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Timestamp: 2019-12-12 04:14:14+00:00

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BFH, 05.09.2000 - IX R 33/97 - dejure.org
https://dejure.org/2000,74
BFH, 05.09.2000 - IX R 33/97 (https://dejure.org/2000,74)
BFH, Entscheidung vom 05.09.2000 - IX R 33/97 (https://dejure.org/2000,74)
BFH, Entscheidung vom 05. September 2000 - IX R 33/97 (https://dejure.org/2000,74)
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EStG § 2 Abs. 1, § 21 Abs. 1 Nr. 1
Hohe Verlustzuweisungen - Geschlossener Immobilienfonds - Werbungskostenüberschuß - Mitnahme von Steuervorteilen - Einkünfteerzielungsabsicht
Einkommensteuer; fehlende Einkünfteerzielungsabsicht bei geschlossenem Immobilienfonds mit frühzeitiger Verkaufsoption
Geschlossener Immobilienfonds: Vorzeitige Rückkaufsoption gefährdet die Abzugsfähigkeit von Verlusten (IBR 2001, 50)
Der »Tatbestand« des § 2b EStG
FG Rheinland-Pfalz, 06.12.1996 - 3 K 2029/93
BFHE 192, 559
NJW 2001, 2424 (Ls.)
NZM 2001, 628
VersR 2001, 129
BB 2000, 2404 (Ls.)
DB 2000, 2406
BStBl II 2000, 676
NZG 2001, 139
a) Bezogen auf die Einkunftsart Vermietung und Verpachtung folgt hieraus, dass eine Vermietungstätigkeit nur dann dieser Einkunftsart zuzurechnen ist, wenn der Vermieter die Absicht hat, auf die Dauer der Vermögensnutzung einen Totalüberschuss der Einnahmen über die Werbungskosten zu erwirtschaften (z.B. BFH-Urteil vom 5. September 2000 IX R 33/97, BFHE 192, 559, BStBl II 2000, 676, unter II. 2); nichtsteuerbare Veräußerungsgewinne bleiben dabei unberücksichtigt (Beschluss in BFHE 141, 405, 435, BStBl II 1984, 751, 766 f., unter C. IV. 3. c aa (2)).
Aus objektiven Umständen muss auf das Vorliegen oder Fehlen der Absicht geschlossen werden (z.B. Urteil in BFHE 192, 559, BStBl II 2000, 676, unter II. 2. a (3), m.w.N.).
cc) Ist eine Prüfung der Einkünfteerzielungsabsicht im Wege der Prognose erforderlich, weil die Steuerpflichtigen ihre Ferienwohnung teilweise selbst genutzt haben, so ist nach der bisherigen Rechtsprechung des Senats für die Prognose nicht auf die Dauer der Nutzungsmöglichkeit des Gebäudes, sondern auf die voraussichtliche Dauer der Nutzung durch den Nutzenden abzustellen (z.B. Urteil in BFHE 192, 559, BStBl II 2000, 676, unter II. 2. a (1)).
h) Die Feststellung, ob im Einzelfall eine Einkünfteerzielungsabsicht vorliegt, hat das FG nach seiner freien, aus dem Gesamtergebnis des Verfahrens gewonnenen Überzeugung als Tatfrage zu entscheiden (Urteil in BFHE 192, 559, BStBl II 2000, 676, unter II. 2. a (3), m.w.N.).
Eine Änderung der Rechtsprechung ist indes nur dann anzunehmen, wenn ein im Wesentlichen gleichgelagerter Fall nunmehr anders entschieden worden ist (vgl. BFH-Urteile in BFHE 192, 559, BStBl II 2000, 676; vom 21. November 2000 IX R 2/96, BFHE 193, 460, BStBl II 2001, 789; Pahlke/Koenig, Abgabenordnung, § 176 Rz 26; Frotscher in Schwarz, AO, § 176 Rz 11a).
Eine Änderung der höchstrichterlichen Rechtsprechung liegt nur und erst dann vor, wenn ein im Wesentlichen gleicher Sachverhalt abweichend von einer früheren höchstrichterlichen Entscheidung beurteilt worden ist, nicht hingegen, wenn sich eine Rechtsprechung erst allmählich entwickelt und konkretisiert hat bzw. präzisiert worden ist (vgl. BFH-Urteile vom 3. Februar 1993 I R 61/91, BFHE 170, 257, BStBl II 1993, 459; vom 7. Dezember 1988 X R 15/87, BFHE 155, 353, BStBl II 1989, 421; in BFHE 187, 512, BStBl II 1999, 468; vom 23. Februar 1994 X R 123/92, BFHE 174, 73, BStBl II 1994, 690; in BFHE 192, 559, BStBl II 2000, 676;… ferner Loose in Tipke/Kruse, a.a.O., § 176 AO Rz 15 und 16, m.w.N.).
bb) Ungeachtet der Frage, ob aufgrund besonderer Umstände im Streitfall von der Widerlegung der Vermutung auszugehen ist, hat jedenfalls im Zeitpunkt des Erlasses der Erstbescheide hinsichtlich eines mit dem Streitfall vergleichbaren Sachverhaltes keinesfalls eine eindeutige höchstrichterliche Rechtsprechung bestanden, vielmehr befand sich diese Rechtsprechung hinsichtlich der im Streitfall maßgebenden Rechtsfrage der Qualifizierung reiner Büro- und Verwaltungsgebäude als wesentliche Betriebsgrundlagen von Dienstleistungsunternehmen erkennbar in der Entwicklung (dazu auch BFH-Urteile in BFHE 187, 512, BStBl II 1999, 468; vom 14. November 2001 X R 39/98, BFHE 197, 179, BStBl II 2002, 246; in BFHE 192, 559, BStBl II 2000, 676; in BFHE 193, 460, BStBl II 2001, 789).
bb) Die Tatsachen- und Beweiswürdigung des FG bindet den BFH gemäß § 118 Abs. 2 FGO, wenn sie zumindest möglich ist (BFH-Urteil vom 5. September 2000 IX R 33/97, BFHE 192, 559, BStBl II 2000, 676, unter II.2.a (3), m.w.N.).
