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Timestamp: 2016-10-22 05:25:57+00:00

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5P.313/2004 (22.09.2004)
Beschwerdegegner, vertreten durch Rechtsanwalt Christian B�r,
Der Ehemann ist dipl. Elektroingenieur ETHZ und MBA. Er war bis Ende 2003 Mitglied der Gesch�ftsleitung der U.________ AG. Seit dem 1. Januar 2004 ist er bei der T.________ AG angestellt. Die Ehefrau, ausgebildete Logop�din, ist seit der Heirat nicht mehr erwerbst�tig.
Auf Gesuch der Ehefrau vom 20. Dezember 2002 hin nahm das Gerichtspr�sidium 4 des Bezirksgerichts Baden am 24. November 2003 von der Berechtigung der Ehegatten zum Getrenntleben Vormerk. Es unterstellte die Kinder der Obhut der Mutter und regelte den pers�nlichen Verkehr des Vaters. Dieser wurde verpflichtet, an den Unterhalt seiner Kinder mit monatlich je Fr. 2'500.--, zuz�glich allf�lliger Kinderzulagen, beizutragen. Weiter wurde er dazu verhalten, der Ehefrau an ihren pers�nlichen Unterhalt monatliche Betr�ge von Fr. 6'600.-- zu bezahlen. S�mtliche Unterhaltsbeitr�ge wurden indexiert.
Beide Parteien fochten den Eheschutzentscheid mit Beschwerde beim Obergericht des Kantons Aargau an. Dessen 5. Zivilkammer setzte am 1. Juni 2004 die Kinderunterhaltsbeitr�ge auf je Fr. 1'500.--, zuz�glich Kinderzulagen, herab und erh�hte gleichzeitig den pers�nlichen Unterhaltsbeitrag f�r die Ehefrau auf Fr. 6'984.-- pro Monat.
Der Entscheid des Obergerichts kann nicht mit eidgen�ssischer Berufung angefochten werden (Art. 84 Abs. 2 OG; BGE 127 III 476 E. 2a). Aus dieser Sicht ist die staatsrechtliche Beschwerde an die Hand zu nehmen.
2.1 Gem�ss Art. 90 Abs. 1 lit. b OG hat sich der Beschwerdef�hrer mit den Erw�gungen des angefochtenen Entscheids auseinander zu setzen und im Einzelnen darzustellen, worin die Verletzung der angerufenen Verfassungsrechte bestehen soll. Im staatsrechtlichen Beschwerdeverfahren pr�ft das Bundesgericht nur klar und einl�sslich erhobene R�gen. Auf ungen�gend begr�ndete R�gen und rein appellatorische Kritik am angefochtenen Entscheid tritt das Bundesgericht nicht ein (BGE 130 I 258 E. 1.3; 127 III 279 E. 1c S. 282; 125 I 492 E. 1b S. 495, je mit Hinweisen). Diese Begr�ndungsanforderungen gelten auch f�r R�gen mit Bezug auf die Verweigerung des rechtlichen Geh�rs im Sinne von Art. 29 Abs. 2 BV.
2.2 Gem�ss Art. 9 BV hat jede Person Anspruch darauf, von den staatlichen Organen ohne Willk�r behandelt zu werden. Willk�rlich ist ein Entscheid nicht schon dann, wenn eine andere L�sung ebenfalls vertretbar erscheint oder gar vorzuziehen w�re, sondern erst, wenn er offensichtlich unhaltbar ist, zur tats�chlichen Situation in klarem Widerspruch steht, eine Norm oder einen unumstrittenen Rechtsgrundsatz krass verletzt oder in stossender Weise dem Gerechtigkeitsgedanken zuwiderl�uft, wobei Willk�r nur vorliegt, wenn nicht bloss die Begr�ndung des Entscheides, sondern auch das Ergebnis unhaltbar ist (BGE 127 I 54 E. 2b S. 56; 123 I 1 E. 4a S. 5 mit Hinweisen). Namentlich gen�gt der Umstand, dass ein anderslautender Entscheid ebenso oder gar eher vertretbar w�re, noch nicht, um einen Entscheid als willk�rlich hinzustellen (BGE 124 IV 86 E. 2a S. 88; 120 Ia 369 E. 3a S. 373; je mit Hinweisen).
