Source: http://doczz.com.br/doc/1291847/esf-f%C3%B6rderrichtlinie-2014---2020
Timestamp: 2019-11-13 12:59:21+00:00

Document:
von Maßnahmen, die aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds in der Förderphase 2014 bis 2020 mitfinanziert werden
(ESF-Förderrichtlinie 2014 - 2020)
RdErl. des Ministeriums für Arbeit, Integration und Soziales
vom 23.12.2014 – Az.: II 1 – 2602.5
in der geänderten Fassung vom 01.11.2016
Investitionspriorität – Dauerhafte Eingliederung von jungen
Menschen, die weder einen Arbeitsplatz noch eine schulische oder
berufliche Ausbildung absolvieren, ins Erwerbsleben
100 zusätzliche Ausbildungsplätze für Jugendliche und junge
Erwachsene mit Behinderung in Nordrhein-Westfalen
Prüfungsgebühren für Jugendliche mit vollzeitschulischer beruflicher
Investitionspriorität – Anpassung der Arbeitskräfte, Unternehmen und
Unternehmer an den Wandel
Beratung von Unternehmen zur Fachkräftesicherung,
Kompetenzentwicklung von Beschäftigten durch
Bildungsscheckverfahren
Beratung zur beruflichen Entwicklung / Anerkennung Kompetenzen
Investitionspriorität – Aktive Inklusion durch die Förderung der
Chancengleichheit und aktiver Beteiligung, und Verbesserung der
Förderung von Erwerbslosenberatungsstellen und
Investitionspriorität – Förderung des gleichen Zugangs zum
lebenslangen Lernen für alle Altersgruppen im formalen, nicht
formalen und informalen Rahmen, Steigerung des Wissens sowie der
Fähigkeiten und Kompetenzen der Arbeitskräfte sowie die Förderung
flexibler Bildungswege unter anderem durch Berufsberatung und die
Bestätigung erworbener Kompetenzen.
Lebens- und erwerbsweltbezogene Weiterbildung in Einrichtungen
Investitionspriorität – Verbesserung der Arbeitsmarktrelevanz der
Systeme der allgemeinen und beruflichen Bildung, Erleichterung des
Übergangs von der Bildung zur Beschäftigung und Stärkung der
Systeme der beruflichen Bildung und Weiterbildung und deren
Qualität, unter anderem durch Mechanismen für die Antizipierung des
Qualifikationsbedarfs, die Erstellung von Lehrplänen sowie die
Einrichtung und Entwicklung beruflicher Bildungssysteme, darunter
duale Bildungssysteme und Ausbildungswege.
Förderung von laufenden Kosten der überbetrieblichen Unterweisung
von Auszubildenden in Industrie und Handel
von Auszubildenden im Handwerk
Investitionspriorität – Technische Hilfe
Prioritätsachsenübergreifende Maßnahmen
Das Land gewährt nach Maßgabe dieser Richtlinie und der Verwaltungsvorschriften zu § 44 der Landeshaushaltsordnung (LHO) unter Einbeziehung von Mitteln der Europäischen Union (Europäischer Sozialfonds –
ESF) Zuwendungen zu den im „Operationellen Programm zur Umsetzung
des Europäischen Sozialfonds in NRW 2014 - 2020“ durchzuführenden
arbeits- und sozialpolitischen Maßnahmen.
Die finanzielle Beteiligung des ESF erfolgt insbesondere auf der Grundlage der Verordnung (EU) Nr. 1303/2013 vom 17. Dezember 2013 (Allgemeine Verordnung zu den europäischen Struktur- und Investitionsfonds) und der Verordnung (EU) Nr. 1304/2013 vom 17. Dezember 2013
(ESF-Verordnung). Die beihilferechtliche Grundlagen bilden die Verordnung (EU) Nr. 651/2014 der Kommission vom 17. Juni 2014 zur Feststellung der Vereinbarkeit bestimmter Gruppen von Beihilfen mit dem Binnenmarkt in Anwendung der Artikel 107 und 108 des Vertrags über die
Arbeitsweise der Europäischen Union (allgemeine Gruppenfreistellungsverordnung), die Verordnung (EU) Nr. 1407/2013 der Kommission vom
18. Dezember 2013 über die Anwendung der Artikel 107 und 108 des
Vertrags über die Arbeitsweise der Europäischen Union auf De-minimisBeihilfen (allgemeine De-minimis-Verordnung) sowie der Beschluss der
Kommission vom 20. Dezember 2011 über die Anwendung von Artikel
106 Absatz 2 des Vertrages über die Arbeitsweise der Europäischen
Union auf staatliche Beihilfen in Form von Ausgleichsleistungen zugunsten bestimmter Unternehmen, die mit der Erbringung von Dienstleistungen von allgemeinem wirtschaftlichem Interesse (DAWI) betraut sind.
Die beihilferechtliche Relevanz der Maßnahmen der Regelförderprogramme dieser Richtlinie wurde vor deren Aufstellung geprüft. Soweit bei
der Bewilligung noch Maßnahmen der Bewilligungsbehörden erforderlich
sind, ist dies bzw. der beihilferechtliche Bezug (z.B. De-minimisVerordnung) bei den betroffenen Programmen im Programmteil angegeben.
Gefördert werden Maßnahmen, deren Fördergrundlagen im Programmteil
geregelt sind und die Ziele der Prioritätsachsen unterstützen.
und hochwertiger Beschäftigung und Unter-
gem. Artikel 3 VO (EU)
Nr. 1304/2013
2.1 bis 2.8
stützung der Mobilität
Förderung der sozialen
Inklusion und Bekämpfung von Armut und jeglicher Diskriminierung
Ausbildung und Berufsbildung für Kompetenzen und lebenslanges
ProgrammInvestitionsprioritäten
Anpassung der Arbeits3.1 bis 3.6
Unternehmer an den
Aktive Inklusion durch
aktiver Beteiligung, und
Förderung des gleichen
Zugangs zum lebenslangen Lernen
Verbesserung der Arbeitsmarktrelevanz der
Ein Anspruch auf Gewährung von Zuwendungen besteht nicht. Vielmehr
entscheidet die Bewilligungsbehörde aufgrund ihres pflichtgemäßen Ermessens im Rahmen der verfügbaren Haushaltsmittel.
Der in dieser Richtlinie verwandte Begriff Pauschalen entspricht dem
gem. Artikel 67 der Verordnung (EU) Nr. 1303/2013 von der Europäischen Union verwandten Begriff Standardeinheitskosten.
Alle natürlichen und juristischen Personen können Zuwendungen erhalten, soweit im Programmteil keine anderen Regelungen getroffen sind.
Die Weiterleitung der Zuwendung wird unter Beachtung der Nr. 12
VV/VVG zu § 44 LHO zugelassen.
Weitere Ausnahmen von den VV/VVG zu § 44 LHO sind im Programmteil
programmspezifisch geregelt.
Die nach Nr. 1.1 VV zu § 44 LHO vorgesehenen Bagatellgrenzen für die
Bewilligung von Zuwendungen kommen nicht zur Anwendung, soweit im
Programmteil keine andere Regelung getroffen ist.
Die Bagatellgrenze gem. Nr. 1.1 VVG zu § 44 LHO kommt zur Anwendung. Hiervon ausgenommen sind die Programme Nr. 2.4, 2.8, 3.2, 3.3,
3.4, 5.1 und 7.1.
Die geförderten Maßnahmen müssen innerhalb der Europäischen Union
Zuschuss/ Zuweisung
Die Bemessung von Zuwendungen auf Basis von Personalausgaben und
arbeitsplatzbezogenen direkten und indirekten Sachausgaben erfolgt anhand folgender Pauschalen, soweit keine programmspezifischen Regelungen im Programmteil getroffen werden:
Projektleitung großer Projekte
Pauschalen pro
(Zuwendung gem. erstem Bewilligungsbescheid ab 750.000 €)
Projektleitung kleiner und mittlerer Projekte und herausgehobene Projektmitarbeit
(Zuwendung gem. erstem Bewilligungsbescheid bis 750.000 €)
Bei Gemeinden werden die Personalausgaben für das Projekt nur anerkannt, wenn das Projekt ausschließlich der Wahrnehmung freiwilliger
kommunaler Aufgaben dient.
Bei Maßnahmen mit einer Projektleitung gem. Nr. 1.5.3.1.1 können herausgehobene Projektmitarbeitende auf der Basis der Pauschalen von Nr.
1.5.3.1.2 anerkannt werden, wenn diese (Teil-) Aufgaben eigenverantwortlich bearbeiten. Diese Voraussetzung ist grundsätzlich bei Letztempfangenden gegeben, wenn die weitergeleitete Zuwendung mindestens
200.000 € beträgt.
Der Begriff „Zuwendung“ gem. Nr. 1.5.3.1.1 und Nr. 1.5.3.1.2 stellt auf
den ersten Zuwendungsbescheid ab.
Selbstständig tätige Unternehmer und Honorarkräfte sind den Funktionen
entsprechend zuzuordnen.
Bei Teilzeitbeschäftigung wird die Pauschale anteilig gewährt.
Bei Personal, welches nicht den gesamten Monat in der Maßnahme eingesetzt ist, wird die Pauschale anteilig gewährt. Die Berechnung erfolgt
nach der Dreißigstel-Methode anteilig für die eingesetzten Tage. Dabei
ist jeder Monat unabhängig von seiner tatsächlichen Länge mit 30 Tagen
Bei der Antragsprüfung bzw. bei Änderungen während der Projektlaufzeit
ist die fachliche Eignung des Personals mit Blick auf die Funktionen zu
Mit den Pauschalen nach Nr. 1.5.3.1 sind alle arbeitsplatzbezogenen
Sachausgaben abgedeckt.
Soweit eine Maßnahme aus Bundes- oder sonstigen Landesprogrammen
oder aufgrund von Rechtsvorschriften gefördert wird, ist die Gewährung
einer Zuwendung nach dieser Richtlinie bis zur Höhe der nach den anderen Förderregelungen gewährten Leistungen ausgeschlossen.
Finanzierungsbeteiligung durch Bürgerschaftliches Engagement
Bürgerschaftliches Engagement in der Form von freiwilligen, unentgeltlichen Arbeiten kann als fiktive Ausgabe in die Bemessungsgrundlage einbezogen werden. Die zu berücksichtigenden Leistungen dürfen nicht in
Erfüllung einer Verpflichtung aus einem Beschäftigungsverhältnis oder
einer organschaftlichen Stellung bei den Zuwendungsempfangenden erbracht werden.
Pro geleisteter Arbeitsstunde 10 €.
Der Nachweis der geleisteten Arbeitsstunden erfolgt durch Stundenzettel.
Die Stundenzettel sind jedem Begleitbogen beizufügen.
Die Höhe der fiktiven Ausgaben für bürgerschaftliches Engagement darf
20 % der zuwendungsfähigen Gesamtausgaben nicht überschreiten.
Die Zuwendung wird auch bei Anrechnung der fiktiven Ausgaben nur bis
zur Höhe der Ausgaben gem. Nr. 1.5.3.1 und Nr. 1.5.3.2 gewährt.
Soweit sich Dritte außerhalb des Finanzierungsplans durch die (unentgeltliche) Überlassung von Personal an der geförderten Maßnahme beteiligen, können hierfür im Rahmen der Abrechnung gegenüber der EUKommission pro Arbeitsstunde 44 € anerkannt werden. Bei der Bemessung der Zuwendung bleibt dieser Betrag außer Betracht.
