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Timestamp: 2020-05-27 16:31:50+00:00

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BGH, 09.12.2008 - XI ZR 513/07 - dejure.org
https://dejure.org/2008,689
BGH, 09.12.2008 - XI ZR 513/07 (https://dejure.org/2008,689)
BGH, Entscheidung vom 09.12.2008 - XI ZR 513/07 (https://dejure.org/2008,689)
BGH, Entscheidung vom 09. Dezember 2008 - XI ZR 513/07 (https://dejure.org/2008,689)
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BGB § 491 Abs. 1
Zur Bewertung einer Darlehensgewährung durch einen Unternehmer als Verbraucherdarlehensvertrag
Auch nicht als Kreditinstitut tätiger Unternehmer kann Darlehensgeber eines Verbraucherdarlehensvertrages sein
Kreditvergabe durch Unternehmer ohne unternehmerische Tätigkeit im Kreditgeschäft; Anforderungen an die Darlehensgebereigenschaft im Sinne des § 491 Abs. 1 BGB; Erfordernis des Abschlusses eines Darlehensvertrages in Ausübung der gewerblichen oder selbstständigen ...
Anwendbarkeit der Verbraucherdarlehensvorschriften auf Kreditvergabe durch Unternehmer in Ausübung seiner gewerblichen Tätigkeit
Unternehmen, deren unternehmerische Tätigkeit sich nicht auf die Kreditvergabe bezieht, als Darlehensgeber eines Verbraucherdarlehensvertrages bei Ausübung einer gewerblichen oder selbständigen beruflichen Tätigkeit
BGB § 14; BGB § 491 Abs. 1; BGB § 492; BGB § 494
Formvorschriften bei Darlehen unter Geschäftspartnern
Die Voraussetzungen für Verbraucherkredite
Kreditverträge - Achtung bei der Vergabe von Darlehen!
nomos.de , S. 24 (Entscheidungsbesprechung)
Verbraucherkreditrecht auch bei Darlehensvergabe gelegentlich der gewerblichen Tätigkeit des Darlehensgebers anwendbar
BGB § 491 Abs. 1, § 14; HGB §§ 343, 344
Unternehmereigenschaft des Darlehensgebers bei Kreditvergabe gelegentlich der gewerblichen Tätigkeit
Kurznachricht zu "BB-Kommentar zum Urteil des BGH vom 09.12.2008, Az.: XI ZR 513/07 (Unternehmerbegriff bei Verbraucherdarlehen)" von RA Prof. Dr. Friedrich Graf von Westphalen, original erschienen in: BB 2009, 740 - 741.
Kurznachricht zu "Urteil des BGH vom 09.12.2008, Az.: XI ZR 513/07 (Darlehensgebereigenschaft i.S.d. § 491 Abs. 1 BGB eines nicht mit Kreditvergabe beschäftigten Unternehmers)" von Prof. Dr. Ingo Saenger, original erschienen in: JR 2010, 113 - 114.
LG Ravensburg, 27.11.2006 - 2 O 158/06
LG Ravensburg, 27.11.2006 - 2 O 258/06
BGHZ 179, 126
ZIP 2009, 261
MDR 2009, 340
DNotZ 2009, 429
NJ 2009, 199
WM 2009, 262
BB 2009, 337
BB 2009, 522
BB 2009, 738
JR 2010, 110
NZG 2009, 273
Der Senat hat in seinem insofern von der Revisionserwiderung in Bezug genommenen Urteil vielmehr lediglich für den Fall einer GmbH (als Formkaufmann gemäß § 6 Abs. 1 HGB, § 13 Abs. 3 GmbHG) entschieden, dass auch der Verkauf beweglicher Sachen durch diese an einen Verbraucher im Zweifel zum Betrieb ihres Handelsgewerbes (§ 344 Abs. 1 HGB) gehört und damit, auch wenn es sich um ein branchenfremdes Nebengeschäft handelt, unter die Bestimmungen der §§ 474 ff. BGB für den Verbrauchsgüterkauf fällt, sofern die gesetzliche Vermutung des § 344 Abs. 1 HGB nicht widerlegt ist (…Senatsurteil vom 13. Juli 2011 - VIII ZR 215/10, NJW 2011, 3435 Rn. 19; vgl. auch BGH, Urteil vom 9. Dezember 2008 - XI ZR 513/07, BGHZ 179, 126 Rn. 22;… in diesem Sinne auch Senatsurteil vom 13. März 2013 - VIII ZR 186/12, aaO Rn. 18).
