Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=BGHSt%2055,%20191
Timestamp: 2019-05-21 23:57:58+00:00

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BGH, 25.06.2010 - 2 StR 454/09 - dejure.org
https://dejure.org/2010,31
BGH, 25.06.2010 - 2 StR 454/09 (https://dejure.org/2010,31)
BGH, Entscheidung vom 25.06.2010 - 2 StR 454/09 (https://dejure.org/2010,31)
BGH, Entscheidung vom 25. Juni 2010 - 2 StR 454/09 (https://dejure.org/2010,31)
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§ 212 StGB; § 216 StGB; § 13 StGB; § 1901a BGB; § 1901b BGB; § 1904 BGB; § 22 StGB; § 25 Abs. 2 StGB; § 32 StGB; § 34 StGB
Durch (mutmaßliche) Einwilligung gerechtfertigte Sterbehilfe beim Behandlungsabbruch im Fall eines tödlichen Krankheitsverlaufs (Totschlag; Tötung auf Verlangen; Selbstbestimmungsrecht des Patienten und Menschenwürde; Abgrenzung von Tun und Unterlassen; Durchsetzung des Patientenwillens durch Betreuer, Ärzte, Bevollmächtigte und hinzugezogene Dritte / Hilfspersonen; indirekte Sterbehilfe; objektive Zurechnung); teleologische Reduktion; systematische und verfassungskonforme Auslegung; Nothilfe; rechtfertigender Notstand; "Fall Putz"
StGB §§ 212, 216, 13 BGB §§ 1901a ff.
§ 1901a BGB; §§ 13, 216, 212 StGB
Zur Zulässigkeit von Sterbehilfe durch Behandlungsabbruch; keine Rechtfertigung von gezielten Eingriffen die nicht in Zusammenhang mit dem Abbruch einer medizinischen Behandlung stehen
§ 13 StGB, § 25 Abs 2 StGB, § 212 StGB, § 216 StGB, § 1901a BGB
Gerechtfertigte Sterbehilfe durch Behandlungsabbruch
BGB §§ 1901a, 1904
Rechtfertigung der Sterbehilfe durch Unterlassen, Begrenzen oder Beenden einer begonnenen medizinischen Behandlung (Behandlungsabbruch); Begehungsweise eines strafrechtlich relevanten Behandlungsabbruchs; Einwilligung in einen gezielten, nicht in einem Zusammenhang mit dem Abbruch einer medizinischen Behandlung stehenden Eingriff in das Leben eines Menschen
Kurzfassungen/Presse (33)
Abbruch lebenserhaltender Behandlung auf der Grundlage des Patientenwillens ist nicht strafbar
Sterbehilfe: Richter stärken Patientenwillen
christmann-law.de (Ausführliche Zusammenfassung)
Abbruch lebenserhaltender Behandlung nach dem Willen des Patienten ist nicht strafbar
Lebenserhaltende Behandlungen, aktive Sterbehilfe und der Patientenwille
Patientenwille rechtfertigt auch aktives Tun zum Beenden ungewollter Behandlung
Sterbehilfe - Patientenwille rechtfertigt auch aktives Tun zum Beenden ungewollter Behandlung
Betreuungsrecht - Abbruch lebenserhaltender Behandlung auf der Grundlage des Patientenwillens ist nicht strafbar
tagesschau.de-Archiv (Pressebericht, 25.06.2010)
Lob und Kritik für Urteil zur Sterbehilfe
Abbruch lebenserhaltender Maßnahmen nicht strafbar
Zur Sterbehilfe
Telepolis (Pressemeldung, 25.06.2010)
Patientenverfügung gestärkt
spiegel.de (Pressebericht, 25.06.2010)
BGH-Urteil zu Sterbehilfe: Recht revolutionär
faktenundtipps.de (Kurzinformation)
Abbruch lebenserhaltender Maßnahmen auf der Grundlage des Patientenwillens nicht länger strafbar
Der Wille des Patienten zählt
streifler.de (Pressemitteilung)
anwaelte-spittelmarkt.de (Kurzinformation)
