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Timestamp: 2016-10-22 05:28:03+00:00

Document:
Pr�sidentin Leuzinger, Bundesrichter R�edi und Ferrari; Gerichtsschreiber Jancar
in Sachen Versicherungskasse der Stadt Z�rich, Unfallabteilung, Strassburgstrasse 9, 8004 Z�rich, Beschwerdef�hrerin,
S.________, 1970, Beschwerdegegnerin, vertreten durch Rechtsanwalt Dr. Robert Geisseler, Badenerstrasse 21, 8004 Z�rich,
A.- Die 1970 geborene S.________ arbeitete seit 1. April 1987 als Hausangestellte (Reinigungs- und Hausarbeiten) im Krankenheim D.________ und war damit bei der Unfallversicherungskasse der Stadt Z�rich (nachfolgend Versicherungskasse) unfallversichert. Am 21. August 1988 wurde sie im damaligen Jugoslawien zusammen mit ihrer Mutter als Mitfahrerin eines von ihrem Vater gelenkten PWS in einen Verkehrsunfall verwickelt. Ein aus der Gegenrichtung kommender PW �berholte an verbotener Stelle eine Autokolonne und stiess frontal mit dem korrekt fahrenden Auto der Familie der Versicherten zusammen. Danach prallten weitere Fahrzeuge in diese verunfallten Autos. Die kollisionsverursachende Lenkerin des �berholenden Wagens verstarb noch auf der Unfallstelle, ihr mitfahrender Ehemann starb sp�ter an den Unfallfolgen. Die Mutter der Versicherten zog sich Rippenfrakturen zu; ihr Vater starb im Rahmen einer wegen des Unfalls notwendigen Fussoperation am 7. September 1988 im Spital an einer Lungenembolie. Die Versicherte erlitt Sch�rfwunden mit Glassplittern im Gesicht und am Thorax, Prellungen der linken Schulter vom Sicherheitsgurt, Sch�rfwunden und eine Kontusion am linken Unterschenkel, eine Distorsion des linken oberen Sprunggelenkes sowie einen Unfallschock; eine commotio cerebri wurde nicht festgestellt. Die Versicherungskasse erbrachte die gesetzlichen Leistungen (Heilbehandlung und Taggeld). S.________ nahm die Arbeit im Krankenheim ab 31. Oktober 1988 zu 50 % auf und steigerte sie ab 13. M�rz 1989 auf 75 %. Wegen vermehrter Fussbeschwerden links und einer Schwangerschaft war sie ab 1. M�rz 1990 zu 50 % und ab 26. M�rz 1990 g�nzlich arbeitsunf�hig. Am 27. Mai 1990 gebar sie ihr erstes Kind. Danach nahm sie ihre Erwerbst�tigkeit im Krankenheim nicht mehr auf. Mit Wirkung ab 16. September 1990 sprach ihr die Versicherungskasse eine Invalidenpension zu. Da die geleisteten Taggelder h�her waren als die Invalidenpension, wurde letztere vorderhand nicht ausgerichtet (Beschluss des Stadtrates von Z�rich vom 29. August 1990 und Entscheid der Versicherungskasse vom 23. Januar 1992). Mitte 1991 wurden bei der Versicherten zus�tzlich psychosomatische Probleme und am 3. April 1992 eine starke Septumdeformation festgestellt; seit Dezember 1993 litt sie zudem an R�ckenbeschwerden. Mit Verf�gungen vom 31. Juli 1995 sprach ihr die IV-Stelle des Kantons Z�rich ab 1. Februar 1990 gest�tzt auf einen Invalidit�tsgrad von 70 % eine ganze Invalidenrente zu. Im Jahre 1997 wurde die Versicherte ein zweites Mal Mutter. Nach Beizug verschiedener Arztberichte und Gutachten sowie eines Berichts des Dr. phil. F.________, dipl. Berufs- und Laufbahnberater, vom 24. August 1998 stellte die Versicherungskasse ihre Taggeldleistungen per Ende 1998 ein und verneinte den Anspruch auf weitere Geldleistungen sowie auf Integrit�tsentsch�digung. Zur Begr�ndung wurde ausgef�hrt, das R�ckenleiden und die psychischen Probleme der Versicherten seien nicht auf den Unfall zur�ckzuf�hren. Durch die Beschwerden am linken Fuss werde sie in ihrer Erwerbsf�higkeit nicht erheblich eingeschr�nkt. Unfallbedingt st�nden zur Zeit auch keine Heilbehandlungen zur Diskussion; sollte sich die Versicherte sp�ter zu der von der Klinik E.________ vorgeschlagenen Fussoperation entschliessen, w�rden die dannzumal anfallenden Heilungskosten �bernommen (Verf�gung vom 17. Dezember 1998). Dagegen erhob die Versicherte Einsprache, welche die Versicherungskasse mit Entscheid vom 12. Januar 2000 abwies. Die hiegegen erhobene Beschwerde hiess das Sozialversicherungsgericht des Kantons Z�rich in dem Sinne gut, dass es die Sache an die Versicherungskasse zur�ckwies, damit sie nach geh�riger Er�ffnung der Verf�gung vom 17. Dezember 1998 an den Krankenversicherer der Versicherten �ber die Einsprache neu befinde (Entscheid vom 30. Mai 2000). Dies tat die Versicherungskasse und erliess am 23. Oktober 2000 einen erneut abweisenden Einspracheentscheid, der auch der Krankenversicherung er�ffnet wurde.
B.- Hiegegen erhob die Versicherte Beschwerde mit den Begehren, es seien ihr ab 1. Januar 1999 eine Erwerbsunf�higkeitsrente auf der Basis einer Erwerbsunf�higkeit von 100 % sowie eine Integrit�tsentsch�digung zuzusprechen; weiter seien ihr die Kosten der noch notwendigen Heilbehandlung gem�ss Art. 21 UVG zu verg�ten. Das Sozialversicherungsgericht des Kantons Z�rich hiess die Beschwerde in dem Sinne gut, dass es den Entscheid aufhob und die Sache an die Versicherungskasse zur�ckwies, damit sie im Sinne der Erw�gungen verfahre (Entscheid vom 28. September 2001).
Die Versicherte schliesst auf Abweisung der Verwaltungsgerichtsbeschwerde, w�hrend das Bundesamt f�r Sozialversicherung auf eine Vernehmlassung verzichtet.
