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Timestamp: 2018-09-18 13:13:51+00:00

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Judaistik NF, Bachelor (ab WS 2010/11) - Philosophische Promotionskommission an der Goethe Universität Frankfurt/Main
Judaistik NF, Bachelor
Bachelorstudiengang Judaistik Nebenfach (ab WS 2010/11)
Judaistik nf, bachelor (ab ws 2010/11)
Prüfungsordnung Bachelorstudiengang Judaistik NF
Ordnung für den Bachelorstudiengang Judaistik im Nebenfach des Fachbereichs Sprach- und Kulturwissenschaften an der Johann Wolfgang Goethe-Universität vom 28.06.2010. Genehmigt durch das Präsidium der Johann Wolfgang Goethe-Universität am 27.07.2010 – veröffentlicht im UNI-REPORT 09.09.2010
§ 2 – Ziele des Studiums und Zweck der Prüfungen
§ 4 – Zulassung zum Studium
§ 5 – Beginn des Studiums
§ 6 – Regelstudienzeit
II. Studienstruktur und -organisation
§ 7 – Aufbau des Studiums; Module; Kreditpunkte
§ 8 – Auslandsaufenthalte
§ 9 – Lehrveranstaltungsformen; Zugang zu Modulen; Lehrveranstaltungen mit begrenzter Teilnehmerzahl
§ 10 – Studiennachweise (Leistungs- oder Teilnahmenachweise)
§ 11 – Studienverlaufsplan, Informationen zum Studium, Studienfachberatung
§ 12 – Akademische Leitung und Modulkoordination
§ 13 – Prüfungsamt und Gemeinsamer Prüfungsausschuss für die Bachelorprüfungen
§ 14 – Prüfungsbefugniss; Beisitz bei mündlichen Prüfungen
§ 15 – Zulassung zur Bachelorprüfung und Entscheidung über die Zulassung
§ 16 – Modulprüfungen; Prüfungsformen
§ 17 – Prüfungstermine, Meldefristen und Meldeverfahren
§ 18 – Versäumnis und Rücktritt
§ 19 – Nachteilsausgleich
§ 20 – Täuschung und Ordnungsverstoß
§ 21 – Anrechnung von Modulen und Leistungsnachweisen
§ 22 – Mündliche Prüfungsleistungen
§ 23 – Klausuren und Hausarbeiten
§ 24 – Bewertung der Prüfungsleistungen
§ 25 – Gesamtnote der Bachelorprüfung
§ 26 – Nichtbestehen und Wiederholung von Prüfungen; Wiederholungsfristen
§ 27 – Endgültiges Nicht-Bestehen oder Abbruch der Bachelorprüfung im Nebenfach
VII. Ungültigkeit der Bachelorprüfung; Prüfungsakten; Einsprüche und Widersprüche; Prüfungsgebühren
§ 28 – Ungültigkeit von Prüfungen
§ 29 – Einsicht in die Prüfungsakten; Aufbewahrungsfristen
§ 30 – Einsprüche und Widersprüche
§ 31 – Wechsel in Bachelorstudiengänge; Übergangsbestimmungen
§ 32 – In-Kraft-Treten
Profil A: Antike/Mittelalter
Pflichtmodul Ju-B1: Einführung in Geschichte und Kultur des Judentums, 5 CP
Pflichtmodul Ju-B2: Hebraicum, 20 CP
Pflichtmodul Ju-B3A: Neuhebräisch, 6 CP
Pflichtmodul Ju-B4: Sprache und Literatur der jüdischen Antike, 7 CP
Pflichtmodul Ju-B5: Sprache und Kultur des rabbinischen Judentums, 8 CP
Pflichtmodul Ju-B7: Antikes/Mittelalterliches Judentum, 8 CP
II. Wahlpflichtmodulgruppe
Wahlpflichtmodul Ju-B6: Einführung in die Geschichte des europäischen Judentums, 6 CP
Wahlpflichtmodul Ju-B11.2: Jiddisch, 6 CP
Wahlpflichtmodul Ju-B11.3: Jüdisch-Spanisch, 6 CP
Wahlpflichtmodul Ju-B11.5: Jüdische Religionsphilosophie I, 6 CP
Profil B: Mittelalter/Neuzeit
Pflichtmodul Ju-B3: Neuhebräisch, 7 CP
Pflichtmodul Ju-B8B: Mittelalterliches/Neuzeitliches Judentum, 12 CP
Pflichtmodul Ju-B9: Neuzeitliches Judentum, 8 CP
(1) Diese Ordnung regelt unter Beachtung der Allgemeinen Bestimmungen für die Bachelor- und Masterstudiengänge der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main das Studium und die Modulprüfungen des vom Fachbereich Sprach- und Kulturwissenschaften angebotenen Bachelorstudiengangs Judaistik im Nebenfach.
(2) Beim Nebenfach Judaistik ist der Bachelorhauptfach Empirische Sprachwissenschaft mit den Schwerpunkten „Sprachen und Kulturwissenschaft des Judentums“ und „Semitische Sprachen“ ausgeschlossen.
(3) Das Studium und die Modulprüfungen im Hauptfach sind nach Maßgabe der für diese Hauptfächer maßgeblichen Ordnungen zu absolvieren. Die in dieser Ordnung enthaltenen allgemeinen Bestimmungen zum Hauptfach haben unmittelbare Geltung.
§ 2 Ziel des Studiengangs und Zweck der Prüfungen
Das Fach Judaistik
Trotz vielfältiger – vergeblicher – Bemühungen im 19. Jahrhundert wurde das Fach Judaistik erst in den sechziger Jahren des 20. Jahrhunderts, also nach der planmäßigen Vertreibung und Ausrottung der deutschen und des größten Teils der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland, in den Fächerkanon deutscher Universitäten aufgenommen. Gerade aufgrund der dem Fach bzw. allen Lehrenden und Lernenden des Faches aus diesem Erbe erwachsene besondere Verantwortung muss es Ziel des Studiums der Judaistik sein, möglichst umfassende Kenntnisse über Juden und Judentum zu erwerben und insbesondere auch die europäische Dimension des Judentums zu erkennen und es als Teil der europäischen Kulturen zu begreifen.
Gegenstand des Faches Judaistik ist prinzipiell das Judentum in seiner gesamten kulturellen Entwicklung von den Anfängen bis zur Gegenwart, konkret in seinen vielfältigen geschichtlich gewordenen Erscheinungsformen, seinen Kontinuitäten und Wandlungen (einschließlich seiner Verflechtungen mit anderen Kulturen) in den verschiedenen Epochen und geographischen Räumen einer mehrtausendjährigen Entwicklung. Aufgrund seiner vielfältigen sprachlichen, geographischen, historischen, religiösen und sozialen Bezüge umfasst es verschiedenste wissenschaftliche Disziplinen (z.B. Geschichtswissenschaft, Literaturwissenschaft, Philosophie und Rechtsgeschichte), wie dies treffend in der hebräischen Bezeichnung „Wissenschaften des Judentums“ (Hebräische Universität Jerusalem) zum Ausdruck kommt. Entsprechend interdisziplinär ist das Fach schon von seinem Ansatz her, weist es doch Berührungspunkte mit zahlreichen Fächern auf und ist mit ihnen auf vielfältige Weise verzahnt.
In idealtypischer Breite umfaßt das Spektrum der Fach-Gegenstände daher die Sprachen der Juden (Hebräisch, Aramäisch, Judäo-Arabisch, Jüdisch-Spanisch/Ladino, Jiddisch und viele andere) ebenso wie ihre – im weitesten Sinne – Literaturen in den diversen Sprachen, Religionsgeschichte und Philosophie ebenso wie Geschichte, Archäologie, Kunstgeschichte, Musik und Film, Ethnologie und Soziologie.
Um bei dem skizzierten Umfang die Studierbarkeit des Faches zu gewährleisten, muss sich das Studium zunächst auf einige wesentliche Bereiche konzentrieren. Da Judentum bis in die Gegenwart wesentlich durch das rabbinische Judentum der Antike und des Frühen Mittelalters geprägt wurde und auch das sog. säkulare Judentum der Moderne immer stärker an deren Traditionen und Werten anknüpft und sich diese anzuverwandeln sucht, ist die Kenntnis dieser Epoche von grundlegender Bedeutung. Um den Studierenden den Erwerb einer schwerpunktmäßigen Kompetenz zu ermöglichen und somit die Voraussetzungen für spätere je eigene Spezialisierung zu schaffen, soll das Studium der Judaistik darüber hinaus in weitere Aspekte des Judentums einführen. Einen wesentlichen Bezugspunkt bilden dabei auch das moderne und das zeitgenössische Judentum.
