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Timestamp: 2017-08-17 21:23:46+00:00

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Gemeinnützigkeit, die keinem nützt
von Rüdiger Hengl, Mering
Wenn ich an gemeinnützige Organisationen denke, denke ich an Organisationen wie SOS-Kinderdörfer, Ärzte ohne Grenzen oder Brot für die Welt. Aber auch andere Organisationen nehmen für sich in Anspruch, gemeinnützig zu sein. So steht beispielsweise beim Wal- und Delfinschutzforum (WSDF) unter der Überschrift „WDSF-Impressum“ auch der Begriff gemeinnützige UG (haftungsbeschränkt). Das WDSF also in der gleichen Kategorie wie die oben genannten Organisationen? Das kann und will ich nicht glauben.
Auf der Seite der Oberfinanzdirektion Niedersachsen ist der Begriff „gemeinnützig“ erklärt. Dort ist u.a. zu lesen, dass unter Gemeinnützigkeit ganz allgemein die Steuervergünstigungen gemäß der §§ 51 bis 68 der Abgabenordnung verstanden werden. Gemeinnützigkeit bedeutet also in erster Linie eine Steuerbefreiung. Für Organisationen, wie ich sie im Eingangs-Absatz genannt habe, finde ich das auch durchaus in Ordnung. Was aber liefert das WDSF? Dazu muss man zunächst mal klären, welche Voraussetzungen eine Organisation erfüllen muss, um diesen Status überhaupt zu erreichen. Dazu steht etwas in § 52 der Abgabenordnung und zwar gleich zu Beginn: „Eine Körperschaft verfolgt gemeinnützige Zwecke, wenn ihre Tätigkeit darauf gerichtet ist, die Allgemeinheit auf materiellem, geistigem oder sittlichem Gebiet selbstlos zu fördern.“ Ich wiederhol´ das noch mal: … die Allgemeinheit auf materiellem, geistigem oder sittlichem Gebiet selbstlos zu fördern. Aha, das ist es also, was das WDSF tut (oder tun sollte). Immerhin ist das WDSF ja auch eine gemeinnützige uG.
WDSF-Satzung § 2, Absatz 2 …
Dem WDSF wurde die Gemeinnützigkeit vor etwas mehr als 4 Jahren zuerkannt. Grundlage ist ein in Iserlohn erstellter Gesellschaftsvertrag aus 12/2008, in dem u.a. auch die Satzungsziele der gemeinnützigen uG genannt sind. In § 2, Absatz 2 dieses Vertrags ist beispielsweise zu lesen, dass der Zweck der Gesellschaft die Förderung gemeinnütziger Zwecke, insbesondere die Förderung des Schutzes und der Erhaltung der Wale und der Delfine und anderer Meeressäugetiere sowie der Meeresumwelt sei.
Solche Worte suggerieren beim Leser, das WDSF würde tatsächlich etwas für die Meeresumwelt und die dort lebenden Tiere tun.
… und Aktivitäten
Stattdessen aber konzentriert sich das WDSF (aus meiner Sicht) vorrangig auf die Darstellung angeblich bestehender Haltungsmängel in deutschen und anderen Delfinarien, welche es dadurch abzustellen erhofft, dass es juristisch gegen Delfinarienbetreiber vorgeht.
Prinzipiell ist gegen die Aufdeckung von Haltungsmängeln (sofern überhaupt vorhanden) ja nichts einzuwenden. Ortmüller aber fordert nicht nur deren Beseitigung, sondern gleich die komplette Schließung der Delfinarien und das mit unzähligen Klagen und noch mehr übertriebenen und spektakulären Schlagzeilen, die er in seinem Presseportal veröffentlicht. Leider werden diese von etlichen Presseorganen ungeprüft in die Medienlandschaft gestreut.
WDSF-Satzung § 2, Absatz 3 …
Gegenstand und Zweck der Gesellschaft sei weiter (§ 2, Absatz 3 des Gesellschaftsvertrags), dass die Gesellschaft Forschungsvorhaben und wissenschaftliche Projekte, die dem Zweck der Gesellschaft dienen, durchführt und veröffentlicht.
Ich bin selbst Wissenschaftler und für mich stellen sich wissenschaftliche Arbeiten und Forschungsvorhaben normalerweise in der Form dar, dass konkrete Themen angegangen werden und dass man im Rahmen der Arbeit auch zu neuen Erkenntnissen gelangt. Neben allem anderen (wie formalen Regeln usw.) sollte eine wissenschaftliche Arbeit auch konkret, nachvollziehbar und vor allem objektiv sein.
All das kann ich in der „Arbeit“ des WDSF nicht erkennen, noch nicht mal in dem Homepage-Kapitel, das mit dem Wort „Wissenschaft“ überschrieben ist. Dort werden in erster Linie Beobachtungen Dritter wiedergegeben. Von (eigenen?) wissenschaftlichen Arbeiten und Forschungsvorhaben, von denen in § 2, Absatz 3 des Gesellschaftsvertrags des WDSF die Rede ist, konnte ich nirgendwo etwas finden.
Wie sieht die Öffentlichkeit Ortmüller und das WDSF?
Ortmüller poltert wieder los schreibt die angesehene deutsche Delfinseite meeresakrobaten im Juli 2012. Doggennetz sieht Ortmüller gar im Umfeld der Sekte Universelles Leben. Dazu muss man wissen, dass Ortmüller tatsächlich mal Presseländerbeauftragter der Universalen Kirche Deutschland war. Inwieweit allerdings „Universelle Kirche“ und „Universelles Leben“ zusammenhängen, entzieht sich meiner Kenntnis. Dass Ortmüller jedoch dem Übersinnlichen zugeneigt ist, kann man u. a. im Vorwort zum Esoterik-Büchlein „Das Genie steckt in jedem“ lesen,wo er schreibt, dass sich jedem Menschen die unendliche Vollkommenheit eröffne, wenn er sich entschließt, mit dem universellen Licht zusammenzuarbeiten.
Wie wird das WDSF in der Presse dargestellt und wie stellt es sich selbst dar?
Doch anstatt die Öffentlichkeit mit Wissenschafts- und Foschungsergebnissen zu beglücken, liest man von der „Einmannorganisation“ immer nur Schlagzeilen in der Art:
Delfinschützer drohen mit Klage gegen die Stadt Duisburg / Klage gegen Delfinarium / Unfall im Delfinarium Münster knapp verhindert – Strafanzeige gegen Zoo / WDSF und ProWal fordern Absetzung von Gerichtspräsidenten
Um Schlagzeilen wie oben zu finden, braucht man gar nicht lange zu suchen. Sie erscheinen fast täglich. Die größte Entgleisung (und einer gemeinnützigen uG absolut unwürdig) leistete sich das WDSF allerdings am 7.2.2013 (siehe Einschub unten).
