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Timestamp: 2020-01-28 13:36:08+00:00

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Lexbrowser - Beschluss Nr. 361 vom 12.02.2001
Beschlüsse der Landesregierung 2008 Beschluss Nr. 361 vom 12.02.2001
Beschluss Nr. 361 vom 12.02.2001
Kriterien für die zeitbegrenzte Aufnahme von Kindergartenpersonal in den Landesdienst
ALLE WEIBLICHEN BEGRIFFE GELTEN SINNGEMÄSS AUCH FÜR MÄNNLICHE BEWERBER BZW. UMGEKEHRT.
1.1. Die Aufnahme in den öffentlichen Dienst erfolgt in der Regel durch Wettbewerb und ohne zeitliche Beschränkung. Es ist jedoch auch notwendig, in manchen Bereichen Personal für eine begrenzte Zeit aufzunehmen, und zwar,
a) um dringendst freie Stellen zu besetzen, falls die Abwicklung des Wettbewerbes nicht abgewartet werden kann (Jahresaufträge) oder
b) um aus Krankheitsgründen oder wegen Wartestand oder aus einem anderen Grund abwesendes Personal zu ersetzen (Ersatzaufträge).
Auch im Falle einer zeitlich begrenzten Einstellung hat sich die Verwaltung an transparente und objektive Regeln zu halten. Die Personalaufnahme muß dementsprechend unter Einhaltung eigener Rangordnungen erfolgen.
1.2. Auch an den Kindergärten des Landes wird der jährliche Personalbedarf durch die Besetzung von freien Stellen mit Jahresaufträgen und durch die Aufnahme von Ersatzpersonal für abwesende Bedienstete abgedeckt.
Die Aufnahme erfolgt für folgende Kindergartendirektionen:
a) Direktionen der deutschsprachigen Landeskindergärten (Bewerberinnen der deutschen Muttersprache vorbehalten):
Brixen, Bruneck, Bozen, Lana, Meran, Mühlbach, Neumarkt, Schlanders;
b) Direktion der ladinischsprachigen Landeskindergärten (Bewerberinnen der ladinischen Muttersprache vorbehalten):
Unter Ziffer 13 der Kriterien sind für die ladinischen Bewerberinnen Sonderbestimmungen enthalten.
c) Direktionen der italienischsprachigen Landeskindergärten (Bewerberinnen der italienischen Muttersprache vorbehalten):
Bozen, Brixen, Meran.
1.3. Die Rangordnung für Jahresaufträge hat landesweite Gültigkeit. Das Aufnahmegesuch gilt -ohne jegliche Angabe der gewünschten Kindergartendirektion- für Jahresaufträge.
Die Rangordnungen für Ersatzaufträge werden nach Kindergartendirektionen erstellt. Dementsprechend können im Aufnahmegesuch bis zu drei bevorzugte Kindergartendirektionen in der Reihenfolge des Vorzugs angegeben werden; fehlt jedwede Angabe, wird die Bewerberin von Amts wegen der dem Wohnort nächsten Direktion zugewiesen.
2. RANGORDNUNGEN FÜR JAHRESAUFTRäGE
2.1. Für folgende Berufsbilder bzw. Berufskategorien sowie für jede Sprachgruppe wird eine eigene Rangordnung erstellt:
a) Haushaltsgehilfin (nur für italienischsprachige Kindergärten, II. Funktionsebene),
b) Kindergartenassistentin (IV. Funktionsebene),
c) Kindergärtnerin bzw. Integrationskindergärtnerin (VI. Funktionsebene),
d) Kindergartendirektor (VIII. Funktionsebene),
e) Kindergarteninspektor (VIII. Funktionsebene).
2.2. Die Rangordnungen werden jährlich erstellt und haben ständigen Charakter, d.h. das Ansuchen braucht nicht zu jedem jährlichen Einreichetermin (30. April) wiederholt werden. Das Gesuch muß alle zwei Jahre neu bestätigt werden, sofern innerhalb der Zweijahresfrist keine Aufnahme im Kindergartenbereich bei der Autonomen Provinz Bozen erfolgt (s. Ziffer 5.5 der Kriterien).
3. ERSTELLUNG UND VERWALTUNG DER RANGORDNUNGENFüR JAHRESAUFTRäGE
3.1. Für die Erstellung der Rangordnung werden der vorgeschriebene Studientitel, die Berufserfahrung und die sozialen Elemente wie Arbeitslosigkeit, Beihilfe zum Lebensminimum und Kinder, gemäß den Kriterien laut Anlage 1, bewertet. Die sozialen Elemente werden nur bis zur V. Funktionsebene berücksichtigt.
In der Anlage 2 zu den vorliegenden Kriterien ist der für das jeweilige Berufsbild bzw. Berufskategorie vorgeschriebene Studientitel angegeben.
3.2. Für die Punktezuteilung wird die Berufserfahrung einmal im Jahr bewertet. Die bis zum 31. Dezember angereifte Berufserfahrung zählt für die Rangordnung zum 1. September.
Jedenfalls hat in der Rangordnung für ein Berufsbild bzw. Berufskategorie das Personal den Vorrang, welches zum Einreichetermin für die Gesuche, also zum 30. April, in diesem Berufsbild bzw. Berufskategorie ein höheres Dienstalter bei der Autonomen Provinz Bozen aufweisen kann.
3.3. Bei Punktegleichheit kommen die Vorzugskriterien zur Anwendung, welche für den Zugang zum Staatsdienst gelten: D.P.R. Nr. 487 vom 09/05/1994 und Gesetz Nr.191 vom 16/06/1998 (Bewerberinnen mit einem jüngeren Lebensalter haben den Vorrang).
