Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=22%20U%2072/13
Timestamp: 2018-05-22 06:29:47+00:00

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Rechtsprechung: 22 U 72/13 - dejure.org
Weitere Entscheidung unten: KG, 09.01.2014
§ 1 StVO, § 3 Abs 1 StVO, § 4 Abs 1 StVO
Haftung bei Auffahrunfall: Beweis des ersten Anscheins für Verschulden des Auffahrenden
Zum Anscheinsbeweis bei einem Auffahrunfall
StVG § 7 Abs. 1; StVG § 17 Abs. 2; StVO § 3 Abs. 1
Auffahrunfall - fehlendes Verschulden des Auffahrenden nur in wenigen Ausnahmefällen
Auffahrunfall im Straßenverkehr: Allgemeine Lebenserfahrung und Anscheinsbeweis spricht für Verschulden des Auffahrenden - Vorliegen eines untypischen Unfallhergangs muss von Auffahrenden bewiesen werden
LG Berlin, 20.02.2013 - 42 O 262/12
KG, 09.01.2014 - 22 U 72/13
NZV 2014, 458
Denn ein Auffahrunfall setzt eine Teilüberdeckung der Schäden an Heck und Front der beteiligten Fahrzeuge voraus (vgl. dazu BGH…, Urteil vom 30. November 2010 - VI ZR 15/10 -, juris Rdn. 8; Senat, Beschluss vom 20. November 2013 - 22 U 72/13 -, juris Rdn. 7), an der es hier ausweislich der Lichtbilder (Anlage B 4, Bl. 66 d.A.) fehlt.
Deshalb spricht zwar bei Auffahrunfällen grundsätzlich der erste Anschein für ein unfallursächliches Verschulden des Auffahrenden (BGH NJW 2012, 608; BGH NJW-RR 1987, 1233; KG NJW-RR 2014, 809, 810;… OLG München, Urt. v. 25.10.2013 - 10 U 964/13 = juris Rd.6 und Rd.18).
Die bestehenden Unklarheiten gehen insoweit zu Lasten des darlegungs- und beweislastbelasteten Klägers (vgl. KG NJW-RR 2014, 809, 810; OLG Köln r+s 1996, 17f.).
LG Ansbach, 20.10.2017 - 3 O 394/17
Wirkung eines Schuldbekenntnisses bei Unaufklärbarkeit des Unfalls
Der Anschein gegen den Auffahrenden setzt lediglich eine typische Gestaltung, also zumindest eine Teilüberdeckung von Front und Heck, voraus (KG, Hinweisbeschl. v. 20.11.2013 - 22 U 72/13; NJW-RR 2014, 809).

References: § 1
 § 3
 § 4
 § 7
 § 17
 § 3
 BGH