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Timestamp: 2016-10-24 10:41:38+00:00

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5C.121/2005 (06.02.2006)
5C.121/2005 /bnm
Feststellung der Erbunw�rdigkeit,
Berufung gegen das Urteil des Appellationsgerichts des Kantons Basel-Stadt vom 22. Dezember 2004.
E.________ wurde am 7. Februar 1907 geboren. Sie heiratete I.________, einen Industriellen aus Dresden. Die Ehe blieb kinderlos. Das Unternehmen des Ehemannes wurde nach dem zweiten Weltkrieg durch die Besatzungsmacht konfisziert, von den Ehegatten sp�ter in D�sseldorf und Glinde neu aufgebaut und alsdann von der Firma G.________ GmbH �bernommen. Wenige Jahre nach dem Tod ihres Ehemannes am 9. Februar 1967 liess sich E.________ in Basel nieder. Sie lebte in einer eigenen Wohnung, selbstst�ndig und ohne pflegerische Unterst�tzung. Am 8. oder 9. Dezember 1993 st�rzte sie in ihrer Wohnung schwer und blieb eine Zeit lang unversorgt liegen. Notfallm�ssig wurde sie in das B�rgerspital eingeliefert und am 10. Dezember 1993 in das private Alters- und Pflegeheim P.________ in Basel verlegt. Daselbst starb E.________ (im Folgenden: Erblasserin) am 9. Juli 1995. Gesetzliche Erben sind offenbar Nachkommen eines Bruders ihrer Mutter, eine Kusine bzw. deren Kinder. Die Erblasserin hatte in den letzten zwanzig bis dreissig Jahren ihres Lebens eine grosse Zahl von letztwilligen Verf�gungen getroffen. Ihr Nachlass umfasst Kunstgegenst�nde (vorab eine Gem�ldesammlung) und weiteres Verm�gen im Gesamtwert von mehreren Millionen Franken.
K.________ (fortan: Kl�ger) stammt aus einer Familie, die zum Freundes- oder Bekanntenkreis der Ehegatten E.________ und I.________ geh�rte. Gem�ss einem Testament vom 31. August 1987, dessen Original nicht vorliegt, setzte die Erblasserin ihn als Alleinerben ein. In einem Nachtrag zu diesem Testament best�tigte die Erblasserin am 10. M�rz 1991 die Erbeinsetzung des Kl�gers.
B.________ (hiernach: Beklagter) war ab 1991 f�r die Erblasserin als Rechtsanwalt t�tig. Es ging dabei um R�ckerstattungsanspr�che in der ehemaligen Deutschen Demokratischen Republik, insbesondere um eine Liegenschaft in Dresden. Die Erblasserin stellte dem Beklagten am 20. Oktober 1992 eine Anwaltsvollmacht aus, die sich �ber die bloss anwaltliche T�tigkeit hinaus auf die Besorgung ihrer Gesch�fte und auf ihre Betreuung insgesamt bezog. Der Beklagte wurde zu einer engen Bezugs- und Vertrauensperson der Erblasserin. In einem eigenh�ndigen Testament vom 16. November 1992 oder 1993 setzte die Erblasserin den Beklagten als ihren Alleinerben und Willensvollstrecker ein mit der Anweisung, dem Kl�ger ein Verm�chtnis auszurichten. Sie best�tigte mit Testament vom 2. Dezember 1993 die Einsetzung des Beklagten als Alleinerben und Willensvollstrecker, hingegen nicht das Verm�chtnis zu Gunsten des Kl�gers. Schliesslich widerrief die Erblasserin in einem Schreiben an den Beklagten vom 25. Februar 1995 alle fr�heren Vollmachten und Verf�gungen mit Ausnahme jener zu Gunsten des Beklagten.
Der Kl�ger focht die Einsetzung des Beklagten als Alleinerben und Willensvollstrecker der Erblasserin an. Die Prozesse betreffend das Testament vom 16. November 1992/1993 (Klage vom 12. April 2001) und betreffend das Schreiben der Erblasserin vom 25. Februar 1995 (Klage vom 25. Juni 2003) sind h�ngig, aber sistiert bis zum Urteil �ber die Klage vom 9. Juli 1996 mit den Begehren, die auf den 2. Dezember 1993 datierte letztwillige Verf�gung ung�ltig zu erkl�ren, eventualiter festzustellen, dass der Beklagte erbunw�rdig und damit auch unf�hig sei, Willensvollstrecker zu sein. Das angefochtene Testament hat folgenden Wortlaut:
Hiermit setze ich Herrn Rechtsanwalt Dr. B.________, wohnhaft in W.________, zu meinem Alleinerben f�r mein ganzes Verm�gen ein.
PS: Ich danke Ihnen f�r alles, was Sie f�r mich getan haben!
