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Timestamp: 2016-10-22 23:56:57+00:00

Document:
1A.277/1999 (25.05.2000)
1A.277/1999/odi
Es wirken mit: Bundesrichter Aemisegger, Pr�sident der I. �ffentlichrechtlichen Abteilung, Bundesrichter Nay, Aeschlimann, F�raud, Catenazzi und Gerichtsschreiber Sass�li.
B.________, Beschwerdef�hrer, vertreten durch F�rsprecher
Dr. Beat Ries, Bleichemattstrasse 43, Postfach, Aarau,
Gemeinderat Z e i h e n,
RegierungsratdesKantons A a r g a u,
VerwaltungsgerichtdesKantons A a r g a u, 3. Kammer,
Baubewilligung f�r ein Bienenhaus im Wald
und Anordnung von dessen Beseitigung, hat sich ergeben:
A.- Am 23. Januar 1984 erhielt B.________ die auf zehn Jahre befristete Bewilligung zur Errichtung eines Bienenhauses auf der ausserhalb der Bauzone im Wald gelegenen Parzelle Nr. 556 in Zeihen. Am 23. M�rz 1992 reichte er ein nachtr�gliches Baugesuch f�r verschiedene bauliche Massnahmen in der Umgebung des Bienenhauses ein, die er inzwischen vorgenommen hatte. Die Abweisung dieses Gesuches zog er bis zum Verwaltungsgericht des Kantons Aargau weiter.
Am 11. Januar 1994 ersuchte B.________ den Gemeinderat von Zeihen um eine Verl�ngerung der befristeten Bewilligung zur Errichtung seines Bienenhauses um zehn weitere Jahre. Nachdem das Verwaltungsgericht entgegen der Auffassung der Baugesuchszentrale beschlossen hatte, dass �ber dieses Gesuch vor demjenigen �ber die Erweiterungsbauten zu entscheiden sei, wies die Baugesuchszentrale das Gesuch um Verl�ngerung der Baubewilligung ab, was B.________ durch den Gemeinderat von Zeihen am 23. Mai 1995 er�ffnet wurde. Diese Abweisung best�tigte der Regierungsrat auf Beschwerde von B.________ hin. Das Verwaltungsgericht des Kantons Aargau wies eine hiergegen gerichtete Verwaltungsgerichtsbeschwerde nach Durchf�hrung eines Augenscheins mit Urteil vom 23. Juni 1999 ab. Gleichzeitig schrieb es die Beschwerde gegen die Verweigerung der Bewilligung von Erweiterungsbauten als gegenstandslos ab. Das Verwaltungsgericht erwog, ein Bienenhaus sei im Wald keine zonenkonforme forstliche Baute und sei deshalb auch nicht positiv standortgebunden. Ob es negativ standortgebunden sei, k�nne offen gelassen werden, da dem umstrittenen Bienenhaus am betreffenden Standort jedenfalls �berwiegende �ffentliche Interessen des Natur- und Landschaftsschutzes entgegenst�nden. Da die befristete Bewilligung nicht verl�ngert werden k�nne, sei die bestehende Baute zu beseitigen.
B.- B.________ f�hrt Verwaltungsgerichtsbeschwerde beim Bundesgericht mit dem Antrag, das Urteil vom 23. Juni 1999 sei aufzuheben. Zur Begr�ndung macht er geltend, ein Bienenhaus sei eine forstliche Anlage. Eventualiter sei ihm f�r das Bienenhaus als nichtforstliche Kleinbaute eine Ausnahmebewilligung zu gew�hren. Jedenfalls sei es unzul�ssig, die Beseitigung der bestehenden Baute zu verlangen.
Der Gemeinderat von Zeihen beantragt, die Beschwerde sei abzuweisen. Das Verwaltungsgericht und der Regierungsrat verzichten auf eine Vernehmlassung. Das Bundesamt f�r Raumplanung verzichtet auf eine Stellungnahme. Das Bundesamt f�r Umwelt, Wald und Landschaft (BUWAL) f�hrt aus, der angefochtene Entscheid stehe mit dem Bundesrecht im Einklang.