Anhänger oben genannter uG nahmen die Zerstörung mehrerer Dörfer auf den Salomonen zum Anlass, die Opfer und Toten auf der WDSF-Facebook-Seite zu verhöhnen, und das, weil auf einer anderen Salomonen-Insel, mehr als 700 km vom Unglücksort entfernt, in der Woche zuvor Delfine getötet wurden. Äußerungen wie „Karma…..“, „sehr schön!“, „es hätten genau so viele drauf gehen sollen wie sie delfine getötet haben!“, „Jetzt bitte Taiji und Faroer“, findet man unter den ersten 10 Kommentaren. Anstatt diese unqualifizierten Beiträge zu löschen, beteiligt sich das WDSF (wer kann das schon sein bei einer Einmann-Organisation) mit den Worten „Wenige Tage nachdem auf den Solomonen-Inseln über 1000 Delfine von Einheimischen getötet wurden, erteilte die Inselgruppe ein Tsunami, der mehrere Menschen zum Opfer fielen. Frank Schätzing (Der Schwarm) lässt grüßen…“ an der menschenverachtenden Diskussion. Nur wenige User verwahrten sich gegen diese Hetze: „So ein mörderischer Hass öffentlich, ohne Widerspruch von wdfs… Da erübrigt sich jeder weitere Kommentar.“ Einen Tag später schrieb „Der Westen – online“ über diesen unglaublichen Vorfall. Am Abend waren nicht nur oben genannte Kommentare auf der WDSF-Facebook-Seite gelöscht, sondern auch die Screenshots in „Der Westen“, welche dort zum Beweis (mit unkenntlich gemachten Namen) veröffentlicht waren. Ortmüller hat gegenüber der WAZ-Mediengruppe offensichtlich Urheberrechtsverletzungen geltend gemacht. Das behauptet er zumindest am 10. Februar um 04:19 Uhr auf seiner Facebook-Seite.Das muss man sich mal vorstellen! Auf seiner WDSF-Facebook-Seite ereignen sich unglaubliche Vorfälle, die sogar aus dem Ausland kritisiert werden „This is a typical sign of a hate group, people laughing and cheering with joy when other people dies, even people who has not done anything, SHAME on you disgusting animal rights activists, shame.“, und Ortmüllers große Sorge ist „Urheberrechtsverletzung“ wegen eines Screenshots!Ist so ein Mann als Geschäftsführer einer gemeinnützigen uG überhaupt noch tragbar?
Ende des später eingefügten Einschubs
Wann, so frage ich mich, kümmert sich Ortmüller wirklich um die Förderung gemeinnütziger Zwecke, die er in der Satzung seiner Unternehmensgesellschaft notariell beglaubigen ließ, insbesondere um die Förderung des Schutzes und der Erhaltung der Wale und der Delfine und anderer Meeressäugetiere sowie der Meeresumwelt?
Wie sehen Delfinarienbetreiber und Zoodirektoren Ortmüller?
Der stellvertretende (Nürnberger) Tiergartenchef Helmut Mägdefrau sprach der Tierschutz-Organisation (gemeint ist das WDSF) im Gespräch mit dem Bayerischen Rundfunk die Kompetenz in Sachen Delfintransporte ab. „Wer von Haltung und Transport von Delfinen nichts versteht, sollte sich lieber nicht dazu äußern“, so Mägdefrau wörtlich.
Für den Duisburger Zoodirektor Achim Winkler ist Ortmüller „nur ein Tierschwätzer“ und er ergänzt „Was tut der denn wirklich für Delfine?“
Als „hirnlose Idioten“ beschimpfte der Manager des Onmega-Delfin-Centers, Turgay Uykusuz, (Marmaris) vor laufenden TV-Kameras die Tierschützer (gemeint ist das WDSF) und musste von der Polizei zurückgehalten werden.
„Die bisher erfolgreiche Klagewelle des WDSF rollt jetzt weiter.“
Der Gesellschaftsvertrag von 2008, in dem Ortmüller notariell beglaubigen ließ, dass er sich um die Förderung des Schutzes und der Erhaltung der Wale und Delfine und anderer Meeressäugetiere sowie der Meeresumwelt bemühe oder Forschungsvorhaben und wissenschaftliche Projekte durchführen will, erscheint mir wie Makulatur. Die Formulierungen darin dienten wohl einzig dazu, seinerzeit die Gemeinnützigkeit zu erlangen. Die heutigen Aktionen Ortmüllers haben mit dieser (damals sicher ehrenwerten Idee) nichts mehr zu tun.
Stattdessen hetzt Ortmüller aktuell in einer Art und Weise, wie sie zu einer wissenschaftlich arbeitenden, gemeinnützigen Gesellschaft so gar nicht passen will. Die bisher erfolgreiche Klagewelle des WDSF rollt jetzt weiter schrieb er in einer Pressemitteilung vom 11.1.2013. Dass er bei seinen Klagen und Verhandlungen aber immer wieder verliert (Connyland, Onmega-Dolphin Therapy & Activity Center) und bestimmte Behauptungen von Gerichts wegen gar nicht mehr aufstellen oder verbreiten darf, verschweigt Ortmüller. Auf seiner Seite stellt er die Urteile natürlich immer als Sieg dar.
In dem Zusammenhang stellt sich mir die Frage: Wer zahlt eigentlich die Anwalts- und Gerichtskosten? Werden diese etwa von Spendengeldern finanziert? Ist eine derartige Verwendung der Spendengelder durch den Gesellschaftervertrag von 2008, welcher zur Anerkennung der Gemeinnützigkeit führte, überhaupt gedeckt?
Die Aktionen des WDSF sind nicht gemeinnützig – zumindest nicht nach meinem Verständnis
Natürlich ist es möglich, dass ich nicht umfassend informiert bin, was „Gemeinnützigkeit“ bedeutet und dass ich ein falsches Bild davon habe. Für mich unterliegt „Gemeinnützigkeit“ nämlich nicht nur dem rein finanziellen Aspekt. Gemeinnützigkeit sollte, wie in § 52 AO zu lesen ist, immer auch darauf ausgerichtet sein, die Allgemeinheit auf materiellem, geistigem oder sittlichem Gebiet selbstlos zu fördern. Derartiges sehe ich bei Ortmüllers WDSF nicht.
Deshalb möchte ich das WDSF bitten, für seine gemäß Gesellschaftervertrag zugesagten Ziele „Förderung des Schutzes und der Erhaltung der Wale und der Delfine und anderer Meeressäugetiere sowie der Meeresumwelt“ und „Durchführung und Veröffentlichung von Forschungsvorhaben und wissenschaftlichen Projekte, die dem Zweck der Gesellschaft dienen“ endlich mal Fakten zu liefen.
Sollte das nicht möglich sein, muss die Frage erlaubt sein, ob das WDSF eigentlich satzungskonform arbeitet und ob der „Einmannorganisation Ortmüller“ der Titel „gemeinnützige uG“ heute überhaupt noch zusteht.
Nachtrag 14.2.2015 – Die Aktionen des WDSF sind auch 2015 nicht gemeinnützig – zumindest nicht nach meinem Verständnis
Was die „gemeinnützige“ Organisation WDSF mit ihrem Geschäftsführer Jürgen Ortmüller im Jahre 2015 ganz offensichtlich als wichtig erachtet, erkennt man eindeutig an diesem am 14.2.12015 in Facebook geposteten Text. Meines Erachtens ist die Schnittmenge zwischen diesem Auftreten und dem vorgegebenen „Delfin- und Walschutz“ nicht gerade groß. Ich denke, man muss zu Ortmüller nichts mehr posten. Sein Auftreten in Facebook spricht für sich. Ach ja, er ist hauptberuflich Steuerberater und ehrenamtlich „Geschäftsführer“ des WDSF; Berufe, die ich eigentlich mit Seriosität in Verbindung bringe.
37 Reaktionen zu “Gemeinnützigkeit, die keinem nützt”
Am 4. Februar 2013 um 08:42 Uhr
Ein sehr guter Artikel, dem ich nur beipflichten kann.
Bei den Meeresakrobaten gibt es etliche Artikel, die Ortmüller als großen „Schwätzer“ entlarven. Doch leider wird der Fokus der Medien eben auf solche Schwätzer und Polterer gerichtet. Weigert sich der Betreiber eines Delfinariums, mit Ortmüller zu reden, so wird er von der Presse sofort in die „Die-haben-bestimmt-etwas-zu-verbergen“-Ecke gedrängt.
