Source: http://www.ris.bka.gv.at/GeltendeFassung.wxe?Abfrage=Bundesnormen&Gesetzesnummer=20005092&ShowPrintPreview=True
Timestamp: 2018-06-19 05:02:27+00:00

Document:
RIS - Saatgutverordnung 2006 - Bundesrecht konsolidiert, Fassung vom 19.06.2018
Bundesrecht konsolidiert: Gesamte Rechtsvorschrift für Saatgutverordnung 2006, Fassung vom 19.06.2018
Verordnung des Bundesministers für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft, mit der Durchführungsbestimmungen zum Saatgutgesetz 1997 erlassen werden (Saatgutverordnung 2006)
StF: BGBl. II Nr. 417/2006 [CELEX-Nr.: 32006L0047, 32006L0055]
BGBl. II Nr. 150/2007 [CELEX-Nr.: 32006L0124, 32006L0127]
BGBl. II Nr. 301/2007 [CELEX-Nr.: 32007L0048, 32007L0049]
BGBl. II Nr. 503/2008 [CELEX-Nr.: 32007L0072, 32008L0062, 32008L0083]
BGBl. II Nr. 11/2010 [CELEX-Nr.: 32009L0074, 32009L0097, 32009L0145]
BGBl. II Nr. 75/2011 [CELEX-Nr.: 32010L0046]
BGBl. II Nr. 171/2011 [CELEX-Nr.: 32010L0060]
BGBl. II Nr. 28/2012 [CELEX-Nr.: 32011L0068]
BGBl. II Nr. 193/2012 [CELEX-Nr.: 32012L0001, 32012L0008]
BGBl. II Nr. 3/2014 [CELEX-Nr.: 32012L0037, 32012L0044, 32013L0045, 32013L0057]
BGBl. II Nr. 146/2016 [CELEX-Nr.: 32013L0063, 32014L0020, 32014L0021, 32014L0105]
BGBl. II Nr. 174/2016 [CELEX-Nr.: 32015L1168, 32015L1955, 32016L0011, 32016L0317, 32016D0320]
BGBl. II Nr. 15/2018 [CELEX-Nr.: 32016L2109]
Auf Grund der §§ 2 Abs. 4, 4, 5 Abs. 4, 10 Abs. 3, 28 Abs. 2, 36 Abs. 2, 39 Abs. 2 und 4 in Verbindung mit § 79 Z 1 lit. c sowie 40 Abs. 2 des Saatgutgesetzes 1997 (SaatG 1997), BGBl. I Nr. 72, zuletzt geändert durch das Bundesgesetz BGBl. I Nr. 83/2004, wird – hinsichtlich des § 7 im Einvernehmen mit dem Bundesminister für Finanzen – verordnet:
Termine für Anträge auf Anerkennung oder Zulassung
Saatgut für Züchtung, Forschung, Ausstellungen, amtliche und amtlich beauftragte Prüfungen und für persönlichen Gebrauch sowie pflanzengenetische Ressourcen
Erhaltungssorten (Anm.: Erhaltungssorten und für den Anbau unter besonderen Bedingungen gezüchtete Sorten)
Anzeige der Einfuhr und des Verbringens von Saatgut
Saatgut genetisch veränderter Sorten
2. Abschnitt: Geeignete Rechtsträger gemäß § 39 Abs. 4 SaatG 1997
3. Abschnitt: Ermächtigungen (Autorisierungen)
§ 1. (1) Mit dieser Verordnung werden Durchführungsbestimmungen zum SaatG 1997 erlassen.
(2) Neben den Bestimmungen dieser Verordnung und anderer auf Grund des SaatG 1997 erlassener Verordnungen sind im Rahmen der Vollziehung des SaatG 1997 folgende Rechtsvorschriften anzuwenden:
Richtlinie 66/401/EWG über den Verkehr mit Futterpflanzensaatgut, ABl. Nr. 125 vom 11.7.1966 S. 2298, zuletzt geändert durch die Durchführungsrichtlinie (EU) 2016/2109, ABl. Nr. L 327 vom 2.12.2016 S. 59;
Richtlinie 66/402/EWG über den Verkehr mit Getreidesaatgut, ABl. Nr. 125 vom 11.7.1966 S. 2309, zuletzt geändert durch die Richtlinie 2015/1955/EU, ABl. Nr. L 284 vom 30.10.2015 S. 142 und durch die Durchführungsrichtlinie (EU) 2016/317, ABl. Nr. L 60 vom 5.3.2016 S. 72;
Richtlinie 2002/53/EG über einen gemeinsamen Sortenkatalog für landwirtschaftliche Pflanzenarten, ABl. Nr. L vom 20.7.2002 S. 1, zuletzt geändert durch die Verordnung 2003/1829, ABl. Nr. L 268 vom 18.10.2003 S.1;
Richtlinie 2002/54/EG über den Verkehr mit Betarübensaat, ABl. Nr. L 193 vom 20.7.2002 S. 7, zuletzt geändert durch die Durchführungsrichtlinie (EU) 2016/317, ABl. Nr. L 60 vom 5.3.2016 S. 72;
Richtlinie 2002/55/EG über den Verkehr mit Gemüsesaatgut, ABl. Nr. L 193 vom 20.7.2002 S. 33, zuletzt geändert durch die Durchführungsrichtlinie (EU) 2016/317, ABl. Nr. L 60 vom 5.3.2016 S. 72;
Richtlinie 2002/56/EG über den Verkehr mit Pflanzkartoffeln, ABl. Nr. L 193 vom 20.7.2002 S. 60, zuletzt geändert durch die Durchführungsrichtlinie (EU) 2016/11, ABl. Nr. L 3 vom 6.1.2016 S. 48 und durch die Durchführungsrichtlinie (EU) 2016/317, ABl. Nr. L 60 vom 5.3.2016 S. 72;
Richtlinie 2002/57/EG über den Verkehr mit Saatgut von Öl- und Faserpflanzen, ABl. Nr. L 193 vom 20.7.2002 S. 74, zuletzt geändert durch die Durchführungsrichtlinie (EU) 2016/317, ABl. Nr. L 60 vom 5.3.2016 S. 72;
Richtlinie 2003/90/EG mit Durchführungsbestimmungen zu Artikel 7 der Richtlinie 2002/53/EG des Rates hinsichtlich der Merkmale, auf welche sich die Prüfungen mindestens zu erstrecken haben, und der Mindestanforderungen für die Prüfung bestimmter Sorten landwirtschaftlicher Pflanzenarten, ABl. Nr. L 254 vom 8.10.2003 S. 7, zuletzt geändert durch die Durchführungsrichtlinie (EU) 2016/1914, ABl. Nr. L 296 vom 1.11.2016 S. 7;
