Source: http://www.konrad-fischer-info.de/enev.htm
Timestamp: 2017-06-24 12:12:54+00:00

Document:
EnEV 2009-2016/Gebäudeenergiegesetz GEG: Energiesparen oder Energiesparschwindel?
Bekannt aus Oberfranken TV (3 Wiederholungen wg. Zuschauerresonanz) und der ARD
(Archivlink): Das Lichtenfelser Experiment (Dämmen Dämmstoffe?)
Mitschrift ARD-Sendebeitrag
WDR-ServiceZeit Bauen und Wohnen - 19.9.03: Rechnet sich Dämmung wirklich?
Energiesparlügen aufgedeckt
Zur wahnsinnigen Nachrüsterei von Heizanlagen, Fassade, Dachboden, Kellerdecke, Fenster und Fundamentmauer und der
Befreiung davon
Prof. Meier: Das malträtierte Haus - zum Dämmschwindel und Energiepaß-Betrug
Klimaschutz-Terror - Tango Corrupti, Politsauerei, Wissenschaftsskandal, Betrug, Dummheit, Verbrechen oder Best Practise? Argus: Der Nairobi-Report - entlarvt
Dr. Helmut Böttiger: Was + Wer steckt hinter dem "Klimawandel"?
Dr. Dipl.-Met. Wolfgang Thüne, ehem. ZDF-Wetterfrosch: Strafanzeige gegen Klimawandelbetrug im BRD-Umweltministerium
In Dämmbuden verrecken
Zum Gedenken an den unvergessenen und erfolglosen Streiter für Recht und Ordnung im Bausektor, gegen die Dämmstofflüge und gegen den
Mißbrauch der Behörden durch interessensgeleitete Lobbyisten - ROLF KÖNEKE, Bausachverständiger (+ 28.9.2002)
(aktualisiert bis heute)
Vergeblichste Aktionen zum ökologischen Umbau des Energiespar- und Klimaschutzwahns:
Motion 02.3757, 13.12.02 zur Überprüfung angeblicher Energieeinsparung durch Dämmstoffverbau im Eidgenössischen Nationalrat
Neu: Der Klima-Schutzgeld-Erpressertrick - eine EU-Richtline
Petition des AGH an den Deutschen Bundestag (mit Nachfolgeschreiben)
Petition des Architekten C. Schwan an den Deutschen Bundestag
EnEV-Befreiung und EEWärmeG-Befreiung
Stellungnahme des Arbeitskreise "Richtig Bauen" zur EnEG-/EnEV-Novellierung 2013
Stellungnahme der Schutzgemeinschaft für Wohnungseigentümer und Mieter zur EnEG-/EnEV-/HeizkostenV-/EEWärmeG-Novellierung durch Einführung
des Gebäudeenergiegesetzes GEG 2018
Juni 2002 - und leider/selbstverständlich auch 2012 ff. noch ebenso aktuell, begründet und richtig - aber
eben aus allgemein bekannten Gründen total vergeblich, zweck- und sinnlos wie zuvor
Rückfragen: Dipl.-Ing. Konrad Fischer, Architekt BYAK, Telefon 09 574 - 30 11 / 0170-73 515 57
Telefax 09 574 - 49 60
PRESSEMITTEILUNG Energieeinsparverordnung (EnEV) 2002 ff. (Aktalisiert)
Dämmzwang als Anschlag auf Volkswirtschaft und -gesundheit
Die alle paar Jahre wiederkehrende Kampagne für die EnEV verspricht immer noch mehr Energiesparen, Arbeitsplätze und Klimaschutz.
Den verordneten Maßnahmen folgen aber nicht nur Bau- und Gesundheitsschäden bis zum Tod durch Dämmstoffbrand, sie sparen auch keine
Energie. Die Fakten:
1. Die Bauwerksverpackung kann das Klima nicht schützen. Das Treibhaus Erde ist eine Utopie aus
Datenmanipulation und Irrtum.
2. Die Dämmbauweise verschleudert Geld und Energie - trotz Subvention.
Das Lichtenfelser Experiment und langjährige
Heizkostenabrechnungen und alle vorliegenden Praxistests (Institut für Bauphysik IPB der Fraunhofer-Gesellschaft 1983-1985, GEWOS-Studie 1996,
Fehrenberg-Untersuchung, IWH-/ISTA-Untersuchung 2010) beweisen: Dämmstoff dämmt überhaupt nicht, wie berechnet, sondern sorgt für
höhere Heizkosten.
3. Der überdichte Bau verschimmelt, auch mit Algen- und Pilzkillern vergiftete Dämmstoffe 'saufen ab', das Aufheizen feuchter
Raumluft frißt Energie, der Schallschutz sinkt. Die zementverklebte und oft entzündliche Dämmbauweise ist Pfusch. Das zerstört
Fassade, Haus und Mensch, belastet unsere Rohstoffreserven und die Sondermülldeponien.
4. Dem dichten Haus fehlt Frischluft, die Schadstoffkonzentration ist zu hoch. Viel zu viele Milben,
Keime, Schimmelpilze und Algen bevölkern inzwischen fast jedes zweite Haus.
5. Jeder zehnte Erstklässler ist hierzulande Asthmatiker, jährlich sterben bei uns 8.000-10.000 Menschen an Asthma. Jeder Dritte
leidet an Allergien. Das feuchte Wohnklima der angeblichen Energiesparbauten trägt dazu bei. Die geforderte künstliche Lüftung mit
Wärmerückgewinnung ist zu teuer und trotz teurer Wartung oft genug hygienisch riskant.
6. Die Warmmiete kann durch die vorgeschriebene Dämmung nicht gesenkt werden. Der Vermieter
weiß das und dämmt nur, um die Baumaßnahme als Modernisierung auf den Mieter umzulegen oder ärmere Mieter gegen zahlungskräftigere
auszutauschen. Mietminderung, Abwehr von Kostenumlagen und Kapitalverlust sind neben ungeheueren sozialen Härten die Folge des
gesetzlich geförderten Dämmwahns.
7. Der Umweltmediziner Prof. Dr. Martin Schata schreibt der dichten Bauweise jährlich 80 Millionen Mark Folgeschäden zu. Nach
einer IfO/RWI-Studie gefährdet die amtliche 'CO2-Minderungsstrategie' unsere Volkswirtschaft. Trotzdem vergeudet unser Staat dafür
hohe Steuergeld-Subventionen in dreistelliger Milliardenhöhe mittels raffinierter Verwaltungsmechanismen.
8. Der Energiesparpfusch treibt die Mieter, Vermieter und sonstigen Baubeteiligten vor Gericht.
9. Die Fassadendämmung wird auch von herstellerbeeinflußen Planern und unwirtschaftlich arbeitenden Hausverwaltungen im
Eigeninteresse organisiert und von Billig-Kolonnen aufgebracht. Dieser Ersatz der handwerklichen Fassadeninstandsetzung kostet uns
qualifizierte Arbeitsplätze und belastet das Sozialsystem.
Daher ist es falsch, das Dämmen und Dichten der Alt- und Neubauten weiter zu verschärfen. Die Systemfehler der EnEV oder am besten
gleich der ganze vergebliche Energiesparzwang sind zu beseitigen.
Für echten Umweltschutz und ein gesundes Haus bleibt der bewährte Massivbau mit Strahlungsheizung Vorbild.
Weitere Information: Ratgeber 'Altbau und Wärmeschutz'
bei der Deutschen Burgenvereinigung e.V., Marksburg, 56338 Braubach a.
Rhein gegen 2,50 EUR in Briefmarken oder kostenlos im Internet www.deutsche-burgen.org.
Text kann hier beendet werden.
Altbau und Denkmalpflege Informationen: http://www.konrad-fischer-info.de
Abdruck frei, 2 Belegexemplare erbeten an o.a. Auskunftsadresse. V.i.S.d.P.: Dipl.-Ing. Architekt Konrad Fischer
Hauptstr. 50 - 96272 Hochstadt a. Main - Tel.: 09574 - 3011; Fax: - 4960 eMail
Mitteilung in leicht abgespeckter Vorgängerversion, als Fachbeitrag oder redaktionell überarbeitet publiziert in folgenden,
damals jedenfalls noch nicht total gleichgeschalteten Medien:
mm Modernisierungsmarkt,
Stadthaus-Verlag Berlin
wi Wohnungspolitische Informationen, GdW Bundesverband deutscher Wohnungsunternehmen e.V. Berlin
Bauhandwerk mit BauSanierung und Modernisierungspraxis, Fachzeitschrift für
die gewerkeübergreifende Bauausführung mit Mitteilungen der Arbeitsgemeinschaft Holz, der Deutschen Gesellschaft für Mauerwerksbau, des Bundesarbeitskreises Trockenbau und des Deutschen Zentrums für Handwerk und Denkmalpflege, Bertelsmann Gütersloh
ibau Planungsinformationen, i.p. ibau Münster
bau zeitung, Verlag Bauwesen vb, Organ des Zentralverbandes Deutscher Ingenieure
e.V. (ZDI), Fachschaft Bauwesen und der Union Beratender Ingenieure e.V. (U.B.I.-D.)
bauplan/bauorga, Internationale technisch-wirtschaftliche Zeitschrift mit Nachrichten und Mitteilungen für die Mitglieder des BFIA Berufsverband Freischaffender Ingenieure und Architekten e.V., ADAI Arbeitgeberverband Deutscher Architekten und
Ingenieure e.V., AFB Arbeitgeberverband Freier Berufe im Zentralverband Deutscher Ingenieure e.V. (ZDI), Verlag Heinrich Graefen, Duisburg
Neue Solidarität, Wochenzeitschrift, Dr. Böttiger-Verlag Wiesbaden
Der Holznagel, Mitteilungsblatt der Interessengemeinschaft Bauernhaus e.V.B+B Bautenschutz Bausanierung, Zeitschrift für Bauinstandhaltung und Denkmalpflege, Mit den Mitteilungen der Wissenschaftlich-Technischen Arbeitsgemeinschaft für Bauwerkserhaltung und Denkmalpflege e.V. (WTA), des Deutschen Holz- und Bautenschutzverbandes e.V. (DHBV), des Bundesarbeitskreises für Altbauerneuerung e.V. (BAKA), der Deutschen Bauchemie e.V., des Fachverbandes Feuchte- & Altbausanierung e.V., (FAS) sowie des Dahlberg-Institutes f. Diagnostik u. Instandsetzung historischer Bausubstanz e.V., Verlagsgesellschaft Rudolf Müller Köln
ARCONIS, Wissen zum Planen und Bauen und zum Baumarkt, Fraunhofer IRB Verlag
Wie war das - Dämmung dämmt nicht wie berechnet? Nein - der Energiesparaufwand gem. Energieeinsparverordnung (vulgo: Energiesparverordnung/Energiesparordnung) EnEV spart keine
Energie und ist folglich kein "Beitrag zum Klimaschutz" (Bundesbauministerium)? Deutschlands Häuser sollen aber dennoch verpackt, die Bewohner darin im eigenen Mief vergast werden - obwohl das noch nie, wie Vergleichsstudien (IWH/ista 2010, GEWOS 1969, THERMA-WETTBEWERB des BUNDES, Fraunhofer-Institut 1983-1985, EVAs im eidgenöss. Auftrag durch
Bossert, Fehrenberg, ...) seit den 1980er immer wieder bewiesen - geschweige denn wirtschaftlich - Energie gespart hat. Seit Inkrafttreten der sog. Energieeinsparverordnung EnEV 2002 läuft die Umsetzung der Dämmstofflüge sogar bußgeldgestützt.
Zwei diesbezüglich aufschlußreiche Grafiken aus den bzw. auf Grundlage der oben aufgeführten Untersuchungen belegen die ausbleibende
Dämmwirkung von Dämmstoffen auf der Fassade (Details und Referenz dazu):
Ob es immer Dämmung sein muß? Lesen Sie nach beim Energiespar-W
Auch alle Heizkessel älter als 1978 müssen lt. EnEV vernichtet werden, selbst wenn sie perfekt Energie sparen und technisch gem.
BImschV einwandfreie Abgaswerte bringen. Damit gehen entweder die Kaminanlagen versottungshalber total kaputt oder müssen gleich
aufwendigst - meist total unwirtschaftlich - vorbeugend saniert werden. Allerblödsinnigste Rechenscharlatanerie (Norm-Berechnung
Wärmebedarf / Bedarfsberechnung) wird als Energieausweis / Energiepaß zwangsweise für teuer Geld mit willigen Helfershelfern an den
Hausbesitzer gebracht. Wer sitzt eigentlich in unserer politischen und ministeriellen Administration und erläßt so einen widerlichen
Schmarrn? Eine Invasion von Veganern? Käufliches Personal der Lobbyisten? Affen? Schweine? Ministerialratten und Schnulliticker?
So ein Grad von vorschriftsmäßiger Kamikaze-Selbstzerstörung wäre selbst bei den einst so heiß geliebten Volks(ver)führern Ceaucescu,
Stalin, Hitler, Truman, Roosevelt, Johnson, Bush sen.+jr., Clinton, Mao oder gar Churchill wohl kaum durchgegangen und ist bisher
wohl nur in Japan und unter deutschen Ökos beobachtbar gewesen, wie Edgar Gärtner in "Ökonihilismus 2012 - Selbstmord in Grün"
so volltrefflich nachweist.
Doch wir lassen uns wie immer alles gefallen, bis es wieder mal zu spät ist. Inzwischen schlägt die Industrie zur Verlängerung der
kläglichen WDVS-Lebensdauer und Behinderung des vorschnellen Absaufens infolge der allnächtlichen Tauwassereinspeicherung sogar deren systematische
Beheizung (!) vor (Patent Ewald Dörken AG, DE102009035656A1 03.02.2011, Titel [Elektrische bzw. Warmwasserrohr-Beheizung der
wärmegedämmten] "Gebäudehülle eines Gebäudes"). Dagegen war das Rathaus von Schilda ein Tempel der Weisheit.
08.10.12: DIE WELT: Praxisstudien beweisen: Wärmedämmung kann Heizkosten in die Höhe treiben
18.09.12: DEUTSCHE WELLE: Die kaputtgedämmte Republik?
Diese Seiten wollen aufklären, obwohl klar ist, daß wohl mehr als 99 Prozent der Bevölkerung dem Ökowahn, der
Klimaschutz-Massen-Halluzination, der Ökopsychose und dem Biofanatismus verfallen sind und wohl auch bald dazu bereit, Ketzer wieder
mal zu steinigen, verbrennen oder in Lagern - diesmal mit CO2? - zu vergasen. Dennoch, auch unsere Gesllschaft hat genug Platz für
tragische Figuren und Don-Quichotterien, und sei es am Pranger, Balkenkreuz oder auf dem flachen Lande.
Deswegen werden Sie hier mit vergeblicher Aufklärung belästigt, die Ihnen freilich nichts nutzen wird, da Sie eben nicht zu dem
verlorenen Häuflein der restlichen Ein Prozent gehören wollen. Warum denn dann? Damit Sie dennoch mal am eigenen, sinnentleerten Kopf kratzen:
Allen EnEV-Schwindel rund um Neubau, Altbau, Altbausanierung, Bauwerksinstandsetzung, Gebäudemodernisierung und Nachrüstung - und sei er noch so paragrafiert und bußgeldbewehrt - könnte man sich nämlich auch sparen - was Ihnen von allerlei umherlaufenden Energieberatern, Planern und Handwerkern jedoch zu Ihren Ungunsten und gegen alle hier anzunehmenden Treue-, Beratungs-, und sogar Treuhänderpflichten entweder aus grober Fahrlässigkeit oder Vorsatz verschwiegen werden kann.
Das sind genau Ihre Fachleute, die Sie in etwa so (oder sinngemäß) "aufklären" und Ihr Geld für den Energiesparschwindel rausjucken nach dem Motto "Mit dem Schinken nach der Wurst werfen" - und selbstverständlich ohne die in Klammern stehenden Erläuterungen für die ahnungslos wieder mal mitlaufenden Bauexperten von Grün bis Schwarz in der
bundesdeutschen ökosozialistischen Einheitspartei der Klimaschutz-Planwirtschaft bis 2050:
meist anzuwendenden Befreiungsparagrafen 25 anzutasten, der bei allen unwirtschaftlichen - sich nicht in 10 Jahren refinanzierenden / amortisierenden Energiesparmaßnahmen anzuwenden ist und dessen Anwendung jeder von Ihnen beauftragte Planer plichtgemäß
müssen die Maßnahmen streng nach und unter strikter Berücksichtigung der EnEV 2009 (und immer unter Beachtung des Wirtschaftlichkeitsgebots gem. EnEG § 5 und der entsprechenden Befreiung gem EnEV § 25) durchgeführt werden.
Die Mißachtung dieser verschärften Vorgaben bei Planung und Ausführung (löst im Falle verfehlter Wirtschaftlichkeit einen Schadensersatzanspruch des geschädigten Auftraggebers aus, das heißt, daß der wirtschaftlich entstandene Schaden - die Fehlinvestition in unwirtschaftliche Energiesparmaßnahmen - als Schadensersatz seitens des die unwirtschaftliche Planung verschuldenden Auftragnehmers an den geschädigten Auftraggeber zu zahlen ist) ist eine Ordnungswidrigkeit im Sinne des Energieeinsparungsgesetztes (EnEG) und kann mit einem Bußgeld von bis zu 50.000 Euro bestraft werden (was aber noch nie vorgekommen ist,
Als (von Ihnen wirklich ganz) unabhängiger Energieberater erstelle ich (mit Hilfe meiner Industrieberater, von denen Sie nichts wissen müssen und sollen) ganzheitliche (und immer kraß unwirtschaftliche, oft auch Baupfusch und Gesundheitsschäden provozierend) Energiekonzepte für Bestandsgebäude (von deren Baukonstruktion und Bauphysik ich sowieso nichts verstehe) und Neubauten (die ich nur auf dem Papier beherrsche, ansonsten erledigen das meine ebenfalls der Industrieberatung zu Ungunsten des
Bauherren verpflichteten Fachingenieure und eben meine Industriefreunde/Pharmareferenten), und helfe bei der Antragstellung für KfW-Förderkredite und Zuschüsse.
