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Timestamp: 2020-06-06 01:16:05+00:00

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OVG Nordrhein-Westfalen, 12.02.2013 - 3 A 2192/10 - dejure.org
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OVG Nordrhein-Westfalen, 12.02.2013 - 3 A 2192/10 (https://dejure.org/2013,5354)
OVG Nordrhein-Westfalen, Entscheidung vom 12.02.2013 - 3 A 2192/10 (https://dejure.org/2013,5354)
OVG Nordrhein-Westfalen, Entscheidung vom 12. Februar 2013 - 3 A 2192/10 (https://dejure.org/2013,5354)
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BeamtVG § 50e
VG Düsseldorf - 23 K 5794/08
DÖV 2013, 693
Die Zulässigkeit einer Teilersetzung wird weder in der Rechtsprechung noch in der Literatur grundsätzlich in Zweifel gezogen (vgl. BVerfG…, Urteil vom 9. Juni 2004 - 1 BvR 636/02 -, BVerfGE 111, 10 = juris Rn. 105; BVerwG…, Beschluss vom 23. Juni 2010 - 6 P 8/09 -, juris Rn. 36; OVG Münster, Urteil vom 12. Februar 2013 - 3 A 2192/10 -, juris Rn. 55 f. m. w. N.; OVG Berlin-Brandenburg…, Urteil vom 29. Juni 2012 - OVG 4 B 2.10 -, juris Rn. 26;… Degenhart, in: Sachs, Grundgesetz, 6. Aufl. 2011, Art. 125a Rn. 6;… Stettner, in: Dreier, Grundgesetz, 2. Aufl. 2008, Art. 125a Rn. 9;… Uhle, in: Maunz/Dürig, Grundgesetz, 46. EL [Stand: März 2006], Art. 125a Rn. 30;… Wolff, in: von Mangoldt/Klein/Starck, Kommentar zum Grundgesetz, 6. Aufl. 2010, Art. 125a Rn. 27;… a. A. wohl hinsichtlich der Ersetzung einzelner Normen Kirn, in: von Münch/Kunig, Grundgesetz, 6. Aufl. 2012, Art. 125a Rn. 3).
Deshalb war im hier streitigen Zeitraum zuerst das Ruhegehalt nach Maßgabe des § 14 BeamtVG a. F. zu bestimmen, bevor Leistungen nach § 50 b BeamtVG a. F. zu berechnen und zusätzlich zu dem zuvor ermittelten Ruhegehalt zu gewähren waren (vgl. ebenso OVG NRW, Urteil vom 12.2.2013, a. a. O., Rn 32; VG Frankfurt…, Urteil vom 20.8.2007, a. a. O., Rn 17 f.; VG Berlin…, Urteil vom 14.7.2009, a. a. O., Rn 18;… Urteil vom 24.9.2009, a. a. O., Rn 14).
Denn in diesen Vorschriften war lediglich von dem "Ruhegehalt", zu dem ein Zuschlag gewährt wird, die Rede, und nicht von dem "erdienten Ruhegehalt" (vgl. ebenso OVG NRW, Urteil vom 12.2.2013, a. a. O., Rn 32; VG Potsdam…, Urteil vom 6.12.2006, a. a. O., Rn 20; VG Berlin…, Urteil vom 14.7.2009, a. a. O., Rn 19;… Urteil vom 24.9.2009, a. a. O., Rn 14; VG Düsseldorf…, Urteil vom 14.11.2011, a. a. O., Rn 17).
Es wurde mithin im BeamtVG a. F. zum Ausdruck gebracht, wenn sich eine Regelung auf das "erdiente Ruhegehalt" beschränken sollte (vgl. ebenso OVG NRW, Urteil vom 12.2.2013, a. a. O., Rn 32; VG Potsdam…, Urteil vom 6.12.2006, a. a. O., Rn 20; VG Berlin…, Urteil vom 14.7.2009, a. a. O., Rn 19; VG Frankfurt…, Urteil vom 20.8.2007, a. a. O., Rn 21).
