Source: https://lorey-computer.de/Wissenswertes.html
Timestamp: 2019-06-26 03:45:46+00:00

Document:
Anleitung zur Update-Installation
Mahnung mit Biss
Verbraucherstreitbeilegungsgesetz - Abmahnung droht!
Rechnung berichtigen - aber richtig!
Subunternehmer? - Vorsicht Falle!
Pflichtangabe Zeitpunkt der Leistung
Rechnungen ohne MWSt. - Steuerschuldumkehr
Gesetzestexte zum Herunterladen:
Gesetzestexte und offizielle Veröffentlichungen zum Herunterladen
Aushangpflichtige Gesetze zum Herunterladen (Viele Neufassungen!)
Aktuelles aus dem Bereich Recht und Steuern für Betriebe des Baunebengewerbes:
Mindestlöhne Maler und Dachdecker
Tariflöhne Maler
Tariflöhne Dachdecker
Verpflegungsmehraufwand auf Baustellen
Schilder, Kennzeichnungspflicht, Berufsgenossenschaft
Freistellungsbescheinigung nach § 48b EStG.
Aufzeichnungspflicht Stunden der Mitarbeiter
ab 2010 wieder Sofortabschreibung geringwertiger Wirtschaftsgüter
Prüfpflicht elektrischer Arbeitsmittel
Ärger mit Telefonwerbung oder Werbefaxen u.ä.
BGB ist besser als VOB/B!
Mitführungspflicht Personalausweis
Sofortmeldung Sozialversicherung
Briefe: Keine Leerzeile im Adressfeld
Rechnungsformalien Kleinbetragsrechnungen
01.01.2016 - Neues Briefporto
Porto für Briefe (Maße beachten!): (0,70 - 0,85 - 1,45 - 2,60€)
Porto für Einschreiben: (z.B. Einwurfeinschreiben +1,80€)
Porto für Briefe international: (z.B. Standardbrief Europa 0,90 - 1,50 - 3,70 - 7,00€)
http://www.deutschepost.de/de/produkte.html#e
Original-Texte von Gesetzen, Verordnungen u.ä.
Hinweis: Die meisten Gesetze und Verordnungen unterliegen dem Copyright und dürfen daher nicht vervielfältigt werden!
Falls der Link nicht mehr funktioniert, klicken Sie für eine ältere Version [hier...]
Gesetz zur Umsetzung der Amtshilferichtlinie sowie zur Änderung steuerlicher Vorschriften – AmtshilfeRLUmsG) vom 26.06.13
DiesesGesetz enthält in Artikel 10, Abs 8. die Vorschrift zur Angabe "Steuerschuldnerschaft des Leistungsempfängers" und in Artikel 10, Abs 7b die Vorschrift zur Angabe "Gutschrift"
Bürgerliches Gestzbuch BGB (druckfähig)
BGB mit Urteilen zu den einzelnen §§
Arbeitnehmer-Entsendegesetz - AEntG.
Arbeitsgerichtsgesetz (in Kraft seit 29.12.2016)
Arbeitszeitgesetz (in Kraft seit 17.11.2016)
Jugendarbeitsschutzgesetz (in Kraft ab 01.01.2018)
Bundeselterngeld- und Elternzeitgesetz (in Kraft ab 01.01.2018)
Arbeitsstättenverordnung (in Kraft seit 3.12.2016)
Mutterschutzgesetz (in Kraft ab 01.01.2018)
Kündigungsschutzgesetz (in Kraft seit 10.10.2017)
Bundesdatenschutzgesetz (in Kraft seit 09.11.2017)
Gefahrstoffverordnung (in Kraft seit 19.11.2016)
Mindestlohnanpassungsverordnung (in Kraft seit 1.01.2017)
40 € Schadenspauschale für säumig zahlende Geschäftskunden und Behörden.
Seit 2014 gibt es hier eine klare Regelung gegenüber Kunden, die nicht Verbraucher sind.
Sobald sich diese im Zahlungsverzug befinden, kann laut §288 BGB, ohne jeglichen Schadensnachweis, eine Schadenspauschale von 40 Euro eingefordert werden!
Dies gilt auch für Abschlagsrechnungen und Ratenzahlungen!
Normal ist folgender Ablauf:
1. Der Auftragnehmer(Gläubiger) erbringt eine Leistung
2. Er erstellt eine Rechnung
3. Diese Rechnung wird irgendwann fällig
Stellt sich nur die Frage wann?
Grundsätzlich kann die Zeit bis zur Fälligkeit einer Rechnung vertraglich vereinbart werden.
Dies erfolgt spätestens bei der Auftragserteilung. (Und nicht bei der Rechnungserstellung)
Wenn nichts vereinbart wurde gilt §271 Abs. 1 BGB.
Nach erbrachter Leistung ist die Rechnung sofort nach Zustellung fällig.
Falls auf der Rechnung eine Zahlungsfrist angegeben wird, verlängert sich die Fälligkeit ggf. bis zu diesem Datum.
Wenn der Kunde bis zur Fälligkeit nicht bezahlt passiert eigentlich gar nichts.
Juristische Folgen entstehen erst, wenn der Kunde außerdem noch in [Zahlungsverzug...] gerät.
Bei der Formulierung einer Rechnung ist die optimale Formulierung zur Fälligkeit:
"Der Rechnungsbetrag ist sofort ohne Abzug fällig."
Wie man im MaDaMe Programm die Standard-Nachtexte ändert finden man unter:
Hilfe → Die häufigsten Fragen → unter Angebote - Drucken allgemein → Vor-/Nachtext ändern
Der normale Gang der Dinge ist:
1. Die Rechnung wird geschrieben
2. Die Rechnung ist irgendwann fällig
3. Der Kunde bezahlt nicht
4. Der Kunde befindet sich irgendwann im Zahlungsverzug
Juristisch betrachtet ist es sehr wichtig, dass sich ein säumiger Kunde tatsächlich im Zahlungsverzug befindet.
Nur dann kann mit Erfolgsaussicht ein gerichtliches Mahnverfahren eingeleitet und Mahnaufwand sowie Verzugszinsen verlangt werden.
Der Zahlungsverzug ist im §286 BGB geregelt. Normalerweise entsteht der Zahlungsverzug durch ein Mahnschreiben mit einer Fristsetzung. Durch eine Zahlung bis zu diesem Datum kann der Zahlungsverzug noch verhindert werden. Wenn auch bis zu diesem Termin keine Zahlung erfolgt ist, befindet sich der Schuldner seit dem Eingang der Mahnung im Verzug.
Damit sind wir auch schon bei einem der grundlegenden Probleme: Der Eingang des Mahnschreibens muss nämlich nachgewiesen werden. Problemlos geht das wenn die Mahnung per Bote zugestellt wurde. Sofern der Schuldner nicht die Annahme verweigert geht auch ein Einschreiben mit Rückschein. In beiden Fällen sollte allerdings noch ein Zeuge vorhanden sein, der den Inhalt des Briefumschlags bestätigen kann. Ein Einwurfeinschreiben ist übrigens problematisch, da der Postbote das Schreiben ja in den falschen Briefkasten geworfen haben könnte.
Es gibt aber nach BGB auch noch eine andere Möglichkeit des Zahlungsverzugs. Ein Schuldner befindet sich automatisch im Verzug, wenn er 30 Tage nach [Fälligkeit der Rechnung...] noch nicht bezahlt hat. Dies gilt bei Kunden, die Verbraucher sind, allerdings nur, wenn auf der ursprünglichen Rechnung darauf hingewiesen wurde. Allerdings könnte bei einem Verbraucher dann der Eindruck entstehen, er hätte eine sehr lange Zahlungsfrist, nämlich z. B. 10 Tage bis zur Fälligkeit + weitere 30 Tage.
Juni 2014 - Neues Widerrufsrecht für Privatkunden
Wenn Sie diesen Absatz ausdrucken möchten, klicken Sie hier
Ein kleiner Formfehler kann dazu führen, dass der Kunde über ein Jahr lang ohne Angabe von Gründen einen Auftrag widerrufen kann, auch nachdem die Farbe an der Wand ist oder die Ziegel auf dem Dach liegen. Das sauer verdiente Geld wird dem Handwerker dann möglicherweise vorenthalten.
1. Das neue Widerrufsrecht gilt (seit dem 13.06.2014) bei Verträgen zwischen Handwerkern und Verbrauchern. (Hobby-Juristen finden den Original-Gesetzestext unter Gesetz zur Umsetzung der europäischen Verbraucherrechte-Richtlinie.)
Wenn der Kunde kein Verbraucher ist, brauchen wir uns keine weiteren Gedanken mehr machen. Da bleibt alles beim Alten!
Wer ein Verbraucher ist, verrät uns das BGB im §13: "Verbraucher ist jede natürliche Person, die ein Rechtsgeschäft zu Zwecken abschließt, die überwiegend weder ihrer gewerblichen noch ihrer selbständigen beruflichen Tätigkeit zugerechnet werden können."
Also, wenn wir die Privaträume eines Unternehmers streichen, ist der Unternehmer ein Verbraucher, wenn wir die Geschäftsräume streichen, nicht! Im zweiten Fall formulieren Sie den Betreff des Projektes eindeutig und das Thema ist gegessen. Im anderen Fall müssen Sie noch weiterlesen.
2. Das neue Widerrufsrecht gilt nur bei "außerhalb von Geschäftsräumen geschlossenen Verträgen". Der Normalfall in der Form, dass der Kunde bei Ihnen anruft und um ein Angebot bittet, Sie dann hinfahren, eventuell aufmessen, ein konkretes Angebot erstellen, und der Kunde später per Telefon oder schriftlich Auftrag erteilt, ist völlig harmlos. Der so zu Stande gekommene Vertrag gilt nämlich dann nicht als "außerhalb von Geschäftsräumen geschlossen" - ergo gibt es kein Widerrufsrecht. Formulieren Sie den Vortext aber richtig, z.B. "Wir danken für Ihre Anfrage ..." Im Streitfall muss den Beweis immer der Handwerker führen. Und das ist eventuell das Problem. Ganz vorsichtige Geister sollten in der Auftragsbestätigung unterschreiben lassen, dass diese auf dem Postweg zugegangen ist.
3. Wann wird es kritisch? Immer dann, wenn der Auftrag beim Kunden oder auf der Baustelle erteilt wird, oder wo es unklar ist, wo die Auftragserteilung nun stattgefunden hat. Aber auch, wenn Sie den Kunden als erstes irgendwie angesprochen haben, gilt bereits das Widerrufsrecht.
