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Timestamp: 2019-10-17 09:16:21+00:00

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Rechtsprechung: B 13 R 19/12 - dejure.org
Weitere Entscheidungen unten: BSG, 29.08.2012 | BSG, 04.01.2013
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BSG, 14.03.2013 - B 13 R 19/12 R (https://dejure.org/2013,10191)
BSG, Entscheidung vom 14.03.2013 - B 13 R 19/12 R (https://dejure.org/2013,10191)
BSG, Entscheidung vom 14. März 2013 - B 13 R 19/12 R (https://dejure.org/2013,10191)
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Sozialgerichtliches Verfahren; Berufungsfrist; Rechtsmittelbelehrung; fehlender Hinweis auf Möglichkeit der Berufungseinlegung in elektronischer Form
§ 151 Abs 1 SGG, § 158 S 1 SGG, § 66 Abs 1 SGG, § 66 Abs 2 S 1 SGG, § 65a Abs 1 S 1 SGG
Verwaltungs- und Sozialgerichtsverfahren - Rechtsmittelbelehrung - fehlender Hinweis auf mögliche Rechtsmitteleinlegung in elektronischer Form - keine Unrichtigkeit der Rechtsmittelbelehrung
SG Kassel, 11.11.2010 - S 8 R 614/07
NZS 2013, 676
AnwBl 2013, 256
Vielmehr handelt es sich - wie auch die Übermittlung z. B. per Brief, Bote oder (Computer-)Fax - lediglich um eine weitere Übermittlungsmöglichkeit eines schriftlichen Dokuments mit der Folge, dass es sich auch bei einer elektronischen Übermittlung einer Klage um eine (auch in § 81 Abs. 1 VwGO genannte) schriftliche Klageerhebung handelt, über die in der Rechtsbehelfsbelehrung belehrt wurde (so auch VG Schleswig-Holstein…, Urteil vom 22.5.2019 - 4 A 640/17 - juris Rn. 36; VG Schwerin…, Urteil vom 19.2.2019 - 4 A 1830/18 SN - juris Rn. 21 f.; BayVGH…, Beschluss vom 18.4.2011 - 20 ZB 11.349 - juris Rn. 3 zu § 70 Abs. 1 Satz 1 VwGO in der bis zum 31.12.2017 gültigen Fassung; BSG, Urteil vom 14.3.2013 - B 13 R 19/12 R - juris Rn. 17 zur Regelung im SGG: zwar grundsätzlich eigenständige Form, aber noch nicht als weiterer "Regelweg" normiert; offen gelassen BremOVG…, Urteil vom 17.8.2018 - 1 B 162/18 - juris Rn. 5).
Erforderlichenfalls ist er gehalten, einschlägigen Rechtsrat oder aber eine behördliche Auskunft einzuholen (so auch BSG, Urteil vom 14.3.2013, a. a. O., Rn. 24; BFH…, Beschluss vom 12.12.2012 - I B 127/12 - juris Rn. 19).
Es ist aber nahezu ausgeschlossen, dass ein Belehrter wegen der fehlenden Kenntnis von der Möglichkeit der elektronischen Übermittlung der Klageschrift gänzlich von der Klageerhebung absieht, zumal nach der Rechtsprechung auch die mit dem PC mögliche (und leichter zugängliche) Erhebung per Computerfax zulässig ist (so auch BSG, Urteil vom 14.3.2013, a. a. O., Rn. 25 f.; BFH…, Beschluss vom 12.12.2012, a. a. O., Rn. 19; BremOVG…, Urteil vom 17.8.2018, a. a. O., Rn. 3 - 4 …und vom 8.8.2012, a. a. O., Rn. 25 - 28; VG Schleswig-Holstein…, Urteil vom 22.5.2019, a. a. O., Rn. 43; VG Schwerin…, Urteil vom 19.2.2019, a.a.O., Rn. 20; VG Hamburg…, Urteil vom 6.3.2018 - 11 K 6685/16 - juris Rn. 54 - 61).
Andererseits darf die Rechtsbehelfsbelehrung nicht mit weiteren Informationen überfrachtet sein; diese sind jedoch unschädlich, wenn sie richtig und vollständig sind, dürfen aber nicht Verwirrung stiften oder den Eindruck erwecken, die Rechtsverfolgung sei schwieriger als sie in Wirklichkeit ist (…stRspr: BSG vom 7.7.1999 - B 3 P 4/99 R - SozR 3-1500 § 67 Nr. 13;… BSG vom 18.10.2007 - B 3 P 24/07 B - , SozR 4-1500 § 66 Nr. 1 RdNr 6; BSG vom 14.3.2013 - B 13 R 19/12 R -, SozR 4-1500 § 66 Nr. 3 RdNr 15 f;… Keller in Meyer-Ladewig/Keller/Leitherer, SGG, 10. Aufl 2012, § 66 RdNr 5, 10 f;… Littmann in HK-SGG, 4. Aufl 2012, § 66 RdNr 5;… Wolf-Dellen in Breitkreuz/Fichte, SGG, 2. Aufl 2014, § 66 RdNr 22; vgl auch Bundesverwaltungsgericht vom 27.4.1990 - 8 C 70.88 - juris-RdNr 15) .