Die davon abweichende rechtliche Wertung in dem Gesetzentwurf der Bundesregierung (Entwurf eines Gesetzes zur Neuordnung und Modernisierung des Bundesdienstrechts - Dienstrechtsneuordnungsgesetz -) vom 12. November 2007 (…a. a. O., S. 160: Bei der neu eingefügten Vorschrift des § 50 a Abs. 7 Satz 2 BeamtVG handelt es sich "um eine gesetzliche Klarstellung, dass das amtsabhängige und das amtsunabhängige Mindestruhegehalt nicht durch die Zuschläge nach den §§ 50 a, 50 b, 50 d und 50 e zu erhöhen ist.") und dem Gesetzentwurf der niedersächsischen Landesregierung (Entwurf eines Gesetzes zur Überleitung und Änderung des Beamtenversorgungsrechts sowie zur Änderung dienstrechtlicher Vorschriften) vom 5. Januar 2011 (…a. a. O., S. 112: Die Regelung "dient der Klarstellung, dass der Kindererziehungs- und der Kindererziehungsergänzungszuschlag weder auf das amtsabhängige noch auf das amtsunabhängige Mindestruhegehalt und Mindestunfallruhegehalt anzuwenden ist.") ist demgegenüber unbeachtlich (vgl. ebenso zu § 50 a Abs. 7 Satz 2 BeamtVG OVG NRW, Urteil vom 12.2.2013, a. a. O., Rn 44 - 45; vgl. ebenso zu der durch Art. 4 Nr. 11. a) DNeuG neu gefassten Vorschrift des § 14 a Abs. 1 BeamtVG BVerwG, Urteil vom 12.11.2009 - BVerwG 2 C 29.08 -, juris Rn 11).
Es gibt auch keinen allgemeinen Grundsatz, wonach es ausgeschlossen ist, dass sich auch das Mindestruhegehalt aufgrund von speziellen beamtenversorgungsrechtlichen Vorschriften erhöht (vgl. ebenso OVG NRW, Urteil vom 12.2.2013, a. a. O., Rn 32; VG Potsdam…, Urteil vom 6.12.2006, a. a. O., Rn 20; VG Berlin…, Urteil vom 14.7.2009, a. a. O., Rn 19; VG Frankfurt…, Urteil vom 20.8.2007, a. a. O., Rn 21).
Der Sinn und Zweck des Kindererziehungs- und des Kindererziehungsergänzungszuschlags sowie die Gesetzeshistorie sprechen vielmehr dafür, dass diese Zuschläge vor der Einfügung des Satzes 2 in § 50 a Abs. 7 BeamtVG (im vorliegenden Fall: vor der zum 1.12.2011 geschaffenen Regelung des § 58 Abs. 8 Satz 2 NBeamtVG) auch dann zu gewähren waren, wenn das Ruhegehalt als Mindestruhegehalt gewährt wurde (vgl. ebenso zu §§ 50 d und e BeamtVG a. F. OVG NRW, Urteil vom 12.2.2013, a. a. O., Rn 37 - 42; vgl. ebenso zu § 50 a BeamtVG a. F. VG Potsdam…, Urteil vom 6.12.2006, a. a. O., Rn 25 - 30; vgl. ebenso zu § 50 a BeamtVG a. F. VG München…, Urteil vom 8.5.2009, a. a. O., Rn 17; vgl. ebenso zu § 50 a und b BeamtVG a. F. VG Berlin…, Urteil vom 14.7.2009, a. a. O., Rn 20 - 22;… Urteil vom 24.9.2009, a. a. O., Rn 15; vgl. ebenso zu § 50 a BeamtVG a. F. VG Frankfurt…, Urteil vom 20.8.2007, a. a. O., Rn 21; vgl. ebenso zu § 50 a und b BeamtVG a. F. VG Düsseldorf…, Urteil vom 14.11.2011, a. a. O., Rn 20 - 23).
