Source: https://statistik.arbeitsagentur.de/DE/Navigation/Grundlagen/Methodik-Qualitaet/Methodische-Hinweise/FST-Meth-Hinweise/FST-Meth-Hinweise-Nav.html
Timestamp: 2020-08-09 06:14:34+00:00

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Statistik der Bundesagentur für Arbeit - Förderungen
Methodische Hinweise zum Thema Förderungen
Hier finden Sie alle für das Thema Förderungen relevanten methodischen Hinweise.
Eine Aktivierungsquote misst das Verhältnis der Anzahl der Teilnehmenden an Maßnahmen der Arbeitsförderung zur Gesamtzahl der zu aktivierenden Personen zu einem Zeitpunkt. Sie beschreibt, wie hoch der Anteil der Geförderten an allen förderbaren Personen ist. Durch die Quotenbildung werden absolut gemessene Größen besser vergleichbar und interpretierbar. Zum Beispiel können anhand der Normierung Regionen oder der Zeitverlauf verglichen werden.
Die Grundmenge der zu aktivierenden Personen wird in zwei Teilaktivierungsquoten differenziert:
den arbeitsmarktorientierten Personen, das heißt alle Personen, die entweder arbeitslos sind oder sich in einer Förderung befinden
den erwerbsfähigen Leistungsberechtigten, das heißt alle Personen, die Leistungen nach dem SGB II beziehen
Arbeitsmarktorientierte Aktivierungsquote
Die arbeitsmarktorientierte Aktivierungsquote setzt die Teilnehmenden an Maßnahmen der Arbeitsförderung zu den Teilnehmenden an Maßnahmen der Arbeitsförderung plus den Arbeitslosen in Beziehung. Die AQ1 wird nach den beiden Rechtskreisen SGB III und SGB II differenziert. Die Rechtskreiszuordnung richtet sich bei den Arbeitslosen danach, ob ein Jobcenter oder die Agentur für Arbeit den Arbeitslosen betreut. Bei den Teilnehmenden richtet sich die Rechtskreiszuordnung danach, ob das Jobcenter oder die Agentur für Arbeit die Förderung finanziert.
ELB-orientierte, arbeitsmarktnahe Aktivierungsquote
Die ELB-orientierte, arbeitsmarktnahe Aktivierungsquote setzt die Teilnehmenden an Maßnahmen der Arbeitsförderung im SGB II zu den erwerbsfähigen Leistungsberechtigten (ab Berichtsmonat Januar 2017 abzüglich der Aufstocker) in Beziehung. Die erwerbsfähigen Leistungsberechtigten umfassen alle potenziellen Teilnehmenden. Die Fähigkeit zur Beendigung der Hilfebedürftigkeit durch Erwerbstätigkeit steht im SGB II im Vordergrund und ist auch bei denen zu fördern.
Diese Berechnung findet bei allen personenbezogenen Strukturmerkmalen (Alter/Alter bei Eintritt, Geschlecht usw.) Anwendung. Ausnahme sind die bei Eintritt langzeitarbeitslosen SGB II-Teilnehmenden. Hier gilt die folgende Berechnung:
ELB-orientierte, ausbildungsmarktnahe Aktivierungsquote
Die AQ2b betrachtet die berufsausbildungsnahe Förderung. Diese ist besonders bei den Jüngeren von Interesse.
Die AQ2a und die AQ2b können additiv zusammengefasst werden, da der Nenner identisch ist und systematische Mehrfachzählungen in den Teilnehmendenbeständen ausgeschlossen werden können. Bei der AQ2a und der AQ2b können potentiell alle erwerbsfähigen Leistungsberechtigten aktiviert werden. Da die Anzahl der erwerbsfähigen Leistungsberechtigten höher ausfällt als die Summe aus den Teilnehmenden und den Arbeitslosen, ist die Aktivierungsquote AQ2 definitionsbedingt geringer als die SGB II-bezogene AQ1.
Die Teilnehmer an folgenden Maßnahmen der aktiven Arbeitsmarktpolitik fließen in die Berechnung der Aktvierungsquote AQ1/AQ2a bzw. AQ2b ein.