Die Beschwerdef�hrerin wendet sich gegen die vom Obergericht festgelegten Unterhaltsbeitr�ge. Sie r�gt Ermessens�berschreitung (Art. 9 BV), Missachtung der Begr�ndungspflicht (Art. 29 Abs. 2 BV) und Verstoss gegen das Gleichheitsgebot (Art. 8 BV).
Das mit der "Regelung des Getrenntlebens" (Randtitel zu Art. 176 ZGB) befasste Eheschutzgericht muss unter anderem die Geldbeitr�ge festsetzen, die der eine Ehegatte dem anderen schuldet (Art. 176 Abs. 1 Ziff. 1 ZGB). Dabei steht ihm ein weiter Spielraum des Ermessens zu. Auf Willk�rbeschwerde hin kann das Bundesgericht nur eingreifen, wenn das Sachgericht grundlos von in Lehre und Rechtsprechung anerkannten Grunds�tzen abgewichen ist, wenn es Gesichtspunkte ber�cksichtigt hat, die keine Rolle h�tten spielen d�rfen, oder wenn es umgekehrt rechtserhebliche Umst�nde ausser Acht gelassen hat. Der Ermessensentscheid muss sich als im Ergebnis als offensichtlich unbillig, als in stossender Weise ungerecht erweisen (BGE 128 III 4 E. 4b S. 7; 126 III 8 E. 3c S. 10; 109 I a 107 E. 2c S. 109).
3.1 Das Obergericht ist davon ausgegangen, dass bei sehr guten wirtschaftlichen Verh�ltnissen, wie sie hier gegeben seien, der Unterhaltsbeitrag so festzulegen sei, dass der bisherige Lebensstandard weitergef�hrt werden k�nne. Vorliegend h�tten die Lebenshaltungskosten der Familie vor der Aufhebung des gemeinsamen Haushaltes durchschnittlich Fr. 13'462.-- im Monat betragen (ohne Miete, Steuern, Beitr�ge f�r die S�ule 3a, Nebenkosten f�r die Wohnung und Einrichtung der Eigentumswohnung). Diese Lebenshaltungskosten seien auf die Ehegatten und die Kinder aufzuteilen, wobei ein Verteilerschl�ssel von 2/3 zu Gunsten der Ehefrau und der Kinder und von 1/3 zu Gunsten des Ehemannes angemessen sei.
3.1.1 Die Beschwerdef�hrerin kritisiert nicht, dass das Obergericht zur Festlegung des Unterhaltsbeitrages bei den bisherigen Lebenshaltungskosten angekn�pft hat, und sie stellt auch den hierf�r eingesetzten Betrag nicht in Abrede. Hingegen r�gt sie, dass das Obergericht eine pauschale Aufteilung dieser Lebenshaltungskosten vorgenommen habe, ohne die konkreten Verh�ltnisse zu ber�cksichtigen. Sie habe eine detaillierte Bedarfsberechnung f�r sich, die Kinder und den Ehemann erstellt, doch habe sich das Obergericht damit �berhaupt nicht auseinander gesetzt, sondern eine pauschale Aufteilung vorgenommen, die es schlankweg als angemessen bezeichnet habe, ohne darzulegen, weshalb dieser Verteilerschl�ssel sachgerechter sei als ihre konkrete Bedarfsberechnung. Darin liege ein Verstoss gegen die Begr�ndungspflicht. Im �brigen sei die Aufteilung der Lebenshaltungskosten im Verh�ltnis von 2/3 zu 1/3 nicht haltbar. Dies erhelle schon daraus, dass der dem Ehemann zugebilligte Drittel den Betrag von Fr. 4'487.-- pro Monat ausmache, wogegen der effektive Bedarf nach seiner eigenen Berechnung sich nur gerade auf Fr. 1'640.-- belaufe. Falls �berhaupt eine pauschale Aufteilung vorzunehmen w�re, m�sste diese strikte nach K�pfen erfolgen. Dementsprechend w�rde eine Quote von 4/5 auf die Ehefrau und die Kinder und eine solche von 1/5 auf den Ehemann entfallen.
