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Timestamp: 2017-03-29 15:19:51+00:00

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Probleme 10 Disclaimer
* Radüberfahrt am Durchstich *
Kierling, 24.05.2008
Verkehrszeichenordnung `In der Au´ - Rollfährestraße
Bei der optischen Kennung des Verkehrszeichen- und
Werbe-Konvoluts an der städtischen Straßenkreuzung
„In der Au -
Rollfährestraße“ (re. Bild), entstehen Undeutlichkeiten, die den ordentlichen und flüssigen Verkehrsablauf in diesem strategisch bedeutenden Kreuzungsbereich massiv beeinträchtigen.
Da dies jedoch in erster Linie durch eine unstatthafte Anzahl von Verkehrszeichen, Werbeinformationen,
sowie amtlich genehmigter Anordnungen gegeben
ist, wird vorgeschlagen, kurzfristig an dieser Stelle
eine gesetzeskonforme, bzw. deutlichere Verkehrs- zeichenregulierung vorzunehmen.
Fehlerquellen- behördl. Vorschriften
1. Fehlerhafte Sicht-Koordinatio
im Zusammenhang mit dem Verkehrszeichen-regulativ am öffentlichen Beleuchtungskörper.
2. Störende Verwendung
der fahrbahnbezogenen Lichtanlage durch
„Essl“- Werbung und Sichtbehinderung.
Zu hohe Montage des Verkehrszeichens „Vorrang geben“
am Beleuchtungskörper, beschränkt die Sicht
4. Sichthindernis. Auch die Klbg. Donaupark- Camping Werbung, die offensichtlich von der Stadt inter-
essehalber genehmigt wurde, stört massiv die Aufmerksamkeit der Kraftfahrzeuglenker bei der informativen Beobachtung der Verkehrszeichen.
5. Der Schutz des schwächeren Verkehrsteilnehmers
hat uneingeschränkt, bzw. insbesondere dann zu gelten, wenn es sich um
Fußgänger- bzw. Radfahrer- Begegnung handelt. Diesen Verkehrsteilnehmern wird
zu wenig Sicherheit beim Queren der Fahrbahn geboten. Es fehlen entsprechende
Die Kraftwagenfahrer, insbesondere aus Richtung Rollfährenstraße, haben, wegen der Nutzung entlang eines unübersichtlichen Kurvenradius an der Straßen- Fahr-
bahn Rathausplatz - Donau-Rollfähre, besondere Sorgfalt walten zu lassen.
Aus diesem Grund ist das „Vorrang geben“ am Verkehrszeichen- und Informations-
Konvolut „In der Au“ (o. Foto 1), keine glückliche Lösung. Eher steht das VZ im
Widerspruch zum vis a vis VZ „Andere Gefahren“.
Radüberfahrt am Durchstich teilweise OK Lösung: Jetzt, Anfang Mai 2009, wurde die neuralgische Rad - Überfahrt mit einem sicheren Kreuzungs-System versehen, das von den Radfahrern begeistert genützt wird.
Richtig: Die Autofahrer halten an der Radkreuzung an, und geben dem "schwächeren Verkehrsteilnehmer Vorrang!
Falsch: An der rot markierten Kreuzungszufahrt aus Richtung Zentrumszone, wurde den Radfahrern das Zeichen "STOP" verordnet. Demnach sollten die Radfahrer querenden Autofahrer Vorrang haben. Das ist unsinnig, nicht nötig und somit falsch. Dass immer der "stärkere" Verkehrsteilnehmer Vorrang haben muss, erkennt die StVo nicht. Die beiden Stop- Zeichen sind vernünftigerweise in die Richtung der Autofahrer zu verordnen. So wie dies die Verkehrsteilnehmer im Foto von sich aus zu erkennen geben. Auch ohne amtlicher Verkehrszeichenordnung.
Der schwächere Verkehrsteilnehmer hat Vorrang. Das ist kein ungeschriebenes, es ist ein geschriebenes Gesetz. Landshauptmann Siegfried Ludwig hat schon 1988 im Handbuch zur Gestaltung von Straßenraum verlauten lassen:
„Als wesentliche Erneuerung begrüße ich besonders den Schutz der „schwachen“ Verkehrsteilnehmer wie Fußgänger und Radfahrer vor den Stärkeren.“ Und der regierende Landeschef Dr. Pröll hat eine „Schutzengel“- Aktion ins Leben gerufen. Natürlich nicht für die starken Autofahrer sondern ebenfalls für die schwachen Verkehrsteilnehmer.
Unsinn: Jetzt wurde zwar begonnen, Verkehrszeichen zu benennen, dennoch ist das
