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Timestamp: 2015-12-01 23:38:28+00:00

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FamFG - Kommentar, 2. Aufl. (einschl. Beiheft, Stand: 30.8.2013) :: Gieseking Verlag	Seite
Prof. Dr. Bork, Reinhard
Prof. Dr. Jacoby, Florian
FamFG - Kommentar, 2. Aufl. (einschl. Beiheft, Stand: 30.8.2013)
- Gesetz über das Verfahren in Familiensachen und in den Angelegenheiten der freiwilligen Gerichtsbarkeit -
€ 118,00 | bestellen
ISBN: 978-3-7694-1114-0
2013/05 | LVI und 2.036 Seiten, mit Beiheft (28 Seiten) | Gebunden
Das Werk wird bearbeitet von
Prof. Dr. Christoph Althammer,
Präsident des AG a.D. Helmut Borth,
Vors. Richter am OLG Winfrid Burger,
Priv.-Doz. Dr. Anatol Dutta, M. Jur. (Oxon),
Richter am KG Dr. Oliver Elzer,
Prof. Dr. Bettina Heiderhoff,
Wiss. Ref. Dr. Christian A. Heinze, LL.M. (Cambridge),
Rechtsanwalt Dr. Georg Heiß, M. Jur. (Oxford)
Richterin am OLG Monika Hütter,
Prof. Dr. Florian Jacoby,
Vors. Richter am LG Karl Kodal,
Prof. Dr. Martin Löhnig,
Vors. Richter am LG Dr. Peter-Hendrik Müther,
Dipl.-Rpfl. Klaus Rellermeyer
Prof. Susanne Sonnenfeld,
Dipl.-Rpfl.´in Dagmar Zorn
Der Kommentar erläutert das FamFG praxisgerecht und kompakt, validiert es aber auch wissenschaftlich und ist in seiner Darstellung präzis, klar und übersichtlich.
Die Herausgeber und jetzt 15 Autorinnen und Autoren stehen dafür als Wissenschaftler und Praktiker. Sie sind allesamt hervorragende Kenner des Zivilverfahrens- bzw. Familienrechts und ebenso publizistisch ausgewiesen.
Die Neuauflage ist durchgängig auf dem Stand März 2013. Die Gesetzgebung wurde bis Mitte April 2013 zugrunde gelegt (bis einschließl. Gesetz zur Reform
der elterl. Sorge nicht miteinander verheirateter Eltern v. 16.4.2013, BGBl. I S. 795). Bis dahin noch nicht verkündete Gesetze(svorhaben) sind in den Kommentierungen berücksichtigt (z. B. Vorbem. zu § 342, § 485 oder als § 167a FamFG-E).
Der Anhang enthält Erläuterungen zu Art. 111 FGG-RG und das IntFamRVG, AUG und ErwSÜAG jeweils mit umfangreichen Annotationen.
Das Beiheft (kostenfrei als PDF abrufbar hier...) mit Stand 30.8.2013 führt zwischenzeitlich verkündete Änderungen in den Gesetzestexten nach und nimmt dort zugleich verschiedentliche Korrekturen vor.
<<Inhalt_Bork_Jacoby_Schwab.pdf>>
Das Beiheft (28 Seiten, Stand: 30.8.2013) ist kostenfrei als PDF abrufbar:
<<Beiheft_Bork_Jacoby_Schwab.pdf>>	... zur 2. Auflage:
"Soweit ersichtlich, liegt uns mit diesem Werk einer der umfangreichsten Kommentare vor, der das gesamte FamFG erläutert. Das heißt, dass nicht nur die Bücher 1 und 2, also der Allgemeine Teil und das Verfahren in Familiensachen, kommentiert werden, sondern auch die Bücher 3 bis 9, somit die Verfahren in Betreuungs- und Unterbringungssachen, in Nachlass- und Teilungssachen, in Registersachen samt unternehmensrechtlichen Verfahren, in weiteren Angelegenheiten der freiwilligen Gerichtsbarkeit, in Freiheitsentziehungssachen und in Aufgebotssachen samt den Schlussvorschriften. Zusätzlich enthält der Anhang Erläuterungen zu Art. 111 FGG-RG sowie das IntFamRVG, AUG und das Erwachsenenschutzübereinkommens-Ausführungsgesetz, jeweils mit umfangreichen Annotationen. Der Neuauflage wurde die Gesetzgebung bis Mitte April 2013 zugrunde gelegt, also einschließlich des Gesetzes zur Reform der elterlichen Sorge nicht miteinander verheirateter Eltern v. 16.4.2013. Dabei ist es den Herausgebern gelungen, 15 der namhaftesten Kenner des Familienverfahrens- bzw. des Familienrechts aus Wissenschaft und Praxis für die Mitarbeit zu gewinnen.
