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Timestamp: 2020-01-19 08:41:15+00:00

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Rechtsprechung: BFH/NV 1990, 58 - dejure.org
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https://dejure.org/1990,1041
BFH, 22.03.1990 - IV R 145/88 (https://dejure.org/1990,1041)
BFH, Entscheidung vom 22.03.1990 - IV R 145/88 (https://dejure.org/1990,1041)
BFH, Entscheidung vom 22. März 1990 - IV R 145/88 (https://dejure.org/1990,1041)
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EStG 1979 § 18 Abs. 1 Nr. 1; UStG 1980 § 12 Abs. 2 Nr. 5
Künstlerische Tätigkeit - Klavierstimmer - Namhafte Pianisten - Konzert - Tonaufnahmen
§ 18 EStG; § 12 UStG 1980
Einkommensteuer; Klavierstimmer übt keine künstlerische Tätigkeit aus
BFHE 160, 253
BB 1990, 1411
DB 1990, 1596
BStBl II 1990, 643
Nach der Rechtsprechung des BFH übt ein Steuerpflichtiger eine künstlerische Tätigkeit nur dann aus, wenn er eine eigenschöpferische Leistung vollbringt, d.h. eine Leistung, in der seine individuelle Anschauungsweise und seine besondere Gestaltungskraft zum Ausdruck kommen (z.B. BFH-Urteil vom 22. März 1990 IV R 145/88, BFHE 160, 253, BStBl II 1990, 643).
Nach ständiger Rechtsprechung des BFH ist ein FA bei der Durchführung einer Veranlagung grundsätzlich nicht an Auffassungen gebunden, die es bei vorhergehenden Veranlagungen vertreten hat (s. etwa Senatsurteile vom 22. März 1990 IV R 145/88, BFHE 160, 253, BStBl II 1990, 643; vom 14. März 1991 IV R 135/90, BFHE 164, 408, BStBl II 1991, 769, …und vom 7. Dezember 1995 IV R 109/94, BFH/NV 1996, 663, jeweils m.w.N.).
Nach ständiger Rechtsprechung des BFH ist ein FA bei der Durchführung einer Veranlagung grundsätzlich nicht an Auffassungen gebunden, die es bei vorhergehenden Veranlagungen vertreten hat (s. etwa Urteile vom 22. März 1990 IV R 145/88, BFHE 160, 253, BStBl II 1990, 643; vom 14. März 1991 IV R 135/90, BFHE 164, 408, BStBl II 1991, 769; vom 25. Mai 1993 IX R 17/90, BFHE 171, 452, BStBl II 1993, 834 a. E., …und vom 7. Dezember 1995 IV R 109/94, BFH/NV 1996, 663, jeweils m. w. N.).
https://dejure.org/1990,878
BFH, 15.03.1990 - IV R 30/88 (https://dejure.org/1990,878)
BFH, Entscheidung vom 15.03.1990 - IV R 30/88 (https://dejure.org/1990,878)
BFH, Entscheidung vom 15. März 1990 - IV R 30/88 (https://dejure.org/1990,878)
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EStG § 7b Abs. 2, § 13a; EStDV § 52; BGB § 951
Land- und Forstwirtschaft - Pacht - Hoferbe - Erweiterung eines Gebäudes - Herstellungskosten - Erhöhte Absetzungen
§§ 7b, 13a EStG; § 52 EStDV; § 951 BGB
Einkommensteuer; Inanspruchnahme erhöhter Absetzungen durch angehenden Hoferben
BFHE 160, 244
DB 1990, 1595
BStBl II 1990, 623
Zivilrechtliches oder wirtschaftliches Eigentum war für die Inanspruchnahme erhöhter Absetzungen nach § 7 b EStG nicht erforderlich (BFH-Urteile vom 15. März 1990 IV R 30/88, BFHE 160, 244, BStBl II 1990, 623, und vom 15. Mai 1990 IX R 21/86, BFHE 162, 26, BStBl II 1992, 67; vgl. ferner BMF vom 4. Juni 1986, BStBl I 1986, 318).
