Source: https://www.ris.bka.gv.at/JustizEntscheidung.wxe?Abfrage=Justiz&Dokumentnummer=JJT_19760511_OGH0002_0040OB00314_7600000_000&IncludeSelf=True
Timestamp: 2019-12-09 19:05:49+00:00

Document:
RIS - Rechtssätze und Entscheidungstext 4Ob314/76 - Justiz (OGH, OLG, LG, BG, OPMS, AUSL)
Rechtssatz für 1Ob137/52 4Ob314/76 4Ob...
RS0066823
1Ob137/52; 4Ob314/76; 4Ob315/87
MSchG 1953 §1
Zeichen, die die Ware nur beschreiben, bloß eine Funktion der Ware abgeben, können nicht markenrechtlichen Schutz genießen (Haas - Backpulver und Vanillinzucker - gegen Firma König).
1 Ob 137/52
Entscheidungstext OGH 12.03.1952 1 Ob 137/52
Beisatz: Siehe auch 1 Ob 359/52. (T1) Veröff: SZ 25/63 = ÖBl 1957,34
Beisatz: Schwedenbombe (T2) Veröff: SZ 49/65 = ÖBl 1976,151
Auch; Veröff: GRURInt 1988,520 = WBl 1987,162 = ÖBl 1987,63
ECLI:AT:OGH0002:1952:RS0066823
JJR_19520312_OGH0002_0010OB00137_5200000_002
Rechtssatz für 3Ob551/54 3Ob22/56 4Ob3...
RS0079887
3Ob551/54; 3Ob22/56; 4Ob307/59; 4Ob337/59; 4Ob312/60; 4Ob342/61; 4Ob357/61; 4Ob336/63; 4Ob347/68; 4Ob315/70; 4Ob366/70; 4Ob314/71; 4Ob317/71; 4Ob302/74; 4Ob332/75; 4Ob369/75 (4Ob370/75); 4Ob314/76; 4Ob314/79; 4Ob327/79; 4Ob400/79; 4Ob369/80; 4Ob388/80; 4Ob401/80; 4Ob306/83; 4Ob119/91; 4Ob26/93; 4Ob114/92 (4Ob115/92); 4Ob74/93; 4Ob161/93; 4Ob79/94; 4Ob59/95; 4Ob1076/95; 4Ob84/95; 4Ob266/98s; 4Ob239/04g
Die Registrierung einer Marke schafft nur einen prima facie Beweis dafür, daß die Voraussetzungen für die Registrierung im Zeitpunkt der Registrierung gegeben waren (3 Ob 450/53). Die Gerichte haben aber jedenfalls die Verwendung einer Marke unter dem Gesichtspunkt des Wettbewerbsrechts selbstständig zu untersuchen und können dabei zu einem anderen Ergebnis kommen als die Markenrechtsbehörde, die einen solchen Gesichtspunkt nicht zu berücksichtigen hat.
