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Timestamp: 2015-09-04 03:46:54+00:00

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Der Abschlussprüfer prüft die Gesetzmäßigkeit des Jahresabschlusses und der Rechenschaftsberichte der Veranlagungs- und Risikogemeinschaften und der Pensionskassen AG. Ad-hoc-Publizitätspflicht
Die Emittenten von Finanzinstrumenten, die zum Handel auf einem geregelten Markt zugelassen sind oder für die ein entsprechender Antrag auf Zulassung zum Handel auf einem solchen Markt gestellt wurde, haben Insider-Informationen, die sie unmittelbar betreffen, unverzüglich der Öffentlichkeit bekannt zu geben.
(sh. Fortgeschrittener IRB Ansatz zur Bemessung des Kreditrisikos)
(sh. Fortgeschrittene Messansätze (AMA) zur Bemessung des operationellen Risikos) Aktuar
Bezeichnung für einen versicherungsmathematischen Sachverständigen; Pensionskassen haben zumindest einen Aktuar zu bestellen, der die Erstellung des Geschäftsplanes vorzunehmen oder zu leiten und dessen Einhaltung zu überwachen hat. (§ 20a PKG)
AVB sind rechtstechnisch Allgemeine Geschäftsbedingungen, die Versicherungsunternehmen ihren Kunden bei Abschluss von Versicherungsverträgen ohne Rücksicht auf individuelle Verschiedenheiten im Einzelfall unterstellen. Die AVB umschreiben – standardisiert – die Rechte und Pflichten der Vertragsparteien sowie vor allem den Umfang des Versicherungsschutzes. Die Geschäftsbedingungen dem Massenbetrieb gewidmeter Unternehmungen werden auch ohne Kenntnis ihres Inhalts durch den anderen Vertragspartner zum Vertragsinhalt. Die AVB gehören zum Geschäftsplan des Versicherers und brauchen seit 1994 nicht mehr von der Versicherungsaufsichtsbehörde genehmigt zu sein. Alpha-Faktor
Faktor im Basisindikatoransatz zur Berechnung des Eigenmittelerfordernisses für das operationelle Risiko. Er gibt jenen Prozentsatz (= 15 %) der gesamten Bruttoerträge an, der betragsmäßig als Eigenmittel für das Operationelle Risiko zu unterlegen ist.
Alternativer Standardansatz (ASA) für das operationelle Risiko
Nach Genehmigung durch die nationale Aufsichtsbehörde (in Österreich: FMA) kann anstelle des Standardansatzes für das operationelle Risiko auch der Alternative Standardansatz verwendet werden. Dieser Ansatz unterscheidet sich vom "normalen" Standardansatz dadurch, dass das Eigenmittelerfordernis für die beiden Geschäftsfelder "Privatkundengeschäft" (Retail) und "Firmenkundengeschäft" nicht auf der Basis der Betriebserträge, sondern auf Basis des Bruttokreditvolumens in diesen beiden Geschäftsfeldern berechnet wird. Anstelle der Betriebserträge werden 3,5 % des ausstehenden Kreditvolumens als Indikator herangezogen, der dann in weiterer Folge mit dem entsprechenden Beta-Faktor des Geschäftsfeldes multipliziert wird. Die Genehmigung des alternativen Standardansatzes ist an die Erfüllung bestimmter Anforderungen geknüpft, die über jene des Standardansatzes hinausgehen.
Asset Backed Commercial Paper Programme (ABCP-Programme)
(sh. Forderungsgedecktes Geldmarktpapier-Programm)
(zu dt.: durch Vermögenswerte gedeckte Wertpapiere) Asset Backed Securities werden im Rahmen einer Verbriefungstransaktion zur Refinanzierung der Finanzierungsgesellschaft (Zweckgesellschaft, SPV) begeben.
(sh. Verbriefung von Forderungen)
Gemäß § 22b Abs. 5 Z 2 BWG wird von Ausfall gesprochen, wenn a) eine wesentliche Verbindlichkeit des Schuldners gegenüber einem gruppenangehörigen Kreditinstitut mehr als 90 Tage in Verzug ist oderb) davon auszugehen ist, dass der Schuldner seinen Kreditverpflichtungen gegenüber dem gruppenangehörigen Kreditinstitut nicht in voller Höhe nachkommen wird.
(engl.: Probability of Default, PD) Wahrscheinlichkeit für den Ausfall eines Kreditnehmers (Parameter bei IRB-Ansätzen zur Berechnung des Kreditrisikos).
Ausschuss der Europäischen Bankenaufsichtsbehörden (CEBS)
(engl.: Committee of European Banking Supervisors, CEBS) Das CEBS mit Sitz in London setzt sich aus hochrangigen Repräsentanten der Europäischen Bankenaufsichtsbehörden und Notenbanken zusammen. Das Komitee hat beratende und koordinierende Funktionen bei der Erarbeitung und Durchsetzung des Europäischen Bankenaufsichtsrechts. http://www.c-ebs.org
Bankaufsichtlicher Überprüfungs- und Evaluierungsprozess (SREP)
(engl.: Supervisory Review and Evaluation Process, SREP) Unter dem SREP ist der umfassende Prozess zu verstehen, mit dem die FMA das Risikoexposure der Kreditinstitute evaluiert, sowie die Strategien, Prozesse und Verfahren bewertet, die von den Kreditinstituten zum Einsatz gebracht werden, um den Anforderungen des Gesetzes sowie dessen Interpretation durch die FMA zu entsprechen (dies beinhaltet unter anderem das interne Kapitaladäquanzverfahren, den ICAAP, der ja einer dieser geforderten Prozesse ist).
Bankaufsichtlicher Überprüfungsprozess (SRP)
(engl.: Supervisory Review Process, SRP) Die zweite Säule der neuen Eigenmittelbestimmungen neben Mindestkapitalanforderungen (Säule 1) und Marktdisziplin (Säule 3). Der bankaufsichtliche Überprüfungsprozess stellt einen ergänzenden, stark qualitativen Aspekt der Beaufsichtigung mit möglichst intensivem Kontakt zwischen Aufsicht und Banken dar. Im Rahmen der Säule 2 entstehen sowohl Verpflichtungen für die Aufsicht als auch Aufgaben für die Kreditinstitute. Die Säule 2 ist unabhängig von den gewählten Ansätzen im Rahmen der Säule 1, kann jedoch im Verhältnis zu Art, Umfang und Komplexität der Aktivitäten des Kreditinstituts ausgestaltet werden (sh. Proportionalitätsprinzip).Die folgenden Elemente sind Bestandteil des bankaufsichtlichen Überprüfungsprozesses:Aufgaben der Kreditinstitute:umfassendes Risikomanagement internes Kapitaladäquanzverfahren (sh. ICAAP)Aufgaben der FMA (sh. SREP):Evaluierung des Risikoprofils des Kreditinstituts Bewertung der institutsinternen Prozesse, Strategien, Methoden und Verfahren Identifikation von Schwachstellen gegebenenfalls Aufsichtsmaßnahmen
(Synonym: Anlagebuch) Alle Aktiva einer Bank sowie die Positionen unter der Bilanz können in das Bankbuch und das Handelsbuch unterteilt werden. Das Bankbuch ist als Residualgröße zum Handelsbuch definiert: Es enthält alle Positionen, die nicht dem Handelsbuch zugeordnet werden.
Basisindikatoransatz zur Berechnung des operationellen Risikos (BIA)
(engl.: Basic Indicator Approach, BIA) Der Basisindikatoransatz ist eine Messtechnik, welche unter Basel II zur Erfassung des operationellen Risikos herangezogen werden kann. Bei diesem Ansatz wird das Eigenmittelerfordernis für das operationelle Risiko als fixer Prozentsatz (Alpha-Faktor, 15 %) eines einzelnen Indikators (Bruttoerträge) ermittelt.
Darunter sind Beitragsleistungen zugunsten von Personen zu verstehen, die auf Reisen oder während der Abwesenheit von ihrem Wohnsitz oder ständigen Aufenthaltsort in Schwierigkeiten geraten. Die Beistandsleistung besteht darin, dass gegen die Zahlung einer Prämie die Verpflichtung eingegangen wird, dem Begünstigten eines Beistandsvertrages in den vertraglich vorgesehenen Fällen und unter den vereinbarten Bedingungen unmittelbar Hilfe zukommen zu lassen, wenn er sich nach Eintritt eines zufälligen Ereignisses in Schwierigkeiten befindet. Die materielle Hilfe kann in Geld- oder Materialleistungen bestehen, wobei letztere auch durch den Einsatz eigenen Personals oder Materials des Leistungserbringers erfolgen können. Nicht unter den Begriff der Beistandsleistungen fallen Wartungsleistungen und Kundendienst sowie einfache Hinweise auf Hilfe oder einfache Vermittlung einer Hilfe ohne deren Übernahme. Beitrag
Als Beitrag zählt das Mitgliedschafts- und Versicherungsentgelt bei Versicherungsvereinen auf Gegenseitigkeit im Gegensatz zur Prämie bei Versicherungsaktiengesellschaften.
