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Timestamp: 2020-02-28 22:40:35+00:00

Document:
urn:nbn:de:kobv:109-opus-97627
Nichtoffener Wettbewerb Umwelt-Bildungszentrum Havelmathen Berlin Spandau Auslobung
Herausgeber und Wettbewerbsdurchführung Senatsverwaltung für Stadtentwicklung Abteilung Städtebau und Projekte Referat II D Brückenstraße 6 10179 Berlin Wettbewerbsausschreibung Nanna Sellin-Eysholdt, II D 11 Nils Hauer
Digitale Bearbeitung Nils Hauer
Titelbild SenStadt
Druck A & W Digitaldruck, Berlin
Anlass und Ziel.........................................................................................7 Teil 1	 1.1	 1.2	 1.3	 1.4	 1.5	 1.6	 1.7	 1.8	 1.10	 1.11	 1.12	 1.13	 1.14	 1.15	 1.16	 1.17	 1.18	 Teil 2	 2.1	 2.2	 2.3	 2.4	 2.6	 2.7	 2.8	 2.9	 2.10	 Teil 3	 3.1	 3.2	 3.3	 3.4	 3.5	 3.6	 3.7	 3.8	 3.9	 3.10	 Teil 4	 4.1	 4.2	 Verfahren. ...................................................................................9 . Auslober, Bauherr, Nutzer............................................................9 Art des Verfahrens.......................................................................9 Richtlinien für Wettbewerbe.........................................................9 Wettbewerbsteilnehmer.............................................................10 Preisgericht und Vorprüfung......................................................10 . Ausgabe der Wettbewerbsunterlagen........................................13 Abgabe der Wettbewerbsarbeiten. ............................................13 . Ortsbesichtigung, Rückfragen....................................................14 Geforderte Leistungen...............................................................15 Beurteilungsverfahren und Vorprüfung......................................17 Preise.........................................................................................17 Weitere Bearbeitung..................................................................18 Eigentum und Urheberrecht.......................................................18 Verfassererklärung.....................................................................18 Bekanntgabe des Ergebnisses / Ausstellung der Arbeiten........19 . Haftung und Rückgabe..............................................................19 Zusammenfassung der Termine. ...............................................19 . Situation und Planungsvorgaben...........................................21 Städtebauliche Rahmenbedingungen........................................21 Historische Entwicklung.............................................................26 Das Wettbewerbsgrundstück.....................................................28 Vorhandene Bebauung..............................................................31 Erschließung und Verkehr..........................................................33 Planungsrecht und Bauordnungsrecht.......................................33 Denkmalschutz. .........................................................................34 . Forum Berufsbildung e.V.. .........................................................34 . Naturschutzbund (NABU). .........................................................35 . Wettbewerbsaufgabe...............................................................37 Planungsumfang........................................................................37 Städtebaulich-architektonische Zielsetzung...............................37 Raumprogramm.........................................................................40 Funktionale Anforderungen........................................................41 Freiflächen / Außenanlagen.......................................................42 Erschließung / Stellplätze..........................................................43 . Energieeffizienz / Nachhaltigkeit / Ökologische Zielsetzung......43 Baukosten / Wirtschaftlichkeit....................................................44 Barrierefreies Bauen..................................................................45 Baurechtliche Vorschriften, Normen, Richtlinien........................45 Anhang......................................................................................47 Digitale Anlagen ........................................................................47 Quellenangaben.........................................................................51
Umwelt-Bildungszentrum Havelmathen / Anlass und Ziel
Anlass des Wettbewerbs ist die Errichtung eines Ausbildungs- und Seminarzentrums für nachhaltige Entwicklung in der beruflichen Bildung durch das Forum Berufsbildung e. V. in Berlin. Dazu soll die ehemalige Hofstelle Havelmathen, Kladower Damm 57 in 14089 Berlin Spandau, Ortsteil Gatow wieder nutzbar gemacht und durch eine Neubebauung ergänzt werden. Wegen ihrer das Landschaftsbild prägenden Bedeutung sind die Bestandbauten weitestgehend zu erhalten und in den Entwurf zu integrieren. Das Wettbewerbsgrundstück befindet sich in einem für Berlin einmaligen Landschaftsraum: Die offene Feldflur mit ihren Ackerflächen und Obstbaumwiesen reicht hier bis an das Ufer der Havel. Ziel der Entwurfsaufgabe ist es, durch einen respektvollen Umgang mit der Gesamtanlage die Eigenart des Ortes zu stärken und für die Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Es ist ein Raumprogramm von ca. 1.204 qm NF umzusetzen. Daneben sind Außenanlagen von ca. 2.973 qm zu planen. Die Größe des Wettbewerbsgrundstücks beträgt insgesamt 4.775 qm. Für die Realisierung der Baumaßnahme ist ein maximaler Gesamtkostenrahmen von 4.470.000,– Euro (KG 200 bis 700) vorgegeben. Darin enthalten sind 230.000,– Euro für die Freiflächen. Die Fertigstellung der Baumaßnahme ist bis Ende 2013 vorgesehen. Die Maßnahme wird aus Mitteln der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ gefördert.
Umwelt-Bildungszentrum Havelmathen / Teil 1 Verfahren
Auslober, Nutzer, Bauherr UBB Umwelt-Bildungszentrum Berlin gemeinnützige GmbH Charlottenstraße 2 10969 Berlin Birgit de la Sauce Tel.: +49 (0)30 25900811 Fax: +49(0)30 259008863 E-Mail: birgit.delasauce@forum-berufsbildung.de Wettbewerbsdurchführung, Ausschreibung und Koordination Senatsverwaltung für Stadtentwicklung Abteilung Städtebau und Projekte Referat II D Brückenstraße 6 10179 Berlin Nanna Sellin-Eysholdt, II D 11 Tel.: +49 (0)30 9025 2039 Fax: +49 (030) 9025 2535 E-Mail: nanna.sellin-eysholdt@senstadt.berlin.de
Die Auslobung erfolgt als nichtoffener einstufiger Wettbewerb für Architekten als Generalplaner. Das gesamte Verfahren ist bis zum Abschluss anonym. Kommunikation Die Wettbewerbssprache ist Deutsch. Die Kommunikation mit den Teilnehmern erfolgt über E-Mail.
Dem Wettbewerb liegen die Richtlinien für Planungswettbewerbe (RPW 2008) sowie das Rundschreiben SenStadt VI A Nr. 06 / 2009 (Einführung der RPW) zugrunde, soweit nachstehend nichts anderes ausgeführt ist. Die Architektenkammer wirkt vor, während und nach dem Wettbewerb beratend mit, sie registriert den Wettbewerb. Mit der Registrierung wird bestätigt, dass die Auslobungsbedingungen der Richtlinie entsprechen. Die besonderen Bestimmungen für öffentliche Auftraggeber (RPW 2008,§9) sind anzuwenden. Der Wettbewerb wird bei Architektenkammer Berlin unter der Registrier-Nr. B-2010-18 geführt. Einverständnis Jeder Teilnehmer, Preisrichter, Sachverständige, Vorprüfer und Gast erklärt sich durch seine Beteiligung bzw. Mitwirkung am Verfahren mit den vorliegenden Teilnahmebedingungen und der Anwendung der RPW 2008 einverstanden. Verlautbarungen jeder Art über Inhalt und Ablauf
vor und während der Laufzeit des Wettbewerbsverfahrens, einschließlich der Veröffentlichung der Wettbewerbsergebnisse, dürfen nur über die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Referat II D, abgegeben werden. Datenschutz Jeder Teilnehmer, Preisrichter, Sachverständige, Vorprüfer, Gast und Auftragnehmer willigt durch seine Beteiligung bzw. Mitwirkung am Verfahren ein, dass seine personenbezogenen Daten im Zusammenhang mit o.g. Wettbewerb bei der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung in Form einer automatisierten Datei geführt werden. Diese Einwilligung ist auf der Verfasser- bzw. auf der Zustimmungserklärung zu bestätigen. Eingetragen werden Name, Anschrift, Telefon, Beauftragung im Wettbewerb, Kammermitgliedschaft, Berufsbezeichnung. Nach Abschluss des Verfahrens können auf Wunsch diese Daten gelöscht werden (durch Vermerk auf der Verfassererklärung). Gemäß § 6 des novellierten Datenschutzgesetzes ist die Einwilligung der Betroffenen notwendig, da eine spezielle Rechtsgrundlage für die Führung dieser Datei fehlt. Vergabekammer Öffentliche Aufträge, die gemäß den Vergabevorschriften der EU vergeben werden müssen, unterliegen einem Rechtsschutzverfahren. Für die öffentlichen Auftraggeber wird dieses verfahren vor der Vergabekammer des Landes Berlin geführt. Vergabekammer des Landes Berlin Martin-Luther-Straße 105 10825 Berlin Tel.: +49 (0)30 9013 8316 Fax: +49 (0)30 9013 7613
Zur Teilnahme am Wettbewerb wurden entsprechend der Ankündigung im EU-Amtsblatt vom 12.05.2010 in einem vorgeschalteten Bewerbungsverfahren (Teilnahmewettbewerb gemäß RPW und VOF) durch ein vom Preisgericht unabhängiges Auswahlgremium 10 Architekten (als Generalplaner mit Unterauftragnehmern oder als Arbeitsgemeinschaft) ausgewählt.
Donatella Fioretti Architektin, Berlin Bettina Georg Architektin, Berlin Guntram Jankowski Architekt, Berlin
Stellvertretende		 Fachpreisrichter		 				 				 				 				 				 				 Sachpreisrichter	 	 				 				 				 				 				 				 				 				 				 				 				 Stellvertretende 		 Sachpreisrichter		 				 				 				 				 		 				 				 				 				 				 Sachverständige
Rüdiger Amend Landschaftsarchitekt, Berlin Maria Clarke Architektin, Berlin Inga Hahn Landschaftsarchitektin, Berlin Peter Ostendorff, Architekt Abteilung Städtebau und Projekte Referat Wettbewerbe und Auswahlverfahren Senatsverwaltung für Stadtentwicklung Berlin Carsten-Michael Röding Bezirksstadtrat für Bauen, Planen und Umweltschutz Bezirk Spandau von Berlin Dr. Helmut Riethmüller Umwelt-Bildungszentrum Berlin gGmbH Jochen Windolph Abteilung Ministerielle Angelegenheiten des 		 Bauwesens Referat Technisch-wirtschaftliche Prüfung und 		 Genehmigung im Hochbau Senatsverwaltung für Stadtentwicklung Berlin Katharina Behrens Abteilung Bauen, Planen und Umweltschutz Leiterin Facility Management Bezirksamt Spandau von Berlin Birgit de la Sauce Umwelt-Bildungszentrum Berlin gGmbH Uwe Dechène Abteilung Ministerielle Angelegenheiten des 		 Bauwesens Referat Technisch-wirtschaftliche Prüfung und 		 Genehmigung im Hochbau Senatsverwaltung für Stadtentwicklung Berlin Katrin Wanka Abteilung Wirtschaftsförderung Referat Förderpolitik Senatsverwaltung für Wirtschaft, Technologie 		 und Frauen Berlin Markus Schulte Abteilung Bauen, Planen und Umweltschutz Stadtplanungsamt Bezirksamt Spandau von Berlin
Vorprüfung			 				 Kostenprüfung 		 				 Gäste
Elke Mirow Abteilung Bauen, Planen und Umweltschutz Bau- und Wohnungsaufsichtsamt Bezirksamt Spandau von Berlin Elke Hube/ Dagmar Schmitz Abteilung Bauen, Planen und Umweltschutz Naturschutz- und Grünflächenamt Bezirksamt Spandau von Berlin Dr. Cornelia Niemeitz Abteilung Bauen, Planen und Umweltschutz Umweltamt Bezirksamt Spandau von Berlin Annette Thimm Referat für Technisch-wirtschaftliche Prüfung 		 und Genehmigung im Hochbau Senatsverwaltung für Stadtentwicklung Berlin Ingeborg Stude Barrierefreies Bauen Senatsverwaltung für Stadtentwicklung Berlin Klaus Laufmann Senioren- und Behindertenbeauftragter Bezirksamt Spandau von Berlin Juliane Zach Architektin, Berlin Otmar Gerono Architekt, Berlin Peter Kever Architektenkammer Berlin Bernd Machatzi Büro des Landesbeauftragten für Naturschutz 		 und Landschaftspflege Senatsverwaltung für Stadtentwicklung Berlin Frank Külske Naturschutzbund Berlin e. V. (NaBu) Mitglieder der BVV Spandau
Der Auslobungstext wird den Teilnehmern in digitaler Form per E-Mail am 29. Juni 2010 zugesandt Am 2. Juli 2010 werden den Teilnehmern im Rahmen einer Ortsbesichtigung die Auslobungsbroschüre sowie die weiteren Wettbewerbsunterlagen ausgehändigt.
