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Timestamp: 2016-10-28 19:43:16+00:00

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8C_172/2015 (23.04.2015)
8C_172/2015 � � Urteil vom 23. April 2015
CONCORDIA Schweizerische Kranken- und Unfallversicherung AG, Rechtsdienst, Bundesplatz 15, 6002 Luzern,
Beschwerde gegen den Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons Aargau vom 21. Januar 2015.
A.________ (Jg. 1961) zog sich am 23. Januar 2013 im Fussballtraining in der Halle w�hrend des Rennens einen Meniskusriss links zu. Die CSS Versicherung AG als Unfallversicherer verneinte mit Verf�gung vom 28. Oktober 2013, best�tigt mit Einspracheentscheid vom 11. M�rz 2014, ihre Leistungspflicht, weil weder ein Unfall noch eine unfall�hnliche K�rpersch�digung vorliege.
Das Versicherungsgericht des Kantons Aarau wies die dagegen vom Krankenversicherer - der Concordia Versicherungen AG - erhobene Beschwerde mit Entscheid vom 21. Januar 2015 ab.
Die Concordia erhebt Beschwerde ans Bundesgericht mit den Begehren, die CSS sei unter Aufhebung des kantonalen Entscheides zu verpflichten, dem Versicherten f�r die unfall�hnliche K�rpersch�digung vom 23. Januar 2013 die gesetzlichen Leistungen zu erbringen; eventuell sei die Sache zu weiteren Abkl�rungen an die Vorinstanz zur�ckzuweisen.
2.1.�Einig sind sich Beschwerdef�hrerin und Vorinstanz darin, dass der Versicherte am 23. Januar 2013 keinen eigentlichen Unfall nach Art. 4 ATSG (in Verbindung mit Art. 6 Abs. 1 und 3 sowie Art. 7 und 8 UVG) erlitten hat, weil es nicht zur sch�digenden Einwirkung eines ungew�hnlichen �usseren Faktors auf den K�rper gekommen ist und es damit an einer f�r die Erf�llung des Unfallbegriffes unabdingbaren Voraussetzung mangelt. Eine Leistungspflicht des Unfallversicherers f�llt damit unbestrittenermassen nur in Betracht, wenn sich der Versicherte an diesem Tag eine unfall�hnliche K�rpersch�digung im Sinne von Art. 9 Abs. 2 UVV in Verbindung mit Art. 6 Abs. 2 UVG zugezogen hat.
2.2.�Die zur Leistungspflicht der Unfallversicherung bei unfall�hnlichen K�rpersch�digungen (Art. 6 Abs. 2 UVG in Verbindung mit Art. 9 Abs. 2 UVV) ergangene Rechtsprechung (BGE 139 V 327, 129 V 466) hat das kantonale Gericht zutreffend dargelegt, worauf verwiesen wird.
3.1.�Von keiner Seite in Frage gestellt wird, dass die Verletzung des Versicherten (Meniskusriss links) unter die in Art. 9 Abs. 2 UVV aufgelisteten unfall�hnlichen K�rpersch�digungen f�llt (Art. 9 Abs. 2 lit. c UVV).
Die Leistungspflicht des Unfallversicherers ist jedoch - auch wenn eine der in Art. 9 Abs. 2 lit. a bis h UVV unter dem Titel "unfall�hnliche Sch�digungen" aufgef�hrten Diagnosen gestellt wird - nur gegeben, wenn die Verletzung auf eine pl�tzliche, nicht beabsichtigte sch�digende Einwirkung eines �usseren Faktors zur�ckzuf�hren ist. Bei den unfall�hnlichen K�rpersch�digungen im Sinne von Art. 9 Abs. 2 UVV entf�llt im Vergleich zu den eigentlichen Unf�llen nach Art. 4 ATSG einzig das Tatbestandselement der Ungew�hnlichkeit des auf den K�rper einwirkenden �usseren Faktors (BGE 129 V 466 E. 2.2 S. 467 mit Hinweisen). Alle �brigen Begriffsmerkmale eines Unfalles m�ssen auch bei unfall�hnlichen K�rpersch�digungen erf�llt sein. Dies gilt namentlich f�r das Erfordernis des auf den menschlichen K�rper einwirkenden �usseren Faktors, worunter ein ausserhalb des K�rpers liegender, objektiv feststellbarer, sinnf�lliger - eben unfall�hnlicher - Einfluss auf den K�rper zu verstehen ist (BGE 129 V 466 E. 2.2 S. 467 mit Hinweisen; vgl. auch BGE 139 V 327 E. 3.3.1 S. 329). Die sch�digende Einwirkung kann auch in einer k�rpereigenen Bewegung bestehen (BGE 129 V 466 E. 4.1 S. 468 f. mit Hinweisen), doch gilt das Auftreten von Schmerzen allein noch nicht als �usserer Faktor im Sinne der Rechtsprechung zu Art. 9 Abs. 2 UVV, ist ein solcher also nicht gegeben, wenn die versicherte Person einzig das (in zeitlicher Hinsicht erstmalige) Auftreten von Schmerzen angibt, aber keine gleichzeitig mitwirkende �ussere Komponente zu benennen vermag (BGE 129 V 466 E. 4.2.1 S. 469 f.).
