Source: https://friedhof-frankfurt.de/grabstaetten/gestaltung-einer-grabstaette-eines-grabmals/
Timestamp: 2019-02-19 06:17:25+00:00

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Gestaltung einer Grabstätte und eines Grabmals | Friedhof Frankfurt
Gestaltung einer Grabstätte und eines Grabmals
Auszüge aus der Friedhofsordnung (FO):
§ 14 Abs. 3 FO:
Es ist zulässig, die Grabstätten zum Zeitpunkt der Erdbestattung bzw. Urnenbeisetzung anonym zu gestalten, das heißt auf ein Grabmal oder auf eine Kennzeichnung mit dem Namen sowie den Geburts- und Sterbedaten der/des Verstorbenen zu verzichten.
§ 24 Abs. 1 FO:
§ 25 Abs. 1, Satz 1 FO:
Bei jeder Errichtung oder Veränderung der sicherheitsrelevanten Parameter eines Grabmals, einer Einfassung oder einer sonstigen Grabausstattung bedarf es der schriftlichen vorherigen Erlaubnis der Friedhofsverwaltung.
§ 28 Abs. 1 FO:
Grabmale, Einfassungen oder sonstige Grabausstattungen sind von dem/der Nutzungs- bzw. Verfügungsberechtigten dauerhaft in einem verkehrssicheren Zustand zu halten.
§ 31 Abs. 1 FO:
Jede Grabstätte muss im Rahmen des § 24 hergerichtet und dauerhaft verkehrssicher instand gehalten werden.
§ 31 Abs. 5 FO:
Die gesamte Grabstätte ist spätestens 9 Monate nach der Edbestattung oder Urnenbeisetzung bzw. dem Erwerb anzulegen.
Vermeidung ausbeuterischer Kinderarbeit
Appell an Steinmetze und Friedhofsnutzer/innen:
Die Stadt Frankfurt am Main unterstützt die internationalen Bemühungen zur Eindämmung der Kinderarbeit. So hat sie sich bereits 2005 dazu verpflichtet, dass bei eigenen Aufträgen zur Beschaffung nur noch Produkte Berücksichtigung finden, die ohne ausbeuterische Kinderarbeit im Sinne der Konvention Nr. 182 der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) „Übereinkommen über das Verbot und unverzügliche Maßnahmen zur Beseitigung der schlimmsten Formen von Kinderarbeit” hergestellt sind.
Zwei Drittel der Natursteine, aus denen Grabmale in Deutschland hergestellt werden, stammen aus Indien. Dort werden sie sehr häufig unter unwürdigen Arbeitsbedingungen von Kindern in den Steinbrüchen gewonnen. Schätzungen gehen davon aus, dass über 150.000 Kinder in Indien in den Steinbrüchen arbeiten. Aber auch aus anderen asiatischen Ländern ist diese ausbeuterische Beschäftigung von Kindern bekannt.
Die Stadt Frankfurt am Main appelliert daher an alle Steinmetzbetriebe und an Angehörige, die im Rahmen ihres Grabnutzungsrechtes einen Grabstein bei einem Steinmetzbetrieb erwerben, nur Grabsteine und Grabeinfassungen aufzustellen, die nachweisbar nicht in Kinderarbeit hergestellt wurden.
So sollten nur noch Grabsteine und Grabeinfassungen verwendet werden, für die eine Zertifizierung nach den Forderungen der ILO-Konvention 182 besteht. Ein Nachweis hierüber sind zum Beispiel anerkannte Prüfsiegel wie „Transfair“ oder „Rugmark“.

References: § 14

§ 24

§ 25

§ 28

§ 31
 § 24

§ 31