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Timestamp: 2019-11-15 12:31:39+00:00

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Ferienjobs Lohnsteuer und Sozialversicherung (Teil 3) | dasFiBuWissen - Fachwissen von Experten für Ihren Erfolg.
In den letzten Beiträgen haben wir sie darüber informiert, welche Schwierigkeiten bei der Beschäftigung von Ferienjobbern bei der Abgrenzung einer selbständigen von einer nichtselbständigen Tätigkeit auftreten können und welche Konsequenzen sich hierbei für den Arbeitgeber ergeben können.
Den 2. Teil dieses Beitrags finden Sie hier!
Den 1. Teil dieses Beitrags finden Sie hier!
2. Lohnsteuerliche Behandlung
In steuerlicher Hinsicht gibt es folgende Möglichkeiten der Lohnversteuerung:
Regelversteuerung
Pauschalversteuerung nach § 40a Absatz 2 EStG mit einem einheitlichen Pauschsteuersatz in Höhe von 2% bei geringfügiger Beschäftigung
Pauschalversteuerung nach § 40a Absatz 2a EStG mit einem Pauschsteuersatz in Höhe von 20% bei geringfügiger Beschäftigung
Pauschalversteuerung nach § 40a Absatz 1 EStG mit einem Pauschsteuersatz in Höhe von 25% bei kurzfristiger Beschäftigung
2.1. Regelversteuerung
Grundsätzlich erfolgt die Lohnversteuerung im Rahmen der Regelbesteuerung, d.h. auf Grundlage der elektronischen Lohnsteuerabzugsmerkmale ELStAM.
Handelt es sich bei dem beschäftigten Arbeitnehmer um einen Schüler oder Studenten, dessen Einkünfte insgesamt den steuerlichen Grundfreibetrag in Höhe von 8.820 Euro nicht übersteigen, sind keine Steuerabzugsbeträge zu entrichten.
2.2. Pauschalversteuerung nach
§ 40a – Pauschalierung der Lohnsteuer für Teilzeitbeschäftigte und geringfügig Beschäftigte
(1) 1Der Arbeitgeber kann unter Verzicht auf die Vorlage einer Lohnsteuerkarte bei Arbeitnehmern, die nur kurzfristig beschäftigt werden, die Lohnsteuer mit einem Pauschsteuersatz von 25 Prozent des Arbeitslohns erheben. 2Eine kurzfristige Beschäftigung liegt vor, wenn der Arbeitnehmer bei dem Arbeitgeber gelegentlich, nicht regelmäßig wiederkehrend beschäftigt wird, die Dauer der Beschäftigung 18 zusammenhängende Arbeitstage nicht übersteigt und
(2) Der Arbeitgeber kann unter Verzicht auf die Vorlage einer Lohnsteuerkarte die Lohnsteuer einschließlich Solidaritätszuschlag und Kirchensteuern (einheitliche Pauschsteuer) für das Arbeitsentgelt aus geringfügigen Beschäftigungen im Sinne des § 8 Absatz 1 Nummer 1 oder des § 8a des Vierten Buches Sozialgesetzbuch, für das er Beiträge nach § 168 Absatz 1 Nummer 1b oder 1c (geringfügig versicherungspflichtig Beschäftigte) oder nach § 172 Absatz 3 oder 3a (versicherungsfrei geringfügig Beschäftigte) des Sechsten Buches Sozialgesetzbuch zu entrichten hat, mit einem einheitlichen Pauschsteuersatz in Höhe von insgesamt 2 Prozent des Arbeitsentgelts erheben.
(2a) Hat der Arbeitgeber in den Fällen des Absatzes 2 keine Beiträge nach § 168 Absatz 1 Nummer 1b oder 1c oder nach § 172 Absatz 3 oder 3a des Sechsten Buches Sozialgesetzbuch zu entrichten, kann er unter Verzicht auf die Vorlage einer Lohnsteuerkarte die Lohnsteuer mit einem Pauschsteuersatz in Höhe von 20 Prozent des Arbeitsentgelts erheben.
(3) 1Abweichend von den Absätzen 1 und 2a kann der Arbeitgeber unter Verzicht auf die Vorlage einer Lohnsteuerkarte bei Aushilfskräften, die in Betrieben der Land- und Forstwirtschaft im Sinne des § 13 Absatz 1 Nummer 1 bis 4 ausschließlich mit typisch land- oder forstwirtschaftlichen Arbeiten beschäftigt werden, die Lohnsteuer mit einem Pauschsteuersatz von 5 Prozent des Arbeitslohns erheben. 2Aushilfskräfte im Sinne dieser Vorschrift sind Personen, die für die Ausführung und für die Dauer von Arbeiten, die nicht ganzjährig anfallen, beschäftigt werden; eine Beschäftigung mit anderen land- und forstwirtschaftlichen Arbeiten ist unschädlich, wenn deren Dauer 25 Prozent der Gesamtbeschäftigungsdauer nicht überschreitet. 3Aushilfskräfte sind nicht Arbeitnehmer, die zu den land- und forstwirtschaftlichen Fachkräften gehören oder die der Arbeitgeber mehr als 180 Tage im Kalenderjahr beschäftigt.
