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Timestamp: 2016-10-21 00:48:40+00:00

Document:
I 954/05 (24.05.2006)
I 954/05
Pr�sident Ferrari, Bundesrichter Meyer und Seiler; Gerichtsschreiberin Fleischanderl
R.________, 1947, Beschwerdef�hrerin, vertreten
durch Rechtsanwalt Christian Affentranger,
Ober-Emmenweid 46, 6021 Emmenbr�cke,
Die 1947 geborene R.________, diplomierte psychiatrische Krankenpflegerin, arbeitete seit 1. August 1996 - seit August 1998 im Rahmen eines 80 %-Pensums - in der psychiatrischen Abteilung des Spitals X.________. Ab 6. Februar 2001 vollst�ndig krank geschrieben, meldete sie sich am 28. Januar 2002 bei der Invalidenversicherung zum Rentenbezug an. Die IV-Stelle Obwalden holte u.a. Berichte des Hausarztes Dr. med. A.________, Arzt f�r Allgemeine Medizin, vom 4. Februar 2002 sowie des Arbeitgebers vom 23. M�rz 2002 ein und veranlasste eine Begutachtung durch die Medizinische Abkl�rungsstelle (MEDAS; Expertise vom 5. Mai 2003). Zudem liess sie die Verh�ltnisse vor Ort im Haushalt der Versicherten abkl�ren (Bericht vom 30. Mai 2003). Gest�tzt darauf ermittelte sie einen Invalidit�tsgrad von 42 % und sprach der Versicherten mit Verf�gung vom 8. August 2003 ab 1. April 2002 eine Viertelsrente sowie ab 1. Februar 2003 eine halbe H�rtefallrente zu. Die dagegen erhobene Einsprache, welcher Berichte des Dr. med. A.________ vom 17. Juli 2003 und des Dr. med. S.________, Spezialarzt f�r Psychiatrie FMH, vom 15. August 2003 beilagen, wurde, nachdem die Verwaltung eine erg�nzende Stellungnahme der MEDAS vom 22. Dezember 2003 eingefordert hatte, abgewiesen (Einspracheentscheid vom 2. M�rz 2004).
Die hiegegen eingereichte Beschwerde, mit der weitere Berichte des Dr. med. A.________ vom 12. Januar und 6. M�rz 2004 zu den Akten gereicht wurden, wies das Verwaltungsgericht des Kantons Obwalden mit Entscheid vom 30. November 2005 ab.
R.________ l�sst Verwaltungsgerichtsbeschwerde f�hren und beantragen, in Aufhebung des vorinstanzlichen Entscheides sei die Sache zur Neubeurteilung an die IV-Stelle zur�ckzuweisen, eventualiter sei ihr r�ckwirkend ab 5. Februar 2002 eine ganze Invalidenrente zuzusprechen. Ferner ersucht sie um Gew�hrung der unentgeltlichen Verbeist�ndung.
1.1 Streitig und zu pr�fen ist, ob der Beschwerdef�hrerin auf Grund des Sachverhaltes, wie er sich bis zum Erlass des - rechtsprechungsgem�ss die zeitliche Grenze der gerichtlichen �berpr�fungsbefugnis bildenden (BGE 130 V 446 Erw. 1.2 mit Hinweisen) - Einspracheentscheides vom 2. M�rz 2004 entwickelt hat, h�here oder fr�here als die ihr von der IV-Stelle zugesprochenen, vorinstanzlich best�tigten Rentenleistungen zustehen (Viertelsrente ab 1. April 2002, halbe H�rtefallrente ab 1. Februar 2003).
1.2 Da folglich keine laufenden Leistungen im Sinne der �bergangsrechtlichen Ausnahmebestimmung des Art. 82 Abs. 1 des auf den 1. Januar 2003 in Kraft getretenen ATSG, sondern Dauerleistungen im Streit stehen, �ber welche noch nicht rechtskr�ftig verf�gt worden ist, beurteilt sich der Streit - den allgemeinen intertemporalrechtlichen Regeln folgend - f�r die Zeit bis 31. Dezember 2002 auf Grund der bisherigen Rechtslage und ab diesem Zeitpunkt nach den neuen Normen des ATSG und dessen Ausf�hrungsverordnungen (BGE 130 V 445). Ebenfalls Anwendung finden die seit 1. Januar 2004 geltenden �nderungen des IVG vom 21. M�rz 2003 (vgl. insbesondere auch die Schluss- und �bergangsbestimmungen lit. d-f) und der IVV vom 21. Mai 2003 (4. IV-Revision) sowie die damit einhergehenden Anpassungen des ATSG.
