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Timestamp: 2019-09-17 23:58:59+00:00

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Rechtsprechung: NJW 1984, 2890 - dejure.org
Weitere Entscheidung unten: BGH, 27.03.1984
https://dejure.org/1984,376
BGH, 05.07.1984 - I ZR 102/83 (https://dejure.org/1984,376)
BGH, Entscheidung vom 05.07.1984 - I ZR 102/83 (https://dejure.org/1984,376)
BGH, Entscheidung vom 05. Juli 1984 - I ZR 102/83 (https://dejure.org/1984,376)
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Zulässigkeit der Sprungrevision grundsätzlich nur bei eigenhändig unterschriebener Einwilligungserklärung des Prozeßbevollmächtigten des Gegners
Zur Einwilligungserklärung des Gegners in die Sprungrevision
Sprungrevision - Einwilligung des Gegners - Form - Unterschrift - Handschrift
ZPO § 554 a, § 566 a Abs. 2 S. 2
BGHZ 92, 76
NJW 1984, 2890
ZIP 1984, 1280
MDR 1984, 1003
VersR 1984, 1068
WM 1984, 1584
JR 1985, 156
Es entspricht ständiger Rechtsprechung, daß der Unterzeichner einer Rechtsmittelschrift die volle Verantwortung für den Inhalt derselben übernehmen und daß dies auch zum Ausdruck kommen muß (statt vieler BGHZ 37, 156 = NJW 1962, 1724; BGHZ 92, 76 = NJW 1984, 2890 m. w. Nachw.).
Sofern die Einwilligung - wie hier - nicht telegrafisch, per Telefax, Computerfax oder elektronisch erklärt wird (…vgl. MünchKomm/Wenzel, ZPO, 2. Aufl., § 566 Rdnr. 5), muss die handschriftlich unterzeichnete Einwilligungserklärung jedoch im Original eingereicht werden; eine vom Anwalt des Antragstellers gefertigte - auch beglaubigte - Fotokopie der Einwilligungserklärung genügt nicht (BGHZ 92, 76, 77 ff.).
Sprungrevision; Zustimmung zur Sprungrevision; Widerruf der Zustimmung; Zulassung …
Der Bundesgerichtshof hat zunächst, die Entscheidung nicht tragend, die Unwiderruflichkeit der Zustimmungserklärung angenommen (Beschluss vom 5. Juli 1984 - I ZR 102/83 - BGHZ 92, 76 ).
An seine Einreichung oder Zustellung werden vom Gesetz besondere verfahrensrechtliche Folgen geknüpft (GSZ RGZ 151, 82, 83; GmS-OGB BGHZ 75, 340, 343 [BGH 30.04.1979 - GmS-OGB - 1/78]; zuletzt BGH, Beschl. v. 5. Juli 1984-I ZR 102/83, zum Abdruck in BGHZ bestimmt).
Es ist ein Gebot der Rechtssicherheit, soweit wie möglich jeden Zweifel darüber auszuschließen, ob eine für den Gang des Verfahrens wesentliche Prozesserklärung von der nach dem Gesetz befugten Person auch tatsächlich abgegeben worden ist und der Erklärende dafür die Verantwortung trägt (Beschluss des Bundesgerichtshofs --BGH-- vom 5. Juli 1984 I ZR 102/83, Versicherungsrecht 1984, 1068, und BFH-Entscheidung vom 7. März 1985 V R 128/83, BFH/NV 1986, 737).
Das ist nur dann der Fall, wenn eine dazu ermächtigte Stelle (z.B. Gericht oder Notar) die Übereinstimmung der Abschrift oder der Ablichtung mit dem Original beglaubigt hat; der Beglaubigungsvermerk des Anwalts reicht nicht aus (vgl. BGH, Beschluss vom 5. Juli 1984, - IZR 102/83 - BGHZ 92, 76;… Beschluss des Senats vom 25. August 2005, a.a.O., m.w.N.).
