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Timestamp: 2020-02-25 21:38:27+00:00

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Rechtsprechung: FamRZ 2010, 1906 - dejure.org
Weitere Entscheidung unten: AG Sinzig, 14.04.2010
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OLG Stuttgart, 25.06.2010 - 15 UF 120/10 (https://dejure.org/2010,1682)
OLG Stuttgart, Entscheidung vom 25.06.2010 - 15 UF 120/10 (https://dejure.org/2010,1682)
OLG Stuttgart, Entscheidung vom 25. Juni 2010 - 15 UF 120/10 (https://dejure.org/2010,1682)
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3% Teilungskosten sind angemessen
Scheidung: Versicherer kassieren bis zu drei Prozent der Versorgungsansprüche
AG Schwäbisch Hall, 14.04.2010 - 2 F 569/09
NJW-RR 2011, 155
FamRZ 2010, 1906
Die Beteiligte zu 3) ist als Versorgungsträger im Sinne des § 219 Nr. 3 FamFG beschwerdeberechtigt gemäß § 59 FamFG (vgl. OLG Stuttgart FamRZ 2010, 1906; OLG Bremen Beschluss vom 11. März 2011, Az. 4 UF 1/11 - bei juris; Beschluss vom 13. Dezember 2010, Az. 4 UF 103/10 - bei juris; OLG Celle Beschluss vom 22. November 2010, Az. 10 UF 232/09 - bei juris).
Teilweise wird ein pauschaler Ansatz von 2 bis 3% des Ehezeitanteils für angemessen erachtet (vgl. OLG Stuttgart FamRZ 2010, 1906; OLG Bremen Beschluss vom 11. März 2011, Az. 4 UF 1/11 - bei juris; Beschluss vom 13. Dezember 2010, Az. 4 UF 103/10 - bei juris; AG Duisburg Beschluss vom 17. Februar 2011, Az. 54 F 39/10 - bei juris;… Breuers in: jurisPK-BGB, 5. Aufl., § 13 VersAusglG Rdnr. 9f.).
In jedem Fall obliegt die Entscheidung über die Angemessenheit dem Gericht, das zu prüfen hat, ob der Versorgungsträger die tatsächlichen Kosten nachvollziehbar darlegt und ob mit den einzelnen Kostenpositionen im Rahmen einer Mischkalkulation die Interessen der Versicherten in ausreichendem und verhältnismäßigem Maß berücksichtigt werden (vgl. BT-Drucks. 16/10144 S. 57, 126; OLG Stuttgart FamRZ 2010, 1906;… Breuers a.a.O. Rdnr. 10).
Unabhängig von der Frage, ob prozentuale Pauschalen mit absoluten Mindest- und Höchstbeträgen oder nur pauschale Festbeträge für zulässig erachtet werden, sind in Rechtsprechung und Literatur in Ansatz gebrachte Teilungskosten von 215, 97 EUR (OLG Celle Beschluss vom 22. November 2010, Az. 10 UF 232/09 - bei juris: Mindestbetrag von 200, 00 EUR zzgl. 0,5% des hälftigen ehezeitlichen Kapitalwerts), 250, 00 EUR (…MünchKommBGB/Eichenhofer, a.a.O. Rdnr. 6;… Hauß/Eulering, Versorgungsausgleich und Verfahren in der Praxis, Rdnr. 205: Höchstbetrag), 261, 91 EUR (AG Duisburg Beschluss vom 17. Februar 2011, Az. 54 F 39/10 - bei juris: 2% des Kapitalwerts), 306, 60 EUR (AG Duisburg Beschluss vom 17. November 2010, Az. 57 F 29/08 - bei juris: 12% der Bezugsgröße nach § 18 Abs. 1 SGB IV), 500, 00 EUR (OLG Stuttgart FamRZ 2010, 1906; AG Stuttgart Beschluss vom 3. Dezember 2010, Az. 28 F 496/09 - bei juris: Höchstbetrag bei prozentualer Pauschale), 802, 02 EUR (OLG Bremen Beschluss vom 13. Dezember 2010, Az. 4 UF 103/10 - bei juris: 2,5% des ehezeitlichen Deckungskapitals) und sogar 1.194,37 EUR (OLG Bremen Beschluss vom 11. März 2011, Az. 4 UF 1/11 - bei juris: 2,5% des ehezeitlichen Deckungskapitals) als angemessen erachtet worden.
