Source: http://www.fkpsych.de/beschwerdestellen-1.html
Timestamp: 2018-03-20 07:27:58+00:00

Document:
Wenn es um Beschwerden geht
Wenn Sie im Zweifel sind, ob Sie Grund zu einer Beschwerde haben, wenden Sie sich an uns oder an eine der unten aufgeführten Beratungs- und Beschwerdestellen
weil die Betroffenen sich über ihre Rechte nicht im Klaren sind,
weil sie den Aufwand (und die Belastungen) einer Beschwerdeführung scheuen,
Es ist der Normalfall, daß PatientInnen nicht genau wissen, ob sie Grund zu einer Beschwerde haben oder nicht. Deshalb sollte diese Frage als erstes geklärt werden. Manchmal ist das einfach, weil es um eine einfache Frage geht, die sich von jemandem, der Bescheid weiß, genauso einfach und schnell beantworten läßt. Aber das ist eher die Ausnahme.
Meistens liegen die Dinge komplizierter und Sie sollten als erstes eine kurze Schilderung Ihres Falls vorbereiten, die alle wichtigen Einzelheiten berücksichtigt. Das ist zugegebenermaßen leichter gesagt, als getan. Denn was wichtig ist, stellt sich oft erst im Gespräch mit Dritten heraus. Aber lassen Sie sich davon nicht abschrecken, beginnen Sie mit dem, was Sie für wichtig halten und notieren Sie es sich in Stichpunkten, damit Sie es jemandem erzählen oder vortragen können.
Was können Sie zur Klärung tun?
Mit denen reden, die die eventuelle Beschwerde betrifft. Wir empfehlen das. Einen Versuch ist es immer wert, aber der kann scheitern, weil das Gegenüber nicht »verstehen« will
Sich mit Menschen austauschen, die ähnliche Erfahrungen gemacht haben. Das ist sehr empfehlenswert - nur, wie finden Sie die?
Tip 1: Sich an Kontaktstellen für Selbsthilfegruppen wenden.
Tip 2: Sich in Foren für Betroffene umsehen - aber Vorsicht: die Umgangsformen sind gelegentlich rauh, die Ra/tschläge teilweise überfordernd und unrealistisch
sich an patientenorientierte Verbraucher- und Patienten-Beratungsstellen wenden:
Aber aufgepaßt, Patientenberatung wird auch von Krankenversicherungen, Ärzte- und Psychotherapeutenkammern und Kassenärztlichen Vereinigungen angeboten - dort können Ihnen viele Fragen durchaus kompetent beantworten werden - aber wenn es um Patientenrechte geht, erfolgen die Auskünfte oft im Sinne der eigenen Interessenslage, also der von TherapeutInnen bzw. Krankenkassen, und nicht der von PatientInnen (die Rechtslage ist ja oft vielfältig interpretierbar). Hinzu kommt, wie wir aus Patientenberichten wissen, daß die Umgangsweise mit Ihnen und Ihrem Anliegen womöglich nicht gerade von Respekt getragen ist.
Wenn Sie die Möglichkeit haben, möchten wir Ihnen empfehlen, sich auf jeden Fall (auch) an eine Verbraucher- und Patientenberatungsstelle zu wenden. Und zwar möglichst an eine,
die sich im Bereich Psychotherapie und Alternativen gut auskennt,
Sind Sie aber geschädigt worden, ist es außerordentlich wichtig für Sie, dies zu wissen und von anderen bestätigt zu bekommen: sonst denken Sie womöglich jahrelang, Sie seien Schuld an dem unbefriedigenden Verlauf Ihrer Therapie - so wie es Ihnen vermutlich Ihre TherapeutIn immer wieder eingeredet hat.
Nach allem, was wir von Betroffenen gehört haben und was die Forschung berichtet, ist es absolut wichtig,
über solche Erfahrungen mit anderen Betroffenen zu reden
in schweren Fällen zur Verarbeitung dessen, was in der Therapie »schiefgelaufen« ist, eine spezielle Folgetherapie in Anspruch zu nehmen
All dies ist aber nur möglich, wenn Sie sich entschließen, die Frage zu klären, ob Sie Grund zu einer Beschwerde haben.
