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Timestamp: 2016-10-26 05:59:20+00:00

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4A_462/2009 (16.03.2010)
4A_462/2009
Urteil vom 16. M�rz 2010
Bundesrichter Corboz, Bundesrichterin Rottenberg Liatowitsch, Bundesrichter Kolly,
2. W.________ B.V.,
beide vertreten durch Rechtsanw�ltin Dr. Ute Bugnion,
alle drei vertreten durch Rechtsanwalt Dr. Daniel Glasl und Rechtsanw�ltin Karin Eisenring Hiestand,
vertreten durch Rechtsanwalt Ren� R�ber,
Forderung aus Verantwortlichkeit,
Beschwerde gegen das Urteil des Kantonsgerichts des Kantons Schwyz, Zivilkammer, vom 26. Mai 2009.
Die Y.________ AG mit Sitz in H.________ handelte mit iranischem, bzw. mit kaspischem Kaviar. Sie wurde von A.________ (Beklagter/ Beschwerdegegner 1) kontrolliert. Dieser schloss am 1. Februar 1991 mit der franz�sischen Gesellschaft V.________ (Beschwerdef�hrerin 1) einen Joint Venture-Vertrag. Gest�tzt darauf wurde in den Niederlanden die W.________ B.V. (Beschwerdef�hrerin 2) gegr�ndet, auf welche 490 der 1000 Y.________ Aktien �bertragen wurden. 1993 wurde die Beschwerdef�hrerin 1 Alleinaktion�rin der Beschwerdef�hrerin 2.
Die Y.________ AG geriet nach Abschluss des Joint Venture-Vertrages in wirtschaftliche Schwierigkeiten. Ihre Revisionsstelle, die XZ.________ (nunmehr X.________ AG, Beklagte/Beschwerdegegnerin 4) best�tigte in den Jahren 1992 bis 1994 teilweise unter Vorbehalt die �bereinstimmung der Buchf�hrung und Rechnungslegung mit den gesetzlichen Anforderungen und empfahl den Jahresabschluss per 31. M�rz 1993 der Generalversammlung zur Annahme. Darin wurde das Warenlager mit Fr. 29'523'772.-- bewertet und ein Verlust von Fr. 17'100'636.32 ausgewiesen, wobei rund 50 Tonnen Kaviar im Hinblick auf eine R�cknahmeverpflichtung des Lieferanten zu Einstandspreisen statt zu den im fraglichen Zeitpunkt tieferen Marktpreisen bewertet wurden. Am 19. Oktober 1992 wurde dem Verwaltungsrat der Y.________ AG letztmals Decharge erteilt.
Am 6. Oktober 1994 wurde �ber die Y.________ AG der Konkurs er�ffnet und am 22. November 1994 das summarische Konkursverfahren angeordnet. Das Konkursamt March legte das Inventar am 25. April 1995, den Kollokationsplan am 12. Januar 1996 auf. Die Beschwerdef�hrerinnen wurden mit mehreren Millionen Franken kolloziert. Am 1. M�rz 1999 trat die Konkursverwaltung den Beschwerdef�hrerinnen unter anderem Anspr�che aus Verantwortlichkeit nach Art. 754 OR gegen die Mitglieder des Verwaltungsrats der konkursiten Y.________ AG ab, n�mlich gegen den Beschwerdegegner 1 sowie gegen B.________ (Beklagter/Beschwerdegegner 2) und C.________ (Beklagter/Beschwerdegegner 3). Gegen diese Verwaltungsr�te liessen sich die Beschwerdef�hrerinnen auch Anspr�che auf R�ckerstattung zu Unrecht bezogener Leistungen im Sinne von Art. 678 OR abtreten sowie gegen die Beschwerdegegnerin 4 als Revisionsstelle Verantwortlichkeitsanspr�che nach Art. 755 OR.
Am 18. Mai 2000 klagten die Beschwerdef�hrerinnen beim Bezirksgericht March aus aktienrechtlicher Verantwortlichkeit gegen die Beschwerdegegner 1 und 2 und die Beschwerdegegnerin 4 nach Art. 754 f. OR wegen Konkursverschleppung auf Zahlung von Fr. 21'380'000.-- nebst Zins unter solidarischer Haftung sowie gegen die Beschwerdegegner 1-3 auf Zahlung von Fr. 1'161'456.90 wegen unrechtm�ssiger Bez�ge beziehungsweise R�ckzahlungsverpflichtung (Art. 754, 678 OR). Ein erstes, die Klage wegen Verj�hrung abweisendes Urteil des Bezirksgerichts March hob das Kantonsgericht Schwyz auf Berufung der Beschwerdef�hrerinnen mit Beschluss vom 24. Mai 2005 auf und wies die Sache zur Neubeurteilung an die erste Instanz zur�ck. Das Kantonsgericht hielt einen anderen Termin f�r den Verj�hrungsbeginn f�r massgebend als das erstinstanzliche Gericht, weshalb dieses neu zu entscheiden hatte. Am 25. September 2008 wies das Bezirksgericht die Klage �ber Fr. 21'380'000.-- erneut infolge Verj�hrung ab. Zus�tzlich nahm das Bezirksgericht an, es fehle auch an der Substanziierung des Schadens. Betreffend die Forderung �ber Fr. 1'161'456.90 wegen rechtsgrundloser Zahlungen an den Beschwerdegegner 3 wies das Bezirksgericht die Klage ebenfalls ab mit der Begr�ndung, die Beschwerdef�hrerinnen h�tten das Fehlen eines Rechtsgrundes nicht nachgewiesen. In teilweiser Gutheissung einer erneuten Berufung der Beschwerdef�hrerinnen hob das Kantonsgericht mit Urteil vom 26. Mai 2009 den erstinstanzlichen Entscheid des Bezirksgerichts, soweit die Forderung von Fr. 1'161'456.90 gegen den Beschwerdegegner 1 und 2 nebst den entsprechenden Kosten- und Entsch�digungsfolgen betreffend, auf und wies die Sache zu neuer Beurteilung im Sinne der Erw�gungen an das Bezirksgericht zur�ck. Im �brigen, d.h. mit Bezug auf die Verantwortlichkeitsanspr�che im Betrage von Fr. 21'380'000.-- und auf die Forderung von Fr. 1'161'456.90 gegen�ber dem Beschwerdegegner 3, wies es die Klage ab.
Die Beschwerdef�hrerinnen haben dieses Urteil mit Beschwerde in Zivilsachen beim Bundesgericht angefochten. Sie beantragen mit Bezug auf die eingeklagte Forderung von Fr. 21'380'000.-- die Gutheissung ihrer Klage wie folgt:
Die Beklagten 1, 2 und 4 seien solidarisch zu verurteilen, den Kl�gerinnen Fr. 21'380'000.-- aus Verantwortlichkeit (Art. 754, 755 OR) nebst Zins zu 5 % ab 6. Oktober 1994 zu zahlen.
