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Timestamp: 2019-11-15 09:46:57+00:00

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EuGH, 02.12.1997 - C-188/95 - dejure.org
https://dejure.org/1997,28
EuGH, 02.12.1997 - C-188/95 (https://dejure.org/1997,28)
EuGH, Entscheidung vom 02.12.1997 - C-188/95 (https://dejure.org/1997,28)
EuGH, Entscheidung vom 02. Dezember 1997 - C-188/95 (https://dejure.org/1997,28)
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Richtlinie 69/335/EWG - Abgaben für die Eintragung von Gesellschaften - Nationale Verfahrensfristen
Fantask u.a. / Industriministeriet
Richtlinie 69/335 des Rates, Artikel 12 Absatz 1 Buchstabe e
1 Steuerrecht - Harmonisierung - Indirekte Steuern auf die Ansammlung von Kapital - Eintragung von Kapitalgesellschaften - Abgaben mit Gebührencharakter - Begriff - Abgaben, die unmittelbar proportional zum gezeichneten Kapital sind - Ausschluß
Abgabenerhebung für die Eintragung von Aktiengesellschaften und Gesellschaften mit beschränkter Haftung und für die Eintragung von Erhöhungen des Kapitals dieser Gesellschaften; Erhebung von indirekten Steuern auf die Ansammlung von Kapital; Auslegungskompetenz der ...
Anspruch auf Gebührenrückerstattung für Handelsregistereintragungen von Kapitalgesellschaften bei Berücksichtigung von Kosten außerhalb des Registerverfahrens ("Fantask")
Indirekte Steuern auf die Ansammlung von Kapital: Entgeltcharakter von Registrierungsgebühren - Faktoren, die in die Berechnung einer Gebühr mit Entgeltcharakter einfließen können - Voraussetzungen des Anspruchs auf Rückzahlung gemeinschaftswidriger Abgaben
Nichtumsetzung der Gesellschaftsteuerrichtlinie; Handelsregistereintragung; Kostenrecht
Vorabentscheidungsersuchen des Østre Landsret - Auslegung der Artikel 4, 10 und 12 Absatz 1 Buchstabe e der Richtlinie 69/335/EWG des Rates betreffend die indirekten Steuern auf die Ansammlung von Kapital - Entgeltcharakter von Registrierungsgebühren, die sich aus einem ...
NJW 1998, 2809 (Ls.)
ZIP 1998, 206
NVwZ 1998, 833
EuZW 1998, 172
WM 1998, 2193
NZG 1998, 274
Wird zitiert von ... (178)
Nach der Rechtsprechung des Gerichtshofs der Europäischen Gemeinschaften ist ein Mitgliedstaat grundsätzlich verpflichtet, die unter Verstoß gegen Gemeinschaftsrecht erhobenen Gebühren zu erstatten (vgl. EuGH, Urteil vom 2. Dezember 1997 - Rs C-188/95 - Fantask u.a., Slg. 1997, I-6783 Rn. 38 m.w.N.;… Urteil vom 22. Oktober 1998 - Rs. C-10/97 - C-22/97 - IN.CO.GE '90 Srl u.a., Slg. 1998, I-6307 Rn. 24).
Die in den nationalen Rechtsordnungen festgelegten materiellen und formellen Voraussetzungen, unter denen die Erstattung gemeinschaftsrechtswidrig erhobener Gebühren verlangt werden kann, dürfen nicht ungünstiger gestaltet werden als bei entsprechenden Klagen, die nur innerstaatliches Recht betreffen, und die Ausübung der durch die Gemeinschaftsrechtsordnung verliehenen Rechte darf nicht praktisch unmöglich gemacht oder übermäßig erschwert werden (vgl. EuGH, Urteil vom 2. Dezember 1997, a.a.O., Rn. 39 m.w.N.;… Urteil vom 22. Oktober 1998, a.a.O., Rn. 25 m.w.N.).
Derartige Fristen machen die Ausübung der durch die Gemeinschaftsrechtsordnung verliehenen Rechte nicht praktisch unmöglich und erschweren sie nicht übermäßig, selbst wenn ihr Ablauf zur vollständigen oder teilweisen Abweisung der Klage führt (vgl. EuGH, Urteil vom 2. Dezember 1997, a.a.O., Rn. 45 m.w.N.).
