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Timestamp: 2016-10-24 23:45:36+00:00

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9C_955/2011 (07.11.2012)
9C_955/2011
Rechtsanwalt Peter D�nner,
A.a B.________, geboren 1964, verf�gt �ber eine Ausbildung als kaufm�nnische Angestellte. Ab 1989 war sie f�r die kaufm�nnische Leitung des Familienbetriebes N.________ AG verantwortlich (namentlich f�r das Personal- und Versicherungswesen, L�hne, Debitoren- und Kreditorenbuchhaltung, Auftragsabwicklung, Rechnungsstellung und Export). Im April 2005 erkrankte sie an einer biph�notypischen akuten Leuk�mie, welche mit Chemotherapien und einer Stammzellentransplantation behandelt wurde. Am 6. November 2006 meldete sich B.________ unter Hinweis auf die Leuk�mieerkrankung bei der Invalidenversicherung zum Rentenbezug an. Die IV-Stelle des Kantons Thurgau f�hrte erwerbliche und medizinische Abkl�rungen durch. Namentlich gest�tzt auf eine interdisziplin�re Untersuchung des Regionalen �rztlichen Dienstes (RAD) vom 13. Juni 2007, wonach zwischen 15. April 2005 und der Begutachtung eine vollst�ndige Arbeitsunf�higkeit bestand, ab Juli 2007 eine 40%ige Arbeitsf�higkeit in der angestammten wie auch in einer adaptierten T�tigkeit, sprach sie B.________ nach durchgef�hrtem Vorbescheidverfahren eine ganze Rente sowie eine Kinderrente f�r die 1999 geborene Tochter ab 1. April 2006 zu (IV-Grad: 81 %; Verf�gungen vom 12. Februar und 2. April 2008).
A.b Im Februar 2009 leitete die IV-Stelle von Amtes wegen ein Revisionsverfahren ein. B.________ gab im Fragebogen vom 3. M�rz 2009 an, ihr Gesundheitszustand sei gleich geblieben; die Antriebs- und Energielosigkeit wie auch die M�digkeit h�tten sich nicht zum Positiven ver�ndert. Ohne Putzhilfe und die Unterst�tzung ihrer Mutter w�re der Haushalt f�r sie nicht zu bew�ltigen; Stresssituation zeitigten verheerende Auswirkungen. Die IV-Stelle f�hrte weitere medizinische und erwerbliche Abkl�rungen durch. Insbesondere veranlasste sie eine interdisziplin�re RAD-Verlaufsuntersuchung vom 12. November 2009 (Bericht vom 3. Februar 2010), welche trotz leichter klinischer Besserung keine signifikante Erh�hung der Arbeitsf�higkeit in der angestammten T�tigkeit ergab und die Untersucher zum Schluss f�hrte, die Arbeitsf�higkeit sowohl in der angestammten wie auch in einer adaptierten T�tigkeit betrage 50 %. Mit Vorbescheid vom 31. Dezember 2008 setzte die IV-Stelle die bisherige ganze auf eine Dreiviertelsrente herab. Nachdem B.________ Einw�nde hatte erheben lassen, f�hrte die IV-Stelle weitere Abkl�rungen zu den Einkommensverh�ltnissen durch und verf�gte am 5. Juli 2011 - gest�tzt auf ein gegen�ber dem Vorbescheid tieferes Valideneinkommen - die Herabsetzung auf eine halbe Rente.
Das Verwaltungsgericht des Kantons Thurgau wies die dagegen von B.________ erhobene Beschwerde ab (Entscheid vom 9. November 2011).
B.________ l�sst Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten f�hren und unter Aufhebung der angefochtenen Verf�gung weiterhin die Zusprechung einer ganzen Rente beantragen.
