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Timestamp: 2019-11-19 07:53:18+00:00

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OVG Nordrhein-Westfalen, 10.05.2006 - 14 E 252/06 - dejure.org
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OVG Nordrhein-Westfalen, 10.05.2006 - 14 E 252/06 (https://dejure.org/2006,3916)
OVG Nordrhein-Westfalen, Entscheidung vom 10.05.2006 - 14 E 252/06 (https://dejure.org/2006,3916)
OVG Nordrhein-Westfalen, Entscheidung vom 10. Mai 2006 - 14 E 252/06 (https://dejure.org/2006,3916)
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VwGO § 80 Abs. 6; VwGO § 161 Abs. 2 Satz 2
Qualifizierung des behördlichen Aussetzungsverfahrens nach § 80 Abs. 6 Verwaltungsgerichtsordnung (VwGO) als Vorverfahren im Sinne des § 162 Abs. 2 S. 2 VwGO; Erstattungsfähigkeit der einem Beteiligten durch eine Antragstellung oder im Verwaltungsverfahren bei der ...
VG Köln, 25.01.2006 - 23 L 1667/05
DÖV 2006, 1054
Kosten, die durch entsprechende Verfahrenshandlungen von Bevollmächtigten entstehen, sind deshalb keine Vorverfahrenskosten iS des § 63 Abs. 2 SGB X; sie gehören nicht zu den in Bezug auf das Vorverfahren zur Rechtsverfolgung notwendigen Aufwendungen (vgl LSG Berlin-Brandenburg Beschluss vom 5.11.2008 - L 3 B 1007/05 U - juris RdNr 17; OVG Nordrhein-Westfalen Beschluss vom 10.5.2006 - 14 E 252/06 - NVwZ-RR 2006, 856 = juris RdNr 2 f; VGH Baden-Württemberg Beschluss vom 18.9.2000 - 2 S 2012/00 - VBlBW 2001, 111 f = juris RdNr 4;… vgl auch Kallerhoff in Stelkens/Bonk/Sachs, VwVfG, 7. Aufl 2008, § 80 VwVfG RdNr 10) .
Dazu zählen die Kosten nicht, die im Zusammenhang mit der Stellung eines Antrags nach § 80 Abs. 6 VwGO entstehen (OVG Nordrhein-Westfalen, Beschl. v. 10.05.2006, a. a. O).
Für eine analoge Anwendung des § 162 Abs. 2 Satz 2 VwGO auf Fälle des behördlichen Aussetzungsverfahrens gemäß § 80 Abs. 6 VwGO ist mangels einer Regelungslücke kein Raum (OVG Nordrhein-Westfalen, Beschl. v. 10.05.2006, a. a. O.).
Dieser Bestimmung lässt sich kein Anhalt dafür entnehmen, dass sie auf weitere, einem gerichtlichen Verfahren vorgeschaltete Verfahrensstufen auszudehnen ist (OVG Nordrhein-Westfalen, Beschl. v. 10.05.2006, a. a. O.).
Das vom Antragsteller durchgeführte behördliche Aussetzungsverfahren nach § 80 Abs. 6 VwGO ist kein Vorverfahren im Sinne des § 162 Abs. 2 Satz 2 VwGO, für das die Zuziehung eines Bevollmächtigten für notwendig erklärt werden könnte (vgl. OVG NW, Beschluss vom 10. Mai 2006 - 14 E 252/06 -, juris Rn. 2).
Es gibt keinen allgemeinen Grundsatz, dass Kosten zu erstatten sind, die einem Beteiligten im Verwaltungsverfahren bei der Ausgangsbehörde entstanden sind - vgl. OVG NRW, Beschluss vom 10.05.2006 in 14 E 252/06, juris; BVerwG, Urteil vom 17.02.2005 in 7 C 14/04 und Beschluss vom 01.09.1989 in 4 B 17.89, jeweils juris.
