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Timestamp: 2019-09-15 06:27:33+00:00

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§ 256 ZPO: Feststellungsklage
BGH, BESCHLUSS vom 4.2.2016, Az. IX ZB 32/15 Fehlt es an einer förmlichen Beschlussfeststellung, ist es dem Betroffenen unbenommen, die Wirksamkeit oder Unwirksamkeit des Beschlusses durch eine Beschlussfeststellungsklage nach § 256 ZPO feststellen zu lassen (BGH, Urteil vom 13. November 1995, aaO; vom 23. September 1996 - II ZR 126/95, NJW 1997, 318, 319; vom 1. März 1999, aaO; vom 11. Februar 2008, aaO).
BGH, BESCHLUSS vom 4.2.2016, Az. IX ZB 33/14 Denn die Klage auf Feststellung, dass eine Forderung aus einer vorsätzlich begangenen unerlaubten Handlung vorliegt, ist eine Feststellungsklage gemäß § 256 ZPO (vgl. BGH, Beschluss vom 26. September 2002 - IX ZB 180/02, BGHZ 152, 166, 171 f).
BGH, URTEIL vom 4.1.2016, Az. III ZR 126/15 Denn bei dem Feststellungsinteresse im Sinne von § 256 Abs. 1 ZPO handelt es sich nicht um eine echte Sachurteilsvoraussetzung; ist die Klage in der Sache abweisungsreif, erfolgt auch bei fehlendem Feststellungsinteresse die Abweisung der Klage als unbegründet, weil die Klageabweisung durch Prozessurteil dann sinnwidrig wäre (s. z.B. BGH, Urteile vom 14. März 1978 - VI ZR 68/76, NJW 1978, 2031, 2032 mwN und vom 9. Dezember 2003 - VI ZR 404/02, NJW 2004, 766 f; Zöller/Greger, ZPO, 31. Aufl., § 256 Rn. 7 mwN).
BGH, URTEIL vom 5.11.2015, Az. V ZR 140/04 27	(1)	Zwar	kann ein unzulässiger Leistungsantrag von dem Revisionsgericht in einen Feststellungsantrag nach § 256 Abs. 1 ZPO umgedeutet werden, wenn sich aus dem Vortrag des Klägers das berechtigte Interesse an einer alsbaldigen Beseitigung der Ungewissheit über ein streitiges Rechtsverhältnis ergibt (vgl. BGH, Urteil vom 1. Juli 1987 -VIII ZR 194/86, aaO; Urteil vom 23. April 2004 - IX ZR 137/03, aaO).
LArbG München, Urteil vom 3.8.2015, Az. 5 Sa 235/15 Auch für einen Feststellungsantrag gem. § 256 Abs. 1 ZPO gilt diese Anforderung (BAG v. 14.12.2011 - 4 AZR 242/10, NZA 2012, S. 1452; BGH v. 04.10.2000 - VIII ZR 289/99, NJW 2001, S. 445).
BGH, URTEIL vom 3.4.2015, Az. VIII ZR 164/14 Insbesondere muss bei einer Feststellungsklage nach § 256 ZPO das Rechtsverhältnis, dessen Bestehen oder Nichtbestehen festgestellt wird, so genau bezeichnet sein, dass über dessen Identität und damit über den Umfang der Rechtskraft der Feststellung keinerlei Ungewissheit bestehen kann (BGH, Urteil vom 26. Juni 2008 - I ZR 190/05, GRUR 2008, 917 Rn. 31 mwN).
BGH, BESCHLUSS vom 4.3.2015, Az. I-ZB 3/14 ZPO § 1059 Abs. 2 Nr. 1 Buchst, a Fall 2; BGB § 138 Abs. 1 D a)	Eine Schiedsvereinbarung, die alle Streitigkeiten zwischen Gesellschaftern oder zwischen der Gesellschaft und Gesellschaftern, welche diesen Gesellschaftsvertrag, das Gesellschaftsverhältnis oder die Gesellschaft betreffen, mit Ausnahme von Beschlussmängelstreitigkeiten einem Schiedsgericht zur Entscheidung zuweist, muss, um wirksam zu sein, auch dann nicht die in der Entscheidung des Bundesgerichtshofs „Schiedsfähigkeit II“ (Urteil vom 6. April 2009 - II ZR 255/08, BGHZ 180, 221) aufgestellten Anforderungen an eine Schiedsvereinbarung für Beschlussmängelstreitigkeiten erfüllen, wenn es sich bei der fraglichen Streitigkeit um eine die Auslegung des Gesellschaftsvertrags betreffende Feststellungsklage nach § 256 ZPO handelt.
OLG München, vom 4.3.2015, Az. 23 U 3932/14 Das nach § 256 ZPO erforderliche Feststellungsinteresse für eine Feststellungsklage fehlt dann, wenn der Kläger seinen Anspruch im Wege der Stufenklage sogleich mit einer - zunächst noch unbezifferten - Leistungsklage verfolgen könnte, wodurch ein weiterer Prozess vermieden würde (BGH NJW 1996, S. 2097, 2098; Greger in Zöller, ZPO, 30. Aufl, § 254 Rz. 2).
LG Bonn, vom 3.2.2015, Az. 13 O 48/12 Der Kläger hat ein Interesse im Sinne von § 256 Abs. 1 ZPO an der Feststellung der Einstandspflicht auch für den weiteren immateriellen (vgl. dazu: BGH NJW 1998, 160) und materiellen Schaden unter Berücksichtigung einer Mitverschuldensquote von 25%.
BGH, URTEIL vom 5.10.2014, Az. V ZR 250/13 Ferner besteht das gemäß § 256 Abs. 1 ZPO erforderliche rechtliche Interesse an einer Feststellung, weil es der Klägerin nicht zuzu demuten ist, eine aufwendige Bezifferung des Anspruchs vorzunehmen, obwohl schon ihre Aktivlegitimation bestritten wird (vgl. BGH, Urteil vom 23. Januar 2014 - III ZR 37/13, BGHZ 200, 20 Rn. 32 mwN).
BGH, URTEIL vom 4.6.2014, Az. IX ZR 197/12 Dagegen besteht ein Feststellungsinteresse (§ 256 Abs. 1 ZPO) für einen künftigen Anspruch auf Ersatz eines allgemeinen Vermögensschadens regelmäßig dann nicht, wenn der Eintritt irgendeines Schadens noch ungewiss ist (BGH, Urteile vom 15. Oktober 1992, aaO; vom 21. Juli 2005 - IX ZR 49/02, WM 2005, 2110).
BGH, URTEIL vom 3.4.2014, Az. IV ZR 288/12 Es gibt kein gegenwärtiges Rechtsverhältnis - eine bestimmte, rechtlich geregelte Beziehung einer Person zu anderen Personen oder einer Person zu einer Sache (BGH, Versäumnisurteil vom 16. September 2008 - VI ZR 244/07, NJW 2009, 751 Rn. 10 m.w.N.) - zwischen den Klägern und der Beklagten, an dessen Feststellung die Kläger ein Interesse i.S. des § 256 Abs. 1 ZPO haben.
AG Lichtenfels, vom 3.4.2014, Az. 2 C 24/14 Eines gesonderten Feststellungsinteresses gemäß § 256 Abs. 1 ZPO bedarf es insoweit nicht (vgl. LG Stuttgart, NJOZ 2011, 970, 971).
BGH, BESCHLUSS vom 3.3.2014, Az. Ill ZB 37/12 Für den Feststellungsantrag, der in einer einseitigen hilfsweisen Erledigungserklärung enthalten ist, fehlt grundsätzlich das erforderliche rechtliche Interesse (ZPO § 256 Abs. 1 ZPO), das regelmäßig in einer günstigen Kostenfolge liegt (BGH, Urteile vom 8. Februar 2011 und vom 16. März 2006 jew.
BGH, BESCHLUSS vom 2.0.2014, Az. II ZR 87/13 5	a) Bei der vom Kläger begehrten Feststellung handelt es sich (allenfalls) um eine bloße Vorfrage oder ein Element eines Rechtsverhältnisses, bei denen eine Feststellungsklage nach § 256 Abs. 1 ZPO ausgeschlossen ist (vgl. hierzu BGH, Urteil vom 3. Mai 1977 -VI ZR 36/74, BGHZ 68, 331, 332; Urteil vom 19. April 2000 -XII ZR 332/97, WM 2000, 1558, 1559 unter 1a).
BGH, URTEIL vom 4.6.2013, Az. IX ZR 286/12 Eine auf Feststellung des Bestehens oder Nichtbestehens eines Rechtsverhältnisses gerichtete Klage kann gemäß § 256 Abs. 1 ZPO erhoben werden, wenn der Kläger ein rechtliches Interesse daran hat, das Rechtsverhältnis durch richterliche Entscheidung alsbald festzustellen (BGH, Urteil vom 2. Dezember 2010 - IX ZR 41/10, ZIP 2011, 39 Rn. 7; vom 28. Juni 2012 - IX ZR 160/11, ZlnsO 2012, 1614 Rn. 7).
BGH, URTEIL vom 4.6.2013, Az. VII ZR 52/12 Erhebt der Kläger eine solche Leistungsklage in einem anderen Rechtsstreit parallel zur Feststellungsklage, hat dies zur Folge, dass das gemäß § 256 Abs. 1 ZPO für die Feststellungsklage erforderliche rechtliche Interesse grundsätzlich entfällt, sobald die Leistungsklage nicht mehr einseitig zurückgenommen werden kann (BGH, Urteil vom 21. Dezember 1989 - IX ZR 234/88, NJW-RR 1990, 1532, 1533).
BGH, URTEIL vom 2.4.2013, Az. IX ZR 151/12 10	b)	Bei	dieser	Sachlage	kommt	hier nur eine allgemeine Feststellungskla- ge (§ 256 Abs. 1 ZPO) in Betracht (vgl. BGH, Urteil vom 18. Mai 2006 - IX ZR 187/04, ZlnsO 2006, 704 Rn. 10; vom 16. Dezember 2010, aaO Rn. 10).
BGH, URTEIL vom 2.3.2013, Az. II ZR 74/12 Denn bei der Zwischenfeststellungsklage nach § 256 Abs. 2 ZPO macht die Vorgreiflich-keit das sonst für die Feststellungsklage erforderliche Feststellungsinteresse entbehrlich (BGH, Urteil vom 17. Mai 1977 - VI ZR 174/74, BGHZ 69, 37, 41).
BGH, URTEIL vom 2.2.2013, Az. II ZR 73/11 § 256 ZPO oder durch Einwendung im Prozess geltend gemacht werden kann (BGH, Urteil vom 19. Oktober 2009 - II ZR 240/08, ZIP 2009, 2289 Rn. 12 mwN).
BGH, URTEIL vom 2.2.2013, Az. II ZR 74/11 § 256 ZPO oder durch Einwendung im Prozess geltend gemacht werden kann (BGH, Urteil vom 19. Oktober 2009 - II ZR 240/08, ZIP 2009, 2289 Rn. 12 mwN).
BGH, URTEIL vom 4.2.2013, Az. VII ZR 223/11 -8- dersprüchlichkeit kann indes gerade dadurch beseitigt werden, dass über eine für Klage und Widerklage vorgreifliche Vorfrage ein Zwischenfeststellungsurteil gemäß §256 Abs. 2 ZPO ergeht (vgl. BGH, Urteil vom 28. November 2002 - VIIZR 270/01, BauR 2003, 381, 382 f. = NZBau 2003, 153; Urteil vom 26. April 2012-VII ZR 25/11, BauR 2012, 1391 Rn. 13 = NZBau 2012, 440).
OLG Nürnberg, Urteil vom 3.0.2013, Az. 12 U 726/11 Vielmehr unterliegt bei einer Personengesellschaft die Geltendmachung der Unwirksamkeit von Gesellschafterbeschlüssen durch Feststellungsklage (§ 256 Abs. 1 ZPO) ohne eine dahingehende Bestimmung im Gesellschaftsvertrag keiner Klagefrist, sondern nur der (nach allgemeinen Grundsätzen zu beurteilenden) Verwirkung (BGH, Urteil vom 11.12.1989 - II ZR 61/89, NJW-RR 1990, 474; Urteil vom 07.06.1999 - II ZR 278/98, NJW 1999, 3113).
BGH, vom 2.0.2013, Az. II ZB 1/11 13	Ein	verfahrensrechtlich unter Verletzung zwingenden Gesetzes- oder Satzungsrechts zustande gekommener oder ein inhaltlich gegen derartiges Recht verstoßender Beschluss des Aufsichtsrats ist nichtig und diese Nichtigkeit kann mit der gegen die Gesellschaft gerichteten Feststellungsklage nach §256 Abs. 1 ZPO geltend gemacht werden (BGH, Urteil vom 17. Juli 2012 - II ZR 55/11, ZIP 2012, 1750 Rn. 10; Urteil vom 21. April 1997 - II ZR 175/95, BGHZ 135, 244, 247).
BGH, BESCHLUSS vom 3.8.2012, Az. V ZB 56/12 Das (den Wert des ursprünglichen Rechtsstreits übersteigende) Interesse an der Wirksamkeit des Vergleichs (für dessen Relevanz: OLG Saarbrücken, JurBüro 1990, 97; OLG Bamberg, JurBüro 1998, 541; OLG Frankfurt/Main, OLGR 2004, 122) oder der Wert des Vergleichs (so: MünchKomm-ZPO/Wöstmann, 3. Aufl., § 3 Rn. 127) ist nur maßgeblich, wenn neben der Fortsetzung des ursprünglichen Rechtsstreits nach § 256 Abs. 2 ZPO auch die Feststellung der Wirksamkeit des Vergleichs beantragt wird.
