf gegründete
fehlerhafte Technologie der Energieeinsparung sogar zu zusätzlichem Energieverbrauch. Durch die eng gefassten Einzelberechnungen und hierauf gegründeten
konstruktiven Massnahmen, denen ein wissenschaftlicher Hintergrund fehlt,
behindert die EnEV zukunftsweisende Entwicklungen einer energieeinsparenden Bauweise.
Die Architektenkammer zu Berlin lehnt daher den Entwurf der EnEV nach dem Stand vom 29.11.2000 ab.
Die AK zu Berlin empfiehlt, den Referentenentwurf zur EnEV unverzüglich
zurückzuziehen. Weiterhin empfiehlt die AK zu Berlin, die derzeit
gültige Verordnung ausser Kraft zu setzen sowie zugleich die DIN 4108
nicht mehr als Handlungsanweisung vorzuschreiben. Sie ist ihres öffentlich
– rechtlichen Charakters zu entkleiden. Da die Ziele der EnEV jedoch begrüsst
werden, sind diese ins Ermächtigungsgesetz im Rahmen einer Novellierung
einzufügen. Soweit die Bundesregierung es für erforderlich hält,
eine Energiesparverordnung zu erlassen, hat sie dafür zu sorgen, dass
entsprechende sinnvolle bauphysikalische Grundlagen ausgearbeitet werden.
Hierbei erwartet die AK zu Berlin, dass die bisher hierfür verantwortlichen
Personen und Institutionen von der Ausarbeitung der Grundlagen ferngehalten
werden. Sie haben trotz warnender Hinweise aus der Fachwelt sich als inkompetent
erwiesen und erheblichen Schaden gestiftet, für den sie zur Verantwortung
zu ziehen sind. Eine neue Verordnung hat sich detaillierter Bauvorschriften
zu enthalten und die technischen Lösungen den verantwortlichen Planern
und Ausführenden zu überlassen. Soweit diese Forderungen europäischen
Vereinbarungen entgegenzustehen, ist die Bundesregierung aufgefordert, auf europäischer Ebene darauf hinzuwirken, dass auch dort
entsprechende gesetzgeberische Massnahmen in gang gesetzt werden.
Hierbei bietet die AK zu Berlin die Mitarbeit und den Sachverstand ihrer
Mitglieder an. Die AK zu Berlin ist nicht bereit, widerspruchslos eine
Verordnung hinzunehmen, deren Ziele mit den vorgeschriebenen Mitteln nicht
erreichbar sind und die nach dem Stand der Bautechnik zu Bauschäden führen wird.
8) Anforderungen an eine neue bauphysikalische Betrachtung von
unter dem Gesichtspunkt der Energieeinsparung
Aus dem vorstehenden ergibt sich, dass die bisherige
energetischen Vorgänge an Gebäuden grundlegend falsch
hierauf aufbauenden Normen, Berechnungsverfahren und Verordnungen mit
Ziel der Verminderung des Heizenergieverbrauchs müssen daher
auf richtigen
Grundlagen vollkommen neu erarbeitet werden. Hierbei müssen
Grundlagen berücksichtigt werden:
8.1 Definition des Raumklimas Die bisherige ausschliessliche Annahme der Raumtemperatur, die
über die Temperatur der Raumluft definiert wird, ist zugunsten
neuen Begriffs „Raumklima“ aufzugeben. Dieses
„Raumklima“ wird durch Wärmestrahlung
bestimmt. Wissenschaftliche Grundlage hierfür ist das Stefan
– Boltzmann`sche
Strahlungsgesetz. Die Temperaturen der Raumluft und die relative
sind weitere Einflussgrössen von sekundärer Bedeutung.
8.2 Definition des Beheizungsvorgangs Die bisherige Annahme, dass der Energieeintrag in die Bausubstanz,
in die Aussenwände eines Gebäudes und die sich
hieraus ergebenden
Wärmeleitungsvorgänge mit Energieverlust
gleichgesetzt wird,
ist aufzugeben. Statt dessen muss dieser Energieeintrag als
und wichtigster Bestandteil des Beheizungsvorgangs angesehen werden.
Ausnahme hiervon bilden nur zeitweise beheizte Gebäude.
8.3 Definition des Energieverlustes Der Energieverlust ist begrifflich als Energieabtrag zu definieren, der
an Aussenwand – und Dachkonstruktionen ausschliesslich
und Konvektion bei Temperaturunterschieden zu ermitteln ist.
Energieabtrag
findet nur an den Aussenflächen statt. Unberührt
weitere Energieverluste durch Luftwechsel und erdberührten
8.4 Energiegewinne aus der Umwelt Der überwiegende Energieeintrag am Gebäude erfolgt
Heizperioden durch Sonneneinstrahlung, teils unmittelbar, teils
durch diffuse Strahlung. Dieser Energieeintrag übertrifft den
Heizwärmeerzeuger bewerkstelligten Energieeintrag bei weitem.
weiterer Energieeintrag findet in den Heizungsübergangszeiten
in erheblichem
Masse dann statt, wenn die Temperatur der Aussenluft über der
der Aussenwandoberfläche liegt. Die Aussenwandkonstruktionen
daher so zu konstruieren, dass sie diese Energiezuflüsse
zur Verbesserung der Energiebilanz ermöglichen. Da
Dämmstoffe diesen Energiegewinnen entgegenstehen,
die Energiebilanz. Sie sind daher zu vermeiden. Die Energiezuflüsse können nur bei
ausreichend speicherungsfähigen
Wandkonstruktionen nutzbar gemacht werden. In den technischen Regeln
daher Mindestwerte der Speicherungsfähigkeit festgesetzt
werden. Nicht
oder nur gering speicherungsfähige Wandkonstruktionen sind
Leichtbaukonstruktionen verhalten sich in der Heizperiode wie
beheizte Bauwerke. Sie sind daher energetisch grundsätzlich
zu beurteilen als speicherungsfähige Bauweisen. Insbesondere
berücksichtigen, dass sie nur in geringem Masse für
aufnahmefähig sind.
8.5 Bedeutung der Wärmeleitzahlen Die Energieverlagerungsprozesse in Baustoffen sind vom Mass der
abhängig. Die energetische Qualität von Baustoffen
ist dann optimiert,
wenn möglichst niedrige Wärmeleitzahlen mit
möglichst hohen
Wärmespeicherungskapazitäten vereinigt sind. Hieraus
der Feuchtigkeitsgehalt von porigen Baustoffen möglichst
niedrig zu
halten ist. Andererseits sollen diese Baustoffe eine hohe
8.6 Heiztechniken und Energieeinsparung Da gemäss Ziff.8.2 die Erwärmung der Bausubstanz
intergrierender
und wichtigster Teil des Beheizungsvorgangs ist, sind solche
zu entwickeln und zu bevorzugen, die diesen Vorgang möglichst
bewerkstelligen. Hierzu gehören nach dem jetzigen Stand der
als derzeit wirkungsvollste Methoden Wandheizungssysteme mit
Energieeintrag. Unter Berücksichtung der Anforderungen nach
8.5 führen derartige Techniken auch zur Austrocknung der
Wandbaustoffe.
Im Sinne der Energieeinsparung müssen daher Heiztechniken
danach bewertet
werden, wie sie den Energieeintrag in die
Gebäudehülle bewerkstelligen.
Die Bewertung von Heiztechniken unabhängig von ihrer
Wirkung vernachlässigt ein erhebliches
Energieeinsparungspotenzial.
8.7 Energiegewinne aus Sonneneinstrahlung Energieeinsparende Bauweisen haben zu berücksichtigen, dass
aus unmittelbarer Sonneneinstrahlung und der ebenso wichtigen diffusen
Einstrahlung nicht behindert werden. Hierauf sind auch
abzustellen. Zur weiteren Energieeinsparung sind verstärkt
zur Nutzbarmachung von Sonnenenergie einzusetzen. Zu entwickeln sind
Verfahren zur Speicherung der sommerlichen Überschussenergie.
zu entwickelnden Rechenverfahren müssen langjährige
Messwerte verwertet werden. Diese Werte müssen durch die
Einstrahlung aus der näheren Umgebung, z.B. Nachbarbebauung
8.8 Konvektive Energiegewinne In den Heizungsübergangszeiten führen die
dazu, dass die in den Nachtstunden durch Abstrahlung
abgekühlten Aussenflächen
tagsüber mit erwärmter Luft in Berührung
kommen. Die hierbei
entstehenden Energiegewinne dürfen nicht behindert werden. Es
sich daher auch deshalb der Einsatz von Dämmstoffen auf der
Die sich hieraus ergebenden Rechenwerte müssen
langjährigen Wetterbeobachtungen
entnommen und kleinklimatisch (orographisch) verbessert werden.
8.9 Luftwechsel Von Menschen genutzte Bauwerke müssen einen
regelmässigen Luftwechsel
gewährleisten. Als Mindestwert ist ein 0,8 – facher
Luftwechsel/ h
festzusetzen. Hierbei ist der natürlichen Lüftung der
zu geben. Luftdichte Konstruktionen dürfen diesen Luftwechsel
behindern. Der hierbei eintretende Energieverlust ist hinzunehmen. Bei
den wärmetechnischen Berechnungen ist muss dieser
Energieverlust nur
bei der Bemessung des Wärmebereiters erfasst werden.
