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Timestamp: 2019-10-23 11:54:35+00:00

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BAG, 27.07.2005 - 7 AZR 486/04 - dejure.org
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BAG, 27.07.2005 - 7 AZR 486/04 (https://dejure.org/2005,122)
BAG, Entscheidung vom 27.07.2005 - 7 AZR 486/04 (https://dejure.org/2005,122)
BAG, Entscheidung vom 27. Juli 2005 - 7 AZR 486/04 (https://dejure.org/2005,122)
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Wirksamkeit der Befristung einer Arbeitszeiterhöhung der Pflichtstundenzahl einer vollzeitbeschäftigten Lehrkraft; Rechtmäßigkeit der befristeten Erhöhung der regelmäßigen Arbeitszeit; Allgemeine Geschäftsbedingung (AGB)-Kontrolle bei befristeter Arbeitszeiterhöhung; ...
Befristungsrecht - Inhaltskontrolle bei vorübergehender Änderung von Pflichten der Arbeitsvertragsparteien; Befristete Erhöhung der regelmäßigen Arbeitszeit; AGB-Kontrolle bei formularmäßig vereinbarter Befristung einzelner Arbeitsbedingungen
Befristete Arbeitszeiterhöhungen werden an §§ 305 ff. BGB gemessen
Arbeitsrecht - AGB-Kontrolle bei befristeter Arbeitszeiterhöhung
Die befristete Arbeitszeiterhöhung unterliegt neuem AGB-Recht - Zur AGB-Kontrolle bei befristeter Arbeitszeiterhöhung
Befristete Arbeitszeiterhöhung als allgemeine Geschäftsbedingung unterliegt der AGB-Kontrolle
Kurznachricht zu "Praxis- und Beraterhinweis zum Urteil des BAG vom 27.07.2005, Az.: 7 AZR 486/04 (Befristete Erhöhung der Arbeitszeit)" von Fachanwalt für Arbeitsrecht Axel Groeger, original erschienen in: ArbRB 2006, 40 - 41.
ArbG Brandenburg, 09.07.2003 - 4 Ca 958/03
LAG Brandenburg, 17.06.2004 - 4 Sa 425/03
BAGE 115, 274
NJW 2006, 1023 (Ls.)
MDR 2006, 455
NZA 2005, 40
NZA 2006, 40
NJ 2006, 138
BB 2006, 336
DB 2005, 2696
Maßgeblich sind vielmehr die §§ 305 ff. BGB (vgl. Senat 12. Januar 2005 - 5 AZR 364/04 - AP BGB § 308 Nr. 1 = EzA BGB 2002 § 308 Nr. 1, auch zur Veröffentlichung in der Amtlichen Sammlung vorgesehen, zu B I 6 der Gründe; BAG 27. Juli 2005 - 7 AZR 486/04 - NZA 2006, 40 auch zur Veröffentlichung in der Amtlichen Sammlung vorgesehen zu B II 1 d bb der Gründe).
Hiervon hängt regelmäßig die Höhe des von ihm erzielten Einkommens ab (vgl. BAG 27. Juli 2005 - 7 AZR 486/04 - NZA 2006, 40, auch zur Veröffentlichung in der Amtlichen Sammlung vorgesehen, zu B II 2 b bb (1) der Gründe).
b) Einseitige Leistungsbestimmungsrechte, die dem Verwender das Recht einräumen, die Hauptleistungspflichten einzuschränken, zu verändern, auszugestalten oder zu modifizieren, unterliegen einer gerichtlichen Inhaltskontrolle anhand der §§ 305 ff. BGB (Senat 12. Januar 2005 - 5 AZR 364/04 - BAGE 113, 140 ff.;… 7. Dezember 2005 - 5 AZR 535/04 - Rn. 33, AP TzBfG § 12 Nr. 4 = EzA TzBfG § 12 Nr. 2; 11. Oktober 2006 - 5 AZR 721/05 - AP BGB § 308 Nr. 6 = EzA BGB 2002 § 308 Nr. 6; Preis/Lindemann NZA 2006, 632 ff.; vgl. auch BAG 27. Juli 2005 - 7 AZR 486/04 -BAGE 115, 274).
