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Timestamp: 2018-10-22 21:43:16+00:00

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VORIS APVO-RettSan | Landesnorm Niedersachsen | Gesamtausgabe | Verordnung über die Ausbildung und Prüfung für Rettungssanitäterinnen und Rettungssanitäter (APVO-RettSan) vom 17. Dezember 2013 | gültig ab: 01.07.2014
Verordnung über die Ausbildung und Prüfung für Rettungssanitäterinnen...
§ 1 - Regelungsbereich, Ausbildungsbehörde, Ausbildungsziel
§ 3 - Theoretische Ausbildung
§ 4 - Klinikpraktikum
§ 5 - Rettungswachenpraktikum
§ 6 - Abschlusslehrgang
§ 8 - Anerkennung von Ausbildungsabschnitten
§ 9 - Zugang zur Ausbildung
§ 10 - Ausbildungsdokumentation
§ 11 - Staatliche Abschlussprüfung
§ 12 - Landesprüfungsausschuss
§ 13 - Prüfungskommission
§ 14 - Zulassung zur Abschlussprüfung
§ 15 - Durchführung der Abschlussprüfung
§ 16 - Bewertung der Prüfungsleistungen und Bestehen der...
§ 19 - Prüfungswiederholung
§ 20 - Zeugnis, Bescheid über das Nichtbestehen
§ 21 - Ausbildungs- und Prüfungsakten
§ 22 - Gleichwertige Ausbildungen im Inland
§ 23 - Übergangsvorschrift
Anlage 1 - Theoretische Ausbildung
Anlage 4 - Voraussetzungen für die staatliche Anerkennung...
Amtliche Abkürzung: APVO-RettSan
Fundstelle: Nds. GVBl. 2014, 2, 73
für Rettungssanitäterinnen und Rettungssanitäter
(APVO-RettSan)
Stand: letzte berücksichtigte Änderung: Berichtigung (Nds. GVBl. 2014 S. 73)
Verordnung über die Ausbildung und Prüfung für Rettungssanitäterinnen und Rettungssanitäter (APVO-RettSan) vom 17. Dezember 2013 01.07.2014
§ 1 - Regelungsbereich, Ausbildungsbehörde, Ausbildungsziel 01.07.2014
§ 2 - Dauer und Gliederung der Ausbildung 01.07.2014
§ 3 - Theoretische Ausbildung 01.07.2014
§ 4 - Klinikpraktikum 01.07.2014
§ 5 - Rettungswachenpraktikum 01.07.2014
§ 6 - Abschlusslehrgang 01.07.2014
§ 7 - Ausbildungsstätten 01.07.2014
§ 8 - Anerkennung von Ausbildungsabschnitten 01.07.2014
§ 9 - Zugang zur Ausbildung 01.07.2014
§ 10 - Ausbildungsdokumentation 01.07.2014
§ 11 - Staatliche Abschlussprüfung 01.07.2014
§ 12 - Landesprüfungsausschuss 01.07.2014
§ 13 - Prüfungskommission 01.07.2014
§ 14 - Zulassung zur Abschlussprüfung 01.07.2014
§ 15 - Durchführung der Abschlussprüfung 01.07.2014
§ 16 - Bewertung der Prüfungsleistungen und Bestehen der Abschlussprüfung 01.07.2014
§ 17 - Verhinderung, Versäumnis 01.07.2014
§ 18 - Täuschung, ordnungswidriges Verhalten 01.07.2014
§ 19 - Prüfungswiederholung 01.07.2014
§ 20 - Zeugnis, Bescheid über das Nichtbestehen 01.07.2014
§ 21 - Ausbildungs- und Prüfungsakten 01.07.2014
§ 22 - Gleichwertige Ausbildungen im Inland 01.07.2014
§ 23 - Übergangsvorschrift 01.07.2014
§ 24 - Inkrafttreten 01.07.2014
Anlage 1 - Theoretische Ausbildung 01.07.2014
Anlage 4 - Voraussetzungen für die staatliche Anerkennung von Ausbildungsstätten für Rettungssanitäterinnen und Rettungssanitäter 01.07.2014
Aufgrund des § 30 Nr. 1 des Niedersächsischen Rettungsdienstgesetzes in der Fassung vom 2. Oktober 2007 (Nds. GVBl. S. 473), zuletzt geändert durch Artikel 2 des Gesetzes vom 7. Dezember 2012 (Nds. GVBl. S. 548), wird verordnet:
Anlage 1 (zu § 3 Abs. 1 Satz 3): Theoretische Ausbildung
Anlage 2 (zu § 4 Abs. 1 Sätze 1 und 5 und Abs. 2 Satz 4): Klinikpraktikum
Anlage 3 (zu § 5 Abs. 1 Satz 1 und Abs. 3 Satz 4): Rettungswachenpraktikum
Anlage 4 (zu § 7 Abs. 1 Satz 1): Voraussetzungen für die staatliche Anerkennung von Ausbildungsstätten für Rettungssanitäterinnen und Rettungssanitäter
Anlage 5 (zu § 9 Abs. 2 Nr. 3): Ärztliche Bescheinigung
Anlage 6 (zu § 9 Abs. 2 Nr. 4): Erklärung
Anlage 7 (zu § 10 Abs. 1 Satz 1): Ausbildungsnachweisheft
Anlage 8 (zu § 14 Abs. 1 Nr. 3): Erklärung zur Abschlussprüfung
Anlage 9 (zu § 20 Abs. 1 Satz 1): Zeugnis über die staatliche Abschlussprüfung für Rettungssanitäterinnen und Rettungssanitäter
(1) 1 Diese Verordnung regelt die Ausbildung und die Prüfung für Rettungssanitäterinnen und Rettungssanitäter (§§ 1 bis 21) und die Ausbildungen, die einer Ausbildung im Inland nach dieser Verordnung gleichwertig sind (§ 22). 2 Die Ausbildung findet unter der Aufsicht des für den Rettungsdienst zuständigen Ministeriums (Ausbildungsbehörde) statt. 3 Die Ausbildungsbehörde trifft alle Entscheidungen, soweit in dieser Verordnung nichts anderes bestimmt ist.
(1) 1 Die Ausbildung umfasst mindestens 520 Ausbildungseinheiten in Form von Unterrichtseinheiten und Praktikumsstunden. 2 Sie gliedert sich in die Ausbildungsabschnitte
3 Sie endet mit einer staatlichen Abschlussprüfung im Anschluss an den Abschlusslehrgang.
(1) 1 Die theoretische Ausbildung findet an einer staatlich anerkannten Ausbildungsstätte für Rettungssanitäterinnen und Rettungssanitäter (§ 7) statt. 2 Sie umfasst mindestens 160 Unterrichtseinheiten, je Tag höchstens zehn, zu je 45 Minuten; sie ist abgeleistet, wenn nicht mehr als zehn Prozent der Unterrichtseinheiten versäumt wurden. 3 Die Ausbildungsziele der theoretischen Ausbildung und die Verteilung der Unterrichtseinheiten auf diese Ausbildungsziele ergeben sich aus der Anlage 1. 4 Einzelheiten zu den Ausbildungszielen und die Handlungskompetenzen, die erworben werden sollen, macht die Ausbildungsbehörde öffentlich bekannt.
(2) 1 Während der theoretischen Ausbildung sollen mindestens drei mündliche, schriftliche oder praktische Leistungskontrollen stattfinden. 2 Am Ende der theoretischen Ausbildung finden eine schriftliche und eine praktische Leistungskontrolle statt. 3 Die Ergebnisse der Leistungskontrollen sind für die Fortsetzung der Ausbildung unerheblich.
(1) 1 Die praktische Ausbildung an der Klinik (Klinikpraktikum) findet an höchstens zwei Ausbildungseinrichtungen statt, die die Anforderungen der Anlage 2 erfüllen. 2 Es umfasst mindestens 160 Praktikumsstunden zu je 60 Minuten. 3 Ohne Unterbrechung durch eine angemessene Ruhephase dürfen höchstens zwölf Praktikumsstunden in Folge berücksichtigt werden. 4 Das Klinikpraktikum ist in höchstens zwei Blöcken mit mindestens je 80 Praktikumsstunden abzuleisten; die Ausbildungsbehörde kann im Einzelfall Ausnahmen zulassen. 5 Die Verteilung der Praktikumsstunden im Einzelnen ergibt sich aus Anlage 2. 6 Das Klinikpraktikum ist abgeleistet, wenn nicht mehr als zehn Prozent der Praktikumsstunden versäumt wurden.
