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Timestamp: 2015-11-26 14:06:28+00:00

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Gehaltstarifvertrag für Medizinische Fachangestellte / Arzthelferinnen vom 9. Juli 2013
�Gehaltstarifvertrag (62,35 KB)�� Manteltarifvertrag Tarifvertrag zur betrieblichen Altersversorgung und Entgeltumwandlung
§ 1 Geltungsbereich § 2 Anwendungsbereich § 3 Gehälter für voll- und teilzeitbeschäftigte Medizinische Fachangestellte § 4 Ausbildungsvergütung§ 5 Betriebliche Altersversorgung§ 6 Abrechnung§ 7 Zuschläge § 8 Wahrung des Besitzstandes / Überleitung § 9 Inkrafttreten und Laufzeit Protokollnotizen
Zwischen der Arbeitsgemeinschaft zur Regelung der Arbeitsbedingungen der Arzthelferinnen / Medizinischen Fachangestellten, Herbert-Lewin-Platz 1, 10623 Berlin, und dem Verband medizinischer Fachberufe e.V., Bissenkamp 12 - 16, 44135 Dortmund wird folgender Gehaltstarifvertrag abgeschlossen:
§ 1 Geltungsbereich (1) Dieser Tarifvertrag gilt für Medizinische Fachangestellte / Arzthelferinnen (Wegen der besseren Lesbarkeit wird bei der Verwendung der Begriffe Arzthelferin, Medizinische Fachangestellte, Arbeitgeber und Arzt jeweils die männliche bzw. weibliche Form mitgedacht.), die im Bundesgebiet in Einrichtungen der ambulanten Versorgung tätig sind.
§ 2 Anwendungsbereich (1) Dieser Gehaltstarifvertrag bestimmt unmittelbar und zwingend den Inhalt aller Arbeitsverträge zwischen Mitgliedern der Arbeitsgemeinschaft zur Regelung der Arbeitsbedingungen der Arzthelferinnen / Medizinischen Fachangestellten und Mitgliedern der tarifvertragschließenden Arbeitnehmerorganisation.
§ 3 Gehälter für voll- und teilzeitbeschäftigte Medizinische Fachangestellte (1 )a) Ab 01.09.2013 gilt folgende Gehaltstabelle für Vollzeitbeschäftigte
Berufsjahr Tätigkeitsgruppe I(Euro) Tätigkeitsgruppe II (Euro) Tätigkeitsgruppe III (Euro) Tätigkeitsgruppe IV (Euro) Tätigkeitsgruppe V (Euro) Tätigkeitsgruppe VI (Euro) 1. Stufe1. - 4. 1.634,12 1.756,68 1.838,38 1.960,94 2.124,35 2.451,18 2. Stufe5. - 8. 1.774,41 1.907,49 1.996,21 2.129,29 2.306,73 2.661,62 3. Stufe9. - 12. 1.887,27 2.028,82 2.123,18 2.264,72 2.453,45 2.830,91 4. Stufe13. - 16. 1.940,57 2.086,11 2.183,14 2.328,68 2.522,73 2.910,85 5. Stufeab dem 17. 2.146,88 2.307,90 2.415,24 2.576,26 2.790,94 3.220,32 b) Ab dem 01.04.2014 gilt folgende Gehaltstabelle für Vollzeitbeschäftigte:
Berufsjahr Tätigkeitsgruppe I(Euro) Tätigkeitsgruppe II (Euro) Tätigkeitsgruppe III (Euro) Tätigkeitsgruppe IV (Euro) Tätigkeitsgruppe V (Euro) Tätigkeitsgruppe VI (Euro) 1. Stufe1. - 4. 1.683,14 1.809,38 1.893,54 2.019,77 2.188,09 2.524,71 2. Stufe5. - 8. 1.827,64 1.964,72 2.056,10 2.193,17 2.375,93 2.741,46 3. Stufe9. - 12. 1.943,89 2.089,68 2.186,87 2.332,67 2.527,05 2.915,83 4. Stufe13. - 16. 1.998,78 2.148,69 2.248,63 2.398,54 2.598,42 2.998,17 5. Stufeab dem 17. 2.211,29 2.377,13 2.487,70 2.653,54 2.874,67 3.316,93 (2) Für die Zeit vom 01.04.2013 bis 31.08.2013 gelten die Gehälter für vollzeitbeschäftigte Medizinische Fachangestellte gemäß dem Gehaltstarifvertrag vom 01.03.2013 weiter fort.
