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Timestamp: 2019-08-21 07:05:20+00:00

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Verlängerung der Förderungsdauer: Länger BAföG beziehen - Studis Online
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Normalerweise endet die BAföG-Förderung mit Ablauf der Regelstudienzeit. Aber wie immer gilt: Jede Regel hat auch ihre Ausnahmen. Wann genau eine Verlängerung möglich ist und welche Besonderheiten es bei der Förderungsart geben kann, lest ihr hier. Berücksichtigt sind schon die Änderungen, die ab Wintersemester 2019/2020 gelten werden.
Von Nicola Pridik, ergänzt und aktualisiert durch Oliver Iost
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Prüfung verbockt? Auch in diesem Fall kann eine Verlängerung von BAföG über die Förderungshöchstdauer hinaus möglich sein.
Länger Schüler-BAföG
Mehr zu Förderdauer und Förderungshöchstdauer (FHD) des BAföG allgemein
1. Wann kann man länger BAföG bekommen?
Wer über die Regelstudienzeit hinaus BAföG bekommen möchte, muss einen BAföG-anerkannten Grund vorweisen können – der folgende Kasten zählt alle auf. Dazu ist ein formloser Antrag beim BAföG-Amt erforderlich, in dem mind. ein Grund dargelegt und ggf. belegt werden muss. Bezieht ihr Schüler-BAföG, ist es etwas einfacher, siehe unseren letzten Absatz in diesem Artikel.
Hat die Verzögerung einen anderen Grund gehabt oder lässt sich ein gesetzlich anerkannter Grund nicht nachweisen, so besteht noch die Möglichkeit, Studienabschlusshilfe zu beantragen und auf Volldarlehensbasis gefördert zu werden.
Die meisten der nachfolgend aufgeführten gesetzlich anerkannten Gründe rechtfertigen auch eine spätere Vorlage des Leistungsnachweises, können also bereits nach dem 4. Fachsemester zu einer Entscheidung über eine längere Förderung führen.
Achtung: Fallen die folgenden Gründe in den Zeitraum vor Beginn des 5. Fachsemesters, so müssen sie bereits im Zusammenhang mit einer späteren Vorlage des Leistungsnachweises geltend gemacht werden, wenn sie am Ende des Studiums dazu führen sollen, dass ihr über die Förderungshöchstdauer hinaus gefördert werdet. Wer den Leistungsnachweis dagegen trotz Krankheit etc. rechtzeitig vorlegt, der bekommt am Ende des Studiums keine zusätzlichen Semester gefördert, weil die Krankheit dann nicht ursächlich für die Verzögerung des Studiums war. Der Leistungsnachweis wurde ja rechtzeitig vorgelegt.
Werdet ihr über die Förderungshöchstdauer hinaus gefördert und kommt es während der zusätzlichen Förderungszeit zu einer weiteren Verzögerung aufgrund eines neuen rechtfertigenden Grundes, werdet ihr also z. B. (erneut) krank oder schwanger, verlängert sich die Förderung erneut. Falls sich euer Studium allerdings wegen Kindeserziehung verzögert hat, könnt ihr nicht geltend machen, dass ihr das Kind in der Verlängerungszeit weiterhin betreuen musstet (VwV 15.3.11).
Gründe für längeres BAföG
Verschulden der Hochschule
Erstmaliges Nichtbestehen einer Zwischen- oder Modulprüfung
Schwangerschaft/Erziehung eines Kindes unter 14 Jahren (früher: 10 Jahre)
Pflege eines/einer pflegebedürftigen nahen Angehörigen (mindestens Pflegegrad 3)
Weitere Gründe – schwierig!
BAföG § 15 Abs.3 Nr. 1
Die Krankheit muss ursächlich dafür sein, dass ihr das Studium nicht wie vorgesehen abschließen könnt. Dies setzt voraus, dass sie entweder länger gedauert hat oder durch sie ein Prüfungstermin nicht wahrgenommen werden konnte. In jedem Fall ist ein ärztliches Attest notwendig.
