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Timestamp: 2019-07-17 14:05:08+00:00

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Rechtsprechung: NJW-RR 1987, 1239 - dejure.org
Weitere Entscheidungen unten: BGH, 15.04.1987 | OLG Hamm, 16.03.1987
https://dejure.org/1987,25
BGH, 03.06.1987 - IVa ZR 292/85 (https://dejure.org/1987,25)
BGH, Entscheidung vom 03.06.1987 - IVa ZR 292/85 (https://dejure.org/1987,25)
BGH, Entscheidung vom 03. Juni 1987 - IVa ZR 292/85 (https://dejure.org/1987,25)
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Denn diese vom Berufungsgericht als zulassungsrelevant angesehene Rechtsfrage wäre als solche einer beschränkten Zulassung nicht zugänglich, zumal sie sich auf den Streitstoff im Ganzen bezieht, sie einem Teil-, Grund- oder Zwischenurteil nicht zugänglich wäre und auch die Klägerin selbst ihre Revision gemäß § 557 Abs. 3 Satz 1 ZPO nicht auf diese Frage beschränken könnte (…vgl. Senat, Urteile vom 30. März 1971 - VI ZR 190/69, VersR 1971, 637, juris Rn. 11;… vom 2. Mai 2017 - VI ZR 262/16, NJW-RR 2017, 1516 Rn. 15;… BGH, Urteile vom 26. März 1982 - V ZR 149/81, NJW 1982, 1535, juris Rn. 8, in BGHZ 83, 310 insoweit nicht abgedruckt; vom 3. Juni 1987 - IVa ZR 292/85, BGHZ 101, 276, 278 f., juris Rn. 7;… vom 20. Mai 2003 - XI ZR 248/02, NJW 2003, 2529, juris Rn. 7;… vom 15. März 2017 - VIII ZR 295/15, NZM 2017, 321 Rn. 13 f.;… Beschluss vom 15. März 1984 - X ZB 6/83, BGHZ 90, 318, 320, juris Rn. 8 zur Rechtsbeschwerde).
https://dejure.org/1987,553
BGH, 15.04.1987 - IVa ZR 28/86 (https://dejure.org/1987,553)
BGH, Entscheidung vom 15.04.1987 - IVa ZR 28/86 (https://dejure.org/1987,553)
BGH, Entscheidung vom 15. April 1987 - IVa ZR 28/86 (https://dejure.org/1987,553)
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Rechweite der versicherungsrechtlichen Aufklärungspflicht - Reflexwirkung des § 142 StGB (Strafgesetzbuch) auf die Haftpflichtversicherung
AKB § 7 Nr. I Abs. 2; StGB § 142
NJW 1987, 2374
MDR 1987, 916
VersR 1987, 657
Mit seinem Urteil weicht das Berufungsgericht wie schon in einer früheren Entscheidung zur Kaskoversicherung (VersR 1998, 883) von der ständigen Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs und anderer Oberlandesgerichte und der ganz überwiegenden Meinung in der Literatur ab (vgl. BGH, Urteile vom 8. Mai 1958 - II ZR 1/57 - NJW 1958, 993 f.; vom 15. April 1987 - IVa ZR 28/86 - VersR 1987, 657 f. m.w.N. und vom 10. Juli 1996 - IV ZR 287/95 - VersR 1996, 1229 unter 1;… Knappmann in Prölss/Martin, VVG 26. Aufl. § 7 AKB Rdn. 18, 19, 24 m.w.N.).
Das bloße Verlassen der Unfallstelle stellt dagegen nur, aber auch stets eine Verletzung der Aufklärungsobliegenheit in der Kaskoversicherung und in der Kfz-Haftpflichtversicherung dar, wenn dadurch der objektive und subjektive Tatbestand des § 142 StGB erfüllt wird (…BGH, Urteile vom 15. Dezember 1982 - IVa ZR 33/81 - aaO unter II 1 und vom 15. April 1987 - IVa ZR 28/86 - aaO).
Deren Zweck besteht darin, dem Versicherer die sachgerechte Prüfung der Voraussetzungen seiner Leistungspflicht zu ermöglichen, wozu auch die Feststellung solcher mit dem Schadensereignis zusammenhängender Tatsachen gehört, aus denen sich seine Leistungsfreiheit ergeben kann (BGH, Urteile vom 12. November 1997 - IV ZR 338/96 - VersR 1998, 228 unter II 1 b m.w.N.; vom 15. April 1987 - IVa ZR 28/86 - aaO).
Die Strafvorschrift entfaltet einen Schutzreflex für das Aufklärungsinteresse des Kraftfahrzeugversicherers, weil das Ergebnis polizeilicher Ermittlungen mittelbar auch diesem zugutekommt (BGH, Urt. v. 15.4.1987 - IVa ZR 28/86 - VersR 1987, 657).
BGH, 10.07.1996 - IV ZR 287/95
Verletzung der Aufklärungsobliegenheit durch den Repräsentanten des …
Die Beurteilung des Inhalts der Aufklärungsobliegenheit in der Kaskoversicherung entspricht der Rechtsprechung des Senats (Urteil vom 15. April 1987 - IVa ZR 28/86 - VersR 1987, 657).
