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Timestamp: 2016-10-26 13:33:39+00:00

Document:
6B_544/2012 (11.02.2013)
6B_544/2012
vertreten durch Rechtsanwalt Jean-Fran�ois Alabor,
Gewerbsm�ssiger Diebstahl etc.; Willk�r,
rechtliches Geh�r etc.,
vom 24. Juli 2012.
Das Bezirksgericht Brugg verurteilte X.________ am 22. Februar 2011 wegen gewerbsm�ssigen Diebstahls (Art. 139 Ziff. 2 StGB), Sachbesch�digung (Art. 144 Abs. 1 StGB) und mehrfachen Hausfriedensbruchs (Art. 186 StGB) zu einer bedingten Freiheitsstrafe von 18 Monaten und einer Busse von Fr. 5'000.-- (Dispositiv-Ziff. 2 und 3). Es verf�gte die Einziehung von zahlreichen Schmuckst�cken und Uhren (Dispositiv-Ziff. 4). Die Zivilforderungen verwies es auf den Zivilweg (Dispositiv-Ziff. 5).
Das Obergericht des Kantons Aargau hiess die Berufung von X.________ gegen dieses Urteil am 24. Juli 2012 teilweise gut. Es hob Dispositiv-Ziff. 4 betreffend die Einziehung auf und wies die Sache zur neuen Beurteilung an die Vorinstanz zur�ck. Im �brigen wies es die Berufung ab.
X.________ arbeitete von M�rz 1999 bis Januar 2005 im Bezirksspital A.________. Ab Februar 2005 war sie im Bezirksspital B.________ t�tig. In der Zeit von Dezember 2001 bis November 2005 beh�ndigte sie am Wohnort von 34 Patienten des Bezirksspitals A.________ bzw. B.________ Schmuck und Bargeld, in wenigen Einzelf�llen auch andere Gegenst�nde. X.________ betrat die Wohnung in beinahe allen F�llen mit einem Wohnungsschl�ssel, den sie unbemerkt aus den Patientenzimmern entwendet hatte. Zudem bestahl sie einmal einen Patienten w�hrend des Transports mit der Ambulanz in das Bezirksspital A.________.
X.________ f�hrt Beschwerde in Strafsachen mit den Antr�gen, das Urteil vom 24. Juli 2012 aufzuheben und die Sache zur Beweiserg�nzung sowie zur neuen Beurteilung an die Vorinstanz zur�ckzuweisen. Eventualiter sei sie vollumf�nglich freizusprechen. Sie ersucht um Entsch�digung f�r den entgangenen Verdienst, die erstandene Untersuchungshaft und die anwaltlichen Aufwendungen sowie um Neuverlegung der Verfahrenskosten.
Das Obergericht und die Staatsanwaltschaft verzichten auf eine Vernehmlassung.
Die R�ckweisung durch die Vorinstanz betraf die Einziehung. Die noch offene Einziehungsfrage hat keinen Einfluss auf den Schuld- und Strafpunkt. Insofern handelt es sich beim angefochtenen Urteil um einen selbstst�ndig anfechtbaren Teilentscheid im Sinne von Art. 91 lit. a BGG (Urteile 6B_211/2012 vom 7. September 2012 E. 1; 6B_169/2012 vom 25. Juni 2012 E. 1). Auf die Beschwerde ist einzutreten, soweit sie den Schuld- und Strafpunkt betrifft.
Die Beschwerde ist zu begr�nden (Art. 42 Abs. 1 und 2; Art. 106 Abs. 2 BGG). Die Begr�ndung hat in der Beschwerdeschrift selbst zu erfolgen (BGE 138 IV 47 E. 2.8.1; 133 II 396 E. 3.1; je mit Hinweisen). Nicht einzutreten ist auf die Beschwerde, soweit die Beschwerdef�hrerin ausschliesslich auf fr�here Eingaben bzw. Pl�doyernotizen verweist.