BVerwG, 25.08.2005 - 6 C 20.04
Sprungrevision; Zustimmung des Rechtsmittelgegners; Schriftform; Telefax; Kopie …
Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs (Beschluss vom 5. Juli 1984 - I ZR 102/83 - BGHZ 92, 76) und des Bundessozialgerichts (Urteil vom 2. Dezember 1992 - 6 RKa 5/91 - DöV 1993, 1013), der sich der Senat anschließt, ist die Sprungrevision nicht ordnungsgemäß eingelegt, wenn der Revisionsschrift lediglich eine unbeglaubigte Abschrift der schriftlichen Zustimmungserklärung des Rechtsmittelgegners beigefügt ist; vielmehr muss der Rechtsmittelführer zum Nachweis der Zustimmung des Rechtsmittelgegners grundsätzlich das Original der Zustimmungserklärung beim Gericht einreichen.
Das ist nur dann der Fall, wenn eine dazu ermächtigte Stelle (z.B. Gericht oder Notar) die Übereinstimmung der Abschrift oder der Abstimmung mit dem Original beglaubigt hat; der Beglaubigungsvermerk des Anwalts reicht nicht aus (vgl. BGH, Beschluss vom 5. Juli 1984, a.a.O.;… BSG, Urteile vom 2. Dezember 1992, a.a.O. …und vom 19. November 1996 - 1 RK 8/96 - SozR 3-1500 § 161 Nr. 11 = MDR 1997, 684;… Pietzner, a.a.O., § 134 Rn. 15;… Neumann, a.a.O., § 134 Rn. 55).
Denn die Zustimmung des Rechtsmittelgegners zur Einlegung der Sprungrevision lässt sich im Hinblick auf den damit verbundenen Verzicht auf die Einlegung der Berufung und auf die Möglichkeit von Verfahrensrügen (§ 134 Abs. 4 VwGO) in ihrer Bedeutung und Tragweite mit der Revisionsschrift selbst oder einem sonstigen bestimmenden Schriftsatz vergleichen (vgl. BGH, Beschluss vom 5. Juli 1984, a.a.O., S. 78).
BAG, 28.10.1986 - 3 AZR 218/86
Tarifvertraglicher Anspruch auf das Vorruhestandsgeld - Anspruch des Arbeitgebers …
Wird die Vorlage innerhalb der Revisionsfrist versäumt, so ist das Rechtsmittel unzulässig (BAG 31, 397, 403 = AP Nr. 1 zu § 76 ArbGG 1953; BGH NJW 1984, 2890; BSGE 3, 43 f.; BVerwGE 18, 53, 54, jeweils mit weiteren Nachweisen).
Demgegenüber hat der Bundesgerichtshof die Auffassung vertreten, die Zustimmung zur Sprungrevision müsse handschriftlich unterzeichnet sein; eine vom Prozeßbevollmächtigten des Rechtsmittelklägers beglaubigte Fotokopie reiche nicht aus (BGH NJW 1984, 2890).
BSG, 26.10.2004 - B 4 RA 38/04 R
Anforderungen an die Zustimmung zur Einlegung der Sprungrevision
Nach der Rechtsprechung des BSG und der anderen obersten Gerichtshöfe des Bundes (…BSG Großer Senat, BSGE 12, 230, 234 = SozR Nr. 14 zu § 161 SGG;… BSG SozR 3-1500 § 161 Nr. 2 S 3 f und Nr. 3 S 7; BVerwGE 14, 259, 260; BGHZ 92, 76, 78) muss die Zustimmungserklärung entsprechend den Anforderungen des § 435 ZPO entweder in Urschrift oder zur Niederschrift eines Notars bzw Gerichts erklärt werden (…BSG Großer Senat, aaO;… BSG SozR 3-1500 § 161 Nr. 2 S 4).
BSG, 19.11.1996 - 1 RK 8/96
Dieser rechtlichen Beurteilung, die auch vom Bundesgerichtshof (BGHZ 92, 76 = NJW 1984, 2890) und vom Bundesarbeitsgericht (unveröffentlichtes Urteil vom 19. September 1985 - 2 AZR 533/84) für die jeweils mit § 161 Abs. 1 SGG inhaltsgleichen Vorschriften des § 566a Abs. 2 Satz 2 ZPO und des § 76 Abs. 1 Satz 3 Arbeitsgerichtsgesetz vertreten wird, schließt sich der erkennende Senat an.
