Source: https://www.peterlang.com/view/9783653959260/chapter2.xhtml
Timestamp: 2018-08-14 19:24:48+00:00

Document:
Kapitel 2: Finanzierungsdefizit im Haftungsrecht : Schutzlücken im System effektiven Rechtsschutzes bei der Durchsetzung von Schadensersatzansprüchen
Kapitel 2: Finanzierun...
Schutzlücken im System effektiven Rechtsschutzes bei der Durchsetzung von Schadensersatzansprüchen
Die Verfasserin zeigt Lücken bei der Durchsetzung von Schadensersatzansprüchen im Individual- und Kollektivschadensbereich auf und analysiert diese anhand von verfassungs- und europarechtlichen Grundsätzen.
Im Individualschadensbereich führen Finanzierungsdefizite und mangelnde Finanzierungshilfen zu einer Rechtsschutzlücke. Die Autorin stellt die Durchsetzungsdefizite für Geschädigte, die nicht über ausreichende finanzielle Mittel verfügen, sowie für Verdiener der Mittelschicht dar.
Im Kollektivschadensbereich sind die derzeit existierenden Klagemöglichkeiten in ihrer Effektivität beschränkt, da die gesetzlichen Regelungen keinen ausreichenden Anreiz schaffen, um kollektive Prozesse anzustrengen. Dieses Buch markiert, dass insbesondere für Bagatellschäden eine effektive Rechtsdurchsetzung nur in wenigen Fällen möglich ist.
978-3-653-95926-0
https://doi.org/10.3726/978-3-653-06357-8
Frankfurt am Main, Berlin, Bern, Bruxelles, New York, Oxford, Wien, 2016. 244 S.
§ 1 Rechtsschutz (Rechtlicher Rahmen)
I. Funktion des Schadensersatzrechts
1. Verfahren bis 5.000,00 €
2. Verfahren ab 5.000,00 €
3. Verfahren vor den Landgerichten als Berufungsinstanz, OLG und BGH
III. Rechtsschutzstrategien zur Durchsetzung von Schadensersatzansprüchen
§ 3 Fazit
aa. Großunfälle
bb. Massenschäden durch Hersteller- und Produktfehler
b. Bagatellschäden
c. Streuschäden
2. Individualschaden
II. Schädiger bzw. klagebefugter Gegner und Geschädigte
aa. Gütestellen im Sinne von § 15 a Abs. 1 und 6 EGZPO
(1) Tätigkeit des Ombudsmanns für Versicherungen
(2) Verfahren
c. Schiedsgerichtsbarkeit
aa. Maßnahmenpaket 2011
bb. Umsetzung auf EU-Ebene 2013
cc. Geplante Umsetzung auf nationaler Ebene 2015
1. Erhebung von Gerichts- und Anwaltskosten
2. Vorschusspflicht
3. Loser-pays-Prinzip
4. Kostenbeispielsrechnung
a. Gerichtsverfahren
b. Alternative Verfahren
a. Darstellung
§ 3 Ergebnis
I. Der Zivilprozess
II. Grundlagen des Kollektivverfahrens
(1) Finanzierung
(2) Praktische Relevanz
bb. Klagebefugte Einrichtungen
aa. § 10 UWG
bb. § 34 a GWB
(1) UWG
(2) GWB
(a) § 1 UKlaG
(b) § 2 UKlaG
(3) Rechtsfolge
cc. Gesetz gegen Wettbewerbsbeschränkungen (GWB)
dd. Funktionsanalyse
d. § 8 RDG und § 79 Abs. 2 Nr. 3 ZPO
aa. Darstellung
bb. Funktionsanalyse
aa. Rechtlicher Hintergrund
bb. Wirkung von § 147 ZPO
cc. Funktionsanalyse
aa. Inkassomodell
(1) Darstellung des Abtretungsmodells
(2) Beispielhafte Umsetzung: Gesellschaftsmodell