Für die Frage, welcher sich bei einer prozentualen Pauschale konkret ergebende Betrag oder welcher absolute Betrag - noch - angemessen ist, kommt es auch darauf an, ob zu den Teilungskosten im Sinne des § 13 VersAusglG auch die notwendigen Folgekosten der Verwaltung des zusätzlichen Rentenkontos (so OLG Stuttgart FamRZ 2010, 1906; OLG Celle Beschluss vom 22. November 2010, Az. 10 UF 232/09 - bei juris; AG Duisburg Beschluss vom 17. November 2010, Az. 57 F 29/08 - bei juris; Beschluss vom 17. Februar 2011, Az. 54 F 39/10 - bei juris;… MünchKommBGB/Eichenhofer a.a.O. Rdnr. 4) oder nur die reinen Kontoeröffnungskosten zu zählen sind (so AG Stuttgart Beschluss vom 3. Dezember 2010, Az. 28 F 496/09 - bei juris).
Das Familiengericht hat unter Bezugnahme auf eine Entscheidung des OLG Stuttgart (FamRZ 2010, 1906) hinsichtlich der der Teilungskosten jeweils nur einen Gesamtbetrag von 500 EUR für angemessen erachtet und deswegen Ausgleichswerte von 27.471 EUR bzw. 15.132 EUR festgesetzt.
Ganz überwiegend wird dabei - im Einklang mit den Gesetzesmaterialien - im Ausgangspunkt akzeptiert, dass vom Versorgungsträger eine Pauschale zwischen 2 und 3% des ehezeitanteiligen Wertes des auszugleichenden Anrechts als Teilungskosten angesetzt werden (vgl. OLG Frankfurt, aaO, mwN, OLG Stuttgart, FamRZ 2010, 1906; vgl. auch Cisch/Hufer/Karst, Versorgungsausgleich: Teilungskosten bei betrieblichen Direktzusagen, BB 2011, 1401ff., 1403f.;… Ruland, Der Versorgungsausgleich, 2. Aufl., Rn. 503;… Glockner/Hoenes/Weil, Der neue Versorgungsausgleich, § 8 Rn. 30;… nur auf einen "Spielraum" verweisend: Brudermüller, in Palandt, BGB, 70. Aufl., § 13 VersAusglG, Rn. 2).
In der vom Familiengericht angesprochenen Entscheidung des Oberlandesgerichts Stuttgart vom 25.6.2010 - 15 UF 120/10 - (FamRZ 2010, 1906) wurde eine vom Versorgungsträger selbst vorgesehene Höchstgrenze von 500 EUR gebilligt.
Dafür war die Erwägung leitend, dass Stückkosten einerseits zwar relativ präzise den mit der Teilung verbundenen tatsächlichen zusätzlichen Aufwand abbilden, den die Versorgungsträger i.d.R. mit etwa 250 bis 300 EUR veranschlagen (vgl. OLG Stuttgart Beschluss vom 25. Juni 2010 - 15 UF 120/10 -), aber die niedrigeren Anrechte verhältnismäßig hoch belasten, während ein ausschließlich prozentualer Ansatz die höheren Anrechte überproportional belastet.
Nach einer Entscheidung des OLG Stuttgart können Kosten in Höhe von EUR 500,- dagegen noch angemessen sein (OLG Stuttgart, Beschluss vom 25.06.2010, FamRZ 2010, 1906).
Verorgungsausgleich: Begrenzung der Teilungskosten und Durchführung des …
Obwohl der Aufwand, der durch den Abzug der Teilungskosten nach § 13 VersAusglG abgegolten werden soll, in keiner Relation zur Höhe des Wertes des auszugleichendes Anrechtes steht, sollen diese Kosten nach allgemeiner Meinung pauschal mit einem prozentualen Abschlag, orientiert an der Höhe des Deckungskapitals, geltend gemacht werden können (Begründung des Entwurfs zum VersAusglG BTDrucks 16/10144, Seite 57, 0LG Stuttgart, FamRZ 2010, 1906; OLG Bremen, Beschluss vom 13.12.2010, 4 UF 103/10, zitiert nach Juris, Tz. 13;… Ruland, Versorgungsausgleich 2. Aufl., Rz. 503;… Johannsen/Henrich/Holzwarth, Familienrecht, 5. Aufl.,§ 13 VersAusglG, Rz. 3).
