Source: https://www.ris.bka.gv.at/JustizEntscheidung.wxe?Abfrage=Justiz&Dokumentnummer=JJT_20000907_OGH0002_0080OB00002_00B0000_000&IncludeSelf=False
Timestamp: 2020-02-27 14:32:30+00:00

Document:
RIS - Rechtssätze für 8Ob2/00b - Justiz (OGH, OLG, LG, BG, OPMS, AUSL)
Rechtssatz für 5Ob91/65 4Ob45/74 8Ob26...
RS0017364
5Ob91/65; 4Ob45/74; 8Ob261/74; 2Ob200/75; 7Ob15/78; 8Ob568/78; 2Ob147/78; 8Ob55/79; 4Ob596/79; 8Ob138/81; 1Ob25/81; 8Ob139/82; 6Ob630/83; 8Ob2/87; 3Ob526/88; 1Ob16/92; 1Ob46/91; 4Ob515/94; 6Ob538/95; 4Ob568/95; 4Ob26/97w; 6Ob324/97h; 1Ob76/98b; 9Ob121/99f; 7Ob277/98f; 7Ob203/98y; 1Ob232/99w; 7Ob288/99z; 2Ob108/00x; 8Ob2/00b; 1Ob40/02t; 1Ob134/13g
ABGB §896
Kein Rückgriffsanspruch bezüglich der Prozesskosten.
5 Ob 91/65
Entscheidungstext OGH 20.05.1965 5 Ob 91/65
Veröff: EvBl 1965/442 S 656
4 Ob 45/74
Entscheidungstext OGH 10.09.1974 4 Ob 45/74
Veröff: EvBl 1975/44 S 96 = Arb 9253
2 Ob 200/75
Entscheidungstext OGH 09.10.1975 2 Ob 200/75
Beisatz: § 11 EKHG (T1) Veröff: ZVR 1976/237 S 256
7 Ob 15/78
Entscheidungstext OGH 29.06.1978 7 Ob 15/78
Veröff: SZ 51/105 = VersR 1979,195 = ZVR 1979/167 S 176
8 Ob 568/78
Entscheidungstext OGH 05.12.1978 8 Ob 568/78
2 Ob 147/78
Entscheidungstext OGH 07.12.1978 2 Ob 147/78
Veröff: VersR 1979,753
8 Ob 55/79
Entscheidungstext OGH 10.05.1979 8 Ob 55/79
Veröff: SZ 54/119 = JBl 1982,656 = ZVR 1982/142 S 113 (unter Ablehnung von Koziol Haftpflichtrecht 2. Auflage I, 306)
1 Ob 25/81
Entscheidungstext OGH 16.12.1981 1 Ob 25/81
8 Ob 139/82
Entscheidungstext OGH 01.07.1982 8 Ob 139/82
Veröff: ZVR 1983/72 S 113
6 Ob 630/83
Entscheidungstext OGH 07.07.1983 6 Ob 630/83
Beisatz: Die Streitverkündigung sowie die Nichtbefolgung der Aufforderung zum Beitritt als Nebenintervenient ändern an diesem Ergebnis nichts. (T2)
8 Ob 2/87
Entscheidungstext OGH 25.11.1987 8 Ob 2/87
Beisatz: Der Kosten des Gegners noch der eigenen Rechtsanwaltskosten. (T3)
3 Ob 526/88
Entscheidungstext OGH 13.07.1988 3 Ob 526/88
1 Ob 16/92
Entscheidungstext OGH 09.06.1992 1 Ob 16/92
1 Ob 46/91
Entscheidungstext OGH 07.10.1992 1 Ob 46/91
4 Ob 515/94
Entscheidungstext OGH 28.06.1994 4 Ob 515/94
Vgl; Beisatz: Außer bei Vorliegen eines besonderen Verhältnisses. (T4) Veröff: SZ 68/186
Gegenteilig; Veröff: SZ 70/241
1 Ob 76/98b
Entscheidungstext OGH 29.09.1998 1 Ob 76/98b