3.1 Die Beschwerdef�hrerin r�gt, aus der Anklageschrift gehe nicht rechtsgen�gend hervor, was ihr vorgeworfen werde.
3.2 Am 1. Januar 2011 trat die Schweizerische Strafprozessordnung vom 5. Oktober 2007 (StPO; SR 312.0) in Kraft. Das Urteil des Bezirksgerichts Brugg erging am 22. Februar 2011. Das vorliegende Verfahren richtet sich damit nach neuem Recht (vgl. Art. 448 Abs. 1 und Art. 454 Abs. 1 StPO; BGE 137 IV 219 E. 1.1 mit Hinweisen). Gem�ss Art. 9 StPO kann eine Straftat nur gerichtlich beurteilt werden, wenn die Staatsanwaltschaft gegen eine bestimmte Person wegen eines genau umschriebenen Sachverhalts beim zust�ndigen Gericht Anklage erhoben hat. Nach Art. 325 Abs. 1 lit. f StPO bezeichnet die Anklageschrift m�glichst kurz, aber genau, die der beschuldigten Person vorgeworfenen Taten mit Beschreibung von Ort, Datum, Zeit, Art und Folgen der Tatausf�hrung. Damit die Anklageschrift ihre doppelte Funktion der Umgrenzung und Information wahrnehmen kann, muss sie hinreichend pr�zise formuliert sein (vgl. BGE 133 IV 235 E. 6.2 und 6.3 mit Hinweisen).
3.3 Die R�ge ist unbegr�ndet. Die Anklageschrift vom 5. M�rz 2008 und die Zusatzanklage vom 17. Juli 2009 gen�gen den gesetzlichen Anforderungen. Ort und Zeitpunkt der Diebst�hle, der jeweilige Deliktsbetrag sowie das Vorgehen der Beschwerdef�hrerin werden darin ausreichend pr�zise dargelegt.
4.1 Die Beschwerdef�hrerin macht geltend, der Antrag auf Zeugeneinvernahme ihres Lebenspartners C.________ sei zu Unrecht abgewiesen worden (Beschwerde Ziff. 62). Auch der beantragten Gegen�berstellung der Zeugin D.________ mit der Gesch�digten E.________ habe die Vorinstanz keine Folge geleistet (Beschwerde Ziff. 39).
4.2 Die Vorinstanz wies die Beweisantr�ge der Beschwerdef�hrerin mit Verf�gung vom 21. M�rz 2012 ab. Zur Begr�ndung f�hrte sie an, C.________ und D.________ seien in Anwesenheit des Verteidigers der Beschwerdef�hrerin befragt worden. Ihre Aussagen seien aktenkundig. Ein Grund f�r die Wiederholung der Einvernahmen sei nicht ersichtlich. Die Beschwerdef�hrerin setzt sich damit nicht auseinander. Mangels Begr�ndung ist auf die R�ge nicht einzutreten (Art. 42 Abs. 1 und 2; Art. 106 Abs. 2 BGG).
5.1 Die Beschwerdef�hrerin wendet ein, die Gesch�digten (mit Ausnahme der Zivilkl�ger) und F.________ seien nie als Zeugen einvernommen worden. Sie habe zudem keine Gelegenheit gehabt, bei den Befragungen als Auskunftspersonen anwesend zu sein. Die unter Missachtung von Art. 29 BV sowie Art. 3 und 107 StPO erhobenen Beweise d�rften gem�ss Art. 147 Abs. 4 StPO nicht zu ihren Lasten verwendet werden (Beschwerde Ziff. 42, 44 und 53 ff.). Ihre ehemaligen Mitarbeiter, die mit ihr vom Bezirksspital A.________ nach B.________ gewechselt h�tten, seien nie befragt worden (Beschwerde Ziff. 19).
5.2 Wohl gelangt auf das vorliegende Verfahren grunds�tzlich die StPO zur Anwendung (oben E. 3.2). Die erstinstanzliche Hauptverhandlung (Art. 450 StPO) und das Ermittlungsverfahren wurden allerdings nach altem Recht gef�hrt. Gem�ss Art. 448 Abs. 2 StPO behalten Verfahrenshandlungen, die vor Inkrafttreten der StPO angeordnet oder durchgef�hrt worden sind, ihre G�ltigkeit (Urteil 6B_484/2012 vom 11. Dezember 2012 E. 1.2 und 1.4). Das fr�here kantonale Verfahrensrecht �berpr�ft das Bundesgericht nur auf Willk�r (vgl. Art. 95 BGG).
