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Timestamp: 2016-10-26 06:00:58+00:00

Document:
6B_194/2012 (17.07.2012)
6B_194/2012
Sch�ndung, Veruntreuung; Strafzumessung; willk�rliche Beweisw�rdigung, Grundsatz in dubio pro reo,
Beschwerde gegen den Entscheid des Kantonsgerichts St. Gallen, Strafkammer, vom 24. Januar 2012.
Das Kantonsgericht St. Gallen sprach X.________ am 24. Januar 2012 zweitinstanzlich der Sch�ndung und der Veruntreuung schuldig. Die vom Kreisgericht Rheintal mit Entscheid vom 30. M�rz 2011 ausgef�llte Freiheitsstrafe von 24 Monaten erh�hte es auf 28 Monate. Im Umfang von 22 Monaten schob es den Vollzug der Strafe bei einer Probezeit von zwei Jahren auf. Die �brigen sechs Monate erkl�rte es f�r vollziehbar. Im �brigen best�tigte das Kantonsgericht St. Gallen Ziffer 3 (Zivilklagen), Ziffer 4 (Kosten) und Ziffer 5 (Parteientsch�digung) des kreisgerichtlichen Entscheids.
Dem Urteil liegt in Bezug auf den Vorwurf der Sch�ndung folgender Sachverhalt zugrunde:
Y.________, die als T�nzerin in einem Nachtclub in C.________ arbeitete, nahm das Angebot ihres Arbeitgebers an, am 4. Juli 2003 an einem privaten Anlass (Polterabend) zu tanzen. X.________ holte sie am fraglichen Abend um circa 22.30 Uhr mit dem Auto ab. Nachdem sie mehrere Male f�r die Gesellschaft getanzt hatte, wurde sie von X.________ zum Nachtclub zur�ckgefahren. Y.________ befand sich w�hrend der R�ckfahrt in einer Art Schlafzustand, aus welchem sie nur zwischendurch erwachte. X.________ vollzog an ihr im Auto ungesch�tzten Geschlechtsverkehr, was sie erst realisierte, als er bereits in sie eingedrungen war. Aufgrund ihres Zustands konnte sie sich dagegen nicht wehren.
Hinsichtlich des Vorwurfs der Veruntreuung nimmt das Kantonsgericht an, X.________ habe den durch die X.________ AG bei der Z.________ AG mit Mietvertrag vom 11. M�rz 2005 gemieteten Abbruch- und Sortiergreifer ohne Berechtigung der A.________ AG verkauft.
X.________ f�hrt Beschwerde in Strafsachen mit den Antr�gen, der kantonsgerichtliche Entscheid vom 24. Januar 2012 sei aufzuheben, und er sei vom Vorwurf der Sch�ndung und der Veruntreuung freizusprechen. Die Zivilforderungen seien abzuweisen. Eventualiter sei die Sache zur neuen Entscheidung an die Vorinstanz zur�ckzuweisen. Subeventuell sei er wegen Sch�ndung und Veruntreuung zu einer bedingten Freiheitsstrafe von maximal 20 Monaten zu verurteilen.
Der Beschwerdef�hrer wendet sich gegen den Schuldspruch der Sch�ndung. Er wirft der Vorinstanz vor, die Beweise unter Verletzung des Grundsatzes "in dubio pro reo" willk�rlich gew�rdigt und den Sachverhalt offensichtlich unrichtig festgestellt zu haben. Zudem erweise sich das rechtliche Geh�r als verletzt, weil die Vorinstanz nicht begr�nde, dass und weshalb die Beschwerdegegnerin 2 widerstandsunf�hig gewesen sei, er Kenntnis davon gehabt sowie wissentlich und willentlich gehandelt habe (Beschwerde, S. 4-22).
1.1 Die vorinstanzliche Sachverhaltsfeststellung kann nur ger�gt werden, wenn sie offensichtlich unrichtig ist oder auf einer Rechtsverletzung im Sinne von Art. 95 BGG beruht und wenn die Behebung des Mangels f�r den Ausgang des Verfahrens entscheidend sein kann (Art. 97 Abs. 1 BGG; vgl. auch Art. 105 Abs. 1 und 2 BGG). Offensichtlich unrichtig im Sinne von Art. 97 Abs. 1 BGG ist die Sachverhaltsfeststellung, wenn sie willk�rlich ist (BGE 136 II 304 E. 2.4 S. 313 f. mit Hinweis; vgl. zum Begriff der Willk�r BGE 136 III 552 E. 4.2 S. 560 mit Hinweisen). Dem vom Beschwerdef�hrer angerufenen Grundsatz "in dubio pro" reo kommt in seiner Funktion als Beweisw�rdigungsregel im Verfahren vor dem Bundesgericht keine �ber das Willk�rverbot von Art. 9 BV hinausgehende Bedeutung zu (BGE 127 I 38 E. 2a; 124 IV 86 E. 2a; je mit Hinweisen).
