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Timestamp: 2019-12-13 05:05:55+00:00

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BFH, 13.06.1989 - VIII R 174/85 - dejure.org
https://dejure.org/1989,320
BFH, 13.06.1989 - VIII R 174/85 (https://dejure.org/1989,320)
BFH, Entscheidung vom 13.06.1989 - VIII R 174/85 (https://dejure.org/1989,320)
BFH, Entscheidung vom 13. Juni 1989 - VIII R 174/85 (https://dejure.org/1989,320)
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EStG 1971 § 10d; AO 1977 § 129, § 173, § 175
Verlust - Erstmaliger Abzug - Abzug auf Antrag - Einheitliche und gesonderte Feststellung - Grobes Verschulden - Rechtzeitiger Antrag
AO (1977) §§ 129, 173, 175; EStG (1971) § 10d
§§ 129, 173, 175 AO; § 10d EStG
Abgabenordnung; grobe Fahrlässigkeit beim Antrag auf Berücksichtigung eines Verlustvortrags
BFHE 157, 196
BStBl II 1989, 789
Dabei sind an einen steuerlichen Berater, dessen sich der Steuerpflichtige zur Ausarbeitung der Steuererklärung bedient, erhöhte Anforderungen hinsichtlich der von ihm zu erwartenden Sorgfalt zu stellen (z.B. BFH-Urteile vom 28. Juni 1983 VIII R 37/81, BFHE 139, 8, BStBl II 1984, 2; vom 26. August 1987 I R 144/86, BFHE 151, 299, BStBl II 1988, 109, und vom 13. Juni 1989 VIII R 174/85, BFHE 157, 196, BStBl II 1989, 789).
Der Mangel an Rechtskenntnissen entschuldigt den Steuerpflichtigen nur dann nicht, wenn dieser Zweifelsfragen, die sich ihm aufdrängen mußten, nicht nachgegangen ist (BFH-Urteil vom 13. Juni 1989 VIII R 174/85, BFHE 157, 196, BStBl II 1989, 789, unter II. 2. c) bb) am Ende).
Wird nachträglich bekannt, daß der Steuerpflichtige nicht erklärte Einkünfte aus …
Dies gilt aber nur, wenn er seine Erklärungspflichten, zu denen es auch gehört, im Steuererklärungsformular auf bestimmte Vorgänge bezogene Fragen zu beantworten, erfüllt hat und sich aufdrängenden Zweifelsfragen nachgegangen ist (BFH-Urteil vom 13. Juni 1989 VIII R 174/85, BFHE 157, 196, BStBl II 1989, 789).
Grobes Verschulden i. S. des § 173 Abs. 1 Nr. 2 AO bei Nichtbeantwortung einer im …
Bei der Würdigung des Begriffs des groben Verschuldens hat das Verhalten des FA nach ständiger Rechtsprechung jedenfalls dann außer Betracht zu bleiben, wenn ein Steuerpflichtiger eine Änderung der Steuerfestsetzung zu seinen Gunsten begehrt (…vgl. BFH-Urteile vom 9. März 1990 VI R 19/85, BFH/NV 1990, 619; vom 13. Juni 1989 VIII R 174/85, BFHE 157, 196, BStBl II 1989, 789; vom 26. August 1987 I R 144/86, BFHE 151, 299, BStBl II 1988, 109, und vom 30. Oktober 1986 III R 163/82, BFHE 148, 208, BStBl II 1987, 161, jeweils m. w. N.).
Das Verschulden eines steuerlichen Beraters muß sich der Steuerpflichtige zurechnen lassen (BFH, Urt. v. 13.6.1989, BStBl II 1989, 789, 791 m.w.N.).
Nach ständiger Rechtsprechung des BFH hat der Steuerpflichtige auch ein Verschulden seines steuerlichen Beraters bei der Anfertigung der Steuererklärung zu vertreten (BFH-Urteile vom 3. Februar 1983 IV R 153/80, BFHE 137, 547, BStBl II 1983, 324; vom 28. Juni 1983 VIII R 37/81, BFHE 139, 8, BStBl II 1984, 2; vom 25. November 1983 VI R 8/82, BFHE 140, 18, BStBl II 1984, 256;… vom 24. März 1987 X R 66/81, BFH/NV 1988, 411;… vom 28. April 1987 IX R 108/83, BFH/NV 1987, 772;… vom 3. Juni 1987 X R 61/81, BFH/NV 1988, 342; in BFHE 151, 299, BStBl II 1988, 109; vom 13. Juni 1989 VIII R 174/85, BFHE 157, 196, BStBl II 1989, 789;… vom 28. August 1992 VI R 93/89, BFH/NV 1993, 147, und vom 9. Mai 2001 XI R 25/99, BFHE 195, 545, BStBl II 2002, 817).
Der Steuerpflichtige ist weder gesetzlicher noch gewillkürter Vertreter der Gemeinden; er wird auch nicht in deren Verantwortungsbereich tätig (…vgl. BFH-Urteile vom 20. Januar 1988 I R 1/84, BFH/NV 1988, 348; vom 13. Juni 1989 VIII R 174/85, BFHE 157, 196, BStBl II 1989, 789; grundlegend Beschluß des Bundesverfassungsgerichts - BVerfG - vom 20. April 1982 2 BvL 26/81, BVerfGE 60, 253, 271 ff.).
Ein grobes Verschulden des steuerlichen Beraters liegt auch vor, wenn er sein Personal Arbeiten ausführen lässt, es aber grob schuldhaft nicht mit der erforderlichen Auswahl auswählt, einsetzt und überwacht, so dass dadurch Fehler auftreten, die dazu führen, dass Tatsachen der Finanzbehörde nicht rechtzeitig bekannt werden (vgl. BFH, Urteil vom 13.06.1989 VIII R 174/85, BStBl II 1989, 798).
Dabei sind an einen steuerlichen Berater, dessen sich der Steuerpflichtige zur Ausarbeitung der Steuererklärung bedient, erhöhte Anforderungen hinsichtlich der von ihm zu erwartenden Sorgfalt zu stellen (vgl. z. B. BFH-Urteile vom 28. Juni 1983 VIII R 37/81 BStBl II 1984, 2; vom 26. August 1987 I R 144/86, BStBl II 1988, 109, vom 13. Juni 1989 VIII R 174, 85, BStBl II 1989, 789;… vom 16. Mai 2013 III R 12/12, BFH/NV 2013, 1467).
BFH, 11.05.1990 - VI R 76/86
Anforderungen an die Änderung eines Steuerbescheides
FG Niedersachsen, 06.10.1997 - XIII 196/91
Änderung von bestandskräftigen Einkommensteuerbescheiden; Grobes Verschulden für …
BFH, 25.06.1992 - VII R 83/91
FG Hamburg, 18.02.2005 - III 157/04
Keine Einschränkung der Antragsbefugnis des § 34 Abs. 1 EStG 1988 durch § 351 AO
BFH, 27.04.1994 - XI R 56/92
Besonderheiten der Steuerfestsetzung im Einkommensteuerbescheid
FG München, 19.11.2002 - 6 K 1640/00
Zusage durch unzuständiges Finanzamt; ges. Gewinnfeststellung 1991 und 1992; …
BFH, 27.09.1991 - V B 40/91
Zeitliche Begrenzung der Abziehbarkeit von Vorsteuerbeträgen bei der …
FG Münster, 27.06.1997 - 11 K 1146/96

References: § 10
 § 129
 § 173
 § 175
 § 10
 § 10
 § 173
 § 34
 § 351