Richtlinie 2003/91/EG mit Durchführungsbestimmungen zu Artikel 7 der Richtlinie 2002/55/EG des Rates hinsichtlich der Merkmale, auf welche sich die Prüfungen mindestens zu erstrecken haben, und der Mindestanforderungen für die Prüfung bestimmter Sorten von Gemüsearten, ABl. Nr. L 254 vom 8.10.2003 S. 11, zuletzt geändert durch die Durchführungsrichtlinie (EU) 2016/1914, ABl. Nr. L 296 vom 1.11.2016 S. 7;
Entscheidung 2004/371/EG der Kommission über die Bedingungen für das Inverkehrbringen von Saatgutmischungen für Futterpflanzen, ABl. Nr. L 116 vom 22.4.2004 S. 39;
Entscheidung 2004/842/EG der Kommission über Durchführungsbestimmungen, nach denen die Mitgliedstaaten das Inverkehrbringen von Saatgut der Sorten genehmigen können, für die die Aufnahme in den einzelstaatlichen Sortenkatalog für landwirtschaftliche Pflanzenarten oder für Gemüsearten beantragt wurde, ABl. Nr. L 362 vom 9.12.2004 S. 21, zuletzt geändert durch den Durchführungsbeschluss (EU) 2016/320, ABl. Nr. L 60 vom 5.3.2016 S. 88;
Verordnung 2006/217/EG mit Regeln für die Anwendung der Richtlinien 66/401/EWG, 66/402/EG, 2002/55/EG und 2002/57/EG des Rates hinsichtlich der Ermächtigung der Mitgliedstaaten, den Anforderungen in Bezug auf die Mindestkeimfähigkeit nicht entsprechendes Saatgut vorübergehend zum Verkehr zuzulassen, ABl. Nr. L 38 vom 9.2.2006 S. 17;
Richtlinie 2006/47/EG zur Festlegung besonderer Voraussetzungen im Hinblick auf das Vorhandensein von Avena fatua in Getreidesaatgut, ABl. Nr. L 136 vom 24.5.2006 S. 18;
Richtlinie 2008/62/EG mit Ausnahmeregelungen für die Zulassung von Landsorten und anderen Sorten, die an die natürlichen und regionalen Gegebenheiten angepasst und von genetischer Erosion bedroht sind, sowie für das Inverkehrbringen von Saatgut bzw. Pflanzkartoffeln dieser Sorten, ABl. Nr. L 162 vom 21.6.2008 S. 13;
Richtlinie 2009/145/EG mit Ausnahmeregelungen für die Zulassung von Gemüselandsorten und anderen Sorten, die traditionell an besonderen Orten und in besonderen Regionen angebaut werden und von genetischer Erosion bedroht sind, sowie von Gemüsesorten, die an sich ohne Wert für den Anbau zu kommerziellen Zwecken sind, aber für den Anbau unter besonderen Bedingungen gezüchtet werden, sowie für das Inverkehrbringen von Saatgut dieser Landsorten und anderer Sorten, ABl. Nr. L 312 vom 27.11.2009 S. 44, geändert durch die Richtlinie 2013/45/EU, ABl. Nr. L 213 vom 8.8.2013 S. 20;
Richtlinie 2010/60/EU mit Ausnahmeregelungen für das Inverkehrbringen von Futterpflanzensaatgutmischungen zur Erhaltung der natürlichen Umwelt, ABl. Nr. L 228 vom 31.8.2010 S. 10;
Durchführungsrichtlinie 2014/20/EU mit den EU-Klassen für Basispflanzgut und zertifiziertes Pflanzgut von Kartoffeln sowie den für diese Klassen geltenden Anforderungen und Bezeichnungen, ABl. Nr. L 38 vom 07.02.2014 S. 32;
Durchführungsrichtlinie 2014/21/EU mit Mindestanforderungen an Vorstufenpflanzgut von Kartoffeln und mit den EU-Klassen für dieses Vorstufenpflanzgut, ABl. Nr. L 38 vom 07.02.2014 S. 39, in der Fassung der Berichtigung ABl. Nr. L 219 vom 25.07.2014 S. 67.
§ 2. (1) Dem SaatG 1997 unterliegen die in der Anlage Spalte 2 genannten Arten in Form der in der Anlage Spalte 3 genannten Saatgutkategorien.
(2) In der Anlage Spalte 3 steht die Abkürzung
„Vm“ für Vermehrungssaatgut,
„Z“ für Zertifiziertes Saatgut,
„Z 1“ für Zertifiziertes Saatgut erster Generation,
„Z 2“ für Zertifiziertes Saatgut zweiter Generation,
„Z 3“ für Zertifiziertes Saatgut dritter Generation,
„H“ für Handelssaatgut und
„S“ für Standardsaatgut.
§ 3. (1) Die Anträge auf Anerkennung oder Zulassung von Feldbeständen oder Pflanzenbeständen zur Produktion von Saatgut sind bis spätestens zu folgenden Terminen beim Bundesamt für Ernährungssicherheit zu stellen:
bis zum 30. September des Anbaujahres bei
Winterraps, Winterrübsen sowie weiteren Öl- und Faserpflanzen mit Überwinterungsanbau,
Kohlrübe, Futterkohl, Futterrübe und Zuckerrübe bei Samenernte von Samenträgern aus Überwinterungsanbau,
bis zum 30. November des Anbaujahres bei
Wintererbse und Winterackerbohne,
bis zum 31. März des dem Anbau folgenden Jahres bei Wintergetreidearten (Winterweizen, Winterroggen, Wintertriticale, Winterdurum, Winterdinkel, Winterhafer),
bis zum 15. April des Anbaujahres bei
Gräsern außer Raygräsern mit Samenernte im zweiten Schnitt,
kleinsamigen Leguminosen im Überwinterungsanbau außer Luzerne und Rotklee mit Samenernte im zweiten Schnitt,
Ackerbohne, Körner- und Futtererbse,
bis zum 30. April des Anbaujahres bei
Sommergetreidearten (Sommerhafer, Sommergerste, Sommerroggen, Sommerweizen, Sommerdurum, Sommertriticale, Sommerdinkel),
kleinsamigen Leguminosen außer Überwinterungsanbau, Phazelie, Ölrettich,
weiteren Öl- und Faserpflanzen im Frühjahrsanbau außer Sojabohne und Sonnenblume,
