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Timestamp: 2019-03-19 07:47:39+00:00

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Gesetze-Rechtsprechung Schleswig-Holstein LWaldG | Landesnorm Schleswig-Holstein | Gesamtausgabe | Waldgesetz für das Land Schleswig-Holstein (Landeswaldgesetz - LWaldG) vom 5. Dezember 2004 | gültig ab: 01.01.2005
Ausfertigungsdatum: 05.12.2004
Fundstelle: GVOBl. 2004, 461
Stand: letzte berücksichtigte Änderung: § 9 geändert (Art. 3 Ges. v. 13.12.2018, GVOBl. S. 773)
Waldgesetz für das Land Schleswig-Holstein (Landeswaldgesetz - LWaldG) vom 5. Dezember 2004 01.01.2005
Abschnitt I - Allgemeine Vorschriften 01.01.2005
§ 1 - Grundsatz, Gesetzeszweck 29.07.2011
§ 2 - Begriffsbestimmungen 31.08.2018
Abschnitt II - Rücksichtnahmegebot 28.09.2007
§ 3 - (aufgehoben) 28.09.2007
§ 4 - Sicherung der Waldfunktionen bei Planungen und Maßnahmen von Trägern öffentlicher Vorhaben 01.01.2005
Abschnitt III - Waldbewirtschaftung, Walderhaltung, Neuwaldbildung 01.01.2005
§ 5 - Bewirtschaftung des Waldes 24.06.2016
§ 6 - Zielsetzungen für den Staats- und Körperschaftswald 24.06.2016
§ 7 - Ausnahmen vom Kahlschlagsverbot 24.06.2016
§ 8 - Wiederaufforstung und natürliche Wiederbewaldung 01.01.2005
§ 9 - Umwandlung von Wald 21.12.2018
§ 10 - Erstaufforstung 24.06.2016
§ 11 - Teilung von Waldgrundstücken 01.01.2005
§ 12 - Nachbarrechte und Nachbarpflichten 01.01.2005
Abschnitt IV - Besonders geschützte Waldgebiete 01.01.2005
§ 13 - (aufgehoben) 29.07.2011
§ 14 - Naturwald 24.06.2016
§ 15 - Erlass von Naturwaldverordnungen 24.06.2016
§ 16 - (aufgehoben) 29.07.2011
Abschnitt V - Betreten des Waldes 01.01.2005
§ 17 - Betreten des Waldes 29.07.2011
§ 18 - Reiten im Wald 29.07.2011
§ 19 - Haftung 29.07.2011
§ 20 - Sperren von Wald 29.07.2011
§ 20 a - Kulturschutzzäune 29.07.2011
§ 21 - Kennzeichnung des Waldes 01.01.2005
Abschnitt VI - Waldschutz 01.01.2005
§ 22 - Schutzmaßnahmen gegen Schadorganismen 24.06.2016
§ 23 - Schutzmaßnahmen gegen Waldbrände 01.01.2005
§ 24 - Waldabstand 24.06.2016
Abschnitt VII - Förderung der Forstwirtschaft 01.01.2005
§ 25 - Förderung der Forstwirtschaft 24.06.2016
§ 26 - (aufgehoben) 29.07.2011
§ 27 - (aufgehoben) 29.07.2011
Abschnitt VIII - Entschädigung, Härteausgleich 29.07.2011
§ 28 - Entschädigung, Übernahmeverlangen 24.06.2016
§ 29 - (aufgehoben) 29.07.2011
§ 30 - (aufgehoben) 29.07.2011
§ 31 - Härteausgleich 29.07.2011
Abschnitt IX - Forstverwaltung, Forstaufsicht 01.01.2005
§ 32 - Forstbehörden 29.12.2010
§ 33 - Aufgaben und Befugnisse der Forstbehörden, Auskunftserteilung 01.01.2005
§ 34 - Sachliche Zuständigkeit 29.12.2010
§ 35 - Waldkataster 25.05.2018
§ 36 - Gebührenfreiheit 01.01.2005
§ 37 - (aufgehoben) 01.01.2008
Abschnitt X - Schlussbestimmungen 01.01.2005
§ 38 - Ordnungswidrigkeiten 24.06.2016
§ 39 - Anwendung des Gesetzes in besonderen Fällen 01.01.2005
§ 40 - (aufgehoben) 29.07.2011
§ 41 - Befreiungen 29.07.2011
§ 42 - Übergangsregelungen 24.06.2016
§ 43 - Inkrafttreten 01.01.2005
Anlage 24.06.2016
§ 1 Grundsatz, Gesetzeszweck
§ 3 (gestrichen)
Waldbewirtschaftung, Walderhaltung, Neuwaldbildung
§ 5 Bewirtschaftung des Waldes
§ 6 Zielsetzungen für den Staats- und Körperschaftswald
§ 7 Ausnahmen vom Kahlschlagsverbot
§ 8 Wiederaufforstung und natürliche Wiederbewaldung
§ 9 Umwandlung von Wald
§ 11 Teilung von Waldgrundstücken
§ 14 Naturwald
§ 15 Erlass von Naturwaldverordnungen
§ 20 a Kulturschutzzäune
§ 22 Schutzmaßnahmen gegen Schadorganismen
§ 23 Schutzmaßnahmen gegen Waldbrände
§ 24 Waldabstand
§ 26 (gestrichen)
§ 28 Entschädigung, Übernahmeverlangen
§ 29 (gestrichen)
§ 30 (gestrichen)
§ 31 Härteausgleich
Forstverwaltung, Forstaufsicht
§ 33 Aufgaben und Befugnisse der Forstbehörden, Auskunftserteilung
§ 34 Sachliche Zuständigkeit
§ 35 Waldkataster
§ 36 Gebührenfreiheit
§ 37 (gestrichen)
§ 39 Anwendung des Gesetzes in besonderen Fällen
§ 40 (gestrichen)
Grundsatz, Gesetzeszweck
zum Wohnbereich gehörende Parkanlagen und mit Waldgehölzen bestandene Friedhöfe, ausgenommen Friedhöfe, auf denen die Waldfunktionen ( § 1 Abs. 2 Nr. 1 ) erhalten bleiben.
Sicherung der Waldfunktionen bei
Planungen und Maßnahmen von Trägern öffentlicher Vorhaben
die Forstbehörden bereits bei der Vorbereitung der Planungen und Maßnahmen zu unterrichten und anzuhören, soweit nicht nach § 45 Abs. 2 des Bundeswaldgesetzes und sonstigen Rechtsvorschriften eine andere Form der Beteiligung vorgeschrieben ist.
(1) Die Bewirtschaftung des Waldes hat im Rahmen seiner Zweckbestimmung ordnungsgemäß, nachhaltig und naturnah nach den Grundsätzen der guten fachlichen Praxis zu erfolgen. Sie soll die Nutz-, Schutz- und Erholungsfunktion des Waldes stetig und auf Dauer gewährleisten.
Anwendung von bestandes- und -bodenschonenden Techniken, insbesondere bei Verjüngungsmaßnahmen, Holznutzung und -transport;
(3) Kahlschläge sind verboten, sofern sie nicht nach § 7 zugelassen sind. Kahlschläge sind alle Hiebmaßnahmen, die freilandähnliche Verhältnisse bewirken und damit mindestens zeitweilig zu einer erheblichen Beeinträchtigung von Schutzfunktionen des Waldes führen. Ein Kahlschlag liegt regelmäßig dann vor, wenn der Holzvorrat auf einer zusammenhängenden Fläche von über 0,3 Hektar auf weniger als 60 % des nach gebräuchlichen Ertragstafeln oder bekannter standörtlicher Wuchsleistung üblichen Holzvorrats abgesenkt wird. Nicht als Kahlschläge gelten Hiebmaßnahmen, die
aufgrund von Brand oder Naturereignissen wie Sturmschäden oder Schädlingsbefall
notwendig sind. Diese sind der Forstbehörde vorher, im Falle von Satz 4 Nr. 1 und 3 mindestens zwei Wochen vorher, anzuzeigen.