1.- a) Umstritten ist eine Baubewilligung f�r ein Bienenhaus im Wald. Eine solche richtet sich einerseits nach dem Bau- und Planungsrecht und andererseits nach dem Waldrecht. Die forstliche Natur einer Baute oder Anlage beurteilt sich nach dem Waldrecht (vgl. insb. das Waldgesetz vom 4. Oktober 1991 [WaG; SR 921. 0] und die Waldverordnung vom 30. November 1992 [WaV; SR 921. 01]). Die ebenfalls anwendbaren Vorschriften des Raumplanungsgesetzes des Bundes (namentlich Art. 22 und 24 RPG) stehen zu den waldrechtlichen Bestimmungen in einem engen Sachzusammenhang. Daher ist die Baubewilligung f�r eine Baute im Wald gem�ss der in Art. 46 WaG enthaltenen Verfahrensbestimmung im Rahmen der Verwaltungsgerichtsbeschwerde (Art. 97 ff. OG in Verbindung mit Art. 5 VwVG) zu beurteilen. Dies gilt ungeachtet des Umstands, ob in formeller Hinsicht eine Bewilligung f�r eine zonenkonforme Baute im Sinne von Art. 22 RPG oder eine auf Art. 24 RPG gest�tzte Ausnahmebewilligung zur Diskussion steht, soweit die Zul�ssigkeit einer Baute im Wesentlichen von den im Waldrecht enthaltenen Kriterien abh�ngt.
Im �brigen ist gem�ss Art. 34 Abs. 1 RPG die Verwaltungsgerichtsbeschwerde an das Bundesgericht gegen die Verweigerung von Bewilligungen im Sinne von Art. 24 RPG ohnehin zul�ssig. Da der Anwendungsbereich von Art. 24 Abs. 1 RPG zudem von der Beurteilung der Zonenkonformit�t im Sinne von Art. 22 Abs. 2 lit. a RPG abh�ngt, kann mit Verwaltungsgerichtsbeschwerde auch ger�gt werden, die Bewilligung f�r eine Baute sei in Verletzung der Vorschriften �ber die Zul�ssigkeit von Bauten und Anlagen im Wald verweigert worden. Wenn geltend gemacht wird, dass eine Baute gest�tzt auf Art. 22 RPG bewilligt werden m�sste, ist im Rahmen der Verwaltungsgerichtsbeschwerde jedoch nicht nur die Frage zu beurteilen, ob die Baute oder Anlage mit der im Wald geltenden Nutzungsordnung vereinbar ist. Wegen des engen Sachzusammenhangs zwischen dem Waldrecht und dem Bau- und Planungsrecht sind im selben Verfahren vielmehr auch die weiteren bau- und forstrechtlichen Fragen zu beurteilen, die sich im Zusammenhang mit der Baute oder Anlage stellen (vgl. zum Ganzen BGE 123 II 499 E. 1a S. 501 f. mit Hinweisen).
b) Im vorliegenden Fall ist ein Entscheid umstritten, welcher gest�tzt auf das Waldrecht des Bundes sowie auf Bau- und Planungsrecht kantonal letztinstanzlich eine Baubewilligung verweigert. Der Beschwerdef�hrer ist somit als vor der Vorinstanz unterlegene Partei zur Beschwerdef�hrung nach Art. 103 lit. a OG legitimiert. Auf die rechtzeitig und formrichtig eingereichte Verwaltungsgerichtsbeschwerde ist daher einzutreten.
c) Der entscheiderhebliche Sachverhalt ergibt sich mit hinreichender Klarheit aus den Akten. Auf die Durchf�hrung der beantragten Beweismassnahmen kann daher verzichtet werden.
2.- Mit der Verwaltungsgerichtsbeschwerde kann die Verletzung von Bundesrecht, einschliesslich �berschreitung oder Missbrauch des Ermessens, ger�gt werden (Art. 104 lit. a OG). Ausgeschlossen ist die R�ge, der angefochtene Entscheid sei unangemessen (Art. 104 lit. c OG).
Hat - wie im vorliegenden Fall - eine richterliche Beh�rde als Vorinstanz entschieden, so ist das Bundesgericht an deren tats�chliche Feststellungen gebunden, es sei denn, diese erwiesen sich als offensichtlich unrichtig oder unvollst�ndig oder seien unter Verletzung wesentlicher Verfahrensvorschriften zu Stande gekommen (Art. 105 Abs. 2 OG). Das Bundesgericht pr�ft daher die Beweisw�rdigung des Verwaltungsgerichts nur mit beschr�nkter Kognition (BGE 119 Ib 193 E. 4a S. 199 f.).
