Source: http://www.gottesdienststiftung.de/stiftung.html
Timestamp: 2016-10-25 13:40:56+00:00

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Ziel der Stiftung ist die Förderung einer qualitativen Gottesdienstarbeit sowie die Stärkung zeitgemäßer Gottesdienstformen. Die Stiftung zur Förderung des Gottesdienstes (kurz: Gottesdienst-Stiftung) möchte Pfarrerinnen und Pfarrer bei der Umsetzung dieser Ziele ermutigen und unterstützen. Dazu macht die Stiftung drei Angebote:
Die Arbeitsstelle Gottesdienst am Ev. Predigerseminar in Hofgeismar hat ihren Schwerpunkt in der individuellen Beratung von Gottesdienstteams oder Pfarrerinnen und Pfarrern. Der mit 2.500 Euro dotierte Gottesdienstpreis regt zur Auseinandersetzung mit neuen Formen des Gottesdienstes an. Er wird erstmals im Jahre 2009 vergeben. Die Datenbank mit innovativen Gottesdienstentwürfen kann als Planungshilfe für die eigene Arbeit eingesetzt werden. Die Gottesdienst-Stiftung wurde im November 2007 mit einem festlichen Gottesdienst in der Christuskirche in Kassel-Bad Wilhelmshöhe ins Leben gerufen. Regierungspräsident Lutz Klein überreichte die Stiftungsurkunde während des von OKR Dr. Frithart Scholz und Pfarrerin Inken Richter-Rethwisch gestalteten Gottesdienstes. Die Festpredigt hielt Bischof i.R. Prof. Dr. Eduard Lohse. (Fotos rechts: medio.tv/Schauderna)
Der anschließende Empfang im Haus der Kirche diente dem Austausch aller beteiligten und interessierten Personen. Prof. Dr. Ulrike Wagner-Rau erläuterte in ihrer Rede die Rolle der Stiftung im Kontext der gottesdienstlichen Arbeit in der Landeskirche von Kurhessen-Waldeck. Prof. Dr. Ulrike Wagner-Rau erläuterte in ihrer Rede die Ziele der Stiftung und Bischof Prof. Dr. Martin Hein führte die Bedeutung von Karl Berhard Ritter vor Augen.
Rede von Prof. Dr. Ulrike Wagner-Rau
Wer war Karl Bernhard Ritter?
Die Stiftung im Gespräch
»Die Menschen für den Gottesdienst begeistern« Rede von Prof. Dr. Ulrike Wagner-Rau Sehr geehrter Herr Altbischof, sehr geehrter Herr Bischof, sehr geehrte Damen und Herren, Gottesdienst feiern – nicht nur in ihrem Selbstverständnis, sondern auch in den Erwartungen ihrer Mitglieder liegt hier das geistliche Zentrum der Kirche, das christliches Leben und Handeln inspiriert und orientiert.
Gottesdienst: Das ist die volle Kirche am Weihnachtsabend wie auch das kleine, etwas verlorene Grüppchen an irgendeinem der vielen Sonntage nach Trinitatis; Das ist, wenn der Anlass danach ist, eine Situation mit hoher öffentlicher Aufmerksamkeit. Und ebenso ist es ein Ereignis, das ganz persönlich bedeutsam ist: für eine Familie, für einen Freundeskreis, für einzelne Menschen in den Wechselfällen ihres Lebens; Das ist Unterbrechung des Alltags und auch eine eigene Art der Auseinandersetzung mit dem Alltag;
Das ist ein Erleben aus Raum und Musik, aus Worten, Bildern, Gerüchen, Berührungen und Bewegungen, aus Gemeinsamkeit und für sich sein;
Das ist eine Zeit, ausgespannt zwischen Vergangenheit und Zukunft, zwischen Geburt und Tod, zwischen Verzweiflung und Verheißung;
Das ist Dialog zwischen Gott und den Menschen in den Medien der Tradition und in der Hoffung, dass die Begegnung immer wieder zur lebendigen Erfahrung wird.
In all dem ist Gottesdienst von hohen Erwartungen begleitet. Die Menschen kommen angeregt oder froh aus der Kirche, wenn sie angesprochen und bewegt worden sind. Und sie sind enttäuscht und ärgerlich, wenn es langweilig und öde war, einfach lieblos, hilflos oder schlecht gemacht. Wie fördert man den Gottesdienst? In erster Linie wohl, indem man die fördert, bildet und unterstützt, die den Gottesdienst gestalten. Ausbildung für den Gottesdienst hat in den vergangenen 20 Jahren einen hohen Stellenwert gewonnen. Neben der theologischen Auseinandersetzung mit Liturgie und Predigt ist man neu aufmerksam geworden für die ästhetische Dimension des gottesdienstlichen Handelns: Es genügt ja nicht, die Texte zu formulieren, um für einen Gottesdienst gut vorbereitet zu sein. Das Gotteslob braucht auch die Schönheit, die die Sinne anspricht, die den ganzen Menschen ins Handeln einbezieht. Es braucht auch die Präsenz der Person.
