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Timestamp: 2016-10-24 14:16:02+00:00

Document:
U 195/03 (20.08.2004)
Winterthur Schweizerische Versicherungs-Gesellschaft, Generaldirektion, General Guisan-Strasse 40, 8400 Winterthur, Beschwerdef�hrerin, vertreten durch Rechtsanw�ltin Marianne I. Sieger-Giger, Kuttelgasse 8, 8001 Z�rich,
D.________, 1940, Beschwerdegegnerin, vertreten durch Rechtsanwalt Dr. Albrecht Metzger, Seefeldstrasse 62, 8008 Z�rich
Die 1940 geborene D.________ war zuletzt seit 1. September 1995 als Raumpflegerin bei der Schule X.________ angestellt und auf Grund dieses Arbeitsverh�ltnisses bei den Winterthur Versicherungen (nachfolgend: Winterthur) obligatorisch gegen die Folgen von Unfall und Berufskrankheit versichert. Am 9. Juli 1996 erlitt sie einen Verkehrsunfall, als ein anderes Auto auf das Heck des von ihr gelenkten, wegen eines Abbiegeman�vers stehenden Personenwagens auffuhr. Dabei zog sich die Versicherte gem�ss Arztzeugnis UVG des Dr. med. F.________, Allgemeine Medizin FMH, vom 22. Juli 1996 eine "Distorsion der Halswirbels�ule (HWS) im Sinne eines leichten Schleudertraumas" zu. Die nach dem Unfall aufgetretenen Beschwerden dauerten in der Folge trotz medizinischer Behandlung fort. Die Winterthur erbrachte Leistungen in Form von Taggeldern und Heilbehandlung. Ausserdem holte sie insbesondere Gutachten des Dr. med. W.________, Neurologie FMH, vom 24. M�rz 1997, des Prof. Dr. med. E.________, Psychiatrie und Psychotherapie FMH, vom 13. August 1997 und des PD Dr. med. K.________, Leitender Arzt Orthop�dische Klinik Y.________, vom 13. Juli 1998 ein. Anschliessend stellte der Versicherer mit Verf�gung vom 5. Februar 1999 seine Leistungen per 30. November 1998 ein und verneinte einen Anspruch auf Invalidenrente und Integrit�tsentsch�digung; dies mit der Begr�ndung, die fortbestehenden Beschwerden st�nden weder in einem nat�rlichen noch in einem ad�quaten Kausalzusammenhang zum Unfallereignis vom 9. Juli 1996. Daran hielt die Winterthur mit Einspracheentscheid vom 14. Februar 2000 fest.
Die dagegen erhobene Beschwerde hiess das Verwaltungsgericht des Kantons Zug insofern gut, als es der Beschwerdef�hrerin eine Invalidenrente von 55 %, eine Integrit�tsentsch�digung von 5 % und die weitere �bernahme von Kosten f�r die Pflegeleistungen und Kostenverg�tungen gem�ss Art. 21 UVG zusprach (Entscheid vom 27. Juni 2003). Im Verlauf des Rechtsmittelverfahrens hatte die Versicherte unter anderem Berichte des Dr. med. M.________, Otorhinolaryngologie, Hals- und Gesichtschirurgie FMH, vom 13. November 1999, des Dr. med. G.________, med. Radiologie FMH, vom 11. April 2000 und des Dr. med. �.________, Neurologie FMH, vom 13. April 2000 eingereicht. Das kantonale Gericht seinerseits hatte am 19. Oktober 2001 eine Parteiverhandlung durchgef�hrt und anschliessend bei der Medizinischen Abkl�rungsstelle Zentralschweiz (MEDAS) ein Gutachten eingeholt, welches am 29. Januar 2003 erstattet wurde.
Die Winterthur l�sst Verwaltungsgerichtsbeschwerde f�hren mit dem Rechtsbegehren, es sei der kantonale Entscheid aufzuheben; eventuell sei die Sache zur Bestimmung des Invalidit�tsgrades bei einer Arbeitsf�higkeit von 80 % in einer leidensangepassten T�tigkeit an die Beschwerdef�hrerin zur�ckzuweisen; subeventuell sei der Versicherten eine Invalidenrente von 30 % zuzusprechen.
D.________ l�sst die Abweisung der Verwaltungsgerichtsbeschwerde, eventuell die R�ckweisung der Sache an die Vorinstanz zur weiteren medizinischen Abkl�rung beantragen. Ausserdem verlangt sie die Zusprechung eines Verzugszinses auf den zur�ckliegenden Rentenleistungen und der Integrit�tsentsch�digung. Das Bundesamt f�r Sozialversicherung, Abteilung Unfallversicherung (heute im Bundesamt f�r Gesundheit), verzichtet auf eine Vernehmlassung.
