Source: https://twitgeridoo.wordpress.com/2010/03/16/schockierender-amoklauf-im-aussenministerium/
Timestamp: 2017-06-24 22:30:45+00:00

Document:
Schockierender Amoklauf im Außenministerium! | Twitgeridoo!
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Es ist doch echt unfassbar, auf was für einem krassen Egotrip sich unser (noch immer nicht zurückgetretener) Vizekanzler befindet!Der Mann ohne Antworten... (SZ)
http://sites.google.com/site/twitgeridoo/87eb11caf8324378c4531325d2c77336.mp3Westerwelle hat auf dem nordrhein-westfälischen FDP-Parteitag am 14.03.2010 einfach mal wieder eiskalt den Vogel abgeschossen! „The published opinion ist not always the public opinion.“
Da fehlen einem die Worte… Und ich dachte „es ist Deutschland hier“. Hmm, komisch. Seit wann darf man hier Englisch sprechen? Naja, so ist der gute Herr Westerwelle eben… Man ändert die Spielregeln, wie’s gerade passt. Aber „Hey!“: Populismus ist gerade so in Mode – das können wir auch! 😀
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35 Antworten zu “Schockierender Amoklauf im Außenministerium!”	Daniel
Antwort	Full ACK. Schöne Audiofiles 🙂
Antwort	Zitat G.Westerwelle:
„Die veröffentlichte Meinung ist nicht immer die öffentliche Meinung“
Damit hat Westerwelle recht. Die Medien, die hier wie wild auf Westerwelle eindreschen, geben längst nicht die Meinung der Öffentlichkeit wieder. Otto-Normalbürger hat ein gänzlich anderes Bild von Westerwelle.
Alle seine Aussagen -z.B.Hartz IV- sind im Kern richtig…Politiker aus allen Parteien wissen dies auch, nur sind sie zu feige, selber diese Themen anzupacken…
Westerwelle hat den Mut unbequeme Wahrheiten auszusprechen und wird dafür von Feiglingen angegriffen…
Antwort	Genau: „Die Medien, die hier wie wild auf Westerwelle eindreschen, geben längst nicht die Meinung der Öffentlichkeit wieder.“
Die „Öffentlichkeit“ würde es noch drastischer ausdrücken! Man merkt hier mal wieder, dass FDP-Anhänger an chronischer Parteichef-Ikonisierung und unter akutem Realitätsverlust leiden… 😉
Der größte Feigling ist für mich immer noch Guido: Er wiegelt „die Klassen“ gegeneinander auf, um von seiner eigenen Unfähigkeit und von seinen zwielichtigen Machenschaften abzulenken.
Wie kann man nur so einem Unsympathen zujubeln oder ihn sogar verteidigen?
Mit der Öffentlichkeit liegst Du leider falsch, die meisten Menschen in diesem Land finden an den Aussagen von Westerwelle nichts falsches, 1+1 ist nämlich immer noch 2 und nicht 7 oder 8 wie div. Parteien das glauben machen wollen.
Wenn ich an der Stelle mal an die vielen Hartz IV-Empfänger erinnern darf, die sich Monat für Monat im mühsam ergatterten Nebenjob ein paar Euro dazu verdienen nur um dann 70% vom verdienten Geld wieder beim Amt abzugeben… weißt Du evtl. was Westerwelle gemeint hat.
16. März 2010 um 21:16
Ach so ist das, jetzt verstehe ich das endlich richtig: Westerwelle wollte mit seinen Worten zur „spätrömischen Dekadenz“ also eigentlich nur sein Mitgefühl für unterbezahlte Arbeitnehmer ausdrücken, die aufstocken müssen und dabei auch noch ihr hart verdientes Geld auf die Stütze angerechnet bekommen. Ja nee, ist klar. Entschuldige bitte, aber das kann ich leider nur so ironisch kommentieren… 😐
JFamondt
17. März 2010 um 09:23
es gab schon einmal parteianhänger die ihrem Leader überall hin gefolgten und unterstützten, egal, was er verzapfte.
was daraus wurde, wissen wir. jetzt ist da wieder einer, der auf kosten derer, die ihm im weg stehen, hetzt. schade, es gibt immer noch welche, die nicht dazu gelernt haben. an dieser stelle empfehle ich das buch:
„Hilter als Vorläufer“
ich kann nur hoffen, dass die bürger aus NRW umsichtig sind und nicht auf der bananenschale G.W. und gefolge ausrutschen!
16. März 2010 um 20:44
Antwort	@Soricsoon
Westerwelle hat die Eigenschaft auf Stammtischniveau zu polemisieren und weiter? Und zu deinem Zitat: Leider (und das ist jetzt ohne Ironie gemeint) hast du Unrecht. Die Korrelation zwischen (breiten-)Medienaussagen und Umfrageergebnissen ist, formulieren wir es mal neutral, evident. Das allerdings, war auch sehr zum Vorteil Westerwelles und seiner Mövenpick Partei, denn vor der Wahl glaubten die Leute (und einige unbelehrbare glauben wahrscheinlich immer noch), dass die FDP eine Partei mit fachlicher Kompetenz beim Thema Wirtschaft ist.
el_nikolo
16. März 2010 um 20:54
Antwort	Eine unbequeme Wahrheit wäre es, offen zuzugeben, dass wir in einer Gesellschaft leben, deren Technologie darauf ausgerichtet ist, Menschen Arbeit abzunehmen -> Auf kurz oder lang werden immer weniger Menschen Arbeit haben, wie wir sie einmal gekannt haben.
Dazu kommt: Europa ist als Produktionsstandort nicht mehr zu gebrauchen. Viel zu teuer. Gewerkschaften. Versicherungen. Sozialleistungen. Dank „offenen Märkten“ und geringen Transportkosten (gern „Globalisierung“ genannt) verlagert sich „die Arbeit“ in Schwellenländer wie Südostasien bspw.
Dann aber den Menschen, die keine Arbeit finden, weil keine Arbeit da ist, einen Vorwurf zu machen – sie herabzuwürdigen und zu Zwangsarbeitsmaßnahmen zu verdonnern – DAS ist der falscheste Weg überhaupt!
Die einzig römisch-dekadenten sind Westerwelle und die selbsternannte Leistungselite, der er angehört. Hier leben min. 1Mio Menschen an der Armutsgrenze, damit solche Leute wie er einen Jahreswagen fahren und sich teuren Sekt leisten können.
Total das Brett vorm Kopf die FDP’ler, aber natürlich ein Brett aus Teak-Holz – keine billiger Schund… 😉
16. März 2010 um 20:56
Antwort	Entschuldigung für Fehler die sich beim Schreiben mit erhitztem Gemüt eingeschlichen haben.
Was genau ist denn so „falsch“ an den Aussagen von Westerwelle.?
Wieso ist es so schlimm zuzugeben, dass Westerwelle eigentlich recht hat wenn er z.B. sagt, dass derjenige der arbeiten geht, am Monatsende mehr haben muß, als der, der nicht arbeiten geht.
Wieso ist es verwerflich wenn ein deutscher Außenminister Themen anspricht, über die in diesem Land offensichtlich niemand mehr sprechen will.?
16. März 2010 um 21:12
Wie meinen? „Westerwelle hat den Mut unbequeme Wahrheiten auszusprechen und wird dafür von Feiglingen angegriffen…“??? – Wohl eher: Westerwelle hat die Dreistigkeit für ihn bequeme Unwahrheiten auszusprechen und ist dann noch beleidigt wenn man ihn dafür kritisiert.
16. März 2010 um 21:42
Antwort	@DonnyK77
Na dann mal Butter bei die Fische… wo/wann hat Westerwelle Unwahrheiten ausgesprochen.?
