Source: http://www.mediation-kanzlei.de/mediation-g%C3%BCtestelle/
Timestamp: 2018-07-15 22:53:58+00:00

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Mediation ist ein Verfahren zur Konfliktlösung, in dem sich die Konfliktparteien eines neutralen, allparteilichen Dritten - eines Mediators - bedienen, der den Streitenden ermöglicht, selbst eine individuelle Lösung für ihren Konflikt zu finden. Nicht die Paragraphen diktieren die Lösung, sondern die Parteien suchen sie! Daher gibt es keine "richtige" oder "falsche" Lösung.
Welche Rolle hat der Mediator/in?
Der/die MediatorIn ist allparteilich und neutral. Er/Sie sorgt für eine respektvolle Atmosphäre, in der die Parteien ihren Konflikt ungestört lösen können. Dabei unterstützt er/sie beide Parteien bei der Lösungssuche und wirkt nach innen darauf hin, dass alle Beteiligten umfassende Informationen besitzen, damit eine realistische Entscheidung getroffen werden kann. Nach außen ist er/sie zur Verschwiegenheit verpflichtet.
Vorteile der außergerichtlichen Mediation:
Schnelligkeit, mit der das Verfahren unabhängig vom Gericht betrieben werden kann
Erhalt wertvoller Beziehungen zu Kunden/Mitarbeitern/Kindern/Ex-Partnern
Vermeidung der (psychologischen) Eskalation des Konflikts durch eine eingereichte Klage
hohe Akzeptanz der selbst gefundenen Lösung, die zu langfristiger Zufriedenheit führt
Nicht-Öffentlichkeit des Verfahrens, d.h., keine Presse, Radio, Fernsehen.
Anwendungsfälle für Mediation:
Konflikte am Arbeitsplatz / im Verein
große Vorhaben der Öffentlichen Hand
Nachbarschaft und viele mehr.
Gern erhalten Sie kostenlose Informationen über das Verfahren. Bei Trennung/Scheidung ist Mediation längst ein gängiges Mittel zur friedvollen Beilegung der anstehenden Probleme. Hier bietet die Kanzlei ein kostenloses Informationsgespräch über verfahrensbeendende Maßnahmen an, sofern es gem. § 135 FamFG durch das Gericht angeordnet wurde.
Rechtsschutz und Mediation:
Auch Rechtsschutzversicherungen übernehmen teilweise die Kosten einer Mediation, z. B. bei Miet- oder Arbeitsrechtsstreitigkeiten. Dafür ist Voraussetzung, das der/die Mediator/in als Rechtsanwalt/in zugelassen ist.
Einige Versicherungen schalten inzwischen auch sog. Shuttle-Mediationen vor ein gerichtliches Verfahren, bei dem ein Mediator per Telefon versucht, eine gütliche Lösung mit den Parteien zu finden.
Ihre Kosten sind von Anfang überschaubar, transparent und nicht abhängig von Maßnahmen, die durch das Gericht festgelegt werden (z.B. Gutachterkosten). Die Kosten einer Mediation hängen vom Umfang ab. Üblicherweise wird ein Stundenhonorar vereinbart, das beide Parteien sich teilen.
Die aufzusetzende Vereinbarung/Vergleich wird zusätzlich nach dem im RVG festgelegten Betrag, der sich nach der Höhe des Streitwertes richtet, abgerechnet.
Mediationen am Arbeitsplatz ersparen Arbeitgeber wie Arbeitnehmer die Anwaltskosten des Gerichtsverfahrens.
Was ist bei Mediationen in Unternehmen/Vereinen/Stiftungen anders? Grundsätzlich sparen Sie als Unternehmer Geld und Zeit, wenn Sie Mediation einsetzen. Zum einen, weil Sie einen Kündigungsschutzprozess vermeiden und so die Anwaltskosten sparen. Zum anderen, weil Sie weiter mit motivierten Mitarbeitern zusammenarbeiten, die ihre Kraft wirklich dem Unternehmen zur Verfügung stellen und nicht bereits innerlich gekündigt haben.
In einem 1. Gespräch wird geklärt, was Ihr Anliegen ist, welches System betroffen ist und wie Sie bisher mit dem Konflikt umgegangen sind.
In einem 2. Schritt werden die notwendigen Schritte und der Umfang festgelegt, um den Konflikt erfolgreich zu lösen.
In einem 3. Schritt werden weitere Vorgespräche oder bereits alle Beteiligten an den „runden Tisch“ geholt.
