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Timestamp: 2019-10-17 15:48:36+00:00

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vom 8. April 2019 , zuletzt geändert am 22. August 2019
Der Datenschutz im Sozialrecht ist maßgeblich in § 35 Sozialgeheimnis
(1) Jeder hat Anspruch darauf, dass die ihn betreffenden Sozialdaten (§ 67 Absatz 2 Zehntes Buch) von den Leistungsträgern nicht unbefugt verarbeitet werden (Sozialgeheimnis). Die Wahrung …
(Link: Link: zum Gesetzestext hier im Internetauftritt)§ 35 SGB I in Verbindung mit Zweites Kapitel
(Link: Inhaltsübersicht zum SGB X hier im Internetauftritt)§§ 67 ff. SGB X geregelt. Das Sozialgeheimnis beinhaltet „das Steuergeheimnis des kleinen Mannes“.
I. § 35 SGB I (Sozialgeheimnis)
Jeder hat Anspruch darauf, dass die ihn betreffenden Sozialdaten von den Leistungsträgern nicht unbefugt erhoben, verarbeitet oder genutzt werden, § 35 Sozialgeheimnis
(Link: zum Gesetzestext hier im Internetauftritt)§ 35 Abs. 1 Satz 1 SGB I. Dieser Anspruch wird in § 35 Abs. 1 Satz 1 SGB I ausdrücklich als „Sozialgeheimnis“ bezeichnet.
Sogar innerhalb eines Leistungsträgers ist sicherzustellen, dass die Sozialdaten nur Befugten zugänglich sind oder nur an diese weitergegeben werden, § 35 Abs. 1 Satz 2 SGB I.
Eine Erhebung, Verarbeitung und Nutzung von Sozialdaten ist nur unter den Voraussetzungen des zweiten Kapitels des Zehnten Buches zulässig, § 35 Abs. 2 SGB I.
II. §§ 67 ff. SGB X – (Schutz der Sozialdaten – Zweites Kapitel)
Im Mittelpunkt des Sozialdatenschutzrechts stehen die §§ 67 bis 85 a SGB X.
(1) Die nachfolgenden Begriffsbestimmungen gelten ergänzend zu Artikel 4 der Verordnung (EU) 2016/679 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 27. April 2016 …
(Link: zum Gesetzestext hier im Internetauftritt)§ 67 SGB X enthält die Begriffsbestimmungen und es folgen in den §§ 67 a und 67 b SGB X sowie § 69 SGB X grundsätzliche Regelungen zur Erhebung von Sozialdaten, zur Zulässigkeit der Datenverarbeitung oder -nutzung und zur Übermittlung von Sozialdaten.
1. § 67 SGB X (Begriffsbestimmungen)
Sozialdaten sind Einzelangaben über persönliche oder sachliche Verhältnisse einer bestimmten oder bestimmbaren natürlichen Person (Betroffener), die von einer im § 35 des Ersten Buches genannten Stelle im Hinblick auf ihre Aufgaben nach diesem Gesetzbuch erhoben, verarbeitet oder genutzt werden, § 67 Abs. 1 Satz 1 SGB X. Betriebs- und Geschäftsgeheimnisse stehen von Gesetzes wegen Sozialdaten gleich, § 35 Abs. 4 SGB I.
2. § 67 a SGB X (Datenerhebung)
Die Erhebung von Sozialdaten ist nur zulässig, wenn ihre Kenntnis zur Erfüllung einer Aufgabe der erhebenden Stelle nach dem SGB erforderlich ist, § 60 a Abs. 1 Satz 1 SGB X.
Die Sozialdaten sind grundsätzlich beim Betroffenen zu erheben, § 67 a Abs. 2 SGB X. Die Erhebung bei einer anderen Stelle ist zulässig, wenn diese Stelle zur Übermittlung dieser Daten befugt ist, die Erhebung unmittelbar beim Betroffenen einen unverhältnismäßigen Aufwand erfordern würde und für die Verletzung schutzwürdiger Belange des Betroffenen durch die Erhebung bei den anderen Stellen keine Anhaltspunkte bestehen, § 67 a Abs. 2 Nummer 1 SGB X.
3. § 67 b SGB X (Zulässigkeit der Datenverarbeitung und -nutzung)
