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Timestamp: 2019-02-24 02:47:58+00:00

Document:
Landesrecht BW Anlage XXVI StVZO | Bundesnorm | (zu § 47 Absatz 3a) Maßnahmen gegen die Verunreinigung der Luft durch Partikel von Kraftfahrzeugen mit Selbstzündungsmotor | Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung | gültig ab: 05.05.2012
(Fundstelle: BGBl. I 2012, 900 - 915)
2.1 Nachrüstungsstand
2.1.1 Stufe PM 01
2.1.2 Stufe PM 0
2.1.3 Stufe PM 1
2.1.4 Stufe PM 2
2.1.5 Stufe PM 3
2.1.6 Stufe PM 4
2.2 Erstausrüstungsstand
2.2.1 Stufe PM 5
3.3.1 Im neuen europäischen Fahrzyklus (NEFZ); nur Teil 1
3.3.2 Im neuen europäischen Fahrzyklus (NEFZ); mit Vmax 70 km/h
3.3.3 Nach einem innerstädtischen Fahrprofil
3.7.1 Ermittlung der Partikelemission im NEFZ
3.7.2 Ermittlung der gasförmigen Emissionen (NOx, CO, HC) und des Kraftstoffverbrauchs in CO2
3.8.1 Partikelemission
3.8.2 Rückhaltegrad
3.8.3 Rückhaltegrad während der Rußoxidation
3.8.4 Partikelemission nach „Worst-Case-Regeneration“
3.8.5 Limitierte Schadstoffe
3.8.6 Trübungsmessungen
4.3 Prüfkriterien des Verwendungsbereiches innerhalb einer Familie nach Anhang I Nummer 1.2
4.5.2 Kraftstoffverbrauch in CO2
4.5.3 Limitierte Schadstoffe
5.3 Rückhaltegrad
5.4 Ki-Faktor
5.5 Limitierte Schadstoffe
5.6 Kraftstoffverbrauch in CO2
5.7 Trübungskoeffizient
1.1 Partikelminderungssystem
2.1 Partikelminderungssystem
Anhang II Bescheinigung des Inhabers der EG-Typgenehmigung oder Allgemeinen Betriebserlaubnis für das Kraftfahrzeug nach Anlage XXVI Nummer 6.1.1, 6.2.1 oder 6.2.3 Buchstabe b
Anhang III Bescheinigung zu § 21 Betriebserlaubnis für Einzelfahrzeuge nach Anlage XXVI Nummer 6.1.2, 6.2.2 oder 6.2.3
Anhang IV Antrag auf Erteilung einer Betriebserlaubnis für Fahrzeugteile nach § 22 für Partikelminderungssysteme und erforderliche Unterlagen
Anhang V Abnahmebescheinigung über den ordnungsgemäßen Einbau eines genehmigten Partikelminderungssystems zur Vorlage bei der Zulassungsbehörde
Definitionen der Minderungsstufen
Anforderungen an ungeregelte Partikelminderungssysteme
Übereinstimmungskriterien für ungeregelte Partikelminderungssysteme
Weiterverwendung des/der vorhandenen Oxidationskatalysator(s/en):
Prüfung des ungeregelten Partikelminderungssystems
Durchführung des Dauerlaufs
Prüfungen im Dauerlauf
Vor und nach dem Dauerlauf wird das Fahrzeug zur späteren Bestimmung der Partikelminderungseffizienz im Ausgangszustand ohne Partikelminderungssystem vermessen.
Der Hersteller kann jeweils nach den 2 000 km- und den 4 000 km-Messungen zusätzliche Abgasmessungen im Ausgangszustand beantragen. Nach dem Wiedereinbau des Systems ist in diesem Falle die Abgasmessung zu wiederholen. Der dabei jeweils höchste Abgaswert ist für die Bestimmung des Rückhaltegrads heranzuziehen. Die Abweichung der Abgasmessungen mit Partikelminderungssystem vor/nach Ein-/Ausbau darf 15 Prozent nicht überschreiten.
„Worst-Case-Regeneration“ nach dem Dauerlauf
Die thermische „Worst-Case-Regeneration“ wird mit dem Prüffahrzeug auf dem Rollenprüfstand über die Motorlast eingeleitet (zügiger Lastwechsel von unterer Teillast nach Volllast). Nach Erkennen der Zündung der Partikel im Minderungssystem wird der Leerlaufpunkt über Motorschub angefahren. Das Prüffahrzeug verbleibt so lange im Leerlauf, bis kein Rußabbrand im Rückhaltesystem mehr stattfindet. Sofern unter den vorgenannten Betriebsbedingungen nicht spätestens nach zehn Minuten Abgastemperaturen von 600 °C aufgetreten sind, ist der „Worst-Case-Test“ zu beenden.
Bei Fahrzeugen oberhalb einer Motorleistung von 160 kW kann die Einleitung der „Worst-Case-Regeneration“ auf der Straße erfolgen.
Sofern keine thermische Regeneration eingeleitet werden konnte, ist eine Regeneration des Partikelminderungssystems nach Herstellervorgaben im Fahrzeugbetrieb durchzuführen.
