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Timestamp: 2016-10-25 12:14:07+00:00

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112 II 19131. Auszug aus dem Urteil der II. Zivilabteilung vom 1. Mai 1986 i.S. Kanton Graub�nden gegen Gordona S.A. (Direktklage gem�ss Art. 42 OG)
Art. 42 OJ; comp�tence du Tribunal f�d�ral. Les actions en constatation de la nullit� et en dissolution de personnes morales selon les art. 27 al. 1 litt. b LFAIE et 57 al. 3 CC ne sont pas de nature p�cuniaire et ne peuvent ainsi pas �tre soumises au Tribunal f�d�ral sur la base de l'art. 42 OJ (consid. 2). Consid�rants � partir de page 191
1. Mit Klageschrift vom 22. Januar 1986 hat der Kanton Graub�nden beim Bundesgericht gest�tzt auf Art. 27 Abs. 1 lit. b BewG und Art. 57 Abs. 3 ZGB eine Klage auf Feststellung der Nichtigkeit und Aufl�sung der Gordona SA, Roveredo, eingereicht. Der Nettoerl�s aus der Liquidation sei dem Kanton Graub�nden auszuh�ndigen. Die Zust�ndigkeit des Bundesgerichts soll sich aus Art. 42 OG ergeben.
2. a) Art. 42 OG weist dem Bundesgericht als einziger Instanz zivilrechtliche Streitigkeiten zwischen einem Kanton einerseits und Privaten oder Korporationen anderseits zu, wenn eine Partei es rechtzeitig verlangt und der Streitwert wenigstens Fr. 8'000.-- betr�gt. Art. 42 OG verlangt somit einen Mindeststreitwert. Nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung k�nnen daher nur verm�gensrechtliche Streitigkeiten Gegenstand eines BGE 112 II 191 S. 192direkten Prozesses gem�ss dieser Bestimmung bilden (BGE 92 II 213 E. 3b; vgl. auch BGE 107 Ib 157 E. 1).
b) Das Begehren auf Feststellung der Nichtigkeit und Aufl�sung betrifft den Rechtsbestand der Beklagten und ist daher pers�nlichkeitsrechtlicher Natur. Wohl beantragt der Kl�ger auch die Zusprechung des Liquidationserl�ses. Der Verm�gensanfall an das berechtigte Gemeinwesen gem�ss Art. 57 Abs. 1 und 3 ZGB bildet jedoch die blosse Folge der Aufhebung der juristischen Person. Es kann daher nicht gesagt werden, mit der Klage auf Feststellung der Nichtigkeit und Aufl�sung der Beklagten werde letztlich ein wirtschaftlicher Zweck verfolgt (BGE 108 II 78; BGE 112 II 3 E. 2). Infolgedessen ist das Bundesgericht zur Behandlung des vorliegenden Direktprozesses nicht zust�ndig. Eine andere Gesetzesvorschrift, welche die Zust�ndigkeit des Bundesgerichts begr�nden k�nnte, kommt nicht in Betracht.
92 II 213,
112 II 3
Art. 27 Abs. 1 lit. b BewG,
Art. 57 Abs. 1 und 3 ZGB

References: Art. 42

Art. 42
 art. 27
 Art. 27
 Art. 57
 Art. 42
 Art. 42
 Art. 42
 BGE 
 BGE 
 Art. 57
 BGE 

Art. 27

Art. 57