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Timestamp: 2016-10-27 01:09:05+00:00

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6B_1250/2013 (24.04.2015)
6B_1250/2013 � � Urteil vom 24. April 2015
Versuchte vors�tzliche T�tung; versuchte vors�tzliche schwere K�rperverletzung; Strafzumessung,
Beschwerde gegen den Entscheid des Obergerichts des Kantons Thurgau vom 28. Oktober 2013.
�X.________ wartete am 21. Mai 2009 zusammen mit Y.________ und Z.________ auf dem Bahnsteig am Bahnhof in Kreuzlingen auf den Zug. Als A.________ und B.________ auf der tiefer gelegenen Perronrampe erschienen (und l�rmten), rannte Y.________ die Treppen hinunter und schlug A.________ ohne Vorwarnung mit der Faust zun�chst ins Gesicht und dann auf den Hinterkopf, wodurch dieser zu Boden st�rzte. B.________ wurde beim Versuch, weitere Attacken auf A.________ zu unterbinden, von dem hinter ihm stehenden Z.________ festgehalten. Y.________ schlug B.________ zweimal mit der Faust ins Gesicht, woraufhin Z.________ diesen sofort losliess. X.________, der das Geschehen zuvor vom Perron aus beobachtet hatte, eilte hinzu und sprang aus vollem Lauf mit dem rechten Fuss Richtung Kopf des an der Rampenwand sitzenden A.________, der auf die Seite kippte. Anschliessend trat er mehrmals von vorne und von oben auf den am Boden liegenden A.________ ein, der sich vor den ausschliesslich gegen seinen Kopf gef�hrten Tritten mit den Armen sch�tzte. X.________ trug Turnschuhe und st�tzte sich w�hrend des Tretens teilweise noch am Handlauf der Perronrampe ab. Gleichzeitig schlug Y.________ mit F�usten weiter auf B.________ ein und stiess dessen Kopf mit grosser Wucht (mehrmals) gegen die Betonwand. B.________ hockte zusammengekauert an der Wand der Perronrampe und sch�tzte sich mit Armen und H�nden vor weiteren Schl�gen. Y.________ versetzte ihm einen Kniestoss gegen den gesch�tzten Kopf. Anschliessend trat X.________ zweimal Richtung Oberk�rper von B.________, bevor er sich mit Y.________ und Z.________ entfernte, ohne sich um die Opfer zu k�mmern.
�A.________ erlitt diverse Kontusionsmale und Bluterg�sse an der Stirn und an beiden Unterarmen sowie eine Prellung/Verstauchung der Wirbels�ule. Die Blessuren klangen nach vier Tagen ab. B.________ trug Beulen am Hinterkopf sowie an Schl�fe und Stirn davon. Sein Unterkiefer schmerzte und am linken Arm hatte er einen blauen Fleck. Die Beulen sp�rte er vier Tage lang, hatte jedoch keine (Kopf-) Schmerzen. Er konsultierte keinen Arzt.
�Das Bezirksgericht Kreuzlingen sprach X.________ vom Vorwurf der versuchten vors�tzlichen T�tung frei und verurteilte ihn (neben weiterer Schuldspr�che f�r Fahren in fahrunf�higem Zustand und f�r mehrfache grobe Verletzung von Verkehrsregeln) sowie Y.________ wegen versuchter schwerer und (vollendeter) einfacher K�rperverletzung zu einer teilbedingten Freiheitsstrafe von 30 Monaten respektive einer bedingten Freiheitsstrafe von 24 Monaten.
Am 28. Oktober 2013 verurteilte das Obergericht Thurgau auf Berufung der Staatsanwaltschaft X.________ (neben der in Rechtskraft erwachsenen Schuldspr�che der Verkehrsregelverletzungen) wegen versuchter vors�tzlicher T�tung und versuchter schwerer K�rperverlet-zung zu viereinhalb Jahren Freiheitsstrafe. Gegen Y.________ sprach es eine teilbedingte Freiheitsstrafe von 30 Monaten wegen versuchter schwerer und (vollendeter) einfacher K�rperverletzung aus.
�Gegen das Urteil des Obergerichts f�hren sowohl X.________ (6B_1250/2013) als auch Y.________ (separates Verfahren 6B_45/2014) Beschwerde in Strafsachen. X.________ beantragt sinngem�ss, das Urteil des Obergerichts sei aufzuheben. Er sei wegen versuchter schwerer K�rperverletzung und einfacher K�rperverletzung schuldig zu sprechen, und das Verfahren sei zur neuen Beurteilung an die Vorinstanz zur�ckzuweisen.