Der BGH stärkt den Patientenwillen
spiegel.de (Pressebericht)
Töten oder Sterbenlassen? (DER SPIEGEL 26/2010; 28.06.2010)
strafrecht-bundesweit.de (Kurzinformation)
Bundesgerichtshof stärkt Patientenwillen
lexmedblog.de (Kurzinformation)
Todkranke dürfen sterben
swp.de (Pressebericht, 26.06.2010)
"Der Anwalt hatte seinen spektakulären Prozess"
Abbruch lebenserhaltender Behandlungen: Patientenwille entscheidet
Abbruch lebenserhaltender Behandlungen auf Grundlage des Patientenwillens nicht strafbar
Vorsorgevollmachten und Patientenverfügungen
medizinrecht-blog.de (Kurzinformation)
Abbruch lebenserhaltender Behandlung auf Grundlage des Patientenwillens ist nicht strafbar
123recht.net (Pressemeldung, 25.6.2010)
Recht auf menschenwürdiges Sterben // Ärzte müssen bei Behandlungsabbruch keine Strafe fürchten
Sterbehilfe // Patientenverfügung
spiegel.de (Pressebericht zum Verfahren - vor Ergehen der Entscheidung, 02.06.2010)
Sterbehilfe: Bundesanwalt fordert Freispruch in Magensonden-Fall
Sterbehilfe: "Schneiden Sie den Schlauch durch!"
Besprechungen u.ä. (16)
Nothilfe durch Eingriff in Rechtsgüter des Angegriffenen? (Sascha Lanzrath, Folke große Deters; HRRS 4/2011, S. 161)
§ 216 StGB; § 1901a BGB
Zur Strafbarkeit des Abbruchs künstlicher Ernährung (Dr. Michael Kubiciel; ZJS 5/2010, 656)
Notare Bayern , S. 10 (Entscheidungsbesprechung)
Die Bedeutung der Patientenverfügung im strafrecht
beck-blog (Entscheidungsbesprechung)
Abbruch lebenserhaltender Behandlung auf Grundlage des Patientenwillens nicht strafbar
zeit.de (Pressekommentar)
Sterbehilfe: Ein Urteil im Sinne der Menschenwürde (Prof. Dr. Arthur Kreuzer; 25.06.2010)
Straflosigkeit des Abbruchs lebenserhaltender Behandlung
uni-wuerzburg.de (Fallmäßige Aufbereitung - für Studienzwecke)
Sterbehilfe-Fall
§ 212 StGB
Formen der Sterbehilfe, Aktive Sterbehilfe, Einwilligung, Patientenverfügung
Änderung der Rechtsprechung - Straflose Sterbehilfe auch bei Behandlungsabbruch durch aktives Tun
lto.de (Interview mit Bezug zur Entscheidung)
"Voraussetzungen zulässiger passiver Sterbehilfe erweitert" (Prof. Dr. Frank Saliger)
arthur-kreuzer.de (Entscheidungsbesprechung)
Freispruch für Rechtsanwalt im Kampf um menschenwürdiges Sterben (Prof. Dr. Arthur Kreuzer)
Sterbehilfe: Teleologische Reduktion des § 216 StGB statt Einwilligung! Oder: Vom Nutzen der Dogmatik (Prof. Dr. Tonio Walter; ZIS 2011, 76)
Gerechtfertigter Behandlungsabbruch und Abgrenzung von Tun und Unterlassen (Prof. Dr. Dieter Dölling; ZIS 2011, 345)
strafrechtsblogger.de (Entscheidungsbesprechung)
Stirb (jetzt nicht mehr) langsam!
lexmedblog.de (Kurzaufsatz mit Bezug zur Entscheidung)
Wenn es um Leben oder Tod geht - Ein Fallbeispiel zur Patientenverfügung
Freispruch im Sterbehilfe-Urteil: Patientenwille rechtfertigt auch Behandlungsabbruch durch aktives Tun
Abbruch der Behandlung unheilbar Kranker - Das Recht der so genannten Sterbehilfe (Prof. Dr. Wolfram Höfling)
Zusammenfassung von "Durchbruch ohne Dammbruch - Rechtssichere Neuvermessung der Grenzen strafloser Sterbehilfe" von Prof. Dr. Karsten Gaede, original erschienen in: NJW 2010, 2925 - 2928.
