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Timestamp: 2020-07-07 17:54:14+00:00

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Strafrecht Augsburg. Ihr Rechtsanwalt für Strafrecht.
Ihre Rechtsanwälte für Strafrecht in Augsburg
Wichtiger Hinweis im Strafrecht:
Machen Sie zunächst auf jeden Fall von Ihrem Recht zu Schweigen gebrauch! Hierbei gilt: „Ohne meinen Anwalt sage ich nichts“. Egal, ob Sie als Beschuldigter von der Polizei geladen wurden, ein Haftbefehl gegen Sie oder einen Angehörigen erlassen wurde oder Sie von einer Durchsuchung betroffen sind. Sprechen Sie immer zuerst mit Ihrem Anwalt!
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Wir helfen Ihnen schnell und kompetent, zu fairen Preisen. Unsere erfahrenen Prozessverteidiger stehen Ihnen mit Verhandlungsgeschick und Kampfgeist zur Seite.
Strafrechtliche Beratung und Strafverteidigung - Viele Angelegenheiten lassen sich bereits außergerichtlich klären oder es besteht lediglich Informations- bzw. Erklärungsbedarf. Sollte es zu einem Strafverfahren kommen, vertreten wir Sie auch vor Gericht. Wir sind in folgenden Bereichen für Sie tätig:
Betäubungsmittelstrafrecht, Drogenstrafrecht, BtMG
Diebstahl, Betrug, Erschleichen von Leistungen, Urkundenfälschung, Sachbeschädigung, Beleidigung, Unterschlagung sind nur einige Beispiele für Delike, bei denen der Angeschuldigte auf einen engagierten und kundigen Rechtsanwalt angewiesen ist. Unsere Strafverteidiger bilden sich stets fort und sind immer auf dem neuesten Stand der Rechtsprechung, um Ihnen eine optimale Verteidigung garantieren zu können. Nachfolgend geben wir Ihnen ein paar Definitionen zu den häufigsten Delikten an die Hand:
Diebstahl (§ 242 StGB):
Unter Diebstahl versteht man, das Wegnehmen einer fremden beweglichen Sache, in der Absicht, sie sich selbst oder einem Dritten rechtswidrig zuzueignen. Beispiel: Der Täter greift dem Opfer in die Hosentasche und entwendet dessen Portmonee.
Unterschlagung (§ 246 StGB):
Eine Unterschlagung unternimmt derjenige, der sich eine fremde bewegliche Sache, die er in Besitz oder Gewahrsam hat, rechtsidrig zueignet. Die Unterschlagung unterscheidet sich vom Diebstahl dadurch, dass der Täter dem Berechtigten die Sache nicht wegnimmt, da er sie bereits bei sich hat. Beispiel: Das Opfer gibt dem Täter sein Portmonee, damit er es kurz für das Opfer aufbewahrt. Der Täter gibt das Portmonee nicht zurück, sondern gibt das Geld für sich selbst aus.
Betrug (§ 263 StGB):
Einen Betrug begeht jemand, der einen anderen durch Tücke dazu bewegt, sich selbst in seinem Vermögen zugunsten des Täters oder eines Dritten zu schädigen. Der Betrug ist also vom Diebstahl zu unterscheiden. Wärend beim Diebstahlt der Täter sein Opfer dadurch schädigt, dass er durch Wegnahme in dessen Vermögen eingreift, bringt er beim Betrug das Opfer durch eine List dazu, sich selbst in seinem Vermögen zu schädigen. Beispiel: Der Täter spielt dem Opfer vor, er sei im Besitz einer wertvollen Briefmarkensammlung und verkauft ihm diese für 10.000 Euro. Tatsächlich ist die Briefmarkensammlung nur 10 Euro wert.
