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Timestamp: 2019-10-23 09:55:12+00:00

Document:
Landesrecht BW PapTechAusbV 2010 | Bundesnorm | Gesamtausgabe | Verordnung über die Berufsausbildung zum Papiertechnologen/zur Papiertechnologin | gültig ab: 01.08.2019
Verordnung über die Berufsausbildung zum Papiertechnologen/zur...
§ 6 Ziel, Aufteilung in zwei Teile und Zeitpunkt der Abschlussprüfung
§ 7 Inhalt von Teil 1 der Abschlussprüfung
§ 8 Prüfungsbereiche von Teil 1 der Abschlussprüfung
§ 9 Prüfungsbereich „Steuern und Regeln von Anlagen zur Aufbereitung...
§ 10 Prüfungsbereich „Aufbereiten von Roh-, Faser- und Hilfsstoffen...
Anlage (zu § 4 Absatz 1 Satz 1) Ausbildungsrahmenplan für...
juris-Abkürzung: PapTechAusbV 2010
Ausfertigungsdatum: 20.04.2010
Fundstelle: BGBl I 2010, 436
FNA: FNA 806-22-1-58
Verordnung über die Berufsausbildung zum Papiertechnologen/zur Papiertechnologin *)
Stand: Zuletzt geändert durch Art. 1 V v. 5.7.2019 I 930
Diese Rechtsverordnung ist eine Ausbildungsordnung im Sinne des § 4 des Berufsbildungsgesetzes. Die Ausbildungsordnung und der damit abgestimmte, von der Ständigen Konferenz der Kultusminister der Länder in der Bundesrepublik Deutschland beschlossene Rahmenlehrplan für die Berufsschule werden demnächst als Beilage im Bundesanzeiger veröffentlicht.
(+++ Textnachweis ab: 1.8.2010 +++)
(+++ Zur Anwendung vgl. § 19 +++)
§ 11 S 1 Inkraftsetzung PapTechAusbV 2010 1.8.2010
§ 11 S 2 Aufhebung PapTechAusbV 1.8.2010
Verordnung über die Berufsausbildung zum Papiertechnologen/zur Papiertechnologin 20.04.2010
Eingangsformel 20.04.2010
§ 1 Staatliche Anerkennung des Ausbildungsberufes 20.04.2010
§ 2 Dauer der Berufsausbildung 20.04.2010
§ 3 Struktur der Berufsausbildung 20.04.2010
§ 4 Ausbildungsrahmenplan, Ausbildungsberufsbild 20.04.2010
§ 5 Durchführung der Berufsausbildung 05.07.2019
§ 6 Ziel, Aufteilung in zwei Teile und Zeitpunkt der Abschlussprüfung 05.07.2019
§ 7 Inhalt von Teil 1 der Abschlussprüfung 05.07.2019
§ 8 Prüfungsbereiche von Teil 1 der Abschlussprüfung 05.07.2019
§ 9 Prüfungsbereich „Steuern und Regeln von Anlagen zur Aufbereitung von Roh-, Faser- und Hilfsstoffen sowie Qualitätssicherung“ 05.07.2019
§ 10 Prüfungsbereich „Aufbereiten von Roh-, Faser- und Hilfsstoffen sowie Instandhaltung“ 05.07.2019
§ 11 Inhalt von Teil 2 der Abschlussprüfung 05.07.2019
§ 12 Prüfungsbereiche von Teil 2 der Abschlussprüfung 05.07.2019
§ 13 Prüfungsbereich „Bedienen von Anlagen zur Herstellung von Papier, Karton, Pappe und Zellstoff“ 05.07.2019
§ 14 Prüfungsbereich „Steuern und Regeln von Anlagen zur Herstellung von Papier, Karton, Pappe und Zellstoff“ 05.07.2019
§ 15 Prüfungsbereich „Durchführen einer betrieblichen Aufgabe“ 05.07.2019
§ 16 Prüfungsbereich „Wirtschafts- und Sozialkunde“ 05.07.2019
§ 17 Gewichtung der Prüfungsbereiche und Anforderungen für das Bestehen der Abschlussprüfung 05.07.2019
§ 18 Mündliche Ergänzungsprüfung in der Abschlussprüfung 05.07.2019
§ 19 Übergangsregelung 05.07.2019
Ausbildungsrahmenplan für die Berufsausbildung zum Papiertechnologen/zur Papiertechnologin 20.04.2010
Auf Grund des § 4 Absatz 1 in Verbindung mit § 5 des Berufsbildungsgesetzes, von denen § 4 Absatz 1 durch Artikel 232 Nummer 1 der Verordnung vom 31. Oktober 2006 (BGBl. I S. 2407) geändert worden ist, verordnet das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie im Einvernehmen mit dem Bundesministerium für Bildung und Forschung:
