Source: http://www.grundeinkommen.ch/die-schweiz-arbeitet-weiter-erste-repraesentative-umfrage-zum-bedingungslosen-grundeinkommen/
Timestamp: 2017-11-22 11:08:51+00:00

Document:
Die Schweiz arbeitet weiter! Erste repräsentative Umfrage zum bedingungslosen Grundeinkommen - grundeinkommen
Volksinitiative für ein bedingungsloses Grundeinkommen – Medienmitteilung:
Bern, 25. Januar 2016. Mit einem bedingungslosen Grundeinkommen würden die Schweizerinnen und Schweizer ihre neu gewonnene Freiheit nutzen, um sich weiterzubilden, sich selbstständig zu machen und mehr Zeit mit der Familie zu verbringen. Dies zeigt eine erste repräsentative Umfrage des Meinungsforschungsinstituts DemoSCOPE. Das populäre Gegenargument, ein bedingungsloses Grundeinkommen setze falsche Anreize, wird fast gänzlich entkräftet: Nur 2 Prozent der Befragten würden aufhören zu arbeiten. Allerdings denken rund ein Drittel, die anderen würden die Arbeit niederlegen. Die detaillierten Resultate der Umfrage werden am 27. Januar auf dem Bundesplatz vorgestellt.
Goldene Flotte auf dem Bundeshausplatz: Präsentation der Umfrage
Zeit: Mittwoch, 27. Januar 2016, 10:00 bis 10:30 Uhr
Ablauf: Unter dem Motto «Wir rollen los – für ein bedingungsloses Grundeinkommen» wird die goldene Flotte, darunter ein vergoldeter Tesla, goldene Fahrräder und weitere Fahrzeuge, auf dem Bundesplatz die Abstimmungkampagne starten. Zuvor findet vor Ort eine Live-Präsentation der Umfrage («Human Powerpoint») zum bedingungslosen Grundeinkommen statt.
Die Schweiz ist weltweit das erste Land, welches 2016 – voraussichtlich am 5. Juni – über die Einführung eines bedingungslosen Grundeinkommens abstimmt. Im Rahmen einer telefonischen Mehrthemenbefragung wurden Ende November 2015 1076 Stimmberechtigte der Deutsch- und Westschweiz vom Meinungsforschungsinstitut DemoSCOPE befragt. Die Resultate der Umfrage zeigen, dass nur ein sehr kleiner Teil der Schweizerinnen und Schweizer mit einem bedingungslosen Grundeinkommen aufhören würde zu arbeiten.
Im Gegensatz dazu würden viele Menschen die neuen Möglichkeiten nutzen, sich durch Weiterbildung und Selbständigkeit für die zukünftige Arbeitswelt besser aufzustellen. Mit der Einführung eines bedingungslosen Grundeinkommens ist daher ein positiver Effekt auf das Arbeitsleben und die gesamte Schweizer Volkswirtschaft zu erwarten.
Nur 2 Prozent der Schweizerinnen und Schweizer schätzen sich so ein, dass sie mit einem bedingungslosen Grundeinkommen bestimmt aufhören würden zu arbeiten. Weitere 8 Prozent können sich das unter Umständen vorstellen.
Das Argument der Gegner, ein Grundeinkommen setze falsche Anreize, wird damit deutlich wiederlegt. Insbesondere der Vorwurf, junge Menschen würden mit einem bedingungslosen Grundeinkommen die Leistungsorientierung verlieren, trifft nicht zu: Nur 3% der unter 35-Jährigen geben an, bestimmt nicht mehr arbeiten zu wollen.
Mit einem bedingungslosen Grundeinkommen wollen sich insgesamt 40% der Schweizerinnen und Schweizer vermehrt für Freiwilligenarbeit einsetzen.
