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Timestamp: 2017-09-23 16:12:27+00:00

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Rechtsanwälte Fasbender, Buch & Kollegen, Nürnberg - Nachbarschaftsrecht, Nachbarschaftsstreitigkeiten
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Das Nachbarschaftsrecht befasst sich mit den Rechtsverhältnissen zwischen Nachbarn. Es umfasst eine Vielzahl von Regelungen in unterschiedlichen Gesetzen und Verordnungen, die von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich sein können.
In den Regelungen des Nachbarrechts geht es um gegenseitige Rücksichtnahme und den Schutz vor Beeinträchtigungen. In der Praxis geht es um Streitfragen wie die Höhe und den Grenzabstand von Zäunen und Grenzbebauungen, der Höhe von Hecken und Bäumen und um Lärm in allen Varianten von musizierenden Nachbarn bis zu Lärm von Maschinen.
Das Nachbarrecht ist teilweise in den §§ 903 ff. des Bürgerlichen Gesetzbuchs geregelt, zwei Beispiele dazu:
§ 903 BGB: Befugnisse des Eigentümers
Für Bayern gelten daneben Regelungen im Gesetz zur Ausführung des
Bürgerlichen Gesetzbuchs und anderer Gesetze (AGBGB), und zwar in den Artikeln 43 ff, auch daraus geben wir Ihnen ein Beispiel:
Art. 47: Grenzabstand von Pflanzen
(2) Zugunsten eines Waldgrundstücks kann nur die Einhaltung eines Abstands von 0,50 m verlangt werden. Das gleiche gilt, wenn Wein oder Hopfen auf einem Grundstück angebaut wird, in dessen Lage dieser Anbau nach den örtlichen Verhältnissen üblich ist.
Art. 48: Grenzabstand bei landwirtschaftlichen Grundstücken
Art. 49: Messung des Grenzabstands
Bei Streitigkeiten im Nachbarschaftsrecht in Bayern ist zudem das Bayerische Gesetz zur obligatorischen außergerichtlichen Streitschlichtung in Zivilsachen und zur Änderung gerichtsverfassungsrechtlicher Vorschriften (Bayerisches Schlichtungsgesetz - BaySchlG)
vom 25. April 2000 zu berücksichtigen.
Nach Art. 1 dieses Gesetzes kann vor den Amtsgerichten kann in folgenden bürgerlichrechtlichen Streitigkeiten mit Ausnahme der in § 15a Abs. 2 EGZPO genannten Streitigkeiten eine Klage erst erhoben werden, wenn die Parteien einen Versuch unternommen haben, die Streitigkeit vor einer Schlichtungs- oder Gütestelle gütlich beizulegen:
1. bei Streitigkeiten über die in § 906 BGB geregelten Einwirkungen auf das Nachbargrundstück, sofern es sich nicht um Einwirkungen von einem gewerblichen Betrieb handelt,
2. bei Streitigkeiten über Überwuchs nach § 910 BGB,
3. bei Streitigkeiten über Hinüberfall nach § 911 BGB (da geht es um Fallobst ;-),
4. bei Streitigkeiten um einen Grenzbaums nach § 923 BGB,
5. bei Streitigkeiten über die in den Art. 43 bis 54 AGBGB geregelten Nachbarrechte, sofern es sich nicht um Einwirkungen von einem gewerblichen Betrieb handelt.
Fragen zum Nachbarrecht beantwortet auch die Bayerische Bauordnung, soweit es um die Frage von Mauern und Einfriedungen, Sichtschutzzäunen und Terrassentrennwänden geht.
Das Rechtsgebiet ist komplex, unsere Fachanwälte beraten Sie.
Rechtsanwalt Buch, Fachanwalt für Miet- und Wohnungseigentumsrecht

References: § 903

Art. 47

Art. 48

Art. 49
 Art. 1
 § 15
 § 906
 § 910
 § 911
 § 923
 Art. 43