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Timestamp: 2020-01-28 16:03:12+00:00

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Biegen von Kupferrohren (Unterweisung Installateur / -in) | Masterarbeit, Hausarbeit, Bachelorarbeit veröffentlichen
C L Christian Löffler (Autor)
1. Allgemeine Überlegungen zur Ausbildungseinheit
1.1. Was soll vermittelt werden?
1.2. Wo kann die Ausbildungseinheit durchgeführt werden?
1.3. Wer könnte die Ausbildungseinheit durchführen?
1.4. Wann soll die Ausbildungseinheit durchgeführt werden?
1.5. Wie lang soll die Ausbildungseinheit dauern?
1.6. Wem soll die Ausbildungseinheit vermittelt werden?
1.7. Wohin soll der/die Auszubildende geführt werden?
1.7.1. Groblernziele
1.7.2. Richtlernziele
1.7.3. Feinlernziele
1.8. Wie soll die Ausbildungseinheit durchgeführt werden?
1.9. Womit soll die Ausbildung durchgeführt werden?
2.1. Festlegung des Ausbildungsinhaltes
2.2. Festlegung des Lernortes
2.3. Festlegung der Durchführenden der Ausbildungseinheit
2.4. Festlegung des Zeitpunktes der Ausbildung
2.5. Festlegung der Dauer der Ausbildungseinheit
2.6. Der/ Die Auszubildende (Ausbildungsstand, Vorkenntnisse, Charakter)
2.7. Festlegung der Lernziele (Grob-, Richt- und Feinziele)
2.8. Festlegung der Lernmethode
2.9. Festlegung der Ausbildungsmittel
4. Nachbereitung der Ausbildung
4.1. Auswertung der Arbeitsergebnisse/ Erfolgskontrolle
4.2. Beurteilung des Ausbildungsabschnittes
4.3. Feedback der Auszubildenden
4.4. Aussicht auf aufbauende Ausbildungen
Um eine Ausbildungseinheit erfolgreich durchführen zu können, müssen Entscheidungen getroffen werden, die bei der betrieblichen Ausbildung mit Hilfe des Ausbildungsrahmenplanes (§ 5 BBiG) und des Rahmenlehrplanes der Berufsschule Berücksichtigung finden müssen.
Dazu gehört die Beantwortung der folgenden W- Fragen:
2. Wie soll die Ausbildungseinheit durchgeführt werden?
3. Wohin soll der/die Auszubildende geführt werden?
4. Wer könnte die Ausbildung durchführen?
5. Womit soll die Ausbildungseinheit durchgeführt werden?
6. Wem soll die Ausbildungseinheit vermittelt werden?
8. Wann soll die Ausbildungseinheit durchgeführt werden?
9. Wie lange soll die Ausbildungseinheit durchgeführt werden?
zu 1. Welche Ausbildungsinhalte will ich vermitteln?
zu 2. Welche Ausbildungsmethoden gibt es und welche der Ausbildungsmethoden ist zu Vermittlung des Ausbildungsabschnittes geeignet.
zu 3. Welche Befähigung soll der/die Auszubildende am Ende der Ausbildungseinheit vorweisen können.
zu 4. Über welche Eignung/ Befähigung muss der/die Ausbildende verfügen um adäquat ihr Wissen der/dem Auszubildenden zu vermitteln.
zu 5. Welche Lernmittel benötige ich um die Ausbildungseinheit durchführen zu können
zu 6. Wem und wie vielen soll die Ausbildungseinheit vermittelt werden?
zu 7. Welche Lernorte sind für die Ausbildungseinheit bereitzustellen.
zu 8. Wann ist der Ausbildungsabschnitt durchzuführen um die größtmögliche Kongruenz zu ermöglichen
zu 9. Wie lang sollte die Ausbildungseinheit dauern
Laut § 5 (1) 3 BBiG sind „die beruflichen Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten, die mindestens Gegenstand der Berufsausbildung sind“ in der jeweiligen Ausbildungsordnung eines jeden anerkannten Ausbildungsberufes festzulegen.
Welches ein anerkannter Ausbildungsberuf ist regelt § 4 BBiG.