Besonderer Nachdruck gilt in Frankfurt der rabbinischen Hermeneutik in ihren unterschiedlichen Ausprägungen, verschiedenen Bereichen jüdischer Mystik, diversen Aspekten jüdischen Selbst-, Traditions- und Geschichtsverständnisses, insbesondere im Spannungsfeld von Historiographie und Hagiographie, Faktionalität und Literarizität, zwischen Selbstbehauptung und interkulturellem „Dialog“. Des weiteren ist die Frankfurter Judaistik seit Jahren bestrebt, die lange Zeit in der – nicht nur deutschen – Judaistik vernachlässigten Genderaspekte sehr viel stärker zu integrieren und zu akzentuieren. Mit der in Deutschland einmaligen Professur für jüdische Religionsphilosophie (Martin-Buber-Professur) und dem Fritz Bauer Institut (Studien- und Dokumentationszentrum zur Geschichte und Wirkung des Holocaust) sowie Lehrveranstaltungen zu jüdischen Themen in anderen Fächern, insbesondere der Geschichtswissenschaft, bieten sich den Studierenden Möglichkeiten zur Wahrnehmung zusätzlicher interdisziplinär verorteter Angebote.
Der Studiengang Judaistik
Der Studiengang Judaistik im Nebenfach versteht sich in der Bachelorphase als eine wissenschaftliche Grundausbildung, die – je nach gewähltem Profil Antike/Mittelalter oder Mittelalter/Neuzeit – eine fundierte Grundlage für die Anforderungen und Veränderungen in einem von den Studierenden angestrebten Bereich der Berufswelt, etwa eine Tätigkeit in Bibliotheken, Archiven, Museen, Verlagen, Presse, Rundfunk oder Fernsehen oder im Bereich der Erwachsenenbildung, bietet.
(1) In den Bachelorstudiengang Judaistik kann nur eingeschrieben werden, wer die gesetzlich geregelte Hochschulzugangsberechtigung besitzt und nicht nach § 57 HHG an der Immatrikulation gehindert ist.
(2) Englischkenntnisse sind erforderlich, die bei der Zulassung zur Bachelorprüfung im Nebenfach nachzuweisen sind. Die Sprachkenntnisse können nachgewiesen werden durch:
b) entsprechende Oberstufenzeugnisse, wobei die Benotung nicht schlechter als „ausreichend (4,0)“ bzw. fünf Punkte sein darf, oder
d) Zertifikate über einen anderen vom Prüfungsausschuss des FB 09 als gleichwertig anerkannten Nachweis.
(3) Ausländische Studienbewerberinnen und Studienbewerber für den Bachelorstudiengang Judaistik müssen entsprechend der „Ordnung der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main über die Deutsche Sprachprüfung für den Hochschulzugang (DSH) für Studienbewerberinnen und Studienbewerber mit ausländischer Hochschulzugangsberechtigung“ in der jeweils gültigen Fassung einen Sprachnachweis vorlegen, soweit sie nach der DSH-Ordnung nicht von der Deutschen Sprachprüfung freigestellt sind.
§ 5 Beginn des Studiums
Das Bachelorstudium Judaistik kann in der Regel nur zum Wintersemester aufgenommen werden. Über Ausnahmen entscheidet die akademische Leitung des Bachelorstudiengangs.
§ 6 Regelstudienzeit
(1) Die Regelstudienzeit für den Bachelorstudiengang Judaistik beträgt einschließlich sämtlicher Prüfungen im Haupt- und im Nebenfach sechs Semester.
(2) Der Fachbereich Sprach- und Kulturwissenschaften und kooperierende Fachbereiche stellen im Rahmen ihrer Möglichkeiten sicher, dass das Bachelorstudium bei Vollzeitstudium in der Regelstudienzeit abgeschlossen werden kann. Das Bachelorstudium kann in kürzerer Zeit abgeschlossen werden.
Paragraphenteil - II. Studienstruktur und -organisation
Abschnitt II: Studienstruktur und -organisation
§ 7 Aufbau des Studiums; Module; Kreditpunkte
(1) Der Bachelorstudiengang Judaistik ist modular aufgebaut. Das Studium gliedert sich in Pflichtmodule und Wahlpflichtmodule.
(2) Ein Modul ist eine inhaltlich und zeitlich abgeschlossene Lehr- und Lerneinheit mit definierten Zielen, Inhalten sowie Lehr- und Lernformen. Die Module erstrecken sich in der Regel über zwei Semester. Anhang 1 enthält die Modulbeschreibungen für die Pflicht- und Wahlpflichtmodule, aus denen sich insbesondere die Dauer des Moduls, sein Semesterwochenstundenumfang (SWS), seine Lehrinhalte und Lernziele sowie die Modulprüfung ergeben.
(3) Die Module werden in der Regel durch Prüfungen abgeschlossen, deren Ergebnisse in die Gesamtbewertung der Bachelorprüfung eingehen. Die Modulprüfung kann nach der Modulbeschreibung entweder aus einer Prüfungsleistung als Abschluss des Moduls (Modulabschlussprüfung), aus einer Kumulation mehrerer Modulteilprüfungen oder aus einer einzelnen veranstaltungsbezogenen Modulprüfung bestehen.
(5) Für die im Bachelorstudiengang Judaistik eingeschriebenen Studierenden wird im Prüfungsamt ein Kreditpunktekonto geführt. Voraussetzung für die Vergabe von CP für ein Modul ist die regelmäßige Teilnahme an den Lehrveranstaltungen des Moduls, eventuelle Leistungsnachweise (§ 10), die nach Maßgabe der Modulbeschreibung im Modul erbracht werden müssen, sowie der erfolgreiche Abschluss der Modulprüfung.
(6) Für den Bachelorstudiengang Judaistik im Nebenfach sind insgesamt 60 CP zu erbringen.
(7) Das Bachelorstudium Judaistik kann im Nebenfach in zwei Profilen studiert werden. Profil A: Antike/Mittelalter und Profil B: Mittelalter/Neuzeit. Profil A besteht aus Pflichtmodulen im Umfang von 54 CP und aus einem Wahlpflichtmodul im Umfang von 6 CP. Profil B besteht ausschließlich aus Pflichtmodulen. Für eine Auflistung der Modulen s. Anhang 1.
(8) Ein begonnenes Wahlpflichtmodul kann unter Anrechnung von Fehlversuchen durch ein alternatives Wahlpflichtmodul ersetzt werden.
§ 8 Auslandsaufenthalte
Den Studierenden wird nach dem zweiten Semester des Studiums, nach erfolgreichem Abschluss des Moduls Hebraicum, der Besuch eines Ferienkurses Hebräisch in Israel empfohlen. Dafür können die Verbindungen der Johann Wolfgang Goethe-Universität mit ausländischen Universitäten genutzt werden, über die in den Studienfachberatun-gen Auskunft erteilt wird.
§ 9 Lehrveranstaltungsformen; Zugang zu Modulen; Lehrveranstaltungen mit begrenzter Teilnehmerzahl
(Ü) Übungen/Tutorien erlauben den Studierenden Lehrstoffe zu vertiefen und vermitteln spezielle Fertigkeiten durch Bearbeitung und Besprechung exemplarischer Aufgaben.
(K) In Kursen werden systematisch grundlegende Kenntnisse und Fähigkeiten, v.a. Fremdsprachkenntnisse, vermittelt und eingeübt.
(P) Proseminare und (S) Seminare dienen dazu, eine definierte Aufgabenstellung zu bearbeiten und gegebenenfalls die Ergebnisse dieser Arbeit in einem mündlichen Vortrag und/oder einer schriftlichen Ausarbeitung zu präsentieren und zu diskutieren.
(2) Ist der Zugang zu den Lehrveranstaltungen eines Moduls vom erfolgreichen Abschluss anderer Module oder vom Besuch der Studienfachberatung (s. § 11) abhängig, so enthalten die Modulbeschreibungen die notwendigen Festlegungen. Entsprechendes gilt, wenn der Nachweis der Teilnahme bzw. der erfolgreichen Teilnahme an einzelnen Lehrveranstaltungen eines Moduls für den Zugang zu anderen Lehrveranstaltungen des gleichen Moduls erbracht werden muss. Die Überprüfung der Zugangsberechtigung erfolgt durch die Lehrenden der jeweiligen Veranstaltung.
