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Timestamp: 2016-10-21 09:50:11+00:00

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BVerwG, 06.09.2012 - BVerwG 4 B 42.12 - Stützen des Ermessens der Behörde auf eigenes fehlerhaftes und rechtswidriges Verwaltungshandeln i.R.e. Ermessensentscheidung | Urteile auf anwalt24.de
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BVerwG, 06.09.2012 - BVerwG 4 B 42.12 - Stützen des Ermessens der Behörde auf eigenes fehlerhaftes und rechtswidriges Verwaltungshandeln i.R.e. Ermessensentscheidung
BundesverwaltungsgerichtBeschl. v. 06.09.2012, Az.: BVerwG 4 B 42.12Gericht: BVerwGEntscheidungsform: BeschlussDatum: 06.09.2012Referenz: JurionRS 2012, 23003Aktenzeichen: BVerwG 4 B 42.12 Verfahrensgang:vorgehend:VG Neustadt/Wstr. - 05.12.2011 - AZ: 3 K 510/11.NWOVG Rheinland-Pfalz - 12.06.2012 - AZ: 8 A 10291/12.OVGRechtsgrundlagen:§ 137 Abs. 1 VwGO§ 81 S. 1 LBauORedaktioneller Leitsatz:Die Frage, ob eine Behörde im Rahmen ihrer Ermessensentscheidung ihr Ermessen auch auf solche Gründe stützen darf, welche sie durch fehlerhaftes Verwaltungshandeln selbst verursacht hat und die nach wie vor rechtswidrig sind, betrifft kein revisibles Rechtt. Die Frage bezieht sich auf die Ermessensbetätigung nach § 81 S. 1 LBauO, der dem irrevisiblen Landesrecht angehört. Dieser landesrechtlichen Vorschrift ist zu entnehmen, wie das Ermessen entsprechend dem Zweck der Ermächtigung auszuüben ist, und ob hierbei auch eine zuvor erteilte Duldung berücksichtigt werden kann.In der Verwaltungsstreitsachehat der 4. Senat des Bundesverwaltungsgerichtsam 6. September 2012durch den Richter am Bundesverwaltungsgericht Dr. Gatz,die Richterin am Bundesverwaltungsgericht Dr. Philipp undden Richter am Bundesverwaltungsgericht Petzbeschlossen:Tenor:Die Beschwerde der Kläger gegen die Nichtzulassung der Revision in dem Urteil des Oberverwaltungsgerichts Rheinland-Pfalz vom 12. Juni 2012 wird zurückgewiesen.Die Kläger tragen die Kosten des Beschwerdeverfahrens als Gesamtschuldner. Die außergerichtlichen Kosten der Beigeladenen sind nicht erstattungsfähig.Der Wert des Streitgegenstandes wird für das Beschwerdeverfahren auf 7 500 EUR festgesetzt.Gründe1Die auf § 132 Abs. 2 Nr. 1 VwGO gestützte Beschwerde hat keinen Erfolg, weil die von den Klägern als grundsätzlich bedeutsam bezeichnete Frage, ob eine Behörde im Rahmen ihrer Ermessensentscheidung ihr Ermessen auch auf solche Gründe stützen darf, welche sie durch fehlerhaftes Verwaltungshandeln selbst verursacht hat und die nach wie vor rechtswidrig sind, kein revisibles Recht (§ 137 Abs. 1 VwGO) betrifft. Die Frage bezieht sich auf die Ermessensbetätigung nach § 81 Satz 1 LBauO, der dem irrevisiblen Landesrecht (§ 173 VwGO i.V.m. § 560 ZPO) angehört. Dieser landesrechtlichen Vorschrift ist zu entnehmen, wie das Ermessen entsprechend dem Zweck der Ermächtigung auszuüben ist, und ob hierbei auch eine zuvor erteilte Duldung berücksichtigt werden kann. Inwieweit darüber hinaus ein Klärungsbedarf auch hinsichtlich bundesrechtlicher Maßstäbe besteht, zeigt die Beschwerde nicht auf.2Die Kostenentscheidung beruht auf § 154 Abs. 2, § 159 Satz 1, § 162 Abs. 3 VwGO und die Streitwertfestsetzung auf § 47 Abs. 1 und 3, § 52 Abs. 1 GKG.Dr. GatzDr. PhilippPetzHinweis: Das Dokument wurde redaktionell aufgearbeitet und unterliegt in dieser Form einem besonderen urheberrechtlichen Schutz. Eine Nutzung über die Vertragsbedingungen der Nutzungsvereinbarung hinaus - insbesondere eine gewerbliche Weiterverarbeitung außerhalb der Grenzen der Vertragsbedingungen - ist nicht gestattet.
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References: § 81
 § 132
 § 81
 § 560
 § 154
 § 159
 § 162
 § 47
 § 52