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Timestamp: 2018-05-25 15:19:14+00:00

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Maßnahmezuweisungen bekämpfen durch gute Argumente - Seite 3 - Erwerbslosen Forum Deutschland (ELO-Forum)
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29.09.2013, 11:26 #51
AW: Maßnahmezuweisungen bekämpfen durch gute Argumente
Anbei ein weiteres hilfreiches Argument, welches man - in Kombination mit weiteren Argumenten - mit ins Feld führen kann, um die Chance zu erhöhen, sanktionslos aus einer Maßnahme zu kommen:
Die vermeintlich geringe Qualifikation des Dozenten/Coaches.
Hier zunächst der Link zu einem unlängst veröffentlichten Kriterienkatalog der Stiftung Warentest zur Frage, was ein guter Coach beherrschen sollte. Siehe in diesem Kontext auch diesen interessanten Artikel aus der ZEIT: Viele Scharlatane, wenig Hilfe.
Selbst wenn man bereits in einer Maßnahme seine Zeit absitzt, bietet es sich noch an, stichhaltige Argumente aufzulisten, die gegen die weitere Teilnahme sprechen. Neben Kritik an der Ausstattung und den Räumlichkeite sowie dem offensichtlichsten Kritikpunkt, dem Inhalt der Maßnahme, ist es sehr naheliegend, auch Zweifel an der Qualifikation des Dozenten/Coach zu hegen. Denn allzu oft sind die Dozenten bei Bildungsträgern wirklich nicht sonderlich qualifiziert, zumal man gute und motiverte Leute für ca. 2000 € brutto, die viele Träger für eine Vollzeitstelle bieten, eben kaum bekommt.
Dies also zur Info, um im Falle einer Maßnahme beim dortigen Dozenten/Coach mal kritisch nachzuhaken, inwieweit er die besagten Kriterien aus oben verlinktem Dokument denn erfüllt. Erfüllt er sie nicht bzw. weigert er sich, Auskunft darüber zu geben oder hat man generell Zweifel an der Coaching- und Betreuungsqualität, sollte man dies schriftlich festhalten und zwecks sanktionsloser Herausnahme aus der Maßnahme um ein Gespräch beim eigenen Vermittler/pAp im Jobcenter ersuchen. Denn eine unzureichende Coaching-Qualität, die man dem Vermittler/pAp plausibel darlegt, kann durchaus ein gewichtiger Punkt in der eigenen Argumentationskette gegen die Maßnahme sein.
Obgleich es sich in den nachfolgend genannten zwei Beispielen um Fälle aus dem SGB III handelt, verweise ich im Kontext des oft fragwürdigen Coachings darauf, dass die Strategie, an der Qualifikation des Coaches zu zweifeln, als Teilargument auch im SGB II erfolgversprechend sein kann, da ein Coaching eben einen integrationsfördernden Sinn haben soll. Hat es dies mangels Qualität des Coaches aber gar nicht, ist das Coaching unzumutbar.
So heißt es in einem Urteil das HessLSG vom 23.04.03 - L6/10 AL 1404/01, dass eine Trainingsmaßnahme als unzumutbar betrachtet werden könne, wenn "mehr als die Hälfte des Unterrichtsstoffs den Arbeitslosen krass unterfordere." (aus Arbeitslosenprojekt TuWAS, ALG Leitfaden SGB III, S. 168) Ich verweise in diesem Kontext auch auf ein weiteres, in zuvor genannter Quelle (S. 169), zitiertes Urteil des HessLSG vom 09.03.2005 - L 6 AL 216/04, wonach die "Förderung von Trainingsmaßnahmen, die prognostisch nur eine geringfügige oder unwesentliche Verbesserung der Eingliederungsaussichten versprechen", bereits "gegen den Grundsatz der Wirtschaftlichkeit und Sparsamkeit" verstoße.
Man sollte natürlich tunlichst vermeiden, zu einer zugewiesenen Maßnahme einfach nicht mehr zu erscheinen und sich darauf zu verlassen, dass das Argument "Der Coach kann nix" schon ziehen wird. So leicht wird es nicht! Es reicht sicher nicht aus, einfach an der Qualifikation des Coaches zu zweifel und die Zweifel durch Dokumentation des Coachings (wir sitzen den ganzen Tag im PC-Raum und trinken Kaffee) zu erhärten. Das ist lediglich ein Teilschritt, ein Teilargument unter vielen anderen. Es gilt aber eben: Je mehr Munition, desto besser. Zahlreiche andere Tipps sind ja hier im Thread schon aufgelistet.
29.09.2013, 13:08 #52
[...]So heißt es in einem Urteil das HessLSG vom 23.04.03 - L6/10 AL 1404/01, dass eine Trainingsmaßnahme als unzumutbar betrachtet werden könne, wenn "mehr als die Hälfte des Unterrichtsstoffs den Arbeitslosen krass unterfordere." (aus Arbeitslosenprojekt TuWAS, ALG Leitfaden SGB III, S. 168) [...]
Das Urteil ist zusätzlich zu den in dieser Hinsicht schon bekannten Urteilen interessant bezüglich einer Nicht-Unterschrift bei einem Maßnahmenträger.
Die Maßnahme war nicht zustande gekommen, da der Maßgenommene sich weigerte, die Hausordnung zu unterschreiben. In ihr war ein Passus mit wahrscheinlich bewusst diffus gehaltener Schadensersatzklausel, die jeden Teilgenommenen leicht hätte schwer benachteiligen können.
Da die Maßnehmerei aber schon aus den genannten Gründen unzumutbar war, wurde die Nicht-Unterschrift zwar nicht gerichtlich bewertet, allerdings sind die entsprechenden Formulierungen schon eine gute Argumentationsvorlage.
(Nachzulesen z.B. unter Hessisches LSG, Urteil vom 23. April 2003 - Az. L 6/10 AL 1404/01)
21.03.2014, 18:47 #53
Welche Ausbildung müsste so ein Coach vorweisen bzw. belegen können, um überhaupt Leute zu "coachen"?
Gibt es da Zertifikate oder ähnliches, die man sich zeigen lassen kann, welche auch einer Überprüfung (wenn ja, wo kann man das prüfen lassen) standhalten.
Wären die zur Vorlage verpflichtet?
Könnte man dann die herrausnahme aus einer solchen Maßnahme damit begründen?
wenn ich Jahrelang Bewerbungen schreibe, diese auch immer erstattet bekomme, wie kann der SB plötzlichen meinen, ich bräuchte eine Bewerbungsmaßnahme?
1. entweder habe ich Jahrelang alles falsch geschrieben, dann hätte man das an den Bewerbungen sehen müssen und man hätte Jahrelang das Geld zum Fenster rausgeworfen
2. habe ich Jahrelang alles richtig gemacht, dann bräuchte ich kein Bewerbungstraining (da man ja immer alles erstattet bekam, also so falsch nicht war)
21.03.2014, 20:28 #54
Bei den gängigen Sinnlosmaßnahmen ? Ich glaube,daß es da keine gibt. Bei dem, was manche "Dozenten" so abliefern,wäre auch fraglich, wer die irgendwie "zertifizieren" sollte. Die einzigen Dozenten,die mir bekannt sind,die eine Zertifizierung brauchen,sind die für Qualifizierungsmaßnahmen, welche in einem offiziellen Zertifikat des Herstellers enden (z.B. Microsoft Certified Solutions Associate). Hier müssen die Dozenten den "Trainerschein" des jeweiligen Zertifikats-Herausgebers besitzen.
