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Timestamp: 2020-01-17 14:18:24+00:00

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Das Kfz im Steuerrecht - 978-3-7041-0706-0 : MANZ
Margit Michlits
für Lohnverrechnung und Bilanzierung
34,10 EUR inkl. MwSt.
9783704107060 Margit Michlits 34.10 Das Kfz im Steuerrecht Buch Auf den Merkzettel In den Warenkorb
978-3-7041-0706-0
175 Seiten; 24 cm x 17 cm, 2018, 2018
Das Thema "Kraftfahrzeug" spielt bei der täglichen Beratung bzw ganz generell im Steuerrecht – und bei Betriebsprüfungen – eine Hauptrolle.
Der kompakte Leitfaden enthält umfassende Judikatur zu dem komplexen Thema und die aktuellen Bestimmungen zum Thema E-Auto. Zahlreiche Beispiele und praktische Tipps zeigen, worauf dabei geachtet werden muss.
• Besonderheiten des Kraftfahrzeuges im Anlagevermögen
• Leasing von Kraftfahrzeugen
• Das Elektrofahrzeug
• Das Vorführfahrzeug
• Sachbezüge im Zusammenhang mit der Privatnutzung von
• Firmenfahrzeugen
• Auto und Ausland
• Exkurs: Besonderheiten der Buchführung von Kfz-Betrieben
Zielgruppe: Steuerberater, Wirtschaftstreuhänder, Buchhalter, Lohnverrechner, Unternehmen, Beratungsstellen und Verbände, Finanzverwaltung