Ergebnis praktisch unbrauchbar. Es ist unnötig und unsinnig, neben einem bezeichneten Fußweg (links), eine zweite, parallel geführte Fußgängerzone einzurichten (rechts). Wo doch diese Bewegungsfläche nur von Fahrrädern genutzt werden soll. Das muss akzeptiert werden. Der Fußweg muss neben der "Auto-Straße" bleiben. (li.)
„Kennzeichnung eines Schutzweges“
als Hinweiszeichen, bezeichnet einen „Zebrastreifen“ für den Personenverkehr,
bei dem ständig betriebene Lichtzeichen nicht vorhanden sind.
Dieses Verkehrszeichen ist beim Schutzweg anzubringen und befindet
sich auch dort. Da jedoch eine ständige Beleuchtung vorhanden ist, die den Fußgängerübergang deutlich macht, ist das VZ an dieser Stelle für unnotwendig zu erachten.
Abhilfe, die eine Notwendigkeit von
Verkehrszeichen prüft bzw. einen dafür
möglichen Verzicht beurteilt, erscheint
angebracht. Weitere, bislang fehlende
Schutzwege, insbesondere an diesem
neuralgischen Kreuzungsbereich, sind zudem
dringend anzubringen.
7. „Andere Gefahren“ Das an dieser Stelle angewandte Verkehrszei-
chen „A-G“, unrichtig gedeutet als „Achtung“, zeigt auch eine für dieses Verkehrszeichen unrichtige Zusatzerklärung (re.Bild)
Die Zusatztafel mit dem Wortlaut:
„Radweg kreuzt“,
ist deshalb Unpassend, weil allein das Gefahrenzeichen
„Radfahrerüberfahrt“ als ausreichend
bewertet werden muss und daher als allein passend zu erkennen wäre.
8. Zusatztafel § 54/5 zu „Vorrang geben“
Die unter dem Zeichen
„Vorrang geben“ angefügte Zusatztafel kann
weitere, das Straßenverkehrszeichen erläuternde oder wichtige Anga-
ben gemacht werden. Dies ist aber nicht zwingend erforderlich.
Von „Verpflichtung“ kann keine Rede sein!
Von dieser Stelle aus, sind keine verkehrswichtigen Informationen notwendig. Ein Verzicht
dieser Information würde das Verkehrszeichen-Konvolut reduzieren, was
der Orientierung der Kraftfahrzeuglenker dienlicher wäre.
Informationen: 1.
§48- zit.8: Das Straßenverkehrszeichen vom Blickpunkt des KFZ-Lenkers aus (also vom
Fahrbahnniveau aus), muss einwandfrei zu erkennen sein und darf daher insbesondere nicht zu hoch angebracht werden. (Dies gilt auch für die gem. § 44a u. 44b transportabel aufgestellten Verkehrszeichen)
E18. §48-zit.E18: Jeder Verkehrsteilnehmer darf sich auf die Geltung aufgestellter VK-Zeichen verlassen und
auf eine ordnungsgemäße Beschilderung vertrauen. (OGH9)
E 36. §48: Die Straßenverkehrszeichen sind auf der rechten Straßenseite oder oberhalb der Fahrbahn in einem bestimmten Minimal- bzw. Maximalabstand anzubringen.
Bereits diese (einzige) Verletzung der Kundmachungsvorschrift hat zur Folge, dass die V zur Gänze als nicht gehörig kundgemacht anzusehen ist und daher die Nichtbeachtung des
gesetzwidrig angebrachten Verkehrszeichens nicht strafbar ist. UVS Stmk
E 37. §48-C.zu Abs.4: Anzahl von Verkehrszeichen auf einer Anbringungsvorrichtung:
Die Straßenverkehrsbehörde hat dafür zu sorgen, dass neben Straßenverkehrszeichen keine mit §48 Abs.4 in Widerspruch stehende Straßenverkehrszeichenkombinationen und keine
von dieser Kundmachungsregelung überhaupt ausgeschlossene andere Hinweise angebracht werden.
Werden ausgeschlossene Zeichen angebracht, so belastet dies die kondgemachte V mit
einem Kundmachungsmangel.
Die Kundmachungsnorm des §48 Abs.4 beschränkt sich nicht darauf, nur die Anbringung von mehr als zwei Straßenverkehrszeichen auf einer Anbringungsvorrichtung zu untersagen,
sondern diese Bestimmung schließt es darüber hinaus aus, andere
einer solchen mit Straßenverkehrszeichen bestimmten Anbringungsvorrichtung außerhalb der erschöpfend umschriebenen Kombinationsmöglichkeiten von Straßenverkehrszeichen
anzubringen. (Vgl. §31 Abs.2.) VwGH 28.10.1881.81/17/0047

References: § 54

§48
 § 44
 §48
 §48
 §48
 §48
 §48
 §31