Source: http://vaeterfuerkinder.de/vfkn01.htm
Timestamp: 2017-03-25 17:31:34+00:00

Document:
Väter für Kinder e.V. - Aktuelles in 2001
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28.12.2001: Die Zeit vom 27.12.2001: G E S E L L S C H A F T Vater unser. Warum überaltert unsere Gesellschaft? Wegen allgemeiner
Zukunftsunsicherheit und weil Frauen Karriere machen wollen, so sagt man.
Aber wie denken eigentlich Männer über Kinder? Von Jacqueline Hénard. Dieser sehr lesenwerte Aufsatz erschien im Rahmen einer bemerkenswerten Serie zum Thema Familie:
Bisher erschienen in der Familien-Serie der ZEIT:
Susanne Mayer: Ein Ruck für die Familien und Elisabeth von Thadden:
Fachkraft mit Familiensinn (Nr. 46)
Ulrich Greiner: Warum wollen wir Kinder? (Nr. 47)
Christiane Grefe: Von wegen Privatsache (Nr. 48)
Susanne Gaschke: Familie haben heißt verzichten (Nr. 49)
Iris Mainka: Was? Deiner robbt schon? (Nr. 50)
Elisabeth Niejahr: Die große Not der Kleinen (Nr. 51)
Thomas Niederberghaus: Papa ist der beste Freund (Nr. 52) Nächste Folge:
Jürgen Borchert: Familie und Recht. vgl. auch: Hochschule. Schule & Familie, Bildung & Erziehung. Ein Schwerpunkt mit ZEIT-Artikeln
und Internet-Hinweisen zum Thema.
27.12.2001: §1685 BGB
(1) Großeltern und Geschwister haben ein Recht auf Umgang
mit dem Kind, wenn dieser dem Wohl des Kindes dient.
(2) Gleiches gilt für den Ehegatten oder früheren Ehegatten eines Elternteils, der mit dem Kind längere Zeit in häuslicher Gemeinschaft gelebt hat, und für Personen, bei denen das Kind längere Zeit in Familienpflege war. (3) § 1684 Abs. 2 bis 4 gilt entsprechend. Wie das in der deutschen Wirklichkeit leider allzu oft aussieht, zeigt
ein Aufsatz in der Badischen Zeitung vom 24. Dezember
22.12.2001: Die ursprünglich für
den 16.12.2001 angekündigte Sendung von Focus TV (siehe unten) ist
jetzt für morgen Sonntag, 23.12.2001, 22h30 bei Pro Sieben angekündigt.
21.12.2001: Unter den zahlreichen, gestern ergangenen Urteilen des
in Straßburg betreffen zwei Fälle, die zweifellos eine sehr schwierige Abwägung zwischen dem Schutz minderjähriger Kinder
und dem Recht auf Respektierung des Familienlebens (Artikel 8), bzw. dem
Recht auf einen fairen Prozess (Art. 6) erforderten.
Im Fall Buchberger gegen Österreich (Application Nr. 32899/96) ging es um die Inobhutnahme zweier Kleinkinder (eines
wurde noch gestillt!) durch das Jugendwohlfahrtsamt, wegen (einmaliger) Verletzung der Aufsichtspflicht und insgesamt
chaotischer Lebensverhältnisse. Der Gerichtshof befand, dass die
Mutter nicht ausreichend in diese Entscheidung eingebunden wurde
, ihr insbesondere eine letztlich entscheidende Stellungnahme des Jugendwohlfahrtsamtes
überhaupt nicht zur Kenntnis gebracht worden war. Es wurde auf eine
Verletzung der Artikel 8 und 6 §1 erkannt und der Mutter eine Entschädigung
von ATS 80,000 für den nichtmateriellen Schaden zugesprochen. (Das
Urteil nimmt wieder ausführlich Bezug auf Elsholz v. Germany,
wie schon bei den 3 Urteilen gegen Deutschland am 11.10.2001.)
Im zweiten Fall, P. S. gegen Deutschland (Application Nr. 00033900/96) ging es um die Verurteilung eines Musiklehrers wegen sexuellen Missbrauchs. Es war der Schutz eines achtjährigen Kindes vor weiteren psychischen Belastungen abzuwägen gegen das Recht eines Angeklagten, nach Art. 6 §3 (d), Zeugen gegen ihn einem Kreuzverhör zu unterziehen (examine) or unterziehen zu lassen und in gleicher Weise auch
das Recht auf Zulassung und Examinierung von Entlastungszeugen. Die Eltern
hatten eine Zeugenaussage des Kindes bei Gericht verweigert. Die Verurteilung
erfolgte allein auf Grund der Berichterstattung der Mutter und einer Aussage
des Kindes gegenüber einem Polizeibeamten. Der Antrag des Angeklagten
auf ein Glaubhaftigkeitsgutachten wurde abgelehnt, unter Hinweis auf die
Erfahrung des Gerichts mit Kindesanhörungen in Familiensachen. Ein
Gutachten wurde erst vom Berufungsgericht eingeholt, eineinhalb Jahre nach
dem relevanten Geschehen. Die Verurteilung (6 Monate bedingt) wurde aufrecht
erhalten. Der Europäische Gerichtshof erkannte auf Verletzung von §3(d)
in Verbindung mit §1 des Artikels 6. Ein Schadenersatzanspruch war
nicht gestellt worden.
Zusätzlich erging wieder eine auffallend hohe Zahl von Urteilen wegen Verletzung des Rechtes auf ein faires Verfahren Art. 6 §1 durch eine überlange Verfahrensdauer. Bei Kindschaftssachen (die dabei allerdings
nicht anstanden) zumindest, bedeutet die übliche gesamte Verfahrendauer,
einschließlich der beim Europ. Gerichtshof selbst, wegen des besonderen
kindlichen Zeitempfinden vermutlich leider praktisch immer, dass der Schaden
nicht mehr gut zu machen ist. Heute, hat übrigens auch der Expräsident von Jugoslawien,
Slobodan Milošević, einen Antrag gegen die Niederlande eingereicht. 16.12.2001: Heute Sonntag Pro Sieben 16. Dezember 2001 um 22.55 Uhr Focus TV:
– Wenn Väter ihre Kinder nicht mehr sehen dürfen
Scheidungsväter in Deutschland haben es nicht leicht, oft müssen sie gegen Auflagen verstoßen, um wenigstens einen Blick auf ihre Kinder zu erhaschen. Eigentlich hat der von der Familie getrennt lebende Elternteil seit der Kindschaftsrechtsreform
von 1998 per Gesetz Anspruch auf den Umgang mit seinen Kindern, und der
Nachwuchs hat Anrecht auf beide Elternteile. Fakt ist, dass 60 Prozent
der Väter ihre Kleinen schon ein Jahr nach der Scheidung nicht mehr
sehen dürfen. "FOCUS TV" über Väter, die um den Kontakt
zum Nachwuchs kämpfen, Mütter, die sich dagegen sperren, und
Kinder, die daran zugrunde gehen.
16.12.2001: Reform der Reform ?
Einige aktuelle Stimmen aus Presse und Politik (Zusammenfassung).
16.12.2001 :Buchhinweis:
Wallerstein, Julia Lewis, Sandra Blakeslee.
3.12.2001: Focus Titelthema: Verdammt allein. Wie sehr Kinder unter der Trennung der Eltern leiden. Juristen, Psychologen und Politiker suchen Wege aus der Familienkatastophe.
Nr. 49 S. 52, Familie: Unter der Trennung der Eltern
leiden Kinder oft ein Leben lang.
S. 56, Interview: Psychologe
fordert Pfichttherapien für Paare in der Krise. Unbedingt lesenswert, vgl. dazu auch den Bericht vom 8.10.2001
von Ulrike Plewnia. VfK Kommentar.
2001: Buchhinweis (Neuerscheinung): Richard A. Gardner: Das Elterliche Entfremdungssyndrom (Parental Alienation Syndrome/PAS).
Anregungen für gerichtliche Sorge- und Umgangsregelungen.
Eine empirische Untersuchung. Jetzt mit einer Rezension.
18.11.2001: Buchhinweis (Neuerscheinung): Siegfried Bäuerle / Helgard Moll-Strobel unter Mitarbeit von Joël Binckli, Wilfrid von Boch-Galhau, Wera Fischer, Ursula Kodjoe, Peter Koeppel, Hans-Martin Pawlowski.
Eltern sägen ihr Kind entzwei.
Trennungserfahrungen und Entfremdung von einem Elternteil.
Rezension. 12.10.2001: Die ersten Pressemeldungen zu den Entscheidungen des Europäischen Gerichtshofes für Menschenrechte:
Frankfurter Rundschau Vermischtes
11.10.2001 23:7
Kinder-Besuchsverbot für Ledige war nicht rechtens
11. Oktober (dpa). Deutsche Gerichte haben drei Vätern zu Unrecht
den Umgang mit ihren unehelichen Kinder verweigert. Das entschied
am Donnerstag. Die Richter sahen einen Verstoß gegen das Diskriminierungsverbot der Europäischen Menschenrechtskonvention. Die Kläger hatten argumentiert, sie dürften als unverheiratete Väter nicht schlechter gestellt werden als geschiedene. Deutschland muss den Beschwerdeführern nun eine Entschädigung von insgesamt 143 000 Mark zahlen........
Kölner Stadt-Anzeiger Vermischtes
11.10.2001 20:50
Die Rechte unehelicher Väter gestärkt
Der Europäische Menschenrechts-Gerichtshof hilft Vätern, die ihre Kinder nicht mehr sehen durften. Konkret ging es um Väter, die mit der Mutter in nicht-ehelicher Gemeinschaft zusammenlebten. Nach der Geburt eines Kindes ging die Beziehung jeweils
zu Bruch und die Mütter verweigerten den Vätern den weiteren
Umgang mit den Kindern. Auch vor den deutschen Zivilgerichten konnten
die Väter ihr Umgangsrecht nicht durchsetzen.
Der EGMR hat nun deutlich gemacht, dass es hier nicht nur um eine Besuchsregelung gehe, sondern das Verhältnis von Vater und Kind überhaupt auf dem Spiel stehe. Erforderlich sei deshalb zum einen, dass das Kind
vom Gericht angehört werde und seine Aussage nicht nur über andere Personen ins Verfahren eingebracht wird.
Außerdem müssten auch „scheinbar feststehende“ Erklärungen des Kindes durch einen psychologischen Experten überprüft werden, um die „wahren Wünsche“ des Kindes herauszufinden. Insbesondere müsse das Kind „vollständig“ über seine Beziehung zu
dem antragstellenden Vater aufgeklärt werden. ....