3 Ob 551/54
Entscheidungstext OGH 06.10.1954 3 Ob 551/54
Veröff: SZ 27/250 = GRUR 1955,10 = PatBl I 1955 Nr 5 S 74
3 Ob 22/56
Entscheidungstext OGH 08.02.1956 3 Ob 22/56
Veröff: GRUR 1956,30
4 Ob 337/59
Entscheidungstext OGH 01.09.1959 4 Ob 337/59
nur: Die Gerichte haben aber jedenfalls die Verwendung einer Marke unter dem Gesichtspunkt des Wettbewerbsrechts selbstständig zu untersuchen und können dabei zu einem anderen Ergebnis kommen als die Markenrechtsbehörde, die einen solchen Gesichtspunkt nicht zu berücksichtigen hat. (T1)
4 Ob 312/60
Entscheidungstext OGH 29.03.1960 4 Ob 312/60
4 Ob 342/61
Entscheidungstext OGH 29.08.1961 4 Ob 342/61
4 Ob 357/61
Entscheidungstext OGH 19.12.1961 4 Ob 357/61
4 Ob 336/63
Entscheidungstext OGH 24.07.1963 4 Ob 336/63
Beisatz: Almdudler. (T2) Veröff: GRUR 1964,32
4 Ob 347/68
Entscheidungstext OGH 17.12.1968 4 Ob 347/68
Veröff: GRUR 1969,66
4 Ob 315/70
Entscheidungstext OGH 14.04.1970 4 Ob 315/70
nur T1; Veröff: ÖBl 1970,126
4 Ob 366/70
Entscheidungstext OGH 02.02.1971 4 Ob 366/70
nur: Die Registrierung einer Marke schafft nur einen prima facie Beweis dafür, daß die Voraussetzungen für die Registrierung im Zeitpunkt der Registrierung gegeben waren. (T3) Veröff: ÖBl 1972,18
4 Ob 314/71
Entscheidungstext OGH 30.03.1971 4 Ob 314/71
nur T3; Beisatz: Das gilt grundsätzlich auch für Marken, die neben schutzfähigen Bestandteilen auch solche enthalten, welche nur unter der Bedingung ihrer Verkehrsdurchsetzung (§ 1 Abs 2, § 4 Abs 2 Markschenschutzgesetz 1970) registrierungsfähig sind. (T4) Veröff: ÖBl 1971,107 (Anm Hermann)
Veröff: ÖBl 1972,15
Beisatz: Knopftuchflaschenverschluß. (T5) Veröff: ÖBl 1974,115
4 Ob 332/75
Entscheidungstext OGH 23.09.1975 4 Ob 332/75
Beisatz: Bi. (T6) Veröff: ÖBl 1976,65
Beisatz: Schwedenbombe. (T8) Veröff: SZ 49/65 = ÖBl 1976,154
4 Ob 369/75
Entscheidungstext OGH 11.05.1976 4 Ob 369/75
nur T1; Beisatz: Umstände aber, die eine amtswegige Schutzverweigerung durch die österreichische Markenbehörde nach Art 5 Abs 1 Madrider Markenabkommen in Verbindung mit Art 6quinquies PVÜ nicht rechtfertigen könnten, sind auch vom Gericht zu berücksichtigen. ("Smile"). (T7) Veröff: SZ 49/63 = EvBl 1977/17 S 41 = JBl 1977,423 = GRURInt 1977,337
nur T1; Veröff: ÖBl 1980,13
nur T1; Veröff: SZ 52/192
Beisatz: Miß Broadway. (T9) Veröff: ÖBl 1981,69 = GRURInt 1982,202
Auch; Beisatz: Irreführende Marke "Egger-Bier seit 1675". (T10)
Beisatz: Die - endgültige - Löschung der Marke entzieht aber einem auf dieses Markenrecht gestützten Unterlassungsbegehren nach § 9 Abs 3 UWG in jedem Fall die rechtliche Grundlage. (Hier: Löschung angefochten: Bescheinigung geschwächt). (T11) Beisatz: Tabasco im Fordhof IV. (T12)
Beisatz: Die Registrierung einer Marke durch das Patentamt bedeutet aber nur dann einen prima-facie-Beweis für die Verkehrsgeltung eines Zeichens, das nur auf Grund eines Verkehrsgeltungsnachweises eingetragen werden kann, wenn ein solcher Nachweis tatsächlich Grundlage der Eintragung war (ÖBl 1982,160; ÖBl 1986,7) ("Gaudi-Stadl"). (T13)
nur T1; Beis wie T13; Veröff: ÖBl 1993,95
nur T3; Beis wie T13
4 Ob 59/95
Entscheidungstext OGH 11.07.1995 4 Ob 59/95
Auch; nur T3; Beis wie T13; Beisatz: Dabei ist das Gericht bei der Beurteilung von Rechtsfragen völlig frei ("New Yorker"). (T14)
4 Ob 1076/95
Entscheidungstext OGH 10.10.1995 4 Ob 1076/95
4 Ob 84/95
Entscheidungstext OGH 05.12.1995 4 Ob 84/95
nur: Die Gerichte haben aber jedenfalls die Verwendung einer Marke unter dem Gesichtspunkt des Wettbewerbsrechts selbstständig zu untersuchen. (T15) Beis wie T13
4 Ob 239/04g
Entscheidungstext OGH 30.11.2004 4 Ob 239/04g
Vgl auch; Veröff: SZ 2004/173
Pariser Verbandsübereinkunft zum Schutze des gewerblichen Eigentums BGBl 1973/369
ECLI:AT:OGH0002:1954:RS0079887
JJR_19541006_OGH0002_0030OB00551_5400000_001
Rechtssatz für 4Ob336/63 4Ob302/74 4Ob...
