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Timestamp: 2016-10-21 11:20:44+00:00

Document:
4A_525/2011 (03.02.2012)
4A_525/2011
Dr. Peter Hafner und Peter Reichart,
Anspr�che aus Anlageberatungs-Vertrag,
Beschwerde gegen das Teilurteil des Handelsgerichts des Kantons Z�rich vom 23. Mai 2011.
Die X.________ (Beschwerdef�hrerin) ist eine Schweizerische Verwertungsgesellschaft f�r die Urheberrechte an audiovisuellen Werken in der Rechtsform einer privatrechtlichen Genossenschaft mit Sitz in Bern. Sie verwaltet die eingezogenen Gelder und bezahlt den Verwertungserl�s jeweils den Mitgliedern aus. Seit ihrer Gr�ndung im Jahre 1981 war die Y.________ (Beschwerdegegnerin) mit Sitz in Z�rich ihre Hausbank.
Am 22. April 2009 reichte die Beschwerdef�hrerin gegen die Beschwerdegegnerin beim Handelsgericht Z�rich Klage ein. Damit verlangte sie die Zahlung von Fr. 2'910'855.-- nebst Zins zu 5 % seit dem 24. Dezember 2008, unter Vorbehalt des Nachklagerechts (Rechtsbegehren 1). Ferner beantragte sie die Verpflichtung der Beschwerdegegnerin zur umfassenden Rechenschaftsablegung �ber die Retrozessions- und Platzierungsgeb�hren, welche die Beschwerdegegnerin in der Zeit vom 18. Juli 2005 bis zum 15. September 2008 von Lehman Brothers Gesellschaften [...] aufgrund der von der Beschwerdef�hrerin im Juli 2005 get�tigten Anlage in das Produkt CPU Plus (Valor 2233275) erhalten hat (Rechtsbegehren 2a). Mit Rechtsbegehren 2b verlangte sie, die Beschwerdegegnerin sei zu verpflichten, die in Rechtsbegehren 2a spezifizierten Retrozessions- und Platzierungsgeb�hren herauszugeben, alles wie nach erfolgter Rechenschaftsablegung nach Rechtsbegehren 2a im Einzelnen verlangt.
Der mit dem Rechtsbegehren 1 verlangte Betrag ergibt sich aus dem Kaufpreis des im Juli 2005 gekauften Anlageproduktes "CPU Plus" von Fr. 3'000'000.-- abz�glich des Verkaufserl�ses dieses Produktes von Fr. 89'145.-- auf dem Sekund�rmarkt. Der Verkauf erfolgte nach dem Zusammenbruch der Emittentin des Produktes und der Garantin, Lehman Brothers Treasury Co. B.V. und Lehman Brothers Holdings Inc. (nachfolgend "Lehman").
Mit Teilurteil vom 23. Mai 2011 wies das Handelsgericht das Rechtsbegehren 1 ab (Dispositivziffer 1). Jedoch verpflichtete es die Beschwerdegegnerin zur umfassenden Rechenschaftsablegung gem�ss Rechtsbegehren 2a (Dispositivziffer 2). Ferner hielt es fest, dass �ber das Rechtsbegehren 2b erst nach Auskunftserteilung gem�ss Dispositivziffer 2 entschieden werde (Dispositivziffer 3).
Das Handelsgericht qualifizierte das Vertragsverh�ltnis der Parteien, auf das die Beschwerdef�hrerin ihre Anspr�che st�tzte, als Anlageberatungsvertrag. Die Abweisung des Rechtsbegehrens 1 begr�ndete es damit, dass die Beschwerdegegnerin keine Informationsvermittlungspflichten verletzt habe. Gleiches gelte eventualiter f�r die Verletzung der Sorgfalts- und Treuepflicht im Allgemeinen sowie f�r die Verletzung der Warnpflicht.
Die Beschwerdef�hrerin beantragt mit Beschwerde in Zivilsachen, das Teilurteil des Handelsgerichts bez�glich der Ziffern 1, 4, 5 und 6 des Dispositivs (teilweise Klageabweisung und Kosten- und Entsch�digungsfolgen) aufzuheben und die Beschwerdegegnerin zu verpflichten, ihr Fr. 2'910'855.-- zuz�glich Zins von 5 % seit dem 24. Dezember 2008 zu bezahlen. Eventuell sei die Sache zur Vervollst�ndigung der Sachverhaltsfeststellungen an die Vorinstanz zur�ckzuweisen.
Das angefochtene Urteil des Handelsgerichts ist ein Teilentscheid, gegen den die Beschwerde zul�ssig ist (Art. 91 lit. a BGG). Das Handelsgericht hat als einzige kantonale Instanz im Sinne von Art. 75 Abs. 2 lit. b BGG entschieden. Sodann �bersteigt der Streitwert die Grenze nach Art. 74 Abs. 1 lit. b BGG. Da auch die �brigen Sachurteilsvoraussetzungen erf�llt sind, ist auf die Beschwerde - unter Vorbehalt einer rechtsgen�glichen Begr�ndung (Art. 42 Abs. 2 und Art. 106 Abs. 2 BGG) - einzutreten.
2.1 Mit Beschwerde in Zivilsachen k�nnen Rechtsverletzungen nach Art. 95 und 96 BGG ger�gt werden. Die Beschwerde ist hinreichend zu begr�nden, andernfalls wird darauf nicht eingetreten. In der Beschwerdeschrift ist in gedr�ngter Form darzulegen, inwiefern der angefochtene Akt Recht verletzt (Art. 42 Abs. 2 BGG). Die Verletzung von Grundrechten und von kantonalem und interkantonalem Recht kann das Bundesgericht nur insofern pr�fen, als eine solche R�ge in der Beschwerde pr�zise vorgebracht und begr�ndet worden ist (Art. 106 Abs. 2 BGG; BGE 136 I 65 E. 1.3.1; 133 III 439 E. 3.2). Unerl�sslich ist im Hinblick auf Art. 42 Abs. 2 BGG, dass die Beschwerde auf die Begr�ndung des angefochtenen Entscheids eingeht und im Einzelnen aufzeigt, worin eine Verletzung von Bundesrecht liegt. Der Beschwerdef�hrer soll in der Beschwerdeschrift nicht bloss die Rechtsstandpunkte, die er im kantonalen Verfahren eingenommen hat, erneut bekr�ftigen, sondern mit seiner Kritik an den als rechtsfehlerhaft erachteten Erw�gungen der Vorinstanz ansetzen (vgl. BGE 134 II 244 E. 2.1 S. 245 f.).
