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Timestamp: 2019-12-08 11:15:09+00:00

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Rechtsprechung: NVwZ 1990, 403 - dejure.org
Weitere Entscheidungen unten: BGH, 22.06.1989 | BGH, 07.11.1989 | VG Stade, 27.04.1989
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BGH, 06.07.1989 - III ZR 79/88 (https://dejure.org/1989,560)
BGH, Entscheidung vom 06.07.1989 - III ZR 79/88 (https://dejure.org/1989,560)
BGH, Entscheidung vom 06. Juli 1989 - III ZR 79/88 (https://dejure.org/1989,560)
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§ 839 BGB, Art. 34 GG, Überleitung, Vertragsärzte
Soldaten - Ärztliche Behandlung - Heilfürsorge - Öffentliches Amt - Truppenarzt
BGB § 839 Abs. 1; GG Art. 34; SoldatenG § 30
Ärztliche Behandlung des Soldaten durch Truppenarzt als hoheitliche Tätigkeit
BGHZ 108, 230
NJW 1990, 760
NVwZ 1990, 403 (Ls.)
VersR 1989, 1050
Im Rahmen der Haftung nach § 839 BGB tritt gemäß Art. 34 Satz 1 GG - im Wege der befreienden Haftungsübernahme - der Staat beziehungsweise die jeweilige Anstellungskörperschaft als Anspruchsgegner des Geschädigten an die Stelle dessen, der in Ausübung eines ihm anvertrauten öffentlichen Amtes gehandelt hat; in diesem Falle scheidet eine persönliche Haftung des Amtsträgers gegenüber dem Geschädigten aus (Senat, Urteil vom 6. Juli 1989 - III ZR 79/88, BGHZ 108, 230, 232;… Beschluss vom 1. August 2002 aaO …und Urteil vom 22. Juni 2006 - III ZR 270/05, NVwZ 2007, 487 Rn. 6).
So ist etwa die ärztliche Behandlung von Soldaten durch Truppenärzte im Rahmen der gesetzlichen Heilfürsorge Wahrnehmung einer dem Dienstherrn obliegenden hoheitlichen Aufgabe und damit Ausübung eines öffentlichen Amtes (BGHZ 108, 230).
So ist anerkannt, dass die ärztliche Behandlung von Soldaten durch Truppenärzte im Rahmen der gesetzlichen Heilfürsorge Wahrnehmung einer hoheitlichen Aufgabe ist und damit in Ausübung eines öffentlichen Amtes erfolgt (BGH, Urteile vom 6. Juli 1989 - III ZR 79/88, BGHZ 108, 230, 233 und vom 12. November 1992 - III ZR 19/92, BGHZ 120, 176, 178).
Während der Soldat nicht das Recht der freien Arztwahl hat (BGH, Urteil vom 6. Juli 1989 - III ZR 79/88, aaO, S. 235), ist diese beim Zivildienstleistenden zwar nicht rechtlich, wohl aber faktisch gegeben (…Brecht, Kriegsdienstverweigerung und Zivildienst, 5. Aufl., § 35 ZDG Anm. 3).
Während die ärztliche Heilbehandlung von Soldaten vorrangig durch öffentlich bedienstete Ärzte und deren Hilfspersonen sowie Sanitätsbereiche und eigene Krankenanstalten der Bundeswehr erfolgt und andere Ärzte oder zivile Kliniken regelmäßig nur im Bedarfsfall zur Ersatzversorgung herangezogen werden (BGH, Urteil vom 6. Juli 1989 - III ZR 79/88, aaO, S. 235 f.), erfolgt die Heilbehandlung von Zivildienstleistenden primär durch niedergelassene Ärzte und zivile Kliniken.
Der Einsatz in einem Sanitätszentrum oder -bereich der Bundeswehr ist grundsätzlich Wahrnehmung einer hoheitlichen Aufgabe und damit Ausübung eines öffentlichen Amtes im Sinne des Art. 34 GG (BGHZ 108, 230; 120, 176, 178).
Ob ein bestimmtes Verhalten einer Person als Ausübung eines öffentlichen Amtes anzusehen ist, bestimmt sich nach der ständigen Rechtsprechung des Senats danach, ob die eigentliche Zielsetzung, in deren Sinn die Person tätig wurde, hoheitlicher Tätigkeit zuzurechnen ist, und ob bejahendenfalls zwischen dieser Zielsetzung und der schädigenden Handlung ein so enger äußerer und innerer Zusammenhang besteht, daß die Handlung ebenfalls noch als dem Bereich hoheitlicher Betätigung angehörend angesehen werden muß (BGHZ 42, 176, 179; 68, 217, 218; 69, 128, 130 f; 108, 230 232).