Solche Klauseln weichen von dem allgemeinen Grundsatz ab, dass Verträge und die sich aus ihnen ergebenden Verpflichtungen für jede Seite bindend sind (…pacta sunt servanda - Senat 11. Oktober 2006 - 5 AZR 721/05 - Rn. 18, aaO;… 7. Dezember 2005 - 5 AZR 535/04 - Rn. 34, aaO; 12. Januar 2005 - 5 AZR 364/04 -BAGE 113, 140, 144; BAG 27. Juli 2005 - 7 AZR 486/04 - BAGE 115, 274, 288 ff.; 27. Juli 2005 - 7 AZR 488/04 - AP BGB § 308 Nr. 2 = EzA BGB 2002 § 308 Nr. 2, zu II 2 c der Gründe).
Die Kontrolle der Befristung einer Arbeitsvertragsbedingung ist nur dann nicht auf die zuletzt getroffene Befristungsabrede beschränkt, wenn die Parteien in einer nachfolgenden Vereinbarung zur Befristung der Arbeitsvertragsbedingung dem Arbeitnehmer - ausdrücklich oder konkludent - das Recht vorbehalten, die Wirksamkeit der vorangegangenen Befristung überprüfen zu lassen (st. Rspr., vgl. etwa BAG 2. September 2009 - 7 AZR 233/08 - Rn. 22, BAGE 132, 59; 27. Juli 2005 - 7 AZR 486/04 - zu B I 1 der Gründe, BAGE 115, 274) .
Der nur eingeschränkten Kontrolle unterliegen deklaratorische Vertragsklauseln, die in jeder Hinsicht mit einer bestehenden gesetzlichen Regelung übereinstimmen (BAG 7. Oktober 2015 - 7 AZR 945/13 - Rn. 37; 10. Dezember 2014 - 7 AZR 1009/12 - Rn. 34; 27. Juli 2005 - 7 AZR 486/04 - zu B II 1 e aa der Gründe, BAGE 115, 274) .
Eine längerfristige Planungssicherheit wird dem Arbeitnehmer daher nicht schon allein durch den Abschluss eines unbefristeten Arbeitsvertrags ermöglicht, sondern nur dann, wenn auch der Umfang der Arbeitszeit unbefristet vereinbart wird (vgl. BAG 27. Juli 2005 - 7 AZR 486/04 - zu B II 2 b bb (1) der Gründe, BAGE 115, 274) .
Das setzt voraus, dass sich der Verwender deutlich und ernsthaft zu gewünschten Änderungen der zu treffenden Vereinbarung bereit erklärt (BAG 27. Juli 2005 - 7 AZR 486/04 - BAGE 115, 274, zu B II 1 b bb (2) der Gründe; zu § 310 Abs. 3 Nr. 2 BGB: 25. Mai 2005 - 5 AZR 572/04 - BAGE 115, 19, zu VII 2 der Gründe; BGH 3. November 1999 - VIII ZR 269/98 - BGHZ 143, 104, zu II 2 b aa der Gründe).
Seit dem 1. Januar 2003 finden die neu gefassten §§ 305 bis 310 BGB jedoch Anwendung (…Senat 13. März 2007 - 9 AZR 433/06 - Rn. 34 f.;… 11. April 2006 - 9 AZR 557/05 - Rn. 29, AP BGB § 307 Nr. 17 = EzA BGB 2002 § 308 Nr. 5;… BAG 18. Januar 2006 - 7 AZR 191/05 - Rn. 18, AP BGB § 305 Nr. 8 = EzA BGB 2002 § 307 Nr. 13; 27. Juli 2005 - 7 AZR 486/04 - Rn. 32, BAGE 115, 274 mwN).
b) Die Befristung bedarf keines sie rechtfertigenden sachlichen Grundes, sondern unterliegt der allgemeinen zivilrechtlichen Kontrolle nach §§ 305 ff. BGB (…vgl. BAG 18. Januar 2006 - 7 AZR 191/05 - Rn. 16, AP BGB § 305 Nr. 8 = EzA BGB 2002 § 307 Nr. 13; 27. Juli 2005 - 7 AZR 486/04 - Rn. 30, BAGE 115, 274).
