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Timestamp: 2019-06-24 20:11:02+00:00

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Dann geht ja keiner mehr arbeiten! Oder? | Mein Grundeinkommen
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Dann geht ja keiner mehr arbeiten! Oder?
von Meera am 15.04.2016
Eine Befürchtung, die wir als Befürworter*innen des bedingungslosen Grundeinkommens häufig zu hören bekommen, ist: "Aber dann geht ja keiner mehr arbeiten!" Unsere Kollegin Meera sieht das anders und hat ihre Begründung im folgenden Video für euch dargestellt.
am 17.5.2016, um 21:34 Uhr
Wer jemals, in seinem Leben von Arbeitslosigkeit betroffen war, weiß auch wie sehr einen sowas runterziehen kann. Der Mensch benötigt diese sozialen Kontakte und Begegnungen, um nicht zu verkümmern, das ist absolut unantastbar. Du verlierst sonst Selbstbewusstsein und Lebenswillen.\nWas aber auch immer noch viel zu tief in den Köpfen unserer Gesellschafft drinnen steckt, ist die Maßlosigkeit im Verleben.\nIch denke, wenn jeder alles haben könnte und nicht mehr nur danach streben würde, nach außen hin allen unbedingt was beweisen zu müssen... an Besitz und Reiseerlebnissen, wenn dieser menschliche Wettkampf, zum Erliegen, zur Normalität kommen, werden würde, dann könnten sich die Menschen auch wieder auf den Ursprünglichen Wettkampf des Lebens ausrichten, den Wettkampf des Könnens und der Fähigkeiten... ohne diese mein Haus, mein Auto-, mein Pool-, meine Reisen- etc. -Philosophie!
am 11.5.2016, um 13:49 Uhr
Ich glaube, wenn wir alle nicht mehr arbeiten gehen würden, würde unser Geist verkümmern, weil der Mensch auch Ziele braucht und Aufgaben, die er erfüllen kann. Vor allem würde sich die soziale Kompetenz immer weiter zurückentwickeln, und wir wären dann vielleicht nur noch Individualisten auf Knopfdruck.
am 10.5.2016, um 9:42 Uhr
İch bin allein erziehende Mutter und Hartz 4 Empfänger .Mit drei Kinder und ein geringen Einkommen ist das überleben ein Balance Akt.Leider kann ich meinen Kinder nicht so viel bieten .Hofentlich gewinne ich auch in der Verlosung .
am 8.5.2016, um 14:24 Uhr
Zur schlechten Bezahlung der sogenannten Drecksjobs kommt ja dazu, dass die meissten keine Vollzeitarbeitsplätze sind. Es müssen also 2 oder mehr Jobs irgendwie kombiniert werden. Das kostet die Arbeitnehmer unbezahlte Zeit (zusätzliche Fahrten zwischen den Arbeitsplätzen, Planungszeit für gleichzeitigen Urlaub bei allen Jobs, usw.). Ausserdem finden ähnliche Jobs meistens auch zu ähnlichen Uhrzeiten statt. Verkäufer in Supermärkten, die Teilzeit arbeiten, müssen oft auf Abruf bereitstehen und können gar keinen zweiten Job annehmen. Da ist es schwierig überhaupt auf eine vernünftige Anzahl BEZAHLTER Stunden pro Woche zu kommen.\nMenschen mit Vollzeitarbeitsplatz, die das nicht wissen, kommen da leicht auf den Gedanken, Menschen mit Teilzeitjobs hätten keine Lust zu arbeiten.\nIch glaube nicht, dass bei einem BGE die Faulheit steigen wird. Dafür befürchte ich zwei andere Dinge:\n1.) Eine Zunahme der Inflation weil Mieten, Waren, Strom, usw. teurer werden. Jeder hätte mehr Geld, warum sollten Produzenten und Kaufleute nicht ihre Gewinne erhöhen? Das ist der Sinn und Zweck ihrer Arbeit.\n2.) Ein Sinken (bzw. geringeres Steigen) der Löhne. Warum sollten Arbeitgeber ihren Mitarbeitern hohe Löhne zahlen, wenn diese auch so leben können? Solange grosse Unternehmen ihre Umsätze in Steueroasen versteuern können (also mit Herrn Schäuble noch viele Jahrzehnte) werden sie damit auch ordentlich den Gewinn steigern. Verlierer sind die Unternehmen, die in Deutschland versteuern. Die können dann auch keine hohen Löhne mehr zahlen weil sie weniger Gewinn machen.
