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Timestamp: 2019-09-17 16:54:28+00:00

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Mit 40km/h über die Autobahn; Beschleunigen nach StVO verboten?; Chaos auf der Autobahn - ADAC Community <!- ADAC Google Verification Tag -> <!- End ADAC Google Verification Code ->
Mit 40km/h über die Autobahn; Beschleunigen nach StVO verboten?; Chaos auf der Autobahn
ADAC Mitglied BenjaminK
04.03.2019, 16:13:01
ich hatte gestern eine komische Situation, und hätte gerne mal eure Einschätzung dazu. Also vorneweg: ich fahre grundsätzlich sehr vorschriftsmäßig, und versuche mich so gut wie möglich an die StVO zu halten. Leider erlebe ich dabei immer wieder komische Situationen.
So wie gestern, ich wollte auf die Autobahn fahren, und auf dem Zubringer kam eine der üblichen Kurven vor der Auffahrt, und in der Kurve stand ein Schild: Tempolimit 40km/h (ohne Zusatz). Na gut, dann Tempomat an und mit 40 auf den Beschleunigungsstreifen, Tempolimit war ja noch nicht aufgehoben, bzw die Bedingungen der StVO zum Aufheben waren noch nicht gegeben, also musste ich zwangsläufig mit 40km/h auf die Autobahn fahren. Ein Stück hinter der Auffahrt wurde dann auch endlich die Höchstgeschwindigkeit auf 120km/h angehoben.
Aber leider hieß das nicht, das ich schneller fahren durfte. Es gibt ja leider diesen Grundsatz, das ich nur beschleunigen darf, wenn ich gerade selber nicht überholt werde. Hinter mir ging natürlich die Post ab... Lichthupe, normale Hupe, drängeln, hartes Abbremsen hinter mir, knappe Spurwechsel, etc. Ich habe mich dabei wirklich seeehr unwohl gefühlt und hatte auch Angst dabei. Aber nun ja, wenn es der Gesetzgeber so möchte, wird er sich schon Gedanken dazu gemacht haben, dachte ich mir.
Da die Autobahn wirklich sehr voll war, und ich fast pausenlos überholt und an gehupt worden bin, blieben mir selber nur sehr wenige Momente über, in denen ich den Tempomat mal vorsichtig um wenige km/h höher stellen konnte, bis ich abermals überholt worden bin. Somit dauerte es geschätzt so um die zehn Angstvolle Minuten, bis ich selber endlich mal komplett auf 120km/h beschleunigt war.
Ich muss sagen, das ich die Regelung mit dem Beschleunigungsverbot beim überholt werden selber noch nicht seit Anfang an kenne. Und bevor ich mich daran gehalten habe, weil ich die Regelung leider noch nicht kannte, kam mir die Verkehrssicherheit um einiges höher vor. Ich erlebe jeden Tag an Ortsausgängen an Autobahnen ähnliche Erlebnisse, an denen ich nicht beschleunigen darf, sondern mit sehr wenigen km/h weiterfahren muss, bis ich mal nicht überholt werde. In diesen Situationen passieren sehr häufig gefährliche Momente, und ich habe auch Angst vor dem Autofahren dadurch. Außerdem finde ich es doof, weil es sehr viel Zeit kostet, kilometerweit mit 50 über die Bundesstraße, oder 40 bis 60 km/h über die Autobahn zu fahren, obwohl ich es teilweise auch eilig habe.
Wie steht ihr dazu? Wie handhabt oder erlebt ihr selber solche Situationen? Was könnte der Gesetzgeber sich dabei gedacht haben?
Ich würde mich über eure Antworten sehr freuen, und verbleibe mit freundlichen Grüßen.
09.03.2019, 12:10:37
Hallo allerseits, ich hoffe mal, BenjaminK gibt hier den Advocatus Diabolis und fährt nicht wirklich mit 40 km/h auf eine Autobahn auf, wo dichter Verkehr mit Tempo 120 fließt...
