Source: http://relevancy.bger.ch/php/aza/http/index.php?lang=de&zoom=&type=show_document&highlight_docid=aza%3A%2F%2F29-03-2006-5A-31-2005
Timestamp: 2016-10-24 14:10:31+00:00

Document:
5A.31/2005 (29.03.2006)
5A.31/2005 /blb
Feststellung gem�ss Art. 84 BGBB,
Am 21. Februar 2000 verstarb der im Jahr 1919 geborene V.________. Er hinterliess seine inzwischen ebenfalls verstorbene Ehefrau M.________ sowie seine f�nf Kinder A.________, B.________, C.________, D.________ und E.________. Die Familie ist seit mehreren Jahren tief zerstritten.
Im Nachlassverm�gen befinden sich mehrere landwirtschaftlich genutzte Grundst�cke im Gesamtumfang von 455'994 m2. Dazu geh�ren unter anderem die Parzellen Art. xxxx, Art. yyyy, Art. zzzz und Art. vvvv in der Gemeinde G.________. Die landwirtschaftliche Nutzfl�che wird auf 13,8 ha gesch�tzt. Davon werden etwa 13,5 ha seit dem Fr�hjahr 1985 von S.________, dem Ehemann von A.________, bewirtschaftet. Das Bauernhaus, welches sich auf Parzelle Art. xxxx befindet, und ca. 0,8 ha Umschwung werden von C.________ benutzt. Diese verwaltet zudem weitere Grundst�cke (Alpweiden, Wald) in der Gemeinde H.________, welche mit Vieh Dritter bestossen werden. Schriftliche Pachtvertr�ge liegen nicht vor. S.________ zahlte in den Jahren 1985 sowie 1987 bis 2003 an V.________ bzw. die Erbengemeinschaft eine Entsch�digung.
Am 11. Juli 2003 ersuchten A.________ und B.________ die kantonale Beh�rde f�r Grundst�ckverkehr des Kantons Freiburg, es sei festzustellen, dass es sich bei den Grundst�cken Art. xxxx, Art. yyyy, Art. zzzz und Art. vvvv um landwirtschaftliche Grundst�cke im Sinne von Art. 8 lit. a BGBB handle und es sei gest�tzt auf Art. 87 Abs. 1 BGBB der Ertragswert der einzelnen Parzellen zu bestimmen. Sie machten geltend, auf Grund der langj�hrigen parzellenweisen Verpachtung seien auf diese Parzellen nicht mehr die Bestimmungen �ber ein landwirtschaftliches Gewerbe, sondern jene �ber einzelne landwirtschaftliche Grundst�cke anwendbar. Mit Verf�gung vom 1. Oktober 2004 wies die Beh�rde f�r Grundst�ckverkehr das Begehren ab und stellte fest, dass die Grundst�cke der Erbengemeinschaft V.________ ein landwirtschaftliches Gewerbe im Sinne von Art. 7 BGBB bilden. Sie erwog, die Voraussetzungen f�r die Annahme eines besonderen Falles nach Art. 8 BGBB w�rden fehlen.
Dagegen gelangten A.________ und B.________ an das Verwaltungsgericht des Kantons Freiburg. Dieses sah im Gegensatz zu seiner Vorinstanz die Voraussetzungen von Art. 8 BGBB erf�llt. Mit Entscheid vom 13. September 2005 hiess es die Beschwerde gut, hob die Verf�gung der Beh�rde f�r Grundst�ckverkehr vom 1. Oktober 2004 vollumf�nglich auf und wies die Sache an diese zur�ck mit dem Auftrag, den Ertragswert der Grundst�cke zu bestimmen.
Gegen diesen Entscheid gelangen C.________, D.________ und E.________ mit Verwaltungsgerichtsbeschwerde an das Bundesgericht. Sie verlangen die Aufhebung des verwaltungsgerichtlichen Entscheids vom 13. September 2005 sowie die Feststellung, dass es sich bei den strittigen Grundst�cken um ein landwirtschaftliches Gewerbe handle.
