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Timestamp: 2020-07-09 02:20:12+00:00

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1.400-511f KK Altholstein Friedhofsgebührensatzung - Kirchenrecht Online-Nachschlagewerk
1.400-511f KK Altholstein Friedhofsgebührensatzung
§ 4 Säumniszuschläge, Kosten, Einziehungen rückständiger Gebühren
für die Friedhöfe des
Ev.-Luth. Kirchenkreises Altholstein
(KABl. 2017 S. 46)
Erste Satzung zur Änderung der Friedhofsgebührensatzung für die Friedhöfe des Ev.-Luth. Kirchenkreises Altholstein
KABl. S. 159
Die Kirchenkreissynode des Ev.-Luth. Kirchenkreises Altholstein hat am 21. September 2016 aufgrund von Artikel 45 Absatz 3 Nummer 1 der Verfassung, § 20 Absatz 3 und § 26 des Bestattungsgesetzes vom 4. Februar 2005 (GVOBl. Schl.-H. S. 70), das zuletzt durch Gesetz vom 16. Februar 2009 (GVOBl. Schl.-H. S. 56) geändert worden ist und § 42 der Friedhofssatzung für die Friedhöfe des Ev.-Luth. Kirchenkreises Altholstein die folgende Satzung beschlossen:
Für die Benutzung der Friedhöfe und ihrer Einrichtungen sowie für sonstige in § 6 aufgeführte Leistungen der Friedhofsverwaltung werden Gebühren nach dieser Gebührensatzung erhoben.
1 Zur Zahlung der Gebühren ist die antragstellende Person und die Person verpflichtet, in deren Auftrag der Friedhof oder seine Anlagen und Einrichtungen benutzt werden. 2 Sind mehrere Personen zahlungspflichtig, so haftet jede einzelne Person als Gesamtschuldner.
( 1 ) 1 Die Festsetzung der Gebühren erfolgt durch schriftlichen Verwaltungsakt (Gebührenbescheid). 2 Dieser wird der Gebührenschuldnerin bzw. dem Gebührenschuldner durch einfachen Brief schriftlich bekannt gegeben.
( 4 ) 1 Gebührenbescheide, die formularmäßig oder mit Hilfe automatischer Einrichtungen erlassen werden, sind ohne Unterschrift oder Namenswiedergabe gültig. 2 § 119 Absatz 3 Satz 2 der Abgabenordnung in der Fassung der Bekanntmachung vom 1. Oktober 2002 (BGBl. I S. 3866, 2003 S. 61), die zuletzt durch Gesetz vom 11. Juli 2019 (BGBl. I S. 1066) m. W. v. 18. Juli 2019 geändert worden ist, in der jeweils geltenden Fassung, gilt entsprechend.
( 5 ) 1 Rechtsbehelfe und Rechtsmittel gegen Gebührenbescheide haben keine aufschiebende Wirkung, das heißt, die Verpflichtung zur Zahlung innerhalb der Fälligkeit nach Absatz 2 wird durch die Einlegung nicht aufgehoben. 2 Im Übrigen gelten die Bestimmungen des Verwaltungsverfahrens- und Zustellungsgesetzes der Evangelischen Kirche in Deutschland vom 28. Oktober 2009 (ABl. EKD S. 334, 2010 S. 296) und der staatlichen Verwaltungsgerichtsordnung vom 21. Januar 1960 (BGBl. I S. 17), die zuletzt durch Gesetz vom 21. Juni 2019 (BGBl. I S. 846, 854) geändert worden ist, in der jeweils geltenden Fassung.
Säumniszuschläge, Kosten, Einziehungen rückständiger Gebühren
( 1 ) Werden Gebühren nicht bis zum Ablauf des Fälligkeitstages entrichtet, so ist für jeden angefangenen Monat der Säumnis ein Säumniszuschlag von 1 vom Hundert des rückständigen auf 50 Euro abgerundeten Gebührenbetrages zu entrichten.
( 2 ) Für schriftliche Mahnungen sind die entstandenen Portokosten durch den Gebührenschuldner zu erstatten.
( 3 ) 1 Rückständige Gebühren, Säumniszuschläge sowie Kosten nach Absatz 2 werden im Verwaltungszwangsverfahren eingezogen. 2 Die Kosten der Vollstreckung hat der Vollstreckungsschuldner zu tragen.
( 1 ) Folgende Gebühren für die Verleihung von Nutzungsrechten an Grabstätten (Grabnutzungsgebühren einschließlich Grabfeldunterhaltungsgebühren) werden erhoben:
(in Rasenlage einschl. Aufhügeln und Grabfeldunterhaltung)
für Särge für 25 Jahre
einmalige Verlängerung um 10 Jahre
Gemeinschaftsgrabfelder mit Grabfeldunterhaltung
Urnengemeinschaftsgrab in Rasen für 20 Jahre
Urnengemeinschaftsgrab in Rasen mit gemeinschaftlichem Gedenkstein einschl. Beschriftung
für 20 Jahre (1 Urne)
für 40 Jahre (2 Urnen)
Grabstätten für perinatal verstorbene Kinder für 10 Jahre
Gebührengruppe I
Gebührengruppe II für Grabstätten auf gesperrten Feldern
Rasenwahlgrabstätte (einschl. Aufhügeln und Grabfeldunterhaltung für 25 Jahre je Grabbreite)
Urnenwahlgrabstätte für 25 Jahre je Grabbreite
Baumgrabstätte als Urnenwahlgrabstätte
Wahlgrabstätten mit einem eingeschränkten Nutzungsrecht
(50 Prozent der Gebühr von Nummer 3. bis 6.)
