Source: https://www.avu-netz.de/netze/strom
Timestamp: 2019-09-22 18:45:09+00:00

Document:
Strom : AVU Netz
Sicher, zuverlässig und nah
Die AVU Netz GmbH ist Ihr kompetenter Ansprechpartner für alle Fragen rund um das Stromverteilnetz im Netzgebiet.
Sie ist zuständig für Planung, Bau, Betrieb und Vermarktung des Stromnetzes. Das betreute Netzgebiet hat eine Fläche von ca. 333 Quadratkilometern, bezogen auf das Hochspannungsnetz. Es erstreckt sich auf den überwiegenden Teil des Ennepe-Ruhr-Kreises.
Sie wollen bauen und benötigen Netzanschlüsse für Strom, Gas oder Wa sser oder benötigen Sie vielleicht mehr Energie und brauchen einen größeren Netzanschluss?
Mit unserem Bauherrenservice können Sie den Neubau von Netzanschlüssen, die Änderung bestehender Anschlüsse sowie einen Baustrom- und Bauwasseranschluss Schritt für Schritt bearbeiten und schließlich beantragen.
Beim sogenannten Baukostenzuschuss handelt es sich um die einmalige Zahlung eines Netzanschlussnehmers im Zuge der Anschlusserstellung oder Leistungserhöhung. Dabei handelt es sich um eine finanzielle Beteiligung an den Ausbaukosten des allgemeinen Stromnetzes. Dabei wird unterschieden, an welcher Spannungsebene der Netzanschlussnehmer angeschlossen ist.
Der Baukostenzuschuss darf bei Stromanschlüssen im Niederspannungsnetz nur für den Teil der Anschlussleistung über 30 kW erhoben werden. Baukostenzuschüsse dürfen dann nur 50 von Hundert dieser Kosten betragen.
Somit sind normale Haushalts-Stromanschlüsse regelmäßig vom Baukostenzuschuss befreit.
Bei neu zu errichtenden Niederspannungsnetzen gilt weiterhin als Grundlage der BKZ-Berechnung die NAV, d. h. entstehender Aufwand wird leistungsbezogen (unter Berücksichtigung der 30kW-Grenze) auf einzelne Bauvorhaben berechnet
Der Baukostenzuschuss wird bei Stromanschlüssen im Mittelspannungsnetz ab der ersten Anschlussleistung zu 100% an Kunden weiterberechnet. Die Bundesnetzangentur betrachtet in eine BKZ-Forderung als den Angemessenheits- und Transparenzforderungen des § 17 EnWG (Energiewirtschaftsgesetz) genügend, soweit der BKZ auf Basis des Leistungspreismodells ermittelt wird.
Nach dem Leistungspreismodell ergibt sich der BKZ aus der Multiplikation der vertraglich vereinbarten Leistungsbereitstellung mit dem zum Zeitpunkt des Vertragsabschlusses oder der Vertragsanpassung geltenden veröffentlichten Leistungspreis (> 2.500 Benutzungsstunden) der Anschlussnutzebene.
BKZ = (Leistungspreis (> 2.500 h/a) der Netzebene) X (bestellte Leistung)
Der geltende Leistungspreis kann dem aktuellem Preisblatt "Netzentgele 2019" entnommen werden.
Technische Regeln sowie ergänzende Bedingungen der AVU Netz GmbH
Die Niederspannungsanschlussverordnung (NAV) stellt für den Netzanschluss Strom (Niederspannung) die allgemeinen Anschlussbedingungen der AVU Netz GmbH dar. Hierzu hat die AVU Netz GmbH Ergänzende Bedingungen veröffentlicht.
Die Technischen Anschlussbedingungen (TAB) liegt der NAV in der jeweiligen Fassung zugrunde. Sie gelten für den Anschluss und den Betrieb von elektrischen Anlagen, die an das Niederspannungsnetz bzw. Mittelspannungsnetz der AVU Netz GmbH angeschlossen sind oder angeschlossen werden.