1.- a) Das kantonale Gericht hat die gesetzlichen Bestimmungen �ber den Anspruch auf Heilbehandlung (Art. 10 Abs. 1 UVG), auf Taggelder (Art. 16 Abs. 1 UVG), auf eine Invalidenrente (Art. 18 Abs. 1 [in der bis 30. Juni 2001 geltenden, hier anwendbaren Fassung], Art. 19 Abs. 1 Satz 2 und Art. 21 Abs. 1 UVG) sowie auf eine Integrit�tsentsch�digung (Art. 24 UVG) zutreffend dargelegt. Richtig sind auch die Ausf�hrungen zu dem f�r die Leistungspflicht des Unfallversicherers vorausgesetzten nat�rlichen Kausalzusammenhang zwischen dem Unfall und dem eingetretenen Schaden (Krankheit, Invalidit�t, Tod; BGE 123 V 45 Erw. 2b, 121 V 329 Erw. 2a, je mit Hinweisen; SVR 2000 UV Nr. 8 S. 26 Erw. 2), zur vorausgesetzten Ad�quanz des Kausalzusammenhangs im Allgemeinen (BGE 127 V 102 Erw. 5b/aa, 125 V 461 Erw. 5a, je mit Hinweisen) und bei psychischen Unfallfolgen (BGE 127 V 103 5b/bb, 124 V 45 Erw. 5c/bb und 213 f., 123 V 99 Erw. 2a, 120 V 355 Erw. 5b/aa, 115 V 133 ff.; RKUV 2001 Nr. U 412 S. 80), zu dem im Sozialversicherungsrecht geltenden Beweisgrad der �berwiegenden Wahrscheinlichkeit (BGE 126 V 360 Erw. 5b mit Hinweisen) sowie zum Grundsatz der freien Beweisw�rdigung und zum Beweiswert eines Arztberichts (BGE 125 V 352 Erw. 3a; RKUV 2000 Nr. KV 124 S. 214). Darauf wird verwiesen.
b) Zu erg�nzen ist, dass die Versicherungsleistungen, soweit das Gesetz nichts anderes bestimmt, bei Berufsunf�llen, Nichtberufsunf�llen und Berufskrankheiten gew�hrt werden (Art. 6 Abs. 1 UVG).
Der Rentenanspruch entsteht, wenn von der Fortsetzung der �rztlichen Behandlung keine namhafte Besserung des Gesundheitszustandes des Versicherten mehr erwartet werden kann und allf�llige Eingliederungsmassnahmen der Invalidenversicherung abgeschlossen sind (Art. 19 Abs. 1 Satz 1 UVG).
Nach Art. 11 UVV werden die Versicherungsleistungen auch f�r R�ckf�lle und Sp�tfolgen gew�hrt, f�r Bez�ger von Invalidenrenten jedoch nur unter den Voraussetzungen von Art. 21 des Gesetzes. Sp�tfolgen liegen vor, wenn ein scheinbar geheiltes Leiden im Verlaufe l�ngerer Zeit organische oder psychische Ver�nderungen bewirkt, die zu einem oft v�llig anders gearteten Krankheitsbild f�hren k�nnen. Sp�tfolgen schliessen somit begrifflich an ein bestehendes Unfallereignis an. Entsprechend k�nnen sie eine Leistungspflicht des (damaligen) Unfallversicherers nur ausl�sen, wenn zwischen den erneut geltend gemachten Beschwerden und der seinerzeit beim versicherten Unfall erlittenen Gesundheitssch�digung ein nat�rlicher und ad�quater Kausalzusammenhang besteht (BGE 118 V 296 Erw. 2c; RKUV 1994 Nr. U 206 S. 327 Erw. 2). Je gr�sser der zeitliche Abstand zwischen dem Unfall und dem Auftreten der gesundheitlichen Beeintr�chtigung ist, desto strengere Anforderungen sind an den Wahrscheinlichkeitsbeweis des nat�rlichen Kausalzusammenhangs zu stellen (RKUV 1997 Nr. U 275 S. 191 Erw. 1c in fine). Bei Beweislosigkeit f�llt der Entscheid zu Lasten der versicherten Person aus (RKUV 1994 Nr. U 206 S. 328 Erw. 3b).
Es ist Aufgabe des Unfallmediziners und allenfalls des Psychiaters, s�mtliche Auswirkungen eines Unfalles auf den Gesundheitszustand, namentlich auch die psychischen Unfallfolgen sowie allf�llige Wechselwirkungen zwischen physischen und psychischen Gesundheitsst�rungen zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, bez�glich welcher konkreten T�tigkeiten und in welchem Umfang der Versicherte arbeitsunf�hig ist. Die �rztlichen Ausk�nfte sind sodann eine wichtige Grundlage f�r die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen dem Versicherten im Hinblick auf seine pers�nlichen Verh�ltnisse noch zugemutet werden k�nnen. Im Streitfall entscheidet der Richter (BGE 125 V 261 Erw. 4, 115 V 134 Erw. 2, je mit Hinweisen).
2.- a) Im Gutachten der Orthop�dischen Klinik E.________ vom 23. Juni 1998 wurde folgende Diagnose gestellt: Spondylolyse L5 beidseits, Spondylolisthese L5/S1 Grad I nach Meyerding sowie leiche (recte leichte) posttraumatische talocalcaneare Arthrose mit freien Gelenkk�rpern. Die Versicherte berichte haupts�chlich �ber Schmerzen im linken oberen Sprunggelenk und tieflumbal paravertebral rechts.
In psychiatrischer Hinsicht liegen gem�ss der Expertise der Psychiatrischen Klinik G.________ vom 14. Juli 1998 eine andauernde Pers�nlichkeitsver�nderung nach Extrembelastung (ICD-10 F62.0) sowie eine somatoforme Schmerzst�rung (ICD-10 F45.4) vor.
b) Unbestritten und medizinisch erstellt ist, dass die Beschwerden am linken Fuss in nat�rlichem Kausalzusammenhang mit dem Unfall vom 21. August 1988 stehen. Zu bejahen ist ebenfalls die ad�quate, rechtserhebliche Kausalit�t (BGE 127 V 103 Erw. 5b/bb mit Hinweisen).
c) Nicht streitig ist weiter, dass die am 3. April 1992 von Dr. med. X.________, Spezial�rztin FMH f�r Ohren-, Nasen und Halskrankheiten, festgestellte starke Septumdeformation (Bericht vom 12. Mai 1993) nicht auf den Unfall vom 21. August 1998 zur�ckzuf�hren und damit vorliegend nicht zu ber�cksichtigen ist.
d) Die R�ckenbeschwerden wurden unbestrittenermassen erstmals im Dezember 1993 gegen�ber Dr. med. B.________, Spezialarzt FMH f�r Chirurgie, geklagt (zunehmend Schmerzen in der Kreuzgegend nach l�ngerem Sitzen; Verdacht auf Spondylolyse mit Olisthesis L4/L5; Bericht vom 10. Januar 1994). Dr. med. M.________, Spezialarzt FMH f�r Physikalische Medizin und Rehabilitation speziell Rheumaerekrankungen, diagnostizierte im Gutachten vom 15. November 1994 zu Handen der IV-Stelle eine Spondylolyse L5 bds. mit einer 5 mm breiten ventralen Wirbelverschiebung L5/S1 sowie eine Chondrose L5/S1.
