Source: https://www.aevo-lernkartei.de/ausbildereignungspruefung/
Timestamp: 2019-10-24 00:47:42+00:00

Document:
AEVO: wichtige Details für Ihre Ausbildereignungsprüfung und AdA-Schein
besonders wichtige Teile der Ausbildereignungsverordnung (AEVO)
Die Kenntnis über wichtige Bestimmungen der Ausbildereignungsverordnung (AEVO) kann über Bestehen oder Durchfallen bei der AEVO-Prüfung entscheiden. – Näheres hierzu weiter unten.
Bei Bestehen der Ausbildereignungsprüfung erhält der Prüfling den so genannten Ausbilderschein. Der Ausbilderschein wird auch AEVO-Schein oder AdA-Schein genannt (Ausbildung der Ausbilder).
Wer bei der Ausbilderprüfung durchfällt, hat die Möglichkeit, diese AEVO-Püfung zweimal zu wiederholen.
Die Ausbildereignungsverordnung basiert auf § 30 Berufsbildungsgesetz (BBiG)
In der schriftlichen und in der praktischen AEVO-Prüfung werden zahlreiche Prüfungsfragen gestellt, die sich auf Bestimmungen des Berufsbildungsgesetzes (BBiG) beziehen.
Ungefähr die Hälfte der etwa einhundert BBiG-Paragrafen behandelt die Berufsausbildung. – Neben der Berufsausbildung enthält das BBiG Bestimmungen zur Berufsausbildungsvorbereitung, zur beruflichen Fortbildung und zur beruflichen Umschulung.
§ 30 (5) BBiG: “Das Bundesministerium für Bildung und Forschung kann nach Anhörung des Hauptausschusses des Bundesinstituts für Berufsbildung durch Rechtsverordnung, die nicht der Zustimmung des Bundesrates bedarf, bestimmen, dass der Erwerb berufs- und arbeitspädagogischer Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten gesondert nachzuweisen ist. Dabei können Inhalt, Umfang und Abschluss der Maßnahmen für den Nachweis geregelt werden.“
“berufs- und arbeitspädagogische Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten” können zusammengefasst als “berufs- und arbeitspädagogische Eignung” bezeichnet werden.
Etwa drei Jahre nach Inkrafttreten des BBiG wurde eine solche Rechtsverordnung erlassen, nämlich die Ausbildereignungsverordnung (AEVO). Die aktuelle Version der Ausbildereignungsverordnung stammt von 2009.
Die AEVO-Prüfungsausschüsse einiger IHKs und Hwks (Handwerkskammern) haben Probleme, die rechtlichen Vorgaben der AEVO einzuhalten. So gibt es mindestens eine IHK (IHK Köln), die bei der Abnahme der Ausbildereignungsprüfungen sogar noch im Jahr 2019 in erheblicher Weise gegen die Ausbildereignungsverordnung verstößt. – Wegen eines solchen erheblichen Verstoßes kann ein Prüfling gegen sein AEVO-Prüfungsergebnis “durchgefallen” Widerspruch einreichen. Dieser Widerspruch muss dazu führen, dass diese AEVO-Prüfung aufgehoben wird.
Details-Infos zum Widerspruch:
zunächst “durchgefallen” / “AEVO-Schein verpasst”, dann Widerspruch wegen unerlaubter Bewertung des so genannten Unterweisungsentwurfs
zunächst “durchgefallen” / “AEVO-Schein verpasst”, dann Widerspruch wegen unzulässiger Gewichtung von Unterweisung und Fachgespräch
Geltungsbereich der Ausbildereignungsverordnung (AEVO)
§ 1 Ausbildereignungsverordnung: “Ausbilder und Ausbilderinnen haben für die Ausbildung in anerkannten Ausbildungsberufen nach dem Berufsbildungsgesetz den Erwerb der berufs- und arbeitspädagogischen Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten nach dieser Verordnung nachzuweisen. …”
‘Fertigkeiten‘ = manuelle Qualifikationen; typisch für handwerkliche Tätigkeiten – Innerhalb der Ausbildereignungsprüfung gelten ‘Fertigkeiten’ als ‘psychomotorischer Bereich’. – Sofern Sie in Ihrer AEVO-Prüfung ein überwiegend psychomotorisches Feinlernziel vorgeben, dann sollten Sie Ihre Unterweisung nach der 4-Stufen-Methode durchführen.
