Source: https://www.mietrecht.org/mietkaution/auszahlung-der-kaution-nach-auszug/
Timestamp: 2018-12-18 18:55:29+00:00

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Auszahlung der Kaution nach Auszug - Eine Checkliste für jeden Mieter
Sie sind schon aus Ihrer Mietwohnung ausgezogen doch Ihre Kaution ist noch beim Vermieter! In diesem Fall stellen Sie sich vielleicht als Mieter u.a. die Frage, wann Sie Ihre Kaution zurückverlangen dürfen und ob diese überhaupt korrekt angelegt bzw. verzinst wurde?
Wir haben die wichtigsten Punkte für Mieter zusammengetragen, damit die Auszahlung der Kaution nach Auszug des Mieters aus einer Wohnung möglichst reibungslos vonstatten geht und möglichst Nachvollziehbar ist.
Nachfolgende „Checkliste“ soll Ihnen dabei helfen, einen Überblick darüber zu erhalten, was bereits im Vorfeld und vor allem im Zusammenhang mit der Rückgabe des Mietkautionsguthabens beachtlich sein kann.
Der Inhalt des Artikels im Kurzüberblick:
1. War die Mietkaution korrekt angelegt?
2. Muss die Kaution verzinst werden?
3. Wann muss die Mietkaution vom Vermieter ausbezahlt werden?
4. Wann verjährt der Anspruch auf Auszahlung der Kaution?
Der Vermieter muss die Kaution gemäß § 551 III S. 3 BGB auf einem von seinem Vermögen getrennten Konto anlegen, damit diese im Falle einer Insolvenz des Vermieters gemäß § 48 InsO außerhalb des Insolvenzverfahrens vom Mieter zurückgefordert werden kann.
Hat er dies nicht getan und geht insolvent, hat der Mieter nur eine einfache Insolvenzforderung gegen den Vermieter. Die Gefahr, dass er seine Mietkaution überhaupt nicht zurückbekommt ist hoch!
Bei § 551 III. S. 3 BGB handelt es sich zwar um eine Vorschrift aus dem Wohnraummietrecht, jedoch hat auch der Vermieter von Gewerberäumen für eine treuhänderische Anlage der Mietkaution zu sorgen. ( LG Aurich, Urteil vom 21.12.2012, Az: 2 O 493/12 ). Das Landgericht Aurich sah auch im Rahmen von Gewerbemietverhältnissen zum Schutz der Mietkaution vor einer Insolvenz des Vermieters eine treuhänderischen Anlage der Barkaution als verpflichtend an. Diese Verpflichtung resultiere aus einer ergänzenden Vertragsauslegung, urteilte das Gericht.
Tipp: Achten Sie von Anfang an darauf, dass Ihre Mietkaution auf einem speziellen Treuhandkonto angelegt wird, welches auch gegenüber der Bank als solches gekennzeichnet ist, z.B. als „Kautionskonto“. Sollte eine treuhänderische Anlage nicht erfolgen, haben Mieter die Möglichkeit, eine solche mittels der Zurückbehaltung weiterer noch nicht bezahlter Kautionsraten, als auch der Miete selbst zu forcieren.
Nach § 551 III S. 1 und 2 BGB muss der Vermieter von Wohnraum eine ihm überlassene Geldsumme bei einem Kreditinstitut zu dem für Spareinlagen mit dreimonatiger Kündigungsfrist üblichen Zinssatz anlegen, wobei die Mietparteien auch eine andere Anlageform wählen können.
Ausnahme: Mietkaution bei Studentenwohnheimen-dort muss der Vermieter die Kaution nicht verzinslich anlegen § 551 III S. 4 BGB.
Juristisch gesehen bedeutet dies nun, dass der Mieter von Wohnraum zwar einen Anspruch darauf hat, dass seine Mietkaution vom Vermieter prinzipiell verzinslich angelegt wird, sein Anspruch besteht jedoch nur auf einen der jeweiligen Anlageform entsprechenden Zinssatz.
Wählt der Vermieter nun z.B. ein Tagesgeld-oder Festgeldkonto, so sind die Zinsen für den Mieter hier sicherlich höher, als wenn er die Mietkaution nur auf einem Girokonto bzw. einem Sparbuch anlegt. Einen Rechtsanspruch auf die Wahl einer bestimmten Anlageform hat der Mieter hingegen nicht.
