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Timestamp: 2016-10-23 08:02:48+00:00

Document:
4A_425/2015 (10.12.2015)
{T�0/2} 4A_425/2015 � � Urteil vom 10. Dezember 2015
Dr. Michael Werder und Sven L�scher,
Kantons Z�rich vom 1. Juli 2015.
Die Swissair Schweizerische Luftverkehr-Aktiengesellschaft mit Sitz in Z�rich ("alte Swissair") wurde in den Jahren 1996/97 in einen Konzern mit Holdingstruktur �berf�hrt. Als dessen herrschende Konzernobergesellschaft fungierte die SAirGroup AG [nachfolgend: SAirGroup].
A.________, B.________, C.________ und D.________ (Beklagte 1-4, Beschwerdegegner 1-4) waren Verwaltungsr�te der SAirGroup. Der Beklagte 1 amtete ab 27. April 2000 als Verwaltungsrat und zudem ab 15. M�rz 2001 als Verwaltungsratspr�sident und Delegierter des Verwaltungsrats. Der Beklagte 2 war seit 1989 im Verwaltungsrat und ab Fr�hjahr 1999 Mitglied der Finanzkommission. Die Beklagten 3 und 4 traten 1995 in den Verwaltungsrat ein. E.________ (Beklagte 5, Beschwerdegegnerin 5) war ab Juni resp. 1. Juli 2001 oberste Finanzchefin ("CFO") der gesamten Swissair-Gruppe und Mitglied der Konzernleitung.
In der Jahresrechnung 2000 wies der SAirGroup-Konzern Verluste in der H�he von Fr. 2'885 Mio. aus, die zu einem grossen Teil auf R�ckstellungen im Zusammenhang mit den in den Vorjahren erworbenen ausl�ndischen Airline-Beteiligungen zur�ckzuf�hren waren. Die Jahresrechnung der SAirGroup schloss mit einem Verlust von Fr. 1'069 Mio. und einem Eigenkapital von Fr. 904 Mio. bei einem Aktienkapital von Fr. 877 Mio.; sie wurde anl�sslich der Generalversammlung vom 25. April 2001 genehmigt. Der Verwaltungsrat der SAirGroup beschloss in der Folge die Aufgabe der sog. Hunter-Strategie und den geordneten Ausstieg aus den ausl�ndischen Airline-Beteiligungen, leitete Devestitionen ein, traf Massnahmen zur Liquidit�tssicherung und zog verschiedene Beratungsfirmen bei.
Am 11. September 2001 kam es in den USA zu mehreren Terroranschl�gen, die zu erheblichen Beeintr�chtigungen des Flugverkehrs und der flugnahen Unternehmen f�hrten. In der Zeit danach fanden bei der SAirGroup zahlreiche Konzernleitungs- und Verwaltungsratssitzungen statt; es wurden Gespr�che mit den Grossbanken gef�hrt und die Konzernleitung wandte sich an den Bundesrat. Mangels ausreichender Liquidit�t wurde der Flugverkehr der Swissair am 2. Oktober 2001 eingestellt ("Grounding"). Die SAirGroup reichte am 4. Oktober 2001 ein Gesuch um Nachlassstundung ein, das am Folgetag provisorisch bewilligt wurde. Am 20. Juni 2003 best�tigte der Nachlassrichter den Nachlassvertrag mit Verm�gensabtretung vom 26. Juni 2002. Der Genehmigungsentscheid wurde am 26. Juni 2003 rechtskr�ftig. Seither befindet sich die SAirGroup in Nachlassliquidation.
10.09.01�������F.________ Ltd.���������������������GBP�������107'082
14.09.01�������R�ckzahlung Optionsanleihe��������������CHF�������102'215'000
17.09.01�������G.________ S.A.���������������������BEF�������1'051'440'219
25.09.01�������H.________����������������������������GBP�������7'206'410
27.09.01�������H.________����������������������������CHF�������28'235'239
28.09.01�������F.________ Ltd.���������������������GBP�������810'852
01.10.01�������F.________ Ltd.���������������������CHF�������282'850
Am 27. Juni 2012 erhob die Nachlassmasse der SAirGroup (Kl�gerin, Beschwerdef�hrerin) im Zusammenhang mit diesen Zahlungen beim Handelsgericht des Kantons Z�rich eine Verantwortlichkeitsklage gegen die Beklagten wegen Gl�ubigerbeg�nstigung. Sie stellte das mit Eingabe vom 2. Juli 2012 korrigierte Rechtsbegehren, die Beklagten seien zu verpflichten, der Kl�gerin die Betr�ge von Fr. 92'673'106.-- (A.1), EUR 25'719'244.-- (A.2) sowie GBP 751'788.-- (A.3) nebst verschiedenen Zinsbetreffnissen zu bezahlen, unter solidarischer Haftung, wobei die Ersatzpflicht eines jeden Beklagten durch das Gericht festzusetzen sei. Weiter sei festzustellen, dass bei einer allf�lligen Leistung der Forderungen gem�ss Rechtsbegehren Ziffer A.2 und A.3 in Schweizer Franken gest�tzt auf Art. 84 OR f�r die Forderung A.2 Fr. 38'174'045.-- und f�r die Forderung A.3 Fr. 1'796'623.--, je nebst Zins, geschuldet seien.
Das Handelsgericht trat mit Beschluss vom 1. Juli 2015 auf das Feststellungsbegehren nicht ein. Im �brigen wies es die Klage mit gleichzeitig gef�lltem Urteil ab.
