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Timestamp: 2020-01-20 02:53:10+00:00

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BVerwG, 18.01.1996 - 7 C 20.94 - dejure.org
https://dejure.org/1996,326
BVerwG, 18.01.1996 - 7 C 20.94 (https://dejure.org/1996,326)
BVerwG, Entscheidung vom 18.01.1996 - 7 C 20.94 (https://dejure.org/1996,326)
BVerwG, Entscheidung vom 18. Januar 1996 - 7 C 20.94 (https://dejure.org/1996,326)
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Redlicher Grundstückserwerb nach dem Vermögensgesetz auch bei zivilrechtlich unwirksamen Rechtsgeschäft
Ausschlussgrund; Ausschließungsgrund; Restitutionsausschluss; Rückübertragungsausschluss; redlicher Erwerb; Unredlichkeit; Wirksamkeit des Rechtsgeschäfts; Eigenheimerwerb
Vermögensfragen - Redlicher Erwerb
Zivilrechtliche Wirksamkeit unbd Restitution
VG Magdeburg, 09.12.1993 - 7 A 2909/92
NJW 1996, 1361
ZIP 1996, 723
NVwZ 1996, 717 (Ls.)
NJ 1996, 324
BVerwG, 29.03.2006 - 8 C 15.05
Erbengemeinschaft; rassisch gemischte Erbengemeinschaft; Miterbenanteil; …
Nur ein vollständiger Rechtserwerb einschließlich der Grundbucheintragung kann aber die Restitution gemäß § 4 Abs. 2 VermG ausschließen (vgl. Urteil vom 18. Januar 1996 - BVerwG 7 C 20.94 - Buchholz 428 § 4 VermG Nr. 25).
Demgemäß geht der Senat in ständiger Rechtsprechung davon aus, daß der Kauf volkseigener Grundstücke durch Private erstmals durch das Verkaufsgesetz zugelassen wurde (vgl. Beschluß vom 24. Mai 1995 - BVerwG 7 B 51.95 - Buchholz 428 § 4 VermG Nr. 17; Urteil vom 18. Januar 1996 - BVerwG 7 C 20.94 - Buchholz 428 § 4 VermG Nr. 25; Urteil vom 29. August 1996 - BVerwG 7 C 6.96 - Buchholz 428 § 4 VermG Nr. 34).
Etwas anderes folgt nicht aus dem Umstand, daß nach der Rechtsprechung des erkennenden Senats ein redlicher Erwerb im Sinne von § 4 Abs. 2 Satz 1 VermG nicht die zivilrechtliche Wirksamkeit des zugrundeliegenden Rechtsgeschäfts voraussetzt (vgl. BVerwG, Urteil vom 18. Januar 1996 - BVerwG 7 C 20.94 - a.a.O.).
Zwar setzt ein redlicher Erwerb nicht voraus, daß das zugrundeliegende Rechtsgeschäft zivilrechtlich wirksam war, wenn dem Erwerber eine Rechtsstellung verschafft wurde, die gemessen an der Rechtswirklichkeit in der DDR unangreifbar war (vgl. BVerwG, Urteil vom 18. Januar 1996 - BVerwG 7 C 20.94 - Buchholz 428 § 4 VermG Nr. 25 S. 62 m.w.N.).
Selbst wenn nach DDR-Recht angesichts der örtlichen Gegebenheiten eine Abweichung von der 500 m2-Regel erlaubt oder möglicherweise sogar nach § 4 Abs. 4 der Zweiten Durchführungsbestimmung zum Aufbaugesetz wegen unbenutzbarer Restflächen im Einvernehmen mit dem staatlichen Verwalter eine Enteignung des gesamten Grundstücks gerechtfertigt gewesen wäre (vgl. Urteile des Senats vom 18. Januar 1996 - BVerwG 7 C 20.94 - Buchholz 428 § 4 VermG Nr. 25, sowie vom 28. Oktober 1999 - BVerwG 7 C 38.98 - Buchholz 428 § 1 Abs. 3 VermG Nr. 6), ändert das nichts daran, dass sich die staatlichen Behörden mit dem konkreten Eigentumszugriff manipulativ zu Lasten des Eigentümers über die seinerzeit gültigen Vorschriften hinweggesetzt haben.