Kohlrübe, Futterkohl, Futter- und Zuckerrübe bei Samenernte von Samenträgern aus Sommerstecklingen,
bis 15. Mai des Anbaujahres bei
Mais, Sorghum und anderen Hirsearten,
Sojabohne und Sonnenblume,
bis 31. Mai des Anbaujahres bei
Raygräsern bei Samenernte im zweiten Schnitt,
bis 30. Juni des Anbaujahres bei
Kohlrübe, Futterkohl, Futter- und Zuckerrübe zur Prüfung des Aufwuchses bei Sommerstecklingen,
Rotklee mit Samenernte im zweiten Schnitt,
Zichorie bei Samenernte von Samenträgern aus Sommerstecklingen,
bis 15. Juli des Anbaujahres bei Luzernen mit Samenernte im zweiten Schnitt,
bis 31. August des Anbaujahres bei Zichorie zur Prüfung des Aufwuchses bei Sommerstecklingen.
(2) Abweichend von den in Abs. 1 genannten Terminen kann das Bundesamt für Ernährungssicherheit auf begründeten Antrag spätere Termine festlegen.
(3) Für alle nicht in Abs. 1 genannten Arten kann der Antrag auf Anerkennung oder Zulassung abhängig vom Vegetationsablauf und dem Erfordernis, Überprüfungen in bestimmten Entwicklungsphasen der Pflanzen durchzuführen, beim Bundesamt für Ernährungssicherheit eingebracht werden, es sei denn im Sorten- und Saatgutblatt werden andere vegetationsbedingte Termine veröffentlicht.
§ 4. (1) Saatgut ist entsprechend seinem Verwendungszweck als „Saatgut für Züchtung“, „Saatgut für Forschung“, „Saatgut für Ausstellungen“, „Saatgut für Züchtungs-, Forschungs- oder Ausstellungszwecke“, „Saatgut für amtliche Prüfungen“, „Saatgut für amtlich beauftragte Prüfungen“ oder „Saatgut für amtliche und amtlich beauftragte Prüfungen“ zu bezeichnen. Saatgut für den persönlichen Gebrauch bedarf keiner speziellen Kennzeichnung.
(2) Saatgut für Züchtung, Forschung, Ausstellungen und für persönlichen Gebrauch darf ohne Einfuhrbescheinigung die in Spalte 5 der Anlage angeführten Mengen, Saatgut für amtliche und amtlich beauftragte Prüfungen die in Spalte 4 der Anlage angeführten Mengen nicht übersteigen. Diese Mengen gelten pro Person (Firma), Jahr und Sorte/Herkunft/Ökotyp/pflanzengenetischer Ressource.
Erhaltungssorten und für den Anbau unter besonderen Bedingungen gezüchtete Sorten
§ 4a. (1) Für Erhaltungssorten landwirtschaftlicher Arten sowie Erhaltungssorten und für den Anbau unter besonderen Bedingungen gezüchtete Sorten von Gemüse hat das Bundesamt für Ernährungssicherheit die Richtlinien 2008/62/EG und 2009/145/EG anzuwenden.
(2) Es gelangen die Zertifizierungsanforderungen der niedrigsten jeweils zulässigen Kategorie unter Berücksichtigung der Anforderungen von Art. 4 und 5 der Richtlinie 2008/62/EG für landwirtschaftliche Arten und der Art. 4, 5, 22 und 23 der Richtlinie 2009/145/EG für Gemüsearten zur Anwendung.
(3) Bei landwirtschaftlichen Arten wird die für das Inverkehrbringen zulässige Gesamtmenge des zertifizierten Saatgutes aller Erhaltungssorten einer Art nicht unter die für 100 Hektar erforderliche Aussaatmenge der betreffenden Art gekürzt.
(4) Das Bundesamt für Ernährungssicherheit hat im Sorten- und Saatgutblatt die pro Art und Vegetationsperiode für das Inverkehrbringen zulässigen Mengen von Saatgut von Erhaltungssorten zu veröffentlichen. Durchführungsbestimmungen zur Richtlinie 2010/60/EU sind in den Methoden für Saatgut und Sorten festzulegen.
(5) Das Bundesamt für Ernährungssicherheit hat Mitteilungen an die Europäische Kommission und an die anderen Mitgliedstaaten im Sinne von Art. 8 Abs. 2, Art. 11 Abs. 2, Art. 13 Abs. 2, Art. 20 zweiter Satz und Art. 21 der Richtlinie 2008/62/EG sowie im Sinne von Art. 13 Abs. 2, Art. 33 und Art. 34 der Richtlinie 2009/145/EG zu erstatten.
§ 5. Für Versuchssaatgut hat das Bundesamt für Ernährungssicherheit die Entscheidung 2004/842/EG, ABl. Nr. L 362 vom 9.12.2004 S. 21, anzuwenden. Sind Maßnahmen im Sinne des Art. 14 oder des Art. 33 der Entscheidung 2004/842/EG erforderlich, so werden diese vom Bundesamt für Ernährungssicherheit ergriffen. Das Bundesamt für Ernährungssicherheit erstattet Mitteilungen an die Kommission und die anderen Mitgliedstaaten im Sinne von Art. 17 und von Art. 36 der Entscheidung 2004/842/EG.
§ 6. (1) Die Einfuhr und das Verbringen von aus Drittstaaten stammenden Saatgutmengen über 2 kg ist dem Bundesamt für Ernährungssicherheit vom Empfänger unverzüglich anzuzeigen. Diese Anzeige hat folgende Angaben zu enthalten:
die Art und Kategorie des Saatgutes,
die Sorte des Saatgutes,
die Menge des Saatgutes,
das Erzeugerland oder das Versandland,
die Bezeichnung und Adresse der für die Anerkennung oder Zulassung zuständigen Behörde,
der Name oder die Firma sowie die Adresse des Einführers oder Verbringers.
(2) Die Einfuhr oder das Verbringen von Pflanzgut von Kartoffeln ist in jedem Fall unabhängig von der Menge anzuzeigen.
