Source: http://relevancy.bger.ch/php/aza/http/index.php?lang=de&zoom=&type=show_document&highlight_docid=aza%3A%2F%2F13-01-2015-2C_103-2014
Timestamp: 2016-10-24 01:57:15+00:00

Document:
2C_103/2014 (13.01.2015)
2C_103/2014 / 2C_104/2014 � � Urteil vom 13. Januar 2015
Beschwerdef�hrer, beide vertreten durch Advokat Dieter Roth,
Widerruf der Niederlassungsbewilligung, Nichtverl�ngerung der Aufenthaltsbewilligung,
Beschwerde gegen das Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 19. Dezember 2013.
A.a.�Der serbische Staatsangeh�rige A.A.________ (geb. 1967) hielt sich erstmals 1989 als Saisonnier in der Schweiz auf. 1990 heiratete er eine in der Schweiz niederlassungsberechtigte Mazedonierin (geb. 1959). 1991 wurde ihm eine Aufenthaltsbewilligung und 1996 die Niederlassungsbewilligung erteilt. Die aus der Ehe hervorgegangenen zwei T�chter (geb. 1994 und 1998) wurden im Jahre 2003 fremdplatziert. Die Ehefrau erstattete mehrfach Strafanzeige gegen A.A.________ wegen T�tlichkeiten. Am 21. M�rz 2006 wurde die Ehe geschieden.
Nach der Scheidungsverhandlung wurde A.A.________ am 25. Januar 2006 im Schlaf von seiner Ehefrau mit heissem �l �bergossen. Er erlitt dabei schwere Verbrennungen, die gegen 40 �rztliche Eingriffe erforderten, zuletzt im Februar 2013 am linken Auge. Vom 17. Oktober bis 17. Dezember 2013 befand er sich in einem station�ren Aufenthalt in der Klinik f�r Psychiatrie und Psychotherapie. Er wird psychiatrisch-psychotherapeutisch und medikament�s behandelt. Er ist seit dem Unfall im Jahre 2006 zu 100% arbeitsunf�hig und bezog offenbar bis Oktober 2013 Taggelder der SUVA. Seit Januar 2007 ist er bei der Invalidenversicherung angemeldet. Abkl�rungen betreffend Bestand und H�he der sozialversicherungsrechtlichen Anspr�che sind h�ngig. Bereits vor seiner Gesundheitssch�digung war A.A.________ nur teilweise erwerbst�tig und bezog gelegentlich Sozialhilfe.
Am 7. Dezember 2007 heiratete A.A.________ die kroatische Staatsangeh�rige B.A.________ (geb. 1965). Am 16. November 2008 reiste B.A.________ definitiv in die Schweiz ein. Gest�tzt auf die Heirat wurde ihr am 1. Dezember 2008 eine Aufenthaltsbewilligung (letztmals verl�ngert bis zum 15. November 2011) erteilt. Sie ist inzwischen einzige Gesellschafterin und Gesch�ftsf�hrerin der X.________ GmbH, welche seit November 2009 in den Bereichen Sicherheit, Wohnungs- und Geb�udereinigung sowie Malarbeiten, Hauswartungen und Umz�ge t�tig ist, und sorgt f�r den Lebensunterhalt der Eheleute.
�A.A.________ wurde wiederholt straff�llig und daher wie folgt verurteilt:
- Verurteilungen vom 12. Mai 1993 bzw. 18. M�rz 2005 wegen T�tlichkeiten gegen seine erste Ehefrau zu einer Busse von Fr. 250.-- bzw. zu zwei Wochen Haft.
- Zwischen 1998 und 2006 wurde er sechsmal wegen geringf�gigerer Delikte (Widerhandlungen gegen das Transportgesetz, Verst�sse gegen das Strassenverkehrsgesetz und die Ausl�ndergesetzgebung sowie Zechprellerei) bestraft.
- Mit Entscheid des Kreisgerichtes St. Gallen vom 1. Juli 2004 wurde er wegen bandenm�ssigen Diebstahls, mehrfacher Sachbesch�digung und mehrfachen Hausfriedensbruchs zu einer bedingten Gef�ngnisstrafe von 15 Monaten bei einer Probezeit von zwei Jahren verurteilt.
- Mit Entscheid des Kreisgerichtes St. Gallen vom 15. Juni 2011 wurde A.A.________ wegen schwerer Widerhandlung gegen das Bet�ubungsmittelgesetz, der Gehilfenschaft dazu sowie der F�rderung der rechtswidrigen Einreise und der mehrfachen F�rderung des rechtswidrigen Aufenthalts zu einer bedingten Freiheitsstrafe von zwei Jahren bei einer Probezeit von zwei Jahren und zu einer Geldstrafe von dreissig Tagess�tzen zu je Fr. 30.-- verurteilt.
Mit Verf�gung vom 1. Dezember 2011 widerrief das Migrationsamt des Kantons St. Gallen die Niederlassungsbewilligung von A.A.________ und wies ihn weg. Gleichentags wies das Migrationsamt mit separater Verf�gung das Gesuch von B.A.________ um Verl�ngerung der Aufenthaltsbewilligung ab mit der Begr�ndung, die Voraussetzungen f�r die Aufenthaltsbewilligung seien mit dem Widerruf der Niederlassungsbewilligung ihres Ehegatten dahingefallen.