2.1 Im kantonalen Entscheid wurden die f�r die Beurteilung massgeblichen Bestimmungen und Grunds�tze zutreffend dargelegt. Darauf wird verwiesen. Zu erg�nzen ist, dass es sich bei den in Art. 3-13 ATSG enthaltenen Legaldefinitionen in aller Regel um eine formellgesetzliche Fassung der h�chstrichterlichen Rechtsprechung zu den entsprechenden Begriffen vor In-Kraft-Treten des ATSG handelt und sich inhaltlich damit, insbesondere in Bezug auf die Bestimmungen zur Arbeitsunf�higkeit (Art. 6), Erwerbsunf�higkeit (Art. 7) und Invalidit�t (Art. 8), keine �nderung ergibt. Die dazu entwickelte Rechtsprechung kann folglich �bernommen und weitergef�hrt werden (BGE 130 V 345 ff. Erw. 3.1, 3.2 und 3.3). Hieran �ndert der Umstand, dass der bisherige Begriff der Krankheit in Art. 3 Abs. 1 ATSG ("Krankheit ist jede Beeintr�chtigung der k�rperlichen oder geistigen Gesundheit ...") - und mithin auch die entsprechende Formulierung in den Art. 6, 7 und 8 Abs. 2 sowie 3 ATSG - im Zuge der 4. IV-Revision auf den 1. Januar 2004 um den psychischen Gesundheitsschaden erweitert worden ist ("Krankheit ist jede Beeintr�chtigung der k�rperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit ..."), nichts, diente die entsprechende Anpassung doch lediglich der formellen Bereinigung der festen Verwaltungs- und Gerichtspraxis zum Krankheitsbegriff (BBl 2001 3224 f., 3263 f., 3281 und 3299; in HAVE 2005 S. 241 zusammengefasstes Urteil M. vom 8. Juni 2005, I 552/04, Erw. 1.2; Urteil M. vom 28. Februar 2005, I 380/04, Erw. 3.2).
2.2 Auch Art. 16 ATSG bewirkt, wie in BGE 130 V 348 f. Erw. 3.4 dargelegt wird, keine Modifizierung der bisherigen Judikatur zur Invalidit�tsbemessung bei erwerbst�tigen Versicherten, welche weiterhin nach der allgemeinen Methode des Einkommensvergleichs vorzunehmen ist (BGE 128 V 30 Erw. 1, 104 V 136 f. Erw. 2a und b). Ebenfalls nicht von einer �nderung betroffen sind die f�r die Festsetzung der Invalidit�t von Nichterwerbst�tigen im Sinne von Art. 5 Abs. 1 IVG in Verbindung mit Art. 8 Abs. 3 ATSG (je in der vom 1. Januar bis 31. Dezember 2003 in Kraft gestandenen Fassung), insbesondere im Haushalt besch�ftigten Versicherten, anzuwendende spezifische Methode des Bet�tigungsvergleichs (BGE 125 V 149 Erw. 2a, 104 V 136 Erw. 2a; AHI 1997 S. 291 Erw. 4a; vgl. auch BGE 128 V 31 Erw. 1; SVR 2005 IV Nr. 21 S. 82 f. Erw. 4 [Urteil M. vom 6. September 2004, I 249/04]) sowie die im Falle von teilerwerbst�tigen Versicherten beizuziehende gemischte Methode (BGE 130 V 393 [mit Hinweis auf BGE 125 V 146]; zur Weitergeltung der rechtsprechungsgem�ss f�r die Beurteilung der Statusfrage relevanten Kriterien: SVR 2005 IV Nr. 21 S. 83 Erw. 4.2 [Urteil M. vom 6. September 2004, I 249/04, mit Hinweis u.a. auf BGE 117 V 194 ff. Erw. 3b]). Gleiches hat im �brigen f�r die im Rahmen