Source: http://www.steuerschroeder.de/selbstaendig-machen/versicherung.html
Timestamp: 2017-04-29 19:36:43+00:00

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Selbständig machen - Versicherung
Selbständig machen & Versicherungen
Alle wesentlichen Schritte zum Selbständig machen haben Sie an dieser Stelle des Ratgebers bereits hinter sich gebracht. Nur einer, der sehr leicht unterschätzt wird, fehlt noch. Mit Ihrem Selbständig machen kommen eine Fülle von unter Umständen existenzbedrohenden Risiken auf Sie zu. Diese sowohl persönlichen als auch betrieblichen Risiken sollten Sie durch spezielle Versicherungen für Selbständige weitestgehend absichern.
Lesen Sie nachfolgend welche Versicherungen für Selbständige sinnvoll und bezahlbar sind:
• Krankenversicherung (privat oder freiwillig gesetzlich)
• Krankentagegeld und Krankenhaustagegeldversicherung
• Rentenversicherung (privat und/oder gesetzlich)
Geschlechtm w Statusangestellt selbststaendig TarifGrund Komfort Premium Was die oben genannten Versicherungsarten beinhalten, wird nachfolgend in Kurzform beschrieben.
Wenn Sie sich selbständig machen, haben Sie die Wahl zwischen gesetzlicher und privater Krankenversicherung. Vor- und Nachteile sind gut abzuwägen, besonders, wenn eine Familie von der Entscheidung betroffen ist. Wählen Sie die private Krankenversicherung, müssen Sie sich darüber im Klaren sein, dass ein Zurück in die gesetzliche Krankenversicherung nur unter größten Schwierigkeiten, wenn überhaupt, möglich ist. Rentenversicherung (privat und/oder gesetzlich)
Bis auf die Berufsgruppen Künstler, Hochschuldozenten, Publizisten und Handwerksmeister entscheiden Sie selbst über die Art Ihrer Rentenabsicherung. Die gesetzliche Weiterversicherung ist noch innerhalb von fünf Jahren nach dem Selbständig machen möglich. Danach bleibt Ihnen nur die private Rentenversicherung. Wissen sollten Sie aber auch, dass ein freiwillig versicherter Selbständiger die gesetzliche Rentenversicherung nur unter erschwerten Bedingungen wieder verlassen kann. Berufsunfähigkeitsversicherung
Um im Fall einer Arbeits- und Berufsunfähigkeit den gewohnten Lebensstil beibehalten zu können, empfiehlt es sich, eine Berufsunfähigkeitsversicherung abzuschließen. Erkundigen Sie sich genau nach dem Leistungsumfang. Ist teilweise Erwerbsunfähigkeit versichert? Unter welchen Umständen wird die Versicherungssumme ausgezahlt.
Seien Sie sich bewusst, als Selbständiger unterliegen Sie in der Regel nicht mehr dem staatlichen Schutz, zum Beispiel durch eine Erwerbsminderungsrente. Arbeitslosenversicherung
Sie können sich auch als Selbständiger freiwillig gegen Arbeitslosigkeit versichern. Beim Scheitern Ihrer Selbständigkeit haben Sie dann Anspruch auf Arbeitslosengeld. Bedingung ist allerdings: Sie müssen innerhalb der letzten zwei Jahre vor Existenzgründung zwölf Monate lang versicherungspflichtig gewesen sein. Und der Antrag auf Arbeitslosenversicherung muss gleich im Anschluss an das Selbständig machen erfolgen. Betriebliche Versicherungen
• Haftpflicht besonders für Vermögensschäden
• Geschäftsinhaltsversicherung
• Sachversicherung (bei entsprechenden Vermögenswerten)
• Rechtschutzversicherung Was die oben genannten Versicherungsarten beinhalten, wird nachfolgend in Kurzform beschrieben.
Versichern Sie sich dagegen, dass dritte Personen während Ihrer betrieblichen Arbeit verletzt werden. Je nach Branche und Risiko bieten Versicherungsunternehmen unterschiedliche Leistungen und Konditionen an. Holen Sie sich verschiedene Angebote ein.