Wann/Wo hat Westerwelle z.B. Erwerbslose „angegriffen“…?
Wann/Wo hat Westerwelle gegen Erwerbslose „gehetzt“…?
Wann/Wo hat Westerwelle Leistungskürzungen für Erwerbslose gefordert…?
Also, leg los… es dürfte ja nicht schwer sein hier Antworten zu finden…und bitte nicht irgendwelche „ich habe gehört/gelesen“ Meinungen…
16. März 2010 um 21:25
Antwort	Soricsoon: Weil bestimmt mittlerweile fast jeder im Bekanntenkreis Leute kennt, die gerne arbeiten würden, aber keine Erwerbsarbeit finden. Weil es viel Arbeit gibt, die kein Geld gibt, aber dennoch gemacht wird / werden muss. Weil das Ziel der Arbeit nicht sein sollte, der Wirtschaft etwas zu geben, sondern der Gesellschaft. Es ist schon bezeichnend, dass wir theoretisch genug erwirtschaften, um jeden Menschen auf der Welt versorgen zu können, aber täglich verhungern so viele.
Mit Zwangsarbeit für kein Geld fünfzig, wo andere Arbeitsplätze nicht geschaffen werden, wird auf jeden Fall bei der wachsenden Automatisierung und damit einhergehenden Arbeitsplatzreduzierung der große Krach nur noch gewaltiger.
Und ja, das ist kein Gerücht, mir wurde privat schon anvertraut, dass man Ein-Euro-Jobber eben genehmigt bekommt, aber ne vernünftig bezahlte Vollzeitstelle nicht. Und auf der anderen Seite kenne ich mehrere, die den Job nach der maximalen Laufzeit tatsächlich gerne weiter gemacht hätten, natürlich für ein wenig mehr Geld, aber nicht durften, weil sie sich ja nun in den normalen Arbeitsmarkt integrieren sollen – oh, da, wo man kein Geld hat für Arbeitskräfte?
Da wird wie oft erwähnt, dass Hausfrauen und Mütter ja auch ihren Teil leisten, was auch richtig ist, aber auf der anderen Seite kann sich Otto-Normal-Bürger heute ja nicht mal vom eigenen Lohn Frau und zwei Kinder leisten – so geht es mir, obwohl ich was „Anständiges gelernt“ habe, aber leider nicht fertig studiert.
Mit nem bedingungslosen Grundeinkommen würde ich sofort wieder mit meiner chronisch kranken Freundin zusammenziehen und Kinder bekommen, aber weil die ja nicht arbeiten kann und Leute, die arbeiten mehr bekommen müssen als die, die sich um andere kümmern, warten wir eben noch ein paar Jahre. Vielleicht klappt es dann mit 35 – da ist dann auch Westerwelle wieder in der Position, wo er zeigen kann, was er alles tun würde – in der Opposition.
… ich geh dann mal Trauben, Wein und Wachteln sammeln für nen dekadenten Abend der Hartz IV Empfänger, die ich kenne … die nicht faul sind … die nicht zu viel Geld haben und sich dennoch engagieren, wo sie können.
16. März 2010 um 23:01
ja ich habe auch erst gedacht, Westerwelle wäre bei seiner Ansage, dass derjenige der arbeiten geht, am Monatsende mehr haben muß, als der, der nicht arbeiten geht, ein Licht aufgegangen und er plädiere jetzt für Mindestlohn. Aber nein, leider wurde ich enttäuscht und er wollte nur eine Lanze für die Absenkung der menschunwürdigen Harz4 Sätze brechen. Ich hoffe das beantwortet deine Frage, was an Westerwelles Aussagen „falsch“ sei.
Wer lesen kann, ist klar im Vorteil… Westerwelle hat zu keinem Zeitpunkt darüber gesprochen, die Regelsätze noch weiter abzusenken.
Stattdessen -und das ist richtig- will die FDP die Hinzuverdienstmöglichkeiten verbessern, wird dabei allerdings gebremst.! Und wer bremst.? Richtig…die Flachpfeiffen der SPD und der Grünen.
Die Hetze gegen Arbeitslose, die wurde nicht von der FDP losgetreten bzw. geführt… das waren und sind die Damen und Herren von der SPD.
Die Stammtischparolen vom angeblich „faulen Arbeitslosen“ kommen regelmäßig aus der roten Ecke und eben nicht von Westerwelle.
17. März 2010 um 21:00
@ Soricsoon deine Realitätsverschiebung möchte ich auch haben. Das Westerwelle den Arbeitszwang durch schärfere Sanktionen forcieren will is aber schon noch bei dir angekommen, oder?
Ich würde Dich gerne einladen, mich mal ein Jahr lang im Job zu begleiten. Bereich: Insolvenzen. Den Menschen, die Ihren Job verlieren, womöglich um die 50 oder gar darüber sind, kannst Du dann gerne erklären und klar machen, dass sie alle faul sind u. nicht arbeiten wollen, wenn sie nicht innerhalb von einem Jahr einen neuen Job haben. Oft, um nicht zu sagen, meist, handelt es sich um Menschen, die ihr Lebtag gearbeitet haben. Mir ist noch keiner begegnet, der gesagt hat „Ist auch nicht schlecht, leg‘ mich jetzt auf die faule Haut u. genieße mein dann dekadentes Leben“. Nee, die Realität sieht etwas anders aus.
Die meisten machen sich Sorgen, ob sie ihren Verpflichtungen noch nachkommen können, das Haus halten, die Kinder beim Studium weiter finanzieren etc.
Bevor Westerwelle durch die Gegend grölt, soll er vorher erst mal denken und sich vor allem die Wirklichkeit anschauen – hier in Deutschland! Das Titelblatt wird der Realität leider nicht ganz gerecht: Bei dem ist mehr als eine Schraube locker. Durch die Welt jetten (ok – ist sein Job), sich dabei schöne Tage mit Freund u. Freunden machen, Champus trinken, lecker essen und aus dieser Behaglichkeit heraus den „Kleinen“ weniger verordnen und auf die Mütze hauen – echt toll.
Dabei hat gerade seine Klientel ordentlich zu dieser ganzen Misere beigetragen. Zum einen wollen sie keine anständigen Löhne zahlen (klar, nicht alle), von denen die Menschen leben können und zum anderen kriegen sie den Hals nicht voll genug mit Kohle. Insoweit hat Westerwelle recht: wer arbeitet, soll mehr haben als die, die nicht arbeiten. Daher mein Vorschlag: Die Gehälter der meisten Politiker, Spekulanten, Banker, etc. werden an die tatsächlich arbeitende (und zahlende) Bevölkerung verteilt u. die „Herren“ bekommen Hartz IV. Ganz nach dem Leistungsprinzip des Herrn Westerwelle.
Antwort	Die Verpflichtung von Arbeitslosen zu Zwangsarbeit ist nichts anderes als moderne Sklaverei. Überall wo so was gemacht wurde wurden sozialversicherungspflichtige Stellen gestrichen und durch diese günstigeren Arbeitskräfte ersetzt. Teilweise mit den gleichen Leuten.
Westerwelle/FDP lügen nicht, allerdings sagen sie auch nicht die Wahrheit. Beispiel: Steuern runter. Der Slogan hat denen den Wahlerfolg gebracht. Aber wer ernsthaft davon ausging/ausgeht dass der Bürger entlastet wird, tut mir Leid, der sollte sich entmündigen lassen. Da gings schon immer um Unternehmenssteuern.
