Source: https://www.wko.at/service/kollektivvertrag/rahmen-kv-arbeiter-bekleidungsgewerbe-kuerschner-schuhmache.html
Timestamp: 2019-12-07 15:33:38+00:00

Document:
Kollektivvertrag für ArbeiterInnen im Bekleidungsgewerbe, im Gewerben der Kürschner, Schuhmacher, Sticker, Sattler, Lederwarenerzeuger und Miederwarenerzeuger gültig seit 1.5.2002 - WKO.at
Kollektivvertrag für ArbeiterInnen im Bekleidungsgewerbe, im Gewerben der Kürschner, Schuhmacher, Sticker, Sattler, Lederwarenerzeuger und Miederwarenerzeuger gültig seit 1.5.2002
abgeschlossen zwischen der Bundesparte Gewerbe, Handwerk, Dienstleistung
Bundesinnung der Sticker, Stricker, Wirker, Weber, Posamentierer und Seiler, Bundesinnung der Tapezierer, Dekorateure und Sattler (für die Berufsgruppe der Lederwarenerzeuger, Taschner, Sattler und Riemer),
und dem Österreichischen Gewerkschaftsbund, Gewerkschaft Metall - Textil
Anhang 1: FACHLICHER GELTUNGSBEREICH
Baumwoll-, Leinen- und Wollwebereien
Seiden- und Krawattenstoff-Webereien
Teppich- und Möbelstoffwebereien
Posamentierer, Band- und Flechtwaren-Erzeuger
Strickgarn-, Häkelgarn- und Nähfadenerzeuger
Lampenschirmerzeuger
Sticker mit Ausnahme der Gobelin- und Petit-Point-Sticker
Gobelin- und Petit-Point-Sticker
Bedruck von Web-, Strick- und Wirkwaren
Anhang 4: HEIMARBEITSGESAMTVERTRÄGE
Kürschner, Handschuhmascher und Gerber
Sticker, Stricker, Wirker, Weber, Posamentierer und Seiler (ohne Vorarlberg)
Sticker, Stricker, Wirker, Weber, Posamentierer und Seiler (Vorarlberg)
b) fachlich: Für alle den Bundesinnungen
der Kürschner, Handschuhmacher, Gerber, Präparatoren und Säckler, der Schuhmacher und Orthopädieschuhmacher,
im Bereich der Bundesinnung der Tapezierer, Dekorateure und Sattler der Berufsgruppe der Lederwarenerzeuger, Taschner, Sattler und Riemer, im Bereich der Bundesinnung der Augenoptiker, Orthopädietechniker, Bandagisten und Hörgeräteakustiker der Berufsgruppe der Miederwarenerzeuger
angehörenden Betriebe bzw. selbständigen Betriebsabteilungen*.
c) persönlich: Für alle Arbeiter und Arbeiterinnen sowie für gewerbliche Lehrlinge, im folgenden Arbeitnehmer genannt.
*) Die den genannten Arbeitgeberorganisationen angehörenden Gewerbebereiche sind, entsprechend der
Fachorganisationsordnung, detailliert im Anhang angeführt.
Grundsätzlich ist dabei die wöchentliche Normalarbeitszeit auf fünf Werktage der Arbeits- woche zu verteilen.
Im Falle einer erforderlichen 6-Tage-Woche soll die Arbeitszeit bei einschichtiger
Arbeitsweise an Samstagen um 12 Uhr mittags enden.
(3) Schichtarbeit ist mit dem Betriebsrat, bzw. in Betrieben ohne Betriebsrat schriftlich mit den betroffenen Arbeitnehmern, zu vereinbaren. Bei dieser Vereinbarung sind die Bestim- mungen des Arbeitszeitgesetzes, des Kinder- und Jugendlichenbeschäftigungsgesetzes, sowie das Gesetz für die Nachtarbeit der Frauen in der jeweils geltenden Fassung zu beachten.
(4) Durch Betriebsvereinbarung bzw. in Betrieben ohne Betriebsrat schriftlich mit den betroffenen Arbeitnehmern, kann die wöchentliche Normalarbeitszeit innerhalb eines Zeitraumes von 26 Wochen ungleichmäßig so verteilt werden, dass sie im wöchentlichen
Durchschnitt die geltende gesetzliche Normalarbeitszeit nicht überschreitet. Dabei kann die wöchentliche Normalarbeitszeit für insgesamt 40 Stunden innerhalb von 26 Wochen in einzelnen Wochen bis zu 48 Stunden ausgedehnt werden.
Mittels Betriebsvereinbarung bzw. Einzelvereinbarung und Zustimmung der Kollektiv- vertragspartner*) kann dieser Durchrechnungszeitraum bis zu 52 Wochen und die Stundenzahl bis zu 80 erweitert werden.
(5) Das Ausmaß und die Lage der Arbeitszeit in den einzelnen Wochen ist in der Betriebsvereinbarung, bzw. in Betrieben ohne Betriebsrat schriftlich mit den betroffenen Arbeitnehmern, für den gesamten Durchrechnungszeitraum festzulegen. Einseitige Veränderungen der so festgelegten Normalarbeitszeit in den einzelnen Wochen des vereinbarten Durchrechnungszeitraumes sind unzulässig.
(10) Scheidet der Arbeitnehmer während des vereinbarten Durchrechnungszeitraumes, ausgenommen durch unberechtigten vorzeitigen Austritt oder verschuldeter Entlassung aus, so gebührt für die bis zum Ausscheiden im Verhältnis zur durchschnittlichen Normalarbeitszeit zu viel geleistete Arbeit Überstundenentlohnung. Der Überstunden- zuschlag entfällt bei unberechtigtem vorzeitigen Austritt oder verschuldeter Entlassung.
Den, im Verhältnis zur geleisteten Arbeit bis zum Ausscheiden gegenüber der durchschnittlichen Normalarbeitszeit zuviel bezahlten Verdienst hat der Arbeitnehmer dann
zurückzuzahlen, wenn er selbst kündigt, ohne wichtigen Grund vorzeitig austritt oder aus seinem Verschulden entlassen wird.
Diese ist den Stundenlöhnern mit dem Normalstundenlohn, Stück-, Akkord- oder Prämien- arbeitern mit dem Durchschnittsverdienst zu bezahlen.
*) Die Zustimmung der Kollektivvertragspartner liegt vor, wenn diese nicht ab Zustellung innerhalb von 2
Kalenderwochen gegen die ihnen vorzulegende Betriebs- bzw. Einzelvereinbarung Einspruch erheben.
(2) Fällt die Normalarbeitszeit in die Zeit von 22 Uhr abends bis 6 Uhr früh , gebührt ein Nachtarbeitszuschlag. Bei wechselnder Tag- und Nachtarbeit beträgt der Zuschlag 20 % und erhöht sich bei ständiger Nachtarbeit auf 30 % auf den Stundenlohn bzw. Stück-, Akkord- oder Prämienverdienst.
(1) Als Überstunde gilt jede vereinbarte Arbeitsstunde, welche außerhalb der, auf Grundlage der geltenden wöchentlichen Normalarbeitszeit (§ 2 Abs.1 RKV), vereinbarten täglichen Arbeitszeit liegt.
(4) Der Überstundenzuschlag beträgt während der Zeit von 6 Uhr früh bis 22 Uhr abends
50% auf den Stundenlohn bzw. auf den Stück-, Akkord- oder Prämienverdienst und erhöht sich in der Zeit von 22 Uhr abends bis 6 Uhr früh auf 100%.
(5) Arbeitnehmern, die den Betrieb bereits verlassen haben und zur Überstundenarbeit zurückgeholt werden, sind die Wegzeiten zu und von der Arbeit in die Überstunden- arbeitszeit einzurechnen.
(1) Bei gesetzlich möglicher Sonn- oder Feiertagsarbeit sind die Bestimmungen des Arbeits- ruhegesetzes zu beachten.
1. Jänner (Neujahr), 6. Jänner (Heilige Drei Könige), Ostermontag, 1. Mai (Staatsfeiertag),
Christi Himmelfahrt, Pfingstmontag, Fronleichnam, 15. August (Maria Himmelfahrt),
25. Dezember (Weihnachten), 26. Dezember (Stephanitag).
Der Karfreitag gilt im Sinne des Gesetzes als Feiertag für die Angehörigen der
Evangelischen Kirchen AB und HB, der Altkatholischen Kirche und der Methodistenkirche.
(3) Für Sonntagsarbeit erhält der Arbeitnehmer zu seinem Stundenlohn bzw. zu seinem
Stück-, Akkord- oder Prämienverdienst einen Zuschlag von 100 %.
(3) Kurzarbeitern wird ein Wochenlohn in der Höhe von 75 % des Lohnes der jeweils geltenden gesetzlichen bzw. gemäß § 2 Abs. 4 vereinbarten wöchentlichen Normalarbeitszeit garantiert.
(2) Stück-, Akkord- oder leistungsbezogene Prämienarbeit liegt vor, wenn nach Erreichen einer Grundleistung für eine vom Arbeitnehmer beeinflussbare Mehrleistung ein verschieden hohes Entgelt zusätzlich zu einem Grundstundenlohn (Richtsatz = mindestens der jeweilige Kollektivvertragslohn) verdient werden kann. Der jeweils der Arbeit zugeordnete Kollektivvertragslohn ist auch den in Stück, Akkord oder Prämienentlohnung beschäftigten Arbeitnehmern garantiert.
(3) Zwischen Arbeitgeber und Betriebsrat, bzw. in Betrieben ohne Betriebsrat schriftlich mit den betroffenen Arbeitnehmern, sind unter eventueller Beiziehung der Kollektivvertrags- partner die Grundlagen zu vereinbaren, welche für die Berechnung der Stück-, Akkord- oder Prämienentlohnung zu gelten haben.
