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Timestamp: 2016-10-26 23:21:04+00:00

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6B_396/2012 (29.01.2013)
6B_396/2012
2. Y.________, vertreten durch Rechtsanwalt Marco Bivetti,
Mehrfache Vergewaltigung in gemeinsamer Begehung und mehrfache sexuelle N�tigung in gemeinsamer Begehung; Anklageprinzip, Willk�r,
Grundsatz in dubio pro reo etc.,
Beschwerde gegen den Entscheid des Kantonsgerichts St. Gallen, Strafkammer, vom 4. April 2012.
Z.________ und X.________ verbrachten den Abend vom 1. Mai 2007 mit zwei Kollegen im Spielkasino in Konstanz/D. Im Verlaufe des Abends lernte Z.________ Y.________ kennen. Gegen Mitternacht anerbot er sich, sie nach Hause (im Kanton Zug) zu fahren. Sie nahm das Angebot an. Sie verliessen das Kasino um 01.50 Uhr. Im Wagen warteten bereits X.________ sowie A.________ und B.________. Die f�nf Personen fuhren �ber die Schweizer Grenze. Auf einem abgelegenen Parkplatz am Waldrand zwischen C.________/TG und D.________/TG hielten sie ein erstes Mal an. Ein weiteres Mal stoppten sie auf dem Parkplatz "E.________" in der Gemeinde F.________. Z.________ und X.________ wird vorgeworfen, anl�sslich dieser Stopps Y.________ im Freien gemeinsam zu Geschlechts- und versuchtem Analverkehr mit Z.________ und zu gleichzeitigem Oralverkehr mit X.________ gen�tigt und weitere sexuelle Handlungen (Eindringen mit Fingern in die Scheide) gegen ihren Willen an ihr vorgenommen zu haben. �berdies sollen sie Y.________ auf dem R�cksitz des Autos w�hrend der Fahrt verschiedentlich gemeinsam dazu gezwungen haben, Z.________ oral zu befriedigen. Um ca. 03.15 Uhr kamen sie in G.________/SG an und liessen Y.________ gehen. Sie wurde um ca. 03.40 Uhr von Anwohnern auf der Strasse aufgegriffen.
Das Kantonsgericht St. Gallen sprach Z.________ und X.________ am 4. April 2012 zweitinstanzlich der gemeinsam begangenen, mehrfachen Vergewaltigung und der gemeinsam begangenen, mehrfachen sexuellen N�tigung schuldig. Es verurteilte Z.________ zu einer Freiheitsstrafe von sechs Jahren und X.________ zu einer solchen von vier Jahren. Zudem verpflichtete es Z.________ und X.________ unter solidarischer Haftbarkeit, Y.________ eine Genugtuung von Fr. 25'000.-- zu bezahlen. Im �brigen best�tigte das Kantonsgericht den Entscheid des Kreisgerichts St. Gallen vom 18. und 23. November 2010 (Freispr�che von den Vorw�rfen der Freiheitsberaubung und Entf�hrung; Widerruf einer hinsichtlich Z.________ am 6. Juli 2005 bedingt ausgesprochenen Freiheitsstrafe von 2 Monaten; Verfahrenskosten; Entsch�digung).
Gegen das kantonsgerichtliche Urteil erheben X.________ (6B_396/2012) und Z.________ (6B_401/2012) Beschwerde in Strafsachen. X.________ beantragt, das Urteil des Kantonsgerichts St. Gallen vom 4. April 2012 sei aufzuheben, und er sei vom Vorwurf der mehrfachen Vergewaltigung in gemeinsamer Begehung und vom Vorwurf der mehrfachen sexuellen N�tigung in gemeinsamer Begehung freizusprechen. Die Zivilforderung von Y.________ sei auf den Zivilweg zu verweisen. Die Kosten der vorinstanzlichen und des bundesgerichtlichen Verfahren seien, inklusive einer angemessenen Parteientsch�digung, der Staatskasse des Kantons St. Gallen aufzuerlegen. Eventualiter sei das angefochtene Urteil aufzuheben und die Sache zur Neubeurteilung an die Vorinstanz zur�ckzuweisen.