Die Kl�gerin beantragt mit Beschwerde in Zivilsachen, das Urteil des Handelsgerichts vom 1. Juli 2015 aufzuheben und die Klagebegehren A.1 - A.3 gutzuheissen. Eventuell sei die Sache zur Neubeurteilung an das Handelsgericht zur�ckzuweisen.
Die Sachurteilsvoraussetzungen der Beschwerde in Zivilsachen sind erf�llt und geben zu keinen Bemerkungen Anlass. A uf die Beschwerde ist somit einzutreten.
Gegenstand des vorliegenden Verfahrens sind Ersatzanspr�che aus aktienrechtlicher Verantwortlichkeit (Art. 754 OR) im Zusammenhang mit den vorstehend genannten sieben, von der SAirGroup zwischen dem 10. September und dem 1. Oktober 2001 an Dritte geleisteten Zahlungen. Da die belangten Gesellschaftsorgane der SAirGroup ihren Wohnsitz teilweise im Ausland haben, liegt ein internationaler Sachverhalt vor.
Die Vorinstanz beurteilte die geltend gemachten Verantwortlichkeitsanspr�che gest�tzt auf Art. 154 Abs. 1 und Art. 155 lit. g IPRG nach schweizerischem Recht. Der Entscheid �ber die Anwendbarkeit von Schweizer Recht wird von keiner der Parteien in Frage gestellt und erscheint ohne weiteres als richtig. Demnach ist die Beurteilung auch vorliegend nach schweizerischem Recht vorzunehmen (vgl. dazu BGE 137 III 481 E. 2.1; vgl. auch Urteil 4A_77/2014 vom 21. Mai 2015 E. 3.1).
3.1.�Nach Art. 754 OR sind die Mitglieder des Verwaltungsrates und alle mit der Gesch�ftsf�hrung oder mit der Liquidation befassten Personen sowohl der Gesellschaft als den einzelnen Aktion�ren und Gesellschaftsgl�ubigern f�r den Schaden verantwortlich, den sie durch absichtliche oder fahrl�ssige Verletzung ihrer Pflichten verursachen.
Ausser Konkurs sind neben der Gesellschaft auch die einzelnen Aktion�re berechtigt, den der Gesellschaft verursachten Schaden einzuklagen. Der Anspruch des Aktion�rs geht auf Leistung an die Gesellschaft (Art. 756 Abs. 1 OR und Marginalie B.I.).
Im Konkurs der gesch�digten Gesellschaft sind auch die Gesellschaftsgl�ubiger berechtigt, Ersatz des Schadens an die Gesellschaft zu verlangen. Zun�chst steht es jedoch der Konkursverwaltung (bzw. bei Gesellschaften in Nachlassliquidation der Nachlassverwaltung [Art. 325 SchKG; BGE 122 III 166 E. 3b/aa S. 169 f. und E. 3b/ee S. 172 ff.]) zu, die Anspr�che von Aktion�ren und Gesellschaftsgl�ubigern geltend zu machen (Art. 757 Abs. 1 OR). Von diesem Recht hat die Nachlassverwaltung der SAirGroup Gebrauch gemacht; es geht vorliegend um eine Verantwortlichkeitsklage der Nachlassmasse.
3.2.�Die Beschwerdef�hrerin warf den Beschwerdegegnern im handelsgerichtlichen Verfahren im Wesentlichen vor, sie h�tten im Zeitpunkt der Zahlungen objektiv und ernsthaft mit der M�glichkeit der Insolvenz der SAirGroup rechnen m�ssen. Es sei ihnen bewusst gewesen, dass diese ohne neue Fremdmittel in K�rze illiquid sein w�rde. Hoffnung habe nur noch auf einen Zuschuss vom Bund bestanden. Sie h�tten sich deshalb auch bewusst sein m�ssen, dass Zahlungen an einzelne Gl�ubiger zu einer�
Sch�digung der �brigen Gl�ubiger�f�hren w�rden. Vor diesem Hintergrund h�tten sie sp�testens ab September 2001 keine Zahlungen mehr ausf�hren oder zulassen d�rfen, sondern einen Zahlungsstopp f�r nicht betriebsnotwendige Zahlungen veranlassen m�ssen. Auch sei die Erstellung einer Liquidationsbilanz unterlassen worden. Die beklagten Verwaltungsr�te (Beschwerdegegner 1 - 4) h�tten die organschaftliche Oberverantwortung getragen und seien eng in das laufende Geschehen eingebunden gewesen. Sie h�tten die notwendigen Massnahmen zur Vermeidung der Gl�ubigerbeg�nstigung nicht eingeleitet und keine klaren Weisungen an die Beschwerdegegnerin 5 gegeben. Diese sei sich von allen der nahenden Illiquidit�t am meisten bewusst gewesen. Sie habe den selbst verh�ngten Zahlungsstopp aktiv und selektiv unterlaufen.
3.3.�Das in der entsprechend motivierten Klage gestellte Leistungsbegehren wies die Vorinstanz mit einer doppelten Begr�ndung ab. Zum einen habe die Beschwerdef�hrerin keinen im Rahmen der erhobenen Verantwortlichkeitsklage relevanten Schaden der Gesellschaft durch eine negative Ver�nderung des Gesellschaftsverm�gens substanziiert. Zum anderen habe die Beschwerdef�hrerin auch kein gegen aktienrechtliche Pflichten verstossendes Verhalten der Beschwerdegegner dargelegt. Die blosse Ungleichbehandlung von Gl�ubigern begr�nde mangels einer allgemeinen aktienrechtlichen Pflicht zur Gl�ubigergleichbehandlung keine Verantwortlichkeit. Unter den konkret gegebenen Umst�nden habe keine Pflicht zur g�nzlichen Einstellung von Zahlungen bestanden und erweise sich auch die Ausrichtung der konkret bezeichneten Zahlungen an verschiedene Gl�ubiger nicht als pflichtwidrig.