Gegen den gleichen Entscheid sind auch A.________ und B.________ mit einer eigenen Verwaltungsgerichtsbeschwerde an das Bundesgericht gelangt (Verfahren 5A.32/2005).
Das Bundesgericht pr�ft von Amtes wegen und mit freier Kognition, ob und in welchem Umfang auf eine Verwaltungsgerichtsbeschwerde eingetreten werden kann (BGE 130 II 65 E. 1 S. 67).
1.1 Letztinstanzliche kantonale Beschwerdeentscheide in Anwendung des Bundesgesetzes �ber das b�uerliche Bodenrecht (BGBB; SR 211.412.11) unterliegen der Verwaltungsgerichtsbeschwerde an das Bundesgericht (Art. 89 BGBB; BGE 121 III 75 E. 1a S. 76; 126 III 274 E. 1a S. 275). Beim Entscheid des Verwaltungsgerichts handelt es sich um einen R�ckweisungsentscheid. Ein solcher ist wie ein Endentscheid mit Verwaltungsgerichtsbeschwerde anfechtbar, wenn er f�r die Vorinstanz verbindlich eine Grundsatzfrage entscheidet und damit bereits einen Teilentscheid in der Hauptsache enth�lt (BGE 117 Ib 325 E. 1b S. 327; 129 II 286 E. 4.2 S. 291). Diese Voraussetzung ist vorliegend erf�llt, so dass sich die Verwaltungsgerichtsbeschwerde als zul�ssig erweist.
1.2 Hat - wie hier - eine richterliche Beh�rde als Vorinstanz entschieden, so ist das Bundesgericht an deren tats�chliche Feststellungen gebunden, sofern sie den Sachverhalt nicht offensichtlich unrichtig, unvollst�ndig oder unter Verletzung wesentlicher Verfahrensbestimmungen erhoben hat (Art. 104 lit. b i.V.m. Art. 105 Abs. 2 OG; BGE 123 II 49 E. 6a S. 54; 124 II 361 E. 2a S. 365).
Damit kann nicht auf die Beschwerde eingetreten werden, soweit die Beschwerdef�hrer geltend machen, das Verwaltungsgericht habe den Sachverhalt im Sinne von Art. 104 lit. b OG unrichtig festgestellt. Das gilt namentlich f�r die Ausf�hrungen dar�ber, ob die strittigen Grundst�cke an eine Wohnzone grenzen und ob die M�glichkeit besteht, dass sie bald dieser Zone zugewiesen werden. Im �brigen ist ohnehin nicht ersichtlich, inwiefern eine m�gliche Einzonung f�r die hier strittige Frage der parzellenweisen Verpachtung von Bedeutung w�re.
Im vorliegenden Fall ist grunds�tzlich unstreitig, dass die Gesamtheit der im Eigentum der Erbengemeinschaft von V.________ befindlichen Grundst�cke, Bauten und Anlagen (urspr�nglich) ein landwirtschaftliches Gewerbe im Sinne von Art. 7 BGBB darstellte.
Fraglich ist hingegen, ob dieses landwirtschaftliche Gewerbe auf Grund einer langj�hrigen Verpachtung einzelner Parzellen an S.________ nicht (mehr) den gesetzlichen Bestimmungen �ber die landwirtschaftlichen Gewerbe unterstellt ist: Nach Art. 8 lit. a BGBB finden auf ein landwirtschaftliches Gewerbe die Bestimmungen �ber die einzelnen landwirtschaftlichen Grundst�cke Anwendung, wenn es seit mehr als sechs Jahren rechtm�ssig ganz oder weitgehend parzellenweise verpachtet ist und diese Verpachtung im Sinne von Art. 31 Abs. 2 lit. e und f LPG weder vor�bergehenden Charakter hat noch aus pers�nlichen Gr�nden erfolgt ist.
