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Timestamp: 2017-02-22 04:18:06+00:00

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Mit weniger Aufwand zur Steuerrückerstattung. Jetzt Steuererklärung starten Start Service Steuertipps Arbeitnehmer und Angestellte A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z Vorsorgepauschale Inhaltsverzeichnis 1. Grundsätzliches 2. Überblick über die Ermittlung der Vorsorgepauschale bis einschließlich 2009 2.1. Allgemeine Grundsätze 2.2. Ungekürzte Vorsorgepauschale 2.3. Die gekürzte Vorsorgepauschale – allgemeiner Überblick 3. Neuregelung ab 2010 durch das Bürgerentlastungsgesetz 3.1. Grundsätzliches 3.2. Teilbetrag für die Rentenversicherung 3.3. Teilbetrag für die gesetzliche Krankenversicherung 3.4. Teilbetrag für die soziale Pflegeversicherung 3.5. Teilbetrag für die private Basiskranken- und Pflege-Pflichtversicherung 3.6. Mitteilung der privaten Basiskranken- und Pflegepflichtversicherungsbeiträge durch den ArbN 3.7. Mitteilung der privaten Basiskranken- und Pflegepflichtversicherungsbeiträge mittels ELStAM (§ 39e Abs. 2 Satz 1 Nr. 5 EStG) 3.8. Bescheinigung der privaten Basiskranken- und Pflegepflichtversicherungsbeiträge (§ 41b Abs. 1 Satz 2 Nr. 15 EStG) 3.9. Mindestvorsorgepauschale für Kranken- und Pflegeversicherungsbeiträge 4. Literaturhinweise 5. Verwandte Lexikonartikel Zurück zur Übersicht »V« 1. Grundsätzliches
Vor Inkrafttreten des Bürgerentlastungsgesetzes Krankenversicherung vom 16.7.2009 (BGBl I 2009, 1959) wurde die Ermittlung der Vorsorgepauschale durch das Gesetz zur Neuordnung der einkommensteuerlichen Behandlung von Altersvorsorgeaufwendungen und Altersbezügen (Alterseinkünftegesetz – AltEinkG) vom 5.7.2004 (BGBl I 2004, 1427) wesentlich geändert. Durch das Gesetz zur verbesserten steuerlichen Berücksichtigung von Vorsorgeaufwendungen (Bürgerentlastungsgesetz Krankenversicherung) vom 16.7.2009 (BGBl I 2009, 1959) wird der Abzug von Vorsorgeaufwendungen ab dem 1.1.2010 erneut in wesentlichen Punkten geändert (» Vorsorgeaufwendungen/Altersvorsorgeaufwendungen). Eine gravierende Neuerung dabei ist, dass die Vorsorgepauschale nicht mehr im Veranlagungsverfahren zu berücksichtigen ist. Eine weitere wesentliche Änderung ist auch, dass keine Günstigerrechnung mit dem Recht des Jahres 2004 durchzuführen ist.
Das BMF-Schreiben vom 30.1.2008 (BStBl I 2008, 390) erläutert in den Rz. 62 ff. die Berechnung der Vorsorgepauschale; s.a. H 10c [Beispiel zur Berechnung der ungekürzten Vorsorgepauschale], [Beispiel zur Berechnung der gekürzten Vorsorgepauschale] und [Beispiel zur Berechnung der Vorsorgepauschale in Mischfällen] EStH.
Die Änderungen beim Sonderausgabenabzug für Vorsorgeaufwendungen (» Vorsorgeaufwendungen/Altersvorsorgeaufwendungen) durch das AltEinkG werden auf die Berechnung der Vorsorgepauschale übertragen.
Die Vorsorgepauschale beträgt:1.Beitrag zur Rentenversicherung:19,9 % von 50 000 € = 9 950 €, davon 50 % = 4 975 €, davon im Kj. 2009 36 % =1 791 €2.11 % des Arbeitslohn (50 000 €) = 5 500 €, höchstens 1 500 €1 500 €Die Vorsorgepauschale beträgt3 291 €
Für bestimmte, nicht rentenversicherungspflichtige ArbN, deren Altersversorgung ohne eigene Beitragsleistung gesichert ist, gilt eine gekürzte Vorsorgepauschale nach § 10c Abs. 3 EStG. Die gekürzte Vorsorgepauschale nach § 10c Abs. 3 EStG beträgt 11 % des Arbeitslohns, jedoch höchstens 1 500 €.Vorsorgepauschalegekürzt (§ 10c Abs. 3 EStG)ungekürzt (§ 10c Abs. 2 EStG)11 % des Arbeitslohns höchstens 1 500 €, im Fall der Zusammenveranlagung oder bei Anwendung des § 32a Abs. 6 EStG höchstens 3 000 € (§ 10c Abs. 4 EStG).Zur Berechnung s.o.