Das kantonale Gericht hat die Bestimmungen und Grunds�tze �ber den f�r die Leistungspflicht des obligatorischen Unfallversicherers (Art. 6 Abs. 1 UVG) vorausgesetzten nat�rlichen Kausalzusammenhang zwischen Unfall und eingetretenem Schaden (BGE 129 V 181 Erw. 3.1, 406 Erw. 4.3.1, 119 V 337 Erw. 1, 118 V 289 Erw. 1b, je mit Hinweisen) sowie die ausserdem erforderliche Ad�quanz des Kausalzusammenhangs (BGE 129 V 181 Erw. 3.2, 405 Erw. 2.2, 125 V 461 Erw. 5a mit Hinweisen), insbesondere bei psychischen Unfallfolgen (BGE 115 V 138 ff. Erw. 6) und bei Unf�llen mit einem Schleudertrauma der Halswirbels�ule ohne organisch (hinreichend) nachweisbare Funktionsausf�lle (BGE 117 V 366 ff. Erw. 6), zutreffend dargelegt. Wenn durch den Unfall ein krankhafter Vorzustand verschlimmert oder �berhaupt erst manifest wird, entf�llt die Leistungspflicht des obligatorischen Unfallversicherers gem�ss den ebenfalls korrekten Erw�gungen der Vorinstanz erst dann, wenn mit �berwiegender Wahrscheinlichkeit (BGE 126 V 360 mit Hinweisen) feststeht, dass der status quo ante oder der status quo sine erreicht ist, wobei die diesbez�gliche Beweislast (zu diesem Begriff BGE 117 V 264 Erw. 3b mit Hinweisen) beim Unfallversicherer liegt, da eine anspruchsaufhebende Tatsache in Frage steht (RKUV 2000 Nr. U 363 S. 45, 1994 Nr. U 206 S. 328). Zutreffend wiedergegeben hat das kantonale Gericht auch die Rechtslage zum Beweiswert und zur W�rdigung medizinischer Berichte und Gutachten (BGE 125 V 352 ff. Erw. 3) sowie zum Anspruch auf eine Invalidenrente (Art. 18 Abs. 1 UVG) und zur Ermittlung des Invalidit�tsgrades nach der Einkommensvergleichsmethode (vgl. auch BGE 128 V 30 f. Erw. 1 mit Hinweisen). Darauf wird verwiesen. Richtig ist auch, dass die materiellrechtlichen Bestimmungen des am 1. Januar 2003 - nach Erlass des Einspracheentscheides vom 14. Februar 2000 - in Kraft getretenen Bundesgesetzes �ber den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG) vom 6. Oktober 2000 auf den vorliegenden Fall nicht anwendbar sind (BGE 129 V 4 Erw. 1.2, 169 Erw. 1, 356 Erw. 1, je mit Hinweisen).
Streitig und zu pr�fen ist, ob die Winterthur auf Grund des Unfalls vom 9. Juli 1996 �ber den 30. November 1998 hinaus leistungspflichtig bleibt, sowie gegebenenfalls der Umfang des Rentenanspruchs.
3.1 In medizinischer Hinsicht gelangte die Vorinstanz gest�tzt auf das durch sie eingeholte MEDAS-Gutachten vom 29. Januar 2003 zum Ergebnis, die �ber den 30. November 1998 hinaus fortbestehenden Beschwerden (chronifiziertes zervikozephales und vor allem linksseitiges zervikobrachiales Schmerzsyndrom mit Dysfunktion im oberen HWS-Bereich) st�nden in einem nat�rlichen Kausalzusammenhang zum Unfallereignis vom 9. Juli 1996. Die Beschwerdef�hrerin vertritt demgegen�ber den Standpunkt, nach Lage der Akten sei der status quo sine vor dem 30. November 1998 erreicht worden. Die Stellungnahme des rheumatologischen Konsiliarius der MEDAS, Dr. med. M.________, Rheumatologie und Innere Medizin FMH, vom 16. Juli 2002 sei diesbez�glich in sich widerspr�chlich, sodass ihr nicht gefolgt werden k�nne.