Vielleicht wird durch diesen Gedankengang verständlich, daß es beim Sich-Beschweren und dem Aufsuchen von Beschwerdestellen nicht nur darum geht, eine Beschwerde oder Klage zu führen (das kann natürlich dabei heraus kommen) - sondern fast mehr noch darum, widrige oder schädigende Erfahrungen zu verarbeiten. Dazu aber brauchen Sie geeignete AnsprechpartnerInnen.
1.4. Die nächsten Schritte
Wenn Sie eine kompetente AnsprechpartnerIn gefunden haben und »Ihr Fall« etwas komplizierter ist, wird mit Ihnen als erstes der Fall nochmals durchgesprochen. Zusammen mit Ihnen werden all die wichtigen Einzelheiten geklärt, die womöglich entscheidend dafür sind, ob Sie Grund haben, sich zu beschweren, oder nicht.
Vielleicht lassen sich die Einzelheiten aber nicht so leicht klären: Sie erinnern sich nicht genau, wie es war - Sie müssen erst in Ihren Unterlagen nachsehen - oder Ihre GesprächspartnerIn muß sich erst kundig machen.
Danach aber sollten Sie ziemlich bald eine klare Auskunft von Ihrem Gegenüber erhalten:
ob kein Grund zu einer Beschwerde vorlag, oder ob Sie Grund haben, sich zu beschweren
was die nächsten Schritte sein sollten und wie es um die Aussichten hinsichtlich eines Beschwerdeverfahrens steht:
was bei dem Beschwerdeverfahren »bestenfalls herauskommen« kann
ob der Ausgang eines Beschwerdeverfahrens völlig ungewiß ist, oder ob das Beschwerdeverfahren »unter normalen Umständen« erfolgversprechend ist
wieweit Ihnen Ihre GesprächspartnerIn weiterhelfen kann:
ob Sie für weitere Gespräche mit Ihnen zur Verfügung steht
...dann sollten Sie sich fragen, ob Sie an der »richtigen Adresse gelandet« sind. Patientenberatungen sollten nicht zum Schutz der AnbieterInnen da sein, sondern um PatientInnen weiterzuhelfen. Vielleicht auch, um eine »salomonische Lösung« für eine verfahrene Situation zu finden. Aber sicherlich kann es nicht ihre Aufgabe sein, PatientInnen »abzubügeln« und an einer Beschwerde zu hindern.
1.5. Zur Beschwerdeführung
Wut und Rachegelüste sind ein starkes Motiv, aber unter Umständen ein schlechter Ratgeber, wenn es ums Beschweren geht.
Einfache Fälle von Beschwerden, bei denen es häufig »nur« darum geht, ob Sie die Kosten für eine ausgefallene Stunde übernehmen müssen oder nicht, lassen sich oft leicht lösen und belasten kaum. Möglicherweise wird Ihnen eine RechtsanwältIn oder eine Patientenberatungsstelle sogar das Abfassen des notwendigen Schreibens abnehmen oder Ihnen zumindest dabei helfen.
Wenn es aber darum geht, daß Ihre TherapeutIn mißbräuchlich gehandelt hat oder gegen alle ethischen Regeln verstoßen hat, kann die Beschwerdeführung außerordentlich belastend werden - mit ungewissem Ausgang. Womöglich wird Ihnen plötzlich von Ihrer ehemaligen TherapeutIn vorgehalten, Sie hätten alle Beschwerden erfunden und seien ohnehin »verrückt« (natürlich wird die TherapeutIn das nicht so, sondern viel geschickter ausdrücken).
Solche Vorwürfe, noch dazu von einer ehemals bewunderten Person, »hauen viele Menschen um« und sind nicht leicht zu verkraften. Und die neutralen Richter oder Schlichter fallen womöglich darauf herein. Das kann auch relativ stabile Personen zerbrechen.
Wenn Sie sich also darauf einlassen, sollten Sie gut vorbereitet sein, ausreichend Rückhalt in Ihrer nächsten Umgebung haben und genügend fachkundige Unterstützung, zum Beispiel durch eine Patientenberatungsstelle vor Ort, bekommen.
2. Einrichtungen, bei denen Sie sich in Zusammenhang mit Psychotherapie und Alternativen beraten lassen und beschweren können
[Sämtliche der folgend genannten Einrichtungen verfügen mittlerweile über websites, bitte über über google o.ä. ausfindig machen!]
