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Timestamp: 2020-03-31 14:19:22+00:00

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Wie sieht es mit Branchenzuschlag für angesammelte Stunden auf dem Zeitkonto aus? Werden diese auf jeden Fall berücksichtigt? | Erwerbslosenforum Deutschland
Wie sieht es mit Branchenzuschlag für angesammelte Stunden auf dem Zeitkonto aus? Werden diese auf jeden Fall berücksichtigt? (1 Betrachter)
Hallo, mich beschäftigt eine Frage zu meiner derzeitigen Arbeitsstelle und hoffe mir kann hier jemand weiterhelfen mit einigen Fragen.
Zum derzeitigen Stand: Beziehe Alg2 und hab seit 8 Tagen eine neue Arbeitsstelle über eine Zeitarbeitsfirma auf Mini-Job Basis (450€ Auszahlung laut ZA). Arbeitsvertrag sagt 32,5 Std (Springer) individuelle Monatliche Arbeitszeit.
Der Stundenlohn beträgt 10,45 + 3,14 Branchenzuschlag (IGZ).
Doch erscheinen mir einige Sachen etwas komisch und Internet kann mir nicht so Recht weiterhelfen.
1) Ich habe bereits vom 20.Mai bis 26.Mai (7Tage) eine 50 Stundenwoche "Einarbeitung" hinter mir. Jetzt habe ich erfahren das ich am 30.Mai (9,50std) und 31.Mai (7,5std) wieder eingesetzt werden soll sowie am 5.ten und 6.ten Juni (Vertretung). Was bedeuten würde das ich bereits 82Std gearbeitet hätte. Sowie es mit hoher Wahrscheinlichkeit mindestens ein weiterer weiterer Arbeitstag vor dem Lohn anstehen wird. Ist dies normal und auch rechtlich alles in Ordnung soviele Plusstunden anzuhäufen?
2) Wie sieht es mit dem Branchenzuschlag aus für die angesammelten Stunden auf dem Stundenkonto aus. Werden diese auf jeden Fall berücksichtigt, selbst falls die ZA mich kündigen/oder aber mich woanders hinschickt ohne Branchenzuschlag? Habe durch schlechte Erfahrungen mit solchen Unternehmen ein mulmiges Gefühl weshalb ich mich da informieren möchte vorab, trotz das die Leute auf der ZA nett sind.
Hoffe mir kann hier jemand Auskunft geben und wie ich mich am besten Verhalten soll bzw absichern kann falls es sinnvoll ist.
Wieso kann das Internet nicht helfen ?
Google mal nach "IGZ Tarifvertrag" und nach "Branchenzuschlag", dann findest du recht schnell entsprechende PDFs, die du dann durchlesen kannst.
Beim Tarifvertrag darauf achten, dass du die aktuellste Version hast.
Bei den Branchenzuschlägen gibt es wohl mind. 3 verschiedene (Holz/Kunststoff, Metall/Elektro und Textil/Bekleidung).
Branchenzuschlag gilt auch nur im Industriebereich, nicht im Handwerk.
Anhand deiner Lohnangabe (10,45 +3,14) nehme ich mal an, dass du in EG2 im Bereich Metall/Elektro eingruppiert bist.
Es gibt diesen Branchenzuschlag jedoch nicht ab dem ersten Arbeitstag, sondern erst wenn du gewisse Zeiten im gleichen Betrieb/Einsatz warst.
Erstmalig wird der Zuschlag nach 6 Wochen fällig und er erhöht sich dann in mehreren Stufen nach weiteren Zeiten (3 Monate, 5 Monate, 7 Monate... 15 Monate).
Daher kann es eigentlich nicht passen, wenn dir 10,45 + 3,14 Euro zugesagt wurden.
Die 3,14 Euro dürften erst nach 5 Monaten im gleichen Einsatz fällig sein.
Nach 6 Wochen gibt es erstmal nur einen Zuschlag von 15%, nach 15 Monaten den max. Zuschlag von 65% von 10,45 obendrauf.
Ich würde daher davon ausgehen, dass dir anfangs nur die 10,45 Euro gezahlt werden.
Ein 450 Euro Job dürfte als Teilzeitarbeit gelten und somit wären die im Tarifvertrag diesbezüglich genannten Regelungen anzuwenden.
In den meisten Fällen bedeutet dies, dass alles entsprechend "anteilig berechnet" wird.
Bei Vollzeit beträgt die individuelle, regelmäßige Arbeitszeit 151,57 Std./Monat (entspricht im Durchschnitt 35 Std. je Woche), deine 32,5 wären also ca. 21,4% (grob überschlagen 1/5) davon.
Alles was über diese vereinbarte Arbeitszeit hinaus gearbeitet wird, wird nicht ausgezahlt, sondern erstmal auf das sog. Zeitkonto gepackt.
Allerdings betrifft das nur den Grundlohn, Zuschläge werden immer direkt mit der nächsten Lohnabrechnung ausgezahlt.
Das Zeitkonto darf bei Vollzeitbeschäftigten max. 150 Plusstunden enthalten, sind diese erreicht, wird im weiteren Verlauf die tatsächliche Arbeitszeit direkt komplett ausgezahlt.
Bei Teilzeit wird die zulässige max. Stundenzahl fürs Zeitkonto anteilig gerechnet, daher müsste bei dir die Grenze dann bei ca. 32 Stunden liegen.
Bedeutet also, dass du nach derzeitigem Stand (50 Arbeitsstunden) bereits deine vereinbarten 32,5 Std./Monat geleistet und schon 17,5 Std. auf dem Zeitkonto hättest.
Dazu kämen dann noch die (noch theoretischen) Stunden für den 30. und 31. Mai (17 Std.).
Von diesen 17 Stunden würden noch 14,5 Stunden auf das Zeitkonto gehen, und da dieses dann mit 32 Std. "voll" ist, müsste der Rest von 2,5 Std. ausgezahlt werden.
Also 32,5 + 2,5 = 35 Std.
35 Std. x 10,45 Euro = 365,75 Euro Brutto.
Damit liegst du auf jeden Fall noch unter den 450 Euro, die du wohl max. verdienen darfst.
Kenne mich allerdings bei Minijobs nicht aus, inwieweit es da Abzüge gibt, und ob dann Brutto oder Netto die Obergrenze bildet.
Sollte die Zaf dir allerdings tatsächlich vom ersten Tag an den Zuschlag von 3,14 Euro, also 13,59 Euro/Std. zahlen, würdest du mit 475,65 Euro über der Grenze von 450 Euro liegen.
