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Timestamp: 2018-12-15 09:19:19+00:00

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32 Reaktionen zu “Haltet eure Versprechen! Aufruf an das Aktionskomitee von kaupthingforum.de”
# k.o.pthing am 6. Juli 2013 um 19:05 Uhr
wie aus der von Dir verlinkten Diskussion mit hervorgeht, ist ein Bruch des gegebenen Versprechens auf die Vorbereitung eines Musterverfahrens weder beabsichtigt noch geplant. das Verfahren ist soweit vorbereitet, wie es derzeit vorbereitet werden konnte.
Alleine fehlen derzeit für die Durchführung des Verfahrens eine wesentliche Voraussetzung:
Bitte melde sich ein Gläubiger, der
a) eine endgültige Ablehnung im Winding-Up-Verfahren vorliegen hat.
b) eine Rechtsschutzversicherung besitzt, die die Verfahrenskosten übernehmen müsste.
c) für den Fall, dass diese dann ein persönliches Entschädigungsangebot (in der Regel bei 50% der Forderung liegend) macht, dieses NICHT aus Eigennutz annimmt, sondern das Verfahren im Sinne ALLER Geschädigten durchzieht.
Ein derartiges Handeln GEGEN die Interessen der Allgemeinheit hatten wir ja schon einmal bezüglich eines geplanten Musterfalls bei Einreichung der Forderung mit dem hier auf Eurer Plattform verbreiteten sogenannten StefanM-Paket, den ihr selbst ja nicht führen wolltet/konntet, um den wir uns aber initiativ mit gekümmert hatten. Das brauchen wir nicht noch einmal.
Für ALLE am Winding-Up-Verfahren Beteiligten ohne endgültige Bescheidung UND Auszahlung ist eine Klage nach Aussage unserer Anwälte derzeit nicht möglich, weil entweder ohne Weiteres überhaupt kein Nachweis eines Schadens geführt (§112, Auszahlung im August) oder aber die Schadenhöhe nicht konkret beziffert werden kann (§113, Vergleichsquote derzeit unbekannt) .
Wir hatten bislang vier Jahre einen langen Atem. Bislang mit Erfolg. Lasst uns von daher auch die weiteren Schritte dann tun, wenn sie Aussicht auf Erfolg haben.
# Jan am 6. Juli 2013 um 22:33 Uhr
Lieber k.o.pthing,
das ist schonmal schön zu hören.
Aber leider tut ihr schon seit einiger Zeit nichts mehr für euer Versprechen.
zu a) ist irrelevant (wie oft denn noch, siehe schon hier und hier). Der Anspruch gegen den TIF besteht UNABHÄNGIG vom Insolvenzverfahren. Er funktioniert wie eine Haftpflichtversicherung und der Anspruch ist mit Eintritt des Schadensfalles (fehlender Zugriff auf die Konten) eingetreten. Festgestellt von der FME (isländische Finanzaufsicht).
Das habt ihr im Übrigen einst selbst richtig erkannt. ZITAT ,,Die Beteiligung an dieser Aktion empfehlen wir wirklich allen, die sich im Herbst/Winter 2008 an den TIF gewandt hatten, unabhängig von der Frage, ob sie sich am Winding-Up-Verfahren der Kaupthing beteiligt haben oder nicht bzw. unabhängig davon, wie der Claim derzeit im Winding-Up-Verfahren beschieden ist.“ ZITAT ENDE
Euch hindert also NICHTS (außer vielleicht Finanzmittel) an der Klageeinlegung – seit mehreren Jahren nun schon…
zu c) Keine Ahnung, was du meinst. Auf eine solche Klage kam es nie an, denn die Insolvenzverwalter haben die Vorrangigkeit unabhängig irgendeines Paketes anerkannt. Insofern war ein Extra-Musterverfahren wegen des ‚StefanM-Pakets‘ überhaupt nicht nötig und reine Geld- und Zeitverschwendung.
Das Schöne an dem Verfahren gegen den TIF ist, dass ihr das Verfahren unabhängig irgendeines Pakets führen könnt. Denn damals im Herbst 2008 haben ALLE nur EIN Formular benutzt, das Standard DIN A 4 Formular des TIF.
Ich sehe schon… Ihr ,,vorbereitet“ euch ohne Grund zu Tode. Es reicht aber, wenn die Kaupthing-Insolvenzverwalter hinhalten, das muss man nicht noch unterstützen. Am besten, du gibst mir mal die Kontaktdaten eurer Anwälte in Island (insbesondere des deutschsprachigen Anwalts) und dann rede ich mal mit ihnen persönlich.
# k.o.pthing am 7. Juli 2013 um 09:38 Uhr
zu a) Ich vertraue unseren Anwälten. Wenn die sagen, es gäbe derzeit keine Aussicht darauf, dass eine Klage von einem im Winding-Up Verfahren beteiligten Gläubiger derzeit überhaupt angenommen wird, werden wir keine Klage erheben. Sie würden sich sicherlich auch von Dir als Ihnen gänzlich Unbekanntem, vielleicht auch aus reiner Höflichkeit Deine Meinung anhören, garantiert aber nicht ihre aus langjähriger Erfahrung mit dem isländischen Rechtssystem resultierenden Rat an uns verändern.