Die von A.A.________ gegen den Widerruf der Niederlassungsbewilligung und von B.A.________ gegen die Nichtverl�ngerung der Aufenthaltsbewilligung erhobenen kantonalen Rechtsmittel blieben ohne Erfolg.
Mit Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten vom 30. Januar 2014 (2C_103/2014) beantragt A.A.________ (Beschwerdef�hrer 1), das Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 19. Dezember 2013 (Verfahrens-Nr. B 2012/242) aufzuheben, vom Widerruf der Niederlassungsbewilligung abzusehen und ihm den weiteren Aufenthalt in der Schweiz zu gestatten; eventualiter die Sache zu erneuter Sachverhaltsfeststellung und Neubeurteilung an die Vorinstanz zur�ckzuweisen. Zudem ersucht er um Gew�hrung der unentgeltlichen Rechtspflege und Verbeist�ndung.
Mit separater Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten vom 30. Januar 2014 (2C_104/2014) beantragt B.A.________ (Beschwerdef�hrerin 2), das Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 19. Dezember 2013 (B 2012/243) aufzuheben und ihr die Aufenthaltsbewilligung zu verl�ngern; eventualiter die Sache zu erneuter Sachverhaltsfeststellung und Neubeurteilung an die Vorinstanz zur�ckzuweisen. Zudem ersucht sie ebenfalls um Gew�hrung der unentgeltlichen Rechtspflege und Verbeist�ndung.
Das Sicherheits- und Justizdepartement und das Verwaltungsgericht des Kantons St. Gallen sowie das Bundesamt f�r Migration (heute: Staatssekretariat f�r Migration) beantragen, die Beschwerden abzuweisen. Das Migrationsamt des Kantons St. Gallen liess sich nicht vernehmen. A.A.________ und B.A.________ haben sich nach Erhalt der Stellungnahmen nochmals ge�ussert.
Mit Verf�gungen vom 4. Februar 2014 hat der Pr�sident der II. �ffentlich-rechtlichen Abteilung antragsgem�ss den Beschwerden hinsichtlich der Ausreiseverpflichtungen die aufschiebende Wirkung erteilt.
1.1.�Die vorliegenden Beschwerden richten sich gegen zwei Urteile betreffend die Beendigung des Anwesenheit in der Schweiz der miteinander verheirateten Beschwerdef�hrer, wobei der weitere Verbleib der Beschwerdef�hrerin 2 vom Fortbestehen der Niederlassungsbewilligung ihres Ehemannes, Beschwerdef�hrer 1, und damit vom Ausgang von dessen Beschwerdeverfahren abh�ngt. Es rechtfertigt sich deshalb, die Verfahren 2C_103/2014 und 2C_104/2014 zu vereinigen und die Beschwerden in einem einzigen Urteil zu erledigen (vgl. Art. 71 BGG in Verbindung mit Art. 24 BZP; BGE 131 V 59 E. 1 S. 60 f. mit Hinweis).
1.2.�Die Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten ist unzul�ssig gegen Entscheide auf dem Gebiet des Ausl�nderrechts betreffend Bewilligungen, auf die weder das Bundesrecht noch das V�lkerrecht einen Anspruch einr�umt (Art. 83 lit. c Ziff. 2 BGG). Sie ist zul�ssig gegen den Widerruf der Niederlassungsbewilligung, da auf deren Fortbestand grunds�tzlich ein Rechtsanspruch besteht (best�tigt im Urteil 2C_611/2013 vom 13. Oktober 2014, mit Hinweis auf BGE 135 II 1 E. 1.2.1 S. 4). Die ausl�ndische Ehegattin einer Person mit Niederlassungsbewilligung hat nach Art. 43 Abs. 1 AuG Anspruch auf Erteilung und Verl�ngerung der Aufenthaltsbewilligung, wenn sie mit dieser zusammenwohnt. Die Beschwerdef�hrerin 2 hat somit Anspruch auf Verl�ngerung der Aufenthaltsbewilligung, falls die Niederlassungsbewilligung des Beschwerdef�hrers 1 fortbesteht. Insofern ist die Beschwerde gegen die Nichtverl�ngerung ihrer Aufenthaltsbewilligung zul�ssig. Sie beruft sich zus�tzlich auch auf Art. 8 EMRK, Art. 43 Abs. 2 und Art. 50 AuG. Ob danach die Voraussetzungen f�r einen Bewilligungsanspruch im Einzelnen gegeben sind, ist Frage der materiellen Beurteilung (vgl. BGE 136 II 177 E. 1.1 S. 179). Auf die form- und fristgerecht eingereichten Beschwerden ist somit einzutreten (Art. 42 Abs. 2 und 100 Abs. 1 BGG).