Nicht eingetreten werden kann daher auf Vorbringen der Beschwerdef�hrerin, mit denen sie den vorinstanzlichen Erw�gungen bloss unter Bekr�ftigung ihrer Darlegungen im kantonalen Verfahren ihre eigene Sicht bez�glich der angeblichen Verletzung von Informations-, Warn- und Sorgfaltspflichten der Beschwerdegegnerin entgegensetzt, ohne rechtsgen�gend aufzuzeigen, weshalb die vorinstanzliche Rechtsanwendung fehlerhaft sein soll.
2.3 Das Bundesgericht legt seinem Urteil den Sachverhalt zugrunde, den die Vorinstanz festgestellt hat (Art. 105 Abs. 1 BGG). Es kann die Sachverhaltsfeststellung der Vorinstanz nur berichtigen oder erg�nzen, wenn sie offensichtlich unrichtig ist oder auf einer Rechtsverletzung im Sinne von Art. 95 BGG beruht (Art. 105 Abs. 2 BGG). "Offensichtlich unrichtig" bedeutet dabei "willk�rlich" (BGE 135 III 397 E. 1.5). �berdies muss die Behebung des Mangels f�r den Ausgang des Verfahrens entscheidend sein (Art. 97 Abs. 1 BGG). Der Beschwerdef�hrer, der die Sachverhaltsfeststellungen der Vorinstanz anfechten will, muss klar und substanziiert aufzeigen, inwiefern die ger�gten Feststellungen bzw. die Unterlassung von Feststellungen offensichtlich unrichtig sind oder auf einer Rechtsverletzung im Sinne von Art. 95 BGG beruhen (vgl. BGE 136 II 508 E. 1.2 S. 511 f.; 133 II 249 E. 1.4.3; 133 III 350 E. 1.3, 393 E. 7.1, 462 E. 2.4). Soweit der Beschwerdef�hrer den Sachverhalt erg�nzen will, hat er zudem mit Aktenhinweisen darzulegen, dass er entsprechende rechtsrelevante Tatsachen und taugliche Beweismittel bereits bei den Vorinstanzen prozesskonform eingebracht hat (Urteile 4A_214/2008 vom 9. Juli 2008 E. 1.2, nicht publ. in: BGE 134 III 570; 4A_470/2009 vom 18. Februar 2010 E. 1.2). �berdies ist in der Beschwerde darzutun, inwiefern die Behebung des ger�gten Mangels f�r den Ausgang des Verfahrens entscheidend sein kann (Art. 97 Abs. 1 BGG; BGE 135 I 19 E. 2.2.2). Auf eine Kritik an den tats�chlichen Feststellungen der Vorinstanz, die diesen Anforderungen nicht gen�gt, ist nicht einzutreten (BGE 133 II 249 E. 1.4.3).
Die Beschwerdef�hrerin beachtet diese Grunds�tze nicht durchwegs. Die Beschwerdebegr�ndung enth�lt teilweise frei gehaltene Darlegungen in tats�chlicher Hinsicht, ohne dass substanziierte Sachverhaltsr�gen erhoben werden. Es wird zwar verschiedentlich geltend gemacht, der Sachverhalt sei offensichtlich unrichtig oder unvollst�ndig festgestellt worden. Diese R�gen sind aber nicht rechtsgen�gend begr�ndet. Darauf kann nicht eingegangen werden. Vielmehr ist durchwegs vom Sachverhalt auszugehen, wie ihn die Vorinstanz festgestellt hat.
Die Beschwerdef�hrerin verlangt Schadenersatz gest�tzt auf die Verletzung vertraglicher bzw. b�rsengesetzlicher Pflichten. Sie wirft der Beschwerdegegnerin vor, im Zusammenhang mit dem Erwerb des Anlageproduktes "CPU Plus" ihrer Aufkl�rungs- und Informationspflicht (dazu Erw�gungen 4-6), eventualiter ihrer Sorgfaltspflicht (dazu Erw�gung 7) und - nach dem Anlageentscheid - ihrer Warnpflicht (dazu Erw�gung 8) nicht nachgekommen zu sein. Die Verletzung der Aufkl�rungs- und Informationspflicht begr�ndet sie im Wesentlichen damit, dass die Beschwerdegegnerin sie nicht �ber das Emittentenrisiko und �ber die "Auslandrisiken" (wie namentlich eine allf�llig fehlende bzw. ungen�gende Aufsicht �ber US Investment Banken) aufgekl�rt habe.
3.1 Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichts wird hinsichtlich der vertragsrechtlichen Sorgfalts- und Treuepflicht der Bank bei der Abwicklung von B�rsengesch�ften f�r die Kundschaft zwischen drei verschiedenen Vertragsbeziehungen differenziert: die Verm�gensverwaltung, die Anlageberatung und die blosse Konto-/Depot-Beziehung (BGE 133 III 97 E. 7.1). Die Verm�gensverwaltung f�llt im vorliegenden Fall unstreitig ausser Betracht. Die Vorinstanz qualifizierte das Rechtsverh�ltnis zwischen den Parteien zutreffend als Anlageberatungsvertrag. Dieser zeichnet sich in Abgrenzung von der reinen Konto-/Depot-Beziehung dadurch aus, dass der Kunde - wie hier - die Anlageentscheide zwar selber trifft, die Bank ihm jedoch dabei beratend zur Seite steht. Die Zust�ndigkeit des Kunden f�r den Anlageentscheid unterscheidet die Anlageberatung von der Verm�gensverwaltung, bei der die Bank die auszuf�hrenden Transaktionen im Rahmen der Sorgfalts- und Treuepflicht sowie der vereinbarten Anlagestrategie selbst bestimmt (Urteil 4A_90/2011 vom 22. Juni 2011 E. 2.2.1; Urteil 4A_521/2008 vom 26. Februar 2009 E. 5.1). Ein Anlageberatungsverh�ltnis setzt keine Grundlage in Form eines ausdr�cklich geschlossenen Vertrags voraus. Es reicht aus, wenn sich aufgrund einer andauernden Gesch�ftsbeziehung zwischen der Bank und dem Kunden ein besonderes Vertrauensverh�ltnis entwickelt hat, aus welchem der Kunde nach Treu und Glauben auch unaufgefordert Beratung und Abmahnung erwarten darf (BGE 133 III 97 E. 7.2 S. 103). Vorliegend nahm die Vorinstanz in diesem Sinne einen konkludent abgeschlossenen, auf Dauer angelegten Anlageberatungsvertrag an. Dies wird von der Beschwerdef�hrerin nicht in Frage gestellt.
