Source: http://palikanon.de/khuddaka/jataka/j414.htm
Timestamp: 2017-03-24 04:11:31+00:00

Document:
Jātakam, Wiedergeburtsgeschichten 414. Die Erzählung von dem Wachen (Jagara-Jataka)
„Wer schläft hier, wo die andern wachen“ §A. Dies erzählte der Meister, da er im Jetavana verweilte, mit Beziehung auf einen Laienbruder. Dieser nämlich, ein bekehrter edler Schüler [1], gelangte mit einer Wagenkarawane von Savatthi aus auf eine Straße, die durch einen Wald führte. Dort ließ der Karawanenführer an einer bequemen Wasserstelle die fünfhundert Wagen losmachen, verteilte feste und flüssige Speise und nahm hier seinen Aufenthalt für die Nacht. Die Leute legten sich allenthalben nieder und schliefen. Der Laienbruder aber wandelte beständig in der Nähe des Karawanenführers am Fuße eines Baumes auf und ab [2].
§1. „Wer schläft hier, wo die andern wachen, wer wacht hier, wo die andern schlafen? Wer kann mir diese Frage lösen, wer kann mir darauf Antwort geben?“
§2. „Ich schlafe, wo die andern wachen, ich wache, wo die andern schlafen; ich kann dir diese Frage lösen, ich kann dir darauf Antwort geben.“
§3. „Wie schläfst du, wo die andern wachen, wie wachst du, wo die andern schlafen? Wie kannst du diese Frage lösen,
§4. „Unter den Leuten, die die Wahrheit nicht kennen, noch die Selbstbezwingung, ja wenn derart'ge Leute schlafen,
§5. Doch wer getilgt hat die Begierde, die Sünde, die Unwissenheit: wenn solche Leute wachen, Gottheit,
So löse ich dir deine Frage, so gebe ich dir darauf Antwort.“
§7. „Gut schläfst du unter Wachenden, gut wachst du unter Schlafenden.
§C. Nachdem der Meister diese Unterweisung beschlossen, verband er das Jataka mit folgenden Worten: „Damals war die Gottheit Uppalavanna, der Asket aber war ich.“ Ende der Erzählung von dem Wachen
[1] Er war also auf dem ersten Wege zur Heiligkeit. [2] Vgl. dazu die ähnliche Erzählung im 76. Jataka.

References: §1

§2

§3

§4

§5

§7