TAZ Vermischtes
11.10.2001 22:3
Gerichtshof stärkt Väter
Europäischer Rüffel an deutsche Gerichte: Sie machten es sich mit Umgangsrecht nichtehelicher Väter zu einfach.
FREIBURG taz Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte
(EGMR) hat die Position von nichtehelichen Vätern gestärkt.
In zwei Fällen stellte der EGMR fest, dass es sich deutsche
Gerichte zu einfach gemacht hatten, als sie den Vätern den Umgang
mit ihren Kindern verweigerten. Der deutsche Staat muss den beiden Vätern je rund 50.000 Mark Schadensersatz zahlen.
Konkret ging es um Väter, die mit der Mutter in nichtehelicher Gemeinschaft zusammengelebt hatten. Nach der Geburt des Kindes ging die Beziehung zu Bruch und die Mütter verweigerten den Vätern den weiteren Umgang mit den Kindern. Auch vor den deutschen Zivilgerichten konnten die Väter ihr Umgangsrecht nicht durchsetzen, da dem das "Wohl des Kindes" entgegenstehe. Die Kinder hatten zuvor jeweils erklärt, dass sie ihren leiblichen Vater nicht sehen wollten.
Der EGMR hat nun deutlich gemacht, dass es hier nicht nur um eine Besuchsregelung gehe, sondern das Verhältnis von Vater und Kind überhaupt auf dem Spiel stehe............
11.10.2001: Nach dem Elsholz Urteil heute gleich 3 Urteile gegen Deutschland wegen Menschenrechtsverletzungen durch deutsche Gerichte bei Umgangskonflikten (+ 1 weiteres wegen zu langer Verfahrensdauer, 12 Jahre, in
einer Rentensache): Press release issued by the Registrar
CHAMBER JUDGMENTS IN THE CASES OF SAHIN v. GERMANY, SOMMERFELD v. GERMANY, and HOFFMANN
The European Court of Human Rights has today notified in writing judgments in the cases of: Sahin v. Germany (application no. 30943/96), Sommerfeld v. Germany (no. 31871/96) and Hoffmann v. Germany (no. 34045/96), none of which is final [ fn
]. (The judgments are available only in English.)
a violation of Article 8
(right to respect for family life) of the European Convention on Human Rights in Sahin v. Germany and
Sommerfeld v. Germany; no violation of Article
8 in Hoffmann v. Germany; a violation of Article 14
(prohibition of discrimination) taken
together with Article 8 in all three cases; a violation of Article 6 (right to a fair hearing
) in Sommerfeld v. Germany and Hoffmann v. Germany. Under Article 41 (just satisfaction) of the Convention, the applicants were awarded the following amounts in German Marks (DEM):
(1) Sahin v. Germany DEM 50,000
(2) Sommerfeld
v. Germany DEM 55,000
(3) Hoffmann
v. Germany DEM 25,000
Der Sachverhalt ist in allen drei Fällen (und vielen anderen, in
denen die Betroffenen nicht über die notwendige Ausdauer und finanziellen Mittel verfügen) im wesentlichen der gleiche, uns leider sattsam bekannte (vgl. z. B. den folgenden Artikel im Focus vom 7.11.2001 und unseren Kommentar). Nur wurde der Umgang zwischen den Kindern und den (nichtehelichen) Vätern diesmal nicht "nur" ungestraft vereitelt, sondern von den Gerichten sogar unterbunden, auf Grund der Expertisen des Jugendamtes, flüchtiger richterlicher Anhörung
und mangelhafter psychologischer Gutachten, in denen die Vater-Kind-Beziehung überhaupt nicht (oder nicht adequat) evaluiert wurde. Im krassen Gegensatz zu der "naturrechtlichen" Sorgerechtsentscheidung
des Bundesgerichtshofes (
BESCHLUSS XII ZB 3/00 vom 4. April 2001
), die sich zwar auf den EGMR und die UN Kinderrechtekonvention beruft
, fand das Gericht in allen drei Fällen auch, dass die Interessen der Kinder und Eltern ohne die Unterscheidung zwischen ehelicher und nichtehelicher Geburt genau so gut geschützt werden können, also eine Diskrimierung (Artikel 14) gegen nichteheliche
Väter vorliege.
Der Schaden für Kind und Vater ist wahrscheinlich durch nichts mehr gut zu machen: Im Fall Sommerfeld (Application 31871/96) laufen die
Verfahren jetzt schon 11 Jahre und das Kind ist jetzt fast 21. Im
Fall Hoffman (34045/96) laufen die Verfahren seit 1987 (14 Jahre!!),
das Kind ist inzwischen 16. Die gerichtlichen Auseinandersetzungen
im Fall Sahin (30943/96) begannen 1990. Das Kind ist inzwischen 13.
der Parteien kann nach Artikel 43 der Europäischen Menschenrechtskonvention noch innerhalb von
drei Monaten aus besonderen Gründen beantragen, dass der Fall vor
der aus 17 Mitgliedern bestehenden großen Kammer des Gerichtshofes
verhandelt wird. Die Zulassung wird durch ein Panel aus fünf Richtern
Die vollständigen Urteile (nur in Englisch) sind aus der Datenbank des Gerichtshofes abrufbar (als Webseite oder .doc file):
Judgments and decisions / List of recent judgments)
7.10.2001: Focus vom 8.10.2001, Seite 76: Familienrecht: Die Ohnmacht der Väter. Männer machen mobil - noch können Ex-Frauen ihnen nach der Trennung ihre Kinder ungestraft vorenthalten. Von
Ulrike Plewnia.
VfK Kommentar
1.9.2001: Nicht nur für alleinerziehende Väter: Lo und Lu. Roman eines Vaters. Von Hans-Josef Ortheil. Luchterhand 2001. ISBN: 3630870945. Gebunden. 272 Seiten. DM 39,80. Der Vater, ein Schriftsteller, arbeitet zu Hause, die Mutter ist außer Haus
berufstätig. Erzählt wird in sehr heiterer Weise wie ein
Vater zunächst lernt mit zwei Kleinkindern umzugehen. Später wird er von den Kindern an die Hand genommen und wird zusammen mit ihnen nochmals erwachsen. Der Autor wurde 1951 in Köln geboren. Von ihm sind bisher die Romane Hecke, Im Licht der Lagune (1999), Die Nacht des Don Juan (2000) und die Roman-Trilogie Faustinas Küsse (1998) erschienen, für die er verschiedene Preise erhielt. Er wurde auch zum Stadtschreiber von Mainz ernannt.
28.8.2001: Schon mehrmals erreichten uns Zuschriften über Probleme bei der Sorgerechtsübertragung nach dem Tod eines bisher sorgeberechtigten Elternteils. An sich ist diese Frage in §§
BGB klar so geregelt, dass die elterliche Sorge dann
dem überlebenden Elternteil zusteht, wenn da nicht wieder der
unbestimmte Begriff des "Kindeswohls" wäre. Dementsprechend
gibt es Ausseinandersetzungen, wenn dann z. B. Großeltern das
Sorgerecht für sich beanspruchen. Über einen anderen Fall,
dem Sorgerechtsbegehren einer gleichgeschlechtlichen Partnerin der
verstorbenen Mutter, berichtet die Financial Times aus Finnland. Er
könnte möglicherweise ein europäischer Präzedenzfall
werden: PERSPECTIVES: Lesbian partner puts the blood-tie to the
test: A custody battle in the Finnish courts could create a European
precedent. Davrell Roberts Tien encounters a tan
. Financial Times; Aug 18, 2001. By DAVRELL ROBERTS TIEN
15.8.2001: Recht auf ein faires Verfahren
. Ein deutsches (Elsholz gegen Deutschland) und ein australisches Verfahren zum Vergleich.
8.8.2001: Noch ein weiterer Bericht zum Hungerstreik in Berlin und der deutschen Rechtspraxis: Denied parents driven to fasting.
Hunger strike challenges German courts' custody practice
. Kate Connolly in Berlin. Guardian, Saturday August 4, 2001.
: Ein erschreckender Bericht aus Australien über ein Problem das wir leider auch bei uns kennen: Selbsttötung nach Trennung/Scheidung: When love fails
By BETTINA ARNDT, 4. August 2001.
Am Beispiel eines 44 jährigen Abgeordneten zum australischen Bundesparlament, dessen Tod erhebliches Aufsehen erregte, wird die Problematik illustriert und werden Statistiken angeführt, wonach die Selbstötungsrate von Männern im Alter zwischen 25-44 zweimal so hoch ist wie die Jugendlicher (15-19) und im Gegensatz zu dieser seit 1970 ständig zunahm. 70 % davon sind mit dem Zerbrechen einer Beziehung verbunden. Die Wahrscheinlichkeit das Männer sich nach einen Beziehungsabbruch das Leben nehmen sei neunmal höher als bei betroffenen Frauen, was auch eine Studie aus Kalifornien bestätigt. Eine andere Studie differenziert zwischen der frühen Trennungsphase in der die Rate für Männer sogar 18 mal höher sei als die von Frauen, und die Zeit nach der Scheidung, in der sich die Rate auf 3 mal höher einpendle. Weitere Studien weisen darauf hin, dass die Suizidrate und eine Reihe weiterer ernster psychischer Probleme überwiegend mit Problemen (Abbruch) beim Umgang mit den Kindern verbunden sind. Ein anderes männerspezifisches Problem sei allerdings auch, dass sie so erzogen wurden, den Ausdruck ihrer Gefühle als unmännlich zu sehen. Deshalb käme Frauen (Verwandten, Bekannten etc.) eine Schlüsselrolle bei der Prävention von männlichem Suizid zu. Im Gegensatz zu umfangreichen Präventionsprogrammen für Jugendliche wurden bisher keinerlei Programme für die meistgefährdete Männergruppe finanziert. Erst der Tod dieses Abgeordneten, der vor 3 Jahren sogar eine Rede im Parlament zu eben diesem Thema hielt, unter Hinweis auf seine eigene Betroffenheit, hat jetzt in Australien entsprechende Iniativen in Gang gebracht.