Der Ausbildungsberuf Papiertechnologe/Papiertechnologin wird nach § 4 Absatz 1 des Berufsbildungsgesetzes staatlich anerkannt.
zwei im Ausbildungsvertrag festzulegende Wahlqualifikationen nach § 4 Absatz 2 Abschnitt B.
(2) Die Berufsausbildung zum Papiertechnologen/ zur Papiertechnologin gliedert sich wie folgt (Ausbildungsberufsbild):
1. Fertigungsverfahren Produktion,
2. Steuern und Regeln von Produktionsprozessen,
3. Roh-, Faser- und Hilfsstoffe,
4. Instandhaltung,
5. Veredelung und Ausrüstung,
6. Wasserver- und -entsorgung;
Weitere berufsprofilgebende Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten aus zwei der Wahlqualifikationen:
1. Zellstoff,
2. Altpapier,
3. Holzstoff,
4. Ausrüstung,
5. Veredelung,
6. Produktionsanlagen zur Herstellung von Papier, Karton, Pappe oder Zellstoff,
7. Stoffaufbereitung,
8. Hydraulik und Pneumatik,
9. Mechanik,
10. Messen, Steuern, Regeln,
11. Elektrotechnik,
12. Energieerzeugung;
5. Umgang mit Informations- und Kommunikationstechnik,
6. Arbeitsorganisation und Kommunikation,
7. Qualitätssicherung.
(1) Die in dieser Verordnung genannten Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten sollen so vermittelt werden, dass die Auszubildenden zur Ausübung einer qualifizierten beruflichen Tätigkeit im Sinne des § 1 Absatz 3 des Berufsbildungsgesetzes befähigt werden, die insbesondere selbstständiges Planen, Durchführen und Kontrollieren einschließt. Die in Satz 1 beschriebene Befähigung ist auch in den Prüfungen nach den §§ 7 und 8 nachzuweisen.
§ 5 Abs. 3: Aufgeh. durch Art. 1 Nr. 1 V v. 5.7.2019 I 930 mWv 1.8.2019
(2) Die Abschlussprüfung besteht aus den Teilen 1 und 2.
(3) Teil 1 der Abschlussprüfung findet im vierten Ausbildungshalbjahr statt. Teil 2 der Abschlussprüfung findet am Ende der Berufsausbildung statt. Den jeweiligen Zeitpunkt legen die zuständigen Prüfungsausschüsse fest.
§§ 6 bis 19: Früher §§ 6 bis 11 gem. u. idF d. Art. 1 Nr. 2 V v. 5.7.2019 I 930 mWv 1.8.2019
Teil 1 der Abschlussprüfung erstreckt sich auf
die im Ausbildungsrahmenplan für die ersten 18 Monate genannten Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten sowie
Teil 1 der Abschlussprüfung findet in den folgenden Prüfungsbereichen statt:
„Steuern und Regeln von Anlagen zur Aufbereitung von Roh-, Faser- und Hilfsstoffen sowie Qualitätssicherung“ sowie
„Aufbereiten von Roh-, Faser- und Hilfsstoffen sowie Instandhaltung“.
§ 9 Prüfungsbereich „Steuern und Regeln von Anlagen zur Aufbereitung von Roh-, Faser- und Hilfsstoffen sowie Qualitätssicherung“
(1) Im Prüfungsbereich „Steuern und Regeln von Anlagen zur Aufbereitung von Roh-, Faser- und Hilfsstoffen sowie Qualitätssicherung“ hat der Prüfling nachzuweisen, dass er in der Lage ist,
die Arbeitsschritte, die zur Aufbereitung von Zellstoff, Holzstoff, Altpapier und Rückstoff notwendig sind, festzulegen sowie entsprechende Aggregate und Anlagen zu bedienen,
Faser- und Hilfsstoffe entsprechend den Auftragsanforderungen einzusetzen,
qualitätssichernde Maßnahmen bei der Aufbereitung von Roh-, Faser- und Hilfsstoffen zu planen und durchzuführen,
Arbeits- und Prüfmittel festzulegen,
technische Unterlagen zu nutzen sowie
Ergebnisse der Qualitätssicherung zu dokumentieren.
