Source: http://www.ahlebeyt.ch/de/index.php/bibliothek/98-riten-der-pilgerfahrt
Timestamp: 2017-06-27 10:21:36+00:00

Document:
[Man~sik-ul-Ha™™]
Befehlshaber der Muslime
[Wal§ -u-Amr-il-Muslim§ n]
Ayatull~ h al-cUz.m~ '
As-Sayyid Ali al-Husayn§ al-Khamene'i
- Möge Allah ihn uns erhalten -
1.1 Islamisches Pilgern
1.1.1 Voraussetzungen zum islamischen Pilgern
1.1.2 Allgemeine Aspekte
1.2 Pilgerfahrt in Vertretung
1.2.1 Voraussetzungen des Vertreters
1.2.2 Voraussetzungen des Vertretenen
2. Die Handlungen bei der Pilgerfahrt und der Wallfahrt
2.1.1 Arten der Pilgerfahrt und Wallfahrt
2.2 Darstellung der Bestrebungs-Pilgerfahrt und deren Wallfahrt
2.3 Einzel-Pilgerfahrt und Einzel-Wallfahrt
2.4 Bündnis-Pilgerfahrt
2.5 Allgemeine Urteile zur Bestrebungs-Pilgerfahrt
3. Über die Riten der Wallfahrt
3.1 Die Weihestätten
3.2 Der Weihezustand
3.2.1 Die Pflichten des Weihezustands
3.2.2 Verbotenes im Weihezustand
3.3.1 Das Umkreisen
3.3.1.1 Die Voraussetzungen zum Umkreisen
3.3.1.2. Die Pflichten des Umkreisens
3.3.2 Das rituelle Gebet des Umkreisens
3.4 Das Eilen
3.5 Das Kürzen
4. Über die Handlungen bei der Pilgerfahrt
4.1 Der Weihezustand
4.2 Das Stehen in Arafat
4.3 Das Stehen in Al-Masch’ar-ul-Haram - Al-Muzdalifah -
4.4 Das Bewerfen
4.4.1 Die Voraussetzungen zum Bewerfen
4.4.2 Die Voraussetzungen des Steines
4.5 Das Schlachten
4.6 Das Kürzen
4.7 Die Handlungen im Heiligen Mekka
4.8 Über Nacht in Mina zu bleiben
4.9 Das Bewerfen der drei Felsen
4.10 Verschiedene Angelegenheiten
Kurzlexikon der verwendeten Übersetzungen
Das vorliegende Buch basiert auf dem arabischen Original, und es wurde versucht, den Text nach bestem Wissen und Gewissen ins Deutsche zu übertragen. Bei der Beschriftung bzw. Nummerierung der Kapitelüberschriften wurde zur besseren Übersichtlichkeit für den deutschsprachigen Leser eine Anpassung an deutsche Lesegewohnheiten vorgenommen, die im einzelnen in Fußnoten vermerkt wurde.
Die Übersetzung eines religiösen Regelwerks aus dem Arabischen ins Deutsche stößt auf teilweise schwer überwindbare Grenzen, die in der sehr unterschiedlichen Struktur beider Sprachen begründet liegen. Während diese Schwierigkeiten bei einem literarischen Werk durch Umschreibungen umgangen werden können, ist bei einem Regel- bzw. Gesetzeswerk auch auf die Bedeutung der Einzelworte und die Reihenfolge ihrer Anordnung zu achten. Um einerseits den Originaltext möglichst genau wiederzugeben, andererseits aber auch das Verständnis des Textes im Deutschen zu gewährleisten, wurde bei der Übersetzung mit Hilfe einiger Maßnahmen versucht, die Lesbarkeit und das Verstehen des Textes auch für den Leser mit geringeren Vorkenntnissen zu erleichtern. Diese Maßnahmen werden im folgenden vorgestellt:
Eckige Klammern [ .. ]
In eckigen Klammern wird grundsätzlich die deutsche Umschrift des übersetzten arabischen Begriffs eingetragen, um eine Nachvollziehbarkeit der wichtigen Begriffe zu ermöglichen. Die Umschrift ins Deutsche in eckigen Klammern wurde in der Regel in der Einzahlform notiert, auch wenn der Begriff im Originaltext in der Mehrzahlform verwendet wurde, um mögliche Verständnisprobleme durch Unkenntnis der arabischen Mehrzahlform auszuschließen. In der Übersetzung selbst wurde jedoch textgetreu die Mehrzahlform verwendet.
Die Umschrift orientiert sich weitgehend an der Umschrift für die arabische Sprache der Deutschen Morgenländischen Gesellschaft gemäß folgender Transkriptionsliste: (nur in der gedruckten Version)
Runde Klammern ( .. ):
In runden Klammern steht ein erläuternder bzw. ergänzender Text der Übersetzer, welcher im Originaltext nicht existiert. Dieser Text ist kein zusätzlicher Kommentar im eigentlichen Sinn, sondern dient dazu, den im arabischen Text klaren Sachverhalt ins Deutsche zu übertragen, da die reine Übersetzung in dieser Hinsicht Schwächen aufweisen kann.
Bei der Nennung des Propheten des Islam wird die Segnung "Frieden sei mit ihm und mit den Reinen seiner auserwählten Familie" ausgesprochen bzw. geschrieben. Die entsprechende arabische Aussage [s.allall~ hu calayhi wa ~ lih§ wa sallam] wird mit s.a.s. abgekürzt. Ein vergleichbares Segnungs-Bittgebet, das u.a. den reinen Imamen und den früheren Propheten gilt, ist "Frieden sei mit ihm bzw. ihnen", welches mit "a.s." [caleyhis-sal~ m] abgekürzt wird. Eine Liste aller verwendeten Abkürzungen befindet sich im Anhang.
Satzbau und Reihenfolge der Worte
Der Satzbau im Arabischen unterscheidet sich teilweise sehr beträchtlich von der Anordnung der Worte im Deutschen. Deshalb ist es in vielen Fällen sinnvoll, eine entsprechend geeignete Umstellung vorzunehmen. Dieses kann aber dann nicht durchgeführt werden, wenn eine religiös bindende oder zur Vorsicht mahnende Aussage wie z.B. die sogenannte Vorsichtsentscheidung [ih. tiy~ t.] im Originaltext vorkommt, da dann alle hierauf folgenden Begriffe davon betroffen sind. Deshalb wurde in derartigen rechtsrelevanten Fällen auf eine Satzumstellung verzichtet und statt dessen eine stilistisch eher schwächere Übersetzung hingenommen, um den Inhalt nicht zu verfälschen, auch wenn dadurch die hohe Sprachqualität Imam Khamene'is nicht wiedergegeben wird.
Im Originaltext kommen keine Bilder oder Fußnoten vor. Deshalb werden hier die Mittel der Bilder und Fußnoten verwendet, um dem Leser erläuternde Ergänzungen in den Fällen zu geben, in denen eine Reihe von Vorkenntnissen vorausgesetzt werden.
(Alle Bilder sind in die Übersetzung eingefügt. Sie existieren im Originaltext nicht)
Die Angelegenheiten, welche in diesem Buch
(Man~ sik-ul-Ha™ ™ ) erläutert werden, wurden ausgehend von dem, was der Abteilung für (religiöse) Rechtsfragen des Büros seiner Eminenz (Imam Khamene’i) - möge sein bereicherndes Antlitz bewahrt werden - vorlag, zusammengetragen.
Die Pilgerfahrt [ha™ ™ ] ist religionsrechtlich eine Zusammenstellung spezifischer Riten und eine der Säulen, auf denen der Islam basiert, wie es von Imam Baqir(a.s.)überliefert wird:
Der Islam wurde auf fünf (Säulen) aufgebaut, auf dem rituellen Gebet
[s.alah], der Zakat (religionsrechtliche Abgabe), dem Fasten, der Pilgerfahrt und dem Führungsauftrag [wil~ yah].
Der religiös Erwachsene kann die Pilgerfahrt[ha™ ™ ] entweder für sich selbst oder für einen anderen durchführen, und das Letztgenannte heißt Pilgern in Vertretung [ha™ ™ -un-niyy~ b§ ]. Das Erstgenannte ist entweder (als) Pflicht oder (als) empfohlen (durchzuführen). Und die Pflicht-Pilgerfahrt ist entweder Pflicht gemäß den Grundsätzen des Religionsrechts, und diese (Pilgerfahrt) heißt islamisches Pilgern [hi™ ™ at-ul-isl~ m], oder (sie ist) Pflicht gemäß etwas Eingetretenem, wie (z.B.) wegen eines Gelübdes oder wegen der Ungültigkeit einer vorangegangenen Pilgerfahrt. Und jeder der beiden (Pilgerfahrten), das islamische Pilgern und das Pilgern in Vertretung, haben ihre (eigenen) Voraussetzungen und Urteile, die im ersten Kapitel unter zwei Unterkapiteln erwähnt werden.
[hi™ ™ a]
- 1. Voraussetzung
: (Vorhandene) Vernunft [caql]; der geistig Behinderte ist demzufolge dazu nicht verpflichtet.
- 2. Voraussetzung
: Religiöse Reife [buluŸ ]; der religiös (noch) nicht Reife ist demzufolge nicht verpflichtet, selbst wenn er in der Pubertät [mur~ haqa] ist. Aber wenn der religiös (noch) nicht Reife (dennoch) pilgert, dann ist (zwar) seine Pilgerfahrt gültig, aber es begleicht das (eigentliche) islamische Pilgern nicht.
- 3. Voraussetzung:
Das Imstandesein, das folgende Aspekte beinhaltet:
1. Reiseversorgung und Verkehrsmittel [r~
h.il~ t]:
2. Vorrat für seine (zurückbleibenden) Familienmitglieder während der (eigenen) Fahrt
§ 17: Es ist eine Voraussetzung für das finanzielle Imstandesein, daß man (genug) Versorgung für seine (zurückbleibenden) Familienmitglieder besitzt, (die ausreicht) bis man von der Pilgerfahrt zurückgekehrt ist.
§ 18: Mit (dem Begriff) Familie, deren Versorgung vorhanden zu sein eine Voraussetzung für das finanzielle Imstandesein ist, sind (diejenigen) gemeint, für welche die Bezeichnung als Familie gemäß dem Brauch gilt, selbst wenn für deren Ausgaben religionsrechtlich keine Verpflichtung bestünde.
3. Die Lebensnotwendigkeiten und das, was man zu seinem Lebensunterhalt benötigt (für sich selbst)
§ 19: Eine Voraussetzung (für das Imstandesein) ist der Besitz des Lebensnotwendigen und dessen, was man zu seinem Lebensunterhalt benötigt gemäß seiner (sozialen) Stellung, entsprechend dem Brauch. Es ist keine Voraussetzung, daß diese (Güter) selbst vorhanden sind, sondern es genügt, daß man Geld und ähnliches besitzt, welches man für deren Sicherstellung verwenden kann.
§ 20: Die Stellung gemäß dem Brauch (und deren Anwendung) für die Personen können sich von einer Person zur anderen unterscheiden. Bei demjenigen also, bei dem der Besitz eines Hauses zu den Notwendigkeiten seines Lebens gehört oder seiner (sozialen) Stellung entspricht oder es für diese (Person) zu Drangsal und Herabsetzung führen würde, in einem gemieteten, geliehenen oder gestifteten Haus zu wohnen, dann wäre der Besitz eines Hauses für diese (Person) eine Voraussetzung zur Erfüllung des Imstandeseins.
§ 21: Wenn man ein wertvolles Haus besitzt, so daß, wenn man dieses verkaufen und ein anderes Haus mit einem niedrigeren Wert kaufen würde, das finanzielle Imstandesein erfüllt wäre aufgrund des Wertunterschieds zwischen den beiden (Häusern), dann ist man (dennoch) nicht verpflichtet, es zu verkaufen, wenn dieses Haus nicht seine soziale Stellung übersteigt, und dann ist man (also) nicht imstande. Ansonsten ist man bei Erfüllung (auch) der restlichen Voraussetzungen imstande, es sei denn, der Verkauf dieses (Hauses) wäre nur zu einem Wert möglich, bei dem man benachteiligt wäre, dann ist man zu dessen Verkauf nicht verpflichtet.
§ 22: Wenn ein religiös Erwachsener Land oder andere Gegenstände verkauft, um mit deren Erlös ein Haus zu kaufen, dann ist er nicht imstande, wenn er den Besitz eines Hauses benötigt oder dessen Besitz seiner (sozialen) Stellung angemessen ist, auch wenn der (eingenommene) Verkaufspreis für die Ausgaben der Pilgerfahrt genügen bzw. (diese) vervollständigen würde.
§ 23: Derjenige, bei dem einiges von seinem Besitz nicht zu seinem Bedarf gehört, wie z.B. seine Bücher, und deren Erlös die Vervollständigung zu seinem finanziellen Imstandesein wäre oder dieser (Erlös bereits alleine) genügen würde, ist zur Pilgerfahrt verpflichtet bei Erfüllung (auch) der anderen Voraussetzungen.
4. Die Rückkehr zu Ausreichendem
§ 24: Eine Voraussetzung für das finanzielle Imstandesein ist die Rückkehr zu Ausreichendem - allerdings ist dieses keine Voraussetzung für die gespendete [badl§ ] Pilgerfahrt, wie es später erläutert wird -. Damit ist gemeint, daß man nach der Rückkehr von der Pilgerfahrt einen Handel, Landwirtschaft, Handwerk, Beruf, Arbeitsstelle oder einen Nutzerwerb aus Eigentum hat, wie z.B. einen Garten oder ein Geschäft und ähnliches, so daß man nicht in Erschwernis und Drangsal gerät. Und es genügt die Tatsache, daß man zum (so einem) Erwerb befähigt ist, wie es seinem Zustand angemessen ist, oder daß man eine Quelle für ein Einkommen in einer Höhe hat, welches seinem Lebensunterhalt genügt, so daß es seiner (sozialen) Stellung angemessen ist, selbst wenn es sich hierbei um ein Stipendium an Studenten der Religionswissenschaften auf der Religions-Hochschule [h.auz~ h] - möge Allah sie schützen - handelt.
§ 25: Die Rückkehr nach Hause ohne Drangsal ist auch eine Voraussetzung für die Frau. Wenn demzufolge ihr Ehemann gestorben ist, sie während seines Lebens nicht finanziell imstande war und (nunmehr) nach seinem Ableben aufgrund z.B. einer Erbschaft von ihm (finanziell) imstande wäre, dann ist sie (dennoch) als nicht imstande anzusehen, wenn sie nach dem Ableben ihres Ehemannes keinen (eigenen) Erwerb (zur Sicherung ihres Lebensunterhalts) wie Landwirtschaft, Beruf, Arbeitsstelle, Handwerk oder eine (andere) finanzielle Einnahmequelle hat, so daß sie ihre Lebensangelegenheiten nach der Rückkehr von der Pilgerfahrt regeln könnte, selbst wenn sie genügend für die Ausgaben der Pilgerfahrt hätte.
§ 26: Wenn jemandem, der (selbst) keine Versorgungs- und Transportmittel hat, eine andere Person diese (Mittel) anbietet, wobei dieser (Spender) beispielsweise zu ihm sagt: "Pilgere und ich übernehme deine Ausgaben", dann ist man daraufhin verpflichtet zu pilgern, und man ist verpflichtet, diese (Spende) anzunehmen. So ein Pilgern wird "gespendete [badl§ ] Pilgerfahrt" genannt, und für diese (gespendete Pilgerfahrt) ist die Rückkehr zu Ausreichendem keine Voraussetzung. Und dabei ist es (auch) keine Voraussetzung, daß die (Versorgungs- und Transport-) Mittel selbst gespendet werden, sondern es genügt die Spende (im Wert) der Kosten.
