Source: http://relevancy.bger.ch/php/aza/http/index.php?lang=de&zoom=&type=show_document&highlight_docid=aza%3A%2F%2F22-04-2015-8C_933-2014
Timestamp: 2016-10-22 01:57:39+00:00

Document:
8C_933/2014 (22.04.2015)
8C_933/2014 {T�0/2} � � Urteil vom 22. April 2015
vertreten durch Rechtsanwalt Dr. Bruno H�fliger,
Unfallversicherung (Kausalzusammenhang; Invalidenrente; Integrit�tsentsch�digung),
vom 25. November 2014.
Der 1963 geborene A.________ war seit 1. September 2002 bei der B.________ AG angestellt und dadurch bei der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (SUVA) gegen die Folgen von Unf�llen obligatorisch versichert. Am 29. Juli 2007 fiel er von der Terrasse seines Hauses in Kroatien aus einer H�he von ungef�hr 2.5 bis 3 Metern in die Tiefe. Nach der Erstversorgung der bei diesem Sturz erlittenen Verletzungen in einem kroatischen Spital und der R�ckf�hrung in die Schweiz hielt er sich vom 8. bis 22. August 2007 im Kantonalen Spital C.________ auf, wo beidseitige Fersenbeinbr�che der F�sse (Calcaneustr�mmerfraktur rechts; wenig dislozierte Abrissfraktur der Plantaraponeurose am Calcaneus links) sowie eine wenig dislozierte, stabile Fraktur auf H�he des vorderen oberen Lendenwirbelk�rpers- (LWK) -3 diagnostiziert wurden (Bericht vom 21. August 2007). Die SUVA erbrachte die gesetzlichen Leistungen (Heilbehandlung; Taggeld) und kl�rte den Sachverhalt in beruflicher und medizinischer Hinsicht ab. Laut Bericht des Dr. med. D.________, Facharzt f�r Chirurgie FMH, SUVA Zentralschweiz, vom 26. September 2012 (kreis�rztliche Abschlussuntersuchung vom 24. September 2012) musste als Folge der Calcaneustr�mmerfraktur rechts das untere Sprunggelenk (USG) mittels Arthrodese eingesteift werden; dementsprechend bestand eine etwas verminderte Beweglichkeit im oberen Sprunggelenk (OSG) wie auch bei der Pronation und Supination des Vorfusses; zudem lagen Restbeschwerden in der mittleren lumbalen Wirbels�ule vor, die zur erlittenen Fraktur und der leichten Keilwirbelbildung passten; allerdings waren die vom Versicherten auf eine Fehlhaltung zur�ckgef�hrten H�ftbeschwerden rechts, abgesehen davon, dass keine wesentliche funktionelle Einschr�nkung objektiviert werden konnte, nicht unfallkausal. Zur Arbeitsf�higkeit hielt Dr. med. D.________ unter anderem fest, dem Versicherten seien leichte T�tigkeiten, die mit regelm�ssiger Wechselbelastung (je eine Stunde im Gehen/Stehen/Sitzen) und ohne Zwangshaltungen ausge�bt werden k�nnen, ganztags zumutbar. Einem weiteren Bericht des Dr. med. D.________ vom 9. November 2012 zufolge lag wegen der USG-Arthrodese rechts und der wenig dislozierten LWK-3-Fraktur ein Integrit�tsschaden von insgesamt 20 % vor. Aus psychiatrischer Sicht war gem�ss Austrittsbericht der Klinik E.________ vom 18. Juni 2013, wo sich der Versicherte vom 11. M�rz bis 9. Mai 2013 aufhielt, eine rezidivierende depressive St�rung, gegenw�rtig mittelgradige Episode (ICD-10: F33.1; Hauptdiagnose), sowie eine posttraumatische Belastungsst�rung (ICD-10: F43.1) zu diagnostizieren, weswegen eine T�tigkeit auf dem ersten Arbeitsmarkt mittelfristig nicht zu realisieren war. Mit Verf�gung vom 14. Dezember 2012 stellte die SUVA die vor�bergehenden Leistungen - vorbeh�ltlich der �rztlich verschriebenen Analgetika und der orthop�dischen Schuhversorgung - auf den 31. Dezember 2012 ein, sprach dem Versicherten eine Integrit�tsentsch�digung gest�tzt auf eine Einbusse von 20 % zu und lehnte einen Anspruch auf Invalidenrente mangels leistungsbegr�ndenden Invalidit�tsgrades ab. Zur Begr�ndung f�hrte sie unter anderem an, die geltend gemachten H�ftbeschwerden sowie die psychischen Beeintr�chtigungen st�nden in keinem rechtserheblichen Kausalzusammenhang mit dem Unfall vom 29. Juli 2007 und dessen Folgen. Daran hielt sie auf Einsprache hin fest (Einspracheentscheid vom 26. August 2013).