1.3.�Das Bundesgericht legt seinem Urteil den Sachverhalt zugrunde, wie die Vorinstanz ihn festgestellt hat (Art. 105 Abs. 1 BGG). Es kann diesen bloss berichtigen oder erg�nzen, wenn er offensichtlich unrichtig oder in Verletzung wesentlicher Verfahrensrechte ermittelt worden ist (Art. 105 Abs. 2 BGG). Die beschwerdef�hrende Person muss rechtsgen�gend dartun, dass und inwiefern der festgestellte Sachverhalt bzw. die beanstandete Beweisw�rdigung klar und eindeutig mangelhaft, mit anderen Worten willk�rlich, erscheint (Art. 42 Abs. 2 und Art. 106 Abs. 2 BGG; vgl. BGE 137 I 58 E. 4.1.2 S. 62; 133 II 249 E. 1.4.3; 133 III 350 E. 1.3 S. 351 f.). Auf rein appellatorische Kritik an der Sachverhaltsermittlung und an der Beweisw�rdigung geht das Bundesgericht nicht ein (BGE 136 II 101 E. 3 S. 104 f.). BGE 140 III 115 E. 2 S. 116).
1.4.�Neue tats�chliche Vorbringen und Beweismittel sind im bundesgerichtlichen Verfahren grunds�tzlich unzul�ssig (Art. 99 BGG; BGE 139 III 120 E. 3.1.2 S. 123; 138 II 393 E. 3.5 S. 397; 135 I 221 E. 5.2.4 S. 229; 133 IV 342 E. 2.1 S. 343 f.; je mit Hinweisen).
Der Bericht der Y.________ AG vom 17. Januar 2014, das Schreiben der KES-Beh�rde vom 13. Januar 2014 betreffend den Antrag des Beschwerdef�hrers 1 auf Errichtung einer Beistandschaft, das Schreiben der Tochter C.A.________ vom 15. Januar 2014, die Best�tigung des Wohnheimes betreffend die Tochter D.A.________ vom 15. Januar 2014, das Schreiben der evangelisch-methodistischen Kirche vom 15. Januar 2014, die Best�tigung der Sozialen Dienste St. Gallen vom 10. Januar 2014 sowie der Betreibungsregisterauszug betreffend die Beschwerdef�hrerin 2 vom 17. Januar 2014 sind unzul�ssige so genannte echte Noven und k�nnen im vorliegenden Beschwerdeverfahren nicht ber�cksichtigt werden.
Im Rahmen der abschliessenden Bemerkungen vom 2. Juni 2014 machen die Beschwerdef�hrer neu geltend, die Beschwerdef�hrerin 2, die an Brustkrebs leide habe ihr Arbeitspensum reduzieren m�ssen, sie habe mittlerweile auch psychische Probleme und stehe deshalb in IV-Abkl�rung (psychiatrische Begutachtung) und der Beschwerdef�hrer 1 werde sich ab Oktober 2014 zu einer zweimonatigen Traumatherapie in die Y.________ AG begeben. Diese neuen Vorbringen und die damit neu eingereichten Beweismittel sind im vorliegenden Verfahren unbeachtlich. Die Beschwerdef�hrerin 2, die gem�ss den kantonalen Akten im Juni 2012 an einem Geschw�r in der rechten Brust erkrankt war und damals an einer mittelgradigen depressiven Episode litt, h�tte ihre gesundheitlichen Beschwerden, falls diese weiter andauerten und sie diese als entscheidrelevant erachtete, bereits in der Beschwerdeschrift geltend machen k�nnen.
Die Beschwerdef�hrer r�gen in verschiedener Hinsicht eine Verletzung des rechtlichen Geh�rs gem�ss Art. 29 Abs. 2 BV. Die R�gen erweisen sich jedoch als unbegr�ndet. Die Vorinstanz durfte ohne Weiteres auf die Befragung der Kinder des Beschwerdef�hrers 1, auf erg�nzende Abkl�rungen der Integration der Beschwerdef�hrer sowie auf die Einholung eines weiteren �rztlichen Gutachtens betreffend den Beschwerdef�hrer 1 in vorweggenommener (antizipierter) Beweisw�rdigung (vgl. BGE 136 I 229 E. 5.3. S. 236 f. mit Hinweisen) verzichten. Entgegen der Meinung des Beschwerdef�hrers 1 schreibt Art. 12 des �bereinkommens vom 20. November 1989 �ber die Rechte des Kindes (Kinderrechte-Konvention, KRK; SR 0.107) nicht zwingend eine pers�nliche Anh�rung der Kinder vor. Es gen�gt, wenn der Beschwerdef�hrer 1 deren Anliegen in das Verfahren einbringen konnte, was er auch getan hat (BGE 136 II 78 E. 4.8 S. 87 mit Hinweisen). Zudem stand es den Kindern - wobei im �brigen nur das j�ngere Kind noch minderj�hrig ist - frei, ihre Interessen bereits im kantonalen Verfahren schriftlich darzulegen. Die Vorinstanz war auch nicht verpflichtet, den Sachverhalt von Amtes wegen kurz vor der Urteilsf�llung zu aktualisieren bzw. den Beschwerdef�hrern in einer Parteiverhandlung, die sie im �brigen nicht beantragt hatten, Gelegenheit zu geben, sich m�ndlich zu �ussern und Noven einzureichen. Es war vielmehr an den Beschwerdef�hrern aufgrund ihrer Mitwirkungspflicht (Art. 90 AuG), bereits im vorinstanzlichen Verfahren alle entscheidwesentlichen Tatsachen vorzubringen und nachzuweisen sowie dem Verwaltungsgericht allf�llige f�r den Verfahrensausgang relevante Entwicklungen der tats�chlichen Umst�nde w�hrend der H�ngigkeit des Verfahrens rechtzeitig und mit entsprechenden Belegen zur Kenntnis zu bringen. Soweit die anwaltlich vertretenen Beschwerdef�hrer dies unterlassen haben, haben sie sich die sich daraus eventuell ergebenden Folgen selber zuzuschreiben.