3.2 Die Qualifikation des zwischen Bank und Kunde bestehenden Vertragsverh�ltnisses beeinflusst Bestand und Umfang der vertraglichen Aufkl�rungs-, Beratungs- und Warnpflichten. Gewissermassen der Minimalstandard besteht bei der blossen Konto-/Depotbeziehung (dazu BGE 133 III 97 E. 7.1.1 und 7.1.2). Am umfassendsten ist die Aufkl�rungs- und Beratungspflicht bei der Verm�gensverwaltung (dazu BGE 124 III 155 E. 3a S. 162 f.). Wie weit die Aufkl�rungs- und Beratungspflicht bei der Anlageberatung im Einzelnen geht, kann nicht allgemein festgelegt werden, sondern h�ngt von den Umst�nden des Einzelfalls ab, namentlich von der Ausgestaltung des jeweiligen Beratungsverh�ltnisses, der Art des konkreten Anlagegesch�ftes sowie der Erfahrung und den Kenntnissen des Kunden (Urteil 4C.205/2006 vom 21. Februar 2007 E. 3.2, SJ 2007 I S. 313).
3.3 Wenn die beratende Bank als Effektenh�ndlerin im Sinne von Art. 2 lit. d des Bundesgesetzes vom 24. M�rz 1995 �ber die B�rsen und den Effektenhandel (B�rsengesetz, BEHG; SR 954.1) t�tig ist, sind zu den auftragsrechtlichen Pflichten die Anforderungen dieses Gesetzes zu beachten. Nach Art. 11 BEHG (Marginale: Verhaltensregeln) hat der Effektenh�ndler gegen�ber seinen Kunden eine Informationspflicht; er weist sie insbesondere auf die mit einer bestimmten Gesch�ftsart verbundenen Risiken hin (Abs. 1 lit. a). Bei der Erf�llung dieser Pflicht sind die Gesch�ftserfahrenheit und die fachlichen Kenntnisse der Kunden zu ber�cksichtigen (Abs. 2). Die Aufkl�rungspflicht hinsichtlich der mit einer bestimmten Gesch�ftsart verbundenen Risiken bedeutet, dass der Effektenh�ndler �ber die Risiken einer Gesch�ftsart an sich, dagegen nicht �ber die Risiken einer konkreten Effektenhandelstransaktion informieren muss (BGE 133 III 97 E. 5.3 S. 100). Aus der Abstufung nach Absatz 2 ergibt sich sodann, dass der Effektenh�ndler nur �ber "nicht-�bliche" Risiken aufkl�ren muss. Der Effektenh�ndler darf grunds�tzlich davon ausgehen, dass jeder Kunde die Risiken kennt, die �blicherweise mit dem Kauf, Verkauf und Halten von Effekten verbunden sind. Zu diesen Standardrisiken geh�ren insbesondere Bonit�ts- und Kursrisiken (BAHAR/STUPP, Basler Kommentar, BEHG, 2. Aufl. 2011, N. 45 zu Art. 11 BEHG; URS P. ROTH, in: Hertig et al. [Hrsg.], Kommentar zum Bundesgesetz �ber die B�rsen und den Effektenhandel, 2000, N. 37 zu Art. 11 BEHG).
Nicht unter die b�rsengesetzliche Informationspflicht fallen grunds�tzlich die Erforschung der finanziellen Verh�ltnisse des Kunden sowie die Beurteilung, ob eine Transaktion f�r einen bestimmten Kunden geeignet ist (Suitability-Pr�fung). Aus Art. 11 BEHG kann keine entsprechende Erkundigungs- und Beratungspflicht des Effektenh�ndlers abgeleitet werden (BGE 133 III 97 E. 5.4).
Die Vorinstanz gelangte zum Schluss, die Beschwerdegegnerin habe im Zusammenhang mit dem Erwerb des Anlageproduktes "CPU Plus" keine Informations- und Aufkl�rungspflichten verletzt, weder die Informationspflicht nach Art. 11 BEHG noch Aufkl�rungspflichten aus dem Anlageberatungsvertrag.
Zur Informationspflicht nach Art. 11 BEHG hielt sie fest, dass das Risikoprofil des Produktes CPU Plus im Wesentlichen das Emittentenrisiko und das Zinsrisiko enthalte. �ber das Zins- bzw. Wertrisiko habe die Beschwerdegegnerin die Beschwerdef�hrerin aufgekl�rt. �ber das allgemeine Emittentenrisiko brauche nicht aufgekl�rt zu werden, da dies ein sogenannt "�bliches Risiko" sei, weil das Emittentenrisiko das Grundrisiko einer jeden Finanztransaktion (z.B. Obligationen, Darlehen) sei, und die Beschwerdef�hrerin gem�ss eigenen Angaben �ber Jahre in ebensolche Obligationen investiert habe. Hinzu komme, dass die Beschwerdegegnerin im Mai 2005 angeboten habe, die strukturierten Produkte bei Interesse auch der Gesch�ftsleitung und/oder dem Vorstand der Beschwerdef�hrerin in einem weiteren Gespr�ch zu erl�utern. Die Beschwerdef�hrerin habe dies aber nicht gew�nscht. Selbst wenn also grunds�tzlich von einer Informationspflicht auszugehen w�re, h�tte die Beschwerdegegnerin die Informationspflicht nach Art. 11 Abs. 1 lit. a BEHG nicht verletzt. Letztlich g�lte dies selbst dann, wenn das Emittentenrisiko nicht als �bliches Risiko zu betrachten w�re, da sich die Beschwerdef�hrerin mit dem Risiko von Obligationen, Festgeldern und �hnlichen Transaktionen (im Sinne von Art. 11 Abs. 2 BEHG) auskenne.
Zur auftragsrechtlichen Aufkl�rungspflicht erwog sie zusammengefasst, dass die Beschwerdegegnerin ihre Aufkl�rungspflicht hinsichtlich der von der Beschwerdef�hrerin vorgebrachten Aspekte des fehlenden Aussonderungsrechts, der fehlenden Produkteaufsicht, der Rechtsetzungs- und Vollstreckungsrisiken und der regulatorischen Risiken nicht verletzt habe, weil dar�ber nicht aufzukl�ren gewesen sei. Die Aufkl�rung �ber diese Risiken k�nne nach dem Grundsatz von Treu und Glauben nicht dem Inhalt der Aufkl�rungspflicht zugerechnet werden. Selbst wenn aber von einer diesbez�glichen Aufkl�rungspflicht ausgegangen w�rde, w�re eine Verletzung zu verneinen, weil die Beschwerdef�hrerin die entsprechenden Risiken gekannt habe bzw. h�tte kennen m�ssen, die Beschwerdegegnerin jedenfalls davon habe ausgehen d�rfen, die Beschwerdef�hrerin bzw. ihre Vertreter w�rden die Risiken kennen. Dies gelte im Besonderen f�r das Emittentenrisiko.
Die Beschwerdef�hrerin beanstandet zun�chst, dass die Vorinstanz eine Verletzung der Informationspflicht nach Art. 11 BEHG verneinte.