5.3 Nach der Rechtsprechung kann der Beschuldigte den Beh�rden grunds�tzlich nicht vorwerfen, gewissen Beweisen nicht nachgegangen zu sein, wenn er es unterl�sst, rechtzeitig und formgerecht entsprechende Beweisantr�ge zu stellen (vgl. BGE 131 I 476 E. 2.1; 125 I 127 E. 6c/bb mit Hinweisen). Der Untersuchungsgrundsatz verpflichtet das Gericht nicht, von Amtes wegen Beweiserhebungen vorzunehmen, wenn es sich aufgrund der bereits erhobenen Beweise seine �berzeugung gebildet hat und in vorweggenommener Beweisw�rdigung annehmen darf, dass die zus�tzlichen Beweise nichts an seiner �berzeugung zu �ndern verm�chten (vgl. BGE 136 I 229 E. 5.3; 134 I 140 E. 5.3; 131 I 153 E. 3). Ob ein Antrag auf Konfrontation mit Belastungszeugen unter dem Aspekt von Treu und Glauben rechtzeitig vorgebracht wurde, h�ngt von den konkreten Umst�nden des Einzelfalles ab (Urteile 6B_10/2009 vom 6. Oktober 2009 E. 2.2.4; 6B_521/2008 vom 26. November 2008 E. 5.3.1; 1P.285/2001 vom 9. November 2001 E. 1e). Auf das Recht der Befragung von Belastungszeugen kann verzichtet werden. Ein derartiger Verzicht f�hrt dazu, dass die in der Untersuchung gemachten Aussagen der Zeugen verwendet werden d�rfen (BGE 121 I 306 E. 1b mit Hinweisen). Im bundesgerichtlichen Verfahren d�rfen neue Tatsachen und Beweismittel nur so weit vorgebracht werden, als erst der Entscheid der Vorinstanz dazu Anlass gibt (Art. 99 Abs. 1 BGG).
5.4 Die Beschwerdef�hrerin macht nicht geltend, sie habe im kantonalen Verfahren die Befragung der Gesch�digten, von F.________ oder ihrer ehemaligen Mitarbeiter beantragt. Die polizeilichen Einvernahmen der Gesch�digten und von F.________ fanden vor Inkrafttreten der StPO statt. Sie richteten sich nach altem Recht. Eine willk�rliche Anwendung des damals geltenden kantonalen Strafprozessrechts zeigt die Beschwerdef�hrerin nicht auf. Auf die nicht rechtsgen�gend begr�ndeten R�gen ist nicht einzutreten.
6.1 Die Beschwerdef�hrerin wendet sich gegen die vorinstanzliche Sachverhaltsfeststellung. Die Vorinstanz leite ein Gest�ndnis bez�glich des angeklagten Diebstahls zum Nachteil von G.________ willk�rlich und ohne vorg�ngige Befragung aus der Berufungsbegr�ndung her. Das angebliche Gest�ndnis ziehe sie auch zur Begr�ndung der �brigen 34 Delikte heran. Sie w�rdige zudem Indizien f�r eine T�terschaft in den �brigen F�llen willk�rlich. Die entlastenden Aussagen der Zeugin D.________ und die eingereichten Belege lasse sie zu Unrecht unber�cksichtigt. In Verletzung des Anklagegrundsatzes erweitere sie schliesslich den Zeitrahmen der Tathandlung gem�ss der Zusatzanklage.
6.2 Die Sachverhaltsfeststellung der Vorinstanz kann vor Bundesgericht nur ger�gt werden, wenn sie willk�rlich (Art. 9 BV) ist oder auf einer Rechtsverletzung im Sinne von Art. 95 BGG beruht und wenn die Behebung des Mangels f�r den Ausgang des Verfahrens entscheidend sein kann (Art. 97 Abs. 1 BGG; BGE 134 IV 36 E. 1.4.1). Dem von der Beschwerdef�hrerin angerufenen Grundsatz in dubio pro reo kommt in seiner Funktion als Beweisw�rdigungsregel im Verfahren vor dem Bundesgericht keine �ber das Willk�rverbot von Art. 9 BV hinausgehende Bedeutung zu (BGE 127 I 38 E. 2a; 124 IV 86 E. 2a; je mit Hinweisen). Willk�r bei der Beweisw�rdigung liegt vor, wenn der angefochtene Entscheid offensichtlich unhaltbar ist oder mit der tats�chlichen Situation in klarem Widerspruch steht. Dass eine andere L�sung oder W�rdigung ebenfalls vertretbar oder gar zutreffender erscheint, gen�gt f�r die Annahme von Willk�r nicht (BGE 138 I 305 E. 4.3; 137 I 1 E. 2.4; je mit Hinweisen).