Sei versichert, dieses alles ist mit diesen Anwälten ausdiskutiert.
b) Der Musterfall StefanM mag im Nachhinein inhaltlich nicht relevant gewesen zu sein, aber zum Zeitpunkt des angestrebten Verfahrens hatten wir auch ein Musterverfahren mit dem StefanM-Paket für sinnvoll gehalten, um eine möglichst umfassende Argumentationsbreite „aufzuziehen“.
So war im StefanM-Paket, anders als bei unserer Begründung, die Argumentation ders Verletzung des Gleichheitsgrundsatzes nach EU-Recht enthalten, die bei Bedarf evtl. ein Back-Up hätte bilden können (zwischenzeitlich ja aber -leider- auch vor dem EFTA-Court anders ausgeurteilt wurde).
Ich wollte hierüber eigentlich aber nicht inhaltlich diskutieren, sondern bloß klarstellen, welche Anforderungen wir an denjenigen hätten, der seine Fall für eine Musterklage zur Verfügung stellen
Die Unterstellung, wir würden die Kaupthing Insolvenzverwalter in ihrer Hinhaltetaktik unterstützen halte ich für zumindest gewagt, wenn nicht unverschämt, oder ich habe die Formulierung in Deinem letzten Absatz falsch verstanden. Das Gegenteil ist er Fall.
# StefanM am 7. Juli 2013 um 09:47 Uhr
Nur eine kleine Ergänzung: Das „StefanM-Paket“ hatte ich sowohl im „Forum“ als auch hier zum Download eingestellt.
Solche Meinungsverschiedenheiten sollten hier nicht in öffentlichen Beiträgen oder Kommentaren ausgetragen werden. Jeder Partei sind doch die persönlichen Email-Adressen der anderen Partei bekannt. Diskutiert doch bitte auf diesem, nicht öffentlichen Weg. Sich gegenseitig Vorwürfe zu machen, bringt uns nicht weiter.
Ich habe bisher – und möchte auch weiterhin öffentlich keine Stellung dazu beziehen, wer meiner Meinung nach Recht hat oder nicht. Denn solche Diskussionen sind der gemeinsamen Sache beider Plattformen, dass möglichst jeder Gläubiger die ihm zustehenden Zinsen erhält, nicht zuträglich.
# Jan am 7. Juli 2013 um 11:29 Uhr
@StefanM: Es geht nicht darum, wer Recht hat oder nicht. Es geht eben darum, die Aussicht des Großteils der Gläubiger Zinsen erheblich zu verbessern – wenn der Weg über den TIF endlich eingeschlagen wird.
Im Übrigen bitte ich ja gerade um die Kontaktdaten der Anwälte, damit ich mir im Hintergrund ein eigenes Bild machen kann.
zu a) Aha… Jetzt wollen es angeblich eure Anwälte so geraten haben. Nach Tagen der Diskussion kommt plötzlich dieses neue Argument…
Wie gesagt, ich möchte gerne selbst mit ihnen reden. Dazu brauche ich die Kontaktdaten (an meine persönliche Email-Adresse).
# Jan am 10. Juli 2013 um 22:48 Uhr
Die Kontaktdaten habe ich nicht erhalten… Auch trotz erneuter Bitte per persönlicher Email nicht, nicht mal eine Antwort… Soviel also zu deinem Vorschlag, @StefanM….
Das spricht dann wohl für sich… Scheinbar besteht die Angst, dass sich die Argumente, die von k.o.pthing für ein weiteres Verzögern des großen Musterverfahrens vorgebracht wurden, so nicht halten lassen.
Damit ist die Sache dann für mich erledigt.
Dann bleibt es eben dabei, dass wegen fadenscheiniger Gründe mindestens 11.500 Sparer auf das ihnen versprochene Verfahren weiter warten und warten und warten und warten müssen…
Menschlich verständlich, dass kein großes Interesse seitens des kaupthingforum-Aktionskomitees an diesem Verfahren besteht: Immerhin bekommt der harte Kern des Forums jetzt den Großteil seiner Zinsen ausgezahlt. Aber dann muss man auch keine so großen Ankündigungen machen, wie die im Dezember 2011…
# k.o.pthing am 11. Juli 2013 um 07:02 Uhr
ich habe keien email von Dir bekommen. Mmm…öglicherweise ist die hier im Forum hinterlegte email-Adresse nicht mehr aufgeschaltet.
Die Kontaktdaten sind im Forum doch frei einsehbar. Wo ist das Problem:
http://kaupthingforum.de/viewtopic.php?f=15&t=6048&p=79988#p79988
Deine Schlussfolgerungen entbehren jeglicher Grundlage.
Die Bedingungen für eine sofortige Klage habe ich hier mehrfach genannt.
Bislang hat sich aber leider niemand gemeldet und dann müssen wir in der Tat warten.
# Jan am 11. Juli 2013 um 12:19 Uhr
Danke @k.o.pthing für deine Hilfe. In diesem Fall muss ich meine Schlussfolgerungen in der Tat korrigieren.
@Gesamte Kaupthing-Gemeinde: k.o.pthing hat es in seinem letzten Satz noch einmal angesprochen: Falls es noch jemanden mit Rechtsschutzversicherung, aber ohne Zinsen gibt, kann eine Musterklage gegen den TIF eingereicht werden! Diese könnte zu einer Zinszahlung für alle Sparer führen! Also – bitte melde dich, unbekannter Retter.
