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Timestamp: 2020-06-01 06:44:18+00:00

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Statuten | Bundesnetzwerk Bürgerschaftliches Engagement Statistiken Marketing
Statuten des BBE
In der 2. Mitgliederversammlung vom November 2002 hat das Bundesnetzwerk seine Netzwerk-Statuten und Geschäftsordnungen verabschiedet. Sie wurden im März 2003 ratifiziert. Folgend finden Sie die aktuelle Fassung der Statuten des BBE vom 22. November 2013.
Anliegen des bundesweiten Netzwerks ist die Förderung des bürgerschaftlichen Engagements in der Vielfalt seiner Formen (Ehrenamt, Freiwilligenarbeit, Selbsthilfe u.a.). Dabei orientiert sich das Netzwerk am Leitbild einer aktiven Bürgergesellschaft, die durch das Engagement der Bürgerinnen und Bürger und die verantwortliche Mitgestaltung des Gemeinwesens geprägt ist. Eine aktive Bürgergesellschaft stärkt die Demokratie und das soziale Kapital der Gesellschaft.
Die Arbeit im Netzwerk ist ein Prozess, der nicht auf formellen Verträgen, sondern auf gegenseitigem Vertrauen und Partnerschaft beruht. Ausgangspunkt ist die Überzeugung, dass alle Beteiligten durch die Zusammenarbeit gewinnen und dem gemeinsamen Ziel näher kommen.
Im bundesweiten Netzwerk kooperieren Organisationen, Verbände, Zusammenschlüsse, Netzwerke und Initiativen der Bürgergesellschaft und des Dritten Sektors, Vertreterinnen und Vertreter der Wirtschaft und des Arbeitslebens sowie staatlicher und kommunaler Institutionen bei der gemeinsamen Aufgabe, in nachhaltiger Weise bestmögliche rechtliche, institutionelle und organisatorische Rahmenbedingungen für das bürgerschaftliche Engagement zu schaffen. Sie wollen den nationalen, europäischen und internationalen Erfahrungsaustausch über das bürgerschaftliche Engagement verbessern und den Wissensstand für die Belange seiner Förderung fortentwickeln.
Verwaltungshandeln und staatliche Reformpolitik werden im Netzwerk daraufhin befragt, ob und wie sie bürgerschaftliches Engagement ermöglichen und aktivieren. Gleiches gilt für den Bereich der Wirtschaft. Corporate Citizenship ist Ausdruck eines verantwortlichen wirtschaftlichen Handelns. Die Stärkung der Bürgergesellschaft ist Teil eines nachhaltigen Wirtschaftens. Nicht zuletzt bietet das Netzwerk den Organisationen des Dritten Sektors und der Bürgergesellschaft – ob in formell verfassten, stärker strukturierten Verbänden oder in informellen, offenen Netzwerkformen – die Möglichkeit der Selbstreflexion, um ihre eigenen Strukturen daraufhin zu befragen, ob sie optimale Entfaltungsmöglichkeiten für bürgerschaftliches Engagement bieten.
Die Stärkung des bürgerschaftlichen Engagements beschränkt sich nicht auf einzelne Engagementfelder, sondern umfasst sämtliche Gesellschafts- und Politikbereiche. Das Netzwerk stärkt das bürgerschaftliche Engagement im Zusammenspiel von Bürgergesellschaft/Drittem Sektor, Staat/Kommunen und Wirtschaft/Arbeitsleben.
Die Stärkung des bürgerschaftlichen Engagements als Ziel des Netzwerks hat zur Folge, dass die Organisationen, Verbände, Zusammenschlüsse, Netzwerke und Initiativen der Bürgergesellschaft und des Dritten Sektors in der Mitgliedschaft des Netzwerks ein besonderes Gewicht erhalten. Zugleich trägt das Netzwerk dafür Sorge, dass alle drei gesellschaftlichen Sektoren in den Entscheidungsgremien angemessen vertreten sind. Die Repräsentanten von Staat und Kommunen sowie Wirtschaft und Arbeitsleben vertreten die Anliegen des Netzwerks in ihren jeweiligen Sektoren.