Erschleichen von Leistungen (§ 265a StGB):
Den Tatbestand des Eschleichens von Leistungen begeht, wer die Leisung eines Automaten oder eines öffntlichen Zwecken dienenden Telekommunikationsnetzes, die Beförderung durch ein Verkehrsmittel oder den Zutritt zu einer Veranstaltung oder einer Einrichtung in der Absicht erschleicht, das Entgelt nicht zu entrichten. Beispiel: "Schwarzfahren".
Sachbeschädigung (§ 303 StGB):
Eine Sachbeschädigung verwirklicht, wer rechtswidrig eine fremde Sache beschädigt oder zerstört. Beispiel: Der Täter zerkratzt ein fremdes Auto.
Beleidigung (§ 185 StGB):
Die Beleidigung ist die vorsätzliche Kundgabe der Missachtung oder Nichtachtung der Ehre eines anderen. Beispiel: Der Täter sagt zum Opfer: "Du Idiot".
Es wird im Verkehrsstrafrecht davon ausgegangen, dass Straftaten tendenziell bewusst ausgeübt werden, während Ordnungswidrigkeiten eher aufgrund von Fahrlässigkeit zustande kommen. Straftaten stellen tendenziell eine größere Gefährdung des Straßenverkehrs dar und werden dementsprechend härter bestraft.
Verkehrsstraftaten haben meist eine Gerichtsverhandlung zur Folge. Daher kommt beim Verkehrsstrafrecht oft ein Rechtsanwalt zum Einsatz. Bei einer Verurteilung haben Straftäter laut Verkehrsstrafrecht entweder mit Freiheits- oder Geldstrafen zu rechnen. Verkehrsstraftaten werden darüber hinaus oft mit dem Entzug der Fahrerlaubnis sowie mit Eintragungen ins Flensburger Fahreignungsregister geahndet.
"Standarddelikte" im Verkehrsstraffrecht sind Trunkenheit im Verkehr (§ 316 StGB), die Unfall- bzw. Fahrerflucht (§ 142 StGB), die Nötigung (§ 240 StGB), das verbotene Kraftfahrzeugrennen (§ 315d StGB) und das Fahren ohne Fahrerlaubnis (§ 21 StVG). Zusätzlich zur "normalen" Stafe (Geldstrafe oder Freiheitsentzug) wird bei Verkehrsstraftaten häufig ein Fahrverbot (§ 44 StGB) oder die Entziehung der Fahrerlaubnis (§ 69 StGB) angeordnet.
Betäubungsmittel (Cannabis, Haschisch, Kokain, Marihuana, Crystal, Amphetamine, etc.) Herstellung, Anbau, Besitz, Handel und Einfuhr. Betäubungsmittel in nicht geringer Menge, Aussage-gegen-Aussage-Situationen.
Betäubungsmittel (kurz: BtM) werden in unserer Gesellschaft immer mehr toleriert. Trotzdem muss man bedenken, dass der Erwerb, der Besitz und das Handeltreiben unter Strafe stehen. Trotz wachsender gesellschaftlicher Akzeptanz vor allem von „weichen Drogen“ wie z.B. Cannabis sind die Strafen zumindest für eine nicht geringe Menge oft empfindlich. Möglicherweise droht auch der Entzug der Fahrerlaubnis.
