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Timestamp: 2020-04-10 20:34:54+00:00

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092 2017 by AZ-Anzeiger - Issuu
aus dem bezirk affoltern I Nr. 92 I 171. Jahrgang I Dienstag, 28. November 2017
Der Schulpsychologische Dienst in Affoltern braucht zusätzlichen Platz. > Seite 3
Die Gemeindeversammlung Kappel hiess am Freitag alle Anträgen gut. > Seite 7
«Das Akutspital ist nicht Aufgabe der Gemeinden»
Welche Schätze birgt der Boden unter der Strasse?
Soll die Gemeinde aus dem Spitalzweckverband aussteigen? Zu dieser Frage werden die Bonstetter und Hedinger im März an der Urne ihre Meinung abgeben können. Die Gemeinderäte Bonstetten und Hedingen wollen das Akutspital Affoltern nicht mehr mittragen. Vom Vorwurf der fehlenden Solidarität wollen die Gemeindepräsidenten Frank Rutishauser, Bonstetten, und Bertram Thurnherr, Hedingen, nichts wissen. Vielmehr verneinen sie grundsätzlich die Zuständigkeit der Gemeinden und weisen auf finanzielle Risiken im Zusammenhang mit den Investitionsplänen, aber auch mit den jährlich zu erwartenden Defiziten in der Zwischenzeit hin. «Unsere Pflicht als Finanzvorstand ist es, vor diesen Risiken zu warnen», so Thurnherr. Nichts zu tun habe die Kritik am Spital Affoltern mit den Leistungen der Mediziner oder der Mitarbeitenden in der Pflege. «Diese machen wunderbare Arbeit!», so Rutishauser. (tst.) ................................................... > Interview mit Frank Rutishauser und Bertram Thurnherr auf Seite 5
Erfolgreiches Jahr Das Bildungs- und Seminarhaus Kloster Kappel konnte das Level des Vorjahres halten. > Seite 8
Raub und Gewalt Neun Monate Gefängnis auf Bewährung für 23-jährigen Brasilianer. > Seite 9
Archäologische Sondierung im Bereich des Autobahnzubringers Gegen das bereinigte Auflageprojekt für den Autobahnzubringer Obfelden-Ottenbach sind noch drei Beschwerden beim Verwaltungsgericht hängig. Damit keine weiteren Verzögerungen erfolgen, laufen bereits Sondierungsarbeiten nach möglichen archäologischen Fundstellen. ................................................... von bernhard schneider Die Sondierungsarbeiten haben letzte Woche beim EKZ-Unterwerk Obfelden begonnen. Wo genau gegraben wird, hängt von der Freigabe des jeweiligen Grundeigentümers ab. Da die meisten Böden landwirtschaftlich genutzt werden, müssen die Arbeiten sowohl auf die Fruchtfolge als auch auf das Wetter Rücksicht nehmen. Damit Sondierungen und allfällige Grabungen zur
Bergung von Funden den Strassenbau nicht verzögern, versucht die Kantonsarchäologie möglichst rasch voranzukommen. Bisher wurden 31 sogenannte Schnitte angelegt, nun muss wieder besseres Wetter abgewartet werden, denn die Böden dürfen für die Grabungen nicht zu nass sein.
Was ist zu erwarten? Der Autobahnzubringer berührt im Gebiet Lanzen südlich von Ottenbach ein Randgebiet einer archäologischen Zone, die um einen bronzezeitlichen Grabhügel herum festgelegt worden ist. Hier sind am ehesten Funde zu erwarten. Doch grundsätzlich ist überall ein Fund aus den letzten 8000 Jahren unserer Geschichte möglich. Die Archäologin Stefanie Brunner ist vor Ort für die Sondierungsarbeiten verantwortlich. Sie lässt den Baggerführer die Bodenschichten bis auf die Moräne hinunter sorgfältig abtragen.
Sie und ihre Kollegin Adina Wicki beobachten den Aushub genau und stoppen sogleich, wenn sie etwas bemerken. Kleinere Funde und Befunde werden mit einem exakten GPS-Gerät eingemessen, fotografiert und können gleich geborgen werden. Grössere Fundplätze, die mehr als eine blosse Sondiergrabung erfordern, werden anschliessend bearbeitet. Die Sondierungsarbeiten, die bis im kommenden Sommer dauern, sind nötig, weil beim Bau der Strasse allfällige Fundstellen unwiederbringlich zerstört werden. Die Chance, die der Strassenbau bietet, besteht handkehrum darin, dass vorgängig sondiert wird, ob hier Fundplätze bestehen. Man darf gespannt sein, was das Terrain des künftigen Autobahnzubringers über unsere regionale Geschichte in den nächsten Monaten zutage fördern wird. ................................................... > Weiterer Bericht auf Seite 9
Verkaufsmarkt im Wandel Verkaufsgeschäfte haben einen schweren Stand – gerade in Kleinstädten wie Affoltern. Das musste auch das Schuhaus Gretener erfahren, welches nach 38 Jahren den Standort am Sternenkreisel aufgeben wird. «Es herrscht ein gewaltiger Verdrängungswettbewerb, der schon in den 70erund 80er- Jahren mit der Filialisierung von Grossunternehmen begonnen und seit zehn oder fünfzehn Jahren durch den Onlinehandel noch massivere Auswirkungen hat», so Geschäftsleiter Guido Gretener. ................................................... > Interview auf Seite 16
Entschleunigen am Wachstopf Am Freitagabend führte das Gemeinschaftszentrum Bauspielplatz in Affoltern einen Kerzenzieh-Abend nur für Erwachsene durch. Diese kamen zahlreich. Es roch angenehm nach Bienen- und Paraffinwachs. Dies und die Tatsache, dass Kerzenziehen Geduld braucht, gefiel den Teilnehmenden. Sie lobten die entschleunigende Wirkung der Tätigkeit. Die fertigen Kerzen konnte man sich anschliessend von den äusserst geschickten Händen der Helferinnen verzieren lassen. ................................................... > Bericht auf Seite 19
Sternenklare Abendstimmung am Streichwehr an der Reuss bei Ottenbach. (Bild Salomon Schneider)
Die Schönheit natürlicher Lichter Säuliämtler Sternenhimmel anstatt Weihnachtsbeleuchtungen Ab dem ersten Advent sind Weihnachtsbeleuchtungen wieder erlaubt. Der Sternenhimmel über dem Säuliamt sorgt in klaren Nächten jedoch ebenfalls für eine eindrückliche Beleuchtung. Obwohl das Knonauer Amt vergleichsweise dicht besiedelt ist, gibt es auch hier zahlreiche Plätze, die nur sehr beschränkt Kunstlicht ausge-
setzt sind. Während in der Nähe von künstlichen Lichtquellen nur einige hundert Sterne sichtbar sind, zeigen sich in abgelegenen Gebieten tausende Sterne und verwandeln den Himmel in ein wahres Lichtkunstwerk. Wer sich bei klarem Wetter während eines Abendspaziergangs vergegenwärtigt, dass es sich bei jedem
einzelnen Stern um eine Sonne handelt, vergleichbar mit jener in unserem Sonnensystem, erhält eine eindrückliche Vorstellung von der Grösse des Universums. Die Wissenschaft geht momentan davon aus, dass es im Universum mindestens eine Milliarde Galaxien gibt, die mit der Milchstrasse vergleichbar sind. (sals)
Kreativität leben Vom Rebellen zum Macher: Der Affoltemer Musiker Fredi Früh. > Seite 11
Ja zu SchulbauProjekten In Hausen und in Affoltern wurden am Sonntag Schulbau-Projekte deutlich angenommen. In Hausen sagten die Stimmberechtigten mit 642:199 Stimmen Ja zum Ersatzneubau eines Doppelkindergartens mit Schulzimmer in Ebertswil. Mit 591:243 Stimmen wurde auch der Zusatzantrag fürs «Ökopaket» angenommen. Die Affoltemer hiessen derweil die Sanierung des Zwilliker Kindergartens mit 1464:384 Stimmen gut. ................................................... > Berichte auf Seite 5 anzeigen
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Erneuerungswahl der Mitglieder der Gemeindebehörden für die Amtsdauer 2018 bis 2022 Notariatskreis Affoltern (Gemeinden Aeugst am Albis, Affoltern am Albis, Hausen am Albis, Hedingen, Kappel am Albis, Knonau, Maschwanden, Mettmenstetten, Obfelden, Ottenbach und Rifferswil)
Erneuerungswahl der Notarin/des Notars für die Amtsdauer 2018 bis 2022 Die Wahlvorsteherschaft des Notariatskreises Affoltern hat die Erneuerungswahl für die Amtsdauer 2018 bis 2022 festgesetzt auf: Sonntag, 15. April 2018 In Anwendung der gesetzlichen Vorschriften können bis Montag, 8. Januar 2018 bei der Sitzgemeinde des Notariatskreises (Gemeindeverwaltung Affoltern am Albis, Marktplatz 1, 8910 Affoltern am Albis) Wahlvorschläge eingereicht werden. Jeder Vorschlag muss von mindestens 15 Stimmberechtigten eigenhändig unterzeichnet sein. Diese können ihre Unterschrift nicht zurückziehen. Gemäss § 24 der Verordnung über die politischen Rechte (VPR) geben Personen, die einen Wahlvorschlag unterzeichnen, Namen, Vornamen, Geburtsdatum, Geschlecht und Adresse (Strasse, Hausnummer, Wohnort) an und fügen ihre Unterschrift hinzu. Der Kandidat oder die Kandidatin muss mit Namen, Vornamen, Geschlecht, Geburtsdatum, Beruf, Adresse und Heimatort bezeichnet werden. Zudem können der Rufname, die Parteizugehörigkeit und der Hinweis, ob die vorgeschlagene Person dem Organ schon bisher angehört hat, angegeben werden. Bezüglich der Wählbarkeit für das Amt einer Notarin oder eines Notars wird insbesondere auf § 23 des Gesetzes über die politischen Rechte (GPR) sowie § 10 des Notariatsgesetzes verwiesen (Wahlfähigkeitszeugnis). Wählbar ist, wer im Kanton Zürich politischen Wohnsitz hat. Die wahlleitende Behörde veröffentlicht anschliessend die Namen der vorgeschlagenen Personen und setzt eine Frist von 7 Tagen an, innert welcher frühere Wahlvorschläge geändert, zurückgezogen oder neue eingereicht werden können. Sind gemäss §§ 54 und 55 GPR die Voraussetzungen für eine stille Wahl nicht erfüllt, wird eine Urnenwahl durchgeführt. Wahlvorschlagsformulare sind auf der Homepage www.affoltern-am-albis oder unter Telefon 044 762 56 32 erhältlich. Gegen diese Anordnung kann wegen Verletzung von Vorschriften über die politischen Rechte und ihre Ausübung innert 5 Tagen, von der Veröffentlichung an gerechnet, schriftlich Stimmrechtsrekurs beim Bezirksrat Affoltern, Im Grund 15, 8910 Affoltern am Albis, erhoben werden. Die Rekursschrift muss einen Antrag und dessen Begründung enthalten. Gemeinderat Affoltern am Albis
Die wahlleitende Behörde ordnet den 1. Wahlgang für die Erneuerungswahlen 2018 bis 2022 für den 15. April 2018 an. An der Urne zu wählen sind: • Gemeinderat (5 Mitglieder inkl. Präsident/-in) • Rechnungsprüfungskommission (5 Mitglieder inkl. Präsident/-in) • Primarschulpflege (5 Mitglieder inkl. Präsident/-in, Präsident/-in nimmt im Gemeinderat Einsitz) • Evang.-ref. Kirchenpflege (5 Mitglieder inkl. Präsident/-in) Ein möglicher 2. Wahlgang ist für den 10. Juni 2018 vorgesehen. Gemeinderat / Rechnungsprüfungskommission / Primarschulpflege In Anwendung von Artikel 6 der Gemeindeordnung werden leere Wahlzettel verwendet. Wählbar ist jede stimmberechtigte Person, die ihren politischen Wohnsitz in der Gemeinde (Gemeinderat und Schulpflege) bzw. im Kanton (Rechnungsprüfungskommission) hat. Für jede Behörde wird den Wahlunterlagen ein Beiblatt beigelegt, auf dem Kandidatinnen und Kandidaten aufgeführt werden, die öffentlich zur Wahl vorgeschlagen sind. Stimmberechtigte, die auf dem Beiblatt aufgeführt sein möchten, melden sich bis spätestens am 8. Januar 2018 schriftlich beim Gemeinderat Knonau, Stampfistrasse 1, 8934 Knonau. Sie geben an, für welche Behörde sie kandidieren, und teilen Name und Vorname, Geschlecht, Geburtsdatum, Beruf, Adresse und Heimatort mit. Zusätzlich können der Rufname, die Zugehörigkeit zu einer politischen Partei sowie der Hinweis, ob die Kandidatin oder der Kandidat der Behörde schon bisher angehört hat, angegeben werden. Anmerkung: Diese Wahlvorschläge müssen nicht von 15 Stimmberechtigten unterstützt werden. Formulare sind auf der Homepage www.knonau.ch oder per Mail gemeinde@knonau.ch erhältlich. Ref. Kirchenpflege Für die Erneuerungswahl der Reformierten Kirchenpflege Knonau werden gemäss Art. 6 der Kirchgemeindeordnung gedruckte Wahlvorschläge verwendet. Damit findet für diese Behörde das Vorverfahren für Mehrheitswahlen statt (§ 48 Abs. 1 lit. b GPR). Die Wahlvorschläge müssen bis spätestens 8. Januar 2018 bei der Gemeindeverwaltung Knonau eingetroffen sein. Jeder Vorschlag muss von mindestens 15 Stimmberechtigten der Reformierten Kirchgemeinde Knonau mit Name, Vorname, Geburtsdatum und genauer Adresse eigenhändig unterzeichnet sein. Die Unterzeichnung kann nicht zurückgezogen werden. Der/die vorgeschlagene Kandidat/-in muss mit Name, Vorname, Geschlecht, Geburtsdatum, Beruf, Adresse und Heimatort bezeichnet werden. Weiter kann der Rufname, die Parteizugehörigkeit und der Hinweis, ob der/die Kandidat/-in der Behörde bereits angehört hat, angegeben werden. Die Wahlvorschläge werden nach Ablauf der Frist veröffentlicht. Innert einer weiteren Frist von 7 Tagen, von der Publikation an gerechnet, können die Vorschläge geändert, zurückgezogen oder neue Wahlvorschläge eingereicht werden. Übersteigt die Zahl der abgegebenen Wahlvorschläge diejenige der zu besetzenden Behördenstellen nicht, wird ein gedruckter Wahlzettel verwendet. Sind mehr Personen vorgeschlagen, als Stellen zu besetzen sind, wird ein leerer Wahlzettel verwendet. Formulare für die Wahlvorschläge (für sämtliche Behörden) sind auf der Homepage www.knonau.ch oder per Mail gemeinde@knonau.ch erhältlich. Rechtsmittelbelehrung
Evangelisch-reformierte Kirchgemeinde Affoltern am Albis Erneuerungswahl von 7 Mitgliedern und des Präsidiums der evangelisch-reformierten Kirchenpflege für die Amtsdauer 2018 bis 2022
Gegen diese Anordnung kann wegen Verletzung von Vorschriften über die politischen Rechte und ihre Ausübung innert 5 Tagen, von der Veröffentlichung an gerechnet, schriftlich Rekurs in Stimmrechtssachen beim Bezirksrat Affoltern, Im Grund 15, 8910 Affoltern a. A., erhoben werden. 28. November 2017
Die Wahlvorsteherschaft der evangelisch-reformierten Kirchgemeinde hat den ersten Wahlgang für die Erneuerungswahl der evangelisch-reformierten Kirchenpflege für die Amtsdauer 2018 bis 2022 festgesetzt auf:
Sonntag, 15. April 2018 In Anwendung der gesetzlichen Vorschriften werden amtliche Wahlzettel mit gedruckten Wahlvorschlägen verwendet, sofern bis Montag, 8. Januar 2018 bei der wahlleitenden Behörde (Gemeindeverwaltung Affoltern am Albis, Marktplatz 1, 8910 Affoltern am Albis) Wahlvorschläge eingereicht werden. Jeder Vorschlag muss von mindestens 15 Stimmberechtigten eigenhändig unterzeichnet sein. Diese können ihre Unterschrift nicht zurückziehen. Gemäss § 24 der Verordnung über die politischen Rechte (VPR) geben Personen, die einen Wahlvorschlag unterzeichnen, Namen, Vornamen, Geburtsdatum und Adresse (Strasse, Hausnummer, Wohnort) an und fügen ihre Unterschrift hinzu. Der Kandidat oder die Kandidatin muss mit Namen, Vornamen, Geschlecht, Geburtsdatum, Beruf, Adresse und Heimatort bezeichnet werden. Zudem können der Rufname, die Parteizugehörigkeit und der Hinweis, ob die vorgeschlagene Person dem Organ schon bisher angehört hat, angegeben werden. Die wahlleitende Behörde veröffentlicht anschliessend die Namen der vorgeschlagenen Personen und setzt eine Frist von 7 Tagen an, innert welcher frühere Wahlvorschläge geändert, zurückgezogen oder neue eingereicht werden können. Übersteigt die Zahl der Wahlvorschläge diejenigen der zu besetzenden Stellen, wird die Wahl im ordentlichen Verfahren, d. h. mit Wahlzetteln ohne Kandidatennamen, durchgeführt. Wahlvorschlagsformulare sind auf der Homepage www.affoltern-am-albis.ch oder über Telefon 044 762 56 32 erhältlich. Gegen diese Anordnung kann wegen Verletzung von Vorschriften über die politischen Rechte und ihre Ausübung innert 5 Tagen, von der Veröffentlichung an gerechnet, schriftlich Stimmrechtsrekurs beim Bezirksrat Affoltern, Im Grund 15, 8910 Affoltern am Albis, erhoben werden. Die Rekursschrift muss einen Antrag und dessen Begründung enthalten. Gemeinderat Affoltern am Albis
Erneuerungswahl von 3 Mitgliedern des Schulzweckverbands Bezirk Affoltern für die Amtsdauer 2018 bis 2022 Die Wahlvorsteherschaft des Schulzweckverbands Bezirk Affoltern hat die Erneuerungswahl für die Amtsdauer 2018 bis 2022 festgesetzt auf: Sonntag, 15. April 2018 In Anwendung der gesetzlichen Vorschriften können bis Montag, 8. Januar 2018 bei der Sitzgemeinde des Schulzweckverbands Bezirk Affoltern (Gemeindeverwaltung Affoltern am Albis, Marktplatz 1, 8910 Affoltern am Albis) Wahlvorschläge eingereicht werden. Jeder Vorschlag muss von mindestens 15 Stimmberechtigten eigenhändig unterzeichnet sein. Diese können ihre Unterschrift nicht zurückziehen. Gemäss § 24 der Verordnung über die politischen Rechte (VPR) geben Personen, die einen Wahlvorschlag unterzeichnen, Namen, Vornamen, Geburtsdatum und Adresse (Strasse, Hausnummer, Wohnort) an und fügen ihre Unterschrift hinzu. Der Kandidat oder die Kandidatin muss mit Namen, Vornamen, Geschlecht, Geburtsdatum, Beruf, Adresse und Heimatort bezeichnet werden. Zudem können der Rufname, die Parteizugehörigkeit und der Hinweis, ob die vorgeschlagene Person dem Organ schon bisher angehört hat, angegeben werden. Bezüglich der Wählbarkeit wird auf § 23 des Gesetzes über die politischen Rechte (GPR) sowie die Statuten des Schulzweckverbandes Bezirk Affoltern verwiesen. Wählbar ist, wer im Bezirk Affoltern politischen Wohnsitz hat. Die wahlleitende Behörde veröffentlicht anschliessend die Namen der vorgeschlagenen Personen und setzt eine Frist von 7 Tagen an, innert welcher frühere Wahlvorschläge geändert, zurückgezogen oder neue eingereicht werden können. Sind gemäss §§ 54 und 55 GPR die Voraussetzungen für eine stille Wahl nicht erfüllt, wird eine Urnenwahl durchgeführt. Wahlvorschlagsformulare sind auf der Homepage www.affoltern-am-albis.ch oder unter Telefon 044 762 56 32 erhältlich. Gegen diese Anordnung kann wegen Verletzung von Vorschriften über die politischen Rechte und ihre Ausübung innert 5 Tagen, von der Veröffentlichung an gerechnet, schriftlich Stimmrechtsrekurs beim Bezirksrat Affoltern, Im Grund 15, 8910 Affoltern am Albis, erhoben werden. Die Rekursschrift muss einen Antrag und dessen Begründung enthalten. Gemeinderat Affoltern am Albis
Knonau: Steuerfuss unverändert Der Voranschlag 2018 der politischen Gemeinde Knonau sieht einen Aufwandüberschuss in der Laufenden Rechnung von 544 000 Franken vor. Bei einem Aufwand von 12 191 300 Franken und einem Ertrag von 11 647 300 Franken (inkl. ordentliche Steuern) verbleibt ein Aufwandüberschuss von 544 000 Franken. Dieser wird dem Eigenkapital (8 829 922 Franken per 31.12.2018) entnommen. Im Verwaltungsvermögen sind Nettoinvestitionen von 3 691 200 Franken geplant. Der Steuerfuss bleibt unverändert bei 88 %. Die jährliche Finanz- und Aufgabenplanung hat ergeben, dass die Politische Gemeinde keine langfristigen Schulden ausweisen wird und sich das Nettovermögen zwar reduziert, aber sich immer noch innerhalb der Zielvorgaben bewegen wird. Die geplanten Investitionen sollten ohne die Aufnahme von Fremdkapital finanziert werden können. Gemeinderat Knonau
Ein Anbau für den Schulpsychologischen Dienst Delegiertenversammlung des Schulzweckverbandes Bezirk Affoltern in Maschwanden Die Delegierten haben am Donnerstag den Planungskredit für den Anbau des Schulpsychologischen Diensts und den Voranschlag 2018 genehmigt. Viel Wohlwollen war vonseiten der Delegierten für den Schulpsychologischen Dienst des Schulzweckverbandes zu spüren, der bezüglich Raumverhältnisse aus allen Nähten zu platzen droht. Die Abstimmung zum Projektierungskredit für einen Anbau auf der Südseite des Gebäudes, der Raum für zusätzliche Arbeitsplätze plus Besprechungs- und Nebenräume bieten soll, liess darüber keine Zweifel aufkommen. Die Kosten für das gesamte Bauvorhaben sind mit rund 200 000 Franken veranschlagt. Die Planungskosten im Betrag von 34 000 Franken, die 2018 anfallen, waren Gegenstand der Abstimmung. Sie sind im Voranschlag 2018 eingestellt. Der Anbau soll 2019 entstehen. Ab 2019 ist der Schulzweckverband nach Inkrafttreten des neuen Gemeindegesetzes und der Genehmi-
Der Raumbedarf des Schulpsychologischen Dienstes ist unbestritten. In Abhängigkeit von den stetig steigenden Schülerzahlen im Bezirk, nimmt auch die Anzahl an Aufträgen und der Umfang der Leistungen für die Verbandsgemeinden zu.
Zustimmung zum Voranschlag 2018
Schulpsychologischer Dienst: Die Delegierten des Ämtler Schulzweckverbandes haben 34 000 Franken für die Planung eines Anbaus bewilligt. (Bild zvg.) gung der Statutenrevision durch die Verbandsgemeinden vermögensfähig. Diese Situation wirkt für die Verbands-
gemeinden entlastend, da der Schulzweckverband in der Lage sein wird, Kredite verbandsextern zu beschaffen.
Mit Ausnahme des Planungskredits SPD enthält der Voranschlag 2018 keine besonderen Ausgaben. Die Delegierten folgten den Empfehlungen der RPK Wettswil und verabschiedeten die Vorlage ohne Gegenstimme. Seit Anfang November ist der neue Internetauftritt des Schulzweckverbands aufgeschaltet. Die zuständige Ressortleiterin und die Leiterinnen der Bereiche präsentierten die Struktur und den Inhalt der Website, auf der alle wichtigen Informationen über den SZV, die Heilpädagogische Schule, die Frühberatungsstelle, die Psychomotorik-Therapiestelle und den Schulpsychologischen Dienst zu finden sind. (CK) Weitere Infos unter www.schulzweckverband.ch.