Diese spezielle Art der Haftpflichtversicherung schützt Sie gegen Schadenersatzforderungen bei Vermögensschäden, die während der Ausübung Ihrer selbständigen Arbeit verursacht wurden. Gerade bei allen handwerklichen Berufen und beim Einsatz von Lieferfahrzeugen ist die Haftpflicht für Vermögensschäden unentbehrlich.
Rechtsschutzversicherungen werden meist als Firmenrechtsschutz für alle Personen im Betrieb angeboten oder als Berufsrechtsschutzversicherung allein nur für den Firmeninhaber. Der Leistungsumfang richtet sich nach der Anzahl der Mitarbeiter, der Rechtsform der Firma und dem Berufsumfeld. Erkundigen Sie sich nach individuellen Angeboten bei mehreren Versicherungsanbietern. Als Fazit zum Thema "Versicherungen" sei gesagt: Wählen Sie für Ihre selbständige Existenz die zu Ihrem Gewerbe passenden Versicherungen. Holen Sie sich jeweils mehrere Angebote ein. Achten Sie nicht nur auf den Preis, vergleichen und achten Sie insbesondere auf die Leistungen. Prüfen Sie sehr genau sogenannte Paketangebote. Brauchen Sie wirklich alle angebotenen Versicherungen aus dem Paket?
Schon beim Erstellen des Businessplans im Kapitel "Finanzen" sind Sie aufgefordert, Zahlen zum Thema Versicherung für Selbständige einzutragen. Nach Gesprächen mit Versicherungsanbietern werden Sie feststellen, die Höhe der Kosten wird oft unterschätzt. Abschließend noch ein paar gut gemeinte Ratschläge zu abgeschlossenen Versicherungsverträgen:
1. Prüfen Sie regelmäßig, ob alle Versicherungen noch notwendig sind.
2. Überlegen Sie, ob durch neue Geschäftsfelder weitere Tatbestände abgesichert werden müssen und ob die Deckungssummen noch stimmen.
3. Hat sich die Risikolage verändert und haben Sie dies der Versicherung gemeldet. Im Schadenfall kann das ansonsten zur Ablehnung von Versicherungsleistungen führen.
Sich Selbständig machen ist nicht schwer. Wenn Sie sich an die Schritt-für-Schritt-Anleitung halten, haben Sie gute Chancen Ihre Existenzgründung zu beginnen, die Startphase erfolgreich zu überstehen und eine nachhaltige selbständige Tätigkeit auszuüben.
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Weitere Informationen zu diesem Thema aus dem Steuer-Blog:BFH: Häusliches Arbeitszimmer eines SelbständigenNach § 4 Abs. 5 Satz 1 Nr. 6b Satz 1 des Einkommensteuergesetzes besteht ein Abzugsverbot für Aufwendungen für ein häusliches Arbeitszimmer; dieses gilt allerdings dann nicht, „wenn für die betriebliche oder berufliche Tätigkeit kein anderer Arbeitsplatz zur Verfügung steht“ (Satz 2). Der Bundesfinanzhof (BFH) hat mit Urteil vom 22. Februar 2017 III R 9/16 entschieden, dass bei einem Selbständigen...Nach § 4 Abs. 5 Satz 1 Nr. 6b Satz 1 des Einkommensteuergesetzes besteht ein Abzugsverbot für Aufwendungen für ein häusliches Arbeitszimmer; dieses gilt allerdings dann nicht, „wenn für die betriebliche oder berufliche Tätigkeit kein anderer Arbeitsplatz zur Verfügung steht“ (Satz 2). Der Bundesfinanzhof (BFH) hat mit Urteil vom 22. Februar 2017 III R 9/16 entschieden, dass bei einem Selbständigen nicht jeder Schreibtischarbeitsplatz in seinen Betriebsräumen zwangsläufig einen solchen zumutbaren „anderen Arbeitsplatz“ darstellt.
