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Timestamp: 2020-02-18 12:46:40+00:00

Document:
Fußgängerbrücke über den Landwehrkanal : Berlin Mitte und Friedrichshain-Kreuzberg ; begrenzt offener Realisierungswettbewerb / Hrsg. und Wettbewerbsdurchführung Senatsverwaltung für Stadtentwicklung
Begrenzt offener Realisierungswettbewerb für Arbeitsgemeinschaften aus Tragwerksplanern, Architekten und Landschaftsarchitekten Fußgängerbrücke über den Landwehrkanal zwischen Tilla-Durieux-Park und Park auf dem Gleisdreieck Berlin Mitte und Friedrichshain-Kreuzberg
Berlin-Mitte ; Berlin-Friedrichshain-Kreuzberg ; Fußgängerbrücke ; Wettbewerb ; Online-Publikation
Elektronische Ressource (PDF-Datei: 53 S., 2.42 MB)
urn:nbn:de:kobv:109-opus-201217
Begrenzt offener Realisierungswettbewerb für Arbeitsgemeinschaften aus Tragwerksplanern, Architekten und Landschaftsarchitekten Fußgängerbrücke über den Landwehrkanal zwischen Tilla-DurieuxPark und Park auf dem Gleisdreieck Berlin Mitte und Friedrichshain-Kreuzberg Ausschreibung
Herausgeber und Wettbewerbsdurchführung Senatsverwaltung für Stadtentwicklung Abteilung Städtebau und Projekte Referat II D Behrenstraße 42 10117 Berlin-Mitte Wettbewerbsausschreibung Nanna Sellin-Eysholdt II D 11 Björn Steinhagen Digitale Bearbeitung Björn Steinhagen Titelbild © Berlin Partner GmbH / FTB-Werbefotografie Druck Copyhaus, Berlin
Anlass und Ziel ........................................................................................7 Teil 1 Verfahren ........................................................................................9 1.1 1.2 1.3 1.4 1.5 1.6 1.7 1.8 1.9 1.10 1.11 1.12 1.13 1.14 1.15 1.16 1.17 1.18 2.1 2.2 2.3 2.4 2.5 2.6 3.1 3.2 3.3 3.4 3.5 3.6 3.7 3.8 Teil 4 4.1 4.2 4.3 4.4 4.5 Auslober, Bauherr, Nutzer ...........................................................9 Art des Verfahrens ......................................................................9 Grundsätze und Richtlinien für Wettbewerbe..............................9 Wettbewerbsteilnehmer ............................................................10 Preisgericht und Vorprüfung......................................................10 Ausgabe der Wettbewerbsunterlagen .......................................13 Abgabe der Wettbewerbsarbeiten.............................................13 Rückfragen................................................................................14 Verzeichnis der Wettbewerbsunterlagen...................................14 Geforderte Leistungen ..............................................................15 Beurteilungsverfahren und Vorprüfung .....................................16 Preise und Ankäufe ...................................................................16 Weitere Bearbeitung .................................................................17 Eigentum und Urheberrecht ......................................................17 Verfassererklärung ....................................................................17 Bekanntgabe des Ergebnisses /Ausstellung der Arbeiten ........18 Haftung und Rückgabe .............................................................18 Zusammenfassung der Termine................................................18 Städtebauliche Rahmenbedingungen .......................................19 Entwicklung der Bahnanlagen im Wettbewerbsbereich ............23 Der Landwehrkanal ...................................................................25 Der Wettbewerbsbereich...........................................................27 Technische Infrastruktur ............................................................29 Erschließung und Verkehr.........................................................29 Planungsumfang .......................................................................31 Städtebaulich-architektonische Zielsetzung..............................31 Funktionale Anforderungen .......................................................32 Baukosten/Wirtschaftlichkeit .....................................................33 Ökologische Zielsetzung ...........................................................33 Barrierefreies Bauen .................................................................34 Baurechtliche Vorschriften, Normen und Richtlinien .................34 Beurteilungskriterien des Preisgerichts.....................................34 Anhang.....................................................................................37 Geschichte der Brückenbauwerke im Wettbewerbsbereich......37 Weiterführende Informationen...................................................44 Quellenangaben........................................................................45 Digitale Anlagen .......................................................................46 Fotodokumentation ...................................................................49
Fußgängerbrücke über den Landwehrkanal / Anlass und Ziel
Ziel des vorliegenden Wettbewerbs für Tragwerksplaner, Architekten und Landschaftsplaner in Arbeitsgemeinschaft ist die Planung einer Brücke über den Landwehrkanal. Die Brücke soll von Fußgängern und Radfahrern genutzt werden und neben der reinen verbindenden Funktion auch die Möglichkeit des Aufenthalts bieten. Die Überquerung des Landwehrkanals soll von den beiden Uferstreifen aus auf Niveau der Uferstraßen erfolgen; eine Überbrückung der Uferstraßen ist nicht vorgesehen. Zum Ausgleich für die Bebauung des Potsdamer und Leipziger Platzes wurde durch einen Städtebaulichen Vertrag zwischen den Investoren und dem Land Berlin die Finanzierung einer öffentlichen Parkanlage einschließlich einer Brückenverbindung über den Landwehrkanal geregelt. Die Parkanlage soll auf den Brachflächen der ehemaligen Güterbahnhöfe rund um den U-Bahnhof Gleisdreieck entstehen. Dazu wurde im Dezember 2005 ein landschaftsplanerischer Wettbewerb ausgeschrieben. Durch den Brückenschlag ist eine Verbindung des zukünftigen Parks auf dem Gleisdreieck mit dem Tilla-Durieux-Park beabsichtigt. Die zu planende Brücke soll zudem zukünftig ein wichtiger Bestandteil des stadträumlich übergeordneten Nord-Süd-Grünzuges sein. Bestandteil des vorliegenden Wettbewerbs ist auch die Neugestaltung der angrenzenden Uferbereiche des Landwehrkanals zwischen der Köthener Brücke und der George-C.-Marshall-Brücke. Der Landwehrkanal mit seinen Brücken spiegelt in seiner historischen Entwicklung auch die Geschichte der Stadt Berlin wider. Der Landwehrkanal steht in seinem Verlauf mit allen Böschungsbauwerken, integrierten Treppenanlagen und Abgängen unter Denkmalschutz. Der Bedeutung dieses Verkehrsweges einschließlich seiner uferbegleitenden Grünanlagen als ein wichtiges gestalterisches Element innerhalb der Stadt ist bei der Bearbeitung der Wettbewerbsaufgabe Rechnung zu tragen. Der Gesamtkostenrahmen des Bauvorhabens einschließlich Nebenkosten und MwSt. beträgt ca. 1.550.000,- Euro.
Fußgängerbrücke über den Landwehrkanal / Teil 1 Verfahren
Auslober, Bauherr Land Berlin, vertreten durch die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung Abteilung Tiefbau Württembergische Straße 6 10707 Berlin Frieder Bühring, X AbtL Nähere Auskünfte: Christiane Lingen, X P I E Tel.: +49 (0)30 9012 4412 Fax: +49 (0)30 9012 3506 E-Mail: christiane.lingen@senstadt.verwalt-berlin.de Wettbewerbsdurchführung, Ausschreibung und Koordination Senatsverwaltung für Stadtentwicklung Abteilung Städtebau und Projekte Referat II D Behrenstraße 42 10117 Berlin Nanna Sellin-Eysholdt, II D 11 Tel.: +49 (0)30 9020 5539 / ab Mitte Juni: +49 (0)30 9025-0 Fax: +49 (0)30 9020 5653 E-Mail: nanna.sellin-eysholdt@senstadt.verwalt-berlin.de
Die Auslobung erfolgt als begrenzt offener einstufiger Realisierungswettbewerb. In einem entsprechend der Ankündigung im EU-Amtsblatt vom 15.03.2006 vorgeschalteten Bewerbungsverfahren (Teilnahmewettbewerb gemäß GRW) wurden durch ein vom Preisgericht unabhängiges Auswahlgremium 25 Arbeitsgemeinschaften aus Tragwerksplanern, Architekten und Landschaftsarchitekten ausgewählt bzw. ausgelost. Das gesamte Verfahren ist bis zum Abschluss anonym. Kommunikation Die Wettbewerbssprache ist Deutsch. Die Kommunikation mit den Teilnehmern erfolgt über E-Mail.
Dem Wettbewerb liegen die Grundsätze und Richtlinien für Wettbewerbe auf den Gebieten der Raumplanung, des Städtebaus und des Bauwesens (GRW 1995 in der novellieren Fassung vom 22.12.2003) zugrunde, soweit nachstehend nichts anderes ausgeführt ist. Bei der Vorbereitung der Ausschreibung hat die Architektenkammer und die Baukammer Berlin entsprechend den Regelungen der GRW beratend
mitgewirkt. Der Wettbewerb wird bei der Architektenkammer Berlin unter der Registrier-Nr. B-2006-01 geführt. Einverständnis Jeder Teilnehmer, Preisrichter, Sachverständige, Vorprüfer und Gast erklärt sich durch seine Beteiligung bzw. Mitwirkung am Verfahren mit den vorliegenden Teilnahmebedingungen und der Anwendung der GRW 1995 einverstanden. Verlautbarungen jeder Art über Inhalt und Ablauf vor und während der Laufzeit des Wettbewerbsverfahrens, einschließlich der Veröffentlichung der Wettbewerbsergebnisse, dürfen nur über die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, - II D -, abgegeben werden. Datenschutz Jeder Teilnehmer, Preisrichter, Sachverständige, Vorprüfer, Gast und Auftragnehmer willigt durch seine Beteiligung bzw. Mitwirkung am Verfahren ein, dass seine personenbezogenen Daten im Zusammenhang mit o.g. Wettbewerb bei der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung in Form einer automatisierten Datei geführt werden. Diese Einwilligung ist auf der Verfasser- bzw. auf der Zustimmungserklärung zu bestätigen. Eingetragen werden Name, Anschrift, Telefon, Beauftragung im Wettbewerb, Kammermitgliedschaft, Berufsbezeichnung. Nach Abschluss des Verfahrens können auf Wunsch diese Daten gelöscht werden (durch Vermerk auf der Verfassererklärung). Gemäß § 6 des novellierten Datenschutzgesetzes ist die Einwilligung der Betroffenen notwendig, da eine spezielle Rechtsgrundlage für die Führung dieser Datei fehlt.
Zur Teilnahme am Wettbewerb wurden in einem vorgeschalteten Bewerbungsverfahren (Teilnahmewettbewerb gemäß GRW und VOF) 25 Arbeitsgemeinschaften aus Tragwerksplanern, Architekten und Landschaftsarchitekten ausgewählt.
