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EU-Bürger mit russischer Ehefrau nach Deutschland
11.03.2006 12:39 | Preis: ***,00 € |
Ich bin österreichischer Staatsbürger und lebe zur Zeit in Österreich. Seit Oktober 2004 bin ich mit einer Russin verheiratet welche derzeit noch in Moskau lebt. Die Heirat wurde in Kopenhagen / Dänemark vollzogen.
Ich beabsichtige mich in Bayern niederzulassen und werde dort für eine britische Firma tätig sein. Dabei ist sowohl eine Anstellung (mit AOK Anmeldung) oder eine Regelung mit fixem Monatseinkommen (wobei ich mich selbst versichern muss) vorgesehen.
Bitte teilen Sie mir mit, ob und wie unter diesen Voraussetzungen eine Familienzusammenführung möglich ist. Ich möchte mit meiner russischen Frau einen gemeinsamen Haushalt in Deutschland gründen. Allerdings muss ich auch auf ein Erschwernis hinweisen. Ich habe in Österreich vor etlichen Jahren eine Pleite gemacht. Es bestehen noch Verbindlichkeiten bei Bank die ich noch nicht regeln konnte. Stellt dies ein Erschwernis dar? Strafrechtlich bin ich absolut unbescholten.
11.03.2006 | 13:33
Als Österreicher sind Sie daher berechtigt, sich bei freier Wahl des Aufenthaltsorts als unselbständiger oder selbständiger Erwerbstätiger niederzulassen.
Die Voraussetzungen für die letztgenannte Aufenthaltserlaubnis liegen bei Ihnen noch nicht vor.
Der Nachzug Ihrer Ehefrau richtet sich nach Folgendem:
§ 29 Aufenthaltsgesetz regelt den Familiennachzug zu Ausländern. Er lautet wie folgt:
1. der Ausländer eine Niederlassungserlaubnis oder Aufenthaltserlaubnis besitzen und 2. ausreichender Wohnraum zur Verfügung stehen.
die familiäre Lebensgemeinschaft im Herkunftsland durch die Fluchtsituation aufgehoben wurde und der Familienangehörige aus einem anderen Mitgliedstaat der Europäischen Union übernommen wird oder sich außerhalb der Europäischen Union befindet und schutzbedürftig ist. Die Erteilung einer Aufenthaltserlaubnis an sonstige Familienangehörige eines Ausländers, dem vorübergehender Schutz nach § 24 Abs. 1 gewährt wurde, richtet sich nach § 36. Auf die nach diesem Absatz aufgenommenen Familienangehörigen findet § 24 Anwendung.
Der Ehegattennachzug ist in § 30 Aufenthaltsgesetz geregelt.
eine Niederlassungserlaubnis besitzt, eine Aufenthaltserlaubnis nach § 25 Abs. 1 oder 2 besitzt, seit fünf Jahren eine Aufenthaltserlaubnis besitzt oder eine Aufenthaltserlaubnis besitzt, die Ehe bei deren Erteilung bereits bestand und die Dauer seines Aufenthalts voraussichtlich über ein Jahr betragen wird. (2) Die Aufenthaltserlaubnis kann abweichend von Absatz 1 Nr. 4 erteilt werden, wenn der Ausländer eine Aufenthaltserlaubnis besitzt.
Vor diesem Hintergrund sollten Sie zunächst eine befristete Aufenthaltserlaubnis-EG beim der in Bayern zuständigen Ausländerbehörde beantragen.
Gleichzeitig müssten Sie um den Bezug einer Wohnung bemühen. Der Aufenthaltserlaubniserteilung stehen nach meiner Auffassung - wie bereits eingangs ausgeführt - keine Bedenken entgegen.
Soweit Sie über ausreichenden Wohnraum verfügen, Sie über eine feste Erwerbstätigkeit verfügen, können Sie dann den Antrag auf Familiennachzug stellen.
Ich hoffe, dass ich Ihre Fragen in ausreichendem Maße beantworten konnte.
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References: § 29
 § 24
 § 36
 § 24
 § 30
 § 25