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Timestamp: 2020-08-11 12:04:03+00:00

Document:
Boehringer Ingelheim: Pneumologie – Lungenfacharzt – Weiterbildung
Pneumologie heute
Pneumologisches Fachwissen
Intensivmedizin und Schlafmedizin
Infektiologie in der Pneumologie
Allergologie in der Pneumologie
Kopfnuss des Monats
Wenn Patienten aufatmen:
In erster Linie beschäftigt sich ein Pneumologe mit allen Erkrankungen, die die Lunge und die Atemwege betreffen. Dabei stehen Asthma bronchiale und COPD als heutige Volkskrankheiten häufig im Fokus der Patientenbetreuung. Darüber hinaus umfasst das Behandlungsspektrum aber noch viel mehr: Neben z. B. Lungenkrebs oder Lungenfibrose beschäftigt sich die Pneumologie auch mit Erkrankungen, die auf den ersten Blick nicht mit der Lunge in Verbindung stehen, wie z. B. die Schlafapnoe und Multisystemerkrankungen wie die Zystische Fibrose.
Die Bandbreite der möglichen Erkrankungen erfordert auch Kenntnisse in anderen medizinischen Gebieten, wie z. B. der Intensivmedizin, der Schlafmedizin, der Onkologie und der Infektiologie.
Weiterbildung in der Pneumologie
Leben erhalten und erleichtern:
Während der Weiterbildung zum/zur Facharzt/Fachärztin eignen Sie sich Wissen und Fähigkeiten in der Intensivüberwachung und -behandlung von Patienten an, deren Organ- oder Vitalfunktionen lebensbedrohlich gestört sind und durch intensive therapeutische Maßnahmen unterstützt oder aufrechterhalten werden müssen. Ebenfalls erwerben Sie Kenntnisse und Fertigkeiten in den Grundlagen schlafbezogener Atmungsstörungen.
Diese Kompetenzen können Sie nach der Facharztweiterbildung in einer Zusatz-Weiterbildung in der Intensivmedizin und/oder im Bereich der Schlafmedizin vertiefen.
Zusatz-Weiterbildung in der Intensivmedizin
bei einem Weiterbildungsbefugten für Intensivmedizin gemäß § 5 Abs. 1 Satz 2, davon können:
6 Monate während der Weiterbildung in den Gebieten Chirurgie oder Innere Medizin oder in Kinder- und Jugendmedizin, Neurochirurgie oder Neurologie
12 Monate während der Weiterbildung in Anästhesiologie bei einem Weiterbildungsbefugten für Intensivmedizin gemäß § 5 Abs. 1 Satz 2 abgeleistet werden
6 Monate in der Intensivmedizin eines weiteren, unter den Voraussetzungen zum Erwerb genannten Gebietes bei einem Weiterbildungsbefugten für Intensivmedizin gemäß § 5 Abs. 1 Satz 2 abgeleistet werden
Zusätzlich Erwerb von Kenntnissen, Erfahrungen und Fertigkeiten gebietsbezogener intensivmedizinischer Behandlungsverfahren in Anästhesiologie, Chirurgie, Innere Medizin, Kinder- und Jugendmedizin, Neurochirurgie und Neurologie
Zusatz-Weiterbildung in der Schlafmedizin
bei einem Weiterbildungsbefugten für Schlafmedizin gemäß § 5 Abs. 1 Satz 2 im Schlaflabor, davon können:
schlafbezogenen Atmungsstörungen, Insomnien und Hypersomnien zentralnervösen Ursprungs, zirkadianen Schlafrhythmusstörungen, Parasomnien, schlafbezogenen Bewegungsstörungen sowie Schlafstörungen bei körperlichen und psychischen Erkrankungen, Schlafstörungen, die assoziiert mit andernorts klassifizierbaren organischen Erkrankungen auftreten, und bei Einnahme und Missbrauch psychotroper Substanzen und Medikamente
Maligne Erkrankungen bekämpfen:
Während der Weiterbildung zum/zur Facharzt/Fachärztin für Innere Medizin und Pneumologie erwerben Sie Kenntnisse und Fertigkeiten in der medikamentösen Tumortherapie als integraler Bestandteil der Weiterbildung sowie in der Therapie solider Tumorerkrankungen des Schwerpunkts.
