Source: http://www.akbild.ac.at/Portal/einrichtungen/gemaldegalerie/museumsordnung/Museumsordnung/print_ATDocument_document_view
Timestamp: 2013-12-13 07:24:37+00:00

Document:
Präambel - Zur besonderen Zweckbestimmung der Gemäldegalerie der Akademie der bildenden Künste Wien
Profil, Entstehung und Widmung der Gemäldegalerie: (1) Die Gemäldegalerie stellt einen charakteristischen Teil des unverwechselbaren Profils der Akademie der bildenden Künste Wien dar.Die Gemäldegalerie der Akademie der bildenden Künste Wien ist des weiteren Österreichs einzige Kunstsammlung internationalen Ranges, die sich heute noch in die Organisationsstruktur einer Universität eingebunden findet. Sie ist die älteste Kunstsammlung Österreichs, die die Einheit von Raum und Bestand bewahrt hat.(2) Seit der Stiftung des Grafen Lamberg, der 1821 seine Sammlung europäischer Malerei der Akademie als einer "öffentlichen, unter landesherrlichem Schutz stehenden" Einrichtung vermachte, verfügt die Akademie über eine "Gemäldegalerie", die ursprünglich den Titel "Gräflich Lambergsche Gemäldegalerie der Akademie der schönen bildenden Künste" trug.Dem Kernbestand der Stiftung wurden in der Folge - konkret seit der Übersiedelung in das von Hansen erbaute Haus am Schillerplatz 1877 - mehrere Konvolute von Gemälden hinzugefügt, so die bis zu Lambergs Schenkung nicht öffentlich ausgestellten Gemälde der "Aufnahme- und Preisstücke" weiters zahlreiche kleinere Schenkungen und Legate wie die des Fürsten Johann II. von Liechtenstein und von Heinrich Füger, wie die Schenkung Kaiser Ferdinands, die 1919 an Italien restituiert wurde, sowie die Schenkungen Kutschera-Woborski, Albrecht-Hönigschmied und Alfred von Wurzbach. In Bezug auf Arbeiten von Künstlern in enger Verbindung zur Akademie wurde fallweise bis in die Gegenwart weitergesammelt.(3) Das Sammlungskonzept der Gemäldegalerie der Akademie der bildenden Künste Wien ist durch das Profil dieser Schenkungen vorgegeben: Ein Schwerpunkt liegt ausgehend von der Sammlung Lamberg bei europäischer Malerei des 15. bis 19. Jahrhunderts. Ergänzt wird dieser Schwerpunkt durch eine zahlenmäßig kleinere Gruppe von akademiebezogenen Gemälden, in erster Linie den Aufnahme- und Preisstücken des frühen 19. Jh. sowie von Künstlern, die im Umfeld der Akademie seit ihrer Gründung bis in die Gegenwart gearbeitet haben bzw. arbeiten.(4) Der Stifterwille und die Auflagen Graf Lambergs hinsichtlich des Bestandes seiner Sammlung und seiner Bewahrung sind klar definiert. So war es ein wichtiges Anliegen des Stifters, diese auf Grund einer von vorne herein bestehenden Idee angelegten Sammlung in einer Einheit bewahrt zu wissen. Die Einhaltung von Lambergs Intentionen wie auch jene Auflagen der Folgeschenkungen sind in der Organisation der Gemäldegalerie der Akademie und deren Geschäftsführung zu beachten.(5) Die Arbeit in Lehre und Forschung der Gemäldegalerie der Akademie geht primär vom eigenen Bestand aus.