Source: https://www.ummelden.de/Umzug/einwohnermeldeamt-ummeldung.html
Timestamp: 2018-04-26 15:39:21+00:00

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Inhaltsverzeichnis Wohnsitz anmelden
1. Meldepflicht zur Anmeldung
4. Zweck Vermieterbescheinigung
5. Anmelden oder ummelden?
6. Bußgeld-Informationen
7. Bußgeldhöhe
8. Ab wann Anmeldung notwendig?
9. Wann Zweitwohnsitz anmelden?
10. GEZ-Datenaustauch
11. Was sind Übermittlungssperren?
12. Bevollmächtigung zur Anmeldung
13. Mietvertragvorlage notwendig?
14. Dauer des Anmeldens
15. Regeln der Abmeldung
16. Ist die Vorab-Anmeldung möglich?
Neue Postadresse anmelden
Von der Veränderung der Postadresse sind viele potentielle Empfänger betroffen. Da ist es nicht immer ganz leicht den Überblick zu behalten, wer nun im Einzelnen über die Adressänderung informiert werden sollte.
Zu den besonders häufigen Empfängern einer Änderungsmitteilung zählen zweifellos die GEZ, die Telekom, die Post, Vodafone, das Jobcenter sowie das Finanzamt.
Per Umzugsmitteilung lassen sich diverse relevante Stellen über den neuen Wohnsitz unterrichten. Bei der Entgegennahme und Verarbeitung der Anmeldeinformationen hilft die Post Adress mit ihrem kostenlosen Service „Umzugsmitteilung“.
Das Formular zum Post Nachsendeauftrag ist sehr beliebt und wird millionenfach jährlich im Fall einer Adressänderung genutzt. Das hat findige Geschäftsleute auf den Plan gebracht die tatsächlichen Kosten zu verschleiern und einen „Nachsendeauftrag Hoch 3“ mit regionalen Zusatzleistungen zu kreieren.
Leider fallen viele Umziehende auf diese Angebote rein, im Glauben den originalen Nachsendeauftrag der Post zu beauftragen. Da viele Bundesbürger die Anmeldung beim Einwohnermeldeamt und die Beauftragung des Nachsendeservices fast zeitgleich vornehmen, sei an dieser Stelle noch einmal eindringlich davor gewarnt etwas anderes zu beauftragen, als den Original-Nachsendeservice der Deutsche Post AG (Ausnahme: Verbraucher wünschen die Zusatzleistungen der Nachsendeauftrag-Hoch-3-Anbieter).
Die Anmeldung bei der GEZ erfolgt automatisch mit jeder Wohnsitzänderung. Das liegt an einer engen Zusammenarbeit beider Behörden (Meldeämter & Beitragsservice). Allerdings sind die „automatischen“ Gebührenberechnungen fehleranfällig und nicht immer gerechtfertigt, weshalb Verbraucherschützer dazu raten selbst aktiv zu werden und den Beitragsservice über die Gegebenheiten am neuen Wohnsitz zu informieren.
Die GEZ stellt sich dem keineswegs in den Weg und bietet sogar eine Vielzahl nützlicher Online-Formulare an, die kostenlos heruntergeladen werden können.
Kurzum: Bei einer Wohnsitz-Anmeldung sollte man sich nicht unbedingt auf das perfekte Zusammenspiel und den Informationsaustausch von Behörden verlassen. Beispielsweise fordert die GEZ häufig Rundfunkgebühren von Selbständigen, selbst wenn diese einen Homeoffice-Arbeitsplatz nutzen für den bereits Fernsehgebühren gezahxlt werden. Das ist unzulässig.
Unser Tipp: Nicht ärgern oder an der falschen Stelle beschweren – proaktiv die GEZ online über die Wohnsitzänderung informieren.
Wohnsitz anmelden Unterlagen
Welche Unterlagen man für die Wohnsitz-Anmeldung benötigt, haben wir übersichtlich zusammen gestellt. Wer alle Unterlagen für die Anmeldung hat, spart Zeit, Nerven und Wege zum Meldeamt.
