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Timestamp: 2016-10-24 23:50:07+00:00

Document:
6B_318/2012 (21.01.2013)
6B_318/2012
vertreten durch Rechtsanwalt K.________,
2. K.________,
Anordnung eines psychiatrischen Gutachtens (gewerbsm�ssiger Betrug etc.), Entsch�digung etc.; Willk�r, rechtliches Geh�r etc.,
des Kantons Zug, Strafrechtliche Abteilung,
vom 22. M�rz 2012.
X.________ wird vorgeworfen, er habe gemeinsam mit weiteren Tatbeteiligten �ber Telefonverk�ufer der A.________ SL in Spanien Kunden f�r Termingesch�fte angeworben. Vertragspartner waren die B.D.________ Investments AG (in der Folge umbenannt in C.D.________ Services AG), Baar, und sp�ter die E.________ Holdings Corp., Bahamas. Im Zeitraum vom 5. Februar 1999 bis 23. November 2001 h�tten 713 Personen einen solchen Vertrag abgeschlossen, und umgerechnet insgesamt CHF 30'801'288.-- f�r die Durchf�hrung der Gesch�fte zur Verf�gung gestellt. In der Folge seien Kundengelder im Umfang von CHF 1'766'929.85, USD 7'402'521.25 und CHF 779'401.-- in Sammel�berweisungen an die F.________ Futures Services Ltd., Riga, �berwiesen worden. Im Juli und Oktober 2001 seien zwei weitere �berweisungen im Gesamtbetrag von USD 842'500.-- auf Bankkonten von Mitbeteiligten erfolgt. Von den Kundengeldern sei lediglich ein Betrag von USD 1'343'050.-- �ber einen Broker an der B�rse investiert worden. Den Kunden seien fiktive Handelsabrechnungen zugestellt worden, um sie im Glauben zu lassen, es seien f�r sie tats�chlich Termingesch�fte durchgef�hrt worden. F�r das Backoffice sei zun�chst die G.________ Services AG, Baar, zust�ndig gewesen, welche ihrerseits die H.J.________ GmbH (sp�ter umbenannt in I.J.________ GmbH; nachfolgend J.________) mit Sitz in Zug, sp�ter dann in Baar, Cham und Edlibach/Menzingen mit der �berwachung dieser T�tigkeit beauftragt habe.
Das Strafgericht des Kantons Zug erkl�rte X.________ mit Urteil vom 23. M�rz 2010 des gewerbsm�ssigen Betruges gem�ss Art. 146 Abs. 2 StGB schuldig und verurteilte ihn zu einer Freiheitsstrafe von drei Jahren und sechs Monaten als Zusatzstrafe zu den Urteilen des Obergerichts des Kantons Zug vom 18. Dezember 2007 und vom 16. Dezember 2008 (vgl. Urteil des Bundesgerichts 6B_104/2009 vom 20. Mai 2009), unter Anrechnung der Untersuchungshaft von 53 Tagen. Von der Anklage der qualifizierten Geldw�scherei gem�ss Art. 305bis Ziff. 2 lit. b und c StGB sprach es ihn frei. Ferner erkannte es gest�tzt auf Art. 71 Abs. 1 StGB auf eine Ersatzforderung des Staates in der H�he von Fr. 500'000.--. Das auf X.________ lautende gesperrte Depot bei der Bank Credit Suisse gab es frei (vgl. Urteil des Bundesgerichts 1B_350/2011 vom 21. M�rz 2012). Dem amtlichen Verteidiger Rechtsanwalt K.________ sprach es eine Entsch�digung von Fr. 14'000.00 (inkl. MWST) zu.
Das Obergericht des Kantons Zug wies mit Urteil vom 22. M�rz 2012 die Berufung des Beschuldigten in den Hauptpunkten ab. Die Anschlussberufung der Staatsanwaltschaft hiess es im Hauptpunkt gut, erkl�rte X.________ des gewerbsm�ssigen Betruges und der qualifizierten Geldw�scherei schuldig und verurteilte ihn zu einer Freiheitsstrafe von drei Jahren und sechs Monaten sowie zu einer bedingten Geldstrafe von 90 Tagess�tzen zu CHF 30.--, als Zusatzstrafe zu den Urteilen des Obergerichts des Kantons Zug vom 18. Dezember 2007 und vom 16. Dezember 2008 und unter Anrechnung der Untersuchungshaft von 53 Tagen. Den Vollzug der Geldstrafe schob es unter Auferlegung einer Probezeit von 2 Jahren bedingt auf. Es verpflichtete ihn �berdies zur Leistung einer Ersatzforderung an den Staat in der H�he von CHF 300'000.-- und auferlegte ihm die Verfahrenskosten in der H�he von CHF 55'558.95. Rechtsanwalt K.________ entsch�digte es f�r seine Bem�hungen als amtlicher Verteidiger im zweitinstanzlichen Verfahren mit CHF 8005.90 (inkl. MWST). Rechtsanwalt K.________ sprach es f�r seine Aufwendungen als amtlicher Verteidiger im Berufungsverfahren eine Entsch�digung von CHF 27'815.40 (inkl. MWST) zu.