�Das Obergericht und die Staatsanwaltschaft beantragen die Abweisung der Beschwerde. A.________ und B.________ haben sich nicht vernehmen lassen.
1.1.�Der Beschwerdef�hrer r�gt, die Vorinstanz lege seiner Verurteilung wegen versuchter vors�tzlicher T�tung eine willk�rliche Sachverhaltsfeststellung zugrunde. Die Schlussfolgerung, er habe mit voller Wucht zugetreten, sei spekulativ. Die Videoaufzeichnung lasse keine R�ckschl�sse auf die Intensit�t der Tritte zu, und auch das Sachverst�ndigengutachten des Instituts f�r Rechtsmedizin am Kantonsspital St. Gallen (IRM St. Gallen) �ussere sich hierzu nicht. Der Beschwerdegegner 2 sei zu keinem Zeitpunkt bewusst- oder schutzlos gewesen, andernfalls er sich nicht h�tte sch�tzen k�nnen. Auch die von der Vorinstanz angef�hrte Reglosigkeit des Opfers ergebe sich weder aus dem �berwachungsvideo noch aus den T�ter- und Opferbefragungen.
1.2.�Die Vorinstanz erw�gt, aufgrund der Videoaufnahme sei erstellt, dass der Beschwerdef�hrer mit voller Wucht zugetreten habe. Jedenfalls seien keinerlei Zur�ckhaltung oder Skrupel zu erkennen, zumal sich der Beschwerdef�hrer beim Treten teilweise noch am Gel�nder abgest�tzt habe, um einen besseren Stand zu haben. Entscheidend bleibe, was der Beschwerdef�hrer gewollt habe, und das sei nach seinen eigenen Angaben ohne Einschr�nkung das Treten gegen den Kopf des Opfers gewesen. Es sei unbestritten, dass der Beschwerdef�hrer keinen direkten T�tungsvorsatz gehabt habe und dass es an einem erkennbaren Beweggrund f�r eine T�tung fehle. Es k�nne nur vermutet werden, dass er bei seiner hochgradig brutalen Gewalttat aus einem unklaren Motivb�ndel mit einer gedankenlosen, dumpfen Misshandlungs- und Verletzungsabsicht gehandelt habe. Der Beschwerdef�hrer habe um die lebensgef�hrliche Wirkung von Fusstritten gegen den Kopf und den Oberk�rper bzw. die Gefahr des Todes gewusst. Er habe erst aufgeh�rt zu treten, als Z.________ ihn vom reglos am Boden liegenden Beschwerdegegner 2 weggeholt habe. Unerheblich sei, ob der Beschwerdegegner 2 tats�chlich bewusstlos gewesen sei. Der Beschwerdef�hrer habe erkennen k�nnen und offensichtlich auch erkannt, dass der Beschwerdegegner 2 reglos am Boden gelegen habe und offensichtlich mindestens benommen, wenn nicht bewusstlos gewesen sei. Er habe von Benommenheit, wenn nicht Bewusstlosigkeit und damit von einer erh�hten Lebensgefahr f�r den Beschwerdegegner 2 ausgehen m�ssen. Trotz seines Wissens, mit welcher brutalen Gewalt er gegen den Kopf des Beschwerdegegners 2 eingewirkt hatte, habe er diesen in einer offensichtlich hilflosen Lage liegen gelassen und dessen Tod in Kauf genommen.
�Der Beschwerdef�hrer habe mit zwei Tritten in Richtung Oberk�rper des Beschwerdegegners 3 gezielt. Er habe damit rechnen m�ssen und billigend in Kauf genommen, den Beschwerdegegner 3 mit seinen Fusstritten schwer zu verletzen. Dieser sei zuvor bereits von Y.________ heftig traktiert worden, weshalb die zus�tzlichen, massiven Fusstritte, die bez�glich St�rke und Treffsicherheit sowie der m�glichen Wirkung wesentlich schwerer wiegten als Schl�ge, eine lebensgef�hrliche K�rperverletzung h�tten bewirken k�nnen.