Am 1. Januar 2011 trat die Schweizerische Strafprozessordnung (StPO; SR 312.0) in Kraft. Der erstinstanzliche Entscheid des Kreisgerichts St. Gallen erging am 18. und 23. November 2010. Das kantonale Verfahren richtet sich gem�ss Art. 453 Abs. 1 und Art. 454 Abs. 2 StPO weiterhin nach dem Strafprozessgesetz des Kantons St. Gallen vom 1. Juli 1999 (StG/SG).
Der Beschwerdef�hrer r�gt eine Verletzung des Anklagegrundsatzes. Es werde in der Anklageschrift nicht rechtsgen�gend umschrieben, gest�tzt auf welchen individualisierten Lebenssachverhalt er den Tatbestand der mehrfachen Vergewaltigung in gemeinsamer Begehung mit Z.________ erf�llt bzw. mit welchen Handlungen er die N�tigungshandlungen von Z.________ im Hinblick auf den von diesem mit der Beschwerdegegnerin 2 erzwungenen Geschlechtsverkehr wissentlich und willentlich kausal unterst�tzt haben soll. Die Vorinstanz treffe eigene Sachverhaltsannahmen, die sich aus ihrer Beweisw�rdigung erg�ben, in der Anklageschrift jedoch keine hinreichende Grundlage f�nden (Beschwerde, S. 5-17).
2.1 Der Anklagegrundsatz wird abgeleitet aus Art. 29 Abs. 2 und Art. 32 Abs. 2 BV sowie Art. 6 Ziff. 1 und Ziff. 3 lit. a und b EMRK. Die Anklageschrift bestimmt zum einen den Prozessgegenstand (Umgrenzungsfunktion). Gegenstand des Verfahrens k�nnen nur Sachverhalte sein, die dem Angeklagten in der Anklageschrift vorgeworfen werden. An diese Anklage ist das Gericht gebunden. Zum Schutze des Angeklagten muss das Prozessthema unver�ndert bleiben (Immutabilit�t). Zum andern vermittelt die Anklageschrift dem Angeklagten die zur Verteidigung notwendigen Informationen (Informationsfunktion). Beide Funktionen sind erf�llt, wenn die dem Angeklagten zur Last gelegte Tat in objektiver und subjektiver Hinsicht hinreichend bestimmt umschrieben wird (BGE 133 IV 235 E. 6.2 f. mit Hinweisen).
Nach Art. 188 StG/SG bezeichnet die Anklageschrift unter anderem den Sachverhalt, der Gegenstand der Beurteilung bildet, mit einer kurzen, �bersichtlichen Darstellung des Untersuchungsergebnisses (lit. b) sowie die rechtliche Beurteilung der dem Angeschuldigten zur Last gelegten Handlung mit den anwendbaren Gesetzesbestimmungen (lit. c).
2.2 Gem�ss der Anklageschrift hielt der Beschwerdef�hrer das Fahrzeug auf einem abgelegenen Parkplatz an, nachdem sich die vier M�nner diesbez�glich abgesprochen hatten. Z.________ habe die Beschwerdegegnerin 2 aus dem Wagen und hinter einen Anh�nger gezerrt. Der Beschwerdef�hrer sei auch ausgestiegen und habe sich ebenfalls hinter den Anh�nger begeben. Z.________ habe sie angeschrien, die Hosen auszuziehen. Anl�sslich des zweiten Halts sollen Z.________ und der Beschwerdef�hrer die Beschwerdegegnerin 2 mit vereinten Kr�ften 4 bis 5 Meter vom Personenwagen weggeschleppt haben. Erneut habe ihr Z.________ befohlen, die Hosen auszuziehen. Der Beschwerdef�hrer habe beim ersten und zweiten Halt jeweils den Kopf der Beschwerdegegnerin 2 gepackt und gegen sein entbl�sstes Glied gedr�ckt und sie geheissen, ihn oral zu befriedigen ("Mach f�r mich!"). Z.________ sei (teilweise gleichzeitig) von hinten in sie eingedrungen und habe den Geschlechtsverkehr an ihr vollzogen bzw. habe versucht, anal in sie einzudringen. Er habe sie dabei festgehalten und immer wieder gerufen "Mach, mach!". Anl�sslich des zweiten Halts sei Z.________ �berdies mit den Fingern in die Scheide der Beschwerdegegnerin 2 eingedrungen. Nachdem es der Beschwerdegegnerin 2 anl�sslich des ersten Halts gelungen sei, sich von Z.________ loszureissen, habe der Beschwerdef�hrer sie sofort eingefangen, gepackt und zur�ck zum Wagen gezerrt (Anklageschrift S. 3-5).
