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Timestamp: 2019-12-15 10:14:44+00:00

Document:
Landesrecht BW IntV | Bundesnorm | Gesamtausgabe | Verordnung über die Durchführung von Integrationskursen für Ausländer und Spätaussiedler | gültig ab: 25.06.2017
§ 14 Organisation der Integrationskurse, Ordnungsmäßigkeit...
Fundstelle: BGBl I 2004, 3370
Stand: Zuletzt geändert durch Art. 1 V v. 21.6.2017 I 1875
§ 23 S 1 Inkraftsetzung IntV 1.1.2005
§ 23 S 2 Aufhebung IntV § 15 Abs 3 1.1.2010
Verordnung über die Durchführung von Integrationskursen für Ausländer und Spätaussiedler 13.12.2004
Eingangsformel 13.12.2004
Abschnitt 1 Allgemeine Bestimmungen 13.12.2004
§ 1 Durchführung der Integrationskurse 13.12.2004
§ 2 Anwendungsbereich der Verordnung 13.12.2004
§ 3 Ziel des Integrationskurses 05.12.2007
Abschnitt 2 Rahmenbedingungen für die Teilnahme, Datenverarbeitung und Kursgebühren 13.12.2004
§ 4 Teilnahmeberechtigung 31.07.2016
§ 4a Fahrtkostenerstattung, Kinderbetreuung 21.06.2017
§ 5 Zulassung zum Integrationskurs 21.06.2017
§ 6 Bestätigung der Teilnahmeberechtigung 31.07.2016
§ 7 Anmeldung zum Integrationskurs 21.06.2017
§ 8 Datenverarbeitung 31.07.2016
§ 9 Kostenbeitrag 31.07.2016
Abschnitt 3 Struktur, Dauer und Inhalt des Integrationskurses 13.12.2004
§ 10 Grundstruktur des Integrationskurses 21.06.2017
§ 11 Grundstruktur des Sprachkurses 21.06.2017
§ 12 Grundstruktur des Orientierungskurses 31.07.2016
§ 13 Integrationskurse für spezielle Zielgruppen, Intensivkurs 21.06.2017
§ 14 Organisation der Integrationskurse, Ordnungsmäßigkeit der Teilnahme 21.06.2017
§ 15 Lehrkräfte und Prüfer 20.02.2012
§ 16 Zulassung der Lehr- und Lernmittel 13.12.2004
§ 17 Abschlusstest, Zertifikat Integrationskurs 31.07.2016
Abschnitt 4 Kursträger, Prüfstellen, Bewertungskommission 21.06.2017
§ 18 Kursträger 21.06.2017
§ 19 Anforderungen an den Zulassungsantrag 20.02.2012
§ 20 Prüfung und Entscheidung des Bundesamtes 31.07.2016
§ 20a Zulassung von Prüfungsstellen 21.06.2017
§ 20b Widerruf und Erlöschen der Zulassung 21.06.2017
§ 21 Bewertungskommission 05.12.2007
Abschnitt 5 Übergangsregelung 20.02.2012
§ 22 Übergangsregelung 21.06.2017
§ 23 (weggefallen) 20.02.2012
auf Grund des § 43 Abs. 4 des Aufenthaltsgesetzes vom 30. Juli 2004 (BGBl. I S. 1950) die Bundesregierung und
auf Grund des § 9 Abs. 1 Satz 5 des Bundesvertriebenengesetzes in der Fassung der Bekanntmachung vom 2. Juni 1993 (BGBl. I S. 829), der durch Artikel 6 Nr. 3 Buchstabe a des Gesetzes vom 30. Juli 2004 (BGBl. I S. 1950) eingefügt worden ist, das Bundesministerium des Innern:
von ausreichenden Kenntnissen der deutschen Sprache nach § 43 Abs. 3 des Aufenthaltsgesetzes und § 9 Abs. 1 Satz 1 des Bundesvertriebenengesetzes und
von Alltagswissen sowie von Kenntnissen der Rechtsordnung, der Kultur und der Geschichte Deutschlands, insbesondere auch der Werte des demokratischen Staatswesens der Bundesrepublik Deutschland und der Prinzipien der Rechtsstaatlichkeit, Gleichberechtigung, Toleranz und Religionsfreiheit.
§ 3: IdF d. Art. 1 Nr. 1 V v. 5.12.2007 I 2787 mWv 8.12.2007
Abschnitt 2 Rahmenbedingungen für die Teilnahme, Datenverarbeitung und Kursgebühren
(1) Das Bundesamt gewährt Teilnahmeberechtigten, die nach § 9 Absatz 2 von der Kostenbeitragspflicht befreit worden sind, auf Antrag einen Zuschuss zu den Fahrtkosten, sofern sie am Kurs teilnehmen und soweit ein Bedarf besteht. Der Fahrtkostenzuschuss wird in Form einer Pauschale gewährt.
(2) Das Bundesamt kann die Teilnahme am Integrationskurs durch Förderung von Maßnahmen zur Ermöglichung und Sicherstellung einer integrationskursbegleitenden Kinderbetreuung unterstützen, soweit für betreuungsbedürftige und nicht der Schulpflicht unterliegende Kinder eines Teilnehmers kein anderweitiges örtliches Betreuungsangebot besteht.
§ 4a: Eingef. durch Art. 1 Nr. 2 V v. 20.2.2012 I 295 mWv 1.3.2012
§ 4a Abs. 1: IdF d. Art. 2 Nr. 1 V v. 24.10.2015 I 1789 mWv 28.10.2015
§ 4a Abs. 2: IdF d. Art. 1 Nr. 1 V v. 21.6.2017 I 1875 mWv 25.6.2017
(1) Die Zulassung zur Teilnahme am Integrationskurs nach § 44 Absatz 4 des Aufenthaltsgesetzes erfolgt durch das Bundesamt auf Antrag. Der Antrag nach Satz 1 kann über einen zugelassenen Kursträger gestellt werden. Ein Antrag auf Kostenbefreiung nach § 9 Abs. 2 kann mit dem Antrag auf Zulassung gestellt werden.
(3) Die Zulassung ist auf ein Jahr zu befristen. Sie ergeht schriftlich und gilt als Bestätigung der Teilnahmeberechtigung. Die Zulassung für Teilnehmer nach § 44 Absatz 4 Satz 2 Nummer 1 des Aufenthaltsgesetzes ist auf drei Monate zu befristen. Die Zulassung erlischt nicht, wenn sich der Ausländer bis zu dem in Satz 1 genannten Zeitpunkt aus von ihm nicht zu vertretenden Gründen nicht zu einem Integrationskurs anmelden konnte.
(4) Bei der Entscheidung über die Zulassung ist die Integrationsbedürftigkeit des Antragstellers zu beachten. Vorrangig zu berücksichtigen sind:
(5) Teilnahmeberechtigte, die ordnungsgemäß am Integrationskurs teilgenommen haben, können zur einmaligen Wiederholung von maximal 300 Unterrichtsstunden des Sprachkurses zugelassen werden, wenn sie in dem Sprachtest nach § 17 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 nicht erfolgreich waren. Sie sind zuzulassen, wenn sie nach § 44a Absatz 1 Satz 1 des Aufenthaltsgesetzes zur Teilnahme verpflichtet sind. Teilnahmeberechtigte, die am 8. Dezember 2007 den Integrationskurs noch nicht erfolgreich abgeschlossen hatten, kann das Bundesamt abweichend von § 4 Absatz 1 Satz 2 zur Wiederholung zulassen, auch wenn sie nicht an dem Abschlusstest nach § 17 Absatz 1 Satz 1 teilgenommen haben.
