Source: http://www.wedebruch.de/gesetze/landbw/boaanl.htm
Timestamp: 2018-01-24 01:47:39+00:00

Document:
Baden-Württemberg auf Wedebruch.de: Anlagen B, C, G, H zur BOA [Verordnung über den Bau und Betrieb von Anschlußbahnen]
2. Fortsetzungsseite zur BOA Baden-Württemberg
[Anlagen B, C, G, H]
Regellichtraum in der Geraden.
Freizuhaltender Raum für regelspurige Güterwagen bei Beförderung auf Rollböcken bzw. -wagen
[ Grafische Darstellungen nicht aufgenommen ]
Anlage A'
Regellichtraum in der Geraden für Bügelstromabnehmer bei 1,5 kV Nennspannung
[ Grafische Darstellung nicht aufgenommen ]
(zu § 8 Absatz 2 und 4)
Vergrößerung und Verkleinerung der halben Breitenmaße des lichten Raumes
1. Erforderliche Vergrößerung bei Regelspur in Bogen mit Halbmessern unter 250 m
(§ 8 Absatz 2 Nr. 1)
Erforderliche Vergrößerung der halben Breitenmaße
des Regellichtraums an der
des Raumes für den Durchgang der Stromabnehmer
Bogeninnenseite
Bogenaußenseite
225 25 30 10
200 50 65 20
190 65 80 25
180 80 100 30
150 135 170 50
120 335 365 80
100 530 570 110
Zwischenwerte dürfen geradlinig eingeschaltet werden.
2. Erforderliche Vergrößerung bei Schmalspur ohne Rollfahrzeugbetrieb in Bogen mit Halbmessern unter 5000 m
(§ 8 Absatz 2 Nr. 2.)
Erforderliche Vergrößerung der halben Breitenmaße des lichten Raumes an der
5000 20 20
500 25 25
400 30 30
60 150 105
50 185 135
40 240 175
3. Zulässige Verkleinerung in der Geraden und in Bogen mit Halbmessern über 250 m
(§ 8 Absatz 4 Nr. 1)
Es dürfen verkleinert werden
a) die halben Breitenmaße des Regellichtraumes der Regelspur im Höhenbereich von 380 mm und mehr über Schienenoberkante, wenn die Spurweite das Maß von 1445 mm nicht überschreitet, wie folgt:
zulässige Verkleinerung
bis 2000 15
unter 2000 bis 1500 10
unter 1500 bis 500 5
unter 500 bis 250 0
b) die halben Breitenmaße des Raumes für den Durchgang der Stromabnehmer wie folgt:
8 100 *)
bis 1500 60
unter 1500 bis 600 40
unter 600 bis 500 30
unter 500 bis 400 20
unter 400 bis 300 10
unter 350 bis 250 0
*) Im Höhenbereich von 5.300 mm über Schienenoberkante und weniger darf die zulässige Verkleinerung in der Geraden nicht mehr als 90 mm betragen.
4. Zulässige Verkleinerung bei Festlegung des Gleises und bei Gegenständen, die in fester Verbindung mit dem Gleis stehen
(§ 8 Abs. 4 Nr. 2)
a) Bei Regelspur dürfen die nach Nummer 1 und 3 vorgeschriebenen und zugelassenen Maße für die halben Breiten des Regellichtraumes und des Raumes für den Durchgang der Stromabnehmer bei bestehenden Anlagen um 30 mm verkleinert werden, wenn durch besondere Vorkehrungen dafür gesorgt ist, daß sich der vorgeschriebene Abstand des Gleises von den in Frage kommenden festen Bauteilen und mindestens auf 30 m Länge zu beiden Seiten dieser Bauteile nicht verringern kann.
Unter denselben Voraussetzungen dürfen die halben Breitenmaße des Regellichtraumes bei Bahnsteigen im Höhenbereich von 380 bis 760 mm und für Rampen im Höhenbereich von 380 bis 1120 mm auch bei Neubauten um 30 mm verkleinert werden.
b) Bei Schmalspur dürfen für Rampen, die an Gleisen mit Rollfahrzeugbetrieb dem Verladegeschäft mit Regelspurwagen dienen, die freizuhaltenden Seitenräume verkleinert werden.
(zu § 9 Absatz 4)
Vergrößerung und Verkleinerung des Gleisabstandes.
1. Regelspur
a) Erforderliche Vergrößerung in Bogen mit Halbmessern unter 250 m.
erforderliche Vergrößerung
b) Zulässige Verkleinerung in der Geraden und in Bogen mit Halbmessern über 250 m.
