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Timestamp: 2019-03-21 11:25:56+00:00

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§ 120 AktG: Entlastung; Votum zum Vergütungssystem
BGH, BESCHLUSS vom 1.10.2007, Az. II ZR 227/06 -5- 5	3. Im Ergebnis zu Recht sieht das Berufungsgericht in dem satzungswidrigen Fehlen eines Lageberichts trotz Ankündigung seiner Vorlage in der Einladung zur Hauptversammlung einen eindeutigen und gravierenden Satzungsverstoß des Vorstands der Beklagten, der zur Anfechtbarkeit des Entlastungsbeschlusses (§ 120 AktG) führt (vgl. BGHZ 153, 47, 51).
BGH, BESCHLUSS vom 2.10.2013, Az. II-ZB 28/12 39	aa)	Bei der Beschlussfassung der Hauptversammlung über die Entlastung (§ 120 Abs. 1 und 2 AktG) haben die Aktionäre darüber zu entscheiden, ob die Tätigkeit der Organmitglieder im abgelaufenen Geschäftsjahr zu billigen ist, sie in der Unternehmensführung eine „glückliche Hand“ bewiesen haben und ihnen das Vertrauen auch für ihre künftige Tätigkeit auszusprechen ist (BGH, Urteil vom 18. Oktober 2004
BGH, Urteil vom 2.6.2012, Az. II ZR 48/11 Ein	Beschluss	der	Hauptversammlung über die Entlastung des Vorstands und des Aufsichtsrats verstößt gegen § 120 Abs. 2 Satz 1 AktG und ist deshalb nach § 243 Abs. 1 AktG anfechtbar, wenn damit ein Verhalten gebilligt wird, das einen schwerwiegenden und eindeutigen Gesetzes- oder Satzungsverstoß darstellt (BGH, Urteil vom 25. November 2002 - II ZR 133/01, BGHZ 153, 47, 51; Urteil vom 18. Oktober 2004 - II ZR 250/02, BGHZ 160, 385, 388; Beschluss vom 9. November 2009 - II ZR 154/08, ZIP 2009, 2436 f.).
BGH, Urteil vom 2.6.2012, Az. II ZR 48/11 Ist die Entsprechenserklärung von vornherein in einem nicht unwesentlichen Punkt unrichtig oder wird sie bei einer später eintretenden Abweichung von den DCGK-Empfehlungen in einem solchen Punkt nicht umgehend berichtigt, so liegt darin ein Gesetzesverstoß, der dazu führen kann, dass eine unter Verstoß gegen § 120 Abs. 2 Satz 1 AktG dennoch erteilte Entlastung anfechtbar ist im Sinne des §243 Abs. 1 AktG (BGH, Urteil vom 21. September 2009 - II ZR 174/08, BGHZ 182, 272 Rn. 16 - Umschreibungsstopp; Urteil vom 16. Februar 2009 - II ZR 185/07, BGHZ 180, 9 Rn. 19 - Kirch/Deutsche Bank).
BGH, Urteil vom 1.5.2010, Az. II ZR 24/09 24	Bei der Entlastung gemäß § 120 AktG haben die Aktionäre darüber zu entscheiden, ob die Tätigkeit der Organmitglieder im abgelaufenen Geschäftsjahr zu billigen ist, sie in der Unternehmensführung eine 'glückliche Hand' bewiesen haben und ihnen das Vertrauen auch für ihre künftige Tätigkeit auszusprechen ist (Senat, BGHZ 160, 385, 389).
LG Düsseldorf, Urteil vom 4.10.2009, Az. 32 O 65/09 Enthält der vom Vorstand gem. § 120 Abs.3 Satz 2 AktG vorzulegende Bericht des Aufsichtsrats nicht die gem. § 314 Abs. 2 Satz 1 AktG erforderliche Mitteilung über das Ergebnis der Prüfung des Abhängigkeitsberichts durch den Aufsichtsrat oder nicht den gem. § 314 Abs. 2 Satz 3 AktG in den Bericht aufzunehmenden, von dem Abschlussprüfer erteilten Bestätigungsvermerk bzw. die Mitteilung einer entsprechenden Versagung, so ist der Beschluss über die Entlastung des Aufsichtsrats anfechtbar (vgl. BGHZ 153, 47/50, Emmerich/Habersack a.a.O.§ 314 Randnr. 17).
AG Kerpen, Beschluss vom 3.11.1996, Az. 15 II 27/96 56Demgegenüber wird überwiegend eine Klage auf Entlastung für unzulässig gehalten (vgl. für die Aktiengesellschaft Hüffer, AktG, § 120 Rz. 38 - wegen der jetzigen Regelung in § 120 Abs. 2 S. 2 AktG liegt die Problematik aber ohnehin nicht mehr vergleichbar; für die GmbH insbesondere BGHZ, 94, 324 [326 ff.] = NJW 1986, 129 f.).

References: § 120
 § 243
 § 120
 §243
 § 120
 § 120
 § 314
 § 314
 § 120
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