3.- Zu Recht r�gt der Beschwerdef�hrer vor Bundesgericht nicht mehr, die Befristung seiner Baubewilligung sei nicht mehr g�ltig gewesen, nachdem die eine solche Befristung vorschreibende Bestimmung des Waldrechts ausser Kraft getreten sei. Ebenso wenig ist streitig, dass das umstrittene Bienenhaus nach heutigem Wald- und Raumplanungsrecht zu beurteilen ist.
4.- Das Waldgesetz bezweckt die Erhaltung und den Schutz des Waldes, es soll daf�r sorgen, dass der Wald seine Funktionen erf�llen kann, und die Waldwirtschaft f�rdern und erhalten (Art. 1 Abs. 1 WaG). Forstliche Bauten und Anlagen gelten nach Art. 2 Abs. 2 lit. b WaG als Wald. Sie bed�rfen schon aus diesem Grunde keiner Rodungsbewilligung. F�r alle Bauvorhaben im Wald ist eine Baubewilligung nach RPG notwendig, obwohl dies Art. 11 Abs. 1 WaG ausdr�cklich nur f�r Bauten und Anlagen vorsieht, die eine Rodungsbewilligung erhalten haben (vgl. Stefan M. Jaissle, Der dynamische Waldbegriff und die Raumplanung, 1994, S. 278). Die Bewilligung kann f�r forstliche Bauten und Anlagen nach Art. 22 RPG erteilt werden, weil diese dem Zweck des Waldes, also im Sinne dieser Bestimmung dem "Zweck der Nutzungszone" entsprechen (vgl. Hans-Peter Jenni, Vor lauter B�umen den Wald doch noch sehen: Ein Wegweiser durch die neue Waldgesetzgebung, Schriftenreihe Umwelt Nr. 210, Bern 1993, S. 10 ff. sowie die Hinweise bei Jaissle, a.a.O.). Dies best�tigt Art. 14 Abs. 1 WaV, der vorschreibt, dass vor Erteilung der baupolizeilichen Bewilligung nach Art. 22 RPG f�r eine forstliche Baute oder Anlage die zust�ndige kantonale Forstbeh�rde anzuh�ren ist.
Bauvorhaben, die den Waldboden dauernd oder vor�bergehend zweckentfremden, bed�rfen einer Rodungsbewilligung (Art. 4 WaG). Die Beanspruchung von Waldboden f�r forstliche Bauten und Anlagen sowie f�r nichtforstliche Kleinbauten und -anlagen gilt nach Art. 4 WaV nicht als Rodung und stellt somit keine Zweckentfremdung des Waldes dar. Umgekehrt folgt daraus, dass nichtforstliche Bauvorhaben, ausgenommen Kleinbauten und -anlagen, als eine Zweckentfremdung des Waldes zu betrachten sind. Sie bed�rfen deshalb einer
Rodungsbewilligung und, wie die forstlichen Bauvorhaben, immer auch einer Baubewilligung nach RPG.
F�r den Wald nachteilige Nutzungen, die keine Rodung darstellen, sind grunds�tzlich unzul�ssig, d�rfen aber von den Kantonen aus wichtigen Gr�nden unter Auflagen und Bedingungen bewilligt werden (Art. 16 WaG). Zu diesen Nutzungen geh�ren auch nichtforstliche Kleinbauten und -anlagen (vgl. Botschaft des Bundesrats vom 29. Juni 1988 zum WaG, BBl 1988 III 198). Nach Art. 14 Abs. 2 WaV darf f�r diese die notwendige Ausnahmebewilligung nach Art. 24 RPG nur im Einvernehmen mit der zust�ndigen kantonalen Forstbeh�rde erteilt werden. Die nichtforstlichen Kleinbauten und -anlagen ben�tigen somit zwar keine Rodungsbewilligung, weil sie den Wald nicht geradezu zweckentfremden. Da sie f�r diesen jedoch nachteilig sind, bed�rfen sie einer Ausnahmebewilligung des Kantons und, weil sie als nachteilige Nutzungen dem Zweck des Waldes jedenfalls nicht ganz entsprechen, einer Baubewilligung nach Art. 24 RPG.