Die Arbeiten sind am 26. August 2010 von 14:00 bis 17.00 Uhr in der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung Referat Wettbewerbe und Auswahlverfahren Brückenstraße 6 - Jannowitzcenter 10179 Berlin Raum Nr. 4.026 abzugeben oder am selben Tag oder davor liegend per Post- oder Kurierdienst einzureichen. Bei der Einreichung durch Post- oder Kurierdienst ist eine Kopie des Aufgabebelegs in gleicher anonymisierter Weise wie die Arbeit selbst mit der Kennziffer versehen an o. a. Adresse nachzusenden. Die Wettbewerbspläne sind in einer eckigen Versandbox einzuzuliefern. Das Modell ist am 2. September 2010 von 14:00 bis 17.00 Uhr an gleicher Stelle oder am selben Tag oder davor liegend durch Post- oder Kurierdienst einzureichen. Das Modell ist in transportgerechter und wie-derverwendbarer Verpackung abzuliefern.
Die Wettbewerbsarbeiten sind zur Wahrung der Anonymität in verschlos-senem Zustand ohne Absender oder sonstigen Hinweis auf den Verfas-ser, aber mit der Kennzahl und dem Vermerk „Wettbewerb Havelmathen“ einzureichen. Bei Zustellung durch Post- oder Kurierdienst ist der Empfänger als Absender anzugeben. Bei Einlieferung durch Post- oder Kurierdienst (porto- und zustellungsfrei für den Empfänger) gilt die Einlieferungsfrist als erfüllt, wenn der Aufgabestempel das Datum des 26. August oder eines davor liegenden Tages trägt. Für die Einlieferung des Modells gilt entsprechend das Datum des 2. September 2010. Der Verfasser trägt die Verantwortung dafür, dass die geforderten Leistungen spätestens am 7. Tag nach Abgabedatum vorliegen. Der Verfasser selbst ist für die Lesbarkeit des Aufgabestempels auf der Sendung verantwortlich. Verspätet eingegangene Arbeiten, deren Aufgabestempel/Aufgabebeleg fehlt, unleserlich oder unvollständig ist oder dessen Richtigkeit angezweifelt wird, werden vorbehaltlich des späteren Nachweises fristgemäßer Einlieferung, den der Teilnehmer selbst zu erbringen hat, mitbeurteilt.
Kennzeichnung der Arbeiten Die Wettbewerbsarbeiten sind in allen Stücken nur durch eine gleich lautende Kennzahl zu bezeichnen. Sie ist aus sechs arabischen Ziffern zu bilden und in einer Größe von 1 cm Höhe und 4 cm Breite auf jedem Blatt und Schriftstück in der rechten oberen Ecke anzubringen. Verfassererklärung Der Wettbewerbsverfasser hat die Verfassererklärung mit seiner Anschrift in einem verschlossenen und undurchsichtigen Umschlag mit der gleichen Kennzahl abzugeben, mit der er seine Wettbewerbsarbeit gekennzeichnet hat. Dieser Umschlag ist gleichzeitig mit der Wettbewerbsarbeit abzugeben.
Die Ortsbesichtigung mit den Wettbewerbsteilnehmern findet am 2. Juli 2010 um 15.00 Uhr, Kladower Damm 55-57, 14089 BerlinSpandau, Ortsteil Gatow statt. Treffpunkt ist das Hoftor am Ende der Obstbaumallee. Rückfragen können schriftlich gestellt werden. Sie müssen bis Mittwoch, den 7. Juli 2010, 12:00 Uhr unter dem Betreff: „Umwelt-Bildungszentrum Havelmathen“ bei folgender E-Mail-Adresse eingegangen sein: 		 nanna.sellin-eysholdt@senstadt.berlin.de
Bei den Rückfragen sind jeweils die Teilziffern der Ausschreibung, auf die sie sich beziehen, zu nennen. Ein Rückfragenkolloquium mit den Teilnehmern findet nicht statt. Die Beantwortung der Rückfragen erfolgt in Abstimmung mit dem Preisgericht. Die Zusammenstellung aller eingereichten Fragen und deren Beantwortung wird allen am Verfahren Beteiligten am 12. Juli 2010 per E-Mail zugesandt und ist Bestandteil der Ausschreibung.
Unterlagen des Wettbewerbs sind: -	 die vorliegende Ausschreibung -	 die Zusammenstellung der Rückfragen und Antworten -	 CD-ROM mit digitalen Daten (s. Teil 4 Anhang),u.a. die im Folgenden aufgeführten Planunterlagen und Dokumente: 	 -Übersichts- / Lageplan 	 -Grundrisse, Ansichten und Schnitte der Bestandsgebäude 	 -Luftbilder als .tif-Dateien 	 -Raumprogramm als .pdf-Datei 	 -Bausubstanzuntersuchung 	 -Baugrundgutachten 	 -Vorhaben bezogener Bebauungsplan einschl. 	 Begründungstext 	 -Fotodokumentation
Von den Teilnehmern werden folgende Leistungen erwartet: Geforderte Leistungen in Papierform 1.	 Städtebauliches Konzept M 1:500 mit Darstellung der 			 Gesamtsituation, Baukörper, Erschließung, Außenanlagen 			 und Beziehung zum Landschaftsraum 2.	 EG-Grundrisse mit Darstellung der Außenbezüge einschließlich 	 Freiflächenplan M 1:200 3.	 Grundrisse aller Geschosse M 1:200 mit Eintragung der Raumbe-		 zeichnungen gemäß Raumprogramm 4.	 Ansichten M 1:200 5.	 Zum Verständnis des Entwurfs erforderliche Schnitte M 1:200 6.	 Fassaden- bzw. Systemschnitt im M 1:20 mit Teilansicht – 	 der Informationsgehalt dieses Schnittes soll annähernd dem 	 eines Schnittes im Maßstab 1:50 entsprechen – beispielhaft zur Vermittlung von Materialität, Gestaltqualität und zur Kostenermittlung 7.	 Eine skizzenhafte räumliche Darstellung 8.	 Prüfpläne (gefaltet): 	 ein Satz der verlangten Grundrisse und Schnitte mit Eintragung 	 -der Raumbezeichnungen gem. Raumprogramm 	 -der für die Berechnung notwendigen Maße 	 -der Raum- bzw. Flächengrößen 	 -der Änderungen im Bestand in Anlehnung an §3 (4) der 	 Verordnung über Bauvorlagen im bauaufsichtlichen 	 Verfahren (Bau-VorlVO) 9.	 Berechnungsergebnisse auf Formblättern 	 (Formblatt NF_TF, 	Formblatt Gebäudedaten, s. Teil 4 Anhang, 4.1.1 Formblätter). 	 Der Rechenweg ist nachvollziehbar auf den Prüfplänen 	 darzustellen. 	 - Überbaute Fläche 	 - GRZ 	 - GFZ 	 Bestand / Neubau: 	 - Brutto-Grundfläche BGF a 	 - Brutto-Rauminhalt BRI a 	 - Programmfläche 	 - Verhältnis Brutto-Grundfläche a / Nutzfläche 	 - BGF a / Programmfläche) 	 - DAF Dachflächen 	 - HTF Horizontale Trennflächen 	 - BAF	 Basisflächen 	 - AWF Außenwandflächen 	 - IWF Innenwandflächen
11.	 12.	 	 13.	 14.	 15.
- BAU Volumen der Baugrube 	 - Gebäudehüllfläche A 	 - Verhältnis A/V Erläuterungsbericht (getrennt von den Plänen, max. 4 DIN A 4 Seiten): 	 - Erläuterung und Begründung des Entwurfskonzepts 	 - Erläuterung und Begründung des Außenanlagenkonzepts 	 - Aussagen zu Konstruktion und Materialien 	 - Aussagen zu Nachhaltigkeit und Energieeffizienz 	 - Angaben zu gebäudetechnischen Funktionen Beschreibung des energetischen Gesamtkonzepts Baubeschreibung in Anlehnung an DIN 276 zu den KG 300 und 400 Verzeichnis der eingereichten Unterlagen Verfassererklärung (s. Teil 4 Anhang, Punkt 4.1.10 Formblätter) Konzeptionelles Arbeitsmodell M 1:500, Ausschnitt soll dem Wett-		 bewerbsgrundstück entsprechen
Zusätzlich geforderte Leistungen in digitaler Form Zusätzlich sind folgende Leistungen in digitaler Form auf CD-Rom zu erbringen (für Vorprüfung, Ergebnisprotokoll und Veröffentlichung): -	 die Präsentationspläne als Windows-kompatible .tif-Datei(en) in 	 einer Auflösung von bevorzugt 300 dpi (ggf. LZW-komprimiert) -	 die Präsentationspläne als pdf-Datei(en) mit eingebundenen Pixeldarstellungen in einer Auflösung von bevorzugt 300 dpi. Als verbindliche Form der Arbeit gilt der Papierausdruck. Hinweise zu den geforderten digitalen Leistungen „Offene“ Dateien aus Layout-Programmen (z.B. InDesign, QuarkExpress, Illustrator etc.) können nicht berücksichtigt werden. Bildmaterial, das nicht im genannten Windows-kompatiblen .tif-Format vorliegt, kann nicht berücksichtigt werden. Die CD-ROM selbst trägt als Titel nur die sechsstellige Kennzahl, mit der auch die schriftlichen Pläne gekennzeichnet werden (z.B. 123456). Die einzelnen Dateien auf der CD-ROM müssen wie folgt benannt werden: Der erste Teil des Dateinamens ist die sechsstellige Kennzahl, danach folgt ein Unterstrich und anschließend der eigentliche Dateititel, gefolgt von der Formatangabe, z.B. „tif“. Beispiele: -	 Lageplan:				 -	 Grundrisszeichnung Erdgeschoss:	 -	 Ansichten:
Allgemeine Hinweise Jeder Teilnehmer darf nur eine Arbeit ohne Variante einreichen. Gemäß RPW § 5 Abs. 2 werden Darstellungen, die über die in der Auslobung geforderten Leistungen hinausgehen oder gegen bindende Vorgaben des Auslobers verstoßen, von der Vorprüfung ausgesondert. Farbige Darstellungen sowie erläuternde Skizzen sind zugelassen. Für die Präsentation der Wettbewerbsarbeiten stehen pro Wettbewerbsteilnehmer max. zwei 2 m hohe Rolltafeln mit einer Hängefläche von 1,96 m (Breite) x 1,46 m (Höhe) zur Verfügung. Die vom Auslober zur Verfügung gestellten Arbeitspläne sind ein Angebot, den Wettbewerbsbeitrag darzustellen, sie müssen nicht verwendet werden. Ausschlusskriterien / Verstoß gegen bindende Vorgaben Es werden keine bindenden Vorgaben im Sinne der RPW 2008 § 5 Absatz 1 und § 6 Absatz 2 formuliert. Wettbewerbsbeiträge, die während der Laufzeit des Wettbewerbes veröffentlicht werden, verstoßen gegen die in § 1 Absatz 4 und § 6 Absatz 2 RPW 2008 geforderte Anonymität und sind von der Beurteilung auszuschließen.
