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Timestamp: 2018-12-17 13:05:23+00:00

Document:
zum 80. Geburtstag von Hanfried Müller
herausgegeben von Dieter Kraft
zum 4. November 2005
limitierte Auflage - Berlin 2006
Brigitte Tiede
Druckerei Well
Josef-Orlopp-Straße 5
ISBN 3-00-018328-0
§ 1 Gruß und Dank
Professor Hanfried Müller zum 80. Geburtstag
In Dankbarkeit herzlichst
Gerke Pachali
In diesem Sinn bitte weitermachen!
Von gestrigen und künftigen Gipfeln
In meinem „Schatzkästchen“
Sehr erfreut und auch ein bißchen stolz
Soeben habe ich nachgezählt
Hanfried Müller und Georg Lukács. Ein Grußwort
Daß das noch viele Jahre möglich sein wird
§ 2 Jubiläumsgrüße aus Suhl und Erfurt
„Evangelischen Dogmatik im Überblick“
Ein unentbehrlicher Ratgeber und Begleiter
Ilse Dörffel
So machen mir die Beiträge Mut
Anneliese Weisleder
Kraft für meine politische Arbeit
Mit Respekt und Freude
Unsere Exemplare kursieren laufend
§ 3 Weißenseer Blätter
Ja, ich las die Weißenseer Blätter
Der „RotFuchs“-Pate
Christlicher Sozialismus? Eine persönliche Reminiszenz
Wider die babylonische Verwirrung
Spurensucher-Gemeinschaft
§ 4 Theologische Fakultät und Sektion Theologie
H.H. - der gänzlich Uneitle. Mit einem Anhang
Prof. Hanfried Müller zum 80. Geburtstag
„Die ‚Wende’ machte alle weiteren Überlegungen überflüssig.“
§ 5 Predigt und Auslegung
Im Bunde. Predigt über 5. Mose 7, 6-13
Predigt über Offenbarung 4
Mittagsgebet im Bremer St. Petri-Dom am 3. Mai 2005
Predigt über Exodus 1, 6-22
Gesegnet werden und Segnen
Das Scheitern des Messianismus und unser Scheitern. Eine Auslegung des Prologs des Johannesevangeliums
§ 6 Zur Theologie- und Kirchengeschichte
Der dialektische Ursprung der Theologie aus der Apologetik
Paul Schempp zur Möglichkeit und Unmöglichkeit religiöser Bildung
Evangelische Christen zwischen Kollaboration und antifaschistischem Widerstand
Neues zur „Judenfrage“ im „sog. Betheler Bekenntnis“ von 1933
Jean Lasserre: Erinnerungen an Dietrich Bonhoeffer
Erinnerungen an Karl Barth
Toleranz im Katholizismus
§ 7 Geschichte und Geschichten
Ulrich Krum
Die Geschichte von der Brücke
Das Kriegsende, wie ich es als Zwölfjähriger erlebte
Ein wahrhafter Partisan
Krieg und westdeutsche Nachkriegsgesellschaft im Werk von Heinrich Böll
§ 8 Imperialismus und „Dritte Welt“
Marx, Engels und die „Dritte Welt“
Carl-Jürgen Kaltenborn
Vitzliputzli oder die Erfindung Amerikas
Auszüge aus „Morengas Erben“
§ 9 Friedensbewegung
Prison is not a bad place for observing human nature. Aus den Gefängnisbriefen von Klaus Fuchs und Emil Fuchs (1950-1959)
Klaus Ehrler †
Was in einem Anti-Barbarismus-Programm nicht fehlen sollte. Erinnerung an vergessene und ungenutzte Chancen
§ 10 Nach der Konterrevolution
Über den historischen Optimismus
Zur „Kirchenfeindlichkeit“ der DDR
Heute noch überzeugender als schon vor 15 Jahren!
§ 11 Klassenkampf
1955 - 2005: Über 50 Jahre Wirkens von KPD und DKP
Das Kräfteverhältnis im Kampf der Arbeiterklasse
Gegen die Verfälschung der sozialistischen Freiheitsidee (1954)
§ 12 Marxismus und Sozialismus
Die Aktualität von Marx in den heutigen Debatten um sozialistische Programmatik
Das Bild vom Sozialismus heute und der Programmentwurf der DKP
Lisl Rizy / Hellmut Fellner
Für die Kommunistische Initiative
§ 13 Recht und Gerechtigkeit
Wolf-Dieter Gudopp-v.Behm
Notizen zu einem Vers von Solon
Rechtsfragen des Potsdamer Abkommens zur Überwindung des Faschismus
Die Krise des Rechtsstaats - Ausdruck der Krise des Kapitalismus
§ 14 Politische Philosophie