Das Zivilgericht Basel-Stadt hiess das Hauptklagebegehren gut und erkl�rte die letztwillige Verf�gung vom 2. Dezember 1993 f�r ung�ltig wegen Verf�gungsunf�higkeit und Willensm�ngeln der Erblasserin sowie wegen Sittenwidrigkeit. Einen Formmangel - R�ckdatierung - verneinte es. Auf die eventualiter beantragten Feststellungen trat das Zivilgericht nicht ein. Die ferner gestellten Herausgabebegehren verwies es in den Prozess betreffend das Testament vom 16. November 1992/1993 (Urteil vom 24. Oktober 2001). Das von beiden Parteien angerufene Appellationsgericht des Kantons Basel-Stadt verneinte die Ung�ltigkeit der letztwilligen Verf�gung vom 2. Dezember 1993. Es hiess das Eventualklagebegehren gut und stellte fest, dass der Beklagte gegen�ber der Erblasserin erbunw�rdig und unf�hig sei, das Amt des Willensvollstreckers auszu�ben. Bez�glich der weiteren Klagebegehren wurde das zivilgerichtliche Urteil best�tigt (Urteil vom 22. Dezember 2004).
Der Beklagte wie auch der Kl�ger haben gegen das Urteil des Appellationsgerichts je staatsrechtliche Beschwerde erhoben und eidgen�ssische Berufung eingelegt. Die Bundesrechtsmittel des Beklagten (Verfahren 5P.161/2005 und 5C.121/2005) richten sich gegen die Feststellung seiner Erbunw�rdigkeit und seiner Unf�higkeit, das Amt des Willensvollstreckers auszu�ben. Die Bundesrechtsmittel des Kl�gers (Verfahren 5P.160/2005 und 5C.120/2005) betreffen die Abweisung seiner Ung�ltigkeitsklage.
Der Beklagte beantragt mit seiner Berufung (5C.121/2005), das angefochtene Urteil sei dahin gehend neu zu fassen, die Ung�ltigkeitsklage werde abgewiesen, und es werde festgestellt, dass der Beklagte gegen�ber der Erblasserin erbw�rdig sowie f�hig sei, das Amt des Willensvollstreckers auszu�ben. Das Appellationsgericht hat auf Gegenbemerkungen verzichtet unter Hinweis auf sein Urteil. Der Kl�ger schliesst in seiner Berufungsantwort auf Abweisung, eventuell auf R�ckweisung der Sache zu erg�nzender Tatbestandsfeststellung. Im Anschluss daran hat der Beklagte das Gesuch gestellt, die pers�nlichkeits- und ehrverletzenden Behauptungen des Kl�gers aus dem Recht zu weisen, auf die neuen Tatsachenbehauptungen (Noven) nicht einzutreten oder ihm Gelegenheit zur Stellungnahme einzur�umen, eventuell Replik und Duplik einzuholen, falls das Bundesgericht auf die betreffenden Vorbringen und Behauptungen des Kl�gers eintreten und abstellen sollte. Der Kl�ger hat zu diesem Verfahrensantrag kurz Stellung genommen. Dem Beklagten ist davon wiederum Kenntnis gegeben worden.
Mit Urteil vom heutigen Tag hat die II. Zivilabteilung des Bundesgerichts die gleichzeitig gegen das n�mliche Urteil erhobene staatsrechtliche Beschwerde des Beklagten abgewiesen, soweit darauf eingetreten werden konnte (5P.161/2005).
Als Berufungsantr�ge formuliert der Beklagte eigene neue Feststellungsbegehren (vgl. Art. 55 Abs. 1 lit. b OG), will damit aber - wie im kantonalen Verfahren - lediglich Antrag auf Abweisung des Eventualklagebegehrens stellen (S. 43 Rz. 188 der Berufungsschrift). Der Antrag ist zul�ssig (BGE 90 II 476 E. 1 S. 479) gleichwie der Verweis auf die Rechtsgutachten als Teil der Berufungsbegr�ndung (Art. 55 Abs. 1 lit. c OG; BGE 105 II 1 E. 1 S. 3; 127 III 1 E. 2 S. 4).
Im Berufungsverfahren ist das Bundesgericht an die tats�chlichen Feststellungen der letzten kantonalen Instanz gebunden, ausser sie beruhten offensichtlich auf Versehen, w�ren unter Verletzung bundesrechtlicher Beweisvorschriften zustande gekommen (Art. 63 Abs. 2 OG) oder zu erg�nzen (Art. 64 OG). Das Vorbringen neuer Tatsachen ist in der Berufung wie auch in der Berufungsantwort unzul�ssig (Art. 55 Abs. 1 lit. c und Art. 59 Abs. 3 OG). Das Bundesgericht kann deshalb auf die angeblich unzul�ssigen bzw. neuen Tatsachenbehauptungen und Vorbringen des Kl�gers in dessen Berufungsantwort nicht abstellen, so dass der f�r den gegenteiligen Fall gestellte Verfahrensantrag des Beklagten auf Durchf�hrung eines weiteren Schriftenwechsels abzuweisen ist. Anordnungen in formeller Hinsicht, wie die Wegweisung einzelner Worte oder Satzteile aus der Berufungsantwort o.�., dr�ngen sich nicht auf. Es gen�gt hier die Feststellung, dass eine allenfalls ungeb�hrliche und erg�nzende Sachdarstellung des Kl�gers unber�cksichtigt bleibt (vgl. Art. 30 Abs. 3 OG; Messmer/Imboden, Die eidgen�ssischen Rechtsmittel in Zivilsachen, Z�rich 1992, S. 29 Anm. 6). Zul�ssig in der Berufungsantwort sind die kl�gerischen Sachverhaltsr�gen gem�ss Art. 63 Abs. 2 und Art. 64 OG (M�nch, Berufung und zivilrechtliche Nichtigkeitsbeschwerde, in: Prozessieren vor Bundesgericht, 2.A. Basel 1998, N. 4.95 S. 156/157). Ein eigenst�ndiger Eventualantrag auf R�ckweisung w�re dabei freilich nicht erforderlich gewesen, da eine R�ckweisung gegebenenfalls auch ohne Parteiantrag von Amtes wegen anzuordnen ist (Messmer/Imboden, a.a.O., N. 127 S. 171 bei/in Anm. 6).
