Source: http://relevancy.bger.ch/php/aza/http/index.php?lang=de&zoom=&type=show_document&highlight_docid=aza%3A%2F%2F19-06-2014-6B_748-2013
Timestamp: 2016-10-22 21:42:14+00:00

Document:
6B_748/2013 (19.06.2014)
6B_748/2013 � � Urteil vom 19. Juni 2014
Versuchte vors�tzliche T�tung usw.; Strafzumessung; station�re Massnahme,
Beschwerde gegen das Urteil des Obergerichts des Kantons Solothurn, Strafkammer, vom 23. Mai 2013.
Am 3. April 2009 weigerte sich A.________, die Wohnung seiner Freundin X.________ nach einer verbalen und t�tlichen Auseinandersetzung zu verlassen. Er nahm im Wohnzimmer auf dem Sofa Platz und schaute fern. X.________ beh�ndigte in der K�che ein K�chenmesser (Klingenl�nge 12.5 cm), begab sich ins Wohnzimmer und rammte es dem vor ihr sitzenden A.________ wortlos in den R�cken. Dieser erlitt ein Thoraxtrauma (Verletzung des Brustkorbs) mit einer Lungenblutung. Er �berlebte den Angriff. X.________ werden zudem zahlreiche weitere Delikte vorgeworfen.
Das Obergericht des Kantons Solothurn sprach X.________ am 23. Mai 2013 zweitinstanzlich in Best�tigung des erstinstanzlichen Urteils der versuchten vors�tzlichen T�tung, des mehrfachen Betrugs, der mehrfachen Urkundenf�lschung, der Hinderung einer Amtshandlung, des Hausfriedensbruchs, der Beschimpfung, des mehrfachen Fahrens in fahrunf�higem Zustand, der mehrfachen Entwendung zum Gebrauch, des mehrfachen versuchten Raubes, der Gewalt und Drohung gegen Beh�rden und Beamte, des Ungehorsams des Schuldners im Betreibungs- und Konkursverfahren sowie der mehrfachen Widerhandlung gegen das Transportgesetz schuldig. Gleichzeitig hielt es die Rechtskraft des erstinstanzlichen Schuldpunkts (betreffend mehrfachen Diebstahl, mehrfaches Fahren trotz entzogenem F�hrerausweis und mehrfache Widerhandlung gegen das Bet�ubungsmittelgesetz) und Freispruchs (betreffend Drohung, Gewalt und Drohung gegen Beh�rden und Beamte sowie Widerhandlung gegen das Personenbef�rderungsgesetz) fest. Das Obergericht verurteilte X.________ zu einer Freiheitsstrafe von f�nf Jahren und sechs Monaten, einer Geldstrafe von drei Tagess�tzen zu Fr. 10.-- und einer Busse von Fr. 300.--. Es ordnete eine station�re therapeutische Massnahme in einer geschlossenen Einrichtung im Sinne von Art. 59 StGB an.
X.________ f�hrt Beschwerde in Strafsachen. Sie beantragt im Wesentlichen die Aufhebung s�mtlicher vorinstanzlicher Schuldspr�che (mit Ausnahme der Beschimpfung). Im Falle einer Verurteilung sei sie mit einer Freiheitsstrafe von einem Jahr und sechs Monaten zu belegen. Eventualiter sei eine station�re therapeutische Massnahme im Sinne von Art. 60 StGB anzuordnen. Zudem ersucht sie um amtliche Verteidigung, eventualiter um unentgeltliche Rechtspflege und Verbeist�ndung.
1.1.�Die Beschwerdef�hrerin wendet sich gegen die Verurteilung wegen versuchter eventualvors�tzlicher T�tung. Sie habe dem Opfer das Messer �ber dem Schulterblatt in den R�cken gestossen. Dies sei mit einem gef�hrlicheren Stich in den ungesch�tzten Brustkorb nicht vergleichbar. Das Risiko einer t�dlichen Verletzung sei nicht nahe gewesen. Der subjektive Tatbestand der versuchten T�tung sei nicht erf�llt (Beschwerde S. 10 ff.).
1.2.�Die Vorinstanz setzt sich zur Beurteilung des T�tungseventualvorsatzes mit zahlreichen einschl�gigen bundesgerichtlichen Entscheiden auseinander. Sie erw�gt, die Beschwerdef�hrerin habe mit einem neuen, scharf geschliffenen Fleischmesser mit einer Klingenl�nge von 12.5 cm ihrem Opfer im hinteren Schulterbereich links eine Stichverletzung bis in die Lunge zugef�gt. Die M�glichkeit einer t�dlichen Verletzung bei einem solchen Stich von hinten in den Brustkorb habe sich der Beschwerdef�hrerin als so wahrscheinlich aufdr�ngen m�ssen, dass ihr Handeln als Billigung dieses m�glichen Erfolges ausgelegt werden m�sse (Entscheid S. 11 ff.).
1.3.�Vors�tzlich begeht ein Verbrechen oder Vergehen, wer die Tat mit Wissen und Willen ausf�hrt. Vors�tzlich handelt bereits, wer die Verwirklichung der Tat f�r m�glich h�lt und in Kauf nimmt (Art. 12 Abs. 2 StGB). Nach st�ndiger Rechtsprechung ist Eventualvorsatz gegeben, wenn der T�ter den Eintritt des Erfolgs beziehungsweise die Tatbestandsverwirklichung f�r m�glich h�lt, aber dennoch handelt, weil er den Erfolg f�r den Fall seines Eintritts in Kauf nimmt, sich mit ihm abfindet, mag er ihm auch unerw�nscht sein (BGE 137 IV 1 E. 4.2.3 S. 4 mit Hinweis; vgl. zum R�ckschluss von den �usseren Umst�nden auf die innere Einstellung des T�ters BGE 134 IV 26 E. 3.2.2 S. 28 f. mit Hinweisen).
1.4.�Was die Beschwerdef�hrerin vorbringt, �berzeugt nicht. Aus der Tatsache, dass das Opfer nicht lebensgef�hrlich verletzt wurde, zieht sie die Schlussfolgerung, wonach die Wahrscheinlichkeit eines Todeseintritts bei einem Stich oberhalb des Schulterblattes geringer sei als bei einem Stich in den Brustkorb. Diese Argumentation ist sinnwidrig. Zum einen sagt der Umstand, ob sich�
in einem konkreten Fallein bestimmtes Risiko einstellt oder verwirklicht, nichts �ber die H�he des Risikos respektive �ber die Wahrscheinlichkeit des Erfolgseintritts im Generellen aus. Zum andern ist nicht massgebend und kann dahingestellt bleiben, wie sich die Wahrscheinlichkeit eines Todeseintritts bei einem Stich in den R�cken gegen�ber einem Stich von vorne in den Brustkorb verh�lt.
