Source: https://m.diplom.de/document/225648
Timestamp: 2019-09-21 13:12:37+00:00

Document:
von Jennifer Schubert (Autor)
6.4.2 Bottomline 3
8. Triple Bottom Line – Trend oder Modeerscheinung
Anhang 2: Australische Zusammenschlüsse der TBL Indikatoren und des Reportings
Anhang 6: Screenshots des Programms Bottom Line
In Zeiten der zunehmenden Globalisierung und steigender Naturkatastrophen in Verbindung mit der globalen Erderwärmung wird der Fokus international auf einen schonenden und ergiebigeren Umgang mit den Umweltressourcen gerichtet. Zurzeit produziert die Menschheit irreversible ökologische Schäden, die sich in Form von Zerstörung der Ozonschicht, Klimawandel oder Überfischung der Weltmeere auftreten. Nachfolgende Generationen können diese Schäden nicht wieder rückgängig machen und müssen mit den Konsequenzen leben ohne ein Wahlrecht zu haben.
Jeder Mensch ist auf irgendeine Art und Weise von unternehmerischen Aktivitäten betroffen und ist daher an den relevanten Informationen interessiert.[1] Dieser Wissensbedarf nach Informationen über bspw. Arbeitsverhältnissen, Umweltbewusstsein oder effizienten Verbrauch von Ressourcen wird mit der Nachhaltigkeitsberichterstattung gedeckt. Grund hierfür ist nicht die einseitige Fokussierung auf finanzielle Zahlen, sondern auch ökologischen und sozialen Informationen.
Die Entwicklungen seit der Konferenz in Rio de Janeiro mit der Verabschiedung der Rio Deklaration und der Agenda 21 zeigen, dass Unternehmen langfristig ihre Handlungen in Richtung „sustainability development“ ausrichten müssen.[2]
Zielsetzung der nachhaltigen Entwicklung ist die gegenwärtigen Bedürfnisse der Bevölkerung zu decken und dabei für zukünftige Generationen die Chance zu erhalten ihre Forderungen nach einem akzeptablen Lebensstandard befriedigen zu können. Aktuelles öffentliches Informationsinteresse könnte im Bereich Arbeitspolitik bestehen, wie bspw. Ausschreibungen von Ausbildungsplätzen. Hierfür sind neue Betrachtungsweisen und innovative Lösungsansätze erforderlich. Gerade für Geschäftsprozesse sind neue Ansätze in den Bereichen Technologien und Management mit Fokus auf die Auswirkungen auf die Umwelt notwendig.[3] Je früher sich Unternehmen mit dem Nachhaltigen Aspekt auseinander setzten, desto einfacher ist später die Umsetzung im Bereich Reporting.
Die Idee dieser Berichterstattung ist nicht neu entstanden, sondern wurde nur neu aufgerollt.[4] Ziel dieser Reportingart ist es, das Bewusstsein der Unternehmen in Punkto Nachhaltigkeit zu verstärken. Anhand der Ergebnisse können Geschäftsführer erkennen welche Auswirkungen ihre individuellen unternehmerischen Aktivitäten auf die Gesellschaft und Umwelt haben. Als Herausforderung wird hier das ökonomische Prinzip des Wirtschaftens gesehen. Betriebswirtschaftlich ist die Verfolgung von zwei Strategien bei dem Überwinden des Knappheitsproblems von Ressourcen möglich. Unter dem Minimalprinzip versteht man: „Erfülle dir ein bestimmtes Bedürfnis so, daß du dafür ein Minimum an Gütern bzw. Mitteln aufwenden mußt.“[5] Demgegenüber wird unter dem Maximalprinzip verstanden: „Setze einen gegebenen Güter- bzw. Mittelvorrat so ein, daß sich dabei ein Maximum als Bedürfnisbefriedigung ergibt.“[6] Zielsetzung des nachhaltigen Gedankens ist eine Wertmaximierung von Profiten unter den geringst möglichen negativen Effekten an die Umweltressourcen und Gesellschaft. Daher stellt diese Soll-Konstellation eine Mischung aus den beiden ökonomischen Prinzipien dar.
Eine reine finanzielle Analyse der betrieblichen Daten lässt keinen genauen Aufschluss über die Unternehmenslage zu. Eine dreidimensionale Ansicht dahingegen ermöglicht eine exaktere Beurteilung. Dabei basiert diese auf sozialen, ökologischen und ökonomischen Daten. Aufgrund dieser neuen Form der nachhaltigen Unternehmensführung und Betrachtungsweise sind die zukünftigen bzw. dauerhaften Erfolgschancen der einzelnen Firmen besser einschätzbar. Diese Methode führt zu einer Hilfestellung bei der innerbetrieblichen Entscheidungsfindung, legt Rechenschaft gegenüber Dritten ab und ermöglicht die Befriedigung der Transparenzbedürfnisse von Stakeholdern. Der Begriff Stakeholder wird im Gliederungspunkt 4.1.2 und ihr Informationsinteresse im Punkt 4.2.2genauer erläutert.
Als Konsequenz der Triple Bottom Line (TBL) Berichterstattung ist der Ausbau des traditionellen Rechnungswesens um die sozialen und ökologischen Faktoren der Nachhaltigkeit erforderlich.
Das Problem bei der TBL Reportingmethode ist die einzelne Bewertung der Inputdaten. Der finanzielle Standpunkt wird aus der traditionellen Aufstellung des Jahresberichts entnommen. Bei den sozialen und ökologischen Aspekten ist die Bemessung einzelner Faktoren komplizierter. Aufgrund dieser Schwierigkeit sind Leitfäden und Richtlinien für die Bezifferung und Bemessung der richtigen Inputfaktoren in das TBL Reporting entstanden. Diese sind u.a. Inhalt dieser Arbeit. Es findet keine Berücksichtigung der „Triple Bottom Line Investing“ oder auch „3P-Investing“[7] genannt, in dieser Arbeit statt. Der Begriff stammt aus der Anlagenpolitik und gehört somit nicht zur Themenstellung.
Bei Unternehmen ist eine Welle der Innovationen zum sustainability reporting – deutsch Nachhaltigkeitsberichterstattung - zu verzeichnen.[8] Dabei werden Informationen immer besser aufbereitet und sind unter den Bezeichnungen wie „Sustainability“, „Umwelt- und Sozialberichte“, „Community Reports“, „Environmental, Health and Safety“, „Corporate Citizenship“, „Corporate Social Responsibility“, oder „Partnership Report“ zu finden.[9] Ebenso ist die Aufstellung eines Nachhaltigkeitsberichts nahezu äquivalent zu dem des TBL Reports. Ob es eine genaue Differenzierung zwischen diesen beiden Reportingarten gibt bleibt in der Literatur strittig. In dieser Arbeit wird von einer Gleichstellung bzw. auf einer aufbauenden Funktion dieser beiden Methoden ausgegangen.
Die Agenda der Nachhaltigkeit ist ein langatmiger Versuch die Harmonisierung zwischen der traditionellen finanziellen Perspektive und dem Denken über den ökologischen und sozialen Standpunkt zu verknüpfen. Dabei stellte sich diese Realisation schwieriger und komplizierter dar als ursprünglich erwartet. Es existieren eine Vielzahl von Richtlinien oder gesetzlichen Verpflichtungen, welche in jedem Land andere Prioritäten oder Einhaltungspflichten aufweisen, welche im Gliederungspunkt 4.1 angesprochen werden.
Um den komplexen Zusammenhang sowie eine effektive Umsetzung der TBL in einem Report zu veranschaulichen werden in dieser Arbeit die Grundbegriffe erläutert, auf die historische Entwicklung eingegangen und Hilfestellungen zur Berichterstellung vorgestellt. Dabei wird auf den Punkt Anforderungen im Accounting und auf die praktische Umsetzung der TBL eingegangen, welches anhand eines australischen Unternehmens veranschaulicht wird. Letztlich sind nationale und internationale Rating – Agenturen aufgelistet, die Evaluierungen von Nachhaltigkeitsberichten vornehmen. Allgemein ist bei allen Gliederungspunkten der Fokus auf private Unternehmungen und nicht auf Regierungsorganisationen gerichtet.
Unter dem Schlagwort „sustainable development“ wird im wissenschaftlichen Sinne verstanden: „We should live off the Earth’s interest, not its capital.“[10]
Die sog. „The Seven Bottom-Line Benefits” werden in diesem Zusammenhang angeführt. Diese lassen sich in drei Hauptbereiche einteilen. Bei der Umsetzung des Konzepts in die Realität ergeben sich durch diese Methode die sieben dargestellten Vorteile.[11]
Der Ingenieur-Arbeitskräftemangel in Deutschland ist als Beispiel für den ersten Vorteil anzuführen. Das Angebot an talentierten Arbeitskräften ist begrenzt und daher umkämpft von den einzelnen Unternehmen. Bei näherer Betrachtung ergaben sich vier Faktoren zu welchen die Mitarbeiter tendieren: „Go With a Winner“, „Big Risk, Big Reward“, „Lifestyle“ und „Save the World“. High-tech Firmen wie IBM Kanada werben mit dem Slogan „Change the World“ in ihrer Personalbeschaffungsbroschüre.[12]
Sind die besten Arbeitnehmer für das Unternehmen tätig, dann besteht die Herausforderung der Geschäftsleitung darin, diese zu motivieren und ihre Leistungen zu steigern.[13]
Unter dem dritten Aspekt wird die Fähigkeit verstanden, die erstklassigen Angestellten zu erhalten. Aufgrund einer Mitarbeiterfluktuation entstehen auch hier betriebliche Kosten durch die Rekrutierung und Einarbeitszeit von neuen Arbeitskräften.[14]
Auf Seiten der ökologischen Vorteile kann z.B. das Recycling von Abfällen und die Neugestaltung von Produkten zu weniger Energie-, Wasser- und Materialverbrauch führen. Dies führt zur Reduzierung der Produktionskosten und wird mit dem englischen Spruch „low-hanging fruit“ der „eco-efficiency“[15] bezeichnet.[16] Aufgrund der Minimierung von Ausgaben auf der wirtschaftlichen Seite sind die Einsparungen im Bereich der Arbeitsabläufe zu investieren, um diese in der Effizienz zu verbessern. Unter dem Begriff „wirtschaftliche Seite“ versteht der Autor Willard auch jegliche Standorte, die nicht an dem Herstellungsprozess beteiligt sind wie Vertriebszentren, Lagereinrichtungen, Bürogebäude und gewerbliche Geschäfte.[17]
Schließlich werden die Geschäftsstrategien mehr von dem Ertrag und dem Unternehmenswert geprägt, als von den Kosten und der Effektivität. „Sustainable development“ ist begleitet vom Selbstinteresse, welches durch die Erwartungen der Steigerung des Ertrages, Marktwerts und Profits gesteuert wird.[18] Durch die genauere Analyse der Unternehmensdaten ist eine Risikominimierung sowie eine leichtere Kapitalbeschaffung möglich.