6.8.2001 DER SPIEGEL 32 /6.8.2001, S. 38 Sehnsucht nach Samuel. Väter und Mütter, die ihre vom Partner nach Deutschland entführten Kinder oft jahrelang nicht sehen konnten, protestieren in Berlin gegen deutsche Ämter und Gerichte. Zitat: Denn anders als etwa in Frankreich werden Besuchsrechte, selbst wenn sie gerichtlich angeordnet wurden, in der Bundesrepublik so gut wie nie amtlich durchgesetzt. Während
französische Väter oder Mütter, die sich an solche
Abmachungen nicht halten, schlimmstenfalls sogar mit einer Haftstrafe
rechnen müssen, passiert in Deutschland meist gar nichts. Das
findet auch Parlamentarierin Schwall-Düren, ,,ist ein Unding".
Dazu auch ein ausführlicher Bericht von Frau Dr. Karin Jäckel
, über Gespräche die sie (statt des angekündigten Gesprächs mit der Justizministerin) mit
Frau Adlerstein (Bundesministerialdirigentin im Justizministerium) und mit Frau Schwall-Düren (Mitglied der parlamentarischen deutsch-französischen
Mediationsgruppe) führte.
5.8.2001 Neue Töne aus dem "Frauenministerium": DER SPIEGEL 32/2001 (6.8.2001): Gleichberechtigung Das Ende der Generation Lila
Die SPD hat die Frauenbewegung für tot erklärt. Kanzler Schröder sieht in der Familie die Keimzelle des Staates und die Arbeitsreserve für den Standort Deutschland. Auch unter den jungen Frauen des linken Flügels spielt der Feminismus keine Rolle mehr. 3.8.2001: Den Webseiten
http://www.isonet.fr/berlin/
entnehmen wir, dass die Bundesjustizministerin, Frau Däubler-Gmelin, das Gespräch mit Frau Dr. Karin Jäckel zum Berliner "Hungerstreik"
wohl äusserst kurzfristig abgesagt hat. Eine Begründung, oder ob das Gespräch nachgeholt wird, ist uns nicht bekannt.
3.8.2001: Eine interessante Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts (oder genauer: Beschluss die Beschwerde nicht zur Entscheidung anzunehmen) Umgang und einen beeinflussten "Kindeswillen" betreffend: BVerfG, 1 BvR 212/98 vom 2.4.2001, Absatz-Nr. (1 - 7)
. Ein geäußerter Kinderwille kann außer Acht gelassen
werden, wenn er offensichtlich beeinflusst worden ist. Zwar ist
zu berücksichtigen, dass auch durch Beeinflussung eine echte
und damit schützenswerte Bindung entstehen kann und deshalb die
Disqualifizierung beeinflussten Kindeswillens nur dann gerechtfertigt
ist, wenn die manipulierten Äußerungen des Kindes die wirklichen
Bindungsverhältnisse nicht zutreffend bezeichnen. Das grundlegende Ablaufmuster ist uns leider aus vielen ähnlichen Fällen zum Überdruss bekannt: Mutter und minderjährige Tochter (hier: Alter 6 Jahre !) wenden sich gegen das Umgangsrecht des Vaters, das auch Übernachtung vorsieht. Die Mutter hatte den Umgang mit der Tochter unterbunden, weil sie ,,den Eindruck hatte, diese sei vom Vater bei der Ausübung des Umgangsrechts sexuell missbraucht worden." Die Sachverständigen kamen in Glaubhaftigkeitsgutachten
zum Schluss, dass die Äusserungen des Kindes ,,sehr wahrscheinlich auf keiner realen Erlebnisgrundlage beruhen". Das Amtsgericht ist aufgrund mehrfacher Anhörungen zu der
Überzeugung gelangt, dass die Äußerung des Kindes auf
Suggestionen beruhe. Auch habe es zu ihrem Vater ein "wirklich herzliches
Verhältnis", das auf jeden Fall zu fördern sei.
"Interessant" erscheint uns allerdings auch Satz 2 aus dem Zitat des Beschlusses. Bei der leider in Deutschland oft sehr langen Verfahrensdauer
, fehlender Durchsetzung des Umgangs oder gar frühzeitiger
Intervention, wie anderswo längst üblich, dürfte
es nicht allzu schwierig sein, durch Beeinflussung
eine "echte" Bindung herzustellen, oder sie wenigstens
in kursorischen Kindesanhörungen
/ Gutachten als "echt" erscheinen lassen.
1.8.2001: Von der Redaktion der ARD Reihe "Fliege" erhielten wir heute folgende Anfrage zu einem gewiss sehr wichtigen, uns berührenden Thema:
für die ARD Reihe "fliege" bereite ich für den 13. August eine Sendung zum Thema "Depressionen bei Kindern" vor. Ein wichtiger Aspekt scheint mir dabei die Trennung der Eltern und der Verlust des Vaters. Mehrere Ärzte haben mir bestätigt, daß viele Kinder in dieser Krisensituation mit
massiven Depressionen reagieren. Können Sie einen Kontakt zu einem Vater herstellen,
der diese Situation erlebt hat? Gerne jemand, der eine Lösungsmöglichkeit
zum Wohl des Kindes gefunden hat. Bitte melden Sie sich bei Frau
Friederike Schefbeck, Redaktion Fliege,
Tel: 089-7673620 (München).
28.7.2001: Von Vaeternotruf.de (bzw. Väteraufbruch für Kinder, vafk.de) ging uns das Muster einer Petition
(samt Erläuterung
, Art. 17 GG) an den Deutschen Bundestag zu, mit der Aufforderung
sie zu kopieren und jeweils einzeln an den Bundestag zu senden.
Die Petition fordert die ersatzlose Streichung von
(Sorgerecht eines nichtehelichen Vaters
nur mit Sorgeerklärung der Mutter) und § 1671 BGB
(Antrag auf Alleinsorge). Zur Begründung
werden zunächst Artikel aus der Europ. Menschenrechtskonvention,
der UN-Kinderrechtskonvention und des Grundgesetzes angeführt.
Darauf folgen bemerkenswerte Zitate bekannter Autoren zum Kindschaftsrecht
und von Richtern. [Anmerkung: Ein alleiniges Sorgerecht könnte
ja immer noch durch Sorgerechtsentzug wegen Kindeswohlgefährdung,
, oder auch §1666a BGB zustandekommen, oder auch nach
§1687BGB
. Bei Uneinigigkeit zwischen den Eltern kann das Gericht nach §1628 BGB
ebenfalls die Entscheidung einem Elternteil übertragen.]
20.7.2001: Unsere neue Suchmaschine erfreut sich schon grosser Beliebtheit. Sie liefert uns zugleich wichtige Rückschlüsse über das was für unsere Besucher von besonderem Interesse ist. [Wir möchten aber betonen, dass mit dieser Software, oder obigem Besucherzähler keinerlei Rückschlüsse auf die Identität des Besuchers, selbst nicht die des Internetproviders, möglich sind.] Überraschend war dabei, u.a. dass mit zu den häufigsten Anfragen, solche nach Unterhalt oder der Düsseldorfer Tabelle zu Kindesunterhalt gehören, obwohl das nicht zu den Schwerpunkten unserer Informationsarbeit gehört und wir wenigstens bisher meinten, dass Informationen zu Unterhalt anderswo relativ leicht, und vor allem auch rechtlich verbindlich, entsprechend den gesetzlichen Vorschriften und der ganz persönlichen finanziellen Leistungsfähigkeit, zu erhalten sind. Sich zumindest an diese Vorschriften zu halten, ist im Sinne unseres primären Anliegens, einer guten Kind-Eltern-Beziehung, selbstverständlich, obwohl wir die Frustration sehr wohl verstehen, wenn diese Beziehung etwa durch beharrliche Umgangsvereitelung nachhaltig gestört wird. Kindesunterhalt muss aber auch dann gezahlt werden, und selbst bei
der dann u. U. möglichen Reduzierung
des Ehegattenunterhaltes
nach §1579 BGB
ist zu bedenken, ob damit nicht letztlich ein am Problem
völlig unschuldiges Kind getroffen wird. Anders kann sich die
Situation nach §1611
aber beim Unterhalt für ein volljähriges
Kind darstellen. Die Verweigerung des Kontaktes als schwere Verfehlung im Sinne des §1611 Abs 1 BGB
wird allerdings unterschiedlich beurteilt (vgl. Stephan Meder,
FuR 1/1995 S. 23-31). Abs. 2 stellt ausdrücklich fest, dass diese
Vorschriften nicht auf die Unterhaltspflicht der Eltern gegenüber
minderjährigen Kindern anwendbar sind.
Auffallend am Suchverhalten ist auch einiges, das den Webmaster zu weiteren Suchtips
veranlasst, die er, im Sinne noch besserer Suchergebnisse,
bittet zu beachten.
18.7.2001: Kindesanhörung, Teil
III (Psychologie).
(Erweitert 29.7.2001)
17.7.2001: Die unten erwähnte Väterstudie des
Münchner Staatsinstituts für Frühpädagogik
( Prof. Fthenakis) wurde am Mo. 16.7.2001 von Familienministerin
Bergmann vorgestellt. Für die Studie waren 1058 Männer,
725 Frauen und 333 Jugendliche über drei Jahre befragt worden.
Wenn beide Eltern an einer Berufstätigkeit Spass haben, sei
dies auch die beste Voraussetzung, dass die Arbeitsteilung innerhalb
der Familie klappe. Allerdings wies Frau Bergmann darauf hin, dass Wunsch und Wirklichkeit noch oft auseinanderklaffen. Wegen überkommener
Strukturen am Arbeitsmarkt falle es vielen Elternpaaren schwer, ihren
Wunsch nach geteilter Erziehungsverantwortung in die Tat umzusetzen.
Pressemitteilung Nr. 298 des Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend
vom 16.7.2001. Berichte z. B. auf S5.
und im Münchner Lokalteil der Süddeutschen Zeitung vom
17.7.2001. Zusammenfassung auf der unten angegebenen Webseite,
und jetzt auch ein ausführlicher Bericht
(12 Seiten) als .pdf Datei abrufbar
(342 kb, wegen zahlreicher Bilder).
16.7.2001: Kindesanhörung,
(Mit Beispielen aus den U. S. A.)
15.7.2001: Stellungnahme
zu den Aktionen (Hungerstreik) ausgegrenzter "binationaler" und inländischer Eltern.
15.7.2001: Väterstudien:
a. Im Bildschirmtext (Sat1) und Agenturmeldungen:
Zwei Drittel der Väter
sehen sich als Erzieher ihrer Kinder
. München, 14. Juli (AFP) - 67 Prozent der deutschen Väter sehen sich einer Studie zufolge als Erzieher ihrer Kinder, nur 33 Prozent entsprechen dem klassischen Bild des Ernährers.
