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Timestamp: 2016-10-28 08:37:53+00:00

Document:
6B_214/2011 (13.09.2011)
6B_214/2011 � � Urteil vom 13. September 2011
X.1.________,
Erbengemeinschaft X.2._________,
X.3._________,
X.4._________,
X.5._________,
X.6._________,
X.7._________,
X.8._________,
X.9._________,
X.10.________,
X.11.________,
X.12.________,
X.13.________,
X.14.________,
X.15.________,
X.16.________,
X.17.________,
alle vertreten durch Rechtsanwalt D.________,
Dr. Christian Klein,
N�tigung; Beweisw�rdigung, rechtliches Geh�r, Verfahrensrechte,
Beschwerde gegen das Urteil des Obergerichts des Kantons Zug, Strafrechtliche Abteilung, vom 26. Januar 2011.
A.a.�Den Beschwerdef�hrern wird vorgeworfen, sie h�tten am 10. Oktober 2002, zwischen ca. 05.00 Uhr und ca. 15.30 Uhr, im Rahmen einer von der (damaligen) Gewerkschaft Bau und Industrie (GBI) geplanten Protestaktion als Mitt�ter gemeinsam mit weiteren Beschuldigten (insgesamt 67 Beteiligte) s�mtliche Zufahrten zum Kies- und Betonwerk der A.________ AG und zum Belagswerk der B.________ AG in Cham/ZG f�r die Dauer von rund 10 Stunden versperrt. W�hrend dieser Zeit habe - von einer einzigen Ausnahme abgesehen - mit Arbeitsfahrzeugen weder in das Werksgel�nde hineingefahren noch dieses verlassen werden k�nnen.
Die Aktion war Teil einer Kampagne der (damaligen) GBI im Zusammenhang mit Verhandlungen �ber die Einf�hrung einer Fr�hpensionierung in der Baubranche zwischen der (damaligen) GBI und dem Schweizerischen Baumeisterverband (SBV). Die 67 Teilnehmer der Aktion waren nicht Besch�ftigte der genannten beiden Unternehmungen. Diese wurden nicht bestreikt.
Die A.________ AG reichte gegen alle an der Aktion Beteiligten Strafanzeige und Strafantrag wegen N�tigung (Art. 181 StGB) und Hausfriedensbruchs (Art. 186 StGB) ein und machte eine Zivilforderung geltend.
A.b.�Das Untersuchungsrichteramt des Kantons Zug leitete in der Folge Ermittlungen ein und �berwies am 17. November 2003 unter Hinweis auf das Untersuchungsergebnis gem�ss dem Polizeirapport vom 14. Januar 2003 die Untersuchung an die Staatsanwaltschaft des Kantons Zug.
Die Staatsanwaltschaft stellte in der Anklageschrift vom 22. Januar 2004 beim Einzelrichter am Strafgericht des Kantons Zug den Antrag, es sei vorfrageweise �ber die Rechtswidrigkeit des inkriminierten Handelns zu befinden. Mit einem sog. "Vor-Urteil" vom 30. September 2004 stellte der Einzelrichter fest, die Aktion sei rechtswidrig im Sinne von Art. 181 StGB gewesen. Die Berufungskammer des Strafgerichts des Kantons Zug hiess mit Urteil vom 2. Februar 2005 die Berufung der Beschuldigten gut, hob das "Vor-Urteil" des Einzelrichters auf und wies die Akten zur Erg�nzung der Untersuchung an das Untersuchungsrichteramt zur�ck.
A.c.�In der Folge wurden in den Monaten Januar und Februar 2006 elf der am 10. Oktober 2002 vor Ort eingesetzten Polizeibeamten untersuchungsrichterlich einvernommen. Mit Verf�gung des Untersuchungsrichteramts vom 17. Oktober 2006 wurde die Strafuntersuchung gegen s�mtliche Beschuldigte eingestellt. Zur Begr�ndung wurde ausgef�hrt, es lasse sich nicht mehr abkl�ren, ob und in welchem Ausmass durch welche konkreten Beschuldigten die Zufahrten versperrt worden seien. Auf die Zivilforderung der A.________ AG wurde nicht eingetreten, und die Zivilklage wurde auf den Zivilweg verwiesen.
Gegen die Verf�gung des Untersuchungsrichteramts erhoben die Staatsanwaltschaft und die Privatkl�gerin Beschwerde an die Justizkommission des Obergerichts des Kantons Zug. Diese hiess mit Urteil vom 28. M�rz 2007 die Beschwerden gut und wies das Untersuchungsrichteramt an, die Untersuchung bez�glich der Tatbest�nde der N�tigung und des Hausfriedensbruchs weiterzuf�hren und abzuschliessen. Am 23. August 2007 wurden neun Beschuldigte in Anwesenheit ihres Verteidigers untersuchungsrichterlich einvernommen, wobei alle Beschuldigten vom Aussageverweigerungsrecht Gebrauch machten, auf entsprechende Frage keine Bemerkungen oder Erg�nzungen anbrachten und ihr Verteidiger auf Erg�nzungsfragen verzichtete. Aus diesem Grunde wurde auf die Einvernahme der �brigen Beschuldigten verzichtet.
A.d.�Die Staatsanwaltschaft des Kantons Zug erhob am 26. Januar 2009 gegen s�mtliche Beschuldigte Anklage beim Einzelrichter des Strafgerichts wegen N�tigung und Hausfriedensbruchs.
Mit Verf�gung vom 30. Januar 2009 forderte der Einzelrichter die Verteidigung auf, eine schriftliche Stellungnahme zur Anklage und allf�llige Beweiserg�nzungsantr�ge einzureichen sowie mitzuteilen, ob sie eine �ffentliche Verhandlung verlange.
A.e.�Die nunmehr drei Verteidiger, welche je eine Gruppe der Beschuldigten vertraten, verlangten gest�tzt auf � 59 Abs. 2 Satz 2 Ziff. 2 aStPO/ZG eine Hauptverhandlung. Der Einzelrichter setzte diese auf den 17./18./24. und 25. Juni 2009 fest und lud die Parteien dazu vor. Zur Hauptverhandlung vom 17. Juni 2009 erschienen der Staatsanwalt, der Vertreter der Privatkl�gerschaft, sowie die Rechtsanw�lte C.________ und D.________, aber nicht Rechtsanwalt E.________, hingegen Rechtsanwalt F.________, welcher nach seiner Darstellung von Rechtsanwalt C.________ f�r Teilaspekte substituiert war, "um ein paar grunds�tzliche Aspekte dieser Geschichte zu betonen", handle es sich dabei doch "um eine Spezialit�t" (Protokoll der Hauptverhandlung vom 17. Juni 2009 vor dem Einzelrichter des Strafgerichts des Kantons Zug, kant. Akten GD 7/3). Hingegen erschien keiner der Beschuldigten. Mit Verf�gung des Einzelrichters vom 23. Juni 2009 wurde die unentschuldigte S�umnis der Beschuldigten hinsichtlich der Hauptverhandlung festgestellt, das Fernbleiben der Beschuldigten als Verzicht auf eine Hauptverhandlung beziehungsweise als R�ckzug des diesbez�glichen Begehrens gewertet und den Verteidigern Gelegenheit zur Einreichung einer abschliessenden Stellungnahme zur Anklageschrift gegeben.