Aus der Sicht des Senats spricht gegen eine Übernahme der Grundsätze aus dem Urteil in der Rechtssache Emmott auf den gemeinschaftsrechtlichen Staatshaftungsanspruch, dass auch der Gerichtshof in späteren Urteilen hervorgehoben hat, die Entscheidung in der Rechtssache Emmott sei durch die besonderen Umstände dieses Falls gerechtfertigt gewesen, weil der Klägerin durch den Ablauf der Klagefrist jede Möglichkeit genommen worden sei, ihren auf die Richtlinie gestützten Anspruch auf Gleichbehandlung geltend zu machen (…vgl. EuGH, Urteile vom 27. Oktober 1993 - Rs. C-338/91 - Stehenhorst-Neerings - Slg. 1993, I-5497, 5503 Rn. 19;… vom 6. Dezember 1994 - Rs. C-410/92 - Johnson - Slg. 1994, I-5501, 5510 Rn. 25 f;… vom 17. Juli 1997 - Rs. C-114/95 und C-115/95 - Texaco und Olieselskabet Danmark - Slg. 1997, I-4267, 4287 Rn. 47, 48; vom 2. Dezember 1997 - Rs. C-188/95 - Fantask - Slg. 1997, I-6820, 6839 Rn. 51).
Generalanwalt beim EuGH, 25.05.2000 - C-134/99
26: - Urteil vom 2. Dezember 1997 in der Rechtssache C-188/95 (Fantask u. a., Slg. 1997, I-6783, Randnr. 54).
28: - Urteil Fantask u. a. (Randnr. 55).
31: - Siehe Urteile Fantask u. a. (zitiert in Fußnote 25, Randnr. 26) und vom 15. Juli 1982 in der Rechtssache 270/81 (Felicitas Rickmers-Linie, Slg. 1982, 2771, Randnr. 14).
Wie die Kommission und die in den Ausgangsverfahren klagenden Unternehmen hervorheben, würde jede andere Auslegung Artikel 10 die Wirkung nehmen, denn die Mitgliedstaaten könnten dann Kapitalgesellschaften mit einer jährlichen Steuer belegen, die allein mit der Aufrechterhaltung der Eintragung der Gesellschaft begründet wird." 43: - Urteile Fantask u. a. (Randnr. 21) und Ponente Carni und Cispadana Costruzioni (Randnrn. 41 und 42).
44: - Urteile Fantask u. a. (Randnr. 21) und Ponente Carni und Cispadana Costruzioni (Randnrn. 41 und 42).
46: - Dies hat der Gerichtshof im Urteil Fantask u. a. (Randnr. 22) bei der Grundabgabe und der zusätzlichen Abgabe festgestellt, die in der betreffenden dänischen Regelung vorgesehen waren, wobei diese Abgaben bei der Eintragung neuer Aktiengesellschaften und Gesellschaften mit beschränkter Haftung erhoben wurden.
51: - Urteile Fantask u. a. (Randnr. 31) und Modelo I (Randnr. 30).
56: - Zitiert in Fußnote 25.57: - Urteil Fantask u. a. (Randnr. 30).
65: - Urteil Fantask u. a. (Randnr. 33).
Das Rückzahlungsbegehren kann daher nur unter Beachtung der Verfahrensvoraussetzungen verfolgt werden, die das jeweilige nationale Recht vorsieht (EuGH, Urteile vom 11. Dezember 1973 - Lorenz - a.a.O. , vom 2. Dezember 1997 - Rs. C-188/95, Fantask -, Slg. I-6783 - …und vom 12. Februar 2008 - Rs. CELF I - a.a.O. ).
Dementsprechend bezieht sich der EuGH auch in seiner jüngeren Rechtsprechung auf das Urteil Rewe in Slg. 1976, 1989, NJW 1977, 495 (vgl. z.B. EuGH-Urteile vom 2. Dezember 1997 Rs. C-188/95 --Fantask--, Slg. 1997, I-6783, HFR 1998, 234, NVwZ 1998, 833 RandNr.
bb) Wie der EuGH mittlerweile jedoch wiederholt klargestellt hat, war diese Entscheidung durch die besonderen Umstände des Falles gerechtfertigt, in dem der Klägerin durch den Ablauf der Klagefrist jede Möglichkeit genommen war, ihren auf eine Gemeinschaftsrichtlinie gestützten Anspruch auf Gleichbehandlung geltend zu machen (vgl. z.B. EuGH-Urteil Fantask in Slg. 1997, I-6783, HFR 1998, 234, NVwZ 1998, 833 Rz. 51, m.w.N.).