Beteiligung an der geförderten Maßnahme durch Arbeitslosengeld IILeistungen (ALG II-Leistungen)
Sofern Teilnehmende während der geförderten Maßnahme ALG IILeistungen erhalten, bleiben diese bei der Bemessung der Zuwendung
außer Betracht. Im Rahmen der Abrechnung mit der EU-Kommission
kann für ALG II-Leistungen eine Pauschale in Höhe von 300 € pro Monat
und Teilnehmenden angesetzt werden.
Ein- und Austrittsmonat gelten jeweils als voller Monat. Der Nachweis erfolgt durch Teilnehmendenlisten und Erklärung der Teilnehmenden, dass
sie ALG II-Leistungen erhalten.
Ist eine Kommune Zuwendungsempfangende, muss ein aus eigenen Mitteln zu erbringender Eigenanteil i.H.v. 10 v.H. der zuwendungsfähigen
Gesamtausgaben verbleiben, soweit im Programmteil keine andere Regelung getroffen ist.
Die Regelungen gelten, soweit keine programmspezifischen Regelungen
im Programmteil getroffen werden.
Die Antragsunterlagen stehen im Internet unter www.mais.nrw zur Verfügung oder können bei der zuständigen Bezirksregierung angefordert
Im Rahmen der Antragsprüfung hat die Bewilligungsbehörde die administrative und finanzielle Leistungsfähigkeit des Antragstellenden zu prüfen. Diese ist in der Regel dann gegeben, wenn die mit dem Antrag vorzulegende „Bescheinigung in Steuersachen“ (ehemals steuerliche Unbedenklichkeitsbescheinigung) des zuständigen Finanzamtes gem. § 1 Nr.
4 des Anwendungserlasses zur Abgabenordnung (AEAO) mindestens
ausweist, dass keine Steuerrückstände bestehen.
Soweit die Bewilligungsbehörde aus anderen Maßnahmen hinreichende
Kenntnis von der administrativen und finanziellen Leistungsfähigkeit hat,
kann sie auf die Vorlage der Bescheinigung verzichten. Die Gründe sind
Die Prüfung der fachlichen Leistungsfähigkeit erfolgt im Rahmen der Antragsprüfung.
nicht in einem anderen Projekt tätig ist oder
in einem anderen Projekt nur anteilig tätig ist und die Arbeitszeit den
Stundenumfang einer vergleichbaren vollen Stelle des jeweiligen
Arbeitgebers nicht übersteigt.
Der Zuwendungsbescheid wird von der zuständigen Bezirksregierung (=
Bewilligungsbehörde) erteilt.
Bei Vorliegen der Auszahlungsvoraussetzungen wird die Zuwendung auf
Anforderung innerhalb von 90 Tagen durch die Bewilligungsbehörde
Die Bewilligungsbehörde prüft den Zwischen- und Verwendungsnachweis
auf der Grundlage der unter Nr. 7 und 8 der ANBest-ESF genannten Unterlagen.
Die Bewilligungsbehörde kann im Einzelfall die Übersendung einfacher
Kopien als Nachweise zulassen. Die Aufbewahrungspflicht für die Belege
bleibt hiervon unberührt. Außerdem gilt dies nicht für Vor-Ort-Kontrollen.
Die Belege selbst werden nicht mit einem Prüfvermerk versehen.
• Die bzw. der Beschäftigte arbeitet mit seiner vollen Arbeitszeit in einer
Funktion im Projekt, so haben der Zuwendungsempfangende und die
bzw. der im Projekt direkt Beschäftigte jeweils mit der Vorlage des
Zwischen- und Verwendungsnachweises zu erklären, dass die Bestimmungen der Anweisung gem. Nr. 1.1.1 der ANBest-ESF eingehalten wurden.
• Die bzw. der Beschäftigte arbeitet mit einem Anteil seiner Arbeitszeit
direkt im Projekt, so reicht die Vorlage der Stundenzettel gem. Nr.
1.1.2 der ANBest-ESF aus.
• Die bzw. der Beschäftigte arbeitet mit seiner Arbeitszeit in mehreren
Funktionen im Projekt, so ist für die jeweilige Funktion die Vorlage der
Stundenzettel gem. Nr. 1.1.2 der ANBest-ESF erforderlich.
Die Bewilligungsbehörde hat nach Vorlage des Zwischen- oder Verwendungsnachweises insbesondere folgende Punkte unter Beachtung der
Nr. 11 VV zu § 44 LHO zu prüfen:
• ordnungsgemäße Umsetzung entsprechend der EU- und nationalen
Vorgaben (insbesondere der vorliegenden Förderrichtlinie und des
Bewilligungsbescheides),
• Entstehung und Förderfähigkeit der Ausgaben (einschließlich Zeitraum
und Projektbezug),
• richtige Berechnung der Zuwendung,
• Einhaltung des Prüfpfades,
• Beachtung des Vergaberechtes (soweit relevant),
• Umsetzung der Publizitätsbestimmungen.
• Vollständigkeit der geforderten Angaben inkl. der unterschriebenen
Selbsterklärung der Teilnehmenden sowie die richtige Übertragung in
das digitale Begleitsystem,
• die Vorlage der unterschriebenen datenschutzrechtlichen Erklärungen.
Für die Bewilligung, Auszahlung, Abrechnung und Rückforderung der
Zuwendung sowie für den Nachweis und die Prüfung der Verwendung
und die ggf. erforderliche Aufhebung des Zuwendungsbescheides gelten
die VV/VVG zu § 44 LHO, soweit nicht in dieser Richtlinie Abweichungen
Von einer Rückforderung kann abgesehen werden, wenn diese 250 €
ohne Zinsen für die Gesamtmaßnahme nicht übersteigt.
Der Europäische Rechnungshof, der Landesrechnungshof NordrheinWestfalen, die Europäische Kommission, die Prüfbehörde für den ESF
und die Vertreter des Zuwendungsgebers sowie von diesen Beauftragte
sind berechtigt, Prüfungen vorzunehmen.
Prioritätsachse A –
Investitionspriorität – Dauerhafte Eingliederung von jungen Menschen, die weder einen Arbeitsplatz noch eine schulische oder berufliche Ausbildung absolvieren, ins Erwerbsleben
Maßgebend für die Förderhöhe ist die fortgeschriebene Einwohnerzahl
auf Basis des Zensus vom 9.5.2011 zum Stichtag 31.12.2013 (Quelle:
IT.NRW).
Danach werden pauschal 50 % für Kreise und kreisfreie Städte
mit bis zu 400.000 Einwohnern
• von Nr. 1.5.3.1.2 pro Jahr für eine Leitungsstelle und
• von Nr. 1.5.3.1.4 pro Stelle und Jahr für 3 weitere Stellen gewährt.
mit mehr als 400.000 und mit bis zu 500.000 Einwohnern
• von Nr. 1.5.3.1.4 pro Stelle und Jahr für 4 weitere Stellen gewährt.
mit mehr als 500.000 Einwohnern
• von Nr. 1.5.3.1.4 pro Stelle und Jahr für 5 weitere Stellen gewährt.
Aufgrund der unter Nr. 2.1.3.3 genannten Basis für die Staffelung der
Förderhöhe ergeben sich für folgende Kreise und kreisfreie Städte Abweichungen von der Nr. 2.1.3.3.1:
Fördermöglichkeit gem. Nr. 2.1.3.3.2:
Kreis Mettmann, Kreis Steinfurt, Kreis Wesel, Märkischer Kreis, RheinErft-Kreis, Rhein-Kreis Neuss, Stadt Duisburg
Fördermöglichkeit gem. Nr. 2.1.3.3.3:
Gefördert werden Starthelfende, die im Bereich Ausbildungsmanagement, insbesondere für die
• Suche geeigneter Jugendlicher,
• Vermittlung auf offene Ausbildungsstellen,
• Begleitung neu geschlossener Ausbildungsverträge und
• Suche von Ausbildungsstellen für geeignete Jugendliche
Pauschal 80 % von Nr. 1.5.3.1.4 pro Jahr und Stelle.
Gefördert wird die Bereitstellung von Ausbildungskapazitäten im Rahmen
einer kooperativen Ausbildung zwischen Bildungsträger und insbesondere kleinen und mittleren Unternehmen an Kohlestandorten in NordrheinWestfalen durch theoretische und fachpraktische Qualifizierung.
es sich um eine Ausbildung in einem nach dem Berufsbildungsgesetz
(BBiG) oder der Handwerksordnung (HWO) anerkannten Ausbildungsberuf handelt.
Der pauschale Festbetrag beträgt je Ausbildungsjahr, das nach der Ausbildungsordnung vorgesehen ist, pro Auszubildendem 10.800 € pro Jahr
(bzw. 900 € pro Monat).
Die Teilnehmenden erhalten während der Ausbildung mindestens eine
Ausbildungsvergütung in Anlehnung an die Sätze nach §§ 79 Abs. 2, 123
Abs. 1 Nr. 1 SGB III, jedoch nicht mehr als die für den Partnerbetrieb
maßgebliche tarifliche Ausbildungsvergütung.
Die Bewilligung der beantragten Zuwendung erfolgt zunächst für ein Jahr.
Sollte die oder der Jugendliche bis zu diesem Zeitpunkt nicht in ein betriebliches Ausbildungsverhältnis übernommen worden sein, wird die
Förderung im Rahmen einer außerbetrieblichen Ausbildung bis zum Ende der Ausbildungsdauer durch das Land sichergestellt.
Bei vorzeitiger Beendigung des Ausbildungsverhältnisses ermäßigt sich
die Pauschale ab dem Folgemonat auf 350 €, soweit der frei gewordene
Ausbildungsplatz nicht neu besetzt wird. Die ermäßigte Pauschale darf
bis zum darauf folgenden 31.07. (Ende des laufenden Ausbildungsjahres)
gewährt werden, soweit der Durchführungszeitraum nicht vorher endet.
Der Zuwendungsempfangende hat jedem Auszubildenden im 1. Ausbildungsjahr ein betriebliches Praktikum im Umfang von 6 bis 12 Wochen
zu ermöglichen. Sollte die Auszubildende oder der Auszubildende nach
einem Jahr nicht in eine betriebliche Ausbildung vermittelt sein, so gilt
Satz 1 für jedes weitere Ausbildungsjahr.
Die Verwendung der Zuwendung wird durch eine monatlich von den Teilnehmenden zu unterzeichnende Teilnehmendenliste dokumentiert.
Gefördert wird die Bereitstellung betrieblicher Ausbildungsplätze in einem
Ausbildungsverbund zwischen
a) Betrieben.
b) Betrieb/Betrieben und einem Bildungsdienstleister.
Die nach Nr. 1.3 VV/VVG zu § 44 LHO notwendige Ausnahme vom Verbot des vorzeitigen Maßnahmebeginns gilt als erteilt, soweit mit der Ausbildung innerhalb der letzten 6 Monate vor Antragsstellung begonnen
Der Antragstellende erklärt bei Verbünden zwischen Betrieben, dass die
Verbundpartner unterschiedliche natürliche oder juristische Personen
Die betriebliche Ausbildung im Verbund ist gemäß dem mit dem Antrag
vorzulegenden Ausbildungsrahmenplan so konzipiert, dass die Ausbildungszeit beim Verbundpartner bzw. bei den Verbundpartnern mindestens 6 Monate und beim Ausbildungsvertrag abschließenden Unternehmen mindestens 12 Monate beträgt.
Der Ausbildungsvertrag ist zwischen dem Zuwendungsempfangenden
und dem Auszubildenden abzuschließen.
Je Ausbildungsplatz wird eine Pauschale von max. 4.500 € gewährt.