In allen Fällen werden anschließend Abgasmessungen durchgeführt. Die dabei arithmetisch gemittelte Partikelemission darf um nicht mehr als 15 Prozent von der Partikelemission PNg abweichen.
Abgasmessungen während des Dauerlaufs
Bewertung des ungeregelten Partikelminderungssystems
Die Partikelemission mit PNg = (fa• PI + fb• PII + fc• PIII) / (fa + fb + fc) mit fa = 1; fb = 2 und fc = 4 muss unter dem Grenzwert von 0,025 g/km liegen; bei Kraftfahrzeugen mit einer zulässigen Gesamtmasse von mehr als 2 500 kg unter dem Grenzwert von 0,050 g/km.
Der Rückhaltegrad η = 1 – (PNg / PS) muss mindestens 0,3 (= 30 Prozent) erreichen mit PS = (PS1 + PS2) / 2.
Die gemessene Partikelemission PIV muss kleiner sein als 1,15 • PNg.
Anforderungen an ein ungeregeltes Partikelminderungssystem zur Bildung einer Fahrzeugfamilie
Übereinstimmungskriterien für Fahrzeugfamilien
￮ Klasse 0: Euro 1
￮ Klasse I: Euro 1, Euro 2
￮ Klasse II: D3, Euro 3
￮ Klasse III: D4, Euro 4
Auswahl der Prüffahrzeuge
Prüffahrzeug I:
Prüffahrzeug II:
Prüfkriterien des Verwendungsbereichs innerhalb einer Familie nach Anhang I Nummer 1.2
Prüf- und Messablauf auf dem Rollenprüfstand
Bewertung der ungeregelten Partikelminderungssysteme für den Verwendungsbereich innerhalb einer Fahrzeugfamilie
Der Rückhaltegrad ηNgFe = 1 – (PNgFe / ((PS1F+ PS2F) /2) muss im nachgerüsteten Zustand mindestens 0,3 (= 30 Prozent) betragen.
PNgFg darf nicht größer sein als 1,15 • PNgFe. PNgFg (Anhang I Nummer 1.2 Buchstabe g) ergibt sich als Mittelwert aus maximal drei Messungen im NEFZ nach Systemstabilität.
Anforderungen an periodisch regenerierende Partikelminderungssysteme
Übereinstimmungskriterien für geregelte Partikelminderungssysteme
Prüfung und Bewertung des geregelten Partikelminderungssystems
Bei periodisch regenerierenden Systemen muss die Partikelemission MPi bei allen Messungen, ermittelt gemäß ECE-R 83, Anhang 13, Nummer 3.3, unter dem Grenzwert von 0,005 g/km liegen mit MPi = [(Msi • fD) + (Mri • fd)] / (fD + fd).
Bei geregelten Systemen muss der Rückhaltegrad ηNg = 1 – (MPi / PS1) im nachgerüsteten Zustand mindestens 0,9 (= 90 Prozent) betragen.
Die Ermittlung des Ki-Faktors bei periodisch regenerierenden Systemen erfolgt nach ECE-R 83 mit
Ki = Mpi / Msi.
Anforderungen an ein geregeltes Partikelminderungssystem zur Bildung einer Fahrzeugfamilie
Neue Kraftfahrzeuge
EG-Typgenehmigung oder Allgemeine Betriebserlaubnis
Für den Verkehr zugelassene Kraftfahrzeuge
Partikelminderungssystem für die Nachrüstung
(zu Nummer 3.4, 4.3, 4.4.1, 4.5.1 oder 5 der Anlage XXVI)
Übersicht über Prüfabläufe
Ungeregelte Partikelminderungssysteme
Ausgangszustand S1:
Konditionierung: 3 x Teil 2 des NEFZ
Abgasmessung: 2 – 3 x NEFZ (kalt)
Abgasuntersuchung (AU) Trübungskoeffizient Serie
Einbau Partikelminderungssystem
Zustand I (Grundvermessung):
2 000 km Dauerlauf
Zustand II:
2 000 km Dauerlauf bis 4 000 km gesamt
Zustand III:
AU Trübungskoeffizient Nachrüstung
„Worst-Case-Regeneration“
Zustand IV (thermisch gealterter Zustand):
Ausbau Partikelminderungssystem
Ausgangszustand S2:
AU Trübungskoeffizient Serie
Verwendungsbereich für Fahrzeugfamilien
Ausgangszustand S1F:
Einbau des Partikelminderungssystems
Nachrüstzustand NgF:
Systemvorbereitung: 10 x NEFZ
Abgasmessung: 2 – 3 NEFZ (kalt)
Systemstabilität: 10 x NEFZ
Ausbau des Partikelminderungssystems
Ausgangszustand S2F:
Geregelte Partikelminderungssysteme
Ausgangszustand S1G:
Zustand IG (Grundvermessung):
Bestimmung des Ki-Faktors (Prüfung nach ECE-R 83)
Abgasmessung während der Regeneration
Abgasmessung: 2 – 3 x NEFZ (kalt) ohne Regeneration
Ausgangszustand S2G:
Herstellervorschläge zur Vorkonditionierung
Ausgangszustand SFG:
Nachrüstzustand PNFG:
Konditionierung: 7 x NEFZ
(zu Nummer 6.1.1, 6.2.1 oder 6.2.3 Buchstabe b der Anlage XXVI)
des Inhabers der EG-Typgenehmigung
oder Allgemeinen Betriebserlaubnis für das Kraftfahrzeug
nach Anlage XXVI Nummer 6.1.1, 6.2.1 oder 6.2.3 Buchstabe b
Inhaber der EG-Typgenehmigung/Allgemeinen Betriebserlaubnis:
Nummer der EG-Typgenehmigung/Allgemeinen Betriebserlaubnis:
Ausführung*)
Anstelle Typ und Ausführung müssen die Fahrzeug-Identifizierungsnummer angegeben werden, wenn nicht alle Kraftfahrzeuge die Bedingungen erfüllen.