OLG Köln, 06.12.1999 - 2 Wx 26/99
Gebühren für die Eintragung einer Prokura
Nachdem der Senat in einer Parallelsache diese Zusammenrechnung gebilligt hatte (Beschluß vom 21. September 1998 - 2 Wx 5/98) hielt die Beteiligte zu 1.) ihre Erinnerung aufrecht, nunmehr unter Berufung auf die Entscheidung des EuGH vom 2. Dezember 1997 (ZIP 98, 206) zur Auslegung von Art. 10 und 12 der Richtlinie 69/335/EWG des Rates vom 17. Juli 1969 betreffend die indirekten Steuern auf die Ansammlung von Kapital in der Fassung der Richtlinie 85/303/EWG des Rates vom 10. Juni 1985.
Das Ziel der Richtlinie soll nicht dadurch gefährdet werden, daß Abgaben zwar nicht auf die Kapitalzuführung als solche, wohl aber wegen der Formalitäten "im Zusammenhang mit der Rechtsform der Gesellschaft, also des Instruments der Kapitalansammlung" erhoben werden (…Grundlegend EuGH Urteil vom 20. April 1993 - verbundene Rechtssachen C-71/91 und C 178/91 [Ponente Carni SpA und Cispadana Costruzioni SpA, Italien], Slg 1993 I-1947 ff., Rdnr. 18-23, 29; EuGH Urteil vom 2. Dezember 1997 - Rechtssache C - 188/98 [Fantask], ZiP 98, 206 ff. = WM 98, 2193 ff., Rdnr. 13 ff., 21]).
Einen Verstoß gegen die Richtlinie hat der EuGH beispielsweise angenommen für die Erhebung einer Steuer auf eine notarielle Urkunde über die Einbringung eines nach der Gründung einer Kapitalgesellschaft gezahlten Teils des Gesellschaftskapitals, wenn bei der Gründung dieser Gesellschaft bereits eine Steuer auf den Nominalwert des vollständigen Gesellschaftskapitals entrichtet worden ist (Urteil vom 5. März 1998 - Rechtssache C - 347/96 [Solved SA, Spanien], Slg. 1998 I-951 ff.), bei Abgaben für die Eintragung der Gesellschaft und für die Eintragung einer Kapitalerhöhung (Urteil vom 2. Dezember 1997 - Rechtssache C - 188/98 [Fantask], ZiP 98, 206 ff. = WM 98, 2193 ff.), bei jährlichen Abgaben, die wegen der Eintragung erhoben werden (Urteil vom 20. April 1993 - verbundene Rechtssachen C-71/91 und C 178/91 [Ponente Carni SpA und Cispadana Costruzioni SpA, Italien], Slg 1993 I-1947 ff.) und bei Abgaben für die Beurkundung einer Kapitalerhöhung (Urteil vom 29. September 1999 - Rechtssache C-56/98, ZIP 99, 1681).
In diesen Fällen begründet der EuGH die Anwendbarkeit der Richtlinie regelmäßig damit, daß die Förmlichkeit "durch die Rechtsform der betreffenden Gesellschaft bedingt" sei (…EuGH EuGH Urteil vom 5. März 1998 - Rechtssache C - 347/96 [Solved SA, Spanien], Slg. 1998 I-951 ff., Rdnr. 22; Urteil vom 2. Dezember 1997 - Rechtssache C - 188/98 [Fantask], ZiP 98, 206 ff. = WM 98, 2193 ff., Rdnr. 22]), daß die Beachtung der Förmlichkeit "eine Bedingung für die Ausübung und Fortführung" der Gesellschaftstätigkeit sei (…EuGH Urteil vom 5. März 1998 - Rechtssache C - 347/96 [Solved SA, Spanien], Slg. 1998 I-951 ff., Rdnr. 23, 24; Urteil vom 2. Dezember 1997 - Rechtssache C - 188/98 [Fantask], ZiP 98, 206 ff. = WM 98, 2193 ff. Rdnr. 22];… Urteil vom 29. September 1999 - Rechtssache C-56/98, ZIP 99, 1681 Rdnr. 25).
In der vom Landgericht zitierten EuGH-Entscheidung vom 2. Dezember 1997 (Rechtssache C - 188/98 [Fantask], ZiP 98, 206 ff. = WM 98, 2193 ff.) war über Abgaben sowohl für die Eintragung einer Gesellschaft als auch für die Eintragung einer Kapitalerhöhung zu entscheiden.