X.________ und Rechtsanwalt K.________ f�hren Beschwerde in Strafsachen beim Bundesgericht. Sie stellen zun�chst das Gesuch, es sei beiden Beschwerdef�hrern die Beschwerdefrist wiederherzustellen. In der Sache beantragt X.________, das angefochtene Urteil sei aufzuheben und das Verfahren zur Neubeurteilung an die Vorinstanz zur�ckzuweisen. Eventualiter sei das angefochtene Urteil in verschiedenen Punkten aufzuheben und sei er von der Anklage des gewerbsm�ssigen Betruges und der qualifizierten Geldw�scherei freizusprechen. �berdies ersucht er um Gew�hrung der unentgeltlichen Rechtspflege und beantragt als vorsorgliche Massnahme die Freigabe des bei der Credit Suisse gesperrten Depots. Rechtsanwalt K.________ stellt den Antrag, es sei das angefochtene Urteil aufzuheben, soweit ihm eine den Betrag von CHF 27'815.40 �bersteigende Entsch�digung f�r die amtliche Verteidigung verweigert wurde, und es sei die Vorinstanz zu verpflichten, ihm eine Entsch�digung in der H�he von CHF 75'337.70 auszurichten.
1.1 Der Beschwerdef�hrer 2 macht in seinen Gesuchen um Wiederherstellung der Beschwerdefrist vom 15. Mai und 18. Juni 2012 geltend, er sei am 16. April 2012 unerwartet schwer erkrankt. In der Folge sei er bis zum 6. Mai 2012 zu 100 %, vom 7. Mai bis zum 25. Mai 2012 zu 70 % und vom 26. Mai bis zum 17. Juni 2012 zu 50 % arbeitsunf�hig gewesen. Seit dem 18. Juni 2012 sei er wieder voll arbeitsf�hig. Er ersucht, die Beschwerdefrist sei auf diesen Zeitpunkt wiederherzustellen. Angesichts des �usserst umfangreichen und komplexen Verfahrens sei es unm�glich gewesen, seinen als notfallm�ssigen Stellvertreter eingesetzten Berufskollegen hinreichend f�r das Mandat zu instruieren. Die Frist k�nne erst mit der Wiedererlangung der vollen Arbeitsf�higkeit wiederhergestellt werden. Die Zeit, w�hrend welcher er bloss im Umfang von 50 % oder 70 % arbeitsf�hig gewesen sei, d�rfe nicht an den Lauf der Beschwerdefrist angerechnet werden (Beschwerde S. 7).
1.2 Gem�ss Art. 100 Abs. 1 BGG ist die Beschwerde gegen einen Entscheid innert 30 Tagen nach der Er�ffnung der vollst�ndigen Ausfertigung beim Bundesgericht einzureichen. Ist eine Partei oder ihr Vertreter beziehungsweise ihre Vertreterin durch einen anderen Grund als die mangelhafte Er�ffnung unverschuldeterweise abgehalten worden, fristgerecht zu handeln, so wird die Frist nach Art. 50 Abs. 1 BGG wiederhergestellt, sofern die Partei unter Angabe des Grundes innert 30 Tagen nach Wegfall des Hindernisses darum ersucht und die vers�umte Rechtshandlung nachholt.
Auf Wiederherstellung der Frist ist nach der Rechtsprechung nur zu erkennen, wenn die S�umnis auf ein unverschuldetes Hindernis, mithin auf die objektive oder subjektive Unm�glichkeit, rechtzeitig zu handeln, zur�ckzuf�hren ist. Eine Fristwiederherstellung wird nach der bundesgerichtlichen Praxis nur gew�hrt, wenn die darum ersuchende Partei klarerweise kein Verschulden an der S�umnis trifft und sie auch bei gewissenhaftem Vorgehen nicht rechtzeitig h�tte handeln k�nnen. Dabei gilt ein strenger Massstab (vgl. etwa Urteile des Bundesgerichts 2C_1033/2012 vom 19. Oktober 2012 E. 2.2 und 2C_790/2012 vom 28. August 2012 E. 2.1).
Ein Krankheitszustand bildet nach der Rechtsprechung ein unverschuldetes, zur Wiederherstellung f�hrendes Hindernis, wenn und solange er jegliches auf die Fristwahrung gerichtete Handeln verunm�glicht (vgl. BGE 119 II 86; 112 V 255). Die Erkrankung muss derart sein, dass der Rechtsuchende durch sie davon abgehalten wird, innert Frist selber zu handeln oder eine Drittperson mit der Vornahme der Prozesshandlung zu betrauen. Demzufolge dauert das Hindernis nur solange an, als der Betroffene wegen seiner k�rperlichen oder geistigen Beeintr�chtigung weder selbst die Rechtshandlung vornehmen noch einen Dritten beauftragen kann. Soweit die Verhinderung den Anwalt trifft, endet diese, sobald er in die Lage kommt, entweder die vers�umte Prozesshandlung selbst nachzuholen oder damit einen geeigneten Substituten zu beauftragen oder aber den Klienten auf die Notwendigkeit der Fristeinhaltung aufmerksam zu machen, zumal er sich so zu organisieren hat, dass die Fristen im Falle seiner Verhinderung trotzdem gewahrt bleiben (BGE 119 II 86 E. 2a). In diesem Sinne hat das Bundesgericht etwa die durch Herzinfarkt eingetretene und mit Arztzeugnis belegte vollst�ndige Arbeitsunf�higkeit eines Rechtsvertreters als unverschuldetes Hindernis anerkannt (Urteil des Kassationshofs 6S.282/1998 vom 24. Juni 1998 E. I).