(8) Am Ende des betrieblichen Lohnabrechnungszeitraumes, spätestens jedoch jedes Kalendermonat ist zu überprüfen, ob die Bedingung des Abs.6 erfüllt wird. Für diese Überprüfung ist bei unverändert gebliebenen Stück-, Akkord- bzw. Prämienvorgaben der Stück-, Akkord- bzw. Prämiendurchschnittsverdienst der letzten voll bezahlten 13 Wochen bzw. bei monatlicher Abrechnung der letzten 3 Kalendermonate heranzuziehen.
(9) Bei Stück-, Akkord- oder Prämienvorgaben, die während der letzten 13 Wochen (3
Monate) neu erstellt wurden oder bei denen eine Änderung vorgenommen wurde, die den Verdienst beeinflusst, ist nur der Zeitraum ab der endgültigen Erstellung bzw. Abänderung zu berücksichtigen, sofern dieser Zeitraum 4 Wochen übersteigt. Werden die Geld- oder Zeitsätze abgeändert, sind die vor der Abänderung liegenden Vergleichszeiträume für den Vergleich entsprechend aufzuwerten.
Nicht heranzuziehen ist bei der Überprüfung der Stück-, Akkord- oder Prämien- durchschnittsverdienst jene Akkorde oder Prämien, die nicht endgültig, sondern zur Probe oder Einarbeitung festgelegt wurden. Weiters ist der Stück-, Akkord- bzw. Prämiendurchschnittsverdienst jener Arbeitnehmer nicht zur Überprüfung heranzuziehen, die erst angelernt werden, nicht voll eingearbeitet sind bzw. für Stück-, Akkord- oder Prämienarbeit nicht hinreichend geeignet sind.
(12) Für Arbeiten, die aus betrieblichen Gründen kurzfristig oder in unregelmäßigen Abständen ohne Vorgaben nach arbeitstechnischen Grundsätzen in Stück-, Akkord oder Prämienentlohnung vergeben werden, gelten ebenfalls die normierten Entlohnungs- grundsätze.
(14) Bei Fließbandarbeiten, die takt- und leistungsgebunden sind, gelten die voranstehenden
Bestimmungen sinngemäß.
(15) Wird ein in Stück-, Akkord- oder Prämie entlohnter Arbeitnehmer vorübergehend im Stundenlohn beschäftigt, so hat er Anspruch, ausgenommen im Fall einer dauernden Versetzung auf einen anderen Arbeitsplatz, für die Dauer von 4 Wochen auf seinen Durchschnittsverdienst.
(1) Sonstige Prämien (Materialersparnis-, Zuschnittsprämien u.ä.), die nicht nach arbeits- technischen Grundsätzen erstellt werden können und daher nicht unter § 7 fallen, bei denen jedoch je nach erbrachter Leistung zuzüglich zum festgelegten Stundenlohn ein verschieden hohes Entgelt erreicht werden kann, sind im Einvernehmen mit dem Betriebsrat, bzw. in Betrieben ohne Betriebsrat schriftlich mit den betroffenen Arbeitnehmern, festzulegen.
(1) Alle in den Lohnverträgen angeführten Lohnsätze sind Grundstundenlöhne (kollektiv- vertragliche Mindestlöhne).
(3) Die Dauer von Anlernzeiten sowie die Entlohnung während der Anlernzeit ist in den
Lohnverträgen festgelegt.
(4) Der in den Lohnverträgen enthaltene Begriff „Beschäftigung“ umfasst jene Zeiten, die der
Arbeitnehmer in Arbeitsverhältnissen seiner Branche nachweisen kann.
Für das Ausmaß des Urlaubszuschusses und der Weihnachtsremuneration werden
Vordienstzeiten bei anderen Arbeitgebern nicht berücksichtigt.
Als „Professionisten“ gelten gelernte Mechaniker, Schlosser, Elektriker u. ä. mit erfolgreich abgeschlossener gewerblicher Lehre, die mit der Instandhaltung und Reparatur von Maschinen und Anlagen beschäftigt werden.
(8) Soweit in diesem Kollektivvertrag oder in den zugehörigen Lohnverträgen auf den Wochenverdienst Bezug genommen wird, ist diesem unter Beachtung der Abs. 6 und 7 die wöchentliche Normalarbeitszeit gemäß § 2 Abs.1 RKV bzw. bei Arbeitnehmern in Teilzeitbeschäftigung die vereinbarte Arbeitszeit zugrunde zu legen. Überstundenentgelte bleiben dabei unberücksichtigt.
(3) Mittels Betriebsvereinbarung, bzw. in Betrieben ohne Betriebsrat schriftlich mit den betroffenen Arbeitnehmern, kann eine bargeldlose Lohnzahlung vereinbart werden. In diesem Fall muss der Arbeitgeber Vorsorge treffen, dass die fällig gewordene Lohnzahlung
an den festgelegten Auszahlungstagen auf dem Konto bei der vom Arbeitnehmer bekannt gegebenen Bankverbindung verfügbar ist.
(4) Unabhängig von der vereinbarten Form der Lohnzahlung, hat der Arbeitnehmer Anspruch auf eine übersichtliche, schriftliche Lohnabrechnung*) für den jeweils vereinbarten Lohnab- rechnungszeitraum.
(2) Bei vereinbarter Kurzarbeit erhalten die davon betroffenen Arbeitnehmer als Urlaubs- entgelt das gemäß § 2 Abs.1 RKV der Normalarbeitszeit entsprechende Entgelt.
(4) Wird der Betrieb oder einzelne Betriebsabteilungen wegen allgemeinem Urlaub gesperrt, so ist Arbeitnehmern, die keinen entsprechenden Urlaubsanspruch haben und weder zur Arbeitsleistung herangezogen werden oder vorschussweise Urlaub erhalten, 50 % des Entgeltes für die wegen des Betriebsurlaubs ausgefallene Normalarbeitszeit zu vergüten.
(1) Alle Arbeitnehmer erhalten einmal in jedem Kalenderjahr einen Urlaubszuschuss. Die Höhe des Urlaubszuschusses beträgt im ersten Arbeitsjahr drei Wochenverdienste, ab Beginn des zweiten Arbeitsjahres einen Monatsverdienst (4,33 Wochenverdienste).
(2) Unterbrochene Dienstzeiten bei dem selben Arbeitgeber sind für die Berechnung des
Urlaubszuschusses in gleicher Weise zusammenzurechnen, wie dies gemäß § 3 Abs.1
Urlaubsgesetz für die Bemessung des Urlaubsausmaßes bestimmt wird.
Bei gewerblichen Lehrlingen wird der Urlaubszuschuss unter Zugrundelegung der
Lehrlingsentschädigung berechnet.
Zwischen Firmenleitung und Betriebsrat, bzw. in Betrieben ohne Betriebsrat schriftlich mit den betroffenen Arbeitnehmern, kann ein anderer Auszahlungstermin des Urlaubs- zuschusses, spätestens jedoch zum Auszahlungstermin für die Weihnachtsremuneration, vereinbart werden.
Ist eine solche Abänderung des Auszahlungstermins für den Urlaubszuschuss vereinbart worden und endet das Arbeitsverhältnis vor diesem Auszahlungstermin, so ist mit Beendigung des Arbeitsverhältnisses der Urlaubszuschuss zu bezahlen.
Wird in einem Kalenderjahr der gebührende Urlaub nicht konsumiert, so ist der
Urlaubszuschuss mit der Lohnabrechnung für Dezember dieses Jahres auszuzahlen.
(5) Arbeitnehmer, die während des Kalenderjahres ausscheiden, erhalten den aliquoten Teil des Urlaubszuschusses entsprechend der im Kalenderjahr zurückgelegten Beschäftigungs- zeit (je Woche 1/52).
Dieser Anspruch entfällt, wenn der Arbeitnehmer gemäß § 82 GewO 1859*) oder gemäß §
15 Berufsausbildungsgesetz (BGBl.Nr. 142/69) entlassen wird oder ohne wichtigen Grund gemäß § 82a GewO bzw. gemäß § 15 BAG vorzeitig austritt.
(6) Arbeitnehmer, die einen Urlaubszuschuss für das laufende Kalenderjahr bereits erhalten haben, aber vor Ablauf des Kalenderjahres ausscheiden, haben den erhaltenen Urlaubszuschuss zur Gänze zurückzuzahlen, wenn sie gemäß § 82 GewO bzw. gemäß § 15
BAG entlassen werden oder ohne wichtigen Grund gemäß § 82a GewO bzw. gemäß § 15
BAG vorzeitig austreten.
(2) Unterbrochene Dienstzeiten bei dem selben Arbeitgeber sind für die Berechnung der
Weihnachtsremuneration in gleicher Weise zusammenzurechnen, wie dies gemäß § 3 Abs.1
(3) Soweit aufgrund der Betriebszugehörigkeit in den Kollektivverträgen eine höhere Weihnachtsremuneration festgelegt ist, gebührt diese in jenem Kalenderjahr, das anteils- mäßig (zumindest 6 Monate) dem für die höhere Weihnachtsremuneration zuzurechnenden Dienstjahr entspricht.
(4) Bei Arbeitnehmern, die während des Kalenderjahres ihre Lehrzeit beendet haben, ist das Ausmaß der Weihnachtsremuneration in diesem Kalenderjahr aliquot aus der zuletzt geltenden Lehrlingsentschädigung und dem Arbeiterentgelt gemäß § 8 Abs.8 entsprechend der anteiligen kalendermäßigen Zeiträume zu ermitteln.
(7) Der Anspruch auf Weihnachtsremuneration ist nicht gegeben, wenn der Arbeitnehmer gemäß § 82 GewO 1859*), oder gemäß § 15 Berufsausbildungsgesetz (BGBl. Nr. 142/69) entlassen wird, bzw., wenn er ohne wichtigen Grund gemäß § 82 a GewO bzw. § 15 BAG vorzeitig austritt.