Soweit das OVG Münster (Urteil vom 12. Februar 2013 - 3 A 2192/10 - juris Rn. 32) aus der Bezugnahme auf das Wort "Ruhegehalt" - anstatt "erdientes Ruhegehalt" - in § 50a Abs. 1 Satz 1 und § 50b Abs. 1 Satz 1 BeamtVG folgert, die Mindestversorgung schließe kinderbezogene Leistungen auch für die Zeit vor dem Inkrafttreten von § 50a Abs. 7 Satz 2 BeamtVG zum 1. März 2009 nicht aus, folgt der Senat dem aus Gründen der Gesetzessystematik nicht.
Dem geltend gemachten Anspruch auf KEZ stehe nicht entgegen, dass der beschließende Senat mit Urteil vom 12.2.2013 - 3 A 2192/10 - entschieden habe, § 50e BeamtVG sei eine Rechtsgrundverweisung.
vgl. OVG NRW, Urteil vom 12.2.2013 - 3 A 2192/10 -, juris, Rn. 28.
vgl. OVG NRW, Urteil vom 12.2.2013 - 3 A 2192/10 -, juris, Rn. 28; VG MuÌ?nchen, Urteil vom 8.5.2009 - M 21 K 08.3117 -, juris, Rn. 19; Geyer, in: Stegmüller/Schmalhofer/Bauer, Beamtenversorgungsrecht des Bundes und der Länder, 110. AL, April 2014, § 50e BeamtVG, Rn. 27.
vgl. Groepper/Tegethoff, in: Plog/Wiedow, Bundesbeamtengesetz, Stand: Dezember 2013, § 50e BeamtVG, Rn. 4 ff.; OVG NRW, Urteil vom 12.2.2013 - 3 A 2192/10 -, juris, Rn. 39.
Eine den Anwendungsbereich des § 50a BeamtVG einschränkende Auslegung führt dazu, dass bereits vor Einfügung des Satzes 2 in § 50a Abs. 7 BeamtVG durch das Dienstrechtsneuordnungsgesetz die Mindestversorgung nach § 14 Abs. 4 BeamtVG nicht Grundlage für eine Erhöhung um die in §§ 50a, 50b, 50e BeamtVG geregelten Zuschläge für Zeiten der Kindererziehung sein kann (entgegen OVG NW, U.v. 12.2.2013 - 3 A 2192/10 - juris).
Insbesondere das Oberverwaltungsgericht Nordrhein-Westfalen hat diese Auffassung in seinem rechtskräftigen Urteil vom 12. Februar 2013 - 3 A 2192/10 - (…juris Rn. 30 ff.) mit Blick auf den Wortlaut und die Gesetzessystematik (Unterscheidung von Ruhegehalt und Leistungen nach den §§ 50a ff. BeamtVG in § 2 Abs. 1 Nr. 1 und 9 BeamtVG) vertreten.
VG Düsseldorf, 17.02.2014 - 23 K 8455/13
(Vorübergehender) Kindererziehungszuschlag als selbständiger Bestandteil der …
Entsprechend ist zuerst das Ruhegehalt nach Maßgabe von § 14 BeamtVG zu bestimmen, bevor Leistungen nach §§ 50a und 50e BeamtVG berechnet und zusätzlich zu dem zuvor ermittelten Ruhegehalt gewährt werden, OVG NRW, Urteil vom 12. Februar 2013 - 3 A 2192/10 -, unter: nrwe.de (…Rn. 34).
Ist so der Kindererziehungszuschlag durch die notwendige Fiktionsregelung in § 50a Abs. 7 BeamtVG nicht als eigenständige Versorgungsleistung, sondern als selbständiger Teil des Ruhegehalts anzusehen, OVG NRW, Urteil vom 12. Februar 2013 - 3 A 2192/10 -, unter: nrwe.de (…Rn. 37), spricht zunächst der Wortlaut in § 14 Abs. 3 BeamtVG dafür, dass auch der Kindererziehungszuschlag mit einem Versorgungsabschlag zu belegen ist.
Eine teleologische Reduktion der nach ihrem Wortlaut unterschiedslos an das "erdiente" Ruhegehalt und das Mindestruhegehalt anknüpfenden § 50a Abs. 1 Satz 1 BeamtVG, auf den § 50e Abs. 1 Satz 1 BeamtVG Bezug nimmt, ist vor diesem Hintergrund nicht geboten, OVG NRW, Urteil vom 12. Februar 2013 - 3 A 2192/10 -, unter: nrwe.de (…Rn. 43).