# Jan am 14. Juli 2013 um 18:10 Uhr
Also, @k.o.pthing, mit eurem isländischen Anwalt hattet ihr aber lange keinen Kontakt mehr? 😉 Dann wundert es mich allerdings nicht, dass du dir derart komische Dinge über das Verfahren gegen den TIF zusammenreimst.
Was erhielt ich als direkte Antwort auf eine Mail an ihn?
Afhending til þessara viðtakenda eða sendingarlista mistókst:
Netfangið sem þú færðir inn fannst ekki. Athugaðu netfang viðtakandans og prófaðu að senda skeytið aftur. Ef vandamálið verður viðvarandi skaltu hafa samband við þjónustuverið.
Dank google auf gut Deutsch.
Lieferung an diese Empfänger oder das Versenden Liste fehlgeschlagen:
Die E-Mail Adresse, die Sie eingegeben wurde nicht gefunden. Überprüfen Sie die E-Mail-Adresse und versuchen Sie, die Nachricht erneut. Wenn das Problem weiterhin besteht, kontaktieren Sie den Helpdesk.
Nur an die Assistentin des isländischen Anwalts konnte noch zugestellt werden…
Mit der Pflege der Mail-Adressen hast du’s anscheinend nicht so. 😉
Muss ich auf meine obigen Schlussfolgerungen doch noch zurück kommen?
# Dirk am 15. Juli 2013 um 17:36 Uhr
@k.o.thing: merkwürdig – dann ging Dein letzter Kennwort-Reset (14.06.2013 – 19:12 Uhr) vermutlich auch ins leere 🙁 Merkwürdig: wer schreibt dann hier? Ein Bot welcher Textkonserven verwendet?
# k.o.pthing am 15. Juli 2013 um 18:36 Uhr
sorry, der Forumseintrag war in der Tat ebenfalls überaltet
(aber den hat bislang ja nie wieder jemand gebraucht)
Bei bislang nicht nur rudimentären Versuchen die Rechtsverfolgung in Island zu betreiben, wäre Dir sicherlich doch auch die Seite der Isländischen Anwaltskammer bekannt.
Auch mit ein wenig Recherche im Internet findet man sie, wenn man die Isländischen Schriftzeichen bei der Google-Suche richtig einkopiert:
http://www.lmfi.is/logmannalisti/logmadur/?lid=397
# Jan am 22. Juli 2013 um 21:10 Uhr
Au weia! Wie peinlich! Ihr habt doch tatsächlich versucht, für teures Geld gegen den Insolvenz-Stichtag 22.04.2009 zu klagen! Siehe hier.
Ich hab doch schon 2009 geschrieben, dass dieses Datum unverrückbar sein wird (siehe hier)… Zuletzt z.B. auch noch in unserer Diskussion hier…
Also, das (Spenden-)Geld und die Zeit hättet ihr mal lieber in das hier besprochene Verfahren gegen den TIF investieren sollen…
# Jan am 12. August 2013 um 17:10 Uhr
Von den rund 34.000 deutschen Edge-Gläubigern haben etwas über 16.000 Zinsansprüche angemeldet. Von diesen haben 20% (also über 3.200) gar keinen Vorrang beantragt! Zu den Übrigen gingen um die 5.500 Einsprüche ein. Also weniger als jeder verbliebene Zweite. Von diesen wurden um die 1.000 abgelehnt und der Rest vertagt. Bis zur Entscheidung des Obersten Gerichtshofs Islands in Sachen Landsbanki. Also bekommen jetzt nur ca. 4.600 Sparer überhaupt ihre Zinsen ausgezahlt!
# chriswill am 24. August 2013 um 13:04 Uhr
Wo kann ich als Betroffene mir denn das Berechtigungsschreiben anschauen. Denn ich bin auch als Gläubiger in der updated List of claims vom 29.05.2013 enthalten und möchte meine berechtigte Forderung nun formulieren, damit ich auch die Zinsen erstattet bekomme.
Wo kann ich diesen Text einsehen und wohin schicke ich das Schreiben, ob per eMail oder per offiziellem Brief. Es wäre nett, wenn wir jemand behilflich sein könnte. Ich habe ausserdem vom Winding Up Committee eine Claim No. erhalten, also gehe ich davon aus, dass ich meine Zinsen erstattet bekomme.
# chriswill am 24. August 2013 um 13:06 Uhr
Ein Freund, der die Zinsen bereits am 16.08.2013 vollständig erhalten hat, hat mir eine eMail adresse gegeben, nämlich an prioritypayments@kaupthing.com. Dort habe ich eine eMail hingeschickt. Die kam jedoch zurück, weil es hiess, dass diese eMail-Adresse falsch sei.
# ov am 24. August 2013 um 19:36 Uhr
Im Mai 2012 wurden den Berechtigten vom Winding-Up Committee per email Benutzername + Passwort für die gesichterte Seite:
https://creditors.kaupthing.com/
zugeschickt. Hier kann man im Bereich für vorrangige Gläubiger das Formular „Berechtigungsschreiben für vorrangige Gläubiger“ ausfüllen um die Auszahlung der Zinsen zu beantragen.
