Source: http://www.steuerlinks.de/richtlinie/erbstr2011/re%2013a.1.html
Timestamp: 2018-06-24 12:50:09+00:00

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> R E 13a.1 ErbStR 2011 Steuerbefreiung für Betriebsvermögen, Betriebe der Land- und Forstwirtschaft und Anteile an Kapitalgesellschaften - Allgemeines
R E 13a.1 ErbStR 2011
Steuerbefreiung für Betriebsvermögen, Betriebe der Land- und Forstwirtschaft und Anteile an Kapitalgesellschaften - Allgemeines
[ R E 13a.2 ErbStR 2011 ]
§§ 13a , 13b ErbStG regeln die zu gewährenden Verschonungen beim Erwerb von begünstigtem Betriebsvermögen, land- und forstwirtschaftlichem Vermögen oder Anteilen an Kapitalgesellschaften. Die Regelverschonung beträgt 85 Prozent (§ 13b Absatz 4 in Verbindung mit § 13a Absatz 1 ErbStG ) mit einem zusätzlichen gleitenden Abzugsbetrag von höchstens 150.000 Euro ( § 13a Absatz 2 ErbStG ). Auf Antrag wird statt der Regelverschonung eine Befreiung zu 100 Prozent gewährt (Optionsverschonung, § 13a Absatz 8 ErbStG ).
Bei der Gewährung der Steuerbefreiung ist von folgenden Grundsätzen auszugehen. Für jede wirtschaftliche Einheit des begünstigten Vermögens nach § 13b Absatz 1 ErbStG ist
der Umfang des Verwaltungsvermögens ( § 13b Absatz 2 ErbStG ) gesondert zu prüfen,
die Lohnsumme ( § 13a Absatz 1 Satz 3 und 4 und Absatz 4 ErbStG ) gesondert zu ermitteln,
zu prüfen, ob und in welcher Weise bereits gegen die Behaltensregelungen ( § 13a Absatz 5 ErbStG ) verstoßen wurde.
Umfasst das auf einen Erwerber übertragene begünstigte Vermögen (> R E 13b.4 bis E 13b.7 ) mehrere selbstständig zu bewertende wirtschaftliche Einheiten einer Vermögensart (z. B. mehrere Gewerbebetriebe) oder mehrere Arten begünstigten Vermögens (land- und forstwirtschaftliches Vermögen, Betriebsvermögen, Anteile an Kapitalgesellschaften), sind deren Werte vor der Anwendung des § 13a ErbStG zusammenzurechnen. Der Verschonungsabschlag und der Abzugsbetrag nach § 13a Absatz 2 ErbStG können nur von einem insgesamt positiven Steuerwert des gesamten begünstigten Vermögens abgezogen werden. Die Prüfung, ob die Mindestlohnsumme ( § 13a Absatz 1 Satz 2 ErbStG ) erfüllt ist, erfolgt nur insgesamt für alle erworbenen begünstigten wirtschaftlichen Einheiten.
Eine Inanspruchnahme des Schenkers für die Schenkungsteuer nach § 20 Absatz 1 Satz 1 ErbStG bei einem Verstoß eines Erwerbers gegen die Behaltensregelungen oder die Lohnsummenregelung für begünstigtes Vermögen erfolgt nicht, es sei denn, er hat die Steuer nach § 10 Absatz 2 ErbStG auch für diesen Fall selbst übernommen.

References: § 13
 § 13
 § 13
 § 13
 § 13
 § 13
 § 13
 § 13
 § 13
 § 13
 § 20
 § 10