B.a.�Der Einzelrichter am Strafgericht des Kantons Zug sprach mit Urteil vom 19. August 2009 die Beschuldigten - darunter die Beschwerdef�hrer im vorliegenden Verfahren - vom Vorwurf des Hausfriedensbruchs im Sinne von Art. 186 StGB frei. Er sprach die Beschuldigten hingegen der N�tigung (Art. 181 StGB) schuldig und bestrafte sie mit Geldstrafen von 5 Tagess�tzen zu Fr. 100.--, bedingt vollziehbar bei einer Probezeit von zwei Jahren. Die Verfahrenskosten wurden den Beschuldigten zu je 1/59 auferlegt.
B.b.�Dagegen erhoben die Beschuldigten Berufung mit den Antr�gen, das Urteil des Einzelrichters sei aufzuheben und das Verfahren sei gest�tzt auf � 38 Abs. 3 aStPO/ZG einzustellen; eventualiter seien sie vom Vorwurf der N�tigung freizusprechen.
Die Strafrechtliche Abteilung des Obergerichts des Kantons Zug stellte mit Urteil vom 26. Januar 2011 das Verfahren gegen zwei Beschuldigte, die inzwischen verstorben waren, ein. Sie wies die Berufungen der �brigen Beschuldigten - darunter der Beschwerdef�hrer im vorliegenden Verfahren - ab und sprach sie der N�tigung (Art. 181 StGB) schuldig. Sie nahm jedoch zufolge Verletzung des Beschleunigungsgebots von einer Bestrafung Umgang. Die Kosten der Untersuchung, des erstinstanzlichen Verfahrens und des Berufungsverfahrens wurden vollumf�nglich den Beschuldigten, respektive in zwei F�llen deren Erben, je zu gleichen Teilen von 1/57 auferlegt, und die Beschuldigten wurden verpflichtet, der Privatkl�gerin einen Teil der dieser zugesprochenen Entsch�digung zu zahlen.
Die Beschuldigten f�hren Beschwerde in Strafsachen mit den Antr�gen, das Urteil des Obergerichts des Kantons Zug vom 26. Januar 2011 sei im Schuldpunkt sowie im Kosten- und Entsch�digungspunkt aufzuheben, und sie seien von der Anschuldigung der N�tigung freizusprechen, unter Kosten- und Entsch�digungsfolgen.
Die Vorinstanz zitiert die Aussagen von mehreren Beschuldigten gegen�ber der Polizei respektive gegen�ber dem Untersuchungsrichteramt �ber den Zweck der Aktion vom 10. Oktober 2002: Man habe die Zufahrten blockieren wollen, um Lieferungen von Beton aus dem Kieswerk zu verhindern; es habe die Absicht bestanden, die Zufahrten zum Kieswerk der Privatkl�gerin den ganzen Tag mit Personenwagen zu blockieren; man habe mit der Sperrung erreichen wollen, dass der Betrieb der Privatkl�gerin lahmgelegt werde; durch die Blockade habe man die Verantwortlichen der Privatkl�gerin bez�glich der Fr�hpensionierung "aufwecken" wollen; der Grund f�r die Blockade sei die ablehnende Haltung der Verantwortlichen der Privatkl�gerin gegen�ber der Fr�hpensionierung gewesen. Die Vorinstanz zitiert die Aussagen einzelner Beschuldigter gegen�ber der Polizei am Ort des Geschehens, wonach sie hierher gekommen seien, um im Auftrag der GBI das Unternehmen der Privatkl�gerin zu blockieren. Die Vorinstanz zitiert die Zeugenaussage des Polizeibeamten G.________, wonach die Zufahrten zum Gel�nde der Privatkl�gerin von Anfang an vollkommen blockiert gewesen seien und diverse Lastwagen - grob gesch�tzt etwa ein Dutzend - nicht auf das Gel�nde gelassen worden seien und wieder h�tten umkehren m�ssen. Die Vorinstanz verweist auf Fotoaufnahmen, aus denen ersichtlich sei, dass der Haupteingang zum Gel�nde der Privatkl�gerin mit Fahrzeugen und Absperrb�ndern versperrt war. Sie weist sodann auf das Urteil des Kantonsgerichts Zug vom 13. Dezember 2006 im Zivilverfahren hin, in dem ein grosser Teil der Beschuldigten im Strafverfahren als Beklagte ins Recht gefasst wurden. Aus jenem Urteil gehe hervor, dass unbestrittenermassen der Vorder- und der Hintereingang des Werksgel�ndes der Privatkl�gerin blockiert wurden, die Blockade durch verschiedene Fahrzeuge erstellt wurde und einige Stunden dauerte. Unter den Parteien im Zivilverfahren habe somit von Beginn weg Einigkeit dar�ber bestanden, dass damals eine Blockade bewirkt worden war. Daher habe sich die Zivilrechtliche Abteilung des Obergerichts des Kantons Zug in ihrem rechtskr�ftigen Urteil vom 20. Mai 2008 mit der Frage der Blockade gar nicht mehr befassen m�ssen.
Die Vorinstanz erachtet es mit der ersten Instanz gest�tzt auf mehrere Zeugenaussagen, den Polizeirapport, die von mehreren Beschuldigten vor Ort des Geschehens unterschriebenen Notizen von Polizeibeamten betreffend ihre Aussagen sowie die Fotoaufnahmen als erstellt, dass am 10. Oktober 2002 alle Zufahrten zum Werksgel�nde der Privatkl�gerin von den anwesenden Demonstranten gezielt und planm�ssig versperrt wurden, was mit einer Ausnahme zu einer vollst�ndigen Werksblockade f�hrte. Einem einzigen Bitumen-Transporter sei w�hrend des genannten Zeitraums Einlass in das Werksgel�nde gew�hrt worden. Im relevanten Zeitraum sei die Kontrolle �ber die Werkszufahrten von Teilnehmern der Protestaktion ausge�bt worden, was unter anderem die Aussagen von H.________ (einem Vertreter der Firma B.________ AG) zum Bitumen-Transporter belegten. Mit diesem Fahrzeug habe zwar ohne weiteres an den Polizeibeamten vorbei bis zum Haupteingang gefahren werden k�nnen. Nachdem der Bitumen-Transporter dort angekommen sei, seien es jedoch Teilnehmer der Aktion gewesen, die �ber dessen Einlass ins Werksgel�nde entschieden h�tten. Die Einschr�nkung des Lastwagenverkehrs zum Werksgel�nde und von diesem Gel�nde weg habe mithin nichts mit der Verkehrsumleitung durch die Polizei zu tun, sondern sei ausschliesslich auf die Blockade zur�ckzuf�hren. Die Polizei habe bloss reaktiv und zum Schutz der Anwesenden gehandelt.
Die Vorinstanz h�lt im Weiteren fest, durch die Blockade des Werksgel�ndes f�r mehrere Stunden h�tten die Beschuldigten einerseits die Fahrer von Transportfahrzeugen gen�tigt, beabsichtigte Fahrten zu unterlassen, und andererseits die Privatkl�gerin gen�tigt, die Aus�bung ihrer Befugnisse in Bezug auf den Transportverkehr zu unterlassen. Die Frage, welche Fahrzeuge wann um Einlass gebeten h�tten, brauche nicht weiter abgekl�rt zu werden. Entscheidend sei einzig, dass diverse Lastwagen von den Beschuldigten w�hrend der Aktion nicht auf das Werksgel�nde gelassen worden seien und wieder h�tten umdrehen m�ssen, was der Polizeibeamte G.________ als Zeuge best�tigt habe (angefochtenes Urteil S. 25 ff.).