Im Jahr der Einführung sind nicht alle Vorteile realisierbar, sondern ergeben sich eher auf lange Sicht gesehen.[19]
John Elkington suggeriert, dass die erfolgreiche betriebswirtschaftliche Betrachtung nicht nur auf monetären Daten basieren kann. Vielmehr muss Abstand vom reinen klassischen Standpunkt wie bspw. ROI[20] oder Shareholder Value[21] gefunden werden und die Sichtweise auf die Fakten aus dem gesamten operativen Feld der Unternehmung der Umwelt, Wirtschaft und Gesellschaft gerichtet sein.[22]
Laut Andrew W. Savitz ist die Definition der TBL wie folgt: „Die Triple Bottom Line (TBL) erfasst das Wesentliche der Nachhaltigkeit durch die Messung des Einflusses der unternehmerischen Aktivitäten auf die Welt”.[23] Eine positive TBL veranschaulicht den Anstieg des Firmenwertes im Hinblick auf die finanzwirtschaftliche und nachhaltige Sicht.[24]
Die TBL bringt alle drei Bereiche zusammen: die Umweltverantwortlichkeit, soziale Gerechtigkeit und wirtschaftliche Leistung. Unternehmen erhoffen sich durch die Implementierung der TBL eine systematischere und nachhaltigere Vorgehensweise bei der Verwaltung von Geschäftsrisiken, gesellschaftlichen Bedenken und Chancen. Ebenso sollen verborgene Probleme aufgedeckt werden. In der Realität ist die TBL mit den verschiedenen Arten des Kapitals verlinkt. Darunter werden die Kapitalarten verstanden, welche der Organisation bei der Beschaffung von Gütern und Dienstleistung zur Verfügung stehen. Diese sind im Einzelnen aus der folgenden Abbildung zu entnehmen.[25]
Betriebswirtschaftlich wird unter dem Finanzkapital eine abstrakte Geldwertsumme verstanden, welche durch Zuführung von monetären Mitteln entsteht.[26] Fundament für das traditionelle Rechnungswesen ist ausschließlich diese Kapitalart.
Dem Eigenkapital stehen keine fremden Gläubigerrechte gegenüber und bleibt somit unbefristet im Unternehmen. Die genaue Gliederung ist § 266 Abs. 3 HGB geregelt und befindet sich auf der Passivseite. Im Gegensatz hierzu wird das Fremdkapital dem Unternehmen von Dritten zur Verfügung gestellt. Beim Fremdkapital ist nach dem zeitlichen Horizont des Kreditkapitals zu differenzieren, welches ebenfalls nach § 266 Abs. 3 HGB zu gliedern ist. Als Beispiel sind u.a. kurz- oder langfristige Bankdarlehen anzuführen. Allgemein kann eine Zeitspanne von ca. vier bis fünfundzwanzig Jahren bei langfristigen und ca. bis zu zwölf Monaten bei kurzfristigem Fremdkapital angesetzt werden.[27]
Diese Form des Kapitals stellt nicht nur die Anzahl der Mitarbeiter in einem Unternehmen dar. Vielmehr werden unter dem Begriff Sozialkapital zum einen Humankapital und zum anderen Investments in das Sozialsystem assoziiert.[28] In den ersten Bereich fließen Faktoren aus der Kombination von Wissen, Fähigkeiten und Erfahrungen der Beschäftigten ein.[29]
Der zweite Bestandteil wird nicht direkt von Personen in das Unternehmen eingebracht. Diese Investitionen bilden lediglich den Rahmen in dem Unternehmen prosperieren und wachsen können.[30] Faktoren wie die Einhaltung des sozialen Mindeststandards, Armutsbekämpfung, globale Gerechtigkeit, Beschäftigungssicherheit und Wahrung der eigenen Interessen von den Mitarbeitern werden unter dem Oberbegriff soziale Verantwortung der Unternehmen zusammen gefasst, die wiederum direkt oder indirekt in das Sozialkapital einfliesen.[31] Es existiert eine Vielzahl von Definitionen für den Bergriff Sozialkapital. Laut Putnam ist dieses Kapital als Funktion des sozialen Lebens zu sehen. Durch Netzwerke, Normen und Vertrauen soll ein besserer Zusammenhalt im Unternehmen zu einer effizienteren Ertragsbringung führen.[32]
Unter dem Naturkapital wird allgemein der Begriff Umwelt verstanden. Hierzu zählen vor allem ausbeutbare Ressourcen aus dem globalen Ökosystem. Die Meere, Wälder, Berge und Pflanzen stellen die Inputs für Rohmaterialbeschaffung dar. Es wird in diesem Zusammenhang auch von einem „Ökosystem-Service“ gesprochen.[33] Naturkapital wird auch als Kapitalstock betrachtet. Dies spiegelt sich bspw. bei dem wichtigen, nicht erneuerbaren fossilen Energieträger dem Erdöl wieder. Bei dieser Ressource handelt es sich um eine natürlich entstandene Quelle, deren wirtschaftlichte Wertigkeit ein hohes Stellenmaß einnimmt.[34]
Dabei gehen die Ansprüche einer ökologisch nachhaltigen Entwicklung der Unternehmen über die üblichen Umweltthemen wie Abfall, Emissionen sowie Produktivität von Ressourcen hinaus. Anhand der momentanen Gespräche über Emissionshandel, dem Kyoto Protokoll und erneuerbarer Energien lässt sich die Wichtigkeit in Punkto umweltbewusstes Handeln herauskristallisieren. Daher ist es von Bedeutung, dass Betriebe eine nachhaltige Wirtschaftsweise anstreben und nicht ausschließlich den Fokus auf das operative Geschäft gerichtet haben. Die Autoren Clausen, J. et al. weisen darauf hin, dass eine reale Entlastung der Umwelt nur dann möglich ist, wenn der Schritt von der Öko-Effizienz zur Öko-Effektivität getätigt wird.[35]
Zu diesem weitläufigen Begriff – im deutschen Berichtswesen - existieren einige Definitionen. Laut Küpper ist das betriebliche Reporting ein bedeutendes Bindeglied zwischen dem Informationssystem und den Führungsteilsystemen. Darunter sind alle Individuen, Einrichtungen, Regelungen, Daten und Prozesse zu verstehen, mit denen Reports aufgestellt und abgegeben werden können. Dabei ist das oberste Ziel die Beschaffung steuerungsrelevanter Informationen.[36] Für eine Berichtsgestaltung sind die fünf W-Fragen ausschlaggebend: Wozu, Was, Wie, Wann und Wer. Dabei geht die Fragestellung nach „Wozu“ auf die Beantwortung des Berichtszwecks ein und ist ebenso als funktionale und zentrale Eigenschaft anzusehen. Das „Was“ regelt die inhaltlichen Berichtsbestandteile wie Genauigkeit und Verdichtungsgrad der Informationen. Die formalen Berichtskriterien beantworten die Frage nach dem „Wie“. Darunter sind bspw. die Art der Anfertigung und die grafische Aufbereitung zu verstehen. Der Punkt „Wann“ regelt die zeitliche Dimension der Berichterstattung. Und schließlich sind die personellen Berichtsaspekte durch das „Wer“ geprägt. Hierunter sind der Sender (Ersteller) sowie der Empfänger von Berichten gemeint.[37]
Ein einheitlich gestalteter TBL Report ist momentan schwierig, da es keine gesetzlichen Vorschriften zum Berichtsinhalt bzw. über den Berichtszeitraum gibt. Dennoch stärkt ein überzeugendes Reporting die Wettbewerbsfähigkeit und das Image des Unternehmens.
In Abb. 3 wird das Wirkungsmodell der Nachhaltigkeitsberichterstattung mit den daraus unternehmerisch resultierenden internen und externen Effekten dargestellt. Eine glaubwürdige Berichterstattung ist durch eine selbstkritische Dokumentation von Geschäftsaktivitäten und deren Leistungen geprägt und sollte an plausiblen Maßstäben gemessen werden. Darüber hinaus ist nicht nur die Sichtweise der Betriebe mit einzubeziehen, sondern auch die Sicht der Zielgruppen.[38] Die firmeninternen Gespräche über das Reporting haben Auswirkungen auf die Werte und Ziele der Unternehmung. Darüber hinaus lösen öffentliche Diskussionen über den Markt und vereinzelt der Politik externe Wirkungen durch Veränderungen der Rahmenbedingungen aus.[39] Öffentliche Debatten über Unternehmensberichte sind die Basis ihrer Wirksamkeit und erreichen durch die Auswirkungen auf Politik und Markt erst eine unternehmensbezogene Bedeutung.[40] Aufgrund gesellschaftlicher Diskussionen wird ein externer Effekt der Nachhaltigkeitsberichterstattung erzeugt.
Quelle: CLAUSEN, J. et al., Schritte zur Nachhaltigkeitsberichterstattung, 2000, S. 13;
CLAUSEN, J. et al., Nachhaltigkeitsberichterstattung, 2002, S. 29.
Accounting wird allgemein verstanden als „Ein Informationssystem für die Messung und das Berichtswesen an der Umwandlung von Ressourcen in Güter und Dienstleistungen und den Verkauf oder die Vermarktung dieser Produkte zum Kunden“.[41]
Eine mögliche theoretische Einteilung des Rechnungswesens ist die Unterscheidung nach dem Informationsempfänger. Unter diesem Gesichtspunkt existieren eine interne und eine externe Aufteilung. Externes Rechnungswesen, auch Financial Accounting genannt, hat die Aufgabe Informationen an die Unternehmensexternen bspw. den Fiskus zu übermitteln. Demgegenüber regelt das interne Rechnungswesen – englisch Management Accounting – die Angelegenheiten der Faktoren Planung, Steuerung und Kontrolle der Unternehmung.[42]
Im Bereich Accounting müssen finanzielle und nichtmonetäre Daten und Fakten verarbeitet werden, um einen realitätsnahen nachhaltigen Überblick des Betriebs geben zu können. Dies ist nicht nur eine Voraussetzung für die TBL, sondern auch im alltäglichen Bereich des Accountings sollten diese Informationen an Wichtigkeit gewinnen. Beispiele nichtfinanzieller Leistungsindikatoren sind:
- Ökologische Auswirkungen der Produktion auf die Umwelt
Laut einer Deloitte Studie werden häufig vier Bereiche der nichtmonetären Leistungsbereiche als Schlüsselbegriffe der nachhaltigen Entwicklung – englisch sustainable development – angesehen.