1.3.�Das Bundesgericht legt seinem Urteil den Sachverhalt zugrunde, den die Vorinstanz festgestellt hat (Art. 105 Abs. 1 BGG). Die vorinstanzliche Sachverhaltsfeststellung kann nur ger�gt werden, wenn sie willk�rlich (Art. 9 BV) ist oder auf einer Rechtsverletzung im Sinne von Art. 95 BGG beruht und wenn die Behebung des Mangels f�r den Ausgang des Verfahrens entscheidend sein kann (Art. 97 Abs. 1 BGG). Willk�r bei der Beweisw�rdigung liegt vor, wenn der angefochtene Entscheid offensichtlich unhaltbar ist oder mit der tats�chlichen Situation in klarem Widerspruch steht (BGE 139 III 334 E. 3.2.5 S. 339; 138 I 49 E. 7.1; je mit Hinweisen).
1.4.1.�Dass die Intensit�t der Tritte (objektiv) nicht zu bestimmen ist, kommt (vorliegend) nur untergeordnete Bedeutung zu und wirkt sich nicht auf den Ausgang des Verfahrens aus. Dem Beschwerdef�hrer wird keine vollendete, sondern eine versuchte eventualvors�tzliche T�tung vorgeworfen. Entscheidend ist demnach nicht, wie intensiv die Tritte tats�chlich waren, sondern was f�r Folgen der Beschwerdef�hrer aufgrund seiner Tritte f�r m�glich gehalten und in Kauf genommen hat (vgl. Urteil 6B_1087/2013 vom 22. Oktober 2014 E. 2.3). Der Beschwerdef�hrer behauptet nicht, er habe nur "dosiert" zugetreten, um die Folgen der Tritte zu minimieren. Die Vorinstanz durfte aufgrund der Videoaufzeichnung demnach willk�rfrei zu dem Schluss gelangen, der Beschwerdef�hrer habe zumindest ohne erkennbare Zur�ckhaltung zugetreten. Ob dies die Annahme eines T�tungsvorsatzes zu begr�nden vermag, ist eine Rechtsfrage.
1.4.2.�Aktenwidrig und teilweise widerspr�chlich sind die vorinstanzlichen Feststellungen, der Beschwerdef�hrer habe den in Seitenlage liegenden Beschwerdegegner 2 mehrere Male massiv mit den F�ssen getreten, obwohl nicht erkennbar gewesen sei, ob dieser bewusstlos sei. Unklar bleibt zun�chst, ob der Beschwerdef�hrer eine allf�llige Benommenheit/Bewusstlosigkeit nur "erkennen konnte" (womit ihm lediglich ein fahrl�ssiges Verhalten vorgeworfen w�rde) oder "offensichtlich auch erkannte". Die Annahme, der Beschwerdef�hrer habe eine allf�llige Benommenheit oder Regungslosigkeit und somit eine Bewusstlosigkeit des Beschwerdegegners 2 annehmen k�nnen bzw. erkannt, l�sst sich weder mit der Video�berwachung noch mit den Aussagen der Beteiligten, auf die sich die Vorinstanz explizit beruft, vereinbaren. Bevor die Sicht auf den Angriff durch die �brigen Beteiligten, insbesondere Z.________ verdeckt wird, ist deutlich zu sehen, dass sich der Beschwerdegegner 2 bewegt, w�hrend und solange der Beschwerdef�hrer auf ihn eintritt. Auch nachdem keine Tritte mehr erkennbar sind und der Beschwerdef�hrer sich �ber den Beschwerdegegner 2 beugt, sind deutlich Bewegungen des K�rpers, insbesondere der Beine zu sehen. Erst nachdem der Beschwerdef�hrer vom Beschwerdegegner 2 abl�sst und sich gegen den Beschwerdegegner 3 wendet, l�sst sich nicht mehr sagen, ob der mit dem R�cken zur Kamera liegende Beschwerdegegner 2 sich noch bewegt.
�Weder T�ter noch Opfer haben je erw�hnt, der Beschwerdegegner 2 habe regungslos am Boden gelegen, geschweige denn eine Bewusstlosigkeit in Erw�gung gezogen. Der Beschwerdegegner 2 gab an, er habe immer in Seitenlage gelegen und sein Gesicht mit den Oberarmen gesch�tzt. Nachdem der Beschwerdef�hrer (mit den Tritten gegen das gesch�tzte Gesicht) aufgeh�rt habe, sei noch der Finalschlag gegen sein rechtes Bein im unteren Bereich gekommen. Danach h�tten die drei Angreifer sich auf italienisch unterhalten, und er habe geh�rt, wie sie sich entfernten. Der Beschwerdef�hrer gab an, der Beschwerdegegner 2 habe sich bis zur Beendigung des Angriffs bewegt und "H�r' auf, h�r' auf" geschrien. Der Beschwerdegegner 2 habe sich die ganze Zeit gesch�tzt, sein Gesicht sei nie frei gewesen. Z.________ und der Beschwerdef�hrer sagten unabh�ngig von einander aus, sie glaubten nicht, dass die Beschwerdegegner 2 und 3 ernstlich verletzt worden seien. Anhaltspunkte, dass der Beschwerdegegner 2 bewusstlos gewesen sei oder der Beschwerdef�hrer dies angenommen haben k�nnte, liegen nicht vor. Der Beschwerdef�hrer wurde hierzu - selbst von der Vorinstanz - w�hrend des gesamten Verfahrens nicht befragt.
