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Timestamp: 2019-10-22 10:52:53+00:00

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460.460 Studien- und PrüfungsO für A u. B (RVO StPO - A,B) - Kirchenrecht Online-Nachschlagewerk
460.460 Studien- und PrüfungsO für A u. B (RVO StPO - A,B)
I. Abschnitt Allgemeine Vorschriften für alle Ausbildungsgänge
§ 1 Dauer und Gliederung des Studiums
§ 2 Zulassung zur Abschlussprüfung
§ 6 Versäumnis, Rücktritt, Täuschung, Wiederholung von Prüfungen
§ 7 Bestehen der Abschlussprüfung
II. Abschnitt Anforderungen der Ausbildung und Prüfung im Diplomstudiengang Evangelische Kirchenmusik (B)
§ 8 Ausbildungsfächer
§ 9 Ausbildungspensum und Prüfungsanforderungen
§ 10 Zeugnisfächer
III. Abschnitt Anforderungen der Ausbildung und Prüfung im Aufbaustudiengang Evangelische Kirchenmusik (A)
§ 11 Ausbildungsfächer
§ 12 Ausbildungsumfang und Prüfungsanforderungen
§ 13 Zeugnisfächer
IV. Abschnitt Anforderungen der Ausbildung und Prüfung im Aufbaustudiengang Künstlerische Ausbildung
§ 14 Ausbildungsfächer
§ 15 Ausbildungspensum und Prüfungsanforderungen
§ 16 Zeugnisfächer der Künstlerischen Reifeprüfung
V. Abschnitt Anforderungen der Ausbildung und Prüfung im Aufbaustudiengang Solistenklasse
§ 17 Ausbildungsfach
§ 18 Ausbildungspensum und Prüfungsanforderungen
§ 19 Zeugnis „Konzertexamen“
VI. Abschnitt Anforderungen der Ausbildung und Prüfung zur hauptamtlichen Posaunenwartin bzw. zum hauptamtlichen Posaunenwart
§ 20 Ausbildungsfächer
§ 21 Anforderungen der Ausbildung und Prüfung
§ 22 Zeugnisfächer
§ 23 Inkrafttreten / Übergangsvorschriften
Evangelische Kirchenmusik (B),
den Aufbaustudiengang Evangelische Kirchenmusik (A),
die Aufbaustudiengänge
»Künstlerische Ausbildung« und »Solistenklasse«
und die Ausbildung zur hauptberuflichen Posaunenwartin
bzw. zum hauptberuflichen Posaunenwart
– RVO StPO – A, B –
Vom 26. März 2002 (GVBl. S. 116 und Nr. 6a/2002 S. 6),
zuletzt geändert am 14. Oktober 2008 (GVBl. S. 201)
Der Evangelische Oberkirchenrat erlässt aufgrund § 16 Abs. 2 des Kirchlichen Gesetzes über den Kirchenmusikalischen Dienst in der Evangelischen Landeskirche in Baden (Kirchenmusikgesetz - KMusG) vom 29. April 1987 (GVBl. S. 75) i.V.m. § 14 der Satzung der Hochschule für Kirchenmusik der Evangelischen Landeskirche in Baden in Heidelberg folgende Rechtsverordnung:
Allgemeine Vorschriften für alle Ausbildungsgänge
( 1 ) Im Diplomstudiengang Evangelische Kirchenmusik (B) für den hauptberuflichen kirchenmusikalischen Dienst (erster berufsqualifizierender Abschluss) beträgt die Regelstudienzeit acht Semester.
(1a) Eine Vordiplomprüfung ist abzulegen1#
bis zum Ende des 3. Fachsemesters in den Fächern
Tonsatz / Musiktheorie,
bis zum Ende des 4. Fachsemesters in den Fächern
Orgel, Orgelimprovisation und Gemeindebegleitung,
(1b) 1 Die Vordiplomprüfung wird benotet nach dem Notenschlüssel laut § 5. 2 Bei der Berechnung der Gesamtnote werden die genannten Fächer wie in der Diplomprüfung bewertet. 3 Die in der Vordiplomprüfung erreichten Zensuren finden keinen Eingang in die Bewertung der Diplomprüfung.
(1c) 1 Über die Vordiplomprüfung wird ein Zeugnis ausgestellt. 2 Darin werden außer den genannten Fächern auch die Abschlussnoten aller bereits abgelegten Fächer aufgenommen.
(1d) 1 Anforderungen bei der Vordiplomprüfung:
Orgel: Vortrag eines beliebigen Programms
Orgelimprovisation und Gemeindebegleitung:
Gestaltung eines Seminargottesdienstes an der Orgel
Klavier: Vortrag eines beliebigen Programms
Gesang: Vortrag eines beliebigen Programms
Chorleitung: Probenarbeit und Dirigieren im Rahmen des Probenchors
Tonsatz/Musiktheorie: klavierpraktische Prüfung mit Tonleiterharmonisation, Modulationen, Kadenz- und Sequenzspiel sowie unvorbereiteter Choralharmonisation.
Gehörbildung: Klausur
2 Bei Nichtbestehen eines Faches kann die Prüfung in diesem Fach im folgenden Semester einmal wiederholt werden. 3 Wird die Prüfung erneut nicht bestanden, darf das Studium nicht fortgesetzt werden.
( 2 ) 1 Im Aufbaustudiengang Evangelische Kirchenmusik (A) für den hauptberuflichen kirchemusikalischen Dienst an Stellen von besonderer Bedeutung beträgt die Regelstudienzeit vier Semester. 2 Das Aufbaustudium Evangelische Kirchenmusik (A) setzt die Diplomprüfung Evangelische Kirchenmusik (B) oder eine andere Abschlussprüfung an einer Hochschule für Musik voraus.
( 3 ) 1 Im Aufbaustudiengang Künstlerische Ausbildung beträgt die Regelstudienzeit vier Semester. 2 Das Studium setzt die Diplomprüfung Kirchenmusik (B) oder eine andere Abschlussprüfung an einer Hochschule für Musik voraus und schließt ab mit der Künstlerischen Reifeprüfung.
( 4 ) 1 Im Aufbaustudiengang Solistenklasse beträgt die Regelstudienzeit vier Semester. 2 Das Studium setzt die Abschlussprüfung Kirchenmusik A oder Künsterlische Ausbildung in dem gewünschten Fach voraus und schließt ab mit dem Konzertexamen.
( 5 ) 1 Die Entscheidung über eine Abkürzung oder Verlängerung der Studiendauer wird vom Sentat getroffen. 2 Anträge auf Verlängerung sind bis spätestens eine Woche nach Beginn des letzten Semesters der Regelstudienzeit an die Rektorin bzw. den Rektor zu richten (Stichtage: 1. Oktober und 1. April).
( 6 ) Als Zwischenprüfung kann im Rahmen der B-Ausbildung die C-Prüfung abgelegt werden; sie berechtigt zu nebenberulichem kirchenmusikalischem Dienst.