Bei Kaufleuten wie einer GmbH streitet gemäß §§ 343, 344 HGB eine Vermutung für einen unmittelbaren Bezug des Darlehensvertrags zur gewerblichen Tätigkeit des Darlehensgebers (BGH, Urteil vom 9. Dezember 2008 - XI ZR 513/07, BGHZ 179, 126 Rn. 14 ff., 22).
Sie findet in der gesetzlichen Regelung keine Stütze und liefe auch dem weiten Schutzzweck der §§ 474 ff. BGB zuwider, bei denen es auf die Schutzbedürftigkeit des Käufers und nicht auf die des Verkäufers ankommt (vgl. BGH, Urteil vom 9. Dezember 2008 - XI ZR 513/07, aaO Rn. 18 f. zum Verbraucherdarlehensvertrag).
Diese vom Revisionsgericht nur beschränkt überprüfbare tatrichterliche Würdigung (vgl. nur BGHZ 179, 126, Tz. 23 m.w.N.) lässt Rechtsfehler nicht erkennen.
Nach der gefestigten Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs ist von einem Empfang des Darlehens auszugehen, wenn der Darlehensgegenstand aus dem Vermögen des Darlehensgebers ausgeschieden und dem Vermögen des Vertragsgegners in der vereinbarten Form endgültig zugeführt wurde (…Senatsurteile vom 9. Mai 2006 - XI ZR 119/05, WM 2006, 1243 Rn. 19 und vom 9. Dezember 2008 - XI ZR 513/07, BGHZ 179, 126 Rn. 27 und mwN).
Schon eine Darlehensvergabe gelegentlich der gewerblichen Tätigkeit ist ausreichend (BGH 9.12.08 - XI ZR 513/07 - Erman/Saenger, 12. Aufl. § 491 BGB Rdn. 14 f.; Münchner Kommentar-Schürnbrand, 5. Aufl. § 491 BGB Rdn. 11, 14; Staudinger/Kessal-Wulf, Neubearb.
Das Landgericht hat insoweit § 14 BGB zu eng ausgelegt und sich insbesondere nicht überzeugend auf die Entscheidung des Bundesgerichtshofs vom 9.12.2008, XI ZR 513/07 (BGHZ 179, 126 ) berufen.
Das Gesetz begnügt sich mit dem allgemeinen Bezug zum beruflichen Wirkungsfeld, ohne eine besondere Häufigkeit vorauszusetzen oder einen Unterschied zwischen erstmaliger und wiederholter Kreditvergabe zu machen, sofern es sich nur - wie im Streitfall - um ein entgeltlich eingeräumtes Darlehen handelt (vgl. BGH NZG 2009, 273 m. zahlreichen w. N.).
Eine Heilung des Formmangels nach § 494 Abs. 2 S. 1 BGB kommt bei einem Schuldbeitritt nicht in Betracht (vgl. BGH, Urteil vom 8.11.2005 - XI ZR 34/05, Urteil vom 9.12.2008 - XI ZR 513/07).
Darunter fallen auch Unternehmer iSv § 14 BGB, deren Geschäftstätigkeit nicht auf Bankgeschäfte gerichtet ist, die aber das Darlehen im Rahmen ihrer gewerblichen bzw. beruflichen Tätigkeit gewähren, wobei das auch bereits die erstmalige Darlehensgewährung einschließt (BGH, NZG 2009, 273;… MünchKomm/Berger, a.aO., § 488 Rn 138;… Palandt/Weidenkaff, a.a.O., § 491 Rn 4).
Die Entscheidung des 14. Zivilsenats des OLG Hamm widerspricht zudem hinsichtlich der Beweislastverteilung der Entscheidung des BGH vom 09.12.2008, NZG 2009, 273, in der der BGH ausführt:.

References: § 491
 § 491
 § 14
 § 491
 § 492
 § 494
 § 491
 § 14
 BGH 
 BGH 
 § 491
 § 6
 § 13
 § 344
 § 491
 § 491
 § 14
 BGH 
 § 494
 § 14
 § 488
 § 491
 BGH 
 BGH