Die Vorinstanz schliesst auf Abweisung der Beschwerde unter Hinweis, B.________ habe diverse neue Beweismittel ins Recht gelegt ohne zu begr�nden, weshalb der angefochtene Entscheid hiezu Anlass gegeben h�tte. Die IV-Stelle beantragt ebenfalls Beschwerdeabweisung. Das Bundesamt f�r Sozialversicherungen verzichtet auf Vernehmlassung. B.________ nimmt zur vorinstanzlichen Vernehmlassung am 14. Februar 2012 Stellung.
1.1 Die Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten kann wegen Rechtsverletzungen gem�ss den Art. 95 f. BGG erhoben werden. Das Bundesgericht legt seinem Urteil den Sachverhalt zugrunde, den die Vorinstanz festgestellt hat (Art. 105 Abs. 1 BGG), und kann deren Sachverhaltsfeststellung nur berichtigen oder erg�nzen, wenn sie offensichtlich unrichtig ist oder auf einer Rechtsverletzung im Sinne von Art. 95 BGG beruht (Art. 97 Abs. 1 und Art. 105 Abs. 2 BGG). Es wendet das Recht von Amtes wegen an (Art. 106 Abs. 1 BGG) und ist folglich weder an die in der Beschwerde geltend gemachten Argumente noch an die Erw�gungen der Vorinstanz gebunden (BGE 134 V 250 E. 1.2 S. 252 mit Hinweisen). Unter Ber�cksichtigung der Begr�ndungspflicht (Art. 42 Abs. 1 und 2 BGG) pr�ft es indes nur die geltend gemachten R�gen, sofern die rechtlichen M�ngel nicht geradezu offensichtlich sind, und ist jedenfalls nicht gehalten, wie eine erstinstanzliche Beh�rde alle sich stellenden rechtlichen Fragen zu untersuchen, wenn diese vor Bundesgericht nicht mehr aufgegriffen werden (BGE 134 I 313 E. 2 S. 315, 65 E. 1.3 S. 67 f., je mit Hinweisen).
1.2 Auf der nicht medizinischen beruflich-erwerblichen Stufe der Invalidit�tsbemessung charakterisieren sich als Rechtsfragen die gesetzlichen und rechtsprechungsgem�ssen Regeln �ber die Durchf�hrung des Einkommensvergleichs, einschliesslich derjenigen �ber die Anwendung der vom Bundesamt f�r Statistik herausgegebenen schweizerischen Lohnstrukturerhebung (LSE). In dieser Sicht ist die Feststellung der beiden hypothetischen Vergleichseinkommen Tatfrage, soweit sie auf konkreter Beweisw�rdigung beruht, hingegen Rechtsfrage, soweit sich der Entscheid nach der allgemeinen Lebenserfahrung richtet. Letzteres betrifft etwa die Fragen, ob Tabellenl�hne anwendbar sind und welches die massgebende Tabelle ist (BGE 132 V 393 E. 3.3 S. 399). Demgegen�ber beschl�gt der Umgang mit den Zahlen in der massgeblichen LSE-Tabelle eine Tatfrage. Schliesslich ist die Frage, ob ein (behinderungsbedingt oder anderweitig begr�ndeter) Abzug vorzunehmen sei, eine Rechtsfrage, w�hrend jene nach der H�he des Abzuges eine typische Ermessensfrage darstellt, deren Beantwortung letztinstanzlicher Korrektur nur mehr dort zug�nglich ist, wo das kantonale Gericht das Ermessen rechtsfehlerhaft ausge�bt hat, also Ermessens�berschreitung, -missbrauch oder -unterschreitung vorliegt (BGE 137 V 71 E. 5.1 S. 72 f. mit Hinweis auf BGE 132 V 393 E. 3.3 in fine S. 399).