BGH, URTEIL vom 5.6.2012, Az. V ZR 142/11 Damit ist das nach § 256 Abs. 1 ZPO erforderliche rechtliche Interesse an der erstrebten Feststellung entfallen, bei dem es sich um eine Prozessvoraussetzung handelt und das daher auch in der Revisionsinstanz von Amts wegen zu prüfen ist (vgl. nur BGH, Urteil vom 11. Januar 2007 - I ZR 87/04, NJW 2007, 3002, 3003; MünchKomm-ZPO/Becker-Eberhard, 3. Aufl., § 256 Rn. 35 jeweils mwN).
BGH, URTEIL vom 2.6.2012, Az. II ZR 55/11 -5- ein inhaltlich gegen derartiges Recht verstoßender Beschluss des Aufsichtsrats nichtig ist und diese Nichtigkeit mit der gegen die Gesellschaft gerichteten Feststellungsklage nach § 256 Abs. 1 ZPO geltend gemacht werden kann (BGH, Urteil vom 17. Mai 1993 - II ZR 89/92, BGHZ 122, 342, 347 ff.; Urteil vom 21. April 1997 - II ZR 175/95, BGHZ 135, 244, 247).
BGH, URTEIL vom 4.3.2012, Az. VII ZR 25/11 b)	Die dem Erlass eines Teilurteils entgegenstehende Gefahr der Widersprüchlichkeit kann in der Berufungsinstanz dadurch beseitigt werden, dass über die Vorfragen ein Zwischenfeststellungsurteil gemäß § 256 Abs. 2 ZPO ergeht (Bestätigung von BGH, Urteil vom 28. November 2002 - VII ZR 270/01, BauR 2003, 381 = NZBau 2003, 153 = Zf BR 2003, 250).
BGH, URTEIL vom 4.3.2012, Az. VII ZR 25/11 13	2.	Allerdings kann die Gefahr der Widersprüchlichkeit in der Berufungs- instanz dadurch beseitigt werden, dass über die Vorfragen ein Zwischenfeststellungsurteil gemäß § 256 Abs. 2 ZPO ergeht, durch das die Möglichkeit eines Widerspruchs zwischen dem Teilurteil und dem Schlussurteil ausgeräumt wird (BGH, Urteil vom 28. November 2002 - VII ZR 270/01, aaO; Zöller/Vollkommer, ZPO, 29. Aufl., § 301 Rn. 13 und Zöller/Heßler, aaO, § 525 Rn. 8).
BGH, URTEIL vom 1.3.2012, Az. II ZR 75/10 Für eine Zwischenfeststellungsklage nach § 256 Abs. 2 ZPO genügt die bloße Möglichkeit, dass aus dem streitigen Rechtsverhältnis zwischen den Parteien weitere Ansprüche erwachsen (BGH, Urteil vom 17. Mai 1977 -VIZR 174/74, BGHZ69, 37, 42 m.w.N.;Zöller/Greger, ZPO, 29. Aufl., § 256 Rn. 26 m.w.N.).
BGH, URTEIL vom 5.2.2012, Az. V ZR 159/11 16	a) Gegenstand einer Feststellungsklage nach §256 ZPO kann nur das Bestehen oder Nichtbestehen eines Rechtsverhältnisses sein, d.h. der aus einem konkreten Lebenssachverhalt entstandenen Rechtsbeziehungen von Personen zu Personen oder von Personen zu Sachen; nicht zulässig ist eine Feststellung zur Klärung einzelner Vorfragen, zur Klärung der Elemente eines Rechtsverhältnisses oder zur Klärung der Berechnungsgrundlagen eines Anspruchs oder einer Leistungspflicht (BGH, Urteil vom 3. März 1982 -VIIIZR
BGH, URTEIL vom 5.2.2012, Az. V ZR 159/11 Dabei handelt es sich um die Feststellung eines durch Auslegung ermittelten Teils des Vertragsinhalts und damit um die Feststellung eines Rechtsverhältnisses im Sinne von § 256 ZPO (vgl. BGH, Urteil vom 3. März 1982 -VIII ZR 10/81, aaO).
BGH, URTEIL vom 4.1.2012, Az. IX ZR 218/10 Das rechtliche Interesse des Klägers an einer alsbaldigen Feststellung des Rechtsgrundes (§ 256 Abs. 1 ZPO) folgt jedoch aus dem Bedürfnis, frühzeitig und nicht erst im Rahmen einer Vollstreckungsgegenklage (§ 767 ZPO) zu klären, ob die Forderung der Beklagten nach § 302 Nr. 1 InsO von einer Restschuldbefreiung ausgenommen bleibt (vgl. BGH, Urteil vom 18. Dezember 2008 - IX ZR 124/08, WM 2009, 313 Rn. 12; vom 2. Dezember 2010, aaO Rn. 8; vom 2. Dezember 2010 - IX ZR 247/09, BGHZ 187, 337 Rn. 8).
BGH, BESCHLUSS vom 2.1.2012, Az. II ZR 253/10 Will ein Aktionär geltend machen, der Vorstand habe zu einer Maßnahme die notwendige Zustimmung der Hauptversammlung nicht eingeholt, ist er auch nicht auf eine mittelbare Prüfung durch eine Anfechtungsklage gegen den Entlastungsbeschluss der Aktionärsmehrheit angewiesen, sondern kann gegebenenfalls eine auf eine entsprechende Feststellung gerichtete Klage (§256 ZPO) erheben (vgl. BGH, Urteil vom 25. Februar 1982
BGH, Urteil vom 2.1.2012, Az. II ZR 230/09 Nach gefestigter Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs hat der Gesellschafter einer Personengesellschaft grundsätzlich ein Feststellungsinteresse im Sinn von § 256 Abs. 1 ZPO an der Feststellung der Unwirksamkeit eines Gesellschafterbeschlusses (BGH, Urteil vom 21. Oktober 1991 - II ZR 211/90, NJW-RR 1992, 227; Urteil vom 7. Juni 1999 - II ZR 278/98, ZIP 1999, 1391, 1392; Urteil vom 5. März 2007 - II ZR 282/05, NJW-RR 2007, 757, 758; vgl. auch BGH, Urteil vom 25. November 2002 - II ZR 69/01, ZIP 2003, 116, 118 zur GmbH).
BGH, Urteil vom 2.1.2012, Az. II ZR 230/09 Der Gesellschafterbeschluss stellt selbst ein Rechtsverhältnis i.S.d.§ 256 Abs. 1 ZPO dar, über welches Rechtsunsicherheit und hieraus folgender Klärungsbedarf besteht, sobald seine Wirksamkeit streitig ist (BGH, Urteil vom 21. Oktober 1991 - II ZR 211/90, NJW-RR 1992, 227).
BGH, URTEIL vom 3.0.2012, Az. 1 ZR 187/10 49	a)	Das	Berufungsgericht ist zutreffend davon ausgegangen, dass der Streit zwischen zwei Parteien, die miteinander kollidierende Rechte gegen einen Dritten für sich in Anspruch nehmen, zwischen diesen beiden Forderungsprätendenten ein Rechtsverhältnis schafft, das grundsätzlich einer Feststellung im Wege der Klage nach § 256 Abs. 1 ZPO zugänglich ist (vgl. BGH, Urteil vom 29. Juni 1987 - II ZR 198/86, NJW-RR 1987, 1439, 1440; Urteil vom 2. Oktober 1991 -VIII ZR 21/91, NJW-RR 1992, 252, 253).
BGH, URTEIL vom 3.11.2011, Az. XII ZR 139/09 Diese betreffen aber ausschließlich das etwaige Fehlen des Feststellungsinteresses, das in § 256 Abs. 1 ZPO als besondere Voraussetzung geregelt ist (BGH Urteile vom 9. Dezember 2003 - VI ZR 404/02 - NJW 2004, 766 und vom 14. März 1978 -VIZR 68/76- NJW 1978, 2031, 2032; krit. Thomas/Putzo ZPO 32. Aufl. § 256 Rn. 4).
BGH, URTEIL vom 2.10.2011, Az. II ZR 306/09 14	a) Mit der Klage auf Feststellung des Bestehens eines Rechtsverhältnisses nach § 256 Abs. 1 ZPO kann nicht nur die Feststellung des Bestehens des Rechtsverhältnisses im Ganzen, sondern auch die Feststellung einzelner, aus dem umfassenden Rechtsverhältnis hervorgehender Berechtigungen verlangt werden (BGH, Urteil vom 26. Januar 1955 - IV ZR 180/54, LM Nr. 5 zu § 2100 BGB; Urteil vom 12. Dezember 1994 - II ZR 269/93, NJW 1995, 1097 m.w.N.;Urteil vom 10. März 2004 - IV ZR 123/03, BGHZ 158, 226, 227 f. m.w.N.;Urteil vom 20. Februar 2008 -VIII ZR 139/07, NJW 2008, 1303 Rn. 9; Roth in Stein/ Jonas, ZPO, 22. Aufl., § 256 Rn. 26).
LAG Hamm, Urteil vom 5.7.2011, Az. 18 Sa 437/09 Wenn jedoch die Klage bereits in der Sache abweisungsreif ist, wäre eine bloße Prozessabweisung sinnwidrig (BAG, Urteil vom 12.02.2003 - 10 AZR 299/02; Greger, in: Zöller 28. Auflage 2010, § 256 ZPO Randnr. 7 m. w. N.).
BGH, URTEIL vom 2.1.2011, Az. II ZR 206/08 Für den Feststellungsantrag, der in einer einseitigen hilfsweisen Erledigungserklärung enthalten ist, fehlt das erforderliche rechtliche Interesse (§ 256 Abs. 1 ZPO), das regelmäßig in einer günstigen Kostenfolge liegt (BGH, Urteil vom 16. März 2006 -1 ZR 92/03, NJW-RR 2006, 1378 Rn. 20; Urteil vom
BGH, URTEIL vom 4.11.2010, Az. IX ZR 24/10 b)	Bei dieser Sachlage kommt hier nur eine allgemeine Feststellungsklage (§256 Abs. 1 ZPO) in Betracht (vgl. BGH, Urt. v. 18. Mai 2006 -IXZR 187/04, WM 2006, 1347, 1348 Rn. 10).
BGH, URTEIL vom 4.11.2010, Az. IX ZR 24/10 Das Feststellungsinteresse gemäß § 256 Abs. 1 ZPO ist nur für ein stattgebendes Urteil Sachurteilsvoraussetzung (BGHZ 12, 308, 316; BGH, Urt. v. 14. März 1978 -VI ZR 68/76, NJW 1978, 2031, 2032; v. 2. Juli 2007 - II ZR 111/05, WM 2007, 1932 Rn. 66).
OLG München, Beschluss vom 3.8.2010, Az. 32 Wx 16/10 (1) Feststellungsanträge sind im Wohnungseigentumsverfahren grundsätzlich entsprechend § 256 ZPO zulässig (BayObLG NJW-RR 1988, 17), für sie ist jedoch als besondere Verfahrensvoraussetzung das behauptete (Nicht-) Bestehen eines Rechtsverhältnisses sowie ein rechtliches Interesse an dessen alsbaldiger Feststellung erforderlich.
BGH, BESCHLUSS vom 1.7.2010, Az. II ZR 105/09 Auch für den Feststellungsantrag, der in einer einseitigen Erledigungserklärung enthalten ist, fehlt das erforderliche rechtliche Interesse (§ 256 Abs. 1 ZPO), das regelmäßig in einer günstigen Kostenfolge liegt (BGH, Urteil vom 16. März 2006 -1 ZR 92/03, NJW-RR 2006, 1378 Rn. 20, vom 27. Februar 2007 - XI ZR 55/06, juris Rn. 36).
BGH, URTEIL vom 4.6.2010, Az. VII ZR 176/09 Eine Leistungsklage lässt, soweit sich die Streitgegenstände decken, die Sachurteilsvoraussetzung des Feststellungsinteresses (§ 256 ZPO) grundsätzlich entfallen, sobald die Leistungsklage nicht mehr einseitig zurückgenommen werden kann (vgl. im Einzelnen BGH, Urteil vom 21. Dezember 2005 - X ZR 17/03, BGHZ 165, 305, Tz. 12 m.w.N.).
AG Bonn, Urteil vom 5.5.2010, Az. 27 C 249/09 Im Übrigen wäre eine solche Feststellungsklage unzulässig, da die Abmahnung nach dem BGH kein feststellungsfähiges Rechtsverhältnis im Sinne des § 256 ZPO darstellt (BGH NJW 2008, 1303).
LAG Hamm, Urteil vom 3.3.2010, Az. 4 Sa 1026/09 Leitsätze: Einer unmittelbar gegen den Arbeitgeber gerichteten Klage, mit der lediglich festgestellt werden soll, dass eine vom Träger der kirchlichen Zusatzversorgung im Zusammenhang mit der Umstellung auf ein beitragsorientiertes Punktemodell ermittelte Startgutschrift unverbindlich ist, fehlt jedenfalls nach der Entscheidung des Bundesgerichtshofs vom 14.11.2007 (Az. IV ZR 74/06 = BGHZ 174, 127 ff.) regelmäßig das nach § 256 Abs. 1 ZPO erforderliche Feststellungsinteresse.
BGH, URTEIL vom 3.3.2010, Az. IV ZR 135/08 Im Zivilprozess kann ein Streit zwischen Parteien, die kollidierende Rechte geltend machen, grundsätzlich im Wege der Feststellungsklage nach § 256 ZPO geklärt werden (BGH, Urteil vom 29. Juni 1987 - II ZR 198/86 - NJW-RR 1987, 1439 unter 2).
