Source: http://www.juramagazin.de/197838.html
Timestamp: 2020-02-17 07:52:01+00:00

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Die Spekulation, im Zusammenhang mit der Schulzeitverkürzung am Gymnasium würden immer mehr Kinder an Gesamtschulen angemeldet, wird durch die bisher vorliegenden Informationen zum laufenden Anmeldeverfahren nicht belegt. Im Gegenteil: Zu erwarten ist, dass sich die Anmeldezahlen zum Gymnasium auf hohem Niveau stabilisieren oder noch regional deutlich zunehmen. Das Anmeldeverfahren wird erst im März abgeschlossen, nähere Angaben sind erst danach möglich. Die Anmeldequote zu den Gesamtschulen hat landesweit nach ersten Hochrechungen nur geringfügig zugenommen.
Bei der Entscheidung über die Aufnahme in die Schule sind die Bestimmungen des § 6 der VO zu § 93 Abs. 2 SchulG sowie die AVO-RL (BASS 11 - 11 Nr. 1/Nr. 1.1) zu beachten. Für die Gesamtschulen in Mülheim an der Ruhr gilt die Bandbreite 27 bis 29. Diese Bandbreite kann um eine Schülerin oder um einen Schüler über- oder unterschritten werden. Schulen mit Anmeldeüberhang müssen mit Rücksicht auf das Elternrecht nach ständiger Rechtsprechung der Verwaltungsgerichte Eingangsklassen mit 30 Schülerinnen und Schülern bilden.
Für Eingangsklassen, die gemäß § 20 Abs. 7 SchulG im Rahmen des Gemeinsamen Unterrichts von Schülerinnen und Schülern mit sonderpädagogischem Förderbedarf (GU) besucht werden und für Eingangsklassen, die in Form integrativer Lerngruppen (IL) gemäß § 20 Abs. 8 SchulG geführt werden, bestimmt sich die Klassenfrequenz nach der Zusammensetzung der Schülerschaft bzw. nach den jeweils vertretenen Förderschwerpunkten. Eingangsklassen, die am Programm "Sprachförderung 5/6" teilnehmen, können ebenfalls den Klassenfrequenzrichtwert unterschreiten.
In der Stadt Mülheim an der Ruhr beträgt die Steigerung der Schülerzahl im 4. Jahrgang der Grundschule in diesem Jahr nur 1,3 %. Die Steigerung liegt unter dem Landeswert von 3,8 %. Die Zahl der diesjährigen Anmeldungen zu den Gesamtschulen in Mülheim an der Ruhr ist aber abweichend von den landesweiten Werten mit 653 gegenüber den Vorjahren (2005: 674; 2006: 663) weiter zurückgegangen.
Auch in den letzten Jahren hat es bei den Anmeldungen stets Überhänge gegeben, wobei diese wegen des Rückgangs der Anmeldezahlen für die Gesamtschulen in Mülheim an der Ruhr in diesem Jahr geringer als in den Vorjahren ausfallen.
Einen Überblick über die Zusammensetzung der nicht aufgenommenen Schülerinnen und Schüler gibt es nicht. Da in den letzten fünf Jahren trotz bestehender Anmeldeüberhänge nur noch eine neue öffentliche Gesamtschule in Nordrhein-Westfalen errichtet wurde, ist allerdings zu vermuten, dass der Verzicht auf den Ausbau des Angebotes darauf beruhte, dass es nicht möglich war, eine leistungsheterogene Schülerschaft zu gewährleisten. Letzteres ist ein wesentliches Strukturmerkmal der Gesamtschule und - damit zusammenhängend - eine grundlegende Voraussetzung, um eine Gesamtschule mit einer gymnasialen Oberstufe errichten zu können.
Gesamtschule Anmeldungen Züge Aufnahmekapazität Gustav-Heinemann-Gesamtschule 362 7 210
Gesamtschule Saarn 123 6 180
Willy-Brandt-Gesamtschule Styrum 168 4 120
Summe 653 510
Das Verhältnis Nachfrage und tatsächliche Aufnahme an den Gesamtschulen der Stadt Mülheim an der Ruhr in den letzten drei Jahren ist aus der folgenden Tabelle ersichtlich. Bei den in der Spalte Anmeldungen angegebenen Daten handelt es sich um von der Bezirksregierung Düsseldorf gemeldete Zahlen, die sich nicht auf einen einheitlichen Stichtag beziehen. Die Nachfrage nach Schülerplätzen wird in den amtlichen Schuldaten nicht erfasst.
Eine nachträgliche schulscharfe Ermittlung der Anmeldezahlen für alle anderen weiterführenden Schulen der Stadt Mülheim an der Ruhr ist daher nicht möglich.
Antwort auf die Kleine Anfrage 1413:
Keineswegs findet die komplette Schulzeitverkürzung am Gymnasium zukünftig in der Sekundarstufe I statt. 158 Stunden sowie 5 zusätzliche Förderstunden verteilen sich auf 5 Schuljahre in der Sekundarstufe I, 102 Stunden (das sind 16 Pflichtstunden mehr als bisher) sind in der gymnasialen Oberstufe zu belegen. Die Lehrpläne werden entsprechend angepasst.
Bei der Entscheidung über die Aufnahme in die Schule sind die Bestimmungen des § 6 der VO zu § 93 Abs. 2 SchulG sowie die AVO-RL (BASS 11 - 11 Nr. 1/Nr. 1.1) zu beachten. Für die Gesamtschule Geilenkirchen gilt die Bandbreite 27 bis 29. Diese Bandbreite kann um eine Schülerin oder um einen Schüler über- oder unterschritten werden. Schulen mit Anmeldeüberhang müssen mit Rücksicht auf das Elternrecht nach ständiger Rechtsprechung der Verwaltungsgerichte Eingangsklassen mit 30 Schülerinnen und Schülern bilden. Für Eingangsklassen, die gemäß § 20 Abs. 7 SchulG im Rahmen des Gemeinsamen Unterrichts von Schülerinnen und Schülern mit sonderpädagogischem Förderbedarf (GU) besucht werden und für Eingangsklassen, die in Form integrativer Lerngruppen (IL) gemäß § 20 Abs. 8 SchulG geführt werden, bestimmt sich die Klassenfrequenz nach der Zusammensetzung der Schülerschaft bzw. nach den jeweils vertretenen Förderschwerpunkten. Eingangsklassen, die am Programm "Sprachförderung 5/6" teilnehmen, können ebenfalls den Klassenfrequenzrichtwert unterschreiten.

References: § 6
 § 93
 § 20
 § 20
 § 6
 § 93
 § 20
 § 20