Stellt die Beschwerdef�hrerin in Abrede, dass lebensgef�hrliche Verletzungen nur dank Gl�ck und Zufall ausblieben, kann ihr nicht gefolgt werden. Die Vorinstanz verweist auf einen Bericht des stellvertretenden Oberarztes Chirurgie am B�rgerspital Solothurn, wonach lebenswichtige Strukturen (Lunge, Herz, Blutgef�sse) in der N�he der Verletzung liegen. Selbst wenn die Tiefe des Stichkanals nicht sondiert wurde, reichte die Stichverletzung nach der Feststellung des Mediziners bis in den Brustkorb. Das Opfer wies eine Lungenblutung auf (Aushusten gr�sserer Blutmengen). Mit der Vorinstanz ist bei einem Messerstich in den R�cken bis in den Brustkorb das Risiko der Tatbestandsverwirklichung, das heisst des Todes, als hoch einzustufen. Eine Todesfolge liegt damit im allgemein bekannten Rahmen des Kausalverlaufs und ist vom Vorsatz erfasst. Nach den vorinstanzlichen Sachverhaltsfeststellungen war der Beschwerdef�hrerin das hohe Risiko einer t�dlichen Verletzung denn auch bekannt. Die vorinstanzliche Schlussfolgerung, wonach sich der Beschwerdef�hrerin bei ihrem Messereinsatz die M�glichkeit t�dlicher Verletzungen als so wahrscheinlich aufdr�ngen musste, dass ihr Handeln als Billigung dieses Erfolgs ausgelegt werden muss, ist nicht zu beanstanden. Die Verwirklichung der subjektiven Tatbestandsm�ssigkeit ist erstellt. Dass die Vorinstanz den bundesrechtlichen Begriff des Eventualvorsatzes verkannt h�tte, ist nicht ersichtlich und wird in der Beschwerde im �brigen auch nicht aufgezeigt.
2.1.�Die Beschwerdef�hrerin r�gt eine Verletzung von Art. 113 StGB. Ihre Tat sei als versuchter Totschlag zu qualifizieren. Das Opfer habe sich w�hrend mehrerer Stunden geweigert, ihre Wohnung zu verlassen. Ihre Hoffnungslosigkeit und Verzweiflung seien auch darauf zur�ckzuf�hren, dass ihr keine polizeiliche Hilfe gew�hrt worden sei (Beschwerde S. 12 ff.).
2.2.�Wer vors�tzlich einen Menschen t�tet, erf�llt den Grundtatbestand der vors�tzlichen T�tung von Art. 111 StGB. Handelt der T�ter in einer nach den Umst�nden entschuldbaren heftigen Gem�tsbewegung oder unter grosser seelischer Belastung, kommt der privilegierte Tatbestand des Totschlags (Art. 113 StGB) zur Anwendung.
Die heftige Gem�tsbewegung stellt einen besonderen psychologischen Zustand dar, der nicht pathologisch begr�ndet ist. Vielmehr ist er dadurch gekennzeichnet, dass der T�ter von einer starken Gef�hlserregung erfasst wird, die in einem gewissen Grad seine F�higkeit, die Situation einzusch�tzen oder sich zu beherrschen, einschr�nkt. Typisch ist, dass der T�ter mehr oder weniger unverz�glich auf ein Gef�hl, das ihn pl�tzlich �berw�ltigt, reagiert. Beispiele solcher Gef�hle sind J�hzorn, Wut, Eifersucht, Verzweiflung, Angst oder Best�rzung. Mit der Privilegierung wird der Tatsache Rechnung getragen, dass der T�ter aufgrund des emotionalen Erregungszustands im Moment der T�tungshandlung nur noch beschr�nkt in der Lage war, sein Verhalten zu kontrollieren (BGE 119 IV 202 E. 2a S. 203 f.; Urteil 6B_345/2013 vom 24. Oktober 2013 E. 3.2; je mit Hinweisen; Stratenwerth/ Jenny/Bommer, Schweizerisches Strafrecht, Straftaten gegen Individualinteressen, 7. Aufl. 2010, � 1 N. 29; Christian Schwarzenegger, in: Basler Kommentar, Strafrecht II, 3. Aufl. 2013, N. 4 zu Art. 113 StGB).
Die heftige Gem�tsbewegung muss entschuldbar sein. Nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung setzt der Begriff der Entschuldbarkeit voraus, dass die heftige Gem�tsbewegung bei objektiver Betrachtung nach den sie ausl�senden Umst�nden gerechtfertigt und die T�tung dadurch bei Beurteilung nach ethischen Gesichtspunkten in einem milderen Licht erscheint. Es muss angenommen werden k�nnen, auch eine andere, anst�ndig gesinnte Person w�re in der betreffenden Situation leicht in einen solchen Affekt geraten. Abnorme Elemente in der Pers�nlichkeit des T�ters, wie besondere Erregbarkeit, krankhafte Eifersucht oder �bertriebenes Ehrgef�hl, verm�gen die Gem�tsbewegung nicht zu entschuldigen. Sie stellen allenfalls bei der Strafzumessung zu ber�cksichtigende Faktoren dar. Hat der T�ter die Konfliktsituation, welche die Gem�tsbewegung bzw. die seelische Belastung ausl�ste, selbst verschuldet oder doch vorwiegend durch eigenes Verhalten schuldhaft herbeigef�hrt, so ist der Affekt nicht entschuldbar (BGE 119 IV 202 E. 2a und b S. 203 ff.; Urteil 6B_345/2013 vom 24. Oktober 2013 E. 3.2; je mit Hinweisen).
2.3.�Die Vorinstanz stellt fest, dass die Beschwerdef�hrerin ver�ngstigt, vor allem aber w�tend und ver�rgert war, weil sich A.________ (aus ihrer Sicht mit einer gewissen Arroganz) nicht zum Verlassen ihrer Wohnung bewegen liess. Die Vorinstanz verneint die Entschuldbarkeit einer m�glichen heftigen Gem�tsbewegung (Entscheid S. 14 ff.). Dies ist nicht zu beanstanden. Die Parteien gerieten in einen Disput und es kam, nachdem die Beschwerdef�hrerin mit F�usten auf A.________ einschlug, zu gegenseitigen T�tlichkeiten. Da sich A.________ in der Folge weiterhin weigerte, die Wohnung zu verlassen, rammte die Beschwerdef�hrerin ihm kurze Zeit sp�ter ein Messer in den R�cken. Diese Tat steht mit einer schweren psychischen St�rung im Zusammenhang (vgl. nachfolgend). Dass ein Durchschnittsmensch der Rechtsgemeinschaft, welcher der T�ter nach Herkunft, Erziehung und t�glicher Lebensf�hrung angeh�rt, in einer gleichen Situation leicht in eine derartige Gef�hlsaufwallung geraten k�nnte, l�sst sich bei der gegebenen Sachlage zweifelsohne nicht sagen. Die Heftigkeit der Gef�hlserregung ist deshalb nicht verst�ndlich. Die fragliche t�tliche Auseinandersetzung, die nicht sehr schwer oder brutal war, und die Weigerung, die Wohnung zu verlassen, sind nicht geeignet, bei einer besonnenen Person einen �hnlichen Affekt hervorzurufen. Dies gilt im Generellen und hier umso mehr, als es sich bei der unerw�nschten Person nicht um einen Unbekannten handelte. Die Kontrahenten f�hrten eine "Liebesbeziehung", und A.________ hatte bereits die vorangegangene Nacht bei der Beschwerdef�hrerin verbracht. Keine Bedeutung kommt dem Umstand zu, dass sich die vor der t�tlichen Auseinandersetzung von der Beschwerdef�hrerin kontaktierte Polizei nicht veranlasst sah, eine Polizeipatrouille beim streitenden Paar vorbeizuschicken. Das versuchte T�tungsdelikt erscheint nach ethischen Gesichtspunkten nicht in einem wesentlich milderen Licht.