cc. Prozesskostenfinanzierungsvertrag/ Stille Zession
dd. Finanzierungsvertrag mit offener Sicherungsabtretung
ee. Ermächtigungsmodell
ff. Fazit
a. Sozial- und Privatversicherungssystem
b. Stille Regulierungsabkommen
c. Entschädigungsfonds
1. Handlungsinitiativen auf dem Gebiet des Verbraucherrechts
a. Grünbuch „Schadenersatzklagen wegen Verletzung des EU-Wettbewerbsrechts“
b. Weißbuch „Schadensersatz wegen Verletzung des EG-Wettbewerbsrechts“
3. Konsultation zum Kollektiven Rechtsschutz
4. Empfehlung vom 11.06.2013
a. Niederlande
b. Skandinavien
e. Frankreich
2. Class action in den USA
1. Schutzumfang
a. Feststellung der Verletzung des Justizgewährleistungsanspruchs
(1) Praktisches Rechtsdurchsetzungsdefizit
(a) Gruppenverfahren
(aa) Dispositionsgrundsatz bei der Verbandsklage
(bb) Verhandlungsgrundsatz bei der Verbandsklage
(cc) Privatautonomie
(3) Kollektive Gerechtigkeit
(4) Erledigung des Rechtsstreits in angemessener Zeit
bb. Finanzierungsdefizit
a. Feststellung der Verletzung von Art. 103 Abs. 1 GG
(1) Repräsentanten im Gruppenverfahren
(2) Einschränkung des rechtlichen Gehörs bei der Verbandsklage
(3) Opt-out Modelle bei Bagatell- und Großschäden
(4) Effektives Verfahren
a. Feststellung der Verletzung des Gebots der Waffengleichheit
aa. Finanzierungsdefizit
bb. Defizit bei der Durchsetzung von Massenansprüchen
2. Verletzung des Rechts auf ein rechtsstaatliches und faires Verfahren
2. Verletzung des Art. 6 Abs. 1 EMRK
2. Verletzung von Art. 47 Abs. 2 GRCh
§ 1 Legislative Handlungspflicht bei Rechtsschutzlücken
I. Haftung aus Art. 34 S. 1 GG i.V.m. § 839 Abs. 1 GG
II. Untätigkeitsklage
III. Frankovich-Dokrtin
IV. Organstreitverfahren Art. 93 I Nr. 1 GG iVm. § 13 Nr. 5 BVerfGG, §§ 63 ff. BVerfG
V. Petitionsrecht aus Art. 17 GG
VI. Verfassungsbeschwerde Art. 93 Abs. 1 Nr. 4 a GG, §§ 13 Nr. 8a, 90 ff BVerfGG
1. Anspruch auf rechtliches Gehör
2. Art. 101 Abs. 1 S. 2 GG
3. Vorrang des Individualrechtsschutzes
4. Verfahrensgrundsätze
1. Gruppenklagevorschlag von Micklitz/Stadler
2. Begrenztes Gruppenverfahren nach Lange
3. Gruppenklagevorschlag von Bündnis 90/ Die Grünen
1. Absenkung der Anforderungen bei der Gewinnabschöpfungsklage
2. Opt-out Gruppenverfahren
1. Erfolgshonorar in Deutschland
2. Erfolgshonorar in den USA
a. geblitzt.com
b. Projekt „Taggenaue Bemessung von Schmerzensgeld“
III. Anspruch auf angemessene Schadensregulierung
I. Massenklagendefizit
II. Finanzierungsdefizit
Kapitel 2: Finanzierungsdefizit im Haftungsrecht
In Kapitel 2 werden die einzelnen Bausteine für eine effektive und effiziente Rechtsschutzstrategie zur Durchsetzung von Schadensersatzansprüchen dargestellt und, soweit erforderlich, hinsichtlich ihrer Effektivität für die praktische Durchsetzung des Haftungsrechts untersucht.
§ 1 Rechtsschutzstrategien im Haftungsrecht