Die Zaf wird die monatliche Arbeitszeit wohl nicht ohne Grund mit 32,5 Stunden angegeben haben, denn mit denen lägest du bei 13,59 Euro/Std. knapp unter 450 Euro.
Kläre das auf jeden Fall noch vorher mit der Zaf und dem Einsatzbetrieb ab.
Wurden dir eigentlich die beiden Arbeitstage am 30. und 31. Mai von der Zaf zugeteilt bzw. mitgeteilt, oder hat dich der Einsatzbetrieb direkt selber angefordert bzw. angefragt, ob du dann arbeiten kommst ?
Versuche im Zweifelsfall besser bei den max. 32,5 Arbeitstunden pro Monat zu bleiben.
Ich denke, dass es sonst tatsächlich Probleme geben könnte, wenn du mehr als die 450 Euro verdienst.
Die Tage im Juni spielen keine Rolle, ist schließlich ein anderer Monat und damit ein anderer, neuer Abrechnungszeitraum.
Die ganzen Regelungen des Tarifvertrags gelten natürlich nur, wenn in deinem Arbeitsvertrag dieser genannt/angewendet bzw. Bezug darauf genommen wird.
Es können im Arbeitsvertrag z.B. auch abweichende Vereinbarungen getroffen werden. Also auch den individuellen Arbeitsvertrag beachten.
Ja genau bin Entgeldgruppe 2 mit einer Zulage. Laut Arbeitsvertrag "vergütet nach EG2 mit einer sonstigen Zulage i.H.v 3,14 Euro/Std., insgesamt 13.59Euro/Std".
Heißt dies damit ich bekomme ab Beginn die volle Zulage?
Oder wie du geschildert hast trotzdem erst nach einer gewissen Zeit im Betrieb? Dachte eig ab sofort da es im AV steht.
Mit deinen Ausführungen habe ich jetzt einen viel besseren Überblick und verstehe wohl nun was meine maximale Grenze für Überstunden sein darf. Je nachdem welchen Stundenlohn ich jetzt bekomme wird es wohl eng, bei 10,45 wird es wohl passen, bei 13,59 wären 35Std zuviel.
Von Donnerstag und Freitag wusste meine ZA bis gestern nix, bis ich bescheid gesagt hatte.
Werde aber nächste Woche persönlich in Büro gehen und die ZA auf das Thema ansprechen.
Ist dies eigentlich im IGZ Tarif mögich, das nur geleistete Arbeit vergütet wird. Steht in meinem AV aber gleichzeitig steht drinnen "Solang der zugrunde liegende Tarifvertrag oder zwingende gesetzliche Bestimmungen nichts anderes bestimmen. Heißt falls die ZA weniger Arbeit hat, ich nicht 32,5Std bezahlt bekomme
No, so geht das nicht. Schau mal ins Teilzeit- und Befristungsgesetz.
Bin mir nicht ganz sicher ob ich es richtig verstanden habe, also laut Teilzeit- und Befristungsgesetz stehen mir die im AV gennanten Stunden eine Vergütung zu, auch unabhängigkeit ob der Arbeitgeber mich 32,5 std beschäftigen konnte.
Laut IGZ §5.1 steht ja das nur geleistete Arbeit vergütet wird.
Steht das Teilzeit-und Befristungsgesetz über dem IGZ Tarifvertrag?
Sorry blicke da nicht genau durch, hab den genauen Punkt nicht gefunden im Teilzeit-und Befristungsgesetzt.
Weiterhin frage ich mich ob mein Stundenlohn von 10.45 + 3,14Branchenzuschlag jetzt ab sofort zusteht, da es im Arbeitsvertrag so vermerkt ist ohne das es erst eine Anwartszeit geben soll.
Ich kann da jetzt erstmal nur für Vollzeitbeschäftigung über die "Methoden" der Zaf Aussagen machen.
Grundsätzlich muss mindestens die im Vertrag vereinbarte Arbeitszeit bezahlt werden, egal ob du länger oder kürzer arbeitest.
Wenn die dir in einem Monat nicht genug oder gar keine Arbeit/Einsätze verschaffen können, muss also trotzdem die Zaf die Nichteinsatzzeit bezahlen.
In der Regel aber auch nur den Grundlohn, Zuschläge fallen (meist) weg.
Deswegen arbeiten diese Firmen ja auch mit den Konstrukten aus möglichst niedrigem Grundlohn + Zuschlägen aller Art.
Es wird dadurch nur soviel gezahlt, wie gerade eben notwendig ist.
Darum werden auch i.d.R. Arbeitsverträge über 35 Std./Woche abgeschlossen, obwohl in den meisten Firmen/Einsätzen teils deutlich länger (40+) gearbeitet wird.
Die "Überstunden" gehen dann eben auf das Zeitkonto.
Hieran "bedienen" sich dann die Zafs, falls sie mal keinen Einsatz für dich haben sollten.
Heißt, wenn sie z.B. mal eine Woche nichts für dich zu tun haben, zahlen sie dir zwar den Lohn für die 35 Std., aber ziehen dir gleichzeitig diese 35 Std. vom Zeitkonto ab.
Ist ein äußerst strittiges Thema, inwieweit sowas überhaupt zulässig ist.
Laut dem AÜG, dem Gesetz, welches die Zeitarbeit regelt/regeln soll(te), liegt das Risiko für den Fall von Nichteinsatzzeiten auf Seiten des Arbeitgebers/der Zaf und darf nicht auf den Arbeitnehmer abgewälzt werden.
Durch das Zeitkonto umgehen die Zaf jedoch diese Regelung, da sie zwar einerseits bezahlen, aber andererseits sich ja eben an deinen "Überstunden" (also Zeit und somit Geld was du ja bereits erarbeitet hast) "bedienen".
Es gab schon mehrfach Zeitarbeiter, welche gegen diese Trickserei vorgegangen und vor Gericht gezogen sind.
Leider sehen und beurteilen das die jeweiligen Gerichte höchst unterschiedlich.
Bisher gibt es noch keinen Fall der bis zur letzten Instanz gegangen ist, und somit existiert auch kein höchstrichterliches Urteil, welches das endlich mal verbindlich abklären würde.
Wenn ein Fall mal aussichtsreich erschien, haben die Zafs wohl immer nachgegeben und entsprechend gezahlt/abgerechnet, um eben eine solche endgültige Entscheidung per Urteil zu verhindern.