Hier nun kurz das Wichtigste (Ausführlich nachlesen können Sie das beim Zentralverband des deutschen Handwerks/Verbraucherrechte.pdf.)
Die gesetzliche Vorschrift besagt in diesem Fall, dass man in Papierform dem Verbraucher eine detaillierte Auftragsbestätigung inkl. der vorvertraglichen Informationen zukommen lassen muss. Diese muss außerdem eine Belehrung bzgl. des Widerrufsrechts inkl. eines Formulars, auf dem der Verbraucher den Widerruf erklären kann (aber nicht muss), enthalten. Als vorvertragliche Informationen gelten u.a. der geplante Liefer- bzw Ausführungszeitpunkt und die Gewährleistungsfristen. Ausführlicher finden Sie dies beim Zentralverband des deutschen Handwerks/Anlage1_Verbraucherrechte.pdf. Wenn Sie das nicht tun, verlängert sich die Widerrufsfrist um ein Jahr!
Solche vorvertraglichen Informationen können Sie in MaDaMe z.B. in das Feld Nachtext eingeben:
Für die Rechnung kann man dann die Informationen löschen oder durch Klick auf "die hier angezeigten Vor- und Nachtexte nicht drucken" deaktivieren.
Eine Falle lauert hier noch in der Papierform. Wer nämlich auf die Idee kommt, das per E-Mail (o.ä.) zu tun, kann das machen, jedoch nur nach ausdrücklicher Zustimmung des Verbrauchers. (Achtung Beweisproblematik!) Eventuell können Sie in die Auftragsbestätigung den Satz einfügen. "Die Übermittlung der Auftragsbestätigung mit den vorvertraglichen Informationen und des Widerrufsformulars erfolgte auf ausdrücklichen Wunsch des Kunden per E-Mail."
Durch die Installation der neuesten MaDaMe-Version (WINDOWS) werden die notwendigen Druckprogramme automatisch angelegt. Unter Auftragsbestätigung finden Sie nun auch eine mit Widerrufsbelehrung.
Nach einer Widerrufsbelehrung gilt die gesetzliche Frist von 14 Tagen. Wenn Sie während dieser Frist mit den Arbeiten beginnen, muss der Auftraggeber nur dann Ihre Arbeiten bezahlen, wenn er Sie ausdrücklich damit beauftragt hat, vor Ablauf der Widerrufsfrist zu beginnen. Daher haben wir in die Auftragserteilung einen entsprechenden Absatz mit eingearbeitet.
Unseren Text ändern können Sie übrigens unter Grundeinstellungen - Druckprogramme einrichten - (auswählen wie oben) - Reiter Nachtext. Neben diesem Nachtext von uns wird auch noch der auf Ihrem Rechner bereits vor dem Update vorhandene Standard - Vor und Nachtext für Auftragsbestätigung gedruckt. Wenn Sie diesen ändern wollen finden Sie ihn unter Grundeinstellungen - Vor- und Nachtexte.
Bei den Begleitschreiben steht das vorgeschriebene und von uns angepasste Widerrufsformular:
Wenn Sie dieses anpassen wollen, beachten Sie die Vorgaben des Gesetzgebers und verwenden Sie möglichst dessen Formulierungen. Den Text von uns finden Sie unter Grundeinstellungen - Druckprogramme einrichten - (auswählen wie oben) - Reiter Brieftext. Ausführliche Hinweise zu den zulässigen Texten finden Sie beim Zentralverband des deutschen Handwerks/Anlage2_Verbraucherrechte.pdf
4. Was ist mit Nachträgen?
Sehr viel steht dazu weder im Gesetz, noch in den Publikationen der Berufsverbände. Unkritisch sind vermutlich Massenänderungen, wenn diese 10% nicht überschreiten.
Was ist aber mit Arbeiten, die im ursprünglichen Angebot nicht standen. Ich persönlich vermute, dass die Gerichte analog zu folgender Regelung im Gesetz zur Umsetzung der europäischen Verbraucherrechte-Richtlinie. (§312g, Punkt2, Abs. 11) entscheiden werden:
"Das Widerrufsrecht besteht, soweit die Parteien nichts anderes vereinbart haben, nicht bei ... Verträgen ... , bei denen der Verbraucher den Unternehmer ausdrücklich aufgefordert hat, ihn aufzusuchen, um dringende Reparatur- oder Instandhaltungsarbeiten vorzunehmen; dies gilt nicht hinsichtlich weiterer bei dem Besuch erbrachter Dienstleistungen, die der Verbraucher nicht ausdrücklich verlangt hat, oder hinsichtlich solcher bei dem Besuch gelieferter Waren, die bei der Instandhaltung oder Reparatur nicht unbedingt als Ersatzteile benötigt werden"
Wer also hier sichergehen will, sollte ein Nachtragsangebot erstellen und sich den Auftrag unterschreiben lassen, bei Auftragserteilung vor Ort mit Widerrufsbelehrung und dem Auftrag, vor Ablauf der Widerrufsfrist mit den Arbeiten zu beginnen.
In der neuesten Programmversion MaDaMe gibt es daher eine "Auftragsbestätigung mit Widerrufsbelehrung für ausgewählte Positionen".
Nachtragsangebote macht man in MaDaMe ja bekanntlich so, dass die Nachtragspositionen z.B. in der Positionsübersicht markiert und dann über Rechtsklick - Optionen - Auswählen mit einer "Glühbirne" dauerhaft versehen werden. Das Druckprogramm Nachtragsangebot druckt nur "Positionen mit Glühbirne" und die neue Auftragsbestätigung ebenfalls. Ausführlichere Hinweise zu Nachtragsangeboten finden Sie im MaDaMe-Programm unter Hilfe - die häufigsten Fragen.
5. Und wenn Sie dann doch einen Widerruf erhalten, nachdem Sie mit den Arbeiten teilweise oder vollständig fertig sind und der Meinung waren, Sie könnten auf den ganzen Bürokratismus verzichten, dann haben Sie noch eine Chance, denn
bei Waren, deren Herstellung auf die persönlichen Bedürfnisse des Verbrauchers zugeschnitten wurde
oder bei Waren, die nach Ihrer Lieferung untrennbar mit anderen Gütern vermischt wurden
besteht kein Widerrufsrecht. Aber Sie sehen schon - so 100%ig passen die Formulierungen nicht auf unsere Handwerksarbeiten. Ich persönlich glaube, dass die Gerichte für Jahre mit der Klärung der Details beschäftigt sein werden.
Vielleicht sollte man in den Nachtexten von Angebot und Auftragsbestätigung noch den folgenden Satz einbauen: "Alle Waren werden auf Ihre persönlichen Verhältnisse zugeschnitten und angepasst."
Ob das das Widerrufsrecht wirklich aushebelt bleibt allerdings abzuwarten.
Haben sie eine Homepage oder AGB’s und mehr als 10 Mitarbeiter?
Dann müssen Sie seit dem 01.02.2017 dort angeben, ob Sie außergerichtlichen Schlichtungsverfahren zustimmen. Sonst drohen teure Abmahnungen. Im §36 des Verbraucherstreitbeilegungsgesetzes steht:
2. auf die zuständige Verbraucherschlichtungsstelle hinzuweisen, wenn sich der Unternehmer zur Teilnahme an einem Streitbeilegungsverfahren vor einer Verbraucherschlichtungsstelle verpflichtet hat oder wenn er auf Grund von Rechtsvorschriften zur Teilnahme verpflichtet ist;
Von der Informationspflicht nach Absatz 1 Nummer 1 ausgenommen ist ein Unternehmer, der am 31. Dezember des vorangegangenen Jahres zehn oder weniger Personen beschäftigt hat.”
Weitere Informationen hierzu finden Sie in den Gesetzestexten. und unter www.handwerk-magazin.de
Lassen Sie Ihre Mitarbeiter zeitweise für einen anderen Handwerker arbeiten? Falls ja können wir Ihnen hier nur zu absoluter Vorsicht raten! Möglicherweise fallen Sie unter die sog. Arbeitnehmerüberlassung. In diesem Fall droht ein empfindliches Bußgeld!
Seit 01.04.2017 ist das neue Arbeitnehmerüberlassungsgesetz in Kraft! Es gilt:
- Nachzahlungen wenn es sich doch um eine Arbeitnehmerüberlassung handelte
- Übernahmen des Leiharbeiters wenn die Höchstüberlassungsdauer überschritten wird
- erweiterte Informationsrechte des Betriebsrats
Die Frage ist hierbei: handelt es sich um einen Werkvertrag oder um Leiharbeit?
Entscheidend ist, wer auf der Baustelle das Sagen hat. Wenn der Subunternehmer die Anweisungen gibt und für seine Arbeit haftet, handelt es sich um einen Werkvertrag. Wenn aber der Generalunternehmer die Arbeiter des Subunternehmers einteilt und die Arbeit organisiert, handelt es sich höchstwahrscheinlich um Leiharbeit.
Im Notfall müssen Sie eine (relativ teure und aufwendige) Erlaubnis zur Arbeitnehmerüberlassung beantragen. Nur damit befinden Sie sich auf der sicheren Seite!