3.2 Dr. med. M.________ erstattete sein Teilgutachten zuhanden der MEDAS gest�tzt auf die Vorakten sowie eine pers�nliche Untersuchung der Versicherten. Die von ihm unter anderem zu beantwortende Frage 8 lautete wie folgt: "Spielen auch Krankheiten oder Vorzust�nde eine Rolle? Hat der Unfall allenfalls zu einer richtunggebenden Verschlimmerung eines Vorzustandes gef�hrt? Sofern ein Vorzustand oder eine Krankheit mitbeteiligt ist, ist der 'status quo ante' oder der 'status quo sine' erreicht bzw. wann kann er als erreicht bezeichnet werden? H�tten die unfallfremden Ursachen auch ohne das Unfallereignis die Arbeitsf�higkeit der Beschwerdef�hrerin mit �berwiegender Wahrscheinlichkeit beeintr�chtigt?"
Der Arzt bejaht das Bestehen eines Vorzustandes. Weiter f�hrt er aus, der Unfall sei grunds�tzlich geeignet gewesen, zu einer richtunggebenden Verschlimmerung dieses Vorzustandes zu f�hren. Er neige jedoch dazu, letztendlich nicht von einer unfallbedingten, richtunggebenden, sondern von einer vor�bergehenden Verschlimmerung des Vorzustandes zu sprechen mit Erreichen des Status quo sine aus rheumatologischer Sicht ca. 12 bis 18 Monate nach dem Unfallereignis. Die genannten unfallfremden Ursachen k�nnten medizinisch-theoretisch auch ohne das Unfallereignis die Arbeitsf�higkeit der Beschwerdef�hrerin beeintr�chtigen, dies jedoch nicht mit �berwiegender Wahrscheinlichkeit, insbesondere da der radiologische Verlauf keine nennenswerte Verschlechterung der Segmentdegenerationen zeige und klinisch auch keinerlei Hinweise f�r eine degenerativ bedingte Radikulopathie oder Myelopathie best�nden.
Diese Ausf�hrungen lassen sich, wie bereits die Vorinstanz zutreffend erkannt hat, zwanglos in der Weise verstehen, dass der gegebene Vorzustand durch den Unfall zun�chst eine Verschlimmerung erfahren hat, welche nach Meinung des Gutachters in der Folge grunds�tzlich wieder h�tte abklingen k�nnen. Die relevanten, fortbestehenden Beschwerden ihrerseits waren jedoch nach seiner Beurteilung nicht eine Folge dieses Vorzustandes, sondern wurden zus�tzlich, unabh�ngig davon, durch den Unfall hervorgerufen. Mit dieser Interpretation vereinbar sind auch die Antworten des Arztes auf Frage 7, wonach die festgestellten Gesundheitssch�den �berwiegend wahrscheinlich eine Folge des Unfalls darstellten, und auf die erste Erg�nzungsfrage der Winterthur, wonach ein chronifiziertes cervikocephales und vor allem cervikobrachiales Schmerzsyndrom links mit Dysfunktion im oberen HWS-Bereich als Unfallfolgen zu werten seien. Die Stellungnahme von Dr. med. M.________ erscheint damit als widerspruchsfrei und in ihrer Bejahung des nat�rlichen Kausalzusammenhangs eindeutig. Sie erf�llt im Rahmen der MEDAS-Begutachtung die von der Rechtsprechung entwickelten Anforderungen an ein beweiskr�ftiges medizinisches Gutachten (BGE 125 V 352 ff. Erw. 3) und wird auch durch die �brigen �rztlichen Stellungnahmen nicht in Frage gestellt. So entspricht die in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde angef�hrte Aussage des Prof. Dr. med. E.________ (Gutachten vom 13. August 1997), der Unfall stelle eine notwendige, aber keine hinreichende Bedingung des Gesundheitsschadens dar, nicht einer Verneinung, sondern vielmehr der Bejahung des nat�rlichen Kausalzusammenhangs, definiert sich dieser doch gerade dadurch, dass der Unfall als (allenfalls Teil-) Ursache f�r das Bestehen der Sch�digung nicht weggedacht werden kann (BGE 129 V 181 Erw. 3.1, 406 Erw. 4.3.1, je mit Hinweisen). Die weiteren medizinischen Akten hat das kantonale Gericht im Rahmen seines Entscheids ausf�hrlich und sorgf�ltig gew�rdigt. Der darauf gest�tzten Beurteilung, der nat�rliche Kausalzusammenhang sei gegeben, ist zuzustimmen. Was die von der Beschwerdef�hrerin angerufene biomechanische Begutachtung anbelangt, ist darauf hinzuweisen, dass sich die in erster Linie auf Grund medizinischer Fakten und Einsch�tzungen zu beurteilende nat�rliche Kausalit�t nach der Rechtsprechung nicht mit �berlegungen zur Auffahrgeschwindigkeit und der dabei auf das Auto der versicherten Person �bertragenen Energie in Frage stellen l�sst (RKUV 2003 Nr. U 489 S. 358 Erw. 3.2 mit Hinweisen).