1.3 Neue Tatsachen und Beweismittel d�rfen nur soweit vorgebracht werden, als erst der Entscheid der Vorinstanz dazu Anlass gibt (Art. 99 Abs. 1 BGG). Derartige Umst�nde k�nnen namentlich in formell-rechtlichen M�ngeln des angefochtenen Entscheids liegen, mit denen die Partei nicht rechnete und nach Treu und Glauben nicht zu rechnen brauchte, oder darin, dass die Vorinstanz materiell in einer Weise urteilt, dass bestimmte Sachumst�nde neu und erstmals rechtserheblich werden. Der vorinstanzliche Verfahrensausgang allein bildet noch keinen hinreichenden Anlass im Sinne von Art. 99 Abs. 1 BGG f�r die Zul�ssigkeit von unechten Noven, die bereits im kantonalen Verfahren ohne Weiteres h�tten vorgebracht werden k�nnen (Urteil 9C_920/2008 vom 16. April 2009 E. 2.3, nicht publ. in: BGE 135 V 163, aber in: SVR 2009 BVG Nr. 30 S. 109).
Die Vorinstanz legt die Rechtsgrundlagen zur Invalidit�t erwerbst�tiger Versicherter (Art. 8 Abs. 1 ATSG, Art. 4 Abs. 1 IVG), zum Umfang des Rentenanspruchs (Art. 28 Abs. 2 IVG) und zur revisionsweisen Anpassung der Invalidenrente nach Art. 17 ATSG zutreffend dar. Darauf wird verwiesen.
Streitig und zu pr�fen ist, ob die vorinstanzlich gesch�tzte Herabsetzung der bisherigen ganzen auf eine halbe Rente vor Bundesrecht stand h�lt.
3.1 Das kantonale Gericht erwog, die Versicherte sei gest�tzt auf die beweiskr�ftigen Beurteilungen der RAD-�rzte Dres. med. M.________, Facharzt f�r Innere Medizin/Pneumologie/Arbeitsmedizin, und R.________, Fach�rztin f�r Psychiatrie und Psychotherapie, sowohl in der angestammten als auch in einer adaptierten T�tigkeit nunmehr zu 50 % arbeitsf�hig. Die persistierende posttraumatische Belastungsst�rung bewirke nebst einer verminderten Stresstoleranz eine Reizbarkeit/Reiz�beremfindlichkeit und dadurch eine eingeschr�nkte Konfliktf�higkeit. In der angestammten T�tigkeit sei aber einzig von gewissen T�tigkeiten mit Stress- und Konfliktpotenzial (namentlich von schwierigen Besprechungen mit Personal oder Kunden) Abstand zu nehmen. Im Rahmen der ihr obliegenden Schadenminderungspflicht und ihrer Funktion als Prokuristin sei es der Versicherten zuzumuten, nach entsprechender Anpassung der Organisation in den Bereichen Gesch�ftsleistung/Administration die stress- und konfliktanf�lligen T�tigkeiten durch andere Mitarbeiter erledigen zu lassen und sich auf zumutbare Arbeiten zu konzentrieren. Unter W�rdigung aller Umst�nde sei deshalb die fr�here T�tigkeit als Prokuristin in der Firma ihres Ehemannes zu 50 % zumutbar. Auf einen behinderungsbedingten Abzug vom Tabellenlohn habe die IV-Stelle zu Recht verzichtet. Damit ergebe sich ein Invalidit�tsgrad von 50 %, ohne dass das Valideneinkommen konkret ermittelt werden m�sste. Ein h�herer Invalidit�tsgrad erg�be sich auch dann nicht, wenn die bisherige T�tigkeit als nicht mehr zumutbar erachtet w�rde. Unter Ber�cksichtigung der Eintr�ge im Individuellen Konto (IK) betreffend die Jahre 2000 - 2004 und weil die Beschwerdef�hrerin zwar Prokuristin, aber nicht Mitglied des Verwaltungsrates gewesen sei und der Handelsregisterauszug nicht auf die behauptete Position als Gesch�ftsf�hrerin schliessen lasse, sei das geltend gemachte Valideneinkommen von Fr. 129'805.- im Jahre 2005 eher unwahrscheinlich. Vielmehr sei auf den F�nfjahresdurchschnitt 2000 - 2005 gem�ss IK-Ausz�gen abzustellen und das Valideneinkommen auf Fr. 93'529.86 zu beziffern. Das Invalideneinkommen betrage ausgehend von der LSE 2008 (Tabelle TA1, Frauen, Kredit- und Versicherungsgewerbe, Anforderungsniveau 3) bezogen auf 2010 Fr. 40'220.37 (50 %-Pensum). Es resultiere ein Invalidit�tsgrad von 57 % und damit Anspruch auf eine halbe Rente.
