Source: http://weltbild-verdi.blogspot.com/2014/05/
Timestamp: 2020-01-24 19:45:23+00:00

Document:
Weltbild Verdi Infoblog: Mai 2014
Danke an alle, die gewählt haben!
Eine Wahlbeteiligung von 68% bei der Betriebsratswahl 2014 ist allen Grund wert, für ein herzliches Dankeschön an alle Kolleginnen und Kollegen, die sich beteiligt haben! So viele Weltbild-Beschäftigte wie nie zuvor, haben gewählt.
Das stärkt dem neuen Betriebsrat den Rücken
Wenn der Betriebsrat weiß, dass fast 70% der Belegschaft hinter ihm stehen, wird er gestärkt in Gespräche mit den neuen Eigentümern gehen. In der aktuellen Krisenlage kann das für die Beschäftigten nur von Vorteil sein. Das haben die letzten Monate deutlich gezeigt.
Betriebliche Mitbestimmung ist enorm wichtig
Der Betriebsrat verleiht den Weltbild-Beschäftigten eine Stimme, die auch Gehör findet. In den Verhandlungen während der Insolvenz hat sich gezeigt, wie wichtig das ist: Für eine Fortführung von Weltbild und für eine gut ausgestattete Transfergesellschaft für all jene, die durch die Insolvenz leider ihre Arbeit verloren haben. Hätte der Betriebsrat nicht so engagiert und konstruktiv für einen Fortbestand von Weltbild gekämpft, wäre das Unternehmen heute längst zerschlagen. Das hat auch Insolvenzverwalter Andt Geiwitz vor der Belegschaft betont.
Neues Bewusstsein geweckt bei vielen Beschäftigten
Der Betriebsrat wird deutlicher wahrgenommen als in vergangenen Jahren. Viele Kolleginnen und Kollegen scheinen mittlerweile verstanden zu haben, wie wichtig ein starker Betriebsrat ist. Und sie haben begriffen, dass man gemeinsam mehr erreichen kann. Das hat die hohe Wahlbeteiligung diese Woche eindrucksvoll belegt. Und ganz klar: Wir freuen uns natürlich auch, dass die beiden großen ver.di-Listen mit insgesamt 12 Sitzen die Mehrheit im neuen Betriebsrat stellt.
Weiter so Kolleginnen und Kollegen!
Eingestellt von Siebenstirn um 19:37 8 Kommentare
Schlagworte: Betriebsrat, Betriebsratswahl 2014, Betriebsratswahlen
Ergebnisse der Betriebsratswahl 2014
Wahlbeteiligung: 68%
Die Mitglieder des neuen Betriebsrats sind:
1. Peter Fitz (Liste 2)
2. Timm Boßmann (Liste 7)
3. Ben Jergius (Liste 5)
4. Visnja Bernhard (Liste 2)
5. Dolores Sailer (Liste 7)
6. Sabine Pürckhauer-Rack (Liste 5)
7. Josef Trutt (Liste 2)
8. Martin Wolf (Liste 7)
9. Charmaine Müller (Liste 2)
10. Ivo König (Liste 5)
11. Helene Vollrath (Liste 7)
12. Michael Haugg (Liste 2)
13. Tim Miller (Liste 7)
14. Ludmilla Katzmeier (Liste 2)
15. Peter Reichert-Meissl (Liste 2)
Die ersten 5 Ersatzmitglieder:
(16.) Manuela Natterer (Liste 7)
(17.) Kathrin Wullinger (Liste 2)
(18.) Dirk Neu (Liste 7)
(19.) Mehmet Oezbek (Liste 2)
(20.) Sara De Santi (Liste 7)
Eingestellt von Verdi Augsburg um 23:42 0 Kommentare
Schlagworte: Betriebsratswahl 2014, Betriebsratswahlen
WELTBILD gerettet: Investor Paragon unterzeichnet Vorvertrag
Die Erleichterung stand vielen MitarbeiterInnen ins Gesicht geschrieben, als sie heute nachmittag die Betriebsversammlung verließen. Insolvenzverwalter Arndt Geiwitz berichtete, dass die Investorensuche erfolgreich abgeschlossen sei: Mit der Investmentgesellschaft Paragon kommt ein neuer Eigentümer an Bord, der WELTBILD als Ganzes – also ohne Auf- oder Abspaltungen – fortführen will.