Gleiches müsse gelten, soweit Abgaben für die Eintragung von Kapitalerhöhungen zu entrichten seien, da sie "ebenfalls" auf Grund einer wesentlichen Förmlichkeit erhoben würden, die "durch die Rechtsform der betreffenden Gesellschaften bedingt" seien (EuGH ZIP 98, 206 [209, Rdnr. 22.]).
Dies entspricht der Entscheidung des EuGH vom 2. Dezember 1997 (Rechtssache C - 188/98 [Fantask], ZiP 98, 206 ff. = WM 98, 2193 ff., Rdnr. 30) und der herrschenden Rechtsprechung (BayObLG NJW 99, 652 [653]; Pfälz. OLG Zweibrücken FGPrax 99, 195 [197]; Senat NJW 99, 1341 [1341/1342]), wonach bereits die Orientierung der Abgabenhöhe am gezeichneten Nennkapital gegen ihren Gebührencharakter im Sinne der Richtlinie spricht.
Auf ein Vorabentscheidungsersuchen eines Gerichts eines anderen Mitgliedstaats hat der Gerichtshof im Urteil vom 2. Dezember 1997 in der Rechtssache C-188/95 (Fantask u. a., Slg. 1997, I-6783) seine Auslegung von Artikel 12 Absatz 1 Buchstabe e der Richtlinie dahin präzisiert, dass die bei der Eintragung von Aktiengesellschaften und Gesellschaften mit beschränkter Haftung und bei der Erhöhung des Kapitals dieser Gesellschaften erhobenen Abgaben, um Gebührencharakter zu haben, allein auf der Grundlage der Kosten der betreffenden Förmlichkeiten berechnet werden müssen, wobei in diese Beträge auch die Kosten unbedeutenderer gebührenfreier Vorgänge eingehen dürfen.
Nach dem Urteil Fantask u. a. müsse ein Pauschalbetrag angemessen sein, wobei insbesondere die Zahl und die Qualifikation der mit dem Vorgang betrauten Bediensteten, ihr Zeitaufwand und die für die Erledigung nötigen Sachkosten zu berücksichtigen seien; in den Ausgangsfällen deute aber nichts darauf hin, dass diese Grundsätze beachtet worden wären.
Vielmehr habe der Gerichtshof im Urteil Fantask u. a. klargestellt, dass die Förmlichkeiten im Sinne dieser Bestimmung all diejenigen seien, die Gesellschaften nicht nur für die Aufnahme, sondern auch für die Fortführung ihrer Tätigkeit vornehmen müssten.
Dieses Verbot ist dadurch gerechtfertigt, dass die fraglichen Belastungen zwar nicht wegen der Kapitalzuführungen als solcher, wohl aber wegen der Formalitäten im Zusammenhang mit der Rechtsform der Gesellschaft, also des Instruments zur Kapitalansammlung, anfallen, so dass ihre Beibehaltung die von der Richtlinie verfolgten Ziele ebenfalls gefährden würde (Urteile Denkavit Internationaal u. a., Randnr. 23, und Fantask u. a., Randnr. 21).
Auch wenn die Eintragung solcher Handlungen formell kein der Tätigkeit der Kapitalgesellschaften vorangehendes Verfahren darstellt, so ist sie doch eine Bedingung für die Ausübung und Fortführung dieser Tätigkeit (in diesem Sinne Urteil Fantask u. a., Randnr. 22).
In einer Abgabe, deren Höhe keinen Zusammenhang mit den Kosten des besonderen Dienstes aufwiese oder deren Höhe sich nicht nach den Kosten des Vorgangs, für den sie die Gegenleistung darstellt, richtete, sondern nach den gesamten Verwaltungs- und Investitionskosten des mit dem Vorgang betrauten Dienstes, müsste eine Belastung gesehen werden, für die allein das Verbot des Artikels 10 der Richtlinie gilt (Urteile Ponente Carni, Randnrn. 41 und 42, und Fantask u. a., Randnr. 27).
7: - Urteil vom 2. Dezember 1997 in der Rechtssache C-188/95 (Fantask, Slg. 1997, I-6783).
26: - Urteil in der Rechtssache C-188/95 (zitiert in Fußnote 7, Randnr. 30).
31: - Urteil vom 18. Januar 2001 in der Rechtssache C-113/99 (Herta Schmid, Slg. 2001, I-471, Randnr. 21) sowie Urteile in der Rechtssache C-2/94 (zitiert in Fußnote 20, Randnr. 23) und in der Rechtssache C-188/95 (zitiert in Fußnote 7, Randnr. 21).