(3) Die Einfuhr und das Verbringen von aus Drittstaaten stammendem Saatgut genetisch veränderter Sorten ist in jedem Fall unabhängig von der Menge unter Angabe des Abnehmers (Name und Adresse) sowie der Menge dem Bundesamt für Ernährungssicherheit anzuzeigen; § 6a Abs. 2 ist sinngemäß anzuwenden.
(2) Das Bundesamt für Ernährungssicherheit bringt die Anzeigen gemäß Abs. 1 im Falle von Abnehmern im Inland den Landesregierungen unverzüglich zur Kenntnis. Im Falle von Abnehmern im Ausland stellt das Bundesamt für Ernährungssicherheit die Inhalte der Anzeigen gemäß Abs. 1 den zuständigen Behörden des Empfängerlandes auf deren Ersuchen zur Verfügung. Der Inverkehrbringer hat Aufzeichnungen über die Menge, die Abnehmer und die Vertriebswege zu führen.
§ 6b. (1) Saatgut darf nur in Verkehr gebracht werden, wenn durch die widmungsgemäße Nutzung keine schädlichen Auswirkungen auf die menschliche oder tierische Gesundheit oder die Umwelt zu erwarten sind.
(2) Ein wesentlicher Mangel im Sinne des § 42 des SaatG1997 liegt jedenfalls auch dann vor, wenn den vom Bundesamt für Ernährungssicherheit angeordneten Maßnahmen zur Mängelbehebung, wie insbesondere
dem Verbot des Inverkehrbringens bis zur Herstellung des rechtmäßigen Zustandes und der Freigabe durch das Bundesamt für Ernährungssicherheit,
der unschädlichen Entsorgung oder Rückgabe an den Abgeber,
der Rückbeförderung an den Ursprungsort im Falle des grenzüberschreitenden Verbringens,
der Rückholung vom Markt, einschließlich bis zum Letztabnehmer,
der Information der Abnehmer unter Hinweis auf die mögliche Gefahr,
der unverzüglichen Berichtspflicht über die Durchführung der behördlich angeordneten Maßnahmen,
der Anpassung und/oder Vernichtung der Verschließung, Kennzeichnung, Verpackung oder Werbematerialien,
der Durchführung betrieblicher Maßnahmen, insbesondere bei Lagerung, Dokumentation und Eigenkontrolle (einschließlich der Vorlage von Untersuchungszeugnissen in begründeten Fällen),
dem Beibringung von Nachweisen,
nicht oder nicht innerhalb der gesetzten Frist Folge geleistet wurde.
(3) Nach Abs. 2 angeordnete Maßnahmen müssen verhältnismäßig sein und dürfen den Handel nicht stärker beeinträchtigen, als dies zur Erreichung des gesetzeskonformen Zustands unter Berücksichtigung der technischen und wirtschaftlichen Durchführbarkeit und anderer berücksichtigungswürdiger Faktoren notwendig ist.
(4) Das Bundesamt für Ernährungssicherheit kann – ausgenommen bei Verstößen gemäß § 6 Abs. 3 und § 6a dieser Verordnung – von einer Anzeige bei der Bezirksverwaltungsbehörde absehen, wenn
das Saatgut lediglich geringfügige Mängel aufweist oder
Das Bundesamt für Ernährungssicherheit hat den Verfügungsberechtigten auf die Rechtswidrigkeit seines Verhaltens aufmerksam zu machen.
(5) Behandeltes Saatgut darf nur in Verkehr gebracht werden, wenn es zusätzlich zu den auf Grund des SaatG 1997 erforderlichen Kennzeichnungselementen in geeigneter Weise mit den Angaben gemäß Art. 49 Abs. 4 der Verordnung Nr. 1107/2009/EG, ABl. Nr. L 309 vom 24.11.2009 S. 1, in deutscher Sprache gekennzeichnet ist.
Geeignete Rechtsträger gemäß § 39 Abs. 4 SaatG 1997
§ 7. (1) Für folgende Aufgaben kann das Bundesamt für Ernährungssicherheit Rechtsträger gemäß § 39 Abs. 4 SaatG 1997 heranziehen, die sich ihrerseits fachlich befähigter Personen im Sinne des § 39 SaatG 1997 zu bedienen haben:
die Überwachung der Betriebe und der Aufzeichnungen zur Nachvollziehbarkeit der Nämlichkeit des Saatgutes von dem Feldbestand der Vermehrungsfläche bis zum gekennzeichneten, verschlossenen und verpackten Saatgut und der Probe,
amtliche, repräsentative Probenahme einschließlich Kontrolle der Verpackung, Verschließung und Kennzeichnung.
(2) Rechtsträger, die gemäß Abs. 1 herangezogen werden können, sind:
die Burgenländische Landwirtschaftskammer,
die Niederösterreichische Landes-Landwirtschaftskammer,
die Kammer für Land- und Forstwirtschaft in Salzburg,
die Landeskammer für Land- und Forstwirtschaft in Steiermark,
die Landeslandwirtschaftskammer für Tirol,
die Landwirtschaftskammer für Vorarlberg,
die Wiener Landwirtschaftskammer.
(3) Für Aufgaben gemäß Abs. 1 können weiters herangezogen werden:
Magistrat der Stadt Wien..
(4) Darüberhinaus kann jeder Private herangezogen werden, der als fachlich befähigte Person gemäß § 39 Abs. 5 SaatG 1997 bestellt wurde, sofern die in Abs. 2 Z 1 bis 9 und Abs. 3 Z 1 und 2 genannten Stellen die Aufgaben nicht oder nicht vollständig durchführen.