3.1.�Die Beschwerdef�hrerin sieht die Bestimmungen �ber die rechtfertigende und entschuldbare Notwehr (Art. 15 und Art. 16 StGB) verletzt. Sie macht geltend, den Messereinsatz angedroht und mit dem Stich in den R�cken einen milderen Einsatz gew�hlt zu haben. Mithin habe sie die Grenzen der Abwehr nicht �berschritten. Im �brigen sei ihre Handlung im Sinne von Art. 16 Abs. 2 StGB entschuldbar (Beschwerde S. 15 ff.).
3.2.�Wird jemand ohne Recht angegriffen oder unmittelbar mit einem Angriff bedroht, so ist der Angegriffene und jeder andere berechtigt, den Angriff in einer den Umst�nden angemessenen Weise abzuwehren (Art. 15 StGB). �berschreitet der Abwehrende die Grenzen der Notwehr, so mildert das Gericht die Strafe (Art. 16 Abs. 1 StGB). �berschreitet er die Grenzen der Notwehr in entschuldbarer Aufregung oder Best�rzung �ber den Angriff, so handelt er nicht schuldhaft (Art. 16 Abs. 2 StGB). Nach der Rechtsprechung muss die Abwehr in einer Notwehrsituation nach der Gesamtheit der Umst�nde als verh�ltnism�ssig erscheinen (vgl. dazu BGE 136 IV 49 E. 3.2 und 3.3 S. 51 f. mit Hinweisen).
3.3.�Die Beschwerdef�hrerin verletzte A.________ mit T�tungseventualvorsatz, weil dieser ihrer Aufforderung, die Wohnung zu verlassen, erst am folgenden Morgen nachkommen wollte. Es steht ausser Frage, dass die Beschwerdef�hrerin die Grenzen der erlaubten Notwehr �berschritt. Auf die vorinstanzlichen Erw�gungen kann verwiesen werden (Entscheid S. 16 f.).
3.4.�Bei der Beurteilung, ob die Aufregung oder die Best�rzung hinreichend erheblich war, um den T�ter in Anwendung von Art. 16 Abs. 2 StGB nicht mit Strafe zu belegen, wird ein umso h�herer Grad entschuldbarer Aufregung oder Best�rzung verlangt, je mehr die Reaktion des T�ters den Angreifer verletzt oder gef�hrdet (BGE 102 IV 1 E. 3b S. 7; Urteil 6B_889/2013 vom 17. Februar 2014 E. 3.1). Nicht jede Aufregung, die mit einem Angriff gezwungenermassen einhergeht, f�hrt zur Straflosigkeit im Sinne von Art. 16 Abs. 2 StGB (vgl. BGE 109 IV 5 E. 3 S. 7).
A.________ erlitt ein Thoraxtrauma mit einer Lungenblutung. Die Beschwerdef�hrerin nahm in Kauf, ihn zu t�ten. Dass die Vorinstanz eine entschuldbare Aufregung oder Best�rzung der Beschwerdef�hrerin verneint, ist nicht zu beanstanden. Dies gilt mit Blick auf das v�llige Missverh�ltnis zwischen dem angegriffenen Rechtsgut (Hausrecht) und den beeintr�chtigten Rechtsg�tern Leib und Leben sowie die Art und Intensit�t des Angriffs auf das Hausrecht. Dieser gestaltete sich vergleichsweise harmlos. Es verletzt deshalb nicht Bundesrecht, wenn die Vorinstanz die Notwehrhandlung der Beschwerdef�hrerin (einzig) bei der Strafzumessung ber�cksichtigt und nicht als Entschuldigungsgrund im Sinne von Art. 16 Abs. 2 StGB qualifiziert.
Im Zusammenhang mit den weiteren Schuldspr�chen entfernt sich die Beschwerdef�hrerin mehrmals in unzul�ssiger Weise vom verbindlichen Sachverhalt der Vorinstanz (Art. 105 Abs. 1 BGG), ohne eine willk�rliche Beweisw�rdigung (Art. 9 BV) geltend zu machen. Dies trifft auf ihre R�gen betreffend die Hinderung einer Amtshandlung und die mehrfache Entwendung zum Gebrauch zu (Beschwerde S. 24 und 30 f.). Damit ist sie nicht zu h�ren.
Die Beschwerdef�hrerin bezog in der Zeit ab 1. bis zum 8. Dezember 2008 elfmal mit einer ihrer Mutter entwendeten Kundenkarte der B.________ AG Waren im Gesamtbetrag von Fr. 6'076.15. Dazu f�lschte sie die Unterschrift ihrer Mutter.
5.1.�Die Vorinstanz spricht die Beschwerdef�hrerin des mehrfachen Betrugs zum Nachteil der B.________ AG sowie der mehrfachen Urkundenf�lschung schuldig. Betreffend den Betrugstatbestand erw�gt sie, die arglistige T�uschung sei durch die F�lschung der Unterschrift der Kartenberechtigten erfolgt. Die Beschwerdef�hrerin habe die Angestellten der B.________ AG im irrigen Glauben gelassen, Inhaberin der verwendeten Kundenkarte zu sein. Durch die Aush�ndigung der Ware sei auf jeden Fall vor�bergehend bei der B.________ AG ein Verm�gensschaden eingetreten. Die Forderung der B.________ AG sei zumindest im Zeitpunkt der T�uschung und Verm�gensverf�gung stark gef�hrdet gewesen. Die Mutter der Beschwerdef�hrerin h�tte f�r die missbr�uchliche Verwendung der Kundenkarte nicht einstehen m�ssen (Entscheid S. 20 f.).
5.2.�Die Beschwerdef�hrerin wirft ihrer Mutter vor, die Kundenkarte "nicht vorschriftsgem�ss aufbewahrt" zu haben. Ihre Mutter w�re deshalb laut allgemeinen Gesch�ftsbedingungen verpflichtet gewesen, "das Geld der B.________ zur�ckzuzahlen", weshalb der B.________ AG kein Schaden entstanden sei (Beschwerde S. 22 f.). Mit diesen unsubstanziierten Ausf�hrungen, welche den Begr�ndungsanforderungen im Sinne von Art. 42 Abs. 2 BGG nicht gen�gen, ist die Beschwerdef�hrerin nicht zu h�ren. In der Beschwerde wird nicht aufgezeigt, welches Verhalten der Kartenberechtigten aus welchen Gr�nden eine Vertragsverletzung darstellen und inwiefern dies einen (durchsetzbaren) Anspruch der B.________ AG begr�nden sollte. Wie es sich mit dem behaupteten vertraglichen Anspruch der B.________ AG gegen�ber der Karteninhaberin in der H�he der Deliktssumme verh�lt, kann hier deshalb ausgeklammert werden (vgl. zum Verm�gensschaden durch Gef�hrdung BGE 129 IV 124 E. 3.1 S. 125 f. mit Hinweisen; Urteil 6B_199/2011 vom 10. April 2012 E. 5.3.5.1 und 5.3.5.3).