§ 27: Die gespendete [badl§ ] Pilgerfahrt begleicht das islamische Pilgern, und man ist daraufhin nicht ein zweites Mal zur Pilgerfahrt verpflichtet, (selbst) wenn man später (selbst) imstande ist.
§ 28: Für denjenigen, der seitens einer Gesellschaft oder einer (Privat-)Person zur Pilgerfahrt eingeladen wird, ist für seine Pilgerfahrt die Bezeichnung (als) gespendete [badl§ ] Pilgerfahrt nicht gültig, falls ihm (dabei) die Verrichtung irgendeiner Tätigkeit als Bedingung für seine Einladung zur Pilgerfahrt gestellt wurde.
Allgemeine Aspekte zum finanziellen Imstandesein
§ 29: Für denjenigen, der imstande (zur Pilgerfahrt) ist, ist es nicht erlaubt, selbst aus dem (Zustand des) Imstandesein herauszutreten, wenn die Zeit eingetreten ist, in der er verpflichtet ist, das Geld für den Antritt der Pilgerfahrt aufzuwenden. Und es ist sogar vorsichtshalber Pflicht, (bereits) vor dieser Zeit nicht aus dem (bereits eingetretenen) Imstandesein herauszutreten.
§ 30: Es ist keine Voraussetzung für das finanzielle Imstandesein, daß dieses (Imstandesein bereits) im Land des religiös Erwachsenen erfüllt wird, sondern es genügt bereits, dieses (Imstandesein) ab der Weihestätte [m§ q~ t] zu erfüllen. Somit ist (auch) derjenige, der (erst) bei der Ankunft an der Weihestätte zur Pilgerfahrt imstande geworden ist, verpflichtet, und dieses (Pilgern) begleicht (dann) die islamische Pilgerfahrt.
§ 31: Das finanzielle Imstandesein ist auch für denjenigen als Voraussetzung wirksam, der zu der Weihestätte [m§ q~ t] gekommen ist und (ansonsten) zum Pilgern fähig wird. Daher genügt es für die Erfüllung des finanziellen Imstandeseins nicht, lediglich zur Pilgerfahrt fähig zu sein. Darum sind diejenigen, die bei Karawanen oder ähnlichem arbeiten, wenn sie bei der Weihestätte ankommen sind, (nur dann) zur Pilgerfahrt verpflichtet, wenn die Voraussetzungen zum Imstandesein (alle) bei ihnen erfüllt sind, so daß sie die Ausgaben für ihre Familienangehörigen, die Lebensbedürfnisse und das, was sie für ihr Leben benötigen, welches ihrer sozialen Stellung angemessen ist, besitzen und sie zu denjenigen gehören, die ohne Drangsal zurückkehren (können). Deren Pilgerfahrt begleicht (dann) die islamische Pilgerfahrt. Doch wenn die Voraussetzungen des Imstandeseins bei ihnen nicht erfüllt sind, dann gilt ihre Pilgerfahrt als empfohlen [mustah.ab], und wenn das Imstandesein später erfüllt wird, haben sie das islamische Pilgern (daraufhin) durchzuführen.
§ 32: Wenn man für den Dienst unterwegs zur Pilgerfahrt entlohnt wird, mit dem man imstande wird, dann ist man zur Pilgerfahrt verpflichtet, nachdem man die Entlohnung angenommen hat. Allerdings ist man nicht verpflichtet, die Entlohnung anzunehmen.
§ 33: Derjenige, der (zuerst) finanziell nicht imstande ist und eine Entlohnung für die Pilgerfahrt in Vertretung (eines anderen) annimmt und nach dem Entlohnungsabkommen (doch noch) imstande (für sich selbst) wird ohne das Geld dieser Entlohnung, wobei die Entlohnung für die Pilgerfahrt im selben Jahr erfolgen sollte, dann wird diese (Vertretung) ungültig, und dann ist man verpflichtet, das islamische Pilgern für sich selbst durchzuführen.
§ 34: Wenn derjenige, der (eigentlich) imstande ist, (nur) ein empfohlenes Pilgern beabsichtigt, unbewußt oder bewußt mit dem Ziel der Durchführung der Riten als Übung für eine bessere (Durchführungs-)Weise im nächsten Jahr, oder weil er (irrtümlich) glaubte, daß er nicht imstande sei und anschließend (nach der Pilgerfahrt) ihm deutlich wird, daß er doch imstande war, dann ist das Übertragen seiner (als empfohlen durchgeführten) Pilgerfahrt anstelle der (notwendigen pflichtmäßigen) islamischen Pilgerfahrt bedenklich, und so hat er daraufhin als Vorsichtsmaßnahme die Pilgerfahrt im darauffolgenden (Jahr) nicht zu unterlassen. Wenn er allerdings (doch) beabsichtigt hatte, die eigentlichen Befehle des heiligen Religionsrechts zu befolgen, dann steht diese (Pilgerfahrt) für die islamische Pilgerfahrt.
Mit diesem (körperlichen Imstandesein) sind der gesunde Körper und dessen Fähigkeiten gemeint. Ein Kranker oder Älterer, welcher (körperlich) nicht fähig ist, die Pilgerfahrt anzutreten, oder für den beim Antreten (der Pilgerfahrt) Drangsal und Erschwernis entstehen, ist nicht zur Pilgerfahrt verpflichtet.
§ 35: Das Weiterbestehen des körperlichen Imstandeseins ist eine Voraussetzung. Wenn man also unterwegs vor dem Weihezustand [ih.r~ m] krank wird, dann ist das körperliche Imstandesein nicht mehr erfüllt, wenn sein Antritt zur Pilgerfahrt im Jahr des Imstandeseins ist und einem die Krankheit seine Fähigkeit zur Vollendung der Reise genommen hat. Dann ist man nicht verpflichtet, dafür eine Vertretung (in diesem Jahr) zu beauftragen. Wenn sein Antritt zur Pilgerfahrt erfolgt, nachdem die Verpflichtung zur Pilgerfahrt feststeht, und man dann (krank wird und dadurch) die Hoffnung auf die Fähigkeit zur Pilgerfahrt ohne Drangsal auch für die späteren Jahre verliert, dann ist man verpflichtet, eine Vertretung zu beauftragen. Doch wenn man die Hoffnung nicht verliert, dann entfällt die Verpflichtung zum (zukünftigen) Antritt der Pilgerfahrt nicht von einem (selbst). Aber wenn man (erst) nach dem Weihezustand krank wird, dann gibt es dafür spezielle Urteile.
Diese (Reisesicherheit) bedeutet, daß der Weg zu den heiligen Stätten offen und sicher ist. Derjenige, dem der Weg versperrt wird, so daß er nicht zur Weihestätte [m§ q~ t] gehen oder die Handlungen (nicht rechtzeitig) vollenden kann, ist nicht verpflichtet zur Pilgerfahrt. Und derjenige, dessen Weg zwar offen, aber nicht sicher ist, wie durch das Bestehen von Gefahr für ihn selbst, sein Eigentum und die Ehre [cird.], ist ebenfalls nicht verpflichtet.
Mit diesem (zeitlichen Imstandesein) ist die Erfüllung des Imstandeseins in einer Zeit gemeint, in der man die Pilgerfahrt (noch) erlangen kann. Derjenige also, für den die Zeit knapp wird, so daß er diese (Pilgerfahrt) nicht (mehr) erlangen kann, oder er sie nur mit großer Erschwernis und Drangsal erlangen könnte, ist nicht zur Pilgerfahrt verpflichtet.
§ 36: Derjenige, der imstande ist, ist verpflichtet, die (eigene) islamische Pilgerfahrt zuerst durchzuführen. Es ist für ihn also nicht erlaubt, in Vertretung für jemand anderen zu pilgern oder für sich selbst (nur) empfohlener Art (zu pilgern) vor der Durchführung dieser (pflichtmäßigen Pilgerfahrt). Und wenn er dieses (dennoch) tut, dann ist seine Pilgerfahrt ungültig.
§ 37: Die Erlaubnis des Ehemannes ist keine Voraussetzung für die pflichtmäßige Pilgerfahrt, und somit ist eine Ehefrau (,die sonst imstande ist) zur Pilgerfahrt verpflichtet, selbst wenn der Ehemann nicht zufrieden über die Reise dorthin wäre.
§ 38: Die Erlaubnis der Eltern ist keine Voraussetzung für die Gültigkeit der islamischen Pilgerfahrt desjenigen, der imstande ist.
§ 39: Wenn man die Pilgerfahrt trotz Erfüllung der Voraussetzungen zum Imstandesein unterläßt, dann ist man die Verpflichtung zur Pilgerfahrt schuldig, und man ist verpflichtet, wie irgend möglich, diese später durchzuführen.
[ha™ ™ -un-niyy~ b§ ]
Vor der Darstellung der Voraussetzungen der Vertreter und derjenigen, die vertreten werden, werden einige Aspekte für die Vertretung erwähnt sowie das Testament zur Pilgerfahrt und die Urteile, die davon abhängig sind.
§ 40: Derjenige, bei dem die Verpflichtung zur Pilgerfahrt feststand und er dann (aber) aufgrund von Alter oder Krankheit unfähig war, diese anzutreten oder die Verrichtung der Pilgerfahrt Drangsal für ihn sein würde und er hoffnungslos wird über die Gelegenheit dazu ohne Drangsal, auch für die späteren Jahre, ist verpflichtet, eine Vertretung zu beauftragen. Aber derjenige, bei dem die Verpflichtung zur Pilgerfahrt nicht feststand, ist nicht verpflichtet, eine Vertretung zu beauftragen.
§ 41: Die Verpflichtung zur (eigenen) Pilgerfahrt entfällt für den Vertretenen, der (selbst) einen Hinderungsgrund hatte, nachdem der Vertreter die Handlungen (für ihn) verrichtet hat. Und er ist nicht (mehr) verpflichtet, die Pilgerfahrt selbst zu wiederholen, selbst wenn der Hinderungsgrund später aufgehoben wird. Wenn allerdings der Hinderungsgrund während der (Pilger-)Handlungen des Vertreters aufgehoben wurde, dann ist der Vertretene zum Wiederholen verpflichtet, und in diesem Fall begleicht die Pilgerfahrt des Vertreters nicht (seine eigne Pilgerfahrt).
§ 42: Für denjenigen, der nach dem Weihezustand [ih.r~ m] und dem Eintritt in das Heilige Gebiet [h.ar~ m] gestorben ist, steht das anstelle der islamischen Pilgerfahrt. Aber für denjenigen, der vor dem Weihezustand gestorben ist, steht dieses nicht anstelle (dessen). Wenn daraufhin die Verpflichtung zur Pilgerfahrt für ihn feststand, dann ist man verpflichtet, für ihn nachzuholen, ansonsten obliegt ihm (und den Nachkommen) nichts. Aber für denjenigen, der (zwar) nach dem Weihezustand, aber vor dem Eintritt in das Heilige Gebiet gestorben ist, gilt es als vorsichtshalber Pflicht als nicht-begleichend.
§ 43: Es besteht keine Verpflichtung, anstelle desjenigen nachzuholen, der gestorben und die Verpflichtung zur Pilgerfahrt schuldig geblieben ist, wenn er keine Hinterlassenschaft zurückläßt, welche für die Pilgerfahrt ausreichen würde. Wenn er (aber) eine Hinterlassenschaft zurückgelassen hat, welche für diese Pilgerfahrt ausreichen würde, selbst wenn diese (Hinterlassenschaft) nur (für eine Pilgerfahrt) vor Ort (ab der Weihestätte) [m§ q~ t§ ] (ausreichend) wäre, besteht die Verpflichtung, (die Kosten) für die Vertretung der Pilgerfahrt für ihn aus der ursprünglichen Hinterlassenschaft abzuziehen, es sei denn, er legte testamentarisch fest, daß dafür ein Drittel abgezogen werden soll. Dann wird diese (Pilgerfahrt) von diesem (Drittel) bestritten. Und vor den empfohlenen (sonstigen Ausgaben im) Testament werden (die Kosten für die Pilgerfahrt) bevorzugt, so daß, wenn ein Drittel dafür nicht ausreicht, dann (auch) vom ursprünglichen Rest (der Hinterlassenschaft) genommen wird.
§ 44: Im Falle der Zulässigkeit einer Vertretung besteht die Verpflichtung, diese (Vertretung) sofort zu veranlassen, unabhängig davon, ob dieses für den Lebenden oder den Verstorbenen gilt.
§ 45: Der Lebende ist nicht zur (Wahl einer) Vertretung aus der (eigenen) Stadt verpflichtet, sondern es ist für ihn genügend, (eine Vertretung) ab der Weihestätte [m§ q~ t] (zu wählen). Und für den Verstorbenen, der die Verpflichtung zur Pilgerfahrt schuldig geblieben ist, ist eine (Vertretung der) Pilgerfahrt ab der Weihestätte begleichend. Und wenn die Vertretung nicht möglich ist, außer von der Heimat des Verstorbenen aus oder von einer anderen (bestimmten) Stadt, dann ist diese (Vertretung) eine Pflicht und die Ausgaben dafür werden von der ursprünglichen (Hinterlassenschaft) abgerechnet. Wenn er allerdings testamentarisch die Pilgerfahrt (in Vertretung) für einen (an seinem Ort) Einheimischen festgelegt hat, dann ist es Pflicht, das Testament (so) zu erfüllen. Und die Kosten (der Pilgerfahrt) oberhalb der Kosten ab der Weihestätte werden von dem Drittel (der Hinterlassenschaft) abgezogen.
§ 46: Wenn jemand testamentarisch festlegt, daß eine empfohlene [mustah.ab] Pilgerfahrt für ihn verrichtet werden soll, dann werden die Ausgaben dafür von dem Drittel (der Hinterlassenschaft) abgezogen.
§ 47: Wenn der (natürliche) Erbe oder der testamentarische Erbe über das Feststehen der Verpflichtung zur Pilgerfahrt des Verstorbenen Kenntnis haben und Zweifel über deren Durchführung haben, dann ist man verpflichtet, für diesen (Verstorbenen) nachzuholen (bzw. nachholen zu lassen). Aber wenn über das Feststehen keine Kenntnis vorliegt und nichts testamentarisch festgelegt wurde, dann sind sie zu nichts verpflichtet.
Für den Vertreter sind folgende Faktoren Voraussetzung:
1. Religiöse Reife [bulã Ÿ ] als Vorsichtsmaßnahme, denn das Pilgern des nicht religiös Reifen begleicht weder für andere die islamische Pilgerfahrt noch das pflichtmäßige Pilgern überhaupt.
2. Vernunft [caql], denn diese Vertretung gilt nicht für den geistig Behinderten, unabhängig davon, ob diese (Behinderung) bei ihm dauerhaft oder in periodischen Abständen (z.B. als Anfälle) auftritt, falls er die Handlungen während seiner Behinderungsanfälle verrichtet.
