Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=BGH&Datum=21.02.2017&Aktenzeichen=3%20StR%20455/16
Timestamp: 2019-07-22 00:22:31+00:00

Document:
BGH, 21.02.2017 - 3 StR 455/16 - dejure.org
https://dejure.org/2017,14111
BGH, 21.02.2017 - 3 StR 455/16 (https://dejure.org/2017,14111)
BGH, Entscheidung vom 21.02.2017 - 3 StR 455/16 (https://dejure.org/2017,14111)
BGH, Entscheidung vom 21. Februar 2017 - 3 StR 455/16 (https://dejure.org/2017,14111)
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§ 25 Abs. 2 StGB; § 223 StGB; § 224 Abs. 1 Nr. 4 StGB
Voraussetzungen der sukzessiven Mittäterschaft bei der (gefährlichen) Körperverletzung (Willensrichtung des Beteiligten; wertende Gesamtbetrachtung; weitergehende Förderung des Erfolges durch eigenes Handeln; bloßes Einverständnis; Billigung einer bereits verwirklichten Tat; Demonstration physischer Präsenz)
§ 224 Abs. 1 Nr. 4 StGB, § 25 Abs. 2 StGB, § 27 StGB
§ 25 Abs 2 StGB, § 224 Nr 4 StGB
Gefährliche Körperverletzung: Mittäterschaft bei Hinzutreten zum Tatgeschehen
Voruassetzungen mittäterschaftlichen Handelns im Hinblick auf eine gefährliche Körperverletzung bei Beteiligung mehrerer Personen
LG Aurich, 24.05.2016 - 11 KLs 9/13
Maßgebende Kriterien sind der Grad des eigenen Interesses an der Tat, der Umfang der Tatbeteiligung und die Tatherrschaft oder wenigstens der Wille dazu, sodass die Durchführung und der Ausgang der Tat maßgeblich auch vom Willen des Beteiligten abhängen (vgl. BGH, Beschlüsse vom 21. Februar 2017 - 3 StR 455/16, juris Rn. 4;… vom 4. April 2017 - 3 StR 451/16, juris Rn. 7;… vom 15. Mai 2018 - 3 StR 130/18, juris Rn. 13).
Ob danach Mittäterschaft anzunehmen ist, ist aufgrund einer wertenden Gesamtbetrachtung aller festgestellten Umstände zu prüfen; maßgebliche Kriterien sind der Grad des eigenen Interesses an der Tat, der Umfang der Tatbeteiligung und die Tatherrschaft oder wenigstens der Wille dazu, so dass die Durchführung und der Ausgang der Tat maßgeblich auch vom Willen des Betreffenden abhängen (st. Rspr.; vgl. aus neuerer Zeit etwa BGH, Beschlüsse vom 21. Februar 2017 - 3 StR 455/16, juris Rn. 4;… vom 4. April 2017 - 3 StR 451/16, juris Rn. 7 jew. mwN).
Maßgebende Kriterien sind der Grad des eigenen Interesses an der Tat, der Umfang der Tatbeteiligung und die Tatherrschaft oder wenigstens der Wille dazu, so dass die Durchführung und der Ausgang der Tat maßgeblich auch vom Willen des Betreffenden abhängen (BGH, Beschlüsse vom 21. Februar 2017 - 3 StR 455/16, juris Rn. 4;… vom 4. April 2017 - 3 StR 451/16, juris Rn. 7; vom 5. Juli 2017 - StB 14/17, NJW 2017, 2693, 2694).
Eine sukzessive Zurechnung setzt vielmehr voraus, dass der Hinzutretende in der Vorstellung handelt, die Herbeiführung des tatbestandsmäßigen Erfolgs durch sein eigenes Handeln weiter zu fördern oder diesen zu vertiefen (BGH, Beschluss vom 21. Februar 2017 - 3 StR 455/16, juris Rn. 5; Urteil vom 1. Dezember 2011 - 5 StR 360/11, NStZ 2012, 207, 208; vgl. ferner BGH, Beschlüsse vom 18. Juli 2000 - 5 StR 245/00, NStZ 2000, 594 f.; vom 10. Juni 1997 - 1 StR 236/97, NStZ-RR 1997, 319).

References: § 25
 § 223
 § 224

§ 224
 § 25
 § 27

§ 25
 § 224