Die Wettbewerbssumme (RPW 2008 § 7 Absatz 2) ist auf der Basis des § 34 HOAI ermittelt. Für Preise stehen insgesamt 17.500 Euro zur Verfügung. Vorgesehen ist folgende Aufteilung: 1. Preis	 2. Preis	 3. Preis	 8.500,– € 5.500,– € 3.500,– €
Das Preisgericht gibt eine schriftliche Empfehlung für die weitere Bearbeitung der Wettbewerbsaufgabe. Der Bauherr wird unter Würdigung der Empfehlungen des Preisgerichts einem der Preisträger die weitere Bearbeitung der Aufgabe mit den Leistungsphasen 2 - 9 nach §§ 33, 38, 49, 51 und 53 HOAI übertragen, sofern kein wichtiger Grund einer Beauftragung entgegensteht, insbesondere soweit und sobald die dem Wettbewerb zugrunde liegende Aufgabe realisiert werden soll (RPW 2008 § 8 Absatz 2), unter der Voraussetzung, dass die Ausführung der ausgewählten Arbeit im Kostenrahmen möglich ist. Im Falle einer weiteren Bearbeitung werden durch den Wettbewerb bereits erbrachte Leistungen des Wettbewerbsteilnehmers bis zur Höhe des zuerkannten Preises nicht erneut vergütet, wenn der Wettbewerbsentwurf in seinen wesentlichen Teilen unverändert der weiteren Bearbeitung zugrunde gelegt wird (RPW 2008 § 8 Absatz 2). Ein Verhandlungsverfahren im Anschluss an den Wettbewerb mit allen Preisträgern wird nur durchgeführt, wenn der Auftraggeber vom Votum des Preisgerichts abweicht. Im Regelfall wird der Auftraggeber nur mit dem ersten Preisträger über die Auftragsvergabe verhandeln. Architekten, die nicht Mitglieder der Berliner Architektenkammer sind, werden gemäß § 6 Bau- und Architektenkammergesetz verpflichtet, sich bei Auftragserteilung im Verzeichnis auswärtiger Architekten der Architektenkammer Berlin eintragen zu lassen. Bei Bedarf wird die Hinzuziehung eines Kontaktbüros empfohlen.
Durch ihre Unterschrift in der Verfassererklärung versichern die Wettbe-werbsteilnehmer, dass sie die geistigen Urheber der Wettbewerbsarbei-ten, gemäß den Wettbewerbsbedingungen teilnahmeberechtigt, mit einer Beauftragung zur weiteren Bearbeitung einverstanden und zur fach- und termingerechten Durchführung in der Lage sind. Die Verfassererklärung befindet sich als Formblatt auf beiliegender DVD-ROM mit den Digitalen Anlagen unter 4.1.10 Formblätter.
Das Ergebnis des Wettbewerbs wird (unter Vorbehalt der Prüfung der Teilnahmeberechtigung) den Teilnehmern, deren Arbeit mit einem Preis oder einer Anerkennung ausgezeichnet wird, unmittelbar nach der Entscheidung des Preisgerichts mitgeteilt, allen anderen durch Übersendung des Preisgerichtsprotokolls mitgeteilt und der Öffentlichkeit über die Presse bekannt gegeben sowie unter www.stadtentwicklung.berlin.de/aktuell/ausstellungen angekündigt. Die zur Beurteilung zugelassenen Wettbewerbsarbeiten werden mit den Namen der Verfasser, der Mitarbeiter und Sonderfachleute, den Preisen und Anerkennungen, der Aufnahme in die engere Wahl und dem Preisgerichtsprotokoll öffentlich ausgestellt. Eröffnung, Ort und Dauer der Ausstellung werden den Wettbewerbsteilnehmern und der Presse bekannt gegeben (RPW 2008 § 8 Absatz 1).
29. Juni 2010 2. Juli 2010 / 15:00 Uhr 6. Juli 2010 / 12:00 Uhr 12. Juli 2010 26. August 2010 2. September 2010 28. September 2010
Versand der Auslobung per E-Mail	 Ausgabe der Auslobungsunterlagen/ 			 Ortsbesichtigung					 Rückfragen bis 						 Versand des Rückfragenprotokolls per E-Mail	 Abgabe der Arbeiten	 Abgabe des Modells	 Preisgerichtssitzung
Umwelt-Bildungszentrum Havelmathen / Teil 2 Situation und Planungsvorgaben
Lage im Stadtgebiet Die Hofstelle Havelmathen liegt im Südwesten Berlins im Ortsteil Gatow des Berliner Bezirks Spandau. Das Wettbewerbsgrundstück wird im Osten durch die Havel, nach Norden und Westen durch die Gatower Feldflur und nach Süden durch eine offene Parklandschaft begrenzt.
Abb.1: Schwarzplan M 1:20.000
Baustruktur der Umgebung Die Hofstelle Havelmathen liegt als Einzelgehöft am Rande der Gatower Feldflur ca. 100 m vom Westufer der Havel entfernt. Hier findet sich die für Berlin einmalige Situation, dass sich der offene Landschaftsraum bis hinunter an die Havel zieht. Nördlich der Feldflur befindet sich der Ortsteil Gatow. Hier sind dörfliche Strukturen in der Anlage des Dorfangers (Alt-Gatow) und den bäuerlichen
Hofanlagen am Havelufer erkennbar. Oberhalb des Dorfangers findet sich eine Gutsanlage mit Gutshaus und Nebengebäuden. Die Randbereiche des Ortsteils Gatow sind durch ausgedehnte Einfamilienhaussiedlungen bestimmt. Am nördlichen Rand des ursprünglichen Bauerndorfes liegt direkt am Havelufer die 1907/08 entstandene Villa Lemm in einer weitläufigen Parkanlage. Der Haveluferbereich im Ortsteil Gatow ist geprägt durch öffentliche Grünanlagen, private Villengrundstücke und die Nutzung durch Sportvereine. Nach Süden schließt sich der Ortsteil Hohengatow an. Hier findet sich eine größere Siedlung aus den 30er Jahren, sonst vorwiegend Einfamilienhausbebauung in offener Bauweise. Im weiteren Umfeld   südlich des Wettbewerbsgrundstücks befindet sich der ehemalige Flughafen Gatow. Zwischen dem Ortsteil Hohengatow und dem weiter südlich gelegen Ortsteil Kladow liegen am Steilufer der Havel mehrere Kliniken und Campingplätze in einer waldähnlichen Umgebung. Daran schließt sich der weitläufige, direkt an der Havel gelegene Landschaftspark des Gutes Neukladow mit dem auf dem Steilufer situierten klassizistischen Gutshaus an. Charakteristisch für die Gatow-Kladower Landschaft ist der Wechsel von ausgedehnten Waldstücken, parkähnlichen Landschaften und offener Feldflur. Landschaftsbestimmend für das Gebiet zwischen der Heerstraße und der Havel sind die weitläufigen ehemaligen Rieselfelder, die mit ihrer orthogonalen Struktur, den Alleen und Heckenwegen den Landschaftsraum prägen. Besonderheiten der Landschaftsstruktur Weite Teile der Gatower Feldflur   befinden sich in einer Talsenke,   der Hüllenpfuhl-Papenpfuhlenden, über die während der Weichseleiszeit ein
Abb.2: Apfelbaum gesäumter Feldweg vor der Hofstelle Havelmathen in den 1920er Jahren
Gletscher von Westen zur Havel abfloss. Eine von Rinnen und kleinen Schluchten gegliederte Hügelkette, der Hohengatow mit dem 75 m hohen Helleberg, riegelte die Talsenke nach Süden ab und führte ihr weitere Schmelzwasser- und Hangwasserströme zu. So konnte sich im Tal ein relativ nährstoffreicher, grundwassernaher Auenboden entwickeln, der für die Landwirtschaft geeignet war, aber entwässert werden musste. Spätestens 1780 entstand das erste Grabensystem in Gatow, zu dem auch der Separationsgraben nördlich der Havelmathen gehört. Auf der Hochfläche  des Hohengatow und der Gatower Heide lagen dagegen die ärmeren Waldböden. Auf diesen südlich an die Havelmathen angrenzenden Hügeln entstanden um 1900 die ersten Villen, seit 1930 wurde daraus eine geschlossene Siedlung mit zum Teil denkmalgeschützten Wohnhäusern und Gärten. Noch weiter südlich, oberhalb der Havel gelegen, schließt das in den 1950er Jahren aus Militäreinrichtungen hervorgegangene Krankenhaus Hohengatow an. Das vom Kladower Damm zur Havel abfallende Gelände der Talsenke wurde bis an das Ufer landwirtschaftlich als Wiesen- und Weideland genutzt: Die Havelmathen (auch als Havelmaten oder Havelmatten beschrieben, von Mahd, mähen, Matte = Wiese). Am Hangfuß des Hohengatow, wo die Hochfläche steil zur Havel abfällt, treten teilweise ältere Geschiebelehme zutage. In der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts entstand daher am Südrand der Havelmathen in der Nähe einer Pfuhlsenke, dem Waldpfuhl, im Zusammenhang mit dem landwirtschaftlich und gartenbaulichen Betrieb der heutigen Hofstelle eine kleine Ziegelei, die die Lehmvorkommen nutzte. Von den später zeitweise brachliegenden landwirtschaftlichen Flächen verblieben aufgelassene Obstanlagen als besondere und ökologisch wertvolle Kulturbrachen. Die Landschaft der Umgebung gliedert sich wie folgt: Die südwestlich gelegenen Waldflächen werden als Erholungswald bewirtschaftet. Innerhalb des Waldgebiets liegen Heidelandschaften als Freiflächen. Diese Naturform geht im Westen in die Döberitzer Heide über und ist damit an einen von acht Regionalparks im engeren Verflechtungsraum Berlin-Brandenburg angegliedert. Ein Teilbereich des angrenzenden stillgelegten Flugfeldes soll zukünftig schrittweise in eine Parklandschaft mit urbaner Landwirtschaft umgewandelt werden. Nach Norden schließen sich die oben schon beschriebenen, durch Hecken, Gräben und Alleen gegliederten Äcker und Weideflächen an. Innerhalb dieser Feldflur stellt der an der Potsdamer Chaussee gelegene Landschaftsfriedhof Gatow eine Besonderheit dar. Am westlichen Ortsrand Gatows finden sich mit dem 52 m hohen Windmühlenberg und dem Hüllenpfuhl zwei Naturdenkmale. Eine kultur- und technikgeschichtliche Besonderheit sind die nordwestlich gelegenen Rieselfelder. An Stelle der Berliner Abwässer wird jedoch seit den 1960er Jahren Klarwasser versickert, um den Landschaftswasserhaushalt zu erhalten. Trotz der Belastung mit Schwermetallen, die die Abwässer über die Zeiten hinterließen, entwickelte sich aus der nutzungsbedingten Kleinteiligkeit eine artenreiche Kulturlandschaft. Zu sehen sind noch die Absetzbecken. In alten und neu angelegten Gräben fließt das Wasser zu den Rieseltafeln, heute sind dies kostbare Biotope. Entlang des dichten Kanal- und Grabennetzes stehen in langen Reihen verschiedene Obstbäume. Ganz im Norden Gatows verbindet die enge Jaczo-Schlucht die Rieselfelder mit der Havel (siehe Denkmal/ Landschaftskarte in den Digitalen Anlagen unter 4.1.2 Informationspläne).