• eine Bestätigung der Kammer, dass das Unternehmen nicht allein
ausbilden kann (Muster unter www.mais.nrw),
• ein Kooperationsvertrag (Muster unter www.mais.nrw) und
• ein Ausbildungsrahmenplan nach der geltenden Verordnung über die
jeweilige Berufsausbildung, in dem die durch die Verbundpartner
übernommenen Ausbildungsinhalte, mit Angabe der Dauer, vermerkt
Die Auszahlung je Ausbildungsplatz erfolgt grundsätzlich auf Anforderung
je zur Hälfte zum 30.11. im Jahr der Bewilligung (1. Teilbetrag) und zum
30.11. des Folgejahres (2. Teilbetrag).
• 1. Teilbetrages:
vom Ausbildungsbetrieb und den Auszubildenden unterschriebene
Erklärung (Datum nicht vor dem 01.11.), dass das Ausbildungsverhältnis andauert.
• 2. Teilbetrages:
Die Erklärungen stehen als Muster auf www.mais.nrw zur Verfügung.
Wird ein vorzeitig beendetes Berufsausbildungsverhältnis wiederbesetzt,
gilt der Ausbildungsplatz als durchgängig besetzt.
Die Verwendung der Zuwendung erfolgt über die Erklärungen gem. Nr.
Gefördert wird die Durchführung von produktionsorientierten Maßnahmen.
Die nach Nr. 1.3 der VV/VVG zu § 44 LHO notwendige Ausnahme vom
Verbot des vorzeitigen Maßnahmebeginns gilt im folgenden Umfang als
Der Antragsteller hat mit dem Antrag bzw. nach Abstimmung mit der Bewilligungsbehörde zu einem separaten Zeitpunkt zu dokumentieren, dass
die Maßnahme durch Mittel der Bundesagentur für Arbeit, eines zugelassenen kommunalen Trägers oder eines Trägers der kommunalen Jugendhilfe kofinanziert wird.
Je Teilnehmendem und Monat wird eine Pauschale von 600 € gewährt.
Sinkt die Zahl der beantragten Teilnehmenden am Maßnahmeort im Verlauf der Maßnahme unter die Hälfte, so verbleibt eine Zuwendung für 50
% der beantragten Teilnehmenden (= Sockelbetrag). Bei der Berechnung
des Sockelbetrages ist ggfs. aufzurunden.
Der komplette Eintritts- und Austrittsmonat wird für die Zuwendung berücksichtigt.
Beenden Teilnehmende die Maßnahme vorzeitig, kann der frei werdende
Platz nachbesetzt werden.
Sofern während der Projektumsetzung Einnahmen entstehen, die im
Rahmen des Vorhabens erwirtschaftet werden, müssen diese nicht gem.
Nr. 3.2 ANBest-ESF von den Projektausgaben abgezogen werden.
Gefördert werden Maßnahmen zur Anbahnung von Ausbildungen in einem anerkannten Ausbildungsberuf in Teilzeit für Personen, die als Mutter oder Vater mit mindestens einem Kind in häuslicher Gemeinschaft le16
ben oder einen pflegebedürftigen Angehörigen in häuslicher Gemeinschaft pflegen.
Regelungen für die Ausgaben für Kinderbetreuung:
Die Teilnehmenden erklären, dass
• die Betreuung des Kindes bzw. der Kinder im Zusammenhang mit der
Teilnahme der Mutter oder des Vaters an der Maßnahme notwendig
• das Kind das 14. Lebensjahr noch nicht vollendet hat.
• das Kind mit dem Teilnehmenden in häuslicher Gemeinschaft lebt.
• die Kinderbetreuung nicht durch Dritte gefördert wird.
• die Kinderbetreuung nicht durch Personen erfolgt, die mit dem zu betreuenden Kind in einem Haushalt leben.
• Personal- und Sachausgaben
• Ausgaben für Kinderbetreuung
• pro Teilnehmendem und Monat pauschal 300 €
für eine Vorlaufphase von max. 6 Monaten
und bei Übergang in eine Ausbildung in Teilzeit
für eine bis zu achtmonatige Begleitphase nach Beginn der Ausbildung.
pro Teilnehmendem und Monat pauschal 130 € Ausgaben für Kinderbetreuung.
Wechsel von Teilnehmenden sind zu dokumentieren.
Beenden Teilnehmende die Vorbereitungsmaßnahme oder Ausbildung
vorzeitig, werden die Ausgaben für die Kinderbetreuung bis zum Ende
des laufenden Monats gewährt.
Gefördert wird die berufliche Ausbildung von Jugendlichen und jungen
Erwachsenen mit Behinderungen, z.B. mit Körperbehinderung, Sinnesbehinderung / Kommunikationsbehinderung, psychischer Behinderung,
• ist nach dem Berufsbildungsgesetz (BBiG) oder der Handwerksordnung (HWO) ausbildungsberechtigt,
• kann auf Grund seiner Ausstattung und Kompetenzen die behinderungsspezifische Begleitung der Auszubildenden gewährleisten (Einrichtungen gem. § 35 SGB IX = Berufsbildungswerke und Berufsförderungswerke in Nordrhein-Westfalen) und
• verfügt über freie Kapazitäten.
Der Antragstellende schließt den Ausbildungsvertrag mit der oder dem
Jugendlichen und führt die Ausbildung verantwortlich durch.
Die praktische Ausbildung ist so konzipiert, dass mehr als die Hälfte der
praktischen Ausbildung in einem Betrieb des ersten Arbeitsmarktes erfolgt.
Der jeweilige Bildungsträger akquiriert den Betrieb und schließt mit ihm
einen Kooperationsvertrag ab, in dem die beidseitigen Aufgaben und
Verantwortlichkeiten (insbesondere Umfang und Inhalte der praktischen
Ausbildung, gegenseitige Information und Zusammenarbeit) vereinbart
Der Festbetrag beträgt pauschal 660 € je Ausbildungsplatz und Monat.
Bei einem vorzeitigen Ausscheiden eines Teilnehmenden soll eine Ersatzzuweisung vorgenommen werden. Erfolgt eine solche nicht, gilt der
Teilnehmendenplatz bis zum Ende des auf das Ausscheiden folgenden
Monats als besetzt.
Die Verwendung der Zuwendung wird durch eine einmal im Monat von
den Teilnehmenden zu unterzeichnende Teilnehmendenliste dokumentiert.
Gefördert werden die Prüfungsgebühren für Zwischen- und Abschlussprüfungen bei den Kammern entsprechend ihrer Gebührenordnung zur
Kammerprüfung nach § 2 der Berufskollegsanrechnungs- und zulassungsverordnung (BKAZVO).
Zuständige Schulträger; Letztempfangende der Zuwendung sind die mit
den Prüfungsgebühren belasteten Jugendlichen.
Verbot des vorzeitigen Maßnahmebeginns gilt insoweit als erteilt, dass
der Antrag vor dem jeweiligen Prüfungstermin gestellt wird.
Der Nachweis über das Vorliegen der Kriterien nach BKAZVO ist zu erbringen.
Die Auszahlung der Zuwendung erfolgt nach Vorlage der Gebührenbescheide bzw. Rechnungen der zuständigen Kammern.
Investitionspriorität – Anpassung der Arbeitskräfte, Unternehmen
und Unternehmer an den Wandel
Gefördert wird die beteiligungsorientierte Beratung. Diese orientiert sich
• Zur grundsätzlichen Feststellung der Förderfähigkeit erfolgt eine fachliche Stellungnahme in Form eines Beratungsschecks.
• Analyse der Stärken und Schwächen des Unternehmens hinsichtlich
der mit der Beratungsstelle identifizierten Problem- und Aufgabenstellungen sowie der Unternehmensstrategie.
• Entwicklung von Lösungswegen und Handlungszielen zur Verbesserung der Organisations- und Personalentwicklung sowie deren Verortung im Zusammenhang der Themenfelder
o Arbeitsorganisation (insbesondere Strukturen/Prozesse, Arbeitszeit, interne/externe Kommunikation und Kooperation)
o Demographischer Wandel und Gesundheit (insbesondere Wissensmanagement, Einführung eines nachhaltigen betrieblichen
Gesundheitsmanagements, Work-Life-Balance)
o Digitalisierung (insbesondere Gestaltung von Arbeit und Technik, Partizipation)
o Kompetenzentwicklung (insbesondere Personalentwicklung,
Qualifizierung, Stärkung der Ausbildungsfähigkeit).
• Festlegung von Maßnahmen in einem Handlungsplan.
• Umsetzung dieser Maßnahmen gemäß den zeitlichen Möglichkeiten.
• Die Beratung hat in der Regel im Unternehmen stattzufinden.
Als Ergebnis der Beratung zur Fachkräftesicherung liegt grundsätzlich ein
betrieblicher Handlungsplan vor.
Unternehmen als natürliche und juristische Personen mit Arbeitsstätten in
Die nach Nr. 1.3 der VV zu § 44 LHO notwendige Ausnahme vom Verbot
des vorzeitigen Maßnahmebeginns gilt als erteilt.
„De-minimis-Regelung“ gem. der VO (EU) Nr. 1407/2013.
Nachweis der Beratung des Unternehmens bei einer Beratungsstelle für
Potentialberatung, die vor Beginn der Potentialberatung stattgefunden
50 % der Ausgaben (ohne Umsatzsteuer) für maximal die Anzahl von Beratungstagen, die auf dem Beratungsscheck vermerkt ist,
jedoch höchstens 500 € pro Beratungstag.
Der Antrag soll mit dem von der Beratungsstelle ausgegebenen Formular
bei der regional zuständigen Bewilligungsbehörde gestellt werden.
Will ein Unternehmen bei negativer Stellungnahme der Beratungsstelle
einen Antrag stellen, hat dies mit einem bei der regional zuständigen Bewilligungsbehörde anzufordernden Formular zu erfolgen.
Die Ausnahme vom Verbot des vorzeitigen Maßnahmebeginns gem. Nr.
3.1.3 gilt für diese Anträge nicht.
Gefördert werden Ausgaben für die berufliche Weiterbildung, die der
Kompetenzentwicklung von Beschäftigten und Berufsrückkehrenden dienen.
Zur grundsätzlichen Feststellung der Förderfähigkeit erfolgt eine fachliche
Stellungnahme in Form eines Bildungsschecks.
Verbot des vorzeitigen Maßnahmebeginns gilt als erteilt.
Auf dem Bildungsscheck ist der Antragstellende als möglicher Anbieter
Die Weiterbildung muss den auf dem Bildungsscheck aufgeführten Inhalt
der Bildungsmaßnahme abdecken und für die dort namentlich benannte
Person erbracht werden.
50 % des Kursentgeltes pro Bildungsscheck, höchstens jedoch der auf
dem Bildungsscheck vermerkte Höchstbetrag.
a) betrieblichen Zugang (= Weiterbildung von Beschäftigten eines Unternehmens) die Nettokosten der Weiterbildungsmaßnahme (Teilnahmeund Prüfungsentgelte ohne Umsatzsteuer).
b) individuellen Zugang (= einzelne Beschäftigte und Berufsrückkehrende) die Bruttokosten der Weiterbildungsmaßnahme (Teilnahme- und
Prüfungsentgelte inkl. Umsatzsteuer).
Bei vereinbarter Ratenzahlung ist es ausreichend, wenn der zu erbringende Eigenanteil in Höhe der Zuwendung gem. Nr. 3.2.4.3 nachgewiesen wird.
Bei negativer Stellungnahme der Beratungsstelle kann ein Antrag auf
einen Bildungsscheck bei der regional zuständigen Bezirksregierung gestellt werden.
Von den Regionen benannte und dem für Arbeit zuständigen Ministerium
zugelassene Beratungseinrichtungen als natürliche und juristische Personen.
Soweit die antragstellende Person die Voraussetzungen zum Erhalt des
Prämiengutscheins im Rahmen der Bildungsprämie erfüllt, geht dieser
dem Bildungsscheck vor.