5.1 Sie behauptet, sie sei nicht �ber das Emittentenrisiko informiert worden. Es habe weder eine standardisierte (die Brosch�re "Besondere Risiken im Effektenhandel" habe sie nie erhalten) noch eine pers�nliche Aufkl�rung �ber die Risiken der Gesch�ftsart stattgefunden. Indem die Vorinstanz diesen Sachverhalt "ignoriert habe", habe sie Art. 8 ZGB, Art. 11 Abs. 1 lit. a BEHG, Art. 55 aZPO/ZH und Art. 29 BV verletzt.
Diese Vorbringen stossen ins Leere. Die Vorinstanz verwarf eine Verletzung der Informationspflicht nach Art. 11 BEHG nicht deshalb, weil sie in tats�chlicher Hinsicht angenommen h�tte, die Beschwerdegegnerin habe die Beschwerdef�hrerin �ber das Emittentenrisiko aufgekl�rt. Der dahin gehende Vorwurf entbehrt daher der Grundlage.
5.2 Die Vorinstanz verneinte eine Verletzung der Informationspflicht nach Art. 11 BEHG jedoch deshalb, weil das Emittentenrisiko ein sogenannt �bliches Risiko sei, �ber das nicht aufgekl�rt werden m�sse. Die Beschwerdef�hrerin bestreitet dies. Sie behauptet, bei strukturierten Produkten sei das Emittentenrisiko kein �bliches Risiko.
Dem kann nicht gefolgt werden. Der Grundsatz, dass �ber �bliche Risiken, zu denen das Emittenten- oder Bonit�tsrisiko z�hlt, nicht aufgekl�rt werden muss, gilt auch bei strukturierten Produkten. Diese m�gen je nach Strukturierung gewisse h�here Risiken bergen. Inwiefern aber gerade das Emittentenrisiko bei strukturierten Produkten im Vergleich zum Emittentenrisiko bei anderen Finanzanlagen ein besonderes sein soll, vermag die Beschwerdef�hrerin nicht darzutun und geht auch aus der von ihr angerufenen Brosch�re der Schweizerischen Bankiervereinigung "Besondere Risiken im Effektenhandel", Ausgabe 2001 nicht hervor. Wie die Vorinstanz zutreffend darlegte, besteht ein strukturiertes Produkt im Allgemeinen und der CPU Plus im Speziellen aus einer Kombination verschiedener Finanzinstrumente. Neben Basisanlagen wie Aktien oder Obligationen bilden Derivate Bestandteil eines strukturierten Produktes. F�r den Derivate-Teil kann ein h�heres Risiko bestehen, w�hrend f�r den Basisanlageteil ein mit einer Obligation vergleichbares Risiko besteht. Dies �ndert selbstredend nichts daran, dass f�r den eingesetzten Betrag das Emittentenrisiko im �blichen Sinne besteht, n�mlich, dass der Emittent das investierte Kapital nicht zur�ckzuzahlen in der Lage ist. Der Vergleich der Vorinstanz zum Emittentenrisiko, wie es etwa bei Obligationen besteht, ist daher nicht zu beanstanden.
5.3 In einer Eventualbegr�ndung erwog die Vorinstanz, selbst wenn das Emittentenrisiko nicht als �bliches Risiko zu betrachten w�re, h�tte die Beschwerdegegnerin die Informationspflicht nach Art. 11 Abs. 1 lit. a BEHG nicht verletzt, da sich die Beschwerdef�hrerin mit dem Risiko von Obligationen, Festgeldern und �hnlichen Transaktionen auskenne.
Die Beschwerdef�hrerin bestreitet nicht, dass sie das Emittentenrisiko von Obligationen etc. kennt. Sie ist aber der Ansicht, daraus k�nne nicht geschlossen werden, dass sie nicht �ber das Emittentenrisiko von strukturierten Produkten habe informiert werden m�ssen. Aus dem in Erw�gung 5.2 Gesagten folgt das Gegenteil. Im vorliegenden Zusammenhang geht es nicht umfassend um die Eigenschaften und Risiken von strukturierten Produkten, sondern lediglich um das dem Anlage-Teil innewohnende Emittentenrisiko. Dieses ist demjenigen einer Obligation vergleichbar. Die Vorinstanz konnte daher aus dem Umstand, dass die Beschwerdef�hrerin das Emittentenrisiko von Obligationen und �hnlichen Transaktionen kannte, schliessen, dass sie auch das Emittentenrisiko von strukturierten Produkten kannte. Was aber bekannt ist, dar�ber muss nicht informiert werden.
Die Beschwerdef�hrerin geht fehl, wenn sie betont, mit dem Angebot eines Produktes mit Kapitalschutz sei ihr eine Sicherheit vorgespiegelt worden, die in diesem Umfang nicht vorgelegen habe. So ging nach den vorinstanzlichen Feststellungen aus dem sogenannten "fact sheet" klar hervor, was unter "Kapitalschutz" zu verstehen sei, n�mlich die R�ckzahlung (des investierten Kapitals) durch den Emittenten.
5.4 Weiter hielt die Vorinstanz der Beschwerdegegnerin zugute, dass sie im Mai 2005 angeboten habe, die strukturierten Produkte bei Interesse auch der Gesch�ftsleitung und/oder dem Vorstand in einem weiteren Gespr�ch zu erl�utern. Die Beschwerdef�hrerin habe dies aber nicht gew�nscht. Die Beschwerdef�hrerin will dies nicht gelten lassen, da alleine die Herren Dr. A.________ und B.________ die rechtlichen Vertreter der Beschwerdef�hrerin und als solche mit der Anlage der Gelder beauftragt gewesen seien. Sie alleine h�tten deshalb informiert werden m�ssen. Wie es sich damit verh�lt, kann offen bleiben. Nachdem festgestellt ist, dass die Beschwerdef�hrerin das Emittentenrisiko kannte, ist nicht mehr entscheidend, ob auch noch von einem g�ltigen Verzicht derselben auf Information auszugehen sei.
5.5 Die Beschwerdef�hrerin vertritt weiter die Ansicht, die Beschwerdegegnerin h�tte im Zusammenhang mit dem Emittentenrisiko zus�tzlich auch �ber die "zahnlose Aufsicht" �ber Investment Banken in den USA (Fehlen einer prudentiellen Aufsicht) informieren m�ssen. Indem die Vorinstanz eine solche Informationspflicht verneint habe, habe sie Art. 11 Abs. 1 lit. a BEHG verletzt.