(3) Ist zu erwarten, dass die Zahl der an einer Lehrveranstaltung interessierten Studierenden die Aufnahmefähigkeit der Lehrveranstaltung übersteigt, ist durch den jeweiligen Leiter bzw. die Leiterin der Lehrveranstaltung ein Anmeldeverfahren durchzuführen. Die Anmeldevoraussetzungen und die Anmeldefrist werden im kommentierten Vorlesungsverzeichnis oder auf andere geeignete Weise bekannt gegeben. Übersteigt die Zahl der angemeldeten Studierenden die Aufnahmefähigkeit der Lehrveranstaltung, prüft die Akademische Leitung des Studiengangs auf Antrag des Leiters bzw. der Leiterin der Lehrveranstaltung zunächst, ob eine zusätzliche Lehrveranstaltung oder ein Ferienkurs eingerichtet werden kann. Ist dies aus Kapazitätsgründen nicht möglich, ist es zur Gewährleistung der ordnungsgemäßen Durchführung der Lehrveranstaltung zulässig, nur eine begrenzte Anzahl der angemeldeten Studierenden aufzunehmen. Hierfür ist durch die Akademische Leitung des Studiengangs ein Auswahlverfahren durchzuführen. Die Auswahl erfolgt nach der Notwendigkeit des Besuchs der Lehrveranstaltung im Hinblick auf den Studienfortschritt und, wenn in dieser Hinsicht gleiche Voraussetzungen gegeben sind, nach der Reihenfolge der Anmeldung oder durch Los. Die anzuwendende Alternative legt die Akademische Leitung des Studiengangs fest. Bei Pflichtveranstaltungen muss angemeldeten, aber nicht in die Lehrveranstaltung aufgenommenen Studierenden auf Verlangen eine Bescheinigung hierüber ausgestellt werden.
(4) Die Wählbarkeit von Wahlpflichtmodulen kann bei fehlender Kapazität durch Entscheidung des Studiendekans oder der Studiendekanin eingeschränkt werden. Die Einschränkung ist den Studierenden unverzüglich durch das Dekanat bekannt zu geben. Sobald Studierende ein Wahlpflichtmodul begonnen haben, wird die Durchführung des Moduls sichergestellt.
§ 10 Studiennachweise (Leistungs- und Teilnahmenachweise)
(1) Soweit nach der Modulbeschreibung für einzelne Lehrveranstaltungen des Moduls Leistungs- oder Teilnahmenachweise zu erbringen sind, gelten die nachfolgenden Regelungen.
(5) Die für das Erteilen eines Teilnahmenachweises vorausgesetzte regelmäßige und aktive Teilnahme ist gegeben, wenn die oder der Studierende in allen von der Veranstaltungsleitung im Verlauf eines Semesters angesetzten Einzelveranstaltungen anwesend war und, soweit dies die Lehrveranstaltungsleitung voraussetzt, sich insbesondere mit kleineren Beiträgen und Aufgaben (z.B. Kurzreferat, Lektürebericht) aktiv in den Einzelveranstaltungen beteiligt hat. Die in den Modulbeschreibungen für die aktive Teilnahme enthaltenen Festlegungen bleiben unberührt. Eine regelmäßige Teilnahme wird noch attestiert, wenn der oder die Studierende bis zu 20 % der Einzelveranstaltungen versäumt hat. Bei darüber hinausgehenden Fehlzeiten kann der oder die Lehrende das Erteilen eines Teilnahmenachweises von der Erfüllung weiterer Pflichten abhängig machen.
(6) Die für das Erteilen eines Leistungsnachweises vorausgesetzte regelmäßige und erfolgreiche Teilnahme liegt vor, wenn der oder die Studierende regelmäßig und aktiv an der Lehrveranstaltung teilgenommen hat (Anwesenheit bei mindestens 80 % der Einzelveranstaltungen) und zusätzlich eine durch die Veranstaltungsleitung positiv bewertete individuelle Leistung erbracht wurde. Die Veranstaltungsleitung kann die Bestätigung der erfolgreichen Teilnahme an einer Lehrveranstaltung auch von der Erbringung mehrerer Leistungen abhängig machen. Studienleistungen können insbesondere sein: Referate mit und ohne Vortrag, Klausuren, mündliche Lernkontrollen, Protokolle und Kolloquien. Die Veranstaltungsleitung gibt die genauen Kriterien für die Vergabe des Leistungsnachweises, insbesondere die Anzahl und die Art der hierfür zu erbringenden Leistungen sowie die Frist, innerhalb derer diese erbracht sein müssen, zu Beginn der Lehrveranstaltung bekannt. Die Kriterien dürfen während des laufenden Semesters nicht geändert werden. Im Übrigen gilt für die Studienleistungen § 20 Abs. 1.
§ 11 Studienverlaufsplan; Informationen zum Studium; Studienfachberatung
(1) Ein Studienverlaufsplan (Anhang 2) gibt den Studierenden Hinweise für eine zielgerichtete Gestaltung ihres Studiums.
(2) Auf der Basis des Studienverlaufsplans und der Modulbeschreibungen erstellt die Akademische Leitung des Studiengangs Judaistik für jedes Semester ein kommentiertes Modul- und Veranstaltungsverzeichnis, das rechtzeitig vor Vorlesungsbeginn im Rahmen eines EDV-unterstützten Systems oder in Druckform erscheint.
(3) Die Studierenden haben die Möglichkeit, während des gesamten Studienverlaufs die Studienfachberatung der an der Lehre im Bachelorstudiengang Judaistik beteiligten Institute aufzusuchen. Dort erhalten sie Unterstützung insbesondere in Fragen der Studiengestaltung und bei der Wahl der Module und Lehrveranstaltungen. Die fachbezogene Studienberatung wird in folgenden Fällen empfohlen:
– zu Beginn des ersten Semesters,
– bei Nichtbestehen von Prüfungen und bei gescheiterten Versuchen, erforderliche Leistungsnachweise zu erwerben,
– bei Schwierigkeiten in einzelnen Lehrveranstaltungen,
– bei Studiengangs- bzw. Hochschulwechsel,
– bei Teilzeitstudium
– vor und nach studienbedingten Auslandsaufenthalten.
§ 12 Akademische Leitung und Modulkoordination
(1) Für den Bachelorstudiengang Judaistik setzt der Fachbereich Sprach- und Kulturwissenschaften nach Maßgabe von § 15 der Allgemeinen Bestimmungen für Bachelor- und Masterstudiengänge einen Professor oder eine Professorin als akademische Leitung bzw. Koordinator oder Koordinatorin ein; für die einzelnen Module ernennt der Studiendekan oder die Studiendekanin aus dem Kreis der hauptamtlich Lehrenden einen Modulbeauftragten oder eine Modulbeauftragte.
(2) Der akademische Leiter oder die akademische Leiterin ist zusammen mit den Modulbeauftragten für alle den Studiengang betreffenden inhaltlichen Abstimmungen und organisatorischen Aufgaben verantwortlich, insbesondere: – die Koordination des Lehr- und Prüfungsangebots; – die Erstellung und Aktualisierung von Listen der Prüfenden.
§ 13 Prüfungsamt und gemeinsamer Prüfungsausschuss für die Bachelorprüfungen
(12) Der oder die Vorsitzende des Prüfungsausschusses kann Aufgaben der Prüfungsorganisation an die akademische Leitung des Bachelor- oder Masterstudienganges (§ 12) und an das Prüfungsamt zur selbständigen Erfüllung delegieren.
(13) Die Mitglieder des Prüfungsausschusses haben das Recht, an den Prüfungen teilzunehmen. (14) Die Mitglieder des Prüfungsausschusses und deren Stellvertreter oder Stellvertreterinnen unterliegen der Schweigepflicht. Sie sind von den oder der Vorsitzenden zur Verschwiegenheit zu verpflichten, sofern sie nicht im öffentlichen Dienst stehen.
