Source: http://anleger-beteiligungen.de/index.php?id=272
Timestamp: 2019-04-22 10:26:37+00:00

Document:
Anleger Beteiligungen: Investoren-Brief 2015 07 23
Ausgabe 30/2015 | 23.07.2015 | 28.967 Abonnenten | frühere Investoren-Briefe (Archiv) | Als E-Mail versenden
Leitartikel: OECD: Bankbranche hemmt Wachstum
Hogan Carpets
Exclusivmassivhaus UG
Reformgesetz gegen Dispo-Fallen der Banken
Kapitalanlagen gemäß dem Nachhaltigkeitsprinzip
Nachrangdarlehen und partiarische Darlehen BaFin-frei
Karin Kneissl: Der Energiepoker
OECD: Bankbranche hemmt Wachstum
Dass eine moderne Volkswirtschaft nicht ohne Finanzbranche auskommt, bestreitet niemand. Aber in einer vorgelegten Studie kommt die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) allerdings zu dem Schluss, dass die Finanzbranche nicht zu groß und einflussreich werden dürfe. Dann behindern die Finanzinstitute das Wachstum einer Volkswirtschaft und verstärken die Einkommensungleichheit.
Kritisch werden in der Studie insbesondere die Banken beleuchtet. Ein Übergewicht der Banken in der Unternehmensfinanzierung führt dazu, dass weniger rentable Investitionen finanziert werden und hoch talentierte Arbeitskräfte weggelockt würden, in denen sie einen produktiveren Beitrag hätten leisten können. Nach Auffassung der OECD steigen obendrein die impliziten Kosten für staatliche Garantien zur Bankenstützung, die notwendig würden, weil die Schwierigkeiten einzelner Großbanken die Stabilität des Finanzsystems als Ganzes gefährden könnten.
In den meisten OECD-Ländern werde ein weiteres Ansteigen der Bankkredite an die Privatwirtschaft das Wachstum verlangsame. Je 10% Kreditwachstum beziffert die Studie diesen Wachstumsverlust auf 0,3% des Bruttoinlandsprodukts. Dabei entfalle der größere Anteil der Last auf Wohnungsbaukredite. Dagegen sei die Finanzierung über die Börse und den Aktienmarkt weiter dazu angetan, das Wachstum zu fördern: Um 0,2% je Anstieg der Marktkapitalisierung um 10%.
Insgesamt ist nach Auffassung der OECD die Deregulierung der Finanzmärkte in den letzten 40 Jahren vor der Finanzkrise zu weit gegangen und habe die wirtschaftliche Basis der Banken und Volkswirtschaften geschwächt.
Die Forderungen, welche die OECD aus ihrer aktuellen Studie ableitet, sind nicht neu:
Eine stärkere Regulierung der Kreditvergabe,
Entflechtungen großer Banken,
Aufstellung glaubwürdiger Abwicklungspläne für den Ernstfall,
Abspaltung risikoreicherer Geschäftszweige,
stärkere Beteiligung privater Gläubiger an möglichen Verlusten,
nachhaltigere Entlohnung der Banker und
Beseitigung der steuerlichen Bevorzugung der Kreditfinanzierung.
Langfristig wird durch eine wiedergewonnene Stabilität des Finanzsystems auch das Vertrauen der Bevölkerung und der Kunden in den Bankensektor wieder hergestellt.
Hogan Carpets öffnet sich zur Auftragsvorfinanzierung Investoren und privaten Anlegern mit interessanten Renditeangeboten
Hogan Carpets aus Bad Schwalbach ist auf dem Markt der Teppichverlegung für Großobjekte tätig. Auf diesem Markt ist der Wettbewerb begrenzt. Dennoch hat das handwerkliche Können in Qualität und Quantität dafür gesorgt, seit 30 Jahren ohne Werbung Aufträge zu generieren. Deshalb nimmt Herr Hogan mit seinen sieben Mitarbeitern und Fachverlegern kontinuierlich zu Zwecken der Weiterbildung an Schulungen teil. Zur weiteren Präsenz auf dem Markt und zur Firmen-Akkreditierung, investierte der Unternehmer 2014 mehr als Euro 15.000,00 in Schulungen und Lehrgänge bei dem US Air Force Belag-Hersteller und Lieferant der US Air Force in den USA.