3. Glauben [§ m~ n], denn die Pilgerfahrt des Nichtgläubigen [Ÿ ayr-ul-mu’min] ist nicht annehmbar für andere.
4. Kenntnis über die Handlungen und Urteile der Pilgerfahrt.
5. Die Vertrauenswürdigkeit seiner Durchführung der Pilgerfahrt. Doch es ist keine Voraussetzung, die Richtigkeit der (tatsächlichen) Durchführung festzustellen, nachdem diese (Fähigkeit dazu) feststand.
6. Nicht schuldig zu sein für eine pflichtmäßige Pilgerfahrt in diesem Jahr für sich selber.
7. Daß er keine Entschuldigung für die Unterlassung einiger Handlungen der Pilgerfahrt hat.
Und diese Voraussetzung und die Urteile, die daraus folgen, werden in späteren Angelegenheiten erläutert.
Für den Vertretenen sind folgende Faktoren Voraussetzung:
1. Islam, denn die Pilgerfahrt für den Ungläubigen [k~ fir] ist nicht gültig.
2. Für die pflichtmäßige Pilgerfahrt ist es Voraussetzung, daß der zu Vertretene verstorben oder ein Lebender ist, der die Pilgerfahrt selbst nicht (mehr) antreten kann aufgrund von Alter, Krankheit, oder die Pilgerfahrt eine Drangsal für ihn wäre und er die Hoffnung aufgegeben hat, daß diese (Pilgerfahrt) jemals in späteren Jahren ohne Drangsal möglich wird. Aber bei einer empfohlenen [mustah.ab] Pilgerfahrt gilt die Vertretung eines anderen grundsätzlich für denjenigen, der selbst die bereits erwähnten Voraussetzungen erfüllt.
Es folgen die Einzelheiten hierzu:
§ 48: Das gleiche Geschlecht ist keine Voraussetzung für den Vertreter und den Vertretenen. Und daher ist die Vertretung durch eine Frau für den Mann und umgekehrt gültig.
§ 49: Es ist erlaubt, daß ein Pilgerneuling [s.arã rah] einen Pilgerneuling oder andere vertritt, unabhängig davon, ob der zu Vertretene ein Mann oder eine Frau ist.
§ 50: Religiöse Reife oder Vernunft sind keine Voraussetzung für den zu Vertretenen.
§ 51: Für die Gültigkeit der Pilgerfahrt in Vertretung ist es Voraussetzung, die Vertretung zu beabsichtigen und den zu Vertretenen festzulegen, selbst wenn (nur) allgemein, doch den Namen (des zu Vertretenen) zu erwähnen, ist keine Voraussetzung.
§ 52: Es ist ungültig, jemanden zu beauftragen, der seine Aufgabe aufgrund der Knappheit seiner Zeit für die Vollendung der Handlungen der Bestrebungs(-Pilgerfahrt) [tamattuc] in eine Einzel(-Pilgerfahrt) [ifr~ d] überführt. Wenn man ihn allerdings beauftragt, und es (erst danach) eintritt, daß seine Zeit knapp wird, dann ist er verpflichtet zu wechseln, und die Bestrebungs(-Pilgerfahrt) wird beglichen und (somit) hat er die Entlohnung (für die Vertretung) auch verdient.
§ 53: Wenn der Beauftragte (zur Vertretung) nach dem (Eintritt in den) Weihezustand [ih.r~ m] und nach dem Eintreten in das Heilige Gebiet [h.ar~ m] stirbt, hat er (dennoch) die volle Entlohnung verdient, wenn die Beauftragung für die Befreiung von der Verpflichtung (zum Pilgern) des zu Vertetenen diente, wie offensichtlich bei der bedingungslosen Beauftragung, ohne diese (Vertretung) darauf zu beschränken, daß diese (Vertretung nur) für die Verrichtung einzelner Handlungen ist.
§ 54: Wenn für die Pilgerfahrt (in Vertretung) ein bestimmter Lohn (übereinkommend) vereinbart wurde, und dieser nicht für die Ausgaben dieser (Pilgerfahrt) genügt, dann ist der Auftraggeber (dennoch) nicht verpflichtet, diesen (Lohn) zu vervollständigen, und genauso hat er kein Recht, ihn zurückzuverlangen, wenn dieser (Lohn) höher ist als diese (Ausgaben).
§ 55: Der Vertreter ist verpflichtet in den Fällen, in denen das Pilgern des Vertreters nicht als Ersatz für den Vertretenen zu beurteilen ist, den Lohn an den Vertretenen (Auftraggeber) zurückzugeben, wenn die Beauftragung für dieses Jahr festgelegt war. Ansonsten ist er zur späteren (Erfüllung der) Pilgerfahrt für den Vertretenen verpflichtet.
§ 56: Es ist nicht erlaubt, jemanden (als Vertreter für die Pilgerfahrt) zu beauftragen, der einen Hinderungsgrund für die Durchführung einiger der Handlungen der Pilgerfahrt hat. Als Verhinderter gilt (bereits) derjenige, der die Aufgaben nicht eigenständig durchführen kann, so daß dieses zu einem Mangel bei einigen der Pilgerhandlungen führt. Wenn aber diese Verhinderung nicht zu diesem (Mangel) führt, wie beispielsweise wenn er nur verhindert ist bei der Durchführung einiger im Weihezustand [ih.r~ m] unterlaßbaren (Handlungen), dann ist seine Vertretung gültig.
§ 57: Wenn das Auftreten des Hinderungsgrundes während der Pilgerfahrt in Vertretung zum Mangel bei den Handlungen des Vertreters führt, dann ist es nicht fern, die Ungültigkeit der Beauftragung anzunehmen. Und als Vorsichtsmaßnahme ist in diesem Fall über die Entlohnung (gütig) übereinzukommen und die Pilgerfahrt für den Vertretenen zu wiederholen.
§ 58: Eine Vertretung durch einen am freiwillige Verbleiben in Al-Masch’ar-ul-Haram Verhinderten ist ungültig. Wenn diese (Verhinderten) also (dennoch) jemanden vertreten, dann verdienen sie keine (zusätzliche) Entlohnung dafür, wie (z.B.) die Bediensteten der Karawanen, die notwendigerweise die Schwachen begleiten und einige Angelegenheiten für die Karawane durchführen, so daß sie nach Mitternacht von Al-Masch’ar nach Mina gehen. Wenn also derartige (Bedienstete) zur Pilgerfahrt in Vertretung beauftragt werden noch vor deren Anstellung im Dienst der Karawanen, dann sind sie verpflichtet, das freiwillige Verbleiben (in Al-Masch’ar) zu erfüllen und das Pilgern (vollständig) durchzuführen.
§ 59: Es spielt keine Rolle für den unerfüllten Ersatz des Pilgerns durch den verhinderten Vertreter, ob er es entlohnt oder freiwillig tut. Und es spielt (auch) keine Rolle für den unerfüllten Ersatz, ob der Vertreter (selbst) unwissend darüber war, daß er verhindert ist oder der Vertretene (Auftraggeber) unwissend darüber ist. Genauso ist es demzufolge, wenn einer von beiden unwissend darüber wäre, daß diese Verhinderung zu den Verhinderungen zählt, mit denen eine Vertretung nicht erlaubt ist, wie z.B. wenn man unwissend ist, daß (die Verhinderung zum) notwendigerweise Stehen in Al-Masch’ar-ul-Haram zu diesen Verhinderungen zählt.
§ 60: Wenn der Vertreter den Weihezustand [ih.r~ m] (als Vertreter) einnimmt, in Mekka eintritt und ihm (erst) dann deutlich wird, daß er (zum Pilgern für sich selbst) imstande gewesen ist, dann ist sein Weihezustand ungültig, und er ist verpflichtet, zur Weihestätte [m§ q~ t] zurückzukehren und den Weihezustand für sich selbst einzunehmen für die Bestrebungs-Wallfahrt [cumrat-u-tamattuc]. Wenn er allerdings im Weihezustand die derzeitige Aufgabe beabsichtigt hat, (wofür man verpflichtet ist,) dann ist sein Weihezustand gültig.
§ 61: Der Vertreter ist von sich aus verpflichtet, bei (der Durchführung) seiner Aufgabe gemäß seiner Nachahmung [taql§ d] oder (seiner) selbständigen Rechtsfindung [i™ tih~ d] zu verfahren.
§ 62: Wenn der Vertreter nach dem (Eintreten in den) Weihezustand [ih.r~ m] und nach dem Eintreten in das Heilige Gebiet [h.ar~ m] stirbt, ist diese (Pilgerfahrt) für den Vertretenen begleichend. Wenn er aber (zwar) nach dem Weihezustand, aber vor dem Eintreten in das Heilige Gebiet stirbt, dann begleicht diese (Pilgerfahrt) nicht (diejenige des Vertretenen) als vorsichtshalber Pflicht [ah.wat. wu™ uban]. Und es gibt keinen Unterschied in diesem Urteil, (unabhängig davon,) ob die Vertretung freiwillig oder entlohnt erfolgt, oder ob seine Vertretung für das islamisches Pilgern [hi™ ™ at-ul-islam§ ] oder ein anderes Pflichtpilgern erfolgt.
§ 63: Als empfohlene Vorsichtsmaßnahme hat der Vertreter, der für sich selber die islamische Pilgerfahrt noch nicht durchgeführt hat, eine Einzel-Wallfahrt [al-cumrat-u-mufradah] durchzuführen, wenn er in Mekka eintritt und (noch einmal) nach der Vollendung der Handlungen des Pilgerns in Vertretung, falls er dazu imstande ist.
§ 64: Es ist für den Vertreter nach der Vollendung der Handlungen des Pilgerns in Vertretung erlaubt, für sich selber oder für jemand anderen das Umkreisen [t.aww~ f] durchzuführen, und es ist für ihn auch erlaubt, die Einzel-Wallfahrt [al-cumrat-u-mufradah] durchzuführen.
§ 65: So wie der Glaube [§ m~ n] eine Voraussetzung für den Vertreter beim Pilgern ist, so ist er auch eine Voraussetzung für alles, wofür eine Vertretung erlaubt ist, (entsprechend) für die (einzelnen) Riten, wie (z.B.) das Umkreisen [t.aww~ f], das Bewerfen [ram§ ] und das Schlachtopfern [dabh.].
§ 66: Als Vorsichtsmaßnahme hat der Vertreter die Handlungen, für die er beauftragt wurde, eigenständig durchzuführen.
2. Die Handlungen bei der Pilgerfahrt
[ha™ ™ ] und der Wallfahrt [cumrah]
2.1.1 Arten der Pilgerfahrt [ha™ ™ ] und Wallfahrt [cumrah]
Wie bekannt, gibt es drei Arten der Pilgerfahrt [ha™ ™ ]: Die Bestrebungs-Pilgerfahrt [ha™ ™ -ut-tamattuc], welche die Aufgabe desjenigen ist, dessen Heimat [wat.an] (mindestens) 48 Meilen, also ca. 90 km, von Mekka entfernt ist, die Bündnis-Pilgerfahrt [ha™ ™ -ul-qir~ n] und die Einzel(-Pilgerfahrt) [ifr~ d], welche die Aufgaben desjenigen sind, der in Mekka oder in dem erwähnten Abstand zu Mekka wohnt. Dies ist die Aufteilung in Bezug auf das islamische Pilgern. [hi™ ™ at-ul-islam§ ].
Die Bestrebungs-Pilgerfahrt [ha™ ™ -ut-tamattuc] unterscheidet sich von der Einzel(-Pilgerfahrt) [ifr~ d] und der Bündnis-Pilgerfahrt [ha™ ™ -ul-qir~ n] dadurch, daß sie ein einheitlicher Gottesdienst ist, der aus der Wallfahrt [cumrah] und dem Pilgern [hi™ ™ a] besteht. Dabei erfolgt die Wallfahrt vor dem Pilgern. Beide sind voneinander durch eine zeitliche Periode getrennt, in dem der Mensch aus dem Weihezustand [ih.r~ m] der Wallfahrt austritt und dadurch für ihn (zwischen Wallfahrt und Pilgerfahrt) die Handlungen erlaubt werden, die für denjenigen verboten sind, der sich im Weihezustand (der Wallfahrt) befand, bevor er in den Weihezustand für die Pilgerfahrt [ha™ ™ ] eingetreten ist. Daher wird die Bezeichnung "Bestrebungs-Pilgerfahrt" [ha™ ™ -ut-tamattuc] für diese (Art der Pilgerfahrt) verwendet. Dementsprechend ist die Wallfahrt [cumrah] ein Teil der Bestrebungs-Pilgerfahrt und wird Bestrebungs-Wallfahrt [cumrat-ut-tamattuc] genannt, und das Pilgern [hi™ ™ a] ist der zweite Teil (dieser Art). Und beide (Teile) müssen im selben Jahr durchgeführt werden.
Anders ist es bei der Einzel-Pilgerfahrt [ha™ ™ -ul-ifr~ d] oder der Bündnis(-Pilgerfahrt) [qir~ n], denn diese sind (jeweils) ein (eigenständiger) Gottesdienst, welcher nur durch das Pilgern [hi™ ™ a] erfüllt werden, während (in diesem Fall) die Wallfahrt [cumrah] ein anderer, davon unabhängiger Gottesdienst ist, und er wird Einzel-Wallfahrt [al-cumrat-ul-mufradah] genannt. Daher ist es möglich, daß die Einzel-Wallfahrt in einem Jahr erfolgt und die Einzel-Pilgerfahrt oder Bündnis(-Pilgerfahrt) in einem anderen Jahr.
Einwohner von Mekka
(bis ca. 90 km)
Auswärtige Pilger
Bündnis-Pilgerfahrt
[ha™ ™ -ul-qir~ n]
Einzel(-Pilgerfahrt) [al-ha™ ™ -ul-mufradah]
Bestrebungs-Pilgerfahrt
[ha™ ™ -ut-tamattuc]
Einzel-Wallfahrt
[al-cumrat-ul-mufradah]
Bestrebungs-Wallfahrt [cumrat-ut-tamattuc]
Pilgern [hi™ ™ a]
Es folgen die Einzelaspekte:
Für die Wallfahrt [cumrah] gibt es gemeinsame (religiöse) Urteile unabhängig davon, ob es sich um (die Wallfahrt einer) Einzel(-Pilgerfahrt) oder Bestrebungs(-Pilgerfahrt) [tamattuc] handelt, die (im folgenden) erklärt werden vor der Erläuterung der gesamten Darstellung der Bestrebungs-Pilgerfahrt und ihrer Wallfahrt und der Einzel-Pilgerfahrt oder Bündnis(-Pilgerfahrt) und ihrer Wallfahrt mit der Erläuterung des Unterschiedes zwischen diesen (Pilgerfahrten).
§ 67: Die Wallfahrt [cumrah] ist wie die Pilgerfahrt in einigen (Fällen) Pflicht (und) in einigen (Fällen) empfohlen.
§ 68 : Jeder, der imstande ist, (und) der die Voraussetzungen für die Pilgerfahrt einmal im Leben erfüllt, ist (auch) verpflichtet zur (dazugehörigen) Wallfahrt [cumrah]. Sie ist sofort Pflicht wie die Pilgerfahrt. Und für die Verpflichtung dazu ist das Imstandesein (auch) für die Pilgerfahrt keine Voraussetzung, sondern es genügt das Imstandesein für diese (Wallfahrt) allein, auch wenn das Imstandesein für die Pilgerfarht nicht erfüllt ist. Und das Gegenteil ist auch genauso, so daß wenn man nur imstande ist für die Pilgerfahrt, man dazu ohne diese (Wallfahrt) verpflichtet ist. Aber für diejenigen, die entfernt von Mekka sind (und) deren Aufgabe (demzufolge) die Bestrebungs-Pilgerfahrt [ha™ ™ -ut-tamattuc] ist, wird ihr Imstandesein für die Wallfahrt nicht getrennt (betrachtet) von dem Imstandesein für die Pilgerfahrt und genauso umgekehrt, weil die Bestrebungs-Pilgerfahrt [ha™ ™ -ut-tamattuc] aus diesen beiden besteht, anders als für diejenigen, die in Mekka oder in der Nähe dazu sind, so daß ihre Pflicht die Einzel(-Pilgerfahrt) [al-ha™ ™ -ul-mufradah] oder Bündnis(-Pilgerfahrt) [qir~ n] ist. Daher ist die Aufteilung zwischen beiden (einzelnen) Imstandesein (für Wallfahrt und für Pilgerfahrt) vorstellbar für sie.