Die weiteren Zul�ssigkeitsvoraussetzungen geben zu keinen Bemerkungen Anlass. Auf die Berufung kann eingetreten werden.
Die beiden kantonalen Urteile stehen vor dem Hintergrund der Erbschleicherei. Das Zivilgericht hat Sittenwidrigkeit bejaht und das Testament vom 2. Dezember 1993 f�r ung�ltig erkl�rt, weil es durch offensichtliche Erbschleicherei zustande gekommen sei (E. 5.3.1 S. 20 des angefochtenen Urteils), und das Appellationsgericht ist gest�tzt auf dieselben Tatsachenfeststellungen von Erbunw�rdigkeit des Beklagten ausgegangen (E. 6 S. 23 ff. das angefochtenen Urteils).
Wer auf unredliche oder unmoralische Weise zu einer Erbschaft zu gelangen versucht, wird gemeinhin als "Erbschleicher" bezeichnet (vgl. zum Stichwort: Metzger, Schweizerisches juristisches W�rterbuch, Basel 2005, S. 178). Das Gesetz erfasst "Erbschleicherei" weder als eigenen Ung�ltigkeitsgrund im Sinne von Art. 519 ZGB noch ausdr�cklich als Erbunw�rdigkeitsgrund gem�ss Art. 540 ZGB. Es wird vertreten, dass in ganz schweren F�llen der Erbschleicherei etwa eine strenge Beurteilung der Testierf�higkeit, die Annahme eines Willensmangels, der Erbunw�rdigkeit nach Art. 540 Abs. 1 Ziff. 3 ZGB oder sogar der Unsittlichkeit helfen k�nne (Spiro, Certum debet esse consilium testantis?, FS Druey, Z�rich 2002, S. 259 ff., S. 261).
Unw�rdig, Erbe zu sein oder aus einer Verf�gung von Todes wegen irgendetwas zu erwerben, ist gem�ss Art. 540 Abs. 1 ZGB, wer vors�tzlich und rechtswidrig den Tod des Erblassers herbeigef�hrt oder herbeizuf�hren versucht hat (Ziff. 1), wer den Erblasser vors�tzlich und rechtswidrig in einen Zustand bleibender Verf�gungsunf�higkeit gebracht hat (Ziff. 2), wer den Erblasser durch Arglist, Zwang oder Drohung dazu gebracht oder daran verhindert hat, eine Verf�gung von Todes wegen zu errichten oder zu widerrufen (Ziff. 3), oder wer eine Verf�gung von Todes wegen vors�tzlich und rechtswidrig unter Umst�nden, die dem Erblasser deren Erneuerung nicht mehr erm�glichten, beseitigt oder ung�ltig gemacht hat (Ziff. 4). Gem�ss Art. 540 Abs. 2 ZGB wird die Erbunw�rdigkeit durch Verzeihung des Erblassers aufgehoben.
Das Appellationsgericht hat dem Beklagten vorgehalten, er habe die ihn unter den gegebenen Umst�nden treffende Aufkl�rungspflicht gegen�ber der Erblasserin nicht erf�llt und sie etwas tun lassen, das er h�tte verhindern k�nnen und m�ssen (E. 6.3 und E. 6.4 S. 24 ff.). Es ist davon ausgegangen, der Beklagte habe die Erblasserin arglistig daran gehindert, eine neue, anders lautende Verf�gung von Todes wegen zu errichten bzw. diejenige vom 2. Dezember 1993 zu widerrufen (E. 6.5 S. 27 des angefochtenen Urteils). Nach Auffassung des Appellationsgerichts hat damit der Erbunw�rdigkeitsgrund im Sinne von Art. 540 Abs. 1 Ziff. 3 ZGB vorgelegen, und zwar in der Variante des Verhinderns und nicht des Bewirkens der Errichtung oder des Widerrufs einer Verf�gung von Todes wegen. In rechtlicher Hinsicht ist Folgendes vorauszuschicken:
3.1 Entgegen der Darstellung des Beklagten besteht zwischen der Abweisung der Ung�ltigkeitsklage und der Annahme des erw�hnten Erbunw�rdigkeitsgrundes kein innerer Widerspruch (S. 12 f. Rz. 43-46 der Berufungsschrift). Die verneinten Ung�ltigkeitsgr�nde betreffen die Phase der Errichtung bzw. des Zustandekommens des Testaments vom 2. Dezember 1993, w�hrend der bejahte Erbunw�rdigkeitsgrund zeitlich daran anschliesst, indem verhindert worden sein soll, dass die Erblasserin das Testament vom 2. Dezember 1993 widerrufen oder neu und anders verf�gt hat. Der Erbunw�rdigkeitsgrund des arglistigen Verhinderns im Sinne von Art. 540 Abs. 1 Ziff. 3 ZGB erg�nzt in diesem Bereich die Ung�ltigkeitsklage (z.B. aus der kantonalen Praxis: ZR 77/1978 Nr. 21, E. VII S. 45 f.).