Die Vorschriften des Teilzeit- und Befristungsgesetzes sind auf die Befristung einzelner Arbeitsbedingungen nicht anzuwenden (…BAG 18. Januar 2006 - 7 AZR 191/05 - Rn. 24, AP BGB § 305 Nr. 8 = EzA BGB 2002 § 307 Nr. 13; 27. Juli 2005 - 7 AZR 486/04 - Rn. 38, BAGE 115, 274 mwN).
Die von der Rechtsprechung entwickelte Befristungskontrolle diente dem Zweck, eine objektive Umgehung der für den Inhaltsschutz bestehenden Vorschriften zu vermeiden (näher BAG 27. Juli 2005 - 7 AZR 486/04 - Rn. 40, BAGE 115, 274).
Die Inhaltskontrolle von Befristungen einzelner Arbeitsbedingungen, die nach dem 31. Dezember 2001 in Form Allgemeiner Geschäftsbedingungen gestellt werden, vollzieht sich aus diesem Grund seit dem 1. Januar 2002 oder hier seit dem Ende der Übergangsfrist des Art. 229 § 5 Satz 2 EGBGB am 31. Dezember 2002 ausschließlich am Maßstab der §§ 305 ff. BGB (…BAG 18. Januar 2006 - 7 AZR 191/05 - Rn. 25, AP BGB § 305 Nr. 8 = EzA BGB 2002 § 307 Nr. 13; 27. Juli 2005 - 7 AZR 486/04 - Rn. 41 f., aaO).
Ist die Befristung unwirksam, ist der aufgestockte Umfang der Arbeitszeit - ebenso wie der übrige Arbeitsvertrag - auf unbestimmte Zeit vereinbart (…vgl. BAG 18. Januar 2006 - 7 AZR 191/05 - Rn. 26 ff., vor allem Rn. 28, AP BGB § 305 Nr. 8 = EzA BGB 2002 § 307 Nr. 13; 27. Juli 2005 - 7 AZR 486/04 - Rn. 43 ff., insbesondere Rn. 45, BAGE 115, 274).
Damit trifft die Teilzeitvereinbarung keine eigenständige Regelung über die schuljahresbezogene Aufstockung des Beschäftigungsumfangs für die betroffenen Lehrkräfte, sondern verweist nur auf die Möglichkeit einer Vertragsänderung, die für die vertragsersetzende Delegation durch Einräumung eines Leistungsbestimmungsrechts nötig ist (zu der Frage einer vertraglichen Bezugnahme auf eine Beschäftigungssicherungsvereinbarung iSv. § 310 Abs. 4 Satz 3 iVm. § 307 Abs. 3 BGB BAG 27. Juli 2005 - 7 AZR 486/04 - Rn. 47 f., BAGE 115, 274).
Dieser Grundsatz gilt auch für die nach §§ 307 ff. BGB vorzunehmende Inhaltskontrolle arbeitsvertraglicher Vereinbarungen (…BAG 18. Januar 2006 - 7 AZR 191/05 - Rn. 33, AP BGB § 305 Nr. 8 = EzA BGB 2002 § 307 Nr. 13; 27. Juli 2005 - 7 AZR 486/04 - Rn. 58, BAGE 115, 274).
