Source: http://www.vatican.va/archive/DEU0036/__P6D.HTM
Timestamp: 2018-07-20 16:47:07+00:00

Document:
TITEL VIII ANFECHTUNG EINES URTEILS (Cann. 1619 – 1640)
KAPITEL II BERUFUNG
Can. 1628 — Eine Partei, die sich durch ein Urteil beschwert fühlt, und in gleicher Weise der Kirchenanwalt und der Bandverteidiger in Verfahren, in denen ihre Beteiligung gefordert ist, haben das Recht, gegen ein Urteil Berufung an den höheren Richter unter Beachtung der Vorschrift des ⇒ can.1629 einzulegen.
2° ein nichtiges Urteil, außer die Berufung wird gemäß ⇒ can. 1625 mit der Nichtigkeitsbeschwerde verbunden;
Can. 1632 — § 1. Wird in der Berufungsklage nicht angegeben, an welches Gericht diese gerichtet ist, so wird vermutet, daß sie an das in cann. ⇒ 1438 und ⇒ 1439 erwähnte Gericht eingelegt worden ist.
§ 2. Hat die andere Partei Berufung an ein anderes Gericht eingelegt, so befindet über die Sache das rangmäßig höhere Gericht, wobei ⇒ can. 1415 zu beachten ist.
§ 3. Inzwischen muß der Urteilsrichter gemäß ⇒ can. 1474 die Akten dem Berufungsrichter zuleiten.
Can. 1636 — § 1. Der Berufungskläger kann auf seine Berufung mit den in ⇒ can. 1525 erwähnten Rechtswirkungen verzichten.
Can. 1639 — § 1. Unbeschadet der Vorschrift des ⇒ can. 1683 kann in der Berufungsinstanz kein neuer Klagegrund, auch nicht auf dem Weg einer Klagehäufung, zugelassen werden; deshalb kann die Streitfrage nur dahingehend festgelegt werden, ob das vorinstanzliche Urteil zu bestätigen oder aufzuheben ist, sei es ganz oder teilweise.
§ 2. Neue Beweise sind nur gemäß ⇒ can. 1600 zulässig.
Can. 1640 — In der Berufungsinstanz ist in sinngemäßer Anwendung des Verfahrens der Vorinstanz entsprechend zu verfahren; jedoch ist, sofern nicht etwa die Beweiserhebung zu ergänzen ist, sofort nach Festlegung der Streitfrage gemäß cann. ⇒ 1513, § 1 und ⇒ 1639, § 1 zur Sacherörterung und zum Urteil zu schreiten.

References: § 1

§ 2

§ 3
 § 1
 § 1

§ 2
 § 1
 § 1