3.2 Erbunw�rdig macht das Verhindern am Errichten oder Widerrufen einer Verf�gung von Todes wegen. Die Verhinderung muss dauernd sein. Sie setzt nicht die tats�chliche Unm�glichkeit, letztwillig zu verf�gen, voraus. Es gen�gt, dass der Erblasser subjektiv eine andere Verf�gungsm�glichkeit nicht kannte, obwohl sie objektiv vielleicht bestand (vgl. Tuor/Picenoni, Berner Kommentar, 1964, N. 24 zu Art. 540/541 ZGB). Die Verhinderung ist durch physische Gewalt m�glich, kann aber auch - im Falle der Arglist wohl stets - durch geistige Beeinflussung stattfinden, die dann freilich bis zum Tod des Erblassers aufrechterhalten bleiben muss (vgl. Escher, Z�rcher Kommentar, 1960, N. 11 zu Art. 540 ZGB). Entgegen der Darstellung des Beklagten muss die Verhinderung nicht in einem "aktiven Hinwirken" bestehen (S. 24 f. Rz. 98-100 der Berufungsschrift). Das Verhindern kann, wie es das Appellationsgericht angenommen hat, in einem Unterlassen bestehen, z.B. im Ausn�tzen einer beim Erblasser vorhandenen Fehlvorstellung, die der Erbunw�rdige korrigieren k�nnte und m�sste (vgl. Schwander, Basler Kommentar, 2003, N. 15 zu Art. 540 ZGB). Dass "verhindert" (Art. 540 Abs. 1 Ziff. 3 ZGB), wer unt�tig bleibt, obwohl er handeln k�nnte und m�sste, ist Hauptanwendungsfall der vorstellbaren Beispiele von Erbunw�rdigkeit (vgl. etwa Escher, a.a.O., N. 11 a.E, und in der ersten Auflage von 1912, N. 6c/bb, je zu Art. 540 ZGB).
3.3 Erbunw�rdigkeit setzt "Arglist" voraus. Der Begriff der Arglist stimmt mit dem Begriff "arglistiger T�uschung" in Art. 469 ZGB �berein (Tuor/Picenoni, a.a.O., N. 26 zu Art. 540/541 ZGB; Escher, a.a.O., N. 12, und Schwander, a.a.O., N. 14, je zu Art. 540 ZGB; zuletzt: Steinauer, Le droit des successions, Bern 2006, N. 938 S. 456). Arglist kann in der Erregung oder der Benutzung einer schon vorhandenen falschen Vorstellung beim Erblasser bestehen (Escher, Z�rcher Kommentar, 1959, N. 10, und Tuor, Berner Kommentar, 1952, N. 24, je zu Art. 469 ZGB; Steinauer, a.a.O., N. 342 S. 195). Seine gegenteilige Auffassung st�tzt der Beklagte auf die Lehrmeinung von Piotet (S. 15 ff. Rz. 55-97 der Berufungsschrift). Danach soll die Erbunw�rdigkeit in den F�llen nicht zugelassen werden, wo die Enterbung gem�ss Art. 477 ZGB unm�glich ist (in: SJK 774, 1983, Ziff. III/C S. 4), und der Begriff der Arglist derart einschr�nkend ausgelegt werden, dass Art. 540 Abs. 1 Ziff. 3 ZGB nur dann Anwendung findet, wenn die Arglist entweder einem Verbrechen oder einer Verletzung familienrechtlicher Pflichten im Sinne von Art. 477 ZGB entspricht (in: Erbrecht, SPR IV/2, Basel 1981, � 73/II/D S. 566 f.).