Genauso mit Arbeit muss sich wieder lohnen. Natürlich hat der Mann damit Recht, aber wie oberhalb schon erwähnt hat Herr Westerwelle kein Interesse seiner Putzfrau einen angemessen Stundenlohn zu zahlen sondern denen die eh schon so gut wie nix haben noch was wegzunehmen. Wenn es um angemessene Löhne geht reden wir hier nicht von Managern, sondern der ganze Niedriglohnsektor, wo Leute für 3€/h Jobs machen, für die sich der Rest zu schade ist. Und genau um die gehts ja auch, die Arbeitslosen, die extreme Probleme bei der Jobsuche haben sind ja bis auf Ausnahmen nicht der gut ausgebildete Facharbeiter sondern die Geringqualifizierten. Aber auch die sind helle genug sich nicht von Dumpinglöhnen verarschen zu lassen.
16. März 2010 um 23:53
Antwort	Je länger Westerwelle überfordert ist, um so mehr profitieren die anderen Parteien insbesondere die Piraten davon.
17. März 2010 um 00:25
Antwort	@Christoph
Ich glaube nicht, dass die CDU davon profitiert. Die linken Parteien polarisieren ihre Klientel und die FDP die vermeintlichen Leistungsträger. Aber die CDU hat zu der ganzen Debatte nicht wirklich etwas zu sagen. Aus wahltaktischer Sicht gefällt mir das eigentlich ganz gut. Go, Guido, Go! 😉
17. März 2010 um 00:36
Antwort	„Die Verpflichtung von Arbeitslosen zu Zwangsarbeit ist nichts anderes als moderne Sklaverei. “
Es gibt in Deutschland keine Verpflichtung zur Zwangsarbeit, die Idee die dahinter steckt ist folgende: das GG schreibt (richtigerweise) vor das jeder Menschenwürdig leben kann. Aber nirgendwo steht dass die Steuerzahler keine Gegenleistung verlangen dürfen.
Das ganze mit Sklaverei gleichzusetzen ist unredlich und nicht sachlich.
„Überall wo so was gemacht wurde wurden sozialversicherungspflichtige Stellen gestrichen und durch diese günstigeren Arbeitskräfte ersetzt. Teilweise mit den gleichen Leuten.“
Daswär mir neu. Ich würde gerne eine Quelle für diese Aussage sehen. Das meine ich ernst, ich lasse mich gerne überzeugen.
„Aber wer ernsthaft davon ausging/ausgeht dass der Bürger entlastet wird, tut mir Leid, der sollte sich entmündigen lassen. Da gings schon immer um Unternehmenssteuern.“
Das stimmt nicht, das im Wahlprogramm vorgestellte 3Stufen Modell würde in erster linie mittlere Einkommen entlasten. Dahinter steckt aber die Idee einer großen und echten Steuerreform, also vorallendingen einfacher.
Das hätte für einige „Reiche“ zur Folge das sie sogar mehr zahlen müssen, das jetzige System ist so kompliziert das viele Superreiche durch Steuertricks weniger % zahlen als Menschen mit mittlerem Einkommen.
Für die meisten „Reichen“ würde es allerdings bedeuten das sie weniger zahlen, das muss man ehrlicherweise sagen. Finde ich (SEEEEHR weit entfernt von „reich“) aber auch korrekt. Das mögen viele anders sehen, aber jeder darf seine Meinung vertreten.
„Genauso mit Arbeit muss sich wieder lohnen. Natürlich hat der Mann damit Recht, aber wie oberhalb schon erwähnt hat Herr Westerwelle kein Interesse seiner Putzfrau einen angemessen Stundenlohn zu zahlen sondern denen die eh schon so gut wie nix haben noch was wegzunehmen. Wenn es um angemessene Löhne geht reden wir hier nicht von Managern, sondern der ganze Niedriglohnsektor, wo Leute für 3€/h Jobs machen, für die sich der Rest zu schade ist. “
Wenn die FDP sagt das es keinen Mindestlohn geben soll bedeutet es nicht dass man den Menschen den Lohn nicht gönnt. Glaubt hier jemand wirklich die FDP MdBs freuen sich über 5€Jobs?
Es ist eben so dass es bestimmte Jobs gibt die keine 10€/h erwirtschaften und deswegen kann man an dieser Stelle keine 10€ lohn zahlen, oder der Arbeitgeber verliert geld.
Es wird immer das Beispiel von der Friseurin im Osten genannt die für 3€/h arbeiten muss. Was passiert wenn man einen Mindestlohn von 8,5 oder 10€ einführt ist folgendes, der Preis pro Haarschnitt wird steigen, den können sich aber nicht alle leisten. Aus diesem Grund werden einige Friseure nun 8€ bekommen, andere werden Arbeitslos.
Bedeutet das die Menschen lassen ihre Haare 5m lang wachsen? Nein.
Die Menschen werden sich die Haare „schwarz“ vom Nachbarn (oder irgendeinem bekannten) schneiden lassen.
(Hier ein paar Zahlen zur Schwarzarbeit: http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,672397,00.html )
Oder sie kaufen sich diese schrecklichen Selbstschneidemaschinen.
Was glaubt ihr eigentlich warum die Baumärkte in Deutschland so ungemein gewachsen sind ?
In der Werbung wird das ganze gerne „Mach es zu deinem Projekt“ genannt, in wirklichkeit ist es aber so das immer mehr Menschen kein Geld für einen Handwerker haben und deswegen zu Heimwerkern werden.
Ich bin der Meinung wir brauchen eine Art von Kombilohn, und da gefällt mir das FDP Bürgergeld gut. Ein paar grundsätzliche Ideen dahinter:
-Wer arbeitet hat IMMER mehr Geld als Personen die nicht arbeiten, und wenn es 1h pro Monat für 1€ ist(überzogen!)
-Wer 6€/h verdient hat am Ende des Monat mehr auf dem Konto als die Person die 5€/h verdient. Deswegen wird es auch kein zielloses Lohndumping geben wie die SPD behauptet. Der Lohn wird sich wie in allen anderen Berufsgruppen durch Angebot und Nachfrage von alleine zeigen.
-Niemand muss zu einem Amt gehen und um aufstockung „bettteln“. Was ich persönlich mit am schlimmsten finde am aktuellen system, das man als arbeitende Person bei einem Beamten „betteln“ muss.
Das ganze läuft über das Finanzamt, so wie man sonst Einkommenssteuer bezahlt, nur hat man eben ein + vor der Zahl, kein -.
Ich kann Nachvollziehen warum Westerwelles Worte soviel Wut erzeugen, aber bitte tut das nicht einfach Zynisch ab. Es gibt Menschen die sind Gegen Mindestlohn, es gibt Menschen die sind für Mindestlohn. Den gegenüber zu dämonisieren damit man einer diskussion ausweicht ist dabei nicht hilfreich. Wenn jemand populistische Sprüche ablässt dann sagt doch lieber „sachlich bleiben, jetzt erst recht“.
-mng out-
Antwort	Hier ein Link betreffs 1 € Jobber verdrängen reguläre Arbeitsplätze: http://www.taz.de/1/politik/deutschland/artikel/1/kein-sprungbrett-in-den-job/
Sorry wenn ich um die Uhrzeit nur einen poste. In New York hat Guliani das auch im großen Stil gemacht, man findet zu dem Thema massenweise Links. Sieht man ja auch an der Beliebtheit von Zeitarbeitsfirmen. Zumindest auf Unternehmensseite.
Ich finde es gibt für Unternehmen einfach viel zu viele Schlupflöcher. sicher würden einige notwendige Reformen Unternehmen Geld kosten, aber vielen gehts doch trotz Krise noch sehr gut. Ich kenne Fälle wo Unternehmen nur jammern, weil sie die Gewinnprognosen von über 5 % von vor der Krise nicht erreichen. Dafür dann Kurzarbeit vom Staat absahnen. Geht so sozial, oder?
