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Timestamp: 2019-04-20 14:49:14+00:00

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§ 17 GVG:
BGH, BESCHLUSS vom 2.11.2002, Az. X ARZ 208/02 Die vom vorlegenden Oberlandesgericht vertretene Rechtsauffassung, wonach im Gerichtsstand der unerlaubten Handlung auch über konkurrierende materiell-rechtliche Ansprüche nicht deliktsrechtlicher Art entschieden werden darf, steht in Widerspruch zu Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs (z.B. Urt. v. 11.2.1980 - IIZR 259/78, VersR 1980, 846; Urt. v. 4.2.1986 - VI ZR 220/84, NJW 1986, 2436, 2437) aus der Zeit vor Inkrafttreten von § 17 Abs. 2 GVG in der Fassung des Gesetzes vom 17. Dezember 1990 (BGBl. I S. 2809; zukünftig: n.F.) und der Rechtsprechung verschiedener Oberlandesgerichte (OLG Hamm NJW-RR 2002, 1291; KG KGR 1995, 202; OLG Karlsruhe TranspR 1997, 166; OLG Köln MDR 2000, 170).
BGH, BESCHLUSS vom 2.11.2002, Az. X ARZ 208/02 3.	Soweit vor Inkrafttreten des § 17 Abs. 2 GVG n.F. in der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs - dem Reichsgericht (RGZ 27, 385) folgend -aus § 32 ZPO entnommen wurde, im Gerichtsstand der unerlaubten Handlung dürfe trotz Geltendmachung eines einheitlichen prozessualen Anspruchs nur über die deliktsrechtlichen materiellen Anspruchsgrundlagen entschieden werden (BGH, Urt. v. 4.2.1986 - VI ZR 220/84, NJW 1986, 2436, 2437; BGH, Urt. v. 11.2.1980 - II ZR 259/78, VersR 1980, 846, jeweils m.w.N.; vgl. auch BGHZ 98, 362; BGH, Beschl. v. 3.3.1983 -1 ARZ 682/82, NJW 1983, 1799), kann hieran nicht mehr festgehalten werden.
BGH, BESCHLUSS vom 2.11.2002, Az. X ARZ 208/02 c)	Demgegenüber ist nicht entscheidend (so aber OLG Hamburg OLG-Rep Hamburg 1996, 347, 348; OLG Karlsruhe TranspR 1997, 166, 167f.;Peglau, MDR 2000, 723; Spickhoff, ZZP 109 (1996), 493, 498; Würthwein, ZZP 106 (1993), 51, 76), daß der Kläger im Zivilprozeß - anders als in den Fällen des § 17 Abs. 2 GVG n.F. - jedenfalls bei Inanspruchnahme lediglich eines Beklagten - die Möglichkeit hat, eine einheitliche Entscheidung über alle Anspruchsgrundlagen herbeizuführen, indem er im allgemeinen Gerichtsstand des Beklagten klagt.
BGH, BESCHLUSS vom 3.10.2013, Az. III ZB 59/13 Liegt hingegen eine Mehrheit prozessualer Ansprüche vor, ist für jeden dieser Ansprüche die Rechtswegzuständigkeit gesondert zu prüfen (Senat, Urteil vom 28. Februar 1991 - III ZR 53/90, BGHZ 114, 1, 2; Kissel/Mayer, GVG, 7. Aufl., § 17 Rn. 55; Hk-ZPO/Rathmann, 5. Aufl., § 17 GVG Rn. 7; Thomas/Putzo/Hüßtege, ZPO, 34. Aufl., § 17 GVG Rn. 5; Stein/Jonas/Jacobs aaO § 17 GVG Rn. 16).
BGH, URTEIL vom 4.11.1983, Az. III ZR 150/82 Wie die Revision zutreffend ausführt, kann die Klägerin die Entscheidung des Berufungsgerichts über die Zulässigkeit des Rechtswegs anfechten, da sie ihren Ver-weisungsantrag (§ 17 GVG) nur hilfsweise gestellt hat (BGHZ 38, 289, 290; Kissel GVG § 17 Rn. 37 m.w.Nachw. aus der Rspr.
BGH, BESCHLUSS vom 4.6.1998, Az. III ZB 34/97 6 ne sonstige (außervertragliche) 'Ausgleichszahlung' - gleich aus welchem (bürgerlich-rechtlichen oder öffentlich-rechtlichen, vgl. § 17 Abs. 2 GVG sowie Senatsurteil BGHZ 121, 367, 376 f) Rechtsgrund - zu leisten ist.
