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Timestamp: 2019-09-22 07:42:23+00:00

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§ 103 InsO: Wahlrecht des Insolvenzverwalters
§ 102 InsO
BGH, URTEIL vom 3.9.2015, Az. I ZR 173/14 Da kein unbewegli- ches Vermögen betroffen ist, eröffnen derartige Nutzungsverträge für den Insolvenzverwalter einer jeden Vertragspartei ein Wahlrecht nach § 103 InsO, falls sie im Zeitpunkt der Insolvenzeröffnung beiderseits noch nicht vollständig erfüllt waren (BGH, Urteil vom 17. November 2005 - IX ZR 162/04, GRUR 2006, 435 Rn. 21 mwN).
BGH, URTEIL vom 4.11.2014, Az. IX ZR 87/14 Denn im vorliegenden Fall sei nicht § 103 InsO, sondern § 108 InsO anzuwenden, auch wenn § 108 Abs. 1 Satz 1 InsO nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs (Urteil vom 5. Juli 2007 -IXZR 185/06, BGHZ173, 116 Rn. 13 ff) einschränkend dahin auszulegen sei, dass diese Regelung nur gelte, wenn das Mietverhältnis im Zeitpunkt der Eröffnung des Insolvenzverfahrens durch die Überlassung der Mietsache an den Mieter vollzogen sei.
LArbG Nürnberg, Urteil vom 3.9.2014, Az. 4 Sa 273/14 Danach würde es sich bei einer Karenzentschädigung nur dann um eine Masseverbindlichkeit handeln, wenn der Insolvenzverwalter zugunsten der Masse sein Wahlrecht gemäß § 103 Abs. 2 InsO ausgeübt und dem Kläger gegenüber auf die Einhaltung des Wettbewerbsverbots ausdrücklich bestanden hätte (vgl. hierzu FK-InsO, 6. Aufl., § 113 Rz. 107 ff.; BGH vom 08.10.2009 - IX ZR 61/06 - mit Anmerkung Cranshaw).
BGH, URTEIL vom 3.1.2014, Az. IV ZR 163/13 17	Kann	jedoch	der	Insolvenzverwalter oder der Treuhänder (§ 313 InsO) die Forderungen des Schuldners aus dem Vertrag nicht zur Masse ziehen, so ist auch kein Raum für die Anwendung von § 103 InsO (OLG Frankfurt aaO S. 992; LG Köln aaO; LG Dortmund aaO; Senger/Finke aaO).
BGH, URTEIL vom 3.6.2013, Az. VIII ZR 163/12 Einen Rechtsfehler der tatrichterlichen Würdigung des Berufungsgerichts, der Kläger habe mit der (vorbehaltlosen) Aufnahme der Lieferungen Erfüllung des (gesamten) Vertrages gemäß § 103 Abs. 1 InsO gewählt, zeigt die Revisionserwiderung nicht auf.§ 103 Abs. 1 InsO gibt dem Insolvenzverwalter im Übrigen auch gar nicht die Möglichkeit, nur die teilweise Erfüllung eines beiderseits noch nicht erfüllten Vertrages oder die Erfüllung nur einzelner Ansprüche zu wählen (BGH, Urteil vom 11. Februar 1988 - IX ZR 36/87, BGHZ 103, 250, 253).
BGH, URTEIL vom 4.9.2011, Az. IX ZR 10/11 Dann gebührt der Masse nach dem Grundgedanken des § 103 Abs. 1 InsO auch die ungeschmälerte Gegenleistung (BGH, Urteil vom 20. Dezember 1988, aaO).
BGH, URTEIL vom 2.11.2009, Az. XI ZR 182/08 Jedoch führt die Eröffnung des Insolvenzverfahrens nicht zu dem Erlöschen der (Nach-) Erfüllungsansprüche im Sinne einer materiellrechtlichen Umgestaltung des Vertrages (zu § 103 InsO grundlegend BGHZ 150, 353, 359; ebenso BGHZ 155, 87, 90; BGH, Urteil vom 1. März 2007 - IX ZR 81/05, WM 2007, 840, Tz. 11).