2.3 In der Anklageschrift wird hinreichend deutlich zum Ausdruck gebracht, dass dem Beschwerdef�hrer und Z.________ in Bezug auf den sexuellen Missbrauch der Beschwerdegegnerin 2 eine gemeinsame Tatbegehung im Sinne eines mitt�terschaftlichen Handelns angelastet wird. So geht daraus erkennbar hervor, dass die Beschuldigten die Zwangssituation �ber die Beschwerdegegnerin 2 gemeinsam in wechselseitigem Zusammenwirken schufen und aufrechterhielten (Halten auf abgelegenem Parkplatz, Zerren, Anschreien, Dr�cken, Fest- und Zur�ckhalten, Einfangen etc.). Weiter ergibt sich daraus, dass die sexuellen �bergriffe des einen in unmittelbarer physischer Anwesenheit des andern erfolgten und die Beschuldigten die Beschwerdegegnerin 2 teilweise sogar gleichzeitig sexuell missbrauchten, indem sich der Beschwerdef�hrer oral befriedigen liess, w�hrend Z.________ den Geschlechtsverkehr an ihr vollzog. Der Anklageschrift kann auch entnommen werden, dass die Beschwerdegegnerin 2 sich wehrte und ihren Unwillen gegen die sexuellen �bergriffe der Beschuldigten manifestierte, ansonsten ein Zerren, Dr�cken, Festhalten und Einfangen auf Seiten der Beschuldigten nicht notwendig gewesen w�re. Der Schilderung der N�tigungsmittel bzw. der Gegenwehr in der Anklageschrift l�sst sich zudem entnehmen, dass dem Beschwerdef�hrer vorgeworfen wird, sich bewusst �ber den Willen der Beschwerdegegnerin 2 hinweggesetzt zu haben. Eine weitergehende Umschreibung des objektiven und subjektiven Sachverhalts ist nicht notwendig. Inwiefern dem Beschwerdef�hrer die zu seiner Verteidigung erforderlichen tats�chlichen Angaben in Bezug auf den Vorwurf der mehrfachen Vergewaltigung in gemeinsamer Tatbegehung vorenthalten worden sein sollen, ist nicht ersichtlich.