Kapitel 1	Besonderheiten des Kraftfahrzeuges im Anlagevermögen
1.1	Wann handelt es sich um ein Fahrzeug des Anlagevermögens?
1.1.1	Ansatz von Kilometergeld oder anteiligen tatsächlichen Aufwendungen
1.1.2	Anforderungen an das Fahrtenbuch
1.1.3	Judikatur
1.2	Steuerliche Einschränkungen für Fahrzeuge des Anlagevermögens
1.2.1	Vorsteuerabzug
1.2.2	Mindest-Nutzungsdauer
1.2.3	Angemessenheitsprüfung (Luxus-Tangente)
1.2.4	Sonderfälle Kleinbus und Pritschenwagen und Kastenwägen (Salzburger Steuerdialog 2016)
Kapitel 2	Leasing von Kraftfahrzeugen
2.1	Finanzierungsleasing
2.1.1	Merkmale Finanzierungsleasing
2.1.2	Luxus-Tangente beim Finanzierungsleasing
2.1.3	Aktivposten beim Finanzierungsleasing
2.2	Operating Leasing
2.2.1	Merkmale Operating Leasing
2.2.2	Luxus-Tangente beim Operating Leasing
2.2.3	Aktivposten beim Operating Leasing
2.2.4	Judikatur
Kapitel 3	Das Elektrofahrzeug
3.1	Gesetzliche Grundlagen
3.2	Vorsteuerabzug
3.3	Mindest-Nutzungsdauer
3.4	Angemessenheitsprüfung (Luxus-Tangente)
3.5	Sachbezug
3.5.1	Sachbezug für wesentlich beteiligte Gesellschafter-Geschäftsführer
3.5.2	Sonderfälle
3.6	Judikatur
Kapitel 4	Das Vorführfahrzeug
4.1	Voraussetzungen für die Behandlung als Vorführfahrzeug
4.1.1	Was versteht man unter Vorführzwecken?
4.1.2	Wie lange ist die Nutzung als Vorführfahrzeug möglich?
4.2	Vorsteuerabzug
4.3	Angemessenheitsprüfung (Luxus-Tangente) und Mindest-Nutzungsdauer
4.4	Bewertung im Jahresabschluss (Umlaufvermögen)
4.5	Umwidmung eines Vorführfahrzeuges ins Anlagevermögen
4.6	Judikatur
Kapitel 5	Sachbezüge im Zusammenhang mit der Privatnutzung von Firmenfahrzeugen
5.1	Rechtliche Grundlagen
5.2	Sachbezugswerte bei Dienstnehmern
5.2.1	Sachbezugswerte bei sonstigen Vorteilen aus dem Dienstverhältnis
5.3	Sachbezugswerte bei unwesentlich beteiligten Gesellschafter-Geschäftsführern
5.4	Sachbezugswerte bei wesentlich beteiligten Gesellschafter-Geschäftsführern
5.5	Sonderfall Elektroautos
5.6	Aktuelle Judikatur
Kapitel 6	Differenzbesteuerung
6.1	Rechtliche Grundlagen
6.1.1	Voraussetzungen für die Anwendung der Differenzbesteuerung
6.1.2	Differenzbesteuerter Verkauf aus dem Anlagevermögen
6.1.3	Differenzbesteuerung und Eigenverbrauch
6.2	Bemessungsgrundlage - Mehrerlös
6.2.1	Einzelfallbetrachtung
6.2.2	Betrachtung nach der Gesamtdifferenz
6.2.3	Aufzeichnungspflichten
6.2.4	Was tun bei einem Mindererlös?
6.3	Rechnungslegung bei Anwendung der Differenzbesteuerung
6.4	Differenzbesteuerung im Binnenmarkt, Ausfuhrlieferungen
6.5	Optionsmöglichkeit
6.6	Nachteil durch verdeckten Preisnachlass
6.7	Forderungsverluste aus differenzbesteuerten Verkäufen
6.8	Anzahlungen im Rahmen der Differenzbesteuerung
6.9	Zusammenstellen und Teilen von Gegenständen
6.9.1	Was müssen Schrott- und Teilehändler beachten?
6.10	Differenzbesteuerung und Registrierkassenpflicht
6.11	Differenzbesteuerung und Buchführungsgrenzen
6.12	Judikatur
Kapitel 7	Normverbrauchsabgabe
7.1	Rechtliche Grundlagen
7.2	Welche Fahrzeuge unterliegen der NoVA?
7.3	Welche Vorgänge lösen NoVA-Pflicht aus?
7.3.1	§ 1 Z 1 NoVAG
7.3.2	§ 1 Z 2 NoVAG
7.3.3	§ 1 Z 3 NoVAG
7.3.4	§ 1 Z 4 NoVAG
7.4	Genehmigungsdatenbank
7.5	Leasing und NoVA-Pflicht
7.6	Befreiungstatbestände
7.6.1	Begünstigte Verwendungszwecke
7.6.2	Diplomaten
7.6.3	Judikatur
7.7	Bemessungsgrundlage
7.7.1 Entgelt
7.7.2 Gemeiner Wert
7.8	Wann entsteht die NoVA-Schuld?
7.8.1 Wer ist der Steuerschuldner der Normverbrauchsabgabe?
7.9	Tarif
7.9.1	Normverbrauchsabgabe und Differenzbesteuerung
7.9.2	Alte Rechtslage (vor 1.3.2014)
7.9.2.1	Bonus-Malus-System
7.10	Vergütung der Normverbrauchsabgabe
7.10.1	§ 12 NoVAG
7.10.2	§ 12a NoVAG
7.10.3	Judikatur
7.11	Ertragsteuerliche Bedeutung der Normverbrauchsabgabe
Kapitel 8	Auto und Ausland
8.1	Binnenmarktregelung
8.1.1	Innergemeinschaftliche Lieferung von Neufahrzeugen
8.1.2	Innergemeinschaftlicher Erwerb von Neufahrzeugen
8.2	Das Fahrzeug als Übersiedlungsgut
Kapitel 9	Kraftfahrzeugsteuer
9.1	Gegenstand der Steuer
9.2	Befreiungen
9.3	Dauer der Steuerschuld und Steuerschuldner
9.4	Steuersatz
Kapitel 10 Exkurs: Besonderheiten der Buchführung von Kfz-Betrieben
10.1	Einkommensteuer
10.1.1	Anlagevermögen
10.1.2	Umlaufvermögen
10.1.3	Bewertungsvorschriften
10.2	Umsatzsteuer
10.3	Normverbrauchsabgabe
10.4	Judikatur
Anhang 1 - Pkw-Angemessenheitsverordnung
Anhang 2 - Auszug aus den NoVAR zur Genehmigungsdatenbank
Kapitel 1: Besonderheiten des Kraftfahrzeuges im Anlagevermögen
§ 198 Abs 2 UGB definiert Anlagevermögen wie folgt:
„Als Anlagevermögen sind die Gegenstände auszuweisen, die bestimmt sind, dauernd dem Geschäftsbetrieb zu dienen.“
Anlagevermögen soll dem Betrieb als längerfristig dienen (in der Regel länger als ein Jahr).
