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Timestamp: 2016-10-25 15:43:00+00:00

Document:
2C_686/2016 (17.08.2016)
2C_686/2016 � � Urteil vom 17. August 2016
Zustelladresse c/o B.________,
Beschwerde gegen das Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Aargau, 2. Kammer, vom 29. Juni 2016.
A.________, geboren 1976, ist Staatsangeh�riger von Kosovo. Seine Eltern leben in der Schweiz und sind hier niedergelassen. Beide sind gesundheitlich angeschlagen, die Mutter ist pflegebed�rftig. A.________ besuchte seine Eltern seit April 2008 mehrmals. In der Folge ersuchte er um Bewilligung des Familiennachzugs zu ihnen. Am 31. Juli 2015 lehnte das Amt f�r Migration und Integration des Kantons Aargau (MIKA) das Gesuch ab. Die gegen diese Verf�gung erhobene Einsprache wies der Rechtsdienst des MIKA am 19. November 2015 ab. Die dagegen erhobene Beschwerde wies das Verwaltungsgericht des Kantons Aargau mit Urteil vom 29. Juni 2016 ab, soweit es darauf eintrat.
Gegen das ihm am 1. Juli 2016 er�ffnete verwaltungsgerichtliche Urteil hat A.________ am 7. Juli 2016 beim Bundesgericht Beschwerde erhoben. Mit Schreiben vom 13. Juli 2016 wurde er auf die bei Beschwerdef�hrung geltenden Formerfordernisse hingewiesen und namentlich zur Bekanntgabe einer Zustelladresse in der Schweiz und zur Einreichung des angefochtenen Urteils aufgefordert. Am 2. August 2016 gab der Beschwerdef�hrer per Fax und per E-mail eine Zustelladresse bekannt, verbunden mit der Vorlage einer vom 2. August 2016 datierten Beschwerdeschrift, die weitgehend mit derjenigen vom 7. Juli 2016 identisch ist; beigelegt war auch eine "Beschwerde" der Ehefrau, die vom 24. August 2015 datiert und bei der es sich um eine Einsprache gegen die Ausgangsverf�gung des MIKA vom 31. Juli 2015 handeln d�rfte. Mit Schreiben vom 3. August 2016 wurde der Beschwerdef�hrer nochmals auf die prozessualen Voraussetzungen f�r das Eintreten auf eine Beschwerde aufmerksam gemacht. Am 4. August 2016 wurde das angefochtene Urteil nachgereicht. Am 6. August 2016 liess der Vater des Beschwerdef�hrers dem Bundesgericht zwei Fax-Schreiben aus dem Kosovo zukommen; es handelte sich dabei einerseits um die von ihm und dem Beschwerdef�hrer unterzeichnete "Einsprache gegen die Verf�gung vom 31. Juli 2015" vom 27. August 2015, andererseits um die bereits erw�hnte, von der Ehefrau des Beschwerdef�hrers unterzeichnete "Beschwerde" vom 24. August 2015 (Einsprache gegen die Verf�gung des MIKA vom 31. Juli 2015). Beigelegt waren eine vom 11. Mai 2016 datierte Best�tigung �ber eine dem Beschwerdef�hrer f�r den Fall einer Bewilligungserteilung zugesicherte Arbeitsstelle sowie die erste Seite eines (undatierten) Mietvertrags mit dem Vater des Beschwerdef�hrers als Mieter. Am 16. August 2016 schliesslich ging beim Bundesgericht die mit Original-Unterschrift versehene Rechtsschrift vom 2. August 2016 ein; beigelegt war nochmals die von der Ehefrau verfasste "Beschwerde" vom 24. August 2015.
Das Bundesgericht hat gest�tzt auf die verschiedenen Eingaben ein Verfahren er�ffnet. Es ist weder ein Schriftenwechsel noch sind andere Instruktionsmassnahmen angeordnet worden.