Ebenso wenig ist auf die Beschwerde einzutreten, soweit die Beschwerdef�hrerin mit der n�mlichen Begr�ndung vorbringt, es l�ge kein Schaden "im Sinne des Tatbestandes [...] bei Urkundenf�lschung" vor. Mit den entsprechenden Erw�gungen des angefochtenen Entscheids setzt sie sich nicht auseinander (Art. 42 Abs. 2 BGG). Sie verkennt zudem, dass die Urkundenf�lschung im Sinne von Art. 251 StGB keinen Verm�gensschaden voraussetzt.
6.1.�Zum Schuldspruch des Hausfriedensbruchs erw�gt die Vorinstanz, die Beschwerdef�hrerin habe am 31. Juli 2010 das Warenhaus der B.________ AG in Solothurn betreten. Dadurch habe sie ein dreij�hriges Hausverbot vom 2. Mai 2009 missachtet, von dem sie Kenntnis gehabt habe (Entscheid S. 25 f.).
6.2.�Die Beschwerdef�hrerin argumentiert, sie sei vom �berwachungspersonal erst angehalten worden, nachdem sie ihre Eink�ufe get�tigt hatte. Deshalb habe die B.________ AG auf ihr Hausrecht verzichtet (Beschwerde S. 25 f.).
6.3.�Der vorinstanzliche Schuldspruch verletzt nicht Bundesrecht. Der Tatbestand des Hausfriedensbruchs im Sinne von Art. 186 StGB ist mit dem Betreten des gesch�tzten Raums vollendet (vgl. Stratenwerth/Jenny/Bommer, a.a.O., � 6 N. 10). Damit ist mit der Vorinstanz nicht relevant, dass die Beschwerdef�hrerin unbehelligt ihre Eink�ufe t�tigen konnte, bevor sie vom Sicherheitspersonal angehalten wurde. Zudem liegt in einem allf�lligen blossen Zuwarten der berechtigten Personen kein ausdr�cklicher Verzicht auf das Antragsrecht (vgl. Art. 30 Abs. 5 StGB und zum neuen Recht Art. 304 StPO).
Der Beschwerdef�hrerin wird vorgeworfen, am 8. und 29. Januar 2011 einen Personenwagen in nicht fahrf�higem Zustand gelenkt zu haben.
7.1.�Die Beschwerdef�hrerin macht geltend, dem Gutachten des Instituts f�r Rechtsmedizin der Universit�t Bern (IRM Bern) vom 22. M�rz 2011 k�nne entnommen werden, dass "ein Einfluss [gemeint wohl: Medikamenteneinfluss] nicht sicher bejaht werden" k�nne. Die Gutachter h�tten einer Pupillenverengung Rechnung getragen, die sie nicht selbst festgestellt h�tten. Da die Gutachter sie (die Beschwerdef�hrerin) nicht pers�nlich untersucht h�tten, seien die fraglichen Expertisen keine Gutachten im Rechtssinne. Es sei nicht festgestellt, dass sie in fahrunf�higem Zustand gewesen sei, als sie die Fahrzeuge lenkte. Indem die Vorinstanz eine Fahrunf�higkeit bejahe, stelle sie den Sachverhalt grob unrichtig fest (Beschwerde S. 27 ff.).
7.2.�Betreffend die Fahrunf�higkeit in Bezug auf den Vorfall vom 8. Januar 2011 w�rdigt die Vorinstanz in erster Linie ein forensisch-toxikologisches Gutachten des IRM Bern vom 22. Februar 2011. Danach stand die Beschwerdef�hrerin w�hrend der fraglichen Fahrt unter dem Einfluss von Methadon, Valium und Kokain. Laut Gutachten war sie nicht fahrf�hig. Diesen Schlussfolgerungen schliesst sich die Vorinstanz an.
Zum Vorfall vom 29. Januar 2011 erw�gt die Vorinstanz, die Beschwerdef�hrerin habe anl�sslich der Polizeikontrolle angegeben, eine Tablette Valium sowie am Vortag Kokain, Heroin, Marihuana und Methadon konsumiert zu haben. Ein Drogenschnelltest habe einen positiven Kokainwert ergeben. Bei der Blutentnahme sei sie vom Arzt als in leichtem Grad beeintr�chtigt eingesch�tzt worden. Im forensisch-toxikologischen Gutachten des IRM Bern vom 22. M�rz 2011 seien ein angetriebenes Verhalten und enge Pupillen beschrieben worden (gest�tzt auf die Beobachtungen bei der polizeilichen Anhaltung sowie bei der Blutentnahme). Im Blut h�tten R�ckst�nde von Kokain sowie Hinweise auf eine regelm�ssige Einnahme von Valium und Methadon festgestellt werden k�nnen. Die Beschwerdef�hrerin habe Drogen konsumiert. W�hrend der Fahrt habe sie nicht unter Drogeneinfluss, jedoch unter der Wirkung von zwei auf das zentrale Nervensystem d�mpfend wirkenden Medikamenten gestanden. Kombinationen von Benzodiazepinen mit Methadon k�nnten die Reaktionsf�higkeit deutlich vermindern. Die durch die �rztin festgestellte Pupillenverengung verunm�gliche das sichere F�hren eines Motorfahrzeugs. Aus forensisch-toxikologischer Sicht sei die Beschwerdef�hrerin nicht fahrf�hig gewesen. Diesen Schlussfolgerungen schliesst sich die Vorinstanz ebenfalls an (Entscheid S. 28 ff., Untersuchungsakten pag. 192 ff. und 212 ff.).
7.3.�Wer wegen Alkohol-, Bet�ubungsmittel- oder Arzneimitteleinfluss oder aus anderen Gr�nden nicht �ber die erforderliche k�rperliche und geistige Leistungsf�higkeit verf�gt, gilt w�hrend dieser Zeit als fahrunf�hig und darf kein Fahrzeug f�hren (Art. 31 Abs. 2 SVG; vgl. auch aArt. 91 Abs. 2 SVG, Art. 91 Abs. 2 lit. b SVG und Art. 2 Abs. 1 VRV). Fahrf�higkeit ist die momentane k�rperliche und geistige Bef�higung, ein Fahrzeug w�hrend der gesamten Fahrt sicher zu f�hren. Erhalten sein muss die Gesamtleistungsf�higkeit, welche neben der Grundleistung auch eine f�r das Bew�ltigen pl�tzlich auftretender schwieriger Verkehrs-, Strassen- und Umweltsituationen notwendige Leistungsreserve umfasst. Der Fahrzeuglenker muss mit anderen Worten in der Lage sein, ein Fahrzeug auch in einer nicht voraussehbaren, schwierigen Verkehrslage sicher zu f�hren (BGE 130 IV 32 E. 3.1 S. 35 mit Hinweisen).
