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Timestamp: 2018-01-18 10:10:47+00:00

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Trinkwasser-Lexikon: Wasserberater.de
Trinkwasser-Lexikon
Es gibt vieles, das Sie selbst tun können für die Qualität Ihres Trinkwassers. Der Wasserberater gibt Ihnen klare Informationen zum Trinkwasser in den eigenen vier Wänden.
Der Anlagenersteller ist der ausführende → Fachbetrieb, in der Regel ein → Installationsunternehmen. Errichtungs-, Änderungs- und Instandhaltungsarbeiten sind durch den Fachbetrieb oder das → Wasserversorgungsunternehmen auszuführen. Der Begriff stammt aus der → AVBWasserV, § 12.
Komponenten der → Trinkwasserinstallation, die nicht Trinkwasserleitungen sind.
Der Anschlussnehmer ist der Vertragspartner des → Wasserversorgungsunternehmens. Der Begriff stammt aus der → AVBWasserV, § 8
Stoffe, die wasserwerksseitig zur Aufbereitung dem Wasser zugesetzt oder in der → Trinkwasserinstallation zur Behandlung von Trinkwasser eingesetzt werden. Zur Behandlung des Trinkwassers dürfen nur Stoffe verwendet werden, die nach → Trinkwasserverordnung § 11 vom Bundesministerium für Gesundheit in einer Liste im Bundesgesundheitsblatt bekannt gemacht worden sind.
Die Verordnung über "Allgemeine Bedingungen für die Versorgung mit Wasser" (AVBWasserV) vom 20. Juni 1980 regelt gesetzlich die bei der Wasserversorgung und der → Trinkwasserinstallation zu beachtenden Anforderungen. Die Verordnung trat zum 1. April 1980 in Kraft.
Der Bauherr ist der Auftraggeber von Baumaßnahmen (Errichtungen und Änderungen).
Für die Errichtung, Erweiterung oder Modernisierung von Gebäuden werden zeitlich befristete Anschlüsse an die öffentliche Wasserversorgung als Bauwasseranschlüsse benötigt. Siehe auch → AVBWasserV, § 22.
Begriff aus dem seit dem 01. September 2005 nicht mehr zutreffenden Lebensmittel- und Bedarfsgegenstände-Gesetz (LMBG).
Unter Behandeln von → Trinkwasser in → Trinkwasserinstallationen im Sinne dieser Richtlinie versteht man die Zugabe von Stoffen.
Betreiber, verantwortlicher
Der verantwortliche Betreiber der → Trinkwasserinstallation im Sinne dieser Richtlinie ist der Besitzer → Anschlussnehmer, der → Bauherr, der Eigentümer, der → Unternehmer oder der Nutzer (Pächter, Mieter).
Betreiben von → Trinkwasserinstallationen ohne Störungen für den Wasserverwender und störende Rückwirkungen auf Einrichtungen des → Wasserversorgungsunternehmens oder Dritter und ohne Rückwirkungen auf die Güte des → Trinkwassers sowie der Sicherstellung der Funktionstauglichkeit. Die einschlägigen Betriebs- und Instandhaltungsanleitungen sind einzuhalten.
Betrieb der Trinkwasserinstallation mit regelmäßiger Kontrolle von Funktion und Mängelfreiheit sowie die Durchführung der erforderlichen Instandhaltungsmaßnahmen für den betriebssicheren Zustand. Voraussetzung ist die Einhaltung der zur Planung und Errichtung zugrunde gelegten Betriebsbedingungen (DIN 1988)
Geänderte Betriebsweise einer Trinkwasserinstallation, die zu Beeinträchtigungen oder Gefährdungen von Anlagenteile führt und die Trinkwasserbeschaffenheit verändert. Der Wechsel der Betriebsweise führt zu Änderungen des Risikos. Hierunter fallen die Handlungsweisen mit oder an einer Trinkwasserinstallation, die gesetzlichen oder technischen Vorschriften widersprechen oder nicht mit dem Stand der Technik in Einklang stehen. Dies gilt auch für unsachgemäße Bedienung einzelner Anlagenteile (DIN 1988). Die längere Nichtnutzung einer Trinkwasseranlage ist ein nicht bestimmungsgemäßer Betrieb.