Erstes Ziel erreicht
"Als am 10. Januar die Insolvenz beantragt wurde, haben alle von Abwicklung geredet", erläuterte Betriebsratsvorsitzender Peter Fitz am Anfang der Veranstaltung: "Heute, rund vier Monate später, wissen wir, dass WELTBILD als Ganzes fortgeführt wird." Damit sei das erste und wichtigste Verhandlungsziel von Betriebsrat und der Gewerkschaft ver.di erreicht.
Geiwitz lobt Verhandlungsführung des Betriebsrats
In den nächsten Wochen wird es intensive Gespräche mit den neuen Eigentümern geben. Mit am Verhandlungstisch auch Arndt Geiwitz, der als Minderheitsgesellschafter stellvertretend für die Gläubiger beteiligt bleibt. Er lobte auf der Betriebsversammlung ausdrücklich die konstruktiven Verhandlungen mit Betriebsrat und Gewerkschaft in den zurückliegenden Monaten: Das gemeinsame zielgerichtete und lösungsorientierte Vorgehen sei Grundvoraussetzung für den Fortbestand gewesen – andernfalls wäre es zwangsläufig zur Zerschlagung gekommen.
Optimistisch nach vorne
Auch ver.di-Betriebsgruppensprecher Timm Boßmann zeigte sich erleichtert: "Wir haben erreicht, DASS es mit WELTBILD weiter geht, nun geht es darum, WIE es mit WELTBILD weitergeht." Sein besonderes Augenmerk gilt der Qualität der Arbeitsplätze: "Wir brauchen existenzsichernde Arbeitsbedingungen", machte Boßmann deutlich. Er erwartet die Umsetzung des gemeinsam mit Geiwitz und der Unternehmensberatung Roland Berger erarbeiteten Konzepts "WELTBILD 2.0": "Damit haben wir eine Zukunft. Ich blicke optimistisch nach vorne."
Eingestellt von Verdi Augsburg um 19:23 35 Kommentare
Schlagworte: Betriebsrat, Insolvenz, Investor, Vertrauensleute, Weltbild
BR-Wahl 2014: Teamplayer ziehen an einem Strang! (Liste 2)
einen starken Betriebsrat zu haben, der als Team handelt und eine große Durchsetzungsfähigkeit besitzt, das ist in Zukunft besonders wichtig.
ganz gleich, wie und unter welcher Regie Weltbild künftig aufgestellt sein wird: Das, was wir in den letzten Jahren Positives für Euch erkämpft und verhandelt haben, soll auch weiterhin Bestand haben.
Wir, die Kandidaten des Liste 2 wollen, dass das Weltbild 2.0 für eine solidarische Arbeits- und Betriebskultur steht. Jede/r soll sich im Unternehmen wohlfühlen und sich mit ihm identifizieren können.
Für Sorgen, Probleme und Anregungen, werden wir stets ein offenes Ohr haben. Ein persönliches Gespräch ist uns deshalb immer willkommen.
Mit kollegialen Grüßen:
eure Kandidaten der Liste 2
Eingestellt von wakaana um 12:00 0 Kommentare
BR-Wahl Mittwoch 14.5.2014: Wahllokale und Briefwahl
es kann direkt in den Wahllokalen oder per Briefwahl gewählt werden.
Die Briefwahlunterlagen können beim Wahlvorstand im Betriebsratsbüro (Josef Trutt) abgeholt werden.
Ausgefüllt können sie auch dort direkt wieder abgegeben oder per Post eingesendet werden.
Die direkte Abgabe der Briefwahl beim Wahlvorstand empfiehlt sich inzwischen, da per Postweg das Risiko besteht, dass es nicht mehr rechtzeitig ankommt.