3.2 Die Beschwerdef�hrerin bestreitet nicht, in einer adaptierten T�tigkeit zu 50 % arbeitsf�hig zu sein. Sie wendet sich aber gegen die dem vorinstanzlichen Entscheid zu Grunde liegende Annahme, sie k�nnte ihre Resterwerbsf�higkeit in der fr�heren T�tigkeit als Gesch�ftsf�hrerin der N.________ AG verwerten. Die vorinstanzlichen Feststellungen, wonach die RAD-Psychiaterin ihre gesundheitlichen Einschr�nkungen vollumf�nglich ber�cksichtigt habe, sie ihre Resterwerbsf�higkeit in ihrer angestammten T�tigkeit bei der Firma N.________ AG verwerten k�nne und sie ihre Schadenminderungspflicht verletzt habe, seien bundesrechtswidrig. Ein leidensbedingter Abzug sei ihr zu Unrecht verwehrt worden. Die Gesch�ftsleitung der Firma habe nach ihrer Erkrankung v�llig umgestellt werden m�ssen. Ihr Ehemann habe die gesamte Gesch�ftsf�hrung �bernommen und erledige nun auch die Gesch�ftsf�hrung im administrativen Bereich, welchen sie fr�her betreut habe; im Bereich Verkauf und Aussendienst sei zus�tzliches Personal angestellt worden. Ihre derzeitigen T�tigkeiten beschr�nkten sich auf die Kontrolle der vom Treuh�nder erstellten Lohnabrechnungen, eine j�hrliche Besprechung von ca. zwei Stunden mit ihrem Mann betreffend die Modelle des Bildhauers f�r die neue Saison und gelegentliche Boteng�nge in der n�heren Umgebung. Die Vorinstanz habe verkannt, dass sie diese T�tigkeiten einzig deshalb noch �bernehmen k�nne, weil sie die Ehefrau des Gesch�ftsf�hrers und Verwaltungsratspr�sidenten sei. Andernfalls w�re ihr schon l�ngst gek�ndigt worden. Die dem angefochtenen Entscheid zu Grunde liegende Annahme, die Resterwerbsf�higkeit sei in der fr�heren T�tigkeit als Gesch�ftsf�hrerin der N.________ AG verwertbar, beruhe einerseits auf einer fehlerhaften Beweisw�rdigung, soweit unterstellt werde, diese Arbeit sei mit dem medizinischen Zumutbarkeitsprofil vereinbar. In der Firma gebe es keine Stelle, an welcher sie mit den bestehenden gesundheitlichen Einschr�nkungen t�tig sein k�nnte. Anderseits fusse sie auf einem zu weit gefassten und insoweit bundesrechtswidrigen Begriff der Schadenminderungspflicht. Eine solche Pflicht obliege einzig ihr und nicht der Firma N.________ AG bzw. ihrem Ehemann. Allein das Erfordernis un�blicher Pausen rechtfertige einen Leidensabzug von 10 %, auch die lange Abwesenheit vom Banken- und Versicherungssektor und die Teilzeitarbeit seien als lohnmindernd zu ber�cksichtigen. Zumindest sei das Invalideneinkommen gest�tzt auf statistische Durchschnittwerte (LSE 2010, Tabelle TA1, Ziff. 32, Anforderungsniveau 1 und 2) auf j�hrlich Fr. 35'712.- festzusetzen. Ohne auf die von ihr vorgebrachten Argumente einzugehen habe das kantonale Gericht sodann ein zu tiefes Valideneinkommen (von Fr. 93'529.86) unterstellt.