(2) Der Prüfling hat zwei Arbeitsaufgaben durchzuführen. Eine Arbeitsaufgabe ist die Durchführung einer Papierprüfung. Die andere Arbeitsaufgabe ist die Durchführung einer Stoffaufbereitung. Die Durchführung einer Stoffaufbereitung kann in Form einer Simulation durchgeführt werden.
(3) Die Prüfungszeit beträgt für jede Arbeitsaufgabe 60 Minuten.
§ 10 Prüfungsbereich „Aufbereiten von Roh-, Faser- und Hilfsstoffen sowie Instandhaltung“
(1) Im Prüfungsbereich „Aufbereiten von Roh-, Faser- und Hilfsstoffen sowie Instandhaltung“ hat der Prüfling nachzuweisen, dass er in der Lage ist,
die Arbeitsabläufe, die zum Aufbereiten von Roh-, Faser- und Hilfsstoffen notwendig sind, unter Beachtung wirtschaftlicher, technischer und organisatorischer Vorgaben selbständig und kundenorientiert zu planen, durchzuführen und zu dokumentieren,
den Einsatz von Roh- und Faserstoffen zu planen,
die Frischwasser- und Abwasseraufbereitung zu überwachen, Störungen zu beseitigen sowie Untersuchungen zur Wasserqualität durchzuführen und auszuwerten,
Kundenanforderungen und Anforderungen des Arbeits-, Gesundheits- und Umweltschutzes beim Aufbereiten von Roh-, Faser- und Hilfsstoffen einzuhalten sowie Anforderungen der Wirtschaftlichkeit zu berücksichtigen,
instand haltende Arbeiten unter Verwendung von Schalt- und Funktionsplänen zu planen und durchzuführen und
Störungen an Steuer- und Regeleinrichtungen festzustellen und Maßnahmen zu ihrer Behebung zu ergreifen.
(2) Der Prüfling hat Aufgaben schriftlich zu bearbeiten.
§ 11 Inhalt von Teil 2 der Abschlussprüfung
(1) Teil 2 der Abschlussprüfung erstreckt sich auf
(2) In Teil 2 der Abschlussprüfung sollen Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten, die bereits Gegenstand von Teil 1 der Abschlussprüfung waren, nur insoweit einbezogen werden, als es für die Feststellung der beruflichen Handlungsfähigkeit erforderlich ist.
§ 12 Prüfungsbereiche von Teil 2 der Abschlussprüfung
Teil 2 der Abschlussprüfung findet in den folgenden Prüfungsbereichen statt:
„Bedienen von Anlagen zur Herstellung von Papier, Karton, Pappe und Zellstoff“,
„Steuern und Regeln von Anlagen zur Herstellung von Papier, Karton, Pappe und Zellstoff“,
„Durchführen einer betrieblichen Aufgabe“ sowie
„Wirtschafts- und Sozialkunde“.
§ 13 Prüfungsbereich „Bedienen von Anlagen zur Herstellung von Papier, Karton, Pappe und Zellstoff“
(1) Im Prüfungsbereich „Bedienen von Anlagen zur Herstellung von Papier, Karton, Pappe und Zellstoff“ hat der Prüfling nachzuweisen, dass er in der Lage ist,
Maschinen und Anlagen zur Herstellung von Papier, Karton, Pappe und Zellstoff einzurichten, zu bedienen und zu überwachen sowie Maßnahmen zur Behebung von Störungen zu ergreifen,
Maschinen und Anlagen zum Veredeln, Ausrüsten und Verpacken einzurichten, zu bedienen und zu überwachen sowie Maßnahmen zur Behebung von Störungen zu ergreifen und
Steuerungen von Regel- und Messeinrichtungen zu bedienen sowie Prozess- und Qualitätsleitsysteme zu nutzen.
(2) Der Prüfling hat eine Arbeitsaufgabe zu bearbeiten.
§ 14 Prüfungsbereich „Steuern und Regeln von Anlagen zur Herstellung von Papier, Karton, Pappe und Zellstoff“
(1) Im Prüfungsbereich „Steuern und Regeln von Anlagen zur Herstellung von Papier, Karton, Pappe und Zellstoff“ hat der Prüfling nachzuweisen, dass er in der Lage ist,
