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Timestamp: 2016-10-27 16:52:45+00:00

Document:
6P.101/2003 (17.10.2003)
6P.101/2003 /pai
Beschwerdef�hrer, vertreten durch Rechtsanwalt Peter Z�ger, Postfach 333, 8853 Lachen SZ,
Art. 9 (Strafverfahren; willk�rliche Beweisw�rdigung, Grundsatz "in dubio pro reo"),
Staatsrechtliche Beschwerde gegen das Urteil des Kantonsgerichts des Kantons Schwyz vom 3. Juni 2003.
Am 14. August 2000 um ca. 16.45 Uhr erstattete K.________ in Begleitung seiner Freundin beim Verkehrspolizeist�tzpunkt Neub�el in W�denswil Anzeige gegen den Lenker des Personenwagens Mercedes Benz, Cabriolet, SZ ......... Er gab zu Protokoll, er sei kurz zuvor auf der Autobahn A3 von Z�rich Richtung Chur mit ca. 130 km/h auf dem �berholstreifen gefahren und am �berholen gewesen, als er bemerkt habe, dass von hinten ein anderer Personenwagen auf ihn aufschloss. Da kein Platz vorhanden gewesen sei, um die Spur zu wechseln, sei er auf dem �berholstreifen geblieben. Der andere Wagen sei w�hrend ca. eines Kilometers sehr nahe hinter ihm gefahren, so dass er zeitweise dessen Scheinwerfer nicht mehr habe erkennen k�nnen. Im Gef�lle Richtung Horgen habe ihn der andere Wagen rechts �berholt und sich vor ihm wieder auf den �berholstreifen gedr�ngt. Er habe bremsen m�ssen, damit es nicht zur Kollision gekommen sei. Die Freundin von K.________ best�tigte als Mitfahrerin dessen Aussagen.
Der Lenker des fraglichen Personenwagens, R.________, gab anl�sslich einer polizeilichen Einvernahme an, am 14. August 2000 im Zeitraum zwischen 16.00 und 17.00 Uhr auf der genannten Strecke unterwegs gewesen zu sein. Den Vorwurf, ein anderes Fahrzeug rechts �berholt zu haben, bestritt er.
Das Bezirksgericht March verurteilte R.________ am 7. Dezember 2001 wegen mehrfacher grober Verletzung von Verkehrsregeln, begangen durch Nichteinhalten eines ausreichenden Abstandes beim Hintereinanderfahren, Rechts�berholen auf einer Autobahn und zu fr�hes Einbiegen nach dem �berholman�ver, zu einer bedingten Gef�ngnisstrafe von zehn Tagen.
R.________ f�hrt staatsrechtliche Beschwerde mit dem Antrag, das Urteil des Kantonsgerichts sei aufzuheben.
Das Bundesgericht pr�ft von Amtes wegen und mit freier Kognition, ob auf eine Beschwerde einzutreten ist (BGE 128 II 13 E. 1a mit Hinweisen).
1.1 Das angefochtene Urteil ist ein letztinstanzlicher kantonaler Endentscheid im Sinn von Art. 86 OG, gegen den einzig mit staatsrechtlicher Beschwerde die geltend gemachten Verfassungsverletzungen ger�gt werden k�nnen. Der Beschwerdef�hrer ist als Angeklagter durch das angefochtene Urteil pers�nlich betroffen und daher zur staatsrechtlichen Beschwerde legitimiert (Art. 88 OG).
1.2 Im staatsrechtlichen Beschwerdeverfahren pr�ft das Bundesgericht nur klar und detailliert erhobene R�gen. Auf ungen�gend begr�ndete R�gen und rein appellatorische Kritik am angefochtenen Entscheid tritt es nicht ein (BGE 122 I 70 E. 1c S. 73; 117 la 10 E. 4b S. 12, je mit Hinweisen).
Der Beschwerdef�hrer wirft dem Kantonsgericht Voreingenommenheit vor, wenn es bemerke, er habe zum Schluss der polizeilichen Einvernahme vom 18. August 2000 nahezu provokativ beigef�gt, gespannt zu sein, was weiterlaufen werde (angefochtenes Urteil S. 4, Ziff. 2). Damit gen�gt der Beschwerdef�hrer den Anforderungen an eine R�ge der Verletzung seines Anspruchs auf ein unabh�ngiges Gericht (Art. 30 Abs. 1 BV) nicht, weshalb darauf nicht einzutreten ist.