Die Vorinstanz hielt dazu fest, die Aufsicht �ber ein Bankinstitut stelle nicht ein Risiko der Gesch�ftsart dar, sondern dasjenige der konkreten Transaktion, bestimme sich doch erst dann, wer das Produkt herausgebe und wo dieser seinen Sitz habe, was sich wiederum auf die Frage der Aufsicht auswirke. Insofern k�nne in diesem Zusammenhang nicht von einem generellen Risiko gesprochen werden. Im �brigen bringe die Beschwerdef�hrerin unter diesem Titel nicht vor, inwiefern das Risiko der Aufsicht bereits im Jahre 2005 vorhanden gewesen und als der Gesch�ftsart innewohnend zu betrachten gewesen w�re.
Die Beschwerdef�hrerin vermag diese Erw�gungen nicht zu entkr�ften. Ihre Ausf�hrungen, mit denen sie die von der Vorinstanz vermissten Darlegungen nachzuholen versucht, m�ssen als unzul�ssige neue Behauptungen (Art. 99 Abs. 1 BGG) betrachtet werden, zumal die Beschwerdef�hrerin an der betreffenden Stelle in der Beschwerdeschrift nicht mit Aktenhinweisen belegt, diese bereits im kantonalen Verfahren vorgebracht zu haben. Ohnehin helfen ihre Hinweise auf die Informationsbrosch�ren gem�ss Beschwerdebeilagen 6 und 7 nicht weiter. Die aus der Brosch�re "Besondere Risiken im Effektenhandel", Ausgabe 2001 (Beschwerdebeilage 6) zitierte Passage �ber das "rechtliche Risiko" bezieht sich auf Anlagen in "Emerging Markets" und ist demnach hier nicht einschl�gig. Die "Richtlinien �ber die Information der Anlegerinnen und Anleger zu strukturierten Produkten", Ausgabe Juli 2007 (Beschwerdebeilage 7) war - wie die Beschwerdef�hrerin selber bemerkt - zur Zeit des Anlageentscheids (2005) noch nicht in Kraft. Sie bilden Teil der Regelwerke, die als Reaktion auf die im Nachgang zur Finanzkrise festgestellten Regulierungsm�ngel, gerade auch im Bereich der Aufsicht, erlassen wurden. Der darin zum Ausdruck gebrachte Kodex kann nicht zum Massstab genommen werden, um die vor der Krise geltenden Verhaltens- und Aufkl�rungspflichten der Bank zu umschreiben. Dies ist f�r den vorliegenden Fall in grunds�tzlicher Hinsicht zu beachten.
5.6 Schliesslich beruft sich die Beschwerdef�hrerin auf Art. 11 Abs. 1 lit. c BEHG. Danach muss der Effektenh�ndler sicherstellen, dass allf�llige Interessenkonflikte seine Kunden nicht benachteiligen. Die Beschwerdef�hrerin meint, die Beschwerdegegnerin h�tte ihre wirtschaftlichen Interessen mit Bezug auf die einzelnen Konkurrenten bereits vor Vertragsabschluss offenlegen m�ssen. Dies habe sie unterlassen, weshalb sie ihre Treuepflicht nach Art. 11 Abs. 1 lit. c BEHG verletzt habe. Diese Argumentation entbehrt in tats�chlicher Hinsicht der Grundlage im vorinstanzlich verbindlich festgestellten Sachverhalt. In der Beschwerdeschrift wird nicht aufgezeigt, dass die Beschwerdef�hrerin vor der Vorinstanz dargetan h�tte, dass und inwiefern die Beschwerdegegnerin bei der Auswahl von Lehman Brothers als Emittentin in einem Interessenkonflikt gestanden und es dadurch zu einer Benachteiligung der Interessen der Beschwerdef�hrerin gekommen w�re.
5.7 Nach dem Gesagten verstiess die Vorinstanz nicht gegen Bundesrecht, indem sie keine Verletzung der Informationspflicht nach Art. 11 BEHG annahm.
Die Beschwerdef�hrerin beanstandet ferner, dass die Vorinstanz die Verletzung der auftragsrechtlichen Aufkl�rungspflicht verneinte.
6.1 Sie beharrt auch unter diesem Titel darauf, dass die Beschwerdegegnerin sie �ber das Emittentenrisiko h�tte aufkl�ren m�ssen, und sie dieses entgegen der Annahme der Vorinstanz aufgrund ihrer bisherigen Investitionst�tigkeit in Obligationen nicht kannte bzw. kennen musste. Das in Erw�gung 5.3 Gesagte gilt jedoch auch hier. Die Vorinstanz erwog zu Recht, dass die Beschwerdegegnerin die Beschwerdef�hrerin �ber das allgemeine Emittentenrisiko nicht aufzukl�ren brauchte, da die Beschwerdef�hrerin aufgrund ihrer Erfahrung das Emittentenrisiko von Obligationen und �hnlichen Transaktionen kannte und damit auch das - f�r den eingesetzten Betrag - entsprechende Emittentenrisiko von strukturierten Produkten.
6.2 In eingehenden, jedoch gr�sstenteils appellatorischen Ausf�hrungen, auf die nicht weiter eingegangen werden kann (vgl. Erw�gung 2.1), erhebt die Beschwerdef�hrerin den Vorwurf, dass sie nicht �ber die fehlende prudentielle Aufsicht �ber die US Investment Banken aufgekl�rt worden sei.
Die Vorinstanz erwog dazu, die Beschwerdef�hrerin tue nicht dar, inwiefern die Unterstellung unter die niederl�ndische oder amerikanische Bankenaufsicht ein regulatorisches Risiko darstellen solle. Insbesondere entstehe nicht bereits deshalb ein Risiko im Zusammenhang mit einer konkreten Transaktion, weil die Aufsicht �ber ein Bankinstitut freiwillig sei. Eine vorhandene oder nicht vorhandene Aufsicht k�nne als solche noch kein mit einem bestimmten Gesch�ft verbundenes Risiko bewirken.
Die Beschwerdef�hrerin r�gt in diesem Zusammenhang eine offensichtlich unrichtige Sachverhaltsfeststellung, eine Verletzung der Begr�ndungspflicht (Art. 29 Abs. 2 BV) und eine unzul�ssige antizipierte Beweisw�rdigung, wobei sie Art. 8 ZGB anruft. Sie habe in der Klageschrift und in der Replik dargelegt, dass die Aufsicht �ber reine Investmentbanken in den USA mit der Bankenaufsicht in der Schweiz nicht vergleichbar sei. Daf�r habe sie als Beweis eine Expertise von Prof. Dr. iur. Peter V. Kunz von der Universit�t Bern angeboten Die Vorinstanz habe auf die angebotene Expertise verzichtet und trotzdem ein regulatorisches Risiko als nicht bewiesen betrachtet.