Erwerb, Besitz und Handeltreiben
Strafen für Verstöße gegen das BtMG
Die Höhe der Strafandrohung hängt im Betäubungsmittelstrafrecht zum einen von der Menge ab, auf die sich die Straftat bezieht, zum anderen von den Umständen der Tat. Wird lediglich der Grundtatbestand des § 29 Abs. 1 BtMG erfüllt, droht eine Freiheitsstrafe von bis zu 5 Jahren oder eine Geldstrafe. Werden die Straftaten darüber hinaus gewerbsmäßig nach § 29 Abs. 3 BtMG begangen, bezieht sich der Handel auf eine nicht geringe Menge von Betäubungsmitteln (§ 29a Abs. 1 Nr. 2 BtMG) oder werden sie Minderjährigen überlassen (§ 29a Abs. 1 Nr. 1 BtMG), beträgt die gesetzliche Mindeststrafe ein Jahr. Mit einer Freiheitsstrafe von nicht unter 2 Jahren – eine Aussetzung der Strafe zur Bewährung ist dann nicht mehr möglich – muss jedoch in Fällen des § 30 Abs. 1 BtMG gerechnet werden: Insbesondere dann, wenn der Täter als Mitglied einer Bande handelt oder durch sein Handeln leichtfertig den Tod einer anderen Person verursacht. Sehr hohe Freiheitsstrafen drohen gemäß § 30a Abs. 1 BtMG mit einer Mindeststrafe von 5 Jahren. § 30a BtMG soll vor allem der Gefährlichkeit international agierender Banden Rechnung tragen: Erfasst wird insbesondere das Handeltreiben und Ein- und Ausführen von Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge als Mitglied einer Bande (§ 30a Abs. 1 BtMG) sowie das Mitsichführen einer Waffe bei der Tatbegehung. Gerade letzteres Merkmal legt die Rechtsprechung besonders weit aus: Eine Verwendungsabsicht ist nicht erforderlich. Oft genügt bereits, wenn Betäubungsmittel und Waffe sich in demselben Auto befinden, weil dadurch eine besondere Gefährlichkeit gegeben sein kann. Das Kriterium der Zugriffsnähe dient dabei als einschränkendes Element. Jedoch ist hier nicht nur der eigentliche Verkauf sondern bereits jegliche Vorbereitungshandlung wie das Abwiegen und Verpacken von Bedeutung. Ob eine Zugriffsnähe vorliegt, hängt von den konkreten Umständen ab und sollte besser von einem Strafverteidiger mit Erfahrung auf dem Gebiet des Betäubungsmittelstrafrechts beurteilt werden.
Um das Strafmaß bestimmen zu können, muss zunächst die jeweilige Menge und der Wirkstoffgehalt des Betäubungsmittels festgestellt werden. Denn hieran knüpft nicht nur der konkret erfüllte Tatbestand, sondern auch die Möglichkeit des Gerichts (§§ 29 Abs. 5, 31a Abs. 2 BtMG) oder der Staatsanwaltschaft (§ 31a Abs. 1 BtMG) von der Strafverfolgung abzusehen. Diese Möglichkeit besteht in Fällen, in denen sich die Tat auf eine geringe Menge bezieht. Diese wird in der Regel bei einer Menge angenommen, die zum einmaligen bis höchstens dreimaligen Gebrauch geeignet ist (sog. Konsumeinheiten). Dabei kommt es nicht auf das tatsächliche Gewicht der Betäubungsmittel an, sondern auf deren Wirkstoffgehalt. Grundsätzlich hat im Betäubungsmittelstrafrecht also stets eine chemische Untersuchung der Betäubungsmittel auf ihren Wirkstoffgehalt zu erfolgen. Wann dagegen eine nicht geringe Menge vorliegt, die eine Mindeststrafe von einem Jahr zur Folge hat, lässt sich nicht einheitlich für alle Betäubungsmittel beantworten. Allerdings hat die Rechtsprechung für die verschiedenen Arten von Betäubungsmitteln Grenzwerte herausgearbeitet. Eine „normale“ Menge ist zwar in den §§ 29 ff. BtMG nicht ausdrücklich geregelt, wird aber vorausgesetzt. Die normale Menge im Sinne des Betäubungsmittelstrafrechts liegt oberhalb der geringen Menge und unterhalb der nicht geringen Menge.
BtM-Delikte zählen zu den jugendtypischen Straftaten. Dementsprechend kommt für Jugendliche auch Jugendstrafrecht zur Anwendung. Dies sieht grundlegend andere Sanktionsmöglichkeiten vor, denn der Schwerpunkt liegt hier auf Erziehung und weniger in einer Strafe. Auch Heranwachsende können bis zum 21. Geburtstag unter das Jugendstrafrecht fallen, sofern die Gesamtwürdigung der Persönlichkeit des Heranwachsenden ergibt, dass er zur Zeit der Tat nach seiner sittlichen und geistigen Entwicklung noch einem Jugendlichen gleichstand, oder es sich nach der Art, den Umständen oder den Beweggründen der Tat um eine Jugendverfehlung handelt.
