Source: http://sl.juris.de/sl/gesamt/HdlSchulZeugnO_SL_2007.htm
Timestamp: 2019-09-16 12:28:12+00:00

Document:
223-2-16
Zeugnis- und Versetzungsordnung - Schulordnung - für Handelsschulen,
Gewerbeschulen und Sozialpflegeschulen - Berufsfachschulen -
(ZVO-BFS)
geändert durch die Verordnung vom 11. Juli 2016 (Amtsbl. I S. 561).
Fundstelle: Amtsblatt 2007, S. 1066
§§ 1 und 3 geändert durch Artikel 1 der Verordnung vom 11. Juli 2016 (Amtsbl. I S. 561)
Aufgrund des § 33 Abs. 1 und 2 des Gesetzes zur Ordnung des Schulwesens im Saarland (Schulordnungsgesetz: SchoG) in der Fassung der Bekanntmachung vom 21. August 1996 (Amtsbl. S. 846; 1997, S. 147), zuletzt geändert durch das Gesetz vom 6. September 2006 (Amtsbl. S. 1694; 1730),[1] verordnet das Ministerium für Bildung, Kultur und Wissenschaft:
§ 2 Zeugnisarten, Zeugnisausstellung
§ 3 Zeugnisnoten
§ 4 Sonstige Zeugniseintragungen
§ 5 Festsetzung der Zeugnisnoten
§ 6 Zeugnisausgabe und -übermittlung, Bestätigung der Kenntnisnahme
§ 7 Allgemeine Grundsätze zur Versetzung
§ 8 Maßgebliche Fächer
§ 9 Besondere Grundsätze zur Versetzung
§ 10 Folgen der Nichtversetzung
§ 11 Benachrichtigung bei Gefährdung der Versetzung oder des Schulabschlusses
(1) Diese Zeugnis- und Versetzungsordnung gilt für öffentliche Handelsschulen, Gewerbeschulen - Fachrichtung Technik - und Sozialpflegeschulen (zweijährige Berufsfachschulen).
(1) Zeugnisse während des Besuchs der Handelsschule, der Gewerbeschule oder der Sozialpflegeschule werden als Halbjahreszeugnisse und Jahreszeugnisse (Anlage 1) sowie als Abgangszeugnisse (Anlage 2) ausgestellt. Sie sind der urkundliche Nachweis über Schulbesuch und Leistungen.
ausreichend (4)= eine Leistung, die zwar Mängel aufweist, aber im Ganzen den Anforderungen noch entspricht;
(4) Leistungen in regelmäßigen freiwilligen Unterrichtsveranstaltungen werden mit einer Zeugnisnote nach Absatz 1 bewertet. In Abgangszeugnissen werden Noten in freiwilligen Unterrichtsveranstaltungen, die unter „ausreichend“ liegen, nicht ausgewiesen.
(5) Im Fall eines mit der Unterstufe abschließenden Fachs wird dieses mit dem Zusatz „abgeschlossen in der Unterstufe“ und der Note des Jahreszeugnisses in das Abgangszeugnis übernommen, das bei Verlassen der Schule während der Oberstufe zu erteilen ist.
(1) In Halbjahres- und Jahreszeugnissen ist die Zahl der insgesamt (entschuldigt und unentschuldigt) versäumten sowie die Zahl der unentschuldigt versäumten Unterrichtstage und Einzelstunden zu vermerken. Darüber hinaus kann in sonstigen, nicht nach Satz 1 erfassten Fällen unentschuldigter Versäumnisse unter „Bemerkungen“ ein entsprechender Hinweis erfolgen.
(2) Das Jahreszeugnis am Ende der Unterstufe enthält folgende Eintragung:
Bei Versetzung: „Auf Beschluss der Klassenkonferenz vom ... in die Oberstufe versetzt.“
(3) Im Fall der Gefährdung der Versetzung eines Schülers oder einer Schülerin erhält das Halbjahreszeugnis der Unterstufe unter „Bemerkungen“ die Eintragung „Versetzung gefährdet“ oder „Versetzung sehr gefährdet“.
(4) Beurteilungen eines Schülers oder einer Schülerin unter „Bemerkungen“ im Abgangszeugnis sind unzulässig.
Zeugnisausgabe und -übermittlung, Bestätigung der Kenntnisnahme
(2) Die Zeugnisse werden den Schülern und Schülerinnen in der Schule ausgehändigt und den Erziehungsberechtigten Minderjähriger durch diese überbracht. Hat die Klassenkonferenz bei einem minderjährigen Schüler oder einer minderjährigen Schülerin die Nichtversetzung beschlossen, ist den Erziehungsberechtigten unverzüglich das Jahreszeugnis, gegebenenfalls mit dem Abgangszeugnis, verschlossen zu übermitteln.
(1) Die Klassenkonferenz unter Vorsitz des Schulleiters oder der Schulleiterin entscheidet am Ende der Unterstufe mit der Festsetzung der Zeugnisnoten nach § 5 über die Versetzung der Schüler und Schülerinnen von der Unterstufe in die Oberstufe.
(2) Versetzung und Nichtversetzung sind pädagogische Maßnahmen, die den Bildungsgang der Schüler und Schülerinnen mit ihrer geistigen Entwicklung in Übereinstimmung halten und eine den Unterrichtszielen der Schule entsprechende Leistungsfähigkeit in der Oberstufe des jeweiligen Berufsfachschultyps sichern sollen. Maßgeblich ist, ob ein Schüler oder eine Schülerin nach näherer Bestimmung der §§ 8 und 9 aufgrund seiner oder ihrer Leistungen den Anforderungen der Unterstufe im Ganzen entsprochen hat und deshalb eine erfolgreiche Unterrichtsteilnahme in der Oberstufe erwarten lässt. Die einzelne Fachlehrkraft trifft ihre Entscheidung im Rahmen der Klassenkonferenz nicht nur aufgrund der Leistungen in ihrem Fach, sondern auch im Hinblick auf die Gesamtheit der Leistungen.
