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Timestamp: 2018-09-24 17:32:16+00:00

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Besteuerung von Kleinunternehmern (§ 19 UStG) | Rechnungswesenforum
Diskutieren Sie Besteuerung von Kleinunternehmern (§ 19 UStG) im Kleinunternehmerregelung Forum im Bereich Rechnungswesen Allgemeines; Hallo, ich möchte nur sicher gehen, das ich den § 19 UStG richtig verstehe. Ich bin seit 01.01.2003 selbständig (nebenberuflich) und war 2003...
W.Stecher Neues Mitglied
ich möchte nur sicher gehen, das ich den § 19 UStG richtig verstehe.
Ich bin seit 01.01.2003 selbständig (nebenberuflich) und war 2003 Kleinunternehmer. Auch für dieses Jahr (2004) habe ich dem Finazamt mitgeteilt Kleinunternehmer zu sein. Ich wäre auch nicht annähernd an die 17.500 Euro rangekommen, wenn ich nicht einen Großauftrag von rund 13.000 Euro bekommen hätte, womit ich mit Ausstellung dieser Rechung die 17.500 Euro überschreite.
Ich brauche aber doch trotzdem für dieses Jahr keine Umsatzsteuer abzuführen (wenn ich unter den 50.000 Euro bleibe), oder ?
Und für das nächste Jahr (2005) brauche ich sie doch auch nicht abzuführen, wenn ich plausibel darlegen kann, das ich die 50.000 Euro nicht überschreiten werde, oder ?
Besteuerung von Kleinunternehmern (§ 19 UStG) Beitrag #1 6. Juni 2004
Hallo Herr oder Frau Stecher,
die Kleinunternehmereigenschaft ist nicht jedes Jahr dem FA mitzuteilen, oder neu zu beantragen. Vielmehr ist der Kleinunternehmer, der dies einmalig, meist auf dem Anmeldebogen (A1), gewählt hat, an diese Option für mindestens fünf Jahre gebunden, wenn er die Umsatzgrößen ( 17500 EUR Vorjahr und 50.000 EUR voraussichtlich lfd. Jahr) nicht überschreitet. Tritt die Überschreitung ein, muss dann das FA dem Stpfl. mitteilen, dass er ab kommendem Jahr USt-pflichtig ist. Regelmäßig wird das nach Abgabe der ESt- bzw. USt Erklärung festgestellt und die Umsatzsteuerpflicht greift dann erst für das nächste Jahr. Bsp.: 2004 wurde ein Umsatzvon 36.000 EUR erzielt. Abgabe der Erklärung Sept. 2005, Feststellung der Überschreitung und Bekanntgabe der Umsatzsteuerpflicht Nov. 2005, Beginn der USt-Pflicht ab Jan. 2006. Sollte der Verwaltungsakt erst im Dez ergehen, ist der Beginn der USt-Pflicht auf 2007 zu verschieben, weil so kfr. dies nicht zumutbar...
Schönes WE! :wink:
Besteuerung von Kleinunternehmern (§ 19 UStG) Beitrag #2 6. Juni 2004
Besteuerung von Kleinunternehmern (§ 19 UStG) Beitrag #3 6. Juni 2004
Peter hat Recht, doch in meiner Praxis wurde zwei Mandanten der Wegfall der Kleinunternehmerregelung infolge einer Umsatzüberschreitung wie beschrieben durch die Finanzverwaltung bekanntgegeben.
Damit verhät sich die hiesige Finanzverwaltung wie auch bei der Überschreitung der BF-Grenzen nach § 141 AO.
Bei dieser Diskussion habe ich fast vergessen, die eigentliche Frage des ursprünglichen Autors zu beantworten. :
Im Jahr 2005 gilt als Vorjahresgrenze der Wert 17500, d. h. wurde diese Umsatzgröße 2004 überschritten, tritt die USt-Pflicht ein.
Ein anderes Beispiel: ein Unternehmer gründet im November d. J. und erzielt einen Umsatz (in zwei Monaten) von 15.000 EUR. Hier dürfte angenommen werden, dass im nächsten Jahr die USt-Pflicht einsetzt. Zwar wurde der Vorjahresgrenzwert nicht überschritten, doch es ist anzunehmen, dass ein Umsatz von ca. 90.000 EUR im lfd. Jahr entsteht und diese Annahme überschreitet dem Grenzwert von 50.000 EUR erheblich.