Eine Expansion des Unternehmens ( www.hogan-carpets.de ) und eine Erhöhung des Umsatzes ist erst mit weiteren finanziellen Mitteln umsetzbar. Auftragsangebote sind am Markt genügend vorhanden. Alleine in 2014 ist für das Projekt „Hotel Edelweiß“ in Garmisch Patenkirchen der US Air Force, ein Liefervertrag in Höhe von 350.000,00 € durch fehlende Vorfinanzierung entgangen. Investment wird wie folgt verwendet:
Material-Vorfinanzierung von Großobjekten
Einkauf auf Skontobasis
Vermeiden von teuren Bank-Kontokorrent-Kosten
Ausbau und Erweiterung der Geschäftsbeziehung und Generalverträge der US Force Europe
Aufbau der Alleinvertretung der Firma Shaw Industries in ganz Europa mit einem Umsatzvolumen von ca. 616.000,00 €. Der Wechsel der Lieferanten der USAF, Mowhawk Industries zu Shaw Industries ermöglicht uns weitere Möglichkeiten an Vergabe zukünftiger Aufträge.
Expansion durch Aufbau der Alleinvertretung der Firma Milliken (Sitz in England) für Deutschland. Um Lieferzeiten innerhalb Deutschland zu verkürzen – Aufbau eines neuen Lagerprogramms – Anmietung neuer Lagerflächen, dienend als Hauptlager für Milliken-Produkte für Deutschland
Beginn einer Kooperation mit Kempinski Hotels-Renovierungen
Kempinski Altlantik Hotel Hamburg
Kempinski Tachenber Palais Dresden
Kooperation mit „Blackrock“ europaweit
Neue Aufträge 2016:
US Air Force Ramstein Umsatz 400.000,00 €
Kempinski Hotels Umsatz 250.000,00 €
USAF UK Stützpunkte Umsatz 150.000,00 €
Shaw Kooperation Umsatz 616.000,00 €
Durch die Kapitalbeschaffung bekommt das Unternehmen finanziellen Freiraum und ist in der Lage den Umsatz durch vorfinanzierte Materiallieferungen zu verdoppeln.
Anleger können sich auf vielfältige Weise beteiligen. Bei nur sieben Jahren Mindestlaufzeit mit einer Genussrechtsbeteiligung sowie einer Zeichnungssumme ab Euro 10.000,- erhält ein begrenzter Investorenkreis bis zu 6,5 % Grunddividende p.a. zuzüglich einer Überschussdividende in Höhe von anteiligen 15 % des Bilanzgewinns. Ferner wird eine Anleihe mit einem Staffelzins von bis zu 5,5 % p.a. Festverzinsung ab einer Mindestbeteiligung von Euro 100.000,- bei einer Laufzeit von 5 Jahren und ein Nachrangdarlehen mit einer Laufzeit von vier Jahren zu 5 % Zinsen p.a. angeboten.
Weitere Informationen erhalten interessierte Investoren per Mail an info@hogan-carpets.de direkt von dem Inhaber Herrn Carl Hogan bei entsprechender Anfrage. Die Dr. Werner Financial Service AG ( www.finanzierung-ohne-bank.de ) betreut das Unternehmen am Kapitalmarkt.