Ich überwache für Sie die (im Sinne der Industrienormen, sonst aber gewiß nicht) mängelfreie Ausführung der Arbeiten - Preis nach Absprache (und grundsätzlich unter HOAI-Mindestsätzen, da ich den Rest von meinen Industrie- und Handwerkspartnern zugesteckt bekomme, deren Produkte und Leistungen ich - selbstverständlich ohne, daß Sie etwas davon mitbekommen - auch in Ihrem Bauvorhaben mit allen mir zur Verfügung stehenden Mitteln manipulativ zu Ihren Lasten und auf Ihre Kosten begünstige)."
Einzige Voraussetzung der EnEV-Abservierung bei Neubauvorhaben und der Altbauinstandsetzung: Inanspruchnahme der rechtlich in entsprechenden Paragrafen inbegriffenen Ausnahmen und Befreiungen, die jedem Bürger gem. EnEV 2007 §§ 24 und 25 (früher §§ 16, 17) zustehen
und vor allem im Falle Baudenkmal/Denkmalschutz/Denkmalpflege/Denkmalinstandsetzung und wegen der nahezu immer vorliegenden Unwirtschaftlichkeit/Unzumutbaren Härte beansprucht werden können. Hier gibt es dafür ein schmuckes DIN-A-4 Antragsformular zum Ankreuzen für Jedermann - strengstens gem. EnEV(!), das ich als im Freistaat Bayern zugel. Sachverständiger
gem. ZVEnEV [seit 2017 AVEn] ausgearbeitet und oft genug auch in anderen BRD-Bundesländern schon erfolgreich durchgebracht habe. Kosten für die tatsächliche Erfüllung der Energiesparforderungen gem. EnEV durch Verzicht auf die dafür gem. EnEV geforderten - wie immer in einer Lobbykratur - in der Sache wirkungslosesten, dafür ganz woanders taschenfüllendste Maßnahmen? Vergleichsweise geringe Kosten für Antrag + Bescheinigung, dafür zig- bis hunderttausende EUR Ersparnis durch Verzicht auf sinnloseste, schädlichste und auch durch KfW-Kredit (fast) niemals
wirtschaftlich sinnvolle Investitionen. Und da bis zum 30. September 2008 für jeden Hausbesitzer die Wahlmöglichkeit
zwischen billigem und realistischem Energiepaß / Energieausweis namens "Verbrauchsausweis" auf Grundlage des tatsächlichen
Energieverbrauchs der letzten drei Jahre sowie dem viel teureren "Bedarfsausweis" auf Grundlage einer unsinnigen, auf
fiktiven und arg falschen "U-Werten" der Baukonstruktion besteht, die beide 10 Jahre gültig sind, ist es sehr
anzuraten, möglichst rechtzeitig den Billigpaß zu bestellen. Daß auch danach eine nachträgliche
Rückdatierung - wer soll denn das wie feststellen, wann so ein lumpiges Ausweislein tatsächlich ausgestellt und unterschrieben wurde? -
zum Billigpaß führen kann, braucht den eher praktisch gesonnen Hausbesitzern wohl kaum weiter erläutert werden ...
Das wären also die jedem Bürger offenstehenden und ganz praktischen Auswege aus dem administrativen hauszerstörendem und gesundheitsschädigenden Energiesparbeschiß - unter rechtlicher Ausnutzung - nein Beanspruchung - der aus grundgesetzlichen Gründen von der Lobby bisher nicht aushebelbaren Ausnahmeparagrafen.
Nun müssen Sie nicht annehmen, daß unsereiner so dermaßen wahnsinnig, blöde oder durchgeknallt wäre, anzunehmen, daß man mit unwiderlegbaren Sachargumenten in Brieflein (ich rede nicht von banknotenvollgestopften Kuverts oder gern gesehene und vorwiegend auf alpinen, channel- oder südseeländischen
Nummernkonten erfreulicherweise explodierende Koffer-Schwarzpulverbomben!) an Regierung, Parlament, Parteien, Institute,
Stiftungen und Ministerialbürokratie unserer Lobbykratie irgendwas zum Guten erreichen könnte. Nein, und nochmals nein, wir wissen: Wat mutt, dat mutt! Wenn es nur dem Bürger maximal schadet und den hochwohllöblichen Auftraggebern, Gesinnungsgenossen und Helfershelfern maximal nutzt. Warum also dennoch der Versuch - zusätzlich zu dem praktischen und bisher einmaligen und nur hier gebotenen Werkzeug "Ausnahme/Befreiungsantrag gem. EnEV"(!)?
Weil es einmal unser - trotz aller Abschaffversuche und mieser Vorbildwirkung der gewissenlosen Eliten - noch vorhandenes Gewissen fordert. Daß Widerstand mit z.B. feigen Aktentaschen-, Koffer- oder Rucksackbomben (Eisner, Stauffenberg usw.) gegen ein internazional durchorganisiertes Terrorregime gar nix bringt, ist uns ebenfalls schon lange klar. Dennoch zwingt uns der verbliebene Anstand, alle Vernichtungsrisiken und die hetzerische Verfolgung auf uns zu nehmen und dennoch - wenn auch vergeblich und zur Ergebnislosigkeit von Anfang an verurteilt - aufzuklären. Die dem Energiesparzwang zugrundeliegenden Wunder
wollen hinterfragt werden. Hier die fraglichen Links:
Das Wunder der globalen Erwärmung
Das Wunder des gefährlichen CO2s
Das Wunder der versiegenden fossilen Energiequellen
Das Wunder des Naturstroms im Solarzeitalter
Das Wunder der energiesparenden Dämmung mit Leichtbaustoffen.
Das Wunder des Energiesparens mit WDVS / Zusatzdämmung / Fassadendämmung.
So treibt dann der verordnete Dämmzwang die Wohnungsverschimmelung und Investitionsvernichtung - wie immer und ewig - gegen alle begründeten Einwände und
Bedenken voran - Zitat aus:
haustechnikdialog.de:
"17.7.2001 Bundesrat ändert EnEV Der Bundesrat hat am Freitag, 13.07.01 der Energieeinsparverordnung zugestimmt."
Kommentar: Das sicherte der Lobby sogar noch zusätzliche Erträge, in der Sache bleibt die Maßnahme wirkungslos, wie alle Dämmanstrengungen (vgl.
Fehrenberg-Untersuchung)
In einer gleichzeitig gefassten Entschließung bittet der Bundesrat die Bundesregierung, bis zum 31. Dezember 2006 die Auswirkungen der Verordnung
insbesondere im Hinblick auf die angestrebten Energieeinsparungen und den Klimaschutz zu überprüfen und dem Bundesrat hierzu einen Bericht vorzulegen."
Kommentar: Diese Sache stinkt zum Himmel. Bis zum Jahre 2006 war davon nichts mehr zu hören. Dafür verschärft man die EnEV noch weiter. Man hätte doch auch
damals (2001) nur prüfen müssen, wo die vorher geltende WSVO irgendwas eingespart hat (NIRGENDS!), und wie es zu erklären ist, daß
noch mehr Aufwand im verordneten Dämmen und Heizanlagenvernichtung das Klima schützen soll. Wo doch der Klimaschutzbetrug mit den
"Klimafakten" des staatlichen Instituts für Geowissenschaften, Hannover sozusagen amtlich entlarvt wurde. Da mit der
bisherigen WSVO also nichts war, tut man nun so, als ob es mit der EnEV besser ginge. Irgendjemandem muß es dann doch fast rechtzeitig aufgefallen sein, daß
hier ein Erfolgsbericht überfällig war und folglich kommt es dann letztlich am 31. Januar 2007 zu einem Schreiben des hochmögenden Bundesministeriums für
Wirtschaft und Technologie an die Exzellenzen, Magnifizenzen, Herrlich- und Dämlichkeiten des wunderbaren Bundesrats:
Bericht der Bundesregierung zu der Entschließung des Bundesrates zur Verordnung über energiesparenden Wärmeschutz und energiesparende Anlagentechnik bei Gebäuden (Energieeinsparverordnung - EnEV).
Darin heißt es dann abschließend so schön im allerbesten Orwellschen Neusprech:
"Auswirkungen der EnEV auf Energieeinsparung und Klimaschutz / CO2-Reduktion:
Mit ihren umfassenden energiesparenden Anforderungen an neue und bestehende Gebäude leistet die EnEV im Gebäudebereich einen wesentlichen Beitrag zur
Energieeinsparung und damit auch zur CO2-Reduktion. Quantitative Aussagen über die Auswirkungen der EnEV-Anforderungen sind allerdings schwierig und
lediglich als grobe Schätzungen möglich.
Im Neubaubereich lassen sich die aufgrund der Anforderungen der EnEV zu erwartenden Einspareffekte in Referenz zum Anforderungsniveau der jeweils vorher
geltenden Verordnungsfassung recht gut einschätzen. Das energetisch einzuhaltende Niveau neuer Gebäude nach EnEV liegt um durchschnittlich 30 % unter dem
geforderten Niveau der Vorgängerregelung. Im Gebäudebestand sind dagegen wegen der komplexen Bestandslage und der häufig vielfältigen Motive für eine
energetische Sanierung allein auf die EnEV bezogene Energie- und CO2- Einspareffekte schwieriger zu ermitteln. Die verfügbaren Untersuchungsergebnisse
differieren in ihren Einschätzungen daher erheblich. Ihnen ist jedoch gemein, dass sie von einem signifikanten Einspareffekt durch die EnEV ausgehen."
Aha. Nix Genaues weiß man halt nicht und das muß dem Bundesrat genügen, um den Bürger weiter dem Klimastuß zum Fraß auszuliefern. Lobbykratur vom Feinsten
eben. Nichts anderes haben wir Wähler von unserer Politik, der wir unsere Stimmviehstimme gegeben haben, erwartet. Mäh, mäh! Und unsere Politiker, was haben
die darauf gemacht? Nichts. Sie ziehen wie immer die Hände aus unseren Taschen - aber nur zur Abstimmung weiterer enteignungsgleicher Abzocken - und werden
am Ende bestenfalls mit heuchlerischem Augenaufschlag sagen, sie hätten halt wieder mal den ausgewiesenen Experten vertraut und wüßten sonst von nichts. Das
Hier, was ein erfahrener Kollege zur EnEV meint: Interview
mit Dipl.-Ing. Arch. Tomas Schreiner: auf www.dimagb.de
und hier, was sonst noch so läuft:
Rolf Köneke - sick-building-center Buschrosenweg 31 22 177 Hamburg als Kontaktadresse für den Arbeitskreis Gesundes Haus AGH
An den Petitionsauschuß des Deutschen Bundestages 11011 Berlin
AGH-Petition zur Energieeinsparungsverordnung EnEV Sehr geehrte Damen und Herren des Petitionsausschusses,
es wird hiermit Beschwerde gegen die an der EnEV beteiligten Ministerien
eingelegt aus folgenden Gründen: 1. Gesetzwidriges Verhalten, 2. Unzumutbarkeit der vorgeschlagenen Rechenmethoden,
3. Mißbrauch technisch-wissenschaftlicher Verfahren,
4. Negative Auswirkungen der EnEV.
Der Referentenentwurf vom 29. 11. 2000 liegt vor. Auf Grund des Energieeinsparungsgesetzes
vom 22. Juli 1976 soll dieser Referentenentwurf von der Bundesregierung verordnet werden. Hierzu wird festgestellt: Zu 1) Gesetzwidriges Verhalten Im Energieeinsparungsgesetz, der Ermächtigungsgrundlage zum Erlaß
der Wärmeschutzverordnungen, wird die Wirtschaftlichkeit im § 5 ”Gemeinsame Voraussetzungen für
Rechtsverordnungen” gefordert. Der § 5(1) lautet verkürzt: (1) "Die in den Rechtsverordnungen ... aufgestellten Anforderungen
müssen ... wirtschaftlich vertretbar sein. Anforderungen gelten als
wirtschaftlich vertretbar, wenn generell die erforderlichen Aufwendungen
innerhalb der üblichen Nutzungsdauer durch die eintretenden Einsparungen
erwirtschaftet werden können." Diese Aussage ist eindeutig. Unwirtschaftliche Energiesparmaßnahmen
sind damit gesetzwidrig. Die technische Umsetzung der Anforderungen der
EnEV erfordert einen Aufwand, der durch die damit erzielten Einsparungen
wirtschaftlich nicht gedeckt werden kann. Es gibt kein Beispiel, bei
dem die Wirtschaftlichkeit nachgewiesen werden konnte. Eine Verordnung,
deren Anforderungen grundsätzlich zu unwirtschaftlichen
Energiesparmaßnahmen führen, ist deshalb null und nichtig. Auch die Wohnungswirtschaft leidet unter dem Diktat
der überzogenen Anforderungen, die Wohnungsbaugesellschaften werden in ein finanzielles
Fiasko gestürzt. Die Umlegung der investiven
Maßnahmen auf den Mieter wird für sozialen Zündstoff sorgen. Die
Differenz der Heizkostenrechnungen können die Differenz zur steigenden Miete nicht kompensieren. Beispielhaft sei eine Notiz aus der FAZ vom 05. 09. 2000 erwähnt: Drei Wohnhäuser mit jeweils 6 Dreizimmer-Wohnungen a 71 m²
Wohnfläche werden von der ”Gesellschaft für
Wohnungsbau und Hausverwaltung im Stadtgebiet Aschaffenburg” saniert. Als
”energiesparende Maßnahmen” wurden durchgeführt: - Wärmedämmverbundsystem mit 8 cm Mineralfaser und Silikonputz, - wärmedämmende Kunststoffenster mit Wärmedämmverglasung, - Decke zum Dach mit 12 cm Polystyrol, - Einbau eines Brennwertkessels - Regelung der Raumtemperaturen. Im Text heißt es dann: ”Der Energiebedarf zum Heizen der
Häuser wird nach den Erwartungen der Baugesellschaft um rund 35 Prozent sinken. Pro Jahr und Wohnung
würde das eine Einsparung von etwa 180 Mark ergeben”. 35 % suggeriert viel, 180 DM pro Jahr bedeutet aber ein ”Nichts”. Bei
6 Wohnungen pro Haus wird damit eine Einsparung von 1080 DM/a erzielt.
Wird für die Wirtschaftlichkeitsberechnung ein Mehrkostennutzenverhältnis
von 15 (sehr gewagt) angenommen, dann beträgt das Investitionskostenlimit pro Haus: 15 x 1080 = 16.200 DM. (Das Mehrkostennutzenverhältnis ist das Maß
für die Wirtschaftlichkeit; siehe: Ehm, H.: Maßnahmen zum baulichen Wärmeschutz
und zur Energieeinsparung in bestehenden Gebäuden;
Kosten-Nutzen-Betrachtung. wksb 1979, H. 8, S. 1 und Werner, H.; Gertis, K.: Zur Wahl von
Kalkulationsmethoden bei der Ermittlung der Wirtschaftlichkeit von
Energiesparmaßnahmen. Baumaschine + Bautechnik 1979, H.2, S. 65). Jeder Architekt oder Bauleiter weiß, daß die Realisierung
der oben genannten fünf “energiesparenden”
Maßnahmen für 16.200 DM pro Haus eine Utopie ist – wie eben alles im jetzt
geforderten Gebäudewärmeschutz. Die beteiligten Ministerien verstoßen somit eklatant gegen das
Wirtschaftlichkeitsgebot des Energieeinsparungsgesetzes – sie
handeln gesetzwidrig. Das soziale Gewissen soll jetzt nicht Gegenstand der Petition sein. Gegenstand einer Gegenäußerung muß die nachvollziehbare
und mit realistischen Daten versehende Wirtschaftlichkeitsberechnung
sein; eine solche ist bis jetzt noch nicht vorgelegt worden. Die der
Bundesregierung vorliegenden Gutachten zur Wirtschaftlichkeit sind, wenn darauf
zurückgegriffen wird, vollständig zu präsentieren, die Gutachter zu
benennen. Zu 2) Unzumutbarkeit der vorgeschlagenen Rechenmethoden Es heißt in der Begründung zur EnEV: “Die Energieeinsparverordnung
soll nicht mit umfänglichen technischen Regelungen befrachtet
werden”. Es wird statt dessen auf umfangreiche Normen verwiesen. Diese sind: 1. DIN V 4108-6 mit 46 Seiten 2. Entwurf DIN 4701-10 mit 30 Seiten 3. DIN EN 832 mit 30 Seiten Werden die ebenfalls zu beachtenden Entwürfe zur DIN 4108-2 mit
21 Seiten und zur DIN 4108-3 mit 43 Seiten hinzugezählt, dann
ergeben sich allein für diesen schmalen bauphysikalischen Sektor
insgesamt 170 Seiten. Diese Informationsfülle ist für ein ordnungsgemäßes
Planen und Entwerfen unzumutbar. Werden die inhaltlichen und methodischen
Fehler noch mit einbezogen, dann mutiert diese Informationsschwemme zum
Informationsmüll. Die Anwendung verbietet sich somit von selbst. Zu 3) Mißbrauch technisch-wissenschaftlicher Verfahren Es heißt in der Begründung zur EnEV: “Durch Verweis auf die EN 832 ist nunmehr die Möglichkeit gegeben,
auf die Darstellung von Nachweisregeln in der Verordnung weitgehend zu verzichten”. Die DIN EN 832 wird damit beim Nachweis zum zentralen Mittelpunkt der
EnEV. Dieses Nachweisverfahren wird an einem Beispiel im Anhang L der DIN EN 832 erläutert. Die Tabelle L9 listet die Heizwärmebedarfswerte eines ca. 90 m²
großen Hauses auf und enthält auch das Ergebnis für die Heizperiode: 30 000 MJ ± 13 000 MJ oder in kWh: 8333 kWh ± 3611 kWh Mit einer solchen Abweichung werden alle ernst zu nehmenden Berechnungen
in den Ingenieurwissenschaften verhöhnt. Eine Abweichung von ±
43,3 % ist ein Skandal. Immerhin liegen mögliche Ergebnisse dann zwischen
4722 kWh und 11944 kWh bzw. zwischen 52,8 kWh/m²a und 133,5 kWh/m²a
und das ist immerhin das 2,53 fache. Eine derartige Streuung entbehrt jeder soliden wissenschaftlichen Arbeit. Ein solches Ergebnis kann nicht ernst genommen werden und beweist die
Unzuverlässigkeit der Rechenmethoden. Mit dieser Streuung werden die
methodischen und inhaltlichen Fehler der DIN-Normen inkognito eingestanden.