Besteuerung von Kleinunternehmern (§ 19 UStG) Beitrag #4 6. Juni 2004
Wenn dem so ist hätten wir hier m.E nach ein ganz nettest Steuersparmodell:
Unternehmer U beginnt seine Tätigigkeit am 1.1.03 und wählt die Kleinunternehmerregelung. Natürlich steigt der Gesamtumsatz ganz unerwartet und entgegend der Ursprünglichen Schätzungen. U hat in 03 einen Gesamtumsatz von ... egal, sagen wir mal 90.000,00 € und weil er seine Umsatzsteuererklärung ja erst am 31.05.2004 abgibt kann er auch für 2004 einen unbeschränkten Gesamtumsatz erziehlen und ist erst ab 2005 Regelbesteuerer. Wichtig wären ja noch obigen Ausführungen nur die damligen Schätzungen und das Finanzamt müsste dem Unternehmer erst einmal mitteilen das die Kleinunternehmerregelung entfällt.
Hmm das kommt mir noch sehr Spanisch vor.......
Ein anderes Beispiel: ein Unternehmer gründet im November d. J. und erzielt einen Umsatz (in zwei Monaten) von 15.000 EUR. Hier dürfte angenommen werden, dass im nächsten Jahr die USt-Pflicht einsetzt. Zwar wurde der Vorjahresgrenzwert nicht überschritten, doch es ist anzunehmen, dass ein Umsatz von ca. 90.000 EUR im lfd. Jahr entsteht und diese Annahme überschreitet dem Grenzwert von 50.000 EUR erheblich
Hier wurde die Vorjahresgrenze bereits überschritten, da die Grenze von 17.500 € eine Jahresgrenze ist und die 15.000 € auf 1 Jahr hätten hochgerechnet werden müssen.
Besteuerung von Kleinunternehmern (§ 19 UStG) Beitrag #5 28. Juli 2004
§ 19 UStG enthällt eine ganz klare Regelung. Der Gast hat Recht und was Herr Jäger schreibt ist unsinn.
Die 50.000,00 € Grenze, die vermutlich nicht überschritten wird, gilt nur für das Jahr, welches auf das Gründungsjahr folgt, später nie mehr. Jeder Kleinunternehmer ist im Januar des Jahres verpflichtet seinen Gesamtumsatz nach § 19 des Vorjahres zu kontrollieren. Ab Januar sind bei Überschreiten der Grenze von 17.500,00 €, Voranmeldungen abzugeben. Geschieht dies nicht dürfen Verspätungszuschläge festgesetzt werden.
Man kann doch nicht die AO mit dem Umsatzsteuergesetz vergleichen, da im § 141 AO ausdrücklich auf den Beginn der Buchführungspflicht hingewiesen wird.
Ab dem 01.01.05 bist Du bei Überschreiten der 17.500 € Grenze umsatzsteuerpflichtig.
Besteuerung von Kleinunternehmern (§ 19 UStG) Beitrag #6 29. Juli 2004
Die 50.000,00 € Grenze, die vermutlich nicht überschritten wird, gilt nur für das Jahr, welches auf das Gründungsjahr folgt,
Die 50.000 € gilt meiner Meinung nach nicht nur für das Jahr welches auf das Gründsjahr folgt, sondern generell.
Mein Fall von oben.
in 04 hat U einen Gesamtumsatz von 16.000,00, erwartet aber für 05 einen Gesamtumsatz von über 50.000 €. Dann könnte U für 05 schon kein Kleinunternehmer mehr sein. Unter Umständen könnte bei einer Bp sogar rauskommen das U bereits in 04 genau gewusst hatte das er die 50.000 € Grenze überschreitet ..... z.B. durch Auftragsbestätigungen. Dies könnte meiner Einschätzung nach schon den Tatbestand der Steuerhinterziehung erfüllen, zumindest jedoch leichtfertig Verkürzung.
Besteuerung von Kleinunternehmern (§ 19 UStG) Beitrag #7 29. Juli 2004
Bei einen Gesamtumsatz im vorangegangen Kalenderjahr bis 16.620 €, ab VAZ 2003 17.500 €, im laufenden KJ vorraussichtlich nicht über 50.000€ besteht keine Pflicht zur USt.
Bei einen Vorjahresumsatz von mehr als 17.500€ und im laufenden Jahr weniger als 17.500€ besteht Pflicht zur USt.
Besteuerung von Kleinunternehmern (§ 19 UStG) Beitrag #8 29. Juli 2004
Überschreitung der 50.000€ Grenze
Hallo, was passiert nun aber, wenn ein Kleinstunternehmer im Gründungsjahr 17.500€ nicht überschreitet, dann jedoch im 1. Geschäftsjahr (wo einmalig die 50.000€ Grenze gilt) unerwartet feststellt, dass 50.000€ Umsatz knapp überschritten wurden? Setzen wir mal voraus, dass diese Überschreitung "voraussichtlich" nicht eingetreten wäre.
Wird dabei die Kleinstunternehmerregelung für das ganze Jahr rückwirkend aufgehoben?
Besteuerung von Kleinunternehmern (§ 19 UStG) Beitrag #9 17. November 2005
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