Wenn Sie sich neben der Pneumologie insbesondere für die Onkologie interessieren, bietet sich eine zweite Facharztkompetenz in der Hämatologie und Onkologie oder eine Zusatz-Weiterbildung in der medikamentösen Tumortherapie an.
Weiterbildung zum/zur Facharzt/Fachärztin für Innere Medizin und Hämatologie und Onkologie
bei einem Weiterbildungsbefugten an einer Weiterbildungsstätte gemäß § 5 Abs. 1 Satz 1, davon
der Erkennung, Behandlung und Stadieneinteilung der Erkrankungen des Blutes, der blutbildenden Organe und des lymphatischen Systems einschließlich der hämatologischen Neoplasien, der soliden Tumoren, humoraler und zellulärer Immundefekte, angeborener und erworbener hämorrhagischer Diathesen und Hyperkoagulopathien sowie der systemischen chemotherapeutischen Behandlung
Zusatz-Weiterbildung in der Medikamentösen Tumortherapie
bei einem Weiterbildungsbefugten für Medikamentöse Tumortherapie gemäß § 5 Abs. 1 Satz 2 oder Innere Medizin und Hämatologie und Onkologie gemäß § 5 Abs. 1 Satz 1, davon können:
6 Monate während der Weiterbildung in einem Gebiet der unmittelbaren Patientenversorgung bei einem Weiterbildungsbefugten für Medikamentöse Tumortherapie gemäß § 5 Abs. 1 Satz 2 abgeleistet werden.
Gefährlichen Krankheitserregern auf der Spur:
Auch die Infektiologie ist ein wichtiger Bestandteil der Weiterbildung zum/zur Facharzt/Fachärztin für Innere Medizin und Pneumologie. Sie erwerben Kenntnisse und Fertigkeiten in den infektiologischen Erkrankungen der Atmungsorgane (inkl. Tuberkulose).
Im Anschluss an die Facharztweiterbildung haben Sie die Möglichkeit, eine Zusatz-Weiterbildung in der Infektiologie zu absolvieren.
Zusatz-Weiterbildung in der Infektiologie
bei einem Weiterbildungsbefugten für Infektiologie gemäß § 5 Abs. 1 Satz 2, davon können:
6 Monate während der Weiterbildung im Gebiet Innere Medizin oder in Allgemeinmedizin, Kinder- und Jugendmedizin oder Mikrobiologie, Virologie und Infektionsepidemiologie bei einem Weiterbildungsbefugten für Infektiologie gemäß § 5 Abs. 1 Satz 2 abgeleistet werden.
der Epidemiologie, Vorbeugung, Erkennung und Behandlung von septischen, zyklischen und lokalen Infektionen einschließlich deren Manifestationen und Komplikationen
der antimikrobiellen Chemotherapie
der Erkennung und Behandlung importierter und einheimischer Infektionskrankheiten insbesondere nosokomialer und opportunistischer Infektionen einschließlich schwerer Organinfektionen und der Sepsis
der Erkennung und Behandlung assoziierter Infektionssyndrome bei immunsuppressiven Zuständen
der Seuchenmedizin
Allergien gezielt behandeln:
Während der Weiterbildung zum/zur Facharzt/Fachärztin für Innere Medizin und Pneumologie eignen Sie sich auch Wissen und Fertigkeiten in der Erkennung und Behandlung gebietsbezogener allergischer Erkrankungen an.
Nach der Facharzt-Weiterbildung haben Sie die Option, ihre allergologische Expertise in einer Zusatz-Weiterbildung zu vertiefen.