Es sei die Ersatzpflicht jedes einzelnen Beklagten 1, 2 und 4 mit Bezug auf die Forderung von Fr. 21'380'000.-- richterlich festzusetzen (Art. 759 Abs. 2 OR)."
Eventuell sei die Sache in diesem Punkt zu neuer Beurteilung an das Kantonsgericht zur�ckzuweisen, subeventuell an das Bezirksgericht March.
Ferner verlangen sie mit Bezug auf die gegen die Beklagten 1, 2 und 3 gerichtete Forderung von Fr. 1'161'456.90 die R�ckweisung der Sache zur Neubeurteilung der Klage auch gegen�ber dem Beklagten 3 an das Bezirksgericht March. Die Beschwerdegegner 1-3 stellten in ihrer Beschwerdeantwort das Rechtsbegehren, auf die Beschwerde nicht einzutreten, eventuell diese kostenf�llig abzuweisen. Die Beschwerdegegnerin 4 schliesst auf vollumf�ngliche Abweisung der Beschwerde, soweit sich diese auf die Beschwerdegegnerin 4 bezieht und darauf einzutreten sei. Das Kantonsgericht beantragt in seiner Vernehmlassung, die Beschwerde abzuweisen soweit darauf einzutreten ist.
1.1 In der vorliegend streitigen Zivilsache (Art. 72 Abs. 1 BGG) mit einem Streitwert von mehr als Fr. 30'000.-- (Art. 74 Abs. 1 lit. b BGG) wurde lediglich �ber eines der Rechtsbegehren abschliessend befunden, womit ein Teilentscheid vorliegt (BGE 134 III 426 E. 1.1 S. 428). Da das von der Vorinstanz abgewiesene Rechtsbegehren ohne Weiteres Gegenstand eines eigenen Prozesses h�tte bilden k�nnen und die Vorinstanz mit ihrem Entscheid einen Teil des gesamten Prozessgegenstands abschliessend beurteilt hat, wobei keine Gefahr besteht, dass das Schlussurteil �ber den verbliebenen Prozessgegenstand im Widerspruch zum bereits rechtskr�ftig ausgef�llten Teilurteil steht, ist die Beschwerde gegen diesen Teilentscheid nach Art. 91 lit. a BGG zul�ssig (BGE 135 III 212 E. 1.2.2 und E. 1.2.3 S. 217 f.).
1.2 Mit Bezug auf das zweite Rechtsbegehren hat die Vorinstanz den erstinstanzlichen Entscheid nicht integral aufgehoben und zu neuer Beurteilung zur�ckgewiesen, sondern erkannt, dass gegen den Beschwerdegegner 3 die Klage abzuweisen sei, weil dessen Verantwortlichkeit als Mitglied des Verwaltungsrates f�r eigene Bez�ge nur bei Verletzung von Ausstandsregeln gegeben sein k�nne. Zu dieser Frage h�tten die Beschwerdef�hrerinnen indessen nichts vorgetragen. F�r den Beschwerdegegner 3 ist das kantonale Verfahren durch den angefochtenen Entscheid beendet, weshalb auch diesbez�glich ein selbst�ndig anfechtbarer Teilentscheid vorliegt, und zwar im Sinne von Art. 91 lit. b BGG.
1.3 Das Bundesgericht wendet das Recht von Amtes wegen an (Art. 106 Abs. 1 BGG). Es ist folglich weder an die in der Beschwerde geltend gemachten Argumente noch an die Erw�gungen der Vorinstanz gebunden; es kann eine Beschwerde aus einem anderen als dem angerufenen Grund gutheissen und es kann eine Beschwerde mit einer von der Argumentation der Vorinstanz abweichenden Begr�ndung abweisen (vgl. BGE 134 II 235 E. 4.3.4 S. 241). Immerhin pr�ft das Bundesgericht, unter Ber�cksichtigung der allgemeinen Begr�ndungspflicht der Beschwerde (Art. 42 Abs. 1 und 2 BGG), grunds�tzlich nur die geltend gemachten R�gen, sofern die rechtlichen M�ngel nicht geradezu offensichtlich sind. Es ist nicht gehalten, wie eine erstinstanzliche Beh�rde alle sich stellenden rechtlichen Fragen zu untersuchen, wenn diese vor Bundesgericht nicht mehr vorgetragen werden (BGE 133 III 545 E. 2.2 S. 550; 133 II 249 E. 1.4.1 S. 254; je mit Hinweis). Eine qualifizierte R�gepflicht gilt hinsichtlich der Verletzung von Grundrechten und von kantonalem und interkantonalem Recht. Das Bundesgericht pr�ft eine solche R�ge nur insofern, als sie in der Beschwerde pr�zise vorgebracht und begr�ndet worden ist (Art. 106 Abs. 2 BGG). Im Anwendungsbereich dieser Bestimmung ist die Praxis zum R�geprinzip gem�ss Art. 90 Abs. 1 lit. b aOG (vgl. dazu BGE 130 I 258 E. 1.3 S. 261 f.) weiterzuf�hren (BGE 133 III 393 E. 6 S. 397; 133 II 249 E. 1.4.2 S. 254 mit Hinweisen).
1.4 Nach Art. 105 BGG legt das Bundesgericht seinem Urteil den Sachverhalt zugrunde, den die Vorinstanz festgestellt hat (Abs. 1). Es kann diese Sachverhaltsfeststellung von Amtes wegen berichtigen oder erg�nzen, wenn sie offensichtlich unrichtig ist oder auf einer Rechtsverletzung im Sinne von Art. 95 BGG beruht (Abs. 2). Die Voraussetzungen f�r eine Sachverhaltsr�ge nach Art. 97 Abs. 1 BGG und f�r eine Berichtigung des Sachverhalts von Amtes wegen nach Art. 105 Abs. 2 BGG stimmen im Wesentlichen �berein. Soweit es um die Frage geht, ob der Sachverhalt willk�rlich oder unter verfassungswidriger Verletzung einer kantonalen Verfahrensregel ermittelt worden ist, sind strenge Anforderungen an die Begr�ndungspflicht der Beschwerde gerechtfertigt. Entsprechende Beanstandungen sind nach Massgabe von Art. 106 Abs. 2 BGG zu begr�nden. Demzufolge gen�gt es nicht, einen von den tats�chlichen Feststellungen der Vorinstanz abweichenden Sachverhalt zu behaupten. Vielmehr ist in der Beschwerdeschrift nach den erw�hnten gesetzlichen Erfordernissen darzulegen, inwiefern diese Feststellungen willk�rlich bzw. unter Verletzung einer verfahrensrechtlichen Verfassungsvorschrift zustande gekommen sind. Andernfalls k�nnen Vorbringen mit Bezug auf einen Sachverhalt, der von den Feststellungen im angefochtenen Entscheid abweicht, nicht ber�cksichtigt werden. Vorbehalten bleiben offensichtliche Sachverhaltsm�ngel im Sinne von Art. 105 Abs. 2 BGG, die dem Richter geradezu in die Augen springen (BGE 133 II 249 E. 1.4.3 S. 254 f. mit Hinweisen). Auf Sachverhaltsr�gen, welche diesen Anforderungen nicht gen�gen, tritt das Bundesgericht nicht ein.