Es ist gut, dass es die Arbeitsstellen für den Gottesdienst gibt, die in den letzten Jahren in vielen Kirchen entstanden sind. Es ist wunderbar, dass durch die Stiftung zur Förderung des Gottesdienstes – Karl Bernhard Ritter-Stiftung, nun auch in der Kurhessischen Kirche eine solche Arbeitsstelle eröffnet wird.
Die Orientierung dieser Arbeitsstellen hat sich in den letzten Jahren verschoben und erweitert: Zunächst wurde vorrangig an Materialien für den Gottesdienst gearbeitet. Jetzt steht die Beratung vor Ort im Vordergrund: Was ist richtig und wichtig für den Gottesdienst in dieser Gemeinde, in dieser Kirche, mit dieser Pfarrerin, mit diesen Ehrenamtlichen, die sich beteiligen? Eine solche Förderung, die sozusagen in den sonntäglichen »Alltag« eingreift, hier motiviert und unterstützt mit einem Blick, der von außen kommend manchmal mehr und anderes sehen kann, scheint mir zur Zeit besonders wichtig in den pluralen Situationen unserer Kirche. Motivierend wirken kann auch ein Preis: Im Blick auf die Predigt ist Ähnliches bereits initiiert worden. Für die Gottesdienstgestaltung bisher noch nicht. Hier wird durch die Stiftung ein neuer Impuls gesetzt, der öffentliche Aufmerksamkeit haben und das Nachdenken über die Qualität des Gottesdienstes fördern wird. Der Name Karl Bernhard Ritters ist der Stiftung beigegeben. Mit diesem Namen ist die Liebe zum Gottesdienst verbunden, die Aufmerksamkeit für den Gottesdienst als ein geistiges und leibliches, geistliches und ästhetisches Geschehen, der Impuls zur Erneuerung in seiner Zeit. All dies möge auch in die Arbeit der neuen Arbeitstelle eingehen, und zwar so, wie es für unsere Zeit angemessen ist. Die produktive Spannung zwischen der Bindung an die Tradition und der Auseinandersetzung mit den Themen und Herausforderungen der Gegenwartskultur ist für die Geschichte des evangelischen Gottesdienstes konstitutiv. In dieser Spannung soll auch die Stiftung ihr Potential entfalten. Möge die Arbeit gesegnet sein. Wer war Karl Bernhard Ritter?
Der deutsche Theologe und Politiker Karl Bernhard Ritter (1890 –1968) wurde in eine bewegte Zeit hinein geboren. Die Teilnahme am Ersten Weltkrieg und seine Erfahrungen als Mitglied der Verfassungsgebenden Preußischen Landesversammlung und später des Landtages haben ihn für die Umbrüche des frühen 20. Jahrhunderts besonders empfänglich gemacht. Ritter wirkte zunächst in Berlin als Pfarrer, bevor er 1925 nach Marburg wechselte. Während der NS-Zeit gehörte er zur Führung der Bekennenden Kirche in Kurhessen-Waldeck. Ritter wurde 1946 zum Kirchenrat und 1952 dann zum Dekan des Kirchenkreises Marburg-Stadt ernannt. Bekannt ist er als Mitbegründer der Berneuchner Bewegung und der Evangelischen Michaelsbruderschaft, die am 1. Oktober 1931 in Marburg gegründet wurde. Ritter hatte sich der liturgischen Erneuerung verschrieben und wirkte durch die Michaelsbruderschaft in die Kirche hinein. Er engagierte sich auch für die Öffnung der Evangelischen Kirche zur Ökumene. Die Gottesdienst-Stiftung sieht sich mit ihrem Ziel, zeitgemäße und qualitative Gottesdienste zu fördern, in der Tradition von Karl Bernhard Ritter.
Der Vorsitzende der Gottesdienst-Stiftung, Pfarrer Dr. Stephan Goldschmidt, erläutert im Gespräch mit dem »blick in die Kirche«, was mit »anderen« Gottesdiensten gemeint ist: »Nämlich solche, die vom agendarischen Ablauf abweichen. Das können Abendgottesdienste, meditative Gottesdienste, kreative Formen sein. Sie sind als Ergänzung gedacht – nicht auf Kosten der normalen Gottessdienste. Man kann hier mehr experimentieren und andere Akzente setzen. Vor allem werden die Teilnehmer stärker eingebunden.« Die Stiftung und die Arbeitsstelle Gottesdienst sollen dafür »praktikable Anregungen zur Verfügung stellen«. Für die Zukunft setzt Dr. Goldschmidt auf die »starke Vernetzung mit anderen Einrichtungen«.
Interview von Irene Graefe für »blick in die kirche« mit Dr. Stephan Goldschmidt
blick in die kirche: Sie haben im November 2007 die »Stiftung zur Förderung des Gottesdienstes in der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck« mitgegründet. Was gilt es zu fördern?
Stephan Goldschmidt: Die Stiftung hat es sich zur Aufgabe gemacht, den gewohnten Sonntagsgottesdienst und auch andere Gottesdienstformen zu fördern.
blick in die kirche: Was sind andere Gottesdienste?
