Source: http://gelbe-sammlung.kultus-bw.de/jportal/portal/bs/21/page/sammlung.psml?pid=Dokumentanzeige&showdoccase=1&js_peid=Trefferliste&fromdoctodoc=yes&doc.id=aiz-VVBW-VVBW000027452%4020180801&doc.part=x&doc.price=0.0&doc.aizid=VVBW-VVBW000027446&doc.aizhl=
Timestamp: 2020-07-04 17:14:30+00:00

Document:
Ausgewählte Gesamtvorschrift
Aktenzeichen: 21-6740.3/1333
Erlassdatum: 08.03.2018
Fassung vom: 08.03.2018
Fundstelle: K. u. U. 2018, 92
Gesamtvorschrift in der Gültigkeit zum 01.08.2018 bis 31.07.2019 Zurück zur Liste
Verwaltungsvorschrift des Ministeriums für Kultus, Jugend und Sport
zur Unterrichtsorganisation und Eigenständigkeit der Schulen im Schuljahr 2018/2019
(Organisationserlass)
Verwaltungsvorschrift vom 8. März 2018
Az.: 21-6740.3/1333
Fundstelle: K. u. U. 2018, S. 92
Verwaltungsvorschrift des Ministeriums für Kultus, Jugend und Sport zur Unterrichtsorganisation und Eigenständigkeit der Schulen im Schuljahr 2018/2019 (Organisationserlass) 08.03.2018
Inhaltsübersicht 08.03.2018
1 Allgemeines 08.03.2018
1.1 Zweck des Organisationserlasses 08.03.2018
1.2 Pflichtunterricht 08.03.2018
1.3 Direktzuweisung an allgemein bildenden Schulen 08.03.2018
1.4 Vertretungsreserve 08.03.2018
1.5 Budget der Schulaufsichtsbehörden, Ergänzungsbereich 08.03.2018
1.6 Vertretungsregelungen 08.03.2018
1.7 Eigenständigkeit der Schule, Lehrereinsatz 08.03.2018
1.8 Klassenausgleich 08.03.2018
2 Grundschulen 08.03.2018
3 Werkreal- und Hauptschulen 08.03.2018
4 Realschulen 08.03.2018
5 Gemeinschaftsschulen 08.03.2018
5.1 Sekundarstufe I 08.03.2018
5.2 Sekundarstufe II 08.03.2018
6 Sonderpädagogische Bildungs- und Beratungszentren 08.03.2018
6.1 Schulbudget und Direktzuweisung 08.03.2018
6.2 Grundzuweisung 08.03.2018
6.2.1 Kontingente bei Schülerinnen und Schülern mit schwerer Mehrfachbehinderung 08.03.2018
6.2.2 Förderschwerpunkt Schüler in längerer Krankenhausbehandlung 08.03.2018
6.3 Ausgleichsbudget 08.03.2018
6.4 Ganztagsschulen und Internate 08.03.2018
6.5 Sonderpädagogischer Dienst 08.03.2018
6.6 Frühförderung durch die Beratungsstellen an sonderpädagogischen Bildungs- und Beratungszentren 08.03.2018
6.7 Mitwirkung in Schulkindergärten 08.03.2018
6.8 Private sonderpädagogische Bildungs- und Beratungszentren 08.03.2018
7 Allgemein bildende Gymnasien 08.03.2018
7.1 Gymnasien der Normalform 08.03.2018
7.2 Aufbaugymnasien mit Internat 08.03.2018
8 Berufliche Schulen 08.03.2018
8.1 Stundenbudget 08.03.2018
8.2 Berechnungsgrundlage zur Ermittlung des Stundenbudgets 08.03.2018
8.3 Verwendung der Lehrerwochenstunden 08.03.2018
8.3.1 Vorrang für duale Ausbildung 08.03.2018
8.3.2 Spielraum der Schulleitung 08.03.2018
8.3.3 Klassenbildung 08.03.2018
9 Lehrerbericht 08.03.2018
9.1 Grund-, Werkreal-, Haupt-, Real- und Gemeinschaftsschulen sowie sonderpädagogische Bildungs- und Beratungszentren 08.03.2018
9.2 Allgemein bildende Gymnasien 08.03.2018
9.3 Berufliche Schulen 08.03.2018
10 Inkrafttreten und Geltungsdauer 08.03.2018
Zweck des Organisationserlasses
Direktzuweisung an allgemein bildenden Schulen
Vertretungsreserve
Budget der Schulaufsichtsbehörden, Ergänzungsbereich
Eigenständigkeit der Schule, Lehrereinsatz
Klassenausgleich
Werkreal- und Hauptschulen
Schulbudget und Direktzuweisung
Grundzuweisung
Kontingente bei Schülerinnen und Schülern mit schwerer Mehrfachbehinderung
Ausgleichsbudget
Ganztagsschulen und Internate
Frühförderung durch die Beratungsstellen an sonderpädagogischen Bildungs- und Beratungszentren
Mitwirkung in Schulkindergärten
Private sonderpädagogische Bildungs- und Beratungszentren
Allgemein bildende Gymnasien
Gymnasien der Normalform
Aufbaugymnasien mit Internat
Stundenbudget
Berechnungsgrundlage zur Ermittlung des Stundenbudgets
Verwendung der Lehrerwochenstunden
Vorrang für duale Ausbildung
Spielraum der Schulleitung
Grund-, Werkreal-, Haupt-, Real- und Gemeinschaftsschulen sowie Sonderpädagogische Bildungs- und Beratungszentren
Mit dieser Verwaltungsvorschrift wird die Verteilung der im Landeshaushalt für den Unterricht in Form von Stellen zur Verfügung gestellten Ressourcen auf die einzelnen Schulen geregelt. Ziel ist es, eine bedarfsgerechte, vergleichbare und transparente Zuweisung der Lehrkräfte zu gewährleisten.
Pflichtunterricht ist der Unterricht nach der Stundentafel der jeweiligen Schulart. Der Pflichtbereich wird zur Erfüllung des Pflichtunterrichts nach der jeweiligen Stundentafel zugewiesen. Er enthält auch die Lehrerwochenstunden für die notwendigen Gruppenbildungen z. B. in Religionslehre und Ethik oder in Sport.
