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Timestamp: 2016-10-28 04:30:49+00:00

Document:
5C.23/2003 (18.06.2003)
Ringier AG, Br�hlstrasse 5, 4800 Zofingen,
Beklagte und Berufungskl�gerin, vertreten durch Rechtsanwalt Dr. Matthias Schwaibold, Fraum�nsterstrasse 9, Postfach 2765, 8022 Z�rich,
Marianne Wolf-Schoder, Langwies, 8824 Sch�nenberg,
Kl�gerin und Berufungsbeklagte, vertreten durch Rechtsanwalt Peter Sprenger, Zeughausstrasse 39, Postfach 2768, 8021 Z�rich.
Berufung gegen den Beschluss des Obergerichts des Kantons Z�rich, II. Zivilkammer, vom 10. Dezember 2002.
In der Tageszeitung Blick vom 13. April 2002 erschien unter den grossformatig geschriebenen Titeln "SKANDAL-URTEIL" "Z�chterin darf Tiere so halten" folgender Text:
"Z�RICH - Abfall und Dreck am Boden, stinkende Luft. In solcher Umgebung hielt Z�chterin Marianne Wolf (50) 66 Hunde. Tierqu�lerei, erkl�rte die Polizei. Aber unglaublich: Vor Gericht wird die Z�chterin freigesprochen. Die Tiere von Marianne Wolf befanden sich in einem erb�rmlichen Zustand, als das Veterin�ramt eingriff und ihr die Hunde wegnahm: 37 litten an einer Ohrenentz�ndung, 27 an Zahnstein, 10 waren mangelhaft ern�hrt, einer hatte eitrigen Nasenfluss. Das Fell war bei zahlreichen Tieren verfilzt. Ein Hund hatte eine blutige Penisspitze. Bei der Kontrolle 1997 durch das Veterin�ramt waren 26 Hunde in einem 32 Quadratmeter grossen Zimmer eingepfercht! Und in der Besenkammer waren vier s�sse Welpen zusammen mit einer H�ndin in einem K�mmerchen ohne Licht eingeschlossen. Wegen Tierqu�lerei, F�lschung von Impfp�ssen, Drohung und Urkundenunterdr�ckung wollte der Bezirksanwalt die Z�chterin f�r 100 Tage ins Gef�ngnis schicken. Nicht aber die Richterin. Sie entschied: Freispruch! Es k�nne nicht darauf geschlossen werden, 'dass im Haus f�r Tiere unhygienische Zust�nde herrschten', heisst es in der 46-seitigen Urteilsbegr�ndung des Bezirksgerichts Horgen. Auch sei nicht erwiesen, dass die Hunde 'physische Beschwerde hatten oder gar hungerten'. Und weiter: 'Dass viele Tiere Krankheitssymptome aufwiesen, l�sst nicht den Schluss zu, die Angeklagte habe die Tiere stark vernachl�ssigt.' Bei den 37 Hunden mit Ohrenentz�ndung befand die Richterin: verj�hrt. Auch die Bilder der eingepferchten Hunde mitten in ihrem Dreck liessen die Richterin nicht an ihrer Meinung zweifeln. Die Tiere seien nur wegen der Polizeikontrolle im Haus gewesen. Auch h�tte Marianne Wolf die vier Welpen nur vor�bergehend versteckt. Die Tiere h�tten sich sonst auf dem 5000 m2 grossen Anwesen frei bewegen k�nnen, findet das Gericht. 'Die Gerechtigkeit hat gesiegt', sagt Marianne Wolf. Anders sieht es der Anwalt f�r Tierschutz-Strafsachen. Er will Berufung einlegen."
Der Artikel wurde mit zwei Bildern illustriert. Das eine zeigt Marianne Wolf mit zwei Hunden und wird kommentiert mit "Z�chterin Marianne Wolf mit pr�mierten Hunden". Das andere, grossformatige, zeigt einen Wohnraum in grosser Unordnung, in welchem sich ein Rudel Hunde aufh�lt. Die Bildlegende lautet: "F�rchterlicher Gestank, �berall Kot- und Urinspuren: 26 Bearded Collies waren hier zusammengepfercht."
Marianne Wolf (nachfolgend: die Kl�gerin) gelangte in der Folge drei Male mit jeweils ge�nderten Texten an den Verlag Ringier AG (nachfolgend: die Beklagte) mit dem Begehren, im Blick eine Gegendarstellung mit Bild zu platzieren. Die Beklagte lehnte auch die dritte und letzte Textversion, da nicht gegendarstellungsf�hig, ab. Diese Version lautete wie folgt:
Im Blick vom 23. April 2002 wurde unter dem Titel "Skandal Urteil! Z�chterin darf Hunde so halten" durch die gesamte Darstellung des Berichtes (Bild, Legende, Titel, Text) der falsche Eindruck erweckt, die Polizei h�tte "bei der Kontrolle 1997 durch das Veterin�ramt 26 Hunde in einem 32 Quadratmeter grossen Zimmer eingepfercht" vorgefunden. Das trifft nicht zu. Meine Hunde k�nnen sich normalerweise auf einem Gel�nde von �ber 5000 Quadratmetern frei bewegen und wurden nur wegen der Kontrolle durch das Veterin�ramt vor�bergehend in das besagte Zimmer eingesperrt.
