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Timestamp: 2020-03-29 22:43:05+00:00

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VGH Bayern, 04.10.2011 - 8 ZB 11.210 - dejure.org
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VGH Bayern, 04.10.2011 - 8 ZB 11.210 (https://dejure.org/2011,65213)
VGH Bayern, Entscheidung vom 04.10.2011 - 8 ZB 11.210 (https://dejure.org/2011,65213)
VGH Bayern, Entscheidung vom 04. Januar 2011 - 8 ZB 11.210 (https://dejure.org/2011,65213)
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Zu den Anforderungen an die Bestimmtheit einer straßenrechtlichen Widmung nach Art. 6 BayStrWG (Bestätigung der ständigen Rechtsprechung).Berufungszulassung (abgelehnt); Widmung; Bestandteile der Straße
Dies ist der Grund, warum die Rechtsprechung des Bayerischen Verwaltungsgerichtshofs seit jeher strenge Anforderungen an die Bestimmtheit der Widmung gestellt hat, die über die Anforderungen des Art. 37 Abs. 1 BayVwVfG hinausgehen (vgl. zum Ganzen: BayVGH, B.v. 4.10.2011 - 8 ZB 11.210 - juris Rn. 12 unter Bezugnahme auf BayVGH, U.v. 15.5.1990 - 8 B 86.558 - BayVBl 1990, 627/628; U.v. 1.8.1991 - 8 B 89.1929 - BayVBl 1992, 562; U.v. 3.12.1996 - 8 B 96.1086 - BayVBl 1997, 372; U.v. 15.7.1997 - 8 B 96.1539 - BayVBl 1998, 596).
Wird ein Grundstück zu einer Straße gewidmet, das mit einer bestimmten Flurnummer bezeichnet ist, braucht der Eigentümer daher nicht damit zu rechnen, dass die Widmung über die Grenzen der Flurnummer hinausgreift (…vgl. zum Ganzen: BayVGH, B.v. 28.10.2014 - 8 ZB 12.1938 - juris Rn. 14; B.v. 4.10.2011 - 8 ZB 11.210 - juris Rn. 12 f.;… B.v. 9.5.2006 - 8 ZB 05.1473 - juris Rn. 5;… U.v. 12.12.2000 - 8 B 99.3111 - BayVBl 2001, 468 - juris Rn. 55;… U.v. 15.9.1999 - 8 B 97.1349 - juris Rn. 41;… U.v. 3.12.1996 - 8 B 96.1086 - BayVBl 1997, 372 - juris Rn. 19;… U.v. 15.5.1990 - 8 B 86.558 - juris Rn. 21;… VG Augsburg, U.v. 6.2.2013 - Au 6 K 12.1287 - Rn. 36 f.).
Dies dient nicht nur dem Schutz des privaten Grundstückseigentümers, dem die Widmung seine privatrechtlichen Eigentümerbefugnisse entzieht oder entwertet (vgl. Art. 6 Abs. 5 BayStrWG), sondern auch dem Schutz des zuständigen Straßenbaulastträgers, da so verhindert wird, dass ihm Straßenbaulasten gemäß Art. 9 BayStrWG aufgedrängt werden, denen er in Wirklichkeit nicht unterliegt (BayVGH, B.v. 4.10.2011 - 8 ZB 11.210 - juris).
Inwieweit er die Eigenschaft einer öffentlichen Straße erhält, wird jedoch allein durch den Umfang der Widmung, d.h. räumlich durch die in Bezug genommenen Grundstücksflächen bestimmt (BayVGH, B.v. 4.10.2011 - 8 ZB 11.210 - juris).
Art. 6 BayStrWG hat sich für das Modell der förmlichen, ausdrücklichen Widmung entschieden (BayVGH, B.v. 4.10.2011 - 8 ZB 11.210 - juris).
Gleiches gilt im Übrigen auch für die Widmung einer Straße, so dass in aller Regel nur diejenigen Straßenbestandteile erfasst werden, die sich auf Grundstücken befinden, deren Flurnummer in der Widmungsverfügung ausdrücklich aufgeführt sind (BayVGH, B.v. 4.10.2011 - 8 ZB 11.210 - juris Rn. 12;… vgl. auch B.v. 9.2.2009 - 8 CS 08.3321 - juris Rn. 14).