BGH, vom 4.0.2001, Az. Der Grundsatz der Fortdauer der Zulässigkeit des Rechtsweges (§ 17 Abs. 1 Satz 1 GVG) gilt nur rechtswegerhaltend (Senat BGHZ 118, 34, 35 f; BGHZ 130, 13, 15), läßt mithin deren nachträgliche Begründung - vor rechtskräftiger Verweisung in einen anderen Gerichtszweig - zu.
BGH, URTEIL vom 4.4.2007, Az. III ZR 258/06 - 11 dass es sich dem Gegenstand nach um einen öffentlich-rechtlichen Entschädigungsanspruch handelt, stände einer Entscheidung durch die ordentlichen Gerichte bei sonst zulässigem Zivi Rechtsweg nicht entgegen (§17 Abs. 2 Satz 1 GVG; abweichend OLG Brandenburg OLG-Report 2001, 424, 427).
BGH, BESCHLUSS vom 1.9.1982, Az. Denn die Fristwahrung ist ebenso wie die Fiktion, daß die Rechtshängigkeit schon von der Einreichung der Klageschrift an bei dem zuständigen Gericht begründet worden sei, eine Folge der (rechtskräftigen) gerichtlichen Entscheidung des unzuständigen Gerichts, welches die Sache abgegeben hat (§ 17 Abs.3 Satz 3 bis 5 GVG; vgl. Thomas/Putzo, ZPO 11. Aufl. §17 GVG An. 5 b; Zoller/Gümmer, ZPO 12. Aufl. § 17 GVG IV 2; Kopp, VwGO 5. Aufl. § 41 Rdn 16 und 17; Eyermann/Fröhler, VwGO 8. Aufl. § 41 Rdn 17 und 18).
BGH, Urteil vom 2.11.2001, Az. Dies entspricht nicht nur ständiger Rechtsprechung (vgl. RGZ 103, 102, 103 f.; BGH, Urt. v. 1.2.1978 - IV ZR 142/77, NJW 1978, 949; BGHZ 114, 218, 221 f. - Einzelkostenerstattung), sondern auch der einhelligen Auffassung im Schrifttum (vgl. nur Zöller/Gummer, ZPO, 22. Aufl., §17 GVG Rdn. 1; Musielak/Wittschier, ZPO, 2. Aufl., §17 GVG Rdn. 4; Kissel, NJW 1991, 945, 948; Piekenbrock, NJW 2000, 3476).
BGH, URTEIL vom 4.8.2006, Az. IX ZR 89/05 -6- tungsakte, auch wenn sie fehlerhaft sind, grundsätzlich zu beachten, solange sie nicht durch die zuständige Behörde oder durch ein zuständiges Gericht aufgehoben worden sind (BGHZ 73, 114, 117; BGH, Beschl. v. 12. Januar 2006, aaO; MünchKomm-ZPO/Wolf, 2. Aufl. § 17 GVG Rn. 13; Kissel/Mayer, aaO §13 Rn. 20 f).
BGH, URTEIL vom 3.8.2002, Az. Es handelt sich vielmehr um zwei verschiedene Streitgegenstände, auf die § 17 Abs. 2 GVG keine Anwendung findet (BGH, Urteil vom 10. August 2001 - RiZ (R) 5/00, NJW 2002, 359 f. m.w.Nachw.).
BGH, BESCHLUSS vom 5.4.1965, Az. Darüber hinaus erscheint*; in Anlehnung an den die Regelung des Yerweisungsrechts beherrschenden Grundsatz, die Ausweitung von Zuständigkeitsstreitigkeiten tunlichst zu vermeiden, die Folgerung geboten, auch Zuständigkeitsotreitigkeiten im Verhältnis zwischen ordentlichen Gerichten und Arbeitsgerichten möglichst schnell zu erledigen (BGHZ 17, 169) und zwar in O.ÖX* weise, uu.jo jeweils das um die Entscheidung des Konflikts angegangene obere Bundesgericht entscheidet» Hierfür spricht überdies die entsprechende Regelung des Rechtsweges in § 17 GVG und in § 48 a ArbGG, derzufolge das Gericht des jeweils zuerst beschrittenen Rechtsweges bindend entscheidet (vgl» Jonas-Pohle 19» Aufl» Vorbemerkung IV 5 c zu § 1 ZPO; Baumbach-Lauterbach 28. Aufl» § 17 GVG An. 2 A)„ Angesichts der Tatsache, daß die sich auf die ordentlichen Gerichte und auf die Arbeitsgerichte beziehenden Gesetzesbestimmungen der §§ 276 ZPO, 48 ArbGG einerseits und der §§ 17 GVG, 48 a ArbGG andererseits sich inhaltlich entsprechen, bestehen auch im Verhältnis zwischen den oberen Bundesgcrichten dieser Gerichtszweige keine Bedenken dagegen, daß das zuerst angegangene Gericht den Korapetenz-konflikt entscheidet.
