Source: https://www.diebewertung.de/durchsuchungen-bei-der-schilling-bank-und-weiteren/
Timestamp: 2017-10-21 23:01:11+00:00

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Durchsuchungen bei der Bank Schilling und weiteren – Diebewertung
Durchsuchungen bei der Bank Schilling und weiteren
Ende der vorigen Woche durchsuchten Kriminalpolizei und die Staatsanwaltschaft Würzburg mit Unterstützungskräften der Bayerischen Bereitschaftspolizei aufgrund gemeinsam geführter Ermittlungen wegen gewerbsmäßigen Betruges insgesamt 13 Objekte in Unterfranken. Wie die Polizei berichtet, waren hiervon auch die Geschäftsräume der Privatbank Schilling in Hammelburg betroffen.Wie Medien weiter berichten, besteht gegen die nun Beschuldigten der Anfangsverdacht, sich im Zeitraum von 2004 bis 2013 betrügerisch die Mehrheitsanteile an einer Gesellschaft verschafft zu haben bzw. daran beteiligt gewesen zu sein. Die nun geschädigten früheren Anteilseigner sollen durch die Beschuldigten unter Vorspiegelung hoher Verlustrisiken zu einem Verkauf ihrer Gesellschaftsanteile weit unter deren Wert gebracht worden sein. Die Bank Schilling & Co AG ist eine Privatbank mit Sitz in Hammelburg. Laut eines Sprechers der Bank betrifft die Durchsuchung nicht die Bank selber, sondern einen Kunden der Bank.
Das ist die Bank Schilling:
Lagebericht zum 31. Dezember 2015
Die Geschäftsbereiche der Bank Schilling & Co Aktiengesellschaft liegen schwerpunktmäßig in der ganzheitlichen Vermögensberatung von Privatpersonen, Unternehmern, Familien und Stiftungen sowie in der Vermögensverwaltung. Des Weiteren zählen die Ausreichung von Krediten an Privatkunden, mittelständische Unternehmen bzw. Gewerbetreibende und Freiberufler sowie der Rentenhandel mit institutionellen Anlegern zu unserem Kerngeschäft. In den Bereichen Versicherungs- und Immobilienvermittlung, Leasing, Vorsorge- sowie Risikomanagement agieren wir seit vielen Jahren mit unseren Tochtergesellschaften.
Einschließlich der Filiale in unserem Stammhaus Hammelburg sind wir mit 15 Filialen und zwei Geschäftsstellen in Bayern, Hessen, Rheinland-Pfalz und Thüringen vertreten.
Die deutsche Wirtschaft blieb auf Expansionskurs. Eine zentrale Rolle für die robuste binnenwirtschaftliche Entwicklung spielten dabei unter anderem der niedrige Erdölpreis und die nach wie vor anhaltend positive Lage auf dem Arbeitsmarkt mit einer relativ hohen Beschäftigungsquote.
Trotz einem von Unsicherheiten geprägten Umfeld und hoher Volatilität an den Finanzmärkten konnte die Bank Schilling ihr gestecktes Ziel erreichen.
Die Bilanzsumme belief sich zum 31. Dezember 2015 auf TEUR 1.041.970. Darin zeigt sich die positive Entwicklung des Kundenkreditgeschäftes durch den Anstieg der Forderungen an Kunden, die zum Bilanzstichtag um TEUR 30.163 auf TEUR 519.991 gegenüber dem Vorjahr angewachsen sind. Das Wertpapiervermögen wurde dagegen auf TEUR 393.057 zurückgefahren und lag mit TEUR 53.112 bzw. 11,9 % unter dem Vorjahresniveau von TEUR 446.169.
Auf der Passivseite der Bilanz entfällt der größte Teil des Volumens auf die Verbindlichkeiten gegenüber Kunden, die um TEUR 30.843 bzw. 3,9 % auf TEUR 817.160 angestiegen sind. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten beliefen sich auf TEUR 105.069 und somit TEUR 39.000 (27,1 %) unter dem Stand des Vorjahres in Höhe von TEUR 144.069.
Bereits zum Bilanzstichtag konnte ein auf TEUR 78.200 gestiegenes Kernkapital (Tier 1) und Eigenmittel in Höhe von TEUR 83.726 ausgewiesen werden. Die Zuführung zum Fonds für allgemeine Bankrisiken nach § 340g HGB am Jahresende 2015 von TEUR 5.307 sowie die Einstellungen in die anderen Gewinnrücklagen stärken nach Feststellung des Jahresabschlusses die Eigenmittel zusätzlich und bieten gute Voraussetzungen für die Geschäftsentwicklung.
Im individuellen Vermögensmanagement sowie der Vermögensverwaltung konnten wir im Berichtsjahr wiederum Zuwächse in der Neukundenakquise und auch im Ertrag erzielen.
TEUR 2013
Zinserträge 23.865 26.832 27.771
Zinsaufwendungen -5.146 -7.750 -12.312
Lfd. Erträge aus Aktien und Beteiligungen 495 992 1.116
Zinsüberschuss 19.214 20.074 16.575
Provisionserträge 17.390 15.552 13.937
Provisionsaufwendungen -1.981 -1.727 -1.365
Provisionsüberschuss 15.409 13.825 12.572
Nettoertrag des Handelsbestands 3.234 3.010 3.888
Sonstige betriebliche Erträge 1.899 2.022 1.730
Personalaufwand -15.276 -14.328 -13.755
Sonstiger Verwaltungsaufwand -8.181 -7.644 -7.627
Saldo der übrigen betrieblichen Erträge und Aufwendungen -2.271 -1.394 -206
Zuführung zum Fonds für allgemeine Bankrisiken -5.307 -6.768 -5.100
Steuern -4.371 -4.442 -3.730
Jahresüberschuss 4.350 4.355 4.347
Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 1 2 2
Einstellungen in Gewinnrücklagen -2.175 -2.208 -2.279
Bilanzgewinn 2.176 2.149 2.070
Der Zinsüberschuss hat sich nach überdurchschnittlich hohem Niveau des Vorjahres, wie im Voraus prognostiziert, geschmälert. Er war, hauptsächlich aufgrund des weiteren Rückgangs der Zinsmarge, mit TEUR 19.214 um TEUR 860 niedriger als im Vorjahr.
Bei dem Provisionsüberschuss setzte sich die positive Entwicklung, insbesondere bei dem Ergebnis aus der Vermögensverwaltung und -beratung sowohl in der Volumensteigerung als auch in dem Ertrag, fort. Zusätzlich waren bei der Vermittlung langfristiger Kredite an unsere Kooperationspartner Zuwächse zu verzeichnen.
Die Erhöhung des Postens „Nettoertrag des Handelsbestands“ um TEUR 224 auf TEUR 3.234 war hauptsächlich auf die Ausweitung des Umsatzes zurückzuführen.
Ursächlich für die Erhöhung des Personalaufwandes war, neben allgemeinen Gehaltssteigerungen, hauptsächlich die personelle Aufstockung unserer Beraterteams in den Filialen. Innerhalb des sonstigen Verwaltungsaufwandes resultierte die Erhöhung im Vergleich zum Vorjahr im Wesentlichen aus gestiegenen EDV-Kosten und der kundenfreundlichen Gestaltung des Eingangsbereiches unseres Bankgebäudes in Hammelburg.
Die Erhöhung des negativen Saldos der übrigen betrieblichen Erträge und Aufwendungen in 2015 um TEUR 877 ist im Wesentlichen durch niedrigere Kurs- bzw. Einlösegewinne bei gleichzeitig höherem Abschreibungsbedarf der festverzinslichen Wertpapiere geprägt.
ba) Kapitalstruktur
Zusammensetzung der Eigenmittel am Bilanzstichtag
Kernkapital (Tier 1) 78.200 69.139 61.787
Ergänzungskapital (Tier 2) 5.526 8.853 18.196
Haftendes Eigenkapital / Eigenmittel 83.726 77.992 79.983
Eigenmittelgrundsatz
Gewichtete Risikoaktiva,
Marktrisikopositionen und operationelle Risiken 601.808 573.250 568.775
Anrechenbare Eigenmittel 83.726 77.992 79.983
Untergrenze 31.12.2015 31.12.2014 31.12.2013
2015 2014 % % %
Gesamtkapitalquote 8,0 % 8,0 % 13,9 13,6 14,1
Kernkapitalquote 6,0 % 5,5 % 13,0 12,1 10,9
Harte Kernkapitalquote 4,5 % 4,0 % 13,0 12,1 –
bb) Risikovorsorge
Für die Kundenforderungen besteht durch die Bildung von notwendig bemessenen Einzelwertberichtigungen und Rückstellungen ausreichend Kreditabsicherung. Dem latenten Kreditrisiko wurde durch die Bildung einer Pauschalwertberichtigung Rechnung getragen.
bc) Liquidität
Zum 31.12. betrug 2015 2014 2013
die Liquiditätskennzahl 2,87 2,20 2,10
Aufgrund der gesamten Geschäftsstruktur, der allgemeinen Geschäftslage und der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung rechnen wir in absehbarer Zeit nicht mit einer wesentlichen Veränderung der Liquiditätslage. Verfügungsbeschränkungen und Verpfändungen bestehen hauptsächlich im Offenmarktgeschäft und im Rahmen von echten Pensionsgeschäften (Repos) sowie im klassischen Sonderrefinanzierungsgeschäft.
Neben der Refinanzierung über Einlagen nutzte die Bank die Refinanzierungsmöglichkeiten vor allem über Repo- und Offenmarktgeschäfte sowie in eingeschränktem Umfang die Refinanzierungsmöglichkeiten des Interbanken-Geldhandels.
ca) Bilanzentwicklung
TEUR % TEUR % TEUR
Barreserve 25.230 2,4 4.340 0,4 18.306 1,8
– Kreditinstitute 70.578 6,8 70.855 6,8 89.325 8,7
– Kunden 519.991 49,9 489.828 46,7 475.892 46,2
Wertpapiere 393.057 37,6 446.169 42,6 406.368 39,5
Beteiligungen und Anteile an verbundenen Unternehmen 9.531 1,0 9.544 1,0 9.544 1,0
Treuhandvermögen 5.834 0,6 8.753 0,8 11.793 1,1
Sachanlagen 9.735 0,9 9.904 0,9 10.383 1,0
Sonstige Aktiva 8.014 0,8 8.389 0,8 7.688 0,7
Bilanzsumme 1.041.970 100,0 1.047.782 100,0 1.029.299 100,0
– Kreditinstituten 105.069 10,1 144.069 13,7 133.985 13,0
– Kunden 817.160 78,4 786.317 75,1 779.322 75,8
Treuhandverbindlichkeiten 5.834 0,6 8.753 0,8 11.793 1,1
Sonstige Passiva 2.616 0,2 2.976 0,2 2.981 0,3
Rückstellungen 6.293 0,6 6.090 0,6 7.169 0,7
Nachrangige Verbindlichkeiten 7.984 0,8 10.112 1,0 10.569 1,0
Genussrechtskapital 9.068 0,9 9.108 0,9 12.178 1,2
Fonds für allgemeine Bankrisiken 32.565 3,1 27.258 2,6 20.490 2,0
Gezeichnetes Kapital 24.064 2,3 24.064 2,3 24.064 2,3
Offene Rücklagen 29.141 2,8 26.886 2,6 24.678 2,4
Bilanzgewinn 2.176 0,2 2.149 0,2 2.070 0,2
cb) Bilanzunwirksame Ansprüche und Verpflichtungen
Verbindlichkeiten aus Bürgschaften und Gewährleistungsverträgen 45.417 34.771 18.223
Unwiderrufliche Kreditzusagen 40.602 21.543 24.834
Darüber hinaus bestehen Devisentermingeschäfte zur Absicherung von offenen Positionen im Kundengeschäft.
d) Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren
Zu den bedeutsamsten finanziellen Leistungsindikatoren zählt für uns unter anderem die Cost-Income-Ratio (CIR), die zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2015 bei 61,73 % (Vj. 59,62 %) lag.