Bemessung des zulässigen Heizwärmeverbrauchs ist
dieser Luftwechsel
in Abhängigkeit von der durch das Heizsystem bestimmten
zu erfassen. Massgebend für die Bestimmung der
diesebzüglichen
Lüftungswärmeverluste ist das
„h,x-Diagramm“ nach Mollier. Hierbei
ist die relative Luftfeuchte mit 40% anzunehmen. Bei
Wandheizungssystemen
ist eine Raumlufttemperatur von 20°C, bei konvektiven
eine Raumlufttemperatur von 25°C anzunehmen.
Beim Einbau von mechanischen Anlagen zur
Raumbelüftung und Raumklimatisierung
mit Wärmerückgewinnungseinrichtungen muss
dass die Energieeinsparung durch Wärmerückgewinnung
den am Hauszähler
gemessenen Verbrauch von elektrischer Energie für den Betrieb
Anlage mindestens fünffach übertrifft. Hierbei muss
ein 24 –
stündiger Betrieb/d angesetzt werden. Die
Frischluftbeimischung ist
so zu dimensionieren, dass der 0,8 – fache Luftwechsel/h
8.10 Gebäudegeometrie Gemäss Ziff.8.3 wird der Energieabtrag, aber auch der
durch Strahlung und Konvektion nur an der
Gebäudeoberfläche angenommen.
Massgebend für die Bemessung der Energieabträge ist
daher – mit
Ausnahme der Lüftungswärmeverluste - ausschliesslich
die Gebäudeoberfläche.
Die Wirtschaftlichkeit eines Gebäudeentwurfs oder eines
Gebäudes ist also nur aus dem Verhältnis von
: Gebäudeoberfläche zu beurteilen. Hierbei sind
beheizte Untergeschosse
mit erdberührenden Umschliessungsflächen
sinngemäss nach
den bisherigen Rechenverfahren nach DIN 4108 zu bewerten. Ein
bis zu einem Abstand von 100 cm vor den Umschliessungsflächen
unter dem Fussboden kann als wärmespeichernde Masse bei
der Heizanlage einbezogen werden. Der sich hieran anschliessende
ist mit einer mittleren Temperatur von 12°C anzunehmen.
8.11 Zeitweise beheizte Gebäude Unter zeitweise beheizten Gebäuden sind bauliche Anlagen zu
die nur tageweise und nicht im Dauerbetrieb genutzt werden. (saisonale
Betriebsweise). Besondere Anforderungen an das Raumklima werden hier
erhoben, da diese Gebäude am Wirtschaftlichsten mit
beheizt werden. Diese Gebäude können mit
ausgestattet werden. Sie sind jedoch mit Materialien herzustellen, die
Wasserdampf nicht aufnehmen können. Diesen Gebäuden
sind bauliche
Anlagen mit ungewöhnlich hohen Raumlufttemperaturen und damit
hohen Raumluftfeuchten gleichzustellen. 8.12 Berechnungsverfahren Die Berechnungsverfahren sind einfach zu halten. Sie müssen für
durchschnittlich allgemeingebildete Menschen leicht und sicher nachvollziehbar
sein. Überzogene Genauigkeitsansprüche sind zu vermeiden. Zu
entwickeln ist ein Punktekatalog, der mit Hilfe standardisierter Tabellen ausgewertet werden kann.
8.13 Bauforschung Neutrale Forschungsinstitute , Wissenschaftler und Baufachleute werden
beauftragt, die wissenschaftlichen Grundlagen einer energiesparenden Bautechnik
und eines energiesparenden Baubetriebs zu erarbeiten. Hierbei sind die Erkenntnisse aus der medizinischen Forschung, insbesondere der
Physiologie einzuarbeiten. Als Richtschnur hat zu gelten, dass alle wissenschaftliche
Grundlagenforschung die Bedürfnisse des Menschen an eine gesunde und
behagliche Raumsituation als vorrangiges Ziel zu betrachten hat.
Aufgestellt als Entwurf Berlin, den 21. März 2001
Dipl.-Ing. (FH) Christoph Schwan
Architektenkammern Rheinland-Pfalz und Hessen (Stand 13.09.1999)
Anhörung zum Referentenentwurf Stellungnahme zur EnEV 2000 vom 28. Juni 1999
Mit dem Inkrafttreten
der WSchVO 95 wurde bereits die
Novellierung der gerade erlassenen Verordnung angekündigt.
Nun liegt der
Referentenentwurf vom 28. Juni 1999 mit
insgesamt 29 Seiten, die Begründung zum Referentenentwurf mit
25 Seiten,
ein Kurzbericht zum Entwurf DIN 4701-10 mit 5 Seiten und die
zum Entwurf der DIN V 4108-6 mit 35 Seiten vor. Die ständig im
zitierte DIN EN 832 enthält 30 Seiten.
Seitenzahl her wird hier von den eingeschalteten
Verbänden und Institutionen etwas verlangt, was sie in der
der Zeit (ca. 1 Monat !) ernsthaft nicht leisten können.
neue Energieeinsparverordnung wird viel
geschrieben, kritische Gedanken werden geäußert. Nur
soll herangezogen werden:
Grundsatzuntersuchung NOWA zur EnEV 2000 der
TU Dresden (ITT) und der Uni Stuttgart (IKE-LHR) wird festgestellt:
Unter sommerlichen
Bedingungen weisen NEH vielfach deutliche
höhere Raumtemperaturen auf, was zu einem aus energetischer
unerwünschten verstärkten Einsatz von
klimatechnischen Einrichtungen
Bauseitigen
Mehrkosten von 3 bis 7 % für die
entsprechend EnEV 2000 gegenüber WSV 1995 stehen im
Fall anlagentechnische Einsparungen von 0,1 bis 0,35 % der Gesamtkosten
gegenüber. Beispielsweise
betragen die spezifischen Kosten zur Einsparung
einer Kilowattstunde in einem Reihenhaus bei
Wärmedämmung der
Außenwand 0,15 DM/kWh, bei Heizkesselwechsel 0,04 DM/kWh. Im Rahmen der EnEV
2000 sollte durch eine gleichberechtigte
Bewertung der in Betracht kommenden bau- und anlagentechnischen
dem Bauherrn die Möglichkeit gegeben werden, nach eigenem
das heißt unter Berücksichtigung der zu erwartenden
von Umweltschutzkriterien und Nutzerbedürfnissen, zu
Hintergrund der zu erwartenden erhöhten
finanziellen Belastungen für Bauherren und
Gebäudeeigner stellt
sich die Frage nach der Effektivität der in Betracht kommenden
Beispielsweise führt die Verringerung des k-Wertes der
um 70% nur zu einer Heizwärmeeinsparung von 19%. Wird von der
einschichtigen Wand auf eine Konstruktion
mit Wärmedämmung übergegangen, so steigt im
WSV 1995 der Einfluß ausgewählter
Wärmebrücken auf
ca. 300% an.
Diese sachlich
begründeten und durchaus einsichtigen
Argumente, die die EnEV 2000 insgesamt gesehen als
unglaubwürdig erscheinen
lassen, sollten ernst genommen werden. Die immer wieder vollzogene
des Anforderungsniveaus ist ein Weg in die Sackgasse; bereits die
95 ist unter diesen Gesichtspunkten bautechnisch nicht mehr zu
verantworten,
sowohl im ökologischen als auch im ökonomischen
Sinne. Die gemachten
Erfahrungen der Architektenschaft bestätigen die oben
Bedenken. Die vom Verordnungsgeber prognostizierten Energieeinsparungen
treten nicht ein. Es gibt eine
Berufsordnung für Architekten, darin
ist zu lesen: "Er wendet
die dabei gewonnenen, wissenschaftlich
und praktisch gesicherten Erkenntnisse zugunsten rationeller und
Verfahren da an, wo dies fachlich begründet ist" und weiter: "Der
Architekt wahrt die Rechte des Bauherrn gegenüber
den anderen am Bau Beteiligten und vertritt sie im Rahmen seiner
sachlich, sachgerecht und nach den Grundsätzen von Treu und
Glauben".
Den neuen, praktisch
nicht abgesicherten Entwicklungen
im Bauwesen muß die Architektenschaft im Interesse der
Bauherrn somit
kritisch gegenüberstehen. Die bisher gemachten
zwingen dazu. In einem Firmenprospekt der Fa. Thermodach von 1979 mit
sinnvoller Wärmedämmung
- über 8 cm Stärke läßt sich der
Dämmwert kaum
noch steigern" steht:
"Dämmen
ist wichtig - Dämmen ist richtig!
Richtig ist es allerdings nicht immer, wenn man davon ausgeht,
es auch hier die Menge, sprich Dicke der Dämm-Elemente macht".
