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Timestamp: 2016-10-26 15:36:35+00:00

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8C_827/2011 (03.02.2012)
8C_827/2011
Beschwerde gegen den Entscheid des Verwaltungsgerichts des Kantons Luzern vom 3. Oktober 2011.
S.________ (geb. 1958), Mutter von vier 1981, 1985, 1987 und 1989 geborenen Kindern, meldete sich am 27. November 2006 bei der Invalidenversicherung zum Rentenbezug an. Die IV-Stelle Luzern kl�rte die Verh�ltnisse insbesondere in medizinischer und beruflich-erwerblicher Hinsicht ab. Sie holte neben diversen Stellungnahmen des Regionalen �rztlichen Dienstes (RAD) u.a. ein Gutachten des Dr. med. M.________, Spezialarzt FMH f�r Psychiatrie und Psychotherapie, vom 15. August 2007 und einen Bericht des Dr. med. B.________, Facharzt FMH f�r Rheumatologie und Innere Medizin, vom 7. M�rz 2008 ein. Gest�tzt darauf verneinte sie vorbescheidweise unter Annahme von ohne gesundheitliche Beeintr�chtigungen zu je 50 % ausge�bten Erwerbs- und Haushaltst�tigkeiten eine rentenbegr�ndende Invalidit�t. Auf Intervention der Versicherten hin zog sie in der Folge Berichte der Beruflichen Abkl�rungsstelle (BEFAS) vom 20. Mai 2009, des Zentrum X.________ vom 18. September 2009 und der behandelnden �rztin Frau Dr. med. F.________, FMH Psychiatrie und Psychotherapie, vom 21. Juni 2010 bei. Vor diesem Hintergrund betrachtete die IV-Stelle die beruflichen Eingliederungsmassnahmen als abgeschlossen und lehnte den Rentenanspruch ab (Verf�gung vom 7. September 2010).
Die hiegegen erhobene Beschwerde, mit welcher S.________ einen weiteren Bericht der Frau Dr. med. F.________ vom 13. Oktober 2010 auflegte, wies das Verwaltungsgericht des Kantons Luzern mit Entscheid vom 3. Oktober 2011 ab.
S.________ l�sst Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten f�hren und beantragen, in Aufhebung des vorinstanzlichen Entscheids sei die Sache an die IV-Stelle zur�ckzuweisen; diese sei zu verpflichten, den medizinischen Sachverhalt mittels neutralem interdisziplin�rem Gutachten abzukl�ren, berufliche Massnahmen zu gew�hren und eine Haushaltsabkl�rung durchzuf�hren sowie hernach den Anspruch auf Rente erneut zu pr�fen.
1.2 Die Feststellung des Gesundheitsschadens, d.h. die Befunderhebung, die gest�tzt darauf gestellte Diagnose und die �rztliche Stellungnahme zum noch vorhandenen Leistungsverm�gen oder (bei psychischen Gesundheitssch�den) zur Verf�gbarkeit von Ressourcen der versicherten Person sowie die auf Grund der medizinischen Untersuchungen gerichtlich konstatierte Arbeits(un)f�higkeit betreffen Tatfragen (BGE 132 V 393 E. 3.2 S. 398), welche sich nach der dargelegten Regelung der Kognition einer �berpr�fung durch das Bundesgericht weitgehend entziehen. Demgegen�ber handelt es sich um eine - letztinstanzlich frei �berpr�fbare - Rechtsfrage, soweit die Zumutbarkeit von Arbeitsleistungen basierend auf der allgemeinen Lebenserfahrung beurteilt wird (BGE 132 V 393 E. 3.2 S. 398 f.).
Im angefochtenen Entscheid und in der Verf�gung der Beschwerdegegnerin vom 7. September 2010 wurden die massgeblichen Rechtsgrundlagen, unter Ber�cksichtigung der intertemporalrechtlichen Fragen, die sich infolge der am 1. Januar 2008 im Rahmen der 5. IV-Revision erfolgten Rechts�nderungen stellen (vgl. Urteil [des Bundesgerichts] 8C_829/2008 vom 23. Dezember 2008 E. 2.1 mit Hinweisen), zutreffend dargelegt. Es betrifft dies insbesondere die gesetzlichen Bestimmungen und die von der Rechtsprechung entwickelten Grunds�tze zu den Voraussetzungen und zum Umfang des Rentenanspruchs (Art. 28 Abs. 1 und 2 IVG), zur Bedeutung �rztlicher Ausk�nfte im Rahmen der Invalidit�tssch�tzung (BGE 125 V 256 E. 4 S. 261; vgl. ferner BGE 132 V 93 E. 4 S. 99 f.) sowie zu den Anforderungen an beweiskr�ftige medizinische Berichte und Gutachten (BGE 125 V 351 E. 3a S. 352 mit Hinweis; siehe auch BGE 134 V 231 E. 5.1 S. 232). Darauf wird verwiesen.
