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Timestamp: 2019-12-05 20:23:55+00:00

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Tacheles Rechtsprechungsticker KW 15/2015 | Rechtsanwalt König in Göttingen für Strafrecht Arbeitsrecht Sozialrecht Ausländerrecht Rechtsanwalt in Göttingen für Strafrecht Arbeitsrecht Sozialrecht Ausländerrecht
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1. 1 BSG, Urteil vom 02.12.2014 – B 14 AS 35/13 R
Sozialgerichtliches Verfahren – Geltendmachung von Leistungen für Unterkunft und Heizung für einen Hilfebedürftigen gegenüber dem Grundsicherungsträger durch den Sozialhilfeträger im Wege der Prozessstandschaft – notwendige Beiladung des Hilfebedürftigen – Grundsicherung für Arbeitsuchende – Leistungsausschluss – Unterbringung in einer stationären Einrichtung – Einrichtungsbegriff
1. Zur Beurteilung der Frage, ob Jemand in einer stationären Einrichtung iS des § 7 Abs 4 S 1 SGB II untergebracht war, ist nicht mehr an den Kriterien festzuhalten, die die Rechtsprechung zu § 7 Abs 4 S 1 SGB II in der ursprünglichen Fassung vom 1.1.2005 zum sog „funktionalen Einrichtungsbegriff“ entwickelt hatte.
2. Der Aufenthalt in einer stationären Einrichtung schließt seit dem 1.8.2006 Leistungen nach dem SGB II aus, wenn der Träger der Einrichtung nach Maßgabe seines Konzepts die Gesamtverantwortung für die tägliche Lebensführung und die Integration des Hilfebedürftigen übernimmt (( BSG, Urteil vom 5.6.2014 – B 4 AS 32/13 R ).
Quelle: http://juris.bundessozialgericht.de/cgi-bin/rechtsprechung/document.py?Gericht=bsg&Art=en&Datum=2014-12&nr=13799&pos=25&anz=28
1. 2 BSG, Urteil vom 02.12.2014 – B 14 AS 50/13 R
Ist die Sanktion gegen ein Mitglied der Bedarfsgemeinschaft mit dem Wegfall der Leistungen für Unterkunftsaufwendungen verbunden, kann dies eine Abweichung vom „Kopfteilprinzip“ und höhere Leistungen für Kosten der Unterkunft an die weiteren Bedarfsgemeinschaftsmitglieder rechtfertigen (BSG, Urt. v. BSG vom 23. 5. 2013 – B 4 AS 67 /12 R).
3. Dies gilt allerdings nur insoweit, als der sanktionierte Dritte über kein Einkommen und Vermögen verfügt, aus dem er seinen Kopfteil – oder ggf Teile davon – bestreiten kann.
Quelle: http://juris.bundessozialgericht.de/cgi-bin/rechtsprechung/document.py?Gericht=bsg&Art=en&Datum=2014-12&nr=13800&pos=26&anz=28
2. 1 Landessozialgericht Berlin-Brandenburg, Urteil vom 19.03.2015 – L 31 AS 3418/13
KdU – Tilgungsraten – Eigenheim
Quelle: http://sozialgerichtsbarkeit.de/sgb/esgb/show.php?modul=esgb&id=176753&s0=&s1=&s2=&words=&sensitive=
2. 2 Landessozialgericht Berlin-Brandenburg, Urteil vom 19.03.2015 – L 31 AS 2218/13
2. Die nach dem Recht der USA gewährte „Service Connected Disability Compensation“ stellt eine Entschädigung für mit dem Armeedienst zusammenhängende Invalidität dar und wird von der Privilegierung des § 11 Abs. 1 Satz 1, 2. Halbsatz SGB II erfasst.