"Bei 8 cm
Polystyrol ist ein Maximum an Dämmung
zu einem noch wirtschaftlichen Preis zu erzielen. Bei einer weiteren
der Dämmstärke steht der Einsatz und Aufwand nicht
mehr im Einklang
zum Ertrag, der Einsparung also. ... stärkere
Dämmschichten sind
wirtschaftlich nicht mehr vertretbar". "Leider
ist es in der Praxis aber so, daß
diese Tatsachen zu wenig bekannt sind, oder vielleicht auch zu wenig
gemacht werden. Schließlich bringt jeder zusätzlich
cm mehr Dämmung ein Umsatzplus für den betreffenden
Hersteller".
ehrlich zum Energieproblem wirtschaftliche
Lösungsvorschläge bringen möchte, der wird
so beraten, daß dieser für sein Geld die
Dämmung bekommt,
die für seinen Fall wirtschaftlich optimal ist".
hinzuzufügen. An dieser mathematisch
begründeten Grundtendenz hat sich vom technischen Sachverhalt
bis heute nichts geändert. Große
Dämmstoffdicken erzielen
keine merkbaren zusätzlichen Energieeinsparungen mehr. Im
Statt der erhofften Heizenergieminderungen potenzieren sich die
Schwierigkeiten und die damit verbundenen Bauschäden. Die
der Bundesregierung geben deutlich Zeugnis davon. Es ist schier
unmöglich, die geforderten, theoretisch
ermittelten Dämmstärken kontinuierlich homogen und
sauber detailliert
auch am Bau handwerklich einwandfrei einzubauen. Die einseitige Sicht
Dämmung führt zu fehlerhaften bautechnischen
Lösungen. Immerhin
wird in der DIN 4108, Teil 2 ja auch die Speicherung genannt, die bei
Energiebilanzierung mit zu berücksichtigen ist. Die Tab. 1
schwere Bauteile und die Tab. 2 für leichte Bauteile unter 300
gleichen ja die fehlende Schwere bzw. Speicherfähigkeit durch
k-Werte aus. Es erfolgt also ein Einpendeln von Dämmung
(k-Wert) und
Speicherung (c und (-Wert). Die Abkehr von einem
sinnvollen und vernünftigen
Gebäudewärmeschutz bestätigt auch ein
die Grundlagen der Energieeinsparverordnung von Prof. Hauser in
und Bausanierung, H. 2, S. 99 mit der bezeichnenden
Überschrift: "Mehr
ist machbar". Mit dieser
Überschrift wird die Intention der Energieeinsparverordnung
deutlich: Es geht nicht um Wirtschaftlichkeit, auch nicht um
und Nachhaltigkeit - es geht um Machbarkeit. Das Machbare muß
werden - selbst wenn alles uneffizient und konstruktiv schwer zu
ist. Immerhin
muß erwähnt werden, daß durch
die Schichtenbauweise die Schadensanfälligkeit dramatisch
ist. Die konstruktive Umsetzung stößt auf
Schwierigkeiten. Die Klagen der Berufskollegen sind
Kommentare Eine umfangreiche und
vollständige Beurteilung ist
aus Zeitgründen nicht möglich. Insofern werden nur
die auffallendsten
Aspekte angesprochen. Zum Anschreiben vom 29.06.99 Es heißt, "die
Bundesregierung gehe davon aus, daß
für Neubauten ... eine weitere Anpassung des
Anforderungsniveaus möglich
sein wird, die zu zusätzlichen Energieverbrauchssenkungen von
25 - 30% führe". Da die
Bundesregierung also nur
"davon
ausgeht",
ist sie wohl selbst
von der Wirksamkeit nicht überzeugt.
Dies sind die üblichen Floskeln, die die Verantwortung
die deshalb in der Naturwissenschaft nichts zu suchen haben. Alles
beweisbar und nachvollziehbar sein. Eine
Verschärfung der Anforderungen nur in Prozenten
auszudrücken, ist irreführend, es muß die
Basis angegeben
werden. Was heißt denn 25 - 30% ?
"Jahres-Heizwärmebedarf"
bei der WSchVO 95 liegt bei 75 kWh/m²a. Eine im Schnitt
27,5%ige Reduzierung
bedeutet 20,6 kWh/m²a Einsparung und dies sind dann 2,06 l
Bei einem Preis von 0,50 DM/l kämen 1,03 DM/m²a an
heraus und dies entspräche bei einem MNV von 15 (bei der
Investitionsrechnung bedeutet dies die wirtschaftliche Grenzzone -
etwa 20 bis 40 Jahre) einer höchstzulässigen
von 15 x 1,03 = 15,45 DM/m². Für dieses Geld ist
jedoch das zukünftige
Anforderungsniveau nicht zu realisieren. Bei einer Wohnfläche
z. B. 150 m² würden die zulässige Mehrkosten
bei 15,45 x
150 = 2317 DM limitiert werden.
Dieses Limit
einzuhalten ist bautechnische Utopie.
Anforderungsniveau ist wirtschaftlich nicht zu realisieren.
Schon die WSchVO 95 hat hier große Schwierigkeiten.
nicht im zu hohen Aufwand, sondern in
der zu geringen zusätzlichen Energieeinsparung und dies ist
bedingt. Mit diesem
wirtschaftlichen Fiasko aber wird das Energieeinsparungsgesetz
mißachtet. Insofern ist es peinlich, wenn es dann im
heißt: "Mit der
künftigen Energieeinsparverordnung
soll ein wesentlicher Beitrag zur weiteren Energieeinsparung und damit
auch zur CO2-Minderung im Gebäudebereich geleistet werden" und weiter: "Besonders
ist darauf hinzuweisen, daß die
Anforderungen der Verordnung mit Rücksicht auf das
des Energieeinsparungsgesetzes so zu gestalten waren, daß
erforderlichen Investitionen generell innerhalb der Nutzungsdauer durch
Energieeinsparungen erwirtschaften lassen". Die
zusätzlichen Investitionen amortisieren sich
nie. Was hier zum Ausdruck kommt, bedeutet Irreführung der
Architektenschaft.
Der Mißbrauch von bewährtem und nachvollziebarem
offenkundig. Zum Referentenentwurf Wenn es in der
Fußnote heißt: "Die
§§ .... sowie die Anhänge
... dienen der Umsetzung des Artikels 5 der Richtlinie 93/76/EWG des
vom 13. September 1993 zur Begrenzung der Kohlendioxidemissionen durch
eine effizientere Energienutzung", dann wird mit dem
Anforderungsniveau der EnEV die hier
geforderte effizientere Nutzung nicht erreicht.
Schon das Anforderungsniveau
der Wärmeschutzverordnung 1995 entbehrte der Effizienz, also
eine weitere Verschärfung des Anforderungsniveaus nicht
"effizienter" werden. Die Effizienz verhält sich proportional
zum Quadrat des k-Wertes:
1,0 W/m²K =
Effizienz 1;
0,1 W/m²K = Effizienz 0,01 - also ein Hundertstel. Die EnEV entspricht
also nicht dem og Artikel 5 der Richtlinie
93/76/EWG, die eine effizientere Nutzung fordert.
unabhängige Richter unabhängiger Gerichte
gefragt, die diesen Sachverhalt juristisch klären
Immerhin existiert ein BGH-Urteil vom 22.01.1998, der die
Architektenschaft
in die Pflicht nimmt: "Muß
Architekt die Wirtschaftlichkeit
eines Gebäudes optimieren? BGB § 634 (Wandelung und Minderung
nach Fristablauf), § 635
(Schadensersatz). [IBR 1998, Architekten und Ingenieurrecht, S. 157]
Mangel des Architektenwerks kann vorliegen,
wenn übermäßiger Aufwand getrieben wird.
Sofern die Nutzflächen
und Geschoßhöhen nicht den Vorgaben
entsprächen, könne
die Planung mangelhaft sein. Das gleiche gelte, wenn bei der Wärmedämmung
oder der Dachkonstruktion
überflüssiger Aufwand betrieben
worden sei. Eine unwirtschaftliche Planung könne auch dann
sein, wenn sie sich im Rahmen der vorgegebenen Kosten halte". Entscheidend ist also
die Wirtschaftlichkeit einer Baukonstruktion
(Vermeidung übermäßigen Aufwandes). Ist die
nicht gegeben, kann die Planung mangelhaft sein - mit allen
(Minderung des Werklohnes).
Auswüchse durch "machbare"
Dämmstoffmaximierungen werden also schon wegen
Aufwandes höchstrichterlich gestoppt. Es ist zu hoffen,
dies erst der Anfang ist. Wichtig ist auch,
sich einmal zu überlegen, ob die
"Berechnungen" überhaupt die Realität widerspiegeln.
Wenn bei der Fourierschen Wärmeleitungsgleichung, auf die man
ja immer wieder beruft, die vorhandene Speicherkomponente einfach
also zu Null wird, und dann daraus den k-Wert als Sonderfall
dann braucht man sich nicht zu wundern, daß überall
offiziellen „ Bauphysikszene (=Schulphysik) behauptet wird,
spiele bei der Außenwand kaum eine Rolle. Es ist aber Fakt,
daß Rechnung und Erfahrung nicht
übereinstimmen. Mit dem k-Wert wird der Beharrungszustand
der in Realität nie zutrifft. Mit dem k-Wert wird nur die
nicht aber die Speicherung berücksichtigt.
