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Timestamp: 2020-01-18 18:44:00+00:00

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219.2 A Theol. Prüfungsordnung II (ThPrO II) - Kirchenrecht Online-Nachschlagewerk
219.2 A Theol. Prüfungsordnung II (ThPrO II)
§ 4 Ausscheiden von Mitgliedern
§ 6 Zulassung zur Zweiten Theologischen Prüfung
§ 9 Prüfungsarten
§ 10 Vorgezogene Prüfungsleistungen
§ 11 Gottesdienst
§ 12 Unterrichtsstunde
§ 13 Gemeindeprojekt
§ 14 Kasualansprache
§ 16 Feststellung des Prüfungsergebnisses
§ 18 Bekanntgabe des Prüfungsergebnisses
§ 19 Wiederholung, Nachprüfung
§ 21 Abbruch
§ 22 Verstöße gegen die Ordnung
§ 26 Inkrafttreten/Übergangsbestimmungen
(Theol. Prüfungsordnung II -ThPrO II)
Zulassung zur Zweiten Theologischen Prüfung
Kasualansprache
Wiederholung, Nachprüfung
( 1 ) In der Zweiten Theologischen Prüfung führt die Kandidatin oder der Kandidat den Nachweis, dass sie oder er sich die für den Dienst als Pfarrerin bzw. als Pfarrer in der Kirche erforderlichen Kenntnisse und Fähigkeiten angeeignet hat.
( 2 ) 1 Die Zweite Theologische Prüfung soll dem Prüfungsamt einen Einblick in das gegenwärtige Problembewusstsein der Kandidatin oder des Kandidaten vermitteln. 2 Die Kandidatin oder der Kandidat soll ihren oder seinen Ausbildungsstand nachweisen. 3 Die Prüfung soll der Kandidatin oder dem Kandidaten zu einer differenzierten Beurteilung der Praxis verhelfen.
Die Landessuperintendentin oder der Landessuperintendent, das theologische Mitglied des Synodalvorstandes, die oder der theologische und die oder der juristische Kirchenrätin bzw. Kirchenrat.
Vom Landeskirchenrat beauftragte Professorinnen und Professoren der evangelischen Theologie.
Vom Landeskirchenrat beauftragte Pfarrerinnen und Pfarrer.
( 3 ) Mit Rücksicht auf die verschiedenen Prüfungsfächer, sind die Professorinnen und Professoren als Fachvertreterin oder Fachvertreter zu berufen.
( 6 ) 1 Die Mitglieder des Theologischen Prüfungsamtes sind in ihrer Prüfungstätigkeit unabhängig. 2 Sie unterliegen der Amtsverschwiegenheit.
( 7 ) Die Sitzungen des Theologischen Prüfungsamtes sind nicht öffentlich.
( 2 ) 1 Die in § 3 Absatz 2 Buchstaben b und c genannten Mitglieder werden auf die Dauer von acht Jahren berufen. 2 Eine Wiederberufung der ausgeschiedenen Mitglieder ist zulässig.
( 1 ) Zur Zweiten Theologischen Prüfung kann zugelassen werden, wer der Lippischen Landeskirche angehört und den notwendigen Teil des Vorbereitungsdienstes entsprechend dem Ausbildungsplan ordnungsgemäß abgeleistet hat.
( 2 ) In Ausnahmefällen kann das Landeskirchenamt auch Bewerberinnen und Bewerber zur Prüfung zulassen, die einer anderen evangelischen Kirche angehören.
( 1 ) Das Landeskirchenamt entscheidet aufgrund der eingereichten Unterlagen über die Zulassung zur Zweiten Theologischen Prüfung.
( 2 ) 1 Gegen die Nichtzulassung kann innerhalb von einer Woche nach Zustellung der Entscheidung Beschwerde beim Landeskirchenamt erhoben werden. 2 Hilft das Landeskirchenamt der Beschwerde nicht ab, so steht der Kandidatin oder dem Kandidaten die Beschwerde bei dem Landeskirchenrat zu. 3 Sie ist innerhalb einer Woche nach Zustellung der Entscheidung zu erheben. 4 Die Entscheidung des Landeskirchenrates über die Beschwerde ist endgültig. 5 Für die Wahrung der Fristen ist der Zugang beim Landeskirchenamt maßgeblich.
( 1 ) 1 Die Meldung zur Zweiten Theologischen Prüfung ist an das Landeskirchenamt zu richten. 2 Die Meldung, ist zu dem im Ausbildungsplan festgelegten Termin einzureichen.