3.1.2 Das Gesetz schreibt dem Gericht nicht vor, nach welcher Methode der Unterhaltsbeitrag berechnet werden soll (BGE 128 III 411 E. 3.2.2 S. 414/415). Bei ausgesprochen guten wirtschaftlichen Verh�ltnissen wird wegen der damit verbundenen Sparquote von der Existenzminimums- oder Grundbedarfsberechnung mit �berschussbeteiligung bzw. -verteilung abgeraten und eine konkrete Berechnung bef�rwortet (Urteil 5C.278/2000 vom 4. April 2001, publiziert in ZBJV 138/2002, E. 3b S. 35). Bei sehr guten finanziellen Verh�ltnissen, wie sie hier gegeben sind, bildet Bezugspunkt f�r den Unterhaltsbeitrag die w�hrend des Zusammenlebens praktizierte Lebenshaltung (BGE 119 II 314 E. 4b/bb S. 318; 118 II 376 E. 20b S. 378; Urteil 5P.231/2000 vom 12. Januar 2001, publiziert in: FamPra.ch 201 S. 764). Davon ist das Obergericht ausgegangen, hat zun�chst den Gesamtunterhalt ermittelt und diesen hernach auf die beiden Haushalte aufgeteilt. Dabei hat es ber�cksichtigt, dass sich nicht zwei Einpersonenhaushalte gegen�ber stehen, sondern auf der einen Seite der Haushalt der Beschwerdef�hrerin mit ihren minderj�hrigen Kindern und auf der anderen Seite der Einpersonenhaushalt des Ehemannes. Dem Umstand, dass es sich nicht um zwei gleichartige Haushalte handelt, hat das Obergericht dadurch Rechnung getragen, dass es dem Mehrpersonenhaushalt der Beschwerdef�hrerin eine Quote von 2/3 und dem Einpersonenhaushalt des Beschwerdegegners eine solche von 1/3 zugewiesen hat. Dies ist vertretbar. Zwar l�sst sich der Unterhalt auch durch Addition einzelner Bedarfsposten, die den bisherigen Lebensstandard sicherzustellen verm�gen, ermitteln, doch kann die vom Obergericht angewendete Berechnungsweise im Ergebnis nicht als unhaltbar bezeichnet werden. Dagegen vermag der Einwand der Beschwerdef�hrerin, dass nach dieser Methode der Ehemann mehr erhalte, als er selber f�r seinen Bedarf berechnet habe, nicht aufzukommen. Denn nach der Aufhebung des gemeinsamen Haushaltes muss dieser seinen eigenen Haushalt finanzieren, wobei mehr Aufwendungen anfallen, wie etwa die Verrichtung von Haushaltsarbeiten durch Drittpersonen, weshalb die Argumentation fehl geht, der Bedarf habe w�hrend des Zusammenlebens nur gerade Fr. 1'640.-- im Monat betragen.
Wenn - wie vorliegend - der obhutsberechtigte Ehegatte mit den ihm anvertrauten Kindern in einem gemeinsamen Haushalt lebt, so stellt dieser eine wirtschaftliche Gemeinschaft dar, in welcher Bedarfspositionen anfallen, die sich nicht auf die einzelnen Mitglieder dieses Haushaltes aufteilen lassen (wie z.B. Heizkosten oder Telefonrechnungen). Angesichts dessen erscheint eine Aufteilung nach K�pfen, wie von der Beschwerdef�hrerin verlangt, nicht zwingend. Auch aus dieser Sicht erscheint die vom Obergericht vorgenommene Aufteilung zumindest im Ergebnis nicht unhaltbar.