Als Verletzung seines Anspruchs auf rechtliches Geh�r r�gt der Beschwerdef�hrer, dass das Kantonsgericht die von ihm beantragte Zeugeneinvernahme seines Gesch�ftspartners abgelehnt hat.
Das Kantonsgericht h�lt in diesem Zusammenhang unter anderem fest, der Verteidiger habe die Einvernahme dieses Zeugen nicht rechtzeitig mit der Berufungserkl�rung, sondern erst an der Berufungsverhandlung und damit zu sp�t beantragt. Deshalb sei auf den Beweisantrag nicht einzutreten.
Mit dieser Begr�ndung des Kantonsgerichts setzt sich der Beschwerdef�hrer nicht auseinander. Er macht weder geltend, das Kantonsgericht habe � 146 Abs. 2 StPO SZ unrichtig ausgelegt, noch behauptet er, das Kantonsgericht habe zu Unrecht den Antrag auf Einvernahme des Zeugen als versp�tet betrachtet. Ist somit unangefochten, dass dieser Beweisantrag im Berufungsverfahren versp�tet gestellt worden ist, so hat das Kantonsgericht dadurch, dass es auf diesen Beweisantrag nicht eingetreten ist, das rechtliche Geh�r des Beschwerdef�hrers nicht verletzt. Denn dieser Anspruch verpflichtet die Beh�rde unter anderem nur zur Beweisabnahme, wenn sie nach dem massgeblichen Prozessrecht rechtzeitig beantragt worden ist (BGE 124 I 241 E. 2).
Der Beschwerdef�hrer wirft dem Kantonsgericht in verschiedener Hinsicht willk�rliche Beweisw�rdigung vor. Er beruft sich dabei auf den Grundsatz "in dubio pro reo" als Beweisw�rdigungsregel. Als solche besagt die Maxime, dass sich der Strafrichter nicht von der Existenz eines f�r den Angeklagten ung�nstigen Sachverhalts �berzeugt erkl�ren darf, wenn bei objektiver Betrachtung Zweifel bestehen, ob sich der Sachverhalt so verwirklicht hat. Die Beweisw�rdigungsregel ist verletzt, wenn der Strafrichter an der Schuld des Angeklagten h�tte zweifeln m�ssen. Dabei sind bloss abstrakte und theoretische Zweifel nicht massgebend, weil solche immer m�glich sind und absolute Gewissheit nicht verlangt werden kann. Es muss sich um erhebliche und nicht zu unterdr�ckende Zweifel handeln, d.h. um solche, die sich nach der objektiven Sachlage aufdr�ngen. Bei der Beurteilung von Fragen der Beweisw�rdigung beschr�nkt sich das Bundesgericht auf eine Willk�rpr�fung. Es kann demnach nur eingreifen, wenn der Sachrichter den Angeklagten verurteilte, obgleich bei objektiver W�rdigung des ganzen Beweisergebnisses offensichtlich erhebliche und schlechterdings nicht zu unterdr�ckende Zweifel an dessen Schuld fortbestanden (BGE 120 Ia 31 E. 2c/d S. 37 f.).
Willk�r liegt nach st�ndiger Rechtsprechung des Bundesgerichts vor, wenn der angefochtene kantonale Entscheid offensichtlich unhaltbar ist, mit der tats�chlichen Situation in klarem Widerspruch steht, eine Norm oder einen unumstrittenen Rechtsgrundsatz krass verletzt oder in stossender Weise dem Gerechtigkeitsgedanken zuwiderl�uft. Eine materielle Rechtsverweigerung ist nicht schon gegeben, wenn eine andere L�sung ebenfalls vertretbar oder gar zutreffender erschiene, sondern nur, wenn das Ergebnis schlechterdings mit vern�nftigen Gr�nden nicht zu vertreten ist (BGE 123 I 1 E. 4a S. 5 mit Hinweisen).