Im Betäubungsmittelstrafrecht gibt es die Möglichkeit, die Vollstreckung einer Strafe unter bestimmten Umständen zugunsten einer Therapie zurückzustellen, sofern der Tat eine Betäubungsmittelabhängigkeit zugrundeliegt. Zuständig ist die Staatsanwaltschaft als Vollstreckungsbehörde – § 35 BtMG spielt erst im Vollstreckungsverfahren eine Rolle, also wenn es bereits zu einer Verurteilung gekommen ist. Voraussetzung dafür ist, dass sich die Motivation zur Tatbegehung – die Betäubungsmittelabhängigkeit – aus den Urteilsgründen ergibt bzw. sonst wie fest steht. Damit das Gericht die Feststellung trifft, dass die Tat „aufgrund“ einer Betäubungsmittelabhängigkeit begangen wurde, ist das Thema zwingend in der Hauptverhandlung zu thematisieren, ggf. mit entsprechenden Beweisanträgen.
Körperverletzungsdelikte, Tötungsdelikte
Die Körperverletzung ist der Eingriff in die körperliche Unversehrtheit einer Person in Form einer körperlichen Misshandlung oder Gesundheitsschädigung. Von einer gefährlichen Körperverletzung spricht man, wenn man für die Körperverletzung einen gefährlichen Gegenstand, wie z. B. einen Stock, oder eine Waffe verwendet hat (Freiheitsstrafe 6 Monate bis 5 Jahre). Die Körperverletzung kann sowohl vorsätzlich, d. h. mit Wissen und Wollen, aber auch fahrlässig begangen werden (häufig bei einem Verkehrsunfall). Von einer schweren Körperverletzung spricht man, wenn das Opfer durch die Körperverletzung das Sehvermögen, das Gehör, die Fortpflanzungsfähigkeit oder sonst ein wichtiges Glied des Körpers verliert oder dauern nicht mehr bebrauchen kann, oder das Opfer in Folge der Körperverletzung gelähmt oder geistig oder körperlich behindert bleibt. Die Freiheitsstrafe für den Grundtatbestand der schweren Körperverletzung (§ 226 Abs. 1 StGB) liegt bei mindestens einem und höchstens 10 Jahren.
Die höchste Strafe im deutschen Strafrecht steht auf Mord und lautet lebenslänglich (§ 211 StGB). Unter Mord versteht man die Tötung eines anderen Menschen, wobei der Täter zusätzlich noch eines von neun im Gesetz festgelegten Mordmerkmalen erfüllen muss. Diese Mordmerkmale sind: Niedrige Beweggründe, Mordlust, Befriedigung des Geschlechtstriebs, Habgier, niedrige Beweggründe, Heimtücke, Grausamkeit, mit gemeingefährlichen Mitteln, oder um eine andere Straftat zu ermöglichen oder zu verdecken.
Vorläufige Festnahme, Untersuchungshaft, Strafvollzugshaft oder Bewährungswiderruf. Kontaktieren Sie uns. Wir helfen Ihnen unverzüglich.