Die gesamte DIN-EN 832 muß deshalb aus dem Verkehr gezogen werden. Weiter heißt es in der Begründung zur EnEV: “Ziel sei die Erhöhung der Transparenz für Bauherren und Nutzer
durch aussagekräftige Energieausweise”. Bei solchen haarsträubenden Ergebnissen mit Streuungen von ±
43,3 % kann nicht von aussagekräftigen Dokumenten gesprochen werden. Damit aber werden auch die in der EnEV §13 geforderten “Ausweise
über Energie- und Wärmebedarf, Energieverbrauchskennwerte” hinfällig.
Die Juristen finden jedenfalls hier ein reichhaltiges Betätigungsfeld
vor, wenn der Kunde, wenn der Verbraucher, wie ihm ja immer erzählt
wird, die dort angegebenen “Bedarfswerte” einmal juristisch einfordern,
einmal einklagen sollte. Immerhin muß vom Verordnungsgeber die Frage
klar beantwortet werden, ob ein Recht auf die Einhaltung der in den Energieausweisen falsch berechneten Werte besteht. Zu 4) Auswirkungen der EnEV Im Vollzug der EnEV, aber auch der bisherigen Wärmeschutzverordnungen
werden für die Außenhülle ausschließlich Dämm-Maßnahnen
vorgesehen, die sich hauptsächlich in Wärmedämmverbundsystemen
niederschlagen. Die Nachteile sind gewaltig, sie dürfen nicht bagatellisiert werden. Gesundheitlicher Aspekt Seit Jahren werden unsere Wohnhäuser gemäß WSchVO mit
“Verpackungs-Material” eingepackt. Das führt zu einem hermetischen
Verschluß. In etwa Einhunderttausend Groß-Wohnhäusern
gibt es 1 Million Wohnungen mit Schimmel. Die Folge ist: Vernichtung des Wohnklimas, Übersättigung mit Schimmel, schwere Allergien, asthmatische Erkrankungen. Energierelevanter Aspekt Der Einbau neuer Fenster und die Verkleidung mit Dämm-Material
sollte zu einer wesentlichen Energieeinsparung führen. Dies hat sich
nicht bewahrheitet (man meint deshalb, nun noch mehr dämmen zu
müssen, um endlich etwas zu erreichen). Nur heiztechnische Verbesserungen
können Heizkosten senken. Bauphysikalischer Aspekt Das seit Jahrhunderten wohnbiologisch vorbildliche Massiv-Haus mit einer
Wohnqualität, die “Niedrigenergiehäuser” nie erreichen
können, darf nicht hermetisch abgedichtet werden. Dagegen wird jedoch verstoßen: Von außen durch das sorptionsdichte und diffusionsbehindernde
Wärmedämmverbundsystem, von innen durch die mit Kunststoffdispersion
gestrichene Rauhfasertapete und die dichten Fenster. Die Folge ist: Schimmel verursachende hohe Feuchte im Innenraum, Feuchteansammlung in der Außenwand – die Dämmung wird unwirksam. Lüftungsrelevanter Aspekt In einem dichten Raum, der allein schon durch das Bewohnen eine hohe
Feuchte aufweist, wird es niemals gesundes Leben geben. Alles wird feucht
und schimmelig. Die eingebauten Wohngifte erhöhen die Krankheitshäufigkeit. Umweltrelevanter Aspekt Bei den WDV-Systemen kommt zu 90% EPS zum Einsatz; es enthält hochbrennbares
Styrol. Im Brandfall werden hochgiftige Gase freigesetzt (Flughafen Düsseldorf).
WDV-Systeme lassen sich nicht recyceln, es sitzt fest verbunden am Wohnhaus. Fachleute – auch das Umweltamt Hamburg – sagen: “Dieses Material dürfte gar nicht erst produziert werden”. Trotzdem wird es überall eingesetzt – auch im Innenbereich.
Gesundheitsverstöße sind deshalb an der Tagesordnung. Volkswirtschaftlicher Aspekt Das Anbringen eines WDV-Systems kostet 150,-DM/m². Auf diese Weise
wurden bisher 40 Milliarden DM ausgegeben – ohne eine wesentliche Energieeinsparung
zu erzielen, die dann auch zu einer merkbaren CO2-Minderung führen würde. Allerdings wurde damit erreicht, daß bereits 400 000 Bürger
erkrankt sind. Das Entfernen der WDV-Verkleidung kostet noch einmal 20 Milliarden DM. Der Wertverlust der Häuser muß auch
beachtet werden. Quintessenz Die angeführten Fakten müssen beachtet werden, soll das Staatswesen
durch solche unverständlichen und deshalb wohl auch zwangsläufig
administrativen Aktivitäten nicht weiterhin in Mißkredit geraten
und Schaden erleiden. Die Vergangenheit zeigt genügend Beispiele unverantwortlichen Handelns. Der Arbeitskreis stellt fest: 1. Werden die Unzulänglichkeiten der “Energieeinsparkampagnen”
offengelegt, wird mit Bußgeldbescheiden ab 250 000 DM operiert. 2. Werden Ministerien auf die Widersprüche und Gefahren aufmerksam
gemacht, so werden diese Warnungen ignoriert – sie interessieren sich nicht dafür. 3. Werden einzeln Gesundheits-, Jugend-, Sozial- und andere Ministerien
mit klaren Fragen angeschrieben, so setzt das Geschiebe der Zuständigkeiten
ein. So werden klare Antworten vermieden. 4. Auf Fragen im Zusammenhang mit der Gesundheit der Bürger
an den “Umwelt-Sachverständigen-Rat”, der die Bundesregierung berät,
wird überhaupt nicht geantwortet. Die Verdrängung von unangenehm
empfundenen Fragen scheint Schule zu machen – siehe BSE-Krise. 5. Auch industrieabhängige “Wissenschaftler”, die die Bundesregierung
richtig beraten sollten, tun dies nicht. Die Interessen der Industrie haben
Vorrang vor den Interessen der Verbraucher. Auch beim Gebäudewärmeschutz
muß der Vebraucherschutz eingefordert werden. 6. Es geht nicht an, daß in dieser bisherigen Form weitergearbeitet
wird. Es geht nicht an, daß die Gebäudesubstanz eingepackt werden
soll. Es geht nicht an, daß unsere Häuser zerstört werden.
Es geht nicht an, daß die Gesundheit der Bürger
gefährdet wird. Es geht nicht an, daß unsere schon kranken Kinder im Umwelt-Dämm-Müll ersticken. 7. Deshalb ist eine öffentliche Diskussion unausweichlich. Die
Verantwortung gegenüber dem Bürger gebietet dies.
Wir bitten im Interesse der betroffenen Bevölkerung um angemessene Sachbehandlung.
Im März 2001
Arbeitskreis Gesundes Haus AGH:
Dr. phil. Helmut Böttiger, Wiesbaden; Dipl.-Ing. Alfred Eisenschink, Murnau; Dipl.-Ing. Architekt Konrad Fischer, Hochstadt a. Main; Dr. rer.
nat. habil. Michael Gagelmann, Wiss. Beirat der Interdisziplinären Gesellschaft für Umweltmedizin IGUMED e.V., Schriesheim; Prof.
Dr. Gerhard Gerlich, Institut für Mathematische Physik der TU Braunschweig, Braunschweig; Rolf Köneke, Bausachverständiger,
Hamburg; Dipl.-Ing. Architekt Kai Kühnel, Stadtrat, Dachau; Prof. Dr.-Ing. habil. Claus Meier, wiss. Direktor und Leiter Hochbauamt Stadt Nürnberg a.
D., Nürnberg; Dipl.-Met. Dr. phil. Wolfgang Thüne, ZDF-Meteorologe a. D., Oppenheim
i. A. Rolf Köneke, Bausachverständiger Wie üblich versucht nun der Petitionsausschuß unter Berufung auf den in dieser Angelegenheit seit über 20 Jahren bewiesenen
Sachverstand seines Bauministeriums das Bürgeranliegen abzuschmettern. Zitat aus dem (Textbaustein-)Schreiben vom 9.5.01:
"Nach Prüfung aller Gesichtspunkte kommt der Ausschussdienst zu dem Ergebnis, dass Ihre Petition erfolglos bleiben wird. Diese Auffassung
stützt sich insbesondere auf die detaillierten Ausführungen des Bundesministeriums für Verkehr, Bau- und Wohnungswesen vom 17.04.2001."
Mit wie wenig so ein "Ausschußdienst" zufrieden zu stellen ist - in Anbetracht der gegebenen und schlüssig
dargelegten Brisanz der Petition für das Bürgerwohl - ist wohl am besten in der Rubrik "MAKABER" einzuordnen. Wir wollen Ihnen nicht
vorenthalten, zu welch gestanzten Leer- bzw. Beschwörungsformeln ein MD Prof. Dr. Abteilungsleiter - wohl unter Zuhilfenahme eines TOP-Beamten in seinem
Hause (hoffentlich, wobei die Vorlage auch "von draußen" denkbar sein könnte) - sich herablassen kann:
(wortgetreue Abschrift, grammatikalische Fehler im Original)
"BUNDESMINISTERIUM FÜR VERKEHR, BAU- UND WOHNUNGSWESEN
MD Prof. Dr. Michael Krautzberger Abteilungsleiter Bauwesen und Städtebau
17. April 2001 / Gesch.-Z.: BS 34 - R 14 Deutscher Bundestag Petitionsausschuß Platz der Republik 1
Eingabe des Herrn Rolf Köneke, 22177 Hamburg, Buschrosenweg 31, vom 10. Februar 2001
Ihr Schreiben vom 6.3.2001, Pet 1-14-12-232-031592, hier eingegangen am 8. März 2001
Der nachhaltige Umgang mit Umweltressourcen, insbesondere mit fossilen Energieträgern, ist ein besonderes Anliegen der Bundesregierung. Sie
ist gewillt, den Energieverbrauch und die CO2 Emissionen im Gebäudebereich deutlich zu reduzieren und hat dazu im Rahmen des nationalen Klimaschutzprogramms
entsprechende Beschlüsse gefasst. Da der Heizenergieverbrauch in der Bundesrepublik Deutschland ca. ein Drittel des Gesamtenergieverbrauches
ausmacht, ist es notwendig, gerade im Gebäudebereich weitere Maßnahmen zur Verbesserung der Energieeffizienz zu ergreifen. Damit wird nicht nur
die Umwelt entlastet, sondern auch die Betriebskosten der Bürger gesenkt.
Die wärmeschutztechnische Optimierung von Gebäuden einschließlich der Verminderung der Transmissionswärmeverluste durch Verbesserung
der Dämmeigenschaften der Gebäudehülle ist eine wichtige Maßnahme der Energieeinsparung. Nicht nur theoretisch errechnete,
sondern auch in der Praxis gemessene Werte zeigen, dass eine zusätzliche Dämmung den Energieverbrauch von Gebäuden deutlich verringert.
Dies zeigt auch die statistische Auswertung der Heizkostenerfassung. Über entsprechende wissenschaftlich begleitet Felsuntersuchungen können
Sie sich z. B. beim Institut für Wohnen und Umwelt Darmstadt, beim Fraunhofer-Institut für Bauphysik in Stuttgart oder beim
Institut für Erhaltung und Modernisierung von Bauwerken in Berlin informieren.
Feuchteschäden und die damit verbundene Schimmelpilzbildung sind nicht das Resultat einer ordnungsgemäßen Wärmedämmung.
Ursache für Schimmelbildung ist eine hohe relative Luftfeuchtigkeit in Kombination mit niedrigen Raumluft- bzw. Oberflächentemperaturen
der Bauteile. Untersuchungen an Bauwerken zeigen, dass z. B. die Dämmung der Außenwände bei älteren Gebäuden die innere Oberflächentemperatur
der Außenwände im Durchschnitt um 3 bis 4°C erhöht. Bei Vermeidung von Wärmebrücken verringert die
zusätzliche Dämmung die Gefahr von Tauwasserniederschlag.
Darüber hinaus ist eine sachgerechte Beheizung und Belüftung notwendig. Eine gezielte Lüftung ist im Übrigen nur
durch den Nutzer ider durch eine Lüftungsanlage jedoch nicht über „atmende Bauteile“ möglich. Auch diese Tatsache ist in der
Bauphysik durch Theorie und Praxis zweifelsfrei belegt worden.
Zu der Kritik, dass durch die zusätzliche Dämmung von Gebäuden hochbrennbare Stoffe im Gebäude eingebaut werden, verweise ich
auf die Landesbauordnungen, in denen die Verwendung von Bauprodukten imn Bauwesen geregelt wird. Danach müssen Dämmstoffe wie alle
gebäuchlichen Baustoffe mindestens schwer- oder normalentflammbar sowie umweltverträglich sein. Nachfragen können Sie an das zuständige Deutsche Institut für Bautechnik, Berlin, richten.
Moderne zusätzlich gedämmte Konstruktionen können ebenso wie monolithische Massivbauweisen bei richtiger Auslegung und
Optimierung zur Energieeinsparung beitragen. Die ist und bleibt ein wichtiges volkswirtschaftliches Erfordernis.
Das läßt den AGH natürlich nicht ruhen, und so wird mit folgender Stellungnahme pariert:
Prof. Dr.-Ing. habil. Claus Meier Architekt SRL, BYAK Neuendettelsauer Straße 39 90449 Nürnberg
AGH-Petition zur EnEV vom März 2001 Pet 1-14-12-232-031592 hier: Brief des Petitionsausschusses vom 09.05.01 /
Stellungnahme des BMBau vom 17.04.01
Sehr geehrte Damen und Herren, zu den og Schreiben ist folgendes zu erwidern: Wenn die Stellungnahme des Bundesministeriums
für Verkehr, Bau und Wohnungswesen bei der Prüfung der Petition mit einbezogen
wird, so ist dies üblich, doch das Anliegen des ”Arbeitskreises Gesundes
Haus” ist dabei keineswegs sachgerecht gewürdigt worden. Wenn der
”Ausschußdienst” zu dem Ergebnis kommt, daß nach ”Prüfung
aller Argumente” die Petition der AGH erfolglos bleiben wird, so ist es
in einem demokratischen Staat durchaus legitim, die ”Ausschußmitglieder”
zu benennen, die zu dieser Schlußfolgerung kamen. Der Ausschußdienst
sollte darauf achten, nicht als ”Ausschlußdienst” zu fungieren.
Für diese Art von Arbeit dürften sich viele Abgeordnete interessieren. Die Erfahrung lehrt, daß kritische Äußerungen nicht
beachtet werden, weil sie nicht zu widerlegen sind. Dies aber ist nach Karl Raimund Popper notwendig, denn nach seinen Aussagen kann nicht das
Wahre bewiesen, sondern nur das Falsche widerlegt werden. Es muß also widerlegt werden; nur widersprechen ist unnötig und dient
nicht der Sache. Insofern ist es dann schon recht aufschlußreich,
daß auf die Argumente der AGH überhaupt nicht eingegangen wird; statt dessen werden die üblichen Floskeln zum Thema wiederholt. Die Erwiderung besteht deshalb aus zwei Teilen: A) Wie ist auf die Argumente der AGH eingegangen worden? B) Wie ist die Stellungnahme des Ministeriums zu werten?
Zu A): Punkt 1) der AGH: Gesetzwidriges Verhalten. Die Gesetzwidrigkeit besteht in der grundsätzlichen Unwirtschaftlichkeit
des geforderten Anforderungsniveaus. Ein Beispiel ist in der Petition genannt.
