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Timestamp: 2013-05-19 15:18:12+00:00

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DGUV Vorschrift 2 (BG Bau): Betriebsärzte und Fachkräfte für Arbeitssicherheit, Titel
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DGUV Vorschrift 2 (BG Bau): Betriebsärzte und Fachkräfte für Arbeitssicherheit, § Inhalt
Erstes KapitelAllgemeine Vorschriften
Arbeitsmedizinische Fachkunde
Zweites KapitelÜbergangsbestimmungen
Drittes KapitelIn-Kraft-Treten und Außer-Kraft-Treten
(Zu § 2Abs.2)
Betriebsärztliche und sicherheitstechnische Regelbetreuung in Betrieben mit bis zu 10 Beschäftigten
(Zu § 2Abs.3)
Betriebsärztliche und sicherheitstechnische Regelbetreuung in Betrieben mit mehr als 10 Beschäftigten
(Zu § 2Abs.4)
Alternative bedarfsorientierte betriebsärztliche und sicherheitstechnische Betreuung in Betrieben mit bis zu 50 Beschäftigten
Alternative bedarfsorientierte betriebsärztliche und sicherheitstechnische Betreuung in Betrieben mit bis zu 10 Beschäftigten durch Kompetenzzentren
Hinweise zur Bestellung und zum Tätigwerden der Betriebsärzte und Fachkräfte für Arbeitssicherheit
Branchenspezifische Themen der Ausbildung von Fachkräften für Arbeitssicherheit
Aufgabenfelder der Grundbetreuung und Beschreibung möglicher Aufgaben
Betriebsspezifischer Teil der Betreuung
1) Die Anhänge 1 bis 4 enthalten keine rechtsverbindlichen Regelungen
DGUV Vorschrift 2 (BG Bau): Betriebsärzte und Fachkräfte für Arbeitssicherheit, § 1 Geltungsbereich
Diese Unfallverhütungsvorschrift bestimmt näher die Maßnahmen, die der Unternehmer zur Erfüllung der sich aus dem Gesetz über Betriebsärzte, Sicherheitsingenieure und andere Fachkräfte für Arbeitssicherheit (Arbeitssicherheitsgesetz) ergebenden Pflichten zu treffen hat.
DGUV Vorschrift 2 (BG Bau): Betriebsärzte und Fachkräfte für Arbeitssicherheit, § 2 Bestellung
§ 2Bestellung
(1) Der Unternehmer hat Betriebsärzte und Fachkräfte für Arbeitssicherheit zur Wahrnehmung der in den §§ 3
des Arbeitssicherheitsgesetzes bezeichneten Aufgaben schriftlich nach Maßgabe der nachfolgenden Bestimmungen zu bestellen. Der Unternehmer hat dem Unfallversicherungsträger auf Verlangen nachzuweisen, wie er die Verpflichtung nach Satz 1 erfüllt hat.
(2) Bei Betrieben mit bis zu 10 Beschäftigten richtet sich der Umfang der betriebsärztlichen und sicherheitstechnischen Betreuung nach Anlage 1
(3) Bei Betrieben mit mehr als 10 Beschäftigten gelten die Bestimmungen nach Anlage 2
(4) Abweichend von Abs. 2
kann der Unternehmer nach Maßgabe von Anlage 4
ein alternatives Betreuungsmodell durch Kompetenzzentren wählen, wenn er aktiv in das Betriebsgeschehen eingebunden ist und die Zahl der Beschäftigten bis zu 10 beträgt. Abweichend von Abs. 3
kann der Unternehmer nach Maßgabe von Anlage 3
ein alternatives Betreuungsmodell wählen, wenn er aktiv in das Betriebsgeschehen eingebunden ist und die Zahl der Beschäftigten bis zu 50 beträgt.
(5) Bei der Berechnung der Zahl der Beschäftigten sind jährliche Durchschnittszahlen zugrunde zu legen; bei der Berechnung des Schwellenwertes in den Absätzen 2
findet die Regelung des § 6 Abs. 1 Satz 4
des Arbeitsschutzgesetzes entsprechende Anwendung.
(6) Der Unfallversicherungsträger kann im Einzelfall im Einvernehmen mit der nach § 12
Arbeitssicherheitsgesetz zuständigen Behörde Abweichungen von den Absätzen 2
zulassen, soweit im Betrieb die Unfall- und Gesundheitsgefahren vom Durchschnitt abweichen und die abweichende Festsetzung mit dem Schutz der Beschäftigten vereinbar ist. Als Vergleichsmaßstab dienen Betriebe der gleichen Art.
DGUV Vorschrift 2 (BG Bau): Betriebsärzte und Fachkräfte für Arbeitssicherheit, § 3 Arbeitsmedizinische Fachkunde
§ 3Arbeitsmedizinische Fachkunde
Der Unternehmer kann die erforderliche arbeitsmedizinische Fachkunde als gegeben ansehen bei Ärzten, die nachweisen, dass sie berechtigt sind,
die Gebietsbezeichnung „Arbeitsmedizin“oder
die Zusatzbezeichnung „Betriebsmedizin“
DGUV Vorschrift 2 (BG Bau): Betriebsärzte und Fachkräfte für Arbeitssicherheit, § 4 Sicherheitstechnische Fachkunde
§ 4Sicherheitstechnische Fachkunde
(1) Der Unternehmer kann die erforderliche sicherheitstechnische Fachkunde von Fachkräften für Arbeitssicherheit als nachgewiesen ansehen, wenn diese den in den Absätzen 2
festgelegten Anforderungen genügen.
berechtigt sind, die Berufsbezeichnung „Ingenieur“ zu führen oder einen Bachelor- oder Masterabschluss der Studienrichtung Ingenieurwissenschaften erworben haben,
Sicherheitsingenieure, die auf Grund ihrer Hochschul-/Fachhochschulausbildung berechtigt sind, die Berufsbezeichnung „Sicherheitsingenieur“ zu führen und eine einjährige praktische Tätigkeit als Ingenieur ausgeübt haben, erfüllen ebenfalls die Anforderungen. (3) In der Funktion als Sicherheitsingenieur können auch Personen tätig werden, die über gleichwertige Qualifikationen verfügen.
(6) Der Ausbildungslehrgang nach den Absätzen 2
umfasst die Ausbildungsstufe I (Grundausbildung), Ausbildungsstufe II (Vertiefende Ausbildung), Ausbildungsstufe III (Bereichsbezogene Ausbildung) und das begleitende Praktikum. Bestandteile der Ausbildungsstufe III sind die nachfolgenden Rahmenthemen:
Erstellung, Instandhaltung und Beseitigung von baulichen Einrichtungen und
DGUV Vorschrift 2 (BG Bau): Betriebsärzte und Fachkräfte für Arbeitssicherheit, § 5 Bericht
§ 5Bericht
Der Unternehmer hat die gemäß § 2
dieser Unfallverhütungsvorschrift bestellten Betriebsärzte und Fachkräfte für Arbeitssicherheit zu verpflichten, über die Erfüllung der übertragenen Aufgaben regelmäßig schriftlich zu berichten. Die Berichte sollen auch über die Zusammenarbeit der Betriebsärzte und Fachkräfte für Arbeitssicherheit Auskunft geben.
DGUV Vorschrift 2 (BG Bau): Betriebsärzte und Fachkräfte für Arbeitssicherheit, § 6 Übergangsbestimmungen
§ 6Übergangsbestimmungen
(1) Der Unternehmer kann abweichend von § 3
davon ausgehen, dass Ärzte über die erforderliche Fachkunde verfügen, wenn sie
(2) Der Nachweis der Fachkunde nach § 4 Abs. 2
gilt als erbracht, wenn eine Fachkraft für Arbeitssicherheit im Zeitpunkt des Inkrafttretens dieser Unfallverhütungsvorschrift als solche tätig ist und die Fachkundevoraussetzungen der Unfallverhütungsvorschrift „Fachkräfte für Arbeitssicherheit“ (BGV A6) in
ihrer jeweiligen letzen Fassung [siehe dazu UVV Bauwirtschaft (BGV A 10) in
der Fassung vom 01.06.2005] vorliegen.