BGH, URTEIL vom 3.2.2010, Az. VIII ZR 304/08 Hierbei handelt es sich nicht um bloße rechtserhebliche Vorfragen oder Elemente eines Rechtsverhältnisses, bei denen eine Feststellungsklage nach § 256 Abs. 1 ZPO ausgeschlossen ist (vgl. hierzu BGHZ 68, 331, 332; BGH, Urteil vom 19. April 2000 - XII ZR 332/97, NJW 2000, 2280, unter 1 a).
ArbG Düsseldorf, Urteil vom 3.2.2010, Az. 4 Ca 6436/09 Ein Feststellungsinteresse im Sinne von § 256 Abs. 1 ZPO besteht grundsätzlich nur, wenn dem subjektiven Recht des Klägers eine gegenwärtige Gefahr der Unsicherheit dadurch droht, dass die Beklagte es ernstlich bestreitet oder er sich eines Rechts gegen den Kläger berühmt und wenn das erstrebte Urteil infolge seiner Rechtskraft geeignet ist, diese Gefahr zu beseitigen (BGH MDR 1986, 743).
ArbG Düsseldorf, Urteil vom 3.2.2010, Az. 4 Ca 6437/09 Ein Feststellungsinteresse im Sinne von § 256 Abs. 1 ZPO besteht grundsätzlich nur, wenn dem subjektiven Recht des Klägers eine gegenwärtige Gefahr der Unsicherheit dadurch droht, dass die Beklagte es ernstlich bestreitet oder er sich eines Rechts gegen den Kläger berühmt und wenn das erstrebte Urteil infolge seiner Rechtskraft geeignet ist, diese Gefahr zu beseitigen (BGH MDR 1986, 743).
ArbG Essen, Urteil vom 2.2.2010, Az. 2 Ca 2376/08 Ein rechtliches Interesse an einer alsbaldigen gerichtlichen Feststellung besteht, wenn dem Recht des Feststellungsklägers eine gegenwärtige Gefahr oder Unsicherheit droht und das erstrebte Urteil geeignet ist, diese Gefahr zu beseitigen (vgl. BAG vom 19. Oktober 1993 - 9 AZR 478/91 - AP Nr. 23 zu § 256 ZPO 1977; BAG vom 24. Mai 2006 - 7 AZR 365/05 - EzAÜG § 10 AÜG Fiktion Nr. 114 m.w.N.;LAG Düsseldorf vom 11. Januar 2007 - 11 (16) Sa 1238/06 - n. v.; BGH vom 07. Februar 1986 - V ZR 201/84 - MDR 1986, 743).
LAG Hamm, Beschluss vom 5.1.2010, Az. 10 TaBV 103/09 Allein der Umstand, dass die mit den Anträgen erstrebte Entscheidung Richtschnur für das Verhalten der Beteiligten in zahlreichen verschiedenen künftigen Fällen und Fallkonstellationen sein kann, würde auch für das Rechtsschutzinteresse nach § 256 ZPO nicht ausreichen (BAG 27.01.2004 – 1 ABR 5/03 – AP ArbGG 1979 § 81 Nr. 56; BAG 10.06.2009 – 4 ABR 21/08 – NZA 2010, 51).
AG Köln, Urteil vom 2.1.2010, Az. 111 C 444/09 Denn Gegenstand dieses ursprünglich angekündigten Feststellungsantrags ist eine abstrakte Rechtsfrage, die nicht in den Anwendungsbereich des § 256 ZPO fällt (vgl. nur BGH NJW 95, 1097).
OLG München, vom 4.1.2010, Az. 23 U 3872/09 Der Kläger hat ein Feststellungsinteresse in Sinne von § 256 Abs. 1 ZPO, da der Antrag unmittelbar die Frage betrifft, wie weit die aus der Aufklärungspflichtverletzung folgende Schadensersatzverpflichtung reicht (BGH Urteil vom 23.07.2009, Az. III ZR 2/08, Tz. 15; Urteil vom 17.12.2009, Az. III ZR 3/08, Tz. 16).
BGH, URTEIL vom 3.0.2010, Az. VIII ZR 137/09 30	Entgegen	der Auffassung der Revision ist das erforderliche Feststel- lungsinteresse gegeben, denn die Beklagten bestreiten die Berechtigung der Klägerin zur Umlage von Nebenkosten und zur Erhebung von Vorauszahlungen hierauf.Damit droht dem Recht der Klägerin eine tatsächliche Unsicherheit, die das gemäß § 256 Abs. 1 ZPO erforderliche Feststellungsinteresse begründet (BGH, Urteil vom 7. Februar 1986 - VZR 201/84, NJW 1986, 2507, unter II 1, st. Rspr.).
BGH, URTEIL vom 2.11.2009, Az. XI ZR 110/09 Dabei kann dahinstehen, ob das nach § 256 Abs. 1 ZPO notwendige Feststellungsinteresse für eine selbständige positive Feststellungsklage überhaupt durch die Möglichkeit, die erstrebte Entscheidung durch eine Widerklage im Rahmen eines bereits anhängigen Rechtsstreits umgekehrten Rubrums zu erreichen, beseitigt wird (so Brandenburgisches OLG, BKR 2007, 508, 509), oder ob dem Kläger insoweit grundsätzlich die von § 35 ZPO eröffnete Wahlmöglichkeit zusteht (Stein/ Jonas/Fl.Roth, ZPO, 22. Aufl., § 33 Rn. 31, § 256 Rn. 62, jeweils m.w.N.).
BGH, URTEIL vom 4.10.2009, Az. IX ZR 239/07 10	Am	Streitgegenstand, welcher sich durch die mit dem Klagantrag begehr- te Rechtsfolge sowie den zugrunde liegenden Lebenssachverhalt bestimmt (BGHZ 117, 1, 5; 124, 164, 166; 157, 47, 50; Habscheid, Der Streitgegenstand im Zivilprozess 1956 S. 221 f), nehmen Vorfragen und präjudizielle Rechtsverhältnisse nur bei Erhebung einer gesonderten Zwischenfeststellungsklage gemäß § 256 Abs. 2 ZPO teil.
BGH, URTEIL vom 2.9.2009, Az. XI ZR 225/08 Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs handelt es sich bei dem von § 256 ZPO geforderten rechtlichen Interesse nicht um eine Prozessvoraussetzung, ohne deren Vorliegen dem Gericht eine Sachprüfung und ein Sachurteil überhaupt verwehrt ist (vgl. BGHZ 12, 308, 316; 130, 390, 399 f.; BGH, Urteil vom 14. März 1978 - VI ZR 68/76, NJW 1978, 2031, 2032).
BGH, BESCHLUSS vom 1.4.2009, Az. II ZR 169/07 Wenn das Ergebnis der Abstimmung in einer GmbH-Gesellschafterversammlung nicht durch einen Versammlungsleiter festgestellt ist, kann ein Gesellschafter durch Erhebung einer Feststellungsklage (§ 256 ZPO) klären, ob und mit welchem Inhalt ein Beschluss gefasst worden ist (Senat BGHZ 104, 66, 68; Urt. v. 13. November 1995 - II ZR 288/94, ZIP 1995, 1982; v. 1. März 1999 - II ZR 205/98, ZIP 1999, 656; v. 11. Februar 2008 - II ZR 187/06, ZIP 2008, 757 Tz. 22).
LAG Hamm, Urteil vom 2.0.2009, Az. 4 Sa 378/07 Die feststellungsfähige Rechtsfrage, die der Kläger mit dem Feststellungsantrag zur Entscheidung stellt, ist für den Hauptantrag vorgreiflich, so dass ein darüber hinausgehendes Feststellungsinteresse im Sinne von § 256 Abs. 1 ZPO nicht erforderlich ist (vgl. BAG, Urteil vom 24.04.1996 – 4 AZR 876/94 = NZA 1997, 50 ff.).
ArbG Köln, Urteil vom 2.11.2008, Az. 16 Ca 8085/08 der Gründe) und ist deshalb nicht von § 256 Abs. 1 ZPO gedeckt (BAG, Beschluss vom 15.01.2002, NZA 2002, 995, 997 unter B I 2 a) der Gründe m.w.N.).
BGH, URTEIL vom 4.11.2008, Az. IX ZR 156/07 Ihrer Rechtsnatur her bildet die Klage eine Feststellungsklage im Sinne des §256 ZPO (BGH, Urt. v. 10. April 1967 - II ZR 98/65, WM 1967, 508).
BGH, BESCHLUSS vom 5.10.2008, Az. II ZR 334/02 Der Senat hat die Zulässigkeit sowohl der Feststellungsanträge nach § 256 Abs. 1 ZPO (BGHZ 137, 134, 136 f.) als auch der im Zusammenhang mit der Geltendmachung von Abfindungsansprüchen gestellten Zwischenfeststellungsanträge nach § 256 Abs. 2 ZPO (Beschl. v. 7. November 1997, BLw 26/97, VIZ 1998, 474, 475) bejaht, wenn ein ehemaliges LPG-Mitglied festgestellt wissen wollte, dass eine Umwandlung ge-
LAG Köln, Urteil vom 5.8.2008, Az. 11 Sa 766/08 38 Richtet sich die Feststellungsklage auf ein bereits beendetes Rechtsverhältnis, ist das Feststellungsinteresse allerdings nur dann gegeben, wenn sich gerade aus der begehrten Feststellung Folgen für Gegenwart oder Zukunft ergeben (BAG 15. April 2008 – 1 ABR 14/07 – NZA 2008, 1020; 2. März 2004 – 1 ABR 15/03 – AP § 256 ZPO 1977 Nr. 87; 6. November 2002 – 5 AZR 364/01 - AP § 256 ZPO 1977 Nr. 78).
LAG Hamm, Urteil vom 2.6.2008, Az. 14 Sa 1957/07 Die nach der Rechtssprechung des Bundesarbeitsgerichts gemäß § 256 Abs. 1 ZPO zulässige Klage auf Feststellung der Unwirksamkeit der Versetzung (vgl. BAG, 29. September 2004, 1 AZR 473/03, NJOZ 2005, S. 4150 <4151>; 30. August 1995, 1 AZR 47/95, NZA 1996, S. 440) ist begründet.
BGH, URTEIL vom 5.5.2008, Az. V ZR 114/07 Der Umstand, dass das Bestehen oder Nichtbestehen von Ansprüchen bereits für die Entscheidung über die Klage im Sinne des § 256 Abs. 2 ZPO vorgreiflich ist, vermag die Zulässigkeit einer (negativen) Feststellungsklage gegenüber dem Dritten nicht zu begründen (BGHZ 69, 37, 46).
BGH, URTEIL vom 4.5.2008, Az. IX ZR 100/07 Hiergegen steht ihm gegenüber dem anderen Teil, der sich eines Rechtes berühmt, die Nichtigkeitsfeststellungsklage aus § 256 Abs. 1 ZPO zu (vgl. BGHZ 164, 249, 254 ff; Zöller/Greger, ZPO 26. Aufl. § 256 Rn. 14 f).
ArbG Duisburg, Urteil vom 4.3.2008, Az. 2 Ga 5/08 Dort versteht man aber unter einem Rechtsverhältnis die aus einem vorgetragenen Sachverhalt abgeleitete rechtliche Beziehung von Personen untereinander oder zu Sachen, wozu auch einzelne Beziehungen oder Folgen aus einem Rechtsverhältnis, wie bestimmte Ansprüche oder Verpflichtungen, zählen (z.B. BGH vom 19.04.2000 - XII ZR 332/97 - DB 2000, 1267 ff.; BAG vom 26.07.2001 - 8 AZR 759/00 - EzA § 256 ZPO Nr. 55).
LG Essen, Urteil vom 1.3.2008, Az. 2 O 378/07 Besteht die Möglichkeit, dass weitere Verletzungsfolgen eintreten, reicht das für das gemäß § 256 I ZPO erforderliche Feststellungsinteresse aus (BGH, NJW 2001/3414/3415).
BGH, URTEIL vom 1.11.2007, Az. II ZR 239/05 Bei einer derartigen Rechtslage ist der Senat selbst bei einem fehlenden rechtlichen Interesse im Sinne von § 256 ZPO nicht am Erlass eines Sachurteils gehindert (Senat, BGHZ 12, 308, 316; BGH, Urt. v. 14. März 1978 -VI ZR 68/76, NJW 1978, 2031, 2032).
LAG Düsseldorf, Urteil vom 1.10.2007, Az. 17 Sa 1298/07 Ein auf eine entsprechende Feststellung gerichteter Antrag wäre unzulässig, da er sich nicht auf ein konkretes Rechtsverhältnis im Sinne des § 256 Abs.1 ZPO beziehen würde (vgl. hierzu BAG v. 24.04.2007 – 1 ABR 27/06 – NZA 2007, 1011 ff.).
LG Köln, Urteil vom 5.10.2007, Az. 82 O 214/06 Eine Feststellungsklage nach § 256 ZPO kann zwar nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshof auch auf die Feststellung gerichtet sein, dass zwischen der beklagten Partei und einem Dritten ein Rechtsverhältnis besteht oder nicht besteht, wenn dies zugleich für die Rechtsbeziehungen der Parteien untereinander von Bedeutung ist, der Kläger an einer alsbaldigen Klärung dieses Drittverhältnisses ein rechtliches Interesse hat und das Aktienrecht für die Austragung eines solchen Streits keine abschließende Regelung trifft (BGH, Urt. vom 10.10.2005 - II ZR 90/03 'Mangusta/Commerzbank II', DStR 2006, 2092, 2094).