Das R�ckenleiden ist gem�ss dem Gutachten der Klinik E.________ vom 23. Juni 1998 nicht unfallkausal. Gest�tzt hierauf hat die Vorinstanz korrekt erwogen, dass diese Beschwerden vorliegend - im Gegensatz zum invalidenversicherungsrechtlichen Verfahren - nicht zu ber�cksichtigen sind. Das Eidgen�ssische Versicherungsgericht hat den vorinstanzlichen Erw�gungen, auf welche verwiesen wird, nichts beizuf�gen, zumal die Versicherte hiegegen in ihrer Vernehmlassung keine substanzierten Einwendungen vorbringt, die zu einer anderen Beurteilung f�hren k�nnten (ZAK 1986 S. 298 Erw. 1). Sie verweist auf ihre vorinstanzliche Beschwerde und Replik, in denen sie ausf�hrte, vor dem Unfall habe sie keine R�ckenprobleme gehabt; es sei davon auszugehen, dass die R�ckenschmerzen durch die jahrelange unfallbedingte Fehlbelastung des linken Fusses und die unfallbedingte einseitige Beinverk�rzung und die damit einhergehende Fehlhaltung des R�ckens ausgel�st worden seien. Diese Vorbringen, die in keiner Weise �rztlich belegt sind, verm�gen die Einsch�tzung der Klinik E.________ indessen nicht zu entkr�ften, zumal diese keine pathologische Beschwielung des linken Fusses feststellte, was gegen eine Fehlbelastung spricht.
Zu pr�fen ist zun�chst, ob die geklagten Beschwerden - wie von Vorinstanz und Beschwerdegegnerin vertreten - in einem nat�rlichen Kausalzusammenhang zum Unfall stehen.
a) aa) Dr. med. Y.________, Psychiatrie und Psychotherapie, diagnostizierte im Gutachten zu Handen der IV-Stelle vom 11. Januar 1995 ein depressives Syndrom. Dieses stehe teilweise im Zusammenhang mit dem erlittenen Unfall, aber auch mit der unbefriedigenden gegenw�rtigen sozialen Situation der Versicherten. Den Unfall habe sie immer noch nicht ad�quat verarbeitet, wozu nicht nur die pr�morbide Pers�nlichkeitsstruktur, sondern auch eine Kette darauffolgender ung�nstiger Umst�nde beigetragen habe, n�mlich der Verlust des Vaters, Scheidung der ersten Ehe, Eifersucht und fehlendes Verst�ndnis des zweiten Ehemannes, Tod des Grossvaters, an dem sie sehr gehangen habe, Ausbruch des Bosnienkrieges mit bislang finanziellen Konsequenzen und etlichen Spannungen und �ngsten �ber die Existenz der n�chsten Verwandten und schliesslich die objektiven Unfallfolgen, unter denen sie immer noch zu leiden habe. Durch ihre depressive Grundstimmung und Haltung sehe man sehr wenig vom jugendlichen Alter dieser Frau, die vorgealtert scheine.
bb) Im Gutachten der Psychiatrischen Klinik G.________ vom 14. Juli 1998 wurde ausgef�hrt, der Unfall, bei dem die beiden Insassen des unfallverursachenden Autos ums Leben gekommen und die Eltern der Versicherten mittelschwer verletzt worden seien, sei f�r diese eine extreme Belastung gewesen, ebenso wie der v�llig unerwartete Tod ihres Vaters zwei Wochen danach. Die anf�ngliche Trauer sei mehr und mehr einer depressiven Verstimmung mit Gleichg�ltigkeit, Hoffnungslosigkeit und Anhedonie gewichen. Viele allt�gliche Situationen w�rden bei der Versicherten die Erinnerungen an den Unfall und das Gef�hl des intensiven Wiedererlebens wecken. In der Nacht habe sie h�ufig von ihrem Vater getr�umt. Dies habe zu einem Vermeidungsverhalten gef�hrt; sie versuche bis heute Situationen auszuweichen, die in ihr wiederum die Erinnerung wecken w�rden. Nach einer anf�nglichen (ad�quaten) Trauerreaktion habe sich nach einer (f�r dieses St�rungsbild typischen) Latenz eine posttraumatische Belastungsst�rung (ICD-10 F43.1) entwickelt. In der Regel w�rden die Symptome einer solchen St�rung nach einigen Monaten abklingen; bei der Versicherten habe die St�rung jedoch einen chronischen Verlauf genommen und sei in eine dauernde Pers�nlichkeitsst�rung (ICD-10 F62.0) im Sinne einer depressiven Entwicklung �bergegangen. Sie habe zus�tzlich �ber anhaltende Schmerzen, anf�nglich im Bereich des verletzten Beines geklagt; mehr und mehr habe sie aber auch Schmerzen im Bereich der gesamten Wirbels�ule und im Kopf versp�rt. Die anhaltenden Schmerzen h�tten durch die k�rperlichen Befunde nicht ausreichend erkl�rt werden k�nnen. Es liege eine anhaltende somatoforme Schmerzst�rung (ICD-10 F45.4) vor, die sich parallel zu den obigen St�rungen entwickelt habe. Diese St�rungen seien psychogener Art; eine hirnorganische Genese habe aufgrund der psychiatrischen Exploration sowie der psychologischen Testung ausgeschlossen werden k�nnen. Eine zuverl�ssige Einsch�tzung der Kausalit�t zehn Jahre nach dem Unfall sei schwierig, da zu wenig Informationen �ber die pr�morbide Pers�nlichkeit der Beschwerdegegnerin vorl�gen. Der Hausarzt habe sie erst nach dem Unfall kennen gelernt; Fremdausk�nfte �ber die Zeit vor dem Unfall h�tten nicht eingeholt werden k�nnen; Arbeitszeugnisse l�gen auch keine vor. Die Versicherte sei jedoch bis zum Unfall voll arbeitsf�hig gewesen. Dieser und der Tod ihres Vaters h�tten f�r sie eine enorme Belastung dargestellt. Sie verf�ge einerseits �ber wenig Ressourcen, um diese Belastung ad�quat verarbeiten zu k�nnen (geringe Schulbildung, eher unterdurchschnittliche Intelligenz, mangelnde Integration in der Schweiz). Anderseits m�gen eine Reihe weiterer Belastungsfaktoren die negative Entwicklung verst�rkt haben (famili�re Konflikte, transkulturelle Schwierigkeiten, Invalidit�t der Mutter). Dies habe zu einer erheblichen Destabilisierung der Pers�nlichkeit gef�hrt, die ohne den Unfall zumindest in diesem Ausmass wahrscheinlich nicht aufgetreten w�re. Ihr ganzes Leben scheine sich um den Unfall und seine Folgen organisiert zu haben, ohne dass sie den Eindruck der Simulation oder Aggravation erwecke. Ein Zusammenhang zwischen den psychischen Beschwerden und dem Unfall sei wahrscheinlich.