3.3.4.3.1.1 Pauschal 70 € pro Beratung von Unternehmen.
3.3.4.3.1.2 Pauschal 40 € pro Beratung von einzelnen Beschäftigten und Berufsrückkehrenden.
Die Beratung ist schriftlich zu dokumentieren. Die Dokumentation haben
die beratenen und beratenden Personen durch Unterschrift zu bestätigen.
Die Beraterin oder der Berater muss für die Beratung durch das für Arbeit
zuständige Ministerium akkreditiert sein.
Je Beratungsstunde wird eine Pauschale von 55 € gewährt. Die Anzahl
der förderfähigen Beratungsstunden wird pro Ratsuchendem auf max. 9
Die Abrechnung erfolgt je angefangener Beratungsstunde.
Die Beratung kann in mehreren Einzelsitzungen erfolgen. Für die Abrechnung sind die einzelnen Beratungszeiten zu einer Gesamtberatungs-
zeit zu summieren. Die Abrechnung erfolgt anhand der dargestellten Gesamtberatungszeit.
Die Beratung und deren zeitlicher Umfang sind schriftlich zu dokumentieren. Die Dokumentation haben die beratenen und beratenden Personen
der projektbezogen benötigten Funktionen als Pauschalen gem. Nr.
Die Projektkonzeption ist über die jeweils zuständige Regionalagentur,
die diese um eine Stellungnahme ergänzt, an die Geschäftsstelle Fachkräfteaufruf im für Arbeit zuständigen Ministerium zu richten. Die Geschäftsstelle Fachkräfteaufruf holt ggfs. weitere Stellungnahmen bzw.
Gutachten ein und leitet die Projektkonzeption an die Geschäftsstelle der
AG Einzelprojekte zur Beschlussfassung weiter. Über das Ergebnis wird
der Einreichende durch die Geschäftsstelle der AG Einzelprojekte informiert.
Zuwendungsvoraussetzungen/-ausschluss
• Die Zustimmung des für Arbeit zuständigen Ministeriums muss vorliegen.
• Es muss sich um ein Unternehmen handeln, das eines der folgenden
o Ein Unternehmen, das gem. EU-Kriterien als kleines und mittleres
Unternehmen (KMU) einzustufen ist. Die KMU-Eigenschaft ist vom
Unternehmen zu erklären.
o Ein Unternehmen, das von Insolvenz bedroht bzw. insolvent ist.
Der Nachweis ist z.B. durch einen Beschluss des Amtsgerichts zu
o Ein Unternehmen, welches sich nachweislich in wirtschaftlichen
Schwierigkeiten befindet und für die Region eine besondere arbeitsmarktpolitische Bedeutung hat. Der Nachweis ist zu erbringen.
• Im Unternehmen müssen Beschäftigte durch einen Personalabbau
von Arbeitslosigkeit bedroht sein.
• Grundsätzlich muss ein Transfersozialplan abgeschlossen sein.
• Für nach anderen Bundes- oder Landesprogrammen geförderte identische Fördergegenstände kann keine Aufstockung nach diesem Programm erfolgen.
• Nach diesem Programm ist eine ergänzende Förderung von nach §
110 SGB III finanzierten Transferagenturen ausgeschlossen.
• Die Förderung soll bis zu 12 Monate dauern.
Pauschal 80 % von Nr. 1.5.3.1.3 pro Jahr und Stelle.
Ein vermittlungsorientiertes Projektkonzept hat spätestens bis vier Wochen nach dem genehmigten Maßnahmebeginn vorzuliegen. Erst dann
kann die Förderung ausgezahlt werden.
Prioritätsachse B –
Gefördert werden die individuelle vermittlungsorientierte Beratung und
Begleitung sowie die individuelle Beratung und Begleitung der Jugendlichen während der Beschäftigungsphase.
Kammerfachkräfte
Gefördert werden die Einwerbung und Vermittlung geeigneter Arbeitsplätze für Jugendliche mit Unterstützungsbedarf.
Gefördert werden die Koordinierung einschließlich der damit verbundenen Verwaltungs-, Dokumentations-, Reise- und Koordinierungsaufgaben, Teilnahme an Fortbildungen und Erfahrungsaustausch.
Die Zuweisung von Jugendlichen erfolgt durch die Agenturen für Arbeit
und Jobcenter.
Ist eine Kommune Zuwendungsempfangende, ist die Förderung als Anteilfinanzierung zu gewähren.
In jedem Fall ist mindestens eine 0,5 Stelle zu besetzen.
Ist eine Kommune Zuwendungsempfangende, ist ein Eigenanteil i.H.v. 10
% gem. Nr. 1.5.4 vorzusehen.
Beraterinnen und Berater für Beratungstätigkeiten
Pauschal Nr. 1.5.3.1.4 pro Jahr und Stelle.
Kammerfachkräfte für Einwerbung und Vermittlung von Arbeitsplätzen
Koordinatoren für Koordinierungstätigkeiten
Pauschal Nr. 1.5.3.1.3 pro Jahr und Stelle.
Die Beratung und deren zeitlicher Umfang sind von den Beraterinnen und
Beratern gem. Nr. 4.1.3.3.1 schriftlich zu dokumentieren. Die Dokumentation haben die beratenen und beratenden Personen durch Unterschrift zu
Erfassung der Teilnehmendendaten
Die Erfassung der Teilnehmendendaten sowie die Einholung der datenschutzrechtlichen Erklärung und der Selbsterklärung des Teilnehmenden
hat von den Beraterinnen und Beratern gem. Nr. 4.1.3.3.1 zu erfolgen.
Gefördert werden Maßnahmen der öffentlich geförderten Beschäftigung
für besonders benachteiligte Zielgruppen des SGB II. Ziel ist eine langfristige bzw. dauerhafte Integration in das Erwerbsleben durch Coaching,
Projektleitung und Qualifizierung.
Die Weiterleitung der Zuwendung ist nur an öffentliche oder gemeinnützige Träger möglich.
• Die Förderung der Projektleitung, des Coachings und der Qualifizierung kann im Rahmen einer (durch SGB II) geförderten Beschäftigungsphase bis zu 24 Monate gewährt werden.
• Ein vorgelagertes Coaching ist darüber hinaus bis zu 3 Monaten förderfähig.
• Soweit das Coaching bei einer sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung des Teilnehmenden über das Projektende hinaus erforderlich ist, ist eine Fortsetzung bis zu 6 Monaten möglich. Ein Antrag
auf Verlängerung soll möglichst 6 Monate vor Projektende gestellt
Die Förderung von Personalkosten des Jobcenters für die Durchführung
des Coachings oder der Qualifizierung ist ausgeschlossen.
Pauschaler Festbetrag in Höhe von 5.730 € pro Monat und Stelle.
Für die Teilnehmendenbetreuung wird ein Betreuungsschlüssel von 1:20
zugrunde gelegt. Für die Berechnung der Zuwendung gelten die im Antrag angegebenen Teilnehmendenzahlen für die gesamte Maßnahme.
Soweit Ausnahmen vom Betreuungsschlüssel notwendig sind, ist dies im
Antrag besonders zu begründen. Die Entscheidung hierüber trifft das für
Arbeit zuständige Ministerium.
Pauschaler Festbetrag in Höhe von 6.610 € pro Monat und Stelle.
Für die Leitung wird ein Betreuungsschlüssel von 1:30 zugrunde gelegt.
Für die Berechnung der Zuwendung gelten die im Antrag angegebenen
Teilnehmendenzahlen für die gesamte Maßnahme.
Notwendige Qualifizierungsmaßnahmen durch externe Dienstleister sind
Diese maßnahmebezogenen Sachausgaben im Sinne von Nr. 1.5.3.2
sind bis zu einem Höchstbetrag von 2.640 € je Teilnehmenden und Jahr
förderfähig. In begründeten Einzelfällen ist eine Kostenübernahme bis zu
5.000 € möglich.
Soweit die Qualifizierung von Beschäftigten des Zuwendungsempfangenden erbracht wird, die nicht direkt im Projekt mitarbeiten, kann für die
durch Stundenzettel dokumentierte Leistung eine Pauschale in Höhe von
44 € pro Arbeitsstunde beantragt und abgerechnet werden. Hierfür können max. 60 Stunden je Teilnehmenden und Jahr beantragt werden. Bei
Gruppenunterricht kann nur die durchgeführte Arbeitsstunde abgerechnet
Im Zwischen- und Verwendungsnachweis ist für den vom Jobcenter erhaltenen Zuschuss zur Förderung von Arbeitsverhältnissen eine Pau29
schale in Höhe von 1.124,50 € pro Monat und Teilnehmenden anzusetzen. Ein- und Austrittsmonat gelten jeweils als voller Monat.
Der Nachweis, dass für den Teilnehmenden diese Leistungen bezogen
werden, ist vom Zuwendungsempfangenden durch den Bescheid des
Jobcenters über den Zuschuss zur Förderung von Arbeitsverhältnissen
Anträge sind über die jeweils zuständige Regionalagentur, die den Antrag
um eine Stellungnahme ergänzt, an die zuständige Bewilligungsbehörde
zu richten. Diese kann eine Stellungnahme von der Gesellschaft für innovative Beschäftigungsförderung mbH (G.I.B.) anfordern.
Gefördert wird die Beratung und Begleitung erwerbsloser Menschen, von
Arbeitslosigkeit bedrohter Menschen, Berufsrückkehrender sowie Beschäftigter mit aufstockenden SGB II-Leistungen.
Die Ratsuchenden erhalten Unterstützung zu ihrer weiteren beruflichen
Entwicklung. Sie werden über Qualifizierungs- und Beschäftigungsmöglichkeiten informiert, bezüglich ihrer wirtschaftlichen und psychosozialen
Situation beraten und erhalten rechtskreisübergreifende Unterstützung.
Die Einrichtungen eröffnen Wege zu weiteren Hilfeangeboten und stellen
die erforderlichen Kontakte her.
• Erwerbslosenberatungsstellen: separater Raum zur vertraulichen und
ungestörten Beratung der Rat suchenden Menschen.
Arbeitslosenzentren: Räumlichkeiten zur Durchführung von Gruppenangeboten mit mindestens 20 Teilnehmenden, separater Raum für
vertrauliche Gespräche.
Erwerbslosenberatungsstellen und Arbeitslosenzentren: regelmäßige
Öffnungszeiten an mindestens 5 Tagen in der Woche mit insgesamt
Mindestens Abschluss eines Bachelor-Studienganges oder Fachhochschulabschluss. Anderweitig erworbene Qualifikationen sind auf Antrag
Pauschal werden 80 %
• von Nr. 1.5.3.1.3 pro Jahr für max. eine Leitungsstelle und
• von Nr. 1.5.3.1.4 pro Stelle und Jahr für max. 3 weitere Stellen
Pauschaler Festbetrag in Höhe von 15.600 € pro Jahr.
Gefördert werden Maßnahmen zur Sprachförderung für die Arbeitsmarktintegration von Flüchtlingen mit einer individuell guten Bleibeperspektive. Die Sprachkurse sollen analog den Standards der Integrationskurse des Bundes durchgeführt werden und mit dem Zielniveau A1 GER
a) Volkshochschulen und die nach § 14 des Weiterbildungsgesetzes
Nordrhein-Westfalen anerkannten Einrichtungen,
b) vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge anerkannte Integrationskursträger,
c) anerkannte Träger der Jugendhilfe aus dem Bereich der Jugendberufshilfe, mit einschlägigen Erfahrungen oder
d) Partner eines regionalen Bleiberechtsnetzwerks (mit Ausnahme von
Jobcentern und Agenturen für Arbeit), welche die Koordination vor Ort
gewährleisten und mit denen unter a, b oder c genannten örtlichen
Trägern zusammenarbeiten.
