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Timestamp: 2020-06-01 09:52:13+00:00

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BAG, 11.12.2003 - 2 AZR 36/03 - dejure.org
https://dejure.org/2003,48
BAG, 11.12.2003 - 2 AZR 36/03 (https://dejure.org/2003,48)
BAG, Entscheidung vom 11.12.2003 - 2 AZR 36/03 (https://dejure.org/2003,48)
BAG, Entscheidung vom 11. Dezember 2003 - 2 AZR 36/03 (https://dejure.org/2003,48)
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Fristlose Kündigung auf Grund der unbefugten Aneignung geringwertiger Gegenstände; Vorliegen eines wichtigen Grundes; Unzumutbarkeit der Fortsetzung des Arbeitsverhältnisses; Nichtberücksichtigung und falsche Gewichtung wesentlicher Umstände im Rahmen der ...
Fristlose Kündigung - Diebstahl geringwertiger Sachen
Außerordentliche Kündigung wegen Diebstahls geringwertiger Sachen des Arbeitgebers
Kündigung - Fristlose Kündigung; Diebstahl geringwertiger Sachen stets oder nur "unter Umständen" (so LAG) als wichtiger Grund iSv. § 626 Abs. 1 BGB geeignet?; Interessenabwägung bei Entwendung nicht mehr zum Verkauf bestimmter, abgeschriebener Ware in einem ...
Arbeitsrecht - Diebstahl geringwertiger Sachen
Verkäuferin steckt Schnapsfläschchen ein - Auch der Diebstahl geringwertiger Sachen rechtfertigt eine fristlose Kündigung
Vermögensdelikte gegen den Arbeitgeber
Auch beim kleinsten Diebstahl droht fristlose Kündigung - Diebstahl ist immer "wichtiger Grund" zur außerordentlichen Kündigung
Auch Mini-Diebstahl gefährdet den Job
Kurznachricht zu "Anmerkung zum Urteil des BAG vom 11.12.2003, Az.: 2 AZR 36/03 (Fristlose Kündigung wegen Entwendung geringwertiger Sachen)" von Wiss. Mit. Evelyn Gabrys, original erschienen in: AiB 2007, 121 - 123.
ArbG Herne, 21.09.2001 - 1 Ca 462/01
LAG Hamm, 13.03.2002 - 14 Sa 1731/01
NJW 2004, 1551 (Ls.)
NZA 2003, 486
NZA 2004, 486
DB 2004, 823
a) Dem Berufungsgericht kommt bei der im Rahmen von § 626 Abs. 1 BGB vorzunehmenden Interessenabwägung zwar ein Beurteilungsspielraum zu (Senat 11. Dezember 2003 - 2 AZR 36/03 - zu II 1 f der Gründe, AP BGB § 626 Nr. 179 = EzA BGB 2002 § 626 Nr. 5).
Der dem Berufungsgericht in der Rechtsprechung des Senats zugestandene Beurteilungsspielraum (vgl. Senat 11. Dezember 2003 - 2 AZR 36/03 - zu II 1 f der Gründe, AP BGB § 626 Nr. 179 = EzA BGB 2002 § 626 Nr. 5) schränkt lediglich die revisionsrechtliche Überprüfung der Interessenabwägung ein.
Dies gilt nach der ständigen Rechtsprechung des Senats auch dann, wenn die rechtswidrige Verletzungshandlung nur Sachen von geringem Wert betrifft (vgl. zuletzt beispielsweise Senat 11. Dezember 2003 - 2 AZR 36/03 - aaO).
Die rechtswidrige und vorsätzliche Verletzung des Eigentums oder Vermögens des Arbeitgebers ist, auch wenn die Sachen nur geringen Wert besitzen, als wichtiger Grund zur außerordentlichen Kündigung an sich geeignet (ständige Rechtsprechung des Bundesarbeitsgerichts, vgl. nur BAG 11.12.2003 - 2 AZR 36/03).
Die rechtswidrige und vorsätzliche Verletzung des Eigentums oder Vermögens des Arbeitgebers ist stets, auch wenn die Sachen nur geringen Wert besitzen, als wichtiger Grund zur außerordentlichen Kündigung an sich geeignet (Prüfung auf der ersten Stufe des § 626 Abs. 1 BGB; vgl. BAG 11.12.2003 - 2 AZR 36/03 - AP BGB § 626 Nr. 179).
Erst die Würdigung, ob dem Arbeitgeber deshalb die Fortsetzung des Arbeitsverhältnisses bis zum Ablauf der ordentlichen Kündigungsfrist bzw. der vertragsgemäßen Beendigung des Arbeitsverhältnisses unter Berücksichtigung aller Umstände des Einzelfalles und unter Abwägung der Interessen beider Vertragsteile unzumutbar ist (Prüfung auf der zweiten Stufe des § 626 Abs. 1 BGB), kann zu der Feststellung der Nichtberechtigung der außerordentlichen Kündigung führen (BAG v. 11.12.2003 - 2 AZR 36/03 a.a.O; v. 12.08.1999 - 2 AZR 923/98 - BAGE 92, 184, 191).