Die Daten belegten, dass eine "Revolution" in den Köpfen stattgefunden
habe, sagte der Leiter der Studie, Familienforscher Wassilios Fthenakis
, dem Nachrichtenmagazin
"Focus". Die Studie im Auftrag des Bundesfamilienministerium beweise,
dass die Mehrheit der Männer ihre Kinder gefühlvoll und
aufmerksam begleitete. "Väter leisten einen ebenso bedeutenden
Beitrag für die Entwicklung von Kindern wie Mütter, obwohl
die meisten weniger Zeit mit ihrem Nachwuchs verbringen", sagte Fthenakis
. (vgl. auch sein Buch: Engagierte Vaterschaft. Die sanfte Revolution in der Familie. Gebunden -320 Seiten, Leske u. B. Verlag, ISBN 3810024023, 1999.) b. Morgen im FOCUS (Nr. 29 vo. 16.7.2001):
Studie belegt den Einfluss der Väter auf ihre Kinder, S.
2. Familienpolitik: Ministerin Bergmann über
deutsche Väter, S. 61
und möglicherweise auch Thema (einer allerdings
problematische Eltern-Kind-Beziehung): 3. Babyklappen: Mütter fordern nach anonymer
Geburt ihr Kind zurück, S. 40
4. Vaterschaftstest:
Ganz der Papa? Geklaute Gen-proben als Beweismittel, S.102
11.7.2001: Morgen 20h45 Themenabend mit Diskussion in ARTE TV
: DIE WILDEN KERLE.
Dokumentation von Michael Schomers, Deutschland 2001, Deutsche und französische Erstausstrahlung. Mannsein besteht auch in der heutigen Zeit für viele in den altbewährten Tugenden: eben in einem Männerleben wie eh und
je. Riskant, abenteuerlich, der mutige Krieger, der einsam durch den
Dschungel streift und wilde Tiere erlegt. Und immer noch gilt: Ein Indianer
kennt keinen Schmerz. .......
Jungen sind die modernen Sorgenkinder. Sie leiden öfter
unter Sprach-, Lese- und Schreibstörungen, zeigen viel mehr
Verhaltensauffälligkeiten. Schulversagen ist vor allem ein Jungenproblem.
Jungen sind doppelt so oft Bettnässer wie Mädchen, stottern
viermal so oft. Und es ist siebenmal wahrscheinlicher ist, dass bei
einem Jungen das Aufmerksamkeits-Defizit-Syndrom (ADS) diagnostiziert
wird... . [Inwieweit da auf die Sozialisation von Jungen und
die dabei besonders wichtige Rolle von Vätern eingegangen wird,
wird sich zeigen.]
10.7.2001: National Post: Kanadische Anwaltsorganisation (Canadian Bar Association)
setzt sich für verpflichtende Elternkurse über Scheidungsfolgen
Der Fokus soll auf Elternverantwortung, statt wie bisher
bei Elternrechten liegen. Die Begriffe "Sorge- und Umgangsrecht"
sollten durch den mehr kindzentrierten Begriff "Elternverantwortung"
ersetzt werden. Diese Verantwortlichkeit soll sich in konkreten
Pflichten widerspiegeln, die zwischen beiden Eltern im Rahmen eines
Elternplans (parenting plan) zu teilen sind. Dazu gehört auch,
dass Gerichte verstärkt durchsetzen können, dass die Verpflichtung
zum Umgang wahrgenommen wird, sowohl bei Elternteilen die beharrlich
den Umgang vereiteln, als auch bei denen die ihn nicht ausreichend
wahrnehmen. Kinder haben ein Recht auf beide Eltern. In einzelnen kanadischen
Provinzen gibt es schon derartige Programme. Über verpflichtende
Kurse für Eltern (als Scheidungsvoraussetzung) in den USA, haben
wir schon vor einiger Zeit berichtet, z. B. über ein Programm in
8.7.2001: Zur Problematik von Kindesanhörungen: Kindesanhörung, Teil I
. Eine Zusammenfassung (erweitert 5.8.2001).
7.7.2001:
Wir haben schon öfter über die späteren
Bemühungen von Kindern den Kontakt zu einem Elternteil, auch
nach einer sehr langen Pause, wiederherzustellen berichtet (vgl. z.
B. zum U. S. Vatertag
, 17.6., s. u.). Über meist sehr tragische Bemühungen
einer solchen späten Kontaktaufnahme und Identitätsfindung
berichtet heute die Süddeutsche Zeitung: Verdammt, deutsch zu sein. Lebenslänglich Lebensborn: Wie die Kinder deutscher Besatzer in Norwegen unter ihrem Schicksal zu leiden hatten. Von Steffi Kammerer.
wurden meist nicht nur von ihrer Umgebung, sondern sogar von beiden
Eltern abgelehnt.
5.7.2001: Jede fünfte Kinderseele ist krank. Eine Studie der Hamburger Uni enthüllt schwere psychische Schäden. Von ANNETTE WELCKER, Hamburger Abendblatt
vom 5.7.2001 (oder später aus dem Archiv der Zeitung). 1.7.2001: Die österreichische Kindschaftsrechtreform
tritt heute in Kraft. Damit bleibt es wie in Deutschland
bei der gemeinsamen Sorge (österr.: Obsorge),
ausser das Gericht folgt einem Antrag auf Alleinsorge. Umgang ist
auch ein Recht des Kindes. Der Kontakt zum minderjährigen Kind
(seit heute Volljährigkeit mit 18 statt 19) soll ggfs. durch "Besuchsbegleiter"
erleichtert werden. Mediation dient als Konfliktregelungsinstrumt
im Bereich des Kindschaftsrechts. Die Informations- und Äußerungsrechte
Nichtsorgeberechtigter werden gestärkt, vgl. dazu unsere früheren
Berichte vom 22.11.2000
und 30.9.2000
Im Gegensatz dazu blieb es bei der Schweizer Kindschaftsrechtreform
, die am 1.1.2000 in Kraft trat, weiterhin bei der Alleinsorge , ausser es liegt ein übereinstimmender Antrag beider Eltern auf gemeinsame Sorge vor, der aber vom Gericht in Hinblick auf das Kindeswohl zu prüfen ist (Art. 133 ZGB). Dazu
werden auch die Kinder in ,,geeigneter Weise durch das Gericht oder
eine beauftragte Drittperson angehört" (Art. 144 ZGB). Auch in
der Schweiz hat nun das Kind ausdrücklich ein Recht auf persönlichen
Verkehr mit demjenigen Elternteil, dem die elterliche Sorge
nicht obliegt.(Art. 273 ZGB).
Besonders beachtenswert im Vergleich zu den deutschen Verhältnissen ist aber die Stärkung des I
nformationsrechts des nicht sorgeberechtigten Elternteils (Art. 275a ZGB): Die Rolle des nicht sorgeberechtigten Elternteils ist nicht mehr reduziert auf die Zahlungspflicht und das Besuchsrecht, sondern er soll in Zukunft über besondere Ereignisse im Leben des Kindes informiert werden und hat Anspruch darauf, vor wichtigen
Entscheidungen angehört zu werden. Der nicht sorgeberechtigte Elternteil hat das gleiche Recht auf Information
gegenüber Dritten (Ärzte, Schule, Lehrmeister etc.) wie
der Sorgeberechtigte. (vgl. dazu Kindschaftsrecht- International.
30.6.2001: Wir freuen uns, dass wir wieder eine, sogar weit bessere Suchmaschine für unsere Webseiten
anbieten können, weil von dieser Möglichkeit viel Gebrauch gemacht wurde. Eine komplexe Suche, mit zusätzlichen Optionen, ist von unserer Homepage aus möglich. Stichwörter mit vorgesetzen
+ müssen im Resultat vorkommen (und), - bedeutet den Ausschluss
(nicht). Phrasen können mit "Text..." abgegrenzt werden.
22.6.2001: Zum vierten offiziellen Treffen der Mitgliedstaaten des Haager Übereinkommens über die zvilrechtlichen Aspekte internationaler Kindesentführung
über das wir berichteten
, ist eine Dokumentation
erschienen: Conclusions and Recommendations of the Fourth Meeting of the Special Commission to Review the Operation
of the Hague Convention of 25 October 1980 on the Civil Aspects of
International Child Abduction 28 March 2001 / Conclusions et Recommandations
de la Quatri'eme r'eunion de la Commission sp'eciale sur le fonctionnement
de la Convention de La Haye du 25 octobre 1980 sur les aspects civils
de l' enl'evement international d'enfants (22-28 mars 2001).
Empfehlungen richten sich zum Teil besonders an neue Mitglieder. Diesen soll auch ein Standard-Fragebogen zur Umsetzung der Konvention zugesandt werden.(Kap. II). Auch für Deutschland relevant erscheinen insbesondere die Aufforderung zur besseren Information über das Abkommen mittels
Webseiten und Broschüren (1.7-1.8); zur besseren Zusammenarbeit der einzelnen Behörden bei der Auffindung eines Kindes (1.9); auf Bemühungen, z. B. mittels Mediation, eine freiwillige Rückkehr zu erreichen, die aber nicht zu unverhältnismässigen Verzögerungen führen dürfen (1.10-1.12). Abschnitt 1.13 befasst sich mit
Maßnahmen mit denen die Sicherheit des Kindes und ggfs. auch
eines Elternteils bei einer Rückkehr gewährleistet werden soll
(vgl. dazu auch Kap. 5, und unseren Konferenzbericht
. vom Nov. 2000). Enthalten ist auch ein deutlicher Hinweis
auf Artikel 21 der Konvention über die Ausübung des
Besuchsrechtes .
Die Konzentration der Zuständigkeit auf speziell dafür designierte Gerichte, wie sie in Deutschland schon vor einiger Zeit erfolgte, und damit einer besseren Ausbildung der Richter in Haager Fällen und einer rascheren Bearbeitung wird weiterhin gefordert (3.1-3.5).