2.1.�Das Bundesgericht pr�ft seine Zust�ndigkeit bzw. die Zul�ssigkeit eines Rechtsmittels gem�ss Art. 29 Abs. 1 BGG von Amtes wegen und mit freier Kognition (BGE 138 I 475 E. 1 S. 476; 138 III 46 E. 1, 471 E. 1 S. 475; BGE 137 III 417 E. 1), ohne dabei an die Bezeichnung des Rechtsmittels durch die Parteien gebunden zu sein. Ist jedoch die Zul�ssigkeit eines Rechtsmittels zweifelhaft, beschl�gt die der Beschwerde f�hrenden Partei obliegende Begr�ndungspflicht gem�ss Art. 42 Abs. 2 BGG grunds�tzlich auch die Eintretensvoraussetzungen; die f�r deren Vorliegen massgeblichen Aspekte m�ssen diesfalls aufgezeigt werden (vgl. BGE 134 II 45 E. 2.2.3 S. 48; 133 II 249 E. 1.1 S. 251, 353 E. 1 S. 356, 400 E. 2 S. 404; s. auch BGE 138 III 46 E. 1.2 S. 47). H�ngt die Zul�ssigkeit des Rechtsmittels vom Bestehen eines Rechtsanspruchs ab, ist ein potenzieller Anspruch in vertretbarer Weise geltend zu machen (BGE 139 I 330 E. 1.1 S. 332; 136 II 177 E. 1.1 S. 179; Urteil 2C_184/2016 vom 25. Februar 2016 E. 2.1, mit Hinweisen).
2.2.�Gem�ss Art. 83 lit. c Ziff. 2 BGG ist die Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten auf dem Gebiet des Ausl�nderrechts unzul�ssig gegen Entscheide betreffend Bewilligungen, auf die weder das Bundesrecht noch das V�lkerrecht einen Anspruch einr�umt. Der Beschwerdef�hrer hat keinen bundesgesetzlichen Anspruch auf Erteilung der beantragten Bewilligung. Er begr�ndet sein Bewilligungsgesuch damit, dass er zu seinen Eltern in die Schweiz ziehen wolle, um ihnen beizustehen; insofern k�me allenfalls Art. 8 EMRK, der das Recht auf Achtung des Familienlebens gew�hrleistet, als anspruchsbegr�ndende Norm in Betracht. Der Beschwerdef�hrer ist vollj�hrig. Um sich im Hinblick auf das ausl�nderrechtliche Bewilligungsverfahren im Zusammenhang mit der Beziehung zu seinen Eltern anspruchsbegr�ndend auf Art. 8 EMRK berufen zu k�nnen, w�re ein eigentliches diesbez�gliches Abh�ngigkeitsverh�ltnis zwischen ihm und den Eltern erforderlich und zu substanziieren (s. dazu BGE 137 I 154 e 3.4.2; 129 II 11 E. 2 S. 14; 120 Ib 257 E. d - f S. 260 ff.; 115 Ib E. 2 S. 4 ff.; Urteile 2C_184/2016 vom 25. Februar 2016 E. 2.2.2 und 2C_133/2016 vom 9. Februar 2016 E. 2.3; mit weiteren Hinweisen). Dies ist hier nicht der Fall. Dass die Mutter pflegebed�rftig ist und auch der Vater gesundheitlich angeschlagen ist, hat das Verwaltungsgericht anerkannt, jedoch in E. 3.2 seines Urteils, unter Ber�cksichtigung der gesamten tats�chlichen Verh�ltnisse, umfassend dargelegt, warum die Eltern dennoch nicht in einem Abh�ngigkeitsverh�ltnis zum Beschwerdef�hrer stehen, womit ein Anspruch nach Art. 8 EMRK entfalle (E. 4). Der Beschwerdef�hrer nennt keine Umst�nde, die gegen die plausibel erscheinende Einsch�tzung der Verh�ltnisse durch das Verwaltungsgericht sprechen w�rden; namentlich beruft er sich nicht auf Art. 8 EMRK (s. aber Art. 106 Abs. 2 BGG).
Ein potenzieller Anspruch auf die nachgesuchte Bewilligung wird nicht in vertretbarer Weise geltend gemacht. Das Rechtsmittel ist als Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten nach Art. 83 lit. c Ziff. 2 BGG offensichtlich unzul�ssig. Als subsidi�re Verfassungsbeschwerde l�sst es sich nicht entgegennehmen, weil nicht die Verletzung verfassungsm�ssiger Rechte ger�gt wird (Art. 116 BGG).
2.3.�Auf die Beschwerde ist mit Entscheid des Abteilungspr�sidenten im vereinfachten Verfahren nach Art. 108 BGG nicht einzutreten.
Dieses Urteil wird den Verfahrensbeteiligten, dem Verwaltungsgericht des Kantons Aargau und dem Staatssekretariat f�r Migration schriftlich mitgeteilt.

References: Art. 29
 BGE 
 Art. 42
 BGE 
 BGE 
 Art. 83
 Art. 8
 Art. 8
 BGE 
 Art. 8
 Art. 8
 Art. 106
 Art. 83
 Art. 108