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Timestamp: 2019-03-25 13:00:43+00:00

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Vergütung nach bestandene Prüfung zur altenpflegerin - Pflegenetz Forum
Vergütung nach bestandene Prüfung zur altenpflegerin
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Beitrag von jenny2102 » Sa 25. Jun 2011, 07:18
Ich weiss leider nicht genau,ob es zu dem Thema schon ein Forum gibt, da ich nichts gefunden habe, eröffne ich nun eins.
Und zwar geht es darum, dass ich seit gestern (24.06.2011) mit der 3 Jährigen Ausbildung zu staatl. geprüften Altenpflegerin "fertig" bin.. mein Abschlusszeugnis, sowie die Urkunde zum Tragen der Berufsbezeichnung Altenpflegerin wurden mir gestern ausgehändigt. Ich stehe noch bis 31.07.2011 laut Ausbildungsvertrag mit meiner Einrichtung im Ausbildungsverhältnis.
Nun meine Frage an euch... bekomme ich für diese Zeit noch mein Ausbildungsgehalt, oder steht mir das Gehalt einer Altenpflegerin zu? Von einer Mitschülerin wurde mir gestern erzählt,dass es wohl gesetztlich geregelt ist, das man ab dem Tag der Bestandenen Prüfung Anspruch auf das volle Gehalt hat. Falls dies wirklich so ist, könnt ihr mir dies bezüglich die Rechtsquelle nennen?
Laut meiner Einrichtung stehe ich dieser nämlich ab jetzt als Vollzeitkraft zur verfügung, übernehme auch die volle Verantwortung einer ausgebildeten Kraft, bekomme aber weiterhin nur meine Ausbildungsvergütung...
Zudem habe ich die während der Ausbildung zu erbringenen Pflichtstunden schon voll(laut AUsbildungsvertrag sind 2500 zu vollbringen, ich liege nun bei 2600) Ich stehe für Juli noch voll eingeplant im Dienstplan. Als ich dann angesprochen habe, dass ich meine Pflichtstunden schon erfüllt habe und aus dem Grund weniger arbeiten möchte, bekam ich nur als Antwort,dass mein Ausbildungsvertrag noch bis 31.07.2011 geht und deswegen voll mit eingeplant werde...so nun meine Zweite Frage: gibt es in diesem Punkt evtl. auch ein Gesetz auf das ich mich berufen kann?
AW: Vergütung nach bestandene Prüfung zur altenpflegerin
Beitrag von thomas09 » Sa 25. Jun 2011, 08:30
Wenn in deinem Ausb.vertrag steht bis 31.7 dann ist es der 31.7 und kein anderes Datum.
Das hat schon seinen Sinn. Wenn für FOBis oder Studium eine mind. 3Jährige Ausb. gefragt ist, dann sind 3Jahre 36Monate und nicht 35. §1 APrV, §4APflgG.
Solltest du eigentlich gelernt haben, ist nämlich Prüfungsstoff!
Deine Kollegin hat in diesen Stunden ebenfalls gefehlt?
Wenn dir das ne Mitschülerin erzählt, dann würde ich die mal Fragen, wo das steht?
Beitrag von fmh » Sa 25. Jun 2011, 09:16
erstmal: Herzlichen Glückwunsch zur bestandenen Ausbildung! Ich wünsche Dir viel Spaß und Erfolg in Deinem Beruf.
Bezüglich Deiner Frage: Das volle Gehalt würde einem dann zustehen, wenn die Ausbildung mit dem Bestehen der Prüfung beendet ist. Das ist in sehr vielen Berufen der Fall - z.B. die, für die das Berufsbildungsgesetz Gültigkeit besitzt - in der Altenpflege jedoch nicht. § 28 des Altenpflegegesetzes regelt, dass das Berufsbildungsgesetz für die Altenpflegeausbildung keine Gültigkeit besitzt und der von Thomas bereits erwähnte § 4 sagt aus, dass das Ausbildungsverhältnis unabhängig vom Zeitpunkt der staatlichen Prüfung drei Jahre besteht.
Das Argument mit den Fortbildungen bzw. Studium kann ich allerdings nur bedingt nachvollziehen. Hier wird doch eher eine bestimmte Praxiserfahrung gefordert oder, in Bezug auf ein Studium, eine Fachkraftausbildung. Ich habe zumindest noch keine Studiengänge gesehen, die Ansprüche an die Dauer der Ausbildung gestellt hätten (da sich diese im Gesundheitswesen aus den Berufsgesetzen ergeben und eben die Berechtigung zum Führen der jeweiligen Berufsbezeichnung eingefordert wird). Aber ich kenne zum Glück auch nicht alle Studiengänge...