53% der Schweizerinnen und Schweizer wollen mit einem bedingungslosen Grundeinkommen mehr Zeit mit der Familie verbringen. Damit wird die Aussage untermauert, dass ein bedingungsloses Grundeinkommen die Familien stärkt. Besonders Menschen mit vergleichsweise niedrigen Einkommen (bis CHF 5000/Monat) begrüssen, mehr Zeit für die Familie zu haben (66%).
54% aller Schweizerinnen und Schweizer wollen sich mit einem bedingungslosem Grundeinkommen gerne weiterbilden. Dies geben vor allem Frauen (56%), junge Menschen zwischen 18-34 Jahren (70%), Familien mit Kind (61%) und auch Menschen mit mittlerem oder tiefem Bildungrad an. Das bedingungslose Grundeinkommen unterstützt die Menschen, mit den rasanten Veränderungen im Arbeitsmarkt mitzuhalten.
Ein überraschendes Ergebnis ist, dass sich mit einem bedingungslosen Grundeinkommen 22% der Schweizerinnen und Schweizer selbständig machen wollen. Die seit je her innovative Schweiz würde mit einem bedingungslosen Grundeinkommen für die Zukunft gestärkt.
Hinzu kommen 67%, die das Argument überzeugend finden, dass es mit einem bedingungslosen Grundeinkommen keine Existenzangst mehr gibt. Diese für Eigeninitiative und selbstbestimmtes Handeln förderliche Voraussetzung wird gestärkt.
Ein positiver Nebeneffekt des bedingungslosen Grundeinkommens wäre, dass 35% der Menschen angeben, beim Konsum mehr auf nachhaltige Produkte zu achten. Bei jungen Menschen unter 35 Jahren sind dies sogar 50%.
Wird das bedingungslose Grundeinkommen Wirklichkeit? In der «Generation Y» (Menschen unter 35 Jahren), gehen 59% davon aus, dass ein bedingungsloses Grundeinkommen in der Schweiz in Zukunft eingeführt wird.
Daniel Häni, [email protected], 079 693 18 21, Unternehmer und Mitinitiant der Volksinitiative
Che Wagner, [email protected], 076 230 75 27, Sprecher Kampagne Grundeinkommen
Hinweis zum Abstimmungstermin
Am Mittwochnachmittag, 27. Januar, entscheidet der Bundesrat über die Abstimmungsvorlagen für den 5. Juni 2016. Es ist zu erwarten, dass dieInitiative für ein bedingungsloses Grundeinkommen ebenfalls an diesem Termin vor das Volk kommen wird.
Kampagnen-Informationen: www.grundeinkommen.ch und www.generation-grundeinkommen.ch
Bildmaterial: https://www.flickr.com
Das Buch zur Abstimmung: http://ofv.ch/sachbuch
27. Januar 2016 – AKTUELL / Medienmitteilung / NEWS / Tesla / Umfrage / Volksinitiative
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23. Juni 2016 - 18:38
In Madrid arbeiten sie an der Bürgerbeteiligung. Und dann ist da noch Podemos im Hintergrund. Das sind echte Bewegungen, die Kraft in sich bergen, den Wandel voranzubringen.
23. Juni 2016 - 17:56
Wenn sich die Menschen vertrauen, was brauche ich dann am anderen rumzukritisieren? Manchesmal behandelt man ja seine Mitmenschen wie eine Puppe, das funktioniert nicht. Ein einzelner Mensch hat niemals die Fäden in der Hand. Was man aber tun kann ist sich an neuralgische Punkte zu begeben und von dort aus Schwarmintelligenz zu steuern.
23. Juni 2016 - 17:28
Also die Frage ist ja nicht wer dann noch arbeitet. Es geht ja um Selbstbestimmung, was der einzelne dann daraus macht, das weiss kein Mensch. Die Welt wird schliesslich nicht von einem Super-Riesen-Computer aus gesteuert.
