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Timestamp: 2016-10-20 21:27:20+00:00

Document:
4A_371/2011 (14.11.2011)
4A_371/2011
2. X.________ Management AG,
Dr. Mirko Ros und Dr. Caroline Kirchschl�ger,
Schadenersatz aus Vertragsverletzung,
Beschwerde gegen den Entscheid des Handelsgerichts des Kantons St. Gallen vom 28. April 2011.
Die Y.________ (Beschwerdegegnerin) ist eine Stiftung mit Sitz in Z.________, unter anderem mit dem Zweck, F�hrungskr�fte in professioneller Kommunikation und Motivationstechnik zu schulen. Pr�sident der Beschwerdegegnerin ist D.________, Sohn und Alleinerbe des am 29. Dezember 2005 verstorbenen Gr�nders der Beschwerdegegnerin, B.________. Die X.________ Management AG (Beschwerdef�hrerin 2) geh�rt nach eigenen Angaben zu den f�hrenden Anbietern von Management-Consulting und Management-Education in Europa. Deren Inhaber und Verwaltungsratspr�sident ist seit 1984 Prof. Dr. A.________ (Beschwerdef�hrer 1).
B.________, der als "Grandseigneur der Kommunikationsberatung" gilt, hatte den Wirtschaftskongress Q.________ in R.________ aufgebaut, der j�hrlich stattfand und im M�rz 2005 zum 8. Mal durchgef�hrt wurde. Da sich B.________ im Alter von 86 Jahren von diesem Kongress zur�ckziehen wollte, schlossen die Parteien am 11./21. November 2005 eine Vereinbarung zur �bernahme des Kongresses durch die Beschwerdef�hrer (Ziff. I). Gem�ss Ziff. II.1 der Vereinbarung �bertrugen die Beschwerdegegnerin und B.________ der Beschwerdef�hrerin 2 "den Kongress und s�mtliche damit zusammenh�ngenden Rechte mit Unterzeichnung des Vertrages." Ferner wurde eine �bergangszeit von drei Jahren vorgesehen (Ziff. III). Der 9. Kongress vom 24. und 25. M�rz 2006 sollte noch von B.________ und der Beschwerdegegnerin organisiert und durchgef�hrt werden, wobei die Beschwerdef�hrer als ihre Nachfolger eingef�hrt und pr�sentiert werden sollen (Ziff. III.1.1.). Ob bereits f�r diesen Kongress auch eine Co-Moderation mit dem Beschwerdef�hrer 1 vereinbart war, ist unter den Parteien umstritten. Der 10. Kongress im Jahr 2007 sollte durch die Beschwerdef�hrerin 1 auf deren Kosten durchgef�hrt werden, mit gemeinsamem Auftritt von B.________ und des Beschwerdef�hrers 1 (Ziff. III.1.2). Der 11. Kongress im Jahr 2008 sollte auf gleiche Weise organisiert und vom Beschwerdef�hrer 1 geleitet werden, unter Mitwirkung von B.________ (Ziff. III.1.3). Sodann wurde die weitere Verwendung des Namens "C.________" geregelt (Ziff. IV). Unter dem Titel "Finanzen/Entsch�digung" sah die Vereinbarung vor, dass die Beschwerdef�hrerin 1 der Beschwerdegegnerin f�r die �bertragung des Kongresses und s�mtlicher damit zusammenh�ngender Rechte den Betrag von EUR 500'000.-- zuz�glich MwSt. bezahlt und der Gewinn aus dem Kongress 2006 noch an "C.________" geht, welcher auch dessen Organisation durchf�hrt (Ziff. V.1 und V.2 Abs. 3). Aus den Einnahmen der Kongresse 2007 - 2008 sind der Beschwerdegegnerin Royalties von 32 % abz�glich eines Verrechnungsbetrages von EUR 250'000.-- geschuldet (Ziff. V.2 Abs. 4). Ziff. V.3 lautet:
"Sollte B.________ die (Mit-)Organisation und (Mit-)Durchf�hrung des 9. und 10. Kongresses bzw. die Mitwirkung beim 11. Kongress nicht m�glich sein, so werden die jeweiligen T�tigkeiten von der X.________ Management AG bzw. den von ihr bezeichneten Unternehmen oder Personen �bernommen. Die Y.________ und B.________ stellen diesfalls sicher, dass die X.________ Management AG unverz�glich alle Dokumentationen, Unterlagen, Adressen und Informationen zu Referenten und Medienkontakten etc. erh�lt, die sich noch im Besitz von B.________ oder der Y.________ befinden."