DGUV Vorschrift 2 (BG Bau): Betriebsärzte und Fachkräfte für Arbeitssicherheit, § 7 In-Kraft-Treten und Außer-Kraft-Treten
§ 7In-Kraft-Treten und Außer-Kraft-Treten
Diese Unfallverhütungsvorschrift tritt am 1. Januar 2011 in Kraft. Gleichzeitig
tritt die Unfallverhütungsvorschrift Betriebsärzte und Fachkräfte für Arbeitssicherheit
(BGV A2) vom 1. Januar 2007 in der Fassung vom 1. Januar 2009
Die Vertreterversammlung der Berufsgenossenschaft der Bauwirtschaft hat in ihrer
Sitzung am 02.12.2010 die Unfallverhütungsvorschrift "Betriebsärzte und Fachkräfte
für Arbeitssicherheit" (DGUV Vorschrift 2) beschlossen.
Genehmigt durch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales am 17.12.2010 unter
Gesch.-Z.: III b1  36051-37
DGUV Vorschrift 2 (BG Bau): Betriebsärzte und Fachkräfte für Arbeitssicherheit, Anlage 1
(zu § 2 Abs. 2
Wesentliche Grundlage von Art und Umfang der betriebsärztlichen und sicherheitstechnischen
Betreuung sind die im Betrieb vorliegenden Gefährdungen für Sicherheit und Gesundheit
der Beschäftigten sowie die Aufgaben gemäß den §§ 3
bzw. 6
Arbeitssicherheitsgesetz.
Der Umfang der zu erbringenden betriebsärztlichen und sicherheitstechnischen Betreuung
besteht in der Durchführung von Grundbetreuungen und anlassbezogenen Betreuungen im Betrieb bzw. auf Baustellen. Sie
können kombiniert werden.
Bei der Grundbetreuung muss der Sachverstand von Betriebsärzten und Fachkräften für Arbeitssicherheit
einbezogen werden. Dies kann dadurch geschehen, dass der Erstberatende
den Sachverstand des jeweils anderen Sachgebietes hinzuzieht.
Die Grundbetreuung wird bei maßgeblicher Änderung der Arbeitsverhältnisse, spätestens aber nach 2 Jahren wiederholt.
Die Gefährdungsbeurteilung besteht aus einer systematischen Feststellung und Bewertung
von relevanten Gefährdungen der Beschäftigten. Aus der Gefährdungsbeurteilung sind entsprechende
Arbeitsschutzmaßnahmen abzuleiten. Die Gefährdungsbeurteilung und die
Maßnahmen sind auf ihre Wirksamkeit zu überprüfen und erforderlichenfalls an sich ändernde
Der Unternehmer ist verpflichtet, sich bei besonderen Anlässen durch einen Betriebsarzt
oder eine Fachkraft für Arbeitssicherheit mit branchenbezogener Fachkunde in Fragen der
Sicherheit und des Gesundheitsschutzes betreuen zu lassen.
Besondere Anlässe für eine Betreuung durch den Betriebsarzt und die Fachkraft für Arbeitssicherheit
können unter anderem sein die
Einführung neuer Arbeitsstoffe bzw. Gefahrstoffe, die ein erhöhtes Gefährdungspotenzial
zur Folge haben,
Beratung der Beschäftigten über besondere Unfall- und Gesundheitsgefahren bei der
Ein weiterer Anlass für das Tätigwerden einer Fachkraft für Arbeitssicherheit kann unter anderem
Durchführung sicherheitstechnischer Überprüfungen und Beurteilungen von Anlagen,
Arbeitssystemen und Arbeitsverfahren,
die Erforderlichkeit der Durchführung arbeitsmedizinischer Vorsorgeuntersuchungen,
Beurteilungen und Beratungen,
Allgemeine arbeitsmedizinisch-toxikologische Beratungen nach § 14 Abs. 3 Gefahrstoffverordnung,
Suchterkrankungen, die ein gefährdungsfreies Arbeiten beeinträchtigen; psychosoziale Fehlbelastungen,
Fragen des Arbeitsplatzwechsels sowie der Eingliederung und Wiedereingliederung behinderter
Menschen und der (Wieder-) Eingliederung von Rehabilitanden,
Der Betrieb muss über angemessene und aktuelle Unterlagen verfügen, aus denen das Ergebnis
der Gefährdungsbeurteilung, die abgeleiteten Maßnahmen und das Ergebnis der
Überprüfung ersichtlich sind. Solche Unterlagen können auch Berichte nach § 5
dieser Unfallverhütungsvorschrift
Ergänzend zur Grundbetreuung können anlassbezogene Beratungen zu spezifischen Fachthemen
im Einzelfall auch durch Personen mit spezieller anlassbezogener Fachkunde
erbracht werden, die nicht über eine Qualifikation als Betriebsarzt bzw. Fachkraft für Arbeitssicherheit
verfügen. Dies kann beispielsweise für Beratungen im Zusammenhang mit
Lärmminderungs-, Brandschutz- und Lüftungsmaßnahmen zutreffen. Eine Kombination mit
der Grundbetreuung ist in diesen Fällen nicht zulässig.
Unternehmer können sich zur gemeinsamen Nutzung betriebsärztlicher und sicherheitstechnischer
Regelbetreuung zusammenschließen, soweit die Möglichkeiten zur Organisation im
Betrieb nicht ausreichen.
Die Beschäftigten sind über die Art der praktizierten betriebsärztlichen und sicherheitstechnischen
Betreuung zu informieren und darüber in Kenntnis zu setzen, welcher Betriebsarzt
und welche Fachkraft für Arbeitssicherheit anzusprechen ist.
DGUV Vorschrift 2 (BG Bau): Betriebsärzte und Fachkräfte für Arbeitssicherheit, Anlage 2
(zu § 2 Abs. 3
Grundlagen von Art und Umfang der betriebsärztlichen und sicherheitstechnischen Betreuung
sind die im Betrieb vorliegenden Gefährdungen für Sicherheit und Gesundheit der Beschäftigten
sowie die Aufgaben gemäß den §§ 3
Die betriebsärztliche und sicherheitstechnische Betreuung besteht aus der Grundbetreuung
und dem betriebsspezifischen Teil der Betreuung. Grundbetreuung und betriebsspezifische
Betreuung bilden zusammen die Gesamtbetreuung.
Der Unternehmer hat die Aufgaben der Betriebsärzte und Fachkräfte für Arbeitssicherheit entsprechend
den betrieblichen Erfordernissen unter Mitwirkung der betrieblichen Interessenvertretung
(z.B. entsprechend Betriebsverfassungsgesetz) sowie unter Verweis auf § 9 Abs. 3
Arbeitssicherheitsgesetz zu ermitteln, aufzuteilen und mit ihnen schriftlich zu vereinbaren.
Die Aufgaben der in allen Betrieben anfallenden Grundbetreuung nach Abschnitt 2
näher erläutert. Maßgeblich für die Bemessung des Betreuungsumfangs der Grundbetreuung sind die für alle Betriebe geltenden Einsatzzeiten gemäß Abschnitt 2
Zweiter Bestandteil der Gesamtbetreuung ist der betriebsspezifische Teil, dessen Aufgaben
nach Abschnitt 3
in Anhang 4
näher erläutert werden. Relevanz und Umfang des betriebsspezifischen
Teils der Betreuung werden durch den Unternehmer gemäß Abschnitt 3
und regelmäßig überprüft.
Der Unternehmer hat sich durch Betriebsarzt und Fachkraft für Arbeitssicherheit bei der Festlegung
der Grundbetreuung und des betriebsspezifischen Teils der Betreuung beraten zu lassen.
Arbeitsmedizinische Vorsorgeuntersuchungen sind nicht auf die Einsatzzeiten der Grundbetreuung
anzurechnen, sondern Bestandteil des betriebsspezifischen Teils der Betreuung.
Maßnahmen und Ergebnisse der Leistungserbringung sind im Rahmen der regelmäßigen
Berichte von Betriebsarzt und Fachkraft für Arbeitssicherheit nach § 5
Die Grundbetreuung weist drei Betreuungsgruppen auf, für die jeweils feste Einsatzzeiten als
Summenwerte für Betriebsarzt und Fachkraft für Arbeitssicherheit gelten. Die Betriebe sind
über ihre jeweilige Betriebsart den Betreuungsgruppen gemäß Abschnitt 4
zugeordnet. Für
die Grundbetreuung ist je nach Zuordnung in eine der drei Gruppen folgende Einsatzzeit in
Stunden pro Beschäftigtem/r und Jahr erforderlich:
Einsatzzeit (Std./Jahr pro Beschäftigtem/r)
Bei der Aufteilung der Zeiten auf Betriebsärzte und Fachkräfte für Arbeitssicherheit ist ein Mindestanteil
von 20% der Grundbetreuung, jedoch nicht weniger als 0,2 Std./Jahr pro
Beschäftigtem/r, für jeden Leistungserbringer anzusetzen.