Die R�ge der Willk�r muss pr�zise vorgebracht und begr�ndet werden (Art. 106 Abs. 2 BGG). In der Beschwerde muss im Einzelnen dargelegt werden, inwiefern der angefochtene Entscheid an einem qualifizierten und offensichtlichen Mangel leidet. Auf eine rein appellatorische Kritik am angefochtenen Urteil tritt das Bundesgericht nicht ein (BGE 137 IV 1 E. 4.2.3; 136 II 489 E. 2.8; je mit Hinweisen).
6.3.1 Aufgrund der Diebstahlsserie bei Patienten des Bezirksspitals B.________ wurde die Liegenschaft von G.________ im Tatzeitpunkt von der Polizei �berwacht. Die Beschwerdef�hrerin wurde am 15. November 2005 beim Verlassen des Hauses von der Polizei verhaftet, wobei sie Medizinalhandschuhe trug. Sie hatte zudem den Hausschl�ssel von G.________, der sich zuvor in deren Spitalzimmer befunden hatte, sowie ein Couvert mit drei Noten � Fr. 200.-- bei sich. G.________ machte nach dem Vorfall den Verlust eines Couverts mit drei Noten � Fr. 200.-- geltend. Die Beschwerdef�hrerin gab an, sie habe das Couvert im Hausinneren zu sich genommen, da sie gedacht habe, es geh�re ihr (Urteil S. 15; erstinstanzliches Urteil S. 41 f.). Gest�tzt auf die polizeiliche �berf�hrung muss die T�terschaft der Beschwerdef�hrerin bez�glich des Einschleichdiebstahls zum Nachteil von G.________ als bewiesen gelten. Die vorinstanzlichen Erw�gungen basieren auf den verf�gbaren Beweisen und den willk�rfreien Ausf�hrungen des Bezirksgerichts. Unerheblich ist, ob die Vorinstanz bez�glich dieser Tat zu Unrecht von einem Gest�ndnis der Beschwerdef�hrerin im Berufungsverfahren ausgeht.
6.3.2 Die Vorinstanz setzt sich unter Hinweis auf das erstinstanzliche Urteil mit den Indizien f�r die T�terschaft der Beschwerdef�hrerin in den �brigen F�llen auseinander. Sie legt mit nachvollziehbaren Argumenten dar, dass s�mtliche Delikte (mit Ausnahme des Sachverhalts gem�ss der Zusatzanklage) zeitlich mit der Dienstzeit der Beschwerdef�hrerin zusammenfallen k�nnen (Urteil E. 4.2.1 S. 15 ff.). Sie stellt des Weiteren auf die Aussagen der Gesch�digten E.________ ab, die im Juli 2004 eine Nadelbrosche als gestohlen meldete und eine bei der Beschwerdef�hrerin im November 2005 beschlagnahmte sowie mit der Beschreibung im Polizeirapport vom Juli 2004 grunds�tzlich identische Brosche sofort als ihre eigene erkannte (Urteil E. 4.2.2 S. 17 f.). Als weitere Indizien wertet sie die Aussagen des Taxifahrers H.________ (Urteil E. 4.2.3 S. 18 f.) sowie der Vorgesetzten der Beschwerdef�hrerin, F.________ (Urteil E. 4.2.4 S. 19 ff.). F�r die T�terschaft der Beschwerdef�hrerin spricht gem�ss der Vorinstanz zudem, dass die Deliktsserie im Bezirksspital A.________ mit deren Austritt endete und mit deren Eintritt im Spital B.________ ihre Fortsetzung fand (Urteil E. 4.5 S. 22 f.). Aus den von ihr eingereichten Dokumenten k�nne die Beschwerdef�hrerin nichts zu ihren Gunsten ableiten, da die Belege nicht mit den sichergestellten Schmuckst�cken (mit Ausnahme von ev. zwei Exemplaren) �bereinstimmen w�rden. Ausserdem handle es sich teilweise nicht um Kaufquittungen, sondern um blosse Best�tigungen der Echtheit des Schmuckst�cks resp. Wertsch�tzungen (Urteil E. 4.8 S. 24).
