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Timestamp: 2017-10-19 16:25:00+00:00

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RE: Heerlagercasting - 98
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#1941 RE: Heerlagercasting antworten
So, jetzt muss doch die Lageromi auch mal Ihren Senf dazugeben. Als ich den Beitrag auf FB über die Heerlager gelesen habe und danach auch noch das mit dem Heerlagerbeauftragten, da kamen mir ganz komische Gedanken.
Erstmal ist das ein undankbarer Job, weil man total zwischen den Stühlen steht. Ausserdem wenn jemand falsches diesen Job macht, dann könnte man diese Position auch mit dem früheren "Blockwart" vergleichen. Bitte nicht falsch verstehen.
Ich denke jeder sollte auf sein eigenes Lager achten. Toghan und ich laufen z. B. vor Marktbeginn erstmal außen am Lager vorbei und schauen, ob noch irgendwas neumodisches zu sehen ist. Denn diesen Anspruch stelle ich an mich selbst.
Aber die Zeit wird es zeigen, ob der Heerlagerbeauftragte überhaupt entstehen wird.
Was die extrem langen Öffnungszeiten in Weeze angeht. Auch hier wird sich zeigen, ob das so eine gute Idee ist.
#1942 Heerlagerbeauftragter antworten
Ich hatte bereits gestern als Alternativlösung Horis einen Vorschlag gemacht, die Dinge über unseren Forum laufen zu lassen.
Habe das auch begründet.
Probleme der Heerlager konnten kurzfristig kaum auf einer Veranstaltung geklärt werden. Ein Beauftragter kann dass kaum eigenständig tun und benötigt dazu mindestens die Absegnung von Igor, der auf Veranstaltung kaum Zeit hat. Letztlich ist es besser, über solche Probleme, dann in einem Forum erst mal zu diskutieren und sich eine mehrheitliche Meinung zu bilden, von denjenigen, die überhaupt dazu Lust haben, dann könnten wir das Ergebnis auch Igor, Gisbert oder sonst wem mitteilen. Manchmal ist es für diejenigen besser, wenn etwas Abstand bei manchen Problemen ist oder wenn man sich darüber mit anderen austauscht. Auch dazu ist die Zeit auf veranstaltung oft zu kurz.
Nur als Übermittler, als Laufbursche von Infos sollte wohl dieser Shop auch nicht sein. Hierzu gibts ja die Versammlung, wo alles mitgeteilt wird.
Auch als Überbringer schlechter Nachrichten macht ein Heerlagerbeauftragter wenig Sinn, Igor macht bestimmt kein freundliches Gesicht, wenn der Beauftragte kommt, das Holz ist alle, (der beautragte kann ja auch keins machen) einer will Strom den anderen passen die Aborte nicht, einer muss kotzen weil ein Bier schlecht war; ich käme noch auf die Idee ihn abzuweisen den ich bin ja kein HEERlager und was weis ich noch)
Übrig bleibt meiner Meinung nach nur die Kontrolle der Lager an sich, ob sie richtig aufgebaut haben, der Feuerlöscher da ist, etc. Dann sollte man die Stelle aber nicht als Heerlagerbeuaftragter, sondern als Igor-Beauftragter bezeichnen...
Bei uns sind Probleme immer sachlich behandelt worden. Es gab nie Ausuferungen wie auf Gisberts Forum. Im Gegensatz zu Besucheranfragen bei Facebook ist ein Forum für Teilnehmer besser. Wir haben immer unsere mehrheitliche Meinung (die sehr oft einstimmig war) Gisbert per Mail mitgeteilt (Ich habe in diesem Zusammenhang auch immer auf Einwände einzelner hingewiesen) Gisbert konnte dann - wann er Zeit hatte - die Sache überdenken.
#1943 RE: Heerlagerbeauftragter antworten
Goschi, ich seh das genauso. In FB ist es durch Besuchermitteilungen zu unübersichtlich. Aber das muss Gisbert entscheiden. Ich hätte mir auch in der Vergangenheit mehrfach gewünscht, dass sich Gisi, Igor oder Horis hier über ein internes Forum der Teilnhemer mal stärker involviert und statt öffentlich ins FB postet, hier an die "Insider" Stellung bezogen wird.