( 7 ) 1 Das Wintersemester beginnt am 1. Oktober und endet am 31. März. 2 Das Sommersemester beginnt am 1. April und endet am 30. September. 3 Die Lehrveranstaltungen finden in der Regel vom 1. Oktober bis 15. Februar sowie vom 1. April bis 15. Juli statt. 4 Die Zeit vom 23. Dezember bis 6. Januar, Gründonnerstag, Dienstag nach Ostern sowie alle gesetzlichen Feiertage sind unterrichtsfrei.
( 8 ) 1 Die Rückmeldung für das folgende Semester muss für das Wintersemester bis zum 1. Juli, für das Sommersemester bis zum 1. Februar erfolgt sein. 2 Dabei sind die fälligen Gebühren zu bezahlen. 3 Entliehene Bücher und Noten sind bis zum Ende der Lehrveranstaltungen eines jeden Semesters zurückzugeben, oder es ist die Ausleihfrist verlängern zu lassen.
( 1 ) 1 Anträge auf Zulassung zur Prüfung sind jeweils bis zum Beginn des letzten Studiensemesters (Stichtage: 1. Oktober und 1. April) zu stellen. 2 Folgende Unterlagen sind dazu einzureichen:
Formloser Antrag auf Zulassung zur Prüfung
Studienbuch mit An- und Abtestaten
Repertoirenachweise in den Fächern Orgel, Klavier und Chorleitung (Gegenzeichnung der Fachlehrkraft) gemäß § 9 Abs. 1, 4, 7, 9 und § 12 Abs. 1, 3, 5, 6.
Bei den Studiengängen Evangelische Kirchenmusik B und A die Bescheinigungen über die Teilprüfungen in folgenden Fächern:
Orgelkunde und Akustik
Literatur- und Stilkunde der Orgel
Bescheinigung über die Abgabe der Diplomarbeit
Teilnahmebestätigung in den obligatorischen Fächern:
( 2 ) Über die Zulassung zur Prüfung entscheidet die Hochschulleitung.
( 1 ) 1 Bei den Abschlussprüfungen in den Fächern Orgel, Orgelimprovisation und Gemeindebegleitung, Chorleitung, Klavier und Gesang sowie im Fach „Blechblasinstrument“ bei der Ausbildung zur hauptberuflichen Posaunenwartin bzw. zum hauptberuflichen Posaunenwart besteht die Prüfungskommission aus mindestens drei Lehrkräften. 2 Im gewählten Hauptfach der Aufbaustudiengänge Künsterlische Ausbildung und Solistenklasse besteht die Prüfungskommission aus mindestens vier Lehrkräften. 3 In allen weiteren Fächern besteht die Prüfungskommission aus der prüfenden und mindestens einer weiteren Lehrkraft. 4 Bei der Vordiplomprüfung bestehen die Prüfungskommissionen aus mindestens zwei Lehrkräften.
(1a) Über die Zusammensetzung und die Vorsitzenden der Prüfungskommissionen entscheidet die Hochlschulleitung.
(1b) Die Abschlussprüfungen in den Fächern Orgel, Orgelimprovisation und Gemeindebegleitung, Chorleitung, Klavier, Gesang, Liturgisches Singen und Sprechen sowie Gemeindesingarbeit sind öffentlich.
(1c) 1 Die Abschlussprüfungen in den übrigen Fächern sind hochschulöffentlich. 2 Auf Wunsch der Kandidatin oder des Kandidaten kann hier die Öffentlichkeit ausgeschlossen werden. 3 Eine Vertreterin oder ein Vertreter der Studierenden und der Evangelischen Landeskirche in Baden ist ohne Stimmrecht zu allen Prüfungen zugelassen. 4 An der Prüfung im Fach Religionspädagogik nimmt eine Vertreterin oder ein Vertreter der Landeskirche mit Stimmrecht teil.
( 2 ) Die obligatorischen Fächer, die nur während eines Teils der Studienzeit unterrichtet werden, und die fakultativen Fächer sollen bereits nach Absolvieren der jeweiligen Mindestsemesterzahl geprüft werden (Schein).
( 3 ) Prüfungsberechtigt ist, wer an der Hochschule haupt- oder nebenberuflich eine eigenverantwortliche Tätigkeit als Lehrkraft ausübt.
( 4 ) 1 Sowohl am Anfang als auch am Ende eines Semesters ist Gelegenheit zur Abschlussprüfung gegeben. 2 Die Kandidatinnen und Kandidaten können selbst entscheiden , ob sie an der Prüfung am Ende eines Semesters oder an der zu Beginn des folgenden teilnehmen wollen.
( 5 ) Beim Aufbaustudiengang „Solistenklasse“ dürfen die einzelnen Prüfungsteile der Abschlussprüfung (“Konzertexamen“) nicht vor Beginn des dritten Studiensemesters und nicht später als zwei Jahres nach Ende des vierten Studiensemesters liegen.
( 6 ) Die Prüfungstermine werden von der Rektorin bzw. vom Rektor festgelegt.
1 Gleichwertige Studien- und Prüfungsleistungen anderer Ausbildungsstätten können anerkannt werden. 2 Die allgemeinen Voraussetzungen dafür werden vom Evangelischen Oberkirchenrat festgelegt. 3 Über die Anerkennung im Einzelfall entscheidet die Rektorin bzw. der Rektor.
( 1 ) 1 Alle erbrachten Prüfungsleistungen werden im Zeugnis bestätigt. 2 Die Noten für die einzelnen Prüfungsleistungen werden von den jeweiligen Prüferinnen und Prüfern festgesetzt. 3 Für die Bewertung der Prüfungsleistungen sind folgende Noten zu verwenden:
4 Zur differenzierten Bewertung der Leistungen können einzelne Noten um 0,3 auf Zwischenwerte angehoben oder abgesenkt werden; die Noten 0,7, 4,3, 4,7 und 5,3 sind dabei ausgeschlossen.
( 2 ) 1 Für die Vordiplomprüfung und für die Diplomprüfung wird jeweils eine Gesamtnote gebildet. 2 Sie errechnet sich aus dem Durchschnitt der Noten der einzelnen Prüfungsfächer unter Berücksichtigung der Mehrfachbewertungen laut §§ 10,13 und 16. 3 Hierbei wird auf die nächstliegenden Notenstufe gemäß Absatz 1 gerundet.
( 3 ) Bei der Abschlussprüfung des Aufbaustudiengangs Solistenklasse (“Konzertexamen“) werden die einzelnen Prüfungsleistungen wie folgt bewertet:
eine Leistung, die den Anforderungen des Konzertlebens genügt;
eine Leistung, die den Anforderungen nicht genügt.
( 4 ) Bei Einstimmigkeit der Prüfungskommission kann für besonders herausragende Leistungen das Prädikat „mit Auszeichnung“ vergeben werden.
( 5 ) 1 Das Konzertexamen ist „bestanden“, wenn alle Prüfungsleistungen mit „bestanden“ bewertet sind. 2 Wurde für alle Prüfungsleistungen das Prädikat „mit Auszeichnung“ vergeben, so ist das Konzertexamen „mit Auszeichnung bestanden“.