2.1.�Der Beschwerdef�hrer r�gt, die Vorinstanz verletze Art. 111 i.V.m. Art. 12 Abs. 2 StGB, indem sie eine eventualvors�tzlich versuchte T�tung bejahe. Aufgrund seiner mit den vom Beschwerdegegner 2 �bereinstimmenden Aussagen und des Tatvideos ergebe sich, dass er diesen nie direkt am Kopf, sondern ausschliesslich an den zum Schutz erhobenen Armen getroffen habe. Er habe nie gegen ungesch�tzte K�rperteile des Beschwerdegegners 2 getreten. Entgegen der Vorinstanz habe zu keinem Zeitpunkt objektiv eine nahe Todesgefahr bestanden. Er sei auch nicht davon ausgegangen, dass seine Tritte t�dlich sein k�nnten, da der Beschwerdegegner 2 sich unabl�ssig habe sch�tzen k�nnen.
2.2.�Die Vorinstanz erw�gt, der Beschwerdef�hrer habe um die lebensgef�hrliche Wirkung seines Vorgehens bzw. die Gefahr des Todes gewusst (Urteil E. 4 d/cc S. 38), woraus jedoch nicht auf versuchte T�tung geschlossen werden d�rfe. Denn auch der Tatbestand der schweren K�rperverletzung gem�ss Art. 122 Abs. 1 StGB setze eine lebensgef�hrliche Verletzung voraus. Zudem bestehe das Wissen um das Risiko der Tatbestandsverwirklichung auch beim bewusst fahrl�ssig Handelnden, weshalb die Unterscheidung auf der Wollensseite erfolge (Urteil E. 3 e/ff und gg S. 21 f.; BGE 130 IV 58 E. 8.4). Es m�ssten weitere Umst�nde vorhanden sein, um einen Eventualvorsatz auf T�tung anzunehmen, die jedoch aufgrund des Tatbestandsmerkmals der lebensgef�hrlichen Verletzung nicht ohne weiteres in der Gewaltbereitschaft des Beschwerdef�hrers erblickt werden k�nnten. Allerdings w�rde es den Bogen �berspannen, wenn zus�tzlich noch weitere Umst�nde im Sinn von Fakten bez�glich der Tat oder des T�ters bewiesen werden m�ssten, denn es liege in der Natur der Sache, dass es in "solchen F�llen" an zus�tzlichen Elementen wie der Verwendung von Waffen oder gef�hrlichen Werkzeugen ebenso fehle wie an erkennbaren Beweggr�nden (Urteil E. 4 d/aa S. 36 f.).
