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Timestamp: 2016-10-24 07:06:56+00:00

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9C_374/2012 (07.12.2012)
Der Schweizerische Baumeisterverband (SBV), die GBI Gewerkschaft Bau & Industrie (heute: Unia) sowie die Gewerkschaft SYNA schlossen am 12. November 2002 einen Gesamtarbeitsvertrag f�r den flexiblen Altersr�cktritt im Bauhauptgewerbe (GAV FAR), mit dessen Vollzug die Stiftung f�r den flexiblen Altersr�cktritt im Bauhauptgewerbe (Stiftung FAR) betraut ist. Durch Beschluss des Bundesrates vom 5. Juni 2003 wurde der GAV FAR teilweise allgemeinverbindlich erkl�rt.
Die M.________ AG ist nicht Mitglied des SBV. Laut Handelsregister bezweckt sie die Ausf�hrung von Trax- und Baggerarbeiten und Autotransporten, die Lieferung von Kies und Sand f�r Bauzwecke und Giessereiformsand f�r Metall- und Grauguss; ein allf�lliger "kann Zweck" sei den Statuten zu entnehmen. Nachdem die Stiftung FAR im September 2007 Abkl�rungen vor Ort getroffen hatte, teilte sie der M.________ AG im Dezember 2007 mit, sie sei seit 1. Juli 2003 dem GAV FAR unterstellt und habe die entsprechenden Beitr�ge zu bezahlen; diese vertrat den gegenteiligen Standpunkt und verweigerte die Beitragszahlung.
Die M.________ AG l�sst Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten f�hren mit dem Antrag, der Entscheid vom 24. Januar 2012 sei aufzuheben und die Klage der Stiftung FAR abzuweisen.
Die Stiftung FAR schliesst auf Abweisung der Beschwerde, soweit darauf eingetreten werden kann. Das kantonale Gericht und das Bundesamt f�r Sozialversicherungen verzichten auf eine Stellungnahme.
Bei der Stiftung FAR handelt es sich um eine nichtregistrierte (vgl. Art. 48 BVG), ausschliesslich in der freiwilligen beruflichen Vorsorge t�tige Personalf�rsorgestiftung im Sinne von Art. 89bis ZGB (vgl. SZS 2008 S. 487, 9C_211/2008 E. 3.2; Urteil 9C_783/2011 vom 21. November 2011 E. 1.1). Die zweite sozialrechtliche Abteilung des Bundesgerichts ist letztinstanzlich zust�ndig f�r den Entscheid �ber die streitige Beitragspflicht des Arbeitgebers (Art. 89bis Abs. 6 Ziff. 19 ZGB; Art. 73 BVG und Art. 35 lit. e des Reglements f�r das Bundesgericht vom 20. November 2006).
2.1 Der Geltungsbereich eines zwischen Verb�nden abgeschlossenen Gesamtarbeitsvertrages kann auf Antrag aller Vertragsparteien durch Anordnung der zust�ndigen Beh�rde (Allgemeinverbindlicherkl�rung) auf Arbeitgeber und Arbeitnehmer des betreffenden Wirtschaftszweiges oder Berufes ausgedehnt werden, die am Vertrag nicht beteiligt sind (Art. 1 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 28. September 1956 �ber die Allgemeinverbindlicherkl�rung von Gesamtarbeitsvertr�gen [AVEG; SR 221.215.311]). Vorausgesetzt wird u.a., dass sich die Allgemeinverbindlichkeit wegen der f�r die beteiligten Arbeitgeber und Arbeitnehmer andernfalls zu erwartenden erheblichen Nachteile als notwendig erweisen muss (Art. 2 Ziff. 1 AVEG) und dass ein bestimmtes Quorum von Arbeitgebern und -nehmern am GAV beteiligt ist (Art. 2 Ziff. 3 AVEG).