(1) Bei Arbeitsverhinderung im persönlichen Krankheitsfall gelten die Bestimmungen des
Entgeltfortzahlungsgesetzes (BGBl. 399/74) in der jeweils geltenden Fassung.
(2) Bei Arbeitsverhinderung aufgrund der notwendig werdenden Pflege eines im gemeinsamen Haushalt lebenden nahen Angehörigen gelten die Bestimmungen des § 16
Urlaubsgesetz (BGBl. 1976/390) in der jeweils geltenden Fassung.
Nach vierzehntägiger ununterbrochener Beschäftigung hat der Arbeitnehmer, wenn er aufgrund nachstehend angeführter Ereignisse ohne sein Verschulden an der Arbeitsleistung gehindert wird, Anspruch auf:
(1) Je zwei freie Arbeitstage unter Fortzahlung seines Verdienstes:
a) bei Tod von Ehegatten, Lebensgefährten, Eltern oder Kindern, sofern diese mit demArbeitnehmer im gemeinsamen Haushalt lebten,
b) bei eigener Eheschließung,
c) anlässlich der Entbindung der Ehefrau oder Lebensgefährtin.
(2) Je einen freien Arbeitstag unter Fortzahlung des Verdienstes:
a) anlässlich der Teilnahme an der Bestattung von Ehegatten, Lebensgefährten, Eltern, Kindern, Geschwistern, Groß- oder Schwiegereltern,
b) bei Wohnungswechsel im Fall eines bereits bestehenden eigenen Haushalts oder bei
Gründung eines eigenen Haushalts.
(1) Im Falle der Einstellung des Betriebes oder einer Betriebsabteilung aus Gründen die vom Arbeitgeber zu vertreten sind (ausgenommen Kurzarbeit im Sinne des § 6 RKV), ist die ausfallende Normalarbeitszeit dem Arbeitnehmer am ersten Tag voll zu bezahlen und bei
einem eventuell länger dauernden Arbeitsausfall bis zu einer Gesamtdauer von zwei
Wochen mit 50% des bisherigen Verdienstes zu bezahlen.
(3) Der Arbeitgeber hat dem Arbeitnehmer unverzüglich nach Beginn des Arbeits- verhältnisses eine schriftliche Aufzeichnung (Dienstzettel) über die wesentlichen Rechte und Pflichten aus dem Arbeitsvertrag auszuhändigen.
Einvernehmliche Abänderungen des Dienstzettels sind spätestens ein Monat nach ihrer
Wirksamkeit dem Arbeitnehmer schriftlich mitzuteilen.
(1) Es gelten die Bestimmungen des ArbeitnehmerInnenschutzgesetzes (BGBl. Nr. 450/94)
sowie die dazu erlassenen Verordnungen in der jeweils geltenden Fassung.
(2) Dem Arbeitnehmer sind zur Ausübung seiner Tätigkeit die erforderlichen Werkzeuge und
Geräte kostenlos zur Verfügung zu stellen. Diese bleiben Eigentum des Unternehmens.
(3) Für besonders schmutzige oder die Bekleidung des Arbeitnehmers abnützende Tätig- keiten, sind vom Arbeitgeber die erforderliche Arbeitsbekleidung und Handwaschmittel zur Verfügung zu stellen.
(1) Nach Ablauf der Probezeit bzw. schriftlich vereinbarter Befristung des Arbeits- verhältnisses, kann das Arbeitsverhältnis unter Beachtung der gesetzlichen Bestimmungen mittels einer Kündigungsfrist von 2 Kalenderwochen einseitig beendet werden.
(3) Der Ausspruch bzw. der Ablauf der Kündigungsfrist hat so zu erfolgen, dass das
Arbeitsverhältnis zum letzten Arbeitstag einer Arbeitswoche beendet wird.
(1) Bezüglich der Abfertigung gelten die Bestimmungen des Arbeiterabfertigungsgesetzes
(BGBl. Nr. 107/79) in der jeweils geltenden Fassung.
(1) Sämtliche Ansprüche aus dem Arbeitsverhältnisses sind innerhalb von 6 Monaten nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses schriftlich geltend zu machen, widrigenfalls der Anspruch erlischt.
(3) Diese Fristen verlängern sich um jenen Zeitraum, um den die anspruchsbegründende
Lohnabrechnung aus Verschulden des Arbeitgebers verspätet durchgeführt wird.
(1)Bestehende betriebliche Vereinbarungen, die den Arbeitnehmer gegenüber den
Bestimmungen dieses Rahmenkollektivvertrages günstiger stellen, bleiben unberührt.
Sofern bei Ablauf der Kündigungsfrist noch kein neuer Rahmenkollektivvertrag abgeschlossen ist, bleibt der vorliegende Vertrag für beide Vertragspartner weitere 6
Kalendermonate bindend.
(4)Die Aufkündigung der Verträge hat mittels eingeschriebenen Briefes an den Vertragspartner zu erfolgen.
WIRTSCHAFTSKAMMER ÖSTERREICH, BUNDESSPARTE GEWERBE, HANDWERK, DIENSTLEISTUNG
KommRat Annemarie Mölzer e Ing. Mag. Walter Loibl
Bundesinnung der Sticker, Stricker, Wirker, Weber, Posamentierer und Seiler
Bundesinnung der Augenoptiker, Orthopädietechniker, Bandagisten und
KommRat Walter Braun . Ing. Kersten Viehmann
Spartenordnung (§ 13 WKG) sowie Fachorganisationsordnung (§ 15 WKG):
Kürschner, Kappenmacher und Rauhwarenfärber, Präparatoren, Zurichter, Handschuh- macher, Säckler, Gerber und Lederfärber, Lederlackierer und Lederwalker und Appreteure von Leder und Rauhwaren,
Bundesinnung der Schuhmacher und Orthopädieschuhmacher, umfassend: Maßschuhmacher, Erzeuger serienmäßig hergestellter Schuhwaren, Erzeuger ortho- pädischer Schuhe, Erzeuger von Patschen und Filzschuhen, Holzschuhmacher, Oberteil- herrichter und Instandsetzen von Schuhen.
Bundesinnung der Bekleidungsgewerbe, umfassend:
Herrenkleidermacher (mit Einschluss des Kleiderbügelns und Kleiderpressens), Damen- kleidermacher (mit Einschluss des Kleiderbügelns und Kleiderpressens), Schulterpolster- erzeuger, Schnittzeichner, Hersteller von graphischen Entwürfen für Bekleidung ausgenom- men Schnittzeichnen, Kleider- und Kostümverleiher, Änderungsschneiderei, Wäschewaren- erzeuger, Krawattenerzeuger, Hutmacher, Modisten, Kunstblumenerzeuger, Federn- schmücker, Sonnenschirm- und Regenschirmmacher und Wildbartbinder.
Großmaschinsticker, Ausschneider, Stickereizeichner, Scherler, Musterzeichner, Maschin- sticker, Gold-, Silber- und Perlensticker, Handsticker, Bedrucken von Web-, Strick- und Wirkwaren, Tamburierer, Spitzenklöppler, Maschinstricker, Handstricker, Wirker, Weber (Tuchmacher), Fleckerlteppich-Weber, Banderzeuger, Teppichknüpfer, Teppichreparatur, Posamentierer, Schnur- und Börtelmacher, Gold- und Silberdrahtzieher, Gold- und Silber- plattner und -spinner, Woll- und Seidenadjustierer, Erzeuger von Perl- und Schuhaufputz, Seiler, Inhaber gewerblicher Spinnereien, Kunststopfer, Repassierer, Plissierer, Stoffknopf- erzeuger und Lampenschirmerzeugung aus textilem Material,
Bundesinnung der Tapezierer, Dekorateure und Sattler, umfassend:
Sattler einschließlich Fahrzeugsattler und Riemer, Erzeuger von Fußbällen und Hundesport- artikeln, Erzeuger von Fechtartikeln, Herstellen von Produkten unter Verwendung der Federkielsticktechnik, Ledergalanteriewarenerzeuger und Taschner, Lederwarenerzeuger und Gürtel- und Riemenerzeuger sowie Reparatur von Lederwaren und Taschen.
Bundesinnung der Augenoptiker, Orthopädietechniker, Bandagisten und Hörgeräte- akustiker, umfassend:
für den Bereich der Bundesinnung der
Sticker, Stricker, Wirker, Weber, Posamentierer und Seiler
1. Lohngruppeneinteilung für die
Lohngruppe 1 Hilfsarbeiten leicht
Lohngruppe 2 Hilfsarbeiten
Lohngruppe 3 Baumwolle: Einziehen roh, Spulen, Ware putzen
Lohngruppe 4 Portiere und Nachtwächter Baumwolle: Andrehen, Zetteln roh Helfen in Färberei und Appretur
Lohngruppe 5 Wolle: Andrehen, Anknüpfen von Hand, Zetteln
Lohngruppe 6 Baumwolle: Einziehen bunt, Weben roh, Schären bunt, Leinenweben Wolle: Einziehen, Andrehen mit Anknüpfmaschine, Schären Ausrüstung: Spannrahmen, Rauhen, Scheren
Lohngruppe 7 Baumwolle: Weben bunt, Handstuhlweben nicht modischer Ware
Lohngruppe 8 Ausnähen ab dem 2. Jahr Kunststopfen ab dem 2. Jahr Wolle: Weben
Lohngruppe 9 Betriebshandwerker mit abgeschlossener Lehrzeit nach der Auslehre, Angelernter Betriebshandwerker nach 5jähriger einschlägiger Berufspraxis (z.B. Schlosser)
Lohngruppe 10 PKW-Chauffeure
Lohngruppe 11 Betriebshandwerker mit abgeschlossener Lehrzeit und mehr als 3jähriger
Berufspraxis, LKW-Chauffeure
Lohngruppe 12 Betriebshandwerker mit abgeschlossener Lehrzeit und mehr als 5jähriger einschlägiger Berufspraxis (z.B. Schlosser)
2. Lohngruppeneinteilung für die
Lohngruppe 3 Winden, Ware putzen
Lohngruppe 4 Spulen, Zwirnen,
Portiere und Nachtwächter, Helfen in Färberei und Appretur
Lohngruppe 5 Andrehen von Hand, Einziehen, Effektzwirnen
Lohngruppe 6 Anknüpfen maschinell, Spannrahmen, Rauhen, Scheren
Lohngruppe 7 Schären
Lohngruppe 8 Färben, Bleichen nach Vorschrift im 1. Jahr
Lohngruppe 9 Seidenweben
Betriebshandwerker mit abgeschlossener Lehrzeit nach der Auslehre Angelernter Betriebshandwerker nach 5jähriger einschlägiger Berufspraxis (z.B. Schlosser)
Färben, Bleichen nach Vorschrift ab dem 2. Jahr
Lohngruppe 11 Betriebshandwerker mit abgeschlossener Lehrzeit und mehr als 3jähriger einschlägiger Berufspraxis
Lohngruppe 12 Betriebshandwerker mit abgeschlossener Lehrzeit und mehr als 5jähriger einschlägiger Berufspraxis.