Wenn die Spurweite das Maß von 1445 mm nicht überschreitet, dürfen die Gleisabstände wie folgt verkleinert werden:
bis 2000 30
unter 2000 bis 1500 20
unter 1500 bis 500 10
2. Schmalspur
a) In Bogen mit Halbmessern von 5000 m und weniger sind die Gleisabstände um die Maße zu vergrößern, die sich aus der Anlage B Nr. 2 ergeben.
b) Die Gleisabstände zwischen Regelspur und Schmalspur ohne Rollfahrzeugbetrieb sind in Bogen um die Summe der Maße zu vergrößern, die sich aus Anlage B Nr. 1 und 2 ergeben.
c) Die Gleisabstände nach Anlage C Nr. 2 Buchst. B dürfen, wenn die Spurweite des Regelspurgleises das Maß von 1445 mm nicht überschreitet, wie folgt verringert werden:
Bogenhalbmesser des Regelspurgleises
Räder der Regelspur und der Schmalspur
(zu § 15 Absatz 2)
Räder mit kleinerem Laufkreisdurchmesser als 840 mm
Fahrzeuge mit Rädern, deren Laufkreisdurchmesser kleiner als 840 mm ist, müssen beim Befahren von Kreuzungen und Weichen mindestens die gleiche Sicherheit gegen Abirren in die falsche Spurrille und gegen Anfahren der Herzstückspitzen bieten wie Fahrzeuge mit Rädern, deren Laufkreisdurchmesser 840 mm oder mehr beträgt.
Die Bedingung nach Nummer 1 gilt bei nachstehenden Voraussetzungen als erfüllt:
Der Laufkreisdurchmesser darf kleiner als 840 mm, aber - auch im abgenutzten Zustand - nicht kleiner als 600 mm sein, wenn die Spurkränze nach Anlage E Bild 3 ausgeführt sind. Für kleinere Laufkreisdurchmesser als 680 mm müssen außerdem die Bedingungen des Buchstaben b eingehalten werden.
Ist der Laufkreisdurchmesser kleiner als 680 mm, aber - auch im abgenutzten Zustand - nicht kleiner als 600 mm, so müssen Drehgestelle mit zwei oder mehr Achsen mit mindestens 1200 mm Achsstand verwendet werden und Endradsätze jedes Drehgestells längs und quer fest gelagert sein.
Abweichungen von den Spurkranzmaßen nach Anlage E Bild 3 sind zulässig, wenn die Bedingung nach Nummer 1 erfüllt ist.
(zu § 29 Absatz 2 und § 30 Absatz 3)
Anzuwendende Signale
Hinweis: Zu den Signalen sind grafische Darstellungen bekannt gegeben; diese sind hier nicht aufgenommen. Der Satzspiegel hinsichtlich der Tages- und Nachtzeichenbeschreibung erfolgt im Originaltext spalten-, nicht zeilenweise.
Der Triebwagenführer hat im Bedarfsfall folgende Signale zu geben:
Mehrmals drei kurze Töne schnell hintereinander.
Das Signal bedeutet: Es ist etwas Außergewöhnliches geschehen. Bremsen! Hilfe leisten!
Die Signale zur Ausführung von Fahrbewegungen sind gleichzeitig mit der Mundpfeife oder dem Horn und mit einem Arm - bei Signal "Aufdrücken" mit beiden Armen - zu geben, bei Dunkelheit unter Verwendung der Laterne. Diese Signale gelten bereits, wenn sie nur sichtbar aufgenommen werden. Signal "Halt" gilt jedoch bereits, wenn es nur hörbar oder nur sichtbar wahrgenommen wird.
Als Signale nach Nr. 2 werden gegeben:
Tageszeichen: Senkrechte Bewegung des Armes von oben nach unten.
Nachtzeichen: Senkrechte Bewegung der Laterne von oben nach unten.
Das Signal bedeutet: Das Triebfahrzeug soll in Richtung von Signalgeber wegfahren.
B. Herbeikommen
Tageszeichen Langsame waagerechte Bewegung des Armes hin und her.
Nachtzeichen Langsame waagerechte Bewegung der Laterne hin und her.
Das Signal bedeutet: Das Triebfahrzeug soll in Richtung auf den Signalgeber zufahren.
Wenn nach dem Standort des Signalgebers Zweifel über die beabsichtigte Bewegungsrichtung entstehen können, so ist der Auftrag mündlich zu geben oder die Richtung anzuzeigen.
Tageszeichen: Beide Arme in Schulterhöhe nach vorn heben und die flach ausgestreckten Hände wiederholt einander nähern.
Nachtzeichen: Wie am Tage, in der einen Hand eine Laterne.
Das Signal bedeutet: Das Triebfahrzeug soll Fahrzeuge zum An- oder Abkuppeln aufdrücken.
Tageszeichen: Zweimal eine waagerechte Bewegung des Armes vom Körper nach außen und eine schnelle Bewegung nach unten.
Nachtzeichen: Zweimal eine waagerechte Bewegung der Laterne vom Körper nach außen und eine schnelle Bewegung nach unten.
Das Signal bedeutet: Das Triebfahrzeug soll Fahrzeuge abstoßen.
Tageszeichen: Kreisförmige Bewegung des Armes.
Nachtzeichen: Kreisförmige Bewegung der Laterne.
Das Signal bedeutet: Das Triebfahrzeug soll anhalten.
Tageszeichen: Hochhalten eines Armes.
Nachtzeichen: Hochhalten der Laterne.
Das Signal bedeutet: Das Triebfahrzeug soll seine Geschwindigkeit vermindern.
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