3.1.�Die Niederlassungsbewilligung kann widerrufen werden, wenn die ausl�ndische Person zu einer l�ngerfristigen Freiheitsstrafe, das heisst, zu einer solchen von mehr als einem Jahr, verurteilt worden ist (Art. 63 Abs. 1 lit. a i.V.m. Art. 62 lit. b AuG; BGE 135 II 377 E. 4.2 S. 381; 137 II 297 E. 2 S. 299). Der genannte Widerrufsgrund gilt auch f�r Niederlassungsbewilligungen ausl�ndischer Personen, die sich seit mehr als 15 Jahren ununterbrochen und ordnungsgem�ss in der Schweiz aufhalten (Art. 63 Abs. 2 AuG).
Trabelsi�). Dabei fliesst in die Interessenabw�gung mit ein, dass namentlich Drogenhandel nach dem Willen des Verfassungsgebers zum Verlust des Aufenthaltsrechts f�hren sollen (Art. 121 BV; BGE 139 I 31 E. 2.3.2 S. 34; Urteile 2C_1033/2013 vom 4. Juli 2014 E. 3.2: 2C_480/2013 vom 24. Oktober 2013 E. 4.3.2); bei schweren Straftaten und auch bei R�ckfall bzw. wiederholter Delinquenz besteht regelm�ssig ein wesentliches �ffentliches Interesse daran, die Anwesenheit eines Ausl�nders zu beenden, der die Sicherheit und Ordnung derart beeintr�chtigt (vgl. BGE 139 I 145 E. 2.4 und 2.5 S. 149 ff.; Urteil 2C_903/2010 vom 6. Juni 2011 E. 3.1, nicht publ. in BGE 137 II 233; BGE 130 II 176 E. 4.4.2 S. 190).
Der Beschwerdef�hrer wurde wiederholt straff�llig und zuletzt mit Urteil vom 15. Juni 2011 wegen schwerer Widerhandlung gegen das Bet�ubungsmittelgesetz, der Gehilfenschaft dazu sowie der F�rderung der rechtswidrigen Einreise und der mehrfachen F�rderung des rechtswidrigen Aufenthalts zu einer bedingten Freiheitsstrafe von zwei Jahren verurteilt. Damit ist der Widerrufsgrund gem�ss Art. 63 Abs. 2 i.V.m. Abs. 1 lit. a und Art. 62 lit. b AuG erf�llt. Der Beschwerdef�hrer bestreitet das Vorliegen des Widerrufsgrundes nicht, sondern bem�ngelt einzig die Interessenabw�gung und Verh�ltnism�ssigkeitspr�fung, wie sie die Vorinstanz vorgenommen hat. Er r�gt eine Verletzung von Art. 63 AuG sowie Art. 8 EMRK.
4.1.�Aufgrund des Urteils des Kreisgerichts St. Gallen vom 15. Juni 2011 ging die Vorinstanz zu Recht von einem schweren Verschulden des Beschwerdef�hrers 1 aus. Im Rahmen einer Heroinh�ndler-gruppierung, welche Heroin im Mehrkilogrammbereich verkaufte, �bernahm der Beschwerdef�hrer 1 ab 2008 - trotz attestierter Arbeitsunf�higkeit - die Aufgabe, in verschiedenen Ortschaften Unterk�nfte f�r die "L�ufer" und "Zellenchefs" zu organisieren. Daneben erf�llte er weitere Aufgaben f�r den Chef und dessen Heroinh�ndlerorganisation, transportierte namentlich Mitglieder der Gruppierung illegal �ber die Grenze, stellte ihnen anl�sslich einer l�ngeren Ferienabwesenheit seine eigene Wohnung zur Verf�gung und bewahrte 1050 Gramm Heroin f�r sie auf. Zudem organisierte er auch f�r einen weiteren Heroinh�ndlerkreis Unterk�nfte. Das Kreisgericht St. Gallen befand, der Beschwerdef�hrer habe in umfassender Kenntnis des Ausmasses die T�tigkeit des ausserordentlich gut organisierten Drogenhandels massgeblich unterst�tzt, wobei er im Sinne einer Stabsfunktion, die direkt dem Chef der Gesamtorganisation unterstellt gewesen sei, mit der F�hrungsriege der Gruppierung in engem Kontakt gestanden sei.