§ 5 Abs. 1 Satz 1: IdF d. Art. 1 Nr. 2 Buchst. a V v. 21.6.2017 I 1875 mWv 25.6.2017
§ 5 Abs. 1 Satz 2: Früherer Satz 2 aufgeh., früherer Satz 3 jetzt Satz 2 gem. u. idF d. Art. 1 Nr. 2 Buchst. b u. c V v. 21.6.2017 I 1875 mWv 25.6.2017
§ 5 Abs. 1 Satz 3: Früher Satz 4 gem. Art. 1 Nr. 2 Buchst. b V v. 21.6.2017 I 1875 mWv 25.6.2017
§ 5 Abs. 2: Eingef. durch Art. 4 Nr. 2 Buchst. a V v. 31.7.2016 I 1950 mWv 6.8.2016
§ 5 Abs. 3 (früher Abs. 2): Jetzt Abs. 3 gem. Art. 4 Nr. 2 Buchst. b Eingangssatz V v. 31.7.2016 I 1950 mWv 6.8.2016
§ 5 Abs. 3 Satz 1: IdF d. Art. 1 Nr. 3 Buchst. b V v. 5.12.2007 I 2787 mWv 8.12.2007 u. d. Art. 4 Nr. 2 Buchst. b DBuchst. aa V v. 31.7.2016 I 1950 mWv 6.8.2016
§ 5 Abs. 3 Satz 4: Eingef. durch Art. 4 Nr. 2 Buchst. b DBuchst. bb V v. 31.7.2016 I 1950 mWv 6.8.2016
§ 5 Abs. 3 Satz 3: Eingef. durch Art. 2 Nr. 2 V v. 24.10.2015 I 1789 mWv 28.10.2015
§ 5 Abs. 4 (früher Abs. 3): Jetzt Abs. 4 gem. Art. 4 Nr. 2 Buchst. c Eingangssatz V v. 31.7.2016 I 1950 mWv 6.8.2016
§ 5 Abs. 4 Satz 1: IdF d. Art. 1 Nr. 3 Buchst. c DBuchst. aa V v. 5.12.2007 I 2787 mWv 8.12.2007
§ 5 Abs. 4 Satz 2: IdF d. Art. 1 Nr. 3 Buchst. c DBuchst. bb V v. 5.12.2007 I 2787 mWv 8.12.2007
§ 5 Abs. 4 Satz 2 Nr. 1 (bez. als Abs. 3 Nr. 1) IdF d. Art. 6 Abs. 3 Nr. 1 G v. 29.8.2013 I 3484 mWv 2.12.2013
§ 5 Abs. 4 Satz 2 Nr. 3: IdF d. Art. 1 Nr. 3 Buchst. a V v. 20.2.2012 I 295 mWv 1.3.2012
§ 5 Abs. 4 Satz 2 Nr. 4: IdF d. Art. 4 Nr. 2 Buchst. c DBuchst. aa V v. 31.7.2016 I 1950 mWv 6.8.2016 (bez. als "Abs. 4 Nr. 4")
§ 5 Abs. 4 Satz 2 Nr. 5: Eingef. durch Art. 4 Nr. 2 Buchst. c DBuchst. bb V v. 31.7.2016 I 1950 mWv 6.8.2016 (bez. als "Abs. 4 Nr. 5")
§ 5 Abs. 5 (früher Abs. 4): Jetzt Abs. 5 gem. Art. 4 Nr. 2 Buchst. d V v. 31.7.2016 I 1950 mWv 6.8.2016
§ 5 Abs. 5: Eingef. durch Art. 1 Nr. 3 Buchst. d V v. 5.12.2007 I 2787 mWv 8.12.2007
§ 5 Abs. 5 Satz 1 (früher einziger Text): IdF d. Art. 1 Nr. 3 Buchst. b DBuchst. aa V v. 20.2.2012 I 295 mWv 1.3.2012
§ 5 Abs. 5 Satz 2 u. 3: Eingef. durch Art. 1 Nr. 3 Buchst. b DBuchst. bb V v. 20.2.2012 I 295 mWv 1.3.2012
(1) Die Ausländerbehörde bestätigt Teilnahmeberechtigten nach § 4 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 und 5 das Recht auf Teilnahme. Der Träger der Grundsicherung für Arbeitsuchende bestätigt Teilnahmeberechtigten nach § 4 Abs. 1 Satz 1 Nr. 4 das Recht auf Teilnahme. Der Träger der Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz bestätigt Leistungsberechtigten nach § 4 Absatz 1 Satz 1 Nummer 6 das Recht auf Teilnahme. In der Bestätigung sind der Zeitpunkt des Erlöschens der Teilnahmeberechtigung sowie eine Verpflichtung nach § 44a des Aufenthaltsgesetzes zu vermerken.
§ 6 Abs. 1 Satz 1: IdF d. Art. 1 Nr. 4 Buchst. a DBuchst. aa V v. 5.12.2007 I 2787 mWv 8.12.2007
§ 6 Abs. 1 Satz 2: Eingef. durch Art. 1 Nr. 4 Buchst. a DBuchst. bb V v. 5.12.2007 I 2787 mWv 8.12.2007
§ 6 Abs. 1 Satz 3: Eingef. durch Art. 4 Nr. 3 V v. 31.7.2016 I 1950 mWv 1.1.2017
§ 6 Abs. 1 Satz 4: Früherer Satz 2 wurde Satz 3 gem. Art. 1 Nr. 4 Buchst. a DBuchst. bb V v. 5.12.2007 I 2787 mWv 8.12.2007; jetzt Satz 4 gem. Art. 4 Nr. 3 V v. 31.7.2016 I 1950 mWv 1.1.2017
§ 6 Abs. 2 Satz 3: IdF d. Art. 1 Nr. 4 Buchst. b V v. 5.12.2007 I 2787 mWv 8.12.2007
§ 6 Abs. 4: IdF d. Art. 1 Nr. 4 Buchst. c V v. 5.12.2007 I 2787 mWv 8.12.2007
(2) Ausländer, die zur Teilnahme an einem Integrationskurs verpflichtet sind, haben sich unverzüglich zu einem Integrationskurs anzumelden und der Ausländerbehörde, dem Träger der Grundsicherung für Arbeitsuchende oder dem Träger der Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz einen Nachweis über ihre Anmeldung zu übermitteln.
(3) Zur Sicherstellung einer zeitnahen Kursteilnahme soll das Bundesamt abweichend von Absatz 2 einen Ausländer, der zur Teilnahme an einem Integrationskurs verpflichtet ist, einem bestimmten Kursträger mit einem dem Ergebnis des Einstufungstests entsprechenden Kursangebot zuweisen. Teilnahmeberechtigte kann das Bundesamt zur Sicherstellung einer zeitnahen Kursteilnahme an einen bestimmten Kursträger mit einem dem Ergebnis des Einstufungstests entsprechenden Kursangebot verweisen. Zuweisungen nach Satz 1 und Verweisungen nach Satz 2 erfolgen unter Beachtung der zeitlichen Nähe des Kursbeginns sowie der örtlichen Nähe und Erreichbarkeit des Kursträgers für den Teilnahmeverpflichteten oder Teilnahmeberechtigten.
(4) Mit der Anmeldung bestätigt der Kursträger dem Teilnahmeberechtigten den voraussichtlichen Zeitpunkt des Kursbeginns. Der Kurs soll nicht später als sechs Wochen nach der Anmeldung beginnen. Kommt ein Kurs innerhalb dieser Frist nicht zustande, so ist der Kursträger verpflichtet, die Teilnehmer und das Bundesamt hierüber unverzüglich zu informieren. Teilnahmeberechtigte nach § 4 Absatz 1 Satz 1 Nummer 4 sind bei der Vergabe von Kursplätzen vorrangig zu berücksichtigen.
(5) Kommt ein Kurs innerhalb von sechs Wochen nach der Anmeldung oder Zuweisung nach den Absätzen 1 bis 3 nicht zustande, soll das Bundesamt den Teilnahmeverpflichteten einem anderen Kursträger mit einem entsprechenden Kursangebot zuweisen. Einen Teilnahmeberechtigten kann das Bundesamt an einen anderen Kursträger mit einem entsprechenden Kursangebot verweisen, wenn ein Kurs innerhalb von sechs Wochen nach der Anmeldung oder Verweisung nach den Absätzen 1 und 3 nicht zustande kommt.