4.1 Nach den auch vorinstanzlich - zu Recht - als beweiskr�ftig erachteten Beurteilungen der Dr. med. R.________ vom 12. November 2009 ist die Versicherte der angestammten T�tigkeit bei der Firma N.________ AG nur noch bedingt gewachsen, namentlich weil in einer leitenden T�tigkeit Stressspitzen und Konflikte mit Kunden oder Mitarbeitern nicht immer vermieden werden k�nnen. Die Psychiaterin hielt fest, wohl seien administrative T�tigkeiten in einem ruhigen B�ro bei freier Zeiteinteilung m�glich, nicht aber Personalf�hrung und die Bearbeitung von Reklamationen im direkten Kundenkontakt. Das kantonale Gericht hat aus dieser Zumutbarkeitsbeurteilung zu Recht abgeleitet, die fr�her in der N.________ AG ausge�bte Arbeit sei mit dem medizinischen Zumutbarkeitsprofil nicht vereinbar. Gleichzeitig hat es aber angenommen, der Versicherten sei es im Rahmen ihrer Schadenminderungspflicht ohne weiteres zuzumuten, die Betriebsorganisation in den Bereichen Gesch�ftsleitung/Administration so umzugestalten, dass T�tigkeiten mit erh�htem Stress- und Konfliktpotenzial durch andere Mitarbeiter erledigt w�rden.
4.2 Zun�chst f�llt auf, dass der angefochtene Entscheid an einem inneren Widerspruch leidet. Das kantonale Gericht unterstellte zwar, die Versicherte k�nne die bisherige T�tigkeit in der Gesch�ftsleitung nach entsprechenden organisatorischen Umstellungen im Umfang von 50 % weiterhin aus�ben, weshalb Validen- und Invalideneinkommen basierend auf dem Lohn in der angestammten Arbeit festzusetzen seien. In der Eventualbegr�ndung stellte es die Funktion als Gesch�ftsf�hrerin aber in Abrede und f�hrte aus, die Versicherte habe lediglich die Funktion einer Prokuristin innegehabt weshalb unwahrscheinlich sei, dass sie ohne Gesundheitsschaden das Lohnniveau ihres gesch�ftsf�hrenden Ehegatten erreicht h�tte. Ob und allenfalls inwieweit die der Versicherten obliegende Schadenminderungspflicht auf die Firma N.________ AG ausgedehnt werden d�rfte, in welcher der Ehemann der Beschwerdef�hrerin als Pr�sident des Verwaltungsrates amtet und sie selbst Einzelprokura besitzt, braucht aus den nachfolgend dargelegten Gr�nden nicht abschliessend gepr�ft zu werden. Immerhin ist festzuhalten, dass die Restrukturierung eines (Familien-) Betriebes jedenfalls dann nicht unter die Schadenminderungspflicht f�llt, wenn der Arbeitgeberbetrieb sich unzweckm�ssig oder ineffizient organisieren m�sste, um den Einsatz eines gesundheitlich beeintr�chtigten Betriebsinhabers oder eines Familienmitgliedes desselben zu erm�glichen.