1.3 Das angefochtene Urteil vom 22. M�rz 2012 ging beim Beschwerdef�hrer 2 am 5. April 2012 ein. Der Beschwerdef�hrer macht geltend, er sei am 16. April 2012 akut erkrankt und ab dem 18. Juni 2012 wieder voll arbeitsf�hig gewesen. Die Beschwerde datiert vom 16. August 2012. Damit hat der Beschwerdef�hrer unter Ber�cksichtigung des Stillstands der gesetzlichen Fristen (Art. 46 Abs. 1 BGG) die vers�umte Handlung innert Frist nach Wegfall des geltend gemachten Hindernisses nachgeholt.
Fraglich ist, ob die Erkrankung gen�gend nachgewiesen ist bzw. ob der Beschwerdef�hrer 2 w�hrend der gesamten Dauer unverschuldet verhindert war. Die eingereichten �rztlichen Zeugnisse bescheinigen ihm eine Arbeitsunf�higkeit von 100 % vom 16. April bis zum 6. Mai 2012, eine solche von 70 % vom 7. Mai bis zum 25. Mai 2012 und eine solche von 50 % vom 26. Mai bis zum 17. Juni 2012. Nach der Rechtsprechung muss die Erkrankung mit einschl�gigen Arztzeugnissen belegt werden, wobei die blosse Best�tigung eines Krankheitszustandes und regelm�ssig selbst einer vollst�ndigen Arbeitsunf�higkeit zur Anerkennung eines Hindernisses im Sinne von Art. 50 Abs. 1 BGG nicht gen�gt (vgl. etwa die Urteile des Bundesgerichts 2C_31/2011 vom 20. Januar 2011 E. 3; 6B_230/2010 vom 15. Juli 2010 E. 2.2; 6B_198/2007 vom 12. November 2007 E. 1 sowie 6S.54/2006 vom 2. November 2006 E. 2.2). Im vorliegenden Fall beschr�nken sich die Zeugnisse auf die Angabe des Grades und der Zeitdauer der Arbeitsunf�higkeit (Beilagen C und D zum Gesuch vom 15. Mai 2012; Beilage F zum Gesuch vom 18. Juni 2012) sowie auf die knappe Darstellung des Krankheitsverlaufs ohne n�here Angabe etwa der Dauer der Hospitalisierung (Beilage E zum Gesuch vom 18. Juni 2012). Damit gehen die Bescheinigungen kaum �ber eine blosse Best�tigung der Arbeitsunf�higkeit hinaus. Angesichts des Umstands, dass der Beschwerdef�hrer w�hrend einer l�ngeren Zeit jedenfalls im Umfang von 30 % und 50 % arbeitsf�hig war, bleibt auch unklar, weshalb er nicht in der Lage gewesen sein soll, die Beschwerdeschrift zu verfassen oder jedenfalls einen geeigneten Substituten zu beauftragen (BGE 119 II 86; Urteil des Bundesgerichts 9C_354/2008 vom 21. Januar 2009 E. 1.2 mit Hinweis). So hat das Bundesgericht die unverschuldete Verhinderung in einem Fall, in welchem der Gesuchsteller einen Bandscheibenvorfall erlitten hatte, jedenfalls von dem Zeitpunkt an verneint, ab welchem dieser nunmehr zu 50 % arbeitsunf�hig war (Urteil des Bundesgerichts 6B_230/2010 vom 15. Juli 2010 E. 2.3; vgl. auch KATHRIN AMSTUTZ/PETER ARNOLD, in: Basler Kommentar, Bundesgerichtsgesetz, 2. Aufl. 2011, Art. 50 N 16). Der Beschwerdef�hrer macht in diesem Zusammenhang geltend, eine Substituierung sei nicht zumutbar gewesen, da eine hinreichende Instruktion des Vertreters angesichts der Komplexit�t des Falles nicht m�glich gewesen w�re. In der Tat hat die Rechtsprechung ein unverschuldetes Hindernis in einem Fall bejaht, in welchem der Rechtsvertreter vor Ablauf der Beschwerdefrist infolge eines Unfalls arbeitsunf�hig wurde, da eine kurzfristige Substitution des Mandates an einen anderen Anwalt wegen der Komplexit�t der Sache ausgeschlossen war (Urteil des Bundesgerichts 8C_15/2012 vom 30. April 2012 E. 1). Ob die Frist auch im vorliegenden Fall angesichts des Umfangs und der Komplexit�t des Verfahrens wiederhergestellt werden muss, kann aber letztlich offen bleiben, da auf die Beschwerde des Beschwerdef�hrers 1 aus anderen Gr�nden nicht eingetreten werden kann und sich die Beschwerde des Beschwerdef�hrers 2 als unbegr�ndet erweist, soweit sie den Begr�ndungsanforderungen �berhaupt gen�gt.
2.1 Der Beschwerdef�hrer 1 r�gt in der Sache zun�chst, die Vorinstanz habe zu Unrecht von der Anordnung eines psychiatrischen Gutachtens abgesehen. Er beruft sich hief�r auf zwei von ihm anl�sslich der vorinstanzlichen Hauptverhandlung eingereichte Schreiben der vom Beschwerdef�hrer 2 im zweitinstanzlichen Verfahren beigezogenen Rechtskonsulenten. Aus diesen Schreiben gehe hervor, dass beiden Personen angesichts seines konfusen, verwirrten und teilweise nicht mehr nachvollziehbaren Aussageverhaltens offensichtliche und begr�ndete Zweifel an seiner Urteilsf�higkeit bzw. die Besorgnis erheblicher pathologischer St�rungen seiner Pers�nlichkeit aufgekommen seien, welche eine psychiatrische Abkl�rung aufgedr�ngt h�tten. Angesichts dieser Befunde h�tte die Vorinstanz an seiner Urteilsf�higkeit zweifeln und eine Begutachtung anordnen m�ssen (Beschwerde S. 9 ff.).
