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Timestamp: 2020-03-28 09:59:55+00:00

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BVerwG, 03.03.1998 - 1 PKH 3.98 - dejure.org
BVerwG, 03.03.1998 - 1 PKH 3.98
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BVerwG, 03.03.1998 - 1 PKH 3.98 (https://dejure.org/1998,6898)
BVerwG, Entscheidung vom 03.03.1998 - 1 PKH 3.98 (https://dejure.org/1998,6898)
BVerwG, Entscheidung vom 03. März 1998 - 1 PKH 3.98 (https://dejure.org/1998,6898)
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Hier war das einstweilige Verfügungsverfahren mit Eingang der Erledigungserklärung des Verfügungsbeklagten abgeschlossen (vgl. BVerfG, Nichtannahmebeschluss vom 14.04.2010, 1 BvR 362/10; BVerwG, Beschluss vom 03.03.1998, 1 PKH 3/98; OLG Köln,FamRZ 2008, 1259;… Musielak/Fischer, a.a.O., Rn. 13 zu § 114;… Zöller/Geimer, a.a.O., Rn. 2c zu § 117).
vgl. BVerwG, Beschlüsse vom 3. März 1998 - 1 PKH 3.98 -, juris, und vom 1. Juli 1991 - 5 B 26.91 -, Buchholz 310 § 166 VwGO Nr. 23 m. w. N.; BGH, Beschluss vom 30. September 1981 - IVb ZR 694/80 -, NJW 1982, 446 m. w. N. ; Sächs. OVG, Beschluss vom 10. April 2008 - 4 E 162/97 -, juris; siehe zu einer nachträglichen Bewilligung von Prozesskostenhilfe auch BVerfG, Kammerbeschluss vom 27. November 2000 - 2 BvR 2109/99 -, juris, Rn. 9.
In einem solchen Fall kommt auch nach Abschluss der Instanz eine Bewilligung von Prozesskostenhilfe rückwirkend auf den Zeitpunkt der Entscheidungsreife - ggf. auf einen nach diesem, aber vor Instanzende liegenden Zeitpunkt der Bewilligungsreife, der eingetreten ist, weil sich die Erfolgsaussichten zwischenzeitlich zu Gunsten des Antragstellers verändert haben - in Betracht (vgl. zu Vorstehendem: BGH, Beschluss vom 30. September 1981 - IVb ZR 694/80 - NJW 1982, 446; BVerwG, Beschluss vom 3. März 1998 - BVerwG 1 PKH 3.98 - juris; Senatsbeschluss vom 26. April 1995 - 7 TP 3419/94 - Hess. VGH, Beschlüsse vom 28. Juni 1991 - 6 TP 1065/91 - NVwZ-RR 1992, 220, …und vom 21. August 2007 - 11 TP 1305/07 - Bader/Funke-Kaiser/Kuntze/von Albedyll, VwGO, 4. Aufl. 2007, § 166 Rdnr. 33;… Sodan/Ziekow, VwGO, 2. Aufl. 2006, § 166 Rdnr. 43 ff.; jeweils m. w. N.).
Die Bewilligung von Prozesskostenhilfe dient demnach sowohl nach dem Gesetzeswortlaut als auch der Zielrichtung der gesetzlichen Regelung dazu, einer bedürftigen Partei die beabsichtigte Rechtsverfolgung oder Rechtsverteidigung zu ermöglichen, sofern diese hinreichende Aussicht auf Erfolg bietet (vgl. BVerwG, Beschl. v. 3.3.1998 - 1 PKH 3/98 - Senatsbeschl. v. 5.5.2009 - 4 PA 70/09 -).
Dies gilt nach inzwischen allgemein anerkannter Auffassung insbesondere auch dann, wenn die erste Instanz einen vor Beendigung der Instanz gestellten und entscheidungsreifen PKH-Antrag pflichtwidrig nicht beschieden hat (vgl. BVerwG, Beschluss vom 3. März 1998 - BVerwG 1 PKH 3.98 - juris; Hess. VGH, Beschlüsse vom 28. Juni 1991 - 6 TP 1065/91 - NVwZ-RR 1992, 220, 26. April 1995 - 7 TP 3419/94 -, 21. August 2007 - 11 TP 1305/08 -, 26. März 2008 - 7 D 575/08 - juris, Rdnrn. 10 ff.;… Fischer, a.a.O., Rdnr. 14 zu § 119 ZPO, m.w.N.;… Kopp/ Schenke, a.a.O., Rdnr. 14 a zu § 166 VwGO;… Bader, in Bader/Funke-Kaiser/Kuntze/von Albedylll, VwGO, 4. Auflage, 2007, Rdnr. 33 zu § 166).
OVG Hamburg, 26.10.2009 - 5 So 178/09
Ausnahmsweise kann Prozesskostenhilfe auch nach Abschluss eines Verfahrens dann bewilligt werden, wenn der Antrag bereits während des Verfahrens gestellt, aber nicht beschieden worden ist und der Betroffene mit seinem Antrag alles für die Bewilligung der Prozesskostenhilfe Erforderliche getan, insbesondere die dafür notwendigen Unterlagen und Belege eingereicht hat (vgl. zu Vorstehendem z.B. BVerwG, Beschl. v. 3.3.1998, 1 PKH 3/98, juris, Orientierungssatz; OVG Hamburg, Beschl. v. 10.5.2000, NVwZ-RR 2001, 68;… OVG Münster, Beschl. v. 10.6.2009, 18 E 586/09, juris Rn. 2).