4.3 Wie dargelegt (E. 4.1 hievor) erlauben es die Funktionseinschr�nkungen der Beschwerdef�hrerin nicht (mehr), als Gesch�ftsf�hrerin der N.________ AG t�tig zu sein. Zumutbar w�re eine administrative Gesch�ftsleitungst�tigkeit ohne Wahrnehmung der zentralen Personalf�hrung und weitgehend ohne Kontakt zu Kunden und Mitarbeitern. Eine solche T�tigkeit rechtfertigt aber nicht den (hohen) Lohnansatz einer Gesch�ftsf�hrerin, der sich regelm�ssig gerade durch die mit einer Gesch�ftsleitungst�tigkeit verbundene Verantwortung und Verpflichtung legitimiert, auch unangenehme Entscheide zu kommunizieren und durchzusetzen oder f�r vermeintliche oder tats�chliche Fehler einzustehen. Diese Funktionen und Aufgaben kann die Beschwerdef�hrerin unbestritten nicht mehr wahrnehmen. Dass sie weiterhin gewisse Leistungen f�r die N.________ AG erbringt (Kontrolle der vom Treuh�nder erstellten Lohnabrechnungen f�r 15 Angestellte, Boteng�nge in der Umgebung, Pr�fung von Vertr�gen mit Bank/Versicherungen, Designentscheide), f�hrt zu keiner anderen Beurteilung. Ebenso wenig, dass sie zeitweilig die Tochter beim Lernen unterst�tzte oder im Jahre 2010 in der Revisionskommission ihrer Kirchgemeinde Einsitz nahm, zumal der zeitliche Aufwand f�r jenes Amt gering ist, wie sich der letztinstanzlich zul�ssigerweise (E. 1.3 hievor) ins Recht gelegten Bescheinigung entnehmen l�sst. Der vorinstanzliche Entscheid h�lt somit vor Bundesrecht nicht stand, soweit darin die angestammte T�tigkeit weiterhin als zumutbar erachtet und das Invalideneinkommen basierend auf dem dabei erzielten Lohn ermittelt wurde.
5.1 In ihrer Eventualbegr�ndung erwog die Vorinstanz, das Valideneinkommen betrage ausgehend vom F�nfjahresdurchschnitt der IK-Eintr�ge 2000 - 2004 unter Ber�cksichtigung der Nominallohnentwicklung Fr. 93'529.86. Die Beschwerdef�hrerin dagegen beruft sich auf einen Beschluss der Generalversammlung aus dem Jahre 1997, wonach die Gesch�ftsleitung k�nftig gleich hohe Sal�re beziehen soll und macht geltend, sie h�tte im Jahre 2010 entsprechend dem Einkommen ihres Ehemannes einen Lohn von Fr. 129'805.- erzielt.
5.2 Die Vorinstanz hat nachvollziehbar begr�ndet, weshalb es nicht �berwiegend wahrscheinlich ist, dass das Einkommen der Versicherten zwischen 2004 (Fr. 88'400.-) und 2010 um �ber Fr. 40'000.- angestiegen w�re. Die Vorbringen der Versicherten zeigen auf, dass ihr vor der Erkrankung der gleiche Lohn ausbezahlt wurde wie ihrem Ehemann. Ihre Ausf�hrungen geben aber keinen Aufschluss �ber die hypothetische Lohnentwicklung f�r den Fall, dass kein Gesundheitsschaden eingetreten w�re und die Eheleute den Betrieb (weiterhin) gemeinsam gef�hrt h�tten. Die Argumentation der Beschwerdef�hrerin �berzeugt auch deshalb nicht, weil ebenso wahrscheinlich ist, dass die Gesch�ftsleitung in einem Kleinunternehmen wie der N.________ AG betr�chtlich bescheidener entl�hnt wird, wenn zwei Gesch�ftsleitungsmitglieder zu entsch�digen sind, als wenn der entsprechende Lohn nur einer Person zufliesst. Es f�llt denn auch auf, dass zwischen 2000 und 2004 - als die Beschwerdef�hrerin den gleichen Lohn bezog wie ihr Ehemann - die Einkommen relativ stabil blieben und das Sal�r der Gesch�ftsleitung erst dann massiv anstieg, als der Gatte den Betrieb allein leitete und somit nur noch ein Gesch�ftsleitungslohn bezahlt werden musste. Der vorinstanzlich auf Fr. 93'529.86 bezifferte Validenlohn ist nicht bundesrechtswidrig; die letztinstanzlich aufgelegten Beweismittel sind unbeachtlich. Wie nachfolgend dargelegt wird, w�rde auch die Aufrechnung des der ersten Verf�gung vom 2. April 2008 zu Grunde liegenden Valideneinkommens von Fr. 111'488.75 an die Verh�ltnisse im Jahre 2010 zu keiner h�heren Invalidenrente f�hren.