Zudem wurde der falsche Eindruck erweckt, ich sei angeklagt worden, weil die hygienischen Zust�nde in diesem Zimmer mangelhaft gewesen w�ren. Die auf dem publizierten Bild erkennbaren Kotspuren und Urinflecken waren jedoch nicht der Grund der Kontrolle, sondern eine Folge davon. Die Tiere wurden nerv�s und veranstalteten ein Durcheinander, weil sie w�hrend der Kontrolle eingesperrt waren und eine allgemeine Hektik herrschte. Weder das Veterin�ramt noch die Bezirksanwaltschaft haben mir vorgeworfen, die Hunde h�tten zu wenig Auslauf gehabt oder es h�tten unhygienische Zust�nde geherrscht. Bez�glich der angeblichen Tierqu�lerei ging es im Verfahren einzig um die Frage, ob ich mich allenfalls strafbar gemacht h�tte, weil ich Krankheitssymptome bei den Tieren zu sp�t erkannt bzw. Krankheiten nicht rechtzeitig h�tte heilen lassen. Das Gericht hat mich von diesen Vorw�rfen jedoch vollumf�nglich freigesprochen."
Der von der Kl�gerin angerufene Einzelrichter im summarischen Verfahren am Bezirksgericht Horgen verurteilte am 28. Juni 2002 die Beklagte, folgenden Text im Blick zu ver�ffentlichen:
Im Blick vom 23. April wurde unter dem Titel "Skandal-Urteil! Z�chterin darf Hunde so halten" durch die gesamte Darstellung des Berichtes (Bild, Legende, Titel, Text) der Eindruck erweckt, die Polizei h�tte "bei der Kontrolle 1997 durch das Veterin�ramt 26 Hunde in einem 32 Quadratmeter grossen Zimmer eingepfercht" vorgefunden. Das trifft nicht zu. Meine Hunde k�nnen sich normalerweise frei bewegen und wurden nur wegen der Kontrolle durch das Veterin�ramt vor�bergehend in das besagte Wohnzimmer eingesperrt.
Weiter verurteilte der Einzelrichter die Beklagte dazu, ein von der Kl�gerin eingereichtes Bild "im Format gem�ss Vorlage" zu ver�ffentlichen. Dieses zeigt ein Haus hinter einer von B�umen ges�umten Wiese, auf der sich ein Hund befindet. Ferner auferlegte der Einzelrichter der Beklagten, die Gegendarstellung in derselben Rubrik zu ver�ffentlichen und dabei den Titel "Gegendarstellung" fettgedruckt und in roten, 2,5 cm hohen Lettern hervorzuheben, und untersagte ihr, etwas anderes als die Erkl�rung gem�ss Art. 28k Abs. 2 ZGB beizuf�gen. In der Blick-Ausgabe vom 25. Juli 2002 ver�ffentlichte die Beklagte die Gegendarstellung wie angeordnet.
Unter Abweisung eines Rekurses der Beklagten best�tigte das Obergericht (II. Zivilabteilung) des Kantons Z�rich am 10. Dezember 2002 die Verf�gung des Einzelrichters.
Mit Berufung vom 21. Januar 2003 beantragt die Beklagte beim Bundesgericht die Aufhebung des Obergerichtsurteils sowie die Abweisung des Gegendarstellungsbegehrens. Mit Antwort vom 28. April 2003 verlangt die Kl�gerin die Abweisung der Berufung. Sie beansprucht die unentgeltliche Rechtspflege.
Der Beschluss des Obergerichts gilt als Endentscheid im Sinne von Art. 48 Abs. 1 OG und betrifft zudem eine Zivilrechtsstreitigkeit nicht verm�gensrechtlicher Natur (Art. 44 OG). Er kann daher mit Berufung angefochten werden (BGE 112 II 193 E. 1b S. 195), und zwar ungeachtet der Tatsache, ob eine allf�llige Gegendarstellung bereits publiziert worden ist oder nicht (BGE 114 II 385 E. 3 S. 386; 122 III 301 E. 1a S. 302).
