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Timestamp: 2017-11-20 18:47:56+00:00

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BZÄK Pfalz - Abschlussprüfung
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Abschlussprüfung zur medizinischen Fachangestellten
Die Bezirksärztekammer Pfalz führt zwei mal im Jahr Abschlussprüfungen für medizinische Fachangestellte durch.
Ablauf der Abschlussprüfung für auszubildende medizinische Fachangestellte Sommer:
Die Anmeldeunterlagen kommen i. d. R. bis spätestens Ende Januar eines Jahres zum Versand an die Ausbildungspraxis.
Gemäß Prüfungsordnung hat der Ausbilder die Auszubildende mit deren Zustimmung schriftlich nach den von der Ärztekammer bestimmten Anmeldefristen und Formularen zur Abschlussprüfung anzumelden.
Anmeldeformular durch Ausbilder und Auszubildende unterschrieben.
Das ordnungsgemäß geführte (vollständige) Ausbildungsnachweisheft.
Nachweis über ausreichende Kenntnisse in Erster Hilfe (Kurs über 9 Unterrichts-einheiten), der zum Zeitpunkt der schriftlichen Prüfung nicht älter als 3 Jahre sein darf, im Original.
Letztes Zeugnis der Berufsbildenden Schule in Kopie
Bei Nichtvorliegen der vorgenannten Unterlagen innerhalb der gesetzten Fristen ist die Zulassung zur Prüfung ausgeschlossen (§ 5 Abs. 10 Prüfungsordnung)
Nach der Prüfungsordnung (§ 10 Abs. 4 b) ist zur Zulassung zur Abschlussprüfung ein Nachweis über ausreichende Kenntnisse in der Ersten Hilfe zu führen, der nicht älter als drei Jahre - gemessen am Zeitpunkt der Anmeldung zur Abschlussprüfung - sein darf. Ausreichende Kenntnisse im Sinne der Prüfungsordnung vermittelt ein Erste-Hilfe-Kurs mit 8 Doppelstunden oder 9 Unterrichtseinheiten (UE). Angeboten werden diese Kurse beispielsweise durch örtliche Hilfsorganisationen, wie Deutsches Rotes Kreuz, Malteser, Johanniter, usw.
Der ausbildende Arzt hat die Auszubildende für die Teilnahme am Erste - Hilfe - Kurs freizustellen (§ 2 Buchst. a und c des Berufsausbildungsvertrages). Für diese ausserbetriebliche Ausbildungsmaßnahme trägt der ausbildende Arzt die Kosten (§ 4 Abs. 3 des Berufsausbildungsvertrages).
Da der Erste-Hilfe-Kurs zur Ausbildung gehört und die Teilnahme eine der Zulassungsvoraussetzungen zur Abschlussprüfung darstellt, ist die Auszubildende für die Teilnahme freizustellen, bzw. die Zeit auf die wöchentliche Arbeitszeit anzurechnen.
Die Bezirksärztekammer Pfalz führt zwei mal im Jahr Abschlussprüfungen durch:
Sommerprüfung:
Findet schriftlich in der Regel Ende April / Anfang Mai statt, die praktische Prüfung im Laufe der Monate Mai / Juni / Juli.
Winterprüfung:
Findet schriftlich im November statt, die praktische Prüfung im Laufe des Monats Januar.
Pro Jahr absolvieren ca. 200 – 250 Prüflinge die Abschlussprüfung.
Die schriftliche Prüfung wird im Sommer in der jeweiligen Berufsbildenden Schule durchgeführt, bei der Winterprüfung meistens im Hause der Bezirksärztekammer.
Der Arbeitgeber hat den Prüfungsteilnehmer für die Teilnahme an der Prüfung und den Arbeitstag, der der schriftlichen Abschlussprüfung unmittelbar vorangeht, freizustellen.