Die Interessenabwägung des Landesarbeitsgerichts ist unter Beachtung eines ihm zukommenden Beurteilungsspielraums (vgl. BAG 10. Juni 2010 - 2 AZR 541/09 - Rn. 33, BAGE 134, 349; 11. Dezember 2003 - 2 AZR 36/03 - zu II 1 f der Gründe, AP BGB § 626 Nr. 179 = EzA BGB 2002 § 626 Nr. 5) revisionsrechtlich nicht zu beanstanden.
Selbst wenn die rechtswidrige Verletzungshandlung nur Sachen von geringem Wert betrifft, ist die Verletzung des Eigentums oder Vermögens des Arbeitgebers als wichtiger Grund zur außerordentlichen Kündigung an sich geeignet (st. Rspr. vgl. BAG vom 13.12.2007, 2 AZR 537/06, NZA 2008, 1008; vom 11.12.2003, 2 AZR 36/03, NZA 2004, 486; vom 03.07.2003, 2 AZR 437/02, NZA 2004, 307 sowie zuletzt vom 10.06.2010, 2 AZR 541/09, Pressemitteilung).
Die durch den Arbeitsvertrag begründete Nebenpflicht zur Loyalität beinhaltet zugleich das Verbot, den Arbeitgeber rechtswidrig und vorsätzlich durch eine Straftat zu schädigen (BAG 11. Dezember 2003 - 2 AZR 36/03 - AP Nr. 179 zu § 626 BGB).
Zwar kommt dem Berufungsgericht bei der im Rahmen von § 626 Abs. 1 BGB vorzunehmenden Interessenabwägung nach der Rechtsprechung des Senats ein Beurteilungsspielraum zu (vgl. BAG 11. Dezember 2003 - 2 AZR 36/03 - zu II 1 f der Gründe, AP BGB § 626 Nr. 179 = EzA BGB 2002 § 626 Nr. 5) .
Die rechtswidrige und vorsätzliche Verletzung des Eigentums oder Vermögens des Arbeitgebers ist nach ständiger Rechtsprechung des BAG stets, auch wenn die Sachen nur geringen Wert besitzen, als wichtiger Grund zur außerordentlichen Kündigung an sich geeignet ( BAG 11. Dezember 2003 - 2 AZR 36/03 - AP Nr. 179 zu § 626 BGB = EzA § 626 BGB 2002 Nr. 5, zu II 1 c der Gründe; BAG 06. September 2007 - 2 AZR 264/06 - AP Nr. 208 zu § 626 BGB = EzA § 626 BGB 2002 Nr. 18, B I 1. c. aa. der Gründe; BAG 17. Mai 1984 - 2 AZR 3/83 - AP Nr. 14 zu § 626 BGB Verdacht strafbarer Handlung, zu II 1 der Gründe (Verzehr eines Stücks Bienenstich ); BAG 20. September 1984 - 2 AZR 633/82 - AP Nr. 80 zu § 626 BGB, zu I 3 der Gründe; BAG 13. Dezember 1984 - 2 AZR 454/83 - AP Nr. 81 zu § 626 BGB, zu III 2 der Gründe; BAG 3. April 1986 - 2 AZR 324/85 - AP Nr. 18 zu § 626 BGB Verdacht strafbarer Handlung, zu I 1 der Gründe; BAG 16. Oktober 1986 - 2 AZR 695/85 - RzK I 6 d Nr. 5, zu I 2 der Gründe; BAG 2. April 1987 - 2 AZR 204/86 - RzK I 6 d Nr. 7, zu II 2 der Gründe; BAG vom 10. Februar 1999 - 2 ABR 31/98 - AP Nr. 42 zu § 15 KSchG 1969, zu B II 2 a der Gründe ).
Bei der Beeinträchtigung selbst geringwertiger Güter des Arbeitgebers bedarf es regelmäßig keiner vorherigen Abmahnung ( BAG 11. Dezember 2003 - 2 AZR 36/03 - AP Nr. 179 zu § 626 BGB ).
LAG Hessen, 11.12.2008 - 9 Sa 1075/08
Kündigung wegen Buchens von Bonuspunkten Dritter auf eigene Kundenkarte
LAG Rheinland-Pfalz, 22.06.2006 - 11 Sa 604/05
Verhaltensbedingte Kündigung bei Verstoß gegen Wettbewerbsverbot - …
LAG Rheinland-Pfalz, 15.08.2008 - 11 Ta 124/08
Keine Prozesskostenhilfe bei Vermögensstraftaten am Arbeitsplatz
LSG Bayern, 17.12.2009 - L 9 AL 313/07
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LAG Rheinland-Pfalz, 15.10.2004 - 9 Ta 155/04
Einsetzen von Vermögen bei Bewilligung von PKH
LAG Hamm, 20.06.2008 - 13 Sa 336/08
Kündigung; außerordentlich; fristlos; Manipulation; Zeit; Betriebsratsmitglied; …
LAG Schleswig-Holstein, 08.02.2005 - 2 Ta 26/05
Prozesskostenhilfe, Bewilligungsverfahren, Kündigungsschutzklage, …
LAG Hamm, 09.05.2005 - 8 Sa 118/04
fristlose Kündigung, wichtiger Grund, Diebstahl, Verdacht, Videoüberwachung
ArbG Frankfurt/Main, 12.03.2008 - 17 Ca 7464/07
ArbG Darmstadt, 14.08.2007 - 3 Ca 31/07
ArbG Cottbus, 02.07.2008 - 5 Ca 470/08

References: § 626
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