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Timestamp: 2019-09-17 07:30:01+00:00

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BGH, 26.04.2010 - II ZR 69/09 - dejure.org
https://dejure.org/2010,544
BGH, 26.04.2010 - II ZR 69/09 (https://dejure.org/2010,544)
BGH, Entscheidung vom 26.04.2010 - II ZR 69/09 (https://dejure.org/2010,544)
BGH, Entscheidung vom 26. April 2010 - II ZR 69/09 (https://dejure.org/2010,544)
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§ 105 HGB, § 161 HGB, § 242 BGB, § 705 BGB
Actio pro socio: Einwand des Rechtsmissbrauchs gegen die Ausübung der Klagebefugnis durch einen Gesellschafter
Gesellschafterliche Treuepflicht als Grenze der actio pro socio
Berücksichtigung der konkreten Verhältnisse innerhalb einer Gesellschaft i.R.e. Beurteilung der Rechtmäßigkeit einer Ausübung einer sich aus der actio pro socio ergebenden Klagebefugnis durch einen Gesellschafter; Actio pro socio als sich aus dem Gesellschaftsverhältnis ...
Actio pro socio und gesellschafterliche Treuepflicht
Zu den Voraussetzungen, unter denen die actio pro socio gegen Treu und Glauben verstößt
Actio pro socio - Ausübung der Klagebefugnis unterliegt der gesellschafterlichen Treuepflicht
Gesellschaftsrecht: Gesellschafterklage: Rechtsmissbrauch bei der "actio pro socio"
HGB § 161; HGB § 105; BGB § 242; BGB § 705
Ausübung der Klagebefugnis unterliegt der Treuepflicht
Treuepflicht; actio pro socio; Steuerentnahmerecht
Einwand des Rechtsmissbrauchs bei der actio pro socio
LG München II, 29.05.2008 - 4 HKO 6607/07
OLG München, 12.02.2009 - 23 U 3741/08
NJW-RR 2010, 1123
ZIP 2010, 1232
MDR 2010, 940
WM 2010, 1232
BB 2010, 1690
DB 2010, 1400
JR 2011, 452
NZG 2010, 783
Sie wurzelt im Gesellschaftsverhältnis und ist Ausfluss des Mitgliedschaftsrechts des Gesellschafters (vgl. BGH, Beschluss vom 26. April 2010 - II ZR 69/09, ZIP 2010, 1232 Rn. 3; Urteil vom 13. Mai 1985 - II ZR 170/84, ZIP 1985, 1137, 1138).
Das Recht des einzelnen Gesellschafters, im Wege der actio pro socio gegen einen Mitgesellschafter vorzugehen, ist beschränkt durch die Grundsätze der gesellschaftsrechtlichen Treuepflicht und kann sich unter diesem Blickwinkel nach den konkreten Gesellschaftsverhältnissen, zu denen auch das Verhalten des sich auf die Befugnis berufenden Gesellschafters gehört, als rechtsmissbräuchlich darstellen (Anschluss an BGH, Beschluss vom 26. April 2010 - II ZR 69/09, ZIP 2010, 1232 Rn. 3; Urteil vom 13. Mai 1985 - II ZR 170/84, NJW 1985, 2830, 2831; Urteil vom 27. Juni 1957 - II ZR 15/56, BGHZ 25, 47, 50).
Sie wurzelt im Gesellschaftsverhältnis und ist Ausfluss des Mitgliedschaftsrechts des Gesellschafters (BGH…, Urteil vom 19. Dezember 2017 - II ZR 255/16, ZIP 2018, 276 Rn. 11; Beschluss vom 26. April 2010 - II ZR 69/09, ZIP 2010, 1232 Rn. 3; Urteil vom 13. Mai 1985 - II ZR 170/84, ZIP 1985, 1137, 1138; Urteil vom 27. Juni 1957 - II ZR 15/56, BGHZ 25, 47, 49; Urteil vom 15. Dezember 1955 - II ZR 204/54, WM 1956, 88; Urteil vom 17. Juni 1953 - II ZR 205/52, BGHZ 10, 91, 101; RGZ 91, 34, 36; 90, 300, 302).
Das Recht des einzelnen Gesellschafters, im Wege der actio pro socio gegen einen Mitgesellschafter vorzugehen, ist jedoch beschränkt durch die Grundsätze der gesellschaftsrechtlichen Treuepflicht und kann sich unter diesem Blickwinkel nach den konkreten Gesellschaftsverhältnissen, zu denen auch das Verhalten des sich auf die Befugnis berufenden Gesellschafters gehört, als rechtsmissbräuchlich darstellen (BGH, Beschluss vom 26. April 2010 - II ZR 69/09, ZIP 2010, 1232 Rn. 3; Urteil vom 13. Mai 1985 - II ZR 170/84, NJW 1985, 2830, 2831; Urteil vom 27. Juni 1957 - II ZR 15/56, BGHZ 25, 47, 50).
Diese actio pro socio findet ihre Grundlage im Gesellschaftsverhältnis und ist Ausfluss des Mitgliedschaftsrechts des Gesellschafters (BGH, Beschluss vom 26. April 2010, II ZR 69/09, Rn. 3 zitiert nach juris).
Die Ausübung der Klagebefugnis unterliegt der gesellschafterlichen Treuepflicht und kann sich unter diesem Blickwinkel nach den konkreten Gesellschaftsverhältnissen, zu denen auch das Verhalten des sich auf die Befugnis berufenden Gesellschafters gehört, als rechtsmissbräuchlich darstellen (BGH, NJW-RR 2010, S. 1123; vgl. auch BGH, Urteil vom 03.11.2015, II ZR 443/13, juris Tz. 19).
Die actio pro societate findet ihre Grundlage im Gesellschaftsverhältnis und ist sie Ausfluss des Mitgliedschaftsrechts der Verfügungsklägerin als Gesellschafterin (vgl. BGH, Urt. v. 26.04.2010, II ZR 69/09, zit. n. juris, Rdnr. 3).
KG, 06.03.2014 - 2 W 1/14
Wettbewerbsbeschränkung: Wirksamkeit eines gesellschaftsvertraglich vereinbarten …
Dass dies rechtsmissbräuchlich sein könnte (vgl. BGH Urteil vom 26. April 2010 - II ZR 69/09 -), wendet auch der Antragsgegner nicht ein; Anhaltspunkte dafür sind nicht ersichtlich.
OLG Köln, 23.03.2017 - 18 U 72/16
Zum anderen ist die actio pro socio nur nach Auffassung der Literatur subsidiär (…vgl. Wertenbruch, in: Ebenroth/Boujong/Joost/Strohn, HGB, 3. Aufl., § 105 Rn. 203 gegen die weitere Auffassung des Bundesgerichtshofs;… Weipert, in: Ebenroth/Boujong/Joost/Strohn, HGB, 3. Aufl., § 163 Rn. 39 ausgehend von Prozessstandschaft) und scheidet deshalb nur nach Ansicht der Literatur neben einer Klage der Gesellschaft aus, während der Bundesgerichtshof zur Begrenzung des Rechtsinstituts nur auf die gesellschaftsrechtliche Treupflicht abstellt (vgl. BGH, Beschl. v. 26. April 2010 - II ZR 69/09 -, NZG 2010, S. 783).

References: § 105
 § 161
 § 242
 § 705
 § 161
 § 105
 § 242
 § 705
 BGH 
 § 105
 § 163