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Timestamp: 2016-10-27 07:14:16+00:00

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1A.8/2004 (17.12.2004)
X.________, Beschwerdef�hrerin, vertreten durch Rechtsanwalt Dr. Vincent Augustin,
Verwaltungsgerichtsbeschwerde gegen das Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Graub�nden, 4. Kammer, vom 28. Oktober 2003.
X.________ ist Eigent�merin der in der Gemeinde Arosa gelegenen Parzelle Nr. 1360 mit einer Fl�che von 2'244 m2. Das Grundst�ck liegt in der Bauzone, ist jedoch - abgesehen von einer mit einem Chalet �berbauten Teilfl�che von etwa 400 m2 - weitgehend mit Waldb�umen bewachsen.
1978 hatte die Gemeinde bzw. das kantonale Forstinspektorat im Vorfeld der Ortsplanungsrevision 1980 einen Waldkatasterplan erarbeitet. Darin wurden (nur) zwei Teilfl�chen entlang der westlichen und der �stlichen Grenze der Parzelle Nr. 1360 im Ausmass von insgesamt 815 m2 als Wald bezeichnet. Mit einer Rodungsverf�gung vom 2. April 1980 bewilligte das Eidgen�ssische Departement des Innern (EDI) unter anderem die Rodung dieser 815 m2 zwecks Schaffung von Bauland. Im Rahmen einer generellen Rodungsbewilligung vom 10. Juni 1992 erneuerte das EDI die Bewilligung mit einer Befristung bis Ende 2003. Das Bau-, Verkehrs- und Forstdepartement des Kantons Graub�nden verl�ngerte am 19. Dezember 2003 mit Blick auf die laufende Totalrevision der Ortsplanung Arosa die G�ltigkeit der Rodungsbewilligung bis Ende 2005.
Im Zusammenhang mit dieser Ortsplanungsrevision wurden die Waldfl�chen durch die Forstorgane neu ermittelt. Dabei wurde festgestellt, dass die Parzelle Nr. 1360 mit Ausnahme des mit dem Wohnhaus �berbauten Bereichs vollst�ndig, mithin auf einer Fl�che von rund 1'820 m2, bewaldet sei. Eine Einsprache von X.________ hiergegen wies das Bau-, Verkehrs- und Forstdepartement am 22. April 2003 ab.
Gegen diese Verf�gung gelangte X.________ an das Verwaltungsgericht des Kantons Graub�nden. Das Gericht nahm einen Augenschein vor und wies den Rekurs am 28. Oktober 2003 ab.
X.________ hat gegen das Urteil des Verwaltungsgerichts am 15. Januar 2004 Verwaltungsgerichtsbeschwerde an das Bundesgericht erhoben. Sie beantragt, das angefochtene Urteil sei aufzuheben und es sei festzustellen, dass die Bestockung auf der Parzelle Nr. 1360 keinen Wald im Rechtssinne bilde; eventuell sei festzustellen, dass auf der Parzelle Nr. 1360 die Waldgrenzen gem�ss Waldkatasterplan 1978 g�lten; subeventuell sei die Angelegenheit zu neuer Beurteilung an die Vorinstanz zur�ckzuweisen.
Das Bundesamt f�r Umwelt, Wald und Landschaft (BUWAL) nahm zur Angelegenheit Stellung, ohne einen ausdr�cklichen Antrag zu formulieren. Die Parteien erhielten Gelegenheit, sich hierzu zu �ussern.
Im Anschluss an den Schriftenwechsel zog der Instruktionsrichter von den Parteien zus�tzliche Unterlagen bei. Am 18. Oktober 2004 nahm eine Delegation des Bundesgerichts einen Augenschein mit anschliessender Vergleichsverhandlung vor. Das Protokoll des Augenscheins wurde den Beteiligten zugestellt, was das Verwaltungsgericht zur Mitteilung veranlasste, es halte im vorliegenden Fall die Voraussetzungen f�r die Gew�hrung von Vertrauensschutz nicht f�r gegeben.