Die Antragstellenden können per Weiterleitungsvertrag weitere Träger
nach den Buchstaben a, b und c mit der Durchführung von Basissprachkursen beauftragen.
Bestätigung der örtlichen Agentur für Arbeit, dass mindestens 8 Personen für die Teilnahme an einem Sprachkurs zugewiesen werden können.
Die Zuweisung der Teilnehmenden zu den Sprachkursen erfolgt im Verlauf der Maßnahme durch die örtliche Agentur für Arbeit.
Je Unterrichtsstunde wird eine Pauschale von 39,50 € gewährt.
Für Fahrten von Teilnehmenden wird eine Pauschale von 15 € je Teilnehmenden und Monat gewährt.
Die Verwendung der Zuwendung ist durch eine von den Teilnehmenden
zu unterzeichnende Teilnehmendenliste zu dokumentieren.
Prioritätsachse C –
Investitionspriorität – Förderung des gleichen Zugangs zum lebenslangen Lernen für alle Altersgruppen im formalen, nicht formalen
und informalen Rahmen, Steigerung des Wissens sowie der Fähigkeiten und Kompetenzen der Arbeitskräfte sowie die Förderung flexibler Bildungswege unter anderem durch Berufsberatung und die
Organisation, fachliche Begleitung und Beratung
Gefördert werden Ausgaben für die Organisation, fachliche Begleitung
• Arbeit und Leben – Landesarbeitsgemeinschaft für politische und soziale Bildung Nordrhein-Westfalen e.V.,
• Landesarbeitsgemeinschaft für katholische Erwachsenen- und Familienbildung Nordrhein-Westfalen e.V.,
• Landesverband der Volkshochschulen Nordrhein-Westfalen e.V.
Pauschaler Festbetrag in Höhe von 76.440 € pro Jahr.
Grundbildung mit Erwerbswelterfahrung,
Weiterbildung geht zur Schule und
Qualifizierung von Beschäftigten der Tageseinrichtungen für Kinder,
a) zur Vermittlung von Lese-, Schreib-, Rechen- und Schlüsselkompetenzen oder
b) zum nachträglichen Erwerb des Hauptschulabschlusses oder der
Gefördert werden der Erwerb und die Verbesserung der individuellen Beschäftigungsfähigkeit im Übergangsprozess in das Erwerbsleben durch
die Vermittlung fachlicher und überfachlicher Kompetenzen.
a) die eigenständige Aktivitäten zur frühzeitigen Orientierung auf Ausbildungsreife und Erwerbsleben in Schulen und Weiterbildungseinrichtungen,
b) die pädagogische und organisatorische Weiterentwicklungen von Tageseinrichtungen für Kinder
Volkshochschulen und die nach § 14 des Weiterbildungsgesetzes Nordrhein – Westfalen anerkannten Einrichtungen
• Die zu fördernden Kurse sind im Rahmen von Interessenbekundungen bei den unter Nr. 5.1.1.2 genannten Einrichtungen einzureichen.
• Die unter Nr. 5.1.1.2 genannten Einrichtungen bieten eine fachliche
• Maßnahmen mit einer Zuwendung von weniger als 1.000 €. Anträge
mit zusammengefassten, gleichartigen Kursen bzw. aufeinander aufbauenden Kursen gelten als eine Maßnahme.
• Weiterbildungsangebote, die fast ausschließlich im privaten Interesse
der Teilnehmenden liegen.
Die Maßnahmen sind in der Form konzipiert, dass anteilig Elemente der
Berufsorientierung und Erwerbswelterfahrung enthalten sind.
• Vermittlung von Schlüsselqualifikationen für das Berufs- und Arbeitsleben,
• Durchführung von Betriebspraktika, Betriebsbesichtigungen und Betriebserkundungen,
• individuelle Beratung und Betreuung zur Berufswahl oder
• Die Maßnahmen zielen auf Jugendliche und junge Erwachsene bis
zur Vollendung des 25. Lebensjahres sowie Erziehungsberechtigte
• Förderfähige Maßnahmetypen:
Entwicklung von Berufs- und Arbeitswelt sowie ihre Bedeutung
für die individuelle Berufsbiografie.
Selbstorganisation als Basiskompetenz für die Berufswahl (z.B.
Methoden der Arbeitsorganisation, Motivationsstrategien, Berufsplanung, Gesundheit als Voraussetzung für die Beschäftigungsfähigkeit).
Soziale Kompetenz (z.B. Konfliktmanagement, Teamfähigkeit,
interkulturelle Kompetenz, Partizipationskompetenz).
Vertiefung der Sozial- und Erziehungskompetenzen von Eltern
im Blick auf die Ausbildungs- und Erwerbsfähigkeit (z.B. Training
zur Vereinbarkeit von Arbeit und Familie).
Kurse nach Nr. 5.1.2 sind durch unterschriebene Teilnehmendenlisten zu
Systeme der allgemeinen und beruflichen Bildung, Erleichterung
des Übergangs von der Bildung zur Beschäftigung und Stärkung
der Systeme der beruflichen Bildung und Weiterbildung und deren
Qualität, unter anderem durch Mechanismen für die Antizipierung
des Qualifikationsbedarfs, die Erstellung von Lehrplänen sowie die
Förderung von laufenden Kosten der überbetrieblichen Unterweisung von Auszubildenden in Industrie und Handel
Berufsförderungswerk der Bauindustrie Nordrhein-Westfalen gGmbH;
Letztempfangende sind die beteiligten Bildungsträger.
Personalausgaben des jeweils Lehrenden.
Die Förderhöhe errechnet sich aus dem Jahresarbeitnehmerbruttoentgelt
des Lehrenden - max. 80 % des einkommensteuerpflichtigen Arbeitnehmerbruttoentgelts gem. Entgeltgruppe 11, Stufe 5 TVöD VKA – Kommunen - dividiert durch 220 Arbeitstage und multipliziert mit der Zahl der
Lehrgangstage.
Der Verwendungsnachweis hat durch Vorlage der Jahresgehaltsabrechnung und Dokumentation des Zahlungsflusses sowie der Teilnehmendenliste zu erfolgen.
Der Lehrgangstag wird durch eine, vom Lehrenden und den Teilnehmenden, unterschriebene Teilnehmendenliste dokumentiert.
Förderung von laufenden Kosten der überbetrieblichen Unterweisung von Auszubildenden im Handwerk
Gefördert wird die überbetriebliche Ausbildung von Auszubildenden, deren Ausbildungsverhältnis in den Lehrlingsrollen der nordrheinwestfälischen Handwerkskammern eingetragen ist.
Abweichend hiervon sind Auszubildende mit Wohnsitz in Nordrhein–
Westfalen und einem Lehrlingsrolleneintrag in einem anderen Bundesland als förderfähig anzusehen.
Förderung nach Nr. 6.2.1.1: Anteilfinanzierung
Förderung nach Nr. 6.2.1.2: Vollfinanzierung
Förderung nach Nr. 6.2.1.1: Kostensatz je Lehrgang gem. Ermittlung des
Heinz-Piest-Instituts (HPI)
Max. 80 % des HPI-Kostensatzes je Lehrgang und Teilnehmenden als
6.2.4.3.2.1 Personal- und Sachausgaben: Pauschal 100 % von Nr. 1.5.3.1.4 pro Jahr
6.2.4.3.2.2 Maßnahmebezogene Sachausgaben für die technische Betreuung der
Datenbank Cascade sind gem. Nr. 1.5.3.2 bis zu einem Höchstbetrag
von 30.000 € förderfähig.
Sofern sich Teilnehmende projektübergreifend in der Maßnahme befinden, sind die Teilnehmendendaten nur einmal bei Eintritt in die Maßnahme, direkt nach Austritt und 6 Monate nach Austritt aus der Maßnahme
• Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner für die Träger, Betriebe
und weitere Interessierte zur Verfügung stehen.
• Zum Fördergegenstand informiert und beraten wird.
Pauschal 85 % von Nr. 1.5.3.1.2 pro Jahr und Stelle.
Mitarbeitende der Regionalagenturen Pauschal 85 % von Nr. 1.5.3.1.4
pro Jahr und Stelle.
Maßnahmebezogene Sachausgaben für die Öffentlichkeitsarbeit sind
gem. Nr. 1.5.3.2 mit 50 % der Ausgaben bis zu einem Höchstbetrag von
25.000 € pro Jahr förderfähig.
• keinem Programm dieser Richtlinie zuzuordnen sind,
• aus ESF-Mitteln kofinanziert werden und
• einen positiven Beschluss der AG Einzelprojekte haben.
Bei der Beschlussfassung müssen die zu fördernden Einzelprojekte sich
mindestens durch einen der nachgenannten Punkte auszeichnen:
• Innovationsgehalt des Förderkonzepts oder
• Prävention oder
• besonders überzeugende Verbindung landespolitischer Ansätze mit
den Querschnittszielen Chancengleichheit und Nichtdiskriminierung,
Gleichstellung von Männern und Frauen, Nachhaltigkeit, Transnationalität oder
• Transfer erfolgreicher Projektansätze in eine andere Finanzierung oder
herausgehobene Relevanz des Projekts im Rahmen der Strategie des
ESF-Programms und der Landespolitik.
Bei Förderungen an landeseigene Gesellschaften kann die Förderung
von Personalausgaben und arbeitsplatzbezogenen direkten und indirekten Sachausgaben anhand tatsächlich entstandener Ausgaben (Realkostenerstattungsprinzip) erfolgen. Eine besondere Begründung ist seitens
des Antragsstellers vorzulegen.
Bei Förderung eines Ausbildungsplatzes ist als Bemessungsgrundlage
für eine pauschalierte Förderung ein Betrag in Höhe von 1.000 € pro
Auszubildendem und Monat anzusetzen.
Bei Förderung einer Unterrichtsstunde ist als Bemessungsgrundlage für
eine pauschalierte Förderung ein Betrag in Höhe 82 € je Unterrichtsstunde (= 45 Minuten) anzusetzen.
Bei Förderung von Fahrtkosten für Teilnehmende ist als Bemessungsgrundlage für eine pauschalierte Förderung ein Betrag in Höhe 30 € je
Teilnehmenden und Monat anzusetzen.
Sofern die Förderung von Personal- und arbeitsplatzbezogenen Sachausgaben anhand tatsächlich entstandener Ausgaben (Realkostenerstattungsprinzip) erfolgt, gelten für direkte und indirekte arbeitsplatzbezogene
Sachausgaben die gleichen Nebenbestimmungen wie für maßnahmebezogene Sachausgaben.
Nachweis einer Unterrichtsstunde
Kurse nach Nr. 8.1.3.3.5 sind durch unterschriebene Teilnehmendenlisten zu dokumentieren.
Nachweis der Fahrtkosten
unterschriebene Teilnehmendenliste zu dokumentieren.
Beenden die Teilnehmenden die Maßnahme vorzeitig, werden die Ausgaben für die Fahrtkosten bis zum Ende des laufenden Monats gewährt.
Sofern die Maßnahme im laufenden Monat beginnt oder endet, werden
die Ausgaben für die Fahrtkosten für den gesamten Monat gewährt.