In erster Linie dienen Bewerbungsmaßnahmen nur einem Zweck: Die Leute aus der Statistik rauskriegen.
Nummer Zwei,warum Leute in solche Maßnahmen gesteckt werden,ist pure Jobcenter-Logik: "Wenn einer ewig Bewerbungen schreibt,aber keinen Erfolg hat, liegt das nicht etwa an mangelnden Stellen,sondern an mangelhaften Bewerbungsschreiben!".
21.03.2014, 20:31 #55
Der Begriff des Coach ist rechtlich nicht geschützt. Das heißt, dass sich grundsätzlich jeder Horst als Coach bezeichnen darf. Gleiches gilt übrigend für die Bezeichnung Pädagoge oder Sozialpädagoge. Beides kann sich jeder nennen, wie er gerade lustig ist. Erst wenn ein Titel davor auftaucht (etwa Diplom-Sozialpädagoge) ist die Bezeichnung geschützt und darf nur bei entsprechendem Abschluss geführt werden. Aber Coach allein kann sich wirklich jeder nennen. Egal, ob er über einen Doktortitel oder M.Sc. in Psychologie verfügt, oder nur eine Baumschule besucht hat.
Es ist aber so, dass die meisten Bildungsträger schon irgendwelche Qualifikationsanforderungen an ihre Dozenten stellen. Einfach deshalb, weil in den Verträgen mit den Jobcentern oftmals steht, dass nur "Personen mit entsprechender Qualifikation und Befähigung" dort ALG II Bezieher in Kurs XYZ unterrichten dürfen. Auch für die Akkreditierung der Maßnahme und des Trägers bedarf es der Einhaltung bestimmter qualitativer Mindeststandards, was oftmals aber das Papier nicht wert ist, auf dem es gedruckt steht. Den kontrolliert wird das sehr selten.
Kurzum: Was ein Papier sagt (So soll es sein) und was in der Realität passiert (So ist es), sind zwei Paar Schuhe. Zumeist arbeiten bei Bildungsträgern durchaus Menschen mit irgendeiner (sozial)lpädagogen Formalqualifikation, aber ebenso findet man dort auch Handwerker, Ex-Soldaten, Ex-Postangestellte und "Hausfrauen", die lediglich mal ein mehrwöchiges Coaching- oder Esoterik-Seminar absolviert haben.
Es ist, das sei der Vollständigkeit halber erwähnt, aber sicher auch schon so, dass man dort durchaus auf kompetentes Fachperson stoßen kann, aber die Regel ist einfach: Wer wirklich kompetent ist, bleibt zumeist nicht lange als Coach bei einem Bildungsträger. Wer was drauf hat, sucht sich ganz schnell was besseres. Von daher wage ich die Behauptung, dass sich bei Bildungsträger oft jene Coaches versammeln, die selbst nichts anderes finden. Ein zynisch-selbstkritischer Insider-Spruch unter Bildungsträger-Coaches lautet nicht zu Unrecht:
"Jobcoaching für Jobcenter-Kunden nennt man es, wenn Versager anderen Versagern lernen, wie sie keine Versager mehr sind."
Es gibt unzählige solcher Zertifikate. Grundsätzlich denke ich: Wer als Coach wirklich was drauf hat und von der eigenen Qualifikation überzeugt ist, sollte keine Probleme damit haben, einem "Kunden" ausführlich Auskunft über die eigene Qualifikation zu geben. Wenn auf die Frage des "Kunden" nur so ein Spruch kommt wie "Ich habe mich pädagogisch weitergebildet" oder "Ich verfüge über fundierte psychologische Gesprächs- und Lebensunterstützungskenntnisse", würde ich skeptisch werden.
Wer z.B. einen Hochschul- oder Berufsabschluss (IHK/HWK) vorweisen kann, wird dies sicher auch sagen. Denn warum sollte er das verschweigen? Generell gilt: Wenn ein Coaching-Zertifikat von einer Hochschule (Zentrum für Weiterbildung etc.) ausgestellt wurde und/oder von der IHK vergeben/anerkannt wird, ist das schonmal ein Qualitäts-Indikator, aber sicher dennoch kein Garant. Ich würde den Coach ganz direkt danach fragen: "Werter Guru, abgesehen von ihrem motivierenden Chaka-Gerede, über welche formale Qualifikation (Berufs- und/oder Studiensabschluss sowie etwaige berufliche Fortbildung) verfügen Sie eigentlich?"
Dir gegenüber nicht, wohl aber gegenüber dem Jobcenter. Der Bildungsträger ist verpflichtet, dem Jobcenter gegenüber auf Verlangen nachzuweisen, dass er in den vom JC finanzierten Kursen nur qualifiziertes Personal einsetzt. Genaueres steht in den jeweiligen Verdingungsunterlagen. Bei Zweifel an der Qualifikation des Coaches kannst du dich an den Qualitätsmanagementbeauftragen des JC wenden (oder an den pAp oder ans KRM), wobei man erfahrungsgemäß sagen muss:
Ob du einem JC-Mitarbeiter nun sagst "Lieber Herr JC-Mann, ich glaube nicht, dass mein Coach qualifiziert ist, bitte prüfe Sie das mal" oder ob du zu der tragenden Betonwand neben dir sagst "Du, Wand, rutsch mal'n Stück zur Seite!" - in beiden Fällen wird das gleiche passieren: NIX (in Bezug auf die Wand hoffe ich das jedenfalls).
Für sich alleine genommen ist das eher unwahrscheinlich. Man kann das auf diese Schiene versuchen, aber eine Erfolgsgarantie, dass das klappt, gibt es nicht. Ich selbst habe schon einigen Leuten geholfen, sanktionslos aus einer Maßnahme genommen zu werden, aber niemals durch alleinigen Verweis darauf, dass ein Coach nicht formal qualifiziert ist. Ich glaube leider nicht, dass das ausreicht! Wir haben das in den Schreiben, bei denen ich geholfen habe, immer sehr ausführlich mit konkretem Verweis auf diverse Vorfälle/Beispiele begründet.
Von einem Einzeiler a la "Mein Coach ist unqualifiziert, ich verlange die Rausnahme aus der Maßnahme" würde ich abraten, das dürfte kaum funktionieren! Aber: Wenn du deinem pAp plausibel machen kannst, dass dir die Maßnahme mangels Qualifikation des Coaches nichts bringt, ist das ein wichtiger Grund. Deshalb gilt: Unbedingt ein Protokoll anfertigen. Man sollte immer einen Erlebnisbericht schreiben, damit man auf eniges an "Munition" zurückgreifen kann.
Noch ne Frage:wenn ich Jahrelang Bewerbungen schreibe, diese auch immer erstattet bekomme, wie kann der SB plötzlichen meinen, ich bräuchte eine Bewerbungsmaßnahme?