17. März 2010 um 01:11
Antwort	@mng
Du -und auch die FDP- zäumen das Pferd von hinten auf.
Wenn die Menschen anständig verdienen, können Sie sich den teureren Haarschnitt auch leisten.
Wenn die Menschen anständig verdienen, können sie sich auch den Handwerker leisten. Nicht alle sind aus Leidenschaft Handwerker (geworden)
Dass Angebot immer die Nachfrage reguliert ist reines Wunschdenken. Wenn dem so wäre, hätten wir derzeit weitaus günstigere Heizöl- u. Spritpreise, insgesamt wären Energiekosten niedriger. Auch müssten die Banken, nachdem sie von der Regierung so gut bedacht wurden, die Kredite gerne und viel austeilen – tun sie aber nicht.
Und was das Thema Diskussionen ausweichen angeht: Da geht Westerwelle ja momentan mit bestem Beispiel voran. Ach ja, und zur Schwarzarbeit: Unsere Regierung hat es seinerzeit auch nicht sonderlich eng gesehen, dass die von ihr beauftragten Firmen ausländische Arbeiter auf den Baustellen hatten – nicht angemeldete, versteht sich. Wenn es die „da oben“ nicht für nötig halten, sich an Spielregeln -welcher Form auch immer- zu halten, wie können sie es von anderen, in diesem Fall, dem Volk, verlangen?! So läuft das Spiel nicht! Und dank sei dem Internet, wo sich die noch nicht im Dämmerschlaf befindenden, informieren, austauschen und Informationen zusammen suchen und vielleicht eines Tages auch zusammen tun können.
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Antwort	„Wenn die Menschen anständig verdienen, können Sie sich den teureren Haarschnitt auch leisten.
Wenn die Menschen anständig verdienen, können sie sich auch den Handwerker leisten. “
Das geht nicht auf. Man kann doch jetzt schon sehen das es nicht nur Hartz IV empfänger sind die Probleme haben für diese Dienstleistungen zu zahlen. Da sind auch 15€/h knapp, es würden ja nicht nur die Friseurpreise steigen. Zum Beispiel auch viele Lebensmittel usw.
Wenn die Gebäudereiniger teurer werden betrifft das so ziemlich jedes größere Unternehmen, und die Preise werden 1:1 an den Kunden weitergegeben.
Sehr wenige Unternehmen wären von einem Mindestlohn direkt betroffen, ich meine mal gelesen zu haben das 70-80% sowieso Löhne über allen vorgeschlagenen Mindestlohnen bezahlen. Indirekt wären aber alle betroffen, und ich bezweifle dass die Rechnung aufgeht. Habe zumindest von keinem Land gehört wo es jemals (dauerhaft) funktioniert hat.
Stattdessen sieht man z.b. in Frankreich das Jobs zerstört werden bzw entstehen garnicht erst. In vielen anderen EU Ländern ist der Mindestlohn einfach unbedeutend gering, als würde man den Mindestlohn hier auf 4€ setzen.
Und um es nochmal klarzustellen, die 1€ Jobs haben absolut nichts mit freier Marktwirtschaft zu tun. Hier wurde vom Staat eine Armutsindustrie geschaffen, das kann man eher mit den Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen in der DDR vergleichen.
„Dass Angebot immer die Nachfrage reguliert ist reines Wunschdenken. Wenn dem so wäre, hätten wir derzeit weitaus günstigere Heizöl- u. Spritpreise, insgesamt wären Energiekosten niedriger. “
Das ist allerdings wahr, aber diese Monopole sind entweder staatlich oder vom Staat abgesegnet. Für Monopole und Kartelle gibt es in einer echten Marktwirtschaft (bis auf sehr wenige ausnahmen) keinen Platz.
Und die Energie ist nicht zuletzt wegen den direkten und indirekten Abgaben so hoch, z.B. Ökosteuer oder Solarsubventionen.
17. März 2010 um 03:30
„Man kann doch jetzt schon sehen das es nicht nur Hartz IV empfänger sind die Probleme haben für diese Dienstleistungen zu zahlen.“ Bei Preisen von z.T. unter 10€ und das mit einer Frequenz von weniger als 1/Monat kann ich deine Argumentation nicht nachvollziehen.
Warum jetzt plötzlich die Preise für alles steigen, wenn doch „70-80% sowieso Löhne über allen vorgeschlagenen Mindestlohnen bezahlen.“ musst du mir auch nochmal erklären. Das dass aufgrund von den wenigen (wie du ja selbst sagst) „Gebäudereingern“ zustande kommt wirst du ja wohl nicht ernsthaft selber glauben, oder? Ich favorisiere auf lange Sicht ebenfalls ein „Bedingungsloses Grundeinkommen“ aber dann auch eins dass seinen Namen verdient. Das sog. „liberale Bürgergeld“ gehört nicht dazu (s. auch: http://bit.ly/aObHry )
„In vielen anderen EU Ländern ist der Mindestlohn einfach unbedeutend gering, als würde man den Mindestlohn hier auf 4€ setzen.“
Du lässt dabei die länderspezifische reale Kaufkraft außer acht.
„Und die Energie ist nicht zuletzt wegen den direkten und indirekten Abgaben so hoch, z.B. Ökosteuer oder Solarsubventionen.“
Gemäß den Angaben des Bundesumweltministeriums (BMU) betrugen im Jahr 2007 diese sog. Differenzkosten 4,3 Mrd. Euro und im Jahr 2008 4,5 Mrd. Euro (was ca. 1,1 Cent je kWh bzw. ca. 5 % des Preises entspricht) (http://de.wikipedia.org/wiki/Erneuerbare-Energien-Gesetz#cite_note-40 ) Das sind die „großen Kosten“ von denen du sprichst? Mit denen dann auch noch etwas sinvolles (Energieautonomie und Umweltschutz) gefördert wird. Klingt wenig überzeugend. Ist aber typisch für neoliberale Propaganda.
Zu deinem obigen Kommentar: „Wer Arbeitet muss mehr haben als derjenige der nicht arbeitet“
Das ist natürlich richtig, brauchen wir bis wir ein BGE haben einen Mindestlohn um das zu gewährleisten. „Für die meisten “Reichen” würde es allerdings bedeuten das sie weniger zahlen, das muss man ehrlicherweise sagen. Finde ich (SEEEEHR weit entfernt von “reich”) aber auch korrekt.“
Ok jeder kann denken was er will. Soll auch Menschen geben die sich an der Vorstellung erfreuen wie sie jemanden töten. Solange derjenige das nicht in die Tat umzusetzen gedenkt, weitgehendst unproblematisch. Aber wenn man so eine Meinung dann in den Raum stellt muss man sich eben auch mit der entsprechenden Kritik auseinandersetzen. Du weißt schon, dass die Schere in Deutschland von allen OECD Ländern momentan am schnellsten auseinander geht? Warum sollte es korrekt sein, diesen Vorgang weiter zu beschleunigen? Glaubst du ernsthaft, dass unsere Wirtschaft ohne Binnennachfrage nachhaltig wachsen kann? Und wie stehst du so zu Ideen wie Chancengleichheit? „Es gibt in Deutschland keine Verpflichtung zur Zwangsarbeit, die Idee die dahinter steckt ist folgende: das GG schreibt (richtigerweise) vor das jeder Menschenwürdig leben kann. Aber nirgendwo steht dass die Steuerzahler keine Gegenleistung verlangen dürfen.