Das AG Köln urteilte sogar in diesem Zusammenhang, dass ein Vermieter nur soweit zur Herausgabe der Zinsen verpflichtet sein soll, als diese gesetzlich vorgesehen, oder vertraglich vereinbart worden sind ( Urteil des AG Köln vom 28.10.1993, Az: 210C 126/93 ). Der Vermieter hatte in dem zugrundeliegenden Fall im Rahmen der Anlage der Mietkaution seines Mieters einen höheren Zinssatz erzielt als den gesetzlichen. Er war gemäß dem Urteil des Amtsgerichts zu einer Herausgabe dieses Mehrbetrags an den Mieter dennoch nicht verpflichtet, weil das Amtsgericht keine diesbezügliche vertragliche Vereinbarung der Mietparteien sah.
Tipp: Das Gesetz stellt es den Mietparteien grundsätzlich frei, sich hinsichtlich der Anlage der Mietkaution auf eine von ihnen gewünschte Form zu einigen. Hat man also als Mieter die Möglichkeit, sich hier mit seinem Vermieter über die Art der Anlageform zu verständigen, ist man prinzipiell im Vorteil und kann eine besserverzinsliche Anlage wählen.
Man sollte dann aber als Mieter noch weiter darauf achten, dass man in den Mietvertrag mit aufnimmt, dass wenn ein höherer, als der gesetzlich übliche Zinssatz bei Anlage der Mietkaution erwirtschaftet wird, dieser an den Mieter herausgegeben werden muss.
Der Rückzahlungsanspruch des Mieters wird in der Regel erst dann fällig, wenn der Vermieter nach Beendigung des Mietverhältnisses eine angemessene Prüfungs-und Entscheidungsfrist darüber hatte, ob er das Kautionsguthaben des Mieters bzw. Teile hiervon noch zur Deckung etwaiger Forderungen aus dem Mietverhältnis und seiner Abwicklung benötigt. Mehr zur Fälligkeit der Kaution nach dem Auszug des Mieters.
Die Kaution bzw. Teile hiervon können vom Vermieter z.B. zurückbehalten werden wegen:
rückständige bzw. auch noch nicht fällige Betriebskostennachforderungen
Unterlassene Schönheitsreparaturmaßnahmen-vorausgesetzt die mietvertragliche Vereinbarung ist wirksam!
noch offene Mietzahlungen
Bestehen hier noch berechtigte Ansprüche des Vermieters gegen den Mieter, kann er das Kautionsguthaben als Mietsicherheit einsetzen.
Vorsicht: Es darf grundsätzlich vom Vermieter nur der Teil der Kaution einbehalten werden, der in seiner Höhe der zu deckenden Forderung entspricht! Eine pauschale Einbehaltung der gesamten Kaution kann im Einzelfall unzulässig sein!
Im Regelfall wird dem Vermieter seitens der Rechtsprechung eine Prüfungs-und Entscheidungsfrist über etwaige Ansprüche von ca. 6 Monaten als zumutbar zugebilligt. Die Frist kann sich aber im Einzelfall verkürzen oder verlängern.
Behält der Vermieter die Kaution wegen noch nicht abgerechneter Nebenkosten ein, weil er eine Nachzahlung zu Lasten des Mieters befürchtet, muss er jedenfalls dann abrechnen, wenn ihm sämtliche notwendigen Unterlagen zur Verfügung stehen-also Abrechnungsreife besteht!
Wichtig: Der Rückzahlungsanspruch des Mieters wird in diesem Fall dann mit Abrechnungsreife und nicht mit dem Ablauf der regulären Abrechnungsfrist fällig.
Voraussetzung: Der Vermieter hat keine sonstigen Ansprüche mehr gegen den Mieter, für die er die Kaution als Sicherungsmittel benötigt.
Der Kautionsrückzahlungsanspruch des Mieters unterliegt der regelmäßigen 3 jährigen Verjährungsfrist des §195 BGB. Die Frist beginnt gemäß § 199 BGB mit dem Schluss des Jahres, in dem der Anspruch entstanden ist.
Für den Beginn der Verjährungsfrist ist es demnach wichtig zu wissen, wann die Kaution zur Rückzahlung fällig wird. Die Verjährung beginnt dann gem § 199 BGB mit dem Schluss des Jahres, in dem der Kautionsrückzahlungsanspruch fällig geworden ist.
Vorsicht: Das Ende des Mietverhältnisses ist hierfür nicht unbedingt maßgeblich!