§ 7 EStG dient nicht dem Ausgleich eines eingetretenen Wertverzehrs ohne Aufwand, sondern ist nach seinem Wortlaut und Zweck dazu bestimmt, Aufwendungen des Steuerpflichtigen in Gestalt von Anschaffungs- oder Herstellungskosten für das jeweilige Wirtschaftsgut typisierend (…vgl. im Einzelnen Schmidt/Drenseck, EStG, 25. Aufl., § 7 Rz. 2, 3;… Blümich/Brandis, § 7 EStG, Rz. 30-34) periodengerecht zu verteilen (vgl. Urteil des Bundesfinanzhofs --BFH-- vom 15. März 1990 IV R 30/88, BFHE 160, 244, BStBl II 1990, 623, m.w.N.).
dd) Zutreffend hat das FG des Weiteren auf die frühere Regelung in § 7b EStG hingewiesen, die gleichfalls kein bürgerlich-rechtliches oder wirtschaftliches Eigentum für die Inanspruchnahme erhöhter Absetzungen nach dieser Vorschrift voraussetzte (vgl. BFH-Urteile vom 15. Mai 1990 IX R 21/86, BFHE 162, 26, BStBl II 1992, 67, 68, und vom 15. März 1990 IV R 30/88, BFHE 160, 244, BStBl II 1990, 623).
Dieser Anspruch kann bei Beendigung des Nutzungsverhältnisses "zur Geltung kommen": Hat ein Steuerpflichtiger die von ihm auf den Grundstücksanteil des Ehegatten (Eigentümers) aufgewandten Herstellungskosten eines Gebäudes unter dem Gesichtspunkt eines Nutzungsrechts aktiviert, so tritt bei Beendigung des Nutzungsverhältnisses eine Gewinnrealisierung in Höhe der Differenz zwischen der Ausgleichsforderung gegenüber dem Eigentümer und dem Restbuchwert des aktivierten Nutzungsrechts ein (vgl. BFH-Urteile in BFHE 152, 125, BStBl II 1988, 493; in BFHE 157, 83, BStBl II 1990, 6;… vom 13. Juli 1989 IV R 137/88, BFH/NV 1990, 422; vom 15. März 1990 IV R 30/88, BFHE 160, 244, BStBl II 1990, 623;… vom 6. März 1991 X R 6/88, BFH/NV 1991, 525;… vom 16. Dezember 1992 X R 15/91, BFH/NV 1993, 411;… in BFH/NV 1996, 306).
Zu Recht weist der IV. Senat im Urteil in BFHE 160, 244, BStBl II 1990, 623 (unter 2.) darauf hin, die bisherige Rechtsprechung habe in den hier einschlägigen Fällen bislang zwar kein materielles Wirtschaftsgut, wohl aber schuldrechtliche Ansprüche nach § 951 i.V.m. § 812 BGB aktiviert, selbst wenn der Nutzungsberechtigte weder zivilrechtlicher noch wirtschaftlicher Eigentümer gewesen sei.
Solche aufgrund eines eingeräumten Nutzungsrechts vorgenommenen Baumaßnahmen sind wie materielle Wirtschaftsgüter mit ihren Herstellungskosten zu aktivieren, obwohl der Sache nach ein immaterielles Wirtschaftsgut zugrunde liegt (Senatsurteile vom 15. März 1990 IV R 30/88, BFHE 160, 244, BStBl II 1990, 623, und vom 10. April 1997 IV R 12/96, BFHE 183, 134, BStBl II 1997, 718).
Obwohl der Rechtsverlust damit nur durch schuldrechtliche Ansprüche ausgeglichen wird, hat die Rechtsprechung seit langem anerkannt, daß Baumaßnahmen eines Steuerpflichtigen auf fremdem Grund und Boden wie materielle Wirtschaftsgüter zu aktivieren sind (vgl. Urteile des BFH vom 10. August 1984 III R 98/83, BFHE 142, 90, BStBl II 1984, 805; vom 11. Dezember 1987 III R 188/81, BFHE 152, 125, BStBl II 1988, 493, sowie Senatsurteile vom 13. Juli 1989 IV R 137/88, BFH/NV 1990, 422, und vom 15 März 1990 IV R 30/88, BFHE 160, 244, BStBl II 1990, 623).