Im Betriebsbuch werden alle Störungen, durchgeführten Maßnahmen (baulicher oder instandhaltender Art) sowie Messwerte und Beobachtungen chronologisch dokumentiert.
Wasser, das bestimmungsgemäß kein → Trinkwasser ist. Siehe auch → AVBWasserV, §4
Blei und seine Wirkung
Bei der ständigen Aufnahme kleiner Bleimengen spricht man von einer chronischen (sich langsam entwickelnden) Belastung. Gesundheitliche Wirkungen einer chronischen Belastung lassen sich nur in aufwändigen Untersuchungen an einer großen Zahl von Betroffenen und Nichtbetroffenen nachweisen. Mittels solcher Untersuchungen wurde festgestellt, dass die kindliche Intelligenzentwicklung durch Blei beeinträchtigt werden kann. Besonders anfällig auf Blei reagiert das sich entwickelnde kindliche Nervensystem. Daher sind Ungeborene und Kinder besonders empfindlich. Dies erklärt sich aus der beschriebenen Wirkung, aber auch daraus, dass ein Kind im Verhältnis zu seinem Körpergewicht mehr Flüssigkeit zu sich nimmt als ein Erwachsener. Bei Kindern wird das aufgenommene Blei nicht wie bei Erwachsenen vermehrt in den Knochen gespeichert, sondern bleibt zu einem größeren Anteil in den Organen und den Geweben des Organismus verfügbar und kann gesundheitliche Schäden verursachen. Junge Frauen und Schwangere sollten sich vor einer unerwünschten Aufnahme von Blei schützen. Im Falle einer späteren oder bestehenden Schwangerschaft kann Blei, das in den Knochen der Mutter gespeichert ist, mobilisiert und an das werdende Kind abgegeben werden.
Weitere Informationen zum Thema Blei und Trinkwasser auf der DVGW-Website.
Abtöten oder Inaktivierung von Erregern übertragbarer Krankheiten und sonstigen Mikroorganismen. Es ist zu unterscheiden zwischen:
Desinfektion während des → Betriebs (→ TrinkwV, § 11)
Desinfektion bei Betriebsunterbrechung (keine Abgabe von Trinkwasser)
Armatur mit freiem Auslass, mit der Trinkwasser entnommen wird. Siehe auch EN 806-1.
Die Entnahmestelle dient der Entnahme von Wasser für den menschlichen Gebrauch.
Fachbetrieb, ausführender
Errichtungs-, Änderungs- und Instandhaltungsarbeiten sind durch das → Wasserversorgungsunternehmen oder ein → Installationsunternehmen auszuführen. Der → Anlagenersteller (Begriff aus → AVBWasserV, § 12) ist der ausführende Fachbetrieb.
Warmwasserinstallationen mit mehr als 400 Liter Speichervolumen
und/oder Warmwasserleitungen mit mehr als drei Liter Inhalt zwischen dem → Trinkwassererwärmer und der → Entnahmestelle,
d.h. praktisch alle zentralen Warmwasserversorgungsanlagen in öffentlich oder gewerblich genutzten Immobilien.
Die Hauptabsperrvorrichtung ist Bestandteil des Hausanschlusses. Der Hausanschluss endet an der Hauptabsperreinrichtung. Siehe auch → AVBWasserV, § 10
Der Hausanschluss ist die Verbindung des Verteilungsnetzes des → Wasserversorgungsunternehmens mit der Kundenanlage. Er beginnt an der Abzweigstelle des Verteilungsnetzes und endet mit der → Hauptabsperrvorrichtung. Siehe auch → Kundenanlage und → AVBWasserV, § 10
Begriff der Trinkwasserverordnung 2001, § 3 Abs. 2 c. In dieser Richtlinie wird der zutreffendere Begriff → Trinkwasserinstallation verwendet.