Abb.3: Luftbild Havelmathen
Abb.4: Lageplan mit Eintragung des Grundstückes
Geschichte Gatows Bereits um 600 siedelten slawische Bauern auf einer Talsandinsel, etwa 2 km südlich der heutigen Altstadt Spandau. Mitte des 12. Jahrhunderts übernahmen die Askanier die Herrschaft in der Mark Brandenburg und bauten Spandau aus. Das mittelalterliche Straßendorf Gatow wird in diesem Zusammenhang 1258 erstmals schriftlich erwähnt. Alle Höfe waren an der Ostseite des Dorfes zum Wasser ausgerichtet; die Bauern hatten das Recht, vom Ufer aus zu fischen. Die Feldflur war gleichmäßig auf 8-9 Höfe verteilt, ebenso die Abgaben und Dienstverpflichtungen. Grundherr war ab 1272 das Kloster Spandau, ab 1558 das Kurfürstliche Amt Spandau. Die Dorfkirche, das Gartenland und Kleinbauern ohne eigene Flur fanden sich auf der Westseite des Dorfes. Diese Grundstruktur ist bis heute ablesbar. Im Zuge der Agrarreform kam es bis 1850 zu einer Neuverteilung der Ackerflächen. Nach der sogenannten Separation waren große Flächen im Besitz eines einzigen Gutshofes. Als kleine Industrien entstanden eine Ziegelei und eine Ofenfabrik. Aufgrund der schlechten Verkehrsanbindung entwickelte sich Gatow im Gegensatz zu Kladow nicht zur Villen- und Landhauskolonie. Dennoch
Abb.5: Hofstelle Havelmathen, Gesindehaus als Remise
entstanden einzelne Villenbauten wie zum Beispiel die heute unter Denkmalschutz stehende Villa Lemm. Ab dem Ende des 19. Jahrhunderts wurden Teile des Berliner Abwassers zur Aufbereitung in die Feldflur geleitet.   Nordwestlich vom Gatow wurde seit 1895 das Rieselgut Karolinenhöhe betrieben. 1935/36 wurde der südwestlich von Gatower Dorfkern gelegene Flugplatz Gatow gebaut. Er wurde in der Folge durch Kasernenbauten ergänzt. Hinzu kamen Krankenhäuser, Sanatorien und Landheime. Zu Beginn des 20. Jahrhundert wurde Gatow als Erholungsgebiet für die Berliner entdeckt und es entstanden eine Anlegestelle, große Badewiesen an der Havel und Gastronomiebetriebe mit Außenbewirtschaftungen. Ab Juli 1945 bauten die britischen Besatzungssoldaten die bestehenden Kasernen zu ihrem Hauptstützpunkt aus. Der Flugplatz Gatow wurde britische Airbase und die Villa Lemm britische Stadtkommandantur. Mit der Deutschen Teilung 1949 und dem Bau der Mauer geriet das Dorf Gatow in eine Randlage. Auf Grund der Insellage Westberlins entstanden in den
Randbereichen der Stadt viele Ein- und Mehrfamilienhäuser. In Gatow wurde besonders das westliche Havelufer stark bebaut. Auch nach Westen in die Feldflur hinein wurden Baugebiete ausgewiesen und schnitten die Höfe des Ortes von ihren Feldern ab. Es entstanden Campingplätze, Reiterhöfe und Laubenkolonien. Der Druck auf Natur und Landschaftsbild war erheblich, so dass der Bezirk Spandau regulierend eingreifen musste. Ab 1980 entstand eine Vielzahl von ökologischen Gutachten, auf deren Grundlage Landschaftsschutzgebiete festgelegt wurden. Mit der Wiedervereinigung entspannte sich der Druck der Freizeitnutzung, da die Berliner nun in das brandenburgische Umland ausweichen konnten. Gatow ist heute vor allem für Radfahrer und Reiter attraktiv. Es ist Ausgangspunkt für Wanderungen und Segelsport. Noch ansässige Bauern bieten hier selbstangebaute Bioprodukte an. Geschichte des Heyschen Gutshofes Auf der Gemarkung Havelmathen entstand, etwas abseits der älteren Bebauung des Dorfes Gatow, Ende des 19. Jahrhunderts das Hey´sche Gut. 1872 kaufte Wilhelm Hey 42 preußische Morgen Land zwischen dem Separationsgraben, dem heutigen Hohengatow und dem Kladower Damm von einem Gatower Bauern. Das Grundstück hatte 300 m Uferfront. Dort baute er 1873 auf einer kleinen Klippe die spätere Villa Hey in einem für Brandenburg typischen Landhausstil. An die Villa schloss nach Westen ein Hof mit Remisen, Scheune, Gärtnerund Kutscherwohnung an. In späteren Urkunden wird das Anwesen als Halbbauernhof bezeichnet. Aufgrund des reichen Vorkommens von Lehm und Sand entstand nordöstlich der Hofstelle eine Ziegelei mit Kesselhaus
Abb.6: Villa Hey in den 1920er Jahren
mit langem Schornstein. Ab 1912 wurde das Anwesen mehrfach neu verpachtet und in der Folge die Ziegelproduktion aufgegeben. Später entstanden nördlich der Hofstelle Gewächshäuser, die auf dem Luftbild von 1928 noch gut zu erkennen sind. Schornstein und Ofen der Ziegelei wurden dagegen bereits 1927 abgerissen. Später gab man auch die Hofgebäude und die landwirtschaftlichen Flächen zeitweise auf. Ab 1959 ist die Nutzung der Hofstelle wieder nachgewiesen, doch die Villa Hey wurde 1976 vom Bezirk Spandau auf Grund von Schwammbefall
abgerissen. Ihre Fundamente sind auf dem beigefügten historischen Lageplan (Digitale Anlagen Punkt 4.1.2 Informationspläne, Villa Hey, Ausschnitt) vermerkt. Auf dem umliegenden Gelände entstanden ungeordnet Freizeiteinrichtungen am Havelufer. Der Waldpfuhl wurde zugunsten eines Campingplatzes zugeschüttet. 1985 begannen mit der Umsetzung des Landschaftsplanes VIII-L-1-b Gatower Feldflur die umfangreichen Entwicklungsmaßnahmen für das in vielen Gutachten als gestört eingestufte Landschaftsschutzgebiet. Kleingärten wurden nach Norden zum Separationsgraben versetzt und die Campingplätze aufgegeben. Stattdessen entstand eine große öffentliche Liegewiese am Ufer. Die Renaturierung des Waldpfuhls wurde 1990/91 durchgeführt. Das alte Wegsystem in den Havelmathen mit seinen Obstbäumen, das bis auf das 19. Jahrhundert zurückgeht, wurde wieder hergestellt. Seit 2003 ist das Gehöft nicht mehr genutzt.
Grundstück/ Größe Das Grundstück der Hofstelle Havelmathen am Kladower Damm 57 in 14089 Berlin hat eine Größe von 4.775 qm. Eigentum Die Hofstelle Havelmathen ist im Eigentum des Landes Berlin und dem Fachvermögen des Bezirks Spandau von Berlin zugeordnet. Mit dem Träger des Projektes, dem Umweltbildungszentrum Berlin UBB gGmbH wurde ein Erbbaurechtsvertrag geschlossen. Topographie Das Grundstück weist Niveauunterschiede von bis zu zwei Metern auf. Es steigt von Norden nach Süden an. Während der nördliche Gartenteil auf 35.39 m NHN liegt, befindet sich die Hofstelle selbst auf 36.37 m NHN und der südlichste Grundstücksteil auf 37.42 m NHN. Östlich an der Stelle des ehemaligen Gutshauses schließt sich ein Plateau an, bevor die Topographie hangartig zum Havelufer auf 31,3 m NHN hinunterfällt. Verortete Höhenordinaten enthält der amtliche Lageplan (Digitale Anlagen, Punkt 4.1.2, Informationspläne). Baugrund / Geologische Situation Das Grundstück liegt auf der pleistozänen Döberitzer Hochfläche, deren oberflächennaher Schichtaufbau vorwiegend aus mehreren Metern mächtigen Sanden besteht. Zwischenlagen von bindigen Sedimenten (Geschiebemergel, Schluff) können auftreten. Das Schichtenverzeichnis der Bohrung 415C-6073 findet sich in den Digitalen Anlagen, Punkt 4.1.5, Weitere Planungsunterlagen. Örtliche Abweichungen der Gesteinsausbildung, der Schichtenfolge und der Schichtenmächtigkeit sind möglich. Ein Schichtverzeichnis als Anhaltspunkt über die Schichtenfolge des Untergrundes befindet sich ebenfalls im digitalen Anhang unter 4.1.5. Ein Baugrundgutachten für das Wettbewerbsgrundstück findet sich in den Digitalen Anlagen, Punkt 4.1.3.
Grundwasser Das geplante Bauvorhaben liegt im weiteren Absenkungsbereich von Brunnenanlagen des Wasserwerkes Kladow und Beelitzhof (Inbetriebnahme 1932 und 1888), die den Grundwasserstand in diesem Bereich beeinflussen. Die Entfernung zu den Brunnengalerien beträgt ca. 600 m. Das Grundwasser des Hauptgrundwasserleiters steht im Grundstücksbereich wahrscheinlich in gespanntem Zustand an. Die Ermittlung der beeinflussten Grundwasserstände beruht auf der flächenhaften Interpolation von Grundwasserstandswerten, die an Messstellen in der näheren/weiteren Umgebung des Grundstücks seit dem Jahr 1939 festgestellt wurden. Der aus diesen beobachteten Werten für das Grundstück interpolierte beeinflusste höchste Grundwasserstand (HGW) trat im Jahr 1940 auf und betrug ca. NHN + 31,4 m, wobei aber nicht auszuschließen ist, dass außerhalb der Messreihe höhere Grundwasserstände vorhanden waren. Im März 2010 lag der aktuelle, durch die Wasserwerksförderung beeinflusste Grundwasserstand im Grundstücksbereich bei etwa NHN + 28,4 m. Eine Reduzierung der Grundwasserförderung oder eine Stilllegung der Wasserwerke führen zu einem Anstieg des Grundwassers. Es werden sich relativ schnell wieder Grundwasserstände einstellen, wie sie auch vor der Förderung bereits angetroffen wurden. Messdaten vor Inbetriebnahme der Wasserwerke sind jedoch nicht verfügbar. Hinsichtlich der Grundwasserverhältnisse wird auf die besondere Stellung der Sande hingewiesen, die über dem Geschiebemergel der Grundmoräne lagern bzw. in Linsen eingeschaltet sind und beim Bauvorhaben berücksichtigt werden sollten. In mit Sanden gefüllten Senken oberhalb oder in sandigen Linsen innerhalb des Geschiebemergels kann sich in Abhängigkeit von den Niederschlägen oberflächennahes Grundwasser ausbilden, das unabhängig vom Hauptgrundwasserleiter ist und häufig als so genanntes Schichtenwasser bezeichnet wird. Informationen zum aktuellen Grundwassersituation finden sich in den Digitalen Anlagen, Punkt 4.1.3 (Bestandteil des Baugrundgutachtens) und Punkt 4.1.5 (Weitere Planungsunterlagen, Schichtenverzeichnis). Altlasten Das Grundstück ist nicht im Bodenbelastungskataster des Landes Berlin eingetragen. Kampfmittel Nach gegenwärtigem Kenntnisstand besteht kein konkreter Anhaltspunkt über das Vorhandensein von Kampfmitteln. Das Vorhandensein von Kampfmitteln im Erdreich kann nie völlig und verbindlich ausgeschlossen werden. Klima Die Felder der Gemarkung Havelmathen haben als großräumige Luftleitund Ventilationsbahn eine bedeutende Funktion für den Luftaustausch. Sie bestehen auch heute noch überwiegend aus bestellten und verpachteten Ackerflächen.