# Jan am 25. August 2013 um 15:17 Uhr
Hallo chriswill,
irgendwie bist du in den Kommentaren dieses Beitrags thematisch nicht ganz richtig. 😉
ov hat dankenswerterweise schon das Wichtigste gesagt. 🙂
Falls du noch weitere Fragen hast, findest du hier einen umfassenden Frage-Antwort-Katalog (FAQ), inklusive einer Mail-Adresse für weitere Fragen:
http://kaupthing-edge.helft-uns.de/2013/06/27/faq-zum-berechtigungsschreiben/
http://kaupthing-edge.helft-uns.de/2013/06/27/faq-zum-berechtigungsschreiben/#comment-5656
# Jan am 11. Oktober 2013 um 17:58 Uhr
k.o.pthing verlor über Tage auf dieser Seite viele Worte (siehe hier, hier und hier). Insbesondere meinte er zu der oben im Artikel genannten, von ihm und seinem Aktionskomitee angestrebten Vergleichslösung, die isländische Politik verhindere diese bzw. das Aktionskomitee von kaupthingforum.de habe schon alles getan.
Nun überrascht uns eine Rundmail des Aktionskomitees von kaupthingforum.de, dass man beabsichtige zur nächsten Kaupthing-Gläubigerversammlung zu reisen und dort wieder Druck machen wolle. O-Ton:
Das betrifft z.B. alle, deren Forderungen lediglich als „normale“ Forderungen nach Artikel 113 der isländischen Insolvenzordnung beschieden wurden.
Wer bis heute noch kein Geld von Kaupthing erhielt, hat mit hoher Wahrscheinlichkeit diese „normalen“ Forderungen.
Diese Forderungen werden erst nach der Befriedigung aller vorrangig beschiedener Forderungen ausgezahlt. Auch wenn es hierzu noch keine gesicherten Zahlen gibt, würden diese Forderungen lediglich quotal, also nur zu einem Teil, ausgezahlt werden.
In der Vergangenheit wurde ein durch unser Forum eingebrachter Auszahlungsvorschlag positiv aufgenommen, und eine Auszahlung im sog. „de-minimis‘ Schema besprochen. Wir haben die vollständige, ungekürzte Auszahlung gefordert. Wir erwarten zu dieser Frage konkretisierte Informationen, bestenfalls sogar die Bekanntgabe eines Auszahlungsdatums.
WIR BENÖTIGEN EINE VERTRETUNGSVOLLMACHT EINES GLÄUBIGERS, WELCHER NOCH IMMER KEIN GELD ERHALTEN HAT UND SOLCHE „NORMALEN“ FORDERUNGEN NACH ART. 113 HÄLT.
Meine Meinung zu diesem jüngsten Meinungsumschwung des Aktionskomitees von kaupthingforum.de. Offenbar nehmen sie sich wieder ihrer Vergleichsversprechen an – umso besser! Das ist zielführend. Weiter so!
# k.o.pthing am 11. Oktober 2013 um 19:37 Uhr
Wie in der Rundmail gut nachlesbar, geht es nicht darum, sich irgendwelchen „Vergleichsversprechen“ (was auch immer das sein soll, wir hatten uns von Anfang an vorgenommen, auch für die §113-Beschiedenen das Optimum herauszuholen) wieder anzunehmen, sondern die Entwicklungen hinsichtlich der von uns schon vor mehr als zwei Jahren eingebrachten Vorschläge zu beobachten und gegebenenfalls erneut durch flankierende Maßnahmen gegenüber den Großgläubigern abzusichern.
Interessant ist ja, dass in der Einladung des Winding-Up der Punkt „Composition“ erst gar nicht auftaucht (und im Übrigen auch nicht in der Einladung zum nächsten formellen Creditors Meeting am 20. November 2013). Evtl. wird hierüber also gar nicht diskutiert.
Ich bezweifele auch, dass irgendwelche Maßnahmen gegenüber dem WuC, die jetzt erst neu ansetzen würden, Aussicht auf Erfolg haben (wenngleich ich hoffe, dass der von Euch begleitete Klagefall, 1. von einer deutschen Rechtsschutzversicherung wirklich abgedeckt und 2. dann hinsichtlich der Überprüfung der Rechtmäßigkeit der Verfahrensschritte des Winding-Up Committee NACH einer Forderungseinreichung und in der Folge durch Fristversäumnis nicht anerkannten Widerspruchs zum Erfolg führt, sowie dann 3. auch als Musterfall anerkannt wird, wie StefanM und die Betroffenen es sich erhoffen).
Worin hier ein Meinungsumschwung liegen soll, magst Du bitte erklären. Ich habe vor einigen Tagen nichts weiter getan, als über die zu befürchtenden derzeitigen Auswirkungen des politischen Wandels in Island zu informieren.
Diese sind gravierend und unter anderem deswegen wird wohl die informelle Gläubigerversammlung überhaupt abgehalten.
Falls sich das WuC und die isländische Politik aufeinander zubewegen sollten, geht es um nicht mehr oder weniger als um einen Schuldenschnitt.
Dieser könnte dann bedeuten, dass die §113er trotz einer von uns gegebenenfalls durchgesetzten hohen Quote in Folge dann auf einen beträchtliche Teil ihrer Erträge verzichten müssten.
Wollen wir das? Ich denke nicht und von daher sollten wir das Winding-Up Committee in der bisher kommunizierten Auffassung unterstützen, dass es gesetzlich gar nicht anders darf, als einen solchen Schuldenschnitt abzulehnen.
