Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=FamRZ%202017,%20923
Timestamp: 2019-12-09 01:55:12+00:00

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BGH, 22.02.2017 - XII ZB 341/16 - dejure.org
https://dejure.org/2017,6951
BGH, 22.02.2017 - XII ZB 341/16 (https://dejure.org/2017,6951)
BGH, Entscheidung vom 22.02.2017 - XII ZB 341/16 (https://dejure.org/2017,6951)
BGH, Entscheidung vom 22. Februar 2017 - XII ZB 341/16 (https://dejure.org/2017,6951)
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FamFG §§ 317, 315 Abs. 2 und Abs. 1 Nr. 2
§ 1906 Abs. 1 Nr. 2 BGB, § 319 Abs. 1 Satz 1 FamFG, § 68 Abs. 3 Satz 1 FamFG, § 68 Abs. 3 Satz 2 FamFG, § 315 Abs. 1 Nr. 2 FamFG, § 317 Abs. 1 Satz 1 FamFG, Art. 103 Abs. 1 GG, § 74 Abs. 7 FamFG
§ 315 Abs 1 Nr 2 FamFG, § 315 Abs 2 FamFG, § 317 FamFG, § 319 Abs 1 S 1 FamFG, Art 103 Abs 1 GG
Unterbringungssache: Anwesenheit des Betreuers und des Verfahrenspflegers bei der persönlichen Anhörung des Betroffenen; Übergabe des Sachverständigengutachtens an den Verfahrenspfleger; vorrangige Aufgabe des Verfahrenspflegers
Unterbringungsverfahren, Verfahrenspfleger, Anhörung des Betroffenen, Bekanntgabe des Gutachtens, Anspruch auf rechtliches Gehör
BGB § 1906 Abs. 1 Nr. 2; FamFG § 319 Abs. 1 S. 1
Betreuungsrecht - Anwesenheit des Betreuers und des Verfahrenspflegers bei der persönlichen Anhörung des Betroffenen
Aufgaben des Verfahrenspflegers im Unterbringungsverfahren
AG Mönchengladbach, 25.05.2016 - 16 XVII 345/11
LG Mönchengladbach, 24.06.2016 - 5 T 160/16
NJW 2017, 2040
MDR 2017, 843
FGPrax 2017, 124
In einem solchen Fall muss jedoch dem anwaltlich nicht vertretenen Betroffenen ein Verfahrenspfleger bestellt werden, diesem das Gutachten übergeben werden und die Erwartung gerechtfertigt sein, dass der Verfahrenspfleger mit dem Betroffenen über das Gutachten spricht (…Senatsbeschluss vom 8. Juni 2011 - XII ZB 43/11 - FamRZ 2011, 1289 Rn. 8 mwN; vgl. zum Unterbringungsverfahren Senatsbeschluss vom 22. Februar 2017 - XII ZB 341/16 - juris Rn. 11).
BGH, 21.11.2018 - XII ZB 502/18
Unterbringungsverfahren: Bestellung eines Verfahrenspflegers und Übergabe des …
Sieht das Gericht im Unterbringungsverfahren von der vollständigen schriftlichen Bekanntgabe eines Gutachtens an den anwaltlich nicht vertretenen Betroffenen ab, weil zu besorgen ist, dass die Bekanntgabe die Gesundheit des Betroffenen schädigen oder zumindest ernsthaft gefährden werde, muss ein Verfahrenspfleger bestellt, diesem das Gutachten übergeben werden und die Erwartung gerechtfertigt sein, dass der Verfahrenspfleger mit dem Betroffenen über das Gutachten spricht (im Anschluss an Senatsbeschlüsse vom 16. Mai 2018, XII ZB 542/17, FamRZ 2018, 1196 und vom 22. Februar 2017, XII ZB 341/16, FamRZ 2017, 923).
Durch eine Bekanntgabe an einen Verfahrenspfleger kann allenfalls dann ein notwendiges Mindestmaß rechtlichen Gehörs sichergestellt werden, wenn das Betreuungsgericht von der vollständigen schriftlichen Bekanntgabe eines Gutachtens an den Betroffenen entsprechend § 325 Abs. 1 FamFG (vgl. auch § 288 Abs. 1 FamFG) absieht, weil zu besorgen ist, dass die Bekanntgabe die Gesundheit des Betroffenen schädigen oder zumindest ernsthaft gefährden werde, und die Erwartung gerechtfertigt ist, dass der Verfahrenspfleger mit dem Betroffenen über das Gutachten spricht (…Senatsbeschlüsse vom 16. Mai 2018 - XII ZB 542/17 - FamRZ 2018, 1196 Rn. 8 f. und vom 22. Februar 2017 - XII ZB 341/16 - FamRZ 2017, 923 Rn. 11 mwN).
Der Verfahrenspfleger hat daher in erster Linie die Pflicht, dem Anspruch des Betroffenen auf rechtliches Gehör (Art. 103 Abs. 1 GG) Geltung zu verschaffen; außerdem hat er den tatsächlichen oder mutmaßlichen Willen des Betreuten zu erkunden und in das Verfahren einzubringen (vgl. Senatsbeschluss vom 22. Februar 2017 - XII ZB 341/16 - FamRZ 2017, 923 Rn. 17).

References: § 1906
 § 319
 § 68
 § 68
 § 315
 § 317
 Art. 103
 § 74

§ 315
 § 315
 § 317
 § 319
 § 1906
 § 319
 § 325
 § 288