Nähere Umgebung Nordöstlich zum Havelufer und an der Stelle der ehemaligen Ziegelei gelegen befindet sich ein Sportbootverein mit Schuppen und Vereinshaus. Die Erschließung des Vereinsgeländes erfolgt über denselben Feldweg, der die Hofstelle Havelmathen an den Kladower Damm anbindet. Südlich des Planungsgrundstückes in Richtung der Siedlung Hohengatow liegt ein parkähnliches Waldstück, das bis zum Haveluferweg reicht. Am Ende des Krielower Weg oberhalb des Havelufers befindet sich eine Gaststätte mit Außenterrasse. Freiflächen / Vegetation/ Baumbestand Die Hoffläche ist in weiten Teilen nicht versiegelt. Eine größere Betonfläche führt jedoch zwischen den beiden erhaltenen Gebäuden nach Westen aus der Hofstelle hinaus zum ehemaligen Dunghaufen. Neben den Wirtschaftswegen sind die jeweiligen Eingangs- bzw. Einfahrtsbereiche sowie die ehemaligen Kompoststätten versiegelt. Der ehemalige Garten des Wettbewerbsgrundstücks ist stark verwildert. Eine Struktur ist nicht erkennbar. Auf dem Grundstück hat sich Kernbewuchs unkontrolliert ausgebreitet. Es finden sich als Vegetationsflächen insbesondere Weidegras-Trittrasen sowie Glatthafer-Frischwiesen. Ganz im Nordwesten des Gartens gibt es einen kleinen quadratischen Teich. Von den Obstbäumen einer ehemaligen Streuobstwiese ist kein Baum erhalten geblieben. In der Mitte des Hofes stehen drei alte Linden (siehe Abb. 7). Sie weisen Stammumfänge über 220 mm auf. Vor allem an den Grundstücksgrenzen stehen Altbäume (Spitzahorn, Sommerlinde, Pappel). Des Weiteren dominieren Buchen den Baumbestand. Insgesamt fallen 28 Laubbäume unter die Berliner Baumschutzverordnung. Eine Kartierung aller Bäume befindet sich auf dem amtlichen Lageplan in den Digitalen Anlagen, Punkt 4.1.2. Lebensraum geschützter Tiere An den verschiedenen Gebäuden haben sich auf Grund des unterschiedlich stark fortgeschrittenen Zerfallszustandes Nischen für verschiedene
Abb.7: Ansicht Hofstelle mit Garten, Wohnhaus und Scheune von Nordwesten
Gebäudebrüter bilden können. Wahrscheinlich sind Hausrotschwanz, Amsel und Bachstelze im Plangebiet ansässig. Aufgrund der Lage des Grundstückes wird ein Fledermausbestand vermutet. Dieser muss allerdings noch durch einen Experten nachgewiesen werden. Auch im Gartenbereich haben sich auf Grund der unterschiedlichen Phasen mit lebenden und abgängigen Bäumen unterschiedliche Höhlenund Nischenstrukturen entwickelt.
Von der ehemaligen Bebauung sind Scheune und Gesindehaus aus der Zeit ab 1872 erhalten. Das Gesindehaus diente spätestens seit dem 1976 erfolgten Abriss der östlich gelegenen Villa Hey als Wohnhaus. Weitere auf dem Grundstück befindliche Gebäudeteile (ehemalige Garagen und Unterstände) wurden in jüngster Zeit in Vorbereitung der neuen Nutzung abgebrochen. Erhalten sind Teile der Backsteineinfriedung und die aus Backstein gearbeiteten Pfeiler des Eingangstores. Teile der Hofflächen südwestlich des Wohnhauses und entlang der heute nicht mehr vorhandenen südlichen Stallungen sind betoniert oder haben Natursteinpflasterbelag. Die Hofstelle ist historisch als Vierseitenhof beschrieben, war also zu allen vier Seiten zur Landschaft hin durch Baukörper abgeschlossen. Ausführliche Informationen über den Erhaltungszustand der Bestandsgebäude können der Bausubstanzuntersuchung in den Digitalen Anlagen, Punkt 4.1.4 entnommen werden. Wohn/Gesindehaus Der eingeschossige Backsteinbau mit Drempel und Satteldach ist in mehreren Bauphasen errichtet worden, deutlich erkennbar im Bereich von Sockel bzw. Drempel. So ist der Sockel teilweise in Naturstein (Kalkstein und gespaltener Granit) und Backstein ausgeführt bzw. verputzt. Der Drempel besitzt zur Hofseite noch einen Teilbereich aus ausgemauertem Fachwerk Stallscheune Der zweigeschossige Klinker-/Backsteinbau mit Dachboden und Satteldach ist mehrfach umgebaut und überformt worden. Seine Struktur ist inhomogen, zeigt aber deutlich seine verschiedenen Bauphasen. Der ehemalige Kuhstall im EG weist noch eine hölzerne Deckenkonstruktion über drei Felder auf. Alle anderen Decken, z.B. im Pferdestall spannen nur über zwei Felder.
Abb.8: Scheune, Ansicht von Westen, 1960er Jahre
2.5	 Technische Infrastruktur
Elektrizität Die Hofstelle wird über einen Stich erschlossen, der nordwestlich vom Kladower Damm abzweigend dem nach Südosten gehendem Erschließungsweg folgt. Direkt neben der Grundstückseinfahrt befindet sich die Einführung ins Wohnhaus. Auf dem Hof verspringt der Stich nach Westen um dann vor der Scheune direkt nach Süden abzuknicken und zur angrenzenden Siedlung weiterzulaufen. Erdgas Etwa 130 m südlich der Hofstelle in der Straße Am Krielower Weg liegt das Ende einer Mitteldruckleitung (M80) mit offener Anschlussmöglichkeit. Trinkwasserversorgung Die Hofstelle ist zur Zeit nicht an das Trinkwassernetz angeschlossen. Eine Versorgungsleitung befindet sich im südlich gelegenen Krielower Weg ( 150 GGG). Eine weitere 250er Graugusleitung liegt im Verlauf des Kladower Damms. Von dieser zweigt südlich des Separationsgrabens ein weiterer Stich (100 GGG) nach Osten ab und erschließt die Kleingartenanlage Havlemathen. Abwasser Die nächste Anschlussmöglichkeit an einen Abwasserkanal befindet sich im Krielower Weg. Der Hauptkanal für Schmutzwasser liegt im Verlauf des Kladower Damms und leitet die Abwässer nach Norden ab. Beide Anschlussmöglichkeiten scheinen zur Zeit unwirtschaftlich. Es ist deshalb beabsichtigt, zur Abwasserklärung auf dem Wettbewerbsgrundstück eine Schilfkläranlage einzurichten. Telekommunikation Das Wohnhaus ist an das Fernmeldenetz angeschlossen. Die Leitung liegt seitlich im Erschließungsweg zur Hofstelle.
Übergeordnete Erschließung Das Wettbewerbsgrundstück liegt in im Ortsteil Gatow am Kladower Damm ca. 5 Kilometer südlich des Spandauer Zentrums am westlichen Ufer der Havel. Unmittelbar südlich schließt sich die Siedlung Hohengatow an. Erschließung Die Hofstelle ist durch einen mit Natursteinen gepflasterten ca. 4,5 m breiten Weg erschlossen. Bei diesem handelt es sich nicht um eine öffentlich gewidmete Straße. Er zweigt südlich des Gatower Separationsgrabens vom Kladower Damm ab und führt südöstlich auf die Hofeinfahrt zu. PKW und LKW Aus dem Zentrum Berlins kommend bildet die Heerstrasse die kürzeste Verbindung. Diese wird nach dem Spandauer Ortsteil Pichelsdorf von der Gatower Strasse gekreuzt die wiederum in den Kladower Damm übergeht. Dieser übergeordneten Hauptverkehrsstraße folgend sind es ca. vier Kilometer in südlicher Richtung bis man die Hofstelle Havelmathen erreicht. Fahrrad und Fußgänger Die Feldflur Havelmathen ist in ein umfangreiches Fahrrad-, Wander-, Fußund Reitwegenetz eingebunden. Die umliegenden Landschaftsschutzgebiete sind von zahlreichen Spazier- und Wanderwegen durchzogen, über die man nach Spandau, zum Fort Hahneberg oder zum Spandauer Ortsteil Pichelsdorf gelangen kann. Ein überregionaler Fernradweg folgt in weiten Teilen dem westlichen Havelufer. Ab dem Ortseingang Gatows führt der Weg entlang der Hauptstraße und wird südlich des Separationsgrabens zur Havel zurückgeführt. ÖPNV In fußläufiger Entfernung befindet die Haltestelle der Buslinie 134 „Am Graben“ am Kladower Damm. Die Buslinie 134 fährt sowohl ins Zentrum von Spandau wie auch in den südlich gelegenen Ortsteil Kladow. Von der Kladower Schiffsanlegestelle an der Imchenallee fährt eine Personenfähre im BVG-Verbund zur Schiffsanlegestelle Wannsee. Von dort erreicht man fußläufig den S- und Regionalbahnhof Wannsee. Von der ca. 400 Haltestelle Alt-Gatow ist der Bahnhof Zoologischer Garten mit der Buslinie X34 in ca. 40 Minuten zu erreichen. Es verkehrt auch eine Nachtbuslinie.
Flächennutzungsplan Der FNP 94 (Neubekanntmachung vom Januar 2004) stellt das Gebiet, in dem sich das Wettbewerbsgrundstück befindet, als Grünfläche/ Parkanlage dar.
Landschaftsprogramm/Landschaftsplan Das Wettbewerbsgrundstück liegt im Geltungsbereich des Landschaftsplans VIII-L-1-b Gatower Feldflur (Entwurf). Dieser soll ein großräumiges Ausgleichs- und Erholungsgebiet für die Berliner Bevölkerung sichern. An seiner südlichen Grenze berührt das Wettbewerbsgrundstück unmittelbar das Landschaftsschutzgebiet LSG 35. Dieses wurde 1963 zum Schutz von Landschaftsteilen in den Ortsteilen Gatow, Kladow und GroßGlienicke festgesetzt. Weite Teile der Gemarkung Havelmathen liegen dagegen im Landschaftsschutzgebiet LSG-29. Die Landschaft der Feldflur in Gatow und Kladow wird durch dieses Landschaftsschutzgebiet seit 1992 geschützt. Das Landschaftsprogramm sieht den Erhalt und die Entwicklung typischer Elemente des Landschaftsbildes und die Beseitigung von Landschaftsbildschäden vor. Die kulturlandschaftliche Prägung und die wertvollen Biotope sollen bei der Entwicklung von Naherholungsgebieten und Parkanlagen Berücksichtigung finden. Planungsrecht Das Wettbewerbsgrundstück liegt im Außenbereich nach § 35 BauGB. Zur Genehmigung des Vorhabens wurde der Vorhaben bezogene Bebauungsplan 5-67 VE entwickelt, der im Entwurf vorliegt (Stand März 2008, Digitale Anlagen Punkt, 4.1.7, Vorschriften). Dieser Bebauungsplanentwurf ist Grundlage für die Bearbeitung der Wettbewerbsaufgabe. Zur Zeit ruht das Bebauungsplanverfahren. Mit Vorliegen des Wettbewerbsergebnisses soll der Vorhaben bezogene Bebauungsplan fertig gestellt werden. Bauordnungsrecht Die Genehmigung des Bauvorhabens erfolgt durch das Bezirksamt Spandau. Der Planung ist die Bauordnung des Landes Berlin BauOBln, (www.stadtentwicklung.berlin.de/service/gesetzestexte/de/bauen.shtml) in der aktuellen Fassung zugrunde zu legen.