b) Im Lichte dieser beiden Gutachten hat die Vorinstanz zutreffend dargelegt, dass die psychischen Beschwerden mit �berwiegender Wahrscheinlichkeit auf den Unfall vom 21. August 1988 zur�ckzuf�hren sind, zumal es rechtsprechungsgem�ss gen�gt, wenn das Unfallereignis eine Teilursache f�r die gesundheitlichen Beeintr�chtigungen darstellt (BGE 121 V 329 Erw. 2a; RKUV 2001 Nr. U 412 S. 79 f.).
4.- Was die Beschwerdef�hrerin hiegegen vorbringt, vermag zu keinem anderen Ergebnis zu f�hren.
a) aa) Sie wendet als Erstes ein, der nat�rliche Kausalzusammenhang zwischen dem Unfall und den psychischen Beschwerden sei zu verneinen, da diese mehr als zweieinhalb Jahre nach dem Unfall (Bericht des Dr. med. Z.________, Spezialarzt FMH f�r Chirurgie, vom 10. Juli 1991) aktenkundig geworden seien. Auch der langj�hrige Hausarzt Dr. med. K.________, habe �ber zwei Jahre nach dem Unfall nicht auf psychische Probleme hingewiesen. Die Versicherte habe denn auch vom 7. August bis 21. Oktober 1989 trotz attestierter Teilarbeitsunf�higkeit eine nicht gemeldete Nebent�tigkeit als Putzfrau im Umfang der Arbeitsunf�higkeit ausge�bt; ein solcher Versicherungsmissbrauch bed�rfe einer inneren Einstellung und psychischen Konstitution, die einer psychisch angeschlagenen Person kaum zuzutrauen seien. Zu beachten sei auch, dass gem�ss den ICD-Diagnoserichtlinien eine posttraumatische Belastungsst�rung nur dann diagnostiziert werden solle, wenn sie innerhalb von sechs Monaten nach einem traumatisierendem Ereignis von ausserordentlicher Schwere auftrete. Bei einem sp�teren Auftreten k�nne nur noch eine "wahrscheinliche" Diagnose gestellt werden und dies nur dann, wenn keine andere Diagnose wie eine depressive Episode gestellt werden k�nne.
bb) Laut ICD-10 (International Classification of Diseases, 10. Aufl., der Weltgesundheitsorganisation) wird die posttraumatische Belastungsst�rung (F43.1) umschrieben als "verz�gerte oder protrahierte Reaktion auf ein belastendes Ereignis oder eine Situation aussergew�hnlicher Bedrohung oder katastrophen�hnlichen Ausmasses (kurz oder langanhaltend), die bei fast jedem eine tiefe Verzweiflung hervorrufen w�rde". Zu den Ereignissen geh�ren u.a. ein schwerer Unfall oder die Situation als Zeuge des gewaltsamen Todes anderer. Die St�rung folgt dem Trauma mit einer Latenz, die Wochen bis Monate dauern kann (doch selten mehr als sechs Monate nach dem Trauma). Der Verlauf ist wechselhaft, in der Mehrzahl der F�lle kann jedoch eine Heilung erwartet werden. Bei wenigen Patienten nimmt die St�rung �ber viele Jahre einen chronischen Verlauf und geht dann in eine dauernde Pers�nlichkeitsst�rung �ber (F62.0 "andauernde Pers�nlichkeits�nderung nach Extrembelastung"). In den entsprechenden diagnostischen Leitlinien wird ausgef�hrt, eine posttraumatische Belastungsst�rung solle nur dann diagnostiziert werden, wenn sie innerhalb von sechs Monaten nach einem traumatisierenden Ereignis von aussergew�hnlicher Schwere aufgetreten sei. Eine "wahrscheinliche" Diagnose k�nne auch dann gestellt werden, wenn der Abstand zwischen dem Ereignis und dem Beginn der St�rung mehr als sechs Monate betrage, vorausgesetzt, die klinischen Merkmale seien typisch, und es k�nne keine andere Diagnose (wie Angst- oder Zwangsst�rung oder depressive Episode) gestellt werden. Zus�tzlich zum Trauma m�sse eine wiederholte unausweichliche Erinnerung oder Wiedererinszenierung des Ereignisses in Ged�chtnis, Tagtr�umen oder Tr�umen auftreten. H�ufig zu beobachten seien ein emotionaler R�ckzug, Gef�hlsabstumpfung sowie Vermeidung von Reizen, die eine Wiedererinnerung an das Trauma hervorrufen k�nnten (vgl. Dilling/Mombour/Schmidt, Internationale Klassifikation psychischer St�rungen: ICD-10 Kapitel V (F), 4. Aufl., Bern 2000, S. 169 f.).
Mit Bezug auf die Bedeutung der ICD-10 f�r die Beurteilung sozialversicherungsrechtlicher Fragen hat das Eidgen�ssische Versicherungsgericht ausgef�hrt, zwar f�rderten einheitliche Kriterien die gegenseitige Verst�ndigung, doch bestehe keine Gefahr, sich ausserhalb der Schulpsychiatrie zu begeben, solange andere anerkannte Richtlinien angewendet w�rden. In einem psychiatrischen Gerichtsgutachten gehe es darum, juristischen Fachpersonen ein psychisches Leiden oder eine psychische St�rung und ihre Auswirkungen schl�ssig darzulegen, wozu eine bestimmte Diagnose zwar ein notwendiges, aber nicht ein hinreichendes Mittel sei. Vielmehr seien regelm�ssig weitere erkl�rende Ausf�hrungen notwendig. Werde somit eine Diagnose nicht nach der ICD-10, sondern nach einem anderen anerkannten Klassifikationssystem verfasst, sei dagegen aus juristischer Sicht nichts einzuwenden, solange die einzelnen Diagnosen aus den gesamten Erl�uterungen inhaltlich verst�ndlich w�rden und die Darlegung der medizinischen Zusammenh�nge f�r die zu beurteilende Frage schl�ssig sei. Demnach habe das Eidgen�ssische Versicherungsgericht nicht dar�ber zu befinden, ob psychogene St�rungen nach Unf�llen ausschliesslich nach den klinisch-diagnostischen Leitlinien der ICD-10 zu beurteilen seien (BGE 124 V 42 f. Erw. 5b/bb und cc).
cc) Im vorliegenden Fall ist Folgendes festzuhalten: Allein auf Grund des Fehlens entsprechender �rztlicher Angaben bis Juli 1991 kann nicht auf das g�nzliche Fehlen einer psychischen St�rung seit dem Unfall vom 21. August 1988 geschlossen werden, zumal damals die somatischen Unfallfolgen am linken Bein im Zentrum der Behandlungen standen und die Versicherte auch nicht von einem Psychiater untersucht wurde. Hingewiesen sei auch darauf, dass Dr. med. K.________ - entgegen den Darlegungen der Versicherungskasse - nicht langj�hriger Hausarzt der Versicherten war, sondern diese erst seit dem Unfall behandelt hatte.
