Source: http://www.im-baunachgrund.de/ebern.html
Timestamp: 2019-03-23 18:50:22+00:00

Document:
Ebern | Im-Baunachgrund.de
Uhrsymbol nach:
Daniel FR, Plenz (gemeinfrei)
Am 31. März 2019 werden die Uhren wieder auf die Sommerzeit umgestellt.
Musik-Tipp Daft Punk
Sandras Glosse
Rück­abwicklung?
– Update 15.3.2019 –
Tausende Menschen demonstrier(t)en für das freie Internet, auch in Nürnberg, Fürth und Würzburg
„Dieselfilter statt Uploadfilter“
#Artikel 13 – Uploadfilter
Wie das Portal Nordbayern.de am 16.3.2019 berichtete, hatten sich mehr als 1.000 Menschen am Nürnberger Kornmarkt versammelt, um gegen die EU-Urheberrechtsreform zu demonstrieren. Mit ihr soll die Meinungsfreiheit im Internet erheblich behindert werden.
Netzpolitik.org weiß am 17.3.2019 von noch mehr Demonstranten, Zitat (Lizenz: CC BY-NC-SA 4.0):
„Auch am Wochenende haben wieder tausende Menschen gegen die EU-Urheberrechtsreform demonstriert. Die größte Demonstration fand in Nürnberg statt, wo zwischen 1.500 und 3.500 Menschen auf die Straße gingen. In Bremen protestierten nach Schätzungen etwa 1.000 Menschen, im österreichischen Graz etwa 250.
Unterdessen wächst der Widerstand auch in die Breite: So protestieren mittlerweile mehr als 400 Diskussionsforen mit fast 19 Millionen angemeldeten Nutzern gegen die Reform (wir berichteten). Auch haben zahlreiche Medienwissenschaftler vor den Problemen von Uploadfiltern und der Errichtung einer möglichen Zensur-Infrastruktur gewarnt. Die Wikipedia wiederum hat sich entschlossen, aus Protest am 21. März für 24 Stunden die deutschsprachige Version der Online-Enzyklopädie zu schließen.“
Demo-Bilder aus Nürnberg
Impressionen von der #Artikel13Demo in #Nürnberg #SaveYourInternet #uploadfilter pic.twitter.com/BqL2FugMJy
— Dennis Deutschkämer (@_rony) 16. März 2019
Wie es die Bamberger machen
In Parks wie den Hain stören frei herumlaufende Vierbeiner brütende Vögel
Der Frühling naht unübersehbar. Krokusse und... https://t.co/6Tjiks8fDL
— Stadt Bamberg (@Bamberg_de) 18. März 2019
B 4 wird wieder vollständig gesperrt
Die Bundesstraße 4 wird wieder vollständig gesperrt. Die Sperrung betrifft aber nur Teilstrecken in der Region Rattelsdorf – Breitengüßbach. So ist ab ca. 25.3.2019 die Strecke zwischen Rattelsdorf-Mitte und -Nord dicht. Vom 29.3. bis 3.4.2019 ist dann am Abschnitt bei Kemmern (Autobahnbrücke) kein Durchkommen möglich. Die Autobahn wird nicht gesperrt, hier gibt es aber Einschränkungen bei den Fahrspuren. (15.3.2019)
Eingebetteter Podcast via Soundcloud
Werbung mit Bundestagsmandat: Wie Abgeordnete auf unsere Recherche reagierten https://t.co/NF8swjTLBf
— abgeordnetenwatch.de (@a_watch) 4. März 2019
Abgeordnetenwatch.de: „Es ist verboten, dass Abgeordnete mit ihrem Mandat im Nebenjob werben.“ – Gilt das auch für Landtagsabgeordnete? (5.3.2019)
der VG Ebern
Geschlossene Jugendherberge
Ehem. Jugendherberge
Königsberger wollen Unterschriften sammeln
Die Königsberger Jugendherberge wurde Ende Januar 2019 ziemlich abrupt geschlossen. Weil das etlichen Bürger/innen nicht gefällt, sollen jetzt Unterschriften für die Wiedereröffnung gesammelt werden, nachzulesen in der Königsberger Zeitung. Dort steht auch ein Link zu einem geharnischten Brief zweier Bürger an das Präsidium des Deutschen Jugendherbergswerks. (26.2.2019)
In der Gerolzhöfer Altstadt verschwindet wieder ein historisches Gebäude. Das Landesamt für Denkmalpflege war gegen den Abbruch, das Landratsamt dafür... https://t.co/dIYAyIVSy3
— MPVogt (@MPKlausVogt) 11. Februar 2019
„Die parlamentarische Demokratie beruht auf dem Vertrauen des Volkes, Vertrauen ist indes ohne Transparenz und die sich daraus ergebende Kontrolle nicht möglich.“
Bundesverfassungsgericht (BVerfGe 40, 296, 327)
Abgebildet: Zugteil in Ebern
Vom 23.2. bis 5.5.2019: Zugausfälle zwischen Ebern und Bamberg an Wochenenden
Wegen des viergleisigen Ausbaus der Bahnstrecke zwischen Breitengüßbach und Bamberg fallen an einigen Wochenenden auf der Strecke Ebern – Baunach – Bamberg Züge aus. Sie werden durch Busse ersetzt. Hier der Link zum Ersatzfahrplan (PDF-Download). Hinweis: Der Ersatzfahrplan trägt auf der ersten Seite die (falsche) Jahreszahl 2018, richtig ist 2019. (5.2.2019)
Es sieht gut aus für die GEO-Bahn, vielleicht auch für den Durchstich nach Kitzingen, siehe Main-Post vom 29.1.2019.
GEO: Reaktivierung der Bahnstrecke?
Abgebildet: Dampflok aus Maro
Die stillgelegte Bahnstrecke von Schweinfurt über Gerolzhofen (GEO) nach Kitzingen könnte reaktiviert werden. Allerdings ist die Gerolzhöfer CSU dafür, dass die ehemaligen Gleisanlagen überbaut werden. Setzt sie sich durch, würde dies das endgültige Aus für die Bahn bedeuten, so wie die Strecke Ebern – Maroldsweisach mangels Weitsicht überbaut worden ist. Die aktuelle Lage im Altlandkreis Gerolzhofen behält der BR im Blick. (8.1.2019)
Ebern: Absolut Musik (Frühjahrskonzert des Blasorchesters Ebern), 30.3.2019, 19:30 Uhr, Frauengrundhalle
Baunach: Start in den Frühling (Musik und Kulinarik), 30.3.2019, 18:00 bis 23:00 Uhr, Bürgerhaus Lechner Bräu
Baunach: Ines Procter, 5.4.2019, 20:00 Uhr, Bürgerhaus Lechner Bräu
Ebern: Franz Schubert – Ein Liederabend (Benefizkonzert) mit Tenor Julian Freibott, 13.4.2019, 19:30 Uhr, Mittelschule
Ebern: Richie Arndt & Band, 14.4.2019, 18:00 Uhr, Frauengrundhalle
Untermerzbach: Frühjahrskonzert der Blaskapelle Gereuth, 27.4.2019, 19:30 Uhr, Reisenweber-Saal
Ebern: Kulturgeschichte der Biene – „Aus der Wabe in die Welt“, ab 24.3.2019, Xaver-Mayr-Galerie
Ebern: Lätaremarkt, 31.3.2019, ab 11:00 Uhr, Marktplatz
Ebern: Kasernenfest mit Gewerbeschau, 28.4.2019, Alte Kaserne
Frickendorf: Oldtimertreffen, 1.5.2019
Reckenneusig: Backofenfest, 1.5.2019
Ebern: Bratwurstfest der Fleisch- und Wurstfreunde Heubach, 12.5.2019, 13:00 Uhr, Altes Rathaus
Pfarrweisach: Bratwurstfest des Musikvereins, 20.5.2019, 11:00 Uhr, Probenheim
Rentweinsdorf: Kerwa-Auftakt, 29.5.2019, 18:00 Uhr, Planplatz
Baunach: Jubiläumsstraßenfest mit Jugendkapellentreffen, 31.5. (19:00 Uhr) bis 2.6.2019 (23:00 Uhr), Zentweg / Jugendheim
Blog • Ebern • Rentweinsdorf •
Im Baunachgrund um Ebern
für Ebern und Rentweinsdorf
Spezial: Bürgerbegehren Sparkassenfusion • Themenseite zur Situation der Kliniken im Kreis Haßberge • Die alten Eberner Zeitungen • Mysterium Zobelburg • Ein Amtsblatt ist keine Zeitung • Mitfahrbank statt Stundentakt • Schwimmen im Weißfichtensee? • Druckfrisch
LANDARZTMANGEL • Hausarzt-Nachfolge im Baunachgrund ungeklärt
Es fehlen zwei Allgemeinärzte
Eingebettete Karte: Google Maps; Orte im Altlandkreis Ebern
Zwei Hausarztsitze sind im Altlandkreis Ebern immer noch unbesetzt und warten auf einen Nachfolger bzw. eine Nachfolgerin, und zwar in Ebern sowie in Reckendorf. Doch wird auch genügend dafür geworben, dass sich Nachfolger/innen finden?
Auf der Webseite des Bayerischen Hausärzteverbands heißt es immerhin, dass in Reckendorf ein/e Hausarzt/-in gesucht wird. Ebern findet dort dagegen keine Erwähnung.
Im Online-Versorgungsatlas „Hausärzte“ der Kassenärztlichen Vereinigung Bayerns (KVB) sind für die Stadt Ebern gar noch vier Hausärzte eingetragen (Stand 5.2.2019, Seite 221, PDF-Download), obwohl einer der vier Ärzte zum Jahresende 2018 in den Ruhestand gegangen ist.
Nun bestehen zwei Möglichkeiten: Entweder es steht schon ein Nachfolger fest, der seine Tätigkeit nur noch nicht aufgenommen hat; der Atlas wäre also „vorauseilend“ aktuell. Oder der Versorgungsatlas ist nicht aktualisiert worden.