Da darfst du keine menschliche Logik drin suchen. Das ist Verwaltungslogik, oder genauer: Controlling-Logik. eine solche "Logik" muss nicht logisch sein, die muss nur Zahlen liefern. Kurzum ist der Grund für dein "Angebot" vermutlich einfach, dass der SB/pAp eine Maßnahme befüllen muss. Es passiert regelmäßig, dass diverse Aufforderungen von Kollegen und Teamleitern durchs JC geistern, dass gefälligst bis Ende der Woche Maßnahme XYZ voll gemacht sein muss. Dann muss jeder SB/pAp spuren und weist halt den nächstbesten "Kunden" zu, der ins Büro kommt. Der ist dann aus der ALO-Statistik (in BA-Deutsch nennt sich das "versorgt") und die BA-Oberen sind zufrieden mit der guten Integrationsleistung.
Darum geht es nicht. Das Geld MUSS sogar zum Fenster rausgeworfen werden. Die Jobcenter haben nämlich ein bestimmtes Budget für den Einkauf solcher Bewerbungs-Coachings, und dieses Budget MÜSSEN sie ausschöpfen. Wenn man zum Jahresende z.B. merkt, dass man noch zu viel Geld im MAT-Topf hat, werden halt noch schnell 3-4 Maßnahmen für je 30.000 € eingekauft und ein paar Arbeitslose damit "beglückt" bzw. in BA-Sprech formuliert: "Zum Zweck der Arbeitsmarktintegration gefördert".
Genauer genommen hat dein SB/pAp was "falsch" gemacht, wenn du jahrelang von solchen Maßnahmen verschont geblieben bist. Denn eigentlich ist jeder pAp angehalten, die immer reichlich zu befüllen...
21.03.2014, 21:40 #56
Vielleicht liegt es in meinem Fall daran, dass der Drv die Bewerbungskosten übernimmt. Teilhabe am Arbeitsleben...
Duerfte das JC mich dann überhaupt in eine Maßnahme stecken oder nur der Drv?
22.03.2014, 09:29 #57
aber ebenso findet man dort auch Handwerker, Ex-Soldaten, Ex-Postangestellte und "Hausfrauen"
Insbesondere Ex-Soldaten scheint es im Bereich Erwachsenenbildung besonders häufig zu geben. Speziell hier im Osten wurde nach der Wende offenbar jeder,der irgendwas bei der NVA zu sagen hatte,aber nicht zur Bundeswehr übernommen wurde, zum Dozenten "umgeschult". Allerdings gibts auch Dozenten,die selbst noch 2-3 Jahre vorher genau die gleiche Maßnahme gemacht haben wie diejenigen,die sie unterrichten sollen. Ich mache zur Zeit eine Umschulung, einer unser Dozenten hat die gleiche Umschulung vor nicht mal 4 Jahren absolviert. Dem fehlt natürlich jegliche Praxis,da er selbst auch alles nur aus der Theorie kennt.
Von daher wage ich die Behauptung, dass sich bei Bildungsträger oft jene Coaches versammeln, die selbst nichts anderes finden.
Das kann ich mir gut vorstellen und finde dies auch bestätigt,wenn ich mal auf meine bisherige "Maßnahmenlaufbahn" zurückschaue.
"Werter Guru, abgesehen von ihrem motivierenden Chaka-Gerede, über welche formale Qualifikation (Berufs- und/oder Studiensabschluss sowie etwaige berufliche Fortbildung) verfügen Sie eigentlich?"
Kommt ganz auf die Art der Maßnahme an. Nach meiner Erfahrung ist die "Dozenten-Qualität" in den gängigen Sinnlosmaßnahmen echt unterirdisch, selbst die Teilnehmer selbst haben da oft mehr auf dem Kasten. Ich für meinen Teil scheue mich inzwischen auch nicht mehr davor, es deutlich zu zeigen,wenn ich mehr auf dem Kasten habe als ein Dozent. Auch wenn das bei denen gar nicht gut ankommt.
Die Jobcenter wissen genau, daß in der Praxis nichtmal ansatzweise alles so ist,wie es in der Theorie sein sollte. Sie wissen,daß sich die Teilnehmer meist selbst überlassen werden und daß die Dozenten -falls es überhaupt welche gibt- zum Bodensatz ihrers Berufsstandes gehören. Allerdings verschließen sie nur zu gerne die Augen davor. Nicht umsonst gibts keine unangekündigten Kontrollen des Jobcenters,sondern sie werden wochenlang angekündigt. Heißt: Jeder macht hier jedem irgendwas vor und beide Seiten wissen das.
Wer als Erwerbsloser dagegen vorgehen will, steht allein auf weiter Flur,weil in den Augen der Jobcenter natürlich nicht sein kann,was nicht sein darf.
22.03.2014, 14:04 #58
Nee, nee, ist schon okay so, soll der mal so weiter machen
07.04.2014, 16:47 #59
"Personen mit entsprechender Qualifikation und Befähigung"
Ich sollte von einer Dame gecoacht werden, deren Spezialität das Kartenlegen war! Astro Show
Wir haben dann alles über Horoskope gelernt! Sehr interessant, wirklich!
16.05.2014, 15:03 #60
Gelegentlich kann es sogar passieren das ein Arbeitssuchender an einen Mitarbeiter auf dem JC gerät der sich nicht querstellt bezüglich fachspezifischer Weiterbildungen.
Selbst ein 1wöchiger Kurs in einem anderen Bundesland wurde samt Fahrtkosten, Kosten der dortigen Unterkunft für die Zeit und die nicht unbeträchtlichen Kurskosten problemlos übernommen. Betroffener hat seinem SB diesen Kurs unterbreitet und klargestellt das er dadurch besser vermittelbar ist, denn diese Spezialkenntnisse hat nicht Jeder.
3 Wochen später, als noch immer kein neuer Job in Sicht war trotz Bewerbungen, stellte Betroffener fest das man u.a. in seinem Beruf Leute sucht mit IHK-Ausbilderzertifikat. Auch nicht gerade billig.
Also beim selben Mitarbeiter beantragt und der sagte nur vergnügt "na dann machen wir das doch", druckte ihm die Zusage sofort beim Termin aus und der Betroffene konnte sich anmelden.
Ja SO geht Förderung !
Es gibt in jedem Beruf noch Möglichkeiten zusätzliche Abschlüsse zu machen und dafür ist das Geld doch wohl auch eigentlich da, sollte es da sein.
Nebenbei bewirbt sich der Betroffene natürlich weiter, aber obwohl er gerade erst 5 Monate arbeitssuchend ist hat er sichtlich keine Probleme mit diesem SB. Der SB ist ja auch kein Jungspund mehr.
Habe ihn beim 1. Termin als Begleitperson kennengelernt. Sehr zugänglich, sehr höflich und sachlich, verhandlungsbereit und nimt sich richtig Zeit. Der 1. Termin dauerte knapp 2 Stunden und es konnte problemlos wirklich alles besprochen werden und er gab schon mal Zusagen sogar für Kostenübernahmen bei eventuellen Umzügen ect. pp.
Bisher hat er sich an alle seine Zusagen stets gehalten.
Über Fax und Net ist er jederzeit erreichbar und seine direkte Tel.nr. hat er dem Betroffenen in meinem Beisein auch sofort gegeben, - für den Fall das es mal dringend sein sollte.