Darauf wird nicht eingegangen. Da nicht widerlegt wird, gilt die Aussage der AGH. Punkt 2) der AGH: Unzumutbarkeit der vorgeschlagenen Rechenmethoden. Auch diese Feststellung wird ignoriert. Wer keine nachvollziehbaren Gegenargumente vorbringen kann, der akzeptiert somit die in der
Petition enthaltenen Äußerungen. Punkt 3) der AGH: Mißbrauch technisch-wissenschaftlicher Verfahren. Es geht immerhin um die von der Bundesregierung beabsichtigte Einführung der EnEV. Die ”Berechnungen” stützen sich
auf die DIN EN 832. Dieses ”Rechenwerk” wird von den Schöpfern selbst
in Methode und Inhalt als unzureichend und widersprüchlich angesehen, sonst
würden die Rechenergebnisse nicht mit einer Streuung von ± 43,3% belegt
werden. Jeder verantwortungsvolle Fachmann lehnt einen solchen ”Rechenunsinn” ab. Das Ministerium erwähnt mit keiner Silbe diesen
ingenieursmäßigen Skandal. Auch die Konsequenzen bezüglich der Energie- und
Wärmebedarfsausweise werden verdrängt. Punkt 4) der AGH: Auswirkungen der EnEV. Auf die sechs Aspekte der Auswirkungen ist nicht eingegangen worden. Quintessenz der AGH: Feststellungen des Arbeitskreises. Die Feststellungen bewahrheiten sich in erstaunlicher
Weise durch die Sachbehandlung dieser Petition selbst. Fazit: Es ist der falsche Weg, in doktrinärer
und absolutistischer Art zu reagieren und die ernst gemeinten Hinweise der AGH zu
übergehen. Mit solchem Verhalten entfernen sich Politik und Administration von der
Realität; sie haben keinen Bezug mehr zum Bürger.
Sich dann über Politikverdrossenheit zu beklagen, ist Heuchelei. Auf meinen Brief an
den Herrn Bundeskanzler vom 03.01.01 wird in diesem Zusammenhang hingewiesen. Zu B): Aus dem Brief des Bundesministerium für Verkehr, Bau- und Wohnungswesen
werden wesentliche Passagen aus der Sicht des Kunden und Verbrauchers kommentiert: 1. ”Sie (die Bundesregierung) ist
gewillt, den Energieverbrauch und die CO2-Emissionen ... deutlich zu reduzieren”. Was heißt hier ”ist gewillt”?. Entweder sie macht es oder sie
macht es nicht. Diese Floskel ist das verborgene Eingeständnis, mit
den gefaßten Beschlüssen kaum etwas erreichen zu können – dies ist nämlich nachweisbar unwiderlegbare
Realität. Sie hat es mit dieser Formulierung also weder versprochen, noch steht sie dafür gerade. 2. ”Der Heizenergieverbrauch in der BRD macht ca. ein Drittel des Gesamtenergieverbrauches aus”. Dies ist eine der großen Unwahrheiten, die überall verbreitet werden. Das Drittel bezieht sich auf den Energieverbrauch der
fünf ”Endenergieverbrauchssektoren” und dieser Wert wird
zum ”Gesamtenergieverbrauch” umgemünzt. Der Gesamtenergieverbrauch beläuft sich
jedoch bei Berücksichtigung der Umwandlungsenergie und der Umwandlungsverluste auf etwa das Zweieinhalbfache, so daß für den
Heizenergieverbrauch ca. 10% herauskommt. Zu entnehmen dem ”Vierten Immissionsschutzbericht der Bundesregierung vom 28. 07. 88 (Drucksache 11/2714 –
Deutscher Bundestag) S. 14 und 15. 3. ”Es ist notwendig, weitere Maßnahmen zur Verbesserung der
Effizienz zu ergreifen”. Effizienz bedeutet auch und vor allem Wirtschaftlichkeit. Diese zu gewährleisten
ist die eindeutige Auflage des Energieeinsparungsgesetzes, das im § 5 die Wirtschaftlichkeit dieser
“Maßnahmen” fordert. Die aber ist nicht gegeben. Gegenteiliges muß nachgewiesen werden, kann
jedoch wegen der Hyperbeltragik grundsätzlich nicht nachgewiesen werden. Insofern wird auf diesem Feld nur palavert und gekalauert. 4. ”Damit wird nicht nur die Umwelt entlastet, sondern auch die Betriebskosten
der Bürger gesenkt”. Mit dem Anforderungsniveau eines Niedrigenergiehauses gegenüber
einem Normalhaus (Referenzhaus) wird kaum eine nennenswerte Einsparung
erzielt, also auch die Umwelt nicht nennenswert entlastet. Deshalb wird
dann immer nur von prozentualen Einsparungen gesprochen. Wegen der sehr
geringen absoluten Energieeinsparungen ist alles unwirtschaftlich. Aus
diesem Grunde wird hier auch nur von den ”gesenkten Betriebskosten” gesprochen. Einmal wird über die Höhe dieser Betriebskosten
nichts ausgesagt, zum anderen müssen den ersparten Betriebskosten die
hierfür erforderlichen Investitionskosten gegenüber gestellt werden – und
da sieht es mit der Wirtschaftlichkeit sehr schlecht aus [siehe Beispiel in 1) der
Petition vom März 2001]. Aber auch andere Veröffentlichungen
zeigen die Unwirtschaftlichkeit der Niedrigenergiebauweise. Für
Energiekosteneinsparungen von 1,30 DM/m²a müssen 50 bis 150 DM/m² an
Mehrkosten aufgebracht werden. Auch hier ist die Wirtschaftlichkeit nicht gegeben. [Erhorn,
H.: Nullheizenergiehäuser marktreif – auch marktgängig? Bauphysik 1998, H. 3, S. 69]. 5. ”Verminderung der Transmissionswärmeverluste durch Verbesserung
der Dämmeigenschaften ... ist eine wichtige Maßnahme ...” Die Verbesserung der Dämmeigenschaften (k-Wert-Verbesserung) hat
eine Effizienzgrenze, die durch die EnEV nicht eingehalten wird. Der Aufwand
wird zu groß und entspricht damit nicht mehr dem Wirtschaftlichkeitsgebot
des Energieeinsparungsgesetzes. Man handelt gegen das EnEG. [siehe auch 4. und 6.]. Außerdem ist zu beachten: Der k-Wert gilt nur
für den Beharrungszustand, dies steht in jedem Bauphysik-Lehrbuch. Das bedeutet
aber: Keine Sonne, keine Speicherfähigkeit, konstante Wärmestromdichte.
Alle drei Bedingungen treffen in Realität wegen der ständig vorhandenen
Solarstrahlung nicht zu – besonders beim Altbau. Hier glauben Politiker
und Administration kritiklos der Dämmstoffindustrie – und die will
nur Dämmstoff verkaufen. Ebenfalls Bestandteil eines umfassenden Wärmeschutzes
ist jedoch auch die Speicherung mit unterschiedlichen Wärmestromdichten.
[Forschungsbericht des Institutes für Bauphysik EB-8/1985]. Insofern
führt die k-Wert-Minimierung in die Sackgasse. Aber Speicherung der
Außenwand wird konsequent ignoriert. 6. ”Statistische Auswertungen von in der Praxis gemessenen Heizkostenerfassungen,
wie z. B. vom Institut für Wohnen und Umwelt Darmstadt, zeigen, daß
eine zusätzliche Dämmung den Energieverbrauch ... deutlich verringert”. Die Frage lautet hier nur, um welchen Betrag wird verringert? Meist
werden nur prozentuale Angaben gemacht und die sind allein irreführend,
weil die absoluten Werte unbedeutend sind. Die Auswertungen der vom IWU-Darmstadt
betreuten Niedrigenergiehaus-Programme in Schleswig-Holstein und Hessen zeigen die Unwirtschaftlichkeit der durchgeführten
Maßnahmen und damit verstoßen sie gegen das EnEG. Zusätzliche
Investitionskosten für Niedrigenergiehäuser i. M. von 46,5 DM/m² stehen Einsparungen
i. M. von 1,35 DM/m²a gegenüber, so daß diese Maßnahmen
sogar divergent sind; sie amortisieren sich also nie. Die finanzmathematische
Analyse der von den Niedrigenergiehauserbauern selbst vorgelegten Daten
beweisen also schon den Gesetzesverstoß gegen das EnEG. Es
ist ein Hohn, wenn dann sogar vom ”EnergieEffizientenBauen” gesprochen wird; der
Kunde wird damit maßlos getäuscht. 7. ”Über entsprechende wissenschaftlich begleitete Feldversuche
kann man sich u.a. auch beim Fraunhofer-Institut für Bauphysik informieren”. Von der Qualität von Feldversuchen des IBP-Stuttgart kann sich
sogar jeder Laie eine Vorstellung machen, wenn folgendes Forschungsergebnis
erwähnt wird [IBP-Bericht REB-4/1996]: “Infolge der Absorption von
Solarenergie ist eine Nordwand ohne Solareinstrahlung energetisch günstiger
einzustufen als eine Südwand mit Solareinstrahlung”. Etwas Widersinnigeres
gibt es nicht. Dies zeigt recht eindrucksvoll den desolaten Zustand des Fraunhofer-Institutes unter Prof. Gertis in Fragen der
Wissenschaftsmethodik. 8. ”Ursache für Schimmelpilzbildung ist eine hohe relative Luftfeuchtigkeit
in Kombination mit niedrigen Raumluft- bzw. Oberflächentemperaturen
der Bauteile”. Allein entscheidend für die Schimmelpilzbildung ist die zu hohe
relative Luftfeuchte. Die aber entsteht durch die geforderten dichten
Fenster, wodurch sich automatisch ein feuchtes Raumklima einstellt. Die
”niedrigen Raumluft- bzw. Oberflächentemperaturen der Bauteile”
spielen nur eine untergeordnete Rolle, denn bei 20°C Lufttemperatur und normaler
relativer Feuchte von 50% (Randbedingung in der DIN 4108, Teil 5) kann die
Raumluft bis auf 9,3°C abgekühlt werden, ehe sie kondensiert
(DIN 4108, Teil 5, Tabelle 1). Es ist also eine irreführende Aussage,
hier von einer Kombination von Feuchte und Raumluft- bzw. Oberflächentemperatur zu sprechen. Niedrige Temperaturen, auch bei
Wärmebrücken, sind bei normalen Raumluftfeuchten völlig ungefährlich. 9. ”Eine gezielte Lüftung ist ... nicht über ”atmende
Wände” möglich”. Mit ”atmenden Wänden” ist die Sorptionsfähigkeit der Außenkonstruktion
gemeint, die bei Schichtkonstruktionen wie Wärmedämmverbundsystemen
infolge der Folien, Sperren und dichten Schichten nicht mehr gegeben
ist. Der kapillare Feuchtetransport, die Entfeuchtung (nach außen)
ist damit unterbrochen. Sorptionfähigkeit einer Außenkonstruktion
ist sehr wichtig, wird aber in der DIN 4108 nicht behandelt. Beim
”Atmen” des Menschen wird neben der Sauerstoffaufnahme und CO2-Abgabe
zusätzlich Feuchte transportiert, die ausgeatmete Luft ist hoch feuchtebeladen.
Insofern ist das “Gleichnis vom Atmen” nicht ganz von der Hand zu weisen. 10. ”..., daß durch die zusätzliche Dämmung ... hochbrennbare
Stoffe ... eingebaut werden, verweise ich auf die Landesbauordnungen”. Mit diesem Hinweis wird die Brandgefährlichkeit von Dämmungen
nicht in Abrede gestellt, es wird lediglich die Verantwortung verlagert. Genügen nicht die Toten von Kaprun? – das Feuer
konnte sich dort durch die Styropor-Füllung in den Wagenwänden sehr schnell
ausbreiten. Auch andere Brandfälle sind bekannt. 11. ”Moderne, zusätzlich gedämmte Konstruktionen können
ebenso wie monolithische Massivbauweisen ... zur Energieeinsparung beitragen”. Die monolithische Massivbauweise mit einzubeziehen ist allein nur deswegen
möglich, weil durch eine fragwürdige ”technisch-energetische
Entwicklung” aus der bewährten speicherfähigen Ziegelmassivbaukonstruktion
eine porosierte Ziegeldämmstoffkonstruktion gemacht wurde. Dieser
durch die Wärmeschutzverordnungen erzwungene, jedoch energetisch nicht
notwendige ”Ziegelleichtbau” führt zu gravierenden Schadensbildern
der Konstruktion. Gerade die schwere monolithische Massivkonstruktion ist
wichtig, da sie die kostenlose Sonnenenergie als Massivabsorber vorteilhaft
nutzen kann und deshalb als energiesparend anzusehen ist. Die EnEV jedoch
grenzt diese Schwerkonstruktion aus; die geforderten, für den Massivbau nicht anwendbaren k-Werte bewirken dies. Nur allein das ”Dämmen” und damit das Wärmedämmverbundsystem wird als Energiesparkonstruktion gesehen, obwohl es die Solarstrahlung
aussperrt. Dies wird sogar von Prof. Gertis bestätigt: ”Tages- und jahreszeitliche Schwankungen der Lufttemperaturen und der
Sonneneinstrahlung haben große Temperaturänderungen auf der Außenseite von
Gebäudehüllen zur Folge” und weiter ”Das Mauerwerk wird durch
die vorgelagerte Thermohaut von der außenseitigen Temperaturbeanspruchung
praktisch abgekoppelt”. [Gertis, K.: Wärmespannungen
in Thermohautsystemen. Die Bautechnik 1983, H. 5, S. 155]. Wenn überall nach der Sonnenenergienutzung gerufen wird, dann ist
es ein Unding, überhaupt Wärmedämmverbundsystemen zu empfehlen,
zumal es auch eine Untersuchung von Prof. Fehrenberg (Hildesheim) gibt,
die die energetische Nutzlosigkeit eines WDV-Systems anhand der Heizkostenabrechnungen nachweist. Diese Tatsachen werden verdrängt, statt dessen verharrt die etablierte Bauphysikszene und damit auch die Administration im Konsens mit der
Dämmstoffindustrie im Beharrungszustand. Es ist blamabel, daß ein Ministerium in
Form des MD Prof. Dr. Michael Krautzberger mit derart
oberflächlichen, fehlerhaften und in Summe und bei sachgerechter technischer, wirtschaftlicher und rechtlicher Würdigung des Gesamtzusammenhangs geradezu abenteuerlich grotesken Aussagen versucht, sachliche Argumente vom Tisch zu
wischen und in Selbstüberschätzung des eigenen Wissens den mündigen
Bürger nicht ernst nimmt. Dies wird, auch oder gerade in einer Demokratie,
Konsequenzen haben. Es offenbaren sich Lücken im bauphysikalisches
Grundwissen und gewaltige Fehleinschätzungen und Irrtümer in
der Beurteilung der Notwendigkeit, die EnEV einführen zu müssen. Politiker und Administration müssen sich entscheiden, ob sie den Sirenenklängen der Wirtschaft und ihrer Eleven folgen (Hinweis Schreiber-Affäre), oder
sich den Bürgern und ihren Belangen verpflichtet fühlen. Der ”Umweltgedanke” wird hier industriell arg mißbraucht. Nochmals wird die Bitte vorgetragen, im Interesse der betroffenen Bevölkerung eine angemessene Sachbehandlung zu gewährleisten.
Claus Meier Arbeitskreis Gesundes Haus (AGH)
Damit aber noch nicht genug. Da dem einfachen Bürger auch die sog. "Unabhängigkeit" der Ministerialbürokratie (wie war gleich das mit den anonymen Spendern aus der Wirtschaft am allerlei Ministerien und sonstige Regierungsinstanzen, ein typischer Polit-Skandal unserer Lobbykratie, der erst 2007 aufgeflogen ist?) inzwischen mehr als zweifelhaft erscheint, wurde gleich obendrauf
von unserem Kollegen Christoph Schwan, Berlin, folgende neue Petition draufgesetzt:
DIPL.-ING.(FH) CHRISTOPH SCHWAN FREIER ARCHITEKT
Leonhardtstrasse 20 14057 Berlin – Charlottenburg Telefon (030) 323 75 50 oder 327 64 298 Funk (0171) 1830913 Telefax (030) 327 64 299 e-mail : schwanarchitekt@t-online.de
An den Deutschen Bundestag Petitionsausschuss Platz der Republik 1 11011 Berlin
18.Mai 2001
Petition zur Energieeinsparverordnung (EnEV) mit Anlagen
Sehr geehrte Damen und Herren, in dieser Angelegenheit mache ich gemäss Art.17 GG von meinem Petitionsrecht
in der Weise Gebrauch, dass ich beantrage, das derzeit in Gang befindliche
Verfahren zur Inkraftsetzung der EnEV bis einstweilen 31. Dezember 2002 auszusetzen und bis zu diesem Termin die bauphysikalischen und
baupraktischen Grundlagen dem Stand der wissenschaftlichen Erkenntnis anzupassen und
Möglichkeiten energiesparender Bau – und Heizungstechniken zu entwickeln,
die das Ziel der Energieeinsparung gewährleisten. Sollte ich in dieser
Angelegenheit aus verfahrensrechtlichen Gründen nicht antragsberechtigt
sein, bitte ich, diese Petition sinngemäss nach Art.17 GG zu behandeln.