Clearingstelle für Psychotherapieprobleme (SELPSTH e.V.) Adr: -, D-1.... Berlin - Tel: (0179) 288.94.33 - Fax: () - Mail: lulu2@freenet.de - Web: Keine Website; Beschwerdestelle für Psychotherapiegeschädigte, telefonische Kontaktaufnahme, persönliche Beratung nur nach Vereinbarung
Beschwerdestelle für den Raum Hamburg, Arbeitschwerpunkt Fehlbehandlung in Psychotherapie, rechtliche Fragen. Auch kostenpflichtige persönliche Beratung Do 10-18 Uhr (16 Euro, ohne Anmeldung);
Adr: Rothschildallee 31, D-60389 Frankfurt/Main - Tel: (069) 55.18.66 - Fax: (069) 15.05.39.64 - Mail: info@beratungsstellepsychotherapie.de - Web: www.psycho-ffm.de
[29.11.04] Internet Adressliste, Rhein-Main-Gebiet. Auch telefonische / persönliche und E-Mail-Beratung zu Psychotherapie (Kontaktaufnahme, Verfahrensauswahl, Finanzierung, Beschwerden).
Adr: Vondelstr. 9, D-50677 Köln - Tel: (0221) 32.87.24 - Fax: () - Mail: shgpsychotherapiegeschaedigte@web.de
Selbsthilfe-Gruppe, Unterstützung und Informationsaustausch, Sprechzeiten nach tel. Vereinbarung;
Ist unabhängige Patientenberatung nach § 65 SGB V, spezialisiert auf den Bereich Psychotherapie und Alternativen. Information und Beratung per Internet, Mail, Fax, Telefon, persönliches Gespräch. Beschwerdestelle für Schädigungen durch Psychotherapie oder Alternativen. Sprechzeiten lt. Anrufbeantworter.
Ist lokaler Zusammenschluß von angestellten bzw. niedergelassenen PsychotherapeutInnen, die Beratung bei (Verdacht) auf mißbräuchliche(n) Praktiken in Psychotherapie und Beratung im Raum Münster anbieten.
Internet Adressliste bundesweit. Enthält Adressen von Selbsthilfegruppen, Beschwerde- und Schlichtungsstellen. Beratung von Psychiatrie-Erfahrenen durch Psychiatrie-Erfahrene, auch zu wohnortnahen Selbsthilfegruppen und Adressen engagierter RechtsanwältInnen.
6038: Paritätischer Wohlfahrtsverband Schleswig-Holstein e.V. / Durchblick Verbraucher- und Patientenberatung für Menschen mit psychischer Erkrankung
Adr: Beselerallee 57, D-24105 Kiel - Tel: (0180) 101.11.23 - Fax: () - Mail: koppe@paritaet-sh.org - Web: www.paritaet-sh.org/durchblick
Keine Internet Adressdatenbank. Ist unabhängige Patientenberatung nach § 65 SGB V für Menschen mit psychischen Belastungen und Erkrankungen und Angehörige. Auch Adressvermittlung; telefonische und persönliche Beratung (nach Vereinbarung), E-Mail-Beratung, Krisentelefon.
2.1.1.3. Für den Bereich Arzneimittel
Institut für Klinische Pharmakologie, TU Dresden, Adr: Fiedlerstr.27, D-01307 Dresden - Tel: (0351) 458.50.49 - Fax: () - Mail: info@arzneimittelberatungsdienst.de - Web: www.arzneimittelberatungsdienst.de
Internet Adressliste zu Arzneimittel-Beratungsstellen (im Aufbau). Sortiert nach Bundesländern (3 Einträge bundesweit). Keine Angaben zu Kosten und Modalitäten des Eintrags. Ist unabhängige Patientenberatung nach § 65 SGB V zur Arzneimitteltherapie. Telefonische Beratung zu Arzneimitteln, (Neben-)Wirkungen. Auch E-Mail-Beratung.
