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Timestamp: 2019-05-25 00:34:14+00:00

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BGH, 10.12.1992 - IX ZR 54/92 - dejure.org
https://dejure.org/1992,322
BGH, 10.12.1992 - IX ZR 54/92 (https://dejure.org/1992,322)
BGH, Entscheidung vom 10.12.1992 - IX ZR 54/92 (https://dejure.org/1992,322)
BGH, Entscheidung vom 10. Dezember 1992 - IX ZR 54/92 (https://dejure.org/1992,322)
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Befreiung von der Grunderwerbsteuer - Grunderwerbsteuerbescheid - Steuerberaterhaftung - Verjährungsbeginn für Steuerberaterhaftung - Festsetzung der Steuerschuld - Verbindlichkeitsfreistellung
BGB § 249; StBerG § 68
Steuerberatung; Verjährung und Fälligkeit des Schadensersatzanspruches bei Beratungsfehler
NJW 1993, 1137
MDR 1993, 1128
VersR 1993, 446
WM 1993, 703
BB 1993, 386
DB 1993, 680
Der zunächst auf Befreiung von dieser Schuld gerichtete Anspruch geht gemäß § 250 Satz 2 BGB zwar in einen Zahlungsanspruch über, wenn der Schädiger - wie im Streitfall - die Leistung ernsthaft und endgültig abgelehnt hat (BGH, Urt. v. 10.12.1992 - IX ZR 54/92, NJW 1993, 1137, 1138 m.w.N.).
b) Der Senat hat bisher offengelassen, ob Schadensentstehung und Verjährungsbeginn im Sinne des § 68 StBerG erst mit der Bestandskraft des Steuerbescheids (§§ 172 ff, 347 ff AO) anzunehmen sind (BGHZ 119, 69, 74 [BGH 02.07.1992 - IX ZR 268/91]; BGH, Urt. v. 10. Dezember 1992 - IX ZR 54/92, WM 1993, 703, 704; v. 29. April 1993 - IX ZR 101/92, WM 1993, 1508, 1510).
Insbesondere muß der Steuerberater seinen Auftraggeber möglichst vor Schaden bewahren; deswegen muß der Steuerberater den sichersten Weg zu dem erstrebten steuerlichen Ziel aufzeigen und sachgerechte Vorschläge zu dessen Verwirklichung unterbreiten (BGH, Urt. v. 10. Dezember 1992 - IX ZR 54/92, WM 1993, 703, 704; v. 3. Juni 1993 - IX ZR 173/92, NJW 1993, 2799, 2800).
Auch in Fällen mangelhafter Gestaltungsberatung beginnt die Verjährung grundsätzlich frühestens mit Zugang des Steuerbescheides, wenn ein solcher ergehen muß, um die steuerlichen Folgen des Gestaltungsgeschäfts zu regeln (Senatsurt. v. 2. Juli 1992 - IX ZR 268/91IX ZR 268/91, NJW 1992, 2766, 2767 z. V. in BGHZ 119, 69 [BGH 02.07.1992 - IX ZR 268/91] bestimmt; v. 3. Dezember 1992 - IX ZR 61/92IX ZR 61/92, NJW 1993, 1139, 1141; v. 10. Dezember 1992 - IX ZR 54/92 IX ZR 54/92, NJW 1993, 1137, 1138).
Der Senat hat diese Entscheidung aufgehoben und die Sache zurückverwiesen (Urt. v. 10. Dezember 1992 - IX ZR 54/92, NJW 1993, 1137).
Lehnt der Schädiger, wie vorliegend die Beklagten, die Leistung ernsthaft und endgültig ab und bestreitet darüber hinaus der Geschädigte - vorliegend der Kläger - die Verbindlichkeit - vorliegend die Vergütungspflicht gegenüber seinen Prozessbevollmächtigten - selbst nicht bzw. geht er gegen diese auch nicht vor, geht der Anspruch auf Befreiung gemäß § 250 Satz 2 Hs. 1 BGB in einen Anspruch auf Zahlung über (…vgl. BGH, Urt. v. 16.11.2006 - I ZR 257/03, NJW 2007, 1809, juris Rn. 20; BGH, Urt. v. 10.12.1992 - IX ZR 54/92, NJW 1993, 1137, juris Rn. 23;… BGH, Urt. v. 11.06.1986 - VIII ZR 153/85, NJW-RR 1987, 43, juris Rn. 28).
Es genügt, dass sie die Ansprüche der Drittberechtigten befriedigen muss, diese also tatsächlich geltend gemacht werden (vgl. BGH, Urt. v. 10. Dezember 1992 - IX ZR 54/92, WM 1993, 703, 705).
Dieser Anspruch ist aber gemäß § 250 Satz 2 BGB in einen Zahlungsanspruch übergegangen, da die Beklagten die Leistung endgültig und ernsthaft abgelehnt haben (vgl. BGH, Urteil vom 10. Dezember 1992 - IX ZR 54/92, NJW 1993, 1137).

References: § 249
 § 68
 § 250
 § 68
 § 250
 § 250