Das "Casting" war auch nur mal so eine Idee, wie man das umsetzt, müsste man echt erst einmal genau überdenken. Und böses Blut soll es da nicht geben. Vielelicht dient es ja dann den einzlnen mal als Denkanstoß für ihr Lager. Aber das hatten wir auch schon des öfteren und hat sich totgelaufen. äh ich mein die "Betrachtung seiner eigenen Glashütte, in der man nicht mit Steinen werfen sollte."
achso, ich dachte evtl nicht an die Bezeichnung "das Schönste" Lager (Kunst liegt eh im Auge des Betrachters) sondern so in etwa: originelle Deko, oder freundlich, einladend oder oder oder....; aber vor allem NICHT: wer hat dfas auth-sch-Lager!!!
#1944 RE: Heerlagerbeauftragter antworten
Authentisch ist sowieso nicht entscheidend, mit Plaste verknüpfe ich auch nicht historisch sondern, dass hat auch nichts in einer Phantasiedarstellung zu suchen.
Wie Du schon schreibst, die Geschmäcker sind recht unterschiedlich, wenn es um die "Darstellung" an sich geht. Das ist ähnlich wie mit der Kunst, da denke ich doch an der Reinigung, die ein Kunstwerk zerstörte, weil sie es in einer Ausstellung für Müll hielt.
Tja und zum anderen, hoffentlich läuft sich auch das nicht mal tot. Alle Achrung vor Gisbert, der es schafft dort sehr oft zu schreiben und dann noch den ganzen Organisationskram bewältigen muss. Klar ist es seine Entscheidung. Man kann nur bei Gelegenheit darauf hinweisen, dass es die Möglichkeit auch noch gibt. Eigentlich kann ich mir nicht erklären, warum er - wie er sagt - nie wieder in einem Forum schreiben will. Wir haben ihn ja gezeigt, dass es auch anders geht und friedlich sachlich bleibt.
#1945 Oster antworten
Allen ein schönes Osterfest und ein paar erholsame Tage!
#1946 RE: Oster antworten
Das wünsche ich ebenfalls allen!
#1947 RE: Oster antworten
Ein frohes Osterfest wünsch ich Allen
#1948 In Speyer werden die Waffen genau kontrolliert ! antworten
vor 4 Stunden bei Facebook
Der Ordnungsamtsleiter der Stadt Speyer hat angekündigt , daß er beim MPS am 25. und 26. August erstmalig auch die Waffen der MPS Gäste und Fans genauestens überprüfen wird
Scharfe und spitze Waffen , welche nach dem Waffenrecht in der Öffentlichkeit nicht getragen werde dürfen , will er dann in Speyer von der Polizei beschlagnahmen lassen
Heerlagerwaffen , welche scharf und spitz sind oder durch das Waffengesetzt in der Öffentlichkeit verboten sind , wird er auch einsammeln lassen , im letzten Jahr hat er schon eine sehr scharfe Kontrolle der Heerlagerwaffen in Speyer durchgeführt
Also MPS Gäste und MPS Heerlager lasst in Speyer bitte alle scharfen und spitzen Waffen und Pfeile zu Hause und auch alle sonstigen Waffen welche unter das neue Waffengesetz fallen , zum Beispiel Morgensterne oder Armbrüste , diese Dinge wird der Ordnungsamtsleiter in Speyer durch die Ploizei einkassieren lassen
#1949 RE: In Speyer werden die Waffen genau kontrolliert ! antworten
Ich habe die bundesweit geltende schriftliche Erklärung "meines" Landratsamtes, dass ich eine Genehmigung nicht benötige und unter die Ausnahmeregelung falle. (Dafür habe ich auch ein halbes Jahr kämpfen müssen, weil man sich hierzu nicht gern schriftlich festlegt. Da ich sowieso nur in Dresden aufbaue, betrifft mich das aber nicht.