am 8.5.2016, um 8:08 Uhr
Hallo, ich habe bereits vor einigen Tagen ein Mail an Hr. Lichtenberg geschrieben. Ich bin Journalistin und würde gern genau zu dem Thema mit GewinnerInnen sprechen und berichten. Leider habe ich bisher keine Antwort bekommen. Wohin darf ich mich sonst wenden - brauche dringend Feedback. Danke & lg Doris
am 7.5.2016, um 18:17 Uhr
Ich habe mit 15 bei der Kanalreinigung gearbeitet zwei Wochen als Ferienjob. Sicher nichts fürs Leben, aber die zwei Wochen waren cool. Von der vierfachen Alleinerziehenden Mutter in der Drei-Zimmer-Wohnung bis zur Riesen-Villa, in der zwei Rentner das Ende ihrer Lebens-Reise genossen, war alles dabei. Sogar mal ein Golfplatz-Restaurant. Und unsere Arbeit wurde sehr gewürdigt. Ein verstopfter Kanal ist im wahrsten Sinne des Wortes sch... Dementsprechend großzügig auch das Trinkgeld. Ich denke, viele der ungeliebten Jobs würden durchaus mal so als Zeitvertreib Spaß machen. Warum braucht z.B. eine Bibliothek, Schule, Kirchengemeinde eine Putzfrau? Doch nur weil unsere Leistungsgesellschaft derartiges Ehrenamt nicht mehr würdigt. (Und wegen ehrenamtlichem Personalmangel man dann nicht mehr raus kommt aus dem “Job“) Das Grundeinkommen kann nur ein Baustein sein bei einer grundlegenden Neuausrichtung der Gesellschaft. So sehe ich keineswegs nur die Arbeitgeber in der Pflicht ungeliebte Jobs attraktiv zu machen. Was spricht zum Beispiel dagegen, dass der Manager seinen Schreibtisch selbst abstaubt? (abgesehen von seinem Ego)_\nAuch die Aufgaben des Staates könnten viel wirtschaftlicher erledigt werden, wenn sie lokal organisiert und ohne Bürokratie von der Allgemeinheit getragen werden.\nMomentan schaut noch jeder auf seinen Nachbarn (warum ich und nicht er) aber wenn erst mal ein Anfang getan wurde, könnte die Gemeinschaft einiges bewegen - und aus meiner Sicht nur zum Guten.
am 7.5.2016, um 15:40 Uhr
Sehr tolles Video, auch wenn die Schnitte sehr anstrengend sind.\nDas ist doch echt etwas, was wir uns angucken müssen: es ist selbstverständlich, dass irgendwelche Menschen unsere Drecksjobs machen, auf die wir dann noch runtergucken. Das heißt im Umkehrschluss Freiheit, Wohlbefinden und Wohlstand hat nur ein bestimmter Teil der Menscheit verdient. Es ist weiterhin ok, dass man erpressbar bleibt und sich demütigen lassen muss, um seinen (miesen) Job nicht zu verlieren. So viele Menschen müssen sich Tag für Tag demütigen lassen. Ein Grundeinkommen würde solche Missverhältnisse aufdecken. Eine freie Verteilung würde sich einstellen. Na dann bleiben eben die Mülltonnen eben eine Weile stehen, dann bleiben eben die Straßen dreckig, dann bleiben eben die Läden mal leer. Dann würden aber manche diese Arbeit mal wertschätzen lernen oder selber machen.\nLasst uns doch die Arbeit gleich verteilen. Wenn wir die Arbeit, die anfällt auf alle so verteilen würden, dass es allen gut geht, würde alles erledigt werden und alle hätten mehr Zeit für sich und ihr eigenes Leben, und keiner müsste sich ausbeuten lassen. Und lasst uns Arbeit und Erwerbsarbeit differenzieren.\nLasst uns das Bild von Arbeit ändern: sie muss erledigt werden, und andere Dinge werden getan, weil sie einen Beitrag leisten, um zu helfen, die Gesellschaft voranzubringen und zu bereichern etc. Also warum nicht in Würde und Freiheit und Gleichverteilung. Wobei Gleichverteilung nicht heißt, dass alle genau das selbe Maß machen. Jeder Mensch ist unterschiedlich und lebt aus einem unterschiedlichen Sinn, mit unterschiedlichen Fähigkeiten, Anlagen und Kräften. Und lasst uns den Wert eines Menschen nicht an seiner Leistung festmachen.\nAn der Meinung über das Grundeinkommen kann man sein eigenes Menschenbild ablesen.