Maßnahmen Aktivierungsquoten AQ1 im Rechtskreis SGB III
Probebeschäftigung für Menschen mit Behinderungen
Maßnahmen zur beruflichen Weiterbildung (inkl. bes. Maßn. zur Weiterbildung behinderter Menschen)
Maßnahmen der Eignungsfeststellung/Trainingsmaßnahmen
Freie Forderung nach § 10 SGB III (a.F.) (nur SGB III)
Maßnahmen Aktivierungsquoten AQ1/AQ2a im Rechtskreis SGB II
Beschäftigungszuschuss nach § 16e SGB II (a.F.) (nur SGB II)
Bundesprogramm Soziale Teilhabe am Arbeitsmarkt (nur SGB II)
Freie Förderung nach § 16f SGB II (nur SGB II)
sonstige weitere Leistungen nach § 16 Abs. 2 Satz 1 SGB II (a.F.) (nur SGB II)
Eingliederung von Langzeitarbeitslosen nach § 16e SGB II (nur SGB II)
Teilhabe am Arbeitsmarkt nach § 16i SGB II (nur SGB II)
Maßnahmen Aktivierungsquoten AQ2b im Rechtskreis SGB II
Ausbildungszuschuss für Menschen mit Behinderungen und schwerbehinderte Menschen
Zuschuss für schwerbehinderte Menschen im Anschluss an Aus- u. Weiterbildung
sozialpädagogische Begleitung und Ausbildungsmanagement
Übergangshilfen/Aktivierungshilfen
Einstiegsqualifizierung Jugendlicher (EQJ)
Hinsichtlich der Größenordnung der Aktivierungsquoten ist es unrealistisch, zu erwarten, dass alle Arbeitslosen bzw. erwerbsfähigen Leistungsberechtigten zu einem bestimmten Zeitpunkt gleichzeitig aktiv gefördert werden, also eine Aktivierungsquote von 100 Prozent vorliegt. Zum einen ist für Personen, bei denen Arbeitslosigkeit oder Hilfebedürftigkeit nur vorübergehend ist oder denen aus eigener Kraft eine Integration in Beschäftigung gelingen dürfte, eine Förderung nicht erforderlich. Außerdem schließt sich an die Beendigung einer Maßnahme häufig eine intensive Phase der Suche nach Arbeit an, ohne dass sich bei Fortbestehen von Arbeitslosigkeit und Hilfebedürftigkeit unmittelbar eine weitere Fördermaßnahme anschließen muss.
Darüber hinaus gibt es wegen der bekannten Dynamik mit ständigen Neuzugängen in und Abgängen aus Arbeitslosigkeit bzw. Hilfebedürftigkeit immer Personen, die nicht gefördert werden. Bei der Bewertung der Ergebnisse ist auch zu berücksichtigen, dass der Umfang der eingesetzten finanziellen Mittel nicht in die Aktivierungsquote einfließt und eine hohe Aktivierungsquote nicht zwangsläufig auf einen hohen Mitteleinsatz schließen lässt. Auch ist zu beachten, dass in die Aktivierungsquoten nur die Aktivierung durch den Einsatz von Instrumenten der Arbeitsförderung bzw. von Leistungen zur Eingliederung einfließt. Aktivierungen durch intensivere Beratung, Betreuung und Vermittlung dienen der Eingliederung in Arbeit, können aber statistisch nicht gemessen werden.
Die Aktivierungsquote weist den „momentanen“ Anteil der aktivierten Personen aus. Der Anteil der potentiell zu aktivierenden Personen, die innerhalb einer bestimmten vergangenen Periode bereits aktiviert wurden, ist naturgemäß höher. Insoweit ist eine „inverse“ Interpretation der Aktivierungsquoten problematisch; aus einer Aktivierungsquote in Höhe von 40 Prozent kann nicht geschlossen werden, dass 60 Prozent der potentiell zu aktivierenden Personen (überhaupt) nicht gefördert werden.
Aktivierungsquoten werden mit einer Wartezeit von drei Monaten als endgültige Ergebnisse ausgewiesen. Aktuellere Werte basieren auf hochgerechneten Werten der Förderstatistik.
Die Anpassung der Formeln der ELB-orientierten Aktivierungsquoten AQ2a und AQ2b ab 2017 erfolgte aufgrund der gesetzlichen Änderung des SGB II zum 1. Januar 2017, nach der die Aufstocker nun nicht mehr im SGB II, sondern im SGB III betreut werden. Aufstocker sind Personen, die neben dem Arbeitslosengeld (Alg) oder Teilarbeitslosengeld auch Arbeitslosengeld II (Alg II) beziehen. Für Berichtsmonate bis einschließlich Dezember 2016 erfolgt keine Anpassung der Formeln.
