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Timestamp: 2020-04-06 22:59:06+00:00

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Prütting/Wegen/Weinreich, BGB Kommentar, BGB § 492 – Schriftform, Vertragsinhalt | Deutsches Anwalt Office Premium | Recht | Haufe
Prütting/Wegen/Weinreich, BGB Kommentar, BGB § 492 – Schriftform, Vertragsinhalt
Die auch auf Immobiliar-Verbraucherdarlehensverträge (§ 491 III), eingeräumte (§ 504), nicht bloß geduldete (§ 505 IV) Überziehungen, Finanzierungshilfen (§ 506 I) u Änderungen solcher Verträge (BGHZ 165, 213 Rz 12f) anwendbare halbzwingende (§ 512 1) Vorschrift, soweit nicht § 491 IV eingreift, hat durch das G zur Umsetzung der VerbrRRL mit Wirkung zum 13.6.14 infolge des geänderten § 126b Änderungen in V u VI 1, 5 in Form der Ersetzung der Textform durch die Worte ›auf einem dauerhaften Datenträger‹ erfahren; VI 4 aF wurde aufgehoben, da die Nachholung von Pflichtangaben jetzt in § 356b II geregelt ist. Übergangsregelung in Art 229 § 32 EGBGB. Zum 21.3.16 (§ 491 Rn 7) wurde VII über Zinsänderungsklauseln angefügt.
Verbraucherdarlehensverträge müssen nach Maßgabe von I schriftlich (§ 126 I) abgeschlossen werden u nach II bestimmte Angaben enthalten, die die Kostenbelastung deutlich werden lassen. Die Vorschriften haben Informations-, Beweis- u Warnfunktion (BGHZ 132, 119, 126; 142, 23, 33; 165, 213 Rz 21, 25). Formverstöße führen grds zur Nichtigkeit des Vertrages (§ 494 I), werden aber abweichend von § 125 gem § 494 II mit verändertem Inhalt geheilt. Elektronische Form (§ 126a) ist jedenfalls für alle nach dem 10.6.10 abgeschlossenen Verträge (§ 488 Rn 2) möglich, so dass statt einer Unterschrift eine qualifizierte elektronische Signatur genügt (NK-BGB/Krämer Rz 7). Nicht ausreichend ist die Unterschrift auf elektronischem Schreibtablett (München NJW 12, 3584, 3585 [OLG München 04.06.2012 - 19 U 771/12]).
B. Schriftform (Abs 1 u 4)
In Auflockerung des Gebots der Urkundeneinheit (§ 126 II) reicht es aus, wenn Antrag u Annahme durch die Vertragsparteien jeweils getrennt schriftlich erklärt werden (I 2). Die Vertragserklärungen müssen der jeweils anderen Vertragspartei aber in der gebotenen Form gem § 130 zugehen (BGHZ 165, 213 Rz 13; BGH WM 97, 2000, 2001); die Übermittlung per Tele-, Computerfax o E-Mail genügt nicht (BGHZ 121, 224, 228 f; 165, 213, 217; NJW 97, 3169, 3170). Eine konkludente Vertragsannahme ist nicht möglich (BGH NJW-RR 08, 1436, Rz 40; München ZIP 05, 160, 162). Zulässig ist jedoch – auch in AGB – ein Zugangsverzicht (§ 151; BGHZ 165, 213, 217; NJW-RR 04, 1683; WM 95, 1547, 1548).
Der Formzwang (I 1) erfasst auch die Angaben nach II, alle Nebenabreden u spätere Vertragsänderungen, etwa Prolongationen mit einem neuen Kapitalnutzungsrecht (echte Abschnittsfinanzierung) (BGHZ 165, 213, 216; NJW-RR 11, 403 Rz 28; WM 08, 292 Rz 24; NJW 98, 602, 603; NJW 95, 527). Dann sind auch die (ggf aktualisiert...
Bürgerliches Gesetzbuch / § 492 Schriftform, Vertragsinhalt
(1) 1Verbraucherdarlehensverträge sind, soweit nicht eine strengere Form vorgeschrieben ist, schriftlich abzuschließen.2 Der Schriftform ist genügt, wenn Antrag und Annahme durch die Vertragsparteien jeweils getrennt schriftlich erklärt werden. 3Die Erklärung ...

References: § 492
 § 492
 § 491
 § 126
 § 356
 § 32
 § 125
 § 494
 § 130
 BGH 
 § 492