1) Allgemeines Nach dem vorliegenden Entwurf zur EnEV und nach den hierzu gehörenden
Anlagen, insbesondere die DIN 4108 – 6 und die EN 832 sollen allgemein
verbindliche Bauvorschriften erlassen werden, die im Bauwesen Kosten verursachen
werden, deren jährliche Grössenordnung mit 50 Mrd. DM sicherlich
nicht zu gering veranschlagt sind. Es geht hier also um Grössenordnungen
von ausserordentlich grosser volkswirtschaftlicher Bedeutung. Da ein erheblicher
Teil dieser Kosten sich auf die Wohnungskosten in beträchtlicher Grössenordnung
auswirken wird, haben die Folgen der EnEV eine entsprechend grosse soziale
und gesellschaftspolitische Wirkung. Hierbei ist zu berücksichtigen,
dass der Anspruch auf angemessenen und bezahlbaren Wohnraum eine zentrale politische Dimension hat. Im Land Berlin ist dieser Anspruch
verfassungsmässig verbürgt und berechtigt jeden Berliner Bürger zur
Selbsthilfe, wenn der Staat seiner diesbezüglichen Verpflichtung nicht oder
nur ungenügend nachkommt. Der Entwurf zur EnEV gibt begründeten Anlass
zu der Befürchtung, dass der dort vorgeschriebene bauliche Aufwand
den beabsichtigten Erfolg nicht bewirken wird. Es muss daher damit gerechnet
werden, dass eine Fehlinvestition des Volksvermögens ausgelöst
wird, deren nachteilige Wirkungen angesichts der dargestellten Grössenordnung
keiner weiteren Erläuterung mehr bedarf.
Die Bundesregierung beabsichtigt, die durch die EnEV ausgelösten
Baumassnahmen mit erheblichen Steuermitteln zu subventionieren. Bereits vor Inkrafttreten der EnEV – also ohne gesicherte
Rechtsgrundlage – hat sie bereits Mittel in einer Grössenordnung von 5 Mrd. DM
bereitgestellt. Wie noch dargestellt wird, droht die Gefahr, dass die Hergabe dieser
Mittel eine reine Verschwendung darstellt und darüber hinaus noch erheblich grösseren Schaden stiften wird.
Es ist vollkommen unumstritten, dass der Verbrauch fossiler Energieträger
aufs äusserste beschränkt werden muss. Die künftige Bedeutung
der fossilen Energieträgern muss darin gesehen werden, dass sie wichtige
Rohstoffe sind, die nicht verbrannt werden dürfen. Darüber hinaus
gibt es eine sittliche Verpflichtung dazu, die Resourcen in möglichst
grossem Masse der Nachwelt und künftigen Generationen zu erhalten.
Der mittelfristig geplante Ausstieg aus der Kernenergieproduktion zwingt
ausserdem dazu, alternative Energieformen so zügig zu entwickeln,
dass nicht nur der Verbrauch an fossiler Energie drastisch eingeschränkt
werden kann, sondern die alternativen Energien das gesamte heutige Aufkommen
an Kernenergie und vermiedener fossiler Energie ersetzen müssen. Hierbei
ist noch nicht einmal der ohnehin wachsende Energiebedarf eingerechnet.
Hierfür ist der Einsatz aller verfügbaren Mittel erforderlich.
Insbesondere dürfen sie nicht für nutzlose Projekte verschleudert
werden. Alleine die Umlenkung der Subventionen für die der EnEV folgenden
Massnahmen in die Entwicklung der Wasserstofftechnologie, der derzeit einzig
denkbaren Energiealternative, würde dieser Technik einen so grossen
Wachstumsschub verleihen, dass es nicht verrmessen ist, die Lösung
des Energieproblems in den kommenden 30 Jahren für erreichbar zu halten.
Demgegenüber spiegelt die EnEV dem Bürger vor, dass durch
sie ein wichtiger Teil des Energieproblems gelöst werden könne.
Dies wäre gerade noch hinnehmbar, wenn nicht hierdurch auf fatale
Weise von den wirklichen und vorhandenen Möglichkeiten zur Energieeinsparung
abgelenkt würde und damit die Zukunft des Volkes in hohem und verantwortungslosem
Masse geschädigt und gefährdet würde.
Meine Petition ist daher nicht nur als Einwand eines technisch – beruflich
interessierten Bürgers zu verstehen, sondern als Aufruf an die Verantwortlichen
im Deutschen Bundestag, hier, auf diesem wichtigen Gebiet den Nutzen für
das Volk zu mehren und Schaden von ihm abzuwenden – so – wie sie es geschworen haben.
Im Nachfolgenden werde ich im Einzelnen – angesichts der Kompliziertheit
der Problematik jedoch nicht erschöpfend – mein Begehren begründen.
2) Zur Begründung der EnEV Die wesentliche Begründung zur EnEV besteht darin, dass der Eintrag
von Kohlendioxid in die Atmosphäre zur Verminderung des befürchteten
„Treibhauseffektes“ durch Reduzierung des Verbrauchs an fossiler Energie
verkleinert werden soll. Bisher war es sehr umstritten, ob es den von den
Verfechtern der „Treibhausthese“ geschilderten Effekt überhaupt gäbe.
Diese Frage kann heute jedoch in dem Sinne als beantwortet gelten, dass es den Treibhauseffekt nicht gibt.
Beweis: Wissenschaftliche Veröffentlichung der Bundesanstalt für Geowissenschaften
und Rohstoffe, Hannover, Institut für geowissenschaftliche Gemeinschaftsaufgaben,
Hannover, Niedersächsisches Landesamt für Bodenforschung, Hannover.
Titel der Veröffentlichung: Klimafakten, der Rückblick – ein
Schlüssel für die Zukunft. Schweizerbart`sche Verlagsbuchhandlung, Stuttgart, 2000 ISBN 3 – 510 – 95872 – 1
Die hier genannte Veröffentlichung mache ich hiermit zum Gegenstand
meiner Petition und beantrage daher, diese in das Verfahren mit einzubeziehen.
Ergänzend bemerke ich, dass die beiden erstgenannten Institutionen
Einrichtungen der Bundesrepublik Deutschland sind und daher die Veröffentlichungen
als amtliche Verlautbarungen zu werten sind.
Die genannte wissenschaftliche Veröffentlichung führt für
jedermann verständlich aus, dass es aus wissenschaftlicher Sicht keinen
Zusammenhang zwischen dem Eintrag von Kohlendioxid in die Atmosphäre
und dem befürchteten „Treibhauseffekt“ gibt.
Darüber hinaus verweise ich darauf, dass die ernst zu nehmende
meteorologische Forschung aus anderen Gründen zum gleichen Ergebnis
kommt. Im Bedarfsfalle bin ich in der Lage, eine Fülle derartiger
Quellen auf nationaler und internationaler Ebene zu benennen. Es liegt auf der Hand, dass eine Verordnung rechtswidrig ist und dies
von der Verwaltungsgerichtsbarkeit bestätigt werden wird, wenn ihre
Begründung falsch ist oder auf einem Irrtum beruht. 3) Minderung des Energieverbrauchs Dass jedermann bestrebt ist, den Energieverbrauch zu minimieren, ergibt sich aus der allgemeinen Interessenlage und bedarf insoweit nicht eines
Handelns der Bundesregierung. Es ist allenfalls vorstellbar, die Bundesregierung
Maximalwerte des Energieverbrauchs vorschreibt. Diese Werte können
anhand vorhandener Messungen energetisch optimierter Bauwerke unterschiedlichster
Bauart und Nutzung zutreffend ermittelt werden. Auch ich halte das in der
Verordnung EnEV angestrebte Maximalverbrauchsziel für realistisch
und sogar für erheblich unterschreitbar. Richtig und begrüssenswert
ist auch, dass in der Verordnung erstmals – und entschieden zu spät
– der Zusammenhang zwischen Heiztechnik und Bauweise gesehen wird. Im Übrigen
stelle ich fest, dass der freie Wettbewerb im Bauwesen – verbunden mit
dem gestiegenen Problembewusstsein der Bürger im Hinblick auf die
Energiekosten - ein ausreichendes Instrument dafür ist, dass Bauweisen
und Heiztechniken mit niedrigen Energieverbräuchen sich durchsetzen
werden. Etwas anderes ist gar nicht vorstellbar. Insoweit ist die EnEV
überflüssig und lediglich ein Zeichen für die als allgemeiner
Übelstand erkannte Regelungswut des Staates.
4) Keine Energieeinsparung durch die EnEV Die EnEV ist jedoch nicht nur überflüssig sondern im Hinblick
auf die Einsparung von Primärenergie bzw. Heizenergie sogar nachteilig.
Grob zusammengefasst führen die Forderungen und Berechnungsweisen
der EnEV dazu, dass im Neubaubereich und bei der energetischen Sanierung von bestehender Bausubstanz
* auf Aussenwänden erheblich verstärkte Dämmschichten
angebracht werden müssen, wobei hier die empfohlene Mindestdämmstärke
150 mm beträgt, durch einen massgebenden Vertreter der Fraunhoferinstitute
sogar 450 mm empfohlen werden. (Prof.Karl Gertis)
* Gebäude luftdicht sein müssen, dennoch ein Luftwechsel von
0,6/h gewährleistet werden muss, sodass diese sich gegenseitig im
Wege stehende Problematik dadurch gelöst werden muss, dass Zwangslüftungsanlagen
mit Wärmerückgewinnungsanlagen künftig zum normalen technischen Standard im Hausbau werden müssen.
* die Heizanlagen in den Nachtstunden im abgesenkten Betrieb gefahren
werden müssen, um wenigstens scheinbar energieeinsparend zu arbeiten.
Diese drei wesentlichen Massnahmen sind nach praktischer und wissenschaftlicher
Erkenntnis nicht geeignet, zur Energieeinsparung beizutragen. Im Nachstehenden
wird dies soweit begründet, dass auch ein technischer und physikalischer Laie dies nachvollziehen kann.
4.1 Keine Energieeinsparung durch Dämmtechnik
Die Wirkung von Dämmstoffen ist dahingehend begrenzt, dass sie bei
Konstruktionen mit hoher Wärmeleitfähigkeit und dünnen Dimensionen
in der Lage sind, den energetischen Zustand einer gedämmten Konstruktion,
soweit sie aus dem Innenbereich mit Wärmeenergie versorgt wird, soweit
anzuheben, dass die Bildung von Tauwasser unterdrückt wird. Dieser
Effekt wird nach den Erfahrungen in der Praxis und auch nach den Berechnungsverfahren
der DIN 4108 bereits mit Dämmstoffstärken von etwa 30 mm, je
nach gedämmter Konstruktion und Art des Dämmstoffs, zufriedenstellend
erreicht. Jede weitere Erhöhung der Dämmstoffdicke über
dieses erforderliche Mass hinaus ist überflüssig, soweit es um
die Verhinderung von Tauwasserbildung in der Konstruktion geht.
Beweis: Berechnungsverfahren nach DIN 4108 zur Ermittlung von Temperaturen in Bauteilschichten.
Die Erhöhung der Stofftemperatur hinter dem Dämmstoff führt
jedoch unvermeidbar zu einem entsprechend grossen Temperaturgefälle
innerhalb der Dämmschicht mit der Wirkung, dass der nach aussen gerichtete
Energiestrom entsprechend grössser ist. Der mathematisch – physikalische
Zusammenhang besteht darin, dass nach den anerkannten Berechnungsverfahren
das Temperaturgefälle als Faktor in die Berechnung des Energiedurchsatzes
eingeht. Dies hat zur Folge, dass die Senkung des Wärmedurchgangskoeffizienten
bei Verstärkung der Dämmstoffdicke durch das entsprechend höhere
Temperaturgefälle kompensiert wird, eine energierückhaltende
Verbesserung somit nicht erreicht werden kann.
Der beliebigen Erhöhung der Dämmstoffstärken sind auch
insofern Wirkungsgrenzen gesetzt, als bereits bei einer Dämmstoffstärke
von 80 mm keine zusätzlich bedeutende Verstärkung der Dämmwirkung
mehr gemessen werden kann. Die Wirkung der Dämmfähigkeit nimmt
nach den Erkenntnissen der seriösen Bauforschung im Quadrat mit der
Zunahme der Materialstärke ab. Es ist daher wissenschaftlich falsch,
die Wirkung von Dämmstoffen im Verhältnis zur Materialstärke
geradlinig zu extrapolieren, wie dies in den Berechnungsverfahren zur EnEV vorgeschrieben werden soll.
Beweis: Messungen des Fraunhoferinstituts an Dämmstoffen.
Das Vorstehende wird durch die Erfahrungen in der Praxis durchwegs bestätigt.
Hierzu verweise ich auf eine wissenschaftliche Untersuchung von Prof. Dr.-Ing.
Gerd Hauser, Gesamthochschule Kassel, Lehrstuhl für Bauphysik, der
in einer Studie (DBZ 3/97) nachgewiesen hat, dass ein signifikanter Unterschied
im Energieverbrauch bei monolithischen ungedämmten Bauweisen und zusätzlich
gedämmten Bauweisen nicht besteht. Diese wissenschaftliche Arbeit
wird auch heute noch von Hauser bestätigt und ist nicht widerrufen. Hauser kommt in seinem Resumeé in dieser Arbeit zu der zutreffenden
Erkenntnis, dass die Ergebnisse dadurch zu deuten seien, dass die meteorologischen
Randbedingungen neben Wärmeschutzmassnahmen, Heizanlagentechnik und
Nutzerverhalten den Heizenergieverbrauch bedingen würden. Allerdings
unterlässt er es, diese Bedingungen zu quantifizieren und somit Aufschluss
darüber zu geben, in welchem Verhältnis zueinander diese Bedingungen stehen. Bemerkenswerterweise werden
diese Bedingungen auch in der EnEV nicht quantifiziert. Die meteorologischen Randbedingungen werden sogar marginalisiert.
Beweis: Prof. Dr.-Ing. Gerd Hauser, Gesamthochschule Kassel als sachverständiger Zeuge
Die Erfahrungen aus der Praxis erklären jedoch hinreichend das
Versagen aussenliegender Dämmstoffe im Hinblick auf Energieeinsparung.
In der Fachliteratur (z.B. DAB) häufen sich inzwischen die Schadensberichte,
die zeigen, dass durch Abstrahlung die Oberflächen von Dämmstoffen
z.B. bei den sog. „Wärmedämmverbundsystemen“ weit
unter die Temperatur der Umgebungsluft auskühlen können. Dies zeigt, dass
die in der EnEV vorgegebenen Berechnungsweisen von falschen – weil viel
zu hoch angesetzten – Stofftemperaturen an der Gebäudeoberfläche ausgehen und daher
die berechneten Energiedurchgänge entschieden zu klein sind und in
Wirklichkeit erheblich grössere Energieverluste bei derartigen Randbedingungen
gegeben sind. Dieser Effekt wird allerdings in den Normen nicht berücksichtigt.
Dies hätte jedoch spätestens dann geschehen müssen, als
die DIN 4108 über ihre ursprüngliche Zielsetzung hinaus – Vermeidung
von Tauwasserschäden – auch als „Energiesparnorm“ zweckentfremdet
worden ist. Bemerkenswert hierbei ist, dass die zitierten Bauschäden nur bei Wärmedämmverbundsystemen auftreten.
Eine weitere und unvermeidbare Folge dieses Auskühlungseffektes
durch Abstrahlung besteht darin, dass sich innerhalb überdimensionierter
Dämmstoffe Tauwasser anreichert, welches kapillar nicht mehr
zur Oberfläche geführt wird. Da die vorderen Bereiche dieser
Dämmstoffe unterkühlt sind und weit unter dem Gefrierpunkt liegen, kommt es zur
Resublimierung von Wasserdampf, somit zur Eisbildung innerhalb des
Dämmstoffs, die zur Bildung einer höchst schädlichen Dampfsperrwirkung im Oberflächenbereich
führt. Je nach Verlauf eines Winters kommt es daher zum „Absaufen“
des Dämmstoffes, verbunden mit allen Schäden, die von durchnässten
Bauteilen bekannt sind, einschliesslich der Schimmelbildung an Innenwandflächen,
die nach der Theorie – siehe das Schreiben vom 17.4.01 des Bundesministeriums
für Verkehr, Bau– und Wohnungswesen, MD Prof. Dr. Michael Krautzberger,
Az: BS – R 14 – eigentlich gar nicht möglich sind.
Dass hier natürlich auch der völlige Verlust der Dämmwirkung
und sogar der gegenteilige Effekt eintritt, versteht sich von selbst. Theorie
und Praxis klaffen daher unüberbrückbar weit auseinander.
4.2 Energievergeudung durch Dämmtechnik Unter Ziff. 4.1 ist ausgeführt, dass der Versuch, durch überdimensionierte
Dämmschichten die Verminderung des Heizenergieverbrauchs herbeizuführen,
zum Scheitern verurteilt ist. Hierzu habe ich mich auf einen massgebenden
Vertreter der Bauphysik sowie auf die Erfahrungen aus der Praxis berufen.
Auch die Mitteilungen der Befürworter der sog. „Passivhausbauweise“
führen zu keinem anderen Bild. Die hierüber veröffentlichten
Energieverbrauchszahlen schwanken im Verhältnis 1 : 9. (Veröffentlichung
von Prof.Dr.rer.nat Siegfried Ziegeldorf, Architektenmagazin, 5/2001).
Eine derartige Bandbreite der Messergebnisse bei dieser Bauweise zeigt,
dass diese Sonderbauweise ungeeignet ist, das Energieeinsparproblem zu
lösen. Insbesondere zeigen die Messergebnisse, dass eine Bauweise,
die energetisch vom Bau eines Warmluftbehälters ausgeht, dann scheitert,
wenn das „Nutzerverhalten“, auf welches die Misserfolge dieser Technik
geschoben werden, nicht soweit reglementiert werden kann, dass die natürliche
Fensterlüftung zum Straftatbestand erklärt wird.
