Source: https://ted.europa.eu/TED/notice/udl?uri=TED:NOTICE:224854-2019:TEXT:DE:HTML
Timestamp: 2019-06-20 23:51:44+00:00

Document:
Dienstleistungen - 224854-2019 - TED Tenders Electronic Daily
Dienstleistungen - 224854-2019
15/05/2019 S93 - - Dienstleistungen - Auftragsbekanntmachung - Verhandlungsverfahren (competitive procedure with negotiation)
Deutschland-Altenburg: Dienstleistungen von Ingenieurbüros
2019/S 093-224854
Hauptadresse: www.altenburgerland.de
Die Auftragsunterlagen stehen für einen uneingeschränkten und vollständigen direkten Zugang gebührenfrei zur Verfügung unter: https://www.evergabe.de/unterlagen/2084847/zustellweg-auswaehlen
Grundsanierung und Restaurierung des Lindenau-Museums Altenburg, Planungsleistungen Technische Ausrüstung ELT
Referenznummer der Bekanntmachung: F-HB 020-2019
Der Landkreis Altenburger Land als Eigentümer des denkmalgeschützten Objektes Lindenau-Museum in Altenburg beabsichtigt, dieses zu sanieren, zu restaurieren und barrierefrei herzurichten. Durchgeführt werden sollen Maßnahmen des Denkmalschutzes mit dem Ziel der Bestandssanierung bei weitgehend beräumtem Gebäude. Die Baustelle ist entsprechend einzurichten und zu koordinieren. Zur Umsetzung des Projektes wird ein kompetentes Planungsteam mit einer besonderen Befähigung im Umgang mit Denkmalen gesucht. Eine interdisziplinäre Zusammenarbeit von Architekt, Restauratoren, Tragwerksplaner und anderen fachlich an der Planung Beteiligten ist unabdingbar.
Bestandteil der ausgeschriebenen Planungsleistung ist die Fachplanung Technische Ausrüstung (Anlagengruppen 4, 5, 7 und 8) nach §§ 53 ff HOAI 2013.
Es werden berufsspezifischen Ingenieurleistungen nach §§ 53 ff HOAI 2013 beauftragt.
Im Gebäude werden eine Alarm- und Sicherheitsanlage benötigt, die sich unauffällig in die Ausstellungsbereiche intergieren. Es werden sämtliche ELT-Anlagen inklusive aller Leitungen für Stark- und Schwachstrom im Haus sowie die Sicherheitsbeleuchtung und Ausstellungsbeleuchtung erneuert. Die Anforderungen an den Brandschutz und die MSR-Technik sind zu beachten und einzubeziehen.
Der Auftraggeber behält sich eine stufenweise Beauftragung der Leistungsphasen nach §§ 53 ff HOAI 2013 vor.
Die geplante Bauzeit beträgt 24 Monate inkl. Restaurierung.
Die Sanierung des Objektes wird für die Anlagengruppe 7 in der Honorarzone II und für die Anlagengruppen 4, 5 und 8 in der Honorarzone III, Mindestsatz nach Punktebewertung eingeordnet. Entsprechend der Aufgabenstellung sind keine wesentlichen Eingriffe in die Konstruktion auf Grund der zahlreichen Vorgaben der Denkmalpflege zu erwarten. Somit sind die Merkmale des § 2 Abs. 5 HOAI 2013 nicht erfüllt. Von daher wird der Instandhaltungszuschlag nach § 2 Abs. 8 und 9 der HOAI 2013 vorgeschlagen.
Zur Anwendung der mitverarbeitenden Bausubstanz gemäß § 2 Abs. 7 in Verbindung § 4 Abs. 3 der HOAI 2013 sind die Kriterien der HOAI zu Grunde zulegen. Dabei kann nur die Bausubstanz als Honorargrundlage angerechnet werden, welche im Rahmen der tatsächlichen Auseinandersetzung mit dem neuen planerischen Konzept eine Veränderung (Eingriff) und neue Zweckbestimmung zugeführt wird. Da erst mit der Leistungsphase 3 hinreichende, objektspezifische Kenntnisse zur mitverarbeitenden Bausubstanz vorliegen gilt die Anwendung des § 4 Abs. 3 der HOAI 2013. Vor diesem Hintergrund soll die Ermittlung der mvBs nach folgenden Kriterien erfolgen:
A: Erfassung des erforderlichen Eingriffs in die Bausubstanz, wobei der Abbruch und die Entfernung nicht anrechenbar sind. Geplante Veränderungen und neue Zweckbestimmungen sind Teile wie Keramikwerkstatt, WC, Fahrstuhl;
B: Beschreibung der investiven Ertüchtigungskosten unmittelbar an der mitverarbeitenden Bausubstanz anfallen, z. B. Schachtung für den Aufzug;
C: Zusammenfassend bevorzugt der Auftraggeber die Bewertung wie folgt:
Kosten der mitverarbeitenden Bausubstanz = die Menge x dem Wert x dem Wertfaktor x gewichteter Leistungsfaktor für alle Leistungsphasen.