Belegenheit (des Risikos)
Die Belegenheit eines Risikos bestimmt das anwendbare Recht des Versicherungsvertrages. So gelten etwa Fahrzeuge dort als belegen, wo sie registriert sind, unbewegliche Sachen gelten als dort belegen, wo sie sich befinden. Bei natürlichen Personen bestimmt der gewöhnliche Aufenthalt die Risikobelegenheit. Juristische Personen gelten als dort belegen, wo sich ihre Einrichtung befindet, auf die sich der Versicherungsvertrag bezieht. Berufsunfähigkeit
Die dauernde Beeinträchtigung der Berufsfähigkeit durch Krankheit, Körperverletzung oder Kräfteverfall. Gegen Berufsunfähigkeit kann man sich im Rahmen einer Zusatzversicherung zur Kapital-, Renten- oder Risiko-Lebensversicherung oder über einen selbständigen Vertrag (Selbständige Berufsunfähigkeitsversicherung) absichern. Der Versicherungsfall liegt im Allgemeinen bei mindestens 50 Prozent Berufsunfähigkeit vor. Soweit vertraglich vereinbart, wird auch bei der Zusatzversicherung eine Rente ausgezahlt. Die weitere Beitragszahlung entfällt. Berufsunfähigkeitsversicherung
Mit dem Abschluss einer Berufsunfähigkeitsversicherung schützt man sich gegen die finanziellen Folgen einer Berufsunfähigkeit. Im Versicherungsfall wird ohne weitere Beitragszahlungen eine Rente in der Regel bei einer mindestens 50prozentigen Berufsunfähigkeit in der voll vereinbarten Höhe gezahlt.
Beta-Faktoren zur Berechnung des operationellen Risikos
Faktoren zur Ermittlung des Mindesteigenmittelerfordernisses für das operationelle Risiko im (alternativen) Standardansatz. Die Beta-Faktoren geben jenen Prozentsatz der Bruttoerträge eines Geschäftsfeldes an, der für ebendieses Geschäftsfeld betragsmäßig als Eigenmittel für das operationelle Risiko zu unterlegen ist (sh. Tabelle aus § 186 SolvaV).§ 186 SolvaV Beteiligungsmeldung
Aktionäre von Unternehmen, deren Aktien amtlich notieren oder im Geregelten Freiverkehr der Wiener Börse gehandelt werden, haben das Erreichen, Übersteigen oder Unterschreiten gewisser Stimmrechtsschwellen der Gesellschaft, der FMA sowie der Wiener Börse AG mitzuteilen. Die Aktiengesellschaft trifft die Pflicht, die Öffentlichkeit von der wesentlichen Veränderung der Stimmrechtsverhältnisse zu informieren. § 186 SolvaV Betriebliche Mitarbeitervorsorgekassen
Im Jahre 2002 wurden die Bestimmungen über die Abfertigung grundlegend geändert (Stichwort "Abfertigung neu"). Betriebliche Mitarbeitervorsorgekassen unterliegen den Bestimmungen des Betrieblichen Mitarbeiter- und Selbständigenvorsorgegesetzes (BMSVG). Dieses Bankgeschäft ist in § 1 Abs. 1 Z 21 BWG typisiert. Im August 2010 hielten zehn Mitarbeitervorsorgekassen die Konzession für das Betriebliche Vorsorgekassengeschäft.
Das Betriebspensionsgesetz (BPG) regelt die Sicherung von Leistungen und Anwartschaften aus Zusagen zur die gesetzliche Pensionsversicherung ergänzenden Alters-, Invaliditäts- und Hinterbliebenenversorgung (Leistungszusagen), die den Arbeitnehmern im Rahmen eines privatrechtlichen Arbeitsverhältnisses von dem Arbeitgeber gemacht werden. Es enthält Regelungen über die Unverfallbarkeit von Ansprüchen und die Übertragung von Anwartschaften. Das BPG selbst verschafft dem Arbeitnehmer keinen Betriebspensionsanspruch. Es kommt nur zur Anwendung, wenn der/die Arbeitgeber freiwillig dem Arbeitnehmer eine solche Zusage macht. § 186 SolvaV Bezugsrecht
Unter Bezugsrecht versteht man das Recht, über die fällige Leistung aus der Lebensversicherung zu verfügen. Bei Fälligkeit erhält also der Bezugsberechtigte das Geld von der Versicherung. Das ist im Erlebensfall zumeist der Versicherungsnehmer selbst. Für den vorzeitigen Todesfall sollte ein zusätzlicher Bezugsberechtigter angegeben werden, der im Versicherungsschein namentlich genannt werden kann. Die Bezugsberechtigung kann widerruflich oder unwiderruflich eingetragen werden. § 186 SolvaV Bündelversicherung
Unter eine Bündelversicherung versteht man die Zusammenfassung mehrerer rechtlich selbständiger Versicherungsverträge auf einem Versicherungsschein und mit den für den jeweiligen Einzelvertrag geltenden Allgemeinen Versicherungsbedingungen. Da es sich um selbständige Verträge handelt, können gebündelte Verträge unabhängig voneinander geschlossen oder gekündigt werden. Bündelversicherungen werden häufig in den Bereichen der Kfz-, Eigenheim-, Geschäfts- und Betriebsversicherung eingesetzt. Die rechtliche Selbständigkeit der einzelnen Verträge kann bei der Kündigung zu Problemen führen, wenn die gleichzeitige Auflösung aller Verträge gewünscht wird. § 186 SolvaV Commercial Real Estate (CRE)
(zu dt.: Gewerbliche Immobilien) Committee of European Banking Supervisors (CEBS)
(sh. Ausschuss der Europäischen Bankenaufsichtsbehörden, CEBS)
Das Wort Compliance (= Entsprechung) hat seine Wurzel im englischen "to comply with" (= einer Sache entsprechen) und meint sinngemäß "Handeln im Einklang mit dem geltenden Recht". Das BörseG und das Wertpapieraufsichtsgesetz (WAG) erlegen gewerblichen Erbringern bestimmter Dienstleistungen, die mit Wertpapieren oder sonstigen Veranlagungen des Vermögens von Kunden in Zusammenhang stehen (insbesondere Kreditinstitute und WPDLU) sowie Versicherungen, Pensionskassen und Emittenten die Verpflichtung auf, Compliance-Bestimmungen aufzustellen. Es handelt sich dabei um innerbetriebliche Vorschriften, die die Informationsweitergabe, insbesondere auch durch Schaffung von Vertraulichkeitsbereichen steuern und die missbräuchliche Verwendung oder Weitergabe von Insiderinformationen sowie mögliche Interessenkonflikte zwischen den Instituten, Kunden und Mitarbeitern verhindern sollen. Compliance-Vorschriften sollen die maßgeblichen gesetzlichen Bestimmungen konkretisieren, Organisationsabläufe regeln und die innerbetriebliche Einhaltung sicherstellen.
Das Konzept des Consolidating Supervisors stellt eine wesentliche Neuerung der neuen Eigenmittelbestimmungen im Bereich der internationalen Zusammenarbeit dar. Art. 129 Abs. 2 der RL 2006/48/EG (umgesetzt in § 21g BWG) sieht vor, dass jener Aufsichtsbehörde, welche für die Beaufsichtigung des EU-Mutterkreditinstituts einer Kreditinstitutsgruppe zuständig ist, in Zukunft eine zentrale Rolle zukommen soll. Credit Conversion Factor (CCF)
(sh. Umrechnungsfaktor)
Credit Risk Mitigation Techniques (CRM)
(sh. Kreditrisikominderungstechniken) Credit Value at Risk (Credit VaR)
Der Begriff Credit Value at Risk resultiert aus der Anwendung des Value at Risk-Konzepts für Marktrisiken für die Kreditrisikomessung. Inhaltlich stellt der Credit-VaR eine Abschätzung dar, um welchen Betrag die Verluste aus Kreditrisiken die über die Marge einkalkulierten, erwarteten Standardrisikokosten innerhalb eines Jahres potenziell übersteigen könnten (Betrag des höchstmöglichen Ausfalls unter einer gegebenen Wahrscheinlichkeit). Diesem Ansatz liegt der Gedanke zu Grunde, dass die Standardrisikokosten lediglich den langfristigen Mittelwert der Kreditausfälle darstellen, diese jedoch von den tatsächlichen Kreditausfällen des laufenden Geschäftsjahres (positiv oder negativ) abweichen können. Deckungsstock
Als Deckungsstock bezeichnet man ein Sondervermögen eines Versicherungsunternehmens, das getrennt vom übrigen Vermögen des Unternehmens zu verwalten ist. Der Deckungsstock ist in der Höhe des Deckungserfordernisses des direkten Gesamtgeschäfts zu bilden. Als Deckungserfordernis werden die bedeckungspflichtigen versicherungstechnischen Rückstellungen in der Lebensversicherung, in der Krankenversicherung nach Art der Lebensversicherung und in der Unfallversicherung nach der der Lebensversicherung definiert. Die Versicherungsunternehmen haben dafür zu sorgen, dass das Deckungserfordernis durch die dem Deckungsstock gewidmeten Vermögenswerte stets voll erfüllt ist. Deckungsstöcke gewährleisten die Erfüllbarkeit der rechtlichen Ansprüche der Versicherungsnehmer. Zur Überwachung des Deckungsstocks hat die FMA einen Treuhänder und dessen Stellvertreter zu bestellen. Der Deckungsstock bildet im Konkurs eines Versicherungsunternehmens eine Sondermasse.
(sh. Ausfall) Directors' Dealings
Personen, die bei einem Emittenten von Finanzinstrumenten mit Sitz im Inland Führungsaufgaben wahrnehmen, sowie gegebenenfalls in enger Beziehung zu ihnen stehende Personen haben der FMA alle von ihnen getätigten Geschäfte auf eigene Rechnung mit zum Handel auf geregelten Märkten zugelassenen Aktien und aktienähnlichen Wertpapieren des Emittenten oder mit sich darauf beziehenden Derivaten oder mit ihm verbundener Unternehmen (§228 Abs. 3 UGB) zu melden.
