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Timestamp: 2017-11-18 23:47:13+00:00

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Runter mit dem Dauerstress
Veröffentlicht von:Lulu Schink Geändert vor über 2 Jahren
Präsentation zum Thema: "Runter mit dem Dauerstress"— Präsentation transkript:
1 Runter mit dem Dauerstress
Umsetzung des Arbeits- schutzgesetzes unter Berücksichtigung psychischer Belastungen am Arbeitsplatz und Möglichkeiten der Prävention
2 Strukturwandel des Belastungsprofils
Schwache Abnahme „harter“ Belastungen mit physischen Beanspruchungen, zum Beispiel Lärm, Vibration Nässe, Kälte, Hitze Schwere Lasten Handhaben Staub, Gas, Dampf, Rauch Körperliche Zwangshaltungen Starke Zunahme „weicher“ Belastungen mit psychischen Beanspruchungen, zum Beispiel Zeit- und Termindruck Hohes Arbeitstempo Fremdbestimmtes Tempo Repetitives Arbeiten Ungünstige Arbeitszeiten Soziale Konflikte
3 Ergebnisse von Mitarbeiterbefragungen zum Thema Stress
Ergebnisse von Mitarbeiterbefragungen zum Thema Stress. Frage: „Wie oft werden Sie gelobt?“ Nie: 30 Prozent Selten: 34 Prozent Oft: 4 % Gelegentlich: 32 Prozent Quelle: AOK, Mitarbeiterbefragung
4 Gallup: Demotivierung durch schlechtes Management
Quelle: Gallup-Studie, November 2003
5 Gallup zur Stimmung in den Unternehmen:
„Nur 12 Prozent der Arbeitnehmer in Deutschland sind engagiert im Job“ „Der (…) gesamtwirtschaftliche Schaden beläuft sich auf eine Summe zwischen Euro 247,2 und 260,1 Milliarden pro Jahr“ „Die Ursache für das fehlende Engagement am Arbeitsplatz bei den MitarbeiterInnen kann in schlechtem Management gesucht werden. Die Befragten gaben u.a. an, dass sie eine Position ausfüllen, die ihnen nicht liegt, dass es seitens ihres / ihrer Vorgesetzten an Anerkennung und Lob für gute Arbeit mangelt, die Führungskraft sich nicht für sie als Mensch interessiert, es niemanden im Unternehmen gibt, der die persönliche Entwicklung fördert und die persönliche Meinung und Ansicht kaum Gewicht haben.“ Quelle: Gallup-Studie November 2003
6 Ganzheitliches Verständnis gefragt
Das Ziel lautet:Vermeidung bzw. Verringerung von physischen Störungen und Schädigungen der Gesundheit im Sinne körperlicher Funktionsfähigkeit psychischen Beeinträchtigungen und Störungen der Gesundheit im Sinne psychischen Wohlbefindens sozialen Beeinträchtigungen und Gefährdungen der Gesundheit im Sinne sozialer Beziehungen und Sicherheit
7 Ganzheitliche Gefährdungsbeurteilung gemäß § 5 Abs. 3 ArbSchG
Eine Gefährdungsbeurteilung ohne Ermittlung psychischer und sozialer Belastungen ist unvollständig!
8 Erweiterter Präventionsauftrag der gesetzlichen Unfallversicherung (§ 14 SGB VII)
Aufgaben der Träger der gesetzlichen Unfallversicherung: Verhütung von: Arbeitsunfällen Berufskrankheiten arbeitsbedingten Gesundheitsgefahren für Erste Hilfe sorgen Ursachen der arbeitsbedingten Gefahren für Leben und Gesundheit nachgehen Definition „Arbeitsbedingte Gesundheitsgefahren“ sind Zustände, Ereignisse und Einwirkungen bei der Arbeit und/oder in der Arbeitsumwelt, die Gesundheitsstörungen nachvollziehbar verursachen, begünstigen oder die Gesundheit in sonstiger Weise nachteilig beeinflussen können.