Der Beschwerdef�hrer - so die Vorinstanz - habe aufgrund der verh�ltnism�ssig grossen Anzahl und der �rztlich best�tigten �ussersten Heftigkeit der auf den wohl empfindlichsten K�rperbereich gerichteten Tritte, gegen deren Wirkung sich der Beschwerdegegner 2 nur beschr�nkt habe wehren k�nnen, eine nahe Lebensgefahr geschaffen. Unabh�ngig davon, ob es dem Beschwerdef�hrer vor oder w�hrend der Tat in den Sinn gekommen sei, er k�nne den Beschwerdegegner 2 t�ten, habe sich ihm ein m�glicher Todeseintritt aufgrund der Tritte gegen den Oberk�rper und den Kopf des Beschwerdegegners 2 w�hrend des Angriffs als so wahrscheinlich aufdr�ngen m�ssen, dass sein Verhalten nur als Inkaufnahme des Tods ausgelegt werden k�nne. Daran �ndere nichts, dass er keinen direkten T�tungsvorsatz hatte und es an einem erkennbaren Beweggrund f�r eine T�tung fehlt. Eine eventuelle innere Einstellung, den Tod des Opfers nicht zu wollen, habe nur in einer derart vagen Hoffnung bestehen k�nnen, die kein Vertrauen im Sinne bewusster Fahrl�ssigkeit darstellen k�nne. Der Beschwerdef�hrer habe den Ausgang vern�nftigerweise gar nicht in der Weise beeinflussen k�nnen, dass "nur" eine einfache oder schwere K�rperverletzung resultieren werde. Dass es dem Beschwerdegegner 2 �ber weite Strecken gelungen sei, den Kopf mit den Armen zu sch�tzen, �ndere an der geschaffenen Lebensgefahr nur wenig. Der Beschwerdef�hrer habe keinen Einfluss darauf gehabt und auch nicht einsch�tzen k�nnen, wie effizient sich der Beschwerdegegner 2 zu sch�tzen vermochte. Auch k�nnten die bei Fusstritten gegen den Kopf entstehenden Beschleunigungswerte durch Abwehrhaltung nur teilweise verhindert werden (Urteil E. 4 d/oo S. 45). Es k�nne als allgemein bekannt vorausgesetzt werden, dass trotz lebensgef�hrlicher oder t�dlicher Verletzungen innerer Organe �ussere Verletzungen vollst�ndig fehlen k�nnten und damit auch nicht erkennbar seien, weshalb gleichg�ltig sei, dass der Beschwerdegegner 2 keine augenscheinlichen Verletzungen aufgewiesen habe. Der Beschwerdef�hrer habe bei seiner hochgradig brutalen Gewalttat mit einer gedankenlosen, dumpfen Misshandlungs- und Verletzungsabsicht gehandelt. Auch dass er (und die anderen) den Beschwerdegegner 2, von dem sie nicht haben wissen k�nnen, ob er bewusstlos gewesen sei und medizinischer Hilfe bedurft habe, liegen liessen, spreche f�r einen eventualvors�tzlichen T�tungsversuch.
3.1.�Wer vors�tzlich einen Menschen t�tet, wird mit Freiheitsstrafe nicht unter f�nf Jahren bestraft (Art. 111 StGB).
�Vors�tzlich begeht ein Verbrechen oder Vergehen, wer die Tat mit Wissen und Willen ausf�hrt oder wer die Verwirklichung der Tat f�r m�glich h�lt und in Kauf nimmt (Art. 12 Abs. 2 StGB). Eventualvorsatz, welcher zur Erf�llung des subjektiven Tatbestandes von Art. 111 StGB gen�gt (BGE 103 IV 65 E. I.2 S. 67 ff.; Christian Schwarzenegger, in: Basler Kommentar, Strafrecht II, 3. Aufl. 2013, N. 7 zu Art. 111 StGB; vgl. Stratenwerth/Wohlers, Schweizerisches Strafgesetzbuch, Handkommentar, 3. Aufl. 2013, N. 6 zu Art. 111 StGB), ist nach st�ndiger Rechtsprechung gegeben, wenn der T�ter die Tatbestandsverwirklichung f�r m�glich h�lt, aber dennoch handelt, weil er den Erfolg f�r den Fall seines Eintritts in Kauf nimmt, sich mit ihm abfindet, mag er ihm auch unerw�nscht sein (BGE 137 IV 1 E. 4.2.3 S. 4 mit Hinweis).
Was der T�ter weiss, will und in Kauf nimmt, betrifft eine innere Tatsache und ist Tatfrage. Rechtsfrage ist hingegen, nach welchen tats�chlichen Voraussetzungen bewusste Fahrl�ssigkeit, Eventualvorsatz oder direkter Vorsatz gegeben ist (BGE 137 IV 1 E. 4.2.3 S. 4; 135 IV 152 E. 2.3.2 S. 156; je mit Hinweisen). Da sich Tat- und Rechtsfragen insoweit teilweise �berschneiden, hat der Sachrichter die in diesem Zusammenhang relevanten Tatsachen m�glichst ersch�pfend darzustellen, damit erkennbar wird, aus welchen Umst�nden er auf Eventualvorsatz geschlossen hat. Das Bundesgericht kann in einem gewissen Ausmass die richtige Bewertung dieser Umst�nde im Hinblick auf den Rechtsbegriff des Eventualvorsatzes �berpr�fen (BGE 134 IV 189 E. 1.3; 133 IV 1 E. 4.1, 9 E. 4.1; je mit Hinweisen). F�r den Nachweis des Vorsatzes darf der Richter vom Wissen des T�ters auf den Willen schliessen, wenn sich diesem die Verwirklichung der Gefahr als so wahrscheinlich aufdr�ngte, dass die Bereitschaft, sie als Folge hinzunehmen, vern�nftigerweise nur als Inkaufnahme des Erfolgs ausgelegt werden kann (BGE 137 IV 1 E. 4.2.3 mit Hinweis). Je gr�sser die Wahrscheinlichkeit der Tatbestandsverwirklichung ist und je schwerer die Rechtsgutsverletzung wiegt, desto n�her liegt die Schlussfolgerung, der T�ter habe die Tatbestandsverwirklichung in Kauf genommen (BGE 135 IV 12 E. 2.3.2; 133 IV 222 E. 5.3).