Erneuerungswahlen der Gemeindebehörden Aus den Verhandlungen des Gemeinderates Bonstetten Der Gemeinderat Bonstetten hat mit Beschluss vom 16. Mai 2017 als Wahltermin (1. Wahlgang) für die Erneuerungswahlen der Gemeindebehörden für die Amtsdauer 2018 bis 2022 den Sonntag, 15. April 2018, und für einen allfälligen zweiten Wahlgang den Sonntag, 10. Juni, festgesetzt. ................................................... von gemeindeschreiber daniel nehmer Gemäss Artikel 6 der Gemeindeordnung (GO) der Politischen Gemeinde Bonstetten vom 1. Januar 2016 sind an der Urne zu wählen: 5 Mitglieder des Gemeinderates und davon dessen Präsident/-in; 5 Mitglieder der Primarschulpflege und davon dessen Präsident/-in; 5 Mitglieder der Rechnungsprüfungskommission und davon dessen Präsident/-in. Für die oben genannten Behörden gelten gemäss Artikel 7 GO die Bestimmungen des Gesetzes über die Politischen Rechte (GPR) zur stillen Wahl. Sind die Voraussetzungen für die stille Wahl nicht erfüllt, werden leere Wahlzettel verwendet. Den Wahlunterlagen
wird ein Beiblatt mit allen Kandidierenden in alphabetischer Reihenfolge beigelegt. Gemäss Artikel 10 der Gemeindeordnung der evangelisch-reformierten Kirchenpflege sind an der Urne zu wählen: 5 Mitglieder der evangelischrefomierten Kirchenpflege und davon dessen Präsident/-in. Die Kirchenpflege wird gemäss den Bestimmungen des GPR mit gedruckten Wahlvorschlägen gewählt. Übersteigt die Zahl der Wahlvorschläge diejenigen der zu besetzenden Stellen, werden leere Wahlzettel verwendet. Gemäss Art. 7 der GO der Sekundarschulgemeinde Bonstetten sind an der Urne zu wählen: 5 Mitglieder der Sekundarschulpflege und davon dessen Präsident/-in. Die Sekundarschulpflege wird gemäss den Bestimmungen des GPR mit gedruckten Wahlvorschlägen gewählt. Übersteigt die Zahl der Wahlvorschläge diejenigen der zu besetzenden Stellen, werden leere Wahlzettel verwendet.
Amtsantritte am 1. Juli 2018 Die 1. Publikation mit einer 40-tägigen Frist zur Einreichung der Wahlvorschläge erfolgt am Freitag, 1. Dezem-
ber 2017 im «Anzeiger». Die Wahlvorschlags-Formulare können über die Gemeindewebsite heruntergeladen oder bei der Abteilung Präsidiales, Gemeindehaus, bezogen werden (Details in der amtlichen Publikation). In Anwendung des durch den Kantonsrat Ende August 2017 verabschiedeten Gesetzes über die Politischen Rechte (GPR) erfolgt der Amtsantritt für den Gemeinderat, die Schulpflegen sowie die eigenständigen Kommissionen, die von den Stimmberechtigten gewählt werden (in Bonstetten zurzeit keine solche Kommission), neu einheitlich per 1. Juli 2018. Einzig für die Rechnungsprüfungskommission erfolgt der Amtsbeginn nach wie vor mit der Konstituierung, nachdem die Mehrheit der Mitglieder und das Präsidium rechtskräftig gewählt sind.
Baubewilligungen Der Gemeinderat genehmigte folgende Bauvorhaben im ordentlichen Verfahren: Job Erich und Giuseppina, Bonstetten, Baugesuch-Nr. 2017-0030; Überdachung und Einwandung Terrasse bei Wohnhaus Im Langacher 30; Grundstück-Nr. 2459. Rüegg Thomas, Bonstetten, Baugesuch-Nr. 2017-0032;
Erstellung Luft/Wasser-Wärmepumpe bei Buecheneggstrasse 16; Grundstück-Nr. 2348. Baubewilligungen im Anzeigeverfahren: Garcia José und Rützler Garcia Monika, Bonstetten, Baugesuch-Nr. 2017-0031; Stützmauer bei Strumbergstrasse 1, Grundstück-Nr. 2363. Gasser Ueli und Teresia, Bonstetten, Baugesuch-Nr. 2017-0034; Neugestaltung Gartenanlage mit Steinstelen; Grundstück-Nr. 3648.
Im Weiteren hat der Gemeinderat ... • die Abrechnung über die Ergänzung der Glasfaserleitung und der Benützung durch die IKA Sozialdienst Unteramt genehmigt; • die Abrechnung über die Erschliessung Kabelnetz FTTH Im Bruggen 22 bis 26 genehmigt; • für das Jagdrevier 23 einen neuen dritten Jagdaufseher in der Person von Jean-Marc Krähenmann, Mettmenstetten, genehmigt; • ein neues Benutzungsreglement für die Gemeindeliegenschaften genehmigt und die Gebühren neu festgesetzt. Eine entsprechende amtliche Publikation erfolgt in den nächsten Tagen im «Anzeiger».
Pfarrwahl für die Amtsdauer 2018 – 2024 I. Am 3. November 2017 ist der Beschluss der Kirchenpflege Hausen-Mettmenstetten mit dem Vorschlag zur Bestätigung des Pfarrers für die Amtsdauer 2018 bis 2024 amtlich veröffentlicht worden. Die gesetzliche Frist von 20 Tagen zur Einreichung des Begehrens um Durchführung der Bestätigungswahl an der Urne ist unbenützt abgelaufen. II. Die Kirchenpflege stellt fest, dass die stille Wahl zustande gekommen ist und erklärt für die Amtsdauer 2018 bis 2024 Pfarrer Angelo Saporiti als gewählt. III. Gegen diese Wahl kann wegen Verletzung von Vorschriften über die politischen Rechte und ihre Ausübung innert 5 Tagen, von der Veröffentlichung an gerechnet, schriftlich Rekurs in Stimmrechtssachen beim Bezirksrat Affoltern, Im Grund 15, Postfach, 8910 Affoltern am Albis, erhoben werden. Die Rekursschrift muss einen Antrag und dessen Begründung enthalten. IV. Veröffentlichung im amtlichen Publikationsorgan der Kirchgemeinde. V. Mitteilung an den Bezirksrat Affoltern, Im Grund 15, Postfach, 8910 Affoltern am Albis sowie an den Synodalrat der römisch-katholischen Körperschaft des Kantons Zürich und das Generalvikariat für die Kantone Zürich und Glarus. Mettmenstetten, 28. November 2017 Römisch-katholische Kirchenpflege Hausen-Mettmenstetten Der Präsident: Peter Hanke
Todesfälle Bonstetten Am 24. November 2017 ist in Affoltern am Albis ZH gestorben:
Gilli geb. Reif, «Frieda» geboren am 17. März 1926 von Kriens LU, wohnhaft gewesen an der Dorfstrasse 37, Bonstetten. Andacht: Friedhof Bodenfeld Bonstetten am Freitag, 1. Dezember 2017, um 14.00 Uhr. Trauergottesdienst: Reformierte Kirche Bonstetten am Freitag, 1. Dezember 2017, um 14.30 Uhr. Bestattungsamt Bonstetten
Hausen am Albis Am 14. November 2017 ist in Affoltern am Albis ZH gestorben:
Jezler, Paul geb. 1. Mai 1944, von Schaffhausen SH, wohnhaft gewesen in Hausen am Albis ZH. Die Beisetzung und Trauerfeier findet am Donnerstag, 30. November 2017, um 11.00 Uhr auf dem Friedhof Hausen am Albis statt. Bestattungsamt Hausen am Albis
Erneuerungswahlen für die Amtsdauer 2018–2022 7 Mitglieder und das Präsidium des Stadtrates sowie das Präsidium der Primarschulpflege 6 Mitglieder der Primarschulpflege 5 Mitglieder und das Präsidium der Rechnungsprüfungskommission 5 Mitglieder und das Präsidium der Sekundarschulpflege Die Wahlvorsteherschaft hat den ersten Wahlgang für die Erneuerungswahl des Stadtrates, der Primarschulpflege, der Rechnungsprüfungskommission und der Sekundarschulpflege Af-foltern am Albis/Aeugst am Albis für die Amtsdauer 2018 - 2022 festgesetzt auf: Sonntag, 15. April 2018 Wählbar ist jede stimmberechtigte Person, welche in der Politischen Gemeinde Affoltern am Albis Wohnsitz (resp. für die Sekundarschulpflege Aeugst am Albis und Affoltern am Albis) hat. In Anwendung der Gemeindeordnungen werden leere Wahlzettel verwendet. Den Wahlunterlagen wird ein Beiblatt beigelegt, auf dem die Personen aufgeführt werden, die öffentlich zur Wahl vorgeschlagen sind. Stimmberechtigte, die auf dem Beiblatt aufgeführt sein möchten, haben sich bis spätestens Montag, 8. Januar 2018 bei der Gemeindeverwaltung Affoltern am Albis schriftlich mit folgenden Angaben zu melden:
Wonach du sehnlich ausgeschaut, Es wurde dir beschieden. Du triumphierst und jubelst laut: «Jetzt hab ich endlich Frieden!» Wilhelm Busch
ABSCHIED In Liebe und Dankbarkeit nehmen wir Abschied von meinem lieben Ehemann, unserem Vater, Schwiegervater und Grossvater
Ulrich Rudolf Zürcher 24. Juni 1931– 22. November 2017
Er wurde von seinen Altersbeschwerden erlöst und durfte ruhig und friedlich einschlafen.
Namen, Vornamen, Geschlecht, Geburtsdatum, Beruf, Adresse und Heimatort. Zudem können der Rufname, die Parteizugehörigkeit und der Hinweis, ob die vorgeschlagene Person dem Organ schon bisher angehört hat, angegeben werden.
In stiller Trauer Monika Zürcher-Frey Elisabeth und Dani Steiner-Zürcher mit Cara Hans und Regula Zürcher-Baer mit Alina und Seraina
Formulare sind auf der Homepage www.affoltern-am-albis.ch oder unter der Telefonnummer 044 762 56 32 erhältlich.
Abschiedsfeier am Dienstag, 5. Dezember 2017, 14.00 Uhr in der reformierten Kirche Kappel am Albis
Anstatt Blumen zu spenden, gedenke man Ärzte ohne Grenzen Postkonto 12-100-2
Traueradresse: Monika Zürcher-Frey, Eschenrain 13, 6312 Steinhausen
Zweimal Ja zum Schul-Ersatzbau in Ebertswil Abstimmung vom Sonntag, 26. November, in Hausen: Beide Vorlagen zum Ersatzneubau eines Doppelkindergartens mit Schulzimmer wurden angenommen. Die Hausemer Stimmberechtigten haben die Vorlagen zum Ersatzneubau eines Doppelkindergartens mit Schulzimmer in Ebertswil sowie das «Ökopaket» (Zusatzantrag) in der Urnenabstimmung vom 26. November deutlich angenommen. Für den Hauptantrag stimmten 642 Stimmberechtigte, dagegen 199 Stimmberechtigte (5 Leerstimmen), der Zusatzantrag wurde mit 591 Ja zu 243 Nein (11 Leerstimmen; 1 ungültig) angenommen. Die Stimmbeteiligung betrug 34,2 %. Er habe sich riesig über das positive Abstimmungsresultat gefreut, so Hans Amberg, Präsident der Primarschulpflege Hausen. «Das neue Gebäude für den Kindergarten und die Primarschule in Ebertswil ermöglichen uns, den Kindern von Ebertswil eine tolle Lernstätte anzubieten, welche eine moderne Infrastruktur und gute Voraussetzungen für Spiel, Spass und Lernen bieten wird. Gleichzeitig werden viele Abläufe im alltäglichen Schulbetrieb vereinfacht und dadurch ein noch angenehmeres Arbeits- und Schulklima geschaffen.» Baubeginn ist im April 2018. Dann wird das 3-Mio.-Franken-Gebäude Schritt für Schritt physisch sichtbar und ab August 2019 erlebbar. (pd./tst.)
Der Kindergarten Zwillikon wird saniert Mit 1464 Ja- zu 384 Nein-Stimmen haben die Affoltemer die Gesamtsanierung des Kindergartens Zwillikon für 2,5 Mio. Franken deutlich angenommen. Dabei blieb die Stimmbeteiligung mit 26,22 % wie erwartet tief. Schliesslich war die kaum infrage gestellte Sanierung das einzige Geschäft. Die Gesamtsanierung soll bereits im Januar starten. Vor Beginn des Schuljahres 2018/19 sollen die Arbeiten abgeschlossen sein. Die Zwilliker Kindergärtler kommen in der Zwischenzeit im «Tägerstein», Affoltern unter. (tst.)
Vermisster dank Polizeihelikopter gerettet Die Besatzung des Helikopters der Kantonspolizei Zürich hat am Freitagnachmittag, 24. November, einen vermissten Mann in einem Waldgebiet im Sihltal unterkühlt gefunden. Gegen 14 Uhr meldeten Angehörige ihren 80-jährigen Vater als vermisst. Gemäss seinen Angaben wollte er einen Waldspaziergang im Bezirk Affoltern oder im Sihltal unternehmen. Während Angehörige, ein Personensuchhund und mehrere Patrouillen der Kantonspolizei Zürich und der Kommunalpolizei nach dem Vermissten an verschiedenen Orten suchten, wurde auch der Polizeihelikopter eingesetzt. Mittels der Wärmebildkamera konnte gegen 17 Uhr der unterkühlte Mann in einem Waldstück bei Sihlbrugg gefunden werden. Sanitäter brachten den Mann mit einem Rettungswagen ins Spital. (pd.)
«Wir wollen wissen: wie steht die Bevölkerung zum Spital?» Bonstetten und Hedingen stimmen über Spital-Austritt ab – der «Anzeiger» fragte nach In Bonstetten und Hedingen entscheiden die Stimmberechtigten im März an der Urne über einen Austritt aus dem Spital-Zweckverband. Der «Anzeiger» hat die beiden Gemeindepräsidenten zu ihren Beweggründen befragt. Noch tragen alle Ämtler Gemeinden das Spital Affoltern mit. Das könnte sich schon bald ändern. Die Gemeinderäte von sieben der 14 Ämtler Gemeinden wollen sich aus dem Akutspital zurückziehen. Den ersten Schritt machen nun Bonstetten und Hedingen. Dass sie dies gleichzeitig tun, sei allerdings nicht abgesprochen, so die Gemeindepräsidenten Frank Rutishauser und Bertram Thurnherr, «aber die Argumente sind dieselben.» Was beide betonen: Die Gesundheitsversorgung bleibe gewährleistet – unabhängig vom Abstimmungsergebnis in ihren Gemeinden und der Zukunft des Spitals Affoltern. «Anzeiger»: Die Hälfte der Ämtler Gemeinderäte will sich künftig nicht mehr am Akutspital beteiligen. Über einen Austritt aus dem Spitalzweckverband stimmen im März nur Bonstetten und Hedingen ab. Weshalb? Frank Rutishauser (FR): Das Akutspital ist keine Gemeindeaufgabe. Wir haben in diesem Bereich auch Null Einflussmöglichkeiten. Der Kanton befiehlt. Bertram Thurnherr (BT): Mit dem geplanten Gesundheitszentrum und den damit verbundenen gewaltigen Investitionen sowie den erheblichen Verlusten in der Übergangszeit liegt jetzt die Vorlage der Betriebskommission (BK) auf dem Tisch. Das Spital budgetiert aktuell ein Minus von knapp 2 Mio. Franken. Ob der Verlust effektiv nicht noch grösser wird, ist offen. Das sind Risiken, die auf die Gemeinde zukommen. Das Eigenkapital ist irgendwann aufgebraucht und dann haften die Gemeinden. Unsere Pflicht als Finanzvorstand ist es, vor diesen Risiken zu warnen. ...............................................................
«Alle sollten froh sein, von zwei Gemeinden Feedback zu bekommen.» ............................................................... Im Juni soll bezirksweit zur Spital-Zukunft abgestimmt werden. Weshalb warten Sie das nicht ab? BT: Ich bin nicht überzeugt, dass diese Abstimmung dann tatsächlich stattfindet. Und auch wenn: Für eine Änderung braucht es Einstimmigkeit. Bis zu einem möglichen Austritt dauert es noch fast drei Jahre. So lange können wir auch an allen Abstimmungen mitmachen. FR: Bonstetten hat bereits 2013 der Auflösung des Zweckverbands zugestimmt, die Gründung einer Aktiengesellschaft aber abgelehnt. Nun wollen wir wirklich wissen: wie steht die Bevölkerung zum Spital? Das Resultat wird dem Gemeinderat Sicherheit geben für die Abstimmungsempfehlung zur Bezirksabstimmung. BT: Seit Jahr und Tag sind die Entscheidungsträger am Werweissen, was die Bevölkerung will, aber befragt wurde sie nie. Ich will es wissen, damit wir als Gemeinderat richtig operieren können. Eigentlich sollten alle froh sein, von zwei unterschiedlichen Gemeinden Feedback zu bekommen. Ich befürchte, die Ungewissheit hält über den Juni hinaus an – und dann stehen wir vor einem Scherbenhaufen. Wir haben einen Pflock einge-
dingungen wurden durch den Gesetzgeber völlig neu gestaltet. Als Gemeinde müssen wir die Energie in die Langzeitpflege investieren. Und da fehlt die Solidarität komplett: Über Pflege spricht nur Affoltern.
Frank Rutishauser, Gemeindepräsident Bonstetten.
Bertram Thurnherr, Gemeindepräsident Hedingen. (Archivbilder)
schlagen, um im «Worst Case» ein klares Ende zu haben. FR: Wenn im Sommer die Abstimmung scheitert, wird das komplexe Thema zum ersten Geschäft für die neu konstituierten Gemeinderäte. Es ist nicht so fair, von diesen dann einen Entscheid über die Beteiligung im Zweckverband Spital zu erwarten.
FR: Die Beteiligungen müssen wir abschreiben. Investitionen würden zusätzliche Steuerprozente kosten. Mehr Angst machen mir die Betriebsdefizite. Die sind ein riesiges Problem. Bei einem 70-Mio.-Betrieb sollte man kurzfristig Massnahmen zur Sanierung erwarten können. BT: Was in dieser Konstellation vergessen geht: Die Gemeinden bezahlen die Spital-Verluste doppelt. Sie müssen Defizite übernehmen und ihre Beteiligungen abschreiben. Die Hälfte der Gemeinderäte, die nicht mehr mitmachen wollen, repräsentieren 60 % der Bevölkerung im Knonauer Amt … FR: … und ¾ des Spital-Eigenkapitals.
Wie ist der Gemeinderats-Entscheid zum Austritts-Antrag zustande gekommen? FR: Wir haben im Gemeinderat stundenlange Diskussionen geführt – schon länger, aber im Strategieprozess noch intensiver. Im August hat die BK zum «Strategie-Workshop» eingeladen. Mitwirkung war da aber nicht gefragt: die BK hatte ihre Strategie bereits festgelegt. Da hat es mir «den Nuggi rausgehauen». Weil unsere Mitarbeit nicht erwünscht war, mussten wir als Träger halt eine eigene Strategie festlegen. Dass wir nun gleichzeitig mit Hedingen entscheiden werden, ist ein Zufall. Wir hatten schon für den 26. November 2017 eine Urnenabstimmung geplant. Die Verschiebung auf 2018 ist rechtlichen Unsicherheiten geschuldet. BT: Unsere erste Idee war, das Geschäft an der Gemeindeversammlung vom 7. Dezember zu erledigen. Wegen des Risikos eines Referendums haben wir uns dann für eine Vorberatung jetzt und Abstimmung im März entschieden. Das gibt den Leuten Zeit und die ist wichtig für den Meinungsbildungsprozess. Durch den eigenen Weg sind wir selber Taktgeber und kommen nicht in eine Hetz-Situation. Ist der Entscheid ein MisstrauensVotum an die Spital-Mitarbeitenden? FR: Die Kritik am Spital Affoltern hat nichts mit den Leistungen der Mediziner oder der Mitarbeitenden in der Pflege zu tun. Diese machen wunderbare Arbeit! Der Spitalzweckverband funktioniert nicht. Die Führung ist unfähig. BT: Sechs Jahre suboptimales Wirtschaften haben Spuren hinterlassen. Der Weggang von Dr. Kunz war bedauerlich aber verständlich. Es hat ihn nicht mehr viel gehalten. ...............................................................
«Die Gemeinden bezahlen die Spital-Verluste doppelt. Sie müssen Defizite übernehmen und ihre Beteiligungen abschreiben.» ............................................................... Hedingen ist mit 2,7 Mio. Franken am Spital beteiligt, für Bonstetten sind es 3,7 Mio. Ist das Geld bei einem Austritt verloren?
Was passiert, wenn Bonstetten und Hedingen Ja sagen zum Austritt? FR: Das Spital Affoltern wäre dadurch nicht gefährdet. Es gibt im Kanton genügend Beispiele, wo nicht alle Gemeinden die Bezirksspitäler mittragen. BT: Veränderungen sind nicht nur eine Bedrohung, sie können auch eine Chance sein. Das Regionalspital als solches hat keine Daseinsberechtigung mehr. Die Wege sind kürzer geworden. Wer heute einen Unfall hat und die 144 wählt, kommt nicht unbedingt in das Spital Affoltern. Der Rettungsdienst ist nicht mehr Zubringer zum eigenen Spital, sondern bringt die Patienten dorthin, wo sie medizinisch am besten versorgt werden können. ...............................................................
«Bonstetten bewies seine Solidarität in der Flüchtlingsfrage.» ............................................................... Die Bonstetter und Hedinger bekämen am Spital Affoltern nach wie vor die gleiche Leistung, allerdings ohne sich an finanziellem Risiko zu beteiligen – mangelt es Ihnen an Solidarität? FR: Solidarität ist immer mit Erwartungen verbunden und keine Einbahnstrasse. Bonstetten hat seine Solidarität in der Flüchtlingsfrage bewiesen. Der Vorwurf ist eine grosse Enttäuschung. Wir wurden gar nicht gefragt zur Strategie. Die BK hat mit einer Beratungsfirma entschieden. BT: Missstände lassen sich nicht zupflastern mit Solidarität. Im Sozialdienst haben wir unterschiedliche, aber gesamthaft gute Lösungen gefunden, gewissermassen ein Patchwork, dies entspricht dem Zeitgeist. Die Solidarität ist ein Geben und Nehmen, sie wird leider oft dann angesprochen, wenn die Argumente ausgehen. FR: Das ist nicht das Projekt, um Solidarität zu beweisen. Die Rahmenbe-
Sie kennen die eigene Gemeinde am besten: Was für ein Abstimmungsresultat erwarten Sie im März? FR: Ich hoffe, dass die Stimmberechtigten Vertrauen haben und dem Antrag des Gemeinderates folgen. Ich stütze mich auch auf das Abstimmungsergebnis von 2013 (Bonstetten sagte damals Ja zum Austritt aus dem Zweckverband, aber nein zur AG, Anm. d. Red.). Das wird sich aber nicht 1:1 wiederholen, weil wir eine hohe Fluktuation haben. Ich rechne mit einem knappen Entscheid. Auch wenn die Zuzüger mehr Zürich-orientiert sind: Die angestammte Bevölkerung hängt an ihrem Spital. Am Schluss wird es auch ein Bauchentscheid sein. BT: Wenn die Diskussion auf einem vernünftigen Niveau läuft, dann haben wir etwas Sinnvolles gemacht. Das Resultat wird knapp sein, aber das Wichtigste ist, dass die Diskussion läuft. ...............................................................
«Das Spital Affoltern sollte auf seine Stärken aufbauen und sich vom Rest trennen.» ............................................................... Wo sehen Sie fürs Spital Affoltern eine Zukunft? BT: Nicht in der Chirurgie. Die wird kaum aus den roten Zahlen kommen. Eingriffe müssen immer mehr ambulant durchgeführt werden. Von den Fallzahlen her ist das kleine Spital Affoltern in einer schwierigen Situation. Erschwerend kommen neue Auflagen dazu. Das Spital Affoltern sollte auf seine Stärken aufbauen und sich vom Rest trennen: Die Geriatrie rentiert. Palliative Care hat über die Kantonsgrenzen hinaus hohe Anerkennung. Weiter könnte man sich als Burn-OutRehabilitationsklinik mit Unterstützung der Psychiatrie positionieren. Dieser Weg hätte eine echte Chance. So liessen sich nicht alle Arbeitsplätze erhalten, aber ein substanzieller Teil. Und es liessen sich Synergien nutzen mit der Langzeitpflege. Ehemalige Akutspitäler wie Brugg und Grenchen haben auch neue Lösungen gefunden. FR: Dort stehen wir als Gemeinden in der Pflicht. Das Akutspital ist nicht Gemeindeaufgabe. Die Gemeinden haben auch nicht die Kapazität, das zu managen. Eine mögliche Zukunft wären Gemeinschaftspraxen als TriageStellen in den Gemeinden. Interview: Thomas Stöckli
Das weitere Vorgehen Hedingen wird den Antrag Austritt aus dem Spitalzweckverband an der Gemeindeversammlung vom 7. Dezember offiziell vorberaten. In Bonstetten ist am 5. Dezember eine Information nach den offiziellen Traktanden geplant. Vor der Urnenabstimmung vom 4. März 2018 findet in beiden Gemeinden zudem noch je eine Informationsveranstaltung statt, in Hedingen am 18., in Bonstetten am 30. Januar. (tst.)
