Source: https://www.wiwiweb.de/externes-rechnungswesen/organisation-des-rechnungswesens/grundsaetze-ordnungsmaessiger-buchfuehrung-gob/ergaenzende-grundsaetze.html
Timestamp: 2016-12-04 12:13:07+00:00

Document:
Ergänzende Grundsätze - Externes Rechnungswesen
Organisation des Rechnungswesens > Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung (GoB):
Going concern PrinzipGrundsatz der PagatorikEinzelbewertungsgrundsatzVorsichtsprinzip
Terminankündigung aus unserem Online-Kurs Abgabenordnung: Am 08.12.2016 (ab 18:00 Uhr) findet unser nächstes Webinar statt.Gratis-Webinar Diskrete und stetige Verteilungen in der Wahrscheinlichkeitsrechnung - In diesem 60-minütigen Gratis-Webinar gehen wir darauf ein, welche diskreten und stetigen Verteilungen Sie in der Prüfung beherrschen müssen.[weitere Informationen] [Terminübersicht]	Going concern Prinzip
Nach § 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB ist eine Bewertung unter der Annahme der Unternehmensfortführung (going concern) durchzuführen, solange „dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen“.
Somit wird angenommen, dass bei nicht vorliegen entsprechender Informationen, ein Unternehmen auf unbestimmte Zeit fortgeführt wird. Im Falle einer Insolvenz ist dies nicht mehr der Fall und die üblichen Bewertungsmethoden sind hinfällig. Auch eine planmäßige Abschreibung des Sachanlagevermögens ist in diesem Falle nicht anwendbar.
Das interne Rechnungswesen arbeitet im Gegensatz zum externen Rechnungswesen nicht ausschließlich mit dem Grundsatz der Pagatorik und greift auf kalkulatorische Kosten zurück.
Durch solch eine Periodisierung von Zahlungsvorgängen (Einnahmen und Ausgaben) soll ein periodengerechter Erfolg eines Unternehmens ermittelt werden.
Der Einzelbewertungsgrundsatz ist in § 252 Abs. 1 Nr. 3 HGB definiert. Demnach sind sämtliche Vermögensgegenstände und Schulden jeweils einzeln für sich zu bewerten. Eine Verrechnung ist dahingehend nicht zulässig (Saldierungsverbot).
Nach § 252 Abs. 2 HGB gibt es aber in begründeten Fällen die Möglichkeit, hiervon abzuweichen. In Verbindung mit dem Grundsatz der Wirtschaftlichkeit, nachdem die Wesentlichkeit eine Rolle spielt, ergeben sich nach § 240 Abs. 3 HGB (Festbewertung) und § 240 Abs. 4 HGB (Gruppenbewertung) sowie § 256 HGB (Bewertungsvereinfachungsverfahren) die folgenden möglichen Abweichungen:
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe (Vorräte eines Unternehmens) können bei einer wertmäßig unwesentlichen Rolle und einer gleichbleibenden Menge mit einer festen (konstanten) Bewertung erfasst werden.
Ebenfalls können gleichartige Vermögensgegenstände des Vorratsvermögens, andere gleiche oder annähernd gleichwertige bewegliche Vermögensgegenstände sowie Schulden jeweils in einer Gruppenbewertung erfasst werden.
Die Bewertung von gleichartigen Vermögensgegenständen des Vorratsvermögens kann im Einklang mit den GoB mithilfe von Bewertungsvereinfachungsverfahren durchgeführt werden (nur LiFo und FiFo zulässig).
Eine Verrechnung erfolgt beispielsweise auch bei der Umsatzsteuer mit der Vorsteuer.
Der womöglich bekannteste Grundsatz (zur Kapitalerhaltung) ist das Vorsichtsprinzip nach § 252 Abs. 1 Nr. 4 HGB.
Der (nicht ganz korrekte) Spruch „Ein guter Kaufmann rechnet sich immer ärmer als er ist“ entstammt diesem Prinzip.
Dabei ist nicht gemeint, dass der Kaufmann eine systematische Unterbewertung aller Vermögensgegenstände und Überbewertung aller Schulden durchführen soll. Nur im Falle einer unsicheren Entwicklung soll der Kaufmann auf eine vorsichtige Bewertung zurückgreifen. Es erfolgt keine Aufforderung zur Bildung stiller Reserven/Rücklagen. Ein Missbrauch würde gegen den Grundsatz der Willkürfreiheit verstoßen.	Lückentext
Bitte die Lücken im Text sinnvoll ausfüllen.	Der womöglich bekannteste Grundsatz (zur Kapitalerhaltung) ist das nach § 252 Abs. 1 Nr. 4 HGB.	0/0	Lösen
Vielleicht ist für Sie auch das Thema	Sachanlagen	(Vorbereitung der Konsolidierung)	aus unserem Online-Kurs	Konzernabschluss IFRS
Vielleicht ist für Sie auch das Thema	Rahmengrundsätze	(Organisation des Rechnungswesens)	aus unserem Online-Kurs	Externes Rechnungswesen

References: § 252
 § 252
 § 252
 § 240
 § 240
 § 256
 § 252
 § 252