2.2 Die Beschwerdef�hrerin macht erstmals vor Bundesgericht geltend, die Allgemeinverbindlicherkl�rung des GAV FAR sei unter Verletzung von Art. 2 Ziff. 3 AVEG erfolgt. Der Anwendungsbereich des GAV FAR werde auch auf Unternehmen ausgeweitet, die weder dem SBV angeh�rten noch dem Landesmantelvertrag vom 13. Februar 1998 f�r das Bauhauptgewerbe (LMV) unterstellt seien. Es sei daher zweifelhaft, dass die notwendigen Quoren erreicht worden seien; bisher fehle der entsprechende Nachweis.
Im Verfahren nach Art. 8 ff. AVEG erkl�rte der Bundesrat (Art. 7 Abs. 1 AVEG) mit Beschluss vom 5. Juni 2003 �ber die Allgemeinverbindlicherkl�rung des GAV FAR (AVE GAV FAR; BBl 2003 4039) gewisse Bestimmungen des GAV FAR f�r allgemeinverbindlich; dabei handelt es sich um eine normative Regelung mit Rechtsetzungscharakter (Art. 4 AVEG; BGE 138 V 32 E. 4.1 S. 39). Gegen einen solchen Beschluss gerichtete Einwendungen sind grunds�tzlich im Rahmen der Einsprache gem�ss Art. 10 AVEG geltend zu machen (vgl. GIACOMO RONCORONI, Art. 1-21 AVEG, in: Handbuch zum kollektiven Arbeitsrecht, 2009, S. 464 Rz. 256). Wird die Allgemeinverbindlichkeit eines GAV nachtr�glich im Sinne einer inzidenten Normenkontrolle in Frage gestellt, liegt es an der daran interessierten Partei, die entsprechenden Tatsachen zumindest zu behaupten (vgl. zur Mitwirkungspflicht BGE 125 V 193 E. 2 S. 195). Es ist somit auch im Anwendungsbereich des Untersuchungsgrundsatzes (Art. 73 Abs. 2 BVG) nicht Aufgabe des kantonalen Gerichts, die Rechtm�ssigkeit der Allgemeinverbindlicherkl�rung zu pr�fen, wenn wie hier keine entsprechenden Anhaltspunkte aktenkundig sind. Insofern gibt der angefochtene Entscheid keinen Anlass zu neuen Behauptungen, weshalb sie unzul�ssig sind (Art. 99 Abs. 1 BGG) und darauf nicht einzugehen ist.
2.3 F�r die Auslegung von Bestimmungen �ber die Allgemeinverbindlicherkl�rung von Gesamtarbeitsvertr�gen gelten die allgemeinen Grunds�tze der Gesetzesauslegung (BGE 127 III 318 E. 2a S. 322; Urteil des Bundesgerichts 4C.93/1997 vom 8. Oktober 1997 E. 3a, publ. in: JAR 1998, S. 282 ff., je mit Hinweisen). Es besteht weder ein Grund f�r eine besonders restriktive noch f�r eine besonders weite Auslegung. Besondere Bedeutung kommt jedoch dem Bed�rfnis nach Rechtssicherheit zu. Wenn der Gesamtarbeitsvertrag seine Schutzfunktion erf�llen soll, muss es f�r die Parteien leicht erkennbar sein, ob sie ihm unterstehen oder nicht. Durch die Allgemeinverbindlicherkl�rung sollen die Arbeitsbedingungen der bei Aussenseitern angestellten Arbeitnehmer gesichert, die Sozial- und Arbeitsbedingungen als Faktor des Konkurrenzkampfes ausgeschlossen, und dem Gesamtarbeitsvertrag zu gr�sserer Durchsetzungskraft verholfen werden (Urteil 4C.45/2002 vom 11. Juli 2002 E. 2.1.2).
