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Timestamp: 2018-04-24 21:10:50+00:00

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Polizeivollzugsdienstfähigkeit und eingeschränkte Polizeivollzugsdienstfähigkeit
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Polizeidienstfähigkeit und eingeschränkte Polizei- bzw. Vollzugsdienstfähigkeit
Zu dem Thema der Vollzugsdienstfähigkeit, welches natürlich auch Beamte des Strafvollzugs und außerdem auch Beamte im Feuerwehrdienst betrifft, nachfolgend zur Einführung einige Gesetzesvorschriften.
Es geht dabei - beispielhaft für die erwähnten Sparten - um die gesetzlichen Bestimmungen zur Polizeivollzugsdienstfähigkeit und um eine der möglichen Konsequenzen für den Beamten, nämlich um den Wechsel in die allgemeine Verwaltung (§ 8 HmbLVO-Pol).
§ 109 Landesbeamtengesetz Hamburg: Polizeidienstunfähigkeit
§ 8 HmbLVO-Pol: Laufbahnwechsel
§ 110 des Beamtengesetzes des Landes Niedersachsen
Dienstunfähigkeit der Polizeivollzugsbeamtinnen und Polizeivollzugsbeamten
Die Polizeivollzugsbeamtin oder der Polizeivollzugsbeamte ist dienstunfähig (§ 26 Abs. 1 BeaStG), wenn sie oder er den besonderen gesundheitlichen Anforderungen des Polizeivollzugsdienstes nicht mehr genügt und nicht zu erwarten ist, dass sie oder er die volle Verwendungsfähigkeit innerhalb von zwei Jahren wiedererlangt (Polizeidienstunfähigkeit), es sei denn, die ausgeübte oder die künftig auszuübende Funktion erfordert bei Beamtinnen und Beamten auf Lebenszeit diese besonderen gesundheitlichen Anforderungen auf Dauer nicht mehr uneingeschränkt.
► Vergleichen Sie auch die Regelung in § 109 LBG Schleswig-Holstein.
§ 105 Beamtengesetz Berlin regelt die Frage der Polizeivollzugsdienstfähigkeit wie folgt, wobei Absatz 2 Ziffer 1 die eingeschränkte Polizeidienstfähigkeit bzw. deren Folgen ein wenig anders umschreibt und regelt, unter welchen Bedingungen Polizeibeamte trotz gesundheitlicher Beeinträchtigungen weiter im Vollzugsdienst bleiben dürfen. Man spricht dort von funktionsbezogener Dienstfähigkeit:
§ 105 Landesbeamtengesetz Berlin: Polizeidienstunfähigkeit
(1) Dienstunfähigkeit liegt vor, wenn die Polizeivollzugskraft den besonderen gesundheitlichen Anforderungen für den Polizeivollzugsdienst nicht mehr genügt und nicht zu erwarten ist, dass sie ihre volle Verwendungsfähigkeit innerhalb zweier Jahre wiedererlangt (Polizeidienstunfähigkeit). Die Polizeidienstunfähigkeit wird aufgrund des Gutachtens eines oder einer von der Dienstbehörde bestimmten Ärztin oder Arztes festgestellt.
1. die gesundheitliche Eignung für eine Verwendung in Funktionen des Vollzugsdienstes, die die besonderen gesundheitlichen Anforderungen auf Dauer nicht mehr erfordern (funktionsbezogene Dienstfähigkeit), nicht gegeben oder eine Verwendung funktionsbezogen dienstfähiger Polizeivollzugskräfte in Funktionen des Polizeivollzugsdienstes aus zwingenden dienstlichen Gründen nicht möglich ist,
2. zwingende dienstliche Gründe einer Versetzung nicht entgegenstehen und
3. die sonstigen Voraussetzungen des § 28 erfüllt sind.