6.3.3 Der Hinweis der Vorinstanz auf die eingehende Pr�fung einer anderweitigen T�terschaft betrifft entgegen dem Einwand der Beschwerdef�hrerin (Beschwerde Ziff. 21) ausschliesslich das in der Zusatzanklage umschriebene Delikt (Urteil S. 16). Bez�glich der weiteren Mitarbeiter, die mit der Beschwerdef�hrerin den Stellenwechsel an das Bezirksspital B.________ antraten, f�hrt die Vorinstanz willk�rfrei aus, deren T�terschaft komme isoliert betrachtet ebenfalls infrage. Aufgrund der weiteren Indizien falle der Tatverdacht jedoch klar auf die Beschwerdef�hrerin (Urteil E. 4.5 S. 22; dazu Beschwerde Ziff. 10, 18 f. und 41). Unter Willk�rgesichtspunkten nicht zu beanstanden ist zudem, wenn die Vorinstanz auf die gegen�ber der pauschalen Angabe der Zeugin D.________ glaubhafteren Aussagen der Gesch�digten E.________ abstellt, dies umso mehr, als es sich bei der betreffenden Brosche nicht um ein Massenprodukt handelt (Urteil S. 17). Die Einw�nde der Beschwerdef�hrerin ersch�pfen sich weitgehend in einer unzul�ssigen appellatorischen Kritik, da sie nicht dartut, inwiefern der angefochtene Entscheid an einem offensichtlichen Mangel leidet. N�her einzugehen ist lediglich auf die F�lle 9 und 10 sowie den Diebstahlsvorwurf gem�ss der Zusatzanklage.
6.4.1 Die Vorinstanz anerkennt, dass die Beweislage in den F�llen 9 und 10 einzeln betrachtet d�nn ist. Unerkl�rlich bzw. fraglich sei, wie die Beschwerdef�hrerin in den Besitz des Hausschl�ssels bzw. des Tresorschl�ssels der Patienten gekommen sei. Dennoch gelangt sie zur �berzeugung, auch diese Diebst�hle seien der Beschwerdef�hrerin zuzurechnen, da sie sich �rtlich, zeitlich und bez�glich des Tatvorgehens nahtlos in die dieser anzulastende Deliktsserie einreihen liessen (Urteil S. 27; Beschwerde Ziff. 11 f. und 23).
6.4.2 Die vorinstanzlichen Ausf�hrungen sind bezogen auf den Fall 10 nicht willk�rlich, da insofern aus dem Polizeibericht vom 2. April 2004 hervorgeht, dass sich der Diebstahl w�hrend des Spitalaufenthalts der Gesch�digten ereignet haben muss und sich der T�ter vermutlich mit einem Schl�ssel Zugang zur Wohnung verschaffte (kant. Akten, Urk. 213 ff.). Jedenfalls die Gesch�digte gab zudem an, sie habe den Tresorschl�ssel ins Spital mitgenommen (kant. Akten, Urk. 215).
6.4.3 Gleiches l�sst sich hingegen f�r den Fall 9 nicht sagen. Diesbez�glich geht der Polizeirapport von einem Deliktszeitraum vom 1. Juli bis am 15. Oktober 2003, d.h. von rund 3 � Monaten aus, wobei kein Zusammenhang mit einem Spitalaufenthalt der Gesch�digten erw�hnt wird. Diese verd�chtigte vielmehr jemanden von der damals beauftragten Z�gelunternehmung des Diebstahls, da die Schmuckst�cke anl�sslich des Umzugs in einer offenen Schachtel verpackt gewesen seien (kant. Akten, Urk. 206 f.). Auf telefonische Nachfrage hin gab die Gesch�digte zudem an, sie habe keinen Schl�ssel im Spital gehabt (kant. Akten, Urk. 211). Aus diesen Angaben ergibt sich weder ein direkter zeitlicher Konnex zu einem Spitalaufenthalt noch l�sst sich auch nur ansatzweise erkl�ren, wie die Beschwerdef�hrerin Zugang zur Wohnung gehabt haben k�nnte. Die Vorinstanz verf�llt in Willk�r, wenn sie der Beschwerdef�hrerin auch den Diebstahl im Fall 9 anlastet. Die Beschwerdef�hrerin ist in diesem Anklagepunkt freizusprechen, da es an einem ausreichenden Beweis fehlt.