3.2.�Die Beschwerdef�hrerin legt in ihrer Rechtsschrift dar, die w�hrend des Fussballtrainings aufgetretene Meniskussch�digung des Versicherten sei ihrer Ansicht nach auf ein Geschehen mit gesteigertem Gef�hrdungspotenzial zur�ckzuf�hren und nicht im Rahmen einer allt�glichen Lebensverrichtung erfolgt. Dabei beruft sie sich auf das Urteil U 20/00 des seinerzeitigen Eidgen�ssischen Versicherungsgerichts (seit 1. Januar 2007: I. und II. sozialrechtliche Abteilungen des Bundesgerichts) vom 10. Dezember 2001. Daraus kann sie aber nichts ableiten, das ihre Argumentation (zum Vorteil des Versicherten) st�tzen w�rde, stand die hier einzig interessierende Frage nach dem Mitwirken eines �usseren Faktors dort doch gar nicht zur Diskussion und wurde - weil offenbar nicht bestritten - auch keiner n�heren Pr�fung unterzogen. Zwar beinhalten das Fussballspiel wie auch dessen Training eine Reihe einzelner Aktionen mit Bewegungsabl�ufen, die mit einer erh�hten Gefahrenlage verbunden sind. Sie sind aber nicht in ihrer Gesamtheit als besonders risikoreich einzustufen, gibt es dabei doch auch einzelne Aktivit�ten, welchen ohne Hinzutreten besonderer Vorkommnisse kein erhebliches Gef�hrdungspotenzial innewohnt. Dazu ist auch das blosse Rennen auf dem Spielfeld zu z�hlen. Wie das kantonale Gericht aufgrund der gegebenen Beweislage erkannt hat, ist es beim gew�hnlichen Rennen/Laufen zur Verletzung des Versicherten gekommen, ohne dass dieser gestolpert, ausgerutscht oder mit einem Gegenspieler auch nur in Kontakt geraten w�re. Auch lag keine unkontrollierte Bewegung wie etwa ein Fehltritt vor. Ein hinzukommendes �usseres Element ist im ganzen Geschehensablauf nicht auszumachen, weshalb sich die Annahme einer unfall�hnlichen Sch�digung im Sinne von Art. 9 Abs. 2 UVV nicht rechtfertigen l�sst.
3.3.�Dieses Ergebnis beruht auf einer umfassenden, rechtskonformen Beweisw�rdigung. Insbesondere wurde dem Versicherten auch noch im kantonalen Beschwerdeverfahren Gelegenheit geboten, sich zum eingegangenen Rechtsmittel zu �ussern. Dabei h�tte er auf die genaueren Umst�nde, die zu seinem Meniskusriss gef�hrt haben, hinweisen k�nnen, sah jedoch - wie schon im Administrativverfahren - von n�heren Angaben ab. Es ist davon auszugehen, dass - w�re die zugezogene Meniskusverletzung durch einen �usseren Faktor zumindest mitverursacht worden - dieser erw�hnt worden w�re, was aber trotz wiederholter M�glichkeiten dazu nicht geschehen ist. Unter diesen Umst�nden durfte die Vorinstanz in antizipierter Beweisw�rdigung (BGE 122 V 157 E. 1d S. 162 f. mit Hinweisen) von weiteren Abkl�rungen absehen. Dies ist im bundesgerichtlichen Verfahren nicht anders zu handhaben, weshalb auf die hier eventualiter beantragten Weiterungen verzichtet wird.
Die Gerichtskosten (Art. 65 Abs. 1 und Abs. 4 lit. a BGG) sind von der Beschwerdef�hrerin als unterliegender Partei zu tragen (Art. 66 Abs. 1 BGG).
Dieses Urteil wird den Parteien, A.________, dem Versicherungsgericht des Kantons Aargau und dem Bundesamt f�r Gesundheit schriftlich mitgeteilt.

References: Art. 4
 Art. 6
 Art. 7
 Art. 9
 Art. 6
 Art. 9
 Art. 9
 Art. 9
 Art. 9
 Art. 4
 BGE 
 Art. 9
 Art. 9