Ortmüller und damit dem WDSF geht es meiner Meinung nach nicht um Delfinschutz, sondern ausschließlich um mediale Anerkennung. Bei einer früheren Aktion gegen den Grindwalfang auf den Färöer Inseln habe ich Ortmüller vor einem leeren Saal erlebt. Zur Pressekonferenz war kein einziger Medienvertreter erschienen. Es waren nur seine selbst mitgebrachten Mitstreiter da. Die Kamera bediente damals sein eigener Sohn …
Daher hat sich Ortmüller ein neues medienwirksameres Terrain gesucht – und hat aus seiner Sicht damit auch Erfolg. Nur: Keinem einzigen Delfin ist mit Ortmüllers Aktionen gedient.
Am 4. Februar 2013 um 09:30 Uhr
Die Rechtsform gUG (Haftungsbeschränkt) wurde ganz offenbar deshalb gewählt, um eben *keine* Rechenschaftsberichte abgeben zu müssen (wie bei e.V. oder gGmbH zwingend).
Und folgerichtig veröffentlicht Herr Ortmüller auch nichts, was die Verwendung der Spenden nachvollziehbar machen würde. Jedenfalls ist mir nichts bekannt und auf seiner Homepage habe ich auch nichts gefunden, was auch nur im Entferntesten nach „Rechenschaftsbericht“ aussehen würde.
Ich verstehe nicht, warum sich die Presse nicht einmal mit dem Finanzgebaren des WDSF gUG beschäftigt. Wäre sicherlich mal interessant!
Am 4. Februar 2013 um 10:35 Uhr
Steuerrechtlich wird man Ortmüller wohl kaum angreifen können, dazu ist er als Steuerberater zu sehr mit den dort anwendbaren Kniffen und Tricks vertraut.
Man muss die Öffentlichkeit aber darüber informieren, dass Ortmüller eine ganz eigene Form von Wahrheit hat, eine ganz eigene Form, Dinge darzustellen.
Dabei greift er gerne in die rhetorische Trickkiste und beginnt seine Sätze mit „Fakt ist, dass ….“. Wer traut sich da schon zu widersprechen. Auch dann nicht, wenn die „Pünktchen“, die dem „Fakt ist, dass …“ folgen an den Haaren herbeigezogen sind.
Dabei sollte Ortmüller als ehemaliger Presseländerbeauftragter einer kirchlichen Vereinigung doch wenigstens die 10 Gebote kennen, auch das achte, das da lautet: Du sollst nicht falsch gegen deinen Nächsten aussagen.
Welche Wahrheit Ortmüller vertritt, kann man auch einem am 29.12.2012 in der Augsburger Allgemeinen erschienenen Leserbrief entnehmen:
Dort schreibt das WDSF, dass es als gemeinnützige Organisation (ja, wir könnten’s ja vergessen!) darauf aufmerksam macht, dass eine Delfintherapie für Kinder nicht ungefährlich ist, da es sich um Wildtiere handelt, die nicht nachhaltig domestiziert werden können. Dazu verlinkt er einen Film aus Sea World Orlando, in dem ein Delfin, während er von einem Kind gefüttert wurde, nach der Futter-Tüte des Kind schnappte und dabei das Kind leicht an der Hand verletzte.
„Immer wieder gibt es Berichte über Verletzungen beim Umgang mit Delfinen“, schreibt Ortmüller weiter. Dass er dabei „Äpfel mit Birnen vergleicht“ ist „Fakt“ (Ging’s eingangs nicht um die Delfine der Delfin-Therapie, die normalerweise die Delfintherapie mit ausgebildeten Delfinkennern durchführen). Das ist genau so, wie wenn ich einen beaufsichtigten Hund an der Leine mit einem unbeaufsichtigten Bauernhof-Hund vergleiche. Aber so funktioniert Ortmüller-Wahrheit.
Weiter schreibt er im selben Leserbrief „Immer wieder werden verstorbene Tiere durch weitere Wildfänge aufgestockt.“ Das mag für Delfinarien in Japan oder Russland gelten, aber sicher nicht für deutsche Delfinarien. Ob für Sea World, weiß ich nicht.
Auf alle Fälle wird auch hier wieder alles zusammengequirlt, so dass beim Leser hängen bleibt: Zoos stockten ihren Bedarf durch Wildfänge auf. Und dann „rappelt‘s“ in des Lesers Gehirn „Oh Mann, Nürnberg und Duisburg haben doch auch Delfine…“
Ortmüller beklagt weiter: „Die Tiere werden nicht als Therapietiere ausgebildet, sondern stellen sich lediglich für Berührungen zur Verfügung.“ Wo sollen denn ausgebildete Delfine herkommen, wenn nicht aus einem Delfinarium, das Ortmüller ja mit „Zähnen und Klauen“ bekämpft.
Ortmüller hat schon eine sonderbare Sicht der Dinge und die Presse und die Facebook-Klicker fallen auf ihn herein!
Am 4. Februar 2013 um 11:03 Uhr
Ich denke auch nicht, dass da steuerrechtlich was faul ist.
Aber als Spender hat man doch irgendwo ein Recht darauf, zu erfahren, was mit dem Geld geschehen ist.
Und das ist meines Erachtens einer der wunden Punkte des WDSF gUG: Ortmüller hantiert mit erheblichen Summen (konnte er nicht die ziemlich happingen Strafen gegen Connyland einfach so zahlen?), aber außer dem Finanzamt erfährt niemand, wo das Geld bleibt.
Allerdings werde ich mal recherchieren, ob und wie man eine Überprüfung der Gemeinnützigkeit veranlassen kann. Dann könnte es für Herrn Ortmüller doch schnell ziemlich eng werden.
Am 4. Februar 2013 um 11:10 Uhr
Da dürfte vielleicht das Amtsgericht Hagen, Heinitzstraße 42, 58097 Hagen der geeignete Ansprechpartner sein. Dort ist das WDSF geführt.
Und nun zu den Kosten: Der Prozess gegen ein türkisches Delfinarium (OLG Hamm, I-13 U 174/11), bei dem laut Urteil „die Kosten gegeneinander aufgehoben wurden“, dürfte auch nicht billig gewesen sein. Und die Anwälte? Arbeiten die umsonst?
Am 4. Februar 2013 um 21:51 Uhr
Was seit ihr für arme kranke Menschen, habt ihr eigentlich nichts zu tun, als über Ortmüller und Co. die ganze Zeit und in allen Kommentar zu lästern, wie müsst ihr diese Personen hassen. Traurig und wie im Kindergarten, man könnte nicht denken, dass Ihr erwachsene Personen seid.
Am 5. Februar 2013 um 09:18 Uhr
Wie man in den Wald hineinruft, … – das gilt auch für Herrn Ortmüller. Und leider sind wir für uns zu dem Schluss gekommen, dass Herr O. nichts für den Delfinschutz tut, sondern im Gegenteil reihenweise sinnvolle Projekte (zer-)stört – solange es nur seiner Kampagne nützt.
Unabhängig davon finden wir es immer etwas eigenartig (um nicht zu sagen: „anrüchig“), wenn eine „gemeinnützige“ Organisation ein Geheimnis darum macht, was mit den Spenden passiert. Vor Allem dann, wenn dieselbe Organisation von anderen Leuten ständig „Offenheit“ einfordert.
Am 5. Februar 2013 um 17:45 Uhr
Das ist sehr aufschlussreich von Ihnen und soweit gut durchrecherchiert. Vielen Dank dafür! Schade nur, dass man Ihnen nicht die Aufmerksamkeit eines Ortmüllers schenkt.
Jedoch: Wie heißt es so schön? Populäre, bequeme Meinungen, die nur beliebig oft wiederholt werden müssen, verkaufen sich genauso gut wie die Berichte, in denen es um Mord und Totschlag geht.
Ich werd mir Ihre Seite merken! Vielen Dank dafür!