Die Mitglieder des Verwaltungsrates und alle mit der Gesch�ftsf�hrung oder mit der Liquidation befassten Personen sind sowohl der Gesellschaft als den einzelnen Aktion�ren und Gesellschaftsgl�ubigern f�r den Schaden verantwortlich, den sie durch absichtliche oder fahrl�ssige Verletzung ihrer Pflichten verursachen (Art. 754 Abs. 1 OR). Sind f�r einen Schaden mehrere Personen ersatzpflichtig, so ist jede von ihnen insoweit mit den anderen solidarisch haftbar, als ihr der Schaden aufgrund ihres eigenen Verschuldens und der Umst�nde pers�nlich zurechenbar ist (Art. 759 Abs. 1 und Art. 143 Abs. 2 OR). Die Haftung der Organe setzt eine schuldhafte Pflichtverletzung, einen Schaden und den ad�quaten Kausalzusammenhang zwischen der Pflichtverletzung und dem Schaden voraus (BGE 132 III 342 E. 4.1 S. 349). Entsprechend der allgemeinen Regel des Haftpflichtrechts, zu welchem die Art. 754 ff. OR geh�ren (WIDMER/GERICKE/WALLER, in: Basler Kommentar, 3. Auflage 2008, N. 2 Vorbemerkungen zu Art. 754-761 OR), obliegt dem Verantwortlichkeitskl�ger, die Elemente des Verantwortlichkeitsanspruchs, namentlich des Schadens, zu substanziieren und zu beweisen, wobei die Schadensberechnung f�r jeden Haftpflichtigen gesondert vorzunehmen ist (BGE 132 III 564 E. 4.2 S. 572; B�CKLI, Schweizer Aktienrecht, 4. Auflage 2009, � 18 Rz. 371 S. 2489; FORSTMOSER/MEIER-HAYOZ/NOBEL, Schweizerisches Aktienrecht, 1996, � 36 Rz. 63 ff. S. 427; CORBOZ, in: Commentaire romand, 2008, N. 39 zu Art. 754 OR).
2.1 Schaden ist nach st�ndiger Rechtsprechung des Bundesgerichts die ungewollte Verminderung des Reinverm�gens. Er entspricht der Differenz zwischen dem gegenw�rtigen - nach dem sch�digenden Ereignis festgestellten - Verm�gensstand und dem Stand, den das Verm�gen ohne das sch�digende Ereignis h�tte. Er kann in einer Vermehrung der Passiven, einer Verminderung der Aktiven oder in entgangenem Gewinn bestehen. Als Rechtsfrage pr�ft das Bundesgericht, ob das Sachgericht dem angefochtenen Urteil einen zutreffenden Rechtsbegriff des Schadens zugrunde gelegt und den Schaden nach zutreffenden Rechtsgrunds�tzen berechnet hat; dagegen beschlagen Feststellungen zu Bestand und Umfang eines Schadens grunds�tzlich vom kantonalen Gericht abschliessend zu beurteilende Tatfragen (BGE 132 III 359 E. 4 S. 366, 564 E. 6.2 S. 575 f.; je mit Hinweisen).
2.2 Ist der Schaden ziffernm�ssig nicht nachweisbar, ist er nach Art. 42 Abs. 2 OR nach Ermessen des Richters mit R�cksicht auf den gew�hnlichen Lauf der Dinge und auf die vom Gesch�digten getroffenen Massnahmen abzusch�tzen. Diese Bestimmung r�umt dem Sachgericht f�r F�lle, in denen der strikte Nachweis des Schadens, sei es ziffernm�ssig oder mit Bezug auf den Schadenseintritt als solchen (vgl. BGE 132 III 379 E. 3.1 S. 381), ausgeschlossen ist, einen erweiterten Ermessensspielraum ein, indem sie ihm gestattet, den Schaden aufgrund einer blossen Sch�tzung als ausgewiesen zu erachten. Allerdings soll dem Gesch�digten damit nicht die M�glichkeit er�ffnet werden, ohne n�here Angaben Schadenersatzforderungen in beliebiger H�he zu stellen. Art. 42 Abs. 2 OR zielt lediglich auf eine Beweiserleichterung und nicht etwa darauf ab, dem Gesch�digten die Beweislast generell abzunehmen. Vielmehr hat der Gesch�digte alle Umst�nde, die f�r den Eintritt eines Schadens sprechen und dessen Absch�tzung erlauben oder erleichtern, soweit m�glich und zumutbar zu behaupten und zu beweisen (BGE 128 III 271 E. 2b/aa S. 276 f. mit Hinweisen). Die vom Gesch�digten vorgebrachten Umst�nde m�ssen geeignet sein, den Bestand des Schadens hinreichend zu belegen und seine Gr�ssenordnung hinreichend fassbar werden zu lassen. Der Schluss, dass tats�chlich ein Schaden vom behaupteten ungef�hren Umfang eingetreten ist, muss sich dem Gericht mit einer gewissen �berzeugungskraft aufdr�ngen. Die Zusprechung von Schadenersatz setzt voraus, dass der Eintritt des geltend gemachten Schadens nicht bloss im Bereich des M�glichen liegt, sondern als ann�hernd sicher erscheint (BGE 122 III 219 E. 3a S. 221 f. mit Hinweisen).
Die Beschwerdef�hrerinnen brachten im kantonalen Verfahren vor, sie h�tten den Schaden anhand der �berschuldungsdifferenz zwischen 31. Dezember 1993 und 30. September 1994 gest�tzt auf die Angaben der Revisionsstelle berechnet und eine Schadensberechnung zu Liquidationswerten sowie ein Sachverst�ndigengutachten angeboten. Ohnehin k�nne der Schaden nur gesch�tzt werden.
3.1 Die Vorinstanz hat zu Gunsten der Beschwerdef�hrerinnen festgehalten, mit Erhalt der Schreiben der Revisionsstelle vom 4. M�rz und 5. Oktober 1994, die auf Fortf�hrungswerten basierende Bilanzangaben enthielten, seien den Beschwerdef�hrerinnen die f�r den Verj�hrungsbeginn relevanten Verm�gensdaten noch nicht bekannt gewesen, soweit es f�r den Schaden nicht auf Fortf�hrungswerte ankomme. Zudem sei der Schaden f�r den Abtretungsgl�ubiger nicht bereits nach Anmeldung der Forderungen bestimmbar, sondern fr�hestens, wenn Inventar und Kollokationsplan aufl�gen.