5. Juni 2016 - 00:27
Hallo liebe Schweizer !
ich wünsche Euch viel Erfolg mit der Abstimmung zum BGE. Tut es bitte unseren Kindern und Enkeln zuliebe, denn eines Tages wird man nicht mehr vom BGE sprechen, sondern man wird es HABEN !!! Das Ende der Sklaverei und Frohnarbeit für die Konzerne und Reichen. Wir sind alle gleich.
Ich hoffe es wird ein Signal für die ganze Welt werden. Europa zerbricht – BGE kommt – und wir werden stärker wie je zuvor !!
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Mit dem Grundeinkommen würden laut Studie nur für 2% der Betroffenen aufhören zu arbeiten. Wenn dem so ist, weshalb würden dann so viele Leute nachhaltiger konsumieren, oder mehr Zeit mit der Familie verbringen? Für die würde sich doch gar nichts ändern.
21. Mai 2016 - 22:28
Ich frage mich, ob alle, die befragt wurden, die Initiative genau verstanden haben. Die Gefahr ist gross, dass die Leute die Initiative nur vom Namen her kannten. Als ich das erste mal davon gehört habe, war ich mir auch nicht sicher, ob damit gemeint ist, dass das Geld zusätzlich zur Arbeit ausbezahlt wird. Sprich, jemand der 2’500 verdient, erhält oben drauf weitere 2’500. Dies würde die ganze Sache verändern.
So wie die Initiative ausgestaltet ist, würde doch niemand, der nur wenig mehr als das BGE verdient, am Arbeitsmarkt partizipieren, um sich quasi ein Taschengeld dazu zu verdienen.
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10. Mai 2016 - 20:44
niemand muss Angst vor einem JA haben.
Es geht nicht darum, ein Grundeinkommen über Nacht einzuführen. Es geht um eine Richtungsentscheidung ohne konkrete Vorgaben zum Zeitpunkt der Einführung oder zur Höhe des Grundeinkommens oder zur Finanzierung.
Es wird ein Ziel in der Verfassung vorgegeben, dessen konkrete Ausgestaltung einem direktdemokratischen politischen Prozess unterworfen wird. Die Schweiz kann Stolz sein, dass sie ein politisches System hat, das es dem Volk erlaubt, selbst solche Ziele vorzugeben und danach selbst auszugestalten. Der Verfassungsartikel kann auch wieder komplett verworfen werden.
Es wird Jahre dauern bis sich konkrete Vorgaben ergeben. Jahre politischer Diskussionen in einer der wenigen echten Demokratien der Welt.
21. April 2016 - 08:28
Ich bin Schweizerin und war wegen eines bornouts arbeitslos und auf das Sozialamt angewiesen. Gleichzeitig kämpfte ich wegen eines kindheitlichem Traumes, Autism mit adhs Auswirkung um die IV.
Dann lernte ich meine Liebe im internet in Holland kennen und besuchte ihn und seinen Sohn im Oktober 2015. Wir alle kriegten eine starke Grippe und ich konnte im November deshalb nicht in Zürich zu meinem Psychologen für das Arztzeugnis für meinen Sozialberater. In Holland könnte ich nicht zu einem Arzt weil ich in Holland keine BSE Nr hatte. Das Sozialamt zählt mir seit Ende November keinen Rappen mehr und kurz darauf sagte auch noch die IV ab. Mein Freund lebt ebenfalls nur von einer kleinen Rente und weil ich jetzt bei ihm wohne gilt er nicht mehr als „alleinerziehend“ und jetzt kürzen sie ihm die Rente auch noch um 250 Euro. Das kann doch nicht sein, dass die Schweiz eine Bürgerin einfach so aus dem Land stellt und Flüchtlingen hilft.
Mir drohte in der Schweiz sogar die Zwangsräumung da das Sozialamt natürlich auch die Miete nicht mehr zahlte in Langsam am Albis. Ich könnte in letzter Sekunde Dank meiner Freundin die Wohnung noch retten mit all meinen persönlichen Dingen. Aber ich lebe seit 6monaten ohne jegliche finanzielle Unterstützung und in Holland habe ich 2 Jahre keinen Anspruch auf Hilfe. Ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass das alles so rechtens und menschenwürdig ist. Ich habe keine Ahnung mehr was ich noch tun kann.