( 1 ) 1 Ein Prüfungsteil wird mit „nicht ausreichend“ (5,0) bewertet, wenn die Kandidatin oder der Kandidat zu dem Prüfungstermin aus Gründen, die selbst zu vertreten sind, nicht erscheint oder aus solchen Gründen nach der Zulassung zur Prüfung von der Prüfung zurücktritt. 2 Das Gleiche gilt für den Versuch der Täuschung oder der Benutzung unerlaubter Hilfsmittel.
( 2 ) 2 Die Gründe für das Versäumnis oder den Rücktritt müssen der Rektorin bzw. dem Rektor der Hochschule unverzüglich schriftlich angezeigt und glaubhaft gemacht werden. 2 Bei Krankheit ist ein ärztliches Attest über die Prüfungsunfähigkeit vorzulegen. 3 Über die Anerkennung der Gründe entscheidet der Senat. 4 Werden die Gründe anerkannt, gilt der Prüfungsteil als nicht unternommen.
( 3 ) Eine in einem Fach nicht bestandene Prüfung kann einmal wiederholt werden.
( 5 ) 1 Eine Wiederholung von Prüfungsleistungen des Konzertexamens ist ausgeschlossen. 2 Ist eine Prüfungsleistung mit „nicht bestanden“ bewertet, so werden eventuell verbleibende Prüfungen nicht mehr abgenommen.
Die Abschlussprüfung ist bestanden, wenn die Prüfungen in allen obligatorischen Fächern bestanden sind.
Anforderungen der Ausbildung und Prüfung im Diplomstudiengang Evangelische Kirchenmusik (B)2#
( 1 ) Obligatorische Fächer während der gesamten Studienzeit:
Orgelimprovisation und Gemeindebegleitung (Liturgisches Orgelspiel)
Kantoraler Bereich
Die Prüfung findet im 6. Semester statt. Im 7. und 8. Semester müssen noch zwei weitere Pflichtveranstaltungen besucht werden (Teilnahmebestätigung).
( 2 ) Obligatorische Fächer während eines Teils der Studienzeit (in Klammern: Anzahl der Studiensemester in dem betreffenden Fach bei einer Unterrichtseinheit pro Woche):
Seminargottesdienst (3)
Liturgisches Singen und Sprechen (1)
Theorie der Chorleitung (nach Rücksprache mit der Fachlehrkraft)
Grundlagen der Orchesterleitung (nach Rücksprache mit der Fachlehrkraft)
Musikalische Arbeit mit Kindern (Kursteilnahme und Praktikum mit Teilnahmebestätigungen)
Gemeindesingarbeit (1)
Partiturspiel (4)
Seminar Popularmusik (1)
Orgelkunde und Akustik (2)
Literatur- und Stilkunde der Orgel (2)
Auswärtige Kurse können auf den Unterrichtsbesuch angerechnet werden, sofern sie mindestens die Dauer einer Semesterwochenstunde haben und stilkundlich orientiert sind.
Musikgeschichte mit Instrumentenkunde und Formenkunde (6)
Theologische Grundlagen (6)
( 3 ) Fakultative Fächer (nach Wahl der Studierenden und sofern von der Hochschule angeboten):
Methodik der Bläserchorleitung
Profilierungsseminar mit Abschlussprüfung
Fachdidaktik der Musik (Unterrichtsmethodik)
Ausbildungspensum und Prüfungsanforderungen
( 1 ) Orgel:
1 Vortrag von mindestens vier Werken verschiedener Stilepochen, davon eines von Johann Sebastian Bach und ein Werk des 20./21. Jahrhunderts. 2 Eines davon muss in einem Zeitraum von acht Wochen selbstständig erarbeitet werden. 3 Die Gesamtdauer des Prüfungsprogrammes beträgt 40 bis 45 Minuten.
4 Nachweis des im Studium erarbeiteten Repertoires aus mehreren Stilepochen. 5 Hierzu gehören zwanzig Choralvorspiele, deren Beherrschung durch Stichproben geprüft wird. Vomblattspiel.
( 2 ) Orgelimprovisation und Gemeindebegleitung (Liturgisches Orgelspiel):
1 Mit drei Tagen Vorbereitungszeit: Organistendienst zu einem Hauptgottesdienst. 2 Improvisierte Intonationen und c.f.-Bearbeitungen in verschiedenen Formen. Begleitsätze zu verschiedenartigen Liedern, auch manualiter und mit hervorgehobenem cantus firmus. 3 Motivische Modulationen und Transpositionen bis zu einem Ganzton auf- und abwärts.
1 Ohne Vorbereitungszeit: Intonationen und Begleitsätze zu Kirchenliedern nach dem Gesangbuch mit Pedal, manualiter und obligat. 2 Auswendigspiel von Liedern (Stichproben aus einer vorgelegten Liste von mindestens zwölf Liedern). 3 Auswendigspiel der liturgischen Stücke des Hauptgottesdienstes (mit Abendmahl).
Prüfungszeit für die Teile 1 und 2 zusammen
Falls Teil 1 in einem Gemeindegottesdienst geprüft wird, beträgt die Prüfungszeit für Teil 2 allein
höchstens ca. 20 Minuten.
( 3 ) Seminargottesdienst:
1 Teilnahme an den wöchentlichen Gottesdiensten der Hochschule mit mindestens dreimaliger Übernahme ihrer musikalischen Gestaltung innerhalb von drei Semestern. 2 Vorbereitung in Zusammenarbeit mit der Lehrkraft für Orgelimprovisationen und Gemeindebegleitung.
( 4 ) Klavier:
1 Vortrag von mindestens drei Klavierwerken verschiedener Stilepochen und einer Liedbegleitung oder eines Kammermusikwerkes. 2 Vomblattspiel eines Klavierstückes oder einer Klavierbegleitung.
Nachweis des im Studium erarbeiteten Repertoires aus mehreren Stilepochen.
( 5 ) Vomblattspiel:
Die Note setzt sich zu gleichen Teilen aus den Noten im Vomblattspiel in Orgel und Klavier zusammen.
( 6 ) Drittes Instrument (fakultativ):
Vortrag von zwei Werken. Bei Blechblasinstrumenten auch unvorbereitetes Transponieren von Kirchenliedern.
( 7 ) Gesang:
Vortrag von Werken verschiedener Stilrichtungen
1 Kenntnis der Stimmvorgänge in ihren physiologischen Funktionen. 2 Vertrautheit mit Methoden der Stimmerziehung.
3 Nachweis des im Studium erarbeiteten Repertoires aus mehreren Stilepochen.
( 8 ) Liturgisches Singen und Sprechen:
1 Singen von Kirchenliedern unterschiedlichen Charakters. 2 Kenntnis und praktische Beherrschung der einstimmigen Weisen für das Ordinarium und das Proprium der Messe und für die Tageszeitengottesdienste. 3 Kenntnis der Psalmtöne und der anderen Modelltöne. 4 Vortrag eines liturgischen Gesangs. 5 Anleitung einer Schola. Vortrag eines Textes. Beherrschung der Sprechtechnik und der Ausspracheregeln.
