Source: https://www.musikschulen-in-sachsen-anhalt.de/landesverband/
Timestamp: 2019-12-09 11:18:16+00:00

Document:
Landesverband | Landesverband der Musikschulen Sachsen-Anhalt e.V.
Der LVdM ist Träger- und Fachverband für derzeit 20 Musikschulen in kommunaler Trägerschaft mit zahlreichen Bezirks- und Außenstellen sowie Stützpunkten und Unterrichtsstätten
Der LVdM ist Träger- und Fachverband für derzeit 20 Musikschulen in kommunaler Trägerschaft mit zahlreichen Bezirks- und Außenstellen sowie Stützpunkten und Unterrichtsstätten. Das Ausbildungskonzept dieser Musikschulen basiert auf den Strukturplänen des Verbandes deutscher Musikschulen (VdM) sowie dem Qualitätsplan der Musikschulen Sachsen-Anhalts.
Somit leistet der Landesverband als Fachvertreter der Musikschulen eine besondere Aufgabe bei der Belebung und Entwicklung jeglicher musikalischer Bildung im Land Sachsen-Anhalt:
Intensive Beratung der Musikschulträger, der Landesregierung und des Landtages in allen musikschulrelevanten Angelegenheiten
Arbeit als gesetzlicher Vorprüfer der Landesförderung von Musikschulen
Träger des aus Landesmitteln finanzierten Kooperationsprojekts Musisch-ästhetische Bildung (MäBi)
Abfassen umfangreicher Jahresstatistiken der Musikschulen, auf deren Grundlage die jeweilige Landesförderung berechnet wird
Vorauswahl der Landesförderstipendien
Durchführung landesweiter Oberstufenabschlussprüfungen
Inhaltliche und organisatorische Betreuung der Musikschulen bei der QsM-Rezertifizierung zum Aufrechterhalten ihrer staatlichen Anerkennung
Veranstaltung von Weiterbildungen für die Musikschullehrkräfte und Musikschulleiter
Durchführung der Musikschultage des Landes Sachsen-Anhalt
Verfassen ständig aktueller Stellungnahmen und Evaluationen als Orientierungs- und Argumentationshilfen
Sicherung der Regionalwettbewerbe „Jugend musiziert“
Pflege eines umfangreichen Netzwerkes mit vielen anderen Verbänden
Träger von derzeit drei Orchestern und Ensembles im Musikschulverbund:
Der Landtag von Sachsen-Anhalt hat mehrheitlich das Gesetz zur Förderung von Musikschulen am 19. Januar 2006 beschlossen.
Der Landesverband der Musikschulen Sachsen-Anhalt e.V. ist Mitglied in folgenden Verbänden und Vereinen:
Kulturkonferenz Sachsen-Anhalt
Partner für musikpädagogische und musikalische Projekte sind unter anderem:
Landesmusikakademie Sachsen-Anhalt
Landesmusikverband Sachsen-Anhalt
Landeschorverband Sachsen-Anhalt
Musikalisches Kompetenzzentrum am Konservatorium Georg Philipp Telemann Magdeburg
Zentrum für Telemann-Pflege und Forschung
Verband der Schulmusiker Sachsen-Anhalt
Beratung der Musikschulen und ihrer Träger in Fragen der Planung und des fortlaufenden Betriebs sowie entsprechende Gutachtertätigkeit in Bezug auf System und Kontext, Qualitätsmanagement und Staatliche Anerkennung
Beratung des Kulturministeriums bei der Entwicklung der musikpädagogischen Bildungsarbeit des Landes
Erfassung und Prüfung der Landesförderung in Absprache mit dem Kulturministerium und dem Landesverwaltungsamt
Erstellung der jährlichen Landesstatistik