3. Lohngruppeneinteilung für die
Lohngruppe 2 Hilfsarbeiten, Fransenknüpfen nicht maschinell
Lohngruppe 3 Spulen, Fachen,Weifen
Lohngruppe 4 Portiere, Nachtwächter
Endeln, Fransenknüpfen maschinell, Kanten, Säumen, Wickeln, Messen
Lohngruppe 5 Zwirnen, Andrehen, Einziehen
Lohngruppe 6 Zetteln, Schären, Levieren, Kartenschlagen Bäumchenscheren für Spoolaxminster Handknüpfen, Juteschaftweben
Lohngruppe 7 Chenilleschneiden, Jutejacquardweben
Lohngruppe 8 Maschinknüpfen, Teppich- und Möbelstoffscheren, Möbelstoffweben
Lohngruppe 9 Teppichweben, Schlichten selbständig
Lohngruppe 12 Betriebshandwerker mit abgeschlossener Lehrzeit und mehr als 5jähriger einschlägiger Berufspraxis
4. Lohngruppeneinteilung für die
Lohngruppe 3 Spulen, Haspeln, Adjustieren, Messen, Doublieren
Lohngruppe 4 Unselbständiges Gallonarbeiten Unselbständiges Flechten Angelernte(r) Posamentierer(in)
Maschinnähen, Handnähen, Schweifen, Aufschlagen, Anschlagen,
Zwirnen, Winden
Lohngruppe 5 Plattieren, Gummispinnen, Gummischweifen, Börteln uneleastisch
Lohngruppe 6 Gimpenmachen, Einziehen, Bedienen von Plättmühlen
Lohngruppe 7 Börteln elastisch, Bandweben unelastisch
Lohngruppe 8 Angelerntes Drahtziehen, Angelerntes Plättnen, Schnurdrehen
Lohngruppe 9 Bandweben (elastisch, Samt- und Brochebänder) Selbständig einrichtende(r) Flechter (in) Posamentierer (in) im 1. Jahr nach der Auslehre
Gelernte(r) Drahtzieher(in) im 1. Jahr nach der Auslehre Gelernte(r) Plättner(in) im 1. Jahr nach der Auslehre Gelernte(r) Schnürmacher(in) im 1. Jahr nach der Auslehre
Posamentierer(in) im 2. Jahr nach der Auslehre Gelernte(r) Drahtzieher(in) im 2. Jahr nach der Auslehre Gelernte(r) Plättner(in) im 2. Jahr nach der Auslehre Gelernte(r) Schnürmacher(in) im 2. Jahr nach der Auslehre
Lohngruppe 11 LKW-Chauffeure
Posamentierer(in) im 3. Jahr nach der Auslehre Gelernte(r) Drahtzieher(in) im 3. Jahr nach der Auslehre Gelernte(r) Plättner(in) im 3. Jahr nach der Auslehre Gelernte(r) Schnürmacher(in) im 3. Jahr nach der Auslehre
5. Lohngruppeneinteilung für die
Lohngruppe 3 Winden, Spulen, Weifen, Fachen
Lohngruppe 5 Zwirnen, Gasieren
Lohngruppe 6 Maschinölen
Lohngruppe 7 -
Lohngruppe 8 -
Lohngruppe 11 Betriebshandwerker mit abgeschlossener Lehrzeit und mehr als 3jähriger einschlägiger Berufspraxis, LKW-Chauffeure
6. Lohngruppeneinteilung für die
Lohngruppe 3 Adjustieren
Lohngruppe 4 Zwirnen
Lohngruppe 5 Spinnen, Flechten, Tapeziergurten weben
Lohngruppe 6 Feinspinnen, Aufbäumen, Bandweben leicht
Lohngruppe 8 Schlauchweben leicht
Lohngruppe 9 Seiler(in) angelernt nach 3jähriger Berufspraxis
Betriebshandwerker mit abgeschlossener Lehrzeit nach der Auslehre Angelernte Betriebshandwerker nach 5jähriger Berufspraxis (z.B. Schlosser)
Betriebshandwerker mit abgeschlossener Lehrzeit und mehr als 3jähriger
Lohngruppe 12 Betriebshandwerker mit abgeschlossener Lehrzeit und mehr als 5jähriger
7. Lohngruppeneinteilung für die
Lohngruppe 3 -
Lohngruppe 4 Lampenschirmnäher(in) im 3. Jahr
Lohngruppe 5 -
Lohngruppe 6 Seidenschirmnäher(in) im 3. Jahr, Ausschneider(in)
Lohngruppe 8 Spritzen, Schweißen, Drahtgestellarbeiten
Lohngruppe 9 -
Lohngruppe 10 -
Lohngruppe 11 - Lohngruppe 12 -
8. Lohngruppeneinteilung für die
Lohngruppe 1 Hilfsarbeiten leicht, Wenden, Heften
Lohngruppe 3 Durchsehen(letzte Warenkontrolle) Schweifen, Spulen, Winden, Rauhen, Zwirnen, Fachen, Wickeln, Sticken
Lohngruppe 4 Ausfertigen (Handnähen), Formen
Lohngruppe 5 Ketteln im 1. Jahr, Cottonaufstoßen
Lohngruppe 6 Ketteln im 2. Jahr, Doppelzylinderstricken
Qualifiziertes Repassieren (Behebung schwer zu beseitigender Fehler) Qualifiziertes Maschinnähen, Handbügeln
Lohngruppe 7 Qualifiziertes Maschinnähen mit entscheidendem Einfluss auf die
Gestaltung des Fertigproduktes
Lohngruppe 9 Raschelwirken, Kettenstuhlwirken, Rundstuhlwirken, Rundstricken Betriebshandwerker mit abgeschlossener Lehrzeit nach der Auslehre Angelernte Betriebshandwerker nach 5jähriger einschlägiger Berufspraxis (z.B. Schlosser)
Selbständiges Stricken an Motormaschinen, Cottonwirken bis 48 gg (von
33-48 gg)
Lohngruppe 11 Cottonstricken
Lohngruppe 12 Cottonwirken über 48 gg
Betriebshandwerker mit abgeschlossener Lehrzeit und mehr als 5jähriger
9. Lohngruppeneinteilung für die
Lohngruppe 3 Spulen, Weifen, Fachen, Repassieren
Helfen i.d. Kammgarnspinnerei (auch an Maschinen) Spulenschlichten in Doublierung und Zwirnerei Docken
Lohngruppe 4 Portiere und Nachtwächter
Lohngruppe 5 Ringspinnen, Vorfinisseur- und Finisseurarbeiten
Lohngruppe 6 Reißen
Lohngruppe 7 Kontrollarbeiten i.d. Kammgarnspinnerei (Vorspinnerei, Ringspinnerei, Einlegerei, Zwirnerei)
Lohngruppe 8 Selfaktorspinnen
Lohngruppe 9 Betriebshandwerker mit abgeschlossener Lehrzeit nach der Auslehre Angelernter Betriebshandwerker nach 5jähriger einschlägiger Berufspraxis (z.B. Schlosser)
10. Lohngruppeneinteilung für die
Lohngruppe 2 Hilfsarbeiten, Hefteln, Fädeln, Handajournähen
Lohngruppe 4 Handsticken (Konfektion- und Weißsticken)
Lohngruppe 5 Plissieren, Maschinajournähen
Lohngruppe 6 -
Lohngruppe 9 Zeichnen nach der Auslehre
Lohngruppe 10 Zeichnen im 2. Jahr nach der Auslehre
Lohngruppe 11 Zeichnen nach dem 2. Jahr nach der Auslehre
Lohngruppe 12 -
11. Lohngruppeneinteilung für die
Lohngruppe 1 Hilfsarbeiten leicht, Sortieren
Lohngruppe 2 Hilfsarbeiten, Hefteln
Lohngruppe 4 -
Lohngruppe 5 Schattieren, Mustersticken
Lohngruppe 8 Steppen (Taschenmontage)
Lohngruppe 9 Malen und Zeichnen nach der Auslehre
Lohngruppe 10 Malen und Zeichnen im 2. Jahr nach der Auslehre
Lohngruppe 11 Malen und Zeichnen nach dem 2. Jahr nach der Auslehre
Lohngruppe 12 Mustermachen, Vorarbeiter(in), Monteure
12. Lohngruppeneinteilung für den
Lohngruppe 1 Hilfsarbeiten einfach, z.B. Siebwaschen, reinigen, Kontrollarbeiten, verpacken, usw.
