Source: https://www.peterlang.com/view/9783653950533/chapter13.xhtml
Timestamp: 2018-07-20 09:40:05+00:00

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§ 13 Die Korrekturfunktion des § 9 Abs. 1 Nr. 1 KStG : Die mitunternehmerische Besteuerung der Komplementäre der Kommanditgesellschaft auf Aktien
§ 13 Die Korrekturfunk...
978-3-653-95053-3
https://doi.org/10.3726/978-3-653-06727-9
Die Prämisse des Systems aus § 9 Abs. 1 Nr. 1 KStG und § 15 Abs. 1 S. 1 Nr. 3 EStG ist die steuerrechtliche Gleichstellung des Komplementärs einer KGaA mit dem Mitunternehmer (vgl. §§ 10, 12). Der Gewinn der KGaA soll, soweit er auf den Komplementär als Mitunternehmer entfällt, aus dem körperschaftsteuerrechtlich zu versteuernden Einkommen ausgeschieden und einer Ein-Ebenen-Besteuerung beim Komplementär zugewiesen werden. § 9 Abs. 1 Nr. 1 KStG regelt daher spezialgesetzlich für den Sonderfall der KGaA eine „Herauslösung“ des Komplementäranteils aus dem zu versteuernden Einkommen der KGaA und übernimmt damit eine Korrekturfunktion.
Eine Korrektur nach § 9 Abs. 1 Nr. 1 KStG ist freilich nur für solche Zuweisungen an den Komplementär erforderlich, die überhaupt noch im Gewinn der KGaA enthalten sind854. Sofern Zahlungen an den Komplementär hingegen bereits handelsrechtlich Aufwand bzw. Betriebsausgaben nach § 4 Abs. 4 EStG darstellen, besteht keine Notwendigkeit, diese Ausgaben erneut über § 9 Abs. 1 Nr. 1 KStG zu erfassen. Dies entspricht dem Wortlaut des Einleitungssatzes des § 9 KStG. Die Formulierung „Abziehbare Aufwendungen sind auch“ spiegelt eine Subsidiarität des § 9 KStG gegenüber anderen Abzugstatbeständen.

References: § 9

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 § 15
 § 9
 § 9
 § 4
 § 9
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