9 Berufskrankheiten und arbeitsbedingte Erkrankungen
§ 9 SGB VII, Berufskrankheiten- verordnung (BkV) 67 „Listen-Erkrankungen“ monokausaler Ursache-Wirkungs- Zusammenhang „doppelte Kausalität“ berufliche Gefährdung wesentliche Ursache zusätzliche Voraussetzungen z.B.: Aufgabe der Tätigkeit, Wirtschaftszweig Arbeitsbedingte Erkrankungen § 3 (1) 3c ASiG oft: „Volkskrankheiten“ z.B. Herz-Kreislauf, Bewegungsapparat, Psyche, Immunsystem, Stoffwechsel multifaktorielle Genese Krankheiten durch Arbeit wesentlich verursacht mitverursacht ungünstig beeinflusst z.B. verschlimmert, verstärkt, verlängert
10 Zwei Ansätze im Arbeits- und Gesundheitsschutz
Krankheitsvermeidung (pathogenetischer Ansatz) Leitfrage: Was macht krank? Ziel: Vermeidung/Verringerung krankmachender Faktoren Krankheits-Risiken z.B.: Lärm, Gefahrstoffe, Unfälle, Gerätesicherheit, Arbeitszeit, Staub, Klima, Strahlung, Explosion etc. Gesundheitsförderung (salutogenetischer Ansatz) Leitfrage: Was erhält gesund? Ziel: Schaffung/Förderung gesunderhaltender Faktoren Gesundheits-Ressourcen z.B. Handlungsspielraum, Mitsprache, Beteiligung, Qualifizierungschancen, Identifikationsmöglichkeit
11 Pflicht und Kür im Arbeits- und Gesundheitsschutz
Gesetzlicher Arbeits- und Gesundheitsschutz Grundlagen: Staatliche Gesetze und Verordnungen (ArbSchG) Vorschriften der gesetzlichen Unfallversicherung (SGB VII) Kür Betriebliche Gesundheitsförderung Grundlagen: § 20 SGB V Qualitätsmanagement Ottawa-Charta der WHO Luxemburg-Deklaration
12 Hierarchie arbeitswissenschaftlicher Kriterien menschengerechter Arbeit
Sozialverträglichkeit Kooperation, Beteiligung, Mitwirkung Zufriedenheit und Entfaltung der Persönlichkeit anforderungsgerechte, beanspruchungsoptimale Arbeitsinhalte Beeinträchtigungsfreiheit und Zumutbarkeit Handlungsspielraum, Arbeitsumgebung, Arbeitsorganisation Schädigungslosigkeit und Erträglichkeit „Aushaltbarkeit“, physiologisch-medizinische Kriterien Ausführbarkeit Technik, Arbeitsmittel, Arbeitsstätte Bisheriger Ansatz: die unteren 1-2 Stufen; moderner Ansatz: bis Stufe 5
13 Ergonomische Grundregeln menschengerechter Belastung und Beanspruchung
Überforderung schädigt durch Verschleiß das Leistungsvermögen Unterforderung schwächt durch Brachlegung das Leistungsvermögen Menschengerechte Gestaltung ermöglicht die Entwicklung des Leistungsvermögens durch Übung und Lernen
14 Psychische und physische Belastungen: Unterschiede und Gemeinsamkeiten
psychische Belastungen in der Arbeitswelt bewirken nervlich- geistige Beanspruchungen im Menschen: Sinnesorgane und Wahrnehmung Denken, Lernen und Gedächtnis Gefühle, Antriebe und Empfindungen physische Belastungen in der Arbeitswelt bewirken körperliche Beanspruchungen im Menschen: Herz und Kreislauf Muskulatur und Skelett Stoffwechsel
15 Psychische Belastungen: Ursachen und Folgen
Ursachen psychischer Belastungen Unterforderung Überforderung Soziale Konflikte Arbeitszeit Erschwernisse der Arbeitsausführung Folgen psychischer Beanspruchungen Psychische Ermüdung Ermüdungsähnliche Zustände - Monotonie - Psychische Sättigung - Herabgesetzte Vigilanz Stress vgl. DIN EN ISO , -2, -3 Quelle: Prof. Dr. Oppolzer, HWP Hamburg
16 Psychische Ermüdung Merkmale-Ursachen-Folgen Vermeidung/Minderung
