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Timestamp: 2019-01-18 10:34:00+00:00

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BGH, 24.10.2002 - I ZR 3/00 - dejure.org
Zwang zum Vertragsschluß bei Androhung eines empfindlichen Übels (vgl. § 123 BGB): Vertragsannahme unter Vorbehalt kann ein Fall des § 116 S. 2 BGB sein
UrhG a. F. § 32; UrhG § 69d Abs. 1; AGBG §§ 8, 9 (BGB n. F. § 307); BGB § 812 Abs. 1 Satz 1 Alt. 1
UrhG a.F. § 32; UrhG § 69d Abs. 1; AGBG §§ 8, 9 Bm, Ck (BGB n.F. § 307); BGB § 812 Abs. 1 Satz 1 Alt. 1
CPU-Klausel im Software-Lizenzvertrag
Benachteiligung eines Vertragspartners bei Softwarelizenzverträgen - Klausel im Softwarelizenzvertrag über zusätzliche Vergütungsfälligkeit bei Verwendung leistungsstärkerer Rechner - Unangemessene Benachteiligung eines Vertragspartners beim Softwarelizenzvertrag über zeitlich begrenzte Softwareüberlassung - Geltung einer Softwarelizenzvertragsklausel bei fehlender Auswirkung auf den Softwarelauf bei Einsatz eines stärkeren Rechners - Darlegungslast und Beweislast im Rückforderungsprozess für eine Forderung bei Leistung des Schuldners aufgrund Androhung eines Übels - Darlegungslast und Beweislast im Rückforderungsprozess für eine Forderung bei Leistung des Schuldners aufgrund von Zwang
§§ 31 Abs. 1, 69d Abs. 1, 69c UrhG (§ 32 UrhG a.F.)
Verwendungsbeschränkung im Softwarelizenzvertrag - CPU-Klausel
"CPU-Klausel"; Formularmäßige Vereinbarung eines zusätzlichen Entgelts bei Nutzung einer auf begrenzte Zeit überlassenen Software auf einem leistungsstärkeren Rechner; Darlegungs- und Beweislast bei Zahlung unter Vorbehalt
Urheberrecht - Softwarelizenzvertrag
UrhG §§ 31, 32 Abs. 1 Satz 2 (= § 32 UrhG a. F.), § 69d Abs. 1; BGB § 307
Wirksamkeit einer CPU-Klausel in Softwarelizenvertrag
Zusammenfassung von "Zur Zulässigkeit von CPU-Klauseln in Softwarelizenzverträgen" von Dr. Axel Metzger, original erschienen in: NJW 2003, 1194 - 1995.
Zusammenfassung von "Hardwarebezogene Verwendungsbeschränkungen in Standardverträgen zur Überlassung von Software - Eine Betrachtung von CPU- und Upgradeklauseln" von RA Dr. Matthias Scholz LL.M; RA Alexander Haines, original erschienen in: CR 2003, 393 - 399.
Urhebergesetz a.F., § 32 (devenu § 31 Abs. 1 Satz 2) ; Urhebergesetz, § 69d Abs. 1 ; Gesetz zur Regelung des Rechts der Allgemeinen Geschäftsbedingungen, §§ 8 und 9 (devenus § ... 307 Bürgerliches Gesetzbuch) ; Bürgerliches Gesetzbuch, § 812 Abs. 1 Satz 1 Alt. 1
Angleichung der Rechtsvorschriften, Wettbewerb, Gewerbliches und kommerzielles Eigentum
BGHZ 152, 233
NJW 2003, 2014
MDR 2003, 618 (Ls.)
GRUR 2003, 416
MMR 2003, 393
Die Bestimmungen des Art. 5 Abs. 1 der Richtlinie 2009/24/EG und des § 69d Abs. 1 UrhG enthalten insofern einen zwingenden Kern, als urheberrechtlich relevante Nutzungen, die für die vertragsgemäße Verwendung des Programms unerlässlich sind, nicht ohne weiteres ausgeschlossen werden können (vgl. zum - unbeachtlichen - vertraglichen Ausschluss der Beseitigung eines Programmfehlers durch Dritte BGH, Urteil vom 24. Februar 2000 - I ZR 141/97, GRUR 2000, 866, 868 = WRP 2000, 1306 - Programmfehlerbeseitigung, mwN; vgl. auch Urteil vom 24. Oktober 2002 - I ZR 3/00, BGHZ 152, 233, 243 - CPU-Klausel).
Mit dinglicher Wirkung kann es allerdings nur auf übliche, technisch und wirtschaftlich eigenständige und damit klar abgrenzbare Nutzungsarten beschränkt werden (vgl. BGH, Urteil vom 6. Juli 2000 - I ZR 244/97, BGHZ 145, 7, 11 - OEM-Version; Urteil vom 24. Oktober 2002 - I ZR 3/00, BGHZ 152, 233, 239 - CPU-Klausel; Urteil vom 13. Oktober 2004 - I ZR 49/03, GRUR 2005, 48, 49 = WRP 2005, 112 - man spricht deutsh).
