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Timestamp: 2016-10-25 06:57:44+00:00

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8C_938/2011 (14.08.2012)
8C_938/2011
vom 9. November 2011.
Die 1961 geborene H.________ war im Rahmen einer freiwilligen Unternehmensversicherung bei der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (nachfolgend SUVA) gegen Unfallfolgen versichert. Am 7. April 2006 fuhr sie mit ihrem PW auf einer deutschen Autobahn auf der �berholspur, als ein vor ihr fahrendes Auto pl�tzlich von der rechten auf die linke Spur ausscherte. Die Versicherte bremste, ihr Auto schlitterte nach rechts, drehte sich mehrfach und prallte gegen die rechte Leitplanke. Der am 8. April 2006 konsultierte Dr. med. W.________, Facharzt FMH f�r Allgemeinmedizin, diagnostizierte einen Status nach HWS-Distorsion. Es folgten diverse Untersuchungen, Behandlungen und ein station�rer Rehabilitationsaufenthalt. Am 10. Dezember 2008 teilte die SUVA dem Rechtsvertreter von H.________ - auf dessen Wunsch in einem formlosen Schreiben - mit, die Versicherungsleistungen w�rden per 31. Januar 2009 eingestellt, da keine ad�quaten Unfallfolgen vorl�gen. Nachdem die Versicherte das im Auftrag der Invalidenversicherung erstellte polydisziplin�re Gutachten der MEDAS vom 13. Februar 2009 sowie weitere medizinische Akten einreichen liess, pr�fte die SUVA ihre Leistungspflicht erneut und hielt mit Verf�gung vom 10. November 2009 sowie Einspracheentscheid vom 23. Februar 2011 an der Einstellung der Versicherungsleistungen per 31. Januar 2009 fest.
Die hiegegen erhobene Beschwerde wies das Verwaltungsgericht des Kantons Thurgau mit Entscheid vom 9. November 2011 ab.
Mit Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten l�sst H.________ beantragen, in Aufhebung des vorinstanzlichen Entscheids sei die SUVA zu verpflichten, ihr �ber den 31. Januar 2009 hinaus Versicherungsleistungen (Heilungskosten, Taggelder) zu erbringen und die Berentung vorzunehmen. Eventualiter sei die Sache zur Einholung eines neuen polydisziplin�ren Gutachtens und anschliessender Pr�fung der Rentenfrage an die SUVA zur�ckzuweisen. H.________ l�sst neu ein interdisziplin�res Gutachten der medizinischen Gutachterstelle X.________ vom 8. Dezember 2011 zu den Akten geben.
1.1 Die Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten kann wegen Rechtsverletzungen gem�ss Art. 95 und 96 BGG erhoben werden. Das Bundesgericht wendet das Recht von Amtes wegen an (Art. 106 Abs. 1 BGG). Es ist folglich weder an die in der Beschwerde geltend gemachten Argumente noch an die Erw�gungen der Vorinstanz gebunden; es kann eine Beschwerde aus einem anderen als dem angerufenen Grund gutheissen und es kann eine Beschwerde mit einer von der Argumentation der Vorinstanz abweichenden Begr�ndung abweisen (BGE 134 V 250 E. 1.2 S. 252 mit Hinweisen). Immerhin pr�ft das Bundesgericht, unter Ber�cksichtigung der allgemeinen Pflicht zur Begr�ndung der Beschwerde (Art. 42 Abs. 1 und 2 BGG), grunds�tzlich nur die geltend gemachten R�gen, sofern die rechtlichen M�ngel nicht geradezu offensichtlich sind (vgl. BGE 133 II 249 E. 1.4.1 S. 254; Urteil 8C_934/2008 vom 17. M�rz 2009 E. 1 mit Hinweisen, nicht publ. in: BGE 135 V 194, aber in: SVR 2009 UV Nr. 35 S. 120).