Zwar war zur Jahreswende 2018/19 im Gespräch gewesen, dass der Landkreis eine/n Allgemeinmediziner/in in einem Medizinischen Versorgungszentrum (MVZ) einstellt. Doch bis jetzt hat man davon nichts mehr gehört.
Mittlerweile macht man sich vorsorglich auch in Untermerzbach schon Gedanken, wie es mit der dortigen Arztpraxis weitergehen könnte, wenn diese einmal schließen würde, siehe infranken.de und Neue Presse vom 21.3.2019.
(ibg, 22.3.2019)
BERUFSSCHULE • „Entspricht allen Vorschriften“ für einen Kindergarten
Der Abriss erklärt sich nicht
Abgebildet: Ebern, Abrissobjekt ehemalige Berufsschule, Rückansicht
Sieht an der Außenwand wie Schriftzeichen aus, sind aber nur Reflexionen eines gegenüberliegenden Kupferdaches
Moment mal, hier sieht man die ehemalige Berufsschule in Ebern, und dabei sieht das Haus aus, als wäre es eben frisch renoviert worden.
Was die Neue Presse am 15.3.2019 über das ehemalige Schulgebäude schreibt, ist kaum zu glauben, und wahrscheinlich wahr:
Bereits allen Vorschriften entsprechen würde eine ‚Außenstelle‘ in der ehemaligen Berufsschule in Ebern, wo einst die Lebenshilfe residierte und derzeit schon eine Notgruppe des städtischen Kindergartens untergebracht ist.
Im Bericht der Neuen Presse geht es nämlich um einen Kindergarten für Rentweinsdorf. Dort soll bekanntermaßen ein neuer gebaut werden, gebraucht wird aber eine Übergangslösung. Die würde sich in der alten Eberner Berufsschule anbieten.
Dazu heißt es weiter in der Neuen Presse:
Das Gebäude soll schließlich dann der Abrissbirne zum Opfer fallen, sobald der Eberner Kindergarten-Neubau unmittelbar daneben steht.
Nun fragt sich schon, und zwar dringlicher denn je, warum dieses Gebäude zerstört werden muss und die Stadt Ebern einen neuen Kindergarten daneben setzt, wenn die alte Berufsschule „allen Vorschriften“ für einen Kindergarten entspricht?
Da wurde schon Gegenteiliges behauptet, und zwar dass das Haus eben nicht den Vorschriften gerecht werden würde. Was stimmt denn nun?
(ibg, 15.3.2019)
THEATER SCHLOSS MASSBACH • Neil-Simon-Komödie am 30. April 2019
„Barfuß im Park“ im Valeo-Saal
Symbolbild (unverändert): „Barefoot in the Park (7827524444)“, Foto: Otterbein University Theatre & Dance from USA, Lizenz: CC BY-SA 2.0, via Wikimedia Commons
Neil Simon (1927 – 2018) war ein beliebter US-amerikanischer Dramatiker und Drehbuchschreiber, der auch zahlreiche leichte Komödien für das Boulevardtheater geschaffen hatte. 1963 entstand „Barfuß im Park“, der Originaltitel lautete „Barefoot in the Park“.
Das Theaterstück feierte am Broadway Riesenerfolge und wurde 1967 auch verfilmt, mit Robert Redford und Jane Fonda in den Hauptrollen.
Im Stück heiratet Anwalt Paul Bratter die lebenslustige Corie. Nach den Flitterwochen ist jedoch Schluss mit Pauls bisher geordnetem Leben, der Alltag holt beide ein. Wie es sich für eine Komödie gehört, passt natürlich nichts so richtig: Die neue, gemeinsame Wohnung befindet sich unpraktisch im 5. Stock ohne Aufzug, die Heizung funktioniert nicht, die Möbel fehlen noch, dafür kommt die Schwiegermutter und ein exzentrischer Nachbar mischt sich ein. Schließlich wirkt sich noch übermäßiger Alkoholgenuss aus, was dazu führt, dass Paul betrunken barfuß durch den Park läuft – und das Ende wird nicht verraten.
Das Stück ist am 30. April 2019 im Valeo-Saal in Ebern zu sehen, Vorstellungsbeginn ist um 19:30 Uhr.
MEDIENRECHT • #Artikel 13
Abgebildet: Fürth, Grüner Markt
Hier, am Fürther Grünen Markt soll nach Informationen aus den sozialen Netzen am 23. März 2019 ab 13:00 Uhr gegen Uploadfilter, wie sie die EU durchsetzen will, demonstriert werden.
Axel Voss (CDU, MdEP) stellt offenbar das Existenzrecht von Youtube infrage:
Als ich sagte, das Internet wird durch #Artikel13 wie Kabelfernsehen, habe ich nicht übertrieben. Neues Interview mit @AxelVossMdEP macht klar: Es geht ihm gar nicht darum, dass YouTube mehr zahlt, es soll solche Plattformen gar nicht geben: https://t.co/kwHkFd4GKZ #Uploadfilter pic.twitter.com/aBXtC1W9qr
— Julia Reda (@Senficon) 13. März 2019
Jetzt wurden auch endlich die Demos in Nordbayern bestätigt:
Nürnberg - Kornmarkt 5 -> 16. März um 13:30
Fürth - Grüner Markt -> 23. März 13:00
Würzburg - Bahnhofplatz -> 23. März um 15:00
Quelle: https://t.co/J0Pu9AyRLp#Artikel13 #SaveYourInternet @uploadfilter pic.twitter.com/Gof6kwb7lv
— Braky (@DerBraky) 8. März 2019
Eingebettetes Youtube-Video von epicenter.works, „EU-Urheberrechtsreform 2019“ (6.3.2019)
Julia Reda sitzt für die Piratenpartei im Europäischen Parlament und tritt für ein freies Internet ein.
(ibg, 6.3.2019, aktualisiert 14.3.2019)
FASTNACHT • Eberner Faschingszug 2019
Viel Spaß beim Faschingsumzug
Abgebildet: Faschingsumzug 2019
Gelungen war er wieder, der Faschingsumzug in Ebern, stolze 40 Minuten dauerte das De­fi­lee der fast 60 Fußgruppen und Faschingswagen. Aber was wäre Ebern ohne sein wunderbares Umland, das wieder einmal bewiesen hatte, wie es die kleine Stadt im Baunachgrund beleben kann.
Die Teilnehmer/innen des Zuges kamen zum Beispiel aus Maroldsweisach (Prinzenpaar samt Garde und Landrat), Baunach (Stadtkapelle), Seßlach (unter anderem mit der Stadtkapelle), Rentweinsdorf (Männerballett, Prinzenpaar), Pfarrweisach, Pfaffendorf, Jesserndorf, Schottenstein, „Eichelbrunn“ (Eichelberg und Reutersbrunn), Heubach (Fleisch- und Wurstfreunde mit einem Helikopter-Wagen), Neubrunn, Reckendorf – und die Eberner Teilnehmer/innen freilich nicht zu vergessen.
Die ebenfalls vertretenen Treinfelder „wagten“ beim traditionell wenig politischen Eberner Umzug, ein „Duplikat“ des von ihnen schon dreimal erbeuteten Eberner Maibaums im Zug mitzuführen. Eine köstliche kommunalpolitische Spitze, die – ähnlich dem Salz in der Suppe – dann doch noch für etwas satirische Würze sorgte.
Ansonsten fiel noch ein hinterhergezogener Nachbau eines Bremsklotzes in die Kategorie politische Satire. Man ahnt es vielleicht: Der Keil trug die Namen eines prominenten Stadtrates sowie des Bürgermeisters. Was nun die aufs Korn genommenen konkret ausbremsen sollen, habe ich im Trubel leider nicht erkennen können.
(ibg, 4.3.2019)
BERUFSSCHULE • In Ebern wird abgeholzt
Die Bäume sind schon gefallen
Symbolbild: „Baum Gefällt Stamm Holz“, Glueck-Auf, Lizenz: Pixabay License,
Nachdem die Bevölkerung erst mit der Bienenrettung beschäftigt worden war, haben die Holzfäller zugeschlagen. Und zwar sowohl im Anlagenring wie auch am Gelände rund um die alte Eberner Berufsschule, Ecke Albrecht-Dürer-Straße/Beethovenstraße.
Betroffen ist auch der Spielplatz am Hang an der Beethovenstraße. Der Spielplatz war auf seiner West- und Nordseite seit Jahrzehnten mit Bäumen und Hecken naturnah eingegrünt gewesen.
Jetzt soll er auf die südliche Seite der Coburger Straße verlegt werden, so dass die Kinder vom Steinberg die gefährliche Coburger Straße überqueren müssen, wenn sie zum Spielplatz möchten. Für die alte Berufsschule gibt es dagegen keinen Ersatzstandort, sie wird für alle Zeiten im einst so kreisstädtischen Stadtbild fehlen.
Was auf das riesige Areal sonst noch gebaut wird, außer der Kindertagesstätte, ist immer noch nicht genau bekannt. Nur so viel: Ein prägendes Gebäude verschwindet – das ist ein Eingriff ins Stadtbild. Folgen sollen barrierefreie Wohnungen in verdichteter Bebauung.
Dabei handelt es sich allerdings nicht um ein klassisches Neubaugebiet am Stadtrand, das sich im Lauf der Jahre nach und nach mit kleinen Häuschen füllt. Das wäre ein in Ebern bekannter Vorgang.
Es kommt etwas Anderes. Nebstdem scheint es offenbar zu pressieren, wie die Abholzaktion vielleicht zeigt. Nur, wie sieht die Veränderung konkret aus? Warum wollte niemand die Berufsschule anderweitig nutzen? Wäre das nicht auch möglich gewesen? Mehr Informationen und Transparenz wären sicherlich von Vorteil.