RS0066845
4Ob336/63; 4Ob302/74; 4Ob314/76; 4Ob327/79; 4Ob369/80; 4Ob315/87; 4Ob69/88; 4Ob33/89; 4Ob77/89; 4Ob76/90; 4Ob77/91; 4Ob119/91; 4Ob21/92; 4Ob29/92; 4Ob26/92; 4Ob26/93; 4Ob114/92 (4Ob115/92); 4Ob74/93; 4Ob80/93; 4Ob157/93; 4Ob161/93; 4Ob158/93; 4Ob8/95; 4Ob59/95; 4Ob1076/95; 4Ob84/95; 4Ob1110/95; 4Ob2098/96z; 4Ob159/97d; 4Ob252/97f; 4Ob128/98x; 4Ob235/98g; 4Ob76/99a; 4Ob325/99v; 4Ob137/00a; 4Ob316/00z; 4Ob28/06f; 17Ob2/08f; 17Ob13/08y; 4Ob77/15z
MSchG §2
MSchG §9
MSchG §19 Abs2
UWG §9 Abs3 F3
Die Eintragung einer Marke im Markenregister begründet für die Zivilgerichte keine rechtliche Bindung, aber eine Bescheinigung beziehungsweise einen prima - facie - Beweis dafür, dass die tatsächlichen Eintragungsvoraussetzungen im Prioritätszeitpunkt gegeben waren.
Veröff: JBl 1964,38 = ÖBl 1964,32
Beisatz: Kopftuch - Flaschenverschluss. (T1) Veröff: ÖBl 1974,115
Beisatz: Schwedenbombe (T2) Veröff: SZ 49/65 = ÖBl 1976,154
nur: Die Eintragung einer Marke im Markenregister begründet für die Zivilgerichte keine rechtliche Bindung. (T3) Veröff: ÖBl 1980,13
Beisatz: Miss Broadway. (T4) Veröff: ÖBl 1981,69
4 Ob 69/88
Entscheidungstext OGH 13.09.1988 4 Ob 69/88
Auch; Beisatz: Da das Gericht - soweit es um Rechtsfragen geht - die Verwendung der Marke unter dem Gesichtspunkt des Wettbewerbsrechtes selbständig zu beurteilen hat, kann es einer registrierten Marke den Schutz nach § 9 Abs 3 UWG dann versagen, wenn es im Gegensatz zur Markenbehörde ein absolutes Eintragungshindernis annimmt. - "Bürgerbräu". (T5)
Beisatz: Soweit nicht die Voraussetzungen des § 57 MSchG vorliegen. (T6) Veröff: ÖBl 1990,24
Beis wie T5; Beisatz: EXPO - Technik. (T7)
4 Ob 77/91
Entscheidungstext OGH 10.09.1991 4 Ob 77/91
Auch; Beisatz: CTC (T8) Veröff: MR 1992,37
Beis wie T5; Beisatz: Die Registrierung einer Marke durch das Patentamt bedeutet aber nur dann einen prima - facie - Beweis für die Verkehrsgeltung eines Zeichens, das nur auf Grund eines Verkehrsgeltungsnachweises eingetragen werden kann, wenn ein solcher Nachweis tatsächlich Grundlage der Eintragung war (ÖBl 1982,160; ÖBl 1986,7). - "Gaudi - Stadl". (T9)
4 Ob 21/92
Entscheidungstext OGH 07.04.1992 4 Ob 21/92
Auch; Beis wie T9; Beisatz: Resch und frisch. (T10) Veröff: ÖBl 1992,218
Auch; Beis wie T9; Veröff: ÖBl 1992,221
4 Ob 80/93
Entscheidungstext OGH 13.07.1993 4 Ob 80/93
Beis wie T5; Beis wie T9; Veröff: ÖBA 1994,556
nur T3; Beisatz: Ebenso bei der Beurteilung, ob der Gebrauch einer Marke irreführend im Sinn des § 2 UWG ist. (T11)
4 Ob 8/95