Die Schulleitung trägt die Verantwortung für den Beginn des Pflichtunterrichts zum 1. Schultag des neuen Schuljahres nach Stundenplan.
Die Direktzuweisung umfasst
die zur Erfüllung des Pflichtunterrichts erforderlichen Lehrerwochenstunden,
die durch Einzelentscheidungen der obersten Schulaufsichtsbehörde verfügten Lehrerwochenstunden, insbesondere für Schulversuche,
die Lehrerwochenstunden für genehmigte Ganztagsschulen und bilinguale Züge,
das sonderpädagogische Budget, das den allgemeinen Schulen zur Durchführung inklusiver Bildungsangebote für Schülerinnen und Schüler mit einem festgestellten Anspruch auf ein sonderpädagogisches Bildungsangebot bedarfsgerecht von der unteren Schulaufsichtsbehörde zugewiesen wird. Die inklusiven Bildungsangebote an allgemeinen Schulen und die Bildungsangebote der sonderpädagogischen Bildungs- und Beratungszentren sollen jeweils über eine qualitativ vergleichbare Ausstattung verfügen,
an sonderpädagogischen Bildungs- und Beratungszentren Lehrerwochenstunden zum Ausgleich pädagogischer, organisatorischer oder örtlicher Besonderheiten und zur Unterstützung inklusiver Bildungsangebote.
Für die Schulen besonderer Art und für die integrierte Orientierungsstufe gilt die Direktzuweisung entsprechend. Die oberen Schulaufsichtsbehörden entscheiden bei den Schulen besonderer Art auf der Grundlage der berechneten Bedarfe über die Verteilung der insgesamt erforderlichen Lehrerwochenstunden auf die Grundschule, die Orientierungs- und die Mittelstufe sowie die gymnasiale Oberstufe. Entsprechend werden Lehrkräfte mit den passenden Lehrbefähigungen zugewiesen.
Das Stundenvolumen der Direktzuweisung wird rechnerisch für jede Schule auf der Basis der Stundentafeln der einzelnen Schularten und der jeweils geltenden Parameter ermittelt.
Den Schulaufsichtsbehörden steht für ihren Bezirk für jede Schulart jeweils die Summe dieser errechneten Werte für die Direktzuweisung zur Verfügung. Sie können unter Berücksichtigung der örtlichen Bedingungen für die Einzelschule von den errechneten Werten für die Direktzuweisung abweichen. Die Gesamtsumme der im Bezirk für die jeweilige Schulart als Direktzuweisung zur Verfügung stehenden Lehrerwochenstunden darf nicht überschritten werden. Bei den sonderpädagogischen Bildungs- und Beratungszentren ist ein Ausgleich unter den Bezirken möglich.
Im Landeshaushalt stehen insgesamt 1.666 Stellen für Vertretungen zur Verfügung. Aus dieser Vertretungsreserve weisen die Schulaufsichtsbehörden zum Beginn des Schuljahres Stammschulen Lehrerdeputate für Vertretungsfälle, die Lehrerreserve, zu. Die Stammschule hat diese Lehrerwochenstunden im Unterricht so einzuplanen, dass jederzeit in entsprechendem Umfang geeignete Vertretungslehrkräfte zur Verfügung gestellt werden können, die gegebenenfalls an andere Schulen abgeordnet werden. Die Dauer der Abordnungen soll in der Regel nicht unter drei Wochen liegen.
An den einzelnen Schularten sind in folgendem Umfang Deputate für die Lehrerreserve einzusetzen:
431 Deputate
81 Deputate
233 Deputate
Gemeinschaftsschulen einschließlich auslaufender Züge Werkreal- und Hauptschule bzw. Realschule
141 Deputate
140 Deputate
330 Deputate
310 Deputate
Die unteren Schulaufsichtsbehörden können in begründeten Fällen für ihren Bereich im Rahmen der ihnen zugewiesenen Deputate Umschichtungen zwischen den Schularten vornehmen. Die Vertretungsreserven in den einzelnen Schularten können darüber hinaus im Bedarfsfall auch schulartübergreifend eingesetzt werden.
Lehrerwochenstunden, die über die Direktzuweisungen an die Schulen und die Vertretungsreserve hinaus zur Verfügung stehen, bilden das Budget der Schulaufsichtsbehörden.
Dazu werden den unteren Schulaufsichtsbehörden für Grund-, Haupt- und Werkrealschulen sowie Gemeinschaftsschulen jeweils für 23 Schüler im Schulaufsichtsbezirk bis zu zwei Lehrerwochenstunden, für Realschulen jeweils für 28 Schüler im Schulaufsichtsbezirk bis zu zwei Lehrerwochenstunden zugewiesen. Den oberen Schulaufsichtsbehörden stehen für die allgemein bildenden Gymnasien jeweils für 28 Schüler im Schulaufsichtsbezirk bis zu einer Lehrerwochenstunde zur Verfügung.
Die oberen beziehungsweise die unteren Schulaufsichtsbehörden können unter Berücksichtigung der gesamten Unterrichtssituation aus ihrem Budget weitere Deputate der Vertretungsreserve zuordnen.
Aus ihrem Budget können die Schulaufsichtsbehörden den Schulen gezielt auf Grund örtlicher schulischer Besonderheiten und zur Einrichtung zusätzlicher Unterrichtsangebote Lehrerwochenstunden zuweisen. Die Lehrerwochenstunden, die der Einzelschule auf diese Weise zugewiesen sind, bilden deren Ergänzungsbereich. Dieser zählt nicht zur Direktzuweisung.
Bei Ausfällen von Lehrkräften während des Schuljahres muss vorrangig der Pflichtunterricht erfüllt werden. Erforderlichenfalls sind dazu die über den Pflichtunterricht hinausgehenden Unterrichtsangebote zu kürzen.
Besondere Verantwortung tragen die Schulen für Maßnahmen bei kurzfristigen Ausfällen. Dabei ist vor allem die Einhaltung der Unterrichtszeiten im Rahmen der Verlässlichen Grundschule, in der Grundschulstufe der sonderpädagogischen Bildungs- und Beratungszentren sowie im Rahmen der Ganztagsschule zu berücksichtigen.