OLG Köln, 11.12.1991 - 19 W 53/91
Verfahrensrecht Bevollmächtigung Mahnverfahren
BSG, 28.11.1990 - 4 RA 19/90
Versorgungsausgleich - Rentenanwartschaft - Verfahrensbeteiligter
BGH, 10.07.1985 - VIII ZR 285/84
Zulässigkeit einer persönlichen, materiell-rechtlich bindenden Vereinbarung von …
BSG, 05.04.2000 - B 6 KA 44/99 R
FG Rheinland-Pfalz, 15.03.1995 - 1 K 1124/95
https://dejure.org/1984,595
BGH, 27.03.1984 - IX ZR 49/83 (https://dejure.org/1984,595)
BGH, Entscheidung vom 27.03.1984 - IX ZR 49/83 (https://dejure.org/1984,595)
BGH, Entscheidung vom 27. März 1984 - IX ZR 49/83 (https://dejure.org/1984,595)
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Erhöhung des Wertes des anfechtbar erworbenen Gegenstandes durch den Anfechtungsgegner unter Einsatz eigener Mittel - Anspruch auf Aufwendungsersatz des Anfechtungsgegners - Antrag auf Duldung der Zwangsvollstreckung - Entscheidung über einen Hilfsantrag - Vollstreckung ...
Befriedigung des Anfechtungsgegners wegen Werterhöhung des anfechtbar erlangten Gegenstandes bei Verteilung des Versteigerungserlöses
ZIP 1984, 753
MDR 1984, 1020
WM 1984, 843
Ob eine wertausschöpfende Belastung vorliegt, hängt vom Wert des Grundstücks sowie von der tatsächlichen Höhe derjenigen Forderungen ab, welche durch die eingetragenen Grundpfandrechte gesichert werden (BGH, Urt. 27. März 1984 - IX ZR 49/83, ZIP 1984, 753, 755; v. 17. Dezember 1998 - IX ZR 196/97, ZIP 1999, 196, 198;… v. 20. Oktober 2005, aaO).
Eine Ausnahme gilt nur dann, wenn der schuldrechtliche Anspruch auf Rückgewähr eines nicht (mehr) valutierten Teiles der Sicherheit beim Schuldner verblieben ist (vgl. BGH, Urt. v. 27. März 1984 aaO; v. 10. Januar 1985 - IX ZR 2/84, ZIP 1985, 372, 374); sie liegt hier nicht vor, weil die Grundschulden voll valutiert sind.
Nach Durchsetzung dieses Anspruchs hätte sich die Belastung des Grundstücks reduziert und die Aussicht, in der Zwangsversteigerung einen Erlös zu erzielen, erhöht (vgl. BGH, Urt. v. 27. März 1984 aaO;… v. 10. Januar 1995 aaO).
Deshalb dürfen dem Gläubiger Vorteile, die darin bestehen, daß der Anfechtungsgegner aus eigenen Mitteln den Wert eines anfechtbar veräußerten Grundstücks erhöht oder Belastungen ablöst oder verringert, nicht zugute kommen, sondern müssen dem Anfechtungsgegner verbleiben (vgl. BGH, Urt. v. 27. März 1984 - IX ZR 49/83, WM 1984, 843, 846; v. 18. April 1991 - IX ZR 149/90, WM 1991, 1273, 1277; auch v. 15. Dezember 1994 - IX ZR 18/94, ZIP 1995, 297, 299 ff).
Damit hätte er sich jedoch das Grundstück als Haftungsobjekt noch nicht zugänglich gemacht (vgl. BGH, Urt. v. 27. März 1984 - IX ZR 49/83, NJW 1984, 2890, 2891; v. 10. Januar 1985 - IX ZR 2/84, WM 1985, 427, 429;… v. 23. November 2006 aaO S. 590).
Für § 3 Abs. 1 Nr. 3 AnfG genügt eine mittelbare Gläubigerbenachteiligung; es reicht also aus, wenn die angefochtene Rechtshandlung im Zeitpunkt der letzten mündlichen Tatsachenverhandlung des Anfechtungsprozesses die Möglichkeit des Gläubigers, sich aus dem Schuldnervermögen zu befriedigen, beeinträchtigt hat (Senatsurt. v. 27. März 1984 - IX ZR 49/83, ZIP 1984, 753, 755 u. v. 11. Juli 1996 aaO. S. 1520).