§ 14 Prüfungsbefugnis; Beisitz bei mündlichen Prüfungen
(1) Zur Abnahme von Hochschulprüfungen befugt sind Mitglieder der Professorengruppe einschließlich Juniorprofessorinnen und Juniorprofessoren, Lehrbeauftragte, die in den Prüfungsfächern Lehrveranstaltungen anbieten, sowie wissenschaftliche Mitglieder, sofern ihnen für das Prüfungsfach ein Lehrauftrag erteilt worden ist (§ 18 Abs. 2 HHG). Honorarprofesorinnen und Honorarprofessoren, Privatdozentinnen und Privatdozenten, außerplanmäßige Professorinnen und Professoren sowie entpflichtete und in den Ruhestand getretene Professorinnen und Professoren können mit ihrer Einwilligung als Prüfer oder Prüferinnen bestellt werden.
(3) Zum Beisitzer oder zur Beisitzerin bei mündlichen Prüfungen dürfen im Rahmen eines Bachelorstudiengangs nur Mitglieder oder Angehörige der Johann Wolfgang Goethe-Universität bestellt werden, die den Bachelorabschluss oder eine vergleichbare oder höherwertige Prüfung abgelegt haben. Die Bestellung des Beisitzers oder der Beisitzerin erfolgt durch den Vorsitzenden oder die Vorsitzende des Prüfungsauschusses. Er oder sie kann die Bestellung an den Prüfer oder die Prüferin delegieren.
Paragraphenteil - IV. Prüfungsvoraussetzungen und -verfahren
Abschnitt IV.: Prüfungsvoraussetzungen und –verfahren
§ 15 Zulassung zur Bachelorprüfung und Entscheidung über die Zulassung
(1) Die Zulassung zur Bachelorprüfung Judaistik im Nebenfach setzt die Immatrikulation im Bachelorstudiengang Judaistik voraus.
(2) Spätestens mit der Meldung zur ersten Prüfungsleistung eines Moduls an der Johann Wolfgang Goethe-Universität hat der oder die Studierende ein vollständig ausgefülltes Anmeldeformular zur Bachelorprüfung beim Prüfungsamt einzureichen. Diesem sind insbesondere beizufügen:
a. eine Erklärung darüber, ob der oder die Studierende bereits eine Abschlussprüfung oder eine Zwischenprüfung im gleichen oder in einem verwandten Studiengang an einer Hochschule endgültig nicht bestanden oder ob er oder sie sich in einem schwebenden Prüfungsverfahren befindet;
c. Nachweis von mindestens „ausreichenden“ Englischkenntnisse nach § 4 Abs. 2;
d. die Nennung des Hauptfachs bzw. den Antrag auf Zulassung des Hauptfachs gemäß § 1 Abs. 2;
e. Die Nennung des Profils. Diese kann bis zum Ende des 4. Fachsemesters geändert werden.
(3) Über die Zulassung entscheidet der oder die Vorsitzende des Prüfungsausschusses. Die Zulassung zur Bachelorprüfung muss versagt werden, wenn a. der oder die Studierende die in Abs. 2 genannten Nachweise nicht erbringt; b. der oder die Studierende die Abschlussprüfung oder eine Zwischenprü-fung im gleichen oder in einem verwandten Studiengang an einer Hochschule endgültig nicht bestanden oder sich in einem solchen in einer noch nicht abgeschlossenen Modulprüfung befindet. Als verwandte Studiengänge gelten Studiengänge, die in einem wesentlichen Teil mit den Modulen und den in ihnen geforderten Prüfungsleistungen übereinstim-men. Über Ausnahmen in besonderen Fällen entscheidet auf Antrag des oder der Studierenden der Prüfungsausschuss.
§ 16 Modulprüfungen, Prüfungsformen
(1) Die Modulprüfung besteht nach Maßgabe der jeweiligen Modulbeschreibung entweder aus einer einzelnen Prüfungsleistung als Abschluss des Moduls (Modulabschlussprüfung) oder aus einer einzelnen veranstaltungsbezogenen Modulprüfung oder aus der Kumulation mehrerer Modulteilprüfungen. Jede Teilprüfung muss für sich bestanden sein.
(2) Modulprüfungen werden nach Maßgabe der Modulbeschreibungen als Klausurarbeiten (§ 23 Abs. 1), mündliche Prüfungen (§ 22) oder schriftliche Hausarbeiten (§ 23 Abs. 5) erbracht, soweit für das betreffende Modul in der Modulbeschreibung in Anhang 1 nichts anderes geregelt ist.
(5) Mündliche Prüfungen können in gegenseitigem Einvernehmen zwischen Prüfer oder Prüferin und dem oder der Studierenden in deutscher Sprache oder in ei-ner Fremdsprache abgenommen werden. (6) Das Ergebnis der Modulprüfung wird durch den Prüfer oder die Prüferin dem Prüfungsamt zugeleitet.
§ 17 Prüfungstermine, Meldefristen und Meldeverfahren
(3) Wiederholungstermine für Studierende, deren Modulprüfungsleistung als „nicht ausreichend“ (5,0) bewertet wurde oder die den Prüfungstermin nach § 18 Absätze 1 und 2 anerkannt versäumt haben, werden in der Regel jeweils kurz vor oder zu Beginn der Vorlesungszeit des folgenden Semesters angesetzt.
(4) Zu jeder Modulprüfung hat sich der oder die Studierende innerhalb der Meldefrist schriftlich anzumelden, unabhängig davon, ob die Modulprüfung in Form einer Modulabschlussprüfung, einer Modulteilprüfung oder einer einzelnen veranstaltungbezogenen Modulprüfung zu absolvieren ist; andernfalls ist die Erbringung der Prüfungsleistung ausgeschlossen. Die Meldung zu den Modulabschlussprüfungen erfolgt beim Prüfungsamt. Die Meldung zu einer Modulteilprüfung oder einer einzelnen veranstaltungsbezogenen Modulprüfung erfolgt bei dem Prüfer oder der Prüferin; er oder sie leitet diese Meldung an das Prüfungsamt weiter. Über eine Nachfrist für die Meldung zu einer Modulabschlussprüfung in begründeten Fällen entscheidet der oder die Vorsitzende des Prüfungsausschusses auf Antrag des oder der Studierenden. Über eine Nachfrist für die Meldung zu einer Modulteilprüfung oder einer einzelnen veranstaltungsbezogenen Modulprüfung in begründeten Fällen entscheidet der Prüfer oder die Prüferin.
(5) Der oder die Studierende kann sich zu einer Modulprüfung nur anmelden, sofern er oder sie zur Bachelorprüfung zugelassen und nicht beurlaubt ist und die betreffende Modulprüfung noch nicht endgültig nicht bestanden hat. Sind diese Voraussetzungen nicht erfüllt, ist die Teilnahme an der Modulprüfung ausgeschlossen. Kann der oder die Studierende zum Zeitpunkt der Meldung zur Modulprüfung die nach der Modulbeschreibung für die Teilnahme an der Prüfung geforderten Prüfungsvorleistungen (Leistungs- oder Teilnahmenachweise) aus von ihm oder ihr nicht zu vertretenden Gründen noch nicht vorlegen, sind diese vor Ablauf des betreffenden Semesters beim Prüfungsamt nachzureichen; geschieht dies nicht, gilt das Modul als noch nicht abgeschlossen.
§ 18 Versäumnis und Rücktritt
§ 20 Täuschung und Ordnungsverstoß
(1) Mit der Note „nicht ausreichend“ (5,0) sind Prüfungsleistungen und Studienleistungen von Studierenden zu bewerten, die bei der Abnahme der Prüfungsleistung oder Studienleistung eine Täuschungshandlung versucht oder begangen haben. Der Versuch einer Täuschung liegt auch dann vor, wenn der oder die Studierende nicht zugelassene Hilfsmittel in den Prüfungsraum mitführt oder eine falsche Erklärung nach § 23 Abs. 6 abgibt. In schwerwiegenden Fällen, insbesondere im Wiederholungsfall, kann der Prüfungsausschuss den Studierenden oder die Studierende von der Erbringung weiterer Prüfungs- und Studienleistungen ausschließen, so dass der Prüfungsanspruch im Studiengang erlischt.
