Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=BGH&Datum=07.05.2009&Aktenzeichen=III%20ZR%2048%2F08
Timestamp: 2019-04-25 15:09:20+00:00

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BGH, 07.05.2009 - III ZR 48/08 - dejure.org
BGH, 07.05.2009 - III ZR 48/08
GG Art. 89 Abs. 1; BGB § ... 134; NdsWasserG § 2b Nr. 3 (= § 2a Nr. 3 i. d. F. vom 25. März 1998), § 4; WHG § 3; WaStrVermG § 1 Abs. 1 Satz 4; Staatsvertrag betreffend den Übergang der Wasserstraßen von den Ländern auf das Reich vom 29. Juli 1921 § 3
Wirksamkeit einer Vereinbarung über die Erhebung von Nutzungsentgelten für ein Wasserkraftwerk an einer Bundeswasserstraße; Einordnung des § 2a Nr. 3 des Niedersächsischen Wassergesetzes (NWG) i.d.F. vom 25.3.1998 als gesetzliches Verbot; Verbindlichkeit des § 2a Nr. 3 NWG i.d.F. vom 25.3.1998 für den Bund als Eigentümer der Bundeswasserstraße
Wirksamkeit einer Vereinbarung über die Erhebung von Nutzungsentgelten für ein Wasserkraftwerk an einer Bundeswasserstraße; Einordnung des § 2a Nr. 3 des Niedersächsischen Wassergesetzes ( NWG ) i.d.F. vom 25.3.1998 als gesetzliches Verbot; Verbindlichkeit des § 2a Nr. 3 NWG i.d.F. vom 25.3.1998 für den Bund als Eigentümer der Bundeswasserstraße
Entgelterhebungsverbot für Gewässer gilt auch für den Bund
Strom aus der Fulda
LG Hannover, 06.07.2007 - 16 O 454/04
OLG Celle, 13.02.2008 - 4 U 129/07
BGHZ 180, 372
MDR 2009, 917
NVwZ 2009, 1244
VersR 2010, 486
Dies führt - was im Übrigen auch bei einer Individualvereinbarung der Fall wäre - nach § 134 BGB zur Nichtigkeit der Klausel (vgl. BGH, Urteile vom 22. März 1984 - VII ZR 189/83, BGHZ 90, 363, 365 und vom 7. Mai 2009 - III ZR 48/08, BGHZ 180, 372 Rn. 7 f.).
VerfGH Bayern, 18.03.2010 - 35-VI-09
Überprüfung verwaltungsgerichtlicher Entscheidungen zu einer wasserrechtlichen …
Nach der Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts hat der Gesetzgeber die Gewässer durch das Wasserhaushaltsgesetz und die Landeswassergesetze in verfassungsrechtlich zulässiger Weise einer vom Grundeigentum losgelösten öffentlich-rechtlichen Benutzungsordnung unterworfen und der Allgemeinheit zugeordnet (vgl. § 1 a Abs. 4 Nr. 1, § 3 WHG, Art. 4 Abs. 2 BayWG), um eine geordnete Bewirtschaftung des Wassers nach Menge und Beschaffenheit sicherzustellen (ausdrücklich für das Grundwasser BVerfG vom 15.7.1981 = BVerfGE 58, 300/328 f., 338 ff.; für das Oberflächenwasser vgl. BGH vom 7.5.2009 = ZfW 2010, 57/60).
Dem Gewässereigentümer wird daher bei der Gewässerbenutzung durch einen anderen nichts genommen; es liegt keine erhebliche Einschränkung seiner Eigentümerrechte vor (vgl. BGH ZfW 2010, 57/60).
Diese Vorschrift des zivilen Nachbarrechts vermag seine Stellung als Gewässereigentümer gegenüber dem Benutzer des Gewässers nicht zu stärken, weil sie im Rahmen der vom Grundeigentum losgelösten öffentlich-rechtlichen Benutzungsordnung keine Anwendung findet (vgl. BVerfGE 58, 300/328 f., 339 ff.; BGH ZfW 2010, 57/60).

References: Art. 89
 § 2
 § 2
 § 4
 § 3
 § 1
 § 3
 § 2
 § 2
 § 2
 § 2
 § 134
 § 1
 § 3
 Art. 4
 BGH 
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