Einen solchen Antrag finden sie hier: www.arbeitsagentur.de
Mindestlohn für ungelernte Arbeitnehmer (Deutschland)
01.05.2014: 9,90€
01.05.2015: 10,00€
01.05.2016: 10,10€
01.05.2017: 10,35€
01.05.2018: 10,60€
01.05.2019: 10,85€
01.05.2020: 11,10€
Mindestlohn für gelernte Arbeitnehmer alte Bundesländer ohne Berlin
01.05.2014: 12,50€
01.05.2015: 12,80€
01.05.2016: 13,10€
01.05.2017: 13,10€ (unverändert)
01.05.2018: 13,30€
01.05.2019: 13,30€ (unverändert)
01.05.2020: 13,50€
Mindestlohn für gelernte Arbeitnehmer Berlin
01.05.2014: 12,30€
01.05.2015: 12,60€
01.05.2016: 12,90€
01.05.2017: 13,10€
Mindestlohn für gelernte Arbeitnehmer neue Bundesländer ohne Berlin
01.05.2014: 10,50€
01.05.2015: 10,90€
01.05.2016: 11,30€
01.05.2017: 11,85€
01.05.2018: 12,40€
01.05.2019: 12,95€
Tariflohn alte Bundesländer (ohne Berlin und Saarland)
Der bisherige Ecklohn (Geselle mit 2 Jahren Berufserfahrung) von 14,73€ erhöht sich
01.03.2014: um 3,2% auf 15,20€
01.06.2015: um 2,6% auf 15,59€
01.07.2016: um 2,1% auf 15,92€
01.06.2017: um 1,6% auf 16,18€
01.10.2018: um 2,6% auf 16,60€
01.10.2019: um 3,3% auf 17,15€
Neue Bundesländer (einschl. Berlin)
Der bisherige Ecklohn (Geselle mit 2 Jahren Berufserfahrung) von 13,51€ erhöht sich
01.03.2014: auf 14,08€
01.06.2015: auf 14,57€
01.07.2016: auf 15,00€
01.07.2017: auf 15,35€
01.10.2018: auf 15,87€
01.10.2019: auf 16,52€
Der bisherige Ecklohn (Geselle mit 2 Jahren Berufserfahrung) von 14,36€ erhöht sich
01.05.2014: um 3,40% auf 14,85€
01.07.2015: um 2,75% auf 15,26€
Die Löhne gelten bis auf weiteres unverändert. Quelle: www.malerinnung-saar.de
Auszubildende in Ost/West (einschließlich Saarland):
Der bisherige Ecklohn (Geselle mit 2 Jahren Berufserfahrung) von 17,82€ erhöht sich
01.05.2017: auf 18,08€
01.12.2018: auf 18,58€
01.10.2019: auf 19,12€
Auszubildende (seit 01.10.2016):
2. Lehrjahr: 800 €
3. Lehrjahr: 1050 €
01.01.2014 - Verpflegungsmehraufwand auf Baustellen
Ab 2014 gibt es Neuerungen bei der steuerlichen Behandlung des Verpflegungsmehraufwandes. Umfangreiche Informationen dazu findet man im BMF-Schreiben vom 30.09.2013
Neu ist die Einführung einer sog. ersten Tätigkeitsstätte, die an die Stelle der "regelmäßigen Arbeitsstätte" tritt.
Um den Verpflegungsmehraufwand des Arbeitnehmers bei Abwesenheit von mehr als 8 Stunden steuerfrei geltend machen zu können, ist es wichtig, dass die Baustelle arbeitsrechtlich nicht die erste Tätigkeitsstätte ist.
Ab 2014 kann der Arbeitgeber den Arbeitnehmer arbeitsrechtlich seinem Betriebssitz zuordnen, auch wenn dort nicht der "qualitative Schwerpunkt der Tätigkeit" liegt. Der Arbeitnehmer muss allerdings in ganz geringem Umfang dort tätig werden, z.B. sind Hilfs- und Nebentätigkeiten (Auftragsbestätigungen, Stundenzettel, Krank- und Urlaubsmeldung abgeben etc.) bereits ausreichend.
Als Folge davon sind die Arbeiten auf der Baustelle uneingeschränkt als Auswärtstätigkeiten zu werten, sofern kein so genannten Sammelpunkt bestimmt wurde. Der Arbeitnehmer kann die Fahrten mit dem Pkw zur Baustelle und zurück mit 0,30 Euro je gefahrenen Kilometer und Verpflegungspauschalen von 12 Euro täglich bei einer Abwesenheit von mehr als acht Stunden als Werbungskosten absetzen.
Für die Ermittlung der Anzahl der Tage ist in den Programmversionen ab April 2014 für das Nachkalkulationsmodul im MaDaMe-Programm ein Auswertungsprogramm enthalten.
Stand 2014 - Schilder, Kennzeichnungspflicht, Berufsgenossenschaft
Zur Kennzeichnung von Gefahrenstellen und ähnlichem gibt es zahlreiche Vorschriften der Berufsgenossenschaften, nachzulesen z.B. unter Neue Sicherheits- und Gesundheitsschutzkennzeichen (rückwirkend zum 01.01.2013)
Eine Bezugsquelle für Schilder, Aufkleber etc. ist die Firma http://www.hein.eu (Hinweis: Wir haben keine Geschäftsbeziehung zu der Firma Hein, der angegebene Link ist nur eine Information für Sie)
Dort findet man u.a. auch viele Hinweise zu BG-Verordnungen und kann sich einen Newsletter zuschicken lassen.
Stand Okt. 2014 - Rechnungen ohne MWSt. - Steuerschuldumkehr
Die Regelung, dass für eine Rechnung ohne MWSt. Vorraussetzung ist, das der Leistungsempfänger die Arbeiten als Bauleistung weiterberechnet, ist Schnee von gestern! Diese Regelung gilt nur für Zeitpunkt der Leistung Februar 2014 bis Sept 2014.
Ab 01.10.2014 ist die Vorraussetzung für die Steuerschuldumkehr nun wieder, dass der Leistungsempfänger nachhaltig Bauleistungen erbringt, so wie es bis Jan 2014 bereits gewesen ist.
Neu ist, dass eine Bescheinigung des Finanzamtes vorgelegt werden muss
Wer Subunternehmer beauftragen will, muss diese Bescheinigung schleunigst bei seinem Finanzamt beantragen. Das ganze nennt sich Bescheinigung mit Vordruckmuster USt 1 TG.
Wer selbst als Subunternehmer arbeitet, muss von seinem Auftraggeber die Vorlage des Vordruckmusters USt 1 TG verlangen. In der neuesten MaDaMe-Version ist ein Begleitschreiben enthalten, mit dem Sie eine Kopie des USt 1 TG beim Auftraggeber anfordern können. Sie finden das Schreiben im Projekt unter Drucken - Begleitschreiben - Anfrage zur Steuerschuldumkehr
Einigermaßen verständlich steht das ganze im BMF-Schreiben vom 26.08.2014:
Bei dem ganzen Hüh und Hott mit der Steuer wird es sicherlich wieder genug Fälle geben, wo es falsch gemacht wird. Wenn sichergestellt ist, dass die Mehrwertsteuer irgendeiner ans Finanzamt abgeführt hat, ist aus meiner Sicht keine aufwändige Rechnungsberichtigung erforderlich, wenn sich Rechnungsersteller und Empfänger diesbezgl. einig sind. Falls doch auf einer Rechnungsberichtigung bestanden wird, kann die vom falschen bezahlte MWSt. evtl. per Forderungsabtretung direkt beim Finanzamt umgebucht werden. Hier ist dann Ihr Steuerberater gefragt! Im Umsatzsteuer-Anwendungserlass steht:
Abschnitt „13b.8. Vereinfachungsregelung
Hat ein Leistungsempfänger für einen an ihn erbrachten Umsatz § 13b Abs. 2 Nr. 5 Buchstabe b, Nr. 7, 8 Satz 1, Nr. 9 und 10 in Verbindung mit Abs. 5 Satz 1 zweiter Halbsatz und Sätze 3 bis 5 UStG angewandt, obwohl die Voraussetzungen hierfür fraglich waren oder sich später herausstellt, dass die Voraussetzungen hierfür nicht vorgelegen haben, ist diese Handhabung beim Leistenden und beim Leistungsempfänger nicht zu beanstanden, wenn sich beide Vertragspartner über die Anwendung von § 13b UStG einig waren und der Umsatz vom Leistungsempfänger in zutreffender Höhe versteuert wird.“
Am 29.06.2013 wurde die "AmtshilfeRLUmsG im Bundesgesetzblatt" veröffentlicht. Diese enthält eine Änderung des UStG hinsichtlich der Pflichtangaben auf Rechnungen für den Fall der nachfolgend erläuterten Steuerschuldumkehr. Da muss jetzt exakt Steuerschuldnerschaft des Leistungsempfängers draufstehen und keine andere Formulierung! (Gültig ab dem 30.06.2013) Das neueste Update der Windows- und auch der DOS-Version von MaDaMe macht dies automatisch.
Man findet die entsprechende Stelle unter Seite 1833 des Bundesgesetzblattes. (Seite 25 des Dokuments) Dort steht:
"Führt der Unternehmer eine Leistung im Sinne des § 13b Abs. 2 UStG aus, für die der Leistungsempfänger nach § 13b Abs. 5 UStG die Steuer schuldet, ist er zur Ausstellung einer Rechnung mit der Angabe „Steuerschuldnerschaft des Leistungsempfängers“ verpflichtet."
Im Umsatzsteuer-Anwendungserlass findet man die entsprechende Stelle unter 14a.1.(6)
Die nachfolgenden Ausführungen wurden auf den Aspekt der Bauleistung im Maler- und Dachdeckerbereich beschränkt. Außerdem wird davon ausgegangen, dass der Rechnungsersteller (Sie) auch Leistungsersteller ist.
Wenn Ihr Rechnungsempfänger (im Gesetz Leistungsempfänger genannt) selbst Bauleistender ist, schuldet nicht mehr der Rechnungsersteller, sondern der Rechnungsempfänger die USt. für im § 13b UStG. festgelegten Leistungen!
Damit eine Rechnung ohne MWSt erstellt werden darf, müssen im wesentlichen 3 Voraussetzungen erfüllt sein:
1. Bei Ihrer Arbeit handelt es sich um eine Bauleistung gemäß folgendem Katalog.
2. Der Rechnungsempfänger teilt Ihnen mit, dass er Bauleistender ist.
3. Er legt die Bescheinigung USt 1 TD vor.
Folgende Leistungen werden ohne Steuer abgerechnet:
(Den vollständigen Katalog der Leistungen finden Sie im Umsatzsteuer-Anwendungserlass unter Abschnitt 13b.2. Absatz 5)
Alle Leistungen, die sich auf die Substanz des Bauwerks auswirken (sie erweitern, verbessern, reparieren oder beseitigen). Z.B.
Einbau von Türen, Fenstern, Bodenbelägen und fest mit dem Gebäude verbundenen Einrichtungs- und Installationsgegenständen.
Dachdeckarbeiten inkl. Dachbegrünung
Photovoltaikanlagen, die auf oder an einem Gebäude oder Bauwerk installiert werden
Mauerdurchbrüche, Trockenbauarbeiten, Maurer und Verputzerarbeiten
Malerarbeiten, auch künstlerische Leistungen
Fassadenreinigung, bei der die Oberfläche abgeschliffen oder mit Sandstrahl bearbeitet wird
Reparatur- und Wartungsarbeiten an Bauwerken, wenn das Nettoentgelt mehr als 500 EURO beträgt.