Es ist das 3. Mal in meiner Erfahrung seit vielen Jahren als Beistand, daß ein SB wirklich fachlich qualifiziert und auch motiviert ist.
Zugegeben, - zu selten, viel zu selten, aber ich will damit nur sagen das es auch anders geht, - wenn der SB wirklich will und das die Fördertöpfe auch für Maßnahmen da sind für die der SB erst einmal eine Nummer kreiren lassen muß, da sie nicht im Verzeichnis stehen. Solche SB brauchen die betroffenen Bürger und dann haben die Betroffenen etwas davon, die potentiellen AG / die Wirtschaft und das Geld geht nicht an diese dubiosen Anbieter von Strick- und Sportkursen.
Es geht alles, - wenn der Wille von allen Seiten dafür da ist.
07.07.2014, 20:18 #61
Mein Sachbearbeiter will dass ich in eine Maßnahme für psychisch Kranke gehe...allerdings ist die genau wie alle andere Maßnahmen...dort wird derselbe Schmu gemacht wie in anderen, er meinte aber schon vor fünf Monaten, dass diese maßnahme mir helfen würde, Defizite zu erkennen, etwas dagegen zu tun und so eine Stelle zu finden.
Weiß jemand ein paar gute Argumente, wie ich die zuweisung in diese maßnahme umgehen könnte? Dort pfercht man psychisch Kranke jeder ARt zusammen, ohne ihnen besondere Hilfen/Förderungen zukommen zu lassen, die Maßnahmeinhalte sind die gleichen wie in anderen Maßnahmen, nämlich so gut wie nichts.
07.07.2014, 22:11 #62
Es gäbe aus meiner Sicht drei praktikable Möglichkeiten:
1) Wenn es sich nicht gerade um eine Netto-Maßnahme handelt (bei solchen muss man krankheitsbedingte Fehltage nachholen), wäre eine Option, beim Hausarzt oder Psychiater mit offenen Karten zu spielen und zu sagen, dass diese Maßnahme bzw. die Art der Maßnahme (Exposition bzw. Auseinandersetzung mit der eigenen Krankheit in einer Gruppe von Fremden) einen sehr belastet und buchstäblich das psychische Problem verschlimmert. Man bittet also um Krankschreibung bzw. darum, dass der Arzt ein Schreiben aufsetzt, aus dem hervorgeht, dass eine Gruppenmaßnahme der Gesundwerdung nicht förderlich ist.
2) Wenn du vom Arzt kein solches Schreiben erhältst, du aber fest überzeugt bist, dass diese Maßnahme dir schadet, bestünde die Möglichkeit, dass du beim pAp direkt sagst, dass du dich derzeit in keiner Weise arbeitsfähig fühlst. Du bittest dann um die Feststellung deiner Erwerbsfähigkeit beim ärztlichen Dienst. Bis die erfolgt, vergehen in der Regel mehrere Wochen. Bis das Ergebnis der Begutachtung vorliegt, kann keine EGV geschlossen und keine Zuweisung in eine Maßnahme getätigt werden. Du erkaufst somit in jedem Fall Zeit.
3) Du solltest in Kombination dazu (oder auch ohne auf Punkt 1 zurückzugreifen) zudem alle jene Fragen auf Seite 1 dieses Threads durcharbeiten und deinen pAp im Jobcenter damit konfrontieren. Ferner solltest du den pAp ruhig direkt fragen, was ihn denn qualifiziert, Aussagen darüber zu tätigen, was dir gut tut. Er ist immerhin kein Mediziner und weiß nichts von deinem Krankheitsbild, welches es ja durchaus mit sich bringen kann, dass es dir außer Haus bzw. unter Menschen generell viel schlechter geht. Träfe dies zu, wäre so eine Maßnahme nicht optimal für dich.
4) Auch wäre eine Option, (wenn du die Maßnahme psychisch gesehen schon machen könntest, aber einfach keine Lust dazu hast - was ich voll verstehe!), dir selbstständig irgendeine andere Fördermaßnahme zu suchen, die dich mehr interessiert. Du kannst dazu bei Kursnet schauen, du kannst aber auch einfach über google suchen, denn längst nicht alle Anbieter von beruflichen Fortbildungen haben ihre Angebote bei Kursnet eingestellt, obgleich sie oftmals dennoch förderbar sind. Dieses selbst suchen hat den Vorteil, dass du deinem pAp gegenüber zeigst, dass du gar nicht aktiviert werden musst, weil du schon selbst aktiv bist. Überdies kannst du so im besten Fall eine Fortbildung abgreifen, die dich wirklich interessiert.
Sollte das alles nichts helfen, wäre im letzten Schritt zu prüfen, ob bei der Zuweisung zur Maßnahme, so sie denn erfolgt, irgendwelche Verfahrensfehler (falsch/Keine RFB, nicht spezifizierte EGV, Datenschutzverletzungen etc.) vorliegen. Auch kann es durchaus helfen, dem pAp im Fall der Fälle zu "drohen", dass du bei einer Zwangszuweisung gegen den Verwaltungsakt in Widerspruch gehen und klagen wirst. Manchmal schreckt das den pAp dann schon ab, denn jeder Widerspruch macht ihm Arbeit, zumal er dazu eine Stellungnahme schreiben muss. Das ist aber jetzt noch verfrüht. Wie auch immer du entscheidest: In jedem Falle alles Gute!
07.07.2014, 22:46 #63
Danke für deine Antwort, das ist wirklich sehr hilfreich für mich.
Was dieses Kursnet betrifft, kann man denn die Kurse auch zuhause auf dem eigenen PC machen? Ich würde ja gerne einen Französischkurs machen, war auch mal von der Arge in einem, den ich jedoch wegen Mobbing abbrechen musste. Der Kurs war damals freiwillig, weswegen ich durch den Abbruch keine Sanktion bekam. Ich habe solche Angst vor Menschen, dass ich nur von zu Hause aus einen Kurs machen könnte, und dann auch am liebsten einen den ich mir selbst aussuche.
Und ich kann nur wenn ich alleine bin gut und konzentriert arbeiten, ich bin ein Mensch der viel Ruhe braucht.
Gibt es eigentlich auch Kurse, die nur für eine Person abgehalten werden oder gibt es von der Arge aus nur Gruppenkurse?
Und ich möchte eher etwas machen, das mir wirklich etwas nützt wie eine Sprache lernen oder einen Kurs im kreativen Schreiben vielleicht.
Eine Nettomaßnahme ist es nicht, in der Zeitung unserer Stadt stand "da diese Maßnahme freiwillig ist, arbeiten die Teilnehmer besonders eifrig mit".
Die Maßnahme gibts in Vollzeit und Teilzeit, die Teilnahmezeit liegt zwischen 3 und 9 Monaten.
Kann man bei freiwilligen Maßnahmen denn auch eine Kürzung erhalten, wenn man sich keinen Termin zum Beratungsgespräch genommen hat?
Ich habe jetzt auch vor, mir einen Psychiater zu suchen, um mir ein Gutachten erstellen zu lassen, das belegt dass ich mich zur zeit nicht in der Lage fühle um unter Menschen zu gehen.
