Source: https://www.ris.bka.gv.at/JustizEntscheidung.wxe?Abfrage=Justiz&Dokumentnummer=JJT_20170830_OGH0002_0010OB00128_17F0000_000&IncludeSelf=True
Timestamp: 2019-11-12 13:01:27+00:00

Document:
RIS - Rechtssätze und Entscheidungstext 1Ob128/17f - Justiz (OGH, OLG, LG, BG, OPMS, AUSL)
Rechtssatz für 7Ob676/86 7Ob510/89 6Ob...
RS0008463
7Ob676/86; 7Ob510/89; 6Ob46/02m; 5Ob43/07w; 1Ob128/17f
AußStrG §229 ff
EheG §55a
EheG §81
Bei einer anläßlich der einverständlichen Scheidung nach § 55 a EheG abgeschlossenen Vereinbarung, die in bezug auf einzelne Vermögensbestandteile wegen Unkenntnis eines Ehegatten unvollständig geblieben ist und über die keine einvernehmliche Regelung zu erzielen ist, steht das Aufteilungsverfahren nach den §§ 81 ff EheG und den §§ 229 ff AußStrG offen.
7 Ob 676/86
Entscheidungstext OGH 23.10.1986 7 Ob 676/86
7 Ob 510/89
Entscheidungstext OGH 02.02.1989 7 Ob 510/89
6 Ob 46/02m
Entscheidungstext OGH 14.03.2002 6 Ob 46/02m
Vgl; Beisatz: Hier: Beiden bekanntes Fruchtgenussrecht. (T1)
5 Ob 43/07w
Entscheidungstext OGH 08.05.2007 5 Ob 43/07w
1 Ob 128/17f
Entscheidungstext OGH 30.08.2017 1 Ob 128/17f
ECLI:AT:OGH0002:1986:RS0008463
JJR_19861023_OGH0002_0070OB00676_8600000_001
Rechtssatz für 7Ob510/89 6Ob582/90 6Ob...
RS0008464
7Ob510/89; 6Ob582/90; 6Ob154/97h; 6Ob46/02m; 5Ob43/07w; 1Ob128/17f
ABGB §1389
Die Möglichkeit einer Antragstellung nach den §§ 81 ff EheG besteht jedenfalls dann, wenn die im Rahmen eines Scheidungsverfahrens abgeschlossene Aufteilungsregelung unvollständig blieb, weil ein Ehegatte an das Vorhandensein von ehelichen Ersparnissen nicht denken konnte (vgl JBl 1985,287)
6 Ob 582/90
Entscheidungstext OGH 12.07.1990 6 Ob 582/90
6 Ob 154/97h
Entscheidungstext OGH 26.05.1997 6 Ob 154/97h
ECLI:AT:OGH0002:1989:RS0008464
JJR_19890202_OGH0002_0070OB00510_8900000_001
Rechtssatz für 5Ob130/03h 7Ob303/06v 5...
RS0118640
5Ob130/03h; 7Ob303/06v; 5Ob202/09f; 7Ob242/10d; 1Ob72/17w; 1Ob98/17v; 1Ob128/17f; 7Ob175/18p; 1Ob214/18d; 7Ob208/18s; 7Ob19/19y; 5Ob79/19g
AußStrG §14 Abs1 D1a
AußStrG 2005 §62 Abs1 B1a
ZPO §528 Abs1 A
Fragen, die durch die Anwendung bestehender Rechtsprechung in Verbindung mit Gesetzen der Logik zu klären sind, stellen keine erheblichen Rechtsfragen dar.
5 Ob 130/03h
Entscheidungstext OGH 09.12.2003 5 Ob 130/03h
7 Ob 303/06v
Entscheidungstext OGH 31.01.2007 7 Ob 303/06v
5 Ob 202/09f
Entscheidungstext OGH 11.02.2010 5 Ob 202/09f
7 Ob 242/10d
Entscheidungstext OGH 19.01.2011 7 Ob 242/10d
1 Ob 72/17w
Entscheidungstext OGH 24.05.2017 1 Ob 72/17w
7 Ob 175/18p
Entscheidungstext OGH 31.10.2018 7 Ob 175/18p
1 Ob 214/18d
Entscheidungstext OGH 21.11.2018 1 Ob 214/18d
7 Ob 208/18s
Entscheidungstext OGH 21.11.2018 7 Ob 208/18s
7 Ob 19/19y
Entscheidungstext OGH 27.02.2019 7 Ob 19/19y
5 Ob 79/19g
Entscheidungstext OGH 31.07.2019 5 Ob 79/19g
ECLI:AT:OGH0002:2003:RS0118640
JJR_20031209_OGH0002_0050OB00130_03H0000_001
Rechtssatz für 10Ob17/04d 5Ob187/07x (5...