Lohngruppe 2 Hilfsarbeiten schwierig, z.B. Siebentschichtung, usw.
Lohngruppe 3 Heißprägen, aufpressen (z.B. beschichten, bügeln usw.), Einfache Tätigkeiten an der Siebdruck*maschine bzw. an der Tampondruckmaschine (z.B. bestücken, entladen usw.), Vorbereitende Tätigkeiten an der Druckmaschine
Lohngruppe 4 --
Lohngruppe 5 Nähen
Lohngruppe 6 Plotterschneiden, Siebdruck* von Hand, Druckvorbereitung mechanisch
(z.B. Klischee-Erzeugung, Schablonen herstellen, usw.) Lohngruppe 7 Druckvorbereitung grafisch
Lohngruppe 8 --
Lohngruppe 9 Qualifizierte Tätigkeiten an der Siebdruck*maschine bzw. an der
Tampondruckmaschine (z.B. einrichten usw.)
Lohngruppe 10 --
Lohngruppe 11 Gelernte(r) Siebdrucker(in), Maschinenführer(in) mit Vorarbeiterfunktion
Lohngruppe 12 Gelernte(r) Siebdrucker(in) sowie Maschinenführer(in) mit
Vorarbeiterfunktion, jeweils nach dreijähriger einschlägiger Verwendung
Direktes Drucken, indirektes Drucken, beflocken, Transfervorlagenherstellung
gemäß § 2 Arbeitsvertragsrechtsanpassungsgesetz
1) Arbeitgeber:...................................................................................................................
2) Arbeitnehmer:.................................................................................................................
Beginn des Arbeitsverhältnisses: ....................................................................................
Die Probezeit beträgt: .....................................................................................................
Ende des Arbeitsverhältnisses: .......................................................................................
Der Betrieb gehört der Bundesinnung.......................................................................... an. Auf das Arbeitsverhältnis sind daher die Kollektivverträge für...........................................
.................................................................................................................... anzuwenden.
Das sind: .......................................................................................................................... Diese und die zuständigen Kollektivverträge sind gemäß Arbeitsverfassungsgesetz
...........................................................................................zur Einsichtnahme aufgelegt.
7) Einstufung: Lohnstufe / Gruppe ...................................................................................
Der Anfangslohn beträgt EUR ............................. per Stunde/Monat brutto.
(sofern keine, oder keine günstigere Regelung vereinbart wird gilt der Kollektivvertrag)
8) Fälligkeit der Bezüge:....................................................................................................
Die Bezüge werden bargeldlos auf ein vom Arbeitnehmer bekannt gegebenes Konto:
.................................................................................................................. überwiesen.
9) Verwendung: Sie werden im Betrieb als......................................................verwendet.
10) Die Kündigungsfristen und -termine richten sich nach den Bestimmungen des
Kollektivvertrages für .......................................................................................................
11). Der gewöhnliche Arbeitsort ist: ..................................................................................
12). Der Erholungsurlaub richtet sich nach den Bestimmungen des Urlaubsgesetzes und des zuständigen Kollektivvertrages.
13) Die wöchentliche Normalarbeitszeit richtet sich nach den Bestimmungen des Arbeitszeit- gesetzes und des zuständigen Kollektivvertrages.
Ihre wöchentliche Normalarbeitszeit als Teilzeitbeschäftigung beträgt .............. Stunden.
Dieser nicht unterschriebene Dienstzettel ist von Stempelgebühren und unmittelbaren
Gebühren gemäß § 2 (1) AVRAG und § 35 Gebührengesetz befreit.
abgeschlossen zwischen Wirtschaftskammer Österreich, 1045 Wien, Wiedner Hauptstraße
63 einerseits und dem Österreichischen Gewerkschaftsbund, Gewerkschaft Metall – Textil,
1040 Wien, Plößlgasse 15, andererseits.
1. Für alle Mitgliedsbetriebe, welche der
a) Bundesinnung der Bekleidungsgewerbe,
b) Bundesinnung der Augenoptiker, Orthopädietechniker, Bandagisten und Hörgeräteakustiker (Betriebe der Miederwarenerzeuger) angehören und als Auftraggeber Heimarbeit vergeben.
2. Für alle Mitgliedsbetriebe der Wirtschaftskammer Österreich, die nicht den oben angeführten Bundesinnungen bzw. dem Fachverband der Bekleidungsindustrie angehören, sofern sie als Auftraggeber in Heimarbeit jene Arbeiten vergeben, die üblicherweise von den in Punkt 1. genannten Betrieben verrichtet werden und für die betreffende Heimarbeit kein gesonderter Heimarbeitsgesamtvertrag besteht.
b) räumlich: für das Gebiet der Republik Österreich,
c) persönlich: für alle von diesen Betrieben beschäftigten Heimarbeiter und
II. Mindestentgelte
Für Betriebe gemäß I 1.a) gilt:
aa) Betriebe der Herrenkleidermacher (mit Einschluss des Kleiderbügelns und Kleiderpressens), Damenkleidermacher (mit Einschluss des Kleiderbügelns und Kleiderpressens), Schulterpolstererzeuger, Schnittzeichner, Hersteller von graphischen Entwürfen für Bekleidung, ausgenommen Schnittzeichnen, Kleider- und Kostümverleiher, Änderungsschneider:
Die Stückentgelte der Heimarbeiter sind gemäß dem jeweiligen geltenden kollektivvertraglichen Stundenlohn der Lohngruppe 2.3.a) (qualifizierte selbständige Facharbeiten), für die Herstellung von Kleidern, Schoßen und Blusen gemäß Lohngruppe 2.2.a) (selbständige Facharbeiten) sowie für Ausfertigungsarbeiten gemäß Lohngruppe 2.1.b) (unselbständige Facharbeiten), jeweils Kategorie A) des Kollektivvertrages abgeschlossen zwischen der Bundesinnung der Bekleidungsgewerbe und der Bundesinnung der Augenoptiker, Orthopädietechniker, Bandagisten und Hörgeräteakustiker einerseits und dem Österreichischen Gewerkschaftsbund, Gewerkschaft Metall - Textil andererseits, Anhang A) für die Normalleistung festzusetzen.
bb) Betriebe der Wäschewarenerzeuger und Krawattenerzeuger:
Stückentgelte (Stückzeiten) der Heimarbeiter sind gemäß dem jeweiligen geltenden kollektivvertraglichen Stundenlohn, der Lohngruppe III des Anhanges B) (Wäschewarenerzeuger), des Kollektivvertrages abgeschlossen zwischen der Wirtschaftskammer Österreich, Bundesinnung der Bekleidungsgewerbe und Bundesinnung der Augenoptiker, Orthopädietechniker, Bandagisten und Hörgeräteakustiker einerseits und dem Österreichischen Gewerkschaftsbund, Gewerkschaft Metall – Textil anderseits, festzusetzen.
cc) Betriebe der Hutmacher:
Stückentgelte (Stückzeiten) der Heimarbeiter sind gemäß dem jeweiligen geltenden kollektivvertraglichen Stundenlohn des Betriebsarbeiters der entsprechenden Kategorie zuzüglich 2,5 % (arithmetische Rundung) festzusetzen. Grundlage ist Anhang C) des Kollektivvertrages abgeschlossen zwischen der Wirtschaftskammer Österreich, Bundesinnung der Bekleidungsgewerbe sowie der Bundesinnung der Augenoptiker, Orthopädietechniker, Bandagisten und Hörgeräteakustiker einerseits und dem Österreichischen Gewerkschaftsbund, Gewerkschaft Metall – Textil andererseits, festzusetzen.
dd) Betriebe der Modisten:
Die Stückentgelte (Stückzeiten) der Heimarbeiter sind gemäß dem jeweiligen geltenden kollektivvertraglichen Stundenlohn des Betriebsarbeiters der entsprechenden Kategorie zuzüglich 2,5 % (arithmetische Rundung) festzusetzen. Grundlage ist Anhang D) (Modisten) des Kollektivvertrages abgeschlossen zwischen der Wirtschaftskammer Österreich, Bundesinnung der Bekleidungsgewerbe und Bundesinnung der Augenoptiker, Orthopädietechniker, Bandagisten und Hörgeräteakustiker einerseits und dem Österreichischen Gewerkschaftsbund, Gewerkschaft Metall – Textil andererseits.
ee) Betriebe der Sonnenschirm- und Regenschirmmacher:
Die Stückentgelte (Stückzeiten) der Heimarbeiter sind gemäß dem jeweiligen geltenden kollektivvertraglichen Stundenlohn des Betriebsarbeiters der entsprechenden Kategorie festzusetzen.
Grundlage ist Anhang E) (Schirmmacher) des Kollektivvertrages abgeschlossen zwischen der Wirtschaftskammer Österreich, Bundesinnung der Bekleidungsgewerbe und Bundesinnung der Augenoptiker, Orthopädietechniker, Bandagisten und Hörgeräteakustiker einerseits und dem Österreichischen Gewerkschaftsbund, Gewerkschaft Metall – Textil andererseits.
ff) Betriebe der Kunstblumenerzeuger, Federnschmücker und Wildbartbinder:
Die Stückentgelte für alle Tätigkeiten, die vom Auftraggeber im Rahmen seiner
Gewerbeberechtigung in Heimarbeit vergeben werden sind wie folgt zu berechnen:
1. Für Arbeiten, die als Hilfsarbeiten anzusehen sind und normalerweise keine besonderen Vorkenntnisse erfordern, wie z.B. Laubarbeiten, Bündeln, Anstielen, Aufschieben und sonstige einfache Arbeiten sind 80 % des Stundenlohnes der Betriebsarbeiter der Kategorie I (Arbeiten im ersten Arbeitsjahr) zugrunde zu legen.
