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Timestamp: 2019-10-20 02:07:34+00:00

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BFH, 10.03.1993 - II R 87/91 - dejure.org
BFH, 10.03.1993 - II R 87/91
https://dejure.org/1993,1262
BFH, 10.03.1993 - II R 87/91 (https://dejure.org/1993,1262)
BFH, Entscheidung vom 10.03.1993 - II R 87/91 (https://dejure.org/1993,1262)
BFH, Entscheidung vom 10. März 1993 - II R 87/91 (https://dejure.org/1993,1262)
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ErbStG 1974 § 5 Abs. 1, § 12; BGB §§ 1371 ff
Erbschaftsteuer - Ausgleichsforderung
§§ 5, 12 ErbStG 1974
Erbschaftsteuer; Berichtigung der Ausgleichsforderung bei Beendigung der ehelichen Zugewinngemeinschaft durch Tod
BFHE 171, 321
FamRZ 1993, 1433
BB 1993, 1280
BB 1993, 1422
DB 1993, 1757
BStBl II 1993, 510
Die Begründung der Ausgleichsforderung ist somit nicht schenkungsteuerbar, wie § 5 Abs. 2 ErbStG klarstellend regelt (BFH-Urteil vom 10. März 1993 II R 87/91, BFHE 171, 321, BStBl II 1993, 510).
Abgesehen davon, dass § 5 Abs. 2 ErbStG nur klarstellende Funktion hat (BFH-Urteil in BFHE 171, 321, BStBl II 1993, 510), also eine Steuerbarkeit nicht begründen kann, wiederholt die Vorschrift lediglich den zivilrechtlichen Gesetzestext (§ 1372 BGB); ihr kommt ein über die zivilrechtliche Bedeutung hinausgehender Inhalt nicht zu.
BFH, 29.06.2005 - II R 7/01
Beendigung des Güterstands der Zugewinngemeinschaft: Berücksichtigung von …
Die Regelung des § 5 Abs. 1 Satz 5 ErbStG 1974 mindert die Begünstigung und gleicht die nach bürgerlichem Recht berechnete fiktive Ausgleichsforderung dem Steuerwertniveau des Nachlasses an (BFH-Urteil vom 10. März 1993 II R 87/91, BFHE 171, 321, BStBl II 1993, 510).
Der als Ausgleichsforderung steuerfreie Betrag steht folglich zu der (nach zivilrechtlichen Grundsätzen errechneten) Ausgleichsforderung in demselben Verhältnis wie der Steuerwert des regelmäßig das Endvermögen repräsentierenden Nachlasses zu dessen nach anderen Bewertungsgrundsätzen bestimmten Wert (BFH-Urteil in BFHE 171, 321, BStBl II 1993, 510).
Bei der Ermittlung des Endvermögens sind somit alle Vermögensgegenstände des Nachlasses zu berücksichtigen, auch wenn sie nicht zum steuerpflichtigen Erwerb gehören (BFH-Urteil in BFHE 171, 321, BStBl II 1993, 510).
Der Anknüpfung an den Nachlass liegt vielmehr zu Grunde, dass der Nachlass regelmäßig dem Endvermögen entspricht (vgl. BFH-Urteil in BFHE 171, 321, BStBl II 1993, 510).
Diese gesetzliche Regelung schränkt den Tatbestand des § 7 Abs. 1 Nr. 1 ErbStG nicht ein; ihr kommt nach allgemeiner Meinung (…Hübner in Viskorf/Glier/Hübner/Knobel/Schuck, Erbschaftsteuer- und Schenkungsteuergesetz, 2. Aufl., § 5 Anm. 45; Moench/Weinmann, Erbschaftsteuer- und Schenkungsteuergesetz, Kommentar, § 5 Anm. 54; Meincke, Erbschaftsteuer- und Schenkungsteuergesetz, Kommentar, § 5 Anm. 38; Gebel in Troll/Gebel/Jülicher, Erbschaftsteuer- und Schenkungsteuergesetz, Kommentar, Stand 31. März 2005, § 5 Anm. 60; so auch BFH-Urteil vom 10. März 1993 II R 87/91, BFHE 171, 321, BStBl II 1993, 510) in Bezug auf § 7 ErbStG lediglich deklaratorische Bedeutung zu.