Man hat genau eine Stimme, mit der man genau eine Liste ankreuzen kann.
Wir bitten um zahlreiche Teilnahme, denn der Betriebsrat hat bei einer hohen Wahlbeteiligung mehr Gewicht bei Verhandlungen und da werden uns noch einige bevorstehen.
Außerdem besteht bei einer geringen Wahlbeteiligung immer die Gefahr, dass Minderheiten das Übergewicht bekommen und über unsere Zukunft bestimmen.
Wahllokal 1: Aufenthaltsraum "Nichtraucher" im Altbau von 8:00 - 18:00 Uhr
Für alle MitarbeiterInnen der Poststelle,
VTA, VTJ, VTK, VTB, VTG, VTM,
Eilversand, Technik, Kommissionierung Halle 3 + 5, Fehlerstelle,
Packerei EV/GE, Altbau, Retoure, Filialbelieferung, Lagerverkauf,
LDZ, rotes und grünes Gebäude (IT).
Wahllokal 2: Aufenthaltsraum "Nichtraucher" im Logistikzentrum von 9:00 - 11:00 Uhr und 17:00 - 18:00 Uhr
Für alle MitarbeiterInnen des Logistikzentrums mit ZKL
Wahllokal 3: Cafeteria im Neubau von 10:00 bis 16:00 Uhr
Für alle MitarbeiterInnen im Neubau (Nord/Süd), Jokers, Kidoh und CIC.
Eingestellt von Grugel um 14:00 0 Kommentare
Schlagworte: Betriebsratswahl 2014
BR-Wahl 2014: KandidatInnen der Liste 7 – "Gute Arbeit" (Platz 1 - 3)
Am 14. Mai ist Betriebswahl bei WELTBILD. Wenn Ihr am Wahltag nicht in der Firma seid, holt bitte rechtzeitig eure Briefwahlunterlagen im BR-Büro ab. Jede Stimme zählt: Ihr entscheidet, wer eure Interessen vertritt.
Heute stellen wir KandidatInnen der Liste 7 "Gute Arbeit" vor:
Timm Boßmann
47 Jahre, davon 17 Jahre bei Weltbild. Ursprünglich Tageszeitungs-Redakteur; Studium der Germanistik, Philosophie, Psychologie (M. A.); Marketing-Fachmann in unterschiedlichen Positionen.
"Gute Betriebsratsarbeit heißt für mich: Verantwortung übernehmen, Konflikte durchhalten, aufrichtig sein."
Dolores Sailer
43 Jahre, verheiratet, Mitglied in der Tarifkommission und im Konzernbetriebsrat, seit 22 Jahren bei Weltbild.
"Weltbild ist im Umbruch! Unsere Betriebsvereinbarungen und Tarifverträge wollen wir erhalten. Sicherheit ist wichtig, um gute Arbeit zu leisten. Dafür kämpfe ich."
Listenplatz 3:
39 Jahre, Industriemechaniker, seit 1999 bei Weltbild.
"Bei einer Achterbahnfahrt ist die Talfahrt das Schönste! Ich trete dafür ein, dass wir in Zukunft noch Arbeitsplätze haben, für die es sich lohnt aufzustehen."
Eingestellt von Verdi Augsburg um 00:00 0 Kommentare
Schlagworte: Betriebsratswahl 2014, Betriebsratswahlen, Gute Arbeit, Liste 7
Montag Betriebsversammlung: Ergebnis Investoren-Prozess
Eingestellt von Verdi Augsburg um 20:16 0 Kommentare
Schlagworte: Insolvenz, Krise, Weltbild, Weltbild-Verkauf
BR-Wahl 2014: KandidatInnen der Liste 7 – "Gute Arbeit" (Platz 4 - 6)
Listenplatz 4:
Helene Vollrath
Abteilung VTK
50 Jahre, verheiratet, seit mehr als 14 Jahren bei Weltbild, Ersatzmitglied im Betriebsrat und aktiv bei den Ver.di-Vertrauensleuten.