Gegenteilig; Beisatz: Der Solidarschuldner hat die Prozesskosten anteilig zu tragen, wenn er sich trotz Streitverkündung nicht am Prozess zwischen dem Gläubiger und dem in Anspruch genommenen Solidarschuldner beteiligt, weil dann anzunehmen ist, dass er die Prozessführung durch diesen als auch in seinem Interesse gelegen betrachtet. (T5)
9 Ob 121/99f
Entscheidungstext OGH 19.05.1999 9 Ob 121/99f
Gegenteilig; Beis wie T5
1 Ob 232/99w
Entscheidungstext OGH 27.08.1999 1 Ob 232/99w
Gegenteilig; Beis wie T5; Beisatz: Mangels Behauptung oder Beweises eines unterschiedlichen Verfahrensaufwands im Vorprozeß, der im Interesse beider Parteien geführt wurde, ist der Schaden zu gleichen Teilen zu tragen. (T6)
Gegenteilig; Beis wie T5; Beisatz: Hier: Regressanspruch des Hauptfrachtführers gegen den (auch als dessen Erfüllungsgehilfe gegenüber dem Absender fungierenden) Unterfrachtführer. (T7)
Gegenteilig; Beisatz: Der dem Vorprozess über Aufforderung als Nebenintervenient beigetretene solidarisch Mitverpflichtete ist hinsichtlich des Verzögerungsschadens und der von der ersatzpflichtigen Hauptpartei bezahlten Prozesskosten des Gegners gemäß § 1041 ABGB entsprechend dem beide Solidarschuldner treffenden Handlungsanteil regresspflichtig. (T8)
Beisatz: Hier kein Rechtswidrigkeitszusammenhang. (T9)
1 Ob 134/13g
Entscheidungstext OGH 19.09.2013 1 Ob 134/13g
Vgl aber; Beisatz: Der Oberste Gerichtshof hat aber in zahlreichen jüngeren Entscheidungen aus der Bindungswirkung des Vorprozesses des zahlenden Gesamtschuldners für den trotz Streitverkündung nicht beigetretenen anderen Gesamtschuldner einen Anspruch nach § 1037 ABGB auf Ersatz auch der Kosten des Vorprozesses abgeleitet. (T10)
Bem: Siehe RIS‑Justiz RS0109200. (T11)
ECLI:AT:OGH0002:1965:RS0017364
JJR_19650520_OGH0002_0050OB00091_6500000_001
Rechtssatz für 2Ob99/72 (2Ob100/72) 2Ob...
RS0017501
2Ob99/72 (2Ob100/72); 2Ob212/72; 7Ob181/73; 8Ob35/77; 7Ob27/77; 5Ob506/77; 7Ob15/78; 5Ob588/79; 8Ob226/80; 7Ob26/82; 8Ob565/85; 8Ob578/85; 8Ob63/85; 7Ob723/86; 1Ob705/88; 4Ob539/89; 8Ob611/91; 5Ob64/94; 9Ob2138/96v; 6Ob324/97h; 6Ob387/97y; 7Ob41/99a; 9Ob137/99h; 7Ob306/99x; 10Ob137/00w; 8Ob2/00b; 5Ob120/03p; 8Ob58/04v; 2Ob277/06h; 2Ob112/10z; 2Ob85/11f; 1Ob204/12z; 9Ob49/12i; 4Ob35/13w; 2Ob4/13x; 2Ob191/12w; 6Ob205/14m; 2Ob61/17k; 2Ob121/19m
Als besonderes Verhältnis unter den Mitschuldigen ist beim Regress nach §§ 1302, 896 ABGB das Ausmaß ihrer Beteiligung, also der Verschuldensanteile und Verursachungsanteile anzusehen, nach dem sich dann die endgültige Haftung im Innenverhältnis bestimmt.