3.1.1 Was die Schadenssubstanziierung anbelangt, erwog die Vorinstanz, massgebend seien nicht die Fortf�hrungswerte gem�ss Zwischenbilanz, auf welche die Beschwerdef�hrerinnen abgestellt h�tten, sondern die zumal bei verderblichen Konsumg�tern erfahrungsgem�ss tieferen Liquidationswerte. Die Beschwerdegegner h�tten denn auch bereits im erstinstanzlichen Verfahren darauf hingewiesen, dass der tats�chliche Schaden allenfalls einen Bruchteil des eingeklagten Betrages ausmache. Nach Auffassung der Vorinstanz sind die Beschwerdef�hrerinnen die grundlegendsten Angaben schuldig geblieben, die es erlaubt h�tten, die Verm�gens- und Eigenkapitalentwicklung zwischen dem kl�gerischerseits als massgeblich erachteten Anfangszeitpunkt (Ende 1993) und der Konkurser�ffnung (6. Oktober 1994) zu berechnen. Die Beschwerdef�hrerinnen h�tten sich zur Feststellung der Gesellschaftspassiven im Konkurszeitpunkt auch nicht auf den Kollokationsplan berufen, obwohl ihnen dieser zug�nglich gewesen sei. In welcher H�he ein Schaden entstanden sei, k�nne daher nicht gesagt werden.
3.1.2 Die Vorinstanz erkannte, Art. 42 Abs. 2 OR helfe den Beschwerdef�hrerinnen nicht weiter, denn sie h�tten diese Vorschrift lediglich zur Festlegung des Stichdatums der Schadensanzeige, d.h. des Zeitpunkts angerufen, in welchem die �berschuldungsanzeige im Sinne von Art. 725 Abs. 2 bzw. 729b Abs. 2 OR pflichtgem�ss h�tte erstattet werden m�ssen, nicht aber zum Schaden selbst. Da die Gegenpartei bereits mit der Klageantwort im erstinstanzlichen Verfahren die kl�gerische Schadensberechnung substanziiert bestritten und eine Aufzeigung der Ver�usserungswerte verlangt habe, verfange auch der Hinweis der Beschwerdef�hrerinnen auf die richterliche Fragepflicht nicht. Es gen�ge daher nicht, dass die Beschwerdef�hrerinnen in der Replik eine Liquidationsbilanz richterlichem Gutd�nken anheimgestellt h�tten. Mangels brauchbarer Berechnungsvorschl�ge der Beschwerdef�hrerinnen k�nne nicht von einer hinreichenden Klagespezifizierung gesprochen werden. Es sei auch nicht m�glich, die Verm�gensentwicklung ohne R�cksicht auf weitere Bilanzpositionen aufgrund des Hauptaktivums der konkursiten Gesellschaft, der Kaviarvorr�te, abzusch�tzen, da auch diesbez�glich keine Preisentwicklung aufgezeigt worden sei.
3.2 Besteht der Schaden - wie hier behauptet - in der Vergr�sserung der Verschuldung der Konkursitin, welche durch eine versp�tete Konkurserkl�rung entstanden ist (vgl. Art. 725 Abs. 2 und 729b Abs. 2 OR), im sogenannten "Fortf�hrungsschaden" zufolge Konkursverschleppung (B�CKLI, a.a.O., � 18 Rz. 369 f. S. 2488), so ist die tats�chlich eingetretene �berschuldung der Konkursitin mit jener zu vergleichen, die bei einem Konkurs zum fr�heren Zeitpunkt bestanden h�tte (BGE 132 III 342 E. 2.3.3 S. 348, 564 E. 6.2 S. 575 f.).
3.2.1 Der Schaden, der durch eine verz�gerte Konkurser�ffnung entstanden ist, kann bundesrechtskonform in der Weise festgestellt werden, dass der aus den Buchhaltungsunterlagen ersichtliche Saldo im Zeitpunkt der Verletzung der Benachrichtigungspflicht mit dem (h�heren) Verlust im Zeitpunkt der tats�chlich erfolgten Konkurser�ffnung verglichen wird (Urteil des Bundesgerichts 4C.263/2004 vom 23. Mai 2005 E. 3, nicht publ. in: BGE 132 III 222). Es gilt also, den Verm�gensstand der Gesellschaft bei Konkurser�ffnung mit dem Verm�gen zu jenem Zeitpunkt zu vergleichen, auf welchen die eingeklagten Organe bzw. die Revisionsgesellschaft nach kl�gerischer Behauptung die Konkurser�ffnung bei pflichtgem�ssem Handeln h�tten herbeif�hren m�ssen. Zu diesem Zweck kann der �berschuldungsgrad einzig gest�tzt auf Liquidationswerte ermittelt werden, denn die Konkurser�ffnung zieht die Aufl�sung der Gesellschaft nach sich (Art. 736 Ziff. 3 OR) und deren Liquidation nach den Regeln des Konkursrechts (Art. 740 Abs. 5 OR). In diesem Stadium hat der Fortf�hrungswert, da der gew�hnliche Gesch�ftsbetrieb eingestellt wird, diesbez�glich seine Bedeutung verloren.
3.2.2 Wenn der Vorwurf dahin geht, der Konkurs sei verz�gert worden, darf der Schaden nach dem Gesagten nicht als Differenz zwischen dem Liquidationswert bei effektiver und dem Fortf�hrungswert zum Zeitpunkt der pflichtwidrig unterlassenen Benachrichtigung des Richters definiert werden (Urteile des Bundesgerichts 4C.58/2007 vom 25. Mai 2007 E. 2.5, in: SJ 2008 I S. 55 ff. S. 58; 4C.117/1999 vom 16. November 1999 E. 2b). Dabei kann nur der Teil des "Fortf�hrungsschadens" f�r die Ersatzpflicht relevant sein, der (ad�quat) kausal auf die Pflichtwidrigkeit des einzelnen Verwaltungsratsmitglieds zur�ckzuf�hren ist (B�CKLI, a.a.O., � 18 Rz. 369a S. 2489).
3.3 Soweit die Beschwerdef�hrerinnen vor Bundesgericht daran festhalten, die Vorinstanz verstosse mit ihrer Rechtsauffassung, massgeblich f�r die Schadensberechnung seien Liquidationswerte, gegen Art. 754 f. und 41 f. OR, ist die Beschwerde nach dem Gesagten unbegr�ndet. Entgegen der Auffassung der Beschwerdef�hrerinnen handelt es sich bei Aktiven und Passiven nicht um Werte, denen mit Bezug auf die Frage der �berschuldung und deren Ausmasses isoliert betrachtet Bedeutung zukommt, sondern um interdependente Elemente, welche den Bilanzwert der Gesellschaft bestimmen. Demgegen�ber trifft zwar zu, dass die Gesamtheit der rechtskr�ftig kollozierten Forderungen keine bundesrechtlich verbindliche Grundlage bildet, die der Schadensberechnung zugrunde zu legen w�re (BGE 132 III 342 E. 2.3.3 S. 348 mit Hinweisen). Da aber der "Fortf�hrungsschaden" belegt werden kann, indem man die effektive Konkursdividende mit der hypothetischen vergleicht, die bei rechtzeitiger Benachrichtigung des Richters zu erwarten gewesen w�re (Urteil des Bundesgerichts 4C.192/2003 vom 13. Oktober 2003 E. 3.3.; B�CKLI, a.a.O., � 18 Rz. 369a S. 2488 mit Hinweisen), kann der Gesamtheit der rechtskr�ftig kollozierten Forderungen zumindest als Indiz f�r die Vergr�sserung der �berschuldung Bedeutung zukommen, insbesondere, wenn die mutmassliche Konkursdividende bereits im ersten Vergleichszeitpunkt bei nahezu 0 % liegt, so dass sich aus dem Vergleich der mutmasslichen mit der tats�chlichen Konkursdividende der nicht privilegierten Konkursgl�ubiger nichts �ber eine allf�llige Zunahme der �berschuldung infolge der Konkursverschleppung ableiten l�sst.