Die herrschende Auffassung zu § 13 VersAusglG geht davon aus, dass nicht nur die direkten Teilungskosten in Abzug gebracht werden können, sondern auch die Folgekosten der Teilung (s. etwa OLG Stuttgart FamRZ 2010, 1906; OLG Bremen FamRZ 2011, 895, 896 f.; OLG Bremen, Beschluss vom 11.3.2011 - 4 UF 1/11, juris [19]; OLG Nürnberg, FamRZ 2011, 898, 899; Beschluss vom 18.4.2011 - 7 UF 1637/10; Beschluss vom 6.5.2011 - 11 UF 165/11, juris [40-41]; OLG Celle, Beschluss vom 12.4.2011 - 15 UF 308/10, juris [11];… aus der Literatur etwa Borth, Versorgungsausgleich, 5. Aufl., Rn. 559;… Wick, Der neue Versorgungsausgleich in der Praxis, Rn. 109; Lucius/Veit/Groß BetrAV 2011, 52, 53 mwN).
Zum Teil werden Teilungskosten von mehr als 200 EUR (…juris-PK-BGB/ Breuers , 5. Aufl. 2010, § 13 VersAusglG Rn. 11) bzw. 250 EUR (OLG Nürnberg, Beschl. v. 03.11.2010 - 11 UF 500/10 = BeckRS 2010, 28453;… Hauß/Eulering , Versorgungsausgleich und Verfahren in der Praxis, 2009, Rn. 205) und zum Teil von mehr als 500 EUR (OLG Stuttgart, Beschl. v. 25.06.2010 - 15 UF 120/10, FamRZ 2010, 1906) als unangemessen angesehen.
Dabei dürfen die Versorgungsträger - wie schon nach altem Recht bei der Realteilung nach § 1 Abs. 2 VAHRG - die Kosten pauschalieren, wobei ein Abzug von 2-3 % des Deckungskapitals in der Regel tolerabel ist (so schon nach altem Recht: OLG Frankfurt, FamRZ 1998, 626, 628; OLG Braunschweig, OLGR Braunschweig 1999, 238, 243; OLG Celle, FamRZ 1985, 939, 942; sowie zum neuen Recht OLG Stuttgart, FamRZ 2010, 1906).
OLG Stuttgart, 23.12.2010 - 15 UF 241/10
Versorgungsausgleich: Zulässigkeit der quotalen Übertragung von Anrechten aus …
Der Senat hat keinen Anlass, den Ansatz von 2% des Kapitalwerts und tatsächlich 131, 58 EUR zu beanstanden (vgl. OLG Stuttgart FamRZ 2010, 1906).
Alle dafür notwendigen Personal- und Sachkosten sind anteilig - soweit sie plausibel konkretisiert werden können - zu berücksichtigen (vgl. OLG Stuttgart, FamRZ 2010, 1906;… OLG Nürnberg, B. v. 06.05.2011, Az: 11 UF 165/11, Rn. 40; OLG Düsseldorf, B. v. 26.05.2011, Az: 7 UF 218/10; Lucius u.a., Ermittlung von Teilungskosten im Versorgungsausgleich, BetrAV 2011, 52f.).
OLG Bremen, 13.12.2010 - 4 UF 103/10
Anforderungen an die Durchführung des Versorgungsausgleichs durch interne Teilung …
OLG Nürnberg, 03.11.2010 - 11 UF 500/10
Durchführung des Versorgungsausgleichs: Zulässigkeit der Berechnung von …
OLG Stuttgart, 13.12.2010 - 15 UF 238/10
Versorgungsausgleich: Berücksichtigung der Unterschiedlichkeit von …
OLG Hamm, 21.11.2011 - 8 UF 248/11
OLG Düsseldorf, 27.05.2011 - 7 UF 107/10
AG Duisburg, 17.11.2010 - 57 F 29/08
Angemessenheit i.S.d. § 13 Gesetz über den Versorgungsausgleich ( VersAusglG ) …
dejure.org Übersicht AG Sinzig
AG Sinzig, 14.04.2010 - 8 F 363/09
https://dejure.org/2010,32080
AG Sinzig, 14.04.2010 - 8 F 363/09 (https://dejure.org/2010,32080)
AG Sinzig, Entscheidung vom 14.04.2010 - 8 F 363/09 (https://dejure.org/2010,32080)
AG Sinzig, Entscheidung vom 14. April 2010 - 8 F 363/09 (https://dejure.org/2010,32080)
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Aufteilung von Rentenanwartschaften i.R.d. Versorgungsausgleichs nach Scheidung
Kurznachricht zu "Anmerkung zum Beschluss des AG Sinzig vom 14.04.2010, Az.: 8 F 363/09 (Abänderungsverfahren nach Tod eines Ehegatten)" von Helmut Borth, original erschienen in: FamRZ 2010, 1908.

References: § 219
 § 59
 § 13
 § 18
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 § 8
 § 13
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