Anmelde-Tipps
Diverse Angaben sind bei der Wohnsitz-Anmeldung gesetzlich verpflichtet. Dazu gehört zum Beispiel die Angabe des Alters. Gegen andere Angaben kann Einspruch erhoben werden. In gewissen Fällen ist sogar eine Auskunftssperre möglich.
Mehr Tipps und Tricks die man bei der Ummeldung anwenden kann, bietet der kostenlose Ratgeber.
Postadress nimmt Ihnen Aufgaben ab
Auf Ihrer ToDo-Liste steht auch "Neue Adresse mitteilen"? Das kann man aber auch anders machen. Die Postadress übernimmt diese Aufgabe. Unteres Formular abschicken genügt schon.
Wo kann man Formulare laden?
Die Formulare für die Ummeldung kann man auf den Seiten der Meldeämter laden. Wo und wie das geht, steht hier.
In unserem Special „Meldeamt & Umzug“ haben wir häufig auftretende Fragen (FAQ) zusammengefasst und leicht und verständlich beantwortet.
Diverse Dinge wurden im neuen Meldegesetz verändert. Die wichtigsten Veränderungen wurden in einer Liste aufgeführt und in Stichworten ausgeführt.
Was ist ein Hauptwohnsitz? Wann müssen Nebenwohnsitze angemeldet werden und welche Fristen gelten in der aktuellen Gesetzgebung?
Ist die Vorlage eines Mietvertrags bei der Einwohnermeldeamt-Ummeldung notwendig? Auf welche Weise lässt sich die Weitergabe persönlicher Daten einschränken.
Ist es Rechtens, dass die Meldeämter bei Ummeldung die GEZ informieren?
Kurz nach dem Einzug sollte man die Ummeldung beim Einwohnermeldeamt nicht vertrödeln. Gesetzlich hat jeder in Deutschland eine Wohnsitzänderungen innerhalb einer Frist von 2 Wochen mitzuteilen.
Die Änderungsmitteilung bei Umzug ist nicht auf die leichte Schulter zu nehmen, da empfindliche Bußgelder bis zu einer Höhe von 1.000 Euro verhängt werden können.
Unsere FAQ beschäftigen sich mit der Notwendigkeit einer Wohnsitzabmeldung, wenn der Hauptwohnsitz ins Ausland verlegt wird.
Für Abmeldungen gelten die gleichen Fristen und Bestimmungen der Bußgeldhöhen.
Darüber hinaus haben wir zusammengetragen, was sich für Bürger ändert, wenn sie ihren Wohnsitz ins Ausland verlegen und keinen Hauptwohnsitz mehr in Deutschland haben.
FAQ rund um die Themen „Wohnsitz anmelden“, „Wohnsitz Ummeldung“, Meldegesetz, Meldepflicht, Fristen und Bußgelder
1. Warum muss man sich in Deutschland beim zuständigen Meldeamt anmelden?
Hierzulande besteht eine Meldepflicht. Die Anzeigepflicht einer Wohnsitzänderung ist der per Gesetz begründete Zwang eine Wohnungsanmeldung vorzunehmen. Grundlage bildet das Bundesmeldegesetz (BMG). Dort heißt es in §17, Absatz 1: „Wer eine Wohnung bezieht, hat sich innerhalb von zwei Wochen nach dem Einzug bei der Meldebehörde anzumelden.“
2. Innerhalb welcher Frist muss man sich anmelden?
Zwei Wochen nach dem Einzug in die neue Wohnung müssen sich Bürger anmelden. Der Gesetzgeber spricht hier von Einzug, was in der Praxis nicht automatisch gleichzusetzen ist mit z. B. Mietbeginn.