2.2 Besteht ernsthafter Anlass, an der Schuldf�higkeit des T�ters zu zweifeln, ordnet die Untersuchungsbeh�rde oder das Gericht gem�ss Art. 20 StGB die sachverst�ndige Begutachtung durch einen Sachverst�ndigen an. Dies gilt nicht nur, wenn der Richter tats�chlich Zweifel an der Zurechnungsf�higkeit hat, sondern auch, wenn er nach den Umst�nden des Falles ernsthafte Zweifel haben sollte. Dabei gen�gt f�r die Annahme verminderter Zurechnungsf�higkeit nicht jede geringf�gige Herabsetzung der F�higkeit, sich zu beherrschen. Der Betroffene muss vielmehr, zumal der Begriff des normalen Menschen nicht eng zu fassen ist, in hohem Masse in den Bereich des Abnormen fallen, d.h. seine Geistesverfassung muss nach Art und Grad stark vom Durchschnitt nicht bloss der Rechts-, sondern auch der Verbrechensgenossen abweichen (BGE 133 IV 145 E. 3.3; 132 IV 29 E. 5.1).
2.3 Die Vorinstanz nimmt an, der Beschwerdef�hrer 1 begr�nde den Anlass, an seiner Schuldf�higkeit zu zweifeln, lediglich mit seinem Verhalten im Strafverfahren. Hinweise daf�r, dass seine Einsichts- oder Bestimmungsf�higkeit im Tatzeitraum vom 5. Februar 1999 bis 23. November 2001 eingeschr�nkt gewesen sein k�nnte, bringe er nicht vor. Solche erg�ben sich auch nicht aus den Akten. Es stehe im Gegenteil in tats�chlicher Hinsicht fest, dass der Beschwerdef�hrer f�hig gewesen sei, planm�ssig und zielgerichtet ein relativ komplexes Konstrukt aus verschiedenen Gesellschaften um die E.________ Holdings und die J.________ aufzubauen und zu kontrollieren. Sein Tatbeitrag habe ein hohes Mass an Koordination erfordert und habe im Kontakt mit Tatbeteiligten und Dritten einen �berzeugenden Auftritt vorausgesetzt. Es sei nicht davon auszugehen, dass der Beschwerdef�hrer 1 in stark reduzierter Geistesverfassung zu einem derartigen Vorgehen in der Lage gewesen w�re. Im �brigen sei auch das widerspr�chliche Aussageverhalten im Untersuchungsverfahren nicht geeignet, Zweifel an der Zurechnungsf�higkeit des Beschwerdef�hrers 1 zu wecken, zumal er seine Aussagen im Strafverfahren stets in Anwesenheit des jeweiligen amtlichen Verteidigers gemacht habe, ohne dass dieser je Zweifel an seiner Schuldf�higkeit ge�ussert h�tte (angefochtenes Urteil S. 8 f./11).
2.4 Gem�ss Art. 42 Abs. 1 und 2 BGG ist in der Begr�ndung der Beschwerde in gedr�ngter Form darzulegen, inwiefern der angefochtene Akt Recht verletzt (vgl. Art. 95 ff. BGG). Dies setzt voraus, dass sich der Beschwerdef�hrer wenigstens kurz mit den Erw�gungen des angefochtenen Entscheids auseinandersetzt (BGE 134 II 244 E. 2.1). Diesen Anforderungen gen�gt die Beschwerde nicht. Der Beschwerdef�hrer 1 setzt sich mit der Begr�ndung des angefochtenen Urteils nicht auseinander. Er beschr�nkt sich lediglich darauf, die beiden Schreiben der von ihm beauftragten Drittpersonen zu zitieren und geltend zu machen, die Vorinstanz habe, indem sie auf eine Begutachtung verzichtet habe, Art. 19 f. StGB verletzt. Auf die Beschwerde kann daher in diesem Punkt nicht eingetreten werden.
3.1 Der Beschwerdef�hrer 1 wendet sich ferner gegen die Feststellung des Sachverhalts durch die Vorinstanz. Er macht geltend, die Vorinstanz verfalle in mehrfacher Hinsicht in Willk�r. So seien die in spanischer Sprache verfassten Prospekte und Kataloge der E.________ Holdings nie ins Deutsche �bersetzt worden. Die deutsche Version, auf welche sich die Vorinstanz st�tze und welche die Untersuchungsbeh�rden dem Fragebogen zugrunde gelegt h�tten, stimme mit der spanischen Fassung nicht �berein. Zudem treffe nicht zu, dass alle Gesch�digten dieselben Gesch�ftsunterlagen erhalten h�tten. In den Akten f�nden sich verschiedenste Prospekte und Kundenvereinbarungen. Die Vorinstanz habe nicht gepr�ft, welche Unterlagen den jeweiligen Kunden zugegangen seien. Zudem h�tten die Gesch�digten �ber den Eigenhandel und den damit verbundenen Selbsteintritt der E.________ Holdings Bescheid gewusst. Sie seien sich dar�ber im Klaren gewesen, dass bei den vereinbarten Termingesch�ften ein hohes Verlustrisiko bestand. Dass sie �ber den Eigenhandel nicht aufgekl�rt worden seien, treffe nicht zu. In den verschiedenen Prospekten und Kundenvereinbarungen sei der Eigenhandel erl�utert und es sei klar kommuniziert worden, dass mit einem solchen zu rechnen gewesen sei. Willk�rlich sei auch die Feststellung, die Gelder seien nicht nach erfolgter Transaktion, sondern als Pauschale an die F.________ �berwiesen worden. Die Geldflussabwicklung sei aufgrund von Transaktionen geschehen, welche die L.________ Support GmbH, Cham, vorgenommen habe. Deren Unterlagen seien indessen nicht mehr vorhanden, da die Untersuchungsbeh�rden diese zur�ckgegeben habe. Damit h�tten die Strafverfolgungsbeh�rden entlastendes Beweismaterial vernichtet. Schliesslich h�tten es die Untersuchungsbeh�rden unterlassen, die Rollen weiterer Beteiligter genauer zu recherchieren. Er sei stets davon ausgegangen, dass er korrekt gehandelt und sich aus seiner Sicht erfolgreich um die Eigenkapitaldeckung gek�mmert habe.