Wenn zwingende dienstliche Verhältnisse dies erfordern, ist bei Lehrerausfällen vorrangig zu prüfen, ob diese Lücken durch Mehrarbeit ausgeglichen werden können. Diese ist nach § 67 Absatz 3 des Landesbeamtengesetzes vorrangig durch spätere Dienstbefreiung auszugleichen. Ist Dienstbefreiung aus zwingenden dienstlichen Gründen nicht möglich, kann nach den Voraussetzungen des § 65 des Landesbesoldungsgesetzes Mehrarbeitsvergütung gewährt werden.
Für kurzfristige Vertretungen in der Grundschule, der Primarstufe der Gemeinschaftsschule beziehungsweise der Grundschulstufe der sonderpädagogischen Bildungs- und Beratungszentren können Schulleitungen im Rahmen des „70-Stunden-Budgets“ direkt Verträge abschließen.
Die Lehrerreserve ist gezielt bei längerfristigen (das heißt bei einer Dauer von mehr als drei Wochen) Abwesenheitszeiten z. B. wegen Krankheit, gegebenenfalls auch zur Vermeidung kurzfristiger Ausfälle in der Verlässlichen Grundschule und der Ganztagsschule einzusetzen.
Weiterhin können nach Maßgabe der vorhandenen Mittel Verträge für Vertretungslehrkräfte durch die oberen Schulaufsichtsbehörden abgeschlossen werden. Darüber hinaus können zur Gewinnung von längerfristig unabdingbar erforderlichen Vertretungsstunden auf Antrag im Rahmen freier Stellen Teilzeitbeschäftigungen erhöht und Beurlaubungen unterbrochen oder vorzeitig aufgehoben werden (vergleiche §§ 69 ff Landesbeamtengesetz).
Die Organisation der Lehrerreserve obliegt der oberen beziehungsweise der unteren Schulaufsichtsbehörde. Ersatzanforderungen für längerfristige Bedarfsfälle sind von der vom Ausfall betroffenen Schule grundsätzlich elektronisch mit dem Verfahren „Vertretungspool Online“ an die zuständige Schulaufsichtsbehörde zu richten.
Die Schulen erhalten die Unterrichtsstunden als Schulbudget. Für die allgemein bildenden Schulen setzt sich dieses Schulbudget zusammen aus der Direktzuweisung an die Schule, den Stellenanteilen der Lehrerreserve und den Zuweisungen aus dem Budget der unteren beziehungsweise der oberen Schulaufsichtsbehörde. Innerhalb des zugewiesenen Schulbudgets sind die Zahl der Klassen sowie gemäß Stundentafel-Öffnungsverordnung vom 27. Juni 1998 (GBl. S. 375, K.u.U. S. 143), zuletzt geändert am 3. August 2004 (GBl. S. 684, K.u.U. S. 221), die in den Stundentafeln ausgewiesenen Unterrichtsstunden variabel. Veränderungen der Variablen dürfen keinen Mehrbedarf an Deputaten auslösen. Soweit das Fach Religionslehre betroffen ist, sind die zuständigen kirchlichen Beauftragten zu beteiligen.
Die einzelnen Schulleiterinnen und Schulleiter sind für den regelkonformen Einsatz des Schulbudgets verantwortlich und tragen Sorge dafür, dass der Erziehungs- und Bildungsauftrag der Schule erfüllt und das Ziel der an der Schule bestehenden Bildungsgänge erreicht wird. Ergänzend wird auf die Konferenzordnungen hingewiesen.
Bei der Planung der Klassenbildung und der Lehraufträge auf der Grundlage der Lehrerzuweisung ist unter Berücksichtigung der Profilbildung vorrangig der Pflichtunterricht zu gewährleisten. Dies ist gegebenenfalls auch durch klassen- oder jahrgangsübergreifenden Unterricht sicherzustellen.
Lehrkräfte mit Ausbildung in Engpassfächern sind überwiegend in diesen Fächern einzusetzen. Lehrkräfte mit dem Stufenschwerpunkt Hauptschule sind bei entsprechendem Bedarf überwiegend gemäß ihrem Schwerpunkt einzusetzen. Auf die besondere Bedeutung des Faches Religionslehre wird hingewiesen.
Die zusätzlichen Unterrichtsangebote sind von der Schule im Rahmen des zugewiesenen Schulbudgets auszugestalten. Dabei haben besondere Förderangebote und musisch-kulturelle Aktivitäten in der Regel Vorrang vor anderen Angeboten, sofern die entsprechenden Lehrkräfte zur Verfügung stehen. Dafür sind Organisationsformen zu wählen, die einen effizienten Ressourceneinsatz durch Schwerpunktbildung ermöglichen.
Die auf Grund flexibler Unterrichtsorganisation erwirtschafteten Stunden verbleiben an der Schule. Sie sollten vorausschauend verplant werden, dürfen aber auch in angemessenem Umfang für unterrichtsbezogene Schulentwicklungsprojekte eingesetzt werden. Die hierfür erforderlichen Entscheidungen trifft die Schulleiterin oder der Schulleiter; die Gesamtlehrerkonferenz, Schulkonferenz und der Elternbeirat können hierzu unbeschadet des § 41 Absatz 1 Schulgesetz (SchG) allgemeine Empfehlungen abgeben. Diese Stunden sind in den Lehrerstundenplänen nachzuweisen und in den elektronischen Verfahren abzubilden.
An allen Schularten dürfen Klassen nur im Rahmen der auf Dauer verfügbaren Aufnahmekapazität und der Zahl der geführten Züge gebildet werden (vergleiche § 76 Absatz 2 und § 88 Absatz 4 SchG).
Bei Überschreiten des Klassenteilers ist in allen Schularten für die Eingangsklassen und an Werkrealschulen für die 10. Klassen zu prüfen, ob an benachbarten Schulen in zumutbarer Erreichbarkeit die entsprechenden Schülerplätze zur Verfügung stehen. Ausnahmen hiervon kann die zuständige Schulaufsichtsbehörde zulassen. Auf die zusätzlichen Regelungen für die beruflichen Schulen (Nummer 8.3.3) wird verwiesen.
