Source: https://www.easyleaving.com/checkliste-bestattungs-planung-sachsen
Timestamp: 2019-01-19 00:59:17+00:00

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Checkliste Bestattungs­planung Sachsen | easyleaving > Rundum-Vorsorge für den eigenen Todesfall.
Checkliste Bestattungs­planung Sachsen
Die eigene Bestattung mit eaysyleaving planen? Damit tut man sich ein wenig schwer, das hat aber viele Vorteile. So nehmen Sie so Ihren Angehörigen in schweren Zeiten einiges der Last ab. Deshalb haben wir in dieser Checkliste die wichtigsten Details der Grabgestaltung, der Trauertexte und der Trauerfeier zusammengetragen. Die Beerdigung ist in den deutschen Bundesländern unterschiedlich geregelt. In dieser Checkliste sind die Regelungen von Sachsen berücksichtigt.
Das Sächsisches Bestattungsgesetz stammt aus dem Jahr 1994 und wurde zuletzt 2012 geändert.
§1 lässt drei Bestattungsplätze zu:
Friedhöfe der Kirchen und Religionsgemeinschaften sowie Grabstätten in Kirchen
Anstaltsfriedhöfe und sonstige private Bestattungsplätze
Auch Sachsen fördert im Abs 2, dass Bestattungsplätze der Würde des Menschen, den sittlichen Vorstellungen und den gesellschaftlichen Ordnungen entsprechen müssen. Im Folgenden wird auf die Totenruhe, den Grundwasserschutz und sogar die öffentliche Sicherheit verwiesen. Auch Gesundheit und das Wohl der Allgemeinheit dürfen durch die Grabstätten nicht beeinträchtigt werden. Und noch ein Allgemeinplatz sind die "Anforderungen einer geordneten städtebaulichen Entwicklung sowie die Belange der Landschafts- und Denkmalpflege", die zu berücksichtigen seien.
§2 macht es den Gemeinden zur Pflicht, Friedhöfe und Leichenhallen zu errichten und zu betreiben. Abs. 2 verpflichtet die Gemeinden ihre Bürger hier zu bestatten, überlässt es ihnen aber zu entscheiden, ob sie auch die Bürger anderer Gemeinden, Länder und Staaten hier bestatten wollen. §3 fordert zudem die Bereitstellung von Reihengräber als Einzelgräber. Der Benutzungsordnung der Friedhofsträger (§7 Abs. 1) ist es überlassen andere Grabstätten anzubieten, insbesondere Wahlgräber und Gemeinschaftsgrabanlagen und vorzugeben, welche anderen Begräbnisformen zugelassen sind. §3 regelt die Pflichten und Rechte von Friedhöfen, die von Kirchen, Kirchgemeinden und Kirchgemeindeverbände sowie andere Religions- oder Weltanschauungsgemeinschaften, die Körperschaften des öffentlichen Rechts sind, betrieben werden sowie Anstaltsfriedhöfe und sonstige private Bestattungsplätze. §4 postuliert eine Bestattungspflicht für die Betreiber von Friedhöfen nichtgemeindlicher Träger, nimmt jüdische Friedhöfe aber hiervon aus.
§5 definiert die Standort- und Abstandsregeln für Friedhöfe, etwa dass sie in ruhiger Lage, insbesondere nicht in unmittelbarer Nähe von verkehrsreichen Straßen, Eisenbahnen, Flug-, Sport- und Vergnügungsstätten, Industrie- und Gewerbebetrieben sowie von Anlagen, die der militärischen Verteidigung dienen, angelegt werden. Zudem sollen nach Abs. 2 Friedhöfe verkehrsgünstig gelegen und mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar sein oder dass sie nach Abs. 4 nach außen hinreichend abzuschirmen sind.