( 9 ) Chorleitung:
Probenarbeit an einem selbstständig vorbereiteten mittelschweren Chorwerk. Vorbereitungszeit zwei Wochen.
Aufführung eines Werkes das zuvor mit Chor und/oder Orchester einstudiert wurde.
( 10 ) Theorie der Chorleitung und der Stimmbildung :
1 Chorische Stimmbildung und Stimmpflege. 2 Methodische Hilfen zum Vomblattsingen. Probentechnik, Aufführungs- und Kantoreipraxis. 3 Literaturkunde.
( 11 ) Hochschulchor:
Die Teilnahme am Hochschulchor ist während des gesamten Studiums Pflicht.
( 12 ) Grundlagen der Orchesterleitung:
1 Praktische Einrichtung von Orchesterstimmen. 2 Rezitativdirigieren. Gegebenenfalls Dirigieren eines Orchesterwerkes anstelle eines mit dem Chor einstudierten Werkes (vgl. Absatz 9). 3 Die Ausbildung erfolgt in engem Zusammenhang mit dem Chorleitungsunterricht.
( 13 ) Bläserchorleitung (fakultativ):
Probenarbeit mit einem Blechbläserchor .
( 14 ) Theorie der Bläserchorleitung (fakultativ, bei Wahl des Faches Bläserchorleitung obligatorisch):
Kenntnis des Instrumentariums, der technischen und musikalischen Bedingungen, der Literatur und der Einsatzmöglichkeiten. Geschichte der Bläserarbeit.
( 15 ) Musikalische Arbeit mit Kindern:
Teilnahme an zwei Kinderchorleitungskursen sowie an einem Praktikum mit einem Kinderchor.
( 16 ) Kinderchorleitung (fakultativ):
Theorie und Praxis der Kindersingarbeit und der Kinderstimmbildung. Kenntnis des speziellen Liedgutes und der Kinderchorliteratur.
Probenarbeit mit einem Kinderchor
Kolloquium über Fragen der Kinderchorleitung
Die Note in Kinderchorleitung setzt sich zu zwei Dritteln aus der Probenarbeit mit einem Kinderchor und zu einem Drittel aus dem Kolloquium zusammen.
( 17 ) Gemeindesingarbeit:
Singarbeit in einer Gemeindegruppe - gegebenenfalls mit Instrumenten - oder Gruppenimprovisation. Musikalische und inhaltliche Vermittlung von Liedern und Gesängen.
( 18 ) Musiktheorie/Tonsatz:
Klausur: 1 Eine mindestens dreistimmige kontrapunktische Arbeit.
2 Eine stilgebundene Arbeiit aus dem Bereich der Harmonielehre.
3 Anfertigen einer Analyse.
4 Dauer der Klausur: 5 Stunden.
1 Zur Prüfung muss eine Arbeitsmappe mit mindestens fünf während des Studiums angefertigten Arbeiten eingereicht werden. 2 Die Note der schriftlichen Prüfung setzt sich zu 25 % aus der Bewertung der Arbeitsmappe und zu 75 % aus der Note der Klausur zusammen.
1 Hausarbeit (fakultativ): Anfertigung einer stilgebundenen Arbeit. 2 Die Benotung fließt gegebenenfalls in die Note der schriftlichen Prüfung mit bis zu 20 % ein.
Mündlich-praktische Prüfung: 1 Aufgaben aus den Bereichen Harmonielehre/Kontrapunkte/Analyse.
2 Die Note in Musiktheorie/Tonsatz setzt sich zu gleichen Teilen aus den Noten der schriftlichen und der mündlich-praktischen Prüfung zusammen.
( 19 ) Gehörbildung:
Klausur: Ein schwieriges einstimmiges, ein polyphon zwei- oder dreistimmiges und ein vierstimmig-harmonisches Musikdiktat.
Mündlich-praktische Prüfung: Beschreibungund und Bestimmung von Strukturen aus den musikalischen Wahrnehmungsgebieten (z B. Rhythmen und Klänge). Vomblattsingen.
Intonationshören (Klausur): Ein- und mehrstimmige Intonationsanalysen.
Die Note in Gehörbildung setzt sich wie folgt zusammen:
Gehörbildung schriftlich
Intonationshören schriftlich
( 20 ) Partiturspiel:
Spielen von Partituren in modernen und alten Schlüsseln sowie mit transponierenden Instrumenten.
1 Es ist eine Repertoireliste vorzulegen, die fünf Motetten, drei Orchester- oder Oratoriensätze und drei Accompagnato-Rezitative enthält. 2 Aus jeder Kategorie wird eine Stunde vor der Prüfung ein Stück ausgewählt. Die Singstimme des Rezitativs muss selbst gesungen werden.
Vomblattspiel eines Klavierauszugs und einer Chorpartitur in modernen Schlüsseln.
Zusammen 15 Minuten
( 21 ) Generalbass:
Vorbereitetes Spiel von zwei Sätzen: Generalbassarie , Instrumentalsatz, Rezitativ o.ä.
Vomblattspiel leichter bezifferter Bässe.
Zusammen 10 Minuten
( 22 ) Jazzpiano:
Vortrag von zwei Stücken.
( 23 ) Popularmusik / Arrangement - Musikalische Medienkunde:
1 Instrumentenkunde, Harmonielehre und Rhythmik der Popularmusik und der ihr entsprechenden religiösen Lieder. 2 Umgang mit elektrischen und elektronischen Musikgeräten.
( 24 ) Orgelkunde und Akustik:
Aufbau und Funktionsweise der Orgel, Registerkunde. Pflege der Orgel. Akustik.
( 25 ) Literatur- und Stilkunde der Orgel:
Geschichte des Orgelbaus, des Orgelspiels und der Orgelkomposition. Literaturkunde.
( 26 ) Musikgeschichte mit Instrumenten- und Formenkunde:
1 Überblick über die allgemeine Musikgeschichte bis zur Gegenwart. 2 Genauere Kenntnis der Geschichte der Kirchenmusik. 3 Kenntnis der heutigen und historischen Musikinstrumente in akustischer, technischer und aufführungspraktischer Hinsicht. 4 Kenntnis der historischen und der neuen musikalischen Formen.
( 27 ) Theologische Grundlagen:
Lehrplan entsprechend dem theologischen Grundstudium an Pädagogischen Hochschulen.
Bibelkunde: 1 Einleitungsfragen, Überblick über den Inhalt der biblischen Bücher (in Auswahl), Kenntnis ihrer wichtigsten theologischen Aussagen. 2 Beziehungen zwischen dem Alten und Neuen Testament und zwischen dem biblischen Weltbild und heutigen Welterklärungsmodellen.
Glaubenslehre: 1 Grundfragen des Glaubens. Beziehungen der biblischen Verkündigung zur gegenwärtigen Welt und zum kirchlichen Leben. 2 Die wichtigsten dogmatischen Begriffe.
