Source: https://china.diplo.de/cn-de/service/visa-einreise/faq-nationale-visa/1349560
Timestamp: 2019-02-21 19:02:58+00:00

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FAQ zum langfristigen Aufenthalt - Auswärtiges Amt Im neuen Tab öffnen
FAQ zum langfristigen Aufenthalt
Hier erhalten Sie Antworten auf häufig gestellte Fragen, die bei der Beantragung eines nationalen Visums für einen langfristigen Aufenthalt in Deutschland auftreten können.
1. Welche Aufenthaltszwecke erlauben einen langfristigen Aufenthalt in Deutschland?
Nationale Visa können nur erteilt werden, wenn der Aufenthaltszweck im deutschen Gesetz geregelt ist. Allgemeine Informationen, welche Aufenthaltszwecke dies sind finden Sie in den entsprechenden Merkblättern im Bereich Downloads.
2. Wer ist für meinen Visumantrag für einen langfristigen Aufenthalt (nationales Visum) zuständig?
Die deutschen Auslandsvertretungen in China sind geografisch in Amtsbezirke aufgeteilt. Die Zuständigkeit richtet sich ausschließlich nach dem aktuellen Hauptwohnsitz des Antragstellers. Hauptwohnsitz ist der Ort, an dem eine Person tatsächlich wohnt und/ oder arbeitet bzw. studiert. Geburtsort, Hukou oder Nationalität sind nicht maßgeblich. Kurzfristige Besuche zu Hause oder Reisen während der Semesterferien können nicht zur Beantragung eines Visums in China genutzt werden. Einen Überblick über die Amtsbezirke und das zuständige Konsulat können Sie sich im Konsulatsfinder verschaffen.
3. In welcher Sprache muss ich meinen Visumantrag für einen langfristigen Aufenthalt (nationales Visum) einreichen?
Die einzige Amtssprache der deutschen Behörden ist Deutsch. Alle Informationen und Antragsunterlagen müssen daher auf Deutsch oder mit einer Übersetzung ins Deutsche versehen sein. Das Antragsformular soll auf Deutsch ausgefüllt werden.
4. Welche Unterlagen müssen für Visa zu langfristigen Aufenthalten (nationale Visa) übersetzt vorgelegt werden?
Alle Urkunden, Bescheinigungen und sonstigen Unterlagen, die im Rahmen eines Antrags auf ein nationales Visum eingereicht werden, müssen in die deutsche Sprache übersetzt werden. Die Übersetzung muss korrekt und inhaltlich richtig sein. Unklare oder falsche Übersetzungen gehen zu Ihren Lasten. Eine vereidigte oder beglaubigte Übersetzung ist nicht vorgeschrieben.
5. Müssen Urkunden/Bescheinigungen für Visa zu langfristigen Aufenthalten (nationale Visa) legalisiert werden?
Chinesische Personenstandsurkunden und amtliche Bescheinigungen müssen grundsätzlich legalisiert werden. Ausgenommen hiervon sind Hukou-Auszüge, Universitätszeugnisse oder Schulzeugnisse. Die Legalisation bestätigt die Echtheit der Urkunde/amtlichen Bescheinigung.
Weiterführende Informationen finden Sie unter Konsularinformationen.
6. Welche formalen Anforderungen muss das Motivationsschreiben für Visa zu langfristigen Aufenthalten (nationale Visa) erfüllen?
Ein Motivationsschreiben ist ein selbst verfasstes, unterschriebenes Schreiben, im dem Sie erläutern, weshalb Sie sich für ein Studium, einen Sprachkurs etc. in Deutschland entschieden haben. Nutzen Sie keine allgemeinen Floskeln, sondern legen Sie Ihre konkreten persönlichen Gründe dar.
7. Welche formalen Anforderungen muss der Lebenslauf für Visa zu langfristigen Aufenthalten (nationale Visa) erfüllen?
Der Lebenslauf stellt ohne Lücken Ihren persönlichen Werdegang bis zum Zeitpunkt der Antragstellung dar. Eine klare und übersichtliche Gliederung in Tabellenform ist sinnvoll.
8. Welche Anforderungen muss die Krankenversicherung für Visa zu langfristigen Aufenthalten (nationale Visa) erfüllen?
Zum Zeitpunkt der Erteilung des nationalen Visums, ist die Vorlage einer Reisekrankenversicherung nach Schengener Vorschriften hinreichend:
Die Versicherungspolice muss Rücktransportkosten im Krankheits- oder Todesfall übernehmen, ebenso wie jegliche Kosten für medizinische Notversorgung und/oder die Behandlung in der Notaufnahme eines Krankenhauses.