Es wird somit falsch
gerechnet; das Streichen des Speichereinflusses
bei der Wärmeleitung hat jedoch schwerwiegende Folgen. Da die
Verbesserung" der Altbausubstanz das bestimmende Ziel der EnEV ist,
die Altbausubstanz durch die speicherfähigen Wände
als "Niedrigenergiehäuser" bezeichnet werden können,
wird hier ein nicht gerechtfertigter Anschlag der Administration auf
umfangreiche Bausubstanz vollzogen. Überlegungen einer
"Dämmverbesserung" durch k-Werte sind aber nicht
Energieverbrauchsberechnungen sind stationäre
Rechnungen, die zu fatalen Fehlern führen. Es wird zwar auf
EN 832 hingewiesen, aber auch dort wird in unzulässigerweise
nur stationär gerechnet. Die Annahme,
daß der stationäre k-Wert auch
instationäre Verhältnisse in zulässiger
Weise beschreibt,
wenn Zeitperioden beschrieben werden, ist falsch und beruht auf eine
Schlußfolgerung. Wenn etwa drei Wochen lang konstante
vorliegen müssen, um den stationären Zustand
zu lassen, dann erreicht man dies doch nicht, indem "Monatsmitteldaten"
verwendet werden. Damit wird doch nicht die Tagesperiode mit den
Solarzustrahlungen
und den damit zusammenhängenden Temperaturänderungen
überwunden!
Berechnungen in den Wärmeschutzverordnungen
(von Anfang an) werden nun mit immer neuen zusätzlichen
Energieverbrauchseinflüssen
ergänzt; damit wird das Fehlerhafte der Grundsubstanz jedoch
nur überdeckt,
nicht aber beseitigt. Die Einbeziehung der
Anlagentechnik führt nur zu
dem Ergebnis, daß der Gebäudewärmeschutz
und die Energieverbrauchsberechnungen
noch undurchsichtiger und unschlüssiger werden. Es ist
nachweisbar:
Die WSchVO 95 ist eine Dämmstoffeinbauverordnung, die EnEV
darüber hinaus noch zu einer Anlageneinbauverordnung -
Lüftungen. Schweden macht uns alles vor und dort wird
"gesetzlich
geregelt", daß die Lüftungsanlagen
vom Hygieniker auf ihren gesundheitsschädigenden Zustand
werden müssen. Ein Hoch also der überzogenen
die nur Ärger mit sich bringt - und Arbeit für
Zu § 1 Geltungsbereich Frühere
"Anforderungen an den Wärmeschutz"
berücksichtigten noch regional verschiedene Klimate, die sich
in drei Wärmedämmgebieten manifestierten. Heute
muß "jedes
Gebäude", sogar für Sportzwecke mit mindestens
Innentemperatur (!), überall in der Bundesrepublik mit den
k-Werten (nur für den Beharrungszustand gültig)
werden. Ob in den Alpen, den Mittelgebirgen oder der
Alb, ob in der Oberrheinischen Tiefebene, am Niederrhein oder an der
überall wird gleich viel Dämmstoff eingebaut.
Es wird also nicht
den sachlich gerechtfertigten regionalklimatischen
Unterschieden, sondern den marktorientierten Vertriebsbedingungen der
Rechnung getragen, die ihre Produkte quer durch die Lande zu vermarkten
Primärenergie, Heizenergie und
Heizwärme. Die Begriffsausweitungen nehmen zu und man hat den
daß komplizierte Begriffsdefinitionen Fachlichkeit und
betonen sollen. Ein Gesamtheizenergiebedarf kennzeichnet
nicht den Verbrauch (und auf den kommt es an),
denn es wird doch
wieder nur mit normierten Annahmen gerechnet - und das auch noch bei
falschen, weil stationären Basis. Die Diskrepanz zwischen
(falscher)
Beharrungszustands-Rechnung, dem Bedarf, und tatsächlichem
wird auch deshalb zunehmen, weil die verwendeten "normierte Daten"
radikal vermehrt werden. In 5. steht in
Verkennung aller Einflüsse: "Der
Jahres-Transmissionswärmebedarf ist
die Wärmemenge, die aufgrund der Wärmeleitung durch
die Außenbauteile
dem Gebäude verlorengeht". Es wird also nur von
Verlusten geredet. Die absorbierten
Solargewinne einer Außenwand werden überhaupt nicht
sie bedeuten jedoch einen wesentlichen Energiegewinn. Eingesetzte
wird offiziell ja nur bei technischen Anlagen akzeptiert,
Kollektoranlagen,
Wärmetauscher, Fotovoltaik, aber nicht beim "Passivsystem"
Außenwand (hier allerdings erstaunlicherweise jedoch in
mit teurer transparenter Wärmedämmung). Auch wird der
"Massiv-Absorber"
propagiert - aber auch hier sind Wärmetauscher und
mit von der Partie. Der
Eindruck verstärkt sich, daß die
EnEV mangels klarer technischer Gesamtkonzeption mehr unter
kaufmännisch-industriellen
Gesichtspunkten erarbeitet wurde, um Umsätze unterschiedlicher
auf Kosten der Architekten und der Verbraucher zu steigern.
Zu § 3 Gebäude mit
normalen Innentemperaturen Der Jahres-Heizenergiebedarf
Q nach Anhang 1, Absatz
2.2.2 wird: Q = Qh
+ Qw + Qt - Qr
und muß der
Tabelle 1 genügen. Diese Tabelle
ist die analoge Tab. 1 der WSchVO 95, die dort jedoch nur den Wert QH"
(hier Qh) beinhaltet. Qh:
Der Jahres-Heizwärmebedarf. Diese Größe ist identisch mit dem QH"-Wert
WSchVO 95 und darf nur 92% der Werte nach Tab. 1, der Q-Werte,
Insofern sind die beiden Tabellen 1 der WSchVO 95 und der EnEV nicht
Durch diese Regelung liegen die vergleichbaren Werte zwischen 36,8
40) und 92 kWh/m²a (statt 100kWh/m²a). Damit wird
nur per Definition, eine weitere Verschärfung der k-Werte
Die Entwurfsfassung
vom Dez. 1998 enthielt in 2.1 noch
die vereinfachte Berechnung für Qh ,
jetzt fehlen diese
Formeln und es wird auf DIN EN 832 (30 Seiten) in Verbindung mit DIN V
4108 - 6 (verkürzte Entwurfsfassung 33 Seiten) verwiesen. Die
wird komplizierter und unübersichtlicher; ein vollkommener
Bürokratentechnokratie über den Anwender.
Nutzwärmebedarf für die Warmwasserbereitung.
Wohngebäude wird der konstante Wert von
4 kWh/m³a, für andere Gebäude mit 0
kWh/m³a angesetzt.
einmal ist zu sagen: Konstante Werte können
weggelassen werden, sie "bereichern" nur unnötigerweise
die Berechnung; zum anderen: Gerade der Warmwasserverbrauch ist doch
überall konstant - und was geschieht bei den Gebäuden
1, Nr. 2 bis 10, liegt er dort denn überall bei Null ? Die
Berücksichtigung des Warmwassers kumuliert vollends
zur Farce, da der zulässige Jahres-Heizwärmebedarf Q
der Tab.
1 um diese konstanten Werte "überschritten werden kann".
Was soll dann die Einbeziehung des Warmwassers? Dies ist
Warum kann hier nur wegen des Warmwasserbedarfs die maximale Begrenzung
des Heizenergiebedarfs überschritten werden? Dies widerspricht
dem Grundgedanken, den Heizenergiebedarf von Gebäuden zu
ist einfach: Da es auch Bauvorhaben gibt,
bei denen nun eben kein rechnerisch angesetzter Wasserverbrauch
(QW = 0 kWh/m²a), wäre bei
genereller Anhebung des
zulässigen Heizenergiebedarfs zuviel Spielraum für
Energieverbrauchskomponenten, hier v. a. des
Transmissionswärmebedarfs,
vorhanden. Die k-Werte könnten damit entlastet werden und dies
ja der Intention, mit der EnEV auch viel Dämmstoff einzubauen.
zeigt sich immer wieder: Dies ist eine technisch
unausgegorene, jedoch für bestimmte Industriezweige
Wärmeverluste des Heizsystems. Hier ist die Frage
zu stellen, wo denn diese Verluste
bleiben? Es ist doch anzunehmen, daß sie im Gebäude
und somit nicht als Heizsystem-Verluste, sondern als innere
zu betrachten sind. Diese "Verluste" sind doch eigentlich
"zusätzliche
Heizkörper".
aus der Umwelt genommene Wärme. Nirgends ist ein
Hinweis zu finden, daß absorbierte
Solarstrahlung mittels Speicherung durch Außenwände
wird. Aber eine solche Form der Nutzung "erneuerbarer Energien"
wird systematisch ignoriert; der Beharrungszustand vehement verteidigt,
damit der k-Wert bleibt und die Superdämmungen ihre Chance
Zur Tabelle 1 im Anhang 1
Es werden vom Volumen Ve und von der Nutzfläche
AN abhängige Höchstwerte aufgelistet. Da das Verhältnis
Nutzfläche zu Volumen mit 0,32 festgelegt ist und das Verhältnis
der beiden Anforderungsniveaus Q' zu Q" ebenfalls 0,32 beträgt,
ist es völlig egal, ob über das Volumen oder über die Nutzfläche
gerechnet wird; in beiden Fällen kommt das gleiche Ergebnis heraus.
