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Timestamp: 2020-02-18 04:14:20+00:00

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BGH, Beschluss vom 30. August 2006 - 2 StR 198/06
BGH, Beschl. v. 30.8.2006 - 2 StR 198/06
2 StR 198/06
Der 2. Strafsenat des Bundesgerichtshofs hat nach Anhörung des Generalbundesanwalts und der Beteiligten am 30.08.2006 gemäß §§ 349 Abs. 2 und 4, 357 StPO beschlossen:
I. Auf die Revisionen der Angeklagten wird das Urteil des Landgerichts Frankfurt am Main vom 28.07.2005, auch soweit es den Angeklagten G. betrifft,
1. im Schuldspruch dahin geändert, dass die Angeklagten der Körperverletzung mit Todesfolge in Tateinheit mit Beteiligung an einer Schlägerei schuldig sind und
II. Im Umfang der Aufhebung wird die Sache zu neuer Verhandlung und Entscheidung, auch über die Kosten der Rechtsmittel, an eine Jugendkammer des Landgerichts Darmstadt zurückverwiesen.
III. Die weitergehenden Revisionen werden verworfen.
3. Die Verurteilung wegen tateinheitlich begangener gefährlicher Körperverletzung gemäß § 224 Abs. 1 Nr. 4 StGB (sowie § 224 Abs. 1 Nr. 2, 4, 5 StGB, soweit es den Angeklagten T. betrifft), hat jedoch zu entfallen. Der Tatbestand des § 224 StGB wird hier von demjenigen der Körperverletzung mit Todesfolge nach § 227 StGB konsumiert (vgl. BGHR StGB § 227 Todesfolge 4;
Tröndle/Fischer § 227 Rdn. 12). Denn nach den Feststellungen des Landgerichts wurde die Gefahr für das Leben des Opfers gerade durch das gemeinschaftliche Zusammenwirken der Angeklagten verursacht. Der in dem gemeinschaftlichen Angriff zum Ausdruck kommende Unrechtsgehalt wird daher von dem Unrechtsgehalt des § 227 Abs. 1 StGB mit umfasst.

References: § 224
 § 224
 § 224
 § 227
 § 227
 § 227
 § 227