5.- Im vorliegenden Fall stellt sich zun�chst die Frage, ob das Bienenhaus des Beschwerdef�hrers, wie dieser geltend macht, als forstliche Baute nach Art. 22 RPG bewilligt werden kann.
a) Als forstliche und im Sinne von Art. 22 RPG nutzungsordnungskonforme Bauten k�nnen nach der geschilderten Rechtslage und der Rechtsprechung nur solche angesehen werden, die f�r den Wald am vorgesehenen Standort notwendig und nicht �berdimensioniert sind, und wenn ausserdem keine �berwiegenden �ffentlichen Interessen gegen ihre Errichtung sprechen. Wie sich die Zonenkonformit�t einer Baute in der Landwirtschaftszone aufgrund der objektiven Bed�rfnisse der Landwirtschaft beurteilt (vgl. 125 II 278 E. 3a S. 280 f. mit Hinweisen), richtet sich die Nutzungsordnungskonformit�t einer Baute im Wald nach den Bed�rfnissen des Waldes. Bauten, die f�r dessen Erhaltung nicht unentbehrlich sind, sind grunds�tzlich unzul�ssig (BGE 100 Ib 482 E. 3c S. 486; 123 II 499 E. 2 S. 502 f.).
Das Verwaltungsgericht hat auf Grund seines Augenscheins und der Aussagen des daran teilnehmenden Experten sowie des Fachbeamten f�r Naturschutz festgestellt, dass Bienen f�r die Walderhaltung nicht unabdingbar notwendig sind. Ausserdem w�rden Bienen, auch wenn sich ihr Haus am Waldrand oder in dessen N�he bef�nde, in den Wald ausschw�rmen und k�nnten so ihren Beitrag zur Pollenverbreitung leisten. Diese Feststellungen bestreitet der Beschwerdef�hrer nicht. Da Bienen f�r den Wald nicht notwendig sind, sind Bienenh�user im Wald somit nicht nutzungsordnungskonform. Dass, wie der Beschwerdef�hrer geltend macht, Bienen nat�rlicherweise zum Wald geh�ren und den Wald ben�tigen, um Waldhonig zu produzieren kann nach dem Gesagten nichts an diesem Ergebnis �ndern.
b) Dass Bienenh�user im Wald nicht nutzungsordnungskonform sind, zeigt auch die Entwicklung der sie betreffenden Rechtsregeln. Nach Art. 28 Abs. 3 der bis zum 31. Dezember 1992 g�ltigen Vollziehungsverordnung vom 1. Oktober 1965 zum Bundesgesetz betreffend die eidgen�ssische Oberaufsicht �ber die Forstpolizei (aFPolV; AS 1965 861) geh�rten "Bienenh�uschen" zusammen mit Jagdh�tten und fest aufgestellten Wohnwagen zu den "anderen nichtst�ndigen Kleinbauten", f�r deren Errichtung eine zu befristende kantonale Bewilligung erforderlich war. Es ist offensichtlich, dass weder Jagdh�tten noch fest aufgestellte Wohnwagen (vgl. dazu, dass diese entsprechend dem franz�sischen und entgegen dem deutschen und italienischen Text auch "Kleinbauten" sind, BGE 100 Ib 482 E. 4 S. 487 ff.) zu den forstlichen Bauten geh�rten. Darunter fielen vielmehr schon damals nur die f�r die Walderhaltung notwendigen Bauten und Anlagen (BGE 100 Ib 482 E. 4 S. 486; Gotthard Bloetzer, Die Erstellung von Erholungseinrichtungen im Walde nach geltendem Recht und herrschender Praxis, Schweizerische Zeitschrift f�r Forstwesen 1979, S. 967). F�r forstliche Bauten w�re auch die vorgeschriebene Befristung nicht sachgerecht gewesen. Die am 1. Januar 1993 in Kraft getretene WaV erw�hnt "Bienenh�uschen" nicht mehr. Art. 14 WaV sieht jedoch ausdr�cklich vor, dass f�r "nichtforstliche Kleinbauten" eine BewilligungnachArt. 24RPGnotwendigist, wasbedeutet, dass diese nicht nutzungsordnungskonform sind.