(ibg, 22.2.2019)
BERUFSSCHULE • Zuerst werden die Werkstätten abgebrochen
In Ebern rollt eine Abrisswelle an
Abgebildet: Gebäudekomplex der ehemaligen Berufsschule Ebern
Die – dem äußeren Erscheinungsbild nach doch recht gut erhaltene – ehemalige Berufsschule in der Eberner Mozartstraße soll abgerissen werden. Eine Lokalzeitung berichtete im Internet unkritisch von einem „großen Coup“, den die Stadt gelandet hätte. Das, weil das Areal danach als Baugebiet für eine Kindertagesstätte und altersgerechtes Wohnen „in dichter Bebauung“ dienen soll.
Inzwischen kann die öffentliche Ausschreibung der Abbrucharbeiten im Internet eingesehen werden. Dort wird ersichtlich, dass erst einmal die „Werkstätten der ehemaligen Berufsschule Ebern mit einer Fläche von ca. 525 ㎡“ abgebrochen werden sollen, im Bild rechts zu sehen. Das Hauptgebäude (im Bild links) soll zu einem späteren Zeitpunkt fallen.
In den gleichen Vergabeunterlagen, Vergabestelle ist das Landratsamt Haßberge, werden auch die „Demontage- und Abbrucharbeiten des Hausmeisterhauses am Gymnasium Ebern mit einer Fläche von ca. 200 ㎡“ ausgeschrieben. Als Ausführungsfrist wird der Zeitraum vom 18.3.2019 bis zum 17.5.2019 genannt.
Da in der Ausschreibung (PDF-Download) als Datum für die Eröffnung der Angebote der 4.3.2019 (11:00 Uhr) angegeben ist, lässt sich vermuten, dass die Ausschreibung kurzfristig auf den Weg gebracht worden sein mag.
(ibg, 14.2.2019)
Schon gelesen? » Immer Abriss statt Sanierung?
THEATER SCHLOSS MASSBACH • Science-Fiction-Krimi am 12. März 2019
„Die Netzwelt“ im Valeo-Saal
Eingebettetes Symbol-Video „Die Netzwelt – Trailer“, Staatstheater Kassel, via Youtube
Am 12. März 2019 gastiert das Theater Schloss Maßbach wieder in Ebern. Dann kommt der spannende wie beklemmende Science-Fiction-Krimi „Die Netzwelt“ auf die Bühne im Valeo-Saal. Das Schauspiel fragt nach Moral und Gesetzen im bzw. für das Internet. Was soll Vorrang haben: Privatsphäre oder Zensur? Ein verstörender Blick in die Zukunft des Internets, die schon begonnen hat.
Die Autorin des preisgekrönten Stücks, Jennifer Haley, ist eine US-amerikanische Dramatikerin und studierte Schauspiel an der Universität von Texas in Austin. Die Uraufführung unter dem Original-Titel „The Nether“ fand im März 2013 im Kirk-Douglas-Theatre in Culver-City bei Los Angeles statt.
(ibg, 5.2.2019)
LOKALZEITUNGEN • Verkaufte Auflagen im Vergleich
Wenn die Auflagen sinken
Bildcollage: ibg
Vergleich 4. Quartal 2018 mit 2017
verk. 4/2018
verk. 4/2017
Fränkischer Tag (E – Haßberge)
4.970 4.863 + 2,20
Haßfurter Tagblatt (Main-Post HAS)
4.679 5.347 - 12,49
Bote vom Haßgau (Main-Post HOH)
2.282 2.441 - 6,51
Neue Presse Ebern (Haßberge)
1.681 1.722 - 2,38
Fränkischer Tag (A – Bamberg)
32.792 33.959 - 3,44
Fränkischer Tag (D – Lichtenfels)
2.923 3.024 - 3,34
Quelle: www.ivw.eu
Nach unten weisen die Verkaufszahlen der im Landkreis Haßberge erscheinenden Tageszeitungen. Einzige Ausnahme ist dabei der Fränkische Tag, Ausgabe E – Haßberge.
Die Quartalszahlen der „Informationsgemeinschaft zur Feststellung der Verbreitung von Werbeträgern e. V.“ (ivw) zeigen das deutlich.
Fraglich ist, ob es vielleicht in Zukunft Wendepunkte geben könnte, an denen sich entweder der Abschwung beschleunigt oder ein Aufschwung einsetzt.
Wenn sich diese Entwicklung fortsetzt, dass immer weniger Zeitungsexemplare verkauft werden können, dann erscheint – unterm Strich betrachtet – die Versorgung mit Lokalzeitungen gefährdet. Das könnte sich auf die öffentliche Meinungsbildung nachteilig auswirken. Was erwartet uns in der Zukunft?
(ibg, 21.1.2019)
INTERAKTIV • Er liebt es, 360°-Aufnahmen zu schießen
Marktplatz um Mitternacht
Marketplace of #Ebern at #Midnight https://t.co/VjQzC31hw6 #kuula #360photo #flabig360 #city #oldtown
— Bart Achilles (@BartAchilles) 13. Januar 2019
Mehr 360°-Aufnahmen bei Instagram
(ibg, 15.1.2019)
VIDEO • Heimatkunde – Roberts Geschichtsreisen
Von Obermerzbach nach Ebern
Eingebettetes Video „Roberts Geschichten Serie3 Franken Bayern Kreis Hassberge Teil 5 von Obermerzbach nach Ebern“, Robert Pietschmann, via Youtube
Für seine Video-„Serie 3“ war er auch in den Altlandkreisen Ebern und Hofheim i.UFr. unterwegs, von Ermershausen nach Pfarrweisach (Serie 3, Teil 4) und von Obermerzbach nach Ebern (Serie 3, Teil 5).
Das Video informiert unter anderem über den historischen Hintergrund der Obermerzbacher romanischen Kirche und wie verheerend sich die Hussitenkriege (1419 bis 1436) auf Ebern auswirkten. Außerdem wird erklärt, wie die Kratzspuren oder Rillen an der Außenseite der Stadtpfarrkirche entstanden sind.
Link: Video – „Von Ermershausen nach Pfarrweisach“
KOMMENTAR • UPDATE • Amtsblatt ist kein presseähnliches Mitteilungsblatt
Ein Amtsblatt ist keine Zeitung
Das neue Urteil des Bundesgerichtshofs, wonach Amtsblätter nur über Angelegenheiten der Stadt- bzw. Gemeindeverwaltung berichten dürfen, wird wahrscheinlich vielen Bürgermeistern nicht passen. Es ist nämlich in Mode gekommen, verstaubte Amtsblätter mit allerlei buntem Beifang aufzupeppen.
Und das, was das moderne Amtsblatt in Form eines „Mitteilungsblatts“ hätte bringen dürfen, das steht nie drin, nämlich die Sitzungsprotokolle des Stadt- oder Gemeinderates.
Stattdessen tauchen da plötzlich „Serviceseiten“ auf, mit Apothekennotdiensten, kirchlichen Nachrichten, Hinweisen auf Sprechtage irgendwelcher nichtstädtischer Behörden oder alte Artikel, die schon freie Mitarbeiter/innen in der ihnen verbundenen Tageszeitung veröffentlicht hatten.
Das Sahnehäubchen waren sicherlich Beiträge, die Mitarbeiter/innen der Stadt, Stadträte oder der Bürgermeister selbst verfasst hatten. Leider ging es dabei nicht immer um direkte Angelegenheiten der Stadtverwaltung. Da war viel Platz für Informationen, worüber eigentlich die Presse fundiert berichten sollte. Auch kommunalpolitische Ansichten ließen sich bequem und kostenlos per Mitteilungsblatt an alle Haushalte verteilen.
Dem hat der der Bundesgerichtshof Ende Dezember 2018 einen Riegel vorgeschoben. Betroffen dürften nicht nur die Druckexemplare, sondern der gesamte Internetauftritt einer Kommune sein.
Das mögen zwar auch viele Leser/innen bedauern. Aber wenn die bisherige Praxis beibehalten worden wäre, dann hätte das dazu geführt, dass die Auflagenzahlen der Tageszeitungen noch schneller weiter gesunken wären als sie es ohnehin schon tun. Dabei ist eine unabhängige und kritische Zeitung elementar wichtig für Demokratie und Gewaltenteilung.
Die Verleger und Redakteure der Heimatzeitungen haben aber keinen Grund, sich nun zurückzulehnen. Denn das Urteil des Bundesgerichtshofs ist auch ein Fingerzeig an die Lokalpresse. „Staatsferne“, auch in kommunalen Belangen, das war das, was dem Bundesgerichtshof wichtig war. Diese Staatsferne muss jeden Tag aufs neue verteidigt und bewiesen werden.
Nicht immer konnten bzw. können die Leser/innen den Eindruck haben, dass ihre hiesigen Heimatzeitungen so unabhängig berichten, wie die Blätter es gerne in ihren Untertiteln vor sich hertragen. Man denke nur an die oft einseitige Berichterstattung zum Bürgerbegehren „Rückabwicklung der Sparkassenfusion“ oder an weichgespülte (wenn nicht gar diskret beiseite gelassenen) Meinungen – im Vergleich zu Facebook – bei der öffentlichen Diskussion um die Einführung der Gelben Tonne.
Nichtsdestotrotz erschien das „Mitteilungsblatt der Verwaltungsgemeinschaft Ebern“ (offizieller Titel) am 11.1.2019 in gewohnter Form – mit redaktionell gestalteten Nachrichten aus dem gesellschaftlichen Leben (z.B. VHS-Programm, „Frauenunion besucht die AWO“ oder „SPD-Ortsverein unterstützt ein Volksbegehren“ usw.).
Laut Pressemitteilung des Bundesgerichtshofs vom 20.12.2018 ist „eine Kommune nicht berechtigt (…), ein kommunales Amtsblatt kostenlos im gesamten Stadtgebiet verteilen zu lassen, wenn dieses presseähnlich aufgemacht ist und redaktionelle Beiträge enthält, die das Gebot der ‚Staatsferne der Presse‘ verletzen.“
Möglicherweise wähnt man sich – oder ist man – in Ebern auf der sicheren Seite, weil im Impressum des „Mitteilungsblatts der Verwaltungsgemeinschaft Ebern“ ein Forchheimer Verlag als Herausgeber angegeben ist und sich als Verantwortlicher „für den sonstigen redaktionellen Inhalt und den Anzeigenteil“ erklärt. Lediglich für den amtlichen Teil zeichnet der VG-Vorsitzende und erste Bürgermeister verantwortlich.