§ 8. Zur Erreichung der fachlichen Befähigung gemäß § 39 Abs. 1 Z 2 SaatG 1997 ist eine theoretische und praktische Prüfung vor dem Bundesamt für Ernährungssicherheit unter Vorsitz eines Vertreters des Bundesministers für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft abzulegen. Darüber hat das Bundesamt für Ernährungssicherheit eine Bescheinigung auszustellen. Davon ausgenommen sind Organe des Amtlichen Österreichischen Pflanzenschutzdienstes im Zusammenhang mit Probenahmen für die Beschaffenheitsprüfung von Kartoffelpflanzgut.
§ 9. (1) Das Bundesamt für Ernährungssicherheit beauftragt eine in § 7 genannte Stelle im Rahmen ihres Wirkungsbereiches mit der Durchführung einzelner oder aller in § 7 Abs. 1 genannten Aufgaben und übermittelt fristgerecht die notwendigen Unterlagen.
(2) Die Annahme eines Auftrages ist zu bestätigen; den herangezogenen Stellen werden die Methoden für Saatgut und Sorten gemäß § 5 SaatG 1997 (in der Folge Methoden genannt) vom Bundesamt für Ernährungssicherheit zur Verfügung gestellt. Angenommene Aufträge sind nach den Methoden auszuführen.
(3) Kann eine herangezogene Stelle einen ihr vom Bundesamt für Ernährungssicherheit erteilten Auftrag nicht durchführen, so hat sie dies unverzüglich dem Bundesamt für Ernährungssicherheit mitzuteilen und die Unterlagen zurückzuübermitteln.
(4) Die herangezogenen Stellen haben dem Bundesamt für Ernährungssicherheit innerhalb einer angemessenen Frist die Untersuchungsergebnisse und Protokolle zu übermitteln; bei Gefahr im Verzug hat die Benachrichtigung unverzüglich zu erfolgen. Gezogene Proben sind dem Bundesamt für Ernährungssicherheit unverzüglich zu übermitteln.
(5) Die Abgeltung der Durchführung der in Abs. 1 genannten Aufgaben erfolgt gemäß dem in den Amtlichen Nachrichten des Bundesamtes für Ernährungssicherheit kundgemachten Gebührentarif.
Ermächtigungen (Autorisierungen)
§ 10. Für folgende Tätigkeiten kann das Bundesamt für Ernährungssicherheit als Autorisierungsbehörde eine Ermächtigung gemäß § 40 SaatG 1997 (in der Folge Autorisierung genannt) vornehmen:
Beschaffung und Anwendung amtlicher Etiketten,
Betreiben automatischer Probenahmeanlagen,
§ 11. (1) Folgende Personen und technische Einrichtungen können autorisiert werden:
unabhängige natürliche Personen,
Bedienstete natürlicher oder juristischer Personen, die sich nicht mit der Erzeugung, Vermehrung oder Aufbereitung von Saatgut oder dem Saatguthandel befassen,
Bedienstete natürlicher oder juristischer Personen, die sich mit der Erzeugung, Vermehrung oder Aufbereitung von Saatgut oder dem Saatguthandel befassen; diese Personen dürfen nur die für ihren Arbeitgeber erzeugten Saatgutpartien bearbeiten, sofern zwischen ihrem Arbeitgeber, dem Antragsteller und dem Bundesamt für Ernährungssicherheit keine andere Vereinbarung getroffen wurde;
technische Einrichtungen: Anlagen und Einrichtungen zur Durchführung der in § 10 Z 2 bis 8 genannten Tätigkeiten, das sind insbesondere
Untersuchungslaboratorien;
ein unabhängiges Saatgutuntersuchungslaboratorium,
ein Saatgutuntersuchungslaboratorium eines Saatgutunternehmens; in diesem Fall darf das Laboratorium nur durch ermächtigte Personen Saatgutpartien untersuchen, die für das betreffende Unternehmen erzeugt wurden, sofern zwischen dem Saatgutunternehmen, dem Antragsteller und dem Bundesamt für Ernährungssicherheit keine andere Vereinbarung getroffen wurde;
automatische Probenahmeanlagen: ein geschlossenes Probenahmesystem zur Herstellung von partierepräsentativen Proben;
technische Einrichtungen zur Durchführung von Feldversuchen und Untersuchungen im Laboratorium zur Vor- und Nachkontrolle, der Kontrolle der Erhaltungszüchtung (Nachprüfungen) und der Sortenzulassungsprüfung;
Mischungseinrichtungen inklusive geeigneter Verfahren für alle Mischvorgänge.
(2) Der Antrag auf Autorisierung ist beim Bundesamt für Ernährungssicherheit nach den in den Methoden angeführten Anforderungen einzubringen.
(3) Das Bundesamt für Ernährungssicherheit hat die Anforderungen, insbesondere die technischen Einrichtungen, zusätzlich zu den Überwachungsmaßnahmen in einem erstmaligen Audit und weiteren Audits gemäß den Methoden an Ort und Stelle zu prüfen.
(4) Die Autorisierung ist mit Auflagen und Bedingungen zu erteilen, soweit dies zur Erreichung der Voraussetzungen für die Autorisierung notwendig ist. Die Autorisierung ist befristet zu erteilen, wenn auf Grund der wissenschaftlichen und technischen Erkenntnisse im Zusammenhang mit den Anforderungen an die Autorisierung eine neuerliche Prüfung innerhalb dieser Frist erforderlich ist.
(5) Autorisierte Personen oder technische Einrichtungen können unter Einhaltung einer zwölfmonatigen Frist jeweils zum Monatsletzten durch schriftliche Benachrichtigung des Bundesamtes für Ernährungssicherheit auf ihre Autorisierung verzichten.