3.1 Der Beschwerdef�hrer erachtet es als willk�rlich, dass das Kantonsgericht die Aussagen des Anzeigeerstatters und dessen Mitfahrerin hinsichtlich des Verkehrsaufkommens im fraglichen Zeitpunkt als innerhalb der "nat�rlichen Bandbreite subjektiver Eindr�cke und Erinnerungen" und nicht als widerspr�chlich betrachtet hat.
Sieht man davon ab, die Verkehrsdichte mit der Anzahl von Fahrzeugen zu beschreiben, die in einer bestimmten Zeitspanne eine bestimmte Strecke durchfahren - was in Ermangelung entsprechender Messungen im vorliegenden Fall nicht zur Diskussion steht -, so sind alle Aussagen betreffend die Verkehrsdichte vom subjektiven Eindruck der beschreibenden Person gepr�gt und l�sst sich eine objektiv fassbare Aussage nur schwer machen. Die in der Beschwerdebegr�ndung wiedergegebenen Aussagen des Anzeigeerstatters und dessen Mitfahrerin zeigen, dass letztere den Verkehr als etwas dichter empfunden hat als der Anzeigeerstatter. Wenn das Kantonsgericht die diesbez�glichen Aussagen als in der "nat�rlichen Bandbreite subjektiver Eindr�cke und Erinnerungen" und nicht als widerspr�chlich wertet, so ist es damit keineswegs in Willk�r verfallen. Der Beschwerdef�hrer selbst hat anl�sslich seiner Einvernahme vom 18. August 2000 den Verkehr im massgeblichen Zeitpunkt als normalen Feierabendverkehr bezeichnet und die Frage, ob er normal fahren konnte, ohne dass er behindert wurde, mit "ja, mehr oder weniger" beantwortet, was beides ebenfalls in diese Bandbreite passt. Der Anzeigeerstatter hat am Anfang seiner Einvernahme vom 9. April 2001 erkl�rt, es habe noch nicht dichter Verkehr geherrscht. Der Feierabendverkehr sei erst im Anziehen gewesen. Auf der �berholspur sei man z�gig voran gekommen. Gegen Ende dieser Einvernahme erkl�rte er auf die Frage nach den Verkehrsverh�ltnissen im Zeitpunkt des �berholman�vers, auf der �berholspur habe lockerer Kolonnenverkehr geherrscht. Auf dem Normalstreifen sei der Verkehr schon relativ dicht gewesen. Diese Aussagen durfte das Kantonsgericht willk�rfrei als nicht widerspr�chlich qualifizieren. Die erste Aussage "es habe noch nicht dichter Verkehr geherrscht" ist, wie der nachfolgende Satz "auf der �berholspur sei man z�gig voran gekommen" zeigt, auf die �berholspur zu beziehen und steht somit nicht in Widerspruch zur sp�teren Aussage, auf dem Normalstreifen sei der Verkehr schon relativ dicht gewesen.
3.2 Als willk�rlich r�gt der Beschwerdef�hrer die Beweisw�rdigung des Kantonsgerichts hinsichtlich der Distanz, w�hrend welcher der Beschwerdef�hrer in zu geringem Abstand hinter dem Fahrzeug des Anzeigeerstatters herfuhr.
3.2.1 Der Anzeigeerstatter gab am 14. August 2000 zu Protokoll, das Fahrzeug des Beschwerdef�hrers sei immer n�her gekommen. Der Beschwerdef�hrer sei w�hrend ca. eines Kilometers sehr nahe hinter ihm her gefahren. Zeitweise habe er die Scheinwerfer des Wagens nicht mehr erkennen k�nnen. Die Mitfahrerin wurde am 14. August 2000 gefragt, ob sie diese Aussagen best�tigen k�nne, was sie mit "ja, voll und ganz" beantwortete. Am 9. April 2001 sagte sie vor dem Untersuchungsrichter als Zeugin aus, sie sei von ihrem Freund auf ein Fahrzeug aufmerksam gemacht worden, das mit knappem Abstand hinter ihnen her gefahren sei. Sie habe dann in die R�ckspiegel geschaut und sich sogar umgedreht. Dabei habe sie festgestellt, dass ein Mercedes Cabriolet hinter ihnen herfuhr, wobei man die Scheinwerfer nicht mehr habe sehen k�nnen. Eine Distanzangabe in Metern k�nne sie nicht machen, da sie sehr schlecht im Sch�tzen sei. Sie wolle aber betonen, dass der Mercedes wahnsinnig nah hinter ihnen hergefahren sei. Er sei ca. f�nf Minuten hinter ihnen hergefahren. Zur L�nge der Strecke, auf welcher der Mercedes Lenker ihnen in knappem Abstand gefolgt sei, k�nne sie keine Angabe machen.