Der in Art. 29 Abs. 2 BV gew�hrleistete Anspruch auf rechtliches Geh�r verlangt, dass die Beh�rden die Vorbringen des vom Entscheid in seiner Rechtsstellung Betroffenen auch tats�chlich h�ren, pr�fen und in der Entscheidfindung ber�cksichtigen. Die Beh�rde darf sich in ihrem Entscheid auf die wesentlichen Gesichtspunkte und Leitlinien beschr�nken und braucht sich nicht mit jedem sachverhaltlichen oder rechtlichen Einwand auseinanderzusetzen (BGE 137 II 266 E. 3.2 S. 270 mit Hinweisen).
1.2 Die Vorinstanz erachtet den Anklagesachverhalt als erstellt. Sie geht davon aus, die Beschwerdegegnerin 2 sei zur Tatzeit in der Nacht vom 4. auf den 5. Juli 2003 in ihrer Wahrnehmung erheblich eingeschr�nkt gewesen. Sie habe sich auf der R�ckfahrt im Auto in einer Art Schlafzustand befunden, woraus sie lediglich zwischendurch erwacht sei und den Beschwerdef�hrer habe sprechen h�ren. Ohne zu wissen, worum es gegangen sei, habe sie dazu nur "ja, ja" gesagt. Erst als der Beschwerdef�hrer in sie eingedrungen sei, habe sie den �bergriff wahrgenommen. Sie habe ihren Widerspruch ge�ussert, sich jedoch nicht dagegen wehren k�nnen. Ob der die Widerstands- und Wehrunf�higkeit ausl�sende Zustand der Beschwerdegegnerin 2 auf die Einnahme von K.O.-Tropfen oder auf ihre starke Alkoholisierung zur�ckzuf�hren gewesen sei, k�nne dahingestellt bleiben (Entscheid, S. 8, 9).
1.3 Die Vorinstanz w�rdigt die Aussagen der Beschwerdegegnerin 2, das �ber sie erstellte Glaubhaftigkeitsgutachten, die Aussagen des Beschwerdef�hrers und diejenigen der Zeugen. Sie ber�cksichtigt insbesondere auch die Gutachten des Instituts f�r Rechtsmedizin des Kantonsspitals St. Gallen vom 8. November 2005 und w�rdigt diese im Rahmen der gutachterlichen Erkenntnisse ohne Willk�r (Entscheid, S. 4, 7; kantonale Akten, act. S1/6; S1/7). Die Vorinstanz stellt gest�tzt darauf fest, dass es in der Tatnacht zum Geschlechtsverkehr zwischen der Beschwerdegegnerin 2 und dem Beschwerdef�hrer gekommen ist (Entscheid, S. 4). Sie geht mit den IRM-Gutachtern weiter davon aus, dass sich im Zeitpunkt der Blutentnahme am 5. Juli 2003 (um 14.15 Uhr) weder Alkohol noch K.O.-Tropfen im Blut der Beschwerdegegnerin 2 feststellen liess (Entscheid, S. 7). Diese Erkenntnis schliesst indessen einen Alkoholkonsum oder die Einnahme von K.O.-Tropfen durch die Beschwerdegegnerin 2 in der Tatnacht nicht aus. Ebenso wenig spricht der Umstand, dass bei ihr keine k�rperlichen Befunde wie Hautsch�rfungen etc. erhoben werden konnten, gegen einen ungewollten Geschlechtsverkehr. Daraus l�sst sich nur ableiten, dass beim fraglichen Sexualkontakt keine Gewalt angewendet wurde. Vor diesem Hintergrund geht der Vorwurf des Beschwerdef�hrers an der Sache vorbei, die Vorinstanz lasse die IRM-Gutachten bei der Beweisw�rdigung willk�rlich ausser Acht. Unbegr�ndet ist auch seine Kritik, gest�tzt auf die Gutachten k�nne nicht ohne Willk�r darauf geschlossen werden, der Geschlechtsverkehr habe gegen den Willen der Beschwerdegegnerin 2 stattgefunden (Beschwerde, S. 9 ff., S. 14 ff., namentlich S. 16).