(3) Die Versetzung darf nicht von den Ergebnissen besonderer Prüfungsleistungen abhängig gemacht werden.
(5) Über die Versetzung ist auch zu entscheiden, wenn ein Schüler oder eine Schülerin der Unterstufe zum Schuljahresende oder innerhalb von vier Wochen vor dem letzten Unterrichtstag des Schuljahres die Schule verlässt. Im Fall der Versetzung erhält das Abgangszeugnis eine Eintragung nach § 4 Abs. 2 Nr. 1 . Bei Nichtversetzung ist zusätzlich ein Jahreszeugnis auszustellen, das mit dem Abgangszeugnis ausgehändigt wird und eine Eintragung nach § 4 Abs. 2 Nr. 2 sowie gegebenenfalls einen Vermerk enthält, dass der Schüler oder die Schülerin nach § 10 Abs. 2 die Handelsschule, die Gewerbeschule oder die Sozialpflegeschule verlassen muss. Die Noten beider Zeugnisse müssen übereinstimmen; das Abgangszeugnis erhält weder eine Eintragung über die Nichtversetzung noch einen Vermerk, dass die Schule verlassen werden muss. Für die Übermittlung an die Erziehungsberechtigten Minderjähriger gilt § 6 Abs. 2 Satz 2 .
(1) Grundlage der Versetzungsentscheidung sind die Jahreszeugnisnoten aller Fächer des Pflichtbereichs der jeweiligen Stundentafel für die Handelsschule, die Gewerbeschule oder die Sozialpflegeschule mit Ausnahme des Fachs Sport. Dabei ist zwischen Fächern, die in der Abschlussprüfung des jeweiligen Berufsfachschultyps Gegenstand der schriftlichen Prüfung sind (schriftliche Fächer), und den sonstigen Fächern der Unterstufe im Pflichtbereich nach Maßgabe des § 9 Abs. 1 zu unterscheiden.
(2) Schriftliche Fächer der Handelsschule sind folgende Fächer:
(3) Schriftliche Fächer der Gewerbeschule sind folgende Fächer:
Technologie/Technische Mathematik.
(4) Schriftliche Fächer der Sozialpflegeschule sind folgende Fächer:
(1) Ein Schüler oder eine Schülerin ist aufgrund der Jahreszeugnisnoten in den maßgeblichen Fächern (§ 8) zu versetzen, wenn
die Note „mangelhaft“ in höchstens zwei Fächern, von denen nur eines ein schriftliches Fach sein darf, jeweils durch mindestens die Note „befriedigend“ in einem anderen Fach ausgeglichen wird; dabei kann der Notenausgleich in einem schriftlichen Fach nur durch ein anderes schriftliches Fach erfolgen.
(2) In allen anderen Fällen ist die Versetzung ausgeschlossen.
(1) Nichtversetzte Schüler und Schülerinnen wiederholen die Unterstufe, sofern sie nicht nach Absatz 2 die Schule verlassen müssen.
(2) Schüler und Schülerinnen, die in der Handelsschule, der Gewerbeschule oder der Sozialpflegeschule zweimal nicht versetzt worden sind, müssen in der Regel die Schule verlassen und aus dem Bildungsgang des jeweiligen Berufsfachschultyps ausscheiden. In besonders begründeten Ausnahmefällen kann die Klassenkonferenz unter Vorsitz des Schulleiters oder der Schulleiterin eine zweite Wiederholung der Unterstufe gestatten.
Benachrichtigung bei Gefährdung der Versetzung oder des Schulabschlusses
(1) Ist die Versetzung eines Schülers oder einer Schülerin gefährdet, werden die Erziehungsberechtigten, bei Volljährigen diese selbst, durch einen Zeugnisvermerk nach § 4 Abs. 3 oder durch eine schriftliche Mitteilung spätestens zwei Monate vor dem letzten Unterrichtstag des Schuljahres verständigt. Im Fall des § 10 Abs. 2 erhält der Vermerk oder die Mitteilung den Zusatz: „Der Schüler/Die Schülerin muss bei Nichtversetzung in der Regel die Schule verlassen.“