§ 21 Anrechnung von Modulen und Leistungsnachweisen
(1) Bei einem Wechsel von einem modularisierten Studiengang an einer anderen Hochschule werden abgeschlossene Module angerechnet, soweit mindestens Gleichwertigkeit gegeben ist. Gleichwertigkeit von Modulen ist gegeben, wenn sie im Wesentlichen dieselben Lern- und Qualifikationsziele vermitteln. Dabei ist kein schematischer Vergleich, sondern eine Gesamtbetrachtung und Gesamtbewertung von Inhalt, Umfang und Anforderungen vorzunehmen. Studienleistungen und Prüfungsleistungen aus nicht modularisierten Studiengängen an deutschen Hochschulen können als Module des Studiengangs angerechnet werden, wenn mindestens eine Gleichwertigkeit zu diesen gegeben ist.
(4) Als Voraussetzung für die Anrechnung kann eine ergänzende Leistung gefordert werden, insbesondere wenn die bisher erworbenen Kompetenzen in wichtigen Teilbereichen unvollständig sind oder für das Modul im früheren Studiengang eine geringere Anzahl von CP vergeben wurde, als im Studiengang an der Johann Wolfgang Goethe-Universität anzurechnen sind.
(5) Maximal können 40 CP für Prüfungsleistungen von Studiengängen außerhalb der Johann Wolfgang Goethe-Universität anerkannt werden.
(1) Mündliche Prüfungen werden von einem Prüfer oder einer Prüferin in der Gegenwart eines oder einer Beisitzenden als Einzelprüfung oder Gruppenprüfung mit höchstens fünf Studierenden abgehalten. Die Dauer der mündlichen Prüfung soll je Studierenden zwischen 15 und 30 Minuten betragen, soweit in den Modulbeschreibungen in Anhang 1 nichts anderes festgelegt ist.
§ 23 Klausurarbeiten und Hausarbeiten
(2) Die Bearbeitungszeit einer Klausurarbeit beträgt 90 Minuten, soweit dies nicht in den Modulbeschreibungen in Anhang 1 anders geregelt ist.
(3) Das Bewertungsverfahren der Klausuren soll 4 Wochen nicht überschreiten. Die Bewertung ist schriftlich zu begründen.
(5) Eine Hausarbeit ist die selbständige Bearbeitung und angemessene Dokumentation einer fachspezifischen Aufgabenstellung, sie sich auch auf eine zu erstellende Datenbank oder ein Referat beziehen kann. Das Thema sowie die Bearbeitungsfrist der Hausarbeit legt der Prüfer oder die Prüferin in Absprache mit dem oder der Studierenden fest. Der Ausgabezeitpunkt des Themas und die Bearbeitungsdauer sind durch die Prüferin oder den Prüfer zu dokumentieren.
(6) Alle Stellen, Bilder und Zeichnungen der Hausarbeit, die wörtlich oder sinngemäß aus Veröffentlichungen oder aus anderen fremden Quellen entnommen wurden, als solche kenntlich zu machen. Die Hausarbeit ist mit einer Erklärung des Studierenden oder der Studierenden zu versehen, dass sie von ihm oder ihr selbständig und ohne Benutzung anderer als der angegebenen Quellen und Hilfsmittel verfasst wurde. Ferner ist zu erklären, dass die Arbeit noch nicht, auch nicht auszugsweise, in einem anderen Studiengang als Prüfungsleistung verwendet wurde. Die Hausarbeit ist nach Absprache mit dem Prüfer oder der Prüferin in einfacher Ausfertigung einzureichen und der Abgabezeitpunkt ist durch die Prüferin oder den Prüfer zu dokumentieren.
(7) Beurteilung und Benotung der Hausarbeit obliegen der die Lehrveranstaltung durchführenden Person. Das Bewertungsverfahren soll 4 Wochen nicht überschreiten. Die schriftlich begründete Benotung wird zu den Prüfungsakten genommen. Abs. 4 gilt für Hausarbeiten entsprechend.
Paragraphenteil - V. Bewertung der Prüfungsleistungen, Gesamturteil bei bestandener Prüfung
Abschnitt V: Bewertung der Prüfungsleistungen, Gesamturteil bei bestandener Prüfung
§ 25 – Gesamtnote der Bachelorprüfung im Nebenfach
(2) Besteht eine Modulprüfung aus mehreren Modulteilprüfungen, so errechnet sich die Note für das Modul als Durchschnitt der Noten der einzelnen Teilprü-fungen, sofern die Modulbeschreibung keine abweichende Regelung trifft. Dabei wird nur die erste Dezimalstelle hinter dem Komma berücksichtigt; alle weiteren Stellen werden ohne Rundung gestrichen.
§ 25 Gesamtnote der Bachelorprüfung im Nebenfach
Sind sämtliche Modulprüfungen nach Maßgabe des Anhangs 1 bestanden, so wird für das Nebenfach Judaistik durch das Prüfungsamt eine Gesamtnote gebildet. Diese ist das arithmetische Mittel aus den Modulnoten gemäß § 24 Abs. 1 und Abs. 2. Im übri-gen gilt § 24 Abs. 2 entsprechend.
Paragraphenteil - VI. Nichtbestehen und Wiederholung von Prüfungen; Nichtbestehen der Bachelorprüfung
Abschnitt VI.: Nichtbestehen und Wiederholung von Prüfungen; Nichtbestehen der Bachelorprüfung
§ 27 – Engültiges Nicht-Bestehen oder Abbruch der Bachelorprüfung im Nebenfach
§ 26 Nichtbestehen und Wiederholung von Prüfungen; Wiederholungsfristen
(1) Prüfungen, die mit „nicht ausreichend“ (5,0) bewertet wurden oder nach § 18 Abs. 1 oder § 20 als mit „nicht ausreichend“ (5,0) bewertet gelten, sind nicht bestanden.
(2) Nicht bestandene Modulprüfungen können einmal wiederholt werden; lediglich eine nicht bestandene Modulprüfung kann zweimal wiederholt werden. Mit der Meldung zur Modulprüfung gilt der oder die Studierende auch für die ein-malige Wiederholung der Prüfung als angemeldet. Vor der Wiederholung kön-nen dem oder der Studierenden vom Prüfungsausschuss Auflagen erteilt werden. Bei Nicht-Bestehen der letztmöglichen Wiederholung der Modulprüfung erfolgt die Exmatrikulation.
(3) Wiederholungsprüfungen sollen kurz vor oder zu Beginn des auf den erfolglosen Prüfungsversuch folgenden Semesters stattfinden. In besonders begründeten Ausnahmefällen kann der oder die Vorsitzende des Prüfungsausschusses auf unverzüglich nach Bekanntgabe des Prüfungsergebnisses gestellten Antrag des oder der Studierenden eine spätere Wiederholung der Modulprüfung gestatten und hierfür einen Termin setzen. Bei der Bekanntgabe der Noten für die Modulprüfungen sind die Wiederholungstermine ebenfalls bekannt zu geben. Wird der Wiederholungstermin versäumt, erlischt der Prüfungsanspruch, es sei denn, der oder die Studierende hat das Versäumnis nicht zu vertreten. § 18 Abs. 1 und 2 finden entsprechende Anwendung. Bei nicht zu vertretendem Versäumen des Wiederholungstermins setzt der oder die Vorsitzende des Prüfungsausschusses nach Wegfall der Gründe für das Säumnis den Termin für die Wiederholung der Prüfung fest.
§ 27 Endgültiges Nicht-Bestehen oder Abbruch der Bachelorprüfung im nebenfach
a. eine Prüfungsleistung in ihrer letztmaligen Wiederholung mit „nicht ausreichend“ (5,0) bewertet wurde oder nach §§ 18 oder 20 als mit „nicht ausreichend“ (5,0) bewertet gilt;
b. Der Prüfungsanspruch wegen Überschreitens der Wiederholungsfristen erloschen ist.