Was trotzdem irritiert ist, dass ein privater Verlag ein Blatt mit dem Titel „Mitteilungsblatt der Verwaltungsgemeinschaft Ebern“ herausgibt und dass die Trennung von redaktionellem Teil und amtlichem Teil nicht immer eindeutig zu erkennen ist. Zum Beispiel, wenn der Bürgermeister schreibt und seine Texte mit dem Autorenkürzel „jh“ kennzeichnet. Außerdem erwartet man eigentlich keine Parteinachrichten in einem „Mitteilungsblatt der Verwaltungsgemeinschaft“.
Als Fazit könnte man festhalten: Eine Publikation, die einen amtlich klingenden Titel wie „Mitteilungsblatt der Verwaltungsgemeinschaft“ führt, hat die Aufgabe, sachlich, neutral und ausgewogen zu berichten. Den Transport von offenen oder verdeckten politischen Meinungen sollten aber andere Kanäle mit nichtamtlicher Aufmachung übernehmen.
(ibg, 9.1.2019, aktualisiert 11.1.2019)
HEIMATKRIMI • Ein Autor, ein Buch, eine Stadt und noch mehr
Verbrechen kennt keine Heimat
Ein Heimatkrimi oder Thriller wäre doch schön. Wenn er in Ebern spielt, so wie es Heimatkrimis gibt, die sich in Bamberg, Coburg und wer weiß wo sonst noch zutragen. Schon nach wenigen Klicks und mit etwas kriminalistischem Spürsinn kann der geübte Google-Nutzer die richtige Fährte aufnehmen. Als Suchmaschinen-Detektiv muss er nur die passende Frage stellen:
Was haben Ebern, Jessen, Zwiesel, Landsberg am Lech, Eckernförde, Mindelheim, Luzern und Erfurt-Nord und viele andere Städte gemeinsam? – Jawoll, sie sind Schauplatz eines (!) Krimis. Und zwar immer des gleichen. Der heißt „Tod in X“. So ähnlich wie bei Thomas Manns Novelle „Der Tod in Venedig“. Dabei spielt das X in der Titelversion ohne Artikel die Rolle des Platzhalters für verschiedene Orte des Verbrechens. Also Tod in Ebern, in Jessen, in Zwiesel usw.
Jessen liegt übrigens bei Wittenberg in Sachsen-Anhalt, hat 14.000 Einwohner und einen „Heimatkrimi“. Obwohl Jessen doppelt so groß wie Ebern ist, muss sich die Stadt das Buch samt Cover mit Ebern teilen, bis auf den Namen halt.
Aber das sollte die Freude über ein eigenes Buch nicht trüben. Und so freute sich die Mitteldeutsche Zeitung am 17.10.2015: „Krimi von Richard Keen, Thriller spielt in Jessen“. Möglicherweise wussten dort nicht alle sofort, wie variabel der Schauplatz in einem Thriller sein kann. Vielleicht macht gerade das den Unterschied zwischen einem Krimi und einem Thriller aus.
(ibg, 3.1.2019)
WEIHNACHTEN 2018 • Frohes Fest und ein gutes neues Jahr!
Animation: ibg
Youtube: Video – „Chris Rea – Driving Home For Christmas“
VIDEO • „hugostravels“ filmte im November 2018 die Eberner Innenstadt
Motorenlärm in Ebern
Eingebettetes Video „D: Ebern. Unterfranken. Eindrücke aus der Stadtmitte. November 2018“, hugostravels, via Youtube
Bilder einer Stadt – hier ohne Musik und mit viel Autolärm 162
(ibg, 12.12.2018)
TECHNOPOPULISMUS • Sprachlabore in den 70er-Jahren
„Digitalisierung“ damals
Symbolbild: Sprachlabor, „Language Laboratory Huaihua College West Campus“, Teacher McKinley, Lizenz: CC0 1.0, via Wikimedia Commons
Sie waren eine Modeerscheinung und gehörten zu einer pädagogischen Welle, die in den 70er-Jahren aus den USA sogar bis nach Ebern schwappte: Sprachlabore. In ihnen sollten die Schüler/innen zeitgleich Vokabeln, Grammatik und Aussprache in ihrer gewählten Fremdsprache üben.
Programmierter Unterricht hieß das damals, was man uns Schülern aber nicht mitteilte. Heute würde man analog dazu von Digitalisierung reden, nur dass die entsprechende Technik früher eben nicht digital, sondern analog funktionierte.
Nach meiner Erinnerung gab es an unserer Schule zwei Sprachlabore, wobei eigentlich nur eins davon einigermaßen mit der allernotwendigsten Technik ausgestattet war. Tja, die Technik. An das besser ausgestattete Sprachlabor kann ich mich leichter erinnern.
Dort gab es schmale Arbeitspulte, die in Reihen hintereinander aufgestellt waren. An jedem Arbeitstisch lag ein Kopfhörer, vorne ein paar kleine Hebelchen in den Tisch eingelassen, vielleicht auch ein paar Lämpchen. Ich denke, auf grünem Untergrund. Die meisten Schalter waren einfach so da, man konnte sie hin-, her- und umlegen, ohne dass dies irgendetwas bewirkt hätte.
Weil den Schülerpulten schallabsorbierende Zwischenwändchen fehlten, war an zeitgleiche Sprachübungen der ganzen Klasse freilich nicht zu denken. Stattdessen spielte uns die Lehrerin englische Textaufnahmen von einer Kassette vor, wohlgemerkt über die Kopfhörer. Deren Lautstärke ließ sich sogar regulieren, allerdings nur von still bis kaum zu hören. Damit hatte sich das Anwendungsspektrum des Sprachlabors dann auch schon erschöpft.
Ob es die Sprachlabore dort heute noch gibt, kann ich nicht sagen. Aber wenn das Eberner Gymnasium einmal abgerissen wird, dann würde das Sprachlabor es verdienen, ins Heimatmuseum zu kommen. Als Denkmal für vollmundige Didaktikversprechen, Techniklobpreisungen und Technikgläubigkeit, nicht nur auf dem Lande.
(ibg, 5.12.2018)
KULTUR • Große Pläne für das kleine Schloss
Musik auf Schloss Weißenbrunn
Bild (unverändert): „Weißenbrunn-Schloß“, Foto: Störfix,
Lizenz: CC BY-SA 3.0 DE, via Wikimedia Commons
Im kleinen Schloß Weißenbrunn bei Ebern soll eine „Kultur- und Musikstätte von internationalem Rang“ entstehen. So ist es einer Stellenanzeige vom 5. November 2018 auf dem Karriereportal „Xing“ zu entnehmen.
In der Stellenausschreibung (nach einem/-r Kulturmanager/in) wird unter anderem auch der konzipierte Neubau eines Konzerthauses mit Hotel und Gastronomie erwähnt.
Am 17. und 18. November 2018 startet im schon fertiggestellten Musiksalon eine erste Konzertreihe. Zu hören sind Werke von Joseph Haydn und Zeitgenossen.
(ibg, 9.11.2018)
ANIMATION • So soll das neue Gymnasium in Ebern aussehen
Modell des neuen Gymnasiums
Eingebettetes Video (Main-Post): Animation BaurConsult, Bearbeitung Christian Licha,
via Facebook (Ton einschalten!)
Im Frühling 2019 soll mit dem kompletten Neubau des Eberner Friedrich-Rückert-Gymnasiums begonnen werden. Zuvor muss noch das ehemalige Hausmeister-Haus abgerissen werden. Wie das neue Gymnasium aussehen soll, zeigt diese Video-Animation.
Auf der Webseite des für den Bau verantwortlichen Architektur- und Ingenieurbüros BaurConsult ist zu lesen, dass der Neubau in zwei Bauabschnitten erfolgen wird. Im ersten Abschnitt wird zunächst der größere Gebäudeteil neben dem noch bestehenden alten Gymnasium errichtet.
Nach dem Abbruch des alten Schulgebäudes kommt schließlich der zweite, kleinere Teil hinzu. Die Außenwände werden aus Mauerwerk bestehen, und über der Pausenhalle soll sich als Dach eine leichte Stahlkonstruktion spannen. Das Gebäude insgesamt erhält – wie schon der Vorgängerbau – ein Flachdach, das beim alten Gymnasium immer wieder für Wasserflecken an den Decken und aufgestellte Eimer in den Klassenräumen sorgte.
Betrachtet man das Video, dann stellt sich zudem die Frage: Wie wurde angesichts der offenen Galerien über der Aula der Brandschutz verwirklicht bzw. im Vergleich zum alten Haus verbessert?
Immerhin musste das bisher bestehende, ebenfalls offene Bauprinzip des alten Gymnasiums u.a. als Argument für den Totalabriss herhalten.
Das alte Gymnasium stammt aus den 70er-Jahren. Dass Ebern damals ein Gymnasium bekommen hatte, war noch einem Beschluss des damaligen Eberner Kreistags aus dem Jahr 1969 zu verdanken. 1987 wurde die Schule auf den Namen „Friedrich-Rückert-Gymnasium“ getauft. Den gelben Farbanstrich hatte man erst später auf den Sichtbeton im Rahmen von Sanierungsarbeiten aufgetragen.
(ibg, 25.10.2018)
WAHL 2018 • Ja oder Nein: Trauerspiel um Wahllokale im Eberner Westen?
Geringere Wahlbeteiligung?
Grafiken: ibg
Datenquelle Jesserndorf: Landratsamt Haßberge,
Datenquelle Brünn: Landratsamt Haßberge
Wie haben eigentlich die Bürger/innen in den Stimmbezirken Jesserndorf und Brünn bei der Bayerischen Landtagswahl am 14. Oktober 2018 abgestimmt?