Entwicklung des Personalbereiches
Vollzeitbeschäftigte 175 180 173
Teilzeitbeschäftigte 62 59 58
insgesamt 237 239 231
davon Auszubildende 16 17 16
In 2015 waren durchschnittlich 237 Mitarbeiter/-innen bei der Bank Schilling & Co Aktiengesellschaft beschäftigt, gegenüber 239 im Vorjahr. Während die durchschnittliche Zahl der Vollzeitbeschäftigten in 2015 teilweise durch Arbeitszeitreduzierungen leicht gesunken ist, sind die Teilzeitstellen demgegenüber angestiegen. Der Frauenanteil lag zum 31. Dezember 2015 mit 50,2 % geringfügig über dem Vorjahresstand von 50,0 %.
Die Nachwuchsförderung hat einen hohen Stellenwert in unserem Hause. 16 Berufsstarter befanden sich im Jahresdurchschnitt 2015 in der Ausbildung. Um diese attraktiv zu gestalten, bieten wir sowohl eine Ausbildung zum/zur Bankkaufmann/-frau als auch ein duales Studium zum Bachelor of Arts (B.A.) im Studiengang BWL-Bank in Zusammenarbeit mit der Dualen Hochschule Baden-Württemberg an. Fünf junge Leute, darunter zwei duale Studenten, begannen im Jahr 2015 eine Ausbildung. Sieben Mitarbeiter/-innen haben ihre Bankausbildung im Jahre 2015 erfolgreich abgeschlossen und wurden in ein Angestelltenverhältnis übernommen, da wir bei der Neubesetzung von Arbeitsplätzen verstärkt den eigenen Nachwuchs berücksichtigen.
Tradiertes Wissen und eine fundierte Aus- und Weiterbildung sind die Grundlagen für beste Ergebnisse. Mit kontinuierlichen Fortbildungsmaßnahmen unterstützen wir die andauernde Bereitschaft unserer Mitarbeiter/-innen zur Weiterbildung. Eine Vielzahl von Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen nehmen laufend an Seminaren bei verschiedenen namhaften Bildungseinrichtungen, an Inhouse-Schulungen, webbasierten Trainings und Fernlehrgängen sowie an englischen Sprachkursen teil.
Mehrere Mitarbeiter/-innen erweiterten im zurückliegenden Geschäftsjahr ihre Kompetenzen mit einer berufsbegleitenden Weiterbildung zum/zur Bankfachwirt/-in und Wirtschaftsfachwirt/-in sowie ein Mitarbeiter zum Wirtschaftsinformatiker (HWK). Eine Mitarbeiterin bereitet sich auf die Steuerberaterprüfung vor. Vier Mitarbeiter/-innen haben ihre Prüfung zum/zur Bankfachwirt/-in im Jahr 2015 erfolgreich bestanden.
e) Gesamtaussage
Insgesamt stellen sich die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage als gut dar.
Wesentliche Ereignisse nach dem Bilanzstichtag, die für die Beurteilung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Bank von Bedeutung sind, haben sich nicht ergeben.
Die künftige wirtschaftliche Entwicklung planen wir auf Basis von Annahmen, die aus heutiger Sicht als wahrscheinlich erscheinen. Die Planungen und Aussagen zur zukünftigen Entwicklung sind jedoch mit Risiken und Unsicherheiten behaftet. Diese und andere Faktoren können dazu führen, dass die tatsächlichen Ergebnisse, die Finanzlage oder die Entwicklungen wesentlich von den hier abgegebenen Einschätzungen abweichen. Für die zukunftsgerichteten Aussagen können wir keine Haftung übernehmen.
a) Gesamtwirtschaftliche Entwicklung
Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung sehen wir positiv. Die hohe Volatilität an den Finanzmärkten ist bei dieser Einschätzung aber in der Beurteilung zu beachten.
b) Branchenentwicklung
Die Bankenwelt steht durch das derzeit herrschende extrem niedrige Zinsniveau und angesichts der kontinuierlich steigenden aufsichtsrechtlichen Anforderungen vor großen Herausforderungen. Des Weiteren wird sich durch das veränderte Kundenverhalten in Verbindung mit fortschreitender Digitalisierung der Finanzgeschäfte der harte Wettbewerb mit Direktbanken und Anbietern digitaler Beratungssysteme verschärfen. Erforderliche Investitionen in digitale Finanzprozesse werden daher die Ertragsentwicklung zusätzlich belasten und rücken das Kostenmanagement und die Produktivitätssteuerung immer mehr in den Fokus.
Mit unseren Geschäftsfeldern Vermögensverwaltung und -beratung, dem Kreditgeschäft, dem Rentenhandel sowie in Zusammenarbeit mit unseren Tochterunternehmen in den Bereichen Versicherungs- und Immobilienvermittlung, Leasing und dem Vorsorgemanagement sehen wir uns gut aufgestellt. Wir grenzen uns bei der persönlichen und umfassenden Beratung sowie der Fachkompetenz vom Wettbewerb ab und messen der ganzheitlichen Beratung nach wie vor große Bedeutung bei. Bei hochsensiblen Finanzthemen bleiben unumstritten das persönliche Gespräch und die Entwicklung maßgeschneiderter Anlagekonzepte der bestmögliche Weg. Die Neuakquisition von Kunden behält weiterhin Priorität.
Wir gehen von einer Fortdauer des historisch niedrigen Zinsniveaus aus, was den Zinsüberschuss weiter unter Druck geraten lässt.
Im Einlagengeschäft erwarten wir, dass sich das Mittelaufkommen bei den kurzfristigen Anlagen unserer Kunden zufriedenstellend entwickeln wird, da für viele Kunden längerfristige Anlageformen nicht rentabel erscheinen. Außerdem werden auch weiterhin sichere Anlageformen gefragt sein. Dies lässt zumindest eine Stabilisierung des Kundenvolumens bei noch auskömmlichen Margen erhoffen.
Im gewerblichen Kreditgeschäft sowie bei den privaten Wohnbaufinanzierungen erwarten wir aufgrund der aktuellen Zinsentwicklung mit Investitionsanreizen Volumenzuwächse. Bei Zinsbindungsfristen von über fünf Jahren wollen wir das Vermittlungsgeschäft an Drittbanken im Bereich der privaten Wohnungsbaufinanzierungen weiter ausbauen. Da diverse Rahmenbedingungen zu Erhöhung der Risikokosten führen könnten, wird es unsere zentrale Aufgabe sein, mit unserer weiterhin vorsichtigen Kreditpolitik und unserem konsequenten Risiko-Controlling die Risikovorsorge auf dem niedrigen, vertretbaren Niveau des Vorjahres zu halten.
Für 2016 planen wir per Saldo wiederum eine Steigerung des Provisionsüberschusses in den Bereichen Vermögensverwaltung und Finanzierung sowie durch enge Zusammenarbeit mit unseren Tochtergesellschaften.
Für den Vorsorgebereich erwarten wir auf dem Gebiet der privaten und betrieblichen Altersvorsorge Zuwächse. Wir sehen aufgrund der ansteigenden Lebenserwartung einen zunehmenden Bedarf an Versicherungen, je nach Wunsch des Kunden, in Kombination mit einer lebenslangen Rente oder mit Absicherung von existentiellen Risiken wie Tod oder Berufsunfähigkeit.
Bei weiterhin volatiler Marktsituation streben wir aufgrund zusätzlicher Neuakquisitionen von Handelspartnern ein Ergebnis des Rentenhandels auf Vorjahresniveau an.
Die Bank hat bereits die nach der Capital Requirements Regulation (CRR) und CRD IV-Umsetzungsgesetz ab 2019 gültigen Mindestanforderungen für das harte Kernkapital in Höhe von 7 % bzw. die Mindestanforderungen für das Gesamtkapital in Höhe von 10,5 %, jeweils inkl. Kapitalerhaltungspuffer, übertroffen. Mit Feststellung des Jahresabschlusses 2015 erhöht sich die Kernkapitalquote dann auf 14,2 %.
Für das Geschäftsjahr 2016 rechnen wir, sofern sich die Rahmenbedingungen, wie unterstellt, entwickeln, mit weiterhin zufriedenstellenden positiven, wegen der allgemeinen Zinssituation jedoch abnehmenden Geschäftsergebnissen. Auswirkungen auf unser Kundengeschäft könnte auch eine mögliche Abkühlung der aktuell herrschenden konjunkturellen Lage mit Rückgang der Investitionen und des privaten Konsums haben. Bei dem Provisionsüberschuss planen wir angesichts weiterer Marktakquisitionen unserer Mitarbeiter eine leichte Erhöhung gegenüber 2015.
Der Risiko- und Chancenbericht zeigt im Rahmen des implementierten Risikomanagement- und Risikocontrollingsystems bei den einzelnen Risikoarten identifizierte Risiken und auch Chancen auf. Bezüglich übergreifender bzw. allgemeiner unternehmensspezifischer Risiken und Chancen wird darüber hinaus auf die Darstellung im Prognosebericht verwiesen.
a) Angaben zum Risikomanagementsystem (RMS)
Grundlage für eine erfolgreiche Geschäftstätigkeit ist das bewusste und kontrollierte Eingehen von Risiken. Ein in die Gesamtbanksteuerung integriertes Risikomanagement, das die aktive Steuerung und das Management von Erlösen, Kosten und Risiken ermöglicht, ist dabei unerlässlich. Vorrangiges Ziel unserer risikoadjustierten Gesamtbanksteuerung ist es, die eingegangenen Risiken in ein angemessenes Verhältnis zu den erzielbaren Renditen zu setzen.
Die Bank hat einen nach MaRisk Novelle 2012 geforderten Kapitalplanungsprozess eingerichtet. Der Kapitalplanungsprozess ergänzt das Risikotragfähigkeitskonzept um eine mehrere Jahre in die Zukunft gerichtete Planung der Kapitalausstattung der Bank. Hierbei werden Veränderungen der eigenen Geschäftstätigkeit bzw. der strategischen Ausrichtung, bezogen auf den Kapitalbedarf, berücksichtigt.
Die Planung der Eigenmittelanforderung erfolgt über einen Zeitraum von fünf Jahren. Der Planungsprozess beinhaltet insbesondere die gestiegenen aufsichtsrechtlichen Eigenkapitalanforderungen.
aa) Organisation im Risikomanagement
Der Vorstand trägt die Verantwortung für das Risikoprofil, die Risikostrategie, das Risikotragfähigkeitskonzept, die ordnungsgemäße Organisation des Risikomanagements, die Überwachung des Risikos aller Geschäfte sowie die Risikosteuerung. Der Aufsichtsrat wird regelmäßig durch den Vorstand über das Risikoprofil und die Geschäftsentwicklung unterrichtet, jährlich erfolgt eine Abstimmung mit dem Aufsichtsrat über die Risikostrategie. Die Rahmenbedingungen ergeben sich aus den Vorschriften des deutschen Aufsichtsrechts. Über das Eingehen der verschiedenen Risiken entscheiden die einzelnen Unternehmenseinheiten bis zu den im Kompetenzsystem festgelegten Obergrenzen. Darüber hinausgehende Entscheidungen fallen unter die Vorstandskompetenz. Notleidende Kredite werden durch die Abteilung Intensivbetreuung begleitet, der Bereich Kreditrevision überwacht diese zusätzlich. Weitere Teilfunktionen des Risikomanagements sind auf Risiko-Controlling, Compliance, Treasury und Innenrevision übertragen. Dabei verantwortet das Treasury die Sicherstellung der Liquidität und die Innenrevision prüft risikoorientiert und prozessunabhängig die Wirksamkeit und Angemessenheit des Risikomanagements und des Internen Kontrollsystems.