Die Beschilderung ist so wie beschrieben sicher unglücklich. Das Tempolimit gilt in einem solchen Fall formal bis zum Ende des Beschleunigungsstreifens. Gleichzeitig ist das Einfädeln in den fließenden Verkehr auf der Autobahn nur erlaubt, wenn man niemanden dabei gefährdet oder behindert. Das ist auf Autobahnen wie der A1 oder der A7 allenfalls nachts möglich. DANN wird man aber auch nicht ständig überholt... Durch die Kombination der beiden Faktoren "Geschwindigkeit" und "Einfädeln in den fließenden Verkehr ohne Gefährdung" ist es an einer solchen Stelle schlicht unmöglich, BEIDEN Vorschriften Genüge zu tun. Es bleibt einem also gar nichts anderes übrig, als gegen eine der Vorschriften zu verstoßen - und das tun ganz selbstverständlich ALLE. Ich kann mir auch kein Gericht vorstellen, dass einen in einer solchen Situation, wenn man beschleunigt, um eine Verkehrsgefährung (beim Einfädeln) zu verhindern, zur Rechenschaft ziehen würde. Umgekehrt schon... eingefädelt mit 40 km/h, den nachfolgenden Verkehr ausgebremst und so einen Unfall verursacht - da ist mindestens eine Mitschuld drin.
Ähnliche Konstellationen (man MUSS Verkehrsregeln brechen) gelten übrigens bei defekten Ampeln, die dauerhaft rot zeigen - hier darf unter Berücksichtigung der nötigen Vorsicht und in Abstimmung mit den anderen Verkehrsteilnehmern (z.B. Handzeichen) trotzdem gefahren werden. Oder (was ich schon erlebt habe) bei einer baustellenbedingten Straßensperrung einer Einbahnstraße, bei der aber das Einbahnstraßenschild nicht abgedeckt wurde und damit formal gültig war. Man müsste sonst ja bis zur Aufhebung der Baustelle dort stehen bleiben...
Danke für deinen Beitrag, du hast es bisher wohl am besten auf den Punkt gebracht.
Allerdings müssen wir halt damit arbeiten, was der Gesetzgeber uns vorgegeben hat und können nicht anfangen, unsere eigenen Gesetze zu machen.
Wenn in dem Falle wirklich das gesetzestreue Verhalten sanktioniert würde, dann würde ich wohl auch so langsam den Glauben an unseren Rechtsstaat verlieren.
Ich wünschte mir, das der Gesetzgeber da vielleicht mal bessere Wege und Möglichkeiten für solche und andere Situationen wünscht. Aber bis dahin... Augen zu und durch... - von ADAC Mitglied BenjaminK 09.03.19, 16:23
04.03.2019, 20:06:29
Selbstverständlich darfst und musst du in deinem Falle auf mehrspurigen Straßen beschleunigen, wenn Tempolimits aufgehoben wurden. Alles andere ist Weltfremd. Du darfst nur nicht überholende Fahrzeuge ausbeschleunigen und deren Überholvorgang unterbinden.
Zudem dient der Beschleunigungsstreifen ausdrücklich der Beschleunigung und Anpassung an die Geschwindigkeit der Hauptspuren. Hier ist übrigens eine der wenigen erlaubten Möglichkeiten, rechts zu überholen, sofern du auch tatsächlich dort aufgefahren bist und nicht von der Hauptspur kommst und rechts auf den Beschleunigungsstreifen wechselst zum rechts überholen. (§ 42 Abs. 6 e StVO ...sind Beschleunigungsstreifen so markiert, dann darf dort auch schneller gefahren werden als auf den anderen Fahrstreifen... ) Grundsätzlich gilt hier aber die Vorfahrt der Hauptspuren und keineswegs das Reißverschlußverfahren.
Das 40´er Schild steht sicherlich auch nicht alleine in der Landschaft, sondern es ist das Zeichen "Kurve" dabei, oder es folgt ein Autobahnschild. Spätestens auf der Autobahn gelten die Limits der Hauptspuren, da du das 120´er Schild aber erst später sehen konntest, gelten die 120 für dich erst ab diesem Zeitpunkt. Dein Verhalten ist i.d.R. strafbar, zudem hätte man dich bei einem Unfall in Mithaftung genommen. Unter § 3 Abs. 2 StVO findet sich die Bestimmung: „Ohne triftigen Grund dürfen Kraftfahrzeuge nicht so langsam fahren, dass sie den Verkehrsfluss behindern.".
Also mit nur 40 km/h aufzufahren und dann auch noch stur darauf zu bestehen, war keine Glanztat. Sei froh, dass nichts passiert ist. Im Zweifel hast du nur einen Megastau ausgelöst.