1.3 Im Verfahren vor Bundesgericht d�rfen gem�ss Art. 99 Abs. 1 BGG neue Tatsachen und Beweismittel nur soweit vorgebracht werden, als erst der Entscheid der Vorinstanz dazu Anlass gibt (BGE 135 V 194). Werden Tatsachen etwa erst durch den vorinstanzlichen Entscheid rechtswesentlich, so sind die im letztinstanzlichen Verfahren neu dazu eingereichten Belege als zul�ssige Noven im Sinne von Art. 99 Abs. 1 BGG zu qualifizieren (NICOLAS VON WERDT, in: Bundesgerichtsgesetz [BGG], 2007, N. 6 zu Art. 99 BGG). Das Einbringen von Tatsachen oder Beweismitteln, die sich erst nach dem angefochtenen Entscheid ereignet haben oder entstanden sind (sog. echte Noven), ist vor Bundesgericht unzul�ssig (Urteil 8C_636/2011 vom 9. M�rz 2012 E. 2 mit Hinweisen).
Das von der Beschwerdef�hrerin vor Bundesgericht neu aufgelegte Gutachten der medizinischen Gutachterstelle X.________ vom 8. Dezember 2011 hat unter diesen Gegebenheiten unbeachtet zu bleiben.
Streitig und zu pr�fen ist, ob die Versicherte aus dem Unfall vom 7. April 2006 �ber den 31. Januar 2009 hinaus Anspruch auf Leistungen der Unfallversicherung hat. Dabei umstritten ist einerseits der Zeitpunkt des Fallabschlusses, andererseits der rechtserhebliche Zusammenhang zwischen den noch geklagten Beschwerden und dem Unfallereignis.
Das kantonale Gericht hat im angefochtenen Entscheid die Bestimmungen �ber den Anspruch auf Leistungen der obligatorischen Unfallversicherung (Art. 6 Abs. 1 UVG) und namentlich die massgeblichen kausalrechtlichen Grunds�tze zutreffend dargelegt. Hervorzuheben ist, dass die Leistungspflicht des Unfallversicherers einen nat�rlichen und ad�quaten Kausalzusammenhang zwischen dem Unfall und dem eingetretenen Schaden voraussetzt (BGE 129 V 177 E. 3.1 und 3.2 S. 181). Dabei spielt im Sozialversicherungsrecht die Ad�quanz als rechtliche Eingrenzung der sich aus dem nat�rlichen Kausalzusammenhang ergebenden Haftung des Unfallversicherers im Bereich organisch objektiv ausgewiesener Unfallfolgen praktisch keine Rolle, da sich hier die ad�quate weitgehend mit der nat�rlichen Kausalit�t deckt. Anders verh�lt es sich bei nat�rlich unfallkausalen, aber organisch nicht objektiv ausgewiesenen Beschwerden. Hier bedarf es einer besonderen Ad�quanzbeurteilung. Dabei ist vom augenf�lligen Geschehensablauf auszugehen, und es sind je nachdem weitere unfallbezogene Kriterien einzubeziehen (BGE 134 V 109 E. 2.1 S. 111 f.). Hat die versicherte Person beim Unfall eine Verletzung erlitten, welche die Anwendung der Schleudertrauma-Rechtsprechung rechtfertigt, so sind hiebei die durch BGE 134 V 109 E. 10 S. 126 ff. pr�zisierten Kriterien massgebend. Ist diese Rechtsprechung nicht anwendbar, so sind grunds�tzlich die Ad�quanzkriterien, welche f�r psychische Fehlentwicklungen nach einem Unfall entwickelt wurden (BGE 115 V 133 E. 6c/aa S. 140; sog. Psycho-Praxis), anzuwenden (BGE 134 V 109 E. 2.1 S. 111 f.; vgl. zum Ganzen auch: Urteil 8C_216/2009 vom 28. Oktober 2009 E. 2, nicht publ. in: BGE 135 V 465, aber in: SVR 2010 UV Nr. 6 S. 25; SVR 2011 UV Nr. 10 S. 35, 8C_584/2010 E. 2). Richtig wiedergegeben hat das kantonale Gericht auch die Grunds�tze zum Zeitpunkt des Fallabschlusses durch den Unfallversicherer (Art. 19 Abs. 1 UVG; BGE 137 V 199 E. 2 S. 201 ff.; 134 V 109 E. 4 S. 113 ff.) sowie zum Beweisrecht, namentlich mit Blick auf die W�rdigung �rztlicher Berichte und Gutachten (BGE 134 V 231 E. 5.1 S. 232; 125 V 351 E. 3a S. 352). Darauf wird verwiesen.