Zur Kürzung der Beiträge zur Basiskrankenversicherung um Bonuszahlungen der GKV für gesundheitsbewusstes VerhaltenVerfahrensrechtliche Folgerungen aus dem BFH-Urteil vom 1. Juni 2016 - X R 17/15
Nach dem BMF-Schreiben vom 6. Dezember 2016 zur einkommensteuerlichen Behandlung von Bonuszahlungen einer gesetzlichen Krankenversicherung für gesundheitsbewusstes Verhalten (§ 65a SGB V) sind die Grundsätze des BFH-Urteils vom 1. Juni 2016 - X R 17/15 - (BStBl II 2016, S. 989) über den Einzelfall hinaus allgemein ...Verfahrensrechtliche Folgerungen aus dem BFH-Urteil vom 1. Juni 2016 - X R 17/15
Nach dem BMF-Schreiben vom 6. Dezember 2016 zur einkommensteuerlichen Behandlung von Bonuszahlungen einer gesetzlichen Krankenversicherung für gesundheitsbewusstes Verhalten (§ 65a SGB V) sind die Grundsätze des BFH-Urteils vom 1. Juni 2016 - X R 17/15 - (BStBl II 2016, S. 989) über den Einzelfall hinaus allgemein anzuwenden. Im Rahmen der verfahrensrechtlichen Umsetzung dieses Urteils kann eine Änderung der betroffenen Einkommensteuerbescheide nach § 165 Abs. 2 Satz 2 AO1 und/oder nach § 10 Abs. 2a Satz 8 EStG (in der bis zum 31. Dezember 2016 geltenden Fassung)2 bei Vorlage einer Bescheinigung der gesetzlichen Krankenversicherung3erfolgen.
I. Nach § 165 Abs. 1 Satz 2 Nr. 4 AO vorläufig ergangene Einkommensteuerfestsetzungen für Veranlagungszeiträume ab 2010
Werden dem Steuerpflichtigen von seiner gesetzlichen Krankenversicherung im Rahmen eines Bonusprogramms zur Förderung gesundheitsbewussten Verhaltens (§ 65a SGB V) Kosten für Gesundheitsmaßnahmen erstattet, die nicht im regulären Versicherungsumfang enthalten und damit von den Versicherten vorab privat finanziert worden sind (sog. "Kostenerstattungsfälle"), liegt dem BFH-Urteil folgend eine Leistung der gesetzlichen Krankenversicherung und gerade keine Beitragsrückerstattung vor (siehe ausführlich BMF-Schreiben vom 6. Dezember 2016, BStBl I 2016, S. 1426). Soweit Einkommensteuerbescheide in solchen Fällen hinsichtlich der Kürzung der Beiträge zur Basiskrankenversicherung im Sinne des § 10 Abs. 1 Nr. 3 Buchst. a EStG um Bonuszahlungen der gesetzlichen Krankenversicherung für gesundheitsbewusstes Verhalten (§ 65a SGB V) gemäß § 165 Abs. 1 Satz 2 Nr. 4 AO vorläufig ergangen und diese Vorläufigkeitsvermerke noch wirksam sind, sind diese Bescheide nach § 165 Abs. 2 Satz 2 AO zu ändern und insoweit für endgültig zu erklären. Für die Behandlung aller anderen, nicht streitgegenständlichen Bonusleistungen gilt weiterhin Rz. 71 f. des BMF-Schreibens zur einkommensteuerrechtlichen Behandlung von Vorsorgeaufwendungen und Altersbezügen vom 19. August 2013 (BStBl I 2013, S. 1087).
Wurde der Vorläufigkeitsvermerk erstmals anlässlich der Änderung eines bestandskräftigen Steuerbescheids dem Bescheid beigefügt, ist die ggf. betragsmäßige Beschränkung des Vorläufigkeitsvermerks (Abschnitt I Nr. 2 Buchst. c des BMF-Schreibens vom 16. Mai 2011, BStBl I S. 464) zu beachten. Unabhängig hiervon kann eine betragsmäßig nicht beschränkte Änderung nach § 10 Abs. 2a Satz 8 EStG a. F. möglich sein (siehe Abschnitt II dieses Schreibens).