Im Weiteren r�gt der Beschwerdef�hrer 1, seine Verfahrensrechte seien verletzt worden. So habe er zu den Ausk�nften der spanischen Gesch�digten auf den Fragebogen keine Stellung nehmen k�nnen. Die Antworten seien ihm nie vorgelegt worden und er habe nie Gelegenheit gehabt, Erg�nzungsfragen zu stellen. Zudem seien die den Gesch�digten gestellten Fragen suggestiv, und die Ergebnisse daher unlogisch gewesen. Die spanischen Fragebogen, denen die Vorinstanz eine wesentliche Bedeutung beimesse, m�ssten daher aus den Akten entfernt und d�rften nicht ber�cksichtigt werden. Sodann habe er bei der Einvernahme verschiedener Mitbeteiligter nicht teilnehmen und keine Erg�nzungsfragen stellen k�nnen. Deren Aussagen k�nnten daher nicht verwertet werden (Beschwerde S. 11 ff.).
3.2 Was der Beschwerdef�hrer 1 gegen die tats�chlichen Feststellungen der Vorinstanz vorbringt, ersch�pft sich in einer blossen appellatorischen Kritik am angefochtenen Urteil, auf welche das Bundesgericht praxisgem�ss nicht eintritt. Der Beschwerdef�hrer 1 beschr�nkt sich darauf, seine bereits im kantonalen Verfahren vorgetragenen Einwendungen zu wiederholen, ohne sich mit den Erw�gungen des angefochtenen Urteils auseinanderzusetzen. Dies ist nicht geeignet, offensichtlich erhebliche und schlechterdings nicht zu unterdr�ckende Zweifel daran darzutun, dass sich der Anklagesachverhalt verwirklicht hat. F�r die Begr�ndung von Willk�r, unter welchem Gesichtspunkt das Bundesgericht pr�ft, ob der Grundsatz "in dubio pro reo" als Beweisw�rdigungsregel verletzt ist, gen�gt praxisgem�ss nicht, dass das angefochtene Urteil mit der Darstellung des Beschwerdef�hrers nicht �bereinstimmt oder eine andere L�sung oder W�rdigung vertretbar erscheint oder gar vorzuziehen w�re (BGE 135 II 356 E. 4.2.1; 134 I 140 E. 5.4; 127 I 54 E. 2b mit Hinweisen). Willk�r im Sinne von Art. 9 BV liegt nach st�ndiger Rechtsprechung u.a. nur vor, wenn der angefochtene Entscheid auf einer schlechterdings unhaltbaren oder widerspr�chlichen Beweisw�rdigung beruht oder mit der tats�chlichen Situation in klarem Widerspruch steht (BGE 138 I 49 E. 7.1; 138 V 74 E. 7; 137 I 1 E. 2.4; je mit Hinweisen).
Der Beschwerdef�hrer 1 h�tte substantiiert darlegen m�ssen, inwiefern die tats�chlichen Feststellungen der Vorinstanz offensichtlich unhaltbar sind oder mit der tats�chlichen Situation in klarem Widerspruch stehen und die vorhandenen Beweise andere Schlussfolgerungen geradezu aufdr�ngen. Diesen Anforderungen wird die Beschwerde nicht gerecht. So gen�gt etwa nicht, was er gegen die Ber�cksichtigung der an die spanischen Gesch�digten versandten Fragebogen vorbringt. Dabei setzt er sich namentlich nicht mit den Erw�gungen der Vorinstanz auseinander, wonach die Fragebogen seinem fr�heren Verteidiger zur Kenntnis gebracht wurden und diesem Gelegenheit gegeben wurde, zu den zur�ckgesandten Antworten Stellung zu nehmen und unter Angabe von Erg�nzungsfragen mitzuteilen, welche der schriftlich befragten Kunden zus�tzlich noch formell zu befragen gewesen seien (angefochtenes Urteil S. 12). Auch in Bezug auf das Tatbestandsmerkmal der T�uschung bel�sst es der Beschwerdef�hrer 1 bei der blossen Behauptung, die Kunden seien hinreichend �ber Eigenhandel und B�rsengesch�ft orientiert worden, ohne sich mit der einl�sslichen Beweisw�rdigung der Vorinstanz zu befassen (angefochtenes Urteil S. 15 ff.). Dasselbe gilt schliesslich auch, soweit der Beschwerdef�hrer 1 die R�ckgabe von beschlagnahmten Akten an die berechtigten Gesellschaften beanstandet. Auch in diesem Punkt setzt er sich mit den Erw�gungen der Vorinstanz, wonach er die Edition der angeblich entlastenden Beweismittel im Verlaufe der Strafuntersuchung nie verlangt habe (angefochtenes Urteil S. 13), nicht auseinander.