am 7.5.2016, um 13:44 Uhr
Ich gehe auf die 60 zu und finde, ich habe einen Eintritt in den Ruhestand verdient. Ich würde also nicht weiter arbeiten. Natürlich nur, wenn das BGE grundsätzlich und für alle dauerhaft eingeführt wird. Dieses einjährige BGE, das ihr hier verlost, ist zwar eine nette Idee zur Veranschaulichung und auch sehr reizvoll, weil Lotterie und so, aber schließlich soll das BGE ja durch Steuereinnahmen finanziert werden und nicht durch freiwillige Spenden.
am 7.5.2016, um 1:22 Uhr
also nach meiner erfahrung gibt es feißige kreative menschen voller ideen und schaffenskraft, die ihre energie aber nicht für lohnarbeit vergeuden wollen/können - für diese wäre ein BGE selbstredend ein segen und es würde ihnen erlauben ihre schaffenskraft unentgeltlich der gesellschaft zur verfügung zu stellen | sie würden vermutlich nur für zusätzlichen geldbedarf gelegentlich lohnarbeit verrichten | dann gibt es eben auch leute die mit sich selbst bzw mit freier zeit nichts anzufangen wissen, denen es lieber ist von anderen struktur und arbeitsauftrag zu erhalten | diese können sich ja trotz BGE eine lohntätigkeit und damit anerkennung und sinn im leben (und zusatzeinkommen) suchen... | klar ist jedenfalls dass über kurz oder lang keine \"kackjobs\" (bei schlechter bezahlung und unwürdigen arbeitsbedingungen) mehr angeboten würden, weil sich schlichtweg niemand mehr finden würde der sie ausüben wollte (müsste) | ganz im gegenteil müssten mögliche arbeitgeber recht attraktive angebote machen um überhaupt jemanden zur lohnarbeit zu bewegen | hätten die menschen mehr kraft und zeit sich um die wesentlichen dinge des lebens zu kümmern (als da wären die liebe und kommunikation), dann wäre es auch weitaus schwieriger die masse so zu manipulieren und gegeneinander aufzuhetzen | und selbst die kritiker des BGE räumen inzwischen ein dass dies nicht an einer finanzierbarkeit scheitern müsste - längst ist alles vielfach durchgerechnet und durchdacht... | (schon heute geht in Schland nicht mal jeder zweite einer regelmäßigen lohnarbeit nach) | im grunde wäre also das konzept BGE für alle ein riesenschritt in richtung einer zukunftsfähigen humanen gesellschaft, bei der fast alle profitieren würden - mit ausnahme natürlich jener kleinen blutsaugenden minderheit die von den jetzigen menschenfeindlichen verhältnissen überaus profitiert | diese setzt natürlich alles daran die schlafende konsumentenmasse weiterhin zu verdummen, ein BGE als \"nicht machbar\" zu diffamieren und sich damit eben weiterhin macht und exorbitanten wohlstand auf kosten der breiten mehrheit zu sichern
am 7.5.2016, um 1:17 Uhr
also nach meiner erfahrung gibt es feißige kreative menschen voller ideen und schaffenskraft, die ihre energie aber nicht für lohnarbeit vergeuden wollen/können - für diese wäre ein BGE selbstredend ein segen und es würde ihnen erlauben ihre schaffenskraft unentgeltlich der gesellschaft zur verfügung zu stellen | sie würden vermutlich nur für zusätzlichen geldbedarf gelegentlich lohnarbeit verrichten_\ndann gibt es eben auch leute die mit sich selbst bzw mit freier zeit nichts anzufangen wissen, denen es lieber ist von anderen struktur und arbeitsauftrag zu erhalten | diese können sich ja trotz BGE eine lohntätigkeit und damit anerkennung und sinn im leben (und zusatzeinkommen) suchen...