Die Auslegung des Gesetzes ist auf die Regelungsabsicht des Gesetzgebers und die von ihm erkennbar getroffenen Wertentscheidungen auszurichten. Ausgangspunkt der Auslegung einer Norm bildet ihr Wortlaut. Vom daraus abgeleiteten Sinne ist jedoch abzuweichen, wenn triftige Gr�nde daf�r bestehen, dass der Gesetzgeber diesen nicht gewollt haben kann (vgl. BGE 136 V 84 E. 4.3.2.1 S. 92). Solche Gr�nde k�nnen sich insbesondere aus der Entstehungsgeschichte der Norm, aus ihrem Zweck oder aus dem Zusammenhang mit anderen Vorschriften ergeben (BGE 135 IV 113 E. 2.4.2 S. 116; 135 V 382 E. 11.4.1 S. 404; 127 III 318 E. 2b S. 322 f.).
2.4 Der zeitliche Geltungsbereich der AVE GAV FAR richtet sich nach deren Art. 5. Danach erstreckte er sich vom 1. Juli 2003 bis 30. Juni 2008. Mit Bundesratsbeschl�ssen vom 26. Oktober 2006 (BBl 2006 8865) und 1. November 2007 (BBl 2007 7881) wurde die Geltungsdauer ohne Unterbruch bis zum 31. Dezember 2012 verl�ngert.
2.5 Dass die Beschwerdef�hrerin vom r�umlichen Geltungsbereich gem�ss Art. 2 Abs. 1 und 2 AVE GAV FAR nicht erfasst sein soll, ist nicht ersichtlich und wird auch nicht geltend gemacht.
2.6.1 Die f�r den betrieblichen Geltungsbereich einschl�gige Bestimmung von Art. 2 Abs. 4 AVE GAV FAR lautet wie folgt:
"Die allgemeinverbindlich erkl�rten Bestimmungen des im Anhang wiedergegebenen Gesamtarbeitsvertrages �ber den flexiblen Altersr�cktritt (GAV FAR) gelten f�r die Betriebe, Betriebsteile und selbst�ndigen Akkordanten der folgenden Bereiche:
c. Steinhauer- und Steinbruchgewerbe sowie Pfl�stereibetriebe;
d. Fassadenbau- und Fassadenisolationsbetriebe, ausgenommen Betriebe, die in der Geb�udeh�lle t�tig sind. Der Begriff �Geb�udeh�lle� schliesst ein: geneigte D�cher, Unterd�cher, Flachd�cher und Fassadenbekleidun- gen (mit dazugeh�rendem Unterbau und W�rmed�mmung);
e. Abdichtungs- und Isolationsbetriebe f�r Arbeiten an der Geb�udeh�lle im weiteren Sinn und analoge Arbeiten im Tief- und Untertagbereich;
g. Betriebe, die Asphaltierungen ausf�hren und Unterlagsb�den erstellen;
h. Betriebe, die gesamtbetrieblich mehrheitlich Geleisebau- und Bahnunter- haltsarbeiten ausf�hren, ausgenommen Betriebe, die Schienenschweiss- und Schienenschleifarbeiten, maschinellen Geleiseunterhalt sowie Fahr- leitungs- und Stromkreislaufarbeiten ausf�hren."
Massgebliches Kriterium f�r den betrieblichen Geltungsbereich ist somit die Branche, der ein Betrieb aufgrund seiner T�tigkeiten zuzuordnen ist. Nicht ausschlaggebend ist hingegen die Art und Weise, wie die T�tigkeiten ausgef�hrt werden resp. welche Hilfsmittel dabei eingesetzt werden. Dem Argument der Beschwerdef�hrerin, ihre Angestellten verrichteten keine k�rperlich schwere Arbeit, weshalb eine Unterstellung unter den GAV FAR dessen Sinn und Zweck widerspreche, ist daher nicht in diesem Zusammenhang, sondern bei der Beurteilung des pers�nlichen Geltungsbereichs (E. 2.7) Rechnung zu tragen.
2.6.2 Die Vorinstanz hat festgestellt, die pr�gende T�tigkeit der Beschwerdef�hrerin liege im Bauhauptgewerbe. Sie verrichte Arbeiten in den Bereichen R�ckbau (Grossprojekte), Baugruben (Gesamtkonzepte), Materialhandel (Kies), Umgebungsarbeiten (Natursteinst�tzmauern) und Altlastenentsorgung. Damit decke sich ihr Angebot mit jenem anderer am Gesamtarbeitsvertrag beteiligter Baubetriebe. In �bereinstimmung mit dem im Handelregister ver�ffentlichten Zweck f�hre sie vor allem grosse Abbr�che und Aushubarbeiten aus.