Ob nun hohe oder niedrige Raumhöhen vorliegen, beim Nachweis spielt
dies überhaupt keine Rolle. Diese völlig unnötige Unterscheidung
soll offensichtlich nur eine nicht vorhandene Vielfalt vortäuschen.
Insofern ist es eine Farce, wenn als Fußnote dann darauf hingewiesen wird: "Die auf die Gebäudenutzfläche AN bezogenen
Höchstwerte gelten ausschließlich bei Gebäuden mit Raumhöhen
bis einschließlich 2,60 m". Auch die
Abhängigkeit des Anforderungsniveaus vom
A/Ve -Verhältnis
ist methodisch widersinnig. Man
meint, ein großes A/Ve
-Verhältnis beschreibe differenzierte
und gestalterisch aufgelockerte Baukörper, ein kleines A/Ve
dagegen einen kompakten, energiesparenden Baukörper. Dies
stimmt nur
für gleiche Gebäudevolumen,
stimmt also nicht generell.
Diese Vorstellung wird aber nun unzulässigerweise
und findet deshalb als Maßstab für das
Anforderungsniveau im
Wärmeschutz Berücksichtigung. Richtigerweise
muß festgestellt werden: Ein Kubus als
extrem günstige Form energiesparenden
Bauens kann völlig unterschiedliche A/Ve
-Verhältnisse
aufweisen. Die Werte reichen von 0,25 (Kantenlänge 24 m) bis
1,2 (Kantenlänge
5 m). Die Werte umfassen also die ganze Bandbreite der
Anforderungen, die sich gemäß
Wärmeschutzverordnung nach
dem A/Ve -Verhältnis richten. Die
energetisch günstigsten
Baukörper müssen also völlig
unterschiedliche Wärmeschutzanforderungen
erfüllen. Demgegenüber
können jedoch völlig unterschiedliche
Bauformen gleiche A/Ve-Verhältnisse
haben. Ein A/Ve
-Verhältnis von z. B. 0,4 liegt bei unendlich vielen
Abmessungen vor;
diese reichen von 15 x 15 x 15 m als Kubus über die
Quaderformen 10 x 15 x 30 m, 10 x 12 x 60 m bis hin zu sogar 10 x 10 x
unendlich m. Obgleich die Bauformen energetisch völlig
zu bewerten sind, müssen sie alle die gleiche Anforderung an
zwangsläufige Folge ist, daß bei der Handhabung
der Wärmeschutzverordnung ein großes
sachlich/methodisches Durcheinander
dominiert. Daraus resultiert Willkür im Ergebnis. Dies wird
kraß bei Superdämmungen, die schon bei kleinsten
k-Wert Veränderungen
mit großen Dämmstoffdicken-Veränderungen
reagieren. Die WSchVO 95 ging
von einer Gradtagzahl von 3500
Kd aus (Würzburg), wodurch sich der Faktor 84 ergab. Jetzt
einem Faktor FGt = 72 gerechnet, was einer
Gradtagzahl von 3000
Kd entspricht. Die völlige Negierung regional
unterschiedlicher Klimadaten
und die Annahme "recht günstiger" Randbedingungen (in der
Bundesrepublik liegen die Gradtagzahlen mit einer Heizgrenztemperatur
10°C immerhin zwischen 2560 und 4100 Kd) führen zu
einer nur rein
rechnerisch erzielten "Einsparung" von 14%, unter
des Teilbeheizungsfaktors von 0,9 in der WSchVO 95 dann von rund 5%.
Heizgrenztemperaturen, die bei Leichtbauten zum Tragen kommen,
auch zu höheren Gradtagzahlen (bis zu 4610), so daß
der angenommene
Wert von 3000 als recht niedrig anzusehen ist. Diese
"Rechenspielerei" verdeutlicht ebenfalls
die Schreibtischbemühungen, nur durch Änderung der
"Randbedingungen"
unbedingt eine Heizenergieeinsparung nachweisen zu wollen. Mit
fachlich-technisch
sauberer Grundlagenarbeit hat dies wenig zu tun. Zu der Wärmebrückenbehandlung
wäre zu sagen:
Wärmebrückeneffekt wird durch einen pauschalierten
k-Wert (jetzt U-Wert) von 0,10 W/m²K berücksichtigt.
der Regeldetails nach DIN 4108, Beiblatt 2 reduziert sich der pauschale
konstante Wert dann auf 0,05 W/m²K. Dieser
ist immer zu berücksichtigen.
in der DIN nun "Regeldetails"
vorzugeben; dies ist nicht Sache des DIN, sondern der
Konstruktionslehre.
Anregungen sind möglich; wenn aber damit per Verordnung
zusammenhängen, dann artet diese Vorgehensweise zur
aus (was geschieht, wenn man von den Regeldetails ein wenig abweicht?).
Architekt wird damit in seiner Verantwortung
und Entscheidungsfreiheit entmündigt. Im übrigen
ist die Berücksichtigung des
Wärmebrückeneinflusses
durch einen konstanten Wert methodisch falsch. Erstens verhalten sich
Konstruktionen günstiger als Schichtkonstruktionen und zum
nimmt die absolute Abweichung vom rechnerischen k-Wert mit kleineren
k-Werten
zu. Dies kann in Forschungsarbeiten des IBP nachgelesen werden. Somit
mit einem konstanten Wert die monolithischen Konstruktionen
und Schichtkonstruktionen bevorteilt. Es wird mit zweierlei
Maß gemessen.
mit nicht mehr als zwei Vollgeschossen
oder drei Wohnungen "dürfen" nach Anhang 1 Nr. 5 bemessen
werden. Dieses "Vereinfachte Verfahren" stellt Anforderungen
an die Außenbauteile, die für Dach und
Grundflächen, unabhängig
von der Ausführung der Heizungsanlagen, k-Werte fordert, die
mit 0,17
W/m²K (Dach) und 0,28 W/m²K (gegen unbeheizte
Erdreich) weit jenseits jeglicher Wirtschaftlichkeit, die im EnEG
und worauf im Anschreiben besonders hingewiesen wird, liegen. Es liegt von seiten
des Verordnungsgebers kein schlüssiger
Nachweis vor, der die wirtschaftliche Realisierung derartiger k-Werte
Es sei der Hinweis gegeben, daß in den Erläuterungen
zur WSchVO
1982 auf Seite 20 die Wirtschaftlichkeit behandelt wird und dabei auch
die Berechnung der Energieeinsparung erfolgte. Man braucht sich also
nach diesem Vorbild zu richten - allerdings sollte nicht
sondern dynamisch gerechnet werden. Diese Festlegungen
sind ein typischer Fall, wie ohne Rücksicht
auf den Aufwand Dämmstoffmengen eingebaut werden
müssen, die
energetisch kaum nennenswerte zusätzliche Einsparungen
Es geht nicht um Energie, es geht um Dämmstoffeinbau. Bei den
Außenwänden liegen die k-Werte je nach
Lage und Bauform zwischen 0,20 und 0,56 W/m²K. Dies
führt automatisch
zur Dämmschichtkonstruktion bzw. zum WDV-System. Die
monolithische Wand mit ihren vielen bauhygienischen und
Vorteilen verschwindet damit vom Markt. Völlig
abwegig ist die Regelung, daß ein Haus
"mit Dichtheitsnachweis" einen Bonus für die
von 0,1 W/m²K erhält. Damit wird die
Dichtheitsprüfung nach
Anhang 4, Absatz 2 förmlich erzwungen.
hinaus werden die k-Werte der Außenwand
gestaffelt nach dem "Standard der Heizungsanlage". Dabei wird
gemäß Tabelle 3 des Anhanges 1 unterschieden: 1) Standard:
NT-Heizkessel; </= 60°C Heizwasser;
maximal 15 m in Außenwandschlitzen. 2) verbesserter
Standard: NT-Kessel; </= 50°C
Heizwasser; nicht in Außenbauteilen. 3) optimierte
Ausführung: a)
Brennwertkessel oder Fernwärme; </= 50°C
Heizwasser; nicht in Außenbauteilen. b) NT-Kessel; </= 60°C Heizwasser; Solaranlage mit
Nachheizung;
nicht in Außenbaut.
c) monovalente Wärmepumpe;</= 50°C Heizwasser;
Je nach Wahl des
"Heizungsanlagenstandards",
wobei die "optimierte Ausführung" erst einmal den
Wirtschaftlichkeitstest
bestehen müßte, kann nun für die
Außenwand aus dem
reichhaltigen Katalog unterschiedlicher Möglichkeiten ein
k-Wert entnommen
werden, wobei die kostengünstigeren Heizungsanlagen sogleich
und damit unwirtschaftlichen k-Werten verknüpft werden.
werden k-Werte einer monolithischen Außenwand sogleich mit
unwirtschaftlichen
und teuren Heizungsanlagen verknüpft. Unwirtschaftlichkeit
zur "Standardlösung". Auch werden die Voraussetzungen
das Konfektionshaus von der Stange damit geschaffen (Baumärkte
bereits Häuser an!).