Stephan Goldschmidt: Solche, die vom agendarischen Ablauf abweichen. Das können Abendgottesdienste, meditative Gottesdienste, kreative Formen sein. Sie sind eine Ergänzung – natürlich nicht auf Kosten der normalen Gottessdienste. Man kann hier mehr experimentieren und andere Akzente setzen. Vor allem werden die Teilnehmer stärker eingebunden.
blick in die kirche: Weshalb ist dafür eine Stiftung notwendig? Die Gestaltungsideen für andere Gottesdienstformen sind doch schon da.
Stephan Goldschmidt: Stimmt, das Rad soll nicht neu erfunden werden. Aber das heißt ja nicht, dass etwas, das sich über Jahrhunderte bewährt hat, nicht trotzdem einer Förderung bedarf. Dies wird besonders deutlich an dem derzeit wichtigsten Standbein der Stiftung: der Arbeitsstelle Gottesdienst, angebunden am Evangelischen Predigerseminar in Hofgeismar.
blick in die kirche: Laut Umfragen bezeichnen sich viele Menschen als religiös. Aber den Gottesdienst besuchen sie nicht. Ein Ansatzpunkt für Sie?
Stephan Goldschmidt: Also ich beobachte, dass die Besucherzahlen nicht schwinden, sondern durchaus steigen. Der Gottesdienstbesuch wird oft schlechtgeredet. Würde man beispielsweise an einem Sonntag die Besucherzahlen in Kassel hochrechnen, wäre das Ergebnis mit einem Riesen-Event zu vergleichen. Ich persönlich mache gute Erfahrungen mit einem anderen Gottesdienst und registriere seit gut zwei Jahren kontinuierlich steigende Besucherzahlen. Am ersten Sonntag im Monat feiern wir in der Apostelkapelle einen „meditativen Abend-gottesdienst“. Inzwischen kommen rund siebzig Menschen.
blick in die kirche: Ist der Sonntag heute nicht zu vollgestopft: alles nachholen, was in der Woche liegengeblieben ist und dann noch in die Kirche?
Stephan Goldschmidt: Gerade für Familien ist es durchaus schwer, am Sonntag alles unter einen Hut zu bekommen. Ausgedehnt zu frühstücken, ist oft sehr wichtig.
blick in die kirche: Dann kann man den Sonntagmorgen um 10 Uhr als Termin für den Gottesdienst ja gleich abschreiben, oder?
Stephan Goldschmidt: Nein, natürlich nicht, auch nicht mit Blick auf die Familien. Es gibt um diese Uhrzeit schließlich auch Familiengottesdienste, die sehr, sehr wichtig sind, und da ist auch die morgendliche Uhrzeit richtig gut.
blick in die kirche: Gibt’s ein Patentrezept für ansprechende Gottesdienste?
Stephan Goldschmidt: Jeder hat sein Rezept, eine Sprache zu finden, sowohl in den Gebeten wie auch in der Predigt, die allen gerecht wird. Ich persönlich arbeite gern mit Bildern und Symbolen. Damit kann jeder etwas anfangen, und sie leiten durch den Gottesdienst.
blick in die kirche: Ist daran gedacht, seitens der Arbeitsstelle ein Netzwerk der guten Ideen einzurichten?
Stephan Goldschmidt: Christiane Berthold-Scholz wird Gottesdienste besuchen, diejenigen beraten, die den Gottesdienst gestalten, und die guten Ideen vernetzen. Das werden nicht nur Pfarrerinnen und Pfarrer, sondern das kann auch ein ganzes Gottesdienst-Team sein. Gerade bei neueren Formen, die noch nicht so erprobt sind, ist der Beratungsbedarf hoch.
blick in die kirche: Gibt es Kolleginnen und Kollegen, die Vorbehalte gegen diese anderen Formen haben?
Stephan Goldschmidt: Ich denke, das Problem ist eher die zusätzliche Belastung und dass man es zeitlich nicht schafft, andere Gottesdienste vorzubereiten. Im Übrigen geht es nicht um das Ausspielen des normalen Gottesdienstes gegen die anderen. Es geht darum, Menschen für den Gottesdienst an sich zu begeistern. Wer in jungen Jahren nur an der Thomasmesse interessiert ist, geht zehn Jahre später vielleicht liebend gern in den Sonntagmorgen-Gottesdienst.
blick in die kirche: Was ist Ihre Vision für die Stiftung, sagen wir, für die nächsten zehn Jahre?
Stephan Goldschmidt: Ich stelle mir vor, dass die Stiftung oder die Arbeitsstelle Entwürfe von sehr interessanten Gottesdiensten und damit praktikable Anregungen zur Verfügung stellt – im Internet oder in Publikationen. Ganz konkret wollen wir ab 2009 einen Gottesdienst-Preis vergeben. Damit wollen wir anregen, Gottesdienste auf sehr kreative Weise zu gestalten. Bei all dem ist wichtig: Die Stiftung ist nicht das einzige Instrument zur Förderung des Gottesdienstes und möchte deshalb mit anderen Einrichtungen vernetzt werden. nach oben.
