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Timestamp: 2018-03-24 08:04:01+00:00

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Ritualsordnung
in Die Ordnungen 22.08.2012 12:25
§ 1 Ordensname
Der Ordensname ist der Name den das Ordensmitglied bei Ordenseintritt für sich selbst bestimmt. Der Name muss im Orden einzigartig sein. Es gibt keine grundsätzlichen weiteren Bestimmungen. Der Hohe Rat kann aber verfügen, dass ein neuer Name zu suchen ist, wenn er ihm unerträglich lang, unaussprechlich, beleidigend oder in anderer Weise störend scheint. Der Ordensname sollte sehr sorgfältig gewählt werden. Zwar kann sich ein Mitglied an den Kurator wenden um seinen Namen ändern zu lassen, aber von diesem Vorgehen kann im Verlauf der Ordensmitgliedschaft nur bis zu 5 mal Gebrauch gemacht werden, wobei zwischen den Änderungen stets mindestens 2 Jahre liegen müssen.
Um Änderungen dieser Art nachvollziehbar zu halten führt der Kurator über erfolgte Namensänderungen in seinem Bereich für den gesamten Orden ersichtlich Buch.
§ 2 Grußgeste
Offizielle Grußgeste der Ordensmitglieder ist eine Verbeugung. Wie diese ausfällt ist jedem selbst überlassen.
§ 3 Asembleo
Das Asembleo ist ein persönliches Treffen von Ordensmitgliedern. Darüber hinaus gibt es keine klare Regel, was ein Asembleo beinhalten muss um als solches zu gelten. Es soll bevorzugt dazu genutzt werden Teile des Ordenslebens zu verwirklichen, bei denen sich das auf anderem Wege schwierig gestaltet.
§ 4 Kodexrezitation
Bei der Kodexrezitation setzt sich das Mitglied, nach der Einleitung des Rituals durch eine Verbeugung, wie für die Meditation auf den Boden und rezitiert langsam und konzentriert den Kodex. Ist dies abgeschlossen verbeugt es sich erneut und kann sich gegebenenfalls wieder erheben. Dieses Ritual findet auf dem Asembleo in der gesamten Gruppe Verwendung.
§ 5 Erhebung zum Initiant
Für die Erhebung zum Initiant ist kein Ritual vorgesehen.
§ 6 Erhebung zum Novizen
Die Erhebung zum Novizen, und damit die Aufnahme in den Orden, findet auf einem Asembleo statt. Diesem Ritual voraus geht der positive Ausgang der Aufnahmeabstimmung, sowie die Wahl des Mentors und dessen Zustimmung. Auf dem Asembleo müssen, neben dem Initianten, mindestens dieser Mentor und ein beliebiges Hohes Ratsmitglied anwesend sein.
Wortführer ist ein anwesendes Hohes Ratsmitglied. Vor ihm steht der Initiant. Der Rest des anwesenden Ordens steht im Halbkreis links und rechts vom Wortführer.
Der Rat fragt den Initianten: „Versprichst du den Ritterweg zu gehen?“
„Wer soll dich auf diesem Weg begleiten?“
Daraufhin nennt der Initiant den Mentor, welcher vorher in Absprache gewählt wurde.
Der genannte Mentor tritt vor und wird vom Rat gefragt: „Nimmst du,(Name des Mentors), (Name des Initianten) als Novizen an?“
Der Initiant kniet nieder, der Mentor legt ihm die Hand auf den Kopf und spricht: “Ich nehme (Name des Initianten) als Novizen an.“
Dann wird dem Mentor eine offizielle Abschrift des Kodex übergeben welche dieser an seinen neuen Novizen, symbolisch für das was er in Zukunft vom Mentor lernt, weitergibt.
§ 7 Erhebung zum Varlet
Der Novize wird auf einem Asembleo geprüft ob er die Erfordernisse eines Varleten erfüllt. Über dieses Vorgehen und die folgenden Beglückwünschungen seines Mentors und der Prüfer hinaus ist kein Ritual vorgesehen.
§ 8 Erhebung zum Ritter
Dem Ritterschlag geht die Nokta Gardo voran und er findet wie diese auf einem Asembleo statt.
Ob der Varlet im Rahmen des Ritterschlagsrituals mit seinem Geburtsnamen oder seinem Ordensnamen angesprochen werden will, ist ihm überlassen.
Beim Ritterschlag muss die Mehrheit des Hohen Rates anwesend sein um das Gelöbnis anzuerkennen.
Der Anwärter kniet vor seinem Mentor, der das Wort führt. Alle Anwesenden die den Ritterschlag bereits empfangen haben stehen im Halbkreis links und rechts vom Mentor.
„Gelobst du dich weiterhin zu schulen?“
„Ja, ich gelobe...“
„Gelobst du dich weiterhin in Disziplin zu üben?“
„Gelobst du achtsam zu sein?“
„Gelobst du dich deinen Ängsten zu stellen?“
„Gelobst du dich bestmöglich zu bemühen deine Anhaftungen loszulassen?“
„Gelobst du dich in Vergebung zu üben?“
„Gelobst du dich in Demut zu üben?“
„Gelobst du aufrichtig zu sein?“
„Gelobst du weiterhin Mitgefühl zu entwickeln?“
„Gelobst du hilfsbereit zu sein?“
„Gelobst du tapfer durchs Leben zu gehen?“
„Gelobst du dich weiterhin zu bemühen um Erkenntnis zu erlangen?“
„Gelobst du für Gerechtigkeit einzustehen?“
„Gelobst du treu zum Tritorianer Orden zu stehen?“
„Gelobst du deinem Gewissen und dem Weg der Tritorianer zu folgen?“