\nklar ist jedenfalls dass über kurz oder lang keine \"kackjobs\" (bei schlechter bezahlung und unwürdigen arbeitsbedingungen) mehr angeboten würden, weil sich schlichtweg niemand mehr finden würde der sie ausüben wollte (müsste) | ganz im gegenteil müssten mögliche arbeitgeber recht attraktive angebote machen um überhaupt jemanden zur lohnarbeit zu bewegen\nhätten die menschen mehr kraft und zeit sich um die wesentlichen dinge des lebens zu kümmern (als da wären die liebe und kommunikation), dann wäre es auch weitaus schwieriger sie masse so zu manipulieren und gegeneinander aufzuhetzen | und selbst die kritiker des BGE räumen inzwischen ein dass dies nicht an einer finanzierbarkeit scheitern müsste - längst ist dies alles vielfach durchgerechnet und durchdacht... (schon heute geht in Schland nicht mal jeder zweite einer regelmäßigen lohnarbeit nach)\nim grunde wäre also das konzept BGE für alle ein riesenschritt in richtung einer zukunftsfähigen humanen gesellschaft, bei der fast alle profitieren würden - mit ausnahme natürlich jener kleinen blutsaugenden minderheit die von den jetzigen verhältnissen überaus proftiert | die setzt natürlich alles daran die schlafende konsumentenmasse weiterhin zu verdummen, ein BGE als \"nicht machbar\" zu diffamieren und sich damit eben macht und exorbitanten wohlstand auf kosten der breiten mehrheit zu sichern
am 25.4.2016, um 9:12 Uhr
Holloseum,\nwir leben aber nicht in einem Entwicklungsland, sondern in einem der reichtsten Länder der Welt mit Grundrechten die nach_\nEinführung von Hartz-4 für eine bestimmte Gruppe ad acta gelegt wurden. Artikel 1 \"Die Würde des Menschen......usw.\"\nWas verstehst du darunter? Zur Würde des Menschen gehört nicht, dass er irgendeine Arbeit hat, sondern dass er sich und seine\nFamilie ernähren, mind. 1x im Jahr Urlaub machen und sich fürs Alter was zurücklegen kann. Dieses ist heute nicht mehr gegeben.\nEs gibt Menschen, die bis zu 50 Std. d. W. arbeiten, und am Ende d. M - als Aufstocker - Grundsicherung beantragen müssen.\nMenschen, die zu faul zum arbeiten waren hat es bereits gegeben als ich 1964 als Lehrling (so nannte man das damals) ins berufsleben\neingestiegen.\nAusserdem haben wir in der Berufsgruppe \"Beamten\" schon ein BGE, wenn auch ein gestaffelt bei der Höhe.\nIch erinnere hier an Folgendes: Als die Deutsche Post privatisiert wurde konnten 1000ende von Postbeamten bei vollen Bezügen \nincl. Weihnachtsgeld, Kur-Urlaube, usw.zuhause bleiben. Mit diesem Beamten-BGE war es möglich sich mehrere Standbeine für das Alter\nanzulegen. Es wäre doof, auf dieses Beamten-BG neidisch zu sein, da die einzelne Person diese Bevorzugung ja nicht zu verantworten hat, sondern\nes ist dass System welches diese Bevorzugung fördert.\nDieses will niemand erkennnen der gegen das BGE ist.
am 23.4.2016, um 14:57 Uhr
@Holosseum: Wie kommst Du dazu zu behaupten, dass Arbeitslose den ganzen Tag nichts tun???? Dass es für die Menschen, die gerne einer Erwerbsarbeit nachgehen würden, keine Arbeitsplätze gibt, sie sich aber dennoch die Finger wund tippen für Bewerbungen, kann man wohl nicht diesen Menschen ankreiden. Und dass jeder dennoch ein Recht auf Verpflegung und ein Dach über den Kopf hat, halte ich für eine Selbstverständlichkeit. Im Übrigen arbeiten insbesondere viele Alg-II-Bezieher in 1€-Jobs bzw. in anderen gering entlohnten Jobs oder engagieren sich ehrenamtlich, was aber nicht ihre Existenz sichert. Diese Diffamierung von Arbeitslosen kann ich wirklich nicht ertragen.
am 23.4.2016, um 12:04 Uhr
Jeder ist verpflichtet dazu, zu arbeiten, das wird sich auch mit Grundeinkommen nicht ändern. Mit gesetzlichem Grundeinkommen kommt auch eine gesetzliche Arbeitspflicht. Das Schlimme heute: Arbeitslose in Deutschland bekommen Essen fürs NICHTSTUN, während in Entwicklungsländern Menschen null Freizeit haben, weil Sie den GANZEN TAG für ihre Nahrung arbeiten. Des Weiteren haben wir Übergewichtige in Deutschland, welche für 2 essen. Ich finde, eine Gesundheitspflicht sollte Gesetz werden, wodurch nur diejenigen medinizische Versorgung erhalten, die für ihre Gesundheit sorgen. Wirtschaftsleistungen müssen erbracht werden, bis der technische Fortschritt und genug Maschinen alles für uns erledigen können, sodass wir nur noch Freizeit haben.