( 2 ) Mit der Meldung sind die Kasualansprache (§ 9 Ziffer 3), die Ausarbeitung des Gemeindeprojekts (§ 9 Ziffer 2) sowie das Verbatim für die mündliche Prüfung im Bereich Seelsorge (§ 15 Abs. 1 Buchstabe b) einzureichen.
( 3 ) Für die Fächer
biblisch-systematische Theologie,
Ökumene, Mission, Dialog der Religionen und
sind Schwerpunktgebiete einschließlich Literaturangaben zu benennen.
( 1 ) 1 Die Prüfungen bestehen neben einem schriftlichen und einem mündlichen Teil aus praktischen Prüfungen sowie einem Gemeindeprojekt. 2 Für diese gelten die Vorschriften über die schriftlichen und mündlichen Prüfungen entsprechend. 3 An der mündlichen Prüfung kann nur die Kandidatin oder der Kandidat teilnehmen, die oder der alle geforderten schriftlichen Prüfungsarbeiten abgeliefert hat.
( 2 ) Die schriftlichen Prüfungsarbeiten werden von je zwei Mitgliedern des Theologischen Prüfungsamtes begutachtet.
( 3 ) Wenn die Bewertung der schriftlichen Prüfungsarbeiten ein Bestehen der Prüfung ausschließt, ist die Prüfung schon vor Eintritt in den mündlichen Teil von der oder dem Vorsitzenden des Theologischen Prüfungsamtes für nicht bestanden zu erklären.
der Kasualansprache als schriftliche Prüfung,
( 1 ) Die praktischen Prüfungen, das Gemeindeprojekt und die Kasualansprache sind als vorgezogene Prüfungsleistungen im Verlauf des Vorbereitungsdienstes zu den im Ausbildungsplan festgelegten Zeiten abzulegen.
( 2 ) 1 Die praktischen Prüfungen bestehen aus je einem schriftlichen, praktischen und mündlichen Teil. 2 Das Gemeindeprojekt besteht aus einem schriftlichen und einem mündlichen Teil. 3 Die Kasualansprache wird in schriftlicher Form vorgelegt.
( 3 ) Für die Erstellung des schriftlichen Teils der praktischen Prüfung, des Gemeindeprojektes und der Kasualansprache werden die Kandidatinnen und Kandidaten jeweils sieben Tage von den sonstigen Dienstaufgaben freigestellt.
( 4 ) Der Entwurf für den Gottesdienst mit Predigt sowie für die Unterrichtsstunde, ist jeweils zwei Wochen vor dem Gottesdienst bzw. der Unterrichtsstunde vorzulegen.
( 5 ) Die Kasualansprache und die Ausarbeitung des Gemeindeprojekts, sind bei der Meldung zur Zweiten Theologischen Prüfung einzureichen.
( 6 ) Der Umfang der schriftlichen Ausarbeitung für den Begründungsteil für den Gottesdienst mit Predigt, für die Unterrichtsstunde, für die Kasualansprache und des Gemeindeprojekts, ist in den Ausführungsbestimmungen dieser Ordnung zu regeln.
( 1 ) 1 Es ist ein Entwurf eines Gottesdienstes mit Predigt, über den für den Sonntag vorgeschlagenen Predigttext vorzulegen. 2 Dabei sind die biblisch-theologischen, systematisch-theologischen, homiletischen und liturgischen Entscheidungen zu begründen.
( 2 ) 1 Der von der Kandidatin oder dem Kandidaten vorbereitete und durchgeführte Gottesdienst findet in der Regel in der Ausbildungsgemeinde statt. 2 Der Gottesdienst ist öffentlich.
( 3 ) 1 Nach dem Gottesdienst findet ein Prüfungsgespräch statt. 2 Gegenstand des Gespräches sind der gehaltene Gottesdienst sowie die eingereichten Vorarbeiten und liturgisches und homiletisches Grundwissen. 3 Das Prüfungsgespräch dauert 45 Minuten. 4 Die Zeit kann in begründeten Einzelfällen geringfügig überschritten werden. 5 Das Prüfungsgespräch findet mit zwei Mitgliedern des Prüfungsamtes statt, von denen mindestens eines den schriftlichen Entwurf des Gottesdienstes begutachtet haben muss.