Die Stiftung zur Förderung des Gottesdienstes – Karl Bernhard Ritter Stiftung – ist eine rechtsfähige kirchliche Stiftung des bürgerlichen Rechts. Der Vorstand führt die Geschäfte der Stiftung. Dem Vorstand der Gottesdienst-Stiftung gehören mindestens 3 und höchstens 5 Personen an. Der Vorstand wird vom Kuratorium der Stiftung für eine Dauer von 6 Jahren gewählt. Das Kuratorium besteht aus mindestens 5 und höchstens 7 Personen. Es wählt den Vorstand und berät, unterstützt und überwacht diesen bei der Ausübung seiner Aufgaben.
Auszug aus der Satzung der Stiftung zur Förderung des Gottesdienstes – Karl Bernhard Ritter Stiftung
»Denn gleichwie der Regen und Schnee vom Himmel fällt und nicht wieder dahin zurückkehrt, sondern feuchtet die Erde und macht sie fruchtbar und lässt wachsen, dass sie Samen gibt zu säen, und Brot, zu essen, so soll das Wort, das aus meinem Munde geht, auch sein: Es wird nicht wieder leer zu mir zurückkommen, sondern wird tun, was mir gefällt, und ihm wird gelingen, wozu ich sende.« Jesaja 55, 10-11
Im Gottesdienst kommt es dazu, »das unser lieber Herr selbs mit uns rede durch sein heiliges Wort, und wir widerumb mit jm reden durch Gebet und Lobgesang« (Martin Luther). Nach dieser klassischen Definition kommt es im Gottesdienst zu einem umfassenden Kommunikationsgeschehen zwischen Gott und Gemeinde, das von Gott ausgeht und damit allen Bemühungen um eine gelungene Gestaltung des Gottesdienstes längst vorangeht. Für alle, die an einem Gottesdienst mitwirken, muss es in erster Linie darum gehen, dieses von Gott ausgehende Geschehen nicht zu behindern.
Dass Gott in einem Gottesdienst zu uns selbst spricht, ist verheißungsvoll und zugleich entlastend. Wenn sich die Stiftung den Zweck gibt, gottesdienstliches Leben zu fördern und in seiner Vielfalt zu stärken, dann tut sie dies in dem Bewusstsein, dass nicht erst eine durchdachte oder extravagante Gestaltung die Kommunikation zwischen Gott und Gemeinde ermöglicht. Gottesdienstliches Leben zu fördern, heißt vielmehr, auf Barrieren aufmerksam zu machen und diese abbauen zu helfen, damit das göttliche Wort zu seinem Ziel kommt.
(1) Die Stiftung führt den Namen »Stiftung zur Förderung des Gottesdienstes – Karl Bernhard-Ritter-Stiftung«.
(3) Sie hat ihren Sitz in Kassel.
(1) Die Stiftung dient ausschließlich und unmittelbar gemeinnützigen und kirchlichen Zwecken im Sinne des Abschnitts „Steuerbegünstigte Zwecke“ der Abgabenordnung. Sie ist selbstlos tätig und verfolgt nicht in erster Linie eigenwirtschaftliche Zwecke.
(2) Zweck der Stiftung ist die Förderung von gottesdienstlichem Leben und seiner Vielfalt vor allem im Bereich der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck (EKKW). (3) Der Stiftungszweck wird beispielsweise verwirklicht durch den Aufbau und die dauerhafte Unterstützung einer Gottesdienstberatungsstelle für den Bereich der EKKW die Unterstützung und Förderung der Arbeit landeskirchlicher Beauftragter für gottesdienstliche Arbeit, welche durch den Vorstand vorgeschlagen werden die Förderung der Aus- und Fortbildung für die Gottesdienstarbeit
die Auslobung eines Gottesdienstpreises (§ 3) Errichtung und Pflege einer Datenbank mit Gottesdienstentwürfen
die Veröffentlichung von Gottesdienstentwürfen oder wissenschaftlicher Arbeiten über neue Gottesdienstformen
die Förderung von einzelnen Gottesdienstprojekten und besonderen Gottesdienstformen
(4) Über die Vergabe von Stiftungsmitteln entscheidet der Vorstand der Stiftung.
§3 Gottesdienstpreis
Durch die Stiftung wird in der Regel jährlich ein Gottesdienstpreis deutschlandweit ausgelobt. Für die Vergabe des Preises gibt sich die Stiftung Richtlinien.
§4 Stiftungsvermögen, Zustiftungen, Spenden
(2) Die Stiftung kann Zuwendungen in der Form von Zustiftungen oder Spenden entgegennehmen. Zustiftungen wachsen dem Stiftungsvermögen zu. Spenden sind grundsätzlich zeitnah zu verwenden. Erbschaften und Vermächtnisse gelten in der Regel als Zustiftung, soweit der Erblasser nichts anderes bestimmt.
