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Timestamp: 2020-01-24 20:52:01+00:00

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BVerwG, 17.01.1986 - 4 C 6.84, 4 C 7.84 - dejure.org
BVerwG, 17.01.1986 - 4 C 6.84, 4 C 7.84
https://dejure.org/1986,292
BVerwG, 17.01.1986 - 4 C 6.84, 4 C 7.84 (https://dejure.org/1986,292)
BVerwG, Entscheidung vom 17.01.1986 - 4 C 6.84, 4 C 7.84 (https://dejure.org/1986,292)
BVerwG, Entscheidung vom 17. Januar 1986 - 4 C 6.84, 4 C 7.84 (https://dejure.org/1986,292)
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Prüfungsumfang bei einem "energiewirtschaftlichen" Enteignungsverfahren
Prüfungskompetenz - Enteignungsbehörde - Erforderlichkeit der Enteignung - Energieversorgungsleitung - Gerichtliche Nachprüfbarkeit
Prüfungskompetenz; Enteignungsbehörde; Erforderlichkeit der Enteignung; Energieversorgungsleitung; Gerichtliche Nachprüfbarkeit
VG München, 17.12.1979 - M 3799 III 79
VG München, 30.03.1981 - M 752 III 80
VGH Bayern, 04.11.1982 - 9 B 81 A.2069
VGH Bayern, 15.11.1982 - 9 B A.402
BVerwGE 72, 365
NVwZ 1986, 471
DVBl 1986, 678
BB 1986, 2234
DÖV 1986, 840
Ein Gleichheitsverstoß liegt bereits deshalb nicht vor, weil für immissionsschutzrechtlich genehmigungsbedürftige Anlagen gemäß § 6 Abs. 1 BImSchG ein gebundener Anspruch auf Zulassung besteht, während die Zulassung von Flughäfen gemäß § 8 Abs. 1 LuftVG der Planfeststellung unterliegt und deshalb wertende Einschätzungen und Abwägungen voraussetzt (Urteil vom 17. Januar 1986 - BVerwG 4 C 6.84 und 4 C 7.84 - BVerwGE 72, 365 ).
Im Übrigen hat die Enteignungsbehörde die Vorhabenplanung grundsätzlich uneingeschränkt zu überprüfen (wie BVerwGE 72, 365 ).
Nach Überprüfung dieser Einwände hält der Senat an seinen im Urteil vom 17. Januar 1986 (a.a.O.) zu § 11 EnWG 1935 entwickelten Grundsätzen fest.
Für die Bindung der Enteignungsbehörde an die aufsichtsbehördliche Feststellung sprechen der Wortlaut des Gesetzes und der Gesichtspunkt des aufsichtsbehördlichen (ministeriellen) Sachverstands, der die Zuständigkeitsregelung offensichtlich trägt (vgl. auch die Begründung zum Regierungsentwurf des EnWG 1998, BTDrucks 13/7274, S. 20); offen gelassen in BVerwGE 72, 365).
Dies hat der Senat bereits in seinem Urteil vom 17. Januar 1986 (BVerwGE 72, 365 ) ausgeführt.
Er hat sich dabei von den im Senatsurteil vom 17. Januar 1986 (a.a.O., S. 367) aufgestellten Grundsätzen zum abwägenden Nachvollzug der Vorhabenplanung leiten lassen und ist zu dem Ergebnis gelangt, dass die Enteignungsbehörde die Trassenführung und die betroffenen privaten Belange der Kläger rechtlich einwandfrei bewertet und gewichtet hat.
Nach dem Urteil des Bundesverwaltungsgerichts vom 17. Januar 1986 - BVerwG 4 C 6.84, 4 C 7.84 -, BVerwGE 72, 365 (367) umfasse die Erforderlichkeitsprüfung notwendigerweise eine Würdigung der für und wider das Vorhaben streitenden öffentlichen Belange untereinander und im Verhältnis zu den privaten Belangen.
Einer solchen Prüfung war der Beklagte auch nicht deshalb enthoben, weil eine zur Planfeststellung vorgelegte Planung - aufgrund der Antragsbindung bzw. des Vorhabenbezugs - teilweise nur nachvollziehend abgewogen werden kann (…vgl. hierzu BVerwG, Urt. v. 09.06.2004 - 9 A 11.03 -, Urt. v. 24.11.1994 - 7 C 25.93 -, BVerwGE 97, 143, juris Rn. 20 u.21; Urt. v. 17.01.1986 - 4 C 6.84, 4 C 7.84 -, BVerwGE 72, 365;… Senatsurt. v. 13.04.2000 - 5 S 1136/98 - u. v. 10.11.2011 - 5 S 2436/10 - Steinberg/Wickel/Müller, a.a.O., S. 191 Rn. 1;… Wickel in: HK-VerwR § 72 Rn. 31, 33 f.;… krit. zu diesem Begriff Lieber, in: Mann/Sennekamp/Uechtritz, VwVfG 2014, § 74 Rn. 34;… Vallendar/Wurster, in Beck"scher AEG Komm., 2. A. 2014, § 18 Rn. 140).
Diese Besonderheit verlangt eine vom Abwägungsgebot gesteuerte, in planerischer Gestaltungsfreiheit ergehende Zweckentscheidung des zuständigen öffentlichen Planungsträgers, also der Planfeststellungsbehörde, unbeschadet des Umstandes, daß die Behörde häufig nicht selbst originär plant, sondern die entsprechenden Vorstellungen des Vorhabenträgers abwägend nachvollzieht und dadurch die rechtliche Verantwortung für die Planung übernimmt (vgl. dazu BVerwGE 72, 365 (367) sowie Kühling, Fachplanungsrecht, 1988, Rn. 13).
- 4 C 6.84 und 7.84 -, BVerwGE 72, 365 (367), und OVG NRW, Urteil vom 9. Januar 2004.
BVerwG, Urteil vom 17.1.1986 - 4 C 6.84 und 7.84 -, BVerwGE 72, 365 (367).
Prognosen sind von den Gerichten als rechtmäßig hinzunehmen, wenn sie methodisch einwandfrei zustande gekommen und in der Sache vernünftig sind (Urteil vom 17. Januar 1986 - BVerwG 4 C 6.84 und 7.84 - BVerwGE 72, 365 ).
VGH Hessen, 19.07.1988 - 4 UE 2706/84
Enteignung - Dienstbarkeit für eine Ferngasleitung
VG Würzburg, 08.10.2012 - W 4 S 12.759
Antrag auf Wiederherstellung der aufschiebenden Wirkung; vorzeitige …
BVerwG, 02.07.1991 - 4 B 103.91

References: § 6
 § 8
 § 11
 § 72
 § 74
 § 18