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Timestamp: 2019-07-23 08:13:24+00:00

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BGH, 01.02.1993 - II ZR 260/91 - dejure.org
https://dejure.org/1993,1536
BGH, 01.02.1993 - II ZR 260/91 (https://dejure.org/1993,1536)
BGH, Entscheidung vom 01.02.1993 - II ZR 260/91 (https://dejure.org/1993,1536)
BGH, Entscheidung vom 01. Februar 1993 - II ZR 260/91 (https://dejure.org/1993,1536)
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Gutgläubiger Erwerb - Baumaschine - Betriebserlaubnis - Original-Betriebserlaubnis
BGB § 932; StVZO § 18, § 21; ZPO § 286
Krimi am Bau: Schicksal eines Radladers (IBR 1993, 227)
NJW 1993, 1649
MDR 1993, 919
WM 1993, 1203
BauR 1993, 354
ZfBR 1993, 170
Zu einem unzulässigen Ausforschungsbeweis wird eine solche Beweisführung erst bei offensichtlicher Willkür oder Rechtsmißbrauch (…vgl. BGH, Urt. v. 23. Oktober 1986 - VII ZR 195/85, WM 1987, 110; v. 14. Januar 1988 - III ZR 4/87, WM 1988, 1478, 1479; v. 1. Februar 1993 - II ZR 260/91, NJW 1993, 1649, 1650).
Dem Beweisangebot konnte das Gericht nicht nachgehen, weil damit kein hinreichend konkreter Beweisantrag vorliegt und dies im Übrigen auf einen rechtsmissbräuchlichen Ausforschungsbeweis hinausliefe (vgl. dazu BGH v. 01.02.1993, NJW 1993, 1649 [1650]).
Die Klägerin könnte den Beweis nur erbringen durch (den Vortrag und) Nachweis mittelbarer Umstände, die den Schluss darauf rechtfertigten, der Beklagte hätte von seiner Befugnis keinen Gebrauch gemacht (vgl. etwa BGH vom 01.02.1993 - II ZR 260/91 - BVerfG, Beschluss vom 30.06.1993 - 2 BvR 459/93 -).
In der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs ist anerkannt, daß einer Partei nicht verwehrt werden kann, eine tatsächliche Aufklärung über solche für die Sachentscheidung erheblichen Punkte zu verlangen, über die sie kein zuverlässiges Wissen besitzt (…BGH, Urt. v. 13.7.1988 - IV a ZR 67/87, NJW-RR 1988, 1529;… vgl. auch BGH, Urt. v. 19.9.1985 - IX ZR 138/84, NJW 1986, 246, 247; v. 14.1.1988 - III ZR 4/87, WM 1988, 1478, 1479 und v. 1.2.1993 - II ZR 260/91, NJW 1993, 1649, 1650).
Dass eine Beschränkung des Anwendungsbereichs der gefestigten Rechtsprechung zur Bedeutung des Kfz-Briefs/der Zulassungsbescheinigung Teil II durch eine abweichende Bewertung bei landwirtschaftlich genutzten Fahrzeugen nicht angezeigt ist, ergibt sich im Übrigen auch daraus, dass der BGH bei einer nicht zulassungspflichtigen Baumaschine, für die kein Kfz-Brief existieren konnte, nicht etwa allein den Rechtsschein aus § 1006 BGB als maßgeblich ansah, sondern stattdessen auf die nach §§ 18, 21 StVZO a.F. auszustellende Betriebserlaubnis abgestellt und es als grob fahrlässig bewertet hat, wenn ein Erwerber bei Nichtvorlage dieser Erlaubnis im Original weitere Abklärung unterlässt (BGH, Urteil vom 1.2.1993, II ZR 260/91, NJW 1993, 1649, zitiert nach juris, Rn. 10).

References: § 932
 § 18
 § 21
 § 286
 BGH 
 BGH 
 BGH 
 § 1006