3. Welche Unterlagen sind für die behördliche Anmeldung erforderlich?
Vermieterbescheinigung (Gratis Download hier)
4. Welchen Zweck erfüllt die Vermieterbescheinigung?
A. Der Gesetzgeber will den Missbrauch von Wohnungsanmeldungen von Personen verhindern, die vorgeben an einer Anschrift wohnhaft zu sein, doch dort gar nicht ihren Lebensmittelpunkt haben (Scheinanmeldungen). Die gesetzliche Passage dazu findet sich in § 19, Absatz 6: „Es ist verboten, eine Wohnungsanschrift für eine Anmeldung nach § 17 Absatz 1 einem Dritten anzubieten oder zur Verfügung zu stellen, obwohl ein tatsächlicher Bezug der Wohnung durch einen Dritten weder stattfindet noch beabsichtigt ist.“ B. Ferner ist es Sachbearbeitern nun leichter möglich, Verstöße gegen Fristüberschreitungen festzustellen.
5. Was ist der Unterschied zwischen einer Anmeldung beim Einwohnermeldeamt und einer Ummeldung?
Ändert sich beim Wohnortwechsel der Meldebezirk, handelt es sich immer um eine Anmeldung. Bleibt der Umziehende im gleichen Verwaltungszuständigkeitsbereich kann eine Ummeldung vorgenommen werden.
6. Droht ein Bußgeld, wenn die Anmeldefrist überschritten wurde?
Ja, wer die Anmeldefristen nicht einhält, der handelt ordnungswidrig. Die Bußgeldvorschriften sind im § 54 des Meldegesetzes formuliert. Demzufolge handelt die Person ordnungswidrig, die sich nicht, nicht richtig oder nicht rechtzeitig anmeldet. Die Umstände der Vorsätzlichkeit oder Fahrlässigkeit sind hierbei unerheblich.
7. Wie hoch ist das Bußgeld bei der Überschreitung der Anmeldefrist?
In dem überarbeiteten Meldegesetz, das ab November 2015 bundesweit Gültigkeit hat, wurden die Bußgeldhöhen deutlich erhöht. Terminüberschreitungen können mit einer Geldbuße bis zu tausend Euro geahndet werden. In besonders schweren Fällen sind laut Absatz 3 sogar Geldbußen bis zu fünfzigtausend Euro möglich.
Allerdings zeigt die Praxis, dass die oben erwähnten Höchstgrenzen selten veranschlagt werden und die Bußgeldhöhe stark im Ermessen des Verwaltungssachbearbeiters liegt. Liegen Fristüberschreitungen vor, empfiehlt es sich diese möglichst plausibel zu erklären und ggf. Nachweise für die Verzögerung vorzulegen (z. B. im Fall eines Auslandsaufenthaltes oder bei lang andauernden Renovierungsarbeiten nach dem Mietbeginn). Etwaige Kulanzzeiten werden individuell behandelt.
8. Nach welcher Aufenthaltsdauer ist die Anmeldung notwendig?
§ 27 regelt die Ausnahmen von der Meldepflicht, die z. B. für Personen im Bundesfreiwilligendienst gelten sowie für Angehörige des öffentlichen Dienstes im Fall von Lehrgängen oder Fachstudien.
Generell gilt: Bezieht jemand eine Wohnung bis zu sechs Monate ist keine behördliche Ummeldung erforderlich. Im o. g. Paragraphen lautet der Gesetzestext unter Absatz 2: „Wer im Inland nach § 17 oder § 28 gemeldet ist und für einen nicht länger als sechs Monate dauernden Aufenthalt eine Wohnung bezieht, muss sich für diese Wohnung weder an- noch abmelden.“