Der Gesetzgeber habe aber keine Veranlassung gesehen, diese Option neben der schriftlichen und mündlichen (zur Niederschrift) Form als gleich gewichtige Form und weiteren Regelweg zu normieren (BSG, Urt. v. 14.03.2013 - B 13 R 19/12 R -, Rn. 21, juris;… sich dem BSG anschließend Mey, SGb 2014, S. 99 (101)).
Es handelt sich bei der elektronischen Form iS des § 65a SGG um eine eigenständige Kommunikationsform, die der Gesetzgeber als zusätzliche - gleichberechtigte - Option neben der herkömmlichen papiergebundenen Schriftform eingeführt hat (Gesetzentwurf der Bundesregierung für ein JKomG, BT-Drucks 15/4067 S 24, 27 f unter VI; BSG Urteil vom 14.3.2013 - B 13 R 19/12 R - SozR 4-1500 § 66 Nr. 3 RdNr 18; LSG Berlin-Brandenburg Urteil vom 16.8.2012 - L 3 R 801/11 - RdNr 38; vgl auch BFH Urteil vom 13.5.2015 - III R 26/14 - RdNr 21 zur Parallelvorschrift § 52a FGO; BVerwG Urteil vom 25.4.2012 - 8 C 18/11 - BVerwGE 143, 50 RdNr 16 f zur Parallelvorschrift § 55a VwGO) .
Dass die elektronische Form nicht lediglich einen Unterfall der Schriftform darstellt, unterstreicht für das Berufungsverfahren § 158 S 1 SGG, in dem der durch das Gesetz geschaffene Dreiklang gleichrangiger prozessualer Formen - schriftlich, in elektronischer Form oder zur Niederschrift des Urkundsbeamten der Geschäftsstelle - nochmals ausdrücklich aufgezählt wird (BSG Urteil vom 14.3.2013 - B 13 R 19/12 R - SozR 4-1500 § 66 Nr. 3 RdNr 18) .
Der fehlende Hinweis auf die Möglichkeit der Berufungseinlegung in elektronischer Form führt noch nicht zur Unvollständigkeit der Rechtsmittelbelehrung (Anschluss an BSG, Urteil vom 14. März 2013, B 13 R 19/12 R).
Denn eine Rechtsmittelbelehrung, die - wie das angefochtene Urteil des SG vom 19. Februar 2008 - keinen Hinweis auf die an dem Rechtsmittelgericht (oder dem Ausgangsgericht) bereits eröffnete Möglichkeit der elektronischen Kommunikation enthält, ist nach derzeitiger Sach- und Rechtslage nicht "unrichtig" i. S. von § 66 Abs. 1 SGG (vgl. BSG, Urteil vom 14. März 2013, B 13 R 19/12 R, abrufbar bei der Datenbank Juris).
Über den Wortlaut der Vorschrift hinaus ist nach ihrem Sinn und Zweck, den Beteiligten ohne Gesetzeslektüre die ersten Schritte zur (fristgerechten) Wahrung ihrer Rechte zu ermöglichen aber auch eine Belehrung über den wesentlichen Inhalt der bei Einlegung des Rechtsbehelfs zu beachtenden Formvorschriften erforderlich (ständige Rechtsprechung des BSG, vgl. Urteil vom 14. März 2013, B 13 R 19/12 R, und 26. Januar 1993, 1 RK 33/92, abrufbar bei Juris).
Eine "richtige" Belehrung muss nicht stets alle tatsächlichen und rechtlichen Gegebenheiten und Möglichkeiten Rechnung tragen; es reicht aus, wenn sie die Beteiligten in die richtige Richtung lenkt (BSG, Urteil vom 14. März 2013, B 13 R 19/12 R, a.a.O.).
Wie das BSG in seiner Entscheidung vom 14. März 2013 (B 13 R 19/12 R) mit überzeugenden Argumenten dargelegt hat, erfordert die hiernach notwendige Belehrung über den wesentlichen Inhalt der bei der Einlegung des Rechtsbehelfes zu beachtenden Formvorschriften es derzeit jedoch nicht, dass auch auf die für das betreffende Gericht durch Rechtsverordnung bereits zugelassene Möglichkeit der Übermittlung verfahrensbestimmender Schriftsätze in der Form eines elektronischen Dokuments nach § 65a SGG hingewiesen wird.
