Source: http://bravors.brandenburg.de/verordnungen/lsv
Timestamp: 2017-05-28 01:06:01+00:00

Document:
Verordnung über die Anforderungen an das Lehramtsstudium an den Hochschulen im Land Brandenburg (Lehramtsstudienverordnung - LSV)vom 6. Juni 2013(GVBl.II/13, [Nr. 45])geändert durch Verordnung vom 16. Februar 2017(GVBl.II/17, [Nr. 10])
Auf Grund des § 3 Absatz 6, des § 4 Absatz 2 und des § 18 Absatz 9 des Brandenburgischen Lehrerbildungsgesetzes vom 18. Dezember 2012 (GVBl. I Nr. 45) verordnet die Ministerin für Bildung, Jugend und Sport im Einvernehmen mit der Ministerin für Wissenschaft, Forschung und Kultur: Inhaltsübersicht
§ 1 Geltungsbereich § 2 Strukturelle Anforderungen § 3 Akkreditierung § 4 Zugang zum Masterstudium § 5 Inhaltliche Anforderungen § 6 Schulpraktische Studien § 7 Masterzeugnis
Teil 2 Lehramtsbezogene Bestimmungen
Abschnitt 1 Lehramt für die Primarstufe
§ 8 Fächer, Studienbereiche § 9 Inklusionspädagogische Schwerpunktbildung § 10 Leistungspunkte, Masterarbeit
Abschnitt 2 Lehramt für die Sekundarstufen I und II (allgemeinbildende Fächer)
§ 11 Fächer, Studienbereiche § 12 Schwerpunktbildung § 13 Leistungspunkte, Masterarbeit
Abschnitt 3 Lehramt für die Sekundarstufe II (berufliche Fächer)
§ 14 Fächer, Studienbereiche § 15 Leistungspunkte, Masterarbeit
Abschnitt 4 Lehramt für Förderpädagogik
§ 16 Fächer, Studienbereiche § 17 Leistungspunkte, Masterarbeit
§ 18 Übergangsbestimmungen § 19 Inkrafttreten, Außerkrafttreten
Anlage 1 Verteilung der Leistungspunkte auf die Studienbereiche im Studium für das Lehramt für die Primarstufe Anlage 2 Verteilung der Leistungspunkte auf die Studienbereiche im Studium für das Lehramt für die Primarstufe mit einer Schwerpunktbildung gemäß § 9 Anlage 3 Verteilung der Leistungspunkte auf die Studienbereiche im Studium für das Lehramt für die Sekundarstufen I und II (allgemeinbildende Fächer) Anlage 4 Verteilung der Leistungspunkte auf die Studienbereiche im Studium für das Lehramt für die Sekundarstufe II (berufliche Fächer) Anlage 5 Verteilung der Leistungspunkte auf die Studienbereiche im Studium für das Lehramt für Förderpädagogik
Diese Verordnung bestimmt die Anforderungen an die lehramtsbezogenen Studiengänge an den Hochschulen im Land Brandenburg und lehramtsbezogenen Masterabschlüsse, mit denen die Zugangsberechtigung für den Vorbereitungsdienst für Lehrämter an Schulen im Land Brandenburg erworben wird.
(2) Im Lehramtsstudium sind Studien- und Prüfungsleistungen im Umfang von insgesamt 300 Leistungspunkten nach dem European Credit Transfer System (ECTS) nachzuweisen. Davon entfallen auf das Bachelorstudium 180 Leistungspunkte und auf das Masterstudium 120 Leistungspunkte.
(2) Das für Schule zuständige Ministerium ist rechtzeitig in das Programmakkreditierungsverfahren lehramts-bezogener Bachelor- und Masterstudiengänge einzubeziehen und dazu insbesondere über
zu informieren. Eine Vertreterin oder ein Vertreter des für Schule zuständigen Ministeriums kann an den internen Beratungen der Gutachtergruppe und an den Vor-Ort-Begehungen teilnehmen und ist dazu rechtzeitig einzuladen. Ihr oder ihm sind die für das Programmakkreditierungsverfahren maßgeblichen Unterlagen in einer angemessenen Frist vor Beginn des Verfahrens zur Verfügung zu stellen.
(3) Das für Schule zuständige Ministerium kann unabhängig von der Gutachtergruppe für den jeweils zu akkreditierenden lehramtsbezogenen Bachelor- und Masterstudiengang insbesondere
zur Umsetzung der in dieser Verordnung bestimmten Anforderungen im Konzept des Studiengangs,
zum implementierten Prüfungssystem,