Prof. Jan Knippers Beratender Ingenieur, Stuttgart Prof. Walter A. Noebel Architekt, Berlin Ulrike Böhm Landschaftsarchitektin, Berlin
Michael Kühl Beratender Ingenieur, Berlin Birgit Frank Architektin, Berlin
Marianne Mommsen Landschaftsarchitektin, Berlin Sachpreisrichter Dr. Hans Stimmann Senatsbaudirektor Senatsverwaltung für Stadtentwicklung Frieder Bühring Abteilungsleiter Tiefbau Senatsverwaltung für Stadtentwicklung Stellvertretende Sachpreisrichter Ephraim Gothe Architekturwerkstatt Senatsverwaltung für Stadtentwicklung Christiane Lingen Ingenieurbauwerke/Entwurf Senatsverwaltung für Stadtentwicklung Sachverständige Klaus Lingenauber Gartendenkmalpflege und Grünanlagen in Denkmalbereichen Landesdenkmalamt Olaf Vogt Untere Denkmalschutzbehörde Bezirksamt Friedrichshain-Kreuzberg Helmut Schulz-Herrmann Leiter Tiefbauamt Bezirksamt Friedrichshain-Kreuzberg Birgit Beyer Amt für Umwelt und Natur Bezirksamt Friedrichshain-Kreuzberg Matthias Peckskamp Fachbereich Stadtplanung Bezirksamt Friedrichshain-Kreuzberg Guido Schmitz Untere Denkmalschutzbehörde Bezirksamt Mitte Christian Rau Amt für Umwelt und Natur Bezirksamt Mitte Siegfried Dittrich Straßen- und Grünflächenamt Bezirksamt Mitte
Steffen Klette / Gabriele Zill Amt für Planen und Genehmigen Bezirksamt Mitte Gabriele Schulze Oberste Wasserbehörde Senatsverwaltung für Stadtentwicklung Heike Meiser Wasser- und Schifffahrtsamt Berlin Beate Profé Freiraumplanung und Stadtgrün Senatsverwaltung für Stadtentwicklung Helma Pritzkuleit / Henning Icken Projektprüfung Grünflächen- und Freiraumplanung Senatsverwaltung für Stadtentwicklung Annette Mangold-Zatti Landschaftsplanung und Naturschutz Senatsverwaltung für Stadtentwicklung Ulrich Herrmann / Ingeborg Stude Koordinierungsstelle für barrierefreies Bauen Senatsverwaltung für Stadtentwicklung Peter Ostendorff / Inge Schmidt-Rathert Auswahlverfahren und Wettbewerbe Senatsverwaltung für Stadtentwicklung Vorprüfung Axel Ludolf Architekt, Berlin Ulrike Poeverlein Architektin, Berlin Eva-Marie Zimmer Ingenieurbauwerke/Entwurf Senatsverwaltung für Stadtentwicklung Kostenprüfung Grünflächen: Henning Icken Projektprüfung Grünflächen- und Freiraumplanung Senatsverwaltung für Stadtentwicklung Brückenbauwerk: Jens Kreibich Projektprüfung Verkehrsanlagen und Ingenieurbauwerke Senatsverwaltung für Stadtentwicklung
Hans-Joachim Hinz Baukammer Berlin Peter Kever Architektenkammer Berlin Mitglieder der BVV Friedrichshain-Kreuzberg und BVV Mitte
Die Wettbewerbsunterlagen werden den Teilnehmern in der 20. Kalenderwoche 2006 zugesandt.
Die Arbeiten sind am 22.08.2006 von 14.00 bis 17.00 Uhr bei der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung Referat Wettbewerbe und Auswahlverfahren Brückenstraße 6 10179 Berlin abzugeben oder am selben Tag oder davor liegend per Post- oder Kurierdienst einzureichen. Bei der Einreichung durch Post- oder Kurierdienst ist eine Kopie des Aufgabebelegs in gleicher anonymisierter Weise wie die Arbeit selbst mit der Kennziffer versehen an o. a. Adresse nachzusenden. Das Modell ist am 29.08.2006 von 14.00 bis 17.00 Uhr an gleicher Stelle oder am selben Tag oder davor liegend durch Post- oder Kurierdienst einzureichen. Das Modell ist in transportgerechter und wiederverwendbarer Verpackung abzuliefern. Die Wettbewerbsarbeiten sind zur Wahrung der Anonymität in verschlossenem Zustand ohne Absender oder sonstigen Hinweis auf den Verfasser, aber mit der Kennzahl und dem Vermerk „Realisierungswettbewerb Fußgängerbrücke über den Landwehrkanal“ einzureichen. Bei Zustellung durch Post- oder Kurierdienst ist der Empfänger als Absender anzugeben. Bei Einlieferung durch Post- oder Kurierdienst (porto- und zustellungsfrei für den Empfänger) gilt die Einlieferungsfrist als erfüllt, wenn der Aufgabestempel das Datum des 22.08.2006 oder eines davor liegenden Tages trägt. Für die Einlieferung des Modells gilt entsprechend das Datum des 29.08.2006. Der Verfasser trägt die Verantwortung, dass die geforderten Leistungen am 6. Tag nach Abgabedatum vorliegen. Der Verfasser selbst ist für die Lesbarkeit des Aufgabestempels auf der Sendung verantwortlich. Verspätet eingegangene Arbeiten, deren Aufgabestempel/ Aufgabebeleg fehlt, unleserlich oder unvollständig ist oder dessen Richtigkeit angezweifelt wird, werden vorbehaltlich des späteren
Nachweises fristgemäßer Einlieferung, den der Teilnehmer zu erbringen hat, mitbeurteilt. Bei Einreichung durch Post- oder Kurierdienst ist eine Kopie des Aufgabebeleges in gleicher anonymisierter Weise wie die Arbeit selbst, mit der Kennziffer versehen, an den Auslober nachzusenden. Kennzeichnung der Arbeiten Die Wettbewerbsarbeiten sind in allen Stücken nur durch eine gleichlautende Kennzahl zu bezeichnen. Sie ist aus sechs arabischen Ziffern zu bilden und in einer Größe von 1 cm Höhe und 4 cm Breite auf jedem Blatt und Schriftstück in der rechten oberen Ecke anzubringen. Der Wettbewerbsverfasser hat die Verfassererklärung mit seiner Anschrift in einem verschlossenen und undurchsichtigen Umschlag mit der gleichen Kennzahl abzugeben, mit der er seine Wettbewerbsarbeit gekennzeichnet hat. Dieser Umschlag ist gleichzeitig mit der Wettbewerbsarbeit abzugeben.
Rückfragen (GRW 5.3) zur Auslobung können ausschließlich per E-Mail gestellt werden. Sie müssen bis zum 06.Juni 2006 unter dem Kennwort „Rückfrage Fußgängerbrücke über den Landwehrkanal“ bei folgender E-Mail-Adresse eingegangen sein: nanna.sellin-eysholdt@senstadt.verwalt-berlin.de Bei den Rückfragen ist auf die entsprechenden Teilziffern der Ausschreibung, auf die sie sich beziehen, Bezug zu nehmen. Ein Rückfragenkolloquium mit den Teilnehmern findet nicht statt. Das Preisgericht tritt voraussichtlich am 13. Juni 2006 zur Erörterung der eingereichten Rückfragen zusammen. Die Beantwortung mit der Zusammenstellung aller Fragen wird anschließend allen am Verfahren Beteiligten zugesandt und ist Bestandteil der Ausschreibung.
Unterlagen des Wettbewerbs sind: die vorliegende Ausschreibung die Zusammenstellung der Rückfragen und Antworten CD-ROM mit digitalen Daten (siehe Teil 4), u.a. die im Folgenden aufgeführten Planunterlagen und Dokumente: - Übersichts- und Arbeitsplan, u.a. als .dwg-Datei - Luftbilder als .tif-Dateien
Von den Teilnehmern werden folgende Leistungen erwartet: Geforderte Leistungen in Papierform 1. Lageplan M 1:500 mit Darstellung der Gesamtsituation, der stadträumlichen Einbindung und der Uferbereiche 2. Längsschnitt des Brückenbauwerkes einschließlich der Rampenanlagen und Treppen M 1:100 3. Grundriss (in Aufsicht und Untersicht), Ansichten, und zum Verständnis des Entwurfs erforderliche Schnitte der Brücke M 1:100 4. Detailausschnitt in Schnitten und Ansichten einschließlich Materialund Farbangaben sowie Beleuchtung im M 1:20 5. Prüfpläne (gefaltet) ein Satz der verlangten Grundrisse und Schnitte mit Eintragung der für die Berechnung notwendigen Maße 6. Statische Vorberechnung mit Nachweis des Schwingungsverhaltens (ggf. mit Skizzen) auf DIN A 4 7. Erläuterungsbericht (getrennt von den Plänen, max. 4 DIN A 4 Seiten) mit - Erläuterung und Begründung des vorgeschlagenen Konstruktions- und Entwurfskonzepts - Beschreibung der Konstruktion und Materialien - Aussagen zur Wirtschaftlichkeit 8. Baubeschreibung analog DIN 276 9. Kostenübersicht 10. Verzeichnis der eingereichten Unterlagen 11. Verfassererklärung (s. 4.4.6 Formblätter) mit Unterschriften des Tragwerksplaners, des Architekten und des Landschaftsarchitekten 12. Modell (mit sichtbarer Unterseite), M 1:100 (Abgabetermin 29.08.06, s. 1.7 Abgabe der Wettbewerbsarbeiten) Als verbindliche Form der Arbeit gilt der Papierausdruck. Jeder Teilnehmer darf nur eine Arbeit ohne Variante einreichen. Gemäß GRW 5.5 werden Darstellungen, die über die in der Auslobung geforderten Leistungen hinausgehen oder gegen bindende Vorgaben des Auslobers verstoßen, von der Vorprüfung ausgesondert. Farbige Darstellungen sowie erläuternde Skizzen sind zugelassen. Zusätzlich geforderte Leistungen in digitaler Form Zusätzlich sind folgende Leistungen in digitaler Form auf CD-Rom zu erbringen (für Vorprüfung, Ergebnisprotokoll und Veröffentlichung): - die geforderten Leistungen nach Nr. 1 bis 4 als Windows-kompatible .tif-Dateien in einer Auflösung von bevorzugt 300dpi - die Präsentationspläne als .pdf-Datei(en) mit eingebundenen Pixeldarstellungen in einer Auflösung von bevorzugt 300dpi Hinweise zu den geforderten digitalen Leistungen „Offene“ Dateien aus Layout-Programmen (z.B. InDesign, QuarkExpress, Illustrator etc.) können nicht berücksichtigt werden. Bildmaterial, das nicht im genannten Windows-kompatiblen .tif-Format vorliegt, kann nicht berücksichtigt werden.
Die CD-ROM selbst trägt als Titel nur die sechsstellige Kennzahl, mit der auch die schriftlichen Pläne gekennzeichnet werden (z.B. 123456). Die einzelnen Dateien auf der CD-ROM müssen wie folgt benannt werden: Der erste Teil des Dateinamens ist die sechsstellige Kennzahl, danach folgt ein Unterstrich und anschließend der eigentliche Dateititel, gefolgt von der Formatangabe, z.B. „tif“. Beispiele: - Lageplan: - Grundrisszeichnung: - Ansichten: - Präsentationsplan:
In den Dateinamen dürfen keine Leer- und Sonderzeichen vorkommen. Die CD-ROM ist für Windows-kompatiblen PC zu erstellen. MacintoshFormate können grundsätzlich nicht verwendet werden. Allgemeine Hinweise Für die Präsentation der Wettbewerbsarbeiten stehen pro Wettbewerbsteilnehmer max. zwei 2 m hohe Rolltafeln (einseitig behängt) mit einer Hängefläche von 1,96 m (Breite) x 1,46 m (Höhe) zur Verfügung.
