Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=ZfBR%201990,%20211
Timestamp: 2020-02-27 21:35:48+00:00

Document:
Rechtsprechung: ZfBR 1990, 211 - dejure.org
Weitere Entscheidungen unten: BGH, 11.05.1989 | BGH, 21.12.1989 | BVerwG, 20.12.1989 | OVG Nordrhein-Westfalen, 24.08.1989 | VGH Baden-Württemberg, 10.01.1990
https://dejure.org/1986,58
BVerwG, 04.06.1986 - 7 C 76.84 (https://dejure.org/1986,58)
BVerwG, Entscheidung vom 04.06.1986 - 7 C 76.84 (https://dejure.org/1986,58)
BVerwG, Entscheidung vom 04. Juni 1986 - 7 C 76.84 (https://dejure.org/1986,58)
Tipp: Um den Kurzlink (hier: https://dejure.org/1986,58) schnell in die Zwischenablage zu kopieren, können Sie die Tastenkombination Alt + R verwenden - auch ohne diesen Bereich zu öffnen.
ZfBR 1990, 211
Diese Ermächtigung ist zwar primär auf den Schutz der Allgemeinheit gerichtet, sie dient aber auch den privaten Interessen des Straßenanliegers an einer ungehinderten Nutzung seiner Grundstücksein- und -ausfahrt (BVerwG, Urteile vom 22. Januar 1971 - 7 C 48.69 - BVerwGE 37, 112 und vom 4. Juni 1986 - 7 C 76.84 - BVerwGE 74, 234 ).
OVG Rheinland-Pfalz, 04.04.2019 - 7 A 11622/18
Voraussetzungen für die Anordnung verkehrsbeschränkender Maßnahmen zum Schutz vor …
VG Koblenz, 23.08.2019 - 5 K 1227/18
VG Münster, 16.09.2019 - 1 L 908/19
Parking Day in Münster - Polizei muss Haltverbotsschilder aufstellen
OVG Nordrhein-Westfalen, 09.01.2018 - 8 A 1562/17
OVG Berlin-Brandenburg, 08.08.2019 - 1 N 104.17
Anspruch auf Einführung verkehrsbeschränkender Maßnahmen; ermessensfehlerfreie …
VG Düsseldorf, 24.08.2019 - 6 K 1400/18
Halteverbot Anlieger Wiederaufstellung Unzumutbarkeit Ermessensfehlerfreie …
https://dejure.org/1989,481
BGH, 11.05.1989 - III ZR 88/87 (https://dejure.org/1989,481)
BGH, Entscheidung vom 11.05.1989 - III ZR 88/87 (https://dejure.org/1989,481)
BGH, Entscheidung vom 11. Mai 1989 - III ZR 88/87 (https://dejure.org/1989,481)
Tipp: Um den Kurzlink (hier: https://dejure.org/1989,481) schnell in die Zwischenablage zu kopieren, können Sie die Tastenkombination Alt + R verwenden - auch ohne diesen Bereich zu öffnen.
BGB §§ 305, 839, 852; BundesBauG § 2 Abs. 7
Amtshaftungsanspruch - Verjährung - Schadensersatz - Kompensationder Vermögenseinbuße
NJW 1990, 245
MDR 1990, 31
NVwZ 1990, 194 (Ls.)
VersR 1989, 959
WM 1990, 202
DVBl 1989, 1094
Dies gilt, wie der Senat schon häufig entschieden hat, auch und gerade für den Bereich des öffentlichen Baurechts (vgl. Senatsurteile vom 27. April 1970 - III ZR 114/68 = DöV 1970, 680; vom 8. Januar 1976 - III ZR 5/74 = DVBl 1977, 576;… vom 23. Februar 1978 [aaO]; vom 10. Juli 1980 - III ZR 23/79 = NJW 1980, 2573; vom 17. April 1980 - III ZR 167/78 = NJW 1980, 2576; vom 11. Mai 1989 - III ZR 88/87 = NJW 1990, 245; zuletzt: Senatsbeschluß vom 25. November 1991 - III ZR 190/90;… für BGHR vorgesehen).
