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Timestamp: 2019-12-05 21:41:34+00:00

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Betreff des Beitrags: Tarifverhandlung Zeitarbeit
Verfasst: 31.01.2007, 16:04
"DGB-Tarifgemeinschaft fordert die Absenkung des Ostabschlages von 13 auf 6,5% ab 1.7.2007! Darauf hat sich die Tarifgemeinschaft am 30.1.2007 geeinigt. Die Verhandlungen werden fortgesetzt."
Ich hatte die Hoffnung fast aufgegeben. Nach den "alten" Spielregeln müsste es zu einer Einigung um die 10% Abschlag kommen - besser als nichts. Fragt sich bloß, was mit den ersten 6 Monaten wird (Einmalzahlung?)?
edit: neutrale Titelabänderung aufgrund ständiger Fusionierungen und Namensänderungen der Zeitarbeitgeberverbände am 21.08.2011
Zuletzt geändert von cortez am 20.08.2011, 23:50, insgesamt 1-mal geändert.
Verfasst: 02.02.2007, 23:31
Registriert: 03.01.2007, 21:57
Ich bin dafür, dass es für "Ost" gar keine "Abschläge" mehr gibt... Was son Sch***ß nach über 15 Jahren der "Einheit"... Wo bleibt sie???
Verfasst: 03.02.2007, 16:32
Ja nun, was man gern will und was in der Realität "machbar" ist, sind eben zwei völlig verschiedene Dinge!
Betreff des Beitrags: Tarifverhandlungen
Verfasst: 15.02.2007, 17:22
ich würde gern einmal wissen, wie sich denn die DGB-Tarifgemeinschaft zusammensetzt.
Was Gott verhüten möge ist, das wieder einmal der dümmlich naive Herr Reinhard Dombre der Verhandlungsführer ist. Sonst können wir ZAN nur mit weiteren Lohneinbußen rechnen. Dieser ach so tolle Gewerkschafter hat ja schon bei den letzten Verhandlungen mit dem BZA für eine deutlich spürbare Reallohnabsenkung gesorgt.
Es wäre wünschenswert, hier einmal die Namen der an der Tarifgemeinschaft beteiligten Mitglieder aufzuführen.
Verfasst: 16.02.2007, 16:29
Zur Info (@karla): Bei Randstad-Ost (BZA) wurden im Januar von den erhöhten Westtarifen 13% abgezogen, also bleibt auch im Osten eine kleine Lohnerhöhung hängen - hat man so nicht unbedingt erwartet!
Verfasst: 22.03.2007, 18:38
"Kurzbericht von der zweiten Tarifverhandlung zwischen der BZA und der
DGB-Tarifgemeinschaft am 16.03.2007 in Düsseldorf
Ausgangspunkt ist die von der DGB-Tarifgemeinschaft aufgestellte Forderung die Entgeltdifferenz von 13 % zwischen Ost- und Westdeutschland auf 6,5 % zu senken. Das heißt konkret, den Ostabschlag zu verringern um endlich eine Angleichung zum Westen zu bekommen. Andere Punkte standen nicht zur Verhandlung.
Nach Austausch der Argumente und massiven Angriffen des BZA auf die IG Metall, dass Aktionen zu Leiharbeit (insbesondere in NRW) sowie die Verlautbarungen im Internet unter www.zoom.de nicht gerade zur Förderung der Sozialpartnerschaft beitragen, wurde folgender Gesprächstand festgehalten:
1. Die Arbeitgeber sehen sich aus Wettbewerbsgründen nicht in der Lage, ein Angebot vorzulegen, so lange die Christlichen Gewerkschaften mit dem AMP mit weitaus niedrigeren Entgelten und Arbeitsbedingungen auf dem Markt sind.
2. Beide Seiten sind sich einig, dass der Tarifvertrag zum Mindestentgelt endlich gesetzlich verankert werden muß, für die Beschäftigen und die Betriebe. Sowohl der BZA, als auch der DGB verurteilen die Hinhaltepolitik der Bundesregierung, die dies bisher immer noch nicht umgesetzt hat.
3. Es wird vereinbart, erst einmal abzuwarten, wie die Bundespolitik sich in Sachen Mindestentgelt verhält. Erst nach diesem Ergebnis ist weiter zu verhandeln.
Neue Termine wurden nicht vereinbart."
http://www.info-zeitarbeit.de/news_2007 ... 007_89.htm
Branchenzuschläge? Was ist das?
Anwendung des § 8.6 MTV-BZA und damit einer der geringsten Tariflöhne aller Zeitarbeits-TV`s? Was ist der § 8.6 MTV-BZA?
Wann gibt es denn nun eine weitere Verhandlung zu den versprochenen Branchenzuschlägen in Bezug auf die immer höheren Gewinne und Umsätze von BZA-Unternehmen?
Und wieder einmal hat es die DGB-TG nicht geschafft, die Bruttolöhne mit 0,75 zu multiplizieren, um dieser Behauptung entgegen zu treten.
Auch wurden offensichtlich nicht die Doppelanwender namentlich genannt, über die sich der BZA ja noch ausschweigt!
Auch wenn es einen Mindestlohn in der Zeitarbeit geben sollte, ist damit nicht das legale Lohndumping durch Zeitarbeit beendet und es wird auch weiterhin die Ausnahme des § 3, Abs. 1, Nr. 3 AÜG zur Regel gemacht werden. Der DGB muss sich für eine Streichung der Tariföffnungsklausel im § 3, Abs. 1, Nr. 3 AÜG einsetzen, denn alles andere wäre eine tariflich vereinbarte Diskriminierung von Leiharbeitnehmern, die die gleiche Arbeitsleistung wie Festangestellte erbringen, aber dafür seit Jahren nicht das gleiche Geld bekommen!