Arbeitsabläufe zur Herstellung, Veredelung und Ausrüstung von Papier, Karton, Pappe und Zellstoff unter Beachtung wirtschaftlicher, technischer und organisatorischer Vorgaben selbständig und kundenorientiert zu planen, durchzuführen und zu dokumentieren,
Anlagen und Anlagenteile zu inspizieren sowie Maßnahmen zur Fehlerbehebung zu ergreifen,
qualitätssichernde Maßnahmen an Anlagen zur Herstellung von Papier, Karton, Pappe und Zellstoff zu planen und durchzuführen, Faser- und Hilfsstoffe zu prüfen und einzusetzen sowie Endprodukte zu prüfen,
im Team sowie mit vor- und nachgelagerten Funktions- und Servicebereichen zu kommunizieren,
beim Steuern und Regeln von Anlagen zur Herstellung von Papier, Karton, Pappe und Zellstoff Maßnahmen zur Arbeitsorganisation, zur Sicherheit und zum Gesundheitsschutz bei der Arbeit, zum Umweltschutz, zu rationeller Energieverwendung und zur Qualitätssicherung zu berücksichtigen sowie
Informations- und Kommunikationstechnologien anzuwenden.
§ 15 Prüfungsbereich „Durchführen einer betrieblichen Aufgabe“
(1) Im Prüfungsbereich „Durchführen einer betrieblichen Aufgabe“ hat der Prüfling nachzuweisen, dass er in der Lage ist,
Problemstellungen zu erkennen und Arbeitsaufgaben abzuleiten, Arbeitsabläufe, die für die Durchführung der betrieblichen Aufgabe notwendig sind, zu planen, Material und Informationen zu beschaffen sowie Zeitpläne zu erstellen,
Aufträge insbesondere unter Berücksichtigung technischer Dokumente und unter Einhaltung der Arbeitssicherheit und des Umweltschutzes durchzuführen,
Arbeitsabläufe zu kontrollieren und bei Abweichungen Änderungen vorzunehmen sowie Arbeitsergebnisse zu prüfen,
die bei der betrieblichen Aufgabe durchgeführten Arbeitsabläufe und die Arbeitsergebnisse zu dokumentieren und
fachliche Zusammenhänge aufzuzeigen und die Vorgehensweise zu begründen.
Die Aufgabe ist so zu erstellen, dass auch die Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten geprüft werden, die dem oder der Auszubildenden in einer der beiden im Ausbildungsvertrag festgelegten Wahlqualifikationen nach § 4 Absatz 2 Abschnitt B vermittelt werden.
(2) Der Prüfling hat einen betrieblichen Auftrag durchzuführen und mit praxisbezogenen Unterlagen zu dokumentieren. Nach der Durchführung des betrieblichen Auftrags wird mit ihm ein auftragsbezogenes Fachgespräch geführt.
(3) Die Prüfungszeit beträgt insgesamt 16 Stunden. Das auftragsbezogene Fachgespräch dauert höchstens 20 Minuten.
§ 16 Prüfungsbereich „Wirtschafts- und Sozialkunde“
(1) Im Prüfungsbereich „Wirtschafts- und Sozialkunde“ hat der Prüfling nachzuweisen, dass er in der Lage ist, allgemeine wirtschaftliche und gesellschaftliche Zusammenhänge der Berufs- und Arbeitswelt darzustellen und zu beurteilen.
(2) Die Prüfungsaufgaben müssen praxisbezogen sein. Der Prüfling hat die Aufgaben schriftlich zu bearbeiten.
§ 17 Gewichtung der Prüfungsbereiche und Anforderungen für das Bestehen der Abschlussprüfung
„Steuern und Regeln von Anlagen zur Aufbereitung von Roh-, Faser- und Hilfsstoffen sowie Qualitätssicherung“ mit 20 Prozent,
„Aufbereiten von Roh-, Faser- und Hilfsstoffen sowie Instandhaltung“ mit 10 Prozent,
„Bedienen von Anlagen zur Herstellung von Papier, Karton, Pappe und Zellstoff“ mit 15 Prozent,
„Steuern und Regeln von Anlagen zur Herstellung von Papier, Karton, Pappe und Zellstoff“ mit 20 Prozent,