Zur Begr�ndung der Quotenteilung von 2/3 und 1/3 hat das Obergericht explizit auf den Anspruch der Kinder auf Teilhabe an der gehobenen Lebenshaltung der Eltern hingewiesen. Nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung sollen bei guten wirtschaftlichen Verh�ltnissen die Kinder am h�heren Lebensstandard der Eltern partizipieren (BGE 120 II 285 E. 3a/cc S. 290; 116 II 110 E. 3a S. 113). Die vom Obergericht angef�hrte Begr�ndung liegt somit auf der Linie der bundesgerichtlichen Judikatur. Das Obergericht hat demnach aufgezeigt, weshalb es zu dem von ihm angewendeten Verteilerschl�ssel gekommen ist und hat insoweit der Begr�ndungspflicht gen�gt.
3.2.1 Die Beschwerdef�hrerin beanstandet weiter, das Obergericht habe bei der Berechnung des Unterhaltsbeitrages die trennungsbedingten Mehrkosten nicht ber�cksichtigt. Entweder habe es angenommen, dass gar keine solchen Kosten anfallen w�rden und deshalb auch keine entsprechenden Ermittlungen angestellt, oder aber es sei davon ausgegangen, dass sie - die Beschwerdef�hrerin - die durch das Getrenntleben verursachten Mehrkosten aus ihrem Verm�gen selber zu bezahlen habe. Beides sei willk�rlich. Denn durch die Aufhebung des gemeinsamen Haushaltes w�rden immer Mehrkosten entstehen. Diese m�ssten vom unterhaltsverpflichteten Gatten aus dessen Einkommen bestritten werden, jedenfalls soweit dies zumutbar erscheine, was vorliegend unzweifelhaft der Fall sei.
3.2.2 Das Obergericht hat dazu ausgef�hrt, dass, wo die trennungsbedingten Mehrkosten ohne weiteres gedeckt werden k�nnten, die unterhaltsberechtigte Person Anspruch auf einen Unterhaltsbeitrag habe, welcher die Weiterf�hrung des bisherigen Standards erlaube. Vorliegend sei der gesamte Lebensbedarf der Familie aus dem Erwerbseinkommen des Ehemannes gedeckt worden. Daneben w�rden aber beide Ehegatten noch �ber Verm�gensertr�ge verf�gen, die zusammen die trennungsbedingten Mehrkosten �berstiegen. Im Hinblick darauf sei der Unterhaltsbeitrag f�r die Ehefrau und die Kinder auf der Grundlage ihres Bedarfs f�r die Weiterf�hrung der bisherigen Lebenshaltung zu ermitteln.
Damit wollte das Obergericht offenbar zum Ausdruck bringen, dass in F�llen, wo die trennungsbedingten Mehrkosten durch Betr�ge gedeckt werden k�nnen, die bisher der Verm�gensbildung gedient hatten, Anspruch auf Weiterf�hrung der bisherigen Lebenshaltung besteht und daran keine Abstriche gemacht werden m�ssen wie dort, wo zur Deckung der durch das Getrenntleben verursachten Kosten nicht auf eine Sparquote zur�ckgegriffen werden kann. Diese Erw�gungen decken sich mit der bundesgerichtlichen Rechtsprechung, wonach auf bisher der Bildung von Ersparnissen dienende Einkommensteile gegriffen werden kann, um die durch das Getrenntleben verursachten Mehrkosten zu finanzieren (BGE 119 II 314 E. 4b/bb S. 318; 118 II 376 E. 20b S. 378; 114 II 26 E. 8 S. 31/32). Im �brigen trifft es nicht zu, dass das Obergericht die trennungsbedingten Mehrkosten nicht ermittelt und bei der Berechnung der Unterhaltsbeitr�ge nicht ber�cksichtigt hat. Vielmehr hat es die f�r die Ehefrau mit dem Getrenntleben anfallenden Wohnkosten, die Steuerbelastung und die Kosten der Kinderbetreuung eruiert und - wie aus der Zusammenstellung auf S. 13 oben des angefochtenen Urteils zu ersehen ist - bei der Berechnung des Unterhaltsbeitrags auch ber�cksichtigt. An den Gesamtbedarf der Ehefrau hat das Obergericht ihre eigenen Eink�nfte in H�he von Fr. 3'721.30 pro Monat angerechnet, so dass ein vom Ehemann zu leistender Unterhaltsbeitrag von gerundet Fr. 12'084.-- resultiert, worin trennungsbedingte Mehrkosten eingeschlossen sind. Damit ist der Vorwurf der Beschwerdef�hrerin, dass sie in unhaltbarer Weise die durch das Getrenntleben verursachten Mehrkosten aus ihrem eigenen Verm�gen bezahlen m�sse, entkr�ftet.