Diese Unterscheidung ist speziell bei Betrieben, die auch mit Fahrzeugen handeln, sehr wichtig. Denken Sie nur an einen Kfz-Händler, der Fahrzeuge für das Umlaufvermögen (Handel), als Vorführfahrzeuge, als Leihfahrzeuge (für Kunden während der Reparatur des Fahrzeuges), als Mietfahrzeuge, als klassisches Anlagevermögen oder als Tageszulassungen widmen kann!
Im Jahresabschluss nach § 224 UGB sind die Fahrzeuge des Anlagevermögens unter den Sachanlagen, Unterpunkt 3. Andere Anlagen auszuweisen.
Gerade wenn es nicht nur Fahrzeuge des Anlagevermögens (ohne begünstigte Verwendung) gibt, sondern auch andere Einsatzmöglichkeiten beim Unternehmer in Frage kommen (Kfz-Handel, Vorführfahrzeuge, Tageszulassungen, begünstigte Verwendungszwecke wie Miet- oder Schulungszwecke etc), ist es essentiell, in der laufenden Buchführung bereits die Unterscheidung der anfallenden Aufwendungen nach den jeweiligen Verwendungszwecken zu treffen, da die steuerliche Behandlung – wie Sie im Laufe dieses Buches noch feststellen werden – stark abweichen kann!
Diese Unterscheidung geht einher mit der Unterscheidung zwischen Privatvermögen und Betriebsvermögen.
Wenn das Fahrzeug eines Einzelunternehmers zu mehr als der Hälfte (mehr als 50%) für betriebliche Zwecke genutzt wird, ist der Ansatz des amtlichen Kilometergeldes in Höhe von € 0,42 pro Kilometer als Betriebsausgabe nicht mehr zulässig.
Vielmehr ist das Fahrzeug dann als Betriebsvermögen anzusehen (Überwiegensgrundsatz des EStG) und es dürfen steuerlich wirksam nur noch die anteiligen tatsächlichen Aufwendungen als Betriebsausgabe berücksichtigt werden (auf das betriebliche Ausmaß der Nutzung entfallende Abschreibung, Treibstoffkosten, Autowäsche, Parkgebühren, Versicherungsprämien, Instandhaltung, Reparaturen, Service, Reifenwechsel, Vignette, Mautgebühren, § 57a-Begutachtung [Pickerl], Ölwechsel etc).
Strafmandate dürfen steuerlich nicht gewinnmindernd berücksichtigt werden.
Entscheidend ist dabei die tatsächliche Nutzung, wie sie sich aus dem Fahrtenbuch ergibt, also die tatsächlich betrieblich bzw privat zurückgelegten Kilometer. Ausschlaggebend ist immer die Gesamtbetrachtung für ein Veranlagungsjahr.
In der laufenden Buchführung werden die anfallenden Aufwendungen zur Gänze erfasst, der Anteil der Privatnutzung wird am Jahresende als Eigenverbrauch ausgeschieden.
Beachten Sie aber, dass ein etwaiger späterer Verkaufserlös, wenn das Fahrzeug aus dem Betriebsvermögen ausscheidet, nicht um einen Privatanteil zu kürzen ist.
Sollte der Unternehmer kein taugliches Fahrtenbuch vorlegen können (zu den Anforderungen siehe Pkt 1.1.2), ist die Behörde gem § 184 BAO zur Schätzung befugt, was sich in aller Regel für den Unternehmer als unvorteilhaft erweisen wird!
Sollte die betriebliche Nutzung weniger als 50% betragen, ist das Fahrzeug als Privatvermögen einzustufen. Die betriebliche Nutzung kann dann entweder mittels Ansatz des amtlichen Kilometergeldes oder im Wege der anteiligen tatsächlichen Aufwendungen für die betrieblich zurückgelegten Fahrten geltend gemacht werden (Nutzungseinlage). Der Unternehmer kann zwischen diesen beiden Optionen wählen, sollte während eines Veranlagungsjahres aber konsistent vorgehen und jedenfalls ein Fahrtenbuch führen.