Die Grundschulen erhalten für die errechneten Klassen und Gruppen als Direktzuweisung
die Lehrerwochenstunden für den Unterricht nach Kontingentstundentafel je Zug,
ggf. Differenzierungsstunden für jahrgangsübergreifenden Unterricht,
ggf. Stunden für die Fortführung der Klassen von 1 nach 2 bzw. 3 nach 4,
ggf. Stunden auf Grund von Erlassen (Schulversuche, Ganztagsbetrieb),
ggf. Stunden für Vorbereitungsklassen,
ggf. Stunden des sonderpädagogischen Budgets für inklusive Maßnahmen.
Berechnungsgrundlage sind die folgenden Parameter zur Klassen- und Gruppenbildung:
Klassenart
Mindestschülerzahl
Klassen-/
Gruppenteiler
Jahrgangsbezogene Klassen
Religionslehre, Sport
bei jahrgangsübergreifenden Gruppen: 25
Muttersprachliche Klassen
Jahrgangsübergreifende Klassen sind verbindlich dann zu bilden, wenn die Mindestschülerzahl 16 für die Klassenbildung in zwei aufeinander folgenden Klassenstufen unter Berücksichtigung des Klassenteilers 25 unterschritten wird.
Freiwillig gebildete jahrgangsübergreifende Klassen bedürfen der Genehmigung der unteren Schulaufsichtsbehörde.
Für jahrgangsübergreifende Klassen werden je nach Klassengröße zusätzlich Lehrerwochenstunden für Differenzierungsmaßnahmen zugewiesen, nämlich 2 LWS bei 16 bis 20 Schülern, 3 LWS bei mehr als 20 Schülern.
Bei Vorbereitungsklassen sind Mindestschülerzahl und Klassenteiler Richtwerte, von denen bei einer zu erwartenden Änderung der Schülerzahl durch die untere Schulaufsichtsbehörde abgewichen werden kann.
Muttersprachliche Klassen erhalten die von Lehrkräften des Landes Baden-Württemberg erteilten Lehrerwochenstunden.
Für örtlich getrennte Außenstellen von Grundschulen sind die Lehrerwochenstunden wie für selbstständige Schulen zu berechnen.
Die Werkreal- und Hauptschulen erhalten für die errechneten Klassen und Gruppen als Direktzuweisung
Stunden für teilnehmerbezogene Teilungen für Religionslehre / Ethik und Sport,
Stunden für teilnehmerbezogene Teilungen für Wahlpflichtunterricht,
den Teilungsstundenpool für die Klassen 5 bis 9 und für Klasse 10,
ggf. Stunden für Schüler in Klasse 10 in Abhängigkeit von der Zahl derer, die die Hauptschulabschlussprüfung anstreben,
ggf. zusätzliche Stunden für jahrgangsübergreifende Klassen,
Klassen- /
Religionslehre, Ethik, Sport
bei jahrgangsübergreifenden-Gruppen: 28
Wahlpflichtfächer: Alltagskultur, Ernährung, Soziales (AES), Technik
Wahlpflichtbereich Natur und Technik, Wirtschaft und Informationstechnik, Gesundheit und Soziales1)
Kooperationsklassen WRS-BS und HS-BS
Jahrgangsübergreifende Klassen sind an Werkreal- und Hauptschulen dann einzurichten, wenn auf einer Stufe die Mindestschülerzahl 16 für die Klassenbildung unter Berücksichtigung des Klassenteilers 28 unterschritten wird.
Für jahrgangsübergreifende Klassen werden je nach Klassengröße zusätzlich Lehrerwochenstunden für Differenzierungsmaßnahmen zugewiesen, nämlich 3 LWS bei 16 bis 19 Schülern, 6 LWS bei 20 bis 23 Schülern und 8 LWS bei mehr als 23 Schülern.
Für die Klassenstufen 5 bis 9 erhalten die Werkreal- und Hauptschulen für die unter Berücksichtigung ihrer pädagogischen Schwerpunkte und der örtlichen Gegebenheiten gebildeten Gruppen in den Fächerverbünden, im Wahlpflichtbereich sowie für den Basiskurs Medienbildung einen Teilungsstundenpool von 18 Lehrerwochenstunden je Zug. Werkrealschulen erhalten für jede nach den oben genannten Parametern gebildete Klasse 10 einen zusätzlichen Teilungsstundenpool von vier Lehrerwochenstunden.
Falls Schüler der Klassenstufe 10 die Hauptschulabschlussprüfung anstreben, werden bei bis zu acht Schülern vier Lehrerwochenstunden, bei mehr als acht Schülern sechs Lehrerwochenstunden zusätzlich zugewiesen.
Die Zuweisung des sonderpädagogischen Budgets für inklusive Maßnahmen erfolgt bedarfsgerecht durch die untere Schulaufsichtsbehörde.
Für örtlich getrennte Außenstellen von Werkrealschulen sind die Lehrerwochenstunden für Klassenstufe 10 wie für selbstständige Schulen zu berechnen.
Die Realschulen erhalten für die errechneten Klassen und Gruppen als Direktzuweisung
die Stunden für teilnehmerbezogene Teilungen für Religionslehre / Ethik und Sport,
den Teilungsstundenpool,
ggf. Stunden auf Grund von Erlassen (z. B. bilinguale Züge, Ganztagsbetrieb, Schulversuche),
Berechnungsgrundlage sind dabei die folgenden Parameter zur Klassen- und Gruppenbildung:
Für die Einrichtung bilingualer Unterrichtsangebote gilt an den genehmigten Realschulen die Mindestschülerzahl 22.
Die Realschulen erhalten für die unter Berücksichtigung ihrer pädagogischen Schwerpunkte und der örtlichen Gegebenheiten gebildeten Gruppen im Wahlpflichtbereich, im Fächerverbund Naturwissenschaftliches Arbeiten bzw. Biologie, Naturphänomene und Technik und für den Basiskurs Medienbildung einen Teilungsstundenpool von 22 Lehrerwochenstunden je Zug.