Aber deinen Vorschlag, um eine Begutachtung beim medizinischen Dienst zu bitten, finde ich gut, denn dadurch gewinne ich Zeit. Bei einem Psychiater habe ich keinen Termin bekommen können, da muss man leider auch mehrere Monate warten, und das wird der Arge sicherlich zu lange dauern.
In der Maßnahme wird unter anderem Ernährungsberatung gemacht(ich ernähre mich gesund, esse viel Obst und Gemüse und wenig Junkfood, deswegen halte ich das bei mir für sinnlos an sowas teilzunehmen), außerdem werden dort in der Gruppe die psychischen Defizite jedes Einzelnen ermittelt und dann wird das übliche gemacht, Word und Excel, Powerpoint, den gleichen Kram, den ich schon in sieben oder acht Maßnahmen gemacht hab, immer die gleichen Aufgabe, weil jeder Maßnahmeträger ungefähr die gleichen hat.
Außerdem musste ich in diesen Maßnahmen Mr. Bean gucken und Mandalas ausmalen, und ein Bild malen wie ich mir meine berufliche zUkunft vorstelle. Und in einer Maßnahme musste ich meinen PC mit vier anderen Leuten teilen, die dann alle meinen Lebenslauf sehen konnten, und auch meine Adresse und ich glaube nicht, dass das so zulässig ist.
In allen Maßnahmen in denen ich war, ist nur sinnlos Zeit verdaddelt worden(in zweien sagten die dozenten wir könnten machen was wir wollen solange wir nur anwesend sind).
Deswegen danke ich dir auch für die Antworten auf Seite 1 dieses Themas, ich hoffe, dass die bei meinem Sachbearbeiter Wirkung zeigen werden.
Bist du dir denn sicher, dass bis zur Begutachtung noch Zeit vergeht? Anfang 2004 hatte ich schon einmal eine Begutachtung, und die erfolgte bereits eine Woche nach dem Argetermin.
Aber es ist wohl die einzige Option die ich habe, und so kann ich zumindest noch etwas Zeit gewinnen bis ich einen Termin bei einem Psychiater habe.
Mein Sachbearbeiter sagte mir, dass diese Maßnahme mir sicherlich guttäte, weil ich dort den Umgang mit anderen Menschen wieder lerne, aber ich bin anderer Ansicht und denke eher, dass es meinen Zustand nur noch verschlimmern würde. Ich werde es wirklich mal mit deinen guten Argumenten auf Seite 1 versuchen und sehen ob die bei ihm Wirkung zeigen.
Er sagte bei allen Maßnahmen in die er mich schickte immer, dass zwei Drittel aller Teilnehmer eine Stelle dadurch gefunden hätten...ich habe ihm das aber nie geglaubt, weil niemand einem in den Maßnahmen half eine Stelle zu finden, den Dozenten ging es nur darum, mit uns Teilnehmern Geld zu verdienen.
danke für deine Antworten, ich finde es toll, dass du uns Elos hier beräts wenn wir nicht mehr weiterwissen.
07.07.2014, 23:27 #64
Was dieses Kursnet betrifft, kann man denn die Kurse auch zuhause auf dem eigenen PC machen?
Ja, sowas gibt es. Das nennt sich E-Learning oder auch Fernstudium. Schau dazu z.B. hier, hier und hier.
Der Kurs war damals freiwillig, weswegen ich durch den Abbruch keine Sanktion bekam. Ich habe solche Angst vor Menschen, dass ich nur von zu Hause aus einen Kurs machen könnte, und dann auch am liebsten einen den ich mir selbst aussuche.
Dann wie gesagt: Informier dich via google und co, was so angeboten wird, was dich interessiert. Wichtig dabei: Frag bei den Anbietern nach, ob sie AZAV-zertifiziert sind und Bildungsgutscheine annehmen. Das ist die Voraussetzung, damit das JC die Maßnahme fördern kann.
Und ich kann nur wenn ich alleine bin gut und konzentriert arbeiten, ich bin ein Mensch der viel Ruhe braucht. Gibt es eigentlich auch Kurse, die nur für eine Person abgehalten werden oder gibt es von der Arge aus nur Gruppenkurse?
Es gibt sowohl Einzel- wie auch Gruppenkurse. Die Einzelkurse werden meist über AVGS (Aktivierungs- und Vermittlungsgutschein) ausgegeben, das passiert aber selten, da die viel teurer sind als Gruppenmaßnahmen. Bei Einzelmaßnahmen kostet die Stunde Coaching schon mal 50-80 €. Bei Gruppenmaßnahmen sind es oft unter 10 € die Stunde.
Wie gesagt: Das ist grundsätzlich möglich. Da es aber keinen Rechtsanspruch auf eine Förderung gibt, hängt es a) von deinem Verhandlungsgeschick, b) vom Wohlwollen deines pAp und c) auch von der Tatsache ab, ob gerade Mittel im FbW-Fördertopf des JC vorhanden sind.
So ein nichtssagender Bullshit steht da fast immer. Das ist die übliche, verlogene Eigenwerbung der Träger. Wäre es rein freiwillig, würdest du hier kaum deine Fragen stellen. Und wer an einer Maßnahme nur unter Sanktionsandrohung teilnimmt, den kann man wohl kaum als "rein freiwillig anwesend" bezeichnen. Wobei, Jobcenter-Mitarbeiter bringen auch das leider fertig.
Leider üblich und so gewollt. Die meisten Maßnahmen sollen ganz bewusst viel länger laufen, als es Sinn macht (so eine Maßnahme inhaltliche überhaupt jemals Sinn macht), denn es geht hauptsächlich darum, dich für 3 bis 9 Monate aus der ALO-Statistik zu bekommen.
Wenn die Maßnahme freiwillig ist, kann es keine Sanktion geben. Zu Terminen, die dir vom JC mit RFB zugeschickt werden (Einladung nach § 59 SGB II i.V.m § 309 SGB III) und zu Terminen, die in einer EGV fixiert sind, musst du erscheinen, zu anderen Terminen nicht!
Das ist normal. (Zwangs)Maßnahme sind fast immer solch ein unnützer, oft auch entwürdigender Müll, wo man wie ein kleines Kind behandelt wird.
Das ist leider auch normal. Ich war sowohl schon Teilnehmer (Arbeitsloser) als auch Dozent (Coach) in solchen Maßnahmen. Meine Rolle war eine andere, das Ergebnis aber war immer dasselbe: Stumpfsinnige Langeweile pur - ohne Sinn und Verstand!
Bist du dir denn sicher, dass bis zur Begutachtung noch Zeit vergeht?
Nein, sicher bin ich nicht. Ich weiß nur aus Erfahrung, dass in der Regel mehrere Wochen vergehen, bis eine Begutachtung erfolgt. Die Einschaltungsmöglichkeit des ÄD ist für den pAp kontingentiert, d.h. er kann pro Monat nur bestimmte Einschaltungen vornehmen und muss dann auf den nächsten Monat warten. Und dann dauert es meist noch, bis einem ein Termin zugesandt wird. In der Regel vergehen zwischen Ausgabe des Gesundheitsfragebogens und Ergebnis der ÄD-Untersuchung mehr als 6 Wochen.
Eine andere Möglichkeit wäre, zum Hausarzt zu gehen. Der kann grundsätzlich auch so ein Schreiben ausstellen und dir z.B. auch bescheinigen, dass du auf einen Platz beim Therapeuten wartest.