�Allerdings kann nicht unbesehen aus dem Wissen des T�ters um die M�glichkeit des Erfolgseintritts auf dessen Inkaufnahme geschlossen werden. Sicheres Wissen um die unmittelbare Lebensgefahr, also um die M�glichkeit des Todes, ist nicht identisch mit sicherem Wissen um den Erfolgseintritt (BGE 133 IV 9 E. 4.1). Andernfalls w�rde ein auf unmittelbare Lebensgefahr gerichteter (Gef�hrdungs-) Vorsatz immer auch den Eventualvorsatz auf dessen T�tung in sich schliessen, sofern der T�ter nicht annimmt, der drohende Erfolg k�nne durch sein eigenes Vorgehen oder das Verhalten eines anderen abgewendet werden, mit der Folge, dass s�mtliche Straftatbest�nde, die tatbestandlich die vors�tzliche Herbeif�hrung einer (unmittelbaren) Lebensgefahr voraussetzen (vgl. Art. 122 Abs. 1, Art. 129 und 140 Ziff. 4 StGB), �berfl�ssig w�rden (Urteil 6B_754/2012 vom 18. Juli 2013 E. 4.2; J�rg Rehberg, Vors�tzliche Lebensgef�hrdung = Eventualvors�tzliche T�tung? - Bemerkungen zum Gef�hrdungsvorsatz nach der bundesgerichtlichen Praxis, ZStrR 114/1996 S. 21; Cornelia Meier, Die Lebensgef�hrdung, Diss. Freiburg 2006, S. 62 f.; a.A. Max Willfratt, Gef�hrdung des Lebens nach Art. 129 StGB, ZStrR 84/1968, S. 251 ff.; je mit Hinweisen).
Ein T�tungsvorsatz ist zu verneinen, wenn der T�ter trotz der erkannten m�glichen Lebensgefahr handelt, aber darauf vertraut, die Todesgefahr werde sich nicht realisieren. Ein T�tungsvorsatz kann angesichts der hohen Mindeststrafe bei Straftaten gegen das Leben und des gravierenden Schuldvorwurfs bei Kapitaldelikten nur angenommen werden, wenn zum Wissenselement weitere Umst�nde hinzukommen (vgl. BGE 133 IV 9 E. 4.1; zur Verneinung des Eventualvorsatzes vgl. Urteil 6B_775/2011 vom 4. Juni 2012 E. 2.4). Solche Umst�nde liegen namentlich vor, wenn der T�ter das ihm bekannte Risiko in keiner Weise kalkulieren und dosieren kann und der Gesch�digte keinerlei Abwehrchancen hat (BGE 133 IV 1 E. 4.5; 131 IV 1 E. 2.2).
3.2.�Der angefochtene Entscheid verletzt Bundesrecht. Die Vorinstanz h�lt fest, der Beschwerdef�hrer habe zwar um die lebensgef�hrliche Wirkung seines Vorgehens gewusst, jedoch keinen direkten T�tungsvorsatz gehabt; auch fehle es an einem erkennbaren Motiv f�r eine T�tung. Damit verneint sie sowohl, dass der Beschwerdef�hrer den Tod des Beschwerdegegners 2 wollte als auch, dass er irrig annahm, seine Tritte seien auf jeden Fall t�dlich.
Eine lebensgef�hrliche Verletzung im Sinne von Art. 122 Abs. 1 StGB ist gegeben, wenn die Verletzung zu einem Zustand f�hrt, in dem sich die M�glichkeit des Todes dermassen verdichtet, dass sie zur ernstlichen und dringlichen Wahrscheinlichkeit wird (BGE 131 IV 1 E. 1.1; 125 IV 242 E. 2b/dd; Roth/Berkemeier, in: Basler Kommentar, Strafrecht II, 3. Aufl. 2013, N. 5 zu Art. 122 StGB; je mit Hinweisen). Die Vorinstanz setzt das sichere Wissen um die unmittelbare Lebensgefahr mit der billigenden Inkaufnahme des Todes gleich. Sie zeigt keine objektiven Umst�nde auf, die darauf schliessen lassen, dem Beschwerdef�hrer habe sich durch sein Verhalten ein �ber die unmittelbare Lebensgefahr im Sinne von Art. 122 Abs. 1 StGB hinausgehendes Todesrisiko aufgedr�ngt, was er billigend in Kauf genommen h�tte.