RS0120115
10Ob17/04d; 5Ob187/07x (5Ob188/07v); 1Ob128/17f
ZPO §212
ZPO §212a
ZPO §292 Abs2
§ 292 Abs 2 ZPO kann infolge der abschließenden Regelung der Protokollberichtigung in §§ 212, 498 Abs 2 ZPO auf Verhandlungsprotokolle nicht angewendet werden. Die sinngemäße Anwendung des § 212 ZPO, die § 212a Abs 2 Satz 1 ZPO für das Tonbandprotokoll vorsieht, bedeutet, dass den Parteien das Recht zusteht, auf eine ihrer Meinung nach unrichtige Protokollierung durch das Diktat des Verhandlungsleiters aufmerksam zu machen und - wenn die Anregung unberücksichtigt bleibt - ebenso Widerspruch zu erheben wie später gegen Fehler der Übertragung des Protokolls in Vollschrift. Ein Verlangen nach einer Berichtigung des Protokolls wegen eines Protokollierungsfehlers ist sofort zu stellen; kommt ihm das Gericht nicht nach, kann - wiederum im Verhandlungstermin - Widerspruch zu Protokoll erhoben werden.
10 Ob 17/04d
Entscheidungstext OGH 28.06.2005 10 Ob 17/04d
5 Ob 187/07x
Entscheidungstext OGH 15.04.2008 5 Ob 187/07x
Vgl auch; Beisatz: Hier: Der Antragsteller wäre gehalten gewesen, eine unrichtige Protokollierung sofort zu rügen. (T1); Beisatz: Ein (rechtzeitiger) Widerspruch hat die in § 215 Abs 1, § 498 Abs 2 ZPO vorgesehenen Rechtswirkungen. (T2)
ECLI:AT:OGH0002:2005:RS0120115
JJR_20050628_OGH0002_0100OB00017_04D0000_001
Rechtssatz für 2Ob143/07d 4Ob66/13d 1O...
RS0122774
2Ob143/07d; 4Ob66/13d; 1Ob104/13w; 9Ob50/14i; 5Ob46/14x (5Ob41/15p); 1Ob57/16p; 10Ob77/16w; 9Ob33/17v; 1Ob110/17h; 1Ob128/17f; 3Ob222/17v; 9Ob56/18b; 9Ob31/18a; 5Ob185/18v; 5Ob170/18p
AußStrG 2005 §78 Abs2 Satz1
Das in § 78 Abs 2 Satz 1 AußStrG 2005 enthaltene Erfolgsprinzip rechtfertigt einen Kostenzuspruch, wenn in der Revisionsrekursbeantwortung auf die Unzulässigkeit des gegnerischen Rechtsmittels hingewiesen wurde.
2 Ob 143/07d
Entscheidungstext OGH 30.08.2007 2 Ob 143/07d
4 Ob 66/13d
Entscheidungstext OGH 23.05.2013 4 Ob 66/13d
1 Ob 104/13w
Entscheidungstext OGH 18.07.2013 1 Ob 104/13w
9 Ob 50/14i
Entscheidungstext OGH 29.10.2014 9 Ob 50/14i
Vgl aber; Beisatz: Kosten für die Revisionsrekursbeantwortung sind nicht zuzusprechen, wenn darin nicht jene Umstände dargelegt wurden, welche den Revisionsrekurs tatsächlich unzulässig machen. (T1)
5 Ob 46/14x
Entscheidungstext OGH 24.03.2015 5 Ob 46/14x
1 Ob 57/16p
Entscheidungstext OGH 28.04.2016 1 Ob 57/16p
Auch; Beisatz: Hier: Dies gilt auch für die Entscheidung im Provisorialverfahren gemäß § 402 Abs 4 iVm § 78 EO, § 50 ZPO iVm § 41 Abs 1 ZPO. (T2)
10 Ob 77/16w
Entscheidungstext OGH 25.11.2016 10 Ob 77/16w
9 Ob 33/17v
Entscheidungstext OGH 25.07.2017 9 Ob 33/17v
Auch; Beisatz: Hier: Erlagssache. (T3)
3 Ob 222/17v
Entscheidungstext OGH 20.12.2017 3 Ob 222/17v
9 Ob 31/18a
Entscheidungstext OGH 28.11.2018 9 Ob 31/18a
5 Ob 185/18v
Entscheidungstext OGH 06.11.2018 5 Ob 185/18v
5 Ob 170/18p
Entscheidungstext OGH 06.11.2018 5 Ob 170/18p
ECLI:AT:OGH0002:2007:RS0122774
JJR_20070830_OGH0002_0020OB00143_07D0000_003