Die Vorinstanz geht gest�tzt auf die Zeugenaussage des Polizeibeamten G.________ davon aus, dass die Strasse erst ab zirka 11 Uhr durch die Polizei abgesperrt worden sei und die polizeiliche Sperrung somit entgegen der Behauptung der Beschwerdef�hrer nicht bereits fr�hmorgens, sp�testens um 07.00 Uhr, begonnen habe (angefochtenes Urteil S. 20).
Die Beschwerdef�hrer fechten diese Feststellungen der Vorinstanz aus verschiedenen Gr�nden an. Sie r�gen im Besonderen willk�rliche Beweisw�rdigung und Verletzung ihres Anspruchs auf rechtliches Geh�r in mehrfacher Hinsicht.
2.1.�Die Feststellung der Vorinstanz, die Strasse sei von der Polizei erst ab ca. 11.00 Uhr gesperrt worden, st�tzt sich einzig auf die Zeugenaussage des Polizeibeamten G.________. Dieser sagte an seiner untersuchungsrichterlichen Einvernahme vom 13. Februar 2006 als Zeuge aus, er habe den Auftrag erhalten, die Strasse zu sperren. Dies d�rfte um ca. 11.00 Uhr gewesen sein, eher etwas vorher. Die Sperre sei n�tig geworden, weil die GBI-Leute angesichts ihrer zunehmenden Anzahl allm�hlich bis in die Strasse gestanden seien und den Verkehr behindert h�tten. Der Bereich vor dem Eingang habe sich mit Leuten gef�llt, und die Strasse sei deshalb f�r den allgemeinen Verkehr nicht mehr problemlos passierbar gewesen. Daher habe er den Auftrag erhalten, die Strasse zu sperren. Dies habe er an der Kreuzung Oberwil, alleine, gemacht (kant. Akten D 3/11 Ziff. 6).
Den Akten lassen sich indessen auch Aussagen von Beschuldigten sowie Zeugenaussagen von Polizeibeamten entnehmen, die f�r die Darstellung der Beschwerdef�hrer sprechen, dass die Polizei die Strasse schon einige Stunden fr�her absperrte. Mehrere Beschuldigte gaben an, bei ihrem Eintreffen am Ort des Geschehens zwischen ca. 08.00 und 09.00 Uhr habe die Polizei die Strasse bereits abgesperrt und den Verkehr umgeleitet. Der Polizeibeamte I.________ sagte an seiner untersuchungsrichterlichen Einvernahme vom 23. Januar 2006 als Zeuge aus, "dass die Strasse seitens der ZuPo gesperrt wurde und dies einige Zeit vor meinem Aufgebot, d.h. einige Zeit vor 10.00 Uhr" (kant. Akten D 3/3 Ziff. 19). Der Polizeibeamte K.________ antwortete an seiner untersuchungsrichterlichen Einvernahme vom 23. Januar 2006 als Zeuge auf die Frage, ab wann die Strasse durch die Polizei gesperrt worden sei, Folgendes: "Das war sehr fr�h, d.h. bevor ich vor Ort eintraf, wann genau weiss ich aber nicht" (kant. Akten D 3/4 Ziff. 30). Der Liste betreffend den polizeilichen Einsatz vom 10. Oktober 2002 l�sst sich entnehmen, dass der Polizeibeamte K.________ seinen Einsatz um 09.45 Uhr begann (kant. Akten D 2.3.2). Aus dem Journal der Zuger Polizei betreffend den 10. Oktober 2002 zum Thema Verkehrsbehinderung geht hervor, dass sich die Beamten schon zwischen 06.00 und 07.00 Uhr um Material f�r die Signalisation zum Umleiten des Verkehrs bem�hten (kant. Akten D 4.5.2).
Mit diesen Beweismitteln setzt sich die Vorinstanz im angefochtenen Urteil nicht explizit auseinander. Aus dem Entscheid wird nicht ersichtlich, ob sie die genannten Beweise �berhaupt zur Kenntnis genommen und wie sie diese gegebenenfalls gew�rdigt hat und aus welchen Gr�nden sie trotzdem allein gest�tzt auf die Zeugenaussage des Polizeibeamten G.________ die Feststellung trifft, die Strasse sei von der Polizei entgegen der Darstellung der Beschwerdef�hrer nicht bereits am fr�hen Morgen, sondern erst um ca. 11.00 Uhr abgesperrt worden. Dadurch verletzt die Vorinstanz einerseits ihre Begr�ndungspflicht und andererseits den Anspruch der Beschwerdef�hrer auf rechtliches Geh�r. Im �brigen kann die Zeugenaussage des Polizeibeamten G.________, wonach er um ca. 11.00 Uhr den Auftrag erhalten habe, die Strasse zu sperren, auch in dem Sinn verstanden werden, dass er ab 11.00 Uhr einen Posten bei der Polizeisperre einzunehmen hatte (die jedoch schon seit einiger Zeit bestand). Dies f�hrt indessen aus nachstehenden Gr�nden nicht zur Gutheissung der Beschwerde.
2.2.1.�Der Zeitpunkt der Errichtung der polizeilichen Absperrung ist aus der Sicht der Beschwerdef�hrer deshalb von Bedeutung, weil sie den Standpunkt vertreten, dass zufolge der polizeilichen Absperrung beziehungsweise Umleitung mit Ausnahme des Bitumen-Transporters keine Lastwagen zum Gel�nde der Privatkl�gerin gelangt seien und sie daher gar nicht in die Lage gekommen seien, einen Lastwagen an der Einfahrt zum Betrieb der Privatkl�gerin zu hindern, selbst wenn sie dies gewollt h�tten. Den Bitumen-Transporter, welcher als einziges Fahrzeug durch die polizeiliche Absperrung gelangt sei, h�tten sie aber nicht an der Einfahrt gehindert.
2.2.2.�Die Vorinstanz misst demgegen�ber dem Zeitpunkt der Errichtung der polizeilichen Absperrung respektive Umleitung keine entscheidende Bedeutung zu. Denn ihres Erachtens hatte "die Einschr�nkung des Lastwagenverkehrs zum Werksgel�nde und von diesem Gel�nde weg ... nichts mit der Verkehrsumleitung der Polizei zu tun, sondern war ausschliesslich auf die Blockade zur�ckzuf�hren" (angefochtenes Urteil S. 26).