Deswegen nehmen wir teil.
# Dirk am 12. Oktober 2013 um 23:55 Uhr
@k.o.thing: wenn Du alles besser weißt, warum hast du dann vor Gericht eine Schlappe kassiert?
# k.o.pthing am 13. Oktober 2013 um 00:35 Uhr
Dass das vor Gericht eine Schlappe gewesen sein soll, ist Jans (und evtl. auch Deine) Meinung. Ich sehe das anders, weil alle Priorisierten erst durch dieses Verfahren ihre Zinsen bis zum 22.04.2009 nun bekommen haben und diese Beträge nicht, wie ursprünglich vom Winding-Up Committee geplant, weiterhin zurückgehalten werden konnten und somit nicht mit in den Wust der politischen Umbrüche und Blockaden geraten ist.
Zudem ist die Frage der innerisländischen Haftung für unsere Schadenersatzansprüche für die nicht im Winding-Up-Verfahren zu bekommenden Restansprüche somit geklärt:
Zuständig ist zunächst die FME (isländische Finanzaufsicht), die einen neuen Entschädigungsfall ausrufen müsste bzw. in Folge der (sich insolvent erklärt habende) TIF.
Da wir jedoch bis heute noch auf die Beantwortung unserer Schreiben zur Unrechtmäßigkeit der Gestattung der Schließung der deutschen Niederlassung der Kaupthing durch die FME aus dem Sommer 2009 warten, mache ich mir wenig Hoffnung, dass wir hier genügend Druck aufbauen können, um die FME zu einer zuvor notwendigen Erklärung des neuen Entschädigungsfalles zu bewegen.
# Jan am 13. Oktober 2013 um 09:49 Uhr
Die Schlappe ist nicht nur meine Meinung. Wie meinte @Press so treffend: Die Verlierer sind aktenkundig.
Die jetzige Auszahlung der „Priorisierten” als Erfolg des verlorenen Prozesses zu verkaufen, ist schon „speziell”. Immerhin hat die Auszahlung ab der endgültigen Anerkennung fast 2 Jahre gedauert! Und wurde am Ende nur per Zufall bewirkt. Zur Erinnerung: Die Auszahlung des Kapitals ging im Vergleich dazu von der Kontoschließung bis zur Auszahlung geradezu in Lichtgeschwindigkeit von einem 3/4-Jahr. Das hat nur die verfehlte Strategie von k.o.pthing deutlich gemacht: Anstatt erstmal die Auszahlung der unstrittig anerkannten Zinsen zu verlangen, hat er versucht, ausgerechnet die unsichersten Zinsen nach dem 22.04.2009 einzuklagen. Durch diese fehlerhafte Strategie hat sich die Auszahlung unnötig verzögert – und die weitaus größere Art.113-Gruppe hatte von diesem Urteil überhaupt nichts. Alles weitere zu k.o.pthings Prozess steht bereits hier.
Wieso soll k.o.pthings Klage irgendwas in Bezug auf FME und TIF geklärt haben? Darum ging es doch gar nicht in dem Prozess.
Ich frage mich nach k.o.pthings jüngsten Einlassungen ernsthaft, ob er hier bezüglich der isländischen Politik nur wild rumspekuliert. Aber das macht nichts – wir sind sicher bald schlauer, was das betrifft.
Wie dem auch sei: Ich vermisse noch einen konstruktiven Beitrag von k.o.pthing an dieser Stelle:
http://kaupthing-edge.helft-uns.de/2013/08/30/stefanm-leitet-musterverfahren-fuer-art-113-gruppe-ein/#comment-5821
# Dirk am 13. Oktober 2013 um 22:56 Uhr
@k.o.thing: ich mache es kurz – nicht nur evtl.: es war eine Schlappe. Ist ja auch hier schön beschrieben.
# k.o.pthing am 14. Oktober 2013 um 01:44 Uhr
Es langweilt mich, immer wieder die gleichen haltlosen Nichtigkeiten zu lesen.
Du hast ja alles vorher gewusst Jan, Du weißt ja, dass man eine Zahlungsklage hätte einreichen können (geht nicht)
Und: Du hast es zum Wohle aller ja auch gemacht. Oder? Ach, habe ich da was übersehen? Wie konnte ich nur… (hast Du nicht)
Ach ja: Du hast die Klageschrift vorliegen, Du weißt, worum es inhaltlich gegangen ist und Du hast schon vor zwei Jahren alles Notwendige dafür getan, dass nun ab August 2013 die im Mai 2012 anerkannten Zinsanteile ausgezahlt wurden. (ich habs mehrfach geschrieben, anscheinend beherrscht Du sinnentnehmendes Lesen nur rudimentär?)
Leider. Du bist ahnungslos. Du hast keinerlei Durchsicht in diesem Verfahren. Und das ärgert Dich anscheinend so maßlos, dass Du einen neutralen Standpunkt erst gar nicht versuchst nachzuvollziehen, geschweige denn einzunehmen.
Und: Ich werde eine Teufel tun, Dir irgendwelche tiefergehende Einblicke in das Verfahren, in Inhalte und Strategien der Prozessführung und die Ergebnisse zu gewähren. Wieso auch. Die Übersetzung des Urteils liegt Dir doch vor. Wie? Nicht? Na, so was…
Dann sind Deine Behauptungen etwa einfach aus der Luft gegriffen? Unvorstellbar. Dazu bist Du doch viel zu gewissenhaft.