Die R�gen sind unsubstanziiert. Die Vorinstanz nahm nicht an, die Aufsicht �ber reine Investment Banken in den USA sei mit der Bankenaufsicht in der Schweiz vergleichbar gewesen. Dazu brauchte sie daher auch nicht Beweise abzunehmen. Sie erwog aber in rechtlich nicht zu beanstandender Weise, die Tatsache, dass nach dem Konkurs von Lehman festgestellt worden sei, dass die Aufsicht �ber die Investment Banken in den USA ungen�gend gewesen sei, reiche f�r sich allein nicht aus, um von einem allgemein bekannten Risiko im Zeitpunkt des Anlageentscheids sprechen zu k�nnen. Dies liefe auf eine unzul�ssige "ex post"-Betrachtung hinaus. Umst�nde, die f�r den damaligen Zeitpunkt den gegenteiligen Schluss zuliessen, bringe die Beschwerdef�hrerin nicht vor. Wenn die Beschwerdef�hrerin dem widerspricht und wiederholt darauf hinweist, sie habe Prof. Peter V. Kunz als Experten angeboten, so ergibt sich aus der Konsultation der angegebenen Stelle, Rz. 210 der Replik, dass sie Prof. Peter V. Kunz als Sachverst�ndigen nur f�r die Behauptung anrief, die freiwillige Aufsicht �ber Lehman Brothers sei mit der zwingenden schweizerischen Bankenaufsicht nicht vergleichbar; die schweizerische Bankenaufsicht sei 2005 (wie auch danach) wesentlich strenger gewesen, da sie u.a. gr�ssere Eigenmittelunterlegungen fordere. Daraus ergibt sich aber nicht, dass der Beschwerdegegnerin das nach dem Konkurs von Lehman Brothers bekannt gewordene Wissen um das Ungen�gen der freiwilligen Aufsicht �ber die Investment Banken in den USA bereits zur Zeit des Anlageentscheids bekannt war oder h�tte bekannt sein m�ssen. Ebenso wenig wird rechtsgen�glich aufgezeigt, inwiefern die Vorinstanz Bundesrecht verletzt h�tte, indem sie erkannte, dass der Beschwerdegegnerin zum damaligen Zeitpunkt im Zusammenhang mit dem Erwerb des Produktes CPU Plus keine Aufkl�rungspflicht hinsichtlich der Aufsicht �ber die Investment Banken in den USA oblag, die sie verletzt h�tte.
6.3 Schliesslich belegt die Beschwerdef�hrerin nicht, dass sie vor der Vorinstanz einen Interessenkonflikt der Beschwerdegegnerin betreffend die Wahl des Emittenten dargetan h�tte, den die Beschwerdegegnerin in pflichtwidriger Weise nicht offen gelegt h�tte, wie in der Beschwerde behauptet wird. Sie vermag mithin unter diesem Titel keine Missachtung der Aufkl�rungspflicht zu begr�nden.
6.4 Demnach ist es bundesrechtlich nicht zu beanstanden, keine Verletzung der auftragsrechtlichen Aufkl�rungspflicht zu anerkennen.
Im Sinne einer (ersten) Eventualbegr�ndung machte die Beschwerdef�hrerin geltend, die Beschwerdegegnerin habe ihre aus dem Anlageberatungsvertrag fliessende Sorgfalts- und Treuepflicht verletzt, indem sie ihr den CPU Plus mit Lehman Brothers Treasury Co. B.V. als Emittentin und Lehman Brothers Holdings Inc. als Garantin ins Depot gelegt habe. Dieser CPU Plus sei mit ihrer Risikowilligkeit und ihrem Anlageverhalten nicht vereinbar gewesen.
7.1 Die Vorinstanz stellte in tats�chlicher Hinsicht fest, dass das CPU Plus-Produkt der bisherigen Risikostrategie der Beschwerdef�hrerin entsprochen habe. Wenn aber die Beschwerdef�hrerin in Kenntnis um die Risikostruktur des CPU Plus den Auftrag zu dessen Kauf erteilt habe, so k�nne in der Empfehlung dieses Produkts als solchem kein Sorgfaltspflichtverstoss gesehen werden. Dem setzt die Beschwerdef�hrerin in der Beschwerde nichts entgegen.
7.2 Die Vorinstanz pr�fte weiter, ob die Beschwerdegegnerin gegen ihre Sorgfaltspflicht verstossen haben k�nnte, indem sie eine ausl�ndische Bank als Emittentin ausgew�hlt habe. Dies verneinte sie, da die Beschwerdef�hrerin nicht ausschliesslich einen inl�ndischen Anlagehorizont aufgewiesen habe. Im Sinne einer Eventualbegr�ndung erwog sie, jedenfalls aber h�tte die Beschwerdef�hrerin die Auswahl einer ausl�ndischen Bank stillschweigend bzw. konkludent genehmigt. Es sei ihr n�mlich noch vor dem tats�chlichen Kauf durch die Beschwerdegegnerin der Flash vom 27. Juli 2005 zugestellt worden, worauf der Name Lehman ersichtlich sei. In der Folge habe die Beschwerdef�hrerin auch die Wertschriftenabrechnung erhalten, auf der Lehman wiederum vermerkt sei. Schliesslich h�tten auch alle Anlageverzeichnisse einen Hinweis auf den CPU Plus von Lehman enthalten. Nie aber habe die Beschwerdef�hrerin reagiert. Selbst wenn eine stillschweigende bzw. konkludente Genehmigung nicht bejaht werden k�nnte, w�re eine solche aufgrund der Allgemeinen Gesch�ftsbedingungen zu fingieren.
Die Beschwerdef�hrerin wirft der Vorinstanz eine Verletzung von Bundesrecht (Art. 398 Abs. 2 OR) vor, weil sie angenommen habe, die Beschwerdef�hrerin habe rechtswirksam - konkludent oder fingiert - der Einsetzung einer US-Investment Bank, welche "keinerlei Aufsicht" unterstanden habe, zugestimmt. Eine rechtswirksame Genehmigung setze eine entsprechende Information und Aufkl�rung voraus. Sie sei aber nie �ber das Emittentenrisiko und die fehlende prudentielle Aufsicht aufgekl�rt worden. Diese Argumentation vermag nicht zu greifen, hat sich doch ergeben (vgl. Erw�gungen 5 und 6), dass bez�glich Emittentenrisiko und fehlende prudentielle Aufsicht keine Aufkl�rungspflicht verletzt wurde. Es bleibt damit ohne weiteres beim handelsgerichtlichen Entscheid, zumal die Beschwerdef�hrerin die Hauptbegr�ndung der Vorinstanz, wonach sich die Beschwerdegegnerin mit der Wahl einer ausl�ndischen Bank als Emittentin nicht ausserhalb der Anlagestrategie der Beschwerdef�hrerin bewegt habe, unangefochten l�sst.