Daher muss leider im Fall der Fälle jeder einzelne Zeitarbeiter jeweils selbst sein Recht einfordern und notfalls vor Gericht ziehen.
Immerhin gibt es bei den IGZ Tarifverträgen mittlerweile einen Passus, nachdem der AG beim Zeitkonto über max. 2 Tage pro Monat "frei" verfügen kann.
Bei BAP ist das für mein Gefühl beim Thema Zeitkonto "schwammiger" formuliert.
Nach meinem Kalender sind der 30. und 31. Mai übrigens morgen bzw. übermorgen, und du willst aber erst nächste Woche die Zaf auf das Thema ansprechen !?
Heißt für mich, du willst erst "den Fehler" begehen und dann nachträglich abklären, ob es ein "Fehler" gewesen sein könnte ?
Macht für mich keinen Sinn, kläre das vorher ab.
Ich würde darüber hinaus noch weiteren Klärungsbedarf sehen, z.B. beim Thema Zulage/Zuschlag, Feiertag, Lohnfortzahlung im Krankheitsfall oder Urlaub.
"sonstiger Zuschlag" ist doch arg "schwammig" formuliert.
Zwar kann man es anhand der Summe von 3,14 Euro als Branchenzuschlag (ab dem 5. Monat) deuten, aber es gibt nach IGZ-Tarif auch noch Zuschläge für Mehrarbeit, Feiertagsarbeit oder Nachtschicht, und, eine von der Beschäftigungs- und Einsatzdauer abhängige, sog. "einsatzbezogene Zulage" von 20 bzw. 40 Cent.
Allerdings werden die jeweiligen Zulagen und Zuschläge zumeist miteinander verrechnet und es heißt dann " besteht zeitgleich Anspruch auf verschiedene Zuschläge, wird nur der jeweils höchste Zuschlag berechnet".
Dürfte allerdings nicht den Branchenzuschlag betreffen, dieser müsste entsprechend der Einsatzdauer trotz anderer Zuschläge komplett gezahlt werden.
Zum Thema Feiertag:
Wenn du eine Woche, welche einen Feiertag beinhaltet, oder aber auch nur jeweils einen Tag vor und direkt nach einem Feiertag arbeitest - wird dir der Feiertag dann mitbezahlt ?
Was ist für den Fall das du krank bist bzw. wirst, z.B. mitten in einem mehrtägigen Einsatz, oder beim 1-Tageseinsatz genau am Tag des Einsatzes oder kurz nach Arbeitsantritt, oder bei dir bereits zugewiesenen Einsätzen nur 1-2 Tage vorher erkrankst - gibt es die "Lohnfortzahlung im Krankheitsfall" ?
Und zuletzt das Thema Urlaub.
So wie ich es ergoogelt und verstanden habe, ist bei Teilzeit der dir zustehende Jahresurlaub nicht nach Arbeitsstunden, sondern nach Arbeitstagen zu berechnen.
Arbeiter A und Arbeiter B arbeiten beide jeweils 18 Stunden pro Woche.
Arbeiter A arbeitet nur Montag und Dienstag jeweils 9 Stunden (also 2-Tagewoche).
Arbeiter B dagegen arbeitet von Montag bis einschließlich Samstag jeweils nur 3 Std. pro Tag (6-Tagewoche).
Arbeiter B hat Anspruch auf vollen Urlaub wie ihn auch Vollzeitbeschäftigte haben.
Arbeiter A hat jedoch nur Anspruch auf 1/3 des vollen Urlaubs, also statt z.B. 24 nur 8 Tage Jahresurlaub.
Da es bei dir (Springer) keine geregelten Zeiten bzw. Tage gibt, dürfte es beim Thema Urlaub "interessant" werden.
Vielleicht steht zu den fraglichen Themen ja auch einiges im von Kerstin erwähnten Teilzeitgesetz (das kenne ich selber nicht).
Oder aber dein Arbeitsvertrag enthält entsprechende Regelungen.
Scanne doch den Arbeitsvertrag mal ein und lade ihn (anonymisiert) hier hoch, damit man mal genauer hinschauen kann.
Ist schwierig etwas beurteilen und bewerten zu können, wenn man keinen kompletten Überblick hat.
xcloudx meinte:
Mit Blick auf § 2 Abs. 2 Mindestlohngesetz: Nein
Ich vermisse auch eine Angabe zur wöchentlichen Arbeitszeit (siehe § 12 TzBfG).
Die hohe Differenz zwischen vertraglicher und tatsächlicher Arbeitszeit ist so auch nicht zulässig, siehe: BAG, 07.12.2005 - 5 AZR 535/04
2) Wie sieht es mit dem Branchenzuschlag aus für die angesammelten Stunden auf dem Stundenkonto aus. Werden diese auf jeden Fall berücksichtigt, selbst falls die ZA mich kündigen/oder aber mich woanders hinschickt ohne Branchenzuschlag?
Sofern Branchenzuschläge anfallen, müssen die direkt ausbezahlt werden. In das Zeitkonto dürfen die Stunden nur mit dem reinen Tariflohn eingestellt werden.
Nachzulesen im Tarifvertrag.
Habe durch schlechte Erfahrungen mit solchen Unternehmen ein mulmiges Gefühl weshalb ich mich da informieren möchte vorab, trotz das die Leute auf der ZA nett sind.
Nett sind die nur solange du zu allem Ja und Amen sagst.
Dafür müsste man genau wissen was im AV steht. Eine "sonstige Zulage" ist nicht das gleiche wie Branchenzuschlag. Von denen gibt übrigens mehr als drei.
Das würde gegen das AÜG vertsoßen.
Dass die ZAF in so einem Fall an dein Zeitkonto rangeht (üblich), übrigens auch.
"Dafür müsste man genau wissen was im AV steht. Eine "sonstige Zulage" ist nicht das gleiche wie Branchenzuschlag. Von denen gibt übrigens mehr als drei."
Vermutung (!) meinerseits:
Die "sonstige Zulage" wird ab sofort gezahlt, wenn der Branchenzuschlag greift wird der gezahlt und die "sonstige Zulage" entsprechend gekürzt.
Es gab schon mehrfach Zeitarbeiter, welche gegen diese Trickserei vorgegangen sind und vor Gericht gezogen sind.
Das BAG hat sich dazu bereits eindeutig positioniert:
BAG, 16.4.2014, 5 AZR 483/12, Rz 24
Bis zum BAG sind schon einige gekommen, aber dann knicken die ZAF ein.
