Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=BVerwG&Datum=28.06.2012&Aktenzeichen=2%20C%2013.11
Timestamp: 2019-02-17 02:45:14+00:00

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BVerwG, 28.06.2012 - 2 C 13.11 - dejure.org
VwVfG § 48 Abs. 2 und 4, § 53 Abs. 1; BeamtVG § 49 Abs. 1, § 50 Abs. 1 Satz 1, § 52 Abs. 2; BBesG § 40 Abs. 1 Nr. 4
Zuvielzahlung von Versorgungsbezügen; Versorgungsfestsetzungsbescheid; Rückforderungsanspruch; Familienzuschlag der Stufe 1; Eigenmittelgrenze; Dauerverwaltungsakt; Rechtswidrigkeit wegen Änderung der tatsächlichen Verhältnisse; Vertrauensschutz des Begünstigten; einjährige Rücknahmefrist; Hemmung von Verjährungsfristen nach § 53 Abs. 1 VwVfG; Beginn des Fristenlaufs bei rechtskräftiger Aufhebung des ersten Rücknahmebescheids; vollständige Erkenntnis der Rücknahmevoraussetzungen; Tatsachenirrtum; Rechtsanwendungsfehler
VwVfG § 48 Abs. 2 und 4, § 53 Abs. 1
Zuvielzahlung von Versorgungsbezügen; Versorgungsfestsetzungsbescheid; Rückforderungsanspruch; Familienzuschlag der Stufe 1; Eigenmittelgrenze; Dauerverwaltungsakt; Rechtswidrigkeit wegen Änderung der tatsächlichen Verhältnisse; Vertrauensschutz des Begünstigten; einjährige Rücknahmefrist; Hemmung von Verjährungsfristen nach § 53 Abs. 1 VwVfG; Beginn des Fristenlaufs bei rechtskräftiger Aufhebung des ersten Rücknahmebescheids; vollständige Erkenntnis der Rücknahmevoraussetzungen; Tatsachenirrtum; Rechtsanwendungsfehler.
§ 49 Abs 1 BeamtVG, § 50 Abs 1 S 1 BeamtVG, § 52 Abs 2 BeamtVG, § 48 Abs 2 VwVfG, § 48 Abs 4 S 1 VwVfG
Rückforderung von Versorgungsbezügen; Rücknahmefrist; Rücknahmevoraussetzungen
Zuvielzahlung von Versorgungsbezügen
VG Bremen, 04.12.2008 - 2 K 1897/07
BVerwG, 31.05.2011 - 2 C 13.11
BVerwGE 143, 230
NVwZ-RR 2012, 933
Diese Frist beginnt erst zu laufen, wenn die zuständige Behörde zu der Erkenntnis gelangt ist, dass sie den Verwaltungsakt bislang zu Unrecht für rechtmäßig gehalten hat (vgl. zuletzt BVerwG, Urteil vom 28. Juni 2012 - 2 C 13.11 - BVerwGE 143, 230 Rn. 28).
vgl. BVerwG, Urteile vom 28. Juni 2012 - 2 C 13.11 -, juris Rn. 24 und vom 27. März 2014 - 2 C 2/13 -, juris Rn. 17 sowie Beschluss vom 26. Januar 2016 - 2 B 17/15 -, juris Rn. 11.
Planwidrige, zumal verfassungswidrige Regelungslücken dürfen von den Gerichten im Wege der Analogie geschlossen werden, wenn sich aufgrund der gesamten Umstände feststellen lässt, dass der Normgeber die von ihm angeordnete Rechtsfolge auch auf den nicht erfassten Sachverhalt erstreckt hätte, sofern er diesen bedacht hätte (stRspr, vgl. BVerwG, Urteile vom 28. Juni 2012 - 2 C 13.11 - BVerwGE 143, 230 Rn. 24 …und vom 23. April 2015 - 2 C 35.13 - BVerwGE 152, 68 Rn. 23).
Ein "Erwirken" im Sinne dieser Vorschrift setzt voraus, dass die Bestechung beziehungsweise arglistige Täuschung für den Erlass des rechtswidrigen Verwaltungsaktes zumindest objektiv mitursächlich war (BVerwG…, Beschluss vom 27. Oktober 2004 - 4 B 74.04 - juris Rn. 8; vgl. ferner Urteile vom 20. Oktober 1987 - 9 C 255.86 - BVerwGE 78, 139 und vom 28. Juni 2012 - 2 C 13.11 - BVerwGE 143, 230 Rn. 17 …sowie Beschluss vom 18. August 1993 - 3 B 35.93 - juris Rn. 4).
