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Timestamp: 2017-03-26 20:55:49+00:00

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Arglistige Täuschung Hauskauf (Hauskauf, Immobilien, Grundstücke) - frag-einen-anwalt.de Hilfe & Kontakt
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14.11.2014 20:36 | Preis: ***,00 € |
Zusammenfassung: Es geht um die Gewährleistungs- und Anfechtungsrechte nach einem Hauskauf mit Mängeln. LesenswertGefällt
Hallo ich habe im Juli ein 30 Jahre altes Haus erworben.
Nach Renovierungsarbeiten ist mir ein großer Wasserschaden aufgefallen der sich durch die gesamte unterste Etage des Hauses erstreckt.
Eingangs möchte ich mitteilen, dass eine abschließende Beurteilung der Rechtslage ohne die Einsicht in den Kaufvertrag nicht möglich ist. Sie haben einen Kaufvertrag über das Haus gemäß § 433 BGB geschlossen. Die Verkäuferin ist verpflichtet, Ihnen das Haus frei von Sach- und Rechtsmängeln zu übergeben und übereignen. Insoweit stehen Ihnen Gewährleistungsrechte zu, wenn der Mangel bereits bei Überlassung des Hauses vorlag. Dies können Sie Ihren Angaben nach durch Zeugen und die Aussage der Verkäuferin selbst nachweisen. Hier kommen die Nacherfüllung nach § 439 BGB, die Minderung nach § 441 BGB, der Schadenersatz nach den §§ 280 ff. BGB und der Rücktritt in Betracht, der vor der Schuldrechtsreform die Wandlung darstellte. Je nach dem, welches Ziel Sie verfolgen, könnten dann entsprechende Rechte geltend gemacht werden. Ein Rücktritt dürfte wegen Pflichtverletzung möglich sein, §§ 323, 326 BGB. Außerdem könnten Sie den Vertrag wegen arglistige Täuschung anfechten, vgl. § 123 BGB, so dass er von Anfang an als nichtig anzusehen wäre, vgl. § 142 BGB. Hier wäre der Kaufvertrag dann nach § 812 BGB rückabzuwickeln. Die Arglist, also den Vorsatz müsste nachgewiesen werden, wenn man Ansprüche geltend macht. Wenn Sie nunmehr sogar neutrale Zeugen haben, die bezeugen können, dass vor dem Kauf bereits Wasserschäden vorhanden waren, die Verkäuferin das wusste und sie selbst Ihren Angaben nach die Mängel zugegeben hat, dann könnten gute Erfolgsaussichten bestehen. Meine Empfehlung ist, die Verkäuferin, je nach dem, was Sie erreichen möchten, mitzuteilen, dass Sie Ihre Rechte geltend machen. Ein Rücktritt müsste in diesem Fall erklärt werden und die Rückabwicklung des Vertrags, also Herausgabe des Kaufpreises, verlangt werden. Sollte angefochten werden, dann müsste in einem Aufforderungsschreiben ebenso eine Rückabwicklung verlangt werden. Dies alles sollte unter Fristsetzung geschehen und so dann bei Verweigerung der Gegenseite eine Klage erhoben werden. Auch eine Klage auf Schadenersatz ist möglich. Wenn Sie hinsichtlich Ihrer Rechtsschutzversicherung keine Wartezeit haben, dürfte die Kostendeckung zumindest nicht aus diesem Grunde verweigert werden. Sollte Ihre Rechtsschutzversicherung die Kosten nicht decken wollen, hat dies auf die Erfolgschancen keinen Einfluss. Das heißt, die Chancen sind, ob die Versicherung die Kosten übernimmt oder nicht, gleich. Ich kann Ihnen gerne anbieten, Sie in dieser Sache zu vertreten, wenn Sie mich direkt beauftragen. Ich würde zunächst bei Ihrer Rechtsschutzversicherung eine Anfrage nach der Deckung stellen. So dann würde ich ein Aufforderungsschreiben an die Gegenseite fertigen und Ihre Rechte unter Fristsetzung geltend machen. Wenn Bedarf besteht, sagen Sie nur Bescheid, ich stehe Ihnen gerne jederzeit zur Verfügung.
Ich hoffe, ich konnte Ihnen hinsichtlich der Entscheidung bezüglich des weiteren Vorgehens behilflich sein. Nutzen Sie gerne die einmalige kostenlose Nachfragefunktion, damit ich etwaige Unklarheiten ausräumen kann. Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.
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References: § 433
 § 439
 § 441
 § 123
 § 142
 § 812