Die Vorinstanz begr�ndet dies mit dem Argument, dass mit dem Bitumen-Transporter "zwar ohne weiteres an den Polizeibeamten vorbei bis zum Haupteingang gefahren werden" konnte. Dort angekommen, seien "es jedoch die Teilnehmer der Aktion (gewesen), die �ber den Einlass des Bitumen-Transporters ins Werksgel�nde entschieden" h�tten (angefochtenes Urteil S. 26). Die Vorinstanz stellt fest, "dass diverse Lastwagen von den Beschuldigten w�hrend der Aktion nicht auf das Werksgel�nde gelassen wurden und wieder umdrehen mussten" (angefochtenes Urteil S. 26). Sie st�tzt diese ihres Erachtens "entscheidende" Feststellung auf die Zeugenaussage des Polizeibeamten G.________ (angefochtenes Urteil S. 26), der ausgesagt hatte, diverse Lastwagen - grob gesch�tzt ca. ein Dutzend - seien nicht auf das Gel�nde gelassen worden und h�tten wieder umdrehen m�ssen (angefochtenes Urteil S. 21, 25). Auf die Frage der Untersuchungsrichterin betreffend den Bitumen-Transporter aus Deutschland antwortete der Polizeibeamte G.________ in der untersuchungsrichterlichen Einvernahme vom 13. Februar 2006 als Zeuge, er k�nne zu diesem einzelnen Vorfall nichts sagen. Er k�nne sich aber "an diverse Lastwagenchauffeure erinnern, die mit Lastwagen kamen und dann nicht aufs Gel�nde gelassen wurden und entsprechend genervt wieder umdrehen mussten". Wie viele genervte Chauffeure er gesehen habe, k�nne er nicht genau sagen, grob gesch�tzt ein Dutzend (kant. Akten D 3/11 Ziff. 23). Die Vorinstanz f�hrt aus, die Schilderung des Zeugen G.________ finde ihre St�tze in den Aussagen mehrerer anderer Zeugen und werde auch durch den Polizeirapport und die Fotoaufnahmen untermauert (angefochtenes Urteil S. 21). Aus den im angefochtenen Urteil in diesem Zusammenhang genannten Aktenstellen ergibt sich jedoch nicht, dass diverse Lastwagen von Teilnehmern der Protestaktion nicht auf das Gel�nde gelassen wurden und daher wieder umkehren mussten. Zwar ist in den Zeugeneinvernahmen der Polizeibeamten mehrfach von "Blockade" durch die Teilnehmer der Aktion die Rede, doch ergibt sich aus den Aussagen nicht, welche Konsequenzen die "Blockade" konkret hatte. Mit Ausnahme des Polizeibeamten G.________ sagte keiner der �brigen als Zeugen einvernommenen Polizeibeamten ausdr�cklich aus, dass durch Teilnehmer der Aktion Lastwagen an der Einfahrt in das Werksgel�nde gehindert wurden und daher umkehren mussten. Dies l�sst sich indessen damit erkl�ren, dass die Untersuchungsrichterin nicht explizit danach fragte, wohl deshalb nicht, weil aus ihrer Sicht klar war, dass zufolge der von mehreren Demonstranten selbst als "Blockade" verstandenen und kundgegebenen Aktion Lastwagen an der Einfahrt auf das Gel�nde der Privatkl�gerin gehindert wurden. Dies erkl�rt auch, weshalb die Untersuchungsrichterin in den Zeugeneinvernahmen der Polizeibeamten den speziellen Vorfall betreffend den Bitumen-Transporter aus Deutschland thematisierte, welchem von den Teilnehmern der Aktion schliesslich - allerdings erst nach langwierigen Diskussionen - die Einfahrt auf das Werksgel�nde gestattet wurde, weil andernfalls ein erheblicher Verm�gensschaden entstanden w�re. Der Polizeibeamte K.________ sagte in seiner untersuchungsrichterlichen Einvernahme vom 23. Januar 2006 als Zeuge aus, er habe mitbekommen, dass ein grosser Schaden entstanden w�re, wenn der Lastwagen nicht h�tte passieren k�nnen. Er sei an der Diskussion mit den GBI-Leuten beteiligt gewesen und habe an deren Vernunft appelliert. Nach ca. einer Stunde sei der Lastwagen dann durchgelassen worden (kant. Akten D 3/4 Ziff. 19). In Tat und Wahrheit wurde der Bitumen-Transporter w�hrend einer noch l�ngeren Zeit, n�mlich w�hrend rund drei Stunden, aufgehalten, wie sich aus dem Journal der Zuger Polizei vom 10. Oktober 2002 (kant. Akten D 4.5.2.) ergibt, was schon f�r sich allein eine unter dem Gesichtspunkt der N�tigung relevante Behinderung darstellt.
2.2.3.�Der Fall betreffend den Bitumen-Transporter, der von den Teilnehmern der Aktion schliesslich durchgelassen wurde, stellt offenkundig eine Ausnahme dar und wurde gerade aus diesem Grunde in den Einvernahmen thematisiert. Auch daraus l�sst sich willk�rfrei schliessen, dass andere Lastwagenchauffeure - entsprechend der Zeugenaussage des Polizeibeamten G.________ - nicht auf das Gel�nde gelassen wurden und daher umkehren mussten, wobei sie nicht schon aufgrund der polizeilichen Umleitung des Verkehrs, sondern zufolge der von den Teilnehmern der Aktion errichteten Blockade nicht auf das Werksgel�nde gelangen konnten.
2.3.�Die Frage, wie viele Lastwagen umkehren mussten, ist indessen strafrechtlich ohnehin nicht entscheidend. Der Tatbestand der N�tigung ist in der hier gegebenen Konstellation nicht nur erf�llt, soweit tats�chlich Lastwagenchauffeure bis zum Ort der Aktion fuhren, dort an der Einfahrt auf das Werksgel�nde gehindert wurden und deshalb wieder umkehren mussten. Er ist auch gegeben, soweit Lastwagenchauffeure aufgrund der Blockadeaktion gar nicht erst versuchten, auf das Werksgel�nde zu gelangen, weil ein solches Vorhaben angesichts der Blockadeaktion aussichtslos erschien.
Daher ist es unerheblich, dass gem�ss den Behauptungen der Beschwerdef�hrer kein Lastwagenchauffeur das Gel�nde der Privatkl�gerin habe verlassen wollen und folglich die Teilnehmer der Aktion gar nicht in die Lage gekommen seien, einen konkreten Lastwagenchauffeur an der Ausfahrt zu hindern. Der Tatbestand der N�tigung ist erf�llt, soweit die Verantwortlichen der Privatkl�gerin in Anbetracht der Blockadeaktion vern�nftigerweise umdisponierten und den Lastwagenverkehr und damit zumindest partiell den Betrieb einstellten, was im �brigen der Zweck der Blockadeaktion war. Die Vorinstanz bringt dies zutreffend mit der Erw�gung zum Ausdruck, die Beschuldigten h�tten die Privatkl�gerin gen�tigt, die Aus�bung ihrer Befugnisse in Bezug auf den Transportverkehr zu unterlassen (angefochtenes Urteil S. 26).
Die Beschwerdef�hrer k�nnen sich daher vom Vorwurf der N�tigung nicht mit dem Argument entlasten, dass - mit Ausnahme des Bitumen-Transporters, den sie schliesslich h�tten passieren lassen - kein Fahrzeug am Ort des Geschehens aufgetaucht sei und sie daher gar nicht in die Lage gekommen seien, einen konkreten Chauffeur an der Weiterfahrt zu hindern.