- Innovationen wie die Entwicklung neuer Produkte oder Dienstleistungen
- Qualität der Beziehungen mit den betriebsfremden Stakeholdern (Lieferkette und Gemeinschaft)
- Auswirkungen des Unternehmens auf Umwelt und Gesellschaft[43]
Ursprünglich stammt der Begriff „Nachhaltigkeit“ aus der Forstwirtschaft und bedeutet nichts anderes als „dauerhaftes Wirtschaften“. Er entstand im 18. Jahrhundert und war mit der Ertragslage gleichzusetzen, wobei dieser ein rein ökonomischer Ausdruck ist. Erst in den letzten zehn Jahren wurde dieser Begriff weiterentwickelt.[44]
Die Weltkonferenz zu Umwelt und Entwicklung in Rio de Janeiro war im Jahr 1992. Ab diesem Zeitpunkt ist der Begriff Nachhaltigkeit – englisch Sustainability – zu einer gesellschaftlichen akzeptierten Vision geworden. Regierungen, internationale Einrichtungen, Konsumenten sowie Unternehmen sind aufgefordert, sich konstruktiv mit dem Begriff Nachhaltigkeit auseinander zu setzen und ihre eigenen Beiträge zu leisten.[45] Auf betrieblicher Ebene ist das Konzept der TBL in Großbritannien die bekannteste Anwendung von Sustainability.[46]
Die dreidimensionale Nachhaltigkeit basiert auf ökonomisch, sozialen und ökologischen Datenerhebungen. Bei einer Erweiterung auf ein Vier Säulen Konzept statt ist zusätzlich die institutionelle Dimension zu finden. In der nachstehenden Abbildung wird das vierdimensionale Konzept verdeutlicht, welches auch „Prisma der Nachhaltigkeit“ bezeichnet wird.
Durch die Darstellung wird das Prisma der Zukunftsfähigkeit veranschaulicht. Aus dieser Grafik ist ersichtlich, dass die vier Dimensionen miteinander verknüpft sein müssen. Die zentrale Stellung der institutionellen Komponente ist in Form von Demokratie, Partizipation, Integration und Geschlechtergerechtigkeit sowohl Eigenwert als auch Bedingung und Voraussetzung für die anderen drei Faktoren. Institutionen übernehmen die Aufgabe das Wirtschaftliche und Ökologische zu realisieren. Zielsetzung für den ökonomischen Faktor ist die Wettbewerbsfähigkeit zu erhalten. Für die ökologische Komponente ist die Minimierung des Ressourcenverbrauchs oberstes Gebot. Darüber hinaus wird durch das Soziale die Stärkung des Zusammenhalts verfolgt und schließlich steht das Institutionelle für eine Verbesserung der Beteiligungen. Grundsätzlich sollte eine Differenzierung bei der Übersetzung von Sustainability wegen der kulturellen Unterschiede erfolgen.[47]
Unter dem Aspekt der historischen Entfaltung der CSR ist der Begriff „Three pressure waves“ geläufig. Die erste Welle „Limits“ begann Anfang der 60iger Jahre. Hier kam die Kenntnis, dass zerstörende Umwelteinflüsse und Ressourcenverschwendungen eliminiert werden müssen. Bei der zweiten Welle „Green“, welche 1988 startete, ist die Einsicht von Unternehmen gekommen, Impulse für nachhaltiges Wirtschaften zu akzeptieren und neue Produktionsprozesse für eine ressourcenfreundlichere Produktion zu schaffen. 1999 begann die dritte Welle „Globalization“. Hier kam die Erkenntnis, dass neue Corporate Governance Systeme für ein nachhaltiges Wirtschaften notwendig sind. Diese sollten eng mit den gesellschaftlichen Strukturen verbunden werden, in welcher sich die Firmen bewegen.[48] Die genaue zeitliche Eingliederung dieser Wellen ist im nachfolgenden grafisch dargestellt.
Quelle: ELKINGTON, J., Enter the Triple Bottom Line, 2004, S.7-9, ELKINGTON, J., The Triple Bottom Line, 2006, S. 102 f.
Waren es am Anfang hauptsächlich Großkonzerne, welche Umwelt- und Nachhaltigkeitsberichte veröffentlichten, sind es heute auch zunehmend mittlere Betriebe.[49] Gründe hierfür kommen aus der Finanzwelt, welche durch das Due Diligence oder dem Ratingverfahren einen gläsernen Gesamteindruck der Geschäftsprozesse verlangen. Unter Rating ist eine Bewertung der Unternehmung zu verstehen. Dabei lassen Teilaussagen auf das Gesamtbild der Firma schließen, welches die Kreditwürdigkeit bzw. Zahlungsfähigkeit objektiv darstellt. Dieser Gesamteindruck wird mit zukünftigem Fokus anhand von vergleichbaren Zahlen abgebildet. Insgesamt ist die Evaluierungsskala zehnstufig und geht von „AAA“ über „AA“ und “A“ bis hin zu „D“. Das beste Gutachten stellt dabei das sog. „Triple A“ dar.[50]
Der Begriff Due Diligence bedeutet eine gründliche Analyse, Prüfung und Bewertung eines Objektes im Sinne einer Informationsaufbereitung für eine Kauf- und Übernahmeprüfung. Ziel dieser Evaluierungsmethode ist die Ermittlung des Unternehmenswertes sowie die Aufdecken von Chancen und Risiken aufgrund der detaillierten Informationsbasis.[51]
Weltweit betrachtet existiert eine Vielzahl von Initiativen, die den Auftrag der nachhaltigen Entwicklung der Weltkonferenz in Rio de Janeiro umsetzen wollen. Im nachfolgend sind die wichtigsten Organisationen wiederzufinden.
Die Global Reporting Initiative (GRI) mit Sitz in Amsterdam ist ein großes multiples Stakeholder Netzwerk, dass sich aus Tausenden von Experten weltweit zusammensetzt. Zielsetzung dieser Organisation ist eine Berichtserstattung auf wirtschaftlicher, sozialer sowie ökologischer Ebene. Als weitere Vision der GRI ist die Anerkennung der Selbstverständlichkeit dieser drei Bereiche zu nennen, sowie die Verknüpfung dieser Sektoren mit dem finanziellen Reporting.[52]
Im Jahr 1997 wurde die GRI in Boston von der „Coalition for Environmental Responsible Economies“ (CERES) ins Leben gerufen. Ihre Aufgabe ist es Leitfäden, für die Erstellung der Nachhaltigkeitsberichte von Unternehmen zu entwickeln.[53] Sinn dieser Angelegenheit ist die Harmonisierung der globalen nachhaltigen Berichtserstattung um Vergleichsmöglichkeiten zu schaffen.
Die ersten nicht allgemein gültigen Richtlinien, sog. Guidelines, sind von der GRI zur Jahrtausendwende veröffentlicht worden. Aus diesem Grobkonzept wurden 2002 die Guidelines -kurz G2 - entwickelt, welche tragfähig waren. Branchengrößen wie BMW, VW, BASF oder die HypoVereinsbank nutzen seitdem diese Orientierungshilfen bei der nachhaltigen Berichtserstellung.[54]
2006 entstand die dritte Generation, die G3, welche um die praktischen Erfahrungen aus den einzelnen Branchen bereichert wurden und somit an Qualität gewonnen haben.[55]
Unter dem Begriff „Corporate Social Responsibility“ ist prinzipiell ein Konzept zu verstehen, welches auf freiwilliger Basis soziale und umweltorientierte Daten in die Unternehmenstätigkeit mit den Wechselbeziehungen ihrer Stakeholder integriert.[56]
Corporate Social Responsibility Europe (CSR Europe) ist ein Unternehmensnetzwerk auf europäischer Ebene mit derzeit über 60 multinationalen Mitgliedern. Sie wurde 1995 vom europäischen Kommissionspräsidenten Jacques Delors und führenden europäischen Firmen gegründet. Ihre Mission ist es, Firmen bei der Integration der CSR in das tägliche Geschäft zu helfen. Darüber hinaus bietet CSR Europe verschiedene Foren und Programme an und veranstaltet Stakeholder Diskussionen.[57]
Diese Unternehmensinitiative entstand durch den Zusammenschluss des „Business Council for Sustainable Development“ und dem „World Industry Council for the Environment“ im Jahr 1995 mit Sitz in Genf (Schweiz). Ein zweites Büro wurde in diesem Jahr in Washington D.C. eröffnet. Derzeit sind rund 190 weltweite Mitglieder dem Rat angeschlossen. Hauptthemen des „World Business Council for Sustainable Development“ (WBCSD) sind Öko-Effizienz, Corporate Social Responsibility, Klima und Energie, natürliche Ressourcen sowie Handel und Umwelt.[58] Dieser Council wird als eine führende Stimme bei der Diskussion um die nachhaltige Entwicklung für international tätige Unternehmen angesehen. Dem Netzwerk sind Firmen angeschlossen, welche sich zum Wirtschaftswachstum, sozialen Fortschritt und ökologischem Gleichgewicht verpflichtet fühlen. Im Jahr 2000 wurde ein Guideline für die Bewertung, Darstellung und dem Reporting von ökologischen Leistungen im Unternehmen von dem WBCSD erstellt. Dieser ist mit dem Titel: “Measuring Eco-Efficiency: A Guide for Companies to Report Performance” veröffentlicht worden.[59]
Diese Organisation wurde auf Vorschlag des ehemaligen Generalsekretärs der Vereinten Nationen, Kofi Annan, nach dem Weltwirtschaftsforum in Davos vom 31. Januar 1999 ins Leben gerufen. Schließlich wurde diese Idee im Juli 2000 umgesetzt und ist mit dem Hauptsitz in New York ansässig. Unter den 50 Gründungsmitgliedern ist u.a. auch die Firma Bayer zu finden. Vertreter aus internationalen Unternehmen und globalen Organisationen aus den Bereichen Arbeit, Menschenrechte, Entwicklung und Umwelt sind integriert. Global Compact versucht auf weltweiter Ebene vier übergeordnete Ziele zu erreichen. Dazu zählt die Durchsetzung und Unterstützung der Menschenrechte, internationale Arbeitsstandards garantieren, den Umweltschutz zu verbessern sowie Korruption zu bekämpfen. Insgesamt existieren zehn Prinzipien des Global Compact. Diese sind im Anhang 1 aufgeschlüsselt. Mittlerweile umfasst die Organisation über 3.800 Teilnehmer aus Wirtschaft, Politik, Gewerkschaften und Gesellschaft. In dieser Teilnehmerzahl sind 2.900 Unternehmen aus 100 Ländern weltweit enthalten. Sie bekennen sich auf freiwilliger Basis zu den Werten der Verantwortlichkeit und Transparenz und zum gemeinsamen Interesse an einer nachhaltigen Entwicklung.[60]
Allgemein zu erwähnen ist, dass länderweit andere Vorschriften bei der Berichtserstellung bestehen. Aus diesem Grund ist eine geografische Differenzierung an dieser Stelle sinnvoll. Der Begriff TBL steckt global gesehen immer noch in der Phase der Entwicklung. Laut der KPMG Pressemitteilung „Nachhaltigkeitsberichterstattung auf dem Vormarsch“ legen immer mehr Unternehmen Rechenschaft über ihr Engagement im umweltbezogenen Wirtschafts- oder Sozialbereich ab. Verglichen auf internationaler Ebene sind Japan und Großbritannien die Vorreiter der Nachhaltigkeitsberichterstattung.[61]
Quelle: KPMG (Hrsg.), International Survey of Corporate Responsibility Reporting, 2005, S. 10.