2.4 Die Vorinstanz geht im Rahmen der Beweisw�rdigung nicht �ber den in der Anklageschrift formulierten Anklagevorwurf hinaus. Sie f�hrt gest�tzt auf die von ihr als glaubhaft beurteilten Aussagen der Beschwerdegegnerin 2 aus, der Beschwerdef�hrer sei ihr und Z.________ umgehend gefolgt, habe ihrer Vergewaltigung in n�chster N�he beigewohnt, sie mindestens beim 1. Stopp angewiesen, ihn und Z.________ zu befriedigen, sie festgehalten und anl�sslich ihres Fluchtversuchs wieder eingefangen. Darin alleine seien schon N�tigungshandlungen zu erblicken, die den Beschwerdef�hrer in Bezug auf den von Z.________ erzwungenen Geschlechtsverkehr zum Mitt�ter gemacht h�tten. Dar�ber hinaus habe er die Beschwerdegegnerin 2 zu gleichzeitigem Oralverkehr mit ihm selbst gezwungen und damit ihre Widerstandsf�higkeit in Bezug auf die Vergewaltigung durch Z.________ entscheidend herabgesetzt (Entscheid, S. 23; vgl. Beschwerde, S. 11 f.). Weiter erw�gt die Vorinstanz, auch A.________ habe bemerkt, dass die Beschwerdegegnerin 2 das Auto "nicht ganz freiwillig" verlassen habe. Nicht glaubhaft erscheine daher, dass der am Geschehen aktiv beteiligte Beschwerdef�hrer den Widerstand der Beschwerdegegnerin 2 nicht erkannt habe. Sein Wissen und Wollen habe sich vielmehr gerade auch auf die von Z.________ mehrfach begangene Vergewaltigung erstreckt (Entscheid, S. 24 f.; Beschwerde, S. 13 ff.). Soweit es sich hier um tats�chliche (und nicht um rechtliche) Schlussfolgerungen handelt, wurde der Beschwerdef�hrer, abgesehen von unwesentlichen Abweichungen, nicht mit einem andern Sachverhalt konfrontiert, als ihm in der Anklageschrift vorgeworfen wird. Das Anklageprinzip ist nicht verletzt und eine Beeintr�chtigung der Verteidigungsrechte nicht erkennbar.
Der Beschwerdef�hrer r�gt eine Verletzung des Willk�rverbots, des rechtlichen Geh�rs und des Grundsatzes "in dubio pro reo". Die Vorinstanz lege nicht dar, gest�tzt worauf er h�tte erkennen k�nnen, dass eine Zwangssituation vorliege. Sie ber�cksichtige die Geschehnisse im Kasino vor Fahrtantritt nicht, woraus sich ergebe, dass die Beschwerdegegnerin 2 und Z.________ sexuellen Kontakt gewollt h�tten. Er - der Beschwerdef�hrer - habe deshalb davon ausgehen d�rfen, dass die sexuellen Handlungen anl�sslich des ersten Halts einvernehmlich erfolgten. Die Beschwerdegegnerin 2 habe den Reissverschluss seiner Hose ge�ffnet und ihn oral befriedigt. Auch anl�sslich des zweiten Halts habe sie sich nicht erkennbar gewehrt und sich nicht klar dahin gehend ge�ussert, sie wolle die sexuellen Handlungen nicht. Alle urspr�nglich Beschuldigten h�tten ausgesagt, die Beschwerdegegnerin 2 habe erst nach dem zweiten Halt ge�ussert, es sei nun genug (Beschwerde, S. 17-37).
3.1 Die Vorinstanz h�lt den Anklagesachverhalt f�r erstellt. Sie st�tzt sich auf die Aussagen der Beschwerdegegnerin 2 (Entscheid, S. 10-15). Ihre detailreichen, konstanten und in sich stimmigen Schilderungen seien realit�tsbegr�ndet. Es best�nde kein Motiv f�r eine Falschbeschuldigung. F�r die Glaubhaftigkeit ihrer Aussagen spr�chen zus�tzlich die Gef�hls�usserungen, der schlechte Zustand, in welchem sie nach den Ereignissen aufgefunden worden sei ("weinend", "ver�ngstigt", "aufgel�st"), und der Umstand, dass sie den mutmasslichen Tatablauf bereits am gleichen Morgen ausf�hrlich der Polizei geschildert habe (Entscheid, S. 10). Die Aussagen des Beschwerdef�hrers erachtet die Vorinstanz hingegen wie diejenigen von Z.________ als nicht glaubhaft (Entscheid, S. 19-21, S. 23-26). Sie seien in Bezug auf das Kerngeschehen, namentlich zur n�tigenden Einwirkung und angeblichen Einwilligung der Beschwerdegegnerin 2 sowie zur Erkennbarkeit ihres Widerstandswillen, widerspr�chlich, undifferenziert und stereotyp. Soweit er betone, die Beschwerdegegnerin 2 habe ihn jeweils von sich aus oral befriedigt, seien seine Aussagen unter den gegebenen Umst�nden (bei gleichzeitigem Geschlechtsverkehr mit Z.________) zudem h�chst unrealistisch. Gegen die Sachdarstellung der Beschuldigten spreche �berdies, dass die Beschwerdegegnerin 2 das Fahrzeug in G.________ �bereilt verlassen, ihre Schuhe im Auto zur�ckgelassen habe und in aufgel�stem Zustand vorgefunden worden sei (Entscheid, insbesondere S. 16, S. 19 und S. 21 f.).