Das kantonale Gericht hat auch die Ad�quanz des Kausalzusammenhangs zwischen dem Unfall und der �ber den 30. November 1998 hinaus bestehenden gesundheitlichen Beeintr�chtigung bejaht.
4.1 Die Art der Ad�quanzbeurteilung bei organisch nicht (hinreichend) nachweisbaren Unfallfolgen h�ngt davon ab, ob die versicherte Person ein Schleudertrauma der HWS (bzw. eine diesem gleichgestellte Verletzung) erlitten hat oder nicht. Bejahendenfalls richtet sich die Ad�quanzpr�fung nach den in BGE 117 V 366 ff. Erw. 6, andernfalls nach den in BGE 115 V 140 Erw. 6c/aa formulierten Grunds�tzen (zum Ganzen BGE 127 V 102 Erw. 5b/bb mit Hinweisen). Im vorliegenden Fall wurde ein Schleudertrauma von s�mtlichen involvierten �rzten diagnostiziert, sodass im Regelfall die erstgenannte Rechtsprechung zur Anwendung gelangt. Eine Ausnahme hiervon gilt nur dann, wenn die zum diesbez�glich "typischen" Beschwerdebild geh�renden Beeintr�chtigungen zwar teilweise gegeben sind, im Vergleich zu einer ausgepr�gten psychischen Problematik aber ganz in den Hintergrund treten (BGE 123 V 99 Erw. 2a mit Hinweisen; RKUV 2002 Nr. U 465 S. 439 Erw. 3b). Davon kann jedoch nach Lage der Akten, insbesondere angesichts der schl�ssigen spezial�rztlichen Stellungnahmen des Prof. Dr. med. E.________ (Gutachten vom 13. August 1997) und des von der MEDAS beigezogenen Dr. med. B.________, Psychiatrie FMH, (Stellungnahme vom 13. Juli 2002), nicht die Rede sein. W�hrend mehrere der zum nach einem Schleudertrauma der HWS nicht selten beobachteten und deshalb von der Rechtsprechung als typisch bezeichneten "bunten" Beschwerdebild geh�renden Symptome (BGE119 V 338 Erw. 1, 117 V 360 Erw. 4b) bereits kurz nach dem Unfall festgestellt und in der Folge regelm�ssig erw�hnt wurden, attestieren die beiden psychiatrischen Spezial�rzte der Versicherten eine Pers�nlichkeitsstruktur, welche weder als pathologisch noch als in wesentlichem Ausmass pathogen bezeichnet werden k�nne (Prof. Dr. med. E.________ mit Bezug auf die Situation vor dem Unfall), und eine psychiatrisch im Rahmen der Norm befindliche Pers�nlichkeit (Dr. med. B.________ mit Bezug auf den Zeitpunkt seiner Untersuchung). F�r die Anwendung der Praxis zur Ad�quanzbeurteilung rein psychischer Unfallfolgen (BGE 115 V 140 Erw. 6c/aa) bleibt unter diesen Umst�nden kein Raum, wie die Vorinstanz zutreffend festgestellt hat.
4.2 Im Rahmen der f�r die Belange der Ad�quanzpr�fung vorzunehmenden Kategorisierung (BGE 117 V 366 Erw. 6a) ist das Ereignis vom 9. Juli 1996 den mittelschweren Unf�llen im Grenzbereich zu den leichten zuzuordnen. Die Ad�quanz des Kausalzusammenhangs ist demzufolge zu bejahen, falls ein einzelnes der in die Beurteilung einzubeziehenden unfallbezogenen Kriterien (besonders dramatische Begleitumst�nde oder besondere Eindr�cklichkeit des Unfalls; Schwere oder besondere Art der erlittenen Verletzung; ungew�hnlich lange Dauer der �rztlichen Behandlung; Dauerbeschwerden; �rztliche Fehlbehandlung, welche die Unfallfolgen erheblich verschlimmert; schwieriger Heilungsverlauf und erhebliche Komplikationen; Grad und Dauer der physisch bedingten Arbeitsunf�higkeit; BGE 117 V 367 Erw. 6a) in besonders ausgepr�gter Weise erf�llt ist oder die zu ber�cksichtigenden Kriterien insgesamt in geh�ufter oder auffallender Weise gegeben sind (BGE 117 V 367 f. Erw. 6b). Dabei ist im Rahmen der spezifisch zum Schleudertrauma der HWS entwickelten Ad�quanzpr�fung praxisgem�ss auf eine Unterscheidung zwischen psychischen und physischen Anteilen zu verzichten (BGE 117 V 367 Erw. 6a). Unter diesem Vorzeichen hat das kantonale Gericht mit Recht festgestellt, die relevanten unfallbezogenen Kriterien seien in geh�ufter Weise erf�llt. Es kann diesbez�glich auf die zutreffende vorinstanzliche Begr�ndung verwiesen werden.
