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Timestamp: 2017-09-24 05:06:16+00:00

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Universität Halle - Amtsblatt 2006, Nr. 8 vom 19. Dezember 2006
16. Jahrgang, Nr. 8 vom 19. Dezember 2006, S. 45
Gemäß §§ 13 Abs. 1 in Verbindung mit 67 Abs. 3 Nr. 8 und § 77 Abs. 2 Nr. 1 des Hochschulgesetzes des Landes Sachsen-Anhalt (HSG LSA) vom 05.05.2004 (GVBl. LSA S. 256), zuletzt geändert durch Artikel 6 des Gesetzes vom 21.03.2006 (GVBl. LSA S. 102), in Verbindung mit den Allgemeinen Bestimmungen zu Studien- und Prüfungsordnungen für das Bachelor- und Masterstudium an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (ABStPOBM) vom 08.06.2005 hat die Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg folgende Studien- und Prüfungsordnung für das Studienprogramm Angewandte Geowissenschaften (Applied Geosciences) im Ein-Fach-Bachelor-Studiengang (180 Leistungspunkte) beschlossen.
§ 6 Aufbau des Studienprogramms 3
§ 7 Praktikum 3
§ 10 Formen von Modulleistungen und Modulvorleistungen 4
§ 15 Inkrafttreten 6
(1) Diese Studien- und Prüfungsordnung regelt in Verbindung mit den Allgemeinen Bestimmungen zu Studien- und Prüfungsordnungen für das Bachelor- und Master-Studium an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg Ziele, Inhalte und Aufbau des Studienprogramms Angewandte Geowissenschaften (180 Leistungspunkte).
(2) Diese Studien- und Prüfungsordnung gilt für Studierende, die ab Wintersemester 2006/2007 das Studium der Angewandten Geowissenschaften im Ein-Fach-Bachelor-Studiengang der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg aufnehmen.
(1) Ziel des Studienprogramms ist es, grundlegende Kenntnisse in den Geowissenschaften zu vermitteln. Auf der Basis naturwissenschaftlichen Denkens ist das Verständnis der Prozesse im Erdinneren und an der Erdoberfläche in raum-zeitlicher Dimension zu erwerben. Dies bildet die Grundlage für Methodenkompetenz, u.a. bei Auffindung, Verarbeitung und Bewertung mineralischer Rohstoffe und Materialien, Grundwasser-Erschließung und Energieversorgung. Gleichberechtigt hierzu sind Planung und Bewertung von anthropogenen Eingriffen in die Geosphäre zu sehen, wie Errichtung von Bauwerken, Entsorgung von Abfällen und Abwässern, Beurteilung von Georisiken und zukunftsweisender Umgang mit Ressourcen.
Der Bachelor Angewandte Geowissenschaften stellt hierbei einen ersten qualifizierenden Abschluss zur Ausübung einfacher geowissenschaftlicher Tätigkeiten in der Praxis der Allgemeinen Geologie, Ingenieurgeologie, Umweltgeologie, Hydrogeologie, Rohstoffgeologie und Angewandten Mineralogie dar.
Ein abgeschlossenes Bachelor-Studium Angewandte Geowissenschaften bildet außerdem Basis und Voraussetzung für die Fortführung des Studiums und Vertiefung der Kenntnisse im konsekutiven Master-Studiengang Angewandte Geowissenschaften.
(2) Das Studienprogramm qualifiziert für folgende Berufsfelder: Angewandte Geowissenschaften, Geologie, Mineralogie.
(1) Für das Studienprogramm müssen Vorkenntnisse in Englisch im Umfang von UNICERT 2 bis spätestens zum Ende des 2. Semesters erworben und nachgewiesen werden.
(2) Das Erfüllen der Zulassungsvoraussetzung begründet keinen Anspruch auf den Erhalt eines Studienplatzes für dieses Studienprogramm.
(3) In das Studienprogramm Bachelor Angewandte Geowissenschaften können unter Anrechnung ihrer bis dahin erbrachten Studienleistungen alle Studierenden übertreten, die das Diplom-Studium der Geologie/Paläontologie oder Mineralogie zum Wintersemester 2005/2006 begonnen haben.
(4) Nach Abzug der Quoten gemäß § 7 Abs. 1 Nr. 2 bis 5 der Hochschulvergabeverordnung des Landes Sachsen-Anhalt (HVVO) vom 24. Mai 2005 in der jeweils gültigen Fassung stehen 10 % der Studienplätze als Vorabquote für die Zulassung von ausländischen Staatsangehörigen und staatenlosen Bewerberinnen und Bewerbern, die nicht Deutschen gleichgestellt sind, zur Verfügung.