Die Technischen Regeln für den Anschluss von Kundenanlagen (TAR) an das Niederspannungs- bzw. Mittelspannungsnetz (VDE-AR-N 4100 bzw. VDE-AR-N 4110) und deren Betrieb sind ebenfalls verbindlich anzuwenden. Die technischen Ergänzungen und Erläuterungen der AVU Netz GmbH dienen als Unterstützung zur Umsetzung dieser Regeln und der TAB 2019. Sowohl bei der Planung und der Errichtung als auch beim Anschluss und dem Betrieb der Anlagen an das Stromnetz.
Bezüglich der technischen Anforderungen für den Anschluss und Parallelbetrieb von Erzeugungsanlagen am Stromnetz wird auch hier zwischen der Niederspannung und Mittelspannung unterschieden. Die Vorgaben der Niederspannung sind in der VDE-AR-N 4105 beschrieben. Hierzu wird die AVU Netz GmbH die Ergänzungen und Erläuterungen noch veröffentlichen. Die technischen Mindestanforderungen für den Anschluss und Parallelbetrieb am Mittelspannungsnetz sind in der TAR Mittelspannung, VDE-AR-N 4110 mitbeschrieben.
Folgende Verordnungen und Bedingungen werden derzeit überarbeitet und zeitnah veröffentlicht:
Technische Anchlussbedingung für den Anschluss an das Mittelspannungsnetz (TAB 2019 Mittelspannung)
Ergänzungen und Erläuterungen zur VDE-AR-N 4105 (TAR Eigenerzeugugnsanlagen)
Ergänzungen und Erläuterungen zur VDE-AR-N 4110 (TAR Mittelspannung)
Die Veröffentlichungen der Ergänzungen und Erläuterungen der VDE-AR-N 4105 und VDE-AR-N 4110 stehen noch aus. Die technischen Anschlussbedingungen für den Anschluss am Mittelspannungsnetz (VDE-AR-N 4110) steht ebenfalls noch aus.
Technische Anschlussbedingungen für den Anschluss an das Niederspannungsnetz (TAB 2019 Niederspannung)
Ergänzungen und Erläuterungen zur VDE-AR-N 4100 (TAR Niederspannung)
Allgemeine Bedingungen für den Netzanschluss und die Anschlussnutzung Strom (AGB Anschluss 2018)
Netzanschluss-Formulare
Die AVU Netz GmbH als Ihr Netzbetreiber stellt die Nutzung seiner Netze nach objektiven, transparenten und diskriminierungsfreien Kriterien entsprechend dem Energiewirtschaftsgesetz (EnWG) und den dazugehörigen Verordnungen zur Verfügung.
Die entgeltpflichtige Netznutzung inklusive Messentgelte und sonstiger mit der Netznutzung im Zusammenhang stehender Entgelte rechnet die AVU Netz GmbH in der Regel mit Ihrem Stromlieferanten ab.
Im liberalisierten Energiemarkt sind die Stromnetzbetreiber verpflichtet, für die Netzdurchleitung so genannte Netzentgelte zu erheben.
Die Grundlage dafür bildet das Energiewirtschaftsgesetz in Verbindung mit der Verordnung über die Entgelte für den Zugang zu Elektrizitätsversorgungsnetzen (Stromnetzentgeltverordnung - StromNEV). Siehe dazu den Leitfaden für die Ermittlung des Netznutzungspreises Strom.
Ab 2017 wird nach dem am 2. September 2016 in Kraft getretenen Messstellenbetriebsgesetz (MsbG) zwischen „herkömmlichen Messeinrichtungen“ und „modernen Messeinrichtungen (mME) bzw. intelligenten Messsystemen (iMS)“ unterschieden. Der Netzbetreiber wird zum Einbau und Betrieb moderner Messeinrichtungen bzw. intelligenter Messsysteme verpflichtet. Die Entgelte für den Messstellenbetrieb moderner Messeinrichtungen bzw. intelligenter Messsysteme werden separat nach den Regeln des MsbG erhoben und veröffentlicht.