BGH, URTEIL vom 4.11.1983, Az. III ZR 149/82 11 sungsantrag (§ 17 GVG) nur hilfsweise gestellt hat (BGHZ 38, 289, 290; Kissel GVG § 17 Rn. 37 m. w.Nachw. aus der Rspr.
BGH, URTEIL vom 4.4.2007, Az. III ZR 259/06 Allein der Umstand, dass es sich dem Gegenstand nach um einen öffentlich-rechtlichen Entschädigungsanspruch handelt, stände einer Entscheidung durch die ordentlichen Gerichte bei sonst zulässigem Zivilrechtsweg nicht entgegen (§17 Abs. 2 Satz 1 GVG; abweichend OLG Brandenburg OLG-Report 2001, 424, 427).
BGH, URTEIL vom 4.4.2007, Az. III ZR 260/06 Allein der Umstand, dass es sich dem Gegenstand nach um einen öffentlich-rechtlichen Entschädigungsanspruch handelt, stände einer Entscheidung durch die ordentlichen Gerichte bei sonst zulässigem Zivilrechtsweg nicht entgegen (§17 Abs. 2 Satz 1 GVG; abweichend OLG Brandenburg OLG-Report 2001, 424, 427).
BGH, URTEIL vom 4.0.2010, Az. IX ZR 50/07 7	a) Im Ausgangspunkt zutreffend weist die Revision darauf hin, dass Gerichte und Behörden die durch einen Verwaltungsakt getroffene Regelung grundsätzlich ohne eigenständige Überprüfung als verbindlich zu beachten haben (BGHZ 158, 19, 22; BVerwG, NVwZ 1987, 496; Kopp/Ramsauer, VwVfG lO.Aufl. §43 Rn. 18 f; Stelkens/Bonk/Sachs, VwVfG 7. Aufl. §43 Rn. 137 ff; MünchKomm-ZPO/Zimmermann, 3. Aufl. § 17 GVG Rn. 13).
BGH, vom 2.4.2000, Az. Denn nach § 17 Abs. 2 Satz 1 GVG hat das Zivilgericht, da - wie ausgeführt - jedenfalls auch eine den ordentlichen Rechtsweg begründende Anspruchsgrundlage in Betracht kommt, über evtl, weitere, anderen Rechtsgebieten entstammende Anspruchsgrundlagen mit zu entscheiden (vgl. BGHZ 114, 1).
BGH, BESCHLUSS vom 3.5.1990, Az. IX ZB 116/96 Zulässigkeit des Rechtsweges gestützt worden ist (BGHZ 114, 1, 3; 119, 246, 249 f; BGH, Urt. v. 19. März 1993 - V ZR 247/91, DtZ 1993, 249, 250; v. 19. November 1993 - V ZR 269/92, NJW 1994, 387; Kissel, § 17 GVG Rdnr. 34; Wieser ZZP 106 (1993), 529, 531).
BGH, Urteil vom 3.3.2002, Az. Da es für den Anspruch auf Erbauseinandersetzung durch Begründung von Wohnungseigentum zuständig ist, hat es nach § 17 Abs. 2 Satz 1 GVG den Streitgegenstand auch nach den an sich in die Zuständigkeit der freiwilligen Gerichtsbarkeit fallenden Regelungen des Wohnungseigentumsgesetzes zu beurteilen (vgl. zu § 17 Abs. 2 Satz 1 GVG BGH, Beschluß vom 15. Januar 1998 - I ZB 20/97 - NJW 1998, 2743 unter II 2 a und BGHZ 114, 1 ff.).