9. Wann muss ein Zweitwohnsitz angemeldet werden?
Der Begriff der Wohnung wird in § 20 definiert: „Wohnung im Sinne dieses Gesetzes ist jeder umschlossene Raum, der zum Wohnen oder Schlafen benutzt wird. Als Wohnung gilt auch die Unterkunft an Bord eines Schiffes der Marine. Wohnwagen und Wohnschiffe sind nur dann als Wohnungen anzusehen, wenn sie nicht oder nur gelegentlich fortbewegt werden.“
Unter dem Begriff der „Hauptwohnung“ versteht der Gesetzgeber die vorwiegend benutzte Wohnung des Einwohners. Nebenwohnung ist jede weitere Wohnung des Einwohners im Inland. Diese Nebenwohnungen (oder auch Zweitwohnsitze) sind der Meldebehörde bekannt zu geben. Absatz 4 formuliert das wie folgt: „Die meldepflichtige Person hat der Meldebehörde bei jeder An- oder Abmeldung mitzuteilen, welche weiteren Wohnungen im Inland sie hat und welche Wohnung ihre Hauptwohnung ist.“
Auch in diesem Fall gilt: Wer eine Mitteilung nicht, nicht richtig, nicht vollständig oder nicht rechtzeitig macht, dem drohen Bußgelder.
10. Ist es rechtens, dass meine Daten vom Bürgeramt an den Beitragsservice übermittelt werden?
Ja, der Rundfunkstaatvertrag regelt den Zugriff der zuständigen Landesrundfunkanstalten. Dort steht im § 11, Absatz 4, folgendes: „Die zuständige Landesrundfunkanstalt kann im Wege des Ersuchens für Zwecke der Beitragserhebung sowie zur Feststellung, ob eine Beitragspflicht nach diesem Staatsvertrag besteht, personenbezogene Daten bei öffentlichen und nicht öffentlichen Stellen ohne Kenntnis des Betroffenen erheben, verarbeiten oder nutzen.“ Nicht ganz klar ist, ob die Daten Betroffener, für die eine Auskunftssperre gespeichert ist, an die GEZ übermittelt werden dürfen.
11. Wie können Bürger die Weitergabe von im Melderegister gespeicherte Daten verhindern?
Die Weitergabe von Personendaten kann durch einen Antrag auf Speicherung von Übermittlungssperren vorgenommen werden (MeldeG bzw. MRRG). Betroffene haben demnach ein Recht auf die kostenfreie Speicherung von Übermittlungssperren. Der Widerspruch bezieht sich auf die Datenübermittlung an Religionsgesellschaften, Mitglieder parlamentarischer und kommunaler Vertretungskörperschaften sowie Presse und Rundfunk, Parteien, Adressbuchverlagen sowie Internetauskunftsunternehmen. Eine totale Auskunftssperre gem. § 34 Abs. 6 MG NW kann beantragt werden, wenn für den betroffenen Bürger eine Gefahr für Leib und Leben besteht.
12. Ist das persönliche Erscheinen bei der Wohnsitz-Anmeldung erforderlich?
Die Anmeldung nach Wohnsitzänderung wird von dem meisten Bürgern persönlich vorgenommen. Allerdings kann der Betroffene auch eine Person seines Vertrauens bzw. einen kostenpflichtigen Dienst mit der Angelegenheit bevollmächtigen. Hierzu ist eine Vollmacht notwendig, die die Art des Meldevorgangs aufführt, die persönlichen Daten des Vollmachtgebers sowie die Personendaten des Bevollmächtigten, inkl. Ort, Datum und Unterschrift.
13. Muss man den Mietvertrag bei der Wohnsitzanmeldung vorlegen?
Nein, nicht generell. Der Verwaltungsangestellte könnte Vertragsunterlagen jedoch ggf. einfordern. Das ist jedoch sehr selten der Fall.
14. Wie lange dauert die Anmeldung des Hauptwohnsitzes?
Abgesehen von den Wartezeiten im Wartebereich des Bürgeramts – wenige Minuten, da der Personalausweis lediglich mit einem Zusatzaufkleber versehen wird, der die neue Adresse aufführt.
15. Muss man sich beim Einwohnermeldeamt des früheren Wohnsitzes abmelden?
Das ist nur noch in den Fällen notwendig, in denen sich der zukünftige Wohnsitz im Ausland befindet, also im Inland fortan kein Wohnsitz mehr besteht.
16. Ist es möglich den neuen Wohnsitz vorab anzumelden?
Nein, die Wohnsitzanmeldung kann erst nach dem Einzugstag erfolgen.