Grundsätzlich sind in der europäischen Union die „EU Modernisierungsrichtline“, die „International Accounting Standards“ (IAS) und das „Integrated Pollution Prevention and Control Directive“ (IPPC) für das Corporate Responsibility Reporting verantwortlich. Bei dem letztgenannten müssen Mitgliedsstaaten eine Auflistung der Emissionsdaten von großen Firmen an das Komitee übermitteln. Die IAS auf europäischer Ebene verlangt die Berichterstattung von Veränderungen der Vermögenswerte. Dabei müssen ökologische Faktoren finanzieller Herkunft sein wie bspw. handelbare Genehmigungen. Schließlich schreibt die Modernisierungsrichtline, für Unternehmen welche an die Börse gehen wollen vor Risiken aufzudecken die mit den Kapitalanlagen in Verbindung stehen.[62]
Ein Leitziel in Groß Britannien ist ein stetiger wirtschaftlicher und sozialer Fortschritt ohne die Belastbarkeitsgrenzen des Ökosystems dabei zu überschreiten, welches im Bericht „Changing Patterns“ festgehalten wurde. Dies soll das Verlangen der steigenden Lebensqualität für die heutige als auch für die zukünftige Generation befriedigen.[63]
Seit 1995 existiert in Großbritannien eine Non-Profit Organisation namens AccountAbility. Diese erstellte ein sog. AA1000 Rahmenkonzept, welches zur Hilfe bei der Einführung der nachhaltigen Buchhaltung, Reporting und Betriebsprüfung und der sozialen Verantwortung in den Geschäftsprozessen der einzelnen Organisationen dienen soll.
In Deutschland wird die Bedeutung der Nachhaltigkeitsberichterstattung u.a. durch die Änderung des § 315 Abs. 1 HGB deutlich. Dies wird durch die Integration der nichtfinanziellen Leistungsdaten sowie die separate Aufschlüsselung der Informationen über Chancen- und Risikopotentiale in Verbindung mit der zukünftigen Entwicklungen der Unternehmung angezeigt.
Die Autoren Loew, T./Clausen, J. und Westermann, U. haben in einer Studie den Stand der deutschen Nachhaltigkeitsberichterstattung im Jahr 2005 analysiert.[64] Es wurden die 150 größten deutschen Unternehmen aus den Bereichen der Industrie, Dienstleistung, Handel, Banken und Versicherungen bewertet. Aus der grafischen Abbildung geht hervor, dass lediglich 28 Prozent der untersuchten Firmen keinerlei Angaben im Bereich der Nachhaltigkeitsberichterstattung veröffentlichen.
„Big Business“ sehen die Australier als anonym, eigennützig, gierig und isoliert von der Gesellschaft an. Die Öffentlichkeit ist eher skeptisch und unsicher über diese Art von Wirtschaften.[65]
In Australien gibt es eine Vielzahl von Zusammenschlüssen, die u.a. das Thema Nachhaltigkeitsberichterstattung veranschaulichen. Zu nennen wäre an dieser Stelle:[66]
- Group of 100
- Commonwealth Department of Families, Community Services and Indigenous Affairs (FaCSIA)
- Commonwealth Department of the Environment and Heritage (DEH)
- Institute of Chartered Accountants in Australia (ICAA)
- The Association of Chartered Certified Accountants (ACCA)
Um den Rahmen an dieser Stelle nicht zu sprengen, sind die einzelnen Organisationen im Anhang 2 mit der zugehörigen Internetadresse aufgelistet.
Auf diesem Kontinent spielt bspw. das „National Pollutant Inventory“ eine Rolle für das Corporate Responsibility Reporting. Dieses besagt, dass Unternehmen Emissionen und Inventare für spezifische Substanzen und Brennstoffe an bestimmte Behörden zu melden haben und diese in einer öffentlich zugänglichen Datenbank publizieren müssen.[67]
Hier finden die Vorschriften der GRI als auch die vom Umweltministerium herausgegebenen Richtlinien bei der Erstellung der Umweltberichte Beachtung. In den Jahren 2002 bzw. 2003 hat eine Trendwende von den damaligen traditionellen Umweltberichten zu den Nachhaltigkeitsberichten stattgefunden. Die Japaner haben in ihren Reporten viel über ihre Umweltfakten veröffentlicht, jedoch wenig zu der sozialen Gegebenheit publiziert.[68]
Mittlerweile ist das Thema Klimawandel auch in China in den Schlagzeilen zu sehen.[69] Das Land erwacht langsam aus seiner Umwelt – Lethargie. Laut einem Zeitungsartikel im WISU Magazin soll China in 2009 mehr klimaschädliches Kohlendioxid produzieren, als der bisher größte Emittent, die USA.[70] Dies liegt u.a. daran, dass der immer wachsende Energieverbrauch nicht durch nennenswerte Erdöl- und Erdgasvorkommen gedeckt werden kann. Primär setzt China bei der Energieerzeugung auf die Kohle.[71] Dieser Mentalitätswechsel ist auch bei dem chinesischen Regierungschef Wen Jiabao erkennbar der sich wie folgt äußerte: „Unsere sozialistische Marktwirtschaft ist noch nicht perfekt, wir haben noch kein demokratisches Rechtssystem aufgebaut, soziale Ungerechtigkeit, Korruption und andere Probleme gibt es noch, und das sozialistische System ist immer noch nicht ausgereift.“[72]
Corporate Social Responsibility (CSR) ist ursprünglich im Jahr 1993 in den USA entstanden. Hierunter wird ein Konzept verstanden, bei dem ein Unternehmen auf freiwilliger Basis soziale Belange und Umweltbelange in ihrer Unternehmenstätigkeit integrieren kann.[73] Die Abb. 8 verdeutlicht die CSR Definition nach der GRI Perspektive.
Wie oben aus der Abb. 6: Internationaler Vergleich der Nachhaltigkeitsberichterstattung ersichtlich wird, liegt die USA auf dem 6. Platz. Der Trend in den USA geht da hin, möglichst wenig publik zu machen. Dies beruht auf der Angst, in einer Rechtsklage zu enden. Damit liegen der deutsche Fokus mit einer starken Gewichtung des Reportings und der amerikanische Fokus mit einer extremen juristischen Belastung weit auseinander.[74] Das ist u.a. ein Grund, weshalb eine solche Wirtschaftsmacht nur unter den ersten zehn Plätzen zu finden ist.
Des Weitern wurde von dem ehemaligen Generalsekretär der Vereinten Nationen, Kofi Annan, der Gedanke des „Global compact“ – deutsch „Globales Paket“ – bei dem Weltwirtschaftsforum Ende Januar 1999 in Davos ins Leben gerufen. Der Grundgedanke Kofi Annans war: „Verbinden wir die Kraft der Märkte mit der Autorität universeller Ideale. Versöhnen wir die kreativen Kräfte des Unternehmergeistes mit den Bedürfnissen der Benachteiligten und den Erfordernissen kommender Generationen.“[75] Dieser Leitgedanke ist in zehn Prinzipien verankert mit der Zielsetzung, dass Unternehmen diese Grundsätze freiwillig im Rahmen ihres Einflussbereiches anerkennen, unterstützen und umsetzen.[76] Die Grundsätze sind im Anhang 1 genau aufgeschlüsselt. Eine Einhaltung der Leitsätze führt zur Mitgliedschaft im UN Global Compact und zusätzlich zu einer Imageverbesserung.
Laut der KPMG Studie nehmen u.a. Aspekte wie das „Sarbanes-Oxley Act“, „EEO-1 Survey“ und „Toxic Release Inventory“ (TRI) Einfluss auf das Corporate Responsibility Reporting. Das „EEO-1 Survey“ verlangt eine jährliche Abgabe von den „US Equal Employment Opportunity Commission“ betreffend den Angestelltenverhältnissen. Unternehmen mit mehr als zehn Vollzeitkräften müssen laut dem „Toxic Release Inventory“ Daten der Emissionen von festgelegten giftigen Chemikalien vorlegen.[77]
Hintergrund für die Erstellung des Sarbanes Oxley Acts waren u.a. die Unternehmenszusammenbrüche von Eron und Worldcom durch Bilanzmanipulationen. Dieses Gesetz wurde 2002 verabschiedet mit dem Hintergedanken das Vertrauen der Anleger im amerikanischen Markt hinsichtlich der einwandfreien Berichterstattung von finanziellen Daten wieder herzustellen. Diese Zielsetzung wird durch ein höheres Verantwortungsbewusstsein der Unternehmensmanager und einer verschärften Haftung für Wirtschaftsprüfer erreicht. Dieses Gesetz ist für deutsche Unternehmen verpflichtend, deren Wertpapiere auf dem amerikanischen Markt gehandelt werden.[78]
Im Rahmen der TBL müssen monetäre sowie nicht monetäre Daten in die Buchhaltung integriert werden. Die Bewertung der sog. „Intangibles“, wie Markenwert, Führungsqualität und Reputation, stellt sich als problematisch dar. Für die Datensammlung, -aufbereitung und –analyse nachhaltiger Informationen ist das sog. „Sustainability Controlling“ verantwortlich. Durch die Erweiterung des traditionellen Controllings um die Nachhaltigkeitsfaktoren entsteht diese neue Form. Ziel ist eine Entscheidungsunterstützung auf strategischer und operativer Ebene und die Optimierung der betrieblichen und zwischenbetrieblichen Güter- und Dienstleistungsströme. Die Aufgabenbereiche erstrecken sich über Koordinations-, Informations- und Kontrollfunktion sowie das Überwachen von nachhaltigen Handlungen.[79]
Ein weiteres Problem ist die zahlenmäßige Erfassung des Humankapitals. Eine Möglichkeit wäre die Bewertung nach der sog. Saarbrücker Formel.[80] Der Modellansatz dieser Formel wird in der nachstehenden Abbildung illustriert.
Quelle: SCHOLZ, C., BFuP, 2007, S.31.
Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten[81]
Hierdurch lässt sich aussagen, wie sich das Humankapital in der Vergangenheit und Gegenwart entwickelt hat und in Abhängigkeit von den geplanten Strategien in Zukunft prognostizieren wird.
Nur durch eine völlige Integration in die Prozesse, Strategien und Modelle des Unternehmens entfaltet die Nachhaltigkeit seine maximalen Vorteile. Es lassen sich für die nachhaltige Gemeinschaft drei Herausforderungen klassifizieren. Zuerst müssen positive vorhandene betriebliche Angelegenheiten über die normalen Aspekte hinaus diskutiert werden. Führungskräfte sollten über nachhaltige Vorteile informiert sein, um diese Profite in ihrem Entscheidungsprozess mit einbeziehen zu können. Zweitens, ist die Bemessung der sozialen und ökologischen Leistungen zu bilden und bis zum Endresultat von adäquaten Schlüsselleistungen zu entwickeln. Drittens muss sichergestellt sein, dass der Enthusiasmus nicht die Realität verfälscht. Positive als auch negative Geschäftsfälle sollten der Wahrheit entsprechend dargestellt werden.[82]
Unternehmen haben unterschiedliche Möglichkeiten ihr vergangenes Geschäftsjahr in Form von Berichten darzustellen. Hierbei gibt es je nach Art des Reports unterschiedliche Anforderungen in Bezug auf Inhalt, Zeithorizont und die Vorgaben von Richtlinien.