(4) Abweichend von Absatz 1 kann für neue lehramtsbezogene Bachelor- und Masterstudiengänge, für die ein Konzept vorliegt, die aber noch nicht Bestandteil des Studienangebots der Hochschule sind, das Konzept akkreditiert werden (Konzeptakkreditierung). Die Konzeptakkreditierung lehramtsbezogener Masterstudiengänge bedarf der Zustimmung des für Schule zuständigen Ministeriums. Für das Verfahren gelten die Absätze 2 und 3 entsprechend. Für konzeptakkreditierte lehramtsbezogene Bachelor- und Masterstudiengänge, die Teil des Studienangebots der Hochschule sind, ist nach Ablauf einer Frist von fünf Jahren eine Programmakkreditierung durchzuführen. Der Fristlauf beginnt mit dem Tag des Wirksamwerdens des Akkreditierungsbescheides. Die gemäß den Sätzen 4 und 5 bemessene Frist verlängert sich auf das Ende des zuletzt betroffenen Studienjahres. Sofern der lehramtsbezogene Bachelor- oder Masterstudiengang nach dem Wirksamwerden des Akkreditierungsbescheids eröffnet wird, beginnt der Fristlauf mit dem Tag seiner Eröffnung.
(5) Für lehramtsbezogene Studiengänge an Hochschulen, deren internes Qualitätssicherungssystem im Bereich Studium und Lehre akkreditiert wurde (Systemakkreditierung), gilt, dass an die Stelle
der Programmakkreditierung eine hochschulinterne Programmakkreditierung und
der Konzeptakkreditierung eine hochschulinterne Konzeptüberprüfung
(4) Das Studium in einer modernen Fremdsprache umfasst sprachpraktische Studien und soll Aufenthalte in Ländern der Zielsprache einschließen. Das Studium in den Fächern Kunst, Musik und Sport umfasst fachpraktische Studien. Das Nähere dazu bestimmen die Hochschulordnungen.
(1) Die schulpraktischen Studien sind integrativer Bestandteil des Lehramtsstudiums. Sie sollen insbesondere
die wissenschaftlichen Studien mit schulpraktischen Erfahrungen verknüpfen und dabei forschungsorientierte Fragestellungen berücksichtigen und
sich an der Umsetzung des Bildungs- und Erziehungsauftrags der Schule beteiligen.
Das Schulpraktikum ist durch geeignete Lehrveranstaltungen der Hochschule vor- und nachzubereiten sowie zu begleiten.
(1) Die zum Studium zugelassenen Fächer gemäß § 5 Absatz 1 Satz 1 Nummer 1 sind Deutsch, Englisch, Kunst, Mathematik, Musik, Sachunterricht, Sorbisch/Wendisch und Sport, wobei mindestens eines der Fächer Deutsch, Englisch oder Mathematik zu studieren ist.
fachwissenschaftliche und -didaktische Grundlagen für den Unterricht in den Fächern Deutsch, Mathematik sowie Englisch (einschließlich sprachliche Kompetenzentwicklung) in der Schuleingangsphase und
(2) Die Studien- und Prüfungsleistungen in den Grundlagen der Grundschulpädagogik und -didaktik sind im Studienbereich Bildungswissenschaften nachzuweisen.
(3) Abweichend von § 8 Absatz 1 sind als Fächer nur Deutsch und Mathematik zugelassen.
(2) Für das Studium des Bezugsfachs zum Sachunterricht sind mindestens ein Drittel und höchstens zwei Drittel des für das Fach Sachunterricht insgesamt vorgesehenen Gesamtstudienumfangs nachzuweisen.
Die zum Studium zugelassenen Fächer gemäß § 5 Absatz 1 Satz 1 Nummer 1 sind Biologie, Chemie, Deutsch, Englisch, Französisch, Geografie, Geschichte, Informatik, Kunst, Mathematik, Musik, Physik, Politische Bildung, Polnisch, Russisch, Sorbisch/Wendisch, Spanisch und Sport sowie
Die Verbindung der Fächer Geschichte, Lebensgestaltung-Ethik-Religionskunde und Politische Bildung und der Fächer Polnisch, Russisch und Sorbisch/Wendisch ist nicht zulässig.