3.2.2 Das Kantonsgericht h�lt fest, die von der Verteidigung der Mitfahrerin unterstellte Aussage, der Angeklagte sei w�hrend ca. f�nf Minuten wahnsinnig nahe hinter ihnen gefahren, treffe schlicht nicht zu, was der Beschwerdef�hrer als tatsachenwidrig und willk�rlich bezeichnet.
Die Aussage der Mitfahrerin ist insofern nicht restlos klar, als nicht ersichtlich ist, ob sie unterscheiden wollte zwischen der Zeit, w�hrend welcher der Beschwerdef�hrer insgesamt hinter ihnen herfuhr, und der Zeit, w�hrend welcher er dann mit zu knappem Abstand folgte. H�tte die Mitfahrerin, mit der Zeitangabe von f�nf Minuten die Zeit angesprochen, w�hrend welcher der Beschwerdef�hrer insgesamt hinter ihnen herfuhr, so w�re die Unterstellung, sie habe behauptet, der Beschwerdef�hrer sei w�hrend ca. f�nf Minuten zu dicht hinter ihnen hergefahren, in der Tat nicht zutreffend. Selbst wenn die Mitfahrerin jedoch mit der Zeitangabe von f�nf Minuten die Zeit des Hinterherfahrens mit zu knappem Abstand gemeint h�tte, w�re ihre Aussage nicht geeignet, das Beweisergebnis in Frage zu stellen. Zur Zeit ihrer Einvernahme als Zeugin waren seit dem fraglichen Ereignis nahezu acht Monate vergangen, was ohne weiteres erkl�rt, dass sie die Zeit des von ihr als gef�hrlich empfundenen Fahrverhaltens des Beschwerdef�hrers als l�nger empfand, als dieses effektiv dauerte. Im �brigen hat auch der Anzeigeerstatter anl�sslich seiner Zeugeneinvernahme vom 9. April 2001 die Strecke, w�hrend welcher der Beschwerdef�hrer mit zu geringem Abstand hinter ihm herfuhr, l�nger gesch�tzt als anl�sslich der Anzeige. Auf die Diskrepanz angesprochen erkl�rte er, der Vorfall sei schon lange her. An die genauen Distanzen k�nne er sich nicht mehr erinnern. Wenn er bei der Polizei von einem Kilometer gesprochen habe, dann werde diese Angabe richtig sein, da sie unmittelbar nach dem Vorfall erfolgt sei. Auch die Zeitangabe der Mitfahrerin ist entsprechend zu gewichten, weshalb deren W�rdigung durch das Kantonsgericht jedenfalls im Ergebnis nicht willk�rlich ist.
3.3 Die Aussagen des Anzeigeerstatters hinsichtlich des genauen Orts des �berholman�vers hat das Kantonsgericht als nicht genau �bereinstimmend aber dennoch als nicht widerspr�chlich bezeichnet. Mit der diesbez�glichen Erkl�rung des Kantonsgerichts, "1 Kilometer vor der Ausfahrt" k�nne bei den hohen Tempi auf Autobahnen durchaus als "vor der Ausfahrt" bezeichnet werden, setzt sich der Beschwerdef�hrer nicht auseinander, weshalb auf seine diesbez�gliche Willk�rr�ge nicht einzutreten ist. Die Mitfahrerin konnte anl�sslich ihrer Einvernahme vom 9. April 2001 den genauen Ort, wo sich das �berholman�ver ereignete, nicht angeben, und erinnerte sich nur, dass dieses zwischen dem Anschluss Thalwil und Horgen stattgefunden hatte. Der Umstand, dass sie sich nicht an die genaue Stelle des �berholman�vers erinnern konnte, macht ihre Aussage entgegen der Ansicht des Beschwerdef�hrers nicht widerspr�chlich, sondern spricht vielmehr gegen eine Absprache zwischen ihr und ihrem Freund. Auch in diesem Punkt ist dem Kantonsgericht keine Willk�r bei der Beweisw�rdigung vorzuwerfen.