3.4. Die Rangordnung wird mit Dekret des Direktors der Personalabteilung genehmigt und gilt ab 1. September.
Die Rangordnung wird an der Anschlagetafel der Autonomen Provinz Bozen -Abteilung Personal - Rittnerstraße 13 - 39100 Bozen - veröffentlicht und beim Amt für Kindergartenpersonal sowie bei den Kindergartendirektionen hinterlegt.
Den einzelnen Bewerberinnen wird die eigene Position in der Rangordnung schriftlich mitgeteilt.
Gegen die Rangordnung kann innerhalb von 30 Tagen ab Veröffentlichung bei der Landesregierung Beschwerde geführt werden.
3.5. Materielle Fehler in der Rangordnung werden von Amts wegen oder auf Hinweis der Betroffenen richtiggestellt.
4. STREICHUNG AUS DER RANGORDNUNG
4.1. Die Streichung erfolgt:
a) falls im Gesuch falsche Angaben gemacht oder gefälschte Dokumente beigelegt werden (s. Ziffer 5.7 der Kriterien);
b) bei ungenügender Leistung (s. Ziffer 7.2 der Kriterien);
c) aus disziplinarrechtlichen Gründen (s. Ziffer 7.3 der Kriterien);
d) falls der Dienst ohne jeglichen triftigen Grund nicht angetreten wird (s. Ziffer 12.2 der Kriterien);
e) falls die notwendigen Anstellungsdokumente für die Aufnahme nicht innerhalb von 30 Tagen ab Dienstantritt eingereicht werden (s. Ziffer 12.4 der Kriterien);
f) bei freiwilligem Dienstaustritt (s. Ziffer 12.5 der Kriterien).
5. EINREICHUNG DES GESUCHES UND BEDINGUNGEN FüR DIE AUFNAHME
5.1. Für die Aufnahme in den Landesdienst ist ein Mindestalter von 18 Jahren Voraussetzung (s. Ziffer 5.10 der Kriterien).
5.2. Für die Eintragung in die Rangordnung ist das den Kriterien beiliegende Gesuchsformular (für die Rangordnung Art. 57) in allen Details auszufüllen und termingerecht bei der Autonomen Provinz Bozen - Abteilung Personal - Amt für Kindergartenpersonal - Rittnerstraße 13 - 39100 Bozen - einzureichen.
Als termingerecht gelten alle Gesuche, welche innerhalb 12.00 Uhr des 30. April entweder im Amt für Kindergartenpersonal abgegeben, oder auf dem Postwege mittels eingeschriebenem Brief abgeschickt werden (der Datumstempel des Annahmepostamtes ist maßgebend).
5.3. Bewerberinnen, welche im Begriffe sind, einen vorgeschriebenen Studientitel zu erwerben und keinen anderen besitzen, können die Bescheinigung über den erfolgten Erwerb und die erlangten Noten innerhalb 15. Juli im Amt für Kindergartenpersonal nachreichen, wobei dies im Gesuch zu vermerken ist. Das Gesuch ist jedenfalls innerhalb 30. April einzureichen.
Ist der Studientitel erworben, aber nicht innerhalb des genannten Termins nachgereicht worden, werden die dafür vorgesehenen Mindestpunkte (Null) zugewiesen.
5.4. Im Aufnahmegesuch sind anzugeben:
a) das Berufsbild bzw. die Berufskategorie, maximal drei (s. Ziffer 2.1 der Kriterien);
b) für einen Ersatzauftrag die Kindergartendirektionen, maximal drei in Reihenfolge des Vorzugs (s. Ziffer 1.2 der Kriterien);
Die für Ladinerinnen geltenden Bestimmungen sind unter Ziffer 13 der Kriterien ersichtlich.
Zu jedem jährlichen Einreichetermin (30. April) können mit einem neuen Gesuch die gemachten Angaben geändert und zusätzliche Änderungen durch Eigenerklärung eingereicht werden.
Außerdem ist die Bewerberin verpflichtet, dem Amt für Kindergartenpersonal Änderungen von Angaben (z.B. erfolgte Volljährigkeit eines Kindes, Geburt eines Kindes, Änderung der Adresse oder der Telefonnummer, usw.) mit einem neuen Gesuch mitzuteilen, was zu jedem jährlichen Einreichetermin (30. April) möglich ist.
5.5. Die Gesuche verfallen, sofern sie nicht innerhalb von zwei Jahren ab erfolgter Einreichung bestätigt werden. Von der Bestätigung wird abgesehen, wenn innerhalb der besagten Zweijahresfrist eine Aufnahme -egal von welcher Dauer- in irgendeinem Berufsbild bzw. Berufskategorie im Kindergartenbereich bei der Autonomen Provinz Bozen stattgefunden hat.
Die Punkte einer Bewerberin, welche zwei Jahre oder länger kein Gesuch und somit keine Unterlagen einreicht, werden von Amts wegen zu jedem Einreichetermin überprüft und bei Bedarf gekürzt oder aberkannt (z.B. Punkte für Arbeitslosigkeit nur für die zwei Jahre vor Einreichetermin, Punkte für Beihilfe zum Lebensminimum nur wenn zum Zeitpunkt des Einreichetermins gegeben).
5.6. Wird ein neues Gesuch aufgrund einer Änderung (s. Ziffer 5.4 der Kriterien) oder aufgrund einer Bestätigung (s. Ziffer 5.5 der Kriterien) eingereicht, wird das vorhergehende annulliert.
Jedwede Angabe (z.B. Berufsbild bzw. Berufskategorie) ist neu zu vermerken. Es kann auf im Amt aufliegende Dokumente, welche noch Gültigkeit haben, verwiesen werden.