Teppichverlegung für Großobjekte
Email: carl.hogan@gmx.de
Tel.: 06124 / 72 61 60
Fax: 06124 / 72 61 62
Mobil: 0151 / 42358219
Website: www.hogan-carpets.de
Email: info@hogen-carpets.de
Exclusivmassivhaus UG mit ihrem Netzwerk von Architekten, Baufirmen und Ingenieuren in Deutschland, Österreich und in der Schweiz geht an den Kapitalmarkt
Das Unternehmen Exclusivmassivhaus UG aus Mannheim, ins Leben gerufen 1988, ist ein Anbieter von Fertighäusern und Massivhäusern in Deutschland, Österreich und in der Schweiz. Als Partner steht der Firma Exclusivmassivhaus UG ( http://exclusivmassivhaus.de )eine Arbeitsgemeinschaft (ARGE) von Architekten, Baufirmen und Ingenieuren mit langjährigen Erfahrungen zur Verfügung. Das Unternehmen plant und erstellt zusammen mit den Partnern für Privatpersonen oder Unternehmen moderne energieoptimierte Einfamilien- und Mehrfamilienwohnhäuser sowie Geschäftshäuser. Der Leistungsumfang wird stets zum garantierten Festpreis angeboten. Die Architekten und Ingenieure setzen das jeweils gewünschte Konzept, die Planung und Errichtung von Passivhäusern professionell um.
Im Unternehmensverbund erhalten alle Kunden eine Rundum-Betreuung aus einer Hand. Es beginnt mit der EnEV für Ihre Finanzierung und endet mit der Bauüberwachung bis zur schlüsselfertigen Übergabe. Mit Kooperationspartnern in Deutschland, Österreich und Schweiz verfügt das Unternehmen über ein perfektes Netzwerk, um die Interessenten für die Zukunft optimal abzusichern. Außerdem haben die Kunden mit diesem hoch spezialisierten Team Zugriff auf unabhängige Vermittler von günstigen Baukrediten und verlässlichen Finanzierungslösungen.
Einem begrenzten Anleger- und Investorenkreis wird die Möglichkeit geboten, im Rahmen einer Small-Capital-Platzierung am weiter steigenden Erfolg des Unternehmens teilzuhaben. Ausgegeben werden renditeorientierte, unmittelbare Unternehmensbeteiligungen ab einer Mindestbeteiligung von Euro 10.000,- in Form von typisch stille Beteiligungen und als Genussrechte ( Mindestlaufzeiten ab 5 bzw. 7 Jahren ) mit einer jeweiligen, jährlichen Ausschüttung von bis zu 6,5 % plus Übergewinnanteile sowie fünfjährige Anleihen ab Euro 100.000,- mit einer Festverzinsung von 5,5 % p.a. und ferner Nachrangdarlehen ab Euro 5.000,- mit einer Laufzeit von fünf Jahren und einer Verzinsung von 5 % p.a..
Ausführliche Informationen werden unter der genannten Mailadresse info@exclusivmassivhaus.de zur Verfügung gestellt. Ansprechpartner zur ersten Kontaktaufnahme und für die Fragen von potentiellen Investoren ist der Geschäftsführer Herr Uwe Röder. Das Beteiligungsangebot wurde aufbereitet und wird unterstützt von der Dr. Werner Financial Service AG ( www.finanzierung-ohne-bank.de ).
Frau Olga Smilovitskaya
Email: info@exclusivmassivhaus.de
Internet: www.exclusivmassivhaus.de
Tel.: 0621 / 43710114
Fax: 0621 / 43700106
Mobil: 0163 / 8506148
Die Banken machen aus den Dispokrediten ein großes Geheimnis. Kein Wunder, denn sie verdienen mit den Zinsen auf diese Überziehungen sehr viel Geld. Daher geben die Geldhäuser auch keine Auskunft über die Anzahl der Kunden, die sich verschulden, oder die Höhe, in der sie sich verschulden.
Als die Zeitschrift „Finanztest“ im vergangenen Herbst bei 1.600 Banken nach den Konditionen recherchierte, verweigerten mehr als 600 Kreditinstitute eine Antwort komplett, auch im Internet wurden die Dispozinsen nicht veröffentlich. Viele hatten nicht einmal einen Aushang, aus dem hervorgeht, in welcher Höhe Strafzinsen erhoben werden. Auch deshalb überlegt Bundesverbraucherminister Maas (SPD) den Geldinstituten vorzuschreiben, ihre Konditionen sowohl in der Filiale als auch im Internet zu veröffentlichen.