Die Gebäude auf dem Wettbewerbsgrundstück unterliegen nicht dem Denkmalschutz.
Das FORUM Berufsbildung e.V. fungiert als Gesellschafter des UBB Umwelt-Bildungszentrums Berlin gGmbH (Umwelt-Bildungszentrum Havelmathen). Das FORUM Berufsbildung e.V. besteht seit 1986 und ist ein freier Träger der beruflichen Bildung mit derzeit etwa 1.900 Teilnehmern in Maßnahmen der berufsbegleitenden und Vollzeitausbildung. Das Spektrum reicht von Berufsausbildung und Fernlehrgängen bis zu diversen Umschulungs- und Fortbildungsmaßnahmen. Das FORUM Berufsbildung e.V. war der bundesweit erste Bildungsträger mit Lehrangeboten im Bereich der Natur- und Biokost (z.B. für Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen im Naturkost-Einzelhandel). Des Weiteren werden Fortbildungslehrgänge wie “Naturschutz in der Stadt“ und  „Ökologisches Bauen“ durchgeführt.
Mit dem Naturschutzbund besteht eine vertraglich vereinbarte Kooperation. Der NABU Landesverband Berlin e.V. ist ein anerkannter Verein laut Naturschutzgesetz und gehört dem bundesweit tätigen Naturschutzbund Deutschland e.V. (gegr. 1899) an. Als Nichtregierungsorganisation verfolgt der Verein mit seinen rund 17.000 Mitgliedern (Landesverband Berlin) zwei wesentliche Aufgaben: Zum einen das Interesse der Bevölkerung für die Natur zu wecken und zu stärken, zum anderen den Schutz wertvoller Naturräume durch Pflege oder Ankauf von Flächen zu betreiben.
Umweltbildungszentrum Havelmathen / Teil 3 Wettbewerbsaufgabe
Gegenstand des Wettbewerbes ist der Umbau der Hofstelle Havelmathen, Kladower Damm 57 in 14089 Berlin Spandau, Ortsteil Gatow zu einem Ausbildungs- und Seminarzentrum für nachhaltige Entwicklung in der beruflichen Bildung. Um das Raumprogramm mit ca. 1.204 qm NF umzusetzen, sollen die zwei noch erhaltenen Hofgebäude des ehemaligen Vierseiten-Hofes auf der Gemarkung Havelmathen durch eine Neubebauung ergänzt werden. Wegen ihrer das Landschaftsbild prägenden Bedeutung sind die Bestandbauten weitestgehend zu erhalten und in den Entwurf zu integrieren. Die Positionierung der Neubebauung soll auf Grundlage des Vorhaben bezogenen Bebauungsplan-Entwurfs erfolgen und sich an der ehemaligen Gebäudestruktur orientieren. Bestandteil der Wettbewerbsaufgabe ist auch die Planung der Außenanlagen und Freiflächen des Wettbewerbsgrundstücks von ca. 2.973 qm. Die Flächen sollen auf vielfältige Weise in den Ausbildungs-betrieb einbezogen werden. Unter anderem soll eine Multifunktionsfläche von ca. 500 qm für Außenaktivitäten entstehen, die einerseits für Programme der Teambildung zur Verfügung stehen aber auch unterschiedlichen Bewegungsmöglichkeiten der Lehrgangsteilnehmer dienen soll. Des Weiteren sollen Flächen für Demonstrationsbeete vorgesehen werden, um Bioprodukte anzubauen. Vom Auslober ist die Gestaltung eines Bauerngartens mit seinen unterschiedlichen Erscheinungsformen gewünscht. Die Gesamtkosten für den Neubau mit einer HNF von ca. 1.204 qm und die Freiflächen betragen einschließlich MwSt. und Nebenkosten ca. 4.470.000 Euro. Für die Freiflächen stehen davon ca. 230.000 Euro zur Verfügung.
Die Gemarkung Havelmathen, auf der sich das Wettbewerbsgrundstück befindet, liegt unmittelbar zwischen zwei Landschaftsschutzgebieten. Darüber hinaus ist in diesem Bereich ein für Berlin einmaliges Aufeinandertreffen von offener Feldflur und Havelgewässer zu erleben. Der Erhalt dieses einmaligen Landschaftsraums ist für die menschliche Kulturlandschaft, für Flora und Fauna, und selbst für das Klima und den Luftaustausch von enormer Wichtigkeit. Ziel des Wettbewerbes ist es, einen Entwurf für das Ausbildungs- und Seminarzentrum zu erhalten, der sich behutsam in dieses Landschaftsbild einfügt. Besonders bei der Materialwahl und der Ausgestaltung der Gebäudekubaturen ist auf das von Landwirtschaft geprägte Umfeld einzugehen. Das Projekt muss aufgrund der besonderen Lage, aber auch wegen der eigenen thematischen Inhalte, Modellcharakter für nachhaltige Entwicklung besitzen. Ziel des Wettbewerbs ist es auch, durch die Wiedernutzbarmachung des Gehöftes den gebäudespezifischen Charakter der Hofanlage zu erhalten. Durch den verantwortungsvollen und respektvollen Umgang mit
Umwelt Bildungszentrum Havelmathen / Teil 3 Wettbewerbsaufgabe
dem Gesamtensemble und eine sensibel eingefügte Neubebauung auf Grundlage des Vorhaben bezogenen Bebauungsplans soll diese für die umliegenden Landschaftsschutzgebiete wichtige Anlage nachhaltig gestärkt werden. Ab 1985 wurde das Flurstück Havelmathen unter erheblichem Aufwand umstrukturiert und teilweise renaturiert. Heute sind die Landschaftsbestandteile wie Havelufer, Kliff, waldartiger Park mit Pfuhl und Felder mit Streuobstwiesen wieder erlebbar. Durch die Nutzung als UmweltBildungsstätte soll das Gelände eine zusätzliche ideelle Aufwertung erfahren. Teilnehmer der Lehrgänge sollen durch die Umgebung der Bildungsstätte für den Umgang des Menschen mit der Natur sensibilisiert werden. Zugleich bietet die relative Abgeschiedenheit auch einen kontemplativen Abstand zum Alltagsstress. Vorhabenbezogener Bebauungsplan Im Rahmen des im Entwurf vorliegenden Vorhaben bezogenen Bebauungsplanes 5- 67 VE (siehe Digitale Anlagen Punkt 4.1.7) ist eine erweiterte Baukörperausweisung in U-Form festgesetzt worden. Dieser Bebauungsplanentwurf ist Grundlage der Wettbewerbsbearbeitung. Wesentliche Abweichungen vom B-Planentwurf sind nicht zulässig. Entwurfsbedingte Anpassungen an die im Vorhaben bezogenen Bebauungsplan vorgegebene U-Form sind denkbar. Dabei soll die maximale Gebäudegrundfläche von ca. 700 qm nicht überschritten werden. Die zulässige Geschossfläche ergibt sich durch die zulässige Grundfläche und die in den Gebäuden zulässigen Vollgeschosse. Für das zulässige Maß der baulichen Nutzung ergibt sich hinsichtlich einer Grundstücksgröße von 4.775 qm und einer angenommenen Grundfläche von ca. 700 qm sowie einer Grundfläche von 455 qm im 1. Obergeschoss eine GRZ von 0,15 und eine GFZ von 0,24. UBB Umwelt-Bildungszentrum Berlin gemeinnützige GmbH Mit der Errichtung des Umwelt-Bildungszentrum Havelmathen durch die Umwelt-Bildungszentrum Berlin gGmbH (UBB) in Kooperation mit dem NABU Landesverband Berlin soll einerseits eine Stätte der Ausund Weiterbildung mit dem Themenfokus Nachhaltigkeit, Ökologie, nachhaltige Ökonomie und Soziales geschaffen werden. Leitlinie dafür ist der nationale Aktionsplan der Bundesregierung „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ (BNE), der beabsichtigt, nachhaltiges und ökologisches Wirtschaften zu einem festen Bestandteil der beruflichen Bildung zu machen. Als zweiter Schwerpunkt des Umwelt-Bildungszentrums soll dort in Koorparation mit dem NABU (Naturschutzbund Landesverband Berlin) ein Ort der Umwelt-Erziehung etabliert werden. Neben umwelt- und nachhaltigkeitsorientierte Veranstaltungen für Schulen/Kitas sollen auch entsprechende Angebote für allgemein Interessierte geschaffen werden. Dazu gehören naturkundliche Demonstrationen (Bienenstöcke, Vogelkunde, Naturbeobachtungen, etc.), Ausstellungen und Informationen zur Nachhaltigkeit. Des Weiteren sollen Interessierte Informationen
über biologische Nutzgärtnerei erhalten und diese vor Ort auf Demonstrationsbeeten direkt umsetzen können. Dazu hat das Bezirksamt Spandau dem Umwelt-Bildungszentrum die Möglichkeit angeboten, die umliegenden Felder pachten und bewirtschaften zu können. Der NABU wird die UBB bei der Planung der Gebäude und der Außenanlagen nach ökologischen Gesichtspunkten beraten. Bildung für Nachhaltige Entwicklung soll sich im Umwelt-Bildungszentrum Havelmathen auf verschiedenen Ebenen vollziehen: -	 Lehrgänge zum Thema Nachhaltigkeit -	 Vermittlung von einzelnen nachhaltigen, berufsbezogenen Aspekten in Lehrgängen wie z.B. Bio-Küche in der Gastronomie oder Öko-Tourismus in der Reiseverkehrs-Ausbildung -	 Thema der Nachhaltigen Entwicklung als fester Bestandteil in jedem Lehrangebot -	 Befähigung der Teilnehmer zu verantwortungsbewusstem und partizipativem Handeln, wie z.B. Persönlichkeitsentwicklung durch Rollenspiele, Team-Bildung, Außenaktivitäten Der Standort Gatow ist durch seine Lage besonders geeignet, o.g. Inhalte modellhaft umzusetzen. Dafür bieten sich folgende Voraussetzungen: -	 -	 	 -	 Lernen in und von der Natur. Eigenerfahrung durch eigenes Anbauen von später verarbeiteten Lebensmitteln. Ein Ort, wo sich der Grundgedanke der Nachhaltigkeit spüren und erleben lässt. -	 Lernen in einer anderen Umgebung und unter Abgeschiedenheit von Alltags-Problemen – bei gleichzeitig guter Verkehrsanbindung Inhaltlich ist das Umwelt-Bildungszentrum gut im Ortsteil Gatow verortet. Für den Ortsteil Gatow wurde ein (aus EFFRE-Mitteln gefördertes) Ortskonzept mit den Schwerpunkten: Erhalt des landwirtschaftlichen Charakters, Schaffung einer lokalen ökologie-orientierten Identität, Vernetzung von entsprechenden Einrichtungen und Stärkung des gemeinnützigen Gedankens entwickelt. Dazu besteht ein starkes Engagement der Bewohner vor Ort für das Anliegen der Nachhaltigkeit. Der Betrieb des Umwelt-Bildungszentrums mit Übernachtungsräumen, Rechnungswesen, Marketing, Lehrküche und Bistro soll durch eigene Ausbildungslehrgänge getragen werden. Dessen Teilnehmer absolvieren in folgenden Bereichen einen jeweils zwölf bis fünfzehnmonatigen Umschulungskurs vor Ort: Koch/Köchin, Beikoch/Beiköchin, Fachmann/-frau in der Systemgastronomie und Hotelfachmann/-fachfrau. Die Abschlüsse sind jeweils von der IHK anerkannt. Die Übernachtungsmöglichkeiten nutzen wiederum die Teilnehmer des Seminarmodulsystems in den Bereichen Fort- und Weiterbildung. Bei der Dauer eines solchen Lehrgangmoduls von jeweils drei Tagen würde dieses zwei Übernachtungen beinhalten. Geplante Themen im Bereich nachhaltiges Wirtschaften sind berufsspezifisch für den Hotel- und Gaststättenbereich konzipiert oder für die kaufmännische Weiterbildung.