Wahrnehmung und Unterstützung gemeinsamer Belange der Musikschulen bei Vertretern der Parlamente, kommunalen Spitzenverbänden, Behörden, Fach- und Laienverbänden sowie bei Berufsverbänden und kulturellen Organisationen auf Landes- und Regionalebene
Zusammenarbeit mit dem Landeselternbeirat der Musikschulen des Landes Sachsen-Anhalt
Vertretung der Interessen der Musikschulen bei der Ausbildung der Musikschulpädagogen
Information aller Musikschulen eines Landes über landeseinheitliche Regelungen der Musikschularbeit
Entwicklung und Durchführung von musikpädagogischen Modellprojekten
Entwicklung und Umsetzung von Fort- und Weiterbildungskonzepten für Lehrkräfte und Leiterinnen/Leiter von Musikschulen, Förderung des Erfahrungsaustausches und Durchführung von Veranstaltungen
Durchführung der landesweiten Oberstufenabschlussprüfungen
Trägerschaft der Landesorchester und –ensembles
Planung und Durchführung der jährlichen Musikschultage des Landes Sachsen-Anhalt
Leitung: Falk Kindermann
Jenny-Marx-Str. 20, 29410 Salzwedel
Tel. 03901 – 422441, Fax 03901 – 82421
www.musikschule-salzwedel.de
Trägereinrichtung: Altmarkkreis Salzwedel
Kreismusikschule des Landkreises Stendal „Ferdinand Vogel“
Leitung: Julian Gorus
Pestalozzistr. 5, 39539 Havelberg
Tel. 039387 – 80045, Fax 039387 – 20742
musikschule.landkreis-stendal.de
Trägereinrichtung: Landkreis Stendal
Musik- und Kunstschule Stendal „adam-ileborgh-haus“
Leitung: Maike Schymalla
Poststraße 4/5, 39576 Stendal
Tel. 03931 – 651710, Fax 03931 – 651720
ileborgh@stendal.de
www.adam-ileborgh-haus.de
Trägereinrichtung: Hansestadt Stendal
Leitung: Armin Hartwig
Schwimmbadstr. 2a, 39326 Wolmirstedt
Tel. 039201 – 21716 , Fax 039201 – 32720
musikschule-boerdekreis-wms@boerdekreis.de
www.landkreisboerde.de
Trägereinrichtung: Landkreis Börde
Landkreis Börde Musikschule „Kurt Masur“ Oschersleben
Leitung: Bernd Hohmann
Halberstädter Straße 1, 39387 Oschersleben
Tel. 03949 – 3553 , Fax 03949 – 502317
musikschule-oc@boerdekreis.de
www.musikschule-boerdekreis.de
Aktionshaus Musik und Bildung – Kreismusikschule „Joachim a Burck“
Leitung: Rainer Voß
Magdeburger Str. 24-26, 39288 Burg
Tel. 03921 – 9494400, Fax 03921 – 9499544
kms@lkjl.de
www.lkjl.de/de/kreismusikschule.html
Trägereinrichtung: Landkreis Jerichower Land
Konservatorium Georg Philipp Telemann – Musikschule der Landeshauptstadt Magdeburg
Leitung: Stephan Schuh
Tel. 0391 – 5406864, Fax 0391 – 5406870
stephan.schuh@ms.magdeburg.de
www.telemann-konservatorium.de
Trägereinrichtung: Landeshauptstadt Magdeburg
Kreismusikschule Harz – Eigenbetrieb des Landkreises Harz
Leitung: Ulrike Stumpf-Schilling
Bahnhofsplatz 3, 38855 Wernigerode
Tel. 03943 – 632711 , Fax 03943 – 603403
kreismusikschule@kmsharz.de
www.kmsharz.de
Trägereinrichtung: Landkreis Harz
Kreismusikschule „Béla Bartók“ des Salzlandkreises
Leitung: Dieter Giesemann
Bernburger Str. 13, 39418 Staßfurt
Tel. 03471 – 684624510, Fax 03471 – 684563245
musikschule@kreis-slk.de
www.salzlandkreis.de/bildungkultur/kreismusikschule
Trägereinrichtung: Salzlandkreis
Musikschule „Johann Friedrich Fasch“ Zerbst
Leitung: Heiner Donath
Tel. 03923 – 611690, Fax 03923 – 6116915
ms-zerbst@anhalt-bitterfeld.de
www.musikschule-zerbst.de
