Source: http://www.jurablogs.com/2010/10/11/olg-hamburg-verwendung-werbegeschenk-ernsthafte-markenbenutzung
Timestamp: 2017-08-24 03:19:20+00:00

Document:
OLG Hamburg: Verwendung als Werbegeschenk keine ernsthafte Markenbenutzung
Rechtsnormen: § 3, § 4 Nr. 10, § 5 UWG; § 26 Abs. 1, § 26 Abs. 3, § 49 Abs. 1, § 49 Abs. 3, § 55 Abs. 1, § 55 Abs. 2 Nr. 1 MarkenG
Das OLG Hamburg hat mit Urteil vom 28.01.2010 (Az. 3 U 212/08; nicht rechtskräftig, Nichtzulassungsbeschwerde beim BGH unter Az. I ZR 41/10 anhängig) entschieden:
1. Eine Markenanmeldung beinhaltet keine gezielte Behinderung iSd § 4 Nr. 10 UWG, wenn die Gesamtbetrachtung aller im Einzelfall bestehenden Umstände nicht mit hinreichender Sicherheit auf eine Behinderungsabsicht schließen lässt.
Die Beklagte begehrte zunächst mit der Widerklage die Löschung der klägerischen Marke nur wegen Rechtsmissbrauchs und unzulässiger Wiederholungseintragung. Die zu löschende Marke schließe sich an eine fast identische, sehr ähnliche, frühere deutsche Marke der Klägerin an, die bereits seit mehr als zwölf Jahren in der Benutzungsschonfrist und somit zu löschen sei. Die Markenanmeldung sei jedenfalls rechtsmissbräuchlich erfolgt, da insbesondere eine entsprechende Benutzung der Marke für die eingetragenen Waren und Dienstleistungen anfangs nicht geplant gewesen sei. Die Klägerin macht geltend, sie habe die angegriffene Marke auf kostenlosen Werbeartikeln und auf Prospekten rechtserhaltend benutzt.
Nachdem das Landgericht die Klägerin antragsgemäß verurteilte, stützt die Beklagte in der Berufungsinstanz die Löschungsklage nun auch auf Verfall nach § 49 Abs. 1 MarkenG ...
Keine rechtserhaltende Benutzung einer Marke für Arzneimittel durch Durchführung einer ...
BGH fällt Urteil über „bösgläubige Markenanmeldung“
Veröffentlicht October 11, 2010 8:20am im Blog Dr. Graf.
Markenrecht, Uwg, Olg Hamburg, U 212

References: § 3
 § 4
 § 5
 § 26
 § 26
 § 49
 § 49
 § 55
 § 55
 BGH 
 § 4
 § 49

BGH