Source: http://relevancy.bger.ch/php/aza/http/index.php?lang=de&type=show_document&page=1&from_date=&to_date=&sort=relevance&insertion_date=&top_subcollection_aza=all&query_words=&rank=0&azaclir=aza&highlight_docid=atf%3A%2F%2F116-II-738%3Ade&number_of_ranks=0
Timestamp: 2019-06-26 12:56:56+00:00

Document:
Berufung gegen einen Zwischenentscheid; materielle Rechtskraft; Verwirkung.
1. Grundsätzlich prüft das Bundesgericht von Amtes wegen, ob eine Berufung im Sinne von Art. 50 OG zulässig ist, was jedoch den Berufungskläger nicht von der aktiven Mitwirkung am Verfahren entbindet; er muss dem Bundesgericht darlegen, wenn Bedenken oder Schwierigkeiten bestehen und wenn er die Elemente einer Lösung kennt (Präzisierung der Rechtsprechung) (E. 1).
2. Tatsachen, die dem Gericht in einem ersten Prozess, jedoch in Missachtung des kantonalen Verfahrensrechts, zur Kenntnis gebracht worden sind; obwohl das Gericht dafür gehalten hat, diese Tatsachen bei der Beurteilung nicht zu berücksichtigen, hat es in der Sache dennoch in Würdigung der gesamten Umstände entschieden; hier hat die materielle Rechtskraft die Verwirkung zur Folge: die vorschriftswidrig angerufenen Tatsachen dürfen in einem zweiten Prozess nicht mehr vorgebracht werden (E. 2b und 3).
Sachverhalt ab Seite 739
BGE: 105 II 151, 112 II 272, 106 II 349, 110 II 352 mehr... , 114 II 383, 112 III 80, 107 II 236, 103 II 158, 105 II 320, 114 II 384, 105 II 270, 109 II 29, 105 II 271, 99 II 174, 105 II 159
Artikel: art. 50 al. 1 OJ, Art. 50 OG, art. 23 ss CO, art. 343 al. 4 CO mehr... , art. 8 CC, art. 137 let. b OJ, art. 31 CO, art. 22 PCF

References: Art. 50
 art. 50
 Art. 50
 art. 23
 art. 343
 art. 8
 art. 137
 art. 31
 art. 22