Source: https://www.bew-bocholt.de/privatkunden/strom/eeg-belastungsausgleich.html
Timestamp: 2018-09-22 22:35:14+00:00

Document:
EEG-Belastungsausgleich - Bocholter Energie- und Wasserversorgung
Bericht der Bocholter Energie- und Wasserversorgung GmbH nach § 77 Abs. 1 Satz 1 Nr. 2 EEG 2014
Elektrizitätsversorgungsunternehmen: Bocholter Energie- und Wasserversorgung GmbH
Betriebsnummer bei der Bundesnetzagentur: 20002219
Dieser Bericht dient gemäß § 77 Abs. 1 Satz 1 Nr. 2 des Erneuerbare-Energien-Gesetzes 2014 (EEG 2014) jeweils in Verbindung mit der Ausgleichsmechanismusverordnung (AusglMechV) der Erläu-terung der nach § 11 Abs. 1 und 2, §§ 19 ff. und §§ 56 ff. EEG 2014 ausgeglichenen Energiemengen und Förderungszahlungen im vorstehend genannten Berichtsjahr. Das Elektrizitätsversorgungsunter-nehmen ist gemäß § 77 Abs. 1 Satz 1 Nr. 2 EEG 2014 verpflichtet, einen entsprechenden Bericht auf seiner Internetseite zu veröffentlichen.
Der Netzbetreiber, in dessen Netz die betreffende EEG-Anlage einspeist, ist gemäß §§ 56 und 57 EEG 2014 verpflichtet, den eingespeisten und angekauften sowie dem Anlagenbetreiber nach den Förder- bzw. Vergütungsregelungen des EEG 2014, 2012, 2009, 2004 bzw. 2000 vergüteten Strom an den regelverantwortlichen Übertragungsnetzbetreiber weiterzuverkaufen („Belastungsausgleich“). Dabei sind die Netzbetreiber verpflichtet, vermiedene Netzentgelte nach § 18 der Stromnetzentgeltverord-nung, die nach § 18 Abs. 1 Satz 3 Nr. 1 StromNEV nicht an Anlagenbetreiber gewährt werden und nach § 18 Abs. 2 und 3 StromNEV ermittelt worden sind, an die vorgelagerten Übertragungsnetz-betreiber auszuzahlen (vgl. § 57 Abs. 3 EEG 2014). Die Zahlungen der Übertragungsnetzbetreiber an die Verteilungsnetzbetreiber nach § 57 Abs. 1 EEG 2014 sowie der Verteilungsnetzbetreiber an die Übertragungsnetzbetreiber nach § 57 Abs. 3 EEG 2014 sind zu saldieren (§ 57 Abs. 4 EEG 2014).
Die Übertragungsnetzbetreiber ermitteln daraufhin für jedes Kalenderjahr die Strommenge, die sie nach § 56 EEG 2014 von nachgelagerten Netzbetreibern oder nach § 11 Abs. 1 und 2 EEG 2014 i.V. mit § 19 Abs. 1 oder § 57 EEG 2014 von Betreibern von direkt an das Übertragungsnetz angeschlos-senen EEG-Anlagen abgenommen und finanziell gefördert haben (§ 58 EEG 2014). Außerdem stellen sie den Anteil dieser Strommenge an der gesamten Strommenge fest, die Elektrizitätsversorgungs-unternehmen (Stromlieferanten) im Bereich des jeweiligen Übertragungsnetzbetreibers im betref-fenden Kalenderjahr an Letztverbraucher geliefert haben.
Hat ein Übertragungsnetzbetreiber größere Mengen an EEG-Strom abzunehmen, als es dem durch-schnittlichen Anteil der gesamten EEG-Strommengen – verglichen mit den v. g. an Letztverbraucher gelieferten Strommengen – entspricht, hat er einen entsprechenden Ausgleichsanspruch gegenüber den jeweils anderen Übertragungsnetzbetreibern (§ 58 EEG 2014). Gleiches gilt hinsichtlich der von den Übertragungsnetzbetreibern an nachgelagerte Netzbetreiber oder Betreiber von direkt an das Übertragungsnetz angeschlossenen EEG-Anlagen gezahlten finanziellen Förderungen, soweit der Durchschnitt der von diesem Übertragungsnetzbetreiber gezahlten finanziellen Förderungen nach den Förder- bzw. Vergütungsregelungen des EEG 2014, 2012, 2009, 2004 und 2000 den Durchschnitt der von allen Übertragungsnetzbetreibern gezahlten EEG-Förderungen übersteigt.