( 1 ) 1 Es ist ein Entwurf einer Unterrichtsstunde, wahlweise im Bereich der „Konfirmandenarbeit oder der Schule vorzulegen. 2 Das Thema ist Bestandteil der laufenden Unterrichtsreihe und in deren Kontext darzustellen. 3 Dabei sind die biblisch-theologischen, systematisch-theologischen, religionspädagogischen und didaktischen Entscheidungen zu begründen.
( 2 ) Auf Grundlage des Unterrichtsentwurfs, ist von der Kandidatin oder von dem Kandidaten eine Unterrichtsstunde zu halten.
( 3 ) 1 Nach der Unterrichtsstunde findet ein Prüfungsgespräch statt. 2 Gegenstand des Gespräches sind die gehaltene Unterrichtsstunde und die eingereichten Vorarbeiten sowie die Grundlagen kirchlicher Bildungs- und Erziehungsarbeit. 3 Das Prüfungsgespräch dauert 45 Minuten. 4 Die Zeit kann in begründeten Einzelfällen geringfügig überschritten werden. 5 Das Prüfungsgespräch findet mit zwei Mitgliedern des Prüfungsamtes statt, von denen mindestens eines den schriftlichen Entwurf der Unterrichtsstunde begutachtet haben muss.
( 1 ) 1 Die Kandidatin oder der Kandidat soll die Planung und Durchführung eines Projekts eigener Wahl beschreiben, dieses aus der Gemeindesituation heraus erläutern, seine biblisch-theologischen sowie systematisch-theologischen Entscheidungen begründen und das Projekt auswerten. 2 Das Thema, ist mit der Mentorin oder dem Mentor und der oder dem Vorsitzenden des Theologischen Prüfungsamtes abzustimmen.
( 2 ) 1 Nach Begutachtung des Gemeindeprojektes durch einen Hochschullehrer und ein weiteres Mitglied des Prüfungsamtes findet ein Prüfungsgespräch statt. 2 Gegenstand des Gespräches sind das Gemeindeprojekt sowie die Grundlagen des Gemeindeaufbaus. 3 Das Prüfungsgespräch dauert 45 Minuten. 4 Die Zeit kann in begründeten Einzelfällen geringfügig überschritten werden. 5 Das Prüfungsgespräch findet mit zwei Mitgliedern des Prüfungsamtes statt, von denen mindestens eines den schriftlichen Entwurf des Gemeindeprojekts begutachtet haben muss.
1 Vorzulegen ist eine schriftliche Kasualansprache nach eigener Wahl mit den Vorarbeiten, die den Weg zur Ansprache erkennen lassen. 2 Dabei sind die biblisch-theologischen, systematisch-theologischen, homiletischen, liturgischen, seelsorglichen und ggf. kirchenrechtlichen Entscheidungen zu begründen.
( 1 ) 1 Die mündliche Prüfung ist überwiegend praxisbezogen.
1 Sie erstreckt sich auf folgende Bereiche:
biblisch-systematische Theologie (30 Minuten),
Seelsorge, (20 Minuten)
Ökumene, Weltmission, Dialog der Religionen (20 Minuten),
Diakonie (20 Minuten),
Kirchenrecht und Kirchenverwaltung (15 Minuten).
( 2 ) Für die Vorbereitung auf die mündliche Prüfung, werden die Kandidatinnen und Kandidaten insgesamt vier Wochen von den sonstigen Dienstaufgaben freigestellt.
( 3 ) 1 Die mündliche Prüfung ist nicht öffentlich. 2 Mit Einverständnis der Kandidatin oder des Kandidaten und des Prüfungsamtes können lippische Vikarinnen und Vikare einmal bei der Zweiten Theologischen Prüfung als Zuhörerin oder Zuhörer bei der mündlichen Prüfung zugelassen werden. 3 Die Zuhörerinnen oder Zuhörer dürfen keinerlei Aufzeichnungen anfertigen. 4 Die Zulassung als Zuhörerin oder Zuhörer muss bei der oder dem Vorsitzenden des Prüfungsamtes spätestens acht Wochen vor Beginn der mündlichen Prüfung schriftlich beantragt werden. 5 Eine Zuhörerin oder ein Zuhörer kann ausgeschlossen werden, wenn durch ihre oder seine Anwesenheit die Prüfung beeinträchtigt wird.
( 4 ) Die mündlichen Prüfungsleistungen werden im Rahmen von Einzelprüfungen erbracht, die von mindestens drei Mitgliedern des Prüfungsamtes abgenommen werden.