Mein Sachbearbeiter sagte mir, dass diese Maßnahme mir sicherlich guttäte, weil ich dort den Umgang mit anderen Menschen wieder lerne, aber ich bin anderer Ansicht und denke eher, dass es meinen Zustand nur noch verschlimmern würde.
Ich will deinem pAp nichts unterstellen. Ich kann mir sogar gut vorstellen, dass er es gut mit dir meint und dass er vielleicht wirklich davon überzeugt ist, dass das eine gute Maßnahme ist. Denn in der Regel wissen die pAps kaum etwas davon, was in solchen Maßnahmen abgeht. Aber dennoch: Der pAp ist kein Mediziner. Er kann nicht verlässlich beurteilen, was so eine Maßnahme bei dir vermutlich bewirken wird. Er spekuliert - und das ist sein gutes Recht. Dein Recht ist es aber genauso, das anders zu sehen (schließlich kennst du dich besser als der pAp).
Er sagte bei allen Maßnahmen in die er mich schickte immer, dass zwei Drittel aller Teilnehmer eine Stelle dadurch gefunden hätten...
Das ist ein Standard-Spruch. Den habe ich als pAp meinen „Kunden" auch oft an den Kopf geknallt. Das hat aber keine Bedeutung. Es ist meist gelogen, denn der pAp weiß ja, dass sowas eh kein Mensch nachprüft. Denn fragt ein Kunde doch mal nach Zahlen, wird der pAp ganz schnell ausweichend sagen: Nein, aus Datenschutzgründen habe ich da nix genaueres zu...
ich habe ihm das aber nie geglaubt, weil niemand einem in den Maßnahmen half eine Stelle zu finden, den Dozenten ging es nur darum, mit uns Teilnehmern Geld zu verdienen.
Auch das ist leider üblich. Aber wie gesagt: Das Ziel solcher Maßnahmen ist eher ein politisches, es geht und ging nie wirklich darum, in Arbeit zu vermitteln. Die Statistik und das Aufrechterhalten der SGBII-Aktivierungsdogmatik stehen im Vordergrund des verbreiteten Maßnahme-Fetisch im Jobcenter.
09.07.2014, 14:08 #65
Ich wollte mich noch mal herzlich bei dir bedanken.
Ich kanns gar nicht glauben, aber die Fragen, die du hier hereingestellt hast, haben ihre Wirkung gezeigt.
Ich hätte nie gedacht, dass das funktioniert. Mein Sachbearbeiter war um Antworten total verlegen, als ich ihn mit den Fragen bombadierte, kaum hatte er eine beantwortet, stellte ich die nächste, was er ja von mir als ruhigem, schüchternem Menschen gar nicht gewohnt war.
Seine Antworten waren auch sehr schwammig, ungefähr so: "Es gibt zwar auch schlechte Maßnahmen, aber wir haben auch viele gute."
Dann fragte ich ihn, ob er mir eine Statistik zeigen könne, wie viele Leute in den sogenannten guten Maßnahmen eine Stelle gefunden hätten, das konnte er nicht...und ich fragte ihn dann, wenn er das nicht könne, wieso glaube er dann, dass diese Maßnahme mich in Arbeit bringt.
Ich hatte die ganze Zeit Angst, dass er mir doch noch ne Maßnahmezuweisung um die Ohren knallt, aber nach einer halben Stunde sagte er mir, dass er es nicht für sinnvoll halte, mich diesmal in eine maßnahme zu schicken, ich solle doch erst einmal meine Therapie machen und darüber Bescheinigungen vorlegen.
Und so verließ ich ohne Maßnahmezuweisung sein Büro, ich kann es immer noch kaum glauben
Jetzt habe ich also erst einmal Ruhe und kann mir weitere Schritte überlegen.
Ich hätte auch nie gedacht, dass ich tatsächlich den Mut haben werde die Fragen zu stellen, da ich ja ängstlich und schüchtern bin, aber ich habs wirklich geschafft.
Der SA sagte zwar, dass er mich, wenn meine Therapie irgendwann einmal ERfolge zeigt, in eine Maßnahme namens Wifa Köln schicken will, die er als wirklich sehr gut bezeichnete...aber bis dahin werde ich einen Weg finden, dass ich auch diese nicht machen muss...jetzt konzentriere ich mich erst einmal auf meine Therapie. Jedenfalls hab ich jetzt erst einmal bis zum nächsten Termin in ca. 5 Monaten Ruhe und selbst dann kann der Sachbearbeiter nicht verlangen dass ich gleic in eine Maßnahme gehe, da eine Therapie ja länger als fünf Monate dauert.
Also ich bin dir wirklich sehr dankbar, ich kann kaum glauben, wie wirksam diese Fragen sind....die Sachbearbeiter erleben es wohl nicht oft, dass sie die gestellt bekommen.
10.07.2014, 20:59 #66
Kein Problem! So soll es ja auch sein. Hier übrigens nochmal weitere "Munition", die man - in Ergänzung zu den guten Argumenten - als rechtliche Argumentationshilfe verwenden kann. Dazu ist allerdings zu sagen, dass die folgenden vier Urteile aus der Zeit vor Hartz IV stammen und mit explizitem Bezug auf das Arbeitslosengeld I ergangen sind.
Gleichwohl gilt: Sie zu kennen und bei der schriftlichen Auseinandersetzung mit dem pAp - oder später dann ggfs. im Widerspruch - auf sie zu verweisen, kann helfen, da sich daraus ein bestimmter Grundtenor ableiten lässt, der da lautet, dass auch Arbeitslose sich seitens des Amtes nicht alles gefallen lassen müssen. Das gilt trotz schärferer Zumutbarkeitsregelungen explizit auch im Rechtskreis SGB II!
Zwar wird seitens des pAp oft mit Bezugnahme auf den § 2 SGB II argumentiert, dass man als "Kunde" alles tun müsse, was der Beendigung oder Verringerung der Hilfebedürftigkeit dient. In diesem Kontext behauptet der pAp ganz oft, dass Maßnahmen eben diesem Ziel dienten. Sie dienten, so die "Logik", der Heranführung an den Arbeitsmarkt und damit der Verringerung der Hilfebedürftigkeit. Genau das kann man in Bezug auf ganz viele Maßnahmen aber massiv bezweifeln, was sogar das BA-eigene Forschungsinstitut tut! Man lese dazu als einen Beleg unter vielen dieses IAB-Dokument, in dem es wörtlich heißt (S.7):
"Bewerbungstrainings vermitteln Kenntnisse, die es erleichtern, einen Job zu finden – für die Ausübung des Jobs spielen sie aber in der Regel keine maßgebliche Rolle. Mit den erlernten Fähigkeiten zur Verbesserung des Bewerbungsprozesses scheinen für einige Teilnehmer an Bewerbungstraining keine höheren Jobchancen einherzugehen, so dass sie wohl effektiver durch Vermittlung von Kenntnissen oder Eignungsfeststellungen gefördert worden wären. Die Ursachen hierfür können vielfältig sein. Ein Grund mag sein, dass die Schulungsinhalte für einige Bewerbungstrainingsteilnehmer nicht adäquat sind. Dies spricht aber auch dafür, diese Personen nicht durch Bewerbungstraining zu fördern. Hier können die Fachkräfte der Jobcenter das systematische Feedback der Teilnehmer zu den Kursen nutzen, um Hinweise auf eine adäquate Anpassung der Schulungsinhalte und auf eine effektivere Zuweisung von Teilnehmern zu erhalten."