Im Dezember 2005 bezahlte die Beschwerdef�hrerin 2 der Beschwerdegegnerin EUR 500'000.--. Als B.________ am 29. Dezember 2005 verstarb, informierte D.________ die Referenten und den Beschwerdef�hrer 1 umgehend dar�ber. Bereits ab Anfang Januar 2006 wurde er im Namen der Beschwerdegegnerin aktiv im Hinblick auf die Durchf�hrung des Kongresses 2006.
Nachdem am 13. Januar 2006 ein Telefongespr�ch zwischen D.________ und dem Beschwerdef�hrer 1 stattgefunden hatte, dessen Inhalt umstritten ist, schrieb die Rechtsanw�ltin des Beschwerdef�hrers 1 und Verwaltungsr�tin der Beschwerdef�hrerin 2, G.________, am 17. Januar 2006 D.________ bzw. der Beschwerdegegnerin, aufgrund der durch das pl�tzliche Ableben von B.________ ver�nderten Situation und im Hinblick auf die Unsicherheiten bez�glich der Vorbereitung und Durchf�hrung des neunten Kongresses verlange sie Zugang zu allen Dokumentationen, Unterlagen, Adressen und Informationen im Sinne von Ziff. V.3 der Vereinbarung. Sie unterstrich, dass alle Aktivit�ten �ber die Beschwerdef�hrer abzuwickeln bzw. mit ihnen abzustimmen seien, und gab an, diese w�rden zu gegebener Zeit entscheiden, ob und allenfalls wie der neunte Kongress durchgef�hrt werde.
D.________ bzw. die Beschwerdegegnerin beharrten jedenfalls vorerst auf der Durchf�hrung des Kongresses 2006. Dieser wurde jedoch mit Schreiben an die Referenten und Teilnehmer von anfangs Februar 2006 unter dem Logo beider Seiten, unterzeichnet jedoch nur durch Dr. G.________ und E.________ von der Beschwerdef�hrerin, abgesagt. Den Druck und Versand hat aber die Beschwerdegegnerin �bernommen. D.________ versandte ein eigenes Schreiben an die Referenten. Die Beschwerdef�hrerin gab in einer Pressemitteilung vom Februar 2006 die �bernahme des Kongresses ab 2007 bekannt.
Am 12. Juni 2007 klagte die Beschwerdef�hrerin 2 beim Handelsgericht St. Gallen gegen die Beschwerdegegnerin auf Zahlung von Euro 500'000.-- zuz�glich Zins (Klage I). Die Beschwerdef�hrerin 2 verlangte damit den f�r die �bernahme des Wirtschaftskongresses bezahlten Betrag zur�ck und berief sich dabei auf Willensm�ngel hinsichtlich des Abschlusses der Vereinbarung vom 11./21. November 2005.
Am gleichen Tag erhob auch die Beschwerdegegnerin Klage beim Handelsgericht des Kantons St. Gallen mit dem Rechtsbegehren, die Beschwerdef�hrer solidarisch zu verpflichten, ihr insgesamt EUR 718'519.06 nebst Zins zu bezahlen (Klage II). Die Beschwerdegegnerin verlangte damit Ersatz des aufgrund der Absage des Kongresses 2006 entgangenen Gewinns von EUR 517'228.18, Schadenersatz f�r Auslagen von EUR 15'130.-- und Ersatz des aus den Kongressen 2007/2008 entgangenen Gewinns von EUR 186'160.--.
Das Handelsgericht sistierte das Verfahren bez�glich der Klage II bis zum Entscheid �ber die Klage I, die es mit Urteil vom 11. Mai 2009 (HG.2007.56) rechtskr�ftig abwies. Zur Begr�ndung f�hrte es namentlich aus, die Beschwerdef�hrer h�tten ihr Recht zur Berufung auf Willensm�ngel zufolge Genehmigung des Vertrages verwirkt.
Mit Entscheid vom 28. April 2011 hiess das Handelsgericht die Klage II teilweise gut und verpflichtete die Beschwerdef�hrer unter solidarischer Haftbarkeit, der Beschwerdegegnerin als Ersatz f�r den entgangenen Gewinn aus dem Kongress 2006 EUR 410'000.-- zuz�glich 5 % Zins seit dem 11. Dezember 2006 zu bezahlen. Im Mehrbetrag wies es die Klage ab.