In der Beschwerde wird - wie bereits vor Vorinstanz - geltend gemacht, der Versicherer h�tte den Fall nicht auf den 31. Januar 2009 abschliessen d�rfen und habe daher �ber diesen Zeitpunkt hinaus Heilbehandlung zu gew�hren sowie Taggeld auszurichten.
3.1 Der Unfallversicherer hat einen Fall (unter Einstellung der vor�bergehenden Leistungen und mit Pr�fung des Anspruchs auf eine Invalidenrente und auf eine Integrit�tsentsch�digung) abzuschliessen, wenn von der Fortsetzung der �rztlichen Behandlung keine namhafte Besserung mehr erwartet werden kann und allf�llige Eingliederungsmassnahmen der Invalidenversicherung (IV) abgeschlossen sind (Art. 19 Abs. 1 UVG; BGE 134 V 109 E. 4 S. 113 ff.).
Eingliederungsmassnahmen der IV standen im Zeitpunkt des Fallabschlusses nicht zur Diskussion. Massgebend ist somit, ob von weiterer �rztlicher Behandlung eine namhafte Besserung des Gesundheitszustandes erwartet werden konnte. Das kantonale Gericht hat dies unter Hinweis auf die medizinische Aktenlage verneint. Die Beschwerdef�hrerin macht demgegen�ber geltend, das Vorliegen eines medizinischen Endzustandes k�nne mangels rechtsgen�glicher Abkl�rung des relevanten medizinischen Sachverhaltes nicht abschliessend beurteilt werden und wiederholt auf mehreren Seiten beinahe w�rtlich die bereits im kantonalen Verfahren erhobenen Einwendungen gegen das Gutachten der MEDAS.
3.2 Die Frage, ob von der Fortsetzung der �rztlichen Behandlung eine namhafte Besserung des Gesundheitszustandes erwartet werden kann, beurteilt sich namentlich nach Massgabe der zu erwartenden Steigerung oder Wiederherstellung der Arbeitsf�higkeit, soweit unfallbedingt beeintr�chtigt. Dabei verdeutlicht die Verwendung des Begriffes "namhaft" durch den Gesetzgeber, dass die durch weitere Heilbehandlung zu erwartende Besserung ins Gewicht fallen muss. Unbedeutende Verbesserungen gen�gen nicht (BGE 134 V 109 E. 4.3 S. 115 mit Hinweisen). Sodann gilt, dass der Gesundheitszustand der versicherten Person prognostisch und nicht aufgrund retrospektiver Feststellungen zu beurteilen ist (RKUV 2005 Nr. U 557 S. 388, U 244/04 E. 3.1 mit Hinweisen; vgl. auch Urteil 8C_849/2011 vom 29. Mai 2012 E. 3.2).