Trägereinrichtung: Landkreis Anhalt-Bitterfeld
Musikschule „Johann Sebastian Bach“ Köthen (Anhalt)
Leitung: Andreas Hardelt
Schloßplatz 4, 06366 Köthen
Tel. 03496 – 213068, Fax 03496 – 213005
ms-koethen@web.de
www.musikschule-johann-sebastian-bach.de
Leitung: Dr. Cornelia Toaspern
Lutherhaus, Binnengärtenstr. 16, 06749 Bitterfeld-Wolfen OT Bitterfeld
Tel. 03493 – 22914 , Fax 03493 – 922883
www.musikschule-bitterfeld.de
Musikschule „Kurt Weill“ Dessau-Roßlau
Medicusstraße 10, 06844 Dessau
Tel. 0340 – 214542, Fax 0340 – 5168256
Trägereinrichtung: Stadt Dessau-Roßlau
Musikschule „Heinrich Berger“ Coswig
Leitung: Steffi Friedrich
R.-Breitscheid-Str. 23, 06869 Coswig
Tel. 034903 – 64477, Fax 034903 – 590028 oder 610157
musikschule-coswig@gmx.de
Trägereinrichtung: Stadt Coswig
Bildungszentrum Lindenfeld – Kreismusikschule Wittenberg
Leitung: Markus Biedermann
Falkstr. 83, 06886 Lutherstadt Wittenberg
Tel. 03491 – 4181-0, Fax 03491 – 418110
kms@bzl-wb.de
Trägereinrichtung: Landkreis Wittenberg
Kreismusikschule Mansfeld-Südharz „Carl Christian Agthe“
Leitung: Peggy Bitterolf
Alter Markt 34, 06526 Sangerhausen
Tel. 03464 – 342110, Fax 03464 – 342108
sangerhausen@kreismusikschule-msh.de
www.kreismusikschule-msh.de
Trägereinrichtung: Landkreis Mansfeld-Südharz
Konservatorium „Georg Friedrich Händel“ Halle (Saale)
Leitung: Thomas Effner-Jonigkeit
Lessingstr. 13, 06114 Halle (Saale)
Tel. 0345 – 2024335, Fax 0345 – 4700820
konservatorium@halle.de
www.konservatorium.halle.de
Trägereinrichtung: Stadt Halle (Saale)
Kreismusikschule „Carl Loewe“ Saalekreis
Leitung: Gisela Webel
Trothaer Str. 63, 06118 Halle/Saale
Tel. 0345 – 5630295, Fax 0345 – 5630296
musikschule-carl-loewe@saalekreis.de
www.musikschule-carl-loewe.de
Trägereinrichtung: Saalekreis
Kreismusikschule Saalekreis „Johann Joachim Quantz“
Leitung: Annegret Voß
Tel. 03461 – 401319, Fax 03461 – 401499
musikschule@saalekreis.de
www.musikschule-merseburg.de
Seminarstr. 1, 06618 Naumburg
Tel. 03445 – 261640, Fax 03445 – 261642
nmb@musik.blk.de
www.kreismusikschule-burgenlandkreis.de
Trägereinrichtung: Burgenlandkreis
Staatlich anerkannte Musikschulen: Sachsen-Anhalt als Vorbild
Wie soll die öffentliche Musikschule der Zukunft aussehen? Worauf muss ein besonderer Wert gelegt werden, welche Ideen und Zielstellungen sind zu überdenken und was gehört zu ihren ursächlichen Aufgaben?
Wenn es um solche Fragen geht, nehmen staatlich anerkannte Musikschulen in Sachsen-Anhalt mittlerweile bundesweit eine modellhafte Vorreiterrolle ein. Dieses betrifft insbesondere das gesetzlich verankerte Engagement des Landes, das es Kindern und Jugendlichen ermöglicht, Einzelunterricht, Ensemblespiel und Musiktheorie zu erhalten, ohne dabei die Finanzkraft der Eltern maßgeblich berücksichtigen zu müssen. Zusätzliche Kooperationsangebote mit allgemein bildenden Schulen (die ebenfalls durch Landesmittel geförderte Musisch-ästhetische Bildung) belassen es deshalb nicht bei bloßer musikalischer Inspiration, sondern werden zu einem Einstiegsangebot in eine weiterführende qualitätsvolle Musikschularbeit mit hoher gesellschaftlicher Breitenwirkung.