Zu den ersten Amtshandlungen, an die es nach dem Einzug in die neue Wohnung zu denken gilt, ist die Anmeldung des neuen Wohnsitzes. Ein wichtiger Schritt ist dies schon aus dem einfachen Grund, weil es für verschiedene andere Dinge von großer Bedeutung ist.
So können Fahrzeughalter beispielsweise ihren Wagen am neuen Wohnort nur dann bei der Zulassungsstelle melden, wenn die Personen zuvor ihren neuen Wohnsitz anmelden. Auch für die Zustellung der Steuerunterlagen und die Zusendung der zugehörigen Dokumente durch den Arbeitgeber ist die Adressänderung eine wichtige Voraussetzung.
Auch für den Erhalt von Bafög-Leistungen ist die zeitnahe Anmeldung des zukünftigen Wohnsitz ein bedeutender Schritt. Wissen muss man zunächst einmal, was sich hinter dem Begriff der Wohnsitzanmeldung verbirgt.
Grundsätzlich bezieht sich die Anmeldung darauf, dass die Person bisher in einer anderen Stadt Zuhause war, wurde lediglich innerhalb der Stadt eine andere Wohnung bezogen, handelt es sich nicht um eine Anmeldung, sondern um eine Ummeldung.
Wohnsitz Anmeldung: Personalausweis, Geburtsurkunde – viele Möglichkeiten zur Identifikation
Der Aufwand indes ist für beide unerlässlichen Vorkehrungen nahezu identisch. So benötigt man zunächst einmal einen gültigen Personalausweis, um den Wohnsitz beim zuständigen Einwohnermeldeamt anmelden zu können. Eine Alternative stellt der gültige Reisepass dar.
Wollen Personen aus dem Ausland einen Wohnsitz anmelden, ist neben dem jeweils gültigen Pass des Heimatlandes unter Umständen auch eine – natürlich ebenfalls aktuelle – Aufenthaltsgenehmigung oder ein Visum nötig. Allerdings ist dies in der Regel nun bei Personen vonnöten, die nicht aus der Europäischen Union stammen, bei EU-Bürgern ist die Anmelde-Prozedur sogar noch leichter und weniger zeitaufwendig.
Wer nicht nur für sich selbst, sondern auch den Nachwuchs einen Wohnsitz anmelden muss, sind wahlweise die je nach Herkunftsland (internationale) Geburtsurkunde (bei Kindern, die bisher keinen eigenen Kinderausweis besitzen) oder der jeweilige Kinderausweis einzureichen. Die Mitnahme und der persönliche Besuch des Einwohnermeldeamtes ist aus dem Grund erforderlich, weil die Behördenmitarbeiter eine Korrektur der Anschrift im Ausweis vornehmen müssen.
01.11.2015 – Nachweis durch den Vermieter erforderlich
Durch die im November 2015 in Kraft getretene Meldegesetzreform ist es wieder notwendig den Einzug vom Vermieter bestätigen zu lassen. Eine Bestätigungsvorlage kann hier kostenlos heruntergeladen werden.
Eine Veränderung hat sich im Jahre 2005 bei der Anmeldung ergeben. Vormals bestand die so genannte doppelte Meldepflicht in Deutschland. Diese sah vor, dass nicht nur der Mieter seinen Wohnsitz anmelden musste, darüber hinaus verlangte der Gesetzgeber auch vom Vermieter eine Bestätigung. Heutzutage ist diese Doppel-Meldung nicht mehr erforderlich, so dass die Vermieterseite deutlich entlastet wurde. Wobei auch für die Mieter ein Vorteil entstanden ist, weil sie ihren Vermieter möglicherweise früher immer wieder an die Anmeldung hätten erinnern müssen, damit alles endlich erledigt ist.