Nachfolgende Beispiele aus der Rechtsprechung zeigen, dass Sie hier genau aufpassen und sich im Zweifel lieber rechtlich beraten lassen sollten:
LG Oldenburg ( Urteil vom 11.02.2013, Az: 4 T 93/13 ): Der Anspruch des Mieters auf Rückgewähr der Mietsicherheit verjährt in drei Jahren. Maßgeblich für den Verjährungsbeginn sei der Ablauf der üblichen Abrechnungsfrist für den Vermieter von sechs Monaten nach Beendigung des Mietverhältnisses. Mit Ablauf dieser Frist wird der Rückzahlungsanspruch fällig.
AG Anklam ( Urteil vom 19.05.2011, Az: 7 C 148/10):Der Kautionsrückzahlungsanspruch entsteht erst nach der Beendigung des Mietverhältnisses mit der Erteilung der letzten Betriebskostenabrechnung.
LG Berlin ( Urteil vom 01.03.2011, Az: 65 S 201/10 ):Der Anspruch des Mieters auf Rückzahlung der Kaution wird dann fällig, wenn der Vermieter überblicken kann, ob er die Kaution zur Befriedigung seiner Ansprüche benötigt. Als Abrechnungs-und Prüfungsfrist des Vermieters sah das Gericht im allgemeinen eine Frist von 2-6 Monaten als angemessen an.
28 Antworten auf "Auszahlung der Kaution nach Auszug"
13.01.2016 - 01:23 Antworten
ich habe zum 1.1.2015 den Mietvertrag gekündigt. Betriebskostenabrechnung habe ich mit dem Guthaben bekommen. Der Eigentümer ist gewechselt (nach der Kündigung). Bis jetzt kann ich meine Kaution nicht zurück bekommen. Neuer Eigentümer sagt, dass er meine Kaution (wurde als Barkaution hinterlegt) vom vorherigen nicht erhalten, der alte Eigentümer sagt, dass ich vom neuen Eigentümer meine Kaution verlangen soll/muss.
Wer ist zur Auszahlung verpflichtet.
13.01.2016 - 02:26 Antworten
dieser Artikel hier befasst sich genau mit diesem Problem: Mietkaution beim Eigentümerwechsel bzw. Vermieterwechsel.
28.09.2016 - 21:15 Antworten
ich habe meine Wohnung zum 30.04.2016 gekündigt. Mein alter Vermieter hat mich aber zum 31.03.2016 aus dem Mietvertrag raus gelassen, da er die Wohnung kompl. saniert hat.. Er hat mir auch schriftlich die Kündigung zum 31.03.2016 bestätigt. Ich habe meinen alten Vermieter eine Frist per Mail und Einschreiben bis zum 30.09.16 für die Rückzahlung meiner Kaution gesetzt. Meine Fragen sind, ob er die Kaution weiterhin einbehalten kann und ob er mir belegen muss, dass die Kaution festgelegt wurde? Meine Nebenkostenabrechnung habe ich auch noch nicht. Wenn ich meine Kaution bis zum 04.10.2016 nicht habe, kann ich meine Rechte bei Gericht selber geltend machen?
29.09.2016 - 07:55 Antworten
hier ein Artikel, der Ihnen hilft: Kaution wird nicht zurückgezahlt: Mietkaution zurückfordern
12.01.2017 - 15:31 Antworten
ich habe ein Problem mit der Mietkaution meiner früheren Mieterin.
Nachdem meine Mieterin im August 2015 ausgezogen ist, habe ich ein halbes Jahr lang immer wieder versucht, sie zu erreichen, um über ihre Mietkaution zu reden bzw. weil ich ihre Bankverbindung für die Rückzahlung brauchte. Sie hat mir niemals darauf geantwortet.
Nun hat sie mir nach 1,5 Jahren eine Mail geschrieben, mit der Aufforderung, die Kaution zurückzuzahlen.
Ich wohne selbst seit sieben Monaten nicht mehr in der Wohnung, für die meine damalige Mieterin die Mietkaution gezahlt hat.
Muss ich die Mietkaution dennoch zurückzahlen, obwohl die Mieterin sich nach mehrmaligem Kontaktversuch meinerseits nicht zu Wort gemeldet hat?
12.01.2017 - 15:40 Antworten
August 2015 ist jetzt nicht gerade Jahrzehnte her – sondern nicht einmal 1,5 Jahre. Mit welchen Recht sollten Sie die Kaution einbehalten dürften?
14.02.2017 - 15:34 Antworten
auch ich schreibe als Mieterin.