1.4 Es trifft nicht zu, dass die Vorinstanz f�r die Frage, ob die Aussagen der Beschwerdegegnerin 2 glaubhaft sind, im Wesentlichen nur auf das Glaubhaftigkeitsgutachten des Instituts f�r Forensisch-Psychologische Begutachtung (IFPB) vom 10. Juni 2010 zur�ckgreift und sich mit den Aussagen des Opfers als solche kaum befasst. Die Vorinstanz w�rdigt dessen Aussagen vielmehr sorgf�ltig. Sie erachtet diese in Bezug auf die zentralen Aspekte des Geschehens als konstant und in sich widerspruchsfrei, was sie im angefochtenen Entscheid anhand einer Wiedergabe der Aussagen der Beschwerdegegnerin 2 anl�sslich der ersten Einvernahme und der Konfrontationseinvernahme aufzeigt (Entscheid, S. 6, 7 f.). Auf das Glaubhaftigkeitsgutachten vom 10. Juni 2010, welches ebenfalls zum Schluss gelangt, die Aussagen der Beschwerdegegnerin 2 seien schl�ssig und nachvollziehbar, verweist die Vorinstanz erg�nzend (Entscheid, S. 6).
Inwiefern dieses Gutachten die fachlichen und methodischen Standards nicht erf�llen k�nnte und weshalb die Vorinstanz darauf nicht h�tte abstellen d�rfen, ist nicht ersichtlich. Die diesbez�gliche Kritik des Beschwerdef�hrers �berzeugt nicht (Beschwerde, S. 7 f.). Das Glaubhaftigkeitsgutachten analysiert die Aussagen der Beschwerdegegnerin 2 auf ihre Aussagequalit�t hin. Es geht der Frage nach, ob die Beschwerdegegnerin 2 unter Ber�cksichtigung der Umst�nde, der intellektuellen Leistungsf�higkeit und der Motivlage ihre Aussagen auch ohne realen Erlebnishintergrund h�tte machen k�nnen (kantonale Akten, act. 13). Anhaltspunkte daf�r, dass das Gutachten aus sachfremden Gr�nden in Auftrag gegeben wurde (Beschwerde, S. 7 f.), sind nicht ersichtlich. Die Vorinstanz stellt ohne Willk�r fest, dass der Verdacht auf eine St�rung der Wahrnehmung der Beschwerdegegnerin 2 (infolge Konsums von Alkohol oder allenfalls von K.O.-Tropfen) den Beizug eines Sachverst�ndigen legitimierte (Entscheid, S. 6 f.; vgl. insoweit auch BGE 129 IV 179 E. 2.4).
1.5 Die Vorinstanz durfte entgegen der Beschwerde (S. 11) nicht nur annehmen, die Beschwerdegegnerin 2 sei im Tatzeitpunkt betrunken gewesen. Sie durfte gest�tzt auf die Beweise, insbesondere die willk�rfrei als glaubhaft beurteilten Aussagen der Beschwerdegegnerin 2, vielmehr darauf schliessen, diese sei in ihrer Wahrnehmung erheblich eingeschr�nkt gewesen und habe sich gegen den �bergriff des Beschwerdef�hrers nicht wehren k�nnen. So schilderte die Beschwerdegegnerin 2 anl�sslich ihrer Einvernahmen, sie habe im Auto bemerkt, dass irgendetwas nicht stimme. Sie habe sich kaum auf den Beinen und ihre Augenlider offen halten k�nnen, was sie dem Beschwerdef�hrer gesagt habe. Sie sei immer wieder in eine Art Schlafzustand gefallen, sei weg und wieder da gewesen, habe sich total benommen gef�hlt und keinen klaren Gedanken fassen k�nnen. Der Beschwerdef�hrer habe zu ihr gesprochen, sie habe ihn indessen nicht verstanden und nur "ja, ja" gesagt. Sie sei immer wieder "weggeknickt". Als sie pl�tzlich realisiert habe, dass der Beschwerdef�hrer in sie eingedrungen sei, habe sie ihn angefahren, was er denn mache, sie habe aber nichts dagegen tun k�nnen (Entscheid, S. 7 f.). Der Beschwerdef�hrer best�tigte die Ausf�hrungen der Beschwerdegegnerin 2 zu ihrem Zustand insofern, als er sie als "recht betrunken" bzw. als "ja so betrunken" beschrieb. Seine Aussagen zu ihrer starken Betrunkenheit finden ihre St�tze in den Schilderungen eines weiteren am Polterabend anwesenden Gastes sowie in denjenigen des Arbeitgebers der Beschwerdegegnerin 2, welcher u.a. von einem (schweren) Rauschzustand sprach (Entscheid, S. 8). Die Schl�sse der Vorinstanz zum Zustand der Beschwerdegegnerin 2 ergeben sich ohne Willk�r aus den Beweisen. Sie sind verfassungsrechtlich nicht zu beanstanden (Entscheid, S. 7, 8).
