Source: https://www.isb.rwth-aachen.de/cms/ISB/Studium/Abschlussarbeiten/~iipp/Aktuelle-Themenbereiche-fuer-Bachelor-Ar/?lidx=1
Timestamp: 2019-10-20 07:33:53+00:00

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Current Topics for Bachelor Theses - RWTH AACHEN UNIVERSITY Chair and Institute of Urban and Transport Planning - English
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Ruhender Kfz-Verkehr – Quantifizierung
Insbesondere in Städten stellt der ruhende Kfz-Verkehr angesichts seines hohen Flächenverbrauchs ein Problem dar. Hinzu kommen Behinderungen und Gefährdungen Anderer durch Lieferverkehr. Ziel der Arbeit ist es daher zu untersuchen, welcher Parkraum generell vorhanden ist. Hierfür sollen Erkenntnisse in der Literatur zu den Themen Stellplatznachfrage, Gesamtanzahl an Stellplätzen und Parkständen, Rechtliche Rahmenbedingungen (insbesondere Stellplatzpflicht) recherchiert werden.
Ruhender Kfz-Verkehr – Bewohnerparken
In Städten wurde in den letzten Jahren vielfach der Bereich der Parkraumbewirtschaftung ausgedehnt. Häufig wurden gleichzeitig Bewohnerparkausweise für die betroffenen Bereiche eingeführt, welche es Anwohnern erlaubt gegen eine geringe (Bearbeitungs-)Gebühr in der jeweiligen Zone, in der sie gemeldet sind, kostenfrei zu parken. Im Rahmen der Arbeit soll die Entwicklung und der Nutzen sowie die Nachteile der Maßnahme sowie mögliche Alternativen dazu recherchiert und bewertet werden.
Stadt- und Regionalplanung / Klimaanpassung
Aktivierung klimarelevanter Grünflächenpotentiale in Städten
Der Klimawandel stellt durch spürbare Auswirkungen wie Sommertrockenheit, Starkregenereignisse und urbane Hitzeinseleffekte besonders für Städte eine Herausforderung dar. In dicht besiedelten urbanen Räumen ist der Ausbau urbaner grüner Infrastruktur ein wichtiges Instrument, um die Folgen des Klimawandels abzuschwächen. Platzmangel, hohe Baulandpreise und Flächennutzungskonflikte beschränken die Möglichkeit, flächenhafte grüne Infrastruktur einzurichten. Naturbasierte Lösungen wie Bauwerksbegrünungen leisten einen Beitrag zur Reduktion der Hitzebelastung und unterstützen das Regenwassermanagement. Bauwerksbegrünungen wie Dach- und Fassadenbegrünung benötigen keine zusätzlichen Flächen und schaffen Grünräume in einer weiteren Dimension. In dieser Arbeit soll die/der Studierende an anhand der Analyse eines Best-Practice-Beispiels einer deutschen Stadt, welche bereits eine Strategie zum Ausbau von Dachflächen- und/oder Fassadenbegrünungen umgesetzt hat, Faktoren identifizieren, welche zur erfolgreichen Umsetzung des Konzeptes geführt haben. Neben rechtlichen Maßnahmen, strukturellen und kommunenspezifischen Rahmenbedingungen sollen durch leitfadengestützte Interviews auch „weiche Faktoren“ wie die zugrundeliegende Kommunikationsstrategie und das zielgruppenspezifischem Marketing untersucht werden. Aus den Ergebnissen sollen Handlungsempfehlungen abgeleitet werden, welche andere Kommunen dabei unterstützen, ihren Anteil an Bauwerksbegrünungen quantitativ und qualitativ zu erhöhen.
Die Anwendung des §13b BauGB in den Städten und Gemeinden Nordrhein-Westfalens
Die Einführung des § 13b BauGB im Jahr 2017 hatte zum Ziel, steigenden Wohnkosten vor allem in wachsenden Großstädten entgegenzuwirken. Über die schnellere Ausweisung von Bauland sollten die zum Teil deutlichen Mietpreissteigerungen und die gestiegenen Baulandpreise sowie der Wohnraummangel insgesamt abgepuffert werden. Erste Evaluationen (u.a. vom BfN, Dr. Hartl Stadtplanungsbüro "Stadtgrenze", FH Erfurt, ISB) zeigen jedoch, dass der §13b BauGB in der aktuellen Fassung weder eine adäquate Antwort auf den Flächenschutz (und somit das Flächensparziel der Bundesregierung) noch auf die Beseitigung des Wohnraummangels in Ballungsgebieten gefunden hat. Bisherige Untersuchungen nehmen entweder eine bundesweite Perspektive ein (strichprobenhafte Auswahl von Städten in ganz Deutschland) oder beziehen sich auf die Bundesländer Bayern und Sachsen-Anhalt. Eine landesweite Evaluation aller Städte und Gemeinden NRWs existiert bislang noch nicht.
NRW ist das bevölkerungsreichste Bundesland und hat mit der Metropolregion Rhein-Ruhr eine der am dichtesten besiedelten und bevölkerungsreichsten Regionen Europas. Viele Städte und Gemeinden NRWs haben mit Wohnungsnot und Wohnraummangel zu kämpfen. Sie hätten somit theoretisch ein begründetes Interesse an der Anwendung des §13b. In dieser Bachelorarbeit soll daher eine flächendeckende Erhebung und anschließende Analyse von Anwendungsfällen des §13b BauGB in NRW stattfinden um herauszufinden, wie viele und welche Städte den §13b schon angewandt haben. In diesem Zusammenhang gilt es, weitere Aspekte zu erheben, wie z.B. den jeweiligen Entwicklungstyp der Kommune (wachsend, stagnierend, schrumpfend), die Größe des Geltungsbereichs des B-Plans, die zulässige Grundfläche, die Art der Bebauung u.ä. Auf Basis der Ergebnisse sollen Handlungsempfehlungen für den Gesetzgeber erarbeitet werden, wie mit dem §13b weiter verfahren werden soll (Abschaffung, Verlängerung der Befristung, Entfristung).

References: §13
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