Das Risiko-Controlling ist organisatorisch unabhängig von den Marktbereichen und ist für die Entwicklung und Umsetzung der Risikostrategie und der Risikorichtlinien mit verantwortlich. Seine Zuständigkeit umfasst außerdem die Überwachung von Adressenausfall-, Marktpreis-, Liquiditäts-, Ergebnis- und operationellen Risiken, die Risiken des Vermögensverwaltungsgeschäftes sowie das Risikoreporting an interne und externe Adressaten. Das Controlling der Risiken wird entsprechend den Mindestanforderungen an das Risikomanagement und weiteren internen Anforderungen durchgeführt.
ab) Risiko und Risikomanagement
Risiko definiert die Bank als die Möglichkeit einer negativen Abweichung von einem finanziellen Ergebnis.
Unter Risikomanagement versteht die Bank den planvollen Umgang mit Risiken. Das Risikomanagement umfasst die Phasen Risikoidentifikation, Risikobewertung, Risikosteuerung und Risikokontrolle. Auf der Basis von festgelegten Zielen werden in systematischen und permanenten Prozessen alle Risikobereiche der Bank abgedeckt. Der Risikomanagementprozess ist in einem Risikohandbuch, einer aus der Geschäftsstrategie abgeleiteten Risikostrategie und weiteren speziell auf die einzelnen Risiken zugeschnittenen Richtlinien im Rahmen der schriftlich fixierten Ordnung der Bank dokumentiert.
Damit fügen sich die Risikostrategie, der Grundsatz der Funktionstrennung sowie die bestehenden Arbeitsanweisungen zu einem Internen Kontrollsystem zusammen, das die Grundlage unseres Risikomanagements bildet.
Nach Risikoarten unterscheiden wir:
– Adressenausfallrisiken
– Marktpreisrisiken
– operationelle Risiken
– Ergebnisrisiken
– sonstige Risiken
b) Adressenausfallrisiken
Das Adressenausfallrisiko ist die Gefahr, dass Verluste oder entgangene Gewinne aufgrund des Ausfalls von Geschäftspartnern und gegebenenfalls der Migration und/oder der adressbezogenen Spreadveränderung das erwartete Maß übersteigen. Dabei wird ausschließlich auf die potenzielle Erfolgswirkung abgestellt. Die Liquiditätswirkung wird unter dem Liquiditätsrisiko betrachtet. Die Adressenausfallrisiken umschließen das Kredit- (Emittenten-), das Länder-, das Kontrahenten- (Abwicklungs- und Wiedereindeckungsrisiko) und das Anteilseignerrisiko.
Grundlage des Kreditgeschäftes bildet die Kreditrisikostrategie, die alle wesentlichen qualitativen und quantitativen Vorgaben für die Risikosteuerung enthält.
Das Kreditrisiko ist die bedeutendste Risikoart der Bank und umfasst Ansprüche gegenüber Firmenkunden, Banken, Finanzinstituten, öffentlichen Einrichtungen und Privatpersonen. Die Struktur des Kreditportfolios nach Art der Kreditnehmer stellt sich wie folgt dar:
Kreditportfolio (ohne Depot A) nach Kundengruppen der Bank Schilling & Co AG (Risikovolumen):
Private Haushalte 29 %
Firmenkunden (inkl. öffentliche Haushalte) 62 %
Banken 9 %
Kreditrisikokonzentrationen werden durch eine breite Streuung im Branchen- und Größenklassenbereich begegnet. Eine Steuerung erfolgt unter anderem durch Limitvorgaben auf Portfolioebene. Das Gesamtrisikovolumen stellt sich wie folgt dar:
Branchenaufteilung im Firmenkundenbereich (prozentuale Verteilung):
sonstige Branchen 27 %
Dienstleistungen für Unternehmen 18 %
Gesundheits- und Sozialwesen 11 %
Groß- und Einzelhandel 10 %
Bau 7 %
Grundstücks- und Wohnungswesen 18 %
Erbringung sonst. Dienstleistungen 5 %
Das den sonstigen Branchen bzw. den Dienstleistungen für Unternehmen zugeordnete Risikovolumen verteilt sich auf eine Vielzahl von Branchen bzw. Dienstleistungsarten.
Berufsgruppen im Privatkundenbereich (prozentuale Verteilung):
Angestellte 65 %
Arbeiter 7 %
sonstige Personen 19 %
Rentner 6 %
Beamte 3 %
Für die Messung und Bewertung von Kreditrisiken werden verschiedene nachfolgend beschriebene Verfahren eingesetzt, die zum einen die individuelle Analyse der einzelnen Kreditnehmer, zum anderen die Portfolioanalyse einer Vielzahl von Adressrisiken zum Gegenstand haben.
Die individuelle Kreditnehmeranalyse ist als Aufgabe im Rahmen vorgegebener Kreditentscheidungsprozesse den Bereichen Markt und Marktfolge zugeordnet. Kreditentscheidungen für risikorelevante Geschäfte werden auf Grundlage der „Gruppe verbundener Kunden“ oder der „Risikoeinheit“ generell auf Basis von zwei voneinander unabhängigen Voten der Bereiche Markt und Marktfolge getroffen. Zur Festlegung der zuständigen Entscheidungsträger werden als Kriterien unter anderem Limit- und Blankohöhe des Engagements herangezogen.
Das Adressenausfallrisiko wird sowohl auf Einzelgeschäfts- als auch auf Portfolioebene analysiert und gesteuert. Die Messung der Adressenausfallrisiken erfolgt mit dem Programm „KREDITRISIKOMANAGEMENT“ (KRM) aus VR-Control. Die Bank setzt zur Bonitätsermittlung der Kreditnehmer das Verfahren „VR-Rating“ ein. Daneben greift die Bank weiterhin auch auf Ratinganalysen anerkannter, externer Ratingagenturen zurück.
Die quantitative Analyse der Adressenausfallrisiken wird mittels des Kreditportfoliomodells des Programms „KRM“ vorgenommen.
Das Kreditportfoliomodell schätzt auf Basis des kreditnehmerspezifischen Exposure, der Ratingnote und der Besicherung die Kreditausfallwahrscheinlichkeit. Im Firmen- und Privatkundengeschäft werden nach verschiedenen Kriterien Portfolien definiert und erwartete bzw. unerwartete Verluste ermittelt.
Des Weiteren werden Risikokonzentrationen bezogen auf Branchen, Risikoklassen, Größenklassen, Laufzeiten und andere Risikomerkmale analysiert.
Unter den Adressrisiken bei Wertpapieren (Emittentenrisiko) werden nicht nur Ausfallrisiken sondern auch Spread- und Migrationsrisiken subsumiert. Spreadrisiken definieren sich dabei als Wertverlustrisiken aufgrund marktbedingter Spreadausweitungen. Migrationsrisiken umfassen die Gefahr eines möglichen Wertverlustes aufgrund von Ratingverschlechterungen.
Die Depot A Anlagen bestehen überwiegend im Bereich verzinslicher Anleihen von Kreditinstituten mit einwandfreier Bonitätsbeurteilung. Forderungen gegen ausländische Staaten bestehen in geringem Umfang.
Mit dem Modul „Kreditportfolio für Eigengeschäfte“ werden die Migrations- und Spreadrisiken des ausfallrisikobehafteten Eigengeschäftes bewertet. Mit Hilfe einer Monte-Carlo-Simulation bestimmt das Kreditportfoliomodell (ZIABRIS) barwertige und periodische Ergebnisgrößen. Dies sind im barwertigen Fall die erwartete Netto-Performance, der Credit Value-at-Risk (CVaR) und der Expected Shortfall (ES) auf Basis von Barwertschwankungen der Geschäfte zum Dispositionshorizont. Im periodischen Fall werden die erwartete und unerwartete GuV-Belastung ermittelt.
Es werden zwei Risiken betrachtet:
• Migrationsrisiko:
Bei einer Ratingänderung (Geschäfts- oder Emittentenrating) verändert sich der Credit Spread und damit der Barwert des Geschäftes. Der Ausfall des Geschäftes wird als Migration in die Ratingklasse „Ausfall“ betrachtet. Die Bewertung des Migrations- und Ausfallrisikos erfolgt über segmentspezifische Migrationsmatrizen.
• Spreadrisiko:
Auch wenn das Rating konstant bleibt, unterliegt der Marktwert eines Geschäftes Schwankungen, weil Credit Spreads im Zeitablauf nicht konstant sind. Die Bewertung des aus Schwankungen der Credit Spreads resultierenden Spreadrisikos erfolgt ebenfalls über eine Monte-Carlo-Simulation. Die Wahrscheinlichkeiten für die Spreadänderungen werden aus diskreten Credit-Spread-Verteilungen entnommen. Die Verteilung auf beliebig viele Stützpunkte wird für Segmente, Ratingklassen und Laufzeiten getrennt erfasst.
Das Kreditportfoliomodell unterteilt den adressrisikobehafteten Eigengeschäftsbestand in zwei Teilportfolien. Im Teilportfolio „Simulationsmodell“ wird das Adressrisiko mit Hilfe der Monte-Carlo-Simulation ermittelt. Im Teilportfolio „Spread Shift“ wird das Adressrisiko analytisch als Differenz des Erwartungswertes und des Risikowertes ermittelt. Hierzu werden jeweils Spread Shifts parametrisiert.
Die sich aus dem Kunden- und Eigengeschäft ergebenden Adressenausfallrisiken werden auf der Ebene der Gesamtbank im jeweiligen Limitsystem (GuV-orientiert) zusammengeführt und auf die Risikotragfähigkeit der Gesamtbank angerechnet.
Das Auslandskreditgeschäft ist nicht von nennenswerter Bedeutung. Der Gesamtanteil der Auslandskredite beträgt ca. 1,6 % der gesamten Kredite an Nichtbanken (ohne Depot A).
Das Kontrahentenrisiko (Abwicklungsrisiko) unserer Handelsgeschäfte wird durch Einsatz eines Limitsystems begrenzt. Handelsgeschäfte werden grundsätzlich nur mit Handelspartnern getätigt, für die Kontrahentenlimite eingeräumt wurden. Das Kontrahentenrisiko (Wiedereindeckungsrisiko) aus Derivaten ist von untergeordneter Bedeutung, da Derivate nur im Fremdwährungsbereich als Kundengeschäfte eingesetzt werden.
Die Anteilseignerrisiken der in den Beständen der Bank enthaltenen Aktien sind zusätzlich im Gesamtlimitsystem der Bank berücksichtigt. Der Bilanzwert der Position „Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere“ beträgt zum Bilanzstichtag insgesamt TEUR 24.233. Darin enthalten sind TEUR 20.000 betreffend den gemischten Bank Schilling Spezialfonds Nr. 1.
Die Beteiligungsrisiken der von der Bank gehaltenen Beteiligungen sieht die Bank als unwesentlich an. Es handelt sich hauptsächlich um Tochterunternehmen, die durch den Vorstand mittels eines geeigneten Beteiligungscontrollings gesteuert und überwacht werden.
Vorstand und Aufsichtsrat werden im Rahmen eines Risikoberichtes vierteljährlich über alle Arten und Aspekte des Adressenausfallrisikos unterrichtet. Dieser Report umfasst unter anderem Informationen über die Einhaltung der vorgegebenen Limite, Zusammensetzung und Struktur des Kreditportfolios, Bonitätsveränderungen, Krisenszenarien und Entwicklung des Risikovorsorgebedarfs. Unabhängig davon werden Ad-hoc-Meldungen bei größeren Abweichungen von der Normvorgabe an die Geschäftsleitung veranlasst.