Deshalb ist es sehr zu begrüßen, dass sich der neu gewählte Vorsitzende des Verbands deutscher Musikschulen, Prof. Ulrich Rademacher, in seiner Eröffnungsansprache zur VdM-Bundesversammlung in Potsdam am 16. Mai 2014 wie folgt positionierte:
„Wir Musikpädagogen und Musikgestalter haben eine Stärke und Schwäche zugleich, die uns an einen Punkt geführt hat, der sehr, sehr gefährlich ist, der alles, was wir erreicht haben, wie eine Blase platzen lassen oder abstürzen lassen kann. Ganz einfach: Wir haben lange versucht und es auch immer wieder geschafft, das musikpädagogisch Mögliche und bildungspolitisch Notwendige umzusetzen, als musikpädagogische „Triebtäter“ allzu oft ohne klaren Blick auf unsere Ressourcen. Mit den Konsequenzen von Selbstausbeutung und möglichen Qualitätseinbußen in den Feldern, die einmal unsere Stärke waren: in der individuellen Förderung musikalischer Begabung, in der Förderung des Ensemblespiels und der Vorbereitung auf ein Hochschulstudium. Das ist unverantwortlich den Kindern, den Lehrkräften und der Gesellschaft gegenüber! „Jedem Kind“ – so heißt es so schön in vielen Programmen – jedem Kind, dem wir mit dem Anspruch auf Inklusion einen Zugang, eine Tür zu Musikschule geöffnet haben, sind wir – zumindest perspektivisch – eine anschließende individuelle Förderung nach dem „state of the art“ schuldig. Das können die Kommunen nicht allein schultern. Da sind nach meiner Überzeugung die Länder zumindest mitgefragt. Das heißt zum Beispiel auch: Grundlage für eine Landesförderung kann nicht nur die Schülerzahl sein, auch qualitative Aspekte wie Ensemblestunden, Theorie oder zusätzlicher Instrumentalunterricht müssten Berücksichtigung finden. Bitte, Herr Ministerpräsident, bitte liebe Landesvertretungen, liebe Meinungsmacher, nehmen Sie das mit. Sie bewahren die Musikschulen so vor einem Kollaps und ermöglichen unseren Kindern Erlebnis-, Lern- und Erfahrungshorizonte, die ihnen nur öffentlich geförderte Musikschulen bieten können.“ (VdM-Mitgliederbrief zur Potsdamer Erklärung 4/2014, S. 4)
Die staatliche Anerkennung von Musikschulen im Land Sachsen-Anhalt – Eine Kurzbilanz
Der 26. November 2010 wird für die kommunalen Musikschulen in Sachsen-Anhalt zu einem historischen Tag werden: Kultusministerin Prof. Dr. Birgitta Wolff setzt dann die Initiative ihres Vorgänger vom November 2009 fort und verleiht auf Grundlange des Musikschulgesetzes von Sachsen-Anhalt gesetzlich verankerte Zertifikate, die aus den bisherigen Einrichtungen staatlich anerkannte Musikschulen machen. Das Besondere hieran ist diesmal, dass danach alle öffentliche Musikschulen in Sachsen-Anhalt staatlich anerkannte Bildungseinrichtungen sein werden, eine Tatsache, die nicht nur landes-, sondern auch bundesweit große Beachtung findet.
Eine solche Auszeichnung zu erhalten bedeutet in Sachsen-Anhalt, sozusagen die oberste Messlatte der Musikschulqualität erreicht zu haben. Laut Musikschulgesetz müssen dafür nämlich sowohl alle Voraussetzungen zur Landesförderung vorliegen als auch ein durch das Kultusministerium bestätigtes Qualitätsmanagement durchgeführt worden sein.
Ganz bewusst entschied sich das Ministerium zu diesem Zweck für das „Qualitätssystem Musikschule“ (QsM), sprachen hierfür schließlich gleich mehrere Gründe: Ausschlaggebend für das QsM war vor allem, dass es auf einem im europäischen Raum renommierten Management-System basiert (dem European Foundation for Quality Management), das sich selbst wiederum von dem weltweit anerkannten Total Quality Management ableitet. Der VdM als bundesweiter Musikschul-Fachverband nahm dieses Management-System auf und entwickelte daraus das Qualitätssystem Musikschule, kurz QsM. Ganz unbekannt war jedoch QsM in Sachsen-Anhalt nicht, gehörte schließlich zu Beginn dieses Jahrzehnts auch die Kreismusikschule Wittenberg zu der Gruppe derjenigen Musikschulen, die QsM bundesweit modellhaft erprobte.
