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Timestamp: 2019-12-06 01:38:09+00:00

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§ 208 InsO: Anzeige der Masseunzulänglichkeit
ArbG Herford, Urteil vom 1.5.2012, Az. 1 Ca 1361/11 Auch der 10. Senat des Bundesarbeitsgerichts hat in seinen Entscheidungen vom 31.03.2004 - 10 AZR 253/03 sowie vom 04.06.2003 - 10 AZR 586/02 - dem 9. Senat folgend (BAG vom 11.12.2001 a.a.O.) ebenso wie der BGH (vom 03. April 2003 - IX ZR 101/02 kritisch dazu Kröpelin in: ZIP 2003, 2341) entschieden, dass eine Leistungsklage dann ausscheidet, wenn nach Anzeige der drohenden Masseunzulänglichkeit gemäß § 208 InsO ein Vollstreckungsverbot im Sinne des § 210 InsO eintritt.
BGH, URTEIL vom 4.1.2012, Az. IX ZR 29/11 Zwar entfällt das Rechtsschutzbedürfnis für eine Leistungsklage, wenn der Insolvenzverwalter nach § 208 Abs. 1 InsO Masseunzulänglichkeit angezeigt hat (BGH, Urteil vom 3. April 2003 - IX ZR 101/02, BGHZ 154, 358, 360 ff).
BGH, BESCHLUSS vom 4.1.2011, Az. IX ZR 57/10 Diese Würdigung wirft unter zulassungsrelevanten Aspekten keine Bedenken auf.Hat der Verwalter Absonderungsrechte verletzt, ist die Anzeige der Masseunzulänglichkeit (§ 208 InsO) für die Frage des Verjährungsbeginns ohne Bedeutung (vgl. BGH, Urt. v. 1. Dezember 2005, aaO S. 149).
BGH, BESCHLUSS vom 4.10.2009, Az. IX ZB 261/08 13	Auch ein später mit der Frage der Masseunzulänglichkeit befasstes Prozessgericht ist an die in Übereinstimmung mit § 208 InsO angezeigte Masseunzulänglichkeit gebunden (BGHZ 154, 358, 360 f).
LAG Hamm, Urteil vom 3.4.2009, Az. 2 Sa 331/09 Eine Verletzung der nach § 208 InsO bestehenden Pflicht zur rechtzeitigen Anzeige der Masseunzulänglichkeit scheidet aus, wenn wie im vorliegenden Fall aufgrund des vorgelegten Finanzplanes und der sachlichen nachzuvollziehenden Einschätzung des Beklagten Umstände vorliegen, die eine Fortführung des Betriebes der Insolvenzschuldnerin realistisch erscheinen ließen (vgl. LG Hamburg vom 11.11.2005 – 306 O 362/04 ZInsO 2005, 1279).
BGH, BESCHLUSS vom 4.1.2008, Az. IX ZB 147/07 6	a) Nach ständiger höchstrichterlicher Rechtsprechung kann der Insolvenzverwalter auch nach Anzeige der Masseunzulänglichkeit (§ 208 InsO) noch Prozesskostenhilfe beanspruchen, wenn die übrigen Voraussetzungen der §§ 114, 116 Abs. 1 Nr. 1 ZPO erfüllt sind (vgl. zuletzt BGH, Beschl. v. 27. September 2007 - IX ZB 172/06, ZIP 2007, 2187, 2188 m.w.Nachw.).
BGH, URTEIL vom 4.3.2006, Az. IX ZR 22/05 Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs ist es im Gegenteil - ohne gesetzliches Gebot- nicht unverzichtbar nötig, jeder erneuten Anzeige der Masseunzulänglichkeit die rechtsverbindliche Wirkung des § 208 InsO beizu demessen (BGHZ 154, 358, 369).