BGH, URTEIL vom 4.10.2007, Az. I ZR 12/05 Bei der Feststellungsklage nach § 256 ZPO muss der Antrag das Rechtsverhältnis, dessen Bestehen oder Nichtbestehen festgestellt werden soll (hier: die der Klägerin gegenüber bestehende Schadensersatzpflicht der Beklagten), so genau bezeichnen, dass über dessen Identität und somit über den Umfang der Rechtskraft der Feststellung keinerlei Ungewissheit bestehen kann (vgl. BGH, Urt. v. 4.10.2000 - VIII ZR 289/99, NJW 2001, 445, 447; Urt. v. 6.12.2001 - VII ZR 440/00, NJW 2002, 681; Teplitzky, Wettbewerbsrechtliche Ansprüche und Verfahren, 9. Aufl., Kap. 52 Rdn. 11a).
BGH, URTEIL vom 4.5.2007, Az. I ZR 132/04 Eine Ausnahme hat der Bundesgerichtshof lediglich dann angenommen, wenn der Kläger lange vor Beendigung des ersten Rechtszugs zur Leistungsklage hätte übergehen können, ohne dass dadurch die Sachentscheidung verzögert worden wäre (BGH, Urt. v. 31.1.1952 - III ZR 131/51, LM §256 ZPO Nr. 5 = NJW 1952, 546 [LS]).
LAG Hamm, Urteil vom 3.5.2007, Az. 18 Sa 83/07 Auch Rechtsverhältnisse zu Dritten können Gegenstand eines Antrags nach § 256 Abs. 1 ZPO bilden, sofern der Antragsteller ein rechtliches Interesse an der alsbaldigen Feststellung hat (vgl. BGH, Urteil vom 02.12.2003 – VI ZR 243/02 – NJW-RR 2004, 595).
LAG Hamm, Urteil vom 4.4.2007, Az. 17 Sa 1890/06 So stellen die Berechnungsgrundlagen für einen Anspruch grundsätzlich kein Rechtsverhältnis im Sinne des § 256 ZPO dar (vgl. BGH, Urteil vom 12.12.1994 – II ZR 269/93 – NJW 1995, 1097).
LG Aachen, Urteil vom 2.2.2007, Az. 41 O 138/05 50Denn bei dem Klageantrag zu VII.) handelt es sich um eine allgemeine Feststellungsklage im Sinne des § 256 ZPO, die ohne Weiteres schiedsfähig im Sinne des § 1030 ZPO ist (vgl. Kammerurteil vom 02. November 1999 zu 41 O 48/99; BGH, NJW 2001, 2176 f.).
LAG Hamm, Urteil vom 4.1.2007, Az. 17 Sa 1621/06 So stellen die Berechnungsgrundlagen für einen Anspruch grundsätzlich kein Rechtsverhältnis im Sinne des § 256 ZPO dar (vgl. BGH, Urteil vom 12.12.1994 – II ZR 269/93 – NJW 1995, 1097).
LG Dortmund, Urteil vom 4.1.2007, Az. 2 O 314/06 Der gegen einen Rechtsschutzversicherer erhobene Deckungsanspruch ist mit der Feststellungsklage gemäß § 256 ZPO zu verfolgen, solange der Versicherungsnehmer noch nicht wegen der Kosten in Anspruch genommen worden ist oder der tatsächliche Kostenaufwand noch nicht feststeht (vgl. BGH, VersR 1999, 706 = r+s 1999, 285; OLG Köln, zfs 2002, 495; Mathy, in: Halm/Engelbrecht/Krahe, Handbuch des Fachanwalts Versicherungsrecht, Kap. 34 Rn. 486).
LG Dortmund, Urteil vom 5.11.2006, Az. 3 O 149/05 Kein Rechtsverhältnis im Sinne des § 256 ZPO ist die Wirksamkeit einer Rechtshandlung (BGHZ 37, 331 ff, Zöller § 256 Rn. 5), die im vorliegenden Fall nach der ausdrücklichen Klarstellung in der mündlichen Verhandlung allein Streitgegenstand ist.
LG Dortmund, Urteil vom 5.11.2006, Az. 3 O 180/05 Kein Rechtsverhältnis im Sinne des § 256 ZPO ist die Wirksamkeit einer Rechtshandlung (BGHZ 37, 331 ff, Zöller § 256 Rn. 5), die im vorliegenden Fall nach der ausdrücklichen Klarstellung in der mündlichen Verhandlung allein Streitgegenstand ist.
BGH, URTEIL vom 2.11.2006, Az. VI ZR 224/05 20	Die Revisionserwiderung verweist darauf, es sei unbefriedigend, wenn die Kostenerstattung nach materiellem Recht im Gegensatz zu der nach Prozessrecht lückenhaft bleibe; denn so ziehe der Beklagte daraus Nutzen, dass die Klägerin - anstatt sich außergerichtlich zu verteidigen - nicht sofort eine negative Feststellungsklage (§ 256 ZPO) erhoben habe (so auch LG Zweibrücken, NJW-RR 1998, 1105; zustimmend Wedel, JurBüro 2000, 35), die aussichtsreich gewesen wäre, solange der Beklagte auch dort nicht seinen behaupteten Anspruch hätte beweisen können (zur Beweislast vgl. Senatsurteil vom 2. März 1993-VI ZR 74/92 - NJW 1993, 1716, 1717).
BGH, URTEIL vom 3.11.2006, Az. XII ZR 164/04 Eine solche isolierte (folgenlose) Abstammungsfeststellungsklage sieht das deutsche Recht - zu demindest de lege lata - nicht vor (vgl. OLG Hamm FamRZ 1999, 1365), auch nicht als 'normale' Feststellungsklage nach §256 ZPO (vgl. Gaul FamRZ 2000, 1461, 1474; OLG Düsseldorf FamRZ 2003, 1578, 1579).
LAG Hamm, Urteil vom 4.10.2006, Az. 17 Sa 172/06 751 a) Der Feststellungsantrag ist gemäß § 256 Abs. 1 ZPO zulässig (vgl. zur Antragstellung im vergleichbaren Fall einer Anfechtung eines Aufhebungsvertrages BAG, Urteil vom 11.03.1999 – 2 AZR 461/98 -, NZA 1999, 761; Urteil vom 12.08.1999 – 2 AZR 832/98 – NZA 2000, 27).
BGH, URTEIL vom 2.5.2006, Az. IX ZR 15/04 Letzteres kann im Streitfall durch eine (allgemeine) Feststellungsklage gemäß § 256 ZPO geklärt werden (vgl. BGH, Urt. v. 25. Juni 1957 -VIIIZR 251/56, WM 1957, 1225, 1226), die durch §§ 179 ff InsO nicht ausgeschlossen ist (vgl. zu § 146 KO RGZ 116, 368, 372; 139, 83, 87; RG JW 1900, 393, 394).
LG Düsseldorf, Urteil vom 2.3.2006, Az. 35 O 41/05 Zu dem Begriff Rechtsverhältnis im Sinne des § 256 ZPO gehört somit jedes Schuldverhältnis zwischen den Parteien, einschließlich der Frage der Wirksamkeit, der Auslegung oder Beendigung eines Vertrages (BGH MDR 1982, 928; RGZ 144, 54, 56; Zöller-Greger, a.a.O., Rdn. 4).
BGH, URTEIL vom 4.2.2006, Az. IX ZR 140/03 Die Feststellungsklage ist zulässig (§ 256 Abs. 1 ZPO); zwar muss in Fällen allgemeiner Vermögensschäden die Wahrscheinlichkeit eines Schadenseintritts dargetan werden (BGH, Urt. v. 15. Oktober 1992 - IX ZR 43/92, WM 1993, 251, 260; Zöller/Greger, ZPO 25. Aufl. § 256 Rn. 8a).
BGH, URTEIL vom 4.2.2006, Az. I ZR 92/03 Auch wenn einem solchen Antrag die verfahrensrechtlichen Bedenken, die in der Entscheidung BGHZ 106, 359 angeführt sind, nicht entgegenstehen, fehlt es doch regelmäßig an dem für den Feststellungsantrag erforderlichen rechtlichen Interesse (§ 256 ZPO).
LAG Hamm, Urteil vom 3.2.2006, Az. 2 Sa 1812/04 Sind wie hier die tatbestandlichen Voraussetzungen des § 256 Abs. 2 ZPO erfüllt, braucht das Feststellungsinteresse gemäß § 256 Abs. 1 ZPO nicht mehr geprüft zu werden (BAG vom 24.04.1996 – 4 AZR 876/94 – NZA 1997, 50).
LAG Hamm, Urteil vom 4.0.2006, Az. 4 Sa 1959/04 Ist die Forderung bezifferbar, dann ist wegen des grundsätzlichen Vorrangs einer Leistungsklage (vgl. BAG, Urt. v. 24.10.1996 – 2 AZR 845/95, AP Nr. 37 zu § 256 ZPO 1977 = MDR 1997, 370 = NZA 1997, 59; BAG, Urt. v. 18.03.1997 – 9 AZR 84/96, AP Nr. 8 zu § 17 BErzGG = AuR 1998, 253 [Schirge] = NZA 1997, 1168 = WiB 1997, 1254 [Groeger]; zuletzt BAG, Urt. v. 15.06.2004 – 9 AZR 431/03, AP Nr. 4 zu § 209 InsO = BAGReport 2004, 328 = NZA 2005, 354 = NZI 2004, 636 = ZIP 2004, 1660) die Erhebung einer allgemeinen Feststellungsklage nach § 256 Abs. 1 ZPO nur dann zulässig, wenn das zu erwartende Feststellungsurteil – trotz der fehlenden Vollstreckbarkeit – kraft seiner inneren Wirkung geeignet ist, die Klageseite zu dem von ihr angestrebten Ziel zu führen und den Konflikt der Parteien endgültig zu lösen (BAG, Urt. v. 16.07.1998 – 6 AZR 672/96, AP § 4 TVG Rationalisierungsschutz Nr.27 = NZA 1999, 217).
ArbG Essen, Urteil vom 2.7.2005, Az. 2 Ca 962/05 Ein rechtliches Interesse an einer alsbaldigen gerichtlichen Feststellung besteht, wenn dem Recht des Feststellungsklägers eine gegenwärtige Gefahr oder Unsicherheit droht und das erstrebte Urteil geeignet ist, diese Gefahr zu beseitigen (vgl. BAG vom 19. Oktober 1993 - 9 AZR 478/91 - AP Nr. 23 zu § 256 ZPO 1977; BGH vom 07. Februar 1986 - V ZR 201/84 - MDR 1986, 743).
AG Aachen, Urteil vom 5.7.2005, Az. 84 C 477/03 17Die Klägerin hat nicht dargelegt und bewiesen, dass für den Eintritt eines materiellen Schadens, der auf einer Fehlbehandlung durch die Beklagte beruht, nicht nur eine bloße Möglichkeit besteht (bloße Zulässigkeitsvoraussetzung nach § 256 ZPO, vgl. BGH, NJW 1992, 560; 2001, 1432; MDR 2001, 765), sondern über diese bloße Möglichkeit hinaus - jedenfalls einer summarischen Prüfung zufolge - auch eine hohe Wahrscheinlichkeit dafür spricht, dass es zu einem materiellen Schaden aufgrund einer Fehlbehandlung durch die Beklagte noch kommen wird (BGH, NJW 1972, 198; NJW 1992, 697).
BGH, URTEIL vom 4.6.2005, Az. IX ZR 49/02 Ein Feststellungsinteresse (§ 256 Abs. 1 ZPO) für einen künftigen Anspruch auf Ersatz eines allgemeinen Vermögensschadens besteht zwar regelmäßig nicht, solange der Eintritt irgendeines Schadens noch ungewiß ist (BGH, Urt. v. 15. Oktober 1992 - IX ZR 43/92, WM 1993, 251, 259 f).
BGH, URTEIL vom 2.6.2005, Az. X ZR 14/03 Ein betagtes oder bedingtes Rechtsverhältnis ist jedoch feststellungsfähig (BGHZ 28, 225, 234), und erst recht erlaubt § 256 ZPO die Klärung angeblich schon bestehender Rechtsbeziehungen, wenn die daraus in Betracht kommenden Ansprüche noch von einer Bedingung abhängig sind (BGHZ 4, 133, 135; BGH, Urt. v. 10.10.1991 - IX ZR 38/91, NJW 1992, 436, 437).
BGH, URTEIL vom 3.5.2005, Az. XII ZR 82/02 Zwar kann Gegenstand einer Zwischenfeststellungsklage nach § 256 Abs. 2 ZPO auch ein Rechtsverhältnis sein, das zwischen einer Partei und einem Dritten besteht (vgl. BGH Beschluß vom 7. November 1997 - BLw 26/97 - FamRZ 1998, 226).
LAG Hamm, Urteil vom 2.5.2005, Az. 3 Ca 1233/04 2. Macht der Arbeitnehmer in einem solchen Fall Schadensersatzansprüche gegen den Arbeitgeber wegen Verletzung von Aufklärungspflichten oder Erteilung falscher Auskünfte geltend, ist nicht die Zahlungs-, sondern die Feststellungsklage nach § 256 ZPO die richtige Klageart (vgl. BGH, Urteil vom 10.12.1992 - IX ZR 54/92, NJW 1993, 1137).
BGH, URTEIL vom 5.2.2005, Az. V ZR 160/04 In diesem Umfang bedeutet die Feststellungsklage eine Zwischenfeststellungsklage im Sinne des § 256 Abs. 2 ZPO, bei der das Feststellungsinteresse aus der Vorgreiflichkeit des festzustellenden Rechtsverhältnisses für die Hauptentscheidung folgt (BGH, Urt. v. 17. Mai 1977, VI ZR 174/74, NJW 1977, 1637).