3.2 Die Feststellung des Sachverhalts durch die Vorinstanz kann nur ger�gt werden, wenn sie offensichtlich unrichtig, d.h. willk�rlich im Sinne von Art. 9 BV ist (BGE 137 III 226 E. 4.2 mit Hinweisen; zum Begriff der Willk�r BGE 138 I 49 E. 7.1; 136 III 552 E. 4; je mit Hinweisen) oder wenn sie auf einer Verletzung von schweizerischem Recht im Sinne von Art. 95 BGG beruht (Art. 97 Abs. 1 BGG). Dem Grundsatz "in dubio pro reo" kommt in seiner Funktion als Beweisw�rdigungsregel im Verfahren vor dem Bundesgericht keine �ber das Willk�rverbot von Art. 9 BV hinausgehende Bedeutung zu (BGE 127 I 38 E. 2a; 124 IV 86 E. 2a; je mit Hinweisen; Urteil 6B_217/2012 vom 20. Juli 2012 E. 2.2.1).
3.3 Der Anspruch auf rechtliches Geh�r nach Art. 29 Abs. 2 BV verlangt, dass die Beh�rde die Vorbringen des vom Entscheid in seiner Rechtsstellung Betroffenen auch tats�chlich h�rt, pr�ft und in der Entscheidfindung ber�cksichtigt. Daraus folgt die Verpflichtung der Beh�rde, ihren Entscheid zu begr�nden. Dabei ist es nicht erforderlich, dass sie sich mit allen Parteistandpunkten einl�sslich auseinandersetzt und jedes einzelne Vorbringen ausdr�cklich widerlegt. Vielmehr kann sie sich auf die f�r den Entscheid wesentlichen Punkte beschr�nken (BGE 137 II 266 E. 3.2 S. 270; 136 I 229 E. 5.2 S. 236; je mit Hinweisen). In diesem Sinne geht die Vorinstanz vor, indem sie das Vorbringen des Beschwerdef�hrers nicht behandelt, wonach er aus den angeblichen K�rperkontakten zwischen Z.________ und der Beschwerdegegnerin 2 vor Fahrtantritt im Kasino habe schliessen d�rfen, der Geschlechts- und Oralverkehr auf den Parkpl�tzen im Freien zu Dritt seien einvernehmlich. Ein solcher Schluss ist abwegig. Von einer Verletzung des rechtlichen Geh�rs oder des Grundsatzes "in dubio pro reo" kann keine Rede sein.