3.3.1 Als willk�rlich r�gt die Beschwerdef�hrerin weiter, dass das Obergericht die Verm�gensertr�ge vollumf�nglich angerechnet habe. W�hrend des Zusammenlebens seien sowohl der gesamte Lebensunterhalt der Familie als auch die Steuern aus dem Erwerbseinkommen des Ehemannes bezahlt worden, w�hrend jeder Ehegatte die Ertr�ge aus seinem Verm�gen f�r sich habe behalten k�nnen. Es entspreche daher der vereinbarten Lebenshaltung, dass sie �ber die Ertr�ge ihres Verm�gens frei verf�gen k�nne, und diese Abmachung wirke auch �ber die Aufhebung des gemeinsamen Haushalts hinaus. Die vollumf�ngliche Anrechnung ihres Verm�gensertrages stehe in krassem Gegensatz dazu. Aber auch mit Blick auf Art. 164 ZGB sei es willk�rlich, ihr die Verm�gensertr�ge nicht zu belassen, handle es sich dabei doch faktisch um ihren Beitrag zur freien Verf�gung. �berdies werde Art. 8 BV verletzt, wenn sie sich ihre Verm�gensertr�ge vollumf�nglich anrechnen lassen m�sse, wogegen der Ehemann die seinen behalten d�rfe.
3.3.2 Das Obergericht hat dazu bemerkt, wenn das Eheschutzverfahren, wie vorliegend, der Vorbereitung der Scheidung diene, gewinne das Ziel der wirtschaftlichen Selbstst�ndigkeit an Bedeutung und m�ssten die f�r den nachehelichen Unterhalt geltenden Kriterien von Art. 125 ZGB ber�cksichtigt werden. Deshalb bestehe ein Anspruch auf Unterhaltsleistungen nur insoweit, als der betreffende Ehegatte nicht selber f�r den geb�hrenden Unterhalt aufkommen k�nne. Angesichts dessen m�sse sich vorliegend die Ehefrau die Eink�nfte aus ihrem Verm�gen an ihren Unterhaltsbedarf anrechnen lassen.
3.3.3 Wenn mit der Wiederherstellung des gemeinsamen Haushaltes nicht mehr ernsthaft gerechnet werden kann, so ist es sachgerecht, bei der Festsetzung der Unterhaltsbetr�ge die f�r den nachehelichen Unterhalt massgebenden Kriterien von Art. 125 ZGB miteinzubeziehen. Dementsprechend gewinnt die Eigenversorgungskapazit�t des unterhaltsberechtigten Ehegatten an Bedeutung (BGE 128 III 65 E. 4a S. 67). Vorliegend ist nach den �bereinstimmenden Aussagen der Parteien mit der Wiederaufnahme des Zusammenlebens im Ernst nicht mehr zu rechnen. Damit gewinnt die Frage an Bedeutung, ob und inwieweit die Beschwerdef�hrerin selbst f�r ihren Unterhalt zu sorgen vermag, wobei die in Art. 125 ZGB verankerten Kriterien heranzuziehen sind. In Ziff. 5 der genannten Bestimmung werden Einkommen und Verm�gen des betreffenden Ehegatten erw�hnt. Zum Einkommen geh�rt auch der Verm�gensertrag (BGE 127 III 289 E. 2b S. 293; Urteil 5C.29/2001 vom 6. September 2001 E. 3a). Dem Kriterium von Art. 125 Abs. 2 Ziff. 5 ZGB hat das Obergericht Rechnung getragen, indem es der Beschwerdef�hrerin unter dem Gesichtswinkel der Eigenversorgungskapazit�t die Ertr�ge aus ihrem Verm�gen angerechnet hat. Darin liegt keine Willk�r. Die Anrechnung der Verm�gensertr�ge verst�sst auch nicht gegen Art. 164 ZGB. Wird n�mlich im Rahmen des Eheschutzverfahrens