Source: https://www.rechtslupe.de/familienrecht/betreuerverguetung-aus-der-staatskasse-und-der-vermoegensfreibetrag-bei-bezug-von-eingliederungshilfe-3171170
Timestamp: 2019-09-18 05:12:07+00:00

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Der Betreu­te gilt nach §§ 1908 i Abs. 1 Satz 1, 1836 d Nr. 1 BGB als mit­tel­los, wenn er die Ver­gü­tung aus sei­nem ein­zu­set­zen­den Ein­kom­men oder Ver­mö­gen nicht, nur zum Teil oder nur in Raten auf­brin­gen kann. Die Inan­spruch­nah­me des Betreu­ten ist dabei auf die gemäß § 1836 c BGB ein­zu­set­zen­den Mit­tel begrenzt. Sein Ver­mö­gen hat der Betreu­te gemäß § 1836 c Nr. 2 BGB nach Maß­ga­be des § 90 SGB XII für die Betreu­er­ver­gü­tung auf­zu­brin­gen1.
Dabei besteht ein voll­jä­hi­ge oder allein­ste­hen­de min­der­jäh­ri­ge Per­son nach § 90 Abs. 2 Nr. 9 SGB XII iVm § 1 Nr. 1 der Ver­ord­nung zur Durch­füh­rung des § 90 Abs. 2 Nr. 9 SGB XII2 ein Schon­be­trag in Höhe von der­zeit 5.000 €.
Einem Betreu­ten, der Ein­glie­de­rungs­hil­fe für behin­der­te Men­schen im Sin­ne der §§ 53 ff. SGB XII bezieht, ist im Hin­blick auf § 60 a SGB XII jedoch kein zusätz­li­cher Frei­be­trag von wei­te­ren 25.000 € zuzu­bil­li­gen. Wie der Bun­des­ge­richts­hof inzwi­schen ent­schie­den hat, hat § 60 a SGB XII auf die Ermitt­lung des für die Betreu­er­ver­gü­tung ein­zu­set­zen­den Ver­mö­gens kei­nen Ein­fluss3.
BGH, Beschluss vom 09.01.2013 XII ZB 478/​11 Fam­RZ 2013, 440 Rn. 12 [↩]
BGH, Beschluss vom 20.03.2019 XII ZB 290/​18 Fam­RZ 2019, 1006 Rn. 17 ff. mwN [↩]

References: § 1836
 § 1836
 § 90
 § 90
 § 1
 § 90
 § 60
 § 60