3.1.�Die Vorinstanz legt in eingehender Auseinandersetzung mit den Einw�nden der Beschuldigten ausf�hrlich dar, dass und weshalb diese - und somit auch die Beschwerdef�hrer - in Bezug auf die Blockade vors�tzlich und mitt�terschaftlich handelten. Die Blockadeaktion sei geplant gewesen, wie aus dem Protokoll der ausserordentlichen Berufskonferenz der GBI vom 21. September 2002 hervorgehe. Die Beschuldigten seien gr�sstenteils Funktion�re oder zumindest Mitglieder der GBI gewesen und �ber das Ziel der Aktion instruiert worden. Keiner der Beschuldigten sei rein zuf�llig oder bloss in beobachtender beziehungsweise untergeordneter Funktion am Ort des Geschehens gewesen. Die wenigen Beschuldigten, die weder Funktion�re noch Mitglieder der GBI gewesen respektive erst im Verlauf des Tages am Ort des Geschehens eingetroffen seien, h�tten den f�r alle Anwesenden un�bersehbaren Zweck der Aktion, die Zufahrten zu den beiden Betrieben zu blockieren, unweigerlich erkannt und sich den Tatentschluss der �brigen Beteiligten sukzessive zu eigen gemacht. Allen Teilnehmern sei klar gewesen, dass es sich um eine gezielte Blockadeaktion und somit nicht bloss um eine gew�hnliche Demonstration auf �ffentlichem Grund mit den dabei �blicherweise einhergehenden Verkehrsbehinderungen gehandelt habe. Da der eingetretene Erfolg offensichtlich die Folge einer von den Beschuldigten gemeinsam begangenen Handlung gewesen sei, m�sse nicht bestimmt werden, wer in welcher Funktion wann wo was gemacht habe (angefochtenes Urteil S. 27 ff.).
3.2.�Die Beschwerdef�hrer machen geltend, die Vorinstanz habe den N�tigungsvorsatz willk�rlich und unter Verletzung ihres Anspruchs auf rechtliches Geh�r bejaht, indem sie die dagegen erhobenen Einw�nde als Schutzbehauptungen qualifiziere. Zudem gebe es keine Hinweise darauf, dass sie irgendwie mit der Entschliessung, Planung oder Ausf�hrung einer n�tigenden Handlung befasst gewesen seien. Sie seien davon ausgegangen, an einer legalen gewerkschaftlichen Aktion teilzunehmen.
Was die Beschwerdef�hrer zur Begr�ndung im Einzelnen vorbringen, ist zum einen unzul�ssige appellatorische Kritik an der Beweisw�rdigung und geht zum andern an der Sache vorbei. Die Vorinstanz stellt willk�rfrei fest, dass die Aktion die Behinderung des Werkverkehrs durch Blockierung der Zufahrten bezweckte, dass die Beschwerdef�hrer um diesen Zweck wussten und durch ihre Beteiligung an der Aktion willentlich zu dessen Erreichung beitrugen. Inwiefern bei dieser Sachlage die Vorinstanz den N�tigungsvorsatz und die Mitt�terschaft zu Unrecht bejaht habe, legen die Beschwerdef�hrer nicht dar und ist nicht ersichtlich.
Die Beschwerdef�hrer machen wie im Berufungsverfahren geltend, verschiedene Vorschriften des kantonalen Prozessrechts seien willk�rlich missachtet worden.
Das kantonale Berufungsverfahren bestimmte sich unstreitig nicht nach der Schweizerischen Strafprozessordnung, die am 1. Januar 2011 in Kraft getreten ist, sondern nach der bis Ende 2010 geltenden Strafprozessordnung des Kantons Zug (aStPO/ZG), da der mit der kantonalen Berufung angefochtene Entscheid vor dem 1. Januar 2011 ausgef�llt wurde (siehe Art. 453 Abs. 1 der Schweizerischen Strafprozessordnung).
4.1.�Gem�ss � 31 aStPO/ZG ("Schlussverh�r") wurde der Beschuldigte vor dem Abschluss der Untersuchung zu allen wesentlichen Ergebnissen einvernommen. Dabei wurden ihm die f�r die Beurteilung in Frage kommenden gesetzlichen Bestimmungen vorgehalten. Ferner war er zu befragen, ob er noch irgendwelche Bemerkungen oder Klagen vorzubringen habe und ob er einen amtlichen Verteidiger w�nsche. Nach � 32 Abs. 2 aStPO/ZG setzte die Staatsanwaltschaft nach Aufnahme des Schlussverh�rs eine kurze, den Verh�ltnissen angemessene Frist an, binnen welcher Aktenerg�nzungen anbegehrt werden konnten.
4.1.1.�Die Beschwerdef�hrer beanstanden, dass sie im ganzen Untersuchungsverfahren nie befragt worden seien, insbesondere auch kein Schlussverh�r gem�ss � 31 aStPO/ZG stattgefunden habe und sie demzufolge auch keine Gelegenheit erhalten h�tten, gem�ss � 32 Abs. 2 aStPO/ZG Aktenerg�nzungen anzubegehren. Dies lasse sich entgegen der Ansicht der Vorinstanz nicht dadurch rechtfertigen, dass sie anderweitig Gelegenheit zur Stellungnahme gehabt und darauf verzichtet h�tten. Diesbez�gliche �usserungen einiger Beschuldigter und des fr�heren Verteidigers in den Jahren 2002 und 2003 seien unerheblich, weil das Untersuchungsverfahren aufgrund des Urteils der Justizkommission des Obergerichts des Kantons Zug vom 28. M�rz 2007 wieder neu er�ffnet worden sei. Deshalb h�tte in jedem Fall ein Schlussverh�r gem�ss � 31 aStPO/ZG, der entgegen der Ansicht der Vorinstanz nicht lediglich eine Ordnungsvorschrift sei, durchgef�hrt und den Beschuldigten danach Gelegenheit zum Antrag auf Aktenerg�nzungen gegeben werden m�ssen. Durch die willk�rliche Anwendung beziehungsweise Nicht-Anwendung von Vorschriften des kantonalen Strafprozessrechts seien ihre Anspr�che auf rechtliches Geh�r und auf angemessene Verteidigung verletzt worden.
4.1.2.�Die Beschwerdef�hrer hatten gem�ss den zutreffenden Ausf�hrungen der Vorinstanz mehrfach Gelegenheit, zu den gegen sie erhobenen Anschuldigungen auszusagen oder durch den Verteidiger Stellung zu nehmen. Aus zahlreichen Umst�nden ergibt sich, dass sie jedoch darauf konsequent verzichteten und sich auf das Verfahren schlichtweg nicht einlassen wollten. Rechtsanwalt C.________, der im Untersuchungsverfahren der einzige Verteidiger war, teilte bereits am 15. November 2002 der Zuger Polizei mit, die aufgebotenen beziehungsweise noch aufzubietenden Beschuldigten w�rden nicht an einer polizeilichen Befragung teilnehmen. Die vorgeladenen Beschuldigten erkl�rten dem polizeilichen Sachbearbeiter, keine Aussagen zur Sache zu machen. Daher wurde auf die Durchf�hrung von polizeilichen Befragungen verzichtet. Rechtsanwalt C.________ erkl�rte, eine Einvernahme seiner Mandanten im Untersuchungsverfahren w�rde nichts bringen, weil sie sich unkooperativ verhalten und sicher nichts zur Kl�rung des Sachverhalts beitragen w�rden. Nachdem zahlreiche Vorladungen versandt worden waren, gab Rechtsanwalt C.________ dem Untersuchungsrichteramt zu verstehen, seinen Mandanten empfehlen zu m�ssen, auch auf untersuchungsrichterlicher Ebene keine Aussagen zu machen. Daher wurden die bereits zugestellten Vorladungen zur�ckgezogen. Auf das Schreiben des Untersuchungsrichteramts vom 17. Juli 2003 an Rechtsanwalt C.________ sowie an die nicht von ihm verteidigten Beschuldigten hin verzichteten alle Beschuldigten auf eine schriftliche Stellungnahme zur Sache sowie auf eine formelle Befragung und damit auf das Schlussverh�r. Mit Schreiben vom 9. Oktober 2003 teilte Rechtsanwalt C.________, der damals 55 der insgesamt 67 Beschuldigten vertrat, dem Untersuchungsrichteramt mit, dass er in Anbetracht der tats�chlichen und rechtlichen Besonderheiten des Falles mit einer richterlichen Beurteilung ohne weitere Untersuchungshandlungen einverstanden sei und demzufolge auf ein Aktenerg�nzungsbegehren verzichte. Ebenfalls verzichte er auf eine Stellungnahme zum Schlussvorhalt (kant. Akten HD 3/6 S. 2; zum Ganzen angefochtenes Urteil S. 13).
