Source: http://www2.lubw.baden-wuerttemberg.de/public/abt2/dokablage/oac_12/vo/3/3154.htm
Timestamp: 2018-11-18 08:58:58+00:00

Document:
3.154 Langensteiner Durchbruchstal
Verordnung des Regierungspräsidiums Freiburg über das Natur - und Landschaftsschutzgebiet »Langensteiner Durchbruchstal« vom 19. Dezember 1991 (GBl. v. 29.02.1992, S. 97).
Auf Grund von §§ 21, 22, 58 und 64 des Naturschutzgesetzes (NatSchG) vom 21. Oktober 1975 (GBI. S. 654). zuletzt geändert durch das Biotopschutzgesetz vom 19. November 1991 (GBI. S. 701), und der §§ 22 und 33 des Landesjagdgesetzes (LJagdG) in der Fassung vom 20. Dezember 1978 (GBI. 1979, S. 12) wird verordnet:
(1) Die in § 2 Abs. 1 näher bezeichneten Flächen auf dem Gebiet der Gemeinde Eigeltingen, Gemarkung Eigeltingen, und der Gemeinde Orsingen - Nenzingen, Gemarkung Orsingen, Landkreis Konstanz, werden zum Naturschutzgebiet erklärt.
(2) Die in § 2 Abs.2 näher bezeichneten Flächen auf dem Gebiet der Gemeinde Orsingen - Nenzingen, Gemarkung Orsingen, Landkreis Konstanz, werden zum Landschaftsschutzgebiet erklärt.
(3) Das Naturschutzgebiet und das Landschaftsschutzgebiet führen die gemeinsame Bezeichnung »Langensteiner Durchbruchstal«.
(1) Das Naturschutzgebiet hat eine Größe von rund 42 ha. Es besteht aus zwei Teilgebieten und umfaßt nach dem Stand vom 12. November 1990
auf dem Gebiet der Gemeinde Eigeltingen, Gemarkung Eigeltingen, das Grundstück Flst. - Nr. 1559;
auf dem Gebiet der Gemeinde Orsingen - Nenzingen, Gemarkung Orsingen, die Grundstücke Flst. - Nrn. 2404, 2405, 2406 (teilweise), 2427 (teilweise), 2428 (teilweise) sowie Flst. - Nrn. 907, 913/1, 914/2 und 2321 (teilweise).
(2) Das Landschaftsschutzgebiet hat eine Größe von rund 12,6 ha. Es umfaßt nach dem Stand vom 12. November 1990 auf dem Gebiet der Gemeinde Orsingen - Nenzingen, Gemarkung Orsingen, die Grundstücke Flst. - Nrn. 2401 (teilweise), 2402, 2403, 2407/2, 2420, 2420/1, 2427 (teilweise) und 2428 (teilweise).
(3) Die Grenzen des Naturschutzgebietes sind in einer Übersichtskarte im Maßstab 1:25000 und in einer Flurkarte im Maßstab 1:5000 rot eingetragen, die Grenzen des Landschaftsschutzgebietes grün. Die Karten sind Bestandteil der Verordnung. Die Verordnung mit Karten wird beim Regierungspräsidium Freiburg in Freiburg i. Br. und beim Landratsamt Konstanz in Konstanz auf die Dauer von drei Wochen, beginnend am achten Tag nach Verkündung dieser Verordnung im Gesetzblatt, zur kostenlosen Einsicht durch jedermann während der Sprechzeiten öffentlich ausgelegt.
(1) Wesentlicher Schutzzweck des Naturschutzgebietes ist die Erhaltung des »Langensteiner Durchbruchstal« als
1. einzigartiges erdgeschichtliches Dokument, das in seiner Eigenart und Schönheit von besonderer Bedeutung für die Bodensee - Hegau - Landschaft ist;
2. Lebensraum für eine Vielzahl seltener Pflanzenarten und Pflanzengesellschaften.
(2) Wesentlicher Schutzzweck des Landschaftsschutzgebietes ist die Sicherung des Naturschutzgebietes und die Verwirklichung des Schutzzweckes gemäß Absatz 1.
13. an den Felswänden zu klettern;
14. das Betreiben von Modellflugzeugen sowie das Starten und Landen mit Ultra - Leichtflugzeugen, Hängegleitern, Gleitsegeln und ähnlichen Fluggeräten.
1. eine Beeinträchtigung des Naturschutzgebietes gemäß § 4 Abs. 1 herbeigeführt werden kann,
(3) Die Erlaubnis ist zu erteilen, wenn die Handlung Wirkungen der in § 5 genannten Art nicht zur Folge hat oder solche Wirkungen durch Auflagen oder Bedingungen abgewendet werden können. Sie kann mit Auflagen, unter Bedingungen, befristet oder widerruflich erteilt werden, wenn dadurch erreicht werden kann, daß die Wirkungen der Handlungen dem Schutzzweck nur unwesentlich zuwiderlaufen.
2. für die ordnungsmäßige forstwirtschaftliche Nutzung in der bisherigen Art, im bisherigen Umfang und in der bisherigen Intensität mit der Maßgabe, daß
a) bei forstlichen Pflegemaßnahmen einheimische, standortgemäße Laubgehölze gefördert werden;
b) bei der Verjüngung stabile, laubholzreiche Mischbestände begründet werden;
3. für die ordnungsmäßige landwirtschaftliche Nutzung in der bisherigen Art, im bisherigen Umfang und in der bisherigen Intensität;
(2) Für Befreiungen im Landschaftsschutzgebiet ist die untere Naturschutzbehörde zuständig.
1. in dem Naturschutzgebiet eine der nach § 4 dieser Verordnung verbotenen Handlungen vornimmt;
2. in dem Landschaftsschutzgebiet entgegen § 22 Abs. 3 NatSchG in Verbindung mit § 5 dieser Verordnung Handlungen vornimmt, die den Charakter des Gebietes verändern oder dem besonderen Schutzzweck zuwiderlaufen;
3. entgegen § 6 dieser Verordnung ohne vorherige schriftliche Erlaubnis Handlungen vornimmt, die den Charakter des Gebietes verändern oder dem besonderen Schutzzweck zuwiderlaufen können.
(2) Gleichzeitig tritt die Verordnung des Regierungspräsidiums Freiburg über das Naturschutzgebiet »Langensteiner Durchbruchstal« vom 28. Januar 1986, verkündet am 18. März 1986 im Gesetzblatt von Baden - Württemberg (GBI. S. 51), außer Kraft.
FREIBURG I. BR., den 19. Dezember 1991

References: § 2
 § 2
 § 4
 § 5
 § 4
 § 22
 § 5
 § 6