Berücksichtung der Arbeitsschutzbelange in betrieblichen Prozessen
Allgemeine Beratung von Arbeitgebern und Führungskräften, betrieblichen Interessenvertretungen,
Beratung zu Rechtsgrundlagen, Stand der Technik und Arbeitsmedizin, wissenschaftlichen
Unterstützung bei der Erfüllung von Meldepflichten gegenüber den zuständigen Behörden
und Unfallversicherungsträgern
Dokumentation von Vorschlägen an den Arbeitgeber einschließlich Angabe des jeweiligen
Umsetzungsstandes
Teilnahme an Besprechungen der betrieblichen Beauftragten entsprechend §§ 9
Erfahrungsaustausch insbesondere mit den Unfallversicherungsträgern und den
zuständigen Behörden nutzen
Der Bedarf an betriebsspezifischer Betreuung wird vom Unternehmer in einem Verfahren
ermittelt, das die nachfolgend aufgeführten Aufgabenfelder sowie Auslöse- und Aufwandskriterien
berücksichtigt. Das Verfahren erfordert, dass der Unternehmer alle Aufgabenfelder
hinsichtlich ihrer Relevanz für die betriebsärztliche und sicherheitstechnische Betreuung
regelmäßig, insbesondere nach wesentlichen Änderungen, prüft. Die Aufgabenfelder sind:
Regelmäßig vorliegende betriebsspezifische Unfall- und Gesundheitsgefahren, Erfordernisse
zur menschengerechten Arbeitsgestaltung
Arbeitsgestaltung zur Vermeidung arbeitsbedingter Gesundheitsgefahren, Erhalt der
individuellen gesundheitlichen Ressourcen im Zusammenhang mit der Arbeit
Grundlegende Veränderungen zur Errichtung neuer Arbeitsplätze bzw. der Arbeitsplatzausstattung;
Planung, Neuerrichtung von Betriebsanlagen; Umbau, Neubaumaßnahmen
Grundlegende Veränderung betrieblicher Abläufe und Prozesse; grundlegende Veränderung
der Arbeitszeitgestaltung; grundlegende Änderung, Einführung neuer Arbeitsverfahren
Spezifische Erfordernisse zur Schaffung einer geeigneten Organisation zur Durchführung
der Maßnahmen des Arbeitsschutzes sowie der Integration in die Führungstätigkeit
und zum Aufbau eines Systems der Gefährdungsbeurteilung
Weiterentwicklung des für den Betrieb relevanten Stands der Technik und
Ein Verfahren zur Ermittlung der Betreuungsleistungen einschließlich der Anwendung der
Auslöse- und Aufwandskriterien ist in Anhang 4
näher erläutert. Die Ermittlung von Dauer und Umfang der betriebsspezifischen Betreuung beinhaltet die
Prüfung durch den Unternehmer, welche Aufgaben im Betrieb erforderlich sind und die Festlegung
des entsprechenden Personalaufwandes für die Aufgabenerledigung. Er hat auf der
Grundlage des ermittelten Personalaufwandes die Betreuungsleistung mit Betriebsarzt und
Fachkraft für Arbeitssicherheit festzulegen und schriftlich zu vereinbaren.
Die nachfolgende Tabelle weist die Zuordnung der Betriebe anhand des WZ-Schlüssels der
jeweiligen Betriebsart zu den Betreuungsgruppen der Grundbetreuung nach Abschnitt 2
aus. Auszug für die Berufsgenossenschaft Bauwirtschaft aus der Klassifikation
der Wirtschaftszweige, Ausgabe 2008 (WZ 2008).
Eine vollständige Liste mit den Angaben aller Unfallversicherungsträger wird bei der Deutschen
Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV) geführt.
WZ 2008 – Bezeichnung
Steinmetzmäßige Bearbeitung von Naturwerkstein
DGUV Vorschrift 2 (BG Bau): Betriebsärzte und Fachkräfte für Arbeitssicherheit, Anlage 3
(zu § 2 Abs. 4
Alternative bedarfsorientierte betriebsärztliche und sicherheitstechnische Betreuung in
Betrieben mit bis zu 50 Beschäftigten
Bei der Anwendung der alternativen bedarfsorientierten betriebsärztlichen und sicherheitstechnischen
Betreuung wird der Unternehmer zu Fragen der Sicherheit und des Gesundheitsschutzes
im Betrieb informiert und für die Durchführung der erforderlichen Maßnahmen
motiviert. Die alternative bedarfsorientierte betriebsärztliche und sicherheitstechnische
Betreuung besteht aus Motivations- und Informationsmaßnahmen, Fortbildungsmaßnahmen
und der Inanspruchnahme der bedarfsorientierten Betreuung.
Die Beschäftigten werden über die Art der praktizierten betriebsärztlichen und sicherheitstechnischen
Betreuung informiert und wissen, welcher Betriebsarzt und welche Fachkraft für
Arbeitssicherheit anzusprechen ist.
Die Informations- und Motivationsmaßnahmen umfassen insgesamt 24 Lehreinheiten in
Präsenz sowie 8 Lehreinheiten als Selbstlernmaßnahme inkl. Lernerfolgskontrollen. Sie
sind innerhalb von 3 Jahren zu absolvieren.
Eine entsprechende Vorbildung der Unternehmer kann durch die Berufsgenossenschaft
bei der Festlegung des Umfangs der Informations- und Motivationsmaßnahmen berücksichtigt
werden. Der Erwerb dieser Vorbildung sollte nicht länger als 5 Jahre zurückliegen.
Im Anschluss an die Informations- und Motivationsmaßnahmen nimmt der Unternehmer
im Abstand von höchstens 3 Jahren an von der Berufsgenossenschaft durchgeführten
oder von der Berufsgenossenschaft anerkannten Fortbildungsmaßnahmen teil; der
Umfang beträgt mindestens 8 Lehreinheiten.
Inhalte der Motivations- und Informationsmaßnahmen sind insbesondere:
die Integration des Arbeits- und Gesundheitsschutzes in die betrieblichen
die rechtliche Verantwortlichkeit der Unternehmer für den Arbeitsschutz,
die wirtschaftliche Bedeutung des Arbeitsschutzes,
die Umsetzung der Arbeitsschutzvorschriften im Betrieb anhand konkreter Beispiele,
das Erkennen von Belastungen und Gefährdungen des Arbeitnehmers bei der Arbeit
und deren Auswirkungen,
die Berücksichtigung von Belangen des Arbeitsschutzes bei der Planung von Neu-,
Ergänzungs- und Umbauten im Betrieb,
die Beurteilung von Maschinen, Betriebsanlagen, Arbeitsmitteln und -verfahren
anhand konkreter Beispiele unter sicherheitstechnischen und ergonomischen
spezielle Gefährdungen, z. B. durch Gefahrstoffe, Lärm und Vibration.
Nach dem Abschluss der Motivations- und Informationsmaßnahmen kann der Unternehmer
über die Notwendigkeit und das Ausmaß einer externen Betreuung selbst entscheiden. Eine
sachgerechte bedarfsorientierte betriebsärztliche und sicherheitstechnische Betreuung im
Betrieb erfolgt auf der Grundlage der Gefährdungsbeurteilung, die erforderlichenfalls unter
Einschaltung von Betriebsarzt und Fachkraft für Arbeitssicherheit mit branchenspezifischen
Kenntnissen durchgeführt wird.
Darüber hinaus ist der Unternehmer verpflichtet, sich bei besonderen Anlässen qualifiziert in
Fragen der Sicherheit und des Gesundheitsschutzes durch einen Betriebsarzt oder eine Fachkraft
für Arbeitssicherheit mit branchenbezogener Fachkunde betreuen zu lassen. Besondere
Anlässe für eine Betreuung durch den Betriebsarzt und die Fachkraft für Arbeitssicherheit
allgemeine arbeitsmedizinisch-toxikologische Beratungen nach § 14 Abs. 3
Anlassbezogene Beratungen zu spezifischen Fachthemen können im Einzelfall auch durch
Personen mit spezieller anlassbezogener Fachkunde erbracht werden, die nicht über eine
Qualifikation als Betriebsarzt bzw. Fachkraft für Arbeitssicherheit verfügen. Dies kann beispielsweise
für Beratungen im Zusammenhang mit Lärmminderungs-, Brandschutz- und
Lüftungsmaßnahmen zutreffen.