§ 7 Abs. 2: IdF d. Art. 4 Nr. 4 Buchst. a V v. 31.7.2016 I 1950 mWv 1.1.2017
§ 7 Abs. 3: Eingef. durch Art. 1 Nr. 3 Buchst. a V v. 21.6.2017 I 1875 mWv 25.6.2017
§ 7 Abs. 4 (früher Abs. 3): Eingef. durch Art. 1 Nr. 5 Buchst. b V v. 5.12.2007 I 2787 mWv 8.12.2007; jetzt Abs. 4 gem. Art. 1 Nr. 3 Buchst. b V v. 21.6.2017 I 1875 mWv 25.6.2017
§ 7 Abs. 4 (früher Abs. 3) Satz 2: IdF d. Art. 4 Nr. 4 Buchst. b DBuchst. aa V v. 31.7.2016 I 1950 mWv 6.8.2016
§ 7 Abs. 4 (früher Abs. 3) Satz 3: IdF d. Art. 4 Nr. 4 Buchst. b DBuchst. bb V v. 31.7.2016 I 1950 mWv 6.8.2016
§ 7 Abs. 4 (früher Abs. 3) Satz 4: Eingef. durch Art. 4 Nr. 4 Buchst. b DBuchst. cc V v. 31.7.2016 I 1950 mWv 6.8.2016
§ 7 Abs. 5: Früher Abs. 4 gem. u. idF d. Art. 1 Nr. 3 Buchst. c V v. 21.6.2017 I 1875 mWv 25.6.2017
(1) Die Ausländerbehörde, die Träger der Grundsicherung für Arbeitsuchende, die Träger der Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz und das Bundesverwaltungsamt übermitteln dem Bundesamt zur Erfüllung seiner gesetzlichen Koordinierungs- und Durchführungsaufgaben die Daten nach § 6 Absatz 1 oder 2 sowie Angaben zum Aufenthaltstitel und zum Herkunftsland. Auf Ersuchen der Ausländerbehörde, des Trägers der Grundsicherung für Arbeitsuchende oder des Trägers der Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz übermittelt das Bundesamt die Daten nach § 5 Absatz 3 sowie § 6 Absatz 1 oder 2 zur Feststellung, ob eine andere zuständige Stelle eine Berechtigung ausgestellt oder zum Integrationskurs verpflichtet hat.
(2) Der Kursträger übermittelt dem Bundesamt zur Erfüllung seiner gesetzlichen Koordinierungs- und Durchführungsaufgaben unverzüglich nach Anmeldung die im Anmeldeformular angegebenen Daten und informiert das Bundesamt über den tatsächlichen Beginn eines Kurses sowie der jeweiligen Kursabschnitte. Der Kursträger übermittelt dem Bundesamt
zum Zweck der Abrechnung Angaben zur tatsächlichen Teilnahme des Teilnahmeberechtigten und
zum Zweck der Teilnahmeförderung die Testergebnisse des Teilnahmeberechtigten beim Einstufungstest nach § 11 Absatz 2.
(3) Der Kursträger hat die zuständige Ausländerbehörde, den zuständigen Träger der Grundsicherung für Arbeitsuchende oder den zuständigen Träger der Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz zu unterrichten, wenn er feststellt, dass ein zur Teilnahme verpflichteter Ausländer nicht ordnungsgemäß im Sinne von § 14 Absatz 6 Satz 2 am Integrationskurs teilnimmt. Das Bundesamt übermittelt der Ausländerbehörde, dem Träger der Grundsicherung für Arbeitsuchende oder dem Träger der Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz auf Ersuchen die Daten zur Kursanmeldung und zur Kursteilnahme des zur Teilnahme verpflichteten Ausländers.
der Tag und die Uhrzeit des Abrufs,
die abrufende Stelle,
die übermittelten Daten und
der Anlass und Zweck der Übermittlung.
(7) Das Bundesamt darf die nach den §§ 5, 6, 7, 8 und 17 gespeicherten Daten zu Integrationskursteilnehmern verarbeiten und nutzen, soweit dies für wissenschaftliche Forschungsvorhaben nach § 75 Nummer 4a des Aufenthaltsgesetzes erforderlich ist. Die Daten dürfen in personalisierter Form verwendet werden, soweit
schutzwürdige Interessen der Betroffenen nicht beeinträchtigt werden oder das öffentliche Interesse an dem Forschungsvorhaben das Geheimhaltungsinteresse der Betroffenen erheblich überwiegt und der Forschungszweck auf andere Weise nicht erreicht werden kann.
Bei der Abwägung nach Satz 2 Nummer 2 ist im Rahmen des öffentlichen Interesses das wissenschaftliche Interesse an dem Forschungsvorhaben besonders zu berücksichtigen. Personenbezogene Daten sind zu pseudonymisieren, wenn der Forschungszweck unter Verwendung pseudonymisierter Daten erreicht werden kann und keinen im Verhältnis zu dem angestrebten Schutzzweck unverhältnismäßigen Aufwand erfordert. Die Merkmale, mit denen ein Personenbezug hergestellt werden kann, sind gesondert zu speichern. Sie dürfen mit den Einzelangaben nur zusammengeführt werden, soweit der Forschungszweck dies erfordert. Die Zuordnungsmöglichkeit ist aufzuheben, sobald der Forschungszweck dies erlaubt, spätestens mit der Beendigung des Forschungsvorhabens, sofern ausnahmsweise eine Löschung der Daten noch nicht in Betracht kommt.
(8) Die Speicherung, Veränderung und Nutzung personenbezogener Daten zu dem in Absatz 7 genannten Zweck hat räumlich und organisatorisch getrennt von der Verarbeitung und Nutzung personenbezogener Daten für die Erfüllung anderer Aufgaben des Bundesamtes zu erfolgen.
§ 8: IdF d. Art. 1 Nr. 5 V v. 20.2.2012 I 295 mWv 1.3.2012
§ 8 Abs. 1 Satz 1: IdF d. Art. 2 Nr. 3 V v. 24.10.2015 I 1789 mWv 28.10.2015 u. d. Art. 4 Nr. 5 Buchst. a DBuchst. aa V v. 31.7.2016 I 1950 mWv 1.1.2017
§ 8 Abs. 1 Satz 2: IdF d. Art. 4 Nr. 5 Buchst. a DBuchst. bb V v. 31.7.2016 I 1950 mWv 6.8.2016 u. d. Art. 5 V v. 31.7.2016 I 1950 mWv 1.1.2017
§ 8 Abs. 3 Satz 1: IdF d. Art. 4 Nr. 5 Buchst. b DBuchst. aa V v. 31.7.2016 I 1950 mWv 1.1.2017
§ 8 Abs. 3 Satz 2: IdF d. Art. 4 Nr. 5 Buchst. b DBuchst. bb V v. 31.7.2016 I 1950 mWv 1.1.2017
§ 8 Abs. 7 u. 8: Eingef. durch Art. 4 Nr. 5 Buchst. c V v. 31.7.2016 I 1950 mWv 6.8.2016