Ein besonderer Kritikpunkt, nicht nur im Ausland (vgl.
z. B. auch Bach & Gildenast
, Art. 13
, S.50 ff) an der deutschen Handhabung des Haager Übereinkommens
ist die Anhörung von Kindern (Beispiel
), in Extremfällen sogar schon Vierjähriger
(!!), zur Rückführung. Nach dem Haager Übereinkommen,
, ist das Rückführungsverfahren nicht nur deutlich von einer Sorgerechtsentscheidung zu unterscheiden, sondern impliziert sogar das ausdrückliche Verbot einer solchen Entscheidung, sobald das widerrechtliche Verbringen oder Zurückhalten des Kindes nach Art. 3
mitgeteilt wurde. Dazu Punkt 3.8:
There are considerable differences of approach
to the question of interviewing the child concerned. Some States
have strong reservations about the appropriateness of interviewing
young children in connection with return applications. Where it is appropriate and necessary to do so, it is desirable that the person interviewing the child should be properly trained or experienced and should shield the child from the burden of decision-making. [ In Deutschland
besteht ja, ganz abgesehen von der hier geforderten besonderen Ausbildung
und Erfahrung bei der Anhörung von Kindern, nicht einmal irgendeine
Kontrollmöglichkeit, weil anders als etwa in den USA, Wortprotokolle
oder die Anwesenheit von Anwälten bei der Kindesanhörung nicht
vorgesehen sind, und Aufzeichnungen, sofern sie überhaupt verfügbar
sind, praktisch nie die dabei auch sehr kritische Fragestellung enthalten.
Das ist ein ernstes Problem nat. auch bei rein inländischen Fällen
einer Sorge/Umgangsrechtentscheidung, auf das wir deshalb schon öfter
hingewiesen haben, z. B. im Zusammenhang mit PAS.
In Kap. 6 wird eingeräumt, dass das gegenwärtige Übereinkommen die Ausübung des Besuchsrechts über Staatsgrenzen hinweg nicht ausreichend sichert und dies ein sehr ernstes Problem darstelle das im Interesse der Kinder und Eltern einer raschen Lösung bedarf. Die zusätzliche Ratifizierung der Hague Convention of 19 October 1996 on Jurisdiction, Applicable Law, Recognition, Enforcement and Co-operation in respect of Parental Responsibility and Measures for the Protection of Children wird den Mitgliedstaaten empfohlen (7.1.)
20.6.2001: Auch auf die Gefahr hin, dass dadurch wieder eine fruchtlose Debatte, am eigentlichen Problem vorbei, ausgelöst wird, wie ob es sich beim "Parental Alienation Syndrome" auch um ein
Syndrom handle: Aber wussten Sie schon was das "Erlkönig Syndrom" ist?
Eine ausführliche Beschreibung (mit 52 weitereren
Literaturstellen) findet sich jedenfalls in ,,Sleep
disturbance and father hunger in 18- to 28-month-old boys: The Erlkoenig
syndrome." von James M. Herzog (Children's Hospital
Medical Center, Boston), erschienen in der Fachzeitschrift Psychoanalytic
Study of the Child. [Vol 35, S. 219-233, 1980.] Demnach handelt es
sich um eine psychosomatische Schlafstörung in kleinen Jungen
die mit dem Verlust des Vaters durch Trennung/Scheidung einhergeht.
Die Albträume und der nächtliche Terror werden beschrieben und die Therapie wird an drei Fallbeispielen 18, 22, und 28 monatiger
Kinder illustriert. [Anmerkung: Es ist natürlich zu erwarten,
dass dieselben Probleme auch bei kleinen Mädchen und bei dem rein
zahlenmässig weit weniger häufigen Mutterverlust auftreten,
auch wenn dann der Bezug auf das bekannte Gedicht
(1782) von Goethe weniger direkt erscheint.]
17.6.2001: Heute
ist Vatertag im Ursprungsland dieser Tradition, den USA.
Aus diesem Anlass erschienen, anders als
, zahlreiche Aufsätze in der Presse die sich mit
Vaterschaft beschäftigen. Ein besonders berührender erschien
am 14.6. in der Wahington Post: Finding My FatherBy Gigi
, Seite C10. Er stammt von einer Frau, die in einer "neuen Familie" aufwuchs, von ihrem "neuen Vater" adoptiert wurde und nach dem Willen ihrer Mutter den "alten Vater" vergessen sollte. Sie sah ihn zuletzt vor 40 Jahren und fand ihn jetzt endlich, nach einer sehr aufwendigen, dramatischen Suche, bei der sie zwar einerseits überzeugt schien, dass
,,I always knew I would see him again, knew
I would feel his arms wrap me in a hug one more time. I just didn't
know how long and difficult and wondrous the journey would be to find
him .[ Ich wusste immer, dass ich ihn wieder sehen würde,
wusste, dass ich fühlen würde wie sich seine Arme in einer
Umarmung um mich ein weiteres Mal wickeln würden. Ich wusste nur
nicht wie lange und schwierig und wundersam die Reise sein würde].
.... A ber andererseits war sie doch sehr unsicher
über seine mögliche Reaktion und ob er überhaupt noch
lebte. Er und auch seine ebenfalls "neue Familie" nahmen sie herzlichst
15.6.2001: Statistik: In der führenden professionellen medizinischen Datenbank
MEDLINE finden sich im Teilbereich Psychiatrie
derzeit Hinweise auf 14161 Veröffentlichungen (in Fachzeitschriften)
in der Kategorie Eltern-Kind Beziehung, davon 9810 zur Mutter-Kindbeziehung
und 1828 zur Vater-Kind Beziehung, ferner 774 zu ,,Family Relations".
Zu "Paternal Deprivation" (Vater-Entbehrung) gibt es 467 Einträge.
Als Querverweis z. B. zum Schlagwort "Parental Alienation Syndrome"
erhält man die Kategorie "Personality Disorders" mit 9168 Einträgen,
davon 2317 zu "Borderline Personality Disorder" (BPD), ferner 11559
zu "Child Behavior Disorders". Mit dem Suchwort "Child Custody" (Elterliche
Sorge) erhielte man unter Einschluss aller Subkategorien (exp
child abuse/ or exp child advocacy/ or exp child custody/ or exp child
welfare/ or exp divorce/ or exp expert testimony/ or exp forensic psychiatry/
or exp jurisprudence/ or exp legal guardians/ or exp parents/ or "child
custody".mp.) insgesamt 119579 Einträge. Man wird also seine Suche
eingrenzen müssen.
12.6.2001: Süddeutsche Zeitung
vom 12.6.2001 (S.9): Frankreichs Väter machen Urlaub. Franzosen bekommen künftig nach der Geburt eines Kindes zwei Wochen frei- Sozialpolitiker sprechen von einer kleinen Revolution.
Zumindest erscheint diese praktische Massnahme (Kostenpunkt etwa 300 Millionen DM) als wahrscheinlich weit wirksamer als die deutsche Kampagne "Mehr Spielraum für Väter".
Durchgesetzt hat sie Segolene Royal, Staatssekretärin
für Kinder und Familie.(unverheiratet, 4 gemeinsame Kinder
mit dem Vorsitzenden der französischen Sozialistischen Partei,
Francois Hollande.) 73 Prozent der Franzosen stimmen dieser Massnahme
laut einer Umfrage vor der Beschlussfassung zu. Einmal in Jahr tritt
das französische Kabinett zu einer speziellen Familienkonferenz
zusammen bei der solche Beschlüsse fallen..
Der Bericht führt auf, dass Väter bisher in Frankreich 3 Tage Vaterschaftsurlaub beanspruchen konnten, in Dänemark 2 Wochen, Finnland 18 Tqge und Schweden 40 Tage.
29.5.2001: Zigarettenqualm - für Kinder hochgefährlich.
Mädchen und Jungen, deren Eltern rauchen, tragen
oft massive gesundheitliche Schäden davon.
So titelt die Süddeutschen Zeitung vom 29.5.2001 (München Teil, S.49) heute einen Bericht über ein Symposium, das zusammen mit der Stiftung Kindergesundheit veranstaltet wurde. Folgen des Rauchens während der Schwangerschaft und auch des Passivrauchens
sind den meisten bekannt. Besonders alarmierend ist aber nach den neuesten
Studien nicht nur der Grad der Schädigung bei Kindern, sondern
auch die Häufigkeit. ,,Wir leben in einem Raucherland"
lautet Resumee und Kritik der Ärzte. Das schlechte Beispiel
der Eltern hat zweifellos einen wesentlichen Anteil daran, dass mit
16 Jahren etwa die Hälfte der Jungen und 40 % der Mädchen
selbst "dabei" sind, und wegen der hohen Suchtwirkung des Nikotins die
größten Schwierigkeiten haben davon wieder loszukommen
. Obwohl uns dazu noch keine speziellen Studien vorliegen, geht zumindest aus Zuschriften an uns deutlich hervor, dass der Trennungs
/ Scheidungsstress die betroffenen Eltern und Kinder besonders häufig
zur Zigarette greifen läßt. Wir appelieren deshalb nicht
nur an alle Eltern, sondern auch an alle an der Prüfung des "Kindeswohls"
Beteiligten (Richter, etc.) diesem Problem ernsthaft Rechnung zu tragen.
24.5.2001: Vatertag!
Die Suche im deutschen "Blätterwald" ergab auch dieses Jahr nichts besonders bemerkenswertes zum Thema Vatertag, nur die üblichen Angebote aus der Gastronomie, Hinweise auf Feuerwehrfeste usw. Einige wenige Zeitungen weisen wenigstens auf den historischen Ursprung hin, so z. B. die Saarbrücker Zeitung
vom 23.5. Demnach rief eine Louisa Dodd, deren Vater im amerikanischen Bürgerkrieg kämpfte, 1910 zur Ehrung von Vätern auf. Präsident Calvin Coolidge gab dann 1924 eine Empfehlung für die Einführung eines Vatertages heraus, aber erst Präsident Richard Nixon machte 1974 den zweiten Sonntag im Juni (diesmal 17.6) zum offiziellen Vatertag in den USA. (In Österreich wird er am 10.6 gefeiert.). Trotz des geringen Stellenwertes
in Deutschland wünschen wir allen Vätern hier, dass sie den
heutigen Tag ganz im Sinne einer guten Kind-Vater-Beziehung verbringen
19.5.2001: Webseiten Statistik
: Neuer Besucherzähler.
Die gezielte Suche auf unseren Webseiten erfreute
sich größter Beliebtheit. Leider wurden für diese
Suchmaschine plötzlich hohe monatliche Gebühren verlangt.
Wir suchen deshalb noch nach einem Ersatz. Ohne jede weitere Ankündigung
wurde dann auch der Besucherzähler auf unserer home page vom
Netz genommen, so dass die gesamte damit verbundene Statistik für
uns verloren ging. Sie enthielt u. a. die Zahl der Zugriffe, aufgeschlüsselt nach Stunde, Tag (die meisten dienstags), Monat und Land. Natürlich sind Besucher aus Deutschland weitaus am häufigsten, aber obwohl wir unsere Webseiten nur in Deutsch anbieten (allerdings z. T. mit links zu anderssprachigen Webseiten), verzeichnen wir Besucher aus praktisch jedem Staat der Erde.