der 4. IV-Revision per 1. Januar 2004 eingetretenen Anpassungen in diesem Bereich zu gelten. Damit wurden einzig die bisherigen Art. 27 Abs. 1 (spezifische Methode des Bet�tigungsvergleichs) und Art. 27bis Abs. 1 IVV (gemischte Methode) aus Gr�nden der formalen Gleichbehandlung erwerbs-, teilerwerbs- und nicht erwerbst�tiger Personen grossmehrheitlich auf Gesetzesstufe gehoben und in die Art. 28 Abs. 2bis und 2ter IVG �berf�hrt (in Verbindung nunmehr mit Art. 27 und 27bis IVV sowie Art. 8 Abs. 3 und Art. 16 ATSG; SVR 2005 IV Nr. 21 S. 83 Erw. 4.1 [Urteil M. vom 6. September 2004, I 249/04]: spezifische Methode des Bet�tigungsvergleichs; BGE 130 V 394 f. Erw. 3.2, sowie Urteil E. vom 13. Dezember 2005, I 156/04, Erw. 5.3 in fine, je mit Hinweisen: gemischte Methode; zum Ganzen: Urteil M. vom 28. Februar 2005, I 380/04, Erw. 3.1 und 3.2, je mit Hinweisen).
Streitig und zu pr�fen ist, in welchem Umfang die Beschwerdef�hrerin in ihrem erwerblichen Leistungsverm�gen krankheitsbedingt eingeschr�nkt ist. W�hrend Vorinstanz und Verwaltung die Beeintr�chtigung gest�tzt auf die Schlussfolgerungen des MEDAS-Gutachtens vom 5. Mai 2003 (samt erg�nzender Stellungnahme vom 22. Dezember 2003) auf 40 % sch�tzen, macht die Versicherte geltend, die Berichte des Dr. med. A.________ vom 4. Februar 2002, 17. Juli 2003, 12. Januar und 6. M�rz 2004 sowie derjenige des Dr. med. S.________ vom 15. August 2003 belegten eine weitergehende Reduktion der Arbeitsf�higkeit.
3.1.1 Der Hausarzt Dr. med. A.________ bescheinigte der Beschwerdef�hrerin mit Bericht vom 4. Februar 2002 auf Grund eines chronischen physischen Ersch�pfungszustandes unklarer Ursache sowie eines thorakalen Schmerzsyndroms bei ebenfalls unklarer Genese eine seit 6. Februar 2001 andauernde vollst�ndige Arbeitsunf�higkeit.
3.1.2 Nach in rheumatologischer, gastroenterologischer sowie psychiatrischer Hinsicht durchgef�hrten Konsiliaruntersuchungen stellte die MEDAS in ihrem Gutachten vom 5. Mai 2003 zusammenfassend fest, die Versicherte leide - als Diagnose mit wesentlicher Einschr�nkung der zumutbaren Arbeitsf�higkeit - an Neurasthenie bei Status nach zweimaliger Virusinfektion im Dezember 2000 sowie Januar 2001, wobei keine Progredienz und keine Hinweise auf andersartige Stoffwechselst�rungen, Organversagen, An�mie oder ein konsumierendes Leiden best�nden. Die Arbeitsf�higkeit wurde sowohl in der angestammten T�tigkeit (Psychiatrieschwester) als auch in jeder anderen Besch�ftigung als noch zu 60 % zumutbar erachtet. Limitierend wirkten sich in erster Linie die psychopathologischen Befunde aus.
3.1.3 In seinem Stellungnahme vom 17. Juli 2003 hielt Dr. med. A.________ mit Hinweis auf ein bei der Versicherten vorliegendes "Burn-out"-Syndrom an seiner Beurteilung fest, wonach eine 100%ige Arbeitsunf�higkeit vorliege.