Zu den Hilfsstoffen für Rohre und Rohrverbindungen zählen die Lote und Flussmittel für Kupferrohre sowie die Gewindeschneidmittel und Gewindedichtmittel.
Dokumentierter Maßnahmenkatalog der Instandhaltung von Trinkwasserinstallationen; er kann Unterkapitel des Hygieneplans nach Infektionsschutzgesetz oder Hygieneverordnung sein.
Die Inbetriebnahme im Sinne dieser Richtlinie ist die Erstbefüllung der → Trinkwasserinstallation mit → Trinkwasser.
Das → Wasserversorgungsunternehmen oder dessen Beauftragte schließen die Kundenanlage an und setzen sie in Betrieb. Jede Inbetriebsetzung der Kundenanlage ist beim WVU über das → Installationsunternehmen zu beauftragen. Siehe auch → AVBWasserV, § 13.
Ein in das Installateurverzeichnis eines → Wasserversorgungsunternehmens eingetragener Fachbetrieb. Siehe auch → Anlagenersteller, → Fachbetrieb und → AVBWasserV, § 12.
Die Instandhaltung gliedert sich nach DIN 31051 in die Maßnahmen:
Wartung Bewahren des Soll-Zustandes
Inspektion Feststellung und Beurteilung des Ist-Zustandes
Instandsetzung Wiederherstellung des Soll-Zustandes
Verbesserung Verbesserung des Ist-Zustandes ohne Berücksichtigung des Komforts
Kunde des Wasserversorgungsunternehmens
Vertragspartner des → Wasserversorgungsunternehmens. Das muss nicht zwingend der Grundstücks- oder Gebäudeeigentümer sein. Der Vertragspartner mit dem WVU ist Anschlussnehmer und Unternehmer der → Trinkwasserinstallation. Siehe auch → AVBWasserV.
→ Trinkwasserinstallation hinter dem Hausanschluss / der Messeinrichtung des → Wasserversorgungsunternehmens. Für die ordnungsgemäße Errichtung, Erweiterung, Änderung und Unterhaltung der Kundenanlage ist der → Betreiber verantwortlich. Siehe auch → Hausanschluss und → AVBWasserV, § 12.
Das Raumbuch ist ein mit allen Beteiligten (Bauherr, Architekt, Planer der → Trinkwasserinstallation usw.) abgestimmtes Dokument für ein Gebäude und enthält schriftlich festgehalten die Nutzungsbeschreibungen der einzelnen Räume sowie den erforderlichen Umfang der Trinkwasserinstallation (siehe auch Installationsmatrix nach EN 1717) unter besonderer Berücksichtigung der Bedarfsermittlung.
Entfernung nicht mehr benötigter Teile der → Trinkwasserinstallation.
Der Schutz des → Trinkwassers im Sinne dieser Richtlinie erfolgt durch Maßnahmen nach DIN 1988-4 oder DIN EN 1717.
Stagnation ist die Verweilzeit des → Trinkwassers in der → Trinkwasserinstallation bei fehlender Entnahme.
Anmerkung: Eine über längere Dauer nicht genutzte Trinkwasseranlage ist eine nicht bestimmungsgemäß betriebene Trinkwasserinstallation (siehe → Betrieb). Siehe auch DIN 1988-200.
Raum nach VDI 2050, der die für den bestimmungsgemäßen → Betrieb der → Trinkwasserinstallation erforderlichen Anlagen oder → Anlagenteile enthält.