33: - Urteil in der Rechtssache C-188/95 (zitiert in Fußnote 7, Randnr. 22).
35: - Urteile in der Rechtssache C-188/95 (zitiert in Fußnote 7, Randnr. 31), in der Rechtssache C-134/99 (zitiert in Fußnote 25, Randnr. 31) und in der Rechtssache C-206/99 (zitiert in Fußnote 22, Randnr. 34).
37: - Urteile in den Rechtssachen C-71/91 und C-178/91(zitiert in Fußnote 3, Randnr. 42) und in der Rechtssache C-188/95 (zitiert in Fußnote 7, Randnr. 27).
Dabei ist es ohne rechtliche Bedeutung, dass die maßgebende Rechtsprechung des EuGH sowohl zum Freizügigkeitsrecht unmittelbar aus Art. 18 EG als auch zur "Erstreckung" des Freizügigkeitsrechts von Kindern auf Eltern (s. dazu unten) erst nach Erlass der Ausweisungsverfügung entwickelt worden ist; sie erfasst auch zurückliegende Tatbestände, die im Sinn der "geläuterten" Rechtsprechung zu beurteilen sind (siehe dazu EuGH, Urteil vom 2.12.1997 - C 188/95 -, Fantask -, Slg I 06783, Rn 36, 37; vgl. auch die Rechtsprechung des BVerwG zum Verständnis der RL 64/221/EWG, Urteile vom13.9.2005 - 1 C 7.04 -, InfAuslR 2006, 110, …und vom 6.10.2005 - 1 C 5.04 -, InfAuslR 2006, 114 und Kopp/Ramsauer, a.a.O. Rn 35 zu § 48 m.w.N.).
Vom nationalen Recht vorgesehene Ausschlussfristen für die Rechtsverfolgung - mit der Folge der Bestandskraft bei Nichteinhaltung dieser Fristen - sind nämlich deswegen grundsätzlich mit Gemeinschaftsrecht vereinbar, weil sie ein Anwendungsfall des auch für das Gemeinschaftsrecht grundlegenden Prinzips der Rechtssicherheit sind (siehe EuGH, Urteil vom 2.12.1997 - C 188/95 -, Fantask, Slg I O6783, Rn 45; Urteil vom 13.1.2004 - C 453/00 -, Kühne und Heitz, DVBl. 2004, 373, Rn 24 und zuletzt Urteil vom 19.9.2006 - C 392/04 -und - C 422/04 -, I 21, NVwZ 2006, 1277 Rn 51).
Während die frühere Rechtsprechung des EuGH die Frage der Bestandskraft gemeinschaftsrechtswidriger Verwaltungsakte nicht problematisiert hatte (siehe dazu die Nachweise bei Gärditz, NWVBl. 2006, 442 Fn 34 f. und beispielhaft EuGH, Urteil vom 2.12.1997, a.a.O.), hat erstmals die Entscheidung Kühne und Heitz (…a.a.O.) bestimmte Voraussetzungen für eine behördliche Pflicht zur Überprüfung bestandskräftiger gemeinschaftswidriger Verwaltungsakte formuliert (siehe dazu auch Epiney, NVwZ 2006, 410 f.).
EuGH, 26.09.2000 - C-134/99
OLG Karlsruhe, 03.01.2001 - 11 Wx 67/00
Externer Gründungsprüfer - Gebühr für gerichtliche Bestellung
Generalanwalt beim EuGH, 30.03.2000 - C-19/99
Generalanwalt beim EuGH, 20.02.2001 - C-206/99
EuGH, 29.09.1999 - C-56/98
EuGH, 28.06.2007 - C-466/03
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EuGH, 21.09.2000 - C-19/99
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BayObLG, 28.10.1999 - 3Z BR 300/99
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Generalanwalt beim EuGH, 20.05.1999 - C-56/98
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Gebühr für Erteilung eines Erbscheins
OLG Zweibrücken, 12.11.2002 - 3 W 213/02
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OLG Karlsruhe, 13.04.2004 - 14 Wx 79/03
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OLG Karlsruhe, 17.02.2004 - 14 Wx 32/03
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BayObLG, 06.12.2000 - 3Z BR 280/00
AG Müllheim, 20.06.2000 - UR II 42/99
OVG Berlin, 09.07.1998 - 2 S 9.97
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OLG Hamm, 09.10.2000 - 15 W 350/00
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OLG Hamm, 21.12.2006 - 15 W 55/06
Handelsregistergebühren für einen Versicherungsverein auf Gegenseitigkeit
BayObLG, 19.09.2000 - 3Z BR 227/00
OLG Karlsruhe, 20.12.2010 - 19 Wx 8/09
Notarkosten: Gebührenerhebung baden-württembergischer Amtsnotare für …
OLG Karlsruhe, 12.01.2005 - 11 Wx 58/04
Notargebühr: Keine Anwendung der Gesellschaftssteuerrichtlinie bei nicht …
Generalanwalt beim EuGH, 09.11.2004 - C-22/03
Optiver u.a.