Doppel-Ausfall Effekte
(engl.: double default effects) Im IRB-Ansatz findet die Ausfallkorrelation zwischen Kreditnehmer und Garantiegeber Berücksichtigung: Das Risiko des gemeinsamen Ausfalls von Kreditnehmer und Garantiegeber kann als deutlich geringer als das Risiko des Ausfalls nur einer Partei angenommen werden.
Auch Zuwachs- oder Anpassungsversicherung genannt; Beitrag und Versicherungssumme werden in regelmäßigen Abständen erhöht. Maßstab dafür ist meistens die Entwicklung des Höchstbeitrags in der gesetzlichen Pensionsversicherung. Einige Lebensversicherer empfehlen für die Dynamisierung auch feste Prozentsätze. Üblich ist mittlerweile die Kombination beider Erhöhungsformen.
Das Finanzmarktaufsichtsbehördengesetz (FMABG) ist am 1. April 2002 in Kraft getreten und regelt die Überwachung des österreichischen Finanzmarktes durch die Finanzmarktaufsicht (FMA).
Finanzmarktaufsichtsbehördengesetz (FMABG; Financial Market Authority Act) The Financial Market Authority Act came into force on April 1, 2002 and governs the supervision of Austria’s financial market by the Financial Market Authority (FMA). Floor
Regulatorische Untergrenze für fortgeschrittene Ansätze beim Operationellen Risiko und Kreditrisiko, die sich als Prozentsatz des bisherigen Eigenmittelerfordernisses ergibt. Der Floor soll verhindern, dass die Eigenmittel nach der Einführung von Basel II zunächst zu stark abfallen.
Die Fondsgebundene Lebensversicherung ist dem Prinzip der Er- und Ablebensversicherung sehr ähnlich. Der Unterschied besteht in der Veranlagung der Sparprämien zur Kapitalbildung. Hier wird der Sparanteil der Prämien in Portefeuilles angelegt, die sich durch ihre Zusammensetzung im Risikocharakter unterscheiden. Der Kunde kann für sich selbst entscheiden, wie risikofreudig er seine Veranlagung gestalten möchte. Er beeinflusst damit gleichzeitig die Ertragsaussichten. Hier gilt die Faustregel, je risikoärmer ein Portefeuille zusammengesetzt ist, desto geringer ist der zu erwartende Ertrag. In der Regel wird durch die breite Streuung der Fonds innerhalb eines Portefeuilles eine zusätzliche Senkung des Risikos erreicht. Das Anlagerisiko aber auch der dadurch erzielbare höhere Ertrag liegen also voll beim Versicherungsnehmer.
Forderungsgedecktes Geldmarktpapier-Programm
(engl. Asset Backed Commercial Paper Programme, ABCP-Programme) Verbriefungsprogramm, wobei die emittierten Wertpapiere in erster Linie die Form von Geldmarktpapieren mit einer ursprünglichen Laufzeit von einem Jahr oder weniger haben (sh. § 2 Abs. 2 Z 5 SolvaV).
Fortgeschrittene Messansätze (AMA) zur Berechnung des operationellen Risikos
(engl.: Advanced Measurement Approaches, AMA) Messmethodik zur Berechnung des Eigenmittelerfordernisses für operationelle Risiken nach Basel II. Bei den fortgeschrittenen Messansätzen entspricht die Risikokennzahl aus dem bankinternen Messsystem für operationelle Risiken bei Einhaltung bestimmter quantitativer und qualitativer Mindestanforderungen dem regulatorischen Eigenmittelerfordernis. Für die Anerkennung eines AMAs sind strenge qualitative und quantitative Zulassungskriterien vorgegeben.
Fortgeschrittener IRB Ansatz zur Berechnung des Kreditrisikos
(engl.: Advanced IRB Approach, AIRB) Im Fortgeschrittenen IRB Ansatz zur Berechnung der Mindesteigenmittelanforderungen für das Kreditrisiko, werden sämtliche Parameter, die zur Berechnung der Mindesteigenmittel benötigt werden, bankintern ermittelt. Es sind dies die Ausfallwahrscheinlichkeit (PD), die Verlustquote bei Ausfall (loss given default, LGD), der Umrechnungsfaktor (credit conversion factor, CCF) und die Restlaufzeit (M). Die bankinternen Schätzverfahren unterliegen strengen Qualitätsanforderungen und werden durch die Finanzmarktaufsicht regelmäßig auf ihre Gültigkeit hin überprüft.
Freie Mitarbeiter von Wertpapierdienstleistungsunternehmen (WPDLU)
Wertpapierdienstleistungsunternehmen (WPDLU) mit einer Konzession nach dem Wertpapieraufsichtsgesetz (WAG) können sich bei der Erbringung von konzessionspflichtigen Finanzdienstleistungen freier Mitarbeiter bedienen, sofern ihnen diese Möglichkeit per Bescheid eingeräumt ist. Diese stehen im Regelfall in keinem Angestelltenverhältnis zum Unternehmen und müssen auch nicht über eine eigene WAG-Konzession verfügen, solange sie ausschließlich im Namen und auf Rechnung des WPDLU auftreten und dieses die volle Haftung für sie übernimmt. Als freie Mitarbeiter kommen ausnahmslos natürliche Personen in Betracht; Gesellschaften benötigen in jedem Fall eine eigene WAG-Konzession.
Fremdwährungsrisiken entstehen für eine Bank, wenn Forderungen oder Verbindlichkeiten in einer Fremdwährung eingegangen werden, die nicht durch eine gegengleiche Position oder ein Derivativgeschäft ausgeglichen werden. Eine ungünstige Wechselkursentwicklung kann damit zu Verlusten führen.
Gemischte Er- und Ablebensversicherung
Die gemischte Er- und Ablebensversicherung ist die bekannteste Form der Lebensversicherung. Sie ist zum einen Vorsorge für den Todesfall, in dem im Regelfall die gleiche Leistung wie bei der Risikoversicherung erbracht wird, zum anderen dient sie der Ansparung von Kapital für den Erlebensfall.
Gesonderter Aufsichtsbericht
Wertpapierdienstleistungsunternehmen (WPDLU) haben jährlich Wirtschaftsprüfer zur Prüfung der Einhaltung der Bestimmungen des Wertpapieraufsichtsgesetzes (WAG) zu bestellen. Bei WPDLU mit "großer Konzession" hat die Prüfung zudem die sachliche Richtigkeit der Bewertung des Jahresabschlusses einschließlich der Vornahme gebotener Abschreibungen, Wertberichtigungen und Rückstelllungen zu umfassen. Das Ergebnis dieser Prüfung ist in einen gesonderten Aufsichtsbericht aufzunehmen, welcher längstens innerhalb von sechs Monaten nach Abschluss des Geschäftsjahres der FMA vorzulegen ist.
(Synonym: Körnigkeit) Maß für die Anzahl und Höhe der einzelnen Forderungen im Verhältnis zum Gesamtvolumen eines Kreditportfolios. Eine hohe Granularität bedeutet, dass das Gewicht eines einzelnen Kreditnehmers im Kreditportfolio sehr gering ist, d. h. das Kreditportfolio ist stark diversifiziert.
Bei der Haftpflichtversicherung ist der Versicherer verpflichtet, dem Versicherungsnehmer die Leistung zu ersetzen, die dieser auf Grund seiner Verantwortlichkeit für eine während der Versicherungszeit eintretende Tatsache an einen Dritten zu bewirken hat. Die Versicherung umfasst die gerichtlichen und außergerichtlichen Kosten, die durch die Verteidigung gegen den von einem Dritten geltend gemachten Anspruch entstehen, soweit die Aufwendungen der Kosten den Umständen nach geboten sind. Der Versicherer haftet nicht, wenn der Versicherungsnehmer vorsätzlich den Eintritt der Tatsache, für die er dem Dritten verantwortlich ist, widerrechtlich herbeigeführt hat.
(sh. Volatilitätsanpassung)
(Synonym: Wertpapierhandelsbuch) Gemäß § 22n BWG (Neufassung) sind dem Handelsbuch eines Kreditinstituts sämtliche Positionen (Eigenhandelspositionen, Positionen aus dem Handel für Kunden sowie Positionen aus dem Market Making) in Finanzinstrumenten und Waren zuzuordnen, die mit Handelsabsicht gehalten werden. Ebenso sind Finanzinstrumente und Waren, die zur Absicherung bestimmter Risiken des Handelsbuchs herangezogen werden, dem Handelsbuch zuzuordnen. Diese Positionen dürfen keinen Einschränkungen ihrer Marktfähigkeit unterliegen oder müssen absicherbar sein. Von Handelsabsicht wird ausgegangen, wenn Positionen des Handelsbuchs zum Zweck des kurzfristigen Wiederverkaufs gehalten werden oder die Absicht besteht, aus derzeitigen oder in Kürze erwarteten Kursunterschieden zwischen dem Ankaufs- und dem Verkaufskurs oder aus anderen Preis- oder Zinsschwankungen einen Gewinn zu erzielen.
Hochvolatile gewerbliche Realkredite
(engl.: High-volatility Commercial Real Estate, HVCRE) HVCRE ist eine Untergruppe der Spezialfinanzierungen im IRB-Ansatz gemäß dem Basler Akkord (sh. auch Einkommen-generierende gewerbliche Immobilien). Dabei handelt es sich Finanzierungen im Zusammenhang mit gewerblichen Immobilien, die besonders risikoreich sind.
Ein Immobilienfonds ist ein Sondervermögen, das von einer Kapitalanlagegesellschaft für Immobilien verwaltet und von einer von ihr unabhängigen Depotbank verwahrt wird. Das Fondsvermögen eines Immobilenfonds steht im Eigentum der Kapitalanlagegesellschaft für Immobilien, die dieses treuhändig für die Anteilinhaber hält und verwaltet.
