Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=BGH&Datum=28.04.1969&Aktenzeichen=III%20ZR%20112/68
Timestamp: 2019-11-15 21:13:47+00:00

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BGH, 28.04.1969 - III ZR 112/68 - dejure.org
https://dejure.org/1969,3911
BGH, 28.04.1969 - III ZR 112/68 (https://dejure.org/1969,3911)
BGH, Entscheidung vom 28.04.1969 - III ZR 112/68 (https://dejure.org/1969,3911)
BGH, Entscheidung vom 28. April 1969 - III ZR 112/68 (https://dejure.org/1969,3911)
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Anforderungen an die gerichtliche Beweiswürdigung - Geltendmachung entweder einer Entschädigung nach Aufopferungsrecht oder von Schadensersatz wegen Amtspflichtverletzung
VersR 1969, 801
Da indessen die Rechtsprechung grundsätzlich den Zusammenhang zwischen haftungsbegründendem Ereignis und Schadensfolge der Feststellung nach § 287 Abs. 1 ZPO unterwirft (vgl. neuerlich BGH Urt. v. 19. Mai 1969 - III ZR 112/68 - VersR 1969, 801; und vom 26. Januar 1970 - III ZR 232/68 - DRiZ 1970, 202), muß in gewissem Umfang diese beweiserleichternde Vorschrift auch für die Feststellung schadensbegründender Tatsachen Anwendung finden.
Wenn also die Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs immer wieder darauf hinweist, daß der Richter nach § 287 ZPO ohne Rücksicht auf die Beweislast und unter Befreiung von den strengen allgemeinen Beweisregeln entscheiden darf (vgl. zuletzt etwa Urt. v. 19. Mai 1969 - III ZB 112/68 - VersR 1969, 801, 802), so darf dies nicht dahin mißverstanden werden, daß bei der Anwendung des § 287 ZPO die grundsätzliche Beweislastverteilung überhaupt keine Rollo mehr spiele (…richtig Klauser a.a.O. S. 169).
Allein der Tatrichter hat, ohne Bindung an gesetzliche Beweisregeln und nur seinem Gewissen unterworfen, die Entscheidung zu treffen, ob er angesichts des widerstreitenden Parteivortrages die Überzeugung gewinnen könne, daß der Erblasser der Beklagten etwas mit Schenkungswillen zugewendet habe (vgl. BGH Urteil vom 2. Dezember 1968 - III ZR 112/68 = DRiZ 1969, 53).
Er gilt auch für Ansprüche auf Entschädigung wegen Enteignung oder Aufopferung (BGHZ 29, 95 [BGH 15.12.1958 - III ZR 232/57]; BGH VersR 1963, 330 und 1969, 801).
Das Gericht muß unter großzügiger Anwendung des § 139 ZPO die Parteien zur Vervollständigung ihrer Angaben veranlassen, soweit es nach bestimmten Richtungen einer Aufklärung oder Ergänzung des Sachvortrags für sachdienlich hält (vgl. BGHZ 3, 162; 39, 198/219; BGH LM ZPO § 287 Nr. 3; BGH DRiZ 1968, 346; BGH VersR 1969, 801).
BGH, 25.10.1984 - IX ZR 76/83
Berechtigung zur neuen Festsetzung des Hundertsatzes der Gesundheitsschadensrente …
Daneben verkennt er aber auch, daß einer Schätzung nach § 287 ZPO hier entgegensteht, daß das Berufungsgericht erhebliche Unsicherheiten in den Grundlagen des Tatsachenablaufs in Kauf nimmt (vgl. BGH, Urt. v. 19. Mai 1969 - III ZR 112/68 = VersR 1969, 801).
Wie der Senat bereits mehrfach entschieden hat, kommt die Vorschrift des § 287 ZPO auch bei Aufopferungsansprüchen zum Zuge (vgl. BGHZ 29, 95 [BGH 15.12.1958 - III ZR 232/57]; BGH VersR 1963, 330; BGH VersR 1969, 801; BGH Urteil vom 27.02.1969 III ZR 13/68).
BGH, 16.03.1970 - III ZR 99/69
Antrag des Klägers auf Entschädigung wegen eines Impfschadens - Kausalität …
Wie der Senat wiederholt ausgesprochen hat (Urteile vom 12. Oktober 1964 - III ZR 30/64 = NJW 1965, 347 - LM Nr. 1 zu BSeuchenG, vom 27. Februar 1969 - III ZR 13/68 - und vom 19. Mai 1969 - III ZR 112/68 - VersR 1969, 801), betrifft das Bundesseuohengesetz nicht die bereits vor seinem Inkrafttreten eingetretenen Impfschädensfälle.

References: § 287
 BGH 
 § 287
 § 287
 BGH 
 BGH 
 § 139
 BGH 
 § 287
 BGH 
 BGH 
 § 287
 § 287
 BGH 
 BGH 
 BGH