So handelt es sich bei der elektronischen Form i. S. des § 65a SGG nicht um einen Unterfall der Schriftform, sondern um eine eigenständige Form, die der Gesetzgeber "als zusätzliche Option neben der bisherigen schriftlichen Form" eingeführt hat, wie auch aus dem Wortlaut von § 158 Satz 1 SGG deutlich wird (vgl. BSG, Urteil vom 14. März 2013, a.a.O. unter Hinweis auf die Gesetzesmaterialien).
Zum anderen verfügen noch längst nicht alle Gerichte über die Möglichkeit der elektronischen Kommunikation i.S. von § 65a SGG (vgl. hierzu die Übersicht in BSG, Urteil vom 14. März 2013, B 13 R 19/12 R, a.a.O.).
(Abweichung zu BSG 14.03.2013 - B 13 R 19/12 R und LAG Hamburg 28.09.2017 - 7 Sa 72/17).
Unter Bezugnahme auf die bereits oben zitierte Entscheidung des Bundessozialgerichts (BSG 14. März 2013 - B 13 R 19/12 R) vertritt das Landesarbeitsgericht Hamburg ebenfalls die Ansicht, die elektronische Form sei derzeit noch kein gleichwertiger Regelweg für die Einlegung eines Rechtsbehelfs.
Der Gesetzgeber versteht das elektronische Dokument vielmehr als eine eigenständige "modifizierte Schriftform" und "neue prozessuale Form" (BT-Drs. 14/4987 Seite 24; ebenso: BSG 14. März 2013 - B 13 R 19/12 R; Kloppenburg in jurisPR-ArbR 26/2010 Anm. 1 zu BGH 14. Januar 2010 - VII ZB 112/08).
SG Darmstadt, 23.05.2018 - S 19 AS 309/18
SGB II, SGG
Über den Wortlaut der Vorschrift hinaus ist nach ihrem Sinn und Zweck, den Beteiligten ohne Gesetzeslektüre die ersten Schritte zur (fristgerechten) Wahrung ihrer Rechte zu ermöglichen, aber auch eine Belehrung über den wesentlichen Inhalt der bei Einlegung des Rechtsbehelfs zu beachtenden Formvorschriften erforderlich (ständige Rspr. vgl. nur BSG, Urteil vom 14. März 2013, Az: B 13 R 19/12 R, juris Rn. 16 m. w. Nachw.).
Zwar hat das Bundessozialgericht im Jahr 2013 entschieden, dass es für die Belehrung über die Klagemöglichkeit bei Gericht nicht erfordere, dass auch auf die für das betreffende Gericht durch Rechtsverordnung bereits zugelassene Möglichkeit der Übermittlung verfahrensbestimmender Schriftsätze in der Form eines elektronischen Dokuments hingewiesen werde (BSG, Urteil vom 14. März 2013, Az: B 13 R 19/12 R, Rn. 17).
Da die Frage, ob der fehlende Hinweis auf die Möglichkeit der elektronischen Klageerhebung zur Fehlerhaftigkeit der Rechtsbehelfsbelehrung führt, in der obergerichtlichen Rechtsprechung umstritten ist (bejahend OVG Berlin-Brandenburg, Beschlüsse vom 22. April 2010 - OVG 2 S 12.10 - juris Rdn 3…, vom 3. Mai 2010 - OVG 2 S 106.09 - juris Rdn. 6 …und vom 2. Februar 2011 - OVG 2 N 10.10 - juris Rdn. 3; OVG Münster…, Beschluss vom 11. Juli 2013 - 19 B 406/13 - juris Rdn. 19; OVG Magdeburg…, Urteil vom 14.Oktober 2014 - 1 L 99/13 - juris Rdn. 34; verneinend BFH…, Urteil vom 18. Juni 2015 - IV R 18/13 - juris Rdn. 21 f.; BSG, Urteil vom 14. März 2013 - B 13 R 19/12 R - juris Rdn. 23 ff.; OVG Bremen…, Urteil vom 17. August 2018 - 1 B 162/18 - juris Rn. 3 …und Beschluss vom 25. August 2015 - 2 LB 283/14 - juris Rdn. 32 ff.), fehlt es jedenfalls an einem groben Verschulden der Klägerin, die - wie die Beklagte - ohne weiteres von der Unanfechtbarkeit des Bescheids vom 13. April 2017 ausging.