Nicht unter das Gesetz fallen und somit mit MWSt. abzurechnen sind:
(Den vollständigen Katalog der Leistungen finden Sie im Umsatzsteuer-Anwendungserlass unter Abschnitt 13b.2. Absatz 7)
Planungs- und Überwachungsleistungen, Prüfung von Bauabrechnungen, Durchführung von Ausschreibungen und Vergaben.
Labordienstleistungen.
Lieferung von Wasser und Energie.
Zurverfügungstellen von Baugeräten ohne Bedienungspersonal.
Aufstellen von Material- und Bürocontainern, sowie mobilen Toilettenhäuschen.
Entsorgung von Baumaterialien.
Anlegen und Pflege von Bepflanzungen mit Ausnahme von Dachbegrünungen.
Reinigungsarbeiten, bei denen die Oberfläche nicht verändert wird.
Lieferungen, die nicht vom Lieferanten in das Bauwerk eingebaut werden.
Reparatur- und Wartungsarbeiten unter 500.01 EURO netto. (Umsatzsteuer-Anwendungserlass unter Abschnitt 13b.2. Absatz 7 Punkt 15)
Wenn ein Teil der Leistung mit MWSt und ein Teil ohne abzurechnen wäre, gilt: Es kommt hierbei "darauf an, welche Leistung im Vordergrund steht, also der vertraglichen Beziehung das Gepräge gibt." "Wenn die Bauleistung als Hauptleistung anzusehen ist". D.h. die Rechnung wird entweder komplett mit MWSt oder komplett ohne abgerechnet. (Umsatzsteuer-Anwendungserlass unter Abschnitt 13b.2. Absatz 4)
Außerdem steht dort (Umsatzsteuer-Anwendungserlass Abschnitt 13b.2. Absatz 4 Satz 3) "Ein auf einem Gesamtvertrag beruhendes Leistungsverhältnis ist jedoch aufzuteilen, wenn hierin mehrere ihrem wirtschaftlichen Gehalt nach selbständige und voneinander unabhängige Einzelleistungen zusammengefasst werden." Die entsprechende Einschätzung überlassen wir Ihnen und Ihrem Steuerberater.
Für welche Rechnungsempfänger wird ohne MWSt abgerechnet?
Der Rechnungsempfänger muss Unternehmer sein und selbst nachhaltig Bauleistungen erbringen (Mindestens 10% seines Umsatzes). Außerdem muss er eine gültige Bescheinigung seines Finanzamtes auf dem Formular USt 1 TG vorlegen.
Umsatzsteuer-Anwendungserlass Abschnitt 13b.3 lautet:
(1) Werden Bauleistungen von einem im Inland ansässigen Unternehmer im Inland erbracht, ist der Leistungsempfänger Steuerschuldner, wenn er Unternehmer ist und selbst Bauleistungen erbringt, unabhängig davon, ob er sie für eine von ihm erbrachte Bauleistung verwendet (§ 13b Abs. 5 Satz 2 UStG). ....
(2) Ein Unternehmer erbringt zumindest dann nachhaltig Bauleistungen, wenn er mindestens 10 % seines Weltumsatzes (Summe seiner im Inland steuerbaren und nicht steuerbaren Umsätze) als Bauleistungen erbringt. Unternehmer, die Bauleistungen unterhalb dieser Grenze erbringen, sind danach grundsätzlich keine bauleistenden Unternehmer. Hat der Unternehmer zunächst keine Bauleistungen ausgeführt oder nimmt er seine Tätigkeit in diesem Bereich erst auf, ist er – abweichend von Absatz 1 – auch schon vor der erstmaligen Erbringung von Bauleistungen als bauleistender Unternehmer anzusehen, wenn er nach außen erkennbar mit ersten Handlungen zur nachhaltigen Erbringung von Bauleistungen begonnen hat und die Bauleistungen voraussichtlich mehr als 10 % seines Weltumsatzes im Sinne des Satzes 1 betragen werden.
(3) Es ist davon auszugehen, dass die Voraussetzung nach Absatz 2 erfüllt ist, wenn dem Unternehmer das nach den abgabenrechtlichen Vorschriften für die Besteuerung seiner Umsätze zuständige Finanzamt auf Antrag oder von Amts wegen eine im Zeitpunkt der Ausführung des Umsatzes gültige Bescheinigung nach dem Vordruckmuster USt 1 TG erteilt hat; ...."
Wenn Sie glauben, dass der Rechnungsempfänger Bauleistender ist, sollten Sie diesen auffordern, es Ihnen mitzuteilen, um eine Rechungsberichtigung im nachhinein zu verhindern. Sie gehen wie folgt vor:
Öffnen Sie das Projekt und klicken Sie auf Drucken.
Unter Begleitschreiben finden Sie "Anfrage zur Steuerschuldumkehr"
Und wenn Sie selbst eine Rechnung von einem Subunternehmer erhalten...
...dann müssen Sie dem Subunternehmer anzeigen, dass Sie Bauleistender sind und Ihre Bescheinigung USt 1 TG vorlegen. Ein hierzu passendes Anschreiben finden Sie bei den Standardbriefen.
Im Klappmenü "Hilfe - die häufigsten Fragen" finden Sie eine Beschreibung zum Arbeiten mit Standardbriefen.
Wählen Sie den Standardbrief "Steuerschuldumkehr". Falls dieser nicht vorhanden oder nicht aktuell ist, können Sie über unsere Hotline die neueste Version der Standardbriefe kostenlos anfordern: 0931 8045511 oder Sie ändern den Text selbst unter Grundeinstellungen - Standardbriefe - bearbeiten - Steuerschuldumkehr. Die aktuelle Version lautet:
mit diesem Schreiben möchten wir auf die Regelung des § 13b UStG aufmerksam machen, wonach im Geschäftsverkehr zwischen Bauunternehmern über Bauleistungen mit einer Nettorechnung abzurechnen ist, wenn der Leistungsempfänger nachhaltig Bauleistung erbringt. Da unser Unternehmen Bauleistender i.S.d. § 13b. Abs.5 UStG ist, wie Sie aus der beiliegenden Kopie unserer gültigen Bescheinigung USt 1 TG ersehen können, schulden wir die Umsatzsteuer aus Ihren Abrechnungen über Bauleistungen. Wir bitten Sie daher, in Ihren Abrechungen von Bauleistungen nach § 13b UStG an uns keine Umsatzsteuer mehr auszuweisen. Stattdessen muss die Rechnung nach § 14a Abs. 5 UStG zwingend mit folgendem Vermerk ausgestattet sein: „Steuerschuldnerschaft des Leistungsempfängers“.
Desweiteren müssen Sie überprüfen, ob der Subunternehmer Bauleistungen nach dem oben angegebenen Katalog erbracht hat, und Sie müssen kontrollieren, ob auf Ihrer Eingangsrechnung keine Steuer ausgewiesen ist. Falls doch sollten Sie auf einer Berichtigung der Rechnung bestehen, da Sie sonst die Steuer möglicherweise doppelt bezahlen müssen.
In diesem Zusammenhang sollte auch noch Umsatzsteuer-Anwendungserlass Abschnitt 13.2. beachtet werden. Dieser besagt, dass die Steuerschuld spätestens mit der Ausführung der Leistung (Bauabnahme) entsteht. Wenn sich Ihr Subunternehmer also Zeit mit dem Erstellen der Rechnung lässt, könnte eine Steuerschuld bereits vor dem Erstellen der Rechnung entstehen! Dann müssen Sie für Ihre Umsatzsteuervoranmeldung schätzen. (Dies gilt für Sie nicht, wenn das Finanzamt für Sie die sog. Istversteuerung genehmigt hat. Fragen Sie im Zweifelsfall Ihren Steuerberater.)
Stand 2012 - Pflichtangabe Zeitpunkt der Leistung
Gemäß §14 Abs. 4 Satz 1 Nr. 6 UStG ist in der Rechnung der Zeitpunkt der Lieferung oder sonstigen Leistung anzugeben.
Nähere Erläuterungen findet man im Umsatzsteuer-Anwendungserlass:
Unter Abschnitt 14.5.(Pflichtangaben in der Rechnung) steht im Absatz (16), Satz 3:
"Nach § 31 Abs. 4 UStDV kann als Zeitpunkt der Lieferung oder der sonstigen Leistung der Kalendermonat angegeben werden, in dem die Leistung ausgeführt wird."
und im Absatz (16) Ziffer 4, Satz 3:
"Sonstige Leistungen sind grundsätzlich im Zeitpunkt ihrer Vollendung ausgeführt."
Weitere interessante Erläuterungen zum Zeitpunkt der Ausführung speziell bei Bauleistungen findet man unter Abschnitt 13.2 (Sollversteuerung in der Bauwirtschaft) Ziffer 2:
"Diese Leistungen sind ausgeführt ... grundsätzlich im Zeitpunkt ihrer Vollendung, der häufig mit dem Zeitpunkt der Abnahme zusammenfallen wird."
und bzgl. Materiallieferungen: "Werklieferungen" sind ausgeführt, "wenn dem Auftraggeber die Verfügungsmacht verschafft wird. Das gilt auch dann, wenn das Eigentum an den verwendeten Baustoffen nach §§ 946, 93, 94 BGB zur Zeit der Verbindung mit dem Grundstück auf den Auftraggeber übergeht. Der Werklieferungsvertrag wird mit der Übergabe und Abnahme des fertig gestellten Werks erfüllt. Der Auftraggeber erhält die Verfügungsmacht mit der Übergabe des fertig gestellten Werks (vgl. BFH-Urteil vom 26. 2. 1976, V R 132/73, BStBl II S. 309). Auf die Form der Abnahme kommt es dabei nicht an.
Bei einer normalen Rechnung oder Schlussrechnung wird man somit als Zeitpunkt der Leistung den Kalendermonat angeben, in dem die Bauleistung vollendet wurde. Wenn eine Abnahme stattgefunden hat, wird der Monat der Bauabnahme angegeben.
Somit stellt sich nur noch die Frage nach dem Zeitpunkt der Leistung bei Abschlagsrechnungen. Auch hier hilft der Umsatzsteuer-Anwendungserlass weiter:
Unter Abschnitt 14.5.(Pflichtangaben in der Rechnung) steht im Absatz (16), Ziffer 5 (Noch nicht ausgeführte Lieferung oder sonstige Leistung):
"Wird über eine noch nicht ausgeführte Lieferung oder sonstige Leistung abgerechnet, handelt es sich um eine Rechnung über eine Anzahlung, in der die Angabe des Zeitpunkts der Vereinnahmung des Entgelts oder des Teilentgelts entsprechend § 14 Abs. 4 Satz 1 Nr. 6 UStG nur dann erforderlich ist, wenn der Zeitpunkt der Vereinnahmung bei der Rechnungsstellung feststeht ... Auf der Rechnung ist kenntlich zu machen, dass über eine noch nicht erbrachte Leistung abgerechnet wird."
