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Timestamp: 2018-01-22 14:33:55+00:00

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Anwaltskanzlei Sven Adam | Tacheles-Rechtsprechungsticker | Tacheles Rechtsprechungsticker KW 28/2017
Eingetragen oder aktualisiert am 10.07.2017
Auch wenn Feststellungen zu einem ihm zuerkannten GdB nicht getroffen worden sind, ist der Kläger schon seiner Niereninsuffizienz mit Peritonealdialyse wegen ein behinderter Mensch iS von § 2 Abs 1 Satz 1 SGB IX. Nimmt jedenfalls ein behinderter Mensch in diesem Sinne eine Tätigkeit zur stufenweisen Wiedereingliederung im Rahmen einer Wiedereingliederungsmaßnahme nach § 28 SGB IX auf, dann erbringt der zuständige Träger grundsicherungsrechtlich eine sonstige Hilfe zur Erlangung eines geeigneten Platzes im Arbeitsleben iS von § 21 Abs 4 Satz 1 Var 2 SGB II, sofern es nicht an der in der Rechtsprechung insoweit vorausgesetzten Regelförmigkeit fehlt (vgl nur BSG vom 5.8.2015 - B 4 AS 9/15 R - RdNr 19 ff), wofür hier nichts spricht. Dass die von dem zuständigen Rehabilitationsträger während der Wiedereingliederung nach § 28 SGB IX zu erbringenden Sachleistungen medizinischer Art sind ("sollen die medizinischen... Leistungen... erbracht werden") und sie daher systematisch der medizinischen Rehabilitation zugeordnet sind, steht dem nicht entgegen.
1.2 - BSG, Urteil v. 05.07.2017 - B 14 AS 29/16 R
Zur Übernahme von Schülerbeförderungskosten für den Besuch einer Waldorfschule (das Urteil des LSG aufgehoben und die Sache zur erneuten Verhandlung und Entscheidung zurückverwiesen worden).
Wie der 4. Senat des BSG bereits entschieden hat, kann zur Ausfüllung des Begriffs des "Bildungsgangs" nicht allein auf die Schulart zurückgegriffen werden. Vielmehr ist auf das Profil der Schule der besuchten Schulart abzustellen, soweit hieraus eine besondere inhaltliche Ausgestaltung des Unterrichts folgt, die nicht der der nächstgelegenen Schule entspricht (vgl BSG vom 17.3.2016 - B 4 AS 39/15 R - BSGE [vorgesehen], SozR 4-4200 § 28 Nr 9, RdNr 20). Dem schließt sich der erkennende Senat an.
2.1 - Bayerisches Landessozialgericht, Beschluss v. 08.06.2017 - L 16 AS 291/17 B ER
1. Es spricht viel dafür, die zu § 15 Abs. 1 Satz 6 SGB II a.F. ergangene höchstrichterliche Rechtsprechung, wonach der eine Eingliederungsvereinbarung ersetzende Verwaltungsakt rechtswidrig ist, wenn die gesetzlich vorgesehene Geltungsdauer ohne Ermessenserwägungen überschritten wird (BSG, Urteil vom 14.02. 2013 - B 14 AS 195/11 R), auch auf Eingliederungsverwaltungsakte nach § 15 Abs. 3 Satz 3 SGB II n.F anzuwenden.
2.2 - LSG Stuttgart, Urteil vom 27.06.2017 - L 9 AS 1742/14 – Revision zugelassen
2.3 - LSG Baden-Württemberg, Beschluss vom 26.6.2017 - L 1 AS 2032/17 ER-B
S.a.: Hartz IV: Keine (Arbeitsmarkt-)Leistungen nach Erreichen des Rentenalters
2.4 - Hessisches Landessozialgericht, Urt. v. 05.10.2016 - L 7 AS 9/15 - nachgehend: BSG - 11.05.2017 - AZ: B 14 AS 103/16 BH, PKH-Antrag abgelehnt
2.5 - Landessozialgericht Hamburg, Urt. v. 04.05.2017 - L 4 AS 376/16
Teilweise Aufhebung und Rückforderung von Leistungen nach dem SGB II war nicht zu beanstanden, denn eine Dividendenzahlung einer Wohnungsbaugenossenschaft ist an zurechenbares Einkommen.
2.6 - Landessozialgericht Berlin-Brandenburg, Beschluss v. 22.06.2017 - L 31 AS 848/17 B ER rechtskräftig
3.1 - SG Aurich, Urteil vom 21.02.2017 - S 55 AS 189/13
Landessozialgericht Nordrhein-Westfalen, Beschluss vom 10.07.2013 - L 19 AS 1120/13 B rechtskräftig
3.2 - Sozialgericht Koblenz, Urteil vom 27.04.2017 - S 14 AS 656/15
Quelle: sgko.justiz.rlp.de
3.3 - SG Mainz, Urt. v. 14.03.2017 - S 14 AS 1063/15
4.1 - Landessozialgericht Nordrhein-Westfalen, Urt. v. 24.04.2017 - L 20 SO 418/14 - Revision zugelassen
4.2 - LSG München, Urteil v. 28.04.2017 – L 8 SO 128/16
4.3 - LSG Hessen, Beschluss v. 07.06.2017 - L 4 SO 95/16
4.4 - LSG Hessen, Beschluss v. 20.06.2017 - L 4 SO 70/17 B ER
Weiter: lsg-darmstadt-justiz.hessen.de
5.1 - SG Nordhausen: Pflicht zur Erstattung von Kosten im Vorverfahren auch bei bereits verjährtem Anwaltshonoraranspruch
5.2 - LSG Stuttgart: Hartz IV – keine (Arbeitsmarkt-)Leistungen nach Erreichen des Rentenalters
5.3 - Neues aus den Unterklassen: Hartz-IV-Empfänger härter bestraft als Straftäter
5.4 - Dublin-Verfahren und "Durchentscheiden" bei fehlendem Ausspruch zu Abschiebungsverboten
Anmerkung zu: BVerwG 1. Senat, Beschluss vom 03.04.2017 - 1 C 9/16 (dejure.org)

References: § 2
 § 28
 § 21
 § 28
 § 28
 § 15
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