7.3 Die Beschwerde erweist sich somit als erfolglos, soweit sie sich gegen den Schluss der Vorinstanz wendet, dass die Beschwerdegegnerin die auftragsrechtliche Sorgfalts- und Treuepflicht nicht verletzte.
In einer (zweiten) Eventualbegr�ndung brachte die Beschwerdef�hrerin vor, die Beschwerdegegnerin habe ihre Warnpflicht (w�hrend der Vertragsdauer) verletzt, weil sie nicht sp�testens anfangs M�rz 2008 auf die schwierige finanzielle Situation bzw. den drohenden Kollaps von Lehman hingewiesen und einen Verkauf des Produktes CPU Plus empfohlen habe.
8.1 "Warnpflicht" meint die Verpflichtung der Bank, den Kunden in bestimmten Situationen unaufgefordert vor sich abzeichnenden Gefahren zu warnen, wie z.B. bei einer wesentlichen Bonit�tsverschlechterung eines Emittenten von im Depot liegenden Obligationen. Eine solche Warnpflicht f�r die Zeit nach getroffenem Anlageentscheid setzt de facto eine st�ndige �berwachung des Depots voraus, ohne die eine spontane und rechtzeitige Warnung des Kunden nicht m�glich ist. Darin liegt aber eine aufw�ndige Dienstleistung, die �blicherweise nicht unentgeltlich erbracht wird. Bei einer Anlageberatung, die ausserhalb einer eigentlichen Verm�gensverwaltung erfolgt, kann der Kunde ohne anderslautende Vereinbarung grunds�tzlich nicht erwarten, dass die Bank das Wertschriftendepot dauernd �berwacht und ihn gegebenenfalls auf Gefahren hinweist (SANDRO ABEGGLEN, "Point of Sale" - Aufkl�rung und Produkttransparenz - die Informationspflichten beim Anlagegesch�ft der Banken, in: Isler/Cerutti [Hrsg.], Verm�gensverwaltung II, 2009, S. 61 ff., S. 76 f. und 83; CHRISTIAN THALMANN, Die Sorgfaltspflicht der Bank im Privatrecht insbesondere im Anlagegesch�ft, ZSR 1994 II S. 115 ff., S. 187).
Entgegen der Ansicht der Beschwerdef�hrerin und des von ihr dazu zitierten Autors (P. CHRISTOPH GUTZWILLER, Rechtsfragen der Verm�gensverwaltung, 2008, S. 55) decken sich die Pflichten des blossen Anlageberaters nicht mit denjenigen eines Verm�gensverwalters. Letztere gehen weiter und erfassen meist auch eine �berwachungspflicht hinsichtlich der Kundenanlagen. Demgegen�ber besteht beim Anlageberatungsvertrag grunds�tzlich keine Pflicht der Bank, das Wertschriftendepot des Kunden dauernd zu �berwachen, es sei denn, die Parteien h�tten Entsprechendes vereinbart oder praktiziert. In dieser Rechtsauffassung ist der Vorinstanz zu folgen. Entgegen dem Vorwurf der Beschwerdef�hrerin hat die Vorinstanz ihre Rechtsauffassung begr�ndet, und zwar �berzeugend damit, dass auch aus dem Grundsatz von Treu und Glauben das Pflichtenheft des Anlageberaters nicht derart ausgedehnt werden kann, dass die Bank (bzw. der Anlageberater) zu einem Verhalten oder zur Erbringung von Dienstleistungen verpflichtet w�rde, die sie in der Regel nur gegen Entgelt erbringt (so SANDRO ABEGGLEN, Schadenersatzanspr�che des Kunden gegen den Verm�gensverwalter - Beurteilung typischer Argumente, in: Isler/ Cerutti [Hrsg.], Verm�gensverwaltung III, 2010, S. 33 ff., S. 42). Im Einzelfall kommt es auch bez�glich der Warnpflicht f�r den Leistungsumfang immer auf die konkrete Ausgestaltung des jeweiligen Anlageberatungsvertrags an (ABEGGLEN, Verm�gensverwaltung II, a.a.O., S. 83). Zustimmung verdient die Ansicht, dass sich in einem Anlageberatungsverh�ltnis mit entsprechender Vertrauensbasis auch ohne ausdr�ckliche Vereinbarung nach Treu und Glauben ausnahmsweise dennoch eine �berwachungs- und Warnpflicht ergibt, dies jedoch nur in dem Sinn, dass die Bank, wenn sie mit dem Kunden in Kontakt ist und das Anlagedossier ohnehin zur Hand nehmen muss, auf offensichtliche Problemsituationen hinweisen muss (URS BERTSCHINGER, Sorgfaltspflichten der Bank bei Anlageberatung und Verwaltungsauftr�gen, 1991 S. 225; ABEGGLEN, a.a.O., Verm�gensverwaltung II, S. 77).
8.2 Die Vorinstanz konnte beim vorliegenden Vertragsverh�ltnis keine Umst�nde erkennen, gest�tzt auf welche die Beschwerdef�hrerin h�tte davon ausgehen d�rfen, die Beschwerdegegnerin werde ihre Anlagen �berwachen und sie gegebenenfalls warnen. Sie pr�fte jedoch, ob betreffend den Zusammenbruch von Lehman ein offensichtlicher Fall vorgelegen habe, �ber den die Beschwerdegegnerin die Beschwerdef�hrerin nach Treu und Glauben auch ohne grunds�tzliche Warnpflicht h�tte benachrichtigen m�ssen, was sie jedoch verneinte.
Die Beschwerdef�hrerin sucht das Vorhandensein eines offensichtlichen Falles, der die Beschwerdegegnerin zur Benachrichtigung verpflichtet h�tte, aufzuzeigen. Sie behauptet, die Beschwerdegegnerin habe bereits ab dem letzten Quartal 2007, sp�testens aber seit M�rz 2008 vom Bonit�tszerfall von Lehman Kenntnis gehabt bzw. haben m�ssen. Sie beruft sich daf�r namentlich auf den dramatischen Anstieg der Lehman Credit Default Swaps. Ihre Ausf�hrungen scheitern an der tats�chlichen Feststellung der Vorinstanz, dass der Zusammenbruch von Lehman f�r alle Marktteilnehmer �berraschend gekommen sei. Bis zuletzt h�tten s�mtliche Ratingagenturen Lehman als kreditw�rdig beurteilt. Hinzu komme, dass Lehman noch zu Beginn des Jahres 2008 Rekordergebnisse habe vermelden k�nnen. Die Beschwerdef�hrerin vermag diese Feststellungen nicht als willk�rlich auszuweisen. Nach dem hier massgebenden allgemeinen Wissensstand vor der Finanzkrise ist es vertretbar anzunehmen, dass sich die Beschwerdegegnerin vor allem auf die Ratings abst�tzen durfte, galten damals die Ratings doch nach den vorinstanzlichen Feststellungen, welche die Beschwerdef�hrerin nicht rechtsgen�glich anficht, im Allgemeinen als verl�sslich und aussagekr�ftig. Kam der Zusammenbruch von Lehman aber auch f�r die Beschwerdegegnerin �berraschend, ist dem Schluss der Vorinstanz ohne weiteres zuzustimmen, dass kein offensichtlicher Fall vorlag, der nach Treu und Glauben eine Warnpflicht h�tte begr�nden k�nnen.
