Source: http://langermerlin.de/merlin-betreutes_wohnen.htm
Timestamp: 2020-04-03 22:57:03+00:00

Document:
merlin-betreutes wohnen
1.Produktbenennung
Bereitstellung von Unterkunft für Jugendliche ab 15 Jahre und junge Erwachsene in sozialpädagogisch begleiteten Wohnformen, die außerhalb von Familien und Heimen angesiedelt sind. Als Wohnformen kommen Einzelwohnungen in Ein- oder Mehrzimmerwohnungen in Frage, auch Wohngemeischaften in denen die Bewohner nur teilweise pädagogisch betreut werden.
Das `Betreute Wohnen ` ist für Jugendliche und junge Erwachsene gedacht, die aufgrund ihrer aktuellen Lebenssituation als besonders gefährdet gelten und/oder gravierende Fehlentwicklungen aufweisen, so daß sie in neuen Wohnbezügen untergebracht werden sollen. Dabei ist das `Betreute Wohnen `sowohl für Jugendliche/junge Erwachsene geeignet, die aus Familien kommen als auch für Jugendliche/junge Erwachsene, die aus der Heimerziehung entlassen werden und der Nachbetreuung bedürfen.
Als grundlegende Auftragsgundlage können die §§ 34 und 41 KJHG angesehen werden. Spezielle Formen `Betreuten Wohnens `können auf folgenden gesetzlichen Grundlagen begründet werden:
§ 13 Abs. 3 KJHG Bereitstellung von Unterkunft in soz.päd. begleiteten Wohnformen während der Teilnahme an schulischen oder beruflichen Bildungsmaßnahmen
§ 19 KJHG Gemeinsame Wohnformen für Mütter/Väter mit Kindern
§ 35 KJHG (i.V.m. § 41 Abs. 2 KJHG) Intensive sozialpädagogische Einzelbetreuung
§ 35a KJHG Eingliederungshilfe für seelisch behinderte Jugendliche
§ 42 KJHG Inobhutnahme von Jugendlichen .
Außerdem könnte `Betreutes Wohnen `auch ein Angebot an straffällig gewordene Jugendliche zur Vermeidung von Inhaftierung sein.
Bei Erstanfrage kostenlose Abklärung über Geeignetheit der Maßnahme, über Strukturen, Inhalte und Kosten. Flexible und individuelle Konzipierung des `Betreuten Wohnens `zwischen Auftraggeber und Auftragnehmer. Dabei kann die Maßnahme von der Wohnraumbeschaffung als zentrale Hilfe bis zur Wohnraumbeschaffung mit sehr intensiver pädagogischen Betreuung reichen.
Der Auftragnehmer besorgt Wohnraum und tritt neben dem Jugendlichen als Mieter auf. Nach der Verselbstständigung des Jugendlichen kann dieser die Wohnung eigenverantwortlich übernehmen. Die sozialpädagogische Betreuung ist orientiert am Alltag und der Lebenswelt des Betroffenen.
Das Hilfeplanverfahren ist der Einstieg in `Betreutes Wohnen `. Hierbei werden alle relevanten Fakten festgehalten, die zur Problembeschreibung und Zielvereinbarung notwendig sind. Über dieses Verfahren wird Protokoll geführt. Das Protokoll wird Bestandteil des Vertrages zwischen Auftraggeber und Auftragnehmer. Nach Abschluß der Maßnahme wird in einem Abschlußgespräch überprüft, ob die festgelegten Ziele erreicht wurden.
Die Ergebnisse der Maßnahme werden zwischen Auftraggeber, Auftragnehmer und den Betroffenen besprochen und versucht meßbar zu machen. Ziele können z.B. die Integration in das soziale Umfeld (Schule, Verein, Freizeit, etc.) oder auch eine Verselbstständigung des Betroffenen sein.
Die Maßnahme wird durch ausgebildete Pädagogen durchgeführt .Vor- und Nachbereitung der Betreuungen finden in einem Team statt.
Vertraglich feststehende Kosten, können durch Einzelabrechnungen oder Pauschalabrechnungen abgerufen werden
Ein feststehender zeitlicher und inhaltlicher Rahmen, sowie die
Durchführung des Hilfeplanverfahren gehören zu den Standards.
Darüber hinaus müssen die Mietkosten und die Mietnebenkosten vom Auftraggeber übernommen werden
Stand:17.10.98

References: § 13

§ 19

§ 35
 § 41

§ 35

§ 42