Schausteller von Jahrmärkten und ähnlichen Veranstaltungen fallen mit Blankwaffen unter die Ausnahmeregelung. Dazu gehören auch die Teilnehmer des MPS. Für Besucher trifft diese Ausnahmeregelung natürlich nicht zu.
Im übrigen ist im Waffengesetz auch geregelt, wer Kontrollen machen darf. Ordnungsämter der nichtkreisfreien Städte gehören nicht dazu.
Nach Dresden nehme ich selbstverständlich meine scharfen Waffen mit - und auch eine Kopie der Erklärung des Landratsamtes.
Grundsätzlich müsste das natürlich Gisbert klären, falls er das möchte - oder man kümmert sich selbst darum.
Auch wenn ich nicht in Speyer aufbaue habe ich gerade mal eine Anfrage hingemailt, es interessiert mich nun doch, was die dazu schreiben - für spätere Veranstaltungen.
#1950 RE: In Speyer werden die Waffen genau kontrolliert ! antworten
Goschi, Du glaubst doch nicht das ein "Amtsleiter" persönlich, am heiligen Wochenende dort auftaucht. Das "dürfen" seine Untergebenen erledigen und sich die Motzerei anhören.
Ich bin mal gespannt was in Speyer unter "das Waffengesetz" fällt, ich hab nämlich bis heute keine allgemeingültige Aussage dazu bekommen Frag drei Beamte und Du hast drei verschiedene Aussagen.
#1951 RE: In Speyer werden die Waffen genau kontrolliert ! antworten
Wie schon gesagt, war bei mir auch ein harter Kampf, weil man "von oben" die "Anweisung" gab, möglichst viel abzuwürgen. Deshalb muss man da schon hartnäckig sein um was zu bekommen. Nebenbei bemerkt, habe ich ja auch Fachschule für mittl. Verwaltungsfachangestellte hinter mit und da bleibt schon bissel hängen um Gesetze lesen zu können...
Ich weis auch, dass z. B. Eduard eine ganz andere Aussage erhalten hat, wie er hier schon schrieb, aber damit muss man sich nicht zufrieden geben und dem Amt die Gesetzestexte mal vorpauken...
Bei mir hat sich das "untere" entscheidende Stelle des Landratsamtes nicht leicht gemacht und ich habe das Papier bekommen. Ich wollte auch gar keine Genehmigung, diese gilt ja immer nur für den Bereich des Landratsamtes, sondern die Bestätigung, dass ich gar keine brauche Diese Aussage gilt dann bundesweit, denn sie ist die Feststellung eines zuständigen Amtes, das ich für das bundesweit geltende Gesetz gar keine beantragen muss.
Ich hatte mir das natürlich ganz genau überlegt und auch paar mal überschlafen, ehe ich das angegangen bin.
Allerdings gilt keine Regelung, wenn Gisbert als Veranstalter und Inhaber des Hausrechts sagt, keine Waffen oder aber von Ministeriumsebene die veranstaltung als besonders schützwürdig eingestuft wurde und Waffen untersagt sind. Das Ordnungsamt selbst könnte mein Schreiben selber nicht außer Kraft setzen, ich hatte auch diese Möglichkeit mit der Waffenrechtsabteilung unser LA-amtes mündlich durchgesprochen. Allerding werde ich mich nicht mit Speyer streiten, da ich dort nicht aufbaue und auch nicht zukünftig aufbauen muss, ist es mir den Streit nicht wert....
PS: Also unser städtische Leiterin des Ordnungsamtes macht noch viel selbst, aber wir sind ja auch ein kleines Städtchen
#1952 Logistik antworten
Ich hatte doch mal vom Hängerumbau geschrieben, den habe ich fertig. Unten, bei den Anleitungen im Forum habe ich ein Thema Logistik angeführt. Ich halte das Thema sehr wichtig, entscheidet es doch wesentlich darüber, wie viel und wie groß man aufbauen kann.