der Unterhaltsbeitrag gerichtlich festgesetzt, so ist der Freibetrag gem�ss Art. 164 ZGB in der Regel darin enthalten und nicht zus�tzlich geschuldet (Hasenb�hler, Basler Kommentar, N. 28 zu Art. 164 ZGB; vgl. auch Urteil 5P.231/2000 vom 12. Januar 2001, in: FamPra.ch 2001 S. 767). Im �brigen besteht der Anspruch auf einen Freibetrag ohnehin nur, wenn der haushaltf�hrende Ehegatte nicht selber �ber Eink�nfte verf�gt, die ihm eine gewisse finanzielle Unabh�ngigkeit garantieren (BGE 114 II 301 E. 4a S. 306). Vorliegend besitzt die Beschwerdef�hrerin ein Verm�gen von Fr. 1.5 Mio. und verf�gt demnach �ber eine finanzielle Unabh�ngigkeit, die weit �ber dem Durchschnitt liegt. Angesichts dessen ist es mehr als fraglich, ob sie �berhaupt einen Freibetrag nach Art. 164 ZGB beanspruchen k�nnte. Jedenfalls aber ist die Ber�cksichtigung ihrer Verm�genslage unter dem Willk�rgesichtspunkt nicht zu beanstanden.
Die Anrechnung der Verm�gensertr�ge verst�sst auch nicht gegen Art. 8 BV. Die Eink�nfte der Ehefrau aus Verm�gen betragen Fr. 3'721.-- pro Monat, jene des Ehemannes Fr. 2'477.15, so dass sie sich ungef�hr die Wage halten. Dem Ehemann verbleibt von seinem Einkommen nach Abzug der Wohnkosten und der Unterhaltsbeitr�ge ein Betrag von Fr. 2'550.-- bei einer Steuerbelastung von Fr. 3'625.-- pro Monat. Auch wenn er zur Bezahlung der Steuern auf Bonuszahlungen zur�ckgreifen kann, wird er gleichwohl zur Deckung seines Bedarfes die Verm�gensertr�ge heranziehen m�ssen, wie dies auch auf Seiten der Ehefrau der Fall sein d�rfte. Eine Art. 8 BV verletzende Ungleichbehandlung der Ehegatten liegt nicht vor.
3.4 Nach Auffassung der Beschwerdef�hrerin ist das Obergericht auch dadurch in Willk�r verfallen, weil es f�r die Kinderbetreuung einen Stundenansatz von nur gerade Fr. 10.-- angewendet und hierf�r erst noch keine Begr�ndung abgegeben habe. Mit Blick auf die sehr guten finanziellen Verh�ltnisse h�tten die Kinder Anspruch auf eine professionelle Betreuung, wof�r nach den Angaben des Forums f�r Hauswirtschaft in Baden ein Stundenansatz von Fr. 33.30 anzunehmen sei.
Das Obergericht hat dazu bemerkt, es treffe zu, dass die Ehefrau bei gelegentlichen Abwesenheiten ihre Kinder nicht w�hrend Stunden unbeaufsichtigt zu Hause lassen k�nne, doch gen�ge f�r die Beaufsichtigung ein Babysitter, f�r den erfahrungsgem�ss Fr. 10.-- pro Stunde aufgewendet werden m�ssten. Das Obergericht hat dabei auch auf die zunehmende Selbstst�ndigkeit der Kinder hingewiesen. Der Haupteinwand der Beschwerdef�hrerin, es gehe um die Betreuung von drei Kindern, die nicht ohne weiteres einem schulpflichtigen M�dchen anvertraut werden k�nne, ist rein appellatorisch (E. 2.1 hiervor), denn die �lteste Tochter ist zw�lfeinhalb und die j�ngste bald neun Jahre alt. Nicht substantiiert begr�ndet ist unter diesen Umst�nden auch der Vorwurf, das Obergericht habe seine Begr�ndungspflicht verletzt (E. 2.1 hiervor).