Nur in diesem Rahmen kann die zivilrechtliche Unwirksamkeit des Erwerbs eines volkseigenen Grundstücks Bedeutung gewinnen (vgl. Urteil vom 18. Januar 1996 - BVerwG 7 C 20.94 - Buchholz 428 § 4 VermG Nr. 25).
Ein Erwerb i.S.d. § 4 Abs. 2 Satz 2 Buchst. a VermG setzt nämlich nicht dessen zivilrechtliche Wirksamkeit voraus, sondern liegt bereits dann vor, wenn der Erwerber eine an der Rechtswirklichkeit der DDR gemessen unangreifbare Rechtsposition erlangt hat (Urteile vom 18. Januar 1996 BVerwG 7 C 20.94 Buchholz 428 § 4 VermG Nr. 25 und vom 25. März 1999 BVerwG 7 C 11.98 ZOV 1999, 296 f. = VIZ 1999, 478 f.).
Ob dieser rechtmäßig war, ist ohne Bedeutung; maßgeblich ist vielmehr allein, ob dem Erwerber eine Eigentümerstellung verschafft wurde, die gemessen an der Rechtswirklichkeit in der DDR unangreifbar war (stRspr, vgl. Urteil vom 18. Januar 1996 - BVerwG 7 C 20.94 - Buchholz 428 § 4 VermG Nr. 25 S. 60 [61 f.]).
BVerwG, 21.12.2004 - 7 B 143.04
Vertrauensschutz des Erwerbers in den Bestand seiner Eigentümerstellung nach der …
a) Zu Unrecht sehen die Kläger eine Abweichung im Sinne des § 132 Abs. 2 Satz 2 VwGO von dem Urteil des Senats vom 18. Januar 1996 - BVerwG 7 C 20.94 - (Buchholz 428 § 4 VermG Nr. 25) darin, dass das Verwaltungsgericht die Rechtswirksamkeit des Erwerbs geprüft und davon abhängig gemacht habe, dass das Vertrauen der Erwerber in den Bestand ihrer Eigentümerstellung schutzwürdig sei.
Dem steht nicht entgegen - und nur darauf ist in dem Urteil des Senats vom 18. Januar 1996 (a.a.O.) aufmerksam gemacht worden -, dass die Regelbeispiele des § 4 Abs. 3 VermG auch Rückschlüsse darauf zulassen, welche Anforderungen an das Vorliegen eines der Redlichkeitsprüfung zugänglichen Rechtserwerbs gestellt werden.
BVerwG, 29.01.2003 - 8 B 115.02
Annahme der grundsätzlichen Bedeutung einer aufgeworfenen Rechtsfrage - Zweck der …
BVerwG, 23.01.2003 - 8 B 131.02
DDR-Recht; Grundstück; Nutzungsrechtsverleihung; Rechtsverstoß; redlicher Erwerb; …
BVerwG, 13.10.2004 - 7 B 127.04
Zurückweisung einer Nichtzulassungsbeschwerde - Anspruch auf Rückübertragung …
BVerwG, 13.10.1997 - 7 B 226.97
Verwaltungsprozeßrecht - Unzureichende Aufklärung als Verfahrensmangel; Offene …
BVerwG, 07.05.2003 - 7 B 16.03
Akteneinsicht; Bauakte; Dauer; Gehörsrüge; mündliche Verhandlung; nachgelassener …
BVerwG, 26.08.1996 - 7 B 243.96
BVerwG, 04.03.1997 - 7 B 247.96
Verletzung des Anspruchs auf rechtliches Gehör hinsichtlich der nicht …
BVerwG, 12.06.1998 - 7 B 166.98
Darlegungsanforderungen einer Nichtzulassungsbeschwerde
BVerwG, 01.04.1998 - 7 B 87.98
BVerwG, 04.09.1997 - 7 B 285.97
BVerwG, 14.05.1997 - 7 B 153.97
Formelle Anforderungen an die Darlegung der Rüge mangelnder Sachaufklärung - …
BVerwG, 27.01.1997 - 7 B 8.97
Rückübertragung des Eigentums an einem Hausgrundstück nach den Vorschriften des …
VG Berlin, 22.04.2010 - 29 K 40.09
Kosten einer Trennungsvermessung aufgrund der Geltendmachung eines Gegenrechts …
BVerwG, 06.01.1998 - 7 B 429.97
BVerwG, 05.09.1997 - 7 B 294.97
BVerwG, 26.02.1997 - 7 B 61.97

References: § 4
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 § 1
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 § 132
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