Beweis: Prof. Dr. rer.nat. Siegfried Ziegeldorf, Fachhochschule Darmstadt als sachverständiger Zeuge
Nach den allgemein zugänglichen wissenschaftlichen Forschungsergebnissen,
die sogar in einer Anlage zur EnEV veröffentlicht sind, spielen Einstrahlungsvorgänge
an einem Gebäude auf den Energiehaushalt eine ausschlaggebende Rolle.
Selbst im Hochwinter erfährt ein Gebäude noch einen durchschnittlichen
Energieeinstrahlungsgewinn von 40 W/m² alleine aus der Globalstrahlung.
Hinzu kommt ein weiterer Energieeintrag in etwa gleicher Grösse, schwankend
jedoch in Abhängigkeit von den Einzelverhältnissen, durch Einstrahlung
aus der Gebäudeumgebung. Es kann daher selbst im ungünstigsten
Fall von einer Einstrahlungsleistung von 80 W/m² Gebäudeoberfläche
ausgegangen werden. Hierbei ist zu berücksichtigen, dass der überwiegende
Teil dieser Strahlungslleistung mit wesentlich höheren Einstrahlungsraten
ausserhalb der Nachtstunden erfolgt, dort also etwa den dreifachen Wert des Durchschnittswertes eines 24 – Stundentages annimmt.
Dieser Energiezugfluss übersteigt somit die Leistung der Heizanlage bei weitem und
ist somit auch der massgebende Energielieferant am Gebäude.
Diese Werte sind wissenschaftlich gesichert und durch langjährige
meteorologische Messreihen bestätigt. Daher sind sie auch in der Anlage
zur EnEV aufgeführt, ohne dass jedoch hieraus irgend eine Schlussfolgerung gezogen wird.
Beweis: Beiziehung der meteorologischen Tabellen für Einstrahlungsenergien
aus der Globalstrahlung nach einer Anlage zu DIN 4108 – 6.
Nur nebenher sei erwähnt, dass auch der überwiegende Energieabtrag
am Gebäude durch Strahlungsvorgänge bestimmt ist und nicht etwa
durch konvektive Vorgänge. Dem folgt sogar die DIN 4108 mit dem niedrigen
Wärmeübergangskoeffizienten „aussen“ von 25 W/m² . Dem
gegenüber steht eine Abstrahlungsleistung von 250 – 350 W/m²
nach dem Strahlungsgesetz von Stefan – Boltzmann. Hieraus folgert, dass der in der DIN
4108 behandelte Energieabtrag nur einen Bruchteil des Gesamtvorganges beschreibt.
Beweis: Sachverständigengutachten eines noch zu benennden Strahlungsphysikers.
Da nun, wie gezeigt, der Einstrahlung von Wärmeenergie gerade im
Winter eine überragende Bedeutung zukommt, ergeben sich hieraus schwerwiegende
bauliche Schlussfolgerungen, die in völligem Gegensatz zum Denkansatz der EnEV stehen:
Da im tageszeitlichen Rhythmus die eingestrahlten Energiebeträge
zeitweise den Heizenergiebedarf erheblich übersteigen, kommt es darauf an, dass
* der Energieeintrag aus Strahlung nicht behindert wird. Dem stehen
jedoch aussen angeordnete Dämmstoffe diametral entgegen.
* genügend speicherfähige Masse vorhanden ist, die die Überschussenergie
abspeichert, bis sie durch nächtliche Abkühlung abgerufen wird.
Dem stehen Bauweisen gegenüber, bei denen der – allerdings vergebliche
– Versuch unternommen wird, speicherfähige Massen durch ein Übermass
an Dämmstoffen auszugleichen. Aus naturgesetzlichen Gründen ist
diese Idee falsch, weil Dämmstoffe keine nennenswerten Speichereigenschaften haben. Beweis: Prof.Dr.habil Claus Meier, Nürnberg als sachverständiger Zeuge
Demgegenüber fordert die EnEV erheblich verstärkte Dämmschichten
und verbietet sogar die Berechnung des Strahlungsgewinns am Gebäude
auf Wänden. Ebenso ordnet sie nach dem Prinzip der reinen Willkür
an, dass bei speicherungsfähigen Wandkonstruktionen höchstens eine Materialdicke von 10 cm berechnet werden darf.
Beweis: Beiziehung der DIN 4108 - 6
Hier verlässt also die EnEV endgültig den Boden der wissenschaftlichen
Vernunft und wandelt sich zum Steuerungsinstrument einer pseudowissenschaftlichen
Ideologie, in die sich einige drittmittelfinanzierte Forschungsinstitute
und ihnen ergebene Lehrstuhlinhaber verrannt haben und deren wissenschaftliche
Reputation nun aufs höchste gefährdet ist, sodass sie nun nur
noch heftiger ihre wissenschaftlich unhaltbaren Thesen verteidigen, ohne sich jedoch einer wissenschaftlichen Disputation zu stellen.
5. Das falsche bauphysikalische Modell der EnEV Das bauphysikalische Modell der DIN 4108 und die hieraus entwickelten weiteren
Normergänzungen und Verordnungen basieren auf den unmittelbaren Nachkriegsverhältnissen
der Jahre 1945 – 1955, die davon gekennzeichnet waren, dass angesichts
des Brennstoffmangels Gebäude nur partiell und nur stundenweise beheizt
werden konnten. Die vorherrschende Heiztechnik war der Einzelofen. Die
Bausubstanz war demzufolge ständig ausgekühlt, Eisbildung an
den Innenwandflächen war die Regel. In dieser Zeit war es richtig,
den Energieübergang mit dem Übertritt der kinetischen Energie
der aufgeheizten Raumluft in die Umhüllungsflächen auf der Innenwandoberfläche
zu definieren. Konsequent und auch physikalisch zulässig war es damals,
den Wärmeleitungsvorgang in der Umfassungswand mit dem Energiebedarf gleichzusetzen. Seitdem haben sich jedoch die Heizgewohnheiten und die Heiztechnik grundlegend
verändert. Da inzwischen auch erkannt worden ist, dass ein befriedigendes
Raumklima durch das Strahlungsklima einer ausreichend temperierten Umgebungsfläche
bestimmt ist und nicht etwa durch die Temperatur der Raumluft, die nur Indikator des Strahlungsklimas ist, ist daher die Temperierung der
Gebäudehülle mit dem Ziel einer ausreichenden Wandoberflächentemperatur
Teil des normalen und geplanten Heizungsvorgangs. Daher ist es wissenschaftlich
unstatthaft, die Wärmeleitungsvorgänge in einen heizkostenverursachenden
„Transmissionswärmeverlust“ umzumünzen. Dies ist daher der Ausdruck
eines Willküraktes des Normgebers, der es schlicht übersehen
hat, dass die beheizungstechnischen Grundlagen der Norm sich radikal verändert
haben. Unverständlich muss allerdings bleiben, dass dieser einfache
Sachverhalt auch von der autorisierten Wissenschaft nicht erkannt worden
ist. Aus diesem Grunde ist der gesamte der EnEV zugrunde liegende bauphysikalische
Denkansatz falsch und bedarf einer grundlegenden Neufassung und Anpassung
an die Wirklichkeit. Diese ist davon gekennzeichnet, dass alle relevanten
energetischen Vorgänge am Gebäude durch das Wetter – und Strahlungsgeschehen
bestimmt sind. Lüftungswärmeverluste und konvektiver Energieabtrag
spielen, wie weitere Untersuchungen einer seriösen Bauforschung zweifellos
ergeben werden, eine nur untergeordnete Rolle.
6) Lufdichte Gebäude Die Forderung, Gebäude luftdicht zu bauen, unterliegt der Vorstellung,
dass die gesamte im Gebäude befindliche Heizenergie sich in der Raumluft
befindet. Diese Vorstellung trifft annäherungsweise für Extremleichtbauweisen
zu, die unfähig zur Wärmespeicherung sind. Diese Erkenntnis sollte
jedoch nicht zur luftdichten Leichtbauweise führen sondern zu Konstruktionen,
die über eine ausreichende Speichermasse verfügen. In derartigen
Bauweisen ist die Bausubstanz in der Lage, nahezu die gesamte Heizenergie
abzuspeichern und als Strahlungsenergie wieder in den Raum abzugeben. Derartige
Bauweisen sind daher für Lüftungswärmeverluste unempfindlich.
Die Vorgaben der EnEV implizieren dagegen, dass die Regelbauweise die
Leichtbauweise sein sollte – etwa in der Form von sog.
„Passivhäusern“ -. Nur so wird die Forderung nach luftdichter Bauweise verständlich.
Dieser Irrweg wird sodann konsequent weiterverfolgt, da gleichzeitig
und unvermeidbar die Luftdichtigkeit angesichts der unvermeidbaren Forderung
nach einem 0,6/h – fachen Luftwechsel nur mit Zwangslüftungsanlagen
erreicht werden kann, denen eine Wärmerückgewinnungsanlage angegliedert
ist. Dies führt dazu, dass das gesamte Raumluftvolumen eines
Gebäudes täglich etwa 80 mal durch die Lüftungsanlage bewegt
werden muss. Die hierfür erforderliche elektrische Energie kommt mit einem Wirkungsgrad
von etwa 20% beim Verbraucher an, sodass das Ergebnis dieser scheinbar energiesparenden Heiz – und Bautechnik die Verschleuderung
von Primärenergie ist. Bemerkenswert hierbei ist, dass der Verbrauch an elektrischer
Energie bei Zwangslüftungsanlagen nicht limitiert ist. In der EnEV
findet sich lediglich ein Hinweis, dass hierzu eine weitere Verordnung geplant sei.
Beweis: Beiziehung des Entwurfs zur EnEV Beiziehung eines Sachverständigen für Lüftungsanlagen zur
Aussage über den zu erwartenden Primärenergieverbrauch durch
Zwangslüftungsanlagen sowie zur Aussage über die Lebenserwartung und den Instandhaltungsaufwand derartiger Anlagen.
Derartige Lüftungsanlagen sind auch gesundheitlich bedenklich.
Sie bilden eine unzugängliche Brutstätte für krankheitsauslösende
Keime, denen das Immunsystem des Menschen nicht gewachsen ist. Erfahrungen
aus anderen Ländern, z.B. Schweden sind bekannt und haben dort bereits
zur Ausserbetriebsetzung derartiger Anlagen geführt.
Beweis: Prof. Dr. Helmut Hahn, mikrobiologisches Institut der Freien Universität
Berlin als sachverständiger Zeuge
7) Keine Energieeinsparung durch Nachtabsenkung Das II. Thermodynamische Gesetz steht der Erwartung, dass durch eine Nachtabsenkung
bei Zentralheizungsanlagen Energie eingespart werden könne, als unüberwindliches
Hindernis entgegen. Diejenige Energie, die durch abgesenkten Nachtbetrieb
eingespart wird, muss unvermeidbar am Ende der Nachtabsenkung wieder ins
Bauwerk eingeleitet werden. Da die energetischen Prozesse nach der kinetischen
Wärmetheorie zu behandeln sind, für die die Gleichung
gilt, nimmt der morgendliche Energieverbrauch beim Aufheizvorgang sogar
quadratisch zu. Die Erfahrung bestätigt dies, weil gleichmässig
gefahrene Heizanlagen den geringsten Energieverbrauch haben. Bei den von der EnEV offenkundig favorisierten hochgedämmten Leichtbauweisen
ist ausserdem eine Nachtabsenkung von Heizanlagen schon deshalb nicht möglich,
weil sie wegen des geringen Wärmespeicherungsvermögens in kürzester
Zeit auskühlen und bei Anheizvorgängen schwerwiegende Tauwasserschäden
unvermeidlich werden. Derartige Tauwasserschäden sind sogar bei Massivbauweisen
bekannt, bei denen die Nachtabsenkung als Nachtabschaltung praktiziert wird. Die hierdurch ausgelöste Durchfeuchtung der
Umschliessungswände führt sogar zu einem zusätzlichen Energieverbrauch
wegen der drastisch erhöhten Wärmeleitfähigkeit durchfeuchteter Wände.
Beweis: Messergebnisse von Cammerer über die Veränderlichkeit der Wärmeleitung
bei wechselnden Feuchtigkeitszuständen.
8) Warum Aufschub bis 31. Dezember 2002 ? Es liegt somit auf der Hand, dass die EnEV auf einer unwissenschaftlichen
und die Wirklichkeit missachtenden Grundlage beruht. Spätestens in
einem nach heutiger Sicht unvermeidbaren verwaltungsgerichtlichen Verfahren
würde sie aus dem Verkehr gezogen werden müssen. In diesem Zusammenhang
würde einem unvermeidbaren Automatismus folgend auch die jetzt gültige
WSVO untergehen müssen. Daran kann niemandem gelegen sein. Zumindest
haben die Bauwirtschaft und der Verbraucher ein Interesse daran, dass allgemein
gültige Anforderungen an das energetische Niveau von Gebäuden
bestehen. Mit unsinnigen Vorschriften, deren Untergang ihnen auf der Stirn
geschrieben ist, kann niemandem gedient sein. Sie können nur Schaden
stiften. Es ist auch den Planern von Bauwerken nicht zumutbar, dass sie
durch eine unsinnige Verordnung zur Errichtung von Bauschäden gezwungen
werden sollen. Die EnEV kann also in ihrer jetzigen Form nicht hingenommen
werden. Eine Verordnung, deren Ergebnis auch in dramatischen Bauschäden besteht, ist offenkundig rechtswidrig.
Der in dieser Petition erbetene Aufschub soll die zeitliche Gelegenheit
schaffen, eine vernünftige Verordnung zu entwickeln. Aus meiner Sicht
kann sich eine derartige Verordnung auf die Vorgabe von maximalen Energieverbräuchen
beschränken. Wie in den meisten Landesbauordnungen schon üblich,
ist es durchaus möglich, auch diesen Verantwortungsbereich in die
alleinige Kompetenz der Planer zu übergeben. Dies wäre auch
ein Teil der erforderlichen Deregulierung und ein Zeichen dafür, dass
der Staat sich zu den Verhaltensweisen eines liberalen Rechtsstaates bekennt.
9) Produkthaftung Nicht einmal der Industrie, die scheinbar von den Forderungen der EnEV
profitiert, ist auf mittlere Sicht mit Vorschriften gedient, deren Ergebnisse
nicht eintreten können. Die zu beobachtende und zunehmende Verschärfung
der Gewährleistungsbestimmungen und des Rechts zur Produkthaftung
sollte die Industrie davon abhalten, Produkte auf den Markt zu bringen,
die das zugesicherte Ergebnis nicht leisten können und daher
zu entsprechenden Regressansprüchen führen werden. Dies gilt vor allem
für die Dämmstoffindustrie und das Lüftungsbauergewerbe.
Die Fensterindustrie ist bereits etwas klüger geworden. Sie bietet inzwischen
luftdichte Fenster an, die mit Dauerlüftungseinrichtungen versehen sind.
10) Ausblick Nachdem die Hauptbegründung zur EnEV, der sog. „Treibhauseffekt“ weggefallen
ist, eröffnet dies die Möglichkeit zu einer sinnvollen, ideologiefreien
und tatsächlich erfolgreichen Entwicklung von energiesparenden Techniken.
Hierbei sollte der Grundgedanke der EnEV, Heizungstechnik und Bautechnik
zusammenzuführen, beibehalten werden. Dringend erforderlich ist jedoch
eine völlig neue und wissenschaftlich begründete Betrachtung
der energetischen Vorgänge an Gebäuden. Die alten Normen sind
obsolet und mit den neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen unvereinbar.
Vordringlich ist daher die Entwicklung einer neuen Bauphysik. Erst wenn
dieses geleistet sein wird, ist es auch möglich, neue und wirkungsvolle
Bauweisen und Techniken zu entwickeln, die das in jedem Falle wichtige
Problem der Einsparung von Primärenergie lösen werden.
Hierbei muss sorgfältig geprüft werden, ob die bisher mit
dieser Problematik befassten Institute und Personen, die tatkräftig
an einem offenkundigen Irrweg gebaut haben, noch geeignet sind, mit dieser
höchst verantwortungvollen Arbeit betraut zu werden. Die Wissenschaftsgeschichte spricht hier eindeutig dagegen.
Hiermit erkläre ich meine Bereitschaft zur weiteren Erläuterung
und Verteidigung meiner Begründung in jeder gewünschten Form.
Dipl.-Ing. Christoph Schwan Architekt
Gigantische Subventionen setzen die EnEV und das Erneuerbare Energie
Gesetz EEG durch. Das vergeudet mühsam erwirtschaftete und eingetriebene
Steuergelder. Im Ökoschwindel geht es um dreistellige Milliardensummen! Daß sich der Bundesrechnungshof, der Bund der Steuerzahler, bürgernahe
Parteimitglieder (es soll sie ja trotzdem noch geben!?) und die Skandalmedien noch nicht "gerührt" haben? Und die Medien?
Aus gegebenem Anlaß wird hier folgender offener Brief unseres
AGH-Mitgliedes Dr. Wolfgang Thüne veröffentlicht:
Dr. phil. Wolfgang Thüne
Wormser Str. 22 55276 Oppenheim, 11.01. 2001 Herrn Jürgen Trittin BM für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit
Offener Brief Sehr geehrter Herr Trittin, in der Propagandabroschüre "HALBZEIT! ZWISCHENBILANZ DER UMWELTPOLITIK
1998-2000" des BMU schreiben Sie persönlich im Vorwort: "Klima: Der Klimawandel ist die globale umweltpolitische Herausforderung.