Internationale Managementsysteme in Musikschulen einzuführen bedeutet, an einem großen Reichtum betriebswirtschaftlicher Errungenschaften teilhaben zu können. Genau dieses hat jede Musikschule auf ihre ganz individuelle Weise ausgenutzt, sei es etwa durch Maßnahmen zur Effizienzsteigerung oder zur Profilierung interner Abläufe. Letztlich passt der Grundgedanke von QsM, in regelmäßigen Abständen festgelegte Leistungsziele zu überprüfen, sehr gut dazu, dass die Anerkennung durch das Land Sachsen-Anhalt nur für einen Zeitraum von vier Jahren Gültigkeit hat. Zum dauerhaften Erhalt der staatlichen Anerkennung müssen deshalb die Musikschulen in regelmäßigen Vier-Jahres-Zyklen QsM-Rezertifizierungen durchlaufen, sodass ihre Arbeit permanent aktualisierten Qualitätsstandards entspricht. All dieses waren Gründe dafür, dass das Land Sachsen-Anhalt die Musikschulen mit einer Anschubfinanzierung von 1/3 der QsM-Implementierungskosten unterstützt hatte.
Die im Musikschulgesetz definierten Landesförderungskriterien und eine über das QsM erreichte staatliche Anerkennung verzahnen sich darum in Sachsen-Anhalt so, dass Standards für kommunale Bildungseinrichtungen (wie sie etwa als Handlungsempfehlungen des Schlussberichts der Enquete-Kommission „Kultur in Deutschland“ für kommunale Bildungseinrichtungen gefordert werden) optimal verwirklicht worden sind: So gibt es in Sachsen-Anhalt ab dem 26. November 2010 in kommunaler Trägerschaft nur noch staatlich anerkannte Musikschulen. Dieses verdeutlicht auf beeindruckende Weise, wie viel den Kommunen ebenso wie dem Land Sachsen-Anhalt daran liegt, maximale Qualitätssicherung der Musikschulen als Kerneinrichtung kultureller Bildung auch langfristig garantieren zu können.
Ulrike Stumpf-Schilling
Regionalsprecher Nord
Musikschule Kurt Masur Oscherseleben – Landkreis Börde
Heiner Donath
Regionalsprecher Süd
Musikschule „Johann Friedrich Fasch“ Anhalt-Bitterfeld
Die Geschäftsstellenmitarbeiter
Dr. Christian Reineke
Martina Tautz
Bildungsreferent und stellv. Geschäftsführer
Satzung des Landesverbandes der Musikschulen Sachsen-Anhalt e.V.
Der Verband führt den Namen „Landesverband der Musikschulen Sachsen-Anhalt e.V.“ (nachfolgend „Landesverband“ genannt) und ist im Vereinsregister (Nr. VR 1337) eingetragen.
Der Verband hat seinen Sitz in Magdeburg.
Der Verband ist Landesverband gemäß Satzung des Verbandes deutscher Musikschulen e.V. (Bundesverband) § 5.
Der Landesverband ist Träger- und Fachverband der Musikschulen in Sachsen-Anhalt, die sowohl die Anforderungen des Verbandes deutscher Musikschulen e.V. als auch die Bestimmungen des Musikschulgesetzes Sachsen-Anhalts einschließlich der hierzu ergangenen Verordnungen und Richtlinien erfüllen.
Der Landesverband verfolgt ausschließlich und unmittelbar Zwecke im Sinne des Abschnitts „Steuerbegünstigte Zwecke“ der Abgabenordnung. Der Verein ist selbstlos tätig, er verfolgt nicht in erster Linie eigenwirtschaftliche Zwecke.
Der Landesverband ist eine staats-, parteien- und konfessionsunabhängige Vereinigung.
Mittel des Landesverbandes dürfen nur für die satzungsgemäßen Zwecke verwendet werden. Die Mitglieder erhalten keine Zuwendungen aus Mitteln des Vereins, die nicht zweckgebunden sind.