6.4.4 Die Zusatzanklage geht von einem Deliktszeitraum vom 30. September bis am 2. Oktober 2004 aus. Die Vorinstanz erw�gt, im Dienstplan seien f�r diese Zeit durchgehend Ferien eingetragen. Eine Ferienabwesenheit mache die Beschwerdef�hrerin allerdings nicht geltend. Die Gesch�digte habe zudem glaubhaft angegeben, sie sei auch am Montag (den 4. Oktober 2004) noch im Spital gewesen. Am 5. Oktober 2004 habe ihr Sohn die Haust�re offen vorgefunden. Die Beschwerdef�hrerin habe am Montag wieder Dienst gehabt und h�tte sich die Hausschl�ssel der Gesch�digten ohne Weiteres beh�ndigen k�nnen. V�llig unklar sei, weshalb der Deliktszeitraum in der Anklage auf wenige Tage eingeschr�nkt werde (Urteil E. 4.2.1 S. 16 f.).
Die Vorinstanz weist darauf hin, dass keine Gr�nde ersichtlich sind, weshalb die Tatzeit in der Anklageschrift auf die kurze Zeitspanne vom 30. September bis am 3. Oktober 2004 eingeschr�nkt wird, obschon sich aus den Aussagen der Gesch�digten ergibt, dass sich der Diebstahl auch am 4. Oktober 2004 h�tte ereignet haben k�nnen. Darin kann unter den konkreten Umst�nden noch keine Verletzung des Anklagegrundsatzes gesehen werden, da die Vorinstanz lediglich hinsichtlich des Tatzeitpunkts geringf�gig von der Anklage abweicht, und die Beschwerdef�hrerin bez�glich des Tatvorwurfs im �brigen nicht im Unklaren war. Nach konstanter Rechtsprechung des Bundesgerichts f�hren kleinere Ungenauigkeiten in den Orts- und Zeitangaben nicht zur Unbeachtlichkeit der Anklage (Urteile 6B_640/2011 vom 14. Mai 2012 E. 2.3.3; 6B_432/2011 vom 26. Oktober 2011 E. 2.2 mit Hinweisen). Damit braucht nicht mehr gepr�ft zu werden, ob die Vorinstanz in Willk�r verf�llt, wenn sie sinngem�ss erw�gt, die Beschwerdef�hrerin h�tte den Schl�ssel der Gesch�digten auch ausserhalb ihrer Dienstzeit entwenden k�nnen (vgl. Beschwerde Ziff. 15-17, 20 und 51 ff.). Der Schuldspruch in der Zusatzanklage verletzt kein Bundesrecht.
6.5 Soweit es beim Schuldspruch bleibt, ist der angefochtene Entscheid ausreichend begr�ndet. Eine Verletzung des rechtlichen Geh�rs ist zu verneinen.
7.1 Die Beschwerdef�hrerin macht geltend, ihr Antrag auf Einholung eines Gutachtens zum effektiven Handelswert des angeblich gestohlenen und des bei ihr beschlagnahmten Schmucks sei zu Unrecht abgewiesen worden. Die H�he des Deliktsbetrages sei f�r die Frage der Gewerbsm�ssigkeit von Relevanz (Beschwerde Ziff. 7, 44-47 und 50).