1.1 Gegen den angefochtenen kantonal letztinstanzlichen Entscheid �ber eine Waldfeststellung nach Art. 10 Abs. 2 des Bundesgesetzes vom 4. Oktober 1991 �ber den Wald (Waldgesetz, WaG; SR 921.0) ist die Verwaltungsgerichtsbeschwerde zul�ssig (Art. 46 Abs. 1 WaG, Art. 97 und 98 lit. g OG). Die Beschwerdef�hrerin ist Eigent�merin des von der Waldfeststellung betroffenen Grundst�cks und hat ein schutzw�rdiges Interesse an der Aufhebung oder �nderung des angefochtenen Entscheides. Sie ist daher zur Beschwerde befugt (Art. 103 lit. a OG).
1.2 Die Beschwerdef�hrerin kann mit der Verwaltungsgerichtsbeschwerde die Verletzung von �ffentlichem Recht des Bundes, einschliesslich �berschreitung oder Missbrauch des Ermessens geltend machen (Art. 104 lit. a OG), ferner die unrichtige oder unvollst�ndige Feststellung des Sachverhalts (Art. 104 lit. b OG). An den dem angefochtenen Urteil zugrunde liegenden Sachverhalt ist das Bundesgericht allerdings gebunden, soweit er vom Verwaltungsgericht nicht offensichtlich unrichtig, unvollst�ndig oder unter Verletzung wesentlicher Verfahrensbestimmungen festgestellt wurde (Art. 105 Abs. 2 OG).
1.3 S�mtliche Sachurteilsvoraussetzungen sind erf�llt; auf die Beschwerde ist einzutreten.
2.1 Art. 2 WaG umschreibt den Begriff des Waldes. Gem�ss Abs. 1 gilt als Wald jede Fl�che, die mit Waldb�umen oder Waldstr�uchern bestockt ist und Waldfunktionen erf�llen kann. Entstehung, Nutzungsart und Bezeichnung im Grundbuch sind nicht massgebend.
Gem�ss Art. 2 Abs. 4 Satz 1 WaG k�nnen die Kantone innerhalb des vom Bundesrat festgelegten Rahmens bestimmen, ab welcher Breite, welcher Fl�che und welchem Alter eine einwachsende Fl�che sowie ab welcher Breite und welcher Fl�che eine andere Bestockung als Wald gilt. Diesen Rahmen legte der Bundesrat in Art. 1 Abs. 1 der Verordnung vom 30. November 1992 �ber den Wald (WaV, SR 921.01) fest. Erf�llt die Bestockung in besonderem Masse Wohlfahrts- oder Schutzfunktionen, so sind die kantonalen Kriterien nicht massgebend (Art. 2 Abs. 4 Satz 2 WaG und Art. 1 Abs. 2 WaV).
2.2 Gem�ss Art. 2 Abs. 2 des kantonalen Waldgesetzes Graub�nden vom 25. Juni 1995 (KWaG) muss eine Bestockung, um als Wald zu gelten, eine Fl�chenausdehnung von 800 m2, eine Mindestbreite von 12 m und ein Alter von 20 Jahren aufweisen. Gem�ss Abs. 3 dieser Bestimmung gelten bestockte Fl�chen mit einer Ausdehnung von �ber 500 m2 als Wald, wenn sie eine Waldfunktion erf�llen.
Art. 2 Abs. 3 KWaG wurde anl�sslich einer Revision vom 26. November 2000 ins Gesetz eingef�gt. Damit sollte der bundesgerichtlichen Praxis (BGE 125 II 440; 124 II 165; 122 II 72) Rechnung getragen werden, nach welcher die Kantone den ihnen durch Art. 1 Abs. 1 WaV einger�umten Spielraum nicht undifferenziert aussch�pfen d�rfen.