Im Betrieb sind die nachfolgend aufgeführten schriftlichen Nachweise zur Einsichtnahme
durch die zuständigen Aufsichtsorgane vorzuhalten
die Berichte nach § 5
dieser Unfallverhütungsvorschrift.
Erfüllt der Unternehmer seine Verpflichtungen im Rahmen der alternativen bedarfsorientierten
Betreuungsform nicht, unterliegt er mit seinem Betrieb der Regelbetreuung nach § 2 Abs. 3
dieser Unfallverhütungsvorschrift. DGUV Vorschrift 2 (BG Bau): Betriebsärzte und Fachkräfte für Arbeitssicherheit, Anlage 4
Betrieben mit bis zu 10 durch Kompetenzzentren
Als Voraussetzung für die Teilnahme am alternativen Betreuungsmodell der bedarfsorientierten
betriebsärztlichen und sicherheitstechnischen Betreuung durch Kompetenzzentren wird
der Unternehmer zu Fragen der Sicherheit und des Gesundheitsschutzes im Betrieb informiert
und für die Durchführung der erforderlichen Maßnahmen motiviert. Die alternative bedarfsorientierte
betriebsärztliche und sicherheitstechnische Betreuung besteht aus Motivationsund
Informationsmaßnahmen, und der Inanspruchnahme der bedarfsorientierten Betreuung.
Es können nur Kompetenzzentren gewählt werden, die von der Berufsgenossenschaft
der Bauwirtschaft anerkannt sind.
Die Motivations- und Informationsmaßnahmen umfassen 8 Lehreinheiten in Präsenz
sowie Selbstlernmaßnahmen inkl. Lernerfolgskontrollen.
Schwerpunktthemen sind insbesondere:
Arbeitsschutz als Führungsaufgabe und Unternehmensziel,
Grundlagen des Arbeits- und Gesundheitsschutzes,
Wirtschaftliche Aspekte des Arbeitsschutzes,
Branchenspezifische Gefährdungspotenziale und Probleme des Arbeitsschutzes,
Durchführung und Dokumentation von Gefährdungsbeurteilungen,
Verfahren zur Feststellung des betrieblichen Beratungsbedarfs.
Der Fortbildung dienen Veranstaltungsangebote der Kompetenzzentren sowie Fachinformationen
des Unfallversicherungsträgers.
über die Notwendigkeit und das Ausmaß einer externen Betreuung selbst entscheiden. Die
Betreuung der Betriebe erfolgt über Kompetenzzentren.
Eine sachgerechte bedarfsorientierte betriebsärztliche und sicherheitstechnische Betreuung
im Betrieb erfolgt auf der Grundlage der Gefährdungsbeurteilung. Zu deren Erstellung oder
Aktualisierung kann der Unternehmer sein zuständiges Kompetenzzentrum hinzuziehen.
Fragen der Sicherheit und des Gesundheitsschutzes durch das Kompetenzzentrum betreuen
zu lassen. Besondere Anlässe für eine Betreuung durch den Betriebsarzt und die Fachkraft
für Arbeitssicherheit können sein die
Ein weiterer Anlass für das Tätigwerden einer Fachkraft für Arbeitssicherheit kann sein die
Arbeitssystemen und Arbeitsverfahren
Weitere Anlässe für das Tätigwerden eines Betriebsarztes können sein
Suchterkrankungen, die ein gefährdungsfreies Arbeiten beeinträchtigen; psychosoziale Fehlbelastungen
das Vorliegen posttraumatischer Belastungszustände.
Betreuung informiert und wissen, welches Kompetenzzentrum anzusprechen ist.
Betreuungsform nicht, unterliegt er mit seinem Betrieb der Regelbetreuung nach § 2 Abs. 2
DGUV Vorschrift 2 (BG Bau): Betriebsärzte und Fachkräfte für Arbeitssicherheit, Anhang 1
(zu § 2
Bei Feststellung der Zahl der Beschäftigten zur Zuordnung der Betreuungsmodelle sind Teilzeitbeschäftigte
mit einer regelmäßigen wöchentlichen Arbeitszeit von nicht mehr als 20
Stunden mit 0,5 und nicht mehr als 30 Stunden mit 0,75 zu berücksichtigen.
Als Beschäftigte zählen auch Personen, die nach dem Arbeitnehmerüberlassungsgesetz im
Betrieb tätig sind.
In Heimarbeit Beschäftigte nach § 2 Abs. 2 Nr. 3 Arbeitsschutzgesetz
werden bei der Berechnung
der Einsatzzeiten nicht berücksichtigt. Gleiches gilt für Personen, die auf Grund von
Werkverträgen im Betrieb tätig werden (z.B. Fremdfirmenmitarbeiter).
Aufteilung der Einsatzzeiten der Grundbetreuung
Bei der Aufteilung der Einsatzzeiten der Grundbetreuung auf Betriebsärzte und Fachkräfte
für Arbeitssicherheit gemäß Anlage 2 Abschnitt 2 wird empfohlen:
pro Beschäftigtemund Jahr
Einsatzzeiten für regelmäßig vorliegende betriebsspezifische Unfall- und
Gesundheitsgefahren, Erfordernisse zur menschengerechten Arbeitsgestaltung
Für den betriebsspezifischen Teil der Betreuung gemäß Anlage 2 Abschnitt 3 Nummer 1
wird für Betriebe der steinmetzmäßigen Bearbeitung von Naturwerkstein  WZ 2008
Kode 23,72, Schiff- und Bootsbau  WZ 2008 Kode 30.1, Bau von Gebäuden  WZ 2008
Kode 41.2, Bau von Straßen  WZ 2008 Kode 42.11, Bau von Bahnverkehrsstrecken 
WZ 2008 Kode 42.12, Brücken- und Tunnelbau  WZ 2008 Kode 42.13, Rohrleitungstiefbau,
Brunnenbau und Kläranlagenbau  WZ 2008 Kode 42.21, Sonstiger Tiefbau 
WZ 2008 Kode 42.9, Abbrucharbeiten und vorbereitende Baustellenarbeiten  WZ 2008
Kode 43.1, Sonstiger Ausbau  WZ 2008 Kode 43.3 und Allgemeine Gebäudereinigung 
WZ 2008 Kode 81.21 eine Einsatzzeit von 0,4 Stunden pro Beschäftigtem/r und Jahr
empfohlen. Die Arbeitsmedizinische Vorsorge gemäß Aufgabenfeld 1.4 ist von dieser
Empfehlung ausgenommen, da Zeiten für die arbeitsmedizinische Vorsorge nicht pauschal
kalkuliert werden können. Der Bedarf für die arbeitsmedizinische Vorsorge ist
zusätzlich betriebsindividuell zu ermitteln.
0,1 Std.
* Die Zeiten für arbeitsmedizinische Vorsorge nach Aufgabenfeld 1.4 sind zusätzlich zu erbringen.
Ein Betrieb im Sinne dieser Unfallverhütungsvorschrift ist eine geschlossene Einheit, die
durch organisatorische Eigenständigkeit mit eigener Entscheidungscharakteristik geprägt ist.
Die Eingruppierung eines Betriebs in eine Betreuungsgruppe nach Anlage 2
Berücksichtigung des jeweiligen Betriebszweckes, aber nicht nach Tätigkeiten. Die nachfolgenden Beispiele verdeutlichen die Zuordnung von Betrieben zu ihren jeweiligen
Betreuungsgruppen und die Berechnung der Einsatzzeit für die Grundbetreuung.
Anhang zu § 2 Abs. 3 i.V.m. Anlage 2 Abschnitt 2 und Abschnitt 4
Beispiel 1: Grundbetreuung eines Bauunternehmens
WZ 2008 – Bezeichung
BA und Sifa
(Stunden pro
Beschäftigtem/r)
Einsatzzeit der Grundbetreuung
Beispiel 2: Grundbetreuung eines Reinigungsunternehmens
DGUV Vorschrift 2 (BG Bau): Betriebsärzte und Fachkräfte für Arbeitssicherheit, Anhang 2
(zu § 4
Die Ausbildungslehrgänge werden nach den Grundsätzen gestaltet, die das frühere BMA mit
Schreiben vom 29. Dezember 1997 an die Träger der gesetzlichen Unfallversicherung im
Rahmen der Fachaufsicht festgelegt hat.