Eine etwas andere Art von Zugriffstatistik können
wir von unserem derzeitigen Service provider abrufen. Die Zahl der
,,sessions" gibt an wieviele unterschiedliche domains auf unsere
Webseiten zugegriffen haben. Nicht gezählt werden dabei mehrmalige
Zugriffe pro Tag oder Abrufe über einen proxy server. Demnach
verzeichneten wir im Zeitraum 1.4.99-30.4.2001 (25 Monate) 76032 sessions , mit einem derz. Durchschnitt von etwa 5100
/Monat. Weitaus größer ist nat. die Zahl der "hits" (373165)
oder der abgerufenen Seiten (228281 mit insgesamt 4,083389 kB). Wir
sehen in diesen Statistiken in erster Linie ein feedback über
unsere Arbeit, nicht einen
,,Schönheitswettbewerb." Daher interessiert uns
insbesondere welche Seiten jeweils am meisten Resonanz erzeugen.
Nicht allzu überraschend ist allerdings, dass die häufigsten
Zugriffe (als Ausgangspunkt) auf die vorliegende Seite (Aktuelles
im Überblick) erfolgen. Der heute installierte Besucherzähler
zählt lediglich, ohne jede Aufschlüsselung, die Zahl der Zugriffe
auf diese Seite, nicht also Besucher die über die Homepage, direkte
Zugriffe auf andere Seiten, auf Grund von Verweisen (links), Suchmaschinen
etc. zu uns finden.
19.5.2001: Leider verspätet, ein Hinweis auf einen wiederum interessanten Essay von Christine Brinck in der Süeddeutschen Zeitung vom 11.5.2001, S. 18: Die Mutter aller Steuern.
Kleine Kinder brauchen eine Familie: Warum staatliche
Fremdbetreuung keine Lösung ist. Obwohl in erster Linie
von Müttern die Rede ist, ein auch für Väter nachdenkenswerter
Beitrag zur aktuellen Diskussion um Teilzeitarbeit und Kinderkrippen
(Zitat: ,,Von der Kinderkrippe bis zur Scheidung haben die Kleinen andere
Glücksvorstellungen als ihre Erzeuger. Das hat überhaupt nichts
mit christkonservativen Vorstellungen von ,Kinder, Küche, Kirche'
zu tun.")
5.5.2001: Die Süddeutsche Zeitung
(SZ am Wochenende, Seite I) bringt heute den Aufsatz
von Rolf Lamprecht: ,,Der gnadenlose
Kampf ums Kind. Bei den meisten Scheidungsprozessen geht es um Macht
und Geld, nicht um Liebe – und die Familienrichter sind hilflos."
Das Problem mit dem unbestimmten
Begriff ,,Kindeswohl" wird zunächst an Hand von Hinweisen auf
den vor dem Dorfrichter Azdak ausgetragenen Konflikt in ,,Der kaukasische Kreidekreis" von Bertolt Brecht
und die ebenso klassische Abhandlung von Joseph Goldstein, Anna Freud
und Albert Solnit, ,,Beyond the Best Interests
of the Child" , New York, The Free Press, 1973 deutsch:
Jenseits des Kindeswohls, Suhrkamp, Frankfurt, 1974) angerissen. Es folgen dann Beispiele aus der deutschen Gerichtspraxis zur Auswirkung
oft jahrelanger Konflikte zwischen den Eltern, beharrlicher Umgangsvereitelung
und Verteufelung des anderen Elternteils auf das "Kindeswohl" und den
"Kindeswillen". [Das Buch von Goldstein et al erschien 1984,1996 in einer
Neuauflage. Es gibt auch ein weiteres Buch dieser Autoren: Best Interests Of The Child: The Least Detrimental Alternative
by Joseph Goldstein (Herausgeber) mit Beiträgen von Anna Freud und Albert J. Solnit,
Simon and Schuster, 1998].
Zum Autor, Rolf Lamprecht, gibt es einen
der seine journalistische Tätigkeit
beschreibt, u.a. als langjähriger SPIEGEL Korrespondent und
als Buchautor.
27.4.2001: Die MONA LISA Redaktion teilt uns mit, dass das Thema "Elternzeit" für Vater, ,,Vaterschaftsurlaub mit Karriereknick?" (vgl. unsere Mitteilung vom 21.3.2001
) in der Sendung am Sonntag, 29.4. 2001, ZDF,
18h15 behandelt wird, mit einer Wiederholung in
3Sat am Mittwoch um 13h30. Es hätten sich erstaunlich wenige
Väter gemeldet, vielleicht weil sie keinen Karriereknick erleiden
oder diesen von vornherein nicht riskieren wollen? Wir meinen jedenfalls,
dass dieses Thema für alle "jungen" Väter wichtig ist, auch
weil sich dieser besondere Lebensabschnitt mit kleinen Kindern ja
später nicht mehr nachholen läßt.
Auszüge aus dieser Sendung sind auf den Webseiten des ZDF
20.4.2001: Informationen zur deutsch-französischen parlamentarischen Mediationsgruppe zu Sorgerecht / Kindesentführung kann man auf
den Webseiten der Mitglieder Pierre Cardo (F)
und Angelika Schwall-Düren
finden. Darunter sind aktuell die jeweiligen Zwischenberichte aus Frankreich
(html file) und Deutschland
16.4.2001: Für die bisherige Suchmaschine für unsere Webinhalte werden jetzt leider ziemlich plötzlich recht erhebliche Gebühren verlangt. Wir suchen daher noch nach einem Ersatz.
10.4.2001: ARD Plusminus 21h55 wird sich u.a. mit Gutachtern in Familiensachen
befassen. HEUTE!
8.4.2001: Der Zugriff auf unsere Seiten war leider längere Zeit wegen technischer Probleme bei unserem Provider nicht möglich (funktionierte aber wenigstens teilweise bereits wieder unter unserer Alternativaddresse http://www.vaeterfuerkinder.org
8.4.2001: Unsere Webseiten zu Internationaler Kindesentführung
wurden aktualisiert, einschliesslich der Seiten die die Handhabung solcher Fälle in Deutschland
betreffen. Erfreulicherweise gibt es auch Berichte von
erfolgreichen Rückführungen oder der Herstellung von Umgangskontakten.
Auch auf der offiziellen (politischen) Ebene hat man sich weiter mit
diesem Thema beschäftigt. Die vierte Konferenz der Special Commission
zum Haager Übereinkommen über die zivilrechtlichen Aspekte
internationaler Kindesentführung fand vom 22-28.
in Den Haag statt. Ein Abschlussbericht liegt uns allerdings
derzeit noch nicht vor.
Am 7. März, 2001 fand ein Hearing des HOUSE COMMITTEE
ON INTERNATIONAL RELATIONS mit SECRETARY POWELL statt, bei dem das
Thema Internationale Kindesentführung ebenfalls zur Sprache kam.
Der Abgeordnete Nick Lampson
aus Texas nimmt sich dieses Themas besonders an, ebenso wie der französiche Abgeordnete Pierre
, auf dessen neue Webseiten wir hier auch hinweisen möchten.
Diese Webseiten enthalten insbesondere die ausführlichen Zwischenberichte
der französisch-deutschen Parlamentarierkommission, zu Sorgerechtsfragen,
deren Mitglied er ist. Zu finden ist auch der Bericht von Mary Banotti,
M. E. P. über die Initiative Frankreichs zum Umgangsrecht
(vgl. unsere Mitteilung vom 25.2.2001).
21.3.2001: Ein Aufruf von MONA LISA
(ZDF) zum einem aktuellen Thema (vgl.
auch "Mehr Spielraum für Väter", hier unter 9.3.2001
Hallo liebe Väter für Kinder,
Mona Lisa nimmt sich mal wieder der Männer an. Für
unsere Sendung "Mann oh Mann" am 8. April suche ich einen Vater,
der in Erziehungsurlaub gegangen ist und dadurch einen Karriereeinbruch
hatte. Wie waren die Reaktionen von Arbeitgeber, Kollegen, Freunden
etc.? Hintergrund der Geschichte ist, dass das Bundesfamilienministerium
die Erziehungszeiten für Väter nachdrücklich befürwortet,
aber tatsächlich nur ca. 2% der Väter es in die Tat umsetzen.
Einer der Gründe: die Angst vor einem Karriereknick (?). Können
Sie mir weiterhelfen und meine Redaktions-Nr. an Betroffene weiterleiten,
bitte? Bis Ende der Woche sollte ich einen Gesprächspartner
Svetlana Makivic, Red. Mona Lisa
mailto:Makivic.S@zdf.de
Redaktion Mona Lisa des ZDF: 089-9955-1182 (10-18h)
mobil: 0179-1086823 (9-21h)
Wir, von Mona Lisa, unterstützen Erziehungszeiten
für Väter und dass wird auch in diesem Filmbeitrag rüberkommen. Nur leider scheint die Akzeptanz in der Wirtschaft und Gesellschaft noch nicht so sehr hoch zu sein (?).
21.3.2001: Aus einer Mitteilung die uns gerade zugegangen ist, entnehmen wir dass die schon erwähnte Sendung (
zu Internationaler Kindesentführung bereits heute, 23h MEZ, von CNN gesendet wird, einschliesslich zusätzlicher live Interviews.
Every year thousands of children
are taken by one of their parents without the permission of
the other parent. Getting the children back or even obtaining visitation rights can be a long and painful experience.
When the parent and children have fled to another country,
the problem can seem insurmountable. Insight looks at the
problem of international child abduction by parents and
asks what can be done to improve a flawed system.
21.3.2001: Morgen
beginnt, wie wir schon vor einigen Tagen kurz berichteten
, das vierte offizielle Treffen der Mitgliedstaaten (
) der Mitgliedstaaten des Haager Übereinkommens über die zvilrechtlichen Aspekte internationaler Kindesentführung.