3.5 Willk�r erblickt die Beschwerdef�hrerin auch darin, dass das Obergericht im Rahmen der Lebenshaltungskosten die ihr durch das Getrenntleben erwachsenen Anwaltskosten unber�cksichtigt gelassen und sich mit ihren diesbez�glichen Vorbringen gar nicht auseinander gesetzt habe.
Es trifft zu, dass die Beschwerdef�hrerin im kantonalen Verfahren verlangt hat, f�r sie - wie auch f�r den Beschwerdegegner - m�ssten pro Monat Fr. 1'000.-- f�r Anwaltskosten ber�cksichtigt werden. Der Anspruch wurde mit Hinweis auf Hausheer/Reusser/Geiser begr�ndet (Berner Kommentar, N. 15 zu Art. 163 ZGB). Es ist auch richtig, dass sich das Obergericht damit nicht auseinander gesetzt hat. Der Grundsatz des rechtlichen Geh�rs gebietet indessen nicht, dass sich eine Beh�rde ausdr�cklich mit jeder tatbest�ndlichen Behauptung und jedem rechtlichen Einwand befassen muss. Vielmehr kann sie sich auf die f�r den Entscheid wesentlichen Gesichtspunkte beschr�nken (BGE 126 I 97 E. 2b S. 102/103). Das Obergericht konnte im vorliegenden Fall ohne Verletzung von Art. 29 Abs. 2 BV von einer Auseinandersetzung mit dem Einwand absehen. Denn die von der Beschwerdef�hrerin zitierten Autoren f�hren am gleichen Ort aus, weil im Gegensatz zum fr�heren Recht f�r die Kosten des Unterhalts nicht mehr in erster Linie der Mann, sondern beide Ehegatten nach ihren Kr�ften aufzukommen h�tten, m�sse nicht mehr in jedem Fall der Mann den Prozesskostenvorschuss leisten. Prozesskostenvorsch�sse seien vielmehr wie die �brigen Unterhaltskosten zwischen den Ehegatten aufzuteilen und der erwerbst�tige Ehegatte m�sse die Prozesskosten f�r den Scheidungsprozess nur dann vorschiessen, wenn der Hausgatte �ber keine eigenen Eink�nfte verf�ge. Da dies im vorliegenden Fall offensichtlich nicht zutrifft (E. 3.3.3 hiervor), konnte das Obergericht das Vorbringen unber�cksichtigt lassen.
Das Obergericht hat weiter im Zusammenhang mit der Kostenverlegung ausgef�hrt, dass dem eherechtlichen Verfahren in der Regel ein famili�rer Konflikt zugrunde liege, f�r den in den meisten F�llen beide Parteien zumindest moralische Verantwortung tragen w�rden. Angesichts dessen w�rden beim erstinstanzlichen Eheschutzverfahren die Gerichtskosten halbiert und die Parteikosten wettgeschlagen. Dies l�sst darauf schliessen, dass nach der Auffassung des Obergerichts jeder Ehegatte seinen Rechtsschutzaufwand selber zu tragen habe, weil jeder von ihnen Verantwortung f�r den das Eheschutzverfahren ausl�senden Familienkonflikt trage. Diese Auffassung deckt sich mit der im geltenden Recht verwirklichten Gleichberechtigung von Mann und Frau. Auf den in diesem Zusammenhang erhobenen Willk�rvorwurf kann mangels Begr�ndung nicht eingetreten werden (E. 2.1 hiervor).