Es sind die Schnittstellen zu den gebundenen Fachplanern, die Integration deren Planungsleistungen im Rahmen der Termin- und Kostenplanung und das Vergabeverfahren zu beachten.
Der Auftraggeber behält sich über den gesamten Projektzeitraum das Recht vor, die Beauftragung der weiteren Leistungen einzeln, gegliedert nach Bauabschnitten und Leistungsphasen oder anderweitig modifiziert vorzunehmen. Entsprechend oben genannter Darstellung werden als anrechenbare Kosten für die Kostengruppe 400 in Summe 2,249 Mio. EUR (KG 440, 450, 480: 976 200 EUR) angesetzt.
Die anrechenbaren Kosten werden mit Vorlage der vom AG zu bestätigten Kostenberechnung präzisiert und je nach erbrachter Planungsleistung dem jeweiligen Leistungsbild gemäß HOAI 2013 zugeordnet bzw. aufgeteilt.
Der Instandhaltungszuschlag wird für die Leistungsphase 5 und 8 jeweils mit 20 % angesetzt.
Siehe Pkt. II.2.11) Optionen.
Die eingegangenen Bewerbungen werden nach den Kriterien gemäß Pkt. III.1) bewertet. Die Auswahl erfolgt anhand einer Bewertungsmatrix zu den Wertungskriterien gemäß Pkt. III.1) der Ausschreibung. Die Bewertungsmatrix ist den Bewerbungsunterlagen zu entnehmen. Zu den Verhandlungsgesprächen eingeladen werden die 3-5 Bewerber mit der höchsten Punktzahl. Bei Punktgleichstand werden die Bewerber nach dem Losverfahren auf die Höchstzahl 5 reduziert.
Die Beauftragung weiterer Leistungsphasen und Bauabschnitte besteht als Option.
Für die Angaben nach Pkt. III.1.1) bis III.1.3) ist zwingend der Bewerbungsbogen zu verwenden. Für jeden Bewerber, jedes Mitglied einer Bewerbergemeinschaft und jeden Nachauftragnehmer ist ein gesonderter Bewerbungsbogen zu verwenden. Geforderte Nachweise und Erklärungen nach Pkt. III.1.1) bis III.1.3) dieser Ausschreibung sind, wie im Bewerbungsbogen gefordert, beizulegen. Ein Versicherungsnachweis des Nachauftragnehmers ist nicht erforderlich.
— Nachweis über die berufliche Befähigung des Bewerbers und / oder der Führungskräfte des Unternehmens, insbesondere der für die Dienstleistung verantwortlichen Personen durch Nachweis der Berufszulassung nach § 44 (1), § 75 (2) VgV, zusätzlich, im Falle einer juristischen Person: Kopie des Handelsregisterauszuges,
— Eigenerklärung über das Nichtvorliegen von Ausschlussgründen nach § 123 oder § 124 GWB oder § 73 (3) VgV,
— Erklärung nach § 43 (2 und 3), § 53 (9) VgV, ob und auf welche Art der Bewerber wirtschaftlich oder rechtlich mit anderen Unternehmen verknüpft ist,
— Erklärung ob und in welcher Weise der Bewerber auf den Auftrag bezogen mit Anderen zusammenarbeitet,
— Einhaltung Bewerbungsfrist,
— Einreichung eines vollständig ausgefüllten und unterzeichneten Bewerbungsbogens.
— Nachweis der geforderten Berufshaftpflichtversicherungsdeckung für Personenschäden: 2 000 000 EUR, für sonstige Schäden (Sach- und Vermögensschäden): 2 000 000 EUR, alternativ: Vorlage einer verbindlichen und unbedingten Erklärung des Versicherers zum Zeitpunkt der Abgabe der Bewerbung, worin sich der Versicherer bereit erklärt, bei Auftragserteilung die Berufshaftpflichtversicherung mit den geforderten Deckungssummen abzuschließen.