LG Düsseldorf, Beschluss vom 4.2.2005, Az. 25 T 683/04 § 256 Abs. 1 ZPO zu verfolgen ist (BayObLG NZM 2004, 390).
LAG Hamm, Beschluss vom 4.11.2004, Az. 4 Ta 335/04 Da der Streitwertbeschluss vom 13.11.2003 nicht erkennen lässt, wie sich die festgesetzten 11.360,16 EUR zusammensetzen, war in der Beschwerdeentscheidung durch die Angabe des Gesamtstreitwertes klarzustellen, dass für den Antrag auf Feststellung des Fortbestandes des Arbeitsverhältnisses, der gemäß § 256 Abs. 1 ZPO ergänzend zu dem Kündigungsschutzantrag im Sinne des § 4 Satz 1 KSchG gestellt wird, ein besonderer Streitwert nicht anfällt (LAG Hamm v. 03.02.2003 - 9 Ta 520/02, LAGE § 12 ArbGG 1979 Streitwert Nr. 128 = LAGReport 2003, 148 = NZA-RR 2003, 321).
LAG Hamm, Beschluss vom 4.11.2004, Az. 4 Ta 355/04 Da der Streitwertbeschluss vom 13.11.2003 nicht erkennen lässt, wie sich die festgesetzten 11.360,16 EUR zusammensetzen, war in der Beschwerdeentscheidung durch die Angabe des Gesamtstreitwertes klarzustellen, dass für den Antrag auf Feststellung des Fortbestandes des Arbeitsverhältnisses, der gemäß § 256 Abs. 1 ZPO ergänzend zu dem Kündigungsschutzantrag im Sinne des § 4 Satz 1 KSchG gestellt wird, ein besonderer Streitwert nicht anfällt (LAG Hamm v. 03.02.2003 - 9 Ta 520/02, LAGE § 12 ArbGG 1979 Streitwert Nr. 128 = LAGReport 2003, 148 = NZA-RR 2003, 321).
LAG Düsseldorf, Urteil vom 5.11.2004, Az. 3 Ca 2046/03 Erforderlich ist vielmehr nur, dass für die Entstehung des Anspruchs der Grund in der Art gelegt ist, dass schon eine Rechtsbeziehung besteht, dagegen nicht, dass alle Umstände, von denen die Entstehung des Anspruchs abhängt, bereits eingetreten sind (BGH, Urteil vom 22.03.1983, LM Nr. 125 zu § 256 ZPO m. w. N.).
ArbG Dortmund, Urteil vom 3.10.2004, Az. 5 Ca 835/04 Dies ist nur der Fall, wenn sich aus der Feststellung Rechtsfolgen für die Gegenwart oder Zukunft ergeben (BAG v. 17.10.2001, EzA § 256 ZPO Nr. 58; BAG v. 26.09.2002 – 6 AZR 523/00, NZA 2003, Seite 230).
ArbG Dortmund, Urteil vom 3.10.2004, Az. 5 Ca 845/04 Dies ist nur der Fall, wenn sich aus der Feststellung Rechtsfolgen für die Gegenwart oder Zukunft ergeben (BAG v. 17.10.2001, EzA § 256 ZPO Nr. 58; BAG v. 26.09.2002 – 6 AZR 523/00, NZA 2003, Seite 230).
BGH, URTEIL vom 4.10.2004, Az. III ZR 371/03 In der Rechtsprechung ist anerkannt, daß im Rahmen einer Stufenklage ein Zwischenfeststellungsantrag nach § 256 Abs. 2 ZPO gestellt werden kann (vgl. BGH, Urteil vom 27. November 1998 - V ZR 180/97 -ZIP 1999, 447, 448).
BGH, BESCHLUSS vom 4.7.2004, Az. I ZR 230/03 Für eine solche Klage, die das Nichtbestehen eines Rechtsverhältnisses zwischen der anderen Partei und der GEMA betrifft, fehlt nicht das nach § 256 ZPO erforderliche Feststellungsinteresse (vgl. dazu auch BGH, Urt. v. 14.11.2002 -1 ZR 199/00, GRUR 2003, 231, 232 = WRP 2003, 279 - Staatsbibliothek; Urt. v. 2.12.2003 - VI ZR 243/02, BGH-Rep 2004, 624, 625 = NJW-RR 2004, 595, jeweils m.w.N.).
LAG Düsseldorf, Urteil vom 4.1.2004, Az. 11 Sa 1749/03 Gegenstand einer Feststellungsklage können dagegen nicht bloße Elemente oder Vorfragen eines Rechtsverhältnisses sein (BAG 25.10.2001 - 6 AZR 718/00 - EzA § 256 ZPO Nr. 62; vgl. auch BGH 03.05.1977 - VI ZR 36/74 - BGHZ 68, 331, 332).
LAG Düsseldorf, Urteil vom 4.11.2003, Az. 11 Sa 1507/03 Dort versteht man aber unter einem 'Rechtsverhältnis' die aus einem vorgetragenen Sachverhalt abgeleitete rechtliche Beziehung von Personen untereinander oder zu Sachen, wozu auch einzelne Beziehungen oder Folgen aus einem Rechtsverhältnis, wie bestimmte Ansprüche oder Verpflichtungen, zählen (z. B. BGH 19.04.2000 - XII ZR 332/97 - BB 2000, 1267 f.; BAG 26.07.2001 - 8 AZR 759/00 - EzA § 256 ZPO Nr. 55).
BGH, URTEIL vom 4.9.2003, Az. 1 ZR 76/01 Die Abweisung der Feststellungsklage als unzulässig erweist sich als zutreffend, weil das für diese gemäß § 256 Abs. 1 ZPO erforderliche Feststellungsinteresse bereits im maßgeblichen Zeitpunkt der Klageerhebung (vgl. BGH, Urt. v. 18.12.1986 -1 ZR 67/85, GRUR 1987, 524, 525 - Chanel No. 5 II; Teplitzky, Wettbewerbsrechtliche Ansprüche und Verfahren, 8. Aufl., Kap. 52 Rdn. 18, je m.w.N.) fehlte.
BGH, URTEIL vom 4.5.2003, Az. I ZR 269/00 Außerdem kann eine Prozeßpartei, die ein Interesse an der Klärung einer Vorfrage hat, insoweit eine Zwischenfeststellungsklage nach §256 Abs. 2 ZPO erheben (vgl. BGH, Urt. v. 19.6.1984 - IX ZR 89/83, FamRZ 1984, 878, 879; MünchKomm.ZPO/Gottwald aaO §322 Rdn. 51; Jauernig aaO §63 1112).
LAG Düsseldorf, Urteil vom 4.5.2003, Az. 11 Sa 368/03 Gegenstand einer Feststellungsklage können dagegen nicht bloße Elemente oder Vorfragen eines Rechtsverhältnisses sein (BAG 25.10.2001 - 6 AZR 718/00 - EzA § 256 ZPO Nr. 62; vgl. auch BGH 03.05.1977 - VI ZR 36/74 - BGHZ 68, 331, 332).
BGH, URTEIL vom 4.4.2003, Az. I ZR 277/00 Aufgrund dieser im gewerblichen Rechtsschutz und Urheberrecht bestehenden Besonderheiten entspricht es für diesen Bereich einhelliger Meinung, daß das für eine Klage auf Feststellung der Schadensersatzpflicht nach § 256 Abs. 1 ZPO erforderliche Interesse grundsätzlich auch dann besteht, wenn der Kläger im Wege der Stufenklage (§ 254 ZPO) auf Leistung klagen kann (vgl. BGH GRUR 2001, 1177, 1178 - Feststellungsinteresse II, m.w.N.).
LAG Düsseldorf, Urteil vom 4.4.2003, Az. 11 Sa 1584/02 Das Feststellungsinteresse gemäß § 256 Abs. 1 ZPO ist nur für ein stattgebendes Urteil echte Prozessvoraussetzung (vgl. nur BAG 12.02.2003 - 10 AZR 299/03 - NZA 2003, 487, 488 = EzA § 613 a BGB 2002 Nr. 3 m. w. N.).
LAG Hamm, Urteil vom 4.2.2003, Az. 4 Sa 189/02 Der Streit um einzelne Vorfragen oder Elemente eines Rechtsverhältnisses kann dagegen nicht im Wege der Feststellungsklage nach § 256 ZPO geklärt werden (BGH v. 03.03.1982 - VIII ZR 10/81, MDR 1982, 928 = NJW 1982, 1878; BGH v. 04.05.1984 - V ZR 27/83, MDR 1985, 37 = NJW 1985, 1959; OLG Hamm v. 27.01.1989 - 20 U 241/88, AnwBl 1989, 615; BFH v. 23.09.1999 - XI R 66/98, NVwZ 2000, 967), es sei denn, dies führt zur Bereinigung des gesamten Rechtskomplexes (BSG v. 20.05.1992 - 14a/6 RKa 29/89, MDR 1993, 776 = NZS 1992, 75).
BGH, URTEIL vom 4.2.2003, Az. IX ZR 181/99 Die Möglichkeit, daß künftig ein solches Rechtsverhältnis entsteht, reicht grundsätzlich nicht aus (vgl. BGH, Urt. v. 13. März 2001 -VI ZR 290/00 zu § 256 Abs. 1 ZPO).
BGH, BESCHLUSS vom 3.2.2003, Az. IV ZR 278/02 Das Rechtsschutzbedürfnis sowie das in § 256 Abs. 1 ZPO geforderte Feststellungsinteresse sind auch in der Revisionsinstanz zu prüfen, jedenfalls wenn der Wegfall dieser Zulässigkeitsvoraussetzungen - wie hier - gerügt wird (vgl. BGH, Urteil vom 3. Mai 1983 - VI ZR 79/80 - NJW 1984, 1556 unter II 2 b bb; Urteil vom 13. April 1989 - IX ZR 148/88 - WM 1989, 927 unter I a.E.).
BGH, URTEIL vom 1.0.2003, Az. II ZR 173/02 Ist - wie hier - das Beschlußergebnis von dem Versammlungsleiter festgestellt worden, kommt eine allgemeine Feststellungsklage gemäß § 256 ZPO anstelle oder neben der Anfechtungsklage nicht in Betracht (vgl. BGHZ 104, 66, 69; Sen.Urt. v. 1. März 1999 - II ZR 205/98, ZIP 1999, 656).
BGH, URTEIL vom 4.10.2002, Az. 1 ZR 199/00 b) Mit diesem Inhalt ist der Feststellungshauptantrag zwar bestimmt, aber - wie auch in der Revisionsinstanz von Amts wegen zu beachten ist (BGHZ 145, 316, 330)- mangels Feststellungsinteresses unzulässig (§256 Abs. 1 ZPO).
BGH, URTEIL vom 5.9.2002, Az. V ZR 268/01 Denn auch mit dieser Besonderheit erstrebt der Kläger - wie von §256 ZPO (und ebenso von § 108 SachenRBerG) gefordert - eine Entscheidung über das Bestehen eines gegenwärtigen Rechtsverhältnisses (dazu BGH, Urt. v. 10. Oktober 1991, IX ZR 38/91, NJW 1992, 436; Musielak/Foerste, ZPO, 3. Aufl., § 256 Rdn. 3).
BGH, URTEIL vom 3.6.2002, Az. XII ZR 234/99 a)	Zutreffend geht das Berufungsgericht zwar davon aus, daß sich ein rechtliches Interesse an der begehrten Feststellung gemäß § 256 Abs. 1 ZPO vorliegend weder aus der Möglichkeit einer - prozeßwirtschaftlich sinnvollen -endgültigen Streitbeilegung (vgl. hierzu BGH Urteile vom 5. Februar 1987 - Ill ZR 16/86- BGHR ZPO §256 Abs. 1 Feststellungsinteresse 4 und vom 11. November 1993 - IX ZR 47/93 - BGHR aaO Feststellungsinteresse 32) noch aus den Grundsätzen ergibt, die bei einem noch in der Entwicklung befindlichen Schaden herangezogen werden (vgl. hierzu BGH Urteile vom 4. Dezember 1986 - III ZR 205/85- BGHR aaO Feststellungsinteresse 2 und vom 7. Juni 1988 - IX ZR 278/87 - BGHR aaO Feststellungsinteresse 10).
OLG Düsseldorf, Urteil vom 2.10.2001, Az. 23 U 30/01 Ein rechtliches Interesse an einer alsbaldigen Feststellung des Bestehens oder Nichtbestehens eines Rechtsverhältnisses im Sinne des § 256 Abs. 1 ZPO ist gegeben, wenn dem Recht oder der Rechtslage eine gegenwärtige Gefahr der Unsicherheit droht und das erstrebte Urteil geeignet ist, diese Gefahr zu beseitigen (BGH NJW 92, 436, 437; NJW 93, 2181, 2182; jeweils mwN.).
BGH, Urteil vom 2.8.1999, Az. VI ZR 195/98 - 10- aa) Ein Feststellungsinteresse im Sinne des § 256 Abs. 1 ZPO kann nicht verneint werden, wenn dem konkreten vom Feststellungsantrag betroffenen Recht des Klägers eine Gefahr der Unsicherheit droht und der erstrebte Feststellungsausspruch geeignet ist, diese Gefahr zu beseitigen und unter dem Gesichtspunkt der Prozeßwirtschaftlichkeit zu einer sinnvollen und sachgemäßen Erledigung der aufgetretenen Streitpunkte zu führen (ständige Rechtsprechung, vgl. hierzu z.B. BGH, Urteile vom 7. Februar 1986 - V ZR 201/84 - NJW 1986, 2507 m.w.N.; vom 29. April 1993 - IX ZR 109/92- BGHR ZPO §256 Abs. 1 - Feststellungsinteresse 26; vom 11. November 1993 - IX ZR 47/93-BGHR ZPO § 256 Abs. 1 Feststellungsinteresse 32).
