Source: http://palikanon.de/khuddaka/jataka/j516.htm
Timestamp: 2017-03-29 07:20:03+00:00

Document:
Jātakam, Wiedergeburtsgeschichten 516. Die große Erzählung von dem Affen (Maha-Kapi-Jataka) [1]
„Ein König lebte zu Benares“ §A. Dies erzählte der Meister, da er im Veluvana verweilte, mit Beziehung darauf, dass ihn Devadatta durch einen Felsblock verwundet hatte [2]. Als dieser nämlich die Bogenschützen entsandt und in der Folgezeit auf ihn einen Felsblock geschleudert hatte, erzählten die Mönche von der Unehre des Devadatta. Da sprach zu ihnen der Meister: „Nicht nur jetzt, ihr Mönche, sondern auch früher schon hat Devadatta nach mir einen Stein geworfen.“ Nach diesen Worten erzählte er folgende Begebenheit aus der Vergangenheit.
den magern, fragt' er ihn voll Furcht: „Was für ein Dämon bist du wohl?
dein Rücken gleicht im Auf und Nieder; voll schwarzer Knoten sind die Glieder. Nicht sah ich jemals deinesgleichen.
bist mager, dass man sieht die Adern; verdorrt, verhungert siehst du aus;
§7. Elend und schwächlich siehst du aus, von schlechter Farbe, ganz zum Fürchten; die Mutter selbst, die dich gebar,
§9. „Schnell werde ich es dir verkünden, so gut 's in meinen Kräften steht;
denn wer die Wahrheit sagt, den preisen auf dieser Erdenwelt die Weisen.
§10. Allein ging ich, ein Rind zu suchen, und kam verirrt in einen Wald,
§11. Verloren war ich in dem Dickicht, wo Raubtiere umherschlichen; dort wandelte ich sieben Tage
er hing über den Abgrund hin und viele reife Früchte trug er.
§15. Mitsamt den Zweigen stürzte ich, den Fuß nach oben, Kopf nach unten
§16. Doch weil dort tiefes Wasser war, deshalb zerschmetterte ich nicht.
§17. Da kam ein Affe mit 'nem Schwanz wie eine Kuh; in Höhlen wohnt' er;
§18. ‘Holla, wer ist denn dieses hier, der so vom Unglück ist gequält?
§20. Jetzt einen schweren Stein ergriff der Affe und ging an den Berg;
§21. ‘Komm her und steig auf meinen Rücken, fass meinen Hals mit deinen Armen;
schnell werde ich heraus dich tragen aus diesem tiefen Bergesschlund.’
da stieg ich auf des Starken Rücken, umfasst' den Hals mit meinen Armen.
§23. So brachte er mich dann heraus, der ruhmreiche, gewalt'ge Affe,
§24. Als mich herausgebracht der Weise, der Starke, da sprach er zu mir:
§26. Nachdem mich dieser so gerettet, schlief er für einen Augenblick;
§27. ‘Für Menschen ist er zu verzehren so wie die andern Waldestiere;
§28. Wenn ich gegessen, werd' ich gehen und noch gar viel Fleisch mit mir nehmen; aus der Wildnis werd' ich entkommen
und schleudert' ihn nach seinem Haupte; doch weil ermattet meine Hand,
§30. Schnell sprang der Affe jetzt empor; den ganzen Körper blutbesudelt,
§32. Ach pfui, fürwahr, du böser Mann, der du so Übles hast getan; denn aus dem Abgrund zog ich dich,
§34. Dass du nur nicht, du Unrechttuer, noch bittre Schmerzen leiden musst,
§35. Zu dir hab ich nicht mehr Vertrauen, ein böses Werk dachtest du aus;
§36. Befreit bist du von Raubtieren, gekommen zu der Menschen Pfad;
§38. Als jener derart mich verflucht, ward ich von Fieberglut befallen;
und da mein Körper brannt' wie Feuer entfernt' ich mich, Wasser zu trinken.
§39. Als wär' vom Feuer er verbrannt, als wäre er mit Blut befleckt,
§40. Und während seine Wassertropfen auf meinen Körper niederfielen,
§41. Sie brachen auf und tropften nieder an mir, stinkend wie altes Blut.
Wohin ich aber immer ging in Dörfern und in Flecken auch,
§43. Ein derartiges schweres Unglück muss ich seit sieben vollen Jahren
§44. Drum sage ich euch: Heil sei euch, soviel ihr hier zusammenkamet;
§45. Aussätzig und voll Flecken wird, wer seine Freunde hier verrät;
[1] So genannt zum Unterschied von den beiden anderen Erzählungen vom Affen, Jataka 250 und
Jataka 404.

References: §7

§9

§10

§11

§15

§16

§17

§18

§20

§21

§23

§24

§26

§27

§28

§30

§32

§34

§35

§36

§38

§39

§40

§41

§43

§44

§45