am 22.4.2016, um 21:28 Uhr
Ich würde mir durch das BGE, sollte es auch ohne Arbeit ein würdevolles Leben ermöglichen, einen \"netten\" Nebeneffekt erhoffen: Eine gehörige Portion mehr Ehrlichkeit in bestimmten Branchen gegenüber Menschen, die sich herrausnehmen - weil ihrer Meinung nach der Gegenüber ja \"nur Servicepersonal\" sei - herablassend, unfreundlich und unhöflich sein zu müssen.\nDerzeit traut sich niemand bis kaum jemand diesen Menschen die eigentliche Meinung ins Gesicht zu sagen, weil man ja seinen Job verlieren verlieren könnte.\nViele mir bekannte Menschen aus der Servicebranche machen ihren Job gern, sind fröhlich, zuvorkommend und freundlich dem Kunden gegenüber, doch solcherlei Menschen kann aus o.g. Gründen kein Respekt beigebracht werden...was den Angestellten oft gehörig den Tag und die Laune versaut.
am 20.4.2016, um 15:24 Uhr
Eines der besten Beispiele, das Menschen freiwillig Aufgaben übernehmen sind \"unsere\" freiwilligen Feuerwehren. Da opfert doch auch Keiner seine Freizeit auf Pfiff der Sirene weil er Geld dafür bekommt, sondern weil es notwendig ist.
am 20.4.2016, um 14:06 Uhr
Weniger arbeiten vielleicht, aber ganz darauf verzichten nein.\nIch freue mich jedes mal wenn Kunden sich bei uns für die gute Qualität und die fixe Bearbeitung bedanken oder wenn man sich mit Kollegen auf die Schulter klopfen kann, wieder eine Auftragswelle oder ein neues Projekt zur weiteren Verbesserung erfolgreich umgesetzt zu haben.\nZu viel Freizeit ist nicht gut, dass habe ich in einer kurzen Periode der Arbeitslosigkeit endeckt, eine Aufgabe , etwas Sinnvolles tun, dass braucht ein Mensch denke ich schon, Arbeit kann dazu gezählt werden wenn man den richtigen Arbeitsplatz gefunden hat.\nGrundeinkommen würde zumindest die Sorge lindern seine Miete nicht bezahlen zu können, die in Großstädten doch relativ saftig sind und leider mit durschnittlichen Einkommen kaum noch zu bezahlen sind._\n10qm Wohnungen in monotonen Betonklötzen im 35sten Stock erachte ich nicht als angemessene Wohnsituation in der man alt werden möchte.
am 20.4.2016, um 13:52 Uhr
\" Dann geht ja keiner mehr arbeiten\"_\nDieses zeigt, dass Diejenigen, die sowas behaupten eben nicht weiter denken. Wo soll den das Frühstücksbrötchen herkommen? Selber backen, okay. Gibt aber kein Mehl, keine Eier, keine Milch zu kaufen, den Aldi, Lidl, Norma, Netto usw. haben zu. Will ja keine mehr arbeiten.\nAuch die erwähnten \"Kackjobs\" werden weiterhin gemacht werden. Aber nicht mehr um damit seinen Lebensunterhalt zu verdienen, sondern weil sie gemacht werden müssen!