3.1.4 Der Psychiater Dr. med. S.________ warf in seinem Bericht vom 15. August 2003 zuhanden des Rechtsvertreters der Beschwerdef�hrerin namentlich die Frage nach einem m�glichen, das Leistungsverm�gen erheblich einschr�nkenden Chronic Fatigue Syndrome (CFS) auf, welches es ebenfalls noch zu pr�fen gelte.
3.1.5 Insbesondere mit den Aussagen des Dr. med. S.________ (vom 15. August 2003) konfrontiert, f�hrten die MEDAS-Experten mit nachtr�glicher Stellungnahme vom 22. Dezember 2003 aus, beide Krankheitsbilder (Neurasthenie und CFS) w�rden sich hinsichtlich ihrer Symptomatik (�berm�ssige Erm�dung/Ersch�pfung nach geringer physischer oder psychischer Anstrengung, verl�ngerte Erholungsphase, Begleitsymptome wie Muskelschmerzen, Benommenheit, Spannungskopfschmerzen, Schlafst�rungen, Unf�higkeit sich zu entspannen und Reizbarkeit) �berschneiden, sodass letztlich praktisch alle F�lle von CFS als Unterform der Neurasthenie bezeichnet werden k�nnten. An der im Rahmen der polydisziplin�ren Begutachtung auf 40 % bezifferten Arbeitsunf�higkeit werde weiterhin festgehalten.
3.1.6 Dr. med. A.________ hielt in seinen Schreiben vom 12. Januar und 6. M�rz 2004 angesichts des unver�ndert bestehenden Zustandes der Energie- und Kraftlosigkeit weitere psychiatrische Abkl�rungen f�r unabdingbar.
3.2 Dem kantonalen Gericht ist darin beizupflichten, dass die Frage nach der korrekten Diagnosestellung eines Gesundheitsschadens nach Art. 4 Abs. 1 IVG (in der bis 31. Dezember 2002 in Kraft gestandenen sowie in der seit 1. Januar 2003 geltenden Fassung) und - seit 1. Januar 2003 - nach Art. 8 ATSG als solche keinen Einfluss auf den f�r die Invalidit�tsbemessung relevanten, allein auf Grund der Auswirkungen des Leidens ermittelten Grad der Arbeitsunf�higkeit hat. In jedem Einzelfall muss eine Beeintr�chtigung des Leistungsverm�gens unabh�ngig von der Diagnose und grunds�tzlich unbesehen der �tiologie ausgewiesen und in ihrem Ausmass bestimmt sein (BGE 127 V 298 Erw. 4c mit Hinweisen; Urteile K. vom 26. April 2005, I 131/05, Erw. 4.2 mit Hinweisen). Daraus erhellt, dass f�r die Ermittlung der Invalidit�t letztlich nicht massgeblich ist, ob die Beschwerdef�hrerin an Neurasthenie, einem "Burn-out"- oder an einem Chronic fatigue Syndrome leidet, sondern einzig die durch das Krankheitsbild hervorgerufene, nicht durch zumutbare Willensanstrengung vermeidbare Einschr�nkung des Leistungsverm�gens z�hlt.