Wiedererwerb und Verlängerung von Nutzungsrechten
Für jeden angefangenen Monat des Wiedererwerbs oder der Verlängerung wird der Monatsbetrag der Gebühren unter Nummer 3. bis 6. berechnet.
( 2 ) Verwaltungsgebühren werden erhoben für:
die Ausstellung oder Umschreibung einer Graburkunde
Genehmigung von Anträgen außer zu Nummer 3 und 4.
die Entscheidung über Anträge auf Zulassung einer oder eines Gewerbetreibenden bzw. für die Bearbeitung einer Anzeige nach § 6 Absatz 7 der Friedhofssatzung
die Entscheidung über Anträge auf Genehmigung zur Aufstellung, Auflegung oder Errichtung:
eines stehenden Grabmales einschl. der Prüfung der Standfestigkeit
eines liegenden Grabmales
einer Grabeinfassung je Grabstätte
( 3 ) Gebühren für die Bestattung werden erhoben für das Ausheben und Verfüllen der Gruft, Abräumen der Kränze und der überflüssigen Erde, dieses sind
für eine Erdbestattung :
in einer Reihengrabstätte für Särge
in einer Wahlgrabstätte für Särge
in einer Grabstätte für perinatal Verstorbener
für eine Urnenbeisetzung:
( 4 ) Folgende sonstige Gebühren werden erhoben
für die Begleitung einer Beisetzung eines Sarges oder einer Aschenurne in einem Mausoleum oder einer gemauerten Grabstätte
für das Aufhügeln einer
Sargwahlgrabstätten je Grabbreite – soweit nicht bereits durch die Gebühr unter Absatz 1 Nummer 1 und 4. abgegolten –
Urnenwahlgrabstätten je Grabbreite
für die Benutzung der Friedhofskapelle je Trauerfeier
(Die Gebühr entfällt, wenn der Verstorbene bei seinem Tod Glied der evangelischen Kirche war und anlässlich seiner Beerdigung eine evangelische Trauerfeier gehalten wird.)
für die Benutzung eines Leichenraumes
für die Benutzung eines Leichenraumes für eine offene Aufbahrung eines Toten
für die Benutzung eines Abschiedsraumes
für die Verpackung und den Versand oder die Überführung einer Urne
für das Abräumen und Entsorgen von Grabmalen und Grabeinfassungen einschließlich verfüllen der Flächen
für ein liegendes Grabmal
für ein stehendes Grabmal einschließlich Fundament
bei Grabmalen, die die zulässige Grabmalgröße gemäß der Friedhofssatzung überschreiten werden Gebühren gemäß § 7 der Friedhofsgebührensatzung erhoben
für eine Grabeinfassung je Grabstätte
nach Nummer 9.1 bis 9.4. als Vorauszahlung auf die späteren Abräumkosten bei Reihengrabstätten, wenn ein entsprechender Grabmalantrag genehmigt wird. Sie wird auf schriftlichen Antrag zurückgezahlt, wenn nachgewiesen wird, dass das Grabmal anderweitig abgeräumt und entsorgt wird (Bankbürgschaft).
für ein liegendes Grabmal bei Vorauszahlung für 20 Jahre
für ein liegendes Grabmal bei Vorauszahlung für 25 Jahre
für ein stehendes Grabmal einschl. Fundament bei Vorauszahlung für 20 Jahre
für ein stehendes Grabmal einschl. Fundament bei Vorauszahlung für 25 Jahre
( 5 ) Gebühren für Ausgrabungen werden erhoben für
die Ausgrabung einer Leiche
die Ausgrabung einer Urne
Für besondere zusätzliche Leistungen, die im Gebührentarif nicht vorgesehen sind, setzt der Friedhofsträger die zu entrichtende Vergütung von Fall zu Fall nach dem tatsächlichen Aufwand fest.
1 Diese Satzung tritt am Tage nach der amtlichen Bekanntmachung im Kirchlichen Amtsblatt der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Norddeutschland in Kraft1#; zusätzlich ist die Satzung nach einem Hinweis in den Kieler Nachrichten im Internet auf der Internetseite www.friedhof-kiel.de/satzungen zu veröffentlichen. 2 Gleichzeitig mit dem Inkrafttreten tritt die Satzung2# vom 28. November 2001 (Kieler Nachrichten vom 15. Dezember 2001), zuletzt geändert durch Satzung vom 16. Dezember 2013 (KABl. 2014 Seite 124) außer Kraft.
Red. Anm.: Die Satzung trat am 3. Januar 2017 in Kraft.

References: § 4
 § 20
 § 26
 § 42
 § 6
 § 119
 § 6
 § 7