Zusatz-Weiterbildung in der Allergologie
bei einem Weiterbildungsbefugten für Allergologie gemäß § 5 Abs. 1 Satz 2, davon können bis zu:
12 Monate während der Weiterbildung in Hals-Nasen-Ohrenheilkunde, Haut- und Geschlechtskrankheiten, Innere Medizin und Pneumologie und/oder Kinder- und Jugendmedizin bei einem Weiterbildungsbefugten für Allergologie gemäß § 5 Abs. 1 Satz 2 abgeleistet werden.
der Biologie, chemischen und physikalischen Eigenschaften und der Ökologie der Allergene und der Allergenextrakte sowie deren umweltmedizinischer Bedeutung
der Allergieprävention einschließlich Allergenkarenz und Allergen-Elimination
der Indikationsstellung und Bewertung von serologischen, zellulären und pharmakologischen in-vitro-Testverfahren
der Ernährungsberatung einschließlich Eliminationsdiäten
der spezifischen Immuntherapie (Hyposensibilisierung) einschließlich der Erstellung des Behandlungsplans
psychosozialer Problematik einschließlich berufsbedingter Aspekte
der Diagnostik psychogener Symptome und somatopsychischer Reaktionen
der Indikationsstellung und Beurteilung von zellulären in-vitro Testverfahren, z. B. Antigen-abhängige Lymphozytenstimulation, Durchflusszytometrie, Histamin- und Leukotrien-Freisetzung
Erhebung und Dokumentation der speziellen allergologischen Anamnese
Kutan- und Epikutanteste bei Soforttyp- und Spättyp-Reaktionen
Bestimmung sensibilisierender Antikörper vom Soforttyp (Ig E)
gebietsbezogene Provokationsteste, z. B. nasal, bronchial, oral, parenteral
Stichprovokationstestung zur Therapiekontrolle
Auswertung von Pollen-, Schimmelpilz- oder Hausstaubproben
Durchführung der spezifischen Immuntherapie bis zur Erhaltungsdosis
besondere Methoden der spezifischen Immuntherapie einschließlich der Therapie mit Insektengiften
Mehr Lebensqualität trotz Asthma:
Während der Weiterbildung zum/zur Facharzt/Fachärztin für Innere Medizin und Pneumologie erwerben Sie Kenntnisse und Fertigkeiten in der Erkennung und Behandlung pneumologischer Erkrankungen, die auch Kinder betreffen, z. B. Asthma.
Wenn Sie sich auf dem Gebiet der Pneumologie in der Betreuung von Kindern spezialisieren möchten, eignet sich eine Zusatz-Weiterbildung in der Kinder-Pneumologie.
Zusatz-Weiterbildung in der Kinder-Pneumologie
bei einem Weiterbildungsbefugten für Kinder-Pneumologie gemäß § 5 Abs. 1 Satz 2, davon können bis zu:
12 Monate während der Facharztweiterbildung bei einem Weiterbildungsbefugten für Kinder-Pneumologie gemäß § 5 Abs. 1 Satz 2 abgeleistet werden
Mögliche Zusatz-Weiterbildungen
davon 6 Monate während der Weiterbildung in der Inneren Medizin oder Chirurgie oder in Kinder- und Jugendmedizin, Neurochirurgie oder Neurologie
davon 6 Monate während der Facharztweiterbildung Allgemeinmedizin, Hals-Nasen-Ohrenheilkunde, Innere Medizin, Innere Medizin und Pneumologie, Kinder- und Jugendmedizin, Neurologie und Psychiatrie und Psychotherapie anrechenbar
davon 6 Monate während der Weiterbildung im Gebiet Innere Medizin oder Allgemeinmedizin, Kinder- und Jugendmedizin oder Mikrobiologie, Virologie und Infektionsepidemiologie
bei einem Weiterbildungsbefugten für Medikamentöse Tumortherapie oder Innere Medizin und Hämatologie und Onkologie – davon 6 Monate während der Weiterbildung in den Gebieten der unmittelbaren Patientenversorgung bei einem Weiterbildungsbefugten für Medikamentöse Tumortherapie
davon bis zu
12 Monate während der Facharztweiterbildung bei einem Weiterbildungsbefugten für Kinder-Pneumologie
18 Monate im ambulanten Bereich
bei einem Weiterbildungsbefugten für Allergologie
davon 12 Monate während der Weiterbildung in Hals-Nasen-Ohrenheilkunde, Haut- und Geschlechtskrankheiten, Innere Medizin und Pneumologie und/oder Kinder- und Jugendmedizin
Handlungsfelder der Pneumologie
Berufsausbildung Pneumologie
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