Da - wie weiter oben ausgeführt - Bauleistungen und Werklieferungen erst mit dem Abschluss der Arbeiten bzw. der Bauabnahme vollendet werden, kann man den "Zeitpunkt der Leistung" nicht angeben, es sei denn, dieser in der Zukunft liegende Zeitpunkt wurde verbindlich vereinbart. In den meisten Fällen wird also auf der Abschlagsrechnung "Zeitpunkt der Leistung: Leistung ist noch nicht vollendet" stehen.
Im Umsatzsteueranwendungserlass steht unter Abschnitt 14.5.(Pflichtangaben in der Rechnung) im Absatz (16), Ziffer 5 (Noch nicht ausgeführte Lieferung oder sonstige Leistung):
"Wird über eine noch nicht ausgeführte Lieferung oder sonstige Leistung abgerechnet, handelt es sich um eine Rechnung über eine Anzahlung, in der die Angabe des Zeitpunkts der Vereinnahmung des Entgelts oder des Teilentgelts entsprechend § 14 Abs. 4 Satz 1 Nr. 6 UStG nur dann erforderlich ist, wenn der Zeitpunkt der Vereinnahmung bei der Rechnungsstellung feststeht. Auf der Rechnung ist kenntlich zu machen, dass über eine noch nicht erbrachte Leistung abgerechnet wird."
Weitere Informationen finden Sie im MaDaMe-Programm unter Hilfe → Die häufigsten Fragen.
Stand 2013 - Freistellungsbescheinigung nach § 48b EStG
Mit dem Gesetz zur Eindämmung illegaler Betätigung im Baugewerbe wurde zum 1.1.2002 ein Steuerabzug für Bauleistungen eingeführt. Dadurch müssen alle Auftraggeber, die selbst Unternehmer im Sinne des § 2 des UStG oder eine juristische Person des öffentlichen Rechts sind, 15 % der Zahlungen direkt an das Finanzamt des Bauleistenden abführen.
Auf Antrag des Bauleistenden hat das Finanzamt eine Freistellungsbescheinigung nach § 48b Abs. 1 Satz 1 EStG zu erteilen, wenn gewisse Voraussetzungen vorliegen. Diese Bescheinigung (normalerweise eine selbst erstellte Kopie) übergibt der Leistende an den Auftraggeber (Leistungsempfänger), der damit von der beschriebenen Pflicht zum Steuerabzug befreit wird.
Der Auftraggeber muss die Echtheit und Gültigkeit der Freistellungsbescheinigung überprüfen! Hierzu enthält die Freistellungsbescheinigung eine Sicherheitsnummer. Die Überprüfung erfolgt über http://eibe.bff-online.de/eibe Unter dieser Adresse findet man auch eine Vielzahl von "Häufigen Fragen", die dort verbindlich beantwortet werden.
Seit der Einführung von Mindestlöhnen im Baunebengewerbe unterliegen unter anderem Maler-, Elektro- und Dachdeckerbetriebe dem
Der §17 Abs. 1 AEntG regelt, dass die zuständigen Behörden auch Einsicht in Arbeitsverträge, Geschäftsunterlagen etc. nehmen können, die Auskunft über die Einhaltung der Mindestarbeitsbedingungen nach §2 AEntG (Mindestlohn, Urlaubsvergütung) geben.
Damit die Einhaltung des Mindestlohnes kontrolliert werden kann, bestimmt §19 Abs. 1 AEntG, dass der Arbeitgeber den Beginn, das Ende und die Dauer der täglichen Arbeitszeit des Arbeitnehmers aufzeichnen und mindestens zwei Jahre aufbewahren muss.
Nach den Durchführungsanweisungen der Bundesanstalt für Arbeit ist als tägliche Arbeitszeit die Dauer der tatsächlichen Arbeitszeit ohne Pausen zu verstehen. Konkret sollte eine Aufzeichnung z.B. so aussehen:
Mitarbeiter: Franz Meier Datum: 02.11.2010	Beginn:	07:15 Uhr	Ende:	16:45 Uhr	Pausen: 1 Stunde
Dauer der tatsächlichen Arbeitszeit: 8½ Stunden
(Was der Gesetzgeber dabei "vergessen" hat ist die Baustelle - also Aufzeichnungen ohne die Baustelle sind zulässig! - dies ist z.B. in dem Monatszettel weiter unten realisiert)
Bei Verstoß gegen die Aufzeichnungspflicht droht ein Bußgeld! Nach §23 Abs. 3 AEntG kann gegen einen Arbeitgeber ein Bußgeld von bis zu 30.000,00 € verhängt werden, der den Beginn, das Ende und die Dauer der täglichen Arbeitszeit seiner Arbeitnehmer nicht, nicht richtig oder nicht vollständig aufzeichnet. Das gleiche gilt, wenn er die Aufzeichnungen nicht für mindestens zwei Jahre aufbewahrt. Ein Bußgeld kann selbst dann verhängt werden, wenn aus anderen Unterlagen (z.B. Lohnbuchhaltung) ersichtlich wird, dass die Arbeitnehmer den Mindestlohn immer erhalten haben.
Die Erfassung der Daten muss "zeitnah" erfolgen. Auf einer Informationsveranstaltung der Maler-Innungsobermeister Nordrhein-Westfalen hat der Zoll darauf hingewiesen, dass die Formulare täglich ausgefüllt werden müssen.
Nach §19 Abs. 2 AEntG sind die Unterlagen auch am Ort der Beschäftigung bereitzuhalten, bei Bauleistungen auf der Baustelle.
In der neuesten Programmversion des MaDaMe-Programmes für WINDOWS befinden sich Formulare zur Erfassung der Stunden. Die Formulare wurden als DIN-A 4 große Etiketten angelegt und können somit für alle Mitarbeiter über Adressen - Etiketten drucken als Seriendruck oder per Rechtsklick in der Adressübersicht als Einzeldruck ausgedruckt werden.
Als Alternative (weil Sie z.B. noch das DOS-Programm MaDaMe haben) können Sie sich ähnliche Formulare auch als druckfähige PDF-Datei hier herunterladen:
Wochenzettel.pdf.
Monatszettel.pdf.
2010 wieder Sofortabschreibung geringwertiger Wirtschaftsgüter
Bis zum 31.12.2007 durften die sog GWG sofort abgeschrieben werden. Danach gab es für Wirtschaftsgüter im Wert zwischen 150 und 1000€ die sog Pool-Abschreibung.
Ab 2010 können GWG im Wert von bis zu 410€ (ohne Umsatzsteuer) wieder sofort abgeschrieben werden.
beweglich, abnutzbar und selbstständig nutzbar sind.
Computerbildschirme und Drucker sind nicht selbstständig nutzbar. Daher zählen diese nicht zu den GWG bis zu 410€ und müssen über 3 Jahre (Abschreibungsfrist für EDV-Anlagen) abgeschrieben werden. Ausnahmen sind nur denkbar, wenn der Drucker zugleich auch Kopierer ist (und als solcher auch tatsächlich vorwiegend eingesetzt wird)
Ansonsten greift lediglich eventuell die Regelung, dass Anschaffungen unter 150€ (ohne MWSt.) einfach als Betriebsausgaben abgesetzt werden können.
Wenn die EDV-Anlage nicht im Januar angeschafft wird, kommt es seit 2004 zu einer monatsgenauen Abschreibung. (zum vollen vorhergehenden Monat).
Beispiel: Bei einem Kauf der EDV-Anlage am 10.09. können im Jahr der Anschaffung noch 4 Monate berücksichtigt werden. Bei einem Anschaffungspreis von z.B. 900€ entfallen auf das erste Jahr 4/12 * 900/3 = 100€
Diese Zahlen sind auch für 2017 noch gültig!
http://www.betriebswirtschaft.info/1684.html
http://www.iww.de/mbp/archiv/zusammenfassung-der-aktuellen-rechtsprechung-abschreibung-von-computeranlagen-f11928
2010 Prüfpflicht elektrischer Arbeitsmittel
Sowohl im Büro als auch viel mehr auf der Baustelle müssen die elektrichen Arbeitsmittel (z.B. Computer, aber auch Bohrmaschine etc.) regelmäßig überprüft werden. Die gesetzlichen Anforderungen sind dabei relativ hoch und können in der Regel nur von einem ausgebildeten Elektriker erfüllt werden.
Informationen finden Sie z.B. in einer Broschüre der DGUV (Deutsche gesetzliche Unfallversicherung):
http://publikationen.dguv.de/dguv/pdf/10002/i-5190.pdf
Wenn Sie mit ungebetener Telefonwerbung oder Werbefaxen belästigt werden, wenden Sie sich am besten an die
Das BMF hat in einem Merkblatt einige Dinge zum Thema Umsatzsteuer, Steuerschuldumkehr, Teilleistungen, Abschlagszahlungen präzisiert. Das Merkblatt finden Sie hier: BMF vom 12.10.2009.pdf.
Neuerungen 2011 - Jan: Neue Mindestlöhne für Dachdecker
Mindestlohn: 10,80 € (01.01.2011 - 31.12.2011)
Hier finden Sie außerdem den Rahmentarifvertrag für Dachdecker.pdf.
Ab Dez 2012: Neue Tariflöhne für Maler
Neuerungen 2011 - Juli: Neue Mindestlöhne
Die Mindestlöhne sind geregelt in der Fünften Verordnung über zwingende Arbeitsbedingungen im Maler- und Lackiererhandwerk.pdf.