Kirchenkunde: 1 Überblick über das kirchliche Leben der Gegenwart, über die Geschichte der Kirche und der Konfessionen. 2 Verständnis der eigenen Kirche im Rahmen der Weltchristenheit. 3 Kenntnis der landeskichenlichen Verfassung.
Zusammen 20 Minuten
Die Prüfung im Fach „Theologische Grundlagen“ entfällt, wenn die „Berechtigung zur Erteilung von evang. Religionsunterricht“ erworben oder ein Theologiestudium mindestens bis zum 4. Semester bzw. bis zur Zwischenprüfung absolviert worden ist.
( 28 ) Hymnologie:
1 Überblick über die Geschichte des Kirchengesangs. 2 Melodienkunde. 3 Kenntnis des Gesangbuchs und ergänzender Liedersammlungen sowie der Möglichkeiten ihrer Verwendung in der Gemeinde.
( 29 ) Liturgik:
1 Die Lehre vom Gottesdienst. 2 Überblick über die Geschichte des Gottesdienstes und seine jeweilige Stellung in Kirche und Gesellschaft. 3 Kenntnis des Kirchenjahres und der verschiedenen Gottesdienstformen.
( 30 ) Fachdidaktik der Musik (fakultativ):
1 Methodik des Anfängerunterrichts und des Unterrichts mit Fortgeschrittenen (z. B. in den Fächern Orgel, Orgelimprovisation, Klavier, Gesang, Chorleitung oder Tonsatz). Methodik des Gruppenunterrichts. 2 Spezielle Literaturkunde. Zwei Lehrproben mit Nachgespräch. 3 Prüfung: Lehrproben und Kolloquium.
Zusammen 60 Minuten
( 31 ) Religionspädagogik (fakultativ):
1 Religionspädagogisches Zusatzstudium an einer Pädagogischen Hochschule. Fachdidaktisches Seminar und Unterrichtspraktikum mit Lehrproben. - 2 Ziel: Genehmigung zur Erteilung von Religionsunterricht (“Vocatio“) in den Klassen 2 - 6.
( 32 ) Diplomarbeit:
1 Die Diplomarbeit ist in einem der wissenschaftlichen oder pädagogischen Fächer nach Rücksprache mit der Fachlehrkraft selbstständig zu verfassen. 2 Sie soll besondere Vertrautheit mit dem gewählten Fachgebiet und die Fähigkeit zu angemessener schriftlicher Darstellung erkennen lassen.
3 Die Diplomarbeit muss bis zum Beginn des 7. Semesters abgegeben werden. 4 Stichtage sind der 1. April für das Sommersemester und der 1. Oktober für das Wintersemester. 5 Das Thema muss spätestens zwei Monate vor diesem Stichtag im Sekretariat hinterlegt werden. 6 Bei Vorliegen triftiger Gründe ist eine Verlängerung der Abgabefrist um einen Monat auf Antrag möglich. 7 Bei Nichteinhaltung des für die Hinterlegung des Themas vorgesehenen Termins oder des Abgabetermins gilt das Prüfungsfach „Diplomarbeit“ als nicht bestanden. 8 Eine einmalige Wiederholungsmöglichkeit besteht mit einem neuen Thema und Abgabe zum nächstfolgenden Stichtag. 9 Die Diplomarbeit muss von zwei Prüfern benotet werden.
( 33 ) In allen wissenschaftlichen Fächern kann im Rahmen der vorgesehenen Prüfungszeit auf Wunsch der zu Prüfenden außer dem Überblick über das gesamte Stoffgebiet auch noch ein vorher abgesprochenes Spezialthema geprüft werden.
( 1 ) Instrumentalfächer
Vomblattspiel Klavier und Orgel
(Drittes Instrument)
( 2 ) Kantoraler Bereich
Chorleitung und Grundlagen der Orchesterleitung
(Teilnahmebestätigung)
(Bläserchorleitung)
(Theorie der Bläserchorleitung)
(Kinderchorleitung)
( 3 ) Musiktheorie und allgemeine Musikpraxis
Seminar Popularmusik
( 4 ) Wissenschaftliche und pädagogische Fächer
Musikgeschichte mit Instrumenten- und Formenkunde
(Fachdidaktik der Musik)
Anforderungen der Ausbildung und Prüfung
im Aufbaustudiengang Evangelische Kirchenmusik (A)
( 1 ) Obligatorische Fächer:
(Liturgisches Orgelspiel)
Kantonaler Bereich
Hochschullchor
dazu bei A-Studium ohne B-Prüfung:
Musiktheorie/Tonsatz (3)
(bei A-Studium ohne B-Prüfung)
( 2 ) Fakultative Fächer:
Tonsatz (fakultativ im 4. Semester)
Ausbildungsumfang und Prüfungsanforderungen
Vortrag eines einstündigen Konzertprogramms. Zwei Stücke des Programms sind einem Zeitraum von drei Monaten selbstständig einzurichten.
Nachweis eines im Aufbaustudiengang A erarbeiteten Repertoires von mindestens vier weiteren anspruchsvollen Orgelwerken verschiedener Stilepochen.
Mit drei Tagen Vorbereitungszeit: Partita über einen gegebenen cantus firmus.
Eine c.f.-freie Form.
Ohne Vorbereitungszeit: Improvisation eines Vorspiels. Verschiedenartige Durchführung eines gegebenen cantus firmus. Differenzierte, auch transponierte Begleitung des Gemeindegesanges nach dem Gesangbuch.
Prüfungszeit für die Teile 1 und 2 zusammen:
( 3 ) Klavier:
Vortrag von Werken aus drei Stilepochen der Klaviermusik einschließlich des 20./21. Jahrhunderts. Liedbegleitung oder Kammermusik.
Nachweis des im Aufbaustudiengang Evangelische Kirchenmusik (A) erarbeiteten Repertoires.
( 4 ) Drittes Instrument (fakultativ):
Vortrag von selbstgewählten Stücken verschiedener Stilrichtungen.
( 5 ) Gesang:
Vortrag von Werken verschiedener Stilrichtungen einschließlich einer größeren Form und einschließlich des unbegleiteten Singens.
( 6 ) Chorleitung:
Probenarbeit an einem selbstständig vorbereiteten schwierigen Chorwerk (Vorbereitungszeit zwei Wochen).
( 7 ) Theorie der Chorleitung:
Kolloquium: Dirigier- und Probentechnik, Interpretation, Aufführungspraxis, chorische Stimmbildung und Literaturkunde.
( 8 ) Hochschulchor:
( 9 ) Orchesterleitung:
Probenarbeit mit einem Orchester. Einstudierung und öffentliche Aufführung eines Orchesterwerkes, gegebenenfalls unter Mitwirkung von Chor und/oder Solisten.
( 10 ) Musikalische Arbeit mit Kindern3#
Teilnahme an einem Kinderchorleitungskurs oder an einem Praktikum mit einem Kinderchor.
( 11 ) Kinderchorleitung (fakultativ)4#
( 12 ) Musiktheorie/Tonsatz:
Anfertigung einer kompositorischen Hausarbeit
Ein schriftlich ausgearbeitetes Referat
Beide Prüfungen werden durch jeweils zwei Prüfer benotet. Die Note in Musiktheorie/Tonsatz setzt sich zu gleichen Teilen aus a) und b) zusammen.
Der Prüfungsteil a) muss spätestens bei der Meldung zur Abschlussprüfung abgegeblen werden, der Prüfungsteil b) muss bis zum Ende des dritten Semesters absolviert werden.
( 13 ) Komposition:
(Prüfungsfach bei einer über Musiktheorie/Tonsatz hinausgehenden Ausbildung):
( 14 ) Gehörbildung:
Klausur: Ein schwieriges einstimmig-atonales Musikdiktat. Mehrstimmige polyphone Diktate. Höranalyse vorgetragener Beispiele.
Mündlich-praktische Prüfung: Erkennen von komplizierten Zusammenhängen in gleichzeitigen oder aufeinander folgenden Klangereignissen. Vomblattsingen einer atonalen Vorlage.
Die Note in Gehörbildung setzt sich zu gleichen Teilen aus der Note der Klausur und der mündlich-praktischen Prüfung zusammen.
( 15 ) Partiturspiel (fakultativ):
Spielen von Orchesterpartituren, vorbereitet und vom Blatt. Chorpartitur in alten Schlüsseln.
( 16 ) Generalbass (fakultativ):
Selbstständig entworfener, differenzierter Generalbass zu einem mehrsätzigen Werk.
Vomblattaufgaben.
( 17 ) Jazzpiano (fakultativ):
Vortrag von Stücken verschiedener Stilrichtungen.
( 18 ) 1 Die Fächer, die bei A-Prüfung ohne B-Prüfung nachgewiesen werden müssen, werden nach der Prüfungsordnung des Diplomstudiengangs Evangelische Kirchenmusik (B) geprüft.
( 19 ) Hausarbeit (falls nicht als Diplomarbeit schon zur B-Prüfung vorgelegt)
1 Bei der Hausarbeit finden die Regelungen der Prüfungsordnung des Diplomstudiengangs Evangelische Kirchenmusik (B) zur Diplomarbeit sinngemäß Anwendung.
2 Die Hausarbeit muss bis zum Beginn des 4. Semesters abgegeben werden.
Zeugnisfächer5#
Vomblattspiel Klavier und Orgel (B)
Liturgisches Singen und Sprechen (B)
Musikalische Arbeit mit Kindern (B)
Gemeindesingarbeit (B)
(Bläserchorleitung) (B)
(Theorie der Bläserchorleitung) (B)
Partiturspiel (B)
Generalbass (B)
Jazzpiano (B)
Seminar Popularmusik (B)
Generalbass (fakultativ)
Jazzpiano (fakultativ)
Komposition (fakultativ)
Orgelkunde und Akustik (B)
Literatur- und Stilkunde der Orgel (B)
Musikgeschichte mit Instrumentenkunde und Formenkunde (B)
Hymnologie (B)
Liturgik (B)
Theologische Grundlagen (B)
(Fachdidaktik der Musik) (B)
(Religionspädagogik) (B)
(Diplomarbeit) (B)
im Aufbaustudiengang Künstlerische Ausbildung
( 1 ) Hauptfach Gesang
Seminar für Lied- und Oratoriengestaltung und solistisches Ensemblesingen
Italienisch (Nachweis von Grundkenntnissen)
Singen im Hochschulchor (nicht im ersten und letzten Studiensemester)
Methodik des Gesangunterrichts
Öffentliches oder hochschulöffentliches Konzert (Zwischenprüfung)
Nach etwa der halben Studienzeit ist ein öffentliches Konzert zu geben, dessen Programm und Dauer mit der Fachlehrkraft abzusprechen ist. Die Vorbereitung geschieht im Unterricht. Das Konzert wird benotet. Die Note wird im Prüfungsprotokoll vermerkt. Das Studium kann nur fortgesetzt werden, wenn die Zwischenprüfung bestanden ist.
( 2 ) Hauptfach Chorleitung
Praktische Arbeit mit dem Chor
Teilnahme am Hochschulchor
Methodik des Chorleitungsunterrichts
1 Nach etwa der halben Studienzeit: Öffentliche Aufführung eines selbst einstudierten Programms. Werke und Zeitdauer in Absprache mit der Fachlehrkraft. 2 Die Vorbereitung geschieht im Unterricht. 3 Das Konzert wird benotet. 4 Die Note wird im Prüfungsprotokoll vermerkt. Das Studium kann nur fortgesetzt werden, wenn die Zwischenprüfung bestanden ist.
( 3 ) Hauptfach Orgel
Falls das Studium nicht auf einer Diplomprüfung Kirchenmusik aufbaut:
Singen im Hochschulchor
Klavier oder Cembalo/Generalbass
Nach etwa der halben Studienzeit ist ein Orgelkonzert zu geben. Programm und Dauer sind mit der Fachlehrkraft abzusprechen. Die Vorbereitung des Konzerts geschieht im Unterricht. Das Konzert wird benotet. Die Note wird im Prüfungsprotokoll vermerkt. Das Studium kann nur fortgesetzt werden, wenn die Zwischenprüfung bestanden ist.
( 4 ) Hauptfach Orgelimprovisation
Tonsatz/Komposition/Analyse
Falls in den folgenden Fächern noch keine Prüfung abgelegt wurde (z.B. bei der Diplomprüfung Kirchenmusik B oder bei einem vergleichbaren Abschluss):
Methodik des Orgel- und Orgelimprovisationsunterrichts
Orgelkunde und Akkustik
Literatur- und Stilgeschichte
Weitere Fächer können genehmigt werden.
1 Nach etwa der halben Studienzeit ist ein Orgelimprovisationskonzert zu geben. 2 Das Programm muss auch ein Werk der Orgelliteratur enthalten. 3 Programm und Dauer sind mit der Fachlehrkraft abzusprechen. 4 Die Vorbereitung des Konzerts geschieht im Unterricht. 5 Das Konzert wird benotet. 6 Die Note wird im Prüfungsprotokoll vermerkt. 7 Das Studium kann nur fortgesetzt werden, wenn die Zwischenprüfung bestanden ist.
( 5 ) Hauptfach Klavier
Klavier bzw. Kammermusik/Liedbegleitung
Methodik des Klavierunterrichts
Bei Wahl des Faches Kammermusik /Liedbegleitung:
Nach etwa der halben Studienzeit ist ein Konzert zu geben, dessen Programm der Wahl des Studienschwerpunkts entspricht. Werke und Zeitdauer in Absprache mit der Fachlehrkraft. Die Vorbereitung geschieht im Unterricht. Das Konzert wird benotet. Die Note wird im Prüfungsprotokoll vermerkt. Das Studium kann nur fortgesetzt werden, wenn die Zwischenprüfung bestanden ist.
( 6 ) Hauptfach Cembalo
Basso continuo/Kammermusik
Methodik des Cembalounterrichts und Stilgeschichte der Kielinstrumente