§ 69: Für den religiös Erwachsenen ist es nicht erlaubt, in das Heilige Mekka einzutreten, ohne den Weihezustand zu haben. Somit ist (auch) derjenige, der außerhalb der Pilgermonate (in Mekka) eintreten will, verpflichtet, in den Weihezustand einzutreten, für die Einzel(-Wallfahrt) [al-cumrat-ul-mufradah]. Ausgenommen von diesem Urteil sind zwei Fälle:
Derjenige, für dessen Arbeit das öftere Ein- und Austreten in (bzw. aus) Mekka notwendig ist.
Derjenige, der Mekka nach Vollendung der Handlungen der Bestrebungs-Pilgerfahrt [ha™ ™ -ut-tamattuc] oder Einzel(-Wallfahrt) [al-cumrat-ul-mufradah] verlassen hat, so daß es für ihn erlaubt ist, ohne Weihezustand dorthin zurückzukehren, bevor ein Monat nach seinem Weihezustand für die vorangegangene Wallfahrt vergangen ist.
§ 70 Es ist empfohlen, die Wallfahrt wie (auch) die Pilgerfahrt mehrfach zu wiederholen. Und es ist keine Voraussetzung einen bestimmten Zeitabstand zwischen beiden Wallfahrten einzuhalten, obwohl als Vorsichtsmaßnahme zwischen beiden ein Monat zu verstreichen ist, wenn diese (Wallfahrten) für sich selbst sind. Aber wenn diese (Wallfahrten) für zwei (verschiedenen) Personen sind oder die eine für sich und die andere für einen anderen ist, dann ist die erwähnte (zeitliche) Trennung nicht zu berücksichtigen. Und demzufolge, wenn die zweite Wallfahrt in Vertretung erfolgt, dann ist es für den Vertreter erlaubt, einen Lohn dafür zu nehmen, und dieses begleicht die pflichtmäßige Einzel-Wallfahrt [al-cumrat-ul-mufradah].
2.2 Darstellung der Bestrebungs-Pilgerfahrt
[ha™ ™ -ut-tamattuc] und deren Wallfahrt [cumrah]
Die Bestrebungs-Pilgerfahrt [ha™ ™ -ut-tamattuc] besteht aus zwei (Gruppen von) Handlungen. Die erste ist die Wallfahrt [cumrah], und sie ist vorzuziehen vor die Pilgerfahrt [ha™ ™ ]. Und die zweite ist die Pilgerfahrt [ha™ ™ ]. Für jede dieser (beiden) gibt es spezifische Handlungen.
Die Handlungen der Bestrebungs-Wallfahrt [cumrat-ut-tamattuc] sind:
1. Der Weihezustand [ih.r~ m] ab einer der Weihestätten [m§ q~ t]
2. Das Umkreisen [t.aww~ f] um das Haus (Gottes)
3. Das rituelle Gebet des Umkreisens [s.al~ t-ut- t.aww~ f]
4. Das Eilen [sac§ ] zwischen Safa und Marwa
5. Das Kürzen [taqs.§ r]
Und die Handlungen der Bestrebungs-Pilgerfahrt [ha™ ™ -ut-tamattuc] sind:
1. Weihezustand [ih.r~ m] ab Mekka
6. Vollständiges Abschneiden oder Kürzen (der Haare)
7. Die Nacht zum 11. (des Pilgermonats) in Mina verbleiben
8. Die drei Felsen am 11. Tag bewerfen
10. Die drei Felsen am 12. Tag bewerfen
11. Umkreisen für die Pilgerfahrt [t.aww~ f-ul-ha™ ™ ]
12. Rituelles Gebet des Umkreisens (für die Pilgerfahrt)
13. Eilen [sac§ ] (zwischen Safa und Marwa)
14. Umkreisen wegen Frauen [t.aww~ f-un-nis~ ’]
15. Rituelles Gebet des Umkreisens (wegen Frauen)
Mekka Mina Al-Masch’ar-ul-Haram Arafat
Bild 1: Pilgerstätten
2.3 Einzel-Pilgerfahrt
[ha™ ™ -ul-ifr~ d] und Einzel-Wallfahrt [al-cumrat-ul-mufradah]
Die Absicht, und hierbei ist die Verrichtung dieser Art der Pilgerfahrt beim Eintritt in den Weihezustand [ih.r~ m] der Wallfahrt [cumrah] zu beabsichtigen, ansonsten ist es nicht gültig.
Die Gesamtheit seiner Wallfahrt [cumrah] und seiner Pilgerfahrt [ha™ ™ ] fällt in die Pilgermonate.
Sowohl die Pilgerfahrt als auch die Wallfahrt werden innerhalb eines (islamischen) Jahres durchgeführt.
Die Gesamtheit der Wallfahrt und der Pilgerfahrt werden von einer Person und (nur) für eine Person durchgeführt. Wenn also zwei (verschiedene Personen) beauftragt würden zur (Durchführung der) Bestrebungs-Pilgerfahrt [ha™ ™ -ut-tamattuc] für einen Verstorbenen, wobei einer die Wallfahrt und der andere die Pilgerfahrt verrichten würde, dann wäre dieses nicht begleichend.
[cumrah]
[m§ q~ t]
Die erste (Weihestätte):
Die Moschee von As-Schadjara, und sie liegt im Gebiet Dhul-Halifa in der Nähe der erleuchteten (Stadt) Medina. Dieses ist die Weihestätte [m§ q~ t] der Einheimischen aus Medina und jedem, der über diesen (Ort) pilgern will.
Die zweite (Weihestätte):
Wad-il-Aqiq. Dieses ist die Weihestätte [m§ q~ t] der Einheimischen des Irak, des arabischen Hochlandes [na™ d] und jedem, der über diesen (Ort) pilgern will. Sie besteht aus drei Teilen: Al-Maslach, der Name von ihrem Anfang, und Al-Ghamra, der Name ihrer Mitte, und Dhatu-Irq, der Name ihres Endes. Und der Weihezustand [ih.r~ m] ab allen ihren Stellen ist begleichend.
Die dritte (Weihestätte):
Al-Djuhfa. Dieses ist die Weihestätte [m§ q~ t] der Einheimischen aus Scham, Ägypten und Marokko und jedem, der über diesen (Ort) pilgern will. Und der Weihezustand [ih.r~ m] ab der Moschee oder anderen Ortsteilen davon ist begleichend.
Die vierte (Weihestätte):
Yalmalm. Dieses ist die Weihestätte [m§ q~ t] der Einheimischen von Jemen und jedem, der über diesen (Ort) pilgern will, und dieses ist der Name eines Berges. Und der Weihezusatnd [ih.r~ m] ab allen seinen Ortsteilen ist begleichend.
Die fünfte (Weihestätte):
Qarn-ul-Manazil. Dieses ist die Weihestätte [m§ q~ t] der Einheimischen von (der Stadt) Taif und jedem, der über diesen (Ot) pilgern will, und der Weihezustand [ih.r~ m] darin ist ab der Moschee und anderen (Ortsteilen) begleichend.
Diejenigen, die zu den vorhergenannten Weihestätten parallel sind:
Derjenige, der nicht durch eine der vorhergenannten Weihestätten [m§ q~ t] gegangen ist und an einem Ort ankommt, der parallel zu einem dieser (Weihestätten) ist, tritt dort in den Weihezustand [ih.r~ m] ein. Mit Parallelität ist der Ort gemeint, an dem eine Weihestätte zu seiner rechten und zu seiner linken wäre, wenn man sich zur Heiligen Kaaba wendet, so daß wenn man diesen Ort überschreitet, die Weihestätte hinter ihn liegt.
Bild 2: Die Weihestätten
§ 86: Dschiddahwird nicht zu den Weihestätten [m§ q~ t] gezählt oder zu den Parallelen dazu, und deshalb ist es nicht gültig, ab dort freiwillig für die Bestrebungs-Wallfahrt [cumrat-ut-tamattuc] in den Weihezustand [ih.r~ m] einzutreten, sondern man ist verpflichtet, zu einer der Weihestätten zu gehen für den Eintritt in den Weihezustand [ih.r~ m] ab dort, außer wenn es nicht möglich ist. In diesem Fall ist als Vorsichtsmaßnahme in den Weihezustand ab dort (also ab Dschiddah) einzutreten wegen Gelübde.
§ 88: Wenn derjenige im Weihezustand [muh.rim] nach der Überschreitung der Weihestätte [m§ q~ t] darauf aufmerksam wird, daß er keinen gültigen Weihezustand angenommen hat, dann ist er verpflichtet, dorthin zurückzukehren, falls es möglich ist. Falls es nicht möglich ist, dorthin zurückzukehren, außer über das Heilige Mekka, dann tritt er darin (in Mekka) ein mit dem Weihezustand [ih.r~ m] für die Einzel-Wallfahrt [al-cumrat-ul-mufradah] - ab dem nächstmöglichen Ort [adna-l-h.ill]- und nach der Verrichtung ihrer Handlungen kehrt er zurück zu einer der Weihestätten, um für die Bestrebungs-Wallfahrt [cumrat-ut-tamattuc] in den Weihezustand einzutreten.
[ih.r~ m]
1. Absicht [niyyah],
und dabei ist folgendes zu berücksichtigen:
2. Bereitschaftsbekundung [talbiyyah]:
Und ihre Weise ist am meisten gültig (wie folgt):
3. Das Anziehen der beiden Gewänder
, und diese sind Untergewand [iz~ r]und Obergewand [rid~ c]. Und diese werden angezogen, nachdem derjenige im Weihezustand das ausgezogen hat, was für ihn anzuziehen verboten wurde, so daß er das Erstgenannte anzieht und das Zweitgenannte über die Schultern geworfen wird.
§ 113: Die rituelle Reinheit von dem kleinen Reinheitsverlustoder dem großen Reinheitsverlust ist keine Voraussetzung für die Gültigkeit des Weihezustandes [ih.r~ m].
§ 119: Wenn man im Weihezustand der Pilgerfahrt vor dem Verweilen bei MuzdalifahSelbstbefriedigung betreibt und dabei einen Erguß hat, dann ist man zusätzlich zu dem, was in der vorherigen Angelegenheit erwähnt ist, verpflichtet, sein Pilgern zu vollenden und diese zu wiederholen bei der nächsten [min q~ bil] (Pilgerfahrt). Und genauso ist es, wenn man sich durch seine Frau befriedigt (,und dieses gilt) als vorsichtshalber Pflicht.
6. Voraussetzung: Aufeinanderfolge
[muw~ lah]
1. Beim schwarzen Stein [al-
h.a™ ar-ul-aswad] anzufangen, so daß man parallel dazu anfängt. Und das Umkreisen [t.aww~ f] vom Anfang des Steins, so daß man mit dem ganzen Körper über diesen (Anfang) mit allen seinen Teilen vorbeigeht, ist keine Voraussetzung, sondern es genügt die Glaubwürdigkeit, nach dem Brauch, anzufangen. Und deshalb gilt es, von irgendeinem Punkt davon anzufangen. Allerdings muß man dort enden, wo man angefangen hat, so daß, wenn man von der Mitte anfängt, man (auch) da endet usw.
3. Das Umkreisen [
t.aww~ f] auf der linken Seite, so daß die Kaaba auf der linken Seite des Pilgernden während seines Umkreisens ist. Und das Ziel dabei ist, die (richtige) Richtung seines Lauf zu bestimmen.
4. Die Mauer von Ismail (a.s.) in sein Umkreisen [
t.aww~ f] einzuschießen, so daß man außen herum umkreist.
5. Während des Umkreisens [
t.aww~ f] außerhalb der Heiligen Kaaba und deren Grundstein unter deren Wand, der "Schaazarwaan" heißt, zu laufen.
6. Bekanntlich ist es Voraussetzung, daß das Umkreisen [
t.aww~ f] zwischen dem Haus (Gottes, die Kaaba) und der Abraham-Stätte (a.s.) erfolgt, so daß man die genannte Grenze nicht an irgendeiner Seite überschreitet. Und der Abstand zwischen den beiden (Grenzen) wird mit (ungefähr) 26,5 Ellen geschätzt (ca. 12 m). Aber es ist stärker anzunehmen, diese (Grenzen) nicht als (unbedingte) Voraussetzung anzunehmen, so daß es erlaubt ist, dieses (Umkreisen auch) hinter dieser (Abraham-Stätte) innerhalb der Heiligen Moschee [al-mas™ id-ul- h.ar~ m] zu verrichten, insbesondere wenn man durch einen starken Stau verhindert wird (es innerhalb der Grenzen durchzuführen). Allerdings ist es vorzuziehen, innerhalb der erwähnten Grenzen zu umkreisen, wenn man nicht durch einen Stau verhindert wird.
7. Sieben Runden Umkreisen [
t.aww~ f], und hier sind die Angelegenheiten über das Unterlassen des Umkreisens, dessen Mangel und Zweifel daran.
Bild 3: Lageplan der Heiligen Moschee
§ 214: Das rituelle Gebet des Umkreisens [s.al~ t-ut-t.aww~ f] ist wie das rituelle Morgengebet, und es ist erlaubt, daß man nach dem (Verlesen der ersten Sure) "al-Hamd"eine beliebige Sure, die man möchte, verliest mit Ausnahme der vier Entschlossenheits-Suren [as-suur-ul-cazaim-ul-arbac]. Und es ist empfohlen, im ersten Gebetsabschnitt nach dem (Verlesen der Sure) "al-Hamd" die Sure "At-Tauhid" und im zweiten (Gebetsabschnitt) nach dem (Verlesen der Sure) „al-Hamd" die Sure "Al-Ð uh.d" (sprich: O ihr Ungläubigen) zu verlesen.
[sac§ ]
§ 222: Nach den zwei Gebetsabschnitten des Umkreisens [t.aww~ f] ist man zum Eilen [sac§ ] zwischen Saffa und Marwaverpflichtet.
[taqs.§ r]
[ha™ ™ ]
4.1 Der Weihezustand [ih.r~ m]
Dieser (Weihezustand) ist die erste der Pflichten der Pilgerfahrt [ha™ ™ ]. Und der Weihezustand [ih.r~ m] der Pilgerfahrt unterscheidet sich nicht vom Weihezustand der Wallfahrt [cumrah] bezüglich Voraussetzungen und der Weise sowie (bezüglich) des Unterlassens des Weihezustandes sowie dessen Urteile und Sühne außer bei der Absicht, bei der man beabsichtigt, die Handlungen der Pilgerfahrt (statt der Wallfahrt) zu verrichten. Und alles, was maßgebend für die Absicht des Weihezustandes der Wallfahrt war, ist auch maßgebend für die Absicht des Weihezustandes der Pilgerfahrt. Und der Weihezustand wird festgelegt mit der Absicht, so daß, wenn man die Pilgerfahrt beabsichtigt und die Bereitschaftsbekundung [talbiyyah] vollzieht, sein Weihezustand [ih.r~ m] festgelegt wird.
Allerdings unterscheidet sich der Weihezustand [ih.r~ m] der Pilgerfahrt [ha™ ™ ] in einigen Dingen, die innerhalb folgender Angelegenheiten erwähnt werden.
§ 249: Die Weihestätte [m§ q~ t] für den Weihezustand [ih.r~ m] für die Bestrebungs-Pilgerfahrt [ha™ ™ -ut-tamattuc] ist das Heilige Mekka. Und es ist besser, ab der Heiligen Moschee [al-mas™ id-ul-h.ar~ m] in den Weihezustand [ih.r~ m] für die Bestrebungs-Pilgerfahrt einzutreten. Und der Weihezustand ab irgendeiner Stelle des Heiligen Mekka ist befreiend, selbst im neuen Teil dieser (Stadt), aber als Vorsichtsmaßnahme hat man in den Weihezustand ab den alten Ortsteilen einzutreten. Wenn man allerdings Zweifel hat, ob diese (Stelle zur Stadt) dazugehört oder nicht, ist sein Weihezustand [ih.r~ m] von dort ungültig.
