Source: http://palikanon.com/khuddaka/jataka/j408.htm
Timestamp: 2017-04-26 13:48:16+00:00

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Jātakam, Wiedergeburtsgeschichten 408. Die Erzählung von dem Töpfer (Kumbhakara-Jātaka)
„Den Mango sah ich“ §A. Dies erzählte der Meister, da er im Jetavana verweilte, mit Beziehung auf die Besiegung der Sinnlichkeit.
§D. Die Begebenheit wird im Paniya-Jātaka [Jātaka 459] erzählt werden.
Er verließ daher sein duftendes Gemach, rief Ānanda herbei und sagte ihm, er solle alle Mönche versammeln, die in dem Hause wohnten, dessen Boden mit Millionen belegt war. Als dies geschehen war, setzte er sich auf den geschmückten Buddhasitz. Darauf sprach er: „Ihr Mönche, man darf nicht in der Gewalt von Begierden bleiben, die im Innern aufsteigen. Denn wenn die Begierde wächst, so bringt sie gleich einem Feinde schweres Verderben. Ein Mönch muss auch eine kleine sinnliche Begierde unterdrücken. In der Vorzeit haben Weise, obwohl sie nur einen ganz geringen Anhaltspunkt dazu bemerkten, doch die in ihrem Innern aufsteigende Lust unterdrückt und sind dadurch der Teilerleuchtung [3] teilhaftig geworden.“ Nach diesen Worten erzählte er folgende Begebenheit aus der Vergangenheit.
§0. Die drei Gewänder und die Schale, das Schermesser nebst Nadel und Gürtel, dazu der Seiher, diese acht Dinge
Als nun der König sah, wie die beiden Armbänder miteinander zusammenstießen und erklirrten, da dachte er bei sich: „Dies Armband erklirrt nicht, solange es allein ist; erst nachdem es an das zweite gestoßen ist, gibt es einen Ton von sich und klirrt. Ebenso ist es auch bei den Menschen. Solange sie allein sind, machen sie keinen Lärm und schreien nicht; wenn sie jedoch zu zweien oder dreien sind, da stoßen sie aneinander und fangen Streit an. Ich aber beherrsche die Bewohner in zwei Königreichen, in dem von Kaschmir und in dem von Kandahar [Gandhara]. Auch ich muss dem einzelnen Armband gleich werden; ich darf nicht mehr einen andern leiten, sondern muss mich mit meiner Leitung allein beschäftigen.“ So machte er das Zusammenstoßen der Armbänder zum Ausgangspunkt seiner Erwägung. Während er aber noch so dasaß, lernte er die drei Haupteigenschaften verstehen; er stärkte seinen geistigen Blick und erlangte die Erkenntnis von der Erleuchtung eines Paccekabuddha. §D. Das übrige gleicht dem oben Erzählten. —
Als aber der König die Vögel sah, dachte er: „Wer immer das Stück Fleisch erfasste, für den war es ein Unglück; wer es aber losließ, für den war es ein Glück. Wer aber die fünf Arten der sinnlichen Vergnügungen [10] sich zu eigen macht, für den bringt es Unglück; für den andern jedoch bringt es Glück. Dies ist ja für viele gemeinsam. Ich aber besitze sechzehntausend Frauen; für mich ziemt es gleich dem Habicht, der das Fleischstück losließ, die fünf Arten der sinnlichen Vergnügungen aufzugeben und glücklich zu werden.“ Während er dies gründlich erwog, lernte er, während er noch so dastand, die drei Haupteigenschaften verstehen; er stärkte seinen geistigen Blick und erlangte die Erkenntnis von der Erleuchtung eines Paccekabuddha. §D. Das übrige gleicht dem oben Erzählten.
Als der König dies sah, dachte er bei sich: „Diese Wesen, von den Tieren angefangen, stürzen durch die Macht der Begierde ins Unglück. Dieser Büffel ist durch seine sinnliche Lust ums Leben gekommen. Auch andere Wesen haben durch die Begierden zu leiden. Für mich ziemt es, die Begierden, die diesen Wesen Leiden verursachen, aufzugeben.“ Während er noch so dastand, lernte er die drei Haupteigenschaften der Dinge verstehen; er stärkte seinen geistigen Blick und erlangte die Erkenntnis von der Erleuchtung der Paccekabuddhas. §D. Das übrige gleicht dem oben Erzählten. —
§1. „Den Mango sah ich in des Waldes Mitte mit dunklem Glanze, früchtereich und hoch; zerbrochen sah ich ihn der Früchte wegen. Weil dies ich sah, such ich mir jetzt Almosen.“
§2. „Von Steinen, die ein Künstler glänzend machte, ein Weib trug zwei, die, weil getrennt, nicht klirrten; doch als der zweite kam dazu, da klirrt' es. Weil dies ich sah, such ich mir jetzt Almosen.“
§3. „'Nen Vogel, der ein Fleischstück trug davon, ihn, der allein war, griffen viele an und sie bedrängten ihn des Fraßes wegen. Weil dies ich sah, such ich mir jetzt Almosen.“
§6. Sie alle kamen her den Göttern gleich, sie glänzen weithin strahlend wie das Feuer. Auch ich will einsam wandeln, Bhaggavi [11], und von den Lüsten lassen insgesamt [12].“
§7. „Jetzt ist die Zeit, sonst gibt es keine mehr; nicht nochmals wird Ermahnung mir zuteil. Auch ich will einsam wandeln, Bhaggava, dem Vogel gleich, der aus der Hand entwischt.“
§8. „Was roh, was gar ist, merken sie, was salzig und was ohne Salz.
§C. Nachdem der Meister diese Unterweisung beschlossen und die Wahrheiten verkündet hatte, verband er das Jātaka mit folgenden Worten (am Ende der Verkündigung der Wahrheiten aber gelangten jene fünfhundert Mönche zur Heiligkeit): „Damals war die Tochter Uppalavanna, der Sohn war der junge Rāhula, die Asketin war die Mutter Rāhulas, der Asket aber war ich.“
[5] Diese sind: 1. alle Dinge sind unbeständig,
[9] Vgl. die ähnliche Erzählung im Jātaka 330. [10] Vgl. Jātaka 85 Anm. 2. [Nämlich die Vergnügungen des Gesichts, Gehörs, Geruchs, Geschmacks und Gefühls.]

References: §0

§1

§2

§3

§6

§7

§8