(es gelten Sonderregelungen für Berlin, Saarland und Rheinland Pfalz)
Geselle mit 2 Jahren Berufserfahrung: 14,73 € (01.12.2012 bis 30.09.2013)
Junggeselle mit 1 Jahr Erfahrung: 13,99 € (01.12.2012 bis 30.09.2013)
Junggeselle nach best. Prüfung: 13,26 € (01.12.2012 bis 30.09.2013)
Mindestlohn Geselle z.B. nach 12 Mon. Arbeitslosigkeit: 11,75 € (01.07.2011 - 29.02.2012)
Mindestlohn z.B. nach Arbeitslosigkeit: 9,75 € (01.07.2011 - 29.02.2012)
1.+2. Jahr Gewerbezugehörigkeit: 9,75 € (01.11.2011 bis 30.11.2012)(bis 30.09.2013 dann 9,75)
3.+4. Jahr Gewerbezugehörigkeit: 10,09 € (01.11.2011 bis 30.11.2012)(bis 30.09.2013 dann 10,31)
ab 5. Jahr Gewerbezugehörigkeit: 11,53 € (01.11.2011 bis 30.11.2012)(bis 30.09.2013 dann 11,78)
ab 5. Jahr Betriebszugehörigkeit: 12,25 € (01.11.2011 bis 30.11.2012)(bis 30.09.2013 dann 12,52)
1. Lehrjahr: 450 € (01.08.2011 bis 31.07.2012)
2. Lehrjahr: 500 € (01.08.2011 bis 31.07.2012)
3. Lehrjahr: 635 € (01.08.2011 bis 31.07.2012)
Neue Bundesländer ohne Berlin:
Geselle mit 2 Jahren Berufserfahrung: 13,51 € (01.12.2012 bis 30.09.2013)
Junggeselle mit 1 Jahr Erfahrung: 12,83 € (01.12.2012 bis 30.09.2013)
Junggeselle nach best. Prüfung: 12,16 € (01.12.2012 bis 30.09.2013)
Mindestlohn Geselle z.B. nach 12 Mon. Arbeitslosigkeit: 9,75 € (01.07.2011 - 29.02.2012)
1.+2. Jahr Gewerbezugehörigkeit: 9,75 € (01.12.2012 bis 30.09.2013)
3.+4. Jahr Gewerbezugehörigkeit: 9,75 € (01.12.2012 bis 30.09.2013)
ab 5. Jahr Gewerbezugehörigkeit: 10,81 € (01.12.2012 bis 30.09.2013)
ab 5. Jahr Betriebszugehörigkeit: 11,48 € (01.12.2012 bis 30.09.2013)
Stand 01.01.2009 - Auslösung
gemäß Rahmentarifvertrag für die gewerblichen Arbeitnehmer im
Maler- und Lackiererhandwerk (RTV) i.d.F.
vom 09. September 2007 und 04. Dezember 2008
ist die tägliche Rückkehr des Arbeitnehmers zu seinem Wohnsitz dann nicht zumutbar, wenn der normale Zeitaufwand für den einzelnen Weg von der Mitte des Wohnsitzes des Arbeitnehmers bis zur auswärtigen Arbeitsstelle bei Benutzung des zeitlich günstigsten Verkehrsmittels mehr als 1 1/4 Stunden beträgt.
In diesem Fall trägt der Arbeitgeber die notwendigen Kosten der Unterkunft (Übernachtung ohne Verpflegung); die Auswahl der Unterkunft trifft der Arbeitgeber. Der Arbeitnehmer hat Anspruch auf Auslösung.
Die Auslösung beträgt 24,- € pro Tag.
Neuerungen 2009 - BGB ist besser als VOB/B!
Im Sommer 2008 gab es ein wichtiges Urteil für Bauleistende, das in Verträgen mit Privatkunden praktisch alle für den Handwerker vorteilhaften Teile der VOB/B ausgehebelt hat! BGH, VII ZR 55/07 vom 24.07.2008. Als Konsequenz sollte man nicht mehr die Gültigkeit der VOB/B bei seinen Angeboten an Privatkunden vereinbaren.
Desweiteren ergeben sich einige Änderungen im BGB ab 01.01.2009, die die Rechtsstellung des Handwerkers gegenüber seinen Kunden stärken:
Besonders wichtig ist der Bereich der Abschlagzahlungen.
Der neue §632a BGB lautet: Der Unternehmer kann von dem Besteller (jederzeit!) Abschlagszahlungen in Höhe des Wertes der jeweils nachgewiesenen vertragsgemäß erbrachten Leistungen verlangen, die ihm in nicht mehr entziehbarer Weise zur Verfügung gestellt wurden.
Ein großer Vorteil des BGB-Vertrages gegenüber dem VOB-Vertrag sind die sofortige Fälligkeit von Zahlungen, während bei der VOB eine Frist von mindestens 3 Wochen zum tragen kommt.
Auch der Bereich der Sicherheit bei Abschlagsrechnungen ist neu geregelt worden. Dem Privatkunden ist bei der ersten Abschlagsrechnung "eine Sicherheit für die rechtzeitige Herstellung des Werkes ohne wesentliche Mängel in Höhe von 5% des Vergütungsanspruches zu leisten. Auf Verlangen des Unternehmers ist die Sicherheit durch Einbehalt dergestalt zu erbringen, dass der Besteller die Abschlagszahlungen bis zum Gesamtbetrag der geschuldeten Sicherheit zurückhält." D.h. dass die Sicherheit auf die gesamte Projektsumme bereits bei der ersten Teilrechnung zu erbringen ist. In der Praxis wird sich an der Sicherheitsstellung vermutlich nicht viel ändern, da die Projektsumme in den meisten Fällen nicht exakt bekannt ist.
Wenn nach Fertigstellung, Abnahme und Schlussrechnung Mängel auftreten, hat der Bauherr das Recht, die Schlussrechnung zu kürzen. In §641 Abs.3 BGB ist geregelt, dass diese Kürzung maximal das Doppelte der für die Mängelbeseitigung erforderlichen Kosten betragen darf. (früher lag diese Grenze beim dreifachen)
Eine weitere Neuerung betrifft die Subunternehmer. Wenn der Bauherr Abnahme und Zahlung beim Generalunternehmer leistet, wird der Werklohnanspruch des Subunternehmers sofort fällig.
Neuerungen 2009 - Mitführungspflicht Personalausweis
Ab 01.01.2009 gilt eine wichtige Änderungen im §2a Abs.1 Schwarzarbeitsbekämpfungsgesetz (SchwarzArbG): Alle im Betrieb bei der Erbringung von Werk- und Dienstleistung tätigen Personen (auch Betriebsinhaber) sind verpflichtet, ständig Ihren Personalausweis, Pass, Passersatz oder Ausweisersatz mitzuführen. (Führerschein oder Sozialversicherungsausweis sind nicht ausreichend!) Dies gilt für 9 Branchen, darunter auch Maler- und Dachdeckerbetriebe, jedoch nicht Fahrzeuglackierer.
Nach §8 SchwarzArbG droht ein Bußgeld von bis zu 5.000€
Neuerungen 2009 - Hinweispflicht
Der Arbeitgeber muss jeden seiner Arbeitnehmer auf die Mitführungspflicht des Personalausweises hinweisen! (§2a Abs.2 SchwarzArbG)
Nach §8 SchwarzArbG droht ein Bußgeld von bis zu 1.000€
Im WINDOWS-Programm wurde ein entsprechendes Formular bereits fertig integriert. Näheres hierzu finden Sie unter Jahreswechsel_2009.pdf.
Auch in MaDaMe für DOS gibt es ab der Version 04.01.2009 ein fertiges Formular. Näheres hierzu finden Sie unter Jahreswechsel_2009_DOS.pdf.
Wenn Sie lieber selber ein Formular mit Ihrer Lieblingstextverarbeitung bauen möchten, finden Sie hier den Text im RTF-Format zum Download: Belehrung nach SchwarzArbG.rtf.
Sie können diesen Baustein übrigens auch bei MaDaMe für WINDOWS in den Ordner Stdbriefe speichern und dann direkt als Standardbrief verwenden.
Neuerungen 2009 - Sofortmeldung Sozialversicherung
Bei neuen Mitarbeitern muss spätestens bei Beschäftigungsaufnahme eine Sofortmeldung zur Sozialversicherung an die Datenstelle der Deutschen Rentenversicherung (DSRV) erfolgen (§28a Abs.4 SGB IV). Diese muss folgende Daten des Arbeitnehmers enthalten:
Die fehlende Sofortmeldung gilt als Indiz für Schwarzarbeit. Nach §111 SGB IV droht ein Bußgeld von bis zu 25.000€
Auf das MaDaMe Programm hat diese Regelung keine Auswirkung. Sie können die Meldung selbst im Internet kostenfrei durchführen unter SV.NET
Mittlerweile wird von Abzockern im Internet eine "gebührenpflichtige Anmeldung" angeboten. Diese Dienste müssen Sie nicht in Anspruch nehmen!
Neuerungen 2007 - Pflichtangaben bei E-Mails
Anfang 2007 hat es eine kleine Änderung in der aktuellen Gesetzeslage gegeben, die dazu führt, dass man sich beim Versenden einer E-Mail einer Rechtswidrigkeit schuldig machen kann. Es soll sogar schon die ersten Abmahnungen in diesem Zusammenhang gegeben haben.
Mit Wirkung zum 01.01.2007 wurden folgende Gesetze und Vorschriften geändert: § 37a HGB, § 35a GmbHG und § 80 AktG.
In diesen Texten geht es um die erforderlichen Pflichtangaben in Geschäftsbriefen. Der Gesetztestext wurde um die Worte "gleichviel welcher Form" ergänzt. § 37a Abs. 1 HGB lautet in der aktuellen Fassung:
"Auf allen Geschäftsbriefen des Kaufmanns gleichviel welcher Form, die an einen bestimmten Empfänger gerichtet werden, müssen seine Firma, die Bezeichnung nach § 19 Abs. 1 Nr. 1, der Ort seiner Handelsniederlassung, das Registergericht und die Nummer, unter der die Firma in das Handelsregister eingetragen ist, angegeben werden."
Aus dieser Formulierung kann man ableiten, dass ab dem 01.01.2007 die Pflichtangaben auch in geschäftlichen E-Mails enthalten sein müssen. Diese Regelung ist zwar nicht unumstritten, allgemein wird aber empfohlen, die Pflichtangaben als Signatur im E-Mail Programm einzutragen, um eventuellen Streitigkeiten aus dem Wege zu gehen.
Notwendige Angaben Die neuen Pflichtangaben unterscheiden sich nach der Rechtsform des Kaufmanns oder Unternehmens. In einer gewerblichen E-Mail müssen auf alle Fälle die Firma mit Rechtsform angegeben werden, der Ort der Niederlassung, das zuständige Registergericht und die Handelsregisternummer. Bei einer GmbH müssen beispielsweise zusätzlich alle Geschäftsführer mit ausgeschriebenem Familiennamen und mindestens einem Vornamen genannt werden.