Die Erbunw�rdigkeit ist unter dem Titel "Die Er�ffnung des Erbganges" eingeordnet (Art. 537 ff. ZGB). Sie betrifft somit weder die Verf�gungsf�higkeit (Art. 467-469 ZGB) noch die Verf�gungsfreiheit (Art. 470-480 ZGB) des Erblassers, sondern die Voraussetzungen auf Seiten des Erben, Erbe zu sein und aus Verf�gungen von Todes wegen zu erwerben (Art. 539 ff. ZGB). Die Erbunw�rdigkeit hat in den F�llen der Ziff. 1 und 2 zwar Gemeinsamkeiten mit der Enterbung gem�ss Art. 477 ZGB ("schwere Straftat"). Im Fall der Ziff. 3 aber, dem - anders als im Entwurf von 1895 (Art. 432) - kein Enterbungsgrund entspricht, stimmt sie praktisch w�rtlich mit dem Ung�ltigkeitsgrund gem�ss Art. 519 Abs. 1 Ziff. 2 i.V.m. Art. 469 ZGB ("Willensmangel") �berein. Die Erbunw�rdigkeit bezweckt deshalb sowohl, dort den erbrechtlichen Erwerb zu verhindern, wo der Erblasser nicht imstande ist, eine Enterbung anzuordnen (vgl. Escher, a.a.O., 1960, N. 6 zu Art. 540 ZGB), als auch den erblasserischen Willen und Willensausdruck gegen jeden Angriff von aussen zu sichern (vgl. Tuor/Picenoni, a.a.O., N. 10 zu Art. 540/541 ZGB). Von ihrem Zweck her darf nicht verallgemeinernd gefolgert werden, Erbunw�rdigkeit setze begriffsnotwendig die Erf�llung eines Straftatbestands im Sinne der Enterbung voraus.
Wesentlich sind indessen nicht die Gemeinsamkeiten. Entscheidend ist vielmehr der Hauptunterschied zwischen den Rechtsinstituten. Er liegt vorab darin, dass Erbunw�rdigkeit - im Gegensatz zur Enterbung auf Anordnung des Erblassers (Art. 477 ZGB) und zur Ung�ltigerkl�rung auf Klage (Art. 519 Abs. 1 ZGB) - von Gesetzes wegen eintritt und durch Beh�rden und Gerichte von Amtes wegen zu ber�cksichtigen ist (vgl. Schwander, a.a.O., N. 22 Abs. 4 und N. 24 zu Art. 540 ZGB). An der Erbunw�rdigkeit besteht insoweit ein allgemeines Interesse. Es ist deshalb nicht der Begriff der Arglist im Sinne von Art. 540 Abs. 1 Ziff. 3 ZGB eng auszulegen. Arglist kann auch hier im Bewirken oder Ausn�tzen einer schon vorhandenen falschen Vorstellung beim Erblasser bestehen. Zus�tzlich muss dieses Bewirken oder Ausn�tzen auf Grund s�mtlicher Umst�nde des konkreten Einzelfalls eine schwere Verfehlung gegen den Erblasser bedeuten, die nach dem Empfinden der Allgemeinheit als unertr�glich erscheint und zu missbilligen ist. Dass das Verhalten des Erben einen Straftatbestand erf�llt, mag einen Anhaltspunkt f�r die Schwere der Einflussnahme auf den erblasserischen Willen abgeben, ist aber nicht notwendig.
3.4 Im Gegensatz zu den anderen Erbunw�rdigkeitsgr�nden gem�ss Art. 540 Abs. 1 ZGB wird in Ziff. 3 Vorsatz und Rechtswidrigkeit des Handelns bzw. Unterlassens nicht ausdr�cklich erw�hnt. Die beiden Voraussetzungen sind indessen regelm�ssig erf�llt, wenn durch Arglist, Zwang oder Drohung die Errichtung oder der Widerruf einer Verf�gung von Todes wegen bewirkt oder verhindert wird (vgl. Escher, a.a.O., 1960, N. 7 zu Art. 540 ZGB). Einer gesonderten Pr�fung namentlich des Vorsatzes bedarf es diesfalls - entgegen der Darstellung des Beklagten (S. 42 Rz. 184 f. der Berufungsschrift) - nicht.
3.5 Die Verhinderung im Sinne von Art. 540 Abs. 1 Ziff. 3 ZGB muss kausal daf�r sein, dass der Erblasser eine Verf�gung von Todes wegen nicht errichtet oder nicht widerrufen hat (Escher, a.a.O., 1960, N. 11 zu Art. 540 ZGB; Tuor/Picenoni, a.a.O., N. 26 zu Art. 540/541 ZGB). Besteht das Verhindern in einer Unterlassung, bestimmt sich der Kausalzusammenhang danach, ob der Erblasser eine Verf�gung von Todes wegen errichtet oder widerrufen h�tte, wenn die unterlassene Handlung vorgenommen worden w�re. Es geht um einen hypothetischen Kausalverlauf, f�r den nach den Erfahrungen des Lebens und dem gew�hnlichen Lauf der Dinge eine �berwiegende Wahrscheinlichkeit sprechen muss. Wird die hypothetische Kausalit�t ausschliesslich gest�tzt auf die allgemeine Lebenserfahrung ermittelt und nicht gest�tzt auf Beweismittel, unterliegt sie der �berpr�fung im Berufungsverfahren (allgemein: BGE 115 II 440 E. 5b S. 448 f.; f�r einen Fall unterlassener Aufkl�rung: BGE 124 III 155 E. 3d S. 165 f.).