Kurznachricht zu "Anmerkung zum Urteil des BGH vom 25.06.2010, Az.: 2 StR 454/09 (Sterbehilfe durch Unterlassen ("Fall Putz"))" von RA/FAStrafR/FAMedR Dr. David Herrmann, original erschienen in: StRR 2010, 428 - 430.
Kurznachricht zu "Strafbarkeit der Sterbehilfe durch Behandlungsabbruch" von RA/FAStrafR/FAMedR Dr. David Herrmann, original erschienen in: ZAP 2010, 227 - 228.
Kurznachricht zu "Anmerkung zum Urteil des BGH vom 25.06.2010, Az.: 2 StR 454/09 (Rechtfertigung eines Behandlungsabbruchs durch entsprechenden tatsächlichen oder mutmaßlichen Patientenwillen)" von Notar Dr. Gregor Rieger, original erschienen in: NotBZ 2010, 452 - 459.
Kurznachricht zu "Sterbehilfe: Wer darf/muss die Behandlung abbrechen - Arzt, Pflegende, Betreuer?" von Prof. Dr. Annette Riedel und Prof. Konrad Stolz, original erschienen in: BtPrax 2011, 13 - 17.
Kurznachricht zu "Anmerkung zum Urteil des BGH vom 25.06.2010, Az.: 2 StR 454/09 (Sterbehilfe durch Behandlungsabbruch)" von Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Hans Joachim Hirsch, original erschienen in: JR 2011, 32 - 40.
Kurznachricht zu "Anmerkung zum Urteil des BGH vom 25.06.2010, Az.: 2 StR 454/09 (Sterbehilfe durch Unterlassen (Behandlungsabbruch))" von Prof. Dr. Gunnar Duttge, original erschienen in: MedR 2011, 32 - 38.
Kurznachricht zu "Anmerkung zum Urteil des BGH vom 25.06.2010, Az.: 2 StR 454/09 (Sterbehilfe durch Behandlungsabbruch)" von Christoph Mandla, original erschienen in: NStZ 2010, 698 - 699.
Zusammenfassung von "Anmerkung zum Urteil des BGH vom 25.06.2010, Az.: 2 StR 454/09 (Behandlungsabbruch und Selbstbestimmungsrecht)" von Not. Dr. Andreas Albrecht, original erschienen in: DNotZ 2011, 34 - 42.
Zusammenfassung von "Ein Grundsatzurteil? - Jedenfalls bitter nötig! - Besprechung der Sterbehilfeentscheidung des BGH 25. 6. 2010 - 2 StR 454/09 (Fall Fulda)" von Prof. Dr. Torsten Verrel, original erschienen in: NStZ 2010, 671 - 676.
Kurznachricht zu "Die Systematik der Sterbehilfearten" von Carola Uhlig und Prof. Dr. Jan C. Joerden, original erschienen in: Ad Legendum 2011, 369 - 376.
zis-online.com (Äußerung von Verfahrensbeteiligten und Aufsatz mit Bezug zur Entscheidung)
Strafrechtliche Aspekte der aktiven Sterbehilfe (Prof. Dr. Ruth Rissing-van Saan; ZIS 2011, 544)
law-journal.de , S. 3 (Äußerung von Verfahrensbeteiligten und Entscheidungsbesprechung)
Patientenverfügung und Sterbehilfe (Prof. Dr. Thomas Fischer; Bucerius Law Journal 1/2011, S. 1-2)
Kurznachricht zu "Der Tod als Mandant" von RA Wolfgang Putz, original erschienen in: DRiZ 2012, 326 - 329.