So wird die Erklärung, man werde (künftig) etwas Bestimmtes tun, vielfach nicht mehr als die Mitteilung bedeuten, man habe (gegenwärtig) eine solche Absicht (…Senatsurteil vom 8. Januar 1976 a.a.O.) Daher trifft den handelnden Amtsträger die Pflicht, eine solche Auskunft nicht nur richtig, sondern auch unmißverständlich, nämlich so klar und vollständig zu erteilen, daß der Empfänger entsprechend disponieren kann (Senatsurteil vom 11. Mai 1989 - III ZR 88/87 = NJW 1990, 245, 246 m.w.N.).
In einer solchen Situation muss es deswegen dem möglichen Bereicherungsgläubiger unbenommen bleiben, abzuwarten, bis seine Verpflichtung, das bereits Erlangte wieder herauszugeben, feststeht (vgl. dazu auch BGH, Urteile vom 11. Mai 1989 - III ZR 88/87, WM 1990, 202, 207 und vom 6. Mai 1993 - III ZR 2/92, BGHZ 122, 317, 325 f.), sei es aufgrund eines rechtskräftigen Urteils, sei es aufgrund einer mit dem Dritten getroffenen Vereinbarung.
Der Senat bestimmt in ständiger Rechtsprechung den für den Verjährungsbeginn im Sinne des § 852 Abs. 1 BGB - entsprechendes gilt für §§ 43 a.F., 41 n.F. OBG NW - maßgeblichen Zeitpunkt, in dem der Verletzte von dem Schaden und der Person des Ersatzpflichtigen Kenntnis erlangt, dahin, daß diese Kenntnis vorhanden ist, wenn der Geschädigte aufgrund der ihm bekannten Tatsachen gegen eine bestimmte Person eine Schadensersatzklage, sei es auch nur eine Feststellungsklage, erheben kann, die bei verständiger Würdigung soviel Erfolgsaussicht hat, daß sie ihm zumutbar ist (vgl. Senatsentscheidungen BGHR BGB § 852 Amtshaftung 1 - 3, jeweils m.w.N.).
Die Verjährungsfrist beginnt zu laufen, wenn der Geschädigte aufgrund der ihm bekannten Tatsachen gegen eine bestimmte Person eine Schadensersatzklage, sei es auch nur eine Feststellungsklage, erheben kann, die bei verständiger Würdigung so viel Erfolgsaussicht hat, daß sie ihm zumutbar ist (Senatsurteil vom 11. Mai 1989 - III ZR 88/87 - BGHR BGB § 852 Amtshaftung 1 = NJW 1990, 245, 247 m.w.N.;… vgl. Senatsbeschluß vom 28. Februar 1991 - III ZR 252/89 - BGHR BGB § 852 Amtshaftung 2).
Die Bediensteten dieser Organisationseinheit hätten jedenfalls die für die Bauaufsicht zuständigen Mitarbeiter der Beklagten zur Unterrichtung der Klägerin veranlassen müssen (vgl. Senatsurteile vom 11. Mai 1989 - III ZR 88/87 - NJW 1990, 245, 246 f …und vom 7. Dezember 1995 aaO, S. 1018 f).
Dabei genügt allerdings im allgemeinen, daß der Verletzte die tatsächlichen Umstände kennt, die eine schuldhafte Amtspflichtverletzung als naheliegend, eine Amtshaftungsklage - sei es auch nur als Feststellungsklage - mithin als so aussichtsreich erscheinen lassen, daß dem Verletzten die Erhebung der Klage zugemutet werden kann (vgl. Senatsentscheidungen BGHR BGB § 852 Amtshaftung 1 bis 3; Urteil vom 6. Mai 1993 - III ZR 2/92 - VersR 1993, 966, 968, für BGHZ 122, 317 vorgesehen).