7 Ob 181/73
Entscheidungstext OGH 24.10.1973 7 Ob 181/73
Beisatz: Für die Höhe der Rückgriffsforderung ist der Verursachungsanteil, Schuldanteil und Rechtswidrigkeitsanteil beider Streitteile entscheidend. (T1)
8 Ob 35/77
Entscheidungstext OGH 27.04.1977 8 Ob 35/77
7 Ob 27/77
Entscheidungstext OGH 23.06.1977 7 Ob 27/77
Auch; Beisatz: Bei der Berechnung des Rückgriffsanteils der solidarisch haftenden Mitschuldner ist ein Abstellen auf die Schwere der Zurechnungsmomente, die beim einzelnen Gesamtschuldner vorliegen, ganz allgemein vorzunehmen. (T2)
Beis wie T1; Veröff: SZ 51/105 = VersR 1979,195 = ZVR 1979/167 S 176
Beis wie T1; Beis wie T2; Beisatz: Haftung ex delictu einerseits und ex contractu (Erfüllungsgehilfenhaftung) andererseits ist bedeutungslos. (T3)
8 Ob 226/80
Entscheidungstext OGH 26.03.1981 8 Ob 226/80
Auch; Veröff: JBl 1983,202 = JBl 1983,202 = VersR 1984,973
8 Ob 565/85
Entscheidungstext OGH 12.09.1985 8 Ob 565/85
8 Ob 578/85
Entscheidungstext OGH 24.10.1985 8 Ob 578/85
Auch; Beis wie T2; Veröff: ZVR 1987,222
7 Ob 723/86
Entscheidungstext OGH 26.03.1987 7 Ob 723/86
Beis wie T1; Veröff: SZ 60/55 = EvBl 1987/191 S 723 = JBl 1987,721
4 Ob 539/89
Entscheidungstext OGH 18.04.1989 4 Ob 539/89
Vgl auch; Beisatz: "Gestufte" Regressverhältnisse der Solidarverpflichteten untereinander wenn kausales Verhalten mehreren Beteiligten im Verhältnis zu anderen Verpflichteten einheitlich zuzurechnen ist. (T4) Veröff: SZ 62/66 = ÖBl 1990,278
8 Ob 611/91
Entscheidungstext OGH 24.09.1992 8 Ob 611/91
Auch; Beisatz: Grober Sorgfaltsverstoß - Vernachlässigung des Mitverschuldens des anderen Regreßverpflichteten. (T5)
5 Ob 64/94
Entscheidungstext OGH 28.06.1994 5 Ob 64/94
Beis wie T1; Beisatz: Hier: Die Ehegatten haben der Klägerin (Wohnungseigentumsorganisatorin) anläßlich des Erwerbs des Anwartschaftsrechtes auf eine bestimmte Eigentumswohnung versprochen, alle mit der Errichtung des Vertrages verbundenen Kosten, Steuern und Gebühren allein zu tragen. (T6)
9 Ob 2138/96v
Entscheidungstext OGH 15.01.1997 9 Ob 2138/96v
Auch; Beis wie T1; Beisatz: Das besondere Verhältnis richtet sich auch nach den Eigentümlichkeiten der zwischen den Mitschuldnern bestehenden Rechtsbeziehung, die wieder ein Arbeitsverhältnis, Gesellschaftsverhältnis oder auch ein sonstiger Vertrag - wie hier - ein beiderseitiges Handelsgeschäft und ein in diesem Rahmen geschlossener Kauf- oder Werklieferungsvertrag sein kann. (T7) Veröff: SZ 70/5
6 Ob 387/97y
Entscheidungstext OGH 16.07.1998 6 Ob 387/97y
Beisatz: Haben mehrere einen Schaden nicht in einverständlichem Handeln verursacht, sondern unabhängig voneinander eine Bedingung für dessen Eintritt gesetzt, dann ist der Schaden auf mehrere Verantwortliche - bei Verursachungshaftung aber analog auf mehrere Verursacher - verhältnismäßig aufzuteilen. (T8)
Beisatz: Kontaminierung des Erdreichs. (T9)
