Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=BVerwG&Datum=05.12.1980&Aktenzeichen=4%20C%2028.77
Timestamp: 2019-10-22 12:48:27+00:00

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BVerwG, 05.12.1980 - IV C 28.77 - dejure.org
BVerwG, 05.12.1980 - IV C 28.77
https://dejure.org/1980,721
BVerwG, 05.12.1980 - IV C 28.77 (https://dejure.org/1980,721)
BVerwG, Entscheidung vom 05.12.1980 - IV C 28.77 (https://dejure.org/1980,721)
BVerwG, Entscheidung vom 05. Dezember 1980 - IV C 28.77 (https://dejure.org/1980,721)
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VG Regensburg, 29.09.1975 - R/N 300 V 74
VGH Bayern, 04.08.1976 - 462 VIII 75
BVerwG, 18.01.1977 - 4 B 190.76
NJW 1981, 1000
DVBl 1981, 403
Die Länder können im Rahmen ihrer Organisationsbefugnis bestimmen, ob sie die Funktionen der Anhörungs- und der Planfeststellungsbehörde zwei Landesbehörden übertragen oder bei einer Behörde vereinigen (BVerwG, Urteile vom 25. August 1971 - BVerwG 4 C 22.69 - und vom 5. Dezember 1980 - BVerwG 4 C 28.77 - Buchholz 407.4 § 17 FStrG Nrn. 15 und 36).
Die Frage nach der Rechtmäßigkeit des Plans und diejenige nach einem Entschädigungsanspruch (dem Grunde nach) können nur einheitlich beantwortet werden, und dies muß notwendigerweise in der Planung geschehen, nicht aber außerhalb der Planung in einem (Entschädigungs-)Verfahren, in dem die Planung nicht mehr zur Disposition steht (BVerwG Urteil vom 5. Dezember 1980 aaO;… Korbmacher aaO;… Bender aaO;… Kodal/Krämer jew. aaO und S. 1001 f. Rn. 57.54;… vgl. auch Mayer/Borgs, VwVfG 2. Aufl. § 74 Rn. 32).
b) Dagegen ist über die Höhe der Entschädigung (wenn der Planfeststellungsbeschluß eine Entscheidung über den Grund des Entschädigungsanspruchs enthält) im Entschädigungsverfahren zu befinden (BVerwG Urteil vom 5. Dezember 1980 aaO;… Marschall/Schroeter/Kastner aaO § 8 a Rn. 4.6;… Kodal/Krämer jew. aaO;… Kastner aaO;… vgl. auch Korbmacher aaO).
c) Wie das Bundesverwaltungsgericht in seinem erwähnten Urteil vom 5. Dezember 1980 (aaO) ausgesprochen hat, kann in den Fällen des § 8 a Abs. 4 FStrG die Entschädigungsregelung (auch dem Grunde nach) ausnahmsweise dem späteren Enteignungsverfahren überlassen bleiben, wenn - wie z. B. bei der Inanspruchnahme fremder Grundstücke für das Straßenbauvorhaben - dem Träger der Straßenbaulast der Zugriff auf Rechte Dritter allein mit Hilfe des vollziehbaren Planfeststellungsbeschlusses nicht möglich ist, sondern es dazu außerdem entweder einer Einigung mit dem Betroffenen oder der Durchführung eines Enteignungsverfahrens bedarf.
Die Rechtmäßigkeit der Planung setzt gerade voraus, daß über die Enteignungsfrage abschließend und bindend entschieden ist (vgl. zu diesem Zusammenhang BVerwG Urteil vom 5. Dezember 1980 aaO).
Da diese Vorschrift in erster Linie einen Anspruch auf realen Ausgleich durch Schaffung einer Ersatzzufahrt und nur subsidiär einen Geldanspruch gewährt (Korbmacher aaO S. 527, vgl. auch BVerwG Urteil vom 5. Dezember 1980, NJW 1981, 1000, 1001) [BVerwG 05.12.1980 - 4 C 28/77], bedeutet die Zuerkennung des erstgenannten Anspruchs im verwaltungsgerichtlich bestätigten Planfeststellungsbeschluß notwendig, daß ein Geldanspruch mangels Vorliegens eines Enteignungstatbestandes verneint wird.