Beispielhaft hier nachzulesen:
Immerhin gibt es bei den IGZ Tarifverträgen mittlerweile einen Passus, nachdem der AG beim Zeitkonto über max. 2 Tage pro Monat verfügen kann.
Den Passus gibt's schon länger, im Zusammenhang mit Annahmeverzug ist das aber auch höchst fragwürdig, weil das AÜG nicht umgangen werden darf.
Ich werde morgen meinen Arbeitsvertrag einscannen und hier hochladen. Schwärze dann alles wie "Mein Name/Firma/Entleihbetrieb".
Da ich einen Zahnartzt Termin hatte und 2 Zähne gezogen bekommen habe wurde ich auf Grund von körperlicher Arbeit für morgen/übermorgen Krankgeschrieben vorhin.
Leider hat die ZA nicht auf meine Anrufe reagiert (6mal angerufen jede 15min), werde aber wenigstens dem Entleihbetrieb bescheidsagen auf der Nachtschicht für morgen.
Werde versuchen mich ohne Krankmeldung zu einer anderen Schicht umzuverlegen lassen oder notfalls halt Krankenschein nutzen müssen.
Edit: Gerade gesehen @dagobert1
Poste morgen mal meinen Arbeitsvertrag und hoffe damit wird einiges klarer.
Moinsen xcloudx und willkommen hier ...!
Beim Erstellen neuer Themen/Threads ist darauf zu achten, eine aussagekräftige Überschrift zu wählen.Themen mit nichtssagenden, allgemeinen Überschriften, oder wie z.B. Alle Reinschauen!!! oder Hilfeee!!! oder ZA Zeitarbeitskonto+Branchenzuschlag in Mini-Job, sowie Topics mit irreführenden Angaben werden von den Moderatoren i.d.R ohne Ankündigung entfernt!
Wenn du "offiziell" krank geschrieben bist, also eine entsprechende AU-Bescheinigung bekommen hast, reiche den entsprechenden Teil für den Arbeitgeber unbedingt bei der Zaf ein, schick in per Post, pack ihn selber in den Briefkasten oder liefere ihn spätestens am Freitag selber im Büro der Zaf ab.
Auch darauf achten, dass der entsprechende Durchschlag für die zuständige Krankenkasse bei dieser zeitig ankommt (wenn dies nicht der Arzt selber macht).
Wenn du per Vertrag oder sowieso grundsätzlich Anspruch auf "Lohnfortzahlung im Krankheitsfall" hättest, sind solche Formalitäten wichtig.
Falls nämlich ein solcher Anspruch bestünde, müsste im Normalfall während einer Krankschreibung für die ersten 6 Wochen die Zaf und anschließend die Krankenkasse den Lohn weiterzahlen, bis du wieder gesund oder besser gesagt "arbeitsfähig" bist.
Sollte gleich zu Beginn eines neuen Arbeitsverhältnisses (ich glaube innerhalb der ersten 30 Tage) eine solche Arbeitsunfähigkeit eintreten, wäre direkt die Krankenkasse zuständig.
Die Krankenkasse errechnet für diese "Lohnfortzahlung" die sog. "Entgeldersatzleistung" (Krankengeld) dann, soweit kein monatliches Festgehalt bezogen wird, anhand des durchschnittlichen Einkommens der letzten 3 Monate vor Eintritt der Arbeitsunfähigkeit.
So zumindest der theoretische Ablauf bei Vollzeitbeschäftigung, wie es bei Teilzeit und speziell in deinem Fall aussieht 🤔 ?
Denke aber, dass es so oder so ratsam wäre, die AU-Bescheinigung einzureichen, und soweit möglich auf dem schnellsten Wege z.B. per Ansage auf den Anrufbeantworter oder per email vorab der Zaf deine Krankschreibung zu melden.
In der Regel muss der Arbeitgeber im Falle der Arbeitsunfähigkeit vom Arbeitnehmer darüber "unverzüglich" unterrichtet werden.
Nicht dass die dir hinterher daraus noch "irgendeinen Strick drehen", sprich Abmahnung, etc..
Da du "Nachtschicht" erwâhnt hast -
bitte beachten, für die Arbeitszeit zw. 23 - 6 Uhr gibt es Nachtzulage, sofern du innerhalb dieser Uhrzeiten mehr als 2 Stunden gearbeitet hast. Die Nachtzulage beträgt im Normalfall 25%, bedeutet du kommst noch schneller an die 450 Euro - Grenze heran bzw. darüber hinaus und kannst so evtl. nicht mal die 32,5 Std./Monat arbeiten.
Lass dir besser in Zukunft die Arbeitseinsätze nur von der Zaf zuteilen / (schriftlich) mitteilen, damit von denen die Einhaltung der 450 Euro - Grenze kontrolliert und im Zweifelsfall verantwortet werden muss.
Falls der Einsatzbetrieb selber an dich herantritt und mit dir direkt bestimmte Einsätze / Tage vereinbaren will, verweise lieber auf die Zaf, da du mit denen einen Vertrag hast und du somit deren Weisungs- und Direktionsrecht unterliegst.
Daher brauchst du (unbedingt) eine Einsatzanweisung seitens deiner Zaf, bevor du "blind" für bestimmte Tage deine Arbeit zusagst - grundsätzlich bist du natürlich "jederzeit" bereit, aber die Zaf will es halt so...
Wenn irgendwas schief geht (also am Ende des Monats mehr als 450 Euro rauskommt), bist unter Garantie du der "Gelackmeierte".
Habe jetzt meinen Arbeitsvertrag eingescannt und hänge die Datei der Nachricht bei.
@Curt The Cat Dank dir, werde dies nächstes mal beachten. Hab irrtümlich gedacht besser halte ich den Titel kurz damit er nicht zu groß und damit nicht aufdringlich wirkt.
Muss ich jetzt irgendwas dagegen tun, oder kann ich dies "übersehen" und jetzt wiederkehrenden Überstunden die ZA informieren das ich an der Grenze des erlaubten bin?
Solange ich nix unterschreibe das ich damit einverstanden bin, sollte dies für die ZA nicht möglich sein oder?
Der Arbeitsvertrag sollte jetzt einsehbar sein hier.
Ja, ich habe Mitwoch mittag nach meinem Zahnartzt Termin einen Krankenschein zum 30.05 bis einschließlich 01.06 eine AU bekommen, da ich wegen dem Zähne ziehen mich nicht belasten soll. Da es wegen dem Feiertag heute, wohl nicht rechtzeitig bei der Zeitarbeit ankommen wird die AU, werde ich wohl morgen persönlich diesen abgeben.