Für folgende Anlagen werden pauschale Jahresverbrauchsmengen angesetzt:
Sirenenanlagen ohne Steuerempfänger: 12 kWh
Sirenenanlagen mit Steuerempfänger: 44 kWh
Die AVU Netz GmbH stellt ihr Stromnetz allen Netznutzern zur Verfügung.
Hierbei beinhalten die Preise für die Berechnung des Netzentgeltes folgende Komponenten:
Zusätzlich zu diesen Entgelten wird berechnet:
Aufgrund des § 19 Abs. 2 Strom NEV wird ab dem 01.01.2012 eine Umlage erhoben.
Aufgrund des § 17 f Abs. 5 EnWG wird ab dem 01.01.2013 eine Offshore-Haftungsumlage erhoben.
Aufgrund des § 18 der Verordnung über die Vereinbarung zu abschaltbaren Lasten wird ab dem 01.01.2014 eine Umlage erhoben.
Jahresleistungspreis - Kunden mit registrierender Lastgangmessung
Monatsleistungspreis - Kunden mit registrierender Leistungsmessung
Niederspannung - Kunden ohne registrierende Lastgangmessung
Entgelte für Jahresmehr- und Mindermengen bei Standardlastprofilkunden
Entgelt für Blindstromverbrauch
Entgelte für Reservenetzkapazität
Entgelte für den Messstellenbetrieb: Die Preise gelten je Zählpunkt und beinhalten die Bereitstellung der erforderlichen herkömmlichen Messeinrichtungen, die Ablesung bzw. gegebenenfalls die Fernablesung, die Aufbereitung und Plausibilitätsprüfung der Zählwerte und die monatliche Datenbereitstellung an den Lieferanten.
Neuerung ab 2017: Mit in Kraft treten des Messstellenbetriebsgesetzes (MsbG) werden die Abrechnungsentgelte nicht mehr gesondert berechnet. Sie sind jetzt Teil der Netzentgelte.
Die Entgelte für Messung und Messstellenbetrieb werden in dem Entgelt „Messstellenbetrieb“ zusammengefasst.
Strom Entgelte für den Messstellenbetrieb moderner Messeinrichtungen und intelligenter Messsysteme 2017 bis 2019
Leitfaden für die Ermittlung des Netznutzungspreises
Referenzpreisblatt zur Ermittlung vermiedener Netzentgelte nach §18 Abs. 2 StromNEV
Gemäß § 120 Abs. 4 EnWG sind bei der Ermittlung der Entgelte für dezentrale Einspeisungen ab dem 1. Januar 2018 diejenigen Netzentgelte zugrunde zu legen, die am 31. Dezember 2016 anzuwenden waren. Ab dem 1. Januar 2018 sind von den Erlösobergrenzen der jeweiligen Übertragungsnetzbetreiber die Kostenbestandteile nach § 17d Abs. 7 EnWG und § 2 Abs. 5 EnLAG in Abzug zu bringen, so wie sie in den damaligen Erlösobergrenzen enthalten waren und in die Netzentgelte für das Kalenderjahr 2016 eingeflossen sind. Auf dieser Basis wurden die Netzentgelte der AVU Netz GmbH für das Kalenderjahr 2016 neu berechnet. Sie dienen als Berechnungsgrundlage für die Ermittlung der Entgelte für dezentrale Einspeisung.
Letztverbraucher, deren Jahreshöchstlast vorhersehbar erheblich von der zeitgleichen Jahreshöchtslast ihrer jeweiligen Netz - oder Umspannebene abweicht, können nach § 19 Abs. 2 Satz 1 StromNEV ein individuelles Netzentgelt vereinbaren.