Beginnt oder endet das Beschäftigungsverhältnis in der Zeit von April – August 2013, ist die Einmalzahlung anteilig zu zahlen. In diesem Fall erhält die Medizinische Fachangestellte für jeden vollen Kalendermonat, in dem das Beschäftigungsverhältnis bestanden hat, 1/5tel der Einmalzahlung und für jeden angefangenen Kalendermonat hiervon 1/30tel pro Kalendertag.
(4) Teilzeitbeschäftigte erhalten pro Stunde der mit ihnen vereinbarten Arbeitszeit 1/167tel des jeweiligen Monatsgehaltes für Vollzeitbeschäftigte ihrer Tätigkeitsgruppe.
Bruttogehalt bei Vollzeitbeschäftigung: 167 Stunden pro Monat x Wochenstundenzahl der Teilzeitbeschäftigung x 4,33= Bruttogehalt der Teilzeitbeschäftigung. (5) Für die Eingruppierung in die Tätigkeitsgruppen ist vom Berufsbild der Medizinischen Fachangestellten (Bis Juli 2006 Berufsbild der Arzthelferin), wie es sich aus der Ausbildungsverordnung ergibt, sowie von den ihr in rechtlich zulässiger Weise übertragenen Tätigkeiten (Delegationsfähigkeit) auszugehen. In diesem Rahmen trägt die Medizinische Fachangestellte die Verantwortung für die fachgerechte Durchführung der ihr übertragenen Aufgaben. Die medizinische sowie haftungsrechtliche Gesamtverantwortung des Arztes bleibt dabei unberührt. Unter Zugrundelegung dieses rechtlichen Rahmens gelten für die Eingruppierung folgende Definitionen:
Ausführen von Tätigkeiten nach allgemeinen Anweisungen, wobei Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten vorausgesetzt werden, wie sie durch eine abgeschlossene Berufsausbildung als Medizinische Fachangestellte mit der Prüfung vor der Ärztekammer erworben wurden.In diese Tätigkeitsgruppe fallen Tätigkeiten gemäß Ausbildungsverordnung.
Ambulante Versorgung älterer Menschen Wundbehandlung/ Wundmanagement Hygienemanagement Qualitätsmanagement Patientenbegleitung und Koordination Datenschutz und Datensicherheit Informations- und Kommunikationstechnik Notfallmanagement/ Erweiterte Notfallkompetenz Impfassistenz Disease-Management-Programme Tätigkeitsgruppe III
Elektronische Praxiskommunikation und Telematik Prävention bei Jugendlichen und Erwachsenen Prävention im Kindes- und Jugendalter Strahlenschutzkurs lt. § 24 (2) Röntgenverordnung (90 Stunden) Tätigkeitsgruppe IV
Ambulantes Operieren Ambulantes Operieren in der Augenheilkunde Augenheilkundlich-technische Assistenz Dialyse Ernährungsmedizin Gastroenterologische Endoskopie Onkologie Palliativversorgung Pneumologie Strahlenschutzkurs lt. § 24 (2) Röntgenverordnung (120 Stunden) Qualitätsmanagement Hygienemanagement Tätigkeitsgruppe V
Fachwirtin für ambulante medizinische Versorgung / Arztfachhelferin gem. § 54 BBiG Tätigkeitsgruppe VI Ausführen von leitungs- und führungsbezogenen Tätigkeiten, wobei besonders umfassende, gründliche und vielseitige Fachkenntnisse vorausgesetzt werden, die durch zusätzliche Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten zur Organisation und Steuerung mehrerer umfassender Arbeitsbereiche erworben wurden. Die Tätigkeiten sind mit hoher Problemlösungs- und Sozialkompetenz verbunden. Voraussetzung ist eine Fortbildungsmaßnahme von mindestens 600 Stunden und entsprechende Berufserfahrung.