Hierbei haben die Übertragungsnetzbetreiber gemäß § 66 Abs. 5 Satz 2 EEG 2014 darüber hinaus die Begrenzungen der EEG-Umlagen zu berücksichtigen, die sich für die jeweiligen Stromlieferanten auf-grund entsprechender Bescheide des Bundesamtes für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) im betreffenden Kalenderjahr für diejenigen Letztverbraucher ergeben, die die „besondere Ausgleichs-regelung“ der §§ 40 ff. EEG 2012 bzw. §§ 63 ff. EEG 2014 i.V. mit § 103 EEG 2014 in Anspruch nehmen konnten.
Die Übertragungsnetzbetreiber sind seit dem 1. Januar 2010 außerdem verpflichtet, die ihnen im Rahmen des EEG-Belastungsausgleichs nach den §§ 56 bis 58 EEG 2014 zugewiesenen EEG-Strom-mengen gemäß und nach Maßgabe der Vorgaben des EEG 2014, der AusglMechV und der Ausgleichs-mechanismusausführungsverordnung (AusglMechAV) zu vermarkten. Im Gegenzug können die Über-tragungsnetzbetreiber von den Elektrizitätsversorgungsunternehmen, die Strom an Letztverbrau-cher liefern, und für die sie regelverantwortlich sind, gemäß § 3 Abs. 1 AusglMechV bzw. § 60 Abs. 1 EEG 2014 anteilig Ersatz der erforderlichen Aufwendungen in Form der „EEG-Umlage“ verlangen. Zudem sind die Übertragungs-bzw. Verteilnetzbetreiber nach § 61 EEG 2014 berechtigt, von „Eigen-versorgern“ eine EEG-Umlage in deutlich größerem Umfang als noch nach dem EEG 2012 zu verlan-gen. Diese wird z.T. durch den regelverantwortlichen Übertragungsnetzbetreiber, in den überwiegen-den Fällen aber durch den Verteilnetzbetreiber für das Kalenderjahr 2015 (ab Inkrafttreten des EEG 2014 am 1. August 2014) erhoben, vgl. § 7 Abs. 1 und 2 AusglMechV.
3. Erläuterungen der Daten
Elektrizitätsversorgungsunternehmen sind nach § 74 EEG 2014 verpflichtet, ihrem regelverantwort-lichen Übertragungsnetzbetreiber bis zum 31. Mai eines Jahres die Endabrechnung für das Vorjahr hinsichtlich der von ihnen an Letztverbraucher gelieferten Elektrizitätsmenge vorzulegen. Eine ent-sprechende Verpflichtung haben die Elektrizitätsversorgungsunternehmen auch nach § 76 Abs. 1, 2. Halbsatz EEG 2014 gegenüber der Bundesnetzagentur. Die Bocholter Energie- und Wasserversorgung GmbH hat dieser Verpflichtung entsprochen.
Stromabgabe an Letztverbraucher im Jahr 2015:
384.681.885 kWh
Davon privilegierter Stromabsatz an Härtefallkunden gem. §§ 63 ff. EEG 2014:
21.781.086 kWh
Dieser Betrag der Strommenge wurde vom Wirtschaftsprüfer der Bocholter Energie- und Wasser-versorgung GmbH gegenüber dem Übertragungsnetzbetreiber testiert.
Die von den Übertragungsnetzbetreibern veröffentlichte „EEG-Umlage“ betrug für das Kalenderjahr 2015 6,17 Cent/kWh. Unter Berücksichtigung des Stromabsatzes der Bocholter Energie- und Wasser-versorgung GmbH an Letztverbraucher im Allgemeinen und an Letztverbraucher, deren Anteil an der zu zahlenden „EEG-Umlage“ im Rahmen der „besonderen Ausgleichsregelung“ nach §§ 40 ff. EEG 2012 bzw. §§ 63 ff. i.V. mit § 103 EEG 2014 durch Bescheid des Bundesamtes für Wirtschaft und Aus-fuhrkontrolle begrenzt wurde, beträgt der Gesamtbetrag der an die Übertragungsnetzbetreiber zu zahlenden „EEG-Umlage“ für dieses Berichtsjahr 22.672.991,08 Euro.
Amprion GmbH http://www.amprion.net/
TenneT TSO GmbH http://www.tennet.eu/de/home.html
TransnetBW GmbH http://www.transnetbw.de/
50Hertz Transmission GmbH http://www.50hertz.com/de/
in der Rubrik "Energie/Energienetze und Regulierung/Netzwirtschaft/Netzzugang/EEG/KWK-G".

References: § 77
 § 77
 § 11
 § 77
 § 18
 § 18
 § 18
 § 57
 § 57
 § 57
 § 56
 § 11
 § 19
 § 57
 § 66
 § 103
 § 3
 § 60
 § 61
 § 7
 § 74
 § 76
 § 103