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Timestamp: 2019-09-16 09:19:15+00:00

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BFH, 17.09.1997 - II R 24/95 - dejure.org
https://dejure.org/1997,620
BFH, 17.09.1997 - II R 24/95 (https://dejure.org/1997,620)
BFH, Entscheidung vom 17.09.1997 - II R 24/95 (https://dejure.org/1997,620)
BFH, Entscheidung vom 17. September 1997 - II R 24/95 (https://dejure.org/1997,620)
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GrEStG 1983 § 1 Abs. 1 Nr. 1, § 9 Abs. 1 Nr. 1
GrEStG §§ 1, 9
Einheitlicher Leistungsgegenstand bei Vertragseintritt
Grundstücksveräußerung - Grundstück in bebautem Zustand - Vertragsgegenstand
GrEStG (1983) § 1 Abs. 1 Nr. 1, § 9 Abs. 1 Nr. 1
Grunderwerbsteuer: Einheitlicher Leistungsgegenstand bei Vertragseintritt
Grunderwerbsteuer; Grundstückserwerb im Zustand der Bebauung
Grunderwerbsteuer beim Kauf eines Grundstücks im Zustand der Bebauung? (IBR 1998, 131)
GrEStG § 1 Abs 1 J: 1983, GrEStG § 8 Abs 1 J: 1983, GrEStG § 9 Abs 1 Nr 1 J: 1983
Einheitliches Vertragswerk; Faktischer Zwang; Generalübernehmervertrag
BFHE 183, 265
BB 1997, 2418
BB 1997, 2569
DB 1997, 2469
BStBl II 1997, 776
Anhaltspunkte für einen objektiv sachlichen Zusammenhang zwischen dem Erbbaurechtsvertrag und den von der Klägerin mit Dritten abgeschlossenen Ausführungsverträgen sind nicht ersichtlich (BFH-Urteile vom 17. September 1997 II R 24/95, BFHE 183, 265, BStBl II 1997, 776, und vom 27. Oktober 1999 II R 17/99, BFHE 189, 550, BStBl II 2000, 34).
Anders als in dem dem Urteil vom 17.09.1997 II R 24/95 zugrunde liegenden Sachverhalt hat der Kläger den Werkvertrag mit der GmbH zudem nicht nur deshalb abgeschlossen, um etwaige Schadenersatzansprüche - hier der GmbH gegenüber der KG - zu vermeiden, denn die GmbH und die KG haben den zwischen ihnen bestehenden Werkvertrag - bezogen auf die Teileigentumseinheit des Klägers - einvernehmlich aufgehoben.
Befindet sich ein Grundstück im Zeitpunkt des Abschlusses eines Grundstückskaufvertrags im Zustand der Bebauung und hat sich --wie im Streitfall-- der Veräußerer gegenüber dem Erwerber nicht zur Fertigstellung des Gebäudes verpflichtet, erfasst der Grundstückskaufvertrag --unabhängig vom Willen der Vertragsbeteiligten-- grunderwerbsteuerrechtlich notwendigerweise diejenige Bausubstanz, die in dem Zeitpunkt, zu dem der Gegenstand des Erwerbsvorgangs übergehen soll, bereits vorhanden ist (vgl. BFH in BFHE 183, 265, BStBl II 1997, 776).
Das BFH-Urteil vom 17. September 1997 II R 24/95 (BStBl II 1997, 776) betrifft einen anders gelagerten Sachverhalt und ist deshalb im Streitfall nicht einschlägig.
Die nach dem BFH-Urteil vom 17. September 1997 (BStBl II 1997, 776 [BFH 17.09.1997 - II R 24/95] ) erforderliche Zusammenarbeit der auf der Veräußererseite auftretenden Personen und deren abgestimmtes Verhalten ist darin zu sehen, daß das Bauunternehmen Z. dem Eintritt der Klägerin in den Bauvertrag durch konkludentes Verhalten zugestimmt hat.
Auch in diesem Punkt unterscheidet sich der Streitfall erheblich von dem Sachverhalt, welcher dem BFH-Urteil vom 17. September 1997 (BStBl II 1997, 776 [BFH 17.09.1997 - II R 24/95] ) zugrunde liegt.
Befindet sich ein Grundstück im Zeitpunkt des Abschlusses eines Grundstückskaufvertrages im Zustand der Bebauung und hat sich --wie im Streitfall-- der Veräußerer gegenüber dem Erwerber nicht zur Fertigstellung des Gebäudes verpflichtet, erfasst der Grundstückskaufvertrag --unabhängig vom Willen der Vertragsbeteiligten-- grunderwerbsteuerrechtlich notwendigerweise diejenige Bausubstanz, die in dem Zeitpunkt, zu dem der Gegenstand des Erwerbsvorgangs übergehen soll, bereits vorhanden ist (vgl. BFH in BFHE 183, 265, BStBl II 1997, 776).
In den Fällen, in denen auf der Veräußererseite mehrere untereinander nicht verbundene Personen auftreten, liegt ein enger sachlicher Zusammenhang zwischen den Verträgen allerdings nur dann vor, wenn die auf der Veräußererseite auftretenden Personen aufgrund einer vertraglichen Abrede bei der Veräußerung zusammenarbeiten und durch abgestimmtes Verhalten auf den Abschluß aller Verträge hinwirken (Senatsurteil vom 17. September 1997 II R 24/95, BFHE 183, 265, BStBl II 1997, 776; s. auch BFH-Urteil vom 25. November 1992 II R 67/89, BFHE 169, 533, 538, BStBl II 1993, 308).
Da die auf Verschaffung des Teileigentums gerichtete Leistungspflicht des Verkäufers (G-KG) nicht aufteilbar und deshalb --trotz der vom Kläger übernommenen Ausbauverpflichtung-- uneingeschränkt erhalten geblieben ist, hat sich die G-KG anders als in den vom Kläger in Bezug genommenen BFH-Entscheidungen vom 17. September 1997 II R 24/95 (BFHE 183, 265, BStBl II 1997, 776), vom 16. Januar 2002 II R 16/00 (…BFH/NV 2002, 592), in BFHE 197, 308, BStBl II 2002, 431 und vom 22. Mai 2002 II R 1/00 (…BFH/NV 2002, 1493) nicht lediglich von dem Objekt trennen wollen und können.

References: § 1
 § 9
 § 1
 § 9
 § 1
 § 8
 § 9