Die minimale Abdeckung muss EUR 30.000 betragen.
Die Versicherung (Einzel- oder Gruppenversicherung) kann vom Reisenden im Wohnsitzland oder vom Gastgeber im Zielland abgeschlossen werden.
Versicherer mit Firmenzentrale außerhalb des Schengen-Raums müssen ein Büro in einem der Schengen-Staaten haben, das in der Lage ist, Versicherungsansprüche zu bearbeiten.
Es ist erforderlich, unverzüglich nach der Einreise einen den Bestimmungen des SGB V vergleichbaren andauernden (privaten) Krankenversicherungsschutz abzuschließen, sofern kein gesetzlicher Krankenversicherungsschutz besteht. Der Versicherungsvertrag muss unbefristet sein und darf keine Ablauf- oder Erlöschensklausel hinsichtlich eines bestimmten Lebensalters, der Aufgabe einer Tätigkeit, des Wechsels des Aufenthaltszwecks oder des Verlustes eines legalen Aufenthaltsstatus enthalten.
Dieser Krankenversicherungsschutz muss die Leistungen umfassen, auf die gesetzlich Versicherte nach § 11 Abs. 1 – 3 SGB V Anspruch haben.
Der durchgehende Krankenversicherungsschutz ist bei jeder Antragstellung auf Verlängerung des Aufenthaltstitels vorzulegen. Noch während der Gültigkeit des durch die Botschaft Peking erteilten Visums ist der geforderte ausreichende Krankenversicherungsschutz abzuschließen.
9. Welche formalen Anforderungen müssen Passfotos für Visumanträge für langfristige Aufenthalte (nationale Visa) erfüllen?
Es müssen drei aktuelle, identische biometrische Passfotos vor weißem Hintergrund in der Größe 45 x 35 Millimeter vorgelegt werden. Die Fotos müssen die Person in einer Frontalaufnahme, ohne Kopfbedeckung und ohne Bedeckung der Augen zeigen. Beispiele finden Sie auf der Fotomustertafel.
10. Wie muss eine Arbeitsbescheinigung für langfristige Aufenthalte (nationale Visa) gestaltet sein?
Die Arbeitsbestätigung sollte auf firmeneigenem Papier (mit Briefkopf, Unterschrift und Siegel) folgende Informationen enthalten: Adresse und Telefonnummer des Arbeitgebers, Position des Arbeitnehmers in der Firma, Ihr monatliches Gehalt, seit wann Sie in der Firma beschäftigt sind. In einigen Fällen ist es sinnvoll, den geplanten Aufenthaltszweck in Deutschland durch den hiesigen Arbeitgeber bestätigen zu lassen (zum Beispiel bei beantragtem Sprachkurs), sofern Sie derzeit einer Beschäftigung nachgehen und vorgesehen ist, dass Sie für Ihren Aufenthalt nicht Ihren Arbeitsplatz kündigen.
11. Wie kann ich einen Termin für die Beantragung eines langfristigen Visums vereinbaren?
Für jeden Antrag auf ein nationales Visum muss online ein Antragstermin vereinbart werden (Ausnahme: Familienangehörige von nicht-deutschen EU-Staatsangehörigen). Jeder Antragsteller braucht einen eigenen Termin, auch Kinder und Babys. Anträge werden nur angenommen, wenn der Termin in der entsprechend richtigen Kategorie vereinbart wurde.
Beispiel: Wenn Sie zum Beispiel in Deutschland arbeiten möchten, vereinbaren Sie einen Termin in der Kategorie Erwerbstätigkeit/Studium/Au-Pair. Ihre mitreisenden Ehepartner und Kinder vereinbaren hingegen einen Termin in der Kategorie Familiennachzug.
Die Terminbuchung erfolgt bei der für Ihren Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt zuständigen Auslandsvertretung. Die deutschen Auslandsvertretungen in China sind geografisch in Amtsbezirke aufgeteilt. Die Zuständigkeit richtet sich ausschließlich nach dem aktuellen Hauptwohnsitz des Antragstellers. Geburtsort, Hukou oder Nationalität sind nicht maßgeblich. Einen Überblick über die Amtsbezirke und das zuständige Konsulat können Sie sich im Konsulatsfinder verschaffen.