Die Frage, wann dem Geschädigten eine Klage zumutbar ist, beurteilt sich nach ähnlichen Gesichtspunkten, wie der Senat sie für den Gebrauch eines Rechtsmittels im Sinne des § 839 Abs. 3 BGB angenommen hat (zur Zumutbarkeit der Klageerhebung im Amtshaftungsrecht: Senat, Urteil vom 11. Mai 1989 - III ZR 88/87, NJW 1990, 245, 247;… Beschluss vom 31. Januar 2014 - III ZR 84/13, juris Rn. 6; jeweils mwN).
Für die Frage, ob eine amtliche Auskunft richtig und sachgerecht ist, kommt es entscheidend darauf an, wie sie von dem Empfänger aufgefaßt wird und werden kann und welche Vorstellungen zu erwecken sie geeignet ist (Senat, NJW 1980, 2573 = LM § 839 (Fe) BGB Nr. 59 = WM 1980, 1199 und NJW 1990, 245 = VersR 1989, 959 jeweils m. w. Nachw.).
OLG Hamm, 14.09.2000 - 27 U 84/00
Zerstörung des Leasingfahrzeugs - Umsatzsteuer auf Wiederbeschaffungswert als …
OLG Düsseldorf, 17.01.2017 - 24 U 38/16
Ansprüche des Verkäufers eines Gewerbegrundstücks wegen unterbliebenen …
Auskunft; Behörde; Bauvorhaben; Amtshaftung
LG Bonn, 31.03.2017 - 1 O 226/16
Besitzstörung, Mitbesitz, Schadenersatz, Auswechselung Türschloss
OLG Köln, 21.07.2016 - 7 U 17/15
Amtshaftungsansprüche des Erwerbers eines Grundstücks wegen unvollständiger …
https://dejure.org/1989,862
BGH, 21.12.1989 - III ZR 26/88 (https://dejure.org/1989,862)
BGH, Entscheidung vom 21.12.1989 - III ZR 26/88 (https://dejure.org/1989,862)
BGH, Entscheidung vom 21. Dezember 1989 - III ZR 26/88 (https://dejure.org/1989,862)
Tipp: Um den Kurzlink (hier: https://dejure.org/1989,862) schnell in die Zwischenablage zu kopieren, können Sie die Tastenkombination Alt + R verwenden - auch ohne diesen Bereich zu öffnen.
Ausgleichsanspruch - Eigennutzung - Tonabbau - Gasspeicherung - Energieversorgungsunternehmen
NdsAllgBergG § 2b, §§ 135 ff.
BGHZ 110, 17
NJW 1990, 978
NJW-RR 1990, 456 (Ls.)
NVwZ 1990, 502 (Ls.)
VersR 1990, 424
WM 1990, 775
a) Sein Ergebnis kann insbesondere nicht auf die von ihm zitierten Entscheidungen des Bundesgerichtshofs (BGHZ 110, 17 und BGH, Urt. v. 14. April 1954, VI ZR 35/53, VersR 1954, 288) gestützt werden.
aa) In dem der Entscheidung BGHZ 110, 17 zugrunde liegenden Fall hat der Bundesgerichtshof einem Grundstückseigentümer einen bürgerlich-rechtlichen Ausgleichsanspruch zugesprochen, der aus übergeordneten Interessen zur Duldung einer unterirdischen behälterlosen Speicherung von Gas durch ein Energieversorgungsunternehmen gehalten war und dadurch in der Nutzung seines Grundstücks zum Tonabbau beeinträchtigt wurde.
In dem Fall BGHZ 110, 17 geht es, wie in § 906 Abs. 2 grundsätzlich geregelt, um einen von außen kommenden Eingriff in ein fremdes Grundstück.
Mit dem der Entscheidung BGHZ 110, 17 zugrunde liegenden Konflikt hat das nichts zu tun.