Mein ehemaliger Vermieter hat mir erst heute im Februar die Kaution meiner Wohnung, aus der ich im November letzten Jahres ausgezogen bin zurückgezahlt.
Doch er hat nicht die volle Summe erstattet sondern ca. 400 Euro abgezogen. Ich hatte 7 Jahre in der Wohnung gewohnt und der Mietvertrag enthielt eine Klausel, dass der Mietpreis gemäß des ortsüblichen Index angepasst werden kann. Eine Mieterhöhung erhielt ich einmal zwei Jahre nach Beginn des Mietverhältnisses, dann nie wieder. Genau das macht der ehemalige Vermieter jetzt geltend und berechnet die meiner Meinung nach willkürliche Summe von 400 Euro und zieht diese von der Kaution ab. Meine Frage also, ist ein Vermieter berechtigt nach Beendigung des Mietverhältnisses die Miete zu erhöhen und von der Kaution abzuziehen? Ist der Mieter nicht verpflichtet die Kaution so anzulegen, dass es Zinsen auf das Kautionskonto gibt, vor 7 Jahren gab es ja noch Zinsen.
14.02.2017 - 16:29 Antworten
das Vorgehen ist natürlich nicht in Ordnung. Verweisen Sie Ihren Vermieter auf das „Bürgerliches Gesetzbuch (BGB) – § 557b Indexmiete“
„(3) Eine Änderung der Miete nach Absatz 1 muss durch Erklärung in Textform geltend gemacht werden….“
„(5) Eine zum Nachteil des Mieters abweichende Vereinbarung ist unwirksam.“
08.03.2017 - 19:17 Antworten
Hallo W. Schorn,
hier die Lösung: Kaution wird nicht zurückgezahlt: Mietkaution zurückfordern
26.03.2017 - 16:46 Antworten
mein Mietverhältnis hat zum 31.01.17 geendet. Bereits am 04.01.17 habe ich die Wohnung an die zuständige Hausverwaltung korrekt und ohne Mängel übergeben. Nach Anfrage auf Rückzahlung meiner Kaution, hat mir die Hausverwaltung schriftlich mitgeteilt, dass in meinem Fall ein Einbehalt für die noch ausstehende Nebenkostenabrechnung für das Jahr 2016 und den einen Monat aus 2017 in Höhe von 310€ berechnet wurde. Das entspricht laut Aussage der Hausverwaltung den zweifachen letzten Vorauszahlungen meiner Nebenkosten.
Der Anteil für 2016 wird im Herbst 2017 mit der Betriebskostenabrechnung bewertet und der Zweite für Januar 2017 dann im Herbst 2018. Bei meinen vorhergegangenen Betriebskostenabrechnungen hatte ich keine Nachzahlungen zu verrichten. Auf Nachfrage zum Einbehalt für Januar 2017 wurde ich auf die anderen Anteile der Nebenkosten (anteilige Grundsteuer, Wartungskosten, Niederschlagswasser u.sw.) verwiesen. Ist der Einbehalt in diesem Fall berechtigt? Und bin ich gezwungen auf die Restzahlungen der Kaution bis 2018 warten zu müssen? Existieren dazu entsprechende Paragraphen die so ein Vorgehen regeln?
27.03.2017 - 13:49 Antworten
m.E. kann der Vermieter durchaus einen angemessenen Teil der Kaution für eine mögliche Nachzahlung (Winter!) für den Januar 2017 einbehalten.
Stroisch Heike
18.06.2017 - 17:43 Antworten
Mein Mietverhältnis endet zum 30.06.2017. Ich habe die Wohnung fristgerecht zum 31.08.2017 wegen Umzug in ein Pflegeheim gekündigt. Die Aufnahme erfolgt hingegen schon zum 01.07.2017. Ich hatte aus diesem Grund den Vermieter um vorzeitige Entlassung aus dem Mietverhältnis gebeten und dem kam er nach. Da ich eine Warmiete (vertraglich vereinbart) begleiche, fallen keine zu erwartenden Kosten für NK Abrechnung an. Wenn bei der Wohnraumübergabe an den Vermieter keine Mängel vorhanden sind, wann muss er mir die Kaution zurück geben? Auf eine Förderung zur Aufstellung der aufgelaufenen Kaution inkl. Zinsen, hat er nicht reagiert.
04.07.2017 - 13:41 Antworten
schön, dass es Ihre Seiten gibt!
Ich habe einige grundsätzliche Fragen zur Kaution, die mir niemand beantworten konnte:
Bis wann muss diese verzinslich angelegt werden?