(2) Es wird empfohlen, im Rahmen der Allgemeinen Schlüsselqualifikation Module aus den Bereichen Rhetorik und Präsentation; Funktionsweise von Rechnern und Betriebssystemen zu wählen.
(1) Praktika sind berufsfeldbezogene Lerneinheiten und werden in einer universitätsexternen Einrichtung absolviert.
(2) Das Praktikum wird als eigenständiges Modul mit dem Volumen von 10 Leistungspunkten in das Studienprogramm integriert.
(3) Auslandspraktika können länger als Inlandspraktika dauern; in diesem Fall können abhängig von der Länge des Praktikums - zusätzlich 5 oder 10 Leistungspunkte aus dem Bereich der Schlüsselqualifikationen hierfür verwendet werden.
Das Kontaktstudium im Bachelor-Studienprogramm Angewandte Geowissenschaften wird durch verschiedene Lehrveranstaltungsarten bestimmt. Wesentliche Unterrichtsformen sind:
f. Projektarbeiten: dienen der eigenständigen Bearbeitung eines wissemschaftlichen Themas unter Anleitung von Dozentinnen und Dozenten;
Nach erfolgreichem Abschluss des Studiums wird der akademische Grad Bachelor of Science (BSc) verliehen.
Formen von Modulleistungen und Modulvorleistungen sind:
b. Referat: mündlicher Vortrag von maximal 30 Minuten Dauer, in der Regel im Rahmen eines Seminars;
c. Schriftliche Ausarbeitung zum Referat: eine im Anschluss an das Referat schriftlich fixierte Arbeit von maximal 30.000 Textzeichen;
d. Hausarbeit: eine schriftlich verfasste wissenschaftliche Arbeit von maximal 60.000 Textzeichen;
e. Klausur: eine schriftliche Prüfung von in der Regel 45 Minuten Dauer;
f. Praktikumsbericht: eine Tätigkeitsbeschreibung zur Vorlage beim Studien- und Prüfungsausschuss von maximal 15.000 Textzeichen;
g. Übungsprotokoll: eine inhaltliche Zusammenfassung von in der Regel 6.000 bis 12.000 Textzeichen;
h. Kartierbericht: schriftliche Ausarbeitung von Geländedaten von maximal 30.000 Textzeichen und einer farbigen Geologischen Karte;
i. Exkursionsprotokoll: Niederschrift zu Inhalt und Ablauf einer Exkursion von 6.000 bis 12.000 Textzeichen;
j. Bachelor-Arbeit: Näheres dazu unter § 13;
k. Projektarbeitsbericht: eine schriftliche Ausarbeitung eines wissenschaftlichen Themas von in der Regel maximal 30.000 Textzeichen;
l. Regelmäßige Bearbeitungen von Übungsaufgaben: schriftliche Bearbeitung von Übungsbögen zwecks Leistungskontrolle;
m. Seminarpräsentation, Seminarvortrag, Seminarleistung: eine im Anschluss an einen mündlichen Vortrag schriftlich fixierte Arbeit von maximal 30.000 Textzeichen;
n. Ergebnispräsentation: Kurzreferat zu einem Versuchs- oder Übungsergebnis.
Gemäß § 14 Abs. 8 ABStPOBM wird in allen Modulen die Möglichkeit eingeräumt, vor der zweiten Wiederholung der Modulleistung bzw. Teilleistung die entsprechenden Modulveranstaltungen nochmals zu besuchen. Dies gilt nicht für das Modul Bachelor-Arbeit. Hier ist § 20 Abs. 13 ABStPOBM maßgeblich.
(2) Die erste Wiederholung findet am Beginn des Folgesemesters statt, die zweite Wiederholung ist die Modulwiederholung im folgenden Studienjahr. Die Bekanntgabe der Termine erfolgt durch Aushang des zuständigen Prüfungsamtes oder über das elektronische Prüfungs- und Studienverwaltungssystem.
(3) Bei Import von Modulen aus anderen Fachgebieten gelten die jeweiligen Bestimmungen der Fachspezifischen Studien- und Prüfungsordnung des exportierenden Fachgebietes.
(2) Die genauen Termine und Wiederholungstermine für die Modulleistungen bzw. Modulteilleistungen werden spätestens drei Wochen vor Beginn durch Aushang beim zuständigen Prüfungsamt und oder über das elektronische Prüfungs- und Studienverwaltungssystem bekannt gegeben.
(3) Die Anmeldung zu den Modulen entspricht der Anmeldung zur Modulleistung, sobald die technischen Möglichkeiten dies zulassen. Die Anmeldung erfolgt über das elektronische Prüfungs- und Studienverwaltungssystem oder im zuständigen Prüfungsamt. Die Anmeldemodalitäten werden in den konkreten Modulbeschreibungen, durch Aushang und/oder über das elektronische Prüfungs- und Studienverwaltungssystem bekannt gegeben. Die Zulassung zur Modulleistung kann von der Erfüllung von Modulvorleistungen abhängig gemacht werden. Näheres ergibt sich aus der Studienprogrammübersicht (Anlage).