(1) Für die Teilnahme am Integrationskurs haben Teilnahmeberechtigte einen Kostenbeitrag an das Bundesamt zu leisten, der 50 Prozent des geltenden Kostenerstattungssatzes nach § 20 Absatz 6 beträgt. Zur Zahlung ist nach § 43 Abs. 3 Satz 4 des Aufenthaltsgesetzes auch derjenige verpflichtet, der dem Teilnahmeberechtigten zur Gewährung des Lebensunterhalts verpflichtet ist.
(2) Das Bundesamt befreit auf Antrag Teilnahmeberechtigte, die Leistungen nach dem Zweiten Buch Sozialgesetzbuch, Hilfe zum Lebensunterhalt nach dem Zwölften Buch Sozialgesetzbuch oder nach dem Asylbewerberleistungsgesetz beziehen, gegen Vorlage eines aktuellen Nachweises von der Pflicht, einen Kostenbeitrag zu leisten. Das Bundesamt kann Teilnahmeberechtigte auf Antrag von der Kostenbeitragspflicht befreien, wenn diese für den Teilnahmeberechtigten unter Berücksichtigung seiner persönlichen Umstände und wirtschaftlichen Situation eine unzumutbare Härte darstellen würde. Teilnahmeberechtigte, die von der Kostenbeitragspflicht befreit wurden, sind verpflichtet, dem Bundesamt unverzüglich mitzuteilen, wenn ihnen die Leistungen oder Hilfen nach Satz 1 nicht mehr gewährt werden oder die Umstände weggefallen sind, die zur Annahme einer unzumutbaren Härte nach Satz 2 geführt haben.
(6) Das Bundesamt kann Teilnahmeberechtigten, die innerhalb von zwei Jahren nach Ausstellung der Teilnahmeberechtigung nach § 5 Absatz 3 und § 6 Abs. 1 die erfolgreiche Teilnahme (§ 17 Abs. 2) nachweisen, 50 Prozent des Kostenbeitrags nach Absatz 1 erstatten.
§ 9 Abs. 1 Satz 1: IdF d. d. Art. 2 Nr. 4 Buchst. a V v. 24.10.2015 I 1789 mWv 28.10.2015
§ 9 Abs. 1 Satz 2: IdF d. Art. 1 Nr. 7 Buchst. a DBuchst. bb V v. 5.12.2007 I 2787 mWv 8.12.2007
§ 9 Abs. 2 Satz 1: IdF d. d. Art. 2 Nr. 4 Buchst. b V v. 24.10.2015 I 1789 mWv 28.10.2015
§ 9 Abs. 2 Satz 2: Eingef. durch Art. 1 Nr. 7 Buchst. b DBuchst. bb V v. 5.12.2007 I 2787 mWv 8.12.2007
§ 9 Abs. 2 Satz 3: Früher Satz 2 gem. u. idF d. Art. 1 Nr. 7 Buchst. b DBuchst. cc V v. 5.12.2007 I 2787 mWv 8.12.2007
§ 9 Abs. 4: Früherer Satz 2 aufgeh., früherer Satz 1 jetzt einziger Text gem. u. idF d. Art. 1 Nr. 7 Buchst. c DBuchst. aa u. bb V v. 5.12.2007 I 2787 mWv 8.12.2007
§ 9 Abs. 5: IdF d. Art. 1 Nr. 7 Buchst. d V v. 5.12.2007 I 2288 mWv 8.12.2007
§ 9 Abs. 6: Eingef. durch Art. 1 Nr. 7 Buchst. e V v. 5.12.2007 I 2288 mWv 8.12.2007; idF d. Art. 4 Nr. 6 V v. 31.7.2016 I 1950 mWv 6.8.2016
Abschnitt 3 Struktur, Dauer und Inhalt des Integrationskurses
(1) Der Integrationskurs umfasst 700 Unterrichtsstunden. Er findet in Deutsch statt und ist in einen Sprachkurs sowie einen Orientierungskurs unterteilt.
§ 10 Abs. 1: IdF d. Art. 1 Nr. 8 V v. 5.12.2007 I 2787 mWv 8.12.2007
§ 10 Abs. 1 Satz 1: IdF d. Art. 1 Nr. 7 V v. 20.2.2012 I 295 mWv 1.3.2012 u. d. Art. 1 Nr. 4 V v. 21.6.2017 I 1875 mWv 25.6.2017
(2) Um eine Zusammensetzung der Kursgruppe sicherzustellen, die bedarfsgerecht und an die Lernvoraussetzungen und speziellen Bedürfnisse der Teilnehmer angepasst ist, absolvieren die Teilnehmer vor Beginn des Sprachkurses einen Test zur Einstufung ihres Sprachniveaus und zur Ermittlung, ob eine Teilnahme an einem Integrationskurs nach § 13 zu empfehlen ist (Einstufungstest). Der Einstufungstest wird bei einer nach § 18 zugelassenen Stelle durchgeführt, solange das Bundesamt nicht von seiner nach § 20a Absatz 5 eingeräumten Befugnis Gebrauch macht. Für die Abnahme des Einstufungstests dürfen nur Personen eingesetzt werden, die nach § 15 Absatz 1 oder 2 als Lehrkraft zugelassen sind. Die Kosten des Einstufungstests übernimmt das Bundesamt. Eine dem Ergebnis des Einstufungstests nicht entsprechende Kurszuweisung des Kursteilnehmers darf nur aus berechtigten Gründen erfolgen; die Gründe sind vom Kursträger nachvollziehbar zu dokumentieren.
§ 11: IdF d. Art. 1 Nr. 9 V v. 5.12.2007 I 2787 mWv 8.12.2007
§ 11 Abs. 2: IdF d. Art. 1 Nr. 8 V v. 20.2.2012 I 295 mWv 1.3.2012
§ 11 Abs. 2 Satz 2: IdF d. Art. 1 Nr. 5 V v. 21.6.2017 I 1875 mWv 25.6.2017
Der Orientierungskurs umfasst 100 Unterrichtsstunden. Er findet im Anschluss an den Sprachkurs statt und wird grundsätzlich von dem Kursträger durchgeführt, der für den Integrationskurs zugelassen ist. In Ausnahmefällen kann der Kursträger mit Zustimmung des Bundesamtes einen anderen zugelassenen Kursträger beauftragen, den Orientierungskurs durchzuführen.
§ 12: IdF d. Art. 1 Nr. 10 V v. 5.12.2007 I 2787 mWv 8.12.2007
§ 12 Satz 1: IdF d. Art. 1 Nr. 9 V v. 20.2.2012 I 295 mWv 1.3.2012 u. d. Art. 4 Nr. 7 V v. 31.7.2016 I 1950 mWv 6.8.2016
(1) Bei Bedarf können Integrationskurse für spezielle Zielgruppen vorgesehen werden, wenn ein besonderer Unterricht oder ein erhöhter Betreuungsaufwand erforderlich ist. Integrationskurse für spezielle Zielgruppen umfassen bis zu 900 Unterrichtsstunden im Sprachkurs und 100 Unterrichtsstunden im Orientierungskurs. Sie können insbesondere eingerichtet werden für Teilnahmeberechtigte,
die nicht mehr schulpflichtig sind und das 27. Lebensjahr noch nicht vollendet haben, zur Vorbereitung auf den Besuch weiterführender Schulen oder Hochschulen oder auf eine andere Ausbildung (Jugendintegrationskurs),
die aus familiären oder kulturellen Gründen keinen allgemeinen Integrationskurs besuchen können (Eltern- beziehungsweise Frauenintegrationskurs),
die nicht oder nicht ausreichend lesen oder schreiben können (Alphabetisierungskurs),
die einen besonderen sprachpädagogischen Förderbedarf haben (Förderkurs).
§ 13: IdF d. Art. 1 Nr. 11 V v. 5.12.2007 I 2787 mWv 8.12.2007
