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Timestamp: 2020-08-13 12:28:47+00:00

Document:
Dienstleistungen - 530259-2019 - TED Tenders Electronic Daily
Dienstleistungen - 530259-2019
Deutschland-Kirchheim unter Teck: Dienstleistungen von Ingenieurbüros
2019/S 216-530259
Die Auftragsunterlagen stehen für einen uneingeschränkten und vollständigen direkten Zugang gebührenfrei zur Verfügung unter: https://www.subreport.de/E86374166
Angebote oder Teilnahmeanträge sind einzureichen elektronisch via: https://www.subreport.de/E86374166
Umbau und Sanierung „Kornhaus“ und Neugestaltung des städtischen Museums - Fachplanung TGA gem. §§ 53, 55 HOAI ALG 4-6 (Elektro), LPH 1-9
Für die Leistungen der Fachplanung TGA gem. §§ 53, 55 HOAI ALG 4-6 (Elektro), LPH 1-9 wird ein geeignetes Ingenieurbüro gesucht. Die Beauftragung soll stufenweise erfolgen. In der ersten Stufe werden die Leistungsphasen 1-3 beauftragt.
Die Lichtplanung soll als besondere Leistung als Tages- und Kunstlicht im musealen Umfeld im Innen- und Außenbereich mit angeboten werden.
Bei dem Denkmal handelt es sich um einen Massivbau in Bruchsteinmauerwerk aus Eisensandstein, um 1540/50, 1690-96 erneuert, mit Fachwerk-Aufzugsgiebel. Eine letzte großangelegte Sanierung wurde in den 1970er Jahren durchgeführt. Seitdem wurde das Städtische Museum im Kornhaus in 3 Abschnitten 1981, 1984 und 1986 neu konzipiert und eingerichtet. Seit August 2016 ist die Präsenzausstellung wegen fehlender Brandschutzmaßnahmen geschlossen.
Im Rahmen des im Mai 2019 beendeten Architektenwettbewerbs ist die Arbeit von Cheret Bozic Architekten und Weidner Händle Atelier, Stuttgart, mit dem 1. Preis ausgezeichnet worden. Die Verfasser schlagen außen wie innenräumlich vor, störende Um- und Anbauten der letzten Bauphasen zu entfernen. Durch den sensiblen Einbau der Treppenhäuser gibt es im Inneren keine Eingriffe in die Holzkonstruktion. Für das Untergeschoss werden die Gewölbe von störenden Einbauten befreit, dies erfordert eine Unterkellerung für die Technikräume und den Hausmeisterraum im westlichen Bereich.
Für den Gebäudebestand des Kornhaues wurde eine Schadstoffuntersuchung durchgeführt, ebenso eine Holzuntersuchung sowie eine Natursteinuntersuchung.
Das „Kornhaus“ weist dem Alter entsprechend geringe Schäden an der historischen Substanz auf. Holzbauteile im Dach- und Geschosstragwerk wurden jedoch durch Feuchte, Erregerpilze und teils noch aktive, tierische Schädlinge geschädigt, so dass der Austausch oder Teilersatz einzelner Bauteile notwendig wird. Das Zwerchhaus und die Dachgauben sind in größerem Umfang betroffen.
Baustoffe welche während der letzten Umbauphase bis in die 1980er Jahre in das Gebäude eingebracht wurden, sind nachweislich Asbest-belastet und müssen rückgebaut werden. Auch mit heute als gesundheitsgefährdend eingestuften Schadstoffen aus Holzschutzmitteln muss gerechnet werden.
Die BGF beträgt insgesamt ca. 3 132 m2.
In der Heizzentrale im UG befindet sich die Wärmeerzeugung (Gas-BHKW 50 kW el, 100 kW th und Doppel-Gaskessel 556 kW) und Hauptverteilung für das Nahwärmenetz Innenstadt, das mehrere städtische Gebäude mit Wärme versorgt.
Der vom BHKW erzeugte Strom wird teils im Kornhaus verbraucht und der Rest ins öffentliche Stromnetz eingespeist. Die heutige Wärmeerzeugung wurde 2016 im Rahmen einer Heizungssanierung errichtet, das Nahwärmenetz ca. 1981 angelegt und seither erweitert.
Die technische Infrastruktur im sonstigen Gebäude ist überwiegend aus dem Sanierungsjahr 1977 und soll komplett erneuert werden.
Die Einführung eines flexiblen, visuell unauffälligen und baulich integrierten Sicherungssystems ist für alle Ausstellungsbereiche angestrebt.
Die Ausloberin sieht vor eine VdS anerkannte EMA der Klasse C SG3 vorzusehen, mit örtlicher Alarmgabe und Aufschaltung auf ein VdS – anerkanntes Wachunternehmen.
Der Entwurf der Architekten sieht eine neue Unterkellerung für die Technikräume (Verlegung des BHKWs) und den Hausmeisterraum im westlichen Bereich des Grundstücks vor. Als Besondere Leistung ist hierfür LPH 1-2, optional 3, als Entscheidungsgrundlage für den Gemeinderat für die weitere Planung vorzulegen.
Die Auftraggeberin schätzt die Honorierung wie folgt ein:
— ALG 4: Honorarzone III,
— ALG 5: Honorarzone III,
— ALG 6: Honorarzone II.
