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Timestamp: 2019-09-18 12:42:50+00:00

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BVerwG, 06.10.1992 - 6 P 25.90 - dejure.org
BVerwG, 06.10.1992 - 6 P 25.90
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BVerwG, 06.10.1992 - 6 P 25.90 (https://dejure.org/1992,1195)
BVerwG, Entscheidung vom 06.10.1992 - 6 P 25.90 (https://dejure.org/1992,1195)
BVerwG, Entscheidung vom 06. Januar 1992 - 6 P 25.90 (https://dejure.org/1992,1195)
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Initiativrecht des Personalrats - Mitbestimmung bei Anordnung von Mehrarbeit und Überstunden
Personalvertretung - Initiativrecht - Ausübung des Initiativrechts - Mitbestimmung bei Anordnung von Mehrarbeit
NVwZ-RR 1993, 309
Es verwirklicht damit den das Personalvertretungsrecht insgesamt beherrschenden Grundsatz der gleichberechtigten Partnerschaft zwischen Dienststelle und Personalrat (vgl. BVerwG, Beschluss vom 6. Oktober 1992 - 6 P 25.90 - Buchholz 251.2 § 79 BlnPersVG Nr. 4 S. 6).
Es verschafft dem Personalrat also nicht mehr Befugnisse als ihm von dem in Anspruch genommenen gesetzlichen Mitbestimmungstatbestand für den Fall verliehen sind, dass er vom Leiter der Dienststelle um Zustimmung zu der jeweiligen mitbestimmungspflichtigen Maßnahme gebeten wird (stRspr, vgl. etwa BVerwG, Beschluss vom 6. Oktober 1992 - 6 P 25.90 - Buchholz 251.2 § 79 BlnPersVG Nr. 4 S. 6 f. und vom 29. September 2004 - 6 P 4.04 - Buchholz 251.5 § 69 HePersVG Nr. 1 S. 2).
Erforderlich, aber auch ausreichend ist mithin, dass die mit dem konkreten Initiativantrag angestrebte Maßnahme zu dem gesetzlichen Mitbestimmungstatbestand gehört, dem das Initiativrecht zugeordnet ist, und der konkrete Antragsgegenstand im Übrigen die durch den Inhalt sowie Sinn und Zweck des gesetzlichen Mitbestimmungstatbestandes abgesteckten Grenzen nicht überschreitet (s.a. BVerwG, Beschluss vom 6. Oktober 1992 - 6 P 25.90 - Buchholz 251.2 § 79 BlnPersVG Nr. 4 S. 5).
Diese Grundsätze sind auch auf das Initiativrecht entsprechend anzuwenden (Beschluss vom 6. Oktober 1992 - BVerwG 6 P 25.90 - Buchholz 251.2 § 79 BlnPersVG Nr. 4, S. 7).
Das Initiativrecht des Personalrats wird durch den Inhalt seines jeweiligen Mitbestimmungsrechts und dessen Sinn und Zweck begrenzt (vgl. Beschluss vom 6. Oktober 1992 - BVerwGE 6 P 25.90 - Buchholz 251.2 § 79 BlnPersVG Nr. 4 S. 6 f.; ebenso zum Initiativrecht des Betriebsrats: BAG…, Beschluss vom 28. November 1989, a.a.O. S. 288 f.).
BVerwG, 20.01.1993 - 6 P 21.90
Personalvertretung - Initiativantrag - Stufenvertretung - Arbeitszeitregelung
Zutreffend hat der Verwaltungsgerichtshof angenommen, daß der Inhalt der angestrebten Dienstvereinbarung als Gegenstand des Initiativantrags von einem sog. vollen Initiativrecht gemäß §§ 70 Abs. 1 Satz 1, 75 Abs. 3 Nr. 1 BPersVG erfaßt wird (vgl. zu den Voraussetzungen eines Initiativrechts Beschluß vom 25. Oktober 1983 - BVerwG 6 P 22.82 - BVerwGE 68, 137; Beschluß vom 22. Februar 1991 - BVerwG 6 PB 10.90 - Buchholz 251.0 § 70 BaWüPersVG Nr. 1; Beschluß vom 6. Oktober 1992 - BVerwG 6 P 25.90 - Buchholz 251.2 § 79 BlnPersVG Nr. 4).
Indem es dem Personalrat die Ausübung seiner Befugnisse in aktiver Form ermöglicht, verwirklicht es in besonderer Weise den Grundsatz der gleichberechtigten Partnerschaft zwischen Personalvertretung und Leiter der Dienststelle (…Beschluß vom 25. Oktober 1983 - BVerwG 6 P 22.82 - a.a.O.; Beschluß vom 6. Oktober 1992 - BVerwG 6 P 25.90 - a.a.O.).
Der insofern vom Bundesverwaltungsgericht im Beschluss vom 6. Oktober 1992 - 6 P 25.90 - (PersR 1993, 77 ff., 79 f.) vertretenen Auffassung könne sich die Kammer nicht anschließen, weil § 69 Abs. 3 Satz 1 HPVG abschließender Natur sei und letztlich im Mitbestimmungsverfahren darüber zu entscheiden sei, ob die vom Personalrat vorgeschlagene Maßnahme von der Dienststelle übernommen werde.