§ 250: Man ist verpflichtet zum Weihezustand [ih.r~ m] vor dem Sonnenhöchststand [zaw~ l] des neunten Tages im (Monat) Dul-Hi™ ™ a, so daß man das freiwillige Stehen in Arafat (noch) erreichen kann. Und seine beste Zeit ist beim Sonnenhöchststand [zaw~ l] vor dem Tag der Besinnung [yaum-ul-tarwiyah], und dieser ist der neunte Tag von Dul-Hi™ ™ a. Und es ist erlaubt, vor dieser (Zeit) in den Weihezustand einzutreten, insbesondere für den Älteren und den Kranken, wenn sie den Druck des Staus befürchten. Bereits erwähnt wurde die Erlaubnis zum Vorziehen des Weihezustandes [ih.r~ m] für die Pilgerfahrt [ha™ ™ ] für denjenigen, der Mekka nach der Verrichtung der Wallfahrt [cumrah] für eine Angelegenheit verlassen will.
§ 251: Derjenige, der den Weihezustand [ih.r~ m] vergessen hat, und nach Mina und Arafat gegangen ist, ist verpflichtet, zum Heiligen Mekka zurückzukehren und darin in den Weihezustand einzutreten. Und wenn man wegen der Knappheit der Zeit oder aus einen anderen Grund dieses nicht (mehr) kann, dann tritt man ab seiner Stelle (,an der man sich befindet,) in den Weihezustand, und seine Pilgerfahrt [ha™ ™ ] ist gültig. Und offensichtlich ist (hierbei) der Unwissende dem Vergessenden gleichzusetzen.
§ 252: Für denjenigen, der den Weihezustand [ih.r~ m] vergessen hat, bis er die Handlungen der Pilgerfahrt [ha™ ™ ] vollendet hat, ist seine Pilgerfahrt (dennoch) gültig, und derjenige, der das Urteil nicht kennt, ist mit dem Vergessenden gleichzusetzen. Und als empfohlene Vorsichtsmaßnahme ist in den Fällen des Unwissens und des Vergessens die Pilgerfahrt nachträglich zu wiederholen.
§ 253: Für denjenigen, der den Weihezustand [ih.r~ m] wissend (über das Urteil und) absichtlich unterlassen hat, bis er das Stehen in Arafat und Al-Masch’ar(-ul-Haram) versäumt hat, ist seine Pilgerfahrt ungültig.
§ 254: Für denjenigen, dem erlaubt ist, die Handlungen von Mekka vor den beiden Stehen vorzuziehen, ist verpflichtet, diese im Weihezustand [ih.r~ m] zu verrichten. Und wenn er diese ohne Weihezustand verrichtet, wiederholt er sie mit diesem (Weihezustand).
Dieses (Stehen in Arafat) ist die zweite der Pflichten der Pilgerfahrt [ha™ ™ ]. Arafat ist ein bekannter Berg und seine Grenzen sind im Inneren (der Täler) CUrnah, Tawiyyah und Nimrah bis Dul-Ma™ ~ s, und von Al-Ma’azamayn bis zum entferntesten des Mã qif und diese (beiden letztgenannten) Grenzen liegen außerhalb.
§ 255: Das Stehen in Arafat ist ein Gottesdienst, wofür man zur Absicht mit allen ihren bereits erwähnten Voraussetzungen der Absicht zum Weihezustand [ih.r~ m] verpflichtet ist.
§ 256: Mit Stehen ist (hierbei) lediglich gemeint, an diesem Ort anwesend zu sein, ohne Unterschied, ob man reitend, laufend, liegend oder (tatsächlich) stehend ist.
§ 257: Als Vorsichtsmaßnahme hat man (an diesem Ort) zu stehen vom Sonnenhöchststand [zaw~ l] des neunten Tages bis zum religionsrechtlichen Sonnenuntergang, und dieser ist mit der Zeit zum Abend(gebet) [maŸ rib]. Und die Erlaubnis zu dessen Verschiebung vom Anfang des Sonnenhöchststandes mit einem Maß, das für die Verrichtung der beiden Mittags-Gebete gemeinsam mit ihren Voraussetzungen ausreicht, ist nicht fern anzunehmen.
§ 258: Das erwähnte Stehen ist eine Pflicht, aber der Grundsatz [rukn] davon ist lediglich das (mindeste) Stehen, und dieses wird (bereits) erfüllt mit einer oder zwei Minuten, so daß, wenn man das mindeste Stehen freiwillig unterläßt, seine Pilgerfahrt [ha™ ™ ] ungültig wird. Aber wenn man das mindeste Stehen steht und den Rest unterläßt oder das Stehen bis zum Nachmittag verschiebt, dann ist seine Pilgerfahrt gültig, obwohl man im Fall des absichtlichen (Unterlassen des restlichen Stehens) sündig ist.
§ 259: Es ist verboten, vor dem Sonnenuntergang von Arafat wegzugehen, und wenn man dennoch absichtlich weggeht oder dessen Grenzen verläßt und nicht zurückkehrt, ist man ungehorsam, und man ist verpflichtet zur Sühne mit einem Schaf. Aber seine Pilgerfahrt [ha™ ™ ] ist (dennoch) gültig. Und wenn man nicht in der Lage zu einem Schaf ist, dann fastet man 18 Tage und als Vorsichtsmaßnahme hat man das Schaf am Tag des Festes in Mina zu schlachten, obwohl die Bestimmung, daß dieses (Schlachten) nicht in Mina sein muß, nicht fern anzunehmen ist. Und wenn man nach Arafat zurückkehrt, dann obliegt einem keine Sühne.
§ 260: Wenn man von Arafat vor dem Sonnenuntergang irrtümlich oder unwissend über das Urteil weggeht, dann ist man verpflichtet zurückzukehren, wenn man darauf vor dem Ablauf der Zeit aufmerksam wird. Und wenn man nicht zurückkehrt, dann ist man ungehorsam, aber es obliegt einem keine Sühne. Aber wenn man darauf nicht aufmerksam wird, bis die Zeit vergangen ist, dann obliegt einem nichts.
4.3 Das Stehen in Al-Masch’ar-ul-Haram
- Al-Muzdalifah -
Dieses (Stehen in Al-Masch’ar-ul-Haram) ist die dritte der Pflichten der Pilgerfahrt [ha™ ™ ], und damit ist gemeint, anwesend zu sein an diesem bekannten Ort, (also) nach dem Abschluß in Arafat beim Sonnenuntergang in Richtung Al-Masch’ar-ul-Haram zu gehen.
§ 261: Das Stehen in Al-Masch’ar(-ul-Haram) ist ein Gottesdienst, für den man verpflichtet ist zur Absicht mit den erwähnten Voraussetzungen bei der Absicht zum Weihezustand [ih.r~ m].
§ 262: Die Zeit des Pflichtstehens ist von der Dämmerung bis zum Sonnenaufgang des Tages des Schlachtens, und als Vorsichtsmaßnahme dabei ist zu stehen mit dessen Absicht ab der dortigen Ankunft bei Nacht nach dem Abschluß von Arafat.
§ 263: Man ist verpflichtet, in Al-Masch’ar(-ul-Haram) vom Erscheinen der Dämmerung bis zum Sonnenaufgang zu bleiben, aber der Grundsatz [rukn] davon ist lediglich das (mindeste) Stehen, selbst wenn dieses (nur) eine oder zwei Minuten sind, so daß, wenn man das (nur) mindeste steht und den Rest absichtlich unterläßt, seine Pilgerfahrt [ha™ ™ ] dann (dennoch) gültig ist, obwohl man etwas Verbotenes tut. Aber wenn man das mindeste Stehen freiwillig unterläßt, dann ist seine Pilgerfahrt ungültig.
§ 264: Es ist nach einer Weile Stehen für Frauen, Schwache, Kinder und Eltern und für diejenigen, die einen Grund wie Angst oder Krankheit haben, erlaubt, beim Abschluß von Al-Masch’ar(-ul-Haram) sich in der Nacht zum Fest nach Mina zu bewegen. Und genauso (ist es) für diejenigen, die sich um sie kümmern und ihre Angelegenheiten betreuen, wie (z.B.) Krankenpfleger und Bedienstete.
Hinweis [tanbih]: Es gibt viele Unterscheidungen bezüglich der Anwendung einer der beiden (folgenden) Zustände oder beider gemeinsam: freiwillig, notwendigerweise, absichtlich, unwissend (auf der einen Seite) oder irrtümlich (auf der anderen), einzeln oder zusammen kombiniert, deren Erwähnung den detaillierten Büchern überlassen ist.
[ram§ ]
Dieses (Bewerfen) ist die vierte der Pflichten der Pilgerfahrt [ha™ ™ ] und die erste der Handlungen in Mina. Man ist verpflichtet, den Felsen von Aqaba - den großen - [™ amrat-ul-caqabah (al-kubr~ )] am zehnten Tag im (Monat) Dul-Hi™ ™ a zu bewerfen.
4.4.1 Die Voraussetzungen zum Bewerfen [ram§ ]
Beim Bewerfen [ram§ ] wird folgendes vorausgesetzt:
1. Das Bewerfen ist ein Gottesdienst, in dem die Absicht eine Pflicht ist mit allen ihren Voraussetzungen, wie es bereits bei der Absicht zum Weihezustand [ih.r~ m] erwähnt wurde.
2. Das Bewerfen ist mit etwas zum verrichten, wofür die Bezeichnung Stein (Kies, Schotter) gilt, so daß es nicht gültig ist, mit Sand aufgrund der kleinen Ausmaße oder mit (großen) Stein(-brocken) wegen der großen Ausmaße zu bewerfen.
3. Die Zeit des Werfens ist vom Sonnenaufgang am Tag des Festes bis zum Sonnenuntergang.
4. Das Treffen des (geworfenen) Steines auf den (zu bewerfenden) Felsen (ist eine Voraussetzung), so daß, wenn man nicht trifft oder (nur) glaubt, getroffen zu haben, dann zählt dieses nicht, und man ist verpflichtet, anstelle dieses (mißlungenen Wurfversuchs) noch einmal zu bewerfen. Und es genügt nicht, den umgebenden Kreis des Felsens (zu treffen), ohne (den Felsen) zu treffen.
5. Das Bewerfen (des Felsens) erfolgt mit sieben Steinen.
6. Das Bewerfen (des Felsens) mit Steinen erfolgt nacheinander, so daß, wenn man diese (Steine) auf einmal zusammen wirft, es nur als ein (Wurf) gezählt wird, unabhängig davon, ob sie alle den Felsen treffen oder nicht.
§ 265: Es ist erlaubt, den neuen Teil des (zu bewerfenden) Felsens, der mit Zement bestrichen ist, zu bewerfen, falls dieser nach dem Brauch als Teil des Felsens gezählt wird.
§ 266: Offensichtlich ist es erlaubt, von den oberen Etagen zu bewerfen, obwohl als Vorsichtsmaßnahme von dem früher bekannten Ort zu bewerfen ist.
Bei dem Stein wird folgendes vorausgesetzt:
1. Das dieser (Stein) vom Heiligen Gebiet [h.ar~ m] ist, daher ist einer von diesen (Steinen) von außerhalb (des Heiligen Gebietes) nicht begleichend.
2. Daß dieser (Stein) unbenutzt ist, mit dem nicht (bereits vorher) ein gültiges Bewerfen geworfen wurde, auch (nicht) in vergangenen Jahren.
3. Daß dieser (Stein) zulässig [mub~ h.] ist, so ist es nicht erlaubt, mit einem geraubten (Stein) zu bewerfen oder mit dem (Stein), den man einem anderen ohne dessen Erlaubnis abgenommen hat. Allerdings wird für den Stein dessen rituelle Reinheit nicht vorausgesetzt.
§ 267: Es ist für Frauen und Schwache, für die erlaubt ist, von Al-Masch’ar-ul-Haram nach Mitternacht nach Mina auszugehen, erlaubt, nachts zu bewerfen, wenn sie tagsüber eine Entschuldigung haben, nicht zu bewerfen. Es ist sogar für Frauen grundsätzlich erlaubt, nachts zu bewerfen, aber für denjenigen, der sie begleitet, ist es (nur dann) erlaubt, nachts zu bewerfen, wenn er selbst entschuldigt ist, ansonsten ist er verpflichtet, tagsüber zu bewerfen.
§ 268: Für denjenigen, der am Tag des Festes vom Bewerfen (der Felsen) entschuldigt ist, ist es erlaubt, in der Nacht zum Fest oder in der darauffolgenden Nacht zu bewerfen, und genauso ist es auch für denjenigen, der am Tag des elften oder zwölften (des Monats) vom Bewerfen entschuldigt ist, erlaubt, in dessen Nacht zu bewerfen oder in der darauffolgenden Nacht.
Dieses (Schlachten) ist die fünfte der Pflichten der Pilgerfahrt [ha™ ™ ] und die zweite der Handlungen in Mina.
§ 269: Der Bestrebungs-Pilgerfahrer [mutamattic-bil-ha™ ™ ] ist verpflichtet zum Opferschlachten [had§ ], und dieses erfolgt mit einer der drei Vieharten: Kamel, Rind oder Schaf, ohne Unterschied zwischen männlichen und weiblichen (Vieh). Und Kamele (zu schlachten) ist besser (als die anderen). Und andere Tiere als die erwähnten genügen nicht (zur Erfüllung der Pflicht).
§ 270: Schlachten ist ein Gottesdienst wofür die Absicht vorausgesetzt wird mit allen ihren (bereits) erwähnten Voraussetzungen bei der Absicht zum Weihezustand [ih.r~ m].
§ 271: Beim Opferschlachten wird folgendes vorausgesetzt:
1. Das Alter des Tieres: Es ist maßgebend für das Kamel, in das sechste Lebensjahr eingetreten zu sein, und bei Rindern, in das dritte Lebensjahr eingetreten zu sein als vorsichtshalber Pflicht, und Ziegen sind wie die Rinder (bezüglich des Lebensalters zu behandeln). Und beim Hammel ist maßgebend, in das zweite (Lebensjahr) eingetreten zu sein als vorsichtshalber Pflicht. Die erwähnte Altersgrenze gilt für das Jungsein, so daß jüngere (Tiere) nicht begleichend sind. Aber für das Ältersein begleicht jedes ältere (Tier) von den erwähnten.
2. Gesundheit und Unversehrtheit.
3. Dieses (Tier) ist nicht mager.
4. Alle Glieder sind vorhanden, so daß das mangelhafte (Tier), wie das kastrierte (Tier), und das ist dasjenige, dessen Hoden entfernt wurden, nicht begleichend ist. Allerdings ist dasjenige mit dem gequetschten [mard.ã d.] Hoden begleichend, es sei denn, es erreicht die Grenze zur Kastration. Und dasjenige (Tier) mit abgeschnittenem Schwanz oder einäugige (Tiere) oder Lahme oder (Tiere) mit abgeschnittenem Ohr oder dasjenige mit innerem Hornbruch ist nicht begleichend. Und genauso ist es auch, wenn dieses (Tier) nicht seiner ursprünglichen Schöpfung entspricht, so daß jedes Tier, das eines der Glieder, die normalerweise bei seiner Art vorhanden sind, nicht hat, so daß dieses als Mangel an ihm gezählt wird, nicht begleichend ist. Allerdings ist dasjenige mit gebrochenem äußeren Horn - das äußere Horn ist die Hülle des inneren Horns - zulässig. Und dasjenige mit geschlitztem oder gelochtem Ohr ist (ebenfalls) zulässig.