BGH, URTEIL vom 2.11.2009, Az. XI ZR 183/08 Jedoch führt die Eröffnung des Insolvenzverfahrens nicht zu dem Erlöschen der (Nach-) Erfüllungsansprüche im Sinne einer materiellrechtlichen Umgestaltung des Vertrages (zu § 103 InsO grundlegend BGHZ 150, 353, 359; ebenso BGHZ 155, 87, 90; BGH, Urteil vom 1. März 2007 - IX ZR 81/05, WM 2007, 840, Tz. 11).
BGH, URTEIL vom 2.11.2009, Az. XI ZR 181/08 Jedoch führt die Eröffnung des Insolvenzverfahrens nicht zu dem Erlöschen der (Nach-) Erfüllungsansprüche im Sinne einer materiellrechtlichen Umgestaltung des Vertrages (zu § 103 InsO grundlegend BGHZ 150, 353, 359; ebenso BGHZ 155, 87, 90; BGH, Urteil vom 1. März 2007 - IX ZR 81/05, WM 2007, 840, Tz. 11).
LAG Hamm, Urteil vom 3.4.2009, Az. 2 Sa 331/09 Die vom Kläger zitierte Entscheidung des OLG Hamm vom 28.11.2002 – 27 U 87/02 (ZIP 2003, 1165) ist nicht einschlägig, weil es dort um Ansprüche ging, die erst durch ein Erfüllungsverlangen i.S. v. § 103 Abs. 1 InsO eine Masseverbindlichkeit geworden sind.
BGH, URTEIL vom 4.0.2009, Az. IX ZR 66/07 -6- 165/02, WM 2003, 2429, 2430 f mit jeweils bejahenden Nachweisen), ob § 103 InsO auf die Geltendmachung von Ansprüchen bei Rückabwicklung eines gegenseitigen Vertrages überhaupt anwendbar ist (in diesem Sinne außerdem: OLG Stuttgart ZlnsO 2004, 1087, 1088 f; Jaeger/Henckel, InsO §55 Rn. 45; HK-lnsO/Lohmann, 5. Aufl. §55 Rn. 16; Wegener, Das Wahlrecht des Insolvenzverwalters unter dem Einfluss des Schuldrechtsmodernisierungsgesetzes, 2007, Rn. 686 ff; Kepplinger, Das Synallagma in der Insolvenz, 2000, S. 336 f) und der Kläger solche - tatsächlich in keinem Schriftsatz auch nur andeutungsweise erwähnte - Rechte neben dem Anspruch aus § 894 BGB verfolgt hat (vgl. Marotzke LM § 273 BGB Nr. 62 Bl. 6).
BGH, URTEIL vom 4.5.2008, Az. IX ZR 47/05 Ein Wahlrecht des Insolvenzverwalters gemäß § 103 InsO auf Erfüllung des Girovertrags besteht nicht; denn die Bestimmungen der § 115 Abs.1, § 116 Satz 1 InsO ordnen das Erlöschen des Vertrages mit Wirkung für die Zukunft an und verdrängen damit das Verwalterwahlrecht nach § 103 InsO (RGZ 71, 76, 77 f zu §§ 17, 23 KO; BGHZ 168, 276, 280 f Rn. 12; Uhlenbruck/Berscheid, InsO 12. Aufl. §§115, 116 Rn. 12; Küb-ler/Prütting/Tintelnot, InsO §§115, 116 Rn. 10; MünchKomm-lnsO/Huber, 2. Aufl. § 103 Rn. 104 f; MünchKomm-lnsO/OttA/uia, aaO § 116 Rn. 37).
BGH, URTEIL vom 4.5.2008, Az. IX ZR 47/05 Auf das Verhältnis der Erfüllungswahl des Insolvenzverwalters nach § 103 InsO zur Abtretung künftiger Forderungen (vgl. im Übrigen BGH, Urt. v. 29. November 2007 - IX ZR 165/05 aaO, S. 374 Rn. 27) kommt es deshalb nicht an.