4.1.3.�Der Grundsatz von Treu und Glauben gilt im Strafverfahren nicht nur f�r die Strafbeh�rden, sondern ebenfalls f�r die privaten Parteien und die �brigen Verfahrensbeteiligten, mithin auch f�r den Beschuldigten. Aus dem Grundsatz ergibt sich das Verbot des widerspr�chlichen Verhaltens (BGE 131 I 185 E. 3.2.4 mit Hinweisen). Wer in der Untersuchung sich auf das Verfahren nicht einl�sst, auf eine formelle Befragung, ein Schlussverh�r und auf Aktenerg�nzungen verzichtet, dann aber im Berufungsverfahren sich dar�ber beklagt, dass kein Schlussverh�r durchgef�hrt wurde, verh�lt sich nach der zutreffenden Auffassung der Vorinstanz rechtsmissbr�uchlich und verdient keinen Rechtsschutz. Es ist insoweit entgegen der Meinung der Beschwerdef�hrer unerheblich, dass die Untersuchung, die vom Untersuchungsrichteramt durch Verf�gung vom 17. Oktober 2006 eingestellt worden war, zufolge Gutheissung der von der Staatsanwaltschaft und der Privatkl�gerin dagegen eingereichten Beschwerden durch den Entscheid der Justizkommission des Obergerichts des Kantons Zug vom 28. M�rz 2007 weitergef�hrt werden musste. Die Beschwerdef�hrer hatten bereits durch ihr vorg�ngiges Verhalten unmissverst�ndlich zum Ausdruck gebracht, dass sie definitiv keine Aussagen machen und nichts zur Kl�rung des Sachverhalts beitragen wollten. Die neun Beschuldigten, die im fortgef�hrten Untersuchungsverfahren am 23. August 2007 untersuchungsrichterlich einvernommen wurden, machten denn auch in Anwesenheit ihres damaligen Verteidigers vom Aussageverweigerungsrecht Gebrauch, weshalb auf eine Einvernahme der �brigen Beschuldigten verzichtet wurde. Die Beschuldigten blieben der auf den 17. Juni 2009 angesetzten erstinstanzlichen Hauptverhandlung unentschuldigt fern.
In Anbetracht dieser Umst�nde ist es ein offenbarer Rechtsmissbrauch, wenn die Beschwerdef�hrer sich dar�ber beklagen, dass entgegen � 31 aStPO/ZG kein Schlussverh�r durchgef�hrt und ihnen entgegen � 32 Abs. 2 aStPO/ZG keine Frist zum Antrag auf Aktenerg�nzungen gesetzt wurde. Die R�gen der Beschwerdef�hrer betreffend willk�rliche Anwendung des kantonalen Prozessrechts, Verweigerung des rechtlichen Geh�rs und Verletzung des Anspruchs auf ein faires Verfahren sind unbegr�ndet.
4.2.�Gem�ss � 59 Abs. 2 aStPO/ZG fand im Verfahren vor dem Einzelrichter unter den in Ziff. 1 bis 3 alternativ genannten Voraussetzungen eine Verhandlung statt, n�mlich wenn eine Strafe der in Ziff. 1 genannten Mindestdauer in Betracht fiel, wenn die Staatsanwaltschaft oder der Beschuldigte es verlangte (Ziff. 2) oder wenn der Einzelrichter es f�r geboten erachtete (Ziff. 3).
4.2.1.�Die Beschwerdef�hrer liessen durch ihren Verteidiger unter Hinweis auf � 59 Abs. 2 Ziff. 2 aStPO/ZG die Durchf�hrung einer m�ndlichen beziehungsweise �ffentlichen Hauptverhandlung vor dem Einzelrichter beantragen. Sie wurden daher ordnungsgem�ss zur Hauptverhandlung vom 17./18./24. und 25. Juni 2009 vorgeladen. Alle Beschuldigten blieben jedoch der Verhandlung unentschuldigt fern. Es erschienen allein zwei der drei Verteidiger. Der Einzelrichter stellte daher mit Verf�gung vom 23. Juni 2009 die S�umnis der Beschuldigten hinsichtlich der Hauptverhandlung fest, wertete diese als Verzicht der Beschwerdef�hrer auf eine Hauptverhandlung beziehungsweise als R�ckzug des diesbez�glichen Begehrens, gab der Verteidigung unter Hinweis auf � 59 Abs. 2 Satz 1 aStPO/ZG die Gelegenheit zu einer schriftlichen Stellungnahme zur Anklageschrift und f�llte am 19. August 2009 das Urteil. Er sah mithin davon ab, eine neue Hauptverhandlung anzusetzen und die Beschuldigten dazu vorzuladen respektive eine Hauptverhandlung in Abwesenheit der Beschuldigten durchzuf�hren.
4.2.2.�Durch dieses Vorgehen hat der Einzelrichter weder Vorschriften des kantonalen Prozessrechts willk�rlich angewendet noch verfassungsm�ssige Rechte der Beschwerdef�hrer verletzt. Zwar sah � 44 Abs. 3 aStPO/ZG vor, dass die Hauptverhandlung in Abwesenheit des Beschuldigten durchgef�hrt und daran anschliessend das Urteil gef�llt werden konnte, wenn der Beschuldigte trotz zweimaliger ordnungsgem�sser Vorladung unentschuldigt fernblieb. Diese Bestimmung galt indessen, wie sich aus ihrer Stellung im Gesetz ergibt, f�r das (ordentliche) Hauptverfahren, in welchem - unter Vorbehalt von � 39ter aStPO/ ZG betreffend den Verzicht auf Hauptverhandlung aus besonderen Gr�nden - eine Hauptverhandlung stattzufinden hatte, an welcher der Beschuldigte gem�ss � 44 Abs. 1 aStPO/ZG pers�nlich erscheinen musste. Das Verfahren vor dem Einzelrichter geh�rte hingegen zu den "besonderen Arten des Verfahrens", und eine Hauptverhandlung hatte nur in den in � 59 Abs. 2 Satz 2 Ziff. 1-3 aStPO/ZG genannten F�llen stattzufinden, unter anderem wenn der Beschuldigte es verlangte. � 44 Abs. 3 aStPO/ZG war nach der willk�rfreien Auffassung der Vorinstanz auf das Verfahren vor dem Einzelrichter gem�ss � 59 aStPO/ZG nicht anwendbar. Der Einzelrichter war nicht gehalten, die Beschuldigten, die unentschuldigt der auf ihr Verlangen hin angeordneten Hauptverhandlung ferngeblieben waren, in Anwendung von Art. 44 Abs. 3 aStPO/ZG ein zweites Mal vorzuladen und im Falle der erneuten S�umnis eine Hauptverhandlung in deren Abwesenheit durchzuf�hren.