Im Gegensatz zum Verwaltungsgericht folgt er daher den überzeugenden Erwägungen im Beschluss des Bundesverwaltungsgerichts vom 6. Oktober 1992 - 6 P 25/90 - (NVwZ-RR 1993, 309 = PersR 1993, 77 = juris), wonach die Personalvertretung das Initiativrecht nur in dem Umfang ausüben kann, in dem der Antragsgegenstand Inhalt sowie Sinn und Zweck des Mitbestimmungstatbestandes entspricht, dem es zugeordnet ist.
Vielmehr gilt die beabsichtigte Maßnahme nach Ablauf der gesetzlichen Äußerungsfrist als gebilligt (Beschluß vom 4. April 1985 - BVerwG 6 P 37.82 - Buchholz 238.3 A § 75 BPersVG Nr. 39; Beschluß vom 18. April 1986 - BVerwG 6 P 31.84 - Buchholz 238.3 A § 69 BPersVG Nr. 8; Beschluß vom 20. Juni 1986 - BVerwG 6 P 4.83 - BVerwGE 74, 273 = Buchholz 238.3 A § 77 BPersVG Nr. 6; Beschluß vom 6. Oktober 1992 - BVerwG 6 P 25.90 - Buchholz 251.2 § 79 BlnPersVG Nr. 4 = PersR 1993, 77 = ZfPR 1993, 46; Beschluß vom 16. Dezember 1992 - BVerwG 6 P 27.91 - PersR 1993, 217).
BVerwG, 16.12.1992 - 6 P 27.91
Personalvertretung - Zustimmungsverweigerung - Personalrat - Mitbestimmungsrecht
Vielmehr gilt die beabsichtigte Maßnahme nach Ablauf der gesetzlichen Stellungnahmefrist als gebilligt und kann somit durchgeführt werden (vgl. BVerwG, Beschluß vom 4. April 1985 - BVerwG 6 P 37.82 - Buchholz 238.3 A § 75 BPersVG Nr. 39; Beschluß vom 20. Juni 1986 - BVerwG 6 P 4.83 - BVerwGE 74, 273, 276 = Buchholz 238.3 A § 77 BPersVG Nr. 6 sowie Beschluß vom 6. Oktober 1992 - BVerwG 6 P 25.90 -).
OVG Nordrhein-Westfalen, 01.12.2004 - 1 A 1294/03
Kollektiv ausgerichtetes Mitbestimmungsrecht; Maßstab für die Beurteilung des …
BVerwG Beschluss vom 6.10.1992 - 6 P 25/90 -, PersR 1993, 77 = PersV 1993, 328 = ZfPR 1993, 46 zum inhaltsgleichen § 85 Abs. 1 Nr. 2 PersVG Bln.
BVerwG, 11.07.1995 - 6 P 22.93
Personalvertretungsrecht: Gebrauchmachen vom auf Ausschöpfung der …
Die Personalvertretung überschreitet die ihr durch Sinn und Zweck des Initiativrechts gezogene Grenze, wenn sie versucht, mit Hilfe ihrer Antragsbefugnis lediglich individuelle Anliegen einzelner Beschäftigter durchzusetzen oder unmittelbar Einfluß auf eine im personalpolitischen Ermessen der Dienststelle stehende Entscheidung zu nehmen (…so Beschluß vom 25. Oktober 1983, a.a.O., insbesondere BVerwGE 68, 140 [BVerwG 25.10.1983 - 6 P 22/82]; wegen der weiteren Einzelheiten s. Beschluß vom 6. Oktober 1992 - BVerwG 6 P 25.90 - Buchholz 251.2 § 79 BlnPersVG Nr. 4).
Da das Initiativrecht nach § 69 Abs. 3 Satz 1 HePersVG lediglich eine spezifische Form der Ausübung des Mitbestimmungsrechts ist (vgl. auch BVerwG, Beschlüsse vom 6. Oktober 1992 - BVerwG 6 P 25.90 - PersR 1993, 77, 78 f.;vom 25. Oktober 1983 - BVerwG 6 P 22.82 - BVerwGE 68, 137, 139 f.;vom 13. Februar 1976 - BVerwG 7 P 9.74 - BVerwGE 50, 176, 183), führt das Fehlen des Mitbestimmungsrechts dazu, daß dem Antragsteller das begehrte Initiativrecht nicht zusteht.
OVG Saarland, 05.12.2016 - 5 A 16/16
Initiativrecht des Personalrats; Verbindlichkeit des Spruchs der Einigungsstelle …
OVG Saarland, 08.03.1993 - 5 W 2/92
Personalmaßnahme; Initiativrecht des Personalrats; Umfang; Beförderung; …
OVG Nordrhein-Westfalen, 05.02.1998 - 1 A 4363/95
Personalrat; Mitbestimmungsrecht; Arbeitszeitänderung; Überstunden; …
VG Mainz, 21.07.2015 - 5 K 166/15
Beteiligung des Personalrats bei Einstellungen; hier: Zustimmungsverweigerung …
BVerwG, 16.12.1992 - 6 P 26.91
Billigung einer der Mitbestimmung unterliegenden Maßnahme im Fall der …
VG Potsdam, 10.05.1995 - 11 K 1174/94
Durchführung des Mitbestimmungsverfahrens bei der Einstellung von …

References: § 79
 § 79
 § 69
 § 79
 § 79
 § 79
 § 70
 § 79
 § 69
 § 75
 § 69
 § 77
 § 79
 § 75
 § 77
 § 85
 § 79
 § 69