Zusätzlich zu den in der Kontingentstundentafel ausgewiesenen Poolstunden für Maßnahmen zur Differenzierung und Förderung erhalten die Staatlichen Schulämter für die in ihrem Bezirk befindlichen Realschulen pro Zug weitere sechsA) Lehrerwochenstunden für diese Maßnahmen zur Verfügung gestellt. Sie weisen den einzelnen Realschulen daraus bedarfsabhängig Lehrerwochenstunden zu.
Für örtlich getrennte Außenstellen von Realschulen sind die Lehrerwochenstunden für die Klassenstufe 10 wie für selbstständige Schulen zu berechnen.
Die Gemeinschaftsschulen erhalten für die errechneten Klassen und Gruppen in Sekundarstufe I als Direktzuweisung
die Stunden für den Ganztagsbetrieb,
ggf. Stunden in den ersten drei Jahren nach Errichtung der Schule,
ggf. Stunden auf Grund von Erlassen (z. B. Schulversuche),
2. Fremdsprache in Klassenstufe 6
Profilfächer:
Musik, Sport, Bildende Kunst
Für die Sekundarstufe I erhalten die Gemeinschaftsschulen für die unter Berücksichtigung ihrer pädagogischen Schwerpunkte und der örtlichen Gegebenheiten gebildeten Gruppen im Wahlpflichtbereich, im Fächerverbund Naturwissenschaftliches Arbeiten bzw. Biologie, Naturphänomene und Technik und für den Basiskurs Medienbildung sowie für NwT einen Teilungsstundenpool von 22 Lehrerwochenstunden je Zug.
Die Gemeinschaftsschulen erhalten in der Sekundarstufe I je errechneter Regelklasse für den verpflichtenden Ganztagsunterricht
an vier Tagen fünf Lehrerwochenstunden,
an drei Tagen zwei Lehrerwochenstunden.
Darüber hinaus erhalten die Gemeinschaftsschulen
für jede errechnete Regelklasse 5 im ersten Jahr der Genehmigung der Schule einen einmaligen Zuschlag von drei Lehrerwochenstunden,
für jede errechnete Regelklasse 6 im zweiten Jahr der Genehmigung der Schule einen einmaligen Zuschlag von zwei Lehrerwochenstunden,
für jede errechnete Regelklasse 7 im dritten Jahr der Genehmigung der Schule einen einmaligen Zuschlag von einer Lehrerwochenstunde.
Sekundarstufe II1)
Die Gemeinschaftsschulen erhalten für die Klassenstufe 11 als Direktzuweisung
die Lehrerwochenstunden für den Unterricht nach Stundentafel,
die Stunden für teilnehmerbezogene Teilungen in Religionslehre / Ethik, Sport, in fortgeführter 2. Fremdsprache und neu beginnenden Fremdsprachen, in Profilfächern,
neu beginnend
zusätzlich, wenn das Profilfach nicht fortgeführt werden kann
Das Schulbudget jedes sonderpädagogischen Bildungs- und Beratungszentrums (SBBZ) setzt sich zusammen aus der Direktzuweisung, der Lehrerreserve, den Ressourcen für den sonderpädagogischen Dienst, für die sonderpädagogischen Frühförderung und für sonderpädagogische Maßnahmen in Schulkindergärten sowie dem Ergänzungsbereich.
Die genannten Teilbereiche sind an jedem SBBZ jeweils getrennt zu verwalten.
Die Direktzuweisung an ein sonderpädagogisches Bildungs- und Beratungszentrum umfasst als Grundzuweisung die errechneten Lehrerwochenstunden für den entsprechenden Förderschwerpunkt, ggf. die für den Ganztagsbetrieb oder durch Einzelerlasse der obersten beziehungsweise oberen Schulaufsichtsbehörde verfügten Lehrerwochenstunden sowie zum Ausgleich pädagogischer, organisatorischer oder örtlicher Besonderheiten und zur Unterstützung inklusiver Bildungsangebote Lehrerwochenstunden aus dem Ausgleichsbudget der unteren Schulaufsichtsbehörde.
Für örtlich getrennte Außenstellen von sonderpädagogischen Bildungs- und Beratungszentren sind die Lehrerwochenstunden wie für selbstständige Schulen zu berechnen.
Berechnungsgrundlage für die Höhe der Grundzuweisung sind die im Folgenden festgelegten Parameter.
8 % der Zahl 1) der Grundschüler × 1,4 LWS
für bis zu ...Schüler
Emotionale-
35 LWS
Sehen 3)
38 LWS
Hören 3)
30 LWS
Mittlere Gruppengröße
26 LWS Fachlehrkraft oder technische Lehrkraft sowie 8 LWS Lehrkraft Sonderpädagogik
34 LWS Lehrkraft Sonderpädagogik
19 LWS Fachlehrkraft körperlich-motorische Entwicklung je errechneter Gruppe (einschließlich Bildungsgang G)
Für Schülerinnen und Schüler mit schwerer Mehrfachbehinderung erhalten sonderpädagogische Bildungs- und Beratungszentren mit dem Förderschwerpunkt geistige Entwicklung und entsprechende Abteilungen anderer sonderpädagogischer Bildungs- und Beratungszentren einen Zuschlag von je zwei Lehrerwochenstunden einer Fachlehrkraft (geistige Entwicklung oder körperlich-motorische Entwicklung) und 0,5 Lehrerwochenstunden einer Lehrkraft mit Lehrbefähigung Sonderpädagogik.
Die Zahl der Schülerinnen und Schüler mit schwerer Mehrfachbehinderung ist im Einzelfall auf Vorschlag der Schule unter Anlegung eines strengen Maßstabes von der unteren Schulaufsichtsbehörde festzustellen.
Für die sonderpädagogischen Bildungs- und Beratungszentren mit dem Förderschwerpunkt Schüler in längerer Krankenhausbehandlung gilt die Verwaltungsvorschrift Organisatorischer Aufbau der Schule für Kranke in längerer Krankenhausbehandlung vom 28. Juli 1988 (K.u.U. S. 755).