Die mindestens zu vermittelnden Qualifikationen des Berufsbildes sind in § 4 AO festgelegt.
Der Ausbildungsrahmenplan enthält die Anleitung zur sachlichen und zeitlichen Gliederung, aus der sind der betriebliche Ausbildungsplan ableitet. Dieser betriebliche Ausbildungsplan wird von der/dem Ausbilder(in) erstellt. Er enthält die tatsächliche und zeitliche Gliederung und muss den Prüfungsanforderungen sowie den Rahmenlehrplan der Berufsschule berücksichtigen.
§ 1 (3) „Die Berufsausbildung hat die für die Ausübung einer qualifizierten beruflichen Tätigkeit […] notwendigen Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten (berufliche Handlungsfähigkeit) in einem geordneten Ausbildungsgang zu vermitteln.“
Diese Handlungsfähigkeit auch Handlungskompetenz genannt ist dabei so zu vermitteln, dass die/der Auszubildende das Gelernte selbständig planen, durchführen und kontrollieren kann. (§ 14 BBiG)
Dabei setzt sich die Befähigung zu selbständigem beruflichen Handeln aus folgenden Kompetenzen zusammen:
1. Fachkompetenz- formuliert in Lernzielen
2. Methodenkompetenz- „Lernen lernen“
3. Sozialkompetenz- formuliert in Schlüsselqualifikationen
Ausbildende Betriebe müssen über geeignete Lernorte verfügen. Dabei kann es sich um
- Eine Lehrwerkstatt
- eine Ausbildungsecke
- einem ausbildungswirksamen Arbeitsplatz oder
Die Lehrwerkstatt ist eine eigens für Ausbildungszwecke eingerichtete Betriebsabteilung. Sie ermöglicht den Auszubildenden vor allem durch ihre räumliche Trennung vom betrieblichen Arbeitsalltag ein relativ störungsunanfälliges Lernen. Eine eigene betriebliche Lernwerkstatt ist hauptsächlich in Großunternehmen anzutreffen.
Unter Ausbildungsecke versteht man einen von der eigentlichen Produktion und der betriebliche Arbeit abgegrenzten Raumanteil, der Ausbildungszwecken dient. Die Ausbildungsecke soll so ausgestattet sein, dass alle für eine gegebene Ausbildungseinheit erforderlichen Fertigkeiten vermittelt und geübt werden können.
Gegenüber einer Lehrwerkstatt haben Ausbildungsecken
den Nachteil, dass sie störanfälliger für ausbildungsfremde Einflüsse sind;
den Vorteil, dass sie näher am betrieblichen Geschehen verortet sind und dadurch die frühe Einbeziehung in reale betriebliche Abläufe und Problemstellungen fördern können.
Steht dem Betrieb weder eine Lehrwerkstatt noch eine Ausbildungsecke zur Verfügung, kann die Ausbildung an einem ausbildungswirksamen Arbeitsplatz durchgeführt werden.
Ein Arbeitsplatz ist dann ausbildungswirksam, wenn seine Ausstattung und die an ihm zu verrichtenden Tätigkeiten dazu geeignet sind, bestimmte Ausbildungseinheiten zu vermitteln und zu üben.
In vielen Betrieben stehen den Ausbildern zusätzlich Ausbildungsräume zur Verfügung, die z.B. die für den Zusatzunterricht und als Ergänzung zur Berufsschule Verwendung finden können.
Einige Betriebe verfügen zudem noch über zusätzliche Über- bzw. Außerbetriebliche Lernorte. Diese Form findet häufig Anwendung in Verbundsausbildungen.
Unter überbetrieblicher Ausbildung versteht man, dass Teile der Ausbildung in speziellen Schulungs- oder Bildungszentren durchgeführt werden.
Bei Ausbildungsabschnitten, welche weder durch den Betrieb noch durch Überbetriebliche Ausbildung kompensiert werden können, bietet sich die außerbetriebliche Ausbildung an welche in betriebsfremden Unternehmen durchgeführt werden können.
§ 28 (1) BBiG […] Auszubildende darf nur ausbilden, wer persönlich und fachlich geeignet ist.