Agrarwirtschaft, Bautechnik, Biotechnik, Druck- und Medientechnik, Elektrotechnik, Ernährung und Hauswirtschaft, Fahrzeugtechnik, Farbtechnik/Raumgestaltung/Oberflächentechnik, Gesundheit und Körperpflege, Holztechnik, Informations- und Kommunikationstechnik, Labortechnik/Prozesstechnik, Mediendesign und Designtechnik, Metalltechnik, Pflege, Sozialpädagogik, Textil- und Bekleidungstechnik sowie Wirtschaft und Verwaltung als berufliche und
Biologie, Chemie, Deutsch, Englisch, Französisch, Informatik, Kunst, Mathematik, Musik, Physik, Pädagogik, Politische Bildung, Polnisch, Psychologie, Russisch, Sorbisch/Wendisch, Spanisch, Sport und Wirtschaftswissenschaften als allgemeinbildende
(2) An die Stelle eines allgemeinbildenden Faches oder einer weiteren beruflichen Fachrichtung kann der Studienbereich Förderpädagogik gemäß § 16 Absatz 2 treten.
(3) Die bildungswissenschaftlichen Studien umfassen schwerpunktmäßig berufs- oder wirtschaftspädagogische Inhalte.
(4) Soweit keine, auf das studierte berufliche Fach bezogene abgeschlossene Berufsausbildung nach Bundes- oder Landesrecht oder eine entsprechende mindestens dreijährige Berufspraxis nachgewiesen wird, ist spätestens vor Abschluss des Masterstudiums zusätzlich eine entsprechende fachpraktische Tätigkeit von zwölf Monaten Dauer nachzuweisen.
(1) In den vorgesehenen Studienbereichen sind mindestens die jeweils in Anlage 4 ausgewiesenen Leistungspunkte nachzuweisen. Die variablen Leistungspunkte gemäß Anlage 4 Nummer 5 sind durch die Hochschule den vorgesehenen Studienbereichen oder anderen Studienangeboten zuzuordnen. Dabei hat die Hochschule zu gewährleisten, dass der Umfang der Studien- und Prüfungsleistungen
für die inklusionspädagogischen und -didaktischen Grundlagen mindestens ein Zehntel des für die Bildungswissenschaften vorgesehenen Studienumfangs
(2) Im Fall von § 14 Absatz 2 beträgt der Studienumfang für den Studienbereich Förderpädagogik abweichend von Anlage 5 Nummer 3 mindestens 90 Leistungspunkte, wobei das Verhältnis der ausgewiesenen Studienumfänge seiner Teilbereiche zu wahren ist und die gemäß Absatz 1 Satz 2 Nummer 2 nachzuweisenden Studien- und Prüfungsleistungen nicht erbracht werden müssen.
(3) Die Masterarbeit ist in den Bildungswissenschaften oder in der Fachdidaktik oder Fachwissenschaft eines der studierten Fächer anzufertigen. Wird die Masterarbeit in einer Fachdidaktik angefertigt, so kann das Thema mit fachwissenschaftlichen Bezügen gestellt werden. Wird die Masterarbeit in den Fachwissenschaften angefertigt, so ist das Thema mit Bezügen zu mindestens einem der anderen Bereiche gemäß Satz 1 zu stellen. Im Fall von § 14 Absatz 2 kann die Masterarbeit auch in der Förderpädagogik angefertigt werden.
(1) Die zum Studium zugelassenen Fächer gemäß § 5 Absatz 1 Satz 1 Nummer 1 sind Biologie, Chemie, Deutsch, Englisch, Französisch, Geografie, Geschichte, Informatik, Kunst, Latein, Lebensgestaltung-Ethik-Religionskunde, Mathematik, Musik, Physik, Politische Bildung, Polnisch, Russisch, Sorbisch/Wendisch, Spanisch, Sport, Technik und Wirtschaft-Arbeit-Technik, von denen gemäß § 3 Absatz 3 Satz 5 Nummer 4 des Brandenburgischen Lehrerbildungsgesetzes ein Fach zu studieren ist.
(2) Der lehramtsspezifische Studienbereich gemäß § 5 Absatz 1 Satz 1 Nummer 3 ist die Förderpädagogik. In ihr sind Studien- und Prüfungsleistungen
in der allgemeinen Förder- und Inklusionspädagogik und
in zwei Fachrichtungen, die jeweils einem der sonderpädagogischen Förderschwerpunkte Sehen, Hören, geistige Entwicklung, körperliche und motorische Entwicklung, Lernen, Sprache oder emotionale und soziale Entwicklung zugeordnet sind,