Für den menschlichen Gebrauch geeignetes Wasser mit Güteeigenschaften nach den geltenden gesetzlichen Bestimmungen der (→ Trinkwasserverordnung) (TrinkwV). Trinkwasser ist alles Wasser, im ursprünglichen Zustand oder nach der Aufbereitung, das zum
oder insbesondere zu den folgenden anderen häuslichen Zwecken bestimmt ist:
Der Begriff „Trinkwasser“ gilt sowohl für Kaltwasser (PWC) als auch für Warmwasser (PWH / PWH-C). Siehe auch → „Wasser für Lebensmittelbetriebe“ und → Trinkwasserverordnung, § 3.
Trinkwassererwärmer sind Speicher-Trinkwassererwärmer, zentrale Durchflusswassererwärmer, Speicherladesysteme oder kombinierte Systeme. Siehe auch DIN 4753, VDI 6003, DVGW W 517.
Gesamtheit der Trinkwasserleitungen, Armaturen und Geräte, die sich zwischen dem Punkt der Übergabe von Wasser aus einer → Wasserversorgungsanlage an den → Verbraucher und dem Punkt der Entnahme von → Trinkwasser Trinkwasser-Lexikonbefinden. Siehe auch DIN 1988.
Geltende nationale Verordnung über die Qualität von Wasser für den menschlichen Gebrauch. Im Sinne dieser Verordnung ist „Wasser für den menschlichen Gebrauch“ → Trinkwasser und → Wasser für Lebensmittelbetriebe.
Eigentümer/Inhaber oder → Anschlussnehmer einer → Trinkwasserinstallation oder einer Einzel- oder Gruppenwasserversorgungsanlage. Er kann verantwortlicher → Betreiber sein. Siehe auch → TrinkwV.
Person, die → Trinkwasser zum Trinken, zum Kochen, zur Zubereitung von Speisen und Getränken oder insbesondere zu den unter Trinkwasser genannten anderen häuslichen Zwecken verwendet.
Warmwasser ist erwärmtes Trinkwasser (genauer: Trinkwasser, erwärmt). Siehe auch DIN EN 806 oder DIN 1988.
Alles Wasser, ungeachtet seiner Herkunft und seines Aggregatzustandes, das in einem Lebensmittelbetrieb für die Herstellung, Behandlung, Konservierung oder zum Inverkehrbringen von Erzeugnissen oder Substanzen, die für den menschlichen Gebrauch bestimmt sind, sowie zur Reinigung von Gegenständen und Anlagen, die bestimmungsgemäß mit Lebensmitteln in Berührung kommen können, verwendet wird, soweit die Beschaffenheit des verwendeten Wassers die Genusstauglichkeit des Enderzeugnisses beeinträchtigen kann.
Wasser für den menschlichen Gebrauch ist → Trinkwasser und → Wasser für Lebensmittelbetriebe. Siehe auch → Trinkwasserverordnung.
Sind nach → Trinkwasserverordnung 2001, § 3 Abs. 2c Anlagen der → Hausinstallation (→ Trinkwasserinstallation), aus denen → Wasser für den menschlichen Gebrauch an → Verbraucher abgegeben wird.
Das Wasserversorgungsunternehmen ist für die Lieferung des → Trinkwassers zuständig. Siehe auch → AVBWasserV.
Leitung, die ohne → Entnahmestelle (Ausnahme: Probeentnahmestelle) erwärmtes → Trinkwasser dem → Trinkwassererwärmer zurückführt (DVGW W 553). Symbol: TWZ oder PWH-RC. Siehe auch DIN EN 806, DIN 1988, DVGW W 553.
Nicht mehr zu verwendende Bezeichnung für Stoffe, die dazu bestimmt sind, dem → Trinkwasser zur Beeinflussung seiner Beschaffenheit oder zur Erzielung bestimmter Eigenschaften oder Wirkungen zugesetzt zu werden. Siehe auch → Aufbereitungsstoffe und → Desinfektion.

References: § 12
 § 8
 § 11
 § 22
 §4
 § 11
 § 12
 § 10
 § 10
 § 3
 § 13
 § 12
 § 12
 § 3
 § 3