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Timestamp: 2019-12-07 14:40:07+00:00

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VGH Baden-Württemberg, 26.02.1986 - 8 S 3212/85 - dejure.org
VGH Baden-Württemberg, 26.02.1986 - 8 S 3212/85
https://dejure.org/1986,4294
VGH Baden-Württemberg, 26.02.1986 - 8 S 3212/85 (https://dejure.org/1986,4294)
VGH Baden-Württemberg, Entscheidung vom 26.02.1986 - 8 S 3212/85 (https://dejure.org/1986,4294)
VGH Baden-Württemberg, Entscheidung vom 26. Februar 1986 - 8 S 3212/85 (https://dejure.org/1986,4294)
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§ 35 Abs 2 BBauG, § 35 Abs 3 BBauG, § 4 Abs 1 BauO BW 1983
Nachbarschutz bei einem Bauvorhaben im Außenbereich
VG Sigmaringen, 14.11.1985 - 7 K 1675/85
ESVGH 36, 318 (Ls.)
VGH Baden-Württemberg, 03.08.2011 - 3 S 1371/10
Öffentlich-rechtliche Sicherung der Grundstückszufahrt
Nachbarliche Interessen stehen der Erteilung einer Befreiung von der - nicht nachbarschützenden - Vorschrift des § 4 Abs. 1 LBO (vgl. dazu VGH Baden-Württ., Beschluss vom 26.02.1986 - 8 S 3212/85 - BRS 46 Nr. 180) ebenfalls nicht entgegen.
Die Erschließung eines Bauvorhabens dient allein dem öffentlichen Interesse an einer geordneten städtebaulichen Entwicklung (ständige Rechtsprechung des erkennenden Gerichtshofs, Vergleiche etwa 1980-07-21, 3 S 838/80, VBlBW 1980, 57 und 1986-02-26, 8 S 3212/85).
Dieses Erfordernis dient jedoch allein dem öffentlichen Interesse an einer geordneten städtebaulichen Entwicklung (ständ. Rechtspr. des erk. Gerichtshofs, vgl. etwa Beschl. v. 21.7.1980 - 3 S 838/80 - VBlBW 1980, 57 und Beschl. v. 26.2.1986 - 8 S 3212/85 -) und ist daher nicht in der Lage, einen Abwehranspruch der Kläger gegen das Vorhaben des Beigeladenen zu begründen.
Das Erfordernis der gesicherten Erschließung vermittelt aber insofern für den Kläger keinen Nachbarschutz (BayVGH, B. v. 29.6.1984 - 14 B 84.1629, BayVBl. 1985, 309;… Urt. v. 22.3.1999 - 15 B 98.207, BayVBl. 1999, 662; VGH Mannheim, B. v. 26.2.1986, 8 S 3212/85, BRS 46 Nr. 180).
Unabhängig davon, dass für die Kammer keine belastbaren Anhaltspunkte dafür ersichtlich sind, dass die Erschließungssicherung fraglich sein könnte, zumal die Erschließung nunmehr gänzlich anders als im Genehmigungsverfahren vorgesehen durchgeführt wird, ohne dabei auf tatsächliche oder rechtliche Probleme zu stoßen, entfalten weder das bauplanungsrechtliche Erfordernis der gesicherten Erschließung (§ 35 Abs. 1 BauGB) noch die bauordnungsrechtlichen Anforderungen an eine gesicherte Erschließung (§ 4 Abs. 1 LBO) nachbarschützende Wirkung, sondern stellen rein ordnungsrechtliche Vorschriften dar (vgl. hierzu und zum Folgenden m.w.N. nur BayVGH, Beschluss vom 11.04.2011 - 2 ZB 09.3021 - VGH Baden-Württemberg, Beschluss vom 26.02.1986 - 8 S 3212/85 -, BRS 46, Nr. 180).
vgl. OVG NRW, Urteil vom 30.10.2009 - 7 A 2548/08 -, BRS 74 Nr. 132 = juris, Rn. 70; VGH BW, Urteil vom 26.02.1986 - 8 S 3212/85 -, BRS 46 Nr. 180; BayVGH, Urteil vom 22.01.2010 - 14 B 08.887 -, juris, Rn. 20.
VGH Baden-Württemberg, 13.06.1991 - 3 S 1161/91
Zur Schutzwürdigkeit eines bislang nicht überplanten Grundstücks in Ortsrandlage; …
Die Ortsrandlage begründet keine rechtlich geschützte Position eines Angrenzers, da auch die Freihaltung des Außenbereichs nach Maßgabe des § 35 BauGB grundsätzlich allein der Wahrung öffentlicher Belange dient (vgl. VGH Bad.-Württ., Beschluß vom 26.2.1986 - 8 S 3212/85 --).
Weder das bauplanungsrechtliche Erfordernis gesicherter Erschließung in § 35 Abs. 1 BauGB noch die baurechtlichen Anforderungen an die Erschließung in Art. 4 Abs. 1 Nr. 2 BayBO haben drittschützende Funktion (vgl. BayVGH, B.v. 29.6.1984 - 26 B 82 A.395 - BayVBl 1985, 309 f.; VGH BW, B.v. 26.2.1986 - 8 S 3212/85 - BRS 46 Nr. 180).
Aus dem einfachgesetzlichen Gebot der gesicherten (wegemäßigen) Erschließung des Baugrundstückes (vgl. § 30 Abs. 1 und 2 BauGB, § 34 Abs. 1 Satz 1 BauGB) kann die Klägerin zwar unmittelbar keine Rechte herleiten, denn dieses bauplanungsrechtliche Erfordernis hat keine drittschützende Funktion (vgl. u.a. BayVGH, Urteil vom 22.3.1999 - 15 B 98.207 -, BayVBl. 1999, 662; VGH Baden-Württemberg, Beschluss vom 26.2.1986 - 8 S 3212/85 -, BRS 46 Nr. 180 m.w.N.).

References: § 35
 § 35
 § 4
 § 4
 § 35
 § 35
 Art. 4
 § 30
 § 34