Es hat zur Beurteilung der Teilzeitvereinbarung vom 21. Februar 1997 aber auf die Entscheidung des Siebten Senats vom 27. Juli 2005 (- 7 AZR 486/04 - BAGE 115, 274) Bezug genommen und auf dieser Grundlage einen angemessenen Interessenausgleich bejaht.
Nur auf diese letzte befristete Anhebung kommt es bei der Ausübung des erweiterten Direktionsrechts an (vgl. etwa BAG 27. Juli 2005 - 7 AZR 486/04 - Rn. 23, BAGE 115, 274).
Die Kontrolle der Befristung einer Arbeitsvertragsbedingung ist nur dann nicht auf die zuletzt getroffene Befristungsabrede beschränkt, wenn die Parteien in einer nachfolgenden Vereinbarung zur Befristung der Arbeitsvertragsbedingung dem Arbeitnehmer - ausdrücklich oder konkludent - das Recht vorbehalten, die Wirksamkeit der vorangegangenen Befristung überprüfen zu lassen (st. Rspr., vgl. etwa BAG 7. Oktober 2015 - 7 AZR 945/13 - Rn. 32; 2. September 2009 - 7 AZR 233/08 - Rn. 22, BAGE 132, 59; 27. Juli 2005 - 7 AZR 486/04 - zu B I 1 der Gründe, BAGE 115, 274) .
Gegenstand der Inhaltskontrolle ist nicht die vereinbarte Tätigkeit und die damit verbundene (höhere) Vergütung und somit der Umfang der von den Parteien zu erbringenden Hauptleistungen, sondern deren zeitliche Einschränkung durch die Befristung (vgl. BAG 7. Oktober 2015 - 7 AZR 945/13 - Rn. 38; 10. Dezember 2014 - 7 AZR 1009/12 - Rn. 36; 27. Juli 2005 - 7 AZR 486/04 - zu B II 1 e bb der Gründe, BAGE 115, 274) .
Eine längerfristige Planungssicherheit wird dem Arbeitnehmer daher nicht schon allein durch den Abschluss eines unbefristeten Arbeitsvertrags ermöglicht, sondern nur dann, wenn auch der Umfang der Arbeitszeit unbefristet vereinbart wird (vgl. BAG 15. Dezember 2011 - 7 AZR 394/10 - Rn. 23, BAGE 140, 191; 27. Juli 2005 - 7 AZR 486/04 - zu B II 2 b bb (1) der Gründe, BAGE 115, 274) .
Denn § 17 TzBfG findet auf die Kontrolle der Befristung einzelner Arbeitsbedingungen keine Anwendung (BAG Urteil vom 27.7.2005 - 7 AZR 486/04; BAG Urteil vom 14. Januar 2004 - 7 AZR 213/03 = AP TzBfG § 14 Nr. 10 zu I der Gründe) .
Damit wird zugleich eine etwaige unbefristete Arbeitszeiterhöhung auf Grund einer vorangegangenen Aufstockungsvereinbarung aufgehoben (BAG Urteil vom 27.7.2005 - 7 AZR 486/04 zu B.I.1. der Gründe).
Die Inhaltskontrolle der nach dem 31. Dezember 2001 in Form Allgemeiner Geschäftsbedingungen vereinbarten Befristung einzelner Arbeitsbedingungen hat daher am Maßstab dieser Vorschriften und nicht mehr nach den bis zum 31. Dezember 2001 von der Rechtsprechung im Wege der Rechtsfortbildung entwickelten Grundsätzen zu erfolgen (BAG Urteil vom 27.7.2005 - 7 AZR 486/04;… ErfK/Preis 5. Aufl. §§ 305 - 310 BGB Rn. 6a).
Mit dieser Zwecksetzung wäre die unveränderte Beibehaltung der bisherigen, vom Recht Allgemeiner Geschäftsbedingungen losgelösten Grundsätze zur Kontrolle der Befristung einzelner Arbeitsbedingungen nicht zu vereinbaren (BAG Urteil vom 27.7.2005 - 7 AZR 486/04 zu B. II. 1. d) cc) der Gründe).