(sh. Einkommen-generierende gewerbliche Immobilien)
Insider ist, wer als Mitglied eines Verwaltungs-, Leitungs- oder Aufsichtsorganes des Emittenten oder sonst auf Grund seines Berufes, seiner Beschäftigung, seiner Aufgaben oder seiner Beteiligung am Kapital des Emittenten zu einer Insider-Information Zugang hat. Ebenso ist Insider, wer sich die Information durch die Begehung strafbarer Handlungen verschafft hat. Handelt es sich dabei um eine juristische Person, so sind jene natürlichen Personen Insider, die am Beschluss, das Geschäft auf Rechnung der juristischen Person zu tätigen, beteiligt ist. Insider-Informationen
Eine Insiderinformation ist eine öffentlich nicht bekannte, genaue Information, die direkt oder indirekt einen oder mehrere Emittenten von Finanzinstrumenten oder ein oder mehrere Finanzinstrumente betrifft und die, wenn sie öffentlich bekannt würde, geeignet wäre, den Kurs dieser Finanzinstrumente oder den Kurs sich darauf beziehender derivativer Finanzinstrumente erheblich zu beeinflussen, weil sie ein verständiger Anleger wahrscheinlich als Teil der Grundlage seiner Anlageentscheidung nutzen würde. Insurance period
Pursuant to Article 8 of the Versicherungsvertragsgesetz (VersVG; Insurance Policy Act), the insurance period is one year, unless the premium is calculated based on shorter periods of time.
Internes Kapitaladäquanzverfahren (ICAAP)
(engl.: Internal Capital Adequacy Assessment Process, ICAAP) Unter dem ICAAP ist der umfassende Prozess und die dazugehörige Strategie zu verstehen, mit denen Kreditinstitute die Höhe, die Zusammensetzung und die Verteilung des (internen) Kapitals sicherstellen, das sie als adäquat erachten, um alle wesentlichen bankgeschäftlichen und bankbetrieblichen Risiken abzudecken, denen sie ausgesetzt sind. Der ICAAP soll einer regelmäßigen Überprüfung unterzogen werden, um sicherzustellen, dass er umfassend ist und in entsprechendem Verhältnis zu Art, Umfang und Komplexität der Aktivitäten des Kreditinstituts steht (sh. Proportionalitätsprinzip). Die Etablierung des ICAAP liegt in der Verantwortung der Geschäftsleitung. Er setzt auf einem adäquaten Risikomanagement auf, das durch geeignete Prozesse und Abläufe sicherstellt, dass die Risiken, denen das Kreditinstitut ausgesetzt ist, identifiziert, gemessen, berichtet und gesteuert werden.
Ein Investmentfonds ist ein Sondervermögen, das von einer Kapitalanlagegesellschaft verwaltet und von einer von ihr unabhängigen Depotbank verwahrt wird. Ein nach Investmentfondsgesetz (InvFG) gebildeter Kapitalanlagefonds steht im Miteigentum der Anteilinhaber. Das Sondervermögen muss vom Vermögen der Kapitalanlagegesellschaft getrennt gehalten werden und haftet nicht für die Verbindlichkeiten der Gesellschaft. Zum Vertrieb in Österreich waren Ende Juli 2010 rund 2243 Fonds inländischer und knapp 5356 Fonds ausländischer Kapitalanlagegesellschaften zugelassen. Eine Übersicht über Fonds finden Sie auf der FMA Website. Investor einer Verbriefung
Gemäß § 2 Z 69 BWG (Neufassung) übernimmt oder hält der Investor einer Verbriefung die Risiken einer Verbriefung und fungiert weder als Originator noch als Sponsor dieser Verbriefung; auch Sicherungsgeber bei Verbriefungspositionen sind Investoren in diesen Verbriefungspositionen.
IRB Basisansatz zur Berechnung des Kreditrisikos
(engl. Foundation IRB Approach, FIRB) Im IRB Basisansatz, dem einfacheren der beiden IRB Ansätze zur Berechnung der Mindesteigenmittelanforderungen für das Kreditrisiko (sh. auch Fortgeschrittener IRB Ansatz), wird nur die Ausfallwahrscheinlichkeit (probability of default, PD) eines Schuldners bzw. einer Ratingklasse bankintern ermittelt. Die anderen Parameter, wie die Verlustquote bei Ausfall (loss given default, LGD) oder die Restlaufzeit (M), sind durch das BWG bzw. durch Verordnung der FMA (SolvaV) vorgegeben. Auch die Anrechnung von Sicherheiten unterscheidet sich im IRB Basisansatz von jener im fortgeschrittenen IRB Ansatz.
IRB-Ansatz zur Berechnung des Kreditrisikos
(engl.: Internal Ratings Based Approach, IRB Approach) Ansatz zur Berechnung des Eigenmittelerfordernisses für das Kreditrisiko, bei dem die Risikogewichte der Kredite auf bankeigenen Bonitätseinstufungen beruhen. Werden die Ausfallwahrscheinlichkeiten je Ratingklasse und Kreditnehmer durch die Bank berechnet, alle anderen Risikoparameter aber durch das BWG bzw. durch Verordnung der FMA (SolvaV) festgelegt, so spricht man vom IRB-Basisansatz. Darf die Bank auch weitere, intern von ihr bestimmte Risikoparameter – die Verlustquote bei Ausfall (LGD), eine Laufzeitgewichtung oder Sicherheiten – berücksichtigen, so handelt es sich um einen fortgeschrittenen IRB-Ansatz.
Kapitalanlagegesellschaften Eine Kapitalanlagegesellschaft (KAG) ist ein Kreditinstitut, dessen Geschäftsbetrieb darauf ausgerichtet ist, bei ihm eingelegte Gelder im eigenen Namen für gemeinschaftliche Rechnung der Anleger nach dem Grundsatz der Risikostreuung gesondert vom eigenen Vermögen anzulegen. Dieses Bankgeschäft ist in § 1 Abs. 1 Z 13 BWG typisiert. Kapitalanlagegesellschaften unterliegen den Bestimmungen des Investmentfondsgesetzes (InvFG). Im August 2010 verfügten 25 österreichische Kapitalanlagegesellschaften über eine Konzession der Aufsichtsbehörde. Kapitalanlagegesellschaften für Immobilien
Eine Kapitalanlagegesellschaft für Immobilien (ImmoKAG) ist ein Kreditinstitut, das zur Verwaltung von Immobilienfonds gemäß § 1 Abs. 1 Z 13a BWG berechtigt ist. Kapitalanlagegesellschaften für Immobilien unterliegen den Bestimmungen des Immobilien-Investmentfondsgesetzes (ImmoInvFG). Im August 2010 verfügten fünf österreichische Kapitalanlagegesellschaften für Immobilien über eine Konzession der Aufsichtsbehörde. Kapitaldeckungsverfahren
Sammelbezeichnung für verschiedene Versicherungsformen für Land-, Wasser-, Luft- und Weltraumfahrzeuge.
KFZ Elementar- und Kollisionskaskoversicherung
Die KFZ Elementarversicherung ersetzt Schäden bei Beschädigung oder Verlust eines Fahrzeugs durch Brand, Explosion, Diebstahl und andere Entwendungstatbestände, Sturm, Hagel, Blitzschlag, Überschwemmung, Zusammenstoß mit Haarwild, Bruch von Verglasungen und Kurzschlüsse an der Verkabelung sowie bei vielen Versicherungsunternehmen auch Schäden durch Marderbiss. Bei der Kollisionskaskoversicherung werden zusätzlich auch Schäden durch Unfall oder böswillige Beschädigung ersetzt.
Das Kraftfahrzeug-Haftpflichtversicherungsgesetz 1994 schreibt vor, dass jedes zum Verkehr zugelassene Fahrzeug haftpflichtversichert sein muss. Die Versicherung umfasst die Befriedigung begründeter und die Abwehr unbegründeter Ersatzansprüche, die auf Grund gesetzlicher Haftpflichtbestimmungen gegen den Versicherungsnehmer oder mitversicherte Personen erhoben werden, wenn durch die Verwendung des versicherten Fahrzeugs Personen verletzt oder getötet worden, Sachen beschädigt oder zerstört worden oder abhanden gekommen sind oder ein Vermögensschaden verursacht worden ist, der weder Personen- noch Sachschaden ist (bloßer Vermögensschaden).
Kombinierte Versicherung (verbundene Versicherung)
Versicherung mehrerer Gefahren in einem Versicherungsvertrag mit einheitlichen Allgemeinen Versicherungsbedingungen auf der Grundlage eines Antrags. Die kombinierte Versicherung stellt rechtlich einen einheitlichen Vertrag dar, die Kündigung einzelner Bereiche (ohne einvernehmliche Vertragsänderung) ist daher grundsätzlich nicht möglich. Ein Beispiel für eine kombinierte Versicherung ist etwa die Haushaltversicherung (Kombination verschiedener Sachschadenversicherungen mit Privat-Haftpflichtversicherung. Konfidenzniveau
Das Konfidenzniveau bezeichnet die Wahrscheinlichkeit, mit der ein potenzieller Verlust in dem Bereich liegt, der durch den Value at Risk definiert wird. Kontrahentenausfallrisiko (Synonym: Kreditrisiko, Bonitätsrisiko) Das Risiko, dass die Vertragsgegenseite ihren Verpflichtungen überhaupt nicht, nur teilweise oder nicht fristgerecht nachkommt. Bei der Kreditvergabe geht das Kreditinstitut das Risiko ein, dass der Kreditnehmer nicht mehr in der Lage ist, den Kredit zurückzuzahlen.