Cembalostimmen
Öffentliches und hochschulöffentliches Konzert (Zwischenprüfung)
Nach etwa der halben Studienzeit ist ein Konzert zu geben, dessen Programm sich aus Solowerken und Generalbassstücken zusammensetzt. Programm und Dauer sind mit der Fachlehrkraft abzusprechen. Die Vorbereitung des Konzerts geschieht im Unterricht. Das Konzert wird benotet. Die Note wird im Prüfungsprotokoll vermerkt. Das Studium kann nur fortgesetzt werden, wenn die Zwischenprüfung bestanden ist.
Durchführung eines öffentlichen Konzertes mit anspruchsvollen Werken. Zwei von der Fachlehrkraft ausgewählte Werke müssen im Zeitraum von zwölf Wochen selbstständig einstudiert worden sein.
Solopart in einem öffentlich Konzert mit einem anspruchsvollen Werk der Kantaten- oder Oratorienliteratur.
Eines der beiden folgenden Fächer ist Pflicht:
Chorische Stimmbildung mit mehreren Chorgruppen. 1 Kolloquium über methodische und gesangtechnische Fragen. 2 Kenntnis der Fachliteratur.
Methodik des Gesangsunterrichts. Lehrproben für den Anfänger- und Fortgeschrittenen-Unterricht. Kolloquium über methodische und gesangstechnische Fragen. Kenntnis der Fachliteratur.
Probenarbeit an selbstständig vorbereiteten schwierigen Chorwerken. Vorbereitungszeit vier Wochen. Zwei Proben zu je 60 Minuten.
Öffentliche Aufführung eines Werkes mit Orchester und anspruchsvoller A-cappella-Werke.
Methodik des Chorleitungsunterrichts. Einstündige Dirigierunterrichtseinheit. Methodische Begleitung einer Chorprobe mit Nachgespräch. Kolloquium über methodische Fragen.
Theorie der Chorleitung.Chorische Stimmbildung. Kenntnis der wichtigsten Chorkompositionen, ihrer geschichtlichen Einordnung und ihrer Aufführungspraxis.
Partiturspiel. Beispiele aus Orchesterpartituren, vorbereitet (30 Minuten) und vom Blatt. Chorpartitur in alten Schlüsseln. Stichproben von im Unterricht erarbeiteten Chorpartituren (auch mit alten Schlüsseln), Orchesterpartituren und Klavierauszügen. Selbstbegleitung einer Arie. Vomblattspiel einer Motette mittleren Schwierigkeitsgrades.
Durchführung eines öffentlichen Konzertes mit anspruchsvollen Werken aus vier Epochen oder Stilrichtungen. Zwei von der Fachlehrkraft ausgewählte Werke müssen im Zeitraum von zwölf Wochen selbstständig einstudiert worden sein.
Lehrproben für Anfänger- und Fortgeschrittenen-Unterricht. Kolloquium über methodische Fragen, Unterrichtswerke und Literatur zur Orgelmethodik.
Falls das Studium nicht auf einer Diplomprüfung Kirchenmusik aufgebaut war:
Aufbau und Funktionsweise der Orgel, Registerkunde, Pflege der Orgel, Akustik.
Durchführung eines öffentlichen Konzertes mit zwei größeren Improvisationen, davon einer freien Form (Vorbereitungszeit 24 Stunden) sowie einer choralgebundenen Form (Vorbereitungszeit: 60 Minuten) und zwei Orgelliteraturstücken aus verschiedenen Epochen. Der Anteil der Orgelimprovisation soll zwei Drittel betragen.
Durchführung eines hochschulöffentlichen Vorspiels in Ergänzung des Konzertprogramms (45 Minuten).
Eine Partita über einen Choral (freie Stilwahl)
(Vorbereitungszeit drei Tage)
Eine stilgebundene freie Form (barock, romantisch oder modern)
Choralbearbeitungen und freie Formen
Mündliche Prüfung von einer halben Stunde. Sie besteht aus der Analyse zweier Kompositionen (bzw. angemessener Werkausschnitte) unterschiedlicher Stilepochen bzw. Gattungen, die mit Hilfe des Klaviers zu erläutern sind. Eines dieser Stücke ist selbst zu wählen; das andere wird vom Fachlehrer zwei Tage vor der Prüfung mitgeteilt.
Die schriftliche Prüfung besteht aus mindestens zwei Kompositionen, die während des Aufbaustudiums angefertigt und vier Wochen vor der mündlichen Prüfung abgegeben werden müssen. Beide Arbeiten sollen unterschiedliche Stilbereiche / historische Gattungen und Besetzungen (möglichst auch größere, höchstens ein solistisches Werk) abdecken. Eines dieser Werke sollte eine Stilkopie aus dem Bereich Barock bis Spätromantik sein (z. B. langsamer Streichquartettsatz, Kunstlied, Klavieretüde). Ausdrücklich erwünscht sind darüber hinaus Stücke in einem Stil des 20./21. Jahrhunderts bzw. einem eigenen Stil. Die abgegebenen Werke werden vom Fachlehrer und einem weiteren Prüfer beurteilt.
Falls in den folgenden Fächern noch keine Prüfung abgelegt wurde (z. B. bei der Diplomprüfung Kirchenmusik B oder bei einem vergleichbaren Abschluss):
Methodik des Improvisationsunterrichts
Lehrproben für Anfänger- und Fortgeschrittenen-Unterricht. Kolloquium über stilistische, strukturelle und didaktische Fragen der Improvisation. Kenntnis der Fachliteratur.
Aufbau und Funktionsweise der Orgel, Registerkunde, Pflege der Orgel. Akustik.
Schwerpunkt Solo-Literatur
Durchführung eines öffentlichen Konzertes mit anspruchsvollen Werken aus vier Stilepochen. Zwei von der Fachlehrkraft ausgewählte Werke müssen im Zeitraum von zwölf Wochen selbstständig einstudiert worden sein.
Lehrproben für Anfänger- und Fortgeschrittenen-Unterricht, Kolloquium über methodische Fragen, Unterrichtswerke und Literatur zur Klaviermethodik.
Schwerpunkt Klavier-Kammermusik / Liedbegleitung
Durchführung eines öffentlichen Konzertes mit Werken aus vier Stilepochen. Dabei liegt der Schwerpunkt entweder auf Kammermusik oder auf Liedbegleitung. Zwei von der Fachlehrkraft ausgewählte Werke müssen im Zeitraum von zwölf Wochen selbstständig einstudiert worden sein. Das Programm muss ein solistisches Werk enthalten.
