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Timestamp: 2020-02-25 06:12:34+00:00

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BFH, 08.04.1992 - I R 162/90 - dejure.org
BFH, 08.04.1992 - I R 162/90
https://dejure.org/1992,1565
BFH, 08.04.1992 - I R 162/90 (https://dejure.org/1992,1565)
BFH, Entscheidung vom 08.04.1992 - I R 162/90 (https://dejure.org/1992,1565)
BFH, Entscheidung vom 08. April 1992 - I R 162/90 (https://dejure.org/1992,1565)
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UmwStG §§ 20, 21
Gewinnrealisierung - Stille Reserven von Gesellschaftsanteilen - Sacheinlage - Kapitalerhöhung - Bareinlage
§§ 20, 21 UmwStG
Umwandlungsteuergesetz; keine Gewinnrealisierung bei Anteilserwerb durch Gesellschafter
BFHE 167, 432
BB 1992, 1273
BB 1992, 1410
DB 1992, 1705
BStBl II 1992, 764
Unter einer Veräußerung i.S. des § 22 Abs. 2 UmwStG 2006 a.F. ist --jedenfalls soweit unmittelbare Veräußerungen betroffen sind-- grundsätzlich die Übertragung von Gesellschaftsanteilen auf einen anderen Rechtsträger zu verstehen (vgl. Senatsurteil vom 8. April 1992 I R 162/90, BFHE 167, 432, BStBl II 1992, 764).
Sie liegt auch dem nicht veröffentlichten Urteil des I. Senats vom 5. März 1986 I R 218/81 (dazu Eppler, Deutsches Steuerrecht --DStR-- 1988, 64), dessen Urteilen vom 8. April 1992 I R 128/88 (BFHE 167, 424, BStBl II 1992, 761), I R 162/90 (BFHE 167, 432, BStBl II 1992, 764) und I R 30/91 (…BFH/NV 1992, 706) sowie dessen Urteil vom 21. August 1996 I R 75/95 (…BFH/NV 1997, 314) zugrunde.
Den Grad der steuerlichen Verstrickung und damit den Maßstab für die Kaufpreisaufteilung ermittelte der Beklagte (Bekl.) auf der Basis des im BFH-Urteil vom 08.04.1992 (I R 162/90, BStBl II 1992, 764) aufgeführten Rechenbeispiels mit 83, 83%, indem er den von der Betriebsprüfung festgestellten Wert der Anteile vor Kapitalerhöhung in Höhe von 35.772.000 DM mit dem Nominalbetrag des gesamten Grundkapitals (13.500.000 DM) multipliziert und das Produkt sodann durch den Wert aller Anteile nach Kapitalerhöhung (42.672.000 DM) dividiert hatte.
Schließlich habe der Kl. die Urteile des BFH vom 08.04.1992 (I R 128/88, BStBl II 1992, 761 und I R 162/90, BStBl II 1992, 764) in zweierlei Hinsicht unzutreffend angewandt.
Dieser abgespaltenen Substanz haftet die Steuerverstrickung nach § 21 UmwStG an (BFH-Urteile jeweilsvom 08.04.1992 I R 128/88, BFHE 167, 424, BStBl II 1992, 761; I R 162/90, BFHE 167, 432, BStBl II 1992, 764).
Die Kapitalerhöhung führte nach der vom BFH entwickelten Wertabspaltungstheorie (Urteile vom 08.04.1992, a.a.O.) bei den Gebrüdern -Z- zum Erwerb von 138.000 jungen Aktien, die zu 68, 36% als - derivativ - einbringungsgeboren zu qualifizieren waren.
Der Bekl. hat den Grad der Verstrickung der gesamten Anteile entsprechend der im Urteil des BFH vom 08.04.1992 (I R 162/90, a.a.O.) wiedergegebenen Formel mit 83, 83% zwar rechnerisch zutreffend ermittelt, 13, 5 Mio. DM (Nominalbetrag der Anteile) x 35, 772 Mio. DM (Anteilswert vor Kapitalerhöhung) = 42, 476 Mio. DM (Anteilswert nach Kapitalerhöhung) 11, 317 Mio. DM (Nominalbetrag der Anteile, soweit einbringungsgeboren); entspricht einer Verhaftungsquote von 83, 83% dabei jedoch außer Acht gelassen, dass die Altanteile vollständig im Wege der Sacheinlage erworben worden waren und deren Verhaftungsgrad somit zwingend 100% betrug.