Vielmehr geht aus den spezial�rztlichen Gutachten der Psychiatrischen Klinik G.________ vom 14. Juli 1998 und des Dr. med. Y.________ vom 11. Januar 1995 schl�ssig und nachvollziehbar hervor, dass psychische Beschwerden bereits seit dem Unfall bestanden haben. Dies wird auch durch folgende Akten bekr�ftigt: Dr. med. Z.________ stellte im Gutachten vom 10. Juli 1991 fest, die Versicherte sei auffallend �ngstlich und unsicher und klage �ber schlechte Tr�ume seit dem Unfall mit den drei Todesf�llen. F�r die Nerven nehme sie regelm�ssig Temesta. Zudem leide sie seit dem Unfall an zeitweise auftretenden psychosomatische Herz- und Atembeschwerden. Weiter diagnostizierte Dr. med. M.________ im Gutachten vom 15. November 1994 unter anderem eine Depression und psychologische Problematik bei Nichtverarbeitung des schweren Autounfalls aus dem Jahr 1988.
dd) Aber selbst wenn davon auszugehen w�re, dass die psychischen St�rungen erst im Sommer 1991, also mit Verz�gerung, aufgetreten sind, w�ren sie aufgrund der Ausf�hrungen der psychiatrischen Gutachter mit �berwiegender Wahrscheinlichkeit im Sinne einer Sp�tfolge auf den Unfall vom 21. August 1988 zur�ckzuf�hren. Hierbei kann offen bleiben, wie es sich hinsichtlich der genauen Diagnose verh�lt; es gen�gt festzustellen, dass die psychischen St�rungen eindeutig vorhanden sind.
Diesbez�glich ist auch zu beachten, dass eine lange Latenzzeit zwischen Unfall und dem Auftreten psychischer St�rungen entgegen der Auffassung der Beschwerdef�hrerin nicht ohne weiteres zur Verneinung des nat�rlichen Kausalzusammenhangs f�hren darf. Denn psychische Fehlentwicklungen setzen erfahrungsgem�ss in manchen F�llen nicht unmittelbar im Anschluss an einen Unfall ein, sondern erst nach mehreren erfolglosen Operationen, l�ngeren Hospitalisationen, schwierigem Heilungsverlauf, sp�ten Abkl�rungs- und Therapieaufenthalten sowie misslungenen Eingliederungsversuchen und bei andauernd starken Schmerzen. In einer solchen Lage wird dem Unfallopfer erst allm�hlich die bef�rchtete Nichtwiedererlangung der fr�heren Gesundheit und Leistungsf�higkeit zur tragischen Gewissheit. Wo auf anf�nglich berechtigte Hoffnung auf Genesung angesichts bleibender teilinvalidisierender somatischer Unfallfolgen einstweilen Resignation und ungen�gende Motivation folgen, kann nicht einfach auf unfallfremde Faktoren geschlossen werden (in RKUV 1996 Nr. U 249 S. 179 nicht publizierte Erw. 9a des Urteils Z. vom 24. April 1996, U 202/95 + U 204/95).
ee) Unter diesen Umst�nden sind die von der Beschwerdef�hrerin vorgebrachten Einw�nde der langen Latenzzeit und der Nebent�tigkeit der Versicherten von August bis Oktober 1989 nicht stichhaltig. Die Versicherungskasse kann bei dieser Sachlage auch daraus nichts zu ihren Gunsten ableiten, dass ihr Vertrauensarzt Dr. med. R.________, Spezialarzt FMH f�r Innere Medizin speziell Rheumaerkrankungen, im Bericht vom 22. August 1989 ausf�hrte, die Beschwerdegegnerin wirke psychisch unauff�llig und arbeitswillig.
b) aa) Die Beschwerdef�hrerin macht im Weiteren geltend, das Entstehen der psychischen St�rungen sei durch die nicht unfallbedingten Belastungsfaktoren (Scheidung im Jahre 1989; Unverst�ndnis, Eifersucht und Gewaltbereitschaft des zweiten Ehemannes; der Verlust von Vater und Grossvater; Bosnienkrieg mit �ngsten um Verwandte und finanziellen Belastungen wegen Verwandtenunterst�tzung) erkl�rbar. Diese Faktoren seien umso mehr vorzuziehen, als diesbez�glich eine zeitliche Koinzidenz bestehe, was f�r das Unfallereignis nicht gelte. Weiter sei zu ber�cksichtigen, dass die Abteilung f�r psychosoziale Medizin der Psychiatrischen Klinik des Spitals im Jahre 1991 eine somatoforme St�rung im ORL-Bereich in psychosozialer �berforderungssituation diagnostiziert habe. Die Psychiatrische Klinik G.________ habe denn auch im Gutachten vom 14. Juli 1998 lediglich eine "wahrscheinliche" Verursachung der psychischen Beschwerden durch das Unfallereignis festgestellt. Der erforderliche Beweisgrad der �berwiegenden Wahrscheinlichkeit sei daher nicht erf�llt.
bb) Diesbez�glich ist als Erstes festzuhalten, dass sowohl die Psychiatrische Klinik G.________ im Gutachten vom 14. Juli 1998 als auch Dr. med. Y.________ im Gutachten vom 11. Januar 1995 die von der Versicherungskasse angef�hrten, nicht unfallbedingten Faktoren mitber�cksichtigt haben. Weiter erstattete die Psychiatrische Klinik G.________ ihr Gutachten in Kenntnis der Diagnose der Abteilung f�r psychosoziale Medizin der Psychiatrischen Klinik des Spitals aus dem Jahre 1991. Trotz dieser Umst�nde haben beide Gutachten den Unfall zumindest als Teilursache der psychischen Problematik taxiert, was f�r die Bejahung der nat�rlichen Kausalit�t gen�gt (Erw. 3b hievor).