Die hiegegen eingereichte Beschwerde, mit der A.________ beantragen liess, die SUVA habe ihm eine Invalidenrente aufgrund eines Invalidit�tsgrades von mindestens 70 % sowie eine Integrit�tsentsch�digung auf Basis einer Einbusse von mindestens 30 % auszurichten, wies das Kantonsgericht Luzern ab (Entscheid vom 25. November 2014).
Mit Beschwerde l�sst A.________ die vorinstanzlich gestellten Rechtsbegehren wiederholen.
Das Bundesgericht f�hrt keinen Schriftenwechsel durch.
Die Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten kann wegen Rechtsverletzungen gem�ss den Art. 95 und 96 BGG erhoben werden. Im Beschwerdeverfahren um die Zusprechung oder Verweigerung von Geldleistungen der Milit�r- oder der Unfallversicherung ist das Bundesgericht nicht an die vorinstanzliche Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts gebunden (Art. 97 Abs. 2 und Art. 105 Abs. 3 BGG). Es wendet das Recht von Amtes wegen an (Art. 106 Abs. 1 BGG) und ist folglich weder an die in der Beschwerde geltend gemachten Argumente noch an die Erw�gungen der Vorinstanz gebunden (vgl. BGE 132 II 257 E. 2.5 S. 262; 130 III 136 E. 1.4 S. 140). Unter Ber�cksichtigung der f�r Beschwerden bestehenden allgemeinen Begr�ndungspflicht (Art. 42 Abs. 1 und 2 BGG) pr�ft es indessen grunds�tzlich nur die geltend gemachten R�gen, sofern die rechtlichen M�ngel nicht geradezu offensichtlich sind. Es ist jedenfalls nicht gehalten, wie eine erstinstanzliche Beh�rde alle sich stellenden rechtlichen Fragen zu untersuchen, wenn diese letztinstanzlich nicht mehr aufgegriffen werden (BGE 133 II 249 E. 1.4.1 S. 254).
Das kantonale Gericht hat die zur Beurteilung des strittigen Anspruchs auf Invalidenrente und auf Integrit�tsentsch�digung massgebenden Rechtsgrundlagen richtig dargestellt. Dies betrifft namentlich den f�r die Leistungspflicht des obligatorischen Unfallversicherers vorausgesetzten nat�rlichen und ad�quaten Kausalzusammenhang zwischen dem Unfall und dem Gesundheitsschaden (BGE 134 V 109 E. 2.1 S. 112). Darauf wird verwiesen. Die vorinstanzlichen Ausf�hrungen zum Beweiswert und zur Beweisw�rdigung medizinischer Berichte und Gutachten (BGE 134 V 231 E. 5.1 S. 232; 125 V 351 E. 3 S. 352 mit Hinweisen) sind dahin gehend zu erg�nzen, dass bei Entscheiden gest�tzt auf versicherungsinterne �rztliche Beurteilungen, die im Wesentlichen oder ausschliesslich aus dem Verfahren vor dem Sozialversicherungstr�ger stammen, an die Beweisw�rdigung strenge Anforderungen zu stellen sind. Bestehen auch nur geringe Zweifel an der Zuverl�ssigkeit und Schl�ssigkeit der �rztlichen Feststellungen, ist eine versicherungsexterne medizinische Begutachtung im Verfahren nach Art. 44 ATSG oder ein Gerichtsgutachten anzuordnen (BGE 135 V 465 E. 4 S. 467 ff.; 122 V 157 E. 1d S. 162).
3.1.1.�Die Vorinstanz hat zun�chst erkannt, Dr. med. D.________ lege im kreis�rztlichen Bericht vom 26. September 2012 nachvollziehbar dar, weshalb die H�ftbeschwerden rechts in keinem nat�rlichen Kausalzusammenhang mit den Folgen des Unfalles vom 29. Juli 2007 standen. Zu verweisen war namentlich auf den symmetrischen radiologischen Befund - der Hausarzt sprach im Bericht vom 10. September 2012 von diskretesten degenerativen Ver�nderungen an beiden H�ftgelenken - und die Tatsache, dass auch klinisch keine wesentlichen funktionellen Einschr�nkungen zu objektivieren waren.