BGH, URTEIL vom 4.10.2007, Az. IX ZR 53/04 Dies ergibt sich hinreichend deutlich aus dem Wortlaut des Gesetzes, das vom Insolvenzverwalter - nicht vom vorläufigen Insolvenzverwalter - spricht, sowie aus der systematischen Stellung des § 103 InsO im Dritten Teil der Insolvenzordnung (§§ 80 bis 147), welcher die Wirkungen der Eröffnung des Insolvenzverfahrens behandelt, und wird folgerichtig in Rechtsprechung und Literatur nicht in Zweifel gezogen (vgl. etwa BGHZ 97, 87, 90; 130, 38, 42, jeweils zur Konkursordnung; OLG Düsseldorf ZlnsO 2005, 820, 821; Gottwald/Huber, Insolvenzrechts-Flandbuch 3. Aufl. §35 Rn. 2; Uhlenbruck/Berscheid, InsO 12. Aufl. §103 Rn. 62; Kübler/Prütting/Tintelnot, InsO § 103 Rn. 51; HK-lnsO/Marotzke, 4. Aufl. §103 Rn. 57).
BGH, URTEIL vom 4.10.2007, Az. IX ZR 53/04 Aus den gleichen Gründen ist die Aufforderung nach § 103 Abs. 2 Satz 2 InsO ausschließlich an den Insolvenzverwalter zu richten (vgl. OLG Düsseldorf OLG-Report 1992, 340, 341 f; Kübler/Prütting/Tintelnot, InsO § 103 Rn. 70).
BGH, BESCHLUSS vom 4.6.2007, Az. IX ZR 160/06 Mit der Erfüllungswahl des Verwalters verliert die Sicherungszession eines Anspruchs des Schuldners aus einem im Eröffnungszeitpunkt beiderseits noch nicht vollständig erfüllten Vertrages nach § 103 Abs. 1 InsO ihre Wirkung (BGH, Urt. v. 9. März 2006 - IX ZR 55/04, ZIP 2006, 859 Rn. 12 m.w.N.).
BGH, URTEIL vom 4.6.2007, Az. IX ZR 185/06 Die Erklärung des Insolvenzverwalters gemäß § 103 Abs. 1 InsO ist eine einseitige empfangsbedürftige Willenserklärung; die allgemeinen Bestimmungen über die Auslegung von Willenserklärungen (§§ 133, 157 BGB) finden Anwendung (BGH, Urt. v. 1. März 2007 - IX ZR 81/05, WM 2007, 840, 841).
BGH, URTEIL vom 4.0.2007, Az. IX ZR 202/05 Folglich bleibt für eine Anwendung des § 103 InsO auf die Gegenleistung für die vom Versicherer vor Eröffnung erbrachte Leistung kein Raum mehr (vgl. BGH, Urt. v. 6. Juli 2006, aaO S. 1782).
LG Münster, Urteil vom 3.6.2005, Az. 10 O 218/05 Der § 103 Abs. 2 Insolvenzordnung wird von der Rechtsprechung und der sich darin anschließenden Literatur dahingehend ausgelegt, dass sich das Vertragsverhältnis in diesen Fällen in Folge der Insolvenzeröffnung ohne Kündigung automatisch in ein Abwicklungsverhältnis wandelt (vgl. BGH Versicherungsrecht 93, 689; OLG I Versicherungsrecht 96, 360; Prölls/Martin-Kollosser § 165 VVG Rdnr. 3).
BGH, BESCHLUSS vom 2.4.2005, Az. IX ZB 6/03 Soweit diese durch vom Insolvenzverwalter/Treuhänder abgeschlossene Verträge oder durch Erfüllungswahl des Insolvenzverwalters (§§ 103, 105 InsO; vgl. hierzu BGHZ 150, 353, 359 f) entstehen, sind sie durch die Fortführung des Unternehmens veranlaßt.
BGH, URTEIL vom 4.3.2004, Az. IX ZR 141/03 Das Grundstücksmietverhältnis unterliegt nicht § 103, sondern den §§ 108 bis 111 InsO (BGH, Urt. v. 3. April 2003 aaO S. 916).