Auf die Beschwerde des Beschwerdef�hrers 1 kann daher auch in diesem Punkt nicht eingetreten werden.
4.1 Der Beschwerdef�hrer 2 wendet sich gegen die K�rzung seiner Anspr�che auf Entsch�digung f�r die amtliche Verteidigung. Er habe der Vorinstanz eine Aufstellung �ber seinen Zeitaufwand und die Barauslagen eingereicht und eine Entsch�digung in der H�he von CHF 63'943.70 (CHF 56'083.35 Honorar f�r einen Zeitaufwand von 224 Std. 20 Min. � CHF 250.--/Std., Barauslagen von CHF 3'123.80 sowie 8 % MWST von CHF 4'736.55) beantragt. Ausserdem habe er Dritthonorare nebst MWST von CHF 8'694.-- (M.________) und CHF 2'700.-- (N.________) in Rechnung gestellt. Gesamthaft belaufe sich sein Anspruch somit auf CHF 75'337.70. Die Vorinstanz habe ihm indes lediglich eine Entsch�digung von CHF 27'815.40 zugesprochen. Damit habe sie seinen Anspruch um beinahe 2/3 gek�rzt. In diesem Zusammenhang r�gt der Beschwerdef�hrer 2 eine willk�rliche Anwendung des kantonalen Rechts, eine Verletzung des Rechts auf wirksame Verteidigung und des Anspruchs auf unentgeltlichen Rechtsbeistand. Da er sich zu der massiven K�rzung seines Honorars nicht habe �ussern k�nnen, habe die Vorinstanz zudem seinen Anspruch auf rechtliches Geh�r verletzt. Im Einzelnen macht er geltend, das gegen den Beschwerdef�hrer 1 gef�hrte Strafverfahren sei mit einem Aktenumfang von 240 kg, mit teilweise fremdsprachigem Aktenmaterial, einer Deliktssumme von 30 Mio. Franken und einer Vielzahl von miteinander un�bersichtlich verflochtenen beteiligten Personen und Firmen sehr komplex gewesen und habe 10 Jahre gedauert. Er sei erst w�hrend des schon h�ngigen Berufungsverfahrens zum amtlichen Verteidiger bestellt worden. Er habe somit �ber keinerlei Vorkenntnisse aus dem Untersuchungs- oder dem erstinstanzlichen Verfahren verf�gt. Die Gerichtsakten im Umfang von 48 Bundesordnern h�tten ihm erst knapp 3 Monate vor der m�ndlichen Berufungsverhandlung w�hrend 30 Tagen zur Verf�gung gestanden. Obwohl es angesichts des Zeitdrucks gerechtfertigt gewesen w�re, s�mtliche Akten zu kopieren, habe er nur Kopien im Umfang von 16 Bundesordnern und 2 schmaleren Ordnern mit einem Gesamtgewicht von 31.4 kg (insg. 5'701 Kopien) angefertigt. Der f�r das Aktenstudium geltend gemachte Zeitaufwand von 84 Stunden sei keineswegs �bertrieben, zumal sich daraus ein auf das Studium einer Aktenseite umgerechneter Zeitaufwand von lediglich 50 Sekunden ergebe. Angemessen sei auch der Aufwand von 25.20 Stunden f�r die Vorbereitung des 2 Stunden dauernden Pl�doyers sowie die Recherche und Bereitstellung des in der Hauptverhandlung abgespielten Videos eines Schweizer Finanzexperten. Schliesslich sei auch der Beizug eines Finanzexperten notwendig gewesen. Es k�nne von einem amtlichen Verteidiger nicht erwartet werden, dass er auch noch �ber Spezialkenntnisse in Finanzfragen sowie im Bank- und B�rsenwesen verf�ge. Dass sein Vorg�nger bereits eine Berufungsschrift eingereicht habe, �ndere an der Notwendigkeit des von ihm betriebenen Aufwands nichts. Wenn sich der Verteidiger auf die Vorarbeit seines Vorg�ngers verlassen m�sste, w�rde der Grundsatz der Unabh�ngigkeit und Eigenverantwortung der Verteidigung verletzt. Dies gelte in besonderem Masse im vorliegenden Fall, in welchem der Beschwerdef�hrer 1 sich von seinem ersten Verteidiger unzul�nglich vertreten gef�hlt habe (Beschwerde S. 28 ff.).
4.2 Die Vorinstanz erachtet die vom Beschwerdef�hrer 2 eingereichte Honorarforderung als �bersetzt. Namentlich der Zeitaufwand f�r Aktendurchsicht, Aktenstudium und Instruktion sei mit dem Auftrag einer zielgerichteten und effizienten Verteidigung nicht mehr vereinbar. Sodann nimmt sie an, Besprechungen mit Mitarbeitern und zugezogenen Beratern geh�rten nicht zum entsch�digungsf�higen Aufwand. Einerseits habe der amtliche Verteidiger sein Mandat pers�nlich zu f�hren; andererseits m�sse er bei Annahme des Mandats selbst �ber die f�r eine wirksame Verteidigung erforderlichen Kenntnisse verf�gen. Zudem sei die eine der unter diesem Titel erhobenen Forderungen nicht belegt. Die andere betreffe weitgehend Aufwendungen, welche der Beschwerdef�hrer 2 schon als eigenen Aufwand in Rechnung gestellt habe. Insgesamt k�rzt die Vorinstanz den Zeitaufwand des Beschwerdef�hrers 2 aus diesen Gr�nden von 84 Stunden auf 18 Stunden und von 21.40 Stunden auf 8 Stunden. Die weiteren in der Kostennote separat aufgelisteten und mit der Akteneinsicht in Zusammenhang stehenden Posten von total 36.40 Stunden veranschlagt sie auf 30 Stunden. Die separaten Bem�hungen der beigezogenen Personen reduziert sie von 27.45 Stunden auf 10 Stunden.