2.1 Die vom Obergericht gutgeheissene Gegendarstellung betrifft die beklagtische Tatsachendarstellung, dass bei der Kontrolle durch das Veterin�ramt 26 Hunde in einem 32 m2 grossen Raum eingesperrt waren. Nach Auffassung der Beklagten ist ihre Tatsachendarstellung zutreffend, ja aktenm�ssig (durch den Polizeirapport) bewiesen und von der Vorinstanz einger�umt ("mag zwar stimmen"). Gegendarstellung gegen objektiv zutreffende, richtige Tatsachenbehauptungen seien unzul�ssig. Statt aus diesem Grunde die Gegendarstellung abzuweisen, argumentiere die Vorinstanz mit einem diffusen Eindruck, der beim Durchschnittsleser entstanden sei. Die gutgeheissene Gegendarstellung wende sich denn auch ausdr�cklich gegen den "Eindruck", der im Blick-Artikel erweckt worden sei, dass die Polizei bei der Kontrolle 26 Hunde in einem 32 Quadratmeter grossen Zimmer eingepfercht vorgefunden habe. Damit verkenne die Vorinstanz den Tatsachenbegriff bzw. weite ihn unzul�ssig aus. Nur Tatsachenbehauptungen seien gegendarstellungsf�hig, nicht aber m�gliche Schl�sse, die der Leser aus einer Darstellung ziehe, oder Eindr�cke, die beim Leser auf Grund von Tatsachendarstellungen bzw. Kombination journalistischer Elemente (Bild, Legende, Titel, Text, typographische Aufmachung) entstehen k�nnen. Ansonsten werde ein Bericht, obwohl keine falsche Tatsachenbehauptung enthaltend, der Gegendarstellung zug�nglich. Im �brigen habe auf Grund der gegendarstellungsrechtlich relevanten und richtig benannten Tatsache, dass die Tiere nur wegen der Polizeikontrolle im Haus gewesen seien, der Durchschnittsleser gar nicht zur Ansicht gelangen k�nnen, die Kl�gerin halte Hunde so, wie auf dem Bild dargestellt. Weder der Titel "Skandal-Urteil", typisches Werturteil, noch seine graphische Aufmachung, von der Vorinstanz zur Begr�ndung des "Eindrucks" bem�ht, seien gegendarstellungsf�hig. Der Ausgangsartikel habe vom Durchschnittsleser nicht anders denn als Kritik des die Kl�gerin vom Vorwurf der Tierqu�lerei freisprechenden Urteils verstanden werden k�nnen ("Z�chterin darf Hunde so halten"), welches Werturteil nicht gegendarstellungsf�hig sei. Die Gegendarstellung wende sich gerade nicht gegen die Tatsachenbehauptung, die Kl�gerin d�rfe Hunde so halten, sondern erkl�re bloss, warum die Hunde so vorgefunden worden seien. Unzul�ssig sei die Gegendarstellung auch insoweit, als sie, um diesem Eindruck entgegenzuwirken, lediglich wiederhole, was schon im beanstandeten Artikel stehe, dass die Hunde wegen einer Kontrolle im Raum gewesen seien und sich normalerweise im Garten bewegen k�nnten.
2.2 Anspruch auf Gegendarstellung hat, wer durch Tatsachendarstellungen in seiner Pers�nlichkeit unmittelbar betroffen wird (Art. 28g Abs. 1 ZGB). Der Text der Gegendarstellung ist auf den Gegenstand der beanstandeten Darstellung zu beschr�nken (Art. 28h Abs. 1 ZGB). Bei der Gegendarstellung geht es somit um Tatsachen gegen Tatsachen (BGE 123 III 145 E. 4b S. 150 f.). Weder berechtigen blosse Werturteile oder Meinungs�usserungen zur Gegendarstellung, noch k�nnen solche Gegenstand einer Gegendarstellung bilden. In einem Entscheid aus dem Jahre 1988 erwog das Bundesgericht, dass die Betroffene in einem bestimmten Abschnitt ihrer Gegendarstellung bloss erw�ge, welcher Eindruck durch einen bestimmten Abschnitt des beanstandeten Artikels beim Leser erweckt werde. Darin liege eine Meinungs�usserung der Betroffenen, die in diesem Abschnitt keine dem beanstandeten Artikel entgegenstehende Tatsache anf�hre, weshalb die Gegendarstellung Art. 28h Abs. 1 ZGB verletze (BGE 114 II 293 E. 4c S. 294). Ebenso wenig berechtigen irgendwelche Schl�sse, die der Durchschnittsleser auf Grund bestimmter Tatsachendarstellungen nach Meinung des Betroffenen zu ziehen geneigt sein k�nnte, zur Gegendarstellung. Unter Darstellungen sind allerdings nicht nur �usserungen i.e.S. zu verstehen, sondern auch Andeutungen, die sich z.B. bei einem Bild f�r den Durchschnittsbetrachter auf die betreffende Person beziehen k�nnen. Um eine Darstellung handelt es sich auch dann, wenn der Autor einer Ver�ffentlichung beim Adressaten auf irgendeine Weise eine gewisse Tatsachenverbindung hervorruft (BGE 112 II 465 E. 2a S. 468 mit Hinweisen).
2.2.1 Allein weil die Vorinstanz, aber auch die Gegendarstellung von einem beim Leser erweckten "Eindruck" sprechen, kann nicht auf Unzul�ssigkeit der Gegendarstellung geschlossen werden. Der durch Fettdruck hervorgehobene Satz, dass "bei der Kontrolle 1997 durch das Veterin�ramt (...) 26 Hunde in einem 32 Quadratmeter grossen Zimmer eingepfercht (waren)!" kann unterschiedlich verstanden werden: F�r sich allein genommen bedeutet der Satz, dass die Kl�gerin ihre Hunde unter solchen Bedingungen h�lt. Wird aber beigef�gt, dass die Hunde wegen der Kontrolle im fraglichen Zimmer eingesperrt waren, bedeutet der gleiche Satz gerade nicht, dass die Kl�gerin ihre Hunde so h�lt, sondern vielmehr, dass dies aus speziellem und begr�ndetem Anlass der Fall war. Wie der Satz zu verstehen ist, h�ngt demnach vom Kontext ab. Das - und nichts anderes - meint die Vorinstanz, wenn sie von "Eindruck" spricht. Wirft die Beklagte der Vorinstanz vor, Bundesrecht verletzt und den Begriff der Tatsachendarstellung unzul�ssig ausgeweitet, ja aufgel�st zu haben, weil sie auf den Eindruck des fraglichen Satzes auf den Durchschnittsleser abgestellt hat, verkennt sie, dass auch Zeitungstexte auslegungsbed�rftig sind.