3.2.1 Dr. med. B.________, Spezialarzt FMH f�r Psychiatrie, hat in seinem psychiatrischen Konsiliarbericht vom 26. Februar 2003 zuhanden der MEDAS dargelegt, dass die Beschwerdef�hrerin auf Grund der psychopathologischen Befunde in ihrer Arbeitsf�higkeit eingeschr�nkt sei. Bezugnehmend auf das Ausmass der Beeintr�chtigung hat er sodann - wenn auch in knapper, so doch schl�ssiger Weise - daf�r gehalten, die Versicherte sei f�r jegliche in Frage kommende berufliche T�tigkeit zu 60 % arbeitsf�hig. Diese Einsch�tzung wurde anl�sslich der multidisziplin�ren MEDAS-Gesamtbeurteilung best�tigt. Dem h�lt Dr. med. A.________ im Wesentlichen entgegen, die Beschwerdef�hrerin f�hle sich ersch�pft, ausgelaugt und kraftlos, was zu ausgepr�gter k�rperlicher Schw�che f�hre und schliesslich eine vollst�ndige Arbeitsunf�higkeit bewirkt habe und immer noch bewirke. Diese Angaben erscheinen indessen eher als eine - wohl auch durch die haus�rztliche Stellung gekennzeichnete (vgl. zur Beweiskraft haus�rztlicher Aussagen: BGE 125 V 353 Erw. 3b/cc; Urteil S. vom 20. M�rz 2006, I 655/05, Erw. 5.4 mit Hinweisen) - Wiedergabe der subjektiven Befindlichkeit der Patientin als eine nach einem weitgehend objektivierten Massstab zu erfolgende Beurteilung dessen, was der Versicherten trotz ihres Leidens in beruflich-erwerblicher Hinsicht noch zumutbar ist (BGE 127 V 298 Erw. 4c mit Hinweisen; Urteil H. vom 6. April 2006, I 803/05, Erw. 4). Das subjektive Empfinden kann indessen, insbesondere wenn es sich nicht mit der Auffassung der medizinisch-psychiatrischen Gutachter deckt, f�r sich allein nicht massgebend sein (Urteil T. vom 28. Mai 2004, I 677/03, Erw. 2.3.1). Soweit Dr. med. S.________ in seiner Stellungnahme vom 15. August 2003 im Hinblick auf ein allenfalls vorhandenes chronisches M�digkeits- und Ersch�pfungssyndrom zus�tzliche Abkl�rungen empfiehlt, kann auf das zur Diagnosestellung hievor Gesagte verwiesen werden. Hinsichtlich der gleichenorts aufgeworfenen Frage nach einer m�glichen Verschlechterung des psychischen Gesundheitszustandes seit der am 21. Februar 2003 durch Dr. med. B.________ durchgef�hrten Untersuchung ist auf die Aussage des Dr. med. A.________ in dessen Bericht vom 12. Januar 2004 zu verweisen, wonach sich das Krankheitsbild in den letzten Monaten nicht ver�ndert habe. Mit den weiteren durch Dr. med. S.________ vorgebrachten Einw�nden hat sich die MEDAS in ihrer erg�nzenden Stellungnahme vom 22. Dezember 2003 einl�sslich auseinander gesetzt, sodass sich diesbez�gliche Erg�nzungen er�brigen. Schliesslich kann es f�r den Aussagegehalt eines Arztberichtes nicht auf die Dauer der Untersuchung ankommen, zumal die Behauptung der Beschwerdef�hrerin, insbesondere in psychiatrischer Hinsicht nur w�hrend weniger Minuten spezial�rztlich untersucht worden zu sein, weder ausgewiesen ist, noch auf Grund der vorliegenden Teilexpertisen glaubhaft erscheint. Massgeblich ist vielmehr, ob der Bericht inhaltlich vollst�ndig und im Ergebnis schl�ssig ist (Meyer-Blaser, Rechtliche Vorgaben an die medizinische Begutachtung, in: Schaffhauser/Schlauri [Hrsg.], Rechtsfragen der medizinischen Begutachtung in der Sozialversicherung, St. Gallen 1997, S. 23 f.). Konkrete Hinweise, welche gegen die Zuverl�ssigkeit der betreffenden Unterlagen sprechen, liegen nicht vor.
3.2.2 Die gest�tzt auf rheumatologische und gastroenterologische Untersuchungen durch die MEDAS-Gutachter erhobenen somatischen Befunde werden alsdann auch durch Dr. med. S.________ nicht beanstandet. Den in den Berichten des Dr. med. A.________ vom 12. Januar und 6. M�rz 2004 enthaltenen Einwendungen, die Versicherte leide an "bereits mehrfach geschilderten R�cken- und Oberbauchbeschwerden"/"ausgepr�gten Schmerzen im Oberbauchbereich", die den Beizug eines Magendarmspezialisten erforderten, ist entgegenzuhalten, dass die MEDAS gerade in Bezug auf diese Bereiche umfassende Abkl�rungen hat vornehmen lassen, die, namentlich in gastroenterologischer Sicht (vgl. die durch Dr. med. von G.________ zuhanden der MEDAS erfolgte Teilbegutachtung), keine wesentlich andere Beeintr�chtigung ergeben haben. Anhaltspunkte, welche die Stichhaltigkeit dieser Untersuchungsergebnisse in Frage zu stellen verm�chten, sind nicht ersichtlich.