Durch die Vorschrift des § 142 StGB wird das Aufklärungsinteresse des Versicherers gewissermaßen durch eine Reflexwirkung geschützt, weil die Strafvorschrift auf dem Wege über die polizeilichen Ermittlungen mittelbar auch dem Versicherer zugute kommt, indem er das Ergebnis dieser Ermittlungen verwerten kann (vgl. BGH NJW 1987, 2374, 2375).
Die Revision verweist in diesem Zusammenhang auf die Senatsentscheidungvom 1. April 1987 - IVa ZR 28/86 - VersR 1987, 659.
Das Verlassen der Unfallstelle stellt auch bei ansonsten eindeutiger Haftungslage nur, aber auch stets eine Verletzung der Aufklärungspflicht in der Kaskoversicherung dar, wenn dadurch der objektive und der subjektive Tatbestand des § 142 StGB erfüllt wird (BGH VersR 2000, 222; 1987, 657; Urteil des Senats vom 29. Januar 2009, 8 U 151/08; Beschluss des Senats vom 16. April 2009, 8 U 38/09;… Prölss/Martin, VVG, 27. Aufl., § 7 AKB Rdnr. 17).
Durch die Strafvorschrift des § 142 StGB wird das Aufklärungsinteresse des Versicherers im Sinne einer Reflexwirkung geschützt, weil sie auf dem Weg über die polizeilichen Ermittlungen mittelbar auch dem Versicherer zugute kommt, indem er das Ergebnis der Untersuchungen verwerten kann (BGH VersR 1987, 657).
Denn polizeiliche Ermittlungen wären ihr mittelbar zugute gekommen, indem sie das Ergebnis der Untersuchungen hätte verwerten können (BGH, Urt. v. 15.04.1987 - IVa ZR 28/86 - VersR 1987, 657).
Dem Versicherer muß die sachgerechte Prüfung der Voraussetzungen seiner Leistungspflicht ermöglicht werden, wozu auch die Feststellungen solcher mit dem Schadensereignis zusammenhängender Tatsachen gehört, aus denen sich seine Leistungsfreiheit ergeben könnte (vgl. BGH VersR 1998, 228; BGH VersR 1987, 657).
Hinsichtlich des Tatbestandes der Unfallflucht bedarf es deshalb keiner speziellen versicherungsvertraglichen Vereinbarung einer entsprechenden Aufklärungsobliegenheit, weil sich die entsprechenden Pflichten bereits aus dem Gesetz ergeben (so Bundesgerichtshof VersR 1987, 657, 658).
Soweit das Oberlandesgericht Saarbrücken speziell unter dem Gesichtspunkt der Feststellung einer etwaigen Alkoholisierung des Versicherungsnehmers eine Wartepflicht in Fällen verneint, in denen eine solche Feststellung für die Aufklärungs- und Beweissicherungsinteressen geschädigter Dritter nicht relevant ist, ist das grundsätzlich zutreffend, da die Aufklärungsobliegenheit nach § 7 I Abs. 2 Satz 3 AKB nicht weiter geht als die strafrechtlich sanktionierte Rechtspflicht nach § 142 StGB (vgl. Bundesgerichtshof, VersR 1987, 657, 658); dies steht aber der generellen Obliegenheit des Versicherungsnehmers, auch im Aufklärungsinteresse des Versicherers die Pflichten aus § 142 StGB zu erfüllen, nicht entgegen.
Ist daher ein Dritter weder am Unfall beteiligt noch dadurch geschädigt, scheidet § 142 StGB und mangels entsprechender vertraglicher Vereinbarung - § 7 III AKB sieht lediglich die Einschaltung der Polizei bei Diebstahl-, Brand- oder Wildschäden ab eines bestimmten Betrages vor - eine Verletzung der Aufklärungspflicht aus (so auch BGH NJW 1987, S. 2374;… VersR 2000, S. 222;… OLG Köln VersR 1999, S. 963;… OLG Hamm VersR 2003, S. 1297;… Knappmann in Prölss/Martin, a.a.O., § 7 AKB, Rn. 17 und 24).