Entscheidungstext OGH 17.01.1995 4 Ob 8/95
nur T3; Beisatz: Es hat vielmehr die Vorfrage, ob das Markenrecht des Klägers nach den Bestimmungen des MSchG besteht, selbständig zu prüfen. (T12)
Beis wie T5; Beis wie T9; Beis wie T12; Beisatz: Dabei ist das Gericht bei der Beurteilung von Rechtsfragen völlig frei. - "New Yorker". (T13)
nur T3; Beis wie T9; Beis wie T12
4 Ob 2098/96z
Entscheidungstext OGH 14.05.1996 4 Ob 2098/96z
4 Ob 252/97f
Entscheidungstext OGH 09.09.1997 4 Ob 252/97f
Auch; Beis wie T9 nur: Die Registrierung einer Marke durch das Patentamt bedeutet aber nur dann einen prima - facie - Beweis für die Verkehrsgeltung eines Zeichens, das nur auf Grund eines Verkehrsgeltungsnachweises eingetragen werden kann, wenn ein solcher Nachweis tatsächlich Grundlage der Eintragung war. (T14)
Auch; nur T3; Beisatz: Umso weniger kann eine derartige Bindung an die Rechtsauffassung anderer (für Markenregistrierungen in anderen Mitgliedsstaaten zuständiger) Behörden bejaht werden. (T15)
4 Ob 76/99a
Entscheidungstext OGH 23.03.1999 4 Ob 76/99a
Vgl; nur: Die Eintragung einer Marke im Markenregister begründet für die Zivilgerichte keine rechtliche Bindung. (T16); Beisatz: Die Berechtigung zur Verwendung einer Marke ist im Unterlassungsrechtsstreit von den Gerichten selbständig zu prüfen. (T17)
4 Ob 325/99v
Entscheidungstext OGH 18.01.2000 4 Ob 325/99v
4 Ob 137/00a
Entscheidungstext OGH 24.10.2000 4 Ob 137/00a
Vgl auch; Beis wie T5 nur: Da das Gericht - soweit es um Rechtsfragen geht - die Verwendung der Marke unter dem Gesichtspunkt des Wettbewerbsrechtes selbständig zu beurteilen hat, kann es einer registrierten Marke den Schutz nach § 9 Abs 3 UWG dann versagen, wenn es im Gegensatz zur Markenbehörde ein absolutes Eintragungshindernis annimmt. (T18)
4 Ob 316/00z
Entscheidungstext OGH 13.02.2001 4 Ob 316/00z
Auch; Beis wie T14; Beisatz: Dieser Umstand ist nach § 17 Abs 1 Z 7 MSchG zwingend im Markenregister einzutragen. (T19); Veröff: SZ 2006/61
17 Ob 13/08y
Entscheidungstext OGH 26.08.2008 17 Ob 13/08y
Beis wie T9; Beis wie T14; Beisatz: Die Berufung auf eine bloße (und bereits abgelaufene) Markenregistrierung in der Vergangenheit reicht nicht aus, um eine Verkehrsgeltung für ein Zeichen annehmen zu können. (T20)
ECLI:AT:OGH0002:1963:RS0066845
JJR_19630724_OGH0002_0040OB00336_6300000_001
RS0066830
4Ob302/74; 4Ob314/76; 4Ob315/87; 4Ob14/01i
Auch bei körperlichen Marken kann eine allenfalls zu geringe oder gänzlich fehlende Kennzeichnungskraft stets durch eine entsprechend hohe Verkehrsgeltung ausgeglichen werden.