Zwar kann es heute als gesichert gelten, dass ein auf Tz. 66 gestützter Steuerbescheid rechtswidrig gewesen wäre, was aus den später ergangenen Urteilen des BFH folgt (BFH-Urteile vom 08.04.1992, I R 162/90, BFHE 167, 432, BStBl II 1992, 764; I R 128/88, BFHE 167, 424, BStBl II 1992, 761).
BFH, 08.11.2016 - I R 49/15
aaa) Nach ständiger Senatsrechtsprechung (Urteile vom 8. April 1992 I R 128/88, BFHE 167, 424, BStBl II 1992, 761; I R 160/90, BFHE 167, 429, BStBl II 1992, 763; I R 162/90, BFHE 167, 432, BStBl II 1992, 764; vom 28. November 2007 I R 34/07, BFHE 220, 58, BStBl II 2008, 533; vom 25. Juli 2012 I R 88/10, BFHE 238, 108, BStBl II 2013, 94) erfasst die Steuerverhaftung des § 21 Abs. 1 UmwStG 1995 nicht nur die neuen Anteile, die der Einbringende für die Buchwerteinbringung des Betriebsvermögens (Betrieb, Teilbetrieb oder Mitunternehmeranteil) in die Kapitalgesellschaft i.S. der §§ 20 Abs. 1, 21 Abs. 1 UmwStG 1995 erhält (einbringungsgeborene Anteile).
Bestehen an der betreffenden Kapitalgesellschaft bereits einbringungsgeborene (Alt-)Anteile und führt die Gesellschaft eine nicht wertkongruente Kapitalerhöhung durch, gehen stille Reserven der einbringungsgeborenen (Alt-)Anteile auf die bei der Kapitalerhöhung durch Bareinlage erworbenen (Neu-)Anteile über (Transport der steuerverstrickten stillen Reserven vom Alt- zum Neu-Anteil mit der Folge der Mitverstrickung des Neuanteils, vgl. Senatsurteile in BFHE 167, 424, BStBl II 1992, 761, und in BFHE 167, 432, BStBl II 1992, 764).
Dass junge Anteile, die auf solche Bezugsrechte zurückgehen, ihrerseits solche i.S. des § 21 Abs. 1 UmwStG 1995 sind (vgl. Senatsurteile vom 8. April 1992 I R 128/88, BFHE 167, 424, BStBl II 1992, 761; I R 160/90, BFHE 167, 429, BStBl II 1992, 753; I R 162/90, BFHE 167, 432, BStBl II 1992, 764), widerspricht dem nicht.
Wie der Bundesfinanzhof (BFH) im Urteil vom 8. April 1992 I R 162/90 (BFHE 167, 432, BStBl II 1992, 764; vgl. auch Urteile vom 8. April 1992 I R 128/88, BFHE 167, 424, BStBl II 1992, 761, und I R 160/90, BFHE 167, 429, BStBl II 1992, 763) entschieden hat, tritt keine Gewinnrealisierung ein, wenn stille Reserven von Gesellschaftsanteilen, die durch Sacheinlage erworben wurden, bei einer Kapitalerhöhung auf junge, durch Bareinlage erworbene Anteile desselben Gesellschafters übergehen.
Seine Höhe spricht dafür, daß die im BFH-Urteil in BFHE 167, 432, BStBl II 1992, 764 aufgestellten Grundsätze dabei nicht berücksichtigt worden sind.
Zur Ermittlung des auf die nichteinbringungsgeborenen Anteile entfallenden Veräußerungsgewinns ist der Wert des Stammanteils des Klägers vor der Kapitalerhöhung zu ermitteln (vgl. die Berechnung im BFH-Urteil in BFHE 167, 432, BStBl II 1992, 764).
BFH, 28.11.2007 - I R 34/07
Steuerverhaftungsquote derivativ einbringungsgeborener Anteile - Kein Wahlrecht …
Gehen anlässlich einer späteren Kapitalerhöhung stille Reserven von den einbringungsgeborenen Alt-Anteilen unentgeltlich auf die "jungen" Geschäftsanteile über, dann werden auch diese insoweit von der Steuerverhaftung nach § 21 Abs. 1 UmwStG 1995 umfasst (Senatsurteile vom 8. April 1992 I R 128/88, BFHE 167, 424, BStBl II 1992, 761; I R 162/90, BFHE 167, 432, BStBl II 1992, 764;… vom 21. August 1996 I R 75/95, BFH/NV 1997, 314, jeweils zur gleichlautenden Regelung in § 21 UmwStG 1977).