Zu § 4 Gebäude mit
niedrigen Innentemperaturen Der maximale
Jahres-Transmissionswärmebedarf bei
Gebäuden mit niedrigen Innentemperaturen ist zwar
WSchVO 95 höher (die Tabellen 1 der Anlagen 2), doch wird bei
Errechnung des Jahres-Transmissionswärmebedarfs jetzt der
mit einbezogen. Besonders ist aber darauf hinzuweisen, daß
EnEV gemäß Anhang 2 ein FGt
-Wert von 50 eingesetzt
werden muß, wohingegen die WSchVO 95 den Wert 30 vorschreibt.
bedeutet - nur allein durch Veränderung einer Randbedingung -
eine Verschärfung der Anforderungen um 40 %. Mit dem
Jonglieren von
Randbedingungen läßt sich wirklich trefflich
operieren und gewaltige
"Energieeinsparungen" vorrechnen.
Zu § 5 Dichtheit Die Luftwechselrate
bei freier Lüftung ohne Luftdichtheitsprüfung
beträgt 0,7 h-1. Wenn die Luftdichtheit
dann kann ein stündlicher Luftwechsel von 0,6 h-1
werden. Die letzte Zahl bedeutet gegenüber dem 0,8 fachen
in der WSchVO 95 eine Reduzierung um 25%. Damit wäre die
der Regierung allein durch Änderung der Randbedingungen schon
erfüllt - eine vortreffliche Einsparung ! Allerdings ist nicht
nachvollziehbar, warum bei dichten
Gebäuden auch noch der Luftwechsel reduziert wird? Umgekehrt
es logisch, denn es muß ein erforderlicher Luftwechsel nur
Gründen gewährleistet werden. Wie dieser sich, bei
der allgemein anerkannten Regeln der Bautechnik (nicht der
DIN-Vorschriften)
zusammensetzt, ist erst der zweite Schritt. Wichtig ist doch nur,
beim Luftaustausch ein nach außen dringender Luftvolumenstrom
keinen Feuchteschäden führt, wie dies
dankenswerterweise bei
undichten Fenstern der Fall ist. Bei mit Leckagen versehenen
Schichtkonstruktionen
allerdings sind Feuchteschäden nicht zu vermeiden - deshalb
die Aufgeregtheit
bei Schichtkonstruktionen und das Trommeln für die
"Dichtheitsprüfung".
Lüftungstest kann deshalb nur dann "zum
Standard" werden, wenn ein Niedrigenergiehaus in Skelettbauweise mit
Schichtkonstruktionen verwirklicht wird. Da pfeift es an allen Ecken
Enden durch die Ritzen. Ein "Niedrigenergiehaus" in monolithischer
Bauweise ist dagegen luftdicht und braucht deshalb keinen
"Luftdichtheitstest".
Die Frage sei erlaubt, welcher stündliche Luftwechsel
dann anzusetzen ist: 0,6 h-1 , weil das Haus dicht ist oder 0,7 h-1 ,
kein Test durchgeführt wird. Es ist zu vermuten,
daß die Vergünstigung einer
reduzierten Luftwechselrate in Verbindung mit einer
mehr der Auftragsbeschaffung für Messungen als der
durch sogenannte "Leckagen" dient. Die "Energieverluste"
durch Leckagen sind unbedeutend, wenn man bedenkt, daß heute
0,8facher Luftwechsel immerhin einen über 19fachen Austausch
innerhalb von 24 Stunden bedeutet. Da spielt das bißchen
Luft, das
irgendwo entweicht, energetisch wirklich keine Rolle. Allein
sind die Leckagen, die zu Feuchteschäden führen. Zu § 6 Bauteilbezogene
Anforderungen, Mindestwärmeschutz
vor Außenwänden enthalten auch
einen Strahlungsanteil, der jedoch thermisch anders zu behandeln ist,
die durch den Wärmedurchgangskoeffizienten gekennzeichnete
Wärmeleitung.
Hier würde deshalb eine Reflektionsfolie viel
günstiger wirken
als ein vorgeschriebener k-Wert. Bei Fenstern wird
dies ja vorgeschlagen - nur wird langwellige
Wärmestrahlung vom Glas selbst schon gut reflektiert. Inwieweit die
Forderung, bei Rolladenkästen einen
k-Wert von 0,6 W/m²K einhalten zu müssen, konstruktiv
gesundheitlich unbedenklichen Baustoffen zu verwirklichen ist,
die Praxis zeigen. Zu § 7 Änderung von
bestehenden Gebäuden Hier gilt
grundsätzlich die Unzulässigkeit und
Fragwürdigkeit der nur für den Beharrungszustand
geltenden k-Wert-Berechnungen
mit den daraus resultierenden Energiebedarfszahlen. Bei Altbauten mit
versagt die stationäre Rechnung. Was hier formuliert wird,
deshalb jeglicher wissenschaftlichen Grundlage. Insofern sind die
geforderten Wärmedurchgangskoeffizienten
wiederum nur fiktiv. Besonders kritisch sind folgende Regelungen: Außenwände:
Bei Fachwerk und
bei einer Innendämmung muß
ein k-Wert von 0,45 W/m²K eingehalten werden. Fachwerk wird
entgegen restaurativer Erfahrungen somit
ohne Dämmstoff nicht auskommen. Eine Innendämmung ist
aus bauphysikalischen
und hygienischen Gründen abzulehnen. Alle anderen
Außenwände müssen einen k-Wert
von 0,35 W/m²K erhalten. Dämmstoff ist also angesagt,
wird negiert. Besonders ist
hier Punkt d) zu nennen: Wenn der Außenputz
bei einem Bauteil mit einem k-Wert >/= 0,9 W/m²K, also
einer massiven,
speicherfähigen Konstruktion, erneuert wird, dann gilt
k-Wert von 0,35 W/m²K. Die Protagonisten dieser EnEV kennen
Dämmstoff. Ein Altbau muß also
verpackt und damit
von der Solarstrahlung abgekoppelt werden - ein bautechnischer Nonsens.
Was dies mit "Nutzung der Solarenergie" zu tun hat, wissen nur
die "k-Wert-Dogmatiker" mit ihrem Beharrungsdenken.
Wände und Decken gegen unbeheizte Räume
und gegen Erdreich k-Werte von 0,4 bzw. 0,5 W/m²K gefordert
dann liegen diese Werte jenseits der Wirtschaftlichkeitsschwelle.
eines verminderten Temperaturgefälles sind diese k-Werte weit
Dächer: Auch bei Steil-
und Flachdächern (k-Werte von 0,30
bzw. 0,25 W/m²K) wird der Wirtschaftlichkeitsnachweis nur
führen sein. Auch müssen die konstruktiven
Schwierigkeiten bedacht
werden, die mit der Erfüllung dieser Anforderungen einhergehen.
Da kleine k-Werte
wegen der zu geringen zusätzlichen
Energieeinsparung immer zur Unwirtschaftlichkeit neigen, muß
geprüft werden, inwieweit die Wirtschaftlichkeit
dem im EnEG enthaltenen Wirtschaftlichkeitsgebots auch gegeben ist.
Der § 8 (2),
Satz 4 der Wärmeschutzverordnung
1995 enthielt deshalb noch folgende Aussage:
Sätze 1 und 3 gelten nicht, wenn im
Einzelfall die zur Erfüllung der dort genannten Anforderungen
aufzuwendenden
Mittel außer Verhältnis zu der noch zu erwartenden
des Gebäudes stehen".
Hier also wurde noch
klar darauf hingewiesen, daß
die aufzuwendenden Mittel im vernünftigen Verhältnis
zum erwarteten
Nutzen stehen müssen. Ist dies nicht der Fall, dann gelten die
Anforderungen nicht. Wirtschaftlichkeit wurde akzeptiert.
In der EnEV stehen
derartige analoge Sätze nicht
mehr. Zu § 8 Nachrüstung bei
bestehenden Gebäuden und Anlagen
Auftragssicherung für bestimmte Branchen
verstanden werden. Wenn etwas sinnvoll ist, dann wird es von allein
Nur wenn etwas unsinnig ist, muß eine Verordnung dies
Im Bedarfsfall muß also immer die Nachhaltigkeit einer
Maßnahme geprüft werden.
Zu § 9 Aufrechterhaltung der
energetischen Qualität Die energetische
Qualität wird nicht allein durch
die Wärmedämmung, also dem k-Wert, sondern durch
und Speicherung bestimmt. Allein die
Feuchte- und Temperaturstabilität
massiver, speicherfähiger Bauteile, auch der
machen die Qualität einer Konstruktion und damit die
des Bewohnens aus. Die Qualität allein auf die Energie, dazu
einer falsch berechneten Energie zu beschränken, ist
Zu § 11 Verteilungseinrichtungen
und Warmwasseranlagen Die Vorstellung, bei
einer Zentralheizung würde eine
Veränderung der Wärmezufuhr Energie einsparen, gilt
Leichtbauten mit geringem Speichervermögen. Gut
speicherfähige
Häuser sind für kurzfristige Verringerungen oder
der Wärmezufuhr nicht geeignet. Vor allem die
Außentemperatursteuerung
muß hier versagen; es wird geheizt, obgleich es im
Gebäude warm
ist, nur, weil es draußen einmal kühl geworden ist -
hier "bewährt"
sich die Außentemperatursteuerung mehr als eine Art
Energie-Verschwendungs-Steuerung.