BGH, URTEIL vom 2.5.2003, Az. Mit der rechtskräftigen Feststellung ihrer Zuständigkeit haben die Zivilgerichte nach § 17 Abs. 2 GVG den Rechtsstreit unter allen in Betracht kommenden rechtlichen Gesichtspunkten zu entscheiden, jedenfalls soweit es sich um einen einheitlichen prozessualen Anspruch handelt (vgl. BGH, Beschl. v. 5.6.1997 -IZB 42/96, NJW 1998, 826, 828; Gümmer in Zöller, ZPO, 23. AufI., § 17 GVG Rdn. 6).
BGH, BESCHLUSS vom 2.11.2014, Az. Damit haben Gerichte und Behörden die durch einen Verwaltungsakt getroffene Regelung grundsätzlich ohne eigenständige Überprüfung als verbindlich zu beachten (BGH, Urteile vom 4. Februar 2002 - XII ZR 301/01, BGHZ 158, 19, 22 und vom 14. Januar 2010 - IX ZR 50/07, NVwZ-RR 2010, 372 Rn. 7; BVerwG, NVwZ 1987, 496; Kopp/ Ramsauer, VwVfG, 15. Aufl., §43 Rn. 18 f.; Stelkens/Bonk/Sachs, VwVfG, 8. Aufl., § 43 Rn. 137 ff.; MünchKomm-ZPO/Zimmermann, 4. Aufl., § 17 GVG Rn. 13).
BGH, vom 1.2.1964, Az. ) Verwaltungsakten, die vor dem Inkrafttreten des Bundesbaugesetzes auf Grund außer Kraft getretener Vorschriften (hier dos Berliner Planungsgesetzes - § 186 Absc 1 Nr„ 30 BBauG ~) ergangen und noch nicht unanfechtbar geworden waren, sowie das weitere Verfahren und die Entscheidung nach den Vorschriften des Bundesbaugesetzes über die entsprechenden Verwaltungsakteo Der Entschädigungsfeststellungsbeschluß vom Io Juni I960, zugestellt am Ho Juni 196o9 war aber, soweit er die Enteignungsvoraussetzungen bejahte, bei Inkrafttreten des Bundesbaugesetzes noch nicht unanfechtbar geworden, da infolge einer insoweit fehlenden Rechtsmittelbelehrung gemäß § 58 Abs«, 2 VwGO eine Jahresfrist seit Zustellung des Beschlusses lief« Der ab Inkrafttreten des Bundesbaugesetzes gegebene Rechtsbefehl war mithin gemäß §157 Abs« 2 BBauG der bei der Enteignungsbehörde zu stellende Antrag auf gerichtliche Entscheidung„ im vorliegenden Palle haben nun zwar die Eigentümer einen solchen Antrag bei der Enteignungsbehörde nicht gestellt, sondern unter dem 12o Dezember i960 unmittelbar Klage zu dem ordentlichen Gericht erhobene Dem Erfordernis des bei der Enteignungsbehörde zu stellenden Antrages auf gerichtliche Entscheidung ist jedoch dadurch Rechnung getragen worden, daß der Enteignungsbehörde innerhalb der noch laufenden Anfechtungsfrist zwar nicht die Klageschrift, aber der Schriftsatz der Eigentümer vom 17o März 1961 (Ziffo 2 der Verfügung des Vorsitzenden der Baulandkammer vom 11 «, April i960) zugestellt worden ist«, Aus diesem Schriftsatz ergab sich für die Enteignungsbehörde eindeutig das Begehren der Eigentümer auf gerichtliche Entscheidungo Unschädlich ist es, daß die Klage zunächst vor einer normalen Zivilkammer des Landgerichts anhängig gemacht worden war« Da die Baulandkammer kein besonderes Gericht, sondern ebenfalls eine Spruchabteilung des Landgerichts ist, der lediglich eine besondere Sachliche Zuständigkeit im Rahmen der ordentlichen Zivilgerichtsbarkeit zukommt (BGHZ 4o, 148), und eine Verweisung im Sinne von § 17 GVG im Verhältnis verschiedener Kammern desselben Gerichts nicht in Betracht kommt (BGHZ 6* 1-78) , entsprach es der Rechtslage, wenn die normale Zivilkammer d§s vor ihr anhängig gemachtes Verfahren an die gemäß §§ 157 ff® BBauG .Sachlich zuständige Baulandkammer abgab, wie das geschehen ist*
BGH, vom 4.11.1998, Az. Ob auch §17 Abs. 2 Satz 1 GVG (vgl. dazu BGHZ 114, 1, 2) für die Wiedergutmachungsgerichte entsprechend anzuwenden ist, bedarf hier keiner Entscheidung.