Das erfordert die deutliche und ernsthafte Bereitschaft des Verwenders zu gewünschten Änderungen der zu treffenden Vereinbarung (so eingehend BAG Urteil vom 27.7.2005 - 7 AZR 486/04 zu B. II. 1. b) bb) (2) der Gründe m. w. Nachw.).
Bei der Befristung der Arbeitszeiterhöhung handelt es sich um eine nach § 307 Abs. 3 BGB kontrollfähige Abrede (BAG Urteil vom 27.7.2005 - 7 AZR 486/04 zu B. II. 1. e der Gründe m. w. Nachw.).
Sie ist innerhalb der Vertrags- oder Fallgruppen vorzunehmen, die nach der an dem Sachgegenstand orientierten typischen Interessenlage gebildet werden (BAG Urteil vom 27.7.2005 - 7 AZR 486/04 zu B. II. 2. a) der Gründe m. w. Nachw.).
Sind die Voraussetzungen des § 307 Abs. 2 BGB erfüllt, wird eine unangemessene Benachteiligung vermutet (BAG Urteil vom 27.7.2005 - 7 AZR 486/04 zu B. II. 2. a) der Gründe).
aa) Als Arbeitnehmerin besitzt die Klägerin wie andere bei dem beklagten L1xx an der X1 - Universität YZ im Bereich des Lehrangebotes "Deutsch als Fremdsprache" beschäftigte Angestellte ein rechtlich anerkennenswertes Interesse an der unbefristeten Vereinbarung des Umfangs ihrer Arbeitszeit (vgl hierzu ausführlich: BAG Urteil vom 27.7.2005 - 7 AZR 486/04 zu B. II. 2. b) bb) (1) der Gründe).
Er muss vielmehr stets damit rechnen, dass ein Aufstockungsangebot des Arbeitgebers nach Ablauf der bisherigen, befristeten Aufstockung ausbleibt und sein Einkommen auf den der unbefristeten Teilzeitbeschäftigung entsprechenden Betrag absinkt oder durch ein Aufstockungsangebot mit einem verringerten Pflichtstundendeputat geschmälert wird (so umfassend: BAG Urteil vom 27.7.2005 - 7 AZR 486/04 a.a.O.).
Diese Ungewissheit gehört zum unternehmerischen Risiko, das nicht auf die Arbeitnehmer verlagert werden kann (BAG Urteil vom 27.7.2005 - 7 AZR 486/04 zu B. II. 2. b) bb) (2) der Gründe m. w. Nachw.).
Anders als in dem Sachverhalt, welcher dem Urteil des BAG vom 27.7.2005 - 7 AZR 486/04 a.a.O. zu Grund lag, spricht für die Ausgewogenheit der Vertragsgestaltung auch nicht, dass diese auf einer Vereinbarung zur Beschäftigungssicherung im Schulbereich beruht, die das beklagte L1xx in jenem Fall mit der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft sowie mehreren Pädagogenverbänden abgeschlossen hatte.
In einem solchen Falle ist der Umfang der Arbeitszeit - ebenso wie der gesamte Arbeitsvertrag - für unbestimmte Zeit vereinbart (BAG Urteil vom 27.7.2005 - 7 AZR 486/04 zu B. II. 1. e) bb) der Gründe).
Auf die Kontrolle der Befristung einzelner Arbeitsbedingungen findet § 17 Satz 1 TzBfG keine Anwendung (BAG 14. Januar 2004 - 7 AZR 213/03 - BAGE 109, 167 = AP TzBfG § 14 Nr. 10 = EzA TzBfG § 14 Nr. 8, zu I der Gründe; 27. Juli 2005 - 7 AZR 486/04 - NZA 2006, 40, auch zur Veröffentlichung vorgesehen , zu A I der Gründe).