Auch muss bedacht werden, dass es im § 31 SGB II ganz klar heißt, dass eine Kürzung der Leistung bei Nichtantritt oder Abbruch einer Maßnahme nicht eintritt, wenn der erwerbsfähige Leistungsberechtigte einen wichtigen Grund für sein Verhalten darlegt und nachweist. Eben darum geht es: Man muss den wichtigen Grund belegen. Und offenkundige Nicht-Sinnhaftigkeit einer Maßnahme im Sinne von "Da kann ich gar nichts neues lernen" ist ein wichtiger Grund, wenn dieser Grund belegt wird.
Es bietet sich an, folgendes beachten:
Man sollte mit guten praktischen (pädagogischen) Argumenten gegen die Maßnahmezuweisung - bzw. nach erfolgter Zuweisung weitere Teilnahme - vorgehen.
Es geht darum, die Sinnhaftigkeit in Frage zu stellen und somit einen wichtigen Grund zu schaffen!
Zusätzlich sollte man, wenn das nicht hilft, mit rechtlichen Argumenten die praktischen Argumente untermauern.
Die nachfolgend zitierten Urteile finden sich im "Leitfaden für Arbeitslose - Der Rechtsratgeber zum SGB III", Fachhochschulverlag 2013, S. 168-169. Sie sind wie gesagt nicht unmittelbar auf das SGB II übertragbar, aber das ändert nichts daran, dass sie zu Argumentationszwecken herangezogen werden können und sollten!
1) HessLSG L 6 AL 166/00 / Tenor: Die Maßnahme muss nicht absolviert werden, wenn sie offensichtlich nichts bringt. Zitat aus dem Urteil:
"...denn die streitgegenständliche Trainingsmaßnahme war entgegen der Auffassung der Beklagten nicht geeignet, dem Kläger notwendige Kenntnisse und Fähigkeiten zu vermitteln, um eine Vermittlung in Arbeit oder einen erfolgreichen Abschluss einer beruflichen Aus- oder Weiterbildung erheblich zu erleichtern [...]. Relevant ist, in welchem Umfang für einen konkreten Arbeitslosen mit dem bestehenden Leistungsprofil, z.B. Lebensalter oder Dauer der Arbeitslosigkeit, sich durch die Maßnahme die Beschäftigungschancen erhöhen. Nicht vorausgesetzt wird eine positive Beschäftigungsprognose, vielmehr soll nach Durchführung der Trainingsmaßnahme die Wahrscheinlichkeit zur Beendung der Arbeitslosigkeit größer sein als vor der Maßnahme. [...] Vorliegend war die Beklagte im Rahmen der beschriebenen Prognoseentscheidung zu dem Ergebnis gekommen, dass die angebotene Trainingsmaßnahme "Wege aus der Arbeitslosigkeit, Bewerbungstraining" zu einer Verbesserung der Eingliederungsaussichten des Klägers führen könnte. Das Gericht kann dieser Einschätzung nicht folgen."
2) HessLSG - L 6 AL 520/02 / Tenor: Trainingsmaßnahme ist unzumutbar, wenn sie die Qualifikation nicht verbessert. Zitat aus dem Urteil:
"Nach dem Inhalt der Maßnahmeakte, in der davon gesprochen wird, es gehe um die "Vermittlung beruflicher Kenntnisse und Fähigkeiten für arbeitslose Jugendliche" und der angesetzten Dauer von sechs Wochen für die fragliche Maßnahme, kann jedoch unschwer geschlossen werden, dass es sich um eine Maßnahme nach § 49 Abs. 1 Nr. 3 SGB III handeln sollte, also um eine Maßnahme, die dem Arbeitslosen notwendige Kenntnisse und Fähigkeiten vermitteln sollte, um eine Vermittlung in Arbeit oder einen erfolgreichen Abschluss einer beruflichen Aus- oder Weiterbildung erheblich zu erleichtern. Dem entspricht auch der Inhalt des Widerspruchsbescheides vom 21. Juli 1999, der ebenfalls vornehmlich auf diese Merkmale abstellt. Der Senat hält, bezogen auf den Kläger, die dem Kläger angebotene Maßnahme für ungeeignet. Die Teilnahme an dieser Maßnahme war dem Kläger deshalb nicht zumutbar. So ist für den Senat schon nicht erkennbar geworden, welche weitergehenden notwendigen Kenntnisse dem Kläger in der fraglichen Trainingsmaßnahme hätten vermittelt werden können..."
3) HessLSG L 6 AL 216/04 / Tenor: Zuweisung zu einer Maßnahme ohne Berücksichtigung der Qualifikation ist unzumutbar. Zitat aus dem Urteil:
"Der einzige erkennbare Grund scheint für die Beklagte gewesen zu sein, den Kläger möglichst schnell nach der kurzen Zeit der Tätigkeit als Feriensprachlehrer erneut in eine Trainingsmaßnahme hinein zu bringen. Damit wäre der Kläger jedoch in unerlaubter Weise zum Objekt staatlichen Handelns geworden, anstatt die besondere Situation des Klägers mit der vorhergehenden Trainingsmaßnahme angemessen zu berücksichtigen. Bereits aus diesem Grund waren die angefochtenen Bescheide aufzuheben. [...] Ein Arbeitsloser ist nicht verpflichtet, an jeder beliebigen Trainingsmaßnahme teilzunehmen, vielmehr muss es sich um eine im Sinne der §§ 48, 49 SGB 3 förderungsfähige Trainingsmaßnahme handeln."
4) HessLSG L 6 AL 1404/01 / Tenor: Eine Maßnahme, die den Arbeitslosen krass unterfordert, ist unzumutbar. Zitat:
"Nach Auffassung des erkennenden Senates hatte der Kläger einen wichtigen Grund, die Teilnahme an der Trainingsmaßnahme abzulehnen, denn diese war ihm unzumutbar. [...] Dabei genügt nicht eine irgendwie geartete Eignung der Maßnahme zur Verbesserung der Eingliederungsaussichten des Arbeitslosen, sondern es muss ein angemessenes Verhältnis zwischen Dauer und Umfang der Maßnahme und dem Grad der Verbesserung der Eingliederungsaussichten bestehen. Ferner muss das ungeschriebene Tatbestandsmerkmal der Zumutbarkeit der Maßnahme für den Arbeitslosen erfüllt sein [...] Unter Zurückstellung der Frage, in welchem Umfang die konkrete Trainingsmaßnahme die Eingliederungsaussichten des Klägers voraussichtlich hätte fördern können, geht der erkennende Senat davon aus, dass die Teilnahme an dieser Trainingsmaßnahme dem Kläger unzumutbar gewesen ist."
15.07.2014, 12:01 #67
Du wolltest doch vor einem halben Jahr schon zum Psychiater, warum hast du das immer noch nicht getan?