Die AG Einzelprojekte ist zwischengeschaltete Stelle im Rahmen der
Umsetzung des ESF in Nordrhein-Westfalen. Sie hat die Aufgabe, alle
Projekte, die außerhalb von Programmen zur Förderung unter Beteiligung des ESF beantragt werden, zu prüfen und eine Förderentscheidung
• Projekte der Arbeitspolitik aus folgenden stimmberechtigten Mitgliedern zusammen:
⇒ Abteilungsleitung der für Arbeit zuständigen Abteilung (Vorsitz),
⇒ Gruppenleitungen der für Arbeit zuständigen Abteilung,
⇒ Vertretung der ESF-Verwaltungsbehörde,
⇒ Vertretung des Fachreferats.
alle anderen Projekte aus folgenden stimmberechtigten Mitgliedern
⇒ Vertretung der zuständigen Fachressorts.
Bei Vorhaben aus dem Bereich „Kein Kind zurücklassen“ und Prävention,
die aus dem spezifischen Ziel A 1.1 des Operationellen Programms finanziert werden sollen, ist das hierfür federführende Ressort am Auswahl- und Entscheidungsprozess mit Stimmrecht beteiligt.
Die Vertretung der Mitglieder ist möglich. Beschlüsse werden im Konsens
Die Geschäftsstelle der AG Einzelprojekte ist Bestandteil der Verwaltungsbehörde für den ESF in Nordrhein-Westfalen. Sie ist für die Vorbe41
reitung, Durchführung und Nachbereitung der Beschlussfassung der AG
Einzelprojekte zuständig.
• bei eingeschränkt positiven Beschlüssen, die Überarbeitung zu begleiten und die Förderfähigkeit zu bestätigen.
• zuwendungsrechtliche Fragen während des Bewilligungsverfahrens
und der Projektumsetzung abschließend zu entscheiden.
Der Antragstellende sendet eine Projektkonzeption, bestehend aus inhaltlicher Beschreibung des geplanten Projekts und ausführlichem Finanzierungsplan, an die Geschäftsstelle der AG Einzelprojekte im für Arbeit
Die Einbindung der Regionalagenturen bei Projekten der Arbeitspolitik
mit regionaler Schwerpunktsetzung erfolgt durch die Geschäftsstelle der
AG Einzelprojekte.
Zur Projektkonzeption wird die Stellungnahme des zuständigen Fachreferats herangezogen. Für die Einholung notwendiger Gutachten ist das
Fachreferat zuständig.
Mit der Stellungnahme des Fachreferats sowie einer im Bedarfsfall erforderlichen zuwendungsrechtlichen Einschätzung der Geschäftsstelle der
AG Einzelprojekte wird die Projektkonzeption zur Entscheidung der AG
Einzelprojekte vorgelegt. Die AG Einzelprojekte entscheidet im Rahmen
einer Sitzung oder per Umlaufbeschluss.
Den Beschluss teilt die Geschäftsstelle der AG Einzelprojekte dem Antragstellenden mit. Bei positivem Beschluss kann der Förderantrag bei
der Geschäftsstelle der AG Einzelprojekte gestellt werden.
Die Geschäftsstelle der AG Einzelprojekte übersendet den Antrag an die
zuständige Bewilligungsbehörde. Der begleitende Erlass ist zu beachten.
Die beteiligten Ressorts weisen die für die Kofinanzierung benötigten
Landesmittel der zuständigen Bewilligungsbehörde zu.
Die Richtlinie tritt mit Wirkung vom 23.12.2014 in Kraft. Sie tritt außer
Kraft am 31.12.2023.
Zuständigkeitsregelungen zur
von Maßnahmen der Arbeitspolitik und der Aus- und Weiterbildung
unter Einbeziehung von Mitteln des Europäischen Sozialfonds
(ESF-Förderrichtlinie)
Abweichend von der örtlichen ergeben sich folgende sachliche Zuständigkeiten:
Kooperative Ausbildung an Kohlestandorten in
Kompetenzentwicklung von Beschäftigten
durch Bildungsscheckverfahren
Regionale Zuständigkeit (Weiterbildungsanbieter mit Sitz in Nordrhein-Westfalen):
Es ist der Bezirk maßgebend, in dem der Zuwendungsempfänger seinen Sitz hat.
Überregionale Zuständigkeit (Weiterbildungsanbieter mit Sitz in Bayern, BadenWürttemberg, Hessen, Rheinland-Pfalz, Saarland und Thüringen)
Überregionale Zuständigkeit (Weiterbildungsanbieter mit Sitz in Berlin, Brandenburg, Bremen, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern,
Schleswig-Holstein und Weiterbildungsanbieter
mit Sitz außerhalb Deutschlands)
Anlage 2 zur ESF-Förderrichtlinie 2014 - 2020
für Zuwendungen unter Beteiligung
(ANBest-ESF)
in der Fassung vom 01.11.2016
Die ANBest-ESF enthalten Nebenbestimmungen (Bedingungen und Auflagen) im Sinne des § 36
VwVfG. NRW. sowie notwendige Erläuterungen. Die Nebenbestimmungen sind Bestandteil des Zuwendungsbescheides, soweit dort nicht ausdrücklich etwas anderes bestimmt ist.
Der verwendete Begriff „Ausgaben“ umfasst auch die Standardeinheitskosten (= Pauschalen).
Anerkennung von maßnahmebezogenen Sachausgaben
Mitteilungspflichten der Zuwendungsempfangenden
Nr. 10 Öffentlichkeitsarbeit
Nr. 11 Sonstige Regelungen
Die Regelungen gelten bei Förderungen von pauschalierten Personal- und Sachausgaben.
Das direkt im Projekt arbeitende Personal wird durch schriftliche Anweisung dem Projekt zugewiesen.
Die Anweisung enthält den Namen und das Bewilligungsaktenzeichen des Projekts, den Namen der
oder des Beschäftigten, den Zeitraum der Zuordnung zum Projekt sowie die geplanten Stundenanteile.
In folgenden Fällen ist die tatsächliche Tätigkeit durch Stundenzettel nachzuweisen:
Die oder der Beschäftigte der Zuwendungsempfangenden bzw. eines Weiterleitungsvertragspartners, die nur mit einem Anteil der vereinbarten Arbeitszeit unmittelbar für das Projekt arbeiten und
gleichgestellte Honorarkräfte und/oder
Die oder der Beschäftigte der Zuwendungsempfangenden bzw. eines Weiterleitungsvertragspartners, die mit ihrer Arbeitszeit in mehreren Funktionen im Projekt arbeiten. Dabei ist für die jeweilige
Funktion ein separater Stundenzettel zu führen.
Einbeziehung von bürgerschaftlichem Engagement in der Form von freiwilligen, unentgeltlichen
Arbeiten in die Bemessungsgrundlage als fiktive Ausgabe und/ oder
Beteiligung Dritter an der Finanzierung in Form von Personalgestellung.
Das dem Zuwendungsbescheid beigefügte Muster ist verbindlich zu nutzen.
Entschuldigte Fehlzeiten (z.B. Krankheit, Urlaub) können mit der durchschnittlich beantragten Arbeitszeit berücksichtigt werden.
Für das mit seiner gesamten Arbeitszeit im Projekt tätige Personal gelten entschuldigte Fehlzeiten
(z.B. Krankheit, Urlaub) als Arbeitszeit.
Soweit Berechnungen auf Basis von Jahresarbeitsstunden notwendig sind, ist von 1.720 Jahresarbeitsstunden pro Vollzeitstelle auszugehen.
Die auf Basis von Pauschalen ermittelte und gewährte Zuwendung dient zur Deckung der Ausgaben
des im Zuwendungsbescheid bestimmten Zwecks.
Dürfen aus der Zuwendung auch Personalausgaben oder sächliche Verwaltungsausgaben geleistet
werden und werden die Gesamtausgaben der Zuwendungsempfangenden überwiegend aus Zuwendungen der öffentlichen Hand bestritten, dürfen die Zuwendungsempfangenden ihre Beschäftigten
finanziell nicht besser stellen als vergleichbare Landesbeschäftigte. Höhere Vergütungen als nach
dem TV-L sowie sonstige über- oder außertarifliche Leistungen dürfen nicht gewährt werden. Diese
Regelung gilt nicht, wenn Personalausgaben gefördert und bei der Bemessung für die zuwendungsfähigen Personalausgaben Pauschalen angesetzt werden oder eine abweichende tarifvertragliche Regelung besteht.
Die Zuwendung wird auf Anforderung für das jeweilige Quartal zum 15.02., 15.05., 15.08. und 15.11.
ausgezahlt. Die Zuwendung darf nur soweit und nicht eher angefordert werden, als sie innerhalb von
zwei Monaten nach Auszahlung den Zuwendungsempfangenden für Ausgaben zustehen. Die Anforderung jedes Teilbetrages muss die zur Beurteilung des Mittelbedarfs erforderlichen Angaben und
Der Zuwendungsbescheid kann mit Wirkung für die Zukunft widerrufen werden, wenn sich herausstellt, dass der Zuwendungszweck mit der bewilligten Zuwendung nicht zu erreichen ist.
Wenn nach Bewilligungsbescheid die Zuwendung oder Teile der Zuwendung an Dritte weitergeleitet
werden, sind die Zuwendungsempfangenden verpflichtet, zur einheitlichen Regelung des Rechtsverhältnisses zwischen ihnen und Dritten einen Weiterleitungsvertrag gemäß dem Musterweiterleitungsvertrag abzuschließen. Eine Kopie des Vertrages bzw. der Verträge sind zusammen mit dem ersten
Mittelabruf der Bewilligungsbehörde zu übersenden.
Der Finanzierungsplan für
ist hinsichtlich des Gesamtergebnisses jeweils getrennt voneinander verbindlich.
Reduzieren sich nach der Bewilligung die für die Berechnung der Zuwendung herangezogenen
Grundlagendaten, so ermäßigt sich die Zuwendung.
Während der Projektumsetzung anfallende Einnahmen, die im Rahmen des Vorhabens erwirtschaftet
werden und bei der Bewilligung nicht berücksichtigt wurden, müssen von den Projektausgaben abgezogen werden. Dies sind Zuflüsse von Geldbeträgen, die unmittelbar von den Nutzern für die im Rahmen des Vorhabens bereitgestellten Dienstleistungen gezahlt werden, wie beispielsweise Gebühren
oder andere Zahlungen für Dienstleistungen. Sie müssen direkt aus der Projekttätigkeit, d.h. den im
Rahmen des Projektes entfalteten Tätigkeiten, resultieren und insoweit als Ertrag der Projektarbeit
durch die Zuwendungsempfangenden vereinnahmt worden sein.
Die bei der Bewilligung durch die Bewilligungsbehörde erfolgte Zuordnung des Personals zu bestimmten Funktionen ist bindend. Abweichungen bedürfen der Genehmigung. Diese ist grundsätzlich vorher
bei der Bewilligungsbehörde zu beantragen.
Diese Regelungen gelten ausschließlich für die Programme
Fachkräfte (Nr. 3.5.3.3.2 der ESF-Förderrichtlinie (ESF-RL)),
Öffentlich geförderte Beschäftigung/Sozialer Arbeitsmarkt (Nr. 4.2.4.3.3 ESF-RL),
Förderung von laufenden Ausgaben der überbetrieblichen Unterweisung von Auszubildenden im
Handwerk (Nr. 6.2.4.3.2.2 ESF-RL),
Regionalagenturen (Nr. 7.1.4.3.3 ESF-RL) und
Einzelprojekte (Nr. 8.1.3.3.2 ESF-RL).
Verfahren für die Anerkennung von maßnahmebezogenen Sachausgaben
Die Ausgaben werden nur dann anerkannt, wenn sie durch Rechnung und Dokumentation des Zahlungsflusses (z.B. Kontoauszug, Quittung) nachgewiesen werden.
Für vorsteuerabzugsfähige Zuwendungsempfangende:
Die erstattungsfähige Umsatzsteuer ist nicht förderfähig.