Einige Firmen haben die Zeichen der Zeit erkannt, neue Gesichtspunkte neben den im klassischen Jahresbericht enthaltene Informationen, zu veröffentlichen. Sie widmen mehr denn je ihre Aufmerksamkeit den sozialen und ökologischen Angelegenheiten.
Erstmalig sind durch den Nachhaltigkeitsbericht alle drei Formen der Berichterstattung integriert. Im Folgenden werden die Arten des Reportings ausführlich dargestellt.
In den §§ 242-256 HGB sind unmittelbar Bestimmungen für den Jahresabschluss zu finden. Bestandteile des Abschlusses sind nach § 242 Abs. 3 HGB eine Bilanz und eine GuV für Einzelkaufleute und Personengesellschaften.[83] Bei Kapitalgesellschaften besteht der Jahresabschluss generell aus drei Teilen: Bilanz, GuV und dem Anhang.[84]
Der Jahresbericht kann als Basis für die TBL Berichterstattung angesehen werden. Die aktuellen Entwicklungen gehen in Richtung integrierte Berichterstattung, welche eine bessere Übersicht über Einzelheiten der Unternehmensaktivitäten ermöglicht. Seit Mitte der 90iger Jahre ist ein Trend für die Inkludierung nachhaltiger Aspekte zu verzeichnen. Diese sind oftmals unter der Überschrift „corporate citizenship“(CC) oder „corporate social responsibility“(CSR) zu finden.[85] Der Begriff CSR wurde bereits im Punkt (4) erklärt. Unter CC – deutsch „unternehmerisches Bürgerengagement“ – wird die Berücksichtung jeglicher betriebsexternen Geschäftstätigkeit der gesellschaftlichen Verantwortung von Unternehmen verstanden. Darunter fallen bspw. Spenden oder Sponsoring.[86]
Nach der ersten Veröffentlichung Ende der 80iger Jahre hat dieser sich vor allem bei multinationalen Unternehmen schnell verbreitet. Die systematische Einbettung sozialer Punkte, welche mit dem Umweltbericht in Verbindungen stehen, ist eine stufenweise Annäherung an den Nachhaltigkeitsbericht.[87]
Mit Hilfe der Umweltberichterstattung kann gezielt die ökologische Situation eines Betriebs dokumentiert werden. Hier besteht die Gelegenheit über Aktivitäten, Ziele und Probleme im Umweltschutz zu informieren, sowie die hierfür erforderlichen Maßnahmen aufzuzeigen. Ziel ist eine Verbesserung der „eco-efficiency“ (bspw. Ressourcenmanagement) als auch die Umweltverträglichkeit der Unternehmensaktivitäten zu maximieren.[88]
Diese Form der Berichterstattung erfolgt auf freiwilliger Basis, außer wenn Unternehmen Organisationen angeschlossen sind, die dazu verpflichten. In Deutschland wird das Umweltmanagement oftmals als Fundament für diese Berichtsform betrachtet.[89]
Die Bundesregierung legte Anfang Januar ihren Umweltbericht 2006 vor. Anhand der Publikation dieser Berichterstattungsform wird die zunehmende Wichtigkeit der Integration von ökologischen Aspekten in das Informationsmanagement deutlich. Er umfasst die sechs Kapitel mit folgenden Überschriften:
- Gesunde Umwelt – gesunder Mensch.[90]
Durch die Umweltpolitik der „International Standardization Organisation“ (ISO) Normen kann der Umweltschutz systematisch im Management verankert werden. Die ISO 14000 Familie befasst sich hauptsächlich mit dem Umweltmanagement. Dies bedeutet konkret für Organisationen, dass die schädlichen Auswirkungen auf die Umwelt bei der Herstellung Ihrer Produkte minimiert werden sollen. Des Weiteren soll eine kontinuierliche Optimierung beim Verbrauch der Umweltfaktoren erreicht werden.[91]
Erste praktische Ansätze zur Umsetzung dieser Berichtsart sind in Form von „social accounting“ oder einer „social balance sheet“ während den 60iger Jahren in den USA entstanden. In Deutschland wurde die erste Sozialbilanz 1973 von einem Energieunternehmen namens STEAG AG publiziert.[92]
Ein Sozialbericht ist Teil des Geschäftsberichtes der Daten und Fakten über die Entwicklungen der Belegschaft, Alter, Krankheitstagen, Lohn- bzw. Gehaltsummen, Sozialleistungen sowie über soziale Aktivitäten der Gemeinschaft beinhaltet.[93] Prinzipiell dient diese Berichtsform dazu, dass Unternehmen ihre sozialen Aspekte aus ihren betrieblichen Aktivitäten beziffern. In diesem findet sich oftmals der Personalbericht wieder, der eine Sonderform des Sozialberichtes ist. Sinn und Zweck für die Aufstellung eines Sozialberichts ist die Erfassung von Informationen, die im klassischen Rechnungswesen nicht erscheinen bzw. nicht isoliert dargestellt werden.
Entstanden ist diese Form der Berichterstattung aufgrund verschiedener Bedürfnisse. Hierbei stand die Erfüllung der folgenden Ansprüche im Vordergrund:[94]
- Corporate Social Acco unting
Hierbei sind zum betriebsinternen Humankapital die Effekte der unternehmerischen Tätigkeiten zu integrieren. Ziel ist eine zahlenmäßige Ermittlung des sozialen Gewinns/Verlusts der Unternehmensaktivitäten. Dieser Ansatz ist jedoch in der Praxis schwer realisierbar. Eine genaue Quantifizierung und Evaluierung belangvoller Kosten und Nutzen ist problematisch.
Der Trend in den letzten Jahren ging dahin, dass die Sozialberichte als Corporate Citizenship-Berichte publiziert wurden. Hierunter ist das gesellschaftliche Interesse der Unternehmung zu verstehen. Inhalte dieser Berichte sind u.a. Beiträge zu sozialen Projekten, Spenden oder das Engagement in Entwicklungsländern.[95]
Mit dem Leitsatz „Tue Gutes und rede darüber“ können Firmen ihre aktuellen Projekte in diesen Bericht einfließen lassen. Es wird die Chance gewährt über unternehmerische Leistungen sowie dem Beitrag zum ökonomischen Wachstum, ökologisches Gleichgewicht und der sozialen Situation zu berichten. Darüber hinaus sollten betriebliche Schwierigkeiten aus den einzelnen Bereichen offen angesprochen werden.[96]
Ebenso erzeugt die Nachhaltigkeitsberichterstattung einen Dialog zwischen Unternehmen und Gesellschaft. Schwerpunktmäßig fördert er vor allem die Kommunikation zwischen dem Betrieb und seinen Interessensvertretern.[97]
Diese Art der Berichterstattung ist freiwillig und muss momentan keiner allgemein anerkannten standardisierten Form entsprechen.[98]
Aufgrund der KPMG Studie lässt sich ein zunehmender Trend im Bereich der Aufstellung von Nachhaltigkeitsberichten erkennen. In dieser Untersuchung wurden die besten 250 der sog. Fortune Global top 500 Unternehmen und die top 100 Firmen aus insgesamt 16 Ländern zugrunde gelegt.[99]
Quelle: KPMG (Hrsg.), International Survey of Corporate Responsibility Reporting 2005, S. 9.
Diese Form des Reports ist ein Mix aus den oben genannten Berichtsarten. Am Beispiel des Berichts von Adidas-Salomon AG mit dem Titel „Sozial- und Umweltbericht 2002“ wird dies deutlich. Ein weiteres Beispiel ist die Publikation von Daimler Chrysler „Umweltbericht 2002. DaimlerChrysler auf dem Weg zu einer nachhaltigen Mobilität“. Beinhaltet ist ein Umweltbericht mit Fokus auf die Nachhaltigkeit und stellt ebenso eine Mischung der Berichtsformen dar.[100]
Grund für die Anzahl der verschiedensten Berichte ist die traditionelle Sichtweise der einzelnen Unternehmen, geprägt durch die Aufstellung der finanziellen Aspekte und der gegenwärtigen internen und externen betrieblichen Gegebenheiten. Durch die individuelle Ergänzung der nachhaltigen Aspekte im Jahresbericht entstehen unterschiedliche Typen der Berichterstattung.
Laut KPMG existieren vier hauptsächliche Typen des Reportings. Die nachstehende Abbildung verdeutlicht die Verlagerung der Berichtsarten von 2002 auf 2005.
Quelle: KPMG (Hrsg.), International Survey of Corporate Responsibility Reporting, 2005, S. 9.
Bei den sog. Top 100 Unternehmen aus 16 Ländern schaut die Verlagerung der Berichtsarten identisch aus. Die Spitze im Jahr 2002 bei den „Environmental Health and Safety“ Berichten hat sich in den Bereich der Nachhaltigkeitsberichterstattung im Jahr 2005 verschoben.
Anlass für die verstärkte Publikation von Umweltberichten anstelle von Nachhaltigkeitsberichten in 2002 war u.a. das von der „European Eco-Management and Audit Scheme“ (EMAS II) veröffentlichte Umweltmanagementsystem. Betriebe sollen durch die Kombination der ISO 14001 Standards und dem Umweltmanagementsystem animiert werden betriebsintern ökologische Angelegenheiten zu publizieren. Mit Hilfe dieses schriftlichen Dokuments ist eine Rechenschaft gegenüber Stakeholdern und der Öffentlichkeit bzgl. ökologischer Aktivitäten möglich.[101]
Für eine längerfristige und nachhaltige Unternehmensausrichtung spielen nicht nur die finanziellen Aspekte eine Rolle. Die Minimierung oder Elimination von negativen Umweltfaktoren ist ebenso prägnant. Außerdem sind nicht nur die ökologischen und wirtschaftlichen Gegebenheiten sondern auch die sozialen Erwartungen zu berücksichtigen. Deshalb ist der Nachhaltigkeitsbericht eng mit dem TBL Report verknüpft. Ziel beider Berichtsarten ist eine dreidimensionale nachhaltige Ausrichtung bei der Berichterstattung. In Zusammenarbeit von John Elkington mit Unternehmensberatern ist 1987 die TBL Berichterstattung entstanden.[102]
Bei der Realisierung der TBL ist es sinnvoll sich an einige Richtlinien, Regeln, Normen und Standards zu halten. Hierdurch wird den Unternehmen eine Hilfestellung bei der Auswahl der wichtigsten Faktoren gegeben. Zu den einzelnen Vorgaben bzw. Empfehlungen wird nachfolgend Stellung genommen. Darüber hinaus existieren je nach Land in dem das Konzept der TBL umgesetzt werden soll andere Ansichten und Gegebenheiten hinsichtlich einer Nachhaltigkeitsberichterstattung.