Veröff: SZ 71/126
Beis wie T5; Veröff: SZ 72/35
9 Ob 137/99h
Entscheidungstext OGH 30.06.1999 9 Ob 137/99h
Beis wie T7 nur: Das besondere Verhältnis richtet sich auch nach den Eigentümlichkeiten der zwischen den Mitschuldnern bestehenden Rechtsbeziehung. (T10)
Beisatz: Die Beweislast für das Vorliegen besonderer Verhältnisse - etwa einen Vertrag - trifft denjenigen, der sie für sich in Anspruch nehmen will. (T11)
Beisatz: Die Quoten zahlungsunfähiger Mitschuldner fallen den übrigen anteilig zur Last. (T12)
10 Ob 137/00w
Entscheidungstext OGH 23.05.2000 10 Ob 137/00w
Auch; Beisatz: Mangels Vereinbarung entscheidet der jeweilige Verursachungs-, Schuld- und Rechtswidrigkeitsanteil jedes einzelnen Mitschuldners am Entstehen der Gesamtschuld über die Höhe der Ersatzpflicht. (T13)
Auch; Beisatz: Dies gilt auch beim Regress zwischen Bauaufsichtspflichtigem und Werkunternehmer. (T14)
2 Ob 277/06h
Entscheidungstext OGH 28.06.2007 2 Ob 277/06h
2 Ob 85/11f
Entscheidungstext OGH 28.06.2012 2 Ob 85/11f
1 Ob 204/12z
Entscheidungstext OGH 15.11.2012 1 Ob 204/12z
9 Ob 49/12i
Entscheidungstext OGH 24.04.2013 9 Ob 49/12i
Auch; Bem: Zum Regress bei einem deliktsunfähigen Mitschuldner siehe auch RS0128850. (T15)
Veröff: SZ 2013/41
Beisatz: vgl aber: In Bezug auf Eigenschäden (hier: der Seilbahnbetreiberin) liegt kein Regressverhältnis zwischen den Streitteilen vor, sodass der Geschädigten hier keine Haftungsquotierung entgegen gehalten werden kann. (T16)
2 Ob 61/17k
Entscheidungstext OGH 16.05.2017 2 Ob 61/17k
Auch; Beisatz: Das Ausmaß des Regresses richtet sich im Fall einer Solidarhaftung nach § 1302 ABGB nach den bei den Haftpflichtigen vorliegenden Zurechnungsgründen, insbesondere nach dem Ausmaß des jeweiligen Verschuldens. (T17)
2 Ob 121/19m
Entscheidungstext OGH 19.09.2019 2 Ob 121/19m
Vgl; Beis ähnlich wie T3; Beisatz: Die Gewichtung der Zurechnungsgründe bei Festsetzung der Regressquoten, hängt von den konkreten Umständen des Einzelfalls ab. (T18)
ECLI:AT:OGH0002:1972:RS0017501
JJR_19721012_OGH0002_0020OB00099_7200000_001
Rechtssatz für 1Ob65/97h 8Ob2/00b 3Ob1...
RS0107346
1Ob65/97h; 8Ob2/00b; 3Ob190/04v; 3Ob104/07a; 6Ob52/19v
ABGB §335 A
Auch der unredliche, ja selbst der bewusst rechtswidrig handelnde Bereicherungsschuldner hat dem Verkürzten nicht alle Vorteile herauszugeben, für die das fremde Rechtsgut kausal war, wenn er einen gewichtigen eigenen Beitrag für die Vermögensvermehrung leistete. Es ist dann der Gesamtvorteil auf die Beteiligten aufzuteilen und die Verwendung der Rechtsgüter des Bereicherungsgläubigers durch eine angemessene Vergütung auszugleichen. Gegen dieses Ergebnis kann auch nicht eine "unechte" Geschäftsführung ohne Auftrag ins Treffen geführt werden, ist doch diese Rechtsfigur in der österreichischen Privatrechtsordnung im oben bezeichneten Sachzusammenhang funktionslos.