2.6.3 Es ist nicht ersichtlich und wird auch nicht geltend gemacht, dass diese Feststellungen offensichtlich unrichtig sein oder auf einer Rechtsverletzung beruhen sollen. Sie bleiben daher f�r das Bundesgericht verbindlich (Art. 97 Abs. 1 und Art. 105 Abs. 1 und 2 BGG). Angesichts von Art. 2 Abs. 4 lit. a und b AVE GAV FAR hat das kantonale Gericht folglich zu Recht den betrieblichen Geltungsbereich bejaht.
2.7.1 Der pers�nliche Geltungsbereich ist in Art. 2 Abs. 5 AVE GAV FAR wie folgt geregelt:
"Die allgemeinverbindlich erkl�rten Bestimmungen gelten f�r die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer (unabh�ngig ihrer Entl�hnungsart), die in den Betrieben nach Absatz 4 t�tig sind, insbesondere f�r:
c. Berufsleute, wie Maurer, Strassenbauer, Pfl�sterer usw.;
e. Spezialisten wie Maschinisten, Chauffeure, Magaziner und Isoleure sowie die Hilfskr�fte;
f. weitere Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, sofern sie Hilfst�tigkeiten in einem dem Geltungsbereich unterstellten Betrieb ausf�hren.
Ausgenommen ist das leitende Personal, das technische und kaufm�nnische Personal sowie das Kantinen- und Reinigungspersonal eines unterstellten Betriebs."
Abweichend von Art. 2 Abs. 5 lit. e AVE GAV FAR sieht Art. 3 Abs. 1 lit. e GAV FAR eine Geltung f�r Spezialisten wie Maschinisten, Chauffeure, Magaziner und Isoleure sowie die Hilfskr�fte nur vor, "sofern sie auch dem Geltungsbereich des LMV unterstehen".
2.7.2.1 In Anbetracht dieser Diskrepanz und dass es sich bei den hier betroffenen Arbeitnehmern ausschliesslich um Baumaschinenf�hrer und Chauffeure handelt, ist eine Auslegung von Art. 2 Abs. 5 lit. e AVE GAV FAR erforderlich (E. 2.3). Die Allgemeinverbindlicherkl�rung eines GAV bezweckt die Ausweitung seines Geltungsbereichs auf Arbeitgeber und Arbeitnehmer des betreffenden Wirtschaftszweiges oder Berufes (Art. 1 Abs. 1 AVEG). Nur in diesem Sinn kann die AVE �ber die Vorgaben des GAV hinausgehen; Verpflichtungen, die von den am GAV beteiligten Sozialpartnern nicht vorgesehen waren (vgl. BGE 138 V 32 E. 3.5.1 S. 37 f.), sind der Allgemeinverbindlichkeit nicht zug�nglich. Eine Erweiterung des im GAV FAR definierten pers�nlichen Geltungsbereichs f�llt ausserdem mit Blick auf Art. 2 Ziff. 1 AVEG (E. 2.1) ausser Betracht; dadurch k�nnten denn auch keine Nachteile f�r die beteiligten Arbeitgeber und Arbeitnehmer vermieden werden. Auch bei der Anwendung von Art. 2 Abs. 5 lit. e AVE GAV FAR ist daher entscheidend, ob die darin genannten Berufsleute dem Geltungsbereich des LMV unterstehen.