Dabei würde mehr Information nottun, denn immer noch gehören die Deutschen zur internationalen Spitzengruppe der Kreditnehmer. Eine repräsentative Umfrage kommt zu dem Ergebnis, dass etwa 43% der Befragten ihren Dispokredit wenige Male im Jahr überziehen, für 17% ist sie sogar eine regelmäßige Geldquelle. Mehr als 30% der Dispobezieher nutzen ihren Kreditrahmen vornehmlich in Beträgen über 500,00 Euro.
Die effektiven Zinsen für die Überziehung sollen laut Bundesbank bei etwa 9% liegen. Der Vergleichszinssatz, zu dem die Banken sich untereinander Geld leihen können, der 3-Monats-Euribor, liegt bei rund 0,04%. Damit erzielen die Banken eine unanständige Rendite von 9%.
Laut Bundesbank lag das Neugeschäftsvolumen bei Überziehungskrediten und revolvierenden Krediten bei knapp 36 Mrd. Euro. Die Deutschen zahlen damit im Durchschnitt rund 40 Euro an ihre Bank für den Dispokredit, zusätzlich natürlich zu evtl. Kontoführungsgebühren und anderen Kosten. Da sich die Banken aber auch nicht zu den Ausfallraten äußern, ist es allerdings schwierig, ihren Gewinn zu schätzen. Erfahrungsgemäß ist die Ausfallrate bei den Dispokrediten aber eher sehr niedrig. Von der Stiftung Warentest wurden Ausfallraten zwischen 0 und 3,8% geschätzt. Damit gelten die Kredite als relativ Ausfallsicher für die Geldhäuser.
Der Dispokredit fällt für die Nutzer indes nicht weiter ins Gewicht, wenn er kurzfristig genutzt wird. Doch richtig teuer wird es bei einem Dispositionskredit, wenn er über das gesamte Jahr geht.
Doch was können nun Menschen tun, die trotzdem kurzfristig an Geld kommen müssen?
Zuerst gilt die eiserne Regel: Schuldentilgung vor Vermögensaufbau.
Das heißt konkret: Bevor der Dispo beansprucht wird, sollte man evtl. vorhandene Tagesgeldkonten oder Sparbücher auflösen. Sollte das Geld dann immer noch nicht reichen, kann man in den Dispositionskredit gehen, aber das sollte auch nur dann geschehen, wenn man weiß, dass er auch kurzfristig zurückgezahlt werden kann, denn ansonsten wird es teuer.
Wenn ab und an der Dispokredit genutzt wird, kann auch ein Wechsel zu einer anderen Bank günstig sein. Zum Teil haben die Direktbanken deutlich günstigere Konditionen als ihre Filial-Konkurrenten.
Falls der Dispokredit dagegen wirklich regelmäßig genutzt wird, lohnt sich tatsächlich der Vergleich mit einem Ratenkredit. Die Verbraucherzentralen empfehlen das, sobald man länger als 6 bis 9 Monate im Dispo steckt. Die Zinsen für einen Ratenkredit sind fast immer um die Hälfte niedriger.
Nun hat das Bundeskabinett aktuell einen Gesetzentwurf beschlossen, die Kreditinstitute zu verpflichten, die Kunden von Banken und Sparkassen, die ihr Girokonto permanent überziehen, künftig über billigere Finanzierungsmöglichkeiten zu informieren.
Der Gesetzentwurf des Bundesministers der Justiz und Verbraucherschutz sieht vor, dass ein Beratungsgespräch, wenn ein Dispositionskredit dauerhaft und in erheblicher Höhe genutzt wird, verpflichtend ist. Der Bundesminister zeigte sich bei der Vorstellung des Gesetzesentwurfs überzeugt, dass ein Beratungsgespräch über Alternativen zum Dispo in vielen Fällen helfen wird, wenn Verbraucher in der Dispo-Falle stecken.