Die Tatsache, dass die Psychiatrische Klinik G.________ in ihrem Gutachten zur Frage 6a, welche der psychogenen St�rungen als "�berwiegend wahrscheinlich" auf den Unfall zur�ckzuf�hren seien, ausf�hrte, die Kausalit�t zwischen Unfall und St�rung lasse sich aus heutiger Sicht nur schwer beurteilen, sei jedoch "wahrscheinlich", ist vorliegend nicht entscheidend. Denn trotz dieser Wortwahl muss aufgrund der gesamten Ausf�hrungen der Psychiatrischen Klinik G.________ (Erw. 3a/bb hievor) davon ausgegangen werden, dass der nat�rliche Kausalzusammenhang zwischen dem Unfall und den psychischen Beschwerden �berwiegend wahrscheinlich ist.
5.- Fraglich ist weiter, ob der psychische Gesundheitsschaden auch in einem ad�quaten Kausalzusammenhang zum Unfall steht.
a) In �bereinstimmung mit den Parteien und der Vorinstanz ist von einem mittelschweren Unfall auszugehen, der aufgrund des augenf�lligen Geschehensablaufs zu den schwereren Unf�llen im mittleren Bereich zu z�hlen ist. F�r die Bejahung des ad�quaten Kausalzusammenhangs zwischen dem Unfallgeschehen und dem (psychisch bedingten) Gesundheitsschaden gen�gt es daher, wenn ein einziges unfallbezogenes Kriterium erf�llt ist (BGE 115 V 140 Erw. 6c/bb; nicht ver�ffentlichtes Urteil J. vom 16. Juli 2001 Erw. 3b, U 146/01). Bei psychischer Fehlverarbeitung von Unf�llen sind die Kriterien nur zu ber�cksichtigen, soweit sie somatisch bedingt sind (BGE 115 V 140 Erw. 6c/aa).
b) Von den verschiedenen Kriterien, die bei mittelschweren Unf�llen in die Ad�quanzbeurteilung einzubeziehen sind (vgl. BGE 115 V 140 Erw. 6c/aa), hat die Vorinstanz die besondere Eindr�cklichkeit des Unfalls, k�rperliche Dauerschmerzen (Belastungsschmerzen im linken Fussgelenk) sowie die lange Dauer der somatisch bedingten Arbeitsunf�higkeit als erf�llt betrachtet und die Ad�quanz bejaht.
Die Beschwerdef�hrerin verneint das Vorliegen k�rperlicher Dauerschmerzen und andauernder physisch bedingter Arbeitsunf�higkeit.
c) Dem Kriterium der besonders dramatischen Begleitumst�nde oder besonderen Eindr�cklichkeit des Unfalls liegt der Gedanke zugrunde, dass solche Umst�nde geeignet sind, beim Betroffenen w�hrend des Unfallgeschehens oder nachher psychische Abl�ufe in Bewegung zu setzen, die an den nachfolgenden psychischen Fehlentwicklungen mitbeteiligt sein k�nnen. Dabei sind objektive Massst�be anzuwenden. Nicht was im einzelnen Betroffenen beim Unfall psychisch vorgeht - sofern sich dies �berhaupt zuverl�ssig feststellen liesse -, soll entscheidend sein, sondern die objektive Eignung solcher Begleitumst�nde, bei Betroffenen psychische Vorg�nge der genannten Art auszul�sen (RKUV 1999 Nr. U 335 S. 209 Erw. 3b/cc).
Als Begleitumst�nde des Unfalls sind vorliegend folgende zu nennen:
- Das optisch wahrnehmbare Unfallgeschehen beim Frontalzusammenstoss mit einem auf der eigenen Fahrbahn entgegenkommenden, �berholenden Auto. Der Zusammenstoss muss heftig gewesen sein, wurde doch der �berholende PW auf die eigene Fahrbahn zur�ckgeworfen, wobei dessen Lenkerin und ihr Mitfahrer ihren schweren Verletzungen erlagen.
- Die Tatsache, dass vier weitere PWS, eines davon mit einem Anh�nger, in die beiden zuerst verunfallten Fahrzeuge prallten.
- Das akustisch wahrnehmbare Geschehen. Der Zusammenprall mehrerer Fahrzeuge ist mit ohrenbet�ubenden Knallger�uschen verbunden.
- Die am Unfallort verletzten Personen, zu denen nebst der Versicherten unter anderem ihr Vater und ihre Mutter sowie die noch am Unfallort verstorbene Lenkerin des entgegenkommenden Autos und ihr schwerverletzter Mitfahrer geh�rten.
Werden alle diese Umst�nde ber�cksichtigt, kann das Kriterium der besonders dramatischen Begleitumst�nde oder der besonderen Eindr�cklichkeit des Unfalls in ausgepr�gter Form als erf�llt betrachtet werden; dieses einzige Kriterium gen�gt daher, um den ad�quaten Kausalzusammenhang zwischen dem Unfall und der psychischen Fehlentwicklung der Beschwerdegegnerin zu bejahen, zumal der Unfall zu den schwereren F�llen im mittleren Bereich geh�rt (RKUV 1999 Nr. U 335 S. 210).
Demnach kann offen bleiben, ob die Kriterien der k�rperlichen Dauerschmerzen und der langen Dauer der somatisch bedingten Arbeitsunf�higkeit erf�llt sind.
d) Zusammenfassend steht fest, dass der nat�rliche und der ad�quate Kausalzusammenhang zwischen dem Unfall und den psychischen Beschwerden gegeben sind.
6.- a) aa) Gem�ss Art. 48 Abs. 2 UVG werden die Versicherungsleistungen ganz oder teilweise verweigert, wenn sich der Versicherte trotz Aufforderung einer zumutbaren Behandlung oder einer von der Invalidenversicherung angeordneten Eingliederungsmassnahme f�r eine wesentliche Verbesserung der Erwerbsf�higkeit entzieht. Entzieht sich ein Versicherter einer zumutbaren Behandlung oder Eingliederungsmassnahme, so wird er nach Art. 61 UVV schriftlich auf die Rechtsfolgen der Weigerung unter Ansetzung einer angemessenen �berlegungsfrist aufmerksam gemacht (Abs. 1). Dem Versicherten, der sich ohne zureichenden Grund weigert, sich einer zumutbaren Behandlung oder Eingliederungsmassnahme zu unterziehen, werden lediglich die Leistungen gew�hrt, die beim erwarteten Erfolg dieser Massnahmen wahrscheinlich h�tten entrichtet werden m�ssen (Abs. 2). Behandlungen und Eingliederungsmassnahmen, die eine Gefahr f�r Leib und Gesundheit darstellen, sind nicht zumutbar (Abs. 3).