Im Netzgebiet der AVU Netz GmbH gelten folgenden Hochlastzeitfenster:
Individuelle Netzentgelte nach § 19 Abs. 1 StromNEV
Die prognostizierte Jahreshöchstlast innerhalb dieser Zeitfenster soll dabei gemäß Festlegung der Bundesnetzagentur mindestens 20% (Umspannung HS/MS und MS) bzw. mindestens 30 % (Umspannung MS/NS und NS) außerhalb der absoluten Jahreshöchstlast des Letztverbrauchers liegen.
Darüber hinaus ist eine Mindestverlagerung von 100 kW in allen Netz-und Umspannebenen erforderlich.
Die zu erwartende Entgeltreduzierung soll mindestens 500,00 EUR/Jahr betragen.
Die Antragstellung hat frühestens im Kalenderjahr vor dem Genehmigungszeitraum und spätestens bis zum 30.09. des ersten Kalenderjahres des Genehmigungszeitraums zu erfolgen. Eine rückwirkende Genehmigung ist damit ausgeschlossen.
Individuelle Netzentgelte nach § 19 Absatz 2 der StromNEV
Nach diesen können Letztverbraucher unter bestimmten Voraussetzungen ein individuelles Netzentgelt, das aber mindestens 20 % der veröffentlichten Netzentgelte betragen muss, gemäß § 19 Absatz 2 Satz 1 StromNEV beantragen. In § 19 Absatz 2 Satz 2 StromNEV gibt es statt einer generellen Befreiung jetzt ein Staffelsystem, das sich nach Verbrauch und dem Lastgang des Unternehmens richtet.
Unternehmen, mit einer Stromabnahme aus dem öffentlichen Netz von mindestens 10 Gigawattstunden für den eigenen Verbrauch an einer Abnahmestelle und einer Benutzungsstundenanzahl von mehr als 7.000 Stunden pro Jahr können künftig nicht mehr von einer vollständigen Befreiung der Netzentgelte profitieren. Die neue Verordnung sieht eine Reduzierung der Netzentgelte nach folgender Staffelung vor:
mind. 7.000 Benutzungsstunden/Jahr auf 20 Prozent der Netzentgelte
mind. 7.500 Benutzungsstunden/Jahr auf 15 Prozent der Netzentgelte
mind. 8.000 Benutzungsstunden/Jahr auf 10 Prozent der Netzentgelte
Der Antrag für das individuelle Netzentgelt ist durch den Letztverbraucher spätestens in dem Kalenderjahr zu stellen, für das die Genehmigung beantragt wird. Zuständig ist in der Regel die Bundesnetzagentur. Weiterführende Informationen der Bundesnetzagentur finden Sie hier.
Exaktere Bemessung
Ab 1. Januar 2019 führt die Bundesregierung außerdem eine sogenannte physikalische Komponente bei der Bemessung der Höhe des Netzentgelts ein. So soll bei der Höhe des Netzentgelts der tatsächliche Beitrag zur Netzentlastung mit eingerechnet werden, den der jeweilige stromintensive Verbraucher tatsächlich leistet.
​Individuelle Netzentgelte nach § 19 Abs. 2 u.3 StromNEV
Für die nachfolgenden Entnahmestellen wurden individuelle Netzentgelte nach § 19 Abs. 2 und 3 StromNEV festgelegt. Die Entnahmestellen werden bezüglich des Entgeltes im Übrigen so gestellt, als seien sie direkt an die vorgelagerte Netz - oder Umspannebene angeschlossen.