Chancen bei Adressenausfallrisiken
Die Parametrisierung der Risikomaße für das Adressrisiko erfolgt mit statistischen Methoden auf Basis zahlreicher historischer Beobachtungen. Die Risikomaße hängen zudem von Annahmen über zukünftige Entwicklungen von makroökonomischen Gegebenheiten sowie von Entwicklungen auf den Kreditmärkten ab. Es liegt in der Natur der Sache und ist im Einklang mit historischen Erfahrungen, dass sich solche wirtschaftlichen Rahmenbedingungen positiver als angenommen entwickeln und daher die möglichen Verluste aus dem Adressrisiko niedriger ausfallen können als durch Risikomaße quantifiziert. Solche möglichen positiven Entwicklungen stellen dann Chancen für die Bank dar, die zur Risikoreduzierung genutzt werden können.
Chancen bestehen konkret dann,
– wenn in der Zukunft weniger Kredite Leistungsstörungen erfahren, als im Rahmen der Risikoquantifizierung angenommen wird.
– wenn in der Zukunft weniger Migrationen zu schlechteren Ratingklassen als angenommen passieren.
– wenn in der Zukunft die Verlustquoten von leistungsgestörten Krediten niedriger sind, als im Rahmen der Risikoquantifizierung angenommen wird. Niedrigere Verlustquoten können hierbei durch verschiedene positive Entwicklungen ausgelöst werden. Zum einen ist es möglich, dass bei der Verwertung von Sicherheiten höhere Erlösquoten erzielt werden, als in der Risikoquantifizierung angenommen sind. Zum anderen ist es möglich, dass ein größerer Anteil von leistungsgestörten Krediten ohne Verlust gesundet, als dass es in der Vergangenheit vielleicht der Fall war.
– wenn sich die Exposure-Werte im Kreditportfolio rückläufig entwickeln. Dies kann beispielsweise geschehen, wenn Kreditnehmer ihre Kredite schneller tilgen oder zurückzahlen, als vertraglich oder gemäß historischer Erfahrungswerte zu erwarten wäre.
Das Marktpreisrisiko ist die Gefahr, dass das tatsächliche Ergebnis aufgrund unerwarteter Änderungen von Marktparametern (Zinsstrukturkurve, Aktienkurse, Devisenkurse) vom geplanten Ergebnis abweicht. Dabei wird ausschließlich auf die Erfolgswirkung abgestellt. Die Liquiditätswirkung wird unter dem Liquiditätsrisiko betrachtet. Erfolgswirkungen aus einer mangelnden Marktliquidität werden ebenfalls im Marktpreisrisiko erfasst, da diese implizit in den zur Risikoberechnung herangezogenen Historien enthalten sind.
Quantifizierung, Steuerung und Überwachung der Marktpreisrisiken erfolgen täglich bzw. mindestens monatlich. Das mit Abstand maßgeblichste Marktpreisrisiko der Bank ist das Zinsrisiko. Dieses tritt sowohl in der Ausprägung Kurswert- oder Bewertungsrisiko als auch in der Ausprägung Zinsspannen- oder Zinsertragsrisiko auf.
Die Bank bewertet als Handelsbuchinstitut täglich sämtliche Marktpreisrisikopositionen neu und rechnet diese auf die Risikolimite an. Die Risikolimitierung erfolgt auf der Grundlage einer regelmäßig durchgeführten Risikotragfähigkeitsberechnung. Die mit VR-Control erstellten Auswertungen werden in einem täglichen Reporting zusammengefasst und dem Vorstand vorgelegt.
Bei der Berechnung der Zinsänderungsrisiken verwendet die Bank folgende Verfahren, die technisch durch Programme der Fiducia & GAD IT AG unterstützt werden:
– die dynamische Elastizitätsbilanz zur Messung der Zinsänderungsrisiken über den Zeitraum eines Jahres unter Berücksichtigung des auslaufenden und neu abgeschlossenen Geschäftes sowie alternativer Zinsentwicklungen,
– das Programm ZIABRIS oder ZINSMANAGEMENT zur Simulation der Kurswertrisiken aus den Eigenanlagen und
– das Barwertkonzept, das die Messung der Zinsänderungsrisiken in Form des Value-at-Risk (VaR) aus den zinstragenden Positionen im Programm ZIABRIS und ZINSMANAGEMENT vornimmt.
– Mit Hilfe des Programms ZINSMANAGEMENT wird die Auswirkung auf den Barwert des strategischen Zinsbuches durch von der Aufsicht vorgegebene Veränderungen der Zinsstrukturkurve (z. Z. adhoc + 200 / – 200 Basispunkte) berechnet. Die Barwertveränderungen sind quartalsweise der Deutschen Bundesbank mitzuteilen. Neben den zinstragenden bilanziellen und den zinssensitiven außerbilanziellen Positionen sind bei der Kennziffer auch wesentliche implizit in Bankprodukten enthaltene Optionen berücksichtigt.
Per 31. Dezember 2015 ergaben sich dabei folgende Werte:
in Mio. EUR + 200 Basispunkte – 200 Basispunkte
Absolute Veränderung Zinsbuchbarwert – 9,7 + 1,8
Relative Veränderung Eigenmittel – 11,5 % + 2,1 %
Durch den Einsatz dieser Verfahren zur Beurteilung der Zinsänderungsrisiken des Anlagebuches werden die wesentlichen Ausprägungen des Zinsänderungsrisikos der Bank erfasst.
Das Fremdwährungsgeschäft bleibt vom Volumen und von den enthaltenen Risiken her von untergeordneter Bedeutung.
Die Aktienkursänderungsrisiken der in den Beständen der Bank befindlichen Wertpapiere, inkl. der Aktienpositionen im Bank Schilling Spezialfonds Nr. 1, werden von der Bank täglich bewertet und im Risikotableau ausgewiesen.
Marktpreisrisiken aus Edelmetallgeschäften, Rohwaren und sonstige Preisrisiken entfallen, da die Bank nur im Auftrag und im Namen des Kunden Münzen bzw. Edelmetallbarren kauft bzw. verkauft.
Eine Deckung der oben erwähnten Marktpreisrisiken war jederzeit durch entsprechendes Risikodeckungskapital gegeben.
Neben den durch die MaRisk (Mindestanforderungen an das Risikomanagement) geforderten Bewertungen der Handelsbuchbestände wird mittels VR-Control auch der Bestand des strategischen Zinsbuches (Anlagebuch) bewertet.
Die Bank verwendet hierzu den Value-at-Risk-Ansatz, wobei ein historischer Beobachtungszeitraum (250 Geschäftstage Handelsbuch, 1000 Geschäftstage Anlagebuch) zugrunde gelegt wird. Hieraus wird ein maximaler potenzieller Verlust für die Portfolien über bestimmte Haltedauern (ein Geschäftstag Handelsbuch, 63 Geschäftstage Anlagebuch) bei einer vorgegebenen Eintrittswahrscheinlichkeit (Konfidenzniveau) von 99 % ermittelt. Die Prognosegüte der Value-at-Risk-Berechnung für die Bestände der Bank wird regelmäßig durch ein Backtesting-Verfahren überprüft.
Im Jahresverlauf wurden folgende Höchst- und Mindestmittelwerte für den Value-at-Risk des Anlagebuches bei einer Haltedauer von 63 Geschäftstagen und einem Konfidenzniveau von 99 % gemessen:
Niedrigster VaR 1,4 3,2
Größter VaR 3,7 4,2
Durchschnittlicher VaR 2,6 3,6
Zur Steuerung und Überwachung der Marktpreisrisiken setzt die Bank ein System von internen Limiten ein. Das Limitsystem dient der Festlegung von Obergrenzen für zulässige Risikopositionen und ist nach Risikoarten und Einzelportfolien differenziert und, wie alle Risikolimitierungen, an der Risikotragfähigkeit ausgerichtet. Weiterhin beinhaltet dieses System auch Limite für Basis- und Stressszenarien.
Die vergebenen Limite erwiesen sich im Geschäftsjahr als ausreichend dimensioniert. Die Auslastung der Limite für Stressszenarien zeigten keine bestandsgefährdenden Ergebnisse. Bei dem durchgeführten Backtesting ergab sich kein Systemänderungsbedarf.
Chancen bei Marktpreisrisiken
Wie dargestellt, ergibt sich aus Sensitivitäten ein VaR, also ein möglicher künftiger (ökonomischer) Verlust im Falle einer ungünstigen Marktentwicklung. Bei einer günstigen Marktentwicklung kann es auch zu ökonomischen Gewinnen führen.
Im Falle einer Verringerung der relevanten Credit Spreads im Depot A ergeben sich ökonomische Gewinne, die wiederum eine Chance darstellen.
Im Rahmen der hypothetischen Stressszenarien ergibt sich beispielsweise für eine Parallelverschiebung der Zinskurve um 200 Basispunkte nach unten die Chance auf einen Barwertgewinn für die Bank in Höhe von 1,8 Mio. EUR.
Das Liquiditätsrisiko besteht in der Gefahr, dass die jederzeitige Zahlungsfähigkeit nicht gegeben ist, weil die benötigten Finanzmittel nicht zur Verfügung stehen. Liquiditätsrisikenim engeren Sinne unterteilen sich in ein allgemeines Finanzrisiko bestehend aus Refinanzierungs-, Abruf- und Terminrisiko. Daneben besteht noch das Liquiditätsrisiko im weiteren Sinne im Risiko einer unzureichenden Marktliquidität.
Liquiditätsrisiken werden nicht mit Risikokapital unterlegt, sondern mittels geeigneter Verfahren gesteuert und überwacht.
Die Bank setzt zur Umsetzung der MaRisk Anforderungen zur Verrechnung von Liquiditätskosten, -nutzen und -risiken ein Excel-Tool ein. Dabei werden die Anforderungen an nicht kapitalmarktorientierte Institute mit überwiegend kleinteiligem Kundengeschäft und einer stabilen Refinanzierung eingehalten.
Die Ermittlung von Liquiditätsprämien für Aktivgeschäfte (Liquiditätskosten) und für Passivgeschäfte (Liquiditätsnutzen) im Kundengeschäft erfolgt auf Positions- bzw. Produktebene. Dabei werden die bilanziellen Aktiv- bzw. Passivpositionen im Kundengeschäft in einem ersten Schritt mit einer liquiditätsfreien Zinsstruktur und in einem zweiten Schritt mit einer liquiditätsbehafteten Zinsstruktur bewertet. Mögliche abzuleitende Steuerungsmaßnahmen könnten beispielsweise die Einbeziehung in die Geschäftsfeldrechnung oder der Einfluss auf die Konditionierung bzw. Produktgestaltung sein.
Das Treasury ist für den Geldhandel und die Überwachung und Steuerung von Liquiditätsrisiken im engeren Sinne verantwortlich. In Zusammenarbeit mit dem Rechnungswesen werden die täglichen Zahlungsverkehrsströme analysiert. Eine vom Risiko-Controlling erstellte Zinsbindungsbilanz und Cashflow-Analysen ermöglichen einen Überblick über die Entwicklung der Liquidität im Zeitablauf. Die Bank refinanziert ihre Aktiva unter anderem mittels verschiedener Arten von Kundeneinlagen, diese entwickeln sich planmäßig. Die Teilnahme am Geldhandel mit großen deutschen Kreditinstituten und der Abschluss von Offenmarkt- und Repo-Geschäften eröffneten der Bank weitere Möglichkeiten zur Beschaffung von Liquidität am deutschen Geldmarkt.
Das Controlling erstellt wöchentlich eine Vorschauplanung des Liquiditätsbedarfs mit Sicht auf die nächste Woche. In dieser Vorschaurechnung werden die aktuellen Liquiditätszahlen mit den Fälligkeiten der nächsten Wochen kompensiert und liefern dem Treasury verlässliche Angaben zum anstehenden Liquiditätsbedarf.