Im bundesgerichtlichen Beschwerdeverfahren stellt der Beschwerdef�hrer 1 gest�tzt auf den Austrittsbericht der Y.________ AG vom 17. Januar 2014 die Beurteilung des Verschuldens in Frage, indem er geltend macht, angesichts der neuesten �rztlichen Untersuchungsergebnisse m�sse davon ausgegangen werden, dass er bereits im Zeitpunkt der Ver�bung der dem Widerruf zugrunde liegenden Straftat unter einer erheblichen Beeintr�chtigung seiner kognitiven und sozialen Funktion gelitten habe. Abgesehen davon, dass es sich beim erw�hnten Bericht um ein unzul�ssiges Novum (vgl. E. 1.4) handelt, besteht im ausl�nderrechtlichen Verfahren ohnehin kein Raum die Beurteilung des Strafgerichts hinsichtlich des Verschuldens zu relativieren (Urteile 2C_836/2013 vom 10. Februar 2014 und 2C_819/2013 vom 24. Januar 2014). Die Strafbeh�rde hat die Zurechnungs- und Schuldf�higkeit des Beschwerdef�hrers abgekl�rt und s�mtliche mildernden Umst�nde bereits mitber�cksichtigt. Sie hat namentlich festgestellt, die schweren psychischen und k�rperlichen Beschwerden des Beschwerdef�hrers w�rden zwar nicht die Einsichts- und Steuerungsf�higkeit beeintr�chtigen, rechtfertigten jedoch eine strafmindernde Ber�cksichtigung im Rahmen der Strafzumessung, weil ihn der Strafvollzug besonders hart treffe. F�r eine allf�llige Neubeurteilung seiner Schuldf�higkeit im Tatzeitpunkt ist der Beschwerdef�hrer 1 auf das Revisionsverfahren nach Art. 410 ff. der Schweizerischen Strafprozessordnung (SR 312.0) zu verweisen.
Ins Gewicht f�llt sodann, dass es sich nicht um eine erstmalige Straff�lligkeit des Beschwerdef�hrers 1 handelte und ihn somit weder fr�here Verurteilungen noch die laufende Betreuung durch einen Psychiater von erneuter Delinquenz abzuhalten vermochten. Insofern und angesichts der Schuldenanh�ufung sowie der fehlenden Erwerbst�tigkeit l�sst sich zudem eine R�ckfallgefahr nicht v�llig ausschliessen, wobei diesem Gesichtspunkt ausserhalb des Geltungsbereichs des Freiz�gigkeitsabkommens allerdings keine vorrangige Bedeutung zukommt, da namentlich auch generalpr�ventiven Gesichtspunkten Rechnung getragen werden darf (vgl. Urteil 2C_1026/2011 vom 23. Juli 2012 E. 3). Bei schweren Straftaten, wozu auch Drogendelikte aus rein finanziellen Motiven geh�ren k�nnen, muss zum Schutz der �ffentlichkeit ausl�nderrechtlich jedoch selbst ein geringes Restrisiko nicht in Kauf genommen werden (BGE 139 I 31 E. 2.3.2 S. 34). Der Schluss der Vorinstanz, es bestehe ein gewichtiges �ffentliches Interesse an der Entfernung des Beschwerdef�hrers 1, ist somit nicht zu beanstanden.
4.2.1.�Der Beschwerdef�hrer 1 reiste im Alter von 23 Jahren in die Schweiz ein. Er ist somit in Serbien aufgewachsen und hat dort eine Berufsausbildung abgeschlossen. Er h�lt sich zwar seit �ber 20 Jahren hier auf, ist aber trotz langer Aufenthaltsdauer beruflich und sozial nicht gut integriert. Er ist auf finanzielle Unterst�tzung angewiesen und hat Schulden, wobei diese Situation nicht allein auf die erlittene Gesundheitssch�digung zur�ckzuf�hren ist, zumal er schon vorher nur teilweise einer Erwerbst�tigkeit nachging und gem�ss Auszug des Betreibungsregisters vom 20. Oktober 2004 bereits damals offene Verlustscheine von insgesamt Fr. 55'549.85 zu verantworten hatte. Zudem bringt der Beschwerdef�hrer 1 selber nichts vor, was auf eine soziale Integration in die hiesigen Verh�ltnisse schliessen liesse. Der Umstand, dass er die j�ngsten Straftaten zusammen mit Landsm�nnern ver�bt hat, zeugt jedoch von weiter bestehenden Verbindungen zu Serbien. Die Vorinstanz durfte ohne Weiteres davon ausgehen, dass der Beschwerdef�hrer 1 mit den Verh�ltnissen in seiner Heimat, wo er aufgewachsen ist und sich auch in den letzten Jahren wiederholt und f�r l�ngere Zeit zu Ferienzwecken aufgehalten hat und famili�re Kontakte pflegt, weiterhin vertraut ist und ihm zuzumuten ist, dorthin zur�ckzukehren.