Da habe ich dann auch meinen Lösungsvorschlag in Bildern gleich mit untergebracht
Direktlink: Wenn die Stangen zu lang sind
#1953 RE: Logistik antworten
Also zu Speyer kann ich nur sagen, die haben letztes Jahr bei uns eine Lanzenspitze eines Banners moniert, welches rein als Deko im Lager, fest im Boden verankert war.(Meine Nachtwachen mußten den Schlagstock zur Eigensicherung wegpacken (in Speyer sind ein Großteil der Lager AUSSERHALB des eingezäunten Geländes) und bei uns wurde alles durchschnüffelt. Meine Nachtwachen haben jetzt große MAG-Lites, das sind nur Taschenlampen...
Ich hab keinen Bock auf diese bonierten Beamten, die das Gesetz nach ihrem Gusto auslegen (was sie teilweise nach meinem Verständnis gar nicht können und dürfen, weil sie als Ordnungsbehörde ein Bundesgesetz nicht durchsetzen dürfen) und deshalb bauen wir in Speyer dieses Jahr nicht auf. Auch weil wir eben letztes Jahr seitens des Veranstalters uns platzmäßig etwas verscheißert fühlten, und wenn ich mir ansehe, wieviele Lager da aufbauen wollen, frage ich mich auch nur, wo denn? VOR dem Veranstaltungsgeläne dann wohl....
Und ich hab auch keinen Bock drauf, daß unser Feuerlöscher wieder dreimal kontrolliert wird...zumal die Herren vom Ordnungsamt es nicht gerafft haben, daß ein NEUER Löscher keine TÜV-Prüfplakette braucht....aber wir haben höflich sie darauf hingewiesen...und sie mußten uns Recht geben.
Als Besucher überlege ich mir, ob ich Speyer mir ansehe. War eigentlich immer auf unserem Plan, aber wenn ich befürchten muß, daß mir mein Essmesser abgenommen wird oder etwas anderes, was im Entferntesten auch nur eine Waffe sein könnte, (obwohl Schaukampf oder abgeschliffenes Deko-Schwert), werden ich Speyer eben ausfallen lassen.
Mal davon abgesehen, daß letztes Jahr voll der Zirkus war wegen dem ganzen Gerödel, aber das ganze Zeugs an den Ständen verkauft wurde, und davon so einiges, was tatsächlich so nicht verkauft werden dürfte....
#1954 Waffen antworten
Ich kann Dir nur zustimmen und bin sehr gespannt, was ich von Speyer für Antwort bekomme. Auch wenn ich dort nicht aufbauie, interessiert mich, auf welcher Grundlage. Wie auch schon gesagt, fehlt dem Ordnungsamt jegliche Berechtigung. Allerdings könnte die Polizei berechtigt tätig werden, wenn das Hausrecht verletzt wird, d. h. wenn Gisbert Waffen verbietet.
#1955 RE: Waffen antworten
Hier nochmal die Änderung zum Waffengesetz vom 01.04.2008, was die Stichwaffen betrifft und die zutreffenden § des Waffengesetzes. Man muss hierzu immer erwähnen, dass es auch das Hausrecht des Veranstalters gibt (Sie Änderungen aus 2009 betreffen nur Schusswaffen):
Ausnahmen für das Führen von Messern
Das unsachgemäße Führen von Einhandmessern und Messern mit einer feststehenden Klinge von über 12 cm Länge wird als Ordnungswidrigkeit geahndet. Die Vorschrift verschafft der Polizei damit die Möglichkeit, insbesondere gewaltbereiten Jugendlichen mitgeführte Messer schon vor Begehung einer Straftat abzunehmen. Das Führen wird bei berechtigtem Interesse, insbesondere bei der Berufsausübung, der Brauchtumspflege, dem Sport oder zu einem allgemein anerkannten Zweck erlaubt. Die Neuregelung schränkt den rechtstreuen Bürger in seiner Berufsausübung oder anerkannten Freizeitbeschäftigung nicht ein und erkennt an, dass der sozialadäquate Gebrauch von Messern durch das Führensverbot nicht verhindert werden soll.