Quelle: http://sozialgerichtsbarkeit.de/sgb/esgb/show.php?modul=esgb&id=176768&s0=&s1=&s2=&words=&sensitive=
Quelle: http://www.rechtsprechung.niedersachsen.de/jportal/portal/page/bsndprod.psml;jsessionid=3235DCAC6F28C6D289B450EEC4A2B19E.jp14?doc.id=JURE150005900&st=null&showdoccase=1&paramfromHL=true#focuspoint
Anmerkung: ebenso im Ergebnis LSG NSB, Beschluss vom 4. Februar 2015 – L 15 AS 151/14 NZB und SG Reutlingen, Urteil vom 23. April 2012 – S 12 AS 2086/11
2. 4 LSG NSB, Beschluss vom 01.04.2015 – L 13 AS 40/15 NZB
Arbeitslosengeld II – Sonderbedarf für die Reparatur therapeutischer Ausrüstung – Reparatur der Brille als atypischer Bedarf – kein Bestandteil des Regelbedarfs
2. Eine obergerichtliche Klärung der Rechtsfrage ist bislang nicht erfolgt. Bei dem Beschluss des LSG NRW vom 12. Juni 2013 – (Az. L 7AS 138/13 B) und Urteil des LSG NRW vom 7. August 2014 (Az. L 7 AS 269/14 ) ging nicht um die Reparatur eine Brille, sondern um deren Anschaffung und somit bereits aus diesem Grunde kein Fall des § 24 Abs. 3 Satz 1 Nr. 3, 2. Alt. SGB II vorliegen konnte.
3. Die Beantwortung der aufgeworfenen Rechtsfrage ergibt sich auch gerade nicht bereits eindeutig aus dem Gesetz. Der Wortlaut lässt nicht erkennen, ob unter dem Begriff „therapeutische Geräte und Ausrüstungen“ Brillen erfasst oder gerade ausgeschlossen sein sollten.
2. 5 Landessozialgericht Baden-Württemberg, Urteil vom 26.03.2015 – L 7 AS 4295/13
2. Die Nachholung der unterlassenen Anhörung während des Gerichtsverfahrens setzt voraus, dass die Behörde den Kläger in einem gesonderten „Anhörungsschreiben“ alle Haupttatsachen mitteilt, auf die sie die belastende Entscheidung stützen will, sie ihm eine angemessene Frist zur Äußerung setzt, sein Vorbringen zur Kenntnis nimmt und sich abschließend zum Ergebnis der Überprüfung äußert (vorliegend verneint wg. zu kurzer Stellungnahmefrist).
Quelle: http://sozialgerichtsbarkeit.de/sgb/esgb/show.php?modul=esgb&id=176836&s0=&s1=&s2=&words=&sensitive=
2. 6 Bayerisches Landessozialgericht, Urteil vom 26.02.2015 – L 7 AS 781/14 – Die Revision wird zugelassen.
Eingliederungsverwaltungsakt – Änderung während der Laufzeit – Vorlage von Kopien der Bewerbungen
3. Die Regelung des § 15 Abs. 1 S. 6 SGB II als Ermächtigungsgrundlage für den Erlass eines Eingliederungsverwaltungsakts verstößt auch nicht gegen die in Art. 2 GG garantierte Vertragsfreiheit (zur verfassungsrechtlichen Unbedenklichkeit der Eingliederungsvereinbarung als Instrument zur Förderung der Eingliederung von erwerbsfähigen Leistungsberechtigten in Arbeit vgl. LSG NRW Beschluss vom 20.03.2014 – L 19 AS 373/14 B ER). Ergeht die Eingliederungsvereinbarung als Verwaltungsakt, hat der Leistungsberechtigte die Möglichkeit, die getroffenen Regelungen gerichtlich überprüfen zu lassen. Insoweit liegt ein anfechtbarer Verwaltungsakt vor; ein Eingriff in die Vertragsfreiheit des Klägers ist damit nicht verbunden (vgl. LSG Hamburg Urteil vom 15.11.2012 – L 4 AS 73/12; LSG Sachsen-Anhalt Beschluss vom 10.02.2014 – L 5 AS 997/13 B).