Die Beschwerdef�hrer beantragen dem Bundesgericht mit Beschwerde in Zivilsachen, den Entscheid des Handelsgerichts vom 28. April 2011 aufzuheben und die Klage abzuweisen. Eventuell sei die Sache zur Beweisabnahme bzw. zu neuer Beweisw�rdigung an das Handelsgericht St. Gallen zur�ckzuweisen, subeventuell zur Bestimmung der H�he des Schadenersatzes.
Mit Pr�sidialverf�gung vom 5. Juli 2011 wurde das Gesuch um aufschiebende Wirkung abgewiesen. Die Beschwerdegegnerin beantragt in ihrer Vernehmlassung, die Beschwerde abzuweisen und den Entscheid des Handelsgerichts zu best�tigen. Das Handelsgericht hat auf Vernehmlassung verzichtet.
1.1 Das Bundesgericht wendet das Recht von Amtes wegen an (Art. 106 Abs. 1 BGG). Es ist folglich weder an die in der Beschwerde geltend gemachten Argumente noch an die Erw�gungen der Vorinstanz gebunden; es kann eine Beschwerde aus einem anderen als dem angerufenen Grund gutheissen und es kann eine Beschwerde mit einer von der Argumentation der Vorinstanz abweichenden Begr�ndung abweisen. Immerhin pr�ft das Bundesgericht, unter Ber�cksichtigung der allgemeinen Begr�ndungspflicht der Beschwerde (Art. 42 Abs. 1 und 2 BGG), grunds�tzlich nur die geltend gemachten R�gen, sofern die rechtlichen M�ngel nicht geradezu offensichtlich sind. Es ist nicht gehalten, wie eine erstinstanzliche Beh�rde alle sich stellenden rechtlichen Fragen zu untersuchen, wenn diese vor Bundesgericht nicht mehr vorgetragen werden (BGE 135 III 397 E. 1.4 S. 400; 134 III 102 E. 1.1 S. 104 f.). Eine qualifizierte R�gepflicht gilt hinsichtlich der Verletzung von Grundrechten und von kantonalem und interkantonalem Recht. Das Bundesgericht pr�ft solche R�gen nur insofern, als sie in der Beschwerde pr�zise vorgebracht und begr�ndet worden ist (Art. 106 Abs. 2 BGG; BGE 136 I 49 E. 1.4.1 S. 53).
1.2 Nach. Art. 105 BGG legt das Bundesgericht seinem Urteil den Sachverhalt zugrunde, den die Vorinstanz festgestellt hat (Abs. 1). Es kann diese Sachverhaltsfeststellung von Amtes wegen berichtigen oder erg�nzen, wenn sie offensichtlich unrichtig ist oder auf einer Rechtsverletzung im Sinne von Art. 95 BGG beruht (Abs. 2). Die Voraussetzungen f�r eine Sachverhaltsr�ge nach Art. 97 Abs. 1 BGG und f�r eine Berichtigung des Sachverhalts von Amtes wegen nach Art. 105 Abs. 2 BGG stimmen im Wesentlichen �berein. Soweit es um die Frage geht, ob der Sachverhalt willk�rlich oder unter verfassungswidriger Verletzung einer kantonalen Verfahrensregel ermittelt worden ist, sind strenge Anforderungen an die Begr�ndungspflicht der Beschwerde gerechtfertigt. Entsprechende Beanstandungen sind nach Massgabe von Art. 106 Abs. 2 BGG zu begr�nden. Demzufolge gen�gt es nicht, einen von den tats�chlichen Feststellungen der Vorinstanz abweichenden Sachverhalt zu behaupten. Vielmehr ist in der Beschwerdeschrift nach den erw�hnten gesetzlichen Erfordernissen darzulegen, inwiefern diese Feststellungen willk�rlich bzw. unter Verletzung einer verfahrensrechtlichen Verfassungsvorschrift zustande gekommen sind. Andernfalls k�nnen Vorbringen mit Bezug auf einen Sachverhalt, der von den Feststellungen im angefochtenen Entscheid abweicht, nicht ber�cksichtigt werden. Vorbehalten bleiben offensichtliche Sachverhaltsm�ngel im Sinne von Art. 105 Abs. 2 BGG, die dem Richter geradezu in die Augen springen (BGE 133 II 249 E. 1.4.3 S. 254 f. mit Hinweisen).