Die Beschwerdef�hrerin ficht korrekterweise (BGE 133 IV 119 E. 6.3 S. 120 f.; ferner: BGE 139 II 233 E. 3.2 S. 236; 138 III 728 E. 3.4 S. 735) beide Begr�ndungen der Vorinstanz an. Nachfolgend wird zun�chst gepr�ft, ob die Vorinstanz zu Recht erkannte, die Beschwerdef�hrerin habe keinen relevanten Schaden substanziiert. Sollte sich diese Begr�ndung als stichhaltig erweisen, er�brigt es sich, auf die Frage einzugehen, ob eine Pflichtverletzung der Beschwerdegegner vorliegt.
Zur Frage des Vorliegens eines "relevanten" Schadens f�hrte die Vorinstanz aus, die Beschwerdef�hrerin mache die Anspr�che der Gl�ubigergemeinschaft geltend. Dabei gehe es um den Schaden der Gesellschaft. F�r den vorliegenden Verantwortlichkeitsanspruch k�nne nur die Differenz des Verm�gens der Gesellschaft mit oder ohne die beanstandeten Zahlungen den (allf�lligen) Schaden bilden und nicht die blosse Differenz im Haftungssubstrat (d.h. die isoliert betrachtete Abnahme der Aktiven in Form von fl�ssigen Mitteln). Denn das Vollstreckungssubstrat bestehe allein aus den Aktiven der konkursiten Gesellschaft, w�hrend sich der Verm�gensstand der Gesellschaft aus den Aktiven und den Passiven ergebe. Die Bezahlung einer f�lligen Schuld bewirke grunds�tzlich keinen Schaden im Verm�gen der Gesellschaft, w�rden doch die Aktiven um den gleichen Betrag reduziert wie die Passiven.
Nicht Thema der vorliegenden Klage sei, so die Vorinstanz weiter, ein direkter Gl�ubigerschaden, der f�r den einzelnen Gl�ubiger im Fall der Erf�llung des Tatbestands der Gl�ubigerbevorzugung dem Betrag der (infolge der Verminderung des Haftungssubstrats) entgangenen Konkursdividende entsprechen k�nnte. Die Beschwerdef�hrerin k�nne vorliegend den Schaden somit nicht mit der H�he der geleisteten Zahlungen begr�nden. Mit der Darlegung des Betrags der geleisteten Zahlungen, abz�glich der hypothetischen Maximaldividende und der geleisteten Vergleichszahlungen habe sie keinen im Rahmen der erhobenen Verantwortlichkeitsklage relevanten Schaden substanziiert; der Schaden der durch die Zahlungen nicht befriedigten Gl�ubiger infolge einer Verminderung des ihnen zur Verf�gung stehenden Haftungssubstrats k�nnte von der Konkursmasse bloss mit einer paulianischen Anfechtung gegen die Zahlungsempf�nger (Art. 285 Abs. 1 und 2 Ziff. 2 und Art. 288 Abs. 1 SchKG) geltend gemacht werden. Auch einen anderen Schaden der Gesellschaft habe die Beschwerdef�hrerin nicht geltend gemacht, insbesondere keinen Fortf�hrungs- bzw. Konkursverschleppungsschaden im Sinne von BGE 136 III 322 E. 3.
Die Beschwerdef�hrerin r�gt, die Vorinstanz habe mit ihrem Standpunkt, dass die Beschwerdef�hrerin mit ihrer Verantwortlichkeitsklage einzig eine Reduktion des Gesellschaftsverm�gens (und nicht des den Nachlassgl�ubigern zur Verf�gung stehenden Verwertungssubstrates) als Schaden h�tte geltend machen k�nnen, gegen Art. 754 und 757 Abs. 1 OR verstossen, indem sie von einem falschen Schadensbegriff und damit von einer falschen Definition der Aktivlegitimation ausgegangen sei. Ihr Standpunkt stehe auch im Widerspruch zur bundesgerichtlichen Rechtsprechung.
4.1.�Nach st�ndiger Rechtsprechung des Bundesgerichts entspricht der Schaden im Recht �ber die Verantwortlichkeit der Gesellschaftsorgane, gleich wie im �brigen Haftpflichtrecht, der ungewollten Verminderung des Reinverm�gens des Gesch�digten, d.h. der Differenz zwischen dem gegenw�rtigen Verm�gensstand und dem Stand, den das Verm�gen ohne das sch�digende Ereignis h�tte (Differenztheorie; BGE 132 III 564 E. 6.2 S. 575 f.; s. allgemein: BGE 139 V 176 E. 8.1; 132 III 321 E. 2.2.1 S. 323 f.; 129 III 331 E. 2.1, je mit Hinweisen; eingehend dazu: BERNARD CORBOZ, Le dommage dans les actions en responsabilit� contre les organes sociaux, in: D�veloppements r�cents en droit commercial II, Flavio-Gabriel Chabot [Hrsg.], 2013, S. 93 ff.; CLAUDIA SUTER, Der Schaden bei der aktienrechtlichen Verantwortlichkeit, 2010, S. 13 ff.). Dies ist vorliegend unumstritten.
Kontrovers ist hingegen, welches Verm�gen im Rahmen einer Verantwortlichkeitsklage der Konkurs- bzw. der Nachlassmasse gegen die Gesellschaftsorgane f�r den Vergleich des Verm�gensstandes vor und nach den behauptet pflichtwidrigen Handlungen heranzuziehen ist. Mit anderen Worten ist strittig, welcher Schaden (in welchem Verm�gen) Gegenstand einer Verantwortlichkeitsklage der Nachlassverwaltung sein kann.