Könnt ihr wegen einer Krankheit eure Ausbildung nicht fortsetzen, so zahlt das BAföG-Amt euch dennoch bis zu einem Zeitraum von drei Monaten weiter den gewohnten Förderbetrag. Nach VwV 15.2a.1 wird dabei der Monat, in den der Beginn des die Ausbildung hindernden Ereignisses fällt, nicht mitgezählt. Stellt sich heraus, dass ihr länger ausfallen werdet, so müsst ihr euch beurlauben lassen und ALG II beantragen.
Eine rückwirkende Beurlaubung für das gesamte Semester führt dazu, dass ihr auch die in diesem Semester erhaltenen Förderbeträge zurückzahlen müsst, denn die Regelung mit den drei Monaten ist im Falle einer formellen Beurlaubung nicht anzuwenden (VwV 15.2a.2). Stattdessen könnt ihr aber (ausnahmsweise auch rückwirkend) ALG II erhalten. Das ergibt sich aus § 28 SGB X in Verbindung mit § 40 Abs. 7 SGB II. Wichtig: Mit der Antragstellung nicht warten, sonst gibt es ALG II nämlich nicht mehr rückwirkend.
Sollte eine rückwirkende Beurlaubung nicht (mehr) möglich sein, müsst ihr dem BAföG-Amt melden, dass ihr krankheitsbedingt länger ausfallen werdet, damit die BAföG-Zahlungen nach den drei Monaten eingestellt werden können. Stattdessen habt ihr nunmehr (auch ohne Beurlaubung) einen Anspruch auf ALG II, der erst dann endet, wenn ihr das Studium fortsetzt. Vgl. dazu Durchführungsverordnung zu § 7 SGB II, Rn. 7.82.
Zum Thema ALG II im Urlaubssemester findet ihr hier weitere Informationen.
BAföG § 15 Abs.3 Nr. 2
b. Verschulden der Hochschule
Ein Verschulden der Hochschule kann z. B. dann vorliegen, wenn ihr in einem Semester nur deshalb eine Modulprüfung oder sonstige Leistung nicht erbringen könnt, weil ein entsprechendes Angebot vonseiten der Hochschule gänzlich (!) fehlt. Weitere Beispiele: Die Examenszeit verlängert sich, weil ein Prüfer krank geworden ist, oder die Hochschule kann euch z. B. bestimmte Apparate oder Räumlichkeiten, auf die ihr zwingend für eure Abschlussarbeit angewiesen seid, nicht zur Verfügung stellen.
Wer nun denkt, super, damit komme ich doch leicht durch, täuscht sich. So wird von euch erwartet, dass ihr euch zunächst einmal mit den – auch schlechten – Bedingungen an der Hochschule arrangiert. Nur wenn gar nichts mehr geht, lohnt es sich, hiermit eine Verzögerung des Studiums zu begründen. Ein weiteres Problem dürfte sein, einen schriftlichen Nachweis von der Hochschule zu eurem Vorbringen zu erhalten, denn wer gibt schon gern zu, dass Mängel im Ausbildungsangebot vorliegen. Hier ist wahrscheinlich Beharrlichkeit gefragt.
BAföG § 15 Abs.3 Nr. 3
c. Mitwirkung in gesetzlich vorgeschriebenen Hochschulgremien
Gemeint ist z. B. die Mitwirkung im Senat, der Selbstverwaltung der Studierenden, einem Fachschaftsrat oder dem Verwaltungsrat des Studentenwerks. Achtung: Nur offizielle Gremien, in die man durch Wahl gelangt, werden anerkannt. Die Verlängerung erfolgt nur in dem Maße, in dem eine Beeinträchtigung des Studiums erfolgte. Man muss also darlegen, was man so gemacht hat, sprich, wie viel Zeit man in Anspruch genommen wurde. Dabei darf man aber auch nicht so viel Zeit verbraucht haben, dass ein Studium gänzlich unmöglich wurde. Nach VwV 15.3.4 ist eine Verlängerung um mehr als zwei Semester wegen Gremienarbeit in der Regel nicht mehr angemessen.
d. Erstmaliges Nichtbestehen einer Modul- oder der Zwischenprüfung
Falls ihr eine Modulprüfung oder die Zwischenprüfung erstmalig nicht besteht, werdet ihr über die Förderungshöchstdauer hinaus gefördert, wenn die Prüfung Voraussetzung für die Weiterführung der Ausbildung ist. Entsprechendes gilt, wenn ihr anstelle einer einzelnen Zwischen- oder Modulprüfung laufend Leistungsnachweise erbringen müsst und nunmehr ein Semester wiederholen müsst, weil das Ergebnis eines Leistungsnachweises erstmalig nicht gereicht hat.