Am 5. Februar 2013 um 19:31 Uhr
Bewundernswert, dass Sie sich als einzige von 2465 Gefällt-mir-Klickern der facebook-Fraktion hier nicht nur zu einem „Klick“ aufgerafft, sondern auch noch (ja, bei mir muss man leider schreiben) zu Wort gemeldet haben und das dann auch noch mit einer medizinisch ausgerichteten Ferndiagnose, in der Sie mich unbesehen als „krank“ einstufen.
Solche „Fachleute“ trifft man eher selten, deshalb gleich meine Frage:
Würden Sie (mal rein hypothetisch betrachtet) einen Menschen, der „halt- und planlos, von einer nie gekannten Selbstbezogenheit und Bewunderungsgier getrieben unter dem Deckmantel des Delfinschutzes größtmögliche Aufmerksamkeit einer johlenden Masse erringend nach der unendlichen Vollkommenheit strebt“ auch als krank einstufen?
Am 6. Februar 2013 um 11:59 Uhr
Wie tief muss man sinken um solch einen „Artikel“ zu schreiben und gar zu veröffentlichen. Nun kommt es also zum ganz offenen Schlagabtausch. Der Verfasser dieses Artikels sollte sich schämen.
Am 6. Februar 2013 um 13:50 Uhr
@ Guvana
Wie heißt es so schön? „Getroffene Hunde bellen!“
Können Sie mir einen einzigen Grund nennen, der die Gemeinnützigkeit dieser „Organisation“ rechtfertigt?
Am 6. Februar 2013 um 14:18 Uhr
@Guvana,
nur weil man gegen etwas ist, wird man dadurch nicht glaubwürdiger oder gar „besser“. Eine Organisation, die ausschließlich davon lebt, anderen Menschen und Organisationen deren Arbeit und (oftmals ehrenamtliches) Engagement schlecht zu reden und zu zerstören, muss sich auch kritische Fragen gefallen lassen.
Ein Ein-Mann-Unternehmen, welches sich vor Allem durch mangenlden Sachverstand und die Verfälschung von Tatsachen (Stichwort „Taiji und EEP“) und – inzwischen auch gerichtlich bestätigt – durch unwahre Tatsachenbehauptungen profiliert, richtet am Ende weit mehr Schaden an, als es irgendwem nutzen kann (falls das überhaupt jemals beabsichtigt war). „Delfinschutz“ können wir bei diesem Unternehmen jedenfalls nicht einmal ansatzweise erkennen. Eher (finanzielle) Intransparenz und einen fragwürdigen Umgang mit der Wahrheit bei ziemlich diffusen und kaum nachvollziehbaren Motiven.
Momentan prüfen wir den Vorwurf, nachdem durch eine gezielte Kampagne des WDSF gUG dem YakuPacha e.V. ein bereits vereinbarter Sponsoringvertrag über 250.000 Euro aus der Hand geschlagen wurde. Dies wäre das ein gewaltiger Skandal, der durch nichts zu rechtfertigen ist. Direkter kann man dem aktiven Delfinschutz und damit den wild lebenden Delfinen kaum schaden.
Wie tief muss man eigentlich sinken, um sich von einer solchen Organsiation benutzen zu lassen? Wer es nicht schafft, die Argumentation des WDSF gUG selber kritisch zu hinterfragen, sollte sich schämen.
Am 7. Februar 2013 um 09:05 Uhr
Aus gegebenem Anlass weise ich darauf hin, dass Beleidigungen, welche in Deutschland eine Straftat nach § 185 StGB darstellen, hier nicht veröffentlicht werden.
Jana Hofger
Am 7. Februar 2013 um 09:11 Uhr
Da der Autor dieses Artikels aus der Ausnutzung von gefangenen Delfinen Profit zieht, ist der Artikel so aufschlussreich, wie es ein Hetzartikel von Mc Donalds über den Vegetarierbund wäre.
Am 7. Februar 2013 um 09:30 Uhr
aus Ihren Ausführungen erschließt sich mir nicht, ob Sie selbst Befürworter oder Gegner von Delfinarien sind. Stören Sie die Methoden des Herrn Ortmüller oder geht es Ihnen prinzipiell um den Erhalt dieser Einrichtungen? Ihre Argumentation erscheint mir genauso einseitig wie das, was Sie am WDSF kritisieren. Von daher stellt sich mir die Frage, ob es hier wirklich um das Thema oder gegenseitige Diffamierungen geht.
Verstehen Sie mich nicht falsch, ich bin ein Befürworter kritischer Betrachtungen gemeinnütziger Organisationen. Aber genauso bin ich Gegner von Delfinarien und Tierausbeutung. Und Herr Ortmüller tut etwas gegen Delfinarien, zwar auf seine Weise, aber zumindest hält er das Thema aufrecht in den Medien und schafft ein Bewusstsein bei den Menschen. Jede_r muß sich selbst fragen, inwiefern sie/er mit seinen Methoden einverstanden ist und wenn mensch sich dann dazu entschließt, das finanziell zu unterstützen, ist das allein seine Sache.
Ihnen scheinen die Haltungsbedingungen in Delfinarien zu genügen, wie ich aus Ihren Ausführungen entnehmen kann. Ist das richtig? In welcher Beziehung stehen Sie zu den deutschen oder türkischen Delfinarien?
Am 7. Februar 2013 um 10:34 Uhr
Ihnen ist doch sicher bekannt, dass man gegen unwahre Tatsachenbehauptungen („Da der Autor dieses Artikels aus der Ausnutzung von gefangenen Delfinen Profit zieht…“) gerichtlich vorgehen kann. Wollen Sie das?
Am 7. Februar 2013 um 10:37 Uhr
vielen Dank für Ihren wirklich sachbezogenen, kritischen Kommentar.
Ob ich für oder gegen Delfinarien bin, spielt bei meinen Betrachtungen keine Rolle. Mein Bericht ist lediglich eine Zusammenfassung dessen, was im Internet über das WDSF und Herrn Ortmüller zu finden ist, also wie er sich selbst darstellt und wie er von der Öffentlichkeit und den Zoos gesehen wird. Und dazu stelle ich mir die Frage, ob dessen Gesellschaft die Gemeinnützigkeit überhaupt zusteht, oder nicht. Weder hetze ich, noch diffamiere ich. Wenn Ortmüller das so sehen will, ist das seine Sache.
Gegen eine kritische Betrachtung der Tierhaltung ist überhaupt nichts einzuwenden. Nur muss man dann auch (realisierbare!) Lösungen anbieten. Solche aber hat das WDSF nicht. Das WDSF tut, wie Sie richtig schreiben, wirklich etwas GEGEN Delfinarien, aber niemals FÜR Delfine. Das WDSF hat in den 4 Jahren seines Bestehens noch nicht einen einzigen Delfin gerettet oder auch nur Ansätze gezeigt, wie dies möglich wäre. Stattdessen werden deutsche Zoos an den Pranger gestellt, Zoomitarbeiter diffamiert und Gerichte mit unnötigen Klagen beschäftigt.
Zum Schluss noch eins: Ich unterscheide Delfinarien nicht danach, in welchem Land sie sich befinden, sondern ausschließlich danach, ob sie gut oder schlecht geführt werden, also ob sie unter wissenschaftlicher Führung stehen, oder ob die Delfine nur dafür herhalten müssen, einer meist uninformierten Spaßgesellschaft als Clowns zu dienen.
Am 7. Februar 2013 um 10:44 Uhr
Schwarz-Weiß-Einteilungen führen hier nicht weiter: Es gibt Delfinarien, die meines Erachtens sofort geschlossen gehören (z.B. auch einige in der Türkei), es gibt Delfinarien, die mit ein paar Umbauten/Änderungen ein akzeptables Niveau erreichen können, und es gibt Delfinarien, die heute schon einen Stand erreicht haben, die nicht mehr ernsthaft zu bemängeln sind. Zu letzteren gehören meines Erachtens (ohne Anspruch auf Vollständigkeit) Haderwijk, Duisburg, Nürnberg und Connyland.