„Gelobst du den Kodex des Ordens wahrhaft anzunehmen?“
„Willst du diese Pflicht der Ritterschaft annehmen?“
„Ja ich will...“
(Der Mentor erhebt die Hand)
Alle Ritter: „Wir nehmen dein Gelöbnis an. Empfange nun die Ritterspflicht.“
„Erhebe dich (Name), Ritter des Ordens der Tritorianer.“
(Nun bekommt er die Kette von seinem Mentor überreicht)
§ 9 Erhebung zum Precept
Die Erhebung in das Preceptoriat findet auf einem Asembleo statt.
Dabei stehen sich zunächst der zukünftige Precept und ein Repräsentant des Hohen Rates gegenüber. Alle anderen anwesenden Mitglieder des Ordens sind dabei halbkreisförmig direkt hinter dem zu erhebenden versammelt.
Der Repräsentant führt das Wort:
"(Name des Ritters), Schon lange sind der Ordensweg und dein Weg eng miteinander verwoben.
Dessen bedarf es weder Huldigung noch unserer Anerkennung.
Wir stehen lediglich hier um dir den Titel zu verleihen, dessen Bedeutung deiner Präsenz schon längst innewohnt.
Als Lehrmeister/in.
Als Quell der Erfahrung.
Als Fundament auf das dieser Orden bauen kann und wird."
Mit diesen Worten schließt der Repräsentant seine Rede und legt dem zukünftigen Precept das Ordenssymbol in dessen Hände. Daraufhin legen die Mitglieder die hinter dem zu erhebenden versammelt sind jeweils eine ihrer Hände auf eine Schulter einer Vorderperson, was bei den in erster Reihe stehenden Mitgliedern der zukünftige Precept selbst ist.
Nach einem kurzen Innehalten beginnt der empfangende dann den Grundsatz auf Esperanto zu rezitieren:
"Mi estas Ĵedajo,
instrumento de paco en humileco kaj kunsento,
por la bono de estaĵoj.
Mi konfidas je la universala Forto,
el estiĝas ĉiuj formoj.
Tiu Forto ne havas oponanton kaj ekskludas nenion.
Kiu komprenas tiun Forton,
estas plenigata kun vivo kaj forto kaj la amo de ĉio estado.
Mi petas pri la digno,
stoike elteni tiujn aferojn, kiujn mi ne povas ŝanĝi.
Mi petas pri la kuraĝo,
ŝanĝi tiujn aferoijn, kiujn estu ŝanĝota.
Kaj mi petas pri la saĝo,
diferencigi ambaŭn.
La Forto estas kun mi, ĉar mi estas Ĵedajo."
Zum Abschluss ergreifen die Mitglieder hinter dem Empfangenden gemeinschaftlich das Wort:
"Und dabei sind wir deine Weggefährten."
Damit entfernen sich die Anwesenden von unserem neuen Precept für den an dieser Stelle noch die Möglichkeit besteht stehend oder bei Einnahme einer Meditationsposition ungestört innezuhalten und zu reflektieren."
§ 10 Erhebung zum Meister
Die Anerkennung der Meisterschaft findet auf einem Asembleo statt.
Dabei wird der zukünftige Meister zunächst darum gebeten die Lagerstätte zu verlassen um in einigem Abstand allein zu reflektieren.
Nach einiger Zeit werden dann, einer nach dem anderen, Freiwillige des Ordens von dem Lager zu ihm geschickt.
Bei ihm angekommen haben diese Freiwilligen die Gelegenheit ihm möglichst bündig mit auf den Weg zu geben, was ihnen besonders wichtig ist.
Das kann Danksagungen für vergangene Errungenschaften, Anerkennung für die vorbildliche Erfüllung einer Verantwortungsposition, Inspiration wofür sich der Empfangende in Zukunft einsetzen könnte, aber in angemessenem Maße auch Kritik zur weiteren Selbstverbesserung beinhalten.
In jedem Fall sollten die Bekundungen bündig und ohne große Umschweife vermittelt werden.
Zwar ist es dem Empfangenden nicht verboten zu antworten, aber er sollte sich durchaus darauf konzentrieren vor allem zuzuhören.
Sobald der letzte Freiwillige seine Bekundungen vorgebracht hat steht es dem Empfangenden frei noch darüber zu reflektieren so lange er das für nötig hält.
In dem Moment in dem er sich entschließt zum Lager zurückzukehren tut er das als Meister.
§ 11 Nokta Gardo
Die ritterliche Nachtwache in Vorbereitung des Ritterschlages auf einem Asembleo. Sie wird in der Vornacht des Ritterschlages den Ritteranwärtern aufgetragen. Aufgabe ist es dabei über die anderen schlafenden Mitglieder zu wachen. Einer der Ritteranwärter muss immer wach sein. Zu diesem Zwecke wechseln sie sich mit der Wacht ab. Scheint die Zahl der Anwärter zu klein kann sie durch anwesende Vollmitglieder aufgestockt werden.
§ 12 Irado
Der Irado ist ein gemeinsamer Marsch von Vollmitgliedern über 20km. Er kann bevorzugt auf einem Asembleo veranstaltet werden und dient den Rittern als gemeinsame Prüfung der Willenskraft. Jedes Vollmitglied entscheidet selbst über seine Teilnahme. Im Verlaufe der Ritterschaft sollte aber jedes Mitglied dieses Ritual irgendwann einmal durchlaufen.
zuletzt bearbeitet 31.05.2017 18:37 | nach oben springen

References: § 1

§ 2

§ 3

§ 4

§ 5

§ 6

§ 7

§ 8

§ 9

§ 10

§ 11

§ 12