Schliesslich erachtet die Vorinstanz auch den verrechneten Stundenansatz von CHF 250.-- als zu hoch. Der Fall sei weder besonders komplex noch sonderlich anspruchsvoll. Die Arbeit des Beschwerdef�hrers 2 habe die Vorbereitung zur Berufungsverhandlung und das Verfassen eines Pl�doyers umfasst. Daneben h�tten seine Bem�hungen in erheblichem Umfang in Telefonaten, Korrespondenz, Weiterleitung von Akten, Besprechungen etc. bestanden, welche T�tigkeiten auch bei einem Wirtschaftsstraffall in der Regel nicht besonders schwierig seien. Es rechtfertige sich daher nicht, einen CHF 220.-- �bersteigenden Stundenansatz festzulegen. Zu entsch�digen seien dar�ber hinaus die notwendigen Auslagen, wobei die Position von CHF 2'950.05 f�r fast 3'000 Aktenkopien nicht angemessen sei. Die zu erstattenden Auslagen seien daher auf pauschal CHF 1'500.-- festzusetzen. Damit ergebe sich eine Entsch�digung bei einem angemessenen Zeitaufwand von 110.15 Stunden zuz�glich Mehrwertsteuer von CHF 27'815.40. Diese falle im Vergleich zu dem vom vormaligen amtlichen Verteidiger des Beschwerdef�hrers 1 beanspruchten Honorar f�r seine Bem�hungen im erstinstanzlichen Gerichtsverfahren von CHF 14'000.-- und das Verfassen der Berufungsschrift von rund CHF 8'000.-- immer noch weit h�her aus (angefochtenes Urteil S. 50 ff.).
4.3.1 Die Vorinstanz wendet zu Recht das kantonale Recht an (Art. 453 Abs. 1 StPO; angefochtenes Urteil S. 7). Das Bundesgericht pr�ft die Anwendung der kantonalen Kostenbestimmungen nur auf Willk�r (Art. 9 BV; Art. 95 BGG). Die R�ge der Verletzung kantonalen Rechts unterliegt den qualifizierten Begr�ndungsanforderungen von Art. 106 Abs. 2 BGG.
Nach der Rechtsprechung steht den Kantonen bei der Bemessung der Entsch�digung des amtlichen Anwalts ein weiter Ermessensspielraum zu. Es ist Sache der kantonalen Instanzen, die Angemessenheit anwaltlicher Bem�hungen zu beurteilen. Das Bundesgericht greift nur ein, wenn die Festsetzung des Honorars ausserhalb jeden vern�nftigen Verh�ltnisses zu den vom Verteidiger geleisteten Diensten steht und in krasser Weise gegen das Gerechtigkeitsgef�hl verst�sst. Ausserdem �bt es grosse Zur�ckhaltung, wenn das kantonale Sachgericht den Aufwand als �bersetzt bezeichnet und entsprechend k�rzt. In F�llen, in denen es den vom Anwalt in Rechnung gestellten Arbeitsaufwand als �bersetzt bezeichnet und entsprechend k�rzt, schreitet das Bundesgericht nur ein, wenn Bem�hungen nicht honoriert werden, die zu den Obliegenheiten eines amtlichen Verteidigers geh�ren, und die Entsch�digung nicht in einem vern�nftigen Verh�ltnis zu den vom Anwalt geleisteten Diensten steht (BGE 122 I 1 E. 3a; 118 Ia 133 E. 2b und d).
4.3.2 Die von den Justizbeh�rden festzulegende Entsch�digung f�r die amtliche Verteidigung bemisst sich nach dem angemessenen Zeitaufwand des Rechtsanwalts. Sie wird festgesetzt, nachdem der Rechtsanwalt eine spezifizierte Aufstellung �ber seine T�tigkeit und die Barauslagen vorgelegt hat. Gem�ss � 15 Abs. 2 AnwT betr�gt der Stundenansatz in der Regel CHF 220.--. Er kann in besonderen F�llen bis auf CHF 300.-- erh�ht werden (� 16 Abs. 1 i.V.m. � 15 der Verordnung des Obergerichts des Kantons Zug vom 3. Dezember 1996 �ber den Anwaltstarif [AnwT/ZG; BGS 163.4]). Die Honorare sind nach der Anwendungsregel von � 2 AnwT/ZG innerhalb der im Tarif festgelegten Grenzen nach der Schwierigkeit des Falles sowie nach dem Umfang und der Art der angemessenen Bem�hungen festzulegen.