4.2.2.�Die Vorinstanz erwog, auch der gegenw�rtige Gesundheitszustand des Beschwerdef�hrers 1 stehe einer Ausreise ins Heimatland nicht entgegen. Gem�ss den eingereichten �rztlichen Zeugnissen und Beurteilungen leide der Beschwerdef�hrer 1 seit dem Ereignis im Jahr 2006 an einem Trauma. Er sei psychisch nicht stabil, leide an Schmerzen und Vergesslichkeit bzw. einer Konzentrationsschw�che, habe �ngste und Panikattacken. Sie stellte fest, aufgrund der aktuellen Erkenntnislage zur medizinischen Versorgung in Serbien sei davon auszugehen, dass die gesundheitlichen Beschwerden im Heimatland behandelbar seien. Im �brigen habe sich der Beschwerdef�hrer 1 im Laufe der letzten Jahre regelm�ssig mehrere Wochen in seinem Heimatland aufgehalten und sei in dieser Zeit offenbar nicht auf eine medizinische Behandlung in der Schweiz angewiesen gewesen. Der Umstand, dass die sozialversicherungsrechtlichen Anspr�che noch nicht gekl�rt seien und dass von zuk�nftigen Leistungen der Invalidenversicherung und der Unfallversicherung auszugehen sei, stehe dem Widerruf der Niederlassungsbewilligung nicht entgegen. Abgesehen davon, dass eine �berweisung allf�lliger schweizerischer Versicherungsleistungen nach Serbien m�glich sei, k�nne der Beschwerdef�hrer �berdies auch in seinem Heimatland Sozialhilfeleistungen beziehen, sollte er zuk�nftig keiner Erwerbst�tigkeit nachgehen k�nnen und nicht �ber ausreichend finanzielle Mittel verf�gen.
Der Beschwerdef�hrer 1 r�umt selber ein, dass es grunds�tzlich auch in Serbien seri�se medizinische Einrichtungen gibt, welche seine Betreuung und medizinische Versorgung gew�hrleisten k�nnten. Er macht jedoch geltend, ohne finanzielle Mittel und ohne elementare soziale Strukturen sei es nicht m�glich, in den Genuss dieser Einrichtungen zu kommen. Dieser Einwand gen�gt den Anforderungen an die Begr�ndung nicht (Art. 42 Abs. 2 BGG). Der Beschwerdef�hrer 1 setzt sich namentlich mit den Erw�gungen der Vorinstanz betreffend die �berweisung schweizerischer Versicherungsleistungen und die Beanspruchung serbischer Sozialhilfeleistungen nicht auseinander. Er legt auch nicht dar, dass er in seiner Heimat trotz regelm�ssiger Besuchsaufenthalte �ber kein soziales Beziehungsnetz verf�gt. Der Beschwerdef�hrer ist insofern nicht in gezielter Form auf die f�r den Schluss, der R�ckkehr nach Serbien stehe auch sein Gesundheitszustand nicht entgegen, massgeblichen Erw�gungen der Vorinstanz eingegangen.
4.2.3.�Weiter beruft sich der Beschwerdef�hrer 1 mit Blick auf die Beziehung zu seinen beiden T�chtern aus erster Ehe, die beide �ber ein gefestigtes Anwesenheitsrecht in der Schweiz verf�gen, auf Art. 8 EMRK.
Wie die Vorinstanz zutreffend ausf�hrt, ist die �ltere Tochter vollj�hrig, womit mangels eines besonderen Abh�ngigkeitsverh�ltnisses die Berufung auf Art. 8 EMRK insofern ausser Betracht f�llt. Die j�ngere Tochter ist zwar noch minderj�hrig, aber sie steht nicht unter dem elterlichen Sorgerecht des Vaters und und ist seit 2003 in einem Wohnheim untergebracht. Der Beschwerdef�hrer 1 verf�gt somit bloss �ber ein Besuchsrecht. Inwieweit er dieses bisher ausge�bt hat, ist im �brigen nicht konkret nachgewiesen.
Um das Besuchsrecht wahrzunehmen ist in der Regel nicht erforderlich, dass der ausl�ndische Elternteil �ber eine Anwesenheitsbewilligung in der Schweiz verf�gt. Unter dem Gesichtspunkt des Anspruchs auf Familienleben (Art. 8 Ziff. 1 EMRK sowie Art. 13 Abs. 1 BV) ist es grunds�tzlich ausreichend, wenn das Besuchsrecht im Rahmen von Kurzaufenthalten vom Ausland her ausge�bt werden kann, wobei allenfalls die Modalit�ten des Besuchsrechts entsprechend auszugestalten sind. F�r eine Bewilligungserteilung wird eine besonders intensive affektive und wirtschaftliche Beziehung zwischen dem Kind und dem nicht sorgeberechtigten Elternteil sowie ein tadelloses Verhalten der ausl�ndischen Person vorausgesetzt (vgl. BGE 139 I 315 E. 2.2. S. 319 mit Hinweisen). Ob in affektiver Hinsicht eine besonders enge Beziehung besteht, scheint zweifelhaft, kann jedoch dahingestellt bleiben. Finanziell hat der Beschwerdef�hrer seit der Fremdplatzierung im Jahr 2003 - und damit bereits vor seinem Unfall - nicht zum Unterhalt seiner T�chter beigetragen. Aufgrund seiner wiederholten Straff�lligkeit fehlt es ohnehin am klaglosen Verhalten des Beschwerdef�hrers 1. Er wird die famili�re Beziehung zur minderj�hrigen Tochter im Rahmen von gegenseitigen Besuchen und mittels der �blichen Kommunikationsmittel weiter pflegen k�nnen. Dies ist mit den Anforderungen von Art. 8 EMRK vereinbar.
