Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=BFH&Datum=12.10.2011&Aktenzeichen=I%20R%20107%2F10
Timestamp: 2019-04-21 19:16:26+00:00

Document:
BFH, 12.10.2011 - I R 107/10 - dejure.org
§ 38 Abs 4 S 1 KStG 2002 vom 20.12.2007, § 38 Abs 5 S 1 KStG 2002 vom 20.12.2007, § 38 Abs 5 S 2 KStG 2002 vom 20.12.2007, § 38 Abs 6 KStG 2002 vom 20.12.2007, § 38 Abs 7 KStG 2002 vom 20.12.2007
KStG § 37 Abs. 4; KStG § 38 Abs. 5 S. 2
Nennkapital kein ausschüttbares Eigenkapital
Kurznachricht zu "Anmerkung zum Urteil des BFH vom 12.10.2011, Az.: I R 107/10 (Ermittlung des Körperschaftsteuer-Erhöhungsbetrags)" von RA/FAStR Prof. Dr. Burkhard Binnewies, original erschienen in: GmbHR 2012, 219 - 220.
Kurznachricht zu "Etappensieg gegen Körperschaftsteuererhöhung nach § 38 Abs. 5 KStG" von StB Dr. Andreas S. Bolik und Dr. Daniel Zöller, original erschienen in: DStR 2012, 738 - 741.
BFHE 235, 298
BFHE 235, 398
DB 2011, 2894
BStBl II 2012, 610
Das BFH-Urteil vom 12.10.2011 I R 107/10 führe nicht zu einer "Deckelung" im Sinne des § 38 Abs. 5 Satz 2 KStG .
In die Bemessungsgrundlage für den Körperschaftsteuererhöhungsbetrag nach § 38 Abs. 5 Satz 2 KStG 2002 i.d.F. des JStG 2008 ist nur das ausschüttbare Eigenkapital zum 31. Dezember 2006, nicht aber das Nennkapital einzubeziehen (BFH, Urteil vom 12.10.2011, I R 107/10, BFHE 235, 398 BStBl II 2012, 610).
Die pauschale Besteuerung soll aber unterbleiben, soweit eine Gesellschaft nicht über positives Eigenkapital verfügt (BFH, Urteil vom 12.10.2011 I R 107/10).
Da das Nennkapital, solange es nicht herabgesetzt wird, nicht ausschüttbar ist, ist es auch nicht in die Berechnung der Körperschaftsteuererhöhung gemäß § 38 Abs. 5 Satz 2 KStG 2002 n.F. einzubeziehen (Senatsurteil vom 12. Oktober 2011 I R 107/10, BFHE 235, 398, BStBl II 2012, 610).
a) In die Bemessungsgrundlage für den Körperschaftsteuererhöhungsbetrag ist nur das ausschüttbare Eigenkapital zum 31. Dezember 2006, nicht aber das Nennkapital einzubeziehen (BFH-Urteil vom 12. Oktober 2011 I R 107/10, BFHE 235, 398 BStBl II 2012, 610).
Dies habe der Bundesfinanzhof im Urteil vom 12. Oktober 2011 I R 107/10, BStBl II 2012, 610 bestätigt.
Der verbleibende restliche Bestand an EK 02 entfällt und löst keine weitere Körperschaftsteuererhöhung aus (vgl. BFH, Urteil vom 12. Oktober 2011 I R 107/10, BStBl II 2012, 610).
Der verbleibende restliche Bestand an EK 02 entfällt und löst keine weitere Körperschaftsteuererhöhung aus (vgl. hierzu Bundesfinanzhof - BFH-Urteil vom 12.10.2011, I R 107/10, BFH/NV 2012, 342; BFHE 235, 398).
Dabei wird aus Vereinfachungsgründen auf das Steuerbilanzkapital abgestellt (BFH-Urteil vom 12.10.2011 I R 107/10, BFHE 235, 398, BStBl II 2012, 610).
BFH - I R 31/14 (anhängig)
Ist zur Ermittlung des Körperschaftsteuererhöhungsbetrages in entsprechender Anwendung des Senatsurteils vom 12. Oktober 2011 I R 107/10 (BFHE 235, 398, BStBl II 2012, 342) neben dem Nennkapital auch das Einlagekonto vom Eigenkapital abzuziehen?.

References: § 38
 § 38
 § 38
 § 38
 § 38
 § 37
 § 38
 § 38
 § 38
 § 38
 § 38