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Timestamp: 2019-06-20 22:15:58+00:00

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BFH, 19.02.2004 - VI R 122/00 - dejure.org
https://dejure.org/2004,1257
BFH, 19.02.2004 - VI R 122/00 (https://dejure.org/2004,1257)
BFH, Entscheidung vom 19.02.2004 - VI R 122/00 (https://dejure.org/2004,1257)
BFH, Entscheidung vom 19. Februar 2004 - VI R 122/00 (https://dejure.org/2004,1257)
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EStG § 42d Abs. 1 Nr. 1, § 38 Abs. 1 Satz 2; LStDV § 1
Untergesellschaft als Arbeitgeber für von der Obergesellschaft entsandte Geschäftsführer - Haftung des Arbeitgebers für Lohnsteuer von Arbeitnehmern - Zahlung des Arbeitslohns durch Dritte - Vertragspartner des Arbeitnehmers aus dem Dienstvertrag als Arbeitgeber
Konzernobergesellschaft als Arbeitgeberin eines bei ihr angestellten, aber in Tochter-GmbH entsandten Geschäftsführers
GmbH nicht ArbG ihrer von der Obergesellschaft entlohnten und vorübergehend entsandten Geschäftsführer
FG Nürnberg, 06.06.2000 - I 280/97
BFHE 205, 216
ZIP 2004, 1357
BB 2004, 1089
DB 2004, 1186
BStBl II 2004, 620
NZG 2004, 631
Beide Rechtsverhältnisse stehen selbständig nebeneinander und können unabhängig voneinander begründet oder beendet werden (BFH-Urteil in BFHE 205, 216, BStBl II 2004, 620, m.w.N.).
Es bleibt vielmehr bei dem Grundsatz, dass Arbeitgeber (auch) i.S. von § 8 Abs. 3 EStG nur derjenige ist, zu dem eine bestimmte Person (Arbeitnehmer) in einem Arbeitsverhältnis steht (s. Senatsurteile vom 13. Juli 2011 VI R 84/10, BFHE 234, 204, BStBl II 2011, 986, und vom 19. Februar 2004 VI R 122/00, BFHE 205, 216, BStBl II 2004, 620;… Schmidt/Krüger, a.a.O., § 38 Rz 2; Blümich/Geserich, § 19 EStG Rz 130; Schneider, Höchstrichterliche Finanzrechtsprechung --HFR-- 2010, 117).
Der Senat weicht mit dieser Entscheidung nicht von der Rechtsprechung des VI. Senats des Bundesfinanzhofs ab, nach der eine Kapitalgesellschaft nicht Arbeitgeberin ihrer Geschäftsführer ist, wenn diese von ihrer Muttergesellschaft zu ihr entsandt worden sind und nur von dieser entlohnt werden (Urteil vom 19. Februar 2004 VI R 122/00, BFHE 205, 216, BStBl II 2004, 620).
Vielmehr kann die Pflicht zur Einbehaltung der Lohnsteuer stets nur diejenige Gesellschaft betreffen, die nach den abgeschlossenen Arbeitsverträgen Arbeitgeberin ist (vgl. BFH-Urteile in BFHE 146, 253, BStBl II 1986, 768; vom 19. Februar 2004 VI R 122/00, BFHE 205, 216, BStBl II 2004, 620).
BFH, 13.07.2011 - VI R 84/10
Lohnsteuerprivileg des Arbeitgebers in der Schifffahrt - Verweildauer von 183 …
Dies ist regelmäßig der Vertragspartner des Arbeitnehmers aus dem Dienstvertrag (Urteil des Bundesfinanzhofs --BFH-- vom 19. Februar 2004 VI R 122/00, BFHE 205, 216, BStBl II 2004, 620).
Bei Arbeitnehmerüberlassung oder sonstigen Formen des drittbezogenen Arbeitseinsatzes, in denen der Arbeitnehmer nicht mehr unter der Weisung seines Vertragspartners steht, ist lohnsteuerrechtlich jedoch derjenige Arbeitgeber, der dem Arbeitnehmer den Lohn im eigenen Namen und für eigene Rechnung auszahlt (BFH-Urteile in BFHE 205, 216, BStBl II 2004, 620; vom 24. März 1999 I R 64/98, BFHE 190, 74, BStBl II 2000, 41).