§ 272: Wenn man eine Viehart im Glauben an dessen Gesundheit schlachtet und (erst) danach aufgedeckt wird, daß es krank oder mangelhaft war, dann ist man verpflichtet, ein anderes Opfer(tier) zu schlachten, falls es möglich ist.
§ 273: Als Vorsichtsmaßnahme ist das Schlachten nach dem Bewerfen des Felsens von Aqaba zu verschieben.
§ 274: Es ist nicht erlaubt, das Schlachten des Opfers bis nach dem Tag des Festes zu verschieben, als Vorsichtsmaßnahme. Und wenn man dieses absichtlich, irrtümlich oder unwissend begründet oder anders verschiebt, dann ist als vorsichtshalber Pflicht, dieses (Opfer) in den Tagen des Erstrahlens [ayy~ m-at-tašr§ q] zu schlachten, wenn es möglich ist. Ansonsten in den restlichen Tagen des Monats Dul-Hi™ ™ a, offensichtlich ohne Unterschied zwischen Nacht und Tag.
§ 275: Der Ort des Schlachtens ist (eigentlich) Mina. Und wenn man daran gehindert wird, in diesem (Ort) zu schlachten, ist das Schlachten an dem heutzutage dafür vorbereiteten Ort (ebenfalls) begleichend.
§ 276: Als vorsichtshalber Pflicht ist der Schlachter ein Gläubiger. Allerdings ist es nicht fern anzunehmen, den Glauben [im~ n] nicht als Voraussetzung (für den Schlachter) zu betrachten, wenn man die Pflicht (des Schlachtens) selbst beabsichtigt und der Vertreter (für das Schlachten) eigentlich nur für die Handlung des Schlachtens bevollmächtigt wird.
§ 277: Es wird vorausgesetzt, daß das Schlachten für sich (selbst) oder seinen Bevollmächtiger erfolgt. Aber das Schlachten für andere ohne vorherige Vollmacht ist bedenklich. Und somit hat man sich als Vorsichtsmaßnahme nicht zu begnügen mit seinem (unaufgeforderten) Schlachten (für andere), auch wenn man an sein Einverständnis glaubt.
§ 278: Es wird vorausgesetzt, daß das Werkzeug des Schlachtens aus Eisen ist. Und Edelstahl - dieser ist Eisen legiert mit einem Stoff gegen das Rosten - ist wie Eisen zu beurteilen. Aber wenn man daran zweifelt, ob das Instrument des Schlachtens aus Eisen ist, dann ist es nicht befreiend, damit zu schlachten, solange man nicht feststellt, daß es daraus besteht.
Dieses (Kürzen) ist die sechste der Pflichten der Pilgerfahrt [ha™ ™ ] und die dritte der Handlungen in Mina.
§ 279: Man ist nach dem Schlachten zum Rasieren oder Kürzen [taqs.§ r] der Haare oder Nägel verpflichtet. Und Kürzen [taqs.§ r] ist bestimmt für die Frauen, so daß Rasieren (der Haare) für sie nicht befreiend ist, und als Vorsichtsmaßnahme kombinieren sie beim Kürzen das Schneiden der Haare mit dem der Nägel. Aber der Mann hat die Wahl zwischen Rasieren und Kürzen [taqs.§ r], und er muß nicht rasieren, auch wenn er Pilgerneuling [s.arã rah] ist - dieser ist derjenige, der zum ersten Mal pilgert. Allerdings als Vorsichtsmaßnahme obliegt ihm dieses.
§ 280: Rasieren und Kürzen [taqs.§ r] gehört zu den Gottesdiensten, und somit ist man dafür zu einer Absicht verpflichtet, die rein ist von Angeberei [riy~ ’], und man beabsichtigt Gehorsam zu Allah, dem Erhabenen, so daß, wenn man ohne die erwähnte Absicht verkürzt oder rasiert, dann wird das, was dadurch erlaubt wird, für ihn (weiterhin) nicht erlaubt.
§ 281: Wenn man zum Kürzen [taqs.§ r] oder Rasieren andere zur Hilfe einbezieht, dann ist man (dennoch) verpflichtet, es selbst zu beabsichtigen.
§ 282: Als vorsichtshalber Pflicht ist am Tag des Festes zu rasieren oder zu kürzen [taqs.§ r], und wenn man diese nicht so verrichtet, dann ist man verpflichtet, es in der Nacht zum 11ten (des Monats) oder in der (Nacht), die danach folgt, zu verrichten, und dieses ist für ihn befreiend.
§ 283: Derjenige, der sein Schlachten bis nach dem Tag des Festes aus irgendeinem Grund verschoben hat, ist nicht verpflichtet, das Rasieren oder Kürzen [taqs.§ r] zu verschieben, und es ist sogar nicht fern, die Verpflichtung zu deren Verrichtung am Tag des Festes anzunehmen, so daß die Vorsichtsmaßnahme dabei nicht unterlassen wird. Und das Verrichten des Umkreisens [t.aww~ f] der Pilgerfahrt ist in einem solchen Fall vor dem Schlachten bedenklich.
§ 284: Das Rasieren oder das Kürzen [taqs.§ r] muß in Mina erfolgen, so daß diese nicht freiwillig an einem anderen (Ort) erlaubt sind.
§ 285: Wenn man absichtlich, irrtümlich oder unwissend außerhalb von Mina rasiert oder verkürzt und die restlichen Handlungen (des Pilgerns) verrichtet hat, dann ist man verpflichtet, dafür dorthin zurückzukehren und die Handlungen, die damit zusammenhängen, zu wiederholen. Und genauso ist das Urteil, wenn man das Kürzen [taqs.§ r] oder Rasieren unterläßt und (aus diesem Ort) herausgeht.
§ 286: Man ist am Tag des Festes verpflichtet, zuerst den Felsen von Aqaba zu bewerfen, dann zu schlachten und danach zu kürzen [taqs.§ r] oder zu rasieren, und wenn man absichtlich nicht der erwähnten Reihenfolge folgt, dann ist man ungehorsam (gegenüber Allah), aber man ist offensichtlich nicht verpflichtet, die Handlungen in der (richtigen) Reihenfolge zu wiederholen, obwohl die Wiederholung der Vorsichtsmaßnahme entspricht, wenn es möglich ist. Und genauso ist das Urteil im Fall der Unwissenheit und des Vergessens.
§ 287: Nach dem Rasieren oder Kürzen [taqs.§ r] wird für denjenigen im Weihezustand (nunmehr) alles erlaubt, was für ihn im Weihezustand [ih.r~ m] der Pilgerfahrt [ha™ ™ ] verboten war, außer die (Vereinigung mit) Frauen und (das Verwenden von) Parfüm.
Die Pflichthandlungen im Heiligen Mekka sind fünf: Das Umkreisen [t.aww~ f] der Pilgerfahrt [ha™ ™ ], und dieses heißt Besuchs-Umkreisen [t.aww~ f-u-ziy~ rah] und dessen rituelles Gebet, und das Eilen [sac§ ] zwischen Safa und Marwa und das Umkreisen wegen Frauen [t.aww~ f-un-nis~ ’] und dessen rituelles Gebet.
§ 288: Es ist erlaubt und sogar empfohlen, am selben Tag nach der Vollendung der Handlungen des Festtages in das Heilige Mekka zurückzukehren, um die restlichen Riten der Pilgerfahrt [ha™ ™ ] mit den zwei (Riten des) Umkreisen[t.aww~ f] und deren rituellen Gebeten und dem Eilen [sac§ ] zu verrichten. Und es ist erlaubt, bis zum letzten Tag der Tage des Erstrahlens [ayy~ m-at-tašr§ q] und sogar bis zum Ende des Monats Dul-Hi™ ™ a zu verschieben.
§ 289: Die (Art und) Weise des Umkreisens [t.aww~ f] und dessen rituellen Gebets sowie des Eilens [sac§ ] ist wie beim Umkreisen der Wallfahrt [cumrah] und dessen rituellem Gebet und dem Eilen [sac§ ] darin, ohne Unterschied außer in der Absicht, so daß man hier die Verrichtung dieser (Riten) für die Pilgerfahrt [ha™ ™ ] beabsichtigt.
§ 290: Es ist nicht erlaubt, die erwähnten Handlungen vor das Stehen in Arafat und Al-Masch’ar(-ul-Haram) und (vor) die Riten von Mina freiwillig vorzuziehen. Allerdings ist es erlaubt, die zwei (Arten des) Umkreisen und deren Gebete vorzuziehen für folgende Gruppen:
1. Frauen, wenn sie das Einsetzen der Regelblutung oder einer Blutung außerhalb der Regel nach der Rückkehr in das Heilige Mekka bei sich vermuten und es ihnen nicht möglich ist, bis zur rituellen Reinheit (danach) zu bleiben.
2. Männer und Frauen, denen es nach der Rückkehr ins Heilige Mekka wegen großem Stau nicht möglich war, zu umkreisen, oder denen es lediglich nicht möglich war, ins Heilige Mekka zurückzukehren.
3. Kranke, denen es nach der Rückkehr ins heilige Mekka aufgrund der Stärke des Staus oder der Befürchtung davor nicht möglich war zu umkreisen.
§ 291: Wenn einer der drei (oben genannten) Gruppen die beiden Umkreisungen oder deren rituellen Gebete vorziehen und dann der Entschuldigungsgrund aufgehoben wird, sind sie (dennoch) nicht verpflichtet, diese (Umkreisungen) zu wiederholen, obwohl diese als Vorsichtsmaßnahme (zu wiederholen) wären.
§ 292: Demjenigen, der das Umkreisen [t.aww~ f] der Pilgerfahrt [ha™ ™ ] und das Umkreisen wegen Frauen [t.aww~ f-un-nis~ ’] wegen eines Grundes entsprechend den (oben) erwähnten Gruppen vorzieht, ist (das Verwenden von) Parfüm und die (Vereinigung mit) Frauen nicht erlaubt, aber ihm sind alle (anderen) verbotenen (Handlungen) nach dem Eilen [sac§ ] und dem Kürzen [taqs.§ r] oder dem Rasieren erlaubt.
§ 293: Das Umkreisen wegen Frauen [t.aww~ f-un-nis~ ’] und dessen rituelles Gebet sind Pflicht, aber sie sind kein Grundsatz [rukn], so daß, wenn man diese absichtlich unterläßt, seine Pilgerfahrt [ha™ ™ ] nicht ungültig wird, aber die (Vereinigungen mit) Frauen werden für ihn dann nicht erlaubt.
§ 294: Das Umkreisen wegen Frauen [t.aww~ f-un-nis~ ’] ist nicht spezifisch für die (erwachsenen) Männer, sondern (gilt auch) für die (erwachsenen) Frauen und andere. Und wenn ein Mann dieses (Umkreisen wegen Frauen) unterläßt, werden die Frauen für ihn nicht erlaubt, und wenn eine Frau dieses unterläßt, dann werden die Männer für sie nicht erlaubt.
§ 295: Es ist nicht erlaubt, freiwillig das Eilen [sac§ ] vor das Umkreisen [t.aww~ f] der Pilgerfahrt [ha™ ™ ] oder vor dessen rituelles Gebet vorzuziehen oder freiwillig das Umkreisen wegen Frauen [t.aww~ f-un-nis~ ’] vor die beiden (letztgenannten), auch nicht freiwillig vor das Eilen [sac§ ], so daß, wenn man die Reihenfolge nicht befolgt, man wiederholt.
§ 296: Wenn das Umkreisen wegen Frauen [t.aww~ f-un-nis~ ’] irrtümlich unterlassen wird und man in sein Land zurückgekehrt ist, dann ist man verpflichtet, zurückzukehren, wenn dieses ohne Beschwernis möglich ist. Ansonsten läßt man sich vertreten, und die Frauen werden für ihn nicht erlaubt, außer nach seinem selbständigen Umkreisen oder in Vertretung (für sich). Und genauso ist das Urteil (auch) wenn man dieses absichtlich unterläßt.
§ 297: Mit dem Weihezustand [ih.r~ m] zur Pilgerfahrt [ha™ ™ ] wird verboten, was bereits erwähnt wurde unter den Verbotenen (Dingen) des Weihezustandes der Wallfahrt [cumrah] und der Austritt daraus geschieht stufenweise und an drei Stellen:
1. Nach dem Rasieren oder Kürzen [taqs.§ r], wobei einem dann alles erlaubt ist außer Parfüm und Frauen, selbst das Jagen (ist erlaubt), obwohl es verboten ist, wenn es innerhalb des Heiligen Gebiets erfolgt.
2. Nach dem Eilen [sac§ ], dann wird einem Parfüm erlaubt.
3. Nach dem Umkreisen wegen Frauen [t.aww~ f-un-nis~ ’] und dessen rituellem Gebet, so daß einem dann die Frauen erlaubt werden.
Dieses (über Nacht in Mina zu bleiben) ist die zwölfte der Pflichten der Pilgerfahrt [ha™ ™ ] und die vierte der Handlungen in Mina.
§ 298: Man ist verpflichtet, die Nacht zum elften und zwölften (des Monats) über Nacht in Mina zu bleiben, und wenn man am Tag des Festes für die Verrichtung der beiden Umkreisungen und deren rituellen Gebete und dem Eilen [sac§ ] ins Heilige Mekka geht, dann ist man verpflichtet, zurück nach Mina (zu gehen), um (dort) über Nacht zu bleiben.
§ 299: Ausgenommen von der Verpflichtung zum Bleiben über Nacht in Mina in den erwähnten Nächten sind folgende Gruppen:
a) Kranke und diejenigen, die sich um sie kümmern und sogar jeder, der einen Grund hat, mit dem es eine Erschwernis für ihn ist, über Nacht zu bleiben.
b) Derjenige, der befürchtet, seinen eigenen Besitz in Mekka zu verlieren oder daß es gestohlen wird.
c) Derjenige, der in Mekka bleibt, (und sich) beschäftigt mit Gottesdienst bis zur Morgendämmerung und sich nicht mit anderem beschäftigt, außer für ein Bedürfnis wie Essen und Trinken in dem Maß, das man braucht, oder um die rituelle Waschung zu erneuern.
§ 300: Das Verbleiben über Nacht in Mina ist ein Gottesdienst, bei dem man zur Absicht mit allen ihren (bereits) erwähnten Voraussetzungen verpflichtet ist.
§ 301: Es genügt, über Nacht zu bleiben vom Sonnenuntergang bis Mitternacht. Und als vorsichtshalber Pflicht hat derjenige, der das Bleiben über Nacht ohne Grund in der ersten Hälfte unterlassen hat, über Nacht in der zweiten Hälfte der Nacht zu bleiben, obwohl es nicht fern ist anzunehmen, daß das Bleiben über Nacht in der zweiten Hälfte der Nacht ausreichend ist, auch im Fall freier Wahl.
§ 302: Derjenige, der das Pflichtbleiben über Nacht in Mina unterläßt, ist für jede Nacht zur Sühne mit (jeweils) einem Schaf verpflichtet. Und es gibt dabei keinen Unterschied zwischen dem Entschuldigten und anderen, dem Unwissenden und dem Vergessenden Handelnden und anderen, als Vorsichtsmaßnahme.
§ 303: Derjenige, dem es erlaubt ist, am zwölften Tag wegzugehen, ist verpflichtet, (erst) nach dem Sonnenhöchststand [zaw~ l] wegzugehen, und es ist für ihn nicht erlaubt, vorher wegzugehen.
