Source: http://www.jurablogs.com/2013/11/14/beratung-scheidungswilliger-ehegatten
Timestamp: 2016-12-05 08:39:09+00:00

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BlogsRechtslupeNovember 2013Beratung scheidungswilliger EhegattenSuchen Eheleute gemeinsam einen Rechtsanwalt auf, um sich in ihrer Scheidungsangelegenheit beraten zu lassen, hat der Anwalt vor Beginn der Beratung auf die gebühren- und vertretungsrechtlichen Folgen einer solchen Beratung hinzuweisen.Dabei hat der Bundesgerichtshof offen gelassen, ob der anlässlich des Beratungsgespräches am 10. März 2011 zustande gekommene Anwaltsvertrag wegen eines Verstoßes gegen das Verbot, widerstreitende Interessen zu vertreten (§ 43a Abs. 4 BRAO, § 3 Abs. 1 BORA), nach § 134 BGB unwirksam ist. Auf diese Frage kam es bei der vorliegenden Honorarklage der Rechtsanwältin nach Ansicht des Bundesgerichtshofs nicht an, denn auch bei Wirksamkeit des Anwaltsvertrages steht der Rechtsanwältin vorliegend ein Zahlungsanspruch gegenüber den Ehegatten nicht zu:In Scheidungsverfahren soll es häufig vorkommen, dass sich die scheidungswilligen Eheleute in der Annahme völligen Interessengleichklangs und der Absicht, die Kosten für einen zweiten Anwalt zu sparen, gemeinsam durch einen Anwalt beraten lassen wollen (vgl. § 1566 Abs. 1 BGB, § 114 Abs. 1 und 4 Nr. 3, § 128 Abs. 1, § 133 Abs. 1 Nr. 2 FamFG). Auch wenn das durch die Ehe begründete einheitliche Lebensverhältnis eine identische Rechtssache darstellt und die Eheleute im Falle der Trennung und Scheidung über das möglicherweise gleichlaufende Interesse hinaus, möglichst schnell und kostengünstig geschieden zu werden, typischerweise gegenläufige Interessen in Bezug auf die Scheidungsfolgen haben, wird in Rechtsprechung und Literatur die Meinung vertreten, dass eine gemeinsame Beratung mit dem Ziel einer einvernehmlichen Scheidung im Grundsatz möglich ist, wobei Voraussetzungen und Folgen einer solchen gemeinsamen Beratung unterschiedlich gesehen werden ...Zum vollständigen Artikel201 LeserUnterhalt24 Blog:BGH: Wer vertritt wen gegen wen und warum? Interessenkollision im Unterhaltsrecht10 verwandte ArtikelVerbranntEinvernehmliche Scheidung - Hinweispflicht des ScheidungsanwaltsAnwaltliche Aufklärungspflicht bei sich gemeinsam beraten lassenden EheleutenGemeinsame Scheidungsberatung: Ja, aber …Gemeinsame Scheidungsberatung birgt RisikenKlarheit tut Not!Gemeinsame Beratung der Eheleute in einer ScheidungsangelegenheitNur auf NachfrageNur auf NachfrageBGH: Keine Vertretung widerstreitender Interessen durch den Rechtsanwalt, wenn zwischen den Parteien über mögliche Ansprüche Einigkeit
herrschtÜber den ArtikelVeröffentlicht November 14, 2013 5:22am im Blog Rechtslupe.ThemenFamilienrecht, Rechtsanwalt, Ehescheidung, Rechtsanwaltsvergütung, Aufklärungspflichten, VertretungsverbotTäglich juristische Top-MeldundenMehr Informationen zum NewsletterTop-MeldungenWeiteresSeid doch nett zueinander!von Blog zum MedienrechtBig Data und die Wahlerfolge der Populistenvon Carsten R. Hoenig / kanzlei-hoenig.de6 1/2 Jahre Haft für Attacke wegen Matherätsel auf Facebookvon Jannina Schäffer / Justillon - kuriose RechtsnachrichtenNeues Urteil zu Dash-Camsvon Christian Blume / Datenschutzblog 29Sonntagswitz: Heute zum 2. Adventvon Detlef Burhoff / Burhoff online BlogAls nächstes lesen - bislang 71 Leser:Trauerkarte in Mitarbeiter-Postablage mit den Worten "Für Dic ...

References: § 3
 § 134
 § 1566
 § 114
 § 128
 § 133