Für die Begründung maßnahmebezogener Sachausgaben ist unter Beachtung der Nr. 4.4 das folgende Verfahren maßgebend:
Wenn die Zuwendung oder bei Finanzierung durch mehrere Stellen der Gesamtbetrag der Zuwendung
mehr als 100.000 € beträgt, gilt Folgendes:
Zuwendungsempfangende, deren zuwendungsfähige Ausgaben je Projekt zu nicht mehr als 50 v.H.
aus öffentlichen Mitteln finanziert werden, haben Aufträge nur an fachkundige und leistungsfähige
Anbieter nach wettbewerblichen Bedingungen zu vergeben. Dazu sind mindestens drei Angebote
einzuholen. Leistungen bis zu einem voraussichtlichen Auftragswert von 500 € (ohne Umsatzsteuer)
können unter Berücksichtigung der Haushaltsgrundsätze der Wirtschaftlichkeit und Sparsamkeit ohne
ein Vergabeverfahren sowie ohne Dokumentation der Preisermittlung beschafft werden (Direktkauf).
Zuwendungsempfangende, deren zuwendungsfähige Ausgaben je Projekt zu mehr als 50 v.H. aus
öffentlichen Mitteln finanziert werden, haben unter Beachtung der in den VV zu § 55 LHO festgesetzten Wertgrenzen für die Beschränkte Ausschreibung, die Freihändige Vergabe und den Direktkauf bei
der Vergabe von Aufträgen für Lieferungen und Dienstleistungen den Abschnitt 1 der Vergabe- und
Vertragsordnung für Leistungen (VOL) anzuwenden.
Die VV zu § 55 LHO regelt zu den Wertgrenzen Folgendes:
Beschränkte Ausschreibungen von Lieferungen und Dienstleistungen sind bis zu einem Auftragswert
von 50.000 € ohne Umsatzsteuer ohne Durchführung eines Teilnahmewettbewerbs zulässig.
Darüber hinaus sind Beschränkte Ausschreibungen von Lieferungen und Dienstleistungen unabhängig von den Voraussetzungen des § 3 Absatz 3 und 4 VOL/A nach Durchführung eines Teilnahmewettbewerbs bis zu einem Auftragswert von 100.000 € ohne Umsatzsteuer zulässig.
Eine Freihändige Vergabe ist bis zu einem Auftragswert von 15.000 € ohne Umsatzsteuer möglich.
Bei freihändigen Vergaben sind in der Regel mehrere Angebote (im Allgemeinen mindestens 3) im
Wettbewerb einzuholen.
Bis zu einem voraussichtlichen Auftragswert von 500 € ohne Umsatzsteuer muss gemäß § 3 Abs.6
VOL/A kein Vergabeverfahren durchgeführt werden sowie keine Dokumentation der Preisermittlung
erfolgen (Direktkauf). Es gelten die haushaltsrechtlichen Bestimmungen der Wirtschaftlichkeit und
Bei einem Auftragswert über 100.000 € ohne Umsatzsteuer ist die öffentliche Ausschreibung gem.
VOL/A anzuwenden.
Zur Erfüllung der Verpflichtungen aus Richtlinien der Europäischen Union sind bei der Vergabe von
Aufträgen rechtsverbindlich Teil 4, Kapitel 1 des Gesetzes gegen Wettbewerbsbeschränkungen
(GWB) und die Vergabeverordnung (VgV) anzuwenden, wenn sich der geschätzte Auftragswert wenigstens auf die in § 3 VgV genannten Beträge (EU-Schwellenwerte) beläuft. Weitere Verpflichtungen
aufgrund anderer Vergabebestimmungen sind ebenfalls einzuhalten.
Für die Begründung von maßnahmebezogenen Sachausgaben im Bereich der Gemeinden (GV) gilt:
Bei der Vergabe von Aufträgen zur Erfüllung des Zuwendungszwecks sind die nach dem Gemeindehaushaltsrecht anzuwendenden Vergabegrundsätze zu beachten.
Für die geförderten maßnahmebezogenen Sachausgaben ist eine gesonderte Kostenstelle oder ein
eigener Kontenkreis einzurichten oder alle der Maßnahme zugehörigen Belege sind mit einer von
Ihnen zu vergebenen Maßnahmenummer zu versehen, so dass alle Einnahmen und Ausgaben, unterteilt nach Einnahme- und Ausgabeart, eindeutig der Maßnahme zuzuordnen sind. Diese Unterlagen
sind für eventuelle Überprüfungen vorzuhalten.
Der Kauf von beweglichen Gegenständen ist nur bis zu einem Anschaffungspreis von 410 € (netto)
zuwendungsfähig. Sie müssen für die Durchführung des Projektes notwendig und ihre Anschaffung
wirtschaftlich sein. Für die Beurteilung der Förderfähigkeit ist stets der Anschaffungspreis für den jeweiligen Gegenstand maßgebend, unbeachtlich des prozentualen Einsatzes im Projekt. Die durch die
Zuwendung erworbenen Gegenstände sind während des Maßnahmenzeitraumes an den Zuwendungszweck gebunden. Nach Ende des Durchführungszeitraums gehen sie in das Eigentum des Zuwendungsempfangenden über.
Der Erwerb von Infrastrukturen, Grundstücken und Immobilien, insbesondere unbebauten oder bebauten Grundstücken, Baumaßnahmen, Investitionen in die Infrastruktur sowie produktive oder sonstige
Investitionen sind nicht förderfähig.
Die Zuwendungsempfangenden sind verpflichtet, unverzüglich der Bewilligungsbehörde mitzuteilen,
wenn sie nach Antragsstellung weitere Zuwendungen für denselben Zweck bei anderen öffentlichen
Stellen beantragen oder von diesen erhalten oder wenn sie – gegebenenfalls weitere – Mittel von
Dritten erhalten,
der Verwendungszweck oder sonstige für die Bewilligung der Zuwendung maßgebliche Umstände
sich ändern oder wegfallen,
die abgerufenen oder ausgezahlten Beträge nicht mehr innerhalb von zwei Monaten nach Auszahlung
den Zuwendungsempfangenden zustehen,
ein Insolvenzverfahren über ihr oder sein Vermögen beantragt oder eröffnet wird.
Spätestens drei Monate nach Ablauf des Durchführungszeitraums ist der Anspruch auf die erhaltene
Zuwendung nachzuweisen. Soweit das Ende des Durchführungszeitraums in den Monat Dezember
fällt, gilt der 28. Februar des Folgejahres als spätester Vorlagetermin.
Für Projekte, deren Durchführungszeitraum über den 31.12. andauert, ist bis zum 31.01. des Folgejahres ein Zwischennachweis in der Form des Verwendungsnachweises vorzulegen.
In dem Sachbericht sind die Umsetzung des Projektes sowie das erzielte Ergebnis im Einzelnen darzustellen.
Der zahlenmäßige Nachweis ist durch das Begleitsystem ABBA online zu dokumentieren.
Die beleghafte Dokumentation des zahlenmäßigen Nachweises erfolgt im folgenden Umfang:
Bei teilnehmerbasierten Bewilligungen:
Teilnehmendenlisten.
Bei Bewilligungen für pauschalierte Personal- und Sachausgaben:
Anweisung gem. Nr. 1.1.1 ANBest-ESF.
Für den Nachweis ist die Anweisung wie folgt zu ergänzen:
Die bzw. der Beschäftigte arbeitet mit seiner vollen Arbeitszeit in einer Funktion im Projekt, so haben die Zuwendungsempfangenden und die bzw. der im Projekt direkt Beschäftigte jeweils mit der
Vorlage des Zwischen- und Verwendungsnachweises zu erklären, dass die Bestimmungen der
Anweisung eingehalten werden.
Die bzw. der Beschäftigte arbeitet mit einem Anteil seiner Arbeitszeit direkt im Projekt, so reicht die
Vorlage der Stundenzettel gem. Nr. 1.1.2 aus.Die bzw. der Beschäftigte arbeitet mit seiner Arbeitszeit in mehreren Funktionen im Projekt, so ist für die jeweilige Funktion die Vorlage der Stundenzettel gem. Nr. 1.1.2 der ANBest-ESF erforderlich.
Bei Bewilligungen für maßnahmebezogene Sachausgaben:
Der Nachweis erfolgt durch Rechnung und Dokumentation des Zahlungsflusses (z.B. Kontoauszug, Quittung).
In der Belegliste sind die Einnahmen und Ausgaben in zeitlicher Folge und voneinander getrennt
entsprechend der Gliederung des Finanzierungsplans auszuweisen. Der Nachweis muss alle mit
dem Zuwendungszweck zusammenhängenden Einnahmen (insbes. Zuwendungen, Leistungen
Dritter, Beiträge, Spenden und eigene Mittel) und Ausgaben enthalten. Aus dem Nachweis müssen
Tag, Empfänger/in, Einzahler/in sowie Grund und Einzelbetrag jeder Zahlung ersichtlich sein.
Die Belege müssen die im Geschäftsverkehr üblichen Angaben und Anlagen enthalten, die Ausgabebelege insbesondere d. Zahlungsempfängers/in, Grund und Tag der Zahlung, den Zahlungsbeweis und bei Gegenständen den Verwendungszweck.
Bei Beteiligung an der geförderten Maßnahme durch Überlassung von Personal:
Soweit sich Dritte außerhalb des Finanzierungsplans durch die (unentgeltliche) Überlassung von Personal an der geförderten Maßnahme beteiligen, erfolgt der Nachweis der Arbeitsleistung durch die
Vorlage von Stundenzetteln. Die Stundenzettel sind jedem Begleitbogen beizufügen.
Bei Beteiligung an der geförderten Maßnahme durch Arbeitslosengeld II-Leistungen (ALG IILeistungen):
Der Nachweis, dass von den Teilnehmenden entsprechende ALG II-Leistungen bezogen werden, ist
vom Zuwendungsempfangenden durch Teilnehmendenlisten und Erklärung der Teilnehmenden zu
Neben der elektronischen Übermittlung ist der Zwischen- bzw. Verwendungsnachweis mit dem Begleitbogen, der Belegliste in Papierform sowie den übrigen Dokumentationen und der entsprechenden
subventionserheblichen Erklärung der Zuwendungsempfangenden unterschrieben vorzulegen.
Von den Zuwendungsempfangenden sind die Belege in folgender Form vorzuhalten, auf Aufforderung
den unter Nr. 8.2 genannten Stellen vorzulegen und von den Zuwendungsempfangenden aufzubewahren:
im Original in Papierform oder
als beglaubigte Kopien der Originale oder
als Papierausdrucke elektronischer Rechnungen, wobei grundsätzlich auch die Datei zur Übermittlung (E-Mail) auszudrucken ist, oder
als Belege, die bei den Zuwendungsempfangenden als Dokumente auf Bild- und Datenträgern
aufbewahrt werden. Das Aufnahme- und Wiedergabeverfahren hat den Grundsätzen ordnungsgemäßer Buchführung oder einer in der öffentlichen Verwaltung allgemein zugelassenen Regelung
Zu den Belegen gehören anspruchsbegründende Unterlagen, Vergabeunterlagen, Teilnehmendenfragebögen, Teilnehmendenlisten und Stundenzettel sowie sonstige Unterlagen, soweit sie nach dem
Bewilligungsbescheid vorgeschrieben sind.
Im Zwischen- und Verwendungsnachweis ist zu bestätigen, dass die in den Belegen enthaltenen Angaben richtig sind.
Die ausgefüllten Stundenzettel sind auszudrucken, zu unterschreiben und jedem Begleitbogen beizufügen.
Die Anwesenheit der Teilnehmenden an der Maßnahme ist entsprechend der beigefügten Teilnehmendenlisten zu erfassen.