‘Kenntnisse‘ = werden in allen Berufen gebraucht (= Wissen) – Innerhalb der AEVO-Prüfung gelten ‘Kenntnisse’ als ‘kognitiver Bereich’. – Sofern Sie in Ihrer Ausbildereignungsprüfung ein überwiegend kognitives Feinlernziel vorgeben, dann sollten Sie Ihre Unterweisung als Lehrgespräch durchführen.
‘Fähigkeiten‘ = zum Beispiele die inneren Einstellungen, Überzeugungskraft, das Auftreten – Innerhalb der AEVO-Prüfung gelten ‘Fähigkeiten’ als ‘affektiver Bereich’. – Sofern Sie in Ihrer Ausbildereignungsprüfung ein überwiegend affektives Feinlernziel vorgeben, dann sollten Sie für Ihre Unterweisung ebenfalls das Lehrgespräch wählen.
Meine AEVO-Lernkartei behandelt sämtliche Fakten, die Sie für Ihre AEVO-Prüfung brauchen!
Sehen Sie hier ein Beispiel der 380 Lernkarten aus meiner AEVO-Lernkartei, und zwar zum Themenbereich ‘Ausbildungsmethoden‘:
Hier bekommen Sie wertvolle Tipps zum Lehrgespräch und zur 4-Stufen-Methode.
Berufs- und arbeitspädagogische Eignung (nach AEVO)
Die berufs- und arbeitspädagogische Eignung umfasst die Kompetenz zum selbstständigen Planen, Durchführen und Kontrollieren der Berufsausbildung in vier Handlungsfeldern:
Die drei Funktionen ‘Planen’, ‘Durchführen’ und ‘Kontrollieren’ sind gleichzeitig Bestandteil des pädagogischen ‘Modell der vollständigen Handlung’. Das Modell der vollständigen Handlung besteht aus insgesamt sechs Phasen.
Sie sollten das Modell der vollständigen Handlung gut im Kopf haben, denn es ist Gegenstand der schriftlichen Ausbildereignungsprüfung! – Innerhalb der praktischen Ausbildereignungsprüfung, nämlich beim Fachgespräch, sollten Sie das Modell der vollständigen Handlung sogar aus der Erinnerung beschreiben und erläutern können!
Hier bekommen Sie wichtige Tipps zum Modell der vollständigen Handlung.
Handlungsfelder 1 nach AEVO: prüfen und planen
Das Handlungsfeld nach § 2 Nummer 1 Ausbildereignungsverordnung umfasst die berufs- und arbeitspädagogische Eignung, Ausbildungsvoraussetzungen zu prüfen und die Ausbildung zu planen. Die Ausbilder und Ausbilderinnen sind dabei in der Lage,
Wer den AEVO-Schein erst einmal in der Tasche hat, kann also von sich behaupten, dass er die berufs- und arbeitspädagogische Eignung verfügt, Ausbildungsvoraussetzungen zu prüfen und die Ausbildung zu planen.
Handlungsfeld 2 nach AEVO: vorbereiten
Das Handlungsfeld nach § 2 Nummer 2 Ausbildereignungsverordnung umfasst die berufs- und arbeitspädagogische Eignung, die Ausbildung unter Berücksichtigung organisatorischer sowie rechtlicher Aspekte vorzubereiten. Die Ausbilder und Ausbilderinnen sind dabei in der Lage,
auf der Grundlage einer Ausbildungsordnung einen betrieblichen Ausbildungsplan zu erstellen, der sich
insbesondere an berufstypischen Arbeits- und Geschäftsprozessen orientiert, die Möglichkeiten der Mitwirkung und Mitbestimmung der betrieblichen Interessenvertretungen in der Berufsbildung zu berücksichtigen,
Kriterien und Verfahren zur Auswahl von Auszubildenden auch unter Berücksichtigung ihrer
Verschiedenartigkeit anzuwenden, den Berufsausbildungsvertrag vorzubereiten und die Eintragung des Vertrages bei der zuständigen Stelle zu veranlassen sowie
Wer den AEVO-Schein erhalten hat, kann insofern nachweisen, dass er über die berufs- und arbeitspädagogische Eignung verfügt, die Ausbildung unter Berücksichtigung organisatorischer sowie rechtlicher Aspekte vorzubereiten.