Das Ergebnis spricht für sich. Am Ende zählt das, was dabei rauskommt.
Wir wissen, dass es der Prozess und die im Rahmen der Argumentation zum Kostenentscheidvon uns aktiv eingebrachte Beschwerde über die Nichtzahlung der anerkannt prioritären (Teil-)Beträge gewesen ist, der das WuC unter Zugzwang gebracht hat.
Wir wissen es zudem von verlässlichen Quellen, deren Preisgabe uns Du doch nicht wirklich zumuten willst, oder doch? Werden wir nicht tun.
Du weißt nichts. Du behauptest einfach das Gegenteil. Sei Dir gegönnt. Du kannst es ja nicht besser können.
Besserwisserei hat aber noch nie jemandem weitergeholfen. Nutzlos. Ohne Verstand.
Du hast ja mehrfach in den letzten drei Jahren mit dem WuC verhandelt und warst dort vor Ort. Du hast wieder und wieder das isländische Act on Bankruptcy durchgearbeitet und kannst mir auf der Stelle (das heißt innert 24 Stunden) den Paragraphen nennen, der die Zahlungsverpflichtung des WuC, gegen deren Nichterfüllung man hätte (unter Insolvenzbedingungen) klagen können, ausweist.
Geht nicht? Natürlich: Gibt es nämlich nicht.
Es ist von Vorteil, wenn man lesen kann. Es ist von Vorteil, wenn man ganz einfach gepflegt schweigt, wenn man außer pauschalen Einschätzungen, die zudem jeglicher Grundlage entbehren, keine Kenntnis des konkreten Falles hat.
Klar kann Dir dieses posting jetzt nicht schmecken. Soll es auch nicht. Die ganze Diskussion um irgendwelche vorgeblichen Versäumnisse des Aktionskommitees des kaupthingforum(dot)de hat für mich eine faden Beigeschmack. Lasst man gut sein.
Warten wir den Start und den Ausgang Eures Verfahrens ab. Nur damit das im Vorhinein klar ist und nicht in geschätzt 15 -18 Monaten zu einem Diskussionspunkt wird:
Du weißt jetzt schon, dass
1. Die deutsche Rechtschutzversicherung den Fall deckt
2. Das Gericht im Sinne der von Euch vertretenen Gläubiger entscheidet und
3. Das positive Urteil dann als Musterfall für alle derzeit lediglich nach §113 Beschiedenen gilt.
Die Erfolgschancen gab unser Anwalt in einem vergleichbaren Fall mit ca. 20% an. da haben wir den Prozess gescheut. Euer Mut in Ehren. Unser Fall hatte mit 40/60 % eine deutlich bessere Prognose und wurde in der Sache verloren (in der Kostenentscheidung aber mit den jetzigen positiven Konsequenzen gewonnen). Von daher: Viele Glück!
# Dirk am 14. Oktober 2013 um 08:02 Uhr
@k.o.thing: Mit 20% Wahrscheinlichkeit (nach k.o.things Berechnung), ist es immerhin wahrscheinlicher, als von Dir hier einen vernünftigen Kommentar zu lesen. Sind in Wuppertal schon wieder die Ferien zu Ende, oder warum hast Du so schlechte Laune? Wir können auch nichts für Deine Schlappe vor Gericht. Dass Du isländische Gesetze auswendig gelernt hast, ehrt dich, aber das überlassen wir lieber den Anwälten. Lass mal Jan und StefanM machen – die Wahrscheinlichkeit entscheidet zum Glück nicht Herr BellFortmann.
# Press am 14. Oktober 2013 um 13:09 Uhr
(zum Mitlesen für Herrn Fortmann)
20%, 40%, 60 Prozent Wahrscheinlichkeiten! Geht es noch höher hinauf?
Ich setze noch einen drauf!
Wenn ich das mitternächtliche Geschwurbsel des Wuppertaler Studienrates (oder OStR?) einem, sagen wir schwäbischen Gymnasial-Kollegium, Fachrichtung Deutsch, vorlegen würde, ich gehe jede Wette ein, mindestens 97,3 Prozent der Germanisten würden nicht mehr als drei Worte verstehen. Und im Gesamtkontext höchstens Bahnhof.
Sie würden beim Versuch einer Texterörterung grandios scheitern.
Auf die Frage „Was will der Autor uns damit sagen?“ würde absolute Stille wie im Weltraum herrschen. PISA-Studien hin oder her, den intellektuellen Orbit des „Kollegen“ würden sie nie erreichen. Selbst wenn man den geballten Sachverstand des gesamten Kollegiums auf eine Saturn 5-Rakete schnallen würde…
Also, ich bin bei 97,3% Wahrscheinlichkeit. Bietet jemand mehr?
# Jan am 14. Oktober 2013 um 16:12 Uhr
Wenn einer sich hier ärgert, dann ja wohl du, wie man aus deinen persönlichen Angriffen sieht.
Ich habe die Jahre nichts mehr gemacht, weil ich auf eure „Kompetenz” vertraut habe. Das war der Fehler! In der Tat, das sehe ich ein. Ich habe erst mit der Zeit gemerkt, dass dir jegliches juristisches Verständnis und Judiz fehlt – und das da auch keines kommt. Und deshalb versuche ich jetzt das Beste aus dieser hoffnungsarmen Situation für 6000-11.000 Sparer zu machen.