Dieses (Bewerfen der drei Felsen) ist die 13. der Pflichten der Pilgerfahrt [ha™ ™ ] und die fünfte der Handlungen in Mina. Und es gibt keinen Unterschied zwischen dem Bewerfen der drei Felsen in ihrer (Art und) Weise und Voraussetzungen gegenüber dem, was (bereits) erwähnt wurde, beim Bewerfen des großen Felsens von Aqaba [™ amrat-ul-caqabah al-kubr~ ] am Tag des Festes.
§ 304: Man ist verpflichtet, die drei Felsen zu bewerfen, das heißt den ersten Felsen, den mittleren und den letzten am Tag (einer) der Nächte, in denen man verpflichtet ist, über Nacht (dort) zu bleiben.
§ 305: Die Zeit des Bewerfens ist vom Sonnenaufgang bis zum Untergang. Also ist es nicht erlaubt, freiwillig in der Nacht zu bewerfen. Ausgenommen davon ist der Hüter und jeder, der einen Grund hat zur Besorgnis um sein Eigentum, seine Ehre oder sich selbst, und genauso die Schwachen der Frauen, Älteren und Jugendlichen, die für sich (Unheil) befürchten aufgrund der Stärke des Staus. Daher ist es für all diese (Genannten) erlaubt, nachts zu bewerfen.
§ 306: Für denjenigen, der einen Grund hat, tagsüber nicht zu bewerfen, ist es nicht erlaubt, sich vertreten zu lassen, wenn sein Grund zu den Gründen gehört, die es ihm erlauben, das Bewerfen in die Nacht zu verschieben, wie Furcht, Arbeit und ähnliches. Aber wenn tagsüber einer der Gründe eintritt, die (das Bewerfen) (grundsätzlich) verhindern, dann ist es ihm erlaubt, sich vertreten zu lassen. Aber als vorsichtshalber Pflicht hat er (zusätzlich) selbst zu bewerfen in der folgenden Nacht, falls dann sein Grund aufgehoben wurde.
§ 307: Man ist verpflichtet, sich vertreten zu lassen beim Eintreten eines Grundes, falls man hoffnungslos ist über dessen Aufhebung, und die Handlung des Vertreters ist befreiend für ihn, selbst wenn sein Grund danach aufgehoben wird. Wenn er aber nicht hoffnungslos ist über dessen Aufhebung, dann ist es ihm (zwar dennoch) erlaubt, sich vertreten zu lassen, aber falls sein Grund später aufgehoben wird, dann ist er verpflichtet, (das Bewerfen) selbst zu wiederholen.
§ 308: Das Bewerfen der drei Felsen ist eine Pflicht, aber es ist kein Grundsatz [rukn] der Pilgerfahrt [ha™ ™ ].
§ 309: Man ist verpflichtet zur (Einhaltung der) Reihenfolge beim Bewerfen, so daß man beim ersten Felsen anfängt, dann den mittleren und dann den letzten (bewirft), so daß man jeden Felsen mit sieben Steinen bewirft in der bereits erwähnten Weise.
§ 310: Wenn man das Bewerfen der drei Felsen vergißt und Mina verläßt, dann ist man verpflichtet, zurück nach Mina zu gehen, wenn man sich an den Tagen des Erstrahlens [ayy~ m-at-tašr§ q] daran erinnert, und (man ist verpflichtet,) selbst zu bewerfen, wenn dieses möglich ist. Und wenn es nicht so (möglich) ist, dann läßt man sich vertreten. Und wenn man sich nach den Tagen des Erstrahlens [ayy~ m-at-tašr§ q] daran erinnert oder man das Bewerfen absichtlich verschiebt bis nach den Tagen des Erstrahlens, dann hat man als vorsichtshalber Pflicht zurückzugehen und selbst zu bewerfen oder sein Vertreter (hat dieses zu tun), und dann holt man (zusätzlich) nachträglich (im nächsten Jahr) nach, selbst wenn (es) durch Vertretung (geschieht). Und wenn man das Bewerfen der drei Felsen (sogar) vergißt, bis man das Heilige Mekka verlassen hat, dann hat man als vorsichtshalber Pflicht im nächsten Jahr nachzuholen, selbst wenn (es) durch Vertretung (geschieht).
§ 311: Es ist erlaubt die Felsen von (allen) ihren vier Seiten zu bewerfen, und es ist keine Voraussetzung, sich in Richtung der Qibla auszurichten beim ersten und mittleren (Felsen) oder die Qibla hinter sich zu haben beim letzten großen Felsen.
Die Fliesen der Heiligen Moschee [al-mas™ id-ul-h.ar~ m] werden (nur) mit geringem [qal§ l] Wasser rituell gereinigt. Und dieses erfolgt durch das Gießen von wenig Wasser auf die rituelle Unreinheit, so daß grundsätzlich das Wissen über das Verbleiben der rituellen Unreinheit erhalten wird. Ist dann die Niederwerfung auf diese Fliesen der Moschee gültig?
Grundsätzlich erhält man kein Wissen über die rituelle Unreinheit der gesamten Moschee, und das Überprüfen ist keine Pflicht. Und somit ist die Niederwerfung auf die Fliesen gültig.
Befreit das Gemeinschaftsgebet in Kreisform um die Kaaba (von der Pflicht zu beten)?
Ja, es ist befreiend (von der Pflicht).
Befreit das Gemeinschaftsgebet hinter einem Imam der Sunniten im Heiligen Mekka oder im Erleuchteten Medina?
Befreiend, inschaallah.
Was ist das Urteil bezüglich des rituellen Gebets [s.al~ h] in Arafat und Al-Masch’ar(-ul-Haram) und Mina und während des Zurücklegens der Strecke zwischen diesen (Orten) auch für denjenigen, der beabsichtigt hat, sich zehn Tage im Heiligen Mekka aufzuhalten?
Er betet vollständig (unverkürzt).
Gilt das Urteil zur freien Wahl zwischen verkürztem (rituellen Gebet) [qas.r] und vollständigem (rituellen Gebet) in Mekka und Medina oder gilt dieses (Urteil) nur für die Heilige Moschee (in Mekka) [al-mas™ id-ul-h.ar~ m] und die Propheten-Moschee (in Medina) [al-mas™ id-un-nab§ ] (s.a.)? Und gibt es einen Unterschied zwischen den alten und neuen Ortsteilen?
Das Urteil zur Freien Wahl zwischen verkürztem (Beten) [qas.r] und vollständigem (Beten) ist in jedem der beiden Orte dieser Heiligen Stätten gültig, und offensichtlich gibt es keinen Unterschied zwischen den alten und neuen Ortsteilen, und als Vorsichtsmaßnahme hat man sich in dieser Angelegenheit auf die alten Ortsteile zu begrenzen und selbst nur auf die beiden Moscheen, so daß man (außerhalb der Moscheen) verkürzt betet, es sei denn, man beabsichtigt den Aufenthalt für zehn Tage.
Was ist das Urteil (bezüglich) der Pilgerfahrt [ha™ ™ ] für denjenigen, der die Teilnahme an der Demonstration zum Loslösen [al-bara’ah] von den Götzendienern nicht wollte?
Dieses (Fernbleiben von der Demonstration) schadet der Gültigkeit seines Pilgerns nicht, obwohl man den Vorzug [fad.§ la] der Teilnahme an der Zeremonie der Verkündung des Loslösen [al-bara’ah] von den Feinden Allahs, des Erhabenen, für sich versäumt hat.
Ist es für diejenige mit Regelblutung bzw. mit Blutung außerhalb der Regel erlaubt, auf der Mauer zu sitzen, die zwischen dem Bogengang der Heiligen Moschee [al-mas™ id-ul-h.ar~ m] und der Strecke des Eilens [masc~ ] liegt, bei Kenntnis, daß diese (Mauer) gemeinsam zwischen den beiden (Moschee und Strecke) ist?
Dieses ist unbedenklich, es sei denn, es steht fest, daß diese (Mauer) ein Teil der Moschee ist.
Was ist das Urteil des Pilgerns für denjenigen, der über das Erlangen (der Erfüllung) der beiden Stehen und über den Tag des Festes zweifelt hinsichtlich des Unterschiedes bei der Sichtung der Neumondsichel? Und ist er zur Wiederholung der Pilgerfahrt [ha™ ™ ] von neuem verpflichtet?
Antwort: Die Handlung gemäß dem Feststehen der Neumondsichel des (Monats) Dul-Hi™ ™ a beim Richter der Allgemeinheit, und sein Urteil dazu befreit ihn (von der Verpflichtung), so daß wenn man gemäß der Leute die beiden Stehen erlangt hat, dann hat man die Pilgerfahrt erlangt, und es befreit einen (von seiner Verpflichtung).
Im arabischen Original folgen im Anschluß an die Darstellung der Riten einige ausgewählte Bittgebete, die hier in der deutschen Übertragung nicht wiedergegeben werden.
a.s. Frieden sei mit ihm bzw. ihnen [caleyhis-sal~ m, caleyhum~ sal~ m]
s.a.s. der Friede sei mit ihm und mit den Reinen seiner auserwählten Familie [s.allall~ hu calayhi wa ~ lih§ wa sallam].
(geordnet nach lateinischem Alphabet der Transkription)
Transkription Bedeutung Texthinweis a, ca c adilDer Gerechte (Aufrichtige) §80 adna-l-h.ill nächstmöglicher Ort (zu Mekka, für Weihezustand) §88 ah.wat. wu™ uban vorsichtshalber Pflicht §62 c aqlVernunft Kap.1.1.1 ayy~ m-at-tašr§ q Tage des Erstrahlens §274, §288, §310 b b~ b Kapitel Fußnote 15 badl§ gespendete (hier: Pilgerfahrt) §24-§28 bara’ah (Demonstration zum) Loslösen Frage 6 bi m~ fi dimmah zur Schuldbegleichung §180 buluŸ Religiöse Reife Kap.1.1.1 d, d d abh.Schlachtopfern §65 f fad.§ la Vorzug Frage 6 fas.l Abschnitt Fußnote 16 fusã k Frevel Kap.3.2.2 g, Ÿ al-™ ~ hil al-q~ sir unfähig Unwissender §217 ™ amrat-ul-caqabah Felsen von Aqaba Kap.4.4, Kap.4.9 Ÿ ayr-ul-mu’min Nichtgläubigen Kap.1.2.1 ™ id~ l Unbestreitbarkeitsaussage Kap.3.2.2,§132-§136 Ÿ usl rituellen Vollkörperreinigung §181-§182 h, h, h. h abatUnreinheiten Kap.3.3.1.1, §224 h.adat Reinheitsverluste Kap.3.3.1.1, §113§178, §180, §181, §185, §225 had§ Opferschlachten §269, §271 h.a™ ar-u-ism~ c§ l Mauer von Ismail (a.s.) §198-§202 al- h.a™ ar-ul-aswad schwarzen Stein Kap.3.3.1.2 ha™ ™ Pilgerfahrt Kap.1, Kap.4 ha™ ™ -ul-ifr~ d Einzel-Pilgerfahrt Kap.2.3 ha™ ™ -un-niyy~ b§ Pilgerfahrt in Vertretung Kap.1.2 ha™ ™ -ul-qir~ n Bündnis-Pilgerfahrt Kap.2.4 ha™ ™ -ut-tamattuc Bestrebungs-Pilgerfahrt Kap.2.5 h.ar~ m Heiliges Gebiet §42,§53,§62,§82, Kap.3.1,Kap.3.2.2Kap.4.4.2 h.auz~ h Religions-Hochschule §24 hi™ ™ at-ul-isl~ m islamisches Pilgern Kap.1.1 i, § , ci ifr~ d Kurzform für Einzel(-Pilgerfahrt) Kap.2.3 i™ tih~ d selbständigen Rechtsfindung §61 ihl~ s Aufrichtigkeit gegenüber Allah Kap.3.2.1 ih.r~ m Weihezustand Kap.3.2, Kap.4.1 ih. tiy~ t. Vorsichtsentscheidung Anmerkung zur Übersetzung § m~ n Glauben Kap.1.2.1 u. §276 c ird.Ehre §35 folgend, §305 išcaar Markierung (eines Schlachtopfers) Kap.2.4, §101, §102 istimn~ Selbstbefriedigung Kap.3.2.2 iz~ r Untergewand Kap.3.2.1, §104, §105, §108 k k~ fir Ungläubiger Kap.1.2.2 l labbayk Hier bin ich Kap.3.2.1 m maŸ rib Zeit zum Abend(gebet) §257 mahr Brautgabe §11 mak~ m-ibr~ h§ m Stätte Abrahams (a.s.) Kap.3.3.1.2, §215 man~ sik-ul-ha™ ™ Riten der Pilgerfahrt Buchtitel man§ Erguß §115, 118, 119 mansã ™ gewebt §111 masc~ Strecke des Eilens Frage 7 mas’ala Angelegenheit Fußnote 17 al-mas™ id-ul-h.ar~ m die Heilige Moschee §166, §179, §181, §190, Bild 3, Kap.3.3.1.2, §215, §216, §249, Frage 1,5,7 al-mas™ id-un-nab§ (s.a.) Propheten-Moschee (in Medina) Frage 5 min q~ bil bei der nächsten (Pilgerfahrt) §85, §98, §119, §206 m§ q~ t Weihestätte Kap.3.1 m§ q~ t§ vor Ort (ab der Weihestätte) §43 mub~ h. zulässig Kap.4.4.2 mub~ h~ t Arroganz Kap.3.2.2 muf~ harah Stolz Kap.3.2.2 muh.rim derjenige im Weihezustand §88, Kap.3.2.2 mukallaf religiös Erwachsene §3, §221 muqassir nachlässig Unwissender §217 mur~ haqa Pubertärer Kap.1.1.1 mustah.ab empfohlen §31, §46, Kap.1.2.2 muw~ lah Aufeinanderfolge §194 n nadb§ empfohlene (Pilgerfahrt) Kap.3.2.1, §175 nadr Gelübde §78, §79, §81, §86, §87, §175 naf~ qah hier: Reiseversorgung und Verkehrsmittel Kap.1.1.1 niyyah Absicht alle, insb.Kap.2.5, Kap.3.2.1, Kap.3.3.1.1 q qal§ l geringes (hier: Wasser) Frage 1 qasam Schwur Kap.3.2.2, §133, §134 qas.r verkürztes (rituelles Gebet) Frage 5 qirbah Wasserschlauchs §145 r r~ h.il~ t Verkehrsmittel Kap.1.1.1, §7, §9, §163, §166 rakcah Gebetsabschnitt §212, §214, §222 ram§ bewerfen Kap.2.2, Kap.4.4, Kap.4.9 rid~ c Obergewand Kap.3.2.1, §105, §108 riy~ ’ Angeberei §174, §280 rukn Grundsatz §123, §204, §233, §258, §263, §293, §308 s, s. sac§ Eilen (zwischen Safa und Marwa) §184, §207, §208, §218, Kap.3.4, §297, §298 s.al~ h rituelles Gebet Kap.3.3, Kap.3.3.2, §221 s.al~ t-ut- t.aww~ f rituelles Gebet des Umkreisens Kap.3.3, Kap.3.3.2 s.arã rah Pilgerneuling §49, §279 as-suur-ul-cazaim-ul-arbac Entschlossenheits-Suren §214 t, t. takb§ rat-ul-ih.r~ m Eröffnungspreisung §97 talbiyyah Bereitschaftsbekundung Kap.2.4, §96-100, §103, Kap.4.1 tamattuc Kurzform fürBestrebungs(-Pilgerfahrt) Kap.2.5 taql§ d Nachahmung §61 taql§ d hier: Anlegen des Halsbandes (an ein Schlachtopfer) Kap.2.4, §101, §102 taql§ f Verpflichtung §221 taqs.§ r Das Kürzen Kap.3.5, Kap.4.6, §71 t.aww~ f Umkreisen Kap.3.3 t.aww~ f-ul-ha™ ™ Umkreisen für die Pilgerfahrt Kap.3.3 t.aww~ f-un-nis~ ’ Umkreisen wegen Frauen §114, §177, §247, §248, §283,§292-§296 t.aww~ f-u-ziy~ rah Besuchs-Umkreisen Kap.4.7 tayammum Trockenreinigung §182, §183 u, cu c umrahWallfahrt Kap.2.1.1, Kap.3 al-cumrat-ul-mufradah Einzel-WallfahrtKap.2.3 c umrat-u-tamattucBestrebungs-Wallfahrt Kap.2.1.1, Kap.4 w wal§ hier: der (erziehungsberechtigte) Verantwortliche §5, §6 wal§ -u-amr-il-muslim§ n Befehlshaber der MuslimeTitel wat.an Heimat Ka.2.1.1, Kap.4.5, §87, §208, §237 wil~ yah Führungsauftrag Einleitung wud.u’ rituelle Waschung §142, §143, §182, §183 wu d.u’-ul-™ ab§ rah rituelle Waschung (des Verletzten) über den Verband §183 y yaq§ n überzeugt, Überzeugung §190 yaum-ul-tarwiyah Tag der Besinnung §250 z zaw~ l Sonnenhöchststand §100, §250, §257, §303