Handlungsfeld 3 nach AEVO: selbstständig lernen
Das Handlungsfeld nach § 2 Nummer 3 Ausbildereignungsverordnung umfasst die berufs- und arbeitspädagogische Eignung, selbstständiges Lernen in berufstypischen Arbeits- und Geschäftsprozessen handlungsorientiert zu fördern. Die Ausbilder und Ausbilderinnen sind dabei in der Lage,
Wer den AEVO-Schein besitzt, hat bescheinigt bekommen, dass er über die berufs- und arbeitspädagogische Eignung verfügt, selbstständiges Lernen in berufstypischen Arbeits- und Geschäftsprozessen handlungsorientiert zu fördern.
Handlungsfeld 4 nach AEVO: Abschluss und Weiterentwicklung
Das Handlungsfeld nach § 2 Nummer 4 Ausbildereignungsverordnung umfasst die berufs- und arbeitspädagogische Eignung, die Ausbildung zu einem erfolgreichen Abschluss zu führen und dem Auszubildenden Perspektiven für seine berufliche Weiterentwicklung aufzuzeigen. Die Ausbilder und Ausbilderinnen sind dabei in der Lage,
Wer nach der Ausbildereignungsprüfung den AEVO-Schein bekommen hat, hat damit nachgewiesen, dass er über die berufs- und arbeitspädagogische Eignung verfügt, die Ausbildung zu einem erfolgreichen Abschluss zu führen und dem Azubi Perspektiven für seine berufliche Weiterentwicklung aufzuzeigen.
weitere Infos zum AEVO-Schein
§ 4 (1) AEVO: “Die Eignung nach § 2 ist in einer Prüfung nachzuweisen. Die Prüfung besteht aus einem schriftlichen und einem praktischen Teil. Die Prüfung zum AEVO-Schein ist bestanden, wenn jeder Prüfungsteil mit mindestens „ausreichend“ bewertet wurde. …”
Die IHKs führen die schriftliche Ausbildereignungsprüfungen überwiegend nach dem Auswahl-Antwort-Verfahren (Multiple Choice) durch. – Typischerweise enthält die schriftliche AEVO-Prüfung zwischen 68 und 72 Prüfungsfragen. Einige wenige IHKs nutzen ein gemischtes Prüfungsverfahren: programmierte AEVO-Prüfungsfragen zum Ankreuzen bzw. zum Anklicken plus offene Prüfungsfragen, die mit frei formulierten Texten beantwortet werden müssen. Zumindest die IHK Hannover und die Handwerkskammern (HwK) verwenden ausschließlich offenen AEVO-Prüfungsfragen.
§ 4 (2) AEVO: “Im schriftlichen Teil der Prüfung sind fallbezogene Aufgaben aus allen Handlungsfeldern zu bearbeiten. Die schriftliche Prüfung soll drei Stunden dauern.”
“Fallbezogene Aufgaben” bedeutet, dass die AEVO-Prüfungsfragen handlungsorientiert aufgebaut sind: Es werden fiktive Situationen aus dem Ausbildungsalltag zugrundegelegt.