Müdigkeit, Anstrengung, Leistungsminderung Arbeitszeit, Intensität, Belastungen, Erschwernisse Ermüdungsgrad, „-schuld“, Beeinträchtigung der „Freizeit“ Übermüdung, Unfallrisiko, psychosomatische Beschwerden Vermeidung/Minderung Arbeitszeitvorschriften einhalten (ArbZG, TV, BV) Erholung im 24-Stunden-Rhythmus ermöglichen Gleich bleibende Leistung ermöglichen Vermeidung/Verringerung der Nachwirkungen auf Gesundheit (Beschwerden) Wohlbefinden (Freizeit)
17 Stufen der Ermüdung: Ermüdungsgrade
Keine Ermüdung: Gleichgewicht von Beanspruchung und Erholung Leichte Ermüdung: Volle Kompensation der Beanspruchung durch Erholung in Pausen und Freizeit Mittlere Ermüdung: Reaktive Anspannungssteigerung bei ausgeprägten Ermüdungserscheinungen Schwere Ermüdung: Labile Kompensation bei erhöhter willentlicher Anspannung und anhaltend verminderter Effektivität Übermüdung/Erschöpfung: Beeinträchtigung der Erholungsfähigkeit und funktionelle Störungen des Organismus
18 Chronische Ermüdung: Burnout und Karoshi
Extrem-Folgen psychischer Übermüdung/Erschöpfung Burnout-Syndrom: anhaltender Zustand physischer, psy- chischer u. emotionaler Erschöpfung Karoshi-Syndrom: plötzlicher Tod aufgrund chronischer Ermüdung durch Überarbeitung Risikofaktoren chronischer Ermüdung/Erschöpfung Arbeitszeit und Arbeitsintensität „Vertrauensarbeitszeit“ und „Arbeitszeitkonten“ Ambivalenz indirekter Steuerungsmodelle „Leistungssog“ „Arbeiten ohne Ende“
19 Burnout: Verlauf und Gegenmaßnahmen
Stationen von Burnout Motivation und Identifikation im Beruf Stagnation/Erfolglosigkeit trotz Anstrengung Frustration und Selbstzweifel Apathie und Resignation Verzweiflung und gesundheitliche Störungen Gegenmaßnahmen Distanziertes Engagement physisch, geistig, emotional Begrenzung der Anforderungen durch personelle Ressourcen zeitliche Ressourcen Arbeitspensum Qualifizierung und Weiter- bildung (Kompetenz) Soziale Unterstützung Rückmeldung und Erfolg Kooperation und Supervision
20 Karoshi: Ursachen und Folgen
andauernde intensive Beanspruchungen durch physische Belastungen belastende Arbeitszeiten psychische Belastungen mangelhafte und belastende Erholungsmöglichkeiten Schlaf- und Freizeitmangel Gesundheitsverhalten mangelnde soziale Unterstützung Folgen Kumulation von Ermüdung (Erholungs-Schuld, Erschöpfung) Gesundheitsbeschwerden Nervöse Störungen Herz-Kreislauf Immunsystem Verdauungssystem Herzinfarkt Schlaganfall
21 Erholungsfunktionen in Abhängigkeit von Beanspruchungsfolgen
Ermüdung Stress Monotonie Verminderte Vigilanz Psychische Sättigung Erholungs-Funktionen Ausruhen / Energie tanken Entspannen / zur Ruhe kommen Anregung / Abwechslung Aktivität / aktiv sein Sinnvolles tun
22 Erholung: Phasenverlauf und Hemmnisse
Phasen der Erholung Distanzierung physisch mental emotional Regeneration Ausruhen Anregung / Abwechslung Orientierung Hindernisse der Erholung Überhöhte Anforderungen Unzureichende Erholungsangebote Mangelhafte Wahrnehmung des Erholungsbedarfs Überhöhte individuelle Leistungsansprüche „Erholungs-Stress“ / „Erholungs-Sucht“ „Instant-Erholung“
23 Stufen der Ermüdung / Ermüdungsgrade
24 Monotonie Merkmale-Ursachen- Folgen Vermeidung/Minderung
Müdigkeit, Minderleistung Unterforderung, Gleichförmigkeit, Wiederholung, Abwechslungsarmut Handlungsspielraum, Wiederholungsfrequenz Unfallrisiko, Kompetenzverlust, psychisches Wohlbefinden Vermeidung/Minderung Aufgabenrotation bzw. - Aufgabenintegration Springer bzw. Puffer vorsehen Arbeitszeitschutz beachten Qualifizierung ermöglichen Wiederholfrequenz unter 50 Abwechslungsreiche Arbeitsumgebung Sozialkontakte ermöglichen