(2) Ist die Bachelorprüfung endgültig nicht bestanden, so stellt das Prüfungsamt einen Bescheid mit Angaben aller Prüfungsleistungen und den Gründen für das Nichtbestehen der Bachelorprüfung aus. Der Bescheid ist mit einer Rechtsbehelfsbelehrung zu versehen und dem oder der Studierenden bekannt zu geben.
(3) Hat ein Studierender oder eine Studierende die Bachelorprüfung begonnen, aber noch nicht abgeschlossen, so wird ihm oder ihr auf Antrag und gegen Vorlage der entsprechenden Nachweise sowie der Exmatrikulationsbescheinigung oder des Nachweises des Studiengangwechsels eine Bescheinigung ausgestellt, welche die erbrachten Prüfungsleistungen und deren Noten sowie die noch fehlenden Prüfungsleistungen enthält und erkennen lässt, dass die Bachelorprüfung nicht bestanden ist.
Paragraphenteil - VII. Ungültigkeit der Bachelorprüfung; Prüfungsakten; Einsprüche und Widersprüche; Prüfungsgebühren
Abschnitt VII. Ungültigkeit der Bachelorprüfung; Prüfungsakten; Einsprüche und Widersprüche; Prüfungsgebühren
§ 28 Ungültigkeit von Prüfungen
(1) Hat der oder die Studierende bei einer Prüfungsleistung getäuscht und wird diese Tatsache erst nach Aushändigung des Zeugnisses bekannt, so muss der Prüfungsausschuss nachträglich die betreffenden Noten entsprechend berichtigen und die Bachelorprüfung für „nicht bestanden“ (5,0) erklären.
(2) Waren die Voraussetzungen für die Ablegung einer Prüfungsleistung nicht erfüllt, ohne dass der oder die Studierende hierüber täuschen wollte, und wurde diese Tatsache erst nach Aushändigung des Zeugnisses bekannt, so wird dieser Mangel durch das Bestehen der Prüfung behoben. Hat der oder die Studierende vorsätzlich zu Unrecht erwirkt, dass er oder sie die Modulprüfung ablegen konnte, so kann die Modulprüfung für „nicht ausreichend“ (5,0) und die Bachelorprüfung insgesamt für „nicht bestanden“ erklärt werden.
(4) Das unrichtige Prüfungszeugnis ist einzuziehen und gegebenenfalls ein neues zu erteilen. Mit dem unrichtigen Zeugnis sind auch das Diploma Supplement und die Urkunde einzuziehen. Wird die Bachelorprüfung für „nicht bestanden“ erklärt, ist der verliehene Grad abzuerkennen. Eine Entscheidung nach Abs. 1 und Abs. 2 Satz 2 ist nach einer Frist von fünf Jahren ab dem Datum des Zeugnisses ausgeschlossen.
§ 29 Einsicht in die Prüfungsakten; Aufbewahrungsfristen
(1) Nach jeder Modulprüfung und nach Abschluss des gesamten Verfahrens wird der oder dem Studierenden auf Antrag Einsicht in die ihr oder sie betreffenden Prüfungsakten gewährt. Der Antrag ist bei dem oder der Vorsitzenden des Prüfungsausschusses zu stellen. Der oder die Vorsitzende bestimmt Ort und Zeit der Einsichtnahme.
(2) Die Prüfungsakten sind von den Prüfungsämtern zu führen. Maßgeblich für die Aufbewahrungsfristen von Prüfungsunterlagen ist § 23 der Hessischen Immatrikulationsverordnung (HImmaVO).
§ 30 Einsprüche und Widersprüche
§ 31 Wechsel in Bachelorstudiengänge; Übergangsbestimmungen
(1) Zum Zeitpunkt des In-Kraft-Tretens dieser Ordnung treten die in der in der jeweils gültigen Fassung enthaltenen fachspezifischen Bestimmungen für das Magisternebenfach Judaistik außer Kraft.
(2) Studierende, die ihr Studium in dem Magisternebenfach Judaistik vor In-Kraft-Treten dieser Ordnung begonnen haben, können das Studium nach der „Ordnung zur Erlangung des akademischen Grades eines Magister Artium/einer Magistra Artium an der Johann Wolfgang Goethe-Universität vom 7. Juni 1995 fortsetzen. Sie müssen die Magisterprüfung in diesem Studiengang bis spätestens zum 30.9.2016 (Regelstudienzeit + 6 Semester) abgelegt haben. Danach werden in diesem Studiengang keine Prüfungen mehr durchgeführt. Teilzeitstudierende müssen ihre Studien- und Prüfungsplanung auf den in Satz 2 genannten Termin ausrichten. Über darüber hinausgehende Härtefälle entscheidet der Prüfungsausschuss.
(3) Studierende des Magisterstudiengangs im Nebenfach Judaistik können in den Bachelorstudiengang Judaistik im Nebenfach wechseln. Äquivalente Studien- und Prüfungsleistungen werden nach § 21 anerkannt.
Diese Ordnung tritt am Tage nach ihrer Bekanntgabe im UniReport der Johann Wolfgang Goethe-Universität in Kraft.
Zeichen und Abkürzungen * = je nach Lehrangebot
KVV = kommentiertes Vorlesungsverzeichnis
Mit einem + gekennzeichneten Zusatz zu den CP-Angaben in den Modulbeschreibungen betreffen den für die Modulprüfungen erforderlichen Aufwand. Die Workloadberechnung summiert Präsenzzeiten, Vor- und Nachbereitungszeiten sowie den Zeitaufwand für Prüfungen je Lehrveranstaltung.
Ju-B1: Einführung in Geschichte und Kultur des Judentums
Dieses Modul vermittelt eine allgemeine Einführung in unterschiedliche kulturelle Ausformungen des Judentums in verschiedenen geographischen Räumen, Ländern und Epochen, auch in Hinblick auf seine Stellung im jeweiligen kulturellen und gesellschaftlichen Umfeld. Es bietet zugleich einen ersten Einblick in interdisziplinäre Zusammenhänge und Methodenfragen des Faches Judaistik, in die Vielfalt der Quellen sowie einführende Sekundärliteratur und Themenbereiche der Forschung. Des weiteren können Anfänge und Entwicklung des Faches in wissenschaftshistorischer wie auch wissenschaftstheoretischer Hinsicht thematisiert werden. In der Übung wird eine erste Einführung in die Benutzung unterschiedlicher judaistischer Hilfsmittel, einschließlich Internetrecherche, gegeben.
Die Studierenden sollen Einblicke in Inhalte, Fragestellungen sowie das methodische Instrumentarium der Judaistik erhalten.
Lehrveranstaltungen für dieses Modul finden in der Regel jedes Semester statt. Das Modul erstreckt sich über zwei Semester.
Modulabschlussprüfung: Klausur (90 Min.).
Lehrveranstaltung Typ SWS Semester/ Workload in CP
Ju-B1.1 Einführung in die Judaistik V 2 3
Ju-B1.2 Grundlagen der Judaistik Ü 1 2
Ju-B2: Hebraicum
Pflichtmodul – 20 CP
In dem Modul werden die Grundlagen der hebräischen Sprache vermittelt, beginnend mit einer kurzen sprachgeschichtlichen Einführung. Es besteht aus einer biblisch hebräischen Komponente mit narrativen Bibeltexten, sowohl in der früheren unvokalisierten Form, die auch in der klassisch-rabbinischen Literatur verwendet wird, als auch in der späteren vokalisierten Form, die z.B. die Basis der mittelalterlichen jüdischen Bibelauslegung ist. Die zweite Komponente besteht aus leichten neuhebräischen unvokalisierten Texten. Die Studierenden sollen mit der Benutzung von hebräischen Grammatiken und Wörterbüchern vertraut gemacht werden, mit deren Hilfe sie die Lektüre und Übersetzung einfacher Texte bewältigen sollen. Lehrmaterial, eine Online Grammatik, Hörverständnis- und Grammatikübungen sind über die Lernplattform WebCT zugänglich. In der Grammatik werden vor allem Phonologie und Morphologie, in geringerem Maß Syntax behandelt.
Die Studierenden sollen befähigt werden, die Grundlagen der hebräischen Grammatik zu bewältigen und einfache hebräische Texte zu verstehen.
Das Modul beginnt jedes Wintersemester und erstreckt sich über zwei Semester.