Allerdings gibt es auch für mich „rote Linien“, bei denen jede Diskussion endet:
– Keine Wildfänge und schon gar nicht aus Taiji oder anderen Delfintreibjagden
– Keine Delfinhaltung ohne qualifizierte meeresbiologische und veterinärmeditzinische Betreuung
– Keine Delfinhaltung, die nicht mindestens den Standards der EU und des EAAM e.V. entsprechen
Da inzwischen mehr als genug Nachzuchten zur Verfügung stehen, sind meines Erachten Wildfänge nur noch zu rechtfertigen, wenn es sich um Tiere handelt, die aufgrund von Verletzungen oder Unglücksfällen in der freien Wildbahn keine realistische Überlebenschance haben; wie z.B. verletzte Tiere, verwaiste Kälber, oder Tiere mit anderen Beeinträchtigungen (Gehörschäden etc.).
Dementsprechend bin ich auch nicht grundsätzlich gegen Delfinarien, sondern erlaube mir hier eine mehrstufige Differenzierung.
Genau deswegen kann ich mit Herrn Ortmüller und seinem WDSF gUG nichts anfangen: Dieser Mann greift vorrangig diejenigen Delfinhaltungen an, die seinem Wohnort am Nächsten liegen – vollkommen ohne Rücksicht darauf, auf welchem Stand sich diese befinden. Im Gegenteil: der WDSF gUG greift vorrangig – und mit größtenteils falschen Argumenten – diejenigen Delfinhaltungen an, die sich in den letzten Jahren am meisten für ihre Tiere und ihre wildlebenden Artgenossen eingesetzt haben.
Damit wird für die wildlebende Population rein gar nichts erreicht, sondern lediglich dafür gesorgt, dass die Tiere noch ein wenig mehr aus dem Bewusstsein der Menschen verschwinden und die Forschung weiter erschwert (wenn nicht unmöglich) wird.
Man sollte nicht vergessen, dass beinahe alle heute eingesetzten, wirksamen Schutzmaßnahmen (z.B. Pinger an Fischernetzen) in wissenschaftlich geführten Delfinarien entwickelt und erprobt wurden.
Am 7. Februar 2013 um 10:58 Uhr
Interessante Taktik: Wenn die Argumente ausgehen, diffamiert man den Gegner, indem man ihn der Lüge bzw. des Interessenkonflikes bezichtigt.
Nur ist auch der WDSF gUG bzw. Herr Ortmüller nicht frei von Interessenkonflikten: Er lebt nach meiner Beobachtung überwiegend davon, die deutschen Delfinhaltungen zu diffamieren: Würde er zugeben, dass die deutschen bzw. EU-europäischen Delfinhaltungen ein akzeptables Niveau erreicht haben, müsste er künftig weiter reisen (z.B. in die Türkei oder nach Ägypten, wo es wirklich Handlungsbedarf gibt) und riskieren, dass er Ärger mit Behörden und Gegendemonstranten bekommt.
Außerdem ist es dort auch nicht ganz so einfach, publikumswirksame Auftritte zu inszenieren.
Nur weil man „gegen“ etwas ist, wird man dadurch nicht glaubwürdiger oder gar “besser”. Oftmals ist das Gegenteil der Fall. Fanatismus und eiskalte Berechnung findet man bei Aktivisten oft genug!
Am 7. Februar 2013 um 13:25 Uhr
Sicherlich können Sie die Methoden des Herrn Ortmüller kritisieren und hinterfragen. Diesen Fragen sollte er sich auch stellen. Ich frage mich nur, was Sie dazu veranlasst, so gegen ihn hier anzuschreiben. Was ist Ihr eigentlicher Grund? Haben Sie ein eigenes finanzielles Interesse daran, daß Delfinarien weiter betrieben werden? Sollen die Tiere weiterhin der Bespaßung der Menschen dienen? Warum verteidigen Sie Duisburg, Nürnberg, Connyland …?
In meinen Augen tut Herr Ortmüller schon etwas FÜR Delfine, indem er GEGEN die Zwangshaltung in Zoos und Delfinarien vorgeht. Jedes geschlossene Delfinarium bedeutet weniger Tierleid, weniger Wildfänge, weniger Profit einzelner Tierausbeuter.
Seinen gemeinnützigen Status können Sie kritisch betrachten. Mir geht es primär um die Tiere.
Am 7. Februar 2013 um 15:54 Uhr
Den Grund, weswegen wir gegen Ortmüllers Aktionen sind, hat Norbert schon genannt. Ortmüllers Aktionen schaden den Delfinarien und den Delfinen draußen im Meer mehr als sie nützen.
Ich habe keinerlei finanziellen Interessen, was Delfinhaltung betrifft.
Ich verteidige die genannten Tierparks deswegen, weil es den Tieren dort (meiner Ansicht nach) besser geht als vielen ihrer „Kollegen“ draußen, wo sie in Fischernetzen elendiglich verrecken oder daran zugrunde gehen, dass sie erhebliche Mengen Plastik fressen und mit vollem Magen verhungern oder durch militärische Übungen derart gestört werden, dass sie die Orientierung verlieren und verenden.
„In meinen Augen tut Herr Ortmüller schon etwas FÜR Delfine, indem er GEGEN die Zwangshaltung in Zoos und Delfinarien vorgeht. Jedes geschlossene Delfinarium bedeutet weniger Tierleid, weniger Wildfänge, weniger Profit einzelner Tierausbeuter“
irren Sie gewaltig! Sehen Sie denn nicht, wie die Delfinarien-Industrie trotz Ortmüllers Klageflut in Deutschland im Ausland exorbitant wächst? Hat Ortmüller da irgendwas bewirkt? NEIN!!!
In Deutschland gibt es schon seit Jahrzehnten keine Wildfänge mehr. Warum werden dann deutsche Delfinarien ständig mit Taiji in Verbindung gebracht? Das ist einfach nicht richtig und unredlich dazu (um mal ein schwächeres Wort zu benutzen)
Am 7. Februar 2013 um 17:40 Uhr
Der WDSF gUG sammelt Spenden und kämpft genau gegen diejenigen Delfinhaltungen, an denen es am wenigsten zu bemängeln gibt. Dafür fehlt es an Engagement gegen die wirklich problematischen Delfinarien außerhalb der EU.
Zudem gilt in der EU und im Rahmen des EEP ohnehin seit 20 Jahren ein Importstopp für Wildfänge, da es genug Nachzuchten gibt. Ihre Aussage ist damit bereits gegenstandslos und widerlegt. Die Schließung von EU-Delfinarien bringt dem Artenschutz also rein gar nichts.
Letztlich trifft Ortmüller genau jene Organisationen (wie z.B. den YakuPacha e.V.), die wirklich sinnvollen und erfolgreichen Delfinschutz in freier Wildbahn betreiben, indem sie in mühevoller Kleinarbeit vor Ort aufklären, forschen und den Fischern delfinfreundliche Alternativen aufzeigen.
Man muss von wissenschaftlich geführten Zoos und Tiergärten nicht restlos begeistert sein. Letztlich sind es aber oft gerade die (man denke nur an Bernhard Grizmek und den Serengeti-Nationalpark), welche aufgrund ihres Wissens, ihrer Forschungsmöglichkeiten und der Beziehung zu den Tieren wirksamen Natur- und Artenschutz betreiben.