3.1 Zu pr�fen ist vorab die durch das kantonale Gericht offen gelassene und daher uneingeschr�nkt beurteilbare Frage, ob die Beschwerdef�hrerin im massgeblichen Zeitpunkt des Verf�gungserlasses vom 7. September 2010 als Gesunde je h�lftig im Erwerbsbereich und im Haushalt t�tig gewesen (und die Invalidit�t daher nach der sog. gemischten Methode [gem�ss Art. 28a Abs. 3 IVG und Art. 27bis IVV in Verbindung mit Art. 28a Abs. 1 und 2 IVG, Art. 16 ATSG und Art. 27 IVV; BGE 133 V 477 E. 6.3 S. 486 f., 504 E. 3.3 S. 507 f.; 130 V 393 E. 3.3 S. 395 f.; 125 V 146 E. 2c S. 150; je mit Hinweisen; Urteil [des Bundesgerichts] 9C_49/2008 vom 28. Juli 2008 E. 3.1 - 3.4] zu bemessen) w�re oder ob sie, wie vorinstanzlich geltend gemacht, ausschliesslich eine ausserh�usliche Besch�ftigung ausge�bt h�tte.
3.2 Den Akten kann entnommen werden, dass die Beschwerdegegnerin auf Grund der Ausf�hrungen der Versicherten, wonach sie vier Kinder habe und angesichts der sich daraus ergebenden Verpflichtungen lediglich im Umfang von 50 % ausser Hauses arbeiten wolle, stets von einem Erwerbs- und Haushaltspensum ohne gesundheitliche Einschr�nkungen von je 50 % ausgegangen ist (vgl. IV-Protokolleintr�ge vom 15. Januar und 28. Oktober 2008, 21. und 28. Januar sowie 4. Februar 2009; BEFAS-Bericht vom 20. Mai 2009, S. 14). Dieser Annahme, welche auch dem Vorbescheid vom 18. April 2008 und der Verf�gung vom 7. September 2010 zugrunde lag, opponierte die Beschwerdef�hrerin weder im Rahmen ihres Einspruchs vom 15. Mai 2008 noch ihrer Beschwerde an die Vorinstanz vom 6. Oktober 2010. Erst in ihrer Replikschrift vom 2. Februar 2011 gab sie an, sie h�tte (mittelfristig mit zunehmender Selbstst�ndigkeit ihrer Kinder) eine Vollzeitt�tigkeit aufgenommen.
3.2.1 Die im Verf�gungszeitpunkt 52-j�hrige Beschwerdef�hrerin hatte nach einer zweij�hrigen Lehre als Verk�uferin Sportartikel bis zur Geburt ihres ersten Sohnes 1981 in der Administration und im Verkauf verschiedener Unternehmungen, zuletzt teilzeitlich im Sportgesch�ft des Ehemannes, gearbeitet. Ab diesem Zeitpunkt widmete sie sich exklusiv der Kindererziehung und den Haushaltsaufgaben. Unbestrittenermassen �nderte daran weder der Auszug des Ehegatten aus der gemeinsamen Sechszimmerwohnung im Jahre 1998 noch die 2007 erfolgte Scheidung etwas. Konkrete Arbeitsbem�hungen und/oder entsprechende Vorbereitungshandlungen (wie Kursbesuche etc.) sind weder ersichtlich noch werden sie dargetan. Auf Grund der ihr und ihren drei j�ngeren - noch zu Hause lebenden und offenkundig trotz M�ndigkeit betreuungsintensiven - Kindern ausgerichteten Alimente (einschliesslich Kinderzulagen) in H�he von monatlich Fr. 5200.- bestand f�r sie insbesondere keine finanzielle Notwendigkeit, eine ausserh�usliche T�tigkeit aufzunehmen (in diesem Sinne auch der IV-Protokolleintrag vom 23. Juli 2009). Wie die Beschwerdef�hrerin indessen mehrfach betonte, verringern sich die Unterhaltszahlungen sukzessive mit �lterwerden bzw. Ausbildungsabschl�ssen der Kinder und werden 2015 endg�ltig dahinfallen (vgl. u.a. Gutachten des Dr. med. M.________ vom 15. August 2007, S. 3; IV-Protokolleintr�ge vom 1. Dezember 2008, 21. und 28. Januar sowie 19. Juni 2009; BEFAS-Bericht vom 20. Mai 2009, S. 18). Mit Blick darauf unterzog sie sich im Nachgang zu ihrer Anmeldung bei der Invalidenversicherung denn auch intensiven arbeitsvermittelnden und berufsberaterischen Vorkehren sowie einem Arbeitstraining im B�robereich beim Zentrum X.________.