Art. 8 BGBB wurde mit dem Bundesgesetz vom 26. Juni 1998 (in Kraft seit 1. Januar 1999) insoweit ge�ndert, als die Bestimmung neu strukturiert und ihr ein neuer Buchstabe b beigef�gt wurde. Die Regelung �ber die parzellenweise Verpachtung ist neu in Buchstabe a enthalten, hat indes durch die Revision keine materielle �nderung erfahren (vgl. BBl 1996 IV S. 375 f.). Auf Ausf�hrungen zum intertemporal anwendbaren Recht kann damit verzichtet werden (vgl. im �brigen zum �bergangsrecht f�r die Gesetzes�nderung vom 26. Juni 1998: BGE 127 III 16).
2.1 Zur Hauptsache ist zwischen den Parteien umstritten, ob zwischen V.________ und S.________ �berhaupt ein Pachtvertrag zustande gekommen ist und ob eine allf�llige Verpachtung rechtm�ssig im Sinne von Art. 8 lit. a BGBB erfolgt ist.
F�r die Frage der Rechtm�ssigkeit ist von wesentlicher Bedeutung, ob ein Vertrag vor oder nach Inkrafttreten des Bundesgesetzes �ber die landwirtschaftliche Pacht (LPG; SR 221.213.2) am 20. Oktober 1986 abgeschlossen wurde, weil das LPG die parzellenweise Verpachtung einer Bewilligungspflicht unterstellt (Art. 30 f. LPG). Eine solche Bewilligung fehlt im vorliegenden Fall, so dass ein bestehender Pachtvertrag nicht rechtm�ssig im Sinne von Art. 8 lit. a BGBB w�re, wenn er von nach dem 20. Oktober 1986 datiert.
Anders ist die Rechtslage, wenn der Vertrag noch unter Geltung des alten Rechts abgeschlossen wurde: Nach der �bergangsbestimmung von Art. 60 Abs. 1 LPG finden die neuen Bestimmungen �ber die parzellenweise Verpachtung - und damit auch die Bewilligungspflicht - keine Anwendung auf bereits bestehende Vertr�ge (Thomas Merkli, Zur Einf�hrung des neuen landwirtschaftlichen Pachtrechts: Beh�rden, Verfahren und �bergangsrecht, BlAR 1986 S. 92). Damit ist eine parzellenweise Verpachtung auch ohne entsprechende Bewilligung rechtm�ssig, sofern der Vertrag vor dem 20. Oktober 1986 abgeschlossen wurde (Eduard Hofer, in: Das b�uerliche Bodenrecht, 1995, N. 9 f. zu Art. 8 BGBB).
2.1.1 Das Verwaltungsgericht hat erwogen, ein schriftlicher Pachtvertrag zwischen V.________ und S.________ liege nicht vor, indes k�nne ein Pachtvertrag auch m�ndlich abgeschlossen werden. Unbestritten sei, dass V.________ im Jahr 1984 oder 1985 seinem Schwiegersohn S.________ einen Grossteil seiner landwirtschaftlichen Liegenschaften zur Bewirtschaftung �bergeben habe. Dass V.________ damals den Abschluss eines Pachtvertrages beabsichtigt habe, ergebe sich aus einem Brief vom 12. September 1984 von V.________ an die Saatzuchtgenossenschaft. Darin sei festgehalten: "Ich teile Ihnen mit, dass ich den Betrieb in der J.________ im kommenden Fr�hjahr 1985 meinem Schwiegersohn, Herr S.________, in Pacht �bergeben werde und bitte Sie deshalb, auch die Mitgliedschaft bei der Saatzuchtgenossenschaft auf ihn zu �bertragen."