Nach § 166 VwGO in Verbindung mit § 114 Satz 1 ZPO setzt die Bewilligung von Prozesskostenhilfe neben der wirtschaftlichen Bedürftigkeit, der hinreichenden Erfolgsaussicht der Klage und deren fehlender Mutwilligkeit voraus, dass der Kläger mit ihr eine Rechtsverfolgung auch beabsichtigt (…vgl. hierzu BVerfG, B.v. 14.4.2010 - 1 BvR 362/10 - juris Rn. 13; BVerwG, B.v. 3.3.1998 - 1 PKH 3/98 - juris Rn. 2;… Kopp/Schenke, VwGO 17. Aufl. 2011 § 166 Rn. 14).
Vielmehr ist in der Rechtsprechung anerkannt (BVerwG, Beschl. v. 3.3.1998 - 1 PKH 3/98 - OVG Münster, Beschl. v. 30.6.1993 - 25 E 426/93 -, NVwZ-RR 1994, 124; OVG Thüringen, das vom Verwaltungsgericht zu Unrecht zur Stützung seiner gegenteiligen Rechtsansicht herangezogen wurde, Beschl. v. 3.12.1997 - 3 ZO 619/95 -, NVwZ 1998, 866), dass dann, wenn der Bewilligungsantrag während des Verfahrens gestellt, aber nicht beschieden worden ist und der Antragsteller mit seinem Antrag bereits alles für die Bewilligung der Prozesskostenhilfe Erforderliche getan hat, auch eine "rückwirkende" Bewilligung, d.h. eine Bewilligung ab Stellung des Prozesskostenhilfeantrags und Entscheidungsreife nach Abschluss des Verfahrens vor dem Gericht des betreffenden Rechtszuges noch möglich ist.
Eine gleichsam rückwirkende Bewilligung von Prozesskostenhilfe kommt ausnahmsweise nur dann in Betracht, wenn der Bewilligungsantrag während des Verfahrens gestellt, aber nicht beschieden worden ist, der Antragsteller mit seinem Antrag bereits alles für die Bewilligung der Prozesskostenhilfe Erforderliche getan hat (hierzu 1.), vgl. hierzu BVerfG, Beschluss vom 14. April 2010 - 1 BvR 362/10 -, juris; BVerwG, Beschluss vom 3. März 1998 - 1 PKH 3.98 -, juris, und die rückwirkende Bewilligung ausnahmsweise aus Billigkeitsgründen geboten ist (hierzu 2.).
Zwar kann Prozesskostenhilfe ausnahmsweise auch nach Erledigung des Verfahrens bzw. der Sache selbst von dem Gericht des betreffenden Rechtszuges aus Billigkeitsgründen rückwirkend bewilligt werden, wenn der noch vor der Erledigung gestellte Antrag nicht beschieden worden ist, obwohl der Antragsteller bereits alles für die Bewilligung der Prozesskostenhilfe Erforderliche getan hat (vgl. BVerwG, Beschluss vom 3. März 1998 - 1 PKH 3/98 -, zitiert nach Juris), um eine Entscheidung darüber noch vor der Erledigung der Hauptsache zu erreichen.
OVG Sachsen, 09.09.2014 - 1 D 71/14
Betreuungsplatz, Kindergartenplatz, Anmeldung, Betreuungsbedarf, …
VGH Bayern, 27.06.2013 - 12 C 13.939
Vorliegen einer rückwirkenden Bewilligung von Prozesskostenhilfe i.R.d. …
OVG Sachsen-Anhalt, 05.04.2006 - 2 M 126/06
Erlaubnis zur Wohnsitznahme geduldeter Ausländer in einem anderen Bundesland
OVG Nordrhein-Westfalen, 22.02.2018 - 13 E 1065/17
OVG Sachsen, 16.12.2013 - 3 D 72/13
Prozesskostenvorschuss, Recht auf informationelle Selbstbestimmung
OVG Nordrhein-Westfalen, 06.12.2012 - 13 E 1177/12
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OVG Sachsen, 23.07.2012 - 3 D 77/12
Zu den Voraussetzungen rückwirkender Gewährung von Prozesskostenhilfe
OVG Sachsen-Anhalt, 20.02.2012 - 1 O 7/12
Klagerücknahme während des PKH-Beschwerdeverfahrens
OVG Sachsen, 20.09.2017 - 3 D 53/17
Duldung; Duldungsbescheinigung; qualifizierte Bescheinigung
OVG Sachsen, 02.02.2015 - 5 D 20/14
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VGH Bayern, 11.06.2012 - 12 C 12.1042
Kinder- und Jugendhilfe- sowie Jugendförderungsrecht; Beschwerde gegen Versagung …
VGH Bayern, 29.11.2010 - 7 C 10.10396
Eilverfahren; Antragsrücknahme; Prozesskostenhilfe (Ablehnung); Beschwerde
OVG Nordrhein-Westfalen, 15.05.2003 - 16 E 560/03
OVG Sachsen, 24.07.2014 - 1 D 37/14
Prozesskostenhilfe, rückwirkende Bewilligung, Anordnungsanspruch
OVG Nordrhein-Westfalen, 15.05.2003 - 16 E 559/03
VG Neustadt, 02.05.2012 - 1 K 746/11
VGH Bayern, 29.11.2010 - 7 C 10.10397
Klagerücknahme; Prozesskostenhilfe (Ablehnung); Beschwerde
VGH Bayern, 12.08.2010 - 12 C 10.1059
VG Neustadt, 29.09.2011 - 1 K 746/11
Prozessrecht, Prozesskostenhilfe

References: § 114
 § 117
 § 166
 § 166
 § 166
 § 119
 § 166
 § 166
 § 166
 § 114
 § 166