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Timestamp: 2019-08-21 08:48:15+00:00

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BGH, 23.03.1999 - VI ZR 53/98 - dejure.org
https://dejure.org/1999,1676
BGH, 23.03.1999 - VI ZR 53/98 (https://dejure.org/1999,1676)
BGH, Entscheidung vom 23.03.1999 - VI ZR 53/98 (https://dejure.org/1999,1676)
BGH, Entscheidung vom 23. März 1999 - VI ZR 53/98 (https://dejure.org/1999,1676)
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Gerangel im Lokal
§ 823 Abs. 2 BGB i.V.m. § 227 StGB aF (§ 231 StGB nF), Beweiserleichterungen für den Geschädigten bei zivilrechtlicher Inanspruchnahme eines Beteiligten an einer strafbaren Schlägerei
BGB § 823 Be, I; StGB § 227 F.: 10. März 1987
Schlägerei - Schädiger - Beweislast
Mittäter oder Teilnehmer einer Verletzungshandlung gem. § 830 Abs. 1 des Bürgerlichen Gesetzbuchs (BGB); Anspruch auf Schadensersatz aus § 823 Abs. 2 BGB in Verbindung mit § 227 des Strafgesetzbuchs (StGB) a.F
Des Beweislast des als Schädiger in Anspruch genommenen Beteiligten einer Schlägerei
BGB § 823 Abs. 1; StGB § 227 (F.: 10. März 1987)
NJW 1999, 2895
MDR 1999, 805
VersR 1999, 1375
Die Vorschrift setzt voraus, dass eine Ungewissheit hinsichtlich des Verursachers besteht, d.h. nicht feststellbar ist, welcher der Beteiligten den Schaden verursacht hat (vgl. Senatsurteil vom 23. März 1999 - VI ZR 53/98, VersR 1999, 1375).
Auf die Revision des Klägers hat der erkennende Senat diese Entscheidung mit Urteil vom 23. März 1999 - VI ZR 53/98 - VersR 1999, 1375 aufgehoben und die Sache an das Berufungsgericht zurückverwiesen.
Insoweit wird auf die Ausführungen in dem ersten Urteil des Senats vom 23. März 1999 aaO verwiesen.
Die wechselseitige Zurechnung der einzelnen Tatbeiträge reicht dabei nicht weiter als der gemeinsame Vorsatz und scheidet aus, soweit einer der Mittäter im Exzess Handlungen begeht, die vom gemeinsamen Tatplan und dem Vorsatz der anderen nicht gedeckt sind (…BGH, Beschlüsse vom 8. November 2005 - 4 StR 321/05, BGHR StPO § 403 Anspruch 8 und vom 7. Februar 2013 - 3 StR 468/12; Urteil vom 23. März 1999 - VI ZR 53/98, BGHR BGB § 830 Teilnahme 2).
Die wechselseitige Zurechnung der einzelnen Tatbeiträge reicht dabei nicht weiter als der gemeinsame Vorsatz und scheidet aus, soweit einer der Mittäter im Exzess Handlungen begeht, die vom gemeinsamen Tatplan und dem Vorsatz der anderen nicht gedeckt sind (…BGH, Beschlüsse vom 8. November 2005 - 4 StR 321/05, BGHR StPO § 403 Anspruch 8; vom 7. Februar 2013 - 3 StR 468/12, juris; Urteil vom 23. März 1999 - VI ZR 53/98, BGHR BGB § 830 Abs. 2 Teilnahme 2).
Einen Exzess des Angeklagten I. , der vom gemeinsamen Tatplan und dem Vorsatz des Ange- klagten A. nicht gedeckt gewesen wäre und eine wechselseitige Zurech- nung ausschlösse (…vgl. auch BGH, Beschlüsse vom 8. November 2005 - 4 StR 321/05, BGHR StPO § 403 Anspruch 8 …und vom 28. April 2015 - 3 StR 52/15, BGHR StPO § 406 Abs. 1 Entscheidung 2; Urteil vom 23. März 1999 - VI ZR 53/98, BGHR BGB § 830 Abs. 2 Teilnahme 2), hat die Strafkammer ausdrücklich nicht festgestellt.
Im Verhältnis zur Beklagten kommt den Klägern auch § 830 Abs. 1 Satz 2 BGB nicht zugute, denn die Kinder - hier käme die Vorschrift zum Zuge - stehen als Verursacher fest (BGH NJW 1999, 2895).
hat (vgl. BGH NJW 1988, 1383, 1384; NJW 1999, 2895, 2896).
Die wechselseitige Zurechnung der einzelnen Tatbeiträge reicht dabei nicht weiter als der gemeinsame Vorsatz und scheidet aus, wenn einer der Mittäter im Exzess Handlungen begeht, die vom gemeinsamen Tatplan und dem Vorsatz der anderen nicht gedeckt sind (BGH…, Beschluss vom 8. November 2005 - 4 StR 321/05, BGHR StPO § 403 Anspruch 8; BGH, Urteil vom 23. März 1999 - VI ZR 53/98, BGHR BGB § 830 Abs. 2 Teilnahme 2).
Zwingende Voraussetzung ist allerdings in jedem Fall, dass nicht einer der Beteiligten für den ganzen Schaden allein verantwortlich ist (BGHZ 67, 14; NJW 1999, 2895).
LAG München, 22.05.2006 - 2 Sa 1110/05

References: § 823
 § 227
 § 823
 § 227
 § 830
 § 823
 § 227
 § 823
 § 227
 § 403
 § 830
 § 403
 § 830
 § 403
 § 406
 § 830
 § 830
 BGH 
 § 403
 § 830