Die Bank erstellt mit Hilfe des Liquiditätssteuerungsmoduls ihres IT-Dienstleisters monatlich eine Liquiditätsplanung (ex-post) des abgelaufenen Monats. Die Auswertungen werden dem Vorstand zur Kenntnis gebracht.
Daneben fertigt das Risiko-Controlling täglich eine Liquiditätsübersicht an, die die momentane Auslastung der Offenmarkt- und Repo-Geschäfte wiedergibt. Sinkt die freie Linie bei diesen Geschäften unter einen bestimmten Grenzwert, erfolgt durch das Risiko-Controlling eine Ad-hoc-Meldung an den Vorstand.
Weiterhin wird vierteljährlich zusammen mit dem Risikobericht eine Liquiditätsübersicht, die vier mögliche Szenarien enthält, durch Risiko-Controlling und Treasury analysiert sowie an den Vorstand weitergegeben. Auf der Grundlage der Berechnungen der Liquiditätskennzahl und des Beobachtungszeitraums der Liquiditätsverordnung (LiqV) des Meldewesens erstellt das Risiko-Controlling vierteljährlich eine Liquiditätsübersicht auf Sicht eines Jahres.
Die Liquidity Coverage Ratio (LCR) beträgt zum Bilanzstichtag 115 %.
Die Meldung zur LiqV wird zum Zweck der Steuerung an Treasury und Vorstand weitergeleitet. In regelmäßig stattfindenden Sitzungen erfolgen Analyse und Beschluss von liquiditätssichernden Maßnahmen.
Liquiditätsrisiken im weiteren Sinne werden durch die Einschränkungen von Handelsaktivitäten auf Handelsplätze mit ausreichender Liquidität oder durch Limitvergabe für marktliquide Finanztitel mit ausreichenden Handelsumsätzen begrenzt.
Die Anforderungen an eine angemessene Liquiditätsausstattung der Bank waren im Geschäftsjahr nach finanzwirtschaftlichen und aufsichtsrechtlichen Grundsätzen -vgl. 3. b) Finanzlage und c) Vermögenslage- jederzeit erfüllt.
Chancen bei Liquiditätsrisiken
Durch auslaufende und fällig werdende Festzinsgeschäfte besteht für die Bank die Möglichkeit einer günstigeren Refinanzierung.
Die Bank refinanziert sich überwiegend durch kleinteiliges Kundengeschäft. Dies führt zu einer stabilen Refinanzierung, in deren Folge keine übermäßige Abhängigkeit von größeren Kundeneinlagen und institutionellen Anlegern besteht.
Das operationelle Risiko ist die Gefahr von Verlusten, die infolge der Unangemessenheit oder des Versagens von internen Verfahren und Systemen, Menschen oder infolge externer Ereignisse eintreten. Diese Definition schließt Rechtsrisiken und dolose Handlungen ein. Die im Zusammenhang mit dem Kreditgeschäft stehenden rechtlichen Risiken werden dem Kreditrisiko zugeordnet.
Vermögensschäden werden unsererseits nur dann den operationellen Risiken zugerechnet, wenn der eingetretene Schaden eindeutig und ausschließlich auf das Versagen von internen Verfahren, Menschen oder Systemen zurückzuführen ist.
Bereits seit mehreren Jahren werden Schadensdaten gesammelt, die in einer Schadensdatenbank (Programm „ORM“ der Fiducia & GAD IT AG) nach Risikoarten katalogisiert und archiviert werden. Die gesamte Schadenshöhe belief sich im Berichtszeitraum auf TEUR 355 (Vj. TEUR 192). Weiterhin wird jährlich ein Risiko-Self-Assessment (interner Meldeprozess) durchgeführt.
Die Überwachung und Berichterstattung operationeller Risiken obliegt der Abteilung Risiko-Controlling, die in diesem Zusammenhang für die methodischen Vorgaben zur Identifizierung, Quantifizierung und Steuerung der Risiken, die Gesamtanalyse unter Zugrundelegung von Datenhistorien aus der Schadensdatenbank sowie die zeitnahe Kontrolle von Risikominimierungsmaßnahmen und die quartalsweise Risikoberichterstattung zuständig ist.
Bei der Berechnung der Eigenkapitalunterlegung nach CRR für operationelle Risiken verwendet die Bank den Basisindikatoransatz.
Die Minderung operationeller Risiken wird vor allem durch die enge Kommunikation zwischen den Abteilungen/Filialen und der Geschäftsleitung, verbunden mit einer besonderen Sensibilisierung der Mitarbeiter und der Schaffung weitreichender Transparenz, erzielt.
Chancen bei operationellen Risiken
Das operationelle Risiko der Bank bewegt sich seit der Einführung der Schadensfalldatenbank auf einem niedrigen Niveau.
Es bestehen jedoch operationelle Risiken im Bereich Wertpapierdienstleistungen. Hier besteht durch stetige Verbesserung der Beratungsqualität die Möglichkeit, dass Schadensfälle in diesem Bereich zurückgehen.
f) Ergebnisrisiken
Das Ergebnisrisiko resultiert aus unerwarteten Erlösrückgängen, die nicht durch entsprechende Kostenanpassungen kompensiert werden können.
Die Quantifizierung des Ergebnisrisikos ergibt sich aufgrund von negativen Abweichungen der Ist- von den Planzahlen. Anhand der Soll-Ist-Vergleiche werden die Planzahlen quartalsweise überwacht. Werden die anteiligen Planwerte der jeweiligen Ergebniskomponenten überschritten, wird das Ergebnisrisiko prozentual vom Planwert der jeweiligen Ergebniskomponente bemessen. Dabei kommen im Basis- und Stressszenario unterschiedlich hohe Prozentsätze zum Einsatz. Von den so ermittelten Beträgen werden 75 % in der Risikotragfähigkeit (RTF) angesetzt, da mit einem gleichzeitigen Eintritt der Risiken nicht zu rechnen ist (Diversifikationseffekt).
g) Sonstige Risiken
Die sonstigen Risiken werden gemäß der Definition der Regelwerke zu Basel II, die in der Capital Adequancy Directive (CAD) veröffentlicht wurden, in die Risikounterarten:
– strategisches Risiko
– Reputationsrisiko
– Eigenkapitalrisiko
– Ertrags- und Geschäftsrisiko
Diese Risiken sind ebenfalls im Risikohandbuch erfasst und werden weitgehend qualitativ gesteuert. Zum Teil werden diese Risiken aber auch implizit in anderen Risikoarten (z. B. Liquiditätsrisiken) berücksichtigt. Im Rahmen der RTF erfolgt der Einbezug als Ergebnisrisiken.
h) Geschäftspolitische Chancen und Risiken
Als mittelständische Privatbank mit regionaler Fokussierung werden wir weiterhin auf unseren vielfältigen Tätigkeitsfeldern zusammen mit unseren Tochterunternehmen agieren. Die kurzen Entscheidungswege, unsere Servicequalität sowie Kompetenz wollen wir als gute Chance nutzen, um schnell und flexibel auf Kundenbedürfnisse reagieren zu können. Unsere qualitativen und quantitativen Ziele folgen jedoch der strategischen Richtlinie „Ertrag vor Wachstum“. Durch konsequentes Kostenmanagement streben wir eine leichte Reduzierung des Verwaltungsaufwandes an.
Bereits zum neunten Mal in Folge erzielten wir Bestnoten im Vermögensverwaltertest und erhielten die Siegerurkunde „Die Elite der Vermögensverwalter“. In Zusammenarbeit mit dem Handelsblatt publiziert der Elite Report den Vermögensverwaltertest seit mehreren Jahren. Die Bank Schilling gehört mit der Auszeichnung „summa cum laude“ auch im November 2015 zu den Top-Vermögensverwaltern.
Die Neuakquisition von Kunden im Bereich des Vermögensmanagements, in dem wir uns auch personell verstärkt haben, ist weiterhin wichtigste Zielsetzung. Der Ausbau und das Halten der Bestände von Kunden werden unterstützt durch einen umfassenden, ganzheitlichen Beratungsansatz. In dem Bereich der Versicherungen hat gerade aufgrund der niedrigen Renditen das Thema Altersversorgung an Bedeutung gewonnen. Bei der Vermittlung von Immobilien sehen wir weiter Ertragspotenzial nach oben. Im Einlagengeschäft setzen wir zumindest auf das „Halten“ der Bestände.
i) Gesamtaussage
Aufgrund unserer Finanzplanung gehen wir davon aus, dass die für die Abdeckung der bestehenden Risiken zur Verfügung stehenden Maßnahmen und die bilanzielle Risikovorsorge für das Folgejahr, wie in den vergangenen Jahren, ausreichen, um einen ordnungsgemäßen Geschäftsbetrieb zu gewährleisten.
VI. Abhängigkeitsbericht
Gemäß § 312 Abs. 3 AktG erklären wir als Vorstand der Bank Schilling & Co AG, dass die Gesellschaft bei den im Bericht über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen aufgeführten vorgenommenen Rechtsgeschäften und getroffenen oder unterlassenen Maßnahmen nach den Umständen, die uns in dem Zeitpunkt bekannt waren, in dem das Rechtsgeschäft vorgenommen oder die Maßnahme getroffen oder unterlassen wurde, bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhielt und dadurch, dass die Maßnahme getroffen oder unterlassen wurde, nicht benachteiligt wurde.
