Source: https://www.lk-nienburg.de/portal/meldungen/aenderung-des-niedersaechsischen-jagdgesetzes-901004787-21500.html?rubrik=901000021
Timestamp: 2020-07-02 21:03:07+00:00

Document:
Änderung des Niedersächsischen Jagdgesetzes | Landkreis Nienburg
Frau Deede Amt / Bereich
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§ 24 NJagdG - Verbot der Jagd unter Verwendung von Schalldämpfern
Im Rahmen der Änderung des NJagdG wurde das Verbot der Jagd unter Verwendung von Schalldämpfern aufgehoben. Bezüglich der waffenrechtlichen Handhabung und Beurteilung der zukünftigen Erlaubnisanträgen von Jägerinnen und Jägern gibt das Niedersächsische Ministerium für Inneres und Sport mit Erlass vom 06.11.2018 folgende Hinweise:
"In der Rechtsprechung gehen derzeit die Meinungen zur Anerkennung eines Bedürfnisses für einen Schalldämpfer bei Jägerinnen und Jägern stark auseinander. Aufgrund einer Sprungrevision ist jedoch alsbald mit einem Urteil des Bundesverwaltungsgerichtes zu rechnen. Vor diesem Hintergrund wird auch nach Aufhebung des jagdlichen Verbotes der Verwendung von Schalldämpfern waffenrechtlich zunächst weiterhin an einer restriktiven Genehmigungspraxis gem. Nr. 8.1.6 Allgemeine Verwaltungsvorschrift zum Waffengesetz festgehalten. Ein Bedürfnis für den Erwerb und Besitz eines Schalldämpfers für Jagdwaffen ist demnach nur in Ausnahmefällen anzuerkennen. Der bloße Schutz des Gehörs reicht zur Begründung eines Bedürfnisses regelmäßig nicht aus. Nach der Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts erhalten die Waffenbehörden eine neue Handlungsempfehlung."
=> Urteil vom 28.11.2018 - BVerwG 6 C 4.18
§ 26 Abs. 2 NJagdG - Elterntierschutz für Nutria
Abweichend von § 28 a Abs. 3 Halbsatz 2 in Verbindung mit § 22 Abs. 4 Sätze 1 und 2 des Bundesjagdgesetzes dürfen auch die für die Aufzucht von Nutrias notwendigen Elterntiere bejagt werden.
§ 28 a Abs. 3 Halbsatz 2 BJagdG - Invasive Arten: „§ 22 Absatz 4 Satz 1 und 2 gilt entsprechend.“
§ 22 Absatz 4 Satz 1 und 2 BJagdG - Jagd- und Schonzeiten: „In den Setz- und Brutzeiten dürfen bis zum Selbständigwerden der Jungtiere die für die Aufzucht notwendigen Elterntiere, auch die von Wild ohne Schonzeit, nicht bejagt werden. Die Länder können für Schwarzwild, Wildkaninchen, Fuchs, Ringel- und Türkentaube, Silber- und Lachmöwe sowie für nach Landesrecht dem Jagdrecht unterliegende Tierarten aus den in Absatz 2 Satz 2 und Absatz 3 genannten Gründen Ausnahmen bestimmen.
Der NLT teilt mit: "Hinsichtlich der Eindämmung der Nutria wird der Elterntierschutz mit Wirkung zum 01.12.2018 aufgehoben. Die ursprünglich vorgesehene Möglichkeit, dass Bisamfänger ohne Jagdschein Nutria fangen, töten und sich aneignen können, hat sich im Gesetzgebungsprozess auf Grund verfassungsrechtlicher Bedenken nicht durchsetzen können. Es soll im Land ca. 200 Bisamfänger ohne Jagdschein geben, die weiterhin nicht mithelfen können, die Nutria einzudämmen."
§ 33 a NJagdG - Futtermittel
§ 4 Abs. 4 NJagdG regelt, unter welchen Voraussetzungen überjagende Hunde zu dulden sind.
Die weiteren Änderungen entnehmen Sie bitte den im unteren Teil dieser Meldung angefügten "Dokumenten":
Gesetz zur Änderung des Niedersächsischen Jagdgesetzes vom 25. Oktober 2018 (Nds. GVBl. Nr. 1472018, ausgegeben am 01.11.2018)
Konsolidierte Fassung des Niedersächsischen Jagdgesetzes (Änderungen sind in rot dargestellt)
Gesetz zur Änderung des Niedersächsischen Jagdgesetzes vom 25. Oktober 2018 (Nds. GVBl. Nr. 1472018, ausgegeben am 01.11.2018) (59 kB)
Konsolidierte Fassung des Niedersächsischen Jagdgesetzes (304 kB)
Meldung vom 16.11.2018Letzte Aktualisierung: 25.01.2019

References: § 24

§ 26
 § 28
 § 22

§ 28

§ 22

§ 33

§ 4