Einreichen müssen Bürger zudem ein vollständig und korrekt ausgefülltes Anmeldeformular, um den Wohnsitz anmelden zu können. In der Regel kann dieses Formular schon vor dem Gang zur Behörde als Dokument über die Behörden-Webseiten auf den Rechner heruntergeladen werden, um sich die Ausfüllarbeit auf dem Flur des Einwohnermeldeamtes zu ersparen. Denn dort wartet man bekanntlich schon ohne zusätzlichen Aufwand mitunter ziemlich lange.
Anmeldeformular kann meist heruntergeladen werden
Benötigt werden das ausgefüllte Anmeldeformular sowie die gültigen Pässe auch in den Fällen, in den Dritte damit beauftragt werden. Berufliche Einbindung oder eine unvorhergesehene Erkrankung kann dazu führen, dass die Meldung durch Bevollmächtigte erfolgen muss. Ergänzend muss hier jedoch auch eine Vollmacht der anzumeldenden Person vorgelegt werden.
Auf den Internetseiten der Meldebehörde erfahren zugezogene Verbraucher auch die genauen Öffnungszeiten, zu denen die Anmeldung erfolgen kann. Denn nicht immer ist jede Anlaufstelle zu den üblichen Bürozeiten geöffnet. Informationen finden Internetnutzer auf den Seiten zudem dazu, wo genau sich das zuständige Einwohnermeldeamt befindet, auch die beste Fahrroute kann im Einzelfall angeboten werden.
Dies ist nicht nur deshalb wichtig, weil man in neuen Umgebungen nicht immer gleich jedes Amt ausfindig macht. Vor allem in Großstädten werden in den Vororten vielfach eigene Sprechzeiten angeboten, damit Bürger nicht lange Fahrtstrecken auf sich nehmen müssen. Wie gesagt: An einem Besuch des Amtes führt kein Weg vorbei, eine postalische Zusendung der Unterlagen ist wegen der Eintragung im Ausweis nicht möglich.
Fristen einhalten, um Bußgelder zu vermeiden
Kaum Unterschiede zwischen den verschiedenen Städten in Deutschland gibt es hinsichtlich der Fristen, die zu beachten sind. Fast überall liegt diese Frist bei einer Woche nach dem Einzug in die Wohnung. Es geht somit nicht um die Unterzeichnung des Mietvertrages, sondern um den Termin, zudem tatsächlich ein Einzug erfolgt. Wird diese Frist versäumt, kann es aufgrund einer Ordnungswidrigkeit zur Verhängung einer Geldbuße durch die Behörde kommen.
Da Mieter für die Anmeldung ihres Wohnsitzes keinen Mietvertrag vorlegen müssen, ist mit einem Bußgeld wohl nur zu rechnen, wenn sich die Bürger bei der Anmeldung bezüglich ihres Einzugtermins versprechen. Weitere Gebühren werden nicht anfallen. Nur die verspätete Anmeldung kann durch besagtes Bußgeld zur Zahlung von Gebühren führen.
Die Dinge, an diese es bei der Wohnsitzanmeldung zu berücksichtigen gilt, kann man eigentlich an den Fingern einer Hand abzählen. Sich diese Aspekte rechtzeitig klar zu machen und an die zeitige Anmeldung zu denken, hilft dabei zu verhindern, dass am Ende aufgrund eines versäumten Behördengangs doch noch Kosten für einen sonst kostenlosen Prozess zu übernehmen sind.
Die Wohnsitzänderung sollte weit oben auf der Umzugs-Checkliste stehen
Bevor man sich bei einer Änderung des Hauptwohnsitzes endlich an die Arbeit machen kann, empfehlen Experten dringend die Aufstellung eines Umzugsplans. Dieser Rat hat durchaus seine Berechtigung, denn es gibt immer wieder etliche mehr oder weniger wichtige Dinge, die plötzlich und trotz aller vermeintlich guten Vorbereitung vergessen wurden und im weiteren Verlauf zu Problemen führen können.
Manches Versäumnis kann gar finanzielle Auswirkungen haben. In diese Umzugssparte fällt zum Beispiel die verspätete Kündigung eines Internetanschlusses. Ist bereits ein neuer Anschluss bestellt, der alte aber noch nicht gekündigt, finden sich Bürger schlimmstenfalls in der unschönen Situation wieder, vorübergehend für zwei Tarife Gebühren zahlen zu müssen.