Und was die angebliche „Ausbeutung“ der Delfine angeht: In den wissenschaftlich geführten Delfinhaltungen werden schon lange keine „Shows“ mehr veranstaltet, sondern variable, auf die Bedürfnisse der Tiere abgestimmte Animations- oder Trainingsprogramme.
Und es mag Ihr Weltbild erschüttern, aber die Tiere machen durchaus den Eindruck, als würden sie diese Programme mögen. Manchmal üben sie sogar in Abwesenheit der Pfleger weiter, wenn irgendwas vor Publikum mal nicht ganz geklappt hat. Lob und Anerkennung kann auch für Delfine eine sehr starke Triebfeder sein.
Selbst in Connyland (hier werden die Delfine tatsächlich kommerziell „genutzt“) kann man beobachten, wie die Tiere darauf warten, ihre Vorstellung geben zu dürfen – und das, obwohl sie den Großteil des Futters vorher bekommen. Nasse Riesenbälle in ein kreischendes Publikum zu schießen, macht offenbar nicht nur halbstarken Menschen Spaß.
Dass dies in anderen Delfinhaltungen auch ganz anders aussehen kann, ist mir durchaus bewusst (siehe meinen früheren Beitrag). Aber diesen hilft man kein bisschen, indem man die ordentlichen Tierhaltungen zerstört – im Gegenteil: Je weniger Möglichkeiten zur Begegnung mit solchen Tieren die Leute hier in Deutschland haben, desto eher rennen sie im Urlaub in solche Shows und spülen (auch) denjenigen Geld in die Tasche, die sich einen Dreck um das Wohlergehen ihrer Tiere scheren.
Und nein, auch ich habe keinerlei finanziellen Interessen, was Delfinhaltungen angeht. Im Gegenteil: Bislang hat mich meine Begeisterung für die Tiere nur eine Menge Geld gekostet. Spenden für seriöse Delfinschutzorganisationen (einschließlich YakuPacha und SeaShepherd) nicht mitgerechnet.
Am 7. Februar 2013 um 18:07 Uhr
„Ich verteidige die genannten Tierparks deswegen, weil es den Tieren dort (meiner Ansicht nach) besser geht als vielen ihrer „Kollegen“ draußen, wo sie in Fischernetzen elendiglich verrecken oder daran zugrunde gehen, dass sie erhebliche Mengen Plastik fressen und mit vollem Magen verhungern oder durch militärische Übungen derart gestört werden, dass sie die Orientierung verlieren und verenden.“
Ist das ihr ernst? Es sollen also (ihrer Ansicht nach) lieber Tiere eingesperrt werden als sie in Freiheit leben zu lassen? Egtl. könnten man die Delfine dann auch gleich abschlachten wie in Taiji. Dann müsste man sie nicht einsperren und nicht „elendiglich verrecken “ lassen. Am besten wäre es dann wohl alle Tiere einzusperren
„irren Sie gewaltig! Sehen Sie denn nicht, wie die Delfinarien-Industrie trotz Ortmüllers Klageflut in Deutschland im Ausland exorbitant wächst? Hat Ortmüller da irgendwas bewirkt? NEIN!!!“
Woher kommt denn ihre Behauptung? Welche nachgewiesenen Statistiken haben sie über den Zuwachs ausländischer Delfinarien? Und Ortmüller hat zumind. in Deutschland etwas bewirkt… mit mehr Unterstützung wäre auch international mehr möglich.
Am 7. Februar 2013 um 18:46 Uhr
Ich habe mir überlegt, ob ich Ihren Beitrag freischalten soll.
Ich tu’s, weil er für sich spricht! Mit Ihren Äußerungen zeigen Sie deutlich, wie man sich die Anhängerschaft Ortmüllers so vorzustellen hat.
Am 7. Februar 2013 um 20:00 Uhr
„Wie sieht die Öffentlichkeit Ortmüller und das WDSF?
Ortmüller poltert wieder los schreibt die angesehene deutsche Delfinseite meeresakrobaten im Juli 2012.“
Ich finde es sehr amüsant, dass Sie mit Öffentlichkeit die Seite „Meeresakrobaten“ erwähnen, die von Ihnen und Ihrer Lebensgefährtin Susanne Gugeler geführt wird, Herr Hengl!!!
Aber sicher wird das hier nicht freigeschaltet. Wer wie mit der Öffentlichkeit umgeht, zeigt sich mal wieder genau auf dieser zensierten Seite.
Am 7. Februar 2013 um 20:21 Uhr
@Rüdiger & Norbert:
Als Erstes möchte ich betonen, daß ich nicht zur „Ortmüller-Anhängerschaft“ gehöre, um gleich eines Ihrer Argumente im Vorhinein zu entkräften. Da Sie diese ja mit einem gewissen Stempel versehen und gönnerhaft an Ihrer Diskussion teilhaben lassen. Entweder ich führe eine öffentliche Diskussion oder ich betreibe eine geschlossene Gruppe und verzichte auf Meinungsaustausch.
Sie befürworten die Gefangenschaft und Ausbeutung der Meeressäuger und ziehen Sie sogar der Freiheit vor. Richtig?
Sie lassen Delphine und Zwergwale lieber in Sklaverei Kunststückchen vorführen, weil sie ja draußen im Meer nicht vor der Fischerei und dem Lärm geschützt sind. Ist das Ihre Argumentation? Mal abgesehen von der Lärmbelästigung einer Delphinshow bzw. eines normalen Zoobetriebs. Dann müßte im Umkehrschluß Ihr Ziel sein, alle sich noch in Freiheit befindlichen Delphine zu fangen und der Spaßindustrie zu überlassen, weil sie es dort ja besser hätten und sie in Sicherheit wären. Verstehe ich das richtig?
Wenn Herr (soviel Respekt sollten Sie ebenfalls besitzen) Ortmüller sich in seinem Umkreis engagiert, kann man ihm doch daraus keinen Vorwurf machen. Bevor ich anderen Ländern deren Fehler vorhalte, muß ich erstmal vor meiner eigenen Haustür fegen.
Mein Ziel kann ich ziemlich einfach formulieren: Schluß mit der Tierausbeutung! Ob Delphinarium, Massentierhaltung und -tötung, Zirkusse mit Tieren, Haustierzüchtungen, Tierversuche usw. usf..
Zu Ihrer Argumentation, die Tiere würden das Spaßprogramm sogar mögen und selbst allein weiter üben: Mag sein, daß Sie da teilweise Recht haben. Aber kein Delphin klopft bei Ihnen an die Tür und fragt, ob er ab morgen Faxen vor einem kreischenden Publikum machen darf. Er wurde irgendwann dazu gezwungen und tut seine „Arbeit“ damit er Essen und Anerkennung erhält. Daß er viel lieber als Wildtier mit seinen Artgenossen jagen würde, soziale Kontakte pflegen will, sich eine Partnerin oder Partner selbst suchen will, einfach frei sein will, das kommt Ihnen nicht in den Sinn? Für was wird an ihnen wissenschaftlich geforscht? Mit welchem Recht bemächtigen wir uns einer Spezies, um sie zu unterdrücken, auszubeuten, zu demütigen, sie zu beherrschen, mit ihnen Geld zu verdienen? Das gilt übrigens für alle ausgebeuteten Tierarten oder unterdrückten Menschen.
