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Timestamp: 2020-08-05 21:36:40+00:00

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BGH, 16.05.1990 - IV ZR 137/89 - dejure.org
BGH, 16.05.1990 - IV ZR 137/89
https://dejure.org/1990,614
BGH, 16.05.1990 - IV ZR 137/89 (https://dejure.org/1990,614)
BGH, Entscheidung vom 16.05.1990 - IV ZR 137/89 (https://dejure.org/1990,614)
BGH, Entscheidung vom 16. Mai 1990 - IV ZR 137/89 (https://dejure.org/1990,614)
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Versicherungsnehmerbenachteiligung - Unwirksamkeit
BGHZ 111, 278
NJW 1990, 2388
NJW-RR 1990, 1178 (Ls.)
MDR 1991, 135
ZMR 1991, 21
VersR 1990, 896
BB 1990, 1445
JR 1991, 197
JR 1991, 198
Das hat der Senat mit seinem Urteil vom 16. Mai 1990 - IV ZR 137/89 - (VersR 1990, 896) entschieden.
Auszugehen ist dabei vom Wortlaut der Klausel (BGH, Urt.v. 16.05.1990 - IV ZR 137/89 - NJW 1990, 2388).
Eine teilweise Aufrechterhaltung bedeutete eine geltungserhaltende Reduktion, die der Bundesgerichtshof seit Inkrafttreten des AGB-Gesetzes am 1. April 1977 in ständiger Rechtsprechung abgelehnt hat (vgl. BGHZ 111, 278f. [BGH 16.05.1990 - IV ZR 137/89]).
Daran ändern der gemäß § 5 II Nr. 6 VB i.V. mit § 6 Abs. 3 VVG a.F. vorbehaltene Entschuldigungsbeweis und der Kausalitätsgegenbeweis nichts (BGHZ 111, 278, 281) .
Auch darf die Anwendung dieser Bestimmung nicht dazu führen, dass durch eine Änderung/Anpassung (möglicherweise) unwirksamer oder unklarer Versicherungsbestimmungen das Verbot der geltungserhaltenden Reduktion von Allgemeinen Geschäftsbedingungen (vgl. BGHZ 127, 35, 47; 111, 278, 279) unterlaufen wird.
Eine teilweise Aufrechterhaltung bedeutete eine geltungserhaltende Reduktion, die der Bundesgerichtshof seit Inkrafttreten des AGB-Gesetzes am 1. April 1977 in ständiger Rechtsprechung abgelehnt hat (vgl. BGHZ 111, 278 f. [BGH 16.05.1990 - IV ZR 137/89]).
Eine solche Regelung wäre zulässig; zu beachten wäre allein, dass eine Regelung, die solche Pflichten auch bei kürzestfristigem Verlassen des Hauses (etwa beim Gang zum Postkasten, zum Entleeren des Mülleimers oder in den Garten) statuierte, unverhältnismäßig und daher unwirksam wäre (vgl. BGHZ 111, 278).
Eine Auslegung, die diese Grundsätze nicht beachten würde, würde wesentliche Rechte des Versicherungsnehmers, wie sie sich aus der konkreten Natur des Vertrages ergeben, so einschränken, daß die Erreichung des Versicherungszwe Eine AGB-Klausel, die über diese Grenzen hinausgeht, ist deshalb gemäß § 9 Abs. 2 Nr. 2 AGBG unwirksam (vgl. zum Grundsatz: BGH NJW 90, 2388).
Eine einheitliche Regelung für alle Fallgruppen ist dann unangemessen, wenn die erforderliche Differenzierung unterlassen wird und deshalb eine Fallgruppe nicht mehr interessengerecht geregelt ist (vgl. OLG Hamm, NJW-RR 92, 444; BGH NJW 85, 320; 90, 2388;… Wolf in Wolf, Lindacher Horn, a.a.O., RZ 152 zu § 9 AGBG).
Vom Versicherungsnehmer kann nicht bei jeder Abwesenheit erwartet werden, daß er die Türe zu seiner Wohnung auch verschließt (vgl. BGH VersR 1990, 896 ).
OLG Oldenburg, 01.10.1997 - 2 U 185/97
Risikoausschluß, Leistungsfreiheit, Leistungszusage, schriftliche, …
OLG Hamm, 12.06.1991 - 20 U 305/90
Leistungsfreiheit des Versicherers; Endgültige Versagung des …
OLG Köln, 25.02.1994 - 20 U 87/93
Eingeschränkte Konzession als Mangel der gepachteten Gaststätte
OLG Hamm, 07.09.1994 - 20 U 73/94
Obliegenheitsverletzung bei verspäteter Erstellung und Übersendung einer …
OLG Hamm, 20.12.1992 - 20 U 198/91
KG, 30.10.1992 - 6 U 6763/91
Voraussetzungen für die Leistungsfreiheit des Versicherers bei grob fahrlässiger …

References: § 5
 § 6
 § 9
 BGH 
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