(6) Die Gemäldegalerie fungiert als Bundessammlung sowie als Lehrsammlung. Der Weiterbestand der Gemäldegalerie als eigene Organisationseinheit mit entsprechenden Rahmenbedingungen für die Betriebsführung als Lehr- und Forschungseinrichtung und als öffentlich zugängliche museale Einrichtung ist daher zu gewährleisten. An den Eigentumsrechten des Bundes an der Sammlung der Gemäldegalerie darf lt. UG 02, § 139, Abs. 5, keine Änderung eintreten.Profil und Geschichte der Glyptothek(1) Die Akademie der bildenden Künste Wien verfügt über eine der ältesten Abgußsammlungen Europas. Diese Sammlung hatte von Anbeginn die Aufgabe, den Akademieschülern als Studienmaterial zu dienen. Ihre Anfänge gehen in das 17. Jahrhundert zurück; wobei die Sammlung um 1800 mit den Ideen des Klassizismus einen enormen Zuwachs auf dem Gebiet der Abgüsse nach antiken Skulpturen erfuhr. In der Mitte des 19. Jahrhunderts wurde diese Sammlung erstmals öffentlich zugänglich gemacht und fand schließlich in der Aula und in den angrenzenden Ausstellungsräumen des Hansenschen Akademiegebäudes am Schillerplatz eine zentrale museale Aufstellung. Die Sammlung diente nun als Lehrsammlung für die Entwicklungsgeschichte der Skulptur.Nachdem der Bestand des Gipsmuseums in den Kriegszeiten dezimiert und dieses selbst geschlossen und aus der Akademie ausgelagert worden war, kam es im Jahr 1996 zu einer Neuaufstellung der erhalten gebliebenen Objekte im Souterrain des Atelierhauses der Akademie unter Einbeziehung aller übrigen Bildwerke, die der Akademie oder der Gemäldegalerie der Akademie über spätere Legate zugegangen waren (Einzelschenkungen, Legat Albrecht-Hönigschmied und Legat Schütz). Die Sammlung trägt heute den Titel "Glyptothek".(2) Mit dem Inkrafttreten des Akademie-Organisationsgesetzes 1988 (AOG, § 61, Abs.1) wurde die Nachfolgeinstitution des einstmaligen Gipsmuseums der Akademie in die Gemäldegalerie der Akademie der bildenden Künste Wien eingegliedert.
§ 1 Rechtsform(1) Die Gemäldegalerie der Akademie der bildenden Künste Wien ist eine Organisationseinheit der Kunstuniversität "Akademie der bildenden Künste Wien", die lt. 6. Unterabschnitt des Universitätsgesetzes 2002 (UG 02), § 39 Abs.1 einzurichten ist. Der Gemäldegalerie der Akademie ist die Glyptothek eingegliedert.(2) Die Gemäldegalerie der Akademie der bildenden Künste Wien, hervorgegangen aus der "Gräflich Lambergschen Gemäldegalerie an der Akademie der schönen bildenden Künste", ist eine durch die Stiftung Lamberg geschaffene Einrichtung.(3) Die Gemäldegalerie der Akademie der bildenden Künste Wien definiert sich als eine mit gesetzlichen Aufgaben ausgestattete Organisationseinheit gemäß UG 02, § 39 Abs.1 entsprechend der Geschichte, Herkunft und besonderen Stellung der Gemäldegalerie innerhalb der Akademie der bildenden Künste Wien.
§ 2 AufgabenkatalogDie Gemäldegalerie der Akademie der bildenden Künste Wien hat die Aufgaben der gleichnamigen Einrichtung gemäß § 46 des Bundesgesetzes über die Organisation der Universitäten der Künste (KUOG 1998) weiterzuführen. Diese sind insbesondere: (1) Planmäßiger Auf- und Ausbau der bereits bestehenden Gemäldesammlung: Dieser hat insbesondere unter Berücksichtigung des in der Präambel, Abs. 3 dieser Museumsordnung beschriebenen Sammlungskonzeptes zu geschehen. Der Ausbau umfasst auch den Neuerwerb von Objekten, welche das Profil der Sammlung ergänzen. (2) Bewahrung der Sammlung in einem bestmöglichen Zustand: Entsprechend dem Stifterwillen des Grafen Lamberg hat seine Sammlung "auf das beste bewahret zu sein" für künftige Generationen. Ihr Erhaltungszustand ist nach dem jeweiligen Stand der Wissenschaft zu überprüfen; im Anlassfall sind geeignete Maßnahme

References: § 139
 § 61

§ 1
 § 39
 § 39

§ 2
 § 46