Relevanter ist die Ruhezeit, die der §6 auf 20 Jahre festlegt. Ausgenommen sind Fehlgeborenen und Leichen von Kindern, die tot geboren oder vor Vollendung des 2. Lebensjahres gestorben sind, hier gilt abweichend eine Frist von 10 Jahren. Die Friedhöfe dürfen in Ihren Satzungen aber auch längere Ruhezeiten festlegen. §6a regelt das Ruherecht von Angehörigen der Bundeswehr in Ehrengräbern.
§7 regelt die Benutzungsordnung der Gemeindefriedhöfe. In Abs. 2 wird gefordert, dass den Kirchen, Religions- und Weltanschauungsgemeinschaften es freigestellt ist, bei Bestattungen und Totengedenkfeiern nach ihren Ordnungen und Bräuchen zu verfahren, die Gestattung nichtkonfessioneller Totenfeiern steht den Friedhofsbetreibern frei. Allerdings darf die Genehmigung nur versagt werden, wenn Grund zu der Annahme besteht, dass durch die Art der Bestattungs- oder Totengedenkfeiern das sittliche Empfinden der Allgemeinheit oder das religiöse Empfinden der Kirchen oder der Religions- oder Weltanschauungsgemeinschaften oder ihrer Mitglieder verletzt werden könnte.
§10 regelt die Verantwortlichkeit für die Bestattungsplanung. Verantwortlich ist der nächste voll geschäftsfähige Angehörige. Als diese gelten in der Reihenfolge der Aufzählung und innerhalb jeder Kategorie jeweils der Ältere:
Ehegatte oder Lebenspartner nach dem Gesetz über die Eingetragene Lebenspartnerschaft
Kommen die Verantwortlichen der Bestattungsplanung nicht nach, hat die am Sterbeort zuständige Ortspolizeibehörde auf Kosten des Bestattungspflichtigen für die Beerdigung zu sorgen.
§11 bestimmt die Pflicht zur Veranlassung der Leichenschau und regelt die Benachrichtungspflichten. Danach haben die Verantwortlichen der Bestattungspflicht auch eine Leichenschau zu veranlassen. Bei Sterbefällen in Krankenhäusern, Altenheimen oder anderen Gemeinschaftseinrichtungen oder in Betrieben, öffentlichen Einrichtungen, Verkehrsmitteln oder während einer Veranstaltung obliegt diese Pflicht dem jeweiligen Leiter der Einrichtung/Veranstaltung. Abs. 2 fordert zudem von jedem, der eine Leiche auffindet, dies zu melden. Wie in den anderen Bundesländern auch, gilt auch in Sachsen eine Leichenschaupflicht, die der §12 regelt. Sie verpflichtet Ärzte, auch in Krankenhäusern hierzu. Alternativ kann diese auch durch einen Facharzt für Rechtsmedizin (Pathologe) vorgenommen werden. §13 fordert die äußere Leichenschau unverzüglich und in der Regel am Ort, an dem der Tod eingetreten oder die Leiche aufgefunden worden ist und definiert die Pflichten einer solchen. Dazu gehört nach Abs. 2, dass Angehörige, Hausbewohner und Nachbarn sowie Personen, die den Verstorbenen während einer dem Tode vorausgegangenen Krankheit behandelt oder gepflegt haben, verpflichtet sind, dem Arzt auf Verlangen Auskunft über die Krankheit oder andere Gesundheitsschädigungen des Verstorbenen oder über sonstige für seinen Tod möglicherweise ursächliche Ereignisse zu erteilen.
Das sehr ausführliche sächsische Gesetz regelt in §14 die Todesbescheinigung und die Weitergabe der darin ermittelten Daten an die Gesundheitsämter und viele andere Institutionen des regelbesessenen Bundeslandes. Dazu gehören auch die Hochschulen und andere Forschungsinstitutionen sowie das Statistische Landesamt.