6.-Da Bienenh�user im Wald keine Baubewilligung gem�ss Art. 22 RPG und Art. 14 Abs. 1 WaV erhalten k�nnen, stellt sich die Frage, ob f�r das Bienenhaus des Beschwerdef�hrers eine Ausnahmebewilligung nach Art. 24 RPG in Frage kommt. Eine solche kann nur erteilt werden, wenn der Zweck der Baute einen Standort ausserhalb der Bauzone erfordert und keine �berwiegenden �ffentlichen Interessen entgegenstehen.
a) Das Verwaltungsgericht verneint eine "positive" Standortgebundenheit mit der Begr�ndung, die Frage der - von ihm (zu Recht) verneinten - Zonenkonformit�t stimme im Wesentlichen mit jener der "positiven" Standortgebundenheit nach Art. 24 RPG �berein. Es l�sst hingegen die Frage, ob Bienenh�user "negativ" standortgebunden seien, offen, da der Bewilligung des Bienenhauses am vorgesehenen Standort jedenfalls �berwiegende Interessen entgegenst�nden.
b) Das Verwaltungsgericht verweist f�r seine Auffassung, Standortgebundenheit und Zonenkonformit�t seien im Wesentlichen �bereinstimmende Fragen, auf eine zuletzt in BGE 123 II 499 E. 3b/cc S. 508 f. best�tigte Rechtsprechung. Nach dieser stimmen die beiden Begriffe bei Landwirtschaftsbetrieben im Wesentlichen �berein und die Frage der �bereinstimmung von im Wald geplanten Anlagen mit der waldrechtlichen Nutzungsordnung weist gewisse Parallelen dazu auf (E. 2 S. 502 des Entscheids). Entgegen der Auffassung des Verwaltungsgerichts gilt dies jedoch nicht bei nichtforstlichen Bauten im Wald. Bei diesen kann vielmehr wie bei nichtlandwirtschaftlichen Bauten in der Landwirtschaftszone eine Standortgebundenheit zu bejahen sein, obwohl sie notwendigerweise nicht zonenkonform sind.
c) Es kann hier aber offen bleiben, ob station�re Bienenh�uschen im Wald standortgebunden sein k�nnen. Selbst wenn diese Frage zu bejahen w�re, muss die Baubewilligung f�r das umstrittene Bienenhaus, wie im Folgenden darzulegen ist, verweigert werden, weil �berwiegende Interessen dagegen sprechen (vgl. Art. 24 Abs. 1 lit. b RPG).
aa) Das Verwaltungsgericht kommt zum Schluss, �berwiegende �ffentliche Interessen st�nden der umstrittenen Baute entgegen. Das Waldst�ck, auf dem sich das Bienenhaus befinde, sei im 1989 bis 1992 erarbeiteten kantonalen Wald- Naturschutzinventar als �berdurchschnittlich wertvolle Waldfl�che mit der Signatur "Altholzbest�nde" identifiziert worden. Gest�tzt darauf werde es im kantonalen Richtplan vom 17. Dezember 1996 als "Naturschutzgebiet von kantonaler Bedeutung im Wald" eingestuft. Im Kulturlandplan der Gemeinde Zeihen sei das fragliche Gebiet noch nicht einer Naturschutzzone im Wald zugeschieden, werde aber als "wertvoller Waldrand" bezeichnet. Diese Bezeichnung habe zwar nur "Orientierungsinhalt". In den Bau- und Nutzungsordnungen der Gemeinde Zeihen vom 30. November 1990/30. M�rz 1993 und vom 5. Juni 1998/24. Februar 1999 werde vorgeschrieben, dass u.a. im Kulturlandplan bezeichnete "besonders wertvolle Waldr�nder" zu erhalten seien. Am gerichtlichen Augenschein habe mit Hilfe der Vertreter der kantonalen Fachstellen festgestellt werden k�nnen, dass das umstrittene Bienenhaus in einem Bereich liege, der als "Waldrand" gelten m�sse. Schliesslich sei nicht ganz unbeachtlich, dass das Waldst�ck s�dwestlich und nord�stlich an eine Landschaftsschutzzone angrenze. Diese w�rde auch den dazwischenliegenden Wald erfassen, wenn das Waldst�ck nicht schon als Wald f�r gen�gend gesch�tzt angesehen worden w�re.
Gegen letzteres Argument bringt der Beschwerdef�hrer zu Recht vor, in einer Landschaftsschutzzone d�rfe ein Bienenhaus nach kantonaler Praxis errichtet werden und gerade in der betreffenden sei nach den Feststellungen des Verwaltungsgerichts anl�sslich seines Augenscheins ein solches errichtet worden. Das BUWAL macht geltend, da das Bienenhaus an einem Ort stehe, der im kantonalen Wald-Naturschutzinventar verzeichnet sei, befinde es sich in einem regionalen Biotop nach Art. 18b des Bundesgesetzes vom 1. Juli 1966 �ber den Natur- und Heimatschutz (NHG; SR 451). In ein solches d�rfe nach Art. 18 Abs. 1ter NHG nur eingegriffen werden, wenn dies unter Abw�gung aller Interessen nicht zu vermeiden sei.
