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Timestamp: 2019-02-22 07:19:15+00:00

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Gemäß § 6 Abs. 1 Nr. 2b EStG haben Steuerpflichtige, die in den Anwendungsbereich des § 340 HGB fallen, eine Bewertung mit dem beizulegenden Zeitwert durchzuführen. Dabei ist im Rahmen der Bewertung ein Risikoabschlag abzuziehen. Erfasst von dieser Regelung sind Finanzinstrumente des Handelsbestands bei Kreditinstituten. Fraglich war bisher, wie bei einer Umqualifizierung von Umlauf- zu Anlagevermögen zur verfahren sei. Hierzu nimmt das aktuelle BMF-Schreiben Stellung.
§ 6 Abs. 1 Nr. 2b EStG regelt, dass Finanzinstrumente des Handelsbestands bei Kreditinstituten mit dem beizulegenden Zeitwert abzüglich eines Risikoabschlags in der Steuerbilanz zu bewerten sind. Damit bezieht sich diese Regelung dem Grunde nach auf Umlaufvermögen. Bisher hat die Finanzverwaltung keine Aussage darüber getroffen, was passiert, wenn die Handelsabsicht aufgegeben und eine Umwidmung von Umlauf- zu Anlagevermögen vorgenommen wird.
Damit war bisher offen, ob die Bewertung mit dem beizulegenden Zeitwert abzüglich eines Risikoabschlags auch dann weitergilt. Mittlerweile äußert sich das BMF zu diesem Problembereich. Dabei trifft das BMF zwei Kernaussagen. Zum einen hält es eine grundsätzliche Umwidmung in den Grenzen des § 340e HGB für möglich.
Daneben äußert sich das BMF auch zur dann vorzunehmenden Bewertung. Im BMF-Schreiben wird zum Ausdruck gebracht, dass eine Umwidmung die Aufgabe der Bewertung zum beizulegenden Zeitwert zur Folge hat. Wird die Handelsabsicht aufgegeben und erfolgt damit eine Aufnahme in das Anlagevermögen, so ist gemäß § 6 Abs. 1 Nr. 2 EStG mit den Anschaffungskosten bzw. dem an deren Stelle tretenden Wert oder dem niedrigeren Teilwert zu bewerten.
Außerdem stellt das BMF in seinem Schreiben klar, dass eine vorgenommene Umwidmung für steuerliche Zwecke bei der Anwendung des § 8 Abs.7 Satz 1 KStG nicht zu berücksichtigen ist. Das BMF hält in diesem Zusammenhang die handelsrechtliche Qualifizierung für maßgeblich.

References: § 6
 § 340

§ 6
 § 340
 § 6
 § 8