Womit wir zum letzten Punkt - der zuständigen Behörde kommen:
Also sind die Bundes- bzw. die Landesbehörden zuständig. Ein kommunales Ordnungsamt dürfte kaum dafür beautragt werden...
#1956 RE: Waffen antworten
Viele lassen sich dabei von § 42 Abs. 1 und 2 täuschen (siehe unten). Dort steht unter Abs. 1, dass keine Waffen auf öffentlichen Veranstaltungen mitgenommen werden dürfen und unter Abs. 2, dass man Ausnahmegenehmigung beantragen kann. Dies trifft jedoch für unsere Zwecke nicht zu, weil hierzu die Ausnahmeregelung in Abs. 4 gilt. Das bedeutet auch, dass keine Genehmigung notwendig ist. Eine Genehmigung ist nur dann notwendig, wenn für "Schausteller" Waffenverbot vorliegen würde, durch die Ausnahmeregelung ist das verbot aber unwirksam, demzufolge gibt es auch keine Genehmigung.
Gisbert hat als Veranstalter das Hausrecht, bestimmte Dinge zu untersagen, darunter auch Waffen. Hierzu braucht er keine Begründung.
Wenn ich Waffen mitnehme stelle ich erst mal sicher das Gisbert das toleriert, wenn jemand meine Privatsachen durchsuchen möchte, kommt das einer Durchsuchung gleich. Ich werde hierzu erst einmal die Vollmacht zur Durchsuchung haben wollen oder einen kriminellen Verdachstgrund. Ansonsten dulde ich das Durchwühlen meiner persönlichen in meinem Eigentum stehender Dinge niemanden. Ein Polizist kann nicht selbstständig handeln oder ist dazu berechtigt, hierzu bedarf es einer gerichtlichen Anordnung, oder einer nachvollziehbaren Anordnung durch Landes- oder Bundesbehörden.
Ein Ordnungsamt einer Stadt ist nicht berechtigt, für eine öffentliche Veranstaltung Gesetze einzuschränken, die nicht in ihren Zuständigkeitsbereich liegen... Nach Beantwortung meine Anfrage in Speyer werde ich das dort auch so mitteilen, allerdings befürchte ich, dass man es vorzieht, keine Antwort zu geben.
Ich bin natürlich kein Jurist und gebe keine Garantie - wie sagt man so schön - Vor Gericht und auf hoher See ...
#1957 RE: Waffen antworten
Ich hatte bisher zu dem Thema Waffenrecht nix neues mehr geschrieben, weil ich erst mal abwarten wollte, dass die neue Allgemeine Verwaltungsvorschrift zum Waffengesetz (WaffVwV) im Bundesanzeiger veröffentlicht und rechtswirksam wird. Dies ist nunmehr geschehen. Am 22. März 2012 wurde sie veröffentlicht und ist seit dem 23. März nunmehr bundesweit gültig.
Goschi hatte ja schon den Sachverhalt geschildert, wie es sich mit Waffen im Sinne des Waffengesetzes verhält, wenn jemand, wegen seiner Darstellung, diese im Lager mitführen möchte (Stichwort Brauchtumspflege).
Für die meisten von uns dürfte aber auch die Frage interessant sein, ob das, was wir als Schaukampfwaffen bezeichnen überhaupt Waffen im Sinne des Waffengesetzes sind. Hier gibt die WaffVwV nun wieder Auskunft.
In der alten WaffVwV stand zwar inhaltlich das gleiche, da diese aber nicht an die aktuelle Form des Waffengesetz (WaffG) angepasst war, gab es hin und wieder unterschiedliche Auffassungen dazu, ob die alte WaffVwV noch Gültigkeit hatte oder nicht, da diese sich auf Paragraphen bezog, die im aktuellen (WaffG) nur in geänderter Form existierten. Hieb und Stoßwaffen wurden im alten WaffG unter § 1 Abs. 7 beschrieben. In der alten WaffVwV, hieß es:
"Keine Hieb- oder Stoßwaffen sind solche Geräte, die zwar Hieb- oder Stoßwaffen ( § 1 Abs. 7 WaffG) nachgebildet, aber wegen abgestumpfter Spitzen oder stumpfen Schneiden offensichtlich nur für den Sport oder als Zierde geeignet sind, z.B. Sportflorette, Sportdegen, Zierdegen, hingegen nicht geschliffene Mensurschläger."