Beisatz: Kopftuch - Flaschenverschluß. (T1) Veröff: ÖBl 1974,115
Beisatz: Schwedenbombe (T2) Veröff: ÖBl 1976,154
4 Ob 14/01i
Entscheidungstext OGH 30.01.2001 4 Ob 14/01i
ECLI:AT:OGH0002:1974:RS0066830
JJR_19740219_OGH0002_0040OB00302_7400000_002
Rechtssatz für 4Ob360/74 4Ob314/76 4Ob...
RS0043623
4Ob360/74; 4Ob314/76; 4Ob324/77; 4Ob371/80
Das Vorliegen oder Nichtvorliegen einer auf die Verwechslung im Sinne des § 9 UWG gerichteten Absicht ist eine Tatfrage.
Beisatz: Schwedenbomben (T1) Veröff: ÖBl 1976,154 = SZ 49/65
Beisatz: Drehstapelbehälter auch im Provisorialverfahren. (T2)
ECLI:AT:OGH0002:1974:RS0043623
JJR_19741217_OGH0002_0040OB00360_7400000_001
Rechtssatz für 4Ob314/76
RS0043670
Tatfrage, ob die als Marke eingetragene Form der Ware durch die wirtschaftlichste und zweckmäßigste Art ihrer Erzeugung funktionell bedingt ist.
Beisatz: Schwedenbombe (T1) Veröff: ÖBl 1976,151 = SZ 49/65
ECLI:AT:OGH0002:1976:RS0043670
JJR_19760511_OGH0002_0040OB00314_7600000_001
Rechtssatz für 4Ob314/76 4Ob327/79 4Ob...
RS0066564
4Ob314/76; 4Ob327/79; 4Ob375/80; 4Ob401/80; 4Ob370/81; 4Ob359/82; 4Ob369/84; 4Ob38/88; 4Ob95/88; 4Ob84/89; 4Ob138/89; 4Ob76/90; 4Ob40/91; 4Ob17/94; 4Ob1076/95; 4Ob269/97f; 4Ob29/98p
Schutzunfähig sind Wörter, die der Umgangssprache oder einer Fachsprache angehören und für die ein Freihaltebedürfnis besteht, damit nicht ein Wort, das für die Verständigung der Menschen erforderlich ist, durch Monopolisierung zugunsten einer bestimmten Person der Sprache entzogen wird (Hohenecker-Friedl, Wettbewerbsrecht 166/167, ÖBl 1970,149, ÖBl 1960,70). Dies gilt auch für eine bestimmte Form einer Ware, wenn sie eine Folge der zweckmäßigsten und wirtschaftlichsten Herstellungsart ist.
Beisatz: Schwedenbombe (T1) Veröff: SZ 49/65 = ÖBl 1976,154
Auch; nur: Schutzunfähig sind Wörter, die der Umgangssprache oder einer Fachsprache angehören und für die ein Freihaltebedürfnis besteht, damit nicht ein Wort, das für die Verständigung der Menschen erforderlich ist, durch Monopolisierung zugunsten einer bestimmten Person der Sprache entzogen wird. (T2) Beisatz: Perlite-Perlitex (T3) Veröff: ÖBl 1980,13
Auch; nur T2; Beisatz: Rustikal (T4) Beisatz: Rustikal-Rusticane (T5) Veröff: SZ 54/1 = ÖBl 1981,106
nur T2; Beisatz: "TÜV" Für Worte der Fachsprache, die naturgemäß nur von einem beschränkten Personenkreis verwendet werden (ÖBl 1980,13), besteht dieses absolute Freihaltebedürfnis schon dann, wenn sie unter den in Frage kommenden Fachleuten allgemein gebräuchlich sind. (T6)
4 Ob 370/81
Entscheidungstext OGH 18.05.1982 4 Ob 370/81
Beisatz: Freihaltebedürfnis des Wortes "Promotions" in der Werbebranche. Daß die breite Öffentlichkeit den Firmenbestandteil "Promotions" als reines Phantasiewort ansehen wird, ist ohne rechtliche Bedeutung; maßgebend ist, daß dieses Wort innerhalb bestimmter Fachkreise nur die Bedeutung eines beschreibenden Hinweises auf die Art der Tätigkeit des betreffenden Unternehmens zukommt. (T7) Veröff: ÖBl 1982,158