Nach Abweisung der Willk�rbeschwerde, die der Beklagte gegen die Beweisw�rdigung erhoben hat, muss von folgendem, verbindlich festgestellten Sachverhalt ausgegangen werden:
4.1 Der Beklagte ist ab 1991 der Anwalt der Erblasserin gewesen und hat mit ihr auch erbrechtliche Fragen besprochen. Bei der Frage nach ihren Nachlassw�nschen soll die Erblasserin zu ihm gesagt haben: "Das sind Sie" (vgl. E. 3 des Beschwerdeurteils). Im April 1994 hat der Beklagte vom Testament und von seiner Einsetzung als Alleinerbe Kenntnis erhalten und das Testament vom 2. Dezember 1993 mitgenommen (vgl. E. 7 des Beschwerdeurteils).
4.2 �ber die ihm als mandatiertem Anwalt zukommende Vertrauensstellung hinaus hat der Beklagte grossen Einfluss auf die Erblasserin gehabt und ausge�bt. Die Erblasserin ist zu ihm nicht bloss in einem Vertrauensverh�ltnis gestanden, sondern weitergehend in einem eigentlichen Abh�ngigkeitsverh�ltnis. Mit st�ndigen Geschenken hat sie die Freundschaft und Zuneigung des Beklagten erwerben und erhalten wollen. Der Beklagte war beinahe die einzige Bezugsperson der Erblasserin (vgl. E. 4 des Beschwerdeurteils). Er hat sich bem�ht, seine Einflussm�glichkeiten und die Bindung der Erblasserin, die in dieser Intensit�t zu keiner anderen Person als ihm bestanden hat, sicherzustellen und von Seiten Dritter nicht st�ren zu lassen (vgl. E. 6 des Beschwerdeurteils).
4.3 Die Erblasserin ist davon ausgegangen, die Zuwendung des Beklagten ihr gegen�ber entspringe echter Freundschaft und Zuneigung, und in diesem Zusammenhang steht die Einsetzung des Beklagten als Alleinerben. Der Beklagte hingegen hat nicht aus Freundschaft gehandelt, sondern sich bereichern wollen. Seine wahren Absichten sind der Erblasserin verborgen geblieben (vgl. E. 5 des Beschwerdeurteils).
Das Appellationsgericht hat - seine Gesamtw�rdigung (E. 6 S. 23 ff.) zusammenfassend - angenommen, der Beklagte habe die Erblasserin angesichts gezielter Ausn�tzung des bestehenden Abh�ngigkeitsverh�ltnisses, durch Unterlassen jeglicher Aufkl�rung sowie unter Mitnahme des Testaments daran gehindert, eine neue, anders lautende Verf�gung von Todes wegen zu errichten bzw. diejenige vom 2. Dezember 1993 zu widerrufen, auch wenn es der Erblasserin theoretisch m�glich gewesen w�re, das Testament vom 2. Dezember 1993 nachtr�glich wieder aufzuheben und anders zu verf�gen (E. 6.5 S. 27 des angefochtenen Urteils). Viele einzelne Elemente - wie z.B. auch die Mitnahme des Testaments im April 1994 - haben in der Beurteilung des Appellationsgerichts ein Gesamtbild �ber das Verhalten des Beklagten und dessen Verh�ltnis zur Erblasserin ergeben und die Annahme von Erbunw�rdigkeit begr�ndet. Zur Hauptsache hat das Appellationsgericht das Verhindern im Sinne von Art. 540 Abs. 1 Ziff. 3 ZGB aber darin gesehen, dass der Beklagte die ihn treffende Pflicht zur Aufkl�rung unterlassen hat und dass er die Erblasserin etwas hat tun lassen, das er h�tte verhindern k�nnen und m�ssen (E. 6.3 und E. 6.4 S. 24 ff. des angefochtenen Urteils).
Wor�ber der Beklagte h�tte aufkl�ren m�ssen, l�sst sich dem angefochtenen Urteil - entgegen der Darstellung des Beklagten (S. 27 ff. Rz. 113-123 der Berufungsschrift) - entnehmen. Danach hatte der Beklagte die Pflicht, die Erblasserin von der Unzul�ssigkeit und Unzweckm�ssigkeit der getroffenen Nachlassregelung zu �berzeugen und ihr andere L�sungen aufzuzeigen. Zumindest h�tte er sie auf seinen Interessenkonflikt hinweisen und sie zu einem anderen, unabh�ngigen Berater schicken m�ssen (E. 6.3 S. 25 des angefochtenen Urteils). Wie der Beklagte mit Grund geltend macht (S. 33 f. Ziff. 143-146 der Berufungsschrift), steht die Frage der Kausalit�t der Unterlassung im Vordergrund, d.h. die Frage, ob die Erblasserin ihr Testament vom 2. Dezember 1993 widerrufen oder neu und anders letztwillig verf�gt h�tte, wenn sie vom Beklagten zumindest �ber seinen Interessenkonflikt aufgekl�rt und zu einem unabh�ngigen Berater geschickt worden w�re (vgl. E. 3.5 hiervor).