Für alle, die in Gott verbunden, gibt es keinen Abschied
Am vergangenen Freitag ist unsere liebe Mutter, Schwiegermutter und unser liebes Grossmami
Frieda Gilli-Reif
Werner Oertle HERZLICHEN DANK
17. März 1926 – 24. November 2017
nach einem erfüllten Leben friedlich eingeschlafen. Wir sind traurig, aber auch dankbar für all die schönen Jahre, die wir mit ihr verbringen durften. In liebevoller Erinnerung Heidy und Roger Mella-Gilli mit Valeria und Adrian Rüedi Heinz und Gertrud Gilli mit Leonard Werner und Franziska Gilli mit Fabienne und Dominique Die Trauerfeier findet am Freitag, 1. Dezember 2017, um 14.30 Uhr in der reformierten Kirche Bonstetten statt. Andacht auf dem Friedhof Bodenfeld um 14.00 Uhr. Anstelle von Blumen gedenke man der Schweizer Berghilfe, 8134 Adliswil, Postkonto 80-32443-2, IBAN CH44 0900 0000 8003 2443 2, Vermerk: Todesfall Frieda Gilli. Traueradresse: W. Gilli, Im Haldenächer 15, 8907 Wettswil In der Gemeinde werden keine Leidzirkulare versandt.
für die grosse Anteilnahme, für all die liebevollen Umarmungen und tröstenden Worte, für die Blumen, Karten und Geldspenden, der Onkologie Affoltern am Albis und Triemli, der Palliativstation Villa Sonnenberg Affoltern am Albis, Pfarrer Urs Heiniger und all den Menschen, die Werni in der letzten, schweren Zeit und bei seinem Abschied begleitet haben.
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Ohne dich Zwei Worte, so leicht zu sagen und doch so endlos zu ertragen.
Traurig nehmen wir Abschied von meinem lieben Ehemann und meinem geliebten Vater
Peter Winter 10. Oktober 1951 – 27. November 2017
Wir danken dir für all die wunderschönen Momente, die wir mit dir erleben durften. Wir werden dich sehr vermissen, aber du wirst immer in unseren Herzen bleiben. Heidi Winter Lea und Beat Illi Verwandte und Freunde Die Urnenbeisetzung findet am Freitag, 1. Dezember 2017, um 14.00 Uhr auf dem Friedhof in Affoltern am Albis statt. Anschliessend Abdankung in der Friedhofskapelle. Traueradresse: Heidi Winter, Ottenbacherstrasse 26, 8909 Zwillikon
Stallikon im November 2017
Fünfprozentige Steuersenkung in Kappel Gemeindeversammlung folgt allen Anträgen der Vorsteherschaften Mit dem Segen der Gemeindeversammlung nutzt der Kappeler Gemeinderat den Wechsel zur neuen Rechnungslegung HRM2 für zusätzliche Abschreibungen auf das Verwaltungsvermögen und um mit Altlasten abzuschliessen. Trotz eines mutmasslichen Defizits von 1,138 Mio. Franken werden die Steuern um fünf auf 85 Prozent (inkl. Primarschule) gesenkt. ................................................... von martin platter 59 Anwesende, davon 56 stimmberechtigt, konnte Gemeindepräsident Kurt Bär am Freitagabend im kleinen Mühlesaal in Kappel zur Budgetversammlung begrüssen. Der Voranschlag 2018, und als integraler Bestandteil die Festsetzung des Steuer-
fusses fürs kommende Jahr, wurde denn auch gleich zu Beginn behandelt. Der Gemeinderat rechnet mit einem mutmasslichen Aufwand von 8,751 Mio. Franken und einem Ertrag von 5,403 Mio. Franken. Zur Deckung der Differenz schlägt er einen Steuerfuss von 85 Prozent (inkl. Primarschule) vor, wodurch ein Ertrag von 2,21 Mio. zusammenkäme. Die verbleibenden 1,138 Mio. Franken Defizit sollen dem Eigenkapital abgezogen werden, das damit auf 8,695 Mio. Franken sinkt. «Erfreuliche Zahlen. Wir vermögen trotz Schulhausneubau die Steuern zu senken», befand Bär. Das voraussichtliche Defizit zulasten des Eigenkapitals sieht der Kappeler Gemeindepräsident als Vorsichtsmassnahme, damit die Gemeinde von Kanton nicht für ein zu hohes Eigenkapital «bestraft» werden könne. Deshalb werde im Hinblick auf HRM2, das per 1. Januar 2019 eingeführt wird, das gesamte Verwaltungsvermögen abge-
Umstrittener Planungskredit An der Versammlung der reformierten Kirchgemeinde Kappels, die im Vorfeld der Gemeindeversammlung stattfand, folgte die Mehrheit allen Anträgen der Kirchenpflege. Das Budget 2018 sieht bei gleichbleibendem Steuerfuss von 14 Prozent einen mutmasslichen Ertrag von 253 100 Franken ein Defizit von 614 Franken vor. Eine längere Diskussion entstand wegen eines beantragten Kredits in Höhe von 80 000 Franken. Für diesen Betrag möchte die von Ueli Buri präsidierte Kirchenpflege zuerst eine Machbarkeitsstudie über die künftige Nutzung des Pfarrhauses ausarbeiten lassen. Kostenpunkt: 25 000 Franken. Wird die Machbarkeitsstudie an der Kirchgemeindeversammlung vom 1. Juni 2018 gutgeheissen, würden weitere 55 000 Franken für ein Nutzungsund Planungskonzept für das Pfarrhaus ausgelöst.
Die Rechnungsprüfungskommission (RPK) unter dem Präsidium von Bea Wüest empfahl, den ersten Teil des Kredits zu befürworten, den zweiten aber abzulehnen. Beide Kreditanträge seien zwar generell wenig substanziell begründet. Die RPK anerkenne jedoch die Planungsnotwendigkeit und erachte die Kosten für die Machbarkeitsstudie (25 000 Franken) als knapp vertretbar. 55 000 Franken für ein blosses Nutzungsund Planungskonzept seien jedoch ein zu hoher Betrag in Anbetracht der ungewissen Zukunft der Kappeler Kirchgemeinde und des Zeitpunkts des Antrags. Derzeit sei es unklar, ob mit der Kirchgemeinde Plus noch ein Pfarrhaus in Kappel benötigt werde. Es sei nicht sinnvoll, teure Planung voranzutreiben, die später von einer anderen Kirchenpflege womöglich nicht mehr getragen werde. In der Abstimmung wurde die Vorlage der Kirchenpflege dennoch angenommen mit zwölf zu zehn Stimmen bei acht Enthaltungen. (map.)
«Starte!» neu lanciert
Gebäude energetisch modernisieren Erneuerungsbedürftige Fassade, Dach oder Fenster, eine alte Heizung oder der Wunsch, Energie selber zu produzieren: Es gibt viele Gründe, um ein Gebäude energetisch zu modernisieren. Das Unterstützungsprogramm «starte!» hilft Hausbesitzern mit Informationen und Beratungen. Im Kanton Zürich stehen rund 100 000 Häuser, die mit einfachen Massnahmen energetisch verbessert werden könnten. Um das Potenzial für die Modernisierung des Gebäudeparks besser auszuschöpfen, hat die Baudirektion zusammen mit den Elektrizitätswerken des Kantons Zürich und der Zürcher Kantonalbank bereits 2013 das Programm «starte!» lanciert. Seither wurden rund 50 Informationsveranstaltungen erfolgreich durchgeführt. Neben diesen kostenlosen Informationsveranstaltungen umfasst das Programm «starte!» individuelle Energieberatungen, die interessierte Hauseigentümerinnen und Hauseigentümer in Anspruch nehmen können. Diese vergünstigt angebotenen Beratungen fokussieren auf den Heizungsersatz, die Nutzung von Solarenergie
sowie die Finanzierungsthematik. Ausserdem kann dank GEAK® Plus (Gebäudeausweis der Kantone) ein umfassender Beratungsbericht eingeholt werden, der durch die Priorisierung möglicher Massnahmen für eine Gebäudemodernisierung als Entscheidungshilfe dient. Das erfolgreiche Programm wurde 2017 aufgefrischt und neu konzipiert. So ist mit www.starte-zh.ch ein neuer Internetauftritt entstanden, der alle relevanten Themen, Inhalte und Dokumente zur energetisch sinnvollen Gebäudemodernisierung vereint. Auch die Informationsveranstaltungen wurden lebendiger gestaltet. Neu werden die grundlegenden Informationen und Hintergründe mithilfe von Kurzfilmen anschaulich und verständlich erklärt. Ausserdem zeigen Fachexperten bei einem Themenpodium die Vorteile einer energetischen Modernisierung von Wohnbauten und eine optimale Vorgehensweise auf. Vor und nach dem Informationsteil präsentieren sich wieder verschiedene Fachpartner aus der Gebäude- und Energiebranche im Rahmen einer Ausstellung. (pd.) «starte!» Info-Veranstaltung am 30. November, 18.15 Uhr, Brunnmatt, Obfelden. www.starte-zh.ch.
schrieben und das Eigenkapital reduziert. In ihrem Abschied stellte sich die Rechnungsprüfungskommission hinter das Vorgehen. RPK-Präsident Christoph Ackermann sagte, dass die Steuerfussentwicklung in Anbetracht der Steuerkraftentwicklung gerechtfertigt sei. Budget und Steuerfuss wurden darauf bei einer Enthaltung einstimmig angenommen.
Holzschnitzelheizung abgeschrieben Ebenso der Erlass einer kommunalen Gebührenverordnung, die dem Souverän wegen der Totalrevision der Gemeindeordnung vorgelegt werden muss. Sie sieht keine Änderungen der Gebühren vor, stellte auch die RPK fest. Mehr zu reden gab die Auflösung der «Wärmeverbund Tömlimatten GmbH», was dazu führen wird, dass die Holzschnitzelheizung im gleichnamigen Primarschulhaus wieder ohne aufwändigen GmbH-Status der Gemeinde gehört. Gemäss Bär wurde die Vorlage möglich, da die drei benachbarten Liegenschaften, die von der GmbH Wärme bezogen, abgehängt werden konnten. Der im Juli 2009 gegründete Wärmeverbund habe in der Vergangenheit nie kostendeckend gearbeitet. Als die Gemeinde die Energiepreise entsprechend anpasste, hätten sich die Liegenschaftenbesitzer neu orientiert. Bezüglich Finanzierung erklärte Bär, die Politische Gemeinde habe die Heizung in den letzten beiden Jahren abgeschrieben. Diese Abschreibung wurde reaktiviert, um sie erneut zu null abzuschrieben. Eine Votantin wollte wissen, wie hoch denn nun der Verlust für die Gemeinde sei. Kurt Bär bezifferte den Betrag auf die Höhe der seinerzeit gewährten Darlehen (488470 Franken) an die Primarschulgemeinde als Heizungsbetreiberin, die inzwischen mit der Politischen Gemeinde fusioniert ist. Die RPK hiess das Vorgehen des Gemeinderates gut, worauf auch die Gemeindeversammlung dem Antrag grossmehrheitlich zustimmte. Die abschliessende Totalrevision der Statuten des Schulzweckverbands, vorgestellt durch Schulpräsident und Gemeinderat Markus Kunz, lösten wiederum keine Reaktionen,
sondern breite Zustimmung aus. Auch diese Revision wurde durch das neue Gemeindegesetz ausgelöst, das am 1. Januar 2018 in Kraft tritt. Nach einer Stunde konnte Bär den offiziellen Teil der Gemeindeversammlung beenden.
Tacheles bezüglich Bezirksspital Im anschliessenden Informationsblock entwickelte sich eine interessante Diskussion zum Bezirksspital. Eine Votantin wollte wissen, wie der Kappeler Gemeinderat zum Affoltemer Spital stehe. «Ein schwieriges Thema, das abendfüllend ist. Wenn das Bezirksspital konkurrenzfähig bleiben will, müssten im Akutbereich weitere 120 bis 170 Mio. investiert werden», erklärte Kurt Bär. Der Kanton schreibe Fallzahlen vor, damit entsprechende Operationen noch durchgeführt werden dürfen. Im Juni 2018 werde sich die Bevölkerung zum Bezirksspital und dem Investitionsvolumen äussern können. Leider hätten mit Hedingen und Bonstetten bereits zwei Gemeinden den Austritt aus dem Spitalzweckverband zur Disposition gestellt, was sich bei einer allfälligen Annahme bezüglich Kosten negativ auf die im Zweckverband verbleibenden Gemeinden auswirken dürfte. Bär mahnte die Anwesenden, die Spitalfrage nicht emotional, sondern rational anzugehen: «Wir sind nahe an den Spitälern in Baar, Muri und Zürich (Triemli), die bereits massiv investiert haben. Möchten wir im Bedarfsfall nicht alle mit der mordernsten Infrastruktur und geübten Chirurgenteams operiert werden?» Es gebe in Affoltern aber durchaus Abteilungen, die gewinnbringend arbeiteten. Bär nannte die Palliativ- und die Langzeitpflegeabteilungen. «Wir hoffen, dass es das Spital in Zukunft noch geben wird. Es könnte aber auch sein, dass abgebaut werden muss», so Bär. Wichtig sei eine positive Grundstimmung gegenüber dem Spital, damit die Spitzenkräfte in Affoltern blieben. Damit gab sich die Votantin nicht zufrieden und wiederholte ihre Frage. Worauf Kurt Bär noch konkreter wurde: «Wir können uns das Akutspital künftig vermutlich nicht mehr in der heutigen Form leisten. Je mehr aus dem Spitalzweckver-
band austreten, desto teurer wird es für die Verbleibenden.» Ein Votant wollte wissen, wie sich die Sachlage mit Beteiligung von privaten Investoren ändern würde. Bär sagte: «Es kommt auf die Rechtsform an.» Ein Abriss der gesamten Liegenschaft, die auf 40 000 Quadratmeter Bauland an schönster Hanglage stehe, könnte für die Gemeinden interessant werden. Allerdings sei es auch Sache der Gemeinde, für die Alters- und Langzeitpflege aufzukommen. Deshalb sei eine nachhaltige Lösung mit dem Bezirksspital anzustreben. Ein Votant wollte wissen, wie es um die Wertschöpfung des Spitals stehe. Bär räumte ein: «Mit 600 Arbeitsplätzen ist das Spital ein wichtiger Arbeitgeber im Bezirk.»
Kalte Dusche und wildes Parkieren Ein Mann beklagte sich, dass nach dem Training derzeit im Schulhaus nur kalt geduscht werden könne. Gemeinderätin Heidi Hui wird sich darum kümmern. Ein Votant ärgerte sich darüber, dass die Leute ihre Autos in der Kurve vor der alten Sennerei in Kappel (beim Rest. Adler) auf der Strasse parkierten. Kurt Bär will das mit der Wirtin regeln, denn das sei eine Gemeindestrasse. Ausserdem soll eine Tafel darauf hinweisen, dass die angrenzenden beiden Parkplätze nur für die Friedhofsbesucher vorgesehen sind. Ein Anwohner ärgerte sich über schwarzen Rauch aus dem Kamin der Holzschnitzelheizung im Primarschulhaus. Kurt Bär: «Wir sind am Überlegen, ob die Heizung ersetzt werden soll, denn sie ist eigentlich zu gross dimensioniert. Das Warmwasser sollen künftig in den Sommermonaten Solarzellen liefern.» Zum Abschluss bedankte sich Bär bei den Gemeindeverwaltungsangestellten und lobte: «Wir haben eine der günstigsten Gemeindeverwaltungen im kantonalen Vergleich.» Er ermunterte die Anwesenden, sich für eines der frei werdenden Ämter zu bewerben. Zurücktreten werden Ende Legislatur drei Gemeinderäte, der Schulpräsident (der auch Gemeinderat ist), der Präsident der reformierten Kirchgemeinde und vier RPK-Mitglieder.
Mal jünger, mal älter
Gedanken von Erich Rüfenacht zur Relativität des Alters
enn man auch längst aus dem Kantonsrat ausgeschieden ist, erhält man als Ehemaliger alle zwei Jahre eine Einladung für ein Treffen, das heuer Ende Oktober im Casino in Winterthur stattfand. Rund 150 alt Kantonsrätinnen und -räte fanden sich zu diesem Anlass ein. Dort gehörte ich zusammen mit zwei weiteren noch älteren Herren tatsächlich zu den Einzigen, die bereits 1967 in den Kantonsrat eingezogen waren. Fazit für mich: «Amtsalt» ja, aber nicht der älteste Anwesende an Jahrringen. Von der teilnehmenden Delegation aus unserem Bezirk überholte mich altersmässig Ernst Jud (er feierte letztes Jahr einen Runden), während Jean-Jacques Bertschi, Hans Peter Häring, Lisette Müller-Jaag, Charles Spillmann und natürlich erst recht John Appenzeller zu den Junioralt-Räten zählten. Der Vollständigkeit halber sei erwähnt, dass alle zur Schonung der Staatsfinanzen selber einen Obolus an die Kosten des Anlasses beisteuerten. 60 Jahre sind es her, seit sich meine KV-Klasse am Ende unserer Lehrzeit aus dem ehrwürdigen ehemaligen Schulhaus am Pelikanplatz in Zürich verabschiedet hat. Doch jährlich im
November treffen wir uns in der «Öpfelchammer», der seinerzeitigen Stammbeiz des legendären Staatsschreibers Gottfried Keller, um von alten Zeiten zu schwärmen. Besonders erfreulich für mich, dass ich mit Jahrgang 1939 an diesem Anlass stets der Jüngste bin. Denn alle meine Klassenkamerädli haben Jahrgang 1938 oder 1937. Vor gut zehn Jahren stiessen meine Frau und ich zu einer wöchentlichen Kaffeerunde. Auch zwei vitale Neunziger zählen dazu. Der «Hauptharst» unserer Gruppe ist gut 80-jährig und meine Frau und ich sind wegen fehlenden Nachwuchses immer noch die Junioren beim jeweiligen Treffen im Kafi Mättmi. An anderen Anlässen im nun zu Ende gehenden Jahr zählte ich mit meinen bald 79 Lenzen natürlich immer zur älteren Garde, sei es auf den Velotouren der Mettmenstetter Senioren, in der Badi, in der Männerriege Hausen oder im letzten Winter auf der Skipiste in Obersaxen. Aber trotzdem bereiten mir solche Aktivitäten, altersgerecht ausgeübt, immer wieder Freude. Aufmunternd fand ich die guten Wünsche der Praxishilfe bei meinem
Hausarzt anlässlich der kürzlichen Grippe-Impfung. Sie wünschte mir einen grippe- und sturzfreien Winter. C’est la vie, effektiv wird man wie alle anderen auf dieser Welt ab Geburt immer älter. Das merkt man übrigens auch daran, wenn die älteste Enkelin nächstes Jahr bereits 30-jährig wird. Aber in gewissen Momenten darf man sich manchmal auch etwas jünger fühlen, denn Glaube macht doch selig – oder etwa nicht? Erich Rüfenacht
wir gratulieren Zum 95. Geburtstag Rosa Schoch, Obfelden, feiert heute, am 28. November, ihren 95. Geburtstag. Gerne wünschen wir alles Gute, eine schöne Feier und gute Gesundheit.
Zum 90. Geburtstag In Affoltern darf am Mittwoch, 29. November, Friedrich Dällenbach sein 85. Wiegenfest begehen. Wir gratulieren herzlich und wünschen dem Jubilaren ein freudvolles Geburtstagsfest.
Erneuerungsprojekt des Klosters Kappel auf gutem Weg «Revitalisierung und Entwicklung der Domäne» auch Thema an der Sitzung der Kappelerpflege Kann das Projekt «Revitalisierung und Entwicklung der Domäne Kloster Kappel» ab 2020 verwirklicht werden? Ja, wenn der Kantonsrat dem Lotteriefondsgesuch von gut 12 Mio. Franken im Winter 2019/20 zustimmt. Es soll im Sommer 2018 eingereicht werden. ................................................... Von werner schneiter Rund sieben Jahre vom Architekturwettbewerb bis zum Spatenstich – das ist mit Blick auf die Grösse und die Bedeutung des Projekts nicht aussergewöhnlich. Es durchläuft viele Instanzen, beinhaltet zahlreiche Hürden und Stolpersteine. Aber insgesamt läuft es mit «intra muros – extra muros», wie sich das Siegerprojekt der internationalen Architektengemeinschaft Kempe Thill (Rotterdam) und bbz Landschaftsarchitekten (Bern) nennt, ganz gut. Dem in mehreren Schritten erarbeiteten und aus fünf Kernelementen bestehenden Masterplan haben die Delegierten der Kappelerpflege (Zweier-Vertretungen der 13 reformierten Kirchgemeinden des Bezirks) im Sommer mit grossem Mehr zugestimmt. Darin enthalten sind unter anderem Erneuerung, Um-
nutzung und Neubau von Gebäuden auf dem Klosterareal sowie der Bau einer ergänzenden Klostermauer, der auch auf Kritik stösst. Inzwischen fand sich auch eine Lösung für die Landwirtschaft, die von der Klosterdomäne entflechtet wird. An der Delegiertenversammlung hat nun die Kappelerpflege letzte Woche auch dem Baurechtsvertrag sowie dem Pachtvertrag samt 30-jähriger Laufzeit mit der Pächterfamilie Galliker zugestimmt – ohne Gegenstimmen. Die rechtskräftige Baubewilligung liegt inzwischen vor.
Gesamtkosten von rund 20 Mio. Franken Die Gesamtkosten für das Projekt «Revitalisierung und Entwicklung» belaufen sich auf rund 20 Mio. Franken. Hans Streit, Projektleiter vonseiten des Kappelerpflege-Vorstands, orientierte an der DV über bisherige und weitere Schritte: Im August wurde ein zweites Gesuch im Umfang von 480 000 Franken an den Lotteriefonds eingereicht, in der Hoffnung, dass es vom Regierungsrat noch in diesem Jahr bewilligt wird. Laut Streit wird das Geld für die weitergehende Planung bis und mit den ersten Teilprojekten beschäftigt: Terrasse und Gärten auf dem Klosterareal und mit der Landwirtschaft.
Ja zu allen statutarischen Geschäften Die von Gerhard Gysel, Präsident der Kappelerpflege, geleitete Delegiertenversammlung behandelte an der Delegiertenversammlung die statutarischen Geschäfte. Dazu zählt natürlich das Budget, erläutert vom Vorstandsmitglied Hans-Peter Bachmann. Sein beruhigendes Fazit: Der Verein Kloster Kappel verfügt über ausreichend Reserven. Die Delegierten dankten es mit einem einstimmigen Ja.
Die Berichte über die Liegenschaftenverwaltung und über den Heizverbund wurden ebenfalls wohlwollend zur Kenntnis genommen. Schliesslich sagten die Delegierten Ja zu Pachts- und Baurechtsvertrag mit dem Verkauf des Kuhstalls sowie zum Nachtragskredit für die landwirtschaftlichen Bauten wegen denkmalpflegerischer Mehrkosten in der Höhe von 100 000 Franken – durchweg einstimmig. (-ter.)
Der entscheidende Schritt soll im Sommer 2018 mit der Einreichung des Hauptgesuchs an den Lotteriefonds folgen, voraussichtlich im Umfang von 12,25 Mio. Franken, welche die Zuständigkeit des Regierungsrats sprengen und vom Kantonsrat bewilligt werden müssen. «Nach Einreichung des Gesuchs werden wir bei der Planung rund ein Jahr Unterbruch in Kauf nehmen müssen», sagte Hans Streit. Er hofft, dass das Parlament im Winter 2019/2020 darüber entscheidet. «Wichtig ist hier Lobbyarbeit. Nehmt euch die Kantonsräte vor diesem Entscheid zur Brust», so eine Stimme aus der Versammlungsrunde.