1.6 Die Vorinstanz stellt fest, dem Beschwerdef�hrer sei der Zustand der Beschwerdegegnerin 2 (wiederholtes "Wegknicken", Schlafen, Benommenheit, nur "ja, ja" sagen etc.) w�hrend der R�ckfahrt nicht verborgen geblieben (Entscheid, S. 8, 10). Diese Feststellung ist nicht offensichtlich unhaltbar. Es steht fest, dass der Beschwerdef�hrer in seiner eigenen Urteilsf�higkeit nicht beeintr�chtigt war. Ebenso ist erstellt, dass die Beschwerdegegnerin 2 den Beschwerdef�hrer vor der Abfahrt �ber ihr Befinden in Kenntnis setzte (Entscheid, S. 10 mit Verweis auf erstinstanzliches Urteil, S. 29; vgl. auch Beschwerde, S. 12). Der Beschwerdef�hrer beschrieb die Beschwerdegegnerin 2 selber zudem als "ja so betrunken". Die R�ckfahrt dauerte ungef�hr 30 Minuten. Unter all diesen Umst�nden durfte die Vorinstanz ohne Verfassungsverletzung annehmen, dem Beschwerdef�hrer sei der Zustand der Beschwerdegegnerin und ihre dadurch bedingte Wehrlosigkeit nicht entgangen. Die Kritik des Beschwerdef�hrers ist unbegr�ndet (Beschwerde, S. 17).
1.7 Die Erw�gungen der Vorinstanz sind insgesamt nachvollziehbar und schl�ssig. Der Beschwerdef�hrer bringt nichts vor, was das Beweisergebnis in Frage stellen k�nnte. Die Vorinstanz beurteilt die Aussagen der Beschwerdegegnerin 2, welche durch die objektiven Beweise gest�tzt werden, willk�rfrei als glaubhaft. Die Aussagen des Beschwerdef�hrers, welcher zun�chst bestritten hatte, Geschlechtsverkehr mit der Beschwerdegegnerin 2 gehabt zu haben, nach Bekanntgabe der rechtsmedizinischen Erkenntnisse keine weitere Aussagen mehr dazu machte und schliesslich angab, sich nicht mehr (an Details) erinnern zu k�nnen (Entscheid, S. 5), erachtet sie ohne Verfassungsverletzung als wenig �berzeugend. Der angefochtene Entscheid ist plausibel begr�ndet. Entgegen der Beschwerde (S. 19 ff.) legt die Vorinstanz im Sinne von Art. 29 Abs. 2 BV rechtsgen�gend dar, dass und weshalb sie von der eingeschr�nkten Wahrnehmungsf�higkeit des Opfers ausgeht sowie von dessen Unf�higkeit, sich zu wehren. Ebenso hinreichend nimmt sie Stellung zu Wissen und Willen des Beschwerdef�hrers und stellt willk�rfrei fest, er habe den Zustand und die darauf beruhende Widerstandsunf�higkeit der Beschwerdegegnerin 2 erkannt. Damit ist nicht zu beanstanden, dass die Vorinstanz erhebliche Zweifel an der Schuld des Beschwerdef�hrers verneinte. Der Grundsatz "in dubio pro reo" ist nicht verletzt.
Der Beschwerdef�hrer macht eine Verletzung von Art. 191 StGB geltend. Die Vorinstanz bejahe zu Unrecht die Tatbestandsmerkmale der Widerstandsunf�higkeit und des Vorsatzes (Beschwerde, S. 16 f.). Im �brigen sei er einem Rechtsirrtum unterlegen. Die Beschwerdegegnerin 2 habe zu allem "ja, ja" gesagt (Beschwerde, S. 18 f.).
2.1 Nach Art. 191 StGB macht sich der Sch�ndung schuldig, wer eine urteilsunf�hige oder eine zum Widerstand unf�hige Person in Kenntnis ihres Zustandes zum Beischlaf, zu einer beischlafs�hnlichen oder einer anderen sexuellen Handlung missbraucht.