Gem�ss den verbindlichen Feststellungen des Appellationsgerichts steht die Erbeinsetzung im Zusammenhang mit der Annahme der Erblasserin, "die Zuwendung des Beklagten ihr gegen�ber entspringe echter Freundschaft und Zuneigung" (E. 5.2.6 S. 19 des angefochtenen Urteils; vgl. E. 4.3 hiervor). In Anbetracht dessen erscheint es nach allgemeiner Lebenserfahrung als eher fraglich, ob die unterlassene Aufkl�rung �ber eine Interessenkollision oder die fehlende Beratung durch einen Dritten ad�quat kausal daf�r war, dass die Erblasserin ihr Testament vom 2. Dezember 1993 nicht widerrufen bzw. danach nicht anders verf�gt hat. Die Frage kann aus nachstehendem Grund offen bleiben (E. 6 sogleich). Ausgangspunkt und entscheidend ist die erw�hnte Fehlvorstellung der Erblasserin �ber ihr Verh�ltnis zum Beklagten und dessen Verhalten ab April 1994 der Erblasserin gegen�ber.
Es bleibt zu pr�fen, ob eine Erbunw�rdigkeit darin begr�ndet liegt, dass der Beklagte die Erblasserin als seine Klientin in der Fehlvorstellung belassen hat, seine Bem�hungen beruhten auf echter Freundschaft und Zuneigung, und ihr nicht klargelegt hat, dass es sich dabei um seine Gegenleistung f�r die Bezahlung des von ihm in Rechnung gestellten Anwaltshonorars handle.
6.1 Nach dem Gesagten ist ein Verhindern im Sinne des Art. 540 Abs. 1 Ziff. 3 ZGB auch durch blosses Unterlassen m�glich, namentlich durch unterlassene Aufkl�rung, wo h�tte aufgekl�rt werden k�nnen und m�ssen (E. 3.2 hiervor). Eine Pflicht zur Aufkl�rung hat das Appellationsgericht aus Auftrags- und Berufsrecht abgeleitet und im Hinblick auf die Rolle des Beklagten als Anwalt der Erblasserin bejaht (E. 6.3. S. 25). Selbstst�ndige Mitteilungspflichten k�nnen sich aus dem Gebot ergeben, nach Treu und Glauben zu handeln (Merz, Berner Kommentar, 1962/66, N. 262 f. zu Art. 2 ZGB). Wann dies zutrifft, ist im konkreten Einzelfall zu bestimmen. Massgebende Kriterien sind unter anderem das Vorliegen eines besonderen Vertrauensverh�ltnisses oder eines Dauerschuldverh�ltnisses, der Grad der Erkennbarkeit und die Schwere des Mangels (Hausheer/Jaun, Die Einleitungsartikel des ZGB, Bern 2003, N. 61 zu Art. 2 ZGB, bei Anm. 95; vgl. Honsell, Basler Kommentar, 2002, N. 16 zu Art. 2 ZGB).
Eine Pflicht des Beklagten zur Aufkl�rung muss auf Grund der verbindlichen Feststellungen des Appellationsgerichts bejaht werden. Danach hat zwischen dem Beklagten und der Erblasserin ein Vertrauensverh�ltnis von rund vier Jahren - ab 1991 bis zum Tod der Erblasserin am 9. Juli 1995 - Dauer bestanden. Der Beklagte war in dieser Zeit beinahe die einzige Bezugsperson der Erblasserin. Aus der Sicht der Erblasserin ist es dabei nicht bloss um eine Arbeitsbeziehung zwischen ihr als Klientin und ihm als Anwalt gegangen. Sie hat dem Verh�ltnis eine weitergehende Bedeutung beigemessen und ihr Verst�ndnis durch grossz�gige Schenkungen an den Beklagten offenbart. Er selber hat ebenfalls Freundschaft behauptet, sich gem�ss den verbindlichen Feststellungen des Appellationsgerichts aber bereichern wollen.
Unter diesen Umst�nden w�re der Beklagte verpflichtet gewesen, die Erblasserin �ber sein tats�chliches Verh�ltnis zu ihr aufzukl�ren. Er hat seine Pflicht verletzt, und zwar dauernd, zumal die Fehlvorstellung der Erblasserin �ber ihr Verh�ltnis zum Beklagten bis zum Tod bestanden hat. Dass sie die theoretische M�glichkeit gehabt h�tte, auch anders zu verf�gen, ist rechtlich belanglos. Entscheidend ist, dass durch unterlassene Aufkl�rung ihre falsche Vorstellung �ber das Verhalten des Beklagten ihr gegen�ber bis zum Schluss aufrechterhalten geblieben ist, wie das im �brigen durch ihr Schreiben vom 25. Februar 1995 belegt wird, in dem sie alle fr�heren Vollmachten und Verf�gungen mit Ausnahme jener zu Gunsten des Beklagten widerrufen hat.
6.2 Arglist gem�ss Art. 540 Abs. 1 Ziff. 3 ZGB kann im Ausn�tzen einer schon vorhandenen falschen Vorstellung beim Erblasser bestehen, soweit dieses Ausn�tzen auf Grund s�mtlicher Umst�nde des konkreten Einzelfalls eine schwere Verfehlung gegen den Erblasser bedeutet (E. 3.3 hiervor). Gem�ss den Feststellungen des Appellationsgerichts ist der Beklagte seiner Aufkl�rungspflicht auch dann nicht nachgekommen, als er im April 1994 von seiner testamentarischen Einsetzung als Alleinerbe Kenntnis erhalten hat. In Anbetracht des mehrj�hrigen Vertrauensverh�ltnisses, der Schenkungen - neben der Bezahlung des Anwaltshonorars - an den Beklagten von Seiten der Erblasserin und deren festgestellten Abh�ngigkeit von ihm erscheint die unterlassene Aufkl�rung verbunden mit Bereicherungsabsicht als schwere Verfehlung des Beklagten, welche als unertr�glich erscheint und zu missbilligen ist.