Die individuelle Rechtsschutzstrategie in einem haftungsrechtlichen Fall ist anhand von verschiedenen Komponenten zu entwickeln.64
Kapitel 1: Tatsächliche und rechtliche Grundlagen
§ 2 Die Durchsetzung von Schadensersatzansprüchen
II. Praktische Rechtsdurchsetzung
1. Massenschäden
a. Großschäden
III. Alternative Dispute Resolution
1. Außergerichtliche Streitlösung in Deutschland
a. Schlichtung
bb. Schlichtungsstellen im Sinne von § 15 a Abs. 3 EGZPO
2. Maßnahmen auf EU-Ebene
a. ADR-Richtline und ODR-Verordnung
§ 2 Finanzierungsdefizit
I. Kostenrecht
II. Finanzierungshilfen de lege lata
3. Prozesskostenfinanzierung
Kapitel 3: Rechtsschutzdefizit im Kollektivschadensrecht
§ 1 Rechtstatsachen
§ 2 Kollektive Rechtsschutzstrategien
I. Kollektive Rechtsschutzstrategien in Deutschland
1. Verbandsklagen
a. Tatsächliche und rechtliche Grundlagen
b. Anspruch auf Gewinnabschöpfung
c. Verbandsklage auf Unterlassung und Beseitigung
aa. Unterlassungsklagengesetz (UKlaG)
bb. § 8 UWG
2. Musterklage
a. KapMuG
b. Musterprozessabrede
3. Sammelklage/ Gruppenklagen
a. Streitgenossenschaft
b. § 147 ZPO
c. Objektive Klagehäufung § 260 ZPO
bb. Abtretungsmodell
4. Alternative Abwicklungspraxis
II. Kollektive Rechtsschutzstrategien in Europa
2. Handlungsinitiativen auf dem Gebiet des Wettbewerbsrechts
III. Kollektiver Rechtsschutz in ausgewählten Ländern der EU und den USA
1. Kollektiver Rechtsschutz in der EU
Kapitel 4: Verstoß des Finanzierungs- und Rechtsdurchsetzungsdefizits gegen deutsches Verfassungsrecht und europäisches Recht
§ 1 Verfassungsrechtliche Analyse
I. Justizgewährleistungsanspruch
2. Verletzung des Justizgewährleistungsanspruchs
aa. Massenklagedefizit
(2) Zivilprozessuale Grundsätze
(b) Verbandsklage
II. Anspruch auf rechtliches Gehör Art. 103 Abs. 1 GG
2. Verletzung des Art. 103 Abs. 1 GG
III. Gebot der Waffengleichheit
2. Verletzung des Gebots der Waffengleichheit
IV. Recht auf ein rechtsstaatliches und faires Verfahren
§ 2 Europarechtliche Analyse
I. Art. 6 EMRK
II. Art. 47 Abs. 2 Grundrechte- Charta der EU
Kapitel 5: Handlungspflicht des Gesetzgebers
§ 2 Rechtsbehelfe zur Anspruchsdurchsetzung
§ 2 Überwindung des Rechtsschutzdefizits im Kollektivschadensrecht
I. Verfassungs- und zivilprozessuale Vorgaben
II. Vorschläge zur Überwindung des Rechtsdurchsetzungsdefizits bei Großschäden
III. Vorschläge zur Überwindung des Rechtsdurchsetzungsdefizits bei Bagatellschäden
§ 3 Überwindung des Finanzierungsdefizits
I. Einführung von Erfolgshonorar
II. Prozesskostenfinanzierung
§ 4 Ergebnis

References: § 1
 BGH

§ 3
 § 15

§ 3
 § 10
 § 34
 § 1
 § 2
 § 8
 § 79
 § 147
 Art. 103
 Art. 6
 Art. 47

§ 1
 Art. 34
 § 839
 Art. 93
 § 13
 Art. 17
 Art. 93
 Art. 101

§ 1

§ 2
 § 15

§ 2
de lege lata

§ 1

§ 2
 § 8
 § 147
 § 260

§ 1
 Art. 103
 Art. 103

§ 2
 Art. 6
 Art. 47

§ 2

§ 2

§ 3

§ 4