In Deutschland gibt es derzeit keine gesetzliche Verankerung, die einen separaten Nachhaltigkeitsbericht fordert. Es wird lediglich die steigende Bedeutung der Nachhaltigkeit durch die Änderungen im Handelsgesetzbuch hervorgehoben. Seit Ende 2004 gilt für große Kapitalgesellschaften in Deutschland laut dem HGB § 289 Abs. 3 eine Berücksichtigung der nicht finanziellen Leistungsindikatoren im (Konzern-) Lagebericht. Der § 315 Abs. 1 HGB weist ebenfalls auf die Bezugsnahme der nicht finanziellen Informationen wie Umwelt- und Arbeitnehmerbelange hin, falls diese für das Verständnis des Geschäftsverlaufs oder der Lage von Bedeutung sind. Die beiden Paragraphen mussten erstmals für das Geschäftsjahr 2005 umgesetzt werden.
Die Börsen in Skandinavien, Frankreich, Groß Britannien, Südafrika und weiteren Ländern verlangen von gelisteten Firmen einen TBL Report.[103]
Politische und gesetzliche Anforderungen existieren lediglich in Dänemark hinsichtlich ökologischer Leistungen. Hier sind rund 350 Großbetriebe zur zweimaligen Aufstellung von Umweltberichten im Jahr verpflichtet. Eine Fassung soll die Öffentlichkeit informieren, die andere ist für die zuständige Umweltbehörde aufzustellen. In Frankreich sind die Richtlinien zu sozialen und ökologischen Leistungen zu beachten. Laut dem französischen Handelsgesetz sind große börsennotierte Betriebe zur Publikation von sozialen und ökologischen Daten verpflichtet. Durch die Mitteilung „EU Strategie für nachhaltige Entwicklung“ vom 15. Mai 2001 sind börsennotierte Unternehmen mit mehr als 500 Angestellten aufgefordert die TBL im Geschäftsbericht zu integrieren.[104]
Zur Veranschaulichung folgen im nächsten Gliederungspunkt folgende Institute:
- Institute for Social and Ethical AccountAbility`s
- Social Accountability International
- Dow Jones Sustainability Index
- Institut für ökologische Wirtschaftsforschung
Im nachfolgenden werden die einzelnen Institute erläutert, um einen generellen Überblick über die existierenden Einrichtungen zu erhalten.
a) Institute for Social and Ethical AccountAbility’s
AccountAbility ist eine gemeinnützige Institution auf internationaler Ebene. Diese wurde 1995 in London gegründet. Aufgabe ist die Entwicklung und Verbreitung praktischer Instrumente und Normen zur Darstellung der sozialen Aspekte. Ebenso betreibt diese Institution Forschungen auf dem Gebiet der Sozialbilanzierung. Als Leitbild ist die Bekanntmachung der „Best-Practice“ bei der sozialen und ethischen Bilanzierung anzusehen. Darüber hinaus wird auch auf die Stärkung bei der Aufstellung von Sozialbilanzen in Unternehmen und Non-Profit Organisationen Wert gelegt. Die über 300 Mitglieder dieser Institution setzen sich aus Unternehmensberatern, Akademikern und Regierungsorganen zusammen. Der internationale Rat besteht aus Teilnehmern, die aus Brasilien, Indien, Nordamerika, Russland, Südafrika und Europa stammen.[105]
Die veröffentlichten AA1000 Standards beziehen sich auf die Prüfung von Nachhaltigkeitsberichten. Dabei werden die Stakeholderansprüche besonders beachtet. Der Gliederungspunkt 4.1.4 befasst sich u.a. mit den Standards dieser Institution.
b) Social Accountability International (SAI)
Bei diesem Zusammenschluss handelt es sich um eine Non-Profit Menschenrechtsorganisation. Gegründet wurde diese im Jahr 1997 in New York und wird von insgesamt sieben Direktoren – Board of Directors – und von einem Advisory Board beraten. Es finden sich in beiden Organen der SAI Vertreter aus Betrieben und von NRO`s, Gewerkschaften, dem Staat und SRIs (Social Responsible Initiatives) wieder.[106] SAI ist eine international agierende Organisation und engagiert sich für die richtige Behandlung von Arbeitnehmern weltweit beginnend bei der Zulieferkette. Die von der SAI veröffentlichten sozialen Standards heißen SA8000. Sie sind effektiv und ratsam um die sozialen betrieblichen Leistungen zu erweitern. Mit Hilfe der SA8000 besteht eine Möglichkeit die Einhaltung der ethischen Gegebenheiten im Unternehmen zu überprüfen. Managementtools sollen gewährleisten, dass Mitarbeiterbedürfnisse und Geschäftstätigkeiten gleichermaßen behandelt werden. SAI bietet Unternehmen, welche Güter produzieren und verkaufen, die Teilnahme an dem sog. „Corporate Involvement Program“ an. So hilft das Programm bei der Implementierung der SA8000 in den Geschäftsprozess.[107]
c) Dow Jones Sustainability Index (DJSI) [108]
Der DJSI wurde von der Schweizer Investmentgesellschaft SAM in Kooperation mit STOXX Limited im Jahr 1999 ins Leben gerufen. Dieser globale Aktienindex hat die Funktion die Firmen aus dem Dow Jones Global Index nach ihrer nachhaltigen Unternehmenspolitik zu beurteilen. Hieraus werden je Branche die besten und die nachhaltigsten zehn Prozent ausgewählt. Seit der Einführung des DJSI sind bereits 60 Lizenzen an Unternehmen in 14 Ländern verteilt worden. Grundlage für diesen Index ist das „Corporate Sustainability Assessment“ von der SAM, bestehend aus drei Bewertungsschritten:
- Qualität und Möglichkeit der öffentlichen Zugänglichkeit der Belege
So werden die globalen Führer im Bereich der Nachhaltigkeit heraus kristallisiert. Die Auswahl der Unternehmen für diesen Index erfolgt anhand einer nachhaltigkeitsorientierten Unternehmensbewertung, welche u.a. folgende Bereiche umfasst:
- Wissens- und Qualitätsmanagement
Anhand dieser Evaluierung wird von der SAM eine Kennzahl mit dem Namen Sustainability – Performance - Kennzahl ermittelt. Deutschland war 2006 insgesamt mit 20 Unternehmen im DJSI World vertreten.[109]
Seit 2005 existiert der sog. AuSSI – Index (Australian SAM Sustainability Index) der speziell auf die nachhaltige Investierung in australischen Firmen ausgerichtet ist.
d) Institut für ökologische Wirtschaftsforschung (IÖW)
Die Gründung des IÖW fand im Jahr 1985 statt. Derzeit existiert eine Geschäftsstelle in Berlin, sowie ein Büro in Heidelberg. Dieses Institut ist eines der dominierenden Einrichtungen zu den Themen der praktischen Umwelt- und Nachhaltigkeitsforschung. Ihre Aufgabe ist die Bearbeitung und Begutachtung von wissenschaftlichen Manuskripten für politische, gesellschaftliche und wirtschaftliche Akteure.[110]
Zusammen mit der IMUG (Institut für Markt-Umwelt-Gesellschaft) haben sie einen deutschen Leitfaden für die Nachhaltigkeitsberichterstattung speziell für KMU’s erstellt.
Generell sind Richtlinien Grundsätze, an denen sich Unternehmen ausrichten und halten sollen. Ziel ist eine vergleichbarere Berichterstattung herbei zuführen und den Betrieben bei der Nachhaltigkeitsberichterstattung zu helfen. Diese findet auf einer freiwilligen Ebene Anwendung. Eine externe Überprüfung, ob diese Prinzipien eingehalten worden sind, existiert nicht.
Nachstehend werden folgende Richtlinien erläutert:
- CERES (Coalition for Environmentally Responsible Economics)
- EMAS (Eco Management and Audit Scheme)
GRI ist auf internationaler Ebene für die nachhaltige Berichterstattung die maßgeblich geprägteste Richtlinie. Im Internet kann die neueste Richtlinie – G3 – herunter geladen werden. Die Entstehungsgeschichte der GRI wurde bereits im Punkt 2.2 behandelt. Auf den Inhalt der GRI Guidelines wird im Folgenden eingegangen. Aspekte der Qualität und der Abgrenzung bei der Berichterstattung laut den GRI sind im Gliederungspunkt 4.2.5 erläutert.
Im Allgemeinen erfolgt der Aufbau des Gerüsts der GRI auf drei Dimensionen, wobei jeder Faktor die gleiche Bedeutung sowie Gewichtung erhält.[111] Diese drei Aspekte sind in der nachstehenden Abbildung veranschaulicht.
Quelle: www.globalreporting.org aufgerufen am 08.04.2007
Die GRI Richtlinie ist als Fundament des nachhaltigen Reportings anzusehen und je nach betrieblichen Faktoren wie Unternehmensgröße, Branche oder Standorte anzuwenden. Dabei sind in den „Protokollen“ Schlüsselbegriffe wie Definitionen, Sammlungen von Methodologien, zukünftig geplante Indikatoren oder andere technische Referenzen zu nennen. Somit ist dieser Bereich auch als „Grundgerüst“ zu verstehen, hinter dem Richtlinien für jeden Sektor stehen. Ergänzungen zu den einzelnen Gebieten sollen den Kern der Grundsätze erweitern und nicht ersetzen bzw. abändern.[112]
Die inhaltlichen Aspekte des Nachhaltigkeitsberichts unterteilt die GRI in vier Sektoren:
Grundsatz der Wesentlichkeit [113]
Bei diesem Punkt ist darauf zu achten, dass nur signifikante Informationen aus den Bereichen Wirtschaft, Umwelt und der sozialen Ebene in den Bericht mit aufgenommen werden. Die Daten sollten so ausgewählt sein, dass diese die organisatorische Situation wiedergeben und für Stakeholder wichtige Einflussfaktoren, welche Entscheidungen beeinflussen könnten, enthalten.
Ein Problem besteht im Bereich der immateriellen Gegebenheiten. An dieser Stelle wird eine Unterscheidung in interne und externe Faktoren vorgenommen, um die Wichtigkeit der nachhaltigen relevanten Daten zu analysieren. Diese Klassifizierung wird in dem Test im Anhang 3 präzise aufgeschlüsselt.
Einbeziehung von Stakeholder [114]
Unter Stakeholdern können Personen verstanden werden, die entweder in der Organisation beteiligt sind wie bspw. Angestellte und Lieferanten oder Parteien die nur äußerlich mit der Unternehmung in Berührung geraten wie bspw. Gemeinden.
Der Report sollte seine Stakeholder benennen und erklären wie die Interessen und Erwartungen der Interessensvertreter beantwortet worden sind.
Nachhaltigkeitszusammenhang [115]
Hierunter versteht man den Bericht, der auf die organisatorischen Leistungen im Zusammenhang auf Sustainability eingehen sollte.
Die Frage ist, wie eine Organisation sich nachhaltig entwickeln möchte oder mitarbeitet um ökologische, wirtschaftliche und soziale Bedingung auf der lokalen, regionalen oder der globalen Ebene umzusetzen. Darüber hinaus sollte der Report die gegenwärtige Situation, sowie die in Zukunft wünschenswerte Konstellation aufzeigen.
