Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=BFH&Datum=13.08.1986&Aktenzeichen=II%20R%20213/82
Timestamp: 2019-11-20 19:13:26+00:00

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BFH, 13.08.1986 - II R 213/82 - dejure.org
BFH, 13.08.1986 - II R 213/82
https://dejure.org/1986,1078
BFH, 13.08.1986 - II R 213/82 (https://dejure.org/1986,1078)
BFH, Entscheidung vom 13.08.1986 - II R 213/82 (https://dejure.org/1986,1078)
BFH, Entscheidung vom 13. August 1986 - II R 213/82 (https://dejure.org/1986,1078)
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BewG 1934 § 13 Abs. 2 = BewG 1965/1974 § 11 Abs. 2
Einheitswert des Betriebsvermögens - Anteil an Kapitalgesellschaft - Schätzung des gemeinen Werts - Korrektur nach wirtschaftlichen Gesichtspunkten - Stichtagsprinzip - Steuerbilanz - Rückstellung - Forderung aus Teilzahlungsgeschäft - Ermittlung des Vermögenswerts - ...
BFHE 147, 531
BFHE 147, 532
BB 1987, 321
BStBl II 1987, 48
Zwar wird die Einheitsbewertung "mehr noch als das Bilanzrecht durch ein striktes Stichtagsprinzip geprägt" (BFH-Urteile vom 13. August 1986 II R 213/82, BFHE 147, 531, BStBl II 1987, 48, zur Nichtberücksichtigung sog. wertaufhellender Tatsachen im Bewertungsrecht; vom 8. März 1995 II R 10/92, BFHE 177, 132; vom 8. Dezember 1993 II R 118/89, BFHE 173, 82, BStBl II 1994, 216: Die Steuerbilanz "berücksichtige auch dynamische Gesichtspunkte").
Bei dieser statischen Bewertung stellt sich die Rechtslage (im Vergleich zur Ermittlung des Gewinns aus Gewerbebetrieb und des Gewerbeertrags) insofern sogar einfacher dar, als sich hier kein Bilanzenzusammenhang - im Sinne einer fehlerausgleichenden Gewinnverschiebung - auswirkt (vgl. BFH-Urteil vom 33. August 1986 II R 213/82, BFHE 147, 531, 536, BStBl II 1987, 48, 50, 51).
BFH, 24.02.1988 - II B 93/87
Unterstützungskasse - Anwartschaft - Ermittlung des Vermögenswertes - Schätzung …
Dagegen hat der Senat mit Urteil vom 13. August 1986 II R 213/82 (BFHE 147, 531, BStBl II 1987, 48) entschieden, daß der Einheitswert des Betriebsvermögens als Ausgangswert für die Ermittlung des Vermögenswerts nach wirtschaftlichen Gesichtspunkten zu korrigieren sei.
Damit können diese Anwartschaften, wie mit Urteil in BFHE 147, 531, BStBl II 1987, 48 entschieden, bei der Ermittlung des Vermögenswerts für die Schätzung des gemeinen Werts der Anteile an der Klägerin zu 1 nicht berücksichtigt werden.
Die von den Klägern als grundsätzlich erachtete Rechtsfrage ist demgemäß mit Urteil in BFHE 147, 531, BStBl II 1987, 48 entschieden.
Dies gebietet es, die Grundsätze des Bewertungsrechts und damit insbesondere das Stichtagsprinzip zu beachten (Senatsurteil vom 13. August 1986 II R 213/82, BFHE 147, 531, BStBl II 1987, 48, 50, unter 2., m. w. N.).
BFH, 05.05.1993 - II R 60/90
Pensionszusage an beherrschenden Gesellschafter-Geschäftsführer und Stuttgarter …
Dies erfordert nicht nur, daß die tragenden Prinzipien des Bewertungsrechts, wozu insbesondere das Stichtagsprinzip gehört, beachtet werden müssen (vgl. Senatsurteil vom 13. August 1986 II R 213/82, BFHE 147, 531, BStBl II 1987, 48), sondern gebietet darüber hinaus, daß die allgemeinen Grundsätze über die steuerliche Anerkennung von Verträgen zwischen nahen Angehörigen und zwischen Kapitalgesellschaften und deren beherrschenden Gesellschaftern Anwendung finden.
Ebenso hat der erkennende Senat entschieden, daß eine Rückstellung in der Steuerbilanz für Ausfälle von Forderungen aus Teilzahlungsgeschäften im Rahmen der Ermittlung des Vermögenswerts grundsätzlich ohne weitere Prüfung übernommen werden kann (Urteil in BFHE 147, 531, BStBl II 1987, 48).
Diese Grundsätze lassen sich auf den nach § 138 Abs. 4 BewG zu berücksichtigenden gemeinen Wert übertragen, weil auch dieser sich durch den Preis bestimmt, der im gewöhnlichen Geschäftsverkehr nach der Beschaffenheit des Wirtschaftsgutes bei einer Veräußerung zu erzielen wäre (vgl. § 9 Abs. 2 Satz 1 BewG) und das Bewertungsrecht - mehr noch als das Bilanzsteuerrecht - stichtagsbezogen ist (vgl. zur Bedeutung des Stichtagsprinzips auch BFH-Urteil vom 08.03.1995 II R 10/92, BFHE 177, 132 und zur Nichtberücksichtigung wertaufhellender Tatsachen BFH-Urteil vom 13.08.1986 II R 213/82 BStBl II 1987, 48).
Maßgebend für den Ansatz eines vorhandenen Wirtschaftsguts ist vielmehr der Erkenntnisstand des sorgfältigen Kaufmannes im Zeitpunkt der Bilanzaufstellung (vgl. das Senatsurteil vom 13. August 1986 II R 213/82, BFHE 147, 531, BStBl II 1987, 48), bezogen auf die am Bilanzstichtag bestehenden objektiven Verhältnisse.
Bei der Ermittlung des Vermögenswerts ist das Vermögen der Kapitalgesellschaft mit dem Wert im Besteuerungszeitpunkt (vgl. z.B.: BFH vom 13. August 1986 II R 213/82, BStBl II 1987 S. 48 ) zugrunde zu legen, der sich bei Anwendung des § 12 Abs. 2 S. 2 i.V.m. Abs. 5 S. 2 ErbStG ergibt (R 98 Abs. 1 S. 1 ErbStR ).
Zwar ist der Bescheid über die Einheitsbewertung des Betriebsvermögens nach § 19 Abs. 1 Nr. 2, § 95 BewG kein Grundlagenbescheid hinsichtlich der gesonderten und einheitlichen Feststellung des gemeinen Werts nach § 113a BewG in Verbindung mit der dazu ergangenen Anteilsbewertungsverordnung -AntBewVO- (BFH, Urteil vom 13. August 1986 II R 213/82, BStBl II 1987, 654).
BFH, 28.06.1995 - II R 37/92
BFH, 12.10.1988 - II B 112/88
Rechtfertigung eines besonderen Abschlags mit der Bindung eines Unternehmens zu …
FG Berlin, 24.06.1998 - 6 K 6202/95

References: § 13
 § 11
 § 138
 § 9
 § 12
 § 19
 § 95
 § 113