Es ist der Nachweis zu erbringen, dass die Maximierung der Ersatzleistungen mindestens das Zweifache der Versicherungssumme beträgt. Bei Bietergemeinschaften ist der Nachweis von jedem Mitglied zu erbringen. Der Nachweis bzw. die Erklärungen dürfen nicht älter als 12 Monate sein und müssen der Bewerbung beiliegen. Die Deckung muss über die Vertragslaufzeit uneingeschränkt erhalten bleiben.
— Aussagen zum Gesamtumsatz und Umsatz für entsprechende Dienstleistung der letzten 3 Geschäftsjahre in EUR brutto,
— Erklärung zur Anzahl der Fachkräfte im Büro der letzten 3 Jahre und der aktuell beschäftigten Fachkräfte für die entsprechende Dienstleistung.
Leistungserbringer (Proj.-Ltr. u. stellv. Proj.-Ltr.) müssen über eine mindestens 5-jährige Berufserfahrung als Ingenieur verfügen (ein Qualifikationsnachweis ist zu erbringen). Erst bei Einladung zu den Vergabeverhandlungen sind alle für die Projektbearbeitung vorgesehenen Leistungserbringer zu benennen und der Nachweis ihrer fachlichen Qualifikation mit Referenzangaben zu erbringen. Referenzliste für maximal 2, aber mindestens ein Referenzobjekt mit Angabe von: Projektbezeichnung, Auftraggeber, Beschreibung der Maßnahme, Angabe Lph. 2/3/5/6/8 vollständig erbracht, Angabe Abschluss Lph. 8, Herstellungskosten KG 300/400 brutto, BGF, Projektmitwirkende.
Mindestkriterien für Referenzen:
— Referenzprojekte wurden von der bewerbenden Niederlassung bearbeitet,
— Gebäude im historischen Bestand/kein Neubau,
— Lph. 2, 3, 5, 6, 8 nach § 55 HOAI vollständig erbracht (Übergabe Nutzer fand statt),
— Abschluss/Fertigstellung (Lph. 8) innerhalb der letzten 10 Jahre (zwischen 05/2009 und 04/2019) (Übergabe Nutzer fand statt),
— Baukosten KG 300 + 400 ≥ 0,5 Mio. EUR brutto,
— BGF ≥ 700 m2,
— Referenzbescheinigung (bei öffentlichen Auftraggebern soweit vorhanden).
Die jeweiligen Referenzobjekte müssen zwingend alle Mindestkriterien erfüllen, damit die Referenz gewertet werden kann.
Für folgende Kriterien können Zusatzpunkte erreicht werden:
— zukünftige museale Nutzung,
— erkennbar vorwiegend auf Bestands- und Substanzerhalt gerichtet oder Gebäude steht unter Denkmalschutz,
— Erfahrungen in der Planung und Realisierung von Sicherheitstechnik EMA,
— Erfahrungen in der Planung und Realisierung von Brandmeldeanlagen,
— innovative Lösungsansätze im Bereich der Energieeffizienz, Steuerung und Überwachung,
— heutige Anforderungen (Brandschutz oder andere Sicherheitstechnik) in Denkmal/historischen Bestand substanzverträglich integriert,
— im Referenzprojekt wurden die vereinbarten Kosten- und Terminziele eingehalten,
— Angaben zur technischen Ausstattung für die Dienstleistung (Büro- und Kommunikationstechnik, eingesetzte Programme für CAD und Ausschreibung, ggf. GAEB-Schnittstelle).
Detaildefinitionen und die konkrete Wertungsmatrix sowie Anforderungen an die Referenzblätter und Referenzbescheinigungen sind den Bewerbungsunterlagen zu entnehmen.
Die Eignung zur Ausführung des Auftrages richtet sich nach den Kriterien des § 122 GWB oder § 75 Abs. 1 bis 3 VgV.
Wesentliche Finanzierungs- und Zahlungsbedingungen und Verweis auf die maßgeblichen Vorschriften:
Der Auftragnehmer hat die gesetzlichen Bestimmungen und Verwaltungsvorschriften für das öffentliche Bauwesen in der jeweils geltenden Fassung zu beachten. Dazu gehören insbesondere das Haushaltsrecht öffentlicher Körperschaften/Einrichtungen/Institutionen nach BHO und LHO. Die Zahlungsbedingungen richten sich nach den allgemeinen Vertragsbestimmungen der Richtlinien für die Durchführung von Bauaufgaben des Freistaates Thüringen bzw. ggf. der Richtlinien noch nicht bekannter Fördermittelgeber sowie den Förderbestimmungen beanspruchter Förderprogramme.