BGH, 18.08.2010 - 2 StR 454/09
BGHSt 55, 191
NJW 2010, 2963
NStZ 2010, 630
NStZ 2010, 698 (Ls.)
DNotZ 2011, 34
StV 2011, 277
FamRZ 2010, 1551
JR 2011, 316
JR 2011, 32
BVerwG, 02.03.2017 - 3 C 19.15
Zugang zu einem Betäubungsmittel, das eine schmerzlose Selbsttötung ermöglicht, …
Das gilt auch für die Ablehnung lebensverlängernder Maßnahmen (vgl. BGH, Urteil vom 25. Juni 2010 - 2 StR 454/09 - BGHSt 55, 191 Rn. 23).
Ohne Einwilligung des einwilligungsfähigen Patienten oder gegen den tatsächlich geäußerten oder mutmaßlichen Willen des einwilligungsunfähigen Patienten dürfen lebenserhaltende oder -verlängernde Maßnahmen weder eingeleitet noch fortgesetzt werden (BGH, Urteil vom 25. Juni 2010 a.a.O. Rn. 14 ff.;… Beschlüsse vom 6. Juli 2016 - XII ZB 61/16 - NJW 2016, 3297 Rn. 34 ff. …und vom 17. September 2014 - XII ZB 202/13 - BGHZ 202, 226 Rn. 14 f.).
Die Rechtslage ist erst 2010 höchstrichterlich geklärt worden (BGH, Urteil vom 25. Juni 2010 - 2 StR 454/09 - BGHSt 55, 191).
Die Rechtslage in der Zeit ab 1998 unterscheidet sich von der heutigen Rechtslage insofern, als heute - seit der Entscheidung BGHSt 55, 191 = FamRZ 2010, 1551 Rn. 28 ff. - ein Behandlungsabbruch (bei Vorliegen der weiteren Voraussetzungen) als straffrei angesehen wird, unabhängig davon, ob er durch Unterlassen der weiteren Behandlung oder durch aktives Tun, etwa durch Durchschneiden der versorgenden Schläuche, verwirklicht wird.
Beides wurde in den 90er Jahren strafrechtlich als Unterlassen angesehen (dazu explizit etwa BGHSt 40, 257 = NJW 1995, 204; die frühere Rechtslage darstellend auch BGHSt 55, 191 = FamRZ 2010, 1551 Rn. 27).
BGH, 17.09.2014 - XII ZB 202/13
Soweit der Betreuer und der behandelnde Arzt Einvernehmen darüber erzielen können, dass die Erteilung, die Nichterteilung oder der Widerruf der Einwilligung dem nach § 1901 a Abs. 2 BGB festgestellten Willen des Betroffenen entsprechen, werden die Entscheidungen des Betreuers nach § 1904 Abs. 4 BGB von der Genehmigungspflicht des Betreuungsgerichts ausgenommen (BT-Drucks. 16/8442 S. 18; vgl. auch BGHSt 55, 191 = FamRZ 2010, 1551 Rn. 17 sowie Bienwald/Sonnenfeld/Hoffmann Betreuungsrecht 5. Aufl. § 1904 BGB Rn. 137;… Jurgeleit/Kieß Betreuungsrecht 3. Aufl. § 1904 BGB Rn. 97;… Palandt/Götz BGB 73. Aufl. § 1904 Rn. 22;… HK-BUR/Bauer [Stand: Juni 2013] § 1904 BGB Rn. 96;… a.A. BtKomm/Roth E Rn. 24, demzufolge eine gerichtliche Genehmigung auch dann erforderlich ist, wenn Arzt und Betreuer übereinstimmend von einem mutmaßlichen Willen des Betroffenen ausgehen).