"Für mich ist die beste Vorbereitung auf eine gute Zusammenarbeit von morgen, wenn Entscheidungen heute transparent und nachvollziehbar getroffen werden."
Listenplatz 5:
Marketing Services / Grafik
43 Jahre, Familie mit 2 Kindern, seit 2001 bei Weltbild, aktiv bei den ver.di-Vertrauensleuten.
"Gute BR-Arbeit muss transparent sein. Ich setze mich für einen offenen, ehrlichen und aktiven Umgang mit unseren KollegInnen ein."
Listenplatz 6:
Manuela Natterer
Abteilung CIC
47 Jahre, Dipl. Soz.-Päd. (FH), seit 19 Jahren bei Weltbild, ver.di-Vertrauensfrau.
"KollegInnen werden von Vorgesetzten oft nicht auf Augenhöhe behandelt. Ich trete ein für die Stärkung der Rechte der Mitarbeiter. Wir sind „ein“ Weltbild 2.0."
BR-Wahl 2014: KandidatInnen der Liste 7 – "Gute Arbeit" (Platz 7 - 9)
Listenplatz 7:
Marketing Services / Text
Literaturwissenschaftler (M. A.), 41 Jahre, seit 2004 bei Weltbild, ver.di Vertrauensmann.
"Ich setze mich für ein gutes Betriebsklima ein. Mehr miteinander, statt gegeneinander. Schließlich sitzen wir alle im selben Boot."
Listenplatz 8:
Sara De Santi
33 Jahre, Lageristin, ver.di-Vertrauensfrau.
"Gute Arbeit ist mit guten Ideen verbunden, deshalb ist es mir wichtig, aktiv unser aller Arbeit mitgestalten zu können."
Listenplatz 9:
Jürgen Puschmann
53 Jahre, Diplom-Informatiker, seit 1996 bei Weltbild, ver.di -Vertrauensmann.
"Ich setze mich für gesunde und verbesserte Arbeitsbedingungen ein: „wann“, „wie“, „was“, „wo“ und „wie lange“ wir arbeiten."
Das ist die richtige Wahl: Liste 7 "Gute Arbeit"
Es gibt viele gute Gründe uns zu wählen.
Wir wollen für euch erreichen:
Viele werden sich erinnern: "Ich sehe keinen Grund zur Beunruhigung", sagte Carel Halff im Herbst letzten Jahres auf einer Betriebsversammlung. Und auch die Zahlen, die man dem Betriebsrat vorlegte, deuteten nicht auf eine dramatische Situation. Das Ende vom Lied: Wie aus heiterem Himmel ist das Unternehmen kurze Zeit später Pleite und fast die Hälfte der MitarbeiterInnen verliert ihren Arbeitsplatz.
Das darf sich nicht wiederholen!!!!! Der Betriebsrat muss von der künftigen Geschäftsführung besser informiert werden. Und er muss die Möglichkeit bekommen, bei wichtigen Entscheidungen mitzureden. Ganz unabhängig davon, wie der künftige Weltbild-Eigentümer heißen wird.
Arbeitnehmerrechte und Mitsprache stärken
Viel zu lange wurden kritische Stimmen der MitarbeiterInnen von einer selbstherrlichen Geschäftsführung ignoriert. Gegen den Rat erfahrener Kolleginnen und Kollegen hat man von oben falsche Entscheidungen durchgesetzt. Nur weil jemand "Chef" ist, heißt das noch lange nicht, dass er die richtigen Entscheidungen trifft. Wir brauchen eine andere Unternehmens-Kultur: Kompetente Beschäftigte – auch wenn sie nicht zur Geschäftsführung gehören – müssen gehört und ernst genommen werden. Offene Diskussionen müssen möglich sein. Nur so kommt Weltbild wieder nach vorne.
Wir kämpfen für dauerhaft sichere Arbeitsplätze und für stabile Arbeitsverhältnisse bei Weltbild. Dazu gehören z.B. die geltenden Betriebsvereinbarungen und Arbeitszeit-Regelungen. Was bisher mit der Firmenleitung ausgehandelt war, darf jetzt nicht einfach über den Haufen geworfen werden, sondern soll auch unter dem neuen Eigentümer Bestand haben.
