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Timestamp: 2019-11-18 09:10:13+00:00

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AG und KGaA: Besonderheiten der Rechnungslegung / 2.5 Besondere Bestimmungen für Aktiengesellschaften nach dem HGB | Finance Office Professional | Finance | Haufe
Von der Vielzahl der gesetzlichen Bestimmungen, die sich im 2. Abschnitt des 3. Buchs des HGB finden, die die besonderen Bestimmungen für alle Kapitalgesellschaften beinhalten, gibt es nur einige wenige, die speziell für die AG Anwendung finden. Die meisten der besonderen Bestimmungen für Aktiengesellschaften finden sich naturgemäß im AktG, da dieses das zentrale Gesetz für die Rechtsform darstellt.
2.5.1 Besonderheit bei den Größenklassen
Eine Kapitalgesellschaft gilt stets als große Gesellschaft und hat die entsprechenden gesetzlichen Bestimmungen anzuwenden, wenn sie einen organisierten Markt in Anspruch nimmt oder die Zulassung beantragt hat. Zwar kann auch eine GmbH oder selbst eine Personengesellschaft kapitalmarktorientiert sein, die etwa eine Anleihe an einem organisierten Markt platziert hat, doch wird es sich i. d. R. um eine AG handeln, deren Aktien zum Handel an einer Börse zugelassen sind. Es erscheint deshalb angezeigt, diese Sonderbestimmung im Zusammenhang mit den Besonderheiten der Rechnungslegung von Aktiengesellschaften zu erwähnen.
2.5.2 Verlust des Eigenkapitals
2.5.3 Bestimmungen zum Eigenkapital
§ 272 HGB beinhaltet verschiedene Bestimmungen, die das Eigenkapital einer Kapitalgesellschaft und damit auch einer AG betreffen. Weitergehende Verpflichtungen zur Gliederung des Eigenkapitals finden sich im AktG. Im Einzelnen handelt es sich bei der "Ausgangsbestimmung" des § 272 HGB um die folgenden Regelungen:
§ 272 Abs. 1 HGB regelt das gezeichnete Kapital. Bei einer AG ist dies das Grundkapital gem. § 6 AktG. Ausstehende Einlagen müssen offen vom Kapital abgesetzt werden und dürfen nicht mehr wie nach der alten Rechtslage alternativ durch einen gesonderten Posten vor dem Anlagevermögen der Gesellschaft dargestellt werden, sofern es sich um noch nicht eingeforderte Einlagen handelt. Eine eingeforderte, aber noch nicht eingezahlte Einlage ist zwingend unter den Forderungen gesondert auszuweisen und entsprechend zu bezeichnen. Die weitere Aufschlüsselung des Grundkapitals ist im AktG geregelt.
2.5.4 Besondere Angaben im Anhang
§ 286 HGB bestimmt einige Fälle, in denen einzelne Anhangangaben unterbleiben dürfen, die jedoch allesamt sehr restriktiv zu handhaben sind. Von erheblicher praktischer Bedeutung ist vor allem § 286 Abs. 4 HGB, der es erlaubt, die Angaben zur Vergütung der Geschäftsleitung zu unterlassen, wenn anhand dieser Angaben die Bezüge eines Mitglieds der Geschäftsführung oder des Aufsichtsrats festgestellt werden können. Dies ist der Fall, wenn insbesondere nur ein Vorstand bestellt ist. Zu beachten ist, dass kleine Gesellschaften diese Angabe bereits nach § 288 HGB nicht zu machen brauchen. N...

References: § 272
 § 272

§ 272
 § 6

§ 286
 § 286
 § 288