Beitrag von thomas09 » Sa 25. Jun 2011, 10:11
http://www.ksfh.de/studiengaenge/bachel ... en/-bewerb
Beitrag von fmh » Sa 25. Jun 2011, 10:34
danke für den Link. In der Zulassungsordnung für den Studiengang ist "lustigerweise" wieder von einer mind. 2-jährigen Ausbildung die Rede... Die sollten sich mal entscheiden, was sie haben wollen
Ich hab über das Thema auch schon mal mit einem Prof. meiner Hochschule gesprochen und im Endeffekt ging es um das "Huhn-Ei-Problem" bzw. ist es eine "was-wäre-wenn" Thematik... Wenn die Ausbildung nach dem Berufsbildungsgesetz geregelt wäre, würden die Zulassungsordnungen von einer mind. 2-jährigen Ausbildung sprechen bzw. von einer Fachkraftausbildung. Nachdem das nicht der Fall ist, kann man natürlich von einer 3-jährigen Ausbildung sprechen. Ob das aber nun der Grund dafür ist, dass die Ausbildung nicht nach Bestehen der Abschlussprüfung beendet ist oder ob die Formulierung gewählt wird, weil die Ausbildung eben erst zu dem Zeitpunkt endet - darüber kann man sich streiten oder man lässt es bleiben
Beitrag von johannes » Sa 25. Jun 2011, 11:26
steht nicht in Deinem Ausbildungsvertrag, daß Du mindestens 2.500 Stunden in der praktischen Ausbildung absolvieren mußt, damit die Ausbildung anerkannt wird?
Ich kenne das Prinzip auch, daß das Minimum als Maximum betrachtet wird. Die Kostenträger haben hier die gleiche Argumentation, wenn es um die Genehmigung von Planstellen oder Vergütungen geht!
Beitrag von jenny2102 » Sa 25. Jun 2011, 11:45
als ich das thema auf weniger arbeiten angesprochen habe, wurde mir damals auch gesagt,dass im Vertrag mindestens 2500 std steht... daraufhin habe ich nachgelesen: Das wort MINDESTENS ist darin nicht enthalten. es steht lediglich,dass der stundenanteil in der Praxis mir 2500std zu absolvieren ist.
Beitrag von jenny2102 » Sa 25. Jun 2011, 11:52
Es geht mir nicht darum,dass die Ausbildung früher beendet werden soll.. es geht mir lediglich darum, dass ich meinen Pflichtstundenanteil laut Vertrag erfüllt habe und aus diesem Grund weniger (ich hab nochnichtmal gesagt,dass ich garnicht mehr arbeiten möchte) arbeiten will...
Zudem steht im Altenpflegegesetz,§17 dass eine über die vereinbarte, regelmäßige,tägliche od. wöchentliche Ausbildungszeit hinausgehende Beschäftigung nur ausnahmsweise zulässig und besonders zu vergüten ist...
Die vereinbarte Zeit sind ja 2500 std in der Ausbildungszeit... von daher ist meiner Ansicht nach alles nach 2500 std Mehrarbeit...
Beitrag von fmh » Sa 25. Jun 2011, 12:07
der Ausbildungsvertrag wird auf Grundlage des Altenpflegegesetzes und der Ausbildungs- und Prüfungsverordnung erstellt. Die AltPflAPrV sieht in § 1 mindestens 2.500 Stunden in der Praxis vor. Das Altenpflegegesetz (§ 13) regelt, dass im Arbeitsvertrag " die Dauer der regelmäßigen täglichen oder wöchentlichen praktischen Ausbildungszeit" festgehalten sein muss. Und diese beiden Aspekte solltest Du getrennt voneinander betrachten.
Die 2.500 Stunden Praxis sind notwendig um überhaupt zur Prüfung zugelassen zu werden. Sie bedeuten jedoch nicht, dass Dein Ausbildungsvertrag nach dieser Zeit endet oder dass die tägliche / wöchentliche Arbeitszeit reduziert wird, wenn diese Stunden erfüllt sind. Die Mehrarbeit richtet sich auch nicht nach den 2.500 Stunden, sondern nach der im Vertrag vereinbarten täglichen / wöchentlichen Arbeitszeit. Wenn Du dort eine 40-Stunden-Woche stehen hast, dann ist erst die 41. Stunde Mehrarbeit.
Und wie bereits beschrieben hat der Vertrag eine feste Laufzeit, unabhängig vom Bestehen der Prüfung und eben auch unabhängig von den 2.500 Stunden Praxiseinsatz.