Bescheid über das schriftliche Prüfungsergebnis an die Auszubildenden:
Spätestens vor Beginn der praktischen Prüfung liegt allen Auszubildenden das schriftliche Prüfungsergebnis vor.
Ist die schriftliche Prüfung nicht bestanden, kann der Prüfling in einem Fach eine mündliche Ergänzungsprüfung beantragen. Bedingungen sh. weiter unten unter "Auszüge aus der Prüfungsordnung § 14 (6)".
Mitteilung über das Prüfungs-Endergebnis:
Die Prüfungsteilnehmer erhalten bei bestandener Prüfung am Tag der praktischen Prüfung ihren Brief für medizinischen Fachangestellten ausgehändigt. Das Prüfungszeugnis wird auf dem Postwege verschickt. Der Ausbilder erhält in diesem Falle keine weitere Nachricht.
Wichtiger Hinweis für den Arbeitgeber:
Hat die Auszubildende die Prüfung bestanden, entsteht bei einer Weiterbeschäftigung über den Tag der bestandenen Prüfung hinaus ein Beschäftigungsverhältnis mit den entsprechenden arbeitsrechtlichen Konsequenzen.
Nicht bestandene Prüfung:
Mitteilung über das Prüfungsergebnis bei nicht bestandener Prüfung:
Bei nicht bestandener Prüfung erhalten die Teilnehmer am Tag der praktischen Prüfung (spätestens am Tag der mündlichen Ergänzungsprüfung) eine Bescheinigung ausgehändigt, sofern sie anwesend sind. Ansonsten erfolgt die Benachrichtigung auf dem Postwege.
Der Ausbilder erhält eine Kopie der Bescheinigung über die nicht bestandene Prüfung zugesandt.
Die Auszubildenden haben also auf jeden Fall entweder ihren Brief für medizinischen Fachangestellten oder eine Bescheinigung über die nicht bestandene Prüfung in Händen.
Gemäß § 21 Abs. 3 BBiG verlängert sich das Ausbildungsverhältnis, sofern die Auszubildende die Prüfung nicht besteht, auf ihr Verlangen bis zur nächstmöglichen Abschlussprüfung, höchstens jedoch um ein Jahr.
Nächstmögliche Prüfung:
Winter (schriftlicher Teil November / praktische Prüfung und mündliche Ergänzungsprüfung Januar )
Prüfungswiederholer, die nur noch den schriftlichen Teil wiederholen müssen:
Bei bestandener Prüfung erhalten der Ausbilder und die Auszubildende spätestens eine Woche vor Beginn der Praktischen Prüfung eine schriftliche Mitteilung. Mit Zugang dieser Mitteilung ist das Ausbildungsverhältnis beendet. Bei Weiterbeschäftigung über diesen Tag hinaus entsteht ein Beschäftigungsverhältnis mit den entsprechenden arbeitsrechtlichen Konsequenzen.
Vorgezogene Prüfung aufgrund Leistungsbonus für MFA:
Fristen für die Antragstellung auf vorgezogene Prüfung aufgrund Leistungsbonus (Bedingungen: Gesamtnotendurchschnitt des berufsbezogenen Unterrichts (Lernfelder 1 - 8) von mindestens 2,0 (gut) am Ende des 2. Ausbildungsjahres + entsprechende Beurteilung durch den Ausbilder + Zwischenprüfung ohne Mängel):
für die Sommerprüfung: spätestens! 31. Dezember des Vorjahres
für die Winterprüfung: spätestens! 31. Juli des laufenden Jahres
Anträge, die nach diesen Terminen eingehen, können aus organisatorischen Gründen nicht mehr berücksichtigt werden!
Ablauf Antragstellung:
Gemeinsamer formloser Antrag durch Ausbilder und Auszubildender.
Dem Antrag muss eine beglaubigte Kopie des Schuljahreszeugnisses 2. Ausbildungsjahr beigefügt werden.
Der Ausbilder erhält dann von der Bezirksärztekammer Pfalz einen Beurteilungsbogen zugesandt.