Im Gegensatz zum Erwachsenenstrafrecht ist im Jugendstrafrecht nicht die persönliche Schuld vordergründig für die Bestrafung des Jugendlichen. Vielmehr steht der erzieherische Aspekt im Fordergrund. Der Jugendliche soll durch die Sanktion des Gerichtes erzogen und wieder auf den rechten Weg gebracht werden. Das Jugendstrafrecht findet für Täter Anwendung, die bei der Tat 14 bis 17 Jahre alt waren. Für Heranwachsende (18 bis 20 Jahre) kann das Jugendstrafrecht Anwendung finden, wenn der Täter von seinem Reifegrad einem Jugendlichen gleichzustellen war. Die Liste möglicher Sanktionen ist im Jugendstrafrecht weiter als im Erwachsenenstrafrecht. Es werden drei Arten von Sanktionen unterschieden: Die Erziehungsmaßregeln, die Zuchtmittel und die Jugendstrafe. Gerade bei Ersttätern werden häufig sog. „Sozialstunden“, also das Ableisten gemeinnütziger Arbeit, verhängt. Bei Tätern, die häufiger vor dem Jugendrichter landeten wird häufig ein sog. Arrest ausgesprochen.
Das Recht auf seiner Seite zu haben, bedeutet nicht zugleich auch Recht zu bekommen. Insbesondere im Strafrecht steht dem Gericht bei seiner Beurteilung einer weiter Ermessensspielraum zu. Von Freisprüchen über Verfahrenseinstellungen mit und ohne Auflagen bis hin zu mehrjährigen Freiheitsstrafen mit und ohne Bewährung stehen dem Gericht alle Möglichkeiten offen. Die Aufgabe Ihres Strafverteidigers ist es, alle strafprozessualen Möglichkeiten auszuschöpfen und das bestmögliche Ergebnis für Sie zu erzielen.
Der Strafbefehl dient der Ahndung kleinerer, leichterer Vergehen. Hierbei kommt es zu einer Verurteilung ohne mündliche Verhandlung. Das Strafbefehlsverfahren dient der Entlastung der Gerichte, kann aber auch für den Beschuldigten vorteilhaft sein, da es hierbei nicht zu einem aufsehenerregenden öffentlichen Verfahren kommt, der „Ruf“ erhalten bleibt und zugleich Kosten gespart werden.
Allerdings sollte auch ein Strafbefehl nicht unterschätzt werden. Ein Strafbefehl wirkt wie ein strafgerichtliches Urteil, man ist vorbestraft. Sollte die Strafe mehr als 90 Tagessätze betragen, so wird dies auch in das polizeiliche Führungszeugnis eingetragen.
Als Rechtsfolgen kommen gemäß § 407 II StPO u.a.
Verwarnung mit Strafvorbehalt oder
Wichtig: Der Angeklagte kann gegen einen gegen ihn erlassenen Strafbefehl innerhalb von 2 Wochen bei dem Gericht, welches den Strafbefehl erlassen hat, Einspruch einlegen.
In der mündlichen Verhandlung nach Einspruch braucht der Angeklagte nicht selbst zu erscheinen, sondern kann sich grundsätzlich von seinem Anwalt vertreten lassen. Allerdings kann das Gericht das persönliche Erscheinen in Einzelfällen auch anordnen.
Für einen Strafbefehl (ohne mündliche Verhandlung) betragen die Gerichtskosten
70 €, bei Freiheitsstrafen bis zu 6 Monaten oder Geldstrafen bis zu 180 Tagessätzen
140 €, bei Freiheitsstrafen über 6 Monaten oder Geldstrafen ab 180 Tagessätzen.
Sollte der Einspruch erfolgreich sein, fallen regelmäßig keine Kosten an.
Der Strafbefehl wird typischerweise bei Vergehen wie einfachen Körperverletzungen, Sachbeschädigungen, Erschleichen von Leistungen, Diebstählen, Trunkenheit im Verkehr, Unerlaubtes Entfernen vom Unfallort und Fahren ohne Fahrerlaubnis angewandt.
Gegen Jugendliche kann ein Strafbefehl grundsätzlich nicht ergehen. Ausnahme ist das „vereinfachte Jugendverfahren“, in welchem ein Urteil auf Antrag der Staatanwaltschaft möglich ist.
Die Tagessatzhöhe wird von der Staatsanwaltschaft beziehungsweise dem Gericht meist nur geschätzt, oftmals nicht zum Vorteil des Angeklagten. In diesem Fall könnte beispielsweise ein Einspruch, beschränkt auf die Rechtsfolgen, sinnvoll sein.