Mangels entsprechender Angaben und Bescheinigungen werden die letzthin zugeteilten Punkte aberkannt.
5.7. Falsche Angaben oder gefälschte Dokumente führen zur Streichung für immer aus allen Rangordnungen. Die gesetzlich vorgesehenen strafrechtlichen Folgen bleiben aufrecht.
5.8. Alle Bewertungsunterlagen können als Eigenerklärung oder als Kopie vorgelegt werden.
Die Gesuche und die diesen beigelegten Unterlagen werden bei Streichung aus der Rangordnung nicht zurückgeschickt. Es empfiehlt sich also, keine Originale einzureichen.
Die Gesuche und Unterlagen werden für einen Zeitraum von zwei Jahren ab Streichung von der Verwaltung aufbewahrt und dann der Papierverwertung zugeführt.
5.9. Gemäß Art. 6 des L.G. Nr. 17 vom 22.10.1993 steht der Bewerberin eine Höchstfrist von 15 Tagen ab Behandlung des Gesuches zu, um im Gesuch und in den entsprechenden Unterlagen allfällige Mängel zu beheben, oder um sie zu berichtigen oder zu ergänzen.
Diesbezüglich erhält die Bewerberin eine schriftliche Mitteilung vom Amt für Kindergartenpersonal.
Das Fehlen der Unterschrift der Bewerberin auf dem Gesuch ist jedenfalls nicht behebbar und führt zum Ausschluß.
Außerdem können nach dem Einreichetermin für die Gesuche (30. April) keine neuen Angaben gemacht bzw. Dokumente beigelegt werden, mit Ausnahme des vorgeschriebenen Studientitels für Absolventinnen (s. Ziffer 5.3 der Kriterien).
5.10. Alle Bedingungen für die Aufnahme von Kindergartenpersonal in den Landesdienst müssen mit Beginn des Schuljahres, also mit 1. September gegeben sein, sofern in diesen Kriterien keine anderen Aussagen gemacht werden.
6. INVALIDITÄT UND GESCHÜTZTE KATEGORIEN
6.1. Für den Stand einer Invalidität bzw. die Zugehörigkeit einer geschützten Kategorie werden keine Punkte zugewiesen. Bei Punktegleichheit werden die Invalidität und die geschützten Kategorien als Vorzugskriterium berücksichtigt (s. Ziffer 3.3 der Kriterien).
6.2. Gemäß D.P.R. Nr. 68 vom 12. März 1999 können arbeitslose Invaliden um die Eintragung in die spezielle Rangordnung für das Berufsbild Kindergartenassistentin und somit um eine Pflichteinstellung ansuchen.
Dieses Interesse muß mit einem ausdrücklichen Gesuch (kein Gesuchsmuster, dieses frei erstellen!) mit allen nötigen Angaben und allen erforderlichen Unterlagen innerhalb 30. April dem Amt für Kindergartenpersonal mitgeteilt werden.
6.3. Der Bewerberin, welche Anrecht auf eine Pflichteinstellung hat, wird in der Regel anfangs -wenn möglich- eine Teilzeitstelle oder ein kurzfristiger Auftrag angeboten. Dadurch wird der Bediensteten die Möglichkeit gegeben, sich Klarheit darüber zu verschaffen, ob sie mit den Anforderungen des Berufsbildes zurechtkommt und zu beurteilen, ob sie eine dauerhafte Beschäftigung in diesem Bereich anstreben soll.
7. BEURTEILUNGEN
7.1. Auch der zeitbegrenzte Dienst ist für die Verwaltung und für die Bediensteten wichtig und wird deshalb bewertet.
7.2. Bei ungenügender Leistung wird das zeitbegrenzte Dienstverhältnis unmittelbar aufgelöst. Die Betroffene wird für immer aus allen Rangordnungen des entsprechenden Berufsbildes bzw. Berufskategorie gestrichen. Der bislang bei der Autonomen Provinz Bozen geleistete Dienst wird nicht mehr berücksichtigt.
Wiederholt sich die Auflösung des zeitbegrenzten Dienstverhältnisses wegen ungenügender Leistung in einem anderen Berufsbild bzw. Berufskategorie, erfolgt die Streichung für immer aus allen Rangordnungen.
7.3. Eine aus disziplinarrechtlichen Gründen aus dem Dienst entlassene Bedienstete wird für immer aus allen Rangordnungen gestrichen.
8. VERGABE DER FREIEN STELLEN
8.1. Die freien Stellen werden mit Dekret des Direktors der Personalabteilung genehmigt.
Diese werden als Jahresaufträge aufgrund der entsprechenden landesweiten Rangordnungen zugeteilt; die Bewerberinnen sind also an keine Direktionsangabe gebunden.
8.2. Stellen, welche aus irgendeinem Grund während des Schuljahres frei werden, werden aufgrund der Rangordnungen für Ersatzaufträge mit den hierfür vorgesehenen Modalitäten (s. Ziffer 8.3 der Kriterien) zugeteilt.
8.3. Die Ersatzaufträge werden aufgrund der einzelnen Rangordnungen der Kindergartendirektionen unter strenger Berücksichtigung der Angabe der maximal drei Direktionen und deren Reihenfolge des Vorzugs zugeteilt.
Nur bei der Zuteilung der vor Beginn des Schuljahres bekannten Ersatzaufträge wird von der Reihenfolge des Vorzugs abgesehen.
Bezüglich der Zuteilung der Ersatzaufträge während des Schuljahres werden die Bewerberinnen von der jeweiligen Kindergartendirektion telefonisch kontaktiert. Die Bewerberin, welche nicht erreichbar ist, wird in der Rangordnung übersprungen.
