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Timestamp: 2020-04-06 14:57:07+00:00

Document:
Erweitertes Führungszeugnis für Ehrenamtliche - Stadt Dachau
Erweitertes Führungszeugnis für Ehrenamtliche in der Kinder- und Jugendarbeit nach § 72A SGB VIII
§ 72a Sozialgesetzbuch VIII (SGB VIII) verfolgt das Ziel, einschlägig vorbestrafte Personen von Aufgaben der Kinder- und Jugendhilfe auszuschließen. Diese Regelung richtet sich u.a. auch an Ehrenamtliche, die Kinder oder Jugendliche beaufsichtigen, betreuen, erziehen, ausbilden oder einen vergleichbaren Kontakt haben. Zu diesem Zwecke müssen diese Ehrenamtlichen ein so genanntes „Erweitertes Führungszeugnis“ bei dem Träger bzw. Verein vorlegen, für den sie tätig sind.
Im Sinne dieser gesetzlichen Vorgabe schließen die Jugendämter von Landkreisen und kreisfreien Städten vertragliche Vereinbarungen mit allen Trägern der freien Jugendhilfe, insbesondere mit den Vereinen, die im Bereich der ehrenamtlichen Kinder- und Jugendarbeit aktiv sind.
Informationen zur Umsetzung des § 72a SBG VIII im Landkreis Dachau finden Sie auf der Website des Amtes für Jugend und Familie Dachau des Landratsamtes Dachau.
ZUR WEBISITE
Beantragung eines Erweiterten Führungszeugnisses für Ehrenamtliche in der Kinder- und Jugendarbeit
Bei Vorlage dieses oder eines vergleichbaren Anforderungsformulars, dass vom Verein/Träger unterschrieben und gestempelt ist, sind die Erweiterten Führungszeugnisse für Ehrenamtliche in der Kinder- und Jugendarbeit kostenlos.
Hauptamtliche in der Kinder- und Jugendarbeit brauchen vom Verein/Träger ein anderes, eigenes Anforderungsschreiben. Die Gebühr für Erweiterte Führungszeugnisse von Hauptamtlichen in der Kinder- und Jugendarbeit beträgt 13,00 Euro.
Antrag Erweitertes Führungszeugnis für ehrenamtliche in der Kinder- und Jugendarbeit
PDF-Datei, 288,72 KB
Vorlage des Erweiterten Führungszeugnisses beim Verein/Träger
Ehrenamtliche haben die Wahl, ob sie dem Verein/Träger ihr Erweitertes Führungszeugnis im Original oder in Form einer von der Wohnsitzkommune ausgestellten Negativbescheinigung vorlegen.
Nach Kenntnis der Stadt Dachau gibt es weder in § 72a SGB VIII noch in § 30a Bundeszentralregistergesetz (BZRG) noch in anderen rechtlichen Vorschriften eine Rechtsgrundlage, dass ein Verein/Träger die Einsichtnahme in das originale Erweiterte Führungszeugnis verweigern kann und stattdessen die Vorlage einer von der Wohnsitzkommune ausgestellten Negativbescheinigung verlangen kann.
Beantragung der Negativbescheinigung
Ehrenamtliche, die ihren Hauptwohnsitz der Stadt Dachau haben und dem Verein/Träger eine Bescheinigung nach § 72a SGB VIII zum Erweiterten Führungszeugnis gem. § 30a BZRG vorlegen möchten, können diese so genannte Negativbescheinigung beim Bürgerbüro der Stadt Dachau in der Pfarrstraße 2 während der Öffnungszeiten beantragen.
Das Erweiterte Führungszeugnis darf bei der beantragung der Negativbescheinigung höchstens drei Monate alt sein. Bitte beachten Sie auch, dass die Negativbescheinigung innerhalb von drei Monaten nach Ausstellung des Erweiterten Führungszeugnisses beim Verein/Träger vorzulegen ist.
Die Ausstellung der Negativbescheinigung für Ehrenamtliche ist kostenlos.
Vollmacht für die Beantragung der Negativbescheinigung
Wenn Ehrenamtliche eine dritte volljährige Person bevollmächtigen möchten, die Negativbescheinigung im Bürgerbüro der Stadt Dachau zu beantragen, muss die bevollmächtigte Person folgende Dokumente vorweisen:
das Erweiterte Führungszeugnis des Ehrenamtlichen im Original
ein Ausweisdokument des Ehrenamtlichen im Original (Personalausweis, Reisepass)
die Vollmacht (siehe Download)
ein eigenes Ausweisdokument im Original (Personalausweis, Reisepass)
Vollmacht für die Beantragung einer Negativbescheinigung
PDF-Datei, 12,18 KB

References: § 72

§ 72
 § 72
 § 72
 § 30
 § 72
 § 30