Durch die Bescheinigung der Sozialversicherungsbeiträge mittels der elektronischen Lohnsteuerbescheinigung und die nun neu eingeführte Übermittlung der Beiträge für eine Krankenversicherung und für eine gesetzliche Pflegeversicherung (soziale Pflegeversicherung und private Pflegepflichtversicherung) durch die Versicherungsunternehmen (§ 10 Abs. 2 und 2a EStG) stehen in der Veranlagung alle Daten für die Berechnung der als Sonderausgaben abziehbaren Vorsorgeaufwendungen zur Verfügung. Ein pauschaler Ansatz der Vorsorgeaufwendungen ist daher nicht mehr erforderlich. Pauschalierte Vorsorgeaufwendungen werden deshalb künftig nur noch im Lohnsteuerabzugsverfahren berücksichtigt (§ 39b EStG). Im Veranlagungsverfahren erfolgt ein Sonderausgabenabzug entsprechend der tatsächlich geleisteten Vorsorgeaufwendungen (» Vorsorgeaufwendungen/Altersvorsorgeaufwendungen). Dies führt zu einer zutreffenden Ermittlung der anzusetzenden Vorsorgeaufwendungen und vereinfacht das Verfahren.
Anzusetzen ist der Betrag, der bezogen auf den Arbeitslohn 50 % des Beitrages in der Rentenversicherung der Arbeiter und Angestellten entspricht (§ 39b Abs. 2 Satz 5 Nr. 3 Buchst. a i.V.m. Abs. 4 EStG). Der ArbG muss hinsichtlich der maßgeblichen Vorsorgepauschale keinen zusätzlichen Ermittlungsaufwand anstellen, sondern kann auf die ihm insoweit bekannten Tatsachen bei der Abführung der Rentenversicherungsbeiträge – bezogen auf das jeweilige Dienstverhältnis zurückgreifen.
Vom Kj. 2010 bis zum Kj. 2024 erfolgt eine stufenweise Angleichung an die 50 %-Grenze. Nach § 39b Abs. 4 EStG sind von dem ermittelten Betrag i.S.d. § 39b Abs. 2 Satz 5 Nr. 3 Buchst. a EStG (50 % des Rentenbeitrags) im Kj. 2010 lediglich 40 % anzusetzen. In jedem folgenden Kj. erhöht sich dieser Prozentsatz von 40 % um je 4 Prozentpunkte.
geringfügig beschäftigten ArbN, bei denen die LSt nach den Merkmalen einer vorgelegten LSt-Karte erhoben wird und für die nur der pauschale Arbeitgeberbeitrag zur gesetzlichen Rentenversicherung entrichtet wird (keine Aufstockung durch den ArbN auf den regulären Beitragssatz zur allgemeinen Rentenversicherung; » Sozialversicherungsrechtliche Behandlung von Nebenbeschäftigungen, » Geringfügig Beschäftigte),
nach § 8 Abs. 1 Nr. 2 SGB IV geringfügig beschäftigten ArbN (versicherungsfreie kurzfristige Beschäftigung), bei denen die LSt nach den Merkmalen einer vorgelegten LSt-Karte erhoben wird (» Sozialversicherungsrechtliche Behandlung von Nebenbeschäftigungen, » Kurzfristig Beschäftigte),
Für geringfügig beschäftigte ArbN (geringfügig entlohnte Beschäftigung sowie kurzfristige Beschäftigung), bei denen die LSt nach den Merkmalen einer vorgelegten LSt-Karte erhoben wird, ist kein Teilbetrag für die gesetzliche Krankenversicherung anzusetzen, wenn kein Arbeitnehmeranteil für die Krankenversicherung zu entrichten ist (» Kurzfristig Beschäftigte, » Geringfügig Beschäftigte, » Sozialversicherungsrechtliche Behandlung von Nebenbeschäftigungen). Entsprechendes gilt für andere ArbN, wenn kein Arbeitnehmeranteil zu entrichten ist; dies ist regelmäßig bei Schülern und Studenten der Fall (» Schüler und Studenten, Aushilfsarbeit).
In den Steuerklassen I bis VI ist ein Betrag, der dem ArbN-Anteil eines pflichtversicherten ArbN entspricht, unter Berücksichtigung der Beitragsbemessungsgrenze, anzusetzen. Bei der Berechnung des Teils der Vorsorgepauschale wird auf den ermäßigten (einheitlichen) Beitragssatz nach § 243 SGB V abgestellt. Der ermäßigte Beitragssatz beträgt ab 1.7.2009 14,3 %; das ergibt einen ArbN-Anteil ab 1.7.2009 von 7,6 %, nämlich die Summe des ArbN-Anteils von 0,9 % und der Hälfte des paritätischen Anteils von 13,4 % = 6,7 %. Der ermäßigte Beitragssatz nach § 243 SGB V ist anzuwenden, wenn kein Anspruch auf Krankengeld besteht.
Für Mitglieder, die keinen Anspruch auf Krankengeld haben, gilt nach § 243 SGB V ein ermäßigter Beitragssatz. Der ermäßigte Beitragssatz beträgt 14,9 % der beitragspflichtigen Einnahmen der Mitglieder (§ 243 SGB V geändert durch Gesetz zur nachhaltigen und sozial ausgewogenen Finanzierung der Gesetzlichen Krankenversicherung [GKV-Finanzierungsgesetz – GKV-FinG] vom 22.12.2010, anzuwenden ab 1.1.2011).