Die Nachlassmasse ist, vertreten durch ihren Liquidator, in analoger Anwendung der f�r den Konkurs aufgestellten Regeln aktivlegitimiert, einen Schaden der sich in Nachlassliquidation befindlichen Gesellschaft aus einem pflichtwidrigen Organverhalten geltend zu machen (Art. 757 Abs. 1 Satz 2 OR; Art. 325 SchKG; BGE 122 III 166 E. 2b/aa S. 169 f. und E. 2b/cc S. 172 ff.). Dies gilt unabh�ngig davon, ob Gl�ubiger der Gesellschaft durch dieses Verhalten bloss mittelbar (s. BGE 132 III 564 E. 3.1.2) oder unmittelbar (s. BGE 132 III 564 E. 3.1.3) gesch�digt wurden (BGE 132 III 342 E. 2.3.3, 564 E. 3.2.2 und 3.2.3; Urteil 4A_410/2011 vom 11. Juli 2012 E. 3.2). Die Beschwerdef�hrerin bestreitet nicht, dass sie in ihrer Klage keinen solchen Schaden der Gesellschaft substanziiert hat und dass die vor Einreichung des Nachlassstundungsgesuchs erfolgten Zahlungen an Dritte sowohl die Gesellschaftsaktiven als auch die Gesellschaftspassiven der SAirGroup verminderten und damit das Gesellschaftsverm�gen nicht beeintr�chtigten.
Sie ist indessen der Auffassung, sie sei als die durch die Nachlassliquidation mit Verm�gensabtretung gebildete Nachlassmasse nicht nur zur Geltendmachung der Verantwortlichkeitsanspr�che der urspr�nglichen Gesellschaft (SAirGroup), sondern auch der Verantwortlichkeitsanspr�che der Gl�ubigergesamtheit legitimiert. Die Sch�digung der Gl�ubigergesamtheit k�nne dabei auch in der ungerechtfertigten Verminderung des Verwertungssubstrats bestehen, wie das Bundesgericht im Urteil 5C.29/2000 vom 19. September 2000 (sog. "Raichle-Entscheid") festgehalten habe.
4.2.�Im Urteil 5C.29/2000 E. 4b/c hielt das Bundesgericht fest, dass in der damals streitbetroffenen Darlehensr�ckzahlung kurz vor dem Konkurs der Gesellschaft eine Pflichtverletzung der in Anspruch genommenen Organe lag. Diese habe zu einer Sch�digung der Gl�ubiger gef�hrt, die darin bestand, dass durch die vollumf�ngliche Tilgung einer einzelnen Schuld und der damit einhergehenden Verminderung des Verwertungssubstrats die Werthaltigkeit ihrer Forderungen (im Konkurs) beeintr�chtigt worden sei. Die Konkursverwaltung sei diesfalls befugt, das zur Masse geh�rende Verm�gen im Interesse der Gesamtheit der Gesellschaftsgl�ubiger durch Verantwortlichkeitsklage erh�ltlich zu machen. Mit anderen Worten erkannte das Bundesgericht der Konkursverwaltung die Aktivlegitimation zu, den Schaden, der den Gl�ubigern durch Verminderung des Verwertungssubstrats entstanden war, mittels Verantwortlichkeitsklage gegen die fehlbaren Organe geltend zu machen, unabh�ngig davon, ob bei der Gesellschaft (bzw. im Konkurs bei der Konkursmasse) eine Verm�gensverminderung, mithin ein Schaden vorlag.
Dieser Entscheid muss allerdings vor dem Hintergrund der damaligen, sehr restriktiven Praxis �ber die Aktivlegitimation zur Geltendmachung von Gl�ubigersch�den im Konkurs bzw. im Nachlassverfahren gesehen werden. Im Lichte der seitherigen Entwicklung der Praxis erscheint er als �berholt, wie nachfolgend aufzuzeigen ist.
4.2.1.�In der dargestellten Erw�gung 4c des Urteils 5C.29/2000 verwies das Bundesgericht zur Befugnis der Konkursverwaltung, den Schaden geltend zu machen, der den Konkursgl�ubigern durch die blosse Verminderung des Verwertungssubstrats der Gesellschaft entstanden war, auf den Entscheid BGE 117 II 432 E. 1b/ee S. 439. Es bezog sich mithin auf die zur Zeit des Ergehens des Urteils geltende Praxis zur Aktivlegitimation der Gl�ubiger einer konkursiten Gesellschaft, den Schaden, der ihnen durch pflichtwidriges Verhalten der Gesellschaftsorgane entstanden war, geltend zu machen.