(4) Weitergehende Anforderungen aufgrund des Landesnaturschutzgesetzes bleiben unberührt.
Zielsetzungen für den Staats- und Körperschaftswald
Der Staats- und Körperschaftswald dient in besonderem Maße dem Allgemeinwohl. Er ist unter besonderer Berücksichtigung der Schutz- und Erholungsfunktion zu bewirtschaften, zu entwickeln und zu vermehren. 10 Prozent der Gesamtfläche des Staats- und Körperschaftswaldes sollen zur Schaffung eines Netzes von Naturwäldern aus der Bewirtschaftung genommen werden.
Ausnahmen vom Kahlschlagsverbot
(2) Eine Ausnahme soll unbeschadet weitergehender Rechtsvorschriften, insbesondere des Landesnaturschutzgesetzes , nur zugelassen werden, wenn überwiegende öffentliche Interessen den Kahlschlag erfordern und gewährleistet ist, dass sich auf der Fläche nach dem Kahlschlag ein Waldbestand mit überwiegendem Anteil an standortheimischen Baumarten entwickelt.
(3) Der Kahlschlag kann von der Forstbehörde flächenmäßig begrenzt werden. Mit seiner Durchführung darf erst nach seiner Zulassung begonnen werden.
Wiederaufforstung und natürliche Wiederbewaldung
(4) Zur Sicherung der Wiederaufforstung oder natürlichen Wiederbewaldung kann von der waldbesitzenden Person Sicherheit in der Höhe verlangt werden, die die voraussichtlichen Kosten für die Wiederaufforstung oder natürliche Wiederbewaldung einschließlich der Nachbesserung sowie für die erforderliche Sicherung der Kultur oder natürlichen Verjüngung bis längstens fünf Jahre nach ihrer Begründung deckt.
Naturwald beeinträchtigen würde,
benachbarten Wald gefährden oder die Erhaltung oder Bildung geschlossener Waldbestände beeinträchtigen würde oder
der Wald für die Erholung der Bevölkerung von wesentlicher Bedeutung ist.
Die Umwandlung von Wald zur Errichtung von Windenergieanlagen mit einer Höhe von mehr als 10 Metern ist unzulässig.
(4) Die Genehmigung der Waldumwandlung gilt als erteilt, wenn die nach Absatz 2 zuständige Behörde nicht innerhalb von drei Monaten nach Eingang des vollständigen Antrages entschieden hat. Der Antrag auf Genehmigung muss neben den Unterlagen (Pläne und Beschreibungen) alle Angaben enthalten, die zur Beurteilung der Waldumwandlung einschließlich der nach Absatz 6 und 7 erforderlichen Maßnahmen und Entscheidungen erforderlich sind. Satz 1 gilt nicht in Verfahren, die aufgrund ihres Umfanges, wegen notwendiger Beteiligung Dritter oder wegen besonderer Schwierigkeiten eines längeren Prüfungs- und Entscheidungszeitraums bedürfen; die nach Absatz 2 zuständige Behörde teilt dies vor Ablauf der in Satz 1 genannten Frist der Antragstellerin oder dem Antragsteller unter Angabe der Gründe mit.
(5) Die Genehmigung für Vorhaben nach Anlage 1 des Landes-UVP-Gesetzes kann nur in einem Verfahren erteilt werden, das den dort genannten Anforderungen entspricht.
(6) Wird die Umwandlung genehmigt, ist die waldbesitzende Person verpflichtet, eine Fläche, die nicht Wald ist und dem umzuwandelnden Wald nach naturräumlicher Lage, Beschaffenheit und künftiger Funktion gleichwertig ist oder werden kann, aufzuforsten (Ersatzaufforstung), es sei denn, die Forstbehörde bestimmt etwas anderes. Im Einzelfall kann die Forstbehörde auch eine durch natürliche Gehölzsukzession entstehende Neuwaldfläche (natürliche Neuwaldbildung) als Ersatzaufforstung zulassen; § 8 Abs. 1 Satz 1 Nr. 2 und Satz 2 gelten entsprechend. Ist die Ersatzaufforstung nicht möglich, legt die Forstbehörde eine Ausgleichszahlung fest und entscheidet über ihre Verwendung. Die Höhe der Ausgleichszahlungen bemisst sich nach den Kosten, die die waldbesitzende Person für eine Ersatzaufforstung hätte aufwenden müssen. Um die Erfüllung der Ersatzaufforstungsverpflichtung oder anderer Nebenbestimmungen zu gewährleisten, kann die Forstbehörde eine Sicherheitsleistung verlangen; § 8 Abs. 4 gilt entsprechend.
(7) Die waldbesitzende Person kann die Anrechnung einer von ihr oder einem Dritten ohne rechtliche Verpflichtung und ohne finanzielle Förderung durchgeführten Erstaufforstung oder einer natürlichen Neuwaldbildung als Ersatzaufforstung für künftige Waldumwandlungen verlangen, wenn die Forstbehörde der Anrechnung der Maßnahme vorher zugestimmt hat und die Anrechenbarkeit zum Zeitpunkt der Umwandlung feststellt. Der Anspruch auf Anrechnung ist handelbar.
(8) Die Genehmigung nach Absatz 1 Satz 1 ist zu befristen; die Frist darf fünf Jahre nicht überschreiten. Eine nach Absatz 4 erteilte Genehmigung gilt als auf fünf Jahre befristet erteilt. Die Waldfläche darf erst unmittelbar vor der Verwirklichung der anderen Nutzung abgeholzt oder gerodet werden. Bis dahin bleibt die waldbesitzende Person zur Einhaltung der Vorschriften zur Bewirtschaftung des Waldes und zum Waldschutz verpflichtet.
(9) Die Absätze 1 bis 8 gelten entsprechend, wenn Wald in eine halboffene Weidelandschaft einbezogen wird. Soweit waldähnlicher Bewuchs erst während der Nutzung einer Fläche als halboffene Weidelandschaft entsteht, gilt dieser für die Dauer der Nutzung nicht als Wald im Sinne von § 2 .
(10) Die Umwandlung von Wald in denkmalgeschützten historischen Garten-, Park- und Friedhofsanlagen bedarf keiner Genehmigung nach Absatz 1. Die waldbesitzende Person hat die Umwandlung der zuständigen Forstbehörde vor Beginn der Maßnahme anzuzeigen.