Die Welt erkennen und uns verstehen und der Wahrheit dienen mit ganzer Kraft! Oder: Die werdende Realität erkennen und mitgestalten!
Friedrich von Hardenberg (Novalis) als frische Quelle auf dem Wege zum marxistischen Denken
§ 15 Nach Redaktionsschluß
Ich möchte ehrlich bekennen
Paul Kirchhofs Steuermodell - eine große wissenschaftliche Leistung?
Epochenwechsel in vorsozialistischer Zeit. Streiflichter zu Gestalten und Ereignissen
Gerne reihe ich mich ein
In der hier vorliegenden Festschrift haben sich Autorinnen und Autoren zusammengefunden, die ihm für sein einzigartiges Wirken danken möchten. Der Vielfalt der von ihnen behandelten Themen korrespondiert die Vielschichtigkeit an Beziehungen, in denen sie Hanfried Müller theologisch, politisch und auch biographisch verbunden sind.
Ganz sicher hätte es sich auch Peter Hacks nicht nehmen lassen, Hanfried Müller dafür zu danken, daß er „vermöge seiner Zeitschrift ‚Weißenseer Blätter’ die Kenntnis der Marxschen Theorie über die gedankenlose, die schreckliche Zeit der Konterrevolution hinweg“ gerettet hat - auch wenn der Hacks nicht hätte verstehen können, daß des Müllers „Weißenseer Blätter“ eigentlich nur eine Fortsetzung der „Evangelischen Dogmatik im Überblick“ mit anderen Mitteln sind, jedenfalls in dem Sinne, den Hanfried Müller bei Dietrich Bonhoeffer unter dem programmatischen Titel „Von der Kirche zur Welt“ aufzudecken wußte.
Es ist also durchaus stringent, wenn die Festschrift den Titel trägt „Aus Kirche und Welt“; und es ist im Gefälle der Müllerschen Bonhoeffer-Interpretation auch nur konsequent, daß nun die Beiträge „aus der Welt“ überwiegen.
Hanfried Müller besteht aus gutem Grunde unbedingt - und kategorisch wie kein anderer evangelischer Theologe - auf der prinzipiellen Trennung von Theologie und Politik, von christlicher Glaubenserkenntnis und wissenschaftlicher Weltanschauung. Und wahrscheinlich wird er auch die Apostrophierung der „Weißenseer Blätter“ als Fortsetzung seiner „Dogmatik“ nicht unwidersprochen hinnehmen.
Daß aber diese ihm gewidmete Festschrift äußere Ähnlichkeiten mit Müllers „Dogmatik“ aufweist[1] und zudem noch in eben jener Druckerei gefertigt wurde, die seit Jahren auch die „Weißenseer Blätter“ betreut, läßt sich vielleicht doch nur unter Hinweis darauf erklären, daß sich halt jeder Inhalt seine Form sucht. Und diesem Grundsatz kann nun nicht einmal Hanfried Müller widersprechen, nachdem seine Schüler ihn bei ihm nicht nur gelernt, sondern in Müllers theologischer und politischer Existenz geradezu verifiziert gefunden haben.
Zu dieser beziehungsvollen Eigentümlichkeit gehört ganz sicher auch, daß in dieser Festschrift der umfänglichste Beitrag zur Theologiegeschichte ausgerechnet von einem marxistischen Philosophen stammt und daß an der Stelle sonst üblicher „Bischofsworte“ der Gruß eines sozialistischen Staatsratsvorsitzenden a.D. steht - und der Dank des Westberliner Pfarrers neben dem des DDR-Obersts der Aufklärung.
So ist die Festschrift auch in dieser Hinsicht ein Unikat. Und gerade als ein solches widerspiegelt sie eine Wirkungsgeschichte, die in der deutschen Kirchengeschichte einzigartig ist.
[1] Die Hanfried Müller überreichte Festschrift ist im Layout identisch mit seiner „Dogmatik im Überblick“. Um den Selbstkostenpreis möglichst niedrig zu halten, wurde für den Druck der vorliegenden Ausgabe ein schlichter Paperback-Einband gewählt.

References: § 1

§ 2

§ 3

§ 4

§ 5

§ 6

§ 7

§ 8

§ 9

§ 10

§ 11

§ 12

§ 13

§ 14

§ 15