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Timestamp: 2020-01-20 05:37:45+00:00

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BGH, 01.02.1962 - VII ZR 212/60 - dejure.org
BGH, 01.02.1962 - VII ZR 212/60
https://dejure.org/1962,245
BGH, 01.02.1962 - VII ZR 212/60 (https://dejure.org/1962,245)
BGH, Entscheidung vom 01.02.1962 - VII ZR 212/60 (https://dejure.org/1962,245)
BGH, Entscheidung vom 01. Februar 1962 - VII ZR 212/60 (https://dejure.org/1962,245)
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BGHZ 36, 321
NJW 1962, 807
MDR 1962, 396
Diese sich über Monate hinziehende Tätigkeit war eine geschäftsmäßige Besorgung fremder Rechtsangelegenheiten i.S. von Art. 1 § 1 RBeratG; der Bekl. hätte zu deren Ausübung der behördlichen Erlaubnis bedurft(Urt. des Senats BGHZ 36, BGHZ 36 Seite 321 = NJW 62, NJW Jahr 62 Seite 807).
Der BGH hat bisher die Frage, ob ein Verstoß des Rechtsberaters gegen den Art. 1 § 1 RBeratG zur Nichtigkeit des Geschäftsbesorgungsvertrags mit dem Rechtsuchenden führt, offen gelassen (BGHZ 7, BGHZ 7 Seite 371, BGHZ 7 Seite 377 = NJW 53, NJW Jahr 53 Seite 60; BGHZ 36, BGHZ 36 Seite 321 = NJW 62, NJW Jahr 62 Seite 807).
Dieser Wert ist nach der Höhe der üblichen oder (mangels einer solchen) nach der angemessenen Vergütung zu bestimmen (Urt. d. Sen. BGHZ 36, BGHZ 36 Seite 321 = NJW 62, NJW Jahr 62 Seite 309).
Die LLE (bzw. die Beklagte zu 1) hat im Zuge der Errichtung der Anlage fortlaufend rechtsgrundlose Werkleistungen erbracht und damit fortlaufend einen Bereicherungsanspruch in Höhe der üblichen, hilfsweise der angemessenen Vergütung (§ 818 Abs. 2 BGB) erworben (vgl. BGHZ 36, 321, 323; 37, 258, 264;… Bamberger/Roth/Wendehorst, BGB § 818 Rdn. 30).
Auch aus dem von der Revision zitierten Urteil des Bundesgerichtshofs vom 1. Februar 1962 (BGHZ 36, 321 ff.) ergibt sich nichts anderes.
Auch eine Tätigkeit, die sich (lediglich) darauf richtet, im Wege des Vergleichs sowie aus Kulanz- oder sonstigen Gründen eine Umgestaltung rechtlicher Verhältnisse zu erzielen, ist Besorgung fremder Rechtsangelegenheiten (vgl. BGHZ 36, 321, 322; 37, 258, 260; 48, 12, 19 [BGH 09.05.1967 - Ib ZR 59/65]; BGH, Urteile vom 8. Mai 1970 - I ZR 62/68 = BGHWarn 1970 Nr. 117 = MDR 1970, 656 [BGH 08.05.1970 - I ZR 62/68]; vom 27. November 1981 - I ZR 26/79 = WM 1982, 187; vom 24. Juni 1987 - I ZR 74/85 = BGHWarn 1987 Nr. 217 = NJW 1987, 3003, 3004; BGHZ 102, 128, 130).
Einen daneben in Betracht kommenden bereicherungsrechtlichen Anspruch auf Wertersatz (§§ 812 ff BGB; vgl. BGHZ 36, 321, 323; 37, 258, 262 ff; 50, 90, 91; s.a. BGHZ 111, 308, 311 ff [BGH 31.05.1990 - VII ZR 336/89] und Senatsurteil BGHZ 118, 142, 150) hat das Berufungsgericht - von seinem Standpunkt aus folgerichtig - nicht geprüft.
Der Wert derartiger Leistungen entfällt nicht schon mit einer Rückgabe der dem Auftraggeber gelieferten Arbeitsunterlagen, sondern verbleibt ihm regelmäßig in Höhe der üblichen oder angemessenen Vergütung (§ 632 Abs. 2 BGB) jedenfalls dann, wenn er entsprechende anderweitige Aufwendungen erspart hat (vgl. BGHZ 36, 321, 323; 37, 258, 264; 70, 12, 17;… BGH, Urt. v. 5. November 1981 - VII ZR 216/80, NJW 1982, 879, 880; v. 23. Juni 1994 - VII ZR 167/93, DtZ 1994, 339, 341).
Dabei ist zu berücksichtigen, daß der Kläger vom Beklagten ebenfalls nach Bereicherungsgrundsätzen den Wert der von ihm erbrachten Leistungen ersetzt verlangen kann, der nach der Höhe der üblichen, oder (mangels einer solchen) der angemessenen Vergütung zu bestimmen ist, sofern der Beklagte entsprechende Auslagen erspart hat (BGHZ 36, 321, 323 [BGH 01.02.1962 - VII ZR 212/60]; 37, 258, 264 [BGH 25.06.1962 - VII ZR 120/61]; 55, 128, 130) [BGH 07.01.1971 - VII ZR 9/70].
Im Urteil des Senats BGHZ 36, 321, 323 [BGH 01.02.1962 - VII ZR 212/60] sollte nichts Abweichendes zum Ausdruck gebracht werden; die Frage einer Anwendbarkeit des § 817 Satz 2 BGB ist darin nicht berührt worden.
OLG Brandenburg, 13.11.2019 - 4 U 38/19

References: Art. 1
 § 1
 BGH 
 Art. 1
 § 1
 § 818
 § 817