Das Netzwerk ist ein pluraler und unabhängiger Zusammenschluss, der selbst über seine Anliegen und Aufgaben entscheidet. Ausgangspunkt aller Überlegungen und Aktivitäten ist die Überzeugung, dass alle Beteiligten durch diese Zusammenarbeit im doppelten Sinne gewinnen: Zum einen können die allen Beteiligten gemeinsamen Ziele zur Stärkung des bürgerschaftlichen Engagements mit Synergieeffekten besser und nachhaltiger erreicht werden. Zum anderen gewinnen die einzelnen Mitglieder des Netzwerks für ihre eigene Arbeit neue Einsichten und profitieren von den Erfahrungen anderer Mitgliedsorganisationen. Eine gute Balance zwischen Wahrung des je eigenen Profils der Mitgliedsorganisationen, dem Respekt vor dem Profil anderer und der Zusammenarbeit an den gemeinsamen, bereichsübergreifenden Zielen ist die Stärke eines jeden Netzwerks, so auch die des BBE.
Die Übernahme von Aufgaben und Projekten erfolgt in einer bereichs- und sektorübergreifenden Perspektive und dient der Feldentwicklung. Daraus sollen Impulse für die bereits bestehenden bereichsspezifischen Arbeitsansätze der Mitarbeiter entstehen. Wenn Mitglieder bereits in diesen Bereichen tätig sind, soll die Aufgabenübernahme nur abgestimmt erfolgen.
Die Arbeit im Netzwerk beruht auf gegenseitigem Vertrauen und Partnerschaft, dem gegenüber formelle Verträge zurücktreten. Dem entspricht auch, dass bei anstehenden Entscheidungen über Aufgaben und Positionierung Einvernehmlichkeit angestrebt wird und dabei die unterschiedlichen Aufgaben, Traditionen und Sichtweisen der Mitgliedsorganisationen angemessen berücksichtigt werden. Das Netzwerk selbst gewinnt durch dieses Miteinander der Mitgliedsorganisationen und dem solchen Zusammenschlüssen eigenen Mehrwert ein eigenständiges, unverwechselbares Profil.
Das Netzwerk führt den Namen »Bundesnetzwerk Bürgerschaftliches Engagement« (BBE).
Sitz des Netzwerks ist Berlin.
Der Zweck des bundesweiten Netzwerks ist die Förderung des bürgerschaftlichen Engagements.
Das Netzwerk fördert bürgerschaftliches Engagement als unentbehrliche Voraussetzung des demokratischen Staatswesens. Insbesondere werden Wissenschaft, Forschung, Bildung, Erziehung und Kultur in ihrem Bestreben gefördert, die Bedeutung des bürgerschaftlichen Engagements sichtbar zu machen und die Rahmenbedingungen seiner Förderung zu verbessern.
Das Netzwerk fördert im Zusammenspiel von Bürgergesellschaft/Drittem Sektor, Staat und Kommunen sowie den Organisationen aus Wirtschaft und Arbeitsleben das bürgerschaftliche Engagement. Alle Aufgaben und Themen werden im Hinblick auf Bedingungen, Anforderungen und Reformbedarfe in Bürgergesellschaft/Drittem Sektor, Staat/Kommunen sowie Wirtschaft/Arbeitsleben in ihren wechselseitigen Bezügen bearbeitet.
Nach innen gerichtet schafft das Netzwerk die Möglichkeit zu Austausch, Beratung und Kooperation der Mitglieder aus allen drei gesellschaftlichen Sektoren. Nach außen artikuliert das Netzwerk auf nationaler, europäischer und internationaler Ebene engagementpolitischen und demokratischen Reformbedarf in Bürgergesellschaft/Drittem Sektor, Staat/Kommunen und Wirtschaft/Arbeitsleben und trägt durch die Arbeit seiner Arbeitsgruppen zur Verbesserung der Praxis des bürgerschaftlichen Engagements bei.
Daneben kann der Verein auch die ideelle und finanzielle Förderung der BBE Geschäftsstelle gemeinnützige GmbH zur Förderung und Pflege der Wissenschaft, Forschung, Bildung, Erziehung und Kultur vornehmen.
Das Netzwerk verfolgt unter Berücksichtigung der Erfahrungen und Kompetenzen seiner Mitglieder im Sinne der Präambel insbesondere folgende Aufgaben:
