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Timestamp: 2019-10-18 00:17:54+00:00

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Rechtsprechung: BFHE 198, 559 - dejure.org
Weitere Entscheidung unten: BFH, 21.03.2002
https://dejure.org/2002,3289
BFH, 21.03.2002 - V R 62/01 (https://dejure.org/2002,3289)
BFH, Entscheidung vom 21.03.2002 - V R 62/01 (https://dejure.org/2002,3289)
BFH, Entscheidung vom 21. März 2002 - V R 62/01 (https://dejure.org/2002,3289)
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UStG 1993 § 1 Abs. 1 Nr. 1, § 4 Nr. 9 Buchst. a, § 9; UStDV 1993 § 51 Abs. 1 Satz 1 Nr. 3; ZVG § 107
Wirksamkeit eines Verzichts auf eine Steuerbefreiung einer Grundstückslieferung im Rahmen eines Zwangsversteigerungsverfahrens nach einem Verteilungstermin - Vorliegen eines "lebenden Unternehmens" als Voraussetzung für eine Geschäftsveräußerung - Berücksichtigung einer ...
Umsatzsteuerpflicht der Grundstücksversteigerung
§ 1 Abs. 1 Nr. 1, § 4 Nr. 9 Buchst. a, § 9 UStG 1993
Umsatzsteuer; Lieferung von Grundstücken im Zwangsversteigerungsverfahren
Option bei zwangsversteigertem Grundstück im Nachhinein möglich?
UStG § 18 Abs 8 Nr 3, UStDV § 51 Abs 1 Nr 3, UStDV § 55
Haftung; Zwangsversteigerung
BFHE 198, 230
NZI 2003, 458
DB 2002, 1756
BStBl II 2002, 559
Durch die Verwertung des Grundstücks im Wege der Zwangsversteigerung wäre aufgrund der Regelung in § 51 Abs. 1 Satz 1 Nr. 3 der Umsatzsteuer-Durchführungsverordnung --UStDV-- (in der seit dem 1. Januar 1993 geltenden Fassung, BGBl I 1993, 601; aufgehoben durch das Gesetz zur Änderung steuerlicher Vorschriften --Steueränderungsgesetz 2001-- mit Wirkung vom 1. Januar 2002, BGBl I 2001, 3794) zugleich sichergestellt worden, dass der auch in diesem Verfahren mögliche Verzicht auf die Steuerbefreiung (vgl. dazu BFH-Urteil vom 21. März 2002 V R 62/01, BFHE 198, 230, BStBl II 2002, 559) nicht zu Steuerausfällen führt, weil der Vollstreckungsschuldner als leistender Unternehmer die geschuldete Umsatzsteuer nicht an das FA abführen kann.
Der Bundesfinanzhof hat unter Berufung auf diese Entscheidung dem Zwangsvollstreckungsrecht zumindest dann den Vorrang eingeräumt, wenn die Option nach § 9 UStG nach dem Termin zur Verteilung des Versteigerungserlöses ausgeübt wurde (BFH DStR 2002, 1265, 1266).
Durch die Verwertung des Grundstücks im Wege der Zwangsversteigerung wäre aufgrund der Regelung in § 51 Abs. 1 Satz 1 Nr. 3 der Umsatzsteuer-Durchführungsverordnung --UStDV-- (in der seit dem 1. Januar 1993 geltenden Fassung, BGBl I 1993, 601; aufgehoben durch das Gesetz zur Änderung steuerlicher Vorschriften --Steueränderungsgesetz 2001-- mit Wirkung vom 1. Januar 2002, BGBl I 2001, 3794; jetzt § 13b Abs. 1 Satz 1 Nr. 3, Abs. 2 UStG) zugleich sichergestellt worden, dass der auch in diesem Verfahren mögliche Verzicht auf die Steuerbefreiung (vgl. dazu BFH-Urteil vom 21. März 2002 V R 62/01, BFHE 198, 230, BStBl II 2002, 559) nicht zu Steuerausfällen führt, weil der Vollstreckungsschuldner als leistender Unternehmer die geschuldete Umsatzsteuer nicht an das FA abführen kann.
Durch die Verwertung des Grundstücks im Wege der Zwangsversteigerung wäre aufgrund der Regelung in § 51 Abs. 1 Satz 1 Nr. 3 der Umsatzsteuer-Durchführungsverordnung --UStDV-- (in der seit dem 1. Januar 1993 geltenden Fassung, BGBl I 1993, 600, aufgehoben durch das Steueränderungsgesetz 2001 mit Wirkung vom 1. Januar 2002, BGBl I 2001, 3794; jetzt § 13b Abs. 1 Satz 1 Nr. 3, Abs. 2 UStG) zugleich sichergestellt worden, dass der auch in diesem Verfahren mögliche Verzicht auf die Steuerbefreiung (vgl. dazu BFH-Urteil vom 21. März 2002 V R 62/01, BFHE 198, 230, BStBl II 2002, 559) nicht zu Steuerausfällen führt, weil der Vollstreckungsschuldner als leistender Unternehmer die geschuldete Umsatzsteuer nicht an das FA abführen kann.
bb) Hinzu kommt, dass eine Klärbarkeit der von der Klägerin gestellten Rechtsfragen nicht gegeben ist, weil aus der im Versäumnisverfahren am 10. Februar 1999 erstrittenen Rechnung ein Vorsteuerabzug schon deswegen nicht zugelassen ist, weil nach der Rechtsprechung des Senats (BFH-Urteil vom 21. März 2002 V R 62/01, BFH/NV 2002, 1112) auch vor In-Kraft-Treten des § 9 Abs. 3 UStG 1999 n.F. ein Verzicht auf die Steuerbefreiung der Grundstückslieferung im Rahmen des Zwangsversteigerungsverfahrens nach dem Verteilungstermin (im Streitfall 18. Dezember 1998) nicht mehr wirksam ist.
(3) Mit der neueren Rechtsprechung geht der erkennende Senat davon aus, dass für die Annahme einer Geschäftsveräußerung im Ganzen aus umsatzsteuerlicher Sicht das übertragene Unternehmen kein lebendes sein muß (BFH, Urteil vom 8. März 2001 V R 24/98, BStBl II 2003, 430 ; Urteil vom 21. März 2002 V R 62/01, BStBl II 2002, 559 ).
Dementsprechend setzt nach ständiger Rechtsprechung eine Geschäftsveräußerung kein "lebendes Unternehmen" voraus (BFH-Urteile vom 21.3.2002 V R 62/01, BFHE 198, 230 , BStBl II 2002, 559 ; vom 08.3.2001 V R 24/98, BFHE 194, 522, BStBl II 2003, 430 ; Abschn. 1.5. Abs. 1 Satz 6 UStAE;… Husmann, in Rau/Dürrwächter, UStG , § 1 UStG Rz. 1110 m. w. N.).

References: § 1
 § 4
 § 9
 § 51
 § 107

§ 1
 § 4
 § 9
 § 18
 § 51
 § 55
 § 51
 § 9
 § 51
 § 13
 § 51
 § 13
 § 9
 § 1