Die Wettbewerbssumme (GRW 4.1) ist auf der Basis des § 15, § 55 und § 64 HOAI in Verbindung mit der GRW 1995 ermittelt. Für Preise und Ankäufe stehen insgesamt 33.500,- € zur Verfügung. Vorgesehen ist folgende Aufteilung: 1. Preis 2. Preis 3. Preis 3 Ankäufe
13.000,00 € 8.000,00 € 5.000,00 € à 2.500,00 €
Das Preisgericht gibt eine schriftliche Empfehlung für die weitere Bearbeitung der Wettbewerbsaufgabe. Der Bauherr wird unter Würdigung der Empfehlungen des Preisgerichts einem oder mehreren Preisträgern die weitere Bearbeitung der Aufgabe nach § 55 HOAI Leistungsphase 2, 3, 5 und 6 teilweise, nach § 64 HOAI Leistungsphase 2, 3 und 6 teilweise sowie nach § 15 HOAI Leistungsphase 2, 3, 5 übertragen, sofern kein wichtiger Grund einer Beauftragung entgegensteht, insbesondere soweit und sobald die dem Wettbewerb zugrundeliegende Aufgabe realisiert werden soll (GRW 7.1), unter der Voraussetzung, dass die Ausführung der ausgewählten Arbeit im Kostenrahmen möglich ist. Im Falle einer weiteren Bearbeitung werden durch den Wettbewerb bereits erbrachte Leistungen des Wettbewerbsteilnehmers bis zur Höhe des zuerkannten Preises oder Ankaufs nicht erneut vergütet, wenn der Wettbewerbsentwurf in seinen wesentlichen Teilen unverändert der weiteren Bearbeitung zugrunde gelegt wird (GRW 7.2).
Durch ihre Unterschrift in der Verfassererklärung versichern die Wettbewerbsteilnehmer (Tragwerksplaner, Architekt und Landschaftsarchitekt), dass sie die geistigen Urheber der Wettbewerbsarbeiten, gemäß den Wettbewerbsbedingungen teilnahmeberechtigt, mit einer Beauftragung zur weiteren Bearbeitung einverstanden und zur fach- und termingerechten Durchführung in der Lage sind. Die Verfassererklärung befindet sich als Formblatt im Teil 4.4.6 Formblätter auf beiliegender CD-ROM.
Das Ergebnis des Wettbewerbs wird (unter Vorbehalt der Prüfung der Teilnahmeberechtigung) den Teilnehmern, deren Arbeit mit einem Preis oder Ankauf ausgezeichnet wird, unmittelbar nach der Entscheidung des Preisgerichts mitgeteilt, allen anderen durch Übersendung des Preisgerichtsprotokolls mitgeteilt und der Öffentlichkeit über die Presse bekannt gegeben (GRW 6.1) sowie unter www.stadtentwicklung.berlin.de/aktuell/ wettbewerbe/ angekündigt. Die zur Beurteilung zugelassenen Wettbewerbsarbeiten werden mit den Namen der Verfasser, der Mitarbeiter und Sonderfachleute, den Preisen und Ankäufen, der Aufnahme in die engere Wahl und dem Preisgerichtsprotokoll öffentlich ausgestellt. Eröffnung, Ort und Dauer der Ausstellung werden den Wettbewerbsteilnehmern und der Presse bekannt gegeben (GRW 6.3).
Für die Beschädigung oder den Verlust der eingereichten Arbeiten haftet der Auslober nur im Fall nachweisbar schuldhaften Verhaltens (GRW 6.5). Die nicht prämierten Arbeiten von in Berlin ansässigen Teilnehmern können zu einem Zeitpunkt, der ihnen rechtzeitig mitgeteilt wird, bei der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung - II D - abgeholt werden. Sind diese Arbeiten, trotz einer Erinnerung sechs Wochen nach dem genannten Termin nicht abgeholt worden, so geht der Auslober davon aus, dass die betreffenden Teilnehmer das Eigentum an ihren Arbeiten aufgegeben haben und wird dann mit diesen Arbeiten nach seinem Belieben verfahren. Im Übrigen erfolgt die Rücksendung der nicht prämierten Arbeiten von Teilnehmern, die nicht in Berlin ansässig sind, nur dann, wenn die Arbeiten in transportgerechter und wiederverwendbarer Verpackung (Pläne in eckigen „Rollen“) eingereicht wurden.
20. KW 2006 06.06.2006 13.06.2006 19.06.2006 22.08.2006 29.08.2006 14.09.2006 Oktober 2006
Versand der Wettbewerbsunterlagen Spätester Eingang der Rückfragen beim Auslober Rückfragenkolloquium (ohne Teilnehmer) Versand des Rückfragenprotokolls voraussichtlich Abgabe der Arbeiten Abgabe des Modells Preisgerichtssitzung Ausstellung
Fußgängerbrücke über den Landwehrkanal / Teil 2 Situation und Planungsvorgaben
Lage im Stadtgebiet Der Wettbewerbsbereich liegt am Landwehrkanal südlich vom Potsdamer Platz an der Grenze des Bezirks Friedrichshain-Kreuzberg zum Bezirk Mitte zwischen dem Tilla-Durieux-Park im Norden und dem zukünftigen Park auf dem Gleisdreieck. Beide Parkanlagen sind Teil des Berlin durchquerenden Nord-Süd-Grünzuges.
Baustruktur in der Umgebung Potsdamer Platz Nördlich des Wettbewerbsbereiches liegt das neue Stadtquartier des Potsdamer Platzes. Es entstand nach der Wende auf Grundlage eines städtebaulichen Konzepts von Hilmer & Sattler. Westlich des Tilla-Durieux-Parks befinden sich die Bauten des zum Daimler-Chrysler Konzern gehörenden debis-Areals mit Hotels, einer Spielbank, einem Musicaltheater, Einzelhandel, Bürogebäuden und Wohnungen. Die Gebäude am Tilla-Durieux-Park wurden nach Entwürfen von Arata Isozaki, Lauber + Wöhr, Richard Rogers und Renzo Piano errichtet. Östlich des Tilla-Durieux-Parks entstanden im nördlichen Bauabschnitt die Park-Kollonaden mit Bauten der Architekten Schweger & Partner, Jürgen Sawade Diener & Diener und Giorgio Grassi. Für den noch unbebauten südlichen Teil - der U-Bahnhof Mendelssohn-Bartholdy-Park ist davon ausgenommen - gilt der Vorhaben bezogene Bebauungsplan II-VE 2. Hier sollen Bürogebäude und Wohnungen nach Entwürfen des Büros Hilmer & Sattler und Albrecht entstehen. Die U-Bahntrasse, die hier oberirdisch ge-
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Luftbild aus dem Jahr 2004 - Lage der zu planenden Brücke
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Potsdamer Brücke George-C.-Marshall-Brücke Brücke U2 Köthener Brücke Schöneberger Brücke Brücke U1 Anhalter Steg
Lageplan auf Grundlage der automatisierten Liegenschaftskarte (ALK) - Lage der zu planenden Brücke
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führt wird, soll überbaut werden. Die Bebauung soll nach Süden mit zwei 38 m hohen Turmbauten abschließen. Tilla-Durieux-Park Der Tilla-Durieux-Park bildet zusammen mit dem Henriette-Herz-Park (zwischen Sony- und Beisheim-Center) ein grünes und zugleich städtisches Bindeglied zwischen dem historischen Tiergarten und dem zukünftigen Park auf dem Gleisdreieck. Gestaltet wurden beide Anlagen von dem Büro DS Landschapsarchitekten aus Amsterdam. Der Tilla-Durieux-Park besteht aus einer 450 m langen Rasenskulptur, bis zu vier Meter hoch und mit bis zu 35 Grad abfallenden Böschungen. Sie dreht sich um ihre eigene Längsachse, so dass sich die höchsten Punkte an den beiden Enden von der Ostseite auf die Westseite verschieben. Durch einen Einschnitt in der Mitte ist auch die Anbindung an die Bernburger Treppe und das dahinter liegende Stadtquartier gegeben. Seitlich wird die Skulptur von Promenaden mit Bäumen und Bänken begleitet. Mendelssohn-Bartholdy-Park Jenseits der U-Bahn-Trasse befindet sich der Mendelssohn-Bartholdy-Park. Das angrenzende Stadtquartier ist hauptsächlich von Wohnnutzungen geprägt. Neben einzelnen Altbauten und einem größeren Komplex des sozialen Wohnungsbaus aus den 1970er Jahren am U-Bahnhof MendelssohnBartholdy-Park wurde hier eine Vielzahl von Wohnbauten zur Zeit der Internationalen Bauausstellung von 1987 errichtet. Bereich Luckenwalder Straße Der Bereich um die Luckenwalder Straße südlich des Landwehrkanals wird durch Gleisanlagen der U-Bahn vom übrigen Stadtgebiet abgetrennt. Dieser Bereich wird vorwiegend von Fußgängern durchquert, die als Ziel den U-Bahnhof Gleisdreieck haben. Neben der heute als Büroflächen genutzten ehemaligen Königlichen Eisenbahndirektion finden sich dort teilweise brach liegende Gewerbebauten und Lagerhallen aus der Vorkriegszeit, einzelne Wohngebäude sowie ein Hotel. Gleisdreieck Südlich der zu planenden Brücke schließt der nördliche Teilbereich des zukünftigen Parks auf dem Gleisdreieck an (als Gleisdreieck werden die Brachflächen der ehemaligen Güterbahnhöfe rund um den U-Bahnhof Gleisdreieck bezeichnet). Für diesen ca. 32 ha großen Park ist im Dezember 2005 ein landschaftsplanerischer Wettbewerb ausgeschrieben worden, dessen Ergebnisse im Juli 2006 vorliegen werden. Der nördliche Teilbereich wird an der Ostseite von einer Hochgarage flankiert. Westlich, entlang der Flottwellstraße, befindet sich eines der auf dem Gleisdreieck vorgesehenen Neubauareale. Hier ist die Errichtung von Büro-, Geschäfts und Wohngebäuden mit ca. 320.000 m² Brutto-Grundfläche geplant. Grünanlage am Karlsbad Zwischen der südlichen Uferseite des Landwehrkanals und der Straße Am Karlsbad befindet sich eine Parkanlage, die von der Flottwellstraße bis zur Potsdamer Straße reicht. Das südlich angrenzende Stadtquartier ist ein Gebiet mit durchmischter Nutzung und Baustruktur. Die Straße Am Karlsbad ist vorrangig mit Bürogebäuden bebaut.