Nach Lage der Akten kann mit der Vorinstanz verl�sslich gesagt werden, dass im Zeitpunkt des vorgenommenen Fallabschlusses eine weitere �rztliche Behandlung keine namhafte Besserung mehr versprach. So wird im MEDAS-Gutachten vom 13. Februar 2009 ausdr�cklich gesagt, aufgrund des bisherigen Verlaufs zweieinhalb Jahre nach dem Ereignis sei aus orthop�discher Sicht mit keiner wesentlichen �nderung des Gesundheitszustandes durch medizinisch-therapeutische Massnahmen mehr zu rechnen, abgesehen von vor�bergehenden Besserungen und einer Verschiebung der diversen funktionellen Beschwerden. Auf dieses Gutachten kann mit dem kantonalen Gericht - entgegen der Auffassung der Beschwerdef�hrerin - als voll beweiskr�ftige Expertise abgestellt werden. Es ist f�r die streitigen Belange umfassend, beruht auf allseitigen Untersuchungen, ber�cksichtigt die geklagten Beschwerden und ist in Kenntnis der relevanten Vorakten abgegeben worden; zudem ist es in der Beurteilung der medizinischen Zusammenh�nge sowie der medizinischen Situation einleuchtend und enth�lt begr�ndete Schlussfolgerungen (BGE 125 V 352 E. 3a). Nebstdem hatte auch Dr. med. M.________, SUVA Abteilung Arbeitsmedizin, in der Beurteilung vom 19. August 2008 festgehalten, aus neurootologischer Sicht sei der Endzustand erreicht. Allf�llige psychiatrische Beschwerden, welche gest�tzt auf das MEDAS-Gutachten nicht abschliessend beurteilt werden k�nnen, sind nicht zu ber�cksichtigen, da sie - wie nachfolgend aufgezeigt wird - nicht in einem ad�quaten Kausalzusammenhang zum Unfallereignis vom 7. April 2006 stehen. Das von der Versicherten neu aufgelegte Gutachten der medizinischen Gutachterstelle X.________, auf welches die Beschwerdef�hrerin ihre abweichende Meinung st�tzt, datiert vom 8. Dezember 2011 und kann somit - wie bereits erw�hnt - als echtes Novum nicht ber�cksichtigt werden.
Ausgehend vom Fehlen einer organisch objektiv ausgewiesenen Unfallfolge haben SUVA und Vorinstanz einen weiteren Leistungsanspruch mit der Begr�ndung verneint, es fehle an einem ad�quaten Kausalzusammenhang zwischen dem Unfallereignis vom 7. April 2006 und den noch geklagten Beschwerden.
Entgegen der Auffassung der Beschwerdef�hrerin l�sst sich diese Vorgehensweise nicht beanstanden. Der relevante Sachverhalt ist - wie oben dargelegt - hinreichend abgekl�rt. Die Beurteilung des nat�rlichen Kausalzusammenhangs zwischen dem Unfallereignis und den geklagten Beschwerden kann praxisgem�ss offen gelassen werden, wenn der Kausalzusammenhang nicht ad�quat und damit nicht rechtsgen�glich ist. Lediglich �ber f�r den Ausgang des Verfahrens erhebliche Tatsachen ist Beweis zu f�hren. Steht aber aufgrund einer speziellen Ad�quanzpr�fung fest, dass ein allf�llig bestehender nat�rlicher Kausalzusammenhang nicht ad�quat und damit nicht rechtsgen�glich w�re, ist die Frage, ob der nat�rliche Kausalzusammenhang tats�chlich besteht, nicht entscheidrelevant (BGE 135 V 465 E. 5.1 S. 472). Dies ist vorliegend der Fall. Auf die Einholung eines weiteren polydisziplin�ren Gutachtens durfte die Vorinstanz damit zu Recht verzichten.
Der Unfallversicherer und die Vorinstanz haben den ad�quaten Kausalzusammenhang anhand der sog. Schleudertrauma-Praxis (BGE 134 V 109; 117 V 359) gepr�ft. Von deren Anwendbarkeit geht auch die Beschwerdef�hrerin aus.
5.1 F�r die Beurteilung des ad�quaten Kausalzusammenhangs ist an das (objektiv erfassbare) Unfallereignis anzukn�pfen. Zu pr�fen ist im Rahmen einer objektivierten Betrachtungsweise, ob der Unfall eher als leicht, als mittelschwer oder als schwer erscheint, wobei im mittleren Bereich gegebenenfalls eine weitere Differenzierung nach der N�he zu den leichten oder schweren Unf�llen erfolgt. Massgebend ist der augenf�llige Geschehensablauf mit den sich dabei entwickelnden Kr�ften, nicht jedoch Folgen des Unfalles oder Begleitumst�nde, die nicht direkt dem Unfallgeschehen zugeordnet werden k�nnen (BGE 134 V 109 E. 10.1 S. 12 f.; SVR 2008 UV Nr. 8 S. 26, U 2/07 E. 5.3.1; Urteil 8C_100/2011 vom 1. Juni 2011 E. 3.4 Ingress, nicht publ. in: BGE 137 V 199).