Gleiches gilt insoweit für sonstige Entscheidungen, in denen ein Ausgleichsanspruch wegen Beeinträchtigungen anerkannt worden ist, gegen die der Eigentümer nach § 1004 Abs. 1 BGB entweder aus rechtlichen Gründen nicht vorgehen durfte (vgl. BGHZ 48, 98, 104; 60, 119, 123; 110, 17, 23) [BGH 21.12.1989 - III ZR 26/88]oder aus tatsächlichen Gründen nicht vorgehen konnte (vgl. etwa BGHZ 90, 255, 263;… ferner Hagen, Festschrift für Hermann Lange, 1992, S. 483, 500 ff).
Im Bereich dieses Rechts kommt § 906 BGB unbestritten nicht nur dann zur Anwendung, wenn der Betreiber des Gasspeichers von der nach § 126 BBergG bestehenden Möglichkeit Gebrauch macht, von den Eigentümern der obertätigen Grundstücke deren Übertragung (Grundabtretung) zu verlangen, sondern auch dann, wenn diese nicht verlangt und der unterirdische Gasspeicher aufgrund einer bergrechtlichen Betriebserlaubnis betrieben wird (BGHZ 110, 17, 23) .
Nach der gefestigten Rechtsprechung des Bundesgerichtshofes kommt ein nachbarrechtlicher Ausgleichsanspruch analog § 906 Abs. 2 Satz 2 BGB aber auch für solche und andere Beeinträchtigungen in Betracht, wenn der betroffene Grundstückseigentümer dadurch Nachteile erleidet, die das zumutbare Maß einer entschädigungslos hinzunehmenden Beeinträchtigung übersteigen (BGHZ 58, 149, 158 f. - Abschwemmungen eines provisorischen Dammes; BGHZ 62, 361, 366; 70, 212, 220 f. - Behinderungen des Kontakts nach außen; BGHZ 72, 289, 292; 85, 375, 384 - Vertiefungsschäden; BGHZ 90, 255 ff - Abschwemmung von Unkrautvertilgungsmitteln, Senatsurt. v. 19. Mai 1985, V ZR 33/84, WM 1985, 1041 - Wasserschaden infolge Rohrbruchs auf dem Nachbargrundstück; BGH Urt. v. 21. Dezember 1989, III ZR 26/88, NJW 1990, 978 - Behinderung des Abbaus von von durch unterirdische Speicherung von Gas; vgl. auch schon BGHZ 28, 225, 230 ff - Gesteinsbrocken).
Demgemäß hat auch der III. Zivilsenat des Bundesgerichtshofes (Urt. v. 21. Dezember 1989, III ZR 26/88, NJW 1990, 978, 990) die beiden Ansprüche als verschiedene prozessuale Ansprüche und im Blick auf die Rechtskraft als verschiedene Streitgegenstände behandelt.
Das Senatsurteil BGHZ 110, 17, 24 steht nicht entgegen.
BGH, 17.05.1990 - III ZR 88/89
Die allgemeine Festlegung einer starren Grenze wird dem Sinn und Zweck der Regelung, im Rahmen des gesetzlichen Anpassungsverhältnisses zwischen Grundeigentum und Bergbau einen angemessenen Ausgleich zwischen den einander widerstreitenden Interessen zu finden (vgl. insoweit auch Senatsurteil vom 21. Dezember 1989 - III ZR 26/88 = NJW 1990, 978, zur Veröffentlichung in BGHZ vorgesehen), nicht gerecht.
Damit in Einklang stehen die Entscheidungen des Bundesgerichtshofs vom 14.04.1954 (VersR 1954, 288) sowie vom 21.12.1989 (BGHZ 110, 17).