bb) Auch unabh�ngig von den vorgenannten beiden Argumenten zeigen die kantonalen Inventare und Pl�ne sowie die grundeigent�merverbindliche kommunale Nutzungsordnung jedenfalls, dass das betroffene Waldst�ck besonders schutzw�rdig ist. Dies bestreitet auch der Beschwerdef�hrer nicht. Er macht nur geltend, das Bienenhaus widerspreche diesem Schutzzweck nicht, sondern f�rdere ihn sogar. Es wurde schon ausgef�hrt, dass der Wald des Bienenhauses nicht bedarf (vgl. vorne E. 5a). Der Beschwerdef�hrer wirft dem Verwaltungsgericht vor, es erkl�re nicht, inwiefern die genannten Pl�ne, Inventare und Bestimmungen seinem Bienenhaus entgegenst�nden und warum dieses die Landschaft oder die Walderhaltung beeintr�chtige.
Im angefochtenen Entscheid findet sich tats�chlich keine n�here Begr�ndung, warum das Bienenhaus der ausf�hrlich dargestellten Planung und Nutzungsordnung widerspreche. Es ist jedoch offensichtlich, dass unter dem Bienenhaus keine Vegetation wachsen kann. Das Kreisforstamt, dessen Zustimmung zu einer Ausnahmebewilligung nach Art. 14 Abs. 2 WaV notwendig gewesen w�re, f�hrt in seiner Stellungnahme vom 31. M�rz 1995 zum Baugesuch aus, der nat�rliche Waldrand sei auf einer L�nge von 20.8 m eliminiert worden und das Bienenhaus habe zu einem rodungs�hnlichen Zustand auf einem Areal von ca. 250 m2 gef�hrt. Diese Feststellungen werden vom Beschwerdef�hrer nicht bestritten. Sie sind zwar zum Teil auf die nicht bewilligten Umgebungsbauten zur�ckzuf�hren. Die Erfahrung mit verschiedenen Umgebungsanlagen und -bauten sowie mit aktenkundigen Aktivit�ten ohne Zusammenhang mit der Bienenzucht (wie Familienfesten) zeigt jedenfalls, dass die nat�rliche Entwicklung des Waldes auch in der Umgebung des Bienenhauses beeintr�chtigt wird. Dies unterbricht bzw. verunm�glicht die gew�nschte Stufung des Waldrands. Diesen �ffentlichen Interessen stehen einzig die privaten des Beschwerdef�hrers an der Bienenhaltung entgegen, die jedoch auch anderswo befriedigt werden k�nnen.
cc) Da Bienenh�user, selbst wenn sie Waldhonig produzierenden Bienen dienen sollen, jedenfalls nicht auf einen Standort innerhalb eines besonders wertvollen Waldrands in einem Naturschutzgebiet von kantonaler Bedeutung angewiesen sind, ist die Interessenabw�gung der kantonalen Beh�rden nach Art. 24 Abs. 1 lit. b RPG nicht zu beanstanden. Dabei durfte und musste das Verwaltungsgericht auch ber�cksichtigen, dass Bienenh�user nichtforstliche Bauten sind. Wenn sie wegen ihrer Gr�sse als Kleinbauten zu qualifizieren sind, beeintr�chtigen sie zwar das Bestandesgef�ge des Waldes nicht, sind aber dennoch f�r die Funktionen des Waldes nachteilig und k�nnen daher nur aus wichtigen Gr�nden bewilligt werden (vgl. Botschaft zum WaG, a.a.O., S. 198; Art. 16 WaG; Jaissle, a.a.O., S. 119 f. und 280; Peter M. Keller, Rechtliche Aspekte der neuen Waldgesetzgebung, AJP 2/93, S. 150). Dass die Interessen des Waldes bei der Abw�gung der Interessen nach Art. 24 Abs. 1 lit. b RPG ein besonderes Gewicht haben, zeigt sich auch daran, dass eine Bewilligung nur im Einverst�ndnis mit der zust�ndigen Forstbeh�rde erteilt werden darf (vgl. Art. 14 Abs. 2 WaV und Jaissle, a.a.O., S. 280). Im vorliegenden Fall hat diese Beh�rde eine solche Bewilligung mit guten Gr�nden abgelehnt.
