Source: http://www.henriklode.de/bedingungsloses-grundeinkommen-bge-definition/
Timestamp: 2019-10-22 14:56:23+00:00

Document:
Bedingungsloses Grundeinkommen – Was ist das? | Henrik Lode
Geld ohne Arbeit: Das bedingungslose Grundeinkommen (bGE)
Prinzip des bGE
Die Idee des bedingungslosen Grundeinkommens (bGE) besagt, dass jeder Bürger – unabhängig von sozialem Status, Vermögen, Alter etc. – vom Staat einen festen monatlichen Betrag ausgezahlt bekommt, und zwar, ohne dafür Gegenleistungen erbringen oder einen Bedarf nachweisen zu müssen. Damit stellt das bGE eine Alternative zum Leistungsprinzip des jetzigen Sozialsystems dar, in welchem Einkommen stets an Vorleistungen oder Bedarf gebunden ist.
Die Höhe des Grundeinkommens wird häufig mit 1000 Euro pro Monat angegeben, sie steht jedoch nicht fest. Letztlich soll ein bGE die Sicherung des Lebensunterhaltes und soziale Teilhabe ermöglichen.
Drei Modelle des bedingungslosen Grundeinkommens
In der derzeitigen bGE-Debatte geht es im Wesentlichen um drei verschiedene Modelle:
Bedingungsloses Grundeinkommen nach Werner und Hardorp
(Eine detaillierte Gegenüberstellung aktueller bGE-Modelle und -Ansätze findet sich in einer Übersicht auf www.grundeinkommen.de.)
Das Netzwerk Grundeinkommen, gegründet 2004, hat es sich zum Ziel gesetzt, durch Lobbyarbeit sowie wissenschaftliches und politisches Handeln (Organisation und Durchführung wissenschaftlicher Kongresse, parlamentarischer Abende, Regionaltreffen der Grundeinkommensinitiativen) das bedingungslose Grundeinkommen (bGE) voranzubringen.
© bge/Wikimedia
Dabei soll ein bGE laut Netzwerk vier Kriterien erfüllen:
keine Bedürftigkeitsprüfung erfordern
Als „BIEN Deutschland“ stellt das Netzwerk Grundeinkommen den deutschen Zweig des Basic Income Earth Network dar. Unterstützt wird es durch einen Förderverein und einen wissenschaftlichen Beirat.
Das Bündnis Grundeinkommen (vollständiger Name: „Bündnis Grundeinkommen – Die Grundeinkommenspartei“), ist eine deutsche Kleinpartei, die sich (monothematisch) für die Einführung des bedingungslosen Grundeinkommens in Deutschland einsetzt. Sie wurde im September 2016 als Bundespartei in München gegründet und hat Landesverbände in allen 16 deutschen Bundesländern. Bundesvorsitzende ist Alina Komar.
Baukje Dobberstein (Ärztin und Psychotherapeutin) ist Listenkandidatin des Bündnisses und schreibt auf ihrem Blog rund ums Thema bGE.
Michael Bohmeyer (© Foto: Fabian Melber)
Das Projekt „Mein Grundeinkommen“ wurde im Juni 2014 von Michael Bohmeyer in Berlin als Crowdfundingkampagne gestartet und kurze Zeit später als gemeinnütziges Start-up-Unternehmen gegründet. „Mein Grundeinkommen“ sammelt via Crowdfunding Geld – sobald 12000 Euro zusammen sind, wird das Geld unter zuvor registrierten Bewerbern verlost. Der Gewinner erhält (als ein Quasi-BGE) ein Jahr lang 1000 Euro pro Monat.
Ziel des Projektes ist es, die gesellschaftliche Debatte um das bedingungslose Grundeinkommen voranzutreiben und durch das Feedback der Gewinner Beispiele für ein Leben mit bGE zu generieren.
Götz Werner (© Foto: Manjel/Wikimedia)
Die Initiative „Unternimm die Zukunft“ wurde 2005 von Götz W. Werner, Gründer und Geschäftsführer der Drogeriekette „dm“, ins Leben gerufen und setzt sich seither für die Einführung eines bedingungslosen Grundeinkommens ein.
Werner veröffentlichte 2007 das Buch „Einkommen für alle“ (Kiepenheuer & Witsch), durch welches er zu einem der populärsten Fürsprecher des bGEs wurde. Er tritt seither in Vorträgen und Interviews für ein bGE ein und ist Unterstützer der o. g. bGE-Partei „Bündnis Grundeinkommen.
Die Website „Archiv Grundeinkommen“ existiert seit 1998 und versteht sich als Onlinearchiv/Material- und Linksammlung zum Thema bGE. Entwickelt hat sie sich seit 1987 aus einer studentischen Initiativgruppe der Freien Universität Berlin.
Ziel des Archivs ist es nach Aussage der Betreiber, möglichst meinungsneutral und aktuell die Grundeinkommendiskussion widerzuspiegeln.

References: bGE

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