Terrasse, Gärten und Flachdach: Baubeginn im Juli 2018 Von den rund 20 Mio. Franken entfallen 3,2 Mio. Franken auf die evangelisch-reformierte Landeskirche, die eine Terrasse, die Gärten und das Flachdach der Küche erneuern will. «Dazu haben wir vor wenigen Tagen die Baubewilligung erhalten», sagte Stefan Grotefeld, Leiter der Abteilung Lebenswelten der Landeskirche. Er fügte bei, dass nun noch Auflagen geprüft werden müssen und kündigte den Baubeginn im Juli 2018 an. Die Um- und Neubauten sollen bis November 2018 beendet werden. Aufrechterhalten soll – wenn immer möglich – die Zusammenarbeit mit «zuwebe» für die Führung der Klostergärten. «Zuwebe» ist einer Zuger Institution, die Menschen mit geistiger und körperlicher Beeinträchtigung betreut. An den Kosten des Gesamtprojekts von 20 Mio. Franken partizipieren neben Kanton und Landeskirche auch der Verein Kloster Kappel (3,1 Mio. Franken), der Landwirtschaftsbetreiber (1,2 Mio.) und diverse Stiftungen (250 000 Franken. Happigster Kostenbrocken bilden Renovationen und Umnutzungen der Gebäude (fast 10 Mio.). Die Kosten für den Neubau einer ergänzenden Mauer im Norden und Nordosten sind mit 600 000 Franken vergleichsweise bescheiden.
Erfolgreiches Führungsduo im Kreuzgang des Klosters Kappel: Markus Sahli, theologischer Leiter (li.) und Jürgen Barth, Geschäftsführer. (Bild Werner Schneiter)
Auch 2017 ein gutes Jahr für Seminarhotel und Bildungshaus «Wir sind sehr zufrieden mit dem laufenden Jahr und können den guten Level des Vorjahres halten». So fasste Markus Sahli, der theologische Leiter, das Geschäftsjahr des Bildungs- und Seminarhauses Kloster Kappel anlässlich der DV der Kappelerpflege zusammen. Dabei erwähnte er auch den Hauptanlass, das Musiktheater zum Thema «600 Jahre Niklaus von der Flüe». «Damit sind wir auf gute Resonanz gestossen – auch bei den Katholiken aus der Innerschweiz, denen wir ganz im Sinne der Ökumene die Türe geöffnet haben», sagte Sahli und erwähnte deren Interesse an der Frage, wie denn Reformierte dieses grosse Jubiläum feiern. Eine Jubiläumsveranstaltung mit grossem Budget, das
notabene verlustfrei über die Bühne ging. Im Weiteren machte der theologische Leiter auf die kommenden Veranstaltungen im Kloster Kappel aufmerksam, die über die Advents-, Weihnachts- und Neujahrstage auf dem Programm stehen. Besondere Erwähnung fand auch der Familientag vom 10. Dezember, der zur Tradition geworden ist. Markus Sahli wird – wie im «Anzeiger» schon nachzulesen war – das Kloster Kappel Ende Mai 2018 nach achtjähriger Tätigkeit als theologischer Leiter verlassen. «Nochmals etwas Neues wagen», lautet seine Devise. Er übernimmt in Luzern ein Pfarramt. Der «Anzeiger» wird zu gegebener Zeit darauf zurückkommen. (-ter.)
Ein Missionar der Fröhlichkeit im Säuliamt Geburtstagsfeier für den langjährigen Pfarrer von Affoltern, Pater Perry Da Silva In der katholischen Kirche St. Mauritius feierten am letzten Sonntag die Kirchgänger den 80. Geburtstag von Pater Perry Da Silva. Der Ordenspriester der Kongregation der Missionare des heiligen Franz von Sales denkt trotz seines hohen Alters noch lange nicht an den Ruhestand. ................................................... von martin mullis Die weltbekannte Ordensschwester Mutter Theresa wirkte lange Jahre als Missionarin in Indien und war albanischer Herkunft. Der indisch-stämmige Pater der Ordensgemeinschaft der Missionare des heiligen Franz von Sales, Perry Da Silva, wählte den umgekehrten Weg. Er wirkte sozusagen als Missionar der fröhlichen Heiterkeit als langjähriger Pfarrer im Säuliamt. Der Weg bis dahin war jedoch vielfach steinig und auch mühsam. Aufgewachsen im indischen Goa, wurde Pater Perry nach Abschluss von Philosophie-Studien in Indien und Theologie in Fribourg 1966 zum Pries-
Blitzlichter sind ihm eher suspekt: Pater Perry in der katholischen Kirche St. Mauritius in Bonstetten. (Bild Martin Mullis)
ter geweiht. Nach vielen Jahren seelsorgerischer Tätigkeit an verschiedenen Orten in Indien und Thailand wurde der Pater schlussendlich in der Schweiz als Seelsorger tätig. So amtete er von 1992 bis 2002 als Pfarreiadministrator in Affoltern. Nach einer Teilpensionierung übernahm er in Obfelden, Mettmenstetten und Hausen Teilpensen und Aushilfsdienste.
bescheidenen Ordensmann allerdings eher eine Qual, steht er doch absolut nicht gerne im Mittelpunkt. Er erzählt deshalb auch wenig von seinem eigenen Befinden und seinen Erlebnissen, dafür ausführlicher von seinen Bemühungen für seine Hilfsprojekte, insbesondere für ausgestossene Strassenkinder in Indien. Diese betreut er seit vielen Jahren intensiv.
Ein überaus feinfühliger und fröhlicher Mensch
«Ich wüsste ja gar nicht, was ich mit meiner Zeit anfangen soll»
Wenn Kirchgänger im Bezirkshauptort den Gemeindepfarrer Da Silva beschreiben, so sind die Schilderungen im Wortlaut fast identisch. So schildert die langjährige Pfarreisekretärin Uschi Hefti, Pater Perry als einen überaus fröhlichen und feinfühligen Menschen, welcher stets sehr gut zuhören konnte. Fast in den gleichen Worten äussert sich auch Arnold Landtwing, der Informationsbeauftragte des Generalvikariates. Diese heitere und frohgemute Ausstrahlung wirkt denn auch beim persönlichen Gespräch mit dem Priester sofort ansteckend. Der Fototermin ist für den
Sich zur Ruhe setzen, so erklärt Pater Perry dezidiert, käme aber noch lange nicht infrage. «Ich wüsste ja gar nicht, was ich mit meiner Zeit anfangen soll», hält er fest und lacht einmal mehr herzlich. Wenn möglich reist er jedes Jahr einmal in seine ursprüngliche Heimat nach Goa in Indien. Dort besucht er neben seinen Kinderprojekten auch seine dort lebenden drei Schwestern und seinen Bruder. Im Anschluss an den Gottesdienst wurde letzten Sonntag sein 80. Geburtstag in der Pfarrkirche der katholischen Kirchgemeinde St. Mauritius gebührend gefeiert.
Faszinierende Welt der Archäologie Was stumme Zeugen aus der Vergangenheit sagen können Die archäologischen Sondierungsarbeiten im Bereich des Autobahnzubringers ObfeldenOttenbach verfolgen das Ziel, allfällige Funde und Befunde aus dem Erdreich unter der künftigen Strasse zu erfassen und zu sichern. ................................................... von bernhard schneider Unsere Region ist seit der Jungsteinzeit, die vor 7000 bis 8000 Jahren mit den Anfängen der Sesshaftigkeit von Ackerbauern und Viehzüchtern begann, besiedelt. Überbleibsel aus der Altsteinzeit wurden von den Gletschern zerstört oder verfrachtet, wie Grabungsleiterin Stefanie Brunner erläutert.
Jahrtausende ohne Schrift Bis zur römischen Epoche, die kurz vor dem Jahr 0 begann, war die sesshafte Bevölkerung der keltischen Gebiete nördlich der Alpen des Lesens und Schreibens unkundig. Erst aus der Römerzeit stammen erste schriftliche Quellen, beispielsweise Inschriften oder Stempel auf Gebrauchs-Keramik, doch auch aus dieser Zeit dominieren die archäologischen Quellen. Der Rückzug der römischen Herrschaftsorganisation aus den Gebieten nördlich der Alpen zu Beginn des 5. Jahrhunderts und die damit zusammenhängende grossräumige Einwanderung von Alemannen liess die Kenntnis der Schrift ausserhalb der Klostermauern erstaunlich rasch wieder verschwinden. Dank Knochenfunden von getöteten Menschen und Tieren wissen wir, dass die zurückgeschlagenen Germaneneinfälle des 3. und 4. Jahrhunderts wesentlich brutaler verliefen als die Einwanderung ab dem 5. Jahrhundert. Der Sprachgrenze können wir entneh-
Grabungsleiterin Stefanie Brunner mit dem GPS-Gerät, das Fundstellen auf wenige Zentimeter genau markiert. Im Hintergrund beobachtet ihre Kollegin Adina Wicki den Aushub des Baggers an einer zweiten Sondierungsstelle. (Bild bs) men, dass die römisch-keltische Bevölkerung in der Romandie die Oberhand behielt, während in der Deutschschweiz die Alemannen die bestimmende Rolle erlangten.
Kappel als Ort der Bildung Im 1185 gegründeten Kloster Kappel begannen sich Mönche mit neuen und alten Schriftstücken auseinanderzusetzen. Die Klosterbibliotheken sind kulturgeschichtlich enorm wertvoll, da antikes Wissen aus dem Mittelmeerraum praktisch nur dank Abschriften in mittelalterlichen Klöstern überliefert wurde. Erst infolge der Territorial-
bildung der Stadt Zürich im 15. Jahrhundert wurde in grösserem Ausmass Verwaltungsschriftgut verfasst, das bis zu den napoleonischen Kriegen um 1800 zusehends ausgeweitet wurde. Die ansässige Bevölkerung allerdings konnte vor der Mitte des 19. Jahrhunderts kaum lesen, geschweige denn schreiben. Unter Umständen birgt der Boden noch heute Zeugnisse des Wirkens der Bevölkerung von der Jungsteinzeit bis zum Mittelalter, seien es Grabhügel, Überreste von Häusern, Drainagen, Strassen, Geräten, Knochen oder Schmuck. Im Idealfall ergeben die Sondierungsarbeiten im Bereich des
Autobahnzubringers einige Erkenntnisse über unsere Geschichte aus den letzten 8000 Jahren.
Physikalische Altersbestimmung Bereits am ersten Grabungstag wurden ein mutmassliches Pfostenloch und ein Graben entdeckt. Im Feld lässt sich das Alter solcher Befunde, sofern sie keine charakteristischen Fundgegenstände enthalten, nicht bestimmen – sie können aus der Jungsteinzeit, der Bronze- oder Eisen-, der Römerzeit, dem Mittelalter oder der Neuzeit stammen, sie können bedeutend oder unbedeutend sein, erklärt
Stefanie Brunner. Sie hat Holzproben entnommen, die nun an der ETH mit der C14-Methode ausgewertet werden. Das radioaktive Kohlenstoffisotop C14 wird von Wind und Wetter gleichmässig über die ganze Erde verteilt und gelangt über die Fotosynthese in die Pflanzen und von da aus in die Nahrungskette von Menschen und Tieren. Während der Stoffwechsel nur bei lebenden Organismen stattfindet, geht der Zerfallsprozess von C14 nach dem Tod weiter. Dieses Phänomen ermöglicht es, physikalisch das Alter eines organischen Fundgegenstandes auf etwa 100 bis 300 Jahre genau zu bestimmen.
Auch wegen psychischer und körperlicher Störungen vom Weg abgekommen Bezirksgericht: Neun Monate Gefängnis auf Bewährung, aber kein Landesverweis für 23-jährigen Brasilianer Raub, üble Nachrede, Nötigung, Beschimpfung, Gewalt und Drohung gegen Beamte: Ein 23-jähriger gebürtiger Brasilianer mit psychischen und körperlichen Störungen ist vom Bezirksgericht Affoltern zu neun Monaten Gefängnis auf Bewährung verurteilt worden. Auf einen Landesverweis wird verzichtet. ................................................... von werner schneiter Der Verurteilte kam im Alter von vier Jahren in die Schweiz und wohnt seit einiger Zeit in einer Ämtler Gemeinde. Seine Mutter ist nach der Scheidung nach Brasilien zurückgekehrt. Er begann eine Lehre als Elektroinstallateur, entwickelte Freude an dieser Tätigkeit, aber da offenbarten sich Probleme. Er bekundete Mühe, sich unterzuordnen, und die Belastbarkeit hielt sich in Grenzen. Auch nach einem Firmenwechsel brachte er die Leistung nicht und erhielt die Kündigung. «Ich habe danach weiter eine Stelle gesucht, aber die Lücke war offenbar zu gross», sagte er vor Gericht. Er nahm Medikamente zu sich, zertrümmerte eine Wohnungseinrichtung und hatte ein Verfahren wegen Sachbeschädigung am Hals.
Der Mann arbeitete danach temporär. Die Wohnungssuche zeigte sich als schwieriges Unterfangen. Er bekam schliesslich Unterstützung vom Sozialamt. Seit September 2016 ist er in einer Tagesklinik, wo er auch medikamentöse Hilfe erhält. Sein Fall, geprägt von psychischen und körperlichen Beschwerden, wird inzwischen von der IV überprüft. In diesem Kontext sind – zumindest teilweise – auch die Straftaten zu sehen. Die Staatsanwaltschaft wirft dem jungen Mann eine ganze Reihe Delikte vor. So drang er mit drei Kollegen eines Nachts im Frühjahr 2016 in den Dorfmärt der Landi in Obfelden ein. Die Diebe stahlen Zigaretten im Wert von gut 5000 Franken und verursachten Sachschaden in der Höhe von 2000 Franken. Dann drang er, wieder in Begleitung, ins Zwilliker Schützenhaus ein – angeblich, um die Toilette aufzusuchen.
Renitenz und Pizzaraub Nach einer Billettkontrolle im Tram widersetzte er sich im Hauptbahnhof in Zürich heftig der Feststellung seiner Personalien und schlug dabei einem Polizisten den Ellbogen ins Gesicht. Er sei halt hässig geworden, als man ihm im Tram das Handy abgenommen habe, sagte er vor Gericht. Gewalt und Drohung gegen Behörden und Beamte wird ihm auch nach einem Vorfall am
Bahnhof Affoltern vorgeworfen. Er konnte sich nicht ausweisen und verpasste dem Polizisten einen Fusstritt in den Oberschenkel. Und auf Facebook verunglimpfte er eine Frau, indem er schrieb, sie habe mit mehreren Männern gleichzeitig sexuellen Kontakt gehabt. Auf dem Kinderspielplatz eines Schulhauses forderte er von einem Jungen ein Stück Pizza und das Portemonnaie. Als dieser nicht darauf eintrat, kassierte er Schläge und Verletzungen im Mundbereich. Zwei der auf dem Spielplatz anwesenden Burschen drohte er, sie aufzuschlitzen, falls die die Polizei rufen würden. Vor Gericht – und zuvor schon in den polizeilichen Einvernahmen – gestand der junge Mann die Sachverhalte ein. Er sprach von grossen Dummheiten, auch davon, dass er sich in verschiedenen Situationen leider von Gefühlen habe leiten lassen. Die Staatsanwaltschaft forderte eine elfmonatige, bedingte Gefängnisstrafe und eine Probezeit von vier Jahren. Dazu eine Verlängerung der Probezeit aus einer Vorstrafe um ein Jahr auf drei Jahre. Von einer Landesverweisung sei jedoch abzusehen, beantragte der Staatsanwalt in der Anklageschrift. Die Pflichtverteidigerin sieht die gravierenden gesundheitlichen Probleme, verbunden mit täglicher Medikamenteneinnahme samt schwerer
Nebenwirkungen als eine Ursache der Straftaten. Dazu auch das allgemein schwierige Leben und die noch nicht beantwortete Frage, was ihm wirklich fehlt. Belastend sei auch der Umstand, dass er von fachlicher Seite einmal als arbeitsfähig, dann wieder als arbeitsunfähig taxiert werde. Ihr Mandant sei kein Krimineller, sondern habe seine ganz bestimmte Sicht der Dinge. Er sei stur, unzufrieden und wütend wegen seiner nicht einfachen Situation. Die Verteidigerin überliess es dem Gericht, das Strafmass festzusetzen, sieht aber die Probezeit bei lediglich drei Jahren. Auch die Probezeit aus der Vorstrafe habe genügend abschreckende Wirkung. Der Mann sei gewillt, die Probleme zu überwinden und wolle eine Lehre als Mediamatiker starten. Auch ein Landesverweis sei nicht angezeigt, der Mann habe hier seinen Lebensmittelpunkt.
Ungenügende Verteidigung Das Bezirksgericht verurteilte den Mann schliesslich zu einer neumonatigen, bedingten Gefängnisstrafe. Dies unter Ansetzung einer Probezeit von vier Jahren. Die Probezeit aus der Vorstrafe – 10 Tagessätze à 30 Franken – wird von zwei auf drei Jahre ausgedehnt. Von einer Landesverweisung wird abgesehen und drauf hingewiesen, dass eine solche bei einzelnen De-
likten möglich gewesen wäre, aber vorliegend nicht angemessen ist. Verhandlungsleiter Tobias Walthert platzierte in seiner Urteilsbegründung einen Rüffel an die Adresse der Verteidigerin. Sie habe den Mann nicht angemessen verteidigt, auch weil sie kein Strafmass genannt habe. «Dieses zu nennen, gehört zu den ureigensten Aufgaben einer Verteidigung», fügte er bei. Ein Neustart mit einer anderen Verteidigung bringe aber nichts; das Strafmass bliebe in diesem Fall das gleiche. Das Gericht sieht die Ursache der Delikte auch hauptsächlich im persönlichen Lebenslauf und in der Krankheitsgeschichte. Auch wenn in einzelnen Fällen (Todesdrohung) nicht von Bagatellen gesprochen werde könne, sei die kriminelle Energie gering, der Zeitraum der Delinquenz jedoch ziemlich lang. Dazu fallen Straftaten während der Probezeit auch ins Gewicht, während das Geständnis und der Wille, einen Schlussstrich zu ziehen, für den Angeklagten sprechen. «Neun Monate sind angemessen. Ich hoffe, dass sie ihre Chancen packen – und auch auf Pünktlichkeit achten, nachdem sie sich heute zur Gerichtsverhandlung verspätet haben», so der Vorsitzende. Die Verfahrenskosten werden dem Angeklagten auferlegt, der aber zurzeit nicht in der Lage ist, dafür aufzukommen. Abgeschrieben werden sie jedoch nicht.
Kontaktfreudigkeit als Türöffnerin in vielen Bereichen Arthur Ebnöther aus Affoltern: Politische Höhepunkte und gesundheitliche Tiefschläge Er wirkte ab 1970 in Affoltern als kantonsweit jüngster Gemeinderat, wo ihm dank seiner ausgesprochenen Konktaktfreudigkeit so manches leichter fiel als anderen: Arthur Ebnöther, 72-jährig, blickt auf eine Karriere mit politischen Höhepunkten und gesundheitlichen Tiefschlägen zurück. ................................................... von werner schneiter Als Sprengkandidat der SP schaffte Arthur Ebnöther Anfang der 70er-Jahre den Sprung in den Gemeinderat von Affoltern – eine für ihn überraschende Wahl, auch in Bezug auf das gute Wahlresultat «Ich weilte zu diesem Zeitpunkt im Militärdienst. Meine Mutter überbrachte mir die Wahlbotschaft per Telefon», erinnert er sich, stolz darauf, dass er damals von Weggefährten ermuntert wurde zu kandidieren. Als Absolvent einer Tiefbauzeichnerlehre und des Abendtechnikums in Luzern, wo er wegen seiner Wahl den Abschluss verpasste, übernahm Arthur Ebnöther im Gemeinderat das Ressort Tiefbau, das er bis zu seinem Ausscheiden im Jahr 1982 behielt. Den damaligen Gemeindepräsidenten Alfred Nägeli bezeichnet er als seinen Lehrmeister, der dem Jungspund volles Vertrauen schenkte. Dank seiner Kontakt- und Kommunikationsfreudigkeit fand «Turi», wie er von vielen genannt wird, schnell Zugang zur Bevölkerung. Dieser Umstand kam ihm schon am Anfang seiner gemeinderätlichen Tätigkeit zupass. Sie war geprägt von viel Sanierungsarbeiten an den Strassen. Da hat er mit Anstössern und Eigentümern das Gespräch gesucht und den «Rank» dank seiner Glaubwürdigkeit gefunden – auch an Gemeindeversammlungen. «Bei dieser Gelegenheit erläuterte ich auch Dinge, die nicht in der Weisung nachzulesen waren. Und die Stimmberechtigten hörten zu», ergänzt er. In der Behörde sei ebenfalls viel diskutiert worden, bei durchaus unterschiedlichen Meinungen. Aber am Schluss habe man sich gefunden. Auch bei heiklen und umstrittenen Geschäften. Als Beispiele nennt Arthur Ebnöther das «3-Öpfel»-Projekt oder den Gestaltungsplan Sonnenberg. anzeige
Arthur Ebnöther anlässlich der Kläranlagen-Erweiterung in Zwillikon, Ende der 80er-Jahre. (Archivbild)
re «Kehrichtminister» einen Namen hervor: Walter Althaus, kürzlich verstorben, bezeichnet er als treuen Weggenossen, der über viel Sachverstand verfügte und ihm hilfreich zur Seite stand. Nicht immer rosige Zeiten erlebte Arthur Ebnöther in der Baubranche – auch als Geschäftsführer der Frey + Götschi AG, die auf seine Pensionierung hin an die (inzwischen ebenfalls aufgelöste) StraBag Zürich der Strabag SE international verkaufte und der Betrieb in Affoltern mit Einschränkungen weitergeführt wurde. In schlechter Erinnerung geblieben ist ihm vor allem der Dezember 2010, als er kurz vor Weihnachten 28 Mitarbeitern die Kündigung aussprechen musste. «Glücklicherweise konnten wir 20 bei anderen Firmen platzieren», sagt Arthur Ebnöther, der auch als Präsident des (heute nicht mehr existierenden) Ämtler Baumeisterverbandes die Interessen seiner Branche wahrgenommen hat – verbunden mit der eingeleiteten Fusionierung der Verbände Zürichsee und Sihltal, die erfolgreich abgeschlossen wurde.
«Wer sie waren – was sie wurden» «Wer sie waren – was sie wurden», heisst eine neue Serie, die in loser Folge erscheint. Porträtiert werden Personen, die in früheren Jahren im Säuliamt öffentlich präsent waren und zum Teil sogar für überregionale Schlagzeilen gesorgt haben: Politikerinnen, Sportler, Behördenmitglieder, Verbandsfunktionäre, Gewerbetreibende, Musiker und andere. Der «Anzeiger» geht dabei der Frage nach, was nach dem Karrierenende geschehen ist, wie sie heute leben und was sie zu sagen haben. (-ter.) Bisher erschienen: Sonny Schönbächler – «Sprung ins Glück in Norwegen» (18. November 2016). Erich Rüfenacht – «Er drückte auch dem Papst die Hand» (2. Dezember 2016). Silvia Kamm – «Ich wollte die Welt retten und die N4 verhindern» (23. Dezember 2016). René Rindlisbacher senior und Hans Ulrich Noser – «Als das Duo Rino die Säle füllte» (6. Januar 2017). Lisette Müller – «Wahlkampf ist auch ein Spiel – nicht alle können gewinnen.» (20. Januar). Christian Gabathuler – «Der kantonale
Vom Volkswirtschaftsdirektor im Spital besucht
Nach intensiven Berufsjahren und öffentlichem Engagement kann nun Arthur Ebnöther seinen Ruhestand ausleben. (Bild Werner Schneiter) Auch da erwies sich der Draht zur Bevölkerung als hilfreich – etwas, das er bei den heutigen Behörden etwas vermisst. «Viele kennen unsere Gemeinderäte nicht».