Weiter hat das Verwaltungsgericht ausgef�hrt, ein schriftlicher Vertrag sei in der Folge nicht abgeschlossen worden und eine Einigung �ber die H�he des Pachtzinses sei wohl urspr�nglich auch nicht zustande gekommen, habe doch V.________ den von S.________ im Jahr 1985 geleisteten Pachtzins nicht annehmen und zur�ckweisen wollen. Dies ergebe sich aus einem Schreiben vom 12. Dezember 1985 von V.________ an S.________ und dessen Ehefrau. Aus diesem Brief k�nne unter anderem Folgendes entnommen werden: "[...] Es ist eine Frechheit, den Pachtzins einfach einseitig festzulegen, ohne mit dem Eigent�mer einen Vertrag zu haben. [...] Ich bin �berzeugt, dass bis jetzt noch kein Pachtvertrag zwischen mir und S.________ besteht. [...] Best�nde ein Vertrag, k�nnt Ihr dieses Schreiben als K�ndigung betrachten. [...] Was den Pachtzins betrifft, werde ich bevor die rechtliche Situation abgekl�rt ist, um nicht einen Tatbestand zu schaffen, euch ihn zur�ck�berweisen. Ihr k�nnt ihn auf ein separates Konto �berweisen, auf Euren Namen. Ich lasse mich nicht noch einmal in eine Situation hineindr�ngen [...]."
Das Verwaltungsgericht f�hrt fort, zu dieser R�ckzahlung sei es aber nicht gekommen, sondern V.________ habe den geleisteten Betrag behalten. Weshalb der Pachtzins im Jahr 1986 nicht geleistet wurde, sei unerfindlich aber hier nicht von Belang. Wesentlich sei, dass V.________ den im Jahr 1985 und nach 1987 regelm�ssig geleisteten Pachtzins offensichtlich vorbehaltlos angenommen habe und auf seine im Brief vom 12. Dezember 1985 ausgesprochene K�ndigung nicht zur�ckgekommen sei und von S.________ nicht die R�ckgabe der Liegenschaften verlangt habe. Damit h�tten sich V.________ und S.________ stillschweigend �ber alle wesentlichen Punkte des Pachtvertrages, insbesondere �ber einen bestimmten Pachtzins, geeinigt. Vor diesem Hintergrund sei von einem seit dem Jahr 1984 oder 1985 bestehenden Pachtvertrag auszugehen.
2.1.2 Die Beschwerdef�hrer bestreiten, dass ein g�ltiger Pachtvertrag zustande gekommen ist. Sie machen geltend, aus dem Schreiben vom 12. September 1984 ergebe sich lediglich die Absicht zur Verpachtung, belege jedoch nicht das tats�chliche Vorhandensein eines Vertrages. Im Schreiben vom 12. Dezember 1985 habe V.________ vielmehr klar ausgedr�ckt, dass er keinen Abschlusswillen habe. Aus diesem Brief ergebe sich auch, dass der Pachtzins einseitig festgelegt worden sei, so dass von einer �bereinstimmenden Willens�usserung von V.________ und S.________ nicht die Rede sein k�nne. H�tte ein Pachtvertrag bestanden, w�re dieser im �brigen mit dem Schreiben vom 12. Dezember 1985 gek�ndigt worden. Eine K�ndigung sei ein Gestaltungsrecht und m�sse - im Gegensatz zur Annahme des Verwaltungsgerichts - nicht vollzogen werden.
2.1.3 Der Abschluss eines landwirtschaftlichen Pachtvertrages ist nicht an eine bestimmte Form gebunden. Damit kann ein Pachtvertrag nicht nur durch ausdr�ckliche Willens�usserung der Parteien, sondern auch stillschweigend durch schl�ssiges Verhalten geschlossen werden. Ein solches Verhalten kann darin liegen, dass der P�chter ein Grundst�ck ungehindert bewirtschaftet und der Verp�chter daf�r ein Entgelt entgegen nimmt (BGE 118 II 441 E. 1 S. 443).