§§ 29 BBiG Persönlich nicht geeignet ist insbesondere, wer
2. wiederholt oder schwer gegen das Gesetz oder die auf Grund dieses Gesetzes erlassene Vorschriften und Bestimmungen verstoßen hat.
§ 30 (1-2) Fachlich geeignet ist, wer die beruflichen sowie die berufs- und arbeits-pädagogischen Fertigkeiten und Kenntnisse und Fähigkeiten besitzt, die für die Vermittlung der Ausbildungsinhalte erforderlich sind.
Die erforderlichen beruflichen Fertigkeiten, Fähigleiten und Kenntnisse besitzt, wer
1. die Abschlussprüfung in einer der dem Ausbildungsberuf entsprechende Fachrichtung bestanden hat,
2. eine anerkannte Prüfung an einer Ausbildungsstätte […] bestanden oder
Bei der Ausbildungseinheit muss beachtet werden, dass dieser zeitlich an den Rahmenlehrplan der Berufsschule angelehnt ist. Da der Auszubildende erst lernen muss abstrakt zu denken, sollten somit komplexe Aufgaben erst dann gestellt werden, wenn die Auszubildenden in der Lage sind diese auch zu verstehen.
Bei der Festlegung der Dauer einer Ausbildungszeit muss der Schwierigkeitsgrad der Ausbildungseinheit sowie das Lernverhalten der Auszubildenden berücksichtigt werden. So sollte grundsätzlich beachtet werden, dass komplexere Aufgaben längere Ausbildungszeiten benötigen als abstrakte.
Auszubildende verfügen über verschiedene Vorkenntnisse und weisen unterschiedliches Lernverhalten auf. Diese Kriterien sollten Beachtung finden, denn schnell sind Auszubildende überfordert und resignieren wenn sie die Ausbildungseinheit nicht verstehen. Probleme entstehen jedoch ebenso wenn die Ausbildungseinheit den Auszubildenden unterfordert und er/sie sich langweilt.
Welche Befähigung der/die Auszubildende am Ende der Ausbildungseinheit vorweisen soll lässt sich mit der so genannten Lernzieltaxonomie beschreiben.
Lernziele werden nach formalen Kriterien bestimmten Bereichen bzw. Dimensionen zugeordnet, um sie besser mit anderen Lernzielkatalogen vergleichen zu können.
Man unterscheidet drei Dimensionen:
- Psychomotorische Lernziele
Der kognitive Bereich umfasst solche Ziele, die es mit Denken, Wissen und Problemlösen zu tun haben. Organisationsprinzip des kognitiven Bereichs ist der Übergang von einfachen und konkreten zu komplexeren und abstrakteren Verhaltensformen. Kognitive Lernziele reichen vom einfachen Aufsagen eines gelernten Stoffes bis zu sehr originellen und kreativen Wegen, neue Ideen und Materialien zu kombinieren und zusammenzusetzen.
Affektive Lernziele reichen von der einfachen Beachtung bestimmter Phänomene bis zu komplexen, aber in sich konsistenten Qualitäten des Charakters und des Bewusstseins. In der Literatur werden solche Lernziele als Interessen, Einstellungen, Wertschätzungen, Werte oder emotionale Haltungen dargestellt.
Lernziele, die Wert legen auf eine muskuläre oder motorische Fertigkeit, auf den Umgang mit Material oder Gegenständen oder auf eine Handlung, die neuromuskuläre Koordination erfordert. In der Literatur beziehen sich diese Lernziele meistens auf Handschrift und Sprache, auf Leibeserziehung, auf handwerkliche und technische Kurse.
Christian Löffler (Autor)
V84036
9783638907910
Diese Arbeit gibt die Möglichkeit, sich optimal auf Praktischen Teil der IHK-Ausbildereignungsprüfung gemäß AEVO vorzubreiten.
BAP, AEVO-Prüfung, Ausbildungskonzept, Präsentationsskonzept AEVO, AEVO Konzept, Ausbildereignungsprüfung, AEVO Konzept mit praktischem Beispiel (Biegen von Kupferrohren)
Christian Löffler (Autor), 2007, Biegen von Kupferrohren (Unterweisung Installateur / -in), München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/84036
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References: § 5
 § 4
 § 4

§ 1

§ 28

§ 30