Von einem Einspruch ist hingegen abzuraten, sollten neben den im Strafbefehl vorgeworfenen Taten weitere in unmittelbarem Zusammenhang stehende Vergehen bislang „unentdeckt“ geblieben seien. Signalisiert man den Strafverfolgungsbehörden die Bereitschaft den Strafbefehl zu akzeptieren, so führt die Beendigung des Verfahrens zum Abschluss der Ermittlungen mit der Folge, dass weitere Taten oder einzelne Teile der Tat weiter „unentdeckt“ bleiben und nicht mehr angeklagt werden. Oft können diese Taten dann auch zu einem späteren Zeitpunkt nicht mehr verfolgt werden.
Oftmals lässt sich durch Verhandlungsgeschick und eine gute Argumentation eine Einstellung des Verfahrens oder ein Freispruch erreichen, sodass einzelfallabhängig ein unbeschränkter Einspruch sinnvoll sein könnte.
Unsere Erfahrung zeigt, dass ein Einspruch gegen einen Strafbefehl meist zu besseren Ergebnissen führt.
Zur Beurteilung „ob“ und in welcher Form ein Vorgehen gegen einen Strafbefehl sinnvoll ist, bedarf es der einzelfallabhängigen, individuellen Analyse. Wir nehmen uns Zeit, wägen die Vor- und Nachteile individuell ab und beraten Sie ausführlich zur richtigen Vorgehensweise.
Anklage, Anklageschrift
Die Ursache für eine Anklageerhebung ist häufig, dass bei der Anhörung durch die Polizei unbedacht Angaben gemacht werden in der Annahme, die Angelegenheit kläre sich von selbst. Die Zustellung einer Anklage kommt für viele dann überraschend, da zwischen Anhörung durch die Polizei und Anklageerhebung meist viel Zeit vergeht und man die eigene Aussage schon vergessen hat.
Zu einer Anklage kommt es, wenn die Staatsanwaltschaft (hinreichend) überzeugt davon ist, dass man auch verurteilt wird. Dies bedeutet allerdings keineswegs, dass eine Verurteilung schon feststeht. Gerade bei kleineren Vergehen wird aufgrund der Arbeitsüberlastung vieler Staatsanwaltschaften oftmals unzureichend ermittelt, sodass durch geschickte Prozessführung und Zeugenbefragungen sowie Ausschöpfung aller strafprozessualen Möglichkeiten der Ausgang des Verfahrens völlig offen ist.
Oftmals wird gerade bei Angeschuldigten, die noch keinen Verteidiger bevollmächtigt haben, die Klärung eines rechtlichen Problems oder eines umfangreichen Sachverhalts durch Anklageerhebung von der Staatsanwaltschaft auf den Richter übertragen. Der „In dubio pro reo“ – Grundsatz gilt für die Staatsanwaltschaft nämlich nicht. Allerdings bedeutet eine Anklage auch, dass die Staatsanwaltschaft mit der ihr zur Verfügung stehenden Information keine andere, mildere Möglichkeit gesehen hat, das Verfahren zu beenden (z.B. durch einen Strafbefehl, durch eine Einstellung wegen mangelndem öffentlichem Interesse oder einer Einstellung wegen geringer Schuld)
Die gute Nachricht: Ca. 20 Prozent der angeklagten Sachverhalte enden mit einem Freispruch oder einer Verfahrenseinstellung. In den übrigen Fällen lässt sich mit einem Verteidiger meist ein deutlich besseres Ergebnis erzielen.
Die Verfahrenseinstellung gemäß § 153 StPO kommt zum einen in Betracht, wenn die Schuld des Täters gering ist; beispielsweise bei einer Steuerhinterziehung bis 1500 €. Zum anderen, wenn nach Ansicht der Staatsanwaltschaft kein öffentliches Interesse besteht.