Siehe auch: https://anwaltauskunft.de/magazin/mobilitaet/auto/muss-ich-ein-bussgeld-zahlen-wenn-ich-zu-langsam-fahre
oder https://www.bussgeldkatalog.org/einfaedelungsstreifen/
oder https://www.juraforum.de/verkehrsrecht/geschwindigkeitsbeschraenkung-fuer-autobahnauffahrt-gilt-nicht-fuer-autobahn-62638
oder https://magazin.rv24.de/2016/03/31/auffahrten-auf-autobahnen-wie-schnell-darf-ich-fahren/20929/
Olsch001
05.03.2019, 14:24:56
Du stellst eine Gefährdung für den Straßenverkehr dar und verstößt damit gegen §1.
Des Weiteren darfst du auf dem Beschleunigungsstreifen schneller fahren als der Verkehr auf der Autobahn, was ja genau genommen mit §5 Überholen kollidiert.
(3) 1Auf Ausfädelungsstreifen darf nicht schneller gefahren werden als auf den durchgehenden Fahrstreifen. 2Stockt oder steht der Verkehr auf den durchgehenden Fahrstreifen, darf auf dem Ausfädelungsstreifen mit mäßiger Geschwindigkeit und besonderer Vorsicht überholt werden.
Des Weiteren sind der Beschleunigungsstreifen und die Autobahn getrennte Fahrbahnabschnitte.
Die Beschleunigungs- und Verzögerungsstreifen dienen dem Tempogewinn und der Geschwindigkeitsverminderung beim Ein- und Ausfahren bzw. auch dem Abbiegen auf Autobahnen. Sie werden durch dicke - unterbrochene - Leitlinien von der Hauptfahrbahn getrennt.
Sie sind nach herrschender Auffassung kein Bestandteil der Hauptfahrbahn der Autobahn, sondern selbständige Fahrbahnen (vgl. die Nachweise bei Hentschel, Straßenverkehrsrecht, 38. Aufl., 2004, Rdnr. 25a zu § 2 StVO und Rdnr. 20 zu § 5 StVO).
Aus diesem Grund stellt das schnellere Fahren auf Beschleunigungsstreifen gegenüber dem Richtungsverkehr auf der Hauptfahrbahn der Autobahn auch kein verbotenes Rechtsüberholen dar (BayObLG DAR 1970, 276; OLG Koblenz DAR 1987, 158; OLG Düsseldorf DAR 1981, 19; OLG Hamm DAR 1975, 277).
Als aktiver Teilnehmer des Straßenverkehrs solltest du in der Lage sein, dich Situationsgerecht zu verhalten. An erster Stelle steht dabei der schon genannte §1. Über allem steht die nicht Gefährdung aller Verkehrsteilnehmer. Und wie schon erwähnt, gefährdest du mit deinem Verhalten eindeutig dich und andere.
Solltest du zu einem Situationsgerechtem Verhalten nicht in der Lage sein, wäre es sinnvoll auf Bus & Bahn umzusteigen. Für dich und für andere.
05.03.2019, 15:56:08
Die Autobahnauffahrt selbst führt erst zur höherwertigeren Straße, der Autobahn. Auf dem selbständigen Teilstück der ggü. der Autobahn unterwertigeren Auffahrt sind daher eigenständige Geschwindigkeitsbegrenzungen möglich und zulässig. Wiederholt sich das Geschwindigkeitsbegrenzungszeichen nicht am Ende des Einfädelungsstreifens, gilt bei Auffahrt auf die Autobahn das (Nicht-)Limit der höherwertigeren Straße, in deren Verkehrsfluß du dich ohne Gefährung/Schädigung anderer Verkehrsteilnehmer einzufädeln hast.
So auch die einschlägige Judikatur, die du dir - weil frei zugänglich - bitte selbst mittels Google suchst.
Auch wenn ich mit den Ausführungen und Zitaten von Pana selber immer wieder in rechtlicher Hinsicht „meine liebe Not“ habe, erschließt sich aus seinen Ausführungen zumindest indirekt, daß du dich im Straßenverkehr regelwidrig verhältst, wenn du vorgehst, wie von dir beschrieben.
Du setzt dem allerdings noch die Krone auf, weil du zusammenhängendes Straßenverkehrsrecht versuchst in isolierte, nicht im Zusammenhang zu lesende und zu verstehende „Inseln“ aufzuteilen. Das widerspricht bereits einfacher Logik, insbesondere aber gesetzgeberischer, rechtlicher Logik. Du kannst anderen vorwerfen, nicht deiner fehlerhaften Anwendung einfacher Logik folgen zu wollen. Zielführend oder gar problemlösend kann sich diese Vorgehensweise m.E. nicht auswirken.