Insgesamt sollen das Umwelt-Bildungszentrum Havelmathen bei voller Auslastung maximal 3.500 Teilnehmer die Seminarlehrgänge pro Jahr durchlaufen. Davon sind ca. 3.000 Teilnehmer nur einzelne Tage zu den Modulen vor Ort. Die Anzahl der Lehrgangsteilnehmer, die täglich zur Ausbildung vor Ort sind, beläuft sich pro Tag auf ca. 90. Alle geplanten Lehrgänge werden überwiegend von der Agentur für Arbeit und durch die Deutsche Rentenversicherung finanziert.
Übersicht Raumprogramm Nutzung / Raumbezeichnung 01 Lehrgangsräume Lehrgangsraum 1 Lehrgangsraum 2 Lehrgangsraum 3 Lehrgangsraum 4 Lehrgangsraum 5 Lehrgangsraum 6 Internetraum für Teilnehmer Präsentationsraum für Teilnehmer Multifunktionsraum Werkstattraum für Teilnehmer Empfang für Schulung Hotelfachkräfte 02 Unterrichtsküche Lehrküche Lager für Lehrküche Kühlraum für Lehrküche Bistro, Essplatz für Teilnehmer 03 Übernachtungsräume 11 Übernachtungsräume für Teilnehmer als DZ, davon eines rollstuhlgerecht 11 1 1 1 04 1 1 1 2 Sanitärzellen Übernachtungsraum für Dozenten Sanitärzelle Aufenthaltsraum mit Teeküche Büros Büros für Dozenten Raum für Lehrmittel/ -material Raum für Büromaterial Verwaltungsbüros Flächen bedarf qm 499,0 41,0 41,0 53,0 53,0 64,0 64,0 25,0 50,0 50,0 50,0 8,0 175,0 90,0 20,0 15,0 50,0 253,0 176,0 33,0 11,0 3,0 30,0 70,0 15,0 10,0 15,0 30,0
Zentraler Service Hausmeisterwohnung Hausmeisterwerkstatt
95,0 80,0 15,0 42,0 16,0 5,0 5,0 16,0 70,0 20,0 50,0 1.204
06 8 1 1 2 07
Sanitärräume WC mit Waschbecken WC mit Waschb. behindertengerecht Umkleideraum Teilnehmer Duschräume Räume Logistik Geräteraum Lager Nutzfläche NF gesamt in m²
Das Seminarzentrum ist barrierefrei zu planen, ein Aufzug ist vorzusehen. Lehrgangsräume Es ist bei den Seminarräumen von einer gleichmäßigen und hohen Auslastung auszugehen. Folgende besondere Eigenschaften werden dabei gewünscht: Zwei an zentraler Stelle angeordnete Lehrgangsräume sollen zusammenschaltbar sein. Die Kurse werden mit maximal 25 Teilnehmern durchgeführt. Für alle Lehrgangsräume sind folgende Eigenschaften zu gewährleisten: -	 Die Fenster sollen mit Außenjalousien ausgestattet sein. -	 Jeder Teilnehmer benötigt PC und Monitor und soll Raum von 2,3 qm zur Verfügung haben. -	 Der Abstand zwischen Stuhl und nächstem Tisch muss mindestens 1 m betragen, für jeweils 2 Teilnehmer soll ein Tisch von 1,40m x 0,70m Größe zur Verfügung stehen. -	 Pro Lehrgangsraum ist ein Anschluss für einen Drucker vorzusehen. -	 Jeder Raum erhält einen Internetzugang. -	 Es ist wünschenswert die Lehrgangsräume zusammenhängend anzuordnen, so dass sich kurze Wege für die Dozenten ergeben. Übernachtungsräume Alle Zimmer sind als Doppelzimmer zu planen. Eine Übernachtungseinheit soll rollstuhlgerecht gestaltet werden. Gäste des Übernachtungsbetriebes sind ausschließlich die Teilnehmer-/innen der Lehrgänge. Ein Empfangsbereich mit Rezeption soll zugleich als Schulungsfläche dienen.
Das Bild einer Kulturlandschaft auf dem Wettbewerbsgrundstück soll durch eine   Neuanpflanzung von Obstbäumen   und der Anlagen von Nutzgärten wieder hergestellt werden. Auf dem Grundstück sollen zudem Bauerngärten unterschiedlicher Ausprägung entstehen. Garten und Freiflächen sind ökologisch zu gestalten. Laut Landschaftsprogramm ergeben sich besondere Anforderungen für das Naturgut Boden. So müssen der natürliche Bodenaufbau geschont und Bodenversiegelungen vermieden werden. Die Bewirtschaftung hat Boden schonend zu erfolgen. Bei der Gestaltung der Freiflächen und Außenanlagen auf dem Wettbewerbsgrundstück ist der schützenswerte Baumbestand zu berücksichtigen. Dieser ist fachgerecht zu pflegen und zu unterhalten. Ersatzpflanzungen sollten in Form von Obstgehölzen vorgenommen werden. Ebenfalls sind Heckenpflanzungen, z.B. zur Grundstücksbegrenzung, aus einheimischen Gehölzen zu planen. Bei der Gartenneuanlage ist auf Verwendung von Sträuchern und Beeteinfassungen zu achten, die der Bienenweide und allgemein den Insekten dienen. Es gilt das traditionelle Erscheinungsbild von Havelmathen, die schmalen, langstreifigen durch Obstbäume gegliederten Ackerstücke, zu erhalten. Eine Schilfkläranlage als Demonstrationsobjekt ist in die Außenanlagen zu integrieren. Außenanlagen Auf dem Gelände sind folgende Flächen vorzusehen: -	 -	 2 „grüne Klassenzimmer“ von jeweils 50 qm Multifunktionsfläche für Außenaktivitäten mit ca. 500 qm
Weiterhin sind Flächen auszuweisen für (Größe entwurfsabhängig): -	 -	 -	 -	 -	 -	 -	 -	 -	 -	 Gemüsebeete für Lehrgänge Demonstrationsgarteneinheiten Obstbäume Sitz- und Aufenthaltsflächen Aufstellfläche für Bienenstöcke Kleintierhaltung Schilfkläranlage Kompostplatz Platz für Müllcontainer Gerätehaus
Ökologische Ausgleichsmaßnahmen Bestehende Nistmöglichkeiten und mögliche Sommerquartiere an den bestehenden Gebäuden für die Fauna sind durch folgende Maßnahmen an den geplanten Baulichkeiten zu ersetzen: -	 -	 -	 	 Einbau von Höhlenbrütersteinen (z.B. Schegler) Anbringen von Schwalbennisthilfen Anbringung von Fledermausquartiermöglichkeiten (Z.B. Fledermausbretter zur Anlockung der Tiere)
Die faunistische Begutachtung erfolgt durch einen Sachverständigen im weiteren Verfahren.
Erschließung Es wird vorausgesetzt, dass alle Mitarbeiter und Seminarteilnehmer mit öffentlichen Verkehrsmitteln oder dem Fahrrad anreisen. Die Erschließung erfolgt über eine natursteingepflasterte Zufahrt. Diese zweigt vom Kladower Damm ab und führt südöstlich direkt bis zum erhaltenen Eingangstor des Planungsgrundstückes. Stellplätze Stellplätze für Behinderte und Fahrradstellplätze sind in ausreichender Zahl vorzusehen. Grundlage ist der Vorhaben bezogene Bebauungsplan sowie die Bauordnung Berlin (BauOBerlin) mit den ergänzende Vorschriften (AV Stellplätze) in der aktuellen Fassung. Begrenzte Parkmöglichkeiten bestehen am Kladower Damm. Wegeführung Eine gedeckte und barrierefreie Wegeführung zwischen den drei Gebäuden ist vorzusehen. Die Hofinnenfläche selber soll möglichst wenig versiegelt werden, eine wassergebundene Decke mit Verschleißschicht ist vorzuziehen.
Energieeffizienz / Nachhaltigkeit / Ökologische Zielsetzung
Bei der Planung sind die Kriterien und Anforderungen der EnEV in der gültigen Fassung zu berücksichtigen und der Nachweis über die Einhaltung der Primärenergieanforderungen in der weiteren Planung zu erbringen bzw. Ausnahmeregelungen zu belegen. Der Einsatz regenerativer Energien wird vorausgesetzt. Sowohl bei der Sanierung der Bestandsgebäude wie auch bei dem Neubau gilt es die EnEV 2009 um 30 % zu unterschreiten. Maßnahmen zur Energieeinsparung sind im Rahmen eines energetischen Konzepts für das Bauvorhaben schriftlich darzustellen. Bei der Entwurfsbearbeitung sind die Planungsprinzipien der Nachhaltigkeit anzuwenden, die eine ausgewogene Beachtung ökologischer, öko-nomischer und sozialer Aspekte erfordern. Folgende Ziele hinsichtlich der Nachhaltigkeit sind zu berücksichtigen: -	 	 -	 -	 	 -	 -	 -	 Sicherstellung eines geringen Energiebedarfs (Gebäude, Anlagen-	 technik) Optimierung der Tageslichtnutzung Sehr gute akustische Raumeigenschaften und 	 Sprachverständlichkeit Langfristige und flexible Nutzungsqualität Kosteneffizienz bei Baukosten Minimierung der Betriebskosten
-	 -	 -	 	 -	 -
Reduktion von Immissionen und Emissionen Klimatische Zonierung der Nutzungsbereiche Gute thermische Qualität, Fugendichtheit und wärmebrückenfreie 	 Konstruktionen der Gebäudehülle Einsatz von Steuerungs- und Regelungsstrategien Einsatz regenerativer Energien
Im Rahmen der weiteren Planung ist gemäß den wasserwirtschaftlichen Grundsätzen ein Konzept zur Regenwasserbewirtschaftung zu entwickeln. Hierbei soll das Niederschlagswasser möglichst vollständig zurückgehalten, über die belebten Bodenschichten versickert oder genutzt werden. Ökologische Planungskriterien Prinzipien des ökologischen Bauens sind in den „Ökologischen Kriterien für Bauwettbewerbe“ beschrieben (Stand Juli 2007, s. Digitale Anlagen, Punkt 4.1.10). Für die Konstruktion und Bauausführung sollen danach nur Materialien und Bauteile zur Anwendung kommen, die hinsichtlich Gewinnung, Transport, Verarbeitung, Funktion und Beseitigung eine hohe Gesundheits- und Umweltverträglichkeit sowie eine hohe Lebensdauer aufweisen.
Es wird vorausgesetzt, dass bei der Planung umweltfreundliche Baustoffe verwendet und technische Systeme wirtschaftlich und effizient  eingesetzt werden. Die Verwendungsverbote und -beschränkungen der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung sind zu beachten (s. Digitale Anlagen, Punkt 4.1.10) Die Planung hat sich am Prinzip des kostensparenden Bauens zu orientieren. Hierzu sind folgende Kriterien zu berücksichtigen: -	 	 -	 -	 	 Kompakte, klare und funktionale Grundrissorganisation, Reduzierung der Verkehrsfläche auf ein notwendiges Maß Verzicht auf aufwendige Konstruktionen Reduktion der Materialwahl, Instandsetzungsfähigkeit und Alterungsfähigkeit des Materials
Zur Bewertung der Kosten soll im Rahmen des Erläuterungsberichtes die baukonstruktive und gebäudetechnische Grundkonzeption beschrieben werden. Es sind Aussagen zu folgenden Bauteilen zu machen:
Konstruktion, Tragsystem, Ausbau, Gründung Gebäudehülle (Fassade, Dach) Technische Gebäudeausrüstung
Für die Bauwerkskosten (KG 300 und 400) stehen insgesamt 3.070.000,00 Euro zu Verfügung. Für die Außenanlagen sind insgesamt 230.000,00 Euro veranschlagt. Baukosten KG 300, 400 und 500 Kostengruppen KG 300 + KG 400 Kosten Brutto Euro Darin enthalten: 3.070.000,00 140.000,00 für höheren energetischen und ökologischen Standard; 150.000,00 für Küchenausstattung Ohne Schilfkläranlage 230.000,00
Für die Umsetzung der Baumaßnahme ist ein maximaler Gesamtkostenrahmen von 4.470.000,00 Euro (KG 200 bis 700) vorgesehen.