OLG Jena, 27.11.2000 - 6 W 678/00
Kostenrückerattung; Kostenansatz; Verjährung
OLG Frankfurt, 22.08.2000 - 20 W 288/00
Kein Verstoß gegen Gemeinschaftsrecht durch Gebührenerhebung für …
OLG Düsseldorf, 14.01.1999 - 10 W 116/98
Gebührenanfall und Geschäftswert bei Löschung einer auf Wohnungseigentum …
VG Stuttgart, 26.01.2006 - 9 K 2997/05
Rechtswidrige Ausweisungsverfügung eröffnet Rücknehmbarkeit im Rahmen des …
OLG Jena, 27.03.2001 - 6 W 78/01
Kostenrückerstattung, Verzinsung, Verfahren
VG Köln, 03.07.2009 - 27 K 3726/07
Erhebung von Gebühren für die Zuteilung von 10-stelligen Rufnummernblöcken nach § …
OLG Brandenburg, 03.09.2001 - 8 Wx 118/00
§ 26 KostO gemeinschaftsrechtswidrig
OLG Hamm, 15.02.2001 - 15 W 456/00
Kostenerinnerung - Erstattungsanspruch des Kostenschuldners nach Herabsetzung des …
Generalanwalt beim EuGH, 12.01.2012 - C-443/09
VG Köln, 03.07.2009 - 27 K 4568/07
Erhebung von Gebühren für die Zuteilung von Rufnummernblöcken von 1000 …
Generalanwalt beim EuGH, 05.07.2007 - C-240/06
Fortum Project Finance - Richtlinie 69/335/EWG - Indirekte Steuern auf die …
Generalanwalt beim EuGH, 12.12.2002 - C-292/01
OLG Schleswig, 22.12.1999 - 9 W 137/99
Höhe der Gebühren für Handelsregistereintragungen von Kommanditgesellschaften; …
OLG Zweibrücken, 27.05.1999 - 3 W 62/99
Notargebühren für Ausgliederung einer Firma aus dem Vermögen eines …
LG Freiburg, 30.01.2003 - 4 T 276/02
Kosten einer Grundbuchberichtigung: Gebührenansatz bei einer durch Verschmelzung …
FG Hessen, 09.06.1999 - 10 K 6455/97
Anspruch auf Durchführung einer Einkommensteuerveranlagung; Erzielung von …
LG Bonn, 12.08.2002 - 4 T 435/02
Generalanwalt beim EuGH, 10.01.2002 - C-508/99
Palais am Stadtpark Hotelbetriebsgesellschaft
OLG Jena, 27.11.2000 - 6 W 680/00
LG Freiburg, 12.01.2004 - 4 T 318/03
Notargebühr: Reichweite des Verbots gemeinschaftsrechtlicher indirekter …
LG Stuttgart, 17.01.2001 - 2 T 447/99
Kostenansatz für die Umwandlung einer Gesellschaft durch den Bezirksnotar; …
LG Augsburg, 26.07.1999 - 4 T 3489/99
BayObLG, 24.02.1999 - 3Z BR 211/98
Eintragung von Zweigniederlassungen und Prokuren im Zusammenhang mit der …
FG Münster, 15.02.2001 - 5 K 772/00
Änderung von bestandskräftigen Umsatzsteuerbescheiden; Emmot'sche Fristenhemmung
VG Ansbach, 27.01.2009 - AN 1 K 07.01793
Klagefrist; Abschaffung des Widerspruchsverfahrens; Wiedereinsetzung; …

References: EuGH 
 EuGH 
 EuGH 
 Art. 10
 EuGH 
 EuGH 
 EuGH 
 EuGH 
 EuGH 
 EuGH 
 EuGH 
 Art. 18
 § 48
 EuGH 
 § 92
 § 23
 § 92

§ 26