OLG Brandenburg, 14.12.2006 - 12 U 114/06
Kfz-Kaskoversicherung: Aufklärungspflichtverletzung durch mangelnde Darlegung der …
OLG Köln, 21.10.1997 - 9 U 376/94
Unfallflucht bei Unfall mit Dienstwagen; Repräsentant; Versicherung; …
OLG Köln, 18.10.1994 - 9 U 180/94
VERSICHERUNG; KASKOVERISCHERUNG; UNFALLFLUCHT; ALKOHOL; RELEVANZ
OLG Nürnberg, 28.01.1993 - 8 U 2458/92
Veranlassung einer polizeilichen Aufnahme eines Unfalls durch einen …
OLG Frankfurt, 30.03.1990 - 2 U 249/89
OLG Hamm, 16.12.1988 - 26 U 67/87
Anforderung an Schallschutz für Doppelhaus; Höhe der Minderung
KG, 27.01.2003 - 22 U 333/01
Leistungsfreiheit der Kfz-Kaskoversicherung: Unfallflucht im "Schockzustand"
OLG Hamm, 16.03.1987 - 6 U 110/86
https://dejure.org/1987,2671
OLG Hamm, 16.03.1987 - 6 U 110/86 (https://dejure.org/1987,2671)
OLG Hamm, Entscheidung vom 16.03.1987 - 6 U 110/86 (https://dejure.org/1987,2671)
OLG Hamm, Entscheidung vom 16. März 1987 - 6 U 110/86 (https://dejure.org/1987,2671)
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NJW-RR 1987, 1239
Die ungewöhnliche Häufung von Beweisanzeichen, die für eine Manipulation spricht, gestatten eine entsprechende Feststellung (BGHZ 71, 339; BGH VersR 1979, 514; OLG Hamm, NJW-RR 1987, 1239; OLG Saarbrücken, DAR 1989, 64, Senat VerkMitt 1995, 84; 1996, 51).
Dabei kann nach ständiger Rechtsprechung der Beweis einer Unfallmanipulation im Einzelfall durch den Nachweis einer ungewöhnlichen Häufung von Beweisanzeichen, die für eine Unfallmanipulation sprechen, erbracht werden, während ein Anscheinsbeweis für eine Einwilligung allenfalls in Ausnahmefällen denkbar ist (…vgl. BGHZ 71, S. 339 ff; OLG Hamm NJW-RR 1987, S. 1239 ff), ohne dass hier ein derartiger Ausnahmefall erkennbar wäre.
BGHZ 71, 339 [345] = VersR 1978, 242 = NJW 1978, 2154; VersR 1979, 514 [515]; OLG Hamm NJW-RR 1987, 1239; VersR 1993, 1418; OLG München - 5. ZS - NZV 1990, 32; KGstRspr., zuletzt NZV 2006, 262 [263] und 429 [430]; str., vgl. dagegen etwa OLG Düsseldorf NZV 1996, 321 und zuletzt Urt. v. 20.08.2007 - I-1 U 198/06; Krumbholz DAR 2004, 67; Eggert VA 2007, 159 [162 unter IV 2]; anders für den provozierten Unfall BGH NZV 1989, 468).
Steht damit der äußere Tatbestand der Rechtsgutverletzung fest, so obliegt es der Beklagten, den Nachweis zu führen, dass der Unfall auf einer Einwilligung des Klägers beruhte und damit die Beschädigung des klägerischen Fahrzeugs nicht rechtswidrig war (BGHZ 71, 339, 245 f; BGH VersR 1979, Seite 281 f und 514 f; dem folgend die Rechtsprechung der Oberlandesgerichte, etwa: OLG Hamm, NJW-RR 1987, 1239; OLG Jena, DAR 2004, Seite 30, 31; OLG Celle, PVR 2001, Seite 327).
Es ist auch vor diesem Hintergrund in der Rechtsprechung allgemein anerkannt, dass der Versicherer den Nachweis auch alleine mit Indizien führen kann, die typischerweise für eine Unfallmanipulation sprechen und bereits für sich oder jedenfalls in Kombination mit weiteren Auffälligkeiten den Schluss zulassen, dass der geltend gemachte Unfallschaden nicht unfreiwillig erlitten wurde (vgl. OLG Köln VersR 1989, Seite 153; OLG Celle PVR 2001, Seite 327; OLG Hamm NJW-RR 1987, Seite 1239).
OLG Celle, 15.02.2001 - 14 U 96/00
Fingierter Verkehrsunfall: Indizien für den Anscheinsbeweis
Die Beweislast für die Behauptung, dass es sich um einen gestellten Unfall gehandelt hat, trifft die Beklagte (OLG Hamm, NJW-RR 1987, Seite 1239).
Die Darlegungs- und Beweislast dafür, daß der Geschädigte den Unfall verabredet und damit in die Beschädigung seines Eigentums eingewilligt hat, trifft schon gegenüber einem Zahlungsverlangen des Geschädigten den Schädiger bzw. dessen auf Schadensersatz in Anspruch genommenen Haftpflichtversicherer (vgl. BGH NJW 1978, 2154 [2156]; OLG Hamm, NJW-RR 1987, 1239;… Greger, Haftungsrecht des Straßenverkehrs, 3. Aufl. 1999, § 16 StVG, Rdn. 96 u. 352;… Hentschel, Straßenverkehrsrecht, 36. Aufl. 2001, § 7 StVG, Rdn. 48).
OLG Frankfurt, 17.01.1989 - 22 U 12/88
Provokation gleichartiger Unfälle; Entschädigungsforderungen; Grundsätze des …

References: § 557
 § 142
 § 7
 § 142
 § 7
 § 142
 § 142
 BGH 
 § 142
 § 7
 § 142
 BGH 
 BGH 
 § 7
 § 142
 § 142
 § 142
 § 7
 BGH 
 § 7
 BGH 
 BGH 
 BGH 
 BGH 
 § 16
 § 7