Auch konnte ich die ZA nicht mehr erreichen Nachmittags zwischen 15-17Uhr verteilt(bis Ende der Öffnungszeit) da nach über 6mal anrufen keiner drangegangen ist. Dies sollte aber nachprüfbar sein in der Anrufliste. Ein AB haben die wohl keinen, habe zumindest jedesmal lange durchklingeln gelassen.
Dem Entleihbetrieb habe ich aber zur Sicherheit extra angerufen, damit diese Bescheidwissen und planen können.
So wie ich es verstanden habe, nach eigener Recherche wäre die Krankenkasse zuständig in den ersten 6Wochen einer Beschäftigung. Nur scheint es da bei geringfügiger Beschäftigung extra Regeln zu geben (kein Anspruch in den ersten 4Wochen auf Entgeldfortzahlung bei der KK). Da aber meine Krankenkasse nähe der ZA ist, könnte ich da morgen kurz reinschauen. Der Arbeitgeber muss mir soweit ich verstanden habe ja auch keine Entgeldfortzahlung erstatten innerhalb der ersten6 Wochen. Da ich aber Alg2 bekomme wären die 2 Tage nicht so schwer zu verkraften, da mir neben dem Freibetrag sowieso nur 20% bei mir bleiben.
Ja "Nachtschicht" hatte ich in der letzten Woche Sonntag auf Montag zwischen 19:45-05:45. So wie die ZA zu mir gesagt hatte, will Sie mir jeden Monat exakt! 450€ überweisen. Da ich selbst nachgefragt hatte, da ich ja viel mehr Std habe als die 450€ Grenze zulassen würde.
Anderenfalls wäre mein Verdienst jetzt schon überschritten mit der Nachtschicht da: 32,5*13,59=441,67€ sind, mit Nachtschicht sollte 450€ überschritten sein.
Man darf aber 3mal im Jahr abweichen bei unvorhersebaren Überschreiten der 450€ Grenze laut meiner Recherche.
Bekomme halt am 15.ten erst meinen ersten Lohn, damit ich auf dem Lohnzettel schauen kann ob alles richtig berechnet wird.
Werde jetzt immer davor der ZA bescheidsagen, bevor ich einen Einsatz beginne. Diese wusste für den Einsatz von Freitags nix genaues sollte mich für die genaue Uhrzeit beim Entleihbetrieb selbstständig melden, und wurde danach sogar dazu vom Entleihbetrieb für Donnerstag(heute) angefragt/geplant.
Der Stundenlohn scheint aber 13.59 sofort zu sein mit Branchenzuschlag steht in §20 meines Arbeitsvertrages.
Hoffe mit dem Arbeitsvertrag ist jetzt einiges klarer, und man kann mir vlt Ratschläge/Empfehlungen geben was oder wie ich jetzt vorgehen sollte falls das Notwendig ist, sowie was ich die Zeitarbeitsfirma ansprechen soll wie zB Überstundenmaximum (Beträgt jetzt mit Info aus dem AV maximal 32,5Std?) welche ich mit dem Krankenschein ja überschritten (9,5+7,5std) habe selbst mit abzug am 01.06 von 32,5Std (67,5std - 32,5std=.35Überstunden derzeit)
Danke an alle hier die sich die Mühe machen zu helfen
AV Mini-Job Anonym.pdf
Auch mit Minijob hat man Anspruch auf 6 Wochen Lohnfortzahlung. Danach gibt es aber kein Krankengeld.
In den ersten 6 Wochen gibt es aber Krankengeld von der Krankenkasse, da hier ein Arbeitsverhältnis unter 4 Wochen besteht.
Allerdings denke ich, dass wegen der zwei Krankheitstage eine Kündigung durch die ZAF erfolgen wird.
@ela1953 Werde bei der Krankenkasse nachfragen. Aber falls die Homepage von der Mini-Zentrale und 2-3 andere gefundene Links nicht falsch verstehe gilt explizit genau das Krankengeld für die ersten 4 Wochen in einem Arbeitshältniss nicht bei geringfügiger Beschäftigung. Automatisch aber auch keine Lohnfortzahlung seitens Arbeitgeber. Nachfragen in meiner Krankenkasse Filiale ist wohl denke ich die beste Idee.
Das kann natürlich sein mit der Kündigung und hoffe dies auch nicht da an sich die Arbeit ok war (bis auf die oben genannten Punkte^^). In der Probezeit kann ja ohne Angaben von Gründen gekündigt werden. Gerade als Springer war es nicht der beste Zeitpunkt das ich derzeit mehrere Termine beim Zahnartzt hatte und sogar verschob und gleichzeitig spontan 1Tag vorm Termin mir 2 Springer Tage zugeordnet werden. Hätte dort direkt absagen sollen, da ich mir eig denken konnte das ich mindestens 2-3 Tag eine AU bekomme.
Da ich morgen sowieso persönlich dahin will um meinen Krankenschein abzugeben (Post wird zu spät) wird es mir wohl dann direkt gesagt.
Erstmal zum Arbeitsvertrag.
Ausgerechnet Piening, na dann ...
§ 3 Es fehlt eine wöchentliche Arbeitszeit, damit gilt laut § 12 TzBfG eine wöchentliche Arbeitszeit von 20 Stunden. Das beißt sich kräftig mit den 32,5 Stunden pro Monat, außerdem ist es damit kein Minijob mehr.
§ 3.5 Zu beachten ist, dass Plusstunden nicht bis zu den im Tarif genannten Grenzen eingestellt werden dürfen, sondern diese Grenze gemäß deiner vertraglichen Arbeitszeit niedriger liegt.
§ 3.5 b) ob die max. 50 Minusstunden auch für Teilzeitverträge gelten, halte ich für zweifelhaft. Meiner Ansicht nach müsste das auch anteilig reduziert werden.
Zu den normalen Grenzen von Plus- und Minusstunden sagt der Arbeitsvertrag interessanterweise nichts aus.
Tarifvertrag besorgen und genau nachlesen!
§ 4.6 ist rechtswidrig. Ansprüche besetehen kraft Gesetz und sind nicht von einer Vereinbarung abhängig.
Die 30-Tage-Frist in § 5.5 halte ich auch für mindestens fragwürdig.