7.4.�Die Einwendungen der Beschwerdef�hrerin gegen die tats�chlichen Feststellungen der Vorinstanz ersch�pfen sich weitgehend in einer blossen appellatorischen Kritik. Dies trifft insbesondere betreffend den Vorfall vom 8. Januar 2011 zu. Mit dem hier relevanten Gutachten des IRM Bern vom 22. Februar 2011 setzt sie sich nicht auseinander. Ihr Vorbringen geht nicht �ber eine Darstellung ihrer eigenen Sicht der Dinge hinaus und vermag M�ngel des genannten Gutachtens nicht substanziiert aufzuzeigen und dessen �berzeugungskraft in Frage zu stellen (vgl. zum Begriff der Willk�r BGE 139 III 334 E. 3.2.5 S. 339; 138 I 49 E. 7.1 S. 51; je mit Hinweisen; vgl. zur W�rdigung von Gutachten E. 13.2 nachfolgend).
Zudem �berzeugt nicht, was sie betreffend ihre behauptete Fahrf�higkeit vom 29. Januar 2011 vorbringt. Wohl trifft zu, dass im Polizeirapport keine unsichere Fahrweise vermerkt wurde. Daraus vermag die Beschwerdef�hrerin nichts f�r sich abzuleiten. Die Annahme der Fahrunf�higkeit setzt nicht den Nachweis eines Fahrfehlers voraus (BGE 130 IV 32 E. 3.5 S. 39 f.). Entgegen dem Daf�rhalten der Beschwerdef�hrerin ist zudem nicht zu beanstanden, dass das IRM Bern unter anderem den �rztlichen Untersuchungsbefund heranzieht (vgl. Art. 184 Abs. 4 StPO). Ebenso wenig trifft zu, dass den Gutachtern der betreffende Befund nicht im Detail bekannt war. Vielmehr wurde die fragliche Pupillenverengung durch die untersuchende �rztin schriftlich exakt festgehalten (vgl. Untersuchungsakten pag. 212 ff.).
Insgesamt vermag die Beschwerdef�hrerin nicht, soweit ihre Vorbringen den Begr�ndungsanforderungen von Art. 106 Abs. 2 BGG �berhaupt zu gen�gen verm�gen, M�ngel der Gutachten substanziiert darzutun und deren �berzeugungskraft ernsthaft in Frage zu stellen. Die Vorinstanz durfte sich ohne Verfassungsverletzung den Schlussfolgerungen der Gutachter anschliessen und Anzeichen von Fahrunf�higkeit bei den Fahrten vom 8. und 29. Januar 2011 bejahen.
8.1.�Der Schuldspruch des versuchten Raubes beruht auf dem Vorwurf, die Beschwerdef�hrerin habe am 13. M�rz 2011 um ca. 10.30 Uhr ihrer Mutter mit Gewalt eine Bauchtasche zu entreissen versucht, um an das darin befindliche Portemonnaie zu gelangen. Das Opfer sei dabei zu Boden gefallen. Weil die Beschwerdef�hrerin die Tasche nicht habe erlangen k�nnen, habe sie mit einer Gabel gegen das Opfer gestochen. Sie habe lediglich die Bauchtasche getroffen (Entscheid S. 33 ff.).
8.2.�Die Beschwerdef�hrerin r�gt eine willk�rliche Sachverhaltsfeststellung. Sie bringt wie bereits im kantonalen Verfahren vor, nicht auf das Portemonnaie, sondern lediglich auf ihre Medikamente abgezielt zu haben, welche sich in der besagten Tasche befunden h�tten. Damit wiederholt sie einzig die eigene Sicht der Dinge, ohne jedoch im Einzelnen darzutun, inwiefern die Vorinstanz die Beweismittel willk�rlich gew�rdigt haben sollte. Ihre Argumentation, wonach das Opfer wahrheitswidrig ausgesagt habe und es durchaus naheliegend sei, dass sie an ihre Medikamente habe gelangen wollen, ist nicht geeignet, Willk�r darzutun. Die Beschwerde gen�gt den Begr�ndungsanforderungen gem�ss Art. 106 Abs. 2 BGG nicht. Darauf ist nicht einzutreten.
Aus den gleichen Gr�nden (E. 8.2 hievor) ist nicht auf die Beschwerde einzutreten, soweit die Beschwerdef�hrerin im Hinblick auf die Verurteilung wegen Ungehorsams im Betreibungs- und Konkursverfahren respektive betreffend die Kenntnis einer betreibungsamtlichen Verf�gung in appellatorischer Weise eine offensichtlich unrichtige Sachverhaltsfeststellung r�gt (Beschwerde S. 41 f.).
10.1.�Aufgrund des versuchten Raubes (E. 8 hievor) alarmierte die Mutter der Beschwerdef�hrerin am 13. M�rz 2011 um 10.34 Uhr die Kantonspolizei. Wenig sp�ter trafen zwei Polizeibeamte in der Wohnung des Opfers ein. Nachdem die Beschwerdef�hrerin die Polizisten sowie deren Fragen ignorierte und den Ort des Geschehens verlassen wollte, wurde sie von den Beamten zum Bleiben aufgefordert. In der Folge rastete die Beschwerdef�hrerin aus. Sie warf einen Teller mit Essen zu Boden, bedrohte die Polizeibeamten (nachdem sie bereits in Handschellen war), sie mit dem HI-Virus anzustecken, trat mit den F�ssen nach ihnen ohne sie zu treffen und spuckte sie an. Die Vorinstanz qualifiziert dieses Verhalten als Gewalt und Drohung gegen Beh�rden und Beamte (Entscheid S. 37 f.).
10.2.�Nach Art. 215 Abs. 1 StPO kann die Polizei im Interesse der Aufkl�rung einer Straftat eine Person anhalten und wenn n�tig auf den Polizeiposten bringen. Es gen�gt, wenn nach den Umst�nden objektiv betrachtet ein Zusammenhang der Person mit Delikten als m�glich erscheint (Niklaus Schmid, Handbuch des schweizerischen Strafprozessrechts, 2. Aufl. 2013, N. 1002). Ist die Person eines Verbrechens oder Vergehens verd�chtigt, kann die Polizei sie vorl�ufig festnehmen und auf den Polizeiposten bringen (Art. 217 Abs. 2 StPO). Nach der telefonischen Alarmierung der Kantonspolizei bestand der Verdacht, dass die Beschwerdef�hrerin eine Straftat begangen hatte. Dieser Verdacht best�tigte sich insofern, als die Beschwerdef�hrerin kurz vor dem Eintreffen der Polizei unter Gewaltanwendung versucht hatte, ihre Mutter zu berauben. Macht sie nun durch ihre Rechtsvertreterin geltend, dass beim Eintreffen der Polizeibeamten "alles in Ordnung" gewesen sei, es "f�r die Polizei eigentlich gar keinen Handlungsbedarf mehr" gegeben habe und deshalb die Amtshandlung der Polizisten widerrechtlich gewesen sei, grenzt ihr Vorbringen an mutwillige Prozessf�hrung. Keine Zweifel bestehen, dass ihr Verhalten als Gewalt und Drohung im Sinne von Art. 285 StGB zu qualifizieren ist. Es kann auf die vorinstanzlichen Erw�gungen verwiesen werden (Entscheid S. 37 f.).