bei Arbeitnehmern, die für eine andere Beschäftigung von demselben Arbeitgeber Arbeitslohn beziehen, der nach den §§ 39b bis 39d dem Lohnsteuerabzug unterworfen wird.
(6) 1Für die Erhebung der einheitlichen Pauschsteuer nach Absatz 2 ist die Deutsche Rentenversicherung Knappschaft-Bahn-See/Verwaltungsstelle Cottbus zuständig. 2Die Regelungen zum Steuerabzug vom Arbeitslohn sind entsprechend anzuwenden. 3Für die Anmeldung, Abführung und Vollstreckung der einheitlichen Pauschsteuer gelten dabei die Regelungen für die Beiträge nach § 168 Absatz 1 Nummer 1b oder 1c oder nach § 172 Absatz 3 oder 3a des Sechsten Buches Sozialgesetzbuch. 4Die Deutsche Rentenversicherung Knappschaft-Bahn-See/Verwaltungsstelle Cottbus hat die einheitliche Pauschsteuer auf die erhebungsberechtigten Körperschaften aufzuteilen; dabei entfallen aus Vereinfachungsgründen 90 Prozent der einheitlichen Pauschsteuer auf die Lohnsteuer, 5 Prozent auf den Solidaritätszuschlag und 5 Prozent auf die Kirchensteuern. 5Die erhebungsberechtigten Kirchen haben sich auf eine Aufteilung des Kirchensteueranteils zu verständigen und diesen der Deutschen Rentenversicherung Knappschaft-Bahn-See/Verwaltungsstelle Cottbus mitzuteilen. 6Die Deutsche Rentenversicherung Knappschaft-Bahn-See/Verwaltungsstelle Cottbus ist berechtigt, die einheitliche Pauschsteuer nach Absatz 2 zusammen mit den Sozialversicherungsbeiträgen beim Arbeitgeber einzuziehen.
2.2. Pauschalversteuerung nach § 40a Absatz 2 EStG mit einem einheitlichen Pauschsteuersatz in Höhe von 2% bei geringfügiger Beschäftigung
Alternativ zur Regelversteuerung kann eine Pauschalversteuerung nach Maßgabe von § 40a Absatz 2 EStG durchgeführt werden. In diesem Zusammenhang sind pauschale Steuerabzugsbeträge mit einem einheitlichen Pauschsteuersatz in Höhe von lediglich 2% (einschließlich Kirchensteuer und Solidaritätszuschlag) zu entrichten.
Die Pauschalversteuerung nach § 40 a Absatz 2 EStG kommt jedoch nur in Betracht, wenn der Arbeitgeber zur Erbringung von Pauschalbeiträgen an die gesetzliche Sozialversicherung verpflichtet ist. Ist der Arbeitgeber nicht zur Erbringung von Pauschalbeiträgen an die gesetzliche Sozialversicherung verpflichtet, z.B. weil die Geringfügigkeitsgrenze überschritten ist oder weil der Arbeitnehmer mehrere geringfügige Beschäftigungsverhältnisse hat, kann eine Pauschalversteuerung nur nach Maßgabe von § 40 a Absatz 2a EStG durchgeführt werden.
2.3. Pauschalversteuerung nach § 40 a Absatz 2a EStG mit einem Pauschsteuersatz in Höhe von 20% bei geringfügiger Beschäftigung
Eine Pauschalversteuerung mit einem Pauschsteuersatz in Höhe von 20 % (zuzüglich pauschaler Kirchensteuer und Solidaritätszuschlag) kommt immer dann in Betracht, wenn die Geringfügigkeitsgrenze überschritten ist oder der Arbeitnehmer mehrere geringfügige Beschäftigungsverhältnisse hat.
In diesem Fall kann eine Pauschalversteuerung nur nach Maßgabe von § 40a Absatz 2a EStG mit einem Pauschsteuersatz in Höhe von 20 % durchgeführt werden.
2.4. Pauschalversteuerung nach § 40a Absatz 1 EStG mit einem Pauschsteuersatz in Höhe von 25% bei kurzfristiger Beschäftigung
Wenn ein kurzfristiges Beschäftigungsverhältnis in steuerlicher Hinsicht vorliegt, also wenn der Arbeitnehmer bei dem Arbeitgeber
gelegentlich, nicht regelmäßig wiederkehrend beschäftigt wird,
die Dauer der Beschäftigung 18 zusammenhängende Arbeitstage nicht übersteigt und der Arbeitslohn während der Beschäftigungsdauer 68 Euro durchschnittlich je Arbeitstag nicht übersteigt
oder die Beschäftigung zu einem unvorhersehbaren Zeitpunkt sofort erforderlich wird,
kann der Arbeitslohn nach Maßgabe von § 40a Absatz 1 EStG mit einem Pauschsteuersatz von 25 % pauschalversteuert werden.

References: § 40
 § 40
 § 40

§ 40
 § 8
 § 8
 § 168
 § 172
 § 168
 § 172
 § 13
 § 168
 § 172
 § 40
 § 40
 § 40
 § 40
 § 40
 § 40
 § 40
 § 40