Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=15%20U%20153/04
Timestamp: 2020-08-12 04:30:36+00:00

Document:
OLG Köln, 05.04.2005 - 15 U 153/04 - dejure.org
https://dejure.org/2005,2948
OLG Köln, 05.04.2005 - 15 U 153/04 (https://dejure.org/2005,2948)
OLG Köln, Entscheidung vom 05.04.2005 - 15 U 153/04 (https://dejure.org/2005,2948)
OLG Köln, Entscheidung vom 05. April 2005 - 15 U 153/04 (https://dejure.org/2005,2948)
Tipp: Um den Kurzlink (hier: https://dejure.org/2005,2948) schnell in die Zwischenablage zu kopieren, können Sie die Tastenkombination Alt + R verwenden - auch ohne diesen Bereich zu öffnen.
Internationale Zuständigkeit bei Geltendmachung eines Vermögensschadens aus Delikt wegen rechtswidriger Kapitalanlageberatung
Zum Gerichtsstand für Geltendmachung eines Vermögensschadens aus unerlaubter Handlung wegen rechtswidriger Kapitalanlageberatung
BGB § 831; LugÜ Art. 5 Nr. 3
Internationale Zuständigkeit eines deutschen Gerichts bei Schadensersatzansprüchen; Inhalt des Art. 5 Nr. 3 Lugano-Übereinkommen (LugÜ); Schadensersatzanspruch aus unerlaubter Handlung im Zusammenhang mit einer Kapitalanlage; Begriff des "Verrichtungsgehilfen"; Anspruch ...
Luganer Übereinkommen über die gerichtliche Zuständigkeit
Haftung der Kapitalanlagegesellschaft für Verrichtungsgehilfen
LG Köln - 14 O 334/03
ZIP 2005, 1659
WM 2006, 122
Der autonom nach dem BGB auszulegende Begriff der unerlaubten Handlung im Sinne von § 32 ZPO bezieht sich auf alle Klagen, mit denen eine Haftung auf Schadensersatz des jeweiligen Beklagten geltend gemacht wird und die nicht an einen Vertrag anknüpfen (vgl. OLG Karlsruhe NJOZ 2007, 2153, 2154f. - für eine Arzthaftungsklage und Art. 5 Ziffer 3. LugÜ; OLG Köln, Beschluss vom 05.04.2004 - 15 U 153/04 - juris-Dokument Rd.31 - für eine Klage aus vorsätzlicher Falschberatung eines Kapitalanlegers und Art. 5 Ziffer 3. LugÜ;… Zöller/Vollkommer, aaO., § 32 Rd.4ff.).
Dabei setzt der Begriff des Verrichtungsgehilfen voraus, dass die Beteiligten mit Wissen und Wollen des Geschäftsherrn in dessen Geschäftsbereich weisungsabhängig tätig sind (BGH NJW-RR 1998, 250, 251; OLG Köln, Beschluss vom 05.04.2005 - 15 U 153/04 - juris-Dokument Rd.39;… Palandt/Sprau, aaO., § 831 Rd.5 jeweils m.w.N.).
Eine abweichende Handhabung würde zu einer ungerechtfertigten Privilegierung des Geschäftsherrn bei der Einschaltung von Verrichtungsgehilfen führen und eine Haftung aus Vorsatzstraftaten als Schutzgesetz im Sinne der §§ 823 Abs. 2, 831 BGB nahezu leerlaufen lassen (vgl. auch OLG Köln, Beschluss v. 05.04.2005 - 15 U 153/04 - juris-Dokument Rd.36ff.).
Unter den Begriff fällt insbesondere auch eine Schädigung des Anlegers bei der Kapitalanlage (vgl. OLG Köln, Urteil vom 5. April 2005 - 15 U 153/04).
Unter den Begriff fällt insbesondere auch eine Schädigung bei der Kapitalanlage (vgl. OLG Köln NJOZ 2005, 2536 = WM 2006, 122; HansOLG Bremen IPRax 2000, 226, 228; Weller, IPRax 2000, 202, 204, 205 m. w. N.).
Unter Art. 5 Nr. 3 LugÜ fallen demnach deliktische Ansprüche, die mit vertraglichen oder anderen gesetzlichen Ansprüchen konkurrieren, ohne direkt an den Vertrag anzuknüpfen (vgl. OLG Köln, Beschluss vom 05.04.2005 - 15 U 153/04 - HansOLG Bremen IPRax 2000, 226 ff.; Weiler, lPRax 2000, 202, 204, 205 m.w.N.).
LG Köln, 27.06.2006 - 22 O 73/05
Sofern die Beklagten nunmehr behaupten, der Zeuge T habe dies alles als selbständiger Handelsvertreter getan, so tragen die Beklagten hier die sekundäre Darlegungs- und Beweislast (OLG Köln, 15 U 153/04, OLGR 2005, 443-445).

References: § 831
 Art. 5
 Art. 5
 § 32
 Art. 5
 Art. 5
 § 32
 § 831
 Art. 5