2.2.2 Fraglich kann einzig sein, ob die Vorinstanz von einem falschen Textverst�ndnis des Durchschnittslesers ausgegangen ist, indem sie die kl�gerische Tatsachenbehauptung "meine Hunde k�nnen sich normalerweise auf einem Gel�nde von �ber 5000 Quadratmetern frei bewegen und wurden nur wegen der Kontrolle durch das Veterin�ramt vor�bergehend in das besagte Zimmer gesperrt" als Gegendarstellung zuliess.
Mit dem Argument, im Ausgangsartikel finde sich ja der Hinweis, dass die Tiere nur wegen der Polizeikontrolle im Haus gewesen seien, versucht die Beklagte, den Aussagegehalt des fraglichen Satzes zu relativieren. Dergestalt pr�zisiert, verliert der Satz in der Tat seine Brisanz, ja wird er geradezu uninteressant. Dabei gilt es aber, Folgendes zu beachten: Zum einen ist der pr�zisierende Hinweis nicht fettgedruckt und erst gegen Ende des Artikels platziert. Zum andern - und das ist bedeutsamer - wird er als Auffassung der Richterin wiedergegeben ("Auch die Bilder der eingepferchten Hunde mitten in ihrem Dreck liessen die Richterin nicht an ihrer Meinung zweifeln. Die Tiere seien nur wegen der Polizeikontrolle im Haus gewesen... Die Tiere h�tten sich sonst auf dem 5000 m2 grossen Anwesen frei bewegen k�nnen, findet das Gericht"), deren Urteil gleichzeitig einer massiven Schelte ("Skandal-Urteil") unterzogen wird. Dadurch und verst�rkt durch die Bild�berschrift ("Z�chterin darf Hunde so halten") wird nun aber die richterliche Erkl�rung in ein ambivalentes Licht ger�ckt, w�hrend die mit einem Ausrufezeichen versehene Tatsachendarstellung, dass "bei der Kontrolle 1997 durch das Veterin�ramt (...) 26 Hunde in einem 32 Quadratmeter grossen Zimmer eingepfercht (waren)!", durch das zweifellos beabsichtigte Zusammenwirken von Text, Abscheu erregendem Bild, �berschrift und Legende zur alles dominierenden Aussage ger�t. So konnte der Satz vom Durchschnittsleser nicht anders verstanden werden, als dass die Kl�gerin ihre Hunde unter solchen Bedingungen h�lt. Sofern der den Aufenthaltsgrund der Tiere erkl�rende Hinweis der Richterin vom Leser �berhaupt als zutreffende Tatsachendarstellung und nicht bloss als deren scharf kritisierte Meinung wahrgenommen wurde, haben die beiden Tatsachendarstellungen im Kontext der gesamten Berichterstattung derart unterschiedliches Gewicht, dass der erkl�rende Hinweis, die Hunde seien nur wegen der Polizeikontrolle im Hause gewesen, v�llig in den Hintergrund tritt.
Die Vorinstanz durfte daher, ohne Bundesrecht zu verletzen, davon ausgehen, dass der Durchschnittsleser den Satz, dass "bei der Kontrolle 1997 durch das Veterin�ramt (...) 26 Hunde in einem 32 Quadratmeter grossen Zimmer eingepfercht (waren)!", als Behauptung verstand, die Kl�gerin halte ihre Hunde normalerweise so, an welche Tatsachendarstellung die Gegendarstellung ankn�pfen durfte, dass der Grund des Eingepferchtseins der Hunde die Veterin�rkontrolle war und diese normalerweise sich auf einem 5000 m2 grossen Gel�nde bewegen k�nnen.
2.2.3 Unbehelflich sind damit auch die an und f�r sich zutreffenden Argumente, f�r die blosse Wiederholung einer im Zeitungsartikel figurierenden Tatsachendarstellung stehe die Gegendarstellung nicht zur Verf�gung und eine richtige Tatsachendarstellung sei gar nicht gegendarstellungsf�hig. Mit dem letzteren Argument scheint die Beklagte auf Art. 28h Abs. 2 ZGB anzuspielen, nach welcher Bestimmung die Gegendarstellung u.a. dann verweigert werden kann, wenn sie offensichtlich unrichtig ist. Die Beklagte verweist auf den Polizeirapport, der u.a. den Aufenthalt der 26 Hunde im 32 m2 grossen Zimmer dokumentiere, was auch die Vorinstanz nicht in Abrede stelle. Entscheidend ist nach dem Gesagten jedoch, dass der Satz, dass "bei der Kontrolle 1997 durch das Veterin�ramt (...) 26 Hunde in einem 32 Quadratmeter grossen Zimmer eingepfercht (waren)!", auf Grund der ihm im Kontext der gesamten Berichterstattung zukommenden Bedeutung, dass die Gesuchstellerin ihre Tiere normalerweise so halte, durch den Polizeirapport gerade nicht belegt wird und infolgedessen die Gegendarstellung, dass die Tiere nur wegen der Veterin�rkontrolle in einem kleinen Zimmer eingepfercht waren und ansonsten Auslauf h�tten, nicht offensichtlich unrichtig sein kann. Die Berufung erweist sich in diesem Punkt als unbegr�ndet.
3.1 Einen Verstoss gegen Bundesrecht erblickt die Beklagte ebenfalls darin, dass die Vorinstanz, statt die in ihrer Gesamtheit unzul�ssige Gegendarstellung zur�ckzuweisen, diese in einer gek�rzten Fassung zugelassen hat. Im quantitativen Vergleich sei die von der Kl�gerin anbegehrte Gegendarstellung um mehr als die H�lfte gek�rzt worden. In qualitativer Hinsicht sei infolge der K�rzung die eigentliche Botschaft der Gegendarstellung zerst�rt und damit die Ver�ffentlichung eines Nebenpunktes der Gegendarstellung, mithin eines aliud, angeordnet worden.