Siehe: http://www.iaq.uni-due.de/archiv/presse ... 0321.shtml
Wie lange sollen die LAN von BZA-Unternehmen noch auf die bereits vereinbarten Branchenzuschläge warten?
Weitere mind. 3 volle Jahre (2004-2006)?
Hier noch einmal zur Erinnerung für die DGB-TG und den BZA:
Verhandlungsverpflichtung Branchenzuschlag
Unter Berücksichtigung der besonders schwierigen wirtschaftlichen Situation der Zeitarbeitsunternehmen zum Zeitpunkt des Abschlusses dieses Tarifvertrages vereinbaren die Tarifvertragsparteien, Verhandlungen zur Regelung von Branchenzuschlägen spätestens bis zum 1.10.2004 aufzunehmen. Ziel dieser Verhandlungen ist die Vereinbarung von solchen Zuschlägen unter gleichberechtigter Berücksichtigung der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit der Unternehmen und des Grundgedankens „gleicher Lohn für gleiche Arbeit“.
http://www.igmetall-zoom.de/PDF/TV/bza_ ... ertrag.pdf
Schon vergessen oder einfach nur ignoriert?
Ja, richtig, auch der BZA hat den Branchenzuschlägen (sprich dem "equal pay") vertraglich mit dem § 6 Entgelt-TV zugestimmt und die Verhandlungsverpflichtung besteht bis heute!
Wie die Umsätze und Gewinne von BZA-Unternehmen seit dem 01.01.2004 enorm gestiegen (!!) sind, kann jeder im Internet auf den HP der BZA-Unternehmen oder bei Lünendonk selbst nachlesen.
Von einer "besonders schwierigen wirtschaftlichen Situation der Zeitarbeitsunternehmen" sind viele BZA-Unternehmen meilenweit entfernt!
Nur die vera.. LAN müssen auf Grund der Armutslöhne und der evtl. zusätzlichen Anwendung des umstrittenen § 8.6 MTV-BZA noch zum Amt gehen und evtl. ergänzende Sozialleistungen bekommen, speziell wenn sie Familien versorgen müssen, was natürlich nicht in den Medien genannt wird!
Sorry, aber bei solchen Verhandlungsergebnissen und offensichtliche Untätigkeit in Bezug auf die Verhandlungsverpflichtung für Branchenzuschläge, verstehe ich den Mitgliederschwund in den DGB-Gewerkschaften.
Verfasst: 22.03.2007, 19:41
Es ist eine Schande! Alle sind schuld, die böse Regierung und natürlich die Christen!
Die Gewerkschaften sollten sich wirklich schämen - das sie sich dadurch auch noch das letzte kurze Standbein absägen, kapieren sie einfach nicht...
Verfasst: 11.05.2007, 01:18
Registriert: 08.04.2007, 22:19
Wir sind ja alle " dolle " Hechte, wenn es etwas zu beklagen geht ( mich eingeschlossen ). Was macht ein widerstand aus der im inet statt findet und nicht auf der Entscheider seite gesehen werden will/möchte?
Als erstes sollte es darum gehen, den einzelnen stark zu machen zum Wohlsein der vielen anderen. Oder sehe ich das falsch???
Denn erst wenn der einzelne einen erfolg hat, kommen die anderen auch in den genuss etwas erreichen zu können.
Warum gibt es keine höchst-grenze, in der LAN eingesetzt werden dürfen?
Mir schwebt so der Gedanke um max. 3% vor. Sonst Festanstellung.
Warum gibt es keine zeitliche Beschränkung, in der LAN, in Firmen geordert werden dürfen, um eine Plünderung unserer Sozialkassen zu verhindern?
Mein Gedanke ist max. 6 wochen sonst Festanstellung. Hier hat der AG auch noch eine Möglichkeit der "Probe" um evtl. Spitzen-Zeiten" ausgleichen zu können.
Für meinen Teil, ich habe verloren und gebe auf, um mir und meiner Familie ein leben unter H4/H2 zu ermöglichen.
Selbst an eine Absprache mit der GS - Leiterin wurde sich nicht gehalten (Info durch Anruf eines BR-Mitglied).
Was könnte ich noch erwarten außer dem Telefon-Terror, Mobbing und weitere Schikanen?? Bis jetzt ( >1Jahr ) bin ich bei jedem Einsatz immer gerne gesehen worden ( habe es auch schriftlich ), aber durch Klauseln in dem Vertrag AG<>ZAF wurde eine Festanstellung extrem verhindert.
Um meine Gesundheit und der meiner Fam. nicht dem weiter aussetzen zu müssen, werde ich ( hoffentlich ) bald gekündigt.
Jetzt kommt ihr, einige sitzen bestimmt ein zwei reihen weiter und denken " dumm gelaufen " und ich kann nur sagen : ja aber deklassiert es mich, trotz Facharbeiter Brief ( der Beruf wird in DE nich´ mehr ausgebildet )zu einem Menschen 2.Klasse??
Ich brauche noch ein wenig Überzeugungskraft um mich und meine Familie im Ausland an zu Siedeln. Aber das werde ich bestimmt noch schaffen können, in DE ist die gute Ausbildung anscheinend nur noch über ZAF gefragt und dann auch nur zu " Helfer-Lohn ", wehe wenn man sich wehrt dann könnte übles passieren.