Bereich des landschaftsplanerischen Wettbewerbs auf dem Gleisdreieck und Lage der zu planenden Brücke (Kreis)
Entwicklung der Bahnanlagen im Wettbewerbsbereich
Die Entwicklung des Wettbewerbsbereiches ist untrennbar mit der Entwicklung der Eisenbahn verbunden. In der näheren Umgebung des Wettbewerbsstandortes dokumentieren viele noch erhaltenen Bauten und Fragmente ehemaliger (Brücken-) Bauwerke die geschichtliche Entwicklung (s.a. Anhang 4.1). 1838 wurde die erste Eisenbahnlinie Preußens von Berlin nach Potsdam eröffnet. Sie trug wesentlich zur späteren Bedeutung und Entwicklung des Umfeldes des Potsdamer Platzes bei; bis heute ist sie prägend für die Gestalt des Bereiches rund um das Gleisdreieck. Lagen die Bahnhofsanlagen zunächst noch außerhalb der Berliner Akzisemauer und ausschließlich nördlich des Schafsgrabens, der 18451850 zum Landwehrkanal ausgebaut wurde, machte das explosionsartige Anwachsen des Eisenbahnverkehrs bis in die 1860er Jahre erhebliche Flächenerweiterungen südlich des Landwehrkanals nötig. 1867-1872 wurden die ebenerdigen Anlagen der Potsdamer Bahn grundlegend umgestaltet. Das gesamte Bahngelände wurde um bis zu 3,50 m aufgeschüttet und die Gleise, statt bisher eingleisig, mit einem zweigleisigen Viadukt über die Uferstraßen und den Landwehrkanal hinweg geführt. 1882 wurde der Brückenviadukt für die Ringbahn auf vier Gleise erweitert. Ab 1889 wurde der schon vor der Reichsgründung geplante Bau der Wannseebahn (als Vorortbahn) parallel zur Potsdamer Bahn durchgeführt. Im Zuge der Baumaßnahmen wurde auch eine vollkommen separate Ringbahntrasse östlich des Güterbahnhofes angelegt, die den
Landwehrkanal parallel zur heutigen U-Bahn querte. Die Wannseebahn wurde auf eigenen Gleisen westlich des Güterbahnhofes geführt und erhielt, wie die Ringbahn, eine eigene Querung über den Landwehrkanal und die Uferstraßen parallel zur Brücke der Potsdamer Bahn. Von 1896 bis 1902 wurde in Berlin die erste elektrische Hoch- und Untergrundbahn Deutschlands errichtet. Abgehend von ihrer Hauptstrecke erhielt die Bahn einen Abzweig zum Potsdamer Platz, der auf einem Stahlstützen-Viadukt verlief. Zur Überquerung des Landwehrkanals wurde eine Gitterbogenbrücke aus Stahl errichtet, die heute noch existiert. Auf der Nordseite des Kanals wurde die Trasse in den Untergrund geführt. 1939 wurde der Nord-Süd-Tunnel eröffnet, durch den die auf der Wannseebahn verkehrenden S-Bahn-Züge nun geleitet wurden. Der Wannseebahnhof wurde dadurch überflüssig und im selben Jahr geschlossen. Die Bahnbrücken waren im 2. Weltkrieg entweder stark beschädigt oder zerstört worden. In den 1960er Jahren wurden die Eisenbahnviadukte der Potsdamer Bahn über den Landwehrkanal abgetragen. Aus ehemaligen Bahngeländen wurden riesige Brachflächen. Mit dem Mauerbau 1961 wurde auch der U-Bahnverkehr zwischen beiden Teilen der Stadt unterbrochen. Auf einem Teil der stillgelegten Strecke zwischen Gleisdreieck und Potsdamer Platz wurde von 1984 bis 1991 eine Magnetschwebebahn erprobt. Nach dem Mauerfall wurde der Betrieb der U-Bahn zwischen Nollendorfplatz und Mohrenstraße wieder aufgenommen und auch die Brücke über den Landwehrkanal wieder genutzt. Im Jahre 1998 wurde der Bahnhof Mendelssohn-Bartholdy-Park eröffnet. Der Bau des Fernbahntunnels und das Baugeschehen um den Potsdamer Platz prägten in den 1990er Jahren das gesamte Areal. Im Zuge der Bauarbeiten wurden noch vorhandene Brückenauflager an den Ufer-
Anlagen der Potsdamer Bahn, Luftbild aus dem Jahre 1925
straßen entfernt. Parallel zur U-Bahn-Trasse ist die S-Bahn-Linie 21 geplant. Ein Teil der Trasse soll auf dem obersten Parkdeck der Hochgarage südlich des Kanals verlaufen. Im Falle der Realisierung käme eine weitere Gleisbrücke über den Landwehrkanal westlich der U-Bahn hinzu.
Der Landwehrkanal entstand aus dem Landwehrgraben, der von der Spree bis zum Halleschen Tor führte und dem Schafgraben, der im weiteren Verlauf vom Halleschen Tor bis zur Spreemündung in einem Seitenarm des Berlin-Warschauer Urstromtals verlief. Bereits vor 1816 wurde der Landwehrgraben bis zum Halleschen Tor, wo sich ein Holzmarkt befand, verbreitert und in Teilbereichen begradigt, um Holz flößen zu können. Der Schafgraben wurde ab 1700 regelmäßig geräumt um als Abfluss bei Spreehochwasser dienen zu können. Im Zuge der Umgestaltung des Tiergartens ab 1832 wurde durch Lenné auch die Kanalplanung bis 1841 überarbeitet, die in den Jahren 1845-1852 zur Ausführung kam. Neben seiner Funktion als Transportweg sollte der Kanal auch als landschaftliches Schmuckelement am Übergang von Stadt und Land dienen. Die bestehenden Straßenbrücken über den Landwehrund Schafgraben wurden durch dreizehn baugleiche Klappbrücken ersetzt, die beiden Eisenbahnlinien erhielten je eine Drehbrücke (siehe Anhang 4.1). Es entstand die erste künstliche Wasserstraße Berlins mit ca. 10,7 km Länge. In Ergänzung entstand 1850-52 der Schöneberger Hafen, der von Lenné nahe den Eisenbahnlinien der Anhalter und Potsdamer Bahn vorgesehen wurde.
Schöneberger Hafen vor 1896
Schon wenige Jahre nach seiner Eröffnung wurde das Verkehrsaufkommen so groß, dass der Schöneberger Hafen und Anlegestellen des Kanals nicht mehr ausreichten. In den Jahren 1883-90 wurde das Profil des Kanals verändert. Er wurde mit Sandsteinwänden versehen und an wichtigen Stellen wurden Anleger und Ladestraßen errichtet. Dadurch konnte die Kapazität deutlich gesteigert werden. 1891-96 erfolgt schließlich die Anlage des Urbanhafens. Durch den Umbau und die städtebauliche Entwicklung entlang seiner Ufer änderte sich der Charakter des Landwehrkanals zu dem eines innerstädtischen Kanals. Seiner Bedeutung für das Stadtumfeld wurde
Normalprofil des Landwehrkanals vor dem Erweiterungsbau 1883-1890
Normalprofil des Landwehrkanals in Höhe Augustabrücke nach Erweiterungsbau
durch die Anlage repräsentativer Brücken und die Ausgestaltung seiner Uferbereiche Rechnung getragen. In seiner Form blieb der Kanal bis zu den Speer‘schen Planungen während der Zeit des Nationalsozialismus im Wesentlichen unverändert. Es wurden u.a. Wassertreppen angelegt, in den Jahren 1919-34 wurden die beiden untersten Schichten der Sandsteinwände gegen resistentere Granitquader ausgetauscht. Ab 1939 wurden umfangreichere Arbeiten zum Ausbau des Kanals für Schiffe bis 550 t in Angriff genommen. Realisiert wurde eine Vertiefung und der Ausbau von Schleusen. Für die Speer’sche Nord-SüdAchse, die den Kanal etwa auf Höhe der heutigen Staatsbibliothek queren sollte, wurde noch während des Krieges mit vorbereitenden Arbeiten begonnen, so wird 1943 die Augustabrücke auf Höhe der Linkstraße abgerissen. Das eigentliche Kanalbauwerk blieb im 2. Weltkrieg relativ intakt. Unmittelbar nach dem Krieg wurde es von Trümmern geräumt und pragmatisch instandgesetzt und bis 1978 abschnittsweise u.a. durch Einbau von Stahlspundwänden mit Betonverkleidungen modernisiert. Durch die Entwicklung des Warentransports auf der Straße und die Teilung Berlins verlor der Landwehrkanal in der Nachkriegszeit seine Bedeutung. Im östlichen Bereich war er sogar selbst die Grenze zwischen Ost und West. Bis heute beschränkt sich seine Funktion im wesentlichen auf die als Vorfluter und Wasserstraße für den Ausflugsverkehr. 1959 wurde zugunsten einer durchgehenden leistungsfähigen nördlichen Uferstraße der Schöneberger Hafen zugeschüttet, auf dessen Fläche der Mendelssohn-Bartholdy-Park entstand. Auch in anderen Bereichen entstanden Grünflächen oder Promenaden. Seit Mitte der 1970er Jahre gelangte auch die Bedeutung als Baudenkmal ins Bewusstsein. Seit Ende der 1980er Jahre wurden Sanierungen unter Berücksichtigung der historischen Substanz vorgenommen. Heute steht der Landwehrkanal unter Denkmalschutz.
Grundstück/Größe Der Wettbewerbsbereich erstreckt sich entlang der Uferstreifen von der George-C.-Marshall-Brücke über eine Länge von ca. 300 m bis zur Köthener Brücke. Es hat insgesamt eine Größe von ca. 4.900 m² Eigentum Die Ufer- und Straßenflächen entlang des Landwehrkanals im Wettbewerbsbereich sind Eigentum des Landes Berlin. Sie befinden sich in der Zuständigkeit der Bezirksämter Friedrichshain-Keuzberg bzw. Mitte. Der Landwehrkanal ist ein Gewässer erster Ordnung. Als Teil der SpreeOder-Wasserstraße ist er eine Bundeswasserstraße und befindet sich einschließlich seiner Ufermauern im Eigentum des Bundes. Denkmalschutz Der Landwehrkanal steht als Denkmalbereich (Gesamtanlage) mit seinen Uferbefestigungen, seinen Auf- und Abgängen sowie begrüntem Uferstreifen mit Baumpflanzungen und Geländern unter Denkmalschutz. Im Wettbewerbsbereich wurde der zum Bezirk Mitte gehörige Grünstreifen zwischen George-C.-Marshall-Brücke und Flottwellstraße auf beiden Seiten des Ufers im Zuge des Neubaus der George-C.-Marshall-Brücke denkmalgerecht wiederhergestellt.