Dem Verwaltungsverfahrensrecht lässt sich nicht entnehmen, dass im fernstraßenrechtlichen Planfeststellungsverfahren für die Anhörung der Beteiligten und für die Planfeststellung verschiedene Behörden zu bestimmen sind (vgl. BVerwG, Urteile vom 25. August 1971 - BVerwG 4 C 22.69 - Buchholz 407.4 § 17 FStrG Nr. 15 und vom 5. Dezember 1980 - BVerwG 4 C 28.77 - DVBl 1981, 403).
Eine andere Frage ist in diesem Zusammenhang, in welcher Weise private Belange jeweils nach ihrem individuellen Gewicht zu ermitteln und in der Abwägung zu berücksichtigen sind (vgl. hierzu BVerwG, Urteil vom 30. Mai 1984 - BVerwG 4 C 58.81 - BVerwGE 69, 256 [275 f.]; Urteil vom 7. Juli 1978 - BVerwG 4 C 79.76 - BVerwGE 56, 110 [130]; Urteil vom 5. Dezember 1980 - BVerwG 4 C 28.77 - Buchholz 407.4 § 17 FStrG Nr. 16 = NJW 1981, 1000).
Eine derart nachträgliche Entscheidung ist ebensowenig wie eine nachträgliche Planfeststellung schon ihrer Nachträglichkeit willen geeignet, subjektive Rechte eines Planbetroffenen zu verletzen (vgl. Urteil vom 5. Dezember 1980 - BVerwG 4 C 28.77 - in Buchholz 407.4 § 17 FStrG Nr. 36 S. 126 [130]).
Zwar war eine Legalisierung nicht ausgeschlossen (vgl. auch BVerwG, Urteil vom 25. August 1971 - BVerwG 4 C 22.69 - Buchholz 407.4 § 17 FStrG Nr. 15 = DöV 1972, 129; Urteil vom 5. Dezember 1980 - BVerwG 4 C 28.77 - Buchholz 407.4 § 17 FStrG Nr. 36 = NJW 1981, 1000 [BVerwG 05.12.1980 - 4 C 28/77] = DVBl. 1981, 403 jeweils zum Beginn von Bauarbeiten ohne vorherigen Planfeststellungsbeschluß).
Das Bundesfernstraßengesetz enthält nicht, wie die Kläger zur Begründung ihrer Ansicht geltend machen, eine Regelung, durch die den Ländern vorgeschrieben wäre, im fernstraßenrechtlichen Planfeststellungsverfahren für die Anhörung der Beteiligten und für die Planfeststellung verschiedene Behörden zu bestimmen (Urteil vom 25. August 1971 - BVerwG IV C 22.69 - in Buchholz 407.4 § 17 FStrG Nr. 15 S. 15; Urteil vom 5. Dezember 1980 - BVerwG 4 C 28.77 -).
Über die Höhe der Entschädigung ist im Entschädigungsverfahren zu befinden (BVerwG NJW 1981, 1000, 1001 [BVerwG 05.12.1980 - 4 C 28/77];… Senatsurteil vom 10. Juni 1985 aaO).
Weitergehende Ansprüche, insbesondere solche auf Aufrechterhaltung einer bestimmten vorteilhaften Verkehrsverbindung, kann die Antragstellerin aus ihrem Recht auf Anliegergebrauch nicht herleiten (vgl. BVerwG, Urteile vom 8. Oktober 1976 - BVerwG VII C 24.73 - (Buchholz 442.01 § 28 PBefG Nr. 3 S. 9), vom 5. Dezember 1980 - BVerwG 4 C 28.77 - (Buchholz 407.4 § 17 FStrG Nr. 36 S. 131), vom 6. August 1982 - BVerwG 4 C 58.80 - (Buchholz 406.16 Eigentumsschutz Nr. 27 S. 9 f.) und vom 11. November 1983 - BVerwG 4 C 82.80 - (Buchholz 407.4 § 17 FStrG Nr. 55 S. 49)).
BVerwG, 23.02.2004 - 4 A 11.03
Einstellung des Klageverfahrens wegen übereinstimmender Erledigungserklärung der …

References: § 17
 § 74
 § 8
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 § 17
 § 17
 § 17
 § 17
 § 17
 § 17
 § 28
 § 17
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