4.2.4.�Die eheliche Beziehung der Beschwerdef�hrer 1 und 2 ist intakt. Die Beschwerdef�hrerin 2 verf�gt jedoch - wie nachfolgend dargelegt (E. 5) - bloss �ber ein abgeleitetes Anwesenheitsrecht. Sie h�lt sich noch nicht sehr lange in der Schweiz auf. Selbst wenn sie beruflich offenbar besser integriert ist als ihr Ehemann, ist ihr zuzumuten, zusammen mit ihrem Ehemann nach Serbien, wo sie offenbar geboren ist, oder in ihr eigenes Heimatland, Kroatien, auszureisen (vgl. BGE 140 II 129 E. 3.6 S. 133 f.). Dass und weshalb es den Ehegatten nicht zumutbar sein soll, gemeinsam nach Serbien oder Kroatien auszureisen, haben die Beschwerdef�hrer nicht substantiiert dargelegt. Die fremdenpolizeiliche Massnahme f�hrt somit nicht zur Trennung der Ehegatten, womit Art. 8 EMRK von vornherein nicht betroffen ist. Im �brigen war der Beschwerdef�hrer 1 im Zeitpunkt der Heirat mit der Beschwerdef�hrerin 2 bereits wiederholt straff�llig geworden, weshalb die Ehegattin damit rechnen musste, im Fall erneuter Straftaten des Ehegatten das Eheleben zuk�nftig eventuell nicht in der Schweiz leben zu k�nnen.
4.3.�Zusammenfassend ergibt sich, dass der Widerruf der Niederlassungsbewilligung des Beschwerdef�hrers 1 bundesrechts- und konventionskonform ist.
5.1.�Wurde die Niederlassungsbewilligung des Beschwerdef�hrers 1 zu Recht widerrufen, so ist dem Gesuch um Bewilligungsverl�ngerung der Beschwerdef�hrerin 2 die Grundlage (Art. 43 Abs. 1 AuG) entzogen.
5.2.�Entgegen der Behauptung der Beschwerdef�hrerin 2 hat sie keinen Anspruch auf Erteilung der Niederlassungsbewilligung gest�tzt auf Art. 43 Abs. 2 AuG, da kein ordnungsgem�sser und ununterbrochener Aufenthalt von f�nf Jahren vorliegt. Die Heirat fand am 7. Dezember 2007 statt, wobei die Beschwerdef�hrerin 2 die Schweiz offenbar im April 2008 wieder verlassen musste und erst am 16. November 2008 definitiv in die Schweiz eingereist ist. Wie es sich damit verh�lt, kann jedoch dahingestellt bleiben. Die am 1. Dezember 2008 erstmals erteilte Aufenthaltsbewilligung wurde mit Verf�gung des Migrationsamtes vom 1. November 2011 nicht mehr verl�ngert. Der ordnungsgem�sse Aufenthalt der Beschwerdef�hrerin 2 hat somit selbst bei der f�r die Betroffene g�nstigsten Berechnung seit der Heirat am 7. Dezember 2007 (vgl. BGE 135 II 1 E. 1.2.2 S. 4; Urteil 2A.221/2005 vom 6. September 2005 E. 1.2) bis zur Nichtverl�ngerung der Aufenthaltsbewilligung durch das Migrationsamt am 1. November 2011 weniger als f�nf Jahre gedauert. Der (seitherige) Aufenthalt aufgrund der aufschiebenden Wirkung eines Rechtsmittels gilt nicht als ordnungsgem�ss, wenn der Ausgang des Rechtsstreits zu keiner Bewilligung f�hrt (vgl. BGE 137 II 10 E. 4.4 S. 14 mit Hinweisen).
5.3.�Die Beschwerdef�hrerin 2 macht einen Anspruch nach Art. 50 AuG geltend. Der Wortlaut dieser Bestimmung setzt aber voraus, dass die Familiengemeinschaft aufgel�st worden ist. Auch nach Rechtsprechung und Lehre visiert Art. 50 AuG den Fall des (definitiven) Scheiterns der ehelichen Gemeinschaft an (BGE 138 II 229 E. 2 S. 231; Cesla Amarelle, Migrations et regroupement familial, 2012, S. 64; Martina Caroni, a.a.O., N. 8 und 10 zu Art. 50 AuG; Z�nd/Arquint Hill, Beendigung der Anwesenheit [...], in: Ausl�nderrecht, 2009, S. 344 Rz. 8.52). Nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung sind keine triftigen Gr�nde ersichtlich, um vom klaren Wortlaut dieser Gesetzesbestimmung abzuweichen. Im Lichte der gesetzgeberischen Zielsetzung ist es gerechtfertigt, die Situation des Ehepartners, der sein abgeleitetes Anwesenheitsrecht verliert, wenn die Niederlassungsbewilligung seines Ehegatten widerrufen wird, anders zu behandeln als diejenige, die nach Aufl�sung der Familiengemeinschaft eintritt (vgl. BGE 140 II 129 E. 3 S. 131 ff.). Im vorliegenden Fall sind die Beschwerdef�hrer weder geschieden noch gerichtlich getrennt und sie machen selber geltend, eine harmonische Beziehung zu leben. Da die Ehegemeinschaft nicht aufgel�st ist, kann sich die Beschwerdef�hrerin 2 somit nicht auf Art. 50 AuG berufen.