Bis zur Beendigung des Mietverhältnisses oder bis zur Auszahlung?
Erfolgt nur eine Teilauszahlung (Einbehalt – NK Abrechnung), sollte für den Zeitraum auch eine Verzinsung erfolgen (das kann ja bis zu ca. ein Jahr dauern)?
Ist der Vermieter verpflichtet, die Verzinsung bei Auszahlung nachzuweisen oder reicht eine einfache Überweisung?
04.07.2017 - 14:34 Antworten
danke für Ihr Lob. Der Vermieter muss die Kaution getrennt von seinem Vermögen aufbewahren – das beantwortet die Frage vielleicht schon. Ansonsten würde ich mich nicht wegen wenigen Cent Zinsen „verrückt“ machen.
22.08.2017 - 20:00 Antworten
muss die Hausverwaltung einen Kontoauszug bzw einen Nachweis über das Kautions-Konto nach Beendigung des Mietverhältnisses aushändigen? Unsere Hausverwaltung sagt, unsere Kaution hat 0,27 € in 3,5 Jahren erwirtschaftet. Selbst in der aktuellen Tiefzinsphase erscheint mir dies recht wenig.
23.08.2017 - 12:58 Antworten
als Mieter erhalten Sie i.d.R. eine jährliche Übersicht zu Ihrer Kaution. Gleiches gilt nach Auflösung des Kontos.
01.12.2017 - 17:26 Antworten
ich möchte meiner ehemaligen Mieterin, die zum 30.10.2017 gekündigt hat, gerne schon jetzt die Kaution anteilig (ich behalte einen Anteil zurück wegen der zu erwartenden Nebenkostenabrechnung) auszahlen. Sie ist bereits im September verzogen und ich kenne ihre neue Adresse nicht. Leider kenne ich auch ihre Kontoverbindung nicht. Ich habe sie mehrmals per SMS nach ihrer Adresse gefragt (um eine Kopie der Nebenkostenabrechnung versenden zu können) und nun erneut per SMS nach ihrer Kontoverbindung gefragt. Jedoch reagiert sie nicht auf meine Nachfragen. Was kann ich jetzt tun?
01.12.2017 - 19:54 Antworten
warten Sie am besten die Reaktion ab – die Mieterin hat ja erstmal ein Interesse, Ihnen die Anschrift und Bankverbindung zuzusenden.
11.12.2017 - 13:02 Antworten
ich bin im April 2017 nach vier Jahren aus meiner alten Wohnung ausgezogen.
Laut Mietvertrag sollte die gezahte Kaution nach 3 Monaten mir ausgezahlt werden.
Nach 6 Monaten habe ich bei der zuständigen Hausverwaltung angerufen und nachgefragt, es wurde anscheinend einfach vergessen. Mitlerweile ist mein Auszug knapp 8 Monate her, ich habe vier mal bei der Hausverwaltung angerufen, ständig hieß es, man kümmert sich drum. Langsam bin ich genervt und würde gerne wissen wie ich nun vorgehen soll.
Nochmals anrufen und ggf. sagen, das ich sonst ein Anwalt einschalte?
Kann ich ggf. auch noch Rückwirkend die letzten Moante Zinsen verlangen o.ä?
11.12.2017 - 15:24 Antworten
14.03.2018 - 15:00 Antworten
wir sind im März 2015 in eine Wohnung gezogen und haben eine Mietkaution in Höhe von 2400,- € hinterlegt.
Nun sind wir bereits im August 2017 ausgezogen, haben aber erst diese Woche die Mietkaution zurückbekommen (unter Einbehalt der voraussichtlichen Nebenkosten 2017). Verzinst wurde die Kaution en total mit 6,- €. Nun gehe ich davon aus, dass die Verzinsung der Mietkaution bis zum Zeitpunkt der Rückgabe erfolgen muss oder ist der Zeitpunkt des Auszugs entscheidend? Denn verfügen und selbst anlegen konnte ich das Geld ja nicht bis diesen Monat. Daher müsste die Kaution für den Gesamtzeitraum bis Rückgabe und damit entsprechend höher sein, oder?
Kann ich zudem von der Vermieterin einen Steuerbescheid verlangen, um die Kapitalerträge der Mietkaution in der Steuererklärung zurückzufordern?
14.03.2018 - 15:39 Antworten
wir dürfen nicht vergessen, wir sprechen hier über 6 Euro, die vielleicht zu 8 Euro werden könnten. Ich kann meine Zeit dafür nicht einsetzen und würde Sie daher bitten, tiefgründiger zu recherchieren.