Vielmehr genügt es insoweit, daß der Störer das dem Betroffenen benachbarte Grundstück nutzt (vgl. BGHZ 113, 384 = VersR 91, 591, 593; VersR 90, 424; BGHZ 60, 119 = NJW 73, 508; BGH MDR 68, 912).
https://dejure.org/1989,1375
BVerwG, 20.12.1989 - 7 B 188.89 (https://dejure.org/1989,1375)
BVerwG, Entscheidung vom 20.12.1989 - 7 B 188.89 (https://dejure.org/1989,1375)
BVerwG, Entscheidung vom 20. Dezember 1989 - 7 B 188.89 (https://dejure.org/1989,1375)
Tipp: Um den Kurzlink (hier: https://dejure.org/1989,1375) schnell in die Zwischenablage zu kopieren, können Sie die Tastenkombination Alt + R verwenden - auch ohne diesen Bereich zu öffnen.
Streitwertbemessung bei Immissionen - Immissionsschutz - Personenbeförderung - Linienverkehrsgenehmigung - Omnibusse - Klagebefugnis von Straßenanliegern - Straßenverkehrsbehörde - Verkehrswirtschaftliche Genehmigung
PBefG § 13; StVO § 45 Abs. 1 S. 2 Nr. 3
VG Kassel, 13.11.1987 - II/1 E 1671/86
NJW 1990, 930
NVwZ 1990, 473 (Ls.)
NZV 1990, 366
DVBl 1990, 774
DÖV 1990, 839
Nicht dazu gehören die Interessen der Allgemeinheit (…vgl. Zeil/Prinz zur Lippe, a.a.O., S. 405, 409;… OVG Hamburg, Beschl. v. 24.9.2014, 3 Bs 175/14, NordÖR 2014, 545, juris Rn. 16) und insoweit auch nicht die Interessen eines Einzelnen (vgl. BVerwG, Beschl. v. 20.12.1989, 7 B 188/89, NJW 1990, 930, juris Rn. 4: einzelner Straßenanlieger).
b) Im Ergebnis nichts anderes gilt für die Vorschrift in § 45 Abs. 1 Satz 2 Nr. 3 StVO (vgl. hierzu Urteile vom 4. Juni 1986 BVerwG 7 C 76.84 BVerwGE 74, 234, und vom 20. Mai 1987 BVerwG 7 C 60.85 Buchholz 442.151 § 46 StVO Nr. 7; Beschluß vom 20. Dezember 1989 BVerwG 7 B 188.89 Buchholz 442.01 § 13 PBefG Nr. 32; Urteil vom 22. Dezember 1993 BVerwG 11 C 45.92 Buchholz 442.151 § 46 StVO Nr. 9).
Wie auch das Verwaltungsgericht unter Bezugnahme auf Entscheidungen des Bundesverwaltungsgerichts (Beschluss vom 20.12.1989 - 7 B 188.89 -, juris) sowie des Hessischen Verwaltungsgerichtshofs (Beschluss vom 29.08.1986 - 2 TH 1569/86 -, juris) und des Niedersächsischen Oberverwaltungsgerichts (Urteil vom 19.11.1997 - 7 L 3228/96 -, juris) festgestellt hat, lässt aber der Wortlaut des § 13 Abs. 2 Satz 1 Nr. 1 PBefG jeden Hinweis auf einen individuell geschützten Personenkreis vermissen (vgl. demgegenüber § 45 Abs. 1 Satz 2 Nr. 3 StVO).
Die Erwägungen zum Vorrang der straßenrechtlichen Widmung und des Straßenverkehrsrechts im Zusammenhang mit der Frage, welcher Verkehr auf einer bestimmten Straße zugelassen ist oder inwieweit der Verkehr dort zu beschränken ist (vgl. dazu im Übrigen, BVerfG…, Beschluss vom 10.06.2009 - 1 BvR 198/08 -, juris Rn. 18; VGH Baden-Württemberg, Beschluss vom 01.08.2003 - 5 S 1004/03 -, juris; BVerwG, Beschluss vom 20.12.1989, a.a.O., juris Rn. 4), dienen lediglich der Begründung der Aussage, wonach bei der Frage, wo öffentlicher Personenverkehr angeboten werde und insbesondere wer diesen anbieten dürfe, die Interessen der Anwohner naturgemäß keine Rolle spielten.