Den Schulaufsichtsbehörden wird jeweils für ihren Bereich ein Ausgleichsbudget zur Verteilung zur Verfügung gestellt. Sie weisen daraus den einzelnen sonderpädagogischen Bildungs- und Beratungszentren zum Ausgleich pädagogischer, organisatorischer oder örtlicher Besonderheiten und zur Unterstützung inklusiver Bildungsangebote Lehrerwochenstunden zu.
Das Gesamtvolumen des Ausgleichsbudgets für jeden Förderschwerpunkt im Bezirk wird nach folgender Tabelle ermittelt.
4,2 % der Zahl 1) der 6- bis unter 15-Jährigen × 1,55 LWS abzüglich Direktzuweisung
7 LWS
11,22 LWS Fachlehrkraft (geistige Entwicklung oder körperlich-motorische Entwicklung)
Die für die einzelnen Förderschwerpunkte errechneten Stunden können bei Bedarf mit Ausnahme des Kontingents Fachlehrkraft (geistige Entwicklung oder körperlich-motorische Entwicklung) auch an sonderpädagogischen Bildungs- und Beratungszentren mit anderen Förderschwerpunkten eingesetzt werden.
Die sonderpädagogischen Bildungs- und Beratungszentren mit den Förderschwerpunkten Lernen, emotionale-soziale Entwicklung oder Sprache, die Ganztagsschulen sind, erhalten die notwendigen Lehrerwochenstunden nach den jeweils geltenden Regelungen.
Mittagessen und Freizeitangebot, die an Sonderpädagogischen Bildungs- und Beratungszentren mit Internat durch Personal des Internatsbereichs erbracht werden, sind entsprechend der anderweitig notwendigen Lehrerwochenstunden vom Soll der Schule abzusetzen.
Die Mindestzahl der Deputate für den sonderpädagogischen Dienst, die jede obere Schulaufsichtsbehörde erhält, wird vom Kultusministerium festgelegt.
Die oberen Schulaufsichtsbehörden weisen aus diesem Budget der jeweiligen unteren Schulaufsichtsbehörde die Lehrerwochenstunden für den sonderpädagogischen Dienst gesondert und zweckgebunden zu.
Über die Verteilung dieser Lehrerwochenstunden auf die sonderpädagogischen Bildungs- und Beratungszentren mit den Förderschwerpunkten Lernen, emotionale- und soziale Entwicklung, Sprache, geistige Entwicklung und Schüler in längerer Krankenhausbehandlung entscheidet die untere Schulaufsichtsbehörde im Zusammenwirken mit den entsprechenden sonderpädagogischen Bildungs- und Beratungszentren.
Über die so festgelegte Stundenzahl hinaus können je nach den örtlichen Verhältnissen aus dem Budget der unteren Schulaufsichtsbehörden den einzelnen Schulen weitere Lehrerwochenstunden zugewiesen werden, wobei ein Ausgleich zwischen den beteiligten Schularten anzustreben ist.
Für den sonderpädagogischen Dienst bei blinden, seh-, hör- oder körperbehinderten Schülerinnen und Schüler in allgemeinen Schulen kann den sonderpädagogischen Bildungs- und Beratungszentren für eine Beratungs- und Unterstützungseinheit pro Woche eine Lehrerwochenstunde zugewiesen werden.
Das gilt vergleichbar bei blinden, seh-, hör- oder körperbehinderten Schülerinnen und Schüler, die in einem zieldifferenten inklusiven Bildungsangebot an einer allgemeinen Schule unterrichtet werden, die die fachrichtungsspezifische Kompetenz Lernen oder geistige Entwicklung selbst vorhält oder von einem nahegelegenen sonderpädagogischen Bildungs- und Beratungszentrum mit dem Förderschwerpunkt Lernen oder geistige Entwicklung unterstützt wird.
Die Gesamtzahl der Lehrerwochenstunden für die sonderpädagogische Frühförderung wird vom Kultusministerium festgelegt. Über die oberen Schulaufsichtsbehörden wird den jeweiligen unteren Schulaufsichtsbehörden beziehungsweise dem jeweiligen sonderpädagogischen Bildungs- und Beratungszentrum mit Internat jeweils ein Teilkontingent gesondert zugewiesen.
Die untere Schulaufsichtsbehörde legt im Zusammenwirken mit den verschiedenen Beratungsstellen die Zahl der Lehrerwochenstunden für die einzelne Beratungsstelle fest.
Ist einem sonderpädagogischen Bildungs- und Beratungszentrum eine sonderpädagogische Beratungsstelle für die Frühförderung behinderter Kinder angeschlossen, so werden in einer Beratungsstelle für sprachbehinderte Kinder für je fünf Fördereinheiten (Förderung, Beratung und sonstige Aufgaben), in den übrigen Beratungsstellen für je vier Fördereinheiten pro Woche vier Lehrerwochenstunden eingesetzt.
Für die notwendigen sonderpädagogischen Maßnahmen in Schulkindergärten erhalten die zugeordneten sonderpädagogischen Bildungs- und Beratungszentren acht Lehrerwochenstunden je Gruppe zugewiesen. Die Gruppenbildung ist geregelt in der VwV Öffentliche Schulkindergärten.
Für die Mitwirkung von Fachlehrern K (Physiotherapeuten) sind in Schulkindergärten für körperbehinderte Kinder 2,12 Lehrerwochenstunden je Kind vorzusehen. Diese Lehrerwochenstunden sind stellenmäßig dem Bereich der Schulkindergärten zuzuordnen.
Für die privaten sonderpädagogischen Bildungs- und Beratungszentren gelten die Regelungen der Verwaltungsvorschrift „Eigenständigkeit der Schulen und Unterrichtsorganisation im Schuljahr 2003/2004“ vom 10. Januar 2003 (K.u.U. 2003, Seite 5) mit Ausnahme der Nummer 6.6 auch im Schuljahr 2018/2019 weiter.