A.Ardenghi
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28. Januar 2016 - 23:22
Das BGE können wir ja schon mal annehmen, denn die genaue Umsetzung muss noch „jahrelang“ ausgehandelt werden. In der Zwischenzeit (ca. 2017/2018) wird dann auch die Volksabstimmung über das VOLLGELD vors Volk kommen und erst wenn diese angenommen und umgesetzt worden ist, ist das BGE tatsächlich umsetzbar.
Es gilt noch viel Informationsarbeit zu leisten! Wissen ist Macht und das Volk ist faktisch in der Überzahl;)
28. Januar 2016 - 13:37
Und warum warten?
Für alle, die bereit sind, jetzt schon so “ tun als ob“ (sie schon ein bedingungsloses Grundseinkommen hätten), haben wir im Hinblick auf den (vermutlich nötigen) nächsten Anlauf für das echte, allgemeine Grundeinkommen) einen „Simulations“-Vorschlag: i-gep.ch
(Interessengemeinschaft Grundeinkommens-Pioniers).
Pingback: Was würden Schweizer tun bei bedingungslosem Grundeinkommen? | stohl.de
28. Januar 2016 - 10:10
Die Schwächen solcher Umfragen habe ich andernorts schon des Öfteren diskutiert. Hier nochmals eine kurze Zusammenfassung davon:
1 Die Menschen werden gefragt, was Sie tun würden. Am Telefon oder sonst wie, will man natürlich nicht als faul wahrgenommen werden, darum sagt man halt mal: „Ja natürlich würde ich weiterarbeiten.“ Man kennt das gesellschaftliche Stigma ja, das Arbeitsverweigerer zu Recht mit sich führen. Lügen ist da einfacher als zu sagen, „Ja, wahrscheinlich würde ich mich dann zurückziehen und auf dem BGE ausruhen“
Ich kann Sie auch fragen „Schlagen Sie Ihre Frau?“ – Da würden auch nur 2% der Männer sagen „Ja“, obwohl die Quote von häuslicher Gewalt deutlich höher ist als 2%. Ist dieser Punkt klar?
Wenn man aber fragt „Glauben Sie, dass die Bevölkerung, inklusive Ihnen, weiterarbeiten wird?“ dann kommt die Rationalität zum spielen und die Menschen besinnen sich, dass der Mensch ein Homo Oeconomicus ist. Das hat nicht mit 2 verschiedenen Menschenbildern zu tun, sondern damit, dass im ersten Fall die Frage höchst suggestiv gestellt wird, im zweiten Fall die Frage nach einer objektiven Antwort im Zentrum steht.
Desweitern argumentiere ich, dass solche Umfragen immer etwas subjektiv gegenüber den Antworten der Betroffenen sind. Man weiss, dass eine Umfrage noch kein Experiment darstellt. Selbst Psychologen würden heute die meisten Umfragen nur in einem Zusammenhang mit einem Experiment gelten lassen. Das heisst die Dunkelquote derer, die mit BGE nicht weiterarbeiten wird, wird extrem viel höher sein, als die ABSICHT der Befragten suggerieren würde.
Ich gebe Ihnen ein konkretes Beispiel: Ein Kassierer in der Migros arbeitet Teilzeit und verdient 2500 CHF im Monat. Mit Grundeinkommen hätte er denselben Betrag jetzt zum Nulltarif. Was wird er tun? Selbst wenn er eigentlich vorhatte weiterzuarbeiten, scheint das Ausschlafen am Morgen zu schön, als dass er da noch weiteraufstehen würde für nichts. Er gewhöhnt sich langsam an das späte Aufstehen und schon bald ist er nicht mehr vermittlungsfähig für die nun abgeschaffte Arbeitslosenkasse. Er wird ausgesteuert und landet in der IV oder der Sozialhilfe, die es beide nun auch nicht mehr gibt.
