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Timestamp: 2020-07-07 13:39:26+00:00

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BGH, 01.02.2013 - V ZR 72/11 - dejure.org
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BGH, 01.02.2013 - V ZR 72/11 (https://dejure.org/2013,5976)
BGH, Entscheidung vom 01.02.2013 - V ZR 72/11 (https://dejure.org/2013,5976)
BGH, Entscheidung vom 01. Februar 2013 - V ZR 72/11 (https://dejure.org/2013,5976)
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BGB § 280 Abs. 1, § 311 Abs. 2 Nr. 1, § 433 Abs. 1
§§ 280 Abs. 1, 433 Abs. 1, 311 Abs. 2 Nr. 1 BGB
§ 241 Abs 2 BGB, § 280 Abs 1 BGB, § 311 Abs 2 Nr 1 BGB, § 433 Abs 1 BGB
Haftung beim Grundstückskauf: Aufklärungspflicht über die Ertragsfähigkeit eines Hausgrundstücks bei vertraglich vereinbarten Informationspflichten
BGB §§ 280 Abs. 1, 311 Abs. 2 Nr. 1, 433 Abs. 1
Aufklärungspflicht des Verkäufers betreffend Ertragsfähigkeit eines Grundstücks
Aufklärungspflicht des Verkäufers eines Hausgrundstücks über die Ertragsfähigkeit des Grundstücks
Aufklärungspflicht des Verkäufers eines Grundstücks über dessen Ertragsfähigkeit; Angabe von Mieteinnahmen beim Verkauf eines Hausgrundstücks; Bedeutung realistischer Mieteinnahmen für Kauf; Mitteilungspflichten aus vorvertraglichem Schuldverhältnis
Schadensersatz wegen Nichterfüllung im Grundstückskaufvertrag vereinbarter Informationspflichten des Verkäufers
Verkäufer muss über verfälschende Mieteinahmenangaben aufklären!
Mietrecht - Verkäufer muss über die Höhe der Untermieten informieren
Immobilienkauf: Verkäufer muss umfangreich über Mieteinnahmen aufklären
Aufklärungspflicht über die Ertragsfähigkeit einer Gewerbeimmobilie
Reichweite der Aufklärungspflicht des Verkäufers
Aufklärungspflicht des Veräußerers über die Ertragsfähigkeit des Grundstücks
Aufklärungspflichten über die Ertragsfähigkeit
Verkäufer eines Einkaufszentrums muss über die Höhe der Untermieten informieren - Käufer kann im Fall einer fehlenden Aufklärung Schadenersatz verlangen
Mehr Informationen für Grundstückskäufer
Aufklärungspflichten über die Ertragsfähigkeit eines Hausgrundstücks
Aufklärungspflicht über die Ertragsfähigkeit eines Hausgrundstücks
Verkäufer muss über verfälschende Mieteinnahmenangaben aufklären! (IMR 2013, 199)
LG Hamburg, 07.05.2009 - 333 O 178/08
OLG Hamburg, 23.02.2011 - 4 U 86/09
OLG Hamburg, 27.03.2014 - 4 U 86/09
OLG Hamburg, 05.05.2014 - 4 U 86/09
NJW 2013, 1807
MDR 2013, 769
NZM 2013, 424
VersR 2013, 1270
JR 2014, 294
Eine Rechtsfolge dieses Anspruchs besteht darin, dass der Käufer als Vertrauensschaden von dem Verkäufer den Betrag verlangen kann, um den er den Kaufgegenstand zu teuer erworben hat (vgl. Senat…, Urteil vom 19. Mai 2006 - V ZR 264/05, BGHZ 168, 35 Rn. 22; Urteil vom 1. Februar 2013 - V ZR 72/11, NJW 2013, 1807 Rn. 15).
Der Klageantrag muss eine zu beseitigende Beeinträchtigung bzw. eine unterlassende Beeinträchtigung grundsätzlich so konkret angeben, dass für die Zwangsvollstreckung die notwendige Bestimmtheit gesichert ist (BGH NJW 2013 1807).
Die Kläger durften auf die Richtigkeit der ihnen erteilten Information vertrauen, denn im Falle einer Verletzung von Informationspflichten kommt ein Mitverschulden desjenigen, dem die zu erteilende Information vorenthalten wurde, nur unter besonderen Umständen zur Anrechnung, da sich dieser auf die Richtigkeit und Vollständigkeit der ihm erteilten Informationen verlassen darf (BGH, U. v. 01.02.2013, V ZR 72/11).
Es handelt sich nicht lediglich um eine Beweiserleichterung im Sinne des Anscheinsbeweises, sondern um eine zur Beweislastumkehr führende widerlegliche Vermutung (…BGH, Urteile vom 5. Juli 1973 - VII ZR 12/73, aaO; vom 19. Februar 1975 - VIII ZR 144/73, BGHZ 64, 46, 51; vom 10. Juli 1975 - VII ZR 243/73, BauR 1975, 420 unter B I 2 c; vom 22. Mai 1985 - IVa ZR 190/83, BGHZ 94, 356, 363;… vom 16. Dezember 2009 - VIII ZR 38/09, NJW 2010, 858 Rn. 18;… vom 22. März 2010 - II ZR 66/08, NJW-RR 2010, 952 Rn. 23;… vom 22. März 2011 - XI ZR 33/10, BGHZ 189, 13 Rn. 40;… vom 5. Mai 2011 - IX ZR 144/10, BGHZ 189, 299 Rn. 44;… vom 8. Mai 2012 - XI ZR 262/10, BGHZ 193, 159 Rn. 29; vom 1. Februar 2013 - V ZR 72/11, juris, Rn. 19;… vom 26. Februar 2013 - XI ZR 183/11, juris, Rn. 17;… vgl. auch BVerfG, NJW 2012, 443 Rn. 20).
Auch bei Vertragsverhandlungen, in denen die Parteien entgegengesetzte Interessen verfolgen, besteht für jeden Vertragspartner die Pflicht, den anderen Teil über Umstände aufzuklären, die den Vertragszweck des anderen vereiteln können und daher für seinen Entschluss von wesentlicher Bedeutung sind, sofern er die Mitteilung nach Treu und Glauben unter Berücksichtigung der Vertragsanschauung redlicherweise erwarten darf (BGH…, Urteil vom 2. Februar 1996 - V ZR 239/94, BGHZ 132, 30, zitiert juris Rn. 17;… vom 11. August 2010 - XII ZR 192/08, NJW 2010, 3362, zitiert juris Rn. 22; vom 1. Februar 2013 - V ZR 72/11, NJW 2013, 1807, zitiert juris Rn. 8;… Palandt/Weidenkaff, BGB, 75. Aufl., § 433 Rn. 23; jeweils mwN).
Das Berufungsgericht ist allerdings rechtsfehlerhaft von einer Bindung auch an den Teil des Senatsurteils vom 1. Februar 2013 (V ZR 72/11, NJW 2013, 1807 Rn. 7 bis 10) ausgegangen, in dem der Senat ausgeführt hat, dass die Verneinung eines Schadensersatzanspruchs des Klägers wegen schuldhafter Verletzung einer vorvertraglichen Aufklärungspflicht im ersten Urteil des Berufungsgerichts einer revisionsrechtlichen Überprüfung standhält.
Diese Auffassung steht auch nicht im Widerspruch zu der von der Klägerin zitierten Rechtsprechung des BGH (V ZR 72/11).

References: § 280
 § 311
 § 433

§ 241
 § 280
 § 311
 § 433
 § 433
 BGH