3.4 Was die Bewertung des Hauptaktivums, der Kaviarvorr�te, anbelangt, machen die Beschwerdef�hrerinnen mit Aktenhinweisen geltend, sie h�tten in der Replik vorgebracht, dieses Aktivum sei f�r beide Zeitpunkte auf derselben Grundlage bewertet worden. Sie h�tten die Bewertung erl�utert und vorgetragen, dass eine Schadensberechnung nach Liquidationswerten kein anderes Bild ergeben w�rde. In diesem Zusammenhang h�tten sie Beweis durch einen Sachverst�ndigen angeboten.
3.4.1 An den angef�hrten Stellen der Replik (S. 18 ff.) haben die Beschwerdef�hrerinnen in der Tat dargelegt, der Kaviarbestand sei in der Anzeige an den Konkursrichter vom 5. Oktober 1994 gleich wie im Schreiben der Revisionsstelle vom 4. M�rz 1994 an den Beschwerdegegner 1 nicht zu Konkursschleuder-, sondern zu Einstandspreisen eingesetzt worden. Zudem habe sich in der betreffenden Zeitspanne zwischen Januar und Oktober 1994 nicht nur die Schuldenlast um Fr. 21'380'000.-- erh�ht, sondern zus�tzlich der Lagerbestand an Kaviar um 12'000 kg verringert, woraus sich ein zus�tzlicher Verlust ergebe, weshalb umso mehr gerechtfertigt sei, f�r die Schadensh�he gem�ss Art. 42 Abs. 2 OR auf die von der Beschwerdegegnerin 4 angegebenen Sch�tzungen per 31. Dezember 1993 und 6. Oktober 1994 im Sinne einer Minimalangabe abzustellen. Zu ber�cksichtigen sei n�mlich, dass zufolge der versp�teten Konkurser�ffnung 10'475 kg des Kaviarvorrates verdorben gewesen seien, wodurch sich die Verm�gensverminderung erh�he. Diesen Zusatzschaden bezifferten die Beschwerdef�hrerinnen auf der Grundlage des Verkaufspreises, der im Konkurs gel�st wurde, auf Fr. 1'732'373.--. Abschliessend anerboten die Beschwerdef�hrerinnen f�r eine Berechnung des Schadens nach Liquidationswerten zum Beweis ein Gutachten durch einen Sachverst�ndigen mit der Behauptung, dass sich dabei das von ihnen geschilderte Schadensbild ergeben w�rde.
3.4.2 Dass Sachvorbringen in der Replik prozessual versp�tet w�ren, ist dem angefochtenen Urteil nicht zu entnehmen. Werden diese beachtet, l�sst sich der Vorwurf, die Beschwerdef�hrerinnen h�tten ihre Sachvorbringen nicht hinreichend klar behauptet, weshalb ein substanziiertes Bestreiten und ein Beweis dar�ber nicht m�glich gewesen w�re, bundesrechtlich nicht halten. Eine Tatsachenbehauptung braucht nicht alle Einzelheiten zu enthalten; es gen�gt, wenn die Tatsache in einer den Gewohnheiten des Lebens entsprechenden Weise in ihren wesentlichen Z�gen oder Umrissen behauptet worden ist. Immerhin muss die Tatsachenbehauptung so konkret formuliert sein, dass ein substanziiertes Bestreiten m�glich ist oder der Gegenbeweis angetreten werden kann (vgl. BGE 117 II 113 E. 2).
3.4.3 Wie dargelegt haben die Beschwerdef�hrerinnen mit der Behauptung des real erzielten Verkaufserl�ses den Liquidationswert im Konkurszeitpunkt angegeben. Zudem haben sie den Umfang der Erh�hung der Passiven in der fraglichen Periode beziffert und zu quantitativen und qualitativen Ver�nderungen des Inventars Stellung bezogen, indem sie geltend machten, in Tat und Wahrheit resultiere ein zus�tzlicher Minderwert von Fr. 1'732'373.--, weil 10'475 kg Kaviar in der Zwischenzeit verdorben seien und sich der Lagerbestand durch Verkauf reduziert habe. Wenn sie auf dieser Grundlage behaupten, auch wenn man das Inventar f�r den Zeitpunkt des hypothetischen Konkurses auf der Basis der (realen) Liquidationswerte berechne, ergebe sich dasselbe Schadensbild, ein Schaden von Fr. 21'380'000.--, haben sie auf nachvollziehbare Weise dargelegt, worin sie den Schaden erblicken.
3.4.4 Ob die Ausf�hrungen der Beschwerdef�hrerin zur Schadensberechnung rechtlich korrekt sind, ist mit Bezug auf die hinreichende Substanziierung der Vorbringen nicht massgebend. Ob die Behauptung des Schadens in tats�chlicher Hinsicht ganz, teilweise oder gar nicht zutrifft, h�tte sich aus der offerierten Expertise ergeben. Inwiefern die Behauptungen f�r die Erstellung einer solchen oder ein substanziiertes Bestreiten nicht hinreichend gewesen w�ren, ist nicht ersichtlich. Vielmehr nimmt die Beschwerdegegnerin 4 in der Beschwerdeantwort vielfach materiell zu den kl�gerischen Ausf�hrungen Stellung. Inwieweit es den Beschwerdef�hrerinnen gelingt, ihre Vorbringen zu beweisen, beschl�gt die materielle Begr�ndetheit der Forderung und damit den Umfang, in welchem die eingeklagten Anspr�che ausgewiesen sind, ist aber f�r die Frage, ob die Sachbehauptungen den bundesrechtlichen Substanziierungsanforderungen gen�gen, nicht erheblich.
3.4.5 �berdies betont die Beschwerdegegnerin 4 selbst, sie habe aufgezeigt, dass im Konkurszeitpunkt der Restbetrag der nicht an die gesicherten Gl�ubiger gegangenen Aktiven minimal gewesen sei und riesige Passiven bestanden h�tten. Wenn die Beschwerdef�hrerinnen bei dieser Sachlage den Schaden zur Hauptsache mit der Erh�hung der Passiven im fraglichen Zeitraum begr�nden, die sie einer versp�teten Benachrichtigung des Richters zuschreiben, l�sst sich der Vorwurf, sie h�tten die exakte Bewertung der Aktiven vernachl�ssigt, erst recht nicht rechtfertigen, zumal eine nat�rliche Vermutung f�r die schadensstiftende Wirkung einer versp�teten �berschuldungsanzeige spricht (132 III 564 E. 6.3 S. 576 f. mit Hinweisen; Urteil des Bundesgerichts 4P.305/2001 vom 18. M�rz 2002 E. 2d) und der Schaden letztlich ohnehin nur gesch�tzt werden kann, da der Verm�gensstand beim behaupteten pflichtgem�ssen Verhalten notwendigerweise auf einer Hypothese beruht (B�CKLI, a.a.O., � 18 Rz. 373 S. 2490). Eine Schadenssch�tzung nach Art. 42 Abs. 2 OR hat somit im Rahmen richterlicher Rechtsanwendung von Amtes wegen zu erfolgen, ungeachtet der Frage, ob und zu welcher Schadensposition sich ein Gesch�digter darauf beruft.