11.1.�Der Beschwerdef�hrerin wird zur Last gelegt, am 10. Mai 2011 erneut versucht zu haben, ihrer Mutter eine Bauchtasche mit Geld zu entwenden. Nach den vorinstanzlichen Feststellungen riss die Beschwerdef�hrerin ihr Opfer derart an den Haaren, dass dieses zu Boden fiel. In der Folge schlug sie ihm mit einer massiven Kerze (30 cm hoch, 9.5 cm Durchmesser und rund 1.6 kg schwer) mehrfach auf den Hinterkopf und biss es in die Schulter. Die Vorinstanz qualifiziert diese Tat als versuchten Raub (Entscheid S. 38 ff.).
11.2.�Die Beschwerdef�hrerin bringt vor, sie habe ihre Mutter mit der Kerze zwar geschlagen, die Schl�ge jedoch nicht gegen den Kopf ausgef�hrt. Die gegenteilige vorinstanzliche Sachverhaltsfeststellung sei offensichtlich unrichtig. Deshalb liege keine einfache K�rperverletzung vor. Mangels Strafantrags habe auch ein Freispruch vom Vorwurf der T�tlichkeiten zu erfolgen (Beschwerde S. 37 ff.). Diese Argumentation geht an der Sache vorbei. Die Beschwerdef�hrerin wurde im Zusammenhang mit dem Vorfall vom 10. Mai 2011 weder wegen einfacher K�rperverletzung noch wegen T�tlichkeiten verurteilt.
Im Hinblick auf den Schuldspruch des versuchten Raubes kann dahingestellt bleiben, ob das vorinstanzliche Beweisergebnis willk�rlich ist. Selbst wenn auf die Darstellung der Beschwerdef�hrerin abgestellt w�rde, �nderte dies nichts an der rechtlichen Qualifikation der Tat. So wird zu Recht nicht in Frage gestellt, dass die von der Beschwerdef�hrerin behaupteten Schl�ge gegen den K�rper eine Gewaltanwendung im Sinne von Art. 140 Ziff. 1 Abs. 1 StGB darstellen. Soweit die Beschwerdef�hrerin auch hier beteuert, sie habe ihrer Mutter das Portemonnaie nicht stehlen, sondern vielmehr die eigenen Medikamente beh�ndigen wollen, kann auf das bereits Ausgef�hrte verwiesen werden (E. 8.2 hievor).
Die Beschwerdef�hrerin benutzte am 23. Juni 2009 einen Zug des Regionalverkehrs Bern-Solothurn RBS und am 3. November 2009 einen Bus des Busbetriebes Solothurn und Umgebung BSU ohne g�ltigen Fahrausweis. Die Vorinstanz spricht die Beschwerdef�hrerin der mehrfachen Widerhandlung gegen das fr�here Transportgesetz schuldig (Art. 51 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes vom 4. Oktober 1985 �ber den Transport im �ffentlichen Verkehr [Transportgesetz, TG; SR 742.40; aufgehoben per 1. Januar 2010] in Verbindung mit Art. 1 Abs. 1 der Verordnung vom 5. November 1986 �ber den Transport im �ffentlichen Verkehr [Transportverordnung, TV; SR 742.401; aufgehoben per 1. Januar 2010]).
Die Vorinstanz legt dar, weshalb mit Blick auf das per 1. Dezember 2012 revidierte Bundesgesetz �ber die Personenbef�rderung (Personenbef�rderungsgesetz, PBG; SR 745.1) das fr�here Transportgesetz zur Anwendung gelangt (Entscheid S. 44 f.). Die Beschwerdef�hrerin, welche zwar die erstinstanzlichen Erw�gungen wiedergibt, befasst sich nicht mit dem angefochtenen Entscheid. Wohl wendet das Bundesgericht Bundesrecht von Amtes wegen an (Art. 106 Abs. 1 BGG). Das bedeutet jedoch nicht, dass �berhaupt nicht zu er�rtern w�re, inwiefern der angefochtene Entscheid bundesrechtliche Normen verletzen k�nnte. Vielmehr muss sich die Beschwerdef�hrerin, um der Begr�ndungspflicht im Sinne von Art. 42 Abs. 2 BGG zu gen�gen, mit den Erw�gungen des angefochtenen Entscheids auseinandersetzen und klar aufzeigen, inwiefern die Vorinstanz Recht verletzt (BGE 140 III 86 E. 2 S. 88 f. mit Hinweisen). Dies ist hier nicht der Fall.
13.1.�Die Beschwerdef�hrerin kritisiert (im Rahmen ihrer Ausf�hrungen zur vorinstanzlichen Strafzumessung sowie zur angeordneten station�ren therapeutischen Massnahme) ein forensisch-psychiatrisches Gutachten von Dr. C.________, leitender Arzt der Psychiatrischen Dienste Solothurn, vom 25. November 2010. Dieses sei weder aktuell noch vollst�ndig. Betreffend das versuchte T�tungsdelikt sei von einer mittelgradig verminderten Schuldf�higkeit auszugehen. Delikte, die sie nach der Erstellung des Gutachtens ver�bt hat, seien nicht ber�cksichtigt worden. Die Vorinstanz verletze Art. 20 StGB (Beschwerde S. 47 ff.).
13.2.�Die R�ge der Beschwerdef�hrerin, die Vorinstanz habe auf ein ungen�gendes Gutachten abgestellt, beschl�gt nicht Art. 20 StGB, sondern das Willk�rverbot (BGE 106 IV 97 E. 2b S. 99 f., 236 E. 2a S. 238; je mit Hinweisen).
Das Gericht w�rdigt Gutachten grunds�tzlich frei. In Fachfragen darf es davon indessen nicht ohne triftige Gr�nde abweichen, und Abweichungen m�ssen begr�ndet werden. Ob ein Gericht die im Gutachten enthaltenen Er�rterungen f�r �berzeugend h�lt oder nicht und ob es dementsprechend den Schlussfolgerungen des Experten folgen oder ein Erg�nzungsgutachten beziehungsweise eine Oberexpertise einholen soll, ist eine Frage der Beweisw�rdigung, die mit Beschwerde in Strafsachen wegen Verletzung des Willk�rverbots aufgeworfen werden kann. Dasselbe gilt f�r die Frage, ob ein Gutachten in sich schl�ssig ist. Eine entsprechende Kritik muss substanziiert dargelegt werden (BGE 138 III 193 E. 4.3.1 S. 198 f.; 133 II 384 E. 4.2.3 S. 391; 132 II 257 E. 4.4.1 S. 269; 106 IV 236 E. 2a S. 238, 97 E. 2b S. 99 f.; je mit Hinweisen).