„Durchführen einer betrieblichen Aufgabe“ mit 25 Prozent sowie
„Wirtschafts- und Sozialkunde“ mit 10 Prozent.
im Ergebnis von Teil 2 mit mindestens „ausreichend“,
in mindestens drei Prüfungsbereichen von Teil 2 mit mindestens „ausreichend“ und
§ 18 Mündliche Ergänzungsprüfung in der Abschlussprüfung
(1) Der Prüfling kann in einem Prüfungsbereich der Abschlussprüfung eine mündliche Ergänzungsprüfung beantragen.
(2) Dem Antrag ist stattzugeben,
wenn er für einen der folgenden Prüfungsbereiche gestellt worden ist:
„Steuern und Regeln von Anlagen zur Herstellung von Papier, Karton, Pappe und Zellstoff“ oder
„Wirtschafts- und Sozialkunde“,
wenn der benannte Prüfungsbereich schlechter als mit „ausreichend“ bewertet worden ist und
wenn die mündliche Ergänzungsprüfung für das Bestehen der Abschlussprüfung den Ausschlag geben kann.
Die mündliche Ergänzungsprüfung darf nur in einem einzigen Prüfungsbereich durchgeführt werden.
(3) Die mündliche Ergänzungsprüfung soll 15 Minuten dauern.
(4) Bei der Ermittlung des Ergebnisses für den Prüfungsbereich sind das bisherige Ergebnis und das Ergebnis der mündlichen Ergänzungsprüfung im Verhältnis 2:1 zu gewichten.
Auf Berufsausbildungsverhältnisse, die vor dem 1. August 2019 bereits bestehen, ist die Verordnung über die Berufsausbildung zum Papiertechnologen/zur Papiertechnologin vom 20. April 2010 (BGBl. I S. 436), die durch Artikel 1 der Verordnung vom 19. Oktober 2010 (BGBl. I S. 1433) geändert worden ist, weiter anzuwenden.
Ausbildungsrahmenplan für die Berufsausbildung zum Papiertechnologen/zur Papiertechnologin
(Fundstelle: BGBl. I 2010, 439 - 445)
Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten, die unter
Einbeziehung selbstständigen Planens, Durchführens
und Kontrollierens zu vermitteln sind
1.–18.
19.–36.
1 Fertigungsverfahren
Verfügbarkeit von Roh-, Faser- und Hilfsstoffen für die Produktion sicherstellen
Aggregate und Anlagen zur Aufbereitung von Zellstoff, Holzstoff, Altpapier und Rückstoff unterscheiden und bedienen
Maschinen und Anlagen zur Herstellung von Papier, Karton, Pappe und Zellstoff unterscheiden
Transport und Lagerung von Werkstoffen und Fertigwaren durchführen und sicherstellen
Siebe und Filze einziehen, spannen, regulieren, konditionieren und kontrollieren
Maschinen und Anlagen zur Herstellung von Papier, Karton, Pappe oder Zellstoff bedienen und überwachen
Dampf- und Kondensatsysteme unterscheiden und überwachen
Störungen feststellen und deren Beseitigung mit Funktionsbereichen, insbesondere der Instandhaltung, abstimmen
interne Wasserkreisläufe an Produktionsanlagen überwachen
2 Steuern und Regeln von Produktionsprozessen
Störungen an Steuer- und Regeleinrichtungen feststellen und Maßnahmen zu ihrer Beseitigung ergreifen
Aufbau und Funktionsweise von verbindungsprogrammierten und speicherprogrammierbaren Steuerungen unterscheiden
Regel- und Messeinrichtungen unter Berücksichtigung ihrer Funktion den Einsatzbereichen zuordnen und bedienen
Qualitäts- und Prozessleitsysteme bedienen
3 Roh-, Faser- und Hilfsstoffe (§ 4 Absatz 2 Abschnitt A Nummer 3)
Roh- und Faserstoffe unter Berücksichtigung des Herstellungsverfahrens dem Verwendungszweck zuordnen
Faserstoffe unter Berücksichtigung von technischen, ökonomischen und ökologischen Gesichtspunkten einsetzen
Qualität von Faserstoffen, insbesondere Stoffdichte, Mahlgrad, Fraktionierung und Festigkeiten, prüfen