Die Bewerberin, welche auf Jahresaufträge verzichtet hat, kann für Ersatzaufträge noch in Betracht gezogen werden, auch für frei werdende Stellen während des Schuljahres (s. Ziffer 8.2 der Kriterien).
8.4. Die Bewerberinnen werden mittels Einschreibebrief zur Stellenauswahl, welche im August stattfindet, eingeladen und können sich im Falle von Verhinderung mittels einer entsprechenden Vollmacht vertreten lassen. Bedienstete der Personalabteilung sind nicht vertretungsberechtigt.
8.5. Die getroffene Wahl wird schriftlich bestätigt. Nachher ist keine Änderung mehr möglich, auch dann nicht, wenn aus welchem Grund auch immer, eine andere Situation eintritt.
Die getroffene schriftlich bestätigte Wahl, welche vor Dienstantritt rückgängig gemacht wird, wird wie ein freiwilliger Dienstaustritt behandelt (s. Ziffer 12.5 der Kriterien).
8.6. Die Bewerberin, welche mit Verspätung zur Stellenauswahl erscheint, zu der sie eingeladen wurde, hat die Möglichkeit der Wahl, sofern noch Stellen verfügbar sind.
8.7. Der Bewerberin, welche eine Stelle ausgewählt hat, werden für die Dauer derselben keine weiteren Stellenangebote gemacht.
Die Zuerkennung und Annahme einer fixen Stelle, also einer Planstelle, bedingt die Streichung der Bewerberin aus den Rangordnungen des entsprechenden Berufsbildes bzw. Berufskategorie.
9. VERZICHTE
9.1. Die Bewerberin, welche bei der Stellenauswahl, zu der sie eingeladen wurde, abwesend ist bzw. sich nicht wie vorgeschrieben (s. Ziffer 8.4 der Kriterien) vertreten läßt, wird als verzichtend angesehen.
9.2. Die Bewerberin, welche keine Auswahl trifft bzw. diese einer Bedingung unterstellt, wird als verzichtend angesehen.
9.3. Teilweise Verzichte sind nicht zulässig.
9.4. Der Verzicht ist immer auf das Schuljahr bezogen, sowie auf die entsprechende Art des Auftrages (Jahresauftrag oder Ersatzauftrag), auf das entsprechende Berufsbild bzw. Berufskategorie, für Ersatzaufträge auf die entsprechende Kindergartendirektion.
10. ERSATZAUFTRÄGE
10.1. Es ist untersagt, eine Ersatzkraft für die unterweisungsfreie Zeit und über den im Schulkalender festgesetzten letzten Tag der Unterweisungstätigkeit hinaus einzustellen, sowie für den Zeitraum des gewährten ordentlichen Urlaubes der Stelleninhaberin weiter im Dienst zu belassen.
10.2. Sofern sich die Dienstabwesenheit ohne Unterbrechung über das mutmaßliche Verfallsdatum hinaus hinzieht, verlängert sich der zugeteilte Ersatzauftrag um den dementsprechenden Zeitraum. Die Ersatzkraft bleibt dieselbe; sie hat keine Wahlmöglichkeit.
10.3. Wird die Stelle, welche mit einem Ersatzauftrag besetzt ist, zu einer freien Stelle (z.B. freiwilliger Dienstaustritt der Stelleninhaberin), wird die Ersatzbeauftragte zur Inhaberin der freien Stelle (Jahresauftrag); sie hat keine Wahlmöglichkeit.
10.4. Die didaktische Kontinuität soll immer gewährleistet sein.
11. TEILZEITARBEIT
11.1. Es wird eine einzige Rangordnung für Teilzeit- und Vollzeit-Interessierte erstellt.
Die Bewerberin muß im Gesuch nicht angeben, ob sie eine Teilzeit- oder Vollzeit-Stelle anstrebt.
11.2. Die Bewerberinnen wählen nach ihrer Position in der Rangordnung unter allen verfügbaren Teilzeit- und Vollzeit-Stellen.
Für die Vergabe der Stellen und die Verwaltung der Verzichte wird auf die Ziffern 8 und 9 dieser Kriterien Bezug genommen, ohne zwischen Teilzeit und Vollzeit zu unterscheiden.
11.3. Stellen mit verlängerter Besuchszeit werden mit Teilzeit-Personal besetzt und folglich als solche behandelt.
11.4. Die Details zur Teilzeit-Arbeit sind aus den Teilzeit-Kriterien, welche im Amt für Kindergartenpersonal, in allen Kindergartendirektionen und in allen Kindergärten aufliegen, zu entnehmen.
11.5. Die Teilzeit-Arbeit wird für die Punktezuweisung, wie auch für den Vorrang des Dienstalters bei der Autonomen Provinz Bozen wie Vollzeit-Arbeit behandelt.
12. DIENSTANTRITT UND FREIWILLIGER DIENSTAUSTRITT
12.1. Die Bewerberin, welche aus einem triftigen Grund (z.B. Krankheit - ärztliches Zeugnis erforderlich) den Dienst als Jahres- oder Ersatzbeauftragte nicht antreten kann, behält das Recht auf die Stelle bei; die Besoldung erfolgt jedoch erst ab effektivem Dienstantritt.
12.2. Die Bewerberin, welche den Dienst nicht antritt, ohne einen triftigen Grund aufzuweisen, wird aus allen Rangordnungen gestrichen, und verliert den Vorrang des Dienstalters in der Rangordnung für das entsprechende Berufsbild bzw. Berufskategorie.
Beim nächsten Einreichetermin für die Gesuche (30. April) kann erneut um die Eintragung in die gewünschte Rangordnung angesucht werden.