Hammelburg, 31. März 2016
1. Barreserve 25.229.610,88 4.340
a) Kassenbestand 3.881.950,67 3.495
b) Guthaben bei Zentralnotenbanken 21.347.660,21 845
darunter: bei der Deutschen Bundesbank 21.347.660,21 845
c) Guthaben bei Postgiroämtern 0,00 0
2. Schuldtitel öffentlicher Stellen und Wechsel, die zur Refinanzierung bei Zentralnotenbanken zugelassen sind 0,00 0
a) Schatzwechsel und unverzinsliche Schatzanweisungen sowie ähnliche Schuldtitel öffentlicher Stellen 0,00 0
b) Wechsel 0,00 0
3. Forderungen an Kreditinstitute 70.578.117,49 70.855
a) täglich fällig 23.827.895,01 13.074
b) andere Forderungen 46.750.222,48 57.781
4. Forderungen an Kunden 519.991.229,10 489.828
darunter: durch Grundpfandrechte gesichert 87.921.631,23 37.969
darunter: Kommunalkredite 3.637.334,02 9.380
5. Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere 368.824.389,84 421.895
a) Geldmarktpapiere 0,00 0
darunter: beleihbar bei der Deutschen Bundesbank 0,00 0
ab) von anderen Emittenten 0,00 0
b) Anleihen und Schuldverschreibungen 368.824.389,84 421.895
ba) von öffentlichen Emittenten 56.664.247,04 90.074
darunter: beleihbar bei der Deutschen Bundesbank 56.664.247,04 84.498
bb) von anderen Emittenten 312.160.142,80 331.821
darunter: beleihbar bei der Deutschen Bundesbank 258.975.864,32 250.591
c) eigene Schuldverschreibungen 0,00 0
Nennbetrag 0,00 0
6. Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere 24.233.118,47 24.274
6a. Handelsbestand 0,00 0
7. Beteiligungen 591.614,33 604
darunter: an Kreditinstituten 0,00 0
darunter: an Finanzdienstleistungsinstituten 0,00 0
8. Anteile an verbundenen Unternehmen 8.939.442,45 8.940
darunter: an Finanzdienstleistungsinstituten 3.573.534,54 3.574
9. Treuhandvermögen 5.834.330,17 8.753
darunter: Treuhandkredite 5.834.330,17 8.753
11. Immaterielle Anlagewerte 56.222,92 54
a) Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 0,00 0
b) entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 56.222,92 54
c) Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 0
d) geleistete Anzahlungen 0,00 0
12. Sachanlagen 9.734.650,23 9.904
13. Eingefordertes, noch nicht eingezahltes Kapital 0,00 0
14. Sonstige Vermögensgegenstände 7.857.111,15 8.262
15. Rechnungsabgrenzungsposten 100.599,39 73
16. Aktive latente Steuern 0,00 0
17. Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung 0,00 0
18. Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag 0,00 0
Summe der Aktiva 1.041.970.436,42 1.047.782
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 105.068.681,85 144.069
a) täglich fällig 10.606.822,58 3.644
b) mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist 94.461.859,27 140.425
2. Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 817.159.584,37 786.317
a) Spareinlagen 133.244.784,91 149.731
aa) mit vereinbarter Kündigungsfrist von drei Monaten 132.216.954,75 148.300
ab) mit vereinbarter Kündigungsfrist von mehr als drei Monaten 1.027.830,16 1.431
b) andere Verbindlichkeiten 683.914.799,46 636.586
ba) täglich fällig 538.319.641,08 482.879
bb) mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist 145.595.158,38 153.707
3. Verbriefte Verbindlichkeiten 0,00 0
b) andere verbriefte Verbindlichkeiten 0,00 0
darunter: Geldmarktpapiere 0,00 0
darunter: eigene Akzepte und Solawechsel im Umlauf 0,00 0
3a. Handelsbestand 0,00 0
4. Treuhandverbindlichkeiten 5.834.330,17 8.753
5. Sonstige Verbindlichkeiten 1.907.825,47 2.540
6. Rechnungsabgrenzungsposten 251.082,40 95
6a. Passive latente Steuern 456.704,23 341
7. Rückstellungen 6.293.122,21 6.090
a) Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 0,00 0
b) Steuerrückstellungen 1.924.973,23 1.441
c) andere Rückstellungen 4.368.148,98 4.649
9. Nachrangige Verbindlichkeiten 7.984.349,00 10.112
10. Genussrechtskapital 9.068.000,00 9.108
darunter: vor Ablauf von zwei Jahren fällig 6.057.000,00 4.500
11. Fonds für allgemeine Bankrisiken 32.565.500,00 27.258
darunter: Posten nach § 340e Abs. 4 HGB 2.016.000,00 2.016
12. Eigenkapital 55.381.256,72 53.099
a) Eingefordertes Kapital 24.064.000,00 24.064
Gezeichnetes Kapital 24.064.000,00 24.064
abzüglich nicht eingeforderter ausstehender Einlagen 0,00 0
b) Kapitalrücklage 0,00 0
c) Gewinnrücklagen 29.140.961,24 26.886
ca) gesetzliche Rücklage 2.406.400,00 2.406
cb) Rücklage für Anteile an einem herrschenden oder mehrheitlich beteiligten Unternehmen 0,00 0
cc) satzungsmäßige Rücklagen 0,00 0
cd) andere Gewinnrücklagen 26.734.561,24 24.480
d) Bilanzgewinn 2.176.295,48 2.149
Summe der Passiva 1.041.970.436,42 1.047.782
Eventualverbindlichkeiten und andere Verpflichtungen
1. Eventualverbindlichkeiten 45.417.489,98 34.771
a) Eventualverbindlichkeiten aus weitergegebenen abgerechneten Wechseln 0,00 0
b) Verbindlichkeiten aus Bürgschaften und Gewährleistungsverträgen 45.417.489,98 34.771
c) Haftung aus der Bestellung von Sicherheiten für fremde Verbindlichkeiten 0,00 0
2. Andere Verpflichtungen 40.601.616,58 21.543
a) Rücknahmeverpflichtungen aus unechten Pensionsgeschäften 0,00 0
b) Platzierungs- und Übernahmeverpflichtungen 0,00 0
c) Unwiderrufliche Kreditzusagen 40.601.616,58 21.543
1. Zinserträge 23.864.818,17 26.832
a) aus Kredit- und Geldmarktgeschäften 17.381.913,00 18.630
b) aus festverzinslichen Wertpapieren und Schuldbuchforderungen 6.482.905,17 8.202
2. Zinsaufwendungen 5.146.432,15 7.750
Ergebnis 1. – 2. 18.718.386,02 19.082
3. Laufende Erträge 397.329,85 898
a) aus Aktien und anderen nicht festverzinslichen Wertpapieren 162.112,21 136
b) aus Beteiligungen 18.471,07 3
c) aus Anteilen an verbundenen Unternehmen 216.746,57 759
4. Erträge aus Gewinngemeinschaften, Gewinnabführungs- oder Teilgewinnabführungsverträgen 98.600,00 94
5. Provisionserträge 17.390.033,97 15.552
6. Provisionsaufwendungen 1.980.799,60 1.727
Ergebnis 5. – 6. 15.409.234,37 13.825
7. Nettoertrag des Handelsbestands 3.234.214,21 3.010
8. Sonstige betriebliche Erträge 1.899.099,21 2.022
10. Allgemeine Verwaltungsaufwendungen 22.683.125,65 21.203
a) Personalaufwand 15.275.832,56 14.328
aa) Löhne und Gehälter 13.430.517,93 12.548
ab) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.845.314,63 1.780
b) andere Verwaltungsaufwendungen 7.407.293,09 6.875
11. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen 774.076,01 769
12. Sonstige betriebliche Aufwendungen 1.335.611,85 1.135
13. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Forderungen und bestimmte Wertpapiere sowie Zuführungen zu Rückstellungen im Kreditgeschäft 942.798,55 259
14. Erträge aus Zuschreibungen zu Forderungen und bestimmten Wertpapieren sowie aus der Auflösung von Rückstellungen im Kreditgeschäft 0,00 0
Ergebnis -13. + 14. -942.798,55 -259
15. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Beteiligungen, Anteile an verbundenen Unternehmen und wie Anlagevermögen behandelte Wertpapiere 0,00 0
16. Erträge aus Zuschreibungen zu Beteiligungen, Anteilen an verbundenen Unternehmen und wie Anlagevermögen behandelten Wertpapieren 7.217,70 0
Ergebnis -15. + 16. 7.217,70 0
17. Aufwendungen aus Verlustübernahme 0,00 0
19. Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit 14.028.469,30 15.565
22. Außerordentliches Ergebnis 0,00 0
23. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 4.316.912,03 4.390
24. Sonstige Steuern, soweit nicht unter Posten 12 ausgewiesen 53.735,52 52
Ergebnis 23. + 24. 4.370.647,55 4.442
24a. Einstellungen in Fonds für allgemeine Bankrisiken 5.307.500,00 6.768
25. Erträge aus Verlustübernahme 0,00 0
26. Auf Grund einer Gewinngemeinschaft, eines Gewinnabführungs- oder eines Teilgewinnabführungsvertrages abgeführte Gewinne 0,00 0
27. Jahresüberschuss 4.350.321,75 4.355
28. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 973,73 2
Ergebnis 27. + 28. 4.351.295,48 4.357
29. Entnahmen aus der Kapitalrücklage 0,00 0
Ergebnis 27. + 28. + 29. 4.351.295,48 4.357
30. Entnahmen aus Gewinnrücklagen 0,00 0
b) aus der Rücklage für Anteile an einem herrschenden oder mehrheitlich beteiligten Unternehmen 0,00 0
c) aus satzungsmäßigen Rücklagen 0,00 0
d) aus anderen Gewinnrücklagen 0,00 0
Ergebnis 27. + 28. + 29. + 30. 4.351.295,48 4.357
31. Entnahmen aus Genussrechtskapital 0,00 0
Ergebnis 27. + 28. + 29. + 30. + 31. 4.351.295,48 4.357
32. Einstellung in Gewinnrücklagen 2.175.000,00 2.208
a) in die gesetzliche Rücklage 0,00 33
b) in die Rücklage für Anteile an einem herrschenden oder mehrheitlich beteiligten Unternehmen 0,00 0
c) in satzungsmäßige Rücklagen 0,00 0
d) in andere Gewinnrücklagen 2.175.000,00 2.175
Ergebnis 27. + 28. + 29. + 30. + 31. + 32. 2.176.295,48 2.149
33. Wiederauffüllung des Genussrechtskapitals 0,00 0
34. Bilanzgewinn 2.176.295,48 2.149
Der Jahresabschluss der Bank Schilling & Co Aktiengesellschaft für das Geschäftsjahr 2015 wurde nach den Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB), des Kreditwesengesetzes (KWG) und der Verordnung über die Rechnungslegung der Kreditinstitute und Finanzdienstleistungsinstitute (RechKredV) sowie nach den rechtsformspezifischen Vorschriften des Aktiengesetzes (AktG) aufgestellt.
Die Darstellungsstetigkeit nach § 265 Abs. 1 S. 1 HGB sowie die Vergleichbarkeit mit dem Vorjahr nach § 265 Abs. 2 S. 1 HGB sind gegeben.
Bei der Aufstellung der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung wurden folgende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden angewandt:
Die Barreserve wurde zum Nominalwert bilanziert.
Forderungen an Kreditinstitute wurden zum Nennwert ausgewiesen.
Die Forderungen an Kunden wurden zum Nennwert angesetzt. Die darin enthaltenen Wechsel sind mit ihrem Ankaufswert, d. h. um Abzinsungsbeträge gekürzt, ausgewiesen. Bei der Auszahlung einbehaltene Disagien sind in den Rechnungsabgrenzungsposten auf der Passivseite aufgenommen. Sie werden planmäßig über die Laufzeit bzw. Festzinsbindungsdauer der Forderung nach der Zinsstaffelmethode aufgelöst. Akuten Risiken wurde durch angemessene Einzelwertberichtigungen und Rückstellungen Rechnung getragen. Soweit Gründe für eine Wertberichtigung nicht mehr bestehen, sind Zuschreibungen (Wertaufholungen) bis zu den Zeitwerten vorgenommen worden. Für das latente Kreditrisiko werden Pauschalwertberichtigungen gebildet. Die Ermittlung erfolgte auf der Grundlage des BMF-Schreibens vom 10. Januar 1994.
Des Weiteren steht über die gesetzlichen Bestimmungen hinaus der Fonds für allgemeine Bankrisiken gemäß § 340g HGB zur Verfügung. Dabei wurde die in 2010 gewählte Möglichkeit der sofortigen höchstmöglichen Einstellung von 50 % der Nettoerträge des Handelsbestands gemäß § 340e Abs. 4 HGB beibehalten.
Die Wertpapiere wurden nach dem strengen Niederstwertprinzip bewertet. Im Rahmen des Wertaufholungsgebotes wurden frühere Abschreibungen rückgängig gemacht.
Beteiligungen und Anteile an verbundenen Unternehmen wurden mit den Anschaffungskosten oder bei dauerhafter Wertminderung mit niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt.
Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden mit den Anschaffungskosten abzüglich linearer planmäßiger Abschreibungen bewertet. Die zugrunde gelegte Nutzungsdauer beträgt zwischen drei und elf Jahren.
Die Bewertung der Sachanlagen erfolgte zu den Anschaffungskosten und, soweit abnutzbar, vermindert um planmäßige Abschreibungen.
Geringwertige Wirtschaftsgüter wurden im Anschaffungsjahr grundsätzlich aktiviert und in voller Höhe abgeschrieben, sofern die Anschaffungskosten, vermindert um einen darin enthaltenen Vorsteuerbetrag, für das einzelne Wirtschaftsgut EUR 410,00 nicht übersteigen.
Die sonstigen Vermögensgegenstände wurden mit den Anschaffungskosten bzw. den niedrigeren Marktpreisen oder mit den niedrigeren beizulegenden Werten bewertet. Abgezinste Forderungen wurden mit dem Zeitwert, andere Forderungen mit dem Nennbetrag bilanziert.