Das Risiko möglicher nachteiliger Folgen, das sich aus Konzentrationen oder Wechselwirkungen gleichartiger und verschiedenartiger Risikofaktoren oder Risikoarten ergeben kann. Hierzu zählt beispielsweise das Risiko, das aus Krediten an den selben Kunden, an eine Gruppe verbundener Kunden oder an Kunden aus der selben Region oder Branche oder an Kunden mit den selben Leistungen und Waren, aus dem Gebrauch von Kreditrisikominderungstechniken und insbesondere aus indirekten Großkrediten erwächst.
Konzessionsdatenbank
Gemäß der Novelle zum Bankwesengesetz BGBl Nr. 97/2001 hatte die Finanzmarktaufsicht bis zum 1. Jänner 2004 eine Datenbank aufzubauen, die Informationen über den aktuellen Umfang der bestehenden Konzessionen der Kreditinstitute enthält und über Internet eine Abfrage der Daten zu ermöglichen.
(sh. Kontrahentenausfallrisiko)
(engl.: Credit Risk Mitigation Techniques, CRM) Banken steht eine Vielzahl von Techniken zur Minderung ihrer eingegangenen Kreditrisiken zur Verfügung, die bei Erfüllung der entsprechenden Vorschriften von BWG und SolvaV auch das Mindesteigenmittelerfordernis gemäß § 22 BWG reduzieren können. Forderungen können durch dingliche oder persönliche Sicherheiten besichert sein oder es besteht die Möglichkeit, ein Kreditderivat zu kaufen, um verschiedene Formen des Kreditrisikos auszuschließen. Zudem können Banken Nettingvereinbarungen eingehen, bei denen sie Kredite an einen Kontrahenten und Einlagen desselben Kontrahenten saldieren.FMA/OeNB, Leitfadenreihe Kreditrisiko, Band 4, "Techniken der Kreditrisikominderung" (Dezember 2004)
Die Lebensversicherung dient zur Absicherung diverser finanzieller Risiken in Bezug auf das menschliche Leben und wird in verschiedenen Varianten angeboten. Je nach Ausprägung des Produktes steht dabei das Element der Risikovorsorge, die Ansparung von Kapital oder das Ziel der Altersvorsorge im Vordergrund. Die Leistung des Versicherungsnehmers besteht in der Bezahlung der Versicherungsprämie. Diese kann laufend, z.B. monatlich, oder als Einmalprämie geleistet werden. Im Gegenzug dazu gewährt das Versicherungsunternehmen Versicherungsschutz und erbringt im Falle des Eintritts des versicherten Ereignisses (z.B. Tod während der Laufzeit des Versicherungsvertrags, Erleben des Pensionsantrittsalters etc.) die vertraglich vereinbarte Versicherungsleistung zuzüglich einer allfälligen Gewinnbeteiligung. Über diese Gewinn- oder Überschussbeteiligung kann der Versicherungsnehmer in einem hohen Ausmaß an den Erträgen der veranlagten Gelder des Versicherungsunternehmens teilhaben. Lebensversicherungen können vielfach durch Zusatzversicherungen ergänzt werden. Zu diesen gehören z.B. die Berufsunfähigkeitsversicherung, bei der im Falle des Eintritts der Berufsunfähigkeit keine weiteren Versicherungsprämien mehr bezahlt werden müssen, oder die Unfall-Zusatzversicherung, bei der im Falle des Eintritts von Tod/Invalidität durch einen Unfall eine zusätzliche Versicherungsleistung fällig wird. FMA/OeNB, Leitfadenreihe Kreditrisiko, Band 4, "Techniken der Kreditrisikominderung" (7. Dezember 2004)
Gefahr, dass das Kreditinstitut seinen Zahlungsverpflichtungen nicht jederzeit nachkommen kann (sh. § 25 BWG). Durch die Gegenüberstellung von Zahlungsverpflichtungen und Zahlungseingängen kann eine Bank ihre Liquiditätssituation darstellen. Alleine durch eine Inkongruenz von Zahlungseingängen und Zahlungsausgängen kann bereits ein Liquiditätsrisiko entstehen. Liquiditätsrisiken lassen sich in Termin- (Gefahr von verspäteten Rückzahlungen) und Abrufrisiko (Gefahr unerwartet hoher Abflüsse), strukturelles Liquiditätsrisiko (Anschlussfinanzierungsrisiken) und Marktliquiditätsrisiko unterteilen.
(zu dt.: Beleihungsquote) Verhältnis zwischen der Höhe des eingeräumten Kredites und den dafür bestehenden Sicherheiten.
(sh. Verlustquote bei Ausfall) Loss Given Event
(sh. Verlust bei Risikoereignis) Marktrisiko
(engl. Market Risk) Gefahr, dass bestehende Aktiva aufgrund einer negativen Marktentwicklung (Zinssätze, Aktien- und Wechselkurse, Gold- und Rohstoffpreise) an Wert verlieren und für den Risikoträger ein Verlust (im Vergleich zum investierten Kaufpreis) entsteht.
Das Wertpapieraufsichtsgesetz (WAG) verpflichtet u.a. alle österreichische Banken, inländische Zweigstellen von Banken und Wertpapierfirmen aus Ländern des EWR dazu, täglich ihre Geschäfte mit bestimmten im Gesetz aufgezählten Wertpapieren (Aktien, Schuldverschreibungen, etc.) informationsunterstützt an die FMA zu melden. Diese Meldungen müssen alle individuellen Merkmale der Einzeltransaktion, wie Menge, Preis, Uhrzeit des Abschlusses und Kennzeichnung als Eigen- oder Kundengeschäft enthalten. Der Zweck der Meldepflicht liegt darin, die FMA laufend mit Informationen über den Markt zu versorgen, sodass diese ihren Aufsichtspflichten nachkommen kann und im Anlassfall eine Ausgangsbasis für weitere Nachforschungen hat (z.B. bei Verdacht von Insidertransaktionen).
Missbrauch einer Insider-Information
Einen Missbrauch einer Insider-Information begeht:wer als Insider eine Insider-Information mit dem Vorsatz ausnützt, sich oder einem Dritten einen Vermögensvorteil zu verschaffen, indem erdavon betroffene Finanzinstrumente kauft, verkauft oder einem Dritten zum Kauf oder Verkauf anbietet, empfiehlt oder diese Information, ohne dazu verhalten zu sein, einem Dritten zugänglich macht,wer, ohne Insider zu sein, eine Insider-Information, die ihm mitgeteilt wurde oder sonst bekannt geworden ist, auf die oben bezeichnete Weise mit dem Vorsatz ausnützt, sich oder einem Dritten einen Vermögensvorteil zu verschaffen, wer sonst als Insider oder ohne Insider zu sein eine Information in Kenntnis oder grob fahrlässiger Unkenntnis davon, dass es sich um eine Insider-Information handelt, auf die oben bezeichnete Weise, jedoch ohne den Vorsatz, sich oder einem Dritten einen Vermögensvorteil zu verschaffen, verwendet.
Im Jahre 2002 wurde die Bestimmungen über die Abfertigung grundlegend geändert (Stichwort "Abfertigung neu"). Einen wesentlichen Bestandteil des mit 1. Juli 2002 in Kraft getretenen Bundesgesetzes über die Betriebliche Mitarbeitervorsorge (BMVG) bilden jene Bestimmungen, mit denen die Grundlage für die Mitarbeitervorsorgekassen geschaffen wurde. Nach dem Willen des Gesetzgebers handelt es sich dabei um Kreditinstitute im Sinne des Bankwesengesetzes (BWG), weshalb im Hinblick auf die Beaufsichtigung der Mitarbeitervorsorgekassen die Zuständigkeit der FMA vorliegt. Die Besonderheiten der für die Mitarbeitervorsorgekassen und die Finanzmarktaufsicht relevanten gesetzlichen Regelungen der Abfertigung neu liegen insbesondere darin, dass sehr große Ähnlichkeiten mit den bestehenden Bestimmungen des Pensionskassengesetzes, des Investmentfondsgesetzes und des Versicherungsaufsichtsgesetzes bestehen. Die FMA hat im Jahre 2002 insgesamt neun Mitarbeitervorsorgekassen die Konzession zum Betrieb des Bankgeschäftes gemäß § 1 Abs. 1 Z 21 BWG, d. h. die Hereinnahme und Veranlagung von Abfertigungsbeiträgen, erteilt. Mitarbeitervorsorgekassen sind gemäß § 19 Abs. 2 BMVG nur zur Ausübung dieses Bankgeschäftes berechtigt. Netting-Rahmenvereinbarung (~ bilaterale)
Bilaterale Schuldumwandlungsverträge und sonstige bilaterale Aufrechnungsvereinbarungen. Eine vertragliche Nettingvereinbarung liegt vor, wenn gegenseitige Forderungen und Verbindlichkeiten automatisch so zusammengefasst werden, dass sich bei jeder Schuldumwandlung ein einziger Nettobetrag ergibt und ein einziger rechtsverbindlicher neuer Vertrag geschaffen wird, der die früheren Verträge erlöschen lässt (sh. § 2 Z 71 BWG, Neufassung).
(engl.: Public Sector Entity, PSE) Verwaltungseinrichtungen ohne Erwerbscharakter, die von Bund, Ländern, Gemeinden, Zentralstaaten, Regionalregierungen, örtlichen Gebietskörperschaften oder von sonstigen Stellen, die gleiche Aufgaben wahrnehmen, getragen werden, und Unternehmen ohne Erwerbscharakter im Besitz des Bundes oder von Zentralstaaten, für die ausdrückliche Sicherungssysteme gelten, sowie selbstverwaltete Einrichtungen des öffentlichen Rechts, die einer öffentlichen Beaufsichtigung unterliegen (sh. § 2 Z 9b BWG, Neufassung).