Hiermit stimmt überein, dass es sich bei einem Ausbau oder einer Erweiterung i.S. von § 7b Abs. 2 EStG jeweils um ein selbständiges, vom bisherigen Gebäude unabhängiges Objekt handelt (BFH-Urteil vom 15. März 1990 IV R 30/88, BFHE 160, 244, BStBl II 1990, 623, m.w.N. der Rechtsprechung).
Zivilrechtliches oder wirtschaftliches Eigentum war für die Inanspruchnahme erhöhter Absetzungen nach § 7b EStG nicht erforderlich (BFH-Urteile vom 15. März 1990 IV R 30/88, BFHE 160, 244, BStBl II 1990, 623, und vom 15. Mai 1990 IX R 21/86, BFHE 162, 26, BStBl II 1992, 67).
https://dejure.org/1990,1239
BFH, 20.02.1990 - IX R 13/87 (https://dejure.org/1990,1239)
BFH, Entscheidung vom 20.02.1990 - IX R 13/87 (https://dejure.org/1990,1239)
BFH, Entscheidung vom 20. Februar 1990 - IX R 13/87 (https://dejure.org/1990,1239)
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EStG 1981 § 9 Abs. 1 Satz 1
Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung - Werbungskosten - Grundstücksveräußerung - Durch Veräußerung veranlaßte Kosten - Freistellung von Zinsen
EStG (1981) § 9 Abs. 1 S. 1, 2, § 21 Abs. 2, § 21a
Einkommensteuer; Kosten der Grundstücksveräußerung keine nachträglichen Werbungskosten
BFHE 160, 440
BB 1990, 1752
DB 1990, 1644
BStBl II 1990, 775
Der erforderliche innere Zusammenhang mit den Einkünften aus Vermietung und Verpachtung ist nicht gegeben, soweit ein Geldzufluss allein oder ganz überwiegend durch die Veräußerung eines zum Privatvermögen gehörenden Wirtschaftsguts veranlasst ist; denn eine solche Veräußerung stellt einen nicht einkommensteuerbaren Vorgang in der Vermögenssphäre dar, sofern es sich nicht um ein Spekulationsgeschäft i.S. von § 22 Nr. 2, § 23 EStG handelt (vgl. BFH-Urteile vom 23. Januar 1990 IX R 17/85, BFHE 159, 491, BStBl II 1990, 465; vom 20. Februar 1990 IX R 13/87, BFHE 160, 440, BStBl II 1990, 775).
Auf das BFH-Urteil vom 20. Februar 1990 IX R 13/87 (BFHE 160, 440, BStBl II 1990, 775) kann sich das FG nicht berufen.
Es liegt im Rahmen des möglichen Wortsinns des § 9 b Abs. 2 EStG, daß Vorsteuerbeträge, die ein Steuerpflichtiger nach einer Berichtigung des Vorsteuerabzugs an das FA zurückzahlt, selbst dann als Werbungskosten abziehbar sind, wenn diese Aufwendungen der Vermögenssphäre zuzuordnen sind, und zwar - bezogen auf den Streitfall - deshalb, weil sie durch die Veräußerung des Gebäudes ausgelöst worden sind und deswegen nicht zu den Werbungskosten i. S. des § 9 Abs. 1 Satz 1 EStG gerechnet werden können (vgl. BFH-Urteil vom 20. Februar 1990 IX R 13/87, BFHE 160, 440, BStBl II 1990, 775).
Diese Aufwendungen stehen nicht - wie erforderlich - in wirtschaftlichem Zusammenhang mit der Nutzung, sondern mit der - grundsätzlich steuerlich unbeachtlichen - Veräußerung eines Wirtschaftsguts des Privatvermögens (BFH-Urteile vom 23. Januar 1990 IX R 8/85, BFHE 159, 488, BStBl II 1990, 464; vom 20. Februar 1990 IX R 13/87, BFHE 160, 440, BStBl II 1990, 775).