Die Passivierung der Verbindlichkeiten erfolgte bis auf die abgezinsten Sparbriefe, die mit dem Zeitwert bilanziert werden, zu dem jeweiligen Erfüllungsbetrag.
Die Berechnung der latenten Steuern beruht auf den temporären Unterschieden zwischen den Bilanzposten aus handelsrechtlicher und steuerrechtlicher Betrachtungsweise gemäß § 274 HGB. Der zur Berechnung der latenten Steuern verwendete Ertragsteuersatz beträgt 29,0 % bzw. 15,825 % (nur Körperschaftsteuer/Solidaritätszuschlag).
Die Rückstellungen für ungewisse Verbindlichkeiten wurden nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung in Höhe des voraussichtlichen Erfüllungsbetrags gebildet. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind mit dem ihrer Laufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre abgezinst.
Es erfolgte eine Überprüfung der verlustfreien Bewertung des Zinsbuches auf der Grundlage des IDW RS BFA 3 nach dem Barwertverfahren unter Berücksichtigung von Risiko- und Verwaltungskosten. Bruttoreserven ergeben sich als Differenz aus dem auf Basis der Swapkurve ermittelten Barwert und dem Buchwert des Zinsbuchs. Die Bildung einer Drohverlustrückstellung war demnach nicht notwendig.
Derivative Finanzinstrumente werden als sog. schwebende Geschäfte grundsätzlich nicht in der Bilanz ausgewiesen. Sie werden in Nebenbuchhaltungen gesondert erfasst und dienen z. B. der Absicherung von Zinsänderungs- bzw. Währungsrisiken aus bilanziellen Geschäften.
Devisentermingeschäfte, die zur Absicherung von Devisentermingeschäften mit Kunden dienen, werden nicht bilanziert, sondern als besondere Deckung im Sinne des § 340h HGB zusammen mit dem Kundengeschäft behandelt. Devisentermingeschäfte zur Absicherung von entsprechenden Fremdwährungsbilanzposten werden, ebenso wie der Bilanzposten, zum Stichtag bewertet. Der Saldo der Bewertungsdifferenzen wird als sonstiger Vermögensgegenstand oder unter den sonstigen Verbindlichkeiten ausgewiesen.
III. Währungsumrechnung
Posten, denen Beträge zugrunde liegen, die auf fremde Währung lauten oder ursprünglich auf fremde Währung lauteten, wurden in Euro wie folgt umgerechnet:
Die Bewertung von auf fremde Währung lautenden Posten erfolgt gemäß § 340h i.V.m. § 256a HGB.
darunter: durch Grundpfandrechte gesichert EUR 87.921.631,23
In diesem „darunter“-Vermerk sind ausschließlich die wohnwirtschaftlichen Realkredite enthalten. Durch Grundpfandrechte gesicherte Forderungen auf gewerbliche Immobilien sind darin nicht enthalten. Es bestehen weitere Forderungen, die durch Grundschulden außerhalb des Realkreditbereiches besichert sind.
Forderungen an verbundene Unternehmen sind ausgewiesen unter:
Forderungen an Kunden mit TEUR 3.055
Sonstige Vermögensgegenstände mit TEUR 377
Forderungen an Beteiligungsunternehmen sind ausgewiesen unter:
Forderungen an Kunden mit TEUR 35
Aufgliederung der Wertpapiere
Bilanzposition Bilanzausweis
TEUR davon nicht börsennotiert
Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere 368.824 368.824 337.940 30.884
Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere 24.233 1.026 1.026 0
Für das Berichtsjahr waren Zuschreibungen in Höhe von insgesamt TEUR 182 erforderlich.
Angaben zu Anteilen an Investmentvermögen i. S. § 1 Abs. 10 KAGB
Bezeichnung des Investmentvermögens Marktwert
TEUR Stille Reserven
TEUR Ausschüttungen im Geschäftsjahr
TEUR Anteil Bank Schilling & Co AG
LuxTopix – Bank Schilling
Inhaber-Anteile O.N. 3.832 720 90 mehr als 10%
Bank Schilling Spezialfonds Nr. 1
Inhaber-Anteile 20.876 876 40 mehr als 10%
Das dargestellte Investmentvermögen unterliegt zum Bilanzstichtag keiner Beschränkung in der Möglichkeit der täglichen Rückgabe.
Änderungen der Kriterien für die Einbeziehung von Finanzinstrumenten in den Handelsbestand (aktiv und passiv) wurden im Berichtsjahr nicht vorgenommen.
Die Entwicklung des Anlagevermögens ergibt sich aus der Anlage A zu diesem Anhang.
Die Aufstellung des Anteilsbesitzes (Beteiligungen und Anteile an verbundenen Unternehmen) erfolgt in der Anlage C zu diesem Anhang.
Die Sachanlagen beinhalten im Rahmen eigener Tätigkeit genutzte Grundstücke und Bauten in Höhe von TEUR 2.837. An Betriebs- und Geschäftsausstattung sind unter den Sachanlagen insgesamt TEUR 969 bilanziert.
Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten folgenden bemerkenswerten Einzelposten:
Grundstücke und Gebäude TEUR 6.263
Im aktiven Rechnungsabgrenzungsposten sind Agiobeträge aus dem Geschäft mit Namenspapieren in Höhe von TEUR 38 enthalten.
Nachrangige Vermögensgegenstände sind in folgenden Positionen ausgewiesen:
andere Forderungen TEUR 924
Anleihen und Schuldverschreibungen von anderen Emittenten TEUR 2.478
In den Aktivpositionen sind auf Fremdwährung lautende Vermögensgegenstände mit einem Buchwert zum Bilanzstichtag von TEUR 23.870 ausgewiesen.
In den Bilanzposten Treuhandvermögen und Treuhandverbindlichkeiten in Höhe von jeweils TEUR 5.834 sind ausschließlich Kredite ausgewiesen, die wir im eigenen Namen für fremde Rechnung halten.
Die Fristengliederung der Forderungen und Verbindlichkeiten ist aus Anlage B zum Anhang ersichtlich.
Im Rahmen der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten wurden Kundenforderungen in Höhe von TEUR 71.402 an öffentliche Refinanzierungsinstitute abgetreten. Dies ist bei Einsatz öffentlicher Kreditprogramme nach den Kreditbedingungen erforderlich. Daneben besteht für Refinanzierungsfazilitäten ein Pfandkonto in Höhe von TEUR 102.246 bei der Deutschen Bundesbank. Kreditinanspruchnahmen hieraus in Form von Offenmarktgeschäften zum Bilanzstichtag waren nicht zu verzeichnen. Im Rahmen von echten Pensionsgeschäften (Repos) wurde ein Wertpapier mit einem Buchwert von TEUR 9.998 übertragen. Der für die Übertragung erhaltene Betrag wurde passiviert. Des Weiteren dienen als Sicherheit für Verbindlichkeiten gegenüber einer Verwahrstelle verpfändete Wertpapiere mit einem Gesamtnennbetrag von TEUR 37.469.
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind ausgewiesen unter:
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden mit TEUR 3.275
Sonstige Verbindlichkeiten mit TEUR 119
Der Ausweis der Verbindlichkeiten gegenüber Beteiligungsunternehmen erfolgt unter:
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden mit TEUR 5.488
Zinsen auf Genussrechtskapital TEUR 439
Körperschaftsteuer/Solidaritätszuschlag TEUR 411
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen TEUR 230
Im passiven Rechnungsabgrenzungsposten sind Disagiobeträge, die bei der Ausreichung von Forderungen in Abzug gebracht wurden, im Gesamtbetrag von TEUR 244 enthalten.
Der ausgewiesene Saldo der Position „Passive latente Steuern“ in Höhe von TEUR 457 resultiert aus der Verrechnung von aktiven latenten Steuern auf die temporären Differenzen insbesondere bei den Schuldverschreibungen und anderen festverzinslichen Wertpapieren sowie den anderen Rückstellungen mit den passiven latenten Steuern auf die temporären Differenzen unter anderem bei den Positionen Beteiligungen, Anteile an verbundenen Unternehmen und Sachanlagen.
Die anderen Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden gemäß§ 253 Abs. 2 HGB abgezinst. Die laufenden Ergebnisse aus der Ab- und Aufzinsung wurden in das Zinsergebnis gebucht.
Angabepflichtige nachrangige Verbindlichkeiten
TEUR Währung Zinssatz
% Fälligkeit vorzeitige Rückzahlungsmöglichkeit Bedingungen der Nachrangigkeit; Umwandlungsmöglichkeit
1.000 EUR 5,325 16.01.2017 keine entsprechend Art. 63 CRR;
Veränderung des Nachranges,
1.000 EUR 7,350 28.12.2019 keine der Laufzeit und der Kündigungs-
frist ausgeschlossen.
Bei den Mittelaufnahmen wurden keine von Art. 63 CRR abweichenden Bedingungen vereinbart. Die durchschnittliche Nominalverzinsung beträgt 5,1 % p. a., die Zinsaufwendungen in 2015 betrugen TEUR 461.
Angaben über Genussrechtskapital
Serie Art Betrag
TEUR Laufzeit bis 31.12.
19 Inhabergenussschein 3.000 2015
20 Genussrechtsvertrag 1.500 2015
21 Genussrechtsvertrag 672 2019
22 Genussrechtsvertrag 1.000 2020
23 Genussrechtsvertrag 409 2018
24 Genussrechtsvertrag 1.000 2016
25 Genussrechtsvertrag 930 2020
26 Genussrechtsvertrag 557 2016
Im Geschäftsjahr wurde kein weiteres Genussrechtskapital aufgenommen.
Das Grundkapital von TEUR 24.064 ist eingeteilt in:
9.400.000 Stückaktien ohne Nennbetrag.
Am Bilanzstichtag besteht kein genehmigtes Kapital (Angabe nach § 160 Abs. 1 Nr. 4 AktG).
Die Gewinnrücklagen haben sich wie folgt entwickelt:
Stand 01.01.2015 2.406 24.480
durch die Hauptversammlung aus
dem Bilanzgewinn des Vorjahres – 80
aus Jahresüberschuss des Geschäftsjahres – 2.175
Stand 31.12.2015 2.406 26.735
Die Fremdwährungsverbindlichkeiten belaufen sich auf TEUR 12.200.
Verbindlichkeiten aus Bürgschaften und Gewährleistungsverträgen:
Kreditbürgschaften 78
Erfüllungsgarantien und Gewährleistungen 45.339
Die anderen Verpflichtungen in Höhe von TEUR 40.602 resultieren ausschließlich aus unwiderruflichen Kreditzusagen.
Die Inanspruchnahmewahrscheinlichkeit der unter der Bilanz ausgewiesenen Eventualverbindlichkeiten bzw. den möglichen Ausfall nach Abruf der unwiderruflichen Kreditzusagen schätzen wir aufgrund der gegenwärtigen Bonität und des bisherigen Zahlungsverhaltens der Begünstigten als gering ein. Erkennbare Anhaltspunkte, die eine andere Beurteilung erforderlich machen würden, werden ggf. über entsprechende Risikovorsorgen berücksichtigt.
In den Zinserträgen sind negative Zinsen in Höhe von TEUR 37 enthalten und damit saldiert ausgewiesen.
Die Zinsaufwendungen beinhalten Aufwendungen aus der Abzinsung in Höhe von TEUR 20. Des Weiteren sind negative Zinsen von TEUR 27 enthalten und damit saldiert ausgewiesen.
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen setzen sich im Wesentlichen aus der getroffenen Vorsorge für die steuerliche Außenprüfung 2008 bis 2011 (TEUR 750) und Instandhaltungsaufwendungen für nicht bankbetrieblich genutzte Grundstücke und Gebäude (TEUR 431) zusammen.