F�r die Frage, ob zwischen V.________ und S.________ ein Vertrag zustande gekommen ist, ist weniger die im Schreiben vom 12. September 1984 ge�usserte Absichtserkl�rung von Bedeutung, als vielmehr die Tatsache, dass S.________ die Bewirtschaftung der Grundst�cke im Fr�hling 1985 tats�chlich �bernommen hat. Gem�ss dem angefochtenen Entscheid hat S.________ die Parzellen seit diesem Zeitpunkt ununterbrochen und unangefochten bewirtschaftet. Das Schreiben vom 12. Dezember 1985 deutet zwar darauf hin, dass sich die beiden �ber die Zinszahlungen anfangs nicht einig waren. Wesentlich ist indes, dass V.________ die Pachtzinszahlung f�r das Jahr 1985 gem�ss verbindlicher Feststellung des Verwaltungsgerichts (Art. 105 Abs. 2 OG) - entgegen seiner Absichtserkl�rung im Brief vom 12. Dezember 1985 - doch behalten und keine Schritte unternommen hat, S.________ an der (weiteren) Bewirtschaftung der Grundst�cke zu hindern. Aus diesem Verhalten l�sst sich ableiten, dass zwischen den beiden schliesslich doch (stillschweigend) eine Einigung �ber die H�he des Pachtzinses und somit �ber die wesentlichen Vertragspunkte zustande gekommen ist. Damit ist es auch unerheblich, ob V.________ den Vertrag mit dem Schreiben vom 12. Dezember 1985 gek�ndigt hat. Selbst wenn man von einer g�ltigen K�ndigung ausginge, h�tten sich die Parteien anschliessend (neu) geeinigt und einen neuen Vertrag abgeschlossen und zwar vor Inkrafttreten des LPG. Damit kann offen bleiben, auf welchen Zeitpunkt eine solche K�ndigung �berhaupt ihre Wirkung entfaltet h�tte, sah doch das damals g�ltige Bundesgesetz �ber die Erhaltung des b�uerlichen Grundbesitzes vom 12. Juni 1951 (EGG; [SR 211.412.11]; aufgehoben am 4. Oktober 1991) eine Mindestpachtdauer von sechs Jahren vor (Art. 23 Abs. 1 EGG).
Zusammenfassend ist folglich dem Verwaltungsgericht zuzustimmen, dass zwischen V.________ und S.________ ein Pachtvertrag bestand und dieser vor Inkrafttreten des LPG abgeschlossen wurde. Dementsprechend ist die parzellenweise Verpachtung auch rechtm�ssig erfolgt. Das Pachtverh�ltnis besteht zudem seit mehr als sechs Jahren.
2.2 Eine rechtm�ssige parzellenweise Verpachtung eines landwirtschaftlichen Gewerbes f�hrt dann nicht zum Verlust des Gewerbecharakters, wenn diese nur vor�bergehenden Charakter im Sinne von Art. 31 Abs. 2 lit. e LPG hat.
Vor�bergehend ist eine Verpachtung nach Art. 31 Abs. 2 lit. e LPG, wenn das landwirtschaftliche Gewerbe zu einem sp�teren Zeitpunkt wieder als Ganzes bewirtschaftet werden soll. In der Literatur wird regelm�ssig das Beispiel angef�hrt, dass der zum Betriebsnachfolger bestimmte Nachkomme noch zu jung ist, um den Hof zu �bernehmen (Eduard Hofer, a.a.O., N. 14 zu Art. 8 BGBB; Benno Studer/Eduard Hofer, Das landwirtschaftliche Pachtrecht, 1987, S. 220 f.; Brigitte St�mpfli Chevalley, Le r�gime des autorisations et des oppositions dans la loi f�d�rale sur le bail � ferme agricole, S. 152).