Im zitierten BGE 117 II 432 und im sp�ter, im Jahre 1996, ergangenen - in 5C.29/2000 E. 4c allerdings nicht zitierten - BGE 122 III 176 E. 7 wurde angestrebt, die Verantwortlichkeitsanspr�che der Gl�ubiger weitgehend der ausschliesslichen Herrschaft der Konkursverwaltung zu unterstellen. Damit sollte ein Wettlauf zwischen Gl�ubigern, die durch die Pflichtverletzungen direkt in ihrem Verm�gen (d.h. unmittelbar) gesch�digt wurden, einerseits und zwischen solchen, die durch die Pflichtverletzungen bloss indirekt, durch Beeintr�chtigung des Werts ihrer Forderungen infolge der Sch�digung der Gesellschaft in ihrem Verm�gen (d.h. mittelbar), gesch�digt wurden, andererseits um Befriedigung aus der bei den verantwortlichen Organen beschr�nkt vorhandenen Verm�genssubstanz verhindert werden (vgl. BGE 122 III 176 E. 7c S. 194; PETER B�CKLI, Schweizer Aktienrecht, 4. Aufl. 2000, � 18 Rz. 302; BUFF/VON DER CRONE, Aktienrechtliche Verantwortlichkeit im Konkurs: Einschr�nkung der Klageberechtigung, SZW 2015 S. 269 ff., 273 f.). In diesem Bestreben schr�nkte das Bundesgericht die Legitimation der in ihrem Verm�gen gesch�digten Gesellschaftsgl�ubiger zur Geltendmachung von Verantwortlichkeitsanspr�chen im Konkurs weitgehend ein, was es in zwei Schritten erreichte: Zum einen wurde der Begriff des unmittelbaren und des mittelbaren Schadens neu definiert und f�r die Unterscheidung nicht mehr danach unterschieden, in welcher Verm�gensmasse der Schaden unmittelbar eingetreten war (herk�mmliche Definition [BGE 122 III 176 E. 7b S. 190]), sondern danach, auf welcher Rechtsgrundlage die Klage beruhte (BGE 122 III 176 E. 7b/c; vgl. dazu; f�r viele: THOMAS REBSAMEN, Die Gleichbehandlung der Gl�ubiger der Aktiengesellschaft, 2004, S. 270 Rz. 865; GERICKE/WALLER, in: Basler Kommentar, Obligationenrecht, Bd. II, 4. Aufl. 2012, N. 19 zu Art. 754; B�CKLI, a.a.O., � 18 Rz. 303). Zum anderen wurde ein unmittelbarer Schaden der Gl�ubiger, zu dessen Geltendmachung die Gl�ubiger im Konkurs der Gesellschaft gegen die Organe unabh�ngig vom Vorgehen der Konkursverwaltung geltend zu machen einzig befugt sind (BGE 122 III 176 E. 7a; Art. 757 Abs. 1 Satz 2 OR), nur angenommen, wenn die Verletzung von Rechtsnormen durch die belangten Organe geltend gemacht wurde, welche ausschliesslich die Gl�ubiger, nicht aber gleichzeitig die Gesellschaft sch�tzen (vgl. dazu BGE 122 III 176 E. 7b-d S. 190 ff.; best�tigt in: BGE 125 III 86 E. 3a; 127 III 374 E. 3a/b S. 377 f.; 128 III 180 E. 2c; vgl. zum Ganzen auch: B�CKLI, a.a.O., � 18 Rz. 301).
Dadurch wurde die Legitimation von Gl�ubigern nach weit verbreiteter Auffassung faktisch auch dann eingeschr�nkt, wenn durch ein pflichtwidriges Organverhalten allein diese in ihrem Verm�gen gesch�digt waren, nicht aber die Gesellschaft bzw. die Konkursmasse (GERICKE/WALLER, a.a.O., N. 17 zu Art. 754 OR; vgl. auch BGE 128 III 180 E. 2c; 127 III 374 E 3a/b S. 377). Angesichts dieser Einschr�nkungen erschien es dem Bundesgericht im Raichle-Entscheid angebracht, der Konkursverwaltung die Aktivlegitimation zuzugestehen, einen Schaden geltend zu machen, der nicht im Verm�gen der Gesellschaft, sondern ausschliesslich in jenem der Gl�ubiger entstanden war (vgl. in diesem Sinn auch THOMAS REBSAMEN, Die Gleichbehandlung der Gl�ubiger durch die Aktiengesellschaft, Jusletter vom 22. Mai 2006, Rz. 12 ff.; THOMAS KRIZAJ, Yin und Yang. Oder das Verh�ltnis der Verantwortlichkeitsklage zur paulianischen Anfechtungsklage, AJP 2013 819 ff., S. 832). Offenbar bestand die Bef�rchtung, der eingeklagte Schaden k�nnte andernfalls �berhaupt nicht mehr geltend gemacht werden, was im Raichle-Fall besonders stossend gewesen w�re, da sich das eine der belangten Organe durch die beanstandete Darlehensr�ckzahlung selber beg�nstigt hatte.
4.2.2.�Die aufgezeigten Einschr�nkungen der Gl�ubigerbefugnis, gegen die Gesellschaftsorgane vorzugehen, wenn das beanstandete Verhalten ausschliesslich zu einem direkten Schaden im Verm�gen der Gl�ubiger, nicht aber in demjenigen der konkursiten Gesellschaft gef�hrt hat, wurden vom Bundesgericht in der Folge indessen aufgegeben (festgehalten wurde einzig an den - hier nicht interessierenden - Einschr�nkungen f�r den seltenen Fall, dass gleichzeitig Gl�ubiger und die Gesellschaft direkt in ihrem Verm�gen gesch�digt wurden [vgl. dazu BGE 132 III 564 E. 3.2.3; 141 III 112 E. 5.2.3]).
So erwog es zun�chst in zwei Urteilen aus den Jahren 2000 und 2002, in denen, wie vorliegend, nur eine Sch�digung der Konkursgl�ubiger in ihrem Verm�gen, nicht aber eine solche der Gesellschaften vorlag, diese Einschr�nkungen bzw. die Unterscheidung, wer (Gesellschaft, Gl�ubiger oder Aktion�re) Ersatz des erlittenen Schadens verlangen k�nne, seien in einer solchen Konstellation nicht sachgerecht ("ne sont pas pertinentes"), da die Gesellschaft keinen Schaden erlitten habe (Urteile 4C.200/2002 vom 13. November 2002 E. 3, nicht publ. in: BGE 129 III 129 und 4C.198/2000 vom 28. September 2000 E. 4b). Wie REBSAMEN (a.a.O., 2004, S. 279 Rz. 892) und SUTER (a.a.O., S. 198) in ihren Ausf�hrungen zu 4C.200/2002 zutreffend bemerken, zog das Bundesgericht in den zitierten Entscheiden allerdings nicht den sich aus dieser Erw�gung eigentlich ergebenden Schluss, die Klage mangels Aktivlegitimation der damals klagenden Abtretungsgl�ubiger im Sinne von Art. 757 Abs. 2 und 3 OR abzuweisen.