(6) Das Bundesamt für Ernährungssicherheit hat die Erteilung, den Umfang und eine allfällige Entziehung einer Autorisierung im Sorten- und Saatgutblatt gemäß § 6 SaatG 1997 zu veröffentlichen.
§ 12. (1) Die zu autorisierenden Personen haben die fachlichen Voraussetzungen gemäß § 39 Abs. 1 SaatG 1997 zu erfüllen. Zur Erreichung der fachlichen Befähigung gemäß § 39 Abs. 1 Z 2 SaatG 1997 ist eine theoretische und praktische Prüfung vor dem Bundesamt für Ernährungssicherheit unter Vorsitz eines Vertreters des Bundesministers für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft abzulegen.
(2) Technische Einrichtungen müssen innerhalb des antragstellenden Unternehmens als organisatorische Einheit definierbar sein und so organisiert sein, dass das Personal den Umfang und die Grenzen seines Verantwortungsbereiches kennt. Technische Einrichtungen müssen mit allen Räumlichkeiten, Einrichtungen und notwendigen Prüf- und Messeinrichtungen für eine ordnungsgemäße Durchführung der ermächtigten Tätigkeiten ausgestattet sein. Sie haben über ausreichend Personal zu verfügen, das über die zur Erfüllung der autorisierten Tätigkeiten notwendige Ausbildung, Schulung, technische Kenntnis und Erfahrung verfügt.
(3) Die technischen Durchführungsbestimmungen zur Autorisierung sind, sofern sie nicht bereits in dieser Verordnung geregelt werden, in den Methoden festzulegen.
§ 13. (1) Das Bundesamt für Ernährungssicherheit hat autorisierte Personen und autorisierte technische Einrichtungen regelmäßig zu überwachen und stichprobenartig Paralleluntersuchungen durchzuführen. Dabei sind die im Rahmen der Saatgutverkehrskontrolle durchgeführten Untersuchungen in den Stichprobenumfang einzubeziehen. Wurden bei den Paralleluntersuchungen über die statistischen Toleranzen hinaus Abweichungen festgestellt, so gelten die Untersuchungsergebnisse des Bundesamtes für Ernährungssicherheit.
(2) Bei mangelhafter Durchführung der autorisierten Tätigkeiten hat das Bundesamt für Ernährungssicherheit geeignete Maßnahmen zur Sicherstellung der Konformität mit den Anforderungen an die Autorisierung einzuleiten und die Herstellung des ordnungsgemäßen Zustandes aufzutragen.
(3) Ergeben sich wiederholt Mängel, sodass die Untersuchungsergebnisse der überwachten autorisierten Personen oder technischen Einrichtungen auch unter Anwendung statistischer Toleranzen überschritten werden oder die Untersuchungsergebnisse nicht gemäß den Methoden erarbeitet wurden, so
sind sämtliche durch autorisierte Personen und autorisierte technische Einrichtungen erarbeiteten Untersuchungsergebnisse ungültig,
ist die Autorisierung zu entziehen,
hat das Bundesamt für Ernährungssicherheit einen Antrag auf Anerkennung oder Zulassung abzuweisen, wenn die Durchführung der notwendigen Untersuchung gemäß den Methoden technisch und organisatorisch, insbesondere im Rahmen der Feldbesichtigung, nicht möglich ist.
(4) Kann der Antragsteller eine autorisierte Tätigkeit nicht selbst durchführen, so hat er dies unverzüglich dem Bundesamt für Ernährungssicherheit mitzuteilen und deren Durchführung durch das Bundesamt für Ernährungssicherheit zu beantragen. Das Bundesamt für Ernährungssicherheit hat die notwendigen Untersuchungen durchzuführen, soweit dies technisch und organisatorisch gemäß den Methoden möglich ist.
(5) Ergeben sich wiederholt Mängel durch eine zur Leitung eines Untersuchungslaboratoriums autorisierte Person, so hat das Unternehmen dem Bundesamt für Ernährungssicherheit innerhalb von vier Monaten eine andere zur Leitung des Untersuchungslaboratoriums geeignete Person zu nennen. Liegen die Anforderungen an die Autorisierung dieser Person nicht vor, so ist dem Untersuchungslaboratorium unverzüglich die Autorisierung zu entziehen.
(6) Dem Unternehmen sind die aus den zusätzlichen Maßnahmen des Bundesamtes für Ernährungssicherheit erwachsenen Kosten gemäß dem in den Amtlichen Nachrichten des Bundesamtes für Ernährungssicherheit kundgemachten Gebührentarif vorzuschreiben, wenn die autorisierten Tätigkeiten mangelhaft durchgeführt wurden.
§ 14. Die autorisierten Personen und technischen Einrichtungen haben zusätzlich zu den in § 44 Abs. 1 und 3 SaatG 1997 genannten Pflichten
bei autorisierten Tätigkeiten die Methoden anzuwenden,
die im Rahmen des Anerkennungs- oder Zulassungsverfahrens von Saatgut und Sorten erarbeiteten Untersuchungsergebnisse in einem Bericht dem Bundesamt für Ernährungssicherheit unverzüglich zu übermitteln, wobei sich die Form des Berichtes an den Berichten des Bundesamtes für Ernährungssicherheit zu orientieren hat,