Die Vorinstanz setzt sich �ber das Gutachten des IRM St. Gallen hinweg, wenn sie bei Fusstritten gegen Kopf und Oberk�rper eines - am Boden liegenden - Menschen generell ein hohes oder sogar sehr hohes Risiko des Todeseintritts bejaht. Das IRM St. Gallen betont, eine bestimmte Gewalteinwirkung, z.B. ein Fusstritt gegen den Kopf, gehe nicht regelhaft mit bestimmten Verletzungen oder einer bestimmten Verletzungsschwere einher und m�sse nicht generell zum Tod f�hren oder lebensgef�hrlich sein. Die Vorinstanz scheint insoweit zu verkennen, dass die von Daniel H. Heinke in seiner Studie "Tottreten - eine kriminalwissenschaftliche Untersuchung" (Bremen 2010) gewonnenen Erkenntnisse auf Todesf�lle durch Tottreten beruhen und f�r Verletzungsmuster �berlebender Opfer von Angriffen durch Fusstritte nur bedingt aussagekr�ftig sind bzw. nicht eins zu eins �bertragen werden k�nnen.
Auch die konkreten Verletzungshandlungen erweisen sich vorliegend als nicht derart gef�hrlich, dass auf eine eventualvors�tzliche T�tung geschlossen werden kann. Gem�ss Dr. C.________ und dem IRM barg die grosse Anzahl von Tritten auf den wehrlos am Boden liegenden Beschwerdegegner 2 die M�glichkeit schwerer und lebensgef�hrlicher Verletzungen, nicht hingegen ein gesteigertes Todesrisiko. Dass die angewendete Gewalt nicht zu schwersten Verletzungen f�hrte, ist unter anderem darauf zur�ckzuf�hren, dass der Beschwerdegegner 2 sich mit beiden Armen unabl�ssig und effizient den Kopf sch�tzte (Dr. C.________, kantonale Akten S 1 30). Der Beschwerdegegner 2 konnte sich zwar gegen die Tritte nicht wehren, war diesen jedoch - anders als eine bewusstlos am Boden liegende Person - zu keinem Zeitpunkt schutzlos ausgesetzt. Er befand sich nie in (unmittelbarer) Lebensgefahr und wies keinerlei augenscheinliche Verletzungen auf. Die erlittenen Bluterg�sse und Prellungen an Armen und im Gesicht konnten von ihm selbst behandelt werden und waren bereits nach vier Tagen �berwiegend verheilt. Nach eigenen Angaben waren die Tritte - wohl auch aufgrund seiner Alkoholisierung (ca. 8 Flaschen zu 3 dl Bier) - nicht allzu schmerzhaft. Dass der Beschwerdef�hrer keinen Einfluss darauf hatte, wie effizient sich der Beschwerdegegner 2 sch�tzen konnte und nicht wusste, ob und ggf. was f�r Verletzungen dieser erlitten hatte, ist kein Beleg (zu Ungunsten) des Beschwerdef�hrers, er habe den Tod des Beschwerdegegners 2 in Kauf genommen. Er hat gesehen, dass der Beschwerdegegner 2 sich permanent gegen die Tritte sch�tzen konnte und musste vorliegend nicht von schwerwiegenderen Folgen als einer lebensgef�hrlichen K�rperverletzung ausgehen.
3.3.�Soweit die Vorinstanz einen T�tungsvorsatz mit lebensgef�hrlichen oder t�dlichen Verletzungen innerer Organe infolge von Tritten gegen den Oberk�rper begr�ndet, weicht sie von ihren eigenen, durch die Videoaufzeichnung und die �bereinstimmenden Aussagen der Beteiligten best�tigten Sachverhaltsfeststellungen ab, wonach der Beschwerdef�hrer ausschliesslich in Richtung und gegen den gesch�tzten Kopf des Beschwerdegegners 2 trat.