2.3 Die Beschwerdef�hrerin bestreitet nicht, dass die Bestockung auf ihrem Grundst�ck die erw�hnten quantitativen Kriterien in jeder Hinsicht erf�llt. Hingegen ist sie der Auffassung, die Bestockung sei deshalb kein Wald, weil sie keine Waldfunktionen aus�be; sie beantragt, hier�ber sei ein Gutachten einzuholen.
Ein Gutachten ist nicht erforderlich. Die Beschwerdef�hrerin �bersieht, dass es Art. 2 Abs. 1 WaG gen�gen l�sst, dass eine Bestockung Waldfunktionen aus�ben kann. Als Waldfunktionen gelten die Nutz-, die Schutz- und die Wohlfahrtsfunktion, wobei letztere verschiedene Aspekte umfasst, namentlich Naturschutz, Landschaftsschutz und Erholungsfunktion (BGE 122 II 72 E. 3b S. 79; zu den Waldfunktionen siehe Stefan M. Jaissle, Der dynamische Waldbegriff und die Raumplanung, Diss. Z�rich 1994, S. 4 ff. und 68 f.). Es gen�gt, dass einzelne dieser Funktionen erf�llt werden; ein Wald muss nicht alle in Art. 1 Abs. 1 lit. c WaG erw�hnten Funktionen (kumulativ) erf�llen k�nnen (Hans-Peter Jenni, Vor lauter B�umen den Wald noch sehen: Ein Wegweiser durch die neue Waldgesetzgebung, Schriftenreihe Umwelt Nr. 210 [Hrsg. BUWAL], Bern 1993, S. 29 und 31).
Wie sich am Augenschein gezeigt hat, ist das Grundst�ck der Beschwerdef�hrerin mit Ausnahme des Wohnhauses weitgehend mit Fichten bestockt, welche mehrere Jahrzehnte alt sind. Es entspricht der Erfahrung und braucht nicht weiter best�tigt zu werden, dass die gegebene Bestockung Waldfunktionen erf�llen kann. Dies h�lt auch das BUWAL, auf dessen fachkundige �usserung abgestellt werden kann, in seiner Vernehmlassung fest. Das Bundesgericht hat denn auch verschiedentlich festgehalten, dass die von den Kantonen im Rahmen von Art. 1 Abs. 1 WaV erlassenen quantitativen Mindestkriterien in erster Linie die Bedeutung haben, dass dort, wo sie - wie hier - erreicht sind, in aller Regel, aussergew�hnliche Verh�ltnisse vorbehalten, die Waldqualit�t zu bejahen ist (siehe etwa BGE 125 II 440 E. 2c und Urteil 1A.100/2002 vom 10. Oktober 2002 E. 3.2.2). Was die Beschwerdef�hrerin vortr�gt, l�sst nicht auf aussergew�hnliche Verh�ltnisse bzw. auf eine Ausnahme von der Regel schliessen. Am Augenschein liess sich im Gegenteil feststellen, dass die Bestockung auf der Parzelle Nr. 1360 eine Schutzfunktion im Sinne des Sichtschutzes bzw. Wohlfahrtsfunktion durch Gliederung des Siedlungsgebietes aus�bt. Zudem k�nnte ein Teil des Holzes, welches hiebreif ist, verwertet werden (Nutzfunktion). Diese Feststellungen wurden im �brigen bereits anl�sslich des Augenscheins des Verwaltungsgerichts getroffen und entgegen der Darstellung der Beschwerdef�hrerin auch ordnungsgem�ss protokolliert; es w�re Sache der Beschwerdef�hrerin bzw. ihres Anwaltes gewesen, Einsicht in dieses Protokoll zu nehmen und allenfalls eine Berichtigung zu verlangen. Aus dem Protokoll geht nicht hervor, dass die Beschwerdef�hrerin den erw�hnten Aussagen zu den Waldfunktionen widersprochen h�tte.