12.3. Die Bewerberin, welche den Dienst nicht termingerecht (24 Stunden ab Kontaktaufnahme) antreten kann, da der Wohnort zu weit entfernt ist, verliert das Anrecht auf die Stelle und wird aus allen Rangordnungen gestrichen (s. Ziffer 12.2 der Kriterien).
12.4. Innerhalb 30 Tage nach Dienstantritt müssen die Bediensteten die für die Anstellung erforderlichen Dokumente beim Amt für Kindergartenpersonal einreichen. Diesbezüglich erhalten sie vom Amt einen Einschreibebrief mit Rückantwort mit den nötigen Hinweisen.
Die Bewerberin, welche die für die Anstellung erforderlichen Dokumente nicht innerhalb der gesetzten Frist einreicht, wird entlassen und aus allen Rangordnungen gestrichen.
12.5. Die Bewerberin, welche freiwillig aus dem Dienst austritt, wird aus allen Rangordnungen gestrichen. Das Dienstalter, welches bis zum freiwilligen Dienstaustritt bzw. bis zur nicht erfolgten Auftragverlängerung wegen Ablehnung des Bewerbers angereift ist zählt für den Vorrang nicht.
13. SPRACHPRüFUNGEN
13.1. Bewerberinnen, welche den vorgeschriebenen Studientitel an einer Anstalt erworben haben, an welcher die Unterrichtssprache nicht der für die Unterweisung der Kinder vorgesehenen Sprache entspricht, müssen gemäß Art. 11 des L.G. Nr. 32 vom 18.08.1988, nachweisen, die Prüfung über die Sprachkenntnis bestanden zu haben.
13.2. Die Sprachprüfung ist vor einer Kommission abzulegen.
Das Gesuch um Ablegung der Sprachprüfung bzw. des Ladinerkolloquiums ist innerhalb 30. April beim Amt für Kindergartenpersonal abzugeben, wo diesbezüglich auch weitere Informationen erhältlich sind.
14. SONDERBESTIMMUNGEN FüR LADINISCHE BEWERBERINNEN
14.1. In der Regel können Bewerberinnen ladinischer Muttersprache nur für die Kindergartendirektion Ladinia ansuchen und müssen im Besitze des Ladinerkolloquiums sein (s. Ziffer 13.2 der Kriterien).
14.2. Bewerberinnen ladinischer Muttersprache für das Berufsbild Kindergärtnerin oder die Berufskategorie Sonderkindergärtnerin können neben der ladinischen Direktion auch für deutsche oder italienische Direktionen ansuchen, je nachdem, ob sie den vorgeschriebenen Studientitel an einer deutsch- oder italienischsprachigen Anstalt erworben haben.
Dieses Interesse ist im Gesuch ausdrücklich anzugeben, sei es für Jahresaufträge (ob an deutschen oder italienischen Direktionen) als auch für Ersatzaufträge (Angabe der einzelnen gewünschten deutschen oder italienischen Direktionen in Reihenfolge des Vorzugs).
Andernfalls erfolgt die Eintragung in die Rangordnung für Jahres- und Ersatzaufträge allein für die Direktion Ladinia.
Die Beschränkung von maximal drei Kindergartendirektionen für Ersatzaufträge bezieht sich auf die ladinische Direktion und auf die deutschen oder italienischen Direktionen. Es können also zusätzlich zur ladinischen Direktion zwei deutsche oder italienische Direktionen angegeben werden.
15. STäNDIGES ERSATZPERSONAL (SPRINGERINNEN)
15.1. Die Inhaberin eines ständigen Ersatzdienstes steht der jeweiligen Direktion für kurz- oder langfristige Absenzen von abwesendem Personal zur Verfügung.
Dies bedeutet, daß die Springerin mobil sein muß. Sie muß imstande sein, den Arbeitsplatz unverzüglich und pünktlich zu erreichen.
15.2. Die Springerin, welche den ihr zugewiesenen Arbeitsplatz nicht unverzüglich und pünktlich erreicht, muß mit allen disziplinar- und strafrechtlichen Folgen rechnen.
16. EIGNUNGEN
16.1. Die Bewerberinnen, welche aufgrund Art. 29, Absatz 4 der Durchführungsverordnung vom 26.03.1997, Nr. 6 ( D.LH. vom 23.06.1997, Nr. 21, Art. 3, Absatz 2 – Übergangsbestimmung) eine noch gültige Eignung in einem Berufsbild bzw. Berufskategorie des Kindergartenbereichs haben, aber noch nicht auf Planstelle ernannt worden sind, haben in der Rangordnung des entsprechenden Berufsbildes bzw. Berufskategorie gemäß Position in der Wettbewerbsrangordnung Vorrang, auch vor den Bewerberinnen mit Dienstalter bei der Autonomen Provinz Bozen (s. Ziffer 3.2 der Kriterien).
Die Eignung verfällt, sobald das Dienstverhältnis bei der Autonomen Provinz Bozen im Kindergartenbereich für den Zeitraum von einem Jahr unterbrochen wird.
Ein freiwilliger Dienstaustritt bringt den sofortigen Verfall mit sich.
16.2. Die Bewerberin, welche bei Wettbewerbsverfahren des Amtes für Kindergartenpersonal eine Eignung erlangt, aber noch nicht auf Planstelle ernannt werden kann, hat in der Rangordnung des entsprechenden Berufsbildes bzw. Berufskategorie ebenso den in Ziffer 16.1 der Kriterien erwähnten Vorrang.