Die MEDAS-Expertise entspricht somit den von der Rechtsprechung f�r beweiskr�ftige �rztliche Entscheidgrundlagen definierten Kriterien (BGE 125 V 352 Erw. 3a mit Hinweis) und �berzeugt hinsichtlich der Schlussfolgerungen. Erg�nzende medizinische Abkl�rungen, wie sie von der Beschwerdef�hrerin auch letztinstanzlich beantragt werden, sind unn�tig (antizipierte Beweisw�rdigung; BGE 124 V 94 Erw. 4b; RKUV 2003 Nr. U 473 S. 50 Erw. 3.4 mit Hinweisen [Urteil R. vom 6. November 2002, U 131/02]).
Zu pr�fen sind im Weiteren die erwerblichen Auswirkungen der festgestellten Arbeitunf�higkeit, wobei nach Lage der Akten erwiesen ist und auch nicht bestritten wird, dass die Beschwerdef�hrerin im Gesundheitsfall zu 80 % einer Erwerbst�tigkeit nachgehen w�rde. Dem f�r die Ermittlung des Invalidit�tsgrades vorzunehmenden Einkommensvergleich sind, da diesbez�glich der Zeitpunkt des potenziellen Rentenbeginns relevant ist, die Einkommensverh�ltnisse des Jahres 2002 zu Grunde zu legen. Bestehen Hinweise daf�r, dass in der dem Rentenbeginn folgenden Zeit eine erhebliche Ver�nderung der hypothetischen Bezugsgr�ssen eingetreten ist, hat ein weiterer Einkommensvergleich zu erfolgen (BGE 129 V 222).
4.1 Das Einkommen, welches die Beschwerdef�hrerin ohne gesundheitliche Einschr�nkungen zu erzielen verm�chte (Valideneinkommen), ist, basierend auf den Lohnangaben des Arbeitgebers vom 23. M�rz 2002, f�r ein 80 %-Pensum mit Fr. 65'611.- festzusetzen.
4.2 Zur Bestimmung des trotz gesundheitlicher Beeintr�chtigung zumutbarerweise noch realisierbaren Einkommens (Invalideneinkommen) ist mit der Beschwerdegegnerin - die Versicherte geht ausweislich der Akten keiner erwerblichen Besch�ftigung mehr nach - auf die vom Bundesamt f�r Statistik herausgegebene Schweizerische Lohnstrukturerhebung (LSE) abzustellen (vgl. BGE 129 V 475 Erw. 4.2.1 mit Hinweisen). Da der Beschwerdef�hrerin eine Besch�ftigung als Psychiatrieschwester - wie auch jede andere T�tigkeit, vorzugsweise aber in Anbetracht der Ausbildung und Berufserfahrung wohl im Gesundheits- und Sozialwesen - weiterhin im Umfang von 60 % zumutbar ist, rechtfertigt es sich, aus der Lohnstatistik den im Bereich Gesundheits- und Sozialwesen ber�cksichtigenden Durchschnittswert beizuziehen. Gem�ss Tabelle TA1 der LSE 2002 (S. 43, Wirtschaftszweig 85) betr�gt dieser f�r im privaten Sektor arbeitende Frauen, welche �ber Berufs- und Fachkenntnisse verf�gen (Anforderungsniveau 3), bei einer w�chentlichen Arbeitszeit von 40 Stunden Fr. 5282.- monatlich oder Fr. 63'384.- j�hrlich. Aufgerechnet auf die im Jahre 2002 in diesem Sektor betriebs�bliche Wochenarbeitszeit von 41,6 Stunden (Die Volkswirtschaft, 4/2006, S. 82, Tabelle B9.2, Noga-Abschnitt N [Gesundheits- und Sozialwesen]) bel�uft sich das Einkommen bei einem 60 %-Pensum auf Fr. 39'551.60 im Jahr.