Bei Kapitalgesellschaften entscheidet über die Zuordnung zum Betriebsvermögen nicht das Ausmaß der tatsächlichen betrieblichen Nutzung, sondern das wirtschaftliche Eigentum am Fahrzeug.
Weiterführende Informationen zum Thema Eigenverbrauch und Eigennutzung finden Sie in Kapitel 5.
Ein ordentlich geführtes Fahrtenbuch dient dazu, den Anteil bzw die Anzahl der betrieblich zurückgelegten Kilometer gegenüber der Finanz glaubhaft zu machen. Ein den behördlichen Anforderungen entsprechendes Fahrtenbuch hat die Glaubwürdigkeit für sich und müsste daher von der Behörde erst widerlegt werden, um seine Aussagekraft zu verlieren.
Die Anforderungen an ein Fahrtenbuch stellen sich wie folgt dar:
- Vollständigkeit: Das Fahrtenbuch muss alle betrieblich und privat gefahrenen Kilometer enthalten
- Chronologische Erfassung aller Fahrten
- Laufende und fortlaufende (zeitnahe) Führung des Fahrtenbuches (kein „Nachschreiben“ im Bedarfsfall!)
- Geschlossene Form (lose Blätter können kein FahrtenBUCH darstellen)
- Nachträgliche Änderungen müssen ausgeschlossen oder nachvollziehbar sein (kein Excel-geführtes Fahrtenbuch)
- Übersichtlichkeit und Bereitstellung der folgenden Informationen:
- Ausgangsort und Ziel der Fahrt (die gefahrene Strecke muss anhand der Aufzeichnungen nachvollziehbar sein)
- Zweck der Fahrt
- Geschäftspartner bzw Grund der betrieblichen Veranlassung
- Anzahl der betrieblichen bzw privat gefahrenen Kilometer
- Gesamtkilometerstand des Fahrzeuges
(Inhalt bezieht sich auf die Rechtslage in Österreich)
In Österreich gibt es wenige Rechtsbereiche, die so umfassend geregelt sind wie die Thematik des Fahrzeuges im Betriebsvermögen, und das vor dem Hintergrund, dass fast alle Unternehmer sich früher oder später mit der Frage des Firmenfahrzeuges konfrontiert sehen. Einschränkungen wie das Vorsteuerabzugsverbot, die gesetzliche Mindestnutzungsdauer, die Luxustangente, die Bildung eines Aktivpostens im Falle des Leasings und vieles mehr sind hierbei zu berücksichtigen.
Auch die Normverbrauchsabgabe ist ein Thema, das nicht an Aktualität und Komplexität eingebüßt hat, und die Frage, ob denn das Fahren mit einem ausländischen Kennzeichen eine Möglichkeit zur Vermeidung der Normverbrauchsabgabe darstellt, beschäftigt viele Unternehmer wie Private.
Zudem werden Elektrofahrzeuge immer alltagstauglicher und leistbarer und der Gesetzgeber hat sich hier in den letzten Jahren ein paar Anreize für Autokäufer einfallen lassen, um die Zulassungszahlen zu steigern.
Das vorliegende Buch soll einen fundierten Überblick über die aktuelle Rechtslage und die Judikatur zu allen Themenbereichen rund um das Auto geben und untermauert die Theorie auch anhand praktischer Beispiele.
Spezialfragen, denen sich Autohändler in ihrer Praxis gegenübersehen, finden in einem eigenen Exkurs Berücksichtigung.
Durch meine langjährige Tätigkeit als Vortragende zu den Themen Firmenfahrzeug und Normverbrauchsabgabe kenne ich die Schwierigkeiten, die sich hier im Alltag immer wieder ergeben. Ich würde mich freuen, Sie künftig vielleicht auch persönlich auf einem meiner Seminare (Termine unter www.akademie-sw.at) begrüßen zu dürfen.
MMag. Margit Michlits, LL.M.
Graz, im Mai 2018
Luxus-Tangente

References: § 1
	§ 1
	§ 1
	§ 1
	§ 12
	§ 12

§ 198
 § 224
 § 57
 § 184