(2) Die Genehmigung schließt gemäß § 17 Abs. 1 BNatSchG die Entscheidung über den Eingriff nach § 15 BNatSchG in Verbindung mit § 9 Abs. 2 bis 6 LNatSchG ein. Sie ergeht insofern gemäß § 17 Abs. 1 letzter Halbsatz BNatSchG im Einvernehmen mit der zuständigen Naturschutzbehörde. Versagt die Naturschutzbehörde ihr Einvernehmen, erlässt diese unter Benachrichtigung der Forstbehörde den Ablehnungsbescheid. Für Vorhaben, die in Anlage 1 des Landes-UVP-Gesetzes aufgeführt sind, kann die Genehmigung nur in einem Verfahren erteilt werden, das den Anforderungen des Landes-UVP-Gesetzes entspricht. Wird durch die Erstaufforstung ein Knick erheblich beeinträchtigt, gelten die Sätze 1 bis 4 entsprechend für die Erteilung einer Ausnahme nach § 30 Abs. 3 BNatSchG in Verbindung mit § 21 Abs. 3 LNatSchG sowie für eine Befreiung nach § 67 BNatSchG .
(3) Die Genehmigung ist zu erteilen, wenn nicht
(4) Die Genehmigung gilt als erteilt, wenn die nach Absatz 2 zuständige Behörde nicht innerhalb von drei Monaten nach Eingang des vollständigen Antrages entschieden hat. Der Antrag auf Genehmigung muss neben den Unterlagen (Pläne und Beschreibungen) alle Angaben enthalten, die zur Beurteilung der Erstaufforstung erforderlich sind. Satz 1 gilt nicht in Verfahren, die aufgrund ihres Umfanges, wegen notwendiger Beteiligung Dritter oder wegen besonderer Schwierigkeiten eines längeren Prüfungs- und Entscheidungszeitraums bedürfen; die nach Absatz 2 zuständige Behörde teilt dies vor Ablauf der in Satz 1 genannten Frist der Antragstellerin oder dem Antragsteller unter Angabe der Gründe mit.
(5) Die Genehmigung ist zu befristen. Die Frist darf fünf Jahre nicht überschreiten. Eine nach Absatz 4 Satz 1 erteilte Genehmigung gilt als auf fünf Jahre befristet erteilt.
(2) Die in der Anlage zu diesem Gesetz genannten und in Abgrenzungskarten im Maßstab 1 : 25.000 dargestellten Flächen im Eigentum der Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein und der Anstalt Schleswig-Holsteinische Landesforsten werden zur Sicherung der ungestörten Entwicklung der geologischen und biologischen Prozesse im Wald zu Naturwäldern erklärt und nach Maßgabe des Absatzes 4 unter Schutz gestellt. Die Anlage ist Bestandteil dieses Gesetzes. Die Forstbehörde setzt die Abgrenzungskarten nach Satz 1, soweit dies aus Gründen der Rechtsklarheit erforderlich ist, in Karten im Maßstab 1 : 5.000 um und verwahrt diese archivmäßig. Die oberste Forstbehörde kann durch Verordnung die jeweilige Gebietsabgrenzung anpassen, wenn dies aus Gründen des überwiegenden öffentlichen Interesses erforderlich ist. Weitergehende Schutzvorschriften bleiben unberührt.
(4) Handlungen, die zu einer Zerstörung, Beschädigung oder Veränderung des Naturwaldes oder seiner Bestandteile oder zu einer erheblichen oder dauerhaften Störung der Lebensgemeinschaften führen können, sind verboten.
in den Naturwäldern nach Absatz 2 bis zum 31. Dezember 2020 die Entnahme von nicht standortheimischen Gehölzen und Meophyten,
Erlass von Naturwaldverordnungen
(1) Verordnungen nach § 14 Absatz 3 erlässt die oberste Forstbehörde.
(2) Vor dem Erlass einer Verordnung sind die Gemeinden, Behörden und sonstigen öffentlichen Planungsträger, auf deren Aufgabenbereiche sich die Verordnung voraussichtlich auswirkt, zu hören. Die oberste Forstbehörde räumt ihnen dafür eine angemessene Frist ein. Verspätet eingegangene Stellungnahmen werden nicht mehr berücksichtigt, es sei denn, die vorgebrachten Belange waren der obersten Forstbehörde bereits bekannt oder hätten ihr bekannt sein müssen oder sind für die Rechtmäßigkeit der Verordnung von Bedeutung.
(3) Der Entwurf der Verordnung ist mit den dazugehörenden Karten für die Dauer eines Monats in den Ämtern und amtsfreien Gemeinden, in deren Gebiet sich die Verordnung voraussichtlich auswirkt, öffentlich auszulegen. Ort und Dauer der Auslegung haben die genannten Körperschaften mindestens eine Woche vorher mit dem Hinweis darauf örtlich bekannt zu machen, dass jedermann bis zu zwei Wochen nach Ablauf der Auslegungszeit bei ihnen oder bei der obersten Forstbehörde schriftlich oder zur Miederschrift Stellungnahmen abgeben kann.
(4) Die Beteiligung nach Absatz 2 kann gleichzeitig mit dem Verfahren nach Absatz 3 durchgeführt werden.
(5) Die oberste Forstbehörde prüft die fristgerecht abgegebenen Stellungnahmen. Sie teilt das Ergebnis den Personen, die Stellungnahmen abgegeben haben, mündlich in einem gemeinsamen Termin oder schriftlich mit.
(6) Von der Anwendung der Absätze 2 bis 5 kann abgesehen werden, wenn
eine bestehende Verordnung geändert oder dem geltenden Recht angepasst werden soll oder nach Durchführung des Verfahrens nach den Absätzen 2 bis 5 der Entwurf einer Verordnung geändert werden soll,
es sich um ein Gebiet handelt, das zu Zwecken der Naturwaldbildung erworben oder bereitgestellt worden ist oder
eine Verordnung nur auf Grundstücke weniger und bekannter Eigentümerinnern oder Eigentümer erstreckt werden soll.
In den Fällen des Satzes 1 Nummer 2 und 3 sind die betroffenen Eigentümerinnen und Eigentümer, Nutzungsberechtigten und Gemeinden innerhalb einer angemessenen Frist anzuhören. In den Fällen des Satzes 1 Nummer 1 sind sie anzuhören, wenn es sich um wesentliche räumliche oder sachliche Erweiterungen handelt.
(7) Die Absätze 1 bis 6 gelten entsprechend für die Aufhebung von Verordnungen.
(8) Die Abgrenzung eines Naturwalds ist in der Verordnung
als Bestandteil der Verordnung im jeweiligen Verkündungsblatt abgedruckt werden oder
als Ausfertigungen bei der zu benennenden Forstbehörde, den Ämtern und amtsfreien Gemeinden eingesehen werden können.
Die Karten nach Nummer 2 müssen in hinreichender Klarheit erkennen lassen, welche Grundstücke zum Naturwald gehören; bei Zweifeln gelten die Flächen als nicht betroffen.
auf allen dem öffentlichen Verkehr gewidmeten Straßen und Wegen.