5.4.�Weiter macht die Beschwerdef�hrerin 2 eine Verletzung des Anspruchs auf Schutz des Privatlebens nach Art. 8 EMRK und Art. 13 BV geltend. F�r einen entsprechenden Anspruch bedarf es nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung jedoch besonders intensiver, �ber eine normale Integration hinausgehender Bindungen gesellschaftlicher oder beruflicher Natur bzw. vertiefter sozialer Beziehungen zum ausserfamili�ren bzw. ausserh�uslichen Bereich. In der Regel gen�gen hierf�r eine lange Anwesenheit und die damit verbundene normale Integration noch nicht (BGE 130 II 281 E. 3.2.1; 126 II 377 E. 2c S. 384 ff.). Abgesehen davon, dass die Beschwerdef�hrerin 2 im Zeitpunkt der erstinstanzlichen Nichtverl�ngerung der Aufenthaltsbewilligung bloss seit 3 Jahren in der Schweiz lebte, sind Hinweise auf �ber eine normale Integration hinausgehende intensive Beziehungen zur hiesigen Gesellschaft weder dargetan noch ersichtlich. Die Beschwerdef�hrerin 2 kann somit aus dem Schutz des Privatlebens nach Art. 8 EMRK keinen Anspruch auf Verbleib ableiten.
5.5.�Unbehelflich ist der kroatischen Beschwerdef�hrerin 2 auch die Berufung auf das Abkommen vom 21. Juni 1999 zwischen der Schweizerischen Eidgenossenschaft einerseits und der Europ�ischen Gemeinschaft und ihren Mitgliedstaaten andererseits �ber die Freiz�gigkeit (Freiz�gigkeitsabkommen, FZA; SR 0.142.112.681). Zwar ist Kroatien am 1. Juli 2013 der Europ�ischen Union (EU) beigetreten, die Zulassung von Staatsangeh�rigen Kroatiens in der Schweiz erfolgt jedoch (zurzeit) weiterhin nach dem Ausl�ndergesetz, da der Bundesrat das bereits ausgehandelte Protokoll III �ber die Erweiterung des Freiz�gigkeitsabkommen auf Kroatien mit der Annahme der Volksinitiative "Gegen Masseneinwanderung" nicht mehr unterzeichnen konnte. Die Ber�cksichtigung des Freiz�gigkeitsabkommens im Hinblick auf eine allf�llige zuk�nftige Ausdehnung der Personenfreiz�gigkeit auf Kroatien f�llt ausser Betracht.
5.6.�Da die Beschwerdef�hrerin 2 demnach �ber keinen Anspruch auf Anwesenheit in der Schweiz verf�gt, ist nicht zu pr�fen, ob die Verweigerung der Bewilligungsverl�ngerung verh�ltnism�ssig ist.
6.1.�Die Beschwerden erweisen sich somit als unbegr�ndet und sind abzuweisen.
6.2.�Die Beschwerdef�hrer haben ihre Bed�rftigkeit nicht nachgewiesen und den Kostenvorschuss bezahlt, womit ihre Gesuche um unentgeltliche Rechtspflege und Verbeist�ndung gegenstandslos geworden sind. Dem Ausgang des Verfahrens entsprechend werden die Beschwerdef�hrer kostenpflichtig ( Art. 65 und 66 Abs. 1 und 5 BGG).
Die Verfahren 2C_103/2014 und 2C_104/2014 werden vereinigt.
Dieses Urteil wird den Beschwerdef�hrern, dem Migrationsamt des Kantons St. Gallen, dem Sicherheits- und Justizdepartement des Kantons St. Gallen, dem Verwaltungsgericht des Kantons St. Gallen und dem Staatssekretariat f�r Migration schriftlich mitgeteilt.

References: Art. 71
 Art. 24
 BGE 
 BGE 
 Art. 43
 Art. 8
 Art. 43
 Art. 50
 BGE 
 Art. 106
 BGE 
 BGE 
 BGE 
 Art. 29
 BGE 
 Art. 12
 Art. 62
 BGE 
 BGE 
 BGE 
 BGE 
 BGE 
 Art. 63
 Art. 62
 Art. 63
 Art. 8
 Art. 410
 Art. 8
 Art. 8
 Art. 13
 BGE 
 Art. 8
 BGE 
 Art. 8
 Art. 43
 BGE 
 BGE 
 Art. 50
 Art. 50
 Art. 50
 BGE 
 Art. 50
 Art. 8
 Art. 13
 Art. 8
 Art. 65