Individuelle Netzentgelte 2019:
Vorgelagerte Anschlussebene
Individuelles Entgelt
10112320 10 kV § 19 Abs. 2, > 7.000h 150.915,89 €
10183392 10 kV § 19 Abs. 1, Hochlastzeitfenster 30.035,71 €
10553379 10 kV § 19 Abs. 3, sing. genutze Betriebsmittel 48.771,00 €
10112287 Umspannung 110 / 10 kV § 19 Abs. 3, singul. genutzte Betriebsmittel 108.707 €
10005412 Umspannung 110 / 10 kV § 19 Abs. 3, singul. genutzte Betriebsmittel 74.676 €
10146222 Umspannung 110 / 10 kV § 19 Abs. 3, singul. genutzte Betriebsmittel 82.092 €
10004746 Umspannung 110 / 10 kV § 19 Abs. 3, singul. genutzte Betriebsmittel 51.384 €
10006830 Umspannung 110 / 10 kV § 19 Abs. 3, singul. genutzte Betriebsmittel 23,376 €
Umspannung 10 / 1 kV § 19 Abs. 3, singul. genutzte Betriebsmittel 636 €
10112058
Umspannung 10 / 1 kV § 19 Abs. 3, singul. genutzte Betriebsmittel 828 €
Geduldete Notstromentnahme
Geduldete Notstromentnahme für Mittelspannungskunden und höhere Spannungsebenen
Die §§ 36 ff EnWG regeln ausschließlich Niederspannungsstromlieferungen.
Sofern der Anschlussnutzer über das Netz des Netzbetreibers Elektrizität entnimmt, ohne das dieser Bezug einem Bilanzkreis zugeordnet werden kann, ist der Netzbetreiber berechtigt, die Unterbrechnung der Anschlussnutzung vorzunehmen und die elektrische Anlage vom Netz zu trennen.
Nimmt der Netzbetreiber zunächst keine Trennung vor, obwohl er dazu berechtigt wäre, und duldet er die weitere Entnahme von Elektrizität, ist der Anschlussnutzer gleichwohl verpflichtet, sich umgehend um einen Lieferanten bzw. eine Bilanzkreiszuordnung zu bemühen. Der Netzbetreiber duldet die Entnahme von Elektrizität durch den Anschlussnutzer ohne Anerkennung einer Rechtspflicht. Die geduldete Energieentnahme kann jederzeit ohne Angabe von Gründen unterbunden werden.
Eine geduldete Notstromentnahme bei der AVU Netz GmbH erfolgt bei Netznutzungskunden mit einem gültigem Netzanschlussvertrag zum Zeitpunkt einer fehlenden bzw. verspäteten Lieferantenzuordnung der betroffenen Abnahmestelle im Netz der AVU Netz GmbH.
Nur nach schriftlicher Vereinbarung und Zustimmung der AVU Netz GmbH zur geduldeten Notstromentnahme übernimmt die AVU Netz GmbH die Abwicklung dieser geduldeten Notstromentnahme ab Mittelspannung, entsprechend der veröffentlichten Konditionen. Erfolgt keine Zustimmung durch die AVU Netz GmbH erfolgt die physikalische Netztrennung des Anschlussnehmers vom Verteilnetz innerhalb von 3 Werktagen.
In § 38 EnWG hat der Gesetzgeber die Ersatzversorgung nur für Letztverbraucher geregelt, die über das Energieversorgungsnetz der allgemeinen Versorgung in Niederspannung Energie beziehen. Für Letztverbraucher in höheren Spannungsebenen besteht somit kein gesetzlicher Anspruch auf Ersatzversorgung.
Preisblatt geduldete Notstromentnahme
Unterbrechbare Verbrauchseinrichtungen und zugehörige temperaturabhängige Lastprofile
Die NT-Zeit für Unterbrechbare Verbrauschseinrichtungen beträgt 8 Stunden in der Nacht:
Mo. - So.: 22:00 Uhr - 06:00 Uhr
Diese Zeit wird von der AVU Netz GmbH mittels Funkrundsteuerung freigegeben.
Die Sperrzeiten für Wärmepumpen lauten wie folgt:
Mo. - Fr.: 07:30 Uhr - 09:00 Uhr
Mo. - Fr.: 10:30 Uhr - 12:30 Uhr
Die AVU Netz GmbH verwendet zur Abwicklung von Netznutzung und Bilanzierung für unterbrechbare Verbrauchseinrichtungen das an der BTU Cottbus für den Verband der Netzbetreiber (VDN) entwickelte Verfahren. Die Grundlage hierfür basiert auf:
Quelle: VDN - Verband der Netzbetreiber
Quelle: VDN - Verband der Netzbetreiber.