3.2 Nach der Rechtsprechung kann der mit einem Begehren um Gegendarstellung befasste Richter den Text der Gegendarstellung den gesetzlichen Anforderungen anpassen. Es w�re stossend, m�sste die Klage auf Gegendarstellung abgewiesen werden, wenn der Text nur in wenigen Punkten nicht den gesetzlichen Anforderungen entspricht, und der Richter ihn nicht den gesetzlichen Anforderungen anpassen d�rfte (BGE 117 II 1 E. 2b/bb S. 4). In prozessualer Hinsicht kommt dies einer teilweisen Gutheissung der Klage gleich. Allerdings darf der ge�nderte Text inhaltlich nicht �ber die Aussagen hinausgehen, die bereits in der dem Medienunternehmen unterbreiteten Textfassung enthalten waren. Der vom Richter ge�nderte Text muss inhaltlich gegen�ber dem urspr�nglichen Text ein Minus darstellen (BGE 122 III 209 E. 2a S. 211; 117 II 1 E. 2b/cc S. 5). Der richterlichen K�rzung sind auch dort Grenzen gesetzt, wo eine Gegendarstellung wohl Elemente enth�lt, die - f�r sich genommen - zul�ssig w�ren, jedoch insoweit ein aliud bedeutet, als der an sich als zul�ssig erscheinende Inhalt einen bloss nebens�chlichen Aspekt der vom Medienunternehmen abgelehnten Gegendarstellung bedeutet. Wo die Grenze einer insgesamt unzul�ssigen und daher auch nicht einer K�rzung zug�nglichen und einer nur teilweise unzul�ssigen bzw. k�rzbaren Gegendarstellung zu ziehen ist, kann nicht generell-abstrakt umschrieben werden. In einem k�rzlich ergangenen (amtlich nicht publizierten) Urteil hat das Bundesgericht einen Gegendarstellungstext insgesamt zur�ckgewiesen, obschon er einige wenige Gegenbehauptungen enthielt, die - f�r sich genommen - gegendarstellungsrechtlich zul�ssig gewesen w�ren, aber mit Blick auf den ganzen, mehrseitigen Text nur mehr als nebens�chlich erschienen und infolgedessen ein aliud bedeuteten (Urteil 5C.237/2002 vom 18. Februar 2003, E. 2 und 3).
3.3 Der von den Vorinstanzen als zul�ssig erachtete Teil macht etwas mehr als einen Drittel des gesamten Textes aus. Die Unzul�ssigkeit des �brigen Textes wurde im Wesentlichen wie folgt begr�ndet: Da der Ausgangsartikel nicht behaupte, die Kl�gerin sei wegen mangelhafter hygienischer Zust�nde angeklagt worden, bestehe auch keine Veranlassung, sich gegen diesen Eindruck zu wehren und hinsichtlich der Kotspuren und des von den Tieren veranstalteten Durcheinanders erkl�rende Hinweise abzugeben. Unzul�ssig sei der Abschnitt, der sich mit angeblichen Vorw�rfen des Veterin�ramts und der Bezirksanwaltschaft befasse, weil der Ausgangsartikel dazu keinen Anlass gegeben habe, aber auch, weil die Gegendarstellung (teilweise) offensichtlich unrichtig sei. Der Hinweis auf den Freispruch sei unzul�ssig, da er sich bereits aus dem Ausgangsartikel ergebe.
Trotz der quantitativ erheblichen K�rzung bedeutet der zugelassene Gegendarstellungstext gegen�ber der eingeklagten Version kein aliud, zumal die Tatsachenbehauptungen des als unzul�ssig erachteten Textteils durchaus mit dem Ausgangsartikel und dem zur Ver�ffentlichung zugelassenen Teil in thematischem Zusammenhang stehen. Dabei gilt es zu bedenken, dass die ins Auge springende und auf das Ausl�sen von Emotionen abzielende Aussage des Ausgangsartikels, dass "bei der Kontrolle 1997 durch das Veterin�ramt (...) 26 Hunde in einem 32 Quadratmeter grossen Zimmer eingepfercht (waren)!", die entsprechende Gegendarstellung rechtfertigte (E. 2.2.2). Weder kommt der zugelassenen Gegendarstellung im Vergleich zur eingeklagten Textversion nur nebens�chliche Bedeutung zu, noch weist der ungek�rzte Text im Vergleich zum gek�rzten eine andere Tendenz auf, wie das beim erw�hnten Urteil 5C.237/2002 der Fall war. Von einer unzul�ssigen Gegendarstellung i.S. eines aliud kann nicht die Rede sein. Die Berufung erweist sich auch in diesem Punkt als unbegr�ndet.
4.1 Das Obergericht begr�ndete die ebenfalls umstrittene Ver�ffentlichung einer von der Kl�gerin eingereichten Photographie in Originalgr�sse mit dem allgemeinen Hinweis auf den Grundsatz "Tatsache gegen Tatsache" und mit jenem der Waffengleichheit. Konkret hielt es das kl�gerische Bild, das einen Hund im Freien inmitten einer grossen Wiese zeigt, als geeignete Reaktion auf die im Ausgangsartikel prominent platzierte Photographie, welche die Hunde auf engstem Raum unter miserablen Verh�ltnissen zeigt.