nur: Auch der unredliche, ja selbst der bewusst rechtswidrig handelnde Bereicherungsschuldner hat dem Verkürzten nicht alle Vorteile herauszugeben, wenn er einen gewichtigen eigenen Beitrag für die Vermögensvermehrung leistete. (T1)
nur: Auch der unredliche Bereicherungsschuldner hat dem Verkürzten nicht alle Vorteile herauszugeben, wenn er einen gewichtigen eigenen Beitrag für die Vermögensvermehrung leistete. Es ist dann der Gesamtvorteil auf die Beteiligten aufzuteilen. (T2)
3 Ob 104/07a
Entscheidungstext OGH 23.10.2007 3 Ob 104/07a
Auch; nur T2; Beisatz: Für den Umfang dieses „gewichtigen eigenen Beitrags" ist der Bereicherungsschuldner beweispflichtig. (T3)
Bem: Weiterer Rechtsgang zu 3 Ob 190/04v. (T4)
ECLI:AT:OGH0002:1997:RS0107346
JJR_19970318_OGH0002_0010OB00065_97H0000_002
Rechtssatz für 6Ob324/97h 7Ob277/98f 7...
RS0109200
6Ob324/97h; 7Ob277/98f; 7Ob203/98y; 1Ob232/99w; 6Ob68/99i; 2Ob332/99h; 2Ob108/00x; 8Ob2/00b; 4Ob313/00h; 4Ob62/01y; 7Ob30/02s; 7Ob43/02b; 3Ob53/02v; 3Ob313/01b; 4Ob252/03t; 9Ob105/03m; 1Ob296/04t; 4Ob146/10i; 1Ob90/11h; 6Ob4/12z; 2Ob215/11y; 2Ob4/13x; 1Ob134/13g; 1Ob150/13k
ABGB §1037
ZPO §17 A
Aus der Bindungswirkung des Vorprozesses des zahlenden Gesamtschuldners für den trotz Streitverkündung nicht beitretenden anderen Gesamtschuldner ergibt sich, dass der zahlende Gesamtschuldner vom Mitschuldner gemäß § 1037 ABGB auch Ersatz für die Kosten des Vorprozesses und den dem Geschädigten gezahlten Verzögerungsschaden verlangen kann.
Auch; nur: Der zahlende Gesamtschuldner kann vom Mitschuldner gemäß § 1037 ABGB auch Ersatz für die Kosten des Vorprozesses und den dem Geschädigten gezahlten Verzögerungsschaden verlangen. (T1); Beisatz: Eine Prozeßführung (auch) im Interesse des Beklagten kann aber nur für die Zeit ab Zustellung der Streitverkündigung angenommen werden. (T2)
Vgl auch; Beisatz: Beim Rückgriff des Solidarschuldners auf einen anderen Solidarschuldner kommt ein Prozesskostenersatz gemäß § 1037 ABGB in Betracht. (T3)
Vgl auch; Beisatz: Der Regressanspruch des Hauptfrachtführers gegen den (auch als dessen Erfüllungsgehilfe gegenüber dem Absender fungierenden) Unterfrachtführer umfasst grundsätzlich auch die Kosten (und zwar sowohl die gegnerischen wie auch die eigenen) eines vorangegangenen Schadenersatzprozesses, dem der Unterfrachtführer ebenso wie hier als Nebenintervenient auf Seite des Hauptfrachtführers beigetreten war, - und zwar als Aufwand aus dem Rechtsgrund des § 1037 ABGB. (T4)
Beis wie T2; Beisatz: Ist aber auch der als Hauptpartei in Anspruch genommene Solidarschuldner, wenngleich nur zu einer geringen Quote haftpflichtig, tritt sein Mitverpflichteter nach Streitverkündung unverzüglich als Nebenintervenient bei und nimmt sodann die Abwehr des Anspruches des Dritten auch tatsächlich selbst in die Hand, dann muss der Rechtsgrund des § 1037 ABGB versagen, weil die Hauptpartei kein fremdes Geschäft mehr führt. (T5)
Vgl auch; Veröff: SZ 74/6
4 Ob 62/01y
Entscheidungstext OGH 03.04.2001 4 Ob 62/01y
Auch; Beis wie T2; Beisatz: Hier: Regressklage. (T6)
