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Timestamp: 2019-04-19 17:07:20+00:00

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Pla­nungs­feh­lern bei Beauf­tra­gung zwei­er Archi­tek­ten
Zurech­nung von Pla­nungs­feh­lern bei Beauf­tra­gung zwei­er Archi­tek­ten?
Beauf­tragt ein Auf­trag­ge­ber im Rah­men eines Pro­jekts ver­schie­de­ne Archi­tek­ten mit unter­schied­li­chen Pla­nun­gen, muss sich der Auf­trag­ge­ber die #Pla­nungs­feh­ler des einen Archi­tek­ten gegen­über dem ande­ren Archi­tek­ten dann nicht als Mit­ver­schul­den anrech­nen las­sen, wenn die Pla­nungs­feh­ler einen Bereich betref­fen, mit des­sen Pla­nung der ande­re Archi­tekt beauf­tragt war.
OLG Cel­le, Urteil vom 24.07.2014 – 16 U 59/13
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23. September 2014 /von Rechtsanwalt Dirk Tholl
https://kanzlei-tholl.de/wp-content/uploads/2018/04/Urteile_gelb_text.jpg 683 1024 Rechtsanwalt Dirk Tholl https://kanzlei-tholl.de/wp-content/uploads/2019/03/logo-thollneu.png Rechtsanwalt Dirk Tholl2014-09-23 12:00:082018-05-21 11:47:49Planungsfehlern bei Beauftragung zweier Architekten
Ver­kehrs­si­che­rungs­pflicht auf einem Park­platz
Nach dem BGH bestehen kei­ne gene­rel­len Amts­pflich­ten der ver­kehrs­si­che­rungs­pflich­ti­gen Kör­per­schaft, für ein gefahr­lo­ses „Über­hang­par­ken“ Sor­ge zu tra­gen oder vor Gefah­ren zu war­nen.
Der Eigen­tü­mer eines Audi A5 (Boden­frei­heit von 10,1 cm) macht gegen die Beklag­te Stadt Scha­dens­er­satz­an­sprü­che wegen Ver­let­zung der Stra­ßen­ver­kehrs­si­che­rungs­pflicht gel­tend. Der Klä­ger fuhr abends bei Dun­kel­heit in eine Park­ta­sche eines öffent­li­chen Park­plat­zes. Die Park­bucht war 5 m lang und 3,5 m breit. Er kam mit dem vor­de­ren Karos­se­rie­teil sei­nes Fahr­zeugs über stirn­sei­tig ange­brach­ten, min­des­tens 20 cm hohen Rand­stein des Park­plat­zes hin­aus und beschä­dig­te dabei die Ver­klei­dung des vor­de­ren Stoß­fän­gers.
Der BGH betont, dass der Park­platz ent­spre­chend den tech­ni­schen Regeln ein­ge­rich­tet und her­ge­stellt wor­den ist. Dabei die­nen Rand­stei­ne der Begren­zung der eigent­li­chen Park­plät­ze, was einem bereits der gesun­de Men­schen­ver­stand sagt, ent­spre­chend ihrer Begren­zungs­funk­ti­on nicht ohne wei­te­res zum „dar­über — fah­ren“ oder nur zum „Über­hang­par­ken“ geeig­net bzw. kon­zi­piert. Für den BGH kommt es gar nicht dar­auf an, ob die Beklag­te Stadt Warn­pflich­ten hat. Selbst wenn man sol­che anneh­men wür­de, lehnt der BGH einen Scha­dens­er­satz­an­spruch des Klä­gers ab. Denn der Klä­ger wuss­te, dass er ein tie­fer geleg­tes Fahr­zeug mit einer Boden­frei­heit von nur ca. 10 cm fuhr. In einer sol­chen Situa­ti­on muss ein Fah­rer beson­ders auf­pas­sen und auf vor­han­de­ne Rand­stei­ne ein ganz beson­ders Augen­merk wid­men.