über autorisierte Personen und technische Einrichtungen im Rahmen der autorisierten Tätigkeiten und über alle Daten, die maßgeblich zur Erzielung von Untersuchungsergebnissen in ermächtigten Bereichen führen, Aufzeichnungen zu führen und diese sieben Jahre aufzubewahren,
die Teilnahme an einem geeigneten und angemessenen Programm für Eignungs- oder Vergleichsuntersuchungen sowie Schulungskursen des Bundesamtes für Ernährungssicherheit zu gewährleisten,
dem Bundesamt für Ernährungssicherheit Einsicht in alle Unterlagen zur genauen Untersuchung der Ergebnisse und Tätigkeiten der von autorisierten Personen oder autorisierten Einrichtungen selbst durchgeführten internen Audits oder der Eignungsuntersuchung zu gewähren und damit im Zusammenhang stehende Auskünfte zu erteilen,
Angaben und Ergebnisse, die im Zusammenhang mit der Autorisierung erstellt werden, mit einem Hinweis auf die Autorisierung ausschließlich im Verkehr mit dem Bundesamt für Ernährungssicherheit zu verwenden,
das Bundesamt für Ernährungssicherheit unverzüglich über jede Änderung zu unterrichten, die Auswirkungen auf die Erfüllung der Anforderungen an die Autorisierung hat und die Kompetenz, Leistungsfähigkeit oder den Tätigkeitsbereich der autorisierten Person oder autorisierten technischen Einrichtung berührt.
§ 15. (1) Diese Verordnung tritt mit 15. November 2006, § 1 Abs. 2 Z 8 und 9 dieser Verordnung in der Fassung der Verordnung BGBl. II Nr. 301/2007 mit 1. November 2007 in Kraft.
die Saatgutverordnung, BGBl. II Nr. 299/1997;
der Saatgutgebührentarif, BGBl. II Nr. 203/1998, zuletzt geändert durch BGBl. II Nr. 221/2003;
die Saatgut-Organisations-Verordnung, BGBl. II Nr. 204/1998;
die Saatgut-Autorisierungs-Verordnung, BGBl. II Nr. 209/1999.
(3) Die in der Richtlinie 2006/124/EG Art. 3 Abs. 1 zweiter Unterabsatz vorgesehene Übergangsbestimmung findet Anwendung.
(4) § 1 Abs. 2 Z 8 und Z 9 in der Fassung der Verordnung BGBl. II Nr. 174/2016 tritt am 1. Juli 2016 in Kraft.
(5) § 1 Abs. 2 Z 6 in der Fassung der Verordnung BGBl. II Nr. 174/2016 tritt hinsichtlich der Durchführungsrichtlinie (EU) 2016/11 am 1. Jänner 2017 und hinsichtlich der Durchführungsrichtlinie (EU) 2016/317 am 1. April 2017 in Kraft.
(6) § 1 Abs. 2 Z 2 in der Fassung der Verordnung BGBl. II Nr. 174/2016 tritt hinsichtlich der Richtlinie 2015/1955/EU am 1. Juli 2016 und hinsichtlich der Durchführungsrichtlinie (EU) 2016/317 am 1. April 2017 in Kraft.
(7) § 1 Abs. 2 Z 1, Z 4, Z 5, Z 7 und Z 11 in der Fassung der Verordnung BGBl. II Nr. 174/2016 treten am 1. April 2017 in Kraft.
Anlage zu § 2 und § 4
Getreide (inklusive Mais und Hirsearten)
Futterpflanzen (inklusive Körnerleguminosen)
Gräser (inklusive Rasengräser)
Leguminosen (Groß- und kleinsamige Leguminosen)
Öl- und Faserpflanzen (inklusive Handelspflanzen)
Rüben (Beta-Rüben)
Art (österreichischer/deutscher pflanzenkundlicher Name, wissenschaftliche lateinische Bezeichnung der Art, wissenschaftliche lateinische Kurzbezeichnung der Art)
Saatgutkategorie
Menge für amtliche oder amtlich beauftragte Prüfungen in kg gemäß § 4 (Die Menge gilt pro Person (Firma), Jahr und Sorte/Herkunft/Ökotyp/pflanzengenetischer Ressource)
Menge für Züchtungs-, Forschungs- und Ausstellungszwecke und für den persönlichen Gebrauch in kg gemäß § 4 (Die Menge gilt pro Person (Firma), Jahr und Sorte/Herkunft/Ökotyp/pflanzengenetischer Ressource)
Amtliche/-amtlich beauftragte Prüfungen
Züchtung, Forschung, Ausstellungen, persönl. Gebrauch kg
Avena nuda L.,
Vm, Z1, Z2
Hafer (einschließ-lich Mittel-meerhafer)
Avena sativa L. einschließlich Avena byzantina K. Koch,
Avena strigosa Schreb.,
Oryza sativa L.,
Vm, Z1, Z2, H
Phalaris canariensis L.,
Vm, Z
Secale cereale L.,
Sorghum, Mohrenhirse
Sorghum bicolor (L.) Moench,
Sorghum x Sudangras
Sorghum sudanense (Piper) Stapf,
Weizen, Weichweizen
Durumweizen,
Triticum durum Desf.,
Triticum spelta L.,
x Triticosecale Wittm. ex A. Camus,
Mais (ausgenommen Perl-, Puff- [Popcorn], Zucker- und Ziermais)
*= Erbkomponenten
Agrostis canina L.,
Agrostis capillaris L.,
Weißes Straußgras, Fioringras
Agrostis stolonifera L.,
Alopecurus pratensis L.,
Arrhenatherum elatius (L.) P. Beauv. ex
J.Presl & K. Presl,
Bromus catharticus Vahl.,
Bromus sitchensis,
Hundszahngras, Bermudagras
Dactylis glomerata L.,
Festuca arundinacea Schreber,
Festuca filiformis Pourr.,
Festuca ovina L. sensu lato,
1.2.1.13.1.
Festuca ovina L. ssp. duriuscula
(L.) Koch,
Festuca pratensis Huds.,
Festuca rubra L. sensu lato,
1.2.1.15.1.
Festuca rubra ssp. commutata L.
1.2.1.15.2.
Festuca rubra ssp. genuina L.,
Festuca rubra ssp. genuina
1.2.1.15.3.
Rotschwin-gel mit kurzen Ausläufern
Festuca rubra ssp. trichophylla L.,