4.2.1 Die Beschwerdegegnerin hat, implizit best�tigt durch die Vorinstanz, den Abzug vom Tabellenlohn, der eine Sch�tzung darstellt und rechtsprechungsgem�ss kurz zu begr�nden ist (BGE 126 V 81 Erw. 6), auf 13 % beziffert. Dies gibt namentlich mit Blick auf die auch in einer leidensadaptierten T�tigkeit zufolge der gesundheitlichen Beeintr�chtigungen m�glicherweise zu gew�rtigenden lohnm�ssigen Nachteilen im Rahmen der richterlichen Ermessenskontrolle keinen Anlass zu abweichender Ermessensaus�bung (vgl. Art. 132 lit. a OG; BGE 123 V 152 Erw. 2). Das Invalideneinkommen betr�gt mithin Fr. 34'410.-.
4.3 Die Gegen�berstellung von Validen- (Fr. 65'611.-) und Invalideneinkommen (Fr. 34'410.-) ergibt einen Invalidit�tsgrad im erwerblichen T�tigkeitsfeld von 47,55 %.
5.1 Die krankheitsbedingte Einschr�nkung im h�uslichen Aufgabenbereich wurde von Vorinstanz und Verwaltung gest�tzt auf die im Abkl�rungsbericht Haushalt vom 30. Mai 2003 festgehaltenen Ergebnisse auf 20,3 % veranschlagt.
5.2 Es sind keine Gr�nde ersichtlich, von dieser Einsch�tzung abzuweichen. Insbesondere gen�gt der von der IV-Stelle auf der Basis von Art. 69 Abs. 2 IVV (in der seit 1. Januar 2003 geltenden Fassung) veranlasste Abkl�rungsbericht in allen Teilen den rechtsprechungsgem�ssen Beweisanforderungen (BGE 128 V 93 Erw. 4; vgl. auch BGE 130 V 62 Erw. 6.1.2) und ber�cksichtigt namentlich auch die in diesem Aufgabenbereich geltende Schadenminderungspflicht (BGE 130 V 101 Erw. 3.3.3 mit Hinweisen; in BGE 130 V 369 nicht publizierte Erw. 8 des Urteils B. vom 18. Mai 2004, I 457/02, mit weiteren Hinweisen [SVR 2005 IV Nr. 6 S. 21]; Urteile J. vom 20. Januar 2006, I 725/04, Erw. 3.2, und S. vom 16. Februar 2005, I 568/04, Erw. 4.2.2 mit Hinweisen). Der Umstand, dass die MEDAS-Gutachter die als Hausfrau noch zumutbare Leistungsf�higkeit auf lediglich 60 % - und damit gleich hoch wie diejenige im erwerblichen Bereich - einstuften, vermag nichts an dem gem�ss Abkl�rungsbericht Haushalt erhobenen Wert zu �ndern.
6.1 Ausgehend von einer Einschr�nkung in der Erwerbst�tigkeit von 47,55 % sowie einer solchen im Haushalt von 20,3 % ergibt sich - gewichtet - eine Invalidit�t von 42 % (0,8 x 47,55 % + 0,2 x 20,3 %; zu den Rundungsregeln: vgl. BGE 130 V 121). Die Beschwerdegegnerin hat der Versicherten daher, best�tigt durch das kantonale Gericht, zu Recht eine Viertelsrente - unter Vorbehalt der H�rtefallrente - zugesprochen. Hinsichtlich des Rentenbeginns gilt es indessen zu pr�zisieren, dass die massgebliche Leistungseinschr�nkung in Erwerbst�tigkeit und Haushalt nach Lage der medizinischen Akten unbestrittenermassen seit Anfang Februar 2001 besteht, sodass der Rentenanspruch gem�ss Art. 29 Abs. 1 lit. b in Verbindung mit Abs. 2 IVG am 1. Februar 2002 und nicht erst am 1. April 2002 entstanden ist.