16.07.2014, 09:06 #68
[QUOTE=Celeste;1696116]
22.07.2014, 14:39 #69
Zitat von Buerosklave
Das ist Logik á la Jobcenter: Egal ob einem Qualifikationen oder technische Voraussetzungen zur Arbeitsaufnahme fehlen...im Bewerbungstraining lernt man dann schon,wie man sowas überspielt.
Arglistige Täuschung des Arbeitgebers wäre eine Steilvorlage zur Anullierung des Arbeitsvertrages. Oder, im Sinne des JC natürlich noch besser - für eine fristlose. Denn damit kann man dann als SB etwas für die Sanktionsquote tun.
Aber dann wäre man ja im Mindestfall zumindest für einen Tag aus der Statistik..und nur das zählt für die Herrschaften im Amt.
Falsch. Aus der Statistik bist Du mit dem Maßnahmeantritt, egal was danach passiert. Und für das Vermittlungsbienchen mußt Du den Arbeitgeber wenigstens sieben Tage bei Laune halten. Also bei der ZAF drei Tage arbeiten, dann AU und mit dem Postlauf von AU-Bescheinigung und Kündigungsschreiben hat der SB sein Ziel erreicht. Realistisch ist es, daß ein "marktnaher Kunde" das zweimal im Monat schafft. Damit hat der SB mit ihm im Jahr 24 Vermittlungen generiert und wäre natürlich schön blöd,würde er ihm eine Arbeitsstelle verschaffen ...
Noch weniger als für Qualifizierungen interessieren sich diese Leute in den Ämtern für technische Voraussetzungen für eine Arbeitsaufnahme. Speziell denke ich da an ein Auto. Da kommt dann immer schnell die Forderung,daß man doch einfach umziehen soll. Klingt sinnvoll, wenn man nicht näher drüber nachdenkt.
Stimmt. Denn wenn der LE den Tipp aufgreifen würde, kämen allerhand Arbeit und Ausgaben auf das JC zu: Förderung der Wohnungssuche (Maklergebühren übernehmen), Genehmigung des Umzugs (Umzugsfirma zahlen), Kaution vorstrecken, Kosten der Arbeitssuche in der neuen Stadt ...
Ist natürlich völliger Quatsch, denn das neue JC ist zu beteiligen. Und die werden sich ob der schrägen Idee, den Leuten in der Pampa aus Jux und Tollerei die LE und damit die Kosten abzunehmen, nur an den Kopf greifen. Im Gegenteil: Dort, wo man hinzu In den großen Städten und in Gegenden mit hartem Vermietermarkt versucht man mit allen Mitteln, die Elos in weniger gefragte Gegenden abzudrängen.
30.07.2014, 15:37 #70
Hallo, sehr schöner Thread, der leider an Aktualität nicht eingebüßt hat.
Gut auch der Post von BurnsTorn, der die Qualitäten eines potentiellen Coaches hinterfragt.
Hier habe ich per Recherche die wichtigsten Zertifikatstellen gefunden, also eine Frage könnte lauten:
In wie weit sind Ihre Qualifikationen als Coach nachweisbar zertifiziert?
alternativ, ein IHK- Zertifakt. Eine Dokumentation dieses Zertifikates.
Muss mir jetzt auch Gedanken machen, denn mir droht eine Maßnahme in den nächsten Wochen und Monaten - in Sachen Profiling - berufliche Standortbestimmung. Zu wünschen wäre es, dass es eine sinnvolle Maßnahme ist. Doch zwischen Wunsch und Realität klafft ja auch bei diesem Thema eine Große Lücke. Stärken u.a. selbst angeignete Kenntnisse im grafischen Bereich (u.a. 3D) - alternative gute Fähigkeiten in feinmotorischen Tätigkeiten zB drechseln ... gute PC Kenntnisse allgemein ... also da sollte es nur noch um eine Feinjustierung gehen ... gut, ganz wohl ist mir nicht, da 90-99% aller Maßnahmen eh Schwachsinn sind :(
bin auf ALG II und brauche eine Neue Orientierung / Umschulung. Da ich aber bereits - bin bald 40 auf jeden Fall schon einige Stärken und Schwächen kenne, dürfte ja so eine Profiling-Maßnahme, wenn überhaupt sinnvoll, nur wenige Wochen dauern.
01.08.2014, 16:02 #71
Ich habe von Leuten gehört die 3-4 Monate in einer Maßnahme waren, nach deren Ende dann 1 Woche(!) daheim waren und dann direkt für nochmals 3 Monate zur gleichen Maßnahme geschickt wurden.. ist das überhaupt erlaubt?
Habe auch schon oft versucht mit Gegenargumenten gegen solche Sinnlosmaßnahme anzugehen, aber mein SB babbelt immer nur daher das ich es mal versuchen soll, dabei weiss ich von Jahrelanger Erfahrung von zig Maßnahmen, das diese total für den ***** waren.
Habe wenig Lust in Maßnahmen rumzusitzen, bis ich das Rentenalter erreiche.
07.08.2014, 20:29 #72
Hast du eine EGV unterschrieben? Wenn das Argumentieren nichts bringt, kann man ja auch diesen Weg probieren: http://www.elo-forum.org/weiterbildu...ausverbot.html
Ob erlaubt, ist eine gute Frage - aber es ist auf jeden Fall eine Verschwendung von Steuergeldern!!!!! Ist genauso sinvoll, als ob man alle 4 Monate seinen Führerschein noch einmal neu machen müsste, obwohl bereits bestanden und im Besitz eines Führerscheins. Willkommen in der Bananenrepublik :(
28.08.2014, 10:11 #73
Mir haben die Argumente im #1 nicht geholfen.
Ich muß am kommenden Montag (01.09.2014) an einer drei wöchigen Maßnahme
Es handelt sich hierbei um eine beraterische Hilfeleistung des Maßnahmeträgers
BBZ Altenkirchen GmbH.
Ziel ist es,meine Vermittlungschancen zu verbessern und nach Kräften bei der
Erreichung des Maßnahmeziels mitzuwirken.
Das Projekt heist AVOi; Arbeits Vermittlungs Offensive innovativ und ist ein Gemeinschaftsprojekt des Jobcenters mit dem Berufsbildungs Zentrum Altenkirchen.
Hat schon jemand erfahrungen sammeln können ?
Mir wurde auch mit Sanktionen gedroht,falls ich nicht teilnehme.
28.08.2014, 10:57 #74
Ganz ehrlich ? Wenn ich mal zusammenfassen darf,was man über Maßnahmeträger und Maßnahmen mit solchen Namen hier bisher gelesen hat, dann bereite dich auf 3 Wochen Langeweile vor. Ich vermute ganz stark,daß du 3 Wochen lang im Internet nach Stellen suchen oder zumindest die Zeit absitzen sollst. Ist bei praktisch allen Maßnahmen dieses oder vergleichbarer Titel so.
28.08.2014, 11:17 #75
Heist auf deutsch,genau das gleiche was ich zu hause mache ?
Ich soll lediglich nur meine Bewerbungsunterlagen in Papierform oder digital
(CD,USB-Stick) mitbringen.
hier die Rückseite des Flyers,die mir vom Jobcenter ausgehändigt wurde.
auf der vorderseite stehen nur die Kontaktdaten und die Checkliste.
argumente, bekämpfen, gute, maßnahmezuweisungen
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 § 31
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