Du bist als Autofahrer mitnichten „ausführende Gewalt“, sondern bist und bleibst nur autofahrender, einfacher Staatsbürger. Eine gültige Fahrerlaubnis allein läßt dich niemals zum Bestandteil der Exekutive werden.
05.03.2019, 16:17:54
Deine Frage ist bereits im Thread umfassend beantwortet.
Wenn du die zutreffende Antwort nicht akzeptieren willst oder kannst, handelt es sich nicht um ein Problem dieses Forums.
04.03.2019, 20:37:02
Ich danke dir für deine Antwort, auch wenn sie meines Erachtens so nicht besonders hilfreich war. Also ich wiederhole gerne noch einmal: Das Tempo 40 Schild steht alleine, ohne sonstige Zusatzzeichen. Ich kenne auch eine Autobahnauffahrt mit einem Tempo 60 Schild, alleinstehend, das ist der selbe Fall, nur etwas "harmloser", da 20km/h schneller.
Das Ding ist doch, für mich gilt bis zum Auffahren auf die Autobahn und dem Passieren des 120km/h Schildes z.B. das Tempolimit von 40km/h. Das ich auf der Auffahrt grundsätzlich schneller fahren dürfte, als der fließende Verkehr, ist mir durchaus klar. Aber ich wüsste nicht, das die Regelung über dem Tempolimit steht. Also darf ich weiterhin -höchstens- 40km/h fahren.
Und würdest du bitte deine folgende These mit Gesetzestexten oder ähnlichem Belegen: "Selbstverständlich darfst und musst du in deinem Falle auf mehrspurigen Straßen beschleunigen, wenn Tempolimits aufgehoben wurden. Alles andere ist Weltfremd. Du darfst nur nicht überholende Fahrzeuge ausbeschleunigen und deren Überholvorgang unterbinden."?
Weil in der StVO steht doch ganz eindeutig: "§5 Überholen (6) Wer überholt wird, darf seine Geschwindigkeit nicht erhöhen. Wer ein langsameres Fahrzeug führt, muss die Geschwindigkeit an geeigneter Stelle ermäßigen, notfalls warten, wenn nur so mehreren unmittelbar folgenden Fahrzeugen das Überholen möglich ist. Hierzu können auch geeignete Seitenstreifen in Anspruch genommen werden; das gilt nicht auf Autobahnen."
Also wir haben den offiziellen Satz aus der StVO "Wer überholt wird, darf seine Geschwindigkeit nicht erhöhen." Das ist ein alleinstehender Satz, ohne weitere Bedingungen. Sprich, ich darf nur mit 40 km/h auf die Autobahn auffahren, aufgrund der Tempolimits. Weiter darf ich dann nur beschleunigen, wenn ich nicht überholt werde. Also ich darf erstmal eine lange Zeit, bis sich eine Lücke ergibt, in der mich keiner überholt meine Geschwindigkeit kein bisschen erhöhen.
Also eigentlich bin ich somit der Meinung, das dieses Verhalten von der StVO in der Form (leider) genau so vorgeschrieben wird. Und genau das macht mich sauer, weil ich das selber als sehr gefährlich erachte, und mich unwohl dabei fühle. Aber der Gesetzgeber schreibt es ja genau so vor, wenn ich mich nicht irre. Und ich bin ja auch nur ausführende Gewalt und muss mich daran halten, ob ich will oder nicht. Und das jemand für gesetzestreues Verhalten bestraft werden sollte, kann ich mir beim besten Willen nicht vorstellen.
Es kann sein, das ich etwas falsch verstehe oder so, aber dann hätte ich das gerne mit Gesetzestexten belegt, und nicht mit irgendwelchen Artikeln von Hobbyforen oder ähnlichem. Oder gerne auch weitere Meinungen, wie ihr das erlebt, etc.
05.03.2019, 15:51:57
Warum werde ich hier jetzt eigentlich so kritisiert. Ich stelle es gerne noch einmal klar: ich bin nur ausführender. Ich mache die Gesetze nicht, ich habe mich daran zu halten. Wenn jetzt hier jemand mich deswegen beschimpft, finde ich das allerunterste Schublade.