Vollständigkeit [116]
Bei diesem Prinzip sollten alle wesentlichen Indikatoren einer Zeitperiode in den Bericht mit aufgenommen werden um den Stakeholdern einen Überblick über die signifikanten wirtschaftlichen, ökologischen und sozialen Faktoren zu ermöglichen.
Dabei basiert jede Reportingrichtlinie auf einer Definition, einer Erläuterung und eine Reihe von Tests die das Anwenden und die Überprüfung der Grundsätze begleiten soll.
b) CERES (Coalition for Environmentally
Responsible Economics)
Die CERES Guidelines sind durch einen Zusammenschluss ethisch-ökologisch orientierter Finanzdienstleister, Umweltgruppen, Gewerkschaften und anderen Organisationen (z.B. UK Social Investment Forum) entstanden. Ziel dieser Vereinigung ist es, das ökologische Verantwortungsbewusstsein der Unternehmen zu fördern. CERES ist eines der Mitgründer der GRI.[117]
Insgesamt hat CERES zehn Richtlinien herausgebracht, welche u.a. auf die Punkte Energiesparen, Reduzierung und Recycling von Abfällen, Minimierung der Umwelt- und Gesundheitsrisiken, Ausgleich von Umweltschäden, nachhaltiges Wirtschaften mit natürlichen Ressourcen, Schutz der Biosphäre, anschauliche und verständliche Umweltberichterstattung, transparente Informationspolitik sowie unabhängige Überprüfung der Einhaltung der Kriterien eingehen.[118]
c) EMAS (Eco-Management and Audit Scheme)
Die folgenden Ideen sind auf der Internetseite des Umweltbundesamtes nachzulesen. EMAS ist durch das Gemeinschaftssystem der Europäischen Union zur Einführung von Umweltmanagementsystemen und zu einer Verbesserung des Umweltauftritts entstanden. Durch entsprechende Steuerungs-, Regelungs- und Kontrollmechanismen wird versucht ein Konzept zu schaffen, indem die tägliche Arbeit mehr Bedeutung in punkto Umweltschutz erlangt.
Die Richtlinien zielen auf die Verbesserung des Umweltschutzes bei Behörden ab. Diese basieren auf der Festlegung von Umweltleitlinien, Zielsetzungen und Realisationsmöglichkeiten zur Umsetzung der Umweltleistungen, nachhaltiges Umweltmanagement, Kontrolle der Zielerreichung sowie die komplette Evaluation des Managementsystems durch die Behördenleistung.[119]
Die Teilnahme an den EMAS erfolgt auf freiwilliger Basis. Bei einer Teilnahme müssen Organisationen regelmäßig eine Umwelterklärung für die Öffentlichkeit ausarbeiten. Darin sind die Maßnahmen für eine Verbesserung des betrieblichen Umweltschutzes sowie die angestrebten ökologischen Zielsetzungen aufzuzeigen. Das Auditing ist für eine Überprüfung der Umwelterklärung zuständig. Bei der Kontrolle dieser Erklärung ist ein unabhängiger, staatlich zugelassener Umweltgutachter heranzuziehen. Nach einer positiven Abnahme wird diese als gültig erklärt und die Organisation wird bei der Industrie- und Handelskammer (IHK) in das EMAS Register eingetragen.[120]
Neben den Richtlinien existieren noch unterschiedliche nationale und internationale Leitfäden.
Als Beispiele der Internationalen sind der OCED (Organization for Economic Cooperation and Development)-Leitfaden für multinationale Unternehmen sowie die GRI „Wegleitung“ zu nennen. Australien gibt eine separate Hilfestellung für die Erstellung des TBL Reports. Diese soll im Folgenden kurz erläutert werden.
Triple Bottom Line Reporting in Australien [121]
Unter dieser Überschrift ist ein Guideline für das TBL zu finden und ist speziell auf Australien ausgerichtet. Eine Differenzierung auf besondere Unternehmensbranchen bei der Anwendung dieser Hilfestellung wurde nicht festgelegt. Der Leitfaden stellt lediglich eine Ergänzung zu den von der GRI herausgebrachten dar. Das Thema der ökologischen Leistungsindikatoren wird in den Vordergrund gestellt, da eine effektive TBL nur die relevanten, aussagefähigen und akkuraten Informationen aus diesem Bereich verwendet. Trotzdem darf die Seite der Investoren nicht vernachlässigt werden und sollte daher im Bericht zu finden sein. Der Leitfaden gliedert sich in zwei Teilbereiche auf. Im ersten Teil wird begründet wieso ein Report auf Basis von ökologischen Leistungen erstellt wird. Daneben informiert der zweite Abschnitt über detaillierte Methodologien für ökologisches Management und Leistungen. In diesem finden sich mögliche Berechnungen und Informationen zu den folgenden Faktoren:
- Treibhausgasemissionen
- Abfall – solid und gefährlich
- Emissionen an Luft, Land und Wasser
- Ozonabbauende Substanzen
Der Anhang 4 enthält eine Übersicht in dem die oben genannten Indikatoren in Kern- und zusätzliche Bereiche erklärt und untergliedert werden. Ebenfalls sind die Parallelen zu den GRI Richtlinien erwähnen. Aus diesem Grund kann eine nahezu internationale Anwendung dieses Leitfadens stattfinden, lediglich die länderspezifischen Vorschriften sind zu beachten.
Aus der nationalen Sicht gibt es u.a. zwei Leitfäden, welche im Anschluss dargelegt werden.
[1] Vgl. CLAUSEN, J. et al., Schritte zur Nachhaltigkeitsberichterstattung, 2000, S. 56.
[2] „1992 beschlossen fast alle Staaten der Erde während der Konferenz der Vereinten Nationen für Umwelt und Entwicklung (UNCED) in Rio de Janeiro mit der Verabschiedung der Rio Deklaration und der Agenda 21, dem Ziel der Nachhaltigen Entwicklung in Zukunft nachzukommen.“ SEILINGER-HAUSMANN, J. D./LIEDTKE, C., 10 Jahre Ökoeffizienz, 2001, S. 23-37.
[3] Vgl. http://www.globalreporting.org aufgerufen am 08.04.2007.
[4] Stephan Schmidheiny legte währende der UNCED 1990 eine Erklärung vor, in der Unternehmen sich der nachhaltigen Entwicklung verpflichten. Vgl. SEILER-HAUSMANN, J. D./LIEDKE, C., 10 Jahre Ökoeffizienz, 2001, S. 24.; Angela Merkel stellte 1998 ein Diskussionspapier in Deutschland vor, welches die Ressourceneffizienz vorsah. Vgl. SEILER-HAUSMANN, J. D./LIEDKE, C., 10 Jahre Ökoeffizienz, 2001, S. 33.
[5] FISCHBACH, R., Volkswirtschaftslehre I, 2000, S. 18.
[6] FISCHBACH, R., Volkswirtschaftslehre I, 2000, S. 18.
[7] Mit Triple Bottom Line Investing und 3P-Investing wird auf Anlagestrategien Bezug genommen, die Rendite, Umweltfaktoren und Sozialaspekte als Entscheidungsparameter dem Portofolio-Management zugrunde liegen. Vgl. ELKINGTON 1998, zitiert nach: SCHÄFER, H., Triple Bottom Line Investing, 2001, S. 1.
[8] Vgl. ZOLLINGER, P., Sustainability Reporting, 2000, S. 69.
[9] Vgl. ZOLLINGER, P., Sustainability Reporting, 2000, S. 69.
[10] WILLARD, B., The Sustainability Advantage, 2002, S. 5.
[11] Vgl. WILLARD, B., The Sustainability Advantage, 2002, S. 21 f.
[12] Vgl. WILLARD, B., The Sustainability Advantage, 2002, S. 23 f.
[13] Vgl. WILLARD, B., The Sustainability Advantage, 2002, S. 40 f.
[14] Vgl. WILLARD, B., The Sustainability Advantage, 2002, S. 28 f.
[15] Unter Ökoeffizienz versteht man Wertsteigerung mit geringen Ressourceneinsatz und wenig Umweltbelastung zu erzielen. Vgl. SEILER-HAUSMANN, J. D./LIEDKE, C., 10 Jahre Ökoeffizienz, 2001, S. 25.
[16] Vgl. WILLARD, B., The Sustainability Advantage, 2002, S. 60 f.
[17] Vgl. WILLARD, B., The Sustainability Advantage, 2002, S. 83 f.
[18] Vgl. WILLARD, B., The Sustainability Advantage, 2002, S. 100.
[19] Vgl. WILLARD, B., The Sustainability Advantage, 2002, S. 140.
[20] “Der Return on Investment als Relation aus Betriebsergebnis zu betriebsbedingtem Gesamtkapital gibt an, wie viel Eigenkapitalzuwachs aus betriebsbedingter Tätigkeit durch das überlassene Vermögen insgesamt erwirtschaftet werden konnte.” REICHMANN, T., Controlling mit Kennzahlen und Managementberichten, 2001, S. 36.
[21] Unter Shareholder Value versteht man die Maximierung des monetären Firmenwertes durch Unternehmensentscheidungen. Vgl. ZITZELSBERGER, S., Beratungsaufgaben, 2004, S. 21.
[22] Vgl. ELKINGTON J., Cannibals with Forks, 2002, S. 70 ff.
[23] SAVITZ, A. W./WEBER, K., The Triple Bottom Line, 2006, S. introduction xiii, Originaltext: “The Triple Bottom Line (TBL) captures the essence of sustainability by measuring the impact of an organization’s activities on the world.”
[24] Vgl. SAVITZ, A. W./WEBER, K., The Triple Bottom Line, 2006, S. introduction xiii.
[25] Vgl. JENNINGS, V., Addressing the Economic Bottom Line, 2004, S. 156.
[26] Vgl. JUNG, H. , Allgemeine Betriebswirtschaftslehre, 2004, S. 686.
[27] Vgl. JUNG, H., Allgemeine Betriebswirtschaftslehre, 2004, S. 687.
[28] Vgl. STAMPFL, N. S., http://www.perspektive-blau.de, aufgerufen am 29.03.2007.
[29] Vgl. http://www.4managers.de - Humankapital, aufgerufen am 25.03.2007.
[30] Vgl. STAMPFL, N. S., http://www.perspektive-blau.de, aufgerufen am 29.03.2007.
[31] Vgl. CLAUSEN, J. et al., Der Nachhaltigkeitsbericht, 2001, S. 27.
[32] Vgl. GILLIVRAY, A. M., Social Capital at Work, 2004, S. 124.
[33] Vgl. HOWES, R., Environmental Cost Accounting, 2004, S. 102.
[34] Vgl. HELD, M., Nachhaltiges Naturkapital und ökologische Dienstleistungen, 2005, S. 511.
[35] Vgl. CLAUSEN, J. et al., Der Nachhaltigkeitsbericht, 2001, S. 31.
[36] Unter entscheidungsrelevanten Informationen können Ursprungswerte und einzelne Informationen, komprimierte Kennzahlen oder verdichtete Informationen in Form von Ist-, Prognose- oder Vorgabewerte verstanden werden. Vgl. KÜPPER, H. U., Controlling, 2001, S. 153.
