Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=FamRZ%202005,%20430
Timestamp: 2019-10-15 05:42:59+00:00

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Rechtsprechung: FamRZ 2005, 430 - dejure.org
Weitere Entscheidung unten: BGH, 01.12.2004
BGH, 30.09.2004 - VII ZR 92/03
https://dejure.org/2004,2376
BGH, 30.09.2004 - VII ZR 92/03 (https://dejure.org/2004,2376)
BGH, Entscheidung vom 30.09.2004 - VII ZR 92/03 (https://dejure.org/2004,2376)
BGH, Entscheidung vom 30. September 2004 - VII ZR 92/03 (https://dejure.org/2004,2376)
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BGB a. F. § 209 Abs. 2 Nr. 1
Verjährung bei Vergütung für Werkleistungen aus abgetretenem Recht; Unterbrechung der Verjährung durch einen zugestellten Mahnbescheid; Erforderliche Angaben im Mahnbescheid für Verjährungsunterbrechung
BGB § 209 Abs. 2 Nr. 1 a. F.
Verjährungsunterbrechung durch Mahnbescheid nach Antrag aus abgetretenem Recht auch bei Berechtigung nur aus Einzugsermächtigung
BGB § 209 Abs. 2 Nr. 1 (a.F.)
Unterbrechung der Verjährung durch Beantragung eines Mahnbescheids durch den Abtretungsempfänger
Verfahrensrecht - Verjährung bei Mahnbescheid
Verjährung - Ob Abtretung oder Einziehungsermächtigung: Mahnverfahren unterbricht Verjährung
NJW-RR 2005, 504
MDR 2005, 442
FamRZ 2005, 430 (Ls.)
VersR 2005, 991
BB 2005, 406
DB 2005, 1381 (Ls.)
BauR 2004, 1977
ZfBR 2005, 245
Entsprechend muss auch die Abtretung im Mahnbescheid angegeben werden (vgl. auch BGH, Versäumnisurteil vom 30. September 2004 - VII ZR 92/03, NJW-RR 2005, 504, wonach im Mahnbescheid angegeben werden muss, dass der Gläubiger aus abgeleitetem Recht vorgeht, wobei es allerdings unschädlich ist, wenn die Berechtigung des Antragstellers nicht auf einer Abtretung, sondern tatsächlich nur auf einer Einziehungsermächtigung beruht).
Die verjährungshemmende Wirkung tritt im Falle der gewillkürten Prozessstandschaft jedoch erst in dem Augenblick ein, in dem diese prozessual offengelegt wird oder offensichtlich ist (vgl. BGH…, Urteil vom 07.06.2001 - I-ZR 49/99, zitiert nach Juris, Rdnr. 34; zweifelnd BGH, Versäumnisurteil vom 30.09.2004 - VII ZR 92/03, NJW-RR 2005, 504).
Der BGH bestimmt den Streitgegenstand daher durch die ursprüngliche Forderung sowie den Vortrag, dass die Klage auf eine abgeleitete Berechtigung gestützt wird (vgl. Urt. vom 30.09.2004 - VII ZR 92/03, NJW-RR 2005, 504).
Insbesondere in der Entscheidung vom 30.09.2004 (VII ZR 92/03, NJW-RR 2005, 504) hebt der BGH ferner hervor, dass der Umstand, dass die Einziehungsermächtigung mit Prozessstandschaft nicht durch den genannten ursprünglichen Forderungsinhaber erfolgt sei, sondern durch einen Dritten, nicht geeignet sei, in relevanter Weise den Beklagten in seiner Rechtsverteidigung zu beeinträchtigen.
Durch Klage wird die Verjährung auch dann gehemmt, wenn bei einer Abtretung die Zession nicht offengelegt wird (…vgl. Zöller-Althammer, ZPO, 32. Aufl., Vor § 50 Rn. 49, 52 m.w.N.; BGH vom 11.11.1977, I ZR 80/75; BGH vom 23.03.1999, VI ZR 101/98; BGH vom 16.09.1999; VII 385/98; BGH vom 30.09.2004, VII ZR 92/03; BGH vom 08.07.2010, VII ZR 195/08).
Zwar hat der Bundesgerichtshof später offen gelassen, ob an dieser Rechtsprechung noch festzuhalten sei (BGH, Urteil vom 16.09.1999 - VII ZR 385/98, NJW 1999, 3707, 3708; Urteil vom 30.09.2004 - VII ZR 92/03, NJW-RR 2005, 504).
Dementsprechend hat der Bundesgerichtshof in der zitierten Entscheidung vom 30.09.2004 - VII ZR 92/03, NJW-RR 2005, 504, auch maßgeblich darauf abgehoben, dass der dortige Antragsgegner schon aufgrund der Angaben im Mahnbescheid erkennen konnte, dass der Antragsteller seinen Anspruch von einem Dritten ableitet.

References: § 209
 § 209
 § 209
 BGH 
 BGH 
 § 50
 BGH 
 BGH 
 BGH 
 BGH 
 BGH