(3) Bei Zustiftungen kann der Zustifter ein konkretes Projekt für die Verwendung der Erträge aus dieser Zustiftung benennen. Dieses hat dem Verfassungszweck gem. § 2 zu entsprechen.
§5 Erträge des Stiftungsvermögens / Zuwendungen
(1) Mittel der Stiftung dürfen nur zur Verwirklichung des Stiftungszwecks verwendet werden. Die Stifter erhalten keine Zuwendungen aus Mitteln der Stiftung.
(2) Niemand darf durch Ausgaben, Leistungen oder Zuwendungen, die dem Stiftungszweck fremd sind, oder durch unverhältnismäßig hohe Vergütungen begünstigt werden.
(3) Freie Rücklagen dürfen nur gebildet werden, soweit die Vorschriften des steuerlichen Gemeinnützigkeitsrechts dies zulassen und wenn und so lange dies erforderlich ist, um den verfassungsmäßigen Stiftungszweck nachhaltig erfüllen können.
§6 Rechtsstellung der Begünstigten
(1) Organe der Stiftung sind der Vorstand und der Kuratorium.
(2) Die Mitglieder der Stiftungsorgane üben ihre Tätigkeit ehrenamtlich aus. Sie haben Anspruch auf Ersatz der ihnen entstandenen Auslagen und Aufwendungen.
(1) Der Vorstand besteht aus mindestens drei und maximal fünf Personen. Er wird vom Kuratorium auf die Dauer von sechs Jahren gewählt. Die Mitglieder des ersten Vorstandes werden vom Stifter bestellt.
Wiederwahl ist zulässig. Nach Ablauf seiner Amtsdauer führt der amtierende Vorstand die Geschäfte bis zur Wahl des neuen Vorstands fort.
(3) Dem Vorstand sollen in der Regel der Direktor des Predigerseminars Hofgeismar oder der für die theologische Ausbildung zuständige Dezernent im Landeskirchenamt Kassel angehören.
(4) Die Mitglieder des Vorstandes können vor Ablauf ihrer Amtszeit vom Kuratorium aus wichtigem Grund abberufen werden. Dem betroffenen Mitglied ist jedoch zuvor Gelegenheit zur Stellungnahme zu geben.
(5) Scheidet ein Mitglied des Vorstandes vor Ablauf der sechsjährigen Amtsdauer aus seinem Amt aus, wird für den Rest der Amtsperiode ein Ersatzmitglied gewählt.
(6) Der Vorstand wählt aus seiner Mitte einen Vorsitzenden und einen stellvertretenden Vorsitzenden. (7) Mitglieder des Kuratoriums dürfen mit Ausnahme des Stifters nicht zugleich dem Vorstand angehören. §9 Aufgaben des Vorstandes
(1) Der Vorstand verwaltet die Stiftung. Der Vorstand hat im Rahmen des Stiftungsgesetzes und dieser Verfassung den Willen des Stifters so wirksam wie möglich zu erfüllen. Seine Aufgabe ist insbesondere die Unterstützung und Begleitung der Gottesdienstberatungsstelle und der landeskirchlichen Gottesdienst-Beauftragten;
die Ausschreibung eines Gottesdienstpreises sowie dessen Verleihung;
der Erlass von Richtlinien für die Vergabe des Gottesdienstpreises;
die Aufstellung des Wirtschaftsplanes;
die Beschlussfassung über die Verwendung der Erträgnisse des Stiftungsvermögens und der ihm zuwachsenden Zuwendungen;
die Aufstellung der Jahresrechnung einschließlich einer Vermögensübersicht und die Bestellung eines Rechnungsprüfers;
(2) Für die laufenden Geschäfte kann ein Geschäftsführer durch den Vorstand bestellt (§11) oder die Verwaltung delegiert werden. Hauptamtliche Geschäftsführer können nur dann angestellt werden, wenn die finanzielle Situation der Stiftung dies zulässt und die laufenden Geschäfte dies erfordern. Der Stiftungsvorstand erlässt bei Bedarf eine entsprechende Geschäftsanweisung.
(3) Der Vorstand vertritt die Stiftung gerichtlich und außergerichtlich mit mindestens zwei seiner Mitglieder. Eines dieser Mitglieder muss der Vorsitzende oder der stellvertretende Vorsitzende des Vorstandes sein.
(1) Der Vorstand fasst seine Beschlüsse mit einfacher Mehrheit der anwesenden Mitglieder. Er ist beschlussfähig, wenn mindestens zwei, bei einer Größe von fünf Personen mindestens drei seiner Mitglieder anwesend sind. Bei Stimmengleichheit gibt die Stimme des Vorsitzenden, im Falle seiner Verhinderung die Stimme des stellvertretenden Vorsitzenden den Ausschlag. Beschlüsse dürfen nicht gegen den erkennbaren Willen des Stifters gefasst werden.
(2) Über die Sitzungen des Vorstandes ist eine Niederschrift anzufertigen, die vom Sitzungsleiter zu unterzeichnen ist. Beschlüsse sind im Wortlaut festzuhalten. Die Vorstandsmitglieder und der Vorsitzende des Kuratoriums, ggf. der Geschäftsführer, erhalten Abschriften der Sitzungsniederschriften.
