Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=NJW-RR%202007,%20305
Timestamp: 2019-10-19 01:02:04+00:00

Document:
BGH, 09.11.2006 - VII ZR 151/05 - dejure.org
https://dejure.org/2006,965
BGH, 09.11.2006 - VII ZR 151/05 (https://dejure.org/2006,965)
BGH, Entscheidung vom 09.11.2006 - VII ZR 151/05 (https://dejure.org/2006,965)
BGH, Entscheidung vom 09. November 2006 - VII ZR 151/05 (https://dejure.org/2006,965)
Tipp: Um den Kurzlink (hier: https://dejure.org/2006,965) schnell in die Zwischenablage zu kopieren, können Sie die Tastenkombination Alt + R verwenden - auch ohne diesen Bereich zu öffnen.
ZPO § 304 Abs. 1; VOB/B § 2 Nr. 5 und Nr. 6, § 6 Nr. 6
Zulässigkeit des Erlasses eines Grundurteils im Fall der Erledigung aller den Anspruchsgrund betreffenden Fragen; Streitigkeit über einen Anspruch dem Grunde und der Höhe nach; Beruhen eines Gesamtanspruchs auf demselben tatsächlichen und rechtlichen Grund; Anforderungen ...
ZPO § 304 Abs. 1; VOB/B § 2 Nr. 5, 6 § 6 Nr. 6
Verfahrensrecht - Grundurteil bei Klage aus mehreren Rechnungspositionen?
Welche Wirkung hat der Verzicht auf die Verjährungseinrede? (IBR 2007, 66)
Wann ist ein Grundurteil zulässig? (IBR 2007, 106)
Kurznachricht zu "Anmerkung zum Urteil des BGH vom 09.11.2006, Az.: VII ZR 151/05 (Grundurteil bei Ansprüchen wegen Bauauftragsänderung, Zusatzleistung und Behinderungsschäden)" von RA Dr. Gerolf Sonntag, FA VerwR, original erschienen in: NZBau 3/2007, 168 - 169.
Kurznachricht zu "Anmerkung zum Urteil des BGH vom 09.11.2006, Az.: VII ZR 151/05 (Zulässigkeit des Grundurteils)" von Vors. RiinOLG Dr. Gundula Krüger-Doyé, original erschienen in: AnwBl Beilage 2007, 127 - 128.
LG Hannover, 29.07.2004 - 3 O 87/02
OLG Celle, 19.05.2005 - 5 U 171/04
OLG Celle, 14.07.2005 - 5 U 171/04
BGH, 27.04.2006 - VII ZR 151/05
BGH, 27.04.2006 - VII ZR 193/05
BGH, 27.03.2008 - VII ZR 74/07
NJW-RR 2007, 305
MDR 2007, 602
NZBau 2007, 167
AnwBl 2007, 127
BauR 2007, 429
ZfBR 2007, 252
b) Der Bundesgerichtshof hat nach Maßgabe dieser allgemeinen Grundsätze bereits einmal eine Entscheidung eines Berufungsgerichtes aufgehoben, der Ansprüche nach §§ 2 Nr. 5, Nr. 6 und § 6 Nr. 6 VOB/B zugrunde lagen (BGH, Urteil vom 9. November 2006 - VII ZR 151/05, juris Rn. 17).
BGH, 24.01.2008 - VII ZR 43/07
Anforderungen an die Individualisierung des mit einer Teilklage geltend gemachten …
Dem steht die Rechtsprechung des Senats zu den Voraussetzungen der Zulässigkeit eines Grundurteils (vgl. BGH, Urteil vom 9. November 2006 - VII ZR 151/05, BauR 2007, 429 = NZBau 2007, 167 = ZfBR 2007, 252) nicht entgegen.
Die für die verschiedenen Leistungen angesetzten Beträge sind in Bezug auf den Schlussrechnungssaldo lediglich als Rechnungsposten anzusehen (BGH, Urteil vom 9. November 2006, aaO; Urteil vom 22. Oktober 1998 - VII ZR 167/97, BauR 1999, 251, 252 = ZfBR 1999, 94).
aa) Ein Grundurteil darf nur ergehen, wenn ein Anspruch nach Grund und Höhe streitig ist, alle Fragen, die zum Grund des Anspruchs gehören, erledigt sind und wenn nach dem Sach- und Streitstand der Anspruch mit hoher Wahrscheinlichkeit in irgendeiner Höhe besteht (…BGH, Urt. v. 10. März 2005, VII ZR 220/03, NJW-RR 2005, 928; Urt. v. 9. November 2006, VII ZR 151/05, NJW-RR 2007, 305, 306 m.w.N.).