Vielmehr hat sich die Steuerverstrickung in gleichmäßiger Quote auf alle neuen Anteile erstreckt (so auch BMF-Schreiben in BStBl I 1998, 268, Tz. 21.14; vom 28. April 2003, BStBl I 2003, 292, Tz. 52;… Widmann in Widmann/Mayer, a.a.O., § 21 UmwStG Rz 47;… Wacker, BB 1998, Beilage 8 zu Heft 26, S. 11;… Schmitt in Schmitt/ Hörtnagl/Stratz, a.a.O., § 21 UmwStG Rz 72; Gosch, KStG, 2005, § 8b Rz 327;… Dötsch/Pung in Dötsch/Jost/Pung/Witt, a.a.O., § 8b KStG Rz 68; Rabback in Rödder/Herlinghausen/van Lishaut, UmwStG, § 27 Rz 70 f.; Wüllenkemper, EFG 2007, 1211; s. auch Senatsurteil in BFHE 167, 432, BStBl II 1992, 764).
Der Senat hat dies für die Fälle entschieden, in denen stille Reserven von einbringungsgeborenen (Alt-)Anteilen auf später durch Barkapitalerhöhung neu entstandene Geschäftsanteile übergegangen sind (Senatsurteile vom 8. April 1992 I R 128/88, BFHE 167, 424, BStBl II 1992, 761; I R 162/90, BFHE 167, 432, BStBl II 1992, 764;… vom 21. August 1996 I R 75/95, BFH/NV 1997, 314; vom 28. November 2007 I R 34/07, BFHE 220, 58, BStBl II 2008, 533).
bb) In der BFH-Rechtsprechung zur derivativen Steuerverhaftung werden zwei Fallgruppen unterschieden: Zum einen kann eine derivative Steuerverhaftung eintreten, wenn bereits einbringungsgeborene (Alt-)Anteile bestehen, und später eine Kapitalerhöhung gegen Bar einlage zum Nennwert vorgenommen wird, wodurch stille Reserven von den einbringungsgeborenen Altanteilen auf die jungen Anteile übergehen (vgl. BFH-Urteile vom 8. April 1992 I R 128/88, BFHE 167, 424, BStBl II 1992, 761, und vom 8. April 1992 I R 162/90, BFHE 167, 432, BStBl II 1992, 764).
(1) Zu der - vorliegend nicht gegebenen - ersten Fallgruppe hat der BFH ausgeführt, dass die derivative Steuerverstrickung in jenen Fällen nur anteilig eintritt, und zwar in dem Verhältnis, in dem der gemeine Wert des jeweiligen Geschäftsanteils vor der (Bar-)Kapitalerhöhung zum gemeinen Wert des Geschäftsanteils nach der Kapitalerhöhung steht (BFH-Urteil vom 8. April 1992 I R 162/90, BFHE 167, 432, BStBl II 1992, 764, unter II.2.; obiter dictum).
Dass junge Anteile, die auf solche Bezugsrechte zurückgehen, ihrerseits solche i.S. des § 21 Abs. 1 UmwStG 1995 sind (vgl. BFH-Urteile vom 8. April 1992 I R 128/88, BFHE 167, 424, BStBl II 1992, 761; I R 160/90, BFHE 167, 429, BStBl II 1992, 753; I R 162/90, BFHE 167, 432, BStBl II 1992, 764), widerspricht dem nicht.
BFH, 21.08.1996 - I R 75/95
Ermittlung des Gewinns aus der Veräußerung von Aktienpaketen - Übertragung …
FG Münster, 25.03.2015 - 9 K 3615/10
Wertaufholung infolge Einbringung
FG Düsseldorf, 25.06.2004 - 8 K 2277/00
Betriebsaufspaltung; Kapitalerhöhung; Betriebs-GmbH; Bezugsrechtsverzicht; …
BFH, 05.07.1999 - VIII B 7/99
Grundsätzliche Bedeutung; Klärungsbedürftigkeit von Rechtsfragen
FG Düsseldorf, 25.06.2004 - 8 K 8251/00
Betriebsaufspaltung; Kapitalerhöhung; Nennwert; Verzicht auf …
BFH, 08.04.1992 - I R 30/91
FG Rheinland-Pfalz, 16.06.1992 - 4 K 1940/89

References: § 22
 § 21
 § 21
 § 21
 § 21
 § 21
 § 21
 § 21
 § 8
 § 8
 § 27
 § 21