Eine derartige Lücke darf von den Gerichten im Wege der Analogie geschlossen werden, wenn sich aufgrund der gesamten Umstände feststellen lässt, dass der Normgeber die von ihm angeordnete Rechtsfolge auch auf den nicht erfassten Sachverhalt erstreckt hätte, wenn er diesen bedacht hätte (stRspr; vgl. Urteil vom 28. Juni 2012 - BVerwG 2 C 13.11 - BVerwGE 143, 230 Rn. 24).
Von der analogen Anwendung einer Norm, die ein mit dem Zweck der Norm unvereinbares Regelungsversäumnis des Normgebers voraussetzt (Urteil vom 28. Juni 2012 - BVerwG 2 C 13.11 - BVerwGE 143, 230 Rn. 24), sind die Fälle zu unterscheiden, in denen eine Norm im Hinblick auf nachträglich eingetretene Rechtsentwicklungen angewendet wird, um einen Widerspruch zu der bei Erlass der Regelung unmissverständlich zum Ausdruck gekommenen Zielsetzung des Normgebers auszuschließen (Urteil vom 29. September 2005 - BVerwG 2 C 44.04 - BVerwGE 124, 227 ).
Der Senat kann hier dahingestellt lassen, ob die Zuweisung einer Tätigkeit bei einem Tochterunternehmen eines Postnachfolgeunternehmens, weil sie dauerhaft Rechtswirkungen entfaltet, als sog. Dauerverwaltungsakt zu werten ist (vgl. z.B. BVerwG, Urteil vom 28. Juni 2012 - 2 C 13.11 - BVerwGE 143, 230 Rn. 15 zum Versorgungsfestsetzungsbescheid).
vgl. BVerwG, Beschluss vom 28.6.2012 - 2 C 13.11 -, BVerwGE 143, 230 = juris, Rn. 27 bis 29, m. w. N.; OVG NRW, Beschlüsse vom 19.5.2016 - 4 B 1329/15 -, juris, Rn. 14, und vom 31.5.2016 - 4 B 1360/15 -, juris, Rn. 28.
Mangels anderer Anhaltspunkte ist anzunehmen, dass der Landesgesetzgeber die Lücke, wenn er sie erkannt hätte, durch die Anwendung des bei Ruhestandseintritt wegen Erreichens der Altersgrenze geltenden Untersagungszeitraums von höchstens drei Jahren, beginnend mit dem Eintritt in den Ruhestand, geschlossen hätte (vgl. zur Analogie: Urteil vom 28. Juni 2012 - BVerwG 2 C 13.11 - BVerwGE 143, 230 = Buchholz 239.1 § 52 BeamtVG Nr. 2 ).
Nach § 53 Abs. 1 Satz 1 und 2 VwVfG hemmt ein Verwaltungsakt, der zur Feststellung oder Durchsetzung des Anspruchs eines öffentlich-rechtlichen Rechtsträgers erlassen wird, die Verjährung dieses Anspruchs bis zum Eintritt der Unanfechtbarkeit des Verwaltungsakts oder bis zum Ablauf von sechs Monaten nach seiner anderweitigen Erledigung (BVerwG, Urteil vom 28. Juni 2012 - 2 C 13.11 - BVerwGE 143, 230 Rn. 23).
Dazu gehören die Umstände, deren Kenntnis es der Behörde objektiv ermöglicht, ohne weitere Sachaufklärung unter sachgerechter Ausübung ihres Ermessens über die Rücknahme zu entscheiden (BVerwG, Urt. v. 28.06.2012, 2 C 13/11, BVerwGE 143, 230, juris Rn. 27 ff.;… OVG Berlin-Brandenburg, Beschl. v. 04.08.2015, OVG 11 N 50.15, juris Rn. 5).
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Mangelnde Qualifizierbarkeit von Wohnraumüberlassung und Zurverfügungstellung …

References: § 48
 § 53
 § 49
 § 50
 § 52
 § 40
 § 53
 § 48
 § 53
 § 53

§ 49
 § 50
 § 52
 § 48
 § 48
 § 52
 § 53
 § 1