Das ganze mit Sklaverei gleichzusetzen ist unredlich und nicht sachlich.“
Bei Sklaven hat man auch dafür gesorgt, dass sie leben können. Es war sogar eine Rechtfertigung für die Sklavenhaltung. Dass es in Deutschland „keine Verpflichtung zur Zwangsarbeit“ gibt „Aber nirgendwo steht dass die Steuerzahler keine Gegenleistung verlangen dürfen.“ widerspricht sich. Wenn du Gegenleistung verlangst zwingst du jemanden etwas zu Tun. Der Vergleich mit der Sklavenhaltung ist also durchaus zutreffend und sachlich. Und gleichzeitig sorgt der Arbeitszwang für den du so vehement eine Lanze brichst für einen Niedriglohnsektor der ebenfalls fern jeder marktwirtschaftlichen Prinzipien funktioniert. Mal abgesehen davon, dass es ganz Europa in eine Präkäre Situation bringt (schaust du hier: http://www.heise.de/tp/r4/artikel/32/32266/1.html )
„Daswär mir neu. Ich würde gerne eine Quelle für diese Aussage sehen. Das meine ich ernst, ich lasse mich gerne überzeugen.“ (im Bezug auf Niedriglohnsektor)
Hast du die Affäre um Schlecker etwa nicht mitbekommen? Da hat sich doch sogar unsere Ex-Bundesmutti dazu herabgelassen Schlecker zu kritisieren. Mitarbeiter wird „betrieblich bedingt“ gekündigt um sie dann wieder in den XXL Filialen auf der grünen Wiese einzustellen (natürlich nicht direkt sondern über eine Zeitarbeitsfirma, die dann entsprechend Niedriglöhne zahlt). Siehe dazu auch: http://www.spiegelfechter.com/wordpress/1599/och-uschi-mach-kein-quatsch lg
„Bei Preisen von z.T. unter 10€ und das mit einer Frequenz von weniger als 1/Monat kann ich deine Argumentation nicht nachvollziehen.“
Natürlich geht es nicht nur um den Friseur, aber ich wollte feststellen das es nicht nur Hartz IV Empfänger sind die Probleme haben sich Handwerker,Friseure usw zu leisten. Und die indirekten Preissteigerungen werden natürlich nicht zur Folge haben dass plötzliche die Mad Max Apocalypse ausbricht und das land völlig kollabiert. Aber es wird folgen haben, und wenn deswegen nur jeder 1.000 Job nicht zu stande kommt wird es dauerhaft spürbar sein. (Die Zahl wurde zufällig gewählt)
Das BGE mag ich wohl aus den Gründen nicht weil du es magst. 😉 Ich finde es moralisch nicht korrekt arbeitenden Steuern abzunehmen um dann jedem (auch denen die Arbeitslos sein wollen) `bedingungslos`Geld geben. „Gemäß den Angaben des Bundesumweltministeriums (BMU) betrugen im Jahr 2007 diese sog. Differenzkosten 4,3 Mrd. Euro und im Jahr 2008 4,5 Mrd. Euro “
Dazu kommen noch weitere indirekte kosten, und auch 4,5Milliarden könnten an anderer Stelle weit mehr erreichen. Desweiteren habe ich eindeutig die Monopolstellung der Energieunternehmen kritisiert. Ich bin für mehr freien Markt, da werde ich wohlkaum Kartelle und Monopole unterstützen.
Zum Thema Umweltschutz: Durch Solarenergie eine Tonne CO2 zu sparen kostet in Deutschland (je nach Studie) 600-850€. Zum Vergleich, der „realistische“ Preis für eine Tonne beim Emissionshandel liegt bei etwa 30€ (also wenn nicht wieder ein Megafuckup entstanden ist o.ä.). Es würde also mehr CO2 sparen CO2 Zertifikate zu kaufen und die (nichtvorhandenen) Papiere einfach zu verbrennen.Ich bin dafür den Emissionshandel zu optimieren. Dann wird die freie Wirtschaft entdecken wo man am meistne CO2/€ sparen kann, das ist am günstigsten und davon würden wir letzendlich alle profitieren. Energieautonomie lässt sich auch billiger erreichen (Es gibt z.b. Atomkraftwerke die unseren Atommüll zu energie umwandeln könnten).
„Du weißt schon, dass die Schere in Deutschland von allen OECD Ländern momentan am schnellsten auseinander geht? Warum sollte es korrekt sein, diesen Vorgang weiter zu beschleunigen? Glaubst du ernsthaft, dass unsere Wirtschaft ohne Binnennachfrage nachhaltig wachsen kann? Und wie stehst du so zu Ideen wie Chancengleichheit? “
Ich sehe es nicht als Problem das reiche reicher werden. Chancengleichheit bedeutet für mich nicht das man die Reichen arm machtn, sondern das man z.b. die Bildungschancen der ärmsten so hoch wie möglich setzt. Ich hasse z.b. das konzept unseres dreigliedrigen Schulsystems, es ist imo unerträglich das Menschen nach der 4. Klasse sortiert werden.
Du wolltest aber wahrscheinlich auf Erbschaftssteuer usw heraus.
Deswegen will ich nochmal klarstellen das imo nicht das Problem ist das einige Personen besser gestellt werden, sondern das unser Schulsystem unfair aufgebaut ist. Auch wenn die Löhne in den letzten 10Jahren nich viel(teilweise garnicht) gewachsen sind liegen die deutschen Arbeitsstundenkosten noch ganz weit oben. Das ist wie beim Klima, wenn man sich nur 10Jahre anguckt findet kein Klimawandel statt. Wenn man sich die Zahlen seit 1950 anguckt wird man sehen wie sich das Klima verändert hat und wie überproportional die deutschen Löhne gewachsen sind.
„Bei Sklaven hat man auch dafür gesorgt, dass sie leben können. Es war sogar eine Rechtfertigung für die Sklavenhaltung.“
Der vergleich ist populistisch, du machst damit genau dass was an Westerwelle kritisiert wird. Und es widerspricht sich nicht, jeder darf faul sein solange er will, nur darf er dann nicht erwarten das ihn die restliche Bevölkerung durchfüttert. Wer eine Mindestsicherung bekommen will (das Recht jedes Deutschen!) von dem kann auch eine Gegenleistung gefordert werden. Ich frage mich ernsthaft warum diese Grundsätze soviel Wut auslösen. „Und gleichzeitig sorgt der Arbeitszwang für den du so vehement eine Lanze brichst für einen Niedriglohnsektor der ebenfalls fern jeder marktwirtschaftlichen Prinzipien funktioniert.“
Er wird zweifelsfrei für einen Niedriglohnsektor führen. Man redet viel über die sehr gut ausgebildeten Menschen die ihr leben lang arbeiten und in den 50´ern ihren Job verlieren. Das ist aber nur ein teil der Langzeitarbeitslosen. Eine andere Gruppe sind die ohne Bildung, die einen Hauptschulabschluss haben (manchmal garkeinen Abschluss), keine Ausbildung gemacht haben und seit Jahren arbeitslos sind.
Wenn man alle diese Menschen in arbeit bringen will ist ein Niedriglohnsektor zwingend erforderlich. Ich sehe auch keine Schande dabei.
Zur Schleckerstory: Ich bin kein Freund von Zeitarbeitsfirmen, ich finde man sollte lieber einen Alternativen Kündigungsschutz anbieten. Wenn der „zwischendealer“ wegfällt könnten den „flexiblen Arbeitern“ auch mehr Lohn gezahlt werden. Also das man bei der Neuanstellung die Wahl lässt zwischen normalenm Kündigungsschutz oder flexiblen + X% Lohn. Im moment gehen die X% Lohn an die Institution „Zeitarbeitsfirma“ und die Arbeiter bekommen letzendlich spürbar weniger.