Trittfeste Fahrwege in öffentlichem Eigentum, die in der freien Landschaft verlaufende Straßen, Wege und Flächen, auf denen das Reiten oder das Fahren mit Pferdegespannen zulässig ist, verbinden, werden von der unteren Forstbehörde nach Anhörung der Waldbesitzenden als Reitwege oder, wenn sie Fahrwege verbinden, als Reit- und Fahrwege ausgewiesen. Sie sind von der waldbesitzenden Person nach § 21 zu kennzeichnen. Fahrwege gelten als trittfest, wenn sie mit Pferden beritten oder befahren werden können und bei der voraussichtlichen Nutzungsintensität Trittschäden nicht zu erwarten sind. Die Ausweisung ist jederzeit widerruflich und steht unter dem Vorbehalt der nachträglichen Aufnahme, Änderung oder Ergänzung von Nebenbestimmungen. Weitergehende Befugnisse und Absprachen mit der waldbesitzenden Person und der betroffenen Gemeinde sowie anderweitige Rechtsvorschriften bleiben unberührt. § 17 Abs. 2 Satz 2 gilt entsprechend.
(2) Gemeinden sollen darauf hinwirken, dass in ausreichendem Umfang geeignete und zusammenhängende Reitwege und Reit- und Fahrwege im Verbund mit sonstigen Straßen, Wegen und Flächen eingerichtet werden.
(3) Die oberste Forstbehörde kann durch Rechtsverordnung Näheres über das Reiten und Fahren mit Pferdegespannen im Walde, insbesondere eine Pflicht zur Kennzeichnung der Pferde, und über die Heranziehung der Reitenden zu Abgaben für die Anlage und Unterhaltung von Reitwegen regeln, wobei in der Verordnung die Höhe, das Verfahren der Erhebung und die Art der Verwaltung und Verwendung der Mittel zu regeln sind.
typische sich aus dem Wald und der Bewirtschaftung des Waldes ( § 5 ) und den Regelungen für Naturwald ( § 14 ) ergebende Gefahren, insbesondere durch Bäume oder Teile von Bäumen und den Zustand von Wegen,
Gefahren, die dadurch entstehen, dass beim Betreten oder bei sonstigen Benutzungsarten des Waldes ( §§ 17 und 18 ) schlechte Witterungs- oder Sichtverhältnisse nicht berücksichtigt werden sowie
Kulturschutzzäune
Nicht mehr benötigte oder unbrauchbare Zäune zum Schutz von Forstpflanzen gegen Wildschäden (Kulturschutzzäune) sind unverzüglich von den Waldbesitzenden zu entfernen.
Kennzeichnung des Waldes
Schutzmaßnahmen gegen Schadorganismen
(1) Wird der Wald in erheblichem Umfang von Schadorganismen bedroht oder befallen, ist die waldbesitzende Person verpflichtet, in erforderlichem Umfang nach den Grundsätzen des integrierten Pflanzenschutzes anerkannt wirksame Gegenmaßnahmen zu ergreifen. Dabei ist präventiven Waldbaumaßnahmen der Vorrang einzuräumen. Die Forstbehörde ist ermächtigt, bei stark zunehmendem, auf benachbarte Flächen anderer waldbesitzender Personen übergreifendem oder überörtlichem Befall mit Schadorganismen besondere Anordnungen zu treffen. Die Sätze 1 und 2 gelten nicht für Naturwälder nach § 14 .
(1) Zur Verhütung von Waldbränden kann die Forstbehörde gegenüber Waldbesitzenden die notwendigen Schutzmaßnahmen anordnen. Sie ist berechtigt, Waldbesitzenden die Herstellung technischer Einrichtungen und die Durchführung technischer Maßnahmen im Rahmen ihres Leistungsvermögens aufzuerlegen, soweit dies zur Verhütung und Bekämpfung von Waldbränden erforderlich ist.
(2) Die Forstbehörde kann nach Anhörung der betroffenen Waldbesitzenden Schutzmaßnahmen, die ihrer Art nach nur für mehrere Waldbesitzende gemeinsam getroffen werden können, auf deren Kosten selbst durchführen. Bei Gefahr im Verzug kann die Anhörung unterbleiben.
(2) Der Waldabstand ist nachrichtlich in die Bebauungspläne oder Satzungen nach § 34 Abs. 4 Satz 1 Nr. 2 und 3 des Baugesetzbuches aufzunehmen. Die zuständige Bauaufsichtsbehörde kann Unterschreitungen des Abstandes im Einvernehmen mit der Forstbehörde zulassen, wenn eine Gefährdung nach Absatz 1 Satz 1 nicht zu besorgen ist. Eine Unterschreitung des Waldabstands zugunsten von baulichen Anlagen waldpädagogischer Einrichtungen kann bereits zugelassen werden, wenn diese nicht durch Windwurf oder Waldbrand gefährdet werden und von ihnen keine Waldbrandgefahr ausgeht. Ist die Unterschreitung Voraussetzung für die Zulässigkeit eines Vorhabens in Gebieten mit Bebauungsplänen oder Satzungen nach § 34 Abs. 4 Satz 1 Nr. 2 und 3 des Baugesetzbuches , erfolgt die Entscheidung bei der Aufstellung, Änderung oder Ergänzung des Bebauungsplanes oder der Satzung.
(1) Waldbesitzende sollen zur Aufrechterhaltung und Weiterentwicklung einer nachhaltigen Forstwirtschaft, die sowohl die wirtschaftliche als auch die ökologische und soziale Leistungsfähigkeit der Forstbetriebe sicherstellt, nach Maßgabe des Landeshaushalts fachlich und finanziell gefördert werden.
(2) Es soll eine fachliche Förderung erfolgen durch unentgeltliche Beratung des Privat- und Körperschaftswaldes. Durch die Beratung sollen insbesondere die Besitzenden des kleinen und mittleren Privat- und Körperschaftswaldes in der Bewirtschaftung ihres Waldes nach den Vorschriften dieses Gesetzes unterstützt, aus- und fortgebildet werden. Die Beratung ist Aufgabe der Landwirtschaftskammer.
(3) Waldbesitzende, die kein ausreichendes eigenes Fachpersonal besitzen, können mit der Landwirtschaftskammer oder einer anderen fachkundigen öffentlich-rechtlichen Körperschaft sowie mit fachkundigen privaten Unternehmen oder Einzelpersonen eine fachliche Betreuung vereinbaren. Diese besteht in der entgeltlichen Übernahme von über die Beratung hinausgehenden forstbetrieblichen Dienstleistungen, insbesondere bei der Waldbegründung und -pflege, bei der Holzernte, beim Unternehmereinsatz und beim Holzverkauf.
(4) Privatwaldbesitzenden und forstwirtschaftlichen Zusammenschlüssen können Finanzhilfen gewährt werden. Einzelheiten, insbesondere zu den Voraussetzungen einer finanziellen Förderung, regelt die oberste Forstbehörde im Einvernehmen mit dem Finanzministerium durch Richtlinien.