§ 13 Abs. 1 Satz 2: IdF d. Art. 1 Nr. 10 Buchst. a V v. 20.2.2012 I 295 mWv 1.3.2012 u. d. Art. 1 Nr. 6 V v. 21.6.2017 I 1875 mWv 25.6.2017
§ 13 Abs. 4: Aufgeh. durch Art. 1 Nr. 10 Buchst. b V v. 20.2.2012 I 295 mWv 1.3.2012
(2) Die Zahl der Kursteilnehmer darf in einer Kursgruppe 25 Personen nicht überschreiten. Die Kursgruppe soll möglichst Teilnehmer mit unterschiedlichen Muttersprachen umfassen. Das Bundesamt kann Ausnahmen von Satz 1 zulassen. Für Integrationskurse nach § 13 können vom Bundesamt kleinere Kursgruppen vorgesehen werden.
(4) Der Wechsel eines Kursträgers ist bei Vorliegen besonderer Umstände, insbesondere im Falle eines Umzugs, eines Wechsels zwischen Teilzeit- und Vollzeitkursen, zur Ermöglichung der Kinderbetreuung oder zur Aufnahme einer Ausbildung oder Erwerbstätigkeit möglich. Bei einem Wechsel des Kursträgers innerhalb eines Kursabschnitts werden im Falle eines Umzugs, eines Wechsels zwischen Teilzeit- und Vollzeitkursen, zur Ermöglichung der Kinderbetreuung oder zur Aufnahme einer Ausbildung oder Erwerbstätigkeit die nicht mehr besuchten Unterrichtsstunden des Kursabschnitts nicht auf die Förderdauer angerechnet.
(6) Der Kursträger hat jedem Teilnehmer auf Verlangen eine Bescheinigung über die ordnungsgemäße Teilnahme auszustellen. Ordnungsgemäß ist die Teilnahme, wenn ein Teilnehmer so regelmäßig am Kurs teilnimmt, dass ein Kurserfolg möglich ist und der Lernerfolg insbesondere nicht durch Kursabbruch oder häufige Nichtteilnahme gefährdet ist, und er am Abschlusstest nach § 17 Abs. 1 teilnimmt. Die Ausländerbehörde, der Träger der Grundsicherung für Arbeitsuchende und der Träger der Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz können auch vor Abschluss des Integrationskurses den zur Teilnahme an einem Integrationskurs verpflichteten Ausländer auffordern, die bis dahin ordnungsgemäße Teilnahme nachzuweisen. Sofern der Ausländer dieser Aufforderung nicht nachkommt, hat auf Verlangen des Bundesamtes, der Ausländerbehörde, des Trägers der Grundsicherung für Arbeitsuchende oder des Trägers der Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz der Kursträger bei der Feststellung der ordnungsgemäßen Teilnahme mitzuwirken.
§ 14 Abs. 1: IdF d. Art. 1 Nr. 12 Buchst. a V v. 5.12.2007 I 2787 mWv 8.12.2007
§ 14 Abs. 2: IdF d. Art. 1 Nr. 12 Buchst. b V v. 5.12.2007 I 2787 mWv 8.12.2007
§ 14 Abs. 2 Satz 1: IdF d. Art. 4 Nr. 8 Buchst. a V v. 31.7.2016 I 1950 mWv 6.8.2016
§ 14 Abs. 3: Eingef. durch Art. 1 Nr. 11 Buchst. a V v. 20.2.2012 I 295 mWv 1.3.2012
§ 14 Abs. 4: IdF d. Art. 1 Nr. 7 V v. 21.6.2017 I 1875 mWv 25.6.2017
§ 14 Abs. 5 (früher Abs. 4): Früherer Abs. 3 wurde Abs. 4 gem. u. idF d. Art. 1 Nr. 12 Buchst. d V v. 5.12.2007 I 2787 mWv 8.12.2007; jetzt Abs. 5 gem. Art. 1 Nr. 11 Buchst. b V v. 20.2.2012 I 295 mWv 1.3.2012
§ 14 Abs. 6 (früher Abs. 5): Früherer Abs. 4 wurde Abs. 5 gem. Art. 1 Nr. 12 Buchst. e V v. 5.12.2007 I 2288 mWv 8.12.2007; jetzt Abs. 6 gem. Art. 1 Nr. 11 Buchst. b V v. 20.2.2012 I 295 mWv 1.3.2012
§ 14 Abs. 6 Satz 1: IdF d. Art. 1 Nr. 12 Buchst. e DBuchst. aa V v. 5.12.2007 I 2288 mWv 8.12.2007
§ 14 Abs. 6 Satz 2: IdF d. Art. 1 Nr. 12 Buchst. e DBuchst. bb V v. 5.12.2007 I 2288 mWv 8.12.2007
§ 14 Abs. 6 Satz 3: Eingef. durch Art. 1 Nr. 12 Buchst. e DBuchst. cc V v. 5.12.2007 I 2288 mWv 8.12.2007; idF d. Art. 4 Nr. 8 Buchst. b DBuchst. aa V v. 31.7.2016 I 1950 mWv 1.1.2017
§ 14 Abs. 6 Satz 4: Eingef. durch Art. 1 Nr. 12 Buchst. e DBuchst. cc V v. 5.12.2007 I 2288 mWv 8.12.2007; idF d. Art. 4 Nr. 8 Buchst. b DBuchst. bb V v. 31.7.2016 I 1950 mWv 1.1.2017
(3) Lehrkräfte im Orientierungskurs müssen eine für die Vermittlung der Ziele nach § 3 Abs. 1 Nr. 2 ausreichende fachliche Qualifikation und Eignung nachweisen. Für die Unterrichtung von Alphabetisierungskursen muss eine ausreichende fachliche Qualifikation und Eignung nachgewiesen werden.
§ 15 Überschrift: IdF d. Art. 1 Nr. 12 Buchst. a V v. 20.2.2012 I 295 mWv 1.3.2012
§ 15 Abs. 3 (früher Abs. 4): Eingef. durch Art. 1 Nr. 13 Buchst. b V v. 5.12.2007 I 2787 mWv 8.12.2007; jetzt Abs. 3 gem. Art. 1 Nr. 12 Buchst. b V v. 20.2.2012 I 295 mWv 1.3.2012
§ 15 Abs. 3 Satz 2: Eingef. durch Art. 1 Nr. 12 Buchst. c V v. 20.2.2012 I 295 mWv 1.1.2014
§ 15 Abs. 4 u. 5: Eingef. durch Art. 1 Nr. 12 Buchst. d V v. 20.2.2012 I 295 mWv 1.3.2012
den skalierten Sprachtest „Deutsch-Test für Zuwanderer“ des Bundesamtes, der die Sprachkompetenzen in den Fertigkeiten Hören, Lesen, Schreiben und Sprechen auf den Stufen A2 bis B1 des Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmens für Sprachen nachweist, und
den skalierten Test „Leben in Deutschland“.
Diese Tests werden bei hierfür zugelassenen Stellen (§ 20a) abgelegt. Diese Stellen müssen hierbei zur Gewährleistung der ordnungsgemäßen Durchführung der Prüfung und eines Höchstmaßes an Prüfungssicherheit mindestens einen trägerunabhängigen Prüfer einsetzen. Das Bundesamt kann im Wege der Ausschreibung ein Testinstitut mit der Organisation und Auswertung dieser Tests beauftragen.
(2) Die Teilnahme am Integrationskurs ist erfolgreich im Sinne von § 43 Absatz 2 Satz 2 des Aufenthaltsgesetzes, wenn im Sprachtest das Sprachniveau B1 des Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmens für Sprachen nachgewiesen und im Test „Leben in Deutschland“ die für das Bestehen des Orientierungskurses notwendige Punktzahl erreicht ist.