[37] Vgl. KÜPPER, H. U./WEBER, J., Taschenlexikon Controlling, 1997, S. 27 f.
[38] Vgl. CLAUSEN, J. et al., Schritte zur Nachhaltigkeitsberichterstattung, 2000, S. 14.
[39] Vgl. CLAUSEN, J. et al., Der Nachhaltigkeitsbericht, 2001, S. 29.
[40] Vgl. CLAUSEN, J. et al, Schritte zur Nachhaltigkeitsberichterstattung, 2000, S. 14 f.
[41] INGRAM, R. W./BALDWIN, B. A., Financial Accounting, 1998, S. 555, Originaltext: “An information system fort he measurement and reporting of the transformation of resources into goods and services and the sale or transfer of these goods and services to customers”.
[42] Vgl. POSLUSCHNY, P./POSLUSCHNY, M., Das Controlling – 1x1, 2006, S. 25.
[43] Vgl. Deloitte (Hrsg.), In the dark, 2004, S.31.
[44] Vgl. SCHEFLER, U./BRAUN, R., Dimensionen der Zukunftsfähigkeit, o.J., S. 10.
[45] Vgl. CLAUSEN, J. et al., Nachhaltigkeitsberichterstattung, 2002, S.13.
[46] Vgl. SCHEFLER, U./BRAUN, R., Dimensionen der Zukunftsfähigkeit, o.J., S. 11.
[47] Vgl. SCHEFLER, U./BRAUN, R., Dimensionen der Zukunftsfähigkeit, o.J., S. 11.
[48] Vgl. ELKINGTON, J., Enter the Triple Bottom Line, 2004, S. 8 f.; NEUBAUER, M., CSR, 2005, S. 8 f.; ELKINGTON, J., The Triple Bottom Line, 2006, S. 102 f.
[49] Vgl. CLAUSEN, J. et al., Der Nachhaltigkeitsbericht, 2001, S. 4.
[50] Vgl. POSLUSCHNY, P./POSLUSCHNY, M., Das Controlling – 1x1, 2006, S. 18.
[51] Vgl. http://www.4managers.de – due diligence, aufgerufen am 22.06.2007.
[52] Vgl. www.golbalreporting.org, aufgerufen am 08.04.2007.
[53] Vgl. CLAUSEN, J. et al., Schritte zur Nachhaltigkeitsberichterstattung, 2000, S. 39.
[54] Vgl. www.golbalreporting.org, aufgerufen am 08.04.2007.
[55] Vgl. www.golbalreporting.org, aufgerufen am 08.04.2007.
[56] Vgl. LOEW, T. et al., Bedeutung der internationalen CSR-Diskussion für Nachhaltigkeit, 2004, S. 73.
[57] Vgl. CLAUSEN, J. et al., Nachhaltigkeitsberichterstattung, 2002, S. 16.
[58] Vgl. CLAUSEN, J. et al., Nachhaltigkeitsberichterstattung, 2002, S. 16.; SEILER-HAUSMANN, J. D./LIEDKE, C., 10 Jahre Ökoeffizienz, 2001, S. 25.
[59] Vgl. CLAUSEN, J. et al., Nachhaltigkeitsberichterstattung, 2002, S. 16.
[60] Vgl. GLOBAL COMPACT (Hrsg.), http://www.unglobalcompact.org – Participants and Stakeholder, aufgerufen am 25.07.2007.
[61] Vgl. REUTER, M./BLESS, T., KPMG: Nachhaltigkeitsberichterstattung auf dem Vormarsch, 2005.
[62] Vgl. KPMG (Hrsg.), Internationall Survey of Corporate Responsibility Reporting, 2005, S. 40.
[63] Vgl. LENZEN, E. et al., Britische Regierung will die Wirtschaft auf Nachhaltigkeit trimmen, 2003.
[64] Vgl. LOEW, T./CLAUSEN, J./WESTERMANN, U., Nachhaltigkeitsberichterstattung in Deutschland, 2005, S. 9.
[65] Vgl. SCHUBERT, J., Sustainability: A guide to triple bottom line reporting, 2003, S.2.
[66] Vgl. AUSTRALIAN GOVERNMENT (Hrsg.), http://www.partnerships.gov.au/links/triple.htm, aufgerufen am 24.07.2007.
[67] Vgl. KPMG (Hrsg.), International Survey of Corporate Responsibility Reporting, 2005, S. 40.
[68] Vgl. LENZEN, E. et al., Japan: Der Trend geht zum Nachhaltigkeitsbericht, 2004.
[69] WENDELS, C. et al., China: The Wind of Change?, 2007, S. 280.
[70] WENDELS, C. et al., China: The Wind of Change?, 2007, S. 280.
[71] WENDELS, C. et al., China: The Wind of Change?, 2007, S. 280.
[72] WENDELS, C. et al., China: The Wind of Change?, 2007, S. 280.
[73] Vgl. LOEW, T./CLAUSEN, J./WESTERMANN, U., Nachhaltigkeitsberichterstattung in Deutschland, 2005, S. 37.
[74] Vgl. LENZEN, E. et al., Global Compact-Chef Georg Kell im Interview, 2005.
[75] Global Compact Büro – Vereinte Nationen (Hrsg.), Der Global Compact, 2005, S. 4-6.
[76] Vgl. Global Compact Büro – Vereinte Nationen (Hrsg.), Der Global Compact, 2005.
[77] Vgl. KPMG (Hrsg.), International Survey of Corporate Responsibility Reporting, 2005, S. 42.
[78] Vgl. KPMG (Hrsg.), http://www.kpmg.de – SOA, 2007, aufgerufen am 17.07.2007.
[79] Vgl. PRELLER, E., Controlling und Sustainability, 2007, S. 51 f.
[80] Vgl. SCHOLZ, C., BFuP, 2007, S. 30 – 32.
[81] SCHOLZ, C., BFuP, 2007, S. 32.
[82] Vgl. ELKINGTON, J./DUDOK VAN HEEL O., Foreword, 2002, S. xviii.
[83] Vgl. COENENBERG, A. G., Jahresabschluss und Jahresabschlussanalyse, 2005, S. 28.
[84] Vgl. COENENBERG, A. G., Jahresabschluss und Jahresabschlussanalyse, 2005, S. 29.
[85] Vgl. DAUB, C. H., Developing a Framework for Integrated TBL, o.J., S. 5.
[86] Vgl. SCHIEBEL, W./KONRAD, A./MARTINUZZI, A., CSR in der Lehre, o.J., S. 7.
[87] Vgl. DAUB, C. H., Developing a Framework for Integrated TBL, o.J., S. 5 f.
[88] Vgl. DAUB, C. H., Developing a Framework for Integrated TBL, o.J., S. 9.
[89] Vgl. LOEW, T. et al., Bedeutung der internationalen CSR-Diskussion für Nachhaltigkeit, 2004, S. 75.
[90] Vgl. SCHROEREN, M. , http://www.innovations-report.de, aufgerufen am 30.03.2007.
[91] Vgl. www.iso.org, aufgerufen am 30.03.2006.
[92] Vgl. CLAUSEN, J. et al., Nachhaltigkeitsberichterstattung, 2002, S. 71 f.
[93] Vgl. HADELER, T./WINTER, E., Wirtschaftslexikon, 2000, S. 2796.
[94] Vgl. CLAUSEN, J. et al., Nachhaltigkeitsberichterstattung, 2002, S. 71.
[95] Vgl. CLAUSEN, J. et. al., Nachhaltigkeitsberichterstattung, 2002, S. 72-79.
[96] Vgl. CLAUSEN, J. et al., Der Nachhaltigkeitsbericht, 2001, S. 9.
[97] Vgl. CLAUSEN, J. et al., Schritte zur Nachhaltigkeitsberichterstattung, 2000, S. 7.
[98] Vgl. CLAUSEN, J. et al., Der Nachhaltigkeitsbericht, 2001, S.80.
[99] Vgl. KPMP (Hrsg.), International Survey of Corporate Responsibility Reporting, 2005, S. 8.
[100] Vgl. LOEW, T. et al., Bedeutung der internationalen CSR-Diskussion für Nachhaltigkeit, 2004, S. 76.
[101] Vgl. DAUB, C. H., Developing a Framework for Integrated TBL, o.J., S 6 f.
[102] Vgl. NELSON, L./WILSON, C., Triple Bottom Line, 2003, S. 3.
[103] Vgl. SAVITZ, A.W./WEBER, K., The Triple Bottom Line, 2006, S. 225.
[104] Vgl. LOEW, T. et al., Bedeutung der internationalen CSR-Diskussion für Nachhaltigkeit, 2004, S. 112 f.
[105] Vgl. http://www.accountability21.net, aufgerufen am 04.08.2007.
[106] Vgl. PEUKERT, H., Social Accountability 8000, 2005, S. 406.
[107] Vgl. http://www.sa-intl.org, aufgerufen am 30.07.2007.
[108] Vgl. ENGEMANN, K./SCHEUNEMANN, K., Leitfaden zur CSR Berichterstattung in Deutschland, 2005, S. 11 ff.
[109] Vgl. BERGIUS, S., http://www.handelsblatt.com, aufgerufen am 21.04.2007.
[110] Vgl. IÖW (Hrsg.), http://www.ioew.de – Überblick, aufgerufen am 12.03.2007
[111] www.globalreporting.org, aufgerufen am 08.04.2007.
[112] www.globalreporting.org, aufgerufen am 08.04.2007.
[113] Vgl. GRI (Hrsg.), RG – Version 3, 2006, S. 8.
[114] Vgl. GRI (Hrsg.), RG – Version 3, 2006, S. 10.
[115] Vgl. GRI (Hrsg.), RG – Version 3, 2006, S. 11.
[116] Vgl. GRI (Hrsg.), RG – Version 3, 2006, S. 12.
[117] Vgl. SCHIEBEL, W./KONRAD, A./MARTINUZZI, A., CSR in der Lehre, o.J., S. 14.
[118] Vgl. SCHIEBEL, W./KONRAD, A./MARTINUZZI, A., CSR in der Lehre, o.J., S. 14.
[119] Vgl. BMU/UBA (Hrsg.), EMAS – Praxisleitfaden für die Behörden, 2006, S. 13.
[120] Vgl. http://www.econsense.de aufgerufen am 18.05.2007; http://www.nachhaltigkeit.info aufgerufen am 29.03.2007.
[121] Vgl. DEPARTMENT OF THE ENVIRONMENT AND HERITAGE (Hrsg.), Triple Bottom Line Reporting in Australia, 2003, S.3 - 61.
9783836610759
v225648
Hochschule Coburg (FH) – Wirtschaftswissenschaften, Studiengang Betriebswirtschaftslehre
nachhaltigkeitsbericht sustainability reporting jahresabschluss triple bottom line
Jennifer Schubert (Autor)
Developing a sustainable procurement strategy for Fashion Buyers in the German retail sector
Rechnungswesen versus Accounting
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References: § 266
 § 266
 § 315
 § 242
 § 289
 § 315