Wohnsitz Anmeldung: Klare Ansagen zur Meldefrist durch den deutschen Gesetzgeber
Zumindest auf dem Papier können Kosten auch dann entstehen, wenn Bürger nicht rechtzeitig das Formular für die Wohnsitzänderung beim jeweils zuständigen Einwohnermeldeamt einreichen. Der Gesetzgeber sieht für die Ummeldung des Wohnsitzes in Deutschland normalerweise nur eine Frist von sieben Tagen vor.
Gemeint ist mit dieser Frist, dass die Wohnsitzänderung spätestens sieben Tage nach dem tatsächlichen Einzug in die neue Wohnung angemeldet werden muss. Es kann in diesem Punkt jedoch zumindest in gewisser Entwarnung ausgesprochen werden. Denn wenn Neubürger ihr Formular für die Wohnsitzänderung nicht rechtzeitig bei der zuständigen Behörde einreichen, bedeutet dies nicht automatisch, dass Versäumnisgebühren erhoben werden.
Für die Meldestellen bedeutete dies früher oftmals einen zusätzlichen Aufwand, der nicht immer in einem sinnvollen Verhältnis zu den Einnahmen für die Einwohnermeldeämter stand. Der Gesetzgeber hat die Vorgaben zur Wohnsitzänderung schon vor einigen Jahren gelockert.
Mussten Mieter etwa lange Zeit eine Bescheinigung des Vermieters oder Verwalters zum Einzugstermin mit dem Wohnsitzänderungs-Formular einreichen, ist dies mittlerweile nicht mehr erforderlich. Die Abmeldung des Wohnsitzes nimmt das örtliche Bürgeramt vor. Eine explizite Abmeldung ist im Fall einer Wohnsitz-Ummeldung nicht notwendig.
Eine verspätete Wohnsitzänderung ist kein Beinbruch?
Die Behörden verlassen sich in der Regel auf die Angaben der Bürger, die sich ummelden möchten. Wer zu spät dazu kommt, die Wohnsitzänderung vorzunehmen, war vor Ort beim Amt bislang nicht gezwungen, das wahre Einzugsdatum anzugeben. Das hat sich mit der Wohnungsgeberbestätigung nun geändert. Die tatsächlichen Einzugsdaten lassen sich nicht mehr so leicht frisieren.
Zwar lässt die Angabe „Einzugsdatum“ immer noch einen gewissen Spielraum zu, da das Einzugsdatum nicht automatisch gleichzusetzen ist mit „Mietbeginn“, doch sind die Mitwirkungspflicht des Vermieters und die kräftige Erhöhung der Bußgelder dem Umstand geschuldet, Missbrauch einzudämmen, z. B. in Form von Sozialleistungsbezug an Wohnorten, die tatsächlich gar keine sind.
Vor diesem Hintergrund sind Fristüberschreitungen zwar kein Beinbruch, aber auch nicht auf die leichte Schulter zu nehmen.
Denn die Anmeldung beim Einwohnermeldeamt ist nicht nur mit Blick auf den Wohnsitz selbst von Bedeutung. Vielmehr ist die Abgabe vom Formular für die Wohnsitzänderung auch die Grundvoraussetzung für manch andere Ummeldung bei Behörden. Zum Beispiel für den Gang zum Straßenverkehrsamt, um das eigene Auto oder ein anderes Kraftfahrzeug vom alten auf den neuen Wohnort ummelden (Kfz-Ummeldung) zu können.
Nicht nur das Einwohnermeldeamt muss rechtzeitig informiert werden
Und natürlich wollen auch die Finanzämter, die Arbeitgeber und nicht zuletzt Banken und Versicherungen so früh wie möglich über die Wohnsitzänderung informiert werden. Viele Unternehmen bieten ihren Kunden bereits über die Internetseiten ein virtuelles Formular, mit dem Privatleute den neuen Wohnsitz mitteilen können.