Die Zumutbarkeit einer Operation ist zu bejahen, wenn es sich um einen erfahrungsgem�ss unbedenklichen, nicht mit Lebensgefahr verbundenen Eingriff handelt, der mit Sicherheit oder grosser Wahrscheinlichkeit v�llige Heilung oder doch erhebliche Besserung des Leidens und damit verbunden eine wesentliche Erh�hung der Erwerbsf�higkeit erwarten l�sst, der ferner nicht zu einer normalerweise sichtbaren Entstellung f�hrt und nicht �berm�ssige Schmerzen verursacht. Die Frage der Zumutbarkeit ist dabei aufgrund der konkreten Umst�nde und mit Blick auf die betroffene Person zu beurteilen (BGE 105 V 179; RKUV 1996 Nr. U 244 S. 154 Erw. 7e/aa, 1995 Nr. U 213 S. 68 Erw. 2b).
bb) Wenn der Versicherte keine Anordnung des Unfallversicherers missachtet, aber dennoch durch eigenes Verhalten das Heilungsergebnis beeintr�chtigt, kann analog zu Art. 37 Abs. 2 UVG bei Absicht oder grober Fahrl�ssigkeit eine Leistungsk�rzung erfolgen (RKUV 1996 Nr. U 244 S. 152 Erw. 7c).
Art. 37 As. 2 UVG (in der seit 1. Januar 1999 geltenden, hier anwendbaren Fassung) l�sst nur noch eine K�rzung der Taggelder zu, die w�hrend den ersten zwei Jahren nach dem Unfall ausgerichtet werden. Die Zweijahresfrist ist eine Verwirkungsfrist und nimmt ihren Anfang mit dem Risikoeintritt. Sie schliesst auch allf�llige Sp�tfolgen oder R�ckf�lle mit ein. Danach auftretende ad�quat kausale Unfallfolgen bleiben von K�rzungen verschont, nicht jedoch solche, die auf einen weiteren Unfall zur�ckzuf�hren sind (Riemer-Kafka, Die Pflicht zur Selbstverantwortung, Freiburg 1999, S. 317 f. und 338).
b) Vorliegend ist die Leistungseinstellung bzw. eine allf�llige -k�rzung f�r die Zeit ab 1. Januar 1999 streitig. Die Zweijahresfrist nach Art. 37 Abs. 2 UVG ist demnach l�ngst abgelaufen, weshalb eine Leistungsk�rzung in analoger Anwendung dieser Bestimmung nicht m�glich ist.
Es fragt sich demnach einzig, ob die Beschwerdef�hrerin aus Art. 48 Abs. 2 UVG etwas zu ihren Gunsten ableiten kann.
c) aa) Die Versicherungskasse macht geltend, die Versicherte w�re nach der ihr schon im Jahre 1990 empfohlenen, zumutbaren Operation des linken Fusses wieder vollst�ndig beschwerdefrei und arbeitsf�hig geworden. Ihre Beschwerden und die Arbeitsf�higkeit seien daher so zu beurteilen, wie wenn diese Operation durchgef�hrt worden w�re.
Die Versicherte f�hrt aus, die Fussoperation sei ihr aufgrund ihrer psychischen Befindlichkeit unzumutbar. Da ihr Vater im Gefolge des Unfalls wegen einer Fussoperation gestorben sei, habe sie eine panische Angst vor invasiven Eingriffen, der mit Zureden oder Androhung von Sanktionen nicht beizukommen sei.
bb) Die Klinik E.________ erachtete im Bericht vom 2. November 1990 eine subtalare Revision und eine Gelenkk�rperrevision als indiziert, nicht aber prim�r eine Arthrodese. Dr. med. Z.________ f�hrte im Bericht vom 10. Juli 1991 aus, es seien eine Gelenkk�rperentfernung und eine Arthrodese angezeigt. Auch Dr. med. Q.________, Chirurgie FMH, sowie Dr. med. N.________, Spezialarzt FMH f�r Orthop�dische Chirurgie, empfahlen am 29. August 1991 bzw. am 23. Januar 1992 eine Fussoperation.
Die Versicherungskasse forderte die Beschwerdegegnerin am 30. Oktober 1991 schriftlich auf, sie sollte sich der von Dr. med. Z.________ vorgeschlagenen Fussoperation bis M�rz 1992 unterziehen. Nach der Operation werde ihr Gesundheitszustand neu beurteilt, um die weiteren Leistungen festzulegen. Sollte sie sich weiter strikt weigern, die zweckm�ssige Behandlung durchf�hren zu lassen, s�he sie sich leider gezwungen, die Geldleistungen ab April 1992 entsprechend zu k�rzen. Mit Schreiben vom 5. November 1991 berief sich die Versicherte auf Unzumutbarkeit der Fussoperation, worauf die Versicherungskasse gest�tzt auf eine volle Arbeitsunf�higkeit ungek�rzte Taggelder ausrichtete (Entscheid vom 23. Januar 1992). Mit Schreiben vom 3. August 1995 teilte sie der Versicherten mit, sie gehe auch heute noch davon aus, dass ihr die Arthrodese zugemutet werden k�nne. Da diese Massnahme jedoch im Hinblick auf die H�he der UVG-Rente derzeit kaum einen Einfluss haben werde, m�sse es der Versicherten �berlassen werden, wieweit sie mit der gesundheitlichen Beeintr�chtigung und den entsprechenden Schmerzen die Operation weiterhin verweigern wolle. Die verf�gungsm�ssige Anordnung zu einem sp�teren Zeitpunkt werde vorbehalten.
Die Beschwerdef�hrerin hat mithin am 3. August 1995 ihre urspr�ngliche Aufforderung vom 30. Oktober 1991 zur Durchf�hrung der Operation zur�ckgenommen und diese der Versicherten nunmehr freigestellt. Schon deshalb kann keine Leistungsverweigerung oder -k�rzung nach Art. 48 Abs. 2 UVG erfolgen.
