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Timestamp: 2019-06-25 16:44:04+00:00

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BGH, 18.12.2007 - XI ZR 76/06 - dejure.org
https://dejure.org/2007,971
BGH, 18.12.2007 - XI ZR 76/06 (https://dejure.org/2007,971)
BGH, Entscheidung vom 18.12.2007 - XI ZR 76/06 (https://dejure.org/2007,971)
BGH, Entscheidung vom 18. Dezember 2007 - XI ZR 76/06 (https://dejure.org/2007,971)
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BGB § 779; HWiG § 1 Abs. 1 (in der Fassung vom 16. Januar 1986); VerbrKrG § 4 Abs. 1, § 6 Abs. 2 Satz 1 (in der Fassung vom 27. April 1993)
Wirksamkeit eines Vergleichs betreffend eines HAT-Fonds; Heilung eines in einem Vergleich enthaltenen formnichtigen Kreditvertrages durch Inanspruchnahme des Kredits seitens des Erwerbers eines Fondsanteils; Prüfung des Vorliegens einer Haustürsituation
Kein Entfallen der Kausalität einer Haustürsituation für Vertragsabschluss allein mit Ablauf einer Frist
Zur Heilung eines in einem Vergleich enthaltenen formnichtigen Kreditvertrages nach § 6 Abs. 2 Satz 1 VerbrKrG durch Inanspruchnahme des Kredits seitens des Erwerbers eines Fondsanteils, wenn die an den Fonds geflossene Darlehensvaluta vereinbarungsgemäß dem Fonds belassen worden ist; zur Mitursächlichkeit einer Haustürsituation für den späteren Vertragsschluss
Wirksamkeit eines außergerichtlichen Vergleichs; Heilung eines in dem Vergleich enthaltenen formnichtigen Kreditvertrages
Heilung eines formnichtigen Kreditvertrages
BGB § 779; HWiG a. F. § 1 Abs. 1; VerbrKrG a. F. § 4 Abs. 1, § 6 Abs. 2 Satz 1
BGB §§ 779, 494; VerbrKrG § 4 Abs. 1, § 6 Abs. 2 Satz 1
Kein Entfallen der Kausalität einer Haustürsituation für Vertragsabschluss allein mit Ablauf einer bestimmten Frist
Wirksamkeit eines Vergleichs; Heilung nach § 6 VerbrKrG; Darlehensinanspruchnahme durch fortgesetzte Drittnutzung
Heilung eines in einem Vergleich enthaltenen formnichtigen Kreditvertrags (IMR 2008, 1065)
LG Hamburg, 30.07.2004 - 332 O 32/04
NJW-RR 2008, 643
ZIP 2008, 357
MDR 2008, 399
WM 2008, 292
Diese Schlussfolgerung liegt im Rahmen tatrichterlichen Ermessens bei der Beurteilung des Sachverhalts; sie verstößt nicht gegen Denkgesetze und beruht nicht auf verfahrenswidriger Tatsachenfeststellung (…vgl. BGH, Urteile vom 10. November 2009 - XI ZR 252/08, BGHZ 183, 112 Rn. 26 und vom 18. Dezember 2007 - XI ZR 76/06, NJW-RR 2008, 643 Rn. 20).
Im Revisionsverfahren ist somit lediglich zu überprüfen, ob sich der Tatrichter mit dem Prozessstoff und den Beweisergebnissen umfassend und widerspruchsfrei auseinandergesetzt hat, seine Würdigung also alle Umstände vollständig berücksichtigt hat, rechtlich möglich ist und nicht gegen Denk- und Erfahrungssätze verstößt (…Senatsurteile vom 29. Juni 2010 - XI ZR 104/08, BGHZ 186, 96 Rn. 38 und vom 18. Dezember 2007 - XI ZR 76/06, WM 2008, 292 Rn. 20).
Die tatrichterliche Würdigung kann in der Revisionsinstanz nur eingeschränkt daraufhin überprüft werden, ob sie vollständig und rechtlich möglich ist und nicht gegen Denk- oder Erfahrungssätze verstößt (Senatsurteile vom 26. Oktober 2004 - XI ZR 211/03, WM 2005, 27 und vom 18. Dezember 2007 - XI ZR 76/06, WM 2008, 292 Rn. 20 mwN).
Die tatrichterliche Würdigung des Berufungsgerichts, der Vortrag der darlegungspflichtigen Beklagten über die Richtigstellung sei nicht ausreichend, ist revisionsrechtlich nur eingeschränkt überprüfbar (vgl. Senatsurteile vom 26. Oktober 2004 - XI ZR 211/03, WM 2005, 27 und vom 18. Dezember 2007 - XI ZR 76/06, WM 2008, 292 Rn. 20 mwN) und hält dieser Überprüfung stand.
Diese in der Revisionsinstanz nur eingeschränkt überprüfbare tatrichterliche Würdigung (vgl. Senatsurteile vom 26. Oktober 2004 - XI ZR 211/03, WM 2005, 27 und vom 18. Dezember 2007 - XI ZR 76/06, WM 2008, 292 Rn. 20 mwN) hält revisionsrechtlicher Überprüfung stand.
Welcher Zeitraum hierfür erforderlich ist und welche Bedeutung möglicherweise auch anderen Umständen, insbesondere dem nicht erfolgten Widerruf der auf den Fondsbeitritt gerichteten Willenserklärung im Rahmen der Kausalitätsprüfung zukommt, ist Sache der tatrichterlichen Würdigung des konkreten Einzelfalls, die in der Revisionsinstanz grundsätzlich nur beschränkt überprüft werden kann (…Senatsurteile vom 16. Mai 2006 - XI ZR 6/04, BGHZ 168, 1 Rn. 19…, vom 10. Juli 2007 - XI ZR 243/05, WM 2007, 1831 Rn. 11, vom 18. Dezember 2007 - XI ZR 76/06, WM 2008, 292 Rn. 20…, vom 22. Januar 2008 - XI ZR 6/06, BKR 2008, 254 Rn. 30 …und vom 24. März 2009 - XI ZR 456/07, WM 2009, 1028 Rn. 17).
Dabei ist zu beachten, dass es keinen Rechtssatz gibt, nach dem mit Ablauf einer bestimmten Frist die Kausalität ohne Rücksicht auf die Umstände des Einzelfalls entfällt (Senatsurteil vom 18. Dezember 2007 - XI ZR 76/06, WM 2008, 292 Rn. 20).
Ob die Auffassung des Berufungsgerichts zutrifft, dass ein Rechtsirrtum, wenn er nicht gleichzeitig einen Irrtum über relevante Tatsachen umschließt, von vornherein nicht in den Anwendungsbereich von § 779 Abs. 1 BGB fallen kann (so zuletzt BGH Urteil vom 18. Dezember 2007 - XI ZR 76/06 - NJW-RR 2008, 643 Rn. 14;… offen gelassen in BGH Urteil vom 21. Dezember 2006 - VII ZR 275/05 - NJW 2007, 838 Rn. 10 m.N. zum Streitstand), braucht unter den hier obwaltenden Umständen nicht entschieden zu werden.
OLG Hamm, 17.06.2016 - 3 UF 47/15
BGH, 13.07.2010 - XI ZR 111/08
BGH, 15.06.2010 - XI ZR 129/08

References: § 779
 § 1
 § 4
 § 6
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 § 779
 § 1
 § 4
 § 6
 § 4
 § 6
 § 6
 § 779
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