Kann die Bestockung auf dem Grundst�ck der Beschwerdef�hrerin danach Waldfunktionen erf�llen, stellt sie grunds�tzlich Wald dar.
Wie am Augenschein festzustellen war, hat die Beschwerdef�hrerin mehrere B�ume f�llen lassen. Insoweit sind nur noch die St�cke sichtbar. Insbesondere im Norden des Wohnhauses sind die B�ume weitgehend entfernt worden. Die Stellen, wo B�ume gef�llt worden sind, liegen alle im Bereich, der im Waldkatasterplan 1978 als Nichtwald ausgeschieden wurde. Wieweit dort, wo B�ume entfernt worden sind, noch Wald im Rechtssinne angenommen werden k�nnte, kann offen bleiben, da (auch) insoweit die Waldeigenschaft aus Gr�nden des Vertrauensschutzes ohnehin zu verneinen w�re (siehe hinten E. 4).
Art. 13 Abs. 1 WaG h�lt fest, dass in den Bauzonen gest�tzt auf rechtskr�ftige Waldfeststellungsverf�gungen die Waldgrenzen einzutragen sind. Daraus folgt, wie das Bundesgericht in BGE 122 II 274 E. 2b erwogen hat, dass sich bei der erstmaligen Abgrenzung von Wald mit Bauzonen das Baugebiet in der Regel am Bestehen von Wald zu orientieren hat - und nicht das Waldareal an der Ausdehnung der Bauzonen. Die Beschwerdef�hrerin wendet ein, in ihrem Fall bestehe Anlass, von dieser Regel abzuweichen, einerseits wegen des Waldkatasterplans 1978 und andererseits deshalb, weil ihre Parzelle mitten im Baugebiet liege. Es sei nicht einzusehen, weshalb neue Bestockungen ausserhalb rechtskr�ftiger Waldgrenzen (Art. 13 Abs. 2 WaG) Waldfunktionen nicht erf�llen und daher nicht als Wald gelten sollten, Bestockungen ausserhalb eines altrechtlichen, aber rechtsg�ltigen Waldkatasterplans indessen schon.
Von vornherein nicht zu folgen ist der Beschwerdef�hrerin, soweit sie geltend macht, Art. 13 und 10 WaG normierten "im eigentlichen Sinn" nichts hinsichtlich der Frage, wie es sich mit Bestockungen in Bauzonen verhalte. Das Gegenteil trifft zu. Art. 10 Abs. 2 und Art. 13 WaG dienen dazu, den dynamischen Waldbegriff, der im Waldgesetz von 1991 grunds�tzlich beibehalten wurde (Art. 2 WaG), in beschr�nktem Umfang durch einen statischen Waldbegriff zu ersetzen. Diese gegen�ber dem fr�heren Forstpolizeirecht neue Regelung dient der Rechtssicherheit und soll die �berbaubarkeit von Bauzonenland sicherstellen (vgl. Peter H�nni, Planungs-, Bau- und besonderes Umweltschutzrecht, 4. Aufl., Bern 2002, S. 413 f.; Heribert Rausch/Arnold Marti/ Alain Griffel, Umweltrecht, Z�rich/Basel/Genf 2004, Rz. 466).
Dabei geht es nicht um die Frage, ob einwachsende Bestockungen innerhalb der Bauzone Waldfunktionen erf�llen k�nnen oder nicht; vielmehr wird einer Bestockung, auch wenn sie Waldfunktionen erf�llen kann bzw. erf�llt, aus den eben genannten Gr�nden von Gesetzes wegen die Waldqualit�t aberkannt. Dies �ndert aber nichts daran, dass sich die erstmalige Abgrenzung von Wald und Bauzonen an den gesetzlichen Kriterien f�r Wald, d.h. an Art. 2 WaG, auszurichten hat, eben weil die Abgrenzung auf eine gem�ss Art. 10 WaG vorgenommene Waldfeststellung zu st�tzen ist. Die Lehre hat sich dem von der Beschwerdef�hrerin kritisierten Urteil BGE 122 II 274 E. 2b ohne weiteres angeschlossen (H�nni, a.a.O. S. 412; Rausch/Marti/Griffel, a.a.O. Rz. 466; Klaus A. Vallender/Reto Morell, Umweltrecht, Bern 1997, S. 354).