Zum einen lehnt sich diese Entscheidung an eine Rechtsprechung zu den Einkünften aus Vermietung und Verpachtung an (BFH-Urteil vom 25. Juli 1972 VIII R 56/68, BFHE 106, 532, BStBl II 1972, 880), die vom BFH inzwischen aufgegeben worden ist (BFH-Urteile vom 23. Januar 1990 IX R 8/85, BFHE 159, 488, BStBl II 1990, 464, mit weiteren Nachweisen, und vom 20. Februar 1990 IX R 13/87, BFHE 160, 440, BStBl II 1990, 775).
Da der Veräußerungserlös nicht der ESt unterliegt, können auch die in engem Zusammenhang mit der Veräußerung angefallenen Aufwendungen nicht einkommensteuermindernd berücksichtigt werden (BFH-Urteile vom 23. Januar 1990 IX R 8/85, BFHE 159, 488; BStBl II 1990, 464;vom 20. Februar 1990 IX R 13/87, BFHE 160, 440; BStBl II 1990, 775 undvom 19. Dezember 1995 IX R 48/92, BFHE 179, 386; BStBl II 1996, 198).
Ein solcher wirtschaftlicher Zusammenhang von Schuldzinsen mit Einkünften aus Vermietung und Verpachtung ist immer dann zu bejahen, wenn sie objektiv mit angestrebten oder zufließenden Einnahmen aus Vermietung und Verpachtung zusammenhängen und subjektiv zur Förderung der Nutzungsüberlassung aufgewendet werden (vgl. etwa BFH, Urteil vom 20. Februar 1990 IX R 13/87, BStBl II 1990, 775 ;… Urteil vom 21. Juni 1994 IX R 62/91, BFH/NV 1995, 108).
Im von den Antragstellern erwähnten Revisionsverfahren IX R 13/87 hat der Senat mit dem zur Veröffentlichung bestimmten Urteil vom 20. Februar 1990 zu dieser Frage nicht Stellung genommen.
Diese Aufwendungen stehen nicht --wie erforderlich-- in wirtschaftlichem Zusammenhang mit der Nutzung, sondern mit der --grundsätzlich steuerlich unbeachtlichen-- Veräußerung eines Wirtschaftsguts des Privatvermögens ( BFH-Urteile vom 23. Januar 1990 IX R 8/85, BStBl II 1990, 464; vom 20. Februar 1990 IX R 13/87, BStBl II 1990, 775).
https://dejure.org/1990,1358
BFH, 15.03.1990 - IV R 60/88 (https://dejure.org/1990,1358)
BFH, Entscheidung vom 15.03.1990 - IV R 60/88 (https://dejure.org/1990,1358)
BFH, Entscheidung vom 15. März 1990 - IV R 60/88 (https://dejure.org/1990,1358)
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Betriebliche Veranlassung - Fortbildungslehrgang - Ärzteverband - Sportmedizin - Zusatzbezeichnung - Private Erlebnisinteressen - Betriebsausgaben - Teilnahmegebühr
EStG § 4 Abs. 4 § 12 Nr. 1 S. 2
Einkommensteuer; Aufwendungen für medizinischen Fortbildungslehrgang an bekanntem Wintersportort zur Skihauptsaison
DB 1990, 1642
Nach der Rechtsprechung des BFH kann es für die private Veranlassung sprechen, wenn eine Reise, der kein unmittelbarer beruflicher Anlass zugrunde liegt, dem Steuerpflichtigen hinreichend Zeit zur Verfolgung privater Interessen lässt (…BFH-Urteile vom 12. September 1996 IV R 36/96, BFH/NV 1997, 219;… vom 2. März 1995 IV R 54/94, BFH/NV 1995, 1052, und vom 15. März 1990 IV R 60/88, BFHE 160, 313, BStBl II 1990, 736).
Der Bundesfinanzhof (BFH) hat in mehreren Entscheidungen den Abzug von Aufwendungen für einen Lehrgang zum Erwerb der Bezeichnung "Sportmedizin" als Werbungskosten/Betriebsausgaben verneint, wenn der Lehrgang in der Skihauptsaison in einem bekannten Wintersportort stattfand und dabei Wintersport in nicht unbedeutendem Umfang so, wie es üblicherweise auch bei anderen Besuchern des Ortes als Freizeitsport geschah, betrieben wurde (…z. B. Urteile vom 17. Juli 1992 VI R 140/89, BFH/NV 1993, 20; vom 19. Oktober 1989 VI R 155/88, BFHE 158, 532, BStBl II 1990, 134, und vom 15. März 1990 IV R 60/88, BFHE 160, 313, BStBl II 1990, 736).