Ob dies - wie mit dem ersten Halbsatz der zweiten Frage thematisiert wird - vor der Gesetzesänderung anders war (so OVG Münster, Urteil vom 12. Februar 2013 - 3 A 2192/10 - juris Rn. 28 ff. m.w.N), ist nicht entscheidungserheblich, da es vorliegend nur um die Rechtslage nach der Gesetzesänderung geht; die von der Beschwerde angeführten Entscheidungen der Instanzgerichte zur früheren Rechtslage sind unbehelflich.
Setzt der Beklagte der Feststellung des Verwaltungsgerichts, der Wortlaut der § 50a und § 50b BeamtVG spreche eindeutig für eine Leistungsgewährung auch neben einem Mindestruhegehalt - ebenso auch der beschließende Senat in dem dem Beklagten bekannten Beschluss vom 21. August 2012 - 3 A 2192/10 -, S. 4 des amtl.
vgl. den dem Beklagten bekannten Beschluss des beschließenden Senats vom 21. August 2012 - 3 A 2192/10 -, S. 4 des amtl.
Setzt der Beklagte demnach der Feststellung des Verwaltungsgerichts, der Wortlaut der § 50a und § 50b BeamtVG spreche eindeutig für eine Leistungsgewährung auch neben einem Mindestruhegehalt - ebenso auch der beschließende Senat in dem dem Beklagten bekannten Beschluss vom 21. August 2012 - 3 A 2192/10 -, S. 4 des amtl.
Aus § 4 Abs. 2 LBeamtVG NRW - Wortgleich mit dem früheren Recht - folgt, dass für die Versorgungsbezüge grundsätzlich das Recht Anwendung findet, welches im Zeitpunkt des Beginns des Ruhestandes gilt, OVG NRW, Urteil vom 12. Februar 2013 - 3 A 2192/10 -, in: juris (…Rn. 48).
Der Landesgesetzgeber knüpft zum einen in Übereinstimmung mit § 4 Abs. 2 LBeamtVG NRW zum einen an den Zeitpunkt des Ruhestands an ("Anspruch auf Ruhegehalt vor dem Zeitpunkt des Inkrafttreten dieses Gesetzes"); anderseits führt er neben dem Beginn des Ruhestandes den weiteren Zeitpunkt der Wirksamkeit der Entscheidung des Familiengerichts ein, verschiebt also den Zeitpunkt bewusst in Abhängigkeit der Entscheidung des Familiengerichts, die hier am 10. März 2013 erging und - gemäß § 224 Abs. 1 Gesetz über das Verfahren in Familiensachen und in den Angelegenheiten der freiwilligen Gerichtsbarkeit (FamFG) - insofern maßgeblich am 23. April 2014 rechtskräftig wurde, OVG NRW, Urteil vom 12. Februar 2013 - 3 A 2192/10 -, in: juris (…Rn. 48) zur Frage des maßgeblichen Zeitpunktes bei § 48 BeamtVG; OVG NRW, Urteil vom 13. August 2007 - 1 A 2365/06 -, in: juris (…Rn. 22) zur Frage der Wirksamkeit der Entscheidung des Familiengerichts unter Geltung der damaligen §§ 16 Abs. 1, 53g Abs. 1 Gesetz über die Angelegenheiten der freiwilligen Gerichtsbarkeit (FGG);.

References: § 50
 Art. 125
 Art. 125
 Art. 125
 Art. 125
 Art. 125
 § 14
 § 50
 § 50
 § 50
 Art. 4
 § 14
 § 50
 § 58
 § 50
 § 50
 § 50
 § 50
 § 50
 § 50
 § 50
 § 50
 § 50
 § 50
 § 50
 § 50
 § 50
 § 14
 § 2
 § 14
 § 50
 § 14
 § 50
 § 50
 § 50
 § 50
 § 50
 § 50
 § 4
 § 4
 § 224
 § 48