In diesem Zusammenhang macht die Beschwerdef�hrerin auch zu Unrecht geltend, die angefochtene Waldfeststellung sei nicht die erste, so dass es offensichtlich unrichtig sei, wenn das Verwaltungsgericht von der erstmaligen Abgrenzung von Wald mit Bauzonen spreche. Der Waldkatasterplan 1978 wurde lange vor dem Inkrafttreten des Waldgesetzes festgesetzt; damals galt uneingeschr�nkt der dynamische Waldbegriff und konnte ein solcher Katasterplan von vornherein nicht dazu dienen, eine dauerhafte Abgrenzung zwischen Wald und Bauzone vorzunehmen. Erst die angefochtene Waldfeststellung (in Verbindung mit einer nutzungsplanerischen Waldgrenze im Sinne von Art. 13 WaG) ist hierzu in der Lage; insofern stellt sie die Grundlage f�r die erstmalige Abgrenzung von Wald und Bauzone dar.
4.1 Eine andere Frage ist es, ob sich die Beschwerdef�hrerin aus Gr�nden des Vertrauensschutzes gegen die Waldfeststellung wehren kann. Die Vertrauensschutzfrage ist grunds�tzlich schon bei der Waldfeststellung zu ber�cksichtigen. Sind die Voraussetzungen des Vertrauensschutzes gegeben, kann der Eigent�mer der Parzelle verlangen, dass diese als unbewaldet behandelt wird, auch wenn die Waldkriterien der Waldgesetzgebung erf�llt sind (Urteil 1A.107/1996 vom 25. Februar 1997, E. 4a mit Hinweisen, publ. in: ZBl 99/1998 S. 123 ff. und Pra. 86/1997 Nr. 140 S. 746 ff.).
Die Beschwerdef�hrerin r�gt, die Nichtbeachtung des Waldkatasterplans 1978 verstosse gegen Treu und Glauben, wie sie unter Hinweis auf zwei Urteile des Verwaltungsgerichts, die andere Parzellen in Arosa betr�fen, bereits im kantonalen Rekursverfahren geltend gemacht habe.
4.2 Der in Art. 9 BV verankerte Grundsatz von Treu und Glauben verleiht einer Person Anspruch auf Schutz des berechtigten Vertrauens in unrichtige Zusicherungen, Ausk�nfte, Mitteilungen oder Empfehlungen einer Beh�rde, wenn die Beh�rde in einer konkreten Situation mit Bezug auf bestimmte Personen gehandelt hat, die Beh�rde f�r die Erteilung der betreffenden Auskunft zust�ndig war oder sie der B�rger aus zureichenden Gr�nden f�r zust�ndig halten konnte, der B�rger die Unrichtigkeit der Auskunft nicht ohne weiteres erkennen konnte, er im Vertrauen auf die Richtigkeit der Auskunft Dispositionen getroffen hat, die nicht ohne Nachteil r�ckg�ngig gemacht werden k�nnen, und die gesetzliche Ordnung seit der Auskunftserteilung keine �nderung erfahren hat (BGE 121 II 473 E. 2c, 121 V 65 E. 2a, je mit Hinweisen; Ulrich H�felin/Georg M�ller, Allgemeines Verwaltungsrecht, 4. Aufl., Z�rich 2002, Rz. 668 ff.).