Barrierefreies Bauen ist als selbstverständliche Qualitätsanforderung gemäß den Grundsätzen des Handbuches „Barrierefreies Planen und Bauen in Berlin“ (www.senstadt.berlin.de/bauen/barrierefreies_bauen/de/ handbuch) im Wettbewerb umzusetzen. Die unterschiedlichen Nutzeranforderungen sollen hinsichtlich motorischer, sensorischer oder kognitiver Art Berücksichtigung finden. Den Funktionsbereichen wie Erschließung, Orientierung, Versammlungsräume, Gastronomieräume, Aufenthaltsräume, Sanitärräume und Unterrichtsräume ist besondere Aufmerksamkeit zu schenken. Auch auf dem Grundstück sind die Prinzipien des barrierefreien Bauens konsequent anzuwenden.
Der Planung sind insbesondere zugrunde zu legen: -	 Bauordnung Berlin und ergänzende Vorschriften BauOBerlin
Die in den Digitalen Anlagen aufgeführten Richtlinien sind zu beachten.
3.11	Beurteilungskriterien des Preisgerichts
Städtebau und Gestaltung (Bestand / Neubau) -	 Städtebau / Beziehung zum Landschaftsraum -	 Freiflächengestaltung -	 Baukörper, Gestaltung, Ablesbarkeit -	 Konstruktion / Materialwahl Funktion -	 Erschließung -	 Funktionale Zuordnung -	 Raumzuschnitte, Belichtung, Belüftung Realisierbarkeit -	 Programmerfüllung -	 Barrierefreiheit -	 Genehmigungsfähigkeit -	 Nachhaltigkeit und Energieeffizienz -	 Wirtschaftlichkeit von Bau und Betrieb -	 Einhaltung des Kostenrahmens
Umwelt-Bildungszentrum Havelmathen / Teil 4 Anhang
4.1.0 	Auslobung -	 Vorliegende Auslobung als .pdf-Datei mit farbigen Abbildungen in 	 	 300 dpi Auflösung 	 00_auslobung_havelmathen.pdf 4.1.1	 Arbeitspläne pdf-Dateien -	 Übersichts-/Lageplan, Arbeitsplan:
01_lageplan_havelmathen.pdf	 02_arbeitsplan_havelmathen.pdf	 (M 1:500) (M 1:200)
CAD-Dateien -	 Lageplan auf Grundlage der ALK und des amtlichen Lageplans 	 des des Vermessungsamtes Spandau in verschiedenen Datei	 formaten (maßstabsunabhängig)
03_arbeitsplan_havelmathen.dwg/dxf	 (vAutoCAD 2000)
4.1.2	 -
Informationspläne Amtlicher Lageplan des Vermessungsamtes Spandau
01_vermesserplan.dxf/.dwg/.pdf 	 (M 1:250)
Bestandspläne Hofstelle Havelmathen
02_bestandspläne als .pdf / .dxf 	 03_scheune_ansicht_1.pdf 04_scheune_ansicht_2.pdf 05_scheune-dg.pdf 06_scheune-eg.pdf 07_scheune-og.pdf 08_scheune-schnitte.pdf 09_ubb-schnitte.pdf 10_wh-ansi.pdf 11_wh-dg.pdf 12_wh-eg.pdf 13_wh-schnitte.pdf (M 1:100) (vAutoCAD 2000/ R-12)
14_Landschaftsschutzgebiete_Havelmathen.pdf 14a_Legende_Landschaftsschutzgebiet.pdf (M1:5.000)
Denkmalkarte und Topographie
15_denkmal_topographie_havelmathen.pdf (M 1:3.000)
Geomorphologisch-Vegetationskundliches Gutachten zum Pfuhl in den Havelmathen und des angrenzenden Havelufers1983
16_scan_geomorphologie_havelmathen.pdf
Historischer Lageplan Villa Hey, Ausschnitt
17_scan_lageplan_villa hey_havelmathen.pdf / jpg 	 (M 1:500)
Karte der realen Vegetation der Havelmathen 1982 Andreas Kalesse
18_Scan_Vegetation_Havelmathen.pdf 19_Gutachten_havelmathen.pdf 	 (M 1:1.000)
Lagepläne von Ver- und Entsorgungsleitungen als .pdf-/.dxfDateien
20_ltg_gasag.pdf	 21_ltg_vattenfall_strom.pdf	 22_ltg_telekom.pdf	 23a_bwb_legende.pdf (M 1:500) (M 1:500) (M 1:500)
23_ltg_bwb.pdf
4.1.3	 -
Baugrundgutachten Baugrundgutachten des Ingenieurbüros für Grundbau und Bodenmechanik G+B
01_geotechnischer_bericht.pdf 02_grundwasserauskunft.pdf
4.1.4	 -
Bausubstanzuntersuchung Bausubstanzuntersuchung Dipl. Ing. Alexander Pohl im Auftrag von Autzen & Reimers
01_GutachtenKD57.pdf 02_PosPläneKD57.pdf 03_BilderKD57.pdf
4.1.5	 -
4.1.6	 -
Funktionale Anforderungen, Raumprogramm Raumprogramm
siehe 4.1.10 Formblatt A Flächenermittlung
4.1.7	 -
Vorschriften Vorhaben bezogener Bebauungsplan 5-67 VE
01_vorhabenbe_b-plan_5-67VE.pdf 01b_vorhabenbe_b-plan_5-67VE_text.pdf
4.1.8	 -
Vorschriften Internet Baugesetzbuch, Neugefasst v. 23.9.2004 I 2414;zuletzt geändert durch Art. 4 G v. 31.7.2009.§ 35 BauGB (Außenbereich)
http://bundesrecht.juris.de/bundesrecht/bbaug/gesamt.pdf
Bundesnaturschutzgesetz (BNatSchG), Stand 2009
http://www.bundesrecht.juris.de/bundesrecht/bnatschg_2009/gesamt.pdf
Bauordnung Berlin und ergänzende Vorschriften (BauOBln) vom 29. September 2005), in Kraft getreten am 1. Februar 2006, zuletzt geändert durch § 9 des Gesetzes vom 7. Juni 2007
Verordnung über Bauvorlagen, bautechnische Nachweise und das Verfahren im Einzelnen (Bauverfahrensverordnung – BauVerfVO) vom 19. Oktober 2006
Ausführungsvorschriften zu § 50 der Bauordnung für Berlin (BauOBln) über Stellplätze für Kraftfahrzeuge für schwer Gehbehinderte und Behinderte im Rollstuhl und Abstellmöglichkeiten für Fahrräder (AV Stellplätze)
Baumschutzverordnung (BaumschVO) vom 11. Januar 1982, zuletzt geändert am 5. Oktober 2007
http://www.stadtentwicklung.berlin.de/umwelt/naturschutz/downloads/ rechtsgrundlagen/landesvo/andere/baumschvo.pdf
Arbeitsstättenverordnung (ArbStättV) vom 12. August 2004, zuletzt geändert am 20. Juli 2007
4.1.9	 -
Richtlinien im Internet Rundschreiben im Bereich Bauen, Projektvorbereitung und -prüfung Bereich Hochbau, Richtwerte und Standards
http://www.stadtentwicklung.berlin.de/service/rundschreiben/de/ projekte_hochbau.shtml
Rundschreiben im Bereich Bauen, Verwendungsverbote und -beschränkungen im Bereich von Baustoffen; Schadstoffen
4.1.10	 Richtlinien als .pdf -	 Wirtschaftliche Standards des öffentlichen Bauens, 	 Rundschreiben SenBauWohn 1/2002
07_OekoleitfadenBlnE_bf_2007.pdf
09_ oekoLeitfadenBlnE_bf_2007.pdf
4.1.11	 -	 	 	 	 	 -
Formblätter Verfassererklärung (pdf-Formular, d.h. Text kann direkt in das Formblatt eingeben und danach ausgedruckt werden. Das pdf-Formular kann mit dem Acrobat-Reader aber nicht gespeichert werden)
000000_verfassererklaerung_havelmathen.pdf
Formblatt Flächenermittlung Raum- und Funktionsprogramm nach Teil 1 Punkt 1.10 (sechsstellige Tarnnummer voranstellen)
000000_A_formbl_flaechen_raum_funktion_havelmathen.xls 000000_B_formbl_gebaeudekennwerte_havelmathen.xls
Fragebogen zu Energieeffizienz und Nachhaltigkeit nach Teil 1 Punkt 1.10 (sechsstellige Tarnnummer voranstellen)
000000_fragen_energie_nachhalt_havelmathen.pdf
4.1.12	 Bilddokumentation -	 Luftbild, April 2009
02_luftbild_1928.tif
-	 	 -
Fotodokumentation als jpg-Dateien
Fotos 1-29
Historische Bilder aus dem Stadtgeschichtlichen Archiv Spandau als jpg-Dateien
Scans Hey`scher Hof 1-31
Literatur -	 Untersuchung zur Ansiedlung Landwirtschaftlicher Betriebe 	 in Berlin (West) im Bereich Karolinenhöhe und Gatow, Tei II, 	 Berlin 1982, Dipl. Ing. Andreas Kalesse -	 Freizeitkarte und Texte Gatow, herausgegeben vom Bezirk 	 Spandau, 2007 -	 Landschaftsplan Gatow, Gutachten zur Erholungssituation, 	 Mai 1984 -	 Geomorphologisches – vegetationskundliches Gutachten zum 	 Pfuhl in den Havelmathen, 	 Bezirksamt Spandau von Berlin, Gartenbauamt, 1983 -	 Dorfentwicklungsplan Gatow, Ergebnisbericht Mai 1987 -	 Bodenökologie der Gatower Feldflur, Berlin Spandau1986 -	 Texte des Landesdenkmalamtes Berlin -	 Erinnerungen von Herwig Förder (1969 bis 1974) Archiv des 	 Stadtgeschichtlichen Museums Spandau -	 Projektkonzept des Umweltbildungszentrum Berlin Gatow GmbH -	 Begründungstext zum 	 Vorhabenbezogenen Bebauungsplan 5-67 VE, Oktober 2008 -	 Kurzgutachten Hofstelle Havelmathen, Büro für Architektur 	 und Stadtgeschichte, Juli 2007 -	 Parklandschaft Gatow, Urbane Landwirtschaft, Berlin-Spandau, 	 Wettbewerbsauslobung, Entwurf, November 2009 Internet: -	 FIS-Broker (GIS) der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung Abbildungsnachweis Titelbild:		 Nanna Sellin-Eysholdt Abbildungen:	 1,3,4	 Senatsverwaltung für Stadtentwicklung 		 2, 5,6,8	 Archiv des Stadthistorischen Museums Spandau 		 7	 Nanna Sellin-Eysholdt Fotodokument.:		 Nanna Sellin-Eysholdt

References: § 6
 §3
 § 5
 § 5
 § 6
 § 1
 § 6
 § 7
 § 34
 § 8
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 § 6
 § 8
 § 35
 Art. 4
 § 9
 § 50