2. Für Arbeiten, die als qualifizierte Arbeiten anzusehen sind, sind 80 % des Stundenlohnes der Betriesarbeiter der Kategorie III (Arbeiten nach dem dritten Arbeitsjahr) zugrunde zu legen. Der kollektivvertragliche Stundenlohn ist dem jeweils geltenden Anhang F) des Kollektivvertrages abgeschlossen zwischen der Wirtschaftskammer Österreich,
Bundesinnung der Bekleidungsgewerbe und Bundesinnung der Augenoptiker, Orthopädietechniker, Bandagisten und Hörgeräteakustiker einerseits und dem Österreichischen Gewerkschaftsbund, Gewerkschaft Metall – Textil andererseits, zu entnehmen.
Für Betriebe gemäß I 1.b) gilt: Betriebe der Miederwarenerzeuger:
Die Stückentgelte (Stückzeiten) der Heimarbeiter sind gemäß dem jeweiligen geltenden kollektivvertraglichen Stundenlohn der Lohngruppe III des Anhanges G) des Kollektivvertrages abgeschlossen zwischen der Wirtschaftskammer Österreich, Bundesinnung der Bekleidungsgewerbe und Bundesinnung der Augenoptiker, Orthopädietechniker, Bandagisten und Hörgeräteakustiker einerseits und dem Österreichischen Gewerkschaftsbund, Gewerkschaft Metall, Textil andererseits festzusetzen.
Für Betriebe gemäß I 2. gilt:
Die Stückentgelte der Heimarbeiter sind sinngemäß analog der Bestimmungen der Z. 1 a und b festzusetzen. Die angeführten jeweils geltenden KV-Stundenlöhne gelten auch für Betriebe gem. 2.
Die Fertigungszeiten sind unter Zugrundelegung der von einem Arbeiter durchschnittlicher
Leistungsfähigkeit aufzuwendenden Arbeitszeit zu vereinbaren.
Für Arbeiten, die sowohl im Betrieb als auch in Heimarbeit hergestellt werden, gelten die
Stückzeiten der Betriebsarbeiter als Normalleistung.
Nähfäden und alle sonstigen zur Durchführung der Arbeitsaufträge erforderlichen Zubehöre sind vom Auftraggeber in ausreichenden Mengen beizustellen. Werden solche Zubehöre von den Heimarbeitern beigestellt, sind sie mit dem Einkaufspreis zuzüglich eines Zuschlages von 10 % für die Beschaffungskosten gesondert zu vergüten
IV. Heimarbeitszuschlag
Auf die gemäß II errechneten Stückentgelte gebührt ein Heimarbeitszuschlag von 10 %.
Dieser Heimarbeitsgesamtvertrag tritt am 1.5.2002 in Kraft.
Für den Geltungsbereich dieses Heimarbeitsgesamtvertrages treten für dessen Geltungs- bereich alle bisherigen Heimarbeitsgesamtverträge außer Kraft.
Wien, am 11.4.2002
Der Präsident: Der Generalsekretär-Stellvertreter:
Dr. Christoph Leitl e.h. Dr. Reinhold Mitterlehner e.h.
KommRat Annemarie Mölzer e.h. Ing. Mag. Walter Loibl e.h.
Walter Braun e.h. Ing. Kersten Viehmann e.h.
ÖSTERREICHISCHER GEWERKSCHAFTSBUND Gewerkschaft Metall – Textil
Rudolf Nürnberger e.h. Claus Bauer e.h.
Kürschner, Handschuhmacher und Gerber
abgeschlossen zwischen der Wirtschaftskammer Österreich, 1045 Wien, Wiedner Haupt- straße 63 einerseits und dem Österreichischen Gewerkschaftsbund, Gewerkschaft Textil, Bekleidung, Leder, 1010 Wien, Hohenstaufengasse 10, andererseits.
1.) für alle Mitgliedsbetriebe, welche der Bundesinnung der
Kürschner, Handschuhmacher und Gerber angehören,
2.) für alle Mitgliedsbetriebe der Wirtschaftskammer Österreich, die nicht der Bundesinnung der Kürschner, Handschuhmacher und Gerber bzw. dem Fachverband der Bekleidungsindustrie angehören, soferne sie als Auftraggeber in Heimarbeit jene Arbeiten vergeben, die üblicherweise
von den in Punkt 1.) genannten Betrieben verrichtet werden und für die betreffende Heimarbeit kein Heimarbeitsgesamtvertrag besteht.
b) räumlich: für das gesamte Bundesgebiet,
1.) Für Betriebe gemäß I a)1.) gilt folgendes:
a) Für die Berufsgruppen der Kürschner, Präparatoren und Handschuhmacher gilt:
b) Für die Berufsgruppe der Lederbekleidungserzeuger (Säckler) gilt:
Die Stückentgelte (Stückzeiten) der Heimarbeiter sind gemäß dem jeweils geltenden kollektivvertraglichen Stundenlohn der Lohngruppe I „Facharbeiter“ zuzüglich eines Zuschlages von 10% (arithmetische Rundung) festzusetzen.
c) Für die Berufsgruppe der Kappenmacher gilt:
Die Stückentgelte (Stückzeiten) der Heimarbeiter sind gemäß dem jeweiligen geltenden kollektivvertraglichen Stundenlohn der Lohngruppe „Maschinnähen - selbstständig“ zuzüglich eines Zuschlages von 10% (arithmetische Rundung) festzusetzen.
2.) Für Betriebe gemäß I a)2.) gilt folgendes:
Die Stückentgelte (Stückzeiten) der Heimarbeiter sind gemäß dem jeweils geltenden kollektivvertraglichen Stundenlohn der Lohngruppe 1 (selbständige Kürschner - Präparatoren-Fachkraft Klasse 1) der Lohntabelle für Kürschner und Präparatoren des Kollektivvertrages der Bundesinnung der Kürschner, Handschuhmacher und Gerber einerseits und der Gewerkschaft Textil, Bekleidung, Leder andererseits, zuzüglich eines Zuschlages von 10 % (arithmetische Rundung) festzusetzen.
Auf die gem. II errechneten Stückentgelte gebührt ein Heimarbeitszuschlag von 10%. Bei Verwendung einer eigenen Kürschnermaschine ein solcher von 15% (gilt nicht für die Berufs- gruppe der Handschuhmacher).
Leistungsfähigkeit aufgewendeten Arbeitszeit zu vereinbaren.
Der Präsident: Der Generalsekretär: NR.Ing.Maderthaner e.h. NR.Dkfm.Dr.Stummvoll e.h.
Der Obmann: Der Syndikus: Komm.Rat H.Eller e.h. Dr.Leitner e.h.
ÖSTERREICHISCHER GEWERKSCHAFTSBUND GEWERKSCHAFT TEXTIL, BEKLEIDUNG, LEDER
Der Vorsitzende: Der Sektionssekretär: Der Zentralsekretär: H.Ettl e.h. Peter Pulkrab e.h. Claus Bauer e.h.
abgeschlossen zwischen der Bundesinnung der Schuhmacher, 1045 Wien, Wiedner Haupt- straße 63, einerseits und dem Österreichischen Gewerkschaftsbund, Gewerkschaft Textil, Bekleidung, Leder, 1013 Wien, Hohenstaufengasse 10, andererseits.
b) fachlich: für alle Mitgliedsbetriebe,
welche der Bundesinnung der Schuhmacher angehören,
Auf die gemäß Punkt II. errechneten Stückentgelte gebührt ein Zuschlag von 10 %; für
Betriebe der serienmäßigen Schuherzeugung beträgt dieser Zuschlag 5 %.
Mit Wirksamkeitsbeginn dieses Heimarbeitsgesamtvertrages treten für dessen Geltungs- bereich alle bisherigen Heimarbeitsgesamtverträge außer Kraft.
BUNDESKAMMER DER GEWERBLICHEN WIRTSCHAFT SEKTION GEWERBE
Der Bundesinnungsmeister: Der Geschäftsführer: Komm.Rat Erich Hagendorfer e.h. Mag. Günther Trittenbrein e.h.
1.) für alle Betriebe, die der Bundesinnung der Sticker, Stricker, Wirker, Weber, Posamentierer und Seiler angehören,
2.) für alle Mitgliedsbetriebe der Wirtschaftskammer Österreich, die nicht der Bundesinnung der Sticker, Stricker, Wirker, Weber, Posamentierer und Seiler bzw. bzw. dem Fachverband der Textilindustrie angehören, soferne sie als Auftraggeber in Heimarbeit jene Arbeiten vergeben, die üblicherweise von den in Punkt 1.) genannten Betrieben verrichtet werden und für die betreffende Heimarbeit kein Heimarbeitsgesamtvertrag besteht.
Zu Punkt I a) 1.): für das Gebiet der Republik Österreich,
mit Ausnahme des Bundeslandes Vorarlberg.
