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Timestamp: 2017-12-11 03:47:49+00:00

Document:
awi47 - 11. Dezember 2017, 00:08 - Elternunterhalt
Zitat von Meg: „ Einkommensbestandteil des Antragsgegners und seiner Frau ist ist ferner der Wohnvorteil ihres Eigenheims. Dieser ist beim Elternunterhalt nicht nach dem tatsächlichen Mietwert der bewohnten Immobilie zu ermitteln, sondern nach dem unter den gegebenen Verhältnissen ersparten Mietzins (vgl. BGH FamRZ 2003, 1179; FamRZ 2013, 1554, Juris-Rn. 20). Die nach den gehobenen Verhältnissen der Familie des Antragsgegners angemessene Wohnungsgröße bemisst der Senat mit 150 qm. Dabei geht er …
awi47 - 10. Dezember 2017, 19:20 - Elternunterhalt
Hallo Meg, Zitat von Meg: „ Es wäre also prinzipiell möglich, dass wenn jemand eine sehr große Fläche bewohnt und sehr gut verdient, der bekommt auch die komplette Fläche als Wohnvorteil angerechnet. “ Im Prinzip ja. Da will ich gar nichts beschönigen. Der Wohnvorteil ist nach wie vor eine der unberechenbarsten Größen des Elternunterhalts. Deshalb habe ich ja immer wieder geschrieben. Wie ein anderes OLG entscheiden würde?? Wahrscheinlich gemäß des BGH Urteils, aber wie schon oben gesagt: Richte…
awi47 - 9. Dezember 2017, 14:51 - Elternunterhalt
Hallo, Zitat von meyerlein: „ Naja, zu zahlen wäre dann durch den Wohngeldvorteil ja immer noch immens viel, so das es dann ja fast auf einen Verzehr des sonstigen Kapitals herausläuft weil aus den laufenden Einnahmen der Unterhalt nicht komplett geleistet werden könnte.“ Nicht so schnell aufgeben. Die meisten UHP geben zu schnell auf und zahlen überhöhte Forderungen, die nie vor Gericht Bestand hätten. Eine Berechnung könnte in der Tat wie oben angegeben oder so ähnlich aussehen. Diese Erfahrun…
awi47 - 8. Dezember 2017, 22:13 - Elternunterhalt
Hallo meyerlein, Der Wohnwert wird grundsätzlich dem Eigentümer zugeordnet. Ob die Freundin einen Teil ihres Geldes an die Kirche, an Bettler oder Geschwister verschenkt ist ihre Privatangelegenheit. Das spielt im Unterhaltsrecht keine Rolle. Was anderes wäre es, wenn es eine rechtliche Verpflichtung gäbe. Die Freundin braucht sich aber für die selbst bewohnte Wohnung nicht den Wohnwert anrechnen zu lassen, der bei Fremdvermietung zu erzielen wäre sondern nur den angemessenen Wohnwert. Der besti…
awi47 - 8. Dezember 2017, 14:00 - Elternunterhalt
Zitat von Kranz2017: „ Abschliessend lässt dich dann doch Folgendes festhalten: Solange ich den Gesamtaufwand der Finanzierung gleich halte kann (Szenario 1: eine größere selbst bewohnte Wohnung, Szenario 2: 2-3 kleinere vermietete Wohnungen), dürfte sich an der Rechnung des Elternunterhaltes nichts ändern, wenn ich davon ausgehe, dass die Finanzierungskosten > als die Mieteinnahmen sind, oder? “ Ich bin der Meinung, dass Scenario 1 günstiger ist. Das Warum wurde bereits ausführlich im parallele…
awi47 - 8. Dezember 2017, 10:00 - Elternunterhalt
Hallo Lidia, Zitat von lidialolio3: „ Genau, darin enthalten sind alle Einkunftsarten aus Einkommen + Zinsen von mir. Wie berechnest Du jedoch die 1m€? Für die Berechnung des möglichen AVV (Altersvorsorgevermögens) geht der BGH nur vom sozialversicherungspflichtigen Einkommen aus, also keine Zinseinkünfte, keine Dividenden, keine Mieteinnahmen, u.a.) Die Rechtsprechung des BGH geht davon aus dass ein UHP - bis zur Einkommensbemessungsgrenze 5% seines Bruttoeinkommens - oberhalb der Einkommensbem…
awi47 - 8. Dezember 2017, 08:05 - Elternunterhalt