Verfasst: 11.05.2007, 07:45
rendolf hat geschrieben:
Maximalquote Leiharbeit, haben wir in vielen Betrieben per Betriebsvereinbarung geregelt. Problem ist, wenn der Konkurrent mehr hat will die Firma irgendwann auch mehr.
Und löst eine Quote das Problem? Wenn die Leute dann befristet oder fest eingestellt werden wäre das toll.
In letzter Konsesquenz geht es aber um die Arbeitsbedingungen unter denen ich arbeite - arbeiten muss.
Maximale Verleihdauer hatten wir mal, wurde vom Gesetzgeber Stück für Stück freigegeben. Wäre toll wenn wieder eine Grenze definiert würde. Allerdings gleube ich nicht das es dafür eine politische Mehrheit gibt.
Die Leiharbeitsbranche hilft die Arbeitslosenstatistik zu senken. Welcher Politiker will da etwas gegen die Leiharbeit tun? Ist doch egal ob die Leute davon leben können, hauptsache die Statistik stimmt.
Wichtig ist, das die Leute Ihre Rechte kennen und dann gemeinsam diese auch vertreten.
Verfasst: 12.05.2007, 00:40
Wenn Du Facharbeiter bist und ansatzweise mit dem Gedanken spielst, in's Ausland zu gehen, mach Dich mal kundig, wie die Chancen für Dich in Skandinavien stehen (also Dänemark, Schweden oder Norwegen).
Ich lebe im Norden Deutschlands und bekomme mit, dass in den skandinavischen Ländern händeringend Facharbeiter (alle möglichen Berufe) gesucht werden und auch jede Menge deutsche Facharbeiter dort hingehen.
Die Bezahlung soll wesentlich besser sein, als in Deutschland und wenn Du z.B. in Dänemark Arbeit findest, könntest Du ja sogar in Deutschland irgendwo in Grenznähe wohnen bleiben und dann pendeln.
Für Schweden/Norwegen müsstest Du vielleicht tatsächlich umsiedeln, aber ich denke, das könnte man vielleicht noch packen, da die allgemeinen Bedingungen dort nicht so extrem viel anders sind, als in Deutschland.
Soweit mir bekannt ist, gibt es in Flensburg eine Extra-Stelle der Arbeitsagentur, die sich auf Arbeit im nördlichen Ausland spezialisiert hat, dort könntest Du Dich ja mal erkundigen.
Ich persönlich habe bislang noch nichts wirklich schlechtes gehört von Leuten, die den Schritt gemacht haben, in Nordeuropa zu arbeiten...
Verfasst: 12.05.2007, 09:55
Danke für den Tipp,das werde ich mal gleich in Angriff nehmen.
Das ist doch mal etwas erfreuliches. Wenn es klappt bekommst du ein dickes Smilie von mir.
Verfasst: 12.05.2007, 10:05
Ich hatte kürzlich Kontakt zu einer Stundentin aus Flensburg. Dort ist es tatsächlich so dass die dortige BA eine Stelle für das nördliche Europa, speziell Dänemark betreibt. Dort soll im ein Mindestlohn von 22,50 € gezahlt werden.
http://www.da-verdiene-ich-mehr.de/ - das sich der BZA nicht schämt!
Wo bleibt die Lohnerhöhung in 2007? Was ist mit dem Ostabschlag? Was ist mit dem Betrug um den §8.6???
Verfasst: 17.11.2007, 18:46
Genau, nagelt den BZA mit Stellungnahmen voll über das Kontaktformular!
Verfasst: 18.11.2007, 07:25
Lohnerhöhung?? Da bekommt man es ja mit der Angst zu tun, beim Bza-Tarif. Nach der letzten "Lohnerhöhung" hatte ich weniger als voher.
Das zum Thema "da-verdiene-ich-mehr.de"
Bis denne Goofy
Verfasst: 18.11.2007, 09:21
WAs ist eigentlich mit dem § 5 BZA/DGB ETV
§ 5 Tarifentwicklung in den
Jahren 2004 bis 2007
für die Laufzeit dieses Tarifvertrages
folgende Steigerungen
der unter § 2 genannten Stundensätze,
die jeweils zum 1. Januar
des genannten Kalenderjahres
gültig werden und sich kumulativ
bezogen auf das jeweilige Vorjahr
Zum 1.1.2005: 2,5 %
Zum 1.1.2006: 2,5 %
Zum 1.1.2007: 2,5 %
Es gelten die in der Anlage
ausgewiesenen Tariftabellen.
Die Tarifvertragsparteien werden
spätestens im letzten Quartal des
Jahres 2007 Verhandlungen über
die Steigerung der dann gültigen
Stundensätze aufnehmen.
Verfasst: 18.11.2007, 10:57
die DGB-TG hat 2006 einen Änderungs-TV ausgehandelt:
http://www.igmetall-zoom.de/PDF/TV/2007 ... 300506.pdf
dort heißt es unter § 8.1:
Er kann mit einer Frist von 6 Monaten, ersmals zum 31. Dezember 2008 gekündigt werden.
Der IGZ-TV von diesem Jahr läuft auch auch zu diesem Termin aus. D.h. beide TV werden dann zur gleichen Zeit verhandelt. Eine Rolle spielte dabei die Erwartung der DGB-TG, dass noch im Jahr 2007 der Mindestlohn-TV allgemeinverbindlich erklärt würde. Aber alles Rohrkrepierer. (Natürlicht bedeutet das wieder ein 1 Jahr ohne Lohnerhöhung).