4.3 Ausser Frage steht, dass die Waldausscheidung gem�ss Kataster 1978 von den zust�ndigen Beh�rden ausging und ihre Unrichtigkeit f�r den Laien nicht ohne weiteres erkennbar war. Hingegen hat das Bundesgericht in BGE 116 Ib 185 die Berufung auf Treu und Glauben in einem Waldfeststellungsverfahren aus Gr�nden abgelehnt, die auf den ersten Blick auch vorliegend massgeblich zu sein scheinen. Es erwog, der dynamische Waldbegriff lasse nach 10 bis 15 Jahren einen allf�lligen Vertrauensschutz untergehen; zudem k�nne sich der aufgrund eines 1976 festgesetzten Quartierplans Berechtigte, der von der Baum�glichkeit keinen Gebrauch gemacht hat, mehr als zehn Jahre sp�ter nicht mehr auf diesen berufen, einerseits weil inzwischen mit dem Bundesgesetz �ber die Raumplanung vom 22. Juni 1979 die Rechtsgrundlagen ge�ndert h�tten und anderseits deshalb, weil nach so langer Zeit ohnehin eine �berpr�fung der Nutzungspl�ne angezeigt gewesen sei.
4.4 Zur Frage, ob nicht schon der dynamische Waldbegriff einer Berufung auf Treu und Glauben entgegenstehe, macht die Beschwerdef�hrerin geltend, die 1978 als Nichtwald bezeichnete Fl�che sei damals bereits mit Waldb�umen bestockt gewesen. Es seien (auch) auf dieser Fl�che weder neue Waldb�ume noch Waldstr�ucher eingewachsen; die tats�chlichen Verh�ltnisse h�tten sich in den letzten 25 Jahren nicht ver�ndert. Dieser Einwand trifft gem�ss den Feststellungen am Augenschein insofern zu, als ausgeschlossen werden kann, dass auf der 1978 als Nichtwald bezeichneten Fl�che Wald nachtr�glich eingewachsen ist. Zwischen der 1978 als Wald ausgeschiedenen und der �brigen un�berbauten Fl�che der Parzelle Nr. 1360 bestand hinsichtlich der Bestockung praktisch kein Unterschied. Dies w�re heute noch so, wenn die Beschwerdef�hrerin, wie gesagt, inzwischen nicht mehrere B�ume h�tte f�llen lassen.
Die beiden von der Beschwerdef�hrerin angerufenen rechtskr�ftigen Urteile des Verwaltungsgerichts R 02 145 und R 02 146 (PVG 2003 Nr. 33 S. 156 ff.) vom 20. Mai 2003 stellen ebenfalls fest, dass mit dem Waldkataster 1978 in Arosa zum Teil bestockte Fl�chen als Nichtwald ausgeschieden wurden, obwohl sie ebenso wie benachbarte Waldfl�chen als Wald zu qualifizieren gewesen w�ren. Die genauen Gr�nde f�r dieses Vorgehen sind aufgrund der Akten nicht ersichtlich und konnten auch am Augenschein nicht mehr zuverl�ssig gekl�rt werden.
4.5 Ausgehend davon, dass die ganze Parzelle der Beschwerdef�hrerin mit Ausnahme des �berbauten Bereichs von etwas �ber 400 m2 nach heutiger Betrachtungsweise Ende der Siebzigerjahre bewaldet war, ergibt sich unter Vertrauensgesichtspunkten was folgt:
Zwei Teilbereiche des Grundst�ckes (an der West- und an der Ostgrenze) wurden damals als Wald bezeichnet. F�r diese Fl�chen wurde jedoch eine Rodungsbewilligung erteilt, die bis heute verl�ngert wurde. Die Rodungsbewilligung wurde ausdr�cklich im Hinblick darauf erteilt, klare Grundlagen f�r die Planungsarbeiten bzw. die Nutzung der entsprechenden Parzellen als Bauland, namentlich als Erweiterungsfl�che f�r bestehende Bauten und Anlagen, zu schaffen (vgl. E. 4 der Rodungsverf�gung des EDI vom 2. April 1980). In der die fr�heren Bewilligungen ersetzenden generellen Rodungsbewilligung des EDI vom 10. Juni 1992 wurde diese Zielsetzung best�tigt (vgl. E. 6) und dar�ber hinaus als Auflage festgehalten (Dispositiv Ziff. 14), dass eine Rodung erst durchgef�hrt werden d�rfe, wenn eine rechtskr�ftige Baubewilligung vorliege. Angesichts dieser Verf�gungen durften die betroffenen Grundeigent�mer mit Fug davon ausgehen, dass ihnen eine Rodung auf Vorrat untersagt sei, dass sie aber bei Bedarf einen gesicherten Anspruch auf eine Rodung zur Gewinnung von Bauland h�tten.
