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Timestamp: 2016-10-27 01:18:55+00:00

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8C_340/2015 (01.09.2015)
8C_340/2015 � � Urteil vom 1. September 2015
Rechtsanwalt Stephan K�bler,
Beschwerde gegen den Entscheid des Sozialversicherungsgerichts des Kantons Z�rich vom 28. M�rz 2015.
A.________, geboren 1978, meldete sich am 10. April 2013 unter Hinweis auf eine psychische Beeintr�chtigung bei der Invalidenversicherung zum Leistungsbezug an. Gest�tzt auf ein psychiatrisches Gutachten des Prof. Dr. med. B.________ vom 24. Januar 2014 lehnte die IV-Stelle des Kantons Z�rich den Anspruch auf eine Invalidenrente sowie auf berufliche Massnahmen mit Verf�gung vom 31. Oktober 2014 ab.
Die dagegen erhobene Beschwerde hiess das Sozialversicherungsgericht des Kantons Z�rich mit Entscheid vom 28. M�rz 2015 teilweise gut und wies die Sache an die IV-Stelle zur�ck zu neuer Verf�gung �ber den Anspruch auf berufliche Massnahmen. Im �brigen wurde die Beschwerde abgewiesen.
A.________ l�sst Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten f�hren mit dem Antrag auf Zusprechung einer ganzen Invalidenrente, eventualiter sei die Sache zu weiteren Abkl�rungen an die IV-Stelle zur�ckzuweisen. Mit einer weiteren Eingabe nimmt er Stellung zum zwischenzeitlich ergangenen Urteil 9C_492/2014 vom 3. Juni 2015 zu den anhaltenden somatoformen Schmerzst�rungen und vergleichbaren psychosomatischen Leiden.
Die Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten kann wegen Rechtsverletzungen gem�ss den Art. 95 f. BGG erhoben werden. Das Bundesgericht legt seinem Urteil den Sachverhalt zugrunde, den die Vorinstanz festgestellt hat (Art. 105 Abs. 1 BGG), und kann deren Sachverhaltsfeststellung nur berichtigen oder erg�nzen, wenn sie offensichtlich unrichtig ist oder auf einer Rechtsverletzung im Sinne von Art. 95 BGG beruht und die Behebung des Mangels f�r den Ausgang des Verfahrens entscheidend sein kann (Art. 97 Abs. 1 und Art. 105 Abs. 2 BGG). Es wendet das Recht von Amtes wegen an (Art. 106 Abs. 1 BGG) und ist folglich weder an die in der Beschwerde geltend gemachten Argumente noch an die Erw�gungen der Vorinstanz gebunden (BGE 134 I 65 E. 1.3 S. 67 f., 134 V 250 E. 1.2 S. 252, je mit Hinweisen). Unter Ber�cksichtigung der Begr�ndungspflicht (Art. 42 Abs. 1 und 2 BGG) pr�ft es indessen nur die geltend gemachten R�gen, sofern die rechtlichen M�ngel nicht geradezu offensichtlich sind, und ist jedenfalls nicht gehalten, wie eine erstinstanzliche Beh�rde alle sich stellenden rechtlichen Fragen zu untersuchen, wenn diese vor Bundesgericht nicht mehr aufgegriffen werden (BGE 134 I 313 E. 2 S. 315, 65 E. 1.3 S. 67 f., je mit Hinweisen).
Das kantonale Gericht hat die f�r den Rentenanspruch massgeblichen Bestimmungen und Grunds�tze zutreffend dargelegt. Es wird darauf verwiesen.
Der Beschwerdef�hrer beruft sich auf die Stellungnahme seines behandelnden Psychiaters Dr. med. C.________, welcher ihm in seiner Stellungnahme vom 31. Mai 2013 eine vollst�ndige Arbeitsunf�higkeit bescheinigt hatte. Des Weiteren macht er sinngem�ss geltend, dass ihm die Verwertung seiner Restarbeitsf�higkeit nicht zuzumuten sei.