Zitat von lidialolio3: „ - der Art der Erwerbstätigkeit (sozialversicherungspflichtig oder nicht): sozialversicherungspflichtig - von der Höhe des Einkommens: die Gesamtjahreseinkünfte liegen bei ca 170,000€ - vom Alter: 40 Jahre “ Wenn das das Bruttoeinkommen aus sozialversicherungspflichtigem Einkommen des unterhaltspflichtigen unverheirateten Kindes ist, dann wäre das AVV nach der aktuell gültigen Berechnung des BGH ca. 1 Mill EUR. Sollte die Immobilie selbst bewohnt werden, dann wird ihr Wer…
awi47 - 7. Dezember 2017, 23:32 - Elternunterhalt
Zitat von Kranz2017: „ Was für Faktoren spielen eine Rolle? Habe ich im nachfolgenden Beitrag angedeutet. "Die Mieteinnahmen würden auf jeden Fall in voller Höhe zu Buche schlagen." Bei den heutigen Preisen ist es absehbar, dass ich mehr zu tilgen habe als einnehmen kann. Das bedeutet mein Einkommen wird dadurch vermindert, baue aber Vermögen auf - klar: das Gericht könnten mir hierbei die Tilgungen zur Altersvorsorge teilweise anrechnen wieso teilweise? M.E. in voller Höhe. - dies wäre aber auc…
awi47 - 7. Dezember 2017, 22:45 - Elternunterhalt
Hallo lidialolio3, was heißt Gesamtjahreseinkünfte genau? Ist das das Bruttoeinkommen aus sozialversicherungspflichtigem Einkommen des unterhaltspflichtigen unverheirateten Kindes, oder sind da auch andere Einkommensarten enthalten (Zinsen, Mieteinkünfte, usw) oder sind darin auch Einkommen eines Ehegatten enthalten usw. ---- Mir ist kein Urteil eines oberen Gerichts bekannt, in dem ein noch berufstätiger UHP zu Unterhalt aus Vermögen verurteilt wurde. Ab dem gesetzlichen Rentenalter könnte verw…
awi47 - 7. Dezember 2017, 21:35 - Elternunterhalt
Zitat von Kranz2017: „ die aber allesamt mehr Kosten (=Tilgung+Zins) verursachen als Mieteinnahmen? “ Eine Mietwohnung, die nur kostet und nichts einbringt, macht auf der Einkommensseite keinen Sinn. Ob sie als Vermögensanlage anerkannt würden, um einmal eine dem Einkommen entsprechende Altersvorsorge zu haben könnte eventuell durch gehen, aber wie ein Gericht das letztendlich entscheiden würde kann niemand voraus sagen.
awi47 - 7. Dezember 2017, 21:05 - Elternunterhalt
Das kann man aus diesen Angaben nicht sagen. Hallo lidialolio3 , willkommen im Forum. Das sog. Altersvorsorgevermögen hängt ab von - der Art der Erwerbstätigkeit (sozialversicherungspflichtig oder nicht) - von der Höhe des Einkommens - vom Alter Über Vermögen würde ich mir aber gar nicht so viele Gedanken machen. Aus Vermögen wird selten Elternunterhalt gefordert. Gruß awi47
awi47 - 7. Dezember 2017, 20:58 - Elternunterhalt
Hallo Kranz2017, Zitat von Kranz2017: „ Mit der obigen Zielsetzung, macht es einen Unterschied, ob ich die jetzige Wohnung verkaufe, das EK einsetze und eine größere Wohnung mit meiner Partnerin beziehe oder die jetzige Wohnung behalte und mich weiter verschulde und 1-2 kleinere Wohnungen kaufe, die aber allesamt mehr Kosten (=Tilgung+Zins) verursachen als Mieteinnahmen? “ Das könnte einen Unterschied machen: Eine selbst bewohnte Immobilie ist auf jeden Fall geschützt. Außer einem Wohnwert kann …
awi47 - 5. Dezember 2017, 20:23 - Elternunterhalt
Hallo meyerlein, aus Vermögen sollte m.E. kein EU gefordert werden. Das heißt jedoch nicht, dass es nicht ein Sachbearbeiter eines SA versuchen könnte. Solche Versuche sind mir bekannt, waren jedoch vor Gericht nicht erfolgreich. Inwiefern UHP zu früh eingeknickt sind und gezahlt haben weiß ich natürlich nicht. Aus Einkommen könnte EU gefordert werden. Wenn ich Sachbearbeiter wäre würde ich folgende Rechnung aufmachen. Nettoeinkommen 2000,00 EUR Wohnwert der selbst bewohnten Immobilie 700 EUR. M…
awi47 - 5. Dezember 2017, 18:52 - Elternunterhalt
Zitat von meyerlein: „ 100 qm unentgeltlich an Schwester vermietet “ Warum unentgeltlich vermietet? Besteht eine rechtliche Verpflichtung?
