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Timestamp: 2018-02-25 05:23:24+00:00

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Pflegeleistungen | BKK Diakonie
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Überblick über die Leistungen der Pflegekasse ab 01.01.2017
Seit Januar 2017 gibt es durch das Pflegestärkungsgesetz II eine grundlegende Veränderung in den Pflegeleistungen. Die bisher drei Pflegestufen wurden durch fünf Pflegegrade ersetzt. Der Gesetzgeber hat geistig und psychisch erkrankte Menschen (z. B. Demenz) mit den mehr körperlich erkrankten Menschen vollständig gleichgestellt. Je geringer die Selbstständigkeit der betroffenen Person, desto höher der Pflegegrad (PG):
Leistungen PG1 PG2 PG3 PG4 PG5 Bemerkung
Geldleistungen/
nach § 37 SGB XI
(Angehörigenpflege) – 316 € 545 € 728 € 901 € –
nach § 36 SGB XI
(Pflegedienstleistungen)
Anspruch*
689 € 1.298 € 1.612 € 1.995 €
Bis zu maximal 40% des Sachleistungsbetrages können für anerkannte Unterstützungsleistungen im Alltag eingesetzt werden. Vorrangig sind die Rechnungen des Pflegedienstes zu begleichen. Bleibt ein Restbetrag vorhanden, kann dieser bis zum Höchstsatz auf die genannten Leistungen umgewidmet werden.
§ 43 SGB XI 125 € 770 € 1.262 € 1.775 € 2.005 €
Pflegebedürftige in stationären Pflegeeinrichtungen (auch teilstationär) haben individuellen Rechtsanspruch auf Maßnahmen der zusätzlichen Betreuung und Aktivierung (§ 43b SGB XI).
Betreuungs- und Entlastungsleistungen nach § 45b SGB XI 125 € 125 € 125 € 125 € 125 €
Die Leistungen können eingesetzt werden für:
1. Tages- und Nachtpflege
3. Nach Landesrecht anerkannte Angebote zur Unterstützung im Alltag (im Sinne des § 45a)
4. Leistungen eines ambulanten Pflegedienstes (nach § 36)
>> Nur bei Pflegegrad 1 für körperbezogene Pflegemaßnahmen einsetzbar!
1.612 € 1.612 € 1.612 € 1.612 €
Zusätzlich darf ein nicht verbrauchter Leistungsbetrag für Verhinderungspflege auch für Leistungen der Kurzzeitpflege genutzt werden. Hierdurch lässt sich der Leistungsanspruch auf 3.224 € verdoppeln. Das Pflegegeld wird während der gesamten Kurzzeitpflege von maximal
8 Wochen hälftig weitergezahlt.
usätzlich können bis zu 50% des nicht verbrauchten Leistungsbetrag für Kurzzeitpflege (das sind bis zu 806 €) für Verhinderungspflege ausgegeben werden. Das Pflegegeld wird während der gesamten Verhinderungspflege von maximal 6 Wochen hälftig weitergezahlt.
Tages- und Nachtpflege nach § 41 SGB XI
689 € 1298 € 1612 € 1995 €
Diese Leistungen können neben Pflegegeld und/oder Pflegesachleistungen in vollem Umfang in Anspruch genommen werden.
Achtung: Pflegebedürftige, die in einer ambulant betreuten WG leben, haben nur Anspruch darauf, wenn nachgewiesen ist, dass die Pflege in der ambulant betreuten Wohngruppe ohne teilstationäre Pflege nicht in ausreichendem Umfang sichergestellt werden kann.
(Wohngruppenzuschlag) nach § 38a SGB XI 214 € 214 € 214 € 214 € 214 €
Diese Leistung entfällt bei gleichzeitiger Nutzung von Tagespflegeangeboten sowie in
sogenannten anbieterverantworteten Wohngemeinschaften.
nach § 40 SGB XI 4.000 € 4.000 € 4.000 € 4.000 € 4.000 €
Der Zuschuss wird je Maßnahme gewährt. Ändert sich die Pflegesituation z. B. durch eine Verschlechterung des Gesundheitszustands der pflegebedürftigen Person und werden weitere Maßnahmen notwendig, so gilt dies als eine neue Maßnahme.
Leistungen für Pflegehilfsmittel
nach § 40 SGB XI 40 € 40 € 40 € 40 € 40 €
Versicherten stehen 40 € pro Monat für Pflegeverbrauchsmittel (Einmalhandschuhe, Desinfektionsmittel etc.) zur Verfügung.
nach § 7a SGB XI Anspruch Anspruch Anspruch Anspruch Anspruch
Dies ist eine individuelle Beratung durch einen anerkannten Pflegeberater. Die Pflegekassen werden zukünftig feste Ansprechpartner benennen müssen.
nach § 37 Abs. 3 SGB XI
(bei Bezug von
Pflegegeld) Anspruch
2 x
jährlich 1/2-
Pflicht 1/2-
Pflicht 1/4-
Diese Beratungseinsätze dienen der Sicherung und Verbesserung der Versorgung Pflegebedürftiger, die Pflegegeld beziehen und keine professionelle Pflege durch einen Pflegedienst ind Anspruch nehmen.
Achtung: Personen, die früher in Pflegestufe II+ waren, sind nun in Pflegegrad 4. Somit ist der Beratungseinsatz vierteljährlich statt halbjährlich verpflichtend. Bei Nichteinhaltung kann das Pflegegeld gestrichen werden.
Palliativversorgung Anspruch Anspruch Anspruch Anspruch Anspruch
Versicherte haben gegenüber den gesetzlichen Krankenkassen einen Anspruch auf individuelle Beratung und Hilfestellung zu den Leistungen der Palliativ- und Hospizversorgung sowie zu den Möglichkeiten der persönlichen Vorsorge für die letzte Lebensphase (z. B. Patientenverfügung).
* jedoch kann der Entlastungsbeitrag von 125 € hierfür eingesetzt werden

References: § 37
 § 36

§ 43
 § 45
 § 45
 § 36
 § 41
 § 38
 § 40
 § 40
 § 7
 § 37