Wie die Zeitungen berichtet hatten, gab es dieses Jahr für die Stadtteile Bramberg und Bischwind a.R. keine eigenen Stimmbezirke – und damit auch keine eigenen Wahllokale mehr. Die Bramberger sollten in Jesserndorf und die Bischwinder in Brünn wählen.
Laut damaliger Zeitungsmeldung wollten aber betroffene Bürger/innen aus Protest gegen die Schließung der Wahllokale nicht zur Urne gehen. Die Bürger-Proteste waren auf taube Ohren gestoßen. Vielleicht zeigen nun die Wahlergebnisse, dass viele Bürger/innen tatsächlich nicht zur Wahl gegangen waren?
Und siehe da: Im Stimmbezirk Jesserndorf (zu dem nun Bramberg gehört) haben von 404 Wahlberechtigten nur 163 ihre Stimmen (im Wahllokal) abgegeben. Im Stimmbezirk Brünn (mit einverleibtem Bischwind) gab es nur 118 Wähler/innen (vor Ort) bei 402 Stimmberechtigten.
Der Vollständigkeit halber sei angemerkt, dass in Ebern auch drei Briefwahlbezirke gebildet worden waren. Briefwähler werden separat erfasst und tauchen in den lokalen Stimmbezirken bzw. Wahllokalen nicht als Wähler/innen auf. Es könnte deshalb einfach die Zahl der Briefwähler/innen entsprechend größer gewesen sein.
Zudem weiß man nicht, aus welchen Orten Nichtwähler kamen, aber dass die Wahlbeteiligung in den Stimmbezirken Jesserndorf und Brünn unter dem Eberner Durchschnitt von 74,79 Prozent gelegen haben könnte, kann aus Sicht eines Beobachters auch nicht ausgeschlossen werden. Weil das eben den veröffentlichten Statistiken nicht entnommen werden kann, wäre es nützlich, wenn da die Verantwortlichen nachhaken würden.
Die SPD (der Bürgermeister gehört dieser Partei an) hat im Stimmbezirk Jesserndorf jedenfalls so wenig Stimmen eingefahren, dass ihr Ergebnis unter den „Sonstigen“ Parteien verschwindet. Im Stimmbezirk Brünn brachte sie es noch auf schwindsüchtige 5,9 Prozent.
Verfolgt man die politischen Diskussionen und Wahlanalysen in den Medien, dann wird man festhalten dürfen: Wer Wahlen gewinnen will, der muss sich um seine Bürger/innen und deren Anliegen kümmern. Die Freien Wähler auf Landesebene haben es übrigens vorgemacht.
(ibg, 16.10.2018)
WAHLRECHT • Bramberg und Bischwind a.R.
Verordnet: Wahl in anderem Lokal
140 wahlberechtigte Bramberger/innen und 180 wahlberechtigte Bischwinder/innen sollen am 14. Oktober 2018 zur Landtagswahl ohne eigenes Wahllokal auskommen und ihre Stimmen woanders abgeben.
Die Bramberger müssten zum Wählen nach Jesserndorf und die Bischwinder nach Brünn. Laut infranken.de vom 2. Oktober 2018 dürften die betroffenen Einwohner/innen nicht besonders erfreut sein.
Interessant ist, wie die zuständigen Behörden argumentieren: So müssten dem Zeitungsbericht nach
„Stimmbezirke (…) zusammengefasst werden, wenn sie eine bestimmte Wählerzahl nicht mehr erreichen.“
Rechtlicher Hintergrund seien das „Landeswahlgesetz und die Landeswahlordnung“. In diesem Zusammenhang wird das Landratsamt Haßberge zitiert, das mitgeteilt habe, dass
„die Zahl der zu erwartenden Wähler je Stimmbezirk (…) nicht wesentlich unter 50 Wählern (im Wahllokal) liegen sollte“.
So würde angeblich der „Gesetzgeber“ davon ausgehen, dass das Wahlgeheimnis verletzt werden könnte, wenn zu wenig Stimmen abgegeben werden. Eine Aussage, die die Behörden an einem konkreten Beispiel deutlich machen müssten.
Sehen wir uns die Aussage näher an: Der „Gesetzgeber“ ist in diesem Fall der Bayerische Landtag, der das Landeswahlgesetz verabschiedet hatte. Dort heißt es in Artikel 92:
Das Staatsministerium des Innern, für Bau und Verkehr erlässt durch Rechtsverordnung die zum Vollzug dieses Gesetzes erforderlichen Vorschriften. Es trifft darin insbesondere Bestimmungen über (…) die Bildung der Stimmbezirke (…)
Das hat das Staatsministerium des Inneren getan, indem es die Landeswahlordnung erlassen hat. Allerdings: Das Innenministerium ist Teil der Staatsregierung, nicht des Gesetzgebers. Der ist bekanntlich der Landtag.
In § 10 der Landeswahlordnung wiederum ist bestimmt:
1) Gemeinden mit nicht mehr als 2.500 Stimmberechtigten bilden in der Regel einen Stimmbezirk. Größere Gemeinden werden in mehrere Stimmbezirke eingeteilt. Die Gemeinde bestimmt, welche Stimmbezirke gebildet werden.
2) Die Stimmbezirke sollen nach den örtlichen Verhältnissen so abgegrenzt werden, dass allen Stimmberechtigten die Teilnahme an der Abstimmung möglichst erleichtert wird. Kein Stimmbezirk soll mehr als 2.500 Stimmberechtigte umfassen. Die Zahl der Stimmberechtigten eines Stimmbezirks darf nicht so gering sein, dass erkennbar wird, wie einzelne Stimmberechtigte abgestimmt haben. (…)
Halten wir fest: Weder das bayerische Landeswahlgesetz noch die Landeswahlordnung wissen konkret, „dass die Zahl der zu erwartenden Wähler je Stimmbezirk nicht wesentlich unter 50 Wählern (im Wahllokal) liegen sollte“.
Bleibt die Frage: Woher „wissen“ es dann das Landratsamt und die Stadt? Übrig bleibt die Möglichkeit einer Durchführungsvorschrift oder -anordnung (die eben auch auf Interpretationsspielräumen beruht), wahrscheinlich vom bayerischen Innenministerium erlassen.
Zurück zur Landeswahlordnung des Innenministeriums: Laut § 11 können übrigens sogar „Sonderstimmbezirke“ eingerichtet werden – die womöglich (gleiche) Größenordnungen wie in Bramberg oder Bischwind haben könnten. Nur, wie wird dort das Wahlgeheimnis sichergestellt?
Für Krankenhäuser, Altenheime, Altenwohnheime, Pflegeheime, Erholungsheime und gleichartige Einrichtungen mit einer größeren Anzahl von Stimmberechtigten, die keinen Abstimmungsraum außerhalb der Einrichtung aufsuchen können, soll die Gemeinde bei entsprechendem Bedürfnis Sonderstimmbezirke zur Stimmabgabe für Wahlscheininhaber bilden.
Mehrere Einrichtungen können zu einem Sonderstimmbezirk zusammengefasst werden.
Es geht sogar noch kleiner, siehe § 51 Landeswahlordnung:
1) Die Gemeinde soll bei entsprechendem Bedürfnis und soweit möglich im Benehmen mit der Leitung eines kleineren Krankenhauses, eines kleineren Alten- oder Pflegeheims oder eines Klosters zulassen, dass dort anwesende Stimmberechtigte, die einen gültigen Wahlschein haben, vor einem beweglichen Wahlvorstand abstimmen.
2) Die Gemeinde vereinbart mit der Leitung der Einrichtung die Zeit der Stimmabgabe innerhalb der allgemeinen Abstimmungszeit. (…)
3) Der bewegliche Wahlvorstand begibt sich mit einer verschlossenen Wahlurne und mit Stimmzetteln in die Einrichtung (…)
Apropos Kosten, von denen im Zeitungsbeitrag auch die Rede war – zu denen legt Artikel 17 Landeswahlgesetz fest:
Der Freistaat Bayern erstattet den Gemeinden und den Verwaltungsgemeinschaften die durch die Abstimmung veranlassten notwendigen Ausgaben durch einen festen Betrag je stimmberechtigte Person.
Nun sollte wenigstens die (offensichtlich der Öffentlichkeit unbekannte) Durchführungsvorschrift („die mit den 50 Wählern“) seitens der offiziellen Stellen näher vorgestellt werden, und wenn das Gespräch mit den Bürgern und Bürgervertretern gesucht würde, dann wäre das sicherlich auch nicht verkehrt.
(ibg, 3.10.2018)
Landeswahlgesetz: Artikel 92 (Landeswahlordnung)
Landeswahlordnung: § 10 (Allgemeine Stimmbezirke)
Landeswahlordnung: § 11 (Sonderstimmbezirke)
Landeswahlordnung: § 51 (Stimmabgabe in kleineren Krankenhäusern)
Landeswahlgesetz: Artikel 17 (Kosten der Abstimmung)
GLOSSE • „Gute Ideen“ für den öffentlichen Personen-Nahverkehr
Mitfahrbank statt Stundentakt
Symbolbild Mitfahrbank: „Sedna, Arizona ...“, kikkuru0606, Lizenz: CC0, Quelle: Pixabay.com
Navi: „Sie haben Ihr Ziel nicht erreicht!“
Es hat schon etwas leicht Karnevaleskes, wenn der Landkreis Haßberge auf die Suche nach „Schwachstellen“ im öffentlichen Personen-Nahverkehr (ÖPNV) geht und dazu ein Beratungsinstitut für Infrastruktur und Gesundheitsfragen engagiert (infranken.de, 26.9.2018).
Eigentlich sollte man denken, dass jeder weiß, wie öffentlicher Nahverkehr funktioniert. Nämlich so, dass ein Stundentakt eingerichtet wird. So wie das andere Landkreise tun, besonders in den neuen Bundesländern.
Kein Einzelfall: Der Busfahrplan an der Eberner Haltestelle „Grundschule“ ist so klein gedruckt, dass man ihn auch mit Brille nicht lesen kann. Eine Beleuchtung wäre ebenfalls kein Luxus, wenn der Plan schon an der Stromquelle Laternenmast hängt. – Warum nur bleiben die Fahrgäste weg?