(3) Das Bundesamt trägt die Kosten für die einmalige Teilnahme an den Abschlusstests nach Absatz 1. Bei nicht erfolgreicher Teilnahme am Test nach Absatz 1 Satz 1 Nummer 1 vor Ausschöpfung der Unterrichtsstunden gemäß § 11 Absatz 1 Satz 1 oder § 13 Absatz 1 Satz 2 oder Absatz 2 Satz 2 trägt das Bundesamt die Kosten für die zweite Teilnahme an diesem Test. Im Rahmen der Wiederholung nach § 5 Absatz 5 werden die Kosten für die Teilnahme am Test nach Absatz 1 Satz 1 Nummer 1 einmalig getragen.
(5) Mit dem skalierten Test „Leben in Deutschland“ können nach Maßgabe der Einbürgerungstestverordnung auch die nach § 10 Absatz 1 Satz 1 Nummer 7 des Staatsangehörigkeitsgesetzes erforderlichen Kenntnisse nachgewiesen werden. § 2 Absatz 1 Satz 2 der Einbürgerungstestverordnung findet keine Anwendung.
§ 17: IdF d. Art. 1 Nr. 14 V v. 5.12.2007 I 2787 mWv 8.12.2007
§ 17 Abs. 1: IdF d. Art. 1 Nr. 13 Buchst. a V v. 20.2.2012 I 295; Art. 1 Nr. 13 Buchst. a idF d. Art. 4 G v. 21.1.2013 I 86 mWv 29.1.2013, wirksam ab 1.4.2013
§ 17 Abs. 2: IdF d. Art. 1 Nr. 13 Buchst. b V v. 20.2.2012 I 295 mWv 1.4.2013
§ 17 Abs. 3 Satz 2: IdF d. Art. 1 Nr. 13 Buchst. c DBuchst. aa V v. 20.2.2012 I 295 mWv 1.3.2012
§ 17 Abs. 3 Satz 3: Eingef. durch Art. 1 Nr. 13 Buchst. c DBuchst. bb V v. 20.2.2012 I 295 mWv 1.3.2012; idF d. Art. 4 Nr. 9 V v. 31.7.2016 I 1950 mWv 6.8.2016
§ 17 Abs. 5: Eingef. durch Art. 1 Nr. 13 Buchst. d V v. 20.2.2012 I 295 mWv 1.4.2013
§ 17 Abs. 5 Satz 2: IdF d. Art. 6 Abs. 3 Nr. 2 G v. 29.8.2013 I 3484 mWv 6.9.2013
Abschnitt 4 Kursträger, Prüfstellen, Bewertungskommission
Abschn. 4 (Überschrift vor § 18): IdF d. Art. 1 Nr. 8 V v. 21.6.2017 I 1875 mWv 25.6.2017
§ 18 Kursträger
zuverlässig und gesetzestreu sind,
in der Lage sind, Integrationskurse ordnungsgemäß durchzuführen (Leistungsfähigkeit), und
ein Verfahren zur Qualitätssicherung und -entwicklung anwenden.
(4) Kursträger, die nach Absatz 1 zugelassen sind, können im Wege des Vergabeverfahrens mit der Durchführung von Integrationskursen beauftragt werden, insbesondere wenn dies zur Sicherstellung eines bedarfsgerechten Angebots an Maßnahmen, bei denen der Integrationskurs mit Maßnahmen der aktiven Arbeitsmarktpolitik kombiniert wird, erforderlich ist oder wenn anderenfalls kein ausreichendes Kursangebot in einzelnen Regionen gewährleistet werden kann. Das Bundesamt kann das Vergabeverfahren durch eine andere Behörde durchführen lassen. Die Regelungen über die Leistungen zur Eingliederung in Arbeit nach dem Zweiten Buch Sozialgesetzbuch und der aktiven Arbeitsförderung nach dem Dritten Buch Sozialgesetzbuch bleiben unberührt.
§ 18 Überschrift: IdF d. Art. 1 Nr. 9 Buchst. a V v. 21.6.2017 I 1875 mWv 25.6.2017
§ 18 Abs. 1: IdF d. Art. 1 Nr. 14 Buchst. a V v. 20.2.2012 I 295 mWv 1.3.2012
§ 18 Abs. 2 Satz 1 u. 2: Früherer Satz 1 aufgeh., früherer Satz 2 u. 3 jetzt Satz 1 u. 2 gem. Art. 1 Nr. 15 Buchst. a DBuchst. aa V v. 5.12.2007 I 2787 mWv 8.12.2007
§ 18 Abs. 2 Satz 3: Früher Satz 4 gem. Art. 1 Nr. 15 Buchst. a DBuchst. bb 5 V v. 5.12.2007 I 2787 mWv 8.12.2007; idF d. Art. 1 Nr. 14 Buchst. b V v. 20.2.2012 I 295 mWv 1.3.2012
§ 18 Abs. 3 Satz 2: Eingef. durch Art. 1 Nr. 15 Buchst. b V v. 5.12.2007 I 2787 mWv 8.12.2007
§ 18 Abs. 4: Eingef. durch Art. 1 Nr. 9 Buchst. b V v. 21.6.2017 I 1875 mWv 25.6.2017
bei natürlichen Personen Angaben zu Namen, Vornamen, Geburtsdatum, Geburtsort, zustellungsfähiger Anschrift, Anschrift des Geschäftssitzes und der Zweigstellen, von denen aus der Integrationskurs angeboten werden soll, sowie bei juristischen Personen und Personengesellschaften Angaben zu Namen, Vornamen, Geburtsdatum, Geburtsort der Vertreter nach Gesetz, Satzung oder Gesellschaftsvertrag, Anschrift des Geschäftssitzes und der Zweigstellen, von denen aus der Integrationskurs angeboten werden soll; soweit eine Eintragung in das Vereins- oder Handelsregister erfolgt ist, ist ein entsprechender Auszug vorzulegen,
eine Erklärung des Antragstellers oder des gesetzlichen Vertreters oder, bei juristischen Personen oder nicht rechtsfähigen Personenvereinigungen, der nach Gesetz, Satzung oder Gesellschaftsvertrag zur Vertretung oder Geschäftsführung Berechtigten
über Insolvenzverfahren, Vorstrafen, anhängige Strafverfahren, staatsanwaltschaftliche Ermittlungsverfahren und Gewerbeuntersagungen innerhalb der letzten fünf Jahre oder
zu entsprechenden ausländischen Verfahren und Strafen, wenn sie ihren Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt während dieser Zeit überwiegend im Ausland hatten,
eine Übersicht über bislang durchgeführte oder laufende Förderprogramme oder vergleichbare Maßnahmen und
eine Erklärung dazu, ob innerhalb der letzten drei Jahre ein Zulassungsantrag des Antragstellers oder seines gesetzlichen Vertreters oder des zur Vertretung oder Geschäftsführung Berechtigten abgelehnt oder die Zulassung widerrufen wurde.
der mindestens zweijährigen praktischen Erfahrung im Bereich der Organisation und Durchführung von Sprachvermittlungskursen in der Erwachsenenbildung, den sonstigen speziellen Erfahrungen mit Sprachvermittlungskursen sowie dazu, ob der Antragsteller bereits von staatlichen oder zertifizierten Stellen als Kursträger für vergleichbare Bildungsmaßnahmen zugelassen ist,
der Lehrorganisation,
der Einrichtung und Gestaltung der Unterrichtsräume sowie der technischen Ausstattung und dem System der Datenübermittlung (§ 8 Absatz 2 Satz 3),
dem Einsatz neuer Medien bei der Vermittlung von Lerninhalten,