Bundesjustizminister Maas wies darauf hin, dass die Banken auch verpflichtet wären, über die Höhe der Dispozinsen auf ihrer Webseite gut sichtbar zu informieren. Dadurch versetzte man die Verbraucher in die Lage, die Zinssätze schnell und einfach miteinander zu vergleichen. „Damit machen wir es den Banken schwerer, unangemessen hohe Dispozinsen zu verlangen“, erläuterte Maas.
Die in der Deutschen Kreditwirtschaft zusammengeschlossene Spitzenverbände begrüßen den Vorschlag der Bundesregierung, dass Beratungsangebot an Kunden zu richten, die den Dispositionskredit über einen längeren Zeitraum und in einem erheblichen Umfang nutzen. Auf diese Weise wird sichergestellt, dass die neue Maßnahme zielgerichtet dort eingesetzt wird, wo tatsächlich Probleme bestehen können. Banken und Sparkassen würden in den Gesprächen gemeinsam mit dem Kunden Lösungsmöglichkeiten ausloten.
Wie aus dem Gesetzentwurf hervorgeht, gab es zuletzt rund 100 Mio. Girokonten in Deutschland, 75% davon haben einen Dispo-Rahmen. Diesen nutzen 4,8 Mio. länger als 6 Monate und mit mehr als 75% der eingeräumten Summe. Hinzu kommen 1,85 Mio. Fälle, in denen kein Dispokredit vereinbart worden ist, aber dennoch das Konto länger erheblich im Minus steht.
Nachhaltigkeit oder das sog. grüne Investieren spielt eine immer größere Rolle. Das Interesse an diesen Kapitalanlagen wächst. Jüngstes Beispiel für einen inzwischen auf den ersten Blick etwas grüneren Investor ist der norwegische Staatsfonds, der sich allerdings seit Jahrzehnten aus den Öleinnahmen des Landes speist. Anfang Juni beschloss das Parlament in Oslo einstimmig, dass der staatliche Ölfonds künftig nicht mehr in Kohleunternehmen investieren soll.
Immer mehr deutsche Großanleger investieren nachhaltig wie Versicherer, Pensionskassen, Unternehmen, Stiftungen oder Family Offices. Dies hat die Fondgesellschaft Union Investment nun in einer Studie festgestellt. Demnach berücksichtigen 58% dieser Großinvestoren Nachhaltigkeitskriterien bei der Kapitalanlage. Im Vorjahr lag der Anteil bei 56% und ist steigend. Das Interesse an der Nachhaltigkeit scheint nachhaltig zu sein: Ein Ausstieg aus dieser Art der Kapitalanlage ist demnach für 80% der Investoren undenkbar. Trotz mancher Vorbehalte wachse die Akzeptanz nachhaltiger Investmentstrategien. Nachhaltigkeit hat inzwischen einen festen Platz in den Portfolios vieler institutioneller Investoren.
Auch private Anleger können guten Gewissens investieren. Zumindest finden sie immer mehr Möglichkeiten, ihr Geld nachhaltig anzulegen. Gleichwohl ist die Auswahl des richtigen Investments nicht leicht. Einheitliche Kriterien oder Regeln für Nachhaltigkeit fehlen bislang. Künftig soll es immerhin eine Art Qualitätssiegel vom Fachverband für Nachhaltige Geldanlagen (FNG) geben. Nach Daten des Sustainable Business Institute (SBI) waren in Deutschland, Österreich und der Schweiz zuletzt fast 400 nachhaltige Publikumsfonds zum Vertrieb zugelassen. Anleger haben dort aktuell 47 Mrd. Euro investiert. Das SBI berücksichtigt dabei Fonds, die in besonderer Weise soziale, ökologische oder ethische Kriterien verfolgen. Das Verfahren basiert auf den Angaben der Fondsgesellschaften.
