Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=VGH%20Bayern&Datum=19.02.2015&Aktenzeichen=3%20CE%2015.130
Timestamp: 2020-02-22 11:25:35+00:00

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VGH Bayern, 19.02.2015 - 3 CE 15.130 - dejure.org
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VGH Bayern, 19.02.2015 - 3 CE 15.130 (https://dejure.org/2015,4860)
VGH Bayern, Entscheidung vom 19.02.2015 - 3 CE 15.130 (https://dejure.org/2015,4860)
VGH Bayern, Entscheidung vom 19. Februar 2015 - 3 CE 15.130 (https://dejure.org/2015,4860)
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VwGO § 123; GG Art. 19 Abs. 4, Art. 33 Abs. 2
Staatsanwalt, Gruppenleiter, Beigeladener, Bewerber, Leistungsvergleich, Sozialkompetenz, Dienstherr
Besetzung der Stelle des Oberstaatsanwalts als Abteilungsleiter bei der Staatsanwaltschaft mit einem Bewerber i.R.d. Bewerbungsverfahrens und Auswahlverfahrens
GG Art. 33 Abs. 2; BV Art. 94 Abs. 2
Damit korrespondiert ein Bewerbungsverfahrensanspruch, dass die im Rahmen der Stellenbesetzung vorzunehmende Auswahlentscheidung gemäß dem Verfassungsgrundsatz des Art. 33 Abs. 2 GG und Art. 94 Abs. 2 BV (vgl. § 9 BeamtStG, Art. 16 Abs. 1 LlbG) nach Eignung, Befähigung und fachlicher Leistung zu treffen ist (…BVerfG, B.v. 11.5.2011 - 2 BvR 764/11 - juris Rn. 10;… BVerwG, B.v. 4.11.2010 - 2 C 16.09 - juris Rn. 20; BayVGH, B.v. 19.02.2015 - 3 CE 15.130 - juris Rn. 20).
Durch die Möglichkeit des Nachschiebens der Auswahlerwägungen im gerichtlichen Verfahren wäre dagegen der gerichtliche Rechtsschutz des Betroffenen unzumutbar erschwert (BVerfG, B.v. 09.07.2007 - 2 BvR 206/07 - ZBR 2008, 169 - juris, BayVGH, B.v. 19.02.2015 - 3 CE 15.130 - juris Rn. 22).
Er hat damit zum Ausdruck gebracht, dass er die Begründung des Besetzungsvorschlags übernimmt und diese Begründung Grundlage der von ihm getroffenen Besetzungsentscheidung ist (vgl. BayVGH, B.v. 29.11.2012 - 3 CE 12.2225 - juris Rn. 29, B.v. 19.02.2015 - 3 CE 15.130 - juris Rn. 24).
Soweit die Antragsgegnerseite unter Bezugnahme auf einen Beschluss des BayVGH vom 19.02.2015 - 3 CE 15.130 - einwendet, dass die Vorlageschreiben des unmittelbaren Vorgesetzten des Antragsstellers bei der Auswahlentscheidung keine Berücksichtigung hätten finden können, vermag dieser Einwand die Zweifel an der hinreichenden Aktualität der Regelbeurteilungen nicht zu beseitigen.
Soweit er auf frühere dienstliche Beurteilungen verweist, sind diese nicht maßgeblich, denn vorrangig kommt es auf die letzte dienstliche Beurteilung an (st.Rspr. BayVGH, B.v. 19.2.2015 -3 CE 15.130 - juris Rn. 28).
Damit korrespondiert ein Bewerbungsverfahrensanspruch, dass die im Rahmen der Stellenbesetzung vorzunehmende Auswahlentscheidung gemäß dem Verfassungsgrundsatz des Art. 33 Abs. 2 GG und Art. 94 Abs. 2 BV (vgl. § 9 BeamtStG, Art. 16 Abs. 1 LlbG) nach Eignung, Befähigung und fachlicher Leistung zu treffen ist (…BVerfG, B.v. 11.5.2011 - 2 BvR 764/11 - juris Rn. 10;… BVerwG, B.v. 4.11.2010 - 2 C 16.09 - juris Rn. 20; BayVGH, B.v. 19.2.2015 - 3 CE 15.130 - juris Rn. 20).
Soweit der Senat in früheren Entscheidungen (…BayVGH, B.v. 29.11.2012 - 3 CE 12.2225 - juris Rn. 29; B.v. 19.2.2015 - 3 CE 15.130 - juris Rn. 24) ausgeführt hat, dass durch die Billigung eines Besetzungsvorschlags durch den zuständigen Staatsminister dieser damit zum Ausdruck gebracht hat, dass er die Begründung des Besetzungsvorschlags übernimmt und diese Begründung Grundlage der von ihm getroffenen Auswahlentscheidung ist, stellte sich dort die Frage der Übertragbarkeit der Auswahlbefugnis nicht.
Durch die Möglichkeit des Nachschiebens der Auswahlerwägungen im gerichtlichen Verfahren wäre dagegen der gerichtliche Rechtsschutz des Betroffenen unzumutbar erschwert (BVerfG, B.v. 9.7.2007 - 2 BvR 206/07 - ZBR 2008, 169 - juris, BayVGH, B.v. 19.2.2015 - 3 CE 15.130 - juris Rn. 22).
Zwar kann der Beigeladene damit vorliegend einen Bewährungsvorsprung (Gewinn von Führungserfahrung) erhalten, wenn ihm der verfahrensgegenständliche Dienstposten bereits vor einer bestandskräftigen Auswahlentscheidung übertragen wird (vgl. BayVGH, B.v. 19.2.2015 - 3 CE 15.130 - juris Rn. 18).

References: § 123
 Art. 19
 Art. 33
 Art. 33
 Art. 94
 Art. 33
 Art. 94
 § 9
 Art. 16
 Art. 33
 Art. 94
 § 9
 Art. 16