Im Übrigen sind Bescheide nur dann für endgültig zu erklären, wenn der Steuerpflichtige dies beantragt oder die Bescheide aus anderen Gründen zu ändern sind (§ 165 Abs. 2 Satz 4 AO). Soweit Einkommensteuerbescheide nicht für endgültig erklärt werden, bleibt bis zum Ablauf der Festsetzungsfrist eine Bescheidänderung zur Berücksichtigung ungekürzter Krankenversicherungsbeiträge nach § 165 Abs. 2 Satz 2 AO möglich. Die Festsetzungsfrist endet gemäß § 171 Abs. 8 Satz 2 AO insoweit frühestens mit Ablauf des 6. Dezember 2018.
II. Änderung der Einkommensteuerfestsetzungen nach § 10 Abs. 2a Satz 8 EStG a. F.
Soweit keine Änderung gemäß § 165 Abs. 2 Satz 2 AO in Betracht kommt, wären in allen Kostenerstattungsfällen (siehe Abschnitt I), in denen die gesetzliche Krankenversicherung eine entsprechende elektronische Meldung an die Finanzverwaltung übermitteln würde und sich hierdurch eine Änderung der festgesetzten Steuer ergäbe, die Einkommensteuerbescheide bis einschließlich Besteuerungszeitraum 2016 nach § 10 Abs. 2a Satz 8 EStG a. F. zu ändern. Dies gilt aber nur, solange die Festsetzungsfrist noch nicht abgelaufen ist (§ 169 Abs. 2 Satz 1 Nr. 2, § 170 Abs. 1 und Abs. 2 Satz 1 Nr. 1 AO). Die Ablaufhemmung nach § 171 Abs. 8 Satz 2 AO gilt für diese Änderung nicht.
Die Vorlage einer von der gesetzlichen Krankenversicherung ausgestellten Papierbescheinigung, aus der eine Korrektur der grundsätzlich elektronisch zu übermittelnden Beitragsrückerstattungen hervorgeht, ist für die Anwendung des § 10 Abs. 2a Satz 8 EStG a. F. ausreichend. Dies gilt für Veranlagungszeiträume bis einschließlich 2016 (Näheres siehe Abschnitt III dieses Schreibens).
Die Änderung des Einkommensteuerbescheides nach § 165 Abs. 2 Satz 2 AO4 und/oder nach § 10 Abs. 2a Satz 8 EStG a. F.5 hinsichtlich der als Sonderausgaben abziehbaren Krankenversicherungsbeiträge erfolgt, sobald der Steuerpflichtige dem Finanzamt eine von der gesetzlichen Krankenversicherung infolge des BFH-Urteils vom 1. Juni 2016 - X R 17/15 - ausgestellte Papierbescheinigung vorlegt. Für die Veranlagungszeiträume 2010 bis einschließlich 2016 wird aus Verhältnismäßigkeitsgründen auf eine Übermittlung korrigierter Datensätze verzichtet. Aus der jahresbezogenen Papierbescheinigung sollte dabei mindestens Folgendes hervorgehen:
Von einer Änderung nach § 165 Abs. 2 Satz 2 AO6 und/oder nach § 10 Abs. 2a Satz 8 EStG a. F.7unberührt bleiben die Änderungsmöglichkeiten im Rahmen des Rechtsbehelfsverfahrens.
Quelle: BMF, Schreiben (koordinierter Ländererlass) IV A 3 - S-0338 / 16 / 10004 vom 29.03.2017
Selbstbehalt bei einer Krankenversicherung: Kein Abzug als SonderausgabenSelbstbehalt bei einer Krankenversicherung: Kein Abzug als Sonderausgaben
A hatte für sich eine private Krankenversicherung abgeschlossen und einen Selbstbehalt von 1.80...Selbstbehalt bei einer Krankenversicherung: Kein Abzug als Sonderausgaben

References: § 4
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