17.03.2018 - 15:43 Antworten
Meine Verwaltung zahlt meine Kaution nicht aus.
Beim Übergabeprotokoll hat die Verwalterin selbst sich eine Frist von 6 Wochen gesetzt für die Auszahlung und dies wurde von allen auch unterschrieben.
Inzwischen sind 8 Wochen umgegangen und ich habe sie per Email kontaktiert.
Sie schrieb lediglich, dass ich zu prüfen habe, ob ich jede Miete bezahlt habe und sie sich „beizeiten“ darum kümmern würde. Seither (1 Woche) kam keine weitere Reaktion, trotz erneuter Email.
19.03.2018 - 12:54 Antworten
hier ein Artikel für Sie: Vermieter oder Hausverwaltung zahlt Kaution nicht zurück
Denise Schottler
22.03.2018 - 10:43 Antworten
vielen Dank für diese Seite und vor allem die gut verständlichen Erläuterungen! Ich habe bereits sehr viele Ihrer Artikel zum Thema Mietkaution und Kleinreparaturen gelesen, konnte mir jedoch meine spezielle Frage nicht beantworten, weshalb ich hier um eine kurze Einschätzung Ihrerseits zu meinem Problem bitte.
Kündigung meines Mietverhältnisses zum 31.7.2017
Einen Tag vor Wohnungsübergabe hatte meine Tochter beim Schließen des Dachfensters einen Teil des Griffes in der Hand, an einem anderen Fenster befand sich schon länger ein Riss im Griff.
Der Schaden wurde dem Vermieter bei Übergabe gezeigt. Er sagte, er würde mir die Hälfte der Reparaturkosten in Rechnung stellen.
Es gibt KEIN Übergabeprotokoll und auch sonst wurde nichts schriftlich vereinbart.
Ich ging davon aus, dass Schaden aus Verschleiß Sache des Vermieters ist.
Ich habe bis heute zudem weder einen Kostenvoranschlag noch eine Rechnung bekommen.
Anfang März 2018 bat ich ihn, mir meine Kaution zurück zu zahlen.
Nun hat er davon 150,- Euro einbehalten „für die Reparatur der Fenstergriffe“ – wie gesagt, ohne, dass mir in den letzten Monaten irgendein Beleg diesbezüglich vorgelegt wurde.
In meinem damaligen Mietvertrag steht bzgl. Kleinreparaturen eine Beteiligung je Reparatur von 77,- €
(Ihren anderen Artikeln habe ich bereits entnommen, dass diese Klausel wirksam ist).
Darf der ehemalige Vermieter „einfach so“ die 150 € behalten?
Greift in diesem Fall zudem nicht auch die Sechsmonatsfrist?
22.03.2018 - 13:29 Antworten
ich denke die Reparatur von Fenstergriffen gehört klar zu den Kleinreparaturen. Ich würde den Vermieter auffordern die Rechnung zu übersenden, damit Sie prüfen können, was die Reparatur tatsächlich gekostet hat. Hilfsweise würde ich um Auszahlung der gesamten Kaution bitten.
19.06.2018 - 16:41 Antworten
es ist gut zu wissen das es ihre Seite gibt!
Wir wohnen seit 1995 in einer Mietwohnung. Damals haben wir 1120.- DM an Kaution bezahlt. Im damaligen Mietvertrag als zinslos festgehalten.
Da wir nun vorhaben umzuziehen möchten wir gern wissen wie es sich mit der Kaution verhält?
24.07.2018 - 11:35 Antworten
habe zum 31.08 gekündigt und im Febr.2018 erst eingezogen. Habe Barkaution hinterlegt, obwohl die Whg Mängel aufweist und protokolliert wurde.
Nun gibt es bei mir keine NK Abrechnung da wir im Hause alle Fixbeitrag im Monat zahlen. Schönheitsreparaturen muss ich auch nicht machen da die Wände nicht gestrichen worden sind und auch im Protokoll steht. Die Kaution würde nicht von meiner Vermieterin angelegt.. Nun meine Frage…ich vermute Sue gibt mir bei Übergabe die Kaution nicht…darf ich im Gegenzug die Schlüssel einbehalten? Es gibt keine Gründe für Kautionseibehalt!!!
⇐ Schönheitsreparaturen Parkett: Muss man den Parkettboden abschleifen?
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 §195
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