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Timestamp: 2020-08-06 19:29:23+00:00

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BAG, 26.04.2000 - 4 AZR 177/99 - dejure.org
https://dejure.org/2000,1285
BAG, 26.04.2000 - 4 AZR 177/99 (https://dejure.org/2000,1285)
BAG, Entscheidung vom 26.04.2000 - 4 AZR 177/99 (https://dejure.org/2000,1285)
BAG, Entscheidung vom 26. April 2000 - 4 AZR 177/99 (https://dejure.org/2000,1285)
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Tarifliche Verdienstsicherung - Alters- und Leistungszulage
TVG § 4 (Verdienstsicherung); ZPO § 264 Nr. 2
Leistungszulage und tarifliche Verdienstsicherung wegen Alters
Arbeitsrecht - Leistungszulage und tarifliche Verdienstsicherung wegen Alters
ArbG Kiel, 13.03.1998 - 4 Ca 2000a/97
LAG Schleswig-Holstein, 18.02.1999 - 1 Sa 230/98
LAG Schleswig-Holstein, 23.02.1999 - 1 Sa 230/98
BAGE 94, 273
NZA 2001, 396
BB 2000, 980
BB 2001, 259
DB 2000, 2610
DB 2000, 978
Für die Anwendung des arbeitsrechtlichen Gleichbehandlungsgrundsatzes ist dagegen bei Vereinbarungen von tariffähigen Vertragspartnern kein Raum (so bereits ausdrücklich BAG 26. April 2000 - 4 AZR 177/99 - zu II 3 b der Gründe, BAGE 94, 273) .
Innerhalb des Anwendungsbereichs kollektiv-rechtlich geschaffener Normen ist eine Anwendung des Gleichbehandlungsgrundsatzes nicht möglich (BAG 26. April 2000 - 4 AZR 177/99 - zu II 3 b der Gründe, BAGE 94, 273) .
aa) Ein Verstoß gegen den Gleichheitssatz setzt voraus, dass die Tarifvertragsparteien bei der Aufstellung tariflicher Vorschriften tatsächliche Gleichheiten oder Ungleichheiten außer Acht lassen, die so wesentlich sind, dass sie bei einer am allgemeinen Gerechtigkeitsgedanken orientierten Betrachtung hätten berücksichtigt werden müssen (BAG 26. April 2000 - 4 AZR 177/99 - BAGE 94, 273).
Ein Verstoß gegen den Gleichheitssatz setzt voraus, daß die Tarifvertragsparteien bei der Normierung tariflicher Vorschriften tatsächliche Gleichheiten oder Ungleichheiten außer Acht lassen, die so wesentlich sind, daß sie bei einer am allgemeinen Gleichheitsgedanken orientierten Betrachtungsweise hätten Berücksichtigung finden müssen (BAG 26. April 2000 - 4 AZR 177/99 - BAGE 94, 273).
Auch kritische Stimmen zum Spezialitätsprinzip räumen ein, daß dieser Grundsatz in Betracht kommt, wenn die Tarifkonkurrenz auf der Existenz eines Verbands- und Firmentarifvertrages einer Gewerkschaft in einem Betrieb beruht (…Kempen/Zachert aaO § 4 Rn. 131; vgl. im übrigen Waas Anm. zu Senat 26. April 2000 - 4 AZR 177/99 - AP TVG § 4 Verdienstsicherung Nr. 16, zu II mwN).
Unabhängig von der Frage, ob und inwieweit Firmentarifverträge an den Gleichheitssatz gebunden sind (vgl. Senat 26. April 2000 - 4 AZR 177/99 - AP TVG § 4 Verdienstsicherung Nr. 16 = EzA GG Art. 3 Nr. 90, zu II 4 der Gründe und 30. August 2000 - 4 AZR 563/99 - zVv.), ist nicht zu übersehen, daß die Bereiche Kureinrichtungen und Bildungszentrum unterschiedliche Sachverhalte darstellen, die unterschiedlich geregelt werden können.
Das hat zur Folge, dass der Arbeitgeber innerhalb des Anwendungsbereichs kollektiv-rechtlich geschaffener Normen an den Gleichbehandlungsgrundsatz nicht gebunden ist (BAG 26. April 2000 - 4 AZR 177/99 - zu II 3 b der Gründe, BAGE 94, 273).
Der Tarifvertrag ist keine vom Arbeitgeber freiwillig abgeschlossene Vereinbarung, sondern steht unter dem Zwang zur Einigung (vgl. BAG, Urteil vom 17.10.1995 ­ 3 AZR 882/94 ­ BB 1996, 380, 381; BAG, Urteil vom 26.04.2000 ­ 4 AZR 177/99, DB 2000, 978).
In der Folge hat der Vierte Senat des Bundesarbeitsgerichts diese Frage in zwei Entscheidungen ebenfalls offengelassen (vgl. BAG, Urteil vom 05.10.1999 ­ 4 AZR 668/98, AP Nr. 70 zu § 1 TVG Tarifverträge: Einzelhandel; BAG, Urteil vom 26.04.200 ­ 4 AZR 177/99 -, DB 2000, 978).
ArbG Gelsenkirchen, 16.01.2019 - 3 Ca 1426/18
ArbG Gelsenkirchen, 16.01.2019 - 3 Ca 1375/18

References: § 4
 § 264
 § 4
 § 4
 § 4
 Art. 3
 § 1