Drei Personen an der Orientierungsversammlung Er spricht aber auch von früheren Zeiten, in denen sich das Interesse der Stimmberechtigten in Grenzen hielt. Zum Beispiel, als ein 12-MillionenFranken-Kredit für die Erweiterung der Kläranlage zur Debatte stand. «Zur Orientierungsversammlung im Schulhaus Ennetgraben erschienen gerade mal drei Personen. So konnten wir gleich zum Apérobuffet …» Der Kredit wurde aber drei Monate später an der Urne mit grossem Mehr befürwortet – vielleicht auch, weil die Stimmberechtigten Vertrauen bekundet haben in
die Arbeit der Behörden. «Ich habe viel gelernt als Mitglied des Gemeinderates», resümiert Arthur Ebnöther. Von dieser Arbeit profitierte er auch in anderen Bereichen – zum Beispiel als Präsident des Ämtler Kehrichtzweckverbandes (heute Dileca, eine interkommunale Anstalt). In diese Zeit fielen wichtige Entscheide, die Frage zum Beispiel, wie weiter nach der Schliessung der Kehrichtverbrennungsanlage 1985 in Zwillikon. Zahlreiche Varianten machten damals die Runde, so wurde über mögliche Zusammenschlüsse von Kehrichtregionen räsoniert, über die Beschickung der Multikomponentendeponie Tambrig in Obfelden. Schliesslich kam es zur Zusammenarbeit mit dem Limmattal. Seit vielen Jahren wird der Hauskehricht in der KVA in Dietikon den Flammen übergeben. In dieser Entsorgungsgeschichte hebt der frühe-
1990 feierte Affoltern sein 800-jähriges Bestehen mit einem grossen Dorffest. Der Gemeinderat wählte damals Arthur Ebnöther zum OK-Präsidenten. Ein halbes Jahr vor der grossen Feier erhielt er eine ärztliche Hiobsbotschaft: Gehirntumor. Er musste sich einer 12-Stunden-Operation unterziehen, erholte sich aber erstaunlich schnell – und war bei Festeröffnung mit dickem Kopfverband präsent. «Am Montag nach dieser 800-Jahre-Feier ging ich ins Tessin zur Rehabilitation», erinnert sich Arthur Ebnöther, der bei seinem Spitalaufenthalt regierungsrätlichen Besuch bekam: Volkswirtschaftsdirektor Hans Künzi, Ehrengast bei der 800-Jahre-Feier, überbrachte ihm die Genesungswünsche und eine Flasche Wein. «Die haben wir im Rahmen einer OK-Sitzung getrunken – jeder aus einem kleinen Schnapsglas», fügt er lachend bei. Und heute? «Mir geht es gesundheitlich gut», sagt er. Im Dorf trifft man Arthur Ebnöther regelmässig. Immer noch ist er mit Projekten beschäftigt, aber nur mit einem Pensum von 20 bis 30 Prozent. Und als Mitglied des
Richtplan als eine Art Lebenswerk» (27. Januar). Heidi Hollenweger – «Mehr als 1000 Stimmen in Obfelden und ein Preis – überreicht von Prinzessin Anne» (3. Februar). Verena Berger – «Wir haben eine Zeitlang Leben ins Dorf gebracht» (10. März). Peter Ackermann – «Nie herrschte ein vergiftetes Klima» (5. Mai). Reto Götschi – «Ein Weltmeister, der auch Hundeboxen baut» (18. Juli). Jakob Geissbühler – «In der Regel halte ich heute an Gemeindeversammlungen die Klappe» (13. Oktober).
Rotary-Clubs Zürich-Knonaueramt fungiert er im Schweizer Distrikt 2000 als Assistant Governor und schult in dieser Funktion zukünftige Clubpräsidenten. «Das ist ziemlich aufwändig. Aber ich liebe diese Aufgabe», fügt Arthur Ebnöther bei. Bei der SP hat er sich längst verabschiedet. Später trat er – animiert von Toni Bortoluzzi – der SVP bei, hat sich aber dort inzwischen ebenfalls zurückgezogen. «Nicht wegen Differenzen, aber man hat mich dauernd wegen der Übernahme von Ämtern angefragt. Das wollte ich nicht mehr.» Dazu hat er auch seine Funktion als Ersatzmann im Bezirksrat abgegeben. Jetzt kann Arthur Ebnöther seinen Ruhestand ausleben …
«Trotz Exzessen und spiritueller Suche, der Musik war ich immer treu» Der Affoltemer Musiker und Lebenskünstler Fredi Früh hat sich vom Rebellen zum Macher entwickelt Nach einer wilden Jugend, während der 1980er-Jahre in Zürich und Dutzenden Brotjobs hat sich Fredi Früh vor 20 Jahren entschieden Musiklehrer zu werden. Mit fast 60 Jahren will er sich nun noch einige Lebensträume als Musiker erfüllen. ................................................... von salomon schneider Vom Frontalunterricht in der Schule hat Fredi Früh nie viel gehalten. Er war ein Träumer, der immer lieber aus dem Fenster schaute, anstatt über trigonometrischen Fragestellungen oder Vergleichbarem zu brüten. Einzig im Gitarrenunterricht fühlte er sich wohl. Am Abend sass er dementsprechend in seinem Zimmer und zupfte an den Saiten, anstatt Hausaufgaben zu machen. Trotzdem war er ein passabler Schüler und schaffte auf Drängen der Mutter die Gymiprüfung.
Keine Matura, keine Ausbildung «Im Gymi sass ich jedoch viel öfter an der Sihl oder am See, kiffte, trank Bier und spielte Gitarre», erinnert sich Fredi Früh. Darunter litten natürlich seine Noten. Er musste ein Jahr wiederholen, dann wechselte er das Hauptfach und schliesslich steckten ihn die Eltern in ein Internat, wo er ein halbes Jahr vor Abschluss der Matura aus der Schule flog – wegen mangelhaften Betragens gegenüber Autoritätspersonen: «Da stand ich also, nach acht Jahren in der Kantonsschule, ohne Matura. Zudem hatte ich meine Mutter masslos enttäuscht, die alleinerziehend war und viel gearbeitet hat, um mir die Matura zu ermöglichen, damit mir alle Wege offengestanden wären.»
Der Exzess war Teil des Lebensgefühls Für Fredi Früh begannen damit seine wilden Wanderjahre: «Es waren die 1980er und Zürich pulsierte in einer aufrührerischen Stimmung. Wir tranken, kifften, feierten und experi-
Inserat im «Anzeiger» genügte und er hatte einen ersten Kundenstamm. Danach lief alles über Mund-zu-MundEmpfehlungen.
mentierten mit Drogen. Der Exzess war Teil des Lebensgefühls und wir nahmen einen Tag nach dem anderen. Wir waren die bürgerliche Leistungsmentalität unserer Eltern satt und rebellierten so intensiv wir konnten.» Gleichzeitig musste Fredi Früh aber auch für seinen Lebensunterhalt aufkommen. Er arbeitete unter anderem als Friedhofsgärtner, Pöstler, Chauffeur, Produzent biologischer Süssigkeiten, Hilfspfleger und jahrelang als Kellner. Zwischendrin verbrachte er zudem eineinhalb Jahre in Indien: «Dort passierte ein sehr wichtiger Teil meiner persönlichen Entwicklung. Die Suche nach Wahrheit hat mich angetrieben und jahrelang habe ich zurückgezogen gelebt, meditiert und bin der Frage nachgegangen, wer ich bin. Nun weiss ich, dass es auf diese Frage keine Antwort gibt. Das Leben ist ein zeitloses Wunder, und das sogenannte Ich ein Traum.»
Kreativität als Hintertüre zum Erfolg
Pionier der Biobewegung Als es ihn für einige Jahre nach Deutschland zog, arbeitete er mit Freunden auf einem Biohof, gründete einen Bioladen und betätigte sich auch als Marktfahrer mit biologischem Gemüse: «Wir waren Pioniere. Spritzmittel galten in der Landwirtschaft damals noch als kritiklos akzeptiertes Erfolgsrezept. Es gab aber eine ganze Generation junger Erwachsener, die sich nachhaltig ernähren wollte. Aus den Revolutionären der frühen 80er-Jahre wurden Macher, die sich lange genug aufgelehnt hatten. Nun wollten wir etwas verändern.» Wie erfolgreich die Bio-Bewegung war, zeigt ein Blick in Supermarktregale im deutschsprachigen Raum. Bioprodukte sind heute absolut massentauglich. Als einzige Konstante wurde Fredi Früh von der Kindheit an von der Musik begleitet: «Gitarre zu spielen, zu komponieren, kreativ zu sein, gab mir Halt. Vielleicht bin ich auch deshalb nie auf die schiefe Bahn geraten.» Ende 30 ging ihm auf, dass Musik eigentlich schon immer seine Berufung gewesen ist. Er gründete deshalb in Affoltern seine Gitarrenschule. Ein
Fredi Früh hatte jahrelang Mühe, seinen Platz in der leistungsorientierten Welt zu finden. In der Musik hat er nicht nur seine Berufung gefunden, sondern auch Ruhe, Kraft und wiederkehrende Glücksmomente. (Bild Salomon Schneider)
In seiner Musikschule setzt Fredi Früh auch bei den Schülerinnen und Schülern auf das Wecken der Kreativität. Anstatt nur Lieder bekannter Interpreten nachzuspielen, führt er sie mit verschiedenen Methoden an den kreativen Prozess heran: «Wer Spass am Experimentieren hat und sich im kreativen Bereich etwas zutraut, wird auch in Sprachen, bei Aufsätzen und allen kreativen Bereichen des Lebens besser. Es ist eigentlich ganz einfach, wer Spass an etwas hat, der wird auch gut darin. Gerade bei verträumten Kindern kann ich dank meiner eigenen Erfahrungen oft eine Hintertüre zum schulischen Erfolg aufstossen.» Neben der Musikschule machte Fredi Früh immer auch für sich Musik, spielte in verschiedensten Bands und veröffentlichte zahlreiche CDs. Momentan ist er mit den «Clintonics» und «Pad Hazel» regelmässig live zu sehen. Und er hat auch noch einige Träume, die er sich als Musiker erfüllen will.
Crowdfunding für die neue CD «The Early Bird» So bewegt und bewegend wie Fredi Frühs Leben ist auch seine Musik. Er verbindet Jazz, Rock, Blues und Funk in einer selbstständigen Weise. In den vergangenen zwei Jahren hat er mit «The Early Bird» eine Solo-CD eingespielt, die «ein Spiegel meines Herzens ist.» Eigenständig kombiniert er Einflüsse aus 30 Jahren Musikerfahrung. Wer die CD hört, erfährt, wie es sich angehört hätte, wenn Jethro Tull Funk gemacht, wenn Louis Armstrong einen Synthesizer verwendet oder wenn Frank Zappa Jazz gespielt hätte. Auch im Bereich Finanzen ist sich Fredi Früh treu geblieben: «Das Geld hat immer gereicht, mehr aber
auch nicht.» Für die Kosten der CD-Produktion sowie die Löhne der Gastmusiker auf seinem neuen Album ist er deshalb auf Drittmittel angewiesen. Das Ziel seiner Kampagne auf wemakeit.com sind 9000 Franken für die Projektkosten: «Verdient habe ich dann noch nichts. Aber eben, es ist ein Herzensprojekt. Wenn ich die CD herausbringen und meine Musiker anständig bezahlen kann, dann bin ich glücklich.» Um nicht nur Musikliebhaber mit seiner Kampagne anzusprechen, bietet er auch gesellschaftliche Ereignisse an. Wer mit Fredi Früh übers Leben philosophieren will, kann sich ein Fünf-Gang-Menu bei ihm zu Hause
oder einen Abend in einer Bar ersteigern. Wer es lieber ruhiger mag, findet Heilmassagen oder Yogalektionen des vielseitigen Lebens-Künstlers. «Und natürlich eignen sich meine Angebote auch als Weihnachtsgeschenke. Mit diesen Geschenken kann man dann gleich zwei Menschen auf einmal glücklich machen», fügt Fredi Früh schmunzelnd an. (sals) Zur Kampagne. wemakeit.com/projects/the-early-bird-fredi-frueh. Die Kampagne läuft noch bis zum 15. Dezember.
Eine Säuliämtlerin in äusserst illustrer Gesellschaft Neben Katharina Heyer würdigte die Uni Basel Roger Federer, Thomas Jordan und Andrew Bond Die Universität Basel hat sieben Persönlichkeiten mit der Ehrenpromotion ausgezeichnet. Neben Katharina Heyer gehören Tennisstar Roger Federer, Nationalbankpräsident Thomas Jordan und der Kindermusiker Andrew Bond zu den Geehrten. Für ihren seit 20 Jahren unermüdlichem Einsatz für die Wale und Delfine in der Strasse von Gibraltar erhielt die Säuliämtler Naturschützerin Katharina Heyer am Freitag den Ehrendoktortitel der Uni Basel (exklusiv im «Anzeiger» vom 24. November). In Zusammenarbeit mit der dortigen Naturwissenschaftlichen Fakultät leistet sie Forschungs- und Sensibilisierungsarbeit und ermöglicht Studierenden wie Laien die Begegnung mit Walen. Zudem stösst sie wissenschaftliche Arbeiten und kritische Diskussionen zum Thema an, unter anderem auch mit der Gründung einer Stiftung. Mit dem Ehrendoktortitel befindet sich die Säuliämtlerin in illustrer Gesellschaft. Gleichzeitig wurden
Der Dekan der Philosophisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät, Prof. Martin Spiess, und Rektorin Prof. Andrea SchenkerWicki ehren die Naturschützerin Katharina Heyer mit der Ehrendoktorenwürde. (Bild Universität Basel, Christian Flierl)
Tennis-As Roger Federer (für seine sportliche Vorbildfunktion), Nationalbankpräsident Thomas Jordan (für seine Verdienste um die schweizerische Geld- und Währungspolitik) und Kindermusiker Andrew Bond (für moderne, kindgerechte Vermittlung christlicher Glaubensinhalte) mit Ehrendoktorwürden ausgezeichnet. In ihrer Rede zur 557. Jahresfeier der Universität Basel wandte sich die Rektorin Prof. Dr. Andrea SchenkerWicki den Herausforderungen zu, denen eine moderne Forschungsuniversität im frühen 21. Jahrhundert gegenübersteht. Trends wie Globalisierung, demografische Veränderungen, die zunehmende Bedeutung der Wissensgesellschaft sowie die Digitalisierung führten dazu, dass Universitäten als Motoren der Innovation an volkswirtschaftlicher Bedeutung gewinnen. Gleichzeitig erhöhe sich der Druck durch zunehmenden internationalen Wettbewerb in Forschung und Entwicklung. Expandierende Kosten wiederum würden Fragen nach neuen Formen der Zusammenarbeit aufwerfen, so die Rektorin. (pd./tst.)
Kandidaten informieren und motivieren Erneuerungswahlen Gemeinde Mettmenstetten. Für sämtliche Behörden – Gemeinde, Schulen sowie reformierte und römisch-katholische Kirchenpflege – zeichnen sich im Hinblick auf die nächste Amtsdauer Rücktritte ab oder stehen bereits fest. Die vor einigen Monaten ins Leben gerufene Interessengemeinschaft (IG) Gemeindewahlen hat sich dem Ziel verschrieben, für alle zu besetzenden Ämter und Funktionen wiederum geeignete, motivierte und «unverbrauchte» Personen aus dem Dorf zu finden. Mit der IG Gemeindewahlen wird die bisherige Interparteiliche Konferenz (IPK) auf eine breitere, aber weiterhin politisch neutrale Basis gestellt. Den Vorsitz des Gremiums hat Jean-Pierre Feuz inne. Die Hauptaufgaben der IG Gemeindewahlen bestehen vorab in der Information der Bevölkerung über die Gemeindewahlen, die zu besetzenden Ämter, deren Anforderungen und Herausforderungen; interessierten Personen soll es so einfach wie möglich gemacht werden, sich beispielsweise aus erster Hand bei derzeitigen Amtsinhabern zu erkundigen. Aus diesem Grund wird die IG Gemeindewahlen am kommenden Samstag, 2. Dezember, von 11 bis 13 Uhr, im Rössli-Saal einen Info-Apéro durchführen. Eingeladen ist die Bevölkerung von Mettmenstetten und – da auch Ersatzwahlen in die Sekundarschul-
pflege Knonau/Maschwanden/Mettmenstetten anstehen – auch aus den Gemeinden Knonau und Maschwanden. Am Info-Apéro werden Vertreter jeder Behörde, vom Gemeinderat bis zu den Kirchenpflegen Auskunft über «ihre» Tätigkeit geben. Ausserdem werden gerne auch organisatorische Abläufe rund um eine Kandidatur erläutert. Die IG Gemeindewahlen informiert nicht nur, sondern hat sich auch zum Ziel gesetzt, geeignete Personen zu einer Kandidatur zu motivieren. Hierzu gehört etwa, falls gewünscht, die direkte Vernetzung von Interessenten mit bisherigen Amtsinhabern, die Unterstützung bei der Verfassung eines Motivationsschreibens, oder auch die Herstellung des Kontakts zu anderen Interessenten oder Kandidierenden. Es ist das erklärte Ziel der IG Gemeindewahlen, den Stimm- bzw. Wahlberechtigten eine echte Wahl zu ermöglichen. Hierzu bedarf es nicht nur einer genügenden Anzahl von Kandidierenden, sondern die Bevölkerung soll auch die Möglichkeit haben, diese kennenzulernen und sich ein eigenes Bild über sie zu machen. Nebst den von der Gemeindeverwaltung aufgeschalteten Kandidatenprofilen wird die IG Gemeindewahlen für jede Behörde eine Vorstellungsrunde durchführen, verteilt auf zwei Termine, den 12. und den 19. März 2018, kurz bevor die Wahlunterlagen eintreffen werden. Christoph Niederer, IG Gemeindewahlen
Renovation vor allem im Organisatorischen Dass eine dringende bauliche Renovation im Spital Affoltern schon seit Langem ansteht, ist unbestritten. Ob 100 Mio. oder 150 Mio. Franken: «Wir schaffen das!» Viel wichtiger als die bauliche Renovation ist jedoch die Veränderung der Organisationsstruktur: Die Delegierten der Gemeinden müssen sich dafür einsetzen, dass Fachleute die Führung übernehmen, ein kompetentes (privatwirtschaftlich handelndes) Gremium, das nicht durch Einstimmigkeit oder Laienhaftigkeit in ihrem Wirken unnötig gebremst wird. Das ist möglich. Konkrete Ideen sind vorhanden. Ich rufe die Stimmbürger und Stimmbürgerinnen des Bezirks an Gemeindeversammlungen – als nächstes diejenigen von Hedingen – auf, in schwierigen Zeiten wie gerade jetzt zusammenzustehen und nicht mit dem Entscheid, aus dem Zweckverband auszusteigen, die Last für andere Gemeinden zu erhöhen. Wenn nochmals eine Gemeinde aussteigt, steigt die Chance rapide, dass das Spital geschlossen werden muss.
Was wir im negativen Fall verlieren Wenn der Egoismus siegt, gefährdet man nicht nur die zirka 700 Arbeitsplätze des Spitals, sondern auch alle Zulieferdienste (zum Beispiel Bäcke-
rei, Restaurantbetrieb, Wäscherei etc.). Gefährdet würde auch der von Erfolg gekrönte Betrieb der Langzeitpflege und die überregionale Beliebtheit, ja die Existenz der Palliativstation Sonnenberg. Wollen wir das wirklich?
Die Einwohnerzahl des Bezirks wächst Während das Anwachsen der Einwohnerzahl so stark wächst, dass man sich Gedanken über den Bau einer Kantonsschule am Bezirkshauptort machen kann, ist vorhersehbar, dass die Auslastung des Spitals künftig eine bessere Quote ausweisen wird – dies obwohl der oben erwähnte Trend zu kürzerer Spitalaufenthaltsdauer im Zusammenhang mit dem Spitex-Ausbau da bremsend wirken mag. Trotzdem: Wir sind immer zahlreicher, werden immer älter und – leider – im Alter immer pflegebedürftiger. Mein Aufruf zur Solidarität gründet letztlich im grossen Vertrauen, dass durch beherzte Zusammenarbeit in Notsituationen immer wieder gute Lösungen gefunden worden sind. Unser Spital ist eine Perle des Bezirks: Werfen wir sie nicht achtlos weg! Heinz Trinkler, Affoltern
Die SP am Chlausmarkt Es ist eine lieb gewordene Tradition; die SP ist auch in diesem Jahr am Chlausmarkt mit einem Stand dabei. Die Besucher haben die Möglichkeit mittels eines kleinen Spieles uns ihre Wünsche und Anliegen mitzuteilen. Welche Themen sollen die SP und ihre Vertreter in ihrer politischen Arbeit angehen? Wir wollen wissen, wo der Schuh drückt. Unser Gemeinderat in Affoltern, Martin Gallusser, wird im nächsten Frühling für eine weitere Amtszeit kandidieren. Er wird den ganzen Tag am Stand anwesend sein. Es bietet sich die Gelegenheit, ihm auf den
Zahn zu fühlen. Zudem werden unser scheidender Kantonsrat Moritz Spillmann, wie auch seine Nachfolgerin Hanna Pfalzgraf, von 12 bis 16 Uhr anwesend sein. Hanna Pfalzgraf ist übrigens die jüngste Kantonsrätin aller Zeiten im Kanton Zürich. Zusätzlich werden weitere Kandidierende der SP aus weiteren Gemeinden des Säuliamtes im Laufe des Sonntages vorbeischauen. Und wie immer muss niemand ohne «Bhaltis» von unserem Stand weggehen! Wir freuen uns auf Ihren Besuch. SP Orts- und Bezirkspartei Affoltern
Bilder und ein Buch
Mit Fahrbetrieb
Im Kloster Kappel sind Aquarelle und Zeichnungen von Ueli Antonietti zu bestaunen. > Seite 17
Die Reppischtaler Eisenbahnamateure (REA) laden zum traditionellen Markt. > Seite 23
Ohne Satzverlust Das Team Damen 3 von Volley S9 bleibt auch gegen Engstringen auf Kurs. > Seite 27
Ämtler Unternehmer vernetzten sich Am 23. November lud die Standortförderung zum Unternehmerfrühstück ein Auch in Zeiten von Facebook, LinkedIn, Xing und Co. sind Netzwerkanlässe unabdingbarer Bestandteil der geschäftlichen Beziehungspflege. Am Donnerstag trafen sich in Bonstetten rund 40 Unternehmer zum Frühstück. Pünktlich um 7 Uhr begrüsste der Gastgeber Thuri Küng, Inhaber und Geschäftsführer vom Gartencenter Guggenbühl die Gäste in der weihnachtlich dekorierten MärchenweltGärtnerei. Auch der Präsident und der Geschäftsleiter der Standortförderung hiessen die zahlreichen Inhaber und Geschäftsführer der Mitgliederfirmen der Standortförderung sowie die anwesenden Geschäftsleitungsvertreter von Unternehmen aus dem Knonauer Amt mit mehr als 20 Mitarbeitenden willkommen. Ebenso kamen Gemeindepräsidenten und Präsidenten von Wirtschaftsverbänden und Gewerbevereinen der Region.
Erfolgreiche Standortförderung Stefan Gyseler, Präsident der Standortförderung Knonauer Amt, informierte über die kürzlich durchgeführten Projekte wie den gelungenen Auftritt an der Zuger Messe, die geplante Lancierung der fairen Milch Säuliamt am
Fahrzeuge ausgeliefert Ottenbacher Volvo-Garage liefert Polizei-Einsatzfahrzeuge. Es nahm sich fast etwas beunruhigend aus: Gleich drei Polizei-Fahrzeuge standen am Freitag in Front zur Ottenbacher Volvo-Garage von Albin Herzog. Allerdings waren die drei Volvo XC60 rasch wieder verschwunden – abgeholt von der Regionalpolizei Bremgarten. Gemeinsam mit einer Delegation seines Corps durfte Manfred Tschannen, Chef der Regionalpolizei Bremgarten, die drei neuen Einsatzfahrzeuge, speziell ausgerüstet von der Marty Systemtechnik AG, anschliessend in den Dienst übernehmen. Neben den guten Fahrleistungen und der beruhigenden Sicherheit, welche das Mittelklasse-SUV XC60 bietet, seien vor allem auch die Zuverlässigkeit und die Servicequalität der Albis Herzog Garage Gründe gewesen, die neuen Einsatzfahrzeuge in Ottenbach zu beziehen. Und dieses liege ja in direkter Nachbarschaft, schliesslich erstrecke sich das Einzugsgebiet der Bremgartner Regionalpolizei mit seinen insgesamt fast 41 500 Einwohnern bis nach Jonen. (kb.)
Die Regionalpolizei holt die Volvos ab. (Bild zvg.)
nehmen im Knonauer Amt zu Hause ist und von hier aus wirtschaftet.