Unterbrechbare Verbrauchseinrichtungen sind Verbrauchseinrichtungen zur Raumheizung, Warmwasserbereitung und ähnliche Zwecke, die mit Zustimmung des Netzbetreibers nach den dafür geltenden Regeln der Technik und den Technischen Anschlussbedingungen des Netzbetreibers angeschlossen wurden und bestimmungsgemäß betrieben werden. Die Unterbrechung bzw. Freigabe der Verbrauchseinrichtungen erfolgt grundsätzlich durch den Netzbetreiber.
Die temperaturabhängigen Lastprofile sind unabhängig vom Jahresstromverbrauch und der installierten Leistung anwendbar, das heißt, die Standardlastprofil (SLP)-Anwendungsgrenze von 100.000 kWh/a gilt nicht.
Folgende Profilschare stehen hier zum Download zur Verfügung:
GV1: Speicherheizung gemeinsame Messung
​Hier ist nur ein Zähler vorhanden, an den die Heizung und die übrigen Anlagen des Kunden angeschlossen sind. Diese Variante gibt es nur noch bei Bestandsanlagen.
SV1: Speicherheizung getrennte Messung
WP1: Wärmepumpe getrennte Messung (ab 01.01.2013)
Hier gilt dasselbe wie bei Speicherheizung getrennte Messung.
Ab dem 01.07.2017 gelten neue Profilscharen (in K/h):
US1: Speicherheizung gemeinsame und getrennte Messung
​Bei gemeinsamer Messung wird der HT-Anteil mit dem H0 Profil bilanziert und der NT-Anteil mit dem UP1 Profil als spez. Arbeit angegeben.Bei getrennter Messung werden beide Mengen als spez. Arbeit mit dem UP 1 bilanziert.
WPO: Wärmepumpe getrennte Messung
​Wärmepumpen werden mit HT und NT Anteil als spez. Arbeit mit dem WP3 Profil bilanziert.
Die Lastprofile werden als Kurvenscharen in 1 °C-Schritten für einen Temperaturbereich von -17 °C bis 17 °C zur Verfügung gestellt.
Als Bezugstemperatur T(Bezug) ist für alle temperaturabhängigen Lastprofile 17 °C festgelegt. Oberhalb dieser Temperatur wird das Lastprofil für 17 °C angewendet.
Als Auslegungstemperatur (tiefste Temperatur) für alle temperaturabhängigen Lastprofile ist -17 °C festgelegt. Unterhalb dieser Temperatur wird das Lastprofil für -17 °C angewendet.
Die Temperaturmessstelle ist für das ganze Netzgebiet des Netzbetreibers "Lüdenscheid" (DWD Station 10418).
Die äquivalente Tagesmitteltemperatur wird wie folgt nach dem Abschlussbericht „Bestimmung von Lastprofilen für unterbrechbare Verbrauchseinrichtungen ermittelt:
Tm,ä (t) = 0,5 * Tm(t) + 0,3 * Tm (t-1) + 0,15 * Tm (t-2) + 0,05 * Tm (t-3)
US1 Speicherheizung gemeinsame und getrennte Messung
WPO Wärmepumpe getrennte Messung
GV1 Speicherheizung gemeinsame Messung
SV1 Speicherheizung getrennte Messung
WP1 Wärmepumpe getrennte Messung (ab 01.01.2013)
Schwachlastreglung
Die Schwachlastzeit beträgt täglich 8 Stunden:
Mo. - So.: 22:00 Uhr bis 06:00 Uhr
Sie wird vom Netzbetreiber festgelegt und kann von ihm mit angemessener Vorankündigung geändert werden. Die während der Schwachlastzeit bezogene elektrische Arbeit (Schwachlastarbeit) wird durch einen Zweitarifzähler gemessen und gesondert angezeigt. Die Umschaltung des Zweitarifzählers erfolgt in der Regel durch Rundsteuerung (bzw. Schaltuhren). Schaltuhren werden nicht auf Sommerzeit umgestellt.
