Source: https://gesetze-in-app.de/UrhG/27
Timestamp: 2019-09-23 13:33:49+00:00

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§ 27 UrhG: Vergütung für Vermietung und Verleihen
BGH, URTEIL vom 4.1.1989, Az. I ZR 100/87 a) Unter dem Begriff des Vermietens hat das Berufungsgericht zu Recht die entgeltliche Gebrauchsüberlassung verstanden (so schon BGHZ 58, 270, 274 f - Werkbücherei, zu § 27 Abs. 1 UrhG a.F.).
BGH, URTEIL vom 4.1.1989, Az. I ZR 100/87 Für die über das übliche Maß hinausgehende Werknutzung im Falle der Weiterverbreitung und die dadurch eintretende Verkürzung der Einnahmen aus der Werkveräußerung sollte dem Urheber mit der Einführung der Vergütungspflicht durch § 27 Abs. 1 UrhG ein Ausgleich verschafft werden (BGHZ 92, 54, 58).
BGH, URTEIL vom 4.2.1986, Az. I ZR 208/83 e)	Weiterhin ist auch der Regelung des § 27 UrhG zu entnehmen, daß die der ersten Verbreitungshandlung folgende Benutzung des Werkstücks einschließlich des Vermietens und Verleihens vorbehaltlos frei sein soll (vgl. BGHZ 92, 54, 57
BGH, URTEIL vom 4.2.1986, Az. I ZR 208/83 Bei dem Vergütungsanspruch nach § 27 UrhG handelt es sich nicht um eine Ausnahme von dem ausschließlichen Verbreitungsrecht des Urhebers; vielmehr stellt sich § 27 UrhG als eine Ausnahme zu der mit der Veräußerung eines Werkstücks grundsätzlich eintretenden Erschöpfung des Verbreitungsrechts dar (BGHZ 92, 54, 57).
BGH, URTEIL vom 4.5.1984, Az. I ZR 84/82 14 (ebenso OLG München GRÜR 1979, 546, 547) auch nicht dem schriftlichen Bericht des Rechtsausschusses zur Neufassung des § 27 Abs. 1 UrhG durch die Novelle 1972 entnehmen (BT-Drucks. VI/3264, S. 4).
BGH, URTEIL vom 4.5.1984, Az. I ZR 65/82 Ein solcher Hinweis läßt sich entgegen der von der Revision vertretenen Auffassung (ebenso OLG München GRUR 1979, 546, 547) auch nicht dem schriftlichen Bericht des Rechtsausschusses zur Neufassung des § 27 Abs. 1 UrhG durch die Novelle 1972 entnehmen (BT-Drucks. VI/3264, S. 4).
BGH, URTEIL vom 5.6.1974, Az. I ZR 68/73 Zu Unrecht meint die Revision, daß diese Gesetzesauslegung unvereinbar sei mit dem Beschluß des Ersten Senats des Bundesverfassungsgerichts vom 7. Juli 1971 (BVerfGE 31, 248, 253 = NJW 1971, 2165 = GRUR 1972, 485, 486 zu II 2 c), wonach es verfassungsrechtlich nicht zu beanstanden sei, wenn dem Urheber der sogenannte Bibliotheksgroschen nur zugesprochen werde, wenn die 'Vermietung Erwerbszwecken des Vermieters' diene und deshalb öffentliche und kirchliche Bibliotheken, welche Bücher unentgeltlich oder nur gegen einen Unkostenbeitrag ausliehen, von dieser Vergütungspflicht nach § 27 Abs 1 UrhG alter Fassung - entgegen der Neufassung durch das Gesetz zur Änderung des Urheberrechtsgesetzes vom 10. November 1972 (BGBl I 2081) - freigestellt seien.
BVerfG, Urteil vom 4.8.1965, Az. 1 BvR 1611/84 Die Vorinstanzen seien zu Recht davon ausgegangen, das Auslegen der Druckschriften stelle kein vergütungspflichtiges Verleihen im Sinne des § 27 Abs. 1 UrhG dar (vgl. die Entscheidungsgründe im einzelnen in GRUR 1985, S. 131 ff., sowie GRUR 1985, S. 134 ff. = BGHZ 92, 54).
BVerfG, Urteil vom 4.8.1965, Az. 1 BvR 1611/84 Bei dieser - gegenüber BVerfGE 31, 275 (280) geänderten - einfachrechtlichen Ausgangslage kann der Verwertungsgesellschaft, die kraft gesetzlicher Vorschrift dazu ermächtigt ist, die Vergütungsansprüche nach § 27 UrhG geltend zu machen, die Möglichkeit der verfassungsgerichtlichen Nachprüfung der ihr gegenüber ergangenen Gerichtsentscheidungen nicht genommen werden.
BVerfG, Urteil vom 4.8.1965, Az. 1 BvR 1611/84 Der Gesetzgeber könne ohne Verstoß gegen die Verfassung von der Regelung des § 27 Abs. 1 UrhG absehen und den früheren Rechtszustand, nämlich freie Zulässigkeit der Vermietung von Werkstücken ohne Zustimmung des Urhebers, wiederherstellen (vgl. BVerfGE 31, 248 (252 f.)).

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