Nach Auffassung der Beklagten kann eine bildliche Darstellung zwar Anlass zu einer gegenteiligen Tatsachendarstellung sein, die Bildform nicht aber als Mittel der Gegendarstellung dienen. Das "richtigstellende" Bild sei kein bundesrechtlicher Begriff. Im �brigen reagiere die Abbildung des grossen Gartens in der Gegendarstellung gar nicht auf jene des chaotischen Raums im Ausgangsartikel.
4.2.1 Das Bundesgericht musste sich schon mit der Frage befassen, ob und inwieweit ein Bild zu einer Gegendarstellung berechtige. Dabei verwarf es einen Gegendarstellungsanspruch zu Tatsachen, die sich nicht unmittelbar aus dem Inhalt eines ver�ffentlichten Bildes ergeben, und erwog, dass einen solchen Anspruch vielmehr nur eine Tatsache zu begr�nden verm�ge, die sich beim Betrachter des Bildes aufdr�nge (BGE 112 II 465 E. 2 S. 467). Es bejahte damit implizit, dass ein Bild Anlass zu einer Gegendarstellung geben kann. Tatsachen (Art. 28g Abs. 1 ZGB) k�nnen denn auch durch Bilder dargestellt werden, wie �berhaupt der Begriff der Tatsachendarstellung naturgem�ss formal weit zu fassen ist. Hingegen hatte sich das Bundesgericht noch nie mit der Frage zu befassen, ob ein Bild auch als Form der Gegendarstellung in Frage komme.
4.2.2 Art. 28h ZGB, der die Voraussetzungen der Gegendarstellung nach Form und Inhalt regelt, spricht vom "Text der Gegendarstellung (die) in knapper Form auf den Gegenstand der beanstandeten Darstellung zu beschr�nken" ist, was an sich nahe legt, andere Formen wie Bilder, Graphiken usw. grunds�tzlich auszuschliessen. Daf�r spricht auch die Botschaft, in der es dazu lakonisch heisst, um eine missbr�uchliche Aus�bung des Rechts auf Gegendarstellung zu verhindern, m�sse diese "schriftlich und kurz gefasst sein" (BBl 1982 II 675). Soweit allerdings der von der Gegendarstellung angestrebte Rechtsschutz nur mittels Ver�ffentlichung eines Bildes oder einer anderen Kommunikationsform vern�nftig erreicht werden kann, ist die gesetzliche Umschreibung ("Text der Gegendarstellung") zu eng und insoweit l�ckenhaft. Es kann daher nicht der Umkehrschluss gezogen werden, was nicht in Schriftform im eigentlichen Sinn vorgelegt werde, sei von vornherein unzul�ssig. So schliesst denn auch die Literatur, soweit sie sich zu dieser Frage �ussert, Bild-Entgegnungen nicht schlechthin aus. W�hrend Pierre Tercier gest�tzt auf den Gesetzestext andere Formen als Texte zun�chst noch kategorisch ausgeschlossen hatte (Le nouveau droit de la personnalit�, Z�rich 1984, S. 195 Rz. 1460), fragte er sich sp�ter, ob beim Fernsehen in Ausnahmef�llen das Zeigen eines Bildes, einer Photographie oder gar eines Filmes nicht besser geeignet sein k�nnte (Erste Erfahrungen mit dem neuen Pers�nlichkeitsrecht, ZSR 106/1987 I S. 201). Bereits zuvor hatte Andreas Bucher darauf hingewiesen, dass es F�lle gebe, in denen die Wiedergabe einer Zeichnung oder eines Bildes f�r den Betroffenen den einzigen Weg darstelle, die �ffentlichkeit richtig zu informieren (Nat�rliche Personen und Pers�nlichkeitsschutz, Basel 1986, S. 183 Rz. 674; jetzt 3. Aufl., Basel 1999, S. 177 Rz. 713). Dies muss auch f�r Printmedien gelten, wenn es etwa darum geht, auf ein ver�ffentlichtes Bild zu reagieren. Zu Recht allerdings wollen diese Autoren andere Formen als Texte nur zulassen, wenn sie f�r die Gegendarstellung unerl�sslich sind (Bucher, a.a.O.; Tercier, Erfahrungen, a.a.O., S. 201 Anm. 48), d.h. wenn sie f�r die Gegendarstellung geeignet und auch erforderlich sind. Zu weit geht Karl Matthias Hotz, der Bildentgegnungen auch als Erg�nzung zum Text zulassen m�chte, wenn diese Form einfacher und anschaulicher ist (Kommentar zum Recht auf Gegendarstellung, Bern 1987, S. 73). Schliesslich darf nicht aus den Augen gelassen werden, dass die Gegendarstellung in Form eines Bildes voraussetzt, dass dieses eine der Tatsachenbehauptung der ver�ffentlichten Aufnahme entgegengesetzte Tatsachenbehauptung darstellen muss. Dies ist etwa bei der von Hans Michael Riemer erw�hnten Konstellation der Fall, wenn mit einer "richtigen" Photographie auf eine Photomontage reagiert wird (Personenrecht des ZGB, 2. Aufl., Bern 2002, S. 167 Rz. 427).