Das setzt voraus, dass sich der Verwender deutlich und ernsthaft zu gewünschten Änderungen der zu treffenden Vereinbarung bereit erklärt (BGH 3. November 1999 - VIII ZR 269/98 - BGHZ 143, 104, zu II 2 b aa der Gründe; 3. April 1998 - V ZR 6/97 - NJW 1998, 2600, zu II 2 b der Gründe zu § 1 Abs. 2 AGB-Gesetz; BAG 27. Juli 2005 - 7 AZR 486/04 - NZA 2006, 40, zVv.; 25. Mai 2005 - 5 AZR 572/04 - AP BGB § 310 Nr. 1 = EzA BGB 2002 § 307 Nr. 3, zu VI 1 und VII 2 der Gründe zu § 310 Abs. 3 Nr. 2 BGB).
Die Vorschriften des TzBfG sind auf die Befristung einzelner Arbeitsbedingungen nicht anwendbar (BAG 27. Juli 2005 - 7 AZR 486/04 - NZA 2006, 40, zVv., zu B II 1 c der Gründe; 14. Januar 2004 - 7 AZR 213/03 - BAGE 109, 167 = AP TzBfG § 14 Nr. 10 = EzA TzBfG § 14 Nr. 8, zu II 1 b der Gründe).
Die nach dem 31. Dezember 2001 vereinbarte Befristung einzelner Vertragsbedingungen bedarf daher zu ihrer Wirksamkeit nicht mehr eines sachlichen Grundes iSd. bisherigen Rechtsprechung (BAG 27. Juli 2005 - 7 AZR 486/04 - NZA 2006, 40, zVv., zu B II 1 d aa bis cc der Gründe mwN).
Bei der Befristung der Arbeitszeiterhöhung handelt es sich daher um eine nach § 307 BGB kontrollfähige Abrede (BAG 27. Juli 2005 - 7 AZR 486/04 - NZA 2006, 40, zVv., zu B II 1 e aa und bb der Gründe).
Der Senat hat dies hinsichtlich der für ein Schuljahr befristeten Erhöhung des Stundendeputats von Lehrkräften in einem anderen Bundesland auf Grund der Besonderheiten im dortigen Schulbereich bejaht (BAG 27. Juli 2005 - 7 AZR 486/04 - NZA 2006, 40, zVv.).
Dieser Grundsatz gilt auch für die nach §§ 307 ff. BGB vorzunehmende Inhaltskontrolle arbeitsvertraglicher Vereinbarungen (27. Juli 2005 - 7 AZR 486/04 - aaO, zu B II 2 b bb (2) der Gründe; vgl. auch BAG 12. Januar 2005 - 5 AZR 364/04 - AP BGB § 308 Nr. 1 = EzA BGB 2002 § 308 Nr. 1, zu B I 4 c bb der Gründe).
Anders als in dem vom Senat am 27. Juli 2005 (- 7 AZR 486/04 - NZA 2006, 40, zVv.) entschiedenen Rechtsstreit ergibt sich ein solches Konzept nicht ohne weiteres aus der mit der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft am 15. Juni 1992 abgeschlossenen Koalitionsvereinbarung, da diese die Möglichkeit der für ein Schuljahr befristeten Aufstockung des Unterrichtsdeputats nicht vorsieht.
Allgemeine Geschäftsbedingungen liegen nach § 305 Abs. 1 Satz 3 BGB nicht vor, soweit die Vertragsbedingungen zwischen den Vertragsparteien im Einzelnen ausgehandelt sind (BAG 27. Juli 2005 - 7 AZR 486/04 - NZA 2006, 40, auch zur Veröffentlichung in der Amtlichen Sammlung vorgesehen, zu B II 1 b aa der Gründe).
aa) Die neuen schuldrechtlichen Bestimmungen sind auf nach dem 31. Dezember 2001 getroffene Vereinbarungen anzuwenden, wenn sie das Schuldverhältnis nachträglich ändern (…BAG 18. Januar 2006 - 7 AZR 191/05 - Rn. 18, AP BGB § 305 Nr. 8 = EzA BGB 2002 § 307 Nr. 13; 27. Juli 2005 - 7 AZR 486/04 - Rn. 32, BAGE 115, 274 mwN).