AktuelleInformationen darüber können den Webseiten
der Haager Konferenz
entnommen werden. (Die meisten davon sind allerdings
nur als WORD Dokumente zum Herunterlagen bereitgestellt.) Darunter
sind mehrere Berichte, z. B. zum Umgang nach Art. 21
und eine umfangreiche statistische Zusammenfassung
, die auf einer detaillierten Befragung
zur Handhabung des Übereinkommens beruht. Die Antwort
des deutschen Justizministeriums ist darin allerdings derzeit noch
nicht enthalten. Ein zusammenfassender Bericht über die letzte
solche Konferenz (
) ist ebenfalls verfügbar.
auf diese Konferenz diente auch das NCMEC/ICMEC Forum über Internationale Kindesentführung,
Alexandria, V. A. , 1-2. Nov. 2000
. Eine dort beschlossene Resolution
empfiehlt die Erarbeitung eines "Best Practice
Guide" für die Handhabung von Kindesentführung
(Doc files von uns umgewandelt als web page). Ein Vorschlag dazu
wurde zuvor schon von der Common Law Judicial Conference on International Child Custody
(Washington, D.C., September 17-21, 2000) von Richtern
aus sechs Nationen erarbeitet (umgewandelt als web page
Wohl aus Anlass dieser Tagung widmete CBS seine in den USA sehr populäre Sendung "Sixty Minutes" am Sonntag zur Hauptsendezeit dem Thema Internationale Kindesentführung (u.a. nach Deutschland.) Der Bericht der vielen auch hier durch ihre Berichte aus Krisengebieten bekannten CNN chief international correspondent Christiane Amanpour soll am Donnerstag
, 22.3.2001 , auch hier von CNN
ausgestrahlt werden. (Die Sendezeit ist uns leider noch nicht bekannt.)
20.3.2001: Wir wurden gebeten den folgenden Aufruf zu veröffentlichen (Hervorhebungen durch uns):
TV-München sucht Gäste für Fernsehsendung!
Im Rahmen unserer täglichen Sendung "andrea" auf TV-München suchen wir Gäste aus dem Münchner Raum, die sich zum Thema "Ehen in München - Rosenkrieg oder Zweisamkeit?" an einer Diskussion beteiligen möchten. Die Aufzeichnung ist am 28.03.01 um 20.30 Uhr!
Dazu suchen wir Menschen, die schon Erfahrungen (ob positive oder negative!) mit der Ehe gemacht haben, oder aber die Ehe als veraltet empfinden und niemals heiraten würden! Oder natürlich auch Väter, die nach einer Scheidung Probleme mit dem Sorgerecht haben. Bei Interesse melden Sie sich bitte unter folgender Telefonnummer: 089/42041480 oder per Mail unter andreag@tvm.de
Redaktion "andrea"
17.3.2001: Die Mitgliedstaaten
des Haager Übereinkommens über die zivilrechtlichen Aspekte internationaler Kindesentführung
treffen sich alle 4 Jahre um die Funktion des Übereinkommens zu überprüfen. Das vierte solche Treffen (Fourth Special Commission) findet vom 22-28 März, 2001 statt. Daran wird das
for Missing and Exploited Children (Europe)
als "Observer" teilnehmen und im Detail die auf dem NCMEC/ICMEC Forum über Internationale Kindesentführung, Alexandria, V. A. , 1-2. Nov. 2000 verabschiedete Resolution erläutern (VfK e.V war Teil der deutschen Delegation, vgl. Tagungsbericht
). Wir möchten auf die hiezu von ICMEC herausgegebene kurze Stellungnahme verweisen, die auf deren Homepage unter "News" zu finden ist (oder hier Impressum
). Sie wendet sich gegen einzelne Bestrebungen, Mediation Teil des Übereinkommens zu machen, weil die damit verbundenen Verzögerungen das Kernprinzip des Abkommens, "Sofortige Rückführung" und ev. Sorgerechtsentscheidungen im Staate des gewöhnlichen Aufenthaltes, stark aushöhlen würden. Selbstverständlich wird aber Art. 7
des Übereinkommens voll unterstützt, nach dem die Zentralen Behörden kooperieren sollen, um die freiwillige Rückgabe des Kindes sicherzustellen oder eine gütliche Regelung
der Angelegenheit herbeizuführen. Voll unterstützt wird
selbstverständlich auch die Rolle der Mediation bei der Anbahnung
von späteren Umgangskontakten.
VfK e. V. wurde gerade in letzter Zeit über einige sehr erfreuliche Entwicklungen in Fällen internationaler Kindesentführung von und nach Deutschland
informiert, die zum Teil vor nicht allzu langer Zeit
noch für grosse Schlagzeilen sorgten. (Gerade deshalb wollen
wir darüber hier nicht namentlich berichten, sondern den Betroffenen, vor allem den Kindern, ganz die Ruhe gönnen die sie zur Aufarbeitung des erlittenenen Traumas wahrscheinlich noch benötigen.) Bei der Auffindung der Kinder, und vor allem bei der Wiederherstellung von Umgangskontakten
(in einem deutsch-amerikanischen Fall sogar erst nach Jahren) hat sich
Mediation und das Zusammenwirken öffentlicher Stellen (einschliesslich
der parlamentarischen deutsch-französischen und deutsch-amerikanischen
Kommissionen), privater Organisationen und auf das Kindeswohl bedachter
Anwälte bestens bewährt.
: Im deutschen Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend
sucht man zwar noch vergeblich nach einer Männer-
oder Väterabteilung, aber das Aktionsprogramm zur Vereinbarung
von Familie und Beruf und der Stärkung der Rolle von Vätern
,Mehr Spielraum für Väter"
verdient Beachtung (vgl. Pressemitteilung des Ministeriums),
genau so wie manches was gestern auch zum Weltfrauentag zu hören
war und, statt einseitiger Schuldzuweisung, konstruktiv in die selbe
Richtung weist. Es müssen, im Sinne einer wirklichen Gleichstellung
und Partnerschaft bei der Kindererziehung, Rahmenbedingungen geschaffen
werden, die Müttern und Vätern gleichermassen erlauben,
Familie und Beruf zu vereinbaren, sofern sie das wünschen, also
auch ,,Mehr Spielraum für Mütter" und
als unabdingbare Voraussetzung, ein entsprechender finanzieller
Spielraum . Ob das neue Bundeserziehungsgeldgesetz
(Achtung: lange Ladezeiten) und die Einführung von "Elternzeit" diese Ansprüche wenigstens annähernd erfüllen, bleibt zu prüfen oder abzuwarten. Dass erst jetzt der Ruf nach mehr Kinderhorten und nach Ganztagschulen, die ausserhalb Deutschlands längst selbstverständlich sind, wieder laut wird, mag erstaunen (oder erinnert vielleicht an die schier ewige Ladenschlussdebatte). Flexiblere Arbeitszeiten und Heim(Tele)arbeit können ebenfalls eine bessere Vereinbarung von Familie und Beruf erlauben. Eine anderswo schon vor Jahrzehnten bewährte und für kleine Kinder wahrscheinlich in vielem bessere Methode, nämlich sie in das Berufsleben zu integrieren (wie das übrigens im bäuerlichen, ländlichen Rahmen schon immer selbstverständlich war) scheint man hier allerdings noch kaum "entdeckt" zu haben: Kinderhorte in den Betrieben . Wenn man dann auch mehr Kinder in den Betriebskantinen sieht, würde das sicher auch zu mehr Kinderfreundlichkeit beitragen. Echte Partnerschaft bei der Kindererziehung und die verinnerlichte Erkenntnis, dass auch der Partner (die Mutter) genau dasselbe Recht auf beruflichen Erfolg, Anerkennung und Kontakte außerhalb der Familie hat, würde auch viel zur Reduzierung von Problemen beitragen, über die wir hier leider immer wieder berichten müssen, insbesondere, wenn diese Einsichten früh genug, vor einer Krise in der Partnerschaft, umgesetzt werden.
6.3.2001: Auch aus dem amerikanischen "Familienministerium" (Department of Health and Human Services) ist eine interessante Stellenbesetzung zu melden: Präsident Bush
hat am 28.2.2001 die Nominierung des Kinderpsychologen
und Präsidenten der National Fatherhood Iniative
, Dr. Wade Horn zum Assistant Secretary (Stellv. Minister) für Family Support bekanntgegeben. Dr. Horn hat zahlreiche Bücher und Aufsätze zu Vaterthemen geschrieben, z. B "
", und unter anderem auch in einer regelmässigen
Kolumne der Washington Times ,,Fatherly Advice". Auch wir schon
mehrmals über ihn berichtet (z. B über seine Anhörung
zum "Fathers Count Act of 1999
"). Dr. Horn war übigens schon unter Präs. Bush
Senior United States Commissioner for Children, Youth and
Families ( 1989-1993).
4.3.2001: Im österreichischen Frauenministerium (der jetzige offizielle Titel ist allerdings Bundesministerium für soziale Sicherheit und Generationen) ist eine MÄNNERABTEILUNG eingerichtet worden, die sich im Sinne der Gleichstellung um männerspezifische Belange, einschliesslich der Zusammenarbeit mit Männerorganisationen, kümmern
soll. Hier die offizielle Mitteilung:
Männerabteilung im BMSG
Die Rolle des Mannes in der Gesellschaft ist Veränderungen unterworfen. Viele Männer leiden unter dieser Rollenveränderung. Eine steigende Anzahl an Hilfesuchenden - unter anderem bei den Gleichbehandlungskommissionen -dokumentiert ein schwieriger gewordenes privates und berufliches Umfeld. Spezifische Männerprobleme betreffen den gesundheitlichen Bereich, Suchtprävention, familiäre Schwierigkeiten, Mobbing am Arbeitsplatz usw. sollen in der neu geschaffenen Männerabteilung eine Anlaufstelle finden.
Keineswegs werde es aber, laut Bundesminister Herbert Haupt - "um alle Befürchtungen zu zerstreuen" - irgendeine Einschränkung bei den ebenfalls in seinem Ressort verankerten Frauenagenden geben.---
Die Sektion III des Ministeriums, Frauenangelegenheiten, wird aber "selbstverständlich" von Frauen geleitet, auch die Sektion VI für Jugendangelegenheiten und besondere Familienangelegenheiten, die u.a. für Fragen des Familien-, Jugend,-Kinderrechts, Trennung. Scheidung, Mediation etc. zuständig ist. In dieser Sektion soll nach Pressemeldungen auch die "Männerabteilung" angesiedelt sein.
Mag. Haupt gehört der Freiheitlichen Partei an,
deren Vorsitzende die Vizekanzlerin und Bundesministerin für
öffentliche Leistung und Sport, Dr. Susanne Riess-Passer, ist.
