Source: http://www2.lubw.baden-wuerttemberg.de/public/abt2/dokablage/oac_13/vo/3/83370000013.htm
Timestamp: 2018-11-19 01:40:46+00:00

Document:
3.37.013 Thimos
Verordnung des Landratsamtes Waldshut als untere Naturschutzbehörde über das Landschaftsschutzgebiet "Thimos" vom 2. September 1980 (Bad. Zeitung, Schwarzwälder Bote vom 30.09.1980).
Aufgrund von §§ 22 und 58 Abs. 3 des Gesetzes zum Schutze der Natur, zur Pflege der Landschaft und über die Erholungsvorsorge in der freien Landschaft (Naturschutzgesetz - NatSchG) vom 21. Oktober 1975 (GBl. S. 654) wird mit Zustimmung des Regierungspräsidiums Freiburg als höhere Naturschutzbehörde verordnet:
Die in § 2 näher bezeichnete Fläche auf dem Gebiet der Gemeinde Murg, Gemarkung Oberhof, Landkreis Waldshut, wird zum Landschaftsschutzgebiet erklärt. Das Landschaftsschutzgebiet führt die Bezeichnung "Thimos"..
(2) Das Schutzgebiet wird im wesentlichen im Norden, Westen und Süden, außer der Durchquerung des Eichhölzle, durch den Waldrand begrenzt. Die östliche Begrenzung stellt teils der Waldrand, teils die westliche Böschungsoberkante des Seelbachtales dar. Die äußere Begrenzung ist die Verbindungslinie:
im Norden: Zwischen den numerierten Grenzsteinen Nr. 45 bis 28 und von da über die Grenzsteine Nr. 75 bis 74,
im Westen: zwischen den Grenzsteinen Nr. 74 und 40,
im Süden: zwischen den Grenzsteinen Nr. 40, Nr. 1 bis 25,
im Osten: zwischen den Grenzsteinen Nr. 10 bis 24 und über die nach Norden führende westliche Böschungsoberkante des Seelbachtales bis zum Grenzstein Nr. 45.
(3) Die Grenzen des Landschaftsschutzgebietes sind in einer Karte M 1 : 5 000 und in einer Übersichtskarte M 1 : 25 000 eingetragen. Die Begrenzung ist der äußere Rand der schwarzen Linie mit dahinterliegendem grünen Band.
Die Verordnung mit Karten wird bei der unteren Naturschutzbehörde beim Landratsamt Waldshut verwahrt.
Wesentlicher Schutzzweck ist die Erhaltung des durch Teiche, Schilfbestände, Wald- und Gebüschbestände gegliederten Wiesengeländes als Erholungsgebiet von besonderer Schönheit und naturhafter Vielfalt.
(1) Handlungen, die den Charakter des Gebietes verändern, oder dem besonderen Schutzzweck zuwiderlaufen können, bedürfen der schriftlichen Erlaubnis der unteren Naturschutzbehörde.
9. Betrieb von Motorsport, sowie von motorbetriebenen Schlitten;
10. Aufstellen von Wohnwagen oder Verkaufsständen außerhalb der zugelassenen Plätze oder das mehrtägige Zelten oder Abstellen von Kraftfahrzeugen;
15. Beseitigung oder Änderung von wesentlichen Landschaftsbestandteilen wie Trockenlegung der vorhandenen Teiche, Beseitigung des Schilf-, Wald- und Gebüschbestandes.
(3) Die Erlaubnis ist zu erteilen, wenn die Handlung Wirkungen der in § 4 genannten Art nicht zur Folge hat, oder solche Wirkungen durch Auflagen oder Bedingungen abgewendet werden können. Sie kann mit Auflagen - unter Bedingungen - befristet oder widerruflich erteilt werden, wenn dadurch erreicht werden kann, daß die Wirkungen der Handlungen dem Schutzzweck nur unwesentlich zuwiderlaufen.
3. für die ordnungsmäßige Unterhaltung der Straßen, Wege, Plätze, Leitungen und Gewässer, ausgenommen Maßnahmen nach § 5 Abs. 2 Nr. 15,
Die Erteilung einer Erlaubnis für die in § 5 Abs. 2 unter den Nummern 1,2,4 und 15 aufgeführten Handlungen bedarf der Zustimmung der höheren Naturschutzbehörde.
Ordnungswidrig im Sinne des § 64 Abs. 1, Nr. 2 des NatSchG handelt, wer in dem Landschaftsschutzgebiet vorsätzlich oder fahrlässig
1. entgegen § 22 Abs. 3 des Naturschutzgesetzes in Verbindung mit § 4 dieser Verordnung Handlungen vornimmt, die den Charakter des Gebiets verändern oder dem besonderen Schutzzweck zuwiderlaufen,
Waldshut-Tiengen 1, den 2. September 1980

References: § 2
 § 4
 § 5
 § 5
 § 64
 § 22
 § 4