Abb. 9/10: Denkmalgrecht wiederhergestellte Uferstreifen am Reichpietsch- und Schöneberger Ufer an der George-C.-Marshall-Brücke (Blickrichtung Osten)
Bestehende Brückenfundamente Im Wettbewerbsbereich finden sich heute die Brückenfundamente der Kaiserin-Augusta-Brücke sowie der Bahnbrücken der ehemaligen Ringbahn und der Potsdamer Bahn. Für die zu planende Brücke sollen die Brückenfundamente der ehemaligen Potsdamer Bahn genutzt werden. Die Tragfähigkeit der bestehenden Brückenfundamente wird als ausreichend vorausgesetzt. Genauere Untersuchungen werden vorgenommen, wenn der konkrete Entwurf vorliegt. Fernbahntunnel Im Bereich der bestehenden Fundamente des Bahnviadukts der Potsdamer Bahn kreuzen die vier Röhren des Fernbahntunnels der DB den Landwehrkanal in ca. 8,50 m Tiefe unter seiner Sohle (die Oberkanten
der Röhren liegen bei ca. +21,40 mNN, siehe Informationspläne im Anhang) Die entstehenden Lasteinträge durch die Fußgängerbrücke werden als unproblematisch eingeschätzt. Je nach Brückenkonstruktion werden ggf. lediglich lastverteilende Maßnahmen nötig sein. Fuß- und Radwege Die Wege der Nordseite des Ufers sind durchgehend mit Bernburger Mosaik gepflastert. Auf der südlichen Uferseite befindet sich ebenfalls ein durchgehender Weg. Zwischen der Flottwellstraße und etwa dem Fundament der ehemaligen Augustabrücke ist er mit Asphalt belegt, sehr schmal und verläuft dicht an der Straße. Im weiteren Verlauf bis zur George-C.-Marshall-Brücke ist er in Bernburger Mosaik ausgeführt. Östlich der Flottwellstraße ist er ebenfalls in Bernburger Mosaik ausgeführt und wird zudem von einem mit Betonsteinen gepflasterten Radweg begleitet. Die vorhandenen Mosaikplaster befinden sich zum Teil in unzureichendem Zustand. Topographie Uferbereich Im Straßenverlauf fallen die Geländehöhen der Uferbereiche von der George-C.-Marshall-Brücke aus (Geländehöhe um +36,60 m) bis etwa zu den Brückenfundamenten der ehemaligen Potsdamer Bahn ab und steigen bis zur Köthener Brücke wieder an. Höhenpunkte sind im Arbeitsplan und im Vermesserplan eingetragen (siehe 4.4 Digitale Anlagen). Topographie Kanal Der ca. 10,7 km lange Landwehrkanal hat eine Regelbreite von 23 m und eine mittlere Wassertiefe von 2,25 m. Im Bereich der zu planenden Brücke liegt die Sohle des Kanals auf ca. +29,85 m. Der obere Bemessungswasserstand BWo ist bei +32,20 m anzunehmen. Baugrund Der Wettbewerbsbereich liegt im Talsandbereich des jungpleistozänen Warschau-Berliner Urstromtals. Der oberflächennahe Schichtenaufbau besteht im Allgemeinen aus mehrere Meter mächtigen glazifluviatilen Sanden. Es handelt sich hierbei meist um Fein- bis Mittelsande mit gelegentlichen grobsandigen bis kiesigen Einlagerungen. Nichthorizontbeständige Einlagerungen von Geschiebemergel und Schluff sind möglich. Baumbestand Baumstandorte sind im Arbeitsplan und im Vermesserplan eingetragen (siehe 4.4 Digitale Anlagen) Altlasten Die Flächen des Wettbewerbsbereiches sind nicht im Bodenbelastungskataster des Landes Berlin eingetragen. Kampfmittel werden nicht vermutet.
Parallel zu den Ufern des Landwehrkanals werden eine Vielzahl von Medien im Erdreich geführt. Zum Teil tangieren sie den Wettbewerbsbereich – die Auflagerfragmente sind jedoch, soweit erkennbar und vom Fernbahntunnel abgesehen, frei von unterirdischen Anlagen. Elektrizität Zu beiden Seiten des Landwehrkanals verlaufen straßenbegleitend mehrere 30 bzw. 110 kV-Hochspannungstrassen. Erdgas In den Fahrbahnbereichen des Schöneberger Ufers und des Reichpietschufers verlaufen Niederdruck-Gasleitungen mit DN 400 bzw. DN 180. Trinkwasserversorgung Eine relevante Trinkwasserleitung verläuft im uferseitigen Fahrbahnbereich des Reichpietschufers. Eine dazugehörige Absperrvorrichtung befindet sich auf Höhe der Tiefgarageneinfahrt. Abwasser Im Fahrbahnbereich des Reichpietschufers verläuft ein großformatiger Mischwasser-Eikanal (Ei 1800). Direkt nördlich des Auflagerfragments am Schöneberger Ufer befindet sich ein Auslass für einen aus der Flottwellstraße kommenden Regenwasser-Eikanal (Ei 1100). Fernwärme Südlich an das Auflagerfragment der Potsdamer Bahn am Schöneberger Ufer angrenzend verläuft eine Fernwärmeleitung von der Ecke Flottwellstraße nach Osten in Richtung Mendelssohn-Bartholdy-Park. Telekommunikation Zwischen Landwehrkanal und Schöneberger Ufer führt die Deutsche Telekom großdimensionierte Telekommunikationstrassen. Im Bereich des dortigen Auflagerfragments sind zwei Kabelschächte vorhanden. Kabel der Deutschen Telekom liegen i.d.R. in einer Tiefe von 0,6 - 1,0 m. Leitungen des ITDZ In Oberflächennähe verlaufen entlang des nördlichen Ufers des Landwehrkanals Leitungen des IT-Dienstleistungszentrums Berlin in zwei PVC-Schutzrohren mit ca. 110 mm Durchmesser.
Individualverkehr Die zu planende Brücke liegt eingebettet zwischen den Uferstraßen entlang des Landwehrkanals. Jeweils als Einbahnstraßen auf nördlicher Seite nach Westen, auf südlicher Seite nach Osten führend, sind sie als übergeordnete Hauptverkehrsstraßen und Teil des inneren Stadtrings zum einen Verbindungsachse der östlichen und westlichen Stadtbezirke, zum anderen sind sie Teil der in Nord-Süd-Richtung durch Berlin verlaufenden Bundesstraße 96. Sie verläuft unter dem Tiergarten als Tunnel, dessen
Ausfahrt auf Höhe der George-C.-Marshall-Brücke liegt. Der Tunnel wurde am 26. März 2006 offiziell für den Autoverkehr freigegeben. ÖPNV Jenseits des Reichpietschufers befindet sich die U-Bahn Station Mendelssohn-Bartholdy-Park der Line U2. Entlang der Uferstraßen fährt die Metrobus-Linie M 29 von Neukölln nach Grunewald. In unmittelbarer Nähe zur geplanten Brücke befinden sich am Schöneberger Ufer die Haltestelle Am Karlsbad, am Reichpietschufer die Haltestelle Mendelssohn-Bartholdy-Park. Fußgänger-/Radverkehr Bedeutsam für den Brückenentwurf ist die Fußgänger- und Radfahrerführung vom Tilla-Durieux-Park über das Reichpietschufer sowie vom Park auf dem Gleisdreieck über das Schöneberger Ufer mithilfe von Ampelanlagen. Auf Grundlage eines Gutachtens der PTV AG soll die Querung des Reichpietschufers zwischen der Linkstraße und der Einfahrt der Tiefgarage des Debis-Komplexes erfolgen. Durch die Verengung der Einmündung in die Linkstraße und die Vergrößerung der Gehwegfläche soll hierfür ausreichend Raum geschaffen werden. Für die Querung des Schöneberger Ufers soll die bestehende Ampelanlage an der Flottwellstraße genutzt werden. Auf der Kanalseite des Schöneberger Ufers verläuft von dieser Ampelanlage aus ein Radweg in Richtung Osten. Dieser soll in seiner Funktion erhalten bleiben. Wasserverkehr Der Landwehrkanal ist heute als Teil der Spree-Oder-Wasserstraße eine Bundeswasserstraße und somit ein Gewässer erster Ordnung. Den Charakter als gütertransportierende Lebensader der Stadt hat er heute vollständig verloren. Befahren wird er nahezu ausschließlich von Ausflugsschiffen in der Sommersaison. Östlich der Brückenfundamente der Potsdamer Bahn hat die Ausflugsreederei Stern und Kreis auf der nördlichen Uferseite eine Anlegestelle eingerichtet. Flächennutzungsplan Der Flächennutzungsplan Berlin in der Fassung der Neubekanntmachung vom Januar 2004 zeigt das Gebiet westlich des Tilla-Durieux-Parks als gemischte Baufläche M1, östlich davon als Wohnbaufläche W1 (zum Landwehrkanal) und gemischte Baufläche M1 (zum Potsdamer Platz). Der Tilla-Durieux-Park, der Mendelssohn-Bartholdy-Park, der Park am Karlsbad und der künftige Park auf dem Gleisdreieck sind als Grünfläche dargestellt. Beiderseits des nördlichen Teils der Grünfläche auf dem Gleisdreieck sind die Bereiche als gemischte Baufläche M2 dargestellt. Die Uferstraßen Reichpietschufer und Schöneberger Ufer sind als übergeordnete Hauptverkehrsstraße dargestellt.
Fußgängerbrücke über den Landwehrkanal / Teil 3 Wettbewerbsaufgabe
Aufgabe des Wettbewerbs ist der Entwurf einer Fußgänger- und Radwegbrücke über den Landwehrkanal. Die Brücke soll eine Verbindung des zukünftigen Parks auf dem Gleisdreieck mit dem Bereich des Potsdamer Platzes und den dort befindlichen Parkflächen (Tilla-Durieux-Park und Henriette-Herz-Park) schaffen. Die Überquerung des Landwehrkanals soll von den beiden Uferstreifen aus auf Niveau der Uferstraßen erfolgen; eine Überbrückung der Uferstraßen ist nicht vorgesehen. Des Weiteren ist der Grünstreifen auf beiden Uferseiten von der George-C.-Marshall-Brücke bis zur Köthener Brücke neu zu gestalten.
Brückenbauwerk Der Auslober erwartet von den Teilnehmern Lösungen, die sich gestalterisch eigenständig unter Berücksichtigung des Denkmalschutzes der gesamten Anlage (ehemaliges Brückenauflager und Böschungsbereiche) mit dem spezifischen Thema der Berliner Brücken über den Landwehrkanal auseinandersetzen. Proportionen, Material und Formgebung sollen der Bedeutung des Kanalbauwerkes einerseits, anderseits der Funktion als Fuß- und Radwegbrücke angemessen sein. Von besonderer Wichtigkeit ist die Ausarbeitung der Konstruktion des Tragwerks und der Untersicht des Brückenbauwerks sowie der Ausstattung der Brücke in gestalterischen Details von Geländern, Beleuchtung und Bodenbelägen. Die Anbindung der Zugänge der Brücke an die Wegeführung der Grünanlage und zu übergeordneten Wegenetzen ist von besonderer Bedeutung. Die Brücke soll ein wichtiges Bindeglied des Nord-SüdGrünzuges sein, der im Norden mit dem Panke-Grünzug beginnt, über die innerstädtischen Grünflächen des Tiergartens, dem Park auf dem Gleisdreieck und dem Schöneberger Südgelände im Süden weiter stadtauswärts in die offene Landschaft führt. Sie hat somit auch die Aufgabe, zur Vernetzung und zur räumlichen Kontinuität der städtischen Grünräume beizutragen. Der Wettbewerbsbereich ist stark vom Kfz-Verkehr der verlaufenden Uferstraßen belastet. Zusätzlicher Verkehr wird voraussichtlich durch den vor kurzem eröffneten Tiergarten-Tunnel verursacht. Die Brücke soll für Fußgänger und Radfahrer geplant werden. Ziel des Entwurfes soll es auch sein, aus dem bisher vorwiegend als Durchgangsort mit geringer Aufenthaltsqualität angesehenen Bereich durch den Brückenschlag einen Ort zu schaffen, der auch zum Verweilen einlädt. Die Brücke sollte deshalb ausreichend breit vorgesehen werden. Die Aufenthaltsbereiche sollen einerseits Möglichkeiten zum Sitzen bieten, andererseits soll die Möglichkeit des freien Herantretens an die Geländer gegeben sein. Die Ausgestaltung der Sitzgelegenheiten ist hier von besonderer Bedeutung. Uferbereiche und Grünflächen Die Neugestaltung der Uferzonen soll unter Berücksichtigung des Denkmalschutzes erfolgen. Dabei ist auf die bereits wiederhergestellten
Uferbereiche Bezug zu nehmen. Diese befinden sich in dem zum Bezirk Mitte gehörigen Teil zwischen George-C.-Marshall-Brücke und Flottwellstraße auf beiden Seiten des Ufers. Sie sollen für die Gestaltung der übrigen Flächen als Vorbild dienen. Straßenbegleitend soll jeweils eine Baumreihe vorgesehen werden. Vorhandene nach BaumschVO Berlin geschützte Bäume sollten, soweit möglich, in die Neugestaltung einbezogen werden, wobei das denkmalgerechte Erscheinungsbild der Anlage Vorrang haben sollte. Die Pflasterung der Wege ist mit Bernburger Mosaik vorzusehen. Durch den teilweise schlechten Erhaltungszustand der bereits vorhandenen Pflasterung ist ggf. eine Neuverlegung notwendig. Die Zugänge zur Brücke sind in die Wegeführung einzubinden. In den Übergangsbereichen zu dem Brückenbauwerk sind auch andere Oberflächen wie z.B. wassergebundene Decke denkbar. Der auf dem südlichen Uferstreifen befindliche Radweg soll in seiner Funktion erhalten bleiben.