Anlieger können einen Verstoß gegen § 13 Abs. 2 Nr. 2 PBefG nicht geltend machen, da diese Norm "nur objektiv wirkende Verkehrsinteressen" zu schützen bestimmt ist (BVerwG, B. v. 20.12.1989 - 7 B 188.89 -, NJW 1990, 930).
Beide Versagungsgründe liegen allein im öffentlichen Interesse (BVerwG, Beschl. v. 20.12.1989 - 7 B 188/89 -, juris, Rn. 4).
Die Genehmigungsbehörde für die Erteilung der Linienverkehrsgenehmigung ist vielmehr an den widmungs- und straßenverkehrsrechtlich vorgegebenen Rahmen gebunden (BVerwG, Beschl. v. 20.12.1989 - 7 B 188/89 -, juris, Rn. 4).
Ein Dritter kann durch einen Verwaltungsakt in seinen Rechten nur verletzt sein, wenn in dem Verwaltungsakt zumindest auch über eine ihm vom Gesetz eingeräumte Rechtsposition, ein ihm zustehendes rechtlich geschütztes Interesse, mit zu entscheiden ist oder wenn in dem Verwaltungsakt, obwohl das Gesetz dies nicht zuläßt, über eine solche Rechtsposition mit entschieden worden ist (BVerwG NJW 1990, 930).
Deswegen scheidet, wie aus § 13 Abs. 7 PBefG folgt, bei der Entscheidung über die Erteilung der Genehmigung nach § 2 Abs. 2 PBefG eine Prüfung der objektiven Genehmigungsvoraussetzungen des § 13 Abs. 2 PBefG aus, mit dem durch den in der Nr. 2 geregelten Versagungsgrund der Beeinträchtigung der öffentlichen Verkehrsinteressen auch die rechtlichen Interessen von Mitkonkurrenten geschützt werden (BVerwG, Urteil vom 25.10.1968, NJW 1969, 708; Beschluß vom 20.12.1989, DÖV 1990, 839; VGH Baden-Württemberg, Urteil vom 22.10.1969, GewA 1970, 86).
Die Anlieger einer öffentlichen (Wohn-)Straße, durch die ein Linienverkehr mit Kraftfahrzeugen geführt werden soll, können im Hinblick auf verkehrsbedingte Immissionen in ihren Rechten nicht durch die Erteilung der (verkehrswirtschaftlichen) Genehmigung des Linienverkehrs verletzt sein; denn dieser wird auf einer zum öffentlichen Verkehr zugelassenen Straße genehmigt und ist daher Teil des allgemeinen Kraftfahrzeugverkehrs auf dieser Straße (vgl. BVerwG, Beschl. v. 20.12.1989 - 7 B 188.89 -, DVBl 1990, 775).
Eine umfassende rechtsgestaltende Wirkung wie der Planfeststellung kommt der Genehmigung nach § 9 ff. PBefG nicht zu (vgl. BVerwG vom 20.12.1989, NJW 1990, 930).
OVG Nordrhein-Westfalen, 01.09.1997 - 20 B 713/95
Linienführung einer Straßenbahn; Vorhabengenehmigung; …
Abgesehen von der Frage, ob Genehmigungen nach § 9 PBefG überhaupt von privaten Dritten angefochten werden können, verneinend für die Genehmigung nach § 13 PBefG: BVerwG, Beschluß vom 20. Dezember 1989 - 7 B 188.89 -, Buchholz 442.01 § 13 PBefG Nr. 32, scheidet eine Anfechtung jedenfalls von vornherein aus, weil sich die Genehmigung auf ein planfestzustellendes Vorhaben bezieht.