4.3 Diese Voraussetzungen treffen auf die von den Vorinstanzen verf�gte Bildver�ffentlichung nicht zu. Zwar geh�ren das ver�ffentlichte Bild und seine �berschrift ("Z�chterin darf Hunde so halten") zur Kernaussage des Ausgangsartikels. Doch behauptete die Kl�gerin nie, dass das Bild als solches nicht echt sei. Gegendarstellungsrechtliche Relevanz erlangte es nur durch den Text, der dem Durchschnittsleser suggerierte, die Kl�gerin halte die Hunde normalerweise wie im Ausgangsartikel abgebildet und nicht bloss aus speziellem Anlass (siehe E. 2.2.1). Als Gegendarstellung gen�gte daher der Hinweis vollauf, dass entgegen dem Eindruck, der durch die gesamte Darstellung (Titel, Text, Bild, Legende) erweckt werde, die Hunde sich normalerweise auf einem Gel�nde von �ber 5000 Quadratmetern frei bewegen k�nnten. Das Gel�nde auch noch abzubilden, war f�r die Gegendarstellung keineswegs erforderlich. Hinzu kommt, dass das einen einzigen Hund auf einer grossen Wiese zeigende Bild ohnehin nicht geeignet ist, eine der Tatsachenbehauptung der ver�ffentlichten Aufnahme entgegengesetzte Tatsache darzustellen. Indem die Vorinstanz die Beklagte zur Ver�ffentlichung des Bildes verurteilte, verletzte sie Art. 28h Abs. 1 ZGB. In diesem Punkt ist die Berufung begr�ndet.
5.1 In seinem vom Obergericht gesch�tzten Entscheid hatte der Einzelrichter u.a. verf�gt, die Gegendarstellung unter derselben Rubrik wie den Anlass gebenden Artikel zu ver�ffentlichen, wobei der Titel "Gegendarstellung" fettgedruckt und mit roten, 2,5 cm hohen Buchstaben geschrieben sein m�sse. Das Bezirksgericht, auf dessen Begr�ndung das Obergericht verweist, erwog, dass dem Gesetz keine starre Regel, die Gegendarstellung an derselben Stelle und mit derselben Schrift zu ver�ffentlichen, zu entnehmen sei. Doch m�sse mit der graphischen Gestaltung und der Platzierung der Gegendarstellung dasselbe Publikum erreicht werden wie bei der beanstandeten Darstellung; je auff�lliger der beanstandete Text platziert worden sei, desto mehr k�nne das in Bezug auf die Gegendarstellung verlangt werden. Die Kernaussage der beanstandeten Darstellung sei mit der �berschrift "Skandal-Urteil" und dem Bild gemacht worden. Um denselben Leserkreis zu erreichen, m�sse die Gegendarstellung nicht nur in derselben Rubrik ver�ffentlicht, sondern als solche ebenfalls in roten, 2,5 cm grossen Buchstaben angek�ndigt werden, wobei das Bild gleichzeitig beim Gegendarstellungstext zu ver�ffentlichen sei. Das Obergericht rechtfertigte diese Anweisungen damit, dass es hinsichtlich des Ziels, den gleichen Personenkreis zu erreichen, zweckm�ssig sei, die Gegendarstellung im gleichen Rahmen und in der gleichen Form zu verbreiten wie die bestrittene Tatsachenbehauptung. Der Text solle typographisch eine dem beanstandeten Text entsprechende Wirkung auf das Publikum aus�ben.
Die Beklagte kritisiert die Publikationsanordnungen als bundesrechtswidrig, zumal die Leserschaft nicht nur erreicht werde, wenn die Gegendarstellung so erscheine wie der Ausgangsartikel, dessen �berschrift - "Skandal-Urteil" - zudem nichts mit dem Titel "Gegendarstellung" zu tun habe. Sie h�lt namentlich die Auffassung f�r bundesrechtswidrig, dass die Gegendarstellung dieselbe Gestalt haben m�sse wie der Ausgangsartikel. Sodann enthalte der Titel des Ausgangsartikels gerade keinen Tatsachenkern, sondern sei eine klare Wertung des Gerichtsurteils. Er sei nicht einmal geeignet, die Aufmerksamkeit der Leser des Ausgangsartikels zu erregen. Allenfalls h�tte auf die Gr�sse der Aussage "Z�chterin darf Hunde so halten" abgestellt werden k�nnen.
5.2 Gem�ss Art. 28k Abs. 1 ZGB ist die Gegendarstellung so zu ver�ffentlichen, "dass sie den gleichen Personenkreis wie die beanstandete Tatsachendarstellung erreicht". Im Gegensatz zum Vorentwurf verzichtet das Gesetz, wie der Botschaft zu entnehmen ist, bewusst auf spezielle und abschliessende Vorschriften �ber die Modalit�ten der Ver�ffentlichung (BBl 1982 II S. 678). Die Modalit�ten der Ver�ffentlichung h�ngen ausschliesslich vom Zweck ab, nach M�glichkeit den gleichen Personenkreis zu erreichen wie die beanstandete Tatsachendarstellung. Der Richter hat in Ber�cksichtigung der Umst�nde des Einzelfalles den typographischen Elementen wie Gr�sse, Art und Farbe der f�r Titel und Text verwendeten Schrift, Platzierung usw., die geeignet sind, die Aufmerksamkeit der Leser auf die beanstandete Darstellung zu lenken, Rechnung zu tragen. Dabei muss die Gegendarstellung nicht immer an der gleichen Stelle und in der gleichen Schrift erfolgen (BBl 1982 II S. 678). Je auff�lliger allerdings typographische Elemente die beanstandete Tatsachendarstellung pr�gen, desto mehr rechtfertigt es sich, der Gegendarstellung dieselben typographischen Modalit�ten zuzubilligen, um so dasselbe Publikum zu erreichen (BGE 123 III 145 E. 2a S. 147 ff.).