5.1.1 Das kantonale Gericht hat das Ereignis vom 7. April 2006 bei den mittelschweren Unf�llen, weder an der Grenze zu den leichten noch zu den schweren Unf�llen, eingestuft. Nach Auffassung der Beschwerdef�hrerin liegt ein mittelschwerer Unfall im Grenzbereich zu den schweren Unf�llen vor.
5.1.2 Letzteres ist mit der Vorinstanz zu verneinen. Als Unf�lle mit diesem Schweregrad hat die Praxis regelm�ssig Ereignisse eingestuft, welche mit wesentlich h�heren Krafteinwirkungen verbunden waren. Zu erw�hnen sind etwa (vgl. hiezu die Zusammenstellung im Urteil 8C_996/2010 vom 14. M�rz 2011 E. 7.2): die Kollision eines Lastwagens mit einem Personenwagen auf der Autobahn, worauf dieser zuerst mit der rechten, anschliessend mit der linken Tunnelwand kollidierte und die Windschutzscheibe durch heftigen Kopfanprall der versicherten Person barst; der Personenwagen mit der versicherten Person geriet auf der �berholspur der Autobahn bei einer Geschwindigkeit von etwa 130 km/h pl�tzlich ins Schleudern, �berquerte die Normalspur und den Pannenstreifen, kollidierte mit der B�schung, worauf sich das Fahrzeug �berschlug, auf die �berholspur zur�ckgeschleudert wurde und auf den R�dern stehend zum Stillstand kam. Demgegen�ber wurden als mittelschwere Unf�lle im engeren Sinn Ereignisse qualifiziert, bei welchen das Fahrzeug mit der versicherten Person bei einem �berholman�ver mit ca. 100 km/h abrupt abgebremst wurde, dabei ins Schleudern geriet, gegen einen Strassenwall prallte, sich �berschlug und auf der Fahrerseite zu liegen kam; einen Lastwagen beim �berholen touchierte und sich �berschlug, von der Strasse abkam und sich �berschlug; auf der Autobahn in einer Kurve ins Schleudern geriet, sich �berschlug und auf dem Dach liegend zum Stillstand kam; sich bei einer Geschwindigkeit von ca. 90 km/h auf einer Autobahn �ber eine Mittelleitplanke hinweg �berschlug - wobei die versicherte Person hinausgeschleudert wurde - und mit Totalschaden auf der Gegenfahrbahn auf dem Dach zu liegen kam oder mit einer Geschwindigkeit von ca. 90 km/h frontal in einen stehenden Personenwagen prallte. Das erlittene Ereignis ist im Vergleich zu den letzterw�hnten Unf�llen sicher nicht als schwerer einzustufen.
5.2 Bei der gegebenen Unfallschwere m�ssten von den zus�tzlich zu beachtenden Kriterien mindestens drei in der einfachen Form oder aber eines in besonders ausgepr�gter Weise erf�llt sein, damit der ad�quate Kausalzusammenhang bejaht werden k�nnte (SVR 2010 UV Nr. 25 S. 100, 8C_897/2009 E. 4.5; Urteil 8C_465/2011 vom 7. September 2011 E. 8.2 Ingress).
Die Vorinstanz ist zum Ergebnis gelangt, dies treffe hier nicht zu. Es seien h�chstens und jedenfalls nicht in besonders ausgepr�gter Weise die Kriterien der erheblichen Beschwerden sowie der erheblichen Arbeitsunf�higkeit trotz ausgewiesener Anstrengungen erf�llt.
Die Beschwerdef�hrerin macht geltend, es seien mindestens f�nf der Zusatzkriterien, teils sogar in besonders ausgepr�gter Weise, erf�llt. Sie wiederholt dabei im Wesentlichen die Vorbringen in der vorinstanzlichen Eingabe.