7.2 Das Qualifikationsmerkmal der Gewerbsm�ssigkeit im Sinne von Art. 139 Ziff. 2 StGB ist gem�ss der Rechtsprechung gegeben, wenn sich aus der Zeit und den Mitteln, die der T�ter f�r die deliktische T�tigkeit aufwendet, aus der H�ufigkeit der Einzelakte innerhalb eines bestimmten Zeitraums sowie aus den angestrebten und erzielten Eink�nften ergibt, dass er die deliktische T�tigkeit nach der Art eines Berufs aus�bt (BGE 123 IV 113 E. 2c; 119 IV 129 E. 3a). Das Bundesgericht erachtete in den zitierten Entscheiden die Absicht, ein Erwerbseinkommen zu erzielen, bei monatlichen Einkommen von Fr. 1'000.-- bzw. Fr. 500.-- als erf�llt (vgl. dazu auch NIGGLI/RIEDO, in: Basler Kommentar, Strafrecht II, 2. Aufl. 2007, N. 92 zu Art. 139 StGB).
7.3 Die Vorinstanz stellt f�r die Sch�tzung des Deliktsbetrages auf die Angaben der Gesch�digten ab. Sie weist zutreffend darauf hin, dass die Anforderungen an die Gewerbsm�ssigkeit angesichts des von der Beschwerdef�hrerin betriebenen Aufwands, der Vielzahl von Diebst�hlen und den bei der deliktischen T�tigkeit erzielten und namentlich auch angestrebten Eink�nfte bei Weitem erf�llt sind, selbst wenn vom erstinstanzlich festgestellten Deliktsbetrag von Fr. 193'286.-- ein betr�chtlicher Abzug get�tigt werden m�sste (Urteil E. 4.7 S. 23). Damit durfte sie auf die Einholung eines Gutachtens zum Verkehrswert des gestohlenen Schmucks verzichten.
Von den bei der Beschwerdef�hrerin beschlagnahmten Schmuckst�cken konnte lediglich eine Brosche einem Delikt zugeordnet werden (Urteil E. 6 S. 28). Die Vorinstanz geht davon aus, die Beschwerdef�hrerin habe den gestohlenen Schmuck weiterverkauft oder eingetauscht. Da das Diebesgut gr�sstenteils nicht mehr vorhanden war, ist im �brigen unklar, wie das beantragte Gutachten h�tte erstellt werden k�nnen bzw. worauf sich dieses h�tte beziehen sollen. Was ein Gutachten zum Wert des beschlagnahmten Schmucks �ber den Wert des gestohlenen Schmucks aussagen k�nnte, ist nicht ersichtlich. Dass bei der Beschwerdef�hrerin angeblich auch praktisch wertlose Uhrenimitate sichergestellt wurden (Beschwerde Ziff. 50), vermag die vorinstanzliche Feststellung nicht infrage zu stellen, die gestohlenen Uhren seien echt gewesen.
8.1 Die Beschwerdef�hrerin beanstandet, die Vorinstanz verneine trotz Unt�tigkeit der Staatsanwaltschaft eine Verletzung des Beschleunigungsgebots im Ermittlungsverfahren. Auch im erstinstanzlichen Verfahren sei es zu Verz�gerungen gekommen. Insgesamt sei von einer groben Verletzung des Beschleunigungsgebots auszugehen, die einen Freispruch gebiete. Die Vorinstanz begr�nde nicht, weshalb ein Freispruch nicht in Betracht komme (Beschwerde Ziff. 34). Sie missachte zudem das Verschlechterungsverbot gem�ss Art. 391 StPO, da sie den Verzicht auf die Strafminderung trotz Verletzung des Beschleunigungsgebots damit begr�nde, sie selbst w�rde eine deutlich h�here Strafe ausf�llen.
8.2 Folgen einer Verletzung des Beschleunigungsgebots sind die Strafreduktion, allenfalls der Verzicht auf Strafe. Eine Verfahrenseinstellung kommt nur in Extremf�llen in Betracht, wenn die Verfahrensverz�gerung dem Betroffenen einen Schaden von aussergew�hnlicher Schwere verursachte (BGE 133 IV 158 E. 8 mit Hinweisen). Die Vorinstanz erachtet das Beschleunigungsgebot bez�glich der knapp 2 Jahre und 4 Monate dauernden Strafuntersuchung nicht als verletzt, was angesichts der geschilderten Verh�ltnisse nicht zu beanstanden ist (Urteil E. 8.1.2 S. 30). Insgesamt tr�gt sie der langen Verfahrensdauer aber strafmindernd Rechnung (Urteil E. 8.1.2 S. 31). Gest�tzt darauf verneint sie zutreffend ausserordentliche Umst�nde, die zu einem Strafverzicht oder gar zu einer Einstellung des Verfahrens h�tten f�hren m�ssen. Ihr Entscheid ist ausreichend begr�ndet.