Zu Punkt I a) 2.): für das gesamte Bundesgebiet.
a) für Arbeiten, die sowohl im Betrieb als auch in Heimarbeit hergestellt werden, gelten die Stückentgelte (Stückzeiten) der Betriebsarbeiter, wenn es sich um einen Betrieb gemäß Punkt I a) I. handelt.
b) Für Betriebe gemäß Punkt I a) 2. oder soferne Arbeiten nur in Heimarbeit hergestellt werden, sind die Stückentgelte der Heimarbeit aufgrund der jeweiligen Kollektivver trags- löhne des Kollektivvertrages, abgeschlossen zwischen der Bundesinnung der Sticker, Stricker, Wirker, Weber, Posamentierer und Seiler und dem Österreichischen Gewerkschaftsbund, Gewerkschaft Textil, Bekleidung, Leder für die Normalleistung zu ermitteln.
c) Wenn der derzeitige Verdienst bereits den oben genannten Bedingungen entspricht, ändert sich an den bisherigen Stückentgelten (Stückzeiten) nichts.
a) Für das Ausfertigen von auf Handstrickmaschinen (Handstrickapparaten) hergestellten Produkten mit einer Maschine gebührt ein Stundenlohn von 100 % der Lohngruppe 5.
b) Für das Ausfertigen von auf Handstrickmaschinen (Handstrickapparaten)
hergestellten Produkten mit der Hand gebührt
ba) für das Ausfertigen von Handschuhen und Socken mit der Hand ein Stundenlohn von 100 % der Lohngruppe 2,
bb) für das Ausfertigen von sonstigen Produkten mit der Hand ein Stundenlohn von 100 % der Lohngruppe 4.
c) Bestehende, für die Heimarbeiter günstigere Regelungen bleiben aufrecht.
a) Für die Herstellung von Handhäkel- und Handstrickarbieten und deren
Handausfertigung gebührt ein Stundenlohn von 80 % der Lohngruppe 1.
b) Für das Ausfertigen mit Maschinen gebührt ein Stundenlohn von 100 % der
Lohngruppe 5.
c) Für das Handsticken auf handgehäkelten oder handgestrickten Arbeiten gebührt ein Stundenlohn von 100 % der Lohngruppe 3.
d) Der Entgeltbemessung sind die im folgenden festgesetzten Zeiten zugrundezu- legen; sind Arbeiten durchzuführen, für die Arbeitszeiten nicht festgesetzt sind, so sind entsprechende Arbeitszeiten zugrundezulegen.
Für das Ausarbeiten von Mustern oder Modellen erhöhen sich die Fertigungszeiten um 66 2/3 %, soweit der Entwurf, d.h. die Idee der Ausführung, vom Heimarbeiter(in) stammt. Stammt die Idee der Ausführung des Musters oder
Modellstückes vom Auftraggeber, so hat der damit Beschäftigte für die Erstellung des ersten Stückes einen Zuschlag von 33 1/3 % zu erhalten.
da) Fertigungszeiten für HANDSTRICKEN
1. Handstricken von Bekleidungsgegenständen - außer Strümpfen, Kniewärmern und
4 Wie unter 3), jedoch mit dazwischenliegenden Reihen
nur in Rechts- oder Linksmaschen 21
5 Rechte und linke Maschen im Wechsel mit dazwischen- liegenden Reihen mit aufgelegten (Umschlag) und zusammengestrickten Maschen
6 1 rechte und 1 linke Masche im Wechsel
7 1 rechte, 1 linke Masche im Wechsel, in jeder Reihe
versetzt (Perlmuster) 22
8 Rechte und linke Masche im Wechsel mit Auflegen
(Umschlag) und zusammengestrickten Maschen 22
12 1 Masche stricken, 1 Masche abheben, Faden vorlegen;
links alles links stricken (einseitiger Webstich)
13 Rechte und linke Maschen mit Auflegen (Umschlag) und
Überziehen 23
15 Eine Masche stricken, eine Masche abheben, Faden vorlegen; links die abgehobene Masche stricken und die gestrickte Masche abheben, Faden vorlegen (doppel-
seitiger Webstick) 24
16 1 linke Masche, 1 rechte verdrehte (verschränkte)
Masche im Wechsel 24
17 Rechte Maschen mit Umschlag und Zusammenstricken
als Einfach-Patent (2 Nadeln gelten als 1 Maschenreihe) 32
18 1 rechte, 1 linke Masche im Wechsel mit Auflegen
(Umschlag) links und rechts abstricken oder überziehen
als Zick-Zack-Patent (2 Nadeln gelten als 1 32
Maschenreihe)
Für das Stricken von Noppen, Knoten oder Dollern erhöhen sind die Arbeitszeiten für die
Grundmaschen, auf denen die Noppen, Knoten oder Dollern gearbeitet werden.
30 Wenn bis 5 Maschen zusammengestrickt
In fortlaufenden Reihen
in muster- oder motivmäßiger Ausführung
werden, um das 5-fache 7-fache
31 Wenn 6-10 Maschen zusammengestrickt
werden, um das 8-fache 10-fache
32 Wenn über 10 Maschen zusammen-gestrickt
werden, um das 12-fache 14-fache
Die Fertigungszeiten gemäß 1. und 2. erhöhen sich bei dem Stricken
41 Mit mehr als zweifach genommenem Material,
einschließlich des Ablegens oder Wickelns vom Strang um 5 v.H.
* Das Ablegen oder Wickeln des Materials vom Strang bei dem Stricken mit einem oder zwei Fäden,
* der Maschenanschlag und das Abketteln.
lfd. Nr. BEZEICHNUNG DER ARBEIT Fertigungszeit in Minuten je
1000 Maschen
45 Einfacher tunesischer Stich, halbe Stäbchen, feste Maschen im
Wechsel mit anderen Häkelsticharten in einer Reihe 33
46 Rüschenstich (einschließlich Luftmaschen gerechnet), Stäbchen, linkstunesischer Stich, rechts-/linkstunesischer Stich, halbe Stäbchen im Wechsel mit anderen Häkelsticharten in einer Reihe
47 Schlingenstich ohne feste Maschen, aber mit Kettelmaschen (beim Auszählen der Maschen ist von den Kettelmaschen auszugehen), Zackenstäbchenmuster, Stäbchen im Wechsel mit
anderen Häkelsticharten in einer Reihe 42
Stäbchen, Rippenstich aus festen Maschen, Schlingenstich mit
festen Maschen 51
52 Katzenkralle (1/2 Stäbchen, 1/2 feste Masche, 1 Luftmasche) 70
53 Zick-Zack-Stäbchen (2 zusammengenommene Stäbchen mit 1
Luftmasche) 106
54 Wickelstäbchen mit zweimal umschlagen 121
55 Sternstich (5-Fingerstich) (1.000 Muster) 141
57 Aufgeworfene Muscheln mit 3 Stäbchen und 1 festen Masche (je
1.000 Muster) 160
58 Aufgeworfene Muscheln mit 4 Stäbchen und 1 festen Masche (je
1.000 Muster) 202
59 Aufgeworfene Muscheln mit 5 Stäbchen und 1 festen Masche (je
1.000 Muster) 246
60 Aufgeworfene Muscheln mit 6 Stäbchen und 1 festen Masche (je
1.000 Muster) 286
61 von Kunstseide oder Seide um 5 v.H. Die Fertigungszeiten gemäß 1. erhöhen sich für das Häkeln
3. Fertigungszeiten und Vorarbeiten - In den vorstehenden Arbeitszeiten sind enthalten:
* das Zusammenhäkeln oder Zusammennähen aller Erstlingsartikel zu einem fertigen
Werden Arbeitsstücke behäkelt, die nicht als Erstlingsartikel bezeichnet werden können, ist auch das Zusammennähen oder Zusammenhäkeln dieser Stücke besondert zu berechnen.
Bei Maschenweiten bis 40 mm: Stundenleistung, Knoten bzw. Maschen:
Spagate bis 0,9 mm Durchmesser 1.200 div. Garne und Zwirne bis 1 mm 1.300
Bei Maschenweiten über 40 mm gelten folgende Zuschläge auf die Stundenentgelte: Bei Gruppe 1 bis 4 .....................................................5 %.
Zuschlag für das Netzen mit zweifachem Material 5 % des Stundenlohnes. c) Nebenarbeiten:
Alle hier nicht speziell angeführten Nebenarbeiten sind vor Ausgabe an die Heimarbeiter von einer geübten Kraft durchschnittlicher Leistungsfähigkeit auszuprobieren und dem- entsprechend zu bezahlen.
Stundenleistung, Stück: Umhäkeln mit Henkeln bei handgearbeiteten Einkaufsnetzen
Gruppe 1 8
Gruppe 2 9
E) ANBRINGEN VON ZUSATZPUTZ AUF GEWEBEN ALLER ART, KUNSTFASER- STOFFEN SOWIE AUF GEWIRKTEN UND GESTICKTEN ERZEUGNISSEN AUS SONSTIGEN MATERIALIEN
Als Stundenlohn für das Anbringen von Zusatzputz gebühren 100 % der Lohngruppe 4.
Für das Ausarbeiten von Mustern oder Modellen gebührt ein Zuschlag von 66 2/3 %, soweit der Entwurf, d.h. die Idee der Ausführung, vom Heimarbeiter(in) stammt. Stammt die Idee
der Ausführung des Musters oder Modellstückes vom Auftraggeber, so hat der damit
Beschäftigte für die Erstellung des ersten Stückes einen Zuschlag von 33 1/3 % zu erhalten.
Position 1: bis 8 ½ Stiche im
für Muster- und Zählstiche
für Füll- stiche
lfd. Zentimeter 65 % 60 %
Position 2: bis 15 ½ Stiche im
lf.d Zentimeter 70 % 60 %
Position 3: über 15 ½ Stiche im
lfd. Zentimeter 100 % 80 %
Die oben angeführten Entgelte gelten für Muster-(Zähl-)stiche und Füllstiche, wobei die erstgenannten nach einem „Tupf“ geleistet werden, unter der Voraussetzung, dass das Stickmaterial der Stickerin ordnungsgemäß schattiert übergeben wird.
b) Für Kelimstickerei gilt zusätzlich:
für Konturstiche (Musterstiche) und Füllstiche ist für je 1.500 Stiche in der
Position 1 ein 50 %iger Zuschlag zu leisten.
c) 1. Auf allen Stickereivorlagen, die an Heimarbeiter ausgegeben werden, ist die
Anzahl der Zähl- und Füllstiche anzugeben.
2. Muss das Schattieren des Stickmaterials von der Heimarbeiterin vorgenommen werden, ist ein 30 %iger Zuschlag zu den in a) angeführten Entgelten zu leisten.