Keine Internet Adressdatenbank. Ist unabhängige Patientenberatung nach § 65 SGB V für alle Bereiche des Gesundheitswesens (als Teil-Projekt). Telefonische und persönliche Beratung. Mo 17-20 h, Do und Fr 10-13 h
Keine Internet Adressdatenbank. Ist unabhängige Patientenberatung nach § 65 SGB V für alle Bereiche des Gesundheitswesens (als Teil-Projekt). Telefonische und persönliche Beratung. Di bis Do 10-13 Uhr, Di 17-20 Uhr nach telefonischer Vereinbarung
Internet-Portal. Umfangreiche Patienteninformationen und weiterführende links auch auf Internet Adressdatenbanken für die Suche nach PsychotherapeutInnen. Ist unabhängige Patientenberatung nach § 65 SGB V für alle Bereiche des Gesundheitswesens. Auch: Telefonische und persönliche Beratung (nach Vereinbarung), E-Mail-Beratung, Internet-Café.
Keine Internet Adressdatenbank. Ist unabhängige Patientenberatung nach § 65 SGB V für alle Bereiche des Gesundheitswesen. Weitere Beratungsstelle: Kurfürstenstr.131, D10785 Berlin, Tel.030/29047105; persönl.Beratung nach Terminvereinbarung, keine E-Mail-Beratung.
Keine Internet Adressdatenbank. Ist unabhängige Patientenberatung nach § 65 SGB V für alle Bereiche des Gesundheitswesens. Telefonische Beratung (12 cts/Min), schriftliche Beratung, E-Mail-Beratung. Auch persönliche Beratung in:
Adr: Braunschweiger Str. 53b, D-28205 Bremen - Tel: (0421) 49.35.21 - Fax: (0421) 49.35.21 - Mail: bremen@patientenstellen.de - Web: -
Keine Internet Adressdatenbank. Ist unabhängige Patientenberatung nach § 65 SGB V für alle Bereiche des Gesundheitswesens (als Teil-Projekt). Telefonische und persönliche Beratung.
Keine Internet Adressdatenbank. Ist unabhängige Patientenberatung nach § 65 SGB V für alle Bereiche des Gesundheitswesens. Telefonische und persönliche Beratung (nach Vereinbarung), E-Mail-Beratung.
Weitere Patientenberatungsstellen des VdK im Bundesland Hessen:
Patientenberatungsstelle Kassel, Wolfsschlucht 6a, 34117 Kassel, Tel.0561/9207080, Fax:0561/789767, Do 14-18 h, E-Mail: patientenberatung.kassel@vdk.de;
Patientenberatungsstelle Untertaunus, Zum Schwimmbad 12, 65232 Taunusstein-Hahn, Tel.06128/936255, Fax:06128/2464-0, E-Mail: patientenberatung.taunusstein@vdk.de
Keine Internet Adressdatenbank. Ist unabhängige Patientenberatung nach § 65 SGB V für alleBereiche des Gesundheitswesens. Telefonische und persönliche Beratung.
Keine Internet Adressdatenbank. Telefonische und persönliche Beratung, Information und Aufklärung zu Patientenrechten, Unterstützung beim Verdacht auf Behandlungsfehler; Telefonische und persönliche Beratung (nach Vereinbarung), Beratung auch in Kliniken in Hamburg.
Keine Internet-Adressdatenbank. Telefonische und persönliche Beratung, E-Mail-Beratung (gegen 5-10 Euro Entgelt pro Anfrage), Information und Aufklärung zu Patientenrechten, Unterstützung beim Verdacht auf Behandlungsfehler; Patientenberatung: Do 10-13 u.14-18 h.
Keine Internet Adressdatenbank. Ist unabhängige Patientenberatung nach § 65 SGB V für alle Bereiche des Gesundheitswesens (als Teil-Projekt). Telefonische und persönliche Beratung. Do 15-17 h, Psychiatriebeschwerde-Beratung.
Keine Internet Adressdatenbank. Ist unabhängige Patientenberatung nach § 65 SGB V für alle Bereiche des Gesundheitswesens (als Teil-Projekt). Telefonische und persönliche Beratung: Mo, Di, Fr 10-13 h, Mi, Do 16-19 h
Keine Internet Adressdatenbank. Telefonische und persönliche Beratung, Information und Aufklärung zu Patientenrechten, Unterstützung beim Verdacht auf Behandlungsfehler;
Keine Internet Adressdatenbank. Telefonische und persönliche Beratung (Erstberatung kostenlos), Information und Aufklärung zu Patientenrechten, Unterstützung beim Verdacht auf Behandlungsfehler.