Quelle: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=LSG%20Bayern&Datum=26.02.2015&Aktenzeichen=L%207%20AS%20781/14
3. 1 SG Leipzig, Beschluss vom 01.04.2015 – S 24 AS 467/15 ER
3. Es spricht viel dafür, dass die Minderung auch für den Monat Mai zu einer Rechtswidrigkeit der Festsetzung des Sanktionszeitraums insgesamt führt (offen gelassen. BSG, Urteil v. 15.12.2010 – B 14 AS 92/09 R).
3. 2 SG Hannover, Urteil vom 26.03.2015 – S 70 AS 3823/14 – Berufung wird zugelassen
Quelle: http://www.rechtsprechung.niedersachsen.de/jportal/portal/page/bsndprod.psml;jsessionid=3235DCAC6F28C6D289B450EEC4A2B19E.jp14?doc.id=JURE150005903&st=null&showdoccase=1&paramfromHL=true#focuspoint
3. 3 Sozialgericht Augsburg, Urteil vom 20.03.2015 – S 8 AS 1092/14
Quelle: http://sozialgerichtsbarkeit.de/sgb/esgb/show.php?modul=esgb&id=176855&s0=&s1=&s2=&words=&sensitive=
3. 4 Sozialgericht Detmold, Urteil vom 17.05.2015 – S 18 AS 2128/12
Schülerbeförderung – Geschwisterkinder – Keine Übernahme von Fahrkosten zum Schulbesuch durch den Grundsicherungsträger – NRW
Quelle: http://sozialgerichtsbarkeit.de/sgb/esgb/show.php?modul=esgb&id=176845&s0=&s1=&s2=&words=&sensitive=
4. 1 Landessozialgericht Nordrhein-Westfalen, Urteil vom 26.01.2015 – L 20 SO 12/14 – anhängig beim BSG unter dem Az. B 8 SO 31/15 B
Zur Auskunftspflicht eines Unterhaltspflichtigen – § 117 Abs. 1 S. 1 SGB XII – Ausschluss- bzw. Härtegründe im Sinne des § 94 Abs. 1 S. 2 bis 4 bzw. Abs. 3 S. 1 SGB XII
Quelle: http://sozialgerichtsbarkeit.de/sgb/esgb/show.php?modul=esgb&id=176087&s0=&s1=&s2=&words=&sensitive=
5. 1 Sozialgericht Hildesheim, Urteil vom 23.02.2015 – S 42 AY 19/13 – Berufung wird zugelassen
Normen: § 6 AsylbLG, § 30 Abs. 7 SGB XII – Schlagworte: Mehrbedarf für Warmwasser, Leistungen nach AsylbLG
3. Es bedarf einer solchen Begrenzung auch nicht, da das Gesetz selbst bei Analogleistungen nach § 2 AsylbLG nach dessen Abs. 2 sogar eine Unterbringung in einer Gemeinschaftsunterkunft gestattet und ohnehin außerhalb der Leistungen nach § 2 AsyIbLG für die Gebrauchs- und Verbrauchsgüter regelmäßig – wie oben dargelegt – nur eine Sachleistungsgewährung vorsieht (§ 3 Abs. 1 Satz 1 AsylbLG); bei solchen Unterbringungen kann der Leistungsträger nach dem AsylbLG die Entstehung von zu hohen Stromkosten von vornherein der Höhe nach steuern.
BSG, Urteil vom 02.12.2014 – B 14 AS 60/13 R
weiter: https://beck-aktuell.beck.de/news/bsg-kostenerstattungsanspruch-trotz-fehlender-pers-nlicher-abrechnung-gegen-ber-dem-mandanten

References: § 7
 § 7
 § 11
 § 24
 § 15
 Art. 2
 § 117
 § 94
 § 6
 § 30
 § 2
 § 2