Im Landkreis Haßberge braucht man dazu Regionalkonferenzen. Zu denen kommt dann keiner, wie in Ebern geschehen. Die Lokalpolitiker bleiben dort mit den teuren Beratern unter sich.
Aber wer weiß, vielleicht ist das gerade so gewollt. Man stelle sich vor, es kämen echte Leute und äußerten ihre Wünsche. Die würden dann sagen, der Bahnverkehr nach Bamberg muss weiter beschleunigt und gestärkt werden. Zubringerbusse aus den umliegenden Ortschaften sollten den Bahnhof in Ebern ansteuern.
Da würde so manch zaudernder Politiker erbleichen. Anderen, den cholerischen, wiederum würde es die Zornesröte ins Gesicht treiben. Sie würden behaupten, das sei alles nicht realistisch und nicht bezahlbar. Der Landkreis Haßberge hat es nämlich nicht so dick. Genau genommen hat er so gut wie gar nichts.
Das wussten aber die potentiellen Teilnehmer der ÖPNV-Regionalkonferenz und blieben deshalb vorsichtshalber zu Hause.
Weil keiner erschienen war, hat die Politik nun freie Hand, das kostengünstigste Mobilitätskonzept zu erstellen.
Das wären dann die Bürgerbusse, bei deren Betreibern man sich drei Werktage vor der geplanten Mitfahrt schriftlich anmelden muss.
Und die berühmten Mitfahrbänke, die zwar selber nicht fahren können, denen man aber seinen Fahrtwunsch auf einem Zettel zwischen die Banklatten steckt. Dann schließt man die Augen und stellt sich vor, man wäre am Ziel angekommen. So funktioniert ÖPNV heute – allerdings nur im Landkreis Haßberge.
(ibg, 27.9.2018)
LANDTAGSWAHL • Wofür Steffen Vogel (nicht) eingetreten ist
Abgebildet: Wahlplakat 2018
Steffen Vogel (CSU), Mitglied im Bayerischen Landtag
Abgeordnetenwatch.de: Auszug aus seinem Abstimmungsverhalten
Wie abgestimmt?
Bayerisches Psychisch-Kranken-Hilfe-Gesetz 15.5.2018 dagegen
Neuordnung des Polizeiaufgabengesetzes 15.5.2018 dafür
Mehrgenerationenhäuser fördern 10.4.2018 dagegen
Planungssicherheit für die Beschäftigten bayerischer Kitas 10.4.2018 dagegen
Befristungswesen für Lehrkräfte beenden 10.4.2018 dagegen
Bayerisches Psychosoziales Notfallversorgungsgesetz 22.2.2018 dagegen
Klimaschutz in der Bayerischen Verfassung verankern 22.2.2018 dagegen
Sonderprogramm für kleine Tourismusbetriebe 7.2.2018 dagegen
Personalkapazitäten für Feuerwehrschulen erhöhen 7.2.2018 dagegen
Personalsituation in Frauenhäusern verbessern 7.2.2018 dagegen
Einhaltung technischer Vorschriften im Atomkraftwerk Gundremmingen 30.1.2018 dagegen
Bildungsqualität erhöhen 25.1.2018 dagegen
Beitragsbescheide für Straßenausbaubeiträge nicht länger erlassen 25.1.2018 dafür
Anhebung staatlicher Förderung für bayerische Kitas 7.12.2017 dagegen
Nationaler Ausstieg aus der Glyphosat-Anwendung 29.11.2017 dagegen
Kostenfreiheit für Eintragungen im Vereinsregister für gemeinnützige Vereine 14.11.2017 nicht btlgt.
Antrag zum Problem der multiresistenten Erreger 19.7.2017 dagegen
Rehabilitierung der wegen einvernehmlicher homosexueller Handlungen Verfolgten 29.3.2017 dagegen
AKW Gundremmingen stilllegen 9.3.2017 dagegen
Reichsbürger und Rechtsextreme entwaffnen 30.11.2016 dagegen
Integration von Flüchtlingen in den Arbeitsmarkt 10.11.2016 dagegen
(ibg, 21.9.2018) Quelle: Abgeordnetenwatch.de
EBERN • Hingucker am Eberner Angerbach
Gänse am Anger: Gänseanger!
Abgebildet: Gänse am Auslass des verrohrten Angerbaches
Aus historischer Sicht war ein Anger eine Grünfläche, ein Platz, der von allen Bewohnern eines Ortes benutzt werden konnte. So konnte man seine Wäsche zum Bleichen auslegen, sein (Klein-)Vieh weiden lassen oder den Platz als Veranstaltungsort für Feste nutzen.
Meist gab es am Anger einen Teich oder einen Bachlauf. In Ebern gibt es noch heute den Angerbach, außerdem erinnert die Angerstraße an den früheren Anger.
Das Bamberger Tagblatt vom 22. März 1868 erwähnte einen „Sieganger“ in Ebern, der vielleicht im Zuge des Deutschen Krieges von 1866 so benannt worden sein könnte. Allerdings erlitt Bayern mit dem verbündeten Österreich eine Niederlage gegen Preußen, wovon das Gefecht am 10. Juli 1866 bei Kissingen gegen die preußische Armee zeugte. Entschieden war der Krieg aber schon vorher, am 3. Juli 1866 in der Schlacht bei Königgrätz.
Möglich ist aber auch, dass das Bamberger Tagblatt fälschlich „Sieganger“ statt „Siechanger“ schrieb, denn der Siechanger gehörte einst den Rotenhans und befand sich im Bereich des heutigen Valeo-Werks.
(ibg, 20.9.2018)
POLIT-KABARETT • Kalkofes Mattscheibe knöpft sich Dorothee Bär vor
„Aushängeschild“ wird verladen
Eingebettetes Video: Kalkofes Mattscheibe, via Facebook (Ton einschalten!)
Abgeordnetenwatch.de: Auszug aus ihrem Abstimmungsverhalten
Verschärfung der Mietpreisbremse 7.6.2018 dagegen
Diätenanpassung der Abgeordneten 13.12.2017 dafür
Abschaffung der sachgrundlosen Befristung 23.6.2017 nicht btlgt.
Schaffung einer zentralen Gesellschaft für Autobahnen und Bundesstraßen 1.6.2017 dafür
Verbot von unkonventionellem Fracking 24.6.2016 nicht btlgt.
Höhere Regionalisierungsmittel für den Bahnverkehr 12.5.2016 nicht btlgt.
Grundsätzliches Fracking-Verbot 28.4.2016 dagegen
Bekämpfung von Korruption im Gesundheitswesen 13.4.2016 nicht btlgt.
Neuzulassung von Glyphosat verhindern 25.2.2016 dagegen
Umsetzung Aktionsprogramm Klimaschutz 2020 3.12.2015 nicht btlgt.
Neubausubventionen für Atomkraftwerke in der EU verhindern 2.7.2015 dagegen
Rückwirkende Erhöhung von Kinderfreibetrag und Kindergeld 18.6.2015 nicht btlgt.
Private- und kommunale Holzvermarktung auf Landesebene erlauben 26.3.2015 dagegen
Kennzeichnungspflicht von Gen-Honig 13.3.2014 dagegen
Diätenerhöhung 2014 21.2.2014 dafür
Wer äußerte sich am häufigsten zur Digitalisierung?
Laut einer Analyse der WBS-Gruppe äußerten sich FDP-Politiker/innen am häufigsten zum Thema Digitalisierung. CSU-Politiker/innen sprachen am seltensten darüber, obwohl die Partei Dorothee Bär als Staatsministerin für Digitalisierung stellt. Die WBS-Gruppe hatte nach eigenen Angaben alle Parlamentsdokumente und alle Social-Media-Beiträge der Bundestagsabgeordneten zum Stichwort „Digitalisierung“ unter die Lupe genommen.
(ibg, 17.8.2018, aktualisiert 22.8.2018)
FREIBAD EBERN • Voraussichtlich 7 Millionen Sanierungskosten?
Millionen, die (noch) keiner hat
Eingebettete Karte: Google Maps; Sanierungskosten der Schwimmbäder in Unterfranken
Ein Thema, das schon seit einiger Zeit durch die Zeitungen gereicht wird: Viele Schwimmbäder sind marode und müssten aufwändig saniert werden. Gelingt es nicht, die Gelder dafür aufzutreiben, droht die Schließung. Zwar konnte für etliche Hallenbäder eine Lösung gefunden werden (wie zuletzt der Hallenbad-Neubau in Ebern), aber für Freibäder sprudeln (noch) keine Geldquellen.
Auf der Karte oben sind unterfränkische Bäder eingezeichnet, rot markierte stehen unter Umständen vor der Schließung. Klickt man in der Karte auf ein Schwimmbad-Symbol, dann tauchen die voraussichtlichen Sanierungskosten des betreffenden Bades auf. Für Ebern sollen das 7 Millionen Euro sein – allerdings verrät die eingebettete Google-Karte leider nicht, wer diese Summe auf welcher Grundlage geschätzt hat.
Das Eberner städtische Freibad ist zwar noch nicht akut betroffen, aber weil der Zahn der Zeit unaufhörlich weiter an Technik und Bauten nagt, wird die Stadt in den nächsten Jahren an einer Generalsanierung kaum vorbeikommen können.
(ibg, 14.8.2018)
WASSERQUALITÄT • Kein EU-Badegewässer
Schwimmen im Weißfichtensee?
Abgebildet: Hund beim Baden im Weißfichtensee
Im Weißfichtensee baden nicht nur Hunde, sondern öfters auch Menschen, Erwachsene wie Kinder. Doch wie sieht es eigentlich mit der Wasserqualität aus? Wird sie regelmäßig durch das Gesundheitsamt des Landkreises Haßberge untersucht? Die Webseite des Landkreises erklärt:
„EU-Badegewässer zählen zu den Badestellen, die einer besonderen Überwachung nach den Vorgaben der europäischen Union unterliegen. Die Wasserqualität wird durch das Gesundheitsamt … regelmäßig überprüft.“
Kein EU-Badegewässer
In der anschließenden Aufzählung der EU-Badegewässer kommt aber der Weißfichtensee auf der Webseite gar nicht vor – anders als etwa der vergleichbare Seidenhäuser See bei Altershausen. Also kein EU-Badegewässer und keine Kontrolle der Wasserqualität am Weißfichtensee?
