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Timestamp: 2017-11-19 12:33:18+00:00

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06.10.2014 | Medieninformationen
Schuldspruch in der Strafsache gegen Dr. August M rechtskräftig
Der Oberste Gerichtshof hat die Nichtigkeitsbeschwerde des Angeklagten in nichtöffentlicher Sitzung zurückgewiesen. Damit sind die Schuldsprüche rechtskräftig. Über das Strafausmaß und die Ansprüche der Privatbeteiligten hat das Oberlandesgericht Linz zu entscheiden.
Dr. August M war in erster Instanz zahlreicher Sexualdelikte sowie des Quälens oder Vernachlässigens unmündiger, jüngerer oder wehrloser Personen und eines Vergehens nach dem Waffengesetz schuldig erkannt worden. Die Taten hatte er von 1967 bis 2010 begangen.
Im Einzelnen hatte ihm das Schöffengerichts folgende strafbare Handlungen zur Last gelegt:
– das Vergehen der Nötigung zur Unzucht nach § 204 Abs 1 StGB in der Fassung aus 1974,
– mehrere Verbrechen des schweren sexuellen Missbrauchs von Unmündigen nach § 206 Abs 1 StGB,
– ein Verbrechen des schweren sexuellen Missbrauchs von Unmündigen nach § 206 Abs 1 und Abs 3 erster Fall StGB (aufgrund einer andauernden Persönlichkeitsänderung des Opfers nach Extrembelastung),
– mehrere Verbrechen der Unzucht mit Unmündigen nach § 207 Abs 1 StGB in der Fassung aus 1974,
– das Verbrechen der Unzucht mit Unmündigen nach § 207 Abs 1 und Abs 2 erster Fall StGB in der Fassung aus 1974 (aufgrund einer Anpassungsstörung mit längerer depressiver Reaktion des Opfers),
– mehrere Verbrechen des sexuellen Missbrauchs von Unmündigen nach § 207 Abs 1 StGB,
– mehrere Verbrechen des sexuellen Missbrauchs von Unmündigen nach § 207 Abs 1 und Abs 2 StGB,
– mehrere Vergehen des Missbrauchs eines Autoritätsverhältnisses nach § 212 Abs 1 und Abs 2 Z 1 StGB in der Fassung aus 1974 (weil die minderjährigen Opfer seiner Erziehung, Ausbildung und Aufsicht unterstanden oder Schüler waren),
– mehrere Vergehen des Quälens oder Vernachlässigens eines Unmündigen, Jugendlichen oder Wehrlosen nach § 92 Abs 1 StGB in der Fassung aus 1974,
– mehrere Vergehen des Quälens oder Vernachlässigens unmündiger, jüngerer oder wehrloser Personen nach § 92 Abs 1 StGB,
– das Vergehen des Quälens oder Vernachlässigens unmündiger, jüngerer oder wehrloser Personen nach § 92 Abs 1 StGB in der Fassung aus 1988 sowie
– das Vergehen nach § 50 Abs 1 Z 1 Waffengesetz (wegen unbefugten Besitzes einer Pumpgun).
Gegen seine Verurteilung wandte sich der Angeklagte mit Nichtigkeitsbeschwerde an den Obersten Gerichtshof. Diese Urteilsanfechtung blieb erfolglos, denn die behaupteten Urteilsmängel lagen nicht vor. Sämtliche Schuldsprüche sind nunmehr rechtskräftig (Aktenzeichen 14 Os 134/13g, Entscheidung vom 28.10.2014).
Die Entscheidung über die Berufung des Angeklagten gegen den Strafausspruch und die Berufungen mehrerer Privatbeteiligter wegen ihrer Ersatzansprüche obliegt dem Oberlandesgericht Linz.
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References: OGH 
 § 204
 § 206
 § 206
 § 207
 § 207
 § 207
 § 207
 § 212
 § 92
 § 92
 § 92
 § 50