Die Vorinstanz sah auch im Umstand, dass die Beschwerdegegnerin im Juli 2008 die fr�here Finanzchefin von Lehman, Z.________, anstellte, keinen Anhaltspunkt f�r eine andere Beurteilung. Sie begr�ndete dies damit, dass die Beschwerdef�hrerin nicht ausgef�hrt habe, weshalb im Rahmen der Anstellungsgespr�che die finanzielle Lage von Lehman ein Thema h�tte sein sollen. Z.________ habe erst am 2. September 2008 ihre Arbeit bei der Beschwerdegegnerin aufgenommen. F�r die Zeit nach diesem Datum habe die Beschwerdef�hrerin nicht erkl�rt, welches Wissen bei der Beschwerdegegnerin h�tte dazu f�hren m�ssen, dass sie entgegen den urspr�nglichen Gewohnheiten eine Warnung h�tte aussprechen m�ssen, weil der Fall Lehman neu als offensichtlich h�tte qualifiziert werden m�ssen, zumal aufgrund der damaligen Ratings gerade nicht von einem offensichtlichen Fall gesprochen werden k�nne.
Die Beschwerdef�hrerin h�lt dem entgegen, sie habe geltend gemacht, dass die Beschwerdegegnerin im Rahmen der Anstellungsgespr�che von Frau Z.________ Einzelheiten �ber die alarmierende finanzielle Lage von Lehman erfahren habe. Dies mag zutreffen, die Vorinstanz hat diese Behauptung aber offenbar nicht f�r erwiesen erachtet. Vielmehr konnte sie keine Anhaltspunkte erkennen, weshalb die finanzielle Lage von Lehman bei den Anstellungsgespr�chen thematisiert worden w�re. F�r die Zeit nach der Arbeitsaufnahme von Frau Z.________ bei der Beschwerdegegnerin f�hrt die Beschwerdef�hrerin aus, es sei gerichtsnotorisch und eine Erfahrungstatsache, dass ein Finanzchef die Finanzsituation eines Unternehmens am besten kenne. Sie will damit sagen, es sei nicht n�tig gewesen darzulegen, welches spezifische Wissen von Frau Z.________ der Beschwerdegegnerin zuzurechnen gewesen w�re. Indessen erlaubt allein der Umstand, dass Frau Z.________ die fr�here Finanzchefin von Lehman war, nicht abzuleiten, dass die Beschwerdegegnerin ab dem 2. September 2008 hinsichtlich der Bonit�t von Lehman �ber Wissen verf�gte, das im Sinne eines offensichtlichen Falles eine Warnpflicht ausgel�st haben k�nnte. Angesichts des noch zu Beginn des Jahres 2008 vermeldeten Rekordergebnisses und der auch damals in den Ratings noch bejahten Kreditw�rdigkeit von Lehman erscheint es vertretbar, wenn die Vorinstanz verlangte, dass das Wissen von Frau Z.________ �ber die aktuelle Finanzlage von Lehman, welches die Beschwerdef�hrerin der Beschwerdegegnerin zurechnen will, auch f�r die Zeit ab 2. September 2008 n�her konkretisiert werde. Sodann ist ohnehin nicht festgestellt, welche Stellung (Organstellung) Frau Z.________ bei der Beschwerdegegnerin inne hatte, was aber f�r eine allf�llige Wissenszurechnung relevant w�re.
Schliesslich entfernt sich die Beschwerdef�hrerin auch mit ihrer Behauptung, die Beschwerdegegnerin habe im M�rz 2008 die Gesch�ftsbeziehungen mit Lehman abgebrochen und eigene Best�nde von Lehman Produkten abgestossen, vom vorinstanzlich verbindlich festgestellten Sachverhalt. Die Vorinstanz stellte gest�tzt auf den Bericht der FINMA vom 2. M�rz 2010 (S. 4 und 17) fest, die Beschwerdegegnerin sei vom Konkurs von Lehman ebenso betroffen gewesen wie ihre Kunden; die Beschwerdegegnerin habe Kunden- und Eigenbest�nde gleich behandelt. Mangels substanziierter Sachverhaltsr�ge kann auf die anderslautenden Behauptungen der Beschwerdef�hrerin nicht abgestellt werden.
Da die Beschwerdef�hrerin nicht darzutun vermochte, dass die Beschwerdegegnerin von der bevorstehenden Insolvenz von Lehman Kenntnis hatte bzw. haben musste, konnte diese von vornherein keine diesbez�gliche Warnpflicht verletzt haben, wenn denn eine solche grunds�tzlich bejaht w�rde.
8.3 Nach dem Gesagten h�lt das angefochtene Urteil der bundesgerichtlichen �berpr�fung auch stand, soweit es die Verletzung einer Warnpflicht verwirft.
Da sich s�mtliche geltend gemachten Pflichtverletzungen nicht erh�rtet haben, konnte die Vorinstanz die Schadenersatzklage bereits aus diesem Grund abweisen, ohne dass die weiteren Haftungsvoraussetzungen zu pr�fen waren. Es er�brigt sich daher auch f�r das Bundesgericht, auf die diesbez�glichen Vorbringen der Beschwerdef�hrerin einzugehen.
Die Beschwerde erweist sich als unbegr�ndet und ist abzuweisen, soweit darauf eingetreten werden kann. Bei diesem Ausgang des Verfahrens wird die Beschwerdef�hrerin kosten- und entsch�digungspflichtig (Art. 66 Abs. 1 und Art. 68 Abs. 2 BGG).

References: Art. 75
 Art. 74
 Art. 106
 Art. 95
 BGE 
 Art. 42
 BGE 
 Art. 95
 Art. 95
 BGE 
 BGE 
 BGE 
 BGE 
 BGE 
 Art. 2
 Art. 11
 Art. 11
 Art. 11
 Art. 11
 Art. 11
 Art. 11
 Art. 11
 Art. 11
 Art. 11
 Art. 8
 Art. 11
 Art. 55
 Art. 29
 Art. 11
 Art. 11
 Art. 11
 Art. 11
 Art. 11
 Art. 11
 Art. 11
 Art. 8
 Art. 68