Die Eignung hat ab Veröffentlichung der Wettbewerbsrangordnung eine Gültigkeit von einem Jahr. Wird vor Verfallsfrist der Eignung bei der Autonomen Provinz Bozen im Kindergartenbereich ein Dienstverhältnis angetreten, wird die Gültigkeit der Eignung unmittelbar verlängert; die Verfallsfrist von einem Jahr beginnt erst wieder mit dem ersten Tag nach Dienstende.
16.3. Bestehen für dasselbe Berufsbild bzw. Berufskategorie gleichzeitig aufgrund mehrerer Wettbewerbsverfahren gültige Eignungen, haben die Geeigneten nach Reihenfolge der darauffolgenden Wettbewerbsrangordnungen Vorrang.
16.4. Der Vorrang in der jeweiligen Rangordnung aufgrund eines Wettbewerbsverfahrens kann natürlich nur gegeben werden, wenn die Geeignete ein einwandfreies Gesuch für die Eintragung in die entsprechende Rangordnung eingereicht hat (s. Ziffer 5 der Kriterien).
Von Amts wegen wird diesbezüglich keine Eintragung vorgenommen.
17. ERSCHöPFUNG ODER FEHLEN VON RANGORDNUNGEN
17.1. Sind alle Rangordnungen erschöpft bzw. stehen keine zur Verfügung, so erfolgt die Aufnahme durch direkte Berufung von geeignetem Personal, welches über hinreichende Erfahrung in der Erziehung und Betreuung von Kindern verfügt, falls es nicht möglich ist, Kindergärtnerinnen (Sonderkindergärtnerinnen) und Kindergartenassistentinnen zu finden, welche im Besitze der für jedes Berufsbild bzw. Berufskategorie erforderlichen Titel und Voraussetzungen sind (Art. 58 des L.G. Nr. 36 vom 17.08.1976).
17.2. Das Gesuchsformular gemäß Art. 58 (außerhalb der Rangordnung) muß ausdrücklich beim Amt für Kindergartenpersonal oder bei den Kindergartendirektionen verlangt werden; es liegt diesen Kriterien nicht bei.
Es ist in allen Details auszufüllen.
Die Gesuche sind an die Autonome Provinz Bozen - Abteilung Personal - Amt für Kindergartenpersonal - Rittnerstraße 13 - 39100 Bozen - zu richten.
Die Gesuche gemäß Art. 58 sind jährlich einzureichen (s. Ziffer 17.4 der Kriterien); sie haben nicht die Gültigkeit von zwei Jahren wie die Gesuche gemäß Art. 57 (s. Ziffer 5.5 der Kriterien).
17.3. Es gelten Vorrangtitel in folgender Reihung, um die Auswahl von geeignetem Personal zu erleichtern:
a) Bewerberinnen mit einem höheren Dienstalter bei der Autonomen Provinz Bozen im entsprechenden Berufsbild bzw. Berufskategorie;
b) Bewerberinnen im Besitze aller Zugangsvoraussetzungen;
c) Bewerberinnen im Besitze eines Studientitels mit pädagogischer Ausrichtung;
d) Bewerberinnen mit minderjährigen Kindern;
e) Bewerberinnen mit Zweisprachigkeitsnachweis, welcher dem angestrebten Berufsbild bzw. Berufskategorie entspricht;
f) Bewerberinnen mit einem jüngeren Lebensalter, wobei die üblichen Alterskriterien gelten (s. Ziffer 5.1 der Kriterien).
Alle Studientitel haben den gleichen Stellenwert, nur für die Berufskategorie Sonderkindergärtnerin haben ausgebildete Kindergärtnerinnen Vorrang. Nicht abgeschlossene Ausbildungen, auch wenn es sich um pädagogische oder um die vorgeschriebenen Ausbildungen handelt, werden nicht berücksichtigt.
Einem höheren Zweisprachigkeitsnachweis wird kein größerer Stellenwert zugesprochen.
Die Vorrangtitel beziehen sich immer auf den jeweiligen Einreichetermin (31. Mai, 31. Dezember), auch die nicht abgeschlossenen Ausbildungen.
17.4. Einreichetermine bzw. Gültigkeit der Auswahllisten:
a) für die Gesuche, welche bis zum 31. Mai eingereicht werden, gilt die Auswahlliste ab 1. August;
b) für die Gesuche, welche bis zum 31. Dezember eingereicht werden, gilt die Auswahlliste ab 1. Februar.
c) die Gesuche, welche nach dem 31. Dezember eingereicht werden, werden fortlaufend aufgrund des Eingangsstempels der Personalabteilung bzw., des Stempels des Annahmepostamtes, falls der Brief eingeschrieben ist, berücksichtigt, aber nur im Falle von Erschöpfung der Auswahlliste mit Gültigkeit 1. Februar.
Die Auswahllisten werden fortlaufend angewandt, z.B. muß vor Anwendung der Auswahlliste mit Gültigkeit 1. Februar, jene mit Gültigkeit 1. August des vorhergehenden Jahres erschöpft sein.
Jede Bewerberin, welche schon in einer Auswahlliste aufscheint, kann für keine andere Auswahlliste für dasselbe Schuljahr ansuchen, auch nicht für ein anderes Berufsbild bzw. Berufskategorie oder für eine andere Direktion oder mit geänderten Angaben.
17.5. Ladinische Bewerberinnen können um eine Anstellung gemäß Art. 58 nur für die Kindergartendirektion Ladinia ansuchen (s. Ziffer 14 der Kriterien).
18. GESUCH ART. 57 FÜR DIE RANGORDNUNG
GESUCH ART: 58 AUßERHALB DER RANGORDNUNG
18.1. Jedes Ansuchen an das Amt für Kindergartenpersonal muß klar definiert sein. Das Amt für Kindergartenpersonal nimmt von Amts wegen keine Eintragungen in Rangordnungen (Art. 57) bzw. in Auswahllisten (Art. 58) vor.