25.2.2001: Die Vorschläge der Europaabgeordneten (aus Irland, seit 1984) Mary Banotti (u.a. sehr aktiv als European Parliament President’s Mediator for Transnationally Abducted
) zur Erweiterung des neuen Europäischen
Sorgerechtsabkommens (statt Brüssel II)
auch auf nichteheliche Kinder, sind von der der französischen
EU Präsidentschaft im 2. Halbj. 2000 akzeptiert worden. Sie wurden
vom Ausschuss für die Freiheiten und Rechte der Bürger, Justiz
und innere Angelegenheiten (Committee on Citizens' Freedoms and Rights,
Justice and Home Affairs) als "draft resolution" verabschiedet. Laut
von Mary Banotti
ist der Anteil nichtehelicher Kinder die von dieser Erweiterung profitieren über 20%. Allgemein soll das Abkommen die Anerkennung und Durchsetzung von Umgangsrechten, auch über Staatsgrenzen hinweg (innerhalb der EU), verbessern. Wir werden weitere Details bringen.
25.2.2001: Der Beschluss vom 11.12.2000 - 1 BvR 661/00 -, Art. 2 I i.V.m. Art. 20 III GG, §1684 BGB zur Verfahrensdauer (Untätigkeitsbeschwerde) ist jetzt im Volltext
beim Bundesverfassungsgericht abrufbar.
17.2.2001: Es lohnt von Zeit zu Zeit die Datenbank des Europäischen
Gerichtshofs für Menschenrechte zu besuchen, http://www.echr.coe.int
, nicht zuletzt deshalb, weil dies auch ermöglicht
einen Blick von "außerhalb" auf die uns an sich sattsam bekannten
Probleme zu werfen, z. B. mit dem Stichwort "Respect for family
life" (Artikel 8) oder "Access to court" (Artikel
6) . Eine solche Beschwerde betrifft die Umgangsprobleme
eines nichtehelichen Vaters, HOFFMANN v. GERMANY, Application
number 00034045/96 vom 15.7.1996. Sie wurde am 12.12.2000
mehrheitlich zur Entscheidung angenommen (ist aber noch nicht entschieden),
weil komplexe faktische und rechtliche Fragen unter der
angesprochen werden, die auf ihre Berechtigung
untersucht werden sollen. (Es fällt übrigens auf,
dass wohl der Großteil der Beschwerden nicht angenommen
wird, d. h. als "inadmissable" eingestuft wird.)
16.2.2001: Hilflosigkeit bei beharrlicher Umgangsverweigerung?
vom 26.10.2000 unter Az. 6 WF 168/00
: ,,Es besteht keine gesetzliche Grundlage für die Erzwingung
der Teilnahme an einer Begutachtung in Sorge- und Umgangsrechtsverfahren."
Der Vorsitzende hat der Mutter zunächst
die gegen sie sprechende Rechtslage erläutert. Der Sachverständige
hat sodann den Eltern angeboten, mit ihnen ein ergebnisoffenes Mediationsverfahren durchzuführen. Die Mutter hat jedoch diese Hilfe wie auch für sich und die Kinder jegliche Beteiligung an einer gutachterlichen Beurteilung
der anstehenden Gesamtproblematik strikt abgelehnt. Der Sachverständige,
ersichtlich resigniert, konnte keine Erklärung für das
uneinsichtige Verhalten der Mutter finden. ..... ,,Zur "Beruhigung“ des Vaters und als letztmaligen Appell des Senats
an die Mutter mögen die nachfolgenden Hinweise dienen:"
Es folgen Hinweise auf das Urteil des Europ. Gerichtshofs für Menschenrechte vom 13.07.2000 (
) und das Parental Alienation Syndrom
und schließlich: ..,,
wird das Amtsgericht nunmehr zu prüfen haben, ob nicht von
Amts wegen oder auf Antrag des Vaters, der sich zur Übernahme
des alleinigen Sorgerechts bereit erklärt hat, der Mutter das
Sorgerecht gemäß 1666 BGB
zu entziehen sein wird. Nach dem Eindruck, den der Vater im Termin hinterlassen hat, ist davon auszugehen, daß er das Umgangsrecht der Mutter uneingeschränkt gewährleisten wird."
13.2.2001: Hallo zusammen,
im Rahmen einer Studie über die "Emotionale Entwicklung
von Kindern alleinerziehender Väter" suchen wir DRINGEND (!!!)
noch alleinerziehende Väter, die bereit wären, an dieser
Untersuchung teilzunehmen. Es entstehen dabei keinerlei Kosten.
http://www.uni-saarland.de/fak5/ezw/personal/paulus/vaeterseite.htm
10.2.2001: Neben den vielen Klagen die uns über zu geringen oder völlig
verweigerten Umgang mit dem Kind erreichen, gibt es gelegentlich auch Zuschriften
die sich über eine mangelnde Wahrnehmung des Umgangs beklagen. Wir haben
dann stets dazu ermutigt, nach Versuchen zur Überzeugung dieses Elternteils
von der Wichtigkeit der Kontakte für das Kindeswohl, notfalls auch die
nach dem neuem Kindschaftsrecht einzuklagen. Wir freuen uns, dass wir nun erstmals auf ein entsprechendes Urteil (
AG Hann. Münden, FamG, rkr. Urteil vom 07.03.2000
) verweisen können. Auf ein Urteil (OLG Karlsruhe 1998 ) zur weitaus selbstverständlichen, schon im Grundgesetz
(Art. 6) verankerten Verpflichtung zur elterlichen Sorge
, auch gegen den Willen des betroffenen Elternteils, haben wir schon früher hingewiesen.
4.2.2001: Nicht nur wir haben ständig beklagt, dass die übliche Verfahrensdauer sehr oft dem kindlichen Zeitempfinden
arg zuwiderläuft und gravierende Folgen für das Kind und die Kind-Eltern-Beziehung haben kann. Das ist jetzt durch
einen Beschluss des Bundesverfassungsgerichts zur Verfahrensdauer bei
einer beharrlichen Umgangsvereitelung, einschließlich des Einsatzes
der "ultimativen Waffe", sexueller Missbrauchsvorwürfe, sehr
klar verdeutlicht worden: Beschluss vom 11.12.2000 - 1 BvR 661/00
-, Art. 2 I i.V.m. Art. 20 III GG, §1684 BGB. Bemerkenswert
an dieser wichtigen Entscheidung ist nicht zuletzt, dass die gesamte
Verfahrendauer vom Zeitpunkt des Umgangsantrages (allerdings wegen Missachtung
einer früheren Umgangsregelung aus 1996) mit "nur" 3 Jahren, 9 Monaten,
im Vergleich zu nicht wenigen uns bekannter Fälle sogar als sehr
"kurz" angesehen werden muss, wobei das Bundesverfassungsgericht selbst,
trotz erheblicher Überlastung, sogar innerhalb 8 Monaten entschied:
Familienrichter müssen schnell über
Umgang und elterliche Sorge entscheiden
31.1.2001: The Evolved Matriarchal American Family & Fatherhood
By Gerald L. Rowles, Ph.D
30.1.2001: Arnold Schwarzenegger über die Probleme Alleinerziehender, Vaterlosigkeit, Jugendgewalt etc.: Arnold Schwarzenegger
. The big guy is happiest when he's helping poor kids, saying
weird things about race and saving. By Christina Valhouli.
28.1.2001: Die Webseiten von Väter für Kinder e.V. sind jetzt auch unter dem domain Namen http://www.vaeterfuerkinder.org
erreichbar. Gleichzeitig möchten wir darauf hinweisen, dass unsere Webseiten bei AOL schon lange nicht mehr aktualisiert wurden und jetzt eingestellt werden. Bitte links entsprechend korrigieren.
Unser Aufnahmeformular
ist jetzt druckgerechter auch im pdf Format verfügbar
. Zum Ausdruck brauchen Sie lediglich den Adobe Acrobat
Reader, der im Internet (
) oder als Beigabe zu Computerzeitschriften etc. frei
verfügbar ist. Die Installation ist sehr einfach, fast automatisch.
20.1.2001: Literaturhinweis
: Der Psychoanalytiker Dr. phil. Lothar Schon promovierte mit einer psychoanalytischen Untersuchung vaterloser Jungen und Männer.
Er hat zu seinem Arbeitsschwerpunkt Psychoanalytische Familienforschung
die Bücher Entwicklung des Beziehungsdreiecks Vater- Mutter- Kind. Triangulierung als lebenslanger Prozeß. Taschenbuch - 158 Seiten (1995) Kohlhammer, Stgt
; ISBN: 3170130382
29,80 und Sehnsucht nach dem Vater. Die Dynamik der Vater- Sohn-
Beziehung. Gebunden, 327 Seiten (2000) Klett-Cotta, Stgt.; ISBN: 3608942009, DM 39,50 veröffentlicht
zu diesen Büchern wären uns sehr willkommen.
Vgl. zu diesem Themenkreis u.a. auch die Veröffentlichungen
von Helmuth Figdor, Matthias Franz et al
. und Horst Petri
12.1.2001: Programmhinweis: Mona Lisa, ZDF 14.01.2001,18:15 Uhr :
Scheidungskrieg - Wenn
Kinder zu Geiseln werden .
Eine Teilzusammenfassung ist online
bei ZDF.
Zu diesem Thema (insbes. Kindesentzug im Inland) auch MDR FAKT (ARD 15.01.2001) Kindesentziehung.
Die Haager Kinderrechtskonvention. Bericht: Simone Warias.
10.1.2001: Hinweis: Mittwoch, den 10.01.2000 bei Günter Jauch STERN TV (RTL 22:oo Uhr) ein größerer Beitrag mit anschließender Live Diskussion. Thema: Internationale Kindesentführung (?) Spiegel TV Beitrag vom 7.1.2001 wurde verschoben.
6.1.2001: Zur Berichterstattung über den Fall Becker gegen Becker und TV Sendung am Sonntag 7.1.2001.
19.12.2000: Scheiden tut weh.
private Glücksmaximierung der Eltern endet nur allzu oft im
Unglück ihrer Kinder - Debatte Von Christine Brinck, DIE WELT, Dienstag, 19. Dezember 2000

References: §1685
 § 1684
 §1
 Art. 6
 §3
 §3
 §1
 Art. 6
 §1
 EGMR 
 EGMR 
 EGMR 
 EGMR 
 Art. 17
 § 1671
 §1666

§1687
 §1628
 §1579
 §1611
 §1611
 Art. 13
 Art. 3
 Art. 21
 Art. 7
 Art. 2
 Art. 20
 §1684
 Art. 2
 Art. 20
 §1684