Die Verarbeitung von Sozialdaten und deren Nutzung sind nur zulässig, soweit die Vorschriften des SGB X dies erlauben oder anordnen oder soweit der Betroffene eingewilligt hat, § 60 b Abs. 1 Satz 1 SGB X.
4. §§ 67 ff. SGB X (Übermittlung von Sozialdaten)
Übermitteln von Daten ist das bekannt geben gespeicherter oder durch Datenverarbeitung gewonnener Sozialdaten an einen Dritten. Die §§ 67 d ff. SGB X regeln grundsätzliche Einzelheiten zur Übermittlung der Sozialdaten.
Die Übermittlung ist nur zulässig, wenn der Betroffene eingewilligt hat oder wenn eine gesetzliche Übermittlungsbefugnis nach den §§ 67 e bis 77 SGB X vorliegt.
Regelungen zum automatisierten Abrufverfahren
Allgemeine Regelungen zum automatisieren Datenabgleichsverfahren sind in § 79 SGB X enthalten. Dies soll insbesondere der Missbrauchsbekämpfung dienen.
§ 52 SGB II und § 118 SGB XII sowie auch § 397 SGB III enthalten Regelungen für das Jobcenter, das Sozialamt sowie auch für die Bundesagentur für Arbeit zum automatisierten Datenabgleich. Auch im Rentenrecht ist ein Abrufverfahren in § 150 Abs. 5 SGB V geregelt.
Diese Regelungen sind mit den allgemeinen Regeln des Sozialdatenschutzes nur schwer zu vereinbaren. Abweichend von § 60 a Abs. 1 SGB X entfällt nämlich mit der Befugnis zur regelmäßigen Prüfung im Wege des automatisierten Datenabgleich die einzelfallbezogene Prüfung der Erforderlichkeit der Erhebung von Daten nach § 67 a Abs. 1 SGB X.
5. Verstoß gegen die Datenschutzbestimmungen
Die Rechte des einzelnen bei einem Verstoß gegen die Datenschutzbestimmungen richten sich nach den Rechte der betroffenen Person, Beauftragte für den Datenschutz und Schlussvorschriften …
(Link: www.gesetze-im-internet.de vom Bundesministerium der Justiz)
§§ 81 ff. SGB X.
(1) Ist eine betroffene Person der Ansicht, bei der Verarbeitung ihrer Sozialdaten in ihren Rechten verletzt worden zu sein, kann sie sich …
(Link: Gesetzestext hier im Internetauftritt)§ 81 SGB X gibt dem Betroffenen die Möglichkeit, bei vermuteten Verstößen gegen das Datenschutzrecht des § 35 SGB I die zuständigen Datenschutzbeauftragten anzurufen.
(1) Für Streitigkeiten zwischen einer natürlichen oder juristischen Person und dem oder der Bundesbeauftragten oder der nach Landesrecht …
(Link: Gesetzestext hier im Internetauftritt)§ 82 SGB X regelt Schadensersatzansprüche des Betroffenen.
Dem Betroffenen ist auf Antrag Auskunft über die zu seiner Person gespeicherten Sozialdaten sowie über die Empfänger von weitergegebenen Daten und den Zweck der Speicherung zu erteilen, § 81b Klagen gegen den Verantwortlichen oder Auftragsverarbeiter
(1) Für Klagen der betroffenen Person gegen einen Verantwortlichen oder einen Auftragsverarbeiter wegen eines Verstoßes gegen datenschutzrechtliche Bestimmungen …
(Link: Gesetzestext hier im Internetauftritt)§ 83 Abs. 1 Satz 1 SGB X.
Ein automatisierter Datenabgleich ist unter anderem hinsichtlich eventuell bezogener Leistungen von der gesetzlichen Unfall- oder Rentenversicherung … | mehr
Mitwirkungspflichten hinsichtlich Behandlungs- oder Rehabilitationsmaßnahmen
Die Mitwirkungspflichten insbesondere hinsichtlich einer Heilbehandlung können z. B. bei Streitigkeiten um eine Rente wegen Erwerbsminderung … | mehr

References: § 35
 § 35
 § 35
 § 35
 § 35
 § 35
 § 69
 § 67
 § 35
 § 67
 § 35
 § 67
 § 60
 § 67
 § 67
 § 67
 § 60
 § 79

§ 52
 § 118
 § 397
 § 150
 § 60
 § 67
 § 35
 § 81