Fachkräfte für Arbeitssicherheit, die einen Ausbildungslehrgang mit Erfolg abgeschlossen haben,
der nach den Grundsätzen gestaltet war, die das BMA mit Fachaufsichtsschreiben vom
2. Juli 1979 festgelegt hatte, dürfen weiterhin bestellt werden.
Anforderungen an die Ausbildung und Tätigkeit der Fachkräfte für Arbeitssicherheit enthält die
Broschüre „Ausbildung zur Fachkraft für Arbeitssicherheit“. Sie werden dem
Unternehmer und der angehenden Fachkraft im Vorfeld der Ausbildungsmaßnahmen zugestellt.
Entsprechend Ziffer 7 des Fachaufsichtsschreibens des BMA vom 29. Dezember 1997 (Az:
IIIb7 36042 5) zur Ausbildung zur Fachkraft für Arbeitssicherheit werden in der Ausbildungsstufe
III (Bereichsbezogene Ausbildung) die erforderlichen bereichsbezogenen Kenntnisse
vermittelt, wobei in der Regel auf das in den Ausbildungsstufen I und II erworbene Wissen
aufgebaut wird. Dabei werden die Rahmenanforderungen gemäß der Ausbildungskonzeption
berücksichtigt, wonach die Rahmenthemen der Ausbildungsstufe III den nachfolgenden 5
Themenfeldern zugeordnet werden:
Rahmenthema "Brand- und Explosionsschutz" (1 Lehreinheit [LE])
Themenfeld 1 "Spezifische Gefährdungsfaktoren"
Rahmenthema "Schutz vor Sturz aus der Höhe/in die Tiefe" (2 Lehreinheiten [LE])
Sicherheit beim Arbeiten mit Gefährdungen durch Absturz
Rahmenthema "Arbeiten mit/in der Nähe von Energieträgern und Strahlungsquellen"
(1 Lehreinheit [LE])
Arbeiten im Bereich von Freileitungen und erdverlegten Leitungen
Rahmenthema "Arbeiten im Bereich mit Kontaminationsgefahr" (2 Lehreinheiten [LE])
Gefährdung durch Kontamination
Rahmenthema "Erstellung, Instandhaltung und Beseitigung von baulichen Einrichtungen
und Anlagen" (20 Lehreinheiten [LE])
Themenfeld 3 "Spezifische Arbeitsverfahren"
Gründungen und Unterfangungen
Themenfeld 2 "Spezifische Maschinen/Geräte/Anlagen"
Themenfeld 4 "Spezifische Arbeitsstätten"
Rahmenthema "Komplexe Verkehrssituation" (3 Lehreinheiten [LE])
Arbeiten im Bereich des öffentlichen Verkehrsraumes
Arbeiten in Arbeitsstätten mit laufender Produktion
Rahmenthema "Gefährdung/Belastung bestimmter Personengruppen"
(3 Lehreinheiten [LE])
Themenfeld 5 "Spezifische personalbezogene Themen"
Anforderungen an das Personal beimTragen von speziellen persönlichen
Anforderungen an das Personal bei Höhenarbeitsplätzen
Anforderungen an das Personal bei Arbeiten unter Tage/Druckluftarbeiten
Ausbildungsmaßnahmen der Stufe III können bereits in den Zeiträumen zwischen den Präsenzphasen
der Ausbildungsstufen I (Grundausbildung) und II (Vertiefende Ausbildung)
durchgeführt werden, soweit die erforderlichen fachlichen Kenntnisse vorhanden sind.
DGUV Vorschrift 2 (BG Bau): Betriebsärzte und Fachkräfte für Arbeitssicherheit, Anhang 3
(zu Anlage 2 Abschnitt 2
Anhang 3 listet zu den Aufgabenfeldern der Grundbetreuung nach Anlage 2 Abschnitt 2
mögliche Aufgaben von Betriebsarzt und Fachkraft für Arbeitssicherheit auf, die
im Rahmen der gesetzlich vorgeschriebenen Aufgaben nach §§ 3
anfallen können.
Zum Grundanliegen zu betrieblichem Konzept und zu Regelungen zur Durchführung informieren und sensibilisieren
Fachkunde insbesondere bei der Gefährdungsermittlung, Risikobeurteilung und der Ableitung der
erforderlichen Maßnahmen als Grundbetreuung einbringen
Bei der Dokumentation im Sinne von § 6
Arbeitsschutzgesetz (ArbSchG) unterstützen
Stichprobenhaft prüfen, ob Beurteilungen der Arbeitsbedingungen bei den relevanten
Anlässen in der vorgesehenen Qualität durchgeführt werden (Auditieren)
Auswertungen zusammenfassen und vergleichen sowie Verbesserungsbedarfe ableiten
(z. B. im Rahmen des Jahresberichts)
2 Unterstützung bei grundlegenden Maßnahmen der Arbeitsgestaltung – Verhältnisprävention
Erforderliche Arbeitsschutzmaßnahmen überprüfen und Durchführung (Umsetzung) beobachten:
Zustand der Arbeitssysteme ermitteln und beurteilen sowie Soll-Zustände festlegen im Hinblick auf
Arbeitsmittel, Arbeitsstoffe, Arbeitsorganisation usw. (Erfüllung der Anforderungen nach § 4
ArbSchG)
In regelmäßigen Abständen Begehungen durchführen, Gefährdungsermittlungen und -beurteilungen
mit geeigneten Methoden; Gesundheitsfaktoren in Arbeitssystemen ermitteln und
deren Potenziale beurteilen
Arbeitsmittel, Betriebsanlagen, Arbeitsverfahren, Einsatz von Arbeitsstoffen, Arbeitsplatzgestaltung,
soziale und sanitäre Einrichtungen überprüfen – unter Beachtung arbeitsphysiologischer,
arbeitspsychologischer und sonstiger ergonomischer sowie arbeitshygienischer Fragen
Arbeitsablauforganisation einschließlich Arbeitsaufgaben, -rhythmus und Arbeitszeit- und
Pausengestaltung überprüfen
Lösungssuche unterstützen, Gestaltungsvorschläge unterbreiten, Durch- und Umsetzung begleiten
und darauf hinwirken
Technische Maßnahmen (Sicherheitstechnik, Ergonomie, einschließlich Instandhaltung der
Schutzeinrichtungen)
Auswahl, Erprobung, Einsatz, Benutzung, Instandhaltung von persönlichen Schutzausrüstungen
Gestaltung organisationsbezogener Gesundheitsfaktoren (Gestaltung von Arbeitsaufgaben,
Arbeitsorganisation, Arbeitsumgebung zur Förderung der Gesundheit)
Z. B. bei Veränderungen von Arbeitsplätzen, Ersatzbeschaffung von Maschinen, Geräten, Änderung
von Arbeitsverfahren, Veränderung betrieblicher Abläufe, Prozesse, Einführung von Arbeitsstoffen,
Materialien, Veränderungen der Arbeitszeitgestaltung
Auf grundlegende Änderungen im Sinne des Geräte- und Produktsicherheitsgesetzes (GPSG)
prüfen und ggf. erforderliche Maßnahmen einfordern (einschl. Dokumentationen und Nachweise)
Zu Festlegungen von erforderlichen Prüfungen im Sinne der Betriebssicherheitsverordnung
(BetrSichV) beraten
3 Unterstützung bei grundlegenden Maßnahmen der Arbeitsgestaltung – Verhaltensprävention
3.2 Motivieren zum sicherheits- und gesundheitsgerechten Verhalten
4.1 Integration des Arbeitsschutzes in die Aufbauorganisation
Gewährleistung der Beauftragtenorganisation (Arbeitsschutzorganisation: Betriebsarzt, Fachkraft
für Arbeitssicherheit, Sicherheitsbeauftragte, Ersthelfer, ...)