Soweit die beschwerdef�hrende Partei den Sachverhalt erg�nzen will, hat sie mit Aktenhinweisen darzulegen, dass sie entsprechende rechtsrelevante Tatsachen und taugliche Beweismittel bereits bei den Vorinstanzen prozesskonform eingebracht hat (Urteile 4A_214/2008 vom 9. Juli 2008 E. 1.2, nicht publ. in: BGE 134 III 570; 4A_470/2009 vom 18. Februar 2010 E. 1.2).
Neue Tatsachen und Beweismittel d�rfen gem�ss Art. 99 Abs. 1 BGG nur soweit vorgebracht werden, als der Entscheid der Vorinstanz dazu Anlass gibt, was in der Beschwerde n�her darzulegen ist (BGE 133 III 393 E. 3 S. 395 mit Hinweis).
2.1 Die Vorinstanz erwog, der Fall der Verhinderung von B.________ sei bezogen auf alle drei Kongresse der �bergangszeit in Ziff. V.3 der Vereinbarung geregelt worden. Dass sich diese Bestimmung nicht nur auf den Fall einer kurzen Unp�sslichkeit oder Krankheit, sondern auch auf den Fall des Todes von B.________ beziehen m�sse, sei entgegen der Meinung der Beschwerdef�hrer klar, da es sich bei B.________ um einen 86 Jahre alten Vertragspartner gehandelt habe. Zudem kam die Vorinstanz namentlich gest�tzt auf die W�rdigung einer Aktennotiz zu den Vertragsverhandlungen vom 12. September 2005 und unter Ber�cksichtigung des nachtr�glichen Verhaltens der Beschwerdef�hrer zum Ergebnis, die Parteien h�tten mit der M�glichkeit des Ablebens von B.________ gerechnet bzw. rechnen m�ssen, was zur Regelung von Ziff. V.3 Anlass gegeben habe. Gem�ss dieser Bestimmung h�tte im Falle der Verhinderung bzw. des Todes von B.________ die "jeweiligen T�tigkeiten", d. h. die Rolle, die er pers�nlich gespielt h�tte (Moderation, Pr�senz, pers�nliche Kontakte etc.) vom Beschwerdegegner 1 �bernommen werden sollen. Auf diese Weise h�tte der Kongress 2006 nach Auffassung der Vorinstanz auch nach dem Tod von B.________ organisiert und durchgef�hrt werden k�nnen. Die Beschwerdef�hrer waren demgem�ss zur Durchf�hrung der Kongresse 2006 bis 2008 vertraglich verpflichtet.
2.2 Die Beschwerdef�hrer stellen sich auch vor Bundesgericht auf den Standpunkt, in Ziff. V.3 der Vereinbarung sei der Fall des Todes von B.________ nicht geregelt, wobei sie der Vorinstanz hinsichtlich der Auslegung dieser Regelung eine Verletzung des Vertrauensprinzips vorwerfen. Sie unterlassen es indessen, auf die Argumentation der Vorinstanz einzugehen und �bergehen, dass diese zun�chst in W�rdigung der Beweise und damit f�r das Bundesgericht verbindlich festgestellt hat, die Beschwerdef�hrer h�tten mit dem Tod von B.________ gerechnet, was gerade Anlass f�r die betreffende Regelung in Ziff. V.3 gegeben habe. Auf die Ausf�hrungen der Beschwerdef�hrer, mit denen sie dem Bundesgericht losgel�st von der Argumentation der Vorinstanz ihre Sicht der Dinge unterbreitet, ist nicht einzutreten.