Es ist zu Recht gerügt worden, dass uns mit dem FamFG nicht gerade ein Meisterwerk der Gesetzgebungskunst beschert wurde. Demzufolge konnte dieses Gesetz in Teilen erst nach einer Reihe von Gerichtsentscheidungen praxisgerecht gemacht werden. Zudem mussten in den vier Jahren seit Verkündung des Gesetzes zahlreiche Änderungsgesetze erlassen werden; wie auf den Seiten LIII ff. aufgeführt, sind es mittlerweile deren 17 (Klaus Rellermeyer). Es war deshalb dringend geboten, den Kommentar in einer neuen und aktuellen Auflage herauszubringen, was unter anderem eine Erweiterung um rund 600 Seiten gegenüber der Vorauflage mit sich gebracht hat. Das Werk tut ein Weiteres, indem sich bei jedem Paragrafen Hinweise auf altrechtliche Entsprechungen und vorgenommene Änderungen mit einem Gesamtnachweis aller Änderungen finden, was ganz besonders für den Praktiker, der mit der altrechtlichen Regelung vertraut war, recht nützlich sein kann.
Der Kommentar ist aufgrund der Gliederung der einzelnen Erläuterungen mit Abschnittsüberschriften und maßvollem Fettdruck bei wenigen Abkürzungen auf besonders sympathische Art übersichtlich. Als Beispiel sei § 16 FamFG mit der Überschrift "Fristen" herausgegriffen (Martin Löhnig), wo wir unter "III. Fristberechnung bei Fristauslösung durch Bekanntgabe" folgende Untergliederung finden: Fristbeginn, Fristende bei Wochen- und Monatsfristen, bei Tages- und Stundenfristen, Auslegungsregeln, Rückwärtsfrist. Um ein weiteres Beispiel herauszugreifen: Bei § 261 FamFG ("Güterrechtssachen") ist eine übersichtliche Liste derjenigen güterrechtlichen Ansprüche abgedruckt, die unter diese Bestimmung fallen bzw. nicht fallen, dazu eine Abgrenzung zu § 266 Abs. 1 Nr. 3 FamFG, den "Sonstigen Familiensachen", der Anwendung ausländischen Rechts und der Beteiligung Dritter (Winfrid Burger).
Im Hinblick auf die immer häufiger werdenden Fälle mit internationalem Bezug ist die nahezu 70 Seiten umfassende Kommentierung des Verhältnisses des FamFG zu völkerrechtlichen Vereinbarungen und Rechtsakten der Europäischen Gemeinschaft in § 97 FamFG, der Internationalen Zuständigkeit in den §§ 98 bis 106 FamFG und der Anerkennung und Vollstreckbarkeit ausländischer Entscheidungen in den §§ 107 bis 110 FamFG samt den einschlägigen ZPO-Vorschriften besonders hervorzuheben. Da die internationale Zuständigkeit deutscher Gerichte nach § 98 Abs. 1 FamFG für Scheidungsverfahren durch die EheGVO (VO Nr. 2201/2003 v. 27.11.2003, "Brüssel IIa-VO") weitgehend verdrängt wird, ist die übersichtliche Zusammenstellung der Zuständigkeit der von der EheGVO nicht erfassten Verfahren einschließlich der Problematik vieler solcher Fälle besonders sinnvoll (Bettina Heiderhoff).