Die Gymnasien erhalten für die errechneten Klassen und Gruppen als Direktzuweisung
für die Jahrgangsstufen die Lehrerwochenstunden gemäß der nachstehenden Tabelle für die Berechnung der Höchstwerte,
ggf. Stunden für die Stufe 11 des Modellversuchs G9,
Regelklasse (5–10 bzw. 11)
1. und 2. Fremdsprache
3. Fremdsprachen:
Latein, Russisch, Griechisch
NWT, IMP
zusätzlich, wenn in der Einführungsphase der Oberstufe das Profilfach nicht fortgeführt werden kann
Jedes allgemein bildende Gymnasium erhält einen Teilungsstundenpool von sieben Lehrerwochenstunden je Zug. Diese Stunden sind vorrangig für Teilungen in den Fächern Biologie, Naturphänomene und Technik (BNT), NwT und IMP sowie für den Basiskurs Medienbildung vorgesehen.
Für die Stufe 11 des Modellversuchs G 9 werden den Versuchsschulen zugewiesen:
31 Wochenstunden je G9-Klasse 11,
die Stunden für teilnehmerbezogene Teilungen in Religionslehre / Ethik, Sport, der 2. Fremdsprache und den Profilfächern.
Höchstwerte für Lehrerwochenstunden in den Jahrgangsstufen 1 und 2
Zahl der Schüler je Jahrgangsstufe
Höchstwerte für die Zahl an Lehrerwochenstunden je Jahrgangsstufe 1) 2)
bis 110
Formel: L = 38 + S × 1,3
ab 111
Formel: L = S × 1,65
In den Jahrgangsstufen kann im Rahmen des Budgets bei der Bildung von Kursen von der Höchstschülerzahl 23 ausgegangen werden.
Bei Vorbereitungsklassen sind Mindestschülerzahl und Klassenteiler Richtwerte, von denen bei einer zu erwartenden Änderung der Schülerzahl durch die obere Schulaufsichtsbehörde abgewichen werden kann.
Die bisherigen Regelungen für die Gymnasien in Aufbauform mit Internat bleiben erhalten.
Allen öffentlichen beruflichen Schulen steht ein Stundenbudget zur Unterrichtsorganisation zur Verfügung.
Zur Planung ihrer Unterrichtsorganisation erhalten sie zunächst ein vorläufiges Stundenbudget, das die obere Schulaufsichtsbehörde auf der Grundlage der in der Statistik des Schuljahres 2017/2018 ausgewiesenen Ist-Stunden in Absprache mit der Schule spätestens zum 1. Februar 2018 festgelegt hat.
Die Berechnungsgrundlagen aller Schulen bilden den Ausgangswert für die Verteilung der vorhandenen Ressourcen durch die oberen Schulaufsichtsbehörden. Den Schulen wird der entsprechende Anteil an den verfügbaren Ressourcen zugewiesen. Dabei berücksichtigt die obere Schulaufsichtsbehörde insbesondere auch die Versorgungssituation der jeweiligen Schule.
Zur Sicherstellung einer bedarfsgerechten Unterrichtsversorgung können die oberen Schulaufsichtsbehörden weitere Maßnahmen (zum Beispiel Zielvereinbarungen mit Schulen) ergreifen.
Das endgültige Stundenbudget wird durch die obere Schulaufsichtsbehörde auf der Basis der nachfolgenden Regelungen ermittelt.
Die Berechnungsgrundlage umfasst für alle Bildungsgänge die zur Erfüllung des Pflichtbereichs der Stundentafeln (Pflicht- und Wahlpflichtunterricht) erforderlichen Lehrerwochenstunden unter Berücksichtigung der nachstehenden Parameter zur Klassen- und Gruppenbildung sowie für die Jahrgangsstufen der beruflichen Gymnasien die Lehrerwochenstunden gemäß der nachstehenden Tabelle für die Berechnung der Höchstwerte und die durch Einzelentscheidung der obersten Schulaufsichtsbehörde verfügten Lehrerwochenstunden.
Bei der Ermittlung des Stundenbudgets sind außerdem inklusive Bildungsangebote für Schülerinnen und Schüler mit einem fortbestehenden Anspruch auf ein sonderpädagogisches Bildungsangebot zu berücksichtigen. Maßgabe dabei ist, dass inklusive Bildungsangebote innerhalb der Regelbildungsgänge einer beruflichen Schule und Bildungsangebote beruflicher Schulen, die an den Förderschwerpunkten nach § 15 (1) Satz 4 SchG ausgerichtet sind, jeweils über eine qualitativ vergleichbare Ausstattung verfügen sollen.
Auf Grund der Berechnungsgrundlage des Klassen- / Gruppenteilers zu viel gebildete Klassen sind dem Regierungspräsidium bis zum Ende der ersten Schulwoche anzuzeigen und genehmigen zu lassen.
In der Statistik für berufliche Schulen finden die in der Anlage zu den Erläuterungen zu dieser Verwaltungsvorschrift aufgeführten maximalen Lehrerwochensollstunden Anwendung.
Fächer / Fächergruppen
Sonderberufsschulen (SBS) und Sonderberufsfachschulen (SBFS) 5)
Kooperationsklassen WRS – BS und HS – BS
Vorqualifizierungsjahr Arbeit/Beruf (VAB) 1), Berufsvorbereitungsjahr (BVJ), Berufseinstiegsjahr (BEJ) und Berufsschulklassen für Teilnehmerinnen / Teilnehmer an berufsvorbereitenden Bildungsmaßnahmen außerschulischer Maßnahmeträger
Berufsschulklassen mit Jugendlichen ohne Ausbildungsvertrag und Berufsschulklassen sowie Berufsfachschulklassen mit überwiegend Ausländern
Alle anderen Schularten
Praktische Fachkunde, Technologiepraktikum, Laborübungen, fachpraktischer Unterricht, Handlungskompetenz, Projektkompetenz mit Sozialkompetenz, individuelle Förderung 2)
Informatik, Datenverarbeitung, Computertechnik, Textverarbeitung, soweit der Unterricht in diesen Fächergruppen den Einsatz von Rechnern erforderlich macht 2)
Wahlpflichtfächer in Vollzeitklassen 2)
30 3)
Fachpraxis im landwirtschaftlichen Betrieb
4,5 4)
Zusatzunterricht zum Erwerb der Fachhochschulreife und zum schulischen Berufsabschluss
Sprachförderkurse 6)
Höchstwerte für Lehrerwochenstunden in den Jahrgangsstufen der beruflichen Gymnasien je Dienststelle
Die oberen Schulaufsichtsbehörden sowie die Schulleitungen haben darauf zu achten, dass bei der Verwendung der zur Verfügung stehenden Lehrerwochenstunden die dualen Ausbildungsgänge sowie die das erste Lehrjahr ersetzenden Bildungsgänge vorrangig versorgt werden, im Übrigen für alle Schularten des beruflichen Schulwesens eine angemessene Unterrichtsversorgung gewährleistet ist. An den Berufsschulen sind langfristig 13 Wochenstunden je Klasse (einschließlich Religionslehre und Praktische Fachkunde beziehungsweise Technologiepraktikum) anzustreben unter Ausgleich bei den einzelnen Schultypen und Schulen.