b) Fortbildungen können z.B. sein: Maßnahmen auf Basis der (Muster) Fortbildungs-Curricula der Bundesärztekammer oder andere gleichwertige Maßnahmen (siehe Beispiele in den Tätigkeitsgruppen) oder Kurse auf Basis zertifizierter Angebote von Kassenärztlichen Vereinigungen, Kammern, ärztlichen Fachverbänden, des Bildungswerkes für Gesundheitsberufe e.V. und anderen anerkannten Bildungsträgern im Gesundheitswesen. c) Die in Fortbildungsmaßnahmen erworbenen Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten sind nur dann vergütungsrelevant, wenn sie arbeitsplatz- und/oder einrichtungsbezogen angewendet werden.
in Tätigkeitsgruppe II 7,5 % in Tätigkeitsgruppe III 12,5 % in Tätigkeitsgruppe IV 20 % in Tätigkeitsgruppe V 30 % in Tätigkeitsgruppe VI 50 % § 4 Ausbildungsvergütung (1) a) Die Ausbildungsvergütung beträgt ab dem 01.09.2013
im 1. Jahr monatlich 640 Euro im 2. Jahr monatlich 680 Euro im 3. Jahr monatlich 730 Euro b) Die Ausbildungsvergütung beträgt ab dem 01.04.2014
im 1. Jahr monatlich 670 Euro im 2. Jahr monatlich 710 Euro im 3. Jahr monatlich 760 Euro
im 1. Jahr monatlich 700 Euro im 2. Jahr monatlich 740 Euro im 3. Jahr monatlich 790 Euro
Beginnt oder endet das Ausbildungsverhältnis in der Zeit von April – August 2013, ist die Einmalzahlung anteilig zu zahlen. In diesem Fall erhält die Auszubildende für jeden vollen Kalendermonat, in dem das Ausbildungsverhältnis bestanden hat, 1/5tel der Einmalzahlung und für jeden angefangenen Kalendermonat hiervon 1/30tel pro Kalendertag.
§ 6 Abrechnung Medizinische Fachangestellte haben Anspruch auf eine schriftliche Abrechnung ihrer Bezüge.
§ 7 Zuschläge (1) Für Überstunden, Samstags-, Sonntags-, Feiertags- und Nachtarbeit sowie Arbeit am 24. und am 31.12. ab 12:00 Uhr sind Zuschläge zu zahlen, die nach Arbeitsstunden berechnet werden. Dabei wird ein Stundensatz von 1/167 des Monatsgehaltes für Vollzeitbeschäftigte zugrunde gelegt.
a) für Überstunden, für Arbeit am Samstag 25 Prozent b) für Sonn- und Feiertagsarbeit 50 Prozent c) für Arbeit am 24. und 31. Dezember ab 12:00 Uhr 50 Prozent d) für Arbeiten am Neujahrstag, dem 1. Mai sowie an den Oster-, Pfingst- und Weihnachtsfeiertagen �100 Prozent e) für Nachtarbeit 50 Prozent (3) Besteht für dieselbe Zeit Anspruch auf mehrere Zuschlagsätze, so ist nur der höchste Zuschlag zu zahlen.
§ 8 Wahrung des Besitzstandes / Überleitung (1) Soweit die Vergütungen nach diesem Gehaltstarifvertrag in einzelnen Berufsjahren geringer als die bisherige Vergütung gemäß § 3 des Gehaltstarifvertrages vom 01.03.2012 sind, gelten diese weiter, bis sich eine Höherstufung auf der Basis dieses Gehaltstarifvertrages ergibt.