Es wird bescheinigt, dass die aufgeführten Fahrzeugtypen und Ausführungen die Anforderungen der in Spalte 5 eingetragenen Partikelminderungsstufe nach Anlage XXVI zu § 47 Absatz 3a einhalten und in den Fahrzeugpapieren im Feld „Bemerkungen“ entsprechend gekennzeichnet werden dürfen. Für die Kennzeichnung gelten die Vorgaben in Anlage III oder V.
Gegenüber der Genehmigungsbehörde ist die nach Anlage XXVI Nummer 6.1.1, 6.2.1 und/oder 6.2.3 Buchstabe b geforderte Erklärung abgegeben worden.
(Genehmigungsinhaber oder für die Ausstellung
der Fahrzeugpapiere ermächtigter Vertreter)
(zu Nummer 6.1.2, 6.2.2 oder 6.2.3 der Anlage XXVI)
Bescheinigung zu § 21 Betriebserlaubnis
für Einzelfahrzeuge nach Anlage XXVI Nummer 6.1.2, 6.2.2 oder 6.2.3
Es wird bescheinigt, dass das oben beschriebene Fahrzeug/die oben beschriebenen Fahrzeuge die Anforderungen der in Spalte 4 eingetragenen Partikelminderungsstufe nach Anlage XXVI zu § 47 Absatz 3a einhält/einhalten und in den Fahrzeugpapieren im Feld „Bemerkungen“ bei Einhaltung der
Partikelminderungsstufen PM 01 bis PM 4: entsprechend den Vorgaben in Anhang V
Partikelminderungsstufe PM 5: als „Stufe PM 5 ab Tag Erstzul.“
gekennzeichnet werden darf/dürfen. Verwendete Unterlagen für die jeweilige Bewertung wie Bescheinigungen nach Anhang II, Anhang V oder Allgemeine Betriebserlaubnisse nach § 22 sind zu nennen.
Es ist nicht zu erwarten, dass sich das Abgasverhalten des Fahrzeugs bei bestimmungsgemäßem Betrieb in einem Zeitraum von bis zu fünf Jahren oder bis zu einer Kilometerleistung von 100 000 km, je nachdem, welches Kriterium zuerst erreicht wird, wesentlich verschlechtern wird.
Antrag auf Erteilung einer Betriebserlaubnis für Fahrzeugteile
Abdruck der ABE für das PMS nach § 22 StVZO*) ,
Abdruck der ABE nach § 21 StVZO für das Einzelfahrzeug*) oder
„Stufe PM 01 nachger. m. Typ: (eintragen); KBA (Nr. eintragen), ab (Datum)“ *)
„Stufe PM 0 nachger. m. Typ: (eintragen); KBA (Nr. eintragen), ab (Datum)“ *)
„Stufe PM 1 nachger. m. Typ: (eintragen); KBA (Nr. eintragen), ab (Datum)“ *)
„Stufe PM 2 nachger. m. Typ: (eintragen); KBA (Nr. eintragen), ab (Datum)“ *)
„Stufe PM 3 nachger. m. Typ: (eintragen); KBA (Nr. eintragen), ab (Datum)“ *)
„Stufe PM 4 nachger. m. Typ: (eintragen); KBA (Nr. eintragen), ab (Datum)“ *)
(Name, Anschrift, Kontrollnummer
der anerkannten AU-Werkstatt)
Anlage XXVI StVZO wird von folgenden Dokumenten zitiert
StVZOÄndV 29, gültig ab 02.02.2006
StVRÄndV 22, gültig ab 23.02.1996
http://www.landesrecht-bw.de/jportal/?quelle=jlink&docid=BJNR067910012BJNE015300000&psml=bsbawueprod.psml&max=true
http://www.landesrecht-bw.de/jportal/?quelle=jlink&query=StVZO+Anlage+XXVI&psml=bsbawueprod.psml&max=true

References: § 47
 § 21
 § 22
 § 47
 § 21
 § 47
 § 22
 § 22
 § 21