Der Netzbetreiber ist berechtigt, vom Lieferanten vorab einen entsprechenden Nachweis über die Kunden, die mit einem Schwachlasttarif abgerechnet werden, zu erhalten. Weiterhin ist das Vorhandensein eines Schwachlasttarifs Voraussetzung, der in der Preisspreizung größer ist, als die Differenz zwischen der hohen gemeindegrößenabhängigen Konzessionsabgabe (Konzessionsabgabenverordnung § 2 (2) Nr. 1b KAV) und der Konzessionsabgabe für Lieferungen in der Schwachlastzeit (Konzessionsabgabenverordnung § 2 (2) Nr. 1a KAV).
Netzreservevorhaltung und -inanspruchnahme
Auch wenn Sie Ihren Strom selbst erzeugen, ist für Störungen und Ausfälle eine Netzreservevorhaltung zweckmäßig.
Ihr Preis hängt davon ab, wie viele Stunden im Jahr eine Inanspruchnahme erfolgt und an welche Spannungsebene Ihre Anlage angeschlossen ist.
Eine Netzreservekapazität stellen wir auf Anfrage leistungsgemessenen Kunden mit einem Leistungsbedarf über 30 kW bei Ausfall seiner KWK-Erzeugungsanlage aus unserem Netz zur Verfügung.
Sie erhalten eine Jahresrechnung.
Unsere Preise für die Bereitstellung und Inanspruchnahme von Netzreservekapazität finden Sie in unseren jeweils gültigen Netznutzungsentgelten.
Letztverbrauch > 1.000.000 kWh/a
KWK-Umlage, Offshore-Haftungsumlage und §19 StromNEV-Umlage
Im Folgenden informieren wir Sie über Ihre gesetzliche Meldepflicht zur Abwicklung der KWK-Umlage, §19 StromNEV-Umlage und Offshore-Haftungsumlage.
Zum Begriff der „Abnahmestelle":
Nach §2 Nr.1 KWKG 2016 hat eine „Abnahmestelle" drei Merkmale:
Summe aller räumlich und physikalisch zusammenhängenden elektrischen Einrichtungen eines Letztverbrauchers,
die sich auf einem in sich abgeschlossenen Betriebsgelände befinden und
über einen oder mehrere Entnahmepunkte mit dem Netz des Netzbetreibers verbunden sind.
Erfüllt Ihr Unternehmen die Voraussetzung der Abnahmestelle und verbraucht die über 1.000.000 kWh/a hinausgehende Strommenge vollständig selber (identisches Unternehmen, keine Weiterleitung an Dritte), so erfolgt für diese Strommenge die Berechnung der §19 StromNEV-Umlage nach:
der Kategorie B bei Vorlage Ihrer schriftlichen Erklärung
Netzkunden-Bestätigung zum Letztverbrauch
der Kategorie C mit Vorlage eines Wirtschaftsprüfertestates
Der entsprechende Nachweis muss bis spätesten zum 31.03.2020 bei der AVU Netz GmbH vorliegen.
Erfüllt Ihr Unternehmen die Voraussetzung der Abnahmestelle nach KWKG 2016 nicht oder verbrauchen Sie die über 1.000.000 kWh/a hinausgehende Strommenge nicht vollständig selber (Weiterleitung an Dritte), so erfolgt für die Berechnung der §19 StromNEV-Umlage wie folgt:
Die Strommengen weniger 1.000.000 kWh, sowie die weitergeleiteten Strommengen werden nach Kategorie A abgerechnet, die selbstverbrauchten Strommengen darüber hinaus nach Kategorie B oder C.
