Source: https://findok.bmf.gv.at/findok?execution=e100000s1&segmentId=8e9a911f-3e80-4871-bfc5-0882412607be
Timestamp: 2020-07-13 16:02:07+00:00

Document:
Verordnung (EU) Nr. 952/2013 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 9. Oktober 2013 zur Festlegung des Zollkodex der Union, ABl. Nr. L 269 vom 10.10.2013 S. 1
Durchführungsverordnung (EU) 2015/2447 der Kommission vom 24. November 2015 mit Einzelheiten zur Umsetzung von Bestimmungen der Verordnung (EU) Nr. 952/2013 des Europäischen Parlaments und des Rates zur Festlegung des Zollkodex der Union (UZK-IA), ABl. Nr. L 343 vom 29.12.2015 S. 558, berichtigt durch ABl. Nr. L 87 vom 02.04.2016 S. 67
Delegierte Verordnung (EU) 2015/2446 der Kommission vom 28. Juli 2015 zur Ergänzung der Verordnung (EU) Nr. 952/2013 des Europäischen Parlaments und des Rates mit Einzelheiten zur Präzisierung von Bestimmungen des Zollkodex der Union (UZK-DA), ABl. Nr. L 69 vom 15.03.2016 S. 1, berichtigt durch ABl. Nr. L 87 vom 02.04.2016 S. 35.
Delegierte Verordnung (EU) 2016/341 der Kommission vom 17. Dezember 2015 zur Ergänzung der Verordnung (EU) Nr. 952/2013 des Europäischen Parlaments und des Rates hinsichtlich der Übergangsbestimmungen für bestimmte Vorschriften des Zollkodex der Union, für den Fall, dass die entsprechenden elektronischen Systeme noch nicht betriebsbereit sind, und zur Änderung der delegierten Verordnung (EU) 2915/2446, ABl. Nr. L 69 vom 15.03.2016 S. 1
Die Befreiungstatbestände sind in der ZBefrVO des Rates vom 16. November 2009 über das gemeinschaftliche System der Zollbefreiungen, ABl. Nr. L 324 vom 10.12.2009 S. 23 und deren vier Durchführungs-VO (DVO 80/2012, ABl. Nr. L 29 vom 01.02.2012 S. 33, DVO 1224/2011, ABl. Nr. L 314 vom 29.11.2011 S. 14, DVO 1225/2011, ABl. Nr. L 314 vom 29.11.2011 S. 20, und VO 3915/88, ABl. Nr. L 347 vom 16.12.1988 S. 55 der Kommission) geregelt.
Die Anpassung des Abschnitts E des ZollR-DG erfolgt mit BGBlBGBl. I Nr. 163/2015. I 2015/163.
Die in der ZBefrVO verschiedentlich an eine bestimmte Verwendung gebundenen Zollbefreiungen sind vom UZK her keine Endverwendung, werden aber im Wege einer auf Art. 124 ZBefrVO gestützten sinngemäßen Anwendung sowohl hinsichtlich der zollamtlichen Überwachung als auch des Entstehens der Zollschuld wie eine Endverwendung behandelt.
Daher wurde § 86 Abs. 3 ZollR-DG entsprechend dem UZK angepasst.
§ 87 Abs. 4 ZollR-DG ist nunmehr im ZollR-DV 2004 aufgenommen.
Amtssitzabkommen und
Privilegienabkommen.
Bisher wurden die Befreiungstatbestände für die Einfuhrabgaben nach Art. 4 Z 10 ZK (nunmehr im Art. 5 Z 20 UZK) im Reiseverkehr in der Zollbefreiungsverordnung und dem Zollrechts-Durchführungsgesetz geregelt. Die Rechtsvorschriften betreffend die sonstigen Eingangsabgaben (Umsatzsteuer und Verbrauchsteuern) haben auf die zollrechtlichen Bestimmungen verwiesen.
Die Befreiungstatbestände für den Reiseverkehr sind nunmehr nur in dem die RL umsetzenden Umsatzsteuergesetz und in der Verbrauchsteuerbefreiungsverordnung geregelt. Das Zollrechts-Durchführungsgesetz enthält selbst keine diesbezüglichen Bestimmungen mehr.
Der "normale" oder "gewöhnliche" Wohnsitz ist in § 4 Abs. 2 Z 8 ZollR-DG geregelt, (siehe auch Abschnitt 3.1.7. und Abschnitt 3.1.8.4.). Die Bestimmung ist von Bedeutung, wenn mehrere Wohnsitze gegeben sind.
a)	allein stehende, berufstätige Person mit Elternbesuch
b)	allein stehende, berufstätige Person ohne Elternbesuch
c)	gebundene berufstätige Person mit regelmäßigem Partnerbesuch
d)	gebundene berufstätige Person mit unregelmäßigem Familienbesuch
e)	Schulaufenthalt im Drittland
f)	Schul- und Berufsaufenthalt im Drittland
In Zweifelsfällen ist zur Feststellung des gewöhnlichen Wohnsitzes die Steuer- und Zollkoordination, Fachbereich Zoll- und Verbrauchsteuern (siehe Abschnitt 0.1.) zu befassen.