Auszüge aus der Prüfungsordnung für die Durchführung von Abschlussprüfungen im Ausbildungsberuf des/der "Medizinischen Fachangestellten" in Rheinland Pfalz
aus § 10 Anmeldung zur Prüfung:
Die Anmeldung zur Prüfung hat schriftlich nach den von Ärztekammer bestimmten Anmeldefristen und Formularen durch den ausbildenden Arzt mit Zustimmung des Auszubildenden zu erfolgen.
aus § 11 Entscheidung über die Zulassung:
Über die Zulassung zur Abschlussprüfung entscheidet die Ärztekammer. Hält sie die Zulassungsvoraussetzungen nicht für gegeben, so entscheidet der Prüfungsausschuss (§ 46 Abs. 1 BBiG).
Die Zulassung kann vom Prüfungsausschuss bis zum Beginn der Prüfung, wenn sie aufgrund von gefälschten Unterlagen oder falschen Angaben ausgesprochen worden ist, zurückgenommen werden.
aus § 12 Regelungen für Behinderte
Behinderten sind auf Antrag die ihrer Behinderung angemessenen Erleichterungen im Prüfungsverfahren einzuräumen.
Die Antragstellung muss aus organisatorischen Gründen rechtzeitig – also mindestens 2 – 3 Monate vor der Prüfung erfolgen !
aus § 13 Prüfungsgegenstand
Durch die Abschlussprüfung ist festzustellen, ob der Prüfling die berufliche Handlungsfähigkeit erworben hat. In ihr soll der Prüfling nachweisen, dass er die erforderlichen beruflichen Fertigkeiten beherrscht und Fähigkeiten besitz und mit dem im Berufsschulunterricht zu vermittelnden, für die Berufsausbildung wesentlichen Lehrstoff vertraut ist. Die Ausbildungsordnung ist zugrunde zu legen (§ 38 BBiG).
aus § 14 Gliederung der Prüfung
Der schriftliche Teil der Prüfung besteht aus den Prüfungsbereichen:
im Prüfungsbereich Behandlungsassistenz: 120 Minuten
im Prüfungsbereich Betriebsorganisation und -verwaltung: 120 Minuten
im Prüfungsbereich Wirtschafts- und Sozialkunde: 60 Minuten
Im Praktischen Teil der Prüfung soll der Prüfling in höchstens 75 Minuten eine komplexe Prüfungsaufgabe bearbeiten sowie während dieser Zeit in höchstens 15 Minuten hierüber ein Fachgespräch führen. Dem Prüfling ist eine angemessene Vorbereitungszeit einzuräumen.... Bei der Prüfungsaufgabe soll er praxisbezogene Arbeitsabläufe simulieren, demonstrieren, dokumentieren und präsentieren.
(6) Sind im schriftlichen Teil der Prüfung die Prüfungsleistungen in bis zu zwei Prüfungsbereichen mit mangelhaft und im weiteren Prüfungsbereich mit mindestens ausreichend bewertet worden, so ist auf Antrag des Prüflings oder nach Ermessen des Prüfungsausschusses in einem der mit mangelhaft bewerteten Prüfungsbereiche die schriftliche Prüfung durch eine mündliche Prüfung von höchstens 15 Minuten zu ergänzen, wenn diese für das Bestehen der Prüfung den Ausschlag geben kann. Der Prüfungsbereich ist vom Prüfling zu bestimmen. Zur Verbesserung von Noten ist dieses Verfahren nicht zulässig.
§ 19 Täuschungshandlungen und Verstöße
(1) Prüflinge, die versuchen, das Ergebnis der Prüfung durch Täuschung oder Benutzung nicht zugelassener Hilfsmittel zu beeinflussen oder die sonst erheblich gegen die Ordnung der Prüfung verstoßen, kann die aufsichtsführende Person von der Prüfung vorläufig ausschließen.