3. Für Arbeiten, die nicht nach einem „Tupf“, sondern nach Bildern oder vorgezeichneten bzw. gemalten Konturen gemacht werden, ist ein 30 %iger Zuschlag zu den in a) angeführten Entgelten zu leisten.
4. Für Kreuzstickerei auf Gaze, Canevas und allen undichten Geweben ist ein 50 %iger Zuschlag zu den in a) angeführten Entgelten zu leisten. Mit diesem Zuschlag ist der komplette Kreuzstich abgegolten.
5. Für das Sticken von Gesichtern und bloßen Körperteilen nach den dafür angefertigten
Tupfen (auf Gobeline) ist ein 15 %iger Zuschlag zu den in a) angeführten Entgelten für Zählstiche zu leisten.
6. Für Perl- und Spaltsticharbeiten auf während der Arbeit zu teilender Canevas grundlage ist ein 10 %iger Zuschlag zu den in a) angeführten Entgelten zu leisten. Für das Entgelt ist die Lochzahl nach der Teilung des Grundmaterials maßgebend.
7. Für Arbeiten auf schwarzer Müllergaze ist ein 50 %iger Zuschlag zu den in a)
angeführten Entgelten zu leisten.
8. Werden für die Grundfüllung mehr als vier Farben verwendet, so ist dafür das Entgelt für Zählstiche zu entrichten, wobei die zum Motiv gehörenden Teile der Stickerei nicht als Grundfüllung gelten.
9. Sind lediglich vorgezeichnete Konturen auf Canevas, Müllergaze und allen un dichten Geweben zu übersticken, so ist das Entgelt für Füllstiche zu entrichten.
10. Vorzieharbeiten sind bei Ausführung von Zähl- und Füllstichen zunächst nach a) Position 1 zu berechnen. Von den so errechneten Entgelten sind für Zählstiche 30 % und für Füllstiche 30 % zu bezahlen. Muss das Garn vor der Verwendung von der Heimarbeiterin gespalten werden, so sind von dem errechneten Entgelt für die Zählstiche 67 % (2/3) und von dem errechneten Entgelt für die Füllstiche 45 % zu bezahlen. Etwaige noch zu leistende Zuschläge sind zusätzlich zu bezahlen.
11. Bei Arbeitsstücken, bei denen das Canevas- oder Gazematerial das Ausmaß von 1 m² überschreitet, ist für jeden angefangenen m² eine Vergütung von 20 % des Stundenlohnes der Lohngruppe 4 für das Umspannen zu bezahlen.
12. Versandkosten gehen in jedem Fall zu Lasten des Arbeitgebers.
1. Einschließlich Farbanmischung: 80 % der Lohngruppe 3
2. ohne Farbanmischung: 75 % der Lohngruppe 3.
Für II. A) gilt: Heimarbeiter, die auf eigenen Maschinen arbeiten, erhalten einen
Unkostenzuschlag von 10 %.
Für II. B) bis E) gilt: Auf alle ermittelten Arbeitsentgelte wird ein getrennt auszuweisender
Unkostenzuschlag (Heimarbeitszuschlag) von 10 % gewährt.
Die Bestimmungen des Heimarbeitsgesetzes, wonach im Einzelfall Entgeltberechnungen über Antrag auf ihre Übereinstimmung mit den obigen Bestimmungen zu überprüfen sind und das für die Stück- und Leistungseinheit gebührende Entgelt durch den Entgeltberech- nungsausschuß festzustellen ist, bleiben unberührt.
VI.URLAUBSZUSCHUSS UND WEIHNACHTSREMUNERATION
Mit Wirksamkeitsbeginn dieses Heimarbeitsgesamtvertrages treten folgende Heimarbeits- gesamtverträge außer Kraft: G. II/6/18-1995, G. III/1/23-1987 und G. III/1/24-1988.
Der Präsident: Der Generalsekretär: NR Ing. Maderthaner e.h. NR Dkfm.Dr. Stummvoll e.h.
BUNDESSEKTION GEWERBE UND HANDWERK DER WIRTSCHAFTSKAMMER ÖSTERREICH
Der Obmann: Der Syndikus: Komm.Rat. H. Eller e.h. Dr. Leitner e.h.
ÖSTERREICHISCHER GEWERKSCHAFTSBUND GEWERKSCHAFT TEXTIL BEKLEIDUNG LEDER
Der Vorsitzende: Der Sektionssekretär: Der Zentralsekretär: Harald Ettl e.h. Peter Pulkrab e.h. Claus Bauer e.h.
abgeschlossen zwischen der Bundesinnung der Tapezierer, Dekorateure und Sattler, 1045
Wien, Wiedner Hauptstraße 63, einerseits und dem Österreichischen Gewerkschaftsbund, Gewerkschaft Metall - Textil, 1045 Wien, Plößlgasse 15.
b) fachlich: Für alle Mitgliedsbetriebe, welche der Bundesinnung der Tapezierer, Dekorateure und Sattler einschließlich Fahrzeugsattler und Riemer,
Erzeuger von Fußbällen und Hundesportartikeln, Erzeuger von Fechtartikeln, Hersteller von Produkten unter Verwendung der Federkielsticktechnik, Ledergalanteriewarenerzeuger und Taschner, Lederwarenerzeuger und Gürtel- und Riemenerzeuger sowie Reparatur von Lederwaren und Taschen.
c) persönlich: Für alle Heimarbeiter und Heimarbeiterinnen im Sinne des § 2 des
Heimarbeitsgesetzes.
Auf die gemäß Punkt II errechneten Stückentgelte gebührt ein Zuschlag von 10 %.
Es gelten die Bestimmungen des § 25 Heimarbeitsgesetz.
Dieser Heimarbeitsgesamtvertrag tritt am 1.Jänner 2001 in Kraft.
Mit Wirksamkeitsbeginn dieses Heimarbeitsgesamtvertrages tritt der
Heimarbeitsgesamtvertrag G V/3/7-1986 außer Kraft. Wien, am 22. November 2000
Komm.-Rat Norbert Mair e.h. Mag. Erwin Czesany e.h.
ÖSTERREICHISCHER GEWERKSCHAFTSBUND GEWERKSCHAFT METALL - TEXIL
abgeschlossen zwischen der, Kammer für Vorarlberg, Innung der Weber, Wirker, Stricker, Posamentierer und Seiler sowie Innung der Sticker einerseits und dem Österreichischen Gewerkschaftsbund, Gewerkschaft der Textil-, Bekleidungs- und Lederarbeiter, Landesgruppe Vorarlberg andererseits.
fachlich: für alle der Innung der Weber, Wirker, Stricker, Posamentierer und Seiler sowie der Innung der Sticker angehörenden Mitgliedsbetriebe, ausgenommen Betriebe von Mittelpersonen (Ferggern) für die Kettenstichstickerei;
persönlich: für alle von diesen Betrieben beschäftigten Heimarbeiter und
Heimarbeiterinnen, ausgenommen solche in der Kettenstichstickerei.
(1) Die Stückentgelte (Stückzeiten) der Heimarbeiter sind innerbetrieblich festzusetzen und zwar so, dass die Heimarbeiter den jeweils geltenden kollektivvertraglichen Stundenlohn des Betriebsarbeiters der entsprechenden Kategorie erreichen können bzw. diesen Stundenlohn zuzüglich eines Zuschlages von 10 %, wenn die Heimarbeiter auf eigenen Maschinen arbeiten.
(2) Wenn der derzeitige Verdienst der Heimarbeiter bereits den in Absatz (1) genannten
Bedingungen entspricht, ändert sich an den bisherigen Stückentgelten (Stückzeiten) nichts.
Alle gegenseitigen Ansprüche aus dem Heimarbeitsverhältnis erlöschen, wenn sie nicht innerhalb von 6 Monaten nach Abrechnung jenes Berechnungszeitraumes, in dem sie ent- standen sind, schriftlich oder mündlich geltend gemacht werden.
Mit Wirksamkeitsbeginn dieses Heimarbeitsgesamtvertrages treten der Heimarbeitsgesamt- vertrag, abgeschlossen am 9.4.1956, sowie einschlägige Heimarbeitstarife, jedoch nur bezüglich der in ihnen enthaltenen Bestimmungen über Stückentgelte und Stückzeiten, außer Kraft. Nicht berührt von diesem Heimarbeitsgesamtvertrag werden hingegen die in einschlägigen Heimarbeitstarifen enthaltenen Bestimmungen über Stundenlöhne.
Dieser Heimarbeitsgesamtvertrag tritt mit dem Tage der Verlautbarung in der Amtlichen
Wiener Zeitung in Kraft.
KAMMER DER GEWERBLICHEN WIRTSCHAFT FÜR VORARLBERG INNUNG DER WEBER, WIRKER, STRICKER, POSAMENTIERER UND SEILER
Der Innungsmeister: Der Sekretär: Komm.Rat Erich Gasser e.h. Dr. Kurt Hofer e.h.
Der Innungsmeister: Der Sekretär: Arthur Bösch e.h. Dr. Kurt Hofer e.h.
ÖSTERREICHISCHER GEWERKSCHAFTSBUND GEWERKSCHAFT DER TEXTIL-, BEKLEIDUNGS- UND LEDERARBEITER
Der Vorsitzende: Der Zentralsekretär: Friedrich Hoffmann e.h. Max Tschurtschenthaler e.h.
Heinrich Gaßner e.h. Arthur Fischer e.h.

References: § 2
 § 7
 § 2
 § 2
 § 3
 § 82
 §
15
 § 82
 § 15
 § 82
 § 15
 § 82
 § 15
 § 3
 § 8
 § 82
 § 15
 § 82
 § 15
 § 16
 § 6
 § 2
 § 2
 § 35
 § 2
 § 25