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Timestamp: 2020-01-24 19:29:52+00:00

Document:
Reinvestitionsrücklage nach § 6b EStG | Finance Office Professional | Finance | Haufe
Einschränkungen seit 1999
Sonderposten mit Rücklageanteil nach § 6b EStG
3600 SKR 04
Einstellungen in die steuerliche Rücklage nach § 6b Abs. 3 EStG
6970 SKR 04
Der Betrag der Rücklage wird unmittelbar auf das Konto "Sonderposten mit Rücklageanteil nach § 6b EStG" 0931 (SKR 03) bzw. 2981 (SKR 04) gebucht.
Die Gegenbuchung erfolgt auf das Konto "Einstellungen in die steuerliche Rücklage nach § 6b Abs. 3 EStG" 2342 (SKR 03) bzw. 6922 (SKR 04).
an Sonderposten mit Rücklagenanteil nach § 6b EstG
2 Praxis-Beispiel für Ihre Buchhaltung: Grundstücksverkauf – Zuführung zur Rücklage nach § 6b EStG
Bauunternehmer Hans Groß hatte vor 5 Jahren ein Betriebsgrundstück für 200.000 EUR erworben. Hierauf wollte Hans Groß eine Betonmischanlage bauen lassen. Von diesem Vorhaben hat er allerdings Abstand genommen. Als sich in 08 eine günstige Gelegenheit ergab, verkaufte er das Grundstück für 350.000 EUR. Bei der Vorbereitung des Jahresabschlusses 08 überlegt er, welche Möglichkeiten es gibt, den erzielten Veräußerungsgewinn von 150.000 EUR nicht zu versteuern.
Wenn Hans Groß die Besteuerung des Veräußerungsgewinns von 150.000 EUR legal umgehen will, kann er den Veräußerungsgewinn einer Rücklage nach § 6b EStG (Reinvestitionsrücklage) zuführen. Allerdings muss er die Rücklage nach 4 Jahren Gewinn erhöhend auflösen, wenn er innerhalb dieses Zeitraums kein neues Grundstück, Aufwuchs oder Gebäude erwirbt. Über diese Konsequenz muss sich Hans Groß im Klaren sein. Nach langem Abwägen entschließt er sich für die Bildung einer Rücklage.
2342 Einstellungen in die steuerliche Rücklage nach § 6b Abs. 3 EStG 150.000 0931 Sonderposten mit Rücklageanteil nach § 6b EStG 150.000
6922 Einstellungen in die steuerliche Rücklage nach § 6b Abs. 3 EStG 150.000 2981 Sonderposten mit Rücklageanteil nach § 6b EStG 150.000
3 Für welche Verkäufe eine Rücklage nach § 6b EStG gebildet werden darf und die Übertragungsmöglichkeiten
Die Rücklage darf nur noch für Immobilien gebildet werden
Seit 1999 kann die § 6b-Rücklage praktisch nur noch für Immobilien gebildet werden. Nicht für jeden Veräußerungsgewinn darf eine Rücklage gebildet werden. Außerdem kann die Rücklage nicht auf jedes beliebige Wirtschaftsgut übertragen werden.
Nach § 6b EStG stehen folgende Übertragungsmöglichkeiten zur Verfügung.
4 Diese Übertragungsmöglichkeiten bestehen
Veräußerungsgewinne können übertragen werden auf die Anschaffungs- oder Herstellungskosten von
Gewinn aus der Veräußerung von abnutzbaren beweglichen Wirtschaftsgütern Grund und Boden Aufwuchs auf Grund und Boden mit dazugehörigem Grund und Boden bei Zugehörigkeit zu land- und forstwirtschaftlichem Betriebsvermögen Gebäuden und Aufwand für Erweiterung, Ausbau und Umbau der Gebäude Anteilen an Kapitalgesellschaften
Grund und Boden Nein 100 % Nein Nein Nein
Aufwuchs auf Grund und Boden mit dazugehörigem Grund und Boden bei Zugehörigkeit zu land- und forstwirtschaftlichem Betriebsvermögen Nein 100 % 100 % Nein Nein
Gebäuden Nein 100 % 100 % 100 % Nein
Anteilen an Kapitalgesellschaften durch Einzelunternehmen und Personengesellschaften Bis zu
500.000 EUR Nein Nein Bis zu 500.000 EUR Bis zu 500.000 EUR
Tab. 1: Übertragungsmöglichkeiten für Veräußerungsgewinne
Nach dem Urteil des FG Münster vom 13.5.2016 kann bei der Übertragung einer § 6b-Rücklage auf einen anderen Betrieb die Rücklage nicht erst in dem Wirtschaftsjahr übertragen werden, in dem der Abzug von den Anschaffungs- oder Herstellungskosten bei Wirtschaftsgütern des anderen Betriebs vorgenommen wird. Vielmehr ist die Übertragung unabhängig vom Abzug von den Anschaffungs- oder Herstellungskosten in dem anderen Betrieb zulässig, zumindest aber bereits im Jahr des Beginns der Herstellung des betreffenden Wirtschaftsguts.
Die Finanzverwaltung hat hiergegen Revision eingelegt.
5 Veräußerungsgewinn, Rücklagenhöhe, auf welche Wirtschaftsgüter übertragen wird
5.1 So wird der Veräußerungsgewinn berechnet
Den Veräußerungsgewinn können Sie wie folgt ermitteln:
./. Buchwert des veräußerten Wirtschaftsguts
Als Voraussetzung für die Übertragung oder Bildung der Rücklage müssen die Veräußerungsgewinne durch den Verkauf bestimmter Anlagegüter entstanden sein.
Außerdem muss das veräußerte Wirtschaftsgut mindestens 6 Jahre ununterbrochen zum Anlagevermögen einer inländischen Betriebsstätte gehört haben. Die Frist verkürzt sich auf 2 Jahre, wenn die Veräußerung der Vorbereitung oder Durchführung von städtebaulichen Sanierungs- oder Erschließungsmaßnahmen dient.
5.2 Höhe der Rücklage
Veräußerungsgewinne, die durch den Verkauf von Grund und Boden, von Aufwuchs auf Grund und Boden land- und forstwirtschaftlicher Betriebe oder von Gebäuden erzielet werden, können in voll...
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References: § 6
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