Die Allgemeinen Vorschriften für das Verfahren in Familiensachen und das Verfahren in Ehesachen, Scheidungssachen und Folgesachen (§§ 111 ff. FamFG), also das Herzstück der familienanwaltlichen Tätigkeit, sind mit rund 115 Seiten recht ausführlich kommentiert. Dabei wird auch Stellung zu Einzelfragen bezogen. Beispielsweise wird im Zusammenhang mit der in der Antragsschrift erforderlichen Erklärung über das Einvernehmen (§ 133 Abs. 1 Nr. 2 FamFG) zutreffend darauf hingewiesen, dass das Familiengericht nicht über den Inhalt der Einigung informiert werden muss, was von manchen Familiengerichten allerdings nicht beachtet wird. Kritisch wird aber auch angemerkt, dass die entsprechende Gesetzesformulierung dem Ziel des Rechtsausschusses des Bundestages wohl nicht gerecht wird (Löhnig).
Ähnlich ausführlich ist die Erläuterung der Verfahren in Kindschaftssachen der §§ 151 bis 168a FamFG auf rund 160 Seiten (Dagmar Zorn), in Versorgungsausgleichssachen der §§ 217 bis 229 FamFG auf nahezu 100 Seiten (Helmut Borth), in Unterhaltssachen einschließlich Einstweiliger Anordnung und Vereinfachtem Verfahren der §§ 231 bis 260 FamFG auf über 130 Seiten (Karl Kodal und Monika Hütter).
Auf die Vielzahl von Problemen, welche die Neuregelung des Verfahrens in Ehewohnungs- und Hausratssachen in den §§ 200 bis 209 FamFG samt den Vorschriften der §§ 1568a und b BGB mit sich gebracht hat, weist Dieter Schwab hin und bietet jeweils überzeugende Lösungsmöglichkeiten an. Das gilt beispielsweise für die Hinweise auf die über das Gesetz verstreuten Bestimmungen, für die Darstellung der Problematik der Dauer der Qualifikation als Ehewohnung, aber auch für das Problem der Gestaltung der Mietrechtsverhältnisse bei Teilung der Ehewohnung. Gemeinsam mit der Erläuterung in Gewaltschutzsachen (§§ 210 bis 216a FamFG) werden diese Materien auf rund 90 Seiten ebenso grundsätzlich wie praxisnah behandelt.
Es ist ebenso bedauerlich wie unvermeidbar, dass in einer solchen Rezension nur kleine Ausschnitte vorgestellt werden können. Der Rezensent hofft aber, dass es gelungen ist, dennoch einen Eindruck von der großen Bedeutung dieses Werks zu vermitteln, von der umfassenden und in die Tiefe gehenden, aber stets praxisbezogenen und lösungsorientierten Kommentierung dieses einerseits rechtlich schwierigen und formell anspruchsvollen, andererseits aber auch holprigen Gesetzes. Fazit: ein besonders wichtiges und gelungenes Werk."
(RA/FA FamR Dr. Ludwig Bergschneider in FamRZ 2013, 1541 f.)
"Fast vier Jahre nach dem Inkrafttreten des FamFG und vier Jahre nach Erscheinen der ersten Auflage legen die Herausgeber, drei namhafte Professoren, die Neuauflage ihres FamFG-Kommentars vor. Mit ihr werden die Fortentwicklung der seit September 2009 geltenden neuen Verfahrensregeln nachgezeichnet und insbesondere die Fülle an seither ergangener Rechtsprechung, durch die das Gesetz seine Konturen gewonnen hat, aber auch die - überraschend zahlreichen - Gesetzesänderungen, die das Reformgesetz in den vergangenen vier Jahren erfahren hat, in die Erläuterungen eingearbeitet: Es ist daher kein Wunder, dass der Kommentar ganz erheblich an Umfang zugenommen hat und der Text von 1.400 Seiten auf über 2.000 Seiten angewachsen ist. Änderungen gab es auch im Bearbeiterteam, das durch Diplom-Rechtspfleger Klaus Rellermeyer - von ihm wird insbesondere das Nachlass- und Teilungsverfahren bearbeitet - verstärkt wurde und nunmehr eine gelungene Mischung aus Wissenschaft und Rechtslehre, Richtern und Rechtspflegern sowie einem Rechtsanwalt bildet. In der Neuauflage