Der Vorschrift kommt nach allgemeiner Meinung lediglich deklaratorische Bedeutung zu; sie schränkt deshalb den Tatbestand des § 7 Abs. 1 Nr. 1 ErbStG nicht ein, sondern grenzt nach denselben Merkmalen die steuerbaren von den nicht steuerbaren Vorgängen ab (BFH-Urteile vom 10. März 1993 II R 87/91, BFHE 171, 321, BStBl II 1993, 510, und in BFH/NV 2006, 63, m.w.N.).
Der über diese fiktive Ausgleichsforderung hinausgehende Erwerb unterliegt der normalen Besteuerung (BFH-Urteil vom 10. März 1993 II R 87/91, BFHE 171, 321, BStBl II 1993, 510).
FG München, 06.12.2000 - 4 K 19/98
Berechnung des Zugewinnausgleichsanspruchs nach § 5 Abs. 1 ErbStG
Entgegen des vom BFH im Urteil vom 10.03.1993 II R 87/91, BStBl II 1993, 510 vertretenen Auffassung sei eine anteilige Kürzung nach dem Verhältnis vom Steuerwert des Nachlasses zum Verkehrswert des Nachlasses nicht gerechtfertigt.
Es hält daran fest, dass nach dem BFH-Urteil vom 10.03.1993 (a.a.O.) eine anteilige Kürzung der fiktiven Ausgleichsforderung geboten sei.
Der Senat schließt sich insoweit der BFH-Rechtsprechung im Urteil vom 10.03.1993 (a.a.O.) und Beschluss vom 30.07.1996 II B 4/96, BFH/NV 1997, 27 (vgl. auch zugrunde liegendes Urteil des Senats vom 11.10.1995 4 K 2301/92, UVR 1996, 56) an.
Soweit die Klägerin rügt, die Vorentscheidung weiche von dem BFH-Urteil in BFHE 171, 321, BStBl II 1993, 510 ab, ist die Beschwerde nicht schlüssig.
Aus der Bezugnahme in § 5 Abs. 1 Satz 1 und 2 ErbStG auf die einschlägigen Bestimmungen des BGB über die Berechnung der Zugewinnausgleichsforderung folgt, dass diese auch für erbschaftsteuerliche Zwecke regelmäßig nach zivilrechtlichen Grundsätzen zu ermitteln ist (Bundesfinanzhof - BFH -, Urteil vom 10. März 1993 II R 87/91, BFHE 171, 321, BStBl II 1993, 510;… Beschluss vom 30. Juli 1996 II B 4/96, BFH/NV 1997, 29).
FG München, 11.10.1995 - 4 K 2301/92
Ergänzend weist der Senat darauf hin, daß die vom FA nach Tz. 2.1.b Einführungserlaß zum ErbStG 1976 (BStBl I 1976, 145) getroffene Verhältnisrechnung, wonach die zivilrechtlich (nach Verkehrswerten) errechnete Ausgleichsforderung für die Bestimmung des Freibetrags nach § 5 Abs. 1 Satz 1 ErbStG 1974 (in der Fassung bis zum 31. Dezember 1993) entsprechend dem Verhältnis des Steuerwerts zum Verkehrswert des Endvermögens herabgesetzt werden muß, vom Bundesfinanzhof (BFH) mit Urteil vom 10. März 1993 II R 87/91, BStBl II 1993, 510als richtig beurteilt wurde.

References: § 5
 § 12
 § 5
 § 5
 § 5
 § 7
 § 5
 § 5
 § 5
 § 5
 § 7
 § 7
 § 5
 § 5
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