3.1 Die Beschwerdef�hrer bestritten im kantonalen Verfahren, zur Durchf�hrung des Kongresses 2006 verpflichtet gewesen zu sein, da die Parteien gemeinsam beschlossen h�tten, den Kongress 2006 nach dem Tode von B.________ abzusagen bzw. zu verschieben. In eingehender W�rdigung der Aussagen verschiedener Zeugen und der Akten kam die Vorinstanz zum Ergebnis, die Behauptung der Beschwerdef�hrer, sie h�tten mit der Beschwerdegegnerin vereinbart, die Kongresses 2006 bis 2008 nicht abzuhalten bzw. zu verschieben, sei unbewiesen geblieben. Damit habe die Beschwerdegegnerin nachgewiesen, dass die Beschwerdef�hrer die Vereinbarung verletzt h�tten, indem sie ohne ihre Zustimmung den Kongress 2006 abgesagt, bzw. verschoben h�tten, womit auch die Kongresse 2007 und 2008 entfallen seien. Die Vorinstanz erachtete zudem als erstellt, dass der Kongress 2006 im Zeitpunkt der Absage praktisch vollst�ndig vorbereitet war und dass die Beschwerdef�hrer in zeitlicher und personeller Hinsicht durchaus im Stande waren, diesen Kongress durchzuf�hren, weshalb insoweit keine subjektive Unm�glichkeit vorgelegen h�tte. Im Kursprogramm sei der Beschwerdef�hrer 1 als Co-Moderator neben B.________ aufgef�hrt gewesen, so dass auch aus diesem Grund davon auszugehen sei, der Beschwerdef�hrer 1 h�tte die Funktionen von B.________ �bernehmen k�nnen. Da die Rechte am Kongress mit Abschluss des Vertrages auf die Beschwerdef�hrer �bergegangen seien, h�tten diese ihre Entscheidung, den Kongress nicht durchzuf�hren, auch durchsetzen k�nnen, wogegen die Beschwerdegegnerin nicht in der Lage war, den Kongress gegen den Willen der Beschwerdef�hrer durchzuf�hren.
3.2 Die zuletzt genannte Erw�gung steht nach Auffassung der Beschwerdef�hrer im Widerspruch zu Ziff. II.1 der Vereinbarung, nach welcher die Rechte erst "nach dem noch von C.________ durchgef�hrten Kongress 2006 genutzt werden." Dabei �bersehen die Beschwerdef�hrer, dass die Beschwerdegegnerin nach dem Tod von B.________ darauf angewiesen war, dass dessen Aufgaben entsprechend Ziff. V.3 der Vereinbarung "von der X.________ Management AG bzw. den von ihr bezeichneten Unternehmen oder Personen �bernommen" w�rden. Angesichts ihres trotz festgestellter hinreichender Abmahnung aufrecht erhaltenen Widerstandes gegen die Durchf�hrung des Kongresses blieb diese tragende Rolle unbesetzt. Wie die Beschwerdegegnerin diese L�cke anderweitig h�tte schliessen k�nnen und m�ssen, legen die Beschwerdef�hrer nicht dar und ist nicht ersichtlich. Somit trifft zu, dass es die Beschwerdef�hrer in der Hand hatten, die Durchf�hrung des Kongresses 2006 zu verhindern. Damit ist der Kausalzusammenhang zwischen der Pflichtverletzung und dem durch die Nichtdurchf�hrung des Kongresses entstandenen Schaden der Beschwerdegegnerin erstellt.
3.3 Dar�ber hinaus halten die Beschwerdef�hrer daran fest, dass die Parteien an der Besprechung vom 24. Januar 2006 gemeinsam beschlossen, den Kongress vom 24./25. M�rz 2006 zu verschieben, da eine erfolgreiche Durchf�hrung nach dem Versterben von B.________ nicht m�glich gewesen sei. Sie setzen sich jedoch mit der Beweisw�rdigung der Vorinstanz nicht im Einzelnen auseinander, sondern unterbreiten dem Bundesgericht ihrer eigene Beweisw�rdigung. Diese Kritik an der vorinstanzlichen Beweisw�rdigung gen�gt den Anforderungen an eine Willk�rr�ge nicht, weshalb die Beschwerdef�hrer damit nicht zu h�ren sind.
3.4 Der Annahme der Vorinstanz, in der Versendung des Absagebriefes von der Repr�sentanz der Beschwerdegegnerin in Frankfurt aus liege keine Zustimmung, setzen die Beschwerdef�hrer entgegen, eine Zustimmung zur Absage lasse sich nicht besser als durch dieses Verhalten ausdr�cken. Dieser Einwand verliert an Bedeutung, wenn ber�cksichtigt wird, dass die Beschwerdegegnerin f�r die Durchf�hrung des Kongresses auf die (verweigerte) Mitwirkung der Beschwerdef�hrer angewiesen war (E. 3.2 hiervor). Da sie den Kongress nicht mehr im Alleingang abhalten konnte, blieb ihr nichts anderes �brig, als sich der Absage zu unterziehen. Auf eine Zustimmung zur Absage aus freien St�cken, d.h. ungeachtet der in Verletzung einer Vertragspflicht verweigerten Mitwirkung der Beschwerdef�hrer an der Gestaltung des Kongresses, kann vor diesem Hintergrund nicht die Rede sein.