Weltbild braucht ein Vorschlagswesen
Viele kluge Köpfe arbeiten bei Weltbild. Die MitarbeiterInnen sind das eigentliche Kapital des Unternehmens. Wenn jemand den Betrieb mit Ideen verbessern und voranbringen kann, soll das auch finanziell honoriert werden. Gute Vorschläge der Beschäftigten dürfen nicht irgendwo "versanden". Das kann sich Weltbild nicht mehr leisten. Das Motto muss vielmehr lauten: Gutes Geld für gute Ideen! Das ist gut investiertes Geld in die Zukunft des Unternehmens.
Gesunde Arbeitsbedingungen
In diesem Sommer heißt es: "Wir müssen durchstarten!" oder "Wir packen den Neuanfang!" oder "Jetzt richtig Gas geben!" Volle Kraft voraus – und das mit halber Mannschaft.
So richtig und wichtig der engagierte Neubeginn ist: Die verbleibenden MitarbeiterInnen brauchen dabei Schutz vor Überforderung und Arbeits-Überlastung. Endlose Überstunden und Stress bis zum Burn-Out müssen vermieden werden. Damit Weltbild und seine Beschäftigten fit sind für einen erfolgreichen Neustart.
Eingestellt von Siebenstirn um 22:36 0 Kommentare
BR-Wahl: 17 Teamplayer ziehen an einem Strang! (Liste 2)
Eingestellt von wakaana um 19:00 0 Kommentare
Wichtige Information zur Betriebsratswahl am 14. Mai 2015
Die Vorbereitungen für die Betriebsratswahl am 14. Mai 2014 laufen auf Hochtouren. Die wichtigsten Fragen und Antworten rund um die Wahl fassen wir hier einmal zusammen:
Wie viele Mitglieder hat der Betriebsrat bei Weltbild?
Die Größe des Betriebsrats ist von der Unternehmensgröße abhängig. Weltbild hat derzeit rund 1.200 MitarbeiterInnen. Diese haben das Recht auf die Vertretung durch 15 Betriebsratsmitglieder. Neben diesen "festen" BetriebsrätInnen werden bei der Wahl auch Ersatzmitglieder gewählt. Das sind alle anderen KollegInnen, die sich zur Wahl aufstellen ließen, aber auf Grund ihres Listenplatzes keinen Sitz im Betriebsrat bekommen haben. Diese können die Betriebsräte z. B. im Krankheitsfall vertreten aber auch selbst aktiv in den Ausschüssen mitarbeiten.
Wahlberechtigt sind alle Festangestellten (ausgenommen sogenannte Leitende Angestellte, s.u.). In unserem Unternehmen sind ca. 1.200 Festangestellte von Weltbild, Jokers und Kidoh wahlberechtigt. Das Mindestalter für die Teilnahme an der Wahl beträgt 18 Jahre. Mütter oder Väter in Elternzeit sind selbstverständlich ebenfalls wahlberechtigt.
Leitende Angestellte sind laut Betriebsverfassungsgesetz Vorgesetzte, die selbstständig MitarbeiterInnen einstellen und entlassen dürfen, oder Generalvollmacht oder Prokura haben. Bei Weltbild gibt es derzeit nur 5 Leitende Angestellte. Das sind die Mitglieder des Projekt-Boards. Alle anderen – auch die ehemaligen Mitglieder der Geschäftsleitung – dürfen wählen.
Der Betriebsrat wird in geheimer und unmittelbarer Wahl gewählt. Wenn mehrere Listen zur Wahl antreten (wie bei Weltbild), werden die Betriebsräte nach den Grundsätzen der Verhältniswahl gewählt. Das heißt, jede Liste erhält entsprechend ihrem Stimmanteil Plätze im Betriebsrat. In den Betriebsrat kommen dann die KandidatInnen, die auf den oberen Listenplätzen stehen.