3.4 Hinsichtlich der L�cke in der Normalspur, welche der Beschwerdef�hrer benutzte, um den Wagen des Anzeigeerstatters rechts zu �berholen, stimmt dessen Aussage mit derjenigen seiner Mitfahrerin nicht genau �berein, indem er von einer ca. 100 Meter langen L�cke in der Normalspur sprach, w�hrend sie diese L�cke als sehr klein bezeichnete. Der Beschwerdef�hrer h�lt diesen Widerspruch f�r erheblich. Auch hier handelt es sich seitens der Zeugen jedoch wiederum um Sch�tzungen, wobei gerade die mangelnde �bereinstimmung zeigt, dass keine Absprache stattgefunden hat, was die Glaubw�rdigkeit der Zeugen erh�ht. Auch diese W�rdigung der Zeugenaussagen ist somit nicht willk�rlich.
Das Kantonsgericht hat den von den Anzeigestellern geschilderten Vorfall schon deshalb schl�ssig dem Beschwerdef�hrer zugeordnet, weil die von den Anzeigestellern angegebene Nummer des Kontrollschildes mit derjenigen des Mercedes Benz Cabriolet identisch ist, den der Beschwerdef�hrer zugegebenermassen an jenem Tag und zur Zeit des Vorfalls auf dem entsprechenden Autobahnabschnitt gelenkt hat.
Der Beschwerdef�hrer wirft der Untersuchungsbeh�rde vor, nicht gepr�ft zu haben, ob nicht ein �hnliches Kontrollschild auf ein identisches Mercedes Benz Cabriolet existiere, was seiner Ansicht nach h�tte auf eine Verwechslung schliessen lassen. Diesen Einwand hat der Beschwerdef�hrer im kantonalen Verfahren nicht vorgebracht. In Willk�rbeschwerden sind neue Tatsachen und Beweismittel wegen des Novenverbots unbeachtlich (BGE 124 I 208 E. 4b; 107 Ia 187 E. 2). Auf dieses neue Argument und die damit verbundene R�ge ist somit nicht einzutreten.
Nach Ansicht des Beschwerdef�hrers h�tte das Kantonsgericht an der Glaubw�rdigkeit des Anzeigestellers zweifeln m�ssen, weil dieser das Fahrzeug als "anthrazit"-farbig bezeichnete, w�hrend es in Wirklichkeit zweifarbig, n�mlich unten grau und oben schwarz gewesen sei.
Das Kantonsgericht weist darauf hin, dass der Beschwerdef�hrer vor Schranken selbst einger�umt hat, dass man den unteren Teil seines Autos, bevor er denselben nach dem fraglichen Vorfall umspritzen liess, anthrazit nennen konnte. Entgegen der Darstellung in der Beschwerdebegr�ndung hat der Anzeigeerstatter das Fahrzeug nie ausdr�cklich als einfarbig beschrieben, sondern anl�sslich der Anzeige einfach "anthrazit" angegeben. Da unter "anthrazit" gemeinhin ein Richtung schwarz gehendes, sehr dunkles Grau verstanden wird, ist die Feststellung des Kantonsgerichts, die Beschreibung des Fahrzeugs durch die Anzeigeerstatter sei mit dem Mercedes des Beschwerdef�hrers vereinbar, keineswegs willk�rlich.
Der Beschwerdef�hrer macht geltend, der Umstand, dass der Anzeigeerstatter ihn anl�sslich der Einvernahme vom 9. April 2001 nicht als fehlbaren Lenker beschreiben und die Mitfahrerin ihn nicht mit Sicherheit als solchen erkennen konnte, h�tte Zweifel wecken m�ssen. Zudem treffe die Beschreibung der Mitfahrerin nicht auf ihn zu.