8.2 ist der Hammer: du kriegst 32,5 Stunden im Monat bezahlt, sollst aber bei Nichteinsatz 15 Stunden pro Woche am Telefon auf Abruf bereitsitzen.
Wie kann man sowas unterschreiben?
Nebenbei: Bereitschaftszeit ist Arbeitszeit, EuGH-Urteil vom 21.02.2018, C-518/15
§ 14 sieht für sich genommen i.O. aus, weicht aber vom Tarifvertrag ab. Beachte hier § 17.2 sowie: BAG, 18.09.2018 - 9 AZR 162/18
§ 16 halte ich zumindest für teilweise rechtswidrig, in jedem Fall für zu unbestimmt.
§ 17.3 dürfte angesichts der klaren Vorgaben des AÜG rechtswidrig sein; das ist aus heutiger Sicht allerdings nur eine akademische Frage. Es sieht nicht danach aus, als würden die Gewerkschaften die Leiharbeitstarife in absehbarer Zeit kündigen.
Ach ja, die tariflichen Regelungen zu Überstundenzuschlägen entsprechen meines Wissens auch nicht der aktuellen Rechtsprechung. Da solltest du dich auch mal schlau machen.
Diesen Vertrag erst gar nicht unterschreiben wäre besser gewesen ...
Ähhh, du hast zum ersten Mal mit einer Leihfirma zu tun?
Bei einem Minijob ist der AN nicht über den AG krankenversichert, folglich gibt es überhaupt kein Krankengeld.
Hab jetzt auch gegoogelt. Es gibt tatsächlich nichts, wenn man mit Minijob in den ersten vier Wochen, bzw. 28 Tage, krank wird.
Zu §3: Was heißt dies im rechtlichen Sinne? Sind laut Vertrag 20std/woche zu vergüten oder die 32,5std/monat zu vergüten. Habe mit der ZA eben telefoniert und ihnen meine AU mitgeteilt. Da ich wegen "Not am Mann" vlt heute zur Nachtschicht arbeiten werde falls kein Ersatzmitarbeiter gefunden werden kann. Ich weiß das es "kulanz" meinerseits ist. Sollte so wie es verheilt ist eigentlich möglich sein. Und werde später erst telefonisch wieder angerufen von der ZA.
Laut Aussage der ZA eben ist es ein Mini-Job Vertrag. Wurde komisch angesprochen woher ich solche Infos habe, wie zB mir nicht Stunden vom Std-konto abgezogen werden dürfen bei nicht-einsatzzeiten/eine Überstundengrenze gibt etc. Wurde aber mitgeteilt falls dies weiterhin so läuft, der Vertrag auf Teilzeit gemacht wird.
Zu §4.6: Habe im Bewerbungsgespräch mitgeteilt das ich den Entleihbetrieb mit Bus und Bahn gut erreichen kann. Bei Unterschrift des AV wurde mir (zusätzlich Betriebliche Regelung zur Fahrtkostenbeteiligung) mitgeteilt das keine Fahrtkosten übernommen werden deshalb. Kann ich diese nachträglich irgendwie beantragen? Habe Sorge das die ZA das nicht gern sieht.
Zu §8.2: Das wusste ich nicht. Kann ich dies Rückwirkend geltend machen (zu späterem Zeitpunkt) falls die ZA sich querstellt irgendwann? Falls möglich möchte ich nicht zu "aggressiv" alles fordern. Erst bei eventueller Kündigung oder Benachteiligung von Entgeld wegen "Tricks bzw Ausnutzung von Unwissenheit". Als Springer stört es mich nicht so stark, deshalb.
Zum letzten Punkt: Sollte ich auf meinem Lohnzettel zum 15.ten Überstundenzuschläge bekommen für jede Stunde über 32,5?
Und was sollte ich beachten auf meinem Lohnzettel. Meine zum Beispiel Branchenzuschläge. Werden diese sofort gezahlt für jede diesen Monat gearbeitete Stunde?
Da ich denke, die werden nicht automatisch mit auf das Zeitkonto mitübertragen.
Nicht das diese aufs Zeitarbeitskonto landen und mir später dieser verwehrt wird, also Überstunden nur mit 10,45 ausgezahlt werden? Bei jetzt schon 50+std sind es über 150€ allein Branchenzuschlag der mir zustehen sollte. Also könnten mir nur "unter 30Std EG2" verrechnet werden um unter 450€ Grenze zu liegen.
Mal gespannt wenn der ZA Mitarbeiter später einen Ersatz gefunden hat oder nicht. Hoffe eigentlich das ich den Job weitermachen kann. Aber klar möchte ich nicht das mir durch Überstunden der Branchenzuschlag verwehrt wird!, ab und an mal Freizeitausgleich für nicht beschäftigte Arbeitszeiten seitens ZA würde ja noch ok gehen (Freizeitausgleich freiwillig, aber nicht einwilligen bzw Unterschreiben das diese über das Zeitkonto mit Minusstuden bei Nicht-Einsatzteiten von ZA frei verfügen können)
Und ja, außer vor 6-7 Jahren habe ich nie bei einer Zeitarbeitsfirma gearbeitet. Dies ist wohl auch der Grund warum ich mich so Unwissend verhalte.
Sollte es zwar mit der Arge absprechen falls ich kündige, aber falls ich es nicht erwähnt habe tue den Mini-Job freiwillig bin durch den Amtsarzt dort AU-Bescheinigt maximal 15std/Woche bis heute, weshalb mir die Überstunden auch nicht gut tun in diesem Maße.
Habe mir deinen Arbeitsvertrag auch mal durchgeschaut, und, wie Dagobert1 bereits schrieb, gibt es einige "Merkwürdigkeiten".
Eingangs des Vertrags wird darauf hingewiesen, dass man als Mitglied des IGZ an die entsprechenden Tarifverträge gebunden sei und sich daher die Rechte und Pflichten von AG und AN eben aus diesen Tarifverträgen ergäben.
Desweiteren heißt es unter 17.2, dass die Bestimmungen der Tarifverträge Vorrang haben vor den Bestimmungen des Arbeitsvertrags.
Bedeutet für mich, jede Bestimmung o. Regelung des Arbeitsvertrags, die vom Tarifvertrag abweicht, ist von vornherein null und nichtig.
Auch das Eingangs des Vertrags formulierte "Konstrukt", dass in Einsatzzeiten der Tarifvertrag xyz und im Falle von Nichteinsatzzeiten der verdi Tarifvertrag gilt, dürfte meines Wissens nach nicht rechtens sein.