Vgl auch; Beis wie T3; Beisatz: Die Anspruchsgrundlage "Geschäftsführung ohne Auftrag" scheidet aus, wenn der für die Verfolgung fremder Interessen gemachte Aufwand von der eigenen Sphäre des Geschäftsführers nicht abtrennbar ist. Es geht nicht an, den klaren und überwiegenden Vorteil in der prozessrechtlichen Bindungswirkung der Streitverkündigung zu sehen, wirkt sich doch diese gerade gegen den Regresspflichtigen aus. (T7)
Vgl auch; Beis wie T7 nur: Die Anspruchsgrundlage "Geschäftsführung ohne Auftrag" scheidet aus, wenn der für die Verfolgung fremder Interessen gemachte Aufwand von der eigenen Sphäre des Geschäftsführers nicht abtrennbar ist. (T8)
Vgl auch; Beisatz: Der Rückgriff umfasst auch den Prozessaufwand des im Vorprozess verurteilten Mitschuldners. (T9)
Auch; Beisatz: Dieser Grundsatz wurde nicht nur in den Fällen des Rückgriffs eines Solidarschuldners, sondern auch auf den Rückgriff eines im Vorprozess Haftpflichtigen gegen seinen Erfüllungsgehilfen angewendet. (T10); Beis ähnlich wie T7
1 Ob 90/11h
Entscheidungstext OGH 26.07.2011 1 Ob 90/11h
Vgl auch; Beis wie T8; Beisatz: Dass die Klägerin bei Obsiegen der Beklagten im Vorverfahren keinen Regressansprüchen der Beklagten ausgesetzt gewesen wäre, machte das Vorverfahren aus der Sicht der Beklagten noch nicht ‑ eindeutig abgrenzbar ‑ fremdnützig; Voraussetzung für die Ersatzpflicht wäre vielmehr, dass der nunmehr geltend gemachte Aufwand bei ausschließlicher Eigengeschäftsführung gar nicht angefallen wäre. (T11)
Vgl; Beisatz: Erfolgte die Prozesseinlassung und Prozessführung durch die Klägerin auch im Interesse der Beklagten, dann steht der Klägerin ein Regressanspruch gemäß § 1037 ABGB gegen die Beklagte zu, und zwar ‑ mangels Tätigkeit im ausschließlichen Interesse der Beklagten ‑ (bloß) anteilig im Verhältnis des Interesses an der Abwehr der Forderung der Geschädigten. (T12); Beisatz: Kann kein Überwiegen des Interesses einer der Parteien an der Abwehr der Forderung des Geschädigten im Vorprozess festgestellt werden, dann ist von einem gleichwertigen Interesse auszugehen. Dies führt zum Regressanspruch der Klägerin im Ausmaß der Hälfte der geltend gemachten Kosten, und zwar sowohl ihrer eigenen als auch jener, zu deren Ersatz die Klägerin im Vorprozess verpflichtet wurde. (T13)
ECLI:AT:OGH0002:1997:RS0109200
JJR_19971124_OGH0002_0060OB00324_97H0000_002
Rechtssatz für 8Ob2/00b
RS0114073
ABGB §1041 B5
Der dem Vorprozess über Aufforderung als Nebenintervenient beigetretene solidarisch Mitverpflichtete ist hinsichtlich des Verzögerungsschadens und der von der ersatzpflichtigen Hauptpartei bezahlten Prozesskosten des Gegners gemäß § 1041 ABGB entsprechend dem beide Solidarschuldner treffenden Handlungsanteil regresspflichtig. Annähernd gleichen Prozessaufwand vorausgesetzt, haben Hauptpartei und Nebenintervenient die jeweils eigenen Verfahrenskosten selbst zu tragen.
ECLI:AT:OGH0002:2000:RS0114073
JJR_20000907_OGH0002_0080OB00002_00B0000_001

References: §896
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 § 11
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 § 1041
 OGH 
 § 1037
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 § 1302
 OGH 
 §335
 OGH 
 §1037
 §17
 § 1037
 § 1037
 § 1037
 § 1037
 § 1037
 OGH 
 OGH 
 § 1037
 §1041
 § 1041