Leistungsnachweis: Klausur (90 Min.) bei Ju-B2.1.
Modulabschlussprüfung: Klausur (240 Min.) und mündliche Prüfung (30 Min.).
Ju-B2.1 Hebräisch I K 6 8
Ju-B2.2 Hebräisch II K 6 12
Ju-B3A: Neuhebräisch
Die in Ju-B2 erworbenen passiven Hebräischkenntnisse sollen ausgeweitet werden auf mittelschwere neuhebräische Texte (Zeitung und wissenschaftliche Sekundärliteratur). Anhand der Texte wird die Syntax eingehend behandelt.
Die Studierenden sollen befähigt werden, neuhebräische Texte selbständig mit den dazu geeigneten Hilfsmitteln zu bewältigen.
Erfolgreiche Absolvierung des Moduls Ju-B2.
Leistungsnachweis: Klausur (90 Min.) bei Ju-B3.1A.
Einzelne veranstaltungsbezogene Modulprüfung bei Ju-B3.2A: Klausur (90 Min.).
Ju-B3.1A Neuhebräische Lektüre I (Hebräische Zeitungslektüre) Ü 2 3
Ju-B3.2A Neuhebräische Lektüre II (Hebräische wissenschaftliche Sekundärliteratur) Ü 2 3
Ju-B4: Sprache und Literatur der jüdischen Antike
Neben einer Einführung in das kulturelle Umfeld der Bibel, sollen die in Modul Ju-B2 erworbenen Grundlagen des biblischen Hebräisch vertieft werden, um auch sprachlich anspruchsvollere Bibeltexte, etwa aus den Prophetenbüchern, zu bewältigen. Des weiteren werden die synagogale Verwendung biblischer Texte und jüdische Auslegungstraditionen berücksichtigt. Auf der Grundlage der Hebräischkenntnisse sollen die Anfangsgründe der aramäischen Sprache erlernt werden.
Die Studierenden sollen befähigt werden, biblische und aramäische Texte selbständig mit den dazu geeigneten Hilfsmitteln zu bewältigen.
Leistungsnachweis Klausur (90 Min.) bei Ju-B4.1.
Einzelne veranstaltungsbezogene Modulprüfung bei Ju-B4.2: Klausur (90 Min.).
Ju-B4.1 Hebräische Bibellektüre Ü 2 3
Ju-B4.2 Einführung in aramäische Texte Ü 2 4
Ju-B5: Sprache und Kultur des rabbinischen Judentums
Das Modul besteht aus einer allgemeinen Einführung in Entstehung, Gedankenwelt, gesellschaftliche und religiöse Entwicklungen des rabbinischen Judentums im Kontext der griechisch-römischen Antike. Anhand ausgewählter Texte der rabbinischen Traditionsliteratur sollen die Studierenden das rabbinische Hebräisch einüben, sich mit den Argumentations- und Denkstrukturen unterschiedlicher literarischer Gattungen vertraut machen und einen Einblick in spezifische Methoden- und Forschungsprobleme dieser Literatur sowie anderer Fragenstellungen der Epoche erhalten.
Die Studierenden sollen befähigt werden, früh-rabbinische Texte auf dem Hintergrund des aktuellen Forschungsstandes mit den dazu geeigneten Hilfsmitteln zu bewältigen.
Erfolgreiche Absolvierung der Module Ju-B1 und Ju-B2.
Leistungsnachweis: Klausur bei Ju-B5.1
Einzelne veranstaltungsbezogene Modulprüfung bei Ju-B5.2: Klausur (90 Min.).
Ju-B5.1 Früh-rabbinische Texte I V/Ü* 2 4
Ju-B5.2 Früh-rabbinische Texte II V/Ü* 2 4
Ju- B7: Antikes/Mittelalterliches Judentum
Themen deren Wurzeln in der Antike liegen, z.B. die jüdisch-europäischen Auslegungstraditionen der hebräischen Bibel, ethische Literatur oder religiöse Poesie sollen Teil des Moduls sein. Dabei wird das kulturelle Umfeld des Themas und eventuell eine spezifische Ausprägung und/oder ein bestimmter Wandlungsprozess berücksichtigt werden.
Die Studierenden sollen befähigt werden, anhand exemplarischer Quellen, die für diese Epoche spezifischen Forschungsprobleme unter Einbeziehung der Sekundärliteratur selbständig zu bearbeiten. Schriftliche und eventuell mündliche Präsentation von Forschungsergebnissen.
Erfolgreiche Absolvierung der Module Ju-B1, Ju-B2 und Ju-B5.1.
Leistungsnachweis bei Modulprüfung (b): Referat (ca. 45 Min.). Teilnahmenachweis für die nicht geprüfte Lehrveranstaltung.
Eine einzelne veranstaltungsbezogene Modulprüfung wahlweise zu einer der beiden Lehrveranstaltungen: (a) Hausarbeit (ca. 24.000 Zeichen) oder (b), sofern die Hausarbeit auf dem Referat (Studienleistung) aufbaut, Hausarbeit (ca. 18.000 Zeichen).
Ju-B7.1 Antikes/Mittelalt. Judent. I V/P/Ü* 2 3(+2)
Ju-B7.2 Antikes/Mittelalt. Judent. II V/P/Ü* 2 3(+2)
Es ist ein Wahlpflichtmodul im Umfang von 6 CP aus der Wahlpflichtmodulgruppe zu erbringen. Für die Wählbarkeit von Wahlpflichtmodulen gilt § 9,4 der Bachelorordnung Judaistik im Nebenfach.
Liste der Wahlpflichtmodulgruppe:
Ju-B6 Einführung in die Geschichte des europäischen Judentums (6 CP)
Ju-B11.2 Jiddisch (6 CP)
Ju-B11.3 Jüdisch-Spanisch (6 CP)
Ju-B11.5 Jüdische Religionsphilosophie I (6 CP)
Ju-B6: Einführung in die Geschichte des europäischen Judentums
Das Modul besteht aus einer allgemeinen Einführung in die Geschichte des europäischen Judentums in den verschiedenen geographischen Räumen, Ländern und Epochen. Das einschlägige Quellenmaterial soll im Kontext der spezifischen historischen Hintergründe und Zusammenhänge analysiert werden.
Die Studierenden sollen befähigt werden, spezifische Themen in den entsprechenden historischen Kontext zu stellen.
Teilnahmenachweis für Ju-B6.1.
Einzelne veranstaltungsbezogene Modulprüfung bei Ju-B6.1: Klausur (90 Min.).
Ju-B6.1 Einführung in die Geschichte des europäischen Judentums I V/P/Ü* 2 3
Ju-B6.2 Einführung in die Geschichte des europäischen Judentums II V/P/Ü* 2 3
Ju-B11.2: Jiddisch
Das Modul vermittelt eine Einführung in die jiddische Sprache. Anhand von Lehrbüchern, ausgewählten Texten unterschiedlicher Gattungen und gegebenenfalls zusätzlichen Medien sollen Grammatik sowie aktive und passive Kenntnisse in Wort und Schrift angeeignet werden. Zugleich wird ein Einblick in das kulturelle Umfeld des aschkenasischen Judentums gegeben..
Die Studierenden sollen befähigt werden, selbständig leichte jiddische Texte zu bearbeiten und in ihrem kulturellen Umfeld zu verorten. Sprachkompetenz. Umgang mit Hilfsmitteln.
Teilnahmenachweis für Ju-B11.2.1.
Ju-B11.2.1 Jiddisch I Ü 2 3
Ju-B11.2.2 Jiddisch II Ü 2 3
Ju-B11.3: Jüdisch-Spanisch
Das Modul vermittelt eine Einführung in die jüdisch-spanische Sprache. Anhand von Texten unterschiedlicher Gattungen aus verschiedenen Epochen und weiteren Medien (Tonträger, Video, Filmsequenzen) soll, neben dem Erlernen der Sprache, in die Vielfalt der sefardischen Kultur eingeführt werden.
Die Studierenden sollen befähigt werden, selbständig leichte jüdisch-spanische Texte zu bearbeiten und in ihrem kulturellen Umfeld zu verorten. Sprachkompetenz. Umgang mit Hilfsmitteln.
Teilnahmenachweis für Ju-B11.3.1.
Ju-B11.3.1 Jüdisch-Spanisch I Ü 2 3
Ju-B11.3.2 Jüdisch-Spanisch II Ü 2 3
Ju-B11.5: Jüdische Religionsphilosophie
Das Modul dient der Wahrnehmung von Lehrveranstaltungen zur jüdischen Religionsphilosophie und speist sich aus zwei Lehrveranstaltungen (Vorlesungen und Proseminaren, je nach Lehrangebot), die im Rahmen der Martin-Buber-Professur für jüdische Religionsphilosophie am FB6 angeboten werden. Die Teilnahme an den Veranstaltungen geschieht in Absprache mit dem/der InhaberIn der Professur und der akademischen Leitung des Bachelorstudiengangs Judaistik.