§11 Geschäftsführer
Der Geschäftsführer führt die laufenden Geschäfte. Er ist dem Vorstand verantwortlich und an dessen Weisungen gebunden. Er hat die Beschlüsse des Stiftungsvorstandes vorzubereiten, auszuführen und führt die laufenden Angelegenheiten der Stiftung.
§12 Kuratorium
(1) Das Kuratorium besteht aus mindestens fünf, höchstens aus sieben Personen. Das erste Kuratorium wird vom Stifter berufen.
Dem Kuratorium sollen in der Regel angehören
1. eine Person mit der Befähigung zum Richteramt
2. ein Angehöriger der steuerberatenden Berufe
3. der Stifter oder ein anderes Mitglied der Stifterfamilie.
Es wählt nach der Bestellung des ersten Kuratoriums aus seiner Mitte auf die Dauer von drei Jahren einen Vorsitzenden und einen stellvertretenden Vorsitzenden. Danach beträgt die Amtszeit sechs Jahre. Wiederwahl ist zulässig.
(2) Nach dem Ausscheiden eines Kuratoriumsmitgliedes wählt das Kuratorium auf Vorschlag des Vorstandes mit der Mehrheit seiner Mitglieder den Nachfolger. (3) Mitglieder des Kuratoriums können jederzeit aus wichtigem Grund abberufen werden. Der Beschluss bedarf einer Mehrheit von zwei Dritteln der Mitglieder des Kuratoriums. Das betroffene Mitglied ist bei dieser Abstimmung von der Stimmabgabe ausgeschlossen; ihm soll jedoch zuvor Gelegenheit zur Stellungnahme gegeben werden.
§13 Aufgaben des Kuratoriums
Das Kuratorium berät, unterstützt und überwacht den Vorstand bei seiner Tätigkeit. Das Kuratorium hat folgende Aufgaben:
1. Wahl und Abberufung der Vorstandsmitglieder jeweils auf Vorschlag des Vorstandes mit Ausnahme des Stifters.
2. Beratung des Vorstandes (und ggf. des Geschäftsführers),
3. Erlass einer Geschäftsordnung für die Tätigkeit des Kuratoriums,
4. Beschlussfassung über Anträge an die Aufsichtsbehörde auf Verfassungsänderungen,
5. Aufhebung der Stiftung oder Zusammenlegung der Stiftung mit einer oder mehreren anderen Stiftungen,
6. Genehmigung des Wirtschaftsplanes,
7. Genehmigung der Jahresabrechnung einschließlich Vermögensübersicht,
8. Entgegennahme des Berichts über die Erfüllung des Stiftungszwecks,
9. Entlastung des Vorstandes.
§14 Beschlussfassung des Kuratoriums
(1) Das Kuratorium fasst seine Beschlüsse mit einfacher Mehrheit der anwesenden Mitglieder. Er ist beschlussfähig, wenn mindestens die Hälfte seiner Mitglieder anwesend sind. Die Ausübung des Stimmrechts durch technische Hilfsmittel ist zulässig.
(2) Bei Beschlussfassung im schriftlichen Umlaufverfahren ist die Zustimmung der Mehrheit aller Mitglieder des Kuratoriums erforderlich.
(3) Über die Sitzungen ist eine Niederschrift anzufertigen, die vom Sitzungsleiter zu unterzeichnen ist. Beschlüsse sind im Wortlaut festzuhalten. Die Kuratoriumsmitglieder und der Vorstand, ggf. auch der Geschäftsführer, erhalten Abschriften der Sitzungsniederschriften.
(1) Bei der Verwaltung und Anlage des Stiftungsvermögens sind die Grundsätze ordnungsgemäßer Buchführung zu beachten.
(2) Der Vorstand und das Kuratorium sind vom jeweiligen Vorsitzenden, im Falle seiner Verhinderung vom jeweiligen stellvertretenden Vorsitzenden zu Sitzungen einzuberufen, so oft dies zur ordnungsgemäßen Geschäftsführung erforderlich erscheint, mindestens jedoch einmal im Jahr. Der Vorstand und das Kuratorium sind außerdem einzuberufen, wenn mindestens ein Drittel ihrer Mitglieder dies verlangt. Das Kuratorium kann die Einberufung einer Vorstandssitzung verlangen. (3) Sollte der Stifter nicht Mitglied des Kuratoriums sein, ist er zu Sitzungen ordnungsgemäß zu laden und besitzt ein Teilnahmerecht.
(5) Der Vorstand erstellt innerhalb von drei Monaten nach Ablauf des Geschäftsjahres einen Jahresbericht und eine Jahresrechnung. Die Jahresrechnung ist durch einen Prüfer zu überprüfen. Der Prüfungsbericht des Prüfers und der Geschäftsbericht des Vorstandes sind dem Kuratorium vorzulegen.
§16 Stiftungsaufsicht
(1) Die Stiftung unterliegt der Stiftungsaufsicht der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck nach Maßgabe des jeweils geltenden Stiftungsrechts.