2) Fachliche Eignung (70 %): Qualitative Bewertung der Referenzprojekte (Gewichtung der Referenzen: A 25 %, B 25 %, C 10 %, gesamt 60 %), Qualitätssicherung (10 %);
3)Gesamteindruck der Unterlagen (10 %).
— Verhandlungen 5.2.2020.
Eigenerklärung, dass die Vorgaben des öffentlichen Auftraggebers zur Eignung (Art. 58 Richtlinie 2014/24/EU) erfüllt werden mit Blick auf:
Eigenerklärung, dass für das Unternehmen kein Ausschlussgrund i. S. v. § 21 Abs.1 des Arbeitnehmerentsendegesetzes (AEntG), § 98c des Aufenthaltsgesetzes (AufenthG), § 19 Abs. 1 des Mindestlohngesetzes (MiLoG) oder § 21 des Schwarzarbeitsbekämpfungsgesetzes (Schwarz-ArbG) vorliegt.
Die öffentliche Auftraggeberin behält sich vor, zu prüfen, ob weitere fakultative Ausschlussgründe im Sinne von §§ 124 bis 126 GWB vorliegen, zu denen keine Eigenerklärung gefordert wird, und gegebenenfalls Bewerber/Bewerbergemeinschaften, bei denen fakultative Ausschlussgründe vorliegen, auszuschließen. Die Vergabestelle behält sich ferner vor, für Bewerber/Mitglieder von Bewerbergemeinschaften/Nachunternehmer selbst beim Gewerbezentralregister einen Auszug aus dem Gewerbezentralregister nach § 150 a Abs. 1Nr.4GewO anzufordern. Verpflichtungserklärung zum Mindestentgelt nach dem LTMG: Für den Bewerber bzw. jedes Mitglied einer Bewerbergemeinschaft muss die Verpflichtungserklärung zum Mindestentgelt nach dem LTMG spätestens mit dem Angebot im Rahmen des Verhandlungsverfahrens vorgelegt werden.
Es können 3 Referenzen eingereicht werden.
Für Referenz A, B und C kann jeweils nur 1 Projekt eingereicht werden.
Referenz A ist zwingend einzureichen, Referenz B und C sind optional.
Ein realisiertes vergleichbares Projekt (Thema Umbau oder Sanierung eines denkmalgeschützten Gebäudes) (Vergleichbarkeit: KG 300+400 4 Mio € brutto, Honorarzone II, Auftraggeber öffentliche Hand) Mindestanforderungen:
— Gesamtprojektkosten (KG 300 + 400) mind. 2 Mio. EUR brutto,
— Leistungszeitraum 200-Mitte 2019,
— Durchführung der wesentlichen Leistungsphasen (mind. 2-8) im Unternehmen des Bewerbers.
Nachweis eines vergleichbaren, realisierten Projekts (Thema Kulturbau, z. B. Bibliothek, Ausstellung, Theater, Gemeindezentrum oder vergleichbar) (Vergleichbarkeit: KG 300 + 400 4 Mio. EUR brutto, BGF ca. 3100m2, Auftraggeber öffentliche Hand) Mindestanforderungen:
— Leistungszeitraum 2008-Mitte 2019,
— Durchführung der wesentlichen Leistungsphasen (mind. 2-8) im Unternehmen.
Referenz C:
Nachweis eines vergleichbaren, realisierten Projekts, Thema Lichtplanung (Vergleichbarkeit: Museum) Mindestanforderungen:
— anrechenbare Kosten mind. 100 000 EUR brutto,
Teilnahmeberechtigt sind natürliche, bzw. juristische Personen, die gemäß Rechtsvorschrift ihres Heimatstaates zum Tage der Bekanntmachung zur Führung der Berufsbezeichnung Beratender Ingenieur der Fachrichtung Fachplanung TGA berechtigt sind.
Ist in dem jeweiligen Heimatstaat die Berufsbezeichnung gesetzlich nicht geregelt, so erfüllt die fachlichen Anforderungen als Beratender Ingenieur der Fachrichtung Fachplanung TGA, wer über ein Diplom, Prüfungszeugnis oder einen sonstigen Befähigungsnachweis verfügt, dessen Anerkennung nach der Richtlinie2005/36/EG (EU Berufsqualifikationsrichtlinie) gewährleistet ist, bzw. bei Beratenden Ingenieuren der Fachrichtung Fachplanung TGA, wenn die Anerkennung einer deutschen Ingenieurkammer nachgewiesen werden kann.
Teilnahmeanträge sind ausschließlich elektronisch über die unter I.3) angegebene Vergabeplattform in Textform i. S. v. § 11 EU Abs. 4 VOB/A, § 126b BGB einzureichen. Es ist unzulässig, Teilnahmeanträge unmittelbar an die unter I.1) angegebene Kontaktstelle zu senden. Rückfragen müssen ebenfalls über die unter I.3 angegebene Vergabeplattform gestellt werden. Die – anonymisierten – Rückfragen und Antworten und etwaige Änderungen und Ergänzungen der Unterlagen für das Vergabeverfahren werden nur auf der Vergabeplattform unter dem unter I.3) angegebenen Link zur Verfügung gestellt. Alle Interessenten müssen sich daher regelmäßig selbst unter dem angegebenen Link informieren, ob Rückfragen und Antworten, Änderungen oder Ergänzungen zur Verfügung eingestellt wurden, die dann bei der Erstellung der Teilnahmeanträge zu beachten sind.

References: § 21
 § 98
 § 19
 § 21
 § 150
 § 11
 § 126