Ungewohnter Einblick
Die Unternehmer erhielten einen spannenden Blick hinter die Kulissen des Gartencenters Guggenbühl. (Bild zvg.) 2. Dezember mit dem Bauernverband sowie einer modernen Freizeit-/Erlebniskarte Knonauer Amt 2018, in Form einer Panoramakarte. Im Weiteren konnte Gyseler bekannt geben, dass für den im Mai an der Generalversammlung angekündigten Rücktritt des Geschäftsleiters Marcel R. Streiff per 31. Dezember, in Johannes Bartels ein geeigneter Nachfolger gefunden ist. Er wohnt seit über zehn Jahren mit seiner Frau und seinen vier Kin-
dern in Aeugst. Johannes Bartels ist selbstständiger Kommunikations- und Unternehmensberater und hat an der Theologischen Fakultät der Universität Zürich studiert. Johannes Bartels hat unter anderem ein Nachdiplomstudium in Nachhaltigkeitsmanagement absolviert und eine Masterarbeit über die Entwicklung eines Instruments für die Praxis von Gemeindeführungen im Rahmen von kommunalem Nachhaltigkeitsmanagement ge-
schrieben. Er werde die Geschäftsstelle der Standortförderung ab Anfang 2018 führen und an der Generalversammlung vom Mai zur offiziellen Wahl vorgeschlagen. Das anschliessende, grosszügige Frühstücksbuffet bot Raum zum Knüpfen von Kontakten. Eine Gemeinsamkeit hatten alle: Das wirtschaftliche Vorankommen und das Interesse, dass die Region eine positive und nachhaltige Entwicklung erfährt, da ihr Unter-
An der Unternehmensführung von Thuri Küng, Inhaber und Geschäftsführer vom Gartencenter Guggenbühl, erhielten die Besucher einen ungewohnten Einblick in eines der modernsten Gartencenter Europas. Nicht nur der Blick aufs Dach, wo eine der grössten Fotovoltaik-Anlagen im Säuliamt installiert ist, verblüffte, sondern auch der Gang in den Untergrund, wo ein Regenwasserreservoir praktisch den ganzen Wasserbedarf deckt. Das Gartencenter Guggenbühl produziert jährlich rund 100 000 Pflanzen selber. Das Giesswasser ist zu 100 % rezykliert und mit einem modernen Prozess wird die Nährstoffauswaschung verhindert, was den Einsatz von Dünger erheblich reduziert. Für die Familie Küng sei Nachhaltigkeit von grosser Bedeutung, führte Küng weiter aus. Die Führung endete in der aktuellen Weihnachtsausstellung «Märchenwelt», wo die Gäste pünktlich um 8.30 Uhr verabschiedet wurden und sich gestärkt und gut gelaunt auf den Weg an ihre Arbeit machten. (pd.) Weitere Infos zur Standortförderung Knonauer Amt unter www.knonauer-amt.ch.
Kleiner aber feiner Adventszauber
Am bewusst familiär gehaltenen Weihnachtsmarkt der Gärtnerei Schuler in Hausen, kommt am Advents-Märt vom Freitag und Samstag, 1. und 2. Dezember, weihnachtliche Stimmung auf.
Rohstoffe aus der Region, die auch hier verarbeitet werden – dafür steht «Yummy». Am Chlausmärt Affoltern und am Spräggelemärt Ottenbach kann man die hochwertigen Spezialitäten kennenlernen.
Gärtnerei Schuler, Hausen, lädt zum Stöbern «Yummy» steht für exklusive Spezialitäten
Bei der Gärtnerei Schuler in Hausen steigt einmal mehr der kleine, aber umso gemütlichere Advents-Märt. Diesen lässt sich auch der Samichlaus nicht entgehen. Er hat seinen Besuch mit dem Schmutzli am Samstag, zwischen 11 und 14 Uhr angekündigt. An festlich geschmückten Ständen finden die Marktbesucher von Inhaberin Heidi Schuler gestaltete Adventskränze und Gestecke für Türen und Tische. Ihre Schwester Rita Wettstein bietet Spruchschilder aus Holz, Teigwaren-Wichtel und aus Kaffeekapseln gefertigter Christbaumschmuck. Sehr dekorativ sind auch Stefan Wettsteins Samichläuse aus Zimtstangen. Hinter seiner Idee «15 Minuten Weihnachten» verbergen sich kleine Geschenksäckchen. Deren Inhalt – eine kleine Weihnachtsgeschichte, ein Guetzli und Tee, sollen dazu animieren, 15 Minuten innezuhalten und die Weihnachtszeit zu geniessen. Als Geschenk eignen sich Schmuckstücke und schicke Strickmützen von Sonja Schneebeli. Tolle Mitbringsel sind die Windlichter und Kartonrosen von Margrit Graf oder verschiedene selbst hergestellte
Weihnachtliche Stimmung in der Gärtnerei Schuler in Hausen. (Bild zvg.) Delikatessen. Brigitte Zehnder zeigt, wie mit Klöppeln filigrane Arbeiten aus Garn entstehen. Auch das leibliche Wohl kommt nicht zu kurz. Käseliebhaber finden ein Angebot an Alpkäse. Für den Hunger vor Ort hält der Grillstand Cervelats und Bratwürste bereit. Glühwein wird in der kleinen Scheune, die für diesen Anlass liebevoll zum «Kafistübli» dekoriert wird, ausgeschenkt. (abo) Advents-Märt am Freitag, 1. Dezember, 16 bis 21 Uhr, Samstag, 2. Dezember, von 10 bis 17 Uhr, bei der Gärtnerei Schuler, Ebertswilerstrasse 48, Hausen.
«Yummy» muss man eigentlich nicht erklären, es steht für köstlich, lecker, oder auf Schweizerdeutsch «fein». Für hochwertige Spezialitäten also, die ein tolles Essen bereichern. Den Anfang machte in der Produktpalette der Box GmbH vor rund einem Jahr reiner Gärungsessig aus Ottenbacher Schellerbirnen. Diese Sorte ist äusserst vital und ertragsreich. Als schlanker Hochstammbaum ist die Schellerbirne ein Gewinn für die ökologisch wertvolle Reusstal-Landschaft. Der Essig wurde dann bald auch zu Senf weiterverarbeitet. «Shrub!» – ein natürlicher Fruchtsirup mit Essignote –, Milchschokolade mit gerösteten Rapskernen aus Ottenbach und kaltgepresstes Rapsöl, ebenfalls aus dem Reusstal, sind weitere Zugpferde aus der «Yummy»-Produktpalette.
Erhältlich am Chlausmärt Affoltern und Spräggelemärt Ottenbach In der Produktion verzichtet die Box GmbH konsequent auf künstliche Aromen, Geschmacksverstärker oder
Die Produkte stehen bei «Yummy» im Vordergrund. (Bild Thomas Stöckli) Konservierungsstoffe. Gemeinsam sind den Spezialitäten die sorgfältige Auswahl regionaler Rohstoffe und die Verarbeitung durch Fachleute in der Region. Die kurzen Transportwege sind nicht nur umweltschonend, sie reduzieren auch das Verkehrsaufkommen auf den Strassen. Ausgewählte «Yummy»-Produkte sind in der Landi Bickwil, im Obfelder Dorfmärt und im Chäs Stöckli in Affoltern erhältlich. Weiter bringt die Box GmbH sie auch an den Affoltemer Chlausmärt vom 3. Dezember und den Spräggelemärt vom 8. Dezember in Ottenbach. (tst.)
«Die Schliessung ist eine schmerzhafte Entscheidung für alle …» Per Ende Jahr verliert Affoltern das Schuhhaus Gretener 38 Jahre lang gab es das FamilienSchuhhaus Gretener am Sternenkreisel in Affoltern. Ende Jahr ist Schluss. Der Verkaufsmarkt und das Kaufverhalten der Kunden drückten dem Traditionsgeschäft nach und nach das Blut ab, wie Geschäftsleiter Guido Gretener festhält. «Anzeiger»: Herr Gretener, Sie geben Ihr Geschäft in Affoltern per Ende Jahr auf, sind die Gründe persönlicher oder wirtschaftlicher Natur? Guido Gretener: Sie sind in erster Linie wirtschaftlicher Natur. Der Verkaufsmarkt hat sich sehr stark verändert, es herrscht ein gewaltiger Verdrängungswettbewerb, der schon in den Siebziger- und Achtzigerjahren mit der Filialisierung von Grossunternehmen begonnen und seit zehn oder fünfzehn Jahren durch den Onlinehandel noch massivere Auswirkungen hat. Zudem machen sich auch der schwache Euro und der damit zusammenhängende Einkaufstourismus bemerkbar. Liegt es auch am Kaufverhalten der Kunden? Selbstverständlich. Die vorab genannten Veränderungen im Verkaufsmarkt haben auch das Kaufverhalten der Kunden stark beeinflusst. Wir spüren den verstärkten Internethandel
flussung. Dies allerdings waren lediglich Spitzen, die sich im Verlauf des Jahres aufholen liessen und sich wieder einpendelten. Heute ist das anders? Ja, die seit geraumer Zeit herrschende Situation mit dem Rückgang bei Frequenzen und Umsatz ermöglicht es uns nicht mehr, eine lohnende Rendite zu erwirtschaften. Und dies, obwohl wir Einsparungsmöglichkeiten so weit wie nur möglich ausgeschöpft haben.
Guido Gretener: «Die Schliessung unseres Schuhhauses in Affoltern auf Ende Jahr ist eine schmerzhafte Sache – nicht nur für unsere Firma und mich, sondern für alle Beteiligten. (Bild Urs Kneubühl) und die Handy- und InternetGeneration fehlt uns als Kundschaft (fast) komplett. Gab es früher keine solch starken Wandlungen?
Gewiss gab es auch früher schon Ups und Downs. Mal spielte das Wetter eine einschränkende Rolle, vielleicht war es die Eröffnung der Filiale eines Mitbewerbers in der Nähe oder es gab irgendeine andere Beein-
Der Standort an und für sich ist aber nicht schlecht, oder? Nein, durchaus nicht. Gut, vor 38 Jahren hatten wir das Glück, dass wir am Sternenkreisel die Nachfolge des Schuhgeschäftes Günthard übernehmen konnten. Wir haben in Affoltern, wie in unseren andern beiden Geschäften in Cham und Zug, stets auf ein qualitativ hochstehendes Angebot und auf persönliche Bedienung geachtet, was entsprechend sehr geschätzt wurde. Und mit Um- und Ausbauten sowie laufend gemachten Verbesserungen haben wir die Attraktivität des Standortes Sternenkreisel hochhalten können. So gesehen hatten wir tatsächlich eine gute Zeit in Affoltern. Und Sie haben ja auch einiges in das Ladengeschäft investiert… Ja, das stimmt – erst vor ein paar Jahren gab es einen stattlichen Aus-
bau. Damals war allerdings nicht abzusehen, dass wir schon wenig später die Notbremse ziehen müssten. Ist die Schliessung für Sie eine schmerzhafte Entscheidung? Nicht nur für mich und unsere Firma, sondern für alle Beteiligten. Zuerst sind da selbstredend die Mitarbeitenden zu nennen, die leider ihren Job verlieren – eine Vollzeit- und fünf Teilzeitmitarbeiterinnen. Und vor allem muss ich da Anni Palermo nennen, die zu unserem Start noch in der Ausbildung war und heute als Filialleiterin das Geschäft führt. Eine ausgezeichnete Mitarbeiterin, welche ihren Job und den Umgang mit den Kunden grossartig ausübt. Wie sieht es mit Ihren Schuhhäusern in Cham und Zug aus; stehen weitere Schliessungen zur Diskussion? Nein, die beiden anderen Geschäfte bleiben vorderhand bestehen. Aber wir müssen selbstverständlich unsere Strukturen überdenken und bereinigen, um die Zukunft des Familienunternehmens zu sichern. Was geht am Standort Sternenkreisel? Der Hausteil gehört unserer Familien AG und wir werden versuchen, Mieter oder einen Käufer zu finden. Interessenten für eine Zwischennutzung haben sich bereits gemeldet. Interview: Urs Kneubühl
Fakultativer Abzug für sichere Finanzierung Der Kanton Zürich kann nicht wie andere Kantone die ordentlichen Gewinnsteuersätze stark senken, da ein sehr grosser Anteil des zürcherischen Steuersubstrates von juristischen Firmen stammt. Deshalb besteht bei hohen Gewinnsteuersätzen und bei Annahme der Steuervorlage 17 das Risiko, dass beispielsweise Holdings und Finanzbetriebsstätten den Kanton Zürich verlassen würden und damit viel Steuersubstrat verloren ginge. Um den Wegzug solcher Firmen zu verhindern, will der Kanton Zürich einen fakultativen Abzug für die sichere Finanzierung (zinsbereinigte Gewinnsteuer) von Unternehmen einführen. Ein wirtschaftlich starker Kanton Zürich ist auch im Interesse der übrigen Schweiz. Sämtliche Finanzdirektoren der anderen Kantone haben dies erkannt und haben sich zwischenzeitlich der Auffassung des Kantons Zürich angeschlossen. Alle Finanzdirektoren der Kantone sind für die Einführung eines solchen freiwilligen Steuerabzuges für Eigenkapitalzinsen bei den Staatsund Gemeindesteuern, nicht aber bei der direkten Bundessteuer. Die kritischen Städte im Kanton Zürich müssen nun noch von dieser für den Kanton Zürich sehr wichtigen Abzugsmöglichkeit überzeugt werden. Nur eine gemeinsame zürcherische Befürwortung eines solchen Abzuges für eine zinsbereinigte Gewinnsteuer hat in Bern Erfolg.
Landladen Aeugst mit Christbaumverkauf Gerade ein Jahr ist es her, seit Kathrin Weiss, ihr 2008 gegründetes Blumengeschäft mit neuem Konzept, wiedereröffnet hat. Der Landladen, ehemals die Blumenbinderei, ist eine Genussboutique par excellence. In den über hundertjährigen Räumlichkeiten im Aeugster Dorfkern taucht man in eine Welt des Genusses ein. Verkauft werden Hofprodukte und hausgemachte Köstlichkeiten, welche in Handarbeit aus Rohmaterialien auf dem elterlichen IP-Suisse Landwirtschaftbetrieb hergestellt werden. Dabei liegt Kathrin Weiss eine nachhaltige Landwirtschaft sehr am Herzen. So kultiviert sie ihr Gemüse,
die Blüten und Kräuter allesamt komplett ungespritzt. Die Produkte, die im Landladen verkauft werden, sind vielseitig und saisonal. Das Sortiment reicht von Konfitüren, Sirup, Dörrobst, allerlei Eingemachtem, Spirituosen bis hin zu Blütenbadesalzen. Es sind Produkte mit Charakter, von denen man weiss, wo sie gewachsen sind. «Viele Kundenbeziehungen bestehen nun bereits seit den Gründungsjahren der Blumenbinderei und sind für mich sehr wertvolle und persönliche Kontakte», sagt Kathrin Weiss. Um diese zu pflegen, öffnet sie jeweils Dienstag- und Donnerstagnachmittag sowie am Samstagmorgen die Türen des Landladens. Dann werden den Besuchern die neusten Produktekreationen zum Degustieren gereicht. Immer dann, wenn Kathrin Weiss statt im Laden im Garten oder in der Produktionsküche weilt, steht den Kunden rund um die Uhr eine moderne Selbstbedienung mit Verkaufsautomaten zur Verfügung. Vom 8. bis 23. Dezember findet auf dem Areal des Landladens übrigens der jährliche Christbaumverkauf statt. Die Tannenbäume sind alle ungespritzt und kommen aus den eigenen Kulturen. Bei einem wärmenden Punsch ist man eingeladen, seinen persönlichen Baum auszusuchen. Und im Landladen, welcher während des gesamten Christbaumverkaufes geöffnet ist, findet man weihnachtliche Geschenke und feine Hof-Spezialitäten. (pd.) Öffnungszeiten Christbaumverkauf: Montag bis Freitag, 9 bis 12 Uhr und14 bis 18 Uhr; Samstag, 9 bis 15 Uhr; Sonntag, 10 bis 15 Uhr. Weitere Infos
Kathrin Weiss. (Bild zvg.)
unter: www.der-landladen.ch. Der Landladen, Unterdorf 6, Aeugst Telefon 044 760 30 80.
Natürliches Heilen für mehr Balance
Praxis 13 in Affoltern lädt zur Besichtigung
Von links: Carmen Müller, Yvette Plimmer, Danijela Pandurovic und Mirjam Kränzlin. (Bild zvg.)
Am Freitag, 1. Dezember, von 17 bis 20 Uhr, laden die vier Power-Frauen von der Praxis 13 in Affoltern zur Besichtigung ihrer neuen Räumlichkeiten und zum Ausprobieren ihrer Heil-Angebote ein. Das Praxis-13-Team ist auf natürliche Heil-Angebote spezialisiert und seit Jahren auf diesem Gebiet tätig. Im Zentrum steht die Lebensenergie des Klienten. Starrheit, Verspannungen, blockierte Erlebnisse und Gefühle in Körper und Seele hindern den Fluss der natürlichen, menschlichen Entwicklung. Das Leben ist Bewegung auf jeder Ebene und der Mensch kann auf unterschiedliche Arten wieder in Balance und Schwung gebracht werden.
Im Angebot sind Reiki-Energiebehandlungen, Aroma- und klassische Massagen, Quantenheilungen, Akupressur-Massagen mit Infrarotwärme, Körper- und Bewusstseinsschulungen sowie vegane Bio-Produkte von Ringana. Zudem bieten Carmen Müller, Mirjam Kränzlin, Yvette Plimmer und Danijela Pandurovic vielfältige Gesundheitskurse an. Wer am Abend des 1. Dezember vorbeischaut, kann sich bei Häppchen und Getränken über die Angebote erkundigen, sie gleich ausprobieren und von Geschenk-Gutscheinen mit 13 Prozent Rabatt profitieren. (pd.) Praxis 13, Obere Bahnhofstrasse 13, Affoltern. www.facebook.com/Praxis13. www.plimmer.ch, www.healing-touch.me, www.mehr-balance.ch.
Ein Stück Knonauer Amt mit Farbe und Pinsel festgehalten Ausstellung in Kappel: Aquarelle und Zeichnungen von Ueli Antonietti Ueli Antonietti lebte mit seiner Frau 1980 bis 2012 in Hausen – und hat seine Umgebung mit zahlreichen Zeichnungen und Bildern festgehalten. Sein Wirken wird ab 3. Dezember mit einer Retrospektive mit Bildern im Kloster Kappel gewürdigt. ................................................... von regula zellweger Menschen werden mit unterschiedlichen Begabungen und Talenten geboren. Wie sich diese entwickeln, hängt einerseits vom Willen des einzelnen ab, diese Begabungen zu leben und daraus überdurchschnittliche Fähigkeiten zu entwickeln. Anderseits wirken Lebensumstände fördernd oder einschränkend. Ueli Antonietti, geboren und aufgewachsen in Davos, bekam die Begabung des genauen Beobachtens mit. Das Beobachten und die Genauigkeit hat er beruflich in einem technischen Beruf umgesetzt. Schon früh übte er das zeichnerische Wiedergeben dessen, was er gesehen hat. Er blieb dran, obwohl sein Talent in der Schulzeit weder geschult noch gefördert wurde. Er zeichnete und malte, was ihm gefiel: Natur, Landschaften, Häuser, Menschen und Tiere. Und er experimentierte mit verschiedenen Techniken. Aber er wollte nie mehr als wiedergeben was er sah – und wie er es sah. Antonietti war ein ausdauernder Autodidakt. Das Wiedergeben mit gestalterischen Mitteln blieb zeitlebens seine Passion. Seine künstlerischen Fähigkeiten entfaltete er
Das winterliche Kloster Kappel. Ueli Antonietti vermittelt Winterstimmungen, die man nicht nur sieht, sondern die auf alle Sinne wirken und Emotionen auslösen. (Bild zvg.) besonders in Aquarelltechnik und in seinen Winterbildern.
Freude am Schaffen Ueli Antonietti brauchte das Wort «Künstler» für sich voller Bescheidenheit in Anführungszeichen. Man kannte ihn in der Region, nahm er doch immer wieder an Ausstellungen teil, beispielsweise an «Aemtler Künstler», an «Kreativ schaffendi Husemer» und an «Aktive Senioren Oberamt». Ihm persönlich war die Anerkennung als Künstler weniger wichtig als seine eigene Begeisterung für das Zeichnen und Malen und die Freude, die er anderen mit seinen Werken be-
reitete. Menschen, die seine Zeichnungen und Aquarelle kauften, freuten sich, dass sie eine künstlerische Umsetzung ihres Elternhauses, ihres Wohnquartiers oder einer Landschaft, die sie kannten und liebten, bekamen. Ueli Antonietti hat mit seinen Zeichnungen und Aquarellen Spuren gelegt, die für kommende Generationen seine Zeit, aber auch das Säuliamt lebendig erhalten.
Vernissage mit Buch-Präsentation In der Ausstellung in Kappel wird ein Querschnitt durch sein Schaffen gezeigt – neben Motiven aus dem Knonauer Amt auch Bergmotive, Ferien-
bilder, Skizzen und Studien. Für die Ausstellung stellten einige Privatpersonen ihre Bilder freundlicherweise zur Verfügung. Es können aber auch Bilder aus dem Nachlass erworben werden. Anlässlich der Vernissage präsentieren Katharina Antonietti und René Marthaler zudem den Bildband, den sie im persönlichen Andenken an Ueli Antonietti mit seinen Werken gestaltet haben. Retrospektive Ueli Antonietti – Aquarelle und Skizzen, Kloster Kappel, 3. Dezember 2017 bis 8. Januar 2018. Vernissage und Buchpräsentation: Sonntag, 3. Dezember 2017, 15.30 Uhr. Buch: Ueli Antonietti, Hrsg. Katharina Antonietti, ISBN 978-3-033-06371-6, Fr. 34.-.
«Die Kundengunst ist für unsere Klienten das grösste Kompliment» Gärtnerei des Götschihofs verkauft von beeinträchtigten Menschen hergestellte Produkte Am Samstag, 2. Dezember, von 9 bis 16 Uhr, wird der Beginn des Adventsverkaufs in der Gärtnerei des Götschihofs gefeiert. Wenn die von ihnen hergestellten Produkte gekauft werden, trägt dies ungemein zur so wichtigen Selbstsicherheit der Klienten in geschützten Arbeitsplätzen und der Beschäftigung bei.
sogar kauft, dann sind alle Mühen vergessen und ich bin einfach glücklich und stolz», erklärt Miriam Queiser.
Hochs und Tiefs werden emotional gelebt
................................................... von salomon schneider «Du Ines, wurde schon von unseren Sachen verkauft?», wird Ines Strahl, Leiterin der Gärtnerei des Götschihofs bereits jetzt von den Klientinnen und Klienten in der Beschäftigung regelmässig gefragt. In der Beschäftigung geht es darum, Menschen mit schweren Behinderungen Tagesstrukturen
Ines Strahl, die Leiterin der Gärtnerei des Götschihofs, flankiert von Urs Dähler (links), dem Leiter Beschäftigung sowie Volker Kessler, dem Gesamtleiter. (Bilder Salomon Schneider)
zu bieten. Im Götschihof, der zur Stiftung Solvita gehört, funktioniert die Beschäftigung so, dass die Beeinträchtigten hochwertige Produkte in zahlreichen kleinen Einzelschritten herstellen. Ohne Leistungsdruck werden so ihre Fähigkeiten gefördert. Ines Strahl erläutert: «Wenn sie mit ihren Produkten die Kundengunst gewinnen, dann herrscht hier Feststimmung. Das ist für sie das grösste Kompliment und ungemein motivierend.»
Fördern und fordern Tönerne Granatäpfel aus der Beschäftigung des Götschihofs.
Die Kundengunst ist jedoch nicht nur für die Menschen in der Beschäftigung
wichtig. In den Gärtnerbetrieben des Götschihofs werden auch geschützte Arbeitsplätze angeboten, für Menschen mit leichten Behinderungen. Ines Strahl bringt mit ihrem System des Förderns und Forderns junge Erwachsene immer wieder zu Höchstleistungen und manche schaffen sogar den Sprung in den ersten Arbeitsmarkt. «Ich habe in den Jahren in der Gärtnerei unglaublich viel dazugelernt – auch Sachen, die ich mir nie zugetraut hätte. Ines ist zwar streng, doch wenn ich etwas Neues lerne, dann kann ich das anschliessend immer wieder machen. Wenn eine Kundin meine Sachen schön findet oder
Da sie von Menschen mit Beeinträchtigungen hergestellt werden, haben alle Werkstücke im Adventsverkauf eine einzigartige Geschichte. In der Beschäftigung wird mehrere Monate auf den Weihnachtsverkauf hingearbeitet. Da es dort keinen Leistungsdruck gibt, kann es Wochen dauern, bis ein Werkstück fertig ist. «Wenn ein tönernes Werkstück kurz vor der Fertigstellung auf den Boden fällt und zerbricht, dann ist dies ein echtes Drama für diese Person und es muss wieder viel Aufbauarbeit geleistet werden. Im Götschihof werden Höhen und Tiefen mit allen Emotionen gelebt. Dadurch werden die liebevoll gestalteten Adventswerkstücke aber auch so einzigartig», erläutert Ines Strahl. Der Beginn des Adventsverkaufs wird am Samstag, 2. Dezember, von 9 bis 16 Uhr festlich begangen. Im Gärtnereibistro gibt es Kaffee und Kuchen und viel Zeit und Raum für Unterhaltungen. Im Dezember ist der Gärtnerei-Laden ebenfalls am Samstag, von 8 bis 12.30 Uhr geöffnet, nicht nur wochentags, von 8 bis 12 Uhr und von 13.30 bis 17 Uhr. Der Gärtnerei-Laden des Götschihofs befindet sich an der Riedstrasse 14, in Aeugstertal.