Sie sollten mit Ihrem Rechtsberater klären, welche Angaben in Ihrem Fall auf Ihren E-Mails erscheinen sollte und in Ihrem Mail-Programm eine entsprechende Signatur anlegen. Einen ausführlichen Artikel mit Beispielen für unterschiedliche Unternehmensformen hat der Heise-Verlag veröffentlicht unter: http://www.heise.de/resale/artikel/84557.
Technische Hinweise In Microsoft Outlook Express finden Sie die Möglichkeit, eine Signatur anzulegen, unter "Extras"-"Optionen"-"Karteikarte Signaturen"
Im Outlook (Version 2000) klicken Sie im Menü "Extras" auf "Optionen" und anschließend auf die Karteikarte "E-Mail-Format".
Benutzer von Mozilla Thunderbird müssen ihre Signatur zunächst in eine Textdatei schreiben. (z.B. im Ordner eigene Dateien) Danach muss man Thunderbird starten. Im Menu "Extras"-"Konten" wählen Sie links die erste Zeile des Kontos. (Das macht das Programm normalerweise automatisch) Rechts stehen die Konteneinstellungen des Kontos. Setzen Sie eine Haken bei Datei als "Signatur" anhängen und geben Sie die angelegte Textdatei an.
Für die Software von T-online gilt: Im E-Mail Programm öffnet man Einstellungen/Optionen/Signatur. Hier kann die Signatur eingetragen werden.
P.S. Verwechseln Sie diese Signatur nicht mit einer "digitalen Signatur", die nur für Rechnungen benötigt wird!
Neuerungen 2006 - Keine Leerzeile im Adressfeld
Früher sah man im Anschriftenfeld vor dem Ort jeweils eine Leerzeile vor. Im Zuge der Einführung der Maschinenlesbarkeit von Adressen wurde diese Leerzeile gestrichen.
Grundsätzlich geregelt sind die Formalien eines Briefes in der DIN 5008. Nähere Informationen hierzu finden Sie unter
http://de.wikipedia.org/wiki/DIN_5008.
Neuerungen 2004 - Rechnungsformalien
Der nachfolgende Text entspricht weitestgehend einem Rundschreiben an alle unsere Kunden vom 07.08.2004. Einige Kapitel, die mittlerweile nicht mehr aktuell sind, wurden entfernt!
Die Informationen basieren auf BMF-Schreiben vom 19.12.2003, 29.01.2004, 31.03.2004, und dem Gesetz zur Intensivierung der Bekämpfung der Schwarzarbeit. Der Inhalt wurde auf den Aspekt der handwerklichen Bauleistung beschränkt. Außerdem wird davon ausgegangen, dass der Rechnungsersteller (Sie) auch Leistungsersteller ist.
Umsatzsteuerschuldumkehr
Beachten Sie hier folgende Neuerungen:
Stand Juli 2013 - Rechnungen ohne MWSt. - Steuerschuldumkehr
Recht: Spätestens ab 01.07.2004 müssen Ihre Rechnungen eine fortlaufende Nummer erhalten. Dabei "bleibt es dem Rechnungsaussteller überlassen, wie viele und welche separate Nummernkreise geschaffen werden, in denen eine Rechnungsnummer jeweils einmalig vergeben wird. Dabei sind Nummernkreise für zeitlich, geographisch oder organisatorisch abgegrenzte Bereiche zulässig", z.B. für Zeiträume (Jahre, Monate ...), verschiedene Abteilungen wie Laden und Büro. "Es muss jedoch gewährleistet sein, dass die jeweilige Rechnung leicht und eindeutig dem jeweiligen Nummernkreis zugeordnet werden kann und die Rechnungsnummer einmalig ist."
Recht: Gemäß § 14 Abs. 6 Nr. 5 UStG, § 31 Abs. 5 UStDV kann eine Rechnung berichtigt werden, wenn sie nicht alle Angaben nach § 14 Abs. 4 und § 14a UStG enthält oder wenn Angaben in der Rechnung unzutreffend sind. Dabei müssen nur die fehlenden oder unzutreffenden Angaben ergänzt oder berichtigt werden. Die Berichtigung muss durch ein Dokument erfolgen, das spezifisch und eindeutig auf die Rechnung bezogen ist. Dies ist regelmäßig der Fall, wenn in diesem Dokument die fortlaufende Nummer der ursprünglichen Rechnung angegeben ist. Die Berichtigung darf nur durch den Rechnungsaussteller selbst vorgenommen werden.
Dies bedeutet, dass eine Rechnung nicht zwangsläufig neu gedruckt werden muss. Die allseits beliebte Änderung der Anschrift des Rechnungsempfängers kann auch auf der Originalrechnung erfolgen. Um zu dokumentieren, dass der einzig dazu berechtigte Rechnungsersteller (Sie!) die Änderung durchgeführt hat, sollte die Änderung mit Stempel und Unterschrift signiert werden. (Aber bitte nicht so, dass man noch "Betrag erhalten" daneben schreiben kann!)
Zur Berichtigung einer Rechnung im MaDaMe Programm verweisen wir auf die Erläuterungen in den "Häufigsten Fragen" (Aufruf über das Klappmenü Hilfe)
Beachten Sie hier folgende Neuerungen: Stand 2013 - Pflichtangabe Zeitpunkt der Leistung
Recht:Gemäß § 14 Abs.4 Satz 1 Nr. 2 UStG muss der leistende Unternehmer in der Rechnung entweder die ihm vom inländischen Finanzamt erteilte Steuernummer oder die Umsatzsteuer-Identifikationsnummer angeben. Dies ist eine Oder-Regelung, d.h. eine Nummer genügt.
Vorsicht! Im Fall der Gutschrift ist die Steuernummer des leistenden Unternehmers (Gutschriftsempfänger) und nicht die des die Gutschrift erstellenden Unternehmers anzugeben!
Beachten Sie hier folgende Neuerungen: Stand Herbst 2013 - Gutschriften
Recht: Gemäß § 14 Abs. 4 Satz 1 Nr. 8 UStG ist in der Rechnung der Steuersatz sowie der auf das Entgelt entfallende Steuerbetrag anzubringen.
Recht: Eine Rechnung muss die Menge und die handelsübliche Bezeichnung des Gegenstandes der Lieferung oder die Art und den Umfang der sonstigen Leistung enthalten.
Da in diesem Punkt noch eine Klarstellung durch das BMF aussteht, können wir nur vermuten: Durch diese Verpflichtung wird die Abrechnung mittels einer Pauschalrechnung problematisch. Da eine Nichtbeachtung der voranstehenden Regelung nur zu einer Ablehnung des Vorsteuerabzug beim Rechnungsempfänger führt, können Pauschalrechnungen für Privatkunden aber nach wie vor uneingeschränkt verwendet werden.
Wenn jedoch eine Abrechnung für einen vorsteuerabzugsberechtigten Kunden erstellt wird, sollte die Menge stets mit ausgedruckt werden.
Angabe des Entgelts
Dies betrifft eigentlich nur Bruttorechnungen und besagt, dass die Nettosumme der Rechnung unter allen Umständen mit ausgewiesen werden muss.
Recht: Gemäß § 14 Abs. 4 Satz 1 Nr. 1 UStG sind in der Rechnung der Name und die Anschrift des Rechnungserstellers und des Leistungsempfängers jeweils vollständig anzugeben. Bei Kleinbetragsrechnungen, deren Gesamtbetrag 100€ (ab 01.01.2007 150€) nicht übersteigt, ist gemäß § 33 UStDV nur die vollständige Anschrift des Rechnungserstellers, jedoch nicht die Anschrift des Rechnungsempfängers erforderlich.
Die Angabe eines Postfachs in der Adresse ist zulässig! Gemäß § 31 Absatz 2 UStDV ist es ausreichend, wenn sich auf Grund der in die Rechnung aufgenommenen Bezeichnungen der Name und die Anschrift sowohl des leistenden Unternehmers als auch des Leistungsempfängers eindeutig feststellen lassen. Verfügt der Leistungsempfänger über ein Postfach oder über eine Großkundenadresse, ist es ausreichend, wenn diese Daten anstelle der Anschrift angegeben werden.
Rechnungsdatum War schon immer eine Pflichtangabe auf einer Rechnung
Recht: "Zusätzlich ist jede im Voraus vereinbarte Minderung des Entgelts, sofern sie nicht bereits im Entgelt berücksichtigt ist, anzugeben. Dies bedeutet im Fall der Vereinbarung von Boni, Skonti und Rabatten, bei denen im Zeitpunkt der Rechnungserstellung die Höhe der Entgeltsminderung nicht feststeht, dass in der Rechnung auf die entsprechende Vereinbarung hinzuweisen ist(§ 31 Abs. 1 UStDV)".
Wie genau dieser Verweis zu erfolgen hat, geht aus dem BMF-Schreiben vom 29.01.2004, Textziffer 49) nicht hervor. Es existiert noch ein Schreiben vom 10.06.2004 des BMF an den DIHK, das besagt, "dass für eine leichte Nachprüfbarkeit eine hinreichend genaue Bezeichnung, etwa durch Benennung von Name und Datum der Vereinbarung, erforderlich sei". Dadurch wird es aber wohl auch nicht klarer. In wie weit Rechnungen im nachhinein berichtigt werden müssen, klären Sie am besten mit Ihrem Steuerberater.
Recht: Gemäß § 14 Abs. 4 Satz 1 Nr. 8 UStG ist im Fall der Steuerbefreiung ein Hinweis auf die Steuerbefreiung anzubringen. Dabei reicht eine Angabe in umgangssprachlicher Form aus (z.B. "Ausfuhr", "innergemeinschaftliche Lieferung", "steuerfreie Vermietung", "Leistungen an Nato-Streitkräfte" u.s.w.).
In MaDaMe verwenden sie hierfür am besten den Nachtext des Projektes oder den Betreff-Text.
Rechnungserstellungs- und Aufbewahrungspflicht
Recht: Neu formuliert ist, dass für jede Leistung an einem Bauwerk oder Grundstück (andere Definition als bei der USt-Schuldumkehr) innerhalb von 6 Monaten nach Beendigung der Arbeiten eine Rechnung erstellt werden muss. Im Falle der Zuwiderhandlung droht ein Bußgeld von 5.000,-- EURO.
Ebenfalls neu ist eine Aufbewahrungspflicht für Privatpersonen von 2 Jahren bei Bauleistungen. Aufbewahrt werden muss die Rechnung, der Zahlungsbeleg oder eine andere beweiskräftige Urkunde. Die Aufbewahrungspflicht beginnt mit dem Ablauf des Jahres der Rechnungserstellung. Hier droht ein Bußgeld von 500,-- EUR.