Es gibt auch keinen allgemeinen Grundsatz, dass Kosten zu erstatten sind, die einem Beteiligten im Verwaltungsverfahren bei der Ausgangsbehörde entstanden sind - vgl. OVG NRW, Beschluss vom 10.05.2006 in 14 E 252/06, juris; BVerwG, Urteil vom 17.02.2005 in 7 C 14/04 und Beschluss vom 01.09.1989 in 4 B 17.89, jeweils juris.
OVG Münster, Beschluss vom 10.05.2006 in 14 E 252/06, juris (sinngemäß - die Entscheidung befasst sich mit der Erstattungsfähigkeit von Kosten des behördlichen Ausgangsverfahrens) VG Ansbach, Beschluss vom 04.05.2006 in AN 1 K 05.00582, Beschlüsse vom 06.07.2006 und 01.08.2006 in AN 14 K 04.03370, Beschluss vom 30.01.2007 in AN 14 K 04.02153, Beschluss vom 30.04.2007 in AN 1 M 07.30271.
So OVG NRW, Beschluss vom 10.5.2006 - 14 E 252/06 -.
vgl. OVG NRW, Beschluss vom 10.5.2006 - 14 E 252/06 - ferner für das Verfahren vor Erlass eines Verwaltungsakts ausführlich BVerwG, Beschluss vom 1.9.1989 - 4 B 17/89 -, NVwZ 1990, 59.
Die von der Klägerin geltend gemachten Kosten für das Aussetzungsverfahren nach § 80 Abs. 4 VwGO sind keine Kosten des Vorverfahrens im Sinne von § 162 Abs. 1, Abs. 2 Satz 2 VwGO (vgl. OVG Nordrhein-Westfalen, NVwZ-RR 2006, 856; VG Magdeburg, Beschluss vom 22. Juni 2006 - 9 B 105/06 -, juris; OVG Thüringen, NVwZ-RR 2001, 205;… Kunze in: Beck OK VwGO, Stand April 2009, § 162 Rdnr. 53).
Es gibt keinen Grundsatz, dass die einem Beteiligten in einem Verwaltungsverfahren entstandenen (Anwalts-)Kosten stets von der unterlegenen Behörde zu erstatten sind (OVG Nordrhein-Westfalen, NVwZ-RR 2006, 856; VG Magdeburg, Beschluss vom 22. Juni 2006 - 9 B 105/06 -, juris).
VG Göttingen, 19.04.2007 - 3 A 530/05
Erstattungsfähigkeit von Kosten des Verwaltungsverfahrens bei der Ausgangsbehörde
Es gibt keinen allgemeinen Grundsatz, dass Kosten zu erstatten sind, die einem Beteiligten durch eine Antragstellung oder im Verwaltungsverfahren bei der Ausgangsbehörde entstanden sind (so auch OVG Münster, Beschluss vom 10.05.2006 - 14 E 252/06 -, DÖV 2006, 1054 f.).
Wie bereits ausgeführt, gibt es keinen Grundsatz, dass die einem Beteiligten in einem Verwaltungsverfahren entstandenen (Anwalts-)Kosten von der unterlegenen Behörde zu erstatten sind (so auch OVG Münster, Beschluss vom 10.05.2006, aaO S. 1055).
Hinsichtlich des letztgenannten Aspekts hat das Verwaltungsgericht in dem angegriffenen Beschluss auch zutreffend darauf hingewiesen, dass das behördliche Aussetzungsverfahren kein Vorverfahren im Sinne des § 162 Abs. 2 Satz 2 VwGO ist, für das die Zuziehung eines Bevollmächtigten für notwendig erklärt werden könnte (vgl. OVG Münster, Beschl. v. 10.05.2006 - 14 E 252/06 -, DÖV 2006, 1054; vgl. auch VGH Mannheim, Beschl. v. 18.09.2000 - 2 S 2012/00 -, juris).
OVG Sachsen, 21.02.2017 - 3 E 2/17
Zuziehung eines Bevollmächtigten; Vorverfahren; Aussetzung; Vollziehung

References: § 80
 § 161
 § 80
 § 162
 § 63
 § 80
 § 80
 § 162
 § 80
 § 80
 § 162
 § 80
 § 162
 § 162
 § 162