Der Anzeigeerstatter erkl�rte anl�sslich der Einvernahme vom 9. April 2001, er habe den Lenker des Mercedes nicht gesehen; seine Freundin habe ihn aber gesehen. Bei der Anzeige wurde der Lenker des Mercedes als gutaussehender Mann um die 30 Jahre mit dunkelblondem, normal langem Haar beschrieben, wobei nicht restlos klar ist, ob diese Aussage vom Anzeigeerstatter oder der Mitfahrerin stammt. Am 9. April 2001 erkl�rte diese als Zeugin auf die Frage, ob sie den Lenker des Mercedes beschreiben k�nne, das Cabriolet sei offen gewesen. Alles sei sehr schnell gegangen. Beim Lenker habe es sich um einen jugendlichen Typ gehandelt mit dunkelblonden Haaren und einem braunen Teint. Sie habe die Gesichtsz�ge nicht gesehen. Sie w�rde ihn nicht mehr erkennen. Das Kantonsgericht hat den Beschwerdef�hrer anl�sslich der Verhandlung vom 3. Juni 2003 gesehen und im angefochtenen Urteil ausgef�hrt, es habe sich davon �berzeugen k�nnen, dass der Angeklagte effektiv ein jugendlicher Typ sei, dessen "angeblich schwarzes Haar" in der Hektik des damaligen Vorfalles durchaus auch als dunkelblond in Erinnerung habe bleiben k�nnen. Da der Sachrichter im Bereich der Beweisw�rdigung �ber einen weiten Beurteilungsspielraum verf�gt (BGE 118 Ia 28 E. 1b mit Hinweisen), kommt dem pers�nlichen Eindruck, den das urteilende Gericht vom Aussehen einer Person gewinnt, erhebliche Bedeutung zu. Wenn das Kantonsgericht es mit der Hektik des damaligen Vorfalles erkl�rt, dass die Mitfahrerin das Haar des Beschwerdef�hrers als dunkelblond angab, w�hrend er selbst dasselbe als schwarz bezeichnet, so ist dies jedenfalls nicht willk�rlich. Dasselbe gilt hinsichtlich der Haarl�nge, wobei angesichts der heutigen Mode unter "normal lang" im Sinne von "von normaler L�nge" auch "kurz" verstanden werden kann. Im �brigen wird die Glaubw�rdigkeit der Mitfahrerin dadurch, dass sie offen erkl�rte, sie w�rde den fehlbaren Lenker nicht mehr erkennen, und ihn anl�sslich der Konfrontation auch nicht sicher zu erkennen vermochte, nicht vermindert, da erfahrungsgem�ss im Falle einer Falschanzeige eine solche Unsicherheit gerade nicht eingestanden wird.
7.1 Der Beschwerdef�hrer erkl�rte dem Untersuchungsrichter am 9. April 2001 auf die Frage, ob er auf der zu beurteilenden Fahrt allein unterwegs gewesen sei, seine damalige Freundin und jetzige Ehefrau sei auf dem Beifahrersitz gesessen. Das Kantonsgericht h�lt dazu fest, der Angeklagte habe erst nachtr�glich gegen�ber dem Untersuchungsrichter behauptet, nicht allein, sondern mit seiner heutigen Ehefrau unterwegs gewesen zu sein. Da er bei der polizeilichen Befragung mit keinem Wort erw�hnt habe, dass ihn seine damalige Freundin auf der fraglichen Fahrt begleitet habe, sei dies v�llig unglaubhaft. Der Beschwerdef�hrer sieht darin eine Verletzung des Grundsatzes "in dubio pro reo", wobei er in diesem Zusammenhang die Maxime als Beweislastregel anspricht.