Im 4. Schritt erarbeiten die Beteiligten die Konfliktlösung.
Im letzten Schritt wird die Lösung in einer Vereinbarung schriftlich festgehalten und ggf. über einen Probezeitraum auf ihre Praxistauglichkeit hin oder vor Unterzeichnung von Anwälten, Steuerberatern, anderen Fachberatern noch einmal überprüft.
Interne Anwendung von Mediation, z.B.:
Sie haben als Vorstand/Geschäftsführer das Gefühl, dass- „Irgendetwas nicht (mehr) stimmt“ in der Zusammenarbeit unter den Mitarbeitern (Mitarbeiter-Mitarbeiter, Mitarbeiter-Abteilung, Abteilung-Abteilung, Vorgesetzter-Mitarbeiter).
In der Unternehmensnachfolge gibt es immer wieder Streit bzgl. Ausrichtung, Mitarbeiter-führung, Finanzen
Sie haben sich mit einem Kollegen zusammengeschlossen, zwischen „alten“ und „neuen“ Mitarbeitern gibt es Animositäten.
Sie und Ihr Geschäftspartner ecken immer wieder bei den gleichen Problemen an.
Unternehmensexterne Konflikte:
Mit einem langjährigen Kunden/Auftraggeber gibt es plötzlich Probleme (Vertragsauslegungen, Schäden), die zum Geschäftsabbruch führen würden, der vermieden werden soll.
Nach Projektende/Vertragsausführung gibt es Probleme/Mängel
Als Anwaltliche Gütestelle können Sie in der Kanzlei Streitigkeiten gem. dem Landesschlichtungs-gesetz Schleswig-Holstein (LSchliG S-H) gütlich in einem Schlichtungsverfahren beilegen. In folgenden Fällen ist dies vor Klageerhebung zwingend erforderlich:
Ansprüche nach Abschnitt 3 des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes (AGG)
Ansprüche aus § 906 BGB, soweit die Einwirkungen nicht durch einen Gewerbebetrieb erfolgen
Überwuchs gem. § 910 BGB
Hinüberfall gem. § 911 BGB
Grenzbaum gem. § 923 BGB
nachbarrechtliche Streitigkeiten über Ansprüche aus dem NachbarG S-H, soweit es sich nicht um Einwirkungen durch einen Gewerbebetrieb handelt
Ansprüche wegen Verletzung der persönlichen Ehre, sofern sie nicht in Presse oder Rundfunk begangen worden sind
Sofern das Verfahren vor der Gütestelle scheitert, können Sie eine Erfolglosigkeitsbescheinigung beantragen und Klage erheben. Die Kosten für das Schlichtungsverfahren belaufen sich nach § 9 LSchliG S-H auf 65,- € für das Verfahren selbst. Dazu kommen die Kosten für Porto und Kopien iHv. 15,-€ sowie eine Vergleichsgebühr bei einer gütlichen Einigung iHv. 65,-€.
Unterschiede Schiedsverfahren, anwaltliche Gütestelle, gerichtsinterne Mediation:
Im Schiedsverfahren können nur Ansprüche aus den in der Landesschiedsordnung genannten Anspruchsgrundlagen geltend gemacht werden. Gerade in nachbarrechtlichen Streitigkeiten ist dieses kurze, kostengünstige Verfahren wichtig, damit die Nachbarn wieder miteinander reden können. Bzgl. dieser Ansprüche ist das Schiedsverfahren Voraussetzung für eine Klageer-hebung.
Oben Gesagtes gilt auch für das Verfahren vor der anwaltlichen Gütestelle, für das die Kanzlei Prieß-Heimann von der Rechtsanwaltskammer zugelassen ist.
Die gerichtsinterne Mediation findet auf Vorschlag des Gerichts statt, wenn sich beide Parteien nach Klageerhebung mit ihr einverstanden erklären.
Kooperation mit anderen Mediatoren, Coaching:
Manchmal ist es sinnvoll die Mediation nicht selbst durchzuführen oder sich bei der Problembe-wältigung helfen zu lassen. Deshalb arbeitet die Kanzlei vernetzt z.B. mit anderen Mediatoren und Coaches zusammen:
"MKONET - Mediationskompetenznetz" www.mkonet.com
Coaching-Angebote für die individuelle Betreuung finden Sie z.B. unter www.birgitdeboer.de (system. Coaching) oder unter www.los-coaching.de (4-Elemente-Coach)

References: § 135
 § 906
 § 910
 § 911
 § 923
 § 9