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Timestamp: 2019-06-17 18:04:07+00:00

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BGH, 20.12.2010 - VII ZR 100/10 - dejure.org
BGH, 20.12.2010 - VII ZR 100/10
https://dejure.org/2010,11381
BGH, 20.12.2010 - VII ZR 100/10 (https://dejure.org/2010,11381)
BGH, Entscheidung vom 20.12.2010 - VII ZR 100/10 (https://dejure.org/2010,11381)
BGH, Entscheidung vom 20. Dezember 2010 - VII ZR 100/10 (https://dejure.org/2010,11381)
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§ 242 BGB, § 543 ZPO, § 2 VOB/B, § 13 Nr 6 VOB/B
Nichtzulassungsbeschwerde im Werklohnprozess: Begründung mit einem die Hauptbegründung des Berufungsurteils betreffenden Revisionsgrund; Minderungsausschluss in werkvertraglicher Leistungskette
Möglichkeit eines als Nachunternehmer tätigen Werkunternehmers zur Berufung auf die Grundsätze der Vorteilsausgleichung gegenüber der Kürzung seines Entgelts bei voller Bezahlung des Hauptunternehmers durch den Hauptauftraggeber
VOB/B § 2 Nr. 7; VOB/B § 13 Nr. 6; BGB § 242
Kurznachricht zu "Zur Funktion der Minderung" von RiOLG a.D. Prof. Dr. Frank Peters, original erschienen in: NZBau 2012, 209 - 210.
LG Osnabrück, 28.09.2009 - 16 O 358/08
OLG Oldenburg, 06.05.2010 - 8 U 206/09
NJW-RR 2011, 377
NZBau 2011, 232
Nach diesen Grundsätzen, die auch auf Minderungsansprüche anwendbar sind (BGH, Beschluss vom 20. Dezember 2010 - VII ZR 100/10, NJW-RR 2011, 377 Rn. 2), sind die der Klägerin und ihrem Ehemann gewährten Ausgleichsleistungen nach der Fluggastrechteverordnung auf deren Anspruch auf Rückzahlung eines Teils des Reisepreises anzurechnen.
a) Die Rechtsprechung des Senates zur Leistungskette (BGH, Urteile vom 28. Juni 2007 - VII ZR 8/06, BauR 2007, 1567 = NZBau 2007, 580; VII ZR 81/06, BGHZ 173, 83; vom 10. Juli 2008 - VII ZR 16/07, BauR 2008, 1877 = NZBau 2009, 34; vom 1. August 2013 - VII ZR 75/11, BGHZ 198, 150) beruht auf der normativen, von Treu und Glauben geprägten schadensrechtlichen Wertung, dass dem Hauptunternehmer, jedenfalls dann, wenn er wegen des Mangels nicht mehr in Anspruch genommen werden kann, ungerechtfertigte, ihn bereichernde Vorteile zufließen, wenn er gleichwohl als Schadensersatz die Mängelbeseitigungskosten vom Nachunternehmer fordern (BGH…, Urteil vom 1. August 2013 - VII ZR 75/11, aaO Rn. 22) oder dessen Vergütung in Höhe der Mängelbeseitigungskosten mindern kann (BGH…, Urteil vom 1. August 2013 - VII ZR 75/11, BGHZ 198, 150 Rn. 24; Beschluss vom 20. Dezember 2010 - VII ZR 100/10, NZBau 2011, 232 Rn. 2 = NJW-RR 2011, 377).
Aus vergleichbaren Erwägungen darf der Hauptunternehmer in einem solchen Fall auch die Minderung nicht nach den Mängelbeseitigungskosten berechnen, § 242 BGB (BGH, Beschluss vom 20. Dezember 2010 - VII ZR 100/10, NZBau 2011, 232).
Eine Minderung ist wegen Vorteilsausgleichung in gleicher Weise wie ein Schadensersatz ausgeschlossen, wenn der mindernde Auftraggeber in der werkvertraglichen Leistungskette seinerseits vom Hauptauftraggeber nicht mehr in Anspruch genommen wird (BGH NJW-RR 11, 377;… BGHZ 198, 150, Rn. 24 nach juris).
OLG Hamburg, 28.11.2012 - 13 U 157/10
VOB-Vertrag: Höhe des Kostenvorschussanspruchs für das gesamte Bauvorhaben nach …
Zwar ist der Auftraggeber nach dem Gedanken der Vorteilsausgleichung gehindert, Ansprüche gegen den Unternehmer geltend zu machen, wenn er selbst von den Erwerbern gar nicht in Anspruch genommen wird (BGH, Urteil vom 20.12.2010, VII ZR 100/10, zitiert nach juris).

References: § 242
 § 543
 § 2
 § 13
 § 2
 § 13
 § 242
 § 242