Das gehört imo zur staatlich „Armutsindustrie“ die künstlich geschaffen wurde.
Antwort	Hier mal zwei Links, in denen BILDblog, die Zahlen auseinander nimmt, die die FAZ verbreitet hat und auf denen die Debatte, nach dem BVerfG-Urteil, zu großen Teilen beruht.
‚Schlagzeilen wie „Diese Jobs bringen weniger als Hartz IV“ haben sich dann nämlich die Journalisten ausgedacht.‘
http://www.bildblog.de/16744/viel-laerm-um-hartz/
Lieber tausend HartzIV-Betrüger, als zehn bonikassierende Witschaftsversager!
Thema Schwarzarbeit. Was ist denn mit dem Bauunternehmer, der seinem Tennispartner z.B. die Terrasse neu macht, unter der Hand versteht sich, ist ja „Nachbarschaftshilfe“!? – Nicht, dass er sich das nicht leisten könnte, aber unter Freunden……
So war doch dieser Bibelspruch, oder?
17. März 2010 um 05:05
Antwort	Konsumieren von Kokain führt zu Realitätsverlust. Da gab es doch mal was im Bundestag in dem Zusammenhang, was nicht vollständig aufgeklärt wurde … http://c-hofmann.blogspot.com/2010/03/vollstandiger-realitatsverlust-bei-der.html
17. März 2010 um 20:58
Antwort	@nmg
Um ganz ehrlich zu sein: Ich verstehe nicht ganz wofür du argumentierst. Wenn du tatsächlich (das soll keine Anzweiflung sein) „seeehr weit von Reich“ entfernt bist kann ich irgendwie nicht nachvollziehen, wieso du gebetsmühlenartig die Parolen der INSM nachbetest. Ich weiß, dass die einen großen Einfluss auf die öffentliche Meinung nehmen, aber dass man so etwas dermaßen unkritisch aufnimmt halte ich schon für bedenklich. Aber ich mache mir gerne nochmal die Mühe deine Argumente zu entgegnen. Vll. Hoffe ich auch einfach darauf, dass dein „Das meine ich ernst, ich lasse mich gerne überzeugen. „ nicht die hohle Phrase war die es zu dem Anschein nach ist.
„Natürlich geht es nicht nur um den Friseur, aber ich wollte feststellen das es nicht nur Hartz IV Empfänger sind die Probleme haben sich Handwerker,Friseure usw zu leisten. Und die indirekten Preissteigerungen werden natürlich nicht zur Folge haben dass plötzliche die Mad Max Apocalypse ausbricht und das land völlig kollabiert. Aber es wird folgen haben, und wenn deswegen nur jeder 1.000 Job nicht zu stande kommt wird es dauerhaft spürbar sein.“
Vorhin hast du noch behauptet, dass es „das 70-80% sowieso Löhne über allen vorgeschlagenen Mindestlohnen„ zahlen. Damit dürfte dann doch auch nur ein entsprechend kleiner Bereich betroffen sein. Also dürfen die Auswirkungen entsprechend marginal sein, oder gibt’s da eine Aufschauklung durch unbekannte Faktoren? Drehen wir dein Beispiel rum. Wenn wir keine Mindestlöhne, aber Arbeitszwang haben, entwickelt sich ZWANGSLÄUFIG ein präkärer Arbeitsmarkt, auf dem die Löhne beliebig weit gedrückt werden. Denn der Strom an Angebot auf dem Arbeitsmarkt wird durch diesen künstlichen Eingriff nie abreißen. Solange wir keine Vollbeschäftigung haben steht deine Forderung nach Arbeitszwang genau in der Ecke wo sie hingehört, du sie aber partout nicht haben willst: Zynisch. Und Nein, um das gleich vorweg zu nehmen: Es gibt nicht genug Arbeit für alle die Arbeiten wollen (3,6 Mio Arbeitslose zu 800 k Stellen (Ende Januar 2010) Quelle: Zeit: Nr. 09 Seite 1). Wie kannst du unter solchen Bedingungen jemanden Zwingen etwas zu tun, was er z.B. moralisch vll. garnicht vertretbar findet? Es gab z.B. den Fall, dass ein Arbeitsloser gezwungen wurde in einem NPD Bürgerschaftsbüro zu Arbeiten (die hatten eine Stelle ausgeschrieben) und wenn er das Angebot nicht annimmt setzt eben die berüchtigte Sanktionspraxis ein und bedroht ihn damit in seiner Existenz. Die ist aber durch das GG verpflichtend gesichert. Also jetzt erkläre mir mal: Wie schaffst du es (ohne das GG zu brechen) jemanden der sich weigert die von dir aufgetragenen Arbeiten auszuführen dazu zu bringen das doch zu tun? Schwierig nicht? Damit wären wir auch bei deiner nächsten Frage, die eigentlich auch schon beantwortet war: „Der vergleich ist populistisch, du machst damit genau dass was an Westerwelle kritisiert wird.“ Populismus = schlecht? Willst du das damit sagen? Und was ist wenn ich jetzt so eine ungeheure Forderung wie Menschenrechte aufstelle. Bin ich dann auch knallharter Populist (und damit schlecht?) Dass eine Sache populistisch ist, sagt erstmal nicht allzu viel über ihren Wert aus. Der Sklavenvergleich ist überspitzt aber keinesfalls unzutreffend, da kannst du dich drei mal auf den Kopf stellen und Populismus rufen. Wahrer wird’s dadurch auch nicht.
„Und es widerspricht sich nicht, jeder darf faul sein solange er will, nur darf er dann nicht erwarten das ihn die restliche Bevölkerung durchfüttert. Wer eine Mindestsicherung bekommen will (das Recht jedes Deutschen!) von dem kann auch eine Gegenleistung gefordert werden. Ich frage mich ernsthaft warum diese Grundsätze soviel Wut auslösen. „
Eben weil du ein Problem hast wenn sich derjenige weigert. Dann musst du nämlich Sanktionieren und damit die Existenz bedrohen. Und klar, die anderen Probleme wie das entstehen eines abgekoppelten Arbeitsmarktes, präkerer Beschäftigungsverhältnisse und der ganze Rattenschwanz der da dran hängt. Ich kann gar nicht verstehen warum man so etwas einfach so hinnehmen möchte und das auch noch gut findet. „Ich finde es moralisch nicht korrekt arbeitenden Steuern abzunehmen um dann jedem (auch denen die Arbeitslos sein wollen) `bedingungslos`Geld geben. „
Tja, dann solltest du dir vielleicht überlegen den Staat abzuschafen (aber keine Sorge da befindest du dich mit der FDP in prominenter Gesellschaft). Das ist nämlich einer seiner Aufgaben, Chancengleichheit herzustellen und das geht eben weiter als „nur“ der Versuch äquivalente Bildung zu erreichen (und selbst dabei sind wir in Deutschland international betrachte weit abgeschlagen. Soziale Herkunft korreliert bei uns wie in kaum einem anderen Land mit den Bildungschancen). Wenn die Pareto Funktion aus den Fugen gerät, dann muss der Staat im Sinne aller eingreifen. Deswegen finden sog. Sozialtransfers eben auch statt. Auf der einen Seite erkauft man sich damit den sozialen Frieden, auf der anderen Seite schafft man so die Grundvoraussetzung für ein Essenzielles Menschenrecht: Die Menschenwürde. Umverteilt wird also eh. Warum nicht den Schritt wagen und einen echten „Arbeitsmarkt“ schaffen, der weitestgehend nach marktwirtschaftlichen Prinzipien funktionieren kann? Damit wären dann auch andere Dinge wie ein Mindestlohn oder ein auch unflexible Arbeitsverträge obsolet. Bevor jetzt tausend Fragen zum BGE hier einschlagen: Hier der Film: http://www.kultkino.ch/kultkino/besonderes/grundeinkommen und die FAQ: http://www.grundeinkommen.de/die-idee/fragen-und-antworten )
„Wenn man alle diese Menschen in arbeit bringen will ist ein Niedriglohnsektor zwingend erforderlich. Ich sehe auch keine Schande dabei.“
Oh ok, keine Schande dabei, wenn jemand nicht genug hat zum Leben? DAS ist nämlich die Bedeutung eines Niedriglohnsektors, dass man von seiner Arbeit allein nicht leben kann. Kombilohn ist eine Lösung, in deren Richtung auch das BGE geht und wenn es dann für alle ist, ist da auch wirklich „keine Schande“ dabei. Ich finde die Idee diesen Menschen auch Arbeit zu ermöglichen durchaus gut, aber dann sollen sie auch davon das meiste Behalten dürfen. Dann ergibt sich auch ein (positiver) Anreiz. Die Arbeit mit negativen Anreizen hingegen führt zu einer kompletten Verzerrung des Marktes… naja hab ich jetzt schon 1000 mal geschrieben… Und Nicht vergessen: 800k : 3,6 Mio trotz Niedriglohnsektors das haut so nicht hin. „ Im moment gehen die X% Lohn an die Institution “Zeitarbeitsfirma” und die Arbeiter bekommen letzendlich spürbar weniger.“
Falsch: Im Moment gibt es (im Gegensatz zu unserem Nachbarn Frankreich der das reguliert hat) kein +x.