Als solche bedeutet diese, dass es Sache der Anklagebeh�rde ist, die Schuld des Angeklagten zu beweisen, und nicht dieser seine Unschuld nachweisen muss. Der Grundsatz "in dubio pro reo" als Beweislastregel ist verletzt, wenn der Strafrichter einen Angeklagten (einzig) mit der Begr�ndung verurteilt, er habe seine Unschuld nicht nachgewiesen. Ebenso ist die Maxime verletzt, wenn sich aus den Urteilsgr�nden ergibt, dass der Strafrichter von der falschen Meinung ausging, der Angeklagte habe seine Unschuld zu beweisen, und dass er ihn verurteilte, weil ihm dieser Beweis misslang. Ob der Grundsatz "in dubio pro reo" als Beweislastregel verletzt ist, pr�ft das Bundesgericht frei (BGE 127 138 E. 2a S. 40).
Das Kantonsgericht hat aufgrund des Umstands, dass der Beschwerdef�hrer nicht bereits anl�sslich seiner ersten Einvernahme von sich aus, und ohne danach gefragt worden zu sein, zu seiner Entlastung auf die sp�ter behauptete Begleitung durch seine damalige Freundin und heutige Ehefrau hingewiesen hat, diese Behauptung als unglaubw�rdig qualifiziert. Damit hat es nicht dem Beschwerdef�hrer den Beweis seiner Unschuld auferlegt, sondern sein Aussageverhalten bei der W�rdigung seiner Glaubw�rdigkeit ber�cksichtigt. Eine Verletzung des Grundsatzes "in dubio pro reo" als Beweislastregel liegt somit nicht vor. Sollte das Kantonsgericht irrt�mlich angenommen haben, die erste Einvernahme des Beschwerdef�hrers habe am 14. August 2000 statt richtigerweise erst am 18. August 2000 stattgefunden, wie der Beschwerdef�hrer geltend macht, w�rde dies hieran nichts �ndern.
7.2 Hinsichtlich der Frage, ob die damalige Freundin und heutige Ehefrau des Beschwerdef�hrers anl�sslich des zu beurteilenden Vorfalls bei ihm im Auto war, weist das Kantonsgericht auf ihr widerspr�chliches Aussageverhalten hin. Anl�sslich der Einvernahme vom 7. Mai 2001 erkl�rte sie, sie sei am Vormittag des 14. August 2001 in Lachen gewesen und am Nachmittag mit dem Zug nach Z�rich gefahren, w�hrend sie nach den bezirksgerichtlichen Abkl�rungen an diesem Morgen in Z�rich Deutschunterricht nahm. Aufgrund dieses Widerspruchs nahm das Kantonsgericht an, dass die jetzige Ehefrau des Beschwerdef�hrers bei ihrer Aussage in Erinnerungen kramte, welche sich auf einen anderen Tag bezogen. Diese W�rdigung erweist sich jedenfalls im Zusammenhang mit den �brigen Beweismitteln nicht als willk�rlich.
Das Kantonsgericht hat bei der W�rdigung des Beweisergebnisses auch ber�cksichtigt, dass die Anzeigesteller keinerlei Veranlassung f�r eine Falschaussage hatten. Die Version des Beschwerdef�hrers, er habe auf der �berholspur mehrere Fahrzeuge �berholt, w�hrenddessen der Anzeigesteller ungeduldig hinter ihm habe warten m�ssen und sich deswegen mit einer falschen Strafanzeige ger�cht habe, ist nicht nur ein im vorliegenden staatsrechtlichen Beschwerdeverfahren neues und daher unzul�ssiges Vorbringen, sondern auch eine an den Haaren herbeigezogene Mutmassung, welche nicht geeignet ist, die willk�rfreie Sachverhaltsfeststellung des Kantonsgerichts in Frage zu stellen.
Zusammenfassend bestehen bei objektiver W�rdigung des ganzen Beweisergebnisses keine offensichtlich erheblichen und schlechterdings nicht zu unterdr�ckenden Zweifel an der Schuld des Beschwerdef�hrers. Die staatsrechtliche Beschwerde erweist sich daher als unbegr�ndet. Sie ist somit abzuweisen, soweit darauf einzutreten ist.
Bei diesem Ausgang des Verfahrens hat der Beschwerdef�hrer die Kosten des bundesgerichtlichen Verfahrens zu tragen (Art. 156 Abs. 1 OG). Eine Parteientsch�digung ist nicht zuzusprechen.

References: Art. 9
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 Art. 86
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