References: § 17

§ 18

§ 19

§ 20

§ 21

§ 22

§ 23

§ 24

§ 25

§ 26

§ 27

§ 28

§ 29

§ 30

§ 31

§ 32

§ 33

§ 34

§ 35

§ 36

§ 37

§ 38

§ 39

§ 40

§ 41

§ 42

§ 43

§ 44

§ 45

§ 46

§ 47

§ 48

§ 49

§ 50

§ 51

§ 52

§ 53

§ 54

§ 55

§ 56

§ 57

§ 58

§ 59

§ 60

§ 61

§ 62

§ 63

§ 64

§ 65

§ 66

§ 67

§ 68

§ 69

§ 70

§ 86

§ 88

§ 113

§ 119

§ 214

§ 222

§ 249

§ 250

§ 251

§ 252

§ 253

§ 254

§ 255

§ 256

§ 257

§ 258

§ 259

§ 260

§ 261

§ 262

§ 263

§ 264

§ 265

§ 266

§ 267

§ 268

§ 269

§ 270

§ 271

§ 272

§ 273

§ 274

§ 275

§ 276

§ 277

§ 278

§ 279

§ 280

§ 281

§ 282

§ 283

§ 284

§ 285

§ 286

§ 287

§ 288

§ 289

§ 290

§ 291

§ 292

§ 293

§ 294

§ 295

§ 296

§ 297

§ 298

§ 299

§ 300

§ 301

§ 302

§ 303

§ 304

§ 305

§ 306

§ 307

§ 308

§ 309

§ 310

§ 311
 §80
 §88
 §62
 §274
 §288
 §310
 §24
 §180
 §65
 §217
 §181
 §224
 §113
 §180
 §181
 §185
 §225
 §269
 §271
 §198
 §42
 §24
 §61
 §276
 §35
 §305
 §101
 §102
 §104
 §105
 §108
 §257
 §11
 §215
 §115
 §111
 §166
 §179
 §181
 §190
 §215
 §216
 §249
 §85
 §98
 §119
 §206
 §43
 §88
 §3
 §221
 §217
 §31
 §46
 §194
 §175
 §78
 §79
 §81
 §86
 §87
 §175
 §133
 §134
 §145
 §7
 §9
 §163
 §166
 §212
 §214
 §222
 §105
 §108
 §174
 §280
 §123
 §204
 §233
 §258
 §263
 §293
 §308
 §184
 §207
 §208
 §218
 §297
 §298
 §221
 §49
 §279
 §214
 §97
 §96
 §103
 §61
 §101
 §102
 §221
 §71
 §114
 §177
 §247
 §248
 §283
 §182
 §183
 §5
 §6
 §87
 §208
 §237
 §142
 §143
 §182
 §183
 §183
 §190
 §250
 §100
 §250
 §257
 §303