Planungsvorgaben Für die neu zu errichtende Brücke sollen die vorhandenen Brückenauflager des ehemaligen Bahnviadukts der Potsdamer Bahn genutzt werden. Diese Brückenauflager werden als ausreichend tragfähig angesehen (s.a. 2.4 Bestehende Brückenfundamente). Die Ausgangspunkte der Brücke sollen auf beiden Uferseiten im Uferstreifen zwischen Landwehrkanal und Fahrbahn vorgesehen werden. Um die geforderte lichte Durchfahrtshöhe unter der Brücke (s.u.: Technische Vorgaben) zu erreichen, müssen auf beiden Uferseiten Treppenanlagen für Fußgänger und Rampen für Radfahrer und rollstuhlgebundene Personen geplant werden. Auf der Brücke und den Rampen sollte ein weitgehend reibungsfreier Parallelverkehr von Fußgängern, Radfahrern und rollstuhlgebundenen Personen möglich sein. Die Rampenbreite sollte deshalb 3,00 m nicht unterschreiten. Die Brücke selbst sollte nicht breiter als 12,00 m vorgesehen werden. Die Querung der Uferstraßen erfolgt auf beiden Seiten über eine Lichtsignalanlage. Die genaue Lage ist im Arbeitsplan (siehe Anhang) eingezeichnet. Auf der nördlichen Uferseite an der Einmündung der Linkstraße ist im Verlauf der weiteren Planung entgegen der im Arbeitsplan eingetragenen Teilsignalisierung die Errichtung einer Vollsignalisierung möglich. Der Bauherr erwartet ein solides, robustes Bauwerk mit geringem Wartungsaufwand. Die Eigenfrequenz der Brücke ist durch konstruktive Maßnahmen zu begrenzen. Aus Kostengründen sollten keine Schwingungsdämpfer vorgesehen werden. Die Unterkonstruktion der Brücke und sämtliche Widerlageröffnungen sind so auszubilden, dass Tauben keinen Halt und Unterschlupf finden. Technische Vorgaben Für den Neubau der Brücke ist eine lichte Höhe über dem oberen Bemessungswasserstand (+32,20 m) von 3,50 m einzuhalten. Die Brücke soll pfeilerfrei über den Kanal geführt und es dürfen auch keine Einbauten in der Wasserstraße vorgesehen werden. Das Kanalbauwerk darf an keiner Stelle eingeengt werden.
Der kürzeste Abstand zwischen den beiden bestehenden Brückenfundamenten beträgt ca. 17,60 m. In einem Bereich von ca. 29 m Länge ist zwischen ihnen die orthogonale Überspannung des Kanals möglich. Leitungsführung In die zu planende Brücke sind für das 110 kV-Stromnetz insgesamt acht Kabelschutzrohre aus Kunststoff zu integrieren. Nach Angaben der Vattenfall AG haben diese Rohre einen Außendurchmesser von 140 mm, im Muffenbereich von ca. 150 mm. Hierzu ist die Richtlinie für das Anbringen von Leitungen an Brücken (RiLeiBrü) zu beachten.
Nach der Landeshaushaltsordnung ist der Bauherr zur sparsamen und wirtschaftlichen Mittelverwendung verpflichtet. Die Wirtschaftlichkeit des Entwurfes ist daher ein entscheidendes Kriterium bei der Beurteilung der Wettbewerbsarbeiten. Diese bezieht sich auf: Dimensionierung und Materialeinsatz der Brückenkonstruktion Wartungsfreundlichkeit und Reduzierung des Wartungsaufwands Zugänglichkeit aller tragender Bauteile Instandsetzungsfähigkeit Alterungsfähigkeit des Materials Einhaltung des Kostenrahmens Robustheit der Freiflächengestaltung
Eine wesentliche Fragestellung des Wettbewerbes ist es, welches statische System und welche konstruktive Konzeption die Teilnehmer vorschlagen, um den von ihnen dargestellten Entwurf unter den genannten Kosten- und Qualitätsanforderungen zu realisieren. Um eine Beurteilung der Entwürfe unter diesen Gesichtspunkten zu ermöglichen, werden konkrete Aussagen zur Statik, zur Konstruktion und zur Materialwahl erwartet. Hinsichtlich der Wirtschaftlichkeit sind nicht nur die Herstellungskosten, sondern auch die künftigen Betriebs-, Wartungs- und Unterhaltungskosten zu berücksichtigen. Als Gesamtbaukosten für die Baumaßnahme einschließlich der Gestaltung der Uferstreifen ist eine Summe von 1.550.000,- € inkl. Nebenkosten, MwSt. und UV (nach DIN 276) vorgegeben. Diese Kostenvorgabe ist unbedingt einzuhalten.
Es wird vorausgesetzt, dass bei der Planung umweltfreundliche Baustoffe und Materialien verwendet werden (Verwendungsverbote und -beschränkungen der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung sind zu beachten). Es sollen nur Materialien und Bauteile verwendet werden, die hinsichtlich ihrer Gewinnung, Transport, Verarbeitung, Funktion und Beseitigung eine hohe Gesundheits- und Umweltverträglichkeit sowie eine hohe Lebensdauer aufweisen („Ökologische Planungskriterien für Wettbewerbe“, Stand vom August 2001, s. Anhang)
Die barrierefreie Nutzung der Brücke sowie der im Wettbewerbsbereich vorhandenen und zu errichtenden Wege und Rampen ist sicher zu stellen. Bei Bodenbelägen ist auf erschütterungsarme Materialien zu achten. Richtungsänderungen und seitliche Kanten sollten kontrastreich und taktil ausgebildet werden. Als Planungsgrundlage dient die DIN 18024-1 Barrierefreies Bauen.
Der Planung sind insbesondere zugrunde zu legen: Gesetz zum Schutz von Denkmalen in Berlin (Denkmalschutzgesetz Berlin - DSchG Bln) vom 24. April 1995, zuletzt geändert am 14.12.2005, s. Anhang DIN 18024-1 Barrierefreies Bauen DIN-Fachberichte 101-104 ZTV-HOLZ 02 – Zusätzliche Technische Vertragsbedingungen und Richtlinien für den Holzschutz und die Konstruktion von Holzbauwerken, Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Abteilung X (bei Holzkonstruktionen), s. Anhang Bundeswasserstraßengesetz vom 2. April 1962, s. Anhang Richtlinie für das Anbringen von Leitungen an Brücken (RiLeiBrü) Richtzeichnungen für Brücken und andere Ingenieurbauwerke, Bundesministerium für Verkehr, Bau- und Wohnungswesen 2004 Baugesetzbuch (BauGB)
Städtebau und Gestaltung - Einbindung in das Umfeld - Anbindung an die Straßen- und Uferbereiche - Gestalterische Ausarbeitung - Korrespondenz Material und Konstruktion - Beleuchtungskonzept - Ausstattungsdetails Funktionen - Benutzbarkeit - Aufenthaltsqualität - Zu- und Aufgänge - Behindertengerechitigkeit
Konstruktion - Gesamtkonstruktion / Statisches System - Konstruktive Details - Schwingungsverhalten - Temperaturverhalten / Temperaturanfälligkeit - Montage Realisierbarkeit - Einhaltung der technischen Vorgaben - Technische Infrastruktur - Baukosten - Erhaltungsaufwand / Unterhaltung - Zugänglichkeit der tragenden Bauteile - Korrosionsschutz
Fußgängerbrücke über den Landwehrkanal / Teil 4 Anhang
Teil 4 Anhang 4.1 Geschichte der Brückenbauwerke im Wettbewerbsbereich
Schon der Schafgraben und der Landwehrgraben wurden im Laufe der Jahrhunderte mit Brückenbauwerken überquert. Im folgenden soll ein kurzer Überblick über die Brücken im Umfeld des Wettbewerbsgebietes gegeben werden.
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13 Abb. 1: Brückenbauwerke im Umkreis des Wettbewerbsgebietes
Schafbrücke Lennésche Klappbrücke Verbreiterung auf 18,8 m Doppelbrücke Victoria-/Potsdamer Br. Neubau Potsdamer Brücke George-C.-Marshall-Brücke Augustabrücke Eisenbahnbrücke über Schafgraben Balkendrehbrücke Bahnviadukt Erweiterung Bahnviadukt Wannseebahnviadukt Ringbahnviadukt 8 1902 Hochbahnbrücke 9 1910 Köthener Brücke 10 1845-1897 Lennésche Klappbrücke 1897-1945 Schöneberger Brücke 1954 Neubau Schöneberger Brücke 11 1903 Hochbahnbrücke 12 1845-1871 Balkendrehbrücke Anhalter Bahn 1872-1945 Bahnviadukte Anhalter Bahn 1945-ca.58 Instandgesetztes Viadukt 1997 Anhalter Steg 13 1850-1898 Lennésche Klappbrücke 1899-1945 Möckernbrücke 1952 Neubau Möckernbrücke
1/2 15. Jhdt. 1850-1897 1864 1898-1945 1966 3 1998 4 1869-1943 5 1838-1845 1845-1871 1871-1945 1882-1945 6 1891-1945 7 1891-1945
15. Jhdt. Schafbrücke (Position 1) Bereits im 15. Jhdt. war an der Stelle der heutigen Potsdamer Brücke Übergang über der Schafgraben vorhanden. Die untere Abbildung zeigt ein späteres Bauwerk an dieser Stelle im Jahre 1775.
Schafbrücke im Jahre 1776
Vor 1685 (z.B. Position 13) Weitere Brücken über den Schaf-/Landwehrgraben entstanden u.a. vor dem Schlesischen, Kottbuser, Halleschen Tor, an der Stelle der heutigen Möckernbrücke, im Bereich Hofjägerallee/Tiergartenstraße, im Tiergarten 1838 Eisenbahnbrücke über den Schafgraben (Position 5) Im Zuge des Baus der Berlin-Potsdamer Eisenbahn entstand eine einfache Brückenkonstruktion zur Überquerung des Schafgrabens 1845-1850 Balkendrehbrücke (Position 5 | 12) Bei der Anlage des Landwehrkanals wurde für die Berlin-Potsdamer Bahn eine schmiedeeiserne, eingleisige Gitter-Drehbrücke errichtet (ebenso für die Anhalter Bahn). Die Bahn kreuzte die neu angelegten Uferstraßen niveaugleich, die Brücke wurde bei Bedarf für den Schiffverkehr über ein in der Mitte des Kanals liegendes Dreh-Auflager geöffnet.