Weiter ist Folgendes zu beachten: Die Klinik E.________ vertrat am 2. November 1990 die Auffassung, die Angst der Versicherten vor einem operativen Eingriff sei verst�ndlich, da ihr Vater im Anschluss an eine Fussoperation im Spital gestorben sei und sie ein Kleinkind zu betreuen habe. Zudem legte die Klinik E.________ in der Expertise vom 23. Juni 1998 dar, es sei zu erwarten, dass durch eine Entfernung der freien Gelenkk�rper und eine Arthrodese im talocalcanearen Gelenk die Schmerzsymptomatik des Fusses gebessert werden k�nne; jedoch sei es wenig wahrscheinlich, mit der Fussoperation die Arbeits- und Erwerbsf�higkeit der Versicherten zu steigern, da sie zus�tzlich an Lumbalgien aufgrund einer Spondylolisthese L5/S1 leide. Hieraus ergibt sich, dass aufgrund der seit Dezember 1993 bestehenden R�ckenbeschwerden (Erw. 2d hievor) von der noch in den Jahren 1990 bis 1992 ins Auge gefassten Fussoperation mit �berwiegender Wahrscheinlichkeit keine wesentliche Erh�hung der Erwerbsf�higkeit mehr erwartet werden kann. Unter diesen Umst�nden kann diese Operation nicht als zumutbare Behandlung im Sinne von Art. 48 Abs. 2 UVG gewertet werden.
d) aa) Die Versicherungskasse bringt weiter vor, der Hausarzt Dr. med. K.________ habe im Jahre 1995 eine psychiatrische Behandlung in die Wege geleitet, die von der Beschwerdegegnerin nicht beansprucht worden sei. Selbst wenn also die psychische Problematik auf den Unfall zur�ckzuf�hren w�re, k�nnte entgegen der Vorinstanz nicht davon ausgegangen werden, der Fall sei noch nicht abgeschlossen. Ansonsten k�nnten F�lle, in denen medizinische Behandlungen zwar angezeigt seien, aber vom Versicherten abgelehnt w�rden, �berhaupt nie abgeschlossen werden.
Die Versicherte wendet ein, die Beschwerdef�hrerin habe sich in all den Jahren nicht darum gek�mmert, die empfohlene Psychotherapie in die Wege zu leiten. Es sei daher ungerechtfertigt, wenn sie diese Behandlung jetzt ablehne.
bb) Unbestritten ist, dass der Beschwerdegegnerin eine psychiatrische Behandlung zumutbar ist. Indessen ist diesbez�glich ein Vorgehen der Beschwerdef�hrerin nach Art. 48 Abs. 2 UVG in Verbindung mit Art. 61 UVV weder behauptet noch erstellt, weshalb in diesem Rahmen eine Leistungsverweigerung oder -k�rzung ebenfalls nicht in Frage kommt.
7.- a) Hinsichtlich der unfallbedingten Beschwerden am linken Fuss taxierte die Klinik E.________ die Arbeitsunf�higkeit der Versicherten in der angestammten T�tigkeit als Hausangestellte auf 50 %. Sie k�nne nicht l�nger als eine Stunde stehen und nicht mehr als 10 kg tragen; nicht mehr zumutbar seien ihr mittelschwere und schwere k�rperliche Arbeiten sowie ununterbrochenes Stehen oder Gehen �ber eine Stunde (Gutachten vom 23. Juni 1998).
Diese Einsch�tzung ist unbestritten und nicht zu beanstanden.
b) aa) In psychischer Hinsicht legte die Psychiatrische Klinik G.________ im Gutachten vom 14. Juli 1998 dar, die Versicherte sei zur Zeit nicht in der Lage, den eigenen Haushalt zu versorgen; als Hausangestellte sei sie zu 100 % arbeitsunf�hig. Eine psychotherapeutische Behandlung in ihrer Muttersprache sowie eine medikament�se antidepressive Therapie w�rden dringend empfohlen. Eine Besserung des Gesundheitszustandes k�nnte wohl erwartet werden, auch wenn eine Heilung aufgrund des bereits chronifizierten Verlaufes eher unwahrscheinlich erscheine.
Auch der Psychiater Dr. med. Y.________ legte bereits im Gutachten vom 11. Januar 1995 dar, die psychischen St�rungen seien behandelbar und eine intensive Psychotherapie sei indiziert; die therapeutischen M�glichkeiten seien nicht ersch�pft. Mit einer psychiatrischen-psychotherapeutischen Behandlung sei mit einer Besserung des gesundheitlichen Zustandes und der Erwerbsf�higkeit zu rechnen. Eine Wiedereingliederung halte er f�r unerl�sslich. Bei guter Motivation der Versicherten scheine ihm der Erfolg gesichert zu sein; die Aufnahme einer teilweisen Arbeitst�tigkeit h�tte sicherlich auch einen positiven therapeutischen Effekt.
Aufgrund dieser Gutachten ist davon auszugehen, dass von einer psychiatrischen Behandlung - die von der Versicherten bef�rwortet wird - eine namhafte Besserung des Gesundheitszustandes erwartet werden kann bzw. nicht zum vornherein ausgeschlossen ist. Die Vorinstanz hat damit zu Recht erkannt, dass eine Leistungseinstellung per Ende 1998 nicht gerechtfertigt war.
bb) Die Vorinstanz hat zu Recht erwogen, dass keine Sachlage gem�ss Art. 21 UVG (Heilbehandlung nach Festsetzung der Rente) vorliegt. Denn die Versicherungskasse hat der Versicherten bis anhin gar keine Invalidenrente ausgerichtet, sondern einzig Taggelder bis zur Leistungeinstellung per Ende 1998.
Aber selbst wenn Art. 21 UVG anwendbar w�re, best�nde ein Anspruch auf Heilbehandlung nach dessen lit. d, da die Versicherte gem�ss dem psychiatrischen Gutachten G.________ vom 14. Juli 1998 im angestammten Beruf erwerbsunf�hig ist und ihr Gesundheitszustand durch die Psychotherapie wesentlich verbessert werden kann.
Die Versicherungskasse hat deshalb die psychiatrische Heilbehandlung und die Taggeldleistungen (im Rahmen der Arbeitsunf�higkeit) zu gew�hren, um dann, wenn von dieser Behandlung keine namhafte Besserung mehr zu erwarten ist - unter Ber�cksichtigung des Fussleidens (Erw. 7a hievor) - �ber den Anspruch der Versicherten auf Rente und Integrit�tsentsch�digung neu zu befinden.
8.- Das Verfahren ist kostenlos (Art. 134 OG). Dem Prozessausgang entsprechend steht der Beschwerdegegnerin eine Parteientsch�digung zu (Art. 159 Abs. 2 in Verbindung mit Art. 135 OG).
III.Die Versicherungskasse der Stadt Z�rich hat der Beschwerdegegnerin
Eigen�ssischen Versicherungsgerichts

References: Art. 21
 Art. 19
 Art. 21
 BGE 
 Art. 11
 Art. 21
in fine
 BGE 
 Art. 48
 Art. 61
 Art. 37

Art. 37
 Art. 37
 Art. 48
 Art. 48
 Art. 48
 Art. 48
 Art. 61
 Art. 21
 Art. 21
 Art. 135