3.4.6 Ob die Beschwerdef�hrerinnen die Vergr�sserung der Passiven im Laufe der genannten Zeitspanne aus dem Kollokationsplan oder aus einer anderen Informationsquelle ableiten, hat wiederum entgegen der Auffassung der Vorinstanz nichts mit der Frage zu tun, ob das Anwachsen der Passiven, das gem�ss kl�gerischer Behauptung den Schaden darstellt, hinreichend klar behauptet wurde. Die Beschwerdef�hrerinnen haben die Erh�hung der Passiven auch beziffert. Was einem substanziierten Bestreiten und einer Beweisf�hrung entgegenstehen k�nnte, ist nicht ersichtlich.
Die Beschwerdegegner 1-3 und die Beschwerdegegnerin 4 wenden in ihren Beschwerdeantworten allerdings ein, die Annahme der Vorinstanz, die kl�gerischen Anspr�che seien nicht verj�hrt, sei bundesrechtswidrig. Darauf ist nunmehr einzugehen, da eine Aufhebung des angefochtenen Urteils wegen �berspannter Substanziierungsanforderungen nur in Frage kommt, wenn die Klage nicht ohnehin wegen Verj�hrung abzuweisen ist.
4.1 Nach Art. 760 Abs. 1 OR verj�hrt der Anspruch auf Schadenersatz gegen die nach den Art. 752 ff. OR verantwortlichen Personen in f�nf Jahren vom Tage an, an dem der Gesch�digte Kenntnis vom Schaden und von der Person des Ersatzpflichtigen erlangt hat, jedenfalls aber mit dem Ablauf von zehn Jahren, vom Tage der sch�digenden Handlung an gerechnet. Fristausl�sende Schadenskenntnis liegt vor, wenn der Gesch�digte die Existenz eines Schadens sowie dessen Beschaffenheit und wesentlichen Merkmale, d.h. alle tats�chlichen Umst�nde kennt, die geeignet sind, eine Klage zu veranlassen und zu begr�nden (BGE 116 II 158 E. 4a S. 160 f.; vgl. auch BGE 131 III 61 E. 3.1.1 S. 68; je mit Hinweis). Die Frist beginnt mit dem Zeitpunkt, in dem der Gesch�digte tats�chlich Kenntnis vom Schaden hat, nicht mit demjenigen, in welchem er bei Anwendung der nach den Umst�nden gebotenen Aufmerksamkeit ausreichende Kenntnis vom Schaden h�tte erlangen k�nnen (BGE 111 II 55 E. 3a S. 57 f.; vgl. auch BGE 131 III 61 E. 3.1.2 S. 68).
4.2 Die Vorinstanz erwog, die f�r den Beginn der Verj�hrungsfrist massgebende Schadenskenntnis d�rfe vor Auflage des Kollokationsplanes nicht leichthin angenommen werden. Im Interesse der Rechtssicherheit sei ein klares Stichdatum notwendig. Zwar m�ge zutreffen, dass sich ein Totalverlust der Gl�ubiger schon fr�h abgezeichnet habe. Ein Verschleppungsschaden sei indessen f�r die Klage eines Abtretungsgl�ubigers erst bestimmbar, wenn Aktiven und Passiven der Gesellschaft zum Konkurszeitpunkt ermittelt seien. Dies sei entgegen der Auffassung der Beschwerdegegner nicht bereits nach Ablauf der Frist zur Forderungsanmeldung, sondern erst nach Abschluss des Kollokationsverfahrens der Fall. Die Schreiben der Revisionsstelle vom 4. M�rz und 5. Oktober 1994 h�tten lediglich provisorische Sch�tzungen enthalten. Vor Auflage von Inventar und Kollokationsplan habe der Schaden nicht hinreichend bekannt sein und die Verj�hrung daher nicht beginnen k�nnen. Dar�ber hinaus sei nicht erstellt, dass die Beschwerdef�hrerinnen von den relevanten Pflichtverletzungen, der Falschbewertung der Kaviarvorr�te in der Bilanz per 31. M�rz 1993, schon vor dem 16. Juni 1995 gewusst h�tten. Selbst wenn Kenntnis der schadensrelevanten Umst�nde vor Auflage von Kollokationsplan und Inventar anzunehmen sein sollte, w�re diesbez�glich aufgrund der erst sp�ter bekannt gewordenen Pflichtverletzung die Verj�hrung zu verneinen.
4.3 Soweit die Beschwerdegegner 1-3 anf�hren, die Gesellschaft habe schon anl�sslich der Generalversammlung vom 9. November 1993 Kenntnis der Falschbewertung gehabt, und r�gen, die Vorinstanz habe auf unhaltbare Weise festgestellt, der Nachweis konkreter Schadenskenntnis der Gl�ubigergesamtheit bzw. Konkursverwaltung, namentlich betreffend Zahlung an den Drittbeklagten, sei ihnen nicht gelungen, kritisieren sie ohne n�here Begr�ndung die f�r das Bundesgericht grunds�tzlich verbindlichen (Art. 105 Abs. 1 BGG) Sachverhaltsfeststellungen der Vorinstanz und sind damit nicht zu h�ren. Auch die Beschwerdegegnerin 4 beschr�nkt ihre Ausf�hrungen hinsichtlich der ihrer Ansicht nach zu Unrecht verneinten Verj�hrung weitgehend auf unzul�ssige appellatorische Kritik am angefochtenen Urteil, indem sie ihren rechtlichen Vorbringen, ohne gleichzeitig substanziierte Sachverhaltsr�gen zu erheben, Umst�nde zugrunde legt, die im angefochtenen Urteil keine St�tze finden. Darauf ist nicht einzutreten. Soweit sie anf�hrt, die Vorinstanz habe ihre Ausf�hrungen in der Berufungsantwort weitgehend unbeachtet gelassen, l�sst sie dazu jeglichen Aktenhinweis missen, weshalb die R�ge unbeachtet bleiben muss.