LAG Köln, Beschluss vom 5.11.2009, Az. 9 Ta 413/09 Im Übrigen geht § 17 Abs. 2 GVG von der grundsätzlichen Gleichwertigkeit der Rechtswege aus und gestattet auch die Entscheidung von Fragen, die typischerweise von einem Gericht des anderen Rechtswegs entschieden werden (so auch OLG Hamburg a.a.O.).
LG Düsseldorf, Urteil vom 2.4.2009, Az. 7 O 159/06 Nach § 17 Abs. 2 GVG obläge hier sogar die Entscheidung dem – wegen anderer Klagegründe zulässigerweise angerufenen – ordentlichen Gericht (BGHZ 121, 367 ff zitiert nach juris Rn. 33 ff).
LAG Köln, Urteil vom 4.7.2005, Az. 6 Sa 379/05 Gegen eine erweiternde Auslegung von § 17 Abs. 2 GVG spricht, dass die Problematik der Aufrechnung mit rechtswegfremden Gegenforderungen bei der Änderung der §§ 17 ff. GVG durch das 4. VwGO-Änderungsgesetz vom 17.12.1990 seit langem bekannt war, aber die Gesetzesmaterialien allein die Fälle alternativer und kumulativer Klagebegründungen durch verschiedene Anspruchsgrundlagen behandeln (BAG, 23.08.2001 – 5 AZB 3/01 – NZA 2001, 1158; vgl. ferner Zöller/Vollkommer, ZPO, 25. Auflage, § 302 Rz. 11; Zöller/Gummer, § 17 GVG Rz. 10 m.w.N.).
LG Düsseldorf, Beschluss vom 1.0.2004, Az. 1 DGH 2/03 Nach der auch vom Senat geteilten ständigen Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs und des Bundesverwaltungsgerichts (BGHZ 90,41, 51 ff = NJW 1984, 2531 = DRiZ 1984, 239, 241; BGH-Urteil vom 27.01.1995 - RiZ (R) 3/94 -; BGH NJW 2002, 359, 360; BVerwG NJW 1983, 2589) findet § 17 Abs. 2 GVG, der die Prüfungsbefugnis bei dem zuerst angerufenen Gericht konzentrieren will, keine Anwendung.
LG Bonn, Urteil vom 3.7.2007, Az. 2 O 591/05 Eine umfassende Prüfungskompetenz, wie sie nach § 17 Abs. 2 GVG für die Rechtswegzuständigkeit gilt, besteht für die internationale Zuständigkeit nicht (vgl. zuletzt BGH NJW-RR 2005, 581 ff.).
LAG Hamm, Beschluss vom 3.2.2008, Az. 2 Ta 830/07 Wird der Streitgegenstand im Laufe des Prozesses geändert, kann der beschrittene Rechtsweg nachträglich unzulässig werden (so ausdrücklich BAG vom 29.11.2006 – 5 AZB 47/06; Zöller/Gummer, ZPO, 25. Aufl., § 17 GVG Rdnr. 1).
OLG Nürnberg, Beschluss vom 3.6.2015, Az. 12 W 1374/15 Denn bei der Aufrechnung handelt es sich nicht um einen „rechtlichen Gesichtspunkt“ des Rechtsstreits im Sinne dieser Regelung, sondern um ein selbstständiges Gegenrecht, das dem durch die Klage bestimmten Streitgegenstand einen weiteren Gegenstand hinzufügt (vgl. BAG, Beschluss vom 23.08.2001 - 5 AZB 3/01, BAGE 98, 384; Beschluss vom 28.11.2007 - 5 AZB 44/07, BAGE 125, 66; BFHE 198, 55; LG Saarbrücken MDR 2012, 669; MünchKomm-ZPO/Zimmermann, 3. Aufl. § 17 GVG Rn. 15; Prütting/Gehrlein/Bitz, ZPO 7. Aufl. § 17 GVG Rn. 15; Prütting/Gehrlein/Dörr, a. a. O. § 145 Rn. 20; Zöller/Lückemann, ZPO 30. Aufl. § 17 GVG Rn. 10).