Hilfsstoffe nach technischen, ökonomischen und ökologischen Gesichtspunkten prüfen und einsetzen
4 Instandhaltung
technische Zeichnungen, Schalt- und Funktionspläne nutzen, Skizzen anfertigen
Werkstoffe, insbesondere durch Feilen, Bohren, Gewindeschneiden und Sägen, manuell und maschinell bearbeiten
Anlagenteile aus-, ein- und zusammenbauen
Dichtungsmaterialien und Werkzeuge auswählen und einsetzen, Verbindungselemente auswählen sowie Verbindungen herstellen
Aufbau, Wirkungsweise und Einsatz von Pumpen, Armaturen und Absperrorganen unterscheiden
hydraulische, pneumatische und elektrisch betriebene Komponenten und Systeme unterscheiden und deren Einsatzmöglichkeiten im Produktionsprozess berücksichtigen
Einsatzmöglichkeiten von Schmierstoffen unterscheiden
Anlagen und Anlagenteile inspizieren, Fehler, Beschädigungen und Störungen feststellen und eingrenzen, Maßnahmen zur Fehlerbehebung ergreifen, Vorgänge dokumentieren
5 Veredelung und Ausrüstung (§ 4 Absatz 2 Abschnitt A Nummer 5)
Ausrüstungs- und Verpackungsmaschinen überwachen und bedienen
Streichmassenkreisläufe unterscheiden, Ausschuss rückführen
Veredelungsverfahren, insbesondere Streichmaschinensysteme, unterscheiden
Verfahren zur Aufbereitung von Streichmassen unterscheiden
Produktionsfehler und Ausschussursachen feststellen, Maßnahmen zu ihrer Beseitigung ergreifen und dokumentieren
6 Wasserver- und -entsorgung (§ 4 Absatz 2 Abschnitt A Nummer 6)
chemische, biologische und mechanische Verfahren der betrieblichen Wasserver- und Abwasserentsorgung, insbesondere unter ökologischen Gesichtspunkten, berücksichtigen
Anlagen der Frisch- und Abwasseraufbereitung überwachen und bei Bedarf Maßnahmen zur Behebung von Störungen ergreifen
Frisch- und Abwasser untersuchen, Untersuchungsergebnisse auswerten und dokumentieren
Abschnitt B: Weitere berufsprofilgebende Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten in den Wahlqualifikationen
(§ 4 Absatz 2 Abschnitt B Nummer 1)
Einflussgrößen, insbesondere Holzqualitäten, Koch- und Bleichchemikalienkonzentrationen, pH-Werte sowie H-Faktoren, im Produktionsprozess berücksichtigen
Koch- und Bleichchemikalien entsprechend den geforderten Parametern herstellen
technische und chemische Prozesse der Kochung, Zellstoffsortierung, Zellstoffwäsche und Zellstoffbleiche überwachen, Anlagen unter Beachtung des Gesamtprozesses bedienen
Koch-, Bleich- und Hilfschemikalien nach Produktionsprogramm unter ökonomischen Gesichtspunkten dosieren
Fehler in Wasserkreisläufen sowie Folgen für Abwasseranlagen und Umwelt erkennen, Maßnahmen zur Beseitigung ergreifen
Reststoffe, insbesondere nach ökologischen und ökonomischen Gesichtspunkten, verwerten und entsorgen
(§ 4 Absatz 2 Abschnitt B Nummer 2)
Altpapier unter ökologischen, ökonomischen und technischen Gesichtspunkten einsetzen
Anlagen zur Altpapieraufbereitung überwachen und steuern
Qualitätsmerkmale von Altpapier prüfen, beurteilen und Einsatzmöglichkeiten festlegen
Hilfsmittel in der Altpapieraufbereitung beurteilen und Einsatzmöglichkeiten festlegen
interne Wasserkreisläufe bei der Altpapieraufbereitung überwachen
3 Holzstoff
(§ 4 Absatz 2 Abschnitt B Nummer 3)
Holzstoff unter ökologischen, ökonomischen und technischen Gesichtspunkten einsetzen
Anlagen überwachen und Herstellungsprozess steuern