Ganz wichtig: Auf der Rechnung muss auf diese Aufbewahrungspflicht hingewiesen werden! MaDaMe macht dies automatisch, wenn in den Druckoptionen des Projektes ein Haken bei "Bauleistung im Privatbereich" gesetzt ist.
Neuerungen 2004 - Rechnungsformalien Kleinbetragsrechnungen
Kleinbetragsrechnungen sind Rechnungen, deren Gesamtbetrag einschließlich Umsatzsteuer 150€ nicht übersteigt. (Vor dem 01.01.2007 lag der Betrag bei 100€). Diese müssen folgende Mindestangaben enthalten:
Name u. Anschrift des Rechnungserstellers (leistender Unternehmer)
Menge und Bezeichnung des gelieferten Gegenstandes oder Art und Umfang der sonstigen Leistung
im Falle der Steuerfreiheit ein Hinweis darauf
Angabe des Leistungsempfängers, des Leistungszeitpunktes und des Steuerbetrages sind nicht nötig.
Jahreswechsel mit dem DOS-Programm
Wenn Sie noch das DOS-Programm im Einsatz haben, erhalten Sie beim Start des Programmes im neuen Jahr die Meldung, dass Sie sich im falschen Jahr befinden. Bestätigen Sie diese Meldungen mit ENTER, bis Sie im MaDaMe Wahlmenü sind.
Hier rufen Sie mit Wahl B den Karteikasten Benutzer auf. Nach ENTER stehen sie auf "aktuelles Jahr". Hier tragen Sie 2017 ein.
(Hinweis: Die Änderung des aktuellen Jahres kann nur ein Benutzer durchführen, der alle Rechte hat. Falls Sie mehrere Zugangskennworte haben, verwenden Sie das Richtige!)
Nach 4 x ENTER stehen Sie auf "Materialanteil". Mit "Pfeil nach unten" kommen Sie auf Projektnummer. Hier können Sie die neue Startnummer für die Projektnummern eintragen. Die erste vergebene Projektnummer ist dann die hier eingetragene + 1.
Rechts daneben finden Sie das Feld Rechnungsnummer. Hier tragen Sie die neue Startnummer für die Rechungsnummern ein.
Das Feld Teilrechnungsnummer rechts daneben sollte auf 999999 stehen!
Um Kollisionen mit bereits vorhandenen zu vermeiden, sollte die Nummern größer sein, als im Vorjahr! Hier ein paar Beispiele (für die laufende Nummer 436):
alte Nr ===> neue Nr
160436 ===> 170001 (sechstellig)
16436 ===> 17001
360436 ===> 370001
Wenn Sie noch Fragen zu den neuen Nummern haben, rufen Sie unsere Hotline an: 0931 80455 11
Das Zurückdatieren von Rechnungen ist grundsätzlich möglich. Wenn diese in ein anderes Jahr, als das aktuelle datiert werden, muss die Rechnungsnummer von Hand vorgegeben werden.
Hierzu wählen Sie zunächst im MaDaMe Wahlmenü mit Wahl D das Datum aus. Dann tragen Sie im Projekt Rechts oben die gewünschte Rechnungsnummer ein und bestätigen diese mit ENTER. Jetzt können Sie die Rechnung drucken. Es kommt ein Hinweis, dass das Datum nicht das aktuelle ist. Abbruch N (für Nein) ist hier die richtige Antwort.
Achtung! Das DOS-Programm entspricht nicht mehr den Vorgaben der Finanzverwaltung.
Sie sollten möglichst vor der ersten Rechnung für 2017 auf die WINDOWS-Version umstellen. Nur wenn Sie Ihren Betrieb in absehbarer Zeit aufgeben wollen, kann man evtl. den Weiterbetreib des DOS-Programmes verantworten. Sprechen sie hierüber unter allen Umständen mit Ihrem Steuerberater!
Jahreswechsel mit dem WINDOWS-Programm
Wenn Sie die erste Rechnung für 2017 ausdrucken, werden Sie automatisch vom Programm gefragt, welche neue Rechnungsnummer Sie verwenden möchten.
Um Kollisionen mit bereits vorhandenen Rechnungsnummern zu vermeiden, sollte die Rechnungsnummer größer sein, als im Vorjahr! Insbesondere sollte aus einer 6-stelligen Rechnungsnummer keine 5-stellige werden. Hier ein paar Beispiele (für die laufende Nummer 436):
MaDaMe für WINDOWS vergibt auch bei Rückdatierung ins Vorjahr die Rechnungsnummern automatisch richtig. Sie können daher sofort Rechnungen für 2017 schreiben, auch wenn 2016 noch nicht abgeschlossen ist. Sie müssen bei den Rechnungen für 2016 die Rechnungsnummer nicht von Hand vergeben! MaDaMe vergibt automatisch eine Nummer aus dem 2016er Nummernkreis.
Rückdatieren einer Rechung wie folgt:
Im Fenster "Druckprogramm auswählen" Rechtsklick auf das gewünschte Druckprogramm, Datum vorgeben, Druckprogramm starten - fertig. Allerdings wird im Rechnungsausgang das tatsächliche Druckdatum mit abgespeichert. Solche Rückdatierungen dürfen daher nur vorgenommen werden, wenn die Arbeiten tatsächlich im Vorjahr ausgeführt wurden. Sie sollten in einem solchen Fall im Besitz entsprechender Dokumente sein (Stundenzettel, Unterschriebene Bauabnahme ...) (Eine ausführliche Beschreibung finden Sie im MaDaMe-Programm rechts oben im Klappmenü "Hilfe" unter "die häufigsten Fragen".)
Hinweis: Rechnungen werden automatisch im Druckarchiv gespeichert, und zwar bei Einplatzanlagen mit dem normalerweise rechts unten auf dem Bildschirm angezeigten Systemdatum als Druckdatum. Bei Mehrplatzanlagen mit Server wird das Systemdatum des Servers verwendet. Das Druckarchiv finden Sie im Projekt unter Erweitert - Druckarchiv, eine ausführlich Beschreibung direkt im MaDaMe-Programm unter die häufigsten Fragen.
Hinsichtlich der Projektnummern gibt es keine gesetzlichen Vorgaben. Sie können daher die Projektnummern einfach weiterlaufen lassen. Aus organisatorischen Gründen möchten jedoch viele Betriebe eine Projektnummer haben, an Hand derer man das Jahr erkenn kann, in dem das Projekt angelegt wurde.
Wenn Sie das erste Projekt im neuen Jahr anlegen, können Sie an dieser Stelle die neue Projektnummer eingeben.
Wichtig! Die neue Nummer muss größer sein als die letzte Nummer aus 2016. Wenn Sie Nummern verwendet haben, die mit 16 angefangen haben, verwenden Sie am einfachsten jetzt Nummern, die mit 17 anfangen.
Hinweis: Um beim Ausdruck optisch Rechnungsnummern von Projektnummern unterscheiden zu können, tragen Sie unter Grundeinstellungen-Firmenstammdaten unter Druckprog-Gruppen/RG-Nummern einen Prefix ein. Das, was Sie dort eintragen, wird dann vor der Rechnungsnummer mit ausgedruckt, z.B. P für Projektnummer und R für Rechnungsnummer.
Wenn Sie einen Weihnachtsbrief an viele Kunden verschicken oder nur Etiketten drucken wollen, sollten Sie Ihren Computer die Vorauswahl treffen lassen, nämlich z.B. alle Adressen, die in den letzten Jahren eine Rechnung über einem bestimmten Betrag bekommen haben.
Hierzu startet man das Klappmenü Zahlungsverkehr → Rechnungsausgangsliste. Links oben kann man den Zeitraum eingrenzen. Rechts unten finden Sie das Feld "Eigenschaft beim Kunden eintragen". Hier verwenden Sie am besten die Rechte Maustaste und wählen die vorgeschlagene Eigenschaft aus. (Vorgeschlagen wird SER - für Seriendruck - und dann das aktuelle Datum in der Reihenfolge Jahr-Monat-Tag.)
Mit den Architekten können Sie das gleiche machen. Über das Feld "nur Rechnung ab" können Sie die Rechnungen mit geringen Beträgen ausschließen.
Nach Klick auf Drucken erscheint die Rechnungsausgangsliste auf dem Bildschirm, die aber eigentlich gar nicht interessiert. Aber während der Erzeugung der Druckvorschau erhalten die Kunden automatisch die ausgewählte "SER-Eigenschaft". Die Druckvorschau können Sie sofort wieder schließen.
Zum Druck Ihres Weihnachtsbriefes klicken Sie auf Adressen → Etiketten und Seriendruck. Als Vorlage wählen Sie "Weihnachtsbrief.lbl" bzw. die Etiketten, als Adressauswahl die eben erzeugte SER-Eigenschaft und klicken auf "weiter".
Alle vorausgewählten Kunden werden in einer Übersicht angezeigt.
Markieren Sie die Adressen, die keinen Brief bekommen sollen und klicken Sie auf "Entfernen". Wenn Sie alle überflüssigen Adressen entfernt haben, klicken Sie auf "Fertigstellen".
Wenn Sie den in MaDaMe bereits fertig gespeicherten Weihnachtsbrief anpassen möchten, klicken Sie auf Adressen → Servicefunktionen und wählen "Etiketten und Seriendruck einrichten". Als Vorlage wählen Sie "Weihnachtsbrief.lbl" und klicken auf "Einrichten". Um den Text zu verändern, doppelklicken Sie irgendwo in den Text. Vergessen Sie nicht, den geänderten Text am Ende zu speichern.
Wenn Sie ein anderes Zitat benutzen möchten finden Sie auf der Seite www.aphorismen.de eine entsprechend große Auswahl. Achten Sie darauf, dass Sie nur Zitate von Autoren verwenden die vor mehr als 70 Jahren verstorben sind, damit Sie nicht gegen das Urheberrecht verstoßen.

References: § 48
 §288
 §271
 §286
 §13
 §36
 § 13
 § 13
 § 13
 § 13
 § 13
 § 13
 § 13
 § 13
 § 14
 §14
 § 31
 § 14
 § 14
 § 48
 § 2
 § 48
 §17
 §2
 §19
 §23
 §19
 §632
 §641
 §2
 §8
 §8
 §111
 § 37
 § 35
 § 80
 § 37
 § 19
 § 14
 § 31
 § 14
 § 14
 § 14
 § 14
 § 14
 § 33
 § 31
 § 14