Source: http://jugendamtwatch.blogspot.de/2013/02/schutz-von-ehe-und-familie.html
Timestamp: 2018-01-20 10:55:44+00:00

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Der sachliche Schutzbereich des Art. 6 Abs. 1 GG ist nach der Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts die „auf Dauer angelegte, in der rechtlich vorgesehenen Form geschlossene, grundsätzlich unauflösliche Lebensgemeinschaft von Mann und Frau.“ Lediglich die monogame Beziehung verschiedengeschlechtlicher Paare fällt demnach in den Schutzbereich des Art. 6 GG, was aus der Funktion als Vorstufe der Familie folgt. Entgegen der Annahme vieler in der Gesellschaft ist der Begriff der Ehe in der Kommentierung und in der Urform der Schaffung des Art. 6 nicht grundsätzlich geregelt. Es wird die Form einer Bindung, die als Keimzelle für Nachwuchs der deutschen Gesellschaft verstanden wird, steuerlich und andersweitig gefördert.
Familie ist die Gemeinschaft der Eltern mit ihren Kindern („Kleinfamilie“). Der Begriff der Familie ist also faktisch gemeint – er liegt auch vor bei unverheirateten Paaren mit gemeinsamem oder nicht gemeinsamem Kind sowie Elternteilen mit Kind. Die Ehegatten als solche bilden dagegen noch keine Familie. Auf Hilfen zur Förderung der Erziehung in der Familie besteht Anspruch (siehe § 16 bis § 21 SGB VIII; z. B. § 17 SGB VIII).
Freie Entscheidung über die Aufgabenverteilung in der Ehe
Art. 6 Abs. 1 GG wird nach heutiger Verfassungsinterpretation als Abwehrrecht gegen staatliche Eingriffe in die private Lebensgestaltung aufgefasst; er garantiert das Recht der Ehepartner, selbst und ohne staatliche Einflussnahme bestimmen zu können, wie sie zusammenleben und wie sie Berufstätigkeit, Kindererziehung und familiäre Aufgaben untereinander aufteilen.[5] Der Staat muss deshalb Regelungen vermeiden, die geeignet sind, in die freie Entscheidung der Ehegatten über ihre Aufgabenverteilung in der Ehe einzugreifen[6][7][8] Er darf nicht grundsätzlich verbieten, dass die Eheleute den Geburtsnamen der Frau zum Ehenamen bestimmen.[7] In Verbindung mit dem Gleichbehandlungsgebot nach Art. 3 Abs. 1 GG verbietet Art. 6 Abs. 1 GG, dass die Alleinverdiener- und die Doppelverdienerehe ohne sachlichen Grund ungleich behandelt werden, indem etwa bei der Sozialversicherung gesetzliche Regelungen getroffen werden, die in der gesellschaftlichen Wirklichkeit die Hausfrauenehe begünstigen.[9]
Schutz und Fürsorge für Mütter
Gleichstellung des Kindes unabhängig vom Personenstand der Eltern
↑ Bundesverfassungsgericht, Urteil des Ersten Senats vom 12. März 1975 – 1 BvL 15/71 u. a. – (Hinterbliebenenrente), BVerfGE 39, 169 [183].
↑ a b Bundesverfassungsgericht, Beschluss des Ersten Senats vom 31. Mai 1978 – 1 BvR 683/77 – (Familiennamen), BVerfGE 48, 327 [338].
↑ Bundesverfassungsgericht, Beschluß des Ersten Senats vom 10. Januar 1984 – 1 BvL 5/83 – (Unterhalt III), BVerfGE 66, 84 [93].
↑ Bundesverfassungsgericht, Urteil des Ersten Senats vom 17. November 1992 – 1 BvL 8/87 – (Arbeitslosenhilfe), BVerfGE 87, 234 [258].
http://de.wikipedia.org/wiki/Schutz_von_Ehe_und_Familie
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References: Art. 6
 Art. 6
 Art. 6
 § 16
 § 21
 § 17

Art. 6
 Art. 3
 Art. 6