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Timestamp: 2020-08-08 21:41:45+00:00

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Rechtsprechung: MDR 1996, 54 - dejure.org
Weitere Entscheidung unten: OLG Oldenburg, 27.06.1995
https://dejure.org/1995,2649
BGH, 16.10.1995 - II ZR 120/94 (https://dejure.org/1995,2649)
BGH, Entscheidung vom 16.10.1995 - II ZR 120/94 (https://dejure.org/1995,2649)
BGH, Entscheidung vom 16. Januar 1995 - II ZR 120/94 (https://dejure.org/1995,2649)
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Verschiffung von Stückgut - Vereinbarung des Reisetermins - Verweigerung durch Befrachter - Auftragsentziehung
ADSp § 21; HGB § 580, § 588
NJW-RR 1996, 155
MDR 1996, 54
VersR 1996, 481
WM 1996, 124
Nummer 16.3 ADSp n.F. gilt - wie schon § 21 Satz 1 ADSp a.F. (vgl. Sen.Urt. v. 16. Oktober 1995 - II ZR 120/94, WM 1996, 194, 195) auch für Seefrachtverträge.
Es verbleibt somit bei der Anwendbarkeit der ADSp auch im Seefrachtgeschäft (so für § 21 ADSp a.F. ausdrücklich Sen.Urt. v. 16. Oktober 1995 - II ZR 120/94, WM 1996, 124, 125 m.w.N.;… s.a. Sen.Urt. v. 2. Dezember 1991 - II ZR 274/90, WM 1992, 612, 613).
Nur dann, wenn - was hier indes nicht in Betracht kommt - der Verfrachter die Reise wegen der Kündigung oder Nichtanlieferung der Güter durch den Stückgut-Befrachter ausnahmsweise nicht ausführt, ist auch beim Stückgut-Vertrag § 580 Abs. 1 HGB entsprechend anzuwenden (Sen. in BGHZ 109, 345, 350 ff.; Urt. v. 16. Oktober 1995 - II ZR 120/94, NJW-RR 1996, 155).
Im übrigen erfassen die ADSp auch Frachtgeschäfte des Spediteurs (§ 2 Buchst. a ADSp) und sind auch bei der Spedition zu festen Kosten nach § 413 Abs. 1 HGB anwendbar (BGH, TranspR 1996, 28), wie sie auch zwischen der Kl. und der Firma V. vereinbart worden ist.
https://dejure.org/1995,4040
OLG Oldenburg, 27.06.1995 - 5 U 30/95 (https://dejure.org/1995,4040)
OLG Oldenburg, Entscheidung vom 27.06.1995 - 5 U 30/95 (https://dejure.org/1995,4040)
OLG Oldenburg, Entscheidung vom 27. Juni 1995 - 5 U 30/95 (https://dejure.org/1995,4040)
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Schmerzensgeld; Bemessung; Zerstörung der Persönlichkeit; Tod
Schmerzensgeld bei weitergehender Zerstörung der Persönlichkeit
NJW-RR 1996, 215
Das Gericht hat die erörterte neuere BGH-Rechtsprechung auf diesen Fall angewandt und bei der Bemessung des zuerkannten Betrages (35.000,00 DM) wesentlich auch auf die Dauer der Verletzungsphase abgestellt (VersR 96, 726).
Entgegen der Auffassung der Kläger war bei der Schmerzensgeldbemessung zu berücksichtigen, daß Dr. L. die schweren Gesundheitsschäden lediglich rund 21 Monate ertrage mußten; es war auch nicht - sozusagen als Ausgleich hierfür - schmerzensgelderhöhend zu berücksichtigen, daß das Leben Dr. L. durch den Unfall frühzeitig beendet worden ist (ebenso Jaeger VersR 96, 1177, 1182; OLG Hamm NZV 97, 233, 234; OLG Oldenburg VersR 96, 726, 727; vgl. insoweit auch OLG Düsseldorf VersR 96, 985 und OLG Stuttgart VersR 94, 736, 737: Nach OLG Düsseldorf gibt es bei lediglich kurzzeitigem Überleben von einigen Stunden gar kein, nach OLG Stuttgart lediglich ein symbolisches Schmerzensgeld;… ablehnend insoweit allerdings OLG Hamm und OLG Oldenburg a.a.O.; a.A. dagegen - die zeitliche Dauer der Verletzungsphase als weitgehend unerheblich ansehend - OLG München OLGR 96, 111):.
Bemessungsgrundlage sind auf Seiten des Verletzten insbesondere das Maß der Lebensbeeinträchtigung, Umfang und Dauer der Beeinträchtigung (OLG Oldenburg NJW-RR 1996, 215), Heftigkeit der Schmerzen und die Fraglichkeit der endgültigen Heilung.
Daneben sind der Grad des Verschuldens des Verpflichteten und eines etwaigen Mitverschuldens des Verletzten, die wirtschaftlichen Verhältnisse beider Teile sowie das Bestehen einer eintrittspflichtigen Haftpflichtversicherung von Belang (grundlegend BGH GrZS 18, 149 ff; BGH NJW 1993, 1531; OLG Oldenburg MDR 1996, 54; OLG Frankfurt VersR 1990, 1287).
Bemessungsgrundlage sind auf Seiten des Verletzten insbesondere das Maß der Lebensbeeinträchtigung, Umfang und Dauer der Beeinträchtigung, Heftigkeit der Schmerzen und die Fraglichkeit der endgültigen Heilung ( BGHZ 18, 149; OLG Oldenburg, NJW-RR 1996, 215; LG Köln v. 13.02.2007, 2 O 65/06 ).
Zu den Bemessungsgrundlagen zählen demnach regelmäßig Dauer, Art und Schwere der Beeinträchtigung des Wohlbefindens (BGHZ 138, 388, 391; OLG Oldenburg, VersR 1996, 726, 727; OLG Bremen, VersR 2003, 779) sowie der Grad des Verschuldens und die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit des Schädigers (BGH, NJW 1993, 1531, 1532).
Daneben sind der Grad des Verschuldens des Verpflichteten und eines etwaigen Mitverschuldens des Verletzten, die wirtschaftlichen Verhältnisse beider Teile sowie das Bestehen einer eintrittspflichtigen Haftpflichtversicherung von Belang (grundlegend BGH GrZS 18, 149 ff; BGH NJW 1993, 1531; OLG Oldenburg MDR 1996, 54; OLG Frankfurt VersR 1990; 1287).
Das Ausmaß des Schmerzensgeldes muss in einem angemessenen Verhältnis zu Art und Dauer der Verletzung unter Berücksichtigung aller für die Höhe maßgeblichen Umstände stehen (BGH VersR 1988, 943; BGHZ 138, 388, 391; OLG Oldenburg VersR 1996, 726, 727; OLG Bremen VersR 2003, 779).

References: § 21
 § 580
 § 588
 § 21
 § 21
 § 580
 § 413
 BGH 
 BGH 
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