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Timestamp: 2016-10-25 13:54:30+00:00

Document:
108 IV 25
108 IV 258. Auszug aus dem Urteil des Kassationshofes vom 25. M�rz 1982 i.S. F. gegen Staatsanwaltschaft des Kantons Z�rich (Nichtigkeitsbeschwerde)
Art. 251 CP. Les livres et pi�ces de comptabilit� commerciale doivent �tre exacts non seulement sur le plan formel, mais �galement du point de vue mat�riel (Art. 957 CO). Celui qui, en usant de traites et de ch�ques de complaisance, parvient, les jours de contr�le, � transformer un compte bancaire d�biteur en un compte cr�diteur et qui de la sorte fait appara�tre dans la comptabilit� un �tat de fortune ne correspondant pas � la r�alit�, se rend coupable de faux dans les titres. Consid�rants � partir de page 26
BGE 108 IV 25 S. 26
1. c) Nach herrschender Lehre und Rechtsprechung stellt die kaufm�nnische Buchhaltung mit ihren Bestandteilen, also auch den vom Beschwerdef�hrer und St. verwendeten Buchungsbelegen, eine Urkunde gem�ss Art. 110 Ziff. 5 und Art. 251 StGB dar (BGE 103 IV 176 f. mit Verweisungen; vgl. NIKLAUS SCHMID, Fragen der Falschbeurkundung bei Wirtschaftsdelikten, insbesondere im Zusammenhang mit der kaufm�nnischen Buchf�hrung, in ZStR 95/1978, S. 280 ff.; BODMER/KLEINER/LUTZ, Kommentar zum Schweizerischen Bankgesetz, Z�rich 1976, zu Art. 6). Hinsichtlich der Aussagekraft des vom Beschwerdef�hrer und Mitangeschuldigten auf die Kontrollzeit ausgewiesenen Kontosaldos ist wesentlich, dass die kaufm�nnische Buchf�hrung und ihre Bestandteile (Belege, B�cher, Buchhaltungsausz�ge �ber Einzelkonten, Bilanzen oder Erfolgsrechnungen, vgl. dazu SCHMID, a.a.O., S. 281 ff.) als Absichtsurkunden kraft Gesetzes (Art. 957 OR) bestimmt und geeignet sind, Tatsachen von rechtlicher Bedeutung bzw. die in ihr enthaltenen Tatsachen zu beweisen, wobei f�r ihren Urkundencharakter der mit der Buchf�hrung verfolgte Zweck keine Rolle spielt (BGE 106 IV 39 E. 1a; BGE 103 IV 177 b; BGE 79 IV 163). Demzufolge ist unerheblich, ob die jeweiligen Kontosaldi bloss der bankinternen �berschreitungskontrolle unterstellt waren oder durch die sogenannte Visabuchhaltung auf ihren Wahrheitsgehalt h�tten �berpr�ft werden k�nnen. Da �berdies die Buchhaltung gem�ss ihrer Zielsetzung von Art. 957 OR die der tats�chlichen BGE 108 IV 25 S. 27wirtschaftlichen Lage entsprechende Verm�genssituation wiederzugeben hat, vermag ihre bloss formale Richtigkeit nicht zu gen�gen; Buchhaltung und Belege m�ssen auch materiell richtig sein (SCHMID, a.a.O., S. 291). Der Beschwerdef�hrer und der Leiter der Bankfiliale X. brachten indessen das Konto der Y. AG auf die Kontrollstichtage vom 1. November 1976, 15. November 1976 und 15. Januar 1977 hin durch Check- und Wechselreiterei entgegen seinem tats�chlichen Bestand vom Soll auf ein Haben, was aber nichts anderes als eine materiell unrichtige Buchung, mithin eine Falschbeurkundung darstellt. Die Berufung des Beschwerdef�hrers auf das sogenannte "window dressing" erscheint deshalb unangebracht, weil dieses - wie die Bezeichnung besagt (Schaufenster-dekorieren) - nur die �ussere Optik einer Bilanz, nicht aber, wie vorliegend, den Wert bzw. die Substanz des bilanzierten Verm�gens betreffen kann (ALBISETTI/BODMER/RUTSCHI, Handbuch des Bank-, Geld- und B�rsenwesens der Schweiz, 1964, S. 629).
Indem schliesslich Soll- und Habensaldi Tatsachen von rechtlicher Bedeutung darstellen, zu deren Beweis das Konto der Y. AG als Bestandteil der Buchhaltung bestimmt und geeignet war, und diese Urkunde einen der Wirklichkeit widersprechenden Kontostand aufzeigte, erweist sich unter Einbezug der unbestrittenen subjektiven Tatbestandselemente (T�uschungs- und Vorteilsabsicht) die von der Vorinstanz getroffene rechtliche Qualifikation als Urkundenf�lschung bzw. Gehilfenschaft dazu als in jeder Hinsicht richtig; Bundesrecht ist nicht verletzt.
106 IV 39,
103 IV 177
Art. 110 Ziff. 5 und Art. 251 StGB

References: Art. 251

BGE 
 Art. 110
 Art. 251
 Art. 6
 BGE 
 BGE 
 Art. 957
 BGE 

Art. 110
 Art. 251