Für die Würdigung solcher Tagungen an beliebten Ferienorten kommt es deshalb entscheidend darauf an, ob das Fachprogramm straff und lehrgangsmäßig organisiert ist, tatsächlich so wie vorgesehen durchgeführt wird und damit so gut wie keine Zeit zur Verfolgung privater Interessen läßt (Senatsurteile vom 15. März 1990 IV R 60/88, BFHE 160, 313, BStBl II 1990, 736, …und vom 2. März 1995 IV R 54/94, BFH/NV 1995, 1052).
Zudem hat das FG keine konkreten Feststellungen dazu getroffen, ob der Kläger zu 2 an allen Nachmittagsveranstaltungen teilgenommen hatte (vgl. dazu Senatsurteile vom 4. August 1977 IV R 30/76, BFHE 122, 526, BStBl II 1977, 829, und in BFHE 160, 313, BStBl II 1990, 736).
Das Programm schloß damit die Befriedigung privater Interessen nicht so gut wie vollständig aus (vgl. Senatsurteil in BFHE 160, 313, BStBl II 1990, 736).
Ebenso verneinte der BFH die Abziehbarkeit der Reisekosten eines Allgemeinmediziners für die Teilnahme an einem Fortbildungslehrgang des Ärzteverbandes an einem bekannten Wintersportort, der auf die Voraussetzungen zur Erlangung der Zusatzbezeichnung "Sportmedizin" angerechnet werden konnte, da das Lehrgangsprogramm zur schönsten Tageszeit auch die Ausübung von Wintersport zur Skihauptsaison zuließ (BFH-Urteil vom 15. März 1990 IV R 60/88, BFHE 160, 313 , BStBl II 1990, 736).
Daher greift das in dieser Vorschrift enthaltene Aufteilungs- und Abzugsverbot immer dann ein, wenn die Aufwendungen jedenfalls auch in nicht unerheblichem Umfang der Lebensführung dienen, mag ihre berufliche Notwendigkeit auch außer Zweifel stehen (vgl. auch Senats-Urteil vom 15. März 1990 IV R 60/88, BFHE 160, 313, BStBl. II 1990, 736).
BFH, 15.03.1990 - IV R 32/89
Im Anschluß daran hat der erkennende Senat mit Urteil vom heutigen Tage IV R 60/88, BFHE 160, 313, BStBl II 1990, 736 im Falle eines freiberuflich tätigen Arztes entschieden, daß die Kosten für einen nach gleichen Grundsätzen durchgeführten Lehrgang gemäß § 12 Nr. 1 EStG auch nicht als Betriebsausgaben bei den Einkünften aus selbständiger Tätigkeit als Arzt (§ 18 Abs. 1 Nr. 1 EStG) als Betriebsausgaben (§ 4 Abs. 4 EStG) abgezogen werden können.
Zur Vermeidung von Wiederholungen wird auf das Urteil IV R 60/88 verwiesen.
Die vom Kläger nach seinem eigenen Vorbringen abgeleisteten praktischen Übungen bestanden allerdings nicht, wie in den Fällen des Urteils in BFHE 158, 532, BStBl II 1990, 134 und des Urteils IV R 60/88 im wesentlichen in der Teilnahme an Skikursen.
Es stand daher nicht -- wie erforderlich -- fest, daß der Kläger an allen Veranstaltungen teilgenommen hatte (vgl. Senatsurteile vom 4. August 1977 IV R 30/76, BFHE 122, 526, BStBl II 1977, 829, und vom 15. März 1990 IV R 60/88, BFHE 160, 313, BStBl II 1990, 736), zumal der Kläger keine Aufzeichnungen zum Nachweis seiner Teilnahme vorgelegt hat (vgl. BFH-Urteil vom 13. Februar 1980 I R 178/78, BFHE 130, 48, BStBl II 1980, 386, und Senatsurteil vom 18. Oktober 1990 IV R 72/89, BFHE 162, 316, BStBl II1991, 92).