Der Teilbetrag für die soziale Pflegeversicherung wird bei ArbN angesetzt, die in der sozialen Pflegeversicherung versichert sind (§ 39b Abs. 2 Satz 5 Nr. 3 Buchst. c EStG). Der Teilbetrag ist unter Berücksichtigung des Grundsatzes »Pflegeversicherung folgt Krankenversicherung« auch dann anzusetzen, wenn der ArbN gesetzlich krankenversichert, jedoch privat pflegeversichert ist.
Länderspezifische Besonderheiten bei den Beitragssätzen sind zu berücksichtigen (höherer Arbeitnehmeranteil in Sachsen [zurzeit 1,475 % statt 0,975 %]). Der Beitragszuschlag für ArbN ohne Kinder ist ebenfalls zu berücksichtigen (§ 55 Abs. 3 SGB XI [zurzeit 0,25 %]).
In den Steuerklassen I bis V können die dem ArbG mitgeteilten privaten Basiskranken- und Pflege-Pflichtversicherungsbeiträge berücksichtigt werden (s.u.). Hiervon ist ein – unabhängig vom tatsächlich zu zahlenden Zuschuss – typisierend berechneter Arbeitgeberzuschuss abzuziehen, wenn der ArbG nach § 3 Nr. 62 EStG steuerfreie Zuschüsse zu einer privaten Kranken- und Pflegeversicherung des ArbN zu leisten hat. Die Beitragsbemessungsgrenze und landesspezifische Besonderheiten bei der Verteilung des Beitragssatzes für die Pflegeversicherung auf ArbG und ArbN (niedrigerer Arbeitgeberanteil in Sachsen [zurzeit 0,475 % statt 0,975 %]) sind zu beachten.
S.a. Harder-Buschner, NWB 2009, 2636.Teilbetrag für die Rentenversicherung (§ 39b Abs. 2 Satz 5 Nr. 3 Buchst. a EStG) 9,95 % von 20 000 €1 990 €davon 44 % (§ 39b Abs. 4 EStG)876 €876 €Teilbetrag für die Krankenversicherung (§ 39b Abs. 2 Satz 5 Nr. 3 Buchst. b EStG) 7,9 % von 20 000 €1 580 €Teilbetrag für die Pflegeversicherung (§ 39b Abs. 2 Satz 5 Nr. 3 Buchst. c EStG) 0,975 % zzgl. 0,25 Prozentpunkte für Kinderlose = 1,225 % von 20 000 €245 €Summe1 825 €Mindestvorsorgepauschale für Kranken- und Pflegeversicherung: 12 % von 20 000 € (§ 39b Abs. 2 Satz 5 Nr. 3 Satz 2 EStG)2 400 €Höchstbetrag bei Steuerklasse I1 900 €1 900 €Vorsorgepauschale 2011 insgesamt2 776 €
Autor(en): Florian Schmidt Steuer-Rechner 15000 60000 120000 Bruttojahresgehalt (€): 0 5 10 Anzahl Ihrer Kinder: Weiter Verwandte Lexikonartikel Vorsorgeaufwendungen/Altersvorsorgeaufwendungen Weitere Lexikonartikel mit »V« VIP-Logen Veranlagung Verbilligte Überlassung einer Wohnung Verbindliche Auskunft Verbindlichkeit im Betriebsvermögen Verdeckte Einlagen Verdeckte Gewinnausschüttung Verein Verjährung Verlust von Wirtschaftsgütern Interessante Steuertipps Abschluss von Versicherungen seit 2005 Haftpflichtversicherung Spende und Ehrenamt Tagespflege von Kindern Strafverfolgung bei Steuerhinterziehung Geldanlagen als Altersvorsorge smartsteuer Blog In vier Schritten den Steuerbescheid prüfen Steuerliche Stolperfalle: Riesterrente Arbeiten von zuhause aus – was kann man dabei steuerlich geltend machen? Geld stinkt nicht. Oder: Was sind eigentlich Steuern? Kaffee oder Tee? Was alles versteuert wird Top-Themen bei smartsteuer Lohnsteuerklassen Vorsorgepauschale Entfernungspauschale Photovoltaikanlage Nebenberufliche Tätigkeit Einsatzwechseltätigkeit Eigenheimzulage Gewerbesteuerrechner Weitere Tipps Steuer online Abgabefristen Steuererklärung Steuererklärungspflicht Vorsorgeaufwendungen Altersentlastungsbetrag Doppelte Haushaltsführung Steuertipps Freiberufler Geringwertige Wirtschaftsgüter Technischer Support (Kundenservice) (0800) 7 238 222 7 Tage die Woche, rund um die Uhr –kostenfrei! Oder senden Sie uns einfach jederzeit eine E-Mail an die Adresse hilfe@smartsteuer.de Impressum AGB Presse Datenschutz Bestellung und Zahlung Partnerprogramm Jobs Newsletter Kann man das absetzen? steuern.de ©

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