BAföG § 15 Abs.3 Nr. 4
e. Erstmaliges Nichtbestehen der Abschlussprüfung
Für das Nichtbestehen der Abschlussprüfung genügt es, wenn die Gesamtprüfung wegen Nichtbestehens eines Prüfungsteils als nicht bestanden gilt. Wird die Leistung allerdings deshalb als nicht bestanden bewertet, weil ihr nicht zur Prüfung erschienen seid oder euch Täuschung vorgeworfen wird, so rechtfertigt dies keine längere Förderung. Auf modularisierte Studiengänge ist die Vorschrift nur dann anzuwenden, wenn eine bestimmte Modulprüfung verbindlich als Abschlussprüfung vorgeschrieben ist (VwV 15.3.6).
Eine Förderung über die Förderungshöchstdauer hinaus ist auch dann möglich, wenn ihr die Abschlussprüfung nur zum Teil bestanden habt und hinsichtlich der übrigen Teile zu einer Nachhol- oder Wiederholungsprüfung zugelassen werdet (VwV 15.3.6).
Normalerweise müsst ihr den nächsten (Wiederholungs-)Prüfungstermin wahrnehmen. Etwas anderes kann allerdings gelten, wenn z. B. euer Prüfungsamt vorschreibt, dass die Teilnahme an der Prüfung erst nach einer bestimmten Semesteranzahl erneut möglich ist. Dazu und zur Sonderregelung beim Freischuss siehe VwV 15.3.1.
BAföG § 15 Abs.3 Nr. 5
f. Behinderung
Was die Feststellung einer Behinderung angeht, so genügen entsprechende Bescheinigungen anderer zuständiger Stellen. Geprüft wird aber zusätzlich, ob die Behinderung auch ursächlich für die Verzögerung der Ausbildung war. In Zweifelsfällen muss das BAföG-Amt das zuständige Versorgungsamt im Wege der Amtshilfe gutachterlich hören (VwV 15.3.8).
g. Schwangerschaft/Erziehung eines Kindes unter 14 Jahren
Auch hier gilt: Schwangerschaft und/oder Kindeserziehung müssen ursächlich für die Verzögerung der Ausbildung sein. Folgende Zeiten werden als angemessener Ausgleich angesehen (VwV 15.3.10):
Schwangerschaft: 1 Semester
bis zur Vollendung des 5. Lebensjahres des Kindes: 1 Semester pro Lebensjahr
für das 8. bis 10. Lebensjahr des Kindes: insgesamt 1 Semester
Die Angaben galten bisher. Vermutlich wird für das 11. bis 14. Lebensjahr ebenfalls ein Semester gewährt. Ob bei einer kommenden Überarbeitung der Verwaltungsvorschriften großzügigere Ausgleiche gewährt werden, ist leider fraglich.
Wichtig dabei: Ihr bekommt für die jeweiligen Zeiträume immer nur ein Semester – auch dann, wenn ihr gleichzeitig mehrere Kinder betreut habt. Außerdem ist zu beachten, dass im Regelfall Voraussetzung für eine Verlängerung der Förderung ist, dass ihr euch trotz Schwangerschaft/Kindeserziehung, auf ein Semester bezogen, überwiegend dem Studium gewidmet habt. Ansonsten müsst ihr euch beurlauben lassen und ALG II beantragen.