Mir fällt gerade der entsprechende Fachbegriff nicht ein, aber letztlich muss eindeutig klar sein, welche Regelungen und Bestimmungen anzuwenden sind.
Also kein ...entweder...oder..., kein heute so...morgen so...
Es gab in der Vergangenheit wohl mal solche igz-verdi Tarifverträge, die für die Zaf "günstiger" waren.
Gibt es aber nicht mehr, da mittlerweile auch verdi bei den IGZ-DGB Tarifverträgen dabei ist.
Der Arbeitsvertrag scheint auch nicht speziell auf die Teilzeitbeschäftigung, im Besonderen auf den max. 450 Euro-Job ausgerichtet zu sein.
Zu 3.5. steht im Tarifvertrag, dass max. 150 Plusstunden und max. 21 Minusstunden angesammelt werden dürfen.
Bei Teilzeitbeschäftigung sind (nur) die max. Plusstunden anteilig zu berechnen, Minusstunden nicht.
Heißt für den TE max. 32 Plusstunden und max. 21 Minusstunden auf dem Zeitkonto.
Im Tarifvertrag steht zum Thema "Betriebsruhe", dass "ausschließlich zum Zwecke einer Betriebsruhe auf dem Arbeitszeitkonto bis zu 50 Minusstunden angesammelt werden können".
Bedeutet für mich, dass auch wirklich eine Betriebsruhe eintreten muss und erst dann ausnahmsweise bis max. 50 Minusstunden angesammelt werden dürfen.
Nach Beendigung der Betriebsruhe sollte dann logischerweise wieder der "Normalzustand" von max. 21 Minusstunden herbeigeführt werden.
Zu 8.2. bin ich mir nicht sicher, ob solche Festzeiten der Erreichbarkeit zulässig sind.
Klar ist, man sollte für die Zaf irgendwie erreichbar sein, um z.B. neue Einsätze oder Änderungen im laufenden Einsatz rechtzeitig zu erfahren.
Hier sollte aber auch der AB am Telefon, das mitgeführte Handy, eine SMS oder email reichen.
Meines Wissens nach muss der Einsatz dem AN auch mit ausreichendem zeitlichen Abstand vor dem Arbeitsbeginn mitgeteilt werden, i.d.R. spätestens am Tag zuvor.
Wird aber auch mal gerne angerufen, von wegen Not am Mann und in 2 Stunden gehts los...
Es wird allgemein auch dazu geraten, in Nichteinsatzzeiten der Zaf (täglich) seine Arbeitskraft anzubieten, um so später den "Annahmeverzug" geltend machen zu können. Am Besten nachweislich per email oder unter Zeugen per Telefon.
Für fragwürdig bzw. falsch erachte ich, dass die 3,14 Euro unter dem Punkt "Vergütung" als außertarifliche bzw. "sonstige" Zulage, dann jedoch am Ende unter Punkt 20 "Sonstige Vereinbarungen" eindeutig als Branchenzuschlag bezeichnet wird.
Außer- o. übertarifliche o. "sonstige" Zulagen erhöhen nicht das reguläre Entgelt, sondern sind ein "Bonus", welcher anderweitig verechnet werden kann und z.B. bei Zuschlägen für Nacht- oder Feiertagsarbeit nicht mitberechnet wird.
Der Branchenzuschlag erhöht meines Wissens nach das reguläre Entgelt, wird Bestandteil des Entgelts und ist daher nicht verechenbar und bei den Zuschlägen mit zu berücksichtigen.
Habe dies mal angesprochen am Telefon mit der Zeitarbeitsfirma, sowie das ich davon ausgehe das ich jetzt schon viel zu viele Überstunden angesammelt habe und deswegen Sie darauf achten sollen das für die nächste Zeit aufpassen sollen mich nicht so oft einzuteilen. Da dies meiner Meinung nicht mit den 450€ Job zusammenpasse.
Der Mitarbeiter meinte, dies wäre nur am Anfang und die Firma versucht jetzt darauf aufzupassen. Hoffe ich jetzt auch.
Sowie habe ich angesprochen das mir keine Std abgezogen werden dürfen, falls die ZA keine Arbeit für mich hat weshalb die Überstunden noch mehr Probleme bereiten. Je nachdem wie es sich jetzt weiter verhält, könnte ich freiwillig darauf Freizeitausgleich machen. Die ZA meinte, Sie ist davon ausgegangen das wir dies dann so machen bei Springern.
Auch scheint es der Mitarbeiter weiß vieles nicht, oder täuscht vor unwissend zu sein, da er mich fragte woher ich diese Infos habe. Und er meinen Argumenten nicht viel entgegensetzte, sowie bejahte dass sich viele Dinge rechtlich seit Jahren ändert.
Eine Frage jedoch, falls ich an zuviele Einsätze zugeteilt werde, kann ich dies verweigern oder wie sollte ich mich dann verhalten falls die ZA darauf besteht mich einzusetzten?
Darüber hinaus, da der Mitarbeiter am Telefon der ZA sehr deutlich aufmerksam gemacht hat da durch meine Krankheit am 31.05, er so kurzfristig keinen Ersatz finden kann, hat er mich gefragt ob ich mich in der Lage fühle gesundheitlich doch vorzeitig an diesem Tage wieder arbeiten gehen kann, falls er keinen Ersatzmitarbeiter findet kurzfristig.
Als ich mich kurz vor schliessung der ZA dort wieder gemeldet habe, habe ich mich freiwillig gemeldet das ich dann die Arbeit am Abend antreten werde wegen "Not am Mann".
Eigentlich habe ich dies auch nur gemacht um eventuell einer Kündigung vorzubeugen und da ich die Arbeit gerne weiterhin ausführen würde, soweit sich jetzt an meine laut Arbeitsvertrag Stunden gehalten wird. Hoffe ich mal dass dadurch keine Kündigung kommt.
Hoffe jetzt auch das mein Lohnzettel richtig abgerechnet wird mit den Branchenzuschlag. Laut meiner Rechnung:
Branchenzuschlag für diesen Monat: 58*3,14=182,1€/Restbetrag in Euro bei 450€ Auszahlung(450-182,1)=267,9€:10,45 Stunenlohn=25,6Std(fast ein kompletter Monat laut AV)
Würde bedeuten von meinem Zeitkonto sollten nur von den 58 angesammelten Std, nur 26Std abgezogen werden. Rest verbleibt dort. Also (58-26)32Std Plustunden bereits
Falls unklarheiten auftreten nachdem ich die Lohnabrechnung bekomme am 15.ten, würde ich mich hier wieder melden falls die ZA es anders sehen wird.