Zwar sind die für verschiedene Leistungen angesetzten Beträge in Bezug auf den Schlussrechnungssaldo lediglich als Rechnungsposten anzusehen (vgl. BGH…, Beschluss vom 24. Januar 2008 - VII ZR 43/07, BauR 2008, 871, 872, juris Rn. 5 = NZBau 2008, 319; Urteil vom 9. November 2006 - VII ZR 151/05, BauR 2007, 429, 430, juris Rn. 15 = NZBau 2007, 167;… Urteil vom 22. Oktober 1998 - VII ZR 167/97, BauR 1999, 251, 252, juris Rn. 9 f.).
Es dürfen keine zum Rechtsgrund gehörenden Fragen offenbleiben (BGH MDR 2007, 602; BauR 2005, 1052;… Zöller/Vollkommer, ZPO, 31. Aufl. 2016, § 304 Rn. 6).
Der Haftungsumfang ist für die Frage des Haftungsgrundes nach der zutreffenden ständigen Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs nur insofern relevant, als der geltend gemachte Anspruch nach dem Sach- und Streitstand mit hoher Wahrscheinlichkeit in irgendeiner Höhe bestehen muss (BGH MDR 2007, 602; BauR 2005, 1052).
Zwar kann hinsichtlich eines einheitlichen Anspruchs, der sich aus mehreren einzelnen (Schadens-)Positionen zusammensetzt, ein Grundurteil auch dann ergehen, wenn der geltend gemachte Anspruch auf demselben tatsächlichen und rechtlichen Grund beruht und das Gericht diesen festgestellt hat (BGH BauR 2007, 429; WM 1991, 732,733).
Dann muss nicht bezüglich jeder einzelnen Rechnungsposition der Anspruchsgrund vor Erlass eines Grundurteils festgestellt werden (Abweichung zu BGH Urteil vom 09.11.2006, Az. VII ZR 151/05, BauR 2007, 429) (Ziff. II 1.).
Der Bundesgerichtshof hat deshalb entschieden, dass bei einer Schlussrechnung, in der Positionen auf der Grundlage des § 2 Nr. 5, Nr. 6 sowie des § 6 Nr. 6 VOB/B eingestellt sind, ein Grundurteil nur erlassen werden darf, wenn das Gericht für jeden der Einzelposten nach der für diesen festzustellenden Tatsachengrundlage mit Anwendung der maßgeblichen Klauseln der VOB/B einen Anspruch dem Grunde nach bejaht und für wahrscheinlich erachtet, dass er in irgend einer Höhe besteht (BGH BauR 2007, 429, juris RN 17).
Die dort zitierte Entscheidung des Bundesgerichtshofs vom 24.1.2008 (AZ: VII ZR 43/07) betrifft den Fall einer Teilklage, für die die Anforderungen des Bundesgerichtshofs an ein Grundurteil (vgl. BGH BauR 2007, 429) nicht gelten sollen.
BGH, Urteile vom 9. November 2006 - VII ZR 151/05 -, juris Rn. 11; vom 4. April 1990 - VIII ZR 71/89 -, BGHZ 111, 125-133, juris Rn. 19 m.w.N.
Diese Voraussetzungen sind bei dem geltend gemachten Schadensersatzanspruch, bei denen die Schadensbestandteile auf dem gleichen rechtlichen und sachlichen Grund beruhen (s. hierzu BGH BauR 2007, 429, zitiert nach juris Rn. 13) und die Reparaturkosten nach Grund und Höhe streitig sind, erfüllt.
Die Klägerin hat die Kosten des Berufungsverfahrens einschließlich der Kosten des Revisionsverfahrens beim Bundesgerichtshof - VII ZR 151/05 - zu tragen.
Der BGH hat diese Auslegung des Schreibens nicht beanstandet (vgl. BGH, Urteil vom 9. November 2006 - VII ZR 151/05).
Fielen diese Voraussetzungen weg, erklärt insbesondere der Schuldner, sich nicht mehr an den erklärten Verzicht halten zu wollen, muss der Gläubiger innerhalb einer angemessenen Frist seinen Anspruch gerichtlich geltend machen, wobei in der Regel von einer Frist von etwa einem Monat auszugehen ist (vgl. BGH, Urteil vom 9. November 2006 - VII ZR 151/05).
(1) Ein Grundurteil darf nur ergehen, wenn ein Anspruch nach Grund und Höhe streitig ist, alle Fragen, die zum Grund des Anspruchs gehören, erledigt sind und wenn nach dem Sach- und Streitstand der Anspruch mit hoher Wahrscheinlichkeit in irgendeiner Höhe besteht (BGH, Urteil vom 10.03.2005, VII ZR 220/03, NJW-RR 2005, 928; Urteil vom 09.11.2006, VII ZR 151/05, NJW-RR 2007, 305, 306 m.w.N.).
OLG Hamm, 02.12.2008 - 24 U 133/07
Voraussetzungen eines Grundurteils; Ansprüche des Auftragnehmers wegen …

References: § 304
 § 2
 § 6
 § 304
 § 2
 § 6
 BGH 
 BGH 
 § 6
 § 304
 BGH 
 § 2
 § 6
 BGH 
 BGH 
 BGH