3.4 Die Erw�gungen der Vorinstanz lassen keine Willk�r erkennen. Die Vorinstanz schenkt nicht einfach der Darstellung der Beschwerdegegnerin 2 mehr Glauben als jener aller Beteiligten. Sie legt anhand zahlreicher Umst�nde einl�sslich dar, weshalb sie die Aussagen der Beschwerdegegnerin 2 f�r glaubhaft, diejenigen des Beschwerdef�hrers f�r nicht glaubhaft h�lt. Aufgrund einer sorgf�ltigen Pr�fung des Tatgeschehens gelangt sie zur �berzeugung, dass der Beschwerdef�hrer und Z.________ sich abgesprochen h�tten, sie die Beschwerdegegnerin 2 zu den sexuellen Handlungen gemeinsam n�tigten, der Beschwerdef�hrer um ihr fehlendes Einverst�ndnis wusste und ihren manifestierten Widerstandswillen hinreichend erkannte. Der Beschwerdef�hrer setzt sich mit der einl�sslichen Begr�ndung im angefochtenen Entscheid nicht substanziiert auseinander. Er beschr�nkt sich darauf, seine bereits im kantonalen Verfahren behauptete Sachdarstellung teilweise w�rtlich zu wiederholen (vgl. kantonale Akten, act. B/34, Pl�doyer vor Vorinstanz) und der Beweisw�rdigung der Vorinstanz gegen�berzustellen (vgl. Beschwerde, S. 19 ff. zur Behauptung, er habe aufgrund der K�rperkontakte zwischen Z.________ und der Beschwerdegegnerin 2 vor Fahrtantritt im Kasino auf freiwillige Sexualkontakte schliessen d�rfen; Beschwerde, S. 24 f. zur Behauptung, sie h�tten sich nicht abgesprochen, die sexuellen Handlungen seien einvernehmlich gewesen, und er habe die Zwangssituation nicht erkannt). Damit gen�gt er den R�geanforderungen gem�ss Art. 106 Abs. 2 BGG nicht. Auf die rein appellatorische Kritik an der vorinstanzlichen Sachverhaltsfeststellung ist nicht einzutreten. Im �brigen kommt der Beschwerdef�hrer im Rahmen seiner Vorbringen selber zum Schluss, dass ein freiwilliger Sexualkontakt ebenso wahrscheinlich sei wie ein erzwungener, und seine Aussagen, wonach er von einvernehmlichen Sexualkontakten habe ausgehen d�rfen bzw. den Widerstandswillen des Opfers nicht erkannt habe, ebenso glaubw�rdig seien wie die gegenteiligen �usserungen der Beschwerdegegnerin 2 (Beschwerde, S. 30, S. 31). Er r�umt damit ein, dass die Beweisw�rdigung der Vorinstanz m�glich und daher jedenfalls nicht willk�rlich ist (BGE 138 I 49 E. 7.1; 138 V 74 E. 7).
Der Beschwerdef�hrer r�gt Art. 47 und Art. 50 StGB als verletzt. Die Vorinstanz bilde weder die Einsatz- noch die Gesamtstrafe nachvollziehbar, ber�cksichtige seine Vorstrafen zu Unrecht straferh�hend, w�rdige die T�terkomponente nicht und verneine eine Verletzung des Beschleunigungsgebots. Die Untersuchung sei mit rund 2 � Jahren �berlang. Zwischen seiner letzten Einvernahme am 13. (recte 15.) Mai 2007 und der Konfrontationseinvernahme der Beschwerdegegnerin 2 am 1. Dezember 2008 seien rund 1 � Jahre verstrichen und bis zur Anklageerhebung noch einmal ein Jahr, ohne dass wesentliche Verfahrenshandlungen vorgenommen worden seien. Es sei von einer zu langen Verfahrensdauer von rund 2 Jahren auszugehen, die mit einer Strafreduktion von rund 20 % in Rechnung zu stellen sei (Beschwerde, S. 37-45).
4.1 Das Bundesgericht hat die Grunds�tze der Strafzumessung nach Art. 47 ff. StGB (BGE 136 IV 55 E. 5.4 ff. mit Hinweisen) und die Anforderungen an ihre Begr�ndung (BGE 134 IV 17 E. 2.1) wiederholt dargelegt. Entsprechendes gilt f�r die Bildung der Einsatzstrafe und der Gesamtstrafe nach Art. 49 Abs. 1 StGB in Anwendung des Asperationsprinzips (BGE 127 IV 101 E. 2b S. 104 mit Hinweis; Urteil 6B_460/2010 vom 4. Februar 2011 E. 3.3.4 mit Hinweis, nicht publ. in: BGE 137 IV 57). Darauf kann verwiesen werden.