5.3 Der Ausgangsartikel ist gross und auffallend aufgemacht. Er nimmt insgesamt einen Platz von rund 20 cm auf 24 cm ein, wovon mehr als die H�lfte das Bild. Der Titel "Skandal-Urteil" ist in 2,5 cm grossen roten Majuskeln gesetzt, die �berschrift �ber dem Bild ("Z�chterin darf Hunde so halten") in einer 1 cm grossen Schrift. Der Text selber ist dreispaltig. Allerdings ist nur ein Teil des Ausgangsartikels gegendarstellungsf�hig.
Beim Entscheid, den Titel "Gegendarstellung" nach Massgabe des Titels des Ausgangsartikels in 2,5 cm grossen Buchstaben zu setzen, mag sich die Vorinstanz vom Umfang der gesamten Gegendarstellung leiten gelassen haben: Diese umfasste ja nach ihrer Auffassung auch die Ver�ffentlichung des Bildes. Allerdings durften die kantonalen Instanzen ber�cksichtigen, dass der auf Sensation und entsprechend schreiende Aufmachung eingestellte und einge�bte Leser eines Boulevardblattes eine Gegendarstellung umso eher zur Kenntnis nimmt, wenn sie ebendiesen Anforderungen entspricht. Vor dem Hintergrund, dass dem kantonalen Richter in diesem Zusammenhang ein weites Ermessen zusteht (BGE 123 III 145 E. 2a S. 148), besteht daher kein Anlass, in die typographische Anordnung der Vorinstanz einzugreifen, welche im konkreten Fall eine Schriftgr�sse des Titels von ebenfalls 2,5 cm als angemessen erachtet hat, um die Aufmerksamkeit des Lesers auf die Gegendarstellung zu lenken. Die Berufung erweist sich in diesem Punkte als unbegr�ndet.
Zusammenfassend ergibt sich, dass die Berufung teilweise gutzuheissen ist. Die Ziff. 1 des Urteils des Obergerichtes des Kantons Z�rich vom 10. Dezember 2002 ist insoweit aufzuheben, als die Verf�gung des Einzelrichters am Bezirksgericht Horgen vom 28. Juni 2002, das kl�gerische Bild zu ver�ffentlichen, gesch�tzt wird. Ferner sind die Ziff. 2-4 (Kosten- und Entsch�digungspunkt) aufzuheben. Diesbez�glich ist die Sache an die Vorinstanz zur�ckzuweisen.
Dem Ausgang des Verfahrens entsprechend rechtfertigt es sich, die Kosten des bundesgerichtlichen Verfahrens zu 2/3 der Beklagten und zu 1/3 der Kl�gerin aufzuerlegen (Art. 156 Abs. 3 OG), und die Beklagte hat der Kl�gerin eine herabgesetzte Parteientsch�digung auszurichten (Art. 159 Abs. 3 OG). Da das Gesuch der Kl�gerin um Gew�hrung der unentgeltlichen Rechtspflege begr�ndet ist (Art. 152 OG), ist der auf die Kl�gerin entfallende Teil der Gerichtsgeb�hr einstweilen auf die Bundesgerichtskasse zu nehmen. Rechtsanwalt Peter Sprenger ist aus der Bundesgerichtskasse ein Honorar von Fr. 1'067.45 auszurichten.
1.2 Die Dispositiv-Ziffer 1 des Beschlusses des Obergerichts (II. Zivilkammer) des Kantons Z�rich vom 10. Dezember 2002 wird insoweit aufgehoben, als damit die Verf�gung des Einzelrichters im summarischen Verfahren des Bezirks Horgen vom 28. Juni 2002 gesch�tzt wird, das kl�gerische Bild zu ver�ffentlichen.
1.3 Die Dispositiv-Ziffern 2-4 des Beschlusses des Obergerichts (II. Zivilkammer) des Kantons Z�rich vom 10. Dezember 2002 werden aufgehoben, und die Sache wird zur Neuregelung der Kosten- und Entsch�digungsfolgen des kantonalen Verfahrens an die Vorinstanz zur�ckgewiesen.
Das Gesuch der Kl�gerin um Gew�hrung der unentgeltlichen Rechtspflege wird gutgeheissen, und es wird ihr f�r das bundesgerichtliche Verfahren Rechtsanwalt lic. iur. Peter Sprenger, Z�rich, als Rechtsbeistand beigegeben.
Die Gerichtsgeb�hr von Fr. 3'000.-- wird zu 2/3 der Beklagten und zu 1/3 der Kl�gerin auferlegt, der auf die Kl�gerin entfallende Anteil wird einstweilen jedoch auf die Bundesgerichtskasse genommen.
Die Beklagte wird verpflichtet, die Kl�gerin f�r ihre Umtriebe im bundesgerichtlichen Verfahren mit Fr. 1'000.-- zu entsch�digen.
Rechtsanwalt lic. iur. Peter Sprenger, Z�rich, wird aus der Bundesgerichtskasse eine Entsch�digung von Fr. 1'067.45 ausgerichtet.

References: Art. 28
 Art. 48
 Art. 28
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 Art. 28
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