Die weitergeleiteten Strommengen eines Letztverbrauchers über 1.000.000 kWh können nach Kategorie B oder C begünstigt werden, sofern uns die entsprechenden Nachweise vorliegen.
Sie sind verpflichtet die weitergeleiteten Strommengen schriftlich verbindlich bis spätestens 31.03.2020 der AVU Netz GmbH nachvollziehbar auf Basis geeichter Stromzähler nachzuweisen. Für das Abrechnungsjahr 2019 akzeptieren wir im Rahmen der Übergangsvorschrift geschätzte oder nicht geeichte Strommengen, sofern Sie uns plausible nachweisen, wie die Mengen zustande gekommen sind. Ab dem Abrechnungsjahr 2020 akzeptieren wir ausschließlich geeichte Messungen zur Erfassung der weitergeleiteten Strommengen.
KWK-Umlage und Offshore-Haftungsumlage
Bei privilegierten Letztverbrauchern werden die KWK-Umlage und Offshore-Haftungsumlage für die Strommengen über 1.000.000 kWh entsprechend der besonderen Ausgleichsregelung des EEG begrenzt. Diese stromintensiven Unternehmen erhalten mit einem EEG-Begrenzungsbescheid reduzierte Umlagesätze. Der Begrenzungsbescheid muss beim zuständigen Übertragungsnetzbetreiber, Amprion GmbH, eingereicht werden.
Alle anderen Letztverbraucher fallen grundsätzlich mit der gesamten Strommenge in die Letztverbrauchergruppe A und erhalten keine Vergünstigung.
Netzkunden-Bestätigung Letztverbrauch (>1.000.000 kWh)
Die Stromnetzbetreiber sind gemäß den Bestimmungen des neuen Energiewirtschaftsgesetzes für die Beschaffung von Energie für die zur Deckung von Netzverlusten benötigte Energie verantwortlich. Das Energiewirtschaftsgesetz und die Stromnetzzugangsverordnung verpflichten zu einer Beschaffung der Netzverluste über marktorientierte, transparente und diskriminierungsfreie Verfahren.
Eine detaillierte Festlegung zum Ausschreibungsverfahren für Verlustenergie und zum Verfahren zur Bestimmung der Netzverluste der Beschlusskammer 6 der Bundesnetzagentur, ist am 22.10.2008 veröffentlicht worden. Grundlage ist § 10 StromNZV (Stromnetzzugangsverordnung) vom 25. Juli 2005.
Ausschreibung der Verlustenergie:
Die Ausschreibung der zur Deckung von Netzverlusten benötigen Energie für die Kalenderjahre 2019 und 2020 ist beendet.
Die Auswertung der abgegebenen Angebote für den jeweiligen Jahresverlustlastgang hat folgende Energiepreise ergeben:
Verlustlastgang 2020 : 37,07 €/MWh
Verlustlastgang 2019 : 37,41 €/MWh
Verlustlastgang 2018 : 30,25 €/MWh
Verlustlastgang 2019
Verlustlastgang 2018
Mai 2.838,609 31,23 2.606,255 30,25 2.759,053 37,41
Juni 2.522,703 31,25 2.607,789 30,25 2.295,532 37,41
​Struktur- und Netzdaten der AVU Netz GmbH nach StromNEV und StromNZV
Leiter Netzvertrieb
02332 73-80401
02332 73-81901
JEDBmzrorq.mgra-hinECYPewsq@Midbasrp.erqvraupf.argfebug
Netzvertrieb- Industriekunden
IHECTPcqrq.mgra-hinIHCBVPkt@CUTdbytn.erzreo.nabz
Email: WTQcwsqorq.mgra-hinJZRNliao@LJBQNfzt.bsav

References: § 17
 § 19
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 § 18
 §18
 § 120
 § 17
 § 2
 § 19
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 § 19
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 § 38
 § 2
 § 2
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 § 10