Windbeutel! Apfelstrudel! «Hast du eine Daunenjacke übrig?» Ich machte Halt bei meiner Mutter auf dem Weg zu einer Kurswoche und hatte nur einen Wollblazer dabei. Der war zu leicht bei diesem Temperaturwechsel. Meine Mutter holte eine weinrote Jacke aus dem Schrank. Die sei ihr zu gross geworden, sie habe sich eine neue gekauft. Ich zog sie an, «passt» und fuhr nach Inzigkofen, einem ehemaligen Kloster. Dort war es wie immer, nämlich schön, innen und aussen. Sogar sonnig. Ich konnte jeden Tag mit offener Jacke durch den Kräutergarten schlendern. Wichtig war ausser dem Kurs das Essen. Vegetarisch oder Fleisch? Beides sensationell gut. Ich esse Salat aus Gesundheitsgründen. Hier aber aus Lust! Ich häufte auf den Glasteller grünen Kopfsalat in grossen Mengen. Eine Nachfrage in der Küche bereits letztes Jahr half mir nicht wirklich weiter. Salatsosse mit Essig und Öl, Pfeffer, Salz und diversen Kräutern. So mache ich sie auch zu Hause. Und doch … Chicoréesalat gehört ebenfalls nicht zu meinen Favoriten, aber hier – ich schöpfte dreimal! Natürlich war auch die Hauptspeise prima, Rindsroulade und Kartoffelpuffer, oh! Wie gut, dass an zwei Tagen ein Süssspeisenverweigerer an meinem Tisch sass. Dessen Portionen machte ich ebenfalls zu der meinen: Windbeutel! Apfelstrudel! Ich wurde mehr als satt. Ja, und dann war die Schlemmerwoche vorbei, und ich kam wieder für zwei Tage zu meiner Mutter. Sie hatte ebenfalls fein gekocht. Nach dem Mittagessen wollte ich ins Café, um eine alte Schulfreundin zu treffen. Ich nahm die weinrote Jacke von der Garderobe und – brachte den Reissverschluss nicht zu. Die ganze Woche über hatte ich sie offen getragen und somit meinen Bauchzuwachs gar nicht bemerkt. Um Gottes Willen! Im Cafe sass Brigitte, und ich zeigte ihr entsetzt die zu enge Jacke, bestellte aber gleichzeitig Streuselkuchen. Auf dem Heimweg war es kalt. Ich zerrte und zog am Reissverschluss. Nur mit Mühe konnte ich ihn zuziehen. Im Spiegel eines Schaufensters sah ich aus wie eine Presswurst. Ich verwünschte Windbeutel, Apfelstrudel, und auch den Kuchen von vorhin. Dass man immer büssen muss im Leben für harmlose schöne Dinge! Ich hatte ein enormes Völlegefühl und mein Gang war irgendwie auch schwerfällig geworden, dabei hatte ich noch überlegt, ob ich mich für das nächste Frühjahr zu einer Woche «Wandern und Singen» anmelden sollte. Da waren aber Steigungen drin, und die wären mit diesem Übergewicht niemals zu schaffen. Zurück in der Wohnung meiner Mutter. Ich zog die Daunenjacke aus, und als ich sie in der Garderobe aufhängen wollte, sah ich da eine zweite weinrote Jacke hängen. Ach du mein Gott, das war ja die richtige!!! Aus Versehen hatte ich vorher die neue, schmalere, aber wiederum weinrote Jacke meiner Mutter getragen! «Was gibt’s heute Abend zu essen?», fragte ich fröhlich. Ute Ruf anzeige
Kreative Erwachsene gönnten sich eine Auszeit vor der Weihnachtshektik Kerzenziehen für Erwachsene im Bauspielplatz Affoltern Wer der Meinung ist, dass beim Kerzenziehen nur Kinder ihren Spass haben, liegt falsch. Das bewiesen rund 30 Erwachsene am vergangenen Freitagabend im Gemeinschaftszentrum Bauspielplatz in Affoltern. ................................................... von andrea bolliger Es begann mit der Auswahl des Wachses – Paraffin- oder Bienwachs, und des Dochtes. Diesen gab es in verschiedenen Dochtstärken. Diese bestimmt den maximalen Kerzendurchmesser. Mit Bienenwachs lassen sich in kürzerer Zeit dickere Kerzen ziehen, wogegen sich mit dem farbigen Paraffinwachs kreativere Ideen umsetzen lassen, was am Schluss des Abends noch eindrücklich zu bestaunen war. Manche entschieden sich für beides, so konnten sie, während die einen Kerzen draussen trockneten, die anderen vom Nagelbrett nehmen und weitermachen. Wer beim Kerzenziehen hetzt, hat verloren. Taucht man den Docht zu häufig ins Wachs, ohne ihn auszukühlen, so fällt irgendwann der ganze Wachsklumpen in den Topf zurück. Die Teilnehmenden waren sich einig: Kerzenziehen wirkt entschleunigend, ja fast medidativ. Es ist empfohlen die Kerzen nach einigen Eintauchern ins Wachs, zwischen fünf und zehn Minuten trocknen zu lassen. Länger schadet natürlich nicht. Während eines Imbisses im weihnachtlich dekorierten Ambiente, verstrichen die Minuten wesentlich schneller. Selbstgemachte Frühlingsrollen und Wan-Tans, die Hot-dogs und eine grosse Auswahl an Süssgebäcken kamen gut an. Dazu gab es eine grosse Auswahl an wärmenden Getränken. Manche Teilnehmende waren seit Jahrzehnten nicht mehr beim Kerzenziehen gewesen und frischten an dem Abend Erinnerungen an die Schulzeit auf. Andere waren bereits die Tage zuvor mit ihren Kindern gekommen und genossen jetzt das ruhigere Ambiente. Wer sich eine grössere Kerze ziehen wollte, tat gut daran, früh genug zu erscheinen. Um einen ordentlichen Durchmesser zu erreichen, sind gut anzeige
Sarah Hug kombinierte die Wachsfarben so, dass eine türkisfarbene Kerze entstand.
V.l.n.r. Marina Pianezzi, Nicole Grossmann und Alexandra Briner verbrachten einen entspannten Abend und zogen fleissig Paraffin- und Bienenwachskerzen, die sie verschenken werden.
anderthalb Stunden nötig. Wer später anfing, konnte seine Kerze hängen lassen und tags darauf oder am Sonntag noch einmal auf den Bauspielplatz kommen, um das Werk zu vollenden.
Um 22 Uhr war noch lange nicht Schluss Ein gemütlicher Abend war angekündigt worden und das wurde er auch. Die Erwachsenen genossen die entspannte Stimmung unter sich. An den Wachstöpfen kam man ins Gespräch. Überraschend viele jüngere Erwachsene waren unter ihnen und nicht etwa nur Frauen, sondern auch Männer. Die ganz feine Arbeit überliessen aber auch sie den fachkundigen Helferinnen. Therese Bommel und Maria Sonnleitner haben in einem Kurs gelernt, wie man aus gezogenen Kerzen Kunstwerke zaubert. Die Zeit war im wie im Flug vergangen und so wurden die Dienste der beiden erst nach 22 Uhr, als die Veranstaltung eigentlich zu Ende war, in Anspruch genommen. Damit die Kerzen bearbeitet werden können dürfen sie aber noch nicht zu kalt sein. Aber auch hier wussten die beiden Frauen Rat: Mit Material, welches von geschnittenen Kerzen übrig
Maria Sonnleitner (links) und Therese Bommel verschönern die gezogenen Kerzen. (Bilder Andrea Bolliger) geblieben war, liessen sich ebenfalls hübsche Kreationen zaubern. Diese wurden dann über die Kerze gelegt und mit Stecknadeln fixiert. Das Ganze wurde in einem Tauchbad aus Par-
affin mit der Kerze verbunden. Gemäss einer Studie brennen frisch gezogene Kerzen übrigens nicht schneller ab, als länger gelagerte. Mit dem heutigen Paraffin habe die Lagerung kei-
nen Einfluss mehr auf die Brenndauer, erklärt Therese Bommel. Ohnehin werden die Kerzen, die zum grossen Teil verschenkt werden, den Betrachter auch als Dekoration erfreuen.
Festliche Weine zum Apéro, Weihnachtsschmaus und Dessert. Lassen Sie sich in unserem Geschäft in Obfelden inspirieren! Weinladen Obfelden · Inhaberin Myriam Bulliard-Bernet Küferweg 3 · 8912 Obfelden · T 044 761 10 00 · info@bioweinladen.ch · www.bioweinladen.ch
«A season’s passing»
«Brassissimo» zu Gast
«Changing Times»: Konzert in der ref. Kirche Bonstetten
Winterkonzert Musikverein Mettmenstetten
Das «Changing Times Women’s Ensemble» unter der Leitung von Casey J. Crosby singt am Freitag, 1. Dezember, um 20 Uhr in der reformierten Kirche Bonstetten.
Am Sonntag, 3. Dezember, konzertiert der Musikverein Mettmenstetten – erst im Stampfisaal Knonau und dann in der reformierten Kirche Mettmenstetten. Zu Gast sind «Brassissimo». Sie werden allein und zusammen mit dem Musikverein zu hören sein.
Das Thema des diesjährigen Konzertes heisst: «A season’s passing». Alles ist vergänglich und verändert sich, nicht nur die Jahreszeiten. Das Leben ist voller Veränderungen – Veränderungen, die einem Freude schenken, aber auch solche, die fordern oder sogar überfordern. Das «Changing Times Women’s Ensemble» singt am diesjährigen Weihnachtskonzert von Veränderungen in der Liebe, Veränderungen von
Das «Changing Times Women’s Ensemble» bei den Proben. (Bild zvg.) Jung zu Alt, von Geburt zum Tod, von Trauer zu Freude ... Der Chor freut sich am 1. Dezember um 20 Uhr auf viele Zuhörer und
Zuhörerinnen, die Lust haben, in schönen Erinnerungen der Vergangenheit zu verweilen und Hoffnung für die Zukunft zu tanken. (pd.)
Ämtler Bibliotheken im Dezember Die Weihnachtsferien dauern im ganzen Bezirk von Samstag, 23. Dezember, bis Samstag, 6. Januar 2018.
Bibliothek Aeugst Mittwoch, 6. Dezember, 14 Uhr: Kamishibai. Geschichten aus dem Koffer. Für Kinder ab 3 bis 4 Jahren. Mittwoch, 13. Dezember, 15 Uhr: Buchstart – Värsliziit. Mit dem Kind in die Welt der Verse und Fingerspiele eintauchen. Für Eltern mit Kindern zwischen 6 Monaten und 3 Jahren. Die Bibliothek ist an beiden Veranstaltungen wie gewohnt geöffnet. Samstag, 16. Dezember, 10 bis 12 Uhr: Buch & Kaffee. Neue Winterbücher fürs Schmökern vor dem Feuer liegen bereit. Das Bibliotheksteam freut sich auf regen Besuch und hält Kaffee und Zopf bereit. Während der Weihnachtsferien ist die Bibliothek am Samstag, 23. Dezember, und Samstag, 6. Januar 2018, offen.
Regionalbibliothek Affoltern Dienstag, 5. Dezember, 9.30 bis 10 Uhr: Buchstart-Treff für Eltern mit Kindern zwischen 9 und 36 Monaten. Gemeinsam Sprache erleben mit Reimen, Liedern und Geschichten. Dienstag, 5. Dezember, 19.30 Uhr: Winterbücherabend. Literaturvermittler und -kritiker Hardy Ruoss stellt Neuerscheinungen vor. Anschliessend Apéro. Eintritt frei – Kollekte. Montag, 11. Dezember, 18 bis ca. 18.30 Uhr: Bibliothekseinführung. Auf einem Rundgang wird über das Angebot, die Katalogsuche, die Onleihe, die Ausleihbedingungen und die Gebührenordnung informiert. Anmeldung nicht erforderlich. Freitag, 15. Dezember, 17.30 bis 19 Uhr: Anlaufstelle Onleihe. Wer die Onleihe nutzen möchte und Beratung und etwas Unterstützung braucht, kann gerne mit Fragen und Gerät vorbeikommen. Anmelden nicht erforderlich. Samstag, 16. Dezember, 11 bis ca. 11.30 Uhr: Gschichte-Samschtig. Kinder ab vier Jahren sind herzlich eingeladen, sich in Begleitung einer Bibliothekarin auf eine halbstündige Reise in die Welt der Verse, Lieder und Geschichten zu begeben. Freitag, 29. Dezember, 17.30 bis 19 Uhr: Anlaufstelle Onleihe. Samstag, 30. Dezember, 11 bis ca. 11.30 Uhr: Bibliothekseinführung. Während der Weihnachtsferien gelten die normalen Öffnungszeiten, ausser am Montag und Dienstag, 25. und 26. Dezember, sowie Montag und Dienstag, 1. und 2. Januar 2018, bleibt sie geschlossen.
Bibliothek Bonstetten Mittwoch, 6. Dezember, 9.30 Uhr: Buchstart-Treff «Reim und Spiel» für Kinder von 1½ bis 4 Jahre in Begleitung. Mittwoch, 13. Dezember, 9 Uhr: Adventsbücher-Kaffee mit musikali-
scher Umrahmung, das Bibliotheksteam stellt neue Medien vor und lädt zu Kaffee und Gebäck ein. Während der Weihnachtsferien ist die Bibliothek am Donnerstag, 28. Dezember, und Donnerstag, 4. Januar 2018, geöffnet.
geschlossen. Ab Mittwoch, 3. Januar, gelten wieder die normalen Öffnungszeiten.
Bibliothek Ottenbach Dienstag, 5. und 19. Dezember, 9 bis 9.30 Uhr: Buchstart-Treff für Eltern mit Kindern zwischen 9 und 36 Monaten – gemeinsam Sprache erleben mit Versen und Fingerspielen. Donnerstag, 14. Dezember, Adventsfenster: ab 15 Uhr Adventskafi, ab 19.30 Uhr Adventsgeschichten, musikalisch begleitet vom Duo «Daccustico» mit Torbjörn Hansson und Daniela Trinkler, Gesang und Gitarre. Während der Weihnachtsferien ist die Bibliothek am Donnerstag, 4. Januar 2018, von 15 bis 19.30 Uhr geöffnet. Erweiterte Öffnungszeiten während des Winterhalbjahres bis 18. April 2018: Die Bibliothek ist zusätzlich am Mittwoch von 15 bis 17 Uhr geöffnet.
Mittwoch, 6. Dezember, 9 bis 10 Uhr: Advents-Bücherkafi. Das Bibliotheksteam präsentiert in gemütlicher Runde neue Romane für lange Winterabende. Samstag, 9. Dezember, 10 bis 11 Uhr: «Hedingen persönlich» mit Bertram Thurnherr: eine Begegnung mit dem Gemeindepräsidenten. Erlebnisse und Beobachtungen aus acht Jahren Tätigkeit im Gemeinderat Hedingen. Mittwoch, 13. Dezember, 9.30 bis 10 Uhr: Buchstart-Treff für Eltern und Kinder von 9 bis 24 Monaten. Mit dem Kind in die Welt der Verse eintauchen und die gemeinsame Zeit geniessen! Mittwoch, 13. Dezember, 14.30 bis 15.15 Uhr: Geschichtentaxi für Kinder von 4 bis 6 Jahren. Spannender Geschichtennachmittag in der Bibliothek. Während der Weihnachtsferien ist die Bibliothek jeweils am Mittwoch von 10 bis 12 Uhr und am Donnerstag von 14 bis 19 Uhr geöffnet.
Montag, 4. Dezember, 18.30 Uhr: Adventsfenster. In der Bibliothek findet wieder ein gemeinsamer Adventsabend der Bibliothek und des Frauenvereins mit Flötenmusik, Geschichten und Gedichten statt. Auch für das leibliche Wohl ist gesorgt. Herzliche Einladung an alle! Während der Weihnachtsferien ist die Bibliothek am Samstag, 23. Dezember, von 9.30 bis 11.30 Uhr geöffnet. Ab Dienstag, 9. Januar, gelten wieder die normalen Öffnungszeiten.
Mittwoch, 6. Dezember, 15.30 bis 17.30 Uhr: Der Samichlaus kommt in die Bibliothek und bringt viele neue Bilderbücher, Hörbücher, DVDs und Spiele mit. Alle Kinder von 5 bis 7 Jahren sind herzlich eingeladen. Mittwoch, 13. Dezember, 14.30 bis 15 Uhr: Weihnächtlicher Geschichtenkoffer für Kinder im Alter von 5 bis 8 Jahren. Ein letztes Mal in diesem Jahr lassen sich spannende Winterund Weihnachtsgeschichten erleben. Anschliessend gibt es Weihnachtsguetzli und Punsch. Auf dem Medientisch befindet sich eine grosse Auswahl an Bastel- und Geschichtenbüchern, Hörbüchern und DVDs zur Advents- und Weihnachtszeit. Während der Weihnachtsferien bleibt die Bibliothek geschlossen.
Bibliothek Knonau Samstag, 2. Dezember: Weihnachtsmarkt in Knonau. Es werden stündlich (um 15, 16 und 17 Uhr) Geschichten in der Bibliothek erzählt. Für Kinder ab 3 Jahren. Mittwoch, 6. Dezember, 16 Uhr: «De Samichlaus chunnt id Bibliothek.»
Bibliothek Maschwanden Während der Weihnachtsferien bleibt die Bibliothek geschlossen.
Bibliothek Mettmenstetten Mittwoch, 13. Dezember, 15 Uhr: Zyt für Gschichte. Spielgruppenleiterinnen erzählen Geschichten für die Kleinen. Während der Weihnachtsferien ist die Bibliothek am Freitag, 29. Dezember, und am Freitag, 5. Januar 2018, von 17 bis 19 Uhr geöffnet.
Bibliothek Obfelden Während der Weihnachtsferien ist die Bibliothek bis Dienstag, 2. Januar,
Bibliothek Wettswil Sonntag, 3. Dezember, 11 bis 17 Uhr: Wettswiler Adventsmäärt. Die Bibliothek ist durchgehend geöffnet und bietet verschiedene Aktivitäten an. Um 14 Uhr gibt es eine Weihnachtsgeschichte. Während der Weihnachtsferien ist die Bibliothek jeweils am Mittwoch und am Donnerstag von 15 Uhr bis 19 Uhr geöffnet.(I.S.)
«Brassissimo» heisst das Codewort für das diesjährige Winterkonzert des Musikvereins Mettmenstetten. Sieben junge Musiker aus der Region musizieren seit 2013 unter diesem Namen. Die junge, aufgestellte und dynamische Gruppe pflegt ein abwechslungsreiches Repertoire und konnte an ihrem letztjährigen Konzert in Bonstetten das Publikum begeistern. Der
Musikverein Mettmenstetten freut sich, «Brassissimo» als Gastensemble zu begrüssen. Unter der Leitung von Adrian Kuoni wurde ein anspruchsvolles Programm einstudiert, das einen grossen zeitlichen Bogen von 1597 bis 2016 und einen musikalischen Bogen vom Volkslied bis zur Blasorchesterkomposition spannt. Brassissimo wird sowohl allein wie auch zusammen mit einigen Musikanten des Musikvereins im 10er-Brass-Ensemble zu hören sein. Die Konzerte finden gleichentags in Knonau und in Mettmenstetten statt. (pd.) Sonntag, 3. Dezember, 15 Uhr, Stampfisaal Knonau; 19.30 Uhr reformierte Kirche Mettmenstetten. Eintritt frei/Kollekte. Detailliertes Programm unter www.mvmettmenstetten.
16. «Pöschtli-Stubete»
Zwei Abende im «Pöschtli» Aeugstertal Am ersten Dezemberwochenende wird im «Pöschtli» traditionellerweise wild drauflos musiziert. Im Saal und in der Beiz können zahlreiche bekannte und unbekannte Bands entdeckt werden, zum «gluschtig mache» hier einige davon: Echo vom Locherguet & Natalies Tschuppele, Echo vom Schattähalb (Unwiderstehliches aus dem Muotatal), Sulp (SwissUrbanLändlerPassion), Cyrilov (brachiale, poetische Chansons), die Blaskommoden (im ZweidreiviertelTakt), Ils Fränzlis da Tschlin (alles
Mögliche und Unmögliche aus dem Engadin), Roger Burnens & Dani Solimine (Kreisreisen-Lieder ohne Karussell), Abzupfer (andere Saiten der Urschweiz), Hauzi and Friends (Martin Hauzenberger +++ ) und andere. Aus der Pöschtli-Küche gibts wie gewohnt Urchiges zum Geniessen. Der Eintritt ist frei, es wird eine Kollekte zugunsten der Musizierenden erhoben. Für diese beiden Tage sind Tischreservierungen nicht möglich. (pd.) Samstag, 2. Dezember, ab 18 Uhr und Sonntag, 3. Dezember, ab 16 Uhr. «Pöschtli Aeugstertal».
Mit grossem Fahrbetrieb
44. Modelleisenbahnmarkt in Birmensdorf
Am Samstag, 2. Dezember von 9 bis 15 Uhr, organisieren die Reppischtaler Eisenbahnamateure (REA) zum 44. Mal den traditionellen Markt für Modelleisenbahnen. Er findet im Gemeindezentrum Brüelmatt in Birmensdorf statt. Nebst über 80 Verkaufstischen, Reiches Angebot am Modelleisenbahnmarkt. (Bild zvg.) Testgeleisen und Verpflegungsständen gibt es auch dieDer Eintritt ist wie immer in ses Jahr auf der Bühne Birmensdorf frei. Und auch ein Wursteinen Fahrbetrieb, diesmal in der klei- stand fehlt am Markt nicht. (pd.) nen Spur N. Besucher können sich als Lokführer betätigen! http://reppischtaler.eisenbahn-amateure.ch.
Zeit für Gespräche und Umarmungen
Die Heilsarmee am Chlausmärt Affoltern Normalerweise sieht man sie in der Vorweihnachtszeit mit verschiedenen Instrumenten in den Strassen um einen Topf stehen. Mit Musik und Gesang sammelt dann die Heilsarmee für ihre verschiedenen Sozialwerke. Ganz anders wird die Heilsarmee am diesjährigen Chlausmärt am Sonntag, 3. Dezember, in Affoltern anzutreffen sein. Im Wissen, dass alle mit viel Gutem beschenkt sind, werden Geschenke ganz besonderer Art an die Besu-
cher weitergegeben: Zeit für ein Gespräch, Umarmungen, Gebete, besondere Worte aus der Bibel, Zuspruch und Trost. Und natürlich werden Kleinigkeiten für das körperliche Wohlbefinden dabei nicht fehlen. Ganz nach dem Motto der Heilsarmee: Suppe, Seife, Seelenheil. Man darf sich beschenken lassen. Die Heilsarmee freut sich über einen kurzen Halt an ihrem Stand. Die traditionelle Topfkollekte findet übrigens am Samstag, 16. Dezember, beim Zentrum Oberdorf statt. (pd.) Weitere Infos: www.heilsarmee-affoltern.ch.
Ein echter Geheimtipp! Besinnliche Zeit geniessen
Centralmärt 2017 in Affoltern
19. Wettswiler Adventsmäärt vom Sonntag, 3. Dezember
Bereits zum 4. Mal findet am Sonntag, 3. Dezember, auf dem Parkplatz vor dem Restaurant Central an der Zürichstrasse 100 in Affoltern, der kleine aber feine Weihnachtsmärt, gleichzeitig mit dem traditionellen Chlausmärt an der Oberen Bahnhofstrasse, statt.
Die für viele schönste Jahreszeit steht vor der Türe, die Adventszeit mit den vielen Kerzen und den warmen Wohnzimmern. In Wettswil wird die vorweihnachtliche Zeit traditionell mit dem Adventsmäärt am 1. Advent eingeläutet.
Der stimmungsvolle Weihnachtsmarkt kann von 11 bis 18 Uhr genossen werden. Hübsch dekorierte Stände laden zum Flanieren und Staunen ein. Die Marktbetreiber freuen sich über viele neugierige, grosse und kleine Besucher. Auch dieses Jahr waren die Handwerker und Handwerkerinnen das ganze Jahr über fleissig. Beim Durchschlendern können all die wunderschönen Kunsthandwerkprodukte bewundert werden. Schmuck, Strickwaren, Taschen, Krippen, Holzspielsachen und feine Spezialitäten aus der Region. Da finden sich spezielle Geschenke für die Liebsten. Miteinander plaudern, probieren, entdecken oder einfach nur geniessen soll am Centralmärt nicht zu kurz kommen. Das traditionelle Walliser Raclette mit weissem Glühwein fehlt
Stimmungsvolle Stände laden zum Flanieren am Affoltemer Centralmärt. (Bild zvg.)
auch dieses Jahr nicht. Gerstensuppe, Kaffee und Kuchen runden das kulinarische Angebot ab. Ein offenes Feuer und die ZwergGeissen geben dem stimmungsvollen Ambiente am Centralmärt besondere Akzente. Dank Sonntagsverkauf haben auch die umliegenden Geschäfte geöffnet. Der «Rosenkiosk» und «Beauty and Nails» sind am Weihnachtsmärt. Bei «Büchi Optik BOA» gibts, wie immer am Weihnachtsmärt, feine heisse Marroni. Bei «Federle Geschenke» können viele Neuheiten im weihnachtlichen Angebot entdeckt werden und schon lange gesuchte Geschenke gefunden werden. (pd.)