OVG Niedersachsen, 17.02.2009 - 8 LA 4/09
Ausländerbehördliche Übernahme von Medikamentenkosten im Heimatland
OVG Rheinland-Pfalz, 12.02.1999 - 11 E 12862/98
Streitwert; Gaststättenrechtliche Nachbarklage; Gaststättenerlaubnis; Imbißstand
OVG Schleswig-Holstein, 22.05.2008 - 4 MB 45/08
OVG Nordrhein-Westfalen, 24.08.1989 - 7 A 2495/87
https://dejure.org/1989,2667
OVG Nordrhein-Westfalen, 24.08.1989 - 7 A 2495/87 (https://dejure.org/1989,2667)
OVG Nordrhein-Westfalen, Entscheidung vom 24.08.1989 - 7 A 2495/87 (https://dejure.org/1989,2667)
OVG Nordrhein-Westfalen, Entscheidung vom 24. August 1989 - 7 A 2495/87 (https://dejure.org/1989,2667)
Tipp: Um den Kurzlink (hier: https://dejure.org/1989,2667) schnell in die Zwischenablage zu kopieren, können Sie die Tastenkombination Alt + R verwenden - auch ohne diesen Bereich zu öffnen.
BauO NW § 47 Abs. 1, Abs. 2 S. 1
VG Aachen, 29.09.1987 - 5 K 123/87
NVwZ 1990, 581
Es entspricht der gefestigter Rechtsprechung, dass die Veränderungssperre bzw. der Beschluss über diese nicht vor dem zu Grunde liegenden Planaufstellungsbeschluss bekannt gemacht werden darf, indes ist eine gleichzeitige Bekanntmachung unschädlich (ganz h.M., vgl. BVerwG, Beschl. vom 09.02.1989 - 4 B 236.88 -, juris [OS 1]; OVG NRW, Urteil vom 24.08.1989 - 7 A 2495/87 -, juris [LS 2]; VGH BW…, Urteil vom 09.02.1998 - 8 S 2770/97 - juris [Rn. 15]; VGH München…, Beschluss vom 27.09.1999 - 26 ZS 99.2149 -, juris [Rn. 25]).
Aus den gleichen Gründen ist es ferner unschädlich, daß beide Beschlüsse von der Antragsgegnerin am gleichen Tag bekannt gemacht worden sind (vgl. VGH Bad.-Württ., Urt. v. 17.8.1990 - 3 S 1139/90 - OVG Münster, Urt. v. 24.8.1989 - 7 A 2495.87 - NVwZ 1990, 581, 582;… Ernst/Zinkahn/Bielenberg, BauGB, 2. Aufl., § 14 RdNr. 11;… Lemmel in: Berliner Kommentar zum BauGB, 2. Aufl., § 14 RdNr. 5;… a. M. Grauvogel in Brügelmann, BauGB, § 14 Rdnr. 19 sowie Dürr, Baurecht, 8. Aufl., RdNr. 150).
Dass die Stadtverordnetenversammlung der Antragsgegnerin in derselben Sitzung auch den Beschluss über die Veränderungssperre gefasst hat, ist eine rechtlich zulässige Verfahrensweise, denn § 14 Abs. 1 BauGB erfordert nicht, dass die Veränderungssperre erst nach Bekanntgabe des Aufstellungsbeschlusses beschlossen werden darf (vgl. BVerwG, Beschluss vom 09.02.1989 - 4 B 236.88 -, BauR 1989, 432; OVG NW, Urteil vom 24.08.1990 - 7 A 2495/87 -, NVwZ 1990, 581).
Aus den genannten Gründen ist es ebenso unschädlich, dass beide Beschlüsse der Antragsgegnerin am selben Tage bekannt gemacht worden sind (vgl. OVG Münster, Urteil vom 24. August 1989 - 7 A 2495.87 - NVwZ 1990, S. 581/582;… Lemmel in: Berliner Kommentar zum BauGB, 3. Auflage, § 14 Rn. 6).