Das in Art. 29 Abs. 1 BV und Art. 6 Ziff. 1 EMRK festgeschriebene Beschleunigungsgebot verpflichtet die Beh�rden, das Strafverfahren voranzutreiben, um den Beschuldigten nicht unn�tig �ber die gegen ihn erhobenen Vorw�rfe im Ungewissen zu lassen (BGE 133 IV 158 E. 8; 130 IV 54 E. 3.3.1; 124 I 139 E. 2a; je mit Hinweisen). Entscheidend f�r die Beurteilung der Angemessenheit der Verfahrensdauer ist eine Gesamtbetrachtung des konkreten Einzelfalls (BGE 130 IV 54 E. 3.3.3; 124 I 139 E. 2c).
Von den Beh�rden und Gerichten kann nicht verlangt werden, dass sie sich st�ndig einem einzigen Fall widmen. Zeiten, in denen das Verfahren stillsteht, sind unumg�nglich. Wirkt keiner dieser Zeitabschnitte stossend, ist eine Gesamtbetrachtung vorzunehmen. Dabei k�nnen Zeiten mit intensiver beh�rdlicher oder gerichtlicher T�tigkeit andere Zeitspannen kompensieren, in denen aufgrund der Gesch�ftslast keine Verfahrenshandlungen erfolgten (BGE 130 IV 54 E. 3.3.3; 124 I 139 E. 2c).
4.2 Das Gesetz bestraft Vergewaltigung mit Freiheitsstrafe von einem Jahr bis zu zehn Jahren (Art. 190 StGB) und sexuelle N�tigung mit Freiheitsstrafe bis zu zehn Jahren oder Geldstrafe (Art. 189 StGB). Sind mehrere Personen an einer Vergewaltigung oder sexuellen N�tigung beteiligt, kann der Richter die Strafe erh�hen, darf jedoch das h�chste Mass der angedrohten Strafe nicht um mehr als die H�lfte �berschreiten (Art. 200 StGB).
4.3 Die Vorinstanz verweist auf die erstinstanzlichen Ausf�hrungen zur Zumessung der Strafe. Sie geht davon aus, dass f�r eine einfache Vergewaltigung bei geringer Zwangsintensit�t und einmaligem Geschlechtsverkehr eine Einsatzstrafe von 2 � Jahren auszusprechen w�re. Aufgrund des konkreten Ausmasses des Verschuldens und des Umstands, dass die Beschwerdegegnerin 2 nicht nur zu ungesch�tztem Geschlechtsverkehr, sondern auch zu Oralverkehr gezwungen wurde und der sexuelle Missbrauch insgesamt verh�ltnism�ssig lange dauerte, setzt sie die Einsatzstrafe auf drei Jahre fest. Sie stellt dabei in Rechnung, dass der Beschwerdef�hrer nicht die treibende Kraft bei den Misshandlungen war, sein Handeln insgesamt weniger verwerflich als dasjenige von Z.________ erscheint, und er beim zweiten Halt vor Z.________ von der Beschwerdegegnerin 2 abliess. Er habe aber ebenfalls r�cksichtslos und zielgerichtet gehandelt und sei im Unterschied zu Z.________ n�chtern gewesen. Straferh�hend ber�cksichtigt sie die gemeinsame und mehrfache Tatbegehung und - im Rahmen der pers�nlichen Verh�ltnisse - die Vorstrafen. Das Vergehen gegen das Ausl�ndergesetz (kantonale Akten, act. B/12) stellt sie mangels Einschl�gigkeit nicht straferh�hend in Rechnung. Sie verneint eine Verletzung des Beschleunigungsgebots und spricht im Ergebnis eine Strafe von vier Jahren aus.
4.4 Die Vorinstanz setzt sich in ihren Erw�gungen zur Strafzumessung mit allen massgeblichen Gesichtspunkten auseinander und w�rdigt die Zumessungsgr�nde sachlich. Sie bringt deutlich zum Ausdruck, dass sie von einer erheblichen objektiven Tatschwere und einem betr�chtlichen subjektiven Verschulden des Beschwerdef�hrers ausgeht. Sie begr�ndet die Festsetzung der Einsatzstrafe nachvollziehbar. Soweit von Bedeutung, w�rdigt sie die massgeblichen Tat- und T�terkomponenten und nimmt auf die pers�nlichen Verh�ltnisse des Beschwerdef�hrers Bezug. Ein Wohlverhalten nach der Tat musste sie diesem bereits angesichts seines Verstosses gegen das AuG nicht zugutehalten.