Weiter haftet der Staat oder die anstellende Körperschaft sogar für eingeschaltete private Hilfspersonen, wenn deren Tätigkeit unmittelbar in den hoheitlichen Aufgabenbereich der Körperschaft fällt (vgl. BGHZ 108, 230, 232, 235 f;… BGH, Urt. v. 24. Mai 1973 - III ZR 148/70, NJW 1973, 1650).
Ob ein bestimmtes Verhalten einer Person als Ausübung eines öffentlichen Amtes anzusehen ist, bestimmt sich danach, ob die eigentliche Zielsetzung, in deren Sinn die Person tätig wurde, hoheitlicher Tätigkeit zuzurechnen ist, und - falls dies zutrifft - ob zwischen dieser Zielsetzung und der schädigenden Handlung ein so enger äußerer und innerer Zusammenhang besteht, daß die Handlung ebenfalls noch als dem Bereich hoheitlicher Betätigung angehörend angesehen werden muß (st. Rspr.; vgl. BGHZ 108, 230, 232;… BGH, Urt. v. 21.03.1991 - III ZR 77/90, NJW 1991, 2954, jeweils m.w.N.;… vgl. auch RGRK/Kreft, BGB, 12. Aufl., § 839 Rdn. 118 f.).
BGH, 25.04.1991 - III ZR 175/90
OLG Köln, 15.12.1993 - 27 U 88/92
OLG Schleswig, 06.06.2014 - 4 U 103/12
Fehlerhafte Behandlung eines Soldaten im Rahmen der truppenärztlichen Versorgung: …
https://dejure.org/1989,934
BGH, 22.06.1989 - III ZR 100/87 (https://dejure.org/1989,934)
BGH, Entscheidung vom 22.06.1989 - III ZR 100/87 (https://dejure.org/1989,934)
BGH, Entscheidung vom 22. Juni 1989 - III ZR 100/87 (https://dejure.org/1989,934)
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Rechtmäßigkeit einer Verpflichtungserklärung zur Kostentragung für bergbaubedingte Sümpfungsmaßnahmen - Rechtsnachfolge für Kostentragungsvereinbarungen - Vertragliche Verpflichtung einer Gemeinde trotz Fehlen der gesetzlichen Vertretungserfordernisse
BGB § 164, § 242; NRWGO § 56
NVwZ 1990, 403
WM 1990, 407
Zum anderen kann es einer Gemeinde nach § 242 BGB verwehrt sein, sich auf eine Verletzung der gesetzlichen Formvorschrift zu berufen, wenn das nach der Gemeindeordnung für die Willensbildung zuständige Organ der öffentlich-rechtlichen Körperschaft den Abschluß des Verpflichtungsgeschäfts gebilligt hat (Senat in BGHZ 92, 164, 174 und Urteil v. 22. Juni 1989 aaO., S. 408 f.;… BGH, Urteil v. 20. Januar 1994 aaO.).
Einfache Geschäfte der laufenden Verwaltung, für die nach § 56 Abs. 2 GO NW die Formvorschrift des Absatzes 1 nicht gilt, sind Geschäfte, die ihrer Natur nach im gewöhnlichen Betriebsablauf regelmäßig wiederkehren, oder Maßnahmen, die in ihrem Umfang und in ihrer finanziellen Tragweite von sachlich weniger erheblicher Bedeutung sind (vgl. Senat in BGHZ 92, 164, 173 und Urt. v. 22. Juni 1989 - III ZR 100/87 - WM 1990, 407, 408).
Zwar hat der Senat entschieden, daß eine Beschlußfassung des Rates über das in Rede stehende Rechtsgeschäft für sich allein schon gegen die Annahme eines solchen einfachen Geschäfts spricht (Senatsurteil v. 22. Juni 1989 aaO.).
vgl. BGH, Urteil vom 10. Mai 2001 - III ZR 111/99 -, BGHZ 147, 381 = NJW 2001, 2626, und Urteil vom 22. Juni 1989 - III ZR 100/08 -, NVwZ 1990, 403, m.w.N.; Rehn/Cronauge/von Lennep, Gemeindeordnung Nordrhein-Westfalen, Stand November 2009, § 64 Anm. II.2., m.w.N.; Stelkens/Bonk/Sachs, VwVfG, § 35 Rdnr. 58.