6.3 Die Voraussetzung des Vorsatzes (E. 3.4 hiervor) ist erf�llt, zumal der Beklagte als Grundlage seiner Beziehung zur Erblasserin - �bereinstimmend mit ihr - "Freundschaft" behauptet hat, sich in Wirklichkeit aber hat bereichern wollen. Es gen�gt das Bewusstsein, dass die Erblasserin ihr Testament vom 2. Dezember 1993 nicht widerrufen oder anders und neu verf�gen w�rde, solange ihre Vorstellung �ber ihr Verh�ltnis zum Beklagten erhalten bleibt.
6.4 Vor dem Hintergrund des Verh�ltnisses zwischen dem Beklagten und der Erblasserin ist nach allgemeiner Lebenserfahrung anzunehmen, die unterlassene Aufkl�rung sei kausal daf�r gewesen, dass die Erblasserin ihr Testament vom 2. Dezember 1993 nicht widerrufen und nicht neu und anders verf�gt hat (vgl. E. 3.5 hiervor).
6.5 Aus den dargelegten Gr�nden verletzt es kein Bundesrecht, dass das Appellationsgericht festgestellt hat, der Beklagte sei erbunw�rdig. Bei diesem Ergebnis ist nicht bestritten, dass der Beklagte das Amt des Willensvollstreckers nicht aus�ben kann (S. 43 Rz. 186 f. der Berufungsschrift), und auf weitere Vorbringen des Beklagten ist nicht mehr einzugehen. Die Berufung muss insgesamt abgewiesen werden, soweit darauf eingetreten werden kann. Entgegen der Annahme des Beklagten steht die Bejahung der Erbunw�rdigkeit im vorliegenden Fall nicht ausserhalb jeglicher Rechtsordnung. Die Beispiele, die sich in Lehre und Praxis zum schweizerischen Recht finden lassen, m�gen zwar sp�rlich sein. Auch in ausl�ndischen Rechtsordnungen wird jedoch die rechtswidrige Beeintr�chtigung des freien erblasserischen Willens als Erbunw�rdigkeitsgrund erfasst (z.B. in � 2339 des deutschen BGB, in � 542 des �sterreichischen ABGB und in Art. 463 des italienischen CC, nicht hingegen in den Art. 727 ff. des franz�sischen CC). In der Lehre wird der mit dem vorliegenden �hnliche Fall er�rtert, wo gerichtlich auf Erbunw�rdigkeit erkannt wurde, weil eine Ehefrau ihr fortdauerndes ehewidriges Verh�ltnis in Kenntnis der Tatsache verschwieg, dass ihr Ehemann im Vertrauen auf ihre eheliche Treue eine Verf�gung von Todes wegen zu ihren Gunsten errichtet hat (vgl. Lange/ Kuchinke, Lehrbuch des Erbrechts, 4.A. M�nchen 1995, S. 145 Anm. 32, mit Hinweisen, zuletzt: Helms, M�nchener Kommentar, 2004, N. 25 zu � 2339 BGB; �hnlich f�r �sterreich: Kralik, Das Erbrecht, Wien 1983, S. 38 f.; f�r Italien: Palazzo, Le successioni, I, Milano 1996, S. 217, und Cian/Trabucchi, Commentario breve al Codice civile, Padova 2005, N. V/1 zu Art. 463 CC, je mit Hinweisen auch zum Fall der Erbschleicherei).
Der unterliegende Beklagte wird kosten- und entsch�digungspflichtig (Art. 156 Abs. 1 und Art. 159 Abs. 1 und 2 OG).
Der Antrag des Beklagten auf Durchf�hrung eines weiteren Schriftenwechsels wird abgewiesen.
Die Gerichtsgeb�hr von Fr. 40'000.-- wird dem Beklagten auferlegt.
Der Beklagte hat den Kl�ger f�r das bundesgerichtliche Verfahren mit Fr. 50'000.-- zu entsch�digen.

References: Art. 55
 BGE 
 Art. 59
 Art. 30
 Art. 63
 Art. 64
 Art. 519
 Art. 540
 Art. 540
 Art. 540
 Art. 540
 Art. 540
 Art. 540
 Art. 540
 Art. 540
 Art. 540
 Art. 540
 Art. 469
 Art. 540
 Art. 540
 Art. 469
 Art. 477
 Art. 540
 Art. 477
 Art. 477
 Art. 519
 Art. 469
 Art. 540
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 Art. 540
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 Art. 540
 Art. 540
 BGE 
 BGE 
 Art. 540
 Art. 540
 Art. 2
 Art. 2
 Art. 2
 Art. 540
 Art. 463
 Art. 727
 Art. 463
 Art. 159