4.1.�Die bundesgerichtliche �berpr�fung der vorinstanzlichen Beweisw�rdigung hat sich darauf zu beschr�nken, ob mit Blick auf die vorgebrachten R�gen die Sachverhaltsfeststellung im angefochtenen Entscheid offensichtlich unrichtig ist oder eine Rechtsverletzung, namentlich hinsichtlich der Regeln �ber den Beweiswert von �rztlichen Berichten, vorliegt (vgl. E. 1). Zu beachten ist hier der Grundsatz, dass das Gericht Gutachten externer Spezial�rzte, welche von Versicherungstr�gern im Verfahren nach Art. 44 ATSG eingeholt wurden und den Anforderungen der Rechtsprechung entsprechen, vollen Beweiswert zuerkennen darf, solange nicht konkrete Indizien gegen die Zuverl�ssigkeit der Expertise sprechen (BGE 137 V 210 E. 1.3.4 S. 227; 135 V 465 E. 4.4 S. 470; 125 V 351 E. 3b/bb S. 353).
4.2.�Rechtsprechungsgem�ss ist bei psychischen Beeintr�chtigungen zu pr�fen, ob eine seelische Abwegigkeit mit Krankheitswert besteht, welche die versicherte Person auch bei Aufbietung allen guten Willens daran hindert, ein rentenausschliessendes Erwerbseinkommen zu erzielen (BGE 139 V 547 E. 5 S. 554 ff.; 131 V 49 E. 1.2 S. 50; 130 V 352 E. 2.2.1 S. 353). Es ist nach einem weitgehend objektivierten Massstab zu beurteilen, ob und inwiefern ihr trotz ihres Leidens die Verwertung ihrer Restarbeitsf�higkeit auf dem ihr nach ihren F�higkeiten offen stehenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt noch sozial-praktisch zumutbar und f�r die Gesellschaft tragbar sei (BGE 136 V 279 E. 3.2.1 S. 281; BGE 127 V 294 E. 4c S. 298; Urteil 9C_492/2014 vom 3. Juni 2015 E. 2.1, E. 3.1 und E. 3.7, zur Publikation vorgesehen).
4.3.�Das kantonale Gericht hat sich zum Gutachten des Prof. Dr. med. B.________ und zum Bericht des Dr. med. C.________ eingehend ge�ussert, dies insbesondere auch bez�glich deren Einsch�tzungen zur Arbeitsf�higkeit (vgl. zur Pers�nlichkeitsdiagnostik Urteil 9C_492/2014 vom 3. Juni 2015 E. 4.3.2 i.f. sowie E. 8, zur Publikation vorgesehen). Beide �rzte haben dazu die Systematik gem�ss LINDEN/BARON/MUSCHALLA, Mini-ICF-Rating f�r Aktivit�ts- und Partizipationsst�rungen bei psychischen Erkrankungen (Ein Kurzinstrument zur Fremdbeurteilung von Aktivit�tsst�rungen bei psychischen Erkrankungen in Anlehnung an die Internationale Klassifikation der Funktionsf�higkeit, Behinderung und Gesundheit [ICF] der Weltgesundheitsorganisation, Mini-ICF-APP, 2009), herangezogen (vgl. dazu SVR 2015 IV Nr. 10 S. 27, 8C_398/2014 E. 4.3.2, sowie BGE 140 V 260 E. 3.2.2 S. 262; 134 V 231 E. 5.1 S. 232; Gabriela Riemer-Kafka [Hrsg.], Versicherungsmedizinische Gutachten, 2. Aufl., 2012, S. 124 ff.). Nach �bereinstimmender Einsch�tzung des behandelnden Arztes und des Gutachters ist der Beschwerdef�hrer durch seine schwere narzisstische Pers�nlichkeitsst�rung (ICD 10 F60.8) in seiner Entscheidungs- und Urteilsf�higkeit, insbesondere aber auch im sozialen Umgang (Bereiche Anpassung an Regeln und Routinen, Kontaktf�higkeit zu Dritten, Gruppenf�higkeit sowie famili�re bzw. intime Beziehungen) entsprechend erheblich beeintr�chtigt. Die inkomplette Tag-Nacht-Umkehr l�sst sich mit einem kurzen station�ren Aufenthalt behandeln. Entscheidwesentlich ist, dass ihm nach den vorinstanzlichen Feststellungen gest�tzt auf das Gutachten eine seinen psychischen Einschr�nkungen angepasste T�tigkeit im angestammten Beruf als kaufm�nnischer Angestellter zuzumuten ist, zumal sie sich bei der beruflichen Leistungsf�higkeit vor allem im zwischenmenschlichen Bereich auswirken. Nach dem vom psychiatrischen Gutachter geschilderten Anforderungsprofil werden die erw�hnten Schw�chen hinreichend ber�cksichtigt, wenn der Beschwerdef�hrer eine Arbeit in vornehmlicher Eigenverantwortung ausserhalb eines hierarchischen Umfelds mit wenig beruflich-sozialen Kontakten und geringer Verantwortlichkeit bez�glich Personen und betrieblichem Verm�gen aus�bt. Dies hat Dr. med. C.________ - ebenso wie den nachfolgend dargestellten Aspekt der Verwertbarkeit der Restarbeitsf�higkeit - in seiner nicht n�her begr�ndeten Arbeitsunf�higkeitsbescheinigung unber�cksichtigt gelassen.