der personellen Ausstattung einschließlich der für die Durchführung des Einstufungstests vorgesehenen Personen, wobei für die Lehrkräfte auch Angaben zu deren Erfahrungen in der Durchführung von Sprachvermittlungs- und Integrationskursen und ihren über die allgemeinen fachlichen Qualifikationen hinausgehenden und für die Tätigkeit in Integrationskursen relevanten Qualifikationen zu machen sind,
der Höhe der Vergütung der eingesetzten Honorarlehrkräfte,
der Erreichung spezieller Zielgruppen,
der Bewältigung spezieller regionaler Bedarfslagen,
der Zusammenarbeit vor Ort mit anderen Integrationsträgern, insbesondere den Trägern migrationsspezifischer Beratungsangebote nach § 45 Satz 1 des Aufenthaltsgesetzes, den Agenturen für Arbeit, den Trägern der Grundsicherung für Arbeitsuchende und Anbietern im Bereich der Erwachsenenbildung, insbesondere solchen mit Angeboten für Personen mit Migrationshintergrund, und
der Zusammenarbeit mit anderen Kursträgern, insbesondere Angaben zur organisatorischen Fähigkeit, gemeinsam Integrationskurse durchzuführen.
§ 19: IdF d. Art. 1 Nr. 15 V v. 20.2.2012 I 295 mWv 1.3.2012
(5) Bei der Erteilung der Zulassung weist das Bundesamt den Träger auf die Rechte von angestellten und freiberuflich tätigen Lehrkräften hin. Die Zulassung kann mit Auflagen erteilt werden, insbesondere zur Wochenstundenzahl der Kurse. Das Bundesamt ist berechtigt, zur Erfüllung seiner Aufgaben bei den Kursträgern Prüfungen durchzuführen, Unterlagen einzusehen und unangemeldet Kurse zu besuchen. Der Kursträger ist verpflichtet, dem Bundesamt auf Verlangen Auskünfte zu erteilen. Der Kursträger hat dem Bundesamt Änderungen, die Auswirkungen auf die Zulassung haben können, unverzüglich anzuzeigen. Der Kursträger ist verpflichtet, sein Kursangebot sowie verfügbare Kursplätze nach den Vorgaben des Bundesamtes zu veröffentlichen.
§ 20: IdF d. Art. 1 Nr. 16 V v. 20.2.2012 I 295 mWv 1.3.2012
§ 20 Abs. 5 Satz 6: Eingef. durch Art. 4 Nr. 10 V v. 31.7.2016 I 1950 mWv 6.8.2016
zur einschlägigen, mindestens zweijährigen Prüfungserfahrung des Antragstellers,
zum Einsatz von Prüfern,
zum Vorhandensein ausreichender räumlicher Kapazitäten, insbesondere zur Gesamtfläche der Prüfungsräume und zur maximalen Teilnehmeranzahl pro Prüfungstermin, und
zur Einhaltung der vom Bundesministerium des Innern nach § 43 Absatz 4 Satz 2 des Aufenthaltsgesetzes geregelten Prüfungs- und Nachweismodalitäten.
(5) Das Bundesamt kann private oder öffentliche Stellen mit einer regional zentralisierten Durchführung von Einstufungstests nach § 11 Absatz 2 beauftragen.
§ 20a: Eingef. durch Art. 1 Nr. 17 V v. 20.2.2012 I 295 mWv 1.3.2012
§ 20a Abs. 2 Nr. 4: IdF d. Art. 6 Abs. 3 Nr. 3 G v. 29.8.2013 I 3484 mWv 6.9.2013
§ 20a Abs. 5: Früherer Satz 2 aufgeh., früher Satz 1 jetzt einziger Text gem. u. idF d. Art. 1 Nr. 10 Buchst. a u. b V v. 21.6.2017 I 1875 mWv 25.6.2017
der Kursträger seine Mitwirkungspflichten nach § 8 Absatz 3 und § 14 Absatz 6 Satz 4 bei der Feststellung der ordnungsgemäßen Kursteilnahme Teilnahmeverpflichteter wiederholt verletzt,
das Insolvenzverfahren über das Vermögen des Kursträgers eröffnet worden ist oder unmittelbar droht,
der Kursträger wiederholt und trotz vorheriger Abmahnung gegen Auflagen und Nebenbestimmungen, die Bestandteil des Zulassungsbescheids sind, verstößt,
der Kursträger die Rechte seiner Mitarbeiter verletzt,
im Einstufungsverfahren wiederholt eine falsche Kurszuweisung erfolgte oder
bei der Durchführung der Tests nach § 17 Absatz 1 das vorgeschriebene Verfahren wiederholt nicht eingehalten wurde.
(2) Die Zulassung erlischt, wenn der Kursträger die Tätigkeit auf Dauer einstellt oder über einen Zeitraum von mehr als einem Jahr keinen Integrationskurs durchgeführt hat, es sei denn, das Nichtzustandekommen von Kursen beruht darauf, dass die zunächst bei dem Kursträger angemeldeten Teilnehmer nach § 7 Absatz 5 einem anderen Kursträger zugewiesen oder an einen anderen Kursträger verwiesen wurden.
§ 20b: Eingef. durch Art. 1 Nr. 18 V v. 20.2.2012 I 295 mWv 1.3.2012
§ 20b Abs. 2: IdF d. Art. 1 Nr. 11 V v. 21.6.2017 I 1875 mWv 25.6.2017
§ 21 Abs. 1 (früher einziger Text): Jetzt Abs. 1 gem. Art. 1 Nr. 18 Buchst. a V v. 5.12.2007 I 2787 mWv 8.12.2007
§ 21 Abs. 2: Eingef. durch Art. 1 Nr. 18 Buchst. b V v. 5.12.2007 I 2787 mWv 8.12.2007
Abschn. 5 Überschrift: IdF d. Art. 1 Nr. 19 V v. 20.2.2012 I 295 mWv 1.3.2012
(1) Das Bundesamt kann die Fahrtkosten bis zum Ablauf des 31. Dezember 2017 nach dem bis zum 28. Oktober 2015 geltenden Kostenvergütungsverfahren erstatten.
(2) Teilnehmer, die sich vor dem 1. Juli 2012 zu einem Integrationskurs angemeldet haben, müssen abweichend von § 9 Absatz 1 Satz 1 nur einen Kostenbeitrag in Höhe von 1 Euro pro Unterrichtseinheit an das Bundesamt leisten. Teilnehmer, die sich nach dem 30. Juni 2012 und vor dem 1. Januar 2016 zu einem Integrationskurs angemeldet haben, müssen abweichend von § 9 Absatz 1 Satz 1 nur einen Kostenbeitrag in Höhe von 1,20 Euro pro Unterrichtseinheit an das Bundesamt leisten.
§ 22: IdF d. d. Art. 2 Nr. 5 V v. 24.10.2015 I 1789 mWv 28.10.2015
§ 22 Abs. 1: IdF d. Art. 1 Nr. 12 Buchst. a V v. 21.6.2017 I 1875 mWv 25.6.2017
§ 22 Abs. 2: Früherer Abs. 2 aufgeh., früherer Abs. 3 jetzt Abs. 2 gem. Art. 1 Nr. 12 Buchst. b u. c V v. 21.6.2017 I 1875 mWv 25.6.2017
§ 23: Aufgeh. durch Art. 1 Nr. 21 V v. 20.2.2012 I 295 mWv 1.3.2012