Wollte man im Hinblick auf die vom Beklagten geltend gemachte Vorgeschichte eine Reduzierung des Ermessens des Klägers annehmen, das vom Beklagten errichtete Heim ohne Rücksicht auf andere Heimträger vollständig zu belegen, liefe dies auf einen Erfüllungsanspruch hinaus, der dem Beklagten aufgrund der nicht wirksam gewordenen Zusage gerade nicht zustünde (vgl. Senatsurteil vom 22. Juni 1989 - III ZR 100/87 - NVwZ 1990, 403, 406; Senatsbeschluß vom 13. Juli 1993 - III ZR 86/92 - NVwZ 1994, 91).
BGH, 31.01.2001 - XII ZR 221/98
Anspruch des Vermieters gegen den Untermieter des Mieters wegen verspäteter …
Schweigen ist grundsätzlich als Verweigerung der Genehmigung anzusehen (…vgl. hierzu Scholz/Schneider, GmbHG 9. Aufl. § 35 Rdn. 51 ff.;… Hachenburg, GmbHG 8. Aufl. § 35 Rdn. 90 ff.;… Lutter/Hommelhoff GmbHG 15. Aufl. § 35 Rdn. 25 ff.;… Hueck/Schulze-Osterloh/Zöllner GmbHG 16. Aufl. § 35 Rdn. 63 ff. sowie BGB RGRK/Steffen aaO § 182 Rdn. 8; auch BGH, Urteil vom 22. Juni 1989 - III ZR 100/87 = BGHR BGB § 182 Genehmigung 1).
Ihm fehlte unter diesen Umständen schon das Bewußtsein von der schwebenden Unwirksamkeit des Vertrages, welches zumindest Voraussetzung für die Annahme einer stillschweigenden Genehmigung durch ihn wäre (vgl. BGH, Urteil vom 22. Juni 1989 aaO).
Gemeindliches Vorkaufsrecht; Ausübung; Unterschrift des Bürgermeisters; Wohl der …
OVG Niedersachsen, 28.04.2005 - 1 LB 270/02
Vorkaufsrechtsausübung ist öffentlich-rechtliche Verpflichtungserklärung; …
https://dejure.org/1989,2197
BGH, 07.11.1989 - VI ZR 267/88 (https://dejure.org/1989,2197)
BGH, Entscheidung vom 07.11.1989 - VI ZR 267/88 (https://dejure.org/1989,2197)
BGH, Entscheidung vom 07. November 1989 - VI ZR 267/88 (https://dejure.org/1989,2197)
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Dringende militärische Erfordernisse, die Abweichungen von den deutschen Vorschriften im Straßenverkehr gestatten - Sorgfaltsanforderungen beim Fahren einer Militärkolonne - Sorgfaltsanforderungen beim Fahren überbreiter Panzer in der Dunkelheit - Gebot der Beachtung der ...
NJW 1990, 632
NZV 1990, 112
VersR 1990, 209
Insbesondere die Straßenverkehrsordnung dient der Abwehr der typischen vom Straßenverkehr ausgehenden Gefahren (…vgl. BVerfG NJW 1976, S. 559;… BGH NJW 2004, S. 356;… NJW 2005, S. 2923;… BVerwG NZV 1998, S. 427;… DAR 1999, S. 471;… König, in: Hentschel/König/Dauer, Straßenverkehrsrecht, 41. Aufl., Einl. Rdn. 1, 6), die bei Inanspruchnahme von Sonder- und Ausnahmerechten regelmäßig in erhöhter Weise bestehen (vgl. BGHZ 37, 337, 340; BGH NJW 1990, S. 632, 633).
So entspricht es der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofes, dass Polizeibeamte für Amtspflichtverletzungen aus Anlass des Geleites, die in einen Schaden bei dritten Verkehrsteilnehmern oder Einrichtungen münden, nach den Grundsätzen der Amtshaftung einzustehen haben (…vgl. VersR 1961, S. 438: Straßenbahn im Gegenverkehr; NJW 1990, S. 632: Pkw im Gegenverkehr).
OLG Düsseldorf, 01.07.2009 - 18 U 235/08
Amtshaftungsanspruch bei Beschädigung einer Fußgängerbrücke durch den Transport …
Auf die Entscheidungen des BGH vom 07.11.1989 - VI ZR 267/88 -, NJW 1990, 632, und vom 09.02.1961 - III ZR 155/59 -, VersR 1961, 438, kann die Berufung von vorn herein nichts stützen.