Nach gängiger Rechtsauffassung fielen darunter auch unsere Schaukampfwaffen und wir waren auf der sicheren Seite, weil es sich dabei eben nicht um Waffen im Sinne des Waffengesetzes handelte.
Im neuen WaffG werden nun Hieb und Stoßwaffen in § 1 Absatz 2 Nummer 2 Buchstabe a WaffG behandelt und nicht mehr in § 1 Abs. 7 WaffG, auf welchen sich die WaffVwV bezog. Das konnte nun dazu führen, dass Staatsbedienstete der Auffassung waren, dass besagter Abschnitt der WaffVwV ihre Gültigkeit verloren hätte, da im neuen WaffG Hieb- und Stoßwaffen an andere Stelle definiert seien, es also keinen Bezug mehr auf das neue WaffG gäbe, der Passus damit hinfällig sei, und Schaukampfschwerter daher auch zu Hieb- und Stoßwaffen zählen würden.
Die neue WaffVwV nimmt nun Bezug auf § 1 Absatz 2 Nummer 2 Buchstabe a WaffG. In Anlage 1 Abschnitt 1 Unterabschnitt 2 Nummer 1.1 wird zuerst definiert, was eine Hieb- und Stoßwaffe, im Sinne des WaffG ist. Hierzu heißt es:
"Hieb- und Stoßwaffen sind Geräte, die ihrem Wesen nach objektiv dazu bestimmt sind, unter unmittelbarer Ausnutzung der Muskelkraft durch Hieb, Stoß, Stich, Schlag oder Wurf (z. B. Wurfstern, Speer) Gesundheitsbeschädigungen oder Körperverletzungen beizubringen. Der damit klargestellte Begriff erstreckt sich nur auf Gegenstände, denen nach der Art ihrer ersten Anfertigung oder späteren Veränderung oder nach der herrschenden Verkehrsauffassung von vornherein der Begriff einer Waffe im technischen Sinn zukommt. Hierbei ist Hieb mit Schlag gleichzusetzen, so dass Schlagwaffen rechtlich Hieb- und Stoßwaffen gleichstehen."
Danach folgen einige Beispiele was unter Hieb- und Stoßwaffen fällt.
Danach kommt dann der für Schaukampfwaffen wichtige Passus:
"Keine Hieb- und Stoßwaffen sind solche Geräte, die zwar Hieb- und Stoßwaffen (§ 1 Absatz 2 Nummer 2 Buchstabe a in Verbindung mit Anlage 1 Abschnitt 1 Unterabschnitt 2 Nummer 1.1) nachgebildet, aber wegen abgestumpfter Spitzen und stumpfer Schneiden offensichtlich nur für den Sport (z. B. Sportflorette, Sportdegen, hingegen nicht geschliffene Mensurschläger), zur Brauchtumspflege (z.B. historisch nachgebildete Degen, Lanzen) oder als Dekorationsgegenstand (z.B. Zierdegen, Dekorationsschwerter) geeignet sind."
Damit sind unsere Schaukampfwaffen, sofern sie eben stumpf mit abgerundeter Spitze ausgestaltet sind, keine Waffen im Sinne des WaffG. Es kann uns also niemand behördlicherseits das Tragen dieser Gegenstände auf Grund des WaffG, mit der Begründung es handele sich um Waffen, verbieten.
Und da ich ja gerne so was von "Oben" bestätigt bekomme, hatte ich doch mal flux das Innenministerium, wenn auch nur telefonisch, kontaktiert.