Der Einzelrichter durfte das unentschuldigte Fernbleiben der Beschuldigten von der allein auf deren Antrag hin angeordneten Hauptverhandlung nach der willk�rfreien Auffassung der Vorinstanz als Verzicht auf eine m�ndliche Hauptverhandlung beziehungsweise als R�ckzug des diesbez�glichen Begehrens werten. Unerheblich ist insoweit, dass die Hauptverhandlung grunds�tzlich - unter Vorbehalt von vorliegend nicht in Betracht fallenden Ausnahmen - von Verfassungs wegen �ffentlich ist. Soweit die Beschwerdef�hrer gest�tzt auf � 59 Abs. 2 Satz 2 Ziff. 2 aStPO/ZG eine Verhandlung gerade deshalb verlangt haben sollten, weil diese grunds�tzlich publikums�ffentlich ist und sie an dieser �ffentlichkeit interessiert waren, w�re es ihnen unbenommen gewesen, wenigstens an der Verhandlung zu erscheinen und in dieser von ihrem Aussageverweigerungsrecht Gebrauch zu machen, in welchem Falle keine S�umnis vorgelegen h�tte, die als Verzicht beziehungsweise R�ckzug h�tte gewertet werden k�nnen. Indem die Beschwerdef�hrer eine Hauptverhandlung verlangten, in der Folge aber an der Verhandlung, die einzig aufgrund ihres Verlangens angeordnet werden musste, unentschuldigt nicht erschienen, verhielten sie sich widerspr�chlich, was keinen Rechtsschutz verdient.
5.1.�Die Beschwerdef�hrer beantragten in ihrer Stellungnahme vom 27. Juli 2009 die Einvernahme von L.________ als Zeugen. Dieser habe eine der aus Bern zur Demonstration angereisten Delegationen organisiert und k�nne als Zeuge best�tigen, dass die von ihm geleitete Gruppe keineswegs irgendeine Zufahrt blockiert habe.
Die Vorinstanz h�lt fest, auf die Abnahme dieses Beweises sei zu verzichten. Der Polizeibeamte G.________ habe als Zeuge glaubhaft ausgef�hrt, diverse Lastwagen seien von den Demonstranten nicht auf das Gel�nde gelassen worden und h�tten wieder umkehren m�ssen. Diese Schilderung werde durch die Aussagen verschiedener anderer Zeugen gest�tzt sowie durch den Polizeirapport und die Fotoaufnahmen untermauert. An diesem Beweisergebnis verm�chte die allenfalls gegenteilige Zeugenaussage von L.________ zum mehrere Jahre zur�ckliegenden Vorfall nichts zu �ndern, zumal er als Leiter einer Gruppe von Demonstranten aktiv in das Geschehen involviert gewesen sei, weshalb seinen Aussagen kein massgeblicher Beweiswert zukomme (angefochtenes Urteil S. 21).
Die Vorinstanz hat damit in antizipierter Beweisw�rdigung eine Zeugeneinvernahme von L.________ als nicht erforderlich erachtet. Was die Beschwerdef�hrer dagegen vorbringen, ersch�pft sich in appellatorischer Kritik, die zur Begr�ndung der Willk�rr�ge nicht gen�gt. Die Beschwerdef�hrer verkennen im �brigen, dass sich die dem Schuldspruch zugrunde liegenden tats�chlichen Feststellungen nicht allein auf die Zeugenaussage des Polizeibeamten G.________, sondern auf weitere Beweise st�tzen.
5.2.�DieBeschwerdef�hrer beantragten in ihrer Stellungnahme vom 27. Juli 2009, dass die im Januar und im Februar 2006 erfolgten Einvernahmen von Polizeibeamten in Anwesenheit der Beschuldigten zu wiederholen seien, da ihnen diese Zeugeneinvernahmen nicht angezeigt worden seien. Weil die Aussagen der Polizeibeamten f�r den Schuldspruch relevant seien, m�sse den Beschuldigten Gelegenheit gegeben werden, Erg�nzungsfragen zu stellen.
5.2.1.�Gem�ss Art. 6 Ziff. 3 lit. d EMRK hat jede angeklagte Person das Recht, Fragen an die Belastungszeugen zu stellen oder stellen zu lassen. Dieser Anspruch ist ein besonderer Aspekt des Rechts auf ein faires Verfahren nach Art. 6 Ziff. 1 EMRK. Eine belastende Zeugenaussage ist grunds�tzlich nur verwertbar, wenn der Beschuldigte wenigstens einmal w�hrend des Verfahrens angemessen und hinreichend Gelegenheit hatte, das Zeugnis in Zweifel zu ziehen und Fragen an den Zeugen zu stellen (BGE 133 I 33 E. 3.1 mit Hinweisen).
5.2.2.�Die Beschwerdef�hrer begr�nden ihre Behauptung, dass ihnen die fraglichen Einvernahmen der Polizeibeamten nicht angezeigt worden seien, nicht. Die Behauptung steht im Widerspruch zu den tats�chlichen Feststellungen der Vorinstanz. Danach erhielt der damalige einzige Verteidiger der Beschuldigten, Rechtsanwalt C.________, am 11. Januar 2006 alle Vorladungen f�r die Zeugeneinvernahmen in Kopie zugestellt. Die Beschuldigten seien im Zeitpunkt der Mitteilung der Termine anwaltlich vertreten gewesen. Erst mit Schreiben vom 19. Januar 2006 habe Rechtsanwalt C.________ der Untersuchungsrichterin die sofortige Niederlegung des Mandats als Verteidiger mitgeteilt. Es habe davon ausgegangen werden d�rfen, die Beschuldigten seien noch von Rechtsanwalt C.________ �ber die Termine der Einvernahmen der Polizeibeamten und �ber die Mandatsniederlegung orientiert worden (angefochtenes Urteil S. 17). Mit diesen Ausf�hrungen der Vorinstanz zur Anzeige der Zeugeneinvernahmen setzen sich die Beschwerdef�hrer nicht auseinander.
5.2.3.�Die Vorinstanz h�lt fest, trotz rechtzeitiger und ausreichender Anzeige der Zeugeneinvernahmen (gem�ss � 30bis Abs. 1 aStPO/ZG) h�tten weder die Beschuldigten noch ihr damaliger alleiniger Verteidiger noch ein anderer Rechtsvertreter an den im Januar und im Februar 2006 durchgef�hrten untersuchungsrichterlichen Zeugeneinvernahmen der Polizeibeamten teilgenommen. Dadurch h�tten die Beschuldigten auf eine Teilnahme verzichtet. Wenn aber der Beschuldigte beziehungsweise sein Verteidiger bewusst auf die M�glichkeit verzichtet, in der Untersuchung einer Zeugeneinvernahme beizuwohnen und allenfalls dem Zeugen Erg�nzungsfragen zu stellen, dann ist es nach den zutreffenden Erw�gungen im angefochtenen Urteil (S. 18) rechtsmissbr�uchlich, wenn er sp�ter geltend macht, er sei in seinen Rechten beeintr�chtigt worden.