4 Ob 359/82
Entscheidungstext OGH 21.09.1982 4 Ob 359/82
nur T2; Beisatz: Baumaschinen (T8)
nur T2; Beisatz: Flugambulanz (T9) Veröff: ÖBl 1985,11
Vgl auch; Beisatz: Firmenschlagwort "lemod ist Phantasiewort. (T10)
nur T2; Beisatz: Propangas (T11) Veröff: ÖBl 1990,117
4 Ob 138/89
Entscheidungstext OGH 07.11.1989 4 Ob 138/89
Auch; nur T2; Beis wie T6; Beisatz: Kombucha (T12) Veröff: WBl 1990,217 = ÖBl 1990,165
Vgl; Beis wie T6; Beisatz: EXPO-Technik (T13)
Vgl auch; nur T2; Beisatz: New-line (T14) Veröff: RdW 1991,292 = WBl 1991,298
Beisatz: Hier: MOTO (T14)
nur T2; Beisatz: Auch an Ausdrücken einer Fachsprache besteht (bei Verwendung als Begriff einer Warengattung) ein allgemeines Freihaltebedürfnis. (T15) Beisatz: "Energetik" (T16)
nur T2; Beisatz: Maßgebend ist dabei, daß diese Wörter (wenn auch nur innerhalb bestimmter Fachkreise) allgemein gebräuchlich sind und ihnen die Bedeutung eines beschreibenden Hinweises auf die Art der Tätigkeit des betreffenden Unternehmens zukommt. (T17)
ECLI:AT:OGH0002:1976:RS0066564
JJR_19760511_OGH0002_0040OB00314_7600000_002
Rechtssatz für 4Ob314/76 4Ob40/91
RS0066829
4Ob314/76; 4Ob40/91
Wenn auch grundsätzlich eine fehlende oder zu geringe Kennzeichnungskraft durch eine entsprechende Verkehrsgeltung ausgeglichen werden kann, so muß doch das entsprechende Zeichen an sich schutzfähig sein und darf ihm nur die erforderliche Kennzeichnungskraft fehlen.
Beisatz: Schwedenbomben (T1) Veröff: SZ 49/65 = ÖBl 1976,154
Vgl auch; Beisatz: New line. (T2) Veröff: WBl 1991,298
ECLI:AT:OGH0002:1976:RS0066829
JJR_19760511_OGH0002_0040OB00314_7600000_004
Rechtssatz für 4Ob314/76 4Ob76/90 4Ob7...
RS0067025
4Ob314/76; 4Ob76/90; 4Ob77/91; 4Ob8/96; 4Ob11/98s; 4Ob52/98w; 4Ob247/98x; 4Ob330/98b; 4Ob21/02w; 4Ob28/06f; 4Ob89/06a; 4Ob134/06v; 17Ob1/08h; 17Ob11/08d; 17Ob32/08t; 17Ob40/08v
MSchG 1970 §57
Sofern nicht die Voraussetzungen des § 57 MSchG vorliegen oder über ein Löschungsbegehren des Beklagten schon vor Beginn des Rechtsstreites rechtskräftig abschlägig entschieden wurde, ist das Gericht bei der Beurteilung des wettbewerbsrechtlichen Schutzes nach den Bestimmungen des UWG, der durch die Eintragung seiner Marke in das Markenregister erworben wird, an die Entscheidung des Patentamtes nicht gebunden. Aus § 57 MSchG ergibt sich, dass das Gericht die Wahl hat zu unterbrechen und die Rechtskraft der Entscheidung des Patentamtes abzuwarten, an die es dann gebunden ist, oder die Vorfrage, ob das Markenrecht des Klägers nach den Bestimmungen des MSchG besteht, selbstständig zu prüfen und zu lösen (Hohenecker-Friedl, Wettbewerbsrecht 56, Friedl ÖBl 1960,41 ff, insbesondere 44, 46, ÖBl 1974,115, 1970,149, JBl 1964,38 ua).
