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Timestamp: 2019-09-22 19:24:55+00:00

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KG, 28.02.2007 - 2 Ss 253/06 - 3 Ws (B) 92/07 - dejure.org
KG, 28.02.2007 - 2 Ss 253/06 - 3 Ws (B) 92/07
https://dejure.org/2007,27995
KG, 28.02.2007 - 2 Ss 253/06 - 3 Ws (B) 92/07 (https://dejure.org/2007,27995)
KG, Entscheidung vom 28.02.2007 - 2 Ss 253/06 - 3 Ws (B) 92/07 (https://dejure.org/2007,27995)
KG, Entscheidung vom 28. Februar 2007 - 2 Ss 253/06 - 3 Ws (B) 92/07 (https://dejure.org/2007,27995)
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§ 80 Abs 3 S 3 OWiG, § 344 Abs 2 S 2 StPO, Art 103 Abs 1 GG
Kurznachricht zu "Anmerkung zum Beschluss des KG vom 20.02.2007, Az.: 2 Ss 253/06 (Unwirksamer Rechtsmittelverzicht)" von RiKG Olaf Arnoldi, original erschienen in: VRR 2007, 276 - 277.
NStZ 2007, 541
NZV 2007, 430
KG, 01.02.2016 - 3 Ws (B) 29/16
Ausübung des Hausrechts in einer Wohngemeinschaft
Unwirksam ist die Rücknahme eines Rechtsmittels auch, wenn der Angeklagte durch objektiv unrichtige oder irreführende Auskünfte des Gerichts oder der Staatsanwaltschaft in einen für seine Erklärung ursächlichen Rechtsirrtum versetzt (vgl. KG, Beschlüsse vom 1. April 2015 - 4/2 Ws 223/14 REHA - und vom 5. Mai 1997 - 5 Ws 234/97 -) oder wenn sie durch Drohung bzw. durch Täuschung veranlasst worden ist (vgl. BGH, Beschluss vom 24. April 2001 - 5 StR 53/01 [[...]]), wobei der dem Gericht oder der Staatsanwaltschaft anzulastende Sachverhalt allerdings mit Sicherheit feststehen muss und der Grundsatz "in dubio pro reo" nicht gilt (vgl. KG, Beschluss vom 28. Februar 2007 - 3 Ws (B) 92/07 -).
Es entspricht einhelliger Rechtsprechung, dass im Rahmen der Strafzumessung nicht sämtliche Gesichtspunkte, sondern nur die Wesentlichen dargestellt werden müssen, um den in § 46 StGB insoweit festgelegten Anforderungen gerecht zu werden (vgl. Senatsbeschluss vom 26. Juni 2006 in 2 Ss 253/06 sowie vom 25. April 2006 in 2 Ss 339/06;… Tröndle/Fischer, StGB, 53. Auflage, § 46 Rn. 106 m.w.N.).
Hierfür reicht eine - wie hier - versehentlich unrichtige richterliche Auskunft oder Zusage aus (vgl. BGHSt 46, 257 ; BGH wistra 2002, 26 ; NStZ 1995, 556 ; OLG Koblenz NStZ-RR 1996, 306 ; OLG Stuttgart NStZ-RR 1996, 146 ; KG NStZ 2007, 541;… Paul in Karlsruher Kommentar, StPO 7. Aufl., § 302 Rdn. 13;… Jesse in Löwe/Rosenberg, StPO 26. Aufl., § 302 Rdn. 52).
So ist anerkanntermaßen eine - auch teilweise - erklärte Rücknahme eines Rechtsmittels - nichts anderes ist die Berufungsbeschränkung - unter anderem unwirksam, wenn sie mit unlauteren Mitteln veranlasst worden [vgl. Meyer-Goßner, a.a.O., § 302 Rdn. 10 und 22 m.w.N.] oder aufgrund einer objektiv unrichtigen Erklärung des Gerichts zu Stande gekommen ist [vgl. KG NStZ 2007, 541].
KG, 12.02.2016 - 3 Ws 77/16
Unwirksam ist die Rücknahme eines Rechtsmittels auch, wenn der Angeklagte durch objektiv unrichtige oder irreführende Auskünfte des Gerichts oder der Staatsanwaltschaft in einen für seine Erklärung ursächlichen Rechtsirrtum versetzt (vgl. KG, Beschlüsse vom 1. April 2015 - 4/2 Ws 223/14 REHA - und vom 5. Mai 1997 - 5 Ws 234/97 -) oder wenn sie durch Drohung bzw. durch Täuschung veranlasst worden ist (vgl. BGH, Beschluss vom 24. April 2001 - 5 StR 53/01 [juris]), wobei der dem Gericht oder der Staatsanwaltschaft anzulastende Sachverhalt allerdings mit Sicherheit feststehen muss und der Grundsatz "in dubio pro reo" nicht gilt (vgl. KG, Beschluss vom 28. Februar 2007 - 3 Ws (B) 92/07 -).

References: § 80
 § 344
in dubio
 § 46
 § 46
 BGH 
 § 302
 § 302
 § 302
in dubio