Die IGM jedenfalls hat die vergangene Strategie der Tarifpolitik der DGB-TG für gescheitert erklärt. Die erste Konsequenz ist die Schwerpunktsetzung auf einzelbetriebliche Verbesseungen für die LAN beim Lohn.
Begnügen wir uns damit, dann geht natürlich die Masse der LAN beim Lohn leer aus.
Deshalb sollten wir uns auch weiterhin dafür stark machen, dass die Tarifpolitik der DGB-TG nicht nur "unter Ferner liefen" behandelt wird.
Wir sollten beim Fachbereich Tarifpolitik der IGM darauf drängen, dass dazu in den nächsten Monaten auch Überlegungen angestellt werden,z.B. wie können wir die zwar zugegeben wenigen aktiven LAN an der Tarifpolitik sprich Tarifkommission beteiligen. (Ist auch im Papier Handlungsanleitungen erwähnt. aber wir müssen schon aufpassen, dass das nicht Papier bleibt).
Verfasst: 18.11.2007, 20:40
hatte ich mir gedacht dass wir jetzt ein Jahr mit einer Nullrunde auskommen müssen (das haben die 2006 geschickt eingefädelt).
Wir stehen mit unseren AKMIZ in Bremen zwar erst am Anfang, aber das ist auch eine Idee dass man in den AK´s mal Forderungen ausarbeitet, die AK´s sollten sich hierzu vernetzen/austauschen. Man könnte in 2008 ja mal ein Arbeitstreffen der AK´s veranstalten am Wochenende oder so.
Ich meine an erster Stelle sollte aber der Kampf gegen die "Scheinheiligentarife" des GCZP stehen.
Betreff des Beitrags: So, nun Butter bei die Fische...
Verfasst: 18.12.2007, 20:30
Warum, bitte sehr, stellen BZA-Zeitarbeitsfirmen den Kunden mit Stichtag 01.01.2008 neue Tarife in Rechnung, wenn sich doch am BZA NICHTS geändert hat???
Sind die Büromieten gestiegen, oder nur die Strom- u. Heizungskosten der Niederlassungen?
Wann gibt es beim Besten aller Tarifpartner endlich höhere Löhne???
Oder ist das Geld alle, wegen teurer Übernahmen von Pseudokonkurrenten (so als Frage in Richtung Holland)?
Schämt Euch, Ihr BZA-Vertreter...
Verfasst: 18.12.2007, 20:50
Wir werden unseren Kunden aufgrund der nicht durchgeführten Tariferhöhung nicht die Tarife grundsätzlich erhöhen.
Aber natürlich werden Gespräche mit den Kunden geführt bzgl. Preisanpassung an die gestiegenen Kosten.
Allerdings muß ich so ja auch die Wünsche meiner MA nach einer Lohnerhöhung finanzieren.
Mit dem Auslassen der Tariferhöhung für die MA fehlt mir dem Kunden gegenüber das schlagkräftigste Argument um besser Tarife durchzubekommen. Und nur mit guten Tarifen kann ich meine MA auch entsprechend entlohnen.
Da unsere MA zum Glück recht lange bereits in den jeweiligen Kundeneinsätzen sind, sehe ich allerdings nicht soviele Probleme. Viele Kunden sind bereit auch den gestiegenen Lebenshaltungskosten Rechnung zu tragen.
Verfasst: 19.12.2007, 09:02
Mit dem Auslassen der Tariferhöhung für die MA fehlt mir dem Kunden gegenüber das schlagkräftigste Argument um besser Tarife durchzubekommen. Und nur mit guten Tarifen kann ich meine MA auch entsprechend entlohnen..
Kein Problem, die IG Metall steht für Tariferhöhungen als Verhandlungspartner bereit.
Wir warten auf einen Termin mit dem BZA aber da kommt nichts.
Betreff des Beitrags: Kein Interesse
Verfasst: 24.12.2007, 14:19
Registriert: 24.12.2007, 13:10
Ich verfolge dieses Gelaber nun schon seit Einführung der Tarifverträge. Bisher gab es nichts, aber auch gar nichts, was einem LAN zugute kam. Ich bin seit gut 11 Jahren LAN. Bei der Einführung des BZA-TV hatte ich real eine Lohnkürzung. Damals war der Grund, dass bis 25 % in steuerfreie VMA umgewandelt werden konnten. Bis dahin gabs die VMA immer zum Lohn dazu.
Vor Einführung des TV: 7,41 EUR /h zzgl. 6 EUR/Tag VMA
Nach Einführung: EG3 6,68 EUR /h zzgl. 0,85 EUR/h VMA
Nach 3 Monaten Einsatz im selben Betrieb gabs die VMA auch nicht mehr steuerfrei.
Im Jahr sind dadurch jährliche Einbußen von ca. 3000 EUR zusammengekommen. (Eingerechnet sind auch die Rückerstattung der Lohnsteuer nach Einkommenssteuerjahresausgleich. Durch die hohen Werbungskosten erhielt ich immer 100% der gezahlten Steuern zzgl Soli-Zuschlag zurück)
2003 schien aber ein kleines Licht am Horizont: Die Angleichung des Ostlohnes an den Westlohn. Meiner Meinung nach wirklich längst überfällig. Wenn man sich die erwirtschafteten Gewinne der Unternehmen ansieht, sind diese Angleichungen eher lächerlich. Aber im Rumjammern sind diese Unternehmen ja Meister ihres Faches.