Entscheidungstext 1Ob128/17f
Zak 2017/638 S 373 - Zak 2017,373 = iFamZ 2017/233 S 395 (Deixler-Hübner) - iFamZ 2017,395 (Deixler-Hübner) = AnwBl 2018/17 S 11 - AnwBl 2018,11 = EvBl‑LS 2018/49
1Ob128/17f
Der Oberste Gerichtshof hat durch den Senatspräsidenten Hon.-Prof. Dr. Sailer als Vorsitzenden sowie die Hofräte Univ.-Prof. Dr. Bydlinski, Mag. Wurzer, Mag. Dr. Wurdinger und die Hofrätin Dr. Hofer-Zeni-Rennhofer als weitere Richter in der Familienrechtssache des Antragstellers Mag. F***** K*****, vertreten durch die Dr. Helene Klaar Dr. Norbert Marschall Rechtsanwälte OG, Wien, gegen die Antragsgegnerin J***** K*****, vertreten durch Mag. Anna-Maria Freiberger, Rechtsanwältin in Wien, wegen Aufteilung des ehelichen Gebrauchsvermögens und der ehelichen Ersparnisse, über den Revisionsrekurs des Antragstellers gegen den Beschluss des Landesgerichts für Zivilrechtssachen Wien als Rekursgericht vom 24. April 2017, GZ 45 R 66/17i, 67/17m-19, mit dem die Beschlüsse des Bezirksgerichts Liesing vom 4. Jänner 2017, GZ 7 Fam 30/16m-12, und vom 17. Jänner 2017, GZ 7 Fam 30/16m-14, bestätigt wurden, in nichtöffentlicher Sitzung den
Der Antragsteller ist schuldig, der Antragsgegnerin die mit 418,78 EUR (darin 69,80 EUR USt) bestimmten Kosten des Revisionsrekursverfahrens binnen 14 Tagen zu ersetzen.
Anlässlich ihrer Scheidung im Einvernehmen gemäß § 55a EheG vereinbarten die Ehegatten im Scheidungsfolgenvergleich detailliert die Kosten für einen Hund (insbesondere Tierarztkosten, Versicherung und Steuer sowie Aufwand für Futter) im Verhältnis 50 : 50 zu zahlen. Auch die Kosten für zusätzliche Betreuungspersonen sollten für die Zeit, in der beide den Hauptwohnsitz noch in Wien hätten, jeweils zur Hälfte getragen werden. „Für die Periode danach, also des Hauptwohnsitzes der [Antragsgegnerin] außerhalb Wiens, geplant ab 1. 8. 2016 in S*****,“ legten sie im Vergleich fest, dass die Antragsgegnerin den Hund in ihre „alleinige Betreuungsverantwortung“ übernimmt, während sich der Antragsteller verpflichtete, ihr ab diesem Zeitpunkt einen monatlichen pauschalen, von den tatsächlichen Kosten unabhängigen Aufwandersatz für zusätzliche Betreuungspersonen zu zahlen. Bei den übrigen Kosten sollte es weiterhin bei der vereinbarten Teilung im Verhältnis 50 : 50 bleiben. Unter Pkt „5. Generalklausel“ erklärten die Parteien ua, „keine weiteren Ansprüche gegeneinander aus der Aufteilung des ehelichen Gebrauchsvermögens und der ehelichen Ersparnisse sowie der Mitwirkung im Erwerb des Ehegatten zu haben“ und hielten fest: „Mit dieser Vereinbarung sind sohin alle wechselseitigen Ansprüche zwischen den Antragstellern im Zusammenhang mit der Ehe und deren Auflösung bereinigt und verglichen. Die Parteien verzichten demnach auf eine Antragstellung gemäß §§ 81 ff EheG.“
Das Erstgericht wies den Antrag, dem Antragsteller die unter Nennung der Mikrochipnummer näher beschriebene Hündin in sein Alleineigentum zuzuweisen und einen Protokollberichtigungsantrag ab.