Solche Experimente sind brandgefährlich und ich hoffe wirklich, dass sich in der Schweiz noch genügend gesunder Menschenverstand findet, um ein BGE zu verhindern.
28. Januar 2016 - 15:44
Lieber Anonymus, würdest DU denn aufhören zu arbeiten? Nein? Ich auch nicht!
Ja, der Kassierer in der Migros würde sich erst mal ausschlafen. Klar. Und dann würden die allermeisten „solche Leute“ doch nach einer Beschäftigung Umschau halten. Wie wäre es mit urban gardening? Er hat Pflanzen schon immer gern gehabt. Oder Arbeiten in Tierheim? Er hat Tiere gern. Oder mit alten Menschen von Heim einen Ausflug machen? Schließlich ist seine Oma auch in Heim. Oder er würde wieder sein Fotozeug auspacken und ein Fotoserie machen, welche Änderungen Menschen gerade durch die BGE durchmachen.
Oder würde er doch an der Kasse bleiben aber nur halbtags.
Nur sehr geringe Chancen sehe ich, dass er nie wieder sinnvolle Tätigkeit nachgeht!
Aber die sinnvolle Tätigkeit muss für ihm nicht unbedingt Kassieren sein.
Bei BGE würden sich Millionen von Lebensläufen ändern! Meist zum Positiven hin.
Und nicht vergessen: auch der sozialer Druck wäre zu groß um einfach zu faulenzen.
Ich gehe nicht vom Schlechten im Mensch aus!
Mara Schaffi
28. Januar 2016 - 18:48
Ich bin zwar Rentnerin, hätte ich ein Grundeinkommen neben meinem Gehalt gehabt, hätte ich keinesfalls aufgehört zu arbeiten, im Gegenteil: Ich sehe es so, dass ich mehr Geld zur Verfügung gehabt hätte für Reisen, etc. etc.! Die anvisierten € 1500,– wären mir – ehrlich gesagt – zu wenig, um mich darauf „auszuruhen“!! Vielen armen Rentnern würde es aber besser gehen, was ihnen nach einem arbeitsreichen Leben auch endlich mal zustände!!!
Daher bin ich sehr für die Einführung des BGE!!!!
Und es wird immer Personen geben, die sich in der sozialen Hängematte ausruhen, mit oder ohne BGE!
1. Februar 2016 - 12:38
@SVP:
Witzigerweise stimmt es natürlich, dass solche Umfragen mit großer Vorsicht zu genießen sind.
Aussagekräftiger sind Experimente, in denen zumindest BGE-ähnliche Verhältnisse geschaffen werden.
Der Clou: In allen diesen Experimenten (Kanada, USA, Namibia…) zeigte sich, dass die Leute kaum weniger – oder sogar mehr Erwerbsarbeit machen, zugleich aber wesentlich mehr auf ihre (bzw. ihrer Kinder) Gesundheit achten, Bildungsanstrengungen unternehmen und eine höhere Gemeinwohlbindung entwickeln. Alles das erhöht natürlich den gesellschaftlichen Wohlstand.
Mit anderen Worten: In der Realität übertrifft die Wirkung von Maßnahmen der Sozialen Sicherung, die bei den Menschen auch wirklich (und ohne Verletzung der Autonomie) ankommen, noch deutlich diese eher banalen und wenig belastbaren Umfrageergebnisse.
Deswegen sind „BGE-Experimente“ auch „brandgefährlich“ für ideologische motivierte BGE-Gegner. Es sieht aber gerade nicht so aus, als könntet Ihr sie verhindern…
5. Februar 2016 - 04:36
Bitte bedenken Sie, dass die Gegner des BGE bei solchen Umfragen bewusst für das BGE ungünstige Antworten geben könnten.