3.1.2.�Der Beschwerdef�hrer weist an sich richtig auf die Rechtsprechung hin, wonach unfallbedingte Fuss- und Beinverletzungen, Beinl�ngenverk�rzungen usw. zu andauernden Fehlbelastungen f�hren k�nnen, die als indirekte Unfallfolgen sp�ter R�cken- oder H�ftbeschwerden und damit eine relevante zus�tzliche Einschr�nkung der Arbeitsf�higkeit bewirken k�nnen (vgl. RKUV 2003 Nr. U 487 S. 337, U38/01 E. 5.2.2, sowie Urteil 8C_588/2013 vom 16. Januar 2014 E. 4.3.3, je mit Hinweisen; Urteil U 260/99 des Eidgen�ssischen Versicherungsgerichts vom 7. April 2000 E. 2a und b). Er �bersieht mit seinen bereits im vorinstanzlichen Verfahren geltend gemachten Einw�nden aber, dass sich Dr. med. D.________ mit den Angaben des Dr. med. F.________, Allgemeine Medizin FMH, (Bericht vom 10. September 2012), auseinander setzte und dazu festhielt, um eine Unfallkausalit�t der von diesem Arzt neu vermuteten Periarthropathia coxae rechts mit der (unfallbedingten) USG-Arthrose rechts herzustellen, m�ssten ein fr�hes Einsetzen der rechtsseitigen H�ftbeschwerden oder aber unfallbedingte strukturelle L�sionen nachgewiesen werden k�nnen, was hier offensichtlich nicht der Fall sei. An diesen schl�ssigen Aussagen �ndert der letztinstanzlich aufgelegte Bericht des Dr. G.________, Facharzt f�r Neurologie, vom 3. September 2014 nichts; dieser Arzt er�rtert einzig die Frage, inwiefern die Wurzelaffektion auf H�he der LWK 2/3 behandlungsbed�rftig sei; offen bleiben kann daher, ob es sich dabei um ein unzul�ssiges neues Beweismittel im Sinne von Art. 99 Abs. 1 BGG handelt.
3.2.1.�Das kantonale Gericht hat weiter anhand der Grunds�tze von BGE 115 V 133 (sogenannte Psychopraxis) gepr�ft, ob die psychiatrischen Befunde (rezidivierende depressive St�rung [ICD-10: F33.1; Hauptdiagnose]; posttraumatische Belastungsst�rung [ICD-10: F43.1]) in einem ad�quaten Kausalzusammenhang mit dem Sturz vom 29. Juli 2007 und den dabei erlittenen k�rperlichen Verletzungen standen. Es hat dieses Ereignis in �bereinstimmung mit der Rechtsprechung (RKUV 1998 Nr. U 307 S. 448, U 169/97 E. 3a mit Kasuistik; Urteil 8C_811/2012 vom 4. M�rz 2013 E. 7.2 mit weiteren Hinweisen) den mittelschweren Unf�llen im engeren Sinn zugeordnet. Von den daher weiter zu pr�fenden, objektiv fassbaren und unmittelbar mit dem Unfall in Zusammenhang stehenden oder als Folge davon erscheinenden Umst�nden, welche als massgebende Kriterien in die Gesamtw�rdigung einzubeziehen sind, seien allenfalls diejenigen der k�rperlichen Dauerschmerzen sowie des Grades und der Dauer der physisch bedingten Arbeitsunf�higkeit gegeben, was f�r die Annahme der Ad�quanz nicht gen�ge.
3.2.2.1.�Der Beschwerdef�hrer macht zum Kriterium der Schwere oder besonderen Art der erlittenen Verletzung, zu dem sich das kantonale Gericht mangels Vorbringen des Versicherten nicht n�her �usserte, geltend, die Calcaneustr�mmerfraktur am rechten Fuss habe sich als derart schwer erwiesen, dass trotz vier Operationen keine Beschwerdefreiheit eingetreten sei; zudem sei zu ber�cksichtigen, dass er mehrere Wochen auf den Rollstuhl angewiesen gewesen sei.