5.3.�Die Beschwerdef�hrer beantragten in ihrer Stellungnahme vom 27. Juli 2009 ihre Konfrontation mit anderen Beschuldigten, welche w�hrend der Aktion vom 10. Oktober 2002 gegen�ber Polizeibeamten gem�ss deren Notizen angeblich von einer "Blockade" gesprochen haben. Die nicht weiter verifizierbare Behauptung einzelner Polizeibeamter, einige Beschuldigte h�tten ihnen gegen�ber von einer "Blockade" gesprochen, sei f�r die Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts entscheidend gewesen. Den Beschwerdef�hrern h�tte daher die M�glichkeit gegeben werden m�ssen, diese Aussagen zu widerlegen. Die Ablehnung ihres Antrags auf Konfrontation verletze ihren Anspruch auf rechtliches Geh�r.
Die Vorinstanz hat sich mit dieser R�ge ausf�hrlich auseinandergesetzt. Sie erw�gt unter anderem, den fraglichen Meinungs�usserungen einzelner Beschuldigter komme keine ausschlaggebende Bedeutung zu, weshalb kein Anspruch auf Konfrontation bestehe. Mit diesem Argument und den weiteren Erw�gungen im angefochtenen Urteil (S. 19 f.), auf die hier verwiesen werden kann, setzen sich die Beschwerdef�hrer nicht substantiiert auseinander, weshalb auf die Beschwerde in diesem Punkt mangels hinreichender Begr�ndung nicht einzutreten ist.
Die Beschwerdef�hrer machen geltend, der Tatbestand der N�tigung im Sinne von Art. 181 StGB sei nicht erf�llt. Sie h�tten an einer rechtm�ssigen Demonstration beziehungsweise Protestaktion teilgenommen und nicht die Absicht gehabt, jemanden zu n�tigen. Gewisse Beeintr�chtigungen des Verkehrsflusses l�gen in der Natur der Sache und seien hinzunehmen. Die in Frage stehenden Behinderungen seien im Wesentlichen nicht durch die Demonstration verursacht worden, sondern durch die von der Polizei im �ffentlichen Interesse vorgenommene vor�bergehende Sperrung der Zufahrtsstrasse zum Betriebsgel�nde.
Wohl nahmen die Beschwerdef�hrer an einer Demonstration teil, um gegen das ihres Erachtens vertragsbr�chige Verhalten des Schweizerischen Baumeisterverbandes im Zusammenhang mit der Einf�hrung der Fr�hpensionierung im Baugewerbe zu protestieren. Richtig ist, dass Demonstrationen naheliegenderweise an Orten durchgef�hrt werden, die mit dem Demonstrationszweck in einem Zusammenhang stehen, vorliegend mithin im Bereich des Gel�ndes von Repr�sentanten des Baugewerbes. Zutreffend ist auch, dass gewisse Verkehrsbehinderungen grunds�tzlich hinzunehmen sind, die sich bei einer Demonstration im �ffentlichen Raum kaum vermeiden lassen. Die durch die Aktion bewirkte gewisse Behinderung des allgemeinen Verkehrs auf der Strasse, die eine polizeiliche Verkehrsumleitung notwendig machte, wird denn auch den Beschuldigten nicht als N�tigung angelastet. Die Beschwerdef�hrer nahmen indessen nach den willk�rfreien tats�chlichen Feststellungen der Vorinstanz an einer gezielten Blockadeaktion teil, durch welche die Zufahrt zum Werksgel�nde der Privatkl�gerin und die Wegfahrt f�r die Dauer von mehreren Stunden behindert wurden. Inwiefern bei dieser Sachlage der Schuldspruch wegen N�tigung (Art. 181 StGB) Bundesrecht verletzt, wird in der Beschwerde nicht dargelegt und ist in Anbetracht der Rechtsprechung des Bundesgerichts zur N�tigung durch Blockadeaktionen (BGE 134 IV 216; 129 IV 6; 119 IV 301; 108 IV 165; Urteil 6S.671/1998 vom 11. Dezember 1998) nicht ersichtlich. Dass die Blockade, an welcher die Beschwerdef�hrer teilnahmen, gem�ss Art. 28 Abs. 3 BV, wonach Streik und Aussperrung unter den dort genannten Voraussetzungen zul�ssig sind, gerechtfertigt gewesen sei, machen die Beschwerdef�hrer mit Recht nicht geltend. Sie behaupten auch nicht, dass der Schuldspruch wegen N�tigung bei der gebotenen Ber�cksichtigung der Grundrechte der Meinungsfreiheit (Art. 16 BV) oder der Versammlungsfreiheit (Art. 22 BV) bundesrechtswidrig sei.
Die vorliegende Beschwerde wird auch im Namen von X.2.________ erhoben, der w�hrend des kantonalen Berufungsverfahrens am 30. Mai 2010 verstorben ist. Die Verteidigung hatte an der Berufungsverhandlung beantragt, auf die Anklage gegen "X.2.________ sei nicht einzutreten, unter Auferlegung der entsprechenden Verfahrenskosten an den Kanton Zug und unter Zusprechung einer Entsch�digung f�r die entstandenen Verteidigungskosten. Die Vorinstanz stellte das Verfahren gegen "X.2.________ ein.
Die Vorinstanz auferlegte die Kosten des Untersuchungsverfahrens und des erstinstanzlichen Verfahrens sowie die Kosten des Berufungsverfahrens zu je gleichen Teilen von 1/57 den Beschuldigten respektive, soweit "X.2.________ betreffend, dessen Erben, unter solidarischer Haftung f�r den ganzen Betrag. Die Vorinstanz begr�ndet die Kostenauflage zu Lasten der Erben von "X.2.________ unter anderem damit, dass "X.2.________ an der Aktion vom 10. Oktober 2002 teilgenommen habe, worin die ad�quate Ursache f�r die Einleitung des Strafverfahrens gegen ihn zu sehen sei, und dass ihm aufgrund dieser Teilnahme ein zivilrechtlich vorwerfbares Verhalten anzulasten sei (angefochtenes Urteil S. 34). Inwiefern die Vorinstanz damit in eklatanter Weise gegen die Unschuldsvermutung verstossen habe, wie in der Beschwerde ohne weitere Begr�ndung behauptet wird, ist nicht ersichtlich.
Die Beschwerde ist abzuweisen, soweit darauf einzutreten ist. Bei diesem Ausgang des Verfahrens haben die Beschwerdef�hrer 1 und 3-17 je 1/16 der bundesgerichtlichen Kosten von insgesamt Fr. 4'000.--, mithin je Fr. 250.--, zu zahlen, unter solidarischer Haftung f�r den ganzen Betrag. Der Beschwerdef�hrerin 2 (Erbengemeinschaft "X.2.________) sind f�r das bundesgerichtliche Verfahren keine Kosten aufzuerlegen, da die Vorinstanz das Verfahren gegen "X.2.________ zufolge seines Ablebens w�hrend des Berufungsverfahrens eingestellt hat und daher die Beschwerde der Erben von "X.2.________ einzig den Kosten- und Entsch�digungspunkt betrifft, welchem im Rahmen des vorliegenden Beschwerdeverfahrens nur eine untergeordnete Bedeutung zukommt.
Der Privatkl�gerin ist keine Entsch�digung zuzusprechen, da ihr im bundesgerichtlichen Verfahren keine Umtriebe entstanden sind.
Die bundesgerichtlichen Kosten von Fr. 4'000.-- werden zu je 1/16, d.h. zu je Fr. 250.--, unter solidarischer Haftung f�r den ganzen Betrag, den Beschwerdef�hrern 1 und 3-17 auferlegt.

References: Art. 181
 Art. 186
 Art. 453
 Art. 44
 Art. 6
 Art. 6
 Art. 181
 Art. 28