Der in den Stundentafeln festgelegte Berufsschulunterricht ist so zu organisieren, dass innerhalb der Gesamtarbeitszeit der Auszubildenden eine möglichst hohe Anwesenheitszeit in der Ausbildungsstätte erreicht wird.
Die Stundentafeln der Vollzeitschulen und ihrer entsprechenden Teilzeitformen sind in angemessenem Umfang variabel. Nach Festlegung durch die Schulleitung können in diesem Rahmen Selbstlernsequenzen oder Unterricht ersetzende oder ergänzende betriebliche Praktika angeboten werden. Durch den Unterricht ersetzende oder ergänzende Maßnahmen oder durch Flexibilisierungen der Stundentafel dürfen mögliche Anrechnungen von Schulzeit auf die Ausbildungszeit nicht gefährdet werden.
für sonderpädagogische Maßnahmen in Klassen mit überwiegend lern- und leistungsschwachen Schülerinnen und Schülern oder aus anderen zwingenden pädagogischen Gründen,
sind Ausnahmen von den Mindestschülerzahlen und Klassenteilern möglich. Wurde die Mindestschülerzahl bereits im Schuljahr 2017/2018 unterschritten, ist ein besonders strenger Maßstab anzulegen. Ausnahmen von der Mindestschülerzahl sind dem Regierungspräsidium bis zum Ende der ersten Schulwoche anzuzeigen.
Die Lehrerberichte zur Vorbereitung des neuen Schuljahres werden mit Hilfe des Verfahrens ASD-BW (Amtliche Schuldaten Baden-Württemberg) erstellt.
Die Schulen geben die notwendigen Daten in das Verfahren ASD-BW ein. Sie pflegen die Lehrerdaten selbstständig und erstellen die Prognose. Stichtag der Prognose ist der 23. März 2018.
Die Schulleiter und Schulleiterinnen geben bis spätestens 11. April 2018 die Daten ihrer Schule für die zuständige untere Schulaufsichtsbehörde frei.
Die untere Schulaufsichtsbehörde prüft die Daten der Schulen und gibt diese bis spätestens 27. April 2018 für die Auswertungen frei. Bis zu diesem Termin sind auch die Abstimmungen über Personalbewegungen zwischen der unteren und der oberen Schulaufsichtsbehörde abzuschließen.
Die Ergebnisse der Lehrerberichte sind dem Kultusministerium spätestens am 4. Mai 2018 vorzulegen.
Die gemeldeten voraussichtlichen Schüler- und Klassenzahlen sind im Verfahren ASD-BW zu aktualisieren und bis zum 27. Juli 2018 für die untere Schulaufsichtsbehörde freizugeben.
Zum Unterrichtsbeginn sind die gemeldeten Schüler- und Klassenzahlen und die Unterrichtssituation im Verfahren ASD-BW erneut zu aktualisieren. Stichtag für die Situation zum Schuljahresanfang ist der 17. September 2018.
Die Schulen geben die Daten bis zum 20. September 2018 für die untere Schulaufsichtsbehörde frei.
Die untere Schulaufsichtsbehörde prüft die Daten der Schulen und gibt diese bis spätestens 28. September 2018 für die Auswertungen frei.
Die Gymnasien erstellen die Lehrerberichte zur Vorbereitung des neuen Schuljahres mit den im Verfahren WINLAV zur Verfügung gestellten Formularen. Zur Unterstützung der Personalplanung bei der oberen Schulaufsichtsbehörde wurde der Bogen 1 (Schülerzahlen, Unterrichtsstunden und Fächerkombination) mit vorläufigen Prognosedaten sowie der Bogen 2 mit den bis dahin bekannten personellen Veränderungen bis zum 15. Januar 2018 der oberen Schulaufsichtsbehörde bereits übersandt.
Die endgültigen Lehrerberichtsbögen 1 und 2 werden nach der Anmeldung der Grundschüler und der Aktualisierung der personellen Veränderungen bis spätestens 23. April 2018 der oberen Schulaufsichtsbehörde vorgelegt.
Die oberen Schulaufsichtsbehörden übersenden dem Kultusministerium bis spätestens 4. Mai 2018 die zusammengefassten Ergebnisse der Lehrerberichte (Schülerzahlen und Unterrichtsstunden).
Die aktualisierten voraussichtlichen Schüler- und Klassenzahlen sind der oberen Schulaufsichtsbehörde bis zum 27. Juli 2018 (Eingang bei der oberen Schulaufsichtsbehörde) mit dem entsprechenden Bericht im Verfahren WINLAV zu melden.
Die Schulen informieren bis spätestens 23. April 2018 die für die Lehrerzuweisung zuständige obere Schulaufsichtsbehörde nach deren Vorgaben im Rahmen des Lehrerbedarfsberichts über die vorgesehene Klassenbildung für das Schuljahr 2018/2019 und über Veränderungen beim fächerspezifischen Lehrerbedarf.
Ergeben sich bei Unterrichtsbeginn auf Grund der tatsächlich angetretenen Schülerinnen und Schüler Änderungen gegenüber der vorgesehenen Klassenbildung, hat die Schule unverzüglich die obere Schulaufsichtsbehörde zu informieren.
Diese Verwaltungsvorschrift tritt am 1. August 2018 in Kraft und gilt bis zum 31. Juli 2019.

References: § 67
 § 65
 § 41
 § 76
 § 88
 § 15