LAG Düsseldorf, Urteil vom 5.6.1998, Az. 5 Ca 2919/96 Unter einem Rechtsverhältnis versteht man jedes durch die Herrschaft der Rechtsnorm über einen konkreten Sachverhalt entstandene rechtliche Verhältnis einer Person zu einer anderen Person oder zu einem Sachgut (BAG v. 10.05.1989 - 4 AZR 80/89 - EzA § 256 ZPO Nr. 32; BGH v. 03.05.1983 - VI ZR 79/80 - NJW 1984, 1555, 1556).
BGH, BESCHLUSS vom 4.5.1998, Az. IX ZR 124/97 1. Das Berufungsgericht hat ein rechtliches Interesse für den Feststellungsantrag mit Rücksicht auf das rechtskräftige Grundurteil im Vorprozeß zu Recht bejaht (§ 256 ZPO; vgl. BGH, Urt. v. 14. Dezember 1995 - IX ZR 242/94, WM 1996, 548, 549).
BGH, URTEIL vom 5.5.1998, Az. V ZR 43/97 Das von § 256 Abs. 1 ZPO geforderte Feststellungsinteresse besteht nur, wenn das erstrebte Urteil infolge seiner Rechtskraft geeignet ist, eine gegenwärtige Gefahr der Unsicherheit der Rechtslage des Feststellungsklägers zu beseitigen (vgl. BGH, Urt. v. 7. Februar 1986, V ZR 201/84, NJW 1986, 2507).
BVerfG, vom 2.2.1998, Az. 1 BvR 295/99 Weiter kommt in Betracht, daß die Beschwerdeführerin im Fall der Inanspruchnahme durch eine Wertpapierbörse selbst im Wege einer negativen Feststellungsklage (vgl. § 256 Abs. 1 ZPO, § 43 Abs. 1 VwGO) den Rechtsweg mit dem Ziel einer Feststellung beschreitet, daß der von der Börse geltend gemachte Anspruch nicht besteht (vgl. etwa BGH, NJW 1992, S. 436).
BGH, URTEIL vom 4.2.1998, Az. I ZR 250/95 Für dieses Begehren zur Klärung der zwischen den Parteien streitigen Frage, wem die Forderungen gegen die GEMA zustehen, ist das nach § 256 ZPO erforderliche Feststellungsinteresse gegeben (vgl. dazu BGH, Urt. v. 16.6.1993 - VIII ZR 222/92, NJW 1993, 2539, 2540 m.w.N.).
BGH, BESCHLUSS vom 3.3.1997, Az. XII ZR 135/95 Eine Zwischenfeststellung nach § 256 Abs. 2 ZPO kann auch hilfsweise für den Fall der Abweisung des Hauptantrages begehrt werden (BGH, Urteil vom 21. Februar 1992 - V ZR 273/90 - BGHR ZPO § 256 Abs. 2 Hilfsantrag 1 = NJW 1992, 1897).
BVerfG, vom 2.5.1996, Az. 1 BvR 1862/96 Nach der Rechtsprechung der Zivilgerichte kann jedoch die Berechtigung, den Pflichtteil zu entziehen, vom Erblasser mit einer Feststellungsklage nach § 256 ZPO geltend gemacht werden (vgl. RGZ 92, 1 <2 ff.>; BGHZ 37, 137 <144 f.>; BGH, NJW 1974, S. 1084 <1085>; BGHZ 109, 306 <309 f.>).
BGH, URTEIL vom 5.5.1994, Az. V ZR 39/92 a)	Es handelt sich nicht, wie das Berufungsgericht meint, um einen Antrag auf Zwischenfeststellung eines Rechtsverhältnisses gemäß § 256 Abs. 2 ZPO, die kein besonderes Feststellungsinteresse erfordert (BGHZ 69, 37, 41).
BGH, URTEIL vom 5.5.1994, Az. V ZR 34/92 a)	Es handelt sich nicht, wie das Berufungsgericht meint, um einen Antrag auf Zwischenfeststellung eines Rechtsverhältnisses gemäß § 256 Abs. 2 ZPO, die kein besonderes Feststellungsinteresse erfordert (BGHZ 69, 37, 41).
BGH, Urteil vom 3.4.1994, Az. XII ZR 24/93 Es kann dahinstehen, ob das für die Zulässigkeit einer Feststellungsklage nach § 256 Abs. 1 ZPO erforderliche und als Prozeßvoraussetzung in jeder Lage des Verfahrens von Amts wegen zu prüfende Feststellungsinteresse (vgl. BGHZ 99, 340, 343; Zöller/Greger ZPO 18. Aufl. § 256 .Rdn. 7) dadurch nachträglich entfallen ist, daß die Beklagte Widerklage auf Zahlung des Mietzinses erhoben hat und diese einseitig nicht mehr zurücknehmen kann (vgl. RGZ 71, 68, 73; BGHZ 99, 340, 341 f.; Zöller/Greger aaO; Stein/Jo-nas/Schumann ZPO 20. Aufl. § 256 Rdn. 125; MünchKomm/Lüke
BGH, Urteil vom 3.4.1994, Az. XII ZR 24/93 Der Feststellungsantrag des Klägers bleibt jedenfalls als Zwischenfeststellungsklage nach § 256 Abs. 2 ZPO zulässig (vgl. BGH, Urt. v. 6. Juli 1989 - IX ZR 280/88 -NJW-RR 1990, 318, 320; MünchKomm/Lüke aaO § 256 Rdn. 83; Thomas/Putzo ZPO 18. Aufl. § 256 Rdn. 30).
BGH, Urteil vom 3.5.1993, Az. VIII ZR 222/92 Dabei ist es als ausreichend angesehen worden, wenn der Kläger vom Bestehen oder Nichtbestehen eines Rechtsverhältnisses zwischen dem Beklagten und einem Dritten in seinem Rechtsbereich nur mittelbar betroffen wird (RGZ 170, 358, 374; BGH, Urteil vom 2. März 1960 - V ZR 131/58 = LM § 256 ZPO Nr. 59; siehe auch BGH, Urteil vom 17. Oktober 1968 - III ZR 155/66 = NJW 1969, 136 f; BGH, Urteil vom 14. Mai 1990 - II ZR 125/89 = WM 1990, 1240 f = BGHR ZPO § 256 Abs. 1 Feststellungsinteresse 17).
BGH, URTEIL vom 3.0.1993, Az. IV ZR 139/91 In dem ersten Revisionsurteil in der vorliegenden Sache hat der Senat das erforderliche Feststellungsinteresse (§ 256 Abs. 1 ZPO) des Klägers für seine Klage auf Feststellung des Nichtbestehens eines Pflichtteilsentziehungsrechts der Mutter aus besonderen Gründen des Einzelfalles bejaht (BGHZ 109, 306, 309, 310).
BGH, URTEIL vom 4.6.1992, Az. IX ZR 174/91 Ist hingegen noch offen, ob ein pflichtwidriges, mit einem Risiko behaftetes Verhalten zu einem Schaden führt, ist der Anspruch nicht entstanden und somit eine Verjährungsfrist nicht in Lauf gesetzt, mag auch gemäß § 256 ZPO eine Feststellungsklage mit dem Ziel erhoben werden können, die Verpflichtung zur Leistung künftigen Schadensersatzes festzustellen (BGHZ 100, 228, 232).
BGH, URTEIL vom 5.1.1992, Az. V ZR 273/90 Das Erfordernis der Vorgreiflichkeit ersetzt die für eine normale Feststellungsklage gemäß § 256 Abs. 1 ZPO nötige Darlegung eines rechtlichen Interesses an alsbaldiger Feststellung (BGHZ 69, 37, 41).
BGH, Urteil vom 5.11.1990, Az. VIII ZR 107/93 Die Befürchtung eines erst künftig entstehenden Rechtsverhältnisses gewährt hingegen nach § 256 Abs. 1 ZPO grundsätzlich noch kein Recht auf richterlichen Schutz (BGH, Urteil vom 5. Juni 1990 - VI ZR 359/89 = NJW-RR 1990, 1172 unter III 2 = BGHR ZPO § 256 Abs. 1 Rechtsverhältnis 4 m.w.Nachw.).
BGH, URTEIL vom 3.11.1989, Az. IVa ZR 249/88 Freilich kann eine Feststellungsklage nach § 256 ZPO (von dem seltenen Fall der Urkundenfeststellungsklage abgesehen) nur auf die Feststellung eines Rechtsverhältnisses und nicht auch auf die Feststellung der Wirksamkeit oder Unwirksamkeit von Willenserklärungen oder sonstigen Rechtshandlungen gerichtet werden (BGHZ 37, 331, 333 und ständig).
BGH, URTEIL vom 4.6.1989, Az. IX ZR 280/88 Das Rechtsverhältnis, das mit der Zwischenfeststellungsklage klargestellt werden soll, steht nur dann in dem von § 256 Abs. 2 ZPO geforderten Abhängigkeitsverhältnis zur Entscheidung der Hauptsache, wenn in deren Gründen über den Gegenstand der Zwischenklage befunden wird (vgl. BGH, Urt. v. 22. Dezember 1967 - V ZR 81/66, LM ZPO S 280 a.F. Nr. 16).
BGH, URTEIL vom 3.8.1988, Az. VIII ZR 143/87 Der Revision der Klägerin ist darin zu folgen, daß keine Zwischenfeststellungsklage im Sinn von § 256 Abs. 2 ZPO vorliegt, sondern eine auf Auskunft gerichtete Klage (zur Klageerweiterung außerhalb der Berufungsbegründung vgl. BGH, Urteil vom 24. Februar 1988 - IVb ZR 45/87, BGHR ZPO § 519 Abs.3 Nr. 2 Klageerweiterung 1), auf die es dann ankommen kann, wenn die Beklagte - was zwar nicht naheliegend, aber auch nicht ausgeschlossen erscheint - für die Übertragung der Forderungen ein Entgelt schuldet, das sich nach den Zahlungseingängen bei ihr für Krankenbehandlungen in der Zeit vom 1. Januar bis 30. Juni 1981 richtet, jedoch begrenzt ist durch die Höhe des laufenden Betriebsaufwands des Krankenhauses für denselben Zeitraum.
BGH, BESCHLUSS vom 4.0.1988, Az. III ZR 93/86 Denn auch ein entsprechender Feststellungsantrag, der nach § 256 Abs. 1 ZPO als zulässig zu erachten wäre (vgl. BGH Urt. v. 7. Februar 1986 - V ZR 201/84 = NJW 1986, 2507), ist nicht begründet.
BGH, URTEIL vom 1.8.1987, Az. II ZR 20/87 Allerdings ist dem Berufungsgericht im Ausgangspunkt darin beizutreten, daß es grundsätzlich an dem von § 256 ZPO geforderten rechtlichen Interesse an der Erhebung einer Feststellungsklage fehlt, wenn der Kläger dasselbe Ziel mit einer Klage auf Leistung erreichen kann (allgemeine Meinung, vgl. BGH, Urt. v. 9. Juni 1983 -III ZR 74/82, NJW 1984, 1118 f.).
BGH, URTEIL vom 3.5.1987, Az. IVb ZR 14/86 Bei dieser wird das in § 256 Abs. 1 ZPO geforderte Feststellungsinteresse durch die Vorgreiflichkeit des festzustellenden Rechtsverhältnisses für die Hauptentscheidung ersetzt (vgl. BGH, Urteil vom 17. Mai 1977 - VI ZR 174/74 - NJW 1977, 1637).
BGH, BESCHLUSS vom 3.3.1987, Az. IVb ZB 62/87 Eine Entscheidung darüber erwächst nur dann in Rechtskraft, wenn es - z.B. bei einer Feststellungsklage, insbesondere im Falle der Inzidentfeststellung nach § 256 Abs. 2 ZPO - Streitgegenstand war (vgl. BGHZ 94, 29, 33; Thomas/Putzo ZPO 12. Aufl. § 322 An. 6 b, Zöller/Vollkommer ZPO 15. Aufl. vor § 322 Rdn. 28 und 34).
BGH, URTEIL vom 4.1.1987, Az. III ZR 16/86 1.	Zutreffend geht das Berufungsgericht allerdings davon aus, daß ein Interesse an alsbaldiger Feststellung eines Rechtsverhältnisses (§ 256 ZPO) grundsätzlich dann fehlt, wenn der Kläger dasselbe Ziel mit einer Klage auf Leistung erreichen kann (allg. Meinung; vgl. etwa Senatsurteile vom 9. Juni 1983 - III ZR 74/82 = NJW 1984, 1118 und vom 4. Dezember 1986 - III ZR 205/85 = BGHR ZPO § 256 I - Feststellungsinteresse 2 -).
BGH, URTEIL vom 5.1.1986, Az. V ZR 201/84 1. Zutreffend geht das Berufungsgericht davon aus, daß feststellbare Rechtsverhältnisse im Sinne des § 256 ZPO auch bedingte Ansprüche sind (BGHZ 4, 133, 135; Senatsurt. v. 8. Juli 1983, V ZR 48/82, NJW 1984, 2950).