(2) 1 Im Klinikpraktikum wird das in der theoretischen Ausbildung erworbene Wissen in der Praxis angewendet. 2 Unter Anleitung und Aufsicht von Ärztinnen und Ärzten und von Fachpflegepersonal werden die für die Tätigkeit von Rettungssanitäterinnen und Rettungssanitätern relevanten Verfahren und Maßnahmen zur Beurteilung, Überprüfung, Überwachung, Betreuung und Versorgung von Patientinnen und Patienten geübt. 3 Das Ausbildungsziel ist erreicht, wenn diese Verfahren und Maßnahmen sicher beherrscht werden. 4 Die Ausbildungsziele für das Klinikpraktikum ergeben sich aus der Anlage 2. 5 § 3 Abs. 1 Satz 4 gilt entsprechend.
(1) 1 Die praktische Ausbildung an der Rettungswache (Rettungswachenpraktikum) findet an einer Ausbildungseinrichtung statt, die die Anforderungen der Anlage 3 erfüllt. 2 Es umfasst mindestens 160 Praktikumsstunden zu je 60 Minuten. 3 Ohne Unterbrechung durch eine angemessene Ruhephase dürfen höchstens 12 Praktikumsstunden in Folge berücksichtigt werden. 4 Das Rettungswachenpraktikum ist abgeleistet, wenn nicht mehr als zehn Prozent der Praktikumsstunden versäumt wurden. 5 Das Rettungswachenpraktikum soll innerhalb von neun Monaten abgeschlossen sein.
(2) 1 Der praktische Einsatz der Auszubildenden im Rettungswachenpraktikum soll in einem ausgewogenen Verhältnis zwischen Notfallrettung und Krankentransport erfolgen. 2 Die oder der Auszubildende muss an mindestens 20 Einsätzen in der Notfallrettung mitwirken. 3 Je Rettungs- oder Krankentransportwagen darf in einer Schicht nur eine Auszubildende oder ein Auszubildender eingesetzt werden.
(3) 1 Im Rettungswachenpraktikum werden die in der theoretischen Ausbildung und im Klinikpraktikum erworbenen Kenntnisse und Fertigkeiten unter Anleitung und Aufsicht von Lehrrettungsassistentinnen, Lehrrettungsassistenten, Notärztinnen und Notärzten umgesetzt und vertieft. 2 Dabei stehen die für den Tätigkeitsbereich von Rettungssanitäterinnen und Rettungssanitätern relevanten Verfahren und Maßnahmen zur Beurteilung, Überprüfung, Überwachung, Betreuung, Versorgung und zum Transport von Patientinnen und Patienten im Vordergrund. 3 Das Ausbildungsziel ist erreicht, wenn die in den Tätigkeitsbereich von Rettungssanitäterinnen und Rettungssanitätern fallenden Aufgaben der Patientenbetreuung und -versorgung sicher beherrscht werden. 4 Die Ausbildungsziele für das Rettungswachenpraktikum ergeben sich aus der Anlage 3. 5 § 3 Abs. 1 Satz 4 gilt entsprechend.
1 Der Abschlusslehrgang wird an einer staatlich anerkannten Ausbildungsstätte für Rettungssanitäterinnen und Rettungssanitäter in Form von Blockunterricht durchgeführt. 2 Es sind mindestens 40 Unterrichtseinheiten zu je 45 Minuten abzuleisten. 3 Der Abschlusslehrgang ist abgeleistet, wenn nicht mehr als zehn Prozent der Unterrichtseinheiten versäumt wurden. 4 Der Abschlusslehrgang dient der Vorbereitung auf die staatliche Abschlussprüfung.
(1) 1 Ausbildungsstätten für Rettungssanitäterinnen und Rettungssanitäter werden durch die Ausbildungsbehörde staatlich anerkannt, wenn die Voraussetzungen nach der Anlage 4 erfüllt sind. 2 Die Anerkennung soll widerrufen werden, wenn die Anerkennungsvoraussetzungen nicht mehr erfüllt sind; § 49 des Verwaltungsverfahrensgesetzes bleibt unberührt. 3 Staatlich anerkannte Schulen für Rettungsassistenten im Sinne des § 4 des Rettungsassistentengesetzes gelten als staatlich anerkannte Ausbildungsstätten für Rettungssanitäterinnen und Rettungssanitäter.