Da jedoch Speicherung
und Absorption von Solarstrahlung
und damit wesentliche Entlastungen der Heizungsanlage bei den
Energie-Berechnungen
ignoriert werden und nur der Beharrungszustand gilt, ist der §
eine zwangsmäßige Folge dieser unrealistischen und
Denkweise. Heiztechnik rechnet
seit jeher stationär. Die Konsequenzen
sind jedoch unbedeutender Natur: Die Überdimensionierung dient
Puffer für sehr kalte Tage; außerdem wird eine
durch größere Stillstandszeiten ausgeglichen.
Zu § 12 Raumlufttechnische Anlagen
Im Text wird auf die
anerkannten Regeln der Technik verwiesen.
Dagegen ist nichts einzuwenden. Wenn jedoch zu den anerkannten Regeln
Technik nach § 15 auch "Normen" gehören, dann wird
die Bautechnik einseitig orientiert, denn Normen sind Vereinbarungen
Kreise, die Einfluß auf das Marktgeschehen gewinnen wollen.
Zu § 13 Ausweise über
Energie- und Wärmebedarf, Energieverbrauchszahlen
prognostizierter Energiepaß-Wert immer gerechnet
wird, die Rechnung jedoch infolge des stationären
Beharrungszustandes
nicht der Wirklichkeit entspricht, würde ein Vergleich der
mit dem Verbrauch immer zu unterschiedlichen Ergebnissen
führen. Eine
Übereinstimmung wäre Zufall - oder manipuliert.
Die DIN EN 832
"Wärmetechnisches Verhalten von
Gebäuden" und auch die DIN-V 4108-6 "Berechnung des
Jahresheizwärmebedarfs
von Gebäuden" gehen beide vom Beharrungszustand aus, so
die Berechnungen bei speicherfähigen Materialien schlichtweg
zu falschen
Ergebnissen führen. Die 24stündige Tag/Nacht-Periode
den Beharrungszustand. Darüber hinaus wird der wesentliche
einer passiven Solarenergienutzung durch Absorption einfach nicht
Überlagerung beider Komponenten entsteht durch
die stationären Rechenmethoden ein wirrer Rechensalat, der
nichts mehr zu gebrauchen ist.
Das Falsche dieser
Berechnungen wird nicht beseitigt,
wenn Monatsbilanzierungen gemäß DIN EN 832 in
DIN V 4108-6 erfolgen; dies ist ein kapitaler Denkfehler. Das
instationäre Verhalten einer speicherfähigen
Wand dauert solang, bis sich eine stationärer
Wärmestrom eingependelt
hat; dies kann Tage dauern. Die Einpendelungszeiten könnten
werden, wenn lang genug (etwa drei Wochen) stationäre, d. h.
Lufttemperaturen vorliegen; der Rechenfehler wäre dann nicht
groß. Nun aber zu glauben,
mit der Wahl von Monatsmitteldaten
könne man die täglichen Temperaturschwankungen
ist ein Trugschluß. Außerdem stören ja die
Solareinstrahlungen das ganze stationäre Gefüge.
Zu § 15 Regeln der Technik
Rangfolge lautet: Vertragliche Vereinbarungen,
anerkannte Regeln der Technik, DIN-Normen; diese Abstufung gilt und ist
auch höchtrichterlich festgestellt worden. BGH, Urteil vom
14.05 1998 Welche Bedeutung haben DIN-Normen?
BGB § 633 (Mangelbeseitigung). [IBR
1998, Privates Baurecht, S.
377] "Die
DIN-Normen sind keine Rechtsnormen, sondern
private technische Regelungen mit Empfehlungscharakter. Sie
die anerkannten Regeln der Technik wiedergeben oder hinter diesen
Nach BGH kommt es auf die Einhaltung der anerkannten Regeln der Technik
an. Diese dürfen keineswegs mit den DIN-Normen identisch
Die Mangelfreiheit kann nicht ohne weiteres einer DIN-Norm entnommen
Maßgebend ist nicht, welche DIN-Norm gilt, sondern ob die
zur Zeit der Abnahme den anerkannten Regeln der Technik entspricht".
Selbst bei Einhaltung
einer gültigen Norm besteht
also ein Mangel, wenn die anerkannten Regeln der Technik nicht
werden. Vorsicht also bei der Anwendung von DIN-Normen. Insofern ist es
eine Anmaßung, nach §15 (2) nun auch Normen per
Dekret zu anerkannten
Regeln der Technik machen zu wollen.
Zu § 16 Ausnahmen Bei der
Brüchigkeit des gesamten EnEV- Gefüges
muß die ganze Aufmerksamkeit verstärkt den Ausnahmen
werden. Bieten sie doch die rechtlich abgesicherte
dem Diktat dieser EnEV zu entziehen. Absatz (1) lautet:
"Soweit
bei Baudenkmälern oder sonstiger
besonders erhaltenswerter Bausubstanz die Erfüllung der
dieser Verordnung das Erscheinungsbild beeinträchtigen oder zu
unverhältnismäßig hohen Aufwand
lassen die nach Landesrecht zuständigen Stellen Ausnahmen zu".
unverhältnismäßiger Aufwand in der
Erfüllung der Anforderungen besteht ohne Zweifel darin, wenn
nur durch unwirtschaftliche Konstruktionen zu erreichen ist. Dann
einem die Ausahmen rechtlich zu.
durch andere als in dieser Verordnung
vorgesehene Maßnahmen die Ziele dieser Verordnung im gleichen
erreicht werden, lassen die nach Landesrecht zuständigen
Antrag Ausnahmen zu. In einer Allgemeinen Verwaltungsvorschrift der
kann mit Zustimmung des Bundesrates bestimmt werden, unter welchen
die Voraussetzungen nach Satz 1 als erfüllt gelten".
Dieser Absatz besteht
aus zwei Sätzen. Die Anwendung
des Satzes 1 bietet u. a. auch die Möglichkeit, durch
des Speichervermögens einer Außenwand die
stationären k-Werte
durch einen Bonus-Anteil zu verringern. In der Fachliteratur ist dies
Solargewinnfaktor bekannt. Dieses Vorgehen wird durch
Heizenergieverbrauchsanalysen
von Altbauten untermauert, ist fachlich-technisch legitim und
die Erfüllung der Anforderungen nachweisen. Dabei tritt nur die
Schwierigkeit auf, daß die "offizielle
Bauphysik" die Speicherung von Außenbauteilen negiert und
nicht anerkennt. Insofern ist der Satz
2 recht bedeutsam. In der Entwurfsfassung
zur EnEV vom Dez. 1998 fehlte noch dieser Satz; zwischenzeitlich hat
jedoch herumgesprochen, daß Speicherung recht
maßgebend die
Energiebilanzierung beeinflußt - eine Abkehr also vom
k-Wert. Nun erscheint dieser Satz 2 mit der Aussage, die "Bundesregierung
bestimme", was bei dem Satz 1 unter dem Begriff "andere
Maßnahmen" zu verstehen sei.