Wollen wir den Klimawandel bekämpfen, müssen die Treibhausgase reduziert werden..." Sodann erklären Sie voller Stolz: "In zwei Jahren neuer Umweltpolitik haben wir die ökologische
Erneuerung der Bundesrepublik eingeleitet. Wir möchten sie gemeinsam
mit Ihnen in den nächsten Jahren vollenden." Ich erkläre hiermit ausdrücklich und unwiderruflich, dass
ich diesem Ihrem Wunsch nicht nur nicht folgen, sondern im Gegenteil
Ihr Vorhaben mit allen mir zur Verfügung stehenden Mitteln
energischst bekämpfen werde. Von einem Naturwissenschaftler kann nicht
verlangt werden, dass er ein a priori ebenso aussichtsloses wie unsinniges Vorhaben unterstützt. In zwei ausführlichen Briefen Mitte vergangenen Jahres habe ich
Ihnen auf triviale und damit leicht verständliche Art den Unterschied
zwischen Wetter und Klima geschildert und die Unmöglichkeit, den "Klimawandel"
stoppen oder bekämpfen zu wollen, erläutert. Eine Antwort habe
ich erwartungsgemäß bis heute nicht erhalten. Bei Unklarheiten
hätte Rückfrage gehalten werden können. Auch haben Sie im
Hause wie im UBA genügend amtliche Fachkompetenz, um sich ideologiefrei
informieren zu können. Lassen Sie mich zum Vorhaben "Klimaschutz" durch Bekämpfung
des "Klimawandels" nochmals kurz anmerken: Man kann eine statistisch errechnete und damit un-natürliche Größe
wie das "Klima" nicht unter Schutz stellen, wenn die Anfangsgröße,
das natürliche Wetter, wo auch immer auf der Welt sich nicht nur unserer
Kontrolle entzieht, sondern mit dem Menschen beliebig "Katz und Maus"
spielt. Da das Wetter Grundvoraussetzung für die Definition dessen
ist, was wir "Klima" nennen, und sich jeder "Klimawert" erst anhand des vorangegangenen Wetters, von dem wir übrigens
nur einige Elemente messen und damit zahlenmäßig erfassen können,
rechnerisch erfassen und zu einem Zahlenwert komprimieren lässt, entzieht
sich prinzipiell jeder "Klimawert" jedwedem Zugriff und jedwedem Steuerungswunsch. Klima ist Wetterstatistik; es hat kein natürliches Eigenleben wie das ungestüme Wetter. Als überaus aktiver und weltweit umtriebiger Umweltminister haben
Sie die globale Vielfalt des Wetters kennen gelernt. Es bleibt dem Menschen
unbenommen, nun Zahlenakrobatik zu betreiben und aus den Werten von 1400
Wetterstationen (WMO, 1994!) arithmetisch eine "Globaltemperatur" zu berechnen. Dafür reicht Volksschulwissen! Glauben Sie, dass die Natur dies Spielchen mitmacht, die Wetter- und
Klimavielfalt der Erde aufhebt und der fiktiven "Globaltemperatur"
ein real existentes "Globalklima" zuordnet? Das "Globalklima"
ist ein reines Phantomgebilde und damit das Vorhaben, den globalen "Klimawandel"
bekämpfen zu wollen, pure Utopie. Sie ist Resultat eines ideologisch
pervertierten, ja a-theistischen Machbarkeitswahns, der alle christlich-abendländischen
Wertmaßstäbe konterkariert und jegliches physikalisches Elementarwissen
der Menschheit schlichtweg ignoriert. Ein indirekter Zugriff auf das "Klima" ist nur über das Wetter möglich. Wenn Sie ruhig fliegen und Luftturbulenzen vermeiden wollen, dann ginge
das nur über die Beeinflussung des Wetters. Doch das Wetter entzieht
sich nicht nur der individuellen, sondern auch der staatlichen Kontrolle.
Es richtet sich nirgends nach Mehrheitsbeschlüssen von Parlamenten.
Auch Weisungen der UN-Vollversammlung gegenüber würde es sich absolut politisch inkorrekt verhalten. Über das Wetter selbst wissen wir so wenig, dass es selbst im Kurzzeitbereich
eklatante Fehlvorhersagen gibt. Die jüngste? Am 9. Januar 2001 verkündete morgens im HR3 ein Meteorologe des
Wetteramtes Frankfurt, dass es unmöglich sei, am Abend die Mondfinsternis
in Hessen zu beobachten. Von der Nordsee sei feuchte Luft eingeflossen
und die kompakte Wolkendecke reiche über die Kuppen der Mittelgebirge
hinaus. Doch bereits mittags schien zeitweise die Sonne im Rhein-Main-Gebiet und abends war der Himmel wolkenfrei und sternklar! Was passierte weiter? Noch während der Mondfinsternis waren die
im Freien parkenden Autos voller Rauhreif. Die von ihnen wie dem Boden
abgestrahlte Wärme war nicht unter Verstärkung als "Gegenstrahlung"
zur Erde zurückgekehrt, um diese aufzuheizen, sondern schlichtweg in den Weltraum entschwunden. Einen augenscheinlicheren Beweis für die Nichtexistenz des sogenannten
Treibhauseffektes gibt es nicht. Man kann physikalisch ein Analphabet sein,
doch jedes Lebewesen weiß von Natur aus, dass die Atmosphäre
kein "wärmender Strahlungsmantel" ist, wie uns einige "Klimaexperten" und "Umweltphysiker" weismachen wollen. Wenn Sie bisher aus Unkenntnis unter Berufung auf die Kompetenz der
"Klimaexperten" an den "Treibhauseffekt" wie die Wirksamkeit der "Treibhausgase" wirklich geglaubt haben sollten, dann werfen
Sie diesen Irrglauben aus Selbsterhaltungstrieb rasch über Bord. Der
"natürliche Treibhauseffekt" von 33 Grad ist ein obskures Wissenschaftsmärchen, schlimmer, es handelt sich um einen
gemeinschaftlichen "Konsensbetrug", der in der neueren Wissenschaftsgeschichte einmalig
ist. Alle "Klimaexperten" wissen, dass es in der Atmosphäre
ein "stets offenes Strahlungsfenster" zwischen 7 und 13 µm
gibt, das von den "Treibhausgasen" nicht geschlossen werden kann.
Der "liebe Gott" hat möglichen menschlichen Dummheiten in weiser Voraussicht vorgebeugt. Außerdem, das Leben auf der Erde verdankt seine Existenz nicht
dem "natürlichen Treibhauseffekt" sondern ausschließlich
dem göttlichen Befehl "Es werde Licht!" Wo in regelmäßigem
Rhythmus viel Licht einfällt, da kann sich eine üppige tropische
Vegetation entfalten, wo halbjährig Nacht herrscht, da haben wir die
polaren Eiskappen. Die Erde ist nur lebensfähig, weil das "Ökosystem
Erde" offen ist und stets Luft von Warm nach Kalt fließt, um das zu erzeugen, was wir Wetter nennen. Ich empfehle Ihnen dringendst die Lektüre meines Buches "Der
Treibhaus-Schwindel" (s. http://www.treibhaus-schwindel.de
). Sodann erwarte ich, dass Sie das unsinnige Vorhaben "Kampf gegen
den Klimawandel" sofort aufgeben und die von Hartmut Graßl als
"Daumenschraube" bezeichnete "Ökosteuer" rückgängig
machen. Sie ist naturgesetzwidrig und damit ethisch nicht zu
rechtfertigen, zumal sie als "Bußsteuer" zum Zwecke des "Klimaschutzes" regelrecht vom Bürger erschlichen wurde. Mit freundlichen Grüßen Dr. Wolfgang Thüne Gottseidank kann jeder sich Bürger recht einfach der Blödsinns-EnEV
mittels Befreiung gem EnEV § 24 gem. EnEG § 5 (Wirtschaftlichkeitsgebot für Energieeinsparmaßnahmen) erwehren, soweit sich die Forderungen wie so oft als grob unwirtschaftlich erweisen.
Und nur Energiesparverbrecher treiben den ahnungslosen Bauherren in den in Wahrheit gar nicht bestehenden
Energiesparzwang, da ja das Energieeinspargesetz EnEG - Rechtsgrundlage der EnEV - die Wirtschaftlichkeit bzw. Rentierlichkeit der Energiesparmaßnahmen fordert!
Aus einem Landratsamtschreiben:
"[Briefkopf Landratsamt 20.09.2005]
[Adresse Bauherr] Vollzug der Baugesetze; Befreiung nach § 17 Satz 1 Alternative 1 der Energieeinsparverordnung (EnEV) Anwesen ...
aufgrund unseres Schreibens vom 21.07.2005, mit
dem Ihnen eine befristete Befreiung von den Anforderungen des § 12 Abs. 1 EnEV erteilt
wurde, hat Herr Konrad Fischer, Hochstadt vorgesprochen und unsere Entscheidung kritisiert.
Wir haben deshalb die Sach- und Rechtslage nochmals eingehend überprüft
und teilen Ihnen nunmehr folgendes mit:
2. Mit der Bescheinigung des verantwortlichen und nach § 2 Abs. 1 Satz 1 ZVEnEV zugelassenen Sachverständigen, Herrn Konrad Fischer,
Hauptstraße 50, 96272 Hochstadt a. Main gilt die Befreiung nach § 17 Satz 1 Alternative 1 EnEV hinsichtlich vorliegender besonderer Umstände,
die durch unangemessenen Aufwand zu einer unbilligen Härte führen, als erteilt (und zwar unbefristet). Damit ist weder ein Befreiungsantrag
noch eine behördliche Entscheidung hierüber erforderlich.
3. Die Bescheinigung des Sachverständigen ist aufzubewahren und auf Verlangen dem Bezirkskaminkehrermeister oder dem Landratsamt vorzulegen,
wobei letzteres durch die Anlagen zum bisherigen Befreiungsantrag vom 03.05.2005
bereits geschehen ist. Wir werden diese Bescheinigung deshalb in unseren Akten lassen.
XY Stellvertr. Sachgebietsleiter"
Na also, wir leben doch in einem Rechtsstaat, oder?
Und hier noch die bemerkenswerten Stellungnahmen der Bundesarchitektenkammer gegen die weitere Verschärfung der
Energieeinsparverordnung 2009:
Stellungnahme BAK zur Änderung der Energieeinsparverordnung (EnEV 2009) Bundesarchitektenkammer e.V. 29.04.2008
Stellungnahme der BAK zur Änderung der EnEV (EnEV 2009)
Bundesarchitektenkammer e.V. 21.11.2007
Was sich daraus ergibt?:
1. Keine Chance gegen eine beratungsresistente Bundesregierung.
2. Wer zahlt, schafft an.
Wenn Sie es nicht sein wollen, der sich für die offensichtlich zur Wirtschaftsförderung auf Ihre Kosten erlassenen Verordnung und Gesetze (Energieeinspargesetz EnEG, Energieeinsparverordnung EnEV, Erneuerbar Energie Wärmegesetz EEWärmeG) blutig zahlen soll, dann hilft nur eins: Befreiung. Der Link
klärt weiter auf.
Wobei die "EnEV-Expertengruppe" des Bundesbauministeriums am 19. Januar 2012 in Berlin zusammenkam, nicht um mehr Verstand ins
Energiesparen einzubringen, sondern - dreimal dürfen Sie raten! - jawollja, um die 10-Jahres-Frist, in der sich
Energiesparinvestitionen rentieren müssen, oder eben die EnEV-Befreiung zu gewähren ist - in der anstehenden Novelle EnEV 2012
auf den Sankt-Nimmerleins-Tag namens "Lebensdauer" der Dämmung zu verlängern. Das sind sie, unsere Polittrucks!
Einen neuen Anlauf nahmen Professor Meier und meine Wenigkeit in dem ad-hoc-Arbeitskreis "Richtig Bauen" unter der Ägide der
Schutzgemeinschaft für Wohnungseigentümer und Mieter Hausgeld-Vergleich e.V., um zu der Novellierung von EnEG und EnEV Stellung zu nehmen:
für Wohnungseigentümer und Mieter e.V.
Gehrestalstraße 8, 91224 Pommelsbrunn bei Nürnberg
Tel. 09154/1602, Fax: 09154/914721, www.hausgeld-vergleich.de
zu Hd. Frau Gertrud Hardich
Leiterin des Referats III A 5
per E-Mail an Buero-IIIA5@bmwi.bund.de sowie
zu Hd. Herrn Dr. Jürgen Stock
Leiter des Referats SW 12
per E-Mail an Ref-SW12@bmvbs.bund.de 10.11.2012
Novellierung des Energieeinsparungsgesetzes (EnEG) und der
AZ- IIIA5-10 51 64; SW 12-83 06 05-2
Ihr Schreiben / Ihre Unterlagen vom 16.10.2012
wir bedanken uns, dass Sie uns als Schutzgemeinschaft für
Woh-nungseigentümer und Mieter Gelegenheit zu einer
Stellungnahme auf die am 16.10.2012 übersandten 334 Seiten
Unterlagen bestehend aus:
3 Seiten Anschreiben
23 Seiten Richtlinie 2010/31EU (deutsche Fassung)
1 Seite Berichtigung Richtlinie
25 Seiten Entwurf zur Änderung des 4. Gesetzes zur
Energieeinsparungsgesetzes
165 Seiten “Zweite Verordnung zur Änderung der EnEV
117 Seiten mit Korrekturen zur EnEV
Der zugebilligte Zeitrahmen von lediglich 17 Arbeitstagen zeigt, dass
Sie aber in Wahrheit keine konstruktive Diskussion über die
Zweckmäßigkeit der Novellierungen wünschen.
Dem Ministerium ist bekannt, dass eine fachlich fundierte Stellungnahme
in der zugestandenen Frist nicht möglich und damit unzumutbar
ist. Die Stellungnahme unseres Arbeitskreises „Richtig
Bauen“ ist deshalb aus Zeitgründen quantitativ
begrenzt und beinhaltet nur die Eckpunkte unserer fachlichen Kritik. Mit freundlichen Grüßen
des Arbeitskreises „Richtig Bauen“ der
zur Novellierung des Energieeinsparungsgesetzes (EnEG) und der
_____________________________________________________ Vorbemerkung
Haus- und Wohnungsbesitzer sowie Mieter sind
selbstverständlich an effektiver Energieeinsparung aus
vielerlei Gründen interessiert. Sie sind aber durchaus in der
Lage, selbst zu entscheiden, wie viel Energieeinsparung sie anstreben
und welche notwendigen Investitionen sie sich
diesbezüglich leisten können und wollen. Die Einmischung der Politik in diesen Bereich durch Gesetze und
Verordnungen mit planwirtschaftlichen sowie ordnungspolitischen
Vorgaben lehnen wir deswegen ab. Die dafür geltend gemachten
Begründungen – Endlichkeit der Energieressourcen und
Schutz des Klimas vor menschengemachter Erwärmung - sind trotz
der Aufnahme in die EU-Richtlinie strittig und können ein
derartig einschneidendes Energiesparregime, dessen Wirtschaftlichkeit
nicht gegeben ist, keinesfalls begründen.
Vielmehr drängt sich der Verdacht auf, dass die mit der
Novellierung weiter wachsende Aufblähung des Gesetzes- und
Verwaltungsapparates nur die Eigeninteressen der Administration und der
begünstigten Lobbyisten bedient.
Wir fordern deshalb anstelle weiterer Verschärfung der Gesetze
und Verordnungen eine unvoreingenommene öffentliche
Grundlagendiskussion, ob Gesetze wie das EnEG und die darauf
gründende EnEV sowie das EEWärmeG und das EEG
überhaupt zielführend sind.
Für unseren Gebäudebestand mit durchschnittlich 138
kWh Energieverbrauch je qm Wohnfläche im Jahr für
Heizung und das warme Wasser (ista-IHW-Energie-Effizienzindex) sind die
gesetzlich geforderten hochinvestiven Maßnahmen unrentabel
und können auch keine Änderungen am Klima bewirken. Allein der übersandte Umfang der Texte für das EnEG
und die EnEV – letztere verweist auf über 800 Seiten
DIN-Normen und VDI-Vorschriften – machen klar, dass sie kein
Mensch befolgen kann.
Das immer wieder einmal postulierte Ziel zur Stärkung unserer
einst so erfolgreichen sozialen Marktwirtschaft durch
Entbürokratisierung ist folglich zur Nullnummer verkommen.
Im Einzelnen zur EnEG-Novelle
1. Niedrigstenergiehäuser bis 31.12.2020
- Die bedeutende Änderung zur Schaffung von
Niedrigstenergiehäusern ab dem 31.12.2020 entmündigt
den Bauherren bei seiner Entscheidung, wie viel verfügbare
Mittel er für die Schaffung von Wohnraum zur
Verfügung stellen und welcher Zielgruppe er die geschaffenen
Wohnräume anbieten will.
- Die Erstellung von Niedrigstenergiehäusern machen
mit ihren unwirtschaftlichen 3fach-Fensterverglasungen, alternativen
Energieerzeugungsanlagen, Lüftungsanlagen und
Dämmsystemen das Wohnen insgesamt wesentlich teurer als in den
Begründungen zu EnEG- und EnEV-Novelle behauptet wird und
für einen zunehmenden Teil der Bevölkerung
unbezahlbar. - Dem Niedrigstenergiehaus mangelt es somit an einem
vertretbaren Mehrkostennutzenverhältnis.
- 20% unserer Bevölkerung gelten heute schon als arm.
Das Niedrigstenergiehaus geht demnach am
tatsächlichen Wohnbedarf vorbei. In den
Ballungsräumen werden Wohnungen von Menschen mit niedrigem
Einkommen gesucht.