Entsprechend den Gleichstellungsgrundsätzen genießt das Minderheitsgeschlecht besonderen Schutz bei der Betriebsratswahl. Bei Weltbild arbeiten mehr Frauen als Männer, deshalb müssen mindestens 7 der 15 Betriebsratsmitglieder Männer sein.
Für den Betriebsrat kandidieren dürfen alle Wahlberechtigten, die länger als 6 Monate dem Betrieb angehören. Die KandidatInnen organisieren sich in Listen, die vor der Wahl jeweils mindestens 50 Unterstützungsunterschriften von Wahlberechtigten sammeln müssen, um zur Wahl zugelassen zu werden.
Bei Weltbild treten in diesem Jahr sieben Listen an. Ihre Position auf dem Wahlzettel wurde ausgelost:
1. Logistik (Raimund Wegemer und Alexander Gravec)
2. Wir sind's! (Peter Fitz, Visnja Bernhard und weitere 15 KollegInnen)
3. Die Alternative (Christina Bundt und weitere 5 Kolleginnen)
4. Geprem (Mahir Geprem, Jürgen Meier und 1 weiterer Kollege)
5. Vision 2.0 (Ben Jergius, Sabine Pürckhauer-Rack und 1 weiterer Kollege)
6. Contra (Rose Martin)
7. Gute Arbeit (Timm Boßmann, Dolores Sailer und 16 weitere KollegInnen)
Gewählt wird am Mittwoch, 14. Mai 2014, in verschiedenen Wahllokalen innerhalb des Unternehmens. Eine genaue Liste mit Standorten und Uhrzeiten der Wahllokale wird hier rechtzeitig veröffentlicht und an den bekannten Stellen ausgehängt. Wer am Wahltag nicht im Betrieb ist, kann beim Wahlvorstand im Betriebsratsbüro Briefwahlunterlagen beantragen. KollegInnen in Elternzeit und Langzeitkranke bekommen die Briefwahlunterlagen "automatisch" zugeschickt.
Sie können die Briefwahlunterlagen auch telefonisch bei Josef Trutt (Durchwahl -4722) beantragen!
Weitere Infos zur BR-Wahl:
hier können Sie sich einlesen.
Eingestellt von Hardcover um 07:01 0 Kommentare
Schlagworte: Betriebsratswahl 2014, Betriebsratswahlen, BR-Wahl, ver.di
BR-Wahl 2014: KandidatInnen der Liste 7 – "Gute Arbeit" (Platz 10 - 12)
Listenplatz 10:
Jana Pommerening
Abteilung ZKL
45 Jahre, Facharbeiterin für Plaste und Elaste, geschieden, 1 erwachsene Tochter, seit 20 Jahren bei Weltbild.
"Gute Arbeit lohnt sich. Wenn wir alle an einem Strang ziehen, wird Weltbild 2.0 für die Mitarbeiter ein Erfolg. Dafür kämpfe ich."
Listenplatz 11:
Hannes Walk
47 Jahre, Dipl.-Ing. Chemie (FH), seit 14 Jahren bei Weltbild.
"Gute Arbeit leistet nur, wer sich auch darauf konzentrieren kann. Ich kämpfe für eine sichere und verlässliche Jobsituation."
Listenplatz 12:
Pinar Özdemir
CM – Modernes Antiquariat
30 Jahre, gelernte Fremdsprachen- korrespondentin, seit 2008 bei Weltbild.
"Gute Arbeit macht nur derjenige, der leistungsfähig ist. Ich setze mich für gesundheitsfreundliche Arbeitsbedingungen ein."
BR-Wahl 2014: KandidatInnen der Liste 7 – "Gute Arbeit" (Platz 13 - 15)
Listenplatz 13:
Roland Baqué
IT-Zentralsysteme ES9000/ IT-Process-Service, Service Desk
56 Jahre, Programmierer ES9000, bei Weltbild seit 1994, verheiratet.
"Ich möchte mich als Betriebsrat dafür einsetzen, dass zukünftig Verbesserungsvorschläge wieder mehr Gewichtung erlangen."