Doch für Privatanleger sind nachhaltige Investments nur ein Nischenprodukt. Nach Daten des Fondsverbandes BVI betrug das Vermögen aller Publikumsfonds aktuell 883 Mrd. Euro. Nur etwa 1,4% dieses Fondsvermögens ist in Produkten für das sog. gute Gewissen investiert gewesen.
Privatanleger wählen die für ihre verantwortungsbewussten Geldanlagen vor allem Aktien aus. Nach Berechnungen des SBI waren Ende März rund 25 Mrd. Euro in 205 nachhaltigen Aktienfonds angelegt. 9,5 Mrd. Euro lagen in 76 Rentenfonds und 8,5 Mrd. in 75 Mischfonds. Freilich gibt es auch zu diesem Anlagethema passive börsengehandelte Indexfonds (ETF), in denen zuletzt 1,6 Mrd. Euro investiert waren.
Perfekt ist die Welt, wenn mit einem guten Gewissen auch noch eine gute Rendite zu erzielen ist. Die Aktienfonds, die schon im Jahr 2014 aufgelegt waren, haben sich nach Angaben des SBI in der ersten Jahreshälfte sehr unterschiedlich entwickelt, die Rendite habe zwischen -3% und +32% gelegen. Dabei unterscheiden sich die Aktienfonds sehr deutlich voneinander. Es gibt breite internationale Fonds oder spezialisierte Produkte mit regionalem Anlageschwerpunkt sowie Technologie- und Themenfonds.
Wie bewerten nun Anleger ihre nachhaltigen Investments?
Die Studie von Union Investment in Zusammenarbeit mit der Universität Stuttgart ergab, dass mehr als die Hälfte der nachhaltig investierenden Großanleger mit ihrem Ansatz zufrieden sind. Keinen Unterschied im Vergleich zu konventionellen Investments sehen die meisten Anleger im Blick auf die Rendite. Rund 18% schätzen das Renditepotenzial sogar höher ein.
Und was sind die Gründe für nachhaltiges Investieren?
Gut 90% der Anleger sehen der Studie zufolge in diesen Investments die mit Abstand wirkungsvollste Maßnahme, um als Unternehmen oder Organisation einen Beitrag zum Thema Nachhaltigkeit zu leisten. An zweiter Stelle wird gute Unternehmensführung genannt, gefolgt von sozialem Engagement und Maßnahmen zum Umweltschutz. Ein wichtiges Motiv für nachhaltige Anlagekriterien ist auch das Risikomanagement. Vor allem Stiftungen, Pensionskassen und Kreditinstitute führen häufig diesen Beweggrund an. Für die Studie wurden 200 institutionelle Investoren gefragt, die zusammen ein Vermögen von fast 3 Billionen Euro verwalten.
Aber viele große Investoren legen jedoch nach wie vor keinen Wert auf nachhaltige Geldanlagen. Ihr Anteil liegt immer noch bei 42%. Ihre Zurückhaltung begründen diese Anleger von einem mit fehlenden Vorgaben in den Anlagerichtlinien, mangelnder Nachfrage seitens der Gremien oder der Kunden. Als Hemmnisse würden daneben ein befürchteter hoher administrative Aufwand, niedrigere Renditeerwartungen sowie eine mögliche Einschränkung des Risikomanagements genannt. Bei der Auswahl müssen Anleger jedenfalls ganz genau hinschauen. Denn die verschiedenen Ansätze und Portfolios für verantwortungsbewusste Investments sind nur schwer vergleichbar, ungeachtet der Rendite, die letztlich unter dem Strich steht und auch seine besondere Bedeutung hat.
Nachrangdarlehen und partiarische Darlehen sind ab dem 10.07.2015 bis zu je 20 Anteilen BaFin-frei und prospektfrei platzierbar
Nachrangdarlehen und partiarische Darlehen sind auch unter dem Kleinanlegerschutzgesetz mit bis zu 20 Anteilen BaFin-frei und prospektfrei genauso betragsunabhängig platzierbar wie weiterhin die stille Beteiligung, die Genussrechte und die Namensschuldverschreibung.