BGH, URTEIL vom 2.5.1985, Az. VI ZR 60/84 Die vom Berufungsgericht anerkannte Rechtsfolge, daß der Klägerin in dem ausgesprochenen Umfang ein Anspruch auf Ersatz ihres Nichtvermögensschadens zusteht, ist als solche auch nicht vorgreiflich (präjudiziell) für die Frage, ob und in welcher Höhe sie von der Beklagten Schadensersatz wegen ihres Erwerbsschadens verlangen kann (zur Vorgreiflichkeit vgl. BGHZ, 42, 340, 351 f sowie BGH, Urteil vom 17. Februar 1983 - III ZR 184/81 - LM § 256 ZPO Nr. 123).
BGH, vom 5.0.1985, Az. V ZR 233/83 Für den anschließenden Zeitraum würde sie der Klägerin keine zusätzlichen Vorteile gegenüber der Rechtsstellung verschaffen, die sie bereits durch das Urteil vom 12. Juli 1974 erlangt hat (vgl. auch LG Duisburg NJW 1966, 1644 für die Verjährungsunterbrechung durch Klage im Falle einer vom Beklagten anerkannten Unterhaltsverpflichtung); insoweit würde es mindestens an dem rechtlichen Interesse an alsbaldiger (nochmaliger) Feststellung des Rechtsverhältnisses fehlen (§ 256 Abs. 1 ZPO), Einen Einfluß auf den Eintritt der Verjährung kann der vorliegende Rechtsstreit nur für die bis' zu seinem rechtskräftigen Abschluß fällig werdenden Grundschuldzinsen nehmen, denn eine Verjährungsunterbrechung ist erst nach Fälligkeit des Anspruchs möglich (BGHZ 52,
BGH, URTEIL vom 4.9.1983, Az. I ZR 127/81 1.	Zutreffend hat das Berufungsgericht das für die Feststellungsklage nach § 256 ZPO erforderliche Feststellungsinteresse für gegeben erachtet, weil eine tatsächliche Unsicherheit das von der Klägerin in Anspruch genommene Rechtsverhältnis gefährdet und das begehrte Urteil geeignet ist, diese Gefahr zu beseitigen (vgl. BGHZ 69, 144, 147).
BGH, URTEIL vom 5.6.1983, Az. V ZR 48/82 11 Feststellungsklage mangels Feststellungsinteresse (§ 256 Abs. 1 ZPO) als unzulässig angesehen hat (vgl. BGHZ 12, 308, 316; BGH Urteil vom 19. November 1971, I ZR 72/70,
BGH, URTEIL vom 4.6.1983, Az. III ZR 182/82 Trotz der Möglichkeit, unmittelbar auf Leistung zu klagen, ist ein rechtliches Interesse an alsbaldiger Feststellung im Sinne des § 256 ZPO anzuerkennen, wenn zu erwarten ist, daß der Prozeßgegner - namentlich, wenn es sich bei ihm um eine Behörde handelt -den gerichtlich festgestellten Anspruch auch ohne vollstreckungsfähiges Leistungsurteil befriedigen wird (RGZ 129, 31, 34; 146, 290, 295; BGHZ 28, 123, 126).
BGH, URTEIL vom 2.4.1983, Az. VI ZR 79/80 Unter 'Rechtsverhältnis' versteht § 256 ZPO nämlich die aus einem vorgetragenen Sachverhalt abgeleitete rechtliche Beziehung von Personen untereinander oder zu Sachen (BGHZ 22, 43, 47).
BGH, URTEIL vom 3.9.1982, Az. IVa ZR 48/81 Der Zulässigkeit dieses Begehrens steht nicht entgegen, daß die Klägerin seit Abschluß des Rechtsstreits gegen den Verpächter in der Lage ist, die durch diesen Rechtsstreit entstandenen Kosten zu beziffern und zu dem Gegenstand einer Zahlungsklage zu machen (BGH Urteil vom 30. Januar 1969 - X ZR 19/66 - LM § 256 ZPO Nr. 92).
BGH, URTEIL vom 4.6.1982, Az. III ZR 204/80 Das Berufungsgericht nimmt rechtsfehlerfrei an, daß im Bereich des Dienstvertragsrechts, an das sich die Parteien in § 14 ihres Vertrags angelehnt haben (zur Rechtsnatur des Belegarztvertrages vgl. Senatsurteil vom 28. Februar 1972 -III ZR 212/70 - NJW 72., 1128, 1129), die Urndeutung einer außerordentlichen Kündigung in eine ordentliche Kündigung grundsätzlich zulässig ist (SAGE 27, 263, 270; BAG NJW 76, 2366, 2367; BAG AP Nr. 50 zu § 256 ZPO; Palandt/Putzo» BGB 41. Aufl. § 626 An. 3 e bb; Soergel/ Siebert/Kraft, BGB 11. Aufl. § 626 Rdn. 58; Staudinger/ Neumann, BGB 12. Aufl. § 626, Rdn. 69?
BGH, Urteil vom 4.2.1982, Az. III ZR 171/80 b)	Das rechtliche Interesse an alsbaldiger Feststellung (§ 256 Abs. 1 ZPO) fehlt, wenn der Feststellungskläger das erstrebte Urteil in einem ausländischen Rechtsstreit verwenden will, dort aber mit einer Anerkennung der inländischen Entscheidung nicht gerechnet werden kann (Fortführung von BGHZ 32, 173).
BGH, Urteil vom 4.2.1982, Az. III ZR 171/80 Unter diesen Umständen kann ebenfalls offenbleiben, ob die von der Klägerin erstrebte Feststellung ein Rechtsverhältnis betraf, wie es § 256 Abs. 1 ZPO vorsieht, oder ob sie nur ein Element eines solchen Verhältnisses zu dem Gegenstand hatte (vgl. BGHZ 22, 43, 48, 495 Stein/Jonas/ Schumann/Leipold ZPO 19. Aufl. § 256 An. II 1 b).
BGH, URTEIL vom 4.2.1981, Az. III ZR 115/80 344; BGH, Urteil v. 7. Oktober 1977 - V ZR 131/75 = NJW 1978, 1262, 1263) oder eine Feststellungsklage nach § 256 ZPO erheben (Baumbach/Lauterbach/Hartmann, ZPO 39. Aufl. § 259 An. 1 A).
BGH, URTEIL vom 5.1.1980, Az. IX ZR 82/80 Die Zulässigkeit der Feststellungsklage ist auch im Revisionsrechtszug von Amts wegen zu prüfen (BGH LM § 256 ZPO Nr. 83).
BGH, URTEIL vom 3.0.1980, Az. VIII ZR 218/78 7 § 256 Abs. 2 ZPO entspricht § 280 ZPO a.F.. Hierzu hat der Bundesgerichtshof bereits entschieden, daß entgegen dem Wortlaut des Gesetzes eine Zwischenfeststellungsklage auch dann zulässig ist, wenn das Rechtsverhältnis bereits vor Rechtshängigkeit streitig war (BGH Urteil vom 8. Juli 1953 - II ZR 178/52 = LM ZPO § 280 Nr. 2).
BGH, Urteil vom 1.4.1979, Az. III ZR 104/77 Die Anfechtungsklage ist eine Gestaltungsklage; das auf sie ergehende Urteil ist ein Gestaltungsurteil, das zwischen der Gesellschaft und sämtlichen Gesellschaftern wirkt (Scholz/Karsten Schmidt aaO), Eine Feststellungsklage eines Gesellschafters gegen einen anderen oder einen Dritten, die daneben möglich ist und deren Zulässigkeit sich nach § 256 ZPO richtet (Scholz/Karsten Schmidt aaO § 45 Rdn. 90, 96; Schilling in AktG Großkommentar 3. Aufl. § 249 An. 2), wirkt hingegen nur zwischen den Prozeßbeteiligten (BGH Urteil vom 25. April 1966 aaO).
BGH, URTEIL vom 1.4.1979, Az. III ZR 17/77 Eine Feststellungsklage eines Gesellschafters gegen einen anderen oder einen Dritten, die daneben möglich ist und deren Zulässigkeit sich nach § 256 ZPO richtet (Scholz/Karsten Schmidt aaO § 45 Rdn. 90, 96; Schilling in AktG Großkommentar 3. Aufl. § 249 An. 2), wirkt hingegen nur zwischen den Prozeßbeteiligten (BGH Urteil vom 25. April 1966 aaO).
BGH, URTEIL vom 5.2.1979, Az. V ZR 102/76 Das in § 256 Abs. 1 ZPO für die Feststellungsklage im allgemeinen vorausgesetzte rechtliche Interesse an der alsbaldigen Feststellung des Rechtsverhältnisses wird nach ständiger Rechtsprechung (vgl. zuletzt BGHZ 69, 37, 41 m.w.N.) durch die Vorgreiflichkeit des festzustellenden Rechtsverhältnisses für die Hauptentscheidung ersetzt.
BGH, URTEIL vom 3.4.1978, Az. VIII ZR 166/77 Abgesehen von einer offenkundigen Unwirksamkeit der angeführten Rechtsbeziehungen zu dem Dritten, welche zur Verneinung des Feststellungsinteresses führen müßte (BGH aaO), darf die Zulässigkeitsprüfung gemäß § 256 ZPO nicht mit der Klärung der materiellen Berechtigung ;des Klägers belastet werden.
BGH, URTEIL vom 3.4.1978, Az. VIII ZR 166/77 Es ist nicht der Sinn der Zuläs-sigkeitsprüfung, die § 256 ZPO verlangt, eine unter Umständen später entbehrliche Prüfung der eigenen materiellen Berechtigung des Klägers vorwegzunehmen (BGH Urteil vom 17. Oktober 1968 aaO).
BGH, URTEIL vom 2.8.1977, Az. VI ZR 165/76 Dabei übersieht es, daß die Kläger - von hier nicht vorliegenden Ausnahmen abgesehen - im Prozeß nicht zur Leistungsklage überzugehen brauchen, wenn nur ihre Feststellungsklage bei Klageerhebung zulässig war (vgl. etwa BGH Urt.v.30. Januar 1969 - X ZR 19/66 - LM Nr. 92 zu § 256 ZPO und ständig; Baumbach/Hartmann, 35. Aufl., § 256 ZPO, An. 5 unter '’Leistungsklage”).
BGH, URTEIL vom 4.0.1977, Az. II ZR 80/75 Es kann dahingestellt bleiben, ob bei dieser Sachlage das Vorliegen eines rechtlichen Interesses der Klägerin an der beantragten Feststellung, wie das in § 256 ZPO grundsätzlich verlangt ist, überhaupt noch zu prüfen ist (dagegen Stein/Jonas/Schumann/Leipold, ZPO 19. Aufl. § 256 IV 4; Baumbach/Lauterbach/Hartmann, ZPO 34. Aufl. 3 B zu § 307; anders BGHZ 10 , 333 , 335).
BGH, URTEIL vom 2.10.1975, Az. VI ZR 217/75 Für die Bejahung eines rechtlichen Interesses an alsbaldiger Feststellung des Rechtsverhältnisses i.S. von § 256 ZPO genügt, daß eine gewisse Wahrscheinlichkeit für die Entstehung weiterer, in der Zukunft liegender Ersatzansprüche besteht (vgl. BGHZ 4, 133, 135).
BGH, URTEIL vom 1.2.1974, Az. III ZR 48/73 Es ist anerkannt, daß eine zulässig erhobene positive Feststellungsklage grundsätzlich auch dann weiterverfolgt werden darf, wenn inzwischen die Schadensentwicklung abgeschlossen ist und deshalb auf Leistung geklagt werden könnte (BGHZ 28, 123» 127; BGH LM § 256 ZPO Nr. 5 und Nr. 92).
BGH, URTEIL vom 1.2.1974, Az. III ZR 48/73 Anders kann die Zulässigkeitsfrage zu beurteilen sein, wenn im ersten Rechtszug lange vor dessen Beendigung die Schadensentwicklung voll abgeschlossen ist, der Beklagte deshalb den Übergang von der Feststellungsklage zur Leistungsklage anregt, der Kläger jedoch an seinem Feststellungsantrag festhält, ohne daß der Wechsel zur Leistungsklage die Entscheidung über den Grund des Anspruchs verzögern oder den Parteien für den Streit über die Höhe des Anspruchs eine Instanz nehmen würde (BGH LM § 256 ZPO Nr. 5).
BGH, URTEIL vom 1.11.1973, Az. II ZR 85/70 Daß ein Schaden mit Sicherheit entstanden oder zu erwarten ist, ist für den Erlaß eines dem Antrag des Klägers entsprechenden Feststellungsurteils nicht erforderlich; es genügt, daß der Eintritt eines Schadens nach der Lebenserfahrung und dem gewöhnlichen Lauf der Dinge mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit in Betracht zu ziehen ist (BGHZ 4, 133» 135; BGH, Urt. v. 7.4.52 - III ZR 194/51, LM Nr. 7 zu § 256 ZPO; v. 23.4.64 - Ill ZR 140/63, VersR 1964, 925; zur Frage, ob die Klage anderenfalls abzuweisen ist, vgl. ferner BGH, Urt. v. 24.6.69 - VI ZR 48/67, LM Nr. 12 zu § 638 BGB).
BGH, URTEIL vom 1.1.1973, Az. III ZR 101/70 Zivilsenat des Bundesgerichtshofs entschieden hat (BGHZ 28, 123, 126), muß das Feststellungsinteresse (§ 256 ZPO) bejaht werden, wenn das Prozeßgericht selbst Bedenken hat, ob ein Leistungsanspruch besteht und aus diesem Grunde den Kläger veranlaßt, seinen in erster Linie gestellten Leistungsantrag in einen Feststellungsantrag zu ändern;
BGH, URTEIL vom 4.11.1972, Az. II ZR 81/71 Das nach § 256 ZPO für die Zulässigkeit der Klage erforderliche rechtliche Interesse an alsbaldiger Beststellung wäre gegeben, wenn die Beklagte durch ihr Verhalten die RechtStellung der Klägerin gefährden oder doch erkennbaren Anlaß zur Besorgnis einer solchen Gefährdung geben würde, wenn also der Klägerin eine rechtliche Unsicherheit drohte und das erstrebte Urteil geeignet wäre, die Gefahr zu beseitigen (BGH LM ZPO § 256 Hr. 87).