Vom ausgewiesenen Gesamtbetrag der sonstigen betrieblichen Erträge resultiert der überwiegende Teil aus Miet- und Pachteinnahmen aus unserem Grundbesitz (TEUR 1.295).
Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag, darunter latenter Steueraufwand in Höhe von TEUR 115 (Vj. latente Steuererträge TEUR 77), belasten das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit.
Wir haben gemäß § 340i HGB in Verbindung mit § 290 Abs. 1 und 2 HGB einen Konzernabschluss und einen Konzernlagebericht aufgestellt.
Im Zusammenhang mit dem einbezahlten Geschäftsguthaben in Höhe von EUR 1 Mio. bei der Münchener Hypothekenbank eG ist eine Haftsummenverpflichtung gemäß Satzung der Genossenschaft von TEUR 3.652 verbunden.
Am Bilanzstichtag bestanden folgende Arten von schwebenden Geschäften, die neben dem Erfüllungsrisiko Währungs-, Zins- oder sonstige Preisrisiken enthalten:
Nominalwerte Restlaufzeit
in TEUR bis ein Jahr mehr als ein bis fünf Jahre über fünf Jahre Summe Marktwerte positiv negativ
Devisentermingeschäfte 4.661 1.692 0 6.353 6823
Bei den währungsbezogenen Geschäften handelt es sich um Geschäfte für Kunden und deren Sicherung. Handelsgeschäfte sowie Terminverkäufe von Schuldscheindarlehen usw. wurden nicht getätigt.
Matthias Busch, Handelsvorstand / Marktvorstand
Dr. Hubert-Ralph Schmitt, Abwicklungs- / Marktfolge- / Überwachungsvorstand
Aloys Tilly, Handelsvorstand / Marktvorstand
Mandate in gesetzlich zu bildenden Aufsichtsratsgremien
Herr Dr. Hubert-Ralph Schmitt hatte im Geschäftsjahr folgendes Mandat als Aufsichtsrat:
– Haftpflichtkasse Darmstadt – Haftpflichtversicherung des Deutschen Hotel- und Gaststättengewerbes – VVaG, Roßdorf
Dr. Dieter Schenk, Vorsitzender
– Partner der Noerr LLP, München
– Vorsitzender des Aufsichtsrats der
a) Gabor Shoes AG, Rosenheim
b) TOPTICA Photonics AG, Gräfelfing
– stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats der
a) Fresenius Management SE, Bad Homburg v. d. Höhe
b) Fresenius Medical Care Management AG, Hof a.d.S.
c) Fresenius Medical Care AG & Co. KGaA, Hof a.d.S.
d) Greiffenberger AG, Marktredwitz
Reinhart Siewert, stellvertretender Vorsitzender
bis 5/2015 stellvertretender Vorsitzender des
Aufsichtsrats der Koenig & Bauer AG, Würzburg
Dr. Hartwich K.-H. Lüßmann
Auf die Angabe der Gesamtbezüge des Vorstands und des Aufsichtsrats wurde gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.
Zum Bilanzstichtag bestanden Kredite an Vorstandsmitglieder in Höhe von TEUR 1.793.
Kaufmännische Mitarbeiter 156 61
Gewerbliche Mitarbeiter 3 1
Außerdem wurden durchschnittlich 16 Auszubildende beschäftigt.
Die Gewinn- und Verlustrechnung weist einen Bilanzgewinn von TEUR 2.176 aus. Der Vorstand schlägt vor, diesen Betrag zur Zahlung einer Dividende von insgesamt TEUR 2.068 sowie zur weiteren Einstellung in Höhe von TEUR 107 in andere Gewinnrücklagen zu verwenden. Der verbleibende Bilanzgewinn in Höhe von TEUR 1 soll auf neue Rechnung vorgetragen werden.
Anlage A zum Anhang
Entwicklung des Anlagevermögens 2015 (volle EUR)
Anschaffungs-/Herstellungskosten Zugänge (a) Umbuchungen (b) Abgänge (c) des Geschäftsjahres Abschreibungen (a) Zuschreibungen (b) des Geschäftsjahres Abschreibungen (kumuliert) Buchwerte 31.12.2015 31.12.2014
– Lizenzen, Software
384.345 34.693 (a) 32.839 (a) 362.815 56.223 54.369
0 (b) 0 (b)
– Grundstücke und Gebäude
16.297.370 172.455 (a) 350.172 (a) *) 7.704.133 8.765.692 8.943.409
3.283.519 429.847 (a) 391.065 (a) 2.565.915 968.958 960.261
178.493 (c)
a 19.965.234 636.995 (a) 774.076 (a) 10.632.863 9.790.873 9.958.039
Anschaffungskosten Veränderungen Buchwerte
(saldiert) 31.12.2015 31.12.2014
Beteiligungen 786.938 -195.324 591.614 604.397
Unternehmen 9.203.980 -264.538 8.939.442 8.939.442
b 9.990.918 -459.862 9.531.056 9.543.839
Summe a und b 29.956.152 19.321.929 19.501.878
*) davon: außerplanmäßige Abschreibungen: EUR 0 (i. V. EUR 0)
Anlage B zum Anhang
Fristengliederung bestimmter Bilanzpositionen nach Restlaufzeiten zum 31. Dezember 2015
Bilanzposition bis drei Monate
TEUR mehr als drei Monate bis ein Jahr
TEUR mehr als ein Jahr bis fünf Jahre
TEUR mehr als fünf Jahre
andere Forderungen 30.485 15.005 425 500 46.415
Forderungen an Kunden 42.530 89.137 169.374 138.601 439.642
oder Kündigungsfrist 16.185 16.180 29.994 32.070 94.429
Spareinlagen mit vereinbarter Kündigungsfrist von mehr als drei Monaten 0 209 819 0 1.028
andere Verbindlichkeiten mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist 103.775 29.773 11.890 23 145.441
Bilanzposition TEUR
Forderungen an Kunden 80.201
Beträge, die im auf den Bilanzstichtag folgenden Geschäftsjahr fällig werden
andere festverzinsliche Wertpapiere 139.099
begebene Schuldverschreibungen 0
Anteilige Zinsen, die erst nach dem Bilanzstichtag fällig werden, wurden gemäß § 11 S. 3 RechKredV nicht in die Fristengliederung einbezogen.
Anlage C zum Anhang
Aufstellung des Anteilsbesitzes gemäß § 285 Nr. 11 HGB zum 31. Dezember 2015
Name / Sitz Kapitalanteil in v. H. Eigenkapital
TEUR Ergebnis
TEUR Geschäftsjahr
a) Dr. Schmitt Leasing GmbH, Hammelburg 1) 3) 100 7.563 521 2015
b) Dr. Schmitt GmbH Würzburg, Würzburg 100 2.268 326 2015
c) Dr. Schmitt Immobilien G.m.b.H., Hammelburg 100 266 238 2015
d) FAV Anlagenvermittlung GmbH, Hammelburg 100 31 1 2015
e) gvp Gesellschaft für Versicherungsprüfung mbH, Würzburg 100 261 137 2015
f) PENOLET GmbH, Hammelburg 100 810 755 2015
g) Bank Schilling & Co Aktiengesellschaft / Müller GbR, Bad Kissingen 75 0 217 2015
h) Bavaria-Assekuranz Versicherungsmakler Gesellschaft mit beschränkter Haftung, Nürnberg 2) 100 106 42 2015
i) Dr. Schmitt Versicherungsmakler GmbH, Würzburg 2) 100 -249 -55 2015
j) Parksanatorium Bad Bocklet Verwaltungsgesellschaft mit beschränkter Haftung, Bad Bocklet 25 135 38 2014
1) Organschaftsverhältnis mit Ergebnisabführungsvertrag
2) mittelbare Beteiligung
3) Finanzdienstleistungsinstitut i. S. v. § 1 Abs. 1a KWG
Die unter a) und b) genannten Unternehmen werden in dem Konzernabschluss einbezogen.
S. auch Punkt D. Sonstige Angaben.
Der Aufsichtsrat hat auch im Geschäftsjahr 2015 die ihm nach Gesetz und Satzung obliegenden Aufgaben wahrgenommen und die Geschäftsführung der Bank laufend überwacht. Insgesamt fanden turnusgemäß zwei Aufsichtsratssitzungen statt.
Der Vorstand informierte den Aufsichtsrat regelmäßig und zeitnah umfassend sowohl in schriftlicher als auch in mündlicher Form über die Geschäftsentwicklung und erörterte die strategische Ausrichtung, Fragen der Unternehmensführung und -planung sowie der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage, des Risikomanagements und der Compliance.
Der nach den Regeln des HGB aufgestellte Jahresabschluss und der Lagebericht sind von dem durch die Hauptversammlung am 5. Mai 2015 gewählten Abschlussprüfer, Herrn Dipl.-Kfm. Jens Kruse, Wirtschaftsprüfer, Würzburg, geprüft und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen worden.
Der Bericht des Vorstands über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen gemäß § 312 AktG (Abhängigkeitsbericht) wurde ebenfalls durch Herrn Dipl.-Kfm. Jens Kruse, Wirtschaftsprüfer, Würzburg, geprüft.
Der Abschlussprüfer hat über das Ergebnis seiner Prüfung folgenden Bestätigungsvermerk erteilt:
„Nach meiner pflichtmäßigen Prüfung bestätige ich, dass
3. bei den im Bericht aufgeführten Maßnahmen keine Umstände für eine wesentlich andere Beurteilung als die durch den Vorstand sprechen.“
Die Abschlussunterlagen und die Prüfungsberichte standen allen Mitgliedern des Aufsichtsrats rechtzeitig zur Verfügung und wurden vom Aufsichtsrat geprüft. Der in der Jahresabschluss-Sitzung des Aufsichtsrats anwesende Abschlussprüfer berichtete dort ausführlich über die wesentlichen Ergebnisse seiner Prüfung und hat ergänzende Auskünfte erteilt sowie Fragen beantwortet.
Der Aufsichtsrat hat sich nach eigener Prüfung dem Ergebnis des Abschlussprüfers angeschlossen und billigte den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss, der damit festgestellt ist. Der Lagebericht wurde vom Aufsichtsrat ebenfalls geprüft und zustimmend zur Kenntnis genommen. Dem Vorschlag des Vorstands für die Gewinnverwendung schließt sich der Aufsichtsrat an. Des Weiteren hat der Aufsichtsrat gegen die im Abhängigkeitsbericht enthaltene Schlusserklärung des Vorstands keine Einwendungen erhoben.
Im Berichtsjahr legte Herr Dr. Rudolf Nörr sein Mandat im Aufsichtsrat aus Altersgründen nieder. Ihm gilt unser herzlicher Dank für die langjährige Arbeit und das Engagement zur Weiterentwicklung der Bank. In den Aufsichtsrat wurde Herr Dr. Dieter Schenk, Rechtsanwalt und Steuerberater, Partner der Noerr LLP, München, gewählt.
Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstand sowie allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Bank Schilling & Co Aktiengesellschaft für den persönlichen Einsatz und die gute, vertrauensvolle und konstruktive Zusammenarbeit im Berichtsjahr 2015.
Hammelburg, 9. Mai 2016
Ich habe den Jahresabschluss – bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang – unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Bank Schilling & Co Aktiengesellschaft, Hammelburg, für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2015 bis 31. Dezember 2015 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Meine Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von mir durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.
Ich habe die Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Ich bin der Auffassung, dass meine Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für meine Beurteilung bildet.
Nach meiner Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Würzburg, 08. April 2016
gez. Kruse, Wirtschaftsprüfer

References: § 340
 § 312
 § 340
 § 265
 § 265
 § 340
 § 340
 § 274
 § 340
 § 340
 § 256
 § 1
 Art. 63
 Art. 63
 § 160
 § 340
 § 290
 § 286
 § 11
 § 285
 § 1
 § 312
 § 317