Wo doch der See touristisch beworben wird, zum Beispiel auf der Webseite Haßberge-Tourismus.de oder im Internetauftritt des Naturparks Haßberge.
Zu denken geben auch diverse Pressemeldungen, die immer mal wieder das Thema „multiresistente Keime“ thematisieren und sorgenvoll fragen: „Gefahr für Badegäste?“ Hatte doch die Sauerländer Bürgerliste zum Beispiel erst im Juni 2018 einen Antrag in den Kreistag des Hochsauerlandkreises eingebracht:
„Die Kreisverwaltung wird beauftragt eine umgehende, vollständige und transparente Überprüfung der Badeseen/Talsperren im Hochsauerlandkreis auf multiresistente Keime durchzuführen und diese Daten zu veröffentlichen.“
Den Gästen am Weißfichtensee wäre schon mit der einfachen Information geholfen, ob die Wasserqualität unbedenklich ist oder nicht. Die Farbe des Sees jedenfalls schreckt oft genug vom Baden ab.
(ibg, 6.8.2018)
GESCHICHTE • 1863 Unglück in Neuses am Raueneck
Das Löschunglück von 1863
Symbolbild: „Handdruckspritze Obercunewalde“, Baujahr 1882, TMg, Lizenz: CC BY-SA 2.0 DE, via Wikimedia Commons
Der folgende Text (mit originaler Rechtschreibweise) stammt wörtlich aus der Augsburger Postzeitung vom 12. September 1863:
„(Unglücksfall.) Unlängst äscherte ein Brand in Neuses, Ldg. Ebern, eine Scheune ein. Nachts gab es wieder Feuerlärm auf der Brandstätte. Diese schloß einen Brunnen ein, in welchen glimmende Balken gefallen waren.
Ein junger Mensch aus einem nahe gelegenen Dorfe stürzte beim Löschen in diesen Brunnen. Ein Ortsnachbar stieg auf einer Leiter nach, um ihn zu holen; er fand ihn schon betäubt; doch bald gab auch er kein Lebenszeichen mehr von sich. Nun stieg des Letzteren erwachsener Sohn in den Brunnen und hatte schon ein Seil an den beiden Verunglückten befestigt, als auch ihn das Bewußtsein verließ.
Alsbald ließ sich ein Dienstknecht mit einem Seile umschlingen und stieg in die giftige Oeffnung. Er war so glücklich, die drei verloren Geglaubten zu Tag zu befördern. Der erste ist blind geworden, der zweite leidet noch an Schwindel und der dritte hat das Gedächtniß verloren, so daß er z.B. nicht mehr die Tageszeiten zu unterscheiden weiß.“
Quelle: „Augsburger Postzeitung“ (Haas & Grabherr), 12. September 1863,
von Google digitalisiertes Buch, S. 1456
LESER-ENTWÜRFE • Tracht feiert fröhliche Urständ
Leser schöpft neue Haßberge-Tracht
Ein Leser hat uns seine Entwürfe zu einer „Haßberge-Tracht“ zukommen lassen
Ein Leser, der nicht genannt werden möchte, hat sich durch unseren letzten Beitrag „Das Trachten-Phänomen“ inspirieren lassen und sich seine eigenen Gedanken zum Aussehen einer „Haßberge-Tracht“ gemacht.
Bei den Entwürfen fällt – wie bei der „echten“ Tracht – insbesondere die wilde Farbkombination Rot-Gelb-Grün auf. Die Farben entstammen dem Landkreiswappen und sollen die „Authentizität“ der Tracht unterstreichen.
(ibg, 3.7.2018)
FOLKLORE UND FAKELORE • Neue Outfits mit traditionellen Elementen
Das Trachten-Phänomen
Abgebildet: Trachten im Eberner Heimatmuseum
Dirndl und Lederhosen haben seit Ende der 1960er-Jahre das Münchner Oktoberfest erobert. Das gleiche Phänomen ist seit mehreren Jahren auch bei den Besuchern der Erlanger Bergkirchweih zu beobachten, vor allem bei jungen Besuchern. Die Trachten-Welle ist so riesig, dass sie bis in die letzen Winkel des Landes schwappt.
Inzwischen ist die Trachten-Begeisterung auch bei uns angekommen, und sie ist sogar von der jungen auf die mittlere Generation übergesprungen. Dort will man den Trachten-Aufputz – oder das, was dafür gehalten wird – nicht nur kaufen, sondern auch selber nähen.
Allerdings entstammen die „Trachten“, die heute getragen werden, oft der Fantasie. Kaum eine ist eins zu eins nach historischen Vorbildern angefertigt. Manchmal orientieren sich die historisierenden Pseudo-Trachten wenigstens grob an alten Gewändern, wie sie zum Beispiel im Heimatmuseum Ebern zu sehen sind.
Die dort ausgestellten Trachten vermitteln uns eine Vorstellung von der Eleganz vergangener Jahrhunderte, eine Harmonie in der Kleidung, wie sie selbst in agrarisch geprägten Landschaften sonntags zur Schau gestellt wurde. Wie schwierig sich dagegen ein modernisierender „Nachbau“ gestaltet, der lediglich Elemente der Kleiderhistorie betont, sie munter miteinander verquirlt, macht dieses aktuelle Foto aus dem Mitteilungsblatt der VG Ebern verständlich (PDF-Download).
Nichtsdestotrotz haftet der Tracht wohl eine starke Kraft an: Wer Tracht trägt, der wollte schon immer in gewisser Weise seine Zugehörigkeit demonstrieren, zum Stand, Beruf, Ort, zur Konfession, zu seiner Region oder einer Mischung aus diesen Komponenten der jeweiligen Heimat.
Aber auch das geht: Einfach das tragen, was wie Tracht aussieht. Sogar ganz speziell für den Altkreis Ebern wird man fündig, wenn auch in Heselbach bei Wackersdorf in der Oberpfalz. Die folgenden Links geleiten einen zu Kerstins Landhausmode.
Landhausmode: Dirndl, Bluse, Schürze – „Ebern“
Landhausmode: Trachtenhemd – „Breitbrunn“
Landhausmode: Herren Sneakers – „Seßlach“
Landhausmode: Trachten-Hemd – „Hofheim“
SPARKASSENFUSION • Interessierte Kreise wollten Presse Maulkorb verpassen
„Berichterstattung einstellen“
Symbolbild: „KarikaturDieGutePresse1847“, unbekannter Künstler, gemeinfrei,
Zur Beschreibung der Karikatur heißt es bei Commons.Wikimedia.org: „In der Karikatur Die gute Presse von 1847 aus unbekannter Feder steht der Krebs für Rückschritt, der Spiegel des Krebses für die Rückwärtsgewandtheit, der Maulwurf für Blindheit, Kerzenlöscher für Dunkelheit, die Schere und Stift für Zensur, die Rute für Drangsal, die Augen für Überwachung, die Kinder für den bevormundeten Bürger, der Schafskopfspolizist für die Dummheit der Staatsmacht und der Spitz für die Spitzelei.“
Glaubt jemand an die Unabhängigkeit der Medien und die Unbeeinflussbarkeit von Journalisten? Um es gleich vorneweg zu sagen: Das bleibt jedem selbst überlassen.
Jedenfalls, man denkt nicht richtig gelesen zu haben, was der Journalist Peter Schmieder von der Main-Post in der Main-Post am 18. April 2018 unter dem Titel „Standpunkt: Zerrbild der Pressefreiheit“ veröffentlicht hat.
Wörtlich heißt es dort: „Ich bin nicht der einzige Journalist, der in den vergangenen Wochen von Kommunalpolitikern und Sparkassenvertretern aufgefordert wurde, die Berichterstattung über die Aktivitäten von Rainer Gottwald einzustellen.“
So viel Offenheit und Ehrlichkeit verdient allergrößten Respekt! Ob diesen Mut (Solidarität?) auch noch die erwähnten Kollegen aufbringen werden? In welchem anderen Licht sich aber die „Kommunalpolitiker“ und „Sparkassenvertreter“ sonnen dürfen, das kann sich nun auch jeder selber ausmalen.
Was ist uns von Im-Baunachgrund.de aufgefallen? Zum Beispiel, dass die „Königsberger Zeitung“, die sonst über jede in Königsberg gegrillte Bratwurst berichtet, den Termin von Dr. Gottwald (17.4.2018) in Königsberg geflissentlich übersehen hat.
Vielleicht gibt es jetzt sogar einen Grund mehr, beim Bürgerbegehren zu unterschreiben.
(ibg, 18.4.2018)
RATGEBER • Wissenswertes zu Bürgeranträgen
Geht es um kommunalpolitische Angelegenheiten, haben Bürgerinnen und Bürger verschiedene Mitwirkungsmöglichkeiten. Das Mitberatungs- oder Erörterungsrecht sowie das Empfehlungsrecht bei Bürgerversammlungen hatten wir hier bei Im-Baunachgrund.de schon vorgestellt.
Seit 1999 gibt es in Bayern auch die Möglichkeit, einen sogenannten Bürgerantrag zu stellen. Die Rechtsgrundlagen dazu finden sich in Artikel 18b der Bayerischen Gemeindeordnung beziehungsweise Artikel 12b der Bayerischen Landkreisordnung.
Mit einem Bürgerantrag können die Bürger einer Stadt oder Gemeinde (Gemeindeordnung) oder die Bürger eines Kreises (Landkreisordnung) einen Antrag stellen, dass sich das entsprechende Gemeindeorgan (Gemeinde- oder Stadtrat, Ausschuss, erster Bürgermeister oder Kreisorgan) mit einer bestimmten Angelegenheit befassen muss.