(1) In den vorgesehenen Studienbereichen sind mindestens die jeweils in Anlage 5 ausgewiesenen Leistungspunkte nachzuweisen. Die variablen Leistungspunkte gemäß Anlage 5 Nummer 6 sind durch die Hochschule den vorgesehenen Studienbereichen oder anderen Studienangeboten zuzuordnen. Dabei hat die Hochschule zu gewährleisten, dass der Umfang der Studien- und Prüfungsleistungen in den fachdidaktischen, bildungswissenschaftlichen und den schulpraktischen Studien zusammen mindestens ein Drittel des Gesamtstudienumfangs beträgt.
(1) Studierende, die sich bei Inkrafttreten des Brandenburgischen Lehrerbildungsgesetzes vom 18. Dezember 2012 (GVBl. I Nr. 45) in einem Lehramtsstudium gemäß § 5a des Brandenburgischen Lehrerbildungsgesetzes vom 25. Juni 1999 (GVBl. I S. 242), das zuletzt durch Artikel 17 des Gesetzes vom 3. April 2009 (GVBl. I S. 26, 59) geändert worden ist, befinden, absolvieren das Studium auf der Grundlage der Bachelor-Master-Abschlussverordnung vom 21. September 2005 (GVBl. II S. 502), die durch Artikel 4 des Gesetzes vom 11. Mai 2007 (GVBl. I S. 86, 92) geändert worden ist, in Verbindung mit der Lehramtsprüfungsordnung vom 31. Juli 2001 (GVBl. II S. 494), die zuletzt durch Artikel 5 des Gesetzes vom 11. Mai 2007 (GVBl. I S. 86, 92) geändert worden ist. Das Masterstudium muss bis zum 30. September 2022 abgeschlossen sein.
(2) Für Studierende, die vor dem 1. Oktober 2018 ein auf das Lehramt für die Primarstufe bezogenes Bachelor- und Masterstudium mit dem Fach Sachunterricht aufgenommen haben, gilt § 8 Absatz 2 Satz 2 in der bis dahin geltenden Fassung fort. Das Studium ist jeweils auf der Grundlage der von der Hochschule dazu erlassenen Studien- und Prüfungsordnung abzuschließen.
(3) Abweichend von Absatz 2 Satz 1 kann die Hochschule durch entsprechende Regelungen in der Studien- und Prüfungsordnung für das Fach Sachunterricht vorsehen, dass an die Stelle
des Bezugsfachs Geografie, Geschichte oder Politische Bildung das Bezugsfach Gesellschaftswissenschaften und
des Bezugsfachs Biologie oder Physik das Bezugsfach Naturwissenschaften
treten kann. Satz 1 gilt mit der Maßgabe, dass der Bezugsfachwechsel den ordnungsgemäßen Abschluss des Bachelor- und Masterstudiums im Fach Sachunterricht mit dem neuen Bezugsfach innerhalb der Regelstudienzeit nicht gefährdet und im Bachelor- und Masterstudium des neuen Bezugsfachs in der Regel mindestens zwei Drittel des dafür vorgesehenen Gesamtstudienumfangs erbracht werden. Die Möglichkeit der Anrechnung von bisher erbrachten Studien- und Prüfungsleistungen durch die Hochschule bleibt unberührt.
Diese Verordnung tritt mit Wirkung vom 1. Juni 2013 in Kraft. Gleichzeitig treten
die Lehramtsprüfungsordnung vom 31. Juli 2001 (GVBl. II S. 494), die zuletzt durch Artikel 5 des Gesetzes vom 11. Mai 2007 (GVBl. I S. 86, 92) geändert worden ist, und
Dr. Martina Münch Anlage 1 (zu § 10 Absatz 1)
mit den Teilbereichen: - Grundschulpädagogik und -didaktik
Anlage 2(zu § 10 Absatz 1)
3. Inklusionspädagogik
mit den Teilbereichen: - allgemeine Inklusionspädagogik und -didaktik
Anlage 3 (zu § 13 Absatz 1)
Verteilung der Leistungspunkte auf die Studienbereiche im Studium für das Lehramt für die Sekundarstufen I und II (allgemeinbildende Fächer)
Anlage 4 (zu § 15 Absatz 1)
Anlage 5 (zu § 17 Absatz 1)
mit den Teilbereichen: - allgemeine Förder- und Inklusionspädagogik
davon mindestens 80 LP

References: § 3
 § 4
 § 18

§ 1
 § 2
 § 3
 § 4
 § 5
 § 6
 § 7

§ 8
 § 9
 § 10

§ 11
 § 12
 § 13

§ 14
 § 15

§ 16
 § 17

§ 18
 § 19
 § 9
 § 5
 § 8
 § 5
 § 16
 § 14
 § 14
 § 5
 § 3
 § 5
 § 5
 § 8
 § 10
 § 10
 § 13
 § 15
 § 17