Durch die Ausklammerung der Aufstocker in der Bezugsgröße der o. g. Quoten und Raten ab Januar 2017 werden als Grundgesamtheit auch weiterhin nur die Personen berücksichtigt, die für eine Aktivierung im SGB II in Frage kommen.
Bei den arbeitsmarktorientierten Aktivierungsquoten AQ1 waren keine Anpassungen erforderlich, da in den Formeln schon per Definition die geänderte Zusammensetzung der Rechtskreise nachvollzogen wird.
Weiterführende Informationen sind dem Methodenbericht „Aktivierung in den Rechtskreisen SGB III und SGB II“ (PDF, 2MB) zu entnehmen.
Eignungsabklärung/Berufsfindung (Reha-EA) (u. a. Diagnosemaßnahmen zur Feststellung der Arbeitsmarktfähigkeit (DIA-AM))
Plausibilität XSozial-BA-SGB II (PDF, 620KB)
Qualitätsbericht Förderstatistik (PDF, 833KB)
Statistik der Teilnehmer an Maßnahmen der Arbeitsförderung
Weiterführende Informationen können dem Qualitätsbericht „Statistik zu Maßnahmen und Teilnehmenden an Maßnahmen der Arbeitsförderung“ (PDF, 833KB) entnommen werden.
Die Daten der Förderstatistik werden mit einer Wartezeit von drei Monaten aufbereitet. Diese Wartezeit ist vor allem deshalb notwendig, weil so nachträglich erfasste Eintritte, aber auch die nachträgliche Erfassung von Abbrüchen noch berücksichtigt werden können. Damit für die Beurteilung der aktuellen Entwicklung zeitnahe Informationen zur Verfügung stehen, werden die Eckwerte für den Rechtskreis der Kostenträgerschaft der Förderung sowie Arbeitsagenturen, Kreise und SGB-II-Gebietsstrukturen auf den erwarteten 3-Monatswert hochgerechnet, sofern die Datengrundlage für die betreffende Förderart ein plausibles Hochrechnungsergebnis erwarten lässt. Mit zunehmender Wartezeit steigt die Qualität der hochgerechneten Werte.
Übersicht über hochgerechnete/nicht hochgerechnete Förderarten (PDF, 33KB)
Kohortenanalyse in der Förderstatistik
Rundungsdifferenzen bei hochgerechneten Daten
Das Hochrechnungsverfahren ermittelt für den aktuellen Rand aus untererfassten ganzzahligen Daten hochgerechnete Werte mit Dezimalstellen. Diese werden in Auswertungen auf ganze Zahlen gerundet. Bei Aggregationen können rundungsbedingte Differenzen auftreten.
Die Gesamtzahl aller Teilnehmenden einer Maßnahmeartgruppe (z. B. Förderung der beruflichen Weiterbildung) beträgt nach dem Hochrechnungsverfahren 100,7 Teilnahmen. Auswertungen weisen standardmäßig gerundete 101 Teilnahmen aus.
Für die Förderungen nach Rechtskreisen ermittelt das Hochrechnungsverfahren 50,4 Teilnahmen mit Kostenträgerschaft im SGB III und 50,3 im SGB II. Beide Werte werden jeweils auf 50 Personen gerundet. Die Gesamtzahl der Teilnahmen als Summe der Rechtskreise beträgt demnach 100 Teilnahmen.
Durch die spätere Berechnung einer Aggregationsebene ergibt sich eine Rundungsdifferenz von 1.
spezifischen Maßnahmen für Flüchtlinge
Im Rahmen der Maßnahmen zur Aktivierung und beruflichen Eingliederung hat die Bundesagentur für Arbeit Maßnahmen vorrangig für geflüchtete Menschen konzipiert. Diese können im Rahmen der Förderstatistik für Arbeitsagenturen und Jobcenter in gemeinsamer Einrichtung nachgewiesen werden. Für Jobcenter in zugelassener kommunaler Trägerschaft ist keine Übermittlung über den Datenstandard XSozial-BA-SGB II vorgesehen.