Als widerstandsunf�hig gilt nach konstanter Rechtsprechung, wer nicht im Stande ist, sich gegen ungewollte sexuelle Kontakte zu wehren. Art. 191 StGB sch�tzt Personen, die einen zur Abwehr ausreichenden Willen zum Widerstand gegen sexuelle �bergriffe nicht oder nicht sinnvoll bilden, �ussern oder bet�tigen k�nnen. Dabei gen�gt, dass das Opfer vor�bergehend zum Widerstand unf�hig ist. Die Gr�nde f�r die Widerstandsunf�higkeit k�nnen dauernder oder vor�bergehender, chronischer oder situationsbedingter Natur sein. Erforderlich ist, dass die Widerstandsf�higkeit g�nzlich aufgehoben ist. Bei blosser - z.B. alkoholbedingter - Herabsetzung der Hemmschwelle ist keine Widerstandsunf�higkeit gegeben (BGE 133 IV 49 E. 7.2; 119 IV 230 E. 3a). Subjektiv ist vors�tzliches Handeln erforderlich, wobei Eventualvorsatz gen�gt.
2.2.1 Die Vorinstanz bejaht, die Beschwerdegegnerin 2 sei im Zeitpunkt des sexuellen �bergriffs widerstandsunf�hig im Sinne von Art. 191 StGB gewesen. Diese Annahme ist bundesrechtlich nicht zu beanstanden. Die Beschwerdegegnerin 2 schlief w�hrend der Autofahrt wiederholt ein. Sie war "da", dann wieder "weg". Wenn sie aufwachte, f�hlte sie sich benommen. Ihre (verst�rkte) Benommenheit/Schlaftrunkenheit f�hrt die Vorinstanz auf die Einnahme von K.O.-Tropfen oder Alkohol zur�ck. Den �bergriff realisierte die Beschwerdegegnerin 2 erst, als der Beschwerdef�hrer bereits in sie eingedrungen war. Der Tatbestand der Sch�ndung war damit schon vollendet, bevor die Beschwerdegegnerin 2 �berhaupt einen Abwehrwillen bilden konnte.
2.2.2 Die Vorinstanz begr�ndet hinreichend, dass dem Beschwerdef�hrer der Zustand der Beschwerdegegnerin 2 nicht entgangen war und er in Kenntnis ihrer Widerstandsunf�higkeit handelte (vgl. E. 1.6). Dass die Beschwerdegegnerin 2 zu allem "ja, ja" sagte, war Ausdruck ihrer Benommenheit und stellte - f�r ihn aufgrund der gesamten Umst�nde erkennbar - keine Einwilligung zum Geschlechtsverkehr dar. Er konnte damit nicht irrt�mlich davon ausgehen, sie sei mit dem Beischlaf einverstanden. Die Vorinstanz nimmt zu Recht an, er habe mit Wissen und Willen gehandelt. F�r einen Sachverhaltsirrtum, worauf sich der Beschwerdef�hrer offensichtlich berufen will (und nicht auf einen Rechtsirrtum), bleibt damit nach Art. 13 StGB kein Raum. Wer den Zustand und die sich daraus ergebende Wehrlosigkeit des Opfers erkennt und es dennoch zu sexuellen Handlungen bestimmt, handelt vors�tzlich. Dass der Beschwerdef�hrer im �brigen keine zureichenden Gr�nde zur Annahme hatte, er sei zur inkriminierten Tat berechtigt (Art. 21 StGB), ist evident.
Die Vorinstanz verurteilte den Beschwerdef�hrer wegen Veruntreuung, weil er den bei der Beschwerdegegnerin 3 gemieteten Abbruch- und Sortiergreifer ohne Berechtigung der A.________ AG verkauft habe (Entscheid, S. 11 ff.). Der Beschwerdef�hrer ficht den Schuldspruch an. Er macht geltend, es sei willk�rlich anzunehmen, dass ihm bei Vertragsabschluss keine Kaufoption einger�umt worden sei. Die Vorinstanz h�tte - statt eines Mietvertrags - richtigerweise ein Mietkaufgesch�ft annehmen m�ssen mit der Folge, dass der Greifer in sein Eigentum �bergegangen sei. Eine Veruntreuung falle daher ausser Betracht (Beschwerde, S. 22 ff.).
3.1 Der Inhalt eines Rechtsgesch�fts bestimmt sich in erster Linie nach dem �bereinstimmenden wirklichen Willen der beteiligten Parteien (Art. 18 Abs. 1 OR). Diese subjektive Vertragsauslegung beruht auf Beweisw�rdigung, die vor dem Bundesgericht nur ger�gt werden kann, wenn sie willk�rlich ist oder auf einer Rechtsverletzung im Sinne von Art. 95 BGG beruht (Art. 97 Abs. 1 BGG; BGE 135 III 410 E. 3.2; 133 III 675 E. 3.3 mit Hinweisen; siehe auch Urteil 6B_446/2010 vom 14. Oktober 2010 E. 4.3.1).