Entschädigung, Übernahmeverlangen
(1) Werden Waldbesitzenden oder sonstigen Personen durch dieses Gesetz oder durch Maßnahmen und Entscheidungen aufgrund dieses Gesetzes Beschränkungen ihrer Nutzungsrechte oder Pflichten auferlegt, die im Einzelfall zu einer schweren und unzumutbaren Belastung führen und nicht durch andere Maßnahmen auf ein verhältnismäßiges Maß reduziert werden können, haben sie gegen das Land einen Anspruch auf angemessene Entschädigung in Geld. Die Entschädigung darf 100 % des Verkehrswertes des Grundstücks nicht überschreiten.
(2) Über den Anspruch auf Entschädigung ist zumindest dem Grunde nach in Verbindung mit der Maßnahme oder Entscheidung nach Absatz 1 von der zuständigen Forstbehörde zu entscheiden. Die Höhe der Entschädigung setzt die oberste Forstbehörde nach den für die Enteignung von Grundeigentum geltenden landesrechtlichen Vorschriften fest.
(3) Soll die Maßnahme oder Entscheidung nach Absatz 1 zum Schutz einer Siedlung oder eines anderen, öffentlichen Aufgaben dienenden Grundstücks erfolgen, können beim Schutz der Siedlung die Gemeinde, im Übrigen der Träger der öffentlichen Aufgabe angemessen zum Ersatz der zu leistenden Entschädigungen herangezogen werden. § 421 BGB ist entsprechend anzuwenden. An den Verfahren nach Absatz 1 ist die Gemeinde zu beteiligen.
(4) Die Eigentümerin oder der Eigentümer des Grundstücks kann anstelle einer Entschädigung vom Land die Übernahme des Grundstücks zum Verkehrswert verlangen, wenn es ihr oder ihm mit Rücksicht auf die in Absatz 1 genannten Nutzungsbeschränkungen wirtschaftlich nicht mehr zuzumuten ist, das Grundstück in der bisherigen oder einer anderen zulässigen Art zu nutzen. Der Anspruch nach Satz 1 ist binnen zwei Jahren nach der den Entschädigungsanspruch auslösenden Versagung oder Erklärung bei der zuständigen Forstbehörde geltend zu machen.
(5) Kommt eine Einigung über die Übernahme nicht zu Stande, kann die Eigentümerin oder der Eigentümer den Antrag auf Entziehung des Eigentums an dem Grundstück bei der Enteignungsbehörde des Landes stellen. Auf die Entziehung des Eigentums und die Entschädigung sind die für die Enteignung geltenden landesrechtlichen Vorschriften anzuwenden.
(6) Waldbesitzende, deren an Naturwald grenzende Waldflächen als Folge der Regelung in § 22 Absatz 1 Satz 4 erheblich geschädigt werden, haben gegen das Land einen Anspruch auf angemessene Entschädigung in Geld. § 254 BGB gilt entsprechend. Über den Anspruch entscheidet die Forstbehörde auf Antrag.
Wird durch Maßnahmen aufgrund dieses Gesetzes der waldbesitzenden oder einer anderen berechtigten Person ein wirtschaftlicher Nachteil zugefügt, der für die betroffene Person in ihren persönlichen Lebensumständen, insbesondere im wirtschaftlichen und sozialen Bereich, eine besondere Härte bedeutet, ohne dass nach § 28 eine Entschädigung zu leisten oder das Grundstück zu übernehmen ist, kann der betroffenen Person auf Antrag ein Härteausgleich in Geld gewährt werden, soweit dies zur Vermeidung oder zum Ausgleich der besonderen Härte geboten erscheint. § 28 Abs. 1 gilt entsprechend.
(1) Oberste Forstbehörde ist das Ministerium für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume. Es nimmt auch die Befugnisse der höheren Forstbehörde nach § 45 Abs. 2 des Bundeswaldgesetzes wahr.
(2) Untere Forstbehörde ist das Landesamt für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume.
Aufgaben und Befugnisse der Forstbehörden, Auskunftserteilung
Soweit in diesem Gesetz und in den Verordnungen auf Grund dieses Gesetzes nichts anderes bestimmt ist, ist die untere Forstbehörde sachlich zuständig.
Erklärung von Wald zu Naturwald,
(2) Das Waldkataster umfasst Sachdaten und personenbezogene Daten zu Grundstücken im Zuständigkeitsbereich der Forstbehörde, soweit diese für ein flurstückbezogenes Basisinformationssystem der Forstbehörde erforderlich sind. Die Grundlage der Daten ist das Liegenschaftskataster gemäß Abschnitt III des Vermessungs- und Katastergesetzes in der Fassung vom 12. Mai 2004 (GVOBl. Schl.-H. S. 128) in Verbindung mit dem Grundbuch.
(3) Die Daten werden gemäß § 13 Abs. 3 Nr. 4 des Vermessungs- und Katastergesetzes von den Forstbehörden bei den Katasterämtern * erhoben. Sie werden auf Antrag der Forstbehörde mindestens einmal pro Jahr auf Datenträgern übergeben oder automatisiert übermittelt. Die Forstbehörden dürfen den Katasterämtern * für deren Zwecke fortgeführte Daten zu Waldgrundstücken auf Datenträgern übergeben oder automatisiert übermitteln.
(4) Die Forstbehörden dürfen personenbezogene Daten, die gemäß § 33 Abs. 3 erhoben wurden, für die Zwecke des Waldkatasters verarbeiten.
(5) Die zu den Waldgrundstücken gespeicherten Daten sind fortzuführen.
Alle Amtshandlungen der Forstbehörden, die der Ausführung dieses Gesetzes und der zu diesem Gesetz ergehenden Verordnungen dienen, sind, mit Ausnahme der Umwandlungsgenehmigung und der Amtshandlungen im Vollzugsverfahren, gebührenfrei.
entgegen § 14 Absatz 4 Handlungen vornimmt, die zu einer Zerstörung, Beschädigung oder Veränderung des Naturwaldes oder seiner Bestandteile oder zu einer erheblichen oder dauerhaften Störung der Lebensgemeinschaften führen können;
einer aufgrund dieses Gesetzes erlassenen vollziehbaren schriftlichen Anordnung, die auf diese Bußgeldvorschrift verweist, zuwiderhandelt oder einer aufgrund dieses Gesetzes erlassenen Verordnung zuwiderhandelt, soweit sie für bestimmte Tatbestände auf diese Bußgeldvorschrift verweist;
als waldbesitzende Person