2.7.2.2 Eine weitere Tatbestandsvoraussetzung f�r eine Unterstellung in dem Sinn, dass die betroffenen Spezialisten k�rperlich schwere Arbeit zu verrichten h�tten, l�sst sich indessen weder Art. 2 Abs. 5 AVE GAV FAR noch Art. 3 GAV FAR entnehmen. Die von den Sozialpartnern getroffene "pauschale" L�sung, Spezialisten grunds�tzlich (vgl. E. 2.7.4) in den GAV FAR einzubeziehen, dient der Vermeidung eines kaum zu bew�ltigenden Konfliktpotenzials im Zusammenhang mit individuellen Abgrenzungsfragen. Dies ist auch im Lichte der (nicht allgemeinverbindlichen) Pr�ambel des GAV nicht zu beanstanden. Etwas Abweichendes ergibt sich auch nicht aus dem von der Beschwerdef�hrerin angerufenen Urteil B 106/06 vom 6. Februar 2008, wo der pers�nliche Geltungsbereich mit Blick auf die (k�rperlich schwere) T�tigkeit als Polier und die gleichzeitig versehene leitende Funktion im Unternehmen zu kl�ren war.
2.7.3 Die Beschwerdef�hrerin macht geltend, laut Kontrollbericht vom 17. Oktober 2007 �ber die FAR-Unterstellungskontrolle unterstehe sie dem LMV nicht; die Vorinstanz teilt diese Auffassung ohne Weiterungen. Ausschlaggebend ist indessen nicht die unbegr�ndete Feststellung im Kontrollbericht oder die diesbez�glich tats�chliche Handhabung (vgl. etwa die allgemeinverbindlichen Bestimmungen von Art. 8 Abs. 2 und 3 LMV), sondern die Frage, ob die betroffenen Arbeitnehmer bei rechtlich korrekter Betrachtung in betrieblicher und pers�nlicher Hinsicht vom LMV resp. von der entsprechenden Allgemeinverbindlicherkl�rung (Bundesratsbeschluss vom 10. November 1998; AVE LMV [BBl 2007 6069]; Urteil 4A_377/2009 vom 25. November 2009 E.3.2) erfasst werden, was vom Bundesgericht frei zu pr�fen ist (Art. 106 Abs. 1 BGG).
2.7.4.1 Der betriebliche Geltungsbereich erstreckt sich laut Art. 2 Abs. 3 AVE LMV namentlich auf Aushub- und Abbruchbetriebe, resp. gem�ss Art. 2 Abs. 1 lit. a LMV u.a. auf Betriebe des Bereichs des Hoch-, Tief-, Untertag- und Strassenbaus, des Aushubs, des Abbruches, der Deponien usw., des Zimmer-, Steinbruch- sowie Pfl�sterergewerbes. Die Beschwerdef�hrerin wird mithin vom betrieblichen Anwendungsbereich des LMV erfasst (vgl. auch Urteil 4A_377/2009 vom 25. November 2009 E. 5.2).
2.7.4.2 In den pers�nlichen Geltungsbereich fallen nach Art. 2 Abs. 4 AVE LMV s�mtliche Arbeitnehmer, ausgenommen Poliere und Werkmeister, das technische und administrative Personal sowie das Kantinen- und Reinigungspersonal. Art. 3 Abs. 2 LMV nennt die gleichen Ausnahmen, w�hrend in Art. 3 Abs. 1 LMV die Geltung in pers�nlicher Hinsicht explizit festgelegt wird f�r (a) Vorarbeiter, (b) Berufsleute wie Maurer, Zimmerleute, Strassenbauer, Pfl�sterer und (c) Spezialisten wie Maschinisten, Chauffeure, Magaziner, Isoleure und Hilfskr�fte, unter Vorbehalt allf�llig bestehender Gesamtarbeitsvertr�ge mit anderen Arbeitnehmerorganisationen, wie GAV f�r Chauffeure und Mechaniker. Dieser Vorbehalt ist auch f�r den Geltungsbereich gem�ss AVE LMV zu �bernehmen (vgl. E. 2.7.2.1). Somit sind die Anwendungsbereiche des GAV FAR und des LMV insofern koh�rent, als Spezialisten wie die im konkreten Fall betroffenen Arbeitnehmer davon grunds�tzlich erfasst werden, ausser wenn sie einem anderen - f�r ihre Berufsgruppe spezifischeren - GAV unterstehen. Diesbez�glich hat die Vorinstanz in Verletzung ihrer Untersuchungspflicht (Art. 73 Abs. 2 BVG) keine Feststellungen getroffen. Die Aktenlage erlaubt keine Erg�nzung des Sachverhalts durch das Bundesgericht (Art. 105 Abs. 2 BGG). Das kantonale Gericht wird die entsprechenden Abkl�rungen nachzuholen haben.