3.2 Die Vorinstanz stellt fest, der Beschwerdef�hrer und die Beschwerdegegnerin 3 h�tten einen Mietvertrag abgeschlossen. Sie st�tzt sich hierf�r in erster Linie auf das mit "Mietvertrag/Lieferschein" bezeichnete schriftliche Vertragsdokument vom 11. M�rz 2005. Danach habe die Firma des Beschwerdef�hrers der Beschwerdegegnerin 3 einen monatlichen Mietzins von Fr. 2'100.-- zuz�glich Mehrwertsteuer und Versicherungsbeitr�ge f�r den Greifer zahlen m�ssen. Die Mietbedingungen f�r Baumaschinen des Verbandes Schweizerischer Baumaschinenfabrikanten und Handelsfirmen h�tten Bestandteil des Vertrags gebildet. Nicht ersichtlich sei, dass die Beschwerdegegnerin 3 dem Beschwerdef�hrer eine Kaufoption einger�umt habe. Dass sie in der urspr�nglichen Offerte vom 4. M�rz 2005 nebst dem monatlichen Mietzins auch den Nettopreis f�r den Greifer in der H�he von Fr. 37'000.-- aufgef�hrt habe, entspreche ihrem �blichen Vorgehen (weil die Kunden das gemietete Ger�t sp�ter regelm�ssig �bernehmen w�rden und daher wissen wollten, um wie viel es gehe), sei hier aber nicht massgeblich, weil der eigentliche Vertragsabschluss unter Verwendung des Formulars "Mietvertrag/Lieferschein" und ohne Hinweis auf eine Kaufoption erfolgte. Auch f�r eine nachtr�gliche telefonische Vereinbarung eines Kaufs oder einer Vertrags�nderung hin zu einem Kauf auf Abzahlung g�be es keine Hinweise. Abgesehen davon h�tte die Beschwerdegegnerin 3 - wenn tats�chlich ein Abzahlungskauf vereinbart worden w�re - einen Eigentumsvorbehalt entsprechend ihren bisherigen Gepflogenheiten eintragen lassen. Im �brigen habe der Beschwerdef�hrer im Konkurs die Forderungseingaben der Beschwerdegegnerin 3 anerkannt. Darunter fielen auch die Forderungen aus der Miete des Greifers. Zudem w�re zu erwarten, dass der Greifer bei einer Vertrags�nderung fortan als Aktivum in der Bilanz der AG des Beschwerdef�hrers gef�hrt worden w�re. Im Revisionsstellenbericht vom 8. September 2006 f�r das Jahr 2005 werde dieser indessen weder als Aktivum noch in der Abschreibungstabelle aufgef�hrt (Entscheid, S. 11 ff.).
3.3 Der Beschwerdef�hrer bezeichnet die vorinstanzliche Beweisw�rdigung als falsch. Gest�tzt auf die Offerte vom 4. M�rz 2005 und die Aussagen des Zeugen B.________, welcher die Vertragsverhandlungen als Vertreter der Beschwerdegegnerin 3 f�hrte, legt er dar, welche Schl�sse aus den Beweisen richtigerweise zu ziehen w�ren. Mit dem entscheidenden Aktenst�ck - dem von beiden Parteien unterzeichneten, ausdr�cklich als "Mietvertrag/Lieferschein" bezeichneten Vertragsdokument vom 11. M�rz 2005 - befasst er sich hingegen ebenso wenig wie mit dem von der Vorinstanz willk�rfrei festgestellten Umstand, aus dem massgeblichen Vertragsdokument erg�ben sich keine Hinweise auf eine Kaufoption. Er setzt sich auch mit den weiteren plausiblen Argumenten der Vorinstanz nicht auseinander, wonach keine Anhaltspunkte f�r einen �berh�hten Mietzins oder eine nachtr�gliche Vertrags�nderung best�nden. Auch insoweit legt er nur seine eigene Sicht der Dinge dar, ohne auf die vorinstanzlichen Erw�gungen einzugehen und deren Unhaltbarkeit darzutun. Das gilt auch, soweit die Vorinstanz ausf�hrt, die Beschwerdegegnerin 3 h�tte einen Eigentumsvorbehalt eintragen lassen, sofern sie mit dem Beschwerdef�hrer ein Abzahlungsgesch�ft vereinbart h�tte, und dieser h�tte den Greifer als Aktivum in der Bilanz der AG gef�hrt, wenn er ihn erworben h�tte. Die Beweisw�rdigung der Vorinstanz ist umfassend. Ihre Schl�sse sind nachvollziehbar und ergeben sich ohne Willk�r aus den Beweisen. Von Aktenwidrigkeiten und Willk�r kann nicht gesprochen werden.