entgegen § 5 Abs. 3 Satz 1 Kahlschläge durchführt, ohne dass sie nach § 7 zugelassen sind,
entgegen § 5 Abs. 3 Satz 5 Hiebmaßnahmen nicht oder nicht rechtzeitig vorher anzeigt,
entgegen § 8 Abs. 1 Satz 2 eine Waldkahlfläche außerhalb von Naturwäldern unabhängig von der Ursache ihrer Entstehung nicht unverzüglich wieder aufforstet,
entgegen § 9 Abs. 1 Wald ohne vorherige Genehmigung der Forstbehörde abholzt, rodet oder auf sonstige Weise in eine andere Nutzungsart umwandelt,
entgegen § 9 Abs. 8 Satz 3 eine Waldfläche nicht erst unmittelbar vor der Verwirklichung der anderen Nutzung abholzt oder rodet;
ohne waldbesitzende Person zu sein,
Kahlschläge durchführt, ohne dass sie nach § 7 zugelassen sind,
Wald in eine andere Nutzungsart umwandelt, ohne dass die Umwandlung nach § 9 Abs. 1 vorher genehmigt war,
entgegen § 9 Abs. 8 Satz 3 eine Waldfläche nicht erst unmittelbar vor der Verwirklichung der anderen Nutzung abgeholzt oder rodet.
entgegen § 8 Abs. 1 Waldkahlflächen außerhalb von Naturwäldern unabhängig von der Ursache ihrer Entstehung nicht in angemessener Frist mit Waldbaumarten wieder aufforstet oder einer natürlichen Verjüngung überlässt, sofern diese mit einem hinreichenden Anteil an standortheimischen Waldbäumen und -sträuchern innerhalb von fünf Jahren nach Entstehung der Kahlfläche auf wesentlichen Teilen der Fläche zu erwarten ist, es sei denn, die Forstbehörde hat etwas anderes bestimmt,
entgegen § 8 Abs. 2 verlichtete Waldbestände außerhalb von Naturwäldern nicht in angemessener Frist unterpflanzt oder ergänzt, soweit diese sich nicht ausreichend natürlich verjüngen,
entgegen § 9 Abs. 6 Satz 1 keine Ersatzaufforstung vornimmt, es sei denn, dass die Forstbehörde gemäß § 9 Abs. 6 Satz 2 eine natürliche Neuwaldbildung als Ersatzaufforstung zugelassen oder etwas anderes bestimmt hat,
eine Waldfläche ohne die nach § 20 erforderliche vorherige Genehmigung oder Anzeige sperrt;
entgegen § 20 Abs. 4 die Sperrung nach Fortfall der Voraussetzungen nicht unverzüglich beseitigt;
entgegen § 10 Abs. 1 eine nicht als Wald genutzte Grundfläche ohne vorherige Genehmigung der Forstbehörde aufforstet;
entgegen § 17 Abs. 1 Satz 2 den Wald zur Nachtzeit abseits der Waldwege betritt;
entgegen § 17 Abs. 1 Satz 3 abseits der Waldwege Rad fährt, mit Krankenfahrstühlen fährt, Ski läuft oder Schlitten fährt;
entgegen § 17 Abs. 2 ohne Zustimmung der waldbesitzenden Person
Waldflächen und -wege betritt, in deren Bereich Holz eingeschlagen, aufbereitet, gerückt oder gelagert wird oder Wegebaumaßnahmen durchgeführt werden,
Forstkulturen, Pflanzgärten, Wildäcker sowie sonstige forstwirtschaftliche, fischereiwirtschaftliche oder jagdliche Einrichtungen und Anlagen betritt,
sonstige Benutzungsarten des Waldes wie das Fahren, ausgenommen nach § 17 Abs. 1 , das Abstellen von Fahrzeugen und Wohnwagen, das Zelten sowie die Mitnahme von gezähmten Wildtieren und Haustieren mit Ausnahme angeleinter Hunde auf Waldwegen vornimmt,
organisierte Veranstaltungen im Wald durchführt;
entgegen § 17 Abs. 4 sich im Wald so verhält, dass die Lebensgemeinschaft Wald mehr als unvermeidbar beeinträchtigt, die Bewirtschaftung des Waldes behindert, der Wald und die darin gelegenen Einrichtungen oder Anlagen gefährdet, geschädigt oder verunreinigt oder die Erholung oder sonstige schutzwürdige Interessen anderer beeinträchtigt werden;
entgegen § 18 Abs. 1 unbefugt im Wald außerhalb der besonders gekennzeichneten Waldwege (Reitwege), der privaten Straßen mit Bitumen-, Beton- oder vergleichbarer Decke, dem öffentlichen Verkehr gewidmeten Straßen und Wegen oder auf Fahrwegen ohne Zustimmung des Waldbesitzenden reitet;
entgegen § 20 gesperrte Waldflächen betritt, befährt oder auf ihnen reitet.
(3) Ordnungswidrig handelt ferner, wer vorsätzlich oder fahrlässig unbefugt im Wald
Waldgehölze oder die zu ihrem Schutz dienenden Vorrichtungen,
Waldwege, Bestandteile oder Zubehör der Waldwege, Dämme, Böschungen oder Gewässer,
Vorrichtungen oder Warnschilder, die zur Verhütung von Unfällen angebracht sind,
Zeichen oder Vorrichtungen, die zur Abgrenzung, Vermessung, Sperrung, zur Kennzeichnung von kennzeichnungsbedürftigen Waldflächen, von Versuchsflächen oder von Walderzeugnissen oder als Wegweiser dienen, insbesondere Einfriedungen, Hecken, Geländer, Tore, Schlagbäume, Abteilungssteine oder Schilder oder
forstwirtschaftliche, fischereiwirtschaftliche, jagdbetriebliche oder der Erholung dienende Einrichtungen oder Anlagen sowie ihr Zubehör entfernt, beschädigt, zerstört oder auf andere Weise unbrauchbar macht.
(4) Ordnungswidrig handelt außerdem, wer vorsätzlich oder fahrlässig unbefugt
im Wald aufgeschichtete oder gebündelte Holzstöße oder angehäufte Bodenerzeugnisse von ihrem Standort entfernt, umwirft, in Unordnung bringt oder der Stützen beraubt,
Wildgattertore, Schlagbäume oder ähnliche Vorrichtungen, die zum Schutz von Forstkulturen, Naturverjüngungen, Dickungen, Pflanzgärten oder Wildäckern oder zur Sperrung dienen, öffnet oder befugterweise geöffnete nicht wieder schließt,
das zur Bewässerung einer Waldfläche dienende Wasser ableitet und dadurch diese Fläche oder ein anderes Grundstück nachteilig beeinflusst oder Gräben, Wälle oder sonstige Anlagen, die der Be- oder Entwässerung von Waldflächen dienen, verändert, beschädigt oder beseitigt.
(5) Die Ordnungswidrigkeit kann geahndet werden
in den Fällen des Absatzes 1 mit einer Geldbuße von bis zu 50.000 Euro,
in den Fällen der Absätze 2 bis 4 mit einer Geldbuße von bis zu 2.500 Euro.
(6) Gegenstände, auf die sich die Ordnungswidrigkeit bezieht oder die zu ihrer Begehung oder Vorbereitung gebraucht worden oder bestimmt gewesen sind, können eingezogen werden. § 23 des Gesetzes über Ordnungswidrigkeiten ist anzuwenden.