(engl.: operational risk) Die Gefahr von Verlusten als Folge von Unangemessenheit oder Versagen von internen Verfahren, Menschen und Systemen oder durch externe Ereignisse (einschließlich Rechtsrisiko). Zur Messung des operationellen Risikos stehen drei unterschiedliche Messverfahren zur Verfügung:Basisindikatoransatz (Basic Indicator Approach, BIA) (Alternativer) Standardansatz (Standardised Approach, STA) Fortgeschrittene Messansätze (Advanced Measurement Approach, AMA)
Originator einer Verbriefung
Gemäß § 3 Z 67 BWG (Neufassung) wird als Originator ein Unternehmen bezeichnet, das eigene Forderungen gemäß § 22 Abs. 2 BWG (Neufassung) oder potentielle Forderungen gemäß § 22 Abs. 2 BWG (Neufassung) oder Risiken daraus im Rahmen einer Verbriefung überträgt; eigenen Forderungen und potentiellen Forderungen sind jene von Unternehmen, zu denen eine enge Verbindung besteht, gleichgesetzt.
Ein Partial Use ermöglicht einen Weiterverbleib bestimmter Forderungsklassen, Forderungsarten oder Unternehmensteile im Kreditrisiko Standardansatz, während die restlichen Forderungen nach den Regeln des IRB Ansatzes (sh. IRB-Ansatz zur Berechnung des Kreditrisikos) unterlegt werden. Man unterscheidet hierbei zwischen einem temporären Partial Use und einem permanenten Partial Use (geregelt in § 22b Abs. 9 BWG, Neufassung), wobei ersterer nur für eine Übergangsperiode zur Anwendung kommen kann. Ein Partial Use bedarf einer Bewilligung der FMA. Analog dazu ist auch ein Partial Use zwischen den verschiedenen Ansätzen der Berechnung des Mindesteigenmittelerfordernisses für das Operationelle Risiko möglich.
Eine Pensionskasse ist ein Unternehmen, das nach dem Pensionskassengesetz (PKG) berechtigt ist, Pensionskassengeschäfte zu betreiben. Entsprechend § 2 PKG bestehen Pensionskassengeschäfte in der rechtsverbindlichen Zusage von Pensionen an Leistungsberechtigte und Hinterbliebene sowie in der damit verbundenen Hereinnahme und Veranlagung von Pensionskassenbeiträgen. Jede Pensionskasse hat Zusagen auf Alters- und Hinterbliebenenversorgung zu gewähren, zusätzlich können Zusagen auf Invaliditätsversorgung gewährt werden. Alterspensionen sind lebenslang, Invaliditätspensionen auf die Dauer der Invalidität und Hinterbliebenenpensionen entsprechend dem Pensionskassenvertrag zu leisten. Pensionskassen dürfen keine Geschäfte betreiben, die nicht mit der Verwaltung von Pensionskassen zusammenhängen.
Für die Errichtung, Verwaltung und Beaufsichtigung von Pensionskassen wurde am 17. Mai 1990 im Nationalrat das Pensionskassengesetz (PKG) beschlossen. Ziel dieses Gesetzes ist vor allem eine verbesserte rechtliche Absicherung der Anwartschafts- und Leistungsberechtigten im Rahmen der betrieblichen und überbetrieblichen Alters-, Hinterbliebenen- und allenfalls auch Invaliditätsvorsorge.
Das Versicherungsvertragsgesetz (VersVG) unterscheidet zwischen der Personen- und der Schadenversicherung. Bei der Personenversicherung liegt die versicherte Gefahr unmittelbar in der körperlichen Sphäre einer natürlichen Person. Zu ihr zählen insbesondere die Krankenversicherung, Lebensversicherung, Rentenversicherung und Unfallversicherung.
Der Versicherungsschein, also die Urkunde über den Vertrag zwischen Versicherungsunternehmen und Versicherungsnehmer, wird auch Polizze genannt. Der Versicherer ist nach § 3 Versicherungsvertragsgesetz zur Ausstellung eines Versicherungsscheins verpflichtet.
Gemeinsam mit dem Hochwasserentschädigungs-Gesetz 2002 (BGBl. I Nr. 155/2002) wurde das Einkommensteuergesetz (EStG.) geändert. Dabei wurde die so genannte prämienbegünstigte Zukunftsvorsorge eingeführt (§ 108 g – i EStG). Diese Zukunftsvorsorge ist von ihrer Konzeption eine Weiterentwicklung der so genannten Abfertigung-Neu. Das Ziel dieses Produkts ist es, alle Steuerpflichtige in den Genuss einer geförderten Zukunftsvorsorge kommen zu lassen. Für Steuerpflichtige gibt es dabei einige Vergünstigungen (§ 108g EStG), die im Folgenden erwähnt werden. Leistet ein gemäß § 1 (2) EStG unbeschränkt Steuerpflichtiger Beiträge zu einer Zukunftsvorsorgeeinrichtung, dann wird ihm auf Antrag die Einkommensteuer erstattet. Die Erstattung erfolgt mit einem Pauschalbetrag (staatliche Prämie). Voraussetzung ist dass der Steuerpflichtige keine gesetzliche Alterspension bezieht und der Steuerpflichtige eine Erklärung abgibt, in der er sich unwiderruflich verpflichtet, für einen Zeitraum von mindestens 10 Jahren ab Einzahlung des ersten Beitrages auf eine Rückzahlung des aus den geleisteten Beiträgen resultierenden Anspruchs zu verzichten. Hat der Steuerpflichtige im Zeitpunkt der Antragstellung jedoch das 50. Lebensjahr bereits vollendet, so kann er sich unwiderruflich verpflichten, entweder auf eine Rückzahlung des aus den geleisteten Beiträgen resultierenden Anspruchs bis zum Bezug einer gesetzlichen Alterspension zu verzichten, oder auf eine Verfügung gemäß § 108i (1) Z1 EStG, die eine Auszahlung der Beträge verlangt, im Falle des Bezuges einer gesetzlichen Alterspension vor Ablauf von 10 Jahren zu verzichten. Darüber hinaus ist im Falle der Verrentung für die prämienbegünstigten Beiträge, sowohl für die Veranlagungsphase als auch für die Zeit der Rentenauszahlung, Steuerfreiheit vorgesehen. Die wesentliche Idee des Gesetzgebers ist dabei, dass die staatliche Prämie sowie eine Kapitalgarantie auf die eingezahlten Prämien inklusive staatlicher Prämie nur dann zur Geltung gebracht werden können, wenn am Ende der Laufzeit das Kapital nicht als Einmalabfindung ausbezahlt sondern verrentet wird. Hierbei sei auch angemerkt, dass gesetzlich eine Mindestlaufzeit von 10 Jahren für dieses Produkt vorgesehen ist. Probability of Default (PD)
(sh. Ausfallwahrscheinlichkeit)
(sh. Wahrscheinlichkeit des Eintretens)
Begriff aus der Säule 2 der neuen Eigenmittelbestimmungen (Basel II). Die Verpflichtung zur Anwendung des ICAAP besteht unabhängig von der Größe und Komplexität einer Bank, seine konkrete Ausgestaltung wird hingegen nach dem Prinzip der Proportionalität bestimmt. In diesem Sinne obliegt es der Bank, die Angemessenheit der Methoden, Systeme und Prozesse im Rahmen des ICAAP festzulegen. Die Beurteilung der Angemessenheit wird von der Art (Risikogehalt und Komplexität) und dem Umfang der Geschäftstätigkeit bestimmt.Kleinere Banken, die hauptsächlich Geschäfte mit geringem Risiko ausüben, könnten mit einfacheren Methoden, die sich an den Grundsätzen des ICAAP orientieren, die Anforderungen in angemessener Weise erfüllen. Für Banken, die eine sehr komplexe Geschäftstätigkeit ausüben bzw. die über ein hohes Geschäftsvolumen verfügen, könnte es erforderlich sein, entsprechend komplexe Systeme einzusetzen, um den Anforderungen des ICAAP gerecht zu werden.Die Entscheidung darüber, welche Systeme für die jeweilige Bank in welchem Bereich sinnvoll und angemessen sind, sollte auf Basis der jeweiligen individuellen Risikostruktur einer Bank erfolgen. Die Bank sollte anhand von Indikatoren für sich selbst festlegen, in welchen Bereichen sie komplexere Risikomess- oder Steuerungsverfahren einsetzen soll und in welchen einfachere Methoden adäquat wären.