Härtefälle Bei der
grundsätzlichen Schieflage der gesamten EnEV
wird diese selbst zum Härtefall. Der Text des § 17
"Die nach
Landesrecht zuständigen Stellen
können auf Antrag von den Anforderungen dieser Verordnung
soweit die Anforderungen im Einzelfall wegen besonderer
Umstände durch
einen unangemessenen Aufwand oder in sonstiger Weise zu einer
unbilligen
Härte führen." Hier wird es deutlich
gesagt: ein unangemessener Aufwand
ist eine unbillige Härte; wenn also gemäß
des EnEG die Wirtschaftlichkeit nicht nachgewiesen werden kann, dann
befreit werden. Diese rechtliche Möglichkeit kommt bei der
der Anforderungen fast immer zum Tragen und sollte konsequent im
der Bauherren, die die Architekten zu vertreten haben,
werden. Zu § 18
Bußgeldvorschriften Interessanterweise
werden die Bußgeldvorschriften
erst nach Fertigstellung des Entwurfes formuliert. Offensichtlich
noch nicht alle Karten des vorliegenden bautechnischen Zwanges auf den
Tisch gelegt werden. Immerhin sind die
bisherigen Wärmeschutzverordnungen
ohne Zwangsmaßnahmen ausgekommen. Mit dem stetigen
des Anforderungsniveaus erreicht man jedoch Dämmbereiche, die
dem Bauherrn nicht mehr zu verantworten sind - Unwillen und Widerstand
macht sich bei den Kollegen bemerkbar. Insofern wird mit Erstaunen
daß nun Bußgeldvorschriften die Beteiligten
sollen. Dabei wären Gespräche mit den zahlreichen
Kritikern viel
hilfreicher und von so eminent wichtiger Bedeutung. Schlußbemerkung
Unverständnis beim Anwender, beim Endverbraucher
bleibt nicht aus! Irrende Methodik und daraus resultierende
verbunden mit verwirrenden Berechnungen werden dazu führen,
immer mehr immer weniger verstehen werden. Es handelt sich bei
der EnEV 2000 um ein bürokratisch-administratives
Mammutwerk, das nicht mehr praxisgerecht gehandhabt werden kann. Eine
methodische und inhaltliche Überarbeitung ist
vonnöten. Wenn man bedenkt,
daß die erste Wärmeschutzverordnung
1977 noch mit ca. 8 Seiten, die Wärmeschutzverordnung 1982
11 Druckseiten auskamen, dann kann man ermessen, daß die
Fassung mit 29 Seiten sowie die zitierten Normen mit über 70
jegliche Praktikabilität sprengt, zumal auch noch auf Normen
wird, die erst im Entwurf vorliegen. Wenn die "Energetische Bewertung
heiz- und raumlufttechnischer Anlagen" in DIN 4701-10 erst bearbeitet
werden muß, dann kann man getrost davon ausgehen,
Arbeit unnütz ist und am wirklichen Bedarf völlig
Wenn jahrzehntelang betriebene Heiztechnik diese Werte bisher nicht
hat, dann sind sie technisch unwichtig. Insofern würden sie
willkürlich formulierten Rahmen füllen, der durch die
der Energieeinsparung, um die es ja eigentlich garnicht mehr geht, erst
entstanden ist. Darüber hinaus wird DIN mißbraucht,
sollten nur Dinge verankert werden, die sich in der Praxis
jeglicher Bau-Praxis drückt sich
schon allein in den höchstzulässigen
Jahres-Heizenergiebedarfswerten
nach Tab. 1 aus: Es werden die kWh in Abweichung von der WSchVO 1995
zwei Stellen hinter dem Komma angegeben. Was bedeutet
das? Die maximale
Abweichung würde 0,05 kWh/m²a betragen;
bei einem Heizölpreis von 50 Pfg/l und 10 kWh/l sind dies 0,25
Pfg/m²a
- Diese Größenordnung ist bedeutungslos. Hier wird
vorgespiegelt, die einmal nicht erforderlich ist (am Bau rechnet mit cm
und nicht mit mm) und zum anderen auch überhaupt nicht
vorliegt, da
methodisch fehlerhaft und mit "normierten" Randbedingungen gerechnet
wird. Es wird nur ein "Rechendiktat“ aufgezogen, das
weitgehend zur
Disziplinierung der planenden Berufe führt. Zusammenfassend
muß gesagt werden: Diese
Energieeinsparverordnung wird in dieser Form
aus Gründen der Intention, der Methode, des Inhalts, des
Umfangs,
der Wirtschaftlichkeit, der Baukonstruktion, der gestalterischen
und nicht zuletzt der Ökologie (Dämmstoffentsorgung?)
Wohnhygiene von der Architektenschaft abgelehnt. So backt man
aber baut keine Häuser. Per Dekret soll ein
ganzer Berufsstand veranlaßt
werden, auf der Grundlage nicht gesicherter Erkenntnisse riskant und
haftungsintensiv zum Nachteil der Bauherren tätig zu werden,
wirtschaftlichen Interessen der Bauchemie angemessen Rechnung getragen
werden kann. Nur ein umfangreicher
Gedankenaustausch kann im Interesse
der Bauherren hier weiterhelfen. Bautechnische Fehlentwicklungen
verhindert werden. Dies ist die letzte
Chance des in der Gesellschaft so
arg gebeutelten Berufsstandes, durch sachliche Argumente und
Kritik eigenständiges Profil wiederzugewinnen und Courage zu
Wird dies verschlafen, stirbt der Architekt heutiger Prägung
in Schönheit und macht sich zum Handlanger des Geldes. Der Autor dankt Prof.
Dr. Ing. habil. Claus Meier , Nürnberg, für die tatkräftige Unterstützung.
gez. Michael Probst Mainz, im August 1999
der Architektenkammer Nordrhein-Westfalen zum Referentenentwurf der Energiesparverordnung 2000 (veröffentlicht in 'Das Architekten-Magazin VfA Profil 5/2000')
Etwa ein Drittel der CO2-Emissionen
in Deutschland wird durch die Beheizung von Gebäuden verursacht. Die
Architektenkammer Nordrhein-Westfalen unterstützt das Ziel, diesen
Wert deutlich zu unterschreiten.Der Entwurf der Energiesparverordnung weist
nach unserer Einschätzung den richtigen Ansatz auf, den Berechnungen
künftig eine ganzheitliche Betrachtung des Jahres-Heizenergiebedarfs
zugrunde zu legen. Das eröffnet weiteres Energie-Sparpotential, insbesondere in der Anlagentechnik.
Die geplante Energiesparverordnung enthält allerdings
leider auch eine ganze Reihe von Schwachstellen: So hat die Architektenkammer Nordrhein-Westfalen gegen
die Verschärfung der Anforderungen im baulichen Wärmeschutz erhebliche
Zweifel, weil die Kosten an dieser Stelle leicht die Grenzen der Wirtschaftlichkeit
überschreiten können. Abzulehnen sind auch die vorgesehenen Fristen, die Gebäudeeigentümern
auferlegt werden sollen, wenn es darum geht, einzelne Bauteile bestehender
Gebäude wärmeschutztechnisch zu verbessern. Unsere Auffassung
nach sollte es dem Bauherren überlassen bleiben, zu bestimmen, wann
er das Ziel erreicht, den Jahres-Heizenergiebedarf zu senken. Eine Bevormundung
des Verbrauchers hilft an dieser Stelle nicht weiter, zumal eine zuverlässige
Kontrolle kaum durchführbar scheint.
Auch gegen die beabsichtigte Einführung eines "Energiebedarfsausweises"
hat die Architektenkammer Nordrhein-Westfalen schwere Bedenken. Zum einen
ist eine rein rechnerische Feststellung des Energiebedarfs eines Gebäudes
wenig aussagekräftig, da weder die Qualität der Bauausführung
noch das Nutzerverhalten berücksichtigt werden können. Zum anderen
sind mögliche Rechtsfolgen völlig ungeklärt, die sich eventuell
ergeben, wenn das rechnerische Ergebnis später vom tatsächlichen Verbrauch abweicht.
Aus unserer Sicht muss der Referentenentwurf deutlich
nachgebessert werden, damit die Verordnung ihr lobenwertes Ziel der
auch erreichen kann. Ökologisches, energiesparendes Bauen ist
für Architektinnen und Architekten wie auch für Bauherrinnen und
Bauherren ein Thema von wachsender Bedeutung. Nicht nur bei Neubauten, sondern
vor allem im Bestand können erhebliche Einsparpotentiale genutzt
werden. Die Architektenkammer Nordrhein-Westfalen hat deshalb spezielle
Fortbildungsseminare zur Energieberatung sowie eine Softwareprogramm entwickelt, um ihre
Mitglieder in diesem Arbeitsbereich zu unterstützen.
Vorstandsmitglied der Architektenkammer NW Redaktionelle Anmerkung:
Leider hat die AK NW bezüglich der Klimaschutzdebatte noch nicht bemerkt, daß die
Zahlen rund um den CO2-Ausstoß
von Bauwerken im Gesamtzusammenhang ohne jeglichen Belang sind,
daß Wärmedämmung nach Vorschrift technisch
überhaupt nicht in der Lage ist, Energie und damit CO2
einzusparen ,
daß CO2
kein Treibhausgas ist, da es gasspezifisch nach dem Wienschen Verschiebungsgesetz
nur "Wärmestrahlung" bei minus 70 Grad Celsius absorbieren/reflektieren kann, und
daß auch die angeblich schockierende globale Erwärmung
auf Datentäuschung beruht: Die Öko-Betrachtung beginnt um 1860, dem Minimum des langjährigen Temperaturzyklus. Schon wenige
Jahrzehnte vorher, das belegen alle Meßdaten und Klimaforschungen, war
es im Jahresdurchschnitt bedeutend wärmer als heute. Im Mittelalter war Norwegen ein Weinanbauland!
Die Belege zu diesen Fakten finden Sie auf der Energiesparseite
bzw. von dort angelinkt.
PS 2006. Und heute bilden die Kammern "Energieberater" aus, werben öffentlich für den nur fiktiven
Energiepaß auf Grundlage von hypothetischen "Bedarfswert-"Berechnungen mit dem absurden U-Wert und lassen ihre hier dokumentierte Kritik am inzwischen staatlich etablierten "Energiesparen" vergessen. Warum wohl?
Kosten sparen durch Planungsmethode
Praxisratgeber: Kostengünstiges Sanieren von Baudenkmälern
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Vorträge und Publikationen des Autors

References: § 16
 § 634
 § 635
 § 1
 § 3
 § 4
 § 5
 § 6
 § 7
 § 8
 § 8
 § 9
 § 11
 § 12
 § 15
 § 13
 § 15
 § 633
 BGH 
 §15
 § 16
 § 17
 § 18