18.2. Das für die Rangordnung (Art. 57) abgefaßte Gesuch, wofür die Voraussetzungen fehlen, wird zurückgewiesen und nicht von Amts wegen den Gesuchen außerhalb der Rangordnung (Art. 58) zugeordnet.
Ebenso wird das außerhalb der Rangordnung (Art. 58) abgefaßte Gesuch, welches die Voraussetzungen für die Eintragung in eine Rangordnung aufweist, nicht von Amts wegen den Gesuchen für die Rangordnung (Art. 57) zugeordnet.
Es ist also ratsam, sich zum Zeitpunkt der Gesuchsstellung über die Richtigkeit des Gesuchsformulars aufgrund der eigenen Voraussetzungen zu vergewissern.
19.1. L.G. Nr. 36 vom 17.08.1976 - Rechtsordnung des Kindergartenwesens
19.2. L.G. Nr. 32 vom 18.08.1988, Art. 11 - Feststellung der Kenntnis der Muttersprache für die Aufnahme von Kindergartenpersonal
19.3. LG. Nr. 16 vom 10.08.1995 - Reform der Personalordnung des Landes
19.4. Dekret des Landeshauptmanns Nr. 6 vom 26.03.1997 - Durchführungsverordnung über die Aufnahme in den Landesdienst
19.5. Maßnahme der Landesregierung vom 29.07.1999 – Bereichsübergreifender Kollektivvertrag für das Landespersonal
19.6. Gesetz Nr. 127 vom 15.05.1997 Art. 3 und L.G. Nr. 1 vom 21.01.1998 Art. 10
SCHRIEBENE STUDIENTITEL
(s. Ziffer 1 der Anmerkungen)
für jedes Zehntel des Notendurchschnittes, das die Note 6 übersteigt
Wird die Note in Zehnteln, Dreißigsteln, usw. ausgedrückt, so verfährt man analog.
Ein Studientitel, der ein Gesamturteil beinhaltet, wird anhand folgender Umrechnungstabelle bewertet:
ausgezeichnet = 10
befriedigend = 7
genügend = 6
(s. Ziffer 2 der Anmerkungen)
für den mit gleichen oder vergleichbaren Aufgaben ausgeübten Beruf oder geleisteten Dienst, pro Semester
Kindergärtnerinnen haben auch die Möglichkeit, für die Rangordnung des Berufsbildes Kindergartenassistentin und somit auch für das Auswahlverfahren anzusuchen. Der geleistete Dienst als Kindergartenassistentin wird aber für das Berufsbild Kindergärtnerin nicht berücksichtigt.
(s. Ziffer 3 der Anmerkungen)
für die Arbeitslosigkeit, beschränkt auf die Zeitspannen der Eintragung in die 1. Klasse der Vermittlungslisten oder der Eintragung in die eigens für die geschützten Personengruppen vorgesehenen Verzeichnisse, pro Trimester
Die Arbeitslosigkeit wird nur bis zur V. Funktionsebene berücksichtigt.
Es wird die Arbeitslosigkeit in den zwei Jahren vor dem Einreichetermin berücksichtigt.
BEIHILFE ZUM LEBENS-
(s. Ziffer 4 der Anmerkungen)
falls die Bewerberin die Beihilfe zum Lebensminimum durchgehend für mindestens 6 Monate bezieht
Die Beihilfe zum Lebensminimum wird nur bis zur V. Funktionsebene berücksichtigt.
Die Beihilfe zum Lebensminimum muß zum Zeitpunkt des Einreichetermins bestehen.
(s. Ziffer 5 der Anmerkungen)
für jedes unterhaltsberechtigte minderjährige Kind der Bewerberin
Die Kinder werden nur bis zur V. Funktionsebene berücksichtigt.
Die Situation bezüglich Kinder muß zum Zeitpunkt des Einreichetermins bestehen.
(s. Ziffer 7 der Anmerkungen)
für den für das angestrebte Berufsbild bzw. Berufskategorie entsprechenden Zweisprachigkeitsnachweis
Kindergartenassistentin – C
Kindergärtnerin bzw. Sonderkindergärtnerin – B
1. In Österreich erworbene Studientitel gelten unmittelbar, sofern für sie im geltenden Studientitelabkommen Italien/Österreich keine Zusatzprüfungen für die Anerkennung in Italien vorgesehen sind.
Für alle übrigen in einem Land der Europäischen Union erworbenen Studientitel gilt, daß die Bewerberin mit Vorbehalt in die Rangordnung aufgenommen wird, vorausgesetzt, sie hat die für die Anerkennung durch Italien eventuell vorgesehenen Zusatzprüfungen oder –auflagen innerhalb des Einreichetermins für die Gesuche erfüllt und belegt. Es wird die im ausländischen Studientitel angegebene Note berücksichtigt (Deutschland:1= sehr gut, 2= gut, 3= befriedigend, 4= genügend). Die Anerkennung muß spätestens bei der Aufnahme in den Dienst vorgelegt werden, bzw. die Bewerberin wird bezüglich Stellenangebote in der Rangordnung solange übersprungen, bis die Anerkennung vorgelegt werden kann. Mit der Anerkennung von seiten des Schulamtes in deutscher oder italienischer Sprache wird eine eventuelle Sprachprüfung aufgrund des erlangten Studientitels in einer ausländischen Sprache hinfällig (s. Ziffer 13.1 der Kriterien).
2. Bezüglich der Berufserfahrung ist eine Dienstbestätigung mit der genauen Angabe des ”Berufsbildes” und des Zeitraumes des geleisteten Dienstes erforderlich.