In BGE 131 III 306 und - deutlich - in BGE 132 III 564 nahm das Bundesgericht die herk�mmliche Definition des mittelbaren und unmittelbaren Gl�ubigerschadens wieder auf (BGE 131 III 306 E. 3.1.1/3.1.2; 132 III 564 E. 3.1) und best�tigte, dass die Klagem�glichkeit der Gl�ubiger aus Pflichtverletzungen, die nur zu deren unmittelbaren Sch�digung in deren Verm�gen, nicht aber in demjenigen der Gesellschaft gef�hrt hat, keinerlei Einschr�nkungen unterworfen ist (BGE 131 III 306 E. 3.1.2; 132 III 564 E. 3.2.1; vgl. zur dargestellten Entwicklung der Rechtsprechung: REBSAMEN, a.a.O., 2004, S. 271 ff.; GERICKE/WALLER, a.a.O., N. 17 ff. zu Art. 754 OR; B�CKLI, a.a.O., � 18 Rz. 299 ff.; B�RTSCHI, Die Klage aus unmittelbarem Schaden im Verantwortlichkeitsrecht, in: Verantwortlichkeit im Unternehmensrecht V, Weber/Isler [Hrsg.], 2010, S. 232 f., 250 f., 267 ff.; STEPHAN HARTMANN, Die Unterscheidung zwischen dem unmittelbaren und dem mittelbaren Schaden im Konkurs der Aktiengesellschaft, SZW 2006 S. 321 ff., 323 ff.; SUTER, a.a.O., S. 68 ff.). Dies wurde neuestens in einem in der amtlichen Entscheidsammlung ver�ffentlichten Urteil best�tigt (BGE 141 III 112 E. 5.2.1).
4.3.�Bei dieser Rechtslage, nach der die Gl�ubiger, die in ihrem Verm�gen gesch�digt sind, unbeschr�nkt gegen die Gesellschaftsorgane vorgehen k�nnen, wenn nicht auch die Gesellschaft durch die geltend gemachte Pflichtverletzung einen Schaden erlitten hat, rechtfertigt es sich von vornherein nicht mehr, auch der Konkurs- bzw. Nachlassmasse die Aktivlegitimation zur Geltendmachung des ausschliesslich den Gl�ubigern entstandenen Schadens zuzugestehen (vgl. in diesem Sinne KRIZAJ, a.a.O., S. 820 und 831 f.). Daf�r bietet das Verantwortlichkeitsrecht denn auch keine Handhabe (vgl. REBSAMEN, a.a.O., 2004, S. 302 Rz. 963 f.). Die Klage der Gesellschaft bzw. der Nachlassmasse (action sociale), setzt voraus, dass im Verm�gen der Gesellschaft bzw. deren Masse ein Schaden im Sinne der Differenztheorie eingetreten ist. Denn nur ein solcher Gesellschaftsschaden ist nach nun ganz herrschender Auffassung Gegenstand der Klage der durch die Konkursverwaltung vertretenen Masse (vgl. BGE 132 III 342 E. 2.3.3, 564 E. 3.2.2 und 3.2.3) bzw. der aktienrechtlichen Sonderregelung nach Art. 756 - 758, was sich ausdr�cklich aus der Marginalie zu diesen Bestimmungen ergibt, die von "Schaden der Gesellschaft" spricht (CORBOZ, a.a.O., S. 103;�
derselbe, in: Commentaire Romand, Code des Obligations, Bd. II, 2008, N. 53, 55 und 78 zu Art. 754 OR;�
derselbe,�SJ 2005 I S. 392; B�CKLI, a.a.O., � 18 Rz. 364 und 365; REBSAMEN, a.a.O., 2004, S. 270 Rz. 866, S. 295 Rz. 942, S. 307 Rz. 982; B�RTSCHI, Verantwortlichkeit im Aktienrecht, 2001, S. 129 f.; KRIZAJ, a.a.O., S. 833 und 835 f.; HARTMANN, a.a.O., S. 326 Ziff. 3; PETER R. ISLER, Fragen der Aktiv- und Passivlegitimation in Verantwortlichkeitsprozessen, in: Verantwortlichkeit im Unternehmensrecht IV, Weber/Isler [Hrsg.], 2008, S. 94 f.; SUTER, a.a.O., S. 70; BUFF/VON DER CRONE, a.a.O., S. 271 unten; RETO THOMAS RUOSS, Die Verantwortlichkeit der gesch�ftsf�hrenden Organe, in: Managerhaftung, Ulf-Jochen Romberg und andere [Hrsg.], 2002, S. 215 ff., 249; DANIEL GLASL, Praxis�nderung zu Schaden und Aktivlegitimation in der aktienrechtlichen Verantwortlichkeit, Jusletter vom 27. Juni 2005, Rz. 20 f.).