Ok weiter um EEG:
„Dazu kommen noch weitere indirekte kosten, und auch 4,5Milliarden könnten an anderer Stelle weit mehr erreichen.“
Bitte wie meinen? Das EEG bildet die kompletten Kosten transparent auf den Strompreis ab und das sind die offiziellen Zahlen die ich dir vorgelegt hab. Was soll da bitte fehlen? Achja und bevor ichs vergesse: schonmal was vom Merit Order Effekt gehört ( http://de.wikipedia.org/wiki/Merit-Order )? So kommt es, dass wir durch das sogar schon jetzt Geld sparen.
„ Desweiteren habe ich eindeutig die Monopolstellung der Energieunternehmen kritisiert. Ich bin für mehr freien Markt, da werde ich wohlkaum Kartelle und Monopole unterstützen.“
Ok, schön dass du das kritisierst. Jetzt fehlen nur noch konkrete Vorschläge um das Problem zu lösen. Weg von Zentralen Großkraftwerken hin zu dezentraler Kleinerzeugern wäre schonmal ein Schritt. Und deinen Hang zum freien „Markt“ erkenne ich auf dem Gebiet „Arbeitsmarkt“ z.B. überhaupt nicht. Nur als Erinnerung: Arbeitszwang führt zu künstlichen Löhnen.
„Zum Thema Umweltschutz: Durch Solarenergie eine Tonne CO2 zu sparen kostet in Deutschland (je nach Studie) 600-850€. „
Es gibt auch noch andere EE. Aber wenn wir gerade bei Solarstrom sind: Rate mal welcher EE Träger momentan die steilste (negative) Wachstumsfunktion hat. Da kommst du nie drauf. Und zu Studien: Je nach Studie, wird Solarenergie zwischen 2020 oder 2030 den Marktpreis unterschreiten. Aber wenn du auf das Thema Subventionen rauswillst: Dann informiere dich erstmal was an Milliarden Subventionen in unseren „herkömmlichen“ Energieträgern steckt (z.B. Kohlekraft, Atomkraft) dann können wir gerne weiterreden.
„Ich bin dafür den Emissionshandel zu optimieren.“
Ich auch. Und wenn man noch dazu erneuerbare Fördert dann könnte das ganze sogar richtig gut funktionieren. Nicht umsonst ist unser EEG der absolute Exportschlager. Viele Länder haben sich das mittlerweile abgeschaut und etwas ähnliches zu Papier gebracht.
„ Energieautonomie lässt sich auch billiger erreichen (Es gibt z.b. Atomkraftwerke die unseren Atommüll zu energie umwandeln könnten).“
1. Es geht ja nicht „nur“ um Energieautonomie sondern eben „auch“. Und 2. ist das was du meinst eine reine Zukunftsvision. Bisher gibt es kein derartiges Kraftwerk und auch die Technik ist nicht entwickelt. Bisher ist nicht abzusehen, wann das tatsächlich einsatzbereit sein wird. Und selbst bei dieser Sorte von AKW bleibt Müll übrig. Abgesehen von den sonstigen Problemen mit Atomkraft. (Schaust du hier: http://100-gute-gruende.de/index.xhtml )
Antwort	Ach und weils grad so schön passt: FDP Zitat Patrick Döring: „Die Zeit der Bibliotheken für Mädchen mit Migrationshintergrund ist vorbei!“
Aber passen tuts ja: http://webtv.bundestag.de/iptv/player/macros/_v_f_514_de/od_player.html?singleton=true&content=535514 #rechtsaußen
Antwort	„Ich weiß, dass die einen großen Einfluss auf die öffentliche Meinung nehmen, aber dass man so etwas dermaßen unkritisch aufnimmt halte ich schon für bedenklich. “
Und schon wieder muss ich gekauft sein oder bin ein Lobbyopfer nur weil ich eine andere Meinung habe… Es gibt Personen die andere Werte vertreten, in Deutschland erlebt man es selten aber in vielen anderen Ländern ist die „große Umverteilungsidee“ nicht selbstverständlich. Ich finde es nicht gut wenn eine Mehrheit beschließt das eine Minderheit (welche auch immer) zuviel Eigentum hat das man wegnehmen sollte.
„Damit dürfte dann doch auch nur ein entsprechend kleiner Bereich betroffen sein. Also dürfen die Auswirkungen entsprechend marginal sein, oder gibt’s da eine Aufschauklung durch unbekannte Faktoren? “
Ich berücksichtige dabei die nicht enstandenen Jobs die am Reißbrett hängen. Jobs die mit einem Kombilohn und weiteren Pro-Marktwirtschafts Reformen entstehen könnten (die z.T. auch mit der einführung eines BGE entstehen würden).
Und ja es wird zwangsläufig einen prekären Arbeitsmarkt geben, das sage ich doch die ganze Zeit. Vollbeschäftigung ist mit einem Mindestlohn niemals zu erreichen. Nur mit Kombilohn können soviel neue Jobs entstehen das man von einer Vollbeschäftigung sprechen kann. Zur NPD Story: Höre ich zum ersten mal, IMO sollte niemand zu Jobs bei politischen Organisationen gezwungen werden. Egal ob NPD,SPD,FDP,Greenpeace oder welche auch immer..
„Wenn die Pareto Funktion aus den Fugen gerät, dann muss der Staat im Sinne aller eingreifen. Deswegen finden sog. Sozialtransfers eben auch statt. Auf der einen Seite erkauft man sich damit den sozialen Frieden, auf der anderen Seite schafft man so die Grundvoraussetzung für ein Essenzielles Menschenrecht: Die Menschenwürde. “
Menschenwürde ist also deiner Meinung nach nur gesichert wenn die Reichen nicht zu Reich werden ?
Zur Bildung gibt es absolute zustimmung, habe ich ja schon gesagt.