Der geleistete Dienst bei der Autonomen Provinz Bozen wird von Amts wegen geprüft.
3. Es ist eine von der Bewerberin ausgestellte Eigenerklärung über die Arbeitslosigkeit mit der genauen Angabe des Zeitraumes und der Art der Klasse bzw. Eintragungsliste erforderlich.
4. Es ist eine von der Bewerberin ausgestellte Eigenerklärung über die Beihilfe zum Lebensminimum mit der genauen Angabe des Zeitraumes, für den die Beihilfe geleistet wird, erforderlich.
5. Es ist eine Eigenerklärung, welche die Anzahl der unterhaltsberechtigten minderjährigen Kinder bestätigt, erforderlich.
Unterhaltsberechtigte volljährige Kinder werden nur als Vorzug berücksichtigt (gleiches Dienstalter bei der Autonomen Provinz Bozen, gleiche Punkte). Gegebenenfalls muß aus der Eigenerklärung die Unterhaltsberechtigung dieser hervorgehen.
6. Jede Bewerberin ist verpflichtet, Änderungen von gemachten Angaben mit den entsprechenden Unterlagen mitzuteilen. Dies ist zu jedem jährlichen Einreichetermin (30. April) mit einer neuen Gesuchseinreichung möglich (s. Ziffer 5.4 der Kriterien).
7. Die Zweisprachigkeit ist nicht mit der Sprachprüfung und dem Ladinerkolloquium zu verwechseln (s. Ziffern 13.1 und 14.1 der Kriterien).
Für das Berufsbild Haushaltsgehilfin und die Berufskategorien Kindergartendirektor und Kindergarteninspektor wird von der Punktezuteilung abgesehen, da die Zweisprachigkeit in diesem Fall eine Zugangsvoraussetzung ist (s. Anlage 2 der Kriterien).
Besitzt eine Bewerberin einen höheren Zweisprachigkeitsnachweis, als für das angestrebte Berufsbild bzw. Berufskategorie vorgesehen ist, wird die gleiche Punktezahl zugewiesen; ein niederer Zweisprachigkeitsnachweis wird nicht berücksichtigt.
ALLGEMEINES ZU DEN BEWERTUNGSUNTERLAGEN
Die Bewertungsunterlagen müssen innerhalb des Einreichetermins für die Gesuche in Form einer Eigenerklärung vorgelegt werden (siehe beiliegende Anlage).
Dokumente können nicht nachgereicht werden.
Der vorgeschriebene Studientitel stellt eine Ausnahme dar:
- Absolventinnen können diesen innerhalb 15. Juli nachreichen.
- Fehlt der Studientitel oder die Angabe der Noten wird die vorgesehene Mindestpunkteanzahl (Null) zugewiesen.
Spätestens innerhalb 1. September ist der vorgeschriebene Studientitel vorzulegen, andernfalls erfolgt der Ausschluß aus der Rangordnung.
Zur Anerkennung von außerhalb von Italien erworbenen Studientiteln siehe Ziffer 1 der Anmerkungen.
Werden mehrere analoge Titel eingereicht (z.B. vorgeschriebene Studientitel), wird immer der günstige
(nur für italienischsprachige Kindergärten)
Grundschuldiplom und Zweisprachigkeitsnachweis D
Fachdiplom für Fachkräfte für Familien- und Sozialfürsorge
Fachdiplom für Kinderbetreuerin
Fachdiplom als Assistentin für soziale Dienste
Befähigungsnachweis als Kindergartenassistentin erworben aufgrund eines von der Südtiroler Landesregierung ermächtigten Lehrganges
Diplom der Befähigung zur erzieherischen Tätigkeit in der Vorschulstufe (gültig für Diplome die bis zum Ende des Jahres 2000 ausgestellt worden sind)
Reifediplom für Kleinkinderzieherinnen einschließlich der Befähigung zur Unterweisungstätigkeit im Kindergarten
Reifediplom der Lehrerbildungsanstalt Fachrichtung Kindergärtnerin
zusätzlich zur Ausbildung als Kindergärtnerin
Diplom über eine polyvalente Spezialisierung für den Kindergarten gemäß L.G. Nr. 20/83 und diesem Diplom gleichgestellte Ausbildungen
Kindergärtnerinnen und Lehrpersonen der Grund- oder Sekundarschule mit Doktorat in Pädagogik oder dem Diplom für Schulaufsicht und mit einem Dienstalter bei der Autonomen Provinz Bozen bzw. einem Dienst von 5 Jahren auf Planstelle und Zweisprachigkeitsnachweis A
Kindergärtnerinnen mit einem Dienstalter bei der Autonomen Provinz Bozen von 10 Jahren auf Planstelle und Zweisprachigkeitsnachweis A
KINDERGARTENINSPEKTOR
Kindergartendirektoren und Lehrpersonen der Grund- oder Sekundarschule mit Doktorat in Pädagogik, Philosophie, Literaturwissenschaften oder literarischen Fächern und mit einem Dienstalter bei der Autonomen Provinz Bozen bzw. Dienst von 5 Jahren auf Planstelle und Zweisprachigkeitsnachweis A
Kindergärtnerinnen mit Doktorat in Pädagogik, Philosophie, Literaturwissenschaften oder literarischen Fächern und mit einem Dienstalter bei der Autonomen Provinz Bozen von 10 Jahren auf Planstelle und Zweisprachigkeitsnachweis A

References: Art. 57
 Art. 6
 Art. 11
 Art. 29
 Art. 3
 Art. 58
 Art. 58
 Art. 57
 Art. 58
 ART. 57
 Art. 11
 Art. 3
 Art. 10