Public Sector Entity (PSE)
(sh. Öffentliche Stellen)
Bei einer Risikoversicherung wird die Versicherungssumme bei Eintritt des Todes der versicherten Person fällig. Mit dieser Versicherung kann - gegen verhältnismäßig niedrige Prämien - Vorsorge gegen das finanzielle Risiko im Ablebensfall getroffen werden. Erlebt die versicherte Person den Ablauf der Versicherung, so wird bei der reinen Risikoversicherung allerdings keine Versicherungsleistung fällig. Sachschadenversicherung
Darunter versteht man eine Nichtpersonenversicherung, bei der Sachwerte Gegenstand der Versicherung sind oder bei der ein Versicherer bei Eintritt eines Sachschadens zur Leistung verpflichtet ist (z.B. Feuerversicherung). Secondhand-Polizze
Als Secondhand-Polizzen werden Lebensversicherungsverträge bezeichnet, bei denen die Ansprüche des Versicherungsnehmers gegen das Versicherungsunternehmen vor Ablauf der Vertragslaufzeit an einen Investor verkauft werden. Für diese Möglichkeit der Veräußerung von Ansprüchen aus einem Lebensversicherungsvertrag hat sich auch der Begriff „gebrauchte Lebensversicherung“ eingebürgert.Der Versicherungsnehmer bezweckt damit, seine Ansprüche aus dem Vertrag zu einem Preis zu verkaufen, der höher ist als der von der Versicherung ermittelte Rückkaufswert. Dem Käufer geht es hingegen um eine Geldanlage. Er erwirbt die Ansprüche durch Zahlung eines Kaufpreises, der zwar über dem Rückkaufswert, idR aber unter dem ökonomischen Wert der Polizze liegt. In der Folge zahlt der Anleger die Prämien bis Vertragende weiter. Nach Ablauf der Laufzeit bzw. im Todesfall erhält er die Versicherungssumme einschließlich etwaiger Gewinnanteile. Für den Investor stellt die gebrauchte Polizze daher keine Versicherungsform, sondern eine Kapitalanlage dar. Auch nach der Transaktion bleibt das Leben des ursprünglich Versicherten versichert. Securitisation
(sh. Verbriefung von Forderungen) Special Purpose Vehicle (SPV)
(sh. Zweckgesellschaft)
Sponsor einer Verbriefung
Als Sponsor wird ein Kreditinstitut bezeichnet, das ein Verbriefungsprogramm auflegt und verwaltet und nicht Originator dieses Verbriefungsprogramms ist (sh. § 2 Z 68 BWG, Neufassung). Staatskommissär
Der Bundesminister für Finanzen hat zur Ausübung seines Aufsichtsrechtes bei jeder Pensionskasse einen Staatskommissär und dessen Stellvertreter zu bestellen (§ 34 PKG). Der Staatskommissär und dessen Stellvertreter sind zu den Hauptversammlungen, Generalversammlungen und sonstigen Mitgliederversammlungen, zu den Sitzungen des Aufsichtsrates sowie zu entscheidungsbefugten Ausschüssen des Aufsichtsrates rechtzeitig einzuladen. Die Staatskommissäre haben gegen Beschlüsse, durch die sie gesetzliche oder sonstige Vorschriften oder Bescheide des Bundesministers für Finanzen oder der FMA für verletzt erachten, unverzüglich Einspruch zu erheben und hiervon der FMA zu berichten. Durch den Einspruch wird die Wirksamkeit des Beschlusses bis zur aufsichtsbehördlichen Entscheidung aufgeschoben (§ 76 Abs. 2 bis Abs. 8 BWG). Standardansatz zur Berechnung des Kreditrisikos (SA)
(engl.: Standardised Approach, SA)Berechnungsmodus zur Ermittlung des Eigenmittelerfordernisses einer Bank für das Kreditrisiko (sh. Kontrahentenausfallrisiko). Die Bonität des Schuldners geht in die Eigenmittelberechnung ein. In diesem Ansatz können auch externe Ratings einfließen, um die Höhe des Eigenmittelerfordernisses zu berechnen. Standardansatz zur Berechnung des operationellen Risikos (STA)
(engl.: Standardised Approach, STA) Der Standardansatz für das operationelle Risiko ist eine Messtechnik, welche unter Basel II zur Erfassung des operationellen Risikos herangezogen werden kann. Hierbei wird das Gesamtgeschäft des Kreditinstituts in Geschäftsfelder unterteilt, für welche jeweils ein gesondertes Eigenmittelerfordernis errechnet wird (als Prozentsatz eines bestimmten Indikators, sh. Tabelle aus § 186 SolvaV). Das Eigenmittelerfordernis für das operationelle Risiko ergibt sich als Gesamtsumme der Eigenmittelerfordernisse der einzelnen Geschäftsfelder.§ 186 SolvaV pdf 22 KB Supervisory Review and Evaluation Process (SREP)
(sh. Bankaufsichtlicher Überprüfungs- und Evaluierungsprozess) Supervisory Review Process (SRP)
(sh. Bankaufsichtlicher Überprüfungsprozess) Synthetische Verbriefung
(sh. auch: Traditionelle Verbriefung)Mit synthetischer Verbriefung werden jene Verbriefungen bezeichnet, bei denen der Originator das Kreditrisiko ohne Übertragung des Eigentums an den Forderungen überträgt (sh. § 2 Z 63 BWG, Neufassung).
Traditionelle Verbriefung
(sh. auch: Synthetische Verbriefung)Mit traditioneller Verbriefung werden jene Verbriefungen bezeichnet, bei denen der Originator das Kreditrisiko mittels Übertragung des Eigentums an den Forderungen überträgt (sh. § 2 Z 62 BWG, Neufassung).
(engl.: credit conversion factor, CCF) Außerbilanzielle Geschäfte sind unter Anwendung von (Kredit-)Umrechnungsfaktoren in Kreditrisikoäquivalente umzurechnen.
(engl.: ~ auf dem Spiel stehender Wert) Jener auf statistischer Basis bestimmte Geldbetrag, mit dessen Verlust über eine gewisse Zeitspanne und bei gegebenem Konfidenzniveau maximal zu rechnen ist.
(engl.: (asset) securitisation) Form des Risikotransfers von Kredit- oder anderen Forderungen, bei dem diese in ein eigens gegründetes Unternehmen eingebracht werden, das zur Refinanzierung Wertpapiere am Kapitalmarkt emittiert, deren Rückzahlung an die Bedienung des erworbenen Forderungsbestandes geknüpft ist (traditionelle Verbriefung). Bei synthetischen Verbriefungen wird hingegen nicht der Forderungsbestand verkauft, sondern das enthaltene Kreditrisiko mit Hilfe von Kreditderivaten übertragen und damit eine "synthetische" Gegenposition (Hedge) begründet.FMA/OeNB, Leitfadenreihe Kreditrisiko, Band 1, "Best Practice im Risikomanagement von Verbriefungen", 7. Mai 2004 pdf 2189 KB Verlust bei Risikoereignis
(engl.: loss given event) Beim operationellen Risiko die Höhe eines potenziellen Verlustes bei Eintritt eines operationellen Verlustereignisses.
(engl.: loss given default, LGD) Prozentuelle Messgröße für den erwarteten, durchschnittlichen Verlust einer Bank je Forderung bei Ausfall dieser Forderung. Der LGD gibt das Verhältnis zwischen Forderungsverlust und ausstehendem Betrag (zum Zeitpunkt des Forderungsausfalles) an.Beispiel: Kreditbetrag bei Ausfall 200 GE; aus der Verwertung von Sicherheiten, bspw. Immobilien, können nach Abzug aller Kosten noch 140 GE erzielt werden. Der LGD beträgt demnach 30 %.
Durch die Vermögensschadenversicherung werden Haftpflichtansprüche aus reinen Vermögensschäden, die also keine Folgeschäden von Personen- und Sachschäden sind, gedeckt. Ein Beispiel dafür ist etwa jede Art der Berufshaftpflichtversicherung.
Verschwiegenheitspflicht für WPDLU
Wertpapierdienstleistungsunternehmen (WPDLU) sind zur Verschwiegenheit über Geheimnisse verpflichtet, die sie ausschließlich aus Wertpapiergeschäften ihrer Kunden, die sie im Auftrag ihrer Kunden vermitteln oder im Rahmen einer Vollmacht für diese ausführen, erfahren haben, sofern dieser Verschwiegenheitspflicht keine gesetzliche Auskunftspflicht entgegensteht oder der Kunde der Offenbarung des Geheimnisses zustimmt. Die Verschwiegenheitspflicht gilt nicht, soweit die Offenbarung des Geheimnisses zur Klärung von Rechtsangelegenheiten aus dem Verhältnis zwischen WPDLU und Kunden erforderlich ist (§ 21a WAG). Darüber hinaus sind WPDLU jedenfalls verpflichtet, der FMA und ihren Organen sowie den Abschlussprüfern alle geforderten Auskünfte über Geschäftsangelegenheiten zu erteilen sowie Einsicht in die Bücher, Schriftstücke und Datenträger zu gewähren. Diese Auskunftspflicht erstreckt sich auch auf "freie Mitarbeiter von WPDLU" (§ 24 Abs. 2 WAG).
Unter einer Versicherung für fremde Rechnung ist eine Versicherung zugunsten eines Dritten in der Weise zu verstehen, dass der Versicherungsnehmer den Versicherungsvertrag im eigenen Namen, aber für ein fremdes Interesse abschließt (zur Versicherung für fremde Rechnung siehe §§ 74 bis 80 VersVG). Der Träger des fremden Interesses ist der Versicherte. Dieser wird entweder ausdrücklich benannt, oder es ergibt sich ohne Nennung des Versicherten aus den Umständen, dass ein fremdes Risiko versichert ist. Die Aushändigung eines Versicherungsscheins kann nur der Versicherungsnehmer verlangen (siehe § 75 VersVG). Der Versicherte kann ohne Zustimmung des Versicherungsnehmers über seine Rechte nur dann verfügen und diese Rechte nur dann gerichtlich geltend machen, wenn er im Besitz eines Versicherungsscheines ist. Besitzt er keinen Versicherungsschein, kann er sich nur an den Versicherungsnehmer wenden.In der Praxis ist oft schwer festzustellen, ob eigenes oder fremdes Interesse versichert ist. Beispiele für Versicherungen für fremde Rechnung sind etwa die Insassenunfallversicherung, Garderobeversicherungen zugunsten von Gästen und Besuchern, Kaskoversicherung durch den Leasingnehmer zugunsten des Leasinggebers, Unfallversicherungen für Touristen durch die Gemeinde. Versicherungsleistung
Unter Versicherungsleistung versteht man die Leistung, die der Versicherer im Versicherungsfall entsprechend seiner vertraglichen Vereinbarung an oder für den Versicherungsnehmer zu erbringen hat.