Die Rechtssituation ist nun mal die, die ich geschildert habe. Daran haben wir uns alle zu halten. Gefährliche Situationen können dabei ja nur entstehen, weil andere sich nicht daran halten, oder sich mit der StVO nicht so gut auskennen. Solche Autofahrer sind meiner Meinung nach eher ungeeignet zum führen von Kraftfahrzeugen. Ich für meinen Teil halte mich so gut wie möglich an die StVO und die geltenden Gesätze. Das ich noch nie geblitzt oder ähnliches worden bin, muss ich ja wohl nicht erwähnen. Also ganz klar ein gesetzestreuer Bürger.
Ich hatte damit gerechnet, das hier einige sich auch mit der StVO auskennen, weil das ja nunmal unsere Bibel ist. Auch bin ich davon ausgegangen, das ihr die Problematik auch kennt, und euch dementsprechend verhaltet. Da hätten mich halt eure Erfahrungen auch interessiert, ob ihr gerne mit 40 km/h kilometerweit über die Autobahn fahren müsst.
Paragraphen mit von wegen Beschleunigungsstreifen ist zum Beschleunigen da, etc hatten wir doch schon. Ja, wenn der Durchgangsverkehr z.B. 30km/h fährt, dürfte ich auf dem Beschleunigungsstreifen 40km/h fahren, aber auch nicht mehr, wenn das durch entsprechende Beschilderung die Höchstgeschwindigkeit ist. Und auf der Fahrbahn darf ich dann ja grundsätzlich nicht beschleunigen, was ja auch eher meine Frage war, da war deine Antwort zum Thema Beschleunigungsstreifen eher unangebracht.
Und ja, ich finde die Rechtssituationen auch nicht gut. Aber es ist doch genau so VORGESCHRIEBEN, da kann ich oder du doch nicht einfach sagen, nö, ich mache jetzt meine eigenen Regeln und verstoße gegen die StVO, nur weil anderer Meinung ist.
Ich glaube auch einfach, dass hier etwas die Fachkompetenz fehlt bei den anderen, und es so keinen Sinn hier macht.Und scheinbar nehmt ihr es ja eh nicht mit der StVO so ernst, sonst würdet ihr ja nicht so locker flockig vorschlagen, einfach dagegen zu verstoßen, oder die Tatsachen zu verdrehen.
05.03.2019, 15:57:59
Es bleibt die Frage von gesundem Menschenverstand und dieser fehlt an der Stelle ja eindeutig. Es bleibt §1 und gegen den verstößt du mit deinem Verhalten eindeutig. Dieser steht nicht ohne Grund an erster Stelle. Also wenn du dich an die StVO halten möchtest, solltest du vielleicht genau da anfangen und keine Gefahr für das Leib und Leben anderer darstellen. Das Leben ist nun mal nicht zu 100% klar geregelt. Ein mündiger Bürger wird immer vorausgesetzt.
05.03.2019, 16:15:36
Danke, Hermelin, deine Antwort klang ja zumindest teilweise schon mal etwas kompetenter.
Wenn du mir jetzt noch erläutern würdest: "Auch wenn ich mit den Ausführungen und Zitaten von Pana selber immer wieder in rechtlicher Hinsicht „meine liebe Not“ habe, erschließt sich aus seinen Ausführungen zumindest indirekt, daß du dich im Straßenverkehr regelwidrig verhältst, wenn du vorgehst, wie von dir beschrieben.
Du setzt dem allerdings noch die Krone auf, weil du zusammenhängendes Straßenverkehrsrecht versuchst in isolierte, nicht im Zusammenhang zu lesende und zu verstehende „Inseln“ aufzuteilen. Das widerspricht bereits einfacher Logik, insbesondere aber gesetzgeberischer, rechtlicher Logik. Du kannst anderen vorwerfen, nicht deiner fehlerhaften Anwendung einfacher Logik folgen zu wollen. Zielführend oder gar problemlösend kann sich diese Vorgehensweise m.E. nicht auswirken."
Wenn du mir da bitte einmal ausführen würdest, inwiefern ich mich regelwirig verhalte. Also ich habe den Paragraphen der StVO, den ich bereits aufgeführt habe. Der sagt eindeutig, ich darf nicht beschleunigen, wenn ich überholt werde. Wenn du mir jetzt bitte erklären würdest, wieso ich mich regelwiedrig verhalte, wenn ich mich an den Paragraphen halte, bin ich zufrieden. Und natürlich, ich habe in der StVO viele einzelne Paragraphen, die ich erst einmal einzeln sehe, außer es gibt Verweise auf ausnahmen, die ich da nicht gefunden habe. Deswegen meine Frage, ob es diese gibt.