Danke für all die Hilfe, das Wissen wird mir in Zukunft auf jeden fall weiterhelfen hier sowie falls ich weiter mit ZA-Firmen zutun haben werde.
Darüber hinaus, da der Mitarbeiter am Telefon der ZA sehr deutlich aufmerksam gemacht hat da durch meine Krankheit am 31.05, er so kurzfristig keinen Ersatz finden kann
Sein Problem, nicht deins.
hat er mich gefragt ob ich mich in der Lage fühle gesundheitlich doch vorzeitig an diesem Tage wieder arbeiten gehen kann, falls er keinen Ersatzmitarbeiter findet kurzfristig.
Laut Arbeitsvertrag sind 32,5 Stunden zu bezahlen, nicht 26.
Zusammen mit den Zuschlägen ist das damit bei dir schon kein Minijob mehr.
Laut § 2 Abs. 2 Mindestlohngesetz dürfen max. 16,25 Stunden auf das Zeitkonto wandern, nicht 32 und auch nicht 25,5 (58-32,5).
Laut § 12 Teilzeit- und Befristungsgesetz müssen sogar 20 Stunden pro Woche ausgezahlt werden.
Der Vertrag ist so ein Murks, dass die Abrechnung auf jeden Fall unter irgendeinem Aspekt falsch sein wird.
Nebenbei liegt sowohl laut § 3.2.2 IGZ-Tarifvertrag als auch laut der "Dritte Verordnung über eine Lohnuntergrenze in der Arbeitnehmerüberlassung (LohnUGAÜV 3)" die Obergrenze deines Zeitkontos bei 32,14 Stunden.
War an dem Tag auch sehr unsicher, da es für den Tag machbar schien habe ich aus Hoffnung nicht direkt eine Kündigung zu erhalten zugestimmt(was trotzdem wohl nicht ausgeschlossen ist).
Ich merke selbst ich blicke da kaum durch und bin auch ein wenig Überfordert mit der Situation. Aber ohne eine Lohn-Abrechnung kann ich und die Leute hier wohl nur spekulieren was passiert. Auch wie ich unter der 450€ Grenze bleiben soll wie es angedacht ist. Bin gespannt was die ZAF geplant hat dafür.
Wie ich gesagt habe, melde ich mich ungefähr zum 15.06 hier wieder mit hoher Wahrscheinlichkeit nach Erhalt der Lohnabrechnung wieder.
Falls ich für weitere Arbeit eingeteilt werde, weiß ich ehrlich gesagt auch nicht wie ich mich verhalten soll.
Einfach verneinen wegen zuvielen Überstunden kann ich bestimmt nicht tun oder?? Laut den Überstunden dürfte ich ja diesen Monat garnicht mehr eingesetzt werden.
Gleichzeitig müssen laut §12 Teilzeit- und Befristungsgesetz laut deiner Aussage 20Std ausgezahlt werden was für mich auch problematisch anhört. Hoffe ich kriege selbst dadurch keine Probleme rechtlich.
Können könntest du schon, und wärst sogar im Recht:
Wie die ZAF darauf reagiert kann ich aber auch nur vermuten.
Es steht der ZAF jederzeit frei, dich sozialversicherungspflichtig zu beschäftigen. WO ist das Problem?
Das werde ich tun, falls dies diesen Monat nochmal passiert. Also maximal 25% der im AV festgeschrieben Arbeitsstunden ist möglich zu überschreiten.
Eigentlich habe ich damit 2 Probleme:
1) Die Stelle war als Mini-Job abgesprochen sowie ausgeschrieben. Genauso habe ich es der Agentur für Arbeit bescheidgesagt.
2) Eine so hohe Arbeitszeit kommt plötzlich, und gesundheitlich bzw geplant war es auch nicht. Wie ich bereits schrieb als Beispiel bin ich derzeit nicht Arbeitsfähig bescheinigt von der Agentur für Arbeit (Amtsartzt dort) und komme dadurch wohl oft nicht zu meinen ärtzlichen Terminen/Reha.
3)Mein Lohn wird evt dann jetzt doch versteuert nachträglich, was die Stelle um einiges unattraktiver macht.
Solange dein weiteres Einkommen nur aus Alg2 besteht, brauchst du vor der Steuer erstmal keine Angst haben. Da hast du über der 450€-Grenze noch ein paar Scheine Luft.
Nebenbei steigt bei höherem Bruttolohn auch den Einkommensfreibetrag beim JC.
Ich melde mich wieder zurück, da ich heute mein Gehalt von meiner Arbeitstelle erhalten habe.
Mir stellen sich dazu weitere Fragen und falls möglich wäre ich sehr dankbar falls mir jemand damit weiterhelfen könnte.
Und zwar habe ich auf meinem Konto eine Auszahlung über cirka 830€ (58std) bekommen (davon cirka 50€ Nacht-Zuschläge). Lohnabrechnung kommt die Tage per Post laut AG, habe dort direkt angerufen als ich den Lohn bemerkte und die Höhe.
Es scheint, dass die Sozialversicherungsbeiträge wie mündlich vereinbart auf Mini-Job Basis abgeführt wurden.
Jetzt stellt sich mir die Frage und Befürchtung, kann es passieren dass ich diese irgendwann zurückzahlen müsste falls meine Beschäftigung SV-pflichtig geändert werden sollte Arbeitgeberseitig?
Ich beziehe Alg2, und falls dies gesehen sollte bin ich da abgesichert von der Agentur für Arbeit? Nicht dass ich mehr zurückzahlen muss, als ich überhaupt durch den Freibetrag verdiene zusätzlich zu meinem ALG2.
Zusätzliche Frage dazu, bin ich gezwungen etwas dagegen zu unternehmen/vorzubeugen damit kein Risiko bei mir verbleibt?
Es gibt laut Recherchen Möglichkeiten in einzelnen Monaten mehr als 450€ zu verdienen. Ob diese hier eintreffen bezweifel ich stark, da meine monatlicher Verdienst ziemlich nah an der 450€ Grenze liegt, und der Jahresverdienstgrenze bei 5400€ liegt.
Habe Bedenken einfach nix zu tun und abzuwarten bevor mir Nachteile entstehen und sogar Kosten rückwirkend anfallen.
Danke im vorraus nochmals für weitere Hilfe.

References: §5
 § 2
 § 12
 §20

§ 3
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 § 17

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