BGH, URTEIL vom 4.3.2006, Az. IX ZR 22/05 Die Entscheidung unterstreicht dies mit der Erwägung, dass die gesonderte weitere Abwicklung der Insolvenzmasse nach § 208 Abs.3 InsO geradezu gefährdet wäre, wenn bei einem weiterhin mit Verlusten arbeitenden Schuldnerunternehmen Monat für Monat erneut die Masseunzulänglichkeit angezeigt werden müsste und für Neumasseverbindlichkeiten jeweils abgesonderte Massebestandteile zu bilden wären (vgl. BGHZ aaO S. 369, 370).
BGH, URTEIL vom 4.3.2006, Az. IX ZR 22/05 20	c)	Die bisher ergangene Rechtsprechung des Senats zur Rangordnung und gerichtlichen Durchsetzung von Neumasseverbindlichkeiten (vgl. BGHZ 154, 358, 368 ff; BGH, Urt. v. 4. Dezember 2003 -IXZR 222/02, WM 2004, 295, 298 f) bezieht sich auf Fälle der Masseunzulänglichkeit (§ 208 Abs. 1 InsO) und nicht auf solche der Einstellungsreife mangels Masse (§ 207 InsO).
BGH, URTEIL vom 4.6.2005, Az. IX ZR 241/01 bb) Entgegen der Ansicht der Revisionserwiderung läßt sich die Rechtsprechung des Senats zu § 208 InsO (BGHZ 154, 358, 360 f) nicht auf eine Anzeige der Masseunzulänglichkeit nach § 60 KO übertragen.
LG Bonn, Urteil vom 3.10.2003, Az. 2 O 45/03 12Offen bleiben kann, ob eine Gläubigerbenachteiligung bei Masseunzulänglichkeit (§ 208 InsO; vgl. LG Hamburg, ZIP 2001, 711) oder ernsthaftem Sanierungsversuch eines Sanierungsberaters (vgl. BGH, NJW 2002, 3252; BGH, NJW 1998, 1561; BGH, NJW-RR 1988, 571; Kirchhof in Münchener Kommentar zur Insolvenzordnung, § 129, Rn. 163) ausgeschlossen oder die Überweisung ein Bargeschäft gewesen ist (§ 142 InsO; vgl. BGH, NJW 2002, 3252; LG Bonn, ZInsO 2001, 232; Braun/Riggert, InsO, § 142, Rn. 14, 16).
AG Duisburg, Beschluss vom 0.3.2003, Az. 62 IN 241/02 7b) Die vom Antragsteller zitierte Gegenmeinung (LG Kassel ZVI 2002, 387 = ZInsO 2002, 1040; AG Dresden ZVI 2002, 340 = ZInsO 2002, 735; ferner Förster ZInsO 2002, 736; Keller EWiR 2002, 957f.;ähnlich schon AG Charlottenburg ZIP 1999, 1687ff.; Wienberg/Voigt ZIP 1999, 1662, 1665; mit wesentlicher Einschränkung auch Kirchhof ZInsO 2001, 1, 5) hält das Ergebnis dieser begrifflichen Aufteilung in den Fällen, in denen nicht sämtliche Masseverbindlichkeiten gedeckt sind (§ 208 InsO), für unbillig.
AG Duisburg, Beschluss vom 0.3.2003, Az. 62 IN 241/02 10Unter dem Blickwinkel des neuen Insolvenzrechts, insbesondere angesichts der gesetzlichen Normierung des Verfahrens nach Eintritt der Masseunzulänglichkeit (§§ 208 - 211 InsO), erscheint es zwingend, dass allein eine Weiterentwicklung der dargestellten Tendenz der BFH-Rechtsprechung mit dem geltenden Recht vereinbar ist (vgl. Onusseit ZIP 1995, 1798, 1802ff.; ferner LG München I, ZIP 2001, 2291; Runkel EWiR 2002, 257f.).

References: BGH 
 § 208
 § 210
 § 208
 § 208
 § 208
 § 208
 § 208
 § 208
 § 60
 § 129
 § 142