Auch die Behörden machen es den neuen Bürgern längst wesentlich leichter, wenn es um die Wohnsitzänderung geht. Nicht nur, dass Internetnutzer das Formular für das Ummelden online herunterladen und in Ruhe zu Hause ausfüllen können, um den Stress beim Behördentermin zu verringern.
Auch informieren die Einwohnermeldeämter darüber, welche Stellen zuständig sind wann Sprechstunden stattfinden. Vor allem in großen Städten lohnt sich der Blick auf Behörden-Internetseiten, weil nicht immer eine einzige Anlaufstelle zuständig ist. Häufig befinden sich in den Ortsteilen oder Bezirken der Metropolen kleinere Nebenstellen, bei denen Einwohner die Wohnsitzänderung mitteilen und das zugehörige Formular einreichen können.
Online-Wohnsitzänderung erleichtert alle Anmeldungen spürbar
Das Internet hat das Leben der Bürger auch hinsichtlich der Wohnsitzänderung in erheblicher Weise vereinfacht. Hilfreich ist etwa der Service einer kostenlosen Umzugsmitteilung. Immer mehr Unternehmen aus ganz unterschiedlichen Branchen erkennen den Nutzen des der Online-Adressänderung an, der sowohl für die Firmen als auch die Kunden – also die Nutzer des Portals – nur allzu deutlich auf der Hand liegt: Die Wohnsitzänderung muss nicht mehr mühsam Schritt für Schritt über das jeweilige Formular der Unternehmen vorgenommen werden.
Verbraucher können im besten denkbaren Fall auf einen Schlag Krankenkassen, Versicherungen, Banken, Strom- und Gasanbieter, Telekommunikations-Partner und sogar Vereine oder Versandhandelsunternehmen über die Wohnsitzänderung in Kenntnis setzen.
Dafür müssen Sie lediglich Ihren alten und neuen Wohnort und zudem die aktuellen Kontaktdaten eingeben bei der Registrierung. Und es kostet Sie keinen Cent, wenn Sie Ihre Umzugsmitteilung online ohne Umwege absenden.
Der Adressänderungsservice hilft bei der Erstellung der Formulare für die Wohnsitzänderung
Noch bequemer als per Umzugsmitteilung können Sie Ihre Wohnsitzänderung heute eigentlich gar allen wichtigen Ansprechpartner kundtun. Einzig bei Behörden kommen Sie nach wie vor nicht umhin, während der Sprechzeiten vorstellig zu werden.
Selbst in den wenigen deutschen Städten, in denen Sie den ersten Schritt zur Ummeldung per Post oder Mail vornehmen können, ist der Ortstermin obligatorisch. Denn die Wohnsitzänderung muss auch im Personalausweis oder dem Reisepass vermerkt werden.
Ummeldung kann bei Vorlage einer Vollmacht vielfach im Auftrag erfolgen
Und diese Arbeit wird trotz des technischen Fortschritt auch weiterhin von den Mitarbeitern der Meldebehörden erledigt. Allerdings sein nochmals erwähnt, dass die Wohnsitzänderung mit Formular auch im Auftrag durch Dritte erfolgen kann, wenn Sie selbst vielleicht noch mitten in der Umzugsarbeit stecken und Ihnen schlicht die Zeit für den Ausflug zum Einwohnermeldeamt fehlt.
Neben den gültigen Ausweisdokumenten (im Falle eines Reisepasses samt der letzten Meldebescheinigung) der umzumelden den Personen müssen Sie in diesem Fall zusätzlich zum Formular zur Wohnsitzänderung auch eine Vollmacht mitbringen. Aus diesem Schreiben muss eindeutig hervorgehen, dass die Person mit der Ummeldung beauftragt wurde. Dann kann auch die Umschreibung direkt erfolgen, ohne dass Sie nochmals bei der Meldestelle erscheinen müssen.

References: §17
 § 19
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 § 54

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 § 20
 § 11
 § 34