Bitte bedenken Sie ferner, dass bei telefonischen Umfragen – anders als bei schriftlichen – den Befragten kaum Zeit bleibt, sich darüber Gedanken zu machen, wie sie antworten sollten, um gut dazustehen. Überhaupt haben die Menschen bei unerbetenen Anrufen wenig Hemmungen, dem Anrufer die Meinung zu sagen. Sie fühlen sich dem fremden Call-Center-Mitarbeiter überlegen und wenn sie sich überhaupt dazu herablassen, ihm ein paar Minuten ihrer kostbaren Zeit zu opfern, ist es ihnen egal, ob er sie für unhöflich, ungebildet oder faul hält. „Was solls?“
Es besteht daher eine größere Wahrscheinlichkeit für spontane Antworten als bei schriftlichen Umfragen. Daher werden die Antworten eher die momentane Befindlichkeit der Befragten wiedergeben, ohne dass z. B bedacht wurde, dass längere Untätigkeit sehr belastend ist und mehr Geld in der Tasche durch Erwerbsarbeit zusätzlich zum BGE sehr verlockend.
Jsabel L.
Viereckige oder runde Köpfe?
BGE unterstützt vor allem auch Menschen,
die unfreiwillig auf Sozialhilfe angewiesen sind.
Solch Betroffene gibt es meiner Ansicht bereits viel zu Viele.
Unter der Lupe gesehen wohl eigentlich schon fragwürdig,
was Sozialstaaten mit Anspruch auf höherem Niveau betreffen.
Mit BGE gäbe es ab sofort Zwangsverschuldung beim Staat nicht mehr.
Der Weg in die Selbstständigkeit wäre endlich freier.
Jetzt sind viele Kräfte im Existenziellen nach Unten eher blockiert.
Mit 60+ trotz zahlreichen arbeitsintegrativen Anstrengungen mit einem minimal bleibenden Anspruch auf Erfolg
immer trotzdem weiter zu machen kostet immer wieder Kraft, eben auch um nicht verzweifeln zu müssen.
Diese Kraft neu und anders einzusetzen wäre eine grosse Befreiung für sehr viel Mitbetroffene.
Wer wirklich hinschauen will, sieht das Leid auch, angefangen bei allen universitären Berufen
wie ZB im Sozial – und im Medizinischen usf.
Die Auflagen für heutige Sozialempfänger zu heutigen Bedingungen sind unmenschlich
und mit BGE könnte endlich ein neues Kapitel aufgeschlagen werden.
Selber gäbe ich bei BGE weiterhin gerne 20% für Freiwilligenarbeit im öffentlichen Bereich.
Im jetzigen System werden aus meiner Sicht zu viel wertvolle Resourssen verschlissen.
Mit BGE ändert sich meiner Ansicht nach sehr viel, sowohl nach Unten wie nach Oben.
Die Zeit reif dazu? Ich würde einen baldigen Anfang trotz allem befürworten.
vieles reift in einem positiven Prozess von selbst.
Selber würde es mich freuen, gesellschaftlich wieder leistungsfähiger sein zu dürfen,
denn diese Ausgrenzung ist gegeben und führt für
Betroffene zu hohen Prozentanteilen immer in die gleichen Sackgassen.
Ohne BGE bleibt nach unten der Kampf gegen die Windmühlen bestehen.
Für mich wäre BGE ein Anfangs – Profit, der allen dient, dass es Mut braucht ist klar.
Projekte mit BGE wären nach meiner Ansicht die ersten Schritte zu einem menschenwürdigeren Dasein.
Darum finde ich ein JA im Juni sinnvoll, egal wie das Resultat letztlich ausfallen wird.
Ein wahres Märchen, dass in der Schweiz anfinge, würde mich freuen,
denn kreativ sind viele Schweizer,
da brauche ich ja nur die beliebten Aeschbacher-Sendungen zu sehen.
Egal aus welchem Lager letztendlich.