2.2.1 Das Verwaltungsgericht hat erwogen, da das Pachtverh�ltnis nunmehr seit fast zwanzig Jahren andauere, k�nne von einem vor�bergehenden Charakter nicht die Rede sein. Es sei nicht belegt, dass V.________ vor dem Abschluss des Pachtvertrages beabsichtigt habe, das Heimwesen an seine Tochter C.________ zu �bergeben. Jedenfalls habe er ab dem Jahre 1985 in dieser Hinsicht keine konkreten Massnahmen unternommen und die Grundst�cke weiterhin S.________ �berlassen. C.________, geb. 1954, habe zwar eine Ausbildung als Meisterlandwirtin absolviert und V.________ habe sie im Testament insofern bedacht, als er ihr sein landwirtschaftliches Heimwesen in G.________ sowie die Alpweiden zu Alleineigentum �berwiesen habe. Darauf komme es aber nicht an. C.________ habe im Jahr 1985 die Landwirtschaftsschule besucht und d�rfte diese l�ngstens abgeschlossen haben. Wenn es V.________ im Jahr 1985 darum gegangen sei, eine �bergangsl�sung zu finden, bis C.________ die Ausbildung beendet habe, sei nicht nachzuvollziehen, weshalb er danach keine konkreten Schritte zur �bertragung seines Heimwesens an diese unternommen habe. Dass V.________ von seiner anderen Tochter A.________ eingesch�chtert wurde und einem Gerichtsverfahren aus dem Weg gehen wollte, sei vor dem Hintergrund anderer Gerichtsverfahren und der offenbar unvers�hnlichen Haltung der einzelnen Familienmitglieder nicht sonderlich �berzeugend, umso weniger als V.________ auch Unterst�tzung bei seiner Ehefrau und drei seiner f�nf Kinder habe finden k�nnen. Auch aus den am Bauernhaus get�tigten (hohen) Investitionen k�nne nicht abgeleitet werden, dass V.________ diesen Aufwand im Hinblick auf die �bernahme des Heimwesens durch C.________ auf sich genommen habe.
2.2.2 Soweit die Beschwerdef�hrer in diesem Punkt vorbringen, der Pachtvertrag zwischen V.________ und S.________ sei gar nicht zustande gekommen bzw. zumindest mit Schreiben vom 12. Dezember 1985 gek�ndigt worden, kann auf das oben Gesagte verwiesen werden (vgl. E. 2.1.3).
Im �brigen kritisieren die Beschwerdef�hrer die Beweisw�rdigung des Verwaltungsgerichts: Sie bringen im Wesentlichen vor, S.________ habe den Hof bewirtschaftet, weil C.________ die Landwirtschaftsschule zuerst zu Ende bringen musste. Zudem habe V.________ es vermieden, Schritte zu unternehmen, weil er von seiner Tochter A.________ eingesch�chtert wurde. Dass V.________ beabsichtigt habe, das Heimwesen als Ganzes an C.________ zu �bergeben, ergebe sich zudem aus seinem Testament vom 14. September 1999, sowie aus den get�tigten Investitionen, namentlich im Rahmen des Wiederaufbaus des nach einem Brand im Jahr 1999 zerst�rten Bauernhauses.
Bei Feststellungen �ber den inneren Willen handelt es sich um Tatfragen (BGE 105 II 16 E. 2 S. 18; 107 II 226 E. 4 S. 229, 417 E. 6 S. 418). Wie oben erw�hnt (vgl. E. 1.2) ist das Bundesgericht im vorliegenden Verfahren grunds�tzlich an die Sachverhaltsfeststellungen des Verwaltungsgerichts gebunden. Dass die W�rdigung der Beweise bez�glich der Absicht von V.________, die Grundst�cke l�ngerfristig zu verpachten, offensichtlich unrichtig ist, verm�gen die Beschwerdef�hrer mit ihren Ausf�hrungen nicht darzutun. Soweit auf diese R�ge �berhaupt eingetreten werden kann (Art. 105 Abs. 2 OG), erweist sie sich als unbegr�ndet.
2.3 Schliesslich stellt sich noch die Frage, ob die Pacht aus pers�nlichen Gr�nden gem�ss Art. 31 Abs. 2 lit. f LPG erfolgt ist, und daher auf den Hof trotz der parzellenweisen Verpachtung weiterhin die Vorschriften �ber das landwirtschaftliche Gewerbe anwendbar sind.
Solche pers�nlichen Gr�nde liegen vor, wenn der Verp�chter das Gewerbe bisher selber bewirtschaftet hat, aber namentlich infolge schwerer Krankheit oder vorger�cktem Alter dazu nur noch teilweise in der Lage ist (Art. 31 Abs. 2 lit. f LPG; Benno Studer/Eduard Hofer, a.a.O., S. 222 f.; Brigitte St�mpfli Chevalley, a.a.O., S. 153).