Grundsätzlich ist zwar für die öffentliche Kapitalbeschaffung eine Bankenaufsichtsgenehmigung der BaFin in Frankfurt/Main - Abteilung Wertpapieraufsicht - erforderlich. Dies ist jedoch in "geringfügigen" Fällen dann nicht der Fall, wenn das kapitalsuchende Unternehmen bei den sogen. Finanzinstrumenten nicht mehr als 20 Kapitalgeber bzw. Privatinvestoren pro Finanzinstrument an dem Betrieb beteiligt ( siehe § 2 Nr. 3 Vermögensanlagengesetz VermAnlG ).
Die sogen. Bereichsausnahmen des Vermögensanlagengesetzes n.F. stellen dabei auf die "Anzahl der Anteile" ab, die maximal gezeichnet werden dürfen. Es dürfen somit 20 Genussrechtsanteile, 20 stille Gesellschaftsanteile oder 20 Kommanditanteile und nun ab dem 10. Juli 2015 auch ( nur noch ) 20 Nachrangdarlehensanteile und 20 partiarische Darlehensanteile ohne jede Beschränkung platziert werden. Insoweit ist lediglich darauf zu achten, dass jeder Anleger jeweils nur "einen Anteil" - in welcher Volumengröße auch immer - zeichnet.
Nachrangdarlehen und partiarische Darlehen gehören jetzt gemäß § 2 Abs. 1 Nr. 3 a) Vermögensanlagengesetz n.F. ab dem 10. Juli 2015 zu den Vermögensanlagen, für die diese Bereichsausnahme ebenfalls gilt, wonach u.a. eine Prospektpflicht nicht besteht, sofern nicht mehr als 20 Nachrang-Darlehensanteile platziert werden. Diese „Geringfügigkeitsgrenze“ für Vermögensanlagen wird jetzt auch entsprechend einer klarstellenden Mitteilung der BaFin für Nachrangdarlehen bestätigt ( BaFin-Information von Anfang Juli 2015 ), so dass Nachrangdarlehen und partiarische Darlehen außerhalb von Crowdfunding-Portalen in gewissem Umfang frei platziert werden dürfen, soweit eben nicht mehr als 20 Nachrangdarlehens-Anteile "verkauft" werden. Die Höhe der dabei platzierten Nachrangdarlehensanteile ist ohne Bedeutung, so dass bei den 20 Anteilen keine Betrags- bzw. Volumen-Beschränkungen bestehen. Soweit es mehr als 20 Nachrangdarlehens-Anteile sind, ist der Verkauf bis zu Euro 2,5 Mio. nur über Crowdfunding-Portale prospektfrei möglich, wobei der einzelne Anleger nicht mehr als Euro 10.000,- zeichnen darf. Gem. § 2 Abs. 1 Nr. 3 c) VermAnlG bleiben Nachrangdarlehen ab einer Mindestbeteiligung von Euro 200.000,- sogar wieder in Gänze prospektfrei bzw. BaFin-frei.
Mit dem Inkrafttreten des Kleinanlegerschutzgesetzes wurden in § 1 Abs. 2 Nr. 3 und 4 partiarische Darlehen, Nachrangdarlehen und über eine Generalklausel in § 1 Abs. 2 Nr. 7 grundschuldbesicherte Darlehen und bestimmte Arten von Direkt-Investments als wirtschaftlich vergleichbare Vermögensanlagen in den Anwendungsbereich des Vermögensanlagengesetzes (VermAnlG) als Finanzinstrumente aufgenommen.