Keine Internet Adressdatenbank. Ist unabhängige Patientenberatung nach § 65 SGB V für alle Bereiche des Gesundheitswesens (Teil-Projekt). Telefonische und persönliche Beratung (nach Vereinbarung).
Keine Internet Adressdatenbank. Ist unabhängige Patientenberatung nach § 65 SGB V für alle Bereiche des Gesundheitswesens. Persönliche Beratung nach Terminvereinbarung. Keine E-Mail-Beratung.
Keine Internet Adressdatenbank. Ist unabhängige Patientenberatung nach § 65 SGB V für alle Bereiche des Gesundheitswesens, gemeinsames Projekt von VdK Saarland und Verbraucherzentrale Saarland. Telefonische Beratung (12 cts/Min).
Keine Internet Adressdatenbank. Ist unabhängige Patientenberatung nach § 65 SGB V zu allen Bereichen des Gesundheitswesens. Keine E-Mail-Beratung.
[24.03.2005] Patientenberatung ist Gemeinschaftsprojekt von Gesundheitssenator, Kassen, Krankenhausgesellschaft, Zahnärztekammer, 5923: Landespsychotherapeutenkammer.
Bei Beschwerden über AnbieterInnen und Kassen:
Bremen, Richard-Wagner-Str. 1a, 28209 Bremen, persönliche + telefonische Beratung, Tel. 0421/34.77.374, Mo-Mi 9-15 Uhr, Do 14-19 Uhr, Fr 9-13 Uhr
[02.12.04] Internet Adressdatenbank, regional, Hamburg und Bundesland Schleswig-Holstein. Enthält Adressen aus dem Gesundheitsbereich.
Ist unabhängige Patientenberatung nach § 65b SGB V für alle Bereich des Gesundheitswesens. Mitglieder des Vereins sind u.a. Landesverbände von Ärztekammer, Kassenärztlicher Vereinigung, Diakonie, einigen Krankenkassen, DRK, einigen Berufsverbänden, Verbraucherzentrale.
Bundesverband der Angehörigen psychisch Kranker e.V., Dachverband Gemeindepsychiatrie e.V., Deutsche Gesellschaft für Soziale Psychiatrie e.V., Psychiatrie Verlag, gGmbH.
Linksammlung zu verschiedenen psychiatrischen Themen (Selbsthilfe-Einrichtungen, Psychiatrischen Erkrankungen, Kinder- und Jugend-Psychiatrie, Psychopharmaka, Psychose-Seminaren, Betreuungsverfahren, Leistungsrecht...), Mailinglisten zu verschiedenen psychischen Störungen. Auch Beantwortung von Fragen
Viele AnbieterInnen sind Mitglied in einem Therapieverband. Wenn Sie den Therapieverband kennen, in dem die AnbieterIn Mitglied ist, können Sie sich bei diesem über die AnbieterIn beschweren. Das nützt allerdings nur dann, wenn ein Verstoß gegen die verbandsinternen Vorschriften vorliegt. Die Sanktionen, die den AnbieterInnen bei einem nachgewiesenen Verstoß drohen, sind jedoch ziemlich harmlos: Sie reichen von »Zwangs«-Mediation über Schlichtungsgespräche bis zum Verbandsausschluß.
Wenn Sie zwar den Namen, aber nicht die Adresse des Therapieverbands kennen, können Sie unter Adressensuche, 6./7. Therapieverfahren und Ausbildung, nachschlagen, ob Sie hier die Adresse finden. Falls nicht, können Sie auch unser Informationsbüro kontaktieren.
Auswahl wichtiger Therapieverbände
2.1.3.2. Berufsverbände, berufsständische Organisationen, ihnen angegliederte Informationsdienste und aufsichtsführende Stellen
Viele AnbieterInnen sind Mitglied in einem Berufsverband und/oder Zwangsmitglied einer Kammer (Ärztekammer, Psychotherapeutenkammer). Wenn Sie den Berufsverband oder die Kammer kennen, in dem/der die AnbieterIn Mitglied ist, können Sie sich bei diesen Organisationen über die AnbieterIn beschweren. Das nützt allerdings nur dann etwas, wenn ein Verstoß gegen die verbandsinternen bzw. Kammer-Vorschriften vorliegt.