Zur Beantwortung der Frage, ob ein fr�heres Gutachten hinreichend aktuell ist, ist nicht prim�r auf das formelle Kriterium des Alters des Gutachtens abzustellen. Massgeblich ist vielmehr die materielle Frage, ob Gew�hr daf�r besteht, dass sich die Ausgangslage seit der Erstellung des Gutachtens nicht gewandelt hat. Soweit ein fr�heres Gutachten mit Ablauf der Zeit und zufolge ver�nderter Verh�ltnisse an Aktualit�t eingeb�sst hat, sind neue Abkl�rungen unabdingbar (BGE 134 IV 246 E. 4.3 S. 254 mit Hinweisen).
13.3.�Dr. C.________ nimmt in der schriftlichen Expertise vom 25. November 2010 eine eingehende diagnostische und prognostische Beurteilung vor. Die R�ckfallgefahr wird anhand wissenschaftlich etablierter Prognoseinstrumente (insbesondere Kriterienkatalog Dittmann) gepr�ft. Der Gutachter diagnostiziert bei der Beschwerdef�hrerin eine ausgepr�gte dissoziale Pers�nlichkeitsst�rung im Sinne der Internationalen Klassifikation der Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme (ICD-10 F60.2) sowie eine Abh�ngigkeitserkrankung f�r Nikotin, Benzodiazepine, Kokain und Opiate (ICD-10 F11.2, F13.2, F14.2 und F17.2). Betreffend das versuchte T�tungsdelikt billigt er der Beschwerdef�hrerin eine in leichtem Masse verminderte Schuldf�higkeit zu. Er geht von einer sehr ung�nstigen Legalprognose aus und h�lt fest, dass langfristige Erfolgsaussichten einer Massnahme nach Art. 59 Abs. 3 StGB erst nach einem mehrj�hrigen Therapieversuch beurteilbar sind. Mit Schreiben vom 14. April 2011 nahm der Gutachter zu verschiedenen Fragen der Verteidigung erg�nzend Stellung. Am 31. Mai 2012 und 17. Mai 2013 wurde er von den Vorinstanzen pers�nlich befragt (Untersuchungsakten pag. 1122 ff. und 1178 ff., erstinstanzliche Akten pag. 204 ff., vorinstanzliche Akten pag. 333 ff.). Die Vorinstanz beurteilt die schriftlichen und m�ndlichen Ausf�hrungen des Gutachters als �berzeugend. Er habe seine schriftlichen Ausf�hrungen vor Schranken aktualisiert, weshalb das Gutachten noch aktuell sei (Entscheid S. 50 ff.).
13.4.�Die Beschwerdef�hrerin macht keine Verletzung des Willk�rverbots (Art. 9 BV) geltend. Selbst wenn sie eine solche R�ge erh�be, w�re darauf nicht einzutreten (Art. 106 Abs. 2 BGG). Ihre Kritik erweist sich als rein appellatorisch. Sie bringt etwa vor, im Gutachten bleibe unerw�hnt, dass sie am 3. April 2009 die Polizei kontaktiert und diese ohne Erfolg ersucht habe, eine Patrouille vorbeizuschicken. Diesen Umstand gab sie bereits gegen�ber dem Gutachter an (Gutachten S. 33). Dass er keinen Eingang in der �rztlichen Beurteilung fand, vermag die Expertise zweifelsohne nicht in Frage zu stellen. F�r die nach dem schriftlichen Gutachten ver�bten Delikte billigt die Vorinstanz der Beschwerdef�hrerin eine in leichtem respektive mittelgradigem Masse verminderte Schuldf�higkeit zu. Die Beschwerdef�hrerin legt nicht dar, inwieweit sie dadurch beschwert sein sollte.
Dr. C.________ wurde nach der erstinstanzlichen Hauptverhandlung (31. Mai 2012) �ber den weiteren Verlauf anhand von Therapieberichten, Berichten der Bew�hrungshilfe etc. orientiert. Nach seiner Einsch�tzung, welche er am 17. Mai 2013 zu Protokoll gab, seien keine Punkte erkennbar, die zu bedeutsamen �nderungen des Gutachtens Anlass geben k�nnten. Dem h�lt die Beschwerdef�hrerin entgegen, es seien Hinweise auf eine positive Entwicklung gegeben. Sie sei ab 10. Mai 2011 nicht mehr deliktisch in Erscheinung getreten und habe bis im Mai 2013 regelm�ssigen Kontakt mit ihrer Mutter gehabt und auch �ber l�ngere Zeit mit ihr zusammengewohnt (Beschwerde S. 50). Es ist nicht erkennbar, inwiefern diese Umst�nde, welche sich auf eine dem Gutachter bekannte Zeitspanne beziehen, die �berzeugungskraft und Aktualit�t der schriftlichen Expertise in Frage zu stellen verm�gen. Der Gutachter h�lt ausdr�cklich fest und legt n�her dar, weshalb die deliktsfreie Zeit seit der Haftentlassung nichts an seiner ersten Beurteilung �ndert (vorinstanzliche Akten pag. 334 f.). Auch ist nicht nachvollziehbar, wie der behauptete Kontakt zur Mutter, zu der sie eine chronisch ambivalente, gespannte Beziehung hat (Gutachten S. 42), massgeblich ver�nderte Verh�ltnisse nahelegen sollte.
13.5.�Das Gutachten vom 25. November 2010 bildet zusammen mit den zus�tzlichen m�ndlichen Ausf�hrungen des Sachverst�ndigen vom 31. Mai 2012 und 17. Mai 2013 eine hinreichende Grundlage f�r die Anordnung einer Massnahme. Die rein appellatorische Kritik der Beschwerdef�hrerin vermag die �berzeugungskraft der Expertise nicht zu ersch�ttern. Die Vorinstanz durfte ohne Willk�r das Gutachten von Dr. C.________ als schl�ssig werten, auf dessen Schlussfolgerungen abstellen und von einem Erg�nzungsgutachten beziehungsweise einer Oberexpertise absehen.
14.1.�Die Beschwerdef�hrerin wendet sich gegen die Strafzumessung und r�gt eine Verletzung von Art. 47 StGB. Sie macht geltend, das versuchte T�tungsdelikt k�nne nicht als heimt�ckisch bezeichnet werden und ihr Verschulden wiege nicht schwer. Zudem sei ihr am fraglichen Tag keine polizeiliche Hilfe gew�hrt worden, was die Vorinstanz zu Unrecht unber�cksichtigt gelassen habe (Beschwerde S. 45 ff.).
14.2.�Das Bundesgericht hat die Grunds�tze der Strafzumessung nach Art. 47 ff. StGB wiederholt dargelegt (BGE 136 IV 55 E. 5.4 ff. S. 59 ff. mit Hinweisen). Entsprechendes gilt f�r die Bildung der Einsatzstrafe und der Gesamtstrafe nach Art. 49 Abs. 1 StGB in Anwendung des Asperationsprinzips (BGE 127 IV 101 E. 2b S. 104 mit Hinweis; Urteil 6B_460/2010 vom 4. Februar 2011 E. 3.3.4 mit Hinweis, nicht publ. in: BGE 137 IV 57). Darauf kann verwiesen werden.