Danke für alle Pionierarbeit.
Einer hat mal gesagt:
„unser Kopf ist rund, damit das Denken die Richtung ändern kann“.
Viel Erfolg bei dem Wagnis, es lohnt sich immer ein solches anzusehen,
egal ob PRO oder CONTRA
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Grundeinkommen ist eine REVOLUTION!
Wie viele Menschen werden krank vor ANGST wg. sozialer Abstieg, Arbeitslosigkeit?
Wegen Mobbing an Arbeitsplatz -wo sie nur ausharren um Geld zu verdienen?
Wie viele machen nicht die Arbeit, die sie gerne (und damit mit Herz und Seele) täten, weil sie davon nicht leben könnten?
Wie viele haben wenig Zeit für ihre Kinder, Familie oder für ihre alten Eltern weil sie mehr Geld verdienen müssen?
Wie viele würden AUFATMEN und ihrer Kreativität, sozialer Ader, Träume mehr Raum und Zeit lassen – wenn sie nicht Geldsorgen hätten?
Welche Arbeitgeber könnte unbezahlte Überstunden erwarten, Untergebene schikanieren, anbrüllen …wenn die Arbeitnehmer keine Angst von Geldsorgen hätten und einfach kündigen würden?
Wie viele Menschen hätten ein erfülltes Leben, Zufriedenheit und Seelenruhe und würden dadurch die ansteckende Frieden verbreiten, menschliche Werte wiederbeleben?
Es wird ein Quantensprung sein.
Ich wünsche mir es noch zu erleben!
21. Mai 2016 - 22:16
Das BGE ändert nichts an der Angst vor sozialem Abstieg oder Arbeitslosigkeit. Die Leute, die weiter arbeiten, wollen diese Arbeit und den damit verbundenen Lohn, Status etc. trotzdem nicht verlieren.
27. Januar 2016 - 10:26
Von den 2 %, die sagen, sie würden aufhören zu arbeiten, würden viele (wenn nicht die meisten) sich nach einiger Zeit langweilen und sich wieder nach „Arbeit“ umsehen und auch annehmen, damit man unter Leute kommt, die andern würden ihr Hobby intensivieren. Ausserdem finden viele eh keine Arbeit mehr wegen Kindererziehung, Alter, Über- oder Unterqualifizierung was von der Arbeits-Auslagerung herrührt. Manche würden schon deshalb arbeiten, weil ihnen die 2500.- nirgends hinreichen. Mir reicht zwar meine AHV, aber nicht alle sind so genügsam wie ich.
27. Januar 2016 - 10:04
leider muss man erst dieses Finanzsystem vorher abschaffen…den ein Zinsorientiertes Zentralbanksystem der von Privaten Institutionen geführt wird kann zu keiner Lösung führen selbst wenn man ein Bedingungslosen Einkommen bekommt…trotzdem würde man Steuern Zahlen müssen für Zinsen/Schulden die niemals zurück bezahlt werden können weil es System bedingt gar nicht geht…daher muss man zu erst das Finanzsystem in Frage stellen und durch ein faires neues ersetzen dann kann man gerne über ein Grundeinkommen sprechen alles anderen macht dann Sinn.
27. Januar 2016 - 12:15
kennen Sie Literatur zu solchen Studien, zu positiveren Finanzsystemen? Gibt es die schon irgendwo auf dem Globus? Wo sehen Sie jetzt klare Grenzen, ein BGE in der Schweiz nicht als nächsten Schritt befürworten zu können?
Ab wann und warum würden Sie ein BGE in der Schweiz befürworten? Für wertvolle Tipps sich orientieren zu lernen danke. Natürlich nur wenn Sie mögen …
k. bieri
21. Mai 2016 - 09:41
Es wird Gejammert wie die AHV finanzierte werden soll ,und jetzt will mann eine ( AHV) von der Wiege bis zur Bahre , wenn es schon kaum reicht ab 65 ???

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