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Timestamp: 2019-12-08 15:55:57+00:00

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EuGH Urteil vom 21.11.2013 - C-494/12 | Finance Office Professional | Finance | Haufe
EuGH Urteil vom 21.11.2013 - C-494/12
Steuerbarkeit, Leistungsaustausch, Bemessungsgrundlage, Begriff der Lieferung, Entgelt von dritter Seite, Kreditkartenmissbrauch bei Warenkäufen
Art. 2 Nr. 1, Art. 5 Abs. 1 und Art. 11 Teil A Abs. 1 Buchst. a der Sechsten Richtlinie 77/388/EWG des Rates vom 17. Mai 1977 zur Harmonisierung der Rechtsvorschriften der Mitgliedstaaten über die Umsatzsteuern ‐ Gemeinsames Mehrwertsteuersystem: einheitliche steuerpflichtige Bemessungsgrundlage sowie Art. 2 Abs. 1 Buchst. a, Art. 14 Abs. 1 und Art. 73 der Richtlinie 2006/112/EG des Rates vom 28. November 2006 über das gemeinsame Mehrwertsteuersystem sind dahin auszulegen, dass unter Umständen wie denen des Ausgangsfalls die körperliche Übertragung eines Gegenstands auf einen Käufer, der eine Bankkarte als Zahlungsmittel missbräuchlich benutzt, eine „Lieferung von Gegenständen“ im Sinne von Art. 2 Nr. 1 und Art. 5 Abs. 1 der Sechsten Richtlinie sowie Art. 2 Abs. 1 Buchst. a und Art. 14 Abs. 1 der Richtlinie 2006/112 darstellt und dass im Rahmen einer solchen Übertragung die Zahlung eines Dritten nach Maßgabe eines zwischen ihm und dem Lieferer dieses Gegenstands geschlossenen Vertrags ‐ wonach der Dritte dem Lieferer die Gegenstände zu bezahlen hat, die dieser an Käufer, die eine solche Karte als Zahlungsmittel benutzen, verkauft hat ‐ eine „Gegenleistung“ im Sinne von Art. 11 Teil A Abs. 1 Buchst. a der Sechsten Richtlinie und Art. 73 der Richtlinie 2006/112 bildet.
EWGRL 388/77 Art. 2 Nr. 1, Art. 5 Abs. 1, Art. 11 Teil A Abs. 1 Buchst. a
Commissioners for Her Majestys Revenue and Customs
First-Tier Tribunal (Tax) (Vereinigtes Königreich) (Beschluss vom 26.10.2012; ABl.EU 2013, Nr. C 26/25)
„Richtlinie 2006/112/EG ‐ Mehrwertsteuer ‐ Lieferung von Gegenständen ‐ Begriff ‐ Missbräuchliche Benutzung einer Bankkarte“
In der Rechtssache C-494/12
betreffend ein Vorabentscheidungsersuchen nach Art. 267 AEUV, eingereicht vom First-tier Tribunal (Tax Chamber) (Vereinigtes Königreich) mit Entscheidung vom 26. Oktober 2012, beim Gerichtshof eingegangen am 5. November 2012, in dem Verfahren
unter Mitwirkung der Kammerpräsidentin R. Silva de Lapuerta (Berichterstatterin) sowie der Richter J. L. da Cruz Vilaça, G. Arestis, J.-C. Bonichot und A. Arabadjiev,
‐ der Dixons Retail plc, vertreten durch A. Brown, advocate,
‐ der Regierung des Vereinigten Königreichs, vertreten durch A. Robinson als Bevollmächtigten,
‐ der Europäischen Kommission, vertreten durch R. Lyal, A. Cordewener und C. Soulay als Bevollmächtigte,
Das Vorabentscheidungsersuchen betrifft die Auslegung von Art. 14 Abs. 1 und Art. 73 der Richtlinie 2006/112/EG des Rates vom 28. November 2006 über das gemeinsame Mehrwertsteuersystem (ABl. L 347, S. 1).
Dieses Ersuchen ergeht im Rahmen eines Rechtsstreits zwischen der Dixons Retail plc (im Folgenden: Dixons) und den Commissioners for Her Majesty’s Revenue and Customs (im Folgenden: Commissioners) wegen deren Ablehnung des von Dixons gestellten Antrags auf Erstattung der Mehrwertsteuer, die von dieser Gesellschaft für Umsätze im Zeitraum vom 13. November 2005 bis zum 30. November 2008 erklärt und entrichtet worden war.
Art. 2 Nr. 1 der Sechsten Richtlinie 77/388/EWG des Rates vom 17. Mai 1977 zur Harmonisierung der Rechtsvorschriften der Mitgliedstaaten über die Umsatzsteuern ‐ Gemeinsames Mehrwertsteuersystem: einheitliche steuerpflichtige Bemessungsgrundlage (ABl. L 145, S. 1, im Folgenden: Sechste Richtlinie) bestimmt:
Art. 5 Abs. 1 dieser Richtlinie lautet:
In Art. 11 Teil A Abs. 1 dieser Richtlinie heißt es:
Art. 2 Abs. 1 Buchst. a der Richtlinie 2006/112 sieht vor, dass die Lieferungen von Gegenständen, die ein Steuerpflichtiger als solcher im Gebiet eine...

References: EuGH 

Art. 2
 Art. 5
 Art. 11
 Art. 2
 Art. 14
 Art. 73
 Art. 2
 Art. 5
 Art. 2
 Art. 14
 Art. 11
 Art. 73
 Art. 2
 Art. 5
 Art. 11
 Art. 267
 Art. 14
 Art. 73

Art. 2

Art. 5
 Art. 11

Art. 2