Ist ausschliesslich ein Schaden im Verm�gen von Konkursgl�ubigern eingetreten, wird dieser nach dem Gesagten von der gesetzlichen Regelung, die der Konkursmasse eine Befugnis zur Geltendmachung von Verantwortlichkeitsanspr�chen einr�umt, nicht erfasst. Er kann ausschliesslich und ohne Einschr�nkungen von den nicht befriedigten Gl�ubigern geltend gemacht werden. Verschiedene Autoren stellen insoweit mit guten Gr�nden in Frage, ob die Klage, mit welcher ein Gl�ubiger einen entsprechenden Schaden individuell geltend macht, �berhaupt einen Anwendungsfall des k�rperschaftlichen Verantwortlichkeitsrechts darstellt (B�CKLI, a.a.O., � 18 Rz. 311, 361; HANS PETER WALTER, Ungereimtheiten im Verantwortlichkeitsrecht, in: Aktuelle Fragen zur aktienrechtlichen Verantwortlichkeit, Charlotte M. Baer [Hrsg.], 2003, S. 80 Fn. 17; FORSTMOSER/MEIER-HAYOZ/NOBEL, Schweizerisches Aktienrecht, 1996, � 36 Rz. 16; a.M. offenbar KRIZAJ, a.a.O., S. 827 f.).
Entsprechend ist die Beschwerdef�hrerin als Nachlassmasse nicht legitimiert, den von ihr vorliegend eingeklagten Schaden, bestehend in einer blossen Verminderung des Verwertungssubstrats, mit Verantwortlichkeitsklage gegen die Gesellschaftsorgane geltend zu machen.
Wenn das Bundesgericht im Raichle-Entscheid vom 19. September 2000 und im nachfolgenden, von der Beschwerdef�hrerin weiter angerufenen Urteil 4C.200/2002 vom 13. November 2002 (E. 3, nicht publ. in BGE 129 III 129; vgl. auch das bereits fr�her ergangene Urteil 4C.198/2000 vom 28. September 2000 E. 4b) anders entschied, l�sst sich dies - wie vorstehend (Erw�gung 4.2.1) dargelegt - mit der damals aktuellen, restriktiven Praxis zur Aktivlegitimation von direkt in ihrem Verm�gen gesch�digten Gl�ubigern zur Erhebung der Verantwortlichkeitsklage erkl�ren. Sachverhaltsm�ssig lag im Raichle-Fall �berdies - vereinfacht dargestellt - die besondere Situation vor, dass sich eines der zwei in Anspruch genommenen Organe (Lebenspartner) durch die streitbetroffene, kurz vor dem Konkurs der Gesellschaft erfolgte R�ckzahlung eines Darlehens, das es der Gesellschaft gew�hrt hatte, gegen�ber den anderen Gesellschaftsgl�ubigern selber beg�nstigte; das Organ h�tte daher wohl auch im Rahmen einer paulianischen Anfechtung dieser R�ckzahlung, zu der die Konkursmasse befugt war, belangt werden k�nnen (s. Urteil 5C.29/2000 vom 19. September 2000 E. 3 in fine). Im Urteil 4C.200/2002 vom 13. November 2002 war sodann die Bejahung der Aktivlegitimation nicht entscheiderheblich, da die Klage letztlich aus anderen Gr�nden abgewiesen wurde.
4.4.�Der Beschwerdef�hrerin hilft nicht weiter, wenn sie unter Bezugnahme auf den im Raichle-Entscheid zitierten BGE 117 II 432 betont, sie sei nicht die Gesellschaft SAirGroup, sondern deren Nachlassmasse und als solche zur Geltendmachung der Anspr�che der Gl�ubigergesamtheit legitimiert, deren Sch�digung auch in einer Verminderung des Verwertungssubstrats bestehen k�nne.
In BGE 117 II 432 (E. 1b/ee S. 439; s. dazu auch BGE 122 III 176 E. 7a S. 190 f. und BGE 132 III 342 E. 2.3.1) f�hrte das Bundesgericht diesbez�glich bloss aus, es k�nne im Konkurs einzig noch darum gehen, im Interesse der Gesellschaftsgl�ubiger�
das zur Masse geh�rende Verm�generh�ltlich zu machen, wobei die Durchsetzung der Verantwortlichkeitsanspr�che nicht den einzelnen Gl�ubigern der Gesellschaft �berlassen werden k�nne, zumal diese keine unmittelbaren Anspr�che gegen die verantwortlichen Organe, sondern bloss einen Anspruch gegen die Konkursmasse auf anteilsm�ssige Befriedigung ihrer Forderungen aus deren Aktiven h�tten. Es entschied, dass im Konkurs der Gesellschaft der�
Anspruch aus dem Recht der Gesellschaft�durch einen einheitlichen Anspruch der Gl�ubigergesamtheit abgel�st wird, den prim�r die Konkursmasse, vertreten durch die Konkursverwaltung, geltend zu machen befugt ist (sog. "Raschein-Doktrin"; vgl. dazu GERICKE/WALLER, a.a.O., N. 4 ff. zu Art. 757 OR); die Konkursmasse st�tzt sich dabei auf einen einheitlichen Anspruch der Gl�ubigergesamtheit, nicht auf den Anspruch der Gesellschaft oder auf individuelle Rechte der einzelnen Gl�ubiger, was insoweit von erheblicher Bedeutung ist, als dem Anspruch keine pers�nlichen Einreden gegen die Gesellschaft (z.B. aus einem Dechargebeschluss) oder gegen die einzelnen Gl�ubiger entgegenhalten werden k�nnen (vgl. BGE 132 III 342 E. 4.1; B�RTSCHI, a.a.O, 2010, S. 232; GERICKE/WALLER, a.a.O, N. 14 und 28 zu Art. 757 OR; B�CKLI, a.a.O., � 18 Rz. 287 ff.).