References: § 14
 Art. 1

§ 23

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§ 1

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§ 3

§ 4

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§ 6

§ 7

§ 8

§ 9

§ 10

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§ 13

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§ 18

§ 19

§ 20

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 § 43
 § 9
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 § 9
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§ 6
 Art. 1

§ 6
 Art. 1

§ 6
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 Art. 4

§ 6
 Art. 1

§ 6
 Art. 1
 § 4

§ 7
 Art. 4

§ 7
 Art. 1

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 Art. 1
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§ 7
 Art. 4

§ 7
 Art. 4

§ 7
 Art. 4

§ 7
 Art. 1
 § 6
 § 5
 § 6
 § 11
 § 14
 § 75

§ 8
 Art. 1

§ 8
 Art. 2
 Art. 4

§ 8
 Art. 4
 Art. 5

§ 8
 Art. 4

§ 8
 Art. 4

§ 8
 Art. 4
 § 20
 § 43
 § 5
 § 6

§ 9
 Art. 2

§ 9
 Art. 1

§ 9
 Art. 2

§ 9
 Art. 1

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§ 9
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§ 9
 Art. 1
 Art. 4

§ 10
 Art. 1

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 Art. 1
 Art. 1
 § 13
 § 18
 § 20
 § 15

§ 11
 Art. 1

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§ 12
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 Art. 4

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 Art. 1
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 § 17

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 Art. 1

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 § 18
 Art. 1

§ 18

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 Art. 1

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 Art. 1

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 Art. 1

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 § 9
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 Art. 1

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