d) Zusammenfassend stehen einer Baubewilligung f�r das umstrittene Bienenhaus �berwiegende Interessen entgegen. Daher verletzt die Verweigerung einer Baubewilligung im angefochtenen Entscheid Art. 24 RPG nicht, ohne dass entschieden zu werden braucht, ob Bienenh�user f�r Waldhonig produzierende Bienen im Wald standortgebunden sein k�nnen. Damit braucht auch die weitere Frage nicht beantwortet zu werden, ob das Bienenhaus des Beschwerdef�hrers einer Rodungsbewilligung bedarf oder ob dies nicht der Fall ist, weil es sich um eine nichtforstliche Kleinbaute handelt, die bloss eine kantonale Ausnahmebewilligung nach Art. 16 WaG ben�tigt.
7.- Der Beschwerdef�hrer macht geltend, jedenfalls verstosse es gegen die Eigentumsgarantie und sei unverh�ltnism�ssig, die Beseitigung seines rechtm�ssig erstellten Bienenhauses anzuordnen. Er ruft auch Art. 1 Ziff. 1 des Zusatzprotokolls Nr. 1 zur EMRK vom 20.M�rz1952an, welchesdieSchweizjedochnochnichtratifizierthat(vgl. BBl20002284)unddahernichtanwendbarist. a) Die Baubewilligung vom 23. Januar 1984 wurde dem Beschwerdef�hrer auf 10 Jahre befristet und unter gewissen Bedingungen erteilt. Abgesehen davon, dass er letztere nicht einhielt - musste er doch etwa auf Aufforderung der Beh�rden hin ein nachtr�gliches Baugesuch f�r Umgebungsbauten stellen -, ist die Frist inzwischen abgelaufen. Die Bewilligung sah zwar ausdr�cklich vor, dass sie gegebenenfalls verl�ngert werden k�nne. Trotzdem ergibt sich weder aus der Eigentumsgarantie noch aus dem verfassungsm�ssigen Gebot des beh�rdlichen Handelns nach Treu und Glauben (vgl. jetzt ausdr�cklich Art. 9 BV) ein Anspruch, dass eine Bewilligung, die im Einklang mit ihrer gesetzlichen Grundlage befristet wurde, verl�ngert werden muss. Andernfalls h�tte die in Art. 28 Abs. 3 aFPolV vorgeschriebene Befristung keine Wirkung gehabt. Aus diesem Grunde trifft es auch nicht zu, dass eine Beseitigung des bewilligten Bienenhauses nach Ablauf der Bewilligungsfrist unter der Herrschaft von Art. 28 Abs. 3 aFPolV nicht zul�ssig gewesen w�re. Die umstrittene Baute ist somit heute, nach Ablauf der Frist und nachdem eine Bewilligung rechtm�ssig verweigert wurde, gleich zu behandeln, als wenn sie ohne Bewilligung errichtet worden w�re.
b) Die Eigentumsgarantie sch�tzt nur die rechtm�ssige Aus�bung des Privateigentums (BGE 111 Ib 213 E. 6c S. 225 mit Hinweisen). Dem umstrittenen Bienenhaus fehlt heute eine rechtsg�ltige Baubewilligung. Es erm�glicht eine widerrechtliche Nutzung des Grundeigentums und steht somit nicht unter dem Schutz der Eigentumsgarantie. Der Beseitigungsbefehl dient vorliegend analog dem in BGE 111 Ib 213 ff. behandelten Fall der Wiederherstellung wichtiger, von Art. 22quater aBV (vgl. jetzt Art. 75 und 77 BV) umschriebener Ziele der Raumplanung und des Waldschutzes, die in Art. 24 RPG und Art. 14 Abs. 2 WaV konkretisiert worden sind.
Der Beschwerdef�hrer hat das Bienenhaus zwar nicht b�sgl�ubig erstellt. Er wusste aber von Anfang an, dass die ihm erteilte Bewilligung befristet war. Nachdem heute die Frist seit langem abgelaufen ist und ihm eine neue Bewilligung unter anderem wegen der inzwischen erfolgten Unterschutzstellung des Standorts nicht mehr erteilt werden kann, muss er grunds�tzlich gleich behandelt werden, wie ein Eigent�mer, der eine Baute ohne Bewilligung errichtet hat. Er muss daher in Kauf nehmen, dass die Beh�rden aus Gr�nden des Landschafts-undNaturschutzesundausgrunds�tzlichenErw�gungen, n�mlichzumSchutzderRechtsgleichheitundder baurechtlichen Ordnung, dem Interesse an der Wiederherstellung des gesetzm�ssigen Zustandes erh�htes Gewicht beimessen und die dem Bauherrn erwachsenden Nachteile nicht oder nur in verringertem Mass ber�cksichtigen (BGE 123 II 248 E. 4a S. 255 mit Hinweis).