Listenplatz 14:
Hermine Herz
Lageristin VTO/VTB
34 Jahre, Frisörin, seit 14 Jahren bei Weltbild.
"Das neue Weltbild 2.0 – mit mehr Stabilität und Transparenz in die Zukunft. Ich kämpfe für mehr Arbeitsplätze und Loyalität."
Listenplatz 15:
Ralph Sailer
Abteilung LDZ
46 Jahre, Lagerist, seit 20 Jahren bei Weltbild.
"Ich will mich im neuen Betriebsrat für Arbeitssicherheit einsetzen. Leider wird diese oft vergessen."
BR-Wahl 2014: KandidatInnen der Liste 7 – "Gute Arbeit" (Platz 16 - 18)
Listenplatz 16:
CIC – Sammler-Editionen
30 Jahre, Bürokommunikationskauffrau, seit 5 Jahren bei Weltbild.
"Ich stehe für einen gesicherten und gerecht entlohnten Arbeitsplatz, kreatives und barrierefreies Denken, ein gerechtes Miteinander."
Listenplatz 17:
CIC / TKC – eBook Kundendienst
37 Jahre, Politikwissenschaftler (M. A.), seit 1999 bei Weltbild.
"Ich setze mich ein für die Einführung eines geregelten Vorschlagswesens, das Eure Ideen dokumentiert und honoriert: gerechte Chancen auf Verwirklichung Eurer Ideen."
Listenplatz 18:
Christina Siemon
IT Service Desk & Change Team
45 Jahre, IHK Fachkraft Anwendungs- und Netzwerkbetreuung, seit 13 Jahren bei Weltbild.
"Neue Besen kehren anders. Ich setze mich dafür ein, dass die Arbeitsbedingungen weiterhin für alle gut bleiben."
BR-Wahl: 12 gute Gründe, warum ein Betriebsrat so wichtig ist – speziell in der Krise
Am 14. Mai ist Betriebsratswahl bei WELTBILD. Aus diesem Anlass dokumentieren wir hier einen Text von Rechtsanwalt Michael W. Felser – gefunden auf www.betriebsratswahl2010.de (Bund-Verlag)
Nicht ohne meinen Betriebsrat: 12 gute Gründe für einen Betriebsrat – speziell in der Krise
§ 1: Ohne Moos nix (mehr los): Keine Abfindung ohne Betriebsrat: Ohne Betriebsrat gibt es keinen Interessenausgleich und Sozialplan mit dem Arbeitgeber bei Personalabbau. Und damit auch keinen Anspruch auf eine Abfindung bei Entlassung.
§ 2: Ene meine miste: Der Betriebsrat bestimmt bei Personalabbau und Kündigungen mit. Er kann Kündigungen widersprechen und damit die Chancen der Beschäftigten bei der Kündigungsschutzklage vor dem Arbeitsgericht deutlich verbessern. Informiert der Arbeitgeber den Betriebsrat über die Kündigung nicht oder nicht ordnungsgemäß, ist die Kündigung unwirksam.
§ 3: Ab in den Süden? Betriebsurlaub, Kurzarbeit, Arbeitszeitverkürzung, Arbeitszeitkonten: Alle Maßnahmen, die in Unternehmen zur Zeit genutzt werden, um durch die Krise zu kommen, sind mitbestimmungspflichtig. Nur der Betriebsrat kann verhindern, dass der Arbeitgeber einseitig seine Interessen bei Kurzarbeit & Co. durchsetzt.
§ 4: Klagen gehört zum Handwerk: Nicht jedem Arbeitgeber, der jammert, geht es wirklich schlecht. Gerade in der Krise segeln manche unter falscher Flagge und reduzieren Belegschaft und Löhne ohne Not. Nur der Betriebsrat kann alle Informationen verlangen, um die wirkliche wirtschaftliche Situation des Unternehmens zu überprüfen. Ihnen persönlich wird der Vorstand wohl eher nicht die Bilanzen vorlegen, oder?