§15 fordert - etwa bei unklarer Todesursache eine Innere Leichenschau (Obduktion). Diese kann von einem Richter oder Staatsanwalt oder der nach § 26 Abs. 3 IfSG zuständigen Behörde angeordnet werden. Auch zur Feststellung versicherungsrechtlicher Leistungsansprüche kann die Obduktion erforderlich machen, etwa zur Klärung des Verdachts, dass der Tod durch einen medizinischen Behandlungsfehler verursacht wurde, bei einem gewichtigen medizinischen Forschungsinteresse oder wenn der Tode zu Lebzeiten dem explizit zugestimmt hat oder auf Anweisung des Gesundheitsamts bei einem plötzlich und unerwartet eingetretenen Todesfall, an dessen Aufklärung ein besonderes Interesse besteht. Die innere Leichenschau soll nach Abs. 2 von einem Facharzt für Pathologie oder Rechtsmedizin durchgeführt werden.
Die Einsargung und Überführung regelt der §16 in der gewohnt sächsischen Ausführlichkeit. Nach der Leichenschau ist der Tote unverzüglich einzusargen sowie innerhalb von 24 Stunden in eine Leichenhalle oder einen Raum zu überführen, der ausschließlich der Aufbewahrung von Leichen dient. Davor - und bei der späteren Beerdigung - darf der Tote offen aufgebahrt werden. Außerdem muss den Angehörigen bei einem Tod im Krankenhaus, einem Alten- oder Pflegeheim vor der Überführung die Möglichkeit gegeben werden, in würdiger Weise Abschied zu nehmen. Auch in Sachsen dürfen Leichen nach §17 nur in Fahrzeugen, die zur Leichenbeförderung eingerichtet sind, befördert werden. Abs. 3 fordert für die Beförderung von Leichen ins Ausland oder ein anderes Land der Bundesrepublik Deutschland einen Leichenpass, den das Gesundheitsamt des Sterbeortes ausstellt. §17 regelt im Weiteren die Beförderungsbedingungen von Urnen, bei Transport in einem Flugzeug etc.
§18 erklärt zunächst die Bestattungspflicht auf einem in § 1 Abs. 1 bezeichneten Bestattungsplatz (siehe oben). Auch Fehlgeburten dürfen nach Abs. 2 auf Elternwunsch bestattet werden. Für die Bestattung ist der Wille des Verstorbenen zu Ort, Art und Durchführung der Bestattung maßgebend, falls der nicht vorliegt oder der Tote nicht älter als 14. Jahre geworden ist, obliegt dies den Angehörigen. Haben Sie einen dezidierten Wunsch, wie sie beerdigt werden wollen, können Sie diesen bei eaysyleaving rechtsverbindlich erklären. Abs. 4 erlaubt die Erd- oder Feuerbestattung, wobei Implantate vor der Erd- oder Feuerbestattung vom Leichenschauarzt oder Bestatter zu entfernen sind, wenn diese nicht umweltverträglich sind. Vor der Bestattung ist eine Sterbeurkunde im Original vorzulegen. Abs. 8 regelt das Verfahren bei einer Körperspende für die Anatomie. §18a (Beerdigung) und §18b (Feuerbestattung) definieren und regeln die beiden Bestattungsformen.
Die Fristen für die Bestattung betragen nach §19 frühestens 48 Stunden nach Feststellung des Todes und spätestens 8 Tage nach Feststellung des Todes. Die Bestattungsplanung muss also zügig vonstatten gehen. Die Asche eines Verstorbenen ist nach Abs. 2 innerhalb von sechs Monaten nach der Einäscherung zu bestatten. §20 definiert und regelt die Einäscherungsanlagen, auf die wir hier nicht näher eingehen wollen. Das gilt auch für §21, der die Arbeit der Bestatter und Totengräber regelt.
Organisieren Sie bei Mein easyleaving Ihre Bestattungsplanung und Trauerfeier. Melden Sie sich an und hinterlassen Sie Ihren Angehörigen Ihre Wünsche und informieren Sie sie über die Vorkehrungen, die Sie zu Lebzeiten bereits veranlasst haben.

References: §1

§2
 §3
 §3
 §4

§5
 §6
 §6

§7

§10

§11
 §12
 §13
 §14

§15
 § 26
 §16
 §17
 §17

§18
 § 1
 §18
 §18
 §19
 §20
 §21