(2) Die Stiftungsaufsichtsbehörde ist auf Wunsch jederzeit über die Angelegenheiten der Stiftung zu unterrichten. Mitteilungen über Änderungen in der Zusammensetzung der Stiftungsorgane sowie der Jahresabschluss einschließlich der Vermögensübersicht und der Bericht über die Verwendung der Stiftungsmittel sind unaufgefordert vorzulegen.
§17 Verfassungsänderung
(1) Der Vorstand kann im Einvernehmen mit dem Kuratorium eine Änderung der Verfassung beschließen, wenn ihm die Anpassung an veränderte Verhältnisse notwendig erscheint. (2) Der Änderungsbeschluss erfordert eine Mehrheit von mindestens zwei Dritteln der Mitglieder des Vorstandes und des Kuratoriums.
§18 Änderung des Stiftungszwecks, Zusammenlegung, Auflösung
(1) Wird die Erfüllung des Stiftungszwecks unmöglich oder ändern sich die Verhältnisse derart, dass die Erfüllung des Stiftungszwecks nicht mehr sinnvoll erscheint, können Vorstand und Kuratorium gemeinsam die Änderung des Stiftungszwecks, die Zusammenlegung mit einer anderen Stiftung oder die Aufhebung der Stiftung beschließen. Der Beschluss bedarf der Zustimmung aller Mitglieder des Vorstandes und von drei Vierteln der Mitglieder des Kuratoriums.
§19 Anfallberechtigung
Im Falle der Auflösung oder Aufhebung der Stiftung oder bei Wegfall steuerbegünstigter Zwecke fällt ihr Vermögen an das Predigerseminar der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck, das es ausschließlich zu solchen Zwecken zu verwenden hat, die dem Satzungszweck entsprechen.
§20 Ergänzende Bestimmungen
Ergänzend gelten die Bestimmungen des Stiftungsgesetzes für das Land Hessen in ihrer jeweiligen Fassung, sowie das Recht der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck. nach oben.
Dr. Stephan Goldschmidt (Vorsitzender) Nach dem Studium der Evangelischen Theologie in Basel, Tübingen und Marburg (1984–92) engagierte Stephan Goldschmidt sich im interdisziplinären Forschungsprojekt »Pietismus in Hessen«. Er absolvierte das Vikariat an der Universitätskirche Marburg (1992–95) und widmete sich im Anschluß daran, neben den Tätigkeiten am Ev. Predigerseminar in Hofgeismar und an der Philipps-Universität Marburg, seiner Dissertation. 1998 wurde er promoviert mit einer Arbeit über »Johann Konrad Dippel (1673–1734). Seine radikalpietistische Theologie und ihre Entstehung«. Von 2001 bis 2004 wirkte er als Pfarrer an der Christuskirche in Kassel-Bad Wilhelmshöhe, danach als Pfarrer an der Friedenskirche in Kassel. Seit 2010 ist er Oberkirchenrat der Evangelischen Kirche in Deutschland in Hannover. Stephan Goldschmidt publiziert regelmäßig zum Themenbereich Gottesdienstgestaltung und engagiert sich bei den »Homiletischen Monatsheften«. Er ist verheiratet und hat vier Kinder.
Veröffentlichungen von Dr. Stephan Goldschmidt finden Sie unter www.v-r.de.
Dr. Andreas Leipold Andreas Leipold lebt mit seiner Familie in Bad Hersfeld und arbeitet als Militärseelsoger in Fritzlar. Seine letzte Publikation »Die Feier der Kirchenfeste« erschien 2005 im Verlag Vandenhoeck & Ruprecht. Andreas Leipold ist verheiratet und hat zwei Kinder.
PD Dr. Regina Sommer
PD Dr. Regina Sommer ist Ausbildungsreferentin der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck und Privatdozentin f�r Praktische Theologie an der Philipps-Universtit�t in Marburg.
Dr. Christoph Thiele ist Oberkirchenrat der EKD in Hannover.
Frau Prof. Dr. Ulrike Wagner-Rau ist Professorin für Praktische Theologie am Fachbereich für Evangelische Theologie in Marburg und Universitätspredigerin.
Georg Peters ist selbständiger Steuerberater und Prokurist der Vermögensverwaltung Erben Dr. Karl Gold-schmidt GmbH. Hauptberuflich ist er seit 1981 auf dem Gebiet des Steuerrechts tätig. Von 1986 bis 2002 arbeitete er schwerpunktmäßig für die Th. Goldschmidt AG. Seit 2002 ist er in der Vermögensverwaltung Erben Dr. Karl Goldschmidt GmbH für die Bereiche Finanzen, Bilanzen, Steuern verantwortlich.