( 5 ) Über das Ergebnis der mündlichen Prüfungsleistungen entscheiden in nicht öffentlicher Beratung, die an der Prüfung Beteiligten des Prüfungsamtes.
( 6 ) Bei der mündlichen Prüfung wird über jeden einzelnen Prüfungsvorgang ein Protokoll angefertigt, das von den beteiligten Mitgliedern des Prüfungsamtes unterschrieben wird.
( 7 ) Wenn die Bewertungen der Einzelleistungen im Verlauf der mündlichen Prüfung ein Bestehen der Prüfung ausschließen, kann die oder der Vorsitzende der Prüfungskommission die Prüfung für beendet erklären.
( 1 ) 1 Stimmen die Bewertungen der schriftlichen Prüfungsarbeiten um einen Punkt nicht überein, so wird die bessere Punktzahl als Note zugrunde gelegt. 2 Stimmen die Bewertungen um zwei Punkte nicht überein, wird der mittlere Punktwert festgelegt. 3 Stimmen die Bewertungen um drei oder mehr Punkte nicht überein, so wird die Prüfungsarbeit von der oder dem Vorsitzenden des Theologischen Prüfungsamtes im Rahmen der beiden Gutachten abschließend bewertet.
( 2 ) 1 Aufgrund der Ergebnisse der schriftlichen und mündlichen Prüfungsleistungen stellt das Prüfungsamt das Gesamtergebnis fest. 2 Zur Feststellung des Gesamtergebnisses der Prüfung werden die Ergebnisse der praktischen Prüfungen dreifach, das Ergebnis des Gemeindeprojektes doppelt, die Kasualansprache und die mündlichen Prüfungen einfach gewertet.
( 3 ) 1 Das Prüfungsamt fasst seine Beschlüsse mit Stimmenmehrheit; eine Stimmenthaltung ist nicht zulässig. 2 Bei Stimmengleichheit gibt die Stimme der oder des Vorsitzenden den Ausschlag.
( 4 ) 1 Das Gesamtergebnis der Prüfung wird in einer Niederschrift festgehalten. 2 Sie enthält:
die Bewertung der schriftlichen und praktischen Prüfungen,
die Schlussentscheidung des Prüfungsamtes.
Die Niederschrift ist von dem Vorsitzenden oder der Vorsitzenden und einem weiteren Mitglied des Prüfungsamtes zu unterschreiben.
( 5 ) Die Prüfung ist nicht bestanden,
wenn mehr als zwei Einzelleistungen mit weniger als vier Punkten bewertet wurden oder
wenn die beiden praktischen Prüfungen mit weniger als vier Punkten bewertet wurden.
(15/14/13 Punkte)
(12/11/10 Punkte)
befriedigend :
(9/8/7 Punkte)
(6/5/4 Punkte)
mangelhaft :
(3/2/1 Punkte)
( 2 ) 1 Besteht eine Prüfung aus mehreren Prüfungsleistungen, errechnet sich die Note aus dem Durchschnitt der Noten der einzelnen Prüfungsleistungen. 2 Dabei wird nur die erste Dezimalstelle hinter dem Komma berücksichtigt; alle weiteren Stellen werden ohne Rundung gestrichen.
( 3 ) 1 Die Gesamtnote errechnet sich aus dem Durchschnitt der Noten für die einzelnen Prüfungsleistungen. 2 Bei der Bildung der Gesamtnote wird nur die erste Stelle hinter dem Komma berücksichtigt; alle weiteren Stellen werden ohne Rundung gestrichen. 3 Den errechneten Bewertungen entsprechen folgende Notenbezeichnungen:
( 1 ) 1 Die oder der Vorsitzende des Prüfungsamtes oder eine von ihr oder ihm beauftragte Person gibt der Kandidatin oder dem Kandidaten das Gesamtergebnis in der Regel mündlich bekannt. 2 Im Anschluss an die Bekanntgabe des Gesamtergebnisses erhält die Kandidatin oder der Kandidat eine Notenübersicht.
( 2 ) 1 Über die bestandene Prüfung wird ein Zeugnis ausgestellt. 2 Im Falle einer bestandenen Nachprüfung wird das Zeugnis unter dem Datum ausgestellt, an dem die Prüfung endgültig bestanden ist.
( 3 ) Im Falle einer nicht bestandenen Prüfung werden der Kandidatin oder dem Kandidaten die Ergebnisse schriftlich mitgeteilt.