Die Beschwerdef�hrerin verkennt, dass der einheitliche Anspruch der Gl�ubigergesamtheit, den die Konkursmasse nach der Sonderregelung im Verantwortlichkeitsrecht geltend zu machen befugt ist, auch nach diesen Erw�gungen bloss Anspr�che umfasst, die sich aus dem Recht�
der Gesellschaft�(bzw. im Konkurs der Konkursmasse) aus einer�
Sch�digung im Sinne der Differenztheorie�ableiten ("das zur Masse geh�rende Verm�gen", "Anspruch der Gesellschaft"). Nicht darunter fallen dagegen Anspr�che der Gl�ubiger aus einer Sch�digung, die allein sie im Konkurs wegen einer blossen Verminderung des Verwertungssubstrats infolge Bezahlung einer f�lligen Schuld durch die Gesellschaft erlitten haben, ohne dass gleichzeitig eine Sch�digung der Gesellschaft vorliegt, da bei ihr der Abnahme von Aktiven eine gleichzeitige Abnahme der Passiven gegen�bersteht.
Eine solche, die Stellung der nicht befriedigten Gl�ubiger im Vollstreckungsverfahren verschlechternde Verminderung des Verwertungssubstrats in der Konkurs- bzw. der Nachlassmasse (Verminderung der fl�ssigen Mittel der Gesellschaft) kann Gegenstand einer gegen den Zahlungsempf�nger gerichteten paulianischen Anfechtung durch die Masse sein (Art. 285 Abs. 1 und 2 Ziff. 2 und Art. 288 Abs. 1 sowie Art. 325 SchKG; BGE 101 III 92 E. 4a), nicht indessen einer Verantwortlichkeitsklage der Konkurs- bzw. der Nachlassmasse gegen die Gesellschaftsorgane (RUOSS, a.a.O., S. 250). Die Beschwerdef�hrerin geht daher fehl, wenn sie das Masseverm�gen mit dem Verwertungssubstrat gleichsetzen will. Bei der Erh�ltlichmachung des zur Masse geh�renden Verm�gens geht es einzig darum, zur Masse zu ziehen, was im Verm�gen der konkursiten bzw. sich in Nachlassliquidation befindlichen Gesellschaft fehlt (REBSAMEN, a.a.O., 2004, S. 297 Rz. 947). Entsprechend hat das Bundesgericht in BGE 117 II 439 der Gl�ubigergesamtheit bzw. der Konkursmasse nicht die Befugnis zuerkannt, einen Gl�ubigerschaden aus Pflichtverletzungen der Organe geltend zu machen, wenn nicht zugleich ein Schaden der Gesellschaft besteht.
Nach dem Gesagten verneinte die Vorinstanz zu Recht, dass die Beschwerdef�hrerin zur Geltendmachung von Anspr�chen aus einer ausschliesslichen Sch�digung der durch die streitbetroffenen Zahlungen nicht befriedigten Gl�ubiger befugt ist, die diese infolge der mit den Zahlungen einhergehenden blossen Verminderung des Verwertungssubstrats der SAirGroup (d.h. der sich in der Nachlassmasse befindlichen Aktiven) erlitten haben.
Bei diesem Ergebnis kann offen bleiben, ob die Vorinstanz �berdies entgegen den Bestreitungen der Beschwerdef�hrerin zu Recht angenommen hat, die Zahlung an die H.________ vom 27. September 2001 habe ohnehin zu keiner Verminderung des Verwertungssubstrats gef�hrt, weil sie mit keinem Abfluss von Gesellschaftsmitteln verbunden gewesen sei und in der Bilanz der SAirGroup einen blossen Passiventausch ausgel�st habe; auf die in diesem Zusammenhang erhobenen R�gen der Beschwerdef�hrerin ist demnach nicht einzugehen.
Die Vorinstanz wies die Klage (Leistungsbegehren) somit zu Recht mit der Begr�ndung ab, die Beschwerdef�hrerin habe keinen im Rahmen der erhobenen Verantwortlichkeitsklage relevanten Schaden der Gesellschaft durch eine negative Ver�nderung des Gesellschaftsverm�gens substanziiert. Bei dieser Sachlage ist die Beschwerde abzuweisen, ohne dass gepr�ft zu werden braucht, ob die Vorinstanz auch die weitere Haftungsvoraussetzung zutreffend verneinte, dass in der Leistung der strittigen Zahlungen �berhaupt eine Pflichtverletzung der belangten Gesellschaftsorgane lag.
Dem Ausgang des Verfahrens entsprechend wird die Beschwerdef�hrerin kostenpflichtig (Art. 66 Abs. 1 BGG). Die Beschwerdegegner haben keinen Anspruch auf eine Parteientsch�digung, da ihnen aus dem bundesgerichtlichen Verfahren kein Aufwand entstanden ist (Art. 68 Abs. 1 BGG).

References: Art. 84
 Art. 154
 Art. 155
 BGE 
 Art. 754
 BGE 
 BGE 
 Art. 288
 BGE 
 Art. 754
 BGE 
 BGE 
 Art. 325
 BGE 
 BGE 
 BGE 
 BGE 
 BGE 
 BGE 
 BGE 
 Art. 754
 Art. 757
 BGE 
 BGE 
 Art. 754
 BGE 
 BGE 
 BGE 
 Art. 757
 BGE 
 BGE 
 Art. 754
 BGE 
 Art. 756
 Art. 754
 BGE 
in fine
 BGE 
 BGE 
 BGE 
 BGE 
 Art. 757
 BGE 
 Art. 757
 Art. 288
 Art. 325
 BGE 
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