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Timestamp: 2020-04-03 19:15:05+00:00

Document:
Littmann/Bitz/Pust, Das Einkommensteuerrecht, EStG § 34d Ausländische Einkünfte | Steuer Office Gold | Steuern | Haufe
Littmann/Bitz/Pust, Das Einkommensteuerrecht, EStG § 34d Ausländische Einkünfte
Schrifttum (seit 2000):
Kempermann, Urteilsanmerkung zu BFH BStBl II 2000, 577, FR 2000, 998.
H 34d EStH 2012.
Ferner s Schrifttum § 34c vor Rn 1.
Das StÄndG v 20.08.1980 (BGBl I 1980, 1545) schuf § 34d EStG – anzuwenden ab VZ 1980 (§ 52 Abs 25b EStG aF) neu, nachdem der Begriff der ausl Einkünfte zuvor in § 68b EStDV aF iVm § 34c Abs 6 Nr 1 EStG definiert worden war u erweiterte (zB in Nr 2 Buchst b) die dortige Regelung. Änderungen des § 34d EStG sind seitdem nicht zu verzeichnen.
§ 34d EStG zählt die ausl Einkünfte iSd § 34c Abs 1 – 5, § 50 Abs 3 EStG, § 26 Abs 6 KStG nunmehr abschließend auf (OFD Ffm, Vfg v 25.08.1994, RIW 1995, 78; Wagner in Blümich, § 34c EStG Rz 1; Heinicke in Schmidt, § 34d EStG Rz 1).
Diese ausl Einkünfte sind für §§ 34c, 34d EStG von den inl abzugrenzen (BFH BStBl II 1995, 692). Handelt es sich nicht um ausl Einkünfte iSd § 34d EStG, so greifen die Rechtsfolgen des § 34c EStG (Anrechnung nach Abs 1, Abzug nach Abs 2, Pauschalierung bzw Erlass nach Abs 5) nicht ein. Anwendbar kann aber die Abzugsmethode nach § 34c Abs 3 EStG sein, dazu s BFH FR 1998, 662 u s § 34c Rn 71.
Der Katalog des § 34d EStG enthält Parallelen zum teilweise spiegelbildlichen § 49 EStG, der die beschr stpfl Einkünfte iSd § 1 Abs 4 EStG aufzählt. S Erläut zu § 49.
C. Der Vorrang von DBA
Soweit DBA von § 34d EStG abweichende Definitionen enthalten, gehen diese vor (§ 2 AO).
D. Die systematische Stellung der Vorschrift
§ 34d EStG befindet sich im V. Kapitel des ESt-Rechts, das mit "Steuermäßigungen" umschrieben ist. Die Vorschrift des § 34d EStG hat dabei Ergänzungsfunktion zu § 34c Abs 1 – 5, § 50 Abs 6 EStG u § 26 Abs 6 KStG.
E. Der persönliche Anwendungsbereich der Vorschrift
S Erläut zu § 34c.
F. Der sachliche Anwendungsbereich der Vorschrift
§ 34d EStG gilt (direkt o per Verweisung o analog) für
- § 32b Abs 1 Nr 2 EStG (s § 32b Rn 103);
- § 34c Abs 1 – 5 EStG;
- § 34c Abs 6 u 7 EStG;
- § 50 Abs 3 EStG;
- § 26 Abs 6 KStG (vgl Siegers in Dötsch ua, § 26 KStG nF Rz 1);
- § 2 AStG.
G. Das Verhältnis zu §§ 2a, 15a EStG
Die Verlustausgleichsbeschränkung nach
- § 2a Abs 1, 2 EStG ändert nichts daran, dass es sich, falls die Tatbestandsvoraussetzungen des § 34d EStG erfüllt sind, um ausl Einkünfte iSd § 34 EStG handelt.
- § 15a EStG betrifft auch ausl PersGes (s § 15a Abs 5 Nr 3 EStG; s § 15a Rn 46, Bitz).
H. Der Begriff des Ausl
§ 34d EStG definiert, was "ausl" Einkünfte iSd § 34c Abs 1 – 5 EStG sind. "Aus" meint jedes Hoheitsgebiet, das nicht zum (deutschen) Inl iSd § 1 EStG gehört. Dazu s § 1 Rn 51 ff (Michel).
- Antarktis: s unten "Staatenlose Gebiete".
- Ausl Freihäfen u Zollausschlüsse: Sie gehören zum Gebiet eines ausl Staates.