Besitzt sie die Befähigung für die neue Laufbahn nicht, hat sie die ihr gebotene Gelegenheit wahrzunehmen, während ihrer Zugehörigkeit zum Polizeivollzugsdienst die für die Wahrnehmung der Aufgaben der neuen Laufbahn erforderlichen Kenntnisse und Fähigkeiten zu erwerben und die Befähigung für die neue Laufbahn nach Maßgabe der Rechtsverordnungen nach § 22 Abs. 2 des Laufbahngesetzes nachzuweisen. Soweit für die neue Laufbahn keine Rechtsverordnung nach § 22 Abs. 2 des Laufbahngesetzes erlassen wurde, weil nach § 11 Abs. 1 des Laufbahngesetzes andere gleichwertige Befähigungsvoraussetzungen vorgeschrieben worden sind, regelt das Nähere über den Nachweis der für die neue Laufbahn erforderlichen Kenntnisse und Fähigkeiten die für die Ordnung dieser Laufbahn zuständige oberste Dienstbehörde durch besondere Rechtsverordnung.
(3) Auch bei Polizeidienstunfähigkeit, funktionsbezogener Dienstfähigkeit nach Absatz 2 Satz 1 Nr. 1 oder aus anderen Gründen begrenzter Dienstfähigkeit nach § 27 des Beamtenstatusgesetzes ist eine erneute Berufung in das Beamtenverhältnis möglich; § 29 Abs. 2 des Beamtenstatusgesetzes gelten entsprechend.
4. Bundespolizeibeamte
§ 4 Bundespolizeibeamtengesetz: Polizeidienstunfähigkeit.
(1) Der Polizeivollzugsbeamte ist dienstunfähig, wenn er den besonderen gesundheitlichen Anforderungen für den Polizeivollzugsdienst nicht mehr genügt und nicht zu erwarten ist, dass er seine volle Verwendungsfähigkeit innerhalb zweier Jahre wiedererlangt (Polizeidienstunfähigkeit), es sei denn, die auszuübende Funktion erfordert bei Beamten auf Lebenszeit diese besonderen gesundheitlichen Anforderungen auf Dauer nicht mehr uneingeschränkt.
Der Bundesgerichtshof hat die Polizeivollzugsdienstfähigkeit wie folgt beschrieben (in einem Urteil vom 17.11.09 in einer Zivilsache - VI ZR 58/08):
Die Polizeidienstfähigkeit weist die Besonderheit auf, dass sie sich an den besonderen gesundheitlichen Anforderungen für sämtliche Ämter der Laufbahn "Polizeidienst" orientiert und voraussetzt, dass der Polizeibeamte zu jeder Zeit, an jedem Ort und in jeder seinem statusrechtlichen Amt entsprechenden Stellung einsetzbar ist (vgl. BVerwG, Urteil vom 03.03.05 - 2 C 4/04 - DÖV 2005, 784). Der Beamte ist grundsätzlich schon dann polizeidienstunfähig, wenn er gesundheitsbedingt nicht im Außendienst eingesetzt werden kann (vgl. ebenda). Allerdings geht bereits das Gesetz davon aus, dass der Dienstherr im Blick zu behalten hat, ob er den besonderen gesundheitlichen Anforderungen für den Polizeidienst nicht genügende Beamte in Funktionen - z. B. auf (Innen-) Dienstposten - im Polizeidienst einsetzen kann, die die uneingeschränkte Polizeidiensttauglichkeit auf Dauer nicht mehr erfordern (vgl. § 210 Abs. 1 letzter Hbs. LBG RP in der seit 01.08.1998 geltenden Fassung; § 101 BRRG in der bis 31.03.09 geltenden Fassung; BVerfG, NVwZ 2009, 389; BVerwG, Urteil vom 03.03.05 - 2 C 4/04 - aaO).
Vollzugsdienst/ Feuerwehr Vollzugsdienstfähigkeit
PDV 300 im Jahr 2014 Formeller Bescheid OVG NRW / BVerwG OVG NRW 29.06.16 VG Lüneburg Diabetes: OVG Rh-Pf 2013 Feuerwehrdiensttauglichkeit Amtsarztuntersuchung Bundesverfassungsgericht Bundesverwaltungsgericht OVG NRW 22.01.15 Wechsel in die Verwaltung

References: § 109

§ 8

§ 110
 § 109

§ 105

§ 105
 § 28
 § 22
 § 22
 § 11
 § 27
 § 29

§ 4
 § 210
 § 101