Hier bekommen Sie wichtige weitere wichtige Infos zu den AEVO-Prüfungsfragen
§ 4 (3) AEVO: “Der praktische Teil der Prüfung besteht aus der Präsentation einer Ausbildungssituation und einem Fachgespräch mit einer Dauer von insgesamt höchstens 30 Minuten. Hierfür wählt der Prüfungsteilnehmer eine berufstypische Ausbildungssituation aus. Die Präsentation soll 15 Minuten nicht überschreiten. Die Auswahl und Gestaltung der Ausbildungssituation sind im Fachgespräch zu erläutern. Anstelle der Präsentation kann eine Ausbildungssituation auch praktisch durchgeführt werden.”
Der praktische Teil der Ausbildereignungsprüfung wird umgangssprachlich auch als mündliche AdA-Prüfung bezeichnet (Ausbildung der Ausbilder).
Als ersten Teil der mündlichen AEVO-Prüfung führt der Prüfling eine Präsentation vor oder er simuliert eine so genannte Unterweisung.
Ich rate allen Prüflingen, für die Ausbildereignungsprüfung anstelle der Präsentation lieber eine Unterweisung durchzuführen. Eine Unterweisung ist nicht nur leichter durchzuführen, sondern hat auch weitere Vorteile.
Hier bekommen Sie wertvolle Infos zu Präsentation und Unterweisung.
Die typische Unterweisung ist entweder ein Unterricht nach der 4-Stufen-Methode oder ein Lehrgespräch.
Als zweiter Teil innerhalb der mündlichen AEVO-Prüfung folgt das Fachgespräch. Beim Fachgespräch geht es nicht darum, Prüfungsfragen zu bestimmten Fakten bzw. Regelungen zu beantworten, sondern quasi um ein Gespräch zwischen zwei Ausbildern.
Hier bekommen Sie wertvolle Tipps zum Fachgespräch.
Auf welche Lerninhalte sollten Sie sich für Ihre Ausbildereignungsprüfung konzentrieren?
Die Menge der Lerninhalte, die in den AEVO-Prüfungen abgefragt werden könnten, ist sehr groß.
Aufgrund meiner jahrelangen Erfahrungen bei der Vorbereitung von Ausbildern auf den AEVO-Schein, weiß ich inzwischen ziemlich genau, welche Inhalte man für die Ausbildereignungsprüfung wirklich braucht.
Die wirklich wesentlichen Inhalte habe ich in meiner AEVO-Lernkartei in Form von 380 Fragen und Antworten zusammengefasst.
Mit Hilfe dieser AEVO-Lernkartei haben nicht nur die Teilnehmer meiner AEVO-Prüfungsvorbereitungskurse wiederholend gelernt, sondern auch mehrere Tausend Ausbilder aus Prüfungsvorbereitungskursen meiner Kollegen.
Sehen Sie hier zwei weitere Beispiele dieser AEVO-Lernkartei mit insgesamt 380 Lernkarten. Auch wenn diese Inhalte auf den ersten Blick als nicht so wichtig für den AEVO-Schein erscheinen: Zu diesen Inhalten gibt es entsprechende Prüfungsfragen!
Frage eines Käufers der AEVO-Lernkartei:
ich habe eine Frage zu ihren Lernkarten. In wieweit sind die einzelnen Karten mit den Überschriften Fragetechnik, Lernziele, Erfolgskontrolle usw. für die AEVO-Prüfung relevant? Werden solche Dinge in der schriftlichen Prüfung auch abgefragt oder reicht es, wenn ich fachlich fit bin?
L… B….
Guten Tag, Herr B….,
stellen Sie sich die prüfungsrelevanten Inhalte bitte mit 100% vor.
Von diesen 100% decken die Lernkarten etwa 95% ab; alle Lernkarten-Inhalte sind für die Ausbildereignungsprüfung relevant.
In den einzelnen schriftlichen AEVO-Prüfungen können wegen der begrenzten Anzahl der Prüfungsfragen und der begrenzten Prüfungsdauer nur etwa 10 bis 15% aller prüfungsrelevanten Teile abgefragt werden; der Teilbereich ‘Lernziele’ ist nach meiner Erfahrung immer dabei!
Ich wünsche Ihnen einen guten Erfolg für Ihre Prüfungsvorbereitung auf den AEVO-Schein!

References: § 30

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