Wenn ich als Privatmann etwas nicht leisten kann, dann muss ich es lassen. Wenn ich es mir auf Kosten der Gemeinschaft dann doch leiste, wird mich die Gemeinschaft schon spüren lassen, dass da was im Argen liegt. Das sollte auch für Unternehmen gelten: Wenn ich mir einen Arbeitnehmer, dem ich einen anständigen Lohn zahlen soll, nicht leisten kann muss ich es lassen. Warum müssen Managementfehler mit Hilfe der Politik auf dem Rücken der Arbeitnehmer ausgetragen werden.
Was ist eigentlich ursprünglich der Sinn von Leiharbeit? Auftragsspitzen abzufangen und somit flexibel zu bleiben? Nutzen als Sprungbrett in ein Arbeitsverhältnis beim Entleihbetrieb? Ja, genau das!!! Aber wie wird Zeitarbeit wirklich verwendet? Wird es überhaupt ursprünglich verwendet? NEIN!!! Das Instrument Zeitarbeit ist ein Mittel, um Arbeitslosenstatistiken zu schönen, um Sozialkassen zu plündern, um Unternehmen billigere Arbeitskräfte dauerhaft zur Verfügung zu stellen und damit Tarifverträge zu unterlaufen,... Man könnte die Liste unendlich fortführen. Unendlich ist seit 2003 auch die Entleihdauer. Dank unserer vorausschauend denkenden Politiker.
Und wenn sich dann Politiker auch noch hinstellen und sich dann auch noch rühmen (siehe ex Minister Clement:
[url]http://www.bza.de/439.html?&cHash=10eccb7548&tx_ttnews[backPid]=3&tx_ttnews[day]=21&tx_ttnews[month]=12&tx_ttnews[tt_news]=323&tx_ttnews[year]=2007[/url]
auf der BZA Seite im Interview mit der Süddeutschen Zeitung, ist das mehr als ein Schlag ins Gesicht der LAN. Denn die Nachteile, die dann übrig bleiben, werden überhaupt nicht genannt. Was ist mit den LAN, die nicht gering qualifiziert sind? Die werden genauso gering bezahlt!! Wie will Herr Clement das erklären? Herr Clement prangert die Verallgemeinerung von Einzelfällen an, macht ein paar Zeilen weiter genau das Gleiche. Er übersiht, dass das eben keine Einzelfälle sind, sondern in der Realität leider die Regel sind. Viele Grüße von den Sozialkassen. Wer in Mathe aufgepasst hat und 1+1 zusammenzählen kann, weiß, dass wenn durch geringere Löhne weniger eingezahlt wird, auch weniger Geld in den Sozialkassen vorhanden ist. Das Geld, was dann fehlt, kommt aber nicht denen zugute, die die Gewinne erwirtschaften, sondern Spekulanten, Aktionären oder sonstiger geldgieriger Klientel.
Aufwachen! Die Politik ist doch schon längst die Geißel der Lobbyisten. Wer da noch gutgläubig dem gebetsmühlenartigen Gelaber der Wirtschaft nach Senkung von irgendwelchen Kosten, um Arbeitsplätze zu schaffen, folgt, dem kann und sollte man kein Mandat bei der nächsten Wahl geben. Was hat die Politik alles für die Firmen getan... Was passierte mit den Kosten für die Unternehmen? Sie sanken in den Keller. Was passierte mit den Versprechungen der Wirtschaft, wenn die Kosten sinken? Sie lösten sich in Luft auf. Was passierte mit den Gewinnen der Unternehmen? Sie explodierten förmlich. Wurden dadurch mehr Arbeitsplätze von den Firmen geschaffen? Nein! Im Gegenteil, es wurden sogar nochmehr abgebaut bzw. in prekäre Arbeitsplätze umgewandelt. Und was haben die Arbeitnehmer davon? Wesentlich weniger Lohn, schlechteste Arbeitsbedingungen, Belastung des Steuerzahlers durch zusätzliche Grundsicherungsleistungen weil der Lohn nicht ausreicht, wieder eine unendliche Liste...
Hauptsachde, die Arbeitslosenstatistik wird wieder geschönt - daher ist die Politik erfolgreich.
Hinzu kommt, dass Hartz IV Empfänger gar nicht mehr als Arbeitslose in der Statistik auftauchen.
Alles sehr glaubhaft, liebe Politiker...
Wissen wächst, wenn man über Meinungen streitet.
(Patrick Farell, Verwaltungschef der University of Wisconsin-Madison)
Betreff des Beitrags: Und wieder voll verarscht !!!
Verfasst: 04.01.2008, 19:56
wie nicht anders zu erwarten war hat uns die DGB Tarifgemeinschaft auch in diesem Jahr wieder voll verarscht. Beim BZA Tarif gibt es keinerlei Änderungen, Steigerungen oder Verbesserungen.
Man sollte alle Mitglieder dieser Tarifgemeinschaft sofort aus den Gewerkschaften rausschmeissen. Solch ein Volk von Trantüten und Lahmärschen braucht kein LAN. Der DGB reißt ganz groß die Fresse auf, aber für uns LAN wird mal wieder nichts getan. Ich denke, das sich diese Tarifkommission nur aus der 4. Garnitur des DGB zusammensetzt, was man ja auch an den dümmlichen Kommentaren des Herrn Reinhard Dombre im I-Net nachlesen kann.
Wir können uns also getrost auf ein weiteres Jahr ohne Lohnerhöhung vorbereiten.
DANKE LIEBE DGB TARIFGEMEINSCHAFT!!!