Achtung: Die Altersgrenze von 14 Jahre für das Kind gilt erst ab dem Wintersemester 2019/2020 (für Schüler ab Schuljahresbeginn 2019/2020), bis dahin galt eine Grenze von 10 Jahren.
h. Pflege eines/einer pflegebedürftigen nahen Angehörigen (mindestens Pflegegrad 3)
Erstmalig wird – allerdings erst ab August 2019 – Pflege von Angehörigen als Verlängerungsgrund anerkannt. Allerdings sind die Details streng: Es muss sich um „in häuslicher Umgebung erfolgende[n] Pflege eines oder einer pflegebedürftigen nahen Angehörigen im Sinne des § 7 Absatz 3 des Pflegezeitgesetzes, der oder die nach den §§ 14 und 15 des Elften Buches Sozialgesetzbuch – Soziale Pflegeversicherung – mindestens in Pflegegrad 3 eingeordnet ist“ handeln.
Dabei ist schon die Pflege eines Angehörigen mit dem „leichteren“ Pflegegrad 2 nicht unaufwändig. Doch dafür (oder für Pflegegrad 1) gibt es auch künftig keinerlei Berücksichtigung.
Nahe Angehörige sind laut dem erwähnten Gesetz übrigens nur die folgenden:
Noch ist auch nicht klar, wie viel Verlängerung konkret zugestanden werden wird. Leider gilt, dass man nicht auf zu viel hoffen sollte …
i. Kann es weitere Gründe für eine BAföG-Verlängerung geben?
Die genannten Gründe sind nicht abschließend. Es kann nach § 15 Abs. 3 Nr. 1 BAföG weitere schwerwiegende Gründe geben, die eine Verlängerung der Förderung rechtfertigen. In der Regel dürften das aber extreme Ausnahmen sein.
Zu den möglichen weiteren Gründen gehören aber jedenfalls nicht:
zusätzliche Belastungen aufgrund eines studienbegleitenden Jobs oder eines Doppelstudiums
Teilnahme an außergewöhnlichen Studienprojekten oder Wettbewerben (z. B. Moot Courts)
Zeitverlust durch einen Studienortwechsel
BAföG § 17 Abs.2
2. Besonderheiten hinsichtlich der Förderungsart zusätzlich gewährter Semester
In der Regel setzt sich die BAföG-Förderung jeweils zur Hälfte aus einem Zuschuss und einem unverzinslichen Darlehen („Staatsdarlehen“) zusammen. Dies gilt auch für die meisten Fälle, in denen ihr länger gefördert werdet. Lediglich folgende Ausnahmen gibt es:
Verlängert sich eure Förderung wegen Behinderung, Schwangerschaft oder Kindeserziehung, so bekommt ihr die zusätzliche Förderung als Vollzuschuss gewährt.
Um Missverständnissen vorzubeugen: Die Zuschusssemester liegen immer am Ende des Studiums, also auch dann, wenn ihr eine Verschiebung des Vorlagetermins für den Leistungsnachweis beantragt. Solltet ihr mehrere Verzögerungsgründe vorbringen, so werden die zusätzlichen Semester in der Reihenfolge des Vorliegens der Gründe berücksichtigt. Wer also krank war, bevor er schwanger wurde und Kinder erzog, bekommt auch zuerst ein zusätzliches Semester wegen Krankheit gewährt (halb Zuschuss/halb Staatsdarlehen) und danach erst mögliche Vollzuschusssemester.
Bei einem zweiten (!) Fachrichtungswechsel aus wichtigem Grund wurden die im alten Studiengang „verbrauchten“ Semester auf den neuen angerechnet und nur noch mit verzinslichem Volldarlehen gefördert. (Mehr dazu hier.) Ab WiSe 2019/2020 gibt es stattdessen ein unverzinstes Staatsdarlehen.
Die Studienabschlussförderung gab es nur als verzinsliches Bankdarlehen, Förderzeiträume ab WiSe 2019/2020 werden dagegen durch ein unverzinstes Staatsdarlehen.
Förderung über die Förderungs-
höchstdauer hinaus wegen ...