Balkendrehbrücke der Potsdamer Eisenbahn
1845-1850 Straßenbrücken Position (Position 1 | 10 | 13) Die Straßenbrücken über den Landwehrkanal sind als hölzerne Klappbrücken mit massiven Pfeilern ausgeführt worden, so z.B. im Verlauf der Potsdamer und der Schöneberger Straße.
Straßen-Klappbrücken von Lenné
1869 Augustabrücke (Position 4) Während der großen Umbauarbeiten 1869-72 musste der gesamte Personenverkehr der Eisenbahn südlich des Kanals abgefertigt werden, u.a. deshalb wurde die Errichtung einer Straßenbrücke in einer direkten Verbindung vom Potsdamer Platz notwendig und führte zur Errichtung der Augustabrücke im ehemaligen Verlauf der Linkstraße. Mit ihr wurde auch der erste Versuch unternommen, den hinderlichen Klappendurchlass zu beseitigen. Rampen in den Uferstraßen waren hier nicht möglich, so beschrieb das Bauwerk selbst eine Bogenform. Die seitlich angeordneten Gehwege erreichten mit schmiedeeisernern Bögen im Mittelfeld eine ausreichende Höhe (UK +5,90 m a.B.P) um klappenfrei ausgeführt zu werden, die Fahrbahn erhielt jedoch noch ein aus Eisenträgern konstruiertes Klappenpaar. Die Augustabrücke wurde 1943 im Zuge der Planungen für die Speer´sche Nord-Süd-Achse abgerissen.
1879 Brücken Anhalter Bahn (Position 12) 1879 wurden im Zuge des Umbaus des Anhalter Bahnhofs wie bei der Potsdamer Bahn der Landwehrkanal und die Uferstraßen nach einem Entwurf von Franz Schwechten überbrückt. Der Mittelteil über dem Kanal wurde als Eisenbogenbrücke, die Teile über den Uferstraßen als Blechträger ausgeführt. 1945 wurden die Brücken zerstört, danach zweckmäßig instandgesetzt und bis zur Einstellung des Zugverkehrs auf dem Anhalter Bahnhof 1952 weitergenutzt. Nach der Sprengung des Anhalter Empfangsgebäudes 1956 wurden auch die Brücken in den 1970er Jahren endgültig abgerissen.
Brückenviadukt der Anhalter Bahn 1921
1872 Hauptbahnviadukt Potsdamer Bahn (Position 5) Bei Neuorganisation der Bahnanlagen wurde die Drehbrücke ersetzt. Die nun höher liegenden Bahnanlagen des nördlichen reinen Personenbahnhofs und des südlichen Güterbahnhofs wurden durch einen zweigleisigen Brückenviadukt verbunden, der neben dem Landwehrkanal nun auch die Uferstraßen überbrückt. Der Teil über dem Kanal bestand aus einem Fachwerkträger, die Teile über den Uferstraßen aus Blechträgern, deren Feldlängen durch gusseiserne Pendelstützen verkürzt wurden. 1882 erfolgte der Ausbau des Viadukts auf vier Gleise, um den Verkehr der Ringbahn separat führen zu können. Im zweiten Weltkrieg wurde der Viadukt zerstört und in der Folgezeit abgetragen.
Viadukt der Potsdamer Bahn über den Landwehrkanal und seine Uferstraßen
Brückenviadukt der Potsdamer Bahn ca. 1930
1891 Wannseebahnviadukt/Ringbahnviadukt (Position 6 | 7) Direkt westlich anschließend an den erweiterten Hauptbahnviadukt wurden 1891 ein eigener zweigleisiger Brückenviadukt für die neue Trasse der Wannseebahn und am östlichen Rand der Bahnanlagen (an der damaligen Ecke Königin-Augusta-Straße/Hafenplatz) ein Viadukt für die Ringbahn errichtet. Beide wurden in ähnlicher Bauart wie die der Viadukt der Hauptbahn ausgeführt und überbrückten auf ca. 100 m den Landwehrkanal und die Uferstraßen. Die Gleise der Ringbahn verliefen südlich auf einem gemauerten Bogenviadukt in Richtung des heutigen Gleisdreiecks, in dessen unmittelbarer Nähe heute noch Reste davon erhalten sind. Ebenso wie der Hauptbahnviadukt wurden auch diese Brückenbauwerke nach der Zerstörung im zweiten Weltkrieg abgetragen. 1897/98 Potsdamer Brücke/Victoriabrücke (Position 2 | 1) Ab den 1870er Jahren wurden die hölzernen Straßenbrücken i.d.R. durch massive und repräsentative Bogenbrücken ersetzt. Hierzu wurden die Uferstraßen zu den Brücken hin angehoben. An der Kanalquerung der Potsdamer Straße und der Victoriastraße (z.T. die heutige Potsdamer Straße nördlich des Kanals) entstand eine Doppelbrücke. Beide Brücken wurden als Eisenbogenbrücken ausgeführt. Die Potsdamer Brücke erhielt ihren Namen 1903. Nach der Zerstörung im 2. Weltkrieg wurde an dieser Stelle zu 1947 eine Notbrücke errichtet.
Potsdamer Brücke um 1900
Abb. 10: Victoriabrücke um 1900
1897/98 Schöneberger Brücke (Position 10) Auch die Lennésche Holzklappenbrücke an der Schöneberger Straße wurde kurz vor der Jahrhundertwende ersetzt. Sie wurde als massive Bogenbrücke in Basaltlava errichtet. Auch sie wurde im 2. Weltkrieg zerstört. 1899 Möckernbrücke (Position 13) Als Ersatz für die Holzklappenbrücke wurde auch hier eine massive Bogenbrücke aus Sandstein errichtet.
Abb. 11: Möckernbrücke um 1920
1902 Hochbahnbrücke (Position 8) Die Berliner Hochbahn, die 1902 eröffnet wurde, erhielt vom Gleisdreieck ausgehend einen Abzweig zum Potsdamer Platz, um den Potsdamer Bahnhof anzubinden. Die Strecke wurde direkt östlich der Ringbahn mit einer flachen Eisenbogenkonstruktion über den Kanal geführt. Heute fährt über sie die U-Bahn Linie 2.
Abb. 12: Hochbahnbrücke der heutigen U-Bahn Linie U2
1909/10 Köthener Brücke (Position 9) Erst 1910 wird im Zuge der Köthener Straße die Köthener Brücke von Arno Koernig und Friedrich Krause parallel zur Brücke der Hochbahn- bzw. U-Bahn erbaut. Sie ist eine Eisenbogen-Konstruktion mit einer Spannweite von 20,10 m.
Abb. 13: Köthener Brücke
1952 Neubau Möckernbrücke (Position 13) In den 1950er Jahren wurden die im zweiten Weltkrieg zerstörten Brücken als dauerhafte Neubauten wiedererrichtet. Hier kam eine schlichte Stahlbetonkonstruktion zum Einsatz. Die Bogenform erinnert formal an seinen Vorgängerbau.
Abb. 14: Heutige Möckernbrücke
1954 Neubau Schöneberger Brücke (Position 10) Ähnlich der Möckernbrücke wurde 1954 die Schöneberger Brücke neu errichtet.
Abb. 15: Schöneberger Brücke
1964/66 Neubau der Potsdamer Brücke (Position 1) Im Zuge der Planungen im Bereich des Kulturforums wurde die Potsdamer Straße neu geführt. Die provisorische Notbrücke wurde durch eine Stahlbetonverbundbrücke ersetzt, die an der eigentlichen Position der früheren Victoriabrücke liegt.
Abb. 16: Heutige Potsdamer Brücke
1994 Behelfsbrücke BauLog-Brücke (Position 6) Für die Bauarbeiten auf dem Potsdamer Platz wurde auf dem brachliegenden südlichen ehemaligen Bahngelände ein Logistikzentrum für Anlieferung und Abfuhr von Baumaterialien eingerichtet. Zur Verbindung mit den jenseits des Kanals liegenden Baustellen wurde eine Behelfsbrücke errichtet, die in ungefährer Lage der ehemaligen Brücken mit einem EinfeldBlechträger Kanal und beide Uferstraßen überspannte. Nach Fertigstellung des Potsdamer-Platz-Areals wurde sie wieder entfernt.
Abb. 17: Behelfsbrücke BauLog
1998 George-C.-Marshall-Brücke (Position 3) In der Verlängerung des Tiergartentunnels dient die Brücke nach einem Entwurf des Büros von Gerkan, Marg und Partner dem Anschluss des Tunnels an die bestehende Trasse der B 96. Sie bietet Platz für zwei Fahrstreifen in Süd-Nord-Richtung und drei in Nord-Süd-Richtung. Um die für die Durchfahrt der Schiffe erforderliche Höhenlage zu erreichen, mussten die Kanaluferstraßen im Kreuzungsbereich um etwa zwei Meter angehoben werden. Die Stahlbetonkonstruktion besteht aus Rahmen mit aufgelösten Ecken, Druckbogen mit oben liegendem Zugband, gegründet auf Schlitzscheiben.
Abb. 18: George-C.-Marshall-Brücke
2001 Anhalter Steg (Position 12) Die im Februar 2001 eingeweihte Fußgängerbrücke nach Planung von Benedict Tonon führt auf Höhe des Technikmuseums in drei je 25 m langen Bögen über das Hallesche Ufer, den Landwehrkanal und das Tempelhofer Ufer. Zwei Betonpfeiler tragen die Eisenkonstruktion der Brücke. An den Pfeilern, die auf den Fundamenten der Brückeviadukte der Anhalter Bahn stehen, befinden sich die Inschriften „Anhalt“ und „Berlin“, die an den ehemaligen Anhalter Bahnhof, erinnern sollen. Für den mittleren Teil wurde der aus genietetem Fachwerk konstruierte Brückenbogen der um 1890 gebauten alten Marschallbrücke in Mitte wiederverwendet.