3.4 Unzutreffend ist der Einwand, die vorinstanzliche Beweisw�rdigung m�nde in eine unzul�ssige Beweislastumkehr (Beschwerde, S. 25). Der Grundsatz "in dubio pro reo" als Beweislastregel ist verletzt, wenn der Strafrichter einen Angeklagten (einzig) mit der Begr�ndung verurteilt, er habe seine Unschuld nicht nachgewiesen bzw. er habe bestimmte Entlastungsbeweise nicht beigebracht (BGE 127 I 38 E. 2a mit Hinweis). Mit der Feststellung, es best�nden keine Hinweise auf eine (nachtr�gliche) Vertrags�nderung, hat die Vorinstanz dem Beschwerdef�hrer nicht implizit die Obliegenheit auferlegt, er m�sse seine Behauptungen beweisen und damit indirekt seine Unschuld nachweisen. Die Vorinstanz ist vielmehr in freier W�rdigung aller aktenkundigen Beweise und Indizien zum Schluss gelangt, dass dem Beschwerdef�hrer bei Vertragsabschluss am 11. M�rz 2005 keine Kaufoption einger�umt und das Mietgesch�ft auch nachtr�glich nicht abge�ndert wurde. Die R�ge des Beschwerdef�hrers beschl�gt bei richtiger Betrachtung den Grundsatz "in dubio pro reo" einzig als Beweisw�rdigungsregel. Was er unter diesem Titel zur Begr�ndung seiner Beschwerde vorbringt, stellt eine Wiederholung seiner unbegr�ndeten Willk�rr�ge dar oder ersch�pft sich in appellatorischer Kritik am angefochtenen Entscheid. Er zeigt auch an dieser Stelle seiner Eingabe nicht auf, inwiefern die obergerichtliche Beweisw�rdigung im Ergebnis willk�rlich sein soll.
3.5 Der angefochtene Entscheid ist auch in Bezug auf den Schuldspruch der Veruntreuung nicht zu beanstanden.
Der Beschwerdef�hrer r�gt, die Strafzumessung verletze Bundesrecht (Beschwerde, S. 25 ff.). Die Vorinstanz lasse massgebliche Gesichtspunkte ausser Acht. Sie spreche im Ergebnis eine Freiheitsstrafe von nicht erheblich mehr als 24 Monaten aus (28 Monate). Die Voraussetzungen f�r einen bedingten Strafvollzug seien gegeben. Ein (teilweise) unbedingter Vollzug w�rde dem Zweck der Resozialisierung zuwiderlaufen, auch wenn das Strafmass im Grundsatz gerechtfertigt w�re.
4.1 Das Bundesgericht hat die Grunds�tze der Strafzumessung nach Art. 47 ff. StGB wiederholt dargelegt (BGE 136 IV 55 E. 5.4 ff. mit Hinweisen). Es greift in die Strafzumessung nur ein, wenn die Vorinstanz den gesetzlichen Strafrahmen �ber- oder unterschritten hat, wenn sie von rechtlich nicht massgebenden Kriterien ausgegangen ist, wesentliche Gesichtspunkte ausser Acht gelassen bzw. in �berschreitung oder Missbrauch ihres Ermessens falsch gewichtet hat (BGE 134 IV 17 E. 2.1 S. 19 f. mit Hinweisen).
4.2 Die Vorinstanz geht von der Sch�ndung als dem schwersten vom Beschwerdef�hrer ver�bten Delikt aus. Der ordentliche Strafrahmen betr�gt Freiheitsstrafe bis zu zehn Jahren oder Geldstrafe. Die Vorinstanz stuft das Verschulden des Beschwerdef�hrers als schwer ein. Erschwerend komme hinzu, dass sich die Beschwerdegegnerin 2 im Tatzeitpunkt in seiner Obhut befunden und er ungesch�tzten Geschlechtsverkehr an ihr vollzogen habe. Die Vorinstanz spricht eine hypothetische Einsatzstrafe von drei Jahren aus. Sie erh�ht diese Strafe aufgrund des weiteren Delikts der Veruntreuung um ein halbes Jahr auf 3 � Jahre. Sie w�rdigt die pers�nlichen Verh�ltnisse des Beschwerdef�hrers. Den Umstand, dass er u.a. wegen Verweigerung einer Blutprobe, N�tigung und Verletzung der Verkehrsregeln vorbestraft ist (vgl. kantonale Akten, act. P/3; Entscheid des Kreisgerichts Rorschach, Einzelrichter, vom 22. Januar 2008), stellt sie straferh�hend mit einem Monat in Rechnung. Strafmindernd ber�cksichtigt sie die lange Verfahrensdauer und die Verletzung des Beschleunigungsgebots. Sie reduziert die Strafe um einen Drittel. Insgesamt spricht sie eine Freiheitsstrafe von 28 Monaten aus. Den zu vollziehenden Teil der Strafe setzt sie auf sechs Monate fest (Entscheid, S. 16 ff.).