Die Inhaltskontrolle von Befristungen einzelner Arbeitsbedingungen, die nach dem 31. Dezember 2001 in Form Allgemeiner Geschäftsbedingungen gestellt werden, vollzieht sich aus diesem Grund seit dem 1. Januar 2002 ausschließlich am Maßstab der §§ 305 ff. BGB (…BAG 18. Januar 2006 - 7 AZR 191/05 - Rn. 25, AP BGB § 305 Nr. 8 = EzA BGB 2002 § 307 Nr. 13; 27. Juli 2005 - 7 AZR 486/04 - Rn. 41 f., aaO).
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LAG Köln, 20.01.2006 - 4 Sa 178/04
ArbG Frankfurt/Main, 19.04.2016 - 24 Ca 9318/15
Zur Unwirksamkeit von AGB, wonach ein monatlicher Betrag des Gehalts zum Zwecke …
LAG Rheinland-Pfalz, 30.10.2009 - 9 Sa 119/09
Eingruppierung eines Chefarztes - Bezugnahme auf Tarifvertrag - Ersetzung des …
LAG Köln, 20.08.2008 - 9 Sa 408/08
Leitungsfunktion; befristete Übertragung; Sachgrund
ArbG Ludwigshafen, 19.12.2007 - 3 Ca 1682/07
LAG Rheinland-Pfalz, 23.12.2005 - 2 Ta 278/05
Hinreichende Erfolgsaussichten für Prozesskostenhilfe
ArbG Bremen-Bremerhaven, 19.04.2007 - 9 Ca 9381/06
LAG Köln, 09.11.2006 - 10 (4) Sa 561/06
Befristung von Beschäftigungsumfang und -dauer
LAG Hessen, 12.11.2012 - 21 Sa 100/12
Befristete Erhöhung der Arbeitszeit - unangemessene Benachteiligung; Befristete …
LAG Köln, 27.11.2006 - 2 Sa 647/06
LAG Hessen, 12.11.2012 - 21 Sa 101/12
LAG Rheinland-Pfalz, 11.12.2018 - 6 Sa 177/17
Provisionsvereinbarung aufgrund Individualabrede; Mindestlohn; Rückforderung von …
ArbG Essen, 17.07.2014 - 5 Ca 590/14
Soziale Rechtfertigung einer sachgrundlosen Befristung; Kalendermäßige Befristung …
LAG Hessen, 29.05.2009 - 19/3/13 Sa 1340/08
Korrigierende Rückgruppierung - Oberarzt - Darlegungs- und Beweislast - …
LAG Köln, 18.10.2012 - 7 Sa 643/12
Zuweisung einer anderen, höherwertigen Tätigkeit - zur Anwendbarkeit des TzBfG
ArbG Hagen, 28.05.2013 - 1 Ca 137/13
Anordnung befristeter Mehrarbeit - Inhaltskontrolle und Befristungskontrolle …
ArbG Würzburg, 29.06.2011 - 1 Ca 99/11
Befristete Erhöhung der Arbeitszeit innerhalb eines unbefristeten …

References: § 308
 § 308
 § 12
 § 12
 § 308
 § 308
 § 308
 § 308
 § 310
 BGH 
 § 307
 § 308
 § 305
 § 307
 § 305
 § 307
 § 305
 § 307
 Art. 229
 § 5
 § 305
 § 307
 § 305
 § 307
 § 310
 § 307
 § 305
 § 307
 § 17
 § 14
 § 307
 § 307
 § 17
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 § 14
 § 1
 § 310
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 § 310
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 § 14
 § 307
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 § 308
 § 305
 § 305
 § 307
 § 305
 § 307
 § 307