2.8 Nach dem Gesagten hat die Vorinstanz die Forderung der Beschwerdegegnerin zu Recht an den allgemeinverbindlich erkl�rten Bestimmungen des GAV FAR, namentlich jenen �ber die Beitragspflicht des Arbeitgebers (Art. 8 f. GAV FAR), gemessen, sofern die betroffenen Arbeitnehmer nicht einem anderen GAV als dem LMV unterstehen.
3.1.1 Soweit die Beschwerdef�hrerin die r�ckwirkende Einforderung der Beitragszahlungen f�r unzul�ssig h�lt, kann sie nichts f�r sich ableiten. Die Beitragserhebung ist gest�tzt auf die gesetzeskonforme Publikation der AVE GAV FAR zul�ssig, sobald die entsprechenden Tatbestandsvoraussetzungen erf�llt sind. Dabei ist belanglos, ob die Stiftung FAR einen Unterstellungsbeschluss trifft oder nicht, zumal sie auch nicht befugt ist, Verf�gungen betreffend Beitragspflicht oder -erhebung zu erlassen (BGE 138 V 32 E. 4.2 S. 39 f.). Von einer "unechten R�ckwirkung" kann in diesem Zusammenhang denn auch nicht gesprochen werden, handelt es sich doch darum, einen (allenfalls, vgl. E. 2.7.4.2 und 2.8) bestehenden Anspruch nachtr�glich durchzusetzen. In zeitlicher Hinsicht tragen die Verj�hrungsbestimmungen gem�ss Art. 41 Abs. 2 in Verbindung mit Art. 49 Abs. 2 Ziff. 6 BVG dem Bed�rfnis nach Rechtssicherheit hinreichend Rechnung. Die Beschwerdef�hrerin erhob indessen - wohl angesichts ihrer Erkl�rung vom 23. Juni 2008 - keine Verj�hrungseinrede (vgl. BGE 129 V 237 E. 5 S. 241; SZS 2008 S. 574, 9C_614/2007 E. 5 in fine), weshalb darauf nicht einzugehen ist.
3.1.2 Die Vorinstanz hat festgestellt, die Beschwerdegegnerin habe auf ausdr�cklichen Wunsch der Beschwerdef�hrerin vorl�ufig auf die Beitragserhebung verzichtet, sie jedoch im August 2006 auf die allf�llige Nachzahlungspflicht hingewiesen. Dass diese Feststellungen offensichtlich unrichtig sein oder auf einer Rechtsverletzung beruhen sollen, ist nicht ersichtlich und wird nicht geltend gemacht, weshalb sie f�r das Bundesgericht verbindlich bleiben (Art. 105 Abs. 1 und 2 BGG). Somit ist nicht ersichtlich, inwiefern die Beschwerdegegnerin bei der Arbeitgeberin ein berechtigtes Vertrauen (Art. 9 BV; BGE 131 II 627 E. 6.1 S. 636 f.; SVR 2012 BVG Nr. 23 S. 92, 9C_378/2011 E. 7.4) darauf geweckt haben sollte, dass sie keine Beitr�ge zu bezahlen habe. Angesichts des verfassungsm�ssigen Gebots der Rechtsgleichheit (Art. 8 BV) steht es auch nicht im Belieben der Stiftung FAR, auf die (nachtr�gliche) Beitragserhebung zu verzichten.