Entsprechend § 8 VersVG gilt als Versicherungsperiode, falls nicht die Prämie nach kürzeren Zeitabschnitten bemessen ist, der Zeitraum eines Jahres.
Unter einem Versicherungsverein auf Gegenseitigkeit versteht man einen Verein, der die Versicherung seiner Mitglieder nach dem Grundsatz der Gegenseitigkeit betreibt. Ein VVaG bedarf zur Aufnahme des Geschäftsbetriebs in Österreich einer Konzession gemäß § 4 Abs. 1 Versicherungsaufsichtsgesetz (VAG).
Jeder der zahlreichen Versicherungszweige steht als Sammelbezeichnung für Versicherungen, die für weitgehend gleichartige Risiken den Versicherungsschutz gegen bestimmte Gefahren darstellen. Vertragsversicherung (im Gegensatz zur Sozialversicherung)
Das Versicherungsaufsichtsgesetz (VAG) definiert den Begriff Vertragsversicherung nicht, ebenso wenig wie das Versicherungsvertragsgesetz (VersVG). Letztgenanntes grenzt lediglich die Leistungsverpflichtungen der am Vertrag Beteiligten ab: Prämienzahlung des Versicherungsnehmers und Erbringung der Versicherungsleistung durch den Versicherer bei Eintritt des Versicherungsfalls. Wesentliche Merkmale des aufsichtsrechtlichen Versicherungsbegriffs sind die Ungewissheit des Eintritts oder des Zeitpunktes des Eintritts des Versicherungsfalles, die planmäßige Übernahme eines wirtschaftlichen Risikos, die Entgeltlichkeit, der Rechtsanspruch auf eine vermögenswerte Leistung des Versicherers und die Eigenständigkeit der Risikoübernahme.
Risiko, dass eine angekaufte Forderung weniger werthaltig ist als ihr bilanzieller Wert.
Zu Zwecken der Kreditbesicherung durch Ansprüche aus dem Versicherungsvertrag hat sich auch die dem Gesetz unbekannte Rechtsfigur der Vinkulierung eingebürgert. Sie ist eine Besonderheit der österreichischen Rechtspraxis. Regelmäßig kommt die Vinkulierung so zustande, dass der Versicherungsnehmer einen Antrag auf Vinkulierung stellt. Der Versicherer gibt daraufhin eine Vinkulierungserklärung ab. Der Inhalt und die Rechtsfolgen der Vinkulierung sind umstritten. Die herrschende Ansicht sieht in ihr eine schlichte Zahlungssperre zugunsten des Vinkulargläubigers. Dies bedeutet, dass Leistungen des Versicherers an den Versicherungsnehmer nur mit Zustimmung des Vinkulargläubigers möglich sind.
(engl.: haircut) Abschlag in Prozent, um welchen der anrechenbare Wert einer finanziellen Sicherheit vermindert wird, um mögliche Wertveränderungen zu berücksichtigen.
Versicherungsnehmer sind in der Regel daran interessiert, bereits im Zeitpunkt der Antragstellung Versicherungsschutz zu erhalten. Diesem Interesse kann durch eine vorläufige Deckungszusage Rechnung getragen werden. Darunter ist eine Erklärung des Versicherungsunternehmens über die zeitlich befristete Gewährung von Versicherungsschutz im Rahmen eines rechtlich selbständigen, aber vorläufigen Versicherungsvertrages zu verstehen. Dieser vorläufige Vertrag besteht unabhängig vom Zustandekommen eines endgültigen Vertrages und unabhängig von der Zahlung des Erstbeitrages. Eine vorläufige Deckungszusage wird in der Regel erteilt, wenn grundsätzlich Einigkeit über den Vertragsabschluss besteht, aber noch Einzelheiten der Vertragsgestaltung zu verhandeln sind. In diesem Zusammenhang ist darauf hinzuweisen, dass der Versicherer – falls nicht ohnehin für eine vorläufige Deckungszusage gesorgt wurde – die gesetzliche Pflicht hat, den Versicherungsnehmer darauf hinzuweisen, dass es vor dem Zustandekommen des Vertrags (idR der Zugang des Versicherungsscheins an den Versicherungsnehmer) kein Versicherungsschutz besteht. Wenn der Versicherer seiner Warnpflicht nicht nachkommt, so besteht die Sanktion im sofortigen Beginn der Gefahrtragungspflicht. Die gesetzliche Gefahrtragungspflicht entspricht inhaltlich dem beantragten Vertrag und beginnt mit dem im Antrag vorgesehenen Versicherungsbeginn, frühestens jedoch mit dem Zugang des Antrags beim Versicherer. Wahrscheinlichkeit des Eintretens
(engl.: probability of event) Wahrscheinlichkeit für das Eintreten eines operationellen Verlustereignisses (Parameter bei internen Bemessungsansätzen zum operationellen Risiko).
Wertpapierdienstleistungsunternehmen (WPDLU)
Ein Wertpapierdienstleistungsunternehmen (WPDLU) ist ein Unternehmen, das über eine Konzession der FMA zur gewerblichen Erbringung der folgenden Finanzdienstleistungen verfügt: Beratung über die Veranlagung von Kundenvermögen, Verwaltung von Kundenportefeuilles mit Verfügungsvollmacht im Auftrag des Kunden sowie Vermittlung von Geschäftsgelegenheiten zum Erwerb oder zur Veräußerung von bestimmten Finanzinstrumenten, wobei das Halten von Geld, Wertpapieren oder sonstigen Instrumenten des Kunden nicht gestattet ist, sodass der Dienstleistungserbringer diesbezüglich zu keiner Zeit Schuldner seiner Kunden werden kann. Wertpapierdienstleistungsunternehmen § 3 ("große Konzession")
Ein Wertpapierdienstleistungsunternehmen (WPDLU) mit sog. "großer Konzession" hat die Möglichkeit neben der gewerblichen Beratung über die Veranlagung von Kundenvermögen und Vermittlung von Geschäftsgelegenheiten zum Erwerb oder zur Veräußerung von einem oder mehrerer der in § 1 Abs. 1 Z 7 lit. b bis f BWG genannten Finanzinstrumente auch die Verwaltung von Kundenportefeuilles mit Verfügungsvollmacht im Auftrag des Kunden gewerbsmäßig durchzuführen. Darüber hinaus ist es diesen WPDLU möglich einen "EU-Pass" zu erlangen. Zur Erlangung der "großen Konzession" ist eine Reihe besonderer Konzessionsvoraussetzungen zu erfüllen (insb. Rechtsform einer Kapitalgesellschaft, dauerhafte Bestellung von zwei Geschäftsleitern, erhöhte Eigenkapitalvoraussetzungen). Wertpapierdienstleistungsunternehmen § 4 ("kleine Konzession")
Wertpapierdienstleistungsunternehmen (WPDLU) mit sog. "kleiner Konzession" sind jene WPDLU welche die Ausnahmebestimmung des § 20 Abs. 4 Wertpapieraufsichtsgesetz (WAG) in Anspruch genommen haben. Der (mögliche) Konzessionsumfang dieser WPDLU ist dahingehend beschränkt, dass die Verwaltung von Kundenportefeuilles mit Verfügungsvollmacht im Auftrag des Kunden ausgeschlossen und die Vermittlung von Geschäftsgelegenheiten auf Tätigkeiten im Rahmen des Artikels 2 Abs. 2 lit. g der Wertpapierdienstleistungsrichtlinie (Richtlinie 93/22/EWG), d.h. auf die Vermittlung von Wertpapieren (Einzeltitel) sowie verbrieften Anteilen an Kapitalanlagefonds, beschränkt ist. Zinsänderungsrisiko
Gefahr der von Marktzinsänderungen herbeigeführten Verringerung einer geplanten oder erwarteten Zinsergebnisgröße. Das Zinsänderungsrisiko tritt als Zinsspannenrisiko auf, wenn Marktzinsänderungen zu Lasten der Zinsspanne gehen oder als Marktwertrisiko, wenn Änderungen des Zinsniveaus zu negativen Marktwerteffekten von Aktiv- und Passivpositionen führen.
(engl.: special purpose entity, SPE; Synonym: special purpose vehicle, SPV) Ein Unternehmen, Treuhänder oder eine andere Einheit, die für einen bestimmten Zweck errichtet wurde, deren Aktivitäten allein auf den Auftrag der Zweckgesellschaft begrenzt sind und deren Struktur darauf abzielt, die Zweckgesellschaft vom Ausfallrisiko des Originators oder des Verkäufers der Positionen zu trennen. Zweckgesellschaften werden in der Regel als Finanzierungsvehikel benutzt, indem Forderungen an ein Treuhandvermögen oder eine ähnliche Einheit verkauft und bar oder durch Übertragung anderer Vermögenswerte bezahlt werden, die durch von dem Treuhandvermögen emittierte Schuldverschreibungen finanziert werden.

References: § 22
 § 186
 § 186
 § 1
 § 186
 § 186
 § 186
 Art. 129
 § 21
 § 2
 § 22
 § 2
 § 1
 § 1
 § 22
 § 25
 § 1
 § 19
 § 2
 § 2
 § 3
 § 22
 § 22
 § 22
 § 2
 § 3
 § 1
 § 108
 § 2
 § 186
 § 2
 § 2
 § 75
 § 8
 § 4
 § 3
 § 1
 § 4
 § 20