Die Terminbuchung ist nur online möglich. Vom Buchungssystem wird jeweils der nächstmögliche (oder auf Wunsch ein späterer) Termin vergeben.
12. Wie hoch sind die Gebühren für Visa zu langfristigen Aufenthalten (nationale Visa)?
Die Gebühr für die Antragsbearbeitung beträgt 75,00 Euro (unter 18 Jahren: 37,50 Euro) und wird bei Antragstellung zum aktuellen Gegenwert in RMB fällig. Gebührenbefreiungen für nationale Visa gelten u.a. für Ehegatten, eingetragene gleichgeschlechtliche Lebenspartner und minderjährige ledige Kinder Deutscher sowie für die Eltern minderjähriger Deutscher. Gleiches trifft auf Familienangehörige von EU-Freizügigkeitsberechtigten zu. Gebührenbefreiung gibt es auch für Ausländer, die für ihren Aufenthalt in Deutschland ein Stipendium aus deutschen oder europäischen öffentlichen Mitteln erhalten, sowie für ihre Ehegatten oder Lebenspartner und minderjährigen Kinder, soweit diese in die Förderung einbezogen sind.
13. Was muss ich nach der Einreise in Deutschland tun?
Das nationale Visum gilt zeitlich beschränkt für zunächst drei bis sechs Monate. Entsprechend dem Aufenthaltszweck wird anschließend durch die zuständige Ausländerbehörde in Deutschland eine längerfristige Aufenthaltserlaubnis erteilt. Vereinbaren Sie bitte unmittelbar nach Einreise einen Termin bei der für Ihren Wohnort zuständigen Ausländerbehörde. Bei einer geplanten Aufenthaltsdauer von bis zu einem Jahr, z.B. für ein Austauschstudium oder einen einjährigen Personalaustausch, kann das Visum auch für die gesamte Dauer des geplanten Aufenthalts ausgestellt werden. Eine Visumerteilung ist nur für die im Aufenthaltsgesetz oder in der Beschäftigungsverordnung vorgesehenen Aufenthaltszwecke möglich.
14. Mein Visumantrag für ein langfristiges Visum wurde abgelehnt. Was kann ich tun?
Gegen einen ablehnenden Bescheid im Visumverfahren kann der Antragsteller schriftlich remonstrieren, das heißt, eine Beschwerde gegen die Entscheidung einlegen. Das Remonstrationsschreiben muss in deutscher Sprache verfasst und unterschrieben sein bzw. dem chinesischen Schreiben muss eine entsprechende Übersetzung beigefügt werden. Die Auslandsvertretung wird den Visumantrag in diesem Fall erneut prüfen und ggf. die zuständigen inländischen Behörden erneut beteiligen. Mit einer mehrwöchigen Bearbeitungszeit ist zu rechnen.
15. Was sind die geltenden Datenschutzbestimmungen?
Information gemäß Art. 13 und 14 Verordnung (EU) 2016/679 (Datenschutz-Grundverordnung)
Verantwortliche für die Datenverarbeitung sind die jeweils für den Visumantrag zuständige Auslandsvertretung der Bundesrepublik Deutschland in China und das Auswärtige Amt (Postanschrift: Auswärtiges Amt, D-11013 Berlin).
Den Datenschutzbeauftragten des Auswärtigen Amtes erreichen Sie wie folgt:
Tel.: + 49 30 5000 2711
Fax: + 49 30 5000 5 1733
Welche Daten verarbeitet die Auslandsvertretung, wenn ich ein Visum beantrage und wo-her stammen diese Daten?
Zu den verarbeiteten Kategorien personenbezogener Daten gehören die im Rahmen des Visumantragsformulars geforderten Daten. Dazu gehören in der Regel insbesondere Ihr Familienname, Geburtsname, Vorname, Tag und Ort mit Angabe des Staates der Geburt, Geschlecht, Staatsangehörigkeit(en), Ihr Familienstand, gegenwärtige Anschrift, Telefonnummer, Email Adresse, berufliche Tätigkeit, Angaben zum Reisedokument (Art des Dokuments, Seriennummer, ausstellender Staat und ausstellende Behörde, Ausstellungsdatum, Gültigkeitsdauer) Lichtbild sowie Fingerabdrücke.
Die oben genannten Datenkategorien stammen aus den von Ihnen im Visumverfahren gemachten Angaben.