Zusammenarbeit mehrerer Arbeitgeber im Sinne des § 8
ArbSchG (Unteraufträge, Zeitarbeit, Baustellen
Entwicklung einer betrieblichen Arbeitsschutzstrategie durch die oberste Leitung und Bekanntmachen
erforderlicher Mittel (gemäß § 3 Abs. 2
ArbSchG) zur Umsetzung der Arbeitsschutzmaßnahmen
Schaffen der organisatorischen Voraussetzungen für die Mitwirkungspflichten der Beschäftigen
(gemäß § 3 Abs. 2
Unterstützen, um Arbeitsschutzbelange in betrieblichen Prozessen durch Regelungen organisatorisch
sicherzustellen, insbesondere
Meldepflichtige Unfälle, nicht-meldepflichtige Unfälle, Beinaheunfälle, Erste-Hilfe-Fälle, relevante
Zwischenfälle ohne Personenschäden; speziell auch tödliche, lebensbedrohliche und Massenunfälle
der Weiterentwicklung des für den Betrieb relevanten Stands der Technik und Arbeitsmedizin
7.1 Unterstützung bei der Erstellung von Dokumentationen
Unterstützung bei der Dokumentation von Zugangsberechtigungen zu besonders gefährlichen Arbeitsbereichen (§ 9
7.2 Unterstützung bei der Erfüllung von Meldepflichten gegenüber den zuständigen Behörden und
Unfallversicherungsträgern
7.3 Dokumentation von Vorschlägen an den Arbeitgeber einschließlich Angabe des jeweiligen
Aufarbeitungen der bestehenden Risiken im Unternehmen sowie Gesundheitsfaktoren in den
Arbeitssystemen
8.3 Teilnahme an Besprechungen der betrieblichen Beauftragten entsprechend §§ 9
DGUV Vorschrift 2 (BG Bau): Betriebsärzte und Fachkräfte für Arbeitssicherheit, Anhang 4
(zu Anlage 2 Abschnitt 3
Anhang 4 beschreibt unverbindlich die zu berücksichtigenden Aufgabenfelder sowie Auslöse-
und Aufwandskriterien und Leistungen, die im Rahmen der gesetzlich vorgeschriebenen
Aufgaben nach §§ 3
Arbeitssicherheitsgesetz ergänzend zur Grundbetreuung betriebsspezifisch
erforderlich sein können. Weitere Aufgaben können sich anhand der betrieblichen
Erfordernisse und der Gefährdungsbeurteilung ergeben.
Relevanz und Umfang des betriebsspezifischen Teils der Betreuung sind durch den Arbeitgeber
zu ermitteln und regelmäßig zu überprüfen. Dabei hat er sich durch Betriebsarzt und
Fachkraft für Arbeitssicherheit beraten zu lassen. Die folgenden Tabellen beschreiben die bei
der Ermittlung und Überprüfung zu berücksichtigenden Aufgabenfelder, Auslöse- und Aufwandskriterien
sowie zu erbringende Leistungen, die im Rahmen der gesetzlich vorgeschriebenen
Arbeitssicherheitsgesetz ergänzend zur Grundbetreuung
betriebsspezifisch erforderlich sein können.
Für jedes Aufgabenfeld der nachfolgenden Tabellen sind in zwei Spalten Auslösekriterien
und Aufwandskriterien beschrieben. Die Ermittlung und Überprüfung erfolgt in zwei Schritten,
die jeweils in Teilschritte unterteilt sind.
Prüfung der Relevanz der Aufgabenfelder
Jedes Aufgabenfeld ist anhand der beschriebenen Auslösekriterien auf seine
Relevanz für eine betriebsspezifische Betreuung zu prüfen. Die Auslösekriterien
beschreiben betriebliche Zustände für die einzelnen Aufgabenfelder,
deren Zutreffen mit „ja“ oder „nein“ zu beantworten ist. Bei mindestens
einem „ja“ in einem Aufgabenfeld ist die Auslöseschwelle für die betriebsspezifische
Betreuung für das jeweilige Aufgabenfeld überschritten.
Teilschritt 1.1:
Pro Aufgabenfeld jedes Auslösekriterium bewerten nach trifft zu: „ja“ oder
nein“.
Die Zusammenstellung der Auslösekriterien in den nachfolgenden Tabellen ist
nicht abschließend. In der jeweils letzten Zeile (gekennzeichnet
mit fortlaufendem Buchstaben und ...) können weitere betriebsspezifische Auslösekriterien
Teilschritt 1.2:
Jedes Aufgabenfeld überprüfen, ob die Auslöseschwelle überschritten ist.
Wenn mindestens eines der Auslösekriterien in einem Aufgabenfeld zutrifft,
ist die Auslöseschwelle überschritten, und für dieses Aufgabenfeld ist dann
eine betriebsspezifische Betreuung erforderlich.
Pro Aufgabenfeld bestimmen: Betriebsspezifische Betreuung erforderlich:
„ja“ oder „nein“.
Teilschritt 1.3:
Feststellen der zeitlichen Dauer des Erfordernisses betriebsspezifischer
Nur wenn einzelne Auslösekriterien aufgrund spezifischer Bedingungen zeitlich
befristet zutreffen, kann auch die betriebsärztliche und sicherheitstechnische
Betreuung für diesen Teil des Aufgabenfeldes zeitlich befristet sein.
Treten temporäre Anlässe betriebsspezifisch wiederholend auf, ergibt sich
dafür eine ständige betriebsärztliche und sicherheitstechnische Betreuung.
Festlegen der Leistungen und des Personalaufwandes
Die Festlegung der Leistungen und des Personalaufwandes erfolgt mithilfe
von Aufwandskriterien. Aufwandskriterien sind Beschreibungen der möglichen
Leistungen von Betriebsarzt und Fachkraft für Arbeitssicherheit, aus
denen sich der Aufwand für die betriebsspezifische Betreuung ableiten und
quantitativ abschätzen lässt.
Teilschritt 2.1:
Ermitteln und Festlegen der betriebsärztlichen und sicherheitstechnischen
Leistungen für jedes Aufgabenfeld, bei dem die Auslöseschwelle überschritten
Mithilfe der Spalte „Beschreibung der Leistungen“ in den nachfolgenden
Tabellen sind die Leistungen für den betriebsspezifischen Teil der Betreuung
bezogen auf die konkreten betrieblichen Bedingungen inhaltlich zu beschreiben
und betrieblich zu vereinbaren.
Teilschritt 2.2:
Ermitteln und Festlegen des betrieblich erforderlichen Personalaufwandes für
jedes Aufgabenfeld, getrennt für den Betriebsarzt und die Fachkraft für Arbeitssicherheit.
Anhand der Leistungsbeschreibung ist in der Spalte „Personalaufwand“ jeweils
getrennt für den Betriebsarzt und für die Fachkraft für Arbeitssicherheit
für das jeweilige gesamte Aufgabenfeld der Personalaufwand in Stunden
Der Aufwand soll möglichst als Stunden/pro Jahr bezogen auf ein Jahr festgelegt
werden. Handelt es sich um eine temporäre Aufgabe, die über mehrere
Jahre auftritt, soll der Jahresaufwand getrennt für die relevanten Jahre ermittelt
1 Regelmäßig vorliegende betriebsspezifische Unfall- und Gesundheitsgefahren,
Erfordernisse zur menschengerechten Arbeitsgestaltung
Auslösekriterien
Aufwandskriterien
Auslösekriterien für
insgesamt für Auslösekriterien
a) bis j)
a) Feuerarbeiten in brand- und
Ermitteln und Analysieren der
spezifischen Gefährdungssituation
(Gefährdungsfaktoren, Quellen,
gefahrbringende Bedingungen,
Wechselwirkungen)
Spezifische tätigkeitsbezogene
Ermitteln des relevanten Stands
der Technik und Arbeitsmedizin
Beratung zum Festlegen von
Soll-Zuständen für die ermittelten
Umsetzen der Schutzkonzepte
Durchführen von regelmäßigen
b) Gefährliche Arbeiten an unter
Druck stehenden Anlagen
c) Arbeiten in gasgefährdeten
d) Andere gefährliche Arbeiten
(Schweißen in engen Räumen,
Sprengarbeiten, Fällen von
Bäumen, ...)
e) Arbeiten unter Infektionsgefahren
f) Umgang mit ionisierender
Strahlung, Arbeiten im Bereich
g) Alleinarbeit
h) Andere Tätigkeiten, die besondere
Schutzmaßnahmen erfordern
i) Tätigkeiten, die nicht typisch für
den Wirtschaftszweig bzw. für das
Kerngeschäft des Betriebs sind
Betriebsspezifische Betreuung erforderlich:
Personalaufwand in Stunden
für das Aufgabenfeld insgesamt
(siehe Teilschritt 2.2
): Std.