Verfasst: 04.01.2008, 21:33
Tach auch seneca,
das war doch klar (anhand der Laufzeiten und der Kündigungsfristen), dass für 2008 beim BZA nichts passiert.
Spannend wird es doch erst Ende dieses Jahres, wenn der MTV und der Entgelt ausläuft.....
Und ich persönlich würde es schon für einen Riesenerfolg halten, wenn der 8.6er des MTV wegfallen würde....
Betreff des Beitrags: BZA TG
Verfasst: 04.01.2008, 23:54
Ich hab es auch gewusst, dass diese Hammel nichts mehr unternehmen. Deshalb heisst die Devise: Rein in die Gewerkschaft und mitgemischt! Diese eingefahrenen Gesellschaften sind viel mehr mit den Kapitalisten verwunden, als man meinen mag.
Völlig bescheuert finde ich dann aber immer diese Ausreden. Aber andersrum wird sich nichts ndern, wenn keine neuen Köpfe in den Gewerkschaften mitmischen.
Ja ich hatte damals Glück, mein AG hat auf die Anwendung des 8.6 verzichtet. Aber es ist schon ne Frechheit, dass die Tarifverträge an sich von Grund auf LAN-feindlich aufgestellt wurden, und dann noch zu Ungunsten der LAN verändert wurden. Was glauben die Verhandlungsführer denn den AG? Die wilden Versprechungen, dass sie dieses oder jenes machen, wenn nur die Tarifverträge nach ihrem Willen ausfallen. Die AG nehmen den ganzen Arm, wenn man denen nur den kleinen Finger reicht!!!
Verfasst: 05.01.2008, 02:38
"wie nicht anders zu erwarten war hat uns die DGB Tarifgemeinschaft auch in diesem Jahr wieder voll verarscht..."
Das war nach den Erfahrungen seit 2003 klar!
Den Brachenzuschlag (§ 6 Entgelt-TV BZA) gibt es bis heute auch nicht.
Und wo bleibt denn die Mitwirkung der LAN und die neue Transparenz in Bezug auf Tarifverhandlungen der DGB-TG?
Gab es da nicht mal ein Workshop von ZOOM dazu?
"Man sollte alle Mitglieder dieser Tarifgemeinschaft sofort aus den Gewerkschaften rausschmeissen."
Welche Mitglieder?
Den Mantel-TV BZA haben am 22.07.2003 noch 8 DGB-Gewerkschaften unterschrieben.
Den Entgeltrahmen-TV der IGZ haben am 30.05.2006 noch 7 DGB-Gewerkschaften unterschrieben (Transnet nicht).
Das Verhandlungsergebnis des Entgelt-TV IGZ haben am 18.09.2007
2 Gewerkschaften (IGM und Ver.di), sowie Herr Dombre vom DGB unterschrieben.
Ich frage mich daher schon lange, welche DGB-Gewerkschaften denn überhaupt noch zur DGB-Tarifgemeinschaft gehört und ob bald nur noch Herr Dombre vom DGB (als Vertreter der Gewerkschaften) die TV`s unterschreibt.
"..Spannend wird es doch erst Ende dieses Jahres, wenn der MTV und der Entgelt ausläuft....."
Spannend wir es wohl das ganze Jahr 2008 sein, denn wenn z.B. die IGM einen Mindestlohn-TV für Ihre Branche aushandelt, dann gilt dieser Mindestlohn für 70 % der LAN über das AEntG (§ 2a), wie jetzt der Mindestlohn für Elektroinstallateure, Maler, usw.!
Auch wenn es dann ein Mindestlohn-TV für LAN geben würde, wäre da immer noch der § 2a AEntG.
Sollte eine Aufnahme des Mindestlohn-TV für LAN scheitern, wovon ich ausgehe, gibt es für 70 % der LAN in D. aber immer noch den Ausweg über allgemeinverbindliche Löhne in anderen Branchen (§ 2a AEntG), speziell in der Metall- und Elektroindustrie.
Wenn es die IGM geschickt anstellt und 2 Mindestlohn-TV aushandelt (Zeitarbeit und eigene Branche), hat sie für LAN 2 Optionen!
Mit einem Mindestlohn-TV im Metallbereich würde sie in Bezug auf die christlichen Gewerkschaften "2 Fliegen mit einer Klappe schlagen" (CGM und CGZP).
Dazu kommen dann noch etliche Klagen von LAN in Bezug auf das "Equal treatment", mit Begründung einer fehlenden Tariffähigkeit oder Tarifzuständigkeit der Gewerkschaften (§ 3, Abs.1, Nr.3 AÜG).
Diese Urteile und Vergleiche werden sicherlich sehr spannend werden.
Einen Prozess werde ich dabei mit vorbereiten und verfolgen (mehr will ich dazu aber nicht sagen).
"Diese eingefahrenen Gesellschaften sind viel mehr mit den Kapitalisten verwunden, als man meinen mag."
Der DGB und die DGB-Gewerkschaften (in Vertretung von IGM und Ver.di) haben den Hartzgesetzen zugestimmt und die Zeitarbeit ist das Herzstück der Hartzgesetze!
Wer erwartet also, das sich der DGB und DGB-Gewerrkschaften für LAN einsetzen?
Tatsache ist, das die Gewerkschaften massenweise Mitglieder verlieren und Stammarbeiter (Mitglieder) durch LAN (meist nicht Mitglieder) ersetzt werden, weshalb die Gewerkschaften schon aus Eigeninteresse jetzt (endlich mal) etwas unternehmen müssen oder sie sind bald weg vom Fenster (der Traum der AG und Union).