5.3 Im Einzelnen ergibt sich Folgendes:
5.3.1 Ob besonders dramatische Begleitumst�nde oder eine besondere Eindr�cklichkeit des Unfalls gegeben sind, beurteilt sich objektiv und nicht aufgrund des subjektiven Empfindens bzw. Angstgef�hls der versicherten Person (Urteil 8C_363/2012 vom 27. Juni 2012 E. 4.3.1 mit Hinweisen). In j�ngerer Zeit hat das Bundesgericht dieses Kriterium etwa bei einer Massenkarambolage auf einer Autobahn bejaht (Urteil 8C_623/2007 vom 22. August 2008 E. 8.1; vgl. auch Urteil 8C_633/2007 vom 7. Mai 2008 E. 6.3), bei einem Zusammenstoss zwischen einem Personenwagen und einem Lastwagen in einem Autobahntunnel mit mehreren sich anschliessenden Kollisionen mit der Tunnelwand (Urteil 8C_257/2008 vom 4. September 2008 E. 3.3.3), bei einem Zusammenprall zwischen einem Sattelschlepper und einem PW, wobei der Fahrer des Sattelschleppers die Kollision zun�chst nicht bemerkte und den Personenwagen der versicherten Person noch auf einer l�ngeren Distanz vor sich herschob, w�hrend die Insassen des PW verzweifelt versuchten, den Unfallverursacher auf sich aufmerksam zu machen (Urteil 8C_508/2008 vom 22. Oktober 2008 E. 5.3, zusammengefasst wiedergegeben in: SVS 2009/3 S. 60), bzw. bei einem Unfall mit hoher Geschwindigkeit auf einer Autobahn, bei dem das Fahrzeug des Versicherten bei starkem Verkehr mehrmals �ber die Fahrbahn geschleudert wurde und sich dabei wiederholt �berschlug (Urteil 8C_799/2008 vom 11. Februar 2009 E. 3.2.3).
Der gesamte Unfallhergang, insbesondere der pl�tzliche Kontrollverlust, das Drehen des Fahrzeugs und die Kollision mit der Leitplanke, war f�r die Beschwerdef�hrerin zwar zweifelsohne von einer gewissen Eindr�cklichkeit. Im Lichte der vorstehend angef�hrten Rechtsprechung, bei welcher das Bundesgericht eine besondere Sinnf�lligkeit f�r die beteiligten Personen angenommen hat, kann das Kriterium jedoch mit dem kantonalen Gericht nicht als erf�llt angesehen werden, zumal jedem mindest mittelschweren Unfall eine gewisse Eindr�cklichkeit eigen ist (Urteil 8C_363/2012 vom 27. Juni 2012 E. 4.3.1).
5.3.2 Inwieweit das Kriterium der Schwere und besonderen Art der erlittenen Verletzung (insbesondere ihre erfahrungsgem�sse Eignung, psychische Fehlentwicklungen auszul�sen) entgegen der Auffassung des kantonalen Gerichts gegeben sein soll, legt die Beschwerdef�hrerin nicht substanziiert dar, weshalb es bei den vorinstanzlichen Ausf�hrungen sein Bewenden hat.
5.3.3 Das Merkmal einer fortgesetzt spezifischen, die versicherte Person belastenden �rztlichen Behandlung bedingt, gesamthaft betrachtet, eine kontinuierliche, mit einer gewissen Planm�ssigkeit auf die Verbesserung des Gesundheitszustandes gerichtete �rztliche Behandlung von ungew�hnlich langer Dauer (BGE 134 V 109 E. 10.2.3 S. 128; Urteil 8C_964/2009 vom 19. Februar 2010 E. 5.2.1). Die Behandlungen im Schmerzzentrum Y.________, aufgrund welcher die Beschwerdef�hrerin das Kriterium als in ausgepr�gter Form erf�llt bezeichnet, sowie die medikament�se Schmerzbek�mpfung gen�gen diesen Anforderungen - wie die Vorinstanz dargelegt hat - nicht, selbst wenn die Versicherte sich auch nach August 2008 noch einzelnen Behandlungen im Schmerzzentrum unterzogen hat. Praxisgem�ss werden an dieses Kriterium deutlich h�here Anforderungen gestellt (vgl. etwa SVR 2009 UV Nr. 22 S. 80 E. 5.4, 8C_209/2008; Urteil 8C_30/2009 vom 13. Mai 2009 E. 5.2.3).