Jedoch darf es sich um keine Angelegenheit handeln, für die innerhalb eines Jahres schon einmal ein Bürgerantrag gestellt worden ist.
Der Bürgerantrag muss von mindestens ein Prozent der Gemeindeeinwohner/innen unterschrieben sein und mit Begründung bei der Gemeinde eingereicht werden. Außerdem müssen (höchstens drei) Ansprechpartner genannt werden.
Wird der Bürgerantrag als zulässig erklärt (darüber muss innerhalb eines Monats entschieden werden), dann muss das angesprochene Gemeindeorgan den Bürgerantrag innerhalb von drei Monaten behandeln.
Wie bei Empfehlungen aus einer Bürgerversammlung ist das betreffende Kommunalorgan aber nicht verpflichtet, eine Entscheidung zu treffen.
Nähere Informationen zum Bürgerantrag finden Sie auf der Webseite des BayernPortals.
Beispiel für einen Bürgerantrag
Ein schönes Beispiel für einen Bürgerantrag zeigt die Homepage der Bürgerinitiative „Bürger für ein l(i)ebenswertes Schierling (BFLS)“ im Landkreis Regensburg. Die Schierlinger Bürgerinitiative hatte beantragt, dass die Tagesordnungen der Gemeinderatssitzungen mit Protokollen des öffentlichen Sitzungsteils auf der Internetseite der Gemeinde Schierling bereitgestellt werden.
(ibg, 12.4.2018)
RATGEBER • Wissenswertes für Bürgerversammlungen
Hätten Sie’s gewusst? – Teilnehmer/innen einer Bürgerversammlung können mehrheitlich Empfehlungen an den Stadtrat oder Gemeinderat beschließen.
Wenn Ihre Stadt oder Gemeinde zur Bürgerversammlung einlädt, dann steht vermutlich auf der Tagesordnung, dass der Bürgermeister oder die Bürgermeisterin über wichtige Entscheidungen im Rat berichten will und über bestimmte Anliegen sprechen möchte. Eine reine Info-Veranstaltung? – Nein, das eben nicht.
Es geht um mehr, nämlich um Bürgerbeteiligung. Neben der Möglichkeit, die Gemeindebürger zu informieren, können gemeindliche Angelegenheiten erörtert und – man staunt! – Empfehlungen an den Gemeinde- oder Stadtrat verabschiedet werden. Richtig, die Bürgerinnen und Bürger haben grundsätzlich auf einer Bürgerversammlung die Möglichkeit abzustimmen.
Erörtern bedeutet, das Für und Wider von allen Seiten zu beleuchten. Doch der Reihe nach:
Wie oft findet eine Bürgerversammlung statt?
Mindestens einmal im Jahr. Mehr Versammlungen kann der Gemeinderat beantragen. Wenn mindestens 5 Prozent der Bürger/innen eine Bürgerversammlung (mit Tagesordnung) beantragen, dann muss ebenfalls eine Bürgerversammlung einberufen werden. So ein Antrag ist aber nur einmal im Jahr möglich.
Wer darf an der Bürgerversammlung teilnehmen?
Gemeindebürgerinnen und -bürger, nur sie dürfen sich dort auch zu Wort melden. Die Teilnehmer der Bürgerversammlung können aber beschließen, dass auch Nicht-Gemeindebürger sprechen dürfen. Ansonsten haben Nicht-Gemeindebürger ein Zutrittsrecht, das heißt, sie dürfen anwesend sein.
Wer leitet die Bürgerversammlung?
Der Bürgermeister oder ein Stellvertreter ruft die Tagesordnungspunkte auf und erteilt das Wort. Die Versammlungsleitung muss für eine sachgerechte Erörterung sorgen und passt auf, dass die Themen nicht abschweifen. Bei Anträgen leistet sie Formulierungshilfe, muss sich aber unparteiisch verhalten. Weitere Aufgaben: Abstimmung leiten, Abstimmungsergebnis feststellen und die Versammlung offiziell beschließen.
Welche Rechte haben die Teilnehmer/innen der Bürgerversammlung?
Die Bürgerversammlung hat zwar keine Mitbestimmungsrechte, aber Mitwirkungsrechte, nämlich ein Mitberatungs- oder Erörterungsrecht sowie ein Empfehlungsrecht.
Zum Mitberatungs- oder Erörterungsrecht der Gemeindebürger/innen gehören das Anwesenheitsrecht, das Rederecht und ein Antrags- und Stimmrecht.
Das Empfehlungsrecht bedeutet, dass die Bürgerversammlung nach einer Abstimmung (Mehrheit entscheidet) dem Gemeinde- oder Stadtrat Empfehlungen geben darf.
Solche Empfehlungen müssen innerhalb von drei Monaten vom Gemeinde- oder Stadtrat behandelt werden.
Worüber kann auf einer Bürgerversammlung beraten werden?
Thema einer Beratung oder Empfehlung kann nur eine gemeindliche oder städtische Angelegenheit sein. Eine gemeindliche Angelegenheit im erweiterten Sinn kann aber auch dann vorliegen, wenn eine (z.B.: Kreis-)Angelegenheit unmittelbar Auswirkungen auf die Gemeinde oder die Stadt hat.
Bürgerversammlungen können auch für Ortsteile beantragt werden, die zum 18.1.1952 noch selbstständige Gemeinden waren.
Die ideale Teilnehmerzahl einer Bürgerversammlung beträgt zwischen 20 und 30 Personen. Bei derartigen Gruppengrößen kann man einerseits davon ausgehen, dass genügend Bürger anwesend sind, die die Interessen der Bürger artikulieren, und andererseits verbleibt ausreichend Raum, damit jeder zu Wort kommen kann.Die ideale Teilnehmerzahl einer Bürgerversammlung beträgt zwischen 20 und 30 Personen. Bei derartigen Gruppengrößen kann man einerseits davon ausgehen, dass genügend Bürger anwesend sind, die die Interessen der Bürger artikulieren, und andererseits verbleibt ausreichend Raum, damit jeder zu Wort kommen kann.Die ideale Teilnehmerzahl einer Bürgerversammlung beträgt zwischen 20 und 30 Personen. Bei derartigen Gruppengrößen kann man einerseits davon ausgehen, dass genügend Bürger anwesend sind, die die Interessen der Bürger artikulieren, und andererseits verbleibt ausreichend Raum, damit jeder zu Wort kommen kann.Eine gute Bürgerversammlung ist ergebnisoffen angelegt, sollte nicht länger als vier Stunden dauern und die Ergebnisse der Versammlung sollen in einem Protokoll veröffentlicht werden. Damit jeder zu Wort kommen kann, liegt die ideale Teilnehmerzahl zwischen 20 und 30, eine Begrenzung der Teilnehmerzahl darf es aber nicht geben.
HEIMATKUNDE • Große Volksversammlung vor 169 Jahren
Ostern 1849 in Ebern
Bild (unverändert): „2012 07 21 016 Hambacher Schloss Ostseite“, Friedrich Haag,
Den meisten wird das Hambacher Fest (1832) aus dem Geschichtsunterricht noch ein Begriff sein. Das Fest fand auf dem Hambacher Schloss in der Rheinpfalz statt, zu jener Zeit noch Bayern zugehörig. Mit dem Hambach zwischen Ebern und Untermerzbach hatte das freilich nichts zu tun.
Damals forderten die Festteilnehmer die nationale Einheit, Presse-, Meinungs-, Versammlungsfreiheit, die Gleichberechtigung der Frauen und Volkssouveränität. Die Veranstaltung gilt als eines der bedeutendsten Ereignisse der deutschen Demokratiegeschichte.
Die weitere geschichtliche Entwicklung (Absolutismus, Armut, Ständegesellschaft) führte schließlich zur Revolution 1848/49.
Ostern 1849 große Volksversammlung in Ebern
Auch in Ebern rumorte es. So leitete der 19-jährige Ernst Schmidt, Sohn des Apothekers, zu Ostern 1849 eine Volksversammlung in Ebern mit mehreren tausend Teilnehmern. Die Neue Fränkische Zeitung aus Würzburg nannte in ihrer Ausgabe vom 5. April 1849 sogar die Zahl von 7.000 bis 8.000 Zuhörern in Ebern.
Worüber gesprochen wurde, ist in Axel W.-O. Schmidts Buch „Der rothe Doktor von Chicago“ zu lesen. König Maximilian II. wurde kritisiert, Polizeiwillkür angeprangert, Bürokratie beanstandet, Schuldige für Missstände wurden ausgemacht und den Versammelten die Grundrechte erklärt. Kurz: Die Redner reizten die königliche Regierung gehörig und hielten Plädoyers für die Demokratie. Übrigens: In Ebern lief alles friedlich ab.
Heute ist die Realschule Ebern nach Ernst Schmidt benannt, der später seine Heimat verlassen hatte und als Arzt in Chicago arbeitete.
(ibg, 29.3.2018)
„Historisches Foto, Kreisberufsschule für den Landkreis Ebern in Fierst“ (25.10.2016)
Wie infranken.de und Neue Presse am 2.3.2018 meldeten, soll das Gebäude der ehemaligen Berufsschule in Ebern abgerissen werden. Die Stadt plane, das Grundstück neu zu bebauen. Laut Zeitungen sollen ein Kindergarten mit Kinderkrippe und barrierefreie Wohnungen entstehen, erstellt von (einem?) privaten Bauträger(n).
Laut Amtlichem Mitteilungsblatt vom 4.5.2018 (Seite 5) hat die Stadt Ebern schon einen Betrag in Höhe von 260.000 Euro in den Haushaltsplan 2018 eingestellt. Die Summe ist für den Kauf des Grundstücks vorgesehen, auf dem die neue Kinderbetreuungseinrichtung vorgesehen ist. Aus dem Mitteilungsblatt geht nicht eindeutig hervor, ob es sich dabei um das gesamte Berufsschul-Areal oder nur um eine Teilfläche handelt.
(ibg, 2.3.2018, aktualisiert 23.6.2018)

References: § 10
 § 11
 § 51
 § 10
 § 11
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