Abb. 19: Anhalter Steg
Internet - Senatsverwaltung für Stadtentwicklung (Hrsg.): Auslobung „Park auf dem Gleisdreieck”, Berlin Dezember 2005, siehe
www.stadtentwicklung.berlin.de/aktuell/wettbewerbe/ausschreibungen/index.shtml
Wasser- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes, Internetseite
u.a. historischer Abriss zur Entwicklung der Wasserstraße und der Binnenschifffahrt in Deutschland (Menüpunkt Wasserstraßen)
1. Königl. Technische Bau-Deputation, Architekten-Verein zu Berlin (Hrsg.): Zeitschrift für Bauwesen, Jahrgang XX., Verlag Ernst & Korn, Berlin 1870 2. Königl. Technische Bau-Deputation, Architekten-Verein zu Berlin (Hrsg.): Zeitschrift für Bauwesen, Jahrgang XXI., Verlag Ernst & Korn, Berlin 1871 3. Ministerium der öffentlichen Arbeiten (Hrsg.): Zeitschrift für Bauwesen, Jahrgang XLIII., Verlag Wilhelm Ernst & Sohn, Berlin 1893 4. Architekten-Verein zu Berlin (Hrsg.): Berlin und seine Bauten, Verlag Ernst und Korn, Berlin 1877 5. Architekten-Verein zu Berlin und Vereinigung Berliner Architekten (Hrsg.): Berlin und seine Bauten Bd. 1, Verlag Ernst und Sohn, Berlin 1896 6. Architekten- und Ingenieurverein zu Berlin (Hrsg.): Berlin und seine Bauten, Teil X, Band B, Ernst & Sohn Verlag für Architektur und technische Wissenschaften, Berlin 1984 7. ArGe Bappert/Geyer/Wenzel: Gutachten Landwehrkanal im Auftrag der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umweltschutz, Abt. III B 43 - Gartenenkmalpflege -, Berlin 1990 8. Natzschka, Werner: Berlin und seine Wasserstraßen, Verlag Duncker & Humblot, Berlin 1971 9. Handke, Stefan: Die Eisenbahn Berlin-Potsdam, Die Wannseebahn, Marion Hildebrandt Verlag, Berlin 1988 10.Kliem, Peter G.; Noack, Klaus: Berlin Anhalter Bahnhof, Ullstein Verlag, Berlin 1984 11. Bodenschatz, Harald: Platz frei für das neue Berlin, Geschichte der Stadterneuerung seit 1871, Transit Buchverlag, Berlin 1987 12.Senatsverwaltung für Bau- und Wohnungswesen (Hrsg.): Berliner Brücken, Katalog zur Ausstellung, Berlin Oktober 1991 13.Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Abt. Brücken-, Tunnel- und Wasserbau (Hrsg.): Berliner Brücken - Neue Verbundungen der Hauptstadt, Berlin 1999 Internet - Louisenstädtischer Bildungsverein e.V., Hans-Jürgen Mende (Hrsg.): www.berlingeschichte.de Abbildungsnachweis Titel: © Berlin Partner GmbH / FTB-Werbefotografie Teil 2 Abb.1-2 Senatsverwaltung für Stadtentwicklung Abb. 3 Luftbild, Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Abt. III Abb. 4 Senatsverwaltung für Stadtentwicklung Abb. 5 Luftbild 1925, Landesarchiv Berlin, 04 LuA, II, 1 469 Abb. 6-8 in (5) Berlin und Seine Bauten Bd.1 1896, S. 78 ff. Abb. 9-10 Nanna Sellin-Eysholdt
Teil 4 Abb. 1 Abb. 2 Abb. 3 Abb. 4 Abb. 5 Abb. 6 Abb. 7 Abb. 8 Abb. 9/10 Abb. 11 Abb.12-16 Abb. 17 Abb. 18 Abb. 19 F1-F20
Senatsverwaltung für Stadtentwicklung in (8) Natzschka, vor S. 33 in (9) Handke, S. 62 in (5) Berlin und Seine Bauten Bd.1 1896, S. 161 in (9) Handke, S. 64 Landesinstitut für Schule und Medien LB BVG II 10007 in (4) Berlin und seine Bauten 1877, Fig. 34, S. 59 Landesinstitut für Schule und Medien LB 04 Na 214 490 in (12) Berliner Brücken1991, S.97 unbekannt Björn Steinhagen www.gregull-spang.de in (13) Berliner Brücken 1999, S.18 Björn Steinhagen Björn Steinhagen
Auf beiliegender CD-ROM 4.4.0 Ausschreibung - Vorliegende Ausschreibung als .pdf-Datei mit farbigen Abbildungen in 300dpi Auflösung
00_ausschreibung_bruecke_landwehrkanal.pdf
4.4.1 Arbeitspläne - Übersichts-/Arbeitsplan u.a. auf Grundlage der ALK, des Arbeitsplanes des Wettbewerbs für den Park auf dem Gleisdreieck, des Lichtsignalanlagen-Gutachtens der ptv AG, der Ausführungsplanung des Büros Thomas M. Dietrich für den Tilla-Durieux-Park, Katasterpänen der Abt. III der Sanatsverwaltung für Stadtentwicklung und des Vermesserplanes des Büros Rek, Schwenk als CAD-Datei in verschiedenen Dateiformaten (maßstabsunabhängig) und als .pdf-Dateien (im angegebenen Maßstab)
00_bruecke_landwehrkanal_uebers_arb_plan.dxf 00_bruecke_landwehrkanal_uebers_arb_plan.dwg 00_bruecke_landwehrkanal_uebers_arb_plan.pln 01_bruecke_landwehrkanal_uebers_plan.pdf 02_bruecke_landwehrkanal_arb_plan.pdf (v 7.0) (M 1:1000) (M 1:500)
Vermesserplan derUferbereiche des Büros Rek, Schwenk als .pdf.Datei
03_bruecke_landwehrkanal_vermesserplan.pdf
4.4.2 Informationspläne - Landschaftsplanerischer Wettbewerb „Park auf dem Gleisdreick - Abgrenzung der Nutzungsgebiete als .pdf-Datei
info_01_Park_Gleisdreieck_Nutzungsgebiete.pdf (M 1:10.000)
Längsschnitt, Querschnitte und Lastenplan des Fernbahntunnels im Bereich des Landwehrkanals als pdf-Datei
info_02_laengsschnitt_lasten_tunnel.pdf info_03_querschnitt_tunnel.pdf
Vorhabenbezogener Bebauungsplan II-VE 2, südliches Baufeld auf der Ostseite des Tilla-Durieux-Parks als gif-Datei
info_04_B-Plan_II_VE_2_120dpi.gif (M 1:1.000 bei 120 dpi)
Bebauungsplan II-176 südlich der Straße Am Karlsbad als gif-Datei
info_05_B-Plan_II_176_120dpi.gif (M 1:1.000 bei 120 dpi)
lb01_breucke_tdp_08_2004_luftbild_5000_200pxcm.jpg (M 1:5.000 bei 200 pxcm)
Luftbilder, CIR-Falschfarben, Stand 2000, als .jpg-Dateien
lb02_breucke_tdp_2000_CIR_50251759.jpg lb03_breucke_tdp_2000_CIR_50261874.jpg (ca. M 1:5.000 bei 450 dpi) (ca. M 1:5.000 bei 450 dpi)
ltg01_bwb_abwasser.pdf ltg01_bwb_wasserversorgung.pdf ltg02_GASAG.pdf ltg03_vattenfall_strom.pdf ltg04_vattenfall_fernwaerme.pdf ltg05_telekom.pdf ltg06_ITDZ.pdf (M 1:500) (M 1:500) (M 1:4.000) (M 1:500 und M 1:250) (M 1:2.000) (M 1:500) (ohne Maßstab)
4.4.3 Weitere Planungsunterlagen - Schichtenverzeichnisse für den Bereich des Wettbewerbsgebietes
01_boden_schichtenverzeichnisse.pdf
Hinweise zur Konstruktion und zum Schutz von Holzbauwerken der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Abteilung X
02_hinw_konstr_holzbauw.pdf
4.4.4 Vorschriften - Ausführungsvorschriften zu §7 des Berliner Straßengesetzes über Geh- und Radwege (AV Geh- und Radwege) vom 11. Dezember 1998 als pdf.-Datei
01_AV_geh_u_radwege.pdf
Bundeswasserstraßengesetz vom 2. April 1962
02_bundeswasserstraßengesetz.pdf www.juris.de
Berliner Wassergesetz (BWG) vom 17.06.2005 als pdf.-Datei
03_bwg_17.06.2005.pdf www.stadtentwicklung.berlin.de/umwelt/wasser/wasserrecht/index.shtml
Gesetz zum Schutz von Denkmalen in Berlin (Denkmalschutzgesetz Berlin – DSchG Bln) vom 24. April 1995, zuletzt geändert am 14.12.2005 als .pdf-Datei
04_dschg_bln.pdf http://www.stadtentwicklung.berlin.de/service/gesetzestexte/de/denkmal.shtml
4.4.5 Richtlinien - Wirtschaftliche Standards des öffentlichen Bauens, Rundschreiben SenBauWohn1/2002
01_WiSt_Rundschreiben.pdf 02_WiSt_Allgemein.pdf 03_WiSt_Tiefbau.pdf 04_WiSt_Literaturhinweise.pdf 05_WiSt_Landschaftsbau.pdf
07_verbote_baustoffe_tropenholz.pdf
08_oekolog_planungskriterien.pdf www.stadtentwicklung.berlin.de/aktuell/wettbewerbe/grundlagen/
ZTV-HOLZ 02 – Zusätzliche Technische Vertragsbedingungen und Richtlinien für den Holzschutz und die Konstruktion von Holzbauwerken, Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Abteilung X
09_ZTV-HOLZ02_Teil1_Haupttext_11_02.pdf 10_ZTV-HOLZ02_Teil1_Erg_Bestimm_05_05.pdf 11_ZTV-HOLZ02_Teil1_Anhang1_11_02.pdf 12_ZTV-HOLZ02_Teil1_Anhang2_11_02.pdf 13_ZTV-HOLZ02_Teil2_11_02.pdf 14_ZTV-HOLZ02_Teil3_11_02.pdf
4.4.6 Formblätter - Verfassererklärung (s. Teil 1.10) (pdf-Formular, d.h. Text kann direkt in das Formblatt eingeben und danach ausgedruckt werden. Das pdf-Formular kann mit dem Acrobat-Reader aber nicht gespeichert werden)
verfassererklärung_bruecke_landwehrkanal..pdf
4.4.7 Bilddokumentation - Bilddokumentation mit Panoramaaufnahmen als .jpg-Dateien
►02_historisches_bildmaterial
Bildmaterial aus Punkt 4.1 in höherer Auflösung als .tif-Dateien
►03_bruecken
Bereich der zu planenden Brücke und der Uferstreifen
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Blick von der U-Bahn-Brücke Richtung Westen auf das Reichpietschufer, in Bildmitte Lage der vorhandenen Auflager
Blick von der U-Bahn-Brücke Richtung Westen auf das Schöneberger Ufer
Blick in den Tilla-Durieux-Park Richtung Norden
Südliches Ende des Tilla-Durieux-Parks, Blickrichtung Süden
Blick vom Schöneberger Ufer Richtung Süden in den künftigen Park auf dem Gleisdreieck, im Vordergrund der Rettungsplatz für den Fernbahntunnel
Auflager des Hauptbahnviadukts der Potsdamer Bahn, Blickrichtung Osten
Nördliches Auflager am Reichpietschufer
Südliches Auflager am Schöneberger Ufer
Uferstreifen Schöneberger Ufer, Blick von der Ecke George-C.-Marshall Brücke Richtung Osten
Uferstreifen Schöneberger Ufer zw. George-C.Marshall Brücke und Flottwellstr. Blickrichtung Osten
Schönerberger Ufer / Flottwellstraße, Situation der Ampelanlage, im Hintergrund der Bildmitte das südliche Auflager
Uferstreifen Schöneberger Ufer etwa auf Höhe Flottwellstraße, Blickrichtung Westen
Uferstreifen Schöneberger Ufer zwischen U-BahnBrücke und Flottwellstraße, Blickrichtung Westen
Uferstreifen Schöneberger Ufer zwischen U-BahnBrücke und Flottwellstraße, Blickrichtung Osten
Uferstreifen Reichpietschufer, etwa Ecke George-C.Marshall Brücke, Blickrichtung Osten
Reichpietschufer, Lage der geplanten Ampelanlage auf Höhe der Linkstraße, Blickrichtung Osten
Uferstreifen Reichpietschufer auf Höhe der Linkstraße, Blickrichtung Westen
Uferstreifen Reichpietschufer auf Höhe der Tiefgarageneinfahrt, Blickrichtung Osten
Uferstreifen Reichpietschufer auf Höhe des UBahnhofs, Blickrichtung Osten

References: § 6
 § 15
 § 55
 § 64
 § 55
 § 64
 § 15
 §7