Sinngemäße Antwort: Das was man landläufig als "Schaukampfwaffen" bezeichnet fällt nicht unter die Bestimmungen von Waffen im Sinne des WaffG. Wäre ja auch logisch, da die Teile dem Passus der WaffVwV entsprächen, die eben keine Hieb- und Stoßwaffen seien. Ergäbe sich ja einerseits schon dadurch, dass die Teile an Schneide und Spitze abgestumpft seien und zusätzlich noch aus dem Wortteil "Schau". Daraus ergäbe es sich ja, dass die Teile nicht dazu bestimmt wären, unter unmittelbarer Ausnutzung der Muskelkraft durch Hieb, Stoß, Stich, Schlag oder Wurf Gesundheitsbeschädigungen oder Körperverletzungen beizubringen, sondern nur Nachbildungen seien. Man wolle durch die Beschaffenheit solcher "Schaukampfwaffen" ja eben möglichst verhindern, dass es zu Verletzungen käme. Ansonsten seien solche Teile nix anderes als Dekogegenstände, die man zur Zierde zu seiner Kluft tragen würde. Egal ob das jetzt ne historische Kluft im Zuge einer eventuellen Brauchtumspflege sei oder das Elfendekoschwert, wenn man nen Elfen darstellen wolle. Der ganze Kram sei eben keine Waffen. Da die aktuelle WaffVwV aber noch recht neu sei, sei es eventuell empfehlenswert, sich den entsprechenden Passus auszudrucken und mitzuführen, da es natürlich leider nicht auszuschließen sei, dass sich die Existenz der neuen WaffVwV noch nicht zu allen Behörden oder Polizeidienststellen rumgesprochen habe.
Ich denke, dank Goschis Ausführungen zum führen echter Waffen im Zuge der Brauchtumspflege und dank der endlich verabschiedeten, neuen, WaffVwV sollte nun auch in Bezug auf "Schaukampfwaffen" wieder jeder von uns etwas mehr Rechtssicherheit haben, was diesen ganzen Komplex angeht.
#1958 RE: Waffen antworten
Es ist gut, dass zumindest für Schaukampfwaffen eine genaue Beschreibung in der Verwaltungsvorschrift klärend wirkt. Dennoch hätten wir als sog. "Schausteller" schon immer Blankwaffen - auch scharfe - mitführen können. Am Beispiel Speyer sieht man wie Gesetze nach eigenen Wunsch falsch angewandt werden. Na, mit der Beschreibung der Schaukampfwaffen dürfte dass auch für Behörden eindeutig sein.
#1959 RE: Waffen antworten
Genau wie es nun Eduard erklärt wurde, hat mir "mein" Dozent für "Waffenrecht" schon vor ein paar Jahren auseinander gesetzt.
Er hat es sogar nach "Besucher" und "Teilnehmer" aufgedröselt, ich muß mal gucken ob ich den Wisch noch wiederfinde.
#1960 RE: Waffen antworten
Auch viele Behörden hatten das ja seit Jahren so aufgedröselt und man bekam solche Antworten auf Nachfragen. Das Problem war ja nur, dass diese Aussagen sich auf die alte Ausführung der WaffVwV stützten und seit einiger Zeit dann auf den Entwurf zur neuen WaffVwV.
Argumentation der Behörden, war dann immer, dass man, solange es keine neue WaffVwV gäbe, äquivalent dazu die alte WaffVwV heranziehen könne, da der Gesetzgeber, auch nach dem Entwurf der neuen WaffVwV, keine Änderung der gängigen Praxis zu sogenannten Schaukampfwaffen, Dekowaffen etc. beabsichtige.
Problematisch wurde das ganze ja nur dann, wenn man bei einer Kontrolle an jemanden geriet, der anders argumentierte, nämlich so, dass die alte WaffVwV nicht mehr gültig sei, da sie nicht an das aktuelle WaffG angepasst sei und der Entwurf der neuen WaffVwV noch nicht gültig sei, da es sich eben nur um nen Entwurf handeln würde und man sich somit nur an den offiziellen Text des WaffG halten würde. Und in dem sei eben nur von Hieb-und Stoßwaffen die Rede und Ausnahmen seinen dort nicht definiert. Dann hatte man Schwierigkeiten so jemandem klarzumachen, das Schaukampfwaffen/Dekowaffen eben keine Waffen im Sinne des WaffG seien.