25 Psychische Sättigung Merkmale-Ursachen- Folgen Vermeidung/Minderung
Unruhe, Unlust, Überdruss, Müdigkeit, Leistungsabfall Unterforderung, Wiederholungsaufgaben, Abwechslungsarmut Sinngehalt, Wiederholungscharakter, Partizipationschancen/ Beteiligung Unfallrisiko, psychosomatische Beschwerden, Ermüdung Vermeidung/Minderung Aufgabenrotation bzw. - Aufgabenintegration Springer bzw. Puffer vorsehen Arbeitszeitschutz beachten Qualifizierung ermöglichen Wiederholfrequenz unter 50 Abwechslungsreiche Arbeitsumgebung Sozialkontakte ermöglichen
26 Herabgesetzte Vigilanz (Daueraufmerksamkeit)
Merkmale-Ursachen- Folgen Müdigkeit, Leistungsabfall, Reaktionsminderung Abwechslungsarme Beobachtungsaufgaben, eintönige Umgebung, wenige Signale Signalhäufigkeit, Dauer passiver Arbeitsanteile Unfallrisiko, Ermüdung, psychisches Wohlbefinden Vermeidung/Minderung Unterbrechungen der passiven Beobachtung durch Pausen oder aktive Aufgaben Dauerbeobachtung auf 30- Minuten-Phasen begrenzen Ergonomische Gestaltung von Anzeigen/Stellteilen Arbeitszeitschutz beachten Mindestwiederholrate von Signalen beachten
27 Stress Merkmale-Ursachen-Folgen Vermeidung/Minderung
angstbetonte Gespanntheit, Überaktiviertheit Überforderung, Störungen, soziale Konflikte, Zeitdruck Arbeitstempo, wechselnder Arbeitsanfall, enge Vorgaben soziale Unterstützung Übermüdung, psychosomatische Beschwerden, Unfallrisiko Vermeidung/Minderung Zeitlicher und inhaltlicher Handlungsspielraum Qualifikationsgerechte Anforderungen Qualifizierungsmöglichkeit Minderung von Störungen und Unterbrechungen Hilfe und Unterstützung durch KollegInnen und Vorgesetzte
28 Stress: Prävention und Bewältigung
Primär-Prävention - Verhältnis-Prävention: Vermeidung bzw. Verringerung von Stress- Ursachen in der Arbeitswelt (Arbeitsgestaltung) Sekundär-Prävention - Verhaltens-Prävention: Verbesserung der Bewältigung von Stress bzw. Stress-Folgen (Abwehr, Minderung, Ausgleich) Tertiär-Prävention - Rehabilitation von Stress- Geschädigten: Beratung, Behandlung, Wieder- Eingliederung von Betroffenen
29 Mobbing: Formen und Verlauf
„Mobbing“: systematische Ausgrenzung/Erniedrigung durch regelmäßige feindselige Handlungen über längere Zeit durch Angriffe im Hinblick auf Kommunikation Sozialen Kontakt Soziales Ansehen Qualität der Arbeit Gesundheit /Integrität Mobbing-Phasen Ungelöste Konflikte / Schuldzuweisung Eskalation des Konflikts / Schikane von „Sündenbock“ Sanktionen gegen Opfer / Fehlentscheidungen Ausgrenzung / Ausschluss des Opfers Gesundheitliche und soziale Marginalisierung
30 Mobbing: Ursachen und Gegenmaßnahmen
Ursachen /Risikofaktoren persönliche Antipathien gespanntes Betriebsklima Personalmangel Überforderung Zeit- und Termindruck Leistungsvorgaben Personalabbau Arbeitsmangel unklare Zuständigkeiten Gegenmaßnahmen Aufklärung Konfliktmanagement Schulung der Vorgesetzten Führungsleitlinien und Unternehmenskultur Betriebsvereinbarung Ansprech- bzw. Vertrauenspersonen
31 Rolle der Beteiligten Betriebe Aufsicht Arbeitgeber ist verantwortlich
Beschäftigte werden beteiligt Betriebsrat hat Mitbestimmung Aufsicht STAFA motiviert, berät und überwacht BG berät und unterstützt branchenbezogen
32 Methoden zur Ermittlung arbeitsbedingter Gefährdungen der Gesundheit
