Source: http://www.vw-ra-hessen.de/Beitragserhoehung.html
Timestamp: 2019-01-21 06:03:23+00:00

Document:
Die Satzung des Versorgungswerks sieht im Wesentlichen folgende Beitragsarten vor:
Ergänzungsbeitrag (ab dem 01.01.2019)
Zur Entrichtung der Pflichtbeiträge ist jedes Mitglied verpflichtet. Angestellt tätige Rechtsanwälte zahlen einen Beitrag wie er ohne eine Befreiung in die gesetzliche Rentenversicherung zu zahlen wäre (10/10tel-Beitrag), selbständige Rechtsanwälte leisten den Regelpflichtbeitrag, der grundsätzlich ein 5/10tel-Beitrag ist und innerhalb der ersten 3 Jahre der Selbständigkeit auf bis zu 10/10 des Höchstbeitrags in der gesetzlichen Rentenversicherung aufgestockt werden kann.
Daneben nimmt eine immer größer werdende Zahl von Mitgliedern die Möglichkeit wahr, durch Zahlung freiwilliger Beiträge das Anwartschaftsniveau zu erhöhen. Hierzu standen bislang einzig die zusätzlichen freiwilligen Beiträge gemäß § 28 der Satzung zur Verfügung. Nach dieser Vorschrift können die Leistungen zum Versorgungswerk um bis zu 3/10 des Höchstbeitrags in der gesetzlichen Rentenversicherung angehoben werden, allerdings unter der Maßgabe, dass bereits vor Vollendung des 55. Lebensjahrs des Mitglieds hiermit begonnen werden muss und später die Beiträge auch nicht mehr erhöht werden können. Die Versicherungsmathematik fordert diese Einschränkung, denn die zusätzlichen freiwilligen Beiträge entfalten ihre Wirkung unabhängig vom Alter des Mitglieds im Einzahlungszeitpunkt.
Eine neue Zahlungsmöglichkeit ohne Beschränkung bieten ab dem Jahr 2019 die sogenannten Ergänzungsbeiträge gemäß § 28a der Satzung. Wenn die Möglichkeiten nach § 28 der Satzung ausgeschöpft sind, kann mittels der Ergänzungsbeiträge der Gesamtbeitrag auf bis zu 24/10 des Höchstbeitrags in der gesetzlichen Rentenversicherung in ganzzahligen Zehntelschritten aufgestockt werden. Das Zusammenspiel dieser drei Beitragsarten sollen zwei Beispiele verdeutlichen:
Bereits laufender Beitrag
Pflichtbeitrag 5/10
Zusatzbeitrag nach § 28 der Satzung 0/10
Summe 5/10
Mögliche zusätzliche Beiträge
Ergänzungsbeitrag nach § 28a der Satzung 19/10
Summe 19/10
Summe aller Beiträge 24/10
Pflichtbeitrag 10/10
Zusatzbeitrag nach § 28 der Satzung 1/10
Summe 11/10
Zusatzbeitrag nach § 28 der Satzung 2/10
Ergänzungsbeitrag nach § 28a der Satzung 11/10
Summe 13/10
Eine Übersicht der Höhe der Zehntelbeiträge finden Sie hier.
Die Wirkung von Pflicht- und zusätzlichen freiwilligen Beiträgen auf der einen und den Ergänzungsbeiträgen auf der anderen Seite ist unterschiedlich. Während erstere auch auf die Vergangenheit ausstrahlen, wirken die Ergänzungsbeiträge ab dem Zeitpunkt ihrer Entrichtung für die Zukunft. Je früher und länger sie geleistet werden, desto stärker erhöhen sie die Anwartschaften. Bei der Rentenberechnung wird für die Ergänzungsbeiträge der Rentensteigerungsbetrag ab 2018 herangezogen. Dies bedeutet, dass die Ergänzungsbeiträge genau wie die aktuellen Pflichtbeiträge und aktuellen freiwilligen Zusatzbeiträge mit einem Rechnungszins von 2,5 % in die Rentenberechnung einfließen. Die folgende Tabelle soll die Wirkung der Ergänzungsbeiträge verdeutlichen. Es wird dabei davon ausgegangen, dass die Ergänzungsbeiträge in den exemplarischen Höhen 1/10, 5/10 und 10/10, beginnend im jeweiligen Alter des Mitglieds bis zum Renteneintritt, entrichtet werden. Es wird der aktuelle Rentensteigerungsbetrag ab 2018 verwandt.
30 Jahre 247,90 Euro 1.239,50 Euro 2.479,00 Euro
35 Jahre 214,40 Euro 1.072,00 Euro 2.144,00 Euro
40 Jahre 180,90 Euro 904,50 Euro 1.809,00 Euro
45 Jahre 147,40 Euro 737,00 Euro 1.474,00 Euro
50 Jahre 112,23 Euro 561,13 Euro 1.122,25 Euro
55 Jahre 75,93 Euro 379,67 Euro 759,33 Euro
60 Jahre 39,64 Euro 198,21 Euro 396,42 Euro
Wie bereits die zusätzlichen freiwilligen Beiträge können die Ergänzungsbeiträge frühestens ab dem Folgemonat der Antragstellung gezahlt werden, eine rückwirkende Beitragserhöhung ist nicht möglich. Auch hier erfolgt die Antragstellung schriftlich. Unter anderem wegen der Regelungen zur Geldwäsche wird es weiterhin nicht möglich sein, Einmalzahlungen an das Versorgungswerk zu entrichten.
Sollten Sie Interesse an einer individuellen Rentensimulation zu den Auswirkungen von Ergänzungsbeiträgen auf Ihre Rentenanwartschaft haben, kontaktieren Sie bitte Ihren Sachbearbeiter bzw. Ihre Sachbearbeiterin. Eventuell können in der ersten Zeit nach Einführung der Ergänzungsbeiträge Wartezeiten in Folge eines erhöhten Beratungsbedarfs entstehen, wir bitten um Ihr Verständnis. Anträge auf die Zahlung von Ergänzungsbeiträgen können schriftlich ab Dezember 2018 mit Wirkung ab dem auf die Antragstellung folgenden Monat gestellt werden. Bitte benutzen Sie hierfür folgenden Vordruck:
Hier gelangen Sie zu häufig gestellten Fragen zu Ergänzungsbeiträgen.
Antrag auf Entrichtung von Ergänzungsbeiträgen
Wortlaut des § 28a der Satzung
(1) Wenn keine oder keine weiteren zusätzlichen freiwilligen Beiträge gem. § 28 mehr entrichtet werden können, können auf schriftlichen Antrag ab dem auf die Antragstellung folgenden Monat Ergänzungsbeiträge entrichtet werden. Die Ergänzungsbeiträge können in ganzzahligen Zehnteln des jeweiligen Höchstbeitrages der allgemeinen Rentenversicherung entrichtet werden, mit der Antragstellung ist der Erhöhungssatz mitzuteilen. Es können maximal so viele Ergänzungsbeiträge entrichtet werden, dass die Summe aller Beiträge nach dieser Satzung 24/10 nicht übersteigt. Soweit und solange das Mitglied mit der Zahlung von Pflichtbeiträgen in Verzug ist, ist die Entrichtung von Ergänzungsbeiträgen ausgeschlossen.
(2) Der Antrag bindet bis zum schriftlichen Widerruf. Der Widerruf wirkt mit Beginn des Monates, der dem Monat folgt, in dem der Widerruf zugegangen ist.

References: § 28
 § 28
 § 28
 § 28
 § 28
 § 28
 § 28
 § 28
 § 28
 § 28