Ein Instrument lernen – Musik machen
Bei der Musikschule Knonauer Amt Am 31. Dezember ist Anmeldeschluss für den Instrumentalunterricht und das Zusammenspiel für das Frühlingssemester 2018 bei der Musikschule Knonauer Amt. Die Musikschule Knonauer Amt als grosse regionale Musikschule ist im Auftrag der Schulgemeinden verantwortlich für den Musikunterricht im Bezirk Affoltern. Auf der Homepage ist das umfangreiche Angebot aufgeschaltet. Es umfasst Gesangs- und Instrumentalunterricht auf über 30 Instrumenten. Der Unterricht findet grösstenteils in den Schulhäusern der Wohngemeinden der Kinder statt. Neben dem Einzelunterricht führt die Musikschule auch Ensembles für Anfänger und Fortgeschrittene und ein Angebot für die Kleinen. Unter dem Titel «Eltern-Kind singen & musizieren» finden am Donnerstagvormittag in Affoltern die beliebten Kurse für Kinder im Alter bis vier Jahre statt.
Samichlaus und Schmutzli sind mit dem Esel unterwegs. (Bild zvg.) auf ein Wiedersehen, sei es im Marktgelände, im Türmlihaus oder in der grossen Schneehütte in der Turnhalle «Mettlen». Freunde von weiteren Leckereien wie Magenbrot, Guetzli, Adventsgebäck und Marroni kommen ebenfalls nicht zu kurz. Ein Abstecher in die Bibliothek lohnt sich. Für Kinder ab fünf Jahren mit dem Basteltisch oder bei der Bibliotheksrallye mit Actionbound für Jugendliche ab zehn Jahren und um 14 Uhr werden Geschichten für Kinder ab vier Jahren erzählt. Für die kleinen und grossen Besucher gehört auch das Lebkuchen-Dekorieren zu den speziellen Momenten, welches zwischen 12 und 15 Uhr in der grossen Schneehütte (Turnhalle «Mettlen») stattfindet. Nach dem letztjährigen Erfolg wird das Duo Akemi.ch wunderschöne und stimmige Lieder zum Besten
geben und die Besucher musikalisch erfreuen.
Was geschieht mit dem Erlös? Zu einer schönen Tradition gehört es, dass der grösste Teil des Reinerlöses vom Herbscht- und Adventsmäärt an gemeinnützige Organisationen weitergegeben wird. In diesem Jahr werden verschiedene Institutionen und Vereine und vor allem der Verein Epi Dogs for Kids berücksichtigt. Jeder Besuch lohnt sich und trägt viel für den guten Zweck bei! Besonders erwähnenswert sind die vielen Helfer, die Vereine, Standbetreiber, Sponsoren, ohne die es unmöglich wäre, einen solchen Anlass durchzuführen. Remo Buob, OK-Präsident Adventsmäärt Weitere Infos: www.määrt.ch.
Fondue und Adventszauber
Das Kloster Kappel hat einiges zu bieten
Impression vom Musikschulkonzert. (Bild zvg.)
Alle Eltern und Kinder sind zu den zahlreichen Konzerten in der Weihnachtszeit eingeladen. Diese werden mit Inseraten beworben oder sind auf der Homepage www.mska.ch publiziert. (pd.) Anmeldung und weitere Auskünfte: Musikschule
An den Donnerstagen, 30. November und 7. Dezember, kann man in Kappel bei Speis und Trank miteinander die Hoffnung feiern. Ein abwechslungsreiches Programm für die ganze Familie wird am 10. Dezember zum 2. Advent geboten – auch für Grosseltern, Gotten und Göttis. Advent ist die Zeit der Hoffnung und der Erwartung. Im Kloster Kappel lässt sich diese lichtvolle Zeit stimmig gestalten! Jeweils um 19 Uhr wartet der Kreuzgang des Klosters im Kerzenschein ... Warm gehalten von einer Bettflasche und eingepackt in eine Decke lässt sich – passend zur Jahres-
zeit – ein feines Käsefondue geniessen. Vorgängig findet um 18 Uhr im Zwinglisaal eine Abendmahlsfeier statt. Um 20.15 Uhr gibt es Weihnachtsgeschichten und Musik: Am 30. November mit dem Schauspieler Markus Amrein und Hans Jon Ries an der Marimba; am 7. Dezember mit der Schauspielerin Andrea Jost sowie Jacqueline Ceriani (Klavier) und Claudia von Wartburg (Querflöte). Alle Programmpunkte können auch unabhängig voneinander besucht werden.
Allerlei kreative Ateliers Sich gemeinsam auf die Adventszeit einzustimmen, das ist die Idee des Angebotes «Adventszauber» im Kloster
Kappel. Sei es beim Kerzenziehen, beim Binden von Strohsternen oder Gestalten mit der Floristin – es stehen diverse kreative Ateliers zur Verfügung. Christine Boeck und Christof Fankhauser veranstalten zudem offene Singangebote für Gross und Klein. Das Kappeler-Team freut sich auf viele Kinder mit ihren Eltern, Gotte, Götti, Grosseltern oder anderen Begleitpersonen, die eintauchen ins adventliche Feiern und Tun. Für eine einfache Verpflegung ist gesorgt. (pd.) Fondueessen am 30. November und 7. Dezember, 19 Uhr. Kloster Kappel. Infos und Anmelden (bis Mittwochmittag): Telefon 044 764 88 10 oder info@klosterkappel.ch. Adventszauber am Sonntag, 10. Dezember, 11 bis 17 Uhr.
Knonauer Amt, Sekretariat, Obstgartenstrasse 1, Affoltern. www.mska. Anmeldeschluss ist der 31. Dezember.
Zinnsoldat trifft Tänzerin aus Papier
Figurentheater von und mit Kathrin Irion Am Samstag, 2. Dezember, um 13.30 Uhr, erzählt und spielt Kathrin Irion im Singsaal Schulhaus Schachen in Hedingen eine abenteuerliche Liebesgeschichte. Nachts, wenn alle Kinder schlafen, werden ihre Spielsachen lebendig. Der standhafte Zinnsoldat hat sich in die wunderschöne Tänzerin aus Papier verliebt. Doch bevor er sie fragen kann, ob sie seine Frau werden möchte, passiert ein Unglück und er wird von einem riesengrossen Fisch verschlungen. Warum und wohin entführt ihn der Fisch? Wird die papierene Tänzerin je erfahren, dass der standhafte Zinnsoldat aus Liebe zu ihr dahinschmelzen könnte? Und wird er je erfahren, dass sie in Liebe zu ihm
Überall werden wundervolle Gestecke verkauft, es riecht nach Glühwein, der Samichlaus, Schmutzli und Esel ziehen durch das Marktgelände und verteilen Leckereien an die Besucher. Zwischen 11 und 17 Uhr wird das Dorfzentrum von Wettswil mit gegen 60 Ständen durch die Aussteller in ein Adventsparadies verwandelt. Rund ums Thema Advent wird einiges geboten und auch das kulinarische Angebot mit Raclette, Wurst, Glühwein lädt zum Verweilen ein. Viele Besucher profitieren vom grossen Advents-Angebot und kaufen zum Beispiel einen schönen Adventskranz oder weitere adventliche Produkte. Wichtig ist, neben dem Weihnachtseinkauf, für viele aber auch die Plattform für Begegnungen aller Art. Der Traditionsanlass bietet die Möglichkeit, Menschen aus der Region kennenzulernen und sich allenfalls zu vernetzen. Beliebt ist der Treffpunkt auch für das Zusammenkommen von Freunden und Familien. So kann man gemütlich zusammen durch den Määrt schlendern und somit den 1. Advent gemeinsam zelebrieren. Alle Beteiligten sind bereit und freuen sich
Zinnsoldat im Papierschiff. (Bild zvg.) entflammt ist? Kathrin Irion erzählt und spielt eine abenteuerliche Liebesgeschichte frei nach Motiven aus Hans Christian Andersens Märchen «Der standhafte Zinnsoldat». (pd.) Samstag, 2. Dezember, 13.30 Uhr, Singsaal Schulhaus Schachen in Hedingen, für Klein und Gross ab 5 Jahren. Eintritt frei, Kollekte. www.gemeindevereinhedingen.ch/www.kathrin-irion.ch.
Stimmakrobaten geben ein Konzert
BAA BOX Leïla Martial aus Paris in Affoltern Am Samstag, 2. Dezember, 20 Uhr, anschliessend an den Film «Vocal Acrobats», von Klemens Schiess gibt BAA BOX Leïla Martial ein Konzert in der Aula des Schulhauses Ennetgraben. Eigentlich ist Leïla Martial Jazz-Sängerin. Doch die junge Künstlerin aus dem Süden Frankreichs hat es nicht so mit dem Konventionellen. In ihrem Kopf ist zwar schon eine Menge Jazz, aber im Herzen der 30-Jährigen steht auch Rock, Elektro, Chanson und Balkanmusik. Und so ist ihre Musik nicht nur eine Schau mit grossartiger Gesangstechnik und vielfältigen Stimmfarben, sondern auch eine Neudefinition des Vocal-Jazz. Da wird fabuliert mit Gesang, Elektronik und Instrumenten, und da wird kollektiv experimentiert. Das macht sie zur jüngsten Hoffnungsträgerin im französischen Jazz. Leïla Martial stammt aus Toulouse, ihre Eltern sind klassische Musiker. Mit zehn Jahren beschliesst sie,
Musikalische Dynamik mit Leïla Martial. (Bild zvg.) ins Internat nach Marciac zu gehen, das Jugendlichen eine jazzorientierte Ausbildung bietet. Bei einer Jam-Session wurde Bob Zeller auf sie aufmerksam und produzierte mit ihr eine erste CD. Darauf entstand die Leïla Martial Group, welche sie nach zehn Jahren auflöste. Kurz darauf gründete sie eine neue Band mit dem Namen BAA BOX. Der Ziegenlaut BAA kommt aus dem Englischen und sucht nicht die Ästhetik, er ist einfach. Zwischen elektronischen Erkundungen, der Ver-
wendung von Stimmen in all ihren Formen (Bassstimme, Geräuschkulissen, melodischen Linien) und diversen Vereinigungen von Klangfarben, entdeckt man die Vielseitigkeit von Leïla Martial. Die Musik von BAA BOX ist eine Mischung aus musikalischer Tradition und einer unverfrorenen Kühnheit. Man spürt dabei die rockige Energie, welche die extrem sanften Momente kontrastiert. Hühnerhaut am Konzert mit diesem klanglichen Spektrum ist garantiert! Vor dem Konzert zeigt Kinofoyer Lux den Dokumentarfilm von Klemens Schiess: «Vocal Acrobats – the passion of an improvised journey». (KM) Samstag, 2. Dezember, 20 Uhr: «Vocal Acrobats», Dokumentarfilm von Klemens Schiess und LiveKonzert mit BAA BOX Leïla Martial. KulturAffoltern und Kinofoyer Lux, Aula Ennetgraben, Affoltern. Kasse und Lux-Bar ab 19 Uhr. Eintritt 40 Franken, mit Legi 20 Franken. Vorverkauf: Buchhandlung Scheidegger, Affoltern, 044 762 42 42 oder Reservieren unter www.kulturaffoltern.ch.
Aufgrund einer internen Beförderung der aktuellen Stelleninhaberin, suchen wir per sofort oder nach Vereinbarung eine junge Persönlichkeit als:
Sachbearbeiter/-in Kundendienst 100% D/F
Ihr Aufgabengebiet umfasst alle anfallenden Arbeiten in der Abteilung Kundendienst: • Entgegennahme von telefonischen und schriftlichen Anfragen in Deutsch und Französisch • Erfassen und Bearbeiten von Bestellungen ins In- und Ausland • Verwalten der Kundenstammdaten • Bearbeiten von Reklamationen und Annullationen • Betreuung automatisierter EDV-Abläufe • Zusammenstellen der Rüstbelege/Lieferscheine für die tägliche Auslieferung • Diverse Archivierungs- und Ablagearbeiten Anforderungen • Abgeschlossene kaufmännische Ausbildung oder gelernte Buchhändler/-in • Berufserfahrung im Büro (idealerweise Kundendienst) • Freude am telefonischen Kundenkontakt • Muttersprache Deutsch • Gute Französischkenntnisse (vor allem mündlich) • Gute MS-Office-Kenntnisse • Lösungsorientierte, exakte und speditive Arbeitsweise Wir suchen eine engagierte Persönlichkeit, die auch in hektischen Zeiten Ruhe bewahren kann und die die Spezialwünsche unserer Kunden als Herausforderung sieht. Es erwarten Sie ein Arbeitsumfeld mit viel Eigenverantwortung, der Möglichkeit selbstständig zu arbeiten und ein aufgestelltes, junges Team. Wir befinden uns im Zentrum von Affoltern am Albis, 3 Gehminuten vom Bahnhof entfernt. Haben wir Ihr Interesse geweckt? Dann senden Sie Ihre kompletten Bewerbungsunterlagen per E-Mail an: AVA Verlagsauslieferung AG Frau Suna Waser Leitung Kundendienst Centralweg 16 8910 Affoltern am Albis s.waser@ava.ch
Diese Saison bisher in allen Spielen ohne Satzverlust
Das Team Damen 3 von Volley S9 bleibt auf Kurs
Die Spender (von links) Matthias Frischknecht, Werner Kehrli (Reto Huber fehlt auf dem Foto) und Züchter Hanspeter Weiss mit dem stattlichen Muni Juri. (Bild Anja Bernhard)
Der Gewinner erhält 1100 Kilogramm Juri Am Kantonal-Schwingfest 2018 in Hausen Der stattliche dreieinhalbjährige Muni Juri, Rasse Limousin, bringt rund 1100 kg auf die Waage und lebt auf dem Hof von Züchter und Spender Hanspeter Weiss in Zwillikon. Gemütlich lief er gemeinsam mit den Spendern zum Fototermin. Hanspeter Weiss, Matthias Frischknecht, Werner Kehrli und Reto Huber werden nach dem Schlussgang am 6. Mai 2018 dem Sieger den Muni übergeben. Juri wird nicht alleine sein am Zürcher Kantonalen Schwingfest, neben ihm können auch weitere Lebendpreise gewonnen werden. Diese werden ebenfalls im «Anzeiger» vorgestellt.
Helferinnen und Helfer gesucht Für die Durchführung des Zürcher Kantonalen Schwingfestes 2018 in Hausen ist das Organisationskomitee auf mehrere hundert Helferinnen und Helfer angewiesen und hofft deshalb, neben der grossen und tatkräftigen Unterstützung aus den Trägervereinen, auch auf eine positive Rückmeldung der Dorfbevölkerung aus den umliegenden Gemeinden. Anja Bernhard Anmeldung für Helferinnen und Helfer auf www.hausen2018.ch/helfer.
Nachdem das D3-Team von Volley S9 ohne Satzverlust alle drei bisherigen Spiele der Meisterschaft für sich entscheiden konnte, ist das Team am 23. November mit viel Selbstverstrauen und Vorfreude auf ein spannendes Spiel nach Engstringen gereist. Die Spiele gegen den VBC Engstringen sind immer ein Highlight der Saison und werden von beiden Teams mit Spannung erwartet. Vor Spielbeginn gab Trainer Hugo Lombriser noch einige taktische Anweisungen und machte klar, dass die Mannschaft in dieser Partie nur mit vollem Einsatz, konzentriertem Spielaufbau und kompromisslosem Abschluss zum Erfolg kommen werde. Um 20 Uhr ging es dann endlich los und das S9-Team zeigte gleich zu Beginn mit gekonnten Abnahmen, genauen Zuspielen und gut platzierten Angriffen, dass die momentane Tabellenführung verdient ist. Bald stand es 10:3 und der VBC Engstringen nahm eine erste Auszeit. Nachdem der Unterbruch aus Sicht von Engstringen nicht die gewünschte Wende brachte, musste kurz darauf beim Stand von 15:5 die zweite Auszeit genommen werden. Dieses Mal ging der Plan auf und die Abnahmen und Zuspiele von Volley S9 wurden zunehmend ungenauer.
Daniela Waibel (Nummer 14) setzt beim Block ihre ganze Sprungkraft ein. (Bild Nadia Gurtner)
Nervenaufreibendes Spiel Der erspielte Vorsprung schmolz dahin und Engstringen kam immer besser ins Spiel. Schliesslich konnten die Bonstetterinnen den ersten Satz dann aber doch mit 25:19 für sich entscheiden. Der zweite Satz war sehr ausgeglichen, doch zum Schluss zeigte S9 die besseren Nerven und konnte den entscheidenden Punkt zum 29:27 für sich verbuchen. Und auch zu Beginn des dritten Satzes konnte S9 die konzentrierte Leistung vom ersten Satz nicht
abrufen und es blieb ausgeglichen und spannend. Erst in der zweiten Hälfte konnte das Team seine Stärken wieder gezielter einsetzen und so konnte auch der 3. Punkt mit nach Hause genommen werden. Am 6. Dezember geht die ZüriMeisterschaft für das Damen-3-Team von Volley S9 gegen Einsiedeln weiter, mit dem Ziel, das Jahr ohne Satzverlust zu beenden. Karin Glaus Alle Resultate und Tabelle unter: www.volley-s9.ch.
Junge Fussballer in ihrem Element Auch der 6. Jürg-Stäheli-Cup des FC Wettswil-Bonstetten war ein voller Erfolg WB führte am vergangenen Wochenende in der Bonstetter Dreifachturnhalle den ersten Teil seines beliebten Juniorenturniers durch. Das Turnier findet seine Fortsetzung Ende Januar 2018, ebenfalls in der Schachenhalle.
setzten die E-Junioren am Sonntagabend, als Turgi im Final gegen die Heimischen gewann.
Zweites Turnier Ende Januar 2018 In diesen zwei Tagen des Fussballfiebers kämpften gesamt 48 Teams um Tore, Punkte und Ränge. Motivierend für die jungen, enthusiastischen Kicker war sicherlich nicht nur die Unterstützung durch das zahlreiche Publikum, sondern auch die Tatsache, dass die Partien grösstenteils von Spielern der ersten WB-Mannschaft (1. Liga) geleitet wurden. «Es herrschte tolle Fairness und kein gravierender Unfall musste beklagt werden», zog Schönbächler hochzufrieden Bilanz. Dem zweiten Teil des Anlasses am 27. und 28. Januar 2018 steht nichts im Weg. Fussballerischer Leckerbissen wird dann das Junioren-C-Turnier sein, mit Teilnehmern aus der Coca-ColaLeague, der höchsten Juniorenliga.
................................................... von kaspar köchli Jürg Stäheli, der sich zeitlebens für den Nachwuchs des FC Wettswil-Bonstetten engagierte, verstarb 2012 – seither gedenkt der Verein seiner mit dem nach ihm benannten Juniorenturnier. Patrik Schönbächler, WB-Leiter Anlässe und Spielbetrieb zeigte sich beeindruckt von den vielen interessierten Fussballvereinen aus dem Kanton Zürich sowie anderen Nachbarkantonen: «Der Run war wiederum riesig; wie bei den letztmaligen Austragungen waren die Teilnehmerplätze im Nu ausgebucht, Dutzende Teams mussten wir vertrösten.» Den Auftakt des Fussball-Wochenendes im Sportzentrum Schachen bildete das Turnier der Fa-Junioren, das am Samstag um 8.30 Uhr mit der Partie WB gegen Oetwil-Geroldswil angepfiffen wurde. Den Schlusspunkt
Kategoriensieger: Jun. F (a+/a): 1. FC Dietikon Jun. F (b): 1. FC Zürich (U8) Jun. D (Elite/1. Stk.): 1. GCZ (FE12) Jun. C (1./2. Stk.): 1. FC Uitikon
Viele Tore und ebenso tolle Paraden, das WB-Turnier in der Bonstetter Schachenhalle bot Spektakel. (Bild Kaspar Köchli)
Jun. E (Prom./1. Stk.): 1. Zug94 Jun. E (2./3. Stk.): 1. FC Turgi
Zwei Säuliämtler sind Zürcher Klettermeister
Bonstetterin Zoe Felder und Affoltemer Michel Erni gewinnen In der Kletterhalle 6a-plus in Winterthur fand der vierte und letzte Wettkampf der Zürcher Klettermeisterschaften statt. An diesem Lead-Wettkampf nahmen 118 Athletinnen und Athleten aus der ganzen Schweiz teil. Die Zürcher Klettermeisterschaften stehen allen Kletterbegeisterten offen. Gestartet wird in den Katego-
rien U10, U12, U14, U16 und Elite. Beim Wettbewerb in Winterthur stand die Freude am Klettern im Vordergrund. So bestritten die Athletinnen und Athleten in der Qualifikation drei und nicht, wie vielfach üblich, nur zwei Routen. Für den einzigen Sieg des organisierenden Regionalzentrums Zürich
sorgte Obed Hardmeier (Hinteregg) bei den Herren. Nicole Winkler (Islisberg) erreichte hinter Ladina Gebert (Uster) und Helena Fischer (Zürich) den guten dritten Rang. Die Athletinnen und Athleten des Regionalzentrums Zürich erreichten weitere vier Podestplätze. Die beiden Säuliämtler Zoe Felder (Bonstetten;
Damen U12) und Michel Erni (Affoltern; Herren U16) wurden Dritte. Zürcher Klettermeister wird, wer im Kanton Zürich wohnhaft ist und aus drei von vier Wettbewerben am meisten Punkte erzielte. Das Säuliamt konnte in zwei Kategorien die Zürcher Klettermeister stellen. Bei den Damen U12 konnte Zoe Felder (Bonstetten),
bei den Herren U16 Michel Erni (Affoltern) das Gesamtklassement gewinnen. Damit sind die Zürcher Klettermeisterschaften 2017 Geschichte. Die Athletinnen und Athleten haben sich eine kurze Pause verdient, bevor in wenigen Wochen das Aufbautraining für die Klettersaison 2018 beginnt. (pd.)
Veranstaltungen An diesem Freitag-Abend von 17–20 Uhr laden wir Sie herzlich ein, unsere neuen Praxis 13-Räumlichkeiten zu besichtigen und unsere natürlichen Heil-Angebote auszuprobieren. Schauen Sie einfach spontan vorbei und lassen Sie sich überraschen. Folgende 13 Anreize gibt es zu entdecken: – – – – – – –
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Akupressur-Massage mit Infrarotwärme eine Auszeit für Dich English speakers are very welcome Körperhaltungsanalyse Reiki vegane BIO Naturkosmetik & Vitalstoffe (Ringana)
Wir freuen uns auf Sie, Ihr Team Praxis 13 Carmen Müller Mirjam Kränzlin Yvette Plimmer healing-touch.me mehr-balance.ch plimmer.ch Praxis 13 Obere Bahnhofstrasse 13 (vis-à-vis FUST) Affoltern am Albis Eingang hinter dem Haus Facebook Praxis 13
Gärtnerei H. Schuler-Vollenweider Ebertswilerstr. 48, 8915 Hausen am Albis Telefon 044 764 18 10
Freitag, 1. Dezember 2017 16.00 bis 21.00 Uhr Samstag, 2. Dezember 2017 10.00 bis 17.00 Uhr Stöbern Sie durch unseren kleinen Adventsmarkt mit Adventskränzen und Gestecken. Schmuck, selbstgemachten Köstlichkeiten sowie verschiedenen Geschenksartikeln. Geniessen Sie eine Wurst vom Grill Im Kaffeestübli offerieren wir Ihnen Glühwein, Kaffee oder Tee Am Samstag besucht uns der Samichlaus von 11.00 bis 14.00 Uhr
3. Huus-Metzgete Mittwoch, 29. November 17 ab 18 Uhr! Donnerstag, 30. November 17 ab 11 Uhr! Freitag, 1. Dezember 17 ab 11 Uhr! Freitag ab 19 Uhr musikalische Unterhaltung mit em «Fredy Blue!»! Samstag, 2. Dezember, von 8 bis 15 Uhr geöffnet! Modelleisenbahnmarkt im Saal! Metzgete ab 11 Uhr bis 14 Uhr! Auf Ihren Besuch freuen sich M. + J. Korpar und Personal! Telefon 044 737 35 50
Danijela Pandurovic
092 2017

References: § 24
 § 23
 § 10
 Art. 6
 § 24
 § 24
 § 23
 Art. 7