Bei mindestens einem zutreffenden
„Ja“ ist betriebsspezifische Betreuung
a) Vielzahl von unterschiedlichen
Quellen bzw. besondere gefahrbringende
Bedingungen für
(z. B. Lärmquellen)
Wechselwirkungen, ...)
Spezifische Risikobeurteilungen
für die Arbeitsplätze, -stätten
Soll-Zuständen
Umsetzung der Schutzkonzepte
b) Vielzahl von unterschiedlichen
c) Arbeitsplätze, die besondere
Schutzmaßnahmen bei Tätigkeiten
mit krebserzeugenden,
erbgutverändernden und fruchtbarkeitsgefährdenden
gemäß Gefahrstoffverordnung
d) Arbeitsplätze, an denen mit
biologischen Arbeitsstoffen der
Risikogruppe 4 gemäß Biostoffverordnung
umgegangen wird
e) Gefährliche Arbeitsgegenstände
(Abmessungen, Gewichte,
Oberflächenbeschaffenheit,
thermische Zustände, ...) bzw.
besondere gefahrbringende
Bedingungen im Umgang
f) Arbeiten an hohen Masten,
Türmen und an anderen hochgelegenen
g) Unübersichtliches Werksgelände
mit innerbetrieblichem Transport
h) Arbeitsplätze, die besondere
i) Arbeitsplätze mit speziellen
Anforderungen an die Funktionsfähigkeit
sowie an die Überprüfung
der Wirksamkeit von Schutzmaßnahmen
Umfangreiche Prüfungen nach
BetrSichV – beachte insbes. § 3 Abs. 3
sowie §§ 10
BetrSichV)
Auslösekriterien für betriebsspezifische Betreuung
Beschreibung der Leistungen für Auslösekriterien a) bis c)
a) Anforderungen aus der Arbeitsaufgabe (hohe Aufmerksamkeitan- forderungen, große Arbeitmenge, besonderer Schwierigkeitsgrad, ...) mit Potenzialen psychischer Fehlbeanspruchungen
Beratung zum Bestimmen von Soll- Zuständen zur Vermeidung von psychischen Fehlbeanspruchungen
Ermitteln des Stands der Technik und Arbeitsmedizin zur menschengerechten Gestaltung der Arbeitsaufgaben und der Arbeitsorganisation
b) Anforderungen aus der Arbeitsorganisation (Arbeitsablauf, Störungshäufigkeiten, Art der Zusammenarbeit, ...) mit Potenzialen psychischer Fehlbeanspruchungen
c) Andere Anforderungen mit Potenzialen psychischer Fehlbeanspruchungen
d) Tätigkeiten mit Potenzialen physischer Fehlbeanspruchungen: Manuelle Handhabung von Lasten (Hohe Risikostufe gem. Leitmerkmalmethode)
Beratung zum Bestimmen von Soll- Zuständen zur Vermeidung von physischen Fehlbeanspruchungen
e) Tätigkeiten mit Potenzialen physischer Fehlbeanspruchungen: Häufig wiederkehrende kurzzyklische Bewegung kleiner Muskelgruppen
f) Tätigkeiten mit Potenzialen physischer Fehlbeanspruchungen: Arbeit in Zwangshaltungen
g) Tätigkeiten mit Potenzialen physischer Fehlbeanspruchungen: Statische Arbeit (z. B. Haltearbeit)
h) Schichtarbeit mit Nachtarbeitsanteilen
Beratung zum Bestimmen von Soll- Zuständen zur Schichtarbeit
i) Einsatz von Fremdfirmen mit einem betriebs- bzw. tätigkeitsspezifischen Gefährdungspotenzial
Bei mindestens einem zutreffenden „Ja“ ist betriebsspezifische Betreuung erforderlich
a) Pflichtuntersuchungen erforderlich
b) Angebotsuntersuchungen erforderlich
c) Wunschuntersuchungen gefordert
Personalaufwand in Stunden für das Aufgabenfeld insgesamt (siehe Teilschritt 2.2
Beschreibung der Leistungen für Auslösekriterien a) und b)
a) Anforderungen an die Qualifikation und andere personelle Voraussetzungen der Beschäftigten entsprechend Forderungen in speziellen Vorschriften
Beraten und Unterstützen bei der Erfüllung besonderer Qualifikations- anforderungen und anderer personenbezogener Anforderungen
b) Qualifikationsan- forderungen für Notfallsituationen
c) Personalentwick- lungsmaßnahmen (PE) zum Arbeitsschutz
d) Besondere Personengruppen (Schwangere, Jugendliche, ...)
e) Einsatz von Zeitarbeitnehmern
Unterstützen bei der erstmaligen Durchführung von Gefährdungsbe- urteilungen für Zeitarbeitnehmer
f) Anforderungen an den Arbeitsprozess zur Teilhabe behinderter Menschen
Analysieren von Kompen- sationsmöglichkeiten
Unterstützen bei Entwicklung von spezifischen Arbeits- gestaltungsmaßnahmen
Hinwirken auf und Mitwirken beim Abschluss von Integrationsver- einbarungen
g) Wiedereingliederung von Beschäftigten
Mitwirken im Rahmen eines betrieblichen Wiedereinglieder- ungsmanagements
h) Betriebsspezifischer Aufwand für die Gewährleistung von Sicherheit und Gesundheit verursacht durch Dritte (z. B. Kinder, Schüler, Studenten, Publikumsverkehr, Kunden, ...
Unterstützen bei der erstmaligen Durchführung von Gefährdungs- beurteilungen zur Berücksichtigung möglicher Gefährdungen der Beschäftigten durch dritte Personen
Beschreibung der Leistungen insgesamt für Auslösekriterien a) bis e)
a) Hoher Anteil von älteren Beschäftigten
Analyse der Belegschaftssituation und des betrieblichen Umfeldes unter demografischen Aspekten von Sicherheit und Gesundheit Beurteilen des Bedarfs zur menschengerechten Arbeitsgestaltung unter demografischen Aspekten Beurteilen der Risiken für älter werdende Belegschaften und ältere Beschäftigte Ableiten von Soll-Zuständen Entwickeln von Gestaltungsvorschlägen zur altersgerechten Arbeitsgestaltung Unterstützen bei der Umsetzung von Gestaltungsmaßnahmen Unterstützen bei der Entwicklung des Führungsverhaltens im Hinblick auf älter werdende Belegschaften und ältere Beschäftigte Beobachten der Entwicklungen und erzielten Wirkungen Fortschreiben der Gefährdungsbeurteilung b) Divergenz zwischen Fähigkeitsprofil der Beschäftigten und Anforderungsprofil durch die Arbeitsaufgabe unter den Bedingungen alternder Belegschaften
c) Defizite in der altersadäquaten Arbeitsgestaltung
d) Entwicklung des Führungsverhaltens unter den Bedingungen älter werdender Belegschaften
a) Überdurchschnittlich hoher Krankenstand (Vergleichswerte innerhalb des Unternehmens, vergleichbare Betriebe, Branchendurchschnitt)
Prüfen des relevanten Stands von Technik, Arbeitsmedizin und Hygiene sowie der gesicherten arbeitswissenschaftlichen Erkenntnisse zur menschen- und gesundheitsgerechten Arbeitsgestaltung Ermittlung von Ansatzpunkten zur Erhöhung der Gesundheitskompetenz der Beschäftigten bei der Arbeit und zur menschengerechten Arbeitsgestaltung zum Erhalt der gesundheitlichen Ressourcen
Beratung zum Festlegen von Soll-Zuständen zur Vermeidung von arbeitsbedingten Gesundheitsgefahren zur menschengerechten Arbeitsgestaltung und zum Erhalt der individuellen gesundheitlichen Ressourcen Beraten, Informieren und Aufklären der Beschäftigten zur Befähigung, gesundheitsrelevante Faktoren bei der Arbeit selbst positiv zu beeinflussen; Initiieren, Unterstützen von Lernprozessen Beraten und Unterstützen bei der Entwicklung von betrieblichen Aktivitäten und Angeboten zum Erhalt der individuellen gesundheitlichen Ressourcen
Beraten und Unterstützen bei der menschengerechten Arbeitsgestaltung zum Erhalt der individuellen gesundheitlichen Ressourcen (Gestaltung der Arbeitsaufgaben, Arbeitsorganisation und Umgebung, soziale Arbeitsbedingungen) Hinwirken auf die Realisierung solcher Gestaltungsansätze
Begleiten der Umsetzung Regelmäßiges Beobachten und Auswerten der Wirkungen der Maßnahmen
b) Defizite in der menschen- und gesundheitsgerechten Gestaltung von Arbeitsaufgaben, Arbeitsorganisation und Arbeitsumgebung im Hinblick auf den Erhalt der gesundheitlichen Ressourcen
c) Nicht hinreichende Angebote zu betrieblichen Aktivitäten zum Erhalt der gesundheitlichen Ressourcen im Zusammenhang mit der Arbeit (Rückenschulen, Pausengymnastik, ...)