Die Studierenden sollen Einblicke in Inhalte, Fragestellungen sowie das methodische Instrumentarium der jüdischen Religionsphilosophie erhalten (Interdisziplinarität).
Eine einzelne veranstaltungsbezogene Modulprüfung wahlweise zu einer der beiden Lehrveranstaltungen: (a) Hausarbeit (ca. 22.000 Zeichen) oder (b), sofern die Hausarbeit auf dem Referat (Studienleistung) aufbaut, Hausarbeit (ca. 14.000 Zeichen).
siehe KVV. Der Abschluss des Moduls wird durch den Modulbeauftragten bestätigt.
Ju-B11.5.1 Jüd. Religionsphil. IA V/P/Ü* 2 3
Ju-B11.5.2 Jüd. Religionsphil. IB V/P/Ü* 2 3
Ju-B3: Neuhebräisch
Die in Ju-B2 erworbenen passiven Hebräischkenntnisse sollen ausgeweitet werden auf mittelschwere neuhebräische Texte (Zeitung und wissenschaftliche Sekundärliteratur). Anhand der Texte wird die Syntax eingehend behandelt. Aufbauend auf die passiven Hebräischkenntnisse, wird die Sprache verstärkt als aktive Sprache vermittelt, z.B. mittels Konversationsübungen und Videokursen.
Die Studierenden sollen befähigt werden, neuhebräische Texte selbständig mit den dazu geeigneten Hilfsmitteln zu bewältigen und sich in einfachem Hebräisch verständlich auszudrücken.
Leistungsnachweis: Klausur (90 Min.) bei Ju-B3.1. Teilnahmenachweis für Ju-B3.2.
Einzelne veranstaltungsbezogene Modulprüfung bei Ju-B3.3: Klausur (90 Min.).
Ju-B3.1 Neuhebräische Lektüre I (Hebräische Zeitungslektüre) Ü 2 3
Ju-B3.2 Neuhebräische Sprachpraxis Ü 1 1
Ju-B3.3 Neuhebräische Lektüre II (Hebräische wissenschaftliche Sekundärliteratur) Ü 2 3
Das Modul besteht aus einer allgemeinen Einführung in Entstehung, Gedankenwelt, gesellschaftliche und religiöse Entwicklungen des rabbinischen Judentums im Kontext der griechisch-römischen Antike. Anhand ausgewählter Texte der rabbinischen Traditionsliteratur sollen die Studierenden das rabbinische Hebräisch einüben, sich mit den Argumentations- und Denkstrukturen unterschiedlicher literarischer Gattungen vertraut machen und einen Einblick in spezifische Methoden- und Forschungsprobleme dieser Literatur sowie anderer Fragenstellungen der Epoche, erhalten. Da das Judentum bis in die Gegenwart wesentlich durch das rabbinische Judentum der Antike und des Frühen Mittelalters geprägt wurde und auch das sog. säkulare Judentum der Moderne immer stärker an deren Traditionen und Werten anknüpft und sich diese anzuverwandeln sucht, ist die Kenntnis dieser Epoche von grundlegender Bedeutung.
Leistungsnachweis: Klausur bei Ju-B5.1B
Einzelne veranstaltungsbezogene Modulprüfung bei Ju-B5.2B: Klausur (90 Min.).
Ju-B5.1B Früh-rabbinische Texte I V/Ü* 2 4
Ju-B5.2B Früh-rabbinische Texte II V/Ü* 2 4
Ju-B8B: Mittelalterliches/Neuzeitliches Judentum
Drei Lehrveranstaltungen aus den Epochen Mittelalter und Neuzeit sollen Einblicke in Geschichte und Kultur der jeweiligen Epoche oder auch in epochenübergreifende Zusammenhänge vermitteln. Anhand von ausgewählten Textgattungen (z.B. liturgische Dichtung, philosophische Texte, Prosa und Poesie aus Israel) werden spezifische Fragestellungen, Forschungsprobleme und das kulturelle und soziale Umfeld, wie etwa das mittelalterliche aschkenasische oder sefardische Judentum, aber auch die heutige israelische Gesellschaft mit ihrer ethnischen Vielfalt, behandelt. Gegebenenfalls können Handschriften, Bildmaterial, Filmsequenzen, Video u.ä. herangezogen werden.
Die Studierenden sollen befähigt werden, die spezifischen Fragestellungen anhand exemplarischer Quellen selbständig zu bearbeiten. Schriftliche und eventuell mündliche Präsentation von Forschungsergebnissen.
Erfolgreiche Absolvierung der Module Ju-B1, Ju-B2 und Ju-B3.
Leistungsnachweis bei Modulprüfung (b): Referat (ca. 45 Min.); Leistungsnachweis Referat (ca. 45 Min.) zu JuB8.2B. Teilnahmenachweis für die nicht geprüfte Lehrveranstaltung.
Eine einzelne veranstaltungsbezogene Modulprüfung wahlweise zu Ju-B8.1B oder Ju-B8.3B: (a) Hausarbeit (ca. 24.000 Zeichen) oder (b), sofern die Hausarbeit auf dem Referat (Studienleistung) aufbaut, Hausarbeit (ca. 18.000 Zeichen).
Ju-B8.1B Mittelalt./Neuzeitl. Judent. I V/P/Ü* 2 3(+2)
Ju-B8.2B Mittelalt./Neuzeitl. Judent.II V/P/Ü* 2 4
Ju-B8.3B Mittelalt./Neuzeitl. Judent. III V/P/Ü* 2 3(+2)
Ju-B9: Neuzeitliches Judentum
Die Lehrveranstaltungen dieses Moduls thematisieren anhand von neuzeitlichen bzw. zeitgenössischen Quellen wesentliche Aspekte des modernen Judentums. Dabei sollen unterschiedliche geografische und thematische Schwerpunkte, wie die Wandlungen vom mittelalterlichen zum modernen Judentum in Europa, die Entstehung des amerikanischen Judentums oder religiöse und politische Umbrüche in Israel zum Tragen kommen und das jeweilige themenspezifische Quellenmaterial, einschließlich moderner Medien, methodisch reflektiert bearbeitet werden.
Die Studierenden sollen befähigt werden, ein spezifisches Thema, das in dem Modul behandelt wurde, selbständig zu bearbeiten. Schriftliche und eventuell mündliche Präsentation von Forschungsergebnissen.
Leistungsnachweis bei Modulprüfung (b): Referat (45 Min.). Teilnahmenachweis für die nicht geprüfte Lehrveranstaltung.
Ju-B9.1 Neuzeitliches Judentum I P/S/Ü* 2 3(+2)
Ju-B9.2 Neuzeitliches Judentum II P/S/Ü* 2 3(+2)
Modul Pflicht/WP Typ Lehrveranstaltung SWS CP
Ju-B1 Pflicht V Ju-B1.1 Einführung Judaistik 2 3
Ju-B2 Pflicht K Ju-B2.1 Hebräisch I 6 8
Ju-B1 Pflicht Ü Ju-B1.2 Grundlagen Judaistik 1 2
Ju-B2 Pflicht K Ju-B2.2 Hebräisch II 6 12
Ju-B3A Pflicht Ü Ju-B3.1 Neuhebr. Lekt. I 2 3
Ju-B4 Pflicht Ü Ju-B4.1 Hebr. Bibellekt. 2 3
Ju-B5 Pflicht V/Ü Ju-B5.1 Früh-Rabbinisch I 2 4
Ju-B3A Pflicht Ü Ju-B3.3 Neuhebr. Lekt. II 2 3
Ju-B4 Pflicht Ü Ju-B4.2 Aramäisch 2 4
Ju-B5 Pflicht V/Ü Ju-B5.2 Früh-Rabbinisch II 2 4
Ju-B7 Pflicht V/P/Ü Ju-B7.1 Antike/Mittelalter I 2 3
Ju-B6 Wahlpflicht V/P/Ü Ju-B6.1 Europ. Judentum I 2 3
Ju-B7 Pflicht P/S/Ü Ju-B7.2 Antike/Mittelalter II 2 5
Ju-B6 Wahlpflicht V/P/Ü Ju-B6.2 Europ. Judentum II 2 3
Ju-B3 Pflicht Ü Ju-B3.1 Neuhebr. Lekt. I 2 3
Ju-B3 Pflicht Ü Ju-B3.2 Sprachpraxis 1 1
Ju-B3 Pflicht Ü Ju-B3.3 Neuhebr. Lektüre II 2 3
Ju-B8B Pflicht V/P/Ü Ju-B8.1B Mittelalter/Neuzeit I 2 3
Ju-B8B Pflicht P/Ü Ju-B8.2B Mittelalter/Neuzeit II 2 4
Ju-B9 Pflicht P/S/Ü Ju-B9.1 Neuzeit I 2 3
Ju-B8B Pflicht V/P/Ü Ju-B8.3B Mittelalter/Neuzeit III 2 5
Ju-B9 Pflicht P/S/Ü Ju-B9.2 Neuzeit II 2 5
Judaistik (NF), Bachelor (ab WS 2010/11)*

References: § 2

§ 4

§ 5

§ 6

§ 7

§ 8

§ 9

§ 10

§ 11

§ 12

§ 13

§ 14

§ 15

§ 16

§ 17

§ 18

§ 19

§ 20

§ 21

§ 22

§ 23

§ 24

§ 25

§ 26

§ 27

§ 28

§ 29

§ 30

§ 31

§ 32

§ 2
 § 57

§ 5

§ 6

§ 7

§ 8

§ 9
 § 11

§ 10
 § 20

§ 11

§ 12
 § 15

§ 13

§ 14

§ 15
 § 4
 § 1

§ 16

§ 17
 § 18

§ 18

§ 20
 § 23

§ 21

§ 23

§ 25

§ 25
 § 24
 § 24

§ 27

§ 26
 § 18
 § 20
 § 18

§ 27

§ 28

§ 29
 § 23

§ 30

§ 31
 § 21
 § 9