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Timestamp: 2019-10-22 10:23:32+00:00

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BGH, 26.06.1962 - VI ZR 152/61 - dejure.org
BGH, 26.06.1962 - VI ZR 152/61
https://dejure.org/1962,2441
BGH, 26.06.1962 - VI ZR 152/61 (https://dejure.org/1962,2441)
BGH, Entscheidung vom 26.06.1962 - VI ZR 152/61 (https://dejure.org/1962,2441)
BGH, Entscheidung vom 26. Juni 1962 - VI ZR 152/61 (https://dejure.org/1962,2441)
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NJW 1962, 2201
MDR 1962, 811
VersR 1962, 811
Denn es ist nicht ausgeschlossen, dass der Gedanke der Selbstaufopferung des Geschädigten nicht nur im Rahmen einer Geschäftsführung ohne Auftrag, sondern im Falle einer objektiv unerlaubten Handlung eines gemäß § 827 BGB nicht verantwortlichen Schädigers auch im Rahmen der Billigkeitsprüfung des § 829 BGB zum Tragen kommt und somit Ansprüche auf Ersatz des materiellen und immateriellen Schadens auslöst (vgl. Senatsurteil vom 26. Juni 1962 - VI ZR 152/61, NJW 1962, 2201, 2202).
Der Senat hat stets ausgesprochen, daß das Bestehen einer Haftpflichtversicherung nicht zur klagbegründenden Tatsache werden dürfe und dem Umstand, daß der Schädiger Versicherungsschutz genießt, bisher allenfalls die Funktion einer Korrektur hinsichtlich der Höhe des zu zahlenden Betrages eingeräumt (…s. Urteile vom 13. Juni 1958 a.a.O.; v. 26. Juni 1962 a.a.O.; v. 24. Juni 1969 - VI ZR 15/68 = VersR 1969, 860 und v. 26. Juni 1973 - VI ZR 47/72 = VersR 1973, 925).
Ein folgendesUrteil vom 26. Juni 1962 (VI ZR 152/61 - VersR 1962, 811) hat die Frage des Einflusses von Versicherungsschutz auf den Anspruch insgesamt offengelassen.
Die Nichtberücksichtigung derartiger Versicherungsleistungen bei dem Ausschluß des Rückgriffsanspruchs gemäß § 67 Abs. 2 VVG entspricht auch dem allgemeinen Grundsatz des Schadensrechts, daß es i.d.R. für die Begründung der Haftung - anders als für die Bemessung der Höhe bei Prüfung der Vermögensverhältnisse des Schädigers, also seiner wirtschaftlichen Lage z.B. im Rahmen der Billigkeitshaftung nach § 829 BGB (BGHZ 23, 90, 99 [BGH 15.01.1957 - VI ZR 135/56]; Urt. v. 26. Juni 1962 - VI ZR 152/61 = VersR 1962, 811) oder des Schmerzensgeldes nach § 847 BGB (BGHZ 18, 149, 165) [BGH 06.07.1955 - GSZ - 1/55] - keine Rolle spielen darf, ob für den Schädiger eine Versicherung eintritt.
Das Landesarbeitsgericht hat damit im Rahmen des § 319 Abs. 1 BGB eine Leistungsbestimmung getroffen und eine Ermessensentscheidung gefällt, die vom Revisionsgericht nicht durch eine eigene andere Ermessensentscheidung ersetzt werden kann (vgl. BGH Versicherungsrecht 1962, Seite 811, 812; 1965, Seite 1208, 1209; LM Nr. 9 zu § 932 BGB; BAG AP Nr. 7 zu § 7 KSchG; vgl. auch Sieg, NJW 1951, Seite 509; Neumann-Duesberg, JZ 1952, Seite 705;… Rosenberg- Schwab, Zivilprozeßrecht, 11. Aufl., 1974-, § 95 II 3» § 144- V 2; Enneccerus-Nipperdey, 15 Bearbeitung § 50, II 3 h, Seite 310).

References: § 827
 § 829
 § 67
 § 829
 § 847
 § 319
 BGH 
 § 932
 § 7
 § 95
 § 144
 § 50