14.3.1.�Die Beschwerdef�hrerin bringt mehrmals vor, die am 3. April 2009 kontaktierte Polizei habe keine Patrouille vorbeigeschickt. Dieser Umstand ist unerheblich (E. 2.3 hievor) und vermag die Beschwerdef�hrerin in keiner Weise zu entlasten. Soweit sich ihre Kritik gegen die vorinstanzliche Strafzumessung darin ersch�pft, den genannten Aspekt hervorzustreichen, braucht nicht n�her darauf eingegangen zu werden. Eine Beschwerdebegr�ndung, welche die vorinstanzlichen Erw�gungen ausklammert, gen�gt den Begr�ndungsanforderungen von Art. 42 Abs. 2 BGG nicht.
14.3.2.�Im Rahmen der Tatkomponente der versuchten T�tung bezeichnet die Vorinstanz die Vorgehensweise der Beschwerdef�hrerin als heimt�ckisch. Ihr ist beizupflichten. Die Beschwerdef�hrerin rammte dem Opfer wortlos von hinten ein Messer in den R�cken, als dieses vor dem Fernseher sass. Dass sie, noch bevor sie in die K�che ging und dort ein Messer beh�ndigte, ihre Tat ank�ndigte, vermag sie nicht zu entlasten. Das Opfer nahm ihre Worte, indem es mit dem R�cken abgewandt sitzen blieb, augenscheinlich nicht ernst. Es konnte dem Messerstich nicht ausweichen, und die Beschwerdef�hrerin handelte hinterh�ltig.
14.3.3.�Keinen Bedenken begegnet, dass die Vorinstanz die wiederholte Delinquenz w�hrend des laufenden Verfahrens wegen versuchter T�tung deutlich negativ bewertet. Die Beschwerdef�hrerin verweist in diesem Zusammenhang auf eine tiefe Krise, nachdem ihr am 26. M�rz 2010 die elterliche Sorge �ber ihren Sohn entzogen worden sei. Diesen Umstand habe die Vorinstanz unber�cksichtigt gelassen. Es kann offenbleiben, ob es sich um ein unzul�ssiges Novum handelt (vgl. Art. 99 Abs. 1 BGG). Indem die Vorinstanz dem vorgebrachten Entzug der elterlichen Sorge, der im �brigen anl�sslich der am 26. und 28. Oktober 2010 durch Dr. C.________ durchgef�hrten pers�nlichen Untersuchung soweit erkennbar nicht zur Sprache kam, keine Rechnung tr�gt, �berschreitet oder missbraucht sie ihr Ermessen nicht.
14.3.4.�Eine ermessensverletzende Gewichtung der Faktoren respektive eine Verletzung von Bundesrecht (Art. 47 StGB) zeigt die Beschwerdef�hrerin nicht auf und ist nicht ersichtlich. Die Freiheitsstrafe von f�nf Jahren und sechs Monaten h�lt sich auch bei einer Gesamtbetrachtung innerhalb des sachrichterlichen Ermessens und ist nicht zu beanstanden.
15.1.�Die Beschwerdef�hrerin r�gt, die vorinstanzliche Anordnung der station�ren Massnahme sei bundesrechtswidrig. Mit einer Suchtbehandlung im Sinne von Art. 60 StGB sei sie einverstanden. Sie macht sinngem�ss geltend, die gutachterliche Diagnose sei unzutreffend und eine erhebliche R�ckfallgefahr liege nicht vor (Beschwerde S. 53 ff.).
15.2.�Die Vorinstanz ordnet eine station�re Massnahme im Sinne von Art. 59 Abs. 3 StGB an (Entscheid S. 64 ff.). Sie st�tzt sich auf die psychiatrische Diagnose im nach wie vor aktuellen Gutachten vom 25. November 2010. Danach ist von einer ausgepr�gten dissozialen Pers�nlichkeitsst�rung auszugehen. Die Vorinstanz durfte die rechtliche Relevanz der psychiatrischen Diagnose und damit eine schwere psychische St�rung im Sinne von Art. 59 StGB bejahen. Ebenso durfte sie ohne Rechtsverletzung eine im Sinne des Gesetzes relevante R�ckfallgefahr annehmen. Die gutachterlichen Einsch�tzungen lassen daran keine Zweifel (Gutachten S. 42 ff., erstinstanzliche Akten pag. 204 ff., vorinstanzliche Akten pag. 333 ff.). Die in der Beschwerde vorgeschlagene Suchtbehandlung in der Klinik Selhofen in Burgdorf ist nach schriftlicher und m�ndlicher Einsch�tzung des Gutachters nicht durchf�hrbar. Dr. C.________ betonte mehrmals ausdr�cklich, eine suchttherapeutische Massnahme komme nicht in Frage. Er legte dies im Einzelnen dar (Gutachten S. 47 f., erstinstanzliche Akten pag. 205 ff., vorinstanzliche Akten pag. 335 f.). Darauf verweist die Vorinstanz zu Recht. Mit der Massnahme ist zudem kein unverh�ltnism�ssiger Eingriff in die Pers�nlichkeitsrechte der Beschwerdef�hrerin verbunden (Art. 56 Abs. 2 StGB; Entscheid S. 66 f.). Die Massnahmeanordnung erweist sich als bundesrechtskonform.
Die Beschwerde ist abzuweisen, soweit darauf eingetreten werden kann. Bei diesem Ausgang des Verfahrens hat die Beschwerdef�hrerin die bundesgerichtlichen Kosten zu tragen (Art. 66 Abs. 1 BGG). Sie stellt ein Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege und amtliche Verteidigung, eventualiter um unentgeltliche Verbeist�ndung. Das Bundesgerichtsgesetz sieht in Art. 64 BGG die unentgeltliche Rechtspflege und Verbeist�ndung vor. Das Gesuch ist abzuweisen, da die Beschwerde von vornherein aussichtslos war (Art. 64 Abs. 1 BGG e contrario). Den angespannten finanziellen Verh�ltnissen der Beschwerdef�hrerin ist mit reduzierten Gerichtskosten Rechnung zu tragen (Art. 65 Abs. 2 BGG).

References: Art. 59
 Art. 60
 BGE 
 Art. 113
 Art. 111
 Art. 113
 Art. 16
 Art. 16
 BGE 
 Art. 16
 Art. 16
 BGE 
 Art. 16
 Art. 42
 BGE 
 Art. 251
 Art. 186
 Art. 30
 Art. 304
 Art. 91
 Art. 2
 BGE 
 Art. 184
 Art. 106
 Art. 106
 Art. 215
 Art. 285
 Art. 140
 Art. 1
 Art. 42
 Art. 20
 Art. 20
 Art. 59
 Art. 47
 Art. 47
 Art. 49
 BGE 
 Art. 42
 Art. 99
 Art. 60
 Art. 59
 Art. 59
 Art. 64
e contrario