Qualität von Holzstoffen prüfen, beurteilen und Einsatzmöglichkeiten festlegen
Hilfsmittel in der Holzstoffherstellung beurteilen und einsetzen
interne Wasserkreisläufe bei der Holzstoffherstellung überwachen
Reststoffe, insbesondere nach ökologischen und ökonomischen Gesichtspunkten, verwerten
(§ 4 Absatz 2 Abschnitt B Nummer 4)
Ausrüstungs- und Verpackungsmaschinen einrichten, überwachen und bedienen
klimatische Einflussfaktoren auf Papier, Karton und Pappe berücksichtigen
Transport und Lagerung von Werkstoffen und Fertigprodukten durchführen und sicherstellen
Abschnitt B Nummer 5)
Maschinen und Anlagen zur Streichmassenaufbereitung, Veredelung und Beschichtung von Papier, Karton und Pappe optimieren
Verfahren der Streichmassenrückgewinnung anwenden
Streichverfahren und Trocknungssysteme produktbezogen auswählen und anwenden
Maschinen und Anlagen zur Satinage von Papier, Karton und Pappe einrichten, bedienen und überwachen
6 Produktionsanlagen zur
Herstellung von Papier,
Karton, Pappe oder Zellstoff
(§ 4 Absatz 2 Abschnitt B
Nummer 6)
Maschinen und Anlagen zur Herstellung von Papier, Karton, Pappe oder Zellstoff und deren spezifische Aggregate optimieren
Einflussgrößen bei der Herstellung von Papier, Karton, Pappe oder Zellstoff, insbesondere chemische und thermische Prozesse, berücksichtigen und Maßnahmen zur Optimierung des Produktionsprozesses ergreifen
Verfügbarkeit von Werkstoffen und Hilfsmitteln für den Produktionsablauf sicherstellen
7 Stoffaufbereitung
(§ 4 Absatz 2 Abschnitt B Nummer 7)
Anlagen zur Aufbereitung von Faser- und Hilfsstoffen bedienen
Mischungsverhältnisse und deren Auswirkung, insbesondere auf physikalische und optische Eigenschaften, beurteilen
Farbstoffe zur Färbung und Nuancierung unter Berücksichtigung farbmetrischer Messergebnisse einsetzen
Dosieranlagen für Retentionsmittel, Entschäumer, Entlüfter und Biozide überwachen und bedienen
8 Hydraulik und Pneumatik
Nummer 8)
Schalt- und Funktionspläne zur Fehlersuche nutzen
funktionsgerechten Ablauf von Steuerungen überprüfen, bei Störungen Maßnahmen zur Systemwiederherstellung ergreifen
Zustand von Bauteilen im Zuge vorbeugender Instandhaltung beurteilen, bei Mängeln Maßnahmen zur Behebung ergreifen
(§ 4 Absatz 2 Abschnitt B Nummer 9)
Anlagen und Bauteile inspizieren, Fehler und Beschädigungen feststellen, Störungsursachen eingrenzen, Maßnahmen zur Behebung ergreifen
Inspektionsbefunde und Instandhaltungsmaßnahmen dokumentieren
Vorbereitungsmaßnahmen zur Instandhaltung von Anlagenteilen unter Berücksichtigung verfahrens- und sicherheitstechnischer Vorschriften durchführen
Werkzeuge und Arbeitsmittel inspizieren, pflegen und warten, bei Abweichungen Maßnahmen ergreifen, Durchführung dokumentieren
Anlagen und Anlagenteile nach Wartungs- und Instandhaltungsplänen warten, Verschleißteile im Rahmen der vorbeugenden Instandhaltung austauschen
10 Messen, Steuern, Regeln
Nummer 10)
normgerechte Signalflusspläne, Instrumentierungssymbole und Kennzeichnungsbuchstaben anwenden
Mess-, Steuer- und Regelkomponenten sowie Stelleinrichtungen prüfen und austauschen
Regelkreisparametrierungen vornehmen
Nummer 11)
Gefahren des elektrischen Stromes einschätzen und beurteilen, elektrotechnische Sicherheitsregeln anwenden