8.3 Eine Verletzung von Art. 391 Abs. 2 Satz 1 StPO liegt nicht vor, da die Vorinstanz die Berufung im Schuld- und Strafpunkt abwies und keine sch�rfere Strafe verh�ngte.
Die Beschwerdef�hrerin kritisiert, sie habe die bei ihr beschlagnahmten Schmuckst�cke nicht zur�ckerhalten. Es k�nne nicht sein, dass sie gleichzeitig eine Ersatzforderung zu begleichen habe (Beschwerde Ziff. 48 f.). Auf den Einwand ist nicht einzutreten, da bez�glich der Einziehung kein anfechtbarer Endentscheid vorliegt (oben E. 1) und eine allf�llige Ersatzforderung nicht Gegenstand des angefochtenen Entscheids bildet.
Der Freispruch im Fall 9 (E. 6.4.3) hat auf den Schuldspruch wegen gewerbsm�ssigen Diebstahls keinen Einfluss und rechtfertigt in Anbetracht der Vielzahl von Delikten auch keine Reduktion des Strafmasses von 18 Monaten. Die Vorinstanz brachte bereits im angefochtenen Urteil zum Ausdruck, dass die Strafe angesichts des Verschuldens deutlich h�her h�tte ausfallen m�ssen (Urteil E. 8.2 S. 32). Damit hat sie das ihr zustehende Ermessen nicht �berschritten.
Nicht weiter einzugehen ist auf das Entsch�digungs- und Genugtuungsbegehren der Beschwerdef�hrerin (Beschwerde S. 26), da es beim Schuldspruch wegen gewerbsm�ssigen Diebstahls, Sachbesch�digung und mehrfachen Hausfriedensbruchs bleibt.
11.1 Die Beschwerde ist teilweise gutzuheissen, wobei bez�glich des Freispruchs vom Vorwurf des Diebstahls im Fall 9 in Anwendung von Art. 107 Abs. 2 BGG ein reformatorischer Entscheid ergehen kann. Im �brigen ist die Beschwerde abzuweisen, soweit darauf einzutreten ist.
11.2 Die Beschwerdef�hrerin hat im Umfang ihres Unterliegens f�r die Kosten des bundesgerichtlichen Verfahrens aufzukommen (Art. 66 Abs. 1 BGG). Soweit sie obsiegt, hat ihr der Kanton Aargau f�r das kantonale Verfahren und das Verfahren vor dem Bundesgericht eine Parteientsch�digung zu bezahlen (Art. 68 Abs. 2 und 5 BGG). Von einer Neuverlegung der kantonalen Verfahrenskosten (Art. 67 BGG) wird abgesehen, da im Zusammenhang mit dem Diebstahlsvorwurf im Fall 9 kein zus�tzlicher, vom Staat zu tragender Ermittlungsaufwand entstand und sich auch eine Reduktion der erst- und zweitinstanzlichen Gerichtskosten nicht aufdr�ngt.
Die Beschwerde wird teilweise gutgeheissen und die Beschwerdef�hrerin von der Anklage des Diebstahls begangen in der Zeit vom 1. Juli bis 15. Oktober 2003 zum Nachteil von I.________ freigesprochen. Im �brigen wird die Beschwerde abgewiesen, soweit darauf einzutreten ist.
Der Beschwerdef�hrerin werden Gerichtskosten von Fr. 2'000.-- auferlegt.
Der Kanton Aargau hat der Beschwerdef�hrerin f�r das kantonale Verfahren und das Verfahren vor Bundesgericht eine Parteientsch�digung von Fr. 500.-- zu bezahlen.

References: Art. 91
 Art. 106
 Art. 448
 Art. 454
 BGE 
 Art. 9
 Art. 325
 BGE 
 Art. 106
 Art. 29
 Art. 3
 Art. 147
 Art. 448
 Art. 95
 BGE 
 BGE 
 Art. 95
 BGE 
in dubio
 Art. 9
 Art. 139
 Art. 139
 Art. 391
 Art. 391
 Art. 107