Die Beschwerdef�hrerin beanstandet des Weiteren die Bestimmung des Invalidit�tsgrades.
5.1 Unbestritten und auf Grund der Unfallmeldung vom 16. Juli 1996 hinreichend erstellt ist das Valideneinkommen von Fr. 59'138.- f�r das Jahr 1998, entsprechend dem der zwischenzeitlichen Lohnentwicklung angepassten Verdienst der Versicherten in der zuletzt ausge�bten Erwerbst�tigkeit als Raumpflegerin.
5.2 Zur Bestimmung des Invalideneinkommens ging das kantonale Gericht von einem 50%-Pensum im zuletzt ausge�bten Beruf aus, was die Winterthur beanstandet. Im MEDAS-Gutachten (Gesamtbeurteilung) vom 29. Januar 2003 wird die Arbeitsf�higkeit - gest�tzt auf die rheumatologische Beurteilung - auf 50 % in einer T�tigkeit als Raumpflegerin und 80 % in einer angepassten, k�rperlich leichten, wechselbelastenden T�tigkeit beziffert. Aus dem neuropsychologischen Konsilium vom 16. Juli 2002 geht hervor, dass die Versicherte bez�glich der neuropsychologischen Ebene in jeder T�tigkeit arbeitsunf�hig ist, in welcher sie sich neue Arbeitsweisen aneignen, diese dann automatisieren und schliesslich l�ckenfrei �ber einige Stunden einsetzen m�sste. Daraus ergibt sich, dass die Beschwerdef�hrerin eine Verweisungst�tigkeit, f�r welche laut der Gesamtbeurteilung des MEDAS-Gutachtens eine (k�rperliche) Zumutbarkeit im Umfang eines Pensums von 80 % grunds�tzlich zu bejahen w�re, nicht in der f�r eine erwerbliche Verwertbarkeit vorausgesetzten Art und Weise erbringen k�nnte. Im Lichte dieser neuropsychologischen Beurteilung und unter Ber�cksichtigung der Aussagen der durch die MEDAS beigezogenen Neurologin Dr. med. V.________ erscheint es als richtig, dass die Vorinstanz auf eine Erwerbst�tigkeit im zuletzt ausge�bten Beruf abgestellt hat, mit dem die Beschwerdegegnerin vertraut ist. Die diesbez�gliche Arbeitsf�higkeit bel�uft sich gem�ss MEDAS-Gutachten auf 50 %. Angesichts der in dieser Arbeit bestehenden Einschr�nkungen ist auch der zus�tzlich vorgenommene Abzug von 10 % nicht zu beanstanden (zur �berpr�fung der Bemessung des Abzugs BGE 126 V 81 Erw. 6 mit Hinweis). Der durch die Vorinstanz ermittelte Invalidit�tsgrad von 55 % ist daher korrekt.
Nach der bis Ende 2002 g�ltig gewesenen Regelung bestand im Bereich der Sozialversicherung rechtsprechungsgem�ss - unter Vorbehalt hier nicht gegebener besonderer Umst�nde - kein Anspruch auf Verzugszinsen, sofern diese nicht gesetzlich vorgesehen waren (BGE 119 V 81 Erw. 3a mit Hinweisen; RKUV 2000 Nr. U 360 S. 34 Erw. 3a, 36 Erw. 3d). Das am 1. Januar 2003 in Kraft getretene ATSG, dessen Art. 26 nun unter bestimmten Voraussetzungen eine Verzugszinspflicht statuiert, ist im vorliegenden Verfahren, wie bereits dargelegt (Erw. 1 hievor am Ende), nicht anwendbar, da die gerichtliche Pr�fung auf den Sachverhalt beschr�nkt bleibt, der sich bis zum Einspracheentscheid vom 14. Februar 2000 entwickelt hat. Dem Antrag der Beschwerdegegnerin betreffend Verzugszinsen ist daher - mit Bezug auf diesen Zeitraum - nicht zu entsprechen.

References: Art. 21
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 Art. 26