Mit dem Abschnitt I des Vermögensanlagengesetzes wird der Geltungsbereich des Vermögensanlagengesetzes zunächst auch auf Nichtwertpapiere ausgedehnt ( § 1 Abs. 2 Nr. 1 - 7 VermAnlG n.F. ). Dies sind z.B. die nicht wertpapierverbrieften stillen Beteiligungen, vinkulierte Namensgenussrechte, partiarische Darlehen, Nachrangdarlehen oder KG-Anteile. Davon gibt es acht Ausnahmetatbestände ( Bereichsausnahmen ), soweit die gesetzlichen Eingreifkriterien unterschritten werden.
Prospektfrei und BaFin-frei sind:
Auch Wertpapiere ( z.B. Aktien oder Anleihen ) sind nach dem Wertpapierprospektgesetz Bafin-genehmigungsfrei, wenn die Mindestzeichnungssumme und der Nennwert des zu platzierenden Wertpapiers mindestens Euro 100.000,- ( oder höher ) beträgt.
Über die Generalklausel in § 1 Abs. 2 Nr. 7 wurden bestimmte Arten von Direkt-Investments als wirtschaftlich vergleichbare Vermögensanlagen in den Anwendungsbereich des Vermögensanlagengesetzes (VermAnlG) als Finanzinstrumente aufgenommen. Unter Direkt-Investments in diesem Sinne können z. B. Beteiligungen an dem Erwerb einzelner Immobilien, Container, Goldanlagen oder von sonstigen Rohstoffen mit einer zugesagten jährlichen Verzinsung und einem Rückerwerb der Kapitalanlage nach einem gewissen Zeitraum fallen.
Soweit materielle Wirtschaftsgüter zu Gesamthandseigentum erworben werden, kommt grundsätzlich das Vermögensanlagengesetz und eventuell das Kapitalanlagegesetzbuch ( KAGB ) zur Anwendung. Soweit die beispielhaft genannten Wirtschaftsgüter zu Alleineigentum ( z.B. auch in der Form des Bruchteilseigentums ) erworben werden und keine Zinsversprechen oder Rückkaufsverpflichtungen übernommen werden, kommen die Vorschriften des Kleinanlegerschutzgesetzes ( also das Vermögensanlagengesetz und § 34 f GewO ) nicht zur Anwendung.
29,90 € (D), 30,80€ (A), sFr. 52,20
ISBN 978-3-89879-448-0
Erdöl, Kohle und Erdgas dominieren den Energiemarkt. Und alle drei dieser fossilen Brennstoffe sind knapp und damit teuer. Geopolitische Restriktionen, Spekulationen sowie Marktpsychologie spielen am Energiemarkt ebenso eine Rolle wie das Gesetz von Angebot und Nachfrage. Seit der Energiebedarf sich besonders rasch entwickelnder Schwellenländer wie China und Indien rapide wächst, verursachen ihre enormen Importe eine absehbare Preiskrise. Schon seit 20 Jahren ist der weltweite Ölverbrauch größer als die Menge neu erschlossener Ölvorkommen. Diese Knappheit verursacht Probleme mit denen sich Wirtschaft und Politik in den kommenden Jahrzehnten beschäftigen werden müssen. Denn diese Knappheit ist brandgefährlich für das internationale Gleichgewicht. Dr. Karin Kneissl eröffnet dem Leser alles Wissenswerte über den Energiesektor. Alle Zusammenhänge zwischen Geopolitik, Erdöl, Erdgas und Wirtschaft werden eingehend erläutert und dem Leser werden einzigartige Impulse für seine wirtschaftlichen Entscheidungen gegeben.
Dr. Karin Kneissl, Jahrgang 1965, studierte Rechtswissenschaften und Arabistik. Bis 1998 war sie im diplomatischen Dienst für die Republik Österreich tätig. Die freie Journalistin arbeitete als unabhängige Korrespondentin unter anderem für „Die Welt“ und „NZZ“ sowie als Privatdozentin an verschiedenen Universitäten. Sie gilt als herausragende Kennerin der OPEC.

References: § 2
 § 2
 § 2
 § 1
 § 1
 § 1
 § 1
 § 34