Darüber hinaus gibt es die Möglichkeit der Verfahrenseinstellung nach § 153a StPO unter Auflagen und Weisungen, wenn hierdurch das öffentliche Interesse beseitigt werden kann. Solche Auflagen können z.B. sein: Erbringen sozialer Arbeiten oder die Zahlung eines Geldbetrages an eine gemeinnützige Einrichtung.
Immer häufiger wird das Verfahren noch während den staatsanwaltschaftlichen Ermittlungen durch eine Verständigung („DEAL“) zwischen Angeschuldigtem und der Staatsanwaltschaft beendet.
Vereinbart wird dann beispielsweise die Einstellung des Verfahrens gegen eine Geldauflage oder die Beantragung eines Strafbefehls.
Vorsicht: Zwischen Zustellung der Anklage und Eröffnung des Hauptverfahrens liegt oft nur 1 Woche. Sollte in dieser Zeit keine Stellungnahme eingehen, wird die Anklage meist ohne Änderungen zur Verhandlung zugelassen.
Erste Anhaltspunkte über die zu erwartende Strafe kann man schon der Anklageschrift entnehmen. Wurde Anklage zum Amtsgericht (Einzelrichter, Schöffengericht) oder zum Landgericht erhoben? Klagt die Staatsanwaltschaft die Tat vor dem Einzelrichter an, so geht sie von einer maximalen Freiheitsstrafe von bis zu zwei Jahren aus. Anklage zum Schöffengericht wird bei einer zu erwartenden Freiheitsstrafe zwischen zwei und vier Jahren erhoben. Sollte die Anklage vor dem Landgericht erhoben worden sein, so steht eine Freiheitsstrafe zwischen 4 und bis zu 15 Jahren im Raum.
Sie haben eine Anklage von der Staatsanwaltschaft erhalten, dann schalten Sie aus den o.g. Gründen ihren Rechtsanwalt ein! Kontaktieren Sie uns gerne jederzeit unter +49 821 / 50 87 88 96 oder unter office@rechtsanwaltskanzlei-augsburg.de
Man kann sich nur optimal verteidigen, wenn man den ganzen Sachverhalt kennt, der einem zur Last gelegt wird. Daher ist es unerlässlich möglichst frühzeitig Akteneinsicht zu beantragen. Abermals gilt: Nicht zu Vorwürfen äußern, ohne vorher mit einem Anwalt gesprochen zu haben!
Gute Vorbereitung und strategisches Vorgehen sind für eine optimale Verteidigung unerlässlich. Beides ist ohne Aktenkenntnis nicht möglich. In der Akte werden alle Informationen und Erkenntnisse des Ermittlungsverfahrens, z.B. alle Ermittlungsergebnisse der Polizei, zusammengetragen; dies verschafft dem Anwalt denselben Kenntnisstand wie Richter und Staatsanwaltschaft.
Ein umfassendes Akteneinsichtsrecht steht nur einem Anwalt zu. Der Anwalt kann ab dem Zeitpunkt der Kenntnis über ein Ermittlungsverfahren Einsicht in die Akten beantragen. Hiervon sollte, aus oben genannten Gründen, frühzeitig Gebrauch gemacht werden. Insbesondere können nach Ausarbeitung der geeigneten Verteidigungsstrategie dann eigene, hilfreiche Zeugen benannt, Beweise eingeführt oder Sachverständigengutachten in Auftrag gegeben werden. Häufig reicht ein anwaltliches Schreiben aus, damit das Verfahren eingestellt wird.
Der Anwalt kann auch nachdem das Verfahren abgeschlossen ist Akteneinsicht nehmen, um etwa die Wiederaufnahme des Verfahrens vorzubereiten oder Anträge zur vorzeitigen Haftentlassung stellen zu können.
Kontaktieren Sie uns gerne jederzeit unter +49 821 / 50 87 88 96 oder unter office@rechtsanwaltskanzlei-augsburg.de Wir helfen Ihnen gerne weiter!