Kann er innerhalb des derart verkürzten Progenosezeitraums (Zeitraum zwischen Erwerb und Ablauf der Frist) einen Gesamtüberschuss oder -gewinn nicht erzielen, kann eine Einkünfteerzielungsabsicht regelmäßig nicht festgestellt werden (vgl. BFH-Urteile vom 31. März 1987 IX R 111/86, BFHE 150, 7, BStBl II 1987, 668; vom 14. September 1994 IX R 71/93, BFHE 175, 416, BStBl II 1995, 116; vom 5. September 2000 IX R 33/97 BFHE 192, 559, BStBl II 2000, 676;… vom 9. Juli 2002 IX R 47/99, BFH/NV 2002, 1392, und IX R 57/00, BFH/NV 2002, 1394).
aa) Nach ständiger Rechtsprechung ist die Tatsachen- und Beweiswürdigung durch das FG, zu der auch die Auslegung von Verträgen gehört, nur dann nach § 118 Abs. 2 FGO für den BFH bindend, wenn sie zumindest möglich ist (BFH-Urteil vom 5. September 2000 IX R 33/97, BFHE 192, 559, BStBl II 2000, 676, unter II.2.a. (3), m.w.N.).
Das Gericht wies den Aussetzungsantrag mit Beschluss vom 10. Dezember 2001 (Az: 1 V 3046/00) als unbegründet ab und führte zur Begründung unter Bezugnahme auf BFH, Urteil vom 5. September 2000 IX R 33/97, BStBl II 2000, 676 im Wesentlichen aus:.
Es kommt vielmehr auf die voraussichtliche Dauer der Nutzung durch den Nutzenden an (z.B. BFH, Urteil vom 5. September 2000 IX R 33/97, BStBl II 2000, 676).
Ferner spricht es auch gegen das Vorliegen einer Einkünfteerzielungsabsicht, wenn aus den Umständen im Einzelfall zu folgern ist, dass der Steuerpflichtige sich noch nicht endgültig entschieden hat, ob er sein Grundstück kurzfristig verkaufen oder langfristig vermieten will (z.B. BFH, Urteil vom 5. September 2000 IX R 33/97, BStBl II 2000, 676, m.w.N.).
Indiz für das Fehlen einer Einkünfteerzielungsabsicht ist z.B. die bei Erwerb einer Immobilie getroffene Vereinbarung eines Rückkaufrechts, einer Rückkauf- bzw. Wiederverkaufsgarantie oder eines befristeten Rechts auf Rückübertragung der Anteile (z.B. BFH, Urteile vom 5. September 2000 IX R 33/97, BStBl II 2000, 676, …und vom 15. Oktober 2002 IX R 29/99, BFH/NV 2003, 462 , jeweils m.w.N.).
Selbst wenn daher auf der Ebene der Gesellschaft die Einkünfteerzielungsabsicht gegeben sein sollte, kann daher gleichwohl die Überschusserzielungsabsicht eines Gesellschafters zu verneinen sein (vgl. BFH-Urteil IX R 33/97 aaO. m.w.N.).
So wurde die Konstruktion des An- und Verkaufs der Kommanditanteile durch den Kläger als gewerblicher Grundstückshandel erstmals mit Schriftsatz vom 12. Dezember 2003 vorgetragen, nachdem das Gericht im vorangegangenen Aussetzungsverfahren des Klägers zu erkennen gegeben hatte, dass es der jahrelangen Argumentation des Klägers, es lägen (negative) Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung vor, nicht folgt, und nachdem auch in der Rechtsprechung des BFH die Frage der Einkünfteerzielungsabsicht in Fällen mit Rückkaufsgarantie nicht im Sinne des Klägers entschieden worden war (vgl. BFH, Urteile vom 5. September 2000 IX R 33/97, BStBl II 2000, 676, …und vom 15. Oktober 2002 IX R 29/99, BFH/NV 2003, 462 , jeweils m.w.N.).
a) Nach ständiger Rechtsprechung bindet die Tatsachen- und Beweiswürdigung des FG nach § 118 Abs. 2 FGO den BFH, wenn sie zumindest möglich ist (BFH-Urteil vom 5. September 2000 IX R 33/97, BFHE 192, 559, BStBl II 2000, 676, unter II. 2. a (3), m.w.N.).
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BFH, 06.11.2001 - IX R 2/99
BFH, 17.09.2002 - IX R 11/02
BFH, 25.06.2002 - IX R 61/01
BFH, 21.02.2006 - IX B 119/05
BFH, 17.09.2002 - IX R 16/02
BFH, 16.07.2002 - IX R 6/01
BFH, 06.11.2001 - IX R 35/00
BFH, 05.11.2002 - IX R 50/01
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References: § 2
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 § 12
 § 27