- Ausl Hoheitsgewässer: Sie gehören zum Gebiet eines ausl Staates.
- Ausl Festlandssockel: Auch er gehört zum Gebiet eines ausl Staates (glA Wagner in Blümich, § 34d EStG Rz 6), nicht aber das darüber befindliche Wasser, soweit es zur hohen See (s unten "Hohe See") u nicht zum Küstenmeer gehört (BFH BStBl II 1978, 50). Zum umgekehrten Fall des deutschen Festlandssockels s § 1 Abs 1 S 2 EStG u s § 1 Rn 59 ff (Michel).
- Ausl Luftraum: Auch dieser gehört zum Gebiet eines ausl Staates (BFH BStBl II 1989, 319 zum (alten) DBA Italien).
- Hohe See: Sie gehört (anders als fremde Hoheitsgewässer = Küstenmeer ohne die sog Anschlusszone) weder zum Inl noch Ausl, § 34d EStG ist daher insoweit nicht anwendbar. Soweit sich Schiffe ausl Flaggen auf hoher See befinden, werden sie als schwimmender Teil des Flaggenstaates angesehen (BFH BStBl II 1978, 50; 1987, 377).
- Staatenlose Gebiete: Die Antarktis gehört nicht zum Hoheitsgebiet irgendeines Staates u ist daher steuerrechtlich Niemandsland (BFH BStBl II 1991, 926; Wagner in Blümich, § 34d EStG Rz 6). Zur Nichtanwendbarkeit des Auslandstätigkeitserlasses s § 34c Rn 106.
I. Die umgekehrte isolierende Betrachtungsweise
Nach § 49 Abs 2 EStG bleiben im Ausl gegebene Besteuerungsmerkmale, soweit bei ihrer Berücksichtigung inl Einkünfte iSd § 49 Abs 1 EStG nicht angenommen werden könnten, außer Betracht (sog isolierende Betrachtungsweise, s § 49 Rn 30 ff, Ramackers). Dies gilt umgekehrt auch, obwohl nicht in § 34d EStG ausdrücklich vorgesehen, für § 34d EStG (BFH BStBl II 1997, 657; Wagner in Blümich, § 34d EStG Rz 9; Heinicke in Schmidt, § 34d EStG Rz 2). Dies bedeutet: Bei § 34d EStG bleiben für die Frage, ob ausl Einkünfte vorliegen, inl Besteuerungsmerkmale außer Betracht, soweit bei ihrer Berücksichtigung ausl Einkünfte nicht angenommen werden könnten.
K. Besteuerung der ausl Einkünfte (§ 34c Abs 1 S 3 EStG)
Rn. 12a
Neben der isolierenden Betrachtungsweise (s Rn 12) verlangt § 34c Abs 1 S 3 EStG (anzuwenden ab VZ 2003, s Art 1 Nr 4a, Nr 6 StVergAbG v 16.05.2003, BGBl I 2003, 660) darüber hinaus, dass die ausl Einkünfte in dem Staat, aus dem sie stammen, nach dessen Recht auch tatsächlich besteuert werden.
II. Luf Einkünfte (§ 34d Nr 1 EStG)
A. Im ausl Staat betriebene LuF
§ 34d Nr 1 EStG erfasst
Einkommensteuergesetz / § 34d Ausländische Einkünfte

References: § 34
 § 34
 § 34
 § 34
 § 68
 § 34
 § 34

§ 34
 § 34
 § 50
 § 26
 § 34
 § 34
 § 34
 § 34
 § 34
 § 34
 § 34
 § 49
 § 1
 § 49
 § 34

§ 34
 § 34
 § 34
 § 50
 § 26
 § 34

§ 34
 § 32
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 § 34
 § 34
 § 50
 § 26
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 § 2
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 § 34
 § 15
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 § 1
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 § 1
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 § 49
 § 49
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