Das Rekursgericht bestätigte beide Beschlüsse und sprach aus, der ordentliche Revisionsrekurs sei zulässig.
Der dagegen erhobene Revisionsrekurs des Antragstellers ist nicht zulässig. Die Zurückweisung eines ordentlichen Revisionsrekurses wegen Fehlens einer erheblichen Rechtsfrage kann sich auf die Ausführung der Zurückweisungsgründe beschränken (§ 71 Abs 3 AußStrG):
Zutreffend gingen im Verfahren beide Parteien davon aus, dass auch angesichts der (programmatischen) Bestimmung des § 285a ABGB, wonach Tiere keine Sachen sind, sie durch besondere Gesetze geschützt werden und die für Sachen geltenden Vorschriften auf Tiere nur insoweit anzuwenden sind, als keine abweichenden Regelungen bestehen, ein Hund für die nacheheliche Aufteilung – eben mangels abweichender Bestimmungen – wie eine Sache zu behandeln ist (und wie § 24a Tierschutzgesetz [BGBl I 2004/118, zuletzt geändert durch BGBl I 2017/61, „Kennzeichnung und Registrierung von Hunden“] zeigt, üblicherweise in jemandes Eigentum steht). Ein während der Ehe erworbener und als „Familienhund“ gehaltener Hund unterliegt daher der nachehelichen Aufteilung; anderes wird für einen in die Ehe eingebrachten Hund oder einen, der dem persönlichen Gebrauch eines Ehegatten allein oder der Ausübung seines Berufs dient (§ 82 Abs 1 Z 2 EheG; so etwa Gebrauchshunde wie Rettungs-, Dienst- oder Therapiehunde), gelten. Die vom Rekursgericht aufgeworfene Frage kann daher leicht anhand der bestehenden Gesetze geklärt werden und bedarf keiner höchstgerichtlichen Entscheidung (vgl RIS-Justiz RS0118640), was auch der Revisionswerber offenbar erkennt, wenn er selbst behauptet, dies sei nach ständiger Rechtsprechung so, und die vom Rekursgericht als erheblich angesehene Frage nicht weiter ausführt.
Das Rekursgericht beschäftigte sich zudem mit der Frage, wie mit einem nach Zustellung des Protokolls gestellten Protokollberichtigungsantrag umzugehen sei und ortete einen Bedarf nach Klarstellung der Voraussetzung für einen nach Zustellung der Abschrift der Tonbandübertragung eines Verhandlungsprotokolls erhobenen Widerspruchs im Zusammenhalt mit der Beweiskraft des Protokolls iSd § 215 ZPO. Zutreffend führte aber schon das Rekursgericht selbst aus, dass der Rechtsmittelwerber in seinem Protokollberichtigungsantrag keinerlei Beweise für die von ihm behaupteten Unrichtigkeiten seiner protokollierten Aussage angeboten habe, weshalb keine weitere Klärung der strittigen Protokollierung im Rahmen des zweitinstanzlichen Verfahrens zu erfolgen habe (vgl dazu 1 Ob 276/03z) und auch darauf, dass das Erstgericht in unbedenklicher Weise das Vorliegen offenbarer Unrichtigkeiten der Protokollierung, wie Schreibfehler, verneint habe. Zu der vom Rekursgericht zum Widerspruch aufgeworfenen Problematik äußert sich der Rechtsmittelwerber in seinem Revisionsrekurs wiederum nicht näher, sondern stellt sich bloß auf den Standpunkt, es sei wesentlich, dass seine Aussagen zur angestrebten Eigentumszuweisung im Protokoll falsch wiedergegeben worden seien. Während er aber in seinem (nach Zustellung des Protokolls gestellten) „Protokollberichtigungsantrag“ ausdrücklich einen Fehler bei der Übertragung des Protokolls geltend machte, behauptet er danach nicht nur im Revisionsrekurs, sondern auch schon im Rekurs (und unter Verstoß gegen das Neuerungsverbot) eine (jedoch rechtzeitig anlässlich des Diktats in der Tagsatzung zu bemängelnde [vgl dazu 1 Ob 181/03d = SZ 2004/74; 10 Ob 17/04d; 6 Ob 281/06a; 7 Ob 81/10b, 97/10f je mwN]) falsche Protokollierung und dass ihm eine Aussage zugeschrieben worden sei. Hätte er im Zuge seiner Aussage tatsächlich gesagt, dass er an einer Eigentumszuweisung kein Interesse hätte, sei wohl davon auszugehen, dass das Erstgericht oder ein Parteienvertreter nachgefragt hätte, weshalb er einen Aufteilungsantrag gestellt habe. Ob er, wie im Protokoll festgehalten, tatsächlich aussagte: „Ich möchte das Eigentumsrecht für den Hund ja gar nicht“ oder nicht und dieser Satz daher zu streichen wäre und ob es richtig zu lauten hätte, für ihn sei es einfach [hinzugefügt das Wort:] auch wichtig, dass [sein Sohn] den Hund sehen könne, ist ohne Bedeutung für den Ausgang des Rechtsstreits.