Methodik des Klavierunterrichts. Lehrproben für Anfänger- und Fortgeschrittenen-Unterricht. Kolloquium über methodische Fragen, Unterrichtswerke und Literatur zur Klaviermethodik.
Durchführung eines öffentlichen Konzertes mit anspruchsvollen Werken aus mehreren Stilrichtungen. Zwei von der Fachlehrkraft ausgewählte Werke müssen im Zeitraum von zwölf Wochen selbstständig einstudiert worden sein.
Methodik des Cembalounterrichts
Lehrproben für Anfänger- und Fortgeschrittenen-Unterricht. Kolloquium über methodische Fragen, Stilgeschichte der Kielinstrumente, Unterrichtswerke und Fachliteratur.
Stimmen von Kielinstrumenten
Realisation verschiedener historischer Temperaturen im Bereich einer Oktave.
Zeugnisfächer der Künstlerischen Reifeprüfung
Öffentliches Konzert mit
Solopart in Kantate oder Oratorium
Methodik des Gesangsunterrichts oder chorische Stimmbildung
Probenarbeit mit dem Chor
(Orgelkunde und Akustik)
(Literatur- und Stilkunde der Orgel)
Hochschulöffentliches Vorspiel
(Methodik des Orgelimprovisationsunterrichtes)
( 5 ) Hauptfach Klavier oder Klavier-Kammermusik/Liedbegleitung
im Aufbaustudiengang Solistenklasse
Ausbildungspensum und Prüfungsanforderungen 6#
Das Konzertexamen umfasst drei öffentlich zu erbringende Prüfungsleistungen in beliebiger Reihenfolge:
Spätestens sechs Wochen vor dem Prüfungstermin ist eine Repertoireliste von mindestens 120 Minuten Gesamtspielzeit mit Werken aus allen wesentlichen Stilepochen einschließlich des 20./21. Jahrhunderts einzureichen, aus der die Prüfungkommission ein Programm von etwa 45 Minuten Dauer auswählt und zwei Wochen vor dem Prüfungstermin bekannt gibt. Dieses Programm ist nach eigener Wahl auf die vorgesehene Prüfungsdauer zu erweitern. Der Vortrag von Werken, die bereits zur Eignungsprüfung eingereicht wurden, ist nicht zulässig.
Das Programm darf frei gewählt werden. Werke, die bereits zur Eignungsprüfung oder Repertoireprüfung eingereicht wurden, sind ausgeschlossen. Der Soloabend ist weitestgehend selbstständig vorzubereiten und soll an einem anderen Instrument als dem für die Repertoireprüfung gewählten stattfinden.
Aufführung eines Werks der Konzertliteratur mit Orchester oder Chor.
Zeugnis „Konzertexamen“
Der Aufbaustudiengang Solistenklasse schließt mit dem „Konzertexamen“ ab, nach dessen Bestehen die akademische Bezeichnung „Konzertsolist im Fach ....“ verliehen wird.
zur hauptamtlichen Posaunenwartin bzw. zum hauptamtlichen Posaunenwart
Musikthoerie und allgemeine Musikpraxis
Theorie der Bläserchorleitung (nach Rücksprache mit der Fachlehrkraft)
Jungbläserausbildung (Lehrgangsteilnahme)
Theorie der Chorleitung und der Stimmbildung (nach Rücksprache mit der Fachlehrkraft)
Musikalische Arbeit mit Kindern (Kursteilnahme, gegebenenfalls Praktikum (Teilnahmebestätigung)
Literatur- und Stilkunde der Orgel (3)
Vortrag von vier Werken aus verschiedenen Stilepochen. Eines davon muss in einem Zeitraum von vier Wochen selbstständig erarbeitet werden.
Probenarbeit an einem selbstständig vorbereiteten Bläserstück.
Vorbereitungszeit zwei Wochen
Theorie der Blechbläserausbildung. Kenntnis des Instrumentariums, der technischen und musikalischen Bedingungen, der Literatur und der Einsatzmöglichkeiten. Geschichte der Bläserarbeit.
Mitarbeit bei mindestens zwei Jugendbläserlehrgängen der Landesarbeit Evangelischer Posaunenchöre in der Evangelischen Landeskirche in Baden.
In den übrigen Zeugnisfächern gelten die Anforderungen der Ausbildung und Prüfung des Diplomstudiengangs Evangelische Kirchenmusik (B).
In Klammern stehende Fächer sind fakultativ.
(Orgelimprovisation und Gemeindebegleitung)
Grundlagen des Klavierspiels
Theorie der Chorleitung und der Stimmbildung
Musiktheorie /Tonsatz
Literatur- und Stilkunde der Orgel)
Musikgechichte mit Instrumenten- und Formenkunde
Inkrafttreten / Übergangsvorschriften
( 1 ) Diese Studien- und Prüfungsordnung tritt am 1. April 2002 in Kraft.
( 2 ) Studierende, die sich im Wintersemester 2001/2002 im ersten, zweiten oder dritten Fachsemester befinden, haben bis 20. April 2002 die Wahlmöglichkeit zwischen der alten und der neuen Studien- und Prüfungsordnung.
( 3 ) 1 Das Studium nach der neuen Studien- und Prüfungsordnung muss beantragt werden. 2 Wird der Antrag nicht bis 20. April 2002 gestellt, wird das Studium nach der alten Studien- und Prüfungsordnung fortgesetzt.
1 ↑ Gem. GVBl. Nr. 13/2008 S. 201 mit Wirkung vom 1. Oktober 2008.
2 ↑ Siehe hierzu die Übergangsbestimmungen des § 12 der Studien- und Prüfungsordnung der Hochschule für Kirchenmusik der Evangelischen Landeskirche in Baden für den Bachelorstudiengang Evangelische Kirchenmusik vom 19. März 2013 (GVBl. 5a/2013)
3 ↑ siehe GVBl. Nr. 13/2008 S. 201 mit Wirkung vom 01.10.08
4 ↑ siehe GVBl. Nr. 13/2008 S. 201 mit Wirkung vom 01.10.08
5 ↑ Anmerkung:(B) = Die Zeugnisnote des betreffenden Faches wird aus dem B-Zeugnis in das A-Zeugnis übernommen. Eine Prüfung muss stattfinden, wenn auf Grund eines anderen Musikhochschulabschlusses keine B-Prüfung abgelegt wurde.In den fakultativen Fächern kann eine zu benotende Prüfung abgelegt werden. Diese Noten werden an Stelle der entsprechenden Noten der Diplomprüfung (B) in das Abschlusszeugnis aufgenommen.Fakultative Fächer ohne Prüfung können unter Angabe der studierten Semesterzahl im Zeugnis vermerkt werden (Teilnahmebestätigung).
6 ↑ siehe GVBl. Nr. 13/2008 S. 201 mit Wirkung vom 01.10.08.

References: § 1

§ 2

§ 6

§ 7

§ 8

§ 9

§ 10

§ 11

§ 12

§ 13

§ 14

§ 15

§ 16

§ 17

§ 18

§ 19

§ 20

§ 21

§ 22

§ 23
 § 16
 § 14
 § 5
 § 9
 § 12
 § 12