4.3.3 Die von der Vorinstanz vorgenommene K�rzung des Verteidigungsaufwands ist nicht offensichtlich unhaltbar und willk�rlich. Der Aufwand des Verteidigers muss in einem vern�nftigen Verh�ltnis zur erbrachten Leistung stehen (Urteil des Bundesgerichts 6B_799/2007 vom 19. Juni 2008 E. 3.3.3). Nutzlose, �berfl�ssige und verfahrensfremde Aufwendungen sind nicht zu entsch�digen (BGE 117 Ia 22 E. 4b). Ausgangspunkt bildet, dass der Beschwerdef�hrer 2 erst im Berufungsverfahren, nachdem die Berufungsschrift bereits erstellt war, zum amtlichen Verteidiger bestellt wurde. Nach der Rechtsprechung ist, wenn der get�tigte Aufwand in Anbetracht der sich im Strafverfahren stellenden Probleme als offensichtlich unverh�ltnism�ssig erscheint, ein Vergleich mit dem Verteidigungsaufwand eines Mitbeschuldigten zul�ssig. Gegenstand des Vergleichs bildet im zu beurteilenden Fall zwar nicht der Verteidigeraufwand eines Mitbeschuldigten. Doch l�sst sich in gewissem Umfang die dem vormaligen amtlichen Verteidiger f�r das erstinstanzliche Gerichtsverfahren und das Erstellen der Berufungsschrift ausgerichtete Entsch�digung als Vergleich heranziehen. Dass der Beschwerdef�hrer 1 sich von jenem nicht angemessen verteidigt f�hlte und um einen Wechsel der amtlichen Verteidigung ersuchte, �ndert daran nichts, zumal die Vorinstanz nicht feststellt, jener habe die Interessen des Beschwerdef�hrers 1 nicht sachkundig, engagiert und effektiv wahrgenommen. Die dem Beschwerdef�hrer 2 zugesprochene Entsch�digung erweist sich dabei trotz K�rzung des Zeitaufwands um 114.05 Stunden immer noch als deutlich h�her als das dem fr�heren Verteidiger ausgerichtete Honorar. Dass bei einem im zweitinstanzlichen Verfahren eingesetzten amtlichen Verteidiger zwingend ein um ein Vielfaches h�heres Honorar anfallen soll, als bei einem amtlichen Verteidiger im erstinstanzlichen Verfahren (Beschwerde S. 35 f.), leuchtet nicht ein. Im �brigen setzt sich der Beschwerdef�hrer 2 nicht hinreichend mit der Begr�ndung des angefochtenen Urteils auseinander. So ist nicht von Bedeutung, wie viel Zeit er f�r das Studium einer kopierten Aktenseite ben�tigt, sondern ob ein Aktenstudium im veranschlagten Umfang sachlich gerechtfertigt war. F�r diese Frage ist auch nicht das Gesamtgewicht der Akten und die Anzahl Bundesordner, die sie umfassen, massgeblich. Nach den sachlich begr�ndeten Erw�gungen der Vorinstanz war jedenfalls rund ein Drittel der Akten f�r die Verteidigung nur noch von beschr�nktem Interesse. Hiegegen erhebt der Beschwerdef�hrer keine substantiierten Einwendungen. Unter dem Blickwinkel der Willk�r nicht zu beanstanden ist auch die Reduzierung der Entsch�digung f�r die beigezogenen Fachkr�fte und die Festsetzung eines Stundenansatzes von CHF 220.--. Nicht willk�rlich ist schliesslich die Entsch�digung der Nebenkosten mit einer Pauschale, zumal die Kopierkosten nur ungen�gend ausgewiesen sind. Daran �ndert auch die der Beschwerde beigelegte fotografische Dokumentation der kopierten Akten und des W�gevorgangs f�r jeden einzelnen Ordner nichts. Schliesslich verletzt die Vorinstanz auch nicht den Anspruch des Beschwerdef�hrers 2 auf rechtliches Geh�r. Art. 29 Abs. 2 BV verleiht nach der Rechtsprechung keinen Anspruch, zu der vom Gericht beabsichtigten Entsch�digungsregelung vorweg Stellung zu nehmen (vgl. BGE 132 II 257 E. 4.2 S. 267, 485 E. 3.4; Urteil des Bundesgerichts 6B_797/2010 vom 14. M�rz 2011 E. 2.3.1).
Die Beschwerde erweist sich in diesem Punkt als unbegr�ndet, soweit sie den Begr�ndungsanforderungen �berhaupt gen�gt.
Aus diesen Gr�nden ist auf die Beschwerde des Beschwerdef�hrers 1 nicht einzutreten und ist die Beschwerde des Beschwerdef�hrers 2 abzuweisen, soweit darauf eingetreten werden kann. Bei diesem Ausgang tragen beide Beschwerdef�hrer die Kosten des bundesgerichtlichen Verfahrens (Art. 66 Abs. 1 BGG). Das Gesuch des Beschwerdef�hrers 1 um unentgeltliche Rechtspflege ist abzuweisen (Art. 64 Abs. 1 BGG), da sein Rechtsbegehren von vornherein als aussichtslos (vgl. BGE 138 III 217 E. 2.2.4) erschien. Seinen eingeschr�nkten finanziellen Verh�ltnissen kann bei der Festsetzung der Gerichtsgeb�hr Rechnung getragen werden (Art. 65 Abs. 2 BGG).
Auf die Beschwerde des Beschwerdef�hrers 1 wird nicht eingetreten.
Die Beschwerde des Beschwerdef�hrers 2 wird abgewiesen, soweit darauf einzutreten ist.
Das Gesuch des Beschwerdef�hrers 1 um unentgeltliche Rechtspflege wird abgewiesen.
Die Gerichtskosten werden dem Beschwerdef�hrer 1 im Umfang von Fr. 800.-- und dem Beschwerdef�hrer 2 im Umfang von Fr. 2'000.-- auferlegt.

References: Art. 146
 Art. 305
 Art. 71
 Art. 100
 Art. 50
 BGE 
 Art. 50
 Art. 50
 Art. 20
 Art. 42
 Art. 95
 Art. 19
in dubio
 Art. 9
 Art. 95
 Art. 106
 Art. 29
 BGE 
 BGE