Gem�ss Urteil U 196/97 des Eidgen�ssischen Versicherungsgerichts vom 27. April 1998 E. 3b (publ. in: RKUV 1998 Nr. U 307 S. 448) waren die beidseitig erlittenen Schienbein-Frakturen erheblich, weil sie eine mindestens viermonatige Entlastung erforderlich machten und somit �ber einen l�ngeren Zeitraum zu einer vollst�ndigen Immobilisierung f�hrten, w�hrend der sich die versicherte Person lediglich noch im Rollstuhl fortbewegen konnte. So liegen die Verh�ltnisse hier nicht: Laut Austrittsbericht der Klinik H.________ vom 23. Oktober 2007, wo sich der Beschwerdef�hrer vom 22. August bis 23. Oktober 2007 aufhielt, vermochte er ab 10. September 2007 an Gehst�cken das linke Bein voll und bei Austritt das rechte Bein mit 40 kg zu belasten. Die Rehabilitation (Entw�hnung von den Gehst�cken) musste zwar auf kreis�rztliche Empfehlung des Dr. med. I.________, Facharzt f�r Orthop�dische Chirurgie, SUVA Zentralschweiz (Bericht vom 3. April 2008), erneut aufgenommen werden, womit ein stockfreies Gehen f�r Strecken bis zu 500 Metern erreicht werden konnte (Austrittsbericht der Klinik H.________ vom 11. Juni 2008). Die Mobilisation verz�gerte sich aber, wie aus dem Bericht der Psychiatrie J.________ vom 7. Oktober 2008 zu schliessen ist, auch wegen der zu diagnostizierenden, seit mehreren Monaten mit einem Antidepressivum behandelten, schweren depressiven Episode (ICD-10: F32.2), die negative Auswirkungen im psychosozialen Bereich (Stellenverlust; Schwierigkeiten mit dem Zusammenleben in der Familie; mangelnde Tagesstruktur) zur Folge hatte. Insgesamt betrachtet ist deshalb das zur Diskussion stehende Ad�quanzkriterium zu verneinen.
3.2.2.2.�Weiter macht der Beschwerdef�hrer geltend, er sei seit dem Unfall vom 29. Juli 2007 und bis zum Zeitpunkt des Einspracheentscheids vom 26. August 2013 w�hrend sechs Jahren wegen der Verletzung am rechten Fuss vor allem im Spital K.________, einem auf Orthop�die und Traumatologie des Bewegungsapparates spezialisierten Klinik, in steter �rztlicher Behandlung gewesen. Das kantonale Gericht hat zu Recht erwogen, neben den vier operativen Eingriffen vom 13. August 2007, 17. Februar 2009, 29. April 2010 sowie 26. Januar 2011, mit den jeweils notwendig gewordenen kurzen Spitalaufenthalten, habe sich die �rztliche Behandlung vorab in zahlreichen Verlaufskontrollen und Untersuchungen ersch�pft. Das Kriterium der ungew�hnlich langen Dauer der �rztlichen Behandlung der k�rperlichen Beschwerden ist daher in �bereinstimmung mit dem vorinstanzlichen Entscheid zu verneinen.
3.2.2.3.�Das kantonale Gericht hat weiter gest�tzt auf die Akten einl�sslich dargelegt, dass die Beschwerden im Bereich des rechten Fusses rezidivierend, belastungsabh�ngig und mit unterschiedlicher Intensit�t auftraten, weshalb das Kriterium der k�rperlichen Dauerschmerzen jedenfalls nicht in besonders ausgepr�gter Weise zu bejahen war. Dies galt umso mehr, als die Schmerzen durch organische Befunde, namentlich die beginnende Arthrose des Calcaneocuboidalgelenks gem�ss Bericht des Spitals K.________ vom 23. August 2013 nach wie vor nicht vollst�ndig erkl�rt werden konnte. Den nicht zu beanstanden vorinstanzlichen Erw�gungen ist anzuf�gen, dass psychische Beschwerden auch dann nicht in die Beurteilung der Ad�quanz einzubeziehen sind, wenn sie k�rperlich imponieren (Urteil 8C_825/2008 vom 9. April 2009 E. 4.6).
3.2.2.4.�Sodann kann entgegen der Auffassung des Beschwerdef�hrers aus den zahlreichen medizinischen Untersuchungen und Abkl�rungen sowie den insgesamt vier chirurgischen Eingriffen im Bereich des rechten Fusses nicht ohne Weiteres geschlossen werden, das Kriterium des schwierigen Heilverlaufs oder der erheblichen Komplikationen sei erf�llt. Die Vorinstanz hat zutreffend auf die Rechtsprechung hingewiesen, wonach es zu dessen Bejahung besonderer Gr�nde bedarf, welche die Heilung beeintr�chtigten. Solche ergeben sich namentlich nicht aus den Operationsberichten des Spitals K.________ vom 18. Februar 2009, 29. April 2010 und 27. Januar 2011. Vielmehr kamen die �rzte dieses Spitals - wie erw�hnt - zum Schluss, dass die beginnende Arthrose im Calcaneocuboidalgelenk die Schmerzproblematik nicht hinreichend erkl�rte und sie einer erneuten chirurgischen Intervention weiterhin zur�ckhaltend gegen�ber standen (Bericht vom 23. August 2013). Auch in diesem Zusammenhang ist darauf hinzuweisen, dass bei psychischen Fehlentwicklungen nach Unfall die Ad�quanzkriterien unter Ausschluss psychischer Aspekte zu pr�fen sind (BGE 134 V 109 E. 2.1 S. 112 mit Hinweisen).