(3) Medizinische Fachangestellte, die bei In-Kraft-Treten dieses Gehaltstarifvertrages in einem Arbeitsverhältnis stehen und in eine der Tätigkeitsgruppen II bis IV eingruppiert sind, dürfen aufgrund dieses Gehaltstarifvertrages nicht herabgruppiert werden, auch wenn die in § 3 Abs. 5 genannten Anforderungen für die Tätigkeitsgruppen nicht bzw. nicht mehr erfüllt sind. Änderungen der Eingruppierung aus anderen Gründen bleiben unberührt. § 9 Inkraftteten und Laufzeit
Protokollnotizen I. Zu § 1 (2) (Geltungsbereich) Angestellte ohne Lehrabschlussprüfung in der Tätigkeit von Medizinischen Fachangestellten / Arzthelferinnen, die am 1. April 1969 das 21. Lebensjahr vollendet hatten und die an diesem Stichtage mindestens fünf Jahre als Medizinische Fachangestellte / Arzthelferin tätig waren, werden diesen gleichgestellt. II. Zu § 3 (1) (Berufsjahre)
Die Berufsjahrberechnung gemäß § 11 (2) Satz 3 des Manteltarifvertrags vom 12.9.1997 gilt für alle Arbeitsverträge, die ab dem 01.11.1997 abgeschlossen werden. Für Arbeitsverhältnisse, die vor dem 01.11.1997 bestanden haben, gelten die Regelungen des § 10 (2) Satz 3 des Manteltarifvertrages vom 16.9.1992. III. Zu § 3 (4) (Eingruppierung in die Tätigkeitsgruppen) Bei den Begriffen "allgemeine Anweisung", "weitgehend selbstständig" sowie "selbstständig" im Sinne des Ausführens von Tätigkeiten nach den Tätigkeitsgruppen I bis VI sind die Verordnung der Bundesregierung über die Berufsausbildung zum Medizinischen Fachangestellten / zur Medizinischen Fachangestellten vom 26. April 2006 (BGBl. Jahrgang 2006 Teil I Nr. 22, S. 1097 bis 1108) sowie die gemeinsame Stellungnahme von Kassenärztlicher Bundesvereinigung und Bundesärztekammer zur „Persönlichen Leistungserbringung - Möglichkeiten und Grenzen der Delegation ärztlicher Leistungen“ vom 29.8.2008 zu berücksichtigen (Deutsches Ärzteblatt, Heft 41 vom 10.10.2008, S. A 2173ff).
IV. Zu § 8 (3) Satz 2) (Wahrung des Besitzstandes / Überleitung)
Berlin, den 09.07.2013 Zum Seitenanfang
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�aktuelle Ausgabe IQN-Jubiläumskongress
Das Institut für Qualität im Gesundheitswesen Nordrhein (IQN) feiert Geburtstag. Seit 20 Jahren arbeitet das IQN als Einrichtung von Ärzten für Ärzte im Themenbereich Patientensicherheit und Versorgungsqualität. Anlässlich des 20-jährigen Bestehens lädt das IQN zu einem Jubiläumskongress am Samstag, 30. Januar 2016, ins Düsseldorfer Haus der Ärzteschaft ein. Den Festvortrag mit dem Thema "Ärztliches Handeln im Spannungsfeld von ethischen Anforderungen udn ökonomischen Zwängen" wird der ehemalige Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche Deutschlands, Professor Dr. Wolfgang Huber halten.
Ausführliche Informationen zum Kongress MaterialbestellungDie Ärztekammer Nordrhein hält zahlreiche Informationsbroschüre und Flyer für Ärztinnen und Ärzte, Bürgerinnen und Bürger oder auch zur Auslage im Wartezimmer bereit. Die Materialien können einfach ein bereitgestelltes Online-Formular bestellt werden.

References: § 1
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 § 3
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 § 8
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