Weiter hat das kantonale Gericht zutreffend darauf hingewiesen, dass die Verfahrensdauer von rund viereinhalb Jahren bis zum Unterstellungsentscheid f�r sich allein den Vorwurf eines tr�lerischen, den Grundsatz von Treu und Glauben verletzenden oder rechtsmissbr�uchlichen Verhaltens (Art. 2 ZGB) nicht rechtfertigt, zumal die Stiftung FAR mit der Aufnahme ihrer Gesch�ftst�tigkeit (vgl. Art. 23 GAV FAR) in vielen F�llen die Frage nach der Unterstellung zu pr�fen hatte. Sie blieb auch im konkreten Fall nicht unt�tig; Korrespondenz mit der Arbeitgeberin ist aktenkundig und es wurde eine externe Abkl�rung veranlasst. Dass f�r die Beschwerdef�hrerin eine "r�ckwirkende Inanspruchnahme" von Leistungen nicht m�glich ist, ist irrelevant, sind doch Arbeitgeber ohnehin nicht Destinat�re der Stiftung FAR. Zudem w�re es auch ihren Arbeitnehmern nicht von vornherein verwehrt gewesen, Leistungen geltend zu machen (vgl. etwa Urteil 9C_1033/2009 vom 30. April 2010). Schliesslich ist die Einbringlichkeit der Arbeitnehmerbeitr�ge ebenso wie die wirtschaftliche Lage des Schuldners (BGE 138 V 32 E. 4.2 in fine S. 40) oder dessen Verzicht auf die Bildung von R�ckstellungen ohne Bedeutung f�r die Beitragspflicht.
3.2 Unter den gegebenen Umst�nden kann im Zusammenhang mit der Beitragserhebung nicht von einem widerrechtlichen oder rechtsmissbr�uchlichen Verhalten der Beschwerdegegnerin gesprochen werden. Eine Schadenersatzforderung gest�tzt auf Art. 41 Abs. 1 OR f�llt daher ausser Betracht und einer allf�lligen Verrechnung nach Art. 120 OR fehlt es an einer Grundlage. Gegen die vorinstanzlich festgesetzte H�he der Beitr�ge und der Verzugszinsen wird in der Beschwerde nichts vorgebracht; es besteht kein Anlass f�r eine n�here Pr�fung von Amtes wegen (BGE 125 V 413 E. 1b und 2c S. 415 ff.; 110 V 48 E. 4a S. 53). Die Beschwerde ist somit lediglich insofern begr�ndet, als der pers�nliche Geltungsbereich gem�ss AVE GAV FAR weiterer Abkl�rung bedarf (E. 2.7).
Entsprechend dem Ausgang des Verfahrens sind die Gerichtskosten der Beschwerdegegnerin aufzuerlegen (Art. 66 Abs. 1 BGG). Der teilweise obsiegenden, anwaltlich vertretenen Beschwerdef�hrerin steht eine Parteientsch�digung zu (Art. 68 Abs. 1 BGG).
Die Beschwerde wird teilweise gutgeheissen und der Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons Aargau vom 24. Januar 2012 aufgehoben. Die Sache wird zu neuer Entscheidung an die Vorinstanz zur�ckgewiesen. Im �brigen wird die Beschwerde abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird.
Dieses Urteil wird den Parteien, dem Versicherungsgericht des Kantons Aargau und dem Bundesamt f�r Sozialversicherungen, Aufsicht Berufliche Vorsorge, schriftlich mitgeteilt.

References: Art. 48
 Art. 89
 Art. 73
 Art. 35
 Art. 2
 Art. 8
 BGE 
 Art. 10
 Art. 1
 BGE 
 BGE 
 Art. 5
 Art. 2
 Art. 2
 Art. 105
 Art. 2
 Art. 2
 Art. 2
 Art. 3
 Art. 2
 BGE 
 Art. 2
 Art. 2
 Art. 2
 Art. 3
 Art. 8
 Art. 2
 Art. 2
 Art. 2
 Art. 3
 Art. 3
 Art. 41
 Art. 49
 BGE 
in fine
 BGE 
 Art. 23
in fine
 Art. 41
 Art. 120