§ 5: Wissen ist Macht: Nur ein Betriebsrat kann sich durch seinen gesetzlichen Schulungsanspruch die nötigen arbeitsrechtlichen Kenntnisse zulegen, die nötig sind, um dem Arbeitgeber in der Krise Paroli zu bieten und bei Kurzarbeit, Sozialplan & Co. die Interessen der Arbeitnehmer einzubringen.
§ 6: Rache ist süß: Nicht jeder Unternehmer sieht ein, dass Arbeitnehmer auch Rechte durchsetzen können und versucht, die “Rädelsführer” zu bestrafen. Nur ein Betriebsrat genießt Kündigungsschutz nach dem Kündigungsschutzgesetz, kann sich also ohne Angst vor Sanktionen auch nachdrücklich für die Belegschaft einsetzen.
§ 7: Vier-Augen-Gespräche – nicht ohne mein Betriebsratsmitglied: Viele Unternehmen versuchen durch Serien von Vier-Augen-Gesprächen ältere Mitarbeiter oder leistungsgeminderte Arbeitnehmer (“Low Performer”) loszuwerden. Zu Gesprächen mit dem Arbeitgeber können Arbeitnehmer keinen Anwalt hinzuziehen, aber ein Betriebsratsmitglied ihres Vertrauens und damit einen Zeugen. Ein Gespräch im Beisein eines Betriebsrats läuft ganz anders ab als ohne.
§ 8: Schutz vor Mobbing und Bossing: Der Betriebsrat bestimmt bei Versetzungen, auch Strafversetzungen und anderen Sanktionen (Eingruppierung, Zulagen, Sonderzahlungen, Beförderungen etc.) mit. Nur mit Betriebsrat sind dem freien Schalten und Walten zur Maßregelung Grenzen gesetzt.
§ 9: Immer mehr immer mehr immer mehr: Der Betriebsrat hat gleichberechtigt mitzubestimmen z.B. bei Regeln zu Zielvereinbarungen, aber auch bei Regeln zu Krankengesprächen, Raucher- und Alkoholverbot, Parkplatzordnung oder Radio- und TV-Nutzung während der WM und EM.
§ 10: Ich sehe was was Du nicht siehst – Schutz vor Überwachung: Nicht erst seit der Krise nimmt die Arbeitnehmerüberwachung zu. Nur der Betriebsrat kann Videoüberwachung, Taschenkontrollen, Datenabgleiche, PCKontrollen und andere Maßnahmen ablehnen oder wenigstens mitgestalten.
§ 11: Geiz ist Geil. Gegen Entgeltkürzungen, Nasenprämien und Radfahrerzulagen hilft nur ein Betriebsrat: In der Krise werden Prämien bei den Arbeitnehmern gestrichen und Mehrleistungen verlangt, die Boni in der Führungsmannschaft werden aber trotz mieser Leistungen weitergezahlt. Der Betriebsrat ist verpflichtet, die Einhaltung des Gleichbehandlungsanspruchs zu überwachen und kann die Gleichbehandlung beim Entgelt, Sonderzahlungen, Mehrarbeit u.a. auch dank seiner Mitbestimmungsrechte durchsetzen.
§ 12: Wenn der Pleitegeier kreist. Mit Betriebsrat werden Sie geholfen. Ohne Betriebsrat gibt es keinen Sozialplan mit dem Insolvenzverwalter und auch keinen gesetzlich legitimierten Verhandlungspartner für den Insolvenzverwalter. Im Gläubigerausschuss, der den Insolvenzverwalter kontrolliert, sitzt meist auch ein Betriebsratsmitglied.
Eingestellt von Verdi Augsburg um 00:53 0 Kommentare
Schlagworte: Betriebsratswahl 2014, Insolvenz, Krise
Gewerkschaft (225)
Tarif (56)
ver.di (291)
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§ 4

§ 5

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§ 7

§ 8

§ 9

§ 10

§ 11

§ 12