FA und FG konnten daher nicht davon ausgehen, daß die Fortbildungsveranstaltung straff organisiert sowie durchgeführt worden war und die Befriedigung privater Interessen nahezu ausschloß (vgl. Senatsurteil in BFHE 160, 313, BStBl II 1990, 736).
Eine Reise gilt daher nur dann als beruflich veranlasst, wenn sie dem Besuch einer straff organisierten Fachtagung dient und die Verfolgung privater Interessen nahezu ausgeschlossen ist (BFH vom 15. März 1990 - IV R 60/88, BFHE 160, 313, BStBl II 1990, 736).
Tagung nicht daran-gehindert werden sollten, zur schönsten Tageszeit die Angebote des Ferienortes zu nutzen (…vgl. BFH vom 12. September 1996 IV R 36/96, BFH/NV 1997, 219;… BFH vom 18. April 1996 - IV R 46/95, BFH/NV 1997, 18; BFH vom 15. März 1990 - IV R 60/88, BFHE 160, 313, BStBl 1990, 736).
BFH, 14.08.1996 - VI B 104/96
Nach der ständigen Rechtsprechung des Bundesfinanzhofs (BFH) führen Auslandsreisen, die nach der Lebenserfahrung sowohl dem beruflichen Bereich als auch der privaten Sphäre der Lebens führung angehören können, nur dann zu abziehbaren Betriebsausgaben oder Werbungskosten, wenn die Reisen ausschließlich oder zumindest weitaus überwiegend im betrieblichen oder beruflichen Interesse unternommen werden; die Verfolgung privater Interessen, wie z. B. Erholung, Bildung und Erweiterung des allgemeinen Gesichtskreises, muß also nach dem Anlaß der Reise, dem vorgesehenen Programm und der tatsächlichen Durchführung nahezu ausgeschlossen sein (vgl. z. B. BFH-Urteil vom 15. März 1990 IV R 60/88, BFHE 160, 313, BStBl II 1990, 736, 737, m. w. N.).
An den vom Steuerpflichtigen zu erbringenden Nachweis des beruflichen Charakters der Reise sind strenge Anforderungen zu stellen (vgl. BFH in BFHE 160, 313, BStBl II 1990, 736, 737).
BFH, 17.07.1992 - VI R 140/89
Voraussetzungen der Einordnung von Aufwendungen für einen Lehrgang als …
BFH, 15.03.1990 - IV R 70/89
Anerkennung von streitigen Aufwendungen bei der Einkommensteuer für …
BFH, 15.03.1990 - IV R 109/88
Anrechenbarkeit eines Lehrgangs für Ärzte auf die Einkommensteuer
BFH, 23.06.1992 - VI R 15/90
Berücksichtigung von Teilnahmegebühren an Fortbildungslehrgängen als …
BFH, 06.09.1990 - IV R 37/90
Einkommensteuerrechtiche Abzugsfähigkeit von Kosten für einen …
BFH, 11.04.1990 - I R 63/86
https://dejure.org/1990,2924
BFH, 11.04.1990 - I R 63/86 (https://dejure.org/1990,2924)
BFH, Entscheidung vom 11.04.1990 - I R 63/86 (https://dejure.org/1990,2924)
BFH, Entscheidung vom 11. April 1990 - I R 63/86 (https://dejure.org/1990,2924)
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BFHE 160, 323
BB 1990, 1524
BStBl II 1990, 323
Der I. Senat des BFH hat in dem Urteil vom 11. April 1990 I R 63/86 (BFHE 160, 323, 325) eine Rückstellung wegen einer ungewissen Verbindlichkeit für möglich erachtet, wenn die Rückzahlung einer öffentlich-rechtlichen Zuwendung von dem (künftigen) Erfolg des geforderten Projekts abhängig ist.
Der I. Senat hat in dem Urteil in BFHE 160, 323 einen öffentlichen Zuschuß (Liquiditätshilfe), der erfolgsabhängig zurückzuzahlen war, nur unter Rückstellungsgesichtspunkten für passivierbar gehalten, selbst wenn zivilrechtlich ein auflösend bedingter Darlehensrückzahlungsanspruch gegeben sein sollte.