Ich bin ne ganze Zeitlang mit verschiedenen Bescheinigungen rumgelaufen. Zwei aus NRW, eine aus Bayern und eine aus BaWü in denen von den zuständigen Stellen bescheinigt wurde, dass Schaukampfwaffen keine Waffen seien. In den entsprechenden Bundesländern wurden diese dann im Zweifelsfalle auch, teilweise zähneknirschend, akzeptiert. In anderen Bundesländern hätte es mir aber gut passieren können, dass sich jemand bei einer Kontrolle von diesen Bescheinigungen nix angenommen hätte. So nach dem Motto: "Schön, dass die Kollegen in NRW, Bayern und BaWü diese Rechtsauffassung haben. Wir haben hier aber eine andere. Die alte WaffVwV gilt für uns in diesem Zusammenhang nicht mehr und ne neue gibbet noch nicht."
Mit Veröffentlichung der neuen WaffVwV hat das nun zum Glück hoffentlich ein Ende. Jetzt kann man bei einer Kontrolle auf eine gültige bundesweite Verordnung verweisen.
Die meisten Unklarheiten dürften nun also geregelt sein. Bin nur gespannt, wie nun der Morgenstern in Schaukampf-/Dekoausführung behandelt wird^^ Da gab es bisher ja auch ganz unterschiedliche Auskünfte zu^^
- Von einigen Behörden erhielt man die Auskunft, dass es sich dabei eben auch um die sogenannten nachgebildeten Gegenstände einer Hiebwaffe handeln würde, sofern die Spitzen natürlich abgestumpft seien und sie damit keinerlei Beschränkungen unterlägen.
- Andere Behörden haben sie in die Kategorie der "Verbotenen Gegenstände" eingeordnet, mit der Begründung sie seien in ihrer Wirkung, auch mit abgerundeten Stacheln, Stahlruten und/oder Totschlägern gleichzusetzen.
- Andere Behörden haben sie in die Kategorie der "Verbotenen Gegenstände" eingeordnet, mit der Begründung sie seien wegen der Kette dem Würgeholz (Nunchaku) gleichzusetzen.
- Wiederum andere Behörden haben die Auffassung gehabt, dass der Morgenstern, auch mit abgerundeten Spitzen eine, erlaubnisfreie Waffe ab 18 Jahren sei, kein Dekorationsgegenstand und daher den Auflagen einer freien Waffe, was das Führen in der Öffentlichkeit, etc. anginge unterläge.
Ich habe dazu zwar die fernmündliche Auskunft, dass der Morgenstern in Deko-/Schaukampfausführung laut WaffVwV auch unter den Passus "Keine Hieb- und Stoßwaffen sind solche Geräte, die zwar Hieb- und Stoßwaffen (§ 1 Absatz 2 Nummer 2 Buchstabe a in Verbindung mit Anlage 1 Abschnitt 1 Unterabschnitt 2 Nummer 1.1) nachgebildet, aber wegen abgestumpfter Spitzen und stumpfer Schneiden offensichtlich nur für den Sport (z. B. Sportflorette, Sportdegen, hingegen nicht geschliffene Mensurschläger), zur Brauchtumspflege (z.B. historisch nachgebildete Degen, Lanzen) oder als Dekorationsgegenstand (z.B. Zierdegen, Dekorationsschwerter) geeignet sind." fallen würde, da der echte Morgenstern eben eine Hieb- und Stoßwaffe sei und kein Totschläger/Stahlrute oder Würgeholz (Nunchaku). Daher sei er natürlich auch unter die genannten Dinge zu fassen, die für die Nachbildung von Hieb- und Stoßwaffen gelten würden und somit keine Waffe oder verbotener Gegenstand seien.
Würde ihn aber zur Zeit trotzdem nicht auf das MPS mitschleppen, da Gisi ja schreibt, dass er den Morgenstern generell als verbotene Waffe betrachtet. Er hat da bisher also wohl andere Auskünfte erhalten als ich und wird sich, mit völligem Recht, an die ihm gemachten Auskünfte halten, bis er andere erhält.

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