Selbstverständlich sind Gewerkschaften sehr wichtig, aber solche Tarifergebnisse wie die DGB-TG seit 2003 abliefert, sind Gründe für Austritte, aber sicherlich nicht zur Werbung für neue Mitglieder!
Ich denke, das ZOOM und andere Gewerkschafter noch viel zu wenig Druck ausgeübt haben, denn anders sind solche miesen Ergebnisse nicht zu verstehen, es sei denn, das der DGB (in Person von Herrn Dombre) und die DGB-Gewerkschaften noch im Geiste der alten rot-grünen Regierung bzw. der Agenda 2010 handeln oder wesentlich mehr Gewerkschafter "Bonuszahlungen" erhalten, als bekannt ist.
Nach den bisherigen Tarifergebnissen denke ich nicht, das Gewerkschaften die Situation für LAN verbessern wollen, weshalb ich persönlich nur noch Klagen von LAN auf das "equal treatment" mit Begründung einer fehlenden Tariffähigkeit und/oder Tarifzuständigkeit als
effektive Gegenwehr sehe.
Wenn LAN eine Klage in Bezug auf das "equal treatment" eingereicht haben, dann zucken erst mal alle ZAF zusammen und viele zahlen lieber, als es auf Urteil ankommen zu lassen.
"..»Wer heute in Deutschland als Leiharbeitnehmer mit der Aussage: ‚Ich bin mit einem christlichen Tarifvertrag um meine gesetzlichen Ansprüche geprellt worden’, vor das Arbeitsgericht zieht, wird, selbst wenn er sich nur vergleicht, deutlich mehr bekommen, als er vorher gehabt hat.«
Firmen zahlen klagende Leiharbeiter wie Lisa also offenbar lieber aus. Und verhindern damit, dass ein Gericht grundsätzlich prüft:.."
Zitat von Rechtsanwalt Herr Oliver Bertram:
"...3. Tarifzuständigkeit aller Gewerkschaf-ten
Für erhebliche Unsicherheit sorgt weiterhin die Tatsache, dass weder eine Gewerkschaft des DGB noch eine solche des CGB sich in ihrer Satzung für die Unternehmen der gewerbsmäßigen Arbeitnehmerüberlassung sachlich zuständig erklärt hat. Beide Tarifgemeinschaften der einzelnen Dachorganisationen sind demnach für einen Tarifvertrag mit einem Unternehmen der Zeitarbeit nicht zuständig.
Man führe sich den Fall vor Augen, dass ein gekündigter Zeitarbeitnehmer das Arbeitsgericht anruft und nicht nur in bekannter Weise die Unwirksamkeit seiner Kündigung, sondern auch die Nachzahlung des ihm nach dem Prinzip des "equal treatment" zustehenden Entgelts etc. verlangt. Als Begründung könnte von ihm herangezogen werden,
der auf sein Arbeitsverhältnis angewandte Tarifvertrag zwischen seinem vormaligen Arbeitgeber und der Tarifgemeinschaft CGB oder derselben des DGB sei nicht wirksam gewesen. Es fehle der Arbeitnehmervertretung an der zwingend erforderlichen Tarifzuständigkeit ...
In zukünftigen Arbeitsgerichtsverfahren werden die Zeitarbeitsunternehmen sehr darauf bedacht sein müssen, die Frage der ordnungsgemäßen Vergütung des gekündigten Arbeitnehmers
nicht zum Prozessgegenstand werden zu lassen...."
http://www.ig-zeitarbeit.de/admindownlo ... 03_AIP.doc
Zitat aus dem BAG-Urteil vom 24.03.2004 (5 AZR 303/03):
"...Das sind hier Zeitarbeitsunternehmen. Diese bilden einen eigenen Wirtschaftszweig, die Arbeitnehmerüberlassung. Dieser Wirtschaftszweig unterscheidet sich von anderen Branchen.
Zeitarbeitsunternehmen sind Dienstleistungsunternehmen. Sie überlassen die bei ihnen angestellten Arbeitnehmer anderen Unternehmen verschiedenster Branchen, damit sie dort Arbeitsleistungen erbringen. Gegenstand des Arbeitsverhältnisses eines Leiharbeitnehmers
ist grundsätzlich nicht die Tätigkeit in einem bei Vertragsschluss bereits bestimmten Entleiherunternehmen. Der Arbeitnehmer ist vielmehr regelmäßig verpflichtet, bei jedem ihm zugewiesenen Entleiher, gleich welcher Branche, die vertraglich vereinbarten Tätigkeiten
zu erbringen..."
http://juris.bundesarbeitsgericht.de/cg ... os=0&anz=1
Das Argument, das LAN "branchenübergreifend" beschäftigt sein sollen, ist mit dem BAG-Urteil vom 24.03.2004 gestorben, da ZAF ab diesem Datum eine eigenständige Branche ("..Diese bilden einen eigenen Wirtschaftszweig, die Arbeitnehmerüberlassung...") sind und daher auch Gewerkschaften die ab dem 24.03.2004 eigenständige Branche der Arbeitnehmerüberlassung bzw. Zeitarbeitsunternehmen (korrekt nach AÜG: Verleiher) in den Satzungen aufführen müssen, um in der Branche der Arbeitnehmerüberlassung überhaupt Tarifverträge abschließen zu dürfen.
Welche Gewerkschaft hat aber schon nach dem 24.03.2004 die Branche der Arbeitnehmerüberlassung bzw. ZAF (Verleiher) in den Satzungen aufgeführt?
