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Timestamp: 2019-10-18 12:47:06+00:00

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BGH, 14.07.1997 - II ZR 122/96 - dejure.org
https://dejure.org/1997,1262
BGH, 14.07.1997 - II ZR 122/96 (https://dejure.org/1997,1262)
BGH, Entscheidung vom 14.07.1997 - II ZR 122/96 (https://dejure.org/1997,1262)
BGH, Entscheidung vom 14. Juli 1997 - II ZR 122/96 (https://dejure.org/1997,1262)
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Auseinandersetzung aus stiller Beteiligung an einem Verpächterbetrieb nach Auflösung der Gesellschaft
Wirksamkeit der Vorausabtretung der Auseinandersetzungsforderung eines stillen Gesellschafters im Erbfall
BGB § 398; HGB § 235 (analog)
Rechtsfolgen der Übertragung einer stillen Beteiligung nach Vorausabtretung der Auseinandersetzungsforderung
Gesellschaftsrecht; Vorausabtretung der Auseinandersetzungsforderung eines stillen Gesellschafters
Auseinandersetzung bei einer stillen Gesellschaft (§ 235 HGB analog); Wirkungen der Vor-ausabtretung der Auseinandersetzungsforderung; erbrechtliche Gesamtrechtsnachfolge
NJW 1997, 3370
ZIP 1997, 1589
DNotZ 1998, 965
WM 1997, 1709
BB 1997, 1858
DB 1997, 1815
NZG 1998, 62
Der vom Berufungsgericht nicht ausdrücklich erwähnte Umstand, dass der Sozietätsvertrag die Fälligkeit der Abfindungsraten zu bestimmten Zeitpunkten vorsieht, führt entgegen der Annahme der Revisionserwiderung gleichfalls nicht zu der Auslegung, der Abfindungsanspruch, der mit dem Ausscheiden des Gesellschafters entsteht (BGH, Urteil vom 8. Januar 1990 - II ZR 115/89, ZIP 1990, 305, 306; Urteil vom 14. Juli 1997 - II ZR 122/96, ZIP 1997, 1589, 1590;… Urteil vom 19. Juli 2010 - II ZR 57/09, ZIP 2010, 1637 Rn. 8), sei von der Durchsetzungssperre ausgenommen.
Eine etwaige Sittenwidrigkeit wegen wucherähnlicher Konditionen beträfe nur das Verpflichtungsgeschäft zwischen der Klägerin und dem Zedenten (…vgl. Senat, Urt. v. 21. März 1997, V ZR 355/95, WM 1997, 1155, 1156), während die Wirksamkeit der - für die Aktivlegitimation der Klägerin maßgeblichen - Abtretung der Klageforderung als Verfügungsgeschäft grundsätzlich unabhängig davon zu beurteilen ist (vgl. BGH, Urt. v. 14. Juli 1997, II ZR 122/96, NJW 1997, 3370).
Dabei gehen nicht nur bereits begründete Rechte und Pflichten auf den Erben über, sondern grundsätzlich alle vermögensrechtlichen Beziehungen, auch die "unfertigen", noch werdenden und schwebenden Rechtsbeziehungen des Erblassers, also auch bedingte oder künftige Rechte, Bindungen und Lasten (grdl. BGH 9. Juni 1960 - VII ZR 229/58 - zu I 2 b der Gründe, BGHZ 32, 367; 30. Juni 1976 - VIII ZR 52/75 - zu I 4 a der Gründe; 14. Juli 1997 - II ZR 122/96 - zu 3 b der Gründe; für den Fall einer Vereinigung zweier Sparkassen 21. Mai 1980 - VIII ZR 107/79 - zu III 1 der Gründe, BGHZ 77, 167;… so auch Teichmann in Lutter aaO Rn. 64 ff.) .
Der Anspruch auf Zahlung eines Auseinandersetzungsguthabens des stillen Gesellschafters entsteht - ebenso wie der Verlustausgleichsanspruch - mit der Beendigung der stillen Gesellschaft (vgl. BGH, Urteil vom 14. Juli 1997 - II ZR 122/96, ZIP 1997, 1589, 1590) und kann nach seiner Fälligkeit geltend gemacht bzw. mit einer Klage durchgesetzt werden (§ 271 BGB).
Anders als in den Fällen, welche den von der Revision herangezogenen Entscheidungen des Bundesgerichtshofs vom 9. Juni 1960 (BGHZ 32, 367) und vom 14. Juli 1997 (II ZR 122/96, ZIP 1997, 1589) zugrunde lagen, ist hier nicht ersichtlich, dass die von der Gesamtrechtsnachfolgerin (bzw. von der übernehmenden Gesellschaft) begründeten Forderungen aus dem auf sie übergegangenen Vermögen oder auch nur aus schwebenden Rechtsbeziehungen ihrer Rechtsvorgängerin stammten.
Auch zukünftige Forderungen können abgetreten werden, wenn die Entstehung der Forderung möglich erscheint und die Forderung selbst bestimmbar bezeichnet ist (BGHZ 88, 205, 206; 108, 98, 104; BGH NJW 1988, 3204, 3205; NJW 1997, 3370, 3371;… Palandt/Heinrichs, § 398 Rdn. 11).
Ihre volle Wirkung erlangte die Abtretung zu Gunsten des Zeugen Br. mit dem Vertragsabschluss vom 16.11.1996, sodass der Kaufpreisanspruch dem Streithelfer zusteht (BGHZ 88, 205, 206 f.; BGH NJW 1997, 3370, 3371).
Einer bestimmten Form musste die Vorausabtretung nicht entsprechen (BGH NJW 1997, 3370).
BGH, 13.11.2000 - II ZR 52/99
Wie der Senat im Urteil vom 14. Juli 1997 (II ZR 122/96, ZIP 1997, 1589, 1590) ausgeführt hat, handelt es sich bei der abgetretenen Forderung um einen künftigen Anspruch auf Auszahlung des Auseinandersetzungsguthabens, der mit der Auflösung des Gesellschaftsverhältnisses entsteht.

References: § 398
 § 235
 BGH 
 BGH 
 § 398
 BGH