5.3.4 Das Kriterium der erheblichen Beschwerden beurteilt sich nach den glaubhaften Schmerzen und nach der Beeintr�chtigung, welche die verunfallte Person durch die Beschwerden im Lebensalltag erf�hrt (BGE 134 V 109 E. 10.2.4 S. 128). Die �blicherweise mit Schleudertraumen verbundenen Beschwerden k�nnen nicht gen�gen, ansonsten das Kriterium bei jeder solchen Verletzung bejaht werden m�sste und damit keine Bedeutung als Differenzierungsmerkmal mehr h�tte (Urteil 8C_730/2011 vom 9. Dezember 2011 E. 6.2.2). Im vorliegenden Fall �bersteigen nach Lage der Akten die unfallbedingt aufgetretenen Schmerzen und die Beeintr�chtigung, welche die Versicherte dadurch im Lebensalltag erfahren hat, das bei derartigen Verletzungen �bliche sicher nicht in einem Masse, dass das Kriterium der erheblichen Beschwerden als in besonders ausgepr�gter Weise erf�llt erscheint, sodass mit dem kantonalen Gericht offen gelassen werden kann, ob es �berhaupt erf�llt ist.
5.3.5 Zu Recht nicht geltend gemacht worden ist das Kriterium einer �rztlichen Fehlbehandlung, welche die Unfallfolgen erheblich verschlimmert.
5.3.6 Ein schwieriger Heilungsverlauf und/oder erhebliche Komplikationen sind, wie die Vorinstanz zu Recht erkannt hat, ebenfalls nicht gegeben. Darauf darf - entgegen der Auffassung der Beschwerdef�hrerin - nicht einfach aus der �rztlichen Behandlung, den anhaltenden Beschwerden sowie der Arbeitsunf�higkeit - welche im Rahmen der spezifischen Ad�quanzkriterien zu ber�cksichtigen sind - geschlossen werden. Es bed�rfte hiezu besonderer Gr�nde, welche die Heilung beeintr�chtigt haben. Die Einnahme vieler Medikamente und die Durchf�hrung verschiedener Therapien gen�gen nicht zur Bejahung dieses Kriteriums. Gleiches gilt f�r den Umstand, dass trotz regelm�ssiger Therapien weder eine Beschwerdefreiheit noch eine (vollst�ndige) Arbeitsf�higkeit erreicht werden konnten (Urteil 8C_252/2007 vom 16. Mai 2008, E. 7.6 mit Hinweisen).
5.3.7 Damit verbleibt das Kriterium der erheblichen Arbeitsunf�higkeit trotz ausgewiesener Anstrengungen. Dieses m�sste f�r eine Bejahung des ad�quaten Kausalzusammenhangs in besonders ausgepr�gter Weise vorliegen. Davon kann nach Lage der Akten nicht ausgegangen werden. Der Beschwerdef�hrerin war n�mlich bereits nach dem Rehabilitationsaufenthalt in der Klinik Z.________ vom 14. Mai bis 23. Juni 2006 eine 50%ige Arbeitsf�higkeit (Bericht vom 7. Juli 2006) und anl�sslich der MEDAS-Begutachtung im November 2008 insgesamt eine mindestens 40%ige, h�chstens 50%ige Arbeitsunf�higkeit in einer adaptierten Erwerbst�tigkeit (Gutachten vom 13. Februar 2009) attestiert worden. Trotzdem ist ein beruflicher Wiedereinstieg nicht gegl�ckt. Die Bem�hungen, welche die Versicherte zur Wiedereingliederung in den Arbeitsprozess gezeigt hat, sind zwar anerkennenswert, ohne dass dies aber gen�gt, um das Kriterium als besonders ausgepr�gt erf�llt erscheinen zu lassen.
5.4 Zusammenfassend hat das kantonale Gericht die ad�quate Unfallkausalit�t in Bezug auf die noch geklagten Beschwerden und damit eine weitere Leistungspflicht der SUVA hief�r zu Recht verneint, was zur Abweisung der Beschwerde f�hrt.

References: Art. 95
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 Art. 99
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