Es darf keine Person durch Ausgaben, die dem Zweck des Landesverbands fremd sind, oder durch unverhältnismäßig hohe Vergütungen begünstigt werden. Es kann eine angemessene Aufwandsentschädigung für Mitglieder des Vorstandes im Rahmen der zulässigen Grenzen gezahlt werden, über deren Gewährung und Höhe die Mitgliederversammlung beschließt.
Der Landesverband erstrebt ein Zusammenwirken aller für die Einrichtung, Unterhaltung und Förderung von Musikschulen tätigen Kräfte, um die Musikschularbeit, welche einen wichtigen (elementaren) Beitrag zur sozialen und kulturellen Infrastruktur leistet, zu fördern und zu entwickeln.
Der Landesverband hat insbesondere folgende Aufgaben:
a) Beratung der Musikschulen und ihrer Träger in allen Fragen, die sich aus der Planung sowie aus dem laufenden Betrieb der Musikschulen ergeben.
b) Wahrnehmung und Unterstützung gemeinsamer Belange der Mitglieds-Musikschulen auf kommunaler, regionaler und Landesebene.
c) Zusammenarbeit mit verschiedenen Institutionen, Berufsverbänden, Einrichtungen und Organisationen sowohl auf nationaler als auch auf internationaler Ebene.
d) Unterstützung von Entschließungen und Forderungen des Verbandes deutscher Musikschulen e.V. sowie Entwicklung und Initiierung neuer musikpädagogischer Konzepte im Rahmen der Musikschularbeit.
e) Förderung des Leistungsvergleiches durch Wettbewerbe, Konzerte und Landesorchester bzw. Landesensembles in eigener Trägerschaft.
f) Information der Öffentlichkeit über Tätigkeit und Zielsetzung der Musikschulen.
g) Beratung und Unterstützung des Landes Sachsen-Anhalt bei Entwurf und Umsetzung von musisch-pädagogischen Konzepten.
a) Ordentliche Mitglieder des Landesverbandes sind Träger von Musikschulen in Sachsen-Anhalt, die dem Verband deutscher Musikschulen e.V. angehören und die Bestimmungen des Musikschulgesetzes Sachsen-Anhalt einschließlich der hierzu ergangenen Verordnungen und Richtlinien erfüllen.
b) Unterhält ein Träger mehrere Musikschulen, so gelten die mitgliedschaftlichen Rechte und Pflichten (z.B. Stimmrecht, Wahlrecht, Beitragszahlung) für jede Musikschule einzeln.
c) Ehrenmitglieder können natürliche Personen sein, deren Wirken eine entscheidende Bedeutung für die Entwicklung des Landesverbandes hat. Über die Ernennung und Entlassung entscheidet die Mitgliederversammlung auf Vorschlag des Vorstandes. Ehrenmitglieder haben in der Mitgliederversammlung beratende Stimme.
d) Die Mitgliedschaft im Landesverband ist von der Steuerbegünstigung abhängig. Sie erlischt, wenn ein Mitglied die steuerlichen Voraussetzungen der Steuerbegünstigung nach §§ 51 AO nicht mehr erfüllt.
a) Der Landesverband kann Zusatzbeiträge zu den Mitgliedsbeiträgen des Verbandes deutscher Musikschulen e.V. erheben. Über die Erhebung solcher Zusatzbeiträge sowie über deren Höhe entscheidet die Mitgliederversammlung. Die Verbindlichkeit kann für die Mitglieder erst für das folgende Haushaltsjahr festgelegt werden.
b) Die Zusatzbeiträge werden gemeinsam mit den Mitgliedsbeiträgen vom Verband deutscher Musikschulen e.V. erhoben und von diesem an den Landesverband weitergeleitet.
c) Ehrenmitglieder sind nicht beitragspflichtig.
