Source: https://bayrvr.de/2016/08/09/bverwg-dublin-ueberstellungsfrist-beginnt-mit-ende-der-aufschiebenden-wirkung-nach-%C2%A7-80b-vwgo-neu-zu-laufen/
Timestamp: 2019-01-22 16:42:09+00:00

Document:
BVerwG: Dublin-Überstellungsfrist beginnt mit Ende der aufschiebenden Wirkung nach § 80b VwGO neu zu laufen
Sachgebiet: Ausländer- und Asylrecht / BVerwG, Urt. v. 09.08.2016 – 1 C 6.16
In Dublin-Verfahren beginnt die Überstellungsfrist mit dem Ende der aufschiebenden Wirkung nach § 80b VwGO neu zu laufen.
Lässt das Verwaltungsgericht die Berufung nicht zu, ist maßgebliches Rechtsmittel im Sinne des § 80b Abs. 1 VwGO der Antrag auf Zulassung der Berufung (wie BVerwG, Urt. v. 27.02.2014 –5 C 1.13 D– Buchholz 300 § 198 GVG Nr. 3 Rn. 22).
Die rechtswidrige Ablehnung eines (Zweit-)Antrags nach § 29 Abs. 1 Nr. 1AsylG kann wegen der ungünstigeren Rechtsfolgen nicht in eine (Unzulässigkeits-)Entscheidung nach § 29 Abs. 1 Nr. 5 in Verbindung mit § 71a AsylG umgedeutet werden (vgl. BVerwG, Urt. v. 16.11.2015 –1 C 4.15– Buchholz 451.902 Europ Ausländer- u Asylrecht Nr. 78).
Ist ein Mitgliedstaat nach den einschlägigen Dublin-Bestimmungen für die Durchführung eines Asylverfahrens zuständig, kann sich der Schutzsuchende im gerichtlichen Verfahren gegen die Ablehnung seines Asylantrags als unzulässig nach § 29 Abs. 1 Nr. 1 AsylG jedenfalls dann auf die Zuständigkeit dieses Mitgliedstaats berufen, wenn die (Wieder-)Aufnahmebereitschaft eines anderen (unzuständigen) Mitgliedstaats nicht positiv feststeht (vgl. BVerwG, Urt. v. 27.04.2016 –1 C 24.15– zur Vorgängerregelung in § 27a AsylG a.F.).

References: § 80
 § 80
 § 80
 § 198
 § 29
 § 29
 § 71
 § 29
 § 27