Die Sanktionen, die den AnbieterInnen bei einem nachgewiesenen Verstoß drohen, sind bei Berufsverbänden relativ harmlos: Sie reichen von »Zwangs«-Mediation über Schlichtungsgespräche bis zum Verbandsausschluß.
Anders ist es bei den Kammern: Hier drohen bei einem nachgewiesenermaßen schweren Verstoß gegen die Berufsordnung Sanktionen, die bis zum Entzug der Berufszulassung (Approbation) reichen - was für die betroffenen AnbieterInnen existenzbedrohend ist. Allerdings, der Nachweis ist oft schwierig und das Verfahren für die Beschwerdeführenden belastend.
Im Falle der Psychotherapeutenkammern, die für alle Psychologischen und Kinder- und Jugend-PsychotherapeutInnen zuständig sind, kommt hinzu, daß es
für die ostdeutschen Länder bisher keine Psychotherapeutenkammern gibt
eine Reihe der Kammern bisher keine Berufsordnung verabschiedet hat,
und/oder keine »Schiedsstellen« eingerichtet haben
Wichtige Verbände von Heilhilfsberufen
2.2. Wenn es um »gewerbliche Lebensbewältigungshilfen«, »Sekten« & »Psychogruppen« geht
Wir sind nicht der Meinung, daß »gewerbliche Lebensbewältigungshilfen«, »Sekten« und »Psychogruppen« in einen Topf zu werfen sind. Allerdings werden Beschwerden über die entsprechenden Angebote oft von ein und denselben Einrichtungen entgegen genommen - daher haben wir die drei Bereiche hier zusammengefaßt.
Übrigens: Nach den meisten Definitionen sind unter »gewerbliche Lebensbewältigunghilfen« praktisch alle Angebote aus dem Bereich Psychotherapie und Alternativen zu verstehen, die nicht unter das Heilpraktikergesetz fallen, sich also an (im Sinne der Krankenkassen) »gesunde« Menschen richten: darunter »Therapien«, Beratungen, psychologische Trainings, Supervisionen, spirituelle Angebote, Kurse, Wochenenden, Workshops.
Im folgenden finden Sie Einrichtungen, die über diese drei Bereiche oder Teile davon kritisch informieren und sich gegebenenfalls auch Beschwerden widmen (alphabetisch geordnet).
Adr: Im Blankert 35, D-53229 Bonn - Tel: (0228) 63.15.47 - Fax: (02644) 980.13 - Mail: AGPF@AGPF.de - Web: www.agpf.de,
[17.12.04] Ist Website zum Thema Verbraucherschutz und wirtschaftliche Aspekte von Sekten, Kulten und Psychogruppen. Umfangreiche Artikelsammlung zu Rechtsfragen: Aufklärungspflicht, Verstoß gegen Heilpraktikergesetz, Vertragsverletzung, unlauterem Wettbewerb, Urteile und Kommentare, auch zu einzelnen Sekten und Psychogruppen.
5330: Forum Kritische Psychologie e.V. - Beratungsstelle für Therapie- und Psychokultgeschädigte (FKPsych)
Adr: Forstweg 11, D-93358 Train-St.Johann - Tel: (09444) 8709656 - Mail: fkpsych@ymail.com - Web: www.fkpsych.de
[18.11.04]. Angebote: "Information und Aufklärung zu sämtlichen psychotherapeutischen Fragestellungen und Problemen, besonders zu sog. Therapieschäden, zu sog. Sekten u. Psychokulten, Techniken und Verfahren der Psycho-, Esoterik- u. Alternativheilerszene... Starthilfe und Supervision von Selbsthilfegruppen. Unterstützung von Geschädigten, Therapie-Abbrechern, Kirchen-, Psychokult- und Sektenaussteigern und deren Angehörigen auf sämtlichen Ebenen. Unterstützung bei der Suche nach seriöser Therapie. ..."
2.3. Wenn es um Krankenkassen und andere Kostenträger geht
Quelle: Informationsbüro für Psychotherapie & Alternativen

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