05.03.2019, 16:21:22
Nein, ist Sie nicht. Jeder von euch hat mir vorgeworfen, dass ich mich falsch verhalte. Aber keiner konnte es belegen. Es gibt ganz klar "§5 Überholen (6) Wer überholt wird, darf seine Geschwindigkeit nicht erhöhen.".
Daran halte ich mich und alle beschimpfen mich hier, das finde ich echt nicht okay.
Ich hatte auf eine offene, kompetente Diskussion gehofft mit Gesetzestexten oder Gerichtsurteilen.
Und @olsch: Ja, ich kenne den Paragraph 1. Nur ist die Sache die, das ich mich einfach an einen Paragraph aus der StVO halte. Daraus sollte ja grundsätzlich erstmal keine Gefährdung entstehen. Und dann ist halt die Frage, ob die Gefährdung wirklich von mir aus geht oder von den anderen. Weil andererseits müssen die anderen Autofahrer ja auch den Paragraphen kennen und damit rechnen, dass ich mit langsamer Geschwindigkeit auffahren muss und nicht beschleunigen darf, wenn die mich überholen. Damit müssen die einfach rechnen. Ich kann ja auch nicht sagen, das ich mich einfach nicht an einen Paragraphen halte, weil ich ihn für unsinnig finde oder gefährliche Situationen entstehen könnten aus Unkenntnis oder fehlender Rücksichtnahme anderer. Ich kann ja auch nicht einfach beschließen: ich blinke nicht mehr beim Spurwechsel, weil andere mir rein fahren könnten, weil die denken, dass ich abbiegen möchte, obwohl ich nur die Spur wechsel.
05.03.2019, 16:24:40
Aha, hier wird wieder munter durch die Administration gelöscht.
Ich bin jedenfalls raus bei Threads, die offenkundig nur der Trollerei dienen.
Das ist kein trollen. Das ist die StVO. Vielleicht solltest du dich mal mehr damit auseinandersetzen, und bis dahin das Auto und dein Fahrrad stehen lassen! - von ADAC Mitglied BenjaminK 05.03.19, 16:26
Es wäre aber sicherer, wenn es trollen wäre. Du solltest einsehen, dass du mit deinem Verhalten eine Gefährdung darstellst. Solltest du wirklich mit 40 über die Autobahn fahren und nicht Beschleunigung, wird dir hoffentlich bald der Führerschein entzogen. - von Olsch001 05.03.19, 16:28
Ich kann daran NICHTS ändern. Das sind GESETZE, daran muss jeder sich halten. Ob man will oder nicht. - von ADAC Mitglied BenjaminK 05.03.19, 16:29
Ein Gesetz zu lesen und eine Gesetzeslage zu verstehen sowie richtig zu interpretieren sind nun mal zwei verschiedene Dinge. Großschreibung ändern nichts daran, dass es gefährdendes Verhalten ist.
Ich hoffe beim nächsten mal hält dich eine Streife an, verordnet ein Bußgeld und dann kannst du ja vor Gericht gehen und den Fall klären lassen. Danach hast du auch ein Rechtsgültiges Urteil. - von Olsch001 05.03.19, 16:43
Das mag durchaus sein. Aber grundsätzlich ist es ja eher so, das die StVO ein Gesetz für die Autofahrer ist. Und der durchschnittliche Autofahrer ist ja kein Jurist oder ähnliches. Also sollte es auch für den durchschnittlichen Autofahrer auch verständlich sein. Also das ist das, womit ich arbeiten muss, und woran ich mich halte. Wenn mir etwas unklar ist, muss ich mich ja trotzdem daran halten. Abgesehen davon, das der Paragraph SEHR eindeutig ist und ich erst einmal von der Gültigkeit ausgehen muss. Mich einfach nicht daran zu halten, währe auf den ersten Blick ja grob Fahrlässig und Gesetzeswidrig. - von ADAC Mitglied BenjaminK 05.03.19, 16:51 Bearbeitet
05.03.2019, 16:30:16
Vielleicht meldet sich ja wirklich mal ein Experte vom ADAC, weil mich die Sache wirklich sehr beschäftigt.