(2) Bei Gefährdung des Schulabschlusses ergeht eine gesonderte schriftliche Mitteilung an die Erziehungsberechtigten, gegebenenfalls an den volljährigen Schüler oder die volljährige Schülerin selbst; ein Vermerk auf dem Halbjahreszeugnis der Oberstufe unterbleibt. Hat der Schüler oder die Schülerin die Abschlussprüfung des jeweiligen Berufsfachschultyps bereits einmal nicht bestanden, erhält die Mitteilung über die Gefährdung des Schulabschlusses den Zusatz: „Der Schüler/Die Schülerin muss bei nochmaligem Nichtbestehen der Abschlussprüfung in der Regel die Schule verlassen.“ Ist bei Nichtbestehen der Abschlussprüfung eine Wiederholung grundsätzlich nicht mehr möglich, weil der Schüler oder die Schülerin bereits einmal eine Teilnahme an der betreffenden Prüfung infolge nicht ordnungsgemäßen Schulbesuchs oder durch vorherigen Schulaustritt verfehlt hat, erhält die Mitteilung über die Gefährdung des Schulabschlusses den Zusatz: „Der Schüler/Die Schülerin muss bei Nichtbestehen der Abschlussprüfung in der Regel die Schule verlassen.“ Ist die Teilnahme an der Abschlussprüfung infolge nicht ordnungsgemäßen Schulbesuchs gefährdet, nachdem der Schüler oder die Schülerin bereits einmal eine Teilnahme an der betreffenden Prüfung aus den Gründen des Satzes 3 verfehlt hat, erhält die Gefährdungsmitteilung den Hinweis, dass bei nochmaliger Nichtteilnahme an der Abschlussprüfung in der Regel die Schule verlassen werden muss. Dies gilt entsprechend, wenn die Teilnahme an einer Wiederholungsprüfung infolge nicht ordnungsgemäßen Schulbesuchs gefährdet ist.
(3) Aus dem Fehlen eines entsprechenden Zeugnisvermerks oder einer Mitteilung kann ein Recht auf Versetzung, auf Verbleib in der Schule oder auf Erwerb des Schulabschlusses (Teilnahme an der Abschlussprüfung und deren Bestehen) nicht hergeleitet werden.
(1) Diese Verordnung tritt am 1. August 2007 in Kraft, soweit in Absatz 3 nichts Abweichendes bestimmt ist.
Zeugnis- und Versetzungsordnung - Schulordnung - für die Handelsschulen (ZVO-Handelsschule) vom 15. Oktober 1979 (Amtsbl. S. 977), zuletzt geändert durch die Verordnung vom 18. Mai 2005 (Amtsbl. S. 794);
Zeugnis- und Versetzungsordnung - Schulordnung - für die zweijährigen Gewerbeschulen und die zweijährigen Sozialpflegeschulen (Berufsfachschulen) im Saarland (ZVO-GS/SPFS) vom 21. Juli 1983 (Amtsbl. S. 441), zuletzt geändert durch die Verordnung vom 18. Mai 2005 (Amtsbl. S. 794).
(3) § 11 Abs. 2 Satz 3 bis 5 tritt am 1. August 2008 in Kraft.
Jahreszeugnis *)
für ...................................................................................................................................................................................
Schuljahr ..................................................... Klasse .............................................................. (Unterstufe/Oberstufe*))
(Unterrichtsfächer nach der jeweils geltenden Stundentafel)
Unterrichtstage im ..................... Schulhalbjahr: ................... Tage
............................... Tage, davon unentschuldigt ................... Tage
................ Einzelstunden, davon unentschuldigt ................... Einzelstunden
Bemerkungen: .............................................................................................................................................................
Auf Beschluss der Klassenkonferenz vom ............................ in die Oberstufe versetzt.*)
Auf Beschluss der Klassenkonferenz vom ............................ nicht versetzt.*)
..............................................................................................., den .................................................................................
Schulleiter/Schulleiterin *) Klassenlehrer/Klassenlehrerin *)
Kenntnis genommen: ............................................................................................................................................................
(Erziehungsberechtigte/volljährige(r) Schüler(in)*))
geboren am ............................................................................ in ...................................................................................
hat die Handelsschule/Gewerbeschule, Fachrichtung Technik/Sozialpflegeschule*)
- zweijährige Berufsfachschule -
vom ........................................................................................ bis ..................................................................................
besucht, zuletzt die Klasse ..................................................... (Unterstufe/Oberstufe*)).
Bemerkungen: ..............................................................................................................................................................

References: § 33

§ 2

§ 3

§ 4

§ 5

§ 6

§ 7

§ 8

§ 9

§ 10

§ 11
 § 5
 § 4
 § 4
 § 10
 § 6
 § 9
 § 4
 § 10
 § 11