4.4 Hinreichende Kenntnis ist f�r die aktienrechtliche Verantwortlichkeitsklage aus mittelbarer Sch�digung nach Lehre und Rechtsprechung regelm�ssig gegeben, wenn der Kollokationsplan und das Inventar zur Einsicht aufgelegt worden sind (BGE 122 III 195 E. 9c S. 202 f.; 111 II 164 E. 1a S. 167; je mit Hinweis). Aufgrund besonderer Umst�nde kann der Gesch�digte im Einzelfall die n�tige Kenntnis jedoch auch schon fr�her erlangen (BGE 116 II 158 E. 4a S. 161). Keinesfalls aber kann die f�nfj�hrige (relative) Verj�hrung f�r Verantwortlichkeitsanspr�che der Gesamtheit der Gl�ubiger, welche einem Gesellschaftsgl�ubiger nach Art. 260 SchKG abgetreten wurden, einsetzen, bevor �ber die Gesellschaft der Konkurs er�ffnet wurde (BGE 122 III 195 E. 9c S. 202 mit Hinweis), denn die Forderung der Gesamtheit der Gl�ubiger ist nicht einklagbar, bevor �ber die Gesellschaft der Konkurs er�ffnet wurde (vgl. schon BGE 87 II 293 E. 4 S. 297 ff.; Urteil des Bundesgerichts 4A_174/2007 vom 13. September 2007 E. 5.2; CORBOZ, a.a.O., N. 20 f. zu Art. 760 OR; ungenau WIDMER/GERICKE/WALLER, a.a.O., N. 5 zu Art. 760 OR, die unter Hinweis auf das zit. Urteil 4A_174/2007 erw�hnen, die relative Verj�hrungsfrist beginne f�r die Abtretungsgl�ubiger mit der Konkurser�ffnung, wobei sie dennoch unter Hinweis auf BGE 122 III 202 zutreffend anf�hren, in Bezug auf den Anspruch der Gl�ubiger aus mittelbarer Sch�digung habe die Praxis pr�zisiert, dass die Frist f�r die Gl�ubiger erst mit der Auflage des Kollokationsplans und des Inventars zur Einsicht zu laufen beginne).
4.5 An dieser Rechtsprechung hat BGE 132 III 342 nichts ge�ndert (vgl. zit. Urteil 4A_174/2007 E. 5.2). Darin wurde vielmehr erkannt, dass den verantwortlichen Organen unter Vorbehalt der Gl�ubigerbenachteiligung diejenigen Einreden auch im Konkurs der Gesellschaft gegen�ber der Gesamtheit der Gl�ubiger erhalten bleiben sollen, die vor der Konkurser�ffnung der Gesellschaft entstanden sind, namentlich die Befugnis zur Verrechnung mit Gegenforderungen, welche schon vor Er�ffnung des Konkurses entstanden sind (E. 4). Es bleibt aber dabei, dass im Konkurs der eigene Anspruch der Gesellschaft durch denjenigen der Gl�ubigergesamtheit abgel�st wird mit dem Zweck, diejenigen Einreden auszuschliessen, welche den Abtretungsgl�ubigern gegen�ber nicht gerechtfertigt sind. Dass unter diesen Ausschluss die Einrede der relativen Verj�hrung fallen muss, soweit sie der Gesellschaft entgegengehalten werden k�nnte, versteht sich ohne Weiteres, da die zur Verantwortung gezogenen Organe nicht von ihrer eigenen Unt�tigkeit profitieren sollen und die Abtretungsgl�ubiger vor Konkurser�ffnung die Verj�hrung nicht unterbrechen k�nnen (vgl. Urteil des Bundesgerichts 4C.363/2006 vom 13. M�rz 2007 E. 4.3; anders betr. die absolute Verj�hrung, die mit der sch�digenden Handlung zu laufen beginnt).
4.6 Da ein Anspruch der Gl�ubigergesamtheit zur Debatte steht, kann es entgegen der Meinung der Beschwerdegegner 1-3 nicht auf die Kenntnis der Gesellschaft selbst ankommen und die Verj�hrung jedenfalls nicht vor Konkurser�ffnung beginnen. Auch der Ablauf der Eingabefrist f�r die Konkursforderungen kann nicht ausschlaggebend sein. Dass auch bei fr�herer Durchf�hrung des Konkurses mit einer Konkursdividende von 0 % zu rechnen war, wie die Beschwerdegegnerin 4 einwendet, sagt mit Bezug auf die Erh�hung der Unterdeckung im Zeitraum zwischen pflichtwidrig unterlassener Konkursanmeldung und tats�chlich er�ffnetem Konkurs nichts aus, liegt der Schaden doch nicht in der Konkursdividende, sondern in der Vergr�sserung der �berschuldung. Zu Unrecht beanstandet die Beschwerdegegnerin 4 auch die Alternativbegr�ndung der Vorinstanz, wonach der Verj�hrungsbeginn nebst Kenntnis des Schadens und des Ersatzpflichtigen implizit auch jene der Pflichtverletzung voraussetzt, als Verstoss gegen Art. 760 Abs. 1 OR. Bereits aus der allgemeinen Umschreibung des "Schadens" als Differenz zwischen dem gegenw�rtigen (effektiven) und dem hypothetischen (h�heren) Verm�gensstand ohne das sch�digende Ereignis (vgl. E. 2.1 und 3.2 hiervor) ergibt sich, dass Kenntnis des Schadens ohne Kenntnis der sch�digenden Handlung kaum denkbar ist.
4.7 Die Vorinstanz hat demnach nicht gegen Bundesrecht verstossen, indem sie annahm, vor Auflage von Kollokationsplan und Inventar sei eine hinreichende Kenntnis des massgebenden Schadens beziehungsweise der den Beschwerdegegnern vorgeworfenen Pflichtverletzung nicht gegeben gewesen. Damit braucht die von der Vorinstanz aufgeworfene Frage, ob die notwendige Kenntnis in diesem Zeitpunkt bereits gegeben war, nicht vertieft behandelt zu werden. Ebenso kann offenbleiben, ob die relative Verj�hrungsfrist zu laufen beginnt, bevor der Abtretungsgl�ubiger die M�glichkeit hat, durch Klageeinreichung die Verj�hrung zu unterbrechen (vgl. hierzu BGE 87 II 293 E. 4 S. 298; CORBOZ, a.a.O., N. 22 zu Art. 760 OR). Diese M�glichkeit w�re in der Regel erst nach Auflage des Kollokationsplans gegeben, da nur ein kollozierter Gl�ubiger zur aktienrechtlichen Verantwortlichkeitsklage befugt ist (Urteil des Bundesgerichts 5A_720/2007 vom 24. April 2008 E. 2.3.1; Art. 757 Abs. 2 OR; vgl. BGE 122 III 195 E. 9b S. 202) und einer Abtretung oder einem Angebot zur Abtretung nach Art. 260 SchKG stets ein Beschluss der Masse, d.h. der Mehrheit der Gl�ubiger, �ber den Verzicht auf eigene Geltendmachung vorangehen muss, selbst wenn der Konkurs im summarischen Verfahren durchgef�hrt wird (BGE 134 III 75 E. 2.3 S. 78 mit Hinweisen).