Identifizierung und Bearbeitung von Fragen des bürgerschaftlichen Engagements,
Entwicklung von Handlungsempfehlungen zur Förderung des bürgerschaftlichen Engagements,
Anregung von Projekten zur Stärkung des bürgerschaftlichen Engagements i.S. der Entwicklung neuer Formen und Ansätze mehrsektoraler Kooperationen und Partnerschaften, die als Modelle Impulse für die Praxis liefern sollen. Dabei sollen die Erfahrungen und Kompetenzen der Mitglieder des Netzwerks einbezogen werden,
Dialog mit und Beratung von Parlamenten, Regierungen, Öffentlichkeit, Wirtschaft, Verbänden und weiteren zivilgesellschaftlichen Akteuren,
Förderung von Beteiligungsmöglichkeiten für engagierte Bürgerinnen und Bürger aus der Praxis des bürgerschaftlichen Engagements,
Informations- und Erfahrungsaustausch im nationalen, europäischen und internationalen Rahmen,
Herstellung von Öffentlichkeit zur Stärkung des bürgerschaftlichen Engagements,
Kommunikation der Ergebnisse der Netzwerkarbeit.
Die Förderung der unter § 2 Absatz 1 Nr. 5 genannten Körperschaft wird insbesondere ver-wirklicht durch Beschaffung von Mitteln durch Beiträge, Spenden sowie durch Veranstaltungen, die der ideellen Werbung für den geförderten Zweck dienen.
Das Netzwerk verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige Zwecke im Sinne des Abschnitts »Steuerbegünstigte Zwecke« der Abgabenordnung. Es ist selbstlos tätig und verfolgt nicht in erster Linie eigenwirtschaftliche Zwecke.
Im Sinne von § 55 Absatz 1 Ziffer 1 der Abgabenordnung erhalten Mitglieder in ihrer Eigenschaft als Mitglieder des Bundesnetzwerks keine Gewinnanteile und keine Zuwendungen aus Mitteln des Bundesnetzwerks. Es darf keine Person durch Ausgaben, die dem Zweck des Bundesnetzwerks fremd sind, oder durch unverhältnismäßig hohe Vergütungen begünstigt werden. Die Zahlung von Aufwandspauschalen für die ehrenamtliche Tätigkeit ist im Ausnahmefall und im Rahmen des geltenden Rechts grundsätzlich möglich.
Mittel des Netzwerks dürfen nur für die in den Statuten genannten Zwecke verwendet werden. Näheres regeln die Geschäftsordnungen.
Aufnahmeanträge werden durch den Sprecher/innen/rat gepüft, der ggf. eine vorläufige Mitgliedschaft beschließt. Die endgültige Aufnahme bedarf der Zustimmung der Mitgliederversammlung. Es bedarf für diese Bestätigung zwei Drittel der Stimmen der erschienenen Mitglieder. Anträge müssen den Mitgliedern fünf Wochen vor einer Aufnahmeentscheidung bekannt gemacht werden.
1. Gremien des Netzwerks sind:
2. Die Gremien des Netzwerks sind mit den erschienenen stimmberechtigten Mitgliedern beschlussfähig.
3. Die Fristen für die Einladung, Tagesordnung und Protokoll sowie alles Weitere regelt die Geschäftsordnung für die Gremien des Netzwerkes.
IV. Arbeits- und Ad-hoc Gruppen
§ 16 – Arbeits- und Ad-hoc-Gruppen
Die Mitgliederversammlung kann mit Zwei-Drittel-Mehrheit Arbeitsgruppen einsetzen, bestätigen und auflösen. Die Gruppen werden mit einem konkreten Thema eingesetzt. Die Einrichtung von Arbeitsgruppen verpflichtet die Mitglieder des Netzwerks zur aktiven Mitarbeit.
Die Gruppen wählen auf ihrer ersten Sitzung jeweils eine Sprecherin bzw. einen Sprecher und maximal zwei Stellvertreter/innen. Die Sprecher/innen der Arbeitsgruppen müssen Mitglieder im BBE sein.
Die Sprecher/innen der Arbeitsgruppen bzw. ihre Stellvertreter/innen sind in dieser Funktion nach § 12 stimmberechtigte Mitglieder des Koordinierungsausschusses.