Von daher müsse auf die Möglichkeit der Klageerhebung in elektronischer Form nicht gesondert hingewiesen werden (…vgl. OVG Bremen, Urt. v. 8.8.2012, 2 A 53/12.A; Beschl. v. 25.8.2015, 2 LB 283/14; VGH München, Beschl. v. 18.4.2011, 20 ZB 11.349;… VG Hannover, Urt. v. 18.5.2017, 7 A 5352/16;… VG Braunschweig, Urt. v. 16.12.2015, 5 A 17/14;… VG Magdeburg, Urt. v. 22.7.2014, 7 A 482/12;… VG Neustadt, Urt. v. 22.9.2011, 4 K 540/11.NW;… VG Frankfurt, Urt. v. 8.7.2011, 11 K 4808/10.F; VG Berlin, Beschl. v. 20.5.2010, 12 L 253/10; abrufbar jeweils unter juris;… vgl. auch Meissner/Schenk in: Schoch/Schneider/Bier, VwGO Kommentar, Stand Juni 2017, § 58 Rn. 44;… für die Finanzgerichtsbarkeit: BFH, 10. Senat, Urt. v. 20.11.2013, X R 2/12;… 8. Senat, Urt. v. 5.3.2014, VIII R 51/12; 6. Senat, Beschl. v. 28.4.2015, VI R 65/13; 3. Senat, Beschl. v. 2.2.2010, III B 20/09; abrufbar jeweils unter juris; für die Sozialgerichtsbarkeit: BSG, Urt. v. 14.3.2013, B 13 R 19/12 R;… LSG Darmstadt, Urt. v. 20.6.2011, L 7 AL 87/10; abrufbar jeweils unter juris).
Dies ergibt sich vor allem daraus, dass der mit einer rechtswirksamen elektronischen Übermittlung von Schriftsätzen an das Gericht verbundene Aufwand bei Weitem denjenigen überstieg, der mit einer Übermittlung auf herkömmlicher Weise (schriftlich oder zur Niederschrift) einhergeht (vgl. auch BSG, Urt. v. 14.3.2013, a.a.O., juris Rn. 25).
Auch hieraus wird deutlich, dass es jedenfalls zum damaligen Zeitpunkt nicht gerechtfertigt war, bei Betrachtung des gesamten Geltungsbereichs der Verwaltungsgerichtsordnung die Möglichkeit der Einlegung von Rechtsbehelfen in elektronischer Form als "Regelweg" der Rechtsmitteleinlegung im Sinne der Schutzvorschrift des § 58 Abs. 2 VwGO anzusehen (vgl. auch BSG, Urt. v. 14.3.2013, a.a.O., juris Rn. 27 hinsichtlich des Verbreitungsgrades in der Sozialgerichtsbarkeit).
LSG Berlin-Brandenburg, 28.01.2015 - L 9 AS 2582/14
(Un-)Richtigkeit einer Rechtsmittelbelehrung - Hinweise auf formelle …
BSG, 05.11.2014 - B 14 AS 280/14 B
LSG Hessen, 31.03.2016 - L 6 AS 247/15
LSG Hessen, 22.06.2016 - L 3 U 71/14
LSG Hessen, 20.05.2016 - L 6 AS 256/15
LSG Hessen, 20.05.2016 - L 6 AS 258/15
LSG Hessen, 20.05.2016 - L 6 AS 257/15
BSG, 29.08.2012 - B 13 R 19/12 B
https://dejure.org/2012,29486
BSG, 29.08.2012 - B 13 R 19/12 B (https://dejure.org/2012,29486)
BSG, Entscheidung vom 29.08.2012 - B 13 R 19/12 B (https://dejure.org/2012,29486)
BSG, Entscheidung vom 29. August 2012 - B 13 R 19/12 B (https://dejure.org/2012,29486)
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SG Magdeburg, 20.10.2008 - S 9 R 191/05
BSG, 04.01.2013 - B 13 R 19/12 S
https://dejure.org/2013,590
BSG, 04.01.2013 - B 13 R 19/12 S (https://dejure.org/2013,590)
BSG, Entscheidung vom 04.01.2013 - B 13 R 19/12 S (https://dejure.org/2013,590)
BSG, Entscheidung vom 04. Januar 2013 - B 13 R 19/12 S (https://dejure.org/2013,590)
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SG Dortmund - S 24 KN 349/11
LSG Nordrhein-Westfalen - L 18 KN 261/11
LSG Nordrhein-Westfalen - L 18 KN 80/12
BSG, 12.04.2012 - B 5 R 2/12 S
BSG, 08.04.2013 - B 13 R 108/13 B

References: § 151
 § 158
 § 66
 § 66
 § 65
 § 81
 § 70
 § 67
 § 66
 § 66
 § 66
 § 66
 § 66
 § 65
 § 66
 § 52
 § 55
 § 158
 § 66
 § 66
 § 65
 § 65
 § 158
 § 65
 BGH 
 § 58
 § 58