Nach dem Gesagten dringen die Beschwerdegegner mit der Einrede der Verj�hrung nicht durch. Demnach ist rechtserheblich, dass die Vorinstanz die Klage mit Bezug auf die Forderung von Fr. 21'380'000.-- zu Unrecht wegen mangelnder Substanziierung des Schadens abgewiesen hat. Das angefochtenen Urteil ist insoweit aufzuheben. Da die Vorinstanz weder �ber den Nachweis des Schadens noch �ber die weiteren Haftungsvoraussetzungen Feststellungen getroffen hat, ist diesbez�glich eine Erg�nzung des Sachverhalts unumg�nglich.
6.1 Die Beschwerdef�hrerinnen beanstanden schliesslich auch die Abweisung der Klage gegen den Beschwerdegegner 3 als bundesrechtswidrig. Nach dem angefochtenen Urteil haben die Beschwerdef�hrerinnen geltend gemacht, der Beschwerdegegner 3 habe im Rahmen eines Kontokorrentverh�ltnisses, ohne daf�r Gegenleistungen erbracht zu haben, von der Y.________ AG erhebliche Zahlungen erhalten, bei denen es sich um verschleierte Gegenleistungen aus einem Aktienkaufgesch�ft zwischen dem Beschwerdegegner 3 und dem Beschwerdegegner 1 zu Lasten der Gesellschaft gehandelt habe. Diese Angaben hielt die Vorinstanz nicht von vornherein f�r untauglich, um eine Haftung der Beschwerdegegner 1 und 2 zu begr�nden. Hingegen ging sie davon aus, der Beschwerdegegner 3 k�nne als Mitglied des Verwaltungsrates f�r eigene Bez�ge nur bei Verletzung von Ausstandsregeln verantwortlich gemacht werden. In dieser Hinsicht h�tten aber die Beschwerdef�hrerinnen nichts vorgetragen.
6.2 Die Beschwerdef�hrerinnen wenden ein, unabh�ngig davon, ob der Beschwerdegegner 3 sich allenfalls zus�tzlich wegen Verletzung der Ausstandsregeln nach Art. 754 OR haftbar gemacht habe, liege das Fehlverhalten, das sie ihm zur Last gelegt h�tten, ihrer Behauptung nach darin, dass er als Verwaltungsrat der Y.________ AG dem Beschwerdegegner 1 als Pr�sident des Verwaltungsrates der Y.________ AG seine Anteile an der Gesellschaft verkauft und dabei vereinbart habe, dass nicht der K�ufer, sondern die Gesellschaft den Kaufpreis bezahlt. Mit dem Abschluss dieser Vereinbarung habe der Beschwerdegegner 3 gegen seine Pflichten als Verwaltungsrat verstossen und werde deshalb nach Art. 754 OR gegen�ber der Gesellschaft schadenersatzpflichtig. Entscheidend sei, dass der Beschwerdegegner 3 als Verwaltungsrat einen simulierten Vertrag abgeschlossen und in voller Kenntnis eine rechtsgrundlose Zahlung von der Gesellschaft angenommen habe.
6.3 Die R�ge ist offensichtlich begr�ndet. Nach Art. 717 Abs. 1 OR m�ssen die Mitglieder des Verwaltungsrats ihre Aufgaben mit aller Sorgfalt erf�llen und die Interessen der Gesellschaft in guten Treuen wahren. Diese Treuepflicht charakterisiert sich als Interessenwahrungspflicht und gebietet, dass die Mitglieder des Verwaltungsrats ihr Verhalten am Gesch�ftsinteresse ausrichten und eigene Interessen gegebenenfalls zur�ckstellen, wobei ein strenger Massstab anzulegen ist. Besteht die Gefahr eines Interessenkonflikts, hat der betroffene Verwaltungsrat mittels geeigneter Massnahmen sicherzustellen, dass die Interessen der Gesellschaft geb�hrend ber�cksichtigt werden (BGE 130 III 213 E. 2.2.2 S. 219 mit Hinweisen). Daraus wird in der Lehre abgeleitet, dass das Verwaltungsratsmitglied in den Ausstand zu treten hat, wenn �ber Vertr�ge zwischen ihm oder einer ihm nahe stehenden Person und der Gesellschaft abgestimmt wird (FORSTMOSER/ MEIER-HAYOZ/NOBEL, a.a.O., � 28 N. 34 S. 298 mit Hinweis). Nach der Feststellung der Vorinstanz wird dem Beschwerdegegner 3 die Beteiligung an dem die Gesellschaft sch�digenden Simulationsgesch�ft als solchem als Pflichtverletzung angelastet. Wusste er um den die Gesellschaft sch�digenden Charakter des Gesch�fts und schritt er dennoch nicht ein, wie die Beschwerdef�hrerinnen vorbrachten, verhielt er sich auf gleiche Weise treuwidrig wie die anderen am Gesch�ft beteiligten Mitglieder der Verwaltung. Auch wenn er sich beim eigentlichen Abschluss des (Schein-)gesch�fts in den Ausstand begeben h�tte, w�re damit die eigentliche Treuwidrigkeit, die Belastung der Gesellschaft mit einer Forderung ohne Gegenleistung, �ber welche der Beschwerdegegner 3 nicht im Unklaren sein konnte, nicht beseitigt. Die Rechtsauffassung der Vorinstanz ist daher unhaltbar, was auch in diesem Punkte zur Gutheissung der Beschwerde f�hrt.
Aus den dargelegten Gr�nden ist das angefochtene Urteil entsprechend den Eventualantr�gen der Beschwerde aufzuheben und an die Vorinstanz zur�ckzuweisen. Da die Beschwerdef�hrerinnen mit ihren Antr�gen vor Bundesgericht im Wesentlichen durchdringen, werden die Beschwerdegegner f�r das bundesgerichtliche Verfahren solidarisch kosten- und entsch�digungspflichtig.
In teilweiser Gutheissung der Beschwerde wird das angefochtene Urteil aufgehoben und die Sache an die Vorinstanz zur�ckgewiesen.
Die Gerichtskosten von Fr. 55'000.-- werden den Beschwerdegegnern unter solidarischer Haftbarkeit auferlegt.
Die Beschwerdegegner haben die Beschwerdef�hrerinnen f�r das bundesgerichtliche Verfahren unter solidarischer Haftbarkeit mit insgesamt Fr. 65'000.-- zu entsch�digen.
Lausanne, 16. M�rz 2010

References: Art. 754
 Art. 678
 Art. 755
 Art. 754
 Art. 91
 Art. 91
 BGE 
 Art. 90
 BGE 
 Art. 105
 Art. 95
 Art. 97
 Art. 105
 Art. 106
 Art. 105
 Art. 143
 Art. 754
 Art. 754
 Art. 754
 Art. 42
 BGE 
 Art. 42
 Art. 42
 Art. 725
 Art. 725
 BGE 
 Art. 754
 Art. 42
 BGE 
 Art. 42
 Art. 760
 Art. 752
 BGE 
 BGE 
 Art. 260
 BGE 
 Art. 760
 Art. 760
 BGE 
 BGE 
 Art. 760
 BGE 
 Art. 760
 Art. 757
 BGE 
 Art. 260
 Art. 754
 Art. 754
 Art. 717