§ 5 Struktur und Gliederung
Der Landesverband ist in zwei rechtlich unselbständige Regionen gegliedert:
Die Zugehörigkeit einer Musikschule zu einer Region ergibt sich aus der jeweils gültigen Fassung der Anlage dieser Satzung.
die Regionalversammlungen
a) Die Mitgliederversammlung besteht aus den Mitgliedern des Landesverbandes.
b) Jedes ordentliche Mitglied hat eine Stimme. Der Träger der Musikschule überträgt i.d.R. das Stimmrecht an den Leiter bzw. einen benannten Vertreter.
a) Wahl und Abwahl des Vorstands
b) Wahl und Abwahl der zwei Rechnungsprüfer
c) Entgegennahme des Tätigkeitsberichts des Vorstands
d) Entgegennahme des Rechnungsprüfungsberichts von den Rechnungsprüfern
f) Festsetzung der Zusatzbeiträge für den Landesverband
g) Beratung, Empfehlungen und Beschlüsse zum Arbeitsprogramm
h) Aufnahme und Ausschluss von Mitgliedern
i) Neufassung und Änderung der Satzung
j) Auflösung des Landesverbands
k) Beschluss der Wahlordnung
3. Einberufung und Durchführung der Mitgliederversammlung
a) Die Mitgliederversammlung wird mindestens einmal jährlich durch schriftliche Einladung des Vorsitzenden mit sechswöchiger Frist und unter Mitteilung der Tagesordnung einberufen. Anträge zur Tagesordnung können von den Mitgliedern bis 4 Wochen vor der Versammlung mit sachgemäßer Begründung an den Vorstand eingereicht werden. Diese Anträge sind den Mitgliedern bis 14 Tage vor der Versammlung zuzusenden.
b) Jede Mitgliederversammlung, zu der ordnungsgemäß eingeladen wurde, ist unabhängig von der Zahl der anwesenden Stimmberechtigten beschlussfähig.
c) Für eine Änderung oder Neufassung der Satzung ist eine Zweidrittelmehrheit der abgegebenen Stimmen erforderlich. Alle übrigen Beschlüsse werden mit einfacher Mehrheit der abgegebenen Stimmen gefasst; Stimmenthaltungen gelten als nicht abgegebene Stimmen.
d) Außerordentliche Mitgliederversammlungen sind abzuhalten, wenn der Vorstand oder ein Drittel der ordentlichen Mitglieder dies schriftlich unter Angabe der Gründe verlangen.
e) Der Vorsitzende, im Verhinderungsfalle der Stellvertreter, leitet die Sitzung.
f) Über die Beschlüsse der Mitgliederversammlung ist eine Niederschrift anzufertigen, die von Sitzungsleiter, Protokollführer und Geschäftsführer zu unterzeichnen ist. Das Protokoll gilt als genehmigt, wenn innerhalb von zwei Monaten nach Erhalt von den Mitgliedern kein Einspruch erhoben wird. Im Falle eines Einspruchs erfolgt eine Klärung in der nächsten Mitgliederversammlung.
c) den zwei Regionalsprechern
2. Der Vorsitzende und der stellvertretende Vorsitzende werden von der Mitgliederversammlung auf die Dauer von 4 Jahren gewählt und bleiben bis zur Neuwahl im Amt. Wiederwahl ist zulässig.
3. Scheidet ein Vorstandsmitglied vorzeitig aus, kann der Vorstand bis zur nächsten Mitgliederversammlung einen Nachfolger bestellen. Für die restliche Amtszeit wählt die Mitgliederversammlung bzw. die betroffene Region einen Nachfolger.
4. Aufgaben des Vorstands
a) Verwirklichung der laufenden Aufgaben des Landesverbandes auf der Grundlage der Beschlüsse der Mitgliederversammlung und im Sinne der Satzung.
b) Bestellung und Entlassung des Geschäftsführers.
c) Einberufung und Auflösung von Fachkommissionen und Einrichtungen.
d) Beschluss des Tätigkeitsberichts.
e) Aufnahme und Vorschlag von Ehrenmitgliedern.
f) Der Vorstand beruft einen Beirat als beratendes Gremium.
5. Tagungen des Vorstandes
a) Der Vorstand tritt mindestens viermal jährlich nach schriftlicher Einladung zusammen.
b) Er ist beschlussfähig, wenn mehr als die Hälfte seiner Mitglieder anwesend ist.
c) Beschlüsse werden mit einfacher Mehrheit gefasst. Bei Stimmengleichheit entscheidet die Stimme des Vorsitzenden.
6. Befugnisse des Vorstands
a) Der Vorsitzende und der stellvertretende Vorsitzende sind Vorstand im Sinne des BGB § 26. Sie sind einzelvertretungsberechtigt.
b) Der Vorsitzende kann an allen Sitzungen seiner Gremien stimmberechtigt teilnehmen.