Anwendung des Gesetzes in besonderen Fällen
Auf Flächen, die Zwecken
der Landesverteidigung einschließlich des Schutzes der Zivilbevölkerung,
dienen, sind die §§ 3 bis 10 , 13 und 14 nur anzuwenden, soweit dadurch die bestimmungsgemäße Nutzung nicht beeinträchtigt wird. Das Verfahren richtet sich in diesen Fällen nach § 45 Abs. 2 des Bundeswaldgesetzes .
Die zuständige Forstbehörde kann auf Antrag von den Geboten und Verboten dieses Gesetzes und den aufgrund dieses Gesetzes erlassenen oder fortgeltenden Rechtsvorschriften Befreiungen erteilen, wenn
die Durchführung der Vorschrift im Einzelfall zu einer nicht beabsichtigten Härte führen würde und keine überwiegenden öffentlichen Belange entgegenstehen oder
ein überwiegendes öffentliches Interesse die Befreiung erfordert.
(1) Verordnungen, durch die Wald zu Erholungswald erklärt worden ist, treten mit Inkrafttreten dieses Gesetzes außer Kraft. Gleichzeitig erlöschen alle Ansprüche auf Entschädigung sowie auf sonstige Zahlungen, Zuschüsse oder Erstattungen, die auf Grund der Erklärung zu Erholungswald entstanden und noch nicht geltend gemacht worden sind. Für die entsprechend den Bedürfnissen des Erholungsverkehrs geschaffenen und erhaltungswürdigen Wege, Bänke, Schutzhütten und ähnlichen Anlagen oder Erholungseinrichtungen bleiben die Gemeinden unterhaltspflichtig, soweit die Unterhaltung nicht freiwillig von Dritten übernommen wurde.
(2) Auf Abschnitte von Vorhaben, für die am 24. Juni 2016 das Planfeststellungsverfahren eröffnet und die Bekanntgabe der Planauslegung veranlasst ist, findet § 14 Absatz 4 keine Anwendung, wenn Naturwälder nach § 14 Absatz 2 berührt sind.
Dieses Gesetz tritt am 1. Januar 2005 in Kraft. Gleichzeitig tritt das Landeswaldgesetz in der Fassung der Bekanntmachung vom 11. August 1994 (GVOBl. Schl.-H. S. 438) 2) , zuletzt geändert durch Gesetz vom 13. Mai 2003 (GVOBl. Schl.-H. S. 246) außer Kraft.
GS Schl.-H. II, Gl.Nr. 790-3
(zu § 14 Absatz 2 Landeswaldgesetz)
Im Eigentum der Anstalt Schleswig-Holsteinische Landesforsten stehende Flächen
ha gerundet
betroffene Abteilungen oder Abteilungsteile
Bahrenhöfer Wohld
389; 390.
206; 211; 217; 218;
223; 224; 226; 227.
Bestetal Helldahl und Rehbrook
322; 323; 324; 331;
332; 334.
489; 490.
3795; 3796; 3797.
4713; 4714; 4715;
Buchholz Segeberger Forst
2232; 2233; 2246;
2248; 2249.
620; 621; 623.
Dodau Südwest
891; 892.
3615; 3629; 3631;
3632; 3638.
1303; 1304; 1305;
1306; 1307; 1308.
374; 375.
3738; 3744; 3755;
3756; 3757.
97; 98.
4; 11; 12; 24; 25; 26;
27; 28; 29; 30, 34; 54;
59; 60.
Halloh Itzehoe
1603; 1604.
Hamweddler Gehege
3779; 3780.
2214; 2215; 2216;
2217; 2218; 2219;
Himmelmoor-Rand
1001; 1002; 1003;
1004; 1065.
3712; 3713; 3717;
Hofhölzung Rantzau
Hundehörn
1921; 1922; 1923.
Kalkhütte Kellersee
Kluvensieker Holz Kanalgehege Ost
3004; 3005; 3006;
Krummland Zentralbereich
3054; 3055; 3056;
3057; 3058.
4602; 4603; 4607.
Luhnstedt West
3728; 3729; 3730;
3731; 3732.
802; 803.
Nücheler Dörn
732; 733; 734.
Osterohrstedtholz
4760; 4761; 4762;
4763; 4764.
Pugum Friedeholz
4059; 4060; 4061;
4064; 4065; 4066.
3386; 3388; 3389;
696; 697.
425; 427.
1583; 1587; 1588.
Schmalfelder Wohld
1324; 1327.
472; 473; 475.
Söhren bei Segeberg
Sören Nordteil
1941; 1942; 1943.
Steinholz Bollingstedter Au
3467; 3468; 3471.
Steinkampsholz
363; 364.
Tiergarten bei Schleswig
3223; 3226; 3229;
Tremmerup
4070; 4071; 4072;
4077; 4078; 4079;
Ukleisee/Bökensberg
727; 728; 729; 730;
731; 760.
Viehkoppel bei Emkendorf
Bordeholm
Viehwiesen Hütten
3036; 3037.
Wälder an der Barnitz
341; 342; 343; 345;
3700; 3701; 3702;
3704; 3705.
Im Eigentum der Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein stehende Flächen
Flurstücke oder
Flurstücksteile
Süderschmedeby ∗1∗3
Süderschmedeby ∗1∗50/3
Süderschmedeby ∗1∗50/4
Süderschmedeby ∗1∗50/5
Süderschmedeby ∗1∗50/6
Süderschmedeby ∗1∗52/1
Süderschmedeby ∗1∗52/2
Haseldorfer
Hetlingen ∗16∗2
Haseldorf ∗19∗4
Haseldorf ∗19∗6
Haseldorf ∗19∗8
Haseldorf ∗19∗11
Köhn-Moorrehmen
∗5∗38/4
Gremers-
Amt Oldenburger Land
Johannistal ∗1∗6/15
Amt Dä-
Osdorf ∗5∗32/1
Osdorf ∗5∗33
Kaltenhof ∗1∗1/8
Kaltenhof ∗1∗7/1
Kaltenhof ∗2∗4/1
Kaltenhof ∗2∗4/2
Kaltenhof ∗2∗58/2
Felm ∗3∗31
Lütjensee ∗3∗35/5
Lütjensee ∗3∗35/6
Lütjensee ∗3∗53/39
Lütjensee ∗3∗54/39
Lütjensee ∗3∗55/39
Lütjensee ∗3∗56/39
Lütjensee ∗3∗57/39
Lütjensee ∗3∗58/39
Lütjensee ∗4∗4/3
Lütjensee ∗4∗43/33
Grönwohld ∗1∗1/5
Grönwohld ∗1∗6/2
Grönwohld ∗1∗44/1
Grönwohld ∗1∗101
Preetz- Land
Kühren ∗3∗1
Kühren ∗3∗16/1
Kühren ∗4∗2/1
Kühren ∗4∗2/8
Kühren ∗4∗75/2
Herzogtum -
Amt Hohe
Wohltorf ∗4∗40/1
Sachsenwald ∗63∗1/1
Sachsenwald ∗63∗1/2
Sachsenwald ∗63∗3/4
Sachsenwald ∗63∗3/6
Sachsenwald ∗63∗3/8
Sachsenwald ∗63∗5/4
Sachsenwald ∗63∗6/1
Kirchbarkau ∗3∗14/4
Bothkamp ∗1∗20/5
Bothkamp ∗2∗26/4
Bothkamp ∗2∗45
Bothkamp ∗2∗46/8
Röst ∗4∗2
Sarzbüttel ∗13∗33
Odderade ∗5∗43
Odderade ∗5∗45
Odderade ∗5∗46
Odderade ∗5∗48
Odderade ∗11∗50
Odderade ∗11∗54
Odderade ∗11∗55
Odderade ∗11∗56
Odderade ∗11∗60
Odderade ∗11∗62
Herzogtum - Lauenburg
Rülau ∗1∗4
Rülau ∗1∗19
Rülau ∗1∗21
Rülau ∗1∗22
Rülau ∗1∗24
Rülau ∗1∗25
Rülau ∗1∗26
Rülau ∗1∗27
Rülau ∗1∗28
Rülau ∗1∗29
Rülau ∗1∗30
Rülau ∗1∗31
Rülau ∗1∗32
Rülau ∗1∗33
Rülau ∗1∗34/1
Rülau ∗1∗34/2
Rülau ∗1∗39/5
Rülau ∗2∗4∗1
Rülau ∗2∗59
Rülau ∗2∗60
Rülau ∗3∗13
Rülau ∗3∗14
Rülau ∗3∗16/3
Rülau ∗3∗17
Rülau ∗3∗18
Rülau ∗3∗21
Rülau ∗3∗22
Rülau ∗3∗25
Brunstorf ∗6∗9/1
Brunstorf ∗6∗9/2
Hohenrade ∗1∗4/9
See/ Stadtheide
Hohenrade ∗1∗5
Hohenrade ∗1∗9/3
Plön ∗7∗43/150
Plön ∗7∗62
Plön ∗7∗103/25
Plön ∗7∗104/31
Plön ∗8∗5/1
Plön ∗8∗11/6
Plön ∗8∗11/15

