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Timestamp: 2019-08-25 17:04:28+00:00

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BFH, 28.06.2006 - XI R 58/05 - dejure.org
https://dejure.org/2006,1316
BFH, 28.06.2006 - XI R 58/05 (https://dejure.org/2006,1316)
BFH, Entscheidung vom 28.06.2006 - XI R 58/05 (https://dejure.org/2006,1316)
BFH, Entscheidung vom 28. Juni 2006 - XI R 58/05 (https://dejure.org/2006,1316)
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AO 1977 § 173 Abs. 1 Nr. 1; EStG 1998 § 3 Nr. 9, § 24 Nr. 1 Buchst. a, § 34
Einheitliche Beurteilung einer im Zusammenhang mit der Beendigung eines Arbeitsverhältnisses geleisteten Umorientierungshilfe; Allgemeine Grundsätze für die ertragsteuerliche Behandlung von Entlassungsentschädigungen vor dem Hintergrund der neueren BFH-Rechtsprechung; Umfang der beiderseitigen Pflichten nach Erklärung einer "Entschädigung"; Berücksichtigung des Freibetrages
Berücksichtigung des Freibetrags nach § 3 Nr. 9 EStG bei der ersten Teilzahlung einer Entschädigungszahlung; keine Tarifbegünstigung einer auf zwei Veranlagungszeiträume verteilten Entschädigungsleistung; Änderung nach § 173 Abs. 1 Nr. 1 AO hinsichtlich Ermittlungspflicht des Finanzamts und Mitwirkungspflicht des Steuerpflichtigen; Auswirkungen einer Lohnsteuer-Außenprüfung auf den Arbeitnehmer
Berücksichtigung des Freibetrags nach § 3 Nr. 9 EStG bei der ersten Zahlung
Abfindung - Kein Wahlrecht beim Freibetrag
Berücksichtigung des Freibetrags für Abfindungen nur in einem Veranlagungszeitraum
Kurznachricht zu "Anmerkung zum Urteil des BFH vom 28.06.2006, Az.: XI R 58/05 (Freibetrag bei Auflösung des Arbeitsverhältnisses)" von Dipl.-Finanzw. Rainer Formel, original erschienen in: EStB 2006, 403 - 404.
BFHE 214, 319
BB 2006, 2168
DB 2006, 2551
BStBl II 2006, 835
NZA-RR 2007, 87
Haben sowohl der Steuerpflichtige als auch das FA es versäumt, den Sachverhalt aufzuklären, trifft in der Regel den Steuerpflichtigen die Verantwortung, mit der Folge, dass der Steuerbescheid geändert werden kann (ständige Rechtsprechung des BFH, s. etwa Urteil vom 28. Juni 2006 XI R 58/05, BFHE 214, 319, BStBl II 2006, 835;… Klein/Rüsken, a.a.O., § 173 Rz 80 ff.).
Keine Zusammenballung in diesem Sinne liegt typischerweise vor, wenn eine Entschädigung in zwei oder mehreren verschiedenen Veranlagungszeiträumen gezahlt wird, auch wenn die Zahlungen jeweils mit anderen laufenden Einkünften zusammentreffen und sich ein Progressionsnachteil ergibt (ständige Rechtsprechung, vgl. BFH-Urteil vom 28. Juni 2006 XI R 58/05, BFHE 214, 319, BStBl II 2006, 835, m.w.N.).
Soweit die Teilleistung nach § 3 Nr. 9 EStG in der im Jahr 2005 geltenden Fassung in Höhe von 7.200 EUR steuerfrei ist, ist sie außer Betracht zu lassen, da sie ohnehin keine Progressionsbelastung bewirken kann (vgl. BFH-Urteil in BFHE 214, 319, BStBl II 2006, 835).
Haben sowohl der Steuerpflichtige als auch das FA es versäumt, den Sachverhalt aufzuklären, trifft in der Regel den Steuerpflichtigen die Verantwortung, mit der Folge, dass die Berufung des FA auf die Erfüllung der Voraussetzungen des § 173 Abs. 1 Nr. 1 AO nicht als treuwidrig anzusehen ist (BFH-Entscheidungen vom 28. Juni 2006 XI R 58/05, BFHE 214, 319, BStBl II 2006, 835, …und vom 6. Februar 2013 X B 164/12, BFH/NV 2013, 694, unter II.2.b).
In der Regel aber trifft bei beidseitigen Versäumnissen den Steuerpflichtigen die Verantwortung, mit der Folge, dass der Steuerbescheid geändert werden kann (BFH-Urteile vom 20. Dezember 1988 VIII R 121/83, BFHE 156, 339, BStBl II 1989, 585, unter II.6.; vom 28. Juni 2006 XI R 58/05, BFHE 214, 319, BStBl II 2006, 835, unter II.1.a).
Dies schließt die Anwendung des ermäßigten Steuersatzes grundsätzlich aus und zwar auch dann, wenn die Teilzahlungen jeweils mit anderen laufenden Einkünften zusammentreffen und sich daraus ein (nicht bloß einmaliger) Progressionsnachteil ergibt (ständige Rechtsprechung, vgl. BFH-Urteil vom 28. Juni 2006 XI R 58/05, BFHE 214, 319, BStBl II 2006, 835, m.w.N.).
Wegen der Auszahlung in Teilakten in verschiedenen Veranlagungszeiträumen scheidet eine ermäßigte Besteuerung gemäß § 34 EStG aus (ständige Rechtsprechung, vgl. BFH-Urteil vom 28. Juni 2006 XI R 58/05, BFHE 214, 319, BStBl II 2006, 835, m.w.N.).
b) Danach liegen typischerweise keine außerordentlichen Einkünfte vor, wenn eine Vergütung für eine mehrjährige Tätigkeit in zwei Veranlagungszeiträumen gezahlt wird, auch wenn die Zahlungen jeweils mit anderen laufenden Einkünften zusammentreffen und sich ein Progressionsnachteil ergibt (ständige Rechtsprechung, vgl. BFH-Urteil vom 28. Juni 2006 XI R 58/05, BFHE 214, 319, BStBl II 2006, 835, m.w.N.).
Keine Zusammenballung in diesem Sinne liegt typischerweise vor, wenn eine Entschädigung in zwei oder mehreren Veranlagungszeiträumen gezahlt wird, auch wenn die Zahlungen jeweils mit anderen laufenden Einkünften zusammentreffen und sich ein Progressionsnachteil ergibt (ständige Rechtsprechung, vgl. BFH-Urteil vom 28. Juni 2006 XI R 58/05, BFHE 214, 319, BStBl II 2006, 835, m.w.N.).
BFH, 02.03.2007 - XI B 137/06
BFH, 02.03.2007 - XI B 138/06
Abzug des Freibetrags gemäß § 3 Nr. 9 EStG von der ersten Zahlung
FG Hessen, 30.10.2018 - 9 K 678/16
§§ 10a, 91 EStG, § 172 Abs. 1 Satz 1 Nr. 2 Buchst. d AA
FG München, 27.06.2018 - 1 K 3315/16
Lohnsteuerbescheinigung, Finanzamt, Steuererklärungsformular, Arbeitgeberzuschuß, …

References: § 173
 § 3
 § 24
 § 34
 § 3
 § 173
 § 3
 § 173
 § 3
 § 173
 § 34
 § 3
 § 172