Dass der Beschwerdef�hrer und die beiden Mitbeschudigten den Beschwerdegegner 2 liegen liessen, ohne sich um diesen zu k�mmern, vermag keinen T�tungsvorsatz zu begr�nden. Die Vorinstanz setzt sich in Widerspruch zu ihren eigenen Feststellungen, dass die Beschuldigten Angst gehabt h�tten, die Beschwerdegegner 2 und 3 w�rden die Polizei benachrichtigen. Dies spricht gegen die Annahme, die Beschuldigten seien davon ausgegangen oder h�tten gewusst, dass der Beschwerdegegner 2 noch l�ngere Zeit unentdeckt und ohne medizinische Hilfe bleiben k�nne, zumal der Beschwerdegegner 3 auch noch am Tatort war. Zudem ist eine vors�tzliche T�tung durch Unterlassen nicht angeklagt und k�me nur in Betracht, wenn der Beschwerdef�hrer und die beiden Mitbeschuldigten davon ausgegangen w�ren, dass der Beschwerdegegner 2 nach dem Angriff noch lebte, mithin ihre K�rperverletzungshandlungen nicht f�r (unmittelbar) t�dlich gehalten h�tten. Auff�llig ist, dass die Vorinstanz diesen Umstand nur beim Beschwerdef�hrer als Hinweis f�r einen T�tungsvorsatz wertet, nicht jedoch bei Y.________.
Soweit sich der Beschwerdef�hrer gegen den Schuldspruch wegen versuchter schwerer K�rperverletzung wendet, erweisen sich seine R�gen als unbegr�ndet. Der Beschwerdef�hrer verkennt, dass es sich bei dem unter dem Titel Ereignisse beschriebenen Lebenssachverhalt nicht um die verbindlichen Sachverhaltsfeststellungen der Vorinstanz handelt, und die Vorinstanz ihrer rechtlichen W�rdigung zudem lediglich zwei Tritte Richtung Oberk�rper des Beschwerdegegners 3 zugrunde legt. Ob der Beschwerdef�hrer mit diesen Tritten billigend in Kauf genommen hat, den Beschwerdegegner 3 lebensgef�hrlich zu verletzen, erscheint angesichts des Gutachtens des IRM St. Gallen zweifelhaft, kann jedoch offenbleiben. Gem�ss angefochtenem Urteil schloss sich der Beschwerdef�hrer dem Vorsatz von Y.________, die Beschwerdegegner 2 und 3 t�tlich anzugreifen, an und wirkte in der Folge bei der Tat in so massgebender Weise mit, dass beide grunds�tzlich als Mitt�ter handelten. Der Beschwerdef�hrer muss sich demnach die Tathandlungen von Y.________ gegen�ber dem Beschwerdegegner 3, von denen er wusste und die in ihrer Intensit�t nicht �ber seine eigenen hinaus gingen, infolge mitt�terschaftlichen Handelns zurechnen lassen. Eine diesbez�gliche Klarstellung in den Erw�gungen und im Dispositv ist angezeigt.
�Die Beschwerde erweist sich teilweise als begr�ndet, so dass es sich er�brigt, auf die weiteren R�gen einzugehen.
�Der Beschwerdef�hrer wird im Umfang seines Unterliegens kostenpflichtig (Art. 66 Abs. 1 BGG). Soweit die Beschwerde gutzuheissen ist, hat der Kanton Thurgau ihm f�r das bundesgerichtliche Verfahren eine angemessene Parteientsch�digung auszurichten (Art. 68 Abs. 1 und 2 BGG). Die Beschwerdegegner 2 und 3 haben sich nicht vernehmen lassen und keine Antr�ge gestellt, weshalb sie keine Gerichtskosten zu tragen (Art. 66 Abs. 1 BGG) und keine Parteientsch�digung zu entrichten (Art. 68 Abs. 1 BGG) haben.
Die Beschwerde wird teilweise gutgeheissen, das Urteil des Obergerichts des Kantons Thurgau vom 28. Oktober 2013 wird aufgehoben und die Sache zur neuen Beurteilung an die Vorinstanz zur�ckgewiesen. Im �brigen wird sie abgewiesen.
Der Kanton Thurgau hat dem Beschwerdef�hrer f�r das bundesgerichtliche Verfahren eine Parteientsch�digung von Fr. 2'000.-- auszurichten.

References: Art. 95
 Art. 111
 Art. 12
 Art. 122
 BGE 
 Art. 111
 Art. 111
 Art. 111
 Art. 122
 Art. 129
 Art. 129
 BGE 
 Art. 122
 Art. 122
 Art. 122