4.4.�Nicht massgebend ist in diesem Zusammenhang, ob eine invalide Person unter den konkreten Arbeitsmarktverh�ltnissen vermittelt werden kann, sondern einzig, ob sie die ihr verbliebene Arbeitskraft noch wirtschaftlich nutzen k�nnte, wenn die verf�gbaren Arbeitspl�tze dem Angebot an Arbeitskr�ften entsprechen w�rden. Zu ber�cksichtigen ist dabei der ausgeglichene Arbeitsmarkt (Art. 16 ATSG; BGE 134 V 64 E. 4.2.1 S. 70 f.; 110 V 273 E. 4b S. 276; ZAK 1991 S. 318 E. 3b). Er umfasst auch sogenannte Nischenarbeitspl�tze, also Stellen- und Arbeitsangebote, bei welchen Behinderte mit einem sozialen Entgegenkommen von Seiten des Arbeitgebers rechnen k�nnen (Urteile 8C_514/2013 vom 29. August 2013 E. 4.2; 8C_673/2012 vom 16. Mai 2013 E. 4.3). An die Konkretisierung von Arbeitsgelegenheiten sind nach der Rechtsprechung nicht �berm�ssige Anforderungen zu stellen (BGE 138 V 457 E. 3.1 S. 459 f.).
4.5.�Insgesamt verm�gen die Vorbringen des Beschwerdef�hrers keine offensichtliche Unrichtigkeit oder Rechtsfehlerhaftigkeit des angefochtenen Entscheides zu begr�nden. Mit dem kantonalen Gericht ist ihm die vollzeitliche Aus�bung einer Erwerbst�tigkeit im angestammten Beruf an einer seinen psychischen Beeintr�chtigungen angepassten Arbeitsstelle zuzumuten und ein entsprechendes Einkommen anzurechnen.
Bez�glich der erwerblichen Auswirkungen der Gesundheitssch�digung wird beschwerdeweise geltend gemacht, dass bei mutmasslicher psychischer Erkrankung seit der Kindheit das Valideneinkommen gest�tzt auf Art. 26 Abs. 1 IVV zu erheben sei. Auch in Anwendungsf�llen dieser Bestimmung �ber Versicherte, die wegen der Invalidit�t keine zureichenden beruflichen Kenntnisse erwerben konnten, entf�llt jedoch eine lediglich prozentuale Ber�cksichtigung der Tabellenl�hne nach Vollendung des dreissigsten Altersjahres. Im �brigen werden die Erw�gungen des kantonalen Gerichts dazu nicht beanstandet und sie geben keinen Anlass zu Weiterungen.
Zusammengefasst ist die Ablehnung des Anspruchs auf eine Invalidenrente von Bundesrechts wegen nicht zu beanstanden.
Das Verfahren ist kostenpflichtig (Art. 65 BGG). Die Gerichtskosten werden dem unterliegenden Beschwerdef�hrer auferlegt (Art. 66 Abs. 1 BGG).

References: Art. 95
 Art. 95
 Art. 105
 Art. 44
 BGE 
 BGE 
 BGE 
 Art. 26