Angaben zu Teilnehmenden:
Solange für ein Projekt nichts anderes spezifiziert ist, sind Teilnehmendendaten mit den von der Bewilligungsbehörde zur Verfügung gestellten Erhebungsinstrumenten zu erfassen und von den Zuwendungsempfangenden direkt von den Teilnehmenden abzufragen.
Die Erfassung erfolgt durch die Zuwendungsempfangenden für jeden Teilnehmenden zu drei Zeitpunkten:
bei Eintritt in das Projekt,
direkt nach Austritt aus dem Projekt und,
6 Monate nach Austritt aus dem Projekt.
Für die Teilnehmendenfragebögen ist sicherzustellen, dass diese
vollständig ausgefüllt und soweit erforderlich unterschrieben sind,
vor dem Zeitpunkt des nächsten Mittelabrufs vollständig in das System ABBA online eingegeben
zusammen mit den unterschriebenen datenschutzrechtlichen Einverständniserklärungen für Prüfungen vorgehalten werden.
Die Zuwendungsempfangenden haben von allen Teilnehmenden, für die Ausgaben für Kinderbetreuung gewährt werden, eine Erklärung im folgenden Umfang einzuholen:
Die Betreuung des Kindes bzw. der Kinder ist im Zusammenhang mit der Teilnahme der Mutter
oder des Vaters an der Maßnahme notwendig.
Das Kind lebt mit dem Teilnehmenden in häuslicher Gemeinschaft.
Die Kinderbetreuung wird nicht durch Dritte gefördert.
Die Kinderbetreuung erfolgt nicht durch Personen, die mit dem zu betreuenden Kind in einem
Die für den kompletten Nachweis der Verwendung der Förderung notwendigen Belege hat der Zuwendungsempfangende bis zum 31.12.2028 aufzubewahren.
Dürfen Zuwendungsempfangende zur Erfüllung des Zuwendungszwecks Mittel an Dritte weiterleiten,
sind die von den empfangenden Stellen zu erbringenden Verwendungs- oder Zwischennachweise
nach den Vorgaben für die Zuwendungsempfangenden beizufügen bzw. in den entsprechenden Dokumentationen kenntlich zu machen.
Ausgaben für die geförderte Maßnahme, die vor Beginn oder nach Ende des Durchführungszeitraums
entstanden sind oder entstehen, sind nicht zuwendungsfähig. Sind im Durchführungszeitraum alle
Leistungen erbracht worden und verzögert sich die Auszahlung der Zuwendung oder die Verausgabung der Zuwendung durch die Zuwendungsempfangenden auf den Zeitraum nach Ablauf des Durch-
führungszeitraums, so hat dies auf die Förderfähigkeit der Ausgaben keinen Einfluss, da die Zahlungspflicht innerhalb des Durchführungszeitraums begründet wurde.
Die Bewilligungsbehörde sowie nach Nr. 8.2 benannte Stellen sind berechtigt, Bücher, Belege und
sonstige Geschäftsunterlagen zur Prüfung anzufordern, soweit sie nicht unmittelbar mit dem Zwischen- bzw. Verwendungsnachweis vorzulegen sind. Die Berechtigung erstreckt sich auch auf die
Prüfung der Verwendung der Zuwendung bzw. ordnungsgemäße Projektumsetzung durch Einsicht in
die Bücher, Belege und sonstigen Geschäftsunterlagen. Die Prüfung kann vor Ort erfolgen oder durch
Beauftragte vorgenommen werden. Die Zuwendungsempfangenden halten die erforderlichen Unterlagen bereit und erteilen die notwendigen Auskünfte.
Sofern Belege ganz oder teilweise auf zulässigen Datenträgern vorgehalten werden (Nr. 7.5), ist bei
einer Prüfung Zugriff auf alle die Zuwendung betreffenden elektronischen Datenbestände zu gewähren. Die Zuwendungsempfangenden haben zu gewährleisten, dass die gespeicherten Unterlagen
sowie die zu ihrem Verständnis erforderlichen Arbeitsanweisungen lesbar gemacht werden und die
dafür erforderlichen Daten, Programme, Maschinenzeiten und Hilfsmittel (z.B. Personal, Bildschirme,
Lesegeräte) bereitgestellt werden. Auf Anforderung der unter Nr. 8.2 benannten Stellen sind die elektronischen Daten maschinell auszuwerten und/oder die gespeicherten Unterlagen und Aufzeichnungen
in lesbarer Form oder auf allgemein üblichen Datenträgern zur Verfügung zu stellen.
Im Falle der Weiterleitung der Zuwendung ist sicherzustellen, dass die vorstehenden Rechte auch
durch die empfangenden Stellen (Weiterleitungsempfangende) schriftlich eingeräumt werden.
Neben der Bewilligungsbehörde sind der Europäische Rechnungshof, die Europäische Kommission,
der Landesrechnungshof, die Prüfbehörde für den ESF in Nordrhein-Westfalen, die Bescheinigungsbehörde für den ESF in Nordrhein-Westfalen und die Verwaltungsbehörde für den ESF in NordrheinWestfalen sowie von diesen Beauftragte berechtigt, zu prüfen. Die Zuwendungsempfangenden haben
den prüfenden Stellen und Personen Akteneinsicht zu gewähren und die Beantwortung von Fragen
durch Anwesenheit einer für das Projekt verantwortlichen Person zu ermöglichen.
Die Zuwendungsempfangenden sind verpflichtet, für wissenschaftliche Untersuchungen im Rahmen
der Evaluierung Informationen über die geförderte Maßnahme zur Verfügung zu stellen, sofern datenschutzrechtliche Belange dem nicht entgegenstehen.
Die Zuwendung ist unverzüglich zu erstatten, soweit ein Zuwendungsbescheid nach Verwaltungsverfahrensrecht (insbesondere §§ 48, 49 VwVfG. NRW.) oder anderen Rechtsvorschriften mit Wirkung für
die Vergangenheit zurückgenommen, widerrufen oder sonst unwirksam wird.
Der Erstattungsanspruch wird insbesondere festgestellt und geltend gemacht, wenn
eine auflösende Bedingung eingetreten ist (z.B. nachträgliche Ermäßigung der Ausgaben oder Änderung der Finanzierung nach Nr. 3 ANBest-ESF),
Ein Widerruf mit Wirkung für die Vergangenheit kann auch in Betracht kommen, soweit Zuwendungsempfangende
ausgezahlte Beträge nicht innerhalb von zwei Monaten nach der Auszahlung zur Erfüllung des Zuwendungszwecks verwenden,
Auflagen nicht oder nicht innerhalb einer gesetzten Frist erfüllen, sowie Mitteilungspflichten (Nr. 6)
nicht rechtzeitig nachkommen.
Der Erstattungsanspruch ist mit 5 Prozentpunkten über dem Basiszinssatz jährlich zu verzinsen (§ 49a
Abs. 3 Satz 1 VwVfG. NRW.).
Werden ausgezahlte Beträge nicht innerhalb von zwei Monaten nach der Auszahlung zur Erfüllung
des Zuwendungszwecks verwendet und wird der Zuwendungsbescheid nicht zurückgenommen oder
widerrufen, können für die Zeit von der Auszahlung bis zur zweckentsprechenden Verwendung ebenfalls Zinsen in Höhe von 5 Prozentpunkten über dem Basiszinssatz jährlich verlangt werden (§ 49a
Abs. 4 VwVfG. NRW.). Entsprechendes gilt, wenn die Zuwendung in Anspruch genommen wird, obwohl etwaige Zuwendungen anderer Zuwendungsgeber, vorgesehene eigene oder sonstige Mittel der
Zuwendungsempfangenden anteilig oder vorrangig einzusetzen sind.
Die Zuwendungsempfangenden sind gehalten, bei jeder Form der Darstellung einer aus Mitteln des
Landes Nordrhein-Westfalen und des Europäischen Sozialfonds (ESF) finanzierten Maßnahme an
herausgehobener Stelle auf die Förderung hinzuweisen.
Insbesondere sind folgende Maßnahmen durchzuführen:
Information an die Projektbeteiligten (z.B. Teilnehmende, Unternehmen und deren Beschäftigte)
über die Förderung aus Mitteln des Landes Nordrhein-Westfalen und der EU bzw. des ESF,
Aufnahme von Hinweisen auf die Förderung aus Mitteln des Landes Nordrhein-Westfalen und der
EU bzw. des ESF in Teilnahmebestätigungen und Bescheinigungen,
Hinweise auf die Förderung im Rahmen der Öffentlichkeitsarbeit der Zuwendungsempfangenden
(z.B. bei allen bereitgestellten Informations- und Publizitätsmaßnahmen wie Berichten, Veröffentlichungen, Pressemitteilungen, Print- und Internetveröffentlichungen),
Anbringen eines Plakats (Mindestgröße A3) mit Informationen zum Projekt und einem Hinweis auf
die Förderung aus Mitteln des Landes Nordrhein-Westfalen und der EU bzw. des ESF an einer gut
sichtbaren Stelle (z.B. im Eingangsbereich) während der Durchführung des Vorhabens,
Einstellung einer kurzen Beschreibung des Vorhabens auf der Website der Zuwendungsempfangenden, soweit eine solche existiert. Die Beschreibung muss im Verhältnis zu dem Umfang der
Förderung stehen und auf die Ziele und Ergebnisse des Vorhabens eingehen sowie die finanzielle
Unterstützung durch die EU und das Land Nordrhein-Westfalen hervorheben.
Dabei sind die nachfolgende Standard-Formulierung zu verwenden und entsprechend den Möglichkeiten die Embleme / Logos des Landes Nordrhein-Westfalen und des ESF beizufügen.
„Mit finanzieller Unterstützung des Landes Nordrhein-Westfalen und des Europäischen Sozialfonds.“
Bei jeder der o.g. Maßnahmen sind die Embleme des Landes Nordrhein-Westfalen und der EU
sowie das Logo „ESF in Nordrhein-Westfalen“ zu verwenden. Sofern weitere Embleme / Logos
verwendet werden, sind alle Embleme / Logos gleichberechtigt hinsichtlich Anordnung und Größe
anzubringen. Die Embleme / Logos sowie Vorgaben zur Verwendung sind im Internet unter
http://www.mais.nrw zu finden. Vertiefte Informationen sind in der Verordnung (EU) Nr. 821/2014
vom 28.07.2014, veröffentlicht im Amtsblatt der Europäischen Union (EU) Nr. L 223/7. S. 1 ff vom
29.07.2014 aufgeführt.
Es wird darauf hingewiesen, dass aus dieser Bewilligung nicht geschlossen werden kann, dass die
Förderung auch in künftigen Haushaltsjahren im bisherigen Umfang erfolgt. Es ist nicht auszuschließen, dass die Entwicklung der Haushaltslage des Landes Kürzungen von Zuwendungen im Rahmen
der Haushaltsplanung erfordert oder Zuwendungen deswegen ganz entfallen. Dieses Finanzrisiko,
muss von den Zuwendungsempfangenden insbesondere bei Abschluss, Änderung oder Verlängerung
von Verträgen (z.B. für Mietobjekte oder für Personal) berücksichtigt werden.
Soweit nach dem Zeitpunkt der Bewilligung von der EU weitere Auflagen hinsichtlich der Begleitung,
Bewertung, Berichterstattung und Prüfung beschlossen werden, kann dieser Bescheid nachträglich
LPR Anhang 7

References: § 44
 § 44
 § 44
 § 44
 § 44
 § 1
 § 44
 § 44
 § 44
 § 44
 § 35
 § 2
 § 44
 §
110
 § 14
 § 14
 § 36
 § 55
 § 55
 § 3
 § 3
 § 3