(1) Nach ständiger Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs (siehe nur BGHZ 83, 278, 282; 86, 267, 269 und 271; 139, 357, 367 f.; 152, 233, 244 f.;… Urt. v. 27. September 2005, XI ZR 216/04, NJW-RR 2006, 61, 62 f.; ebenso KG WuM 2006, 46; OLG Düsseldorf NJW-RR 1989, 27, 28 und 1996, 1430; OLG Hamm NJW-RR 1987, 985, 986; OLG Naumburg OLGR 2005, 637, 639; OLG Saarbrücken MDR 2004, 329 f.;… Staudinger/Olzen, BGB [2000], § 362 Rdn. 24 ff.;… MünchKomm-BGB/Wenzel, 4. Aufl. § 362 Rdn. 4, 29;… Soergel/Zeiss, BGB [1990], § 362 Rdn. 15;… RGRK/Weber, BGB, 12. Aufl., § 362 Rdn. 35 f.;… JurisPK-BGB/Kerwer, § 362 Rdn. 33, 49;… AnwKomm-BGB/Avenarius, § 362 Rdn. 13 f.;… Bamberger/Roth/Dennhardt, BGB, § 362 Rdn. 25;… Erman/H.P. Westermann, BGB, 11. Aufl., § 362 Rdn. 13, 16;… Palandt/Grüneberg, BGB, 65. Aufl., § 362 Rdn. 11 f.;… Hk-BGB/Schulze, 4. Aufl., § 362 Rdn. 9 f.;… PWW/Pfeiffer, BGB, § 362 Rdn. 13; a.A. Seibert, JR 1983, 491 f.) ist bei einer Leistung unter Vorbehalt zu unterscheiden: Will der Schuldner lediglich dem Verständnis seiner Leistung als Anerkenntnis (§ 212 Abs. 1 Nr. 1 BGB) entgegentreten und die Wirkung des § 814 BGB ausschließen, sich also die Möglichkeit offen halten, das Geleistete nach § 812 BGB zurückzufordern, so stellt dies die Ordnungsmäßigkeit der Erfüllung nicht in Frage.
Dies ist insbesondere für die Fälle anerkannt, in denen der Schuldner nur zur Abwendung eines empfindlichen Übels (BGHZ 152, 233, 244 f.) oder unter der Voraussetzung leistet, dass die Forderung zu Recht besteht (vgl. OLG Düsseldorf NJW-RR 1989, 27, 28; 1996, 1430).
Der Leistende kann auf diese Weise erreichen, dass im späteren Rückforderungsstreit den Leistungsempfänger die Beweislast für das Bestehen des Anspruchs trifft (vgl. BGH, Urteile vom 6. Oktober 1998 - XI ZR 36/98, BGHZ 139, 357, 367 f., vom 9. Juni 1992 - VI ZR 215/91, NJW-RR 1992, 1214, 1216, vom 24. Oktober 2002 - I ZR 3/00, BGHZ 152, 233, 244 f. …und vom 24. November 2006 - LwZR 6/05, NJW 2007, 1269 Rn. 19, jeweils mwN).
Die Interessen des Urhebers sind grundsätzlich nur dann ausreichend gewahrt, wenn er an jeder wirtschaftlichen Nutzung seines Werkes angemessen beteiligt ist (vgl. Entwurf eines Gesetzes zur Stärkung der vertraglichen Stellung von Urhebern und ausübenden Künstlern - nachfolgend Gesetzentwurf -, BT-Drucks. 14/6433, S. 14 f.; Beschlussempfehlung, BT-Drucks. 14/8058, S. 18; BGHZ 140, 326, 334 - Telefaxgeräte;… BGH, Urt. v. 5.7.2001, GRUR 2002, 246, 248 = WRP 2002, 219 - Scanner; BGHZ 152, 233, 240 - CPU-Klausel;… BGH, Urt. v. 29.1.2004 - I ZR 135/00, GRUR 2004, 669, 670 f. = WRP 2004, 1057 - Musikmehrkanaldienst).
Hinzukommt, dass in dem auf § 812 BGB gestützten Rückzahlungsprozess tatsächliche Unklarheiten regelmäßig zu Lasten des Beihilfeberechtigten gehen (vgl. BGH, Urteile vom 24. Oktober 2002 - I ZR 3/00, BGHZ 152, 233, 244 f; Urteil vom 6. Oktober 1998 - XI ZR 36/98, BGHZ 139, 357, 367 f).
OLG München, 29.11.2007 - 6 WG 1/06
OLG Jena, 22.06.2017 - 1 U 673/15
Auslegung einer Klausel in Nachtragsvereinbarungen, wonach bei der Verhandlung …
OLG Düsseldorf, 23.09.2003 - 20 U 79/03
Kostenlose Duldung der Inanspruchnahme eines Bahngeländes zur Verlegung eines …

References: § 123
 § 116
 § 32
 § 69
 § 307
 § 812
 § 32
 § 69
 § 307
 § 812
 § 32
 § 69
 § 307
 § 32
 § 31
 § 69
 § 812
 Art. 5
 § 69
 § 362
 § 362
 § 362
 § 362
 § 362
 § 362
 § 362
 § 362
 § 362
 § 362
 § 362
 § 814
 § 812
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