Darunter sind alkoholische Erzeugnisse nach Art. 2 Abs. 1 Buchstabe e ZBefrVO bzw. Waren nach 2401 bis 2403 der Kombinierten Nomenklatur zu verstehen.
Der Hausrat ist in Art. 2 Abs. 1 Buchstabe d ZBefrVO festgelegt.
andere gewerblich genutzte Gegenstände.
Für Hausrat nach Art. 2 Abs. 1 Buchstabe c ZBefrVO iVm Art. 2 Abs. 1 Buchstabe d ZBefrVO leg. cit. war eine Kurznummer vorgesehen. Diese ist Ende 2010 entfallen.
Mit der Verordnung (EU) Nr. 1228/2010 der Kommission vom 15. Dezember 2010 zur Änderung von Anhang I der Verordnung (EWG) Nr. 2658/87 der Verordnung (EWG) Nr. 2658/87 des Rates über die zolltarifliche und statistische Nomenklatur sowie den gemeinsamen Zolltarif, wurde sowohl für die Ausfuhr, als auch für die Einfuhr, ein KN-Code für Übersiedlungsgut nach Art. 2 Abs. 1 Buchstabe c ZBefrVO geschaffen.
Übersiedlungsgut beinhaltet nach Art. 2 Abs. 1 Buchstabe c ZBefrVO nicht nur Hausrat, sondern auch Beförderungsmittel und die im letzten Unterabsatz der genannten Rechtsvorschrift erwähnten Waren.
Bestand Übersiedlungsgut aus Hausrat und einem motorisierten Beförderungsmittel, waren bisher zwei Positionen anzumelden: Eine Position für Hausrat (mit Kurznummer) und eine Position für das motorisierte Beförderungsmittel.
Für Letzteres ist auch, ausgehend von § 25 Abs. 1 Z 1 lit. a ZollR-DV 2004, ein Grundlagenbescheid erforderlich (siehe auch Kombinationen mit den jeweiligen VZC und die in den §§ 25 und 26 ZollR-DV 2004 festgelegte Pflicht für Grundlagenbescheide).
Da ab 1. Jänner 2011 nur mehr eine Position für Übersiedlungsgut vorgesehen wird, kann eine mögliche Grundlagenbescheidpflicht nach den §§ 25 und 26 ZollR-DV 2004 nur mehr an Hand des Bescheinigungsartencodes (Feld 44) überwacht werden.
Eine solche Überwachung hat beispielsweise bei folgenden Befreiungstatbeständen, bei denen ein Grundlagenbescheid auf Grund eines motorisierten Beförderungsmittels erforderlich ist, zu erfolgen:
§ 25 Abs. 1 Z 1 lit. a ZollR-DV 2004
§ 25 Abs. 2 Z 1 und 2 ZollR-DV 2004
§ 26 Abs. 2 und 3 ZollR-DV 2004
Bei diesen Befreiungstatbeständen ist vom Zollorgan immer ein Grundlagenbescheid anzufordern. Allein auf Grund der Zollanmeldung (Angabe der Kurznummer für Übersiedlungsgut) kann nicht mehr festgestellt werden, ob ein Grundlagenbescheid erforderlich ist. Sollte kein Bescheid erforderlich sein, so hat dies der Zollanmelder zu erklären. Im e-Zollverfahren werden solche Anforderungen aufgenommen werden.
Dienstbedarf ausländischer Dienststellen (Kurznummer siehe AnlageAnhang 8B) sind
Art. 124 ZBefrVO, VO 1186/2009, ABl. Nr. L 324 vom 10.12.2009 S. 23
§ 86 Abs. 3 ZollR-DG, Zollrechts-Durchführungsgesetz, BGBl. Nr. 659/1994
§ 87 Abs. 4 ZollR-DG, Zollrechts-Durchführungsgesetz, BGBl. Nr. 659/1994
Art. 2 Abs. 1 Buchstabe e ZBefrVO, VO 1186/2009, ABl. Nr. L 324 vom 10.12.2009 S. 23
Art. 2 Abs. 1 Buchstabe d ZBefrVO, VO 1186/2009, ABl. Nr. L 324 vom 10.12.2009 S. 23
§ 25 Abs. 1 Z 1 lit. a ZollR-DV 2004, Durchführung des Zollrechts, BGBl. II Nr. 184/2004
§ 25 Abs. 2 Z 1 und 2 ZollR-DV 2004, Durchführung des Zollrechts, BGBl. II Nr. 184/2004
§ 26 Abs. 2 und 3 ZollR-DV 2004, Durchführung des Zollrechts, BGBl. II Nr. 184/2004
ZK-2030 Anhang 8B
ZK-2030 Abschnitt 1.
ZK-2030 Anhang 6
UZK, Zollkodex Art. 5 Z 20
ZK-2030 Abschnitt 3.1.7.
ZK-2030 Abschnitt 3.1.8.4.
Findok-Nr: 71544.3, aufgenommen am: 25.05.2016 13:51:31, Dokument-ID: ba5628fc-d863-4f8f-8f6c-dc45101e0983, Segment-ID: 8e9a911f-3e80-4871-bfc5-0882412607be

References: Art. 124
 § 86

§ 87
 Art. 4
 Art. 5
 § 4
 Art. 2
 Art. 2
 Art. 2
 Art. 2
 Art. 2
 Art. 2
 § 25

§ 25

§ 25

§ 26

Art. 124

§ 86

§ 87

Art. 2

Art. 2

§ 25

§ 25

§ 26
 Art. 5