Bekanntmachungsnummer im ABl.: 2019/S 036-081244
Es sind zwingend die Bewerbungsunterlagen zu verwenden. Gewertet werden nur vollständig ausgefüllte und unterzeichnete Bewerbungsbögen und die darin geforderten Anlagen. Der Auftraggeber behält sich vor, fehlende Eigenerklärungen und sonstige Nachweise innerhalb einer bestimmten Frist schriftlich anzufordern. Fragen sind ausschließlich schriftlich an die unter Pkt. I.1) genannte Kontaktstelle (d.fischer.architekten@t-online.de) einzureichen. Auskünfte werden bis zu sechs Tage vor Ablauf der Angebotsfrist erteilt. Die Bewerbungen sind fristgemäß und vollständig, nur elektronisch unter www.evergabe.de einzureichen.
Die Bewerbungsunterlagen sind herunterzuladen, auszufüllen, ggf. zu unterzeichnen, wieder auf die Plattform hochzuladen und abzusenden. Teilnahmeanträge, die schriftlich, per E-Mail oder per Fax eingereicht werden, werden nicht berücksichtigt.
Informationen zum Zugang zu Unterlagen und Informationen: Wenn Sie die Vergabeunterlagen anonym ohne Registrierung herunterladen wollen, benutzen Sie bitte den unter Pkt. I.3) angegebenen Link. Bitte beachten Sie, dass Sie ohne Registrierung nicht über Änderungen der Vergabeunterlagen oder die Beantwortung von Bewerberfragen informiert werden können. Somit müssen Sie selbstständig regelmäßig nach Änderungen und weiteren wichtigen Informationen sehen. Es wird daher eine Registrierung empfohlen. Somit werden Sie über etwaige Änderungen umgehend per E-Mail benachrichtigt (hierbei wird die bei der Registrierung angegebene Adresse verwendet).
Gesamtschuldnerisch haftend mit bevollmächtigtem Vertreter: Eine Bewerbergemeinschaft besteht im Falle der Aufforderung zur Angebotsabgabe als Bietergemeinschaft fort und wird im Falle der Zuschlagserteilung als Arbeitsgemeinschaft tätig. Eine Erklärung über die Rechtsform, den bevollmächtigten Vertreter und die gesamtschuldnerische Haftung auch über die Auflösung der Bewerbergemeinschaft hinaus, sowie die Leistungsverteilung (nachvollziehbare Angaben zu Funktion, Abläufen und Zuständigkeiten) innerhalb der Bewerbergemeinschaft mit Unterschrift sämtlicher Mitglieder ist mit der Bewerbung zwingend einzureichen (Formblatt Bewerbungsbogen). Mehrfachbeteiligungen einzelner Mitglieder einer Bewerbergemeinschaft sind unzulässig und führen zum Verfahrensausschluss sämtlicher betroffener Bewerbergemeinschaften.
Bewerber oder Bewerbergemeinschaften welche Nachunternehmer binden, müssen mittels einer Verpflichtungserklärung der Nachunternehmer nachweisen, dass die erforderlichen Kapazitäten zur Verfügung stehen. Der konkret auszuführende Auftragsanteil ist zu benennen (Formblatt Bewerbungsbogen).
Der Auftraggeber erwirbt das uneingeschränkte Nutzungsrecht für die vergütete Planungsleistung. Sämtliche Planungsleistungen sind in deutscher Sprache anzufertigen.
Datenschutzhinweis: gem. DSGVO Art. 6 Abs. 1 b werden im Rahmen des Vergabeverfahrens zur Verfügung gestellte, auch personenbezogene Informationen und Daten erfasst, organisiert, gespeichert, verwendet und gelöscht. Auftraggeber, Verfahrensbetreuer und weitere beteiligte Behörden verwenden diese Daten ausschließlich für dieses Verfahren und geben diese nicht an Dritte weiter.
Stellen Sie eigenverantwortlich sicher, dass Ihre Angaben zur Datenübermittlung der europäischen Datenschutz-Grundverordnung (EU-DSGVO) entsprechen und deren Grundsätze eingehalten werden.
Siehe § 160 Abs. 3 Ziff. 1-4 GWB.

References: § 2
 § 2
 § 2
 § 4
 § 4
 § 44
 § 75
 § 123
 § 124
 § 73
 § 43
 § 53
 § 55
 § 122
 § 75
 Art. 6
 § 160