3.2.2.5.�Hinsichtlich des Kriteriums des Grades und der Dauer der physisch bedingten Arbeitsunf�higkeit hat das kantonale Gericht zutreffend erkannt, dass der Versicherte ausweislich der Akten den zuletzt ausge�bten Beruf als Metallbauschlosser nicht mehr auszu�ben in der Lage war, aber ab M�rz 2008, sp�testens aber ab Juni 2008 aus medizinisch-somatischer Sicht in einer den unfallbedingten k�rperlichen Beeintr�chtigungen angepassten T�tigkeit ohne Leistungseinschr�nkung h�tte arbeiten k�nnen. Der Beschwerdef�hrer verkennt mit seinen Vorbringen die Gesetzeslage, wonach bei langer Dauer der Arbeitsunf�higkeit auch die zumutbare T�tigkeit in einem anderen Beruf zu ber�cksichtigen ist (Art. 6 Abs. 1 Satz 2 in Verbindung mit Satz 1 ATSG). Die angerufenen Angaben der Stiftung L.________ vom 19. Januar 2012, bei der die Arbeitsf�higkeit ab 31. Oktober 2011 bis 30. Januar 2012 evaluiert wurde, sind im vorliegenden Kontext insoweit nicht aufschlussreich, als die Fachpersonen bei ihrer Einsch�tzung nicht allein die k�rperlichen sondern auch die vom Versicherten angegebenen psychischen Einschr�nkungen ber�cksichtigten. Im �brigen ist wenig nachvollziehbar, dass der Beschwerdef�hrer die von der Stiftung L.________ angebotene Teilzeitstelle nicht annahm (vgl. Bericht des case managers der SUVA vom 19. Januar 2012). Nach dem Gesagten ist nicht zu beanstanden, wenn die Vorinstanz eine besondere Auspr�gung des zur Diskussion stehenden Ad�quanzkriteriums verneint hat.
3.2.2.6.�Unbestritten ist, dass die Kriterien der besonders dramatischen Begleitumst�nde oder besonderen Eindr�cklichkeit des Unfalles und der �rztlichen Fehlbehandlung, welche die Unfallfolgen erheblich verschlimmert, nicht erf�llt sind.
3.2.3.�Gesamthaft gepr�ft liegen, wie das kantonale Gericht richtig erwogen hat, allenfalls die Kriterien der k�rperlichen Dauerschmerzen sowie des Grades und der Dauer der physisch bedingten Arbeitsunf�higkeit vor. Der ad�quate Kausalzusammenhang der psychiatrisch festgestellten rezidivierenden depressiven St�rung, gegenw�rtig mittelgradige Episode (ICD-10: F33.1; Hauptdiagnose) sowie posttraumatischen Belastungsst�rung (ICD-10: F43.1) mit dem Unfall vom 29. Juli 2007 und dessen k�rperlichen Folgen ist daher zu verneinen. Das vom Beschwerdef�hrer in diesem Zusammenhang im bundesgerichtlichen Verfahren aufgelegte psychiatrische Gutachten der Institution M.________ GmbH vom 24. M�rz 2015 stellt ein unzul�ssiges neues Beweismittel im Sinne von Art. 99 Abs. 1 BGG dar und bleibt daher unber�cksichtigt.
4.1.�Zu pr�fen sind schliesslich die erwerblichen Auswirkungen des unfallbedingten Gesundheitsschadens (vgl. Art. 7 Abs. 1 in Verbindung mit Art. 16 ATSG).
4.2.1.�Der Beschwerdef�hrer bringt vor, auch wenn die H�ft- und psychischen Beschwerden nicht zu ber�cksichtigen seien, k�nne entgegen der Auffassung der Vorinstanz nicht auf die Einsch�tzung der Arbeitsf�higkeit des Dr. med. D.________ vom 24./26. September 2012 abgestellt werden; zudem seien die von der SUVA ausgew�hlten Bl�tter der Dokumentation von Arbeitspl�tzen (DAP) mit den k�rperlichen Beeintr�chtigungen nicht zu vereinbaren.