Georg Peters war sechs Jahre als kfm. Geschäftsführer eines der führenden mildtätigen ambulanten Pflegedienste in Essen tätig. Seit 1990 ist er Treuhandgesellschafter eines gemeinnützig tätigen Kolping Berufsbildungswerkes in Essen. Ausbildung: 1981 Fachgehilfe in steuer- und wirtschaftsberatenden Berufen; 1985 Bilanzbuchhalter; 1992 Steuerberater
Berufsmitgliedschaften: Steuerberaterverband Düsseldorf e.V.; Steuerberaterkammer Düsseldorf; DATEV Mitglied
Inken Richter-Rethwisch begann ihr Studium der Evangelischen Theologie an der Kirchlichen Hochschule in Bethel. Nach einem Voluntariat in Florenz studierte sie in Heidelberg und Marburg. Nach dem Vikariat war sie seit 1999 Gemeindepfarrerin an der Friedenskirche in Kassel. Seit 2010 ist Inken Richter-Rethwisch Oberkirchenrätin der Evangelischen Kirche in Deutschland in Hannover. Sie ist verheiratet und hat zwei Kinder.
Heidrun Dörken Heidrun Dörken ist Evangelische Senderbeauftragte für den Hessischen Rundfunk im Medienhaus in Frankfurt/Main. Unter anderem begleitet sie jährlich über 400 evangelische Beiträge in Hörfunk und Fernsehen, leitet die Live-Gottesdienstübertragungen und verantwortet die Fortbildung der Autorinnen und Autoren in Medien-Homiletik. In Hamburg geboren, wuchs sie in Frankfurt auf und studierte dort sowie in Heidelberg und Marburg Theologie, zudem absolvierte sie einen Studiengang für kirchliche Öffentlichkeitsarbeit. Sie war Vikarin im Odenwald und Gemeindepfarrerin in Frankfurt-Bockenheim. Im Radio zu hören ist sie beim „hr2 kultur Zuspruch und Morgenfeier“ und den Morgenandachten im Deutschlandfunks. Mit den „Gedanken zur Woche“ im DLF nimmt sie aus christlicher Sicht Stellung zu aktuellen Ereignissen. Von 1992 bis 1995 sprach sie das »Wort zum Sonntag« in der ARD. Sie ist Lehrbeauftragte für Praktische Theologie an der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz und prüft im Zweiten Theologischen Examen im Fach Gottesdienst „Liturgische Präsenz“. Heidrun Dörken ist verheiratet und hat einen Sohn.
Dr. Claudia Edeling Nach dem Zahnmedizinstudium in Marburg und Erlangen und der Promotion zum Dr. med.dent. arbeitete Claudia Edeling als Zahnärztin in Erlangen, Essen und Mettmann. Sie engagiert sich vielfältig in sozialen und kulturellen Gremien: Als Lektorin in der Pfarrei St. Kamillus in Essen-Heidhausen; sie betreut Kinder und Jugendliche sozial benachteiligter Gruppen und ist als Mitglied des »Inner Wheel Club Essen-Nord« bei verschiedenen Sozialprojekten aktiv. Claudia Edeling interessiert sich für Kunst, Literatur und Musik. Reisen mit kulturellem Hintergrund dienen ihr als Ausgleich, genauso wie die Gartenarbeit und der Sport. Sie ist verheiratet und hat zwei Kinder.
Dr. Folkert Fendler, (geb. 1961) war Gemeindepfarrer in Hude (Oldb.), Lima (Peru) und Varel (Oldb), er ist Qualitätsbeauftragter in der Deutschen Gesellschaft für Qualität (DGQ), und leitet seit 2009 das EKD-Zentrum für Qualitätsentwicklung im Gottesdienst im Michaeliskloster Hildesheim. F. Fendler ist verheiratet und hat drei erwachsene Söhne.
Dr. PD Lutz Friedrichs Lutz Friedrichs studierte Evangelische Theologie in Göttingen und Basel. Von 1992 bis 1997 war er als wissenschaftlicher Mitarbeiter der Philipps-Universität Marburg tätig, wo er 1997 mit einer Arbeit zur »Religiösen Dimension der spätmodernen Autobiographien von Wolfgang Koeppen und Peter Handke« promoviert wurde. Anschließend war er Vikar in Großseelheim bei Marburg, später Gemeindepfarrer in Heringen an der Werra. 2001 übernahm Lutz Friedrichs die Leitung der Arbeitsstelle Gottesdienst der EKD in Hannover. Seit seiner Habilitation 2006 (»Kasualpraxis in der Spätmoderne«) lehrt er als Privatdozent für Praktische Theologie an der Universität in Münster. Lutz Friedrichs beschäftigt sich intensiv mit den Themen Gottesdienst und Predigt; Kasualien; Theologie und Literatur. Er ist verheiratet und hat zwei Kinder.
Dipl.-Theol. Jörg Persch Jörg Persch studierte Evangelische Theologie und absolvierte das Vikariat in Bremen (1992–95). Im Verlag Mohr Siebeck war er verantwortlicher Redakteur der »Enzyklopädie Religion in Geschichte und Gegenwart«. Seit 2003 ist er Prokurist und Verlagsbereichsleiter Theologie, Religion und Musik im Verlag Vandenhoeck & Ruprecht. Jörg Persch lebt und arbeitet in Göttingen, ist verheiratet und hat zwei Kinder.

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