2.3.1 Das Verwaltungsgericht hat zu diesem Punkt ausgef�hrt, V.________ sei im Zeitpunkt des Abschlusses des Pachtvertrages weder krank noch verunfallt gewesen. Mithin habe sein damaliger Gesundheitszustand nicht zu einer bleibenden Reduktion der Arbeitskraft gef�hrt. Aus den Umst�nden sei zudem zu schliessen, dass auch das Alter nicht der ausschlaggebende Grund gewesen sei, der V.________ zu seinem Schritt veranlasste; jedenfalls habe er sich nie in diesem Sinn verlauten lassen. Es komme hinzu, dass er auf die Hilfe von S.________ habe z�hlen k�nnen, war dieser doch seit 1976 bei ihm als Mitarbeiter angestellt. An dieser Anstellung habe sich auch dann nichts ge�ndert, als S.________ und seine Frau A.________ ein eigenes Heimwesen erworben haben, wurde dieses doch zur Pacht an V.________ �bergeben. Das Alter von V.________ habe somit keine wesentliche Rolle f�r die �bergabe zur Pacht gespielt.
2.3.2 Die Beschwerdef�hrer machen geltend, V.________ sei Ende der achtziger Jahre siebzig Jahre alt gewesen. Auch wenn er sich nie in diesem Sinn habe verlauten lassen, verstehe es sich doch von selbst, dass er in diesem Alter nicht mehr in der Lage gewesen sei, das Heimwesen allein zu bewirtschaften. Daneben habe er seinen Lebensabend nicht mit Gerichtsverfahren verbringen wollen. Nur dem Frieden zuliebe habe er S.________ einen Teil seines landwirtschaftlichen Gewerbes - und zwar nur vor�bergehend - bewirtschaften lassen. Es h�tten folglich pers�nliche Gr�nde f�r die parzellenweise Verpachtung bestanden.
Auch in diesem Punkt beschr�nken sich die Vorbringen der Beschwerdef�hrer auf Kritik an den tatbest�ndlichen Feststellungen des Verwaltungsgerichts. Indes weisen sie nicht nach, dass die Beweisw�rdigung und damit die Sachverhaltsfeststellung offensichtlich unrichtig ist (Art. 105 Abs. 2 OG). Damit erweist sich die Beschwerde auch insoweit als unbegr�ndet.
2.4 Zusammenfassend ist festzuhalten, dass das Heimwesen der Erbengemeinschaft von V.________ bereits seit mehr als sechs Jahren rechtm�ssig weitgehend parzellenweise verpachtet ist und diese Verpachtung weder vor�bergehenden Charakter hat, noch aus pers�nlichen Gr�nden erfolgt ist. Dementsprechend ist nicht zu beanstanden, wenn das Verwaltungsgericht zum Schluss gelangt ist, die Voraussetzungen von Art. 8 lit. a BGBB seien erf�llt und auf das Gewerbe w�rden die Bestimmungen �ber die landwirtschaftlichen Grundst�cke Anwendung finden.
Damit ist die Verwaltungsgerichtsbeschwerde abzuweisen, soweit darauf eingetreten werden kann. Bei diesem Ausgang des Verfahrens werden die Beschwerdef�hrer kostenpflichtig (Art. 156 Abs. 1 OG). Sie schulden den Beschwerdegegnern allerdings keine Parteientsch�digung f�r das bundesgerichtliche Verfahren, da keine Vernehmlassung eingeholt worden ist.
Dieses Urteil wird den Parteien und dem Verwaltungsgericht des Kantons Freiburg, III. Verwaltungsgerichtshof, sowie dem Eidgen�ssischen Justiz- und Polizeidepartement schriftlich mitgeteilt.

References: Art. 84
 Art. 8
 Art. 87
 Art. 7
 Art. 8
 Art. 8
 BGE 
 Art. 105
 BGE 
 Art. 104
 Art. 7
 Art. 8
 Art. 31

Art. 8
 BGE 
 Art. 8
 Art. 8
 Art. 60
 Art. 8
 Art. 31
 Art. 31
 Art. 8
 Art. 31
 Art. 8