Als Organ der Gesellschaft ist er in die GmbH eingegliedert und muss den Regelungen im Anstellungsvertrag und den Weisungen der Gesellschafter aufgrund von Gesellschafterbeschlüssen folgen (BFH, Urteil vom 19. Februar 2004, VI R 122/00, BFHE 205, 216, BStBl II 2004, 620; FG Düsseldorf, Urteil vom 21. März 2012, 4 K 2834/11 AO, EFG 2012, 1400).
Deshalb kann im Konzernverbund die Übernahme des Geschäftsführeramtes unselbständiger Bestandteil eines Arbeitsvertrages (mit der Obergesellschaft) sein, wenn ein Angestellter des herrschenden Unternehmens im Konzern unter Fortführung des Anstellungsverhältnisses die Leitung eines abhängigen Konzernunternehmens übernimmt (vgl. BFH-Urteil vom 19. Februar 2004 VI R 122/00, BStBl II 2004, 620, m.w.N.).
Daran ändert sich nichts, wenn ein Angestellter auf Grund seines Anstellungsverhältnisses bei einer Konzern-Obergesellschaft (auch) als Geschäftsführer einer Tochtergesellschaft tätig wird; allein die organschaftliche Stellung rechtfertigt im Anwendungsbereich des § 38 Abs. 1 Satz 1 EStG eine von der zivilrechtlichen Ausgangslage abweichende Beurteilung nicht (BFH-Urteil vom 19. Februar 2004 VI R 122/00, a. a. O.).
Arbeitgeber ist danach regelmäßig der Vertragspartner des Arbeitnehmers aus dem Dienstvertrag (Urteil des BFH vom 19.2.2004 VI R 122/00, BStBl. II 2004, 620 m.w.N.).
Allerdings hat der BFH in Fällen der Arbeitnehmerüberlassung oder bei sonstigen Fällen des drittbezogenen Arbeitseinsatzes dem Kriterium, wer den Arbeitsvertrag geschlossen hat, keine alleinentscheidende Bedeutung beigemessen, sondern in solchen Fällen als Arbeitgeber denjenigen angesehen, der dem Arbeitnehmer den Lohn im eigenen Namen und für eigene Rechnung auszahlt(Urteile vom 24.3.1999 I R 64/98 undvom 19.2.2004 VI R 122/00, a.a.O.).
Er wird abgeleitet aus den in § 1 Abs. 1 und 2 Lohnsteuer-Durchführungsverordnung (LStDV) enthaltenen Begriffen Arbeitnehmer und Dienstverhältnis (vgl. BFH-Urteil vom 19. Februar 2004 VI R 122/00, BStBl II 2004, 620, 621 m.w.N.).
Danach ist Arbeitgeber derjenige, zu dem eine bestimmte Person, um deren einzubehaltende Lohnsteuer es geht, in einem Arbeitnehmerverhältnis steht (zivilrechtlicher Arbeitgeberbegriff; BFH-Urteil vom 19. Februar 2004 VI R 122/00, BStBl II 2004, 620, 621;Urteil vom 17. Februar 1995 VI R 41/92, BStBl II 1995, 390;… s. auch Drenseck in Schmidt, EStG, 25. Aufl. 2006, § 38 Tz. 4 m.w.N.).
Im Rahmen von Dreiecksverhältnissen - wie sie z.B. bei Arbeitnehmerüberlassungen vorliegen -, hat der BFH maßgeblich denjenigen als Arbeitgeber angesehen, der dem Arbeitnehmer den Lohn in eigenem Namen und für eigene Rechnung (unmittelbar) auszahlt (BFH-Urteil vom 19. Februar 2004 VI R 122/00, BStBl II 2004, 620, 621;Urteil vom 24. März 1999 I R 64/98, BStBl II 2000, 41, 43;Urteil vom 2. April 1982 VI R 34/79, BStBl II 1982, 502, 503;… Drenseck in Schmidt, EStG 25. Aufl. 2006, § 38 Tz. 4;… Eisgruber in Kirchhof, EStG, 6. Aufl. 2006, § 38 Tz. 5).
FG Niedersachsen, 14.03.2005 - 3 K 644/04
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References: § 42
 § 38
 § 1
 § 8
 § 38
 § 19
 § 38
 § 1
 § 38
 § 38
 § 38