Festuca rubra ssp. trichophylla
Italienisches Raygras, Welsches Weidelgras
Lolium mulitflorum Lam. ssp. non
alternativum,
Lolium multiflorum ssp. non alternativum
1.2.1.17.1.
Westerwoldisches Raygras, Einjähriges Weidelgras
Lolium multiflorum Lam. ssp. alternativum,
Lolium multiflorum ssp. alternativum
Englisches Raygras, Deutsches Weidelgras
Bastardraygras, Bastardweidelgras
Lolium x hybridum Hausskn., Lolium hybridum
Phalaris stenoptera Hackel, included in Phalaris aquatica,
Knollentimothe,
Zwiebellieschgras
Phleum nodosum L.,
Timothe, Wiesenlieschgras
Phleum pratense L.,
Poa nemoralis L.,
Sumpfrispe
Poa palustris L.,
Poa pratensis L.,
Poa trivialis L.,
Trisetum flavescens (L.) P. Beauv.,
x Festulolium, oder
x Festulolium Asch. & Graebn., oder
Biserrula pelecinus L.,
Hedysarum coronarium L.,
Kicher-Platterbse, Rotblühende Platterbse, Rote Platterbse
Lathyrus cicera L.,
Lotus corniculatus L.,
Lupinus albus L.,
Lupinus angustifolius L.,
Lupinus luteus L.,
Medicago doliata Carmign.,
Medicago italica (Mill.) Fiori,
Medicago littoralis Rohde ex Loisel.,
Medicago lupulina L.,
Medicago murex Willd.,
Rippen- Schneckenklee
Medicago rugosa Desr.,
Luzerne, Blaue Luzerne
Medicago scutellata (L.) Mill.,
Medicago truncatula Gaertn.,
Medicago x varia T. Martyn,
Onobrychis viciifolia Scop.,
Vm, Z, H
Gelber Vogelfuß, Gelbe Serradella
Ornithopus compressus L.,
1.2.2.22.
Ornithopus sativus Brot.,
Pisum sativum L. sensu lato,
1.2.2.23.1.
1.2.2.23.2.
Pisum sativum convar. speciosum (Dierb.) Alef.,
Vm, Zl, Z2
1.2.2.24.
Trifolium alexandrinum L.,
1.2.2.25.
Trifolium fragiferum L.,
1.2.2.26.
Trifolium glanduliferum Boiss.,
Trifolium hirtum All.,
1.2.2.28.
Trifolium hybridum L.,
1.2.2.29.
Trifolium incarnatum L.,
1.2.2.30.
Trifolium isthmocarpum Brot.,
Michelis-Klee
Trifolium michelianum Savi,
1.2.2.32.
1.2.2.33.
1.2.2.34.
Trifolium resupinatum L.,
1.2.2.35.
Trifolium squarrosum L.,
1.2.2.36.
Trifolium subterraneum L.,
1.2.2.37.
Trifolium vesiculosum Savi,
1.2.2.38.
Trigonella foenum-graecum L.,
1.2.2.39.
Vicia benghalensis L.,
1.2.2.40.
Vicia faba L. (partim),
1.2.2.41.
Vicia pannonica Crantz,
1.2.2.42.
1.2.2.43.
Vicia villosa Roth,
Brassica napus L. var napobrassica (L.) Rchb.,
Brassica oleracea L. convar. acephala (DC.) Alef. var. medullosa Thell. und var. viridis L.,
Phacelia tanacetifolia Benth.,
Raphanus sativus L. var. oleiformis Pers.,
Schwarzsenf, Schwarzer Senf
Brassica nigra (L.) W. D. J. Koch,
Körnerrübsen
Futterrübsen
Forschung, Züchtung 0,15 Ausstellungen, persönl. Gebrauch 0,00
Fagopyrum esculentum Moench,
Glycine max (L.) Merr.,
Gossypium ssp.,
Linum usitatissimum L.,
Vm, Z1, Z2, Z3
Öllein und sonstiger Lein
Gelbsenf, Weißer Senf
Sinapis alba L.,
Beta vulgaris L. var. altissima Döll,
2,00 U*
0,10 U*
Futterrübe, Runkelrübe
Beta vulgaris L. var. crassa Mansf.,
* 1 Unit (U) = 100 000 Samen
Solanum tuberosum L.,
Vm, Z, S
Cepa-Gruppe
Aggregatum-Gruppe
Winter-hecken-zwiebel
Allium fistulosum L.,
Allium porrumVm,
Allium schoenoprasum L., Allium schoenoprasum
Anthriscus cerefolium (L.) Hoffm., Anthriscus cerefolium
Asparagus officinalis L., Asparagus officinalis
Karfiol, Blumen-kohl
Kraus-kohl, Grünkohl
Weiß-kraut, Weißkohl
Wirsing, Wirsing-kohl
Sprossen-kohl, Rosenkohl
China-kohl, Stoppel-rübe, Herbst-rübe, Mairübe
Brassica rapa L.,
Stoppel-rübe, Herbst-rübe, Mairübe
Capsicum annuum L., Capsicum annuum
Endivie, Winter-endivie
Cichorium endivia L., Cichorium endivia
Cichorium intybus L., Cichorium intybus
Gemüse-, Blatt-zichorie
Wurzel-, Industrie- zichorie
Nakai, Citrullus lanatus
Zuckerme-lone, Melone
Cucumis melo L.,
Cucurbita maxima Duchesne, Cucurbita maxima
Garten-kürbis, Zucchini
Ölkürbis, Schalen-loser Kürbis
Kardonen- Arti-schocke, Cardy, Kardonen-arti-schocke
Cynara cardunculus L.,
Foeniculum vulgare Mill., Foeniculum vulgare
Petersilie Hill,
Feuer-bohne, Prunkbohne
Phaseolus coccineus L., Phaseolus coccineus
Phaseolus vulgaris L., Phaseolus vulgaris
Pisum sativum L. (partim), Pisum sativum
Raphanus sativus L.,
Rheum rhabarbarum L.,
Schwarz-wurzel
Scorzonera hispanica L., Scorzonera hispanica
Solanum melongena L., Solanum melongena
Spinacia oleracea L.,
Laterr.,
Puffbohne, Dicke Bohne
Zea mays L. partim),
0,4 (0,2*)
Zea mays L. (partim),

References: § 79
 § 7
 § 39

§ 1

§ 2

§ 3

§ 4

§ 4
 Art. 4
 Art. 4
 Art. 8
 Art. 11
 Art. 13
 Art. 20
 Art. 21
 Art. 13
 Art. 33
 Art. 34

§ 5
 Art. 14
 Art. 33
 Art. 17
 Art. 36

§ 6
 § 6

§ 6
 § 42
 § 6
 § 6
 Art. 49
 § 39

§ 7
 § 39
 § 39
 § 39

§ 8
 § 39

§ 9
 § 7
 § 7
 § 5

§ 10
 § 40

§ 11
 § 10
 § 6

§ 12
 § 39
 § 39

§ 13

§ 14
 § 44

§ 15
 § 1
 Art. 3
 § 1
 § 1
 § 1
 § 1
 § 2
 § 4
 § 4
 § 4