05.03.2019, 18:14:10
§ 7, Abs. 5, StVO ist eindeutig:
1) In allen Fällen darf ein Fahrstreifen nur gewechselt werden, wenn eine Gefährdung anderer Verkehrsteilnehmer ausgeschlossen ist.
Also da du dich ja deutlich langsamer als der restliche Verkehr bewegst und somit ein gefährdungsfreier Wechsel des Fahrstreifens nicht möglich ist - Was du ja selber schreibst - bleib bitte beim nächsten mal am Ende der Beschleunigungsspur auf dem Standstreifen stehen und warte bis eine Polizeieskorte dir beim gefahrenfreien Einsortieren hilft.
Ich wechsel nicht den Fahrstreifen, ich fahre auf die Autobahn auf!
Das mache ich mit der Geschwindigkeit, die vorgegeben und beschildert wurde. Dabei kann ich davon ausgehen, das dies ausreichend geplant und überdacht wurde von den zuständigen Stellen und ich mir unter Einhaltung der StVO keine Gedanken um eine daraus resultierende Gefährdung machen muss. - von ADAC Mitglied BenjaminK 05.03.19, 18:27 Bearbeitet
deine Spur endet aber hier , und somit auch automatisch deren Regeln. Du wechselst von einer "eigenständigen Fahrbahn" (auch erkennbar an der breiten unterbrochenen Fahrbahnmarkierung als Fahrbahntrenner, siehe Link unten) auf die Hauptspur und darfst dabei laut StVO niemanden behindern, was du mit deinen 40km/h für sämtliche Fahrzeuge hinter dir garantiert machst. Wie Hermelin schon geschrieben hat, wechselst du von einer untergeordneten Straße auf die Hauptspur. Somit gelten hier mitnichten die Regeln der untergeordneten Spur. Und ich denke mal, Hermelin mit seiner juristischen Ausbildung wird wird die StVO schon etwas besser kennen als du.
Du kannst froh sein, dass es keine Verletzten oder Tote durch dein Fahrverhalten gab.
https://verkehrslexikon.de/Texte/Rechtsueberholen03.php - von Super-User Pana 05.03.19, 19:31
Ich bin über jeden Tag froh, an dem ich keinen Unfall habe und bei voller Gesundheit bin. Das ist ja alles auch keine Selbstverständlichkeit, und man sollte das Leben und jeden Tag davon dementsprechend genießen.
Beim Auffahren habe ich bisher noch keinen unmittelbar gefährdet. Wenn es mir nicht möglich ist, mich in den fließenden Verkehr einzuordnen, ohne jemanden zu gefärden, mache ich das natürlich nicht.
Wie ich bereits erwähnt habe, beachte ich die Verkehrsregeln nach besten Wissen und Gewissen.
Die anderen verhalten sich dann meistens auch sehr sozial, und machen z.B. dementsprechend Platz auf der rechten Fahrbahn um mich, bzw den auffahrenden Verkehr auffahren zu lassen und den fließenden Verkehr nicht zu beeinträchtigen. Das funktioniert auch meistens sehr gut und ist sehr löblich. - von ADAC Mitglied BenjaminK 05.03.19, 19:55
Und was Hermelin betrifft: ich kenne seinen Ausbildungsstand nicht. Er hat mir unter anderem vorgeworfen, dass ich mich regelwidrig verhalten würde, hat dies aber nicht ausreichend belegt. Als ich ihn danach gefragt habe, hat er sehr schnell abgeblockt und sich aus diesem Thread verabschiedet. Auf mich wirkt das nicht besonders professionell. - von ADAC Mitglied BenjaminK 05.03.19, 20:05
"hartes Abbremsen hinter mir, knappe Spurwechsel, etc."
Du hast Menschen und dich selber gefährdet, weil du ohne ersichtlichen Grund mit 40 über die Autobahn fährst.
Aber du wirkst geistig nicht dazu in der Lage, dein gefährdendes Verhalten zu erkennen, zu verstehen und daraus zu lernen.
Wenn du es wirklich ernst meinst, dass du lieber mit 40 über die Autobahn fährst, anstatt angemessen zu Beschleunigung, solltest du kein Auto fahren. - von Olsch001 06.03.19, 16:35
Also wenn du bis jetzt immer noch nicht verstanden hast, das es hier darum geht, dass das beschleunigen in dem Fall scheinbar eben NICHT erlaubt ist, dann tust du mir ja auch Leid.