(2) Der Prüfungsausschuss kann nach Anhörung des Prüfungsteilnehmers für die betreffenden Prüfungsarbeiten die Note "6" (ungenügend) erteilen. In schwerwiegenden Fällen kann er den Prüfling von der Fortsetzung der Prüfung ausschließen; In diesem Fall gilt die Prüfung als nicht bestanden.
Stellt der Prüfungsausschuss in der praktischen Prüfung Ordnungsverstöße fest, so entscheidet er entsprechend Abs. 2 über deren Folgen für die Prüfung.
Wird ein Verstoß nach Abs. 1 erst nach Beendigung des Prüfungsverfahrens bekannt, so kann der Prüfungsausschuss innerhalb von drei Jahren nach Abschluss des Prüfungsverfahrens nach Anhörung des Prüflings das Prüfungsergebnis entsprechend berichtigen oder die Prüfung für nicht bestanden erklären. Das unrichtige Zeugnis ist einzuziehen. Die Frist nach S. 1 gilt nicht in den Fällen, in denen der Prüfling über seine Teilnahme an der Prüfung getäuscht hat.
§ 20 Rücktritt und Nichtteilnahme
Der Prüfling kann nach erfolgter Anmeldung vor Beginn der Prüfung durch schriftliche Erklärung zurücktreten. In diesem Fall gilt die Prüfung als nicht begonnen.
Tritt der Prüfungsbewerber nach Beginn der Prüfung zurück, so können bereits erbrachte, in sich abgeschlossene Prüfungsleistungen nur anerkannt werden, wenn ein wichtiger Grund für den Rücktritt vorliegt, der - im Krankheitsfalle durch Vorlage eines ärztlichen Attestes über die Prüfungsunfähigkeit am Prüfungstag - unverzüglich nachzuweisen ist.
Erfolgt der Rücktritt nach Beginn der Prüfung oder nimmt der Prüfling an der Prüfung nicht teil, ohne dass ein wichtiger Grund vorliegt, so gilt die Prüfung als nicht bestanden.
Die Entscheidung über das Vorliegen eines wichtigen Grundes und über den Umfang der anzuerkennenden Prüfungsleistung trifft der Prüfungsausschuss nach Anhören des Prüfungsteilnehmers.
aus § 22 Feststellung des Prüfungsergebnisses
Bei der Ermittlung des Ergebnisses für den Prüfungsbereich der Ergänzungsprüfung gemäß § 14 Abs. 6 sind das bisherige Ergebnis der mündlichen Ergänzungsprüfung im Verhältnis 2 : 1 zu gewichten.
Die Prüfung ist bestanden, wenn jeweils im praktischen und im schriftlichen Teil der Prüfung sowie innerhalb des schriftlichen Teils der Prüfung in mindestens zwei Prüfungsbereichen mindestens ausreichende Prüfungsleistungen erbracht sind.
Werden die Prüfungsleistungen in einem Prüfungsbereich mit "ungenügend" bewertet, ist die Prüfung nicht bestanden. Ein Ausgleich ist nicht möglich.
Notenschlüssel lt. § 21 der Prüfungsordnung
100 - 92 Punkte = Note 1
unter 92 - 81 Punkte = Note 2
unter 81 - 67 Punkte = Note 3
unter 67 - 50 Punkte = Note 4
unter 50 - 30 Punkte = Note 5
unter 30 - 0 Punkte = Note 6
Die komplette Prüfungsordnung finden Sie hier
Stand: 02. März 2017
Herr Bachtler
Tel.: 06321 92 84 - 59
Satzung MFA
Änderung Meldedaten
Gebiete, Facharzt und Schwerpunkte
Copyright © 2017 Bezirksärztekammer Pfalz

References: § 14
 § 21
 § 10
 § 11
 § 12
 § 13
 § 14

§ 19

§ 20
 § 22
 § 14
 § 21