Source: https://www.admin.ch/opc/de/classified-compilation/20062764/index.html
Timestamp: 2018-03-23 18:21:57+00:00

Document:
SR 412.101.220.32 Verordnung des SBFI vom 9. Oktober 2006 über die berufliche Grundbildung Diätköchin/Diätkoch mit eidgenössischem Fähigkeitszeugnis (EFZ)
Verordnung des SBFI1 über die berufliche Grundbildung Diätköchin/Diätkoch mit eidgenössischem Fähigkeitszeugnis (EFZ)
vom 9. Oktober 2006 (Stand am 1. Januar 2013)
gestützt auf Artikel 19 des Berufsbildungsgesetzes vom 13. Dezember 200212 (BBG) und auf Artikel 12 der Berufsbildungsverordnung vom 19. November 200323 (BBV),
1 Die Berufsbezeichnung ist Diätköchin EFZ oder Diätkoch EFZ
2 Diätköchinnen und Diätköche EFZ verfügen über eine Grundbildung als Köchin oder Koch und darüber hinaus über vertiefte Kenntnisse, wie durch bedarfsgerechte Ernährung die Gesundheit und das Wohlbefinden der Personen, die in der Spital-, Heim- und Gemeinschaftsgastronomie sowie in der Gesundheits- und Wellness-Hotellerie verpflegt werden, erhalten und gefördert werden können.
Art. 2 Dauer und Beginn der beruflichen Grundbildung; Geltungsbereich dieser Verordnung
1 Die berufliche Grundbildung dauert 4 Jahre; davon entsprechen die ersten drei Jahre der beruflichen Grundbildung zur Köchin oder zum Koch.
2 Zum vierten Bildungsjahr wird nur zugelassen, wer das eidgenössische Fähigkeitszeugnis als Köchin oder Koch erworben hat.
4 Diese Verordnung und der dazugehörige Bildungsplan gelten für das vierte Jahr der beruflichen Grundbildung und für den Teil des Qualifikationsverfahrens, der für die Diätköchin und den Diätkoch EFZ spezifisch ist.
1 Die Ziele und Anforderungen der beruflichen Grundbildung im 4. Bildungsjahr werden in Form von Handlungskompetenzen nach den Artikeln 4-6 beschrieben.
Ernährung und Diätetik;
Betriebswirtschaft, Betriebsorganisation und Produktionsformen.
2 Die schulische Bildung im obligatorischen Unterricht erfolgt in 360 Lektionen. Davon entfallen auf den Sportunterricht 40 Lektionen.
3 Die überbetrieblichen Kurse umfassen insgesamt mindestens 4 und höchstens 6 Tage zu 8 Stunden.
1 Mit dem Inkrafttreten dieser Verordnung liegt ein Bildungsplan für das 4. Jahr der beruflichen Grundbildung vor, der von der verantwortlichen Organisation der Arbeitswelt erarbeitet und vom SBFI genehmigt ist.
die Qualifikationsbereiche, die im Notenausweis nach Artikel 20 Absatz 3 genannt werden und für die Wiederholungen nach Artikel 18 zählen;
4 Dem Bildungsplan angefügt ist die Liste der Unterlagen zur Umsetzung der beruflichen Bildung für Diätköchinnen und Diätköche EFZ mit Titel, Datum und Bezugsquelle.
Die fachlichen Mindestanforderungen an eine Berufsbildnerin oder einen Berufsbildner im 4. Bildungsjahr erfüllt, wer über eine der folgenden Qualifikationen verfügt:
Diätköchin oder Diätkoch mit eidgenössischem Fähigkeitszeugnis und 2 Jahren beruflicher Praxis im Lehrgebiet;
gelernte Diätköchin oder gelernter Diätkoch mit 2 Jahren beruflicher Praxis im Lehrgebiet;
dipl. Küchenchefin/Produktionsleiterin oder dipl. Küchenchef/Produktionsleiter;
Art. 13 Lerndokumentation im Betrieb
Art. 14 Dokumentation der Leistungen in der schulischen Bildung und in der schulisch organisierten Grundbildung
Art. 15 Zulassung zum Qualifikationsverfahren
1 Zum Qualifikationsverfahren wird zugelassen, wer das Qualifikationsverfahren zur Köchin oder zum Koch EFZ bestanden hat und die berufliche Grundbildung zur Diätköchin oder zum Diätkoch erworben hat:
2 Die nach Artikel 32 BBV geforderte berufliche Praxis genügt sowohl für die Zulassung zum Qualifikationsverfahren zur Köchin und zum Koch EFZ wie auch für die Zulassung zum Qualifikationsverfahren zur Diätköchin und zum Diätkoch EFZ; für die Zulassung zur Diätköchin oder zum Diätkoch EFZ müssen jedoch mindestens 2 Jahre im Bereich der Diätköchin oder des Diätkochs erworben worden sein.
Art. 16 Gegenstand, Umfang und Durchführung des Qualifikationsverfahrens
1 Im Qualifikationsverfahren ist nachzuweisen, dass die Kompetenzen nach den Artikeln 4-6 im 4. Bildungsjahr erworben worden sind.
Praktische Arbeit im Umfang von ca. 5 Stunden. Die lernende Person muss im Rahmen einer vorgegebenen Arbeit zeigen, dass sie fähig ist, die geforderten Tätigkeiten fachlich korrekt sowie bedarfs- und situationsgerecht auszuführen. Die Lerndokumentation, die Unterlagen der überbetrieblichen Kurse und die Fachliteratur dürfen als Hilfsmittel verwendet werden.
Berufskenntnisse im Umfang von ca. 4 Stunden. Die lernende Person wird mündlich oder sowohl schriftlich wie mündlich befragt.
Art. 17 Bestehen
2 Die Gesamtnote ist das auf eine Dezimalstelle gerundete Mittel aus den gewichteten Noten der Qualifikationsbereiche der Abschlussprüfung sowie den gewichteten Erfahrungsnoten der Berufsfachschule im berufskundlichen Unterricht und der überbetrieblichen Kurse.
3 Die Erfahrungsnote des berufskundlichen Unterrichts ist das Mittel aus der Summe sämtlicher Semesterzeugnisnoten der beiden Fächer Ernährung und Diätetik sowie Betriebswirtschaft, Betriebsorganisation und Produktionsformen. Die Erfahrungsnote der überbetrieblichen Kurse ist das Mittel aus der Summe aller benoteten Kurse.
4 Für die Berechnung der Gesamtnote werden die Noten wie folgt gewichtet:
Erfahrungsnote: einfach,
berufskundlicher Unterricht,
überbetriebliche Kurse.
2 Wird das Qualifikationsverfahren ohne erneuten Besuch der Berufsfachschule oder der überbetrieblichen Kurse wiederholt, so werden die bisherigen Erfahrungsnoten beibehalten. Wird der berufliche Unterricht oder werden die überbetrieblichen Kurse wiederholt, so zählen die neuen Erfahrungsnoten.
Art. 20 Eidgenössisches Fähigkeitszeugnis
2 Das Fähigkeitszeugnis berechtigt, den gesetzlich geschützten Titel «Diätköchin EFZ/Diätkoch EFZ» zu führen.
die Noten jedes Qualifikationsbereichs und der Erfahrungsnote.
10. Abschnitt: Schweizerische Kommission für Berufsentwicklung und Qualität für Diätköchinnen und Diätköche EFZ
1 Die Schweizerische Kommission für Berufsentwicklung und Qualität für Diätköchinnen und Diätköche EFZ setzt sich zusammen aus:
6 Vertreterinnen und Vertretern der Berufsorganisation Hotel & Gastro Union;
Sie beantragt dem SBFI Änderungen dieser Verordnung, sofern die beobachteten Entwicklungen Regelungen dieser Verordnung, namentlich die Kompetenzen nach den Artikel 4-6, betreffen.
das Reglement vom 5. Dezember 19861 über die Ausbildung und die Lehrabschlussprüfung der Diätköchinnen und Diätköche;
der Lehrplan vom 5. Dezember 19862 für den beruflichen Unterricht der Diätköchinnen und Diätköche.
1 BBl 1987 I 705
2 BBl 1987 I 705
1 Lernende, die ihre Bildung als Diätköchinnen und Diätköche vor dem 1. Januar 2007 begonnen haben, schliessen sie nach dem bisherigen Recht ab.
2 Wer die Lehrabschlussprüfung für Diätköchinnen und Diätköche bis zum 31. Dezember 2009 wiederholt, kann verlangen, nach bisherigem Recht beurteilt zu werden.
2 Die Bestimmungen über Qualifikationsverfahren, Ausweise und Titel (Art. 15-20) treten am 1. Januar 2008 in Kraft.
1 Die Bezeichnung der Verwaltungseinheit wurde in Anwendung von Art. 16 Abs. 3 der Publikationsverordnung vom 17. Nov. 2004 (SR 170.512.1) auf den 1. Jan. 2013 angepasst.21 SR 412.1032 SR 412.101

References: Art. 2

Art. 13

Art. 14

Art. 15

Art. 16

Art. 17

Art. 20
 Art. 16