Nach neuer Rechtslage ist in § 1901 a Abs. 3 BGB klargestellt, dass es für die Verbindlichkeit des tatsächlichen oder mutmaßlichen Willens eines aktuell einwilligungsunfähigen Betroffenen nicht auf die Art und das Stadium der Erkrankung ankommt (BT-Drucks. 16/8442 S. 16; BGHSt 55, 191 = FamRZ 2010, 1551 Rn. 14 ff.;… Fröschle/Guckes/Kuhrke/Locher Betreuungs- und Unterbringungsverfahren § 298 FamFG Rn. 19).
Allerdings kommt die Berücksichtigung eines solchen mutmaßlichen Willen des Betroffenen nur hilfsweise in Betracht, wenn und soweit der wirkliche vor Eintritt der Einwilligungsunfähigkeit geäußerte Wille des Betroffenen nicht zu ermitteln ist (Senatsbeschluss BGHZ 154, 205 = FamRZ 2003, 748, 752; BGHSt 55, 191 = FamRZ 2010, 1551 Rn. 17).
Ein Rückgriff auf den mutmaßlichen Willen der Betroffenen wäre in Anbetracht dessen ausgeschlossen (vgl. auch BGHSt 55, 191 = FamRZ 2010, 1551 Rn. 5, 17).
Dies hat insbesondere zu gelten, wenn es beim Fehlen einer schriftlichen Patientenverfügung um die Feststellung eines in der Vergangenheit mündlich geäußerten Patientenwillens geht (vgl. auch BGHSt 55, 191 = FamRZ 2010, 1551 Rn. 38;… BGH Beschluss vom 10. November 2010 - 2 StR 320/10 - FamRZ 2011, 108 Rn. 12).
This applies irrespective of the fact that the interruption of the treatment has to be effected by actively stopping and switching off the medical device (Federal Court of Justice, judgment of 25 June 2010, 2 StR 454/09).
Diese haben jedoch fraglos als gesetzgeberische Entscheidung mittelbar eine Wirkung auch für das Strafrecht (vgl. auch BGH v. 25.6.2010 - 2 StR 454/09, NJW 2010, 2963, 2965).
BSG, 04.12.2014 - B 2 U 18/13 R
Gesetzliche Unfallversicherung - Hinterbliebenenrente - kein Leistungsausschluss …
Unter dem Eindruck des zur Straflosigkeit eines Behandlungsabbruchs ergangenen Urteils des BGH vom 25.6.2010 (2 StR 454/09) habe sie sich zusammen mit ihren Söhnen entschlossen, den Versicherten sterben zu lassen.
Die Staatsanwaltschaft Berlin habe das strafrechtliche Ermittlungsverfahren wegen eines Tötungsdelikts mangels hinreichenden Tatverdachts im Hinblick auf das Urteil des BGH vom 25.6.2010 - 2 StR 454/09 - nachvollziehbar eingestellt.
Allerdings ist die Norm des § 101 Abs. 1 SGB VII einschränkend im Wege der teleologischen Reduktion dahingehend auszulegen, dass jedenfalls bei einer strafrechtlich gerechtfertigten Sterbehilfe durch Behandlungsabbruch iS der neueren Rechtsprechung des BGH (Urteil vom 25.6.2010 - 2 StR 454/09 - BGHSt 55, 191 = NJW 2010, 2963) ein Leistungsausschluss nicht in Betracht kommt.
Dies gilt jedenfalls für Fälle der gerechtfertigten Sterbehilfe durch Behandlungsabbruch iS der Rechtsprechung des BGH (Urteil vom 25.6.2010 - 2 StR 454/09 - BGHSt 55, 191 = NJW 2010, 2963), denn für diesen Regelungsbereich ist § 101 Abs. 1 SGB VII einschränkend anzuwenden.
Arzt in Sterbehilfe-Prozess freigesprochen
BGH, 10.11.2010 - 2 StR 320/10
Versuchter Totschlag und rechtfertigender Behandlungsabbruch (erforderliches …
Zum rechtfertigenden Behandlungsabbruch auf der Grundlage des Patientenwillens nach den Grundsätzen der Senatsentscheidung vom 25. Juni 2010 (2 StR 454/09 - NJW 2010, 2963).