BGH, URTEIL vom 4.0.2004, Az. IX ZR 39/03 Der Kontokorrentvertrag - und folglich auch das Abrufrecht des Schuldners -endet gemäß §§116 Satz 1, 115 Abs. 1 InsO mit Eröffnung des Insolvenzverfahrens, sofern er bis dahin noch nicht gekündigt worden ist (vgl. BGHZ 70, 86, 93; BGH, Urt. v. 13. November 1990 -XI ZR 217/89, ZIP 1991, 155, 156; Beschl. v. 21. März 1995 -XI ZR 189/94, WM 1995, 745; MünchKomm-InsO/Ott, §116 Rn. 39; Uhlenbruck/Berscheid, InsO 12. Aufl. §103 Rn. 46, §§115, 116 Rn. 17 f). Selbst wenn man annehmen wollte, der Insolvenzverwalter könne gemäß § 103 InsO die Fortsetzung des Vertrages verlangen (in diesem Sinne Kübler/Prütting/Tintelnot, InsO § 103 Rn. 19; HK-lnsO/ Marotzke, 3. Aufl. § 116 Rn. 5), so würden aus dessen Verfügungen nur Masseansprüche entstehen, auf die der Pfändungsgläubiger nicht zugreifen könnte.
BGH, BESCHLUSS vom 4.10.2003, Az. III ZB 24/03 Die Schiedsabrede ist weder ein gegenseitiger Vertrag im Sinne des § 103 InsO (früher: § 17 KO), noch ein Auftrag im Sinne des § 115 InsO (früher: § 23 KO); dementsprechend kann der Insolvenzverwalter weder die Erfüllung ablehnen (§ 103 Abs. 2 Satz 1 InsO) noch erlischt der Schiedsvertrag gemäß § 115 Abs. 1 InsO durch die Eröffnung des Insolvenzverfahrens (vgl. BGHZ aaO <zu §§ 17, 23 KO>).
BGH, URTEIL vom 4.9.2003, Az. IX ZR 165/02 a)	Nach einer in der rechtswissenschaftlichen Literatur ganz überwiegend vertretenen Meinung, die sich auf eine Entscheidung des Reichsgerichts (RG LZ 1915, 217 f unter Nr. 17) und auf eine ältere Entscheidung des Bundesgerichtshofs stützen kann (BGH, Urt. v. 14. Dezember 1960 - VIII ZR 24/60, WM 1961, 482, 485 f; offengelassen in BGHZ 150, 138, 148), ist § 103 InsO (vormals § 17 KO) nicht nur auf die Erfüllung gegenseitiger Verträge, sondern sinngemäß auch auf Rückgewährschuldverhältnisse auf vertraglicher Grundlage anzuwenden (vgl. Jaeger/Henckel, KO 9. Aufl. § 17 Rn. 28, 91 ff; Henckel, Festschrift für Wieacker 1978 S. 370 ff; MünchKomm-lnsO/Huber, §103 Rn. 86, 139 f; Staudinger/Kessal-Wulf, BGB Neubearbeitung 2001 §9 VerbrKrG Rn. 101; HK-lnsO/Marotzke, 2. Aufl. § 103 Rn. 11; Marotzke, Gegenseitige Verträge im neuen Insolvenzrecht 3. Aufl. Rn. 4. 125; Kilger K./Schmidt, Insolvenzgesetze 17. Aufl. §17 KO An. 2c; Kübler/Prütting/Tintelnot, InsO § 103 Rn. 14; Uhlenbruck/Berscheid, InsO 12. Aufl. § 103 Rn. 31).
LG Duisburg, Urteil vom 5.5.2003, Az. 22 O 31/03 42§ 103 Abs. 2 InsO steht dem nicht entgegen (vgl. LG Potsdam, ZIP 2002, 1734 f., 1735).

References: § 102
 § 103
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 § 108
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 § 113
 BGH 
 § 103
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 §55
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 § 894
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 § 115
 § 116
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 §35
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 §103
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 BGH 
 § 165
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 §116
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 § 17
 § 115
 § 23
 § 115
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 § 17
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 §9
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