Primär-Analyse (direkte Methoden) Erhebung neuer Daten Fremdeinschätzung und Beobachtung (Checkliste) Selbsteinschätzung und Befragung (Fragebogen) Einschätzung durch Arbeitsgruppen/Zirkel Sekundär-Analyse (indirekte Methoden) Auswertung vorhandener Daten Indirekte Indikatoren bzw. Routinedaten (Fehlzeiten) Betriebliche Gesundheitsberichte
33 Betriebspraktische Methoden zur Erfassung psychischer Belastungen
Befragung der Beschäftigten mit Fragebogen Gruppengespräche im Rahmen von Arbeitsanalysen Interviews Selbstbeschreibungen von Belastungsfällen (anonymisiert)
34 DIN 10075, Teil 2: Beispiele für Gestaltungslösungen
35 Rechte des Betriebsrats im Arbeits- und Gesundheitsschutz
Überwachung § 80 (1) BetrVG: Einhaltung geltender Vorschriften Mitwirkung: Information, Beratung, Unterstützung § 89 BetrVG: Anregungen, Beratung, Auskunft, Information § 90 BetrVG: Unterrichtung, Beratung § 9 ASiG: Zusammenarbeit mit FASi und Betriebsärzten § 11 ASiG: Arbeitsschutzausschuss Mitbestimmung § 91 BetrVG: korrigierende Mitbestimmung § 87 (1) 7: Mitbestimmung bei Umsetzung von Vorschriften zum Arbeits- und Gesundheitsschutz
36 Ablaufschritte der Gefährdungsbeurteilung
Ansatzpunkte für die Mitbestimmung des Betriebsrats Festlegung der Vorgehensweise Ermittlung der Gefährdungen Bewertung der Gefährdungen Auswahl / Umsetzung der Maßnahmen Überprüfung der Wirksamkeit Dokumentation der Ergebnisse
37 Mitbestimmung des Betriebsrats im Arbeits- und Gesundheitsschutz
Rechtliche Grundlage: § BetrVG „Der Betriebsrat hat, soweit eine gesetzliche oder tarifliche Regelung nicht besteht, in folgenden Angelegenheiten mitzubestimmen : ...Regelungen über die Verhütung von Arbeitsunfällen und Berufskrankheiten sowie über den Gesundheitsschutz im Rahmen der gesetzlichen Vorschriften oder Unfallverhütungsvorschriften; ...“
38 Voraussetzungen für das Mitbestimmungsrecht nach § 87.1.7
keine abschließend und unmittelbar wirkenden Regelungen ausfüllungsbedürftige Rahmenvorschriften Beurteilungs- und Ermessensspielraum des Arbeitgebers (Wahl zwischen Alternativen) generell-abstrakte Regelungen (nicht bloße Einzelmaßnahmen)
39 Mein persönliches Stressbarometer
Stimmt garnicht 1 Stimmt etwas 2 Stimmt einigermaßen 3 Stimmt genau 4 Meine Arbeit pulvert mich manchmal so auf, dass ich gar nicht mehr zur Ruhe komme Ich schlafe schlecht ein, weil mir oft Berufsprobleme durch den Kopf gehen Es fällt mir immer wieder schwer, Zeit für per- sönliche Dinge (z.B. Familie) zu finden Auch im Urlaub muss ich häufig an Probleme meiner Arbeit denken Ich strenge mich oft bei meiner Arbeit so an, wie man es sicher nicht sein ganzes Leben durchhalten kann Es fällt mir schwer, nach der Arbeit abzuschalten Mein persönliches Ergebnis: Für 30 – 50jährige Männer müssen Werte größer 17 und für gleichaltrige Frauen Werte größer 18 als auffällig hinsichtlich eingeschränkter Erholungsfähigkeit eingestuft werden!
40 Fazit Gemeinsamkeit psychischer und physischer Belastungen: Einheit und Wechselwirkungen Verringerung psychischer Belastungen: Effekte für Humanisierung und Rentabilität Umsetzung des Arbeitsschutzgesetzes: Gefährdungsanalyse psychischer Belastungen Zusammenarbeit von Experten und Betroffenen Sozialer Dialog bei Gefährdungsanalyse und Arbeits- schutzmaßnahmen - Mitbestimmung des Betriebsrats
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References: § 5

§ 9
 § 3
 § 20
 § 80
 § 89
 § 90
 § 9
 § 11
 § 91
 § 87
 § 87