am 18.4.2016, um 11:06 Uhr
Auf einen Aspekt von Meeras Beitrag möchte ich noch eingehen: Was macht eigentlich eine Arbeit zu einem „Kackjob“? Ist es wirklich die Tätigkeit an sich oder sind es die Umstände, unter denen diese Tätigkeit verrichtet wird (z. B. gesundheitsschädlich, schwer, dreckig, stressig, gefährlich, gering angesehen, monoton)? Und haben diese Tätigkeiten nur diese Aspekte oder geben sie den Arbeitenden nicht auch etwas zurück, auch wenn das aufgrund der Bedingungen nicht mehr wahrgenommen werden kann? Ich denke, sie werden eben dadurch zu „Kackjobs“, das erwartet wird, dass sie ununterbrochen und bis zu Erschöpfung bei geringer Bezahlung ausgeübt werden bzw. sie auf einen Aspekt reduziert werden, sodass die Arbeitenden keine Gelegenheit haben, sich als kompetent und vielseitig zu erfahren, oder ausbrennen._\nWenn sich nun Leute die Frage stellen, ob dann noch jemand bereit sein würde, solche Jobs zu erledigen, spricht ja für mich daraus die Angst, dass etwas liegen bleibt , was sie selbst wohl nicht tun würden. Dann ist aber meines Erachtens die Frage nicht tiefgehend genug gestellt. Vielmehr sollten wir uns folgendes fragen: Welche technischen Lösungen können gefunden werden, um Menschen von dieser Arbeit zu entlasten (was Meera ja auch schon ansprach)? Ist diese Arbeit denn überhaupt notwendig und wird gesellschaftlich als sinnvoll erachtet? Könnte sie vielleicht vermieden werden? Und letztlich, welche Bedingungen müssen gegeben sein, damit aus dem „Kackjob“ eine Arbeit wird, die von vielen trotz Strapazen übernommen wird? Und wie könnte man das, was getan werden muss, anders organisieren als über Erwerbsarbeit?\nDenn dass Menschen bereit sind für andere auch Strapazen auf sich zu nehmen, wenn sie dafür etwas bekommen wie menschliche Zuwendung, Anerkennung und Beziehung, lässt sich ja überall beobachten. Es darf eben nicht zur Ausbeutung werden, was leider heute oft genug der Fall ist.\nIch glaube, dass ein bedingungsloses Grundeinkommnen viele solcher Fragen aufwirft, die ich für einen gesellschaftlichen Wandel hin zu einem zukunftsfähigen Gemeinwesen für wichtig halte und dass es einen Innovationsschub auslösen würde.
am 17.4.2016, um 17:20 Uhr
Aus meiner eigenen Erfahrung kann ich sagen, dass man bei einem Grundeinkommen -auch wenn es nur auf Sozialhilfeniveau ist -, das man erhält ohne arbeiten zu müssen, sich natürlich überlegt, was man mit seiner Zeit sinnvoll anfangen kann. Insbesondere wenn klar ist, dass die Teilnahme am Erwerbsleben aus gesundheitlichen Gründen nicht möglich ist. Dennoch ist der Wunsch da, etwas mit sich anzufangen und an der Gesellschaft beteiligt zu sein. Konsumieren oder Shoppen als Freizeitbeschäftigung fällt aufgrund der beschränkten finanziellen Mittel aus (was ich allerdings auch vorher nicht getan habe). Doch findet man vieles, das man unternehmen kann, ohne Geld ausgeben zu müssen. Allerdings musste ich auch andere finden, die ähnliche Interessen haben, wenn ich nicht alles alleine machen wollte. Dennoch ist Kreativität gefragt, wie man trotz allem zufrieden leben kann. Und das kann man eben, indem man z. B. seine Fähigkeiten druckfrei anderen Menschen zu Verfügung stellt. Dadurch erfährt man Anerkennung und wenn es am Wohnort ist, entwickeln sich dadurch auch Beziehungen. Denn eines ist klar: Der soziale Kontakt, der vorher durch die Arbeit entstanden ist, muss anders entstehen. Ich habe zum Beispiel über das Internet bei einem Portal ehrenamtlich lektoriert und darüber anderen zu ihrer ersten Geschichte verholfen. Auch habe ich einer älteren Dame geholfen, ein für sie sehr wichtiges Projekt zu realisieren. Das waren Arbeiten, für die diejenigen einen Dienstleister nicht hätten bezahlen können, aber so etwas schaffen konnten, was nun anderen auch wieder zur Verfügung steht. Und ich selbst habe dabei auch wieder viel gelernt und Erfahrungen gesammelt.\nEines der wichtigsten Güter ist für mich, dass ich Zeit habe für mich und für andere. Ich kann mich um Nachbarn kümmern, wenn sie krank sind oder einfach Arbeiten für die Hausgemeinschaft übernehmen, für die den Erwerbstätigen oft die Zeit oder schlicht die Kraft fehlt. Darum wünsche ich jedem eine bedingungslose Existenzsicherung, die ihm Luft verschafft nur so viel zu arbeiten, wie es für ihn gut ist. Dann ist Zeit für die Beziehungspflege da und damit für das, was eine Gesellschaft zusammenhält.

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