Im Übrigen war ein Handeln auch gar nicht mehr notwendig. Wer wie ich nach korrekter Forderungsanmeldung einfach Einspruch einlegte, der bekam einfach durch Warten seine Zinsen. Das Winding-up Committee hat seine Meinung wegen der Vorrangigkeit nicht mal wegen eurer Prozesse geändert, weil ihr vor lauter Musterfällen nicht mehr in die Pötte gekommen seid – sondern nach Urteilen gegen Landsbanki und Glitnir! Auch das (siehe sogleich) ist Fakt!
ICH bin gar keine Rechenschaft schuldig. ICH habe nur die FAKTEN wiedergegeben. Wie hast du es so schön gesagt: „Das Ergebnis spricht für sich. Am Ende zählt das, was dabei rauskommt.” Verlorener Prozess (aktenkundig mit Aktenzeichen und Namen), der in Rundmails vom Winding-up Committee immer wieder als die „Mutter” aller vergeblichen Prozesse (Musterfall) zitiert wird. Ich habe jahrelang von einer Klage wegen Zinsen nach dem 22.04.2009 abgeraten. Das sind die Fakten.
Was DU dagegen machst, mein lieber k.o.pthing, ist Behauptungen aufzustellen, die jeder Grundlage entbehren. Leg es doch im Original vor, dein Urteil und deine Kostenentscheidung. Leg doch Belege des Winding-up Committee vor, dass ihr mit diesem Urteil die Auszahlung erreicht habt. Leg doch Belege vor, dass eure Prozesse in Deutschland das Winding-up Comittee auch nur zu mehr als einem müden Lächeln gebracht haben. Leg doch Belege vor, dass das Winding-up Committee euren Vergleichsvorschlag nicht gleich im Papierkorb entsorgt hat. Leg doch überhaupt mal ein Urteil vor, dass ihr erstritten habt. Geht nicht? Machst du nicht? Komisch! Sehr komisch! Dann denk nochmal genau drüber nach, wer hier behauptet und wer hier belegt! Ich glaube euch solange kein Wort bis eure dünnen Behauptungen, die allen offiziellen Meldungen widersprechen, mal ein bisschen belegt werden.
Du solltest schon ein bisschen was zu bieten haben, da du ja mit deinem Freund lavcadio in ALLEN Kaupthing-Angelegenheiten die Heldenrolle für dich beanspruchst. Legt doch mal ein paar handfeste Fakten vor, wenn ihr schon den Mund so weit aufreißt und euch selbst auf die Schulter klopft, dass man es bis nach Grönland hört!
Deine Behauptungen (!) über eure angeblichen (!) Erfolge erinnern mich an den großen Wahlspruch einer ehemals großen deutschen Partei im letzten Wahlkampf. „Wer hat’s gemacht? WIR haben’s gemacht!” Aber ich glaube, diese Partei ist jetzt nicht mehr im Bundestag…
In Abwandlung deines schönen Wortes, k.o.pthing: „Es ist von Vorteil, wenn man ganz einfach gepflegt schweigt, wenn man außer pauschalen Einschätzungen…” …nichts zu bieten hat!
Viel Glück auf der Gläubigerversammlung in London!
Ich bin dann mal im Urlaub.
# Dirk am 14. Oktober 2013 um 22:53 Uhr
k.o.things Einlasssungen werden denen von Bellmann immer ähnlicher und kosten mich mittlerweile nicht mal mehr ein müdes Arschrunzeln 😉 Toll finde ich, dass man mit ein paar Sätzen immer wieder den Schwurbel-Wortgenerator anwerfen kann, wo stets die gleichen blassen Phrasen nebst: „DAS FORUM ist das tollste und hat alles erreicht“ lesen kann. Toll.
# Nathalie am 15. Oktober 2013 um 00:46 Uhr
Kopthing bei aller Liebe, aber der letzte Kommentar ist nicht von dir (allein) geschrieben, das ist weder dein Stil noch deine Wortwahl.
#binichfrohdassichkeinezinsenbeantragthabe
# Dirk am 15. Oktober 2013 um 21:15 Uhr
Bellmann übt nun wohl schon als Ghostwriter für sein Buch. Nutzlos, ohne Verstand!
# Jan am 2. November 2013 um 15:48 Uhr
@Dirk & Nathalie: Ich glaube, das habt ihr sehr gut beobachtet!
