Source: http://www.jugendsozialarbeit.info/jsa/lagkjsnrw/web.nsf/id/pa_de_rechtliches_sgb_iisgb_iii.html?OpenDocument&Page=1&Year=2018
Timestamp: 2018-09-19 01:12:23+00:00

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Möglichkeiten der Förderung schwer erreichbarer Jugendlicher
Mit dem § 16h SGB II möchte der Gesetzgeber schwer zu erreichende junge Menschen unter 25 Jahren besser unterstützen und fördern. Seit der Einführung vor zwei Jahren konnten bundesweit bisher nur 1500 junge Menschen erreicht werden. Der Kooperationsverbund Jugendsozialarbeit sieht dennoch diese Möglichkeit als grundsätzlich sinnvoll an, um diese jungen Menschen zu erreichen. Aus seiner Sicht liegt die Aufgabe vor allem bei der Jugendsozialarbeit, sich um diese Zielgruppe zu kümmern. Der Kooperationsverbund setzt sich daher für eine gemeinsame Gestaltung und Finanzierung der Förderangebote nach § 16h SGB II durch das Jobcenter und die Jugendhilfe vor Ort ein. Daher hat er eine Kurzinformation veröffentlicht, mit der er sich an die Mitglieder von Jugendhilfeausschüssen und Arbeitsgemeinschaften nach § 78 SGB VIII wendet, um über den § 16h SGB II zu informieren und aufzuzeigen, wie es gelingen kann, gemeinsam mit dem SGB II-Träger schwer zu erreichende Jugendliche auf dem Weg in die berufliche Orientierung und Ausbildung zu unterstützen.
Ausbildungsförderung in Bezug auf SGB II / BAföG / WoGG
Auszubildende, deren Lebensunterhalt über das Bundesausbildungsförderungsgesetz (BAföG) oder das SGB III (BAB) gedeckt wird, erhalten in der Regel keine zusätzlichen Leistungen der Grundsicherung für Arbeitssuchende (SGB II). Dennoch können unter bestimmten Umständen ergänzende Leistungen beantragt werden. Tacheles e.V. stellt auf seiner Webseite das aktualisierte Skript zur Ausbildungsförderung von RA Schaller zur Verfügung. Ein weiteres Skript erläutert, wo und wann Wohngeldansprüche und welche weiteren Finanzierungsoptionen bestehen.
Dokumentation: „Abgehängt oder verschwunden? Schwer erreichbare junge Menschen zwischen Jugendhilfe und Arbeitsförderung“
Im Rahmen des Kooperationsverbundes Jugendsozialarbeit fand im Februar 2018 eine Fachtagung statt, die die Lebenslagen junger Menschen am Übergang von der Schule in den Beruf, die den Sozialsystemen verloren zu gehen drohen oder gar schon verloren gegangen sind, beleuchtete. Es wurde zudem erörtert, wie mit Angeboten der Jugendhilfe, von Modellprojekten oder im Rahmen des § 16h SGB II gute Förderbedingungen für „abgehängte“ Jugendliche geschaffen werden können. Auch unterschiedliche Praxisbeispiele wurden vorgestellt, wie den besonderen Problemlagen der jungen Menschen begegnet werden kann. Nun ist eine umfangreiche Dokumentation dieser Fachtagung erschienen.
Anlässlich der Debatte im Deutschen Bundestag zur Sanktionspraxis im SGB II Ende Juni forderte der Kooperationsverbund Jugendsozialarbeit den Blick auf die jungen Menschen zu legen. Leider ließ die Debatte das Problem der verschärften Sanktionen für U25 außer Acht. Aber genau für diese jungen Menschen haben Sanktionen besonders weitreichende Konsequenzen. Durch die Möglichkeit, die Leistungen für junge Menschen unter 25 Jahren vollkommen einzustellen, steigt die Gefahr von Obdachlosigkeit, zunehmender Armut und langfristiger Exklusion. Laut Deutschem Jugendinstitut sind zurzeit rund 37.000 junge Menschen wohnungslos bzw. haben keinen festen Wohnsitz oder leben vorwiegend auf der Straße. Der Kooperationsverbund Jugendsozialarbeit fordert in seinem Zwischenruf, die verschärften Sanktionsregeln für unter-25-Jährige abzuschaffen. Diese seien weder aus pädagogischer noch aus arbeitsmarktpolitischer Sicht sinnvoll und zielführend.
02.11.2018: Sozialrechtliche Ansprüche Unter-25-Jähriger
Die eintägige Vertiefungsfortbildung in Wuppertal gibt einen grundlegenden und systematischen Überblick über die sozialrechtlichen Leistungsansprüche von unter 25-Jährigen im SGB II inkl. aktueller Gesetzesänderungen und Rechtsprechung. Den Teilnehmer_innen werden darüber hinaus Möglichkeiten zur parteiischer Beratung und Durchsetzung der Rechte von Betroffenen aufgezeigt.
Schwer erreichbare Jugendliche und junge Erwachsene sollen mit Betreuungs- und Unterstützungsangeboten, die nach dem § 16 h SGB II gefördert werden, wieder an das Schul- und Ausbildungssystem herangeführt werden. Die Jobcenter können so neue, zusätzliche Unterstützungsleistungen schaffen, die es ermöglichen, diese jungen Menschen zu erreichen und mit ihnen zu arbeiten. Mit seinen Empfehlungen wirbt der Deutsche Verein dafür, dass die Öffnung des SGB II für diese Zielgruppe und Leistungen als Impuls genutzt wird, in den Kommunen die Zusammenarbeit der verschiedenen Träger sozialer Hilfeleistungen und Förderungen – insbesondere der Jugendhilfe – zu verbessern. Die Publikation gibt organisatorische und fachliche Hinweise, wie die Umsetzung des § 16 h SGB II und die Zusammenarbeit gelingen kann.

References: § 16
 § 16
 § 78
 § 16
 § 16
 § 16
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