3.6 Die Beschwerdef�hrerin r�gt sodann als willk�rlich, dass ihr das Obergericht in krasser Verletzung von Art. 173 Abs. 2 ZGB eine Haushalthilfe verweigert habe, obwohl sie Anspruch habe auf Entlastung bei der Haushaltf�hrung und der Kinderbetreuung; denn andernfalls sei es ihr gar nicht m�glich, sich auf den sp�teren Wiedereinstieg ins Berufsleben angemessen vorzubereiten. Das Obergericht hat dazu bemerkt, die Ehefrau habe nicht nachweisen k�nnen, dass sie w�hrend des Zusammenlebens eine Haushalthilfe gehabt habe, aber selbst wenn dies angenommenen w�rde, so w�ren die entsprechenden Kosten im errechneten Gesamtaufwand der Familie enthalten.
Art. 173 Abs. 2 ZGB, auf den die Beschwerdef�hrerin sich beruft, ist nach der Aufhebung des gemeinsamen Haushaltes gar nicht anwendbar, wie sich schon aus dem Randtitel "w�hrend des Zusammenlebens" ergibt. Damit st�sst die Argumentation der Beschwerdef�hrerin von vornherein ins Leere. Im �brigen sind die der Obhut der Beschwerdef�hrerin unterstellten T�chter alle schulpflichtig und bed�rfen daher keiner durchgehenden Betreuung mehr, so dass es der Beschwerdef�hrerin, die derzeit nicht berufst�tig ist, m�glich sein muss, sich auch ohne Haushalthilfe auf den sp�teren Wiedereinstieg ins Erwerbsleben vorzubereiten.
3.7 Die Beschwerdef�hrerin r�gt auch Aktenwidrigkeit, weil das Obergericht bei der Berechnung der auf sie entfallenden Steuerbelastung die im Kanton Graub�nden bezahlten Steuern nicht ber�cksichtigt habe. Es mag sein, dass das Obergericht die von der Beschwerdef�hrerin ins Recht gelegten Belege �ber die der Gemeinde Sarn/GR entrichteten Steuern �bersehen hat. Es handelt sich um einen Betrag von Fr. 1'559.-- pro Jahr oder um Fr. 129.-- pro Monat. Die Beschwerdef�hrerin legt nun aber nicht dar, inwiefern die Nichtber�cksichtigung dieses geringen Betrages mit Blick auf ihre guten finanziellen Verh�ltnisse vor Art. 9 BV nicht standhalten soll (E. 3.3.3 und 2.1 hiervor).
3.8 Die Beschwerdef�hrerin macht schliesslich geltend, das Obergericht habe die Kinderunterhaltsbeitr�ge zu niedrig angesetzt und nicht beachtet, dass die Kinder am Wohlstand der Eltern partizipieren sollen. Ob das Urteil auch in diesem Punkt willk�rlich sei, m�sse das Bundesgericht entscheiden.
Dieses Vorbringen gen�gt den Anforderungen von Art. 90 Abs. 1 lit. b OG nicht, weshalb darauf nicht eingetreten werden kann (E. 2.1 hiervor). Erst recht gilt dies f�r die Ausf�hrungen der Beschwerdef�hrerin - soweit diese nicht ohnehin neu und damit unzul�ssig sind (BGE 129 I 49 E. 3 S. 57 mit Hinweisen) -, dass sich die finanzielle Situation des Ehemannes wegen dessen Erbanspr�chen gegen�ber einem Onkel noch viel besser pr�sentiere, als das Obergericht dies angenommen habe.
Die Beschwerdef�hrerin unterliegt und wird damit kostenpflichtig (Art. 156 Abs. 1 OG). Da keine Vernehmlassung eingeholt worden ist, stellt sich die Frage einer Parteientsch�digung nicht.

References: BGE 
 Art. 90
 Art. 29
 Art. 9
 Art. 176
 Art. 164
 Art. 8
 Art. 125
 Art. 125
 Art. 125
 Art. 125
 Art. 164
 Art. 164
 Art. 164
 Art. 164
 Art. 8
 Art. 8
 Art. 163
 Art. 29
 Art. 173

Art. 173
 Art. 9
 Art. 90