Die Maßnahmen haben eine hohe Kohärenz zu dem Merkmal Aufenthaltsstatus und den Personen im Kontext Fluchtmigration. Abweichungen treten durch eine erweiterte Definition des förderbaren Personenkreises bzw. in geringem Umfang durch Fehlerfassungen auf.
Die Inhalte der Maßnahmen werden im Nachfolgenden zur Einordnung kurz skizziert.
Es handelt sich um eine zwölfwöchige Maßnahme, im Rahmen derer die berufsfachlichen Kompetenzen der Teilnehmenden festgestellt werden sollen. Die Kompetenzfeststellung findet dabei in Betrieben statt. Der Maßnahmeträger vermittelt darüber hinaus berufsbezogene Deutschkenntnisse, gibt Hilfestellung zur Orientierung auf dem deutschen Arbeitsmarkt und berät bei der Erstellung von Bewerbungsunterlagen.
Datenqualität: Es liegen vollständige Informationen nur für Arbeitsagenturen vor. Aufgrund unvollständiger Datenlage ist eine Berichterstattung über Jobcenter in gemeinsamer Einrichtung erst ab Berichtsmonat August 2017 möglich.
Die Maßnahme verfolgt das Ziel, junge Flüchtlinge an den Ausbildungsmarkt heranzuführen. Wichtige Bestandteile der auf sechs bis acht Monate angelegten Maßnahme sind dabei z. B. die Feststellung von Kompetenzen und Neigungen, die Vermittlung von berufsbezogenen Sprachkenntnissen, Bewerbungstraining, Sucht- und Schuldenprävention und Grundlagen gesunder Lebensführung. Vorgesehen sind dabei auch betriebliche Einsätze, in denen Teilnehmer praktische Erfahrungen sammeln.
Das gemeinsame Projekt des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF), der Bundesagentur für Arbeit (BA) und des Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH) verfolgt das Ziel, junge Geflüchtete auf eine Berufsausbildung im Handwerk vorzubereiten. Hierzu werden den Teilnehmern im Laufe von vier bis sechs Monaten in einem Betrieb erste Erfahrungen in Berufsfeldern des Handwerks, z. B. Metall, Elektrotechnik oder Holz, vermittelt.
„Perspektiven für weibliche Flüchtlinge“ ist ein Ableger des Programms „Perspektiven für Flüchtlinge“, welcher auf die Bedürfnisse von Frauen zugeschnitten ist. Spezielle Elemente dieser Maßnahme sind daher die sozialpädagogische Begleitung und die Unterstützung bei der Organisation der Kinderbetreuung während der Teilnahme.
Datenqualität: Aufgrund unvollständiger Datenlage ist eine Berichterstattung erst ab Berichtsmonat August 2017 möglich.
Die Maßnahme „KompAS – Kompetenzfeststellung, frühzeitige Aktivierung und Spracherwerb“ beinhaltet je nach der konkreten Ausgestaltung vor Ort u. a. Aktivitäten zur Kompetenzfeststellung, Heranführung an das deutsche Ausbildungs- und Beschäftigungssystem und eine Heranführung der Teilnehmer an Normen und Kultur in der BRD. Weiterhin sollen Kontakte zu verschiedenen Organisationen wie z. B. Betriebe, Behörden, Beratungsstellen oder Kammern hergestellt werden. Der zeitliche Umfang beträgt 200-400 Zeitstunden. Die Teilnahme findet parallel zum Integrationskurs statt, welcher vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) organisiert wird.
Neben geflüchteten Menschen richtet sich die Förderung beispielsweise an deutsche Staatsangehörige mit Migrationshintergrund, die über keine oder nicht genügende Deutschkenntnisse verfügen.
Datenqualität: Aufgrund verspäteter Erfassung können Aussagen zum Umfang der Förderung erst ab Oktober 2016 getätigt werden.
Das Programm „Kommit“ umfasst eine Abfolge verschiedener Förderinstrumente: Integrationskurs, betriebliche Erprobung, Teilqualifikation und Stabilisierung des Beschäftigungsverhältnisses. Die genannten Instrumente werden operativ getrennt voneinander abgewickelt.