Das Urteil des BGH steht in gegen­tei­li­ger Auf­fas­sung zur Recht­spre­chung des OLG Hamm, wonach Bord­stei­ne von 18 cm bis 23 cm Höhe eine „abhil­fe­be­dürf­ti­ge Gefah­ren­quel­len“ dar­stel­len. BGH, Urteil vom 24.07.2014 – III ZR 550/13
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21. September 2014 /von Rechtsanwalt Dirk Tholl
https://kanzlei-tholl.de/wp-content/uploads/2018/04/Urteile_gelb_text.jpg 683 1024 Rechtsanwalt Dirk Tholl https://kanzlei-tholl.de/wp-content/uploads/2019/03/logo-thollneu.png Rechtsanwalt Dirk Tholl2014-09-21 12:00:322018-05-21 11:47:50Verkehrssicherungspflicht auf einem Parkplatz
Aus­kunft über Nach­lass unter Mit­er­ben
Alle, Erbrecht
Kei­ne Aus­kunft über Nach­lass unter Mit­er­ben durch Inven­tar­er­rich­tung.
Nach der Recht­spre­chung des OLG Düs­sel­dorf kann ein Mit­er­be von einem ande­ren Mit­er­ben nicht dadurch Aus­kunft über den Nach­lass­um­fang ver­lan­gen, dass er einen Antrag auf amt­li­che Inven­tar­auf­nah­me gem. § 2003 BGB stellt.
Der Erb­las­ser, der kein Tes­ta­ment errich­tet hat­te, hin­ter­ließ eine Wit­we sowie einen Sohn und eine Toch­ter. Die Toch­ter begehr­te Aus­kunft über den Nach­lass­um­fang und erhob vor dem LG eine Aus­kunfts­kla­ge. Das LG Düs­sel­dorf ver­wies auf § 2003 BGB, wonach jeder Mit­er­be den Antrag auf amt­li­che Inven­tar­auf­nah­me beim Nach­lass­ge­richt stel­len kann.
Das OLG Düs­sel­dorf wies die Beschwer­de zurück, da gem. § 1994 BGB nur ein Nach­lass­gläu­bi­ger antrags­be­rech­tigt ist. Es obliegt vor­ran­gig jedem Mit­er­ben, sich selbst über den Nach­lass­um­fang Kennt­nis zu ver­schaf­fen. Eine all­ge­mei­ne Anspruchs­grund­la­ge, die Mit­er­ben unter­ein­an­der zur Aus­kunft über den Nach­lass­be­stand ver­pflich­tet, exis­tiert nicht. Der BGH wen­det hier­für § 242 BGB an und bejaht eine sol­che Aus­kunfts­pflicht, wenn der die Aus­kunft begeh­ren­de Mit­er­be in ent­schuld­ba­rer Wei­se über Bestehen und Umfang eines Rechts im Unge­wis­sen, der Ver­pflich­te­te (der die Aus­kunft schul­den­de Mit­er­be) dage­gen in der Lage ist sol­che Aus­künf­te zu ertei­len.
OLG Düs­sel­dorf, Beschluss vom 06.06.2014 – 1 – RWx 71/14
Kei­ne Aus­kunft über Nach­lass unter Mit­er­ben durch Inven­tar­er­rich­tung. Nach der Recht­spre­chung des OLG Düs­sel­dorf kann ein Mit­er­be von einem ande­ren Mit­er­ben nicht dadurch Aus­kunft über den Nach­lass­um­fang ver­lan­gen, dass er einen Antrag auf…
https://kanzlei-tholl.de/wp-content/uploads/2018/04/Urteile_gelb_text.jpg 683 1024 Rechts­an­walt Dirk Tholl https://kanzlei-tholl.de/wp-content/uploads/2019/03/logo-thollneu.png Rechts­an­walt Dirk Tholl2014-09-19 13:52:572018-07-01 08:55:03Aus­kunft über Nach­lass unter Mit­er­ben
19. September 2014 /von Rechtsanwalt Dirk Tholl
https://kanzlei-tholl.de/wp-content/uploads/2018/04/Urteile_gelb_text.jpg 683 1024 Rechtsanwalt Dirk Tholl https://kanzlei-tholl.de/wp-content/uploads/2019/03/logo-thollneu.png Rechtsanwalt Dirk Tholl2014-09-19 13:52:572018-07-01 08:55:03Auskunft über Nachlass unter Miterben

References: BGH 
 BGH 
 BGH 
 BGH 
 BGH 
 § 2003
 § 2003
 § 1994
 BGH 
 § 242