Das Vorgehen des Angeklagten war auch nicht als Behandlungsabbruch auf der Grundlage des Patientenwillens nach den Grundsätzen der Entscheidung des Senats vom 25. Juni 2010 gerechtfertigt (2 StR 454/09 - NJW 2010, 2963).
Im Übrigen weist der Senat darauf hin, dass in Fällen, in denen zukünftig ein rechtfertigender Behandlungsabbruch auf der Grundlage des Patientenwillens nach den Grundsätzen der Senatsentscheidung vom 25. Juni 2010 in Rede steht (2 StR 454/09 - NJW 2010, 2963), die Voraussetzungen der §§ 1901a, 1901b BGB - eingefügt durch Gesetz vom 29. Juli 2009 mit Wirkung vom 1. September 2009 und damit nach dem festgestellten Tatgeschehen - zu beachten sein werden.
BGH, 07.07.2011 - 5 StR 561/10
Verurteilung eines Berliner Schönheitschirurgen teilweise aufgehoben
Die Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs stellt zur Lösung der Abgrenzungsproblematik wertend auf den Schwerpunkt des Vorwurfs ab (vgl. BGH (GS), Beschluss vom 17. Februar 1954 - GSSt 3/53, BGHSt 6, 46, 59; BGH, Urteil vom 13. September 1994 - 1 StR 357/94, BGHSt 40, 257, 265 f.; BGH, Urteil vom 12. Juli 2005 - 1 StR 65/05, NStZ-RR 2006, 174; vgl. auch BGH, Urteil vom 25. Juni 2010 - 2 StR 454/09, NJW 2010, 2963, 2966, zur Aufnahme in BGHSt bestimmt).
VG Köln, 13.05.2014 - 7 K 254/13
Erwerb eines tödlichen Betäubungsmittels zum Zweck der Beendigung eines als …
Dagegen kommt eine rechtfertigende Einwilligung nicht für vorsätzliche lebensbeendende Handlungen in Betracht, die außerhalb eines Zusammenhangs mit einer medizinischen Behandlung vorgenommen werden, vgl. BGH, Urteil vom 25.06.2010 - 2 StR 454/09 - Rn. 33, 34 juris.
Insbesondere nach der Klarstellung in der Rechtsprechung des BGH, dass ein vom Willen des Patienten gedecktes Unterlassen, Begrenzen oder Beenden einer begonnenen lebenserhaltenden Behandlung als Sterbehilfe straflos bleibt, auch wenn der Behandlungsabbruch durch positives Tun bewirkt wird, vgl. BGH, Urteil vom 25.06.2010 - 2 StR 454/09 - BGHSt 55, 191 - juris, kann dem Selbstbestimmungsrecht in zahlreichen Fällen schwerster körperlicher Schäden Rechnung getragen werden.
LSG Berlin-Brandenburg, 07.11.2013 - L 3 U 36/12
Unfall - Witwenrente - Sterbegeld - Sterbehilfe - Wachkoma - appallisches Syndrom
OLG Naumburg, 22.08.2013 - 1 U 118/11
Arzthaftung: Versterben eines Wachkomapatienten nach Auftreten einer zusätzlichen …

References: § 212
 § 216
 § 13
 § 1901
 § 1901
 § 1904
 § 22
 § 25
 § 32
 § 34

§ 1901

§ 13
 § 25
 § 212
 § 216
 § 1901
 BGH 

§ 216
 § 1901

§ 212
 § 216
 BGH 
 BGH 
 BGH 
 BGH 
 BGH 
 BGH 
 BGH 
 § 1901
 § 1904
 § 1904
 § 1904
 § 1904
 § 1904
 § 1901
 § 298
 BGH 
 BGH 
 BGH 
 BGH 
 § 101
 BGH 
 BGH 
 § 101
 BGH