Ich habe da nur die Gewerkschaft Ver.di gefunden.
Schaut doch einmal selbst in die Satzung eurer Gewerkschaft.
Verfasst: 05.01.2008, 11:29
Die jahrelange Appeacementpolitik des BZA-Verbandes und des Randstadkonzernes in Deutschland tragen Früchte.
In den Medien und bei den Gewerkschaften ist das Problem Zeitarbeit angekommen und zwar in dieser Form: Die Christlichen sind Ausbeuter und Betrüger, aber es gibt ja zum Glück uns, den fairen BZA!
Die Sache hat nur einen gewaltigen Hacken, nämlich das die Christen und der IGZ in den letzten zwei Jahren (Stichwort Fachkräftemangel) lohnmässig den BZA weit hinter sich gelassen haben. Ich bin mir durchaus bewusst, dass im Helferbereich viele Sauereien abgehen, aber ganz sicher NICHT NUR beim AMP!
Ich treffe in letzter Zeit gehäuft ZAN aus dem IGZ und dem AMP, deren Einstufungen deutlich höher sind, als z.B. bei Randstad (der Vorzeigebzabude!).
Mir wird eigentlich nur noch schlecht, wenn ich die ständige Selbstbeweihräucherung des BZA ("wir haben den besten Tarifvertrag der Branche") ertragen muss!
Tinten_Fisch
Verfasst: 05.01.2008, 13:18
Registriert: 23.10.2007, 21:23
wie Du weisst, werde ich auch mit dieser Begründung eine Klage starten, es wäre nett, wenn Du mich bzgl. "Deinen" Klagen auf dem Laufenden halten könntest (PN). Oder wenn Du irgendwas interessantes dazu im Netz findest mir die entsprechenden Links zukommen lassen könntest.
Verfasst: 05.01.2008, 14:18
@ Tinten_Fisch
"..wie Du weisst, werde ich auch mit dieser Begründung eine Klage starten,.."
Tariffähigkeit oder Tarifzuständigkeit (BAG-Urteil vom 24.03.2004 und Satzungen der Gewerkschaften)?
"..wenn Du mich bzgl. "Deinen" Klagen auf dem Laufenden halten könntest (PN)..."
Das kann ich machen, wenn es vertraulich bleibt, denn in den Klagen des LAN wird es um TV`s beider Tarifgemeinschaften gehen (CGB und DGB), da es verschiedene ZAF sind.
Auf einen Vergleich lassen wir "uns" natürlich nicht ein, es sei denn, die Vergleichsumme stimmt (das wird nicht billig!).
"..Oder wenn Du irgendwas interessantes dazu im Netz findest mir die entsprechenden Links zukommen lassen könntest..."
Das mache ich ja meist.
"...Die Christlichen sind Ausbeuter und Betrüger, aber es gibt ja zum Glück uns, den fairen BZA!.."
...und die IGM hat Angst vor dem Verlust des BZA als Tarifpartner, da sie dann ihre eigene Macht in der Zeitarbeit verlieren würde:
"...Nach Einschätzung von Gewerkschaftsseite hätte ein Festhalten an den Erhöhungen zu erheblichen Erosionserscheinungen bei BZA geführt, möglicherweise sogar dazu, dass der Verband vollständig zerfallen wäre.
Dies insbesondere vor dem Hintergrund, dass die BZA-Firma Manpower seit Mitte des Jahres über eine Tochtergesellschaft die CGB-Verträge anwendet und dieses Beispiel Schule machen könnte...".
http://www.igmetall-zoom.de/05/12/Tarif ... eitBZA.pdf
Vor diesem Hintergrund muss man den fehlenden Branchenzuschlag (§ 6 Entgelt-TV) und die weiteren miesen Tarifergebnisse sehen, dann wird einiges klarer:
Es geht nicht um Verbesserungen für LAN, sondern nur um den Machterhalt der IGM bzw. der DGB-TG in der Zeitarbeit.
ZOOM schreibt zu den "tollen" Tarifergebnissen im Jahr 2006:
"..4. Als Konsequenz aus den Tarifverträgen setzt ZOOM sich die folgenden Ziele:
> In die Tarifkommission Zeitarbeit sollen ehrenamtliche Aktive aus der Zeitarbeit aufgenommen werden, um die Interessen der Betroffenen zu vertreten..."
http://www.igmetall-zoom.de/06/07/Erklaerung_zum_TV.pdf
Welche ehrenamtlichen Aktive aus der Zeitarbeit wurden denn nun in die Tarifkommission Zeitarbeit aufgenommen? Zeit dafür war ja nun genug
(über 1 Jahr).
Warum hört man von diesen Personen nichts auf der HP oder im Forum von ZOOM?
"Mir wird eigentlich nur noch schlecht, wenn ich die ständige Selbstbeweihräucherung des BZA ("wir haben den besten Tarifvertrag der Branche") ertragen muss!"
Verfasst: 05.01.2008, 14:37
Bzgl. Tarfizuständigkeit (es handelt sich um einen Verrtag bei dem der BZA-DGB Ausbeutertarif einvertraglich festgelegt wurde).
Ist Dir bekannt, ob entsprechende Klagen schon mal vor Gericht standen? Ist ein Ergebnis bekannt? (für den DGB TVertrag)

References: § 8
 § 8
 § 3
 § 3
 § 6
 § 8
 §8
 § 5

§ 5
 § 2
 § 8
 § 2