OLG Nürnberg, Beschluss vom 3.6.2015, Az. 12 W 1374/15 Durch § 17 Abs. 2 Satz 1 GVG soll eine einheitliche Sachentscheidung durch ein Gericht ermöglicht werden, wenn derselbe prozessuale Anspruch auf mehreren, eigentlich verschiedenen Rechtswegen zugeordneten Anspruchsgrundlagen beruht (vgl. BGH, Urteil vom 28.02.1991 - III ZR 53/90, BGHZ 114, 1; BAG, Beschluss vom 23.08.2001 - 5 AZB 3/01, BAGE 98, 384; LG Saarbrücken a. a. O.); hieran fehlt es indes bei der Aufrechnung mit einer rechtswegfremden Forderung.
OLG München, Beschluss vom 1.1.2011, Az. 31 AR 15/11 Es trifft zwar zu, dass der Rechtsgedanke des § 17 Abs. 2 GVG, wonach das Gericht des zulässigen Rechtswegs den Rechtsstreit unter allen in Betracht kommenden (auch rechtswegfremden) rechtlichen Gesichtspunkten entscheidet, im Bereich des § 32 ZPO auch für rechtswegeigene Anspruchskonkurrenzen fruchtbar gemacht wurde (vgl. BGH NJW 2003, 828).
OLG München, Beschluss vom 1.1.2011, Az. 31 AR 15/11 Das alles gilt nicht, wenn im Wege objektiver Klagehäufung mehrere selbstständige Ansprüche (mehrere Streitgegenstände) gemeinsam geltend gemacht werden (vgl. BGH NJW 1991, 1686; Kissel/Mayer GVG 6. Aufl. § 17 Rn. 49; MünchKommZPO/Zimmermann § 17 GVG Rn. 13; Musielak/Wittschier § 17 GVG Rn. 9; BL/Hartmann ZPO 69. Aufl. § 17 GVG Rn. 6; Zöller/Lückemann § 17 GVG Rn. 6).
VG Ansbach, Beschluss vom 4.10.2012, Az. 11 E 12.02076 Nach § 17 Abs. 1 Satz 2 GVG, der nach § 173 Satz 1 VwGO entsprechend für den Verwaltungsprozess allgemein (Kopp/Schenke § 173 VwGO RdNr. 3) und speziell auch für selbstständige Antragsverfahren (Kopp/Schenke § 90 VwGO RdNr. 1) wie das hiesige gilt, können bereits rechtshängige Streitsachen nicht anderweitig anhängig gemacht werden.
VG München, Urteil vom 3.10.2013, Az. 18 K 12.3906 Nach § 17 Abs. 2 Satz 1 GVG hat damit das Verwaltungsgericht umfassend den Rechtsstreit mit den gestellten Anträgen unter allen rechtlichen Gesichtspunkten, auch Anspruchsgrundlagen, soweit sie in Betracht kommen, zu entscheiden (vgl. Thomas/Putzo, ZPO, § 17 GVG Rn. 6 m. w. N.).
BVerfG, , Az. 2 BvH 2/93 Die Zuständigkeit des Bundesverfassungsgerichts läßt sich nicht mit dem prozeßrechtlichen Grundsatz fortwährender Zuständigkeit des einmal angerufenen Gerichts (perpetuatio fori; vgl. § 17 Abs. 1 Satz 1 GVG, § 261 Abs.3 Nr. 2 ZPO) begründen, denn dieser Grundsatz ist im Verhältnis des Bundesverfassungsgerichts zu den Landesverfassungsgerichten nicht anzuwenden (vgl. BVerfGE 6, 376 <383>; 64, 301 <317>).
BVerfG, vom 4.5.1991, Az. 2 BvH 6/92 Die Zuständigkeit des Bundesverfassungsgerichts läßt sich nicht mit dem prozeßrechtlichen Grundsatz fortwährender Zuständigkeit des einmal angerufenen Gerichts (perpetuatio fori; vgl. § 17 Abs. 1 Satz 1 GVG, § 261 Abs.3 Nr. 2 ZPO) begründen, denn dieser Grundsatz ist im Verhältnis des Bundesverfassungsgerichts zu den Landesverfassungsgerichten nicht anzuwenden (vgl. BVerfGE 6, 376 <383>; 64, 301 <317>).

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 §157
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