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Timestamp: 2020-02-19 14:39:11+00:00

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BVerfG, 18.01.2008 - 2 BvR 313/07 - dejure.org
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BVerfG, 18.01.2008 - 2 BvR 313/07 (https://dejure.org/2008,933)
BVerfG, Entscheidung vom 18.01.2008 - 2 BvR 313/07 (https://dejure.org/2008,933)
BVerfG, Entscheidung vom 18. Januar 2008 - 2 BvR 313/07 (https://dejure.org/2008,933)
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Art. 2 Abs. 1 GG; Art. 20 Abs. 3 GG; Art. 1 Abs. 1 GG; Art. 33 Abs. 5 GG; Art. 12 GG; § 184 Abs. 5 Satz 2 StGB a.F.
Disziplinarische Entfernung aus dem Dienst (Besitz von Kinderpornographie; Schuldprinzip; Verhältnismäßigkeit; hergebrachte Grundsätze des Berufsbeamtentums); Recht auf Verfahrensbeschleunigung (Kompensation bei rechtsstaatswidriger Verfahrensverzögerung; zulässige ...
Disziplinarische Entfernung eines Staatsanwalts aus dem Dienst wegen Besitzes kinderpornographischer Bilddateien verfassungsrechtlich - auch im Lichte des Schuldprinzips
Verhältnismäßigkeit der Entfernung aus dem Staatsdienst auf Grund des Besitzes und der Weitergabe kinderpornographischer Bilder; Grundrechtliche Grundlagen und Inhalt des Schuldprinzips auch außerhalb des Strafrechts; Verhältnismäßigkeit des Ausschlusses der ...
Kinderpornographie - Wer als Beamter Kinderpornos kauft oder besitzt, ist seinen Posten los
Entfernung eines StA aus dem Dienst wegen Besitzes kinderpornografischer Bilddateien
Entfernung eines Staatsanwalts wegen Kinderpornos
DG Magdeburg, 02.09.2005 - DG 1/05
DGH Sachsen-Anhalt, 08.06.2006 - DGH 1/05
BGH, 20.12.2006 - RiSt (B) 1/06
BVerfGK 13, 205
NVwZ 2008, 669
Nach dem Schuldprinzip und dem Grundsatz der Verhältnismäßigkeit muss die Strafe oder die strafähnliche Sanktion und dementsprechend auch das Ordnungsgeld ferner in einem gerechten Verhältnis zur Schwere der Zuwiderhandlung und dem Verschulden des Zuwiderhandelnden stehen (zu disziplinarischen Maßnahmen vgl. BVerfG, NVwZ 2008, 669 mwN).
Die Verhängung der disziplinarischen Höchstmaßnahme gegen den Beklagten ist auch nicht unverhältnismäßig und verstößt nicht gegen das verfassungsrechtliche Schuldprinzip (vgl. BVerfG, B.v. 18.1.2008 - 2 BvR 313/07 - juris Rn. 11).
b) Berufsgerichtliche Disziplinarverfahren nach der Bundesrechtsanwaltsordnung unterliegen ebenfalls dem Gebot der Durchführung des Verfahrens in angemessener Zeit sowohl nach nationalem Verfassungsrecht (vgl. zum Disziplinarrecht der Beamten BVerfGE 46, 17, 29 und BVerfG, NVwZ 2008, 669, 670) als auch gemäß Art. 6 Abs. 1 Satz 1 EMRK (…vgl. EGMR, NJW 2014, 1791 Rn. 48 f.;… zum beamtenrechtlichen Disziplinarverfahren: EGMR, NVwZ 2010, 1015 Rn. 38 f.).
Die Strafe muss in einem gerechten Verhältnis zur Schwere der Tat und dem Verschulden des Täters stehen (BVerfG, Beschlüsse vom 7. Mai 1974 - 2 BvR 276/71 - BVerfGE 37, 167 und vom 4. Oktober 1977 - 2 BvR 80/77 - BVerfGE; 46, 17 ;… Kammerbeschlüsse vom 19. Februar 2003 - 2 BvR 1413/01 - NVwZ 2003, 1504 juris Rn. 28 und vom 18. Januar 2008 - 2 BvR 313/07 - NVwZ 2008, 669 f., juris Rn. 10).
Dieses Erfordernis beruht auf dem im Disziplinarverfahren geltenden Schuldprinzip und dem Grundsatz der Verhältnismäßigkeit (stRspr, vgl. zuletzt BVerfG, Beschluss vom 18. Januar 2008 - 2 BvR 313/07 - NVwZ 2008, 669 f., m.w.N.; BVerwG…, Urteil vom 3. Mai 2007 - BVerwG 2 C 9.06 - Buchholz 235.1 § 13 BDG Nr. 3 Rn. 30).
Die Berücksichtigung des Persönlichkeitsbildes ist Ausdruck des Schuldprinzips und des Grundsatzes der Verhältnismäßigkeit (vgl. BVerfG, Kammerbeschluss vom 18. Januar 2008 - 2 BvR 313/07 - NVwZ 2008, 669).
aa) Wie der Senat bereits nach Maßgabe der Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts zur Bedeutung des Beschleunigungsgrundsatzes in Disziplinarverfahren (vgl. etwa BVerfG, Beschlüsse vom 4. Oktober 1977 - 2 BvR 80/77, BVerfGE 46, 17, 29 und vom 18. Januar 2008 - 2 BvR 313/07, NVwZ 2008, 669, 670) entschieden hat, kann eine disziplinarische Maßnahme im Einzelfall unvereinbar mit dem im Rechtsstaatsprinzip (Art. 20 Abs. 3 GG) verankerten Verhältnismäßigkeitsgrundsatz werden, wenn das Disziplinarverfahren unverhältnismäßig lange gedauert hat (Senat…, Beschluss vom 24. Juli 2017 - NotSt(Brfg) 2/16 Rn. 15).
Da innerhalb einer stetig verlaufenden zeitlichen Entwicklung der präzise Zeitpunkt, zu dem eine noch verhältnismäßige Belastung in eine unverhältnismäßige Belastung umschlägt, nicht feststellbar ist, bedarf es zur hinreichenden Begründung der Unverhältnismäßigkeit einer sich aus den Umständen ergebenden Evidenz (BVerfG, Beschlüsse vom 4. Oktober 1977 - 2 BvR 80/77, BVerfGE 46, 17, 29 sowie vom 18. Januar 2008 - 2 BvR 313/07, NVwZ 2008, 669, 670; ebenso Senat…, Beschluss vom 24. Juli 2017 - NotSt(Brfg) 2/16 Rn. 15).
OVG Nordrhein-Westfalen, 19.12.2018 - 3d B 1680/18
VG Ansbach, 16.04.2019 - AN 13b D 18.01035
Dienstvergehen - Unerlaubtes fernbleiben vom Dienst

References: Art. 2
 Art. 20
 Art. 1
 Art. 33
 Art. 12
 § 184
 Art. 6
 § 13