Plant Dein Arbeitgeber Dich für Juli denn mit mehr als einer Vollzeitstelle ein?
Beitrag von jenny2102 » Sa 25. Jun 2011, 12:15
In meinem ausbildungsvertrag steht unter §7 " schulische Betreuung und Dauer der regelmäßigen, wöchentlichen oder tägl. praktischen Ausbildung" lediglich, dass die 3 jährige Ausbildung,neben der Erteilung des Unterrichtes mit 2500 Std durchgeführt wird.
wöchentl. Arbeitszeit ist nicht festgelegt, war regulär aber meist 38,5 Std...
Und ja, ich bin voll eingeplant (letzte Woche habe ich meinen Restlichen Urlaub).
Beitrag von Benutzer 1685 gelöscht » Sa 25. Jun 2011, 13:47
ich würde dir empfehlen, bei deiner Schule nachzufragen. In meiner Ausbildung damals wurde explizit darauf hingewiesen, dass die Ausbildung mit der Prüfung endet und wir dann ex. AP sind.
Das ist allerdings schon einige Jahre her und inzwischen hat sich vieles geändert. Ausserdem lebst du in einem anderen Bundesland. Deshalb solltest du bei der Schule nachfragen.
Hier ist es wohl so, dass die Schüler ihr Examen erst mit Ablauf der 3 Jahre bekommen. Also im Juni Prüfung und im August bekommen sie das Examen zugeschickt.
Beitrag von Kati123 » So 26. Jun 2011, 13:58
Auf deiner Urkunde muss stehen, ab wann Du die Berufsbezeichnung tragen darfst. Dieses Datum muss sich an dem Ausbildungsvertrag orientieren, um die Anzahl der Praxisstunden zu erfüllen. Einsetzbar bist du als Fachkraft zudem erst dann, wenn du auch eine Anstellung als solche hast. hast du aber sicherlich noch nicht, weil du noch in der Ausbildung bist. Sollte Dein AG darauf bestehen --> Verantwortung ablehnen. Nutze die 4 Wochen um dich zu orientieren...
Beitrag von jenny2102 » So 26. Jun 2011, 23:11
naja..ich gehe am montag zu meinem chef..mit ausbidlungsvertrag, altenpflegegesetz (denn in diesem steht unter §17 (3) dass eine über die wöchentl. tägl. vereinbarte ausbildungszeit mehrarbeit besonders zu vergüten ist... regelung der tägl. wöchentl. ausbildungszeit ist im ausbildungsvertrag mit 2500 zeitstunden durchzuführen) und wenn das nicht reicht, habe ich auch noch das berufsausbildungsgesetz parat. wo unter § 21die beendigung des ausbildungsverhältnisses mit bestehen der abschlussprüfung(auch vor ablauf der ausbildungszeit) endet.
auf meiner urkunde der berufsbezeichnung steht der 24.06.2011....
Beitrag von Kati123 » Mo 27. Jun 2011, 15:19
Wenn dieses Datum drauf steht, dürfte jetzt keine Ausbildungszeit mehr übrig sein. Die Urkunde erhälst du erst mit Erbringen der Regelzeit. Schau mal drauf, wer die Urkunde ausgestellt hat und frag dort mal nach. Irgendwas stimmt hier nicht. sorry.
(B)Engel2009
Registriert: So 19. Dez 2010, 14:06
Beitrag von (B)Engel2009 » Do 30. Jun 2011, 11:17
also ich bin nun auch examinierte Altenpflegerin. Wir haben am 20.6.2011 unsere Urkunde erhalten, jedoch steht auf dieser, der 1. August 2011. Also dürfen wir offiziell erst ab 1.8.11 diese Berufsbezeichnung tragen. Wir arbeiten wie bisher auch ganz normal und werden noch nach Azubigehalt bezahlt.
Habe dies mit meiner Chefin so geklärt, dass ich weiterhin Azubi bin und noch keine volle Verantwortung übernehme. Erst ab dem Tag, ab dem meine Berufsbezeichnung gültig ist und ich auch dem entsprechend bezahlt werde.
Habe dies mit dem Gesetz auch gesagt bekommen, jedoch gilt dies nicht in der Altenpflege. Hier ist der Azubivertrag gültig und wenn in dem darauf verwiesen wird, dass du Exe bist, wenn du deine Prüfung bestanden hast, dann bekommst du auch ab dem Tag Fachkraftgehalt, wie du deine Urkunde in der Hand hälst, musst aber auch dann schon so arbeiten.

References: §1
 §4
 § 28
 § 4
 § 1
 §7
 §17
 § 21