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Timestamp: 2019-03-25 05:27:30+00:00

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§ 90a HGB:
§ 91 HGB
BGH, URTEIL vom 4.11.2015, Az. VII ZR 100/15 Der Bundesgerichtshof hat in diesem Urteil - bezüglich eines im Einzelnen ausgehandelten Wettbewerbsverbots (vgl. BGH, Urteil vom 25. Oktober 2012 - VII ZR 56/11, aaO Rn. 19 ff.) - entschieden, dass bei Überschreitung der in § 90a Abs. 1 Satz 2 HGB genannten zeitlichen, örtlichen und/oder gegenständlichen Grenzen eine Reduktion auf den gesetzlich zulässigen Gehalt stattfindet (vgl. BGH, Urteil vom 25. Oktober 2012 - VII ZR 56/11, aaO Rn. 31 ff.).
BGH, URTEIL vom 4.9.2012, Az. VII ZR 56/11 HGB § 90a a)	§ 90a HGB findet auf Wettbewerbsabreden Anwendung, die nach der formellen Beendigung des Handelsvertretervertrags vereinbart werden, wenn sich die Parteien über wesentliche Elemente der Wettbewerbsabrede schon während der Laufzeit des Handelsvertretervertrages geeinigt haben (Abgrenzung von BGH, Urteil vom 5. Dezember 1968 -VII ZR 102/66, BGHZ 51, 184).
BGH, URTEIL vom 4.9.2012, Az. VII ZR 56/11 Das gilt auch für die Anwendung des § 90a HGB (vgl. Brüggemann in Großkommentar HGB, 4. Aufl., § 92 Rn. 4; OLG Zweibrücken, NJW-RR 1996, 285).
BGH, URTEIL vom 4.9.2012, Az. VII ZR 56/11 Dabei komme es nicht darauf an, ob der Handelsvertreter im Einzelfall schutzwürdig sei, vielmehr liege der Einschränkung des Anwendungsbereichs des § 90a HGB eine generalisierende Betrachtung zugrunde (vgl. BGH, Urteil vom 5. Dezember 1968 - VII ZR 102/66, BGHZ 51, 184, 188; Köhler in Festschrift für Rittner, S. 265, 266 Fn.7).
OLG Nürnberg, Urteil vom 3.0.2011, Az. 12 U 1503/10 (amtlicher Leitsatz) 2. Nachvertragliche Wettbewerbsverbote des Handelsvertreters unterfallen nicht § 90a HGB, wenn sie erst nach Vertragsbeendigung vereinbart werden oder in einer Vereinbarung über die Beendigung des Handelsvertretervertrags enthalten sind, welche den Vertrag mit sofortiger Wirkung beendet (vgl. BGH, Urteil vom 05.12.1968 - VII ZR 102/66, BGHZ 51, 184; Urteil vom 30.12.1970 - VII ZR 141/68, BGHZ 55, 124; Urteil vom 16.11.1972 - VII ZR 53/72, BGHZ 59, 387; BFH BFH/NV 2008, 1491).
OLG Nürnberg, Urteil vom 3.0.2011, Az. 12 U 1503/10 Auch bei Vertragsbeendigung abgeschlossene Wettbewerbsverbote, wenn diese in einer Vereinbarung über die Beendigung des Handelsvertretervertrags enthalten sind, welche den Vertrag sofort (oder sogar rückwirkend) beendet - eine solche Vereinbarung ist im Streitfall gegeben -, unterfallen nicht § 90a HGB (BGH, Urteil vom 05.12.1968 - VII ZR 102/66, BGHZ 51, 184; Urteil vom 30.12.1970 - VII ZR 141/68, BGHZ 55, 124; Urteil vom 16.11.1972 - VII ZR 53/72, BGHZ 59, 387; BFH BFH/NV 2008, 1491; Baumbach/Hopt, HGB 34. Aufl. § 90a Rn. 11; von Hoyningen-Huene in: MünchKomm-HGB 3. Aufl. § 90a Rn. 11ff.; Löwisch in: Ebenroth/Boujong/Joost/Strohn, HGB 2, Aufl. § 90a Rn. 2, 6; Emde in: Staub, Großkomm-HGB 5. Aufl. § 90a Rn, 9f.;Thurfie in: Küstner/Thume, Handbuch des gesamten Außendienstrechts, Band 1, 3. Aufl. Rn. 2154, 2244ff.; vgl. auch BGH, Urteil vom 06.10.1983 -1 ZR 127/81, WM 1983, 1416).
OLG Nürnberg, Urteil vom 3.0.2011, Az. 12 U 1503/10 d) Soweit das Landgericht im angefochtenen Urteil (Seiten 13-14) (wie auch der Beklagte) aus der Rechtsprechung des BVerfG (Beschluss vom 07.02.1990 - 1 BvR 26/84, BVerfGE 81, 242 - Wettbewerbsverbot des Handelsvertreters) die Rechtsansicht herleitet, die oben dargestellte höchstrichterliche Rechtsprechung sei überholt und im Streitfall sei von einem weitergehenden Schutzbedürfnis des Handelsvertreters auszugehen, das eine Anwendbarkeit von § 90a HGB rechtfertige, ist dem nicht zu folgen.
OLG Nürnberg, Urteil vom 3.0.2011, Az. 12 U 1503/10 bb) Das Urteil des OLG Oldenburg vom 09.12.1993 (HVR Nr. 994 = Anlage B4) betrifft einen nicht vergleichbaren Sachverhalt, in dem das Gericht im Einzelfall eine besondere Schutzbedürftigkeit des Handelsvertreters (mit der Folge einer Geltung des § 90a HGB auch für ein zugleich mit der Vertragsaufhebung vereinbartes nachvertragliches Wettbewerbsverbot) angenommen hatte.
BVerfG, Urteil vom 1.9.1989, Az. 1 BvR 26/84 Demnach ist nur die Verfassungswidrigkeit des § 90a Abs. 2 Satz 2 HGB festzustellen (st. Rspr.; vgl. BVerfGE 28, 324 <362 f>).

References: § 91
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