3.5 Die Beschwerdef�hrer werfen der Vorinstanz sodann vor, willk�rlich festgestellt zu haben, dass ihnen die Durchf�hrung des Kongresses 2006 m�glich gewesen w�re. Was sie zur Begr�ndung vorbringen, ersch�pft sich indessen in appellatorischer Kritik und ist mit Tatumst�nden durchsetzt, die im angefochtenen Entscheid keine St�tzen finden. Darauf kann nicht abgestellt werden, weil die Beschwerdef�hrer nicht mit Aktenhinweisen aufzeigen, dass sie sich im kantonalen Verfahren prozesskonform auf die betreffenden Umst�nde berufen haben, damit aber zu Unrecht nicht geh�rt wurden (vgl. E. 1.2 hiervor).
4.1 Unter Berufung auf das Schreiben vom 17. Januar 2006, mit welchem G.________ unter anderem Zugang zu allen Dokumentationen, Unterlagen, etc. verlangt hatte, machen die Beschwerdef�hrer geltend, die Beschwerdegegnerin habe sich gem�ss Art. 91 Abs. 1 OR im Gl�ubigerverzug befunden. Sie bringen vor, zu jenem Zeitpunkt h�tten die Beschwerdef�hrer alles M�gliche versucht, um ihren vertraglichen Pflichten nachzukommen. Es w�re daher stossend, ihnen die nicht fristgerechte Leistung vorzuwerfen, welche auf die ungerechtfertigt verweigerte Mitwirkungspflicht der Beschwerdegegnerin zur�ckzuf�hren gewesen sei.
4.2 Diese Vorbringen lassen sich nicht mit den verbindlichen Feststellungen der Vorinstanz in Einklang bringen, dass die Beschwerdef�hrer zeitlich und personell im Stande gewesen w�ren, den Kongress 2006 durchzuf�hren, dass die Beschwerdef�hrer jedoch der Auffassung gewesen seien, es bestehe keine vertragliche Pflicht zur Durchf�hrung des Kongresses 2006, und dass sie nicht offen in die dar�ber gef�hrten Verhandlungen mit der Beschwerdegegnerin eingestiegen seien, sondern den Kongress nicht durchf�hren bzw. verschieben wollten. Aufgrund der im angefochtenen Urteil wiedergegebenen und gew�rdigten Zeugenaussagen kann dies nur bedeuten, dass die Vorinstanz als bewiesen betrachtete, dass die Beschwerdef�hrerin bereits am 16. Januar 2006 anl�sslich einer ausserordentlichen Verwaltungsratssitzung die Absage des Kongresses beschlossen hatte, also bevor sie die Unterlagen einforderte. Somit mangelte es an der f�r den Gl�ubigerverzug vorausgesetzten Leistungsbereitschaft des Schuldners (vgl. dazu BGE 111 II 463 E. 5a S. 469; Urteil 4C.189/2005 vom 17. November 2005 E. 3.3) wie auch an einem Leistungsangebot, wie es bereits nach dem Wortlaut von Art. 91 OR erforderlich w�re, damit Gl�ubigerverzug in Betracht gezogen werden k�nnte. Dem angefochtenen Urteil ist nicht zu entnehmen, dass die Beschwerdef�hrer ihre Mitwirkung am Kongress 2006 der Beschwerdegegnerin geh�rig angeboten h�tten. Die Einrede ist unbegr�ndet.
Vor Bundesgericht werfen die Beschwerdef�hrer der Beschwerdegegnerin erstmals culpa in contrahendo vor, da sie in den Vertragsverhandlungen die Krebserkrankung von B.________ verschwiegen h�tte. Wie sich die Beschwerdef�hrer verhalten h�tten, wenn sie von der Krankheit gewusst h�tten, geht aus dem Urteil der Vorinstanz nicht hervor. Zur Beurteilung des an sich zul�ssigen neuen rechtlichen Einwands fehlen somit die tats�chlichen Feststellungen, weshalb er nicht zu h�ren ist.