d) Unzureichende Gesundheitskompetenz der Beschäftigten zum Erhalt der gesundheitlichen Ressourcen im Zusammenhang mit der Arbeit
Beschreibung der Leistungen insgesamt für Auslösekriterien a) bis c)
a) Betriebliche Entscheidung für die Einführung eines Gesundheitsmanage- ments
b) Betreiben eines Gesundheitsmanage- ments
a) bis i)
a) Für den Betrieb gegenüber der Grundbetreuung neuartige / neue Risiken sind zu erwarten
Mitwirken an der Erstellung von Pflichtenheften / Ausschreibungen
b) Neuartige Gefahrenquellen können auftreten
c) Grundlegend veränderte Wirkungen auf die Arbeitsumgebung d) Bisherige Schutzmaßnahmen können nicht / nur bedingt übertragen werden
e) Es bestehen keine standardisierten Lösungen f) Es sind grundlegend neuartige Anforderungen an die Qualifikation / das arbeitsschutzgerechte Verhalten zu erwarten
g) Es wird eine grundlegend veränderte Organisation erforderlich h) Es entstehen andere / neue Schnittstellen zu bestehenden Arbeitssystemen
2.2 Grundlegende Veränderungen zur Einrichtung neuer Arbeitsplätze bzw. der Arbeitsplatzausstattung; Planung, Neuerrichtung von Betriebsanlagen; Umbau, Neubaumaßnahmen Auslösekriterien
Unterstützen bei der Ermittlung und Festlegung von Anforderungen an die Arbeitsplatz-, Arbeitsstättengestaltung
c) Grundlegend veränderte Wirkungen auf die Arbeitsumgebung bzw. auf die Arbeitsplätze und Arbeitsabläufe
d) Bisherige Schutzmaßnahmen können nicht / nur bedingt übertragen werden
e) Es bestehen keine standardisierten Lösungen
f) Es sind grundlegend neuartige Anforderungen an die Qualifikation / das arbeitsschutzgerechte Verhalten zu erwarten
g) Es wird eine grundlegend veränderte Organisation erforderlich
h) Es entstehen andere / neue Schnittstellen zu bestehenden Arbeitssystemen
i) Es entstehen neue Zuständigkeiten / Verantwortlichkeiten
Beschreibung der Leistungen insgesamt für Auslösekriterien a) bis g)
a) Für den Betrieb gegenüber der Grundbetreuung andersartige / neue Risiken sind zu erwarten
Unterstützen bei der Auswahl risikoarmer Stoffe, Materialien
c) Veränderte Wirkungen auf die Arbeitsumgebung bzw. auf die Arbeitsplätze und Arbeitsabläufe
f) Es sind völlig veränderte Anforderungen an die Qualifikation / das arbeitsschutzgerechte Verhalten zu erwarten
Beschreibung der Leistungen insgesamt für Auslösekriterien a) bis j)
g) Es wird eine völlig veränderte Organisation erforderlich
a) Erfordernisse zur Integration in die Führungstätigkeit und zum Aufbau einer geeigneten Organisation, soweit Bedarf über die Grundbetreuung hinaus besteht
Entwickeln von betriebsspezifischen Konzepten für die Integration von Arbeitsschutzbelangen in das betriebliche Management, in Managementsysteme, zum Aufbau von Arbeitsschutz- managementsystemen, für ein Gesamtsystem zur Gefährdungsbeurteilung
b) Betriebsspezifische Erfordernisse zur Implementierung eines Gesamtsystems der Gefährdungsbeurteilung
c) Grundlegende Veränderungen zur Integration des Arbeitsschutzes in das Management
d) Einführung von Managementprinzipien und -systemen mit Relevanz zum Arbeitsschutz
e) Integration des Arbeitsschutzes in bestehende Managementsysteme
f) Aufbau eines Arbeits- schutzmanagement- systems
Beschreibung der Leistungen insgesamt für Auslösekriterien a) bis d)
a) Fortschreiben der Gefährdungsbeurteilung ist erforderlich
b) Veränderungen in den bestehenden Arbeitssystemen sind erforderlich
c) Veränderungen in der Ausgestaltung einer geeigneten Organisation sind erforderlich
a) Grundlegend neue Erkenntnisse zu Gefährdungen
b) Auswertung überbetrieblich auftretender Ereignisse (Großbrände, Epidemien, ...)
c) Neuartige Lösungskonzepte zur Vermeidung / Bekämpfung von Gefährdungen
d) Neuartige Ansätze zur Stärkung von Gesundheitsfaktoren
Auslösekriterien Aufwandskriterien Auslösekriterien für
betriebsspezifische Betreuung Trifft zu Beschreibung der Leistungen insgesamt für Auslösekriterien a) bis j)
Personalaufwand ja
a) Initiative, Entscheidung des Arbeitgebers bzw. Erfordernis zu Schwer- punktprogrammen zur Bekämpfung von Gefährdungsschwer- punkten: Anzahl der Exponierten gegenüber speziellen Gefährdungen (getrennt zu betrachten nach den verschiedenen Gefährdungen), zeitliche Häufigkeit der Expositionen
b) Initiative, Entscheidung des Arbeitgebers bzw. Erfordernis zu Schwer- punktprogrammen zum sicherheits- / gesundheitsgerechten Verhalten; Aktionen zur Kompetenzentwicklung / Qualifizierung im Arbeitsschutz
c) Initiative, Entscheidung des Arbeitgebers bzw. Erfordernis zu Schwer- punktprogrammen nach besonders schwerwiegenden Unfällen
d) Initiative, Entscheidung des Arbeitgebers bzw. Erfordernis zu Schwer- punktprogrammen zur Gesundheitsförderung
e) Initiative, Entscheidung des Arbeitgebers bzw. Erfordernis zu Schwer- punktprogrammen zur Verbesserung der Arbeitskultur, des sozialen Umfeldes usw.
f) Programme, Strategien und Kampagnen zur Bewältigung von körperlichen Belastungen	g) Programme, Strategien und Kampagnen zur Bewältigung psychischer Belastungen	h) Verbesserungsbedarf der psychosozialen Belastungs-Beanspruchungssituation durch die sozialen Arbeitsbedingungen im Hinblick auf den Erhalt der gesundheitlichen Ressourcen (Soziale Arbeitsbedingungen betreffen vor allem: positive soziale Bindungen, gegenseitige Unterstützungsmöglich- keiten, Mitwirkungs- möglichkeiten am Arbeitsplatz, mitarbeiterorientierte Führungstätigkeit, Entwicklung der Unternehmenskultur)
i) Entwicklung eines betrieblichen Leitbildes zur Beschäftigung Älterer, einer entsprechenden Arbeitskultur
DGUV Vorschrift 2 (BG Bau): Betriebsärzte und Fachkräfte für Arbeitssicherheit, Anhang 5
Gesetz über Betriebsärzte, Sicherheitsingenieure und andere Fachkräfte für Arbeitssicherheit - ASiG
Webcode: M106-1
Suche Volltextsuche mit FilterfunktionenWas ist neu?Neue bzw. überarbeitete Medien: BGI/GUV-I 608Auswahl und Betrieb elektrischer Anlagen und Betriebsmittel auf Bau- und MontagestellenBGI 5164Planungsgrundlagen von Anschlageinrichtungen auf DächernBGR/GUV-R 241Sprengarbeiten

References: § 2
 § 2
 § 2
 § 1
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 § 6
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 § 3

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 § 5

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 § 7

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 § 9
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