VG Stade, 27.04.1989 - 1 A 153/87
https://dejure.org/1989,6229
VG Stade, 27.04.1989 - 1 A 153/87 (https://dejure.org/1989,6229)
VG Stade, Entscheidung vom 27.04.1989 - 1 A 153/87 (https://dejure.org/1989,6229)
VG Stade, Entscheidung vom 27. April 1989 - 1 A 153/87 (https://dejure.org/1989,6229)
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NJW 1990, 789
So die sog. "Eindruckstheorie", vgl. BGH, Urteile vom 13.9.1977 - 1 StR 389/77 -, NJW 1978, 599, und vom 4.11.1955 - 5 StR 421/55 -, BGHSt 8, 237; OLG Karlsruhe, Urteil vom 25.2.1993 - 2 Ss 1/93 -, MDR 1993, 793; VG Stade, Urteil vom 27.4.1989 - 1 A 153/87 -, NJW 1990, 789; VGH Baden-Württemberg, Urteil vom 9.7.1991 - 9 S 961/90 -, MedR 1992, 54.
Wird unabhängig von oder zusätzlich zu den vorgenannten Kriterien bei der Frage, ob die Tätigkeit des Klägers dem Heilpraktikergesetz unterfällt, auf den Blickwinkel der Patienten abgestellt, so die sog. "Eindruckstheorie", vgl. BGH, Urteil vom 13. September 1977 - 1 StR 389/77 -, NJW 1978, 599; LG Berlin, Urteil vom 14. Mai 1987, a.a.O.; OLG Karlsruhe, Urteil vom 25. Februar 1993 - 2 Ss 1/93 -, MDR 1993, 793; VG Stade, Urteil vom 27. April 1989 - 1 A 153/87 -, NJW 1990, 789; VGH Baden- Württemberg, Beschluß vom 16. Dezember 1993 - 9 S 326/93 -, a.a.O., Urteil vom 9. Juli 1991 - 9 S 961/90 -, a.a.O., so führt dies erst recht zu der Annahme, daß es sich um Ausübung der Heilkunde im Sinne des § 1 Abs. 2 HPG handelt.
Der Bescheid vom 27. November 1998, in dem nicht ausdrücklich eine Ermächtigungsgrundlage genannt worden ist, lässt sich allerdings nicht - wie der Antragsgegner und das Verwaltungsgericht ihm folgend meinen - auf § 15 Abs. 2 Satz 1 GewO stützen, sondern auf § 1 Abs. 1 HPG i.V.m. § 11 HSOG (vgl. VG Stade, Urteil vom 27. April 1989 - 1 A 153/87 -, NJW 1990, 789 betreffend einen sogenannten Geistheiler).
Wird unabhängig von oder zusätzlich zu den vorgenannten Kriterien bei der Frage, ob die Tätigkeit des Klägers dem Heilpraktikergesetz unterfällt, auf den Blickwinkel der Patienten abgestellt, so die sog. "Eindruckstheorie", vgl. BGH, Urteil vom 13. September 1977 - 1 StR 389/77 -, NJW 1978, 599; OLG Karlsruhe, Urteil vom 25. Februar 1993 - 2 Ss 1/93 -, MDR 1993, 793; VG Stade, Urteil vom 27. April 1989 - 1 A 153/87 -, NJW 1990, 789; VGH Baden- Württemberg, Beschluss vom 16. Dezember 1993 - 9 S 326/93 -, MedR 1994, 369 f. Urteil vom 9. Juli 1991 - 9 S 961/90 -, a.a.O., so führt dies erst recht zu der Annahme, dass es sich um Ausübung der Heilkunde im Sinne des § 1 Abs. 2 HPG handelt.
Wird unabhängig von oder zusätzlich zu den vorgenannten Kriterien bei der Frage, ob die Tätigkeit des Klägers dem Heilpraktikergesetz unterfällt, auf den Blickwinkel der Patienten abgestellt, so die sog. "Eindruckstheorie", vgl. BGH, Urteil vom 13. September 1977 - 1 StR 389/77 -, NJW 1978, 599; LG Berlin, Urteil vom 14. Mai 1987, a.a.O.; VG Stade, Urteil vom 27. April 1989 - 1 A 153/87 ~, NJW 1990, 789; VGH Baden-Württemberg, Beschluß vom 16. Dezember 1993 - 9 5 326/93 -, a.a.O., so führt dies erst recht zu der Annahme, daß es sich bei der Tätigkeit um Ausübung der Heilkunde im Sinne des § 1 Abs. 2 HPG handelt.

References: § 839
 Art. 34
 § 839
 Art. 34
 § 30
 § 839
 Art. 34
 § 35
 Art. 34
 § 839
 § 164
 § 242
 § 56
 § 242
 § 56
 § 64
 § 35
 § 35
 § 35
 § 35
 § 35
 § 182
 § 182
 BGH 
 BGH 
 BGH 
 § 1
 § 15
 § 1
 § 11
 § 1
 § 1