Hat allerdings der Anfechtungsgegner den Wert des anfechtbar erworbenen Gegenstands unter Einsatz eigener Mittel wesentlich erhöht, so kann er bei der Verteilung des Erlöses in der Zwangsvollstreckung Ersatz seiner Aufwendungen beanspruchen (Senatsurt. v. 27. März 1984 aaO. S. 756 f).
Diese Rechte kann der Gläubiger pfänden und sich überweisen lassen (Senatsurt. v. 27. März 1984 aaO. S. 755).
Die Abtretungserklärung, in der ausdrücklich auf die Eigenschaft des Abtretenden als Miteigentümer hingewiesen worden ist - das Berufungsgericht hat insoweit eine Auslegung unterlassen, so daß der Senat sie selbst vornehmen kann -, ist aber so zu verstehen, daß lediglich der Anteil des Schuldners an den Rechten, die sich aus der Rückführung der gesicherten Forderungen ergeben (vgl. Senatsurt. v. 27. März 1984 aaO. S. 755), abgetreten werden sollte.
Das gilt um so mehr, als nicht der Nominalbetrag der Grundpfandrechte nebst Zinsen, sondern ihre - hier wahrscheinlich niedrigere - Valutierung maßgebend ist (Senatsurt. v. 27.3.1984 - IX ZR 49/83, ZIP 1984, 753 = WM 1984, 843; v. 10.1.1985 - IX ZR 2/84, ZIP 1985, 372).
e) Wegen der Behandlung der von der Beklagten behaupteten Verwendungen auf das Grundstück wird auf das Senatsurteil WM 1984, 842, 846 (Urt. v. 27. März 1984 - IX ZR 49/83) verwiesen.
Nur wenn und soweit sie unmöglich ist, ist Wertersatz zu leisten (…BGH, Urt. v. 15. Oktober 1969 - VIII ZR 136/67, NJW 1970, 44, 45;Senatsurteil v. 27. März 1984 - IX ZR 49/83, ZIP 1984, 753).
Der Anspruch des Anfechtungsgegners auf Ersatz der Verwendungen ist nach der Konkursordnung ein Masseschuldanspruch (§ 59 Abs. 1 Nr. 4 KO), der damit - anders als bei Ansprüchen aus § 7 AnfG (dazu BGH, Urt. v. 27. März 1984 - IX ZR 49/83, NJW 1984, 2890, 2893) - bereits im Anfechtungsprozeß zu berücksichtigen ist, wenn der Gegner sich auf ihn beruft (…Jaeger/Henckel, aaO. Rdnr. 123;… Kilger/K. Schmidt, aaO. § 37 Anm. 4;… Kuhn/Uhlenbruck, aaO.).
Entscheidend ist vielmehr die Höhe der durch Grundpfandrechte zum Zeitpunkt der angefochtenen Rechtshandlung tatsächlich gesicherten Forderungen (BGH, ZIP 1984, 753; BGH, ZIP 1985, 372 [374]; Wilhelm/Wilhelm, ZIP 1999, 267 [270]).
BGH, 10.01.1985 - IX ZR 2/84
Begriff der Gläubigerbenachteiligung bei unentgeltlicher Verfügung über ein mit …
Bei Prüfung der objektiven Benachteiligung ist nicht die Höhe der dinglichen Belastungen des Grundstücks durch Grundpfandrechte - hier mindestens 475.000 DM nebst Zinsen - maßgebend, sondern die tatsächliche Höhe der Forderungen, die durch die Grundpfandrechte gesichert sind (Senatsurt. v. 27. März 1984 - IX ZR 49/83 = WM 1984, 843 = ZIP 1984, 753).
OLG Koblenz, 12.11.1992 - 6 U 1310/92

References: § 554
 § 566
 § 566
 § 161
 § 134
 § 134
 § 76
 BGH 
 § 161
 § 161
 § 435
 § 161
 § 161
 § 566
 § 76
 § 3
 § 7
 § 37