(2) Nach der Verordnung über die Ausbildung und Prüfung für Rettungssanitäterinnen und Rettungssanitäter vom 7. Dezember 1993 (Nds. GVBl. S. 591), geändert durch Verordnung vom 10. Dezember 2004 (Nds. GVBl. S. 586), anerkannte Ausbildungsstätten gelten als staatlich anerkannte Ausbildungsstätten im Sinne dieser Verordnung.
(3) 1 Der Lehrplan der Ausbildungsstätte und dessen Änderung bedürfen der Bestätigung durch die Ausbildungsbehörde. 2 Aus dem Lehrplan müssen die zu unterrichtenden Themen und die jeweiligen Zeitansätze hervorgehen.
(1) 1 Die oder der Auszubildende hat ein Ausbildungsnachweisheft nach dem Muster der Anlage 7 zu führen. 2 Die Auszubildenden haben dafür zu sorgen, dass die nach dem Muster erforderlichen Eintragungen gemacht werden. 3 Bezüglich des Abschlusslehrgangs hat die Ausbildungsstätte dafür zu sorgen, dass die Eintragungen innerhalb eines Monats nach Abschluss des Prüfungsdurchgangs gemacht werden.
(1) 1 Die staatliche Abschlussprüfung wird vor einer Prüfungskommission (§ 13) abgelegt. 2 Sie besteht aus einem schriftlichen, einem fachpraktischen und einem mündlichen Teil. 3 Die Prüflinge haben in allen Prüfungsteilen nachzuweisen, dass sie die fachliche Eignung für die Tätigkeit als Rettungssanitäterin oder Rettungssanitäter besitzen.
(1) 1 Die Ausbildungsbehörde bildet einen Landesprüfungsausschuss. 2 Aus den Mitgliedern des Landesprüfungsausschusses werden die Prüfungskommissionen für die staatliche Abschlussprüfung gebildet.
Ärztinnen oder Ärzte, die zum Führen einer Zusatzbezeichnung „Rettungsmedizin“ oder „Notfallmedizin“ berechtigt sind oder den Fachkundenachweis für den Rettungsdienst besitzen,
(1) 1 Die Ausbildungsbehörde bildet jeweils für eine Gruppe von Prüflingen einer Ausbildungsstätte eine Prüfungskommission. 2 Der Prüfungskommission muss aus jeder Gruppe nach § 12 Abs. 2 Nrn. 1 bis 4 eine Person angehören. 3 Die Ausbildungsstätte schlägt der Ausbildungsbehörde die Mitglieder der Prüfungskommission vor.
eine Ausbildungsstätte (§ 7) leitet,
zum Führen der Berufsbezeichnung „Rettungsassistentin“ oder „Rettungsassistent“ berechtigt ist,
über mehrjährige Leitungserfahrung an einer Ausbildungsstätte (§ 7) verfügt und
eine berufspädagogische Fort- oder Weiterbildung im Rettungsdienst oder ein Hochschulstudium erfolgreich abgeschlossen hat,
über mehrjährige Unterrichtserfahrung an einer Ausbildungsstätte (§ 7) verfügt und
ein Hochschulstudium erfolgreich abgeschlossen hat.
(2) 1 Der Antrag auf Zulassung zur Abschlussprüfung ist bei der Ausbildungsstätte einzureichen. 2 Er soll nach Abschluss des Rettungswachenpraktikums eingereicht werden. 3 Die Ausbildungsstätte leitet den Antrag mit einer Stellungnahme an die Vorsitzende oder den Vorsitzenden der für den Prüfling zuständigen Prüfungskommission weiter. 4 Liegen noch nicht alle Zulassungsvoraussetzungen vor, so kann die Zulassung mit der aufschiebenden Bedingung erfolgen, dass die fehlenden Voraussetzungen spätestens unmittelbar vor der Abschlussprüfung vorliegen.
(1) 1 Im schriftlichen Teil der Abschlussprüfung sind unter Aufsicht Prüfungsfragen zu beantworten. 2 Die Bearbeitungsdauer beträgt 120 Minuten. 3 Höchstens 50 Prozent der Prüfungsfragen dürfen Multiple-Choice-Fragen sein. 4 Auf Aufforderung der Ausbildungsbehörde erstellen die Ausbildungsstätten