„Oh ok, keine Schande dabei, wenn jemand nicht genug hat zum Leben? DAS ist nämlich die Bedeutung eines Niedriglohnsektors, dass man von seiner Arbeit allein nicht leben kann. “
Würde es bei einem BGE auch geben, da würden auch viele leute nicht von ihrer Arbeit leben sondern vom BGE. Bei einem vernünftigen Bürgergeld würde das ähnlich ablaufen, nur gibt es eben keine pauschale Summe für jeden. Wer z.b. für 5€ arbeitet wird tatsächlich für 5€ vom Arbeitgeber und 5€ vom Staat arbeiten (fiktive Zahlen).
„Je nach Studie, wird Solarenergie zwischen 2020 oder 2030 den Marktpreis unterschreiten. “
Warum also nicht bis 2020 warten, wenn es sich für alle Lohnen würde statt Kohle Solarenergie zu nutzen dann würde der Energiewechsel automatisch passieren. Teile der heutigen Subventionen könnte man z.b. benutzen um die passende Infrastruktur aufzubauen.
Subventionen für Kohle und Atom finde ich auch nicht toll, wieso denkst du das ich diese begrüße?
„Und schon wieder muss ich gekauft sein oder bin ein Lobbyopfer nur weil ich eine andere Meinung habe… Es gibt Personen die andere Werte vertreten, in Deutschland erlebt man es selten aber in vielen anderen Ländern ist die “große Umverteilungsidee” nicht selbstverständlich. Ich finde es nicht gut wenn eine Mehrheit beschließt das eine Minderheit (welche auch immer) zuviel Eigentum hat das man wegnehmen sollte.“
Komm, die Soziallistenkarte kann man auch offensichtlicher spielen. Welche Teile an „Sozialem Frieden“ und „Menschenwürde“ hast du denn nicht verstanden?
„Ich berücksichtige dabei die nicht enstandenen Jobs die am Reißbrett hängen. Jobs die mit einem Kombilohn und weiteren Pro-Marktwirtschafts Reformen entstehen könnten (die z.T. auch mit der einführung eines BGE entstehen würden).“
Jetzt hast du immer noch nicht erklärt warum es so bedeutungsvoll ist. Denn wenn es sich um Marginalitäten handelt kann man seine Energie getrost anderem zuwenden.
„Und ja es wird zwangsläufig einen prekären Arbeitsmarkt geben, das sage ich doch die ganze Zeit. Vollbeschäftigung ist mit einem Mindestlohn niemals zu erreichen. Nur mit Kombilohn können soviel neue Jobs entstehen das man von einer Vollbeschäftigung sprechen kann. „
Suppi machen wir BGE…
Zur NPD Story: Höre ich zum ersten mal, IMO sollte niemand zu Jobs bei politischen Organisationen gezwungen werden. Egal ob NPD,SPD,FDP,Greenpeace oder welche auch immer..
Freut mich dass ich deinen Horizont erweitern konnte, sozusagen um den Fakt, dass im Arbeitsamt nicht nur Humanisten wie du sitzen 😉 .
Hmm… lass mich mal überlegen. Die Antwort lautet: Nein. Aber was ist Reich? 1 Million, 1 Milliarde, 100 Milliarden? Bei wenn der Staat nicht bei extremen Vermögensaggregationen die Hand aufhält dann musst du mir echt erklären, wie wir Chancengleichheit verwirklichen sollen. Oder um es mit dem GG zu sagen: „Eigentum verpflichtet. Sein Gebrauch soll zugleich dem Wohle der Allgemeinheit dienen“. Artikel 14 Absatz 2. Daneben kommen natürlich die großen Volkswirtschaftlichen Schäden durch eine solche Aggretation, hast du mal eine Statistik über die Sparquote aufgetragen über die Einkommensverhältnisse hier in Deutschland gesehen? Falls nicht: Schaus dir mal an. Die makroökonomischen Effekte erschließen sich dann selbst einem volkswirtschaftlichen Laien. Für weitere stringente Informationen über die Volkswirtschaftlichen Auswirkungen sei dir folgender Blog ans Herz gelegt: http://www.spiegelfechter.com/
„Zur Bildung gibt es absolute Zustimmung, habe ich ja schon gesagt.“
Und ich habe gesagt, dass es mit Bildung allein nicht getan ist. Soweit nichts neues im Westen. Aber was veranlasst dich eigentlich dazu zu glauben, dass du durch Bildung allein alle sozialen Probleme lösen kannst? Ich weiß, auf Stammtischen sind einfache Lösungen immer populär, aber wie man darauf kommt bleibt mir dennoch schleierhaft.
„Würde es bei einem BGE auch geben, da würden auch viele leute nicht von ihrer Arbeit leben sondern vom BGE.“
Und da dann JEDER Kombilohnempfänger ist dürfte sich auch niemand diskriminiert fühlen. Abgesehen davon gibt es keinen Zwang und da man davon Leben kann hat man die freie Entscheidung. Das sollte man nicht mit einem Pseudo-BGE à la Bürgergeld verwechseln.
„Bei einem vernünftigen Bürgergeld würde das ähnlich ablaufen, nur gibt es eben keine pauschale Summe für jeden.“
Vor allem gibt es weiterhin das größte Manko: Kein Arbeitsmarkt, da Zwang.
„ Wer z.b. für 5€ arbeitet wird tatsächlich für 5€ vom Arbeitgeber und 5€ vom Staat arbeiten (fiktive Zahlen).“
Genau und wenn er 1 € kriegt und dafür im NPD Büro sitzen muss, muss er das leider auch annehmen, da er sonst in seiner Existenz gefährdet wird. (fiktives Szenario)
„Warum also nicht bis 2020 warten,“
😀 Das meinst du nicht ernst, oder? Ok noch ein Rätsel: Woher kommt diese Entwicklung des Preises für Solarenergie?
„ wenn es sich für alle Lohnen würde statt Kohle Solarenergie zu nutzen dann würde der Energiewechsel automatisch passieren.“
Dann schaff die Kohlesubventionen ab und führ einen CO2 Handel ein der funktioniert und an den sich alle halten und dann geht das ganz schnell. Ist aber leider etwas realitätsfern. Der Markt reguliert eben vieles aber nicht alles von selbst (vor allem bei langfristigen Interessen ist die Divergenz doch evident).
„ Teile der heutigen Subventionen könnte man z.b. benutzen um die passende Infrastruktur aufzubauen.“
Welche passende Infrastruktur? Redest du von Smart Grids, HGÜ, oder was? Genau das sind die Themen die durch das EEG einen solchen Boom erfahren haben. Also alles wie du es wünschst.
„Subventionen für Kohle und Atom finde ich auch nicht toll, wieso denkst du das ich diese begrüße?“
Gehe ich nicht von aus. Ich habe nur benannt, dass sie existieren. Und unter diesen Umständen (ähnlich wie beim Arbeitsmarkt 800k : 3,6 Mio.) kannst du eben nicht sagen: So Solarstrom, dann setz dich eben einfach mal schnell durch. Es ist Realität hier!!
19. März 2010 um 00:03
„Ich finde es nicht gut wenn eine Mehrheit beschließt das eine Minderheit (welche auch immer) zuviel Eigentum hat das man wegnehmen sollte.“
Und ich finde es nicht gut, dass eine Mini-Minderheit aus unersättlicher Geldgier und Machtbesessenheit (=Banken) uns in ein Desaster geritten hat und die Mehrheit dafür zahlen muss. Du siehst, es sind nicht immer die Reichen, denen man das Geld wegnimmt/wegnehmen will.
Wir können froh sein, ein Solidarprinzip zu haben. Und zwar alle, auch die Besserverdiener und Reiche. Von denen sind immer wieder einige Gottfroh ins soziale Netz „fallen“ zu können. Nicht alle Besserverdiener u. Reiche bleiben immer gut betucht ….
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