Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=OVG%20Mecklenburg-Vorpommern&Datum=27.02.2003&Aktenzeichen=2%20M%20203/02
Timestamp: 2020-02-16 18:44:09+00:00

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OVG Mecklenburg-Vorpommern, 27.02.2003 - 2 M 203/02 - dejure.org
https://dejure.org/2003,10643
OVG Mecklenburg-Vorpommern, 27.02.2003 - 2 M 203/02 (https://dejure.org/2003,10643)
OVG Mecklenburg-Vorpommern, Entscheidung vom 27.02.2003 - 2 M 203/02 (https://dejure.org/2003,10643)
OVG Mecklenburg-Vorpommern, Entscheidung vom 27. Februar 2003 - 2 M 203/02 (https://dejure.org/2003,10643)
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Vorläufiger Rechtsschutz bei Kürzung der Beamtenbezüge; Amtsärztliches Gutachten i.S.d. § 48 Abs. 1 LEG M-V ; Stellungnahme des Amtsarztes; Dienstfähigkeit des betroffenen Beamten; Mitteilung der tragenden Feststellungen und Gründe; Erforderlichkeit der Kenntnis
VG Greifswald, 22.10.2002 - 6 B 2011/02
2.4 Eine Zulassung der Revision wegen Divergenz kommt auch nicht in Betracht, soweit die Beschwerde die Abweichung von der Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts für das Land Mecklenburg-Vorpommern vom 27. Februar 2003 (- 2 M 203/02 - ZBR 2004, 327) rügt.
vgl. OVG Mecklenburg-Vorpommern, Beschluss vom 27. Februar 2003 - 2 M 203/02 -, DÖD 2004, 137 = juris, Rn. 4 ("ersichtlich rechtsmissbräuchlich", "aus der Luft gegriffen"); OVG NRW Beschluss vom 29. Mai 2007 - 6 B 602/07 -, juris, Rn. 11 (offen gelassen zu "offensichtlich rechtswidrig"); Lemhöfer, in: Plog/Wiedow, Bundesbeamtengesetz, Lsbl., § 44 BBG a. F., Rn. 17 a ("aus der Luft gegriffen").
Die Regelung über das Einbehalten eines Teils der Besoldung knüpft damit zwar an die Zurruhesetzungsverfügung als Verwaltungsakt (§ 35 LVwVfG) an und nicht mehr an eine Entscheidung ohne Verwaltungsaktsqualität (BVerwG, Urteil vom 27.06.1991, BVerwGE 88, 332), wie es die Fortführungsentscheidung der Vorgängerregelung war (vgl. § 55 Abs. 3 Satz 1 LBG a.F.; ebenso § 44 Abs. 4 Satz 1 BBG a.F.), so dass die ältere Rechtsprechung über die Form des einstweiligen Rechtsschutzes überholt ist (OVG Bremen, Beschluss vom 04.11.1988, NVwZ-RR 1990, 41; Niedersächs. OVG, Beschluss vom 14.02.1992, ZBR 1992, 287; OVG Nordrhein-Westfalen, Beschluss vom 11.05.1992, NVwZ-RR 1993, 315; OVG Mecklenburg-Vorpommern, Beschluss vom 27.02.2003, ZBR 2004, 327); sie wird auch nicht durch die in § 55 LBG genannte, hier unter dem 21.08.2006 ergangene Mitteilung bewirkt, denn diesem Vorgang fehlt die Rechtswirkung nach außen, weil die Einbehaltung bereits unmittelbar durch das Gesetz angeordnet ist und die Mitteilung hierüber nur einen Hinweis auf die Rechtslage und eine Ankündigung ihrer tatsächlichen kassentechnischen Vollziehung darstellt (so schon zu § 55 Abs. 4 Satz 1 LBG a.F. Beschluss des Senats vom 01.07.1985 - 4 S 979/85 -, Schütz/Maiwald, Beamtenrecht, ES/A 5.5 Nr. 8).
Nur in besonderen Ausnahmefällen, etwa wenn die Ruhestandsversetzung ersichtlich rechtsmissbräuchlich ist und nur dem Zweck dient, die Rechtsfolge der Besoldungskürzung eintreten zu lassen oder wenn die Annahme der Dienstunfähigkeit ohne konkreten Anhaltspunkt aus der Luft gegriffen erscheint, lässt ein Teil der Literatur und der Rechtsprechung unter Bezugnahme auf Art. 19 Abs. 4 des Grundgesetzes für die Bundesrepublik Deutschland/GG einen Rechtschutz im Wege einer einstweiligen Anordnung zu (…vgl. Plog/Wiedow, BBeamtG, § 44 BBG a. F., Rn. 17 a; OVG NRW, B. v. 17.4.2013 - 1 B 1282/12; B. v. 5.10.2012 -1 B 790/12 - jeweils juris; OVG MV, B. v. 27.2.2003 - 2 M 203/02 - ZBR 2004, 327, offen gelassen; vgl. zum Ganzen auch BayVGH, B. v. 26.2.2014 - 3 CE 13.2573 - juris, offen gelassen; VG Frankfurt, B. v. 21.12.2009 - 9 L 3763/09.F - juris, weitergehend, auch ohne die Annahme eines besonderen Ausnahmefalls).
Zwar enthalten auch die zitierten Verwaltungsvorschriften - soweit ersichtlich - hierfür keine zwingende Vorgabe (vgl. OVG MV, B. v. 27.2.3003 - 2 M 203/02 - ZBR 2004, 327).
Dies setzt neben einer eindeutigen Beantwortung der für den Dienstherrn in medizinischer Hinsicht bedeutsamen Fragestellung u. a. auch voraus, dass die amtsärztliche Stellungnahme nicht nur das Ergebnis, sondern auch die tragenden Feststellungen und Gründe enthält, soweit deren Kenntnis für die vom Dienstherrn zu treffende Entscheidung erforderlich sind (vgl. OVG Mecklenburg-Vorpommern, Beschluss vom 27. Februar 2003 - 2 M 203/02 -, ZBR 2004, 327, 328).
VGH Bayern, 20.10.2009 - 3 B 04.484
Einbehaltung der das Ruhegehalt übersteigenden Besoldung ab Fortführung des …
Der Senat verweist insofern auf die Rechtsprechung des OVG Greifswald (Beschluss vom 27.2.2003, Az. 2 M 203/02, ZBR 2004, 327 zu der für die vorliegende Fragestellung insoweit vergleichbaren Norm des § 46a Abs. 2 BBG), der er sich anschließt.
OVG Nordrhein-Westfalen, 28.04.2009 - 6 A 2482/06
Anforderungen an eine hinreichende amtsärztliche Stellungnahme über die …

References: § 48
 § 44
 § 55
 § 44
 § 55
 § 55
 Art. 19
 § 44
 § 46