( 4 ) Über das Ergebnis einer vorgezogenen Prüfung wird der Kandidatin oder dem Kandidaten im Anschluss an die Prüfung eine schriftliche Bescheinigung ausgestellt.
( 1 ) 1 Wird die Zweite Theologische Prüfung nicht bestanden, so kann sie einmal wiederholt werden. 2 Die Wiederholungsprüfung darf nicht früher als ein halbes Jahr und soll nicht später als zwei Jahre nach der vorangegangenen Prüfung liegen.
( 3 ) 1 Wenn zwei Prüfungsleistungen mit weniger als 4,0 Punkten bewertet wurden, entscheidet das Prüfungsamt, ob und welche Prüfungsleistungen im Rahmen einer Nachprüfung wiederholt werden können. 2 Die Nachprüfung findet im nachfolgenden Prüfungsdurchgang statt. 3 Wird nicht in jeder Prüfungsleistung der Nachprüfung mindestens eine Bewertung von 4,0 Punkten erreicht, so ist die Gesamtprüfung nicht bestanden.
( 1 ) Ein Rücktritt von der Prüfung ist nur bis zum Beginn der mündlichen Prüfung statthaft.
( 2 ) 1 Als Rücktritt gilt, wenn die Kandidatin oder der Kandidat ohne ausreichenden Grund die schriftlichen häuslichen Arbeiten nicht fristgemäß abliefert oder zum Beginn der mündlichen Prüfung nicht erscheint. 2 Als Rücktritt gilt nicht eine Abmeldung von der Prüfung aufgrund von Umständen, die die Kandidatin oder der Kandidat nicht zu vertreten hat. 3 Die Kandidatin oder der Kandidat hat diese Umstände geltend zu machen und die erforderlichen Bescheinigungen – auf Verlangen auch ein amtsärztliches Zeugnis – vorzulegen. 4 Über die Anerkennung der Gründe entscheidet die oder der Vorsitzende des Theologischen Prüfungsamtes.
( 3 ) In allen Fällen entscheidet das Prüfungsamt über die Anrechnung der bereits abgelieferten Arbeiten.
( 1 ) Wenn eine Kandidatin oder ein Kandidat die mündliche Prüfung aufgrund von Umständen, die sie oder er nicht zu vertreten hat, abbricht, so entscheidet die oder der Vorsitzende des Prüfungsamtes über die Anerkennung der Gründe.
( 2 ) Bricht eine Kandidatin oder ein Kandidat die mündliche Prüfung ohne eine solche Anerkennung ab, so gilt die Prüfung als nicht bestanden.
( 3 ) 1 Das Prüfungsamt entscheidet in beiden Fällen über die Anrechnung der bereits erbrachten Prüfungsleistungen. 2 2Mündliche Prüfungsleistungen können nur im Rahmen der laufenden Prüfung angerechnet werden.
1 Der Rechtsweg gegen Entscheidungen in Prüfungsangelegenheiten, die die Kandidatin oder den Kandidaten in ihren oder seinen Rechten verletzt haben könnten, richtet sich nach dem Kirchengesetz über die Verwaltungsgerichtsbarkeit der EKD (Verwaltungsgerichtsgesetz der EKD - VwGG.EKD) vom 10. November 2010 (Ges. u. VOBl. Bd. 15 S. 12). 2 Gegen die Beurteilung einer einzelnen Prüfungsleistung (§ 16) ist der Rechtsweg nicht gegeben.
( 1 ) Die Kandidatin oder der Kandidat hat das Recht, innerhalb eines Jahres nach Zustellung des Prüfungsergebnisses auf Antrag bei der oder dem Vorsitzenden des Theologischen Prüfungsamtes seine schriftlichen Prüfungsarbeiten im Landeskirchenamt im Beisein eines Beauftragten des Prüfungsamtes persönlich einzusehen.
( 1 ) Diese Prüfungsordnung tritt am 1. November 2017 in Kraft.
( 2 ) Die der Neufassung entgegenstehenden Bestimmungen treten mit Inkrafttreten der Neufassung außer Kraft.
( 3 ) Die Prüfungsordnung findet erstmalig auf die Vikarinnen und Vikare Anwendung, die am 1. Oktober 2017 in den Vorbereitungsdienst aufgenommen werden.
1 ↑ Red. Anm.: Inhaltsverzeichnis ist nicht amtlicher Bestandteil der Ordnung.

References: § 4

§ 6

§ 9

§ 10

§ 11

§ 12

§ 13

§ 14

§ 16

§ 18

§ 19

§ 21

§ 22

§ 26
 § 3