6.2 Die IV-Stelle bringt letztinstanzlich vor, die Beschwerdef�hrerin sei in Nachachtung der in BGE 131 V 51 festgehaltenen Grunds�tze als Erwerbst�tige ohne Aufgabenbereich Haushalt zu qualifizieren mit der Folge, dass die Invalidit�t auf Grund der Einkommensvergleichs- und nicht der gemischten Methode zu ermitteln sei. Dieser Einwand ist insofern nicht entscheidrelevant - und bedarf daher keiner abschliessenden Beurteilung -, als die massgebliche Invalidit�t sich unter Anwendung der in BGE 131 V 53 f. Erw. 5.1.2 dargelegten Konzeption auf 48 % belaufen w�rde, woraus ebenfalls eine Viertelsrente resultierte.
Die Versicherte hat daher ab 1. Februar 2002 bis 31. Januar 2003 Anspruch auf eine Viertelsrente sowie ab 1. Februar 2003 auf eine halbe H�rtefallrente. Ob die H�rtefallrente (Art. 28 Abs. 1bis IVG, in Kraft gestanden bis 31. Dezember 2003) auch �ber Ende Dezember 2003 hinaus auszurichten ist, wird die Verwaltung unter Beachtung von lit. d der Schlussbestimmungen zur 4. IV-Revision zu pr�fen haben (vgl. Urteil F. vom 29. Juli 2005, I 184/05).
Das Verfahren ist kostenlos (Art. 134 OG). Zufolge teilweisen Obsiegens steht der Beschwerdef�hrerin eine reduzierte Parteientsch�digung zu Lasten der IV-Stelle zu (Art. 159 Abs. 1 in Verbindung mit Art. 135 OG). Insofern ist ihr Gesuch um unentgeltliche Verbeist�ndung gegenstandslos. Im �brigen kann diesem entsprochen werden, weil die daf�r nach Gesetz (Art. 152 in Verbindung mit Art. 135 OG) und Rechtsprechung (BGE 125 V 202 Erw. 4a und 372 Erw. 5b, je mit Hinweisen) erforderlichen Voraussetzungen erf�llt sind. Es wird indessen ausdr�cklich auf Art. 152 Abs. 3 OG aufmerksam gemacht, wonach die beg�nstigte Partei der Gerichtskasse Ersatz zu leisten haben wird, wenn sie sp�ter dazu im Stande ist.
In teilweiser Gutheissung der Verwaltungsgerichtsbeschwerde werden der Entscheid des Verwaltungsgerichts des Kantons Obwalden vom 30. November 2005 und der Einspracheentscheid der IV-Stelle Obwalden vom 2. M�rz 2004 insoweit abge�ndert, als der Rentenanspruch bereits ab 1. Februar 2002 besteht. Soweit weitergehend wird die Verwaltungsgerichtsbeschwerde abgewiesen.
Die IV-Stelle Obwalden hat der Beschwerdef�hrerin f�r das Verfahren vor dem Eidgen�ssischen Versicherungsgericht eine Parteientsch�digung von Fr. 200.- (einschliesslich Mehrwertsteuer) zu bezahlen.
Zufolge Gew�hrung der unentgeltlichen Verbeist�ndung wird Rechtsanwalt Christian Affentranger, Emmenbr�cke, f�r das Verfahren vor dem Eidgen�ssischen Versicherungsgericht aus der Gerichtskasse eine Entsch�digung von Fr. 2300.- (einschliesslich Mehrwertsteuer) ausgerichtet.
Das Verwaltungsgericht des Kantons Obwalden wird �ber eine Neuverlegung der Parteientsch�digung f�r das kantonale Verfahren entsprechend dem Ausgang des letztinstanzlichen Prozesses zu befinden haben.

References: Art. 82
 Art. 3
 Art. 3
 Art. 6
 Art. 16
 BGE 
 Art. 5
 Art. 8
 BGE 
 BGE 
 BGE 
 Art. 27
 Art. 27
 Art. 28
 Art. 27
 Art. 8
 Art. 16
 BGE 
in fine
 Art. 4
 Art. 8
 BGE 
 BGE 
 BGE 
 Art. 132
 BGE 
 Art. 69
 BGE 
 BGE 
 BGE 
 Art. 29
 BGE 
 BGE 
 Art. 135
 Art. 135
 Art. 152