4.5 Die Vorstrafen ber�cksichtigt die Vorinstanz ohne Bundesrechtsverletzung zu Lasten des Beschwerdef�hrers. Nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung ist die Vorstrafenlosigkeit in der Regel nicht mehr strafmindernd zu bewerten (BGE 136 IV 1 E. 2.6). Aus BGE 135 IV 87, wonach gel�schte Strafregistereintr�ge im Rahmen der Strafzumessung nicht mehr verwertbar sind, kann der Beschwerdef�hrer nichts f�r sich ableiten (Beschwerde, S. 41 f.). Auch wenn der Eintrag vom 10. April 2002 im Zeitpunkt der Ausf�llung des vorinstanzlichen Urteils als entfernt zu betrachten w�re (Art. 369 Abs. 3 StGB), weist der Beschwerdef�hrer noch immer mehrere Vorstrafen auf.
4.6 Die Untersuchung dauerte von der Tatbegehung am 1./2. Mai 2007 bis zur Anklageerhebung am 31. Dezember 2009 rund 2 2/3 Jahre. Das gesamte Verfahren bis zur Ausf�llung des vorinstanzlichen Urteils am 4. April 2007 nahm etwas weniger als f�nf Jahre in Anspruch. Die Untersuchungsdauer ist f�r sich betrachtet wohl als relativ lang zu bezeichnen. Sie ist jedoch noch nicht als �berlang einzustufen, wenn man ber�cksichtigt, dass es um sehr schwere Tatvorw�rfe geht, vier Angeklagte involviert waren, mehrere Auskunftspersonen/Zeugen einvernommen, ein Rechtshilfeersuchen (Deutschland) gestellt, ein rechtsmedizinisches Gutachten eingeholt sowie weitere Abkl�rungen (Blutalkoholbestimmungen etc.) get�tigt wurden. Die Untersuchungshandlungen erfolgten insbesondere zu Beginn des Verfahrens konzentriert und in rascher Abfolge. Die Untersuchungshaft der Beschuldigten konnte auf ein Minimum von 18 Tagen beschr�nkt werden. Zwischen der letzten Einvernahme des Beschwerdef�hrers am 15. Mai 2007 und der Konfrontationseinvernahme der Beschwerdegegnerin 2 am 1. Dezember 2008 stand das Verfahren zudem nicht still. Entsprechendes gilt f�r den Zeitraum bis zur Anklageerhebung am 31. Dezember 2009. Die Untersuchungsbeh�rde nahm kontinuierlich Verfahrenshandlungen vor, die nicht als "unwesentliche" zu bezeichnen sind (vgl. Aktenverzeichnis St.2007.12728). Ungeb�hrlich lange Zeiten, in welchen die Untersuchungsbeh�rde grundlos unt�tig blieb, sind nicht erkennbar. Die Untersuchungsdauer steht �berdies nicht in einem offensichtlichen Missverh�ltnis zur Gesamtverfahrensdauer, welche ihrerseits ebenfalls nicht zu bestanden ist. Das Beschleunigungsgebot ist nicht verletzt.
4.7 Die Freiheitsstrafe von 4 Jahren ist schuldangemessen und verletzt kein Bundesrecht.
Die Beschwerde ist abzuweisen, soweit darauf eingetreten werden kann. Die Kosten f�r das bundesgerichtliche Verfahren hat der Beschwerdef�hrer zu tragen (Art. 66 Abs. 1 BGG).

References: in dubio
 Art. 453
 Art. 454
 Art. 29
 Art. 32
 Art. 6
 Art. 188
in dubio
 Art. 9
 BGE 
 Art. 95
in dubio
 Art. 9
 Art. 29
in dubio
 Art. 106
 Art. 47
 Art. 50
 Art. 47
 Art. 49
 BGE 
 Art. 29
 Art. 6
 BGE