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Timestamp: 2020-01-21 02:29:54+00:00

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Ist-Besteuerung | Finance Office Professional | Finance | Haufe
Unterschiede zur Soll-Besteuerung
Erlöse 19 %
Freiberufler, die ihren Gewinn mit einer Einnahmen-Überschussrechnung ermitteln, dürfen immer die Ist-Besteuerung wählen. Die Unternehmer, die gemäß § 148 AO von der Bilanzierung befreit sind, dürfen ebenfalls die Ist-Besteuerung wählen. In allen anderen Fällen kommt es darauf an, wie hoch der Gesamtumsatz im Vorjahr gewesen ist.
Bei Anwendung der Ist-Besteuerung führt der Unternehmer die Umsatzsteuer erst ab, nachdem die Kunden ihre Rechnung bezahlt haben. Die Buchung erfolgt auf das Konto "Umsatzsteuer 19 %" 1776 (SKR 03) bzw. 3806 (SKR 04).
an Erlöse/Umsatzsteuer 19 %
2 Praxis-Beispiel für Ihre Buchhaltung: Unterschied zwischen Ist- und Soll-Besteuerung
3 Wer kann wann die Ist-Besteuerung beantragen
Das Finanzamt kann dem Unternehmer auf Antrag gestatten, seine Umsätze nach vereinnahmten Entgelten zu versteuern, wenn
sein Gesamtumsatz gem. § 19 Abs. 3 UStG im vorangegangenen Kalenderjahr nicht mehr als 500.000 Euro betragen hat, oder
er von der Verpflichtung, Bücher zu führen und auf Grund jährlicher Bestandsaufnahmen regelmäßig Abschlüsse zu machen, nach § 148 der Abgabenordnung befreit ist, oder
er Umsätze aus einer Tätigkeit als Angehöriger eines freien Berufs i. d. S. § 18 Abs. 1 Nr. 1 EStG ausführt.
Zum umsatzsteuerlichen Unternehmen gehören nicht nur selbstständig ausgeübte Tätigkeiten, sondern auch die Vermietung an umsatzsteuerpflichtige Unternehmen, wenn der Vermieter seine Einnahmen gem. § 9 UStG freiwillig der Umsatzsteuer unterwirft. Die Soll- oder Ist-Besteuerung spielt jedoch keine Rolle, wenn es sich um Unternehmer handelt, die ausschließlich steuerfreie Umsätze erzielen oder Kleinunternehmer im Sinne des § 19 Abs. 1 UStG sind.
Bei der Einnahmen-Überschussrechnung kommt es auf den Zufluss der...

References: § 148
 § 19
 § 148
 § 18
 § 9
 § 19