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Timestamp: 2016-10-24 01:58:42+00:00

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100 II 6
100 II 63. Auszug aus dem Urteil der II. Zivilabteilung vom 20. M�rz 1974 i.S. Imgr�th gegen Huser
Autorisation de vendre de gr� � gr� le bien-fonds d'un interdit (art. 404 al. 3 CC); contestation civile (art. 44/46 OJ) La voie du recours en r�forme n'est pas ouverte contre la d�cision de l'autorit� de surveillance des autorit�s tut�laires, qui refuse, en application de l'art. 404 al. 3 CC, d'approuver la vente de gr� � gr� d'un bien-fonds; il s'agit en effet d'une question qui rel�ve de la juridiction gracieuse. Faits � partir de page 6
BGE 100 II 6 S. 6
A.- Bertha Paulina Imgr�th-Achermann, die am 15. November 1967 unter Mitwirkungs- und Verwaltungsbeiratschaft im Sinne von Art. 395 Abs. 1 und 2 ZGB gestellt worden war, verkaufte mit Vertrag vom 24. November 1970 unter Mitwirkung ihres Beirates ihren drei S�hnen Josef Imgr�th-Wildisen, Anton Imgr�th-Renggli und Robert Imgr�th-H�fliger die ihr geh�rende Liegenschaft Mattberg, welche ihr Schwiegersohn Walter Huser-Imgr�th als P�chter bewirtschaftet. Der Gemeinderat von Weggis genehmigte diesen Vertrag am 25. November 1970 in Anwendung von Art. 421 Ziff. 1 ZGB. Dagegen lehnte es der Regierungsstatthalter des Amtes Luzern als vormundschaftliche Aufsichtsbeh�rde mit Entscheid vom 30. August 1972 ab, die gem�ss Art. 404 Abs. 3 ZGB f�r den Verkauf der Liegenschaft aus freier Hand erforderliche Genehmigung zu erteilen.
B.- Gegen diesen Entscheid beschwerten sich die Vertragsparteien beim Regierungsrat des Kantons Luzern. Der BGE 100 II 6 S. 7P�chter Walter Huser-Imgr�th und seine Ehefrau Frieda beantragten in ihrer Vernehmlassung die Abweisung der Beschwerde. Am 14. Januar 1974 best�tigte der Regierungsrat den Entscheid des Regierungsstatthalters.
C.- Mit der vorliegenden Berufung ans Bundesgericht beantragen die Parteien des Kaufvertrages vom 15. November 1967, der Entscheid des Regierungsrates sei aufzuheben und die Genehmigung zum freih�ndigen Verkauf der Liegenschaft zu erteilen; eventuell sei die Sache zur Erteilung der Genehmigung an die Vorinstanz zur�ckzuweisen.
Abgesehen von den in Art. 44 lit. a-c und Art. 45 lit. b OG genannten Sonderf�llen, von denen hier keiner vorliegt, ist die Berufung an das Bundesgericht nur in Zivilrechtsstreitigkeiten zul�ssig (Art. 44 Abs. 1 und Art. 46 OG). Darunter versteht die Rechtsprechung ein Verfahren zwischen nat�rlichen oder juristischen Personen in ihrer Eigenschaft als Tr�ger privater Rechte oder zwischen einer solchen Person und einer nach Bundesrecht die Stellung einer Partei besitzenden Beh�rde, das sich vor dem Richter oder einer andern Spruchbeh�rde abspielt und auf die endg�ltige, dauernde Regelung zivilrechtlicher Verh�ltnisse durch beh�rdlichen Entscheid abzielt (BGE 98 II 275, 170 ff, 149, BGE 97 II 13 /14, BGE 95 II 377, je mit Hinweisen). Mit einem solchen Verfahren hat man es hier nicht zu tun. Ob der Regierungsrat die Genehmigung zum Freihandverkauf der Liegenschaft h�tte erteilen m�ssen, wie die Berufungskl�ger geltend machen, ist vielmehr eine Frage der sogenannten freiwilligen oder nichtstreitigen Gerichtsbarkeit (vgl. das Urteil des Bundesgerichts vom 20. Juni 1946 i.S. Badertscher gegen Vormundschaftsbeh�rde M�hleberg, abgedruckt in Zeitschrift f�r Vormundschaftswesen 1948, S. 35/36, sowie das nicht ver�ffentlichte Urteil des Bundesgerichts vom 1. September 1970 i.S. Bieri und Landolt gegen Staat Luzern und Einwohnergemeinde Wohlhusen; ferner GULDENER, Grundz�ge der freiwilligen Gerichtsbarkeit der Schweiz, S. 12 Ziff. 1b). Angelegenheiten der nichtstreitigen Gerichtsbarkeit sind indessen keine Zivilrechtsstreitigkeiten im Sinne von Art. 44 und 46 OG (BGE 98 II 150 oben, BGE 94 II 58, BGE 91 II 397). Auf die Berufung ist daher nicht einzutreten.
98 II 275,
97 II 13,
95 II 377,
98 II 150 suite... ,
94 II 58,
91 II 397
art. 404 al. 3 CC,
Art. 421 Ziff. 1 ZGB,
Art. 44 Abs. 1 und Art. 46 OG,
Art. 44 und 46 OG

References: BGE 
 Art. 395
 Art. 421
 Art. 404
 BGE 
 Art. 44
 Art. 45
 Art. 46
 BGE 
 BGE 
 Art. 44
 BGE 
 BGE 

art. 404

Art. 421

Art. 44
 Art. 46

Art. 44