4.3 Die Vorinstanz wendet den Strafmilderungsgrund gem�ss Art. 48 lit. a Ziff. 2 StGB zu Recht nicht an. Der Konkurs der Firma des Beschwerdef�hrers, der X.________ AG, vermag keine notstands�hnliche Situation des Beschwerdef�hrers im Sinne einer Existenzbedrohung und somit auch keine schwere Bedr�ngnis im Sinne des Gesetzes zu begr�nden.
4.4 Die Vorinstanz ber�cksichtigt die pers�nlichen Verh�ltnisse des Beschwerdef�hrers und sein Vorleben. Sie verweist auf die Ausf�hrungen im erstinstanzlichen Urteil (Entscheid, S. 18). Die Kritik des Beschwerdef�hrers, die Vorinstanz blende seine pers�nlichen Verh�ltnisse bei der Strafzumessung v�llig aus, geht an der Sache vorbei (Beschwerde, S. 28 f.).
4.5 Der Beschwerdef�hrer beanstandet, die Vorinstanz habe das Opferverhalten bzw. das Mitverschulden der Beschwerdegegnerin 2 zu Unrecht nicht strafmindernd in Rechnung gestellt (Beschwerde, S. 26 f.). Das Vorbringen ist unbegr�ndet. Auch wenn die Beschwerdegegnerin 2 ihre Widerstands- und Wehrunf�higkeit "selbst verschuldet" herbeigef�hrt h�tte, wirkte sich dieser Umstand strafzumessungsrechtlich nicht zu seinen Gunsten aus. Entscheidend ist einzig, dass der Beschwerdef�hrer die Beschwerdegegnerin 2 in Kenntnis ihres Zustandes zum Beischlaf missbrauchte (vgl. Entscheid, S. 21). Auch die Beschwerdegegnerin 3 schuf entgegen der in der Beschwerde vertretenen Ansicht keine Situation, die den Beschwerdef�hrer dazu verleitete, den gemieteten Greifer an einen Dritten zu verkaufen. Das gilt auch, wenn man mit ihm davon ausgeht, die Beschwerdegegnerin 3 habe seine finanzielle Situation gekannt und ihm den Greifer dennoch zur Miete �berlassen, ohne jemals abzumahnen oder das Objekt zur�ckzufordern. Ein relevanter strafmindernder Zusammenhang zwischen dem - behaupteten - Verhalten der Beschwerdegegnerin 3 und dem Verkauf des Greifers durch den Beschwerdef�hrer ist nicht erkennbar.
4.6 Die Vorinstanz ber�cksichtigt s�mtliche relevanten Strafzumessungskriterien. Ihre Erw�gungen und die daraus gezogenen Schl�sse sind nachvollziehbar. Sie verletzt das ihr bei der Strafzumessung zustehende Ermessen nicht. Die Freiheitsstrafe von 28 Monaten ist auch im Ergebnis nicht zu beanstanden. Diese Strafe �bersteigt die gesetzliche Obergrenze f�r den bedingten Strafvollzug um vier Monate. Die Vorinstanz bringt in ihren Erw�gungen, insbesondere zum Verschulden des Beschwerdef�hrers, zum Ausdruck, dass und weshalb sie eine vollbedingte Freiheitsstrafe ausschliesst (vgl. Entscheid, S. 18). Sie setzt den unbedingt zu vollziehenden Teil der Strafe auf sechs Monate fest, was den Vollzug der Strafe in Halbgefangenschaft erlaubt, so dass der Beschwerdef�hrer nicht aus seinem g�nstigen Umfeld herausgerissen wird (Art. 77b StGB; vgl. Entscheid, S. 20). Damit tr�gt die Vorinstanz auch der Strafempfindlichkeit hinreichend Rechnung (siehe Beschwerde, S. 28).
Den Antrag auf Abweisung der Zivilforderungen begr�ndet der Beschwerdef�hrer nicht. Darauf ist nicht einzutreten.
Die Beschwerde ist abzuweisen, soweit darauf einzutreten ist. Bei diesem Verfahrensausgang sind die bundesgerichtlichen Kosten dem Beschwerdef�hrer aufzuerlegen (Art. 66 Abs. 1 BGG).

References: in dubio
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 Art. 95
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 Art. 9
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 Art. 13
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 Art. 47
 Art. 48