Source: https://gbi-hamburg.de/totenfuersorge/
Timestamp: 2018-08-21 08:03:15+00:00

Document:
Totenfürsorge - GBI Bestattungen Hamburg
Für die Organisation einer Beerdigung sind in Deutschland gemäß der Totenfürsorgepflicht die nächsten Familienangehörigen verantwortlich. Die Totenfürsorge ist nicht eindeutig im Gesetz geregelt, sie ist jedoch als Gewohnheitsrecht definiert. In erster Linie ist der Wille des Verstorbenen zu beachten. Wenn der Wille der Verstorbenen unklar ist oder nicht zu ermitteln, haben die Angehörigen das Totenfürsorgerecht.
Insbesondere kann man auch zu Lebzeiten das Totenfürsorgerecht auf Freunde oder Angehörige übertragen. Selbstverständlich können Bevollmächtigte das Totenfürsorgerecht ausüben, wenn sie durch eine Urkunde legitimiert sind.
„Das Recht der Totenfürsorge umfasst das Entscheidungsrecht über den Leichnam des Verstorbenen, über die Art und den Ort der Bestattung und eine eventuelle Umbettung,[2] sowie die Veranlassung der ärztlichen Leichenschau und die Wahrnehmung von Rechten im Strafrecht, dazu insbesondere § 167a, § 168, § 189 StGB.“
Wenn Sie einen Bestattungsvorsorgevertrag abschließen, übertragen Sie die Totenfürsorge auf den Bestatter, z. B. auf das GBI Großhamburger Bestattungsinstitut rV.
„Gewohnheitsrecht
Gewohnheitsrechtlich steht das Recht zur Totenfürsorge den nächsten Angehörigen, dem Ehegatten und seinen Verwandten in gerader Linie zu. Diese Totenfürsorgepflicht der nächsten Familienangehörigen ist durch Gewohnheitsrecht, in Verbindung mit Art. 1 Abs. 1, Art. 2, Art. 3 und Art. 6 des Grundgesetzes und unter Beachtung der lediglich ergänzend heranzuziehenden öffentlich-rechtlichen Bestimmungen des ehemaligen Reichsgebiets (§ 2 Abs. 3 des Reichs-Feuerbestattungsgesetzes vom 15. Mai 1934) und der Bestattungsgesetze der jetzigen Bundesländer der Bundesrepublik Deutschland[7], verbürgt.[8] Eine Abgrenzung des gewohnheitsrechtlichen Totenfürsorgerechtes zur öffentlich-rechtlichen Bestattungspflicht hat der BGH in seiner Entscheidung vom 14. Dezember 2011, IV ZR 132/11 vorgenommen.[9]
Der Fürsorgende entscheidet über Ort und Gestaltung der Bestattung, soweit der Verstorbene selbst zu Lebzeiten keine verbindliche Bestattungsverfügung getroffen hat. Der Fürsorgende schließt üblicherweise einen Vertrag mit dem Bestatter, um die Bestattung durchzuführen. Für die Ruhezeit ist das Vertragsverhältnis mit der Friedhofsverwaltung zur Nutzung der gewünschten Grabfläche bindend. Er erwirbt Pflichten und Rechte zur weiteren Fürsorge für den Toten. Dazu gehört auch die Wahrung des postmortalen Persönlichkeitsrechtes. Dieser Rechtsbegriff ist allerdings in dieser Form im deutschen Recht nicht fixiert. Vielmehr ist das Gewohnheitsrecht zur Totenfürsorge in den Bestattungsgesetzen der deutschen Länder mit dem Nutzungsrecht an der Grabstelle verknüpft. Nach der Bestattung umfasst die Totenfürsorge die würdige Gestaltung der Grabstelle durch Pflanzen oder Ausrüstungsgegenstände, das Aufstellen des Grabsteines und dergleichen.“

References: § 167
 § 168
 § 189
 Art. 1
 Art. 2
 Art. 3
 Art. 6
 BGH