References: § 9

§ 1

§ 2

§ 3

§ 4

§ 5

§ 6

§ 7

§ 8

§ 9

§ 10

§ 11

§ 12

§ 13

§ 14

§ 15

§ 16

§ 17

§ 18

§ 19

§ 20

§ 20

§ 21

§ 22

§ 23

§ 24

§ 25

§ 26

§ 27

§ 28

§ 29

§ 30

§ 31

§ 32

§ 33

§ 34

§ 35

§ 36

§ 37

§ 38

§ 39

§ 40

§ 41

§ 42

§ 43

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§ 24

§ 26

§ 28

§ 29

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§ 31

§ 33

§ 34

§ 35

§ 36

§ 37

§ 39

§ 40
 § 1
 § 45
 § 7
 § 8
 § 8
 § 2
 § 17
 § 15
 § 9
 § 17
 § 30
 § 21
 § 67
 § 14
 § 21
 § 17
 § 5
 § 14
 § 14
 § 34
 § 34
 § 421
 § 22
 § 254
 § 28
 § 28
 § 45
 § 13
 § 33
 § 14
 § 5
 § 7
 § 5
 § 8
 § 9
 § 9
 § 7
 § 9
 § 9
 § 8
 § 8
 § 9
 § 9
 § 20
 § 20
 § 10
 § 17
 § 17
 § 17
 § 17
 § 17
 § 18
 § 20
 § 23
 § 45
 § 14
 § 14
 § 14