Sie befürworten Tierausbeutung, nichts anderes. Und Sie suchen sich immer wieder Entschuldigungen und Rechtfertigungen, weil Sie nicht erkennen, daß Sie dieser Industrie in die Hände spielen. Und Sie hängen sich an einer Person auf, die Sie nicht mögen oder deren Verhalten Sie nicht gutheissen. Besinnen Sie sich doch auf die eigentlich Schuldigen: der Tierausbeuter-Industrie. Wenn Ihnen Herr Ortmüller im Ausland zu wenig agiert, tun Sie es selbst. Dass sich in Asien und Osteuropa diese Industrie im großen Maße ausbreitet, liegt nicht an Herrn Ortmüller. Hier schenken Sie jemandem mehr Beachtung, als notwendig. Ich kann nicht erkennen, wo Herr Ortmüller den Delphinen in Freiheit schadet, wenn er sich hier in der Region gegen Delphinarien engagiert. Er ist kein Held für mich, aber er ist einer, der kontinuierlich an den Schließungen arbeitet, auf seine Weise, und deshalb repektiere ich ihn und unterstütze ihn, wenn auch nur moralisch oder durch Teilnahmen an Protesten usw..
Meine eigentliche Arbeit und Energie stecke ich in den Kampf gegen Tierausbeitung denn:
Am 7. Februar 2013 um 20:29 Uhr
Ich werde mich, da Sie mir die Worte im Mund verdrehen und aus meinen Äußerungen ortmüllerähnlich falsche Schlüsse ziehen, an einer Diskussion mit Ihnen nicht mehr beteiligen.
Am 8. Februar 2013 um 10:17 Uhr
Hier ist ja was los. Also Vorschlag:Lernt man etwas über Verhaltenslehre, kan man wunderbar auch etwas über Tiere lernen und schon lernt man relativ schnell, dass jeder Dozent mitteilt, daß Tiere immer, soweit wie möglich, so gehalten werden müssen, wie die Natur es vorgesehen hat.Das ist bei einigen Tieren leichter, aber bei anderen Tieren so gut wie unmöglich und bringt somit psychische sowie körperliche Schäden mit sich.Ich stimme zu, dass man trainierte Tiere oder verletzte Tiere nicht einfach ins Meer kippen kann und alles ist wieder toll, jedoch haben sie nichts in einem Becken zu suchen, wo das Puplikum fröhlich klatschen, pfeifend und gröhlend den „Salto Mortale“ feiert und da sind sich komischerweise alle wichtigen Naturforscher einig.Solange es Delfinarien gibt, wird es auch Menschen geben, die glauben, dass es für diese Tiere die absolute Rettung ist, in so einem Pool zu planschen, weil sie ja so happy dreingucken.Solange werden sie auch Geld dafür bezahlen, in der Türkei (z.B.), mit Delfinen zu schwimmen.(Mein Tip hier:Einfach mal nach Belek fahren.Eine Qual für die Tiere.Wer einen Sinn für Delfine hat, wird dort schockiert!).Wenn Herr Ortmüller gegen diese Tierquälerei klagt, bin ich sofort dabei.
Überall werden die Tiere als Exotische Clowns betrieben und das mit der Nachzucht ist eben mal nicht so einfach.
Wer einen Sinn für diese Schönheiten hat, ist für eine Art Reservat oder Schutzzone,eine Bucht, in der nicht geschlachtet wird, sondern die Tiere von Fachleuten begleitet und gepflegt werden.Eine Bucht, wo der blaue Poolalltag vergessen wird und wenigstens ein bisschen Natur wieder das Sonar aufleben lässt.
In sowas sollte der Eintritt investiert werden und für sowas sollte man kämpfen.Sich hier hinzustellen und den Computerhelden zu mimen, bringt keiner Seite irgendwas und ganz ehrlich, wenn ich es mir aussuchen müsste, wäre ich dann auf der Seite von Herrn Ortmüller.Auch wenn vieles hier als Betrug und radikal angegeben wird, passiert wenigstens etwas, oder haben sie beim Thema Anwälte umsonst gegen Delfinarium Türkei zu bieten?Das Sealanya hat Taiji Delfine gekauft, von denen die meisten binnen kürzester Zeit gestorben sind.Und da wollen Sie zugucken, ohne was zu unternehmen?Aber Sie sind gegen die Tötungen und Gefangenschaft der Delfine in Taiji?Keiner kann das stoppen, solange nicht jeder versteht, was da abgeht, ob nun Nachzucht oder nicht, die Tiere gehören nicht in Schwimmbecken!
Am 8. Februar 2013 um 10:37 Uhr
So, wie Sie sich anhören, gehören Sie zu den sogenannten Tierrechtsaktivisten. Und als solcher sind Sie hoffentlich auch strikter Veganer.
Sicherlich eine Extremposition, aber – wenn es konsequent und integer gelebt wird – durchaus akzeptabel.
Und wenn Sie von einer „Tierausbeuter-Industrie“ reden, können Sie die EU-Deflinarien und die wissenschaftlich geführten Zoos nicht ernsthaft meinen. Ich denke da eher an die Betriebe der Massentierhaltung; angefangen vom Kuhstall schräg gegenüber (ich wohne auf dem Land), in dem rund 150 Kühe ständig angekettet ihre Mais-Silage mit Kraftfutter mampfen. Nennt man „traditionelle Milchviehhaltung“, die laut EU auch in dieser Form noch unbefristet erlaubt ist.
Oder die Schweinemastbetriebe (Schweine besitzen – wie Delfine auch – eine Selbsterkenntnis), die es überall in der westlichen Welt gibt. Oder die Nutzung von Pferden als Reittier, Zugtier oder als Fleischlieferant. Oder die Geflügelhaltung. Oder …
Vor diesem Hintergrund sehe ich die wissenschaftliche Delfinhaltung – zumal sie mittelbar und unmittelbar ihren wildlebenden Artgenossen nutzt – als das so ziemlich geringste Übel. Hinzu kommt, dass es in der EU keinen wild geborenen Delfin mehr gibt, den man noch auswildern könnte – dazu sind die inzwischen allesamt zu alt: Seit 20 Jahren sind keine Wildfänge mehr hinzu gekommen. Über 2/3 des Bestandes sind inzwischen Nachzuchten, die ihre Tierpfleger und ihr Delfinarium als ihren angestammten Lebensraum kennen.
Diese auszuwildern zu wollen, ist ungefähr so sinnvoll, wie einen Frank – nach einem entsprechenden Trainingsprogramm – in der Savanne Russlands auszusetzen, dem angestammten Lebensraum des europäischen Homo Sapiens. Die Lebenserwartung des Homo Sapiens beträgt in freier Wildbahn zwar nur 25 – 30 Jahre, aber dafür ist das ja sooo toll! Have fun!
Vielleicht sollte man erst einmal die richtigen Prioritäten setzen, bevor man sein Engagement in eine Richtung lenkt, wo es mehr Schaden als Nutzen anrichtet.
Am 8. Februar 2013 um 19:01 Uhr
Anstatt von „Förderung des Schutzes und der Erhaltung der Wale und der Delfine und anderer Meeressäugetiere sowie der Meeresumwelt“ bzw. „Durchführung und Veröffentlichung von Forschungsvorhaben und wissenschaftlichen Projekte, die dem Zweck der Gesellschaft dienen“ lesen zu können, meldet „Der Westen“ in seiner heutigen Online-Ausgabe „Hagener Tierschutzgruppe lässt menschenverachtende Facebook-Kommentare zu“.
http://www.derwesten.de/staedte/hagen/hagener-tierschutzgruppe-laesst-menschenverachtende-facebook-kommentare-zu-id7584872.html
Braucht man noch mehr Fakten, um zu zeigen, dass das WDSF alles andere als „gemeinnützig“ ist? Gemeinnützig handelnde Menschen hätten Kommentare wie „Es hätten genau so viele drauf gehen sollen, wie sie Delfine getötet haben!“ gleich gelöscht und nicht erst, wenn Sie unter dem Druck der Veröffentlichung durch die Presse nicht mehr anders können. (Die vom Westen kritisierten Passagen sind inzwischen von der WDSF-Facebook-Seite alle gelöscht – aber – wie schon früher erwähnt, das Internet vergisst nichts.)