Geständnis oder Schweigen?
Die Frage, ob es sinnvoller ist zu schweigen oder ein Geständnis abzulegen, kann nicht pauschal beantwortet werden. Grundsätzlich gilt: Sollte die Tat begangen worden sein, so kann ein zeitig und umfassend abgelegtes Geständnis erheblich strafmildernd wirken und Kosten sparen. Andererseits gilt aber auch grundsätzlich im Strafverfahren: In dubio pro reo; lassen sich Zweifel an der Schuld nicht ausräumen, so ist der Angeklagte freizusprechen. Beweispflichtig für die Schuld des Angeklagten ist die Staatsanwaltschaft. Das Schweigen des Beschuldigten oder Angeklagten darf nicht zu seinem Nachteil gewertet werden. Unser Rat daher: Zum Reden ist es nie zu spät.
Das BtMG stellt den Umgang mit Drogen unter Strafe. Die Straftaten des Betäubungsmittelgesetzes sind ab den §§ 29 BtMG ff. geregelt. Hier sind für Handlungen wie das Einführen von Drogen und Drogenersatzstoffen in die Bundesrepublik, Handeltreiben und bandenmäßiges Vorgehen zum Teil hohe Strafen vorgehsehen. Die in der Praxis am häufigsten verwirklichten Straftatbestände sind der Anbau, der Erwerb, der Besitz von Betäubungsmitteln sowie der Handel mit Betäubungsmitteln. Der Konsum ist hingegen nicht explizit strafbar nach dem BtMG.
Entscheidend für die Strafhöhe ist vorrangig die Menge des jeweiligen Betäubungsmittels. Dabei ist die Konzentration des Wirkstoffes (bei Kokain: Kokain-Hydrochlorid und Kokain Base, bei Cannabis: THC) zusätzlich von Bedeutung. Erfahrungsgemäß werden Sachverhalte im Zusammenhang mit Cannabisprodukten besonders häufig vor den Gerichten abgeurteilt; gefolgt von Kokain, Ecstasy (MDMA) und Heroin sowie Chrystal – Strafverfahren.
Gerade vor dem Hintergrund, dass Behörden bei Verdacht auf Verstöße gegen das BtMG zu massiven Ermittlungsmethoden greifen (Telekommunikationsüberwachungen, Wohnungsdurchsuchungen, Observationen, etc.) und bei Verstößen nach dem BtMG zudem noch der Führerscheinentzug droht, ist dem Betroffenen die Hinzuziehung eines Anwalts dringend anzuraten.
Im Bereich des Verkehrsstrafrechts gilt grundsätzlich ebenfalls: Reden ist Silber, Schweigen ist Gold; zumindest zu Beginn. Warum sollten Sie sich selbst belasten? Daher: Geben Sie auf gar keinen Fall freiwillig eine Urin- oder Blutprobe ab, oder machen Sie vorschnell irgendwelche Angaben. Sollte die Polizei Proben oder Entnahmen anordnen, sollten Sie sich dagegen allerdings auch nicht auf eigene Faust zur Wehr setzen.
Wir beraten und unterstützen Sie in allen Bereich des Verkehrsstrafrechts. Hierzu gehören Verkehrsdelikte im Zusammenhang im Alkohol und Drogen; Unfallflucht, Entzug / Entziehung der Fahrerlaubnis, Trunkenheit im Verkehr, Bußgeldbescheide, Unfall- bzw. Fahrerflucht, Nötigung, Ordnungswidrigkeiten, Verbotene Kraftfahrzeugrennen, etc.
Unsere auf Verkehrsrecht spezialisierten Anwälte unterstützen Sie jederzeit. Kontaktieren Sie uns gerne jederzeit unter +49 821 / 50 87 88 96 oder unter office@rechtsanwaltskanzlei-augsburg.de Wir helfen Ihnen gerne weiter!

References: § 29
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 § 30
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 § 35
 § 407
In dubio
 § 153
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