(1) Für das Studienprogramm Bachelor Angewandte Geowissenschaften wird von den Fachvertreterinnen und Fachvertretern des Instituts für Geowissenschaften ein Studien- und Prüfungsausschuss gebildet (§ 17 Abs. 1 ABStPOBM).
(1) Eine Bachelor-Arbeit ist obligatorisch und bildet ein eigenes Modul im Umfang von 10 Leistungspunkten.
(2) Der Umfang der Bachelor-Arbeit soll nicht mehr als 70.000 Textzeichen aufweisen.
(3) Zur Bachelor-Arbeit zugelassen wird nur, wer mindestens 140 Leistungspunkte im Studienprogramm erfolgreich absolviert hat. Das Thema der Bachelor-Arbeit wird am Ende des 5. Semesters über den Studien- und Prüfungsausschuss ausgegeben und von einer durch den Studien- und Prüfungsausschuss bestellten Prüferin bzw. eines Prüfers betreut. Der Beginn der Bachelor-Arbeit wird dem Studien- und Prüfungsausschuss angezeigt.
(4) Die Studentin bzw. der Student fügt der Arbeit eine schriftliche Versicherung hinzu, dass sie bzw. er die Arbeit selbstständig verfasst hat, sie in gleicher oder ähnlicher Fassung noch nicht in einem anderen Studiengang als Prüfungsleistung vorgelegt und keine anderen als die angegebenen Quellen und Hilfsmittel benutzt sowie Zitate kenntlich gemacht hat.
(1) Die Studienprogrammübersicht im Anhang dieser Ordnung (§ 6) regelt, welche Module benotet werden und welche in die Gesamtnote eingehen.
(2) Das Nichtbestehen der zweiten Wiederholung eines Pflichtmoduls bedeutet das endgültige Nichtbestehen; die bzw. der Studierende ist daraufhin zu exmatrikulieren.
Diese Ordnung wurde beschlossen vom Fachbereichsrat Geowissenschaften am 25.04.2006; der Rektor hat die Ordnung genehmigt am 06.12.2006.
Halle (Saale), 6. Dezember 2006
Anlage: Studienprogrammübersicht (gemäß § 6)
BSc Angew. Geowiss. Geowissenschaftliche Grundlagen
Pflichtkanon G1 bis G18
Summe 95 LP
Geologische Karten / Visualisierung I
Geowissenschaftliche Geländemethoden 1
Gelände 14 Tage
Kartierbericht
Exkursion 1 Tag
3.+ 4. Sem.
Gelände 2 Tage
Paläontologie & Historische Geologie
Exkursion 2 Tage
Systematik und Prozesse der Mineralogie und Petrologie
1.+2. Sem.
Grundlagen der Kristallographie /Kristallchemie
3. Sem +
4. Sem..
Gesteins- und Rohstoffanalyse
Petrologie komplexer Systeme
Metamorphe Petrologie
5./6.Sem.
Gelände 1 Tag
Ingenieurgeologische Erkundung
BSc Angewandte Geowiss. Naturwiss. Grundlagen
Pflichtkanon N1 bis N3,
Wahlpflichtkanon NW1 bis NW2
Summe 25 LP
Geklärt 5.12.
Exphys_E_A
Chemie AC N I
(2 daraus)
Zoologie, Botanik,
Chemie AC-OC-N II*
anstelle N3 wählen!!
2x 5 LP
BSc Angew. Geowiss. Wahlpflichtmodule Vertiefung
W1 bis W13
Summe 20 LP
Geodynamik + Georisiko
Strukturgeol.-Gedynamische
b) Angew. Paläontologie
Angewandte Mikro-Paläontologie
5. + 6. Sem.
Angewandte Makro-Paläontologie
Gelände 4 Tage
c) Mineralogie
Geochemie & Tonmineralogie
Phys.-Chem. Labormethoden – Phasenbestimmung
d) Petrologie/Lagerstättenforschung
Geologie, Ökonomie und Ökologie mineralischer Rohstofflagerstätten
Exkursion 4Tage
e) Hydro-Umweltgeologie
Hydrogeol. Verfahren
Gelände 8 Tage
Projektbearbeitung in der Hydro- Umweltgeologie
f) Ingenieurgeologie/Geotechnik
Baurelevante Geoprozesse
5.Sem.
Ingenieurgeologisches Projektmanagement
5/160.
6.Sem.
g) Nachbarfächer, daraus maximal 1 Fach:
Phys. Geogr./ Geoökol.
Siehe B04 Grundl. Phys. Geogr./Geoökol. (10LP)
B08 Einf.Umweltpl. +
B13 Geomatik (5+5LP)
Klausur, schriftliche Ausarbeitung
Klausur Problemdokumentation
5.+6. Sem.
W13b
Geofernerkdg
W14 ff
Anorg. Chem. Informatik
Vor-u. Frühges.
Jura, BWL ...
Noch nicht zugearbeitet
BSc Angew. Geowiss. ASQ
ASQ1 bis ASQ2
Summe 10 LP
Funktionsweise v. Rechnern, Betriebssys.
BSc Angew. Geowiss. FSQ
FSQ1 bis FSQ2
Geodatenanalyse/GIS Siehe: B09BscGeogr.
5 LP FSQ
FSQ2
Geowiss. Geländemeth. 2
Berufspraktikum und BSc-Thesis
PRA + BTH
BSc-Thesis

References: § 77

§ 6

§ 7

§ 10

§ 15
 § 7
 § 13
 § 14
 § 20
 § 6