3.2.2 Vor diesem Hintergrund entbehrt die Behauptung der Beschwerdef�hrerin, sie w�re bei Verf�gungserlass am 7. September 2010 mit �berwiegender Wahrscheinlichkeit in gesundheitlich intaktem Zustand vollzeitlich erwerbst�tig gewesen, jeglicher Grundlage. Vielmehr ist mit der Verwaltung anzunehmen, dass sie sich einhergehend mit der sich kontinuierlich abzeichnenden Minimierung der Alimentenzahlungen veranlasst gesehen h�tte, den Wiedereinstieg ins Berufsleben zun�chst mit einer Teilzeitbesch�ftigung (im Umfang von 50 %) anzugehen. Allf�lligen wirtschaftlichen Engp�ssen bereits im hier relevanten Zeitpunkt w�re im �brigen zumutbarerweise mit finanziellen Beitr�gen seitens der erwachsenen Kindern, welche ihre Ausbildung zwischenzeitlich abgeschlossen haben, f�r Wohn- und Verpflegungskosten zu begegnen gewesen.
4.1 Hinsichtlich der Leistungsf�higkeit im erwerblichen Bereich haben Vorinstanz und Beschwerdegegnerin diese namentlich gest�tzt auf die gutachtlichen Schlussfolgerungen des Psychiaters Dr. med. M.________ vom 15. August 2007, die Berichte des Dr. med. B.________ vom 7. M�rz 2008 und der BEFAS vom 20. Mai 2009 sowie RAD-Stellungnahmen vom 31. Oktober 2007, 10. August und 21. Dezember 2010 im Rahmen leidensangepasster T�tigkeiten vollumf�nglich bejaht; die Versicherte sei in einer leichten, wechselbelastenden Besch�ftigung ohne Zur�cklegen l�ngerer Gehstrecken, ohne andauerndes Stehen und ohne repetitive �berkopfarbeit oder sonstige Zwangshaltungen der Wirbels�ule in der Lage, ganztags zu arbeiten. Infolge der verminderten psychischen Belastbarkeit und des geringen Selbstwertgef�hls sollten der Arbeitsplatz jedoch �bersichtlich und die Mitarbeitenden verst�ndnisvoll sein, wobei eine psychotherapeutische Begleitung unverzichtbar sei. Demgegen�ber erachtet die behandelnde Psychiaterin Frau Dr. med. F.________ einen Arbeitseinsatz der Beschwerdef�hrerin in diesem Ausmass auf Grund ihrer psychischen Verfassung als nicht realisierbar (so u.a. Berichte vom 21. Juni und 13. Oktober 2010; in �hnlichem Sinne: Abschlussbericht des Zentrums X.________ vom 18. September 2009).