induktive, mechanische, kapazitive und optische Sensoren von Schutzeinrichtungen überprüfen, Störungen feststellen und Maßnahmen zur Wiederherstellung der Betriebsfähigkeit ergreifen
Komponenten aus Haupt- und Steuerstromkreisen sowie frequenzmodulierten Antrieben unterscheiden und deren Funktion prüfen
12 Energieerzeugung
Nummer 12)
rechtliche Vorgaben zum Betrieb von Energiegewinnungsanlagen anwenden
Anlagen zur Speisewasser- und Kondensataufbereitung bedienen, Wasserqualitäten auf geforderte Parameter kontrollieren, dabei Hilfsmittel nach ökonomischen Gesichtspunkten dosieren
Fehler im Kondensatrückführsystem erkennen und Maßnahmen zu deren Beseitigung ergreifen
betriebsinterne Energiegewinnungssysteme nach ökologischen und ökonomischen Gesichtspunkten unter Anleitung anfahren, betreiben und abfahren, Emissionswerte dokumentieren
Reststoffe nach ökologischen und ökonomischen Vorgaben verwerten und entsorgen
5 Umgang mit Informations- und Kommunikationstechnik(§ 4 Absatz 2 Abschnitt C Nummer 5)
betriebsspezifische Kommunikations- und Informationssysteme nutzen
Standardsoftware und betriebsspezifische Software nutzen
Betriebsdatenerfassungssysteme bedienen
Daten und Dokumente unter Berücksichtigung des Datenschutzes pflegen, schützen, sichern, archivieren und darstellen
6 Arbeitsorganisation und Kommunikation
Arbeitsaufträge erfassen und Vorgaben auf Umsetzbarkeit prüfen
Arbeitsabläufe und Teilaufgaben unter Beachtung wirtschaftlicher und terminlicher Vorgaben planen, Arbeitsschritte an veränderte Situationen anpassen, Arbeitsabläufe protokollieren
Einsatz von Arbeitsmitteln planen und deren Verfügbarkeit sicherstellen
Probleme analysieren, Lösungsvarianten entwickeln und bewerten
Arbeitsplatz unter Berücksichtigung des Arbeitsauftrags vorbereiten
Kommunikation mit vor- und nachgelagerten Funktionsbereichen sowie Servicebereichen, insbesondere der Instandhaltung, sicherstellen
kundenspezifische Anforderungen und Informationen beachten und im Betrieb weiterleiten
Aufgaben im Team planen und abstimmen, Ergebnisse auswerten, beurteilen, protokollieren und präsentieren
Prozessdaten protokollieren, Änderungen dokumentieren und an die folgende Schicht übergeben
englischsprachige Fachbegriffe anwenden und englischsprachige Informationen erteilen
Kommunikationsregeln anwenden und Möglichkeiten der Konfliktlösung nutzen, kulturelle Identitäten berücksichtigen
qualitätssichernde Maßnahmen im eigenen Arbeitsbereich unterscheiden
Normen zur Sicherung der Prüfqualität einhalten
Qualitätsparameter von Papier, Karton, Pappe oder Zellstoff prüfen
Ursachen von Fehlern und Qualitätsmängeln, insbesondere an Papier, Karton, Pappe oder Zellstoff, systematisch suchen, analysieren, beseitigen und dokumentieren
qualitätssichernde Maßnahmen, insbesondere an Produktionsanlagen, durchführen, zur kontinuierlichen Verbesserung von Arbeitsvorgängen beitragen
Papier, Karton oder Pappe auf Ver- und Bedruckbarkeit sowie optische Eigenschaften prüfen
Qualitätssicherungssysteme arbeitsplatzbezogen anwenden

References: § 6

§ 7

§ 8

§ 9

§ 10
 § 4
 Art. 1
 § 4
 § 19

§ 11

§ 11

§ 1

§ 2

§ 3

§ 4

§ 5

§ 6

§ 7

§ 8

§ 9

§ 10

§ 11

§ 12

§ 13

§ 14

§ 15

§ 16

§ 17

§ 18

§ 19
 § 4
 § 5
 § 4
 § 4
 § 4
 § 1

§ 5
 Art. 1
 Art. 1

§ 9

§ 10

§ 11

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§ 13

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§ 15
 § 4

§ 16

§ 17

§ 18