Die �brige Grundst�cksfl�che wurde als Nichtwald bezeichnet. Die Beschwerdef�hrerin durfte insoweit annehmen, dass eine Bebauung ohne weiteres m�glich sei. Sie hat, wie erw�hnt, auf der betreffenden Fl�che mehrere B�ume f�llen lassen. Damit bet�tigte sie ihr Vertrauen in den Waldkatasterplan. Zudem wurde sie in diesem Vertrauen insofern best�rkt, als sie die F�llung ohne Holzschlagbewilligung vornehmen konnte und die Forstorgane nicht einschritten.
4.6 Weiter ist zu pr�fen, ob die ge�nderten Rechtsgrundlagen (Raumplanungsgesetz und Waldgesetz) einem Vertrauensschutz entgegenstehen.
Zwar ist das Raumplanungsgesetz etwas j�ngeren Datums als der Waldkataster von 1978. Indessen wurde das Grundst�ck der Beschwerdef�hrerin bei allen Revisionen der Bau- und Zonenordnung von Arosa (1980, 1988 sowie 2002) immer der Bauzone zugewiesen. Insbesondere bestand nie die Absicht, das Grundst�ck aus Kapazit�ts�berlegungen aus- bzw. nicht einzuzonen. Die Situation l�sst sich daher mit der in BGE 116 Ib 185 beurteilten nicht vergleichen; planerisch war nach altem wie neuem Recht stets unbestritten, dass das fragliche Grundst�ck zur Bauzone geh�rt.
Die waldrechtlichen Vorschriften haben sich insofern ge�ndert, als der dynamische Waldbegriff im Baugebiet durch den statischen abgel�st wird; bis zu einem gewissen Grad wurde mit dem System der generellen Rodungsbewilligungen f�r Arosa das gleiche Ziel verfolgt. Im �brigen hat das Waldgesetz bez�glich der hier interessierenden Fragen keine wesentlichen �nderungen gebracht. Vielmehr sind die quantitativen und qualitativen Voraussetzungen f�r die Annahme von Wald durch das heute massgebliche Recht gegen�ber fr�her nicht wesentlich ver�ndert worden. Zwar sind erstmals 1981 (b�ndnerische) Richtlinien f�r die Waldfeststellung erarbeitet und Mitte der 90er Jahre verfeinert worden; sie beinhalten materiell-rechtlich indessen keine �nderungen (PVG 2003 Nr. 33 S. 156 ff. E. 3d).
4.7 Die Voraussetzungen des Vertrauensschutzes sind hier danach zu bejahen. Zu ber�cksichtigen ist dabei ebenso das Gebot der rechtsgleichen Behandlung (Art. 8 BV). Das Verwaltungsgericht hat in den erw�hnten Urteilen R 02 145 und R 02 146 vom 20. Mai 2003 Waldfeststellungen aus Gr�nden des Vertrauensschutzes aufgehoben. Es befand, die Grundeigent�mer h�tten auf die im Waldkataster 1978 vorgenommene Ausscheidung von Fl�chen als Nichtwald vertrauen d�rfen (je E. 3). Inwiefern zum vorliegenden Fall wesentliche Unterschiede bestehen sollten, ist nicht ersichtlich und haben die kantonalen Beh�rden am Augenschein nicht aufzeigen k�nnen (Protokoll S. 3/4 und 7).