Unverh�ltnism�ssig ist die Sanktion des Abbruchs bzw. der Wiederherstellung nach der Rechtsprechung, wenn die Abweichung gegen�ber dem Gesetz gering ist und die ber�hrten allgemeinen Interessen den Schaden, der dem Eigent�mer durch den Abbruch entst�nde, nicht zu rechtfertigen verm�gen (BGE 111 Ib 213 E. 6b S. 224). Die kantonalen Beh�rden haben ihr Ermessen weder �berschritten noch missbraucht, wenn sie in Abw�gung der auf dem Spiele stehenden Interessen zum Schluss gekommen sind, das Interesse am Abbruch des Bienenhauses �berwiege. Der Einwand, die Unverh�ltnism�ssigkeit zeige sich daran, dass das Bienenhaus in der benachbarten Landschaftsschutzzone nach der regierungsr�tlichen Praxis (wieder) aufgebaut werden d�rfe, obwohl es dort st�render wirke, ist nicht stichhaltig. In der Landwirtschaftszone ist das Bienenhaus n�mlich zonenkonform, weil es f�r deren Bewirtschaftung notwendig ist. Dort ist auch das �ffentliche Interesse an der Vermeidung jeglicher Baute geringer als am jetzigen gesch�tzten Waldstandort.
c) Die Tatsache, dass das umstrittene Bienenhaus bisher rechtm�ssig war, muss auf Grund des Verh�ltnism�ssigkeitsgrundsatzes einzig bei der Festsetzung der Abbruchfrist ber�cksichtigt werden. Dies hat das Verwaltungsgericht getan, indem es dem Beschwerdef�hrer f�r die Beseitigung des Bienenhauses und der (unzul�ssigerweise erstellten) Umgebungsbauten und -anlagen eine Frist von 18 Monaten seit F�llung des angefochtenen Entscheids gew�hrte. Angesichts des Umstands, dass �ber die H�lfte dieser Frist w�hrend der H�ngigkeit des bundesgerichtlichen Verfahrens verstrichen ist, ist die Wiederherstellungsfrist neu festzulegen. Der Beschwerdef�hrer wird den rechtm�ssigen Zustand bis zum 31. Dezember 2001 wiederherzustellen haben.
8.- Nach dem Ausgef�hrten ist die Verwaltungsgerichtsbeschwerde abzuweisen. Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind die Kosten dem Beschwerdef�hrer aufzuerlegen (Art. 156 Abs. 1 OG). Parteientsch�digungen sind keine zuzusprechen (Art. 159 Abs. 1 und 2 OG).
3.- Der Beschwerdef�hrer hat den rechtm�ssigen Zustand gem�ss Ziffer 2 des Beschlusses des Gemeinderates von Zeihen vom 23. Mai 1995 bis zum 31. Dezember 2001 wiederherzustellen.
4.- Dieses Urteil wird dem Beschwerdef�hrer, dem Gemeinderat Zeihen, dem Regierungsrat und dem Verwaltungsgericht (3. Kammer) des Kantons Aargau sowie dem Bundesamt f�r Raumplanung und dem Bundesamt f�r Umwelt, Wald und Landschaft schriftlich mitgeteilt.

References: Art. 22
 Art. 46
 Art. 5
 Art. 22
 Art. 24
 Art. 34
 Art. 24
 Art. 24
 Art. 22
 Art. 22
 BGE 
 Art. 103
 Art. 2
 Art. 11
 Art. 22
 Art. 14
 Art. 22
 Art. 4
 Art. 14
 Art. 24
 Art. 24
 Art. 22
 Art. 22
 Art. 28
 BGE 
 Art. 14
 Art. 22
 Art. 14
 Art. 24
 Art. 24
 BGE 
 Art. 24
 Art. 18
 Art. 18
 Art. 14
 Art. 24
 Art. 16
 Art. 24
 Art. 14
 Art. 24
 Art. 16
 Art. 1
 Art. 9
 Art. 28
 Art. 28
 BGE 
 Art. 22
 Art. 75
 Art. 24
 Art. 14