Welche Daten verarbeitet die Auslandsvertretung, wenn ich ein Einladungsschreiben für jemanden ausstelle, der damit Visum beantragt und woher stammen diese Daten?
Zu den verarbeiteten Kategorien personenbezogener Daten gehören die im Rahmen des Visumantragsformulars zum Einlader geforderten Daten. Hierzu gehören insbesondere Ihr Name und Vorname, Adresse, Faxnummer und E-Mail-Anschrift.
Die oben genannten Datenkategorien stammen aus den von Ihnen im Einladungsschreiben und vom Antragsteller im Visumverfahren gemachten Angaben.
Warum werden meine Daten erhoben und was passiert, wenn dies nicht geschieht?
Ihre Daten werden erhoben, weil dies zur ordnungsgemäßen Durchführung des Visumverfahrens erforderlich und gesetzlich vorgeschrieben ist. Wenn Sie einen Visumantrag stellen, obliegt es Ihnen gemäß § 82 Aufenthaltsgesetz (AufenthG), die zur Bearbeitung des Antrags erforderlichen Daten zur Verfügung zu stellen und hierzu notwendige Angaben zu machen. Wenn Ihre Daten nicht bereitgestellt werden kann es sein, dass der Antrag unter Einbehaltung der Bearbeitungsgebühr abgelehnt wird.
Die Verarbeitung Ihrer personenbezogenen Daten dient ausschließlich der ordnungsgemäßen Durchführung des Visumverfahrens.
Rechtsgrundlage sind Art. 6 Abs. 1 lit. c) und e), Abs. 2 Verordnung (EU) 2016/679 (DS-GVO) i.V.m. Verordnung (EG) Nr. 767/2008 (VIS-Verordnung) und Verordnung (EG) Nr. 810/2009 (Visakodex) inklusive seinen Anhängen bzw. §§ 72a ff. (AufenthG) und § 69 Aufenthaltsverordnung (AufenthV), sowie der Ausländerzentralregistergesetz-Durchführungsverordnung (AZRG-DV), dem Visa-Warndatei-Gesetz (VWDG) und ggf. weiteren Spezialvorschriften oder § 3 Bundesdatenschutzgesetz (BDSG 2018).
Wie lange werden meine Daten genutzt?
Ihre Daten werden gelöscht, sobald sie nicht mehr für die Durchführung des Visumverfahrens erforderlich sind. In der Regel erfolgt die Löschung zwei Jahre nach Abschluss des Visumverfahrens, spätestens jedoch fünf Jahre nach der rechtskräftigen Entscheidung über das beantragte Visum.
Ihre Daten werden nur an Dritte übermittelt, soweit dies zur ordnungsgemäßen Durchführung des Visumverfahrens erforderlich ist. Im Rahmen des Verfahrens kann es sein, dass Ihre personenbezogenen Daten an die jeweils zuständigen deutschen Innenbehörden, an zu-ständige Visastellen anderer Schengen-Mitgliedstaaten oder an die zuständigen Behörden am Ort Ihres gewöhnlichen Aufenthalts übermittelt werden. Ist ein externer Dienstleister mit der Durchführung einzelner Verfahrensschritte im Visumverfahren beauftragt, werden Ihre Daten von diesem erhoben bzw. an diesen übermittelt, soweit dies zur Durchführung des Verfahrens erforderlich ist. Eine Übermittlung an Empfänger außerhalb der Europäischen Union findet nur statt, soweit dies nach Kapitel V der DS-GVO zulässig ist.
Welche Datenschutzrechte kann ich als betroffene Person geltend machen?
Sie können von den o.g. Verantwortlichen Auskunft über die zu Ihrer Person gespeicherten Daten verlangen. Sie können zudem unter bestimmten Voraussetzungen die Berichtigung, Löschung oder die Einschränkung der Verarbeitung Ihrer Daten verlangen. Sie können zu-dem unter bestimmten Voraussetzungen der Verarbeitung Ihrer Daten widersprechen.
Sie haben das Recht, sich bei einer Datenschutzaufsichtsbehörde ̶ insbesondere in dem Mitgliedstaat Ihres Aufenthaltsorts, Ihres Arbeitsplatzes oder des Ortes des mutmaßlichen datenschutzrechtlichen Verstoßes ̶ über die Verarbeitung Ihrer personenbezogenen Daten zu.
Langfristiger Aufenthalt (mehr als 90 Tage)

References: § 11
 Art. 13
 § 82
 Art. 6
 § 69
 § 3