Die im Waldkataster 1978 als Nichtwald bezeichnete Bestockungsfl�che ist deshalb auch heute als Nichtwald zu qualifizieren.
4.8 In Bezug auf die im Waldkataster 1978 als Wald ausgeschiedene Fl�che von 245 m2 im Osten der Parzelle Nr. 1360 (gem�ss Rodungsplan 1:2000 vom M�rz 2002) hat das Bau-, Verkehrs- und Forstdepartement mit Verf�gung vom 25. M�rz 2004 die Rodungsbewilligung best�tigt (S. 23) und diese als mit der Genehmigung der Ortsplanungsrevision durch die Regierung des Kantons Graub�nden als beansprucht bezeichnet (S. 30). In dem von der Regierung am 6. April 2004 genehmigten neuen Zonenplan der Gemeinde Arosa vom 24. November 2002 ist die Fl�che von 245 m2 der Bauzone zugewiesen.
Das f�r diese 245 m2 Gesagte gilt ebenso f�r die Waldfl�che von 921 m2 auf der Parzelle Nr. 849, welche westlich an die Parzelle Nr. 1360 angrenzt. Es bestehen keine sachlichen Gr�nde daf�r, die Fl�che im westlichen Teil der Parzelle Nr. 1360, die im Waldkataster 1978 als Wald ausgeschieden wurde, anders zu behandeln als die Fl�che von 921 m2 auf der Parzelle Nr. 849. Die Fl�che im westlichen Teil der Parzelle Nr. 1360, die im Waldkataster 1978 als Wald bezeichnet wurde, ist aus Gr�nden der rechtsgleichen Behandlung ebenfalls als Nichtwald zu betrachten. F�r die Fl�chen im Osten und Westen auf der Parzelle Nr. 1360, die im Waldkataster 1978 als Wald bezeichnet wurden, gilt somit im Ergebnis dasselbe: Sie stellen Nichtwald dar.
Die gesamte Fl�che der Parzelle Nr. 1360 ist danach rechtlich als Nichtwald zu betrachten.
Die Angelegenheit ist zur Neuverlegung der Kosten des kantonalen Verfahrens an das Verwaltungsgericht zur�ckzuweisen.
Der Kanton Graub�nden tr�gt keine Kosten (Art. 156 Abs. 2 OG). Hingegen hat er der Beschwerdef�hrerin f�r das bundesgerichtliche Verfahren eine Entsch�digung zu bezahlen (Art. 159 Abs. 2 OG).
Die Verwaltungsgerichtsbeschwerde wird gutgeheissen und das Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Graub�nden, 4. Kammer, vom 28. Oktober 2003 aufgehoben.
Die Angelegenheit wird zur Neuregelung der Kostenfolgen an das Verwaltungsgericht des Kantons Graub�nden zur�ckgewiesen.
Der Kanton Graub�nden hat der Beschwerdef�hrerin f�r das bundesgerichtliche Verfahren eine Entsch�digung von Fr. 2'000.-- zu bezahlen.
Dieses Urteil wird der Beschwerdef�hrerin, der Gemeinde Arosa, dem Bau-, Verkehrs- und Forstdepartement und dem Verwaltungsgericht des Kantons Graub�nden, 4. Kammer, sowie dem Bundesamt f�r Umwelt, Wald und Landschaft schriftlich mitgeteilt.

References: Art. 10
 Art. 97
 Art. 2
 Art. 2
 Art. 1
 Art. 1
 Art. 2

Art. 2
 Art. 1
 Art. 2
 Art. 1
 Art. 1
 BGE 

Art. 13
 BGE 
 Art. 13
 Art. 10
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 Art. 2
 Art. 10
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 Art. 13
 Art. 9
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