4.2 Die Beschwerdef�hrerin hat im Verlaufe des Verfahrens mehrfach betont, dass sie sich bef�higt f�hle, einer ihrem Gesundheitszustand adaptierten ausserh�uslichen Besch�ftigung im Umfang von 50 % nachzugehen (vgl. BEFAS-Bericht vom 20. Mai 2009, S. 14 unten und 17; IV-Protokolleintr�ge vom 3. April und 1. Dezember 2008 sowie 13. Juli 2010; vorinstanzliche Replik vom 2. Februar 2011, S. 2). Da diese Selbsteinsch�tzung im Sinne eines Mindestansatzes auch der Betrachtungsweise der beigezogenen externen medizinischen und beruflichen Fachpersonen entspricht - die abweichende Beurteilung der Frau Dr. med. F.________ l�sst sich durch die qualitative Verschiedenheit von Behandlungs- und Begutachtungsauftrag (vgl. dazu Urteil [des Bundesgerichts] 9C_400/2010 vom 9. September 2010 E. 5.2 mit Hinweisen, nicht publ. in: BGE 136 V 376, aber in: SVR 2011 IV Nr. 29 S. 82) zwanglos erkl�ren, worauf schon im angefochtenen Entscheid hingewiesen worden ist -, kann darauf ohne Weiteres abgestellt werden. F�r den Erwerbsbereich ist mithin bei Annahme eines auch ohne gesundheitliche Sch�digung zu 50 % ausge�bten Arbeitspensums grunds�tzlich keine Einbusse zu verzeichnen. Selbst wenn im �brigen das Einkommen, welches die Versicherte trotz gesundheitlicher Beeintr�chtigung zumutbarerweise noch zu erzielen verm�chte (Invalideneinkommen), um 25 % gek�rzt w�rde (zum leidensbedingten Abzug vgl. BGE 126 V 75), da wegen ihrer k�rperlich und insbesondere psychischen Konstitution Einschr�nkungen bestehen, auf Grund derer gegen�ber unversehrten Arbeitnehmerinnen m�glicherweise Lohnnachteile zu gew�rtigen sind, resultierte daraus, wie die nachstehenden Erw�gungen zeigen, bei auf gleicher Basis zu ermittelnden tabellarischen Vergleichseinkommen keine rentenbegr�ndende Invalidit�t. In Anbetracht einer Erwerbsunf�higkeit von gewichtet maximal 12,5 % (0,5 x 25 %) m�sste die hauswirtschaftliche Leistungsf�higkeit der Beschwerdef�hrerin krankheitsbedingt zu mindestens - ungewichtet - 54 % vermindert sein, damit ein Rentenanspruch ausgewiesen w�re. Daf�r bestehen im Lichte der Aktenlage indes keinerlei Anhaltspunkte (vgl. IV-Protokolleintr�ge vom 28. Oktober und 1. Dezember 2008 sowie 26. Oktober 2009; BEFAS-Bericht vom 20. Mai 2009, S. 1), zumal bei der Bew�ltigung des eigenen Haushalts in der Regel mehr Spielraum und Flexibilit�t f�r die Einteilung sowie Ausf�hrung der Arbeit vorhanden ist als im Rahmen eines Anstellungsverh�ltnisses. Mit h�uslichen Aufgaben betraute Versicherte haben denn auch Verhaltensweisen zu entwickeln, welche die Auswirkungen der Behinderung reduzieren und ihnen eine m�glichst vollst�ndige und unabh�ngige Erledigung der Haushaltsverrichtungen erm�glichen. Vermag die versicherte Person wegen ihrer Beeintr�chtigung gewisse T�tigkeiten lediglich noch m�hsam und mit viel h�herem Zeitaufwand zu meistern, so muss sie in erster Linie ihre Arbeit entsprechend gliedern, wobei sie die durch den gesundheitsbedingten Wegfall der erwerblichen Besch�ftigung gewonnene Zeit auf die Aufgaben im Haushalt zu verwenden hat (Urteil [des Bundesgerichts] 8C_440/2011 vom 11. Juli 2011 E. 4.2 mit Hinweis). Ferner ist in diesem Aufgabenbereich auch der Schadenminderungspflicht in Form der vermehrten Mithilfe der Familienangeh�rigen, in casu der drei noch bei ihrer Mutter lebenden erwachsenen Kinder, Rechnung zu tragen (BGE 133 V 504 E. 4.2 S. 509 f.; 130 V 97 E. 3.3.3 S. 101 mit Hinweisen; Urteil [des Bundesgerichts] 8C_384/2010 vom 12. Dezember 2011 E. 6.2 mit diversen Hinweisen).
Die in der Beschwerde beantragte R�ckweisung der Angelegenheit zur nochmaligen �rztlichen sowie haushaltlichen Abkl�rung er�brigt sich nach dem Dargelegten. Es hat damit im Ergebnis beim vorinstanzlichen Entscheid sein Bewenden.
Dem Verfahrensausgang entsprechend hat die Beschwerdef�hrerin die Gerichtskosten zu tragen (Art. 65 Abs. 4 lit. a in Verbindung mit Art. 66 Abs. 1 Satz 1 BGG).

References: BGE 
 BGE 
 Art. 28
 Art. 27
 Art. 28
 Art. 16
 Art. 27
 BGE 
 BGE 
 BGE 
in casu
 Art. 66