Source: https://www.jusline.at/entscheidung/415616
Timestamp: 2020-06-06 01:42:02+00:00

Document:
Rechtssatz RS OGH 1987/4/2 13Os178/86, 11Os98/87, 10Os39/87, 10Os161/86 (10Os164/86), 11Os86/88, 11Os50/88, 14O - JUSLINE Österreich
RS OGH 1987/4/2 13Os178/86, 11Os98/87, 10Os39/87, 10Os161/86 (10Os164/86), 11Os86/88, 11Os50/88, 14O
Veröffentlicht am 02.04.1987
Doppelverwertungsverbot: Da die Höhe des Wertbetrags ohnehin die Obergrenze der Geldstrafe bestimmt, darf sie - auch wenn sie die Grenze des § 53 Abs 1 lit b (bzw Abs 2) FinStrG erheblich übersteigt - nicht zusätzlich als Erschwerungsgrund herangezogen werden (siehe 13 Os 120/85, 13 Os 154/85).
13 Os 178/86
Entscheidungstext OGH 02.04.1987 13 Os 178/86
11 Os 98/87
Entscheidungstext OGH 01.12.1987 11 Os 98/87
Vgl auch; Beisatz: Hier: Zusammentreffen zweier Finanzvergehen nicht erschwerend, wenn dieser Umstand bereits die (größere) Höhe der Geldstrafdrohung bestimmt. (T1)
10 Os 161/86
Entscheidungstext OGH 15.12.1987 10 Os 161/86
Beisatz: Die Höhe der entzogenen Abgaben darf weder als erschwerend noch als mildernd bewertet werden. (T2)
11 Os 50/88
Entscheidungstext OGH 28.06.1988 11 Os 50/88
Beisatz: Ein Verstoß gegen das Doppelverwertungsverbot bewirkt Nichtigkeit im Sinne des § 281 Abs 1 Z 11 zweiter Anwendungsfall StPO. (T3)
Veröff: EvBl 1989/63 S 219 = JBl 1989,331 = SSt 59/90
11 Os 59/97
Entscheidungstext OGH 05.08.1997 11 Os 59/97
11 Os 71/98
Entscheidungstext OGH 25.08.1998 11 Os 71/98
Auch; Beisatz: Verstoß gegen das in § 32 Abs 2 StGB normierte Doppelverwertungsverbot, weil im Finanzstrafverfahren wegen § 33 Abs 2 lit a FinStrG die Schadenshöhe die gesetzliche Strafdrohung des § 33 Abs 5 FinStrG bestimmt. (T4)
13 Os 163/02
Entscheidungstext OGH 19.02.2003 13 Os 163/02
Vgl auch; Beis ähnlich wie T4; Beisatz: Hier zu § 35 FinStrG. (T5)
12 Os 53/05v
Entscheidungstext OGH 20.04.2006 12 Os 53/05v
13 Os 83/11x
Entscheidungstext OGH 17.11.2011 13 Os 83/11x
13 Os 98/16k
Entscheidungstext OGH 12.10.2016 13 Os 98/16k
Vgl aber; Beisatz: Die aggravierende Wertung der mehrfachen Überschreitung der Qualifikationsgrenze des § 39 Abs 3 lit c FinStrG verstößt nicht gegen das Doppelverwertungsverbot (§ 23 Abs 2 letzter Satz FinStrG iVm § 32 Abs 2 erster Satz StGB), weil der angesprochene Umstand hier nicht die Strafdrohung bestimmt. Anders als der Großteil der Sanktionsnormen des FinStrG enthält § 39 Abs 3 FinStrG nämlich keine wertbetragsabhängigen (§ 21 Abs 2 dritter Satz FinStrG), sondern mittels fixer Höchstgrenzen determenierte Strafdrohungen. (T5)
ECLI:AT:OGH0002:1987:RS0086302

References: OGH 
 OGH 
 § 53
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 § 281
 OGH 
 OGH 
 § 32
 § 33
 § 33
 OGH 
 § 35
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 § 39
 § 32
 § 39