BGH, URTEIL vom 4.8.1971, Az. VII ZR 298/69 1.	Gegenstand eines Feststellungsbegehrens kann nach § 256 ZPO nur ein Rechtsverhältnis, nicht eine einzelne für ein Rechtsverhältnis nur vorgreifliche Rechtsfrage sein (BGHZ 22, 43, 48).
BGH, URTEIL vom 4.6.1971, Az. X ZR 55/68 Diese Abhängigkeit ersetzt das besondere Rechts-schutzinteresse des § 256 ZPO allerdings nur dann, wenn die Möglichkeit besteht, daß aus dem streitigen Rechtsverhältnis noch andere Ansprüche als die mit der Leistungsklage verfolgten erwachsen sind (vgl. BGH LM § 256 ZPO Nr. 16 und § 280 ZPO Nr. 4).
BGH, URTEIL vom 4.1.1971, Az. VII AR 170/69 Es hat daher das Feststellungsinteresse zu Recht bejaht (u.a. BGH LM Nr. 7 zu § 256 ZPO).
BGH, URTEIL vom 4.3.1970, Az. VII ZK 183/68 8 hoben werden könnte, vielmehr stets Gründe der Prozeßwirtschaftlichkeit und der Vereinfachung des Verfahrens * Pas Hechtsschutzbedürfnis für eine Feotstellungsklage ist deshalb trotz der Möglichkeit einer Leistungsklage immer dann zu bejahen, wenn die Purchführung des Feststellungsverfahrens nach den Besonderheiten des einzelnen Falles zu einer abschließenden oder doch prozeßwirtschaftlich sinnvolleren Entscheidung des Parteienstreits führt (BGH LM Mr. 27, 34, 35 su § 256 ZPO).
BGH, URTEIL vom 1.11.1969, Az. II ZR 14/68 Ein derartiges Begehren würde nicht in den Rahmen des § 256 ZPO fallen (BGHZ 37, 331; Stein/Jonas/Pohle, ZPO, 19. Aufl. § 256 An. II 1 b).
BGH, URTEIL vom 3.5.1969, Az. 1 ZS 54/67 So verstanden geht das Klagebegehren auf die Feststellung des NichtbeStehens mehrerer bestimmt bezeiehneter Rechtsverhältnisse im Sinne des § 256 ZPO (vgl. BGHZ 37, 331, 333 f; BGH BB 1965, 1854).
BGH, URTEIL vom 4.0.1969, Az. x ZR 19/66 Das Wort ’’alsbald” meint nicht, wie das Berufungsgericht anzunehmen scheint, daß die Möglichkeit, statt auf Feststellung der leistungspflicht auf die Leistung selbst zu klagen, nicht schon in Kürze, sondern erst in einer ferneren Zukunft eintreten dürfe, sondern vielmehr, daß das Rechtsschutzinteresse an der begehrten Feststellung ein gegenwärtiges, nicht ein erst in der Zukunft möglicherweise eintretendes sein müsse (Stein/Jonas/Fohle, 19. Aufl., Ann), III 4 zu § 256 ZPO; RGZ 125, 174, 177; BGH GRUR I960, 500, 504).
BGH, URTEIL vom 2.10.1968, Az. VI ZR 236/67 lichkeit künftiger Verwirklichung der Schadensersatzpflicht nicht eben entfernt liegt (BGH Urt.vv. 7° März 1952 - III ZR 194/51 LM Nr. 7 zu § 256 ZPO).
BGH, URTEIL vom 2.10.1968, Az. VI ZR 186/67 8 den und insbesondere auch künftige Schäden klagen, wenn nur die Möglichkeit künftiger Verwirklichung der Schadonsersatzpflicht nicht eben entfernt liegt (BGH Urteil vom 7. Alärz 1952 - III ZR 194/51 - LM Nr. 7 zu § 256 ZPO).
BGH, URTEIL vom 4.1.1965, Az. VII Zft 43/65 Bas Berufungsgericht führt aus, auch die Beklagten zu 2) und 3) seien^passiv legitimiert” » Damit will es für die Klage gegen sie ersichtlich auch das Feststellungs-intorc3sc (§ 256 ZPO) bejahen» Ob ein solches Interesse gegeben ist, kann in .'iillen, in denen die Klage jedenfalls als sachlich unbegründet abgewiesen v/erden muß, auf sich beruhen (BGH IV ZR 121/57 vom 27o November 1957 = LM Nr» 46 zu § 256 ZPO, I ZR 81/57 vom 26«, September 1958; I ZR 53/58 vom 31. Mai I960)»
BGH, vom 2.9.1962, Az. I ZR 162/60 -15- die Klage im zweiten Rechtszuge fehlerhafterweise mangels Rechtsschutzinteresses als unzulässig abgewiesen worden war; er hat dazu ausgeführt, das in § 256 ZPO geforderte Feststellungsinteresse stelle keine Prozeßvoraussetzung dar, ohne deren Vorliegen dem Gericht eine Sachentscheidung oder ein Sachurteil überhaupt verwehrt sei (BGHZ 12, 508, 316; vgl, dazu Fischer in der Anmerkung bei LM Nr. 5 zu § 563 ZPO)« Dem ist trotz der in der Literatur dagegen erhobenen Bedenken beizutreten; die Frage des Feststellungsinteresses ist, wie die des hier in Betracht kommenden Rechtsschutzbedürfnisses, zwar verfahrensrechtlicher Natur, aber - namentlich in der Frage der Wiederholungsgefahr -häufig so eng mit der sachlich-rechtlichen Beurteilung verknüpft, daß die tatsächlichen und rechtlichen Erwägungen zur Prozeß- und zur Sachfrage vielfach zusammenfallen» Das trifft auch für den Fall zu, daß die Auslegung einer die Unterlassungsklage begründenden Rechtsberühmung des Beklagten durch das Revisionsgericht nachzuprüfen ist» Enthält das tatrichterliche Urteil in einem solchen Falle im Rahnen der Prüfung des Rechtsschutzbedürfnisses eine vollständige tatsächliche Y/ürdigung auch des für die betreffende Sachfrage erheblichen ParteiVorbringens, so ist das Revisionsgericht bei feststehendem Sachverhalt nach dem in § 565 Abs.3 ZPO zu dem Ausdruck gelangten Grundsatz berechtigt, in der Sache selbst zu entscheiden, wie dies der Bundesgerichtshof auch in sonstigen Fällen der Prozeßabweisung mehrfach angenommen hat (NJW 1954, 150; LM Nr. 6 a zu § 565 Abs.3 ZPO; BGHZ 4, 58, 59; 33, 398, 401).
BGH, Urteil vom 2.3.1962, Az. I-ZR-1/61 Zivilsenats des BGH vom 31. Januar 1952, LM § 256 ZPO (Hr. 5); ferner I ZR 234/55 vom 10. Hai 1957 (S. 8) - Spätheimkehrer - insoweit in GRUR 1957, 494 nicht abgedruckt; zustimmend Rosenberg, Lehrbuch des deutschen Zivilprozeßrechts, § 86 II, 4, S. 410; Baumbach-Lauterbach, An. 5 zu § 256 ZPO).
BGH, vom 4.5.1961, Az. I m 6/61 Sin Vorvertrag kommt namentlich dann in Betracht, wenn dem Abschluß des eigentlichen, auf den angestrebten Zweck selbst gerichteten Hauptvertrags noch irgendwelche Hindernisse rechtlicher oder tatsächlicher Art entgegenstehen, die Parteien aber eine zweckentsprechende Bindung schon jetzt begründen wollen, um sich so die wirkliche Erreichung des Zweckes für später zu sichern (BGH LM Nr.40 zu § 256 ZPO).
BGH, Urteil vom 3.2.1961, Az. V ZR 7/60 Schon das Reichsgericht hat ausgesprochen, daß aus den von ihn aufgestellten Ausnahmen von seiner Rechtsprechung, daß ein Interesse an alsbaldiger Feststellung des Bestehens eines Rechtsverhältnisses in der Regel dann nicht anzuneh-men sei, wenn der Leistungsanspruch sofort geltend gemacht werden könne, das Bestreben erkennbar sei, bei der Auslegung des § 256 ZPO nicht am buchstäblichen Sinn der Ge-setzesv/orte zu haften* sondern sie im Interesse des Feststellungsklägers weit und frei auszulegen und dadurch . nach Möglichkeit die Rechtsnachteile abzuwenden, die den Rechtssüchenden bei formalistischer Anwendung dieser Vorschrift drohen würden (RGZ 129» 31, 33/34)* Auf denselben Erwägungen und der Y/eiterentwicklung des in ihnen zu dem Ausdruck kommenden Grundgedankens beruht die Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs, nach der die Zulässigkeit einer Feststellungsklage trotz der Möglichkeit zur Erhebung einer entsprechenden Leistungsklage zu bejahen ist, wenn die Durchführung des Feststellungsverfahrens unter dem Gesichtspunkt einer gesunden Prozeßökonomie zu einer sachgemäßen, weil einfachen Erledigung der aufgetretenen Streitpunkte führt (BGHZ 2, 250, 253; vgl. auch BGHZ 17, 336, 339 und LM § 256 ZPO Kr.
BGH, vom 4.8.1959, Az. TU ZR 3/58 Unter solchen Voraussetzungen ist eine Klage aus § 256 ZPO auch dann zulässig, wenn ein Leistungsantrag möglich gewesen wäre (RGZ 129,31,34; BGHZ 28,123,126; Urt.d.'Son.v.2.Juli 1959 VII ZR 157/57j).
BGH, vom 4.8.1959, Az. TU ZR 3/58 Der Pall liegt ähnlich, yrie wenn das Peststellungsinteresse während des Prozesses entfällt, weil die Leistungsklage möglich geworden ist; nach allgemeiner Rechtsprechung bleibt dann die Klage aus § 256 ZPO weiter zulässig (vgl. BGH' in LM § 256 ZPO Nr.5)«
BGH, Urteil vom 4.6.1959, Az. VII ZB 157/57 einem konkreten Rechtsverhältnis im Sinne des § 256 ZPO (vgl. auch BGH in LM § 256 Nr. 25)» Die Peststellungsklage ist also insoweit unzulässig, wie schon das Oberlande sgeri cht , wenn auch mit anderer Begründung, angenommen hat.
BGH, Urteil vom 3.0.1956, Az. V ZR 57/62 Ent s che i dungsgründe: Ohne Recht3irrtum bejaht das Berufungsgericht für die Erstklage das Feststellungsinteresse (§ 256 ZPO) und für beide Klagen die (Zulässigkeit, gemeint) Schlüssigkeit (vgl. insoweit zur Zweitklage BGHZ 25» 275, 283/84).
BGH, Urteil vom 3.4.1955, Az. IV ZR 310/54 2, In seinem grundlegenden Urteil vom 28. April 1952 (BGHZ 5, 385 /400, 4037') hat der Senat ferner ausgesprochen, daß Voraussetzung für die Zulässigkeit der Statusfeststellungsklage das Interesse des Klägers an der alsbaldigen Feststellung sei (§ 256 ZPO).
BGH, Urteil vom 3.9.1953, Az. VI ZR 320/52 Rechtssatz:	Im	Falle der Tötung eines Kindes sind bei einer Klage auf Feststellung der Schadensersatzpflicht für den Wegfall seiner etwaigen späteren Unterhaltsleistung an die Eltern die mutmaßliche künftige Bedürftigkeit der Eltern und Leistungsfähigkeit des Kindes sachlich-rechtliche Voraussetzungen des durch die Tötung entstandenen Rechtsver hältnisses* Es ist daran festzuhalten, daß es insoweit keines weiteren Beweises bedarf als einer nicht eben entfernt liegenden Möglichkeit (BGHZ 4, 133; BGH Lindenmaier-Möhring § 256 ZPO Nr 7)«
BGH, Urteil vom 3.9.1953, Az. VI ZR 320/52 Mutmaßliche künftige ünterhaltshedürftigkeit der Eltern und mutmaßliche Leistungsfähigkeit des Kindes sind daher sachlichrechtliche Voraussetzungen des Rechtsverhältnisses, um dessen Feststellung es geht (Urteil des III* Zivilsenats des BGH vom 7.4»1952 in Lindenmaier-MÖhring § 256 ZPO Nr 7 * VersR 1952, 210 = VRS 4, 344).
BGH, Urteil vom 2.4.1945, Az. II ZR 281/56 Daher konnte dem in der Revisionsinstanz hilfsweise gestellten Feststeilangsautrage statigegeben werden« Das rechtliche Interesse der Klägerin an der alsbaldigen Feststellung der Schuld des Beklagten ist nach § 256 ZPO ohne weiteres gegeben, da eine Leistungsklage zur Zeit nicht erhoben werden kann, dar Beklagte aber das Bestehen seiner Schuld bestreitet und es sich nicht um eine Forderung handelt, deren Prüfung nach Art« 5 LSchA zurückgestellt ist, vielmehr mit der Durchsetzung der Fox’derung nach dem durch Gesetz zu bestimmenden Zeitpunkt (§ 12 Abs, 2 AusfG) zu rechnen ist (vgl. BGHZ 18, 37 f; 3GH V.1I 1957, 1335, 1338).

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