Das/Die zusätzlich bewilligte(n) Semester werden gefördert durch
Zuschuss Staatsdarlehen
Verschuldens der Hochschule
Erstmal. Nichtbestehen einer Modul- oder der Zwischen- oder Abschlussprüfung
Pflege von Angehörigen (Pflegegrad 3 oder höher), ab WiSe 2019/20
Zweiter Fachrichtungswechsel aus wichtigem Grund
verzinsliches Bankdarlehen; ab WiSe 2019/20: 100% Staatsdarlehen
Regelförderung (halb Zuschuss, halb Staatsdarlehen) erhaltet ihr während der zusätzlich geförderten Semester auch dann, wenn ihr zuletzt aufgrund eines zweiten Fachrichtungswechsels aus wichtigem Grund nur noch mit verzinslichem Bankdarlehen gefördert wurdet (VwV 17.3.6).
3. Welche Alternativen der Studienfinanzierung gibt es, wenn die Verlängerung der Förderungshöchstdauer nicht (mehr) möglich ist?
Wenn es für das längere Studium keinen gesetzlich anerkannten Grund gibt, so besteht noch die Möglichkeit, im (voraussichtlich) letzten Studienjahr BAföG-Studienabschlusshilfe zu beantragen. Ab dem Wintersemester 2019/2020 wird diese Hilfe als unverzinstes Staatsdarlehen gewährt und nicht wie früher als verzinstes Bankdarlehen. Das macht diese Möglichkeit deutlich attraktiver.
Wird die Förderungshöchstdauer ohne BAföG-relevanten Grund überschritten und dauert es bis zum Abschluss noch länger als ein Jahr oder ist die Studienabschlusshilfe auch nicht mehr möglich, so kann vielleicht der Bildungskredit noch eine Möglichkeit sein.
Dann bleibt noch die Möglichkeit, einen Studienkredit zu beantragen. Der KfW-Studienkredit ist zwar erstmals nur zugänglich, wenn man noch nicht im 11. Fachsemester ist. Aber das hilft ja vielleicht schon. Da ein Studienkredit ein verzinstes Darlehen ist und die Zinsen auch steigen können, sollte man sich die Aufnahme gut überlegen.
Schließlich bleibt wahrscheinlich nur, das Studium durch Jobben zu finanzieren. Immer vorausgesetzt, es findet sich ein geeigneter und ausreichend bezahlter Job – je nach Ort und eigenen Fähigkeiten ist das leider nicht überall der Fall. Und natürlich bedeutet umfangreicheres Jobben vermutlich ein noch längeres Studium. Aber solange das Ende des Studiums absehbar ist, das Studium noch genug Freude macht und Perspektiven danach erkennbar sind, dürfte es besser sein, das Studium auch mit etwas Verzögerung zu Ende zu bringen, als einen Studienabbruch zu erwägen.
4. Schüler-BAföG verlängern?
Bezieht ihr Schüler-BAföG, liegen die Dinge hinsichtlich der Förderungsdauer etwas einfacher. So etwas wie eine Förderungshöchstdauer gibt es nicht. Ihr werdet grundsätzlich für die Dauer der gesamten Ausbildung gefördert, vorausgesetzt ihr besucht die Ausbildungsstätte auch tatsächlich regelmäßig und habt keine erhöhten Fehlzeiten (ohne ärztliches Attest).
Selbst dann, wenn ihr eine Klasse wiederholen müsst, wird vermutet, dass sie die nötige Eignung für die Ausbildung besitzen und sie erfolgreich abschließen werden, solange sie die Schule besuchen.
Achtung: Deutet sich eine zweite Schuljahrswiederholung an, wird es kritischer. Hier wird es darauf ankommen, ob ihr das mangelnde Fortkommen überzeugend begründen könnt, andernfalls könnte das Amt die nötige Eignung für die Ausbildung bezweifeln. Ist euch der Schulbesuch wegen Krankheit oder Schwangerschaft nicht möglich, so erhaltet ihr bis zur Dauer von drei Kalendermonaten trotzdem BAföG, wobei der Monat nicht mitzählt, in dem ihr krank oder schwanger geworden seid.
Urlaubssemester-FAQ
Finanzierung des Lebensunterhalts im Urlaubssemester
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References: § 15
 § 28
 § 40
 § 7
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 § 17