Eine Rückstellung wegen einer ungewissen Verbindlichkeit ist schon dann zu bilden, wenn der Eintritt der Bedingungen und damit die Entstehung der Rückzahlungsverpflichtung wahrscheinlich sind (vgl. für auflösende Bedingungen BFH-Urteil vom 11. April 1990 I R 63/86, BFHE 160, 323).
Im Hinblick darauf sah er seinerseits keine Abweichung von dem BFH-Urteil in BFHE 160, 323, das mit der hier vertretenen Auffassung übereinstimmt.
Wie der BFH in seinem Urteil vom 11.4.1990 I R 63/86 (BFHE 160, 323 [BFH 11.04.1990 - I R 63/86]) entschieden hat, fehlt auch einer auflösend bedingten Rückzahlungsverpflichtung die Eigenschaft einer gewissen Verbindlichkeit (…gl.A. Clemm/Nonnenmacher in Beckscher Bilanzkommentar, 3. Aufl. 1995, § 247 Anm. 225; Mathiak, Steuer und Wirtschaft 1987, 51, 52; L. Schmidt, Deutsches Steuerrecht 1990, 485;… Schmidt/Weber-Grellet, Einkommensteuergesetz, 16. Aufl. 1997, § 5 Rz. 314; Uhlig, Grundsätze ordnungsmäßiger Bilanzierung für Zuschüsse, Düsseldorf 1989, 279, 369 f.; a.A. IdW, Stellungnahme HFA 1/1984, Wirtschaftsprüfung - WPg - 1984, 612, 615;… Adler/Düring/Schmaltz, Rechnungslegung und Prüfung der Unternehmen, 5. Aufl., § 246 HGB Tz. 80 ff.;… Hüttemann in Handbuch des Jahresabschlusses in Einzeldarstellungen III/8 Rn. 67;… Küting/Weber, Handbuch der Rechnungslegung, 4. Aufl., § 249 HGB Rn. 51; Kupsch, WPg 1984, 369, 376).
Eine Verbindlichkeit kann nur passiviert werden, wenn der Unternehmer zu einer dem Inhalt und der Höhe nach bestimmten Leistung an einen Dritten verpflichtet ist, die vom Gläubiger erzwungen werden kann und eine wirtschaftliche Belastung darstellt (BFH-Urteile vom 22. November 1988 VIII R 62/85 , BFHE 155, 322, BStBl. II 1989, 359; vom 12. Dezember 1990 I R 153/86 , BFHE 163, 146, BStBl. II 1991, 479; vom 11. April 1990 I R 63/86, BFHE 160, 323 ; vom 20. Januar 1993 I R 115/91, BFHE 170, 234 , BStBl. II 1993, 373).
Verbindlichkeit ist die Verpflichtung des Unternehmers zu einer dem Inhalt und der Höhe nach bestimmten Leistung an einen Dritten, die erzwingbar ist und eine wirtschaftliche Belastung darstellt (BFH vom 22. November 1988, VIII R 62/85, BFHE 155, 322, BStBl II 1989, 359 ; BFH vom 12. Dezember 1990, I R 153/86, BFHE 163, 146 , BStBl II 1991, 479 ; BFH vom 11. April 1990, I R 63/86, BFHE 160, 323; BFH vom 20. Januar 1993, I R 115/91, BFHE 170, 234 , BStBl II 1993, 373).
FG Rheinland-Pfalz, 29.05.1996 - 1 K 2506/95
Bis zur Einnahmenhöhe von 2.400,-; DM besteht eine unwiderlegliche Vermutung, daß die vom Steuerpflichtigen getragenen Aufwendungen (Betriebsausgaben oder Werbungskosten) bereits abgegolten worden sind ( BFH-Urteile vom 15. Februar 1990 IV R 87/89 ,BStBl II 1990, 686; vom 23. Juni 1988 IV R 21/86 ,BStBl II 1988, 890; jeweils rechte Spalte unter 1.).