4.2.2.�Zun�chst h�lt der Beschwerdef�hrer fest, die kreis�rztlichen Zumutbarkeitsbeurteilungen der Dres. med. I.________ (Bericht vom 25. November 2009) und D.________ (Bericht vom 26. September 2012) seien praktisch deckungsgleich; auf der anderen Seite habe erster festgestellt, hinsichtlich der lumbalen R�ckenproblematik bestehe kein relevanter Integrit�tsschaden, wohingegen zweiter einen solchen bejahte. Dieses Vorbringen vermag keine Zweifel an den kreis�rztlichen Einsch�tzungen der Arbeitsf�higkeit zu begr�nden. Der Beschwerdef�hrer �bersieht, dass Dr. med. D.________ im Bericht vom 9. November 2012 darauf hinwies, mit einer Integrit�tseinbusse von 5 % sei auch eine gewisse Progression des LWS-Schadens ber�cksichtigt. Sodann ist auch das Vorbringen, gem�ss R�ntgenbericht des Spitals N.________, Radiologie, vom 10. Oktober 2012 best�nden Lendenschmerzen nach l�ngerem Stehen, welchen Befund Dr. med. D.________ ausser Acht gelassen habe, nicht stichhaltig. Der Kreisarzt ben�tigte allein zur Quantifizierung des Integrit�tsschadens bezogen auf die LWK-3-Fraktur ein aktuelles R�ntgenbild (Bericht vom 26. September 2012). Aus diesem konnte nicht geschlossen werden, dass die angegebenen Lendenschmerzen objektiv zu best�tigen waren. Im �brigen ber�cksichtigte Dr. med. D.________ die diesbez�glich angegebenen Beschwerden in dem von ihm beschriebenen Zumutbarkeitsprofil insofern, als l�nger dauernde Zwangshaltungen in vorn�bergeneigter Stellung vermieden werden sollten. Schliesslich wird zu den Einw�nden in Bezug auf den zumutbaren Einsatz des rechten Fusses auf das in vorstehender E. 3.2.2 (insbesondere E. 3.2.2.5) sowie das im vorinstanzlichen Entscheid Gesagte verwiesen.
4.2.3.�Gem�ss s�mtlichen der f�nf von der SUVA ausgew�hlten DAP-Bl�ttern k�nnte der Beschwerdef�hrer gem�ss den zutreffenden vorinstanzlichen Erw�gungen wahlweise entscheiden, ob er stehend oder sitzend arbeiten m�chte; l�ngere Gehstrecken sowie das Heben und Tragen von Lasten �ber 15 kg w�ren nicht erforderlich. Daher hat die Vorinstanz in �bereinstimmung mit BGE 129 V 472 das gem�ss Art. 16 ATSG festzulegende hypothetische Invalideneinkommen zu Recht anhand des durchschnittlich erzielbaren Lohnes der von der SUVA festgehaltenen DAP-Gruppe - bezogen auf den allf�lligen Rentenbeginn am 1. Januar 2013 - bestimmt (Fr. 56'329.-). Verglichen mit dem Valideneinkommmen (Fr. 57'253.-) ergibt sich ein unter der Erheblichkeitsschwelle von 10 % (Art. 18. Abs. 1 UVG) liegender Invalidit�tsgrad, weshalb kein Anspruch auf eine Rente der Unfallversicherung bestand.
Der Beschwerdef�hrer begr�ndet das Rechtsbegehren, ihm sei eine Integrit�tsentsch�digung auf Basis einer Integrit�tseinbusse von mindestens 30 % zuzusprechen, nicht, weshalb das Bundesgericht darauf, unter Verweis auf den kantonalen Entscheid, nicht eingeht.
Der Beschwerdef�hrer hat gem�ss Art. 66 Abs. 1 Satz 1 BGG als unterliegende Partei die Gerichtskosten zu tragen.
Dieses Urteil wird den Parteien, dem Kantonsgericht Luzern, 3. Abteilung, und dem Bundesamt f�r Gesundheit schriftlich mitgeteilt.
Luzern, 22. April 2015

References: Art. 95
 Art. 105
 BGE 
 Art. 44
 Art. 99
 BGE 
 Art. 99
 Art. 7
 Art. 16
 BGE 
 Art. 16
 Art. 66