Ich denke nicht, dass solche Aussagen unbedingt zu dem Thema hilfreich beitragen. - von ADAC Mitglied BenjaminK 07.03.19, 19:14 Bearbeitet
06.03.2019, 13:39:37
Hallo Benjamin, beschreibe uns bitte den genauen Standort des Verkehrsschildes, damit wir uns ein Bild von der Situation machen können. Viele Grüße
Danke für euer Interesse. Meint ihr jetzt die genaue Auffahrt, oder unabhängig davon den Standort des Schildes?
In dem Fall kam vor der Kurve in der Auffahrt das Zeichen 274 mit Kennziffer 40 in Verbindung mit Zeichen 103. Ein Stück weiter, in der Kurve kam alleinstehend das Zeichen 274 mit Kennziffer 40, also ohne weitere Zusatzzeichen. Ich bin mir nicht mehr ganz sicher, aber ich glaube, dass das die Auffahrt Hamburg Heimfeld (A7) Richtung Süden war.
In dem anderen Fall ist die Auffahrt Hamburg Billstedt, A1 Richtung Lübeck. In dem Fall hat man Zeichen 274 mit Kennziffer 60, ich glaube zwei Mal in der Auffahrt, ohne Zusatz.
Aber ganz unabhängig von der genauen geografischen Lage habe ich schon an mehreren Zufahrten solche Situationen erlebt. Die meisten Zufahrten haben ja glücklicherweise keine Zeichen 274, aber einige wenige schon. - von ADAC Mitglied BenjaminK 07.03.19, 19:12
Ich möchte mich jetzt aber auch nicht zu sehr auf die Lage darauf festbeißen. Eigentlich habe ich die ja in dem ersten Beitrag schon genannt. Und ich vermute mal, dass auch euch einige Zufahrten bekannt sind, die ein Tempolimit von 40 oder 60km/h haben? Viele Autofahrer sind dann Ignoranten, und „übersehen“ das einfach, und gehen vom sogenannten logischen Menschenverstand aus. Aber dann gibt es welche wie mich, die sich so gut wie möglich an die Gesetze halten, und sich fragen: wie soll ich mich verhalten? Ob es jetzt die hier geschilderte Problematik ist, oder wenn man eine Baustellenautobahnauffahrt hat, wo meistens auf der Autobahn der Durchgangsverkehr auf 80km/h begrenzt ist, aber die Zufahrt in den meisten Fällen auf 60km/h oder seltener, aber auch häufiger erlebt auf 40 km/h begrenzt ist. - von ADAC Mitglied BenjaminK 07.03.19, 19:12
Da ist es jedes Mal ein Problem sich mit mindestens 20-40 km/h weniger in den Verkehr einzufädeln, da der in den Baustellen meistens um einiges dichter und der Beschleunigungsstreifen meistens nur sehr kurz ist.
Die Sache mit dem Tempolimit verschlimmert die Sache nur. Das generelle Problem ist eher, dass sobald ich auf die Autobahn aufgefahren bin, und bei dichtem Verkehr die anderen Fahrstreifen auch voll sind, ich permanent überholt werde und nach StVO nicht mehr schneller werden darf. Ob das jetzt mit 40/60/80 km/h ist, ist ja erstmal sekundär. Für Chaos und Unmut sorgt es in fast allen Fällen. Auch in der Hinsicht, dass ich irgendwann auch mal ankommen möchte und eigentlich besseres zu tun habe, als kilometerweit bei geringem Tempo über die Autobahn zu tuckern und ständig angehupt und sonst was zu werden. - von ADAC Mitglied BenjaminK 07.03.19, 19:12
Hallo BenajaminK, auf ein Zeichen zur Geschwindigkeitsbegrenzung ohne besonderes Zusatzzeichen (wie z.B. Zeichen 103) sollte in der Tat ein Auflösungszeichen folgen. Ist dem, wie in den von dir geschilderten Fällen, nicht so, dann melde das bitte direkt der zuständigen Straßenmeisterei. Die kann das dann überprüfen und ggf. für eine korrekte Beschilderung sorgen. Viele Grüße - von ADAC ADAC 08.03.19, 19:41
Beschleunigen 1
Überholen 5
Beschleunigungsverbot 1

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 § 5
 §1
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