BFH, 15.02.1990 - IV R 59/89
https://dejure.org/1990,3237
BFH, 15.02.1990 - IV R 59/89 (https://dejure.org/1990,3237)
BFH, Entscheidung vom 15.02.1990 - IV R 59/89 (https://dejure.org/1990,3237)
BFH, Entscheidung vom 15. Februar 1990 - IV R 59/89 (https://dejure.org/1990,3237)
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EStG § 6b Abs. 1 Satz 1 und Abs. 3
Rücklage - Betriebsumstellung - Landwirt - Milchviehhaltung - Rindermast - Schafhaltung - Verkleinerung des landwirtschaftlichen Betriebs - Wirtschaftsgut
EStG § 6b Abs. 1; EStG § 6b Abs. 3
§ 6b Abs. 1 Satz 1, Abs. 3 EStG
Einkommensteuer; Rücklage wegen Betriebsumstellung in der Landwirtschaft
Einkommensteuergesetz, § 6b Abs. 1 Satz 1, und Abs. 3
BFHE 160, 310
BStBl II 1991, 11
Zur Begründung wird vorgetragen, der Begriff der Betriebsumstellung sei nach dem Urteil des Senats vom 15. Februar 1990 IV R 59/89 (BFHE 160, 310, BStBl II 1991, 11) tätigkeitsbezogen auszulegen.
Dieser Spielraum werde abgegrenzt durch die Veräußerung des gesamten Betriebs einerseits und Veräußerungen im laufenden Geschäftsverkehr andererseits (Senatsurteil in BFHE 160, 310, BStBl II 1991, 11, m. w. N.).
Es ist dann letztlich unerheblich, wie sich die geschätzten Besteuerungsgrundlagen im Einzelnen zusammensetzen (s. BFH vom 24. April 1991 XI R 28/89, BStBl. II 1991 11, 606).
https://dejure.org/1988,13359
BFH, 21.10.1988 - III R 15/87 (https://dejure.org/1988,13359)
BFH, Entscheidung vom 21.10.1988 - III R 15/87 (https://dejure.org/1988,13359)
BFH, Entscheidung vom 21. Januar 1988 - III R 15/87 (https://dejure.org/1988,13359)
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Antrag auf Aussetzung der Vollziehung eines Gewerbesteuermeßbescheids aufgrund einer Betriebsaufspaltung
Selbst wenn der GmbH nicht dingliche, sondern nur obligatorische Rechtspositionen eingeräumt wurden, ist dies für die steuerrechtliche Beurteilung nicht ausschlaggebend (vgl. BFH-Urteile vom 1. Juni 1978 IV R 152/73, BFHE 125, 280, BStBl II 1978, 545; vom 18. Januar 1989 X R 10/86, BFHE 156, 110, BStBl II 1989, 549; in BFHE 156, 138, BStBl II 1989, 455; in BFHE 158, 53, BStBl II 1990, 15; vom 1. August 1990 II R 17/87, BFHE 161, 168, BStBl II 1990, 879; in BFHE 166, 206, BStBl II 1992, 415; vom 26. August 1993 I R 86/92, BFHE 172, 341, BStBl II 1994, 168; vom 21. Oktober 1988 III R 15/87, BFH/NV 1990, 58, …sowie vom 14. September 1989 IV R 142/88, BFH/NV 1990, 522).
Der Senat kann dahingestellt lassen, ob bei Strukturwandel eines freiberuflichen in einen gewerblichen Betrieb beschränkt auf die Gewerbesteuer Wirtschaftsgüter des freiberuflichen Betriebs mit dem Teilwert in den gewerblichen Betrieb eingelegt werden können (so BFH-Urteil vom 21. Oktober 1988 III R 15/87, BFH/NV 1990, 58).
Dies entspricht nicht der für den Kauf typischen Rückabwicklung nach den Rücktrittsvorschriften der §§ 346 ff. Bürgerliches Gesetzbuch ( BFH-Urteil vom 21. Oktober 1988 III R 15/87 , BFH/NV 1990, 58).

References: § 18
 § 12

§ 18
 § 12
 § 7
 § 13
 § 52
 § 951
 § 52
 § 951
 § 7

§ 7
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 § 951
 § 812
 § 7
 § 7
 § 9
 § 9
 § 21
 § 21
 § 22
 § 23
 § 9
 § 9
 § 4
 § 12
 § 12
 § 247
 § 5
 § 246
 § 249
 § 6
 § 6
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