Mitgliederversammlung und Koordinierungsausschuss können mit Zwei-Drittel-Mehrheit Ad-hoc-Gruppen einsetzen und auflösen. Sie sollen einen inhaltlich und zeitlich begrenzten Auftrag erhalten.
Die Sprecher/innen der Ad-hoc-Gruppen haben grundsätzlich Gaststatus in den Sitzungen des Koordinierungsausschusses.
Die Arbeits- und Ad-hoc-Gruppen erstatten dem Koordinierungsausschuss regelmäßig Bericht. Die Ergebnisse der Gruppen werden in der Mitgliederversammlung vorgestellt und diskutiert.
Die AG- und Ad-hoc-Gruppen-Sprecher/innen treffen sich mindestens einmal jährlich zur Abstimmung ihrer Arbeit.
Alles Weitere regelt die Geschäftsordnung für die Arbeits- und Ad-hoc-Gruppen.
§ 17 – Kuratorium
Auf Beschluss der Mitgliederversammlung kann ein Kuratorium eingerichtet werden.
Dem Kuratorium gehören Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens an, die durch ihr Ansehen in der Öffentlichkeit, ihr Amt oder ihre Kompetenz in besonderer Weise das Anliegen und die Themen des Netzwerks in Öffentlichkeit, Politik und Wirtschaft fördern.
Das Kuratorium unterstützt und begleitet das Netzwerk in seiner Arbeit durch sein öffentliches Ansehen. Es gibt Anregungen für die Arbeit und Fortentwicklung des Netzwerks.
Das Kuratorium soll sich in der Regel einmal im Jahr treffen.
Das Kuratorium benennt eine Vorsitzende bzw. einen Vorsitzenden. Die/der Vorsitzende des Kuratoriums kann mit beratender Stimme an den Sitzungen des Koordinierungsausschusses nach § 12 teilnehmen.
Die Mitglieder des Kuratoriums werden gemäß § 15, Absatz 6 berufen.
Die Mitglieder des Kuratoriums werden für einen Zeitraum von drei Jahren berufen. Eine Wiederberufung ist möglich.
VI. Geschäftstelle
§ 18 – Geschäftsstelle
Das Bundesnetzwerk unterhält eine Geschäftsstelle in Berlin.
Der Geschäftsführer bzw. die Geschäftsführerin des BBE nimmt grundsätzlich an allen Sitzungen der Gremien des Netzwerks mit beratender Stimme teil. Die Referent/inn/en des BBE nehmen in der Regel an allen Sitzungen der Gremien des Netzwerks mit beratender Stimme teil.
Die Geschäftsstelle erbringt Dienstleistungen für die Gremien des Netzwerks. Sie leistet nach Abstimmung mit dem Sprecher/innen/rat Öffentlichkeitsarbeit für das Netzwerk und nimmt auf der Arbeitsebene Außenkontakte wahr. Über weitere Aufgaben der Geschäftsstelle entscheidet der Sprecher/innen/rat in Einvernehmen mit dem Koordinierungsausschuss.
Die Geschäftsstelle ist an die fachliche Weisung des Sprecher/innen/rates gebunden.
Alles Weitere regelt eine Geschäftsordnung für die Geschäftsstelle.
§ 19 – Auflösung des Netzwerkes
Die Auflösung des Bundesnetzwerks kann nur durch eine Mitgliederversammlung mit drei Viertel der Stimmen der erschienenen stimmberechtigten Mitglieder beschlossen werden, sofern ordnungsgemäß eingeladen wurde und der Auflösungsbeschluss ausdrücklich Gegenstand der Tagesordnung ist.
Bei Auflösung oder Wegfall des bisherigen gemeinnützigen Zwecks des Bundesnetzwerks fällt das nach Abwicklung der Auflösung verbleibende Vermögen des Bundesnetzwerks an Amnesty International, Sektion der Bundesrepublik Deutschland e. V., die es ausschließlich und unmittelbar für gemeinnützige Zwecke zu verwenden hat.
Bei Auflösung des Bundesnetzwerks sind der Sprecher/innen/rat oder von ihm Bevollmächtigte für die Abwicklung der Auflösung verantwortlich.
§ 20 – Inkrafttreten
Die Statuten in der Fassung vom 9.12.2011 treten am Tag nach ihrer Verabschiedung in Kraft.
Netzwerk-Statuten und Geschäftsordnungen des BBE (PDF, 209 KB) Letzte Fassung vom 22.11.2013

References: § 2
 § 55

§ 16
 § 12

§ 17
 § 12
 § 15

§ 18

§ 19

§ 20