Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=OLG%20Brandenburg&Datum=20.02.2017&Aktenzeichen=53%20Ss%20OWi%2056/17
Timestamp: 2020-06-05 17:20:29+00:00

Document:
OLG Brandenburg, 20.02.2017 - (1) 53 Ss-OWi 56/17 (34/17) - dejure.org
OLG Brandenburg, 20.02.2017 - (1) 53 Ss-OWi 56/17 (34/17)
https://dejure.org/2017,3757
OLG Brandenburg, 20.02.2017 - (1) 53 Ss-OWi 56/17 (34/17) (https://dejure.org/2017,3757)
OLG Brandenburg, Entscheidung vom 20.02.2017 - (1) 53 Ss-OWi 56/17 (34/17) (https://dejure.org/2017,3757)
OLG Brandenburg, Entscheidung vom 20. Februar 2017 - (1) 53 Ss-OWi 56/17 (34/17) (https://dejure.org/2017,3757)
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§ 67 Abs 2 OWiG, § 25 Abs 2a StVG
Verkehrsordnungswidrigkeit: Beschränkung des Einspruchs gegen einen Bußgeldbescheid auf den Rechtsfolgenausspruch; Berufung auf das sog. "Augenblicksversagen"; Fahrverbot
Beschränkung des Einspruchs gegen einen Bußgeldbescheid und Berufung auf das sog. Augenblicksversagen
OWiG § 17 Abs. 3 ; BKatV § 1 Abs. 2 S. 2
AG Brandenburg, 09.11.2016 - 25 OWi 774/15
Der Regelvermutung steht der alleinige Umstand, dass die Herabsetzung der zulässigen Höchstgeschwindigkeit durch ein einmalig und einseitig aufgestelltes Vorschriftszeichen begrenzt war, nicht von vornherein entgegen (Abweichung von OLG Brandenburg, Beschluss vom 20.02.2017, Az. (1) 53 Ss-OWi 56/17 (34/17).
Der vom Oberlandesgericht Brandenburg in seiner von der Generalstaatsanwaltschaft in ihrer Zuschrift vom 19.05.2017 zitierten Entscheidung vom 20.02.2017, Az. (1) 53 SsOWi 56/17 (34/17) angestellten - die Entscheidung nicht tragenden - Erwägung, der Umstand eines lediglich einseitig aufgestellten Vorschriftszeichens spreche gegen die Regelvermutung der Wahrnehmung durch einen Betroffenen, vermag der Senat in ihrer Allgemeinheit nicht zu folgen.
Dieser Rechtsfehler zwingt jedoch nicht zur Aufhebung und Zurückverweisung der Sache an das Landgericht, vielmehr kann der Senat den richtigen Zustand selbst herstellen (…vgl. Meyer-Goßner/Schmitt, aaO, § 352 Rn. 4), indem der Schuldspruch - wie aus dem Tenor ersichtlich - insoweit korrigiert wird, als dieser bereits in Rechtskraft erwachsen war (vgl. zum entsprechenden Vorgehen im Rechtsbeschwerdeverfahren nach Beschränkung des Einspruchs gegen einen Bußgeldbescheid: BayObLG, Beschluss vom 07.12.1999 - 2 ObOWi 575/99; Brandenburgisches Oberlandesgericht, Beschluss vom 20.02.2017 - (1) 53 Ss-OWi 56/17 (34/17) - jeweils zit. nach juris; Senat, Beschluss vom 02.11.2015 - 2 (6) SsBs 555/15 - AK 160/15).
OLG Düsseldorf, 04.10.2018 - 2 RBs 195/18
Keine Geltung des Verschlechterungsverbots in Bußgeldsachen bei Entscheidung …
Denn das Verschlechterungsverbot gilt im erstinstanzlichen gerichtlichen Bußgeldverfahren kraft besonderer gesetzlicher Bestimmung nur bei einer Entscheidung durch Beschluss im schriftlichen Verfahren (§ 72 Abs. 3 Satz 2 OWiG), nicht aber bei einer Entscheidung durch Urteil nach Durchführung einer Hauptverhandlung (vgl. OLG Brandenburg BeckRS 2017, 104126 Rdn. 27;… Ellbogen in: Karlsruher Kommentar, OWiG, 5. Aufl., § 67 Rdn. 5;… Seitz/Bauer in: Göhler a.a.O. vor § 67 Rdn. 5 u. § 71 Rdn. 4).

References: § 67
 § 25
 § 17
 § 1
 § 352
 § 67
 § 67
 § 71