awi47 - 5. Dezember 2017, 17:54 - Elternunterhalt
Hallo meyerlein, willkommen im Forum. Weshalb denkt die Freundin dass Elternunterhalt gefordert werden könnte? Wer könnte bedürftig werden und warum? Vater? Mutter? Beide? Welches Einkommen haben die Eltern, welches Vermögen? Welche Miete müsste die Freundin laut Mietspiegel selbst bezahlen, wenn sie eine 100qm Wohnung in dem Haus mieten würde? Wie sieht die finanzielle Situation der Schwester aus? Gibt es weitere Geschwister? Gruß awi47
awi47 - 4. Dezember 2017, 09:20 - Elternunterhalt
Zitat von Kranz2017: „ Mir ist das leider noch nicht 100%ig klar (trotz Durchlesen des Urteiles), wie nun eine nachteiligere Auslegung aussehen kann hinsichtlich der sekundären Altersvorsorge: Solche Texte sind auch nicht leicht zu verstehen. Da muss ich auch mehrfach lesen. a) Im besten Fall werden die 2,000€ Zins-und Tilgungszahlungen aus dem Szenario 1 oben komplett berücksichtigt und einkommensmindernd angesetzt. Darüber hinaus könnte ich noch 1650€ einkommendsmindernd (=max mögliche 25%) zu…
awi47 - 3. Dezember 2017, 17:49 - Elternunterhalt
Hallo Kranz2017, sorry, dieser Thread überfordert mich jetzt etwas. Meine Frage: Warum werden Informationen benötigt? Ist ein Elternteil bereits bedürftig? Liegt die RWA schon vor? wurde immer noch nicht beantwortet. Ohne genaue Kenntnis aller Fakten bleibt aber jede Antwort sehr hypothetisch. Da sich hier aber die Scenarien ständig ändern, bläht sich dieser Thread immer mehr auf und wird unübersichtlich. M.E. wurde alles Wesentliche beleuchtet. Ich würde dir empfehlen, die sehr ausführliche Ein…
awi47 - 3. Dezember 2017, 14:06 - Elternunterhalt
Zitat von Kranz2017: „ Hm, wenn ich das Urteil lese, berücksichtigt das OLG Hamm in der Berechnung der Altersvorsorge auch die Beiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung vom Arbeitgeber und Arbeitnehmer. --> Das war mir neu und das haben wir auch so nicht berücksichtigt in unseren Berechnungen. Doch, wurde berücksichtigt. Die gesetzliche Altersvorsorge berücksichtigt 20% des Brutto, 10% beim Arbeitgeber, 10% beim Arbeitnehmer, aber nur bis zur Beitragsbemessungsgrenze. Das ist die sog. primäre…
awi47 - 3. Dezember 2017, 13:55 - Elternunterhalt
Das Urteil des BGH vom 18. Januar 2017 XII ZB 118/16 geht über die bisherige Rechtsprechung hinaus und ist deshalb noch günstiger für einen UHP. Deshalb habe ich es genannt. Ob sich alle Richter daran halten werden? Richter sind in ihren Entscheidungen nicht weisungsgebunden. Letztendlich müssten sie es, aber es könnte ein langer und beschwerlicher Weg werden. Ich kenne mindestens einen Fall, wo sich ein OLG über die Entscheidung des BGH hinweg gesetzt hat.
awi47 - 3. Dezember 2017, 13:32 - Elternunterhalt

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