5.3 Dem Invalideneinkommen legte das kantonale Gericht in der Eventualbegr�ndung die Zahlen der LSE 2008, Tabelle TA1, Kredit- und Versicherungswesen, Frauen, Anforderungsniveau 3 zu Grunde. Dieses Vorgehen blieb unbestritten und ist nicht zu beanstanden. Unter Ber�cksichtigung der 50%igen Arbeitsunf�higkeit ermittelte die Vorinstanz f�r das Jahr 2010 ein Einkommen von Fr. 40'220.-. Ein zus�tzlicher leidensbedingter Abzug erachtete sie mit Blick auf die vorg�ngig dargelegten Faktoren (wonach die Versicherte ihre Zeit relativ frei einteilen und auch betriebsun�bliche Pausen einschalten k�nne, Teilzeitbesch�ftigungen bei Frauen sich sogar lohnerh�hend auswirkten und keine anderen Gr�nde ["Alter etc."] ersichtlich seien, welche Anlass f�r einen Abzug g�ben) nicht f�r angebracht. Diese Begr�ndung greift insoweit zu kurz, als sie sich auf eine adaptierte T�tigkeit in einem anderen Unternehmen als der N.________ AG bezieht. Mit Blick auf die betr�chtlichen Einschr�nkungen, die sich aus dem �rztlichen Zumutbarkeitsprofil ergeben (T�tigkeit ohne Stress und Zeitdruck, ohne erh�hte Anforderungen an geteilte Aufmerksamkeit/ Umstellungs- oder Anpassungsf�higkeit/Konzentration/Reaktionsverm�gen, in ruhigem Umfeld, mit "tragendem Betriebsklima" sowie mit der M�glichkeit betriebsun�blicher Pausen) stellt es eine Ermessensunterschreitung dar, wenn das kantonale Gericht daraus, dass bei Anrechnung des Einkommens in der angestammten T�tigkeit kein leidensbedingter Abzug vorzunehmen sei, ohne Weiteres ableitet, ein solcher sei auch bei Anrechnung eines Tabellenlohnes nicht gerechtfertigt. Unter Ber�cksichtigung aller Umst�nde ist vielmehr ein leidensbedingter Abzug angezeigt und dieser auf 10 % festzusetzen. Damit resultiert ein Invalideneinkommen von Fr. 36'198.-.
5.4 Bei einem Validenlohn von Fr. 93'529.86 und einem Invalideneinkommen von Fr. 36'198.- betr�gt der IV-Grad 61,3 %, was Anspruch auf eine Dreiviertelsrente gibt. Kein anderer Anspruch resultiert bei einem Validenlohn von Fr. 114'740.65 (ausgehend von der Verf�gung vom 2. April 2008 [Valideneinkommen: Fr. 111'488.75; angepasst an die Verh�ltnisse im Jahr 2010: 2009: + 2,1 %; 2010: + 0,8 %; Die Volkswirtschaft 6/2012 S. 95 Tabelle 10.2]; IV-Grad: 68,45 %).
Bei diesem Ausgang des Verfahrens hat die IV-Stelle die Gerichtskosten zu tragen (Art. 66 Abs. 1 BGG) und der Beschwerdef�hrerin eine Parteientsch�digung zu bezahlen (Art. 68 Abs. 2 BGG).
Die Beschwerde wird teilweise gutgeheissen. Der Entscheid des Verwaltungsgerichts des Kantons Thurgau vom 9. November 2011 und die Verf�gung der IV-Stelle des Kantons Thurgau vom 5. Juli 2011 werden aufgehoben und es wird festgestellt, dass die Beschwerdef�hrerin ab 1. September 2011 Anspruch auf eine Dreiviertelsrente der Invalidenversicherung hat.
Die IV-Stelle des Kantons Thurgau hat die Beschwerdef�hrerin f�r das bundesgerichtliche Verfahren mit Fr. 2'800.- zu entsch�digen.

References: Art. 95
 Art. 95
 Art. 105
 BGE 
in fine
 Art. 99
 BGE 
 Art. 4
 Art. 17