6.1 Die Vorinstanz hatte aufgrund der festgestellten Umst�nde hypothetisch zu ermitteln, welchen Gewinn die Beschwerdegegnerin erzielt h�tte, wenn der Kongress 2006 durchgef�hrt worden w�re. Dabei ber�cksichtigte die Vorinstanz, dass sich der Tod von B.________ nachteilig auf die Teilnehmerzahl ausgewirkt h�tte, indem mit Absagen zu rechnen gewesen w�re, allenfalls auch von Referenten, die kurzfristig durch andere bezahlte Referenten h�tten ersetzt werden m�ssen. Dass Sponsoren ihre vertraglichen Verpflichtungen nicht erf�llt h�tten, nahm die Vorinstanz dagegen nicht an. Die Vorinstanz sch�tzte den entgangenen Gewinn nach Art. 42 Abs. 2 OR in eingehender W�rdigung der bekannten Parameter auf insgesamt EUR 410'000.--.
6.2 Die Beschwerdef�hrer beanstanden die Schadensberechnung der Vorinstanz und beantragen, der zugesprochene entgangene Gewinn sei angemessen zu reduzieren. Sie r�gen, die Vorinstanz habe zu Unrecht angenommen, die Sponsoren h�tten ihre vertraglichen Verpflichtungen im Falle der Durchf�hrung des Kongresses erf�llt. Sie machen geltend, es habe sich nicht um Sponsoren-, sondern um Kooperationsvertr�ge gehandelt, die wesentlich auf der pers�nlichen Leistungserbringung durch B.________ beruht h�tten. Dieser Umstand geht aus dem angefochtenen Urteil nicht hervor, und die Beschwerdef�hrer zeigen nicht auf, dass sie im Verfahren vor Vorinstanz eine entsprechende Behauptung aufgestellt h�tten oder dass erst der angefochtene Entscheid dazu Anlass gab. Auf die daraus abgeleiteten Vorbringen ist daher nicht einzutreten (vgl. E. 1.2 hiervor).
6.3 Die Beschwerdef�hrer bringen alsdann vor, die Beschwerdegegnerin treffe ein Selbstverschulden, weil sie ihnen die Dokumentation nicht vertragskonform �bergeben habe. Inwiefern ein solches Verhalten, w�re es denn bewiesen, zur Verursachung oder Erh�hung des Schadens beigetragen haben k�nnte, ist jedoch nicht ersichtlich, nachdem feststeht, dass die Beschwerdef�hrer bereits Mitte Januar beschlossen hatten, den Kongress 2006 nicht abzuhalten.
6.4 Auch im �brigen ist den Vorbringen der Beschwerdef�hrer nicht ansatzweise zu entnehmen, inwiefern die Vorinstanz bei der Ermittlung der Sch�tzungsgrundlagen in Willk�r verfallen sein soll oder den weiten Ermessensspielraum gem�ss Art. 42 Abs. 2 OR �berschritten haben k�nnte. Schliesslich zeigen sie auch nicht auf, inwiefern die von ihnen weiter vorgebrachten Aktenwidrigkeitsr�gen, falls sie denn begr�ndet w�ren, den Ausgang des Verfahrens zu beeinflussen verm�chten.
Insgesamt erweist sich die Beschwerde als unbegr�ndet und ist abzuweisen, soweit darauf eingetreten werden kann. Bei diesem Verfahrensausgang werden die Beschwerdef�hrer f�r das bundesgerichtliche Verfahren in solidarischer Haftbarkeit kosten- und entsch�digungspflichtig (Art. 66 Abs. 1 und 5 und Art. 68 Abs. 2 und 4 BGG).
Die Gerichtskosten von Fr. 8'000.-- werden den Beschwerdef�hrern in solidarischer Haftbarkeit auferlegt.
Die Beschwerdef�hrer haben die Beschwerdegegnerin in solidarischer Haftbarkeit f�r das bundesgerichtliche Verfahren mit Fr. 9'000.-- zu entsch�digen.

References: BGE 
 Art. 105
 Art. 95
 Art. 97
 Art. 105
 Art. 106
 Art. 105
 BGE 
 Art. 99
 Art. 91
 BGE 
 Art. 91
 Art. 42
 Art. 42
 Art. 68