OVG Nordrhein-Westfalen, 16.05.1995 - 11 A 4066/93
Bauvorbescheid für die notwendigen Stellplätze einer Spielhalle?
hierzu grundlegend BVerwG, Beschluß vom 28.6.1992 - 4 B 54.92 -, BRS 54 Nr. 108, OVG NW, Urteil vom 18.2.1993 - 10 A 1590/88 -, GewArch 1995, 38 f., Urteil vom 1.9.1988 - 11 A 1158/87 -, BRS 48 Nr. 106; zur Wesentlichkeit einer Nutzungsänderung einer Gaststätte in eine Spielhalle OVG NW, Urteil vom 24.8.1989 - 7 A 2552/87 -, BRS 49 Nr. 140 sowie weitere Nachweise bei Boeddinghaus/Hahn, BauO NW , Kommentar, Stand: März 1994, § 47 Rdn. 38 f.
VGH Hessen, 22.01.1991 - 14 TH 2489/90
Zur Frage der abfallrechtlichen Behandlung von Baustellenabfällen
Der beschließende Senat folgt damit jedenfalls für Baustellenabfälle der Auffassung des früher für das Abfallrecht zuständigen 3. Senats des Verwaltungsgerichtshofs, wie sie in dessen Beschlüssen vom 14. Februar 1990 - 3 TH 125/90 und 182/90 - (der zweitgenannte abgedruckt in GewArch 1990, 184 = RdL 1990, 191) zum Ausdruck gelangt ist.
wird als typisches Beispiel einer mobilen Entsorgungsanlage, die Bestandteil der ortsfesten Abfallentsorgungsanlage ist, Folgendes geschildert: Eine mobile Anlage zum Sortieren von Baustellenabfällen wird auf dem Gelände einer abgebauten Kiesgrube für die Dauer und zum Zweck der Grubenverfüllung mit dem in der Anlage gewonnenen unbelasteten Bauschutt aufgestellt, Hessischer Verwaltungsgerichtshof, Urteil vom 22. Januar 1991 - 14 TH 2489/90, in: NVwZ-RR 1991, 532; Hessischer Verwaltungsgerichtshof, Urteil vom 14. Februar 1990 - 3 TH 182/90, in: GewArch 1990, 184; Kunig, in: Kunig/Schwermer/Versteyl, Abfallgesetz, 2. Auflage (1992) § 4 Rn. 17.
VGH Baden-Württemberg, 10.01.1990 - 8 S 1831/89
https://dejure.org/1990,3467
VGH Baden-Württemberg, 10.01.1990 - 8 S 1831/89 (https://dejure.org/1990,3467)
VGH Baden-Württemberg, Entscheidung vom 10.01.1990 - 8 S 1831/89 (https://dejure.org/1990,3467)
VGH Baden-Württemberg, Entscheidung vom 10. Januar 1990 - 8 S 1831/89 (https://dejure.org/1990,3467)
Tipp: Um den Kurzlink (hier: https://dejure.org/1990,3467) schnell in die Zwischenablage zu kopieren, können Sie die Tastenkombination Alt + R verwenden - auch ohne diesen Bereich zu öffnen.
Bauleitplanung - Abwägungsgebot - Erweiterung rückwärtiger Baugrenzen bei Doppelhäusern
§ 1 Abs 6 BauGB, § 1 Abs 3 BauGB
BauGB § 1 Abs. 1, 2, 3, 4, 5
BauR 1990, 338

References: § 2
 § 852
 § 852
 § 852
 § 852
 § 852
 § 839
 § 839
 § 2
 § 906
 § 1004
 § 906
 § 126
 § 906
 BGH 
 BGH 
 § 13
 § 45
 § 45
 § 46
 § 13
 § 46
 § 13
 § 45
 § 13
 § 13
 § 2
 § 13
 § 9
 § 9
 § 13
 § 13
 § 47
 § 14
 § 14
 § 14
 § 14
 § 14
 § 47
 § 4

§ 1
 § 1
 § 1