ist dem Kommentar ein fast 100 Seiten starker Anhang beigegeben worden, in dem das Übergangsrecht (Art. 111 FGG-RG) sowie einige wichtige, für den grenzüberschreitenden Rechtsverkehr geltende Regelwerke wie das IntFamRVG, das AUG und das Ausführungsgesetz zum Haager Erwachsenenschutzübereinkommen abgedruckt und knapp erläutert werden. Bereits auf den ersten Blick besticht der Band durch seine gediegene Aufmachung: So finden sich beispielsweise im Inhaltsverzeichnis und den Erläuterungen der einzelnen Bestimmungen stets Hinweise auf die Vorgängernormen, etwa im bisherigen FGG; längeren Erläuterungen ist eine Gliederung vorangestellt und vor allem ein aussagekräftiges Literaturverzeichnis mit Hinweisen auf wichtige, aktuelle Zeitschriftenliteratur beigegeben. Wie viel Sorgfalt auf den Band verwandt wurde, zeigt sich auch daran, dass der Kommentierung eine von Rellermeyer besorgte, tabellarische Übersicht über die - mittlerweile bereits 17 - Änderungsgesetze zum FamFG beigegeben wurde, die mit zunehmendem "Lebensalter'' des FamFG natürlich länger und wichtiger werden wird. Wünschenswert wäre allenfalls noch, wenn für eine bessere Handhabbarkeit des Bands vielleicht Buchzeiger eingebunden werden könnten. Bemerkenswert ist schließlich auch die außergewöhnlich hohe Aktualität der Erläuterungen: Der erst mit dem am 19.5.2013 in Kraft getretenen Gesetz zur Reform der elterlichen Sorge nicht verheirateter Eltern in das Familienverfahrensrecht (BGBl. 2013 I, 795) eingeführte - sicherlich nicht einfache - neue § 155a FamFG findet sich bereits von Diplom-Rechtspflegerin Dagmar Zorn, Lehrbeauftragte an der Berliner Hochschule für Wirtschaft und Recht, sachkundig erläutert; selbst der durch das gerade erst am 17.5.2013 vom Bundestag verabschiedete (BR-Drucks. 360/13) Gesetz zur Stärkung der Rechte des leiblichen, nicht rechtlichen Vaters vorgesehene neue § 167a FamFG wird von Zorn ebenfalls schon kommentiert. Unverändert geblieben ist das Gesamtkonzept des Werks, das nicht nur die für den Familienrechtler bedeutsamen ersten beiden Bücher des FamFG - das familiengerichtliche Verfahren - erläutert, sondern das Gesetz in seiner gesamten Breite kommentiert und damit insbesondere auch die Bestimmungen aus den weiteren Gebieten der freiwilligen Gerichtsbarkeit kompetent abdeckt. Die Erläuterungen überzeugen in jeder Hinsicht; sie erweisen sich als übersichtlich, insgesamt gelungen und praxisgerecht. Positiv zu vermerken ist, dass vielfach weiter ausgeholt und auch Hinweise auf verfassungsrechtliche Aspekte oder Reformvorhaben gegeben werden (vgl. etwa Vor § 76 Rz. 6.1, 8 ff.) oder auf internationale Entwicklungen, beispielsweise bei der Feststellung der Abstammung im Fall einer im Ausland ausgeführten Leihmutterschaft, aufmerksam gemacht wird (§ 100 Rz. 3 und dort Fn. 5, 7). Schön ist darüber hinaus, dass in den Literaturnachweisen nicht nur auf die Standardkommentare verwiesen wird, sondern die vielfach sehr reichhaltige Zeitschriftenliteratur umfangreich ausgewertet wird wie beispielsweise in der von Christoph Althammer, Professor an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg im Breisgau, besorgten Kommentierung des Vollstreckungsrechts (§§ 86 ff.). Aus Sicht der Praxis gelungen ist weiter auch die Aufbereitung der Rechtsprechung, etwa bei der Frage nach der Beiordnung eines Anwalts im Rahmen der Verfahrenskostenhilfe in Verfahren, in denen kein Anwaltszwang besteht (§ 78 Abs. 2 Rz. 4.1 ff.

References: § 342
 § 485
 § 167
 Art. 111
 Art. 111
 § 16
 § 261
 § 266
 § 97
 § 98
 § 155
 § 167
 § 76