Am 10. Februar 2013 um 16:18 Uhr
Da Sie ja wissentschaftlich so bewandert sind, wird es Ihnen eine Leichtigkeit sein, sich in die Psyche des Menschen hereinzuversetzen, der so etwas schreibt.Wenn man Tiere mit Menschen gleich stellt, ist es leider nur menschlich, nach der Massentötung von Delfinen, auf diese Art und Weise und den gelieferten Bildern eine Art Ohnmacht zu empfinden.Das bei dem einem oder dem anderen nicht gerade Sympathie wächst ist wohl irgendwie nachzuempfinden.
Nehmen wir das Beispiel 11.September, innerhalb kürzester Zeit entwickelte sich ein Hass den Menschen gegenüber, die irgendwie nur arabisch aussahen. Es kam zu Übergriffen, die niemals hätten passieren dürfen, nur aus der Ohnmacht und Trauer heraus, dass all die unschuldigen Menschen sterben mußten, weil ein politisches Problem bestand.In Guantanamo wurden Gefangene absolut menschunwürdig behandelt, nur des Hasses wegen, von amerikanischen angeblich ausgebildeten Soldaten, aufe eine Art die an ein KZ herankommt.
Wer wünscht einem verurteilten Kinderschänder, der mit einem Grinsen auf dem Gesicht, verurteilt wird, nicht dem Tod!
Das kann natürlich nur jemand beurteilen, für den Mensch und Tier gleich stehen und der täglich Bilder sieht, dass ihm schlecht wird.Was tun? Wegsehen?
Fakten, Fakten….wenn der WDSF so schlecht ist, dann ist es die Sea Shepherd erstrecht und Greenpeace dann wohl auch.
Aber an all die Kläger, die sich hier aufregen über die Kommentare und die Reaktionen auf die „Menschenverachter“:Schon aktiv was getan für die Salomon Inseln und die Menschen, die es dort getroffen hat, oder nur klug am Internetgooglen und Intrigen spinnen.
Übrigens gebe ich in meinem Job jeden Tag alles für meine Patienten und deswegen darf ich, dann jawohl erst recht auch alles für Tiere geben.Welche Art Tiere und wie ich das mache, geht da, glaub ich, keinen etwas an, denn keiner von uns sitzt in einem Gehirn eins Delfins und Wales und kann genau sagen, wie er denkt und funktioniert, also kann mir jemand gerne was dazu erzählen, ich glaube aber nur, was ich sehe und das hat mich nie überzeugt(Delfinarium).
Auch habe ich nie eine Nationalität den Tod gewünscht, weil sie für Wahlfang ist, bekomme aber Morddrohungen wöchentlich und Beleidigungen, sehr wohl auch von Delfinarienliebhabern, wie kommt das? Aaaah ich weiß, Hass gibt es auf beiden Seiten gleich und es gibt immer Fakten, sowie sie sich beide Seiten darlegen, aber komischerweise gibt es nur noch 2 Delfinarien und das ist Fakt.
Am 10. Februar 2013 um 16:51 Uhr
Ich glaube nicht, dass Sie (wie im letzten Abschnitt beschrieben) Morddrohungen erhalten. Das ist meiner Ansicht nach nur eine Behauptung, mit der sie sich wichtig machen wollen. Sollten Sie tatsächlich bedroht werden, wählen sie doch einfach die Nummer der Polizei, anstatt hier Schauermärchen zu erzählen.
Am 11. Februar 2013 um 09:33 Uhr
ich bringe Ihnen Respekt entgegen und erwarte das andersherum genauso.
Ich habe es weder nötig mich wichtig zu machen, noch Lügen zu erzählen.Macht man sich wichtig, in dem man erzählt, dass man Drohungen und Beleidigungen über das Internet erhält?Die Drohungen sind bei Facebook doch gut möglich.Man baut sich ein gebasteltes Profil und wettert, im Schutze der Anonymität los, demnach bin ich ein Hippie der Unkrautvernichtungsmittel trinken soll, oder eine Seekuh, die genauso abgeschlachtet wird, wie Wale und Delfine, ach und so einiges mehr.Meistens aus Texas und Japan, soviel konnte man irgendwie herausfinden.Mehr als melden und ignorieren kann man bei Facebook leider nicht und die Polizei ist da leicht überfordert, weil man dann erstmal Facebook kontaktieren soll, aber danke für den Tip.Damit wollte ich eigentlich nur sagen, dass es auf beiden Seiten die Radikalen gibt.Ich denke nur weil man vom Gegenteil überzeugt ist, muß man trotzdem in Ruhe darüber diskutieren können, oder den anderen als Lügner hinzustellen (naja ausser die Walfaänger in Japan, die die Wale nur zu „Forschungszwecken“ fangen, das ist eine Lüge und Gesetzeslücke)!
Am 11. Februar 2013 um 09:46 Uhr
wenn es so ist, wie Sie sagen, gehen Sie zur Polizei. Dazu ist sie (auch) da.
Ansonsten möchte ich Sie bitten, hier wieder zum Thema zurückzukommen. Es geht darum, ob dem WDSF die Gemeinnützigkeit zurecht (oder auch nur aus moralischen Gesichtspunkten) aberkannt werden sollte. Sagen Sie „ja“ oder sagen Sie „nein“ und nennen Sie am besten auch noch Ihre Gründe, warum Sie „ja“ oder „nein“ sagen. Ohne Beleidigungen (nicht zu verwechseln mit nachweisbaren Tatsachenbehauptungen). Das gilt übrigens für alle!
„… Meistens aus Texas und Japan, soviel konnte man irgendwie herausfinden …“
Und was genau hat dies mit den europäischen Delfinhaltungen zu tun? Und wieso werfen Sie diese in einen Topf mit ein paar texanischen Hillbillies (die Sie ganz offenbar verärgert haben) und japanischen Delfinschlächtern (die von Delfinschutz aus Prinzip nichts wissen wollen)?
Da hat das Eine ja wohl absolut nichts mit dem Anderen zu tun. Und noch weniger hat Ihr Post mit der Gemeinnützigkeit einer Organisation zu tun, die sich vorrangig an Delfinhaltungen des EEP („Europäisches Erhaltungszucht-Programm“) abreagiert – deren Mitglieder wiederum schon gegen die japanische Delfin- und Waljagd protestiert haben, als es den WDSF gUG noch überhaupt nicht gab.
Am 15. Februar 2013 um 23:39 Uhr
Wo Ortmüllers Anhänger einzustufen sind, erkennt man deutlich an der Äußerung der Schweizerin Angie N., welche die Betreiberin einer deutschen Delfinseite auf der Facebook-Seite des WDSF mit folgenden Worten beschreibt:„Sie ist nicht nur eine Dummschwätzerin, sie ist unkompetent, sehr frech, menschenverachtend. Man sollte ihr den Mund mit totem Fisch endlich mal stopfen. Das ist meine öffentliche Meinung zu der ich jederzeit dazu stehe.“
Interessant zu sehen, ob sie das vor Gericht auch noch so selbstbewusst von sich geben wird.
Am 18. Juni 2014 um 12:18 Uhr
Mal eine ganz blöde Frage: Hier werden Begriffe wie „Sklaverei“ und „Leid“ verwendet. Wie definieren Sie diese Begriffe? Und wie weisen Sie nach, dass die Tiere wirklich leiden? Auf welche Daten/Paper/… beziehen Sie sich? Oder nach welcher Methode haben Sie beobachtet/beobachten Sie?
(Anmerkung: Biochris Frage bezieht sich sicher auf verschiedene Kommentare unter dem Artikel, da Rüdiger Hengl die Begriffe Sklaverei“ und „Leid“ in seinem Artikel selbst nicht verwendet hat.)

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