nur: Soferne nicht die Voraussetzungen des § 57 MSchG vorliegen oder über ein Löschungsbegehren des Beklagten schon vor Beginn des Rechtsstreites rechtskräftig abschlägig entschieden wurde, ist das Gericht bei der Beurteilung des wettbewerbsrechtlichen Schutzes nach den Bestimmungen des UWG, der durch die Eintragung seiner Marke in das Markenregister erworben wird, an die Entscheidung des Patentamtes nicht gebunden. (T2); Beisatz: EXPO-Technik (T3)
nur T2; Beisatz: CTC (T4)
4 Ob 8/96
Entscheidungstext OGH 27.02.1996 4 Ob 8/96
Auch; Beisatz: Das Gericht hat selbstständig zu prüfen, ob eine registrierte Marke schutzfähig ist. Ist vor dem Patentamt ein Löschungsverfahren anhängig, so steht es im Ermessen des Gerichtes, ob es den Rechtsstreit unterbricht und die Entscheidung des Patentamtes abwartet. Das Gericht ist, anders als nach § 156 Abs 3 PatG, nicht verpflichtet, das Verfahren zu unterbrechen. (T5)
4 Ob 11/98s
Entscheidungstext OGH 24.02.1998 4 Ob 11/98s
Auch; nur T2; Beis wie T5 nur: Das Gericht hat selbstständig zu prüfen, ob eine registrierte Marke schutzfähig ist. (T6); Beisatz: Das Gericht hat daher auch selbstständig zu beurteilen, ob sich ein Markeninhaber zu Recht auf die zu seinen Gunsten registrierte Marke beruft; damit wird die Entscheidung des Patentamtes im Löschungsverfahren in keiner Weise vorweggenommen. (T7) Veröff: SZ 71/33
Auch; Beis wie T7 nur: Das Gericht hat daher auch selbstständig zu beurteilen, ob sich ein Markeninhaber zu Recht auf die zu seinen Gunsten registrierte Marke beruft. (T8)
4 Ob 247/98x
Entscheidungstext OGH 20.10.1998 4 Ob 247/98x
4 Ob 21/02w
Entscheidungstext OGH 29.01.2002 4 Ob 21/02w
Auch; Beis wie T5; Veröff: SZ 2006/61
Auch; Beisatz: Liegt ein Registrierungshindernis vor, so ist das auch im Verletzungsverfahren zu beachten. (T9)
Vgl; Beisatz: Das Vorliegen des Löschungstatbestands ist dabei grundsätzlich als Vorfrage im Verletzungsprozess zu beurteilen. (T10); Beisatz: Dies gilt auch im Provisorialverfahren. § 56 Abs 1 Satz 2 MSchG verschiebt nur die Behauptungslast und Bescheinigungslast: Nicht mehr der Beklagte muss bescheinigen, dass der Löschungstatbestand erfüllt ist, sondern im Provisorialverfahren wird nach Ablauf der Fünf-Jahres-Frist bis zur Bescheinigung des Gegenteils das (materielle) Erlöschen vermutet. (T11)
Auch; Beis wie T10; Beis wie T11; Veröff: SZ 2008/68
Vgl; Beisatz: Die Schutzfähigkeit der österreichischen Marke hat das Gericht als Vorfrage im Verletzungsstreit selbständig zu prüfen. (T12)
Vgl auch; Beisatz: Ob der Löschungstatbestand erfüllt ist, hat das Gericht im Verletzungsprozess vorfrageweise zu beurteilen. (T13); Beisatz: Dabei hat es im Zivilprozess nach allgemeinen Grundsätzen auf die Sach- und Rechtslage bei Schluss der mündlichen Verhandlung erster Instanz abzustellen; danach eintretende Sachverhaltsänderungen - zu denen auch eine in diesem Zeitpunkt fünfjährige Nichtbenutzung gehörte - wären mit Oppositionsklage geltend zu machen. (T14)
ECLI:AT:OGH0002:1976:RS0067025
JJR_19760511_OGH0002_0040OB00314_7600000_005

References: §1
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