Im Übrigen an alle:
Von der o.g. Gläubigerversammlung vom 17.10.2013 gibt es auf der gesicherten Gläubiger-Webseite von Kaupthing eine Powerpoint-Präsentation auf Englisch. Dort sind die Informationen der Versammlung gut zusammengefasst, ohne dass man dafür nach London fliegen musste. 😉
Kern des Problems ist eigentlich ein alter Hut – so alt wie die Krise in Island seit 2008: Es geht v.a. darum, dass damals ja die isländischen Geschäftsbereiche von Kaupthing in eine neue Bank (Arion Bank) ausgegliedert wurden. Nachdem die isländische Regierung zusätzliches Geld in diese neue Bank gesteckt hat, beträgt der Anteil der insolventen Kaupthing Bank an der neuen Bank (Arion Bank) aber noch ganze 87%. Über diese Entwicklung haben wir schon 2009 mehrfach berichtet (siehe hier und hier). Eigentlich könnte man nun denken, dass die Arion Bank jedes Jahr Dividende an ihren insolventen Großaktionär Kaupthing zahlt und diese Ausschüttung (wie weitere Barwerte) an die Kaupthing-Gläubiger unter Art. 113 weitergereicht werden. Doch so einfach scheint das Ganze nicht zu sein. Denn es gibt seit Jahren immer noch Kapitalverkehrskontrollen (u.a. ein Umtauschverbot für isländische Kronen). Nun gibt es offenbar mehrere Interessen:
Die isländische Zentralbank meint jedenfalls, der Anteil von Kaupthing an der Arion Bank müsse gegen Zahlung in ausländischer Währung verkauft werden. Offenbar gibt es aber niemanden, der zu dem von der Zentralbank vorgeschlagenen Geschäft bereit ist.
Hinter dem Ziel der isländischen Zentralbank scheint die Befürchtung zu stehen, dass der Kurs der isländischen Krone (ISK) abstürzen könnnte. Unter der gegenwärtigen Situation könnten die vorwiegend ausländischen Gläubiger ständig und massenhaft Zahlungen in ISK in andere Währungen umtauschen. Dadurch könnte der Kurs der ISK stark einbrechen und zusätzlich könnte die Inflation in Island ansteigen. Dies ist wiederum ein Problem für isländische Privatpersonen und Unternehmen, die vielfach inflationsabhängige Kredite oder sogar Kredite in fremden Währungen haben. Diese bekommen ihr Geld in ISK und müssen davon die Kredite bedienen, was die Last für die isländischen Kreditnehmer stark erhöhen würde. U.a. deshalb gibt es wohl immer noch Kapitalverkehrskontrollen – übrigens auch schon seit Jahren.
Der Kurs der isländischen Krone ist daher brisant – und da mischt auch noch die (neue) isländische Regierung mit. Die neue Regierung (aus den Parteien, die die gegenwärtige Krise ermöglicht haben) hat im Wahlkampf den isländischen Kreditnehmern (und damit einer großen Wählergruppe) Erleichterungen durch einen Gläubigerverzicht (also letztlich der Art.113-Gruppe) versprochen.
Die neue isländische Regierung wurde in der Gläubigerversammlung damit zitiert, dass die Regierung in letzter Konsequenz die fehlende Einigung zwischen Gläubigern und Insolvenzverwaltern durch Gesetz festlegen werde.
Kurz gesagt: Die politische Lage bleibt undurchsichtig (siehe auch diesen interessanten Artikel aus „Euro”). Dieses finanzpolitische Tauziehen, in denen die Gläubiger der Art.113-Gruppe mit drin hängen, führen dazu, dass erforderliche behördliche Genehmigungen in Island zu Ausschüttungen oder Vergleichen nicht erteilt werden. Auch das ist nicht neu, denn Kaupthing hat selbst mit Auszahlung unstrittiger Forderungen nach Art. 112 erst im August 2013 begonnen. Ausschüttungen an die Art.113-Gruppe scheinen nach wie vor in weiter Ferne.
Dies steht im Gegensatz zu den jüngsten Auszahlungen an die Art.112-Gruppe. Dort wurden offenbar Ausnahmen bewilligt und so Auszahlungen von isländischen Kronen in Euro möglich, wenn auch zu einem für die Gläubiger ungünstigen Kurs. Offenbar bringen diese Auszahlungen den Kurs der isländischen Krone nicht in Gefahr – jedoch wurden wegen des ungünstigen Umtauschkurses selbst bei diesen Auszahlungen „Devisen” gespart“. Siehe dazu auch ein interessantes Urteil hier.
Tatsächlich neu ist übrigens, dass die neue isländische Regierung eine Finanztransaktions-/Bankensteuer auch für insolvente Banken plant! Konkret sieht es so aus, dass Forderungen aus dieser neuen Steuer gesetzlich Vorrang unter Art. 112 bekommen sollen! Das würde für die Jahre 2014 und 2015 bedeuten, dass insgesamt umgerechnet ca. 68 Mio. Euro von dem Geld abfließen würden, dass für die Art.113-Gruppe übrig bleibt!
Der hier diskutierte 100%-Vergleichsvorschlag unserer Nachbarn aus kaupthingforum.de wurde in den Folien überhaupt nicht erwähnt und es wurden übrigens auch keine Fragen dazu protokolliert. 😉
Fazit: Nach dieser wenig positiven Gläubigerversammlung wird unsere geplante Musterklage für die Art.113-Gruppe immer mehr zu deren letzter Hoffnung. Siehe hier:
http://kaupthing-edge.helft-uns.de/2013/08/30/stefanm-leitet-musterverfahren-fuer-art-113-gruppe-ein/
# Jan am 2. Dezember 2013 um 16:19 Uhr
Nachtrag zu den Infos in meinem vorstehenden Kommentar:
Inzwischen gibt es sogar deutsche Medienberichte über die genannte geplante neue Bankensteuer in Island. Siehe hier:
http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/eurokrise/schuldenschnitt-auf-island-zahlen-die-banken-die-zeche-12689715.html

References: ART. 113
 §113
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 Art. 113
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 Art.113
 Art. 112
 Art.113
 Art.112
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 Art.113
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