§ 9 Die Regionalversammlung
Die Regionalversammlung besteht aus den Vertretern aller Musikschulen einer Region.
Aufgaben der Regionalversammlung sind:
a) Wahl der Regionalsprecher als Mitglieder des Vorstandes für die Dauer von 4　Jahren
b) Kontaktpflege, kollegiale Zusammenarbeit sowie die Beratung aller in der Region oder Teilen derselben anstehenden Frage- und Problemstellungen
c) gemeinsame Öffentlichkeitsarbeit in der Region
d) Entwicklung von Vorschlägen zum Arbeitsprogramm des Landesverbandes
e) Unterstützung der Vorstandsarbeit und Umsetzung der Beschlüsse und Maßnahmen des Landesverbandes in der Region
3. Der Regionalsprecher beruft die Regionalversammlung mindestens zweimal jährlich durch schriftliche Einladung unter Mitteilung der Tagesordnung ein. Anträge zur Tagesordnung können von den Mitgliedsschulen mit sachgemäßer Begründung dem Regionalsprecher eingereicht werden.
4. Jede ordnungsgemäß einberufene Regionalversammlung ist unabhängig von der Zahl der anwesenden Stimmberechtigten beschlussfähig.
5. Alle Beschlüsse werden mit einfacher Mehrheit der abgegebenen Stimmen gefasst; Stimmenthaltungen gelten als nicht abgegebene Stimmen. Jedes ordentliche Mitglied hat eine Stimme.
6. Über die Beschlüsse der Regionalversammlung ist eine Niederschrift zu fertigen, die vom Regionalsprecher zu unterzeichnen ist. Die Niederschrift wird den entsprechenden Musikschulen der Region sowie der LVdM-Geschäftsstelle zur Verfügung gestellt.
Der Geschäftsführer leitet die Geschäfte des Landesverbandes und seiner Geschäftsstelle. Er nimmt mit beratender Stimme an allen Sitzungen des Vorstandes, der Regionalversammlungen und der Mitgliederversammlungen teil. Näheres regelt die Geschäftsordnung.
§ 11 Finanzierung und Rechnungsprüfung
Alle dem Landesverband zufließenden Mittel sind zur Erfüllung der satzungsgemäßen Aufgaben und Ziele zu verwenden.
Die Rechnungsprüfer haben die Aufgabe, anhand der Buch- und Kontenführung sowie der Belegsammlung die satzungsgemäße Verwendung der Mittel zu überprüfen und der Mitgliederversammlung Bericht zu erstatten.
§ 13 Auflösung des Landesverbands
Die Auflösung des Landesverbandes kann nur durch eine ausdrücklich zu diesem Zweck einberufene Mitgliederversammlung beschlossen werden.
Für die Auflösung des Landesverbandes ist die Anwesenheit von mindestens zwei Dritteln der Stimmberechtigten erforderlich.
Ist die Mitgliederversammlung nicht beschlussfähig, kann eine weitere Sitzung einberufen werden, die in jedem Falle beschlussfähig ist.
Für die Auflösung des Landesverbandes ist eine 2/3-Mehrheit der abgegebenen Stimmen notwendig.
Die Liquidation wird durch den Vorsitzenden und den stellvertretenden Vorsitzenden durchgeführt, beide sind einzelvertretungsberechtigt.
Im Falle der Auflösung des Landesverbandes oder bei Wegfall des steuerbegünstigten Zwecks fällt das Vermögen des Verbandes an das Land Sachsen-Anhalt, das es ausschließlich und unmittelbar für gemeinnützige Zwecke zu verwenden hat.
Die vorstehende Satzung in der Fassung vom 26.11.2010 tritt mit der Eintragung der eintragungspflichtigen Änderungen in das Vereinsregister in Kraft. Gleichzeitig tritt die Fassung vom 16.11.2007 in der derzeit gültigen Fassung außer Kraft.
Anlage zu § 5 der Satzung des Landesverbandes der Musikschulen Sachsen-Anhalt e.V. Aufteilung der Regionen
Musikschulträger der Region Nord
Musikschulträger der Region Süd

References: § 5

§ 5
 § 26

§ 9

§ 11

§ 13
 § 5