- Niedrigstenergiehäuser eignen sich folglich nicht
zur Deckung des realen Wohnungsbedarfs. Als Klimaschutzinstrument zur
Begrenzung der Globaltemperatur sind sie eine Lachnummer.
2. Erweiterte Pflichten aus dem Energieausweis
- Der Energieausweis wurde von Anfang an öffentlich
kritisiert: Ihm fehlt Aussagekraft und Nutzen für die zu
verkaufende oder zu vermietende Wohnung. Wir lehnen deshalb ab, dass
einem für den Verbraucher untauglichen Mittel im EnEG mehr
Bedeutung zugemessen werden soll.
- Besondere Kritik trifft den sogenannten Bedarfsausweis,
dessen Fehlerhaftigkeit weit über 100% hinausgehen kann.
- Jede Heizkostenabrechnung der Energieablesefirmen ist somit
korrekter zur Beurteilung des Verbrauchs einer bestimmten Wohnung und
des gesamten Hauses als der Energieausweis.
- Die Aufwertung des unbrauchbaren,
überflüssigen und nicht bewährten
Energieausweises lässt vermuten, dass eher wirtschaftliche
Interessen der damit Begünstigten als das Wohl der
Bevölkerung als Ganzes im Vordergrund steht.
- Der Energieausweis ist in Anbetracht aussagefähiger
und kostengünstig erhältlicher Kenndaten für
die Wohnimmobilie aus der konkreten Heizkostenabrechnung, sei es
für einzelne Wohnungen oder das gesamte Haus, reif
für die Müllentsorgung.
Abschaffung des EnEG als Ganzes. Haus- und Wohnungsbesitzer sowie Mieter bemühen sich aus naheliegenden Gründen auch ohne dieses Gesetz um angemessene
Energieeinsparung, so dass es eines planwirtschaftlichen, immer engeren gesetzlichen Korsetts nicht bedarf.
Im Einzelnen zur EnEV-Novellierung
1. Anhebung des Energiestandards um jeweils 12,5%
- Die Anhebung ist nur durch den Einsatz von noch dickeren Dämmstoffen, 3fach-Fensterverglasungen, unstetig arbeitender
alternativer Energieerzeugungsanlagen und Lüftungsanlagen erreichbar.
- 3fach-Verglasungen und die üblichen Dämmstoffe (Polystyrol) erschweren lt. Aussagen der Feuerwehr die Brandbekämpfung.
- Wärmedämmverbundsystemen fehlt Nachhaltigkeit, so dass der erhöhte Wartungsaufwand (über 9 € je qm/Jahr teurer als Standardputz lt.
Studie des Instituts für Bauforschung IFB Hannover) und die Entsorgungskosten in die Wirtschaftlichkeitsbetrachtung
einfließen müssen. Somit fehlt es an einem vertretbaren Kosten-Nutzen-Verhältnis zwischen baubedingtem Mehraufwand und fiktiver Energieeinsparung.
- Die lediglich auf Basis des U-Werts ermittelten Spareffekte der Fassadendämmung sind nach vorliegenden, teils geheim
gehaltenen Forschungsergebnissen nicht gegeben, teils kommt es dadurch sogar zu erhöhtem Energieverbrauch.
- Lüftungsanlagen beseitigen den Mangel eines ausreichenden Luftaustausches und schaffen damit lediglich Abhilfe
für die behördlich sachwidrig angeordnete luftdichte Bauweise.
- Lüftungsanlagen können sich bei mangelhafter Wartung zu Brutstätten von Krankheitserregern
entwickeln und sind deshalb im angestrebten breiten Einsatz aus gesundheitlicher Sicht abzulehnen.
2. Energetische Kennwerte in Immobilienanzeigen
- Wohnungen werden einzeln verkauft oder zur Miete angeboten. Die Daten des Energieausweises werden für das
Gesamtgebäude ermittelt. Sie können nach Erkenntnissen der Heizkostenabrechnung (z.B. techem, ista) um mehrere
100 Prozent von den Verbrauchsdaten der einzelnen Wohnung abweichen. Deswegen lehnen wir die in der Novelle geplante Irreführung
des Käufers oder Mieters einer Wohnung mit voraussehbar überwiegend falschen Daten ab.
- Falsche Angaben aus einem Energieausweis, der ja nach der derzeitigen Ausgestaltung lediglich den theoretisch berechneten oder
modifizierten Durchschnittsverbrauch der letzten Jahre der gesamten Wohnanlage und nicht einer Wohnung zeigt, führen zur
Fehlinformation und Täuschung über den energetischen Zustand einer Wohnung.
- Diese voraussehbare Irreführung des Verbrauchers beim Kauf oder bei der Anmietung einer Wohnung lehnen wir ab. Würde dies dem Entwurf entsprechend
geschehen, so käme es zu einer Prozesswelle von derzeit unüberschaubarem Ausmaß. Infrage käme dabei Rückabwicklung oder Schadensersatz.
3. Vorlage- und Übergabepflicht des Energieausweises
- Energieausweise sind in der derzeitigen Ausgestaltung Irreführungsinstrumente für den Energieverbrauch. Deshalb muss eine Vorlage- und Übergabepflicht
dieses Täuschungsmittels ausscheiden.
- Der Verordnungsgeber soll einer sachgerechten Information des kauf- oder mietwilligen Verbrauchers Vorrang einräumen.
Sie kann mit den Daten des Energieausweises nicht erfolgen.
4. Stichprobenkontrolle der Energieausweise
- Die Kennwertangaben in Bedarfausweisen weisen je nach Eingabewerte und eingesetztem Rechenprogramm Unterschiede von nicht
tolerierbarer Größenordnung auf. Diese Unsicherheit der Aussagen machen den Bedarfsausweis nutzlos.
- Somit wird eine Kontrolle, die lediglich zur Aufblähung der Kontrollorgane führt, genauso sinnlos wie das Vertrauen in die Zweckmäßigkeit von Bedarfsausweisen.
- Wegen der Fehlerhaftigkeit der Annahmen, auf der die EnEV aufbaut, dürfen keine Strafen begründet werden.
- Der Bürger fragt sich zurecht, ob es nicht seine Pflicht ist, unsinnige Verordnungen zu missachten und zweifelt am Sachverstand und am
Gerechtigkeitsempfinden derer, die Bestrafungen für die berechtigte Missachtung fehlerhafter und unsinniger Verordnungen ansetzen.
6. Verordnungsbedingte Kosten
- Die anlässlich der Novellierung vorgelegten Kosten für den Bürger entsprechen aus unserer Sicht eher der Erstkalkulation für den neuen Berliner
Flughafen und den Stuttgarter Bahnhof als einer belastbaren Kostenrechnung.
- Es fehlen beispielsweise realistische Kostenansätze für die Mehrausgaben der Administration, der zwangsweise erforderlichen Lüftungsanlagen, deren
Wartung, des Pflegeaufwands für die Wärmedämmverbundsysteme sowie deren Entsorgung nach möglichen kurzen Standzeiten sowie der zugehörigen Planungskosten
gemäß HOAI.
- Es fehlen ebenso Folgekosten wegen fehlerhafter Energieangaben in Immobilienanzeigen.
Die gesamte Energieeinspargesetzgebung mit ihren Verordnungen hat sich in Verbindung mit den dazu gehörenden DIN-Normen und VDI-Richtlinien zu einem
unüberschaubaren Machwerk entwickelt, das insgesamt von sachlichen Fehlern strotzt und an Unwirtschaftlichkeit und weiteren schweren Nachteilen kaum noch
überboten werden kann. Wir weisen darüber hinaus darauf hin, dass schon jetzt das Energiesparen nach Gesetz und die darauf zwangsläufig folgende
Wohnraumverteuerung nicht nur Neubauten verhindert, sondern auch zu erheblichen Verdrängungseffekten bei Mietern führt.
Der dadurch für Leute mit geringerem Einkommen mehr und mehr unbezahlbare Wohnraum wird unausweichlich zu Massenprotesten mit
unbekannten Folgen führen. Die aktuelle Mieter-Demonstration in Hamburg ist eine erste Warnung.
Der Gesetzgeber sollte deshalb keinen weiteren sozialen Sprengstoff produzieren und nicht nur von den beabsichtigten Novellen Abstand
nehmen, sondern die im Ergebnis schädliche und im behaupteten Sinne unwirksamen Energiespargesetze und –verordnungen insgesamt abschaffen.
Soweit zu den angeführten Kritikpunkten Einzelbelege gewünscht werden, können wir diese gern nachliefern.
Da wir aus reicher Erfahrung mit dem bisherigen Übergehen aller sachlichen Einwände zur Energieeinspargesetzgebung davon ausgehen, dass auch diesmal keine
angemessene Berücksichtigung erwartet werden darf, erlauben wir uns, diese Stellungnahme in geeigneter Weise der Öffentlichkeit zur Verfügung zu stellen.
Nürnberg, den 10.11.2012
Dipl.-Ing. Architekt Konrad Fischer
Arbeitskreis “Richtig Bauen”
- Hausgeld-Vergleich / Hausverwalter-Check –
Ab 2018 sollen die Klimaschutzgesetze für bzw. gegen den Hausbesitzer und Bewohner - bisher das Energieeinsparungsgesetz EnEG, die darauf beruhende
Energieeinsparverordnung EnEV, die Heizkostenverordnung HeizkostenV sowie das Erneuerbare Energien WärmeGesetz EEWÄrmeG zu einem Monstrum zusammengafaßt werden:
Das GebäudeEnergieGesetz GEG. Hierzu (m)eine kritische Stellungnahme:
Gehrestalstr. 8, 91224 Pommelsbrunn bei Nürnberg
Tel. 09154/1602, Fax: 09154/914721, Internet: http://www.hausgeld-vergleich.de
Einladung zur Verbändeanhörung zum Entwurf des Gebäudeenergiegesetzes (GEG)
Ihr Email vom 23.1.2017
zu Hd. Herrn Andreas Jung – Referat IIC2
per E-Mail: buero-IIC2@bmwi.bund.de
zu Hd. Herrn Dr. Jürgen Stock � Referat IBA
Stresemannstr. 128 – 130
per E-Mail: BI4@bmub.bund.de
zu dem uns zugegangenen E-Mail mit dem beiliegenden Entwurf des GEG nehmen wir als Schutzgemeinschaft für Wohnungseigentümer und Mieter wie folgt Stellung:
Vorbemerkung zur Fristsetzung
Es ist eine ungeheuerliche Zumutung, zu diesem umfangreichen und weitreichenden Gesetzesentwurf mit insgesamt 114 (!) Paragraphen auf 146 (!)
engbeschriebenen A4-Seiten schwer-, schwerst- bis gänzlich unverständlichem Wortlaut innerhalb von nur einer Woche vom 23. Januar bis 1. Februar eine fachlich
angemessene Stellungnahme einzufordern. Krasser kann man den zur Stellungnahme aufgeforderten Verbänden wohl kaum verdeutlichen, wie wenig die Ministerien an
ihrer fachlichen Meinung interessiert sind!
Und im Anschreiben zu schreiben: �Die Kurzfristigkeit bitten wir zu entschuldigen�, kann dann nur noch als größtmögliche Verhöhnung der Verbände und der
von ihnen vertretenen Bürger und Bürgerinnen aufgefasst werden.
Hier wird offenbar ein schon mit den Lobbyisten-Zirkeln festgezurrter Gesetzentwurf durchgepeitscht, versehen mit einer �Fachbeteiligung der Verbände� als
Maskerade gegenüber den Abgeordneten des Deutschen Bundestags und der Öffentlichkeit. Wir bewerten dieses offenbar bürgerfeindliche Vorgehen als
Scheinheiligkeit außerhalb jedes politischen, demokratischen und menschlichen Anstands!
Aus nachvollziehbaren Gründen muss sich infolge der kurzen Fristsetzung unsere Stellungnahme nur auf die zwei folgenden Punkte beschränken.
Problem und Ziel Hier heißt es als erster Satz: �Die Verbesserung der Energieeffizienz im Gebäudebereich ist ein wichtiger Baustein der Energiewende und für den Klimaschutz.�
Hierzu ist anzumerken, dass – von den Rechenhypothesen auf naturwissenschaftlich falscher Grundlage abgesehen – irgendein praktischer und
positiver Nachweis der in den nachfolgenden Paragraphen geforderten Maßnahmen im Hinblick auf die Energieeffizienz im Gebäudebereich bis heute nicht vorliegt.
Ganz im Gegenteil hat sich die Gebäudedämmung in allen Vergleichsuntersuchungen an tatsächlichen Gebäuden (Fraunhofer-Institut für
Bauphysik, Eidgenössische Materialprüfanstalt Dübendorf, GEWOS) immer als Faktor eines erhöhten Heizenergieverbrauchs erwiesen. Die diesbezüglichen Belege
werden seit Jahrzehnten entweder unterschlagen oder von den zuständigen Ministerien nicht wahrgenommen. Außerdem bedingen die technischen Regelungen des
Dämmens und Dichtens nach falschen Berechnungsregeln auch unter dem Aspekt der Zwangslüftung erhebliche gesundheitliche Risiken für die Gebäudenutzer.
Hinzu kommt, dass auch keinerlei Nachweis geführt werden kann, wie sich eine erhöhte Energieeffizienz im Gebäudebereich auf das Klima schützend auswirken
soll. Die diesbezüglichen Fiktionen sind wohlbekannt, aber mangels experimentellem Beweis ebenfalls im Märchenreich oder genauer � der Reklame für die durch
den �staatlichen Klimaschutz� begünstigten Unternehmen anzusiedeln.
Auf diesen nur trügerischen Grundlagen schon seit vielen Jahren eine derartig weitreichende Gesetzgebung und nun eine weitere Verschärfung aufzubauen,
Lösung �Die generelle Wirtschaftlichkeit dieses Standards ist vor dem Hintergrund gutachterlicher Untersuchungen auf Grund der konkreten Ausgestaltung der
Anforderung gewährleistet.�
Diese verquaste Formulierung findet sich im Gesetzentwurf mehrfach. Was will der Autor den Betroffenen eigentlich sagen? Und natürlich lässt sich � wie es
alle bisherigen Versuche zeigten � keinerlei wirkliche und an der einschlägigen Rechtsprechung orientierte Wirtschaftlichkeit der gesetzlichen Maßnahmen mit
einer üblichen Amortisationsfrist von 10 Jahren für die �Energiesparmaßnahme� darlegen.
Alle herangezogenen �gutachterlichen Untersuchungen� weisen schwere Mängel hinsichtlich einer tatsächlichen Vollkostenbetrachtung auf: sei es, dass die
zugehörigen Baunebenkosten gem. HOAI oder die erhöhten Instandhaltungskosten für taupunktgefährdete Dämmkonstruktionen oder die sich aus den
Falschberechnungen ergebenden Nachteile der erneuerbaren Wärmeenergieerzeugungen teils bis vollständig unterschlagen werden.
So kann man schon jetzt bei gewissenhafter Nachweisführung feststellen, dass weder irgendeine Maßnahme der EnEV noch eine nach dem Anforderungsschema des
EEWärmeG im Sinne der BGH-Urteilslage von 10 Jahren Amortisationszeit für eine Modernisierung standhält, die auch im § 11 der Heizkostenverordnung als
sachgerecht vorgegeben wurde. Dies soll nun mit dem vorliegenden Entwurf des GEG noch weiter verschärft werden. Wobei die unfassbar große Menge der bei der
Umsetzung der Anforderungen des GEG zu beachtenden DIN-Regelungen eine nicht tragbare Zumutung an die Risikobereitschaft der beteiligten Planer und
Handwerker darstellt.
Schon die erwähnten Grundlagen des Gesetzesentwurfs lassen keinen Zweifel daran, dass es sich dabei um ein neuerliches Machwerk im Auftrag der daran
profitierenden Wirtschaftskreise handelt, zulasten der öffentlichen und privaten Haushalte. Irgendeine greifbar positive Wirkung auf die
Gebäudeenergieeffizienz und den Klimaschutz ist infolge fehlender Wirkungsnachweise ausgeschlossen. Im Interesse unserer Mitglieder, aber auch aller Bürger
und öffentlichen Haushalte lehnen wir den Entwurf des GEG als erneuten Anschlag auf die Baukultur, die Wohngesundheit und das Eigentum ab.
Rein vorsorglich teilen wir bereits heute mit, dass wir den von uns vertretenen Bürgern
anheimstellen werden, bei der nächsten Bundestagswahl von einer Wiederwahl der Politiker abzusehen, die für die auf dem GEG basierende Bau- und
Instandhaltungskosten- Steigerungen die Verantwortung tragen. Zwangsläufig wird das GEG in der Folge zu wesentlichen höheren Mieten und Wohnungskaufpreisen
führen und das �Bündnis für bezahlbares Wohnen und Bauen� als hohles Versprechen heutiger Politiker entlarven.
Nürnberg, den 25. Januar 2017
Norbert Deul � 1. Vorstand
Arbeitskreis �Richtig Bauen�
der Schutzgemeinschaft für Wohnungseigentümer und Mieter e.V.
– Hausgeld-Vergleich / Hausverwalter-Check –
beraten und unterstützt von
NAEB Stromverbraucherschutz e.V. , Internet: www.naeb.de
Europäisches Institut für Klima und Energie e.V., Internet: www.eike-klima-energie.eu

References: § 5
 § 25
 § 5
 § 5
 §13
 § 5
 Art.17
 Art.17
 § 24
 § 5
 § 17
 § 12
 § 2
 § 17
 § 11