Bei unklarem Verlauf eines Wegegrundstücks soll dadurch auch ein Hinausgreifen der Widmung auf nicht gewidmetes, also unbelastetes Privateigentum verhindert werden (vgl. BayVGH, B.v. 4.10.2011 - 8 ZB 11.210 - juris Rn. 12, m.w.N.; U.v. 15.7.1997 - 8 B 96.1539 - BayVBl 1997, 596), wie die Klägerin zutreffend ausführt.
Dies ist der Grund, warum die Rechtsprechung des Bayerischen Verwaltungsgerichtshofs - der sich die Kammer anschließt - seit jeher strenge Anforderungen an die Bestimmtheit der Widmung gestellt hat, die über die Anforderungen des Art. 37 Abs. 1 BayVwVfG hinausgehen (vgl. BayVGH, B.v. 4.10.2011 - 8 ZB 11.210 - juris, m.w.N.).
Art. 6 BayStrWG hat sich für das Modell der förmlichen ausdrücklichen Widmung entschieden (vgl. BayVGH, B.v. 4.10.2011 - 8 ZB 11.210 - juris).
Eine Widmung nach Art. 6 Abs. 1 BayStrWG erfasst in aller Regel nur diejenigen Bestandteile einer Straße, die sich auf Grundstücken befinden, deren Flurnummern in der Widmungsverfügung ausdrücklich aufgeführt sind (BayVGH, U. v. 04.10.2011 - 8 ZB 11.210 - juris Rn. 12 m.w.N.).
Denn das Bayerische Straßen- und Wegegesetz kennt nur eine förmliche, hingegen keine konkludente Widmung (…BayVGH, B. v. 28.10.2014 - 8 ZB 12.1938 - juris Rn. 14; B. v. 4.10.2011 - 8 ZB 11.210 - juris Rn. 13).
Eine faktische oder konkludente Widmung gibt es nach Bayerischem Straßen- und Wegerecht nicht (vgl. BayVGH, B.v. 4.10.2011 - 8 ZB 11.210 - juris Rn. 12 f.).
Wie die Kammer bereits in der mündlichen Verhandlung unter Bezugnahme auf die ständige Rechtsprechung des Bayerischen Verwaltungsgerichtshofs (vgl. zuletzt BayVGH vom 04.10.2011 Az. 8 ZB 11.210 ) dargelegt hat, regelt das Bayerische Straßen- und Wegegesetz gemäß Art. 1 Satz 1 BayStrWG die Rechtsverhältnisse an den dem öffentlichen Verkehr gewidmeten Straßen, Wegen und Plätzen (öffentliche Straßen).
Etwas anderes lässt sich weder dem Wortlaut noch dem Sinn und Zweck der einschlägigen Vorschriften entnehmen (vgl. BayVGH vom 04.10.2011 Az. 8 ZB 11.210 ).
Nach ständiger Rechtsprechung des Senats (…vgl. BayVGH, U.v. 15.10.1991 - 8 B 89.1631 - juris Rn. 29; U.v. 3.12.1996 - 8 B 96.1086 - VGH n.F. 50, 64/65 f.; B.v. 4.10.2011 - 8 ZB 11.210 - juris Rn. 9) ist nicht jede bauliche Anlage, welche die technischen Merkmale etwa einer Stützmauer erfüllt und in räumlichem Zusammenhang mit einer Straße steht, ohne Weiteres als Straßenbestandteil im Sinn von Art. 2 Nr. 1 Buchst. a BayStrWG einzustufen.
In der Rechtsprechung des Senats ist anerkannt, dass die Widmung ihre Rechtswirkungen regelmäßig nur für solche Grundstücke entfaltet, deren Flurnummern in der Widmungsverfügung ausdrücklich aufgeführt sind (…BayVGH, B.v. 15.3.2017 - 8 ZB 15.1610 - juris Rn. 11; B.v. 4.10.2011 - 8 ZB 11.210 - juris Rn. 12).
VG München, 14.02.2017 - M 2 K 16.5378
Grundsatz der Elastizität der Widmung und rechtswidriger …

References: Art. 6
 Art. 37
 Art. 6
 Art. 9

Art. 6
 Art. 37

Art. 6
 Art. 6
 Art. 1
 Art. 2