Auch eine Berücksichtigung dessen könnte nichts daran ändern, dass – wie der Antragsteller letztlich auch zugesteht – der Hund Bella anlässlich des Scheidungsfolgenvergleichs Gegenstand einer Einigung gewesen war. Wenn aber im vorliegenden Fall die Parteien anlässlich des Scheidungsfolgenvergleichs an den Hund als einen in die Aufteilung einzubeziehenden Gegenstand gedacht haben (vgl dazu die Entscheidung 7 Ob 51/07m, auf die sich bereits das Rekursgericht bezogen hat), und eine alle übrigen Ansprüche bereinigende Generalklausel vereinbart haben, kann der Revisionsrekurswerber keine Korrekturbedürftigkeit der Entscheidung der Vorinstanzen aufzeigen. Der Fall, dass ein Scheidungsfolgenvergleich deswegen unvollständig blieb, weil ein Ehegatte an das Vorhandensein von ehelichen Ersparnissen nicht denken konnte (RIS-Justiz RS0008464) oder er in Bezug auf einzelne Vermögensbestandteile in Unkenntnis war (RIS-Justiz RS0008463), liegt hier nicht vor. Die Darstellung des Antragstellers im Verfahren erster Instanz, es sei im Vergleich nur eine Kostentragung festgehalten, aber keine weitere Regelung, insbesondere seien „die Eigentumsverhältnisse am Hund“ nicht „geklärt bzw eine Aufteilung vorgenommen“ worden, verkennt die Regelung über die (im Revisionsrekurs zugestandenermaßen entsprechend dem Scheidungsfolgenvergleich auch tatsächlich erfolgte) Übernahme der Hündin in die alleinige Betreuungsverantwortung der Antragsgegnerin. Seine Behauptung im Revisionsrekurs, schon weil er einen Antrag auf ergänzende nacheheliche Aufteilung gestellt habe, könne „davon ausgegangen“ werden, dass „ein übereinstimmender Parteiwille im Rahmen des Scheidungsverfahrens nicht vorgelegen“ sei, ist nicht zu teilen. Angesichts der im Vergleich festgehaltenen Generalklausel und der umfassenden Regelung nicht nur zu den Kosten, sondern auch zur Betreuung, kann allein die Stellung eines Aufteilungsantrags keinesfalls Behauptungen dazu ersetzen, welcher (konkrete) – dem Wortlaut des Scheidungsvergleichs geradezu entgegengesetzte – übereinstimmende Parteiwille bei Abschluss dieses nach wie vor bestehenden Vertrags vorgelegen sein solle, noch wäre ein solcher nur aus der Antragstellung zu erschließen.
Die Kostenentscheidung zu Gunsten der Antragsgegnerin ist Folge ihres Hinweises auf die fehlende Zulässigkeit des Revisionsrekurses (§ 78 Abs 2 Satz 1 AußStrG; RIS-Justiz RS0122774).
1 Generalabonnement,14 (Zivil-)Verfahrensrechtliche Entscheidungen,24 Entscheidungen zum Familienrecht
E119427
ECLI:AT:OGH0002:2017:0010OB00128.17F.0830.000
JJT_20170830_OGH0002_0010OB00128_17F0000_000

References: §229
 §55
 §81
 § 55
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 §1389
 OGH 
 OGH 
 §14
 §62
 §528
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 §212
 §212
 §292

§ 292
 § 212
 § 212
 OGH 
 OGH 
 § 215
 § 498
 §78
 § 78
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 § 402
 § 78
 § 50
 § 41
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 § 55
 § 285
 § 24
 § 215