Die im vorliegenden Produkt als Kommit deklarierten Teilnahmen beziehen sich dabei lediglich auf die vier- bis zwölfwöchige Erprobungsphase, welche vom Maßnahmeträger begleitet wird. Diese verfolgt das Ziel, den Teilnehmer an eine Tätigkeit bei einem Arbeitgeber heranzuführen und so die Voraussetzung für eine Weiterbildung und die Übernahme in ein Beschäftigungsverhältnis zu schaffen.
Diese Maßnahme richtet sich neben geflüchteten Menschen auch an Geringqualifizierte und Menschen mit Migrationshintergrund.
Kombination berufsbezogene Sprachförderung (KomBer)
Die Maßnahme „KomBer – Kombination berufsbezogene Sprachförderung“ verbindet einen Berufssprachkurs nach der DeuFöV mit Fördermaßnahmen zur Aktivierung und beruflichen Eingliederung nach § 45 SGB III. Beide Maßnahmeteile sind zeitlich und räumlich aufeinander abgestimmt. Der Berufssprachkurs beinhaltet u. a. den Erwerb oder die Verbesserung von sprachlichen Kompetenzen zur Kommunikation am Arbeitsplatz oder zur Bewerbung bei einem Arbeitgeber. Die Förderung nach § 45 SGB III umfasst vor allem die Vermittlung von berufs- und arbeitsmarktbezogenen Kenntnissen sowie eine betriebliche Erprobung. Die Dauer der Gesamtmaßnahme beträgt 24 Wochen.
Datenqualität: Die Daten zu KomBer sind bundesweit um ca. 15 % untererfasst. Regional kann der Grad der Untererfassung höher oder geringer ausfallen.
Kombination berufsbezogener Sprachförderung für junge Flüchtlinge (KomjuF)
Ähnlich zu anderen für Geflüchtete konzipierten Programmen, sollen im Instrument „Kombination berufsbezogener Sprachförderung für junge Flüchtlinge“ Sprachkenntnisse erworben und Kenntnisse über den deutschen Ausbildungs- und Arbeitsmarkt vermittelt werden. Die Förderung richtet sich an geflüchtete Menschen, die jünger als 35 Jahre sind, und soll dabei helfen, eine Berufswahl zu treffen und auf eine Ausbildung vorzubereiten. Die Teilnahmedauer beträgt sechs bis acht Monate.
Flüchtlingsinterationsmaßnahmen (FIM)
Flüchtlingsintegrationsmaßnahmen (FIM) sind niedrigschwellige Angebote in Arbeitsgelegenheiten, die sich an Flüchtlinge in den Erstaufnahmeeinrichtungen richten, die Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz (AsylbLG) erhalten. Die Arbeiten fallen nicht unter das für Asylbewerber nach § 61 Abs. 2 AsylG geltende zeitweilige absolute Beschäftigungsverbot.
Der nach dem AsylbLG zuständigen Behörde obliegt es, anhand der Zielgruppe die potenziellen Teilnehmenden zu bestimmen und nach Auswahl zuzuweisen. Die Maßnahmeträger führen die Flüchtlingsintegrationsmaßnahmen durch und übermitteln die zur Abrechnung benötigten Informationen an die zuständige Agentur für Arbeit (u. a. Bestand an Teilnehmenden und Anzahl der Neueintritte). Diese Daten werden in der Förderstatistik der BA ausgewiesen.
Personenbezogene Daten liegen in der BA nur für Personen vor, die sich bei der jeweiligen Agentur für Arbeit initiativ gemeldet haben.
Datenqualität: Die Daten zu FIM sind um ca. 20 % untererfasst.
Die Statistik der BA berichtet rückwirkend seit September 2016 über Teilnahmen an Flüchtlingsintegrationsmaßnahmen.
Verbleibsermittlung
Zu besseren Einordnung sind die wichtigsten Instrumente im Blatt „Zielsetzung Instrumente (xls, 100KB)“ nach Kategorien aufgeführt. Darin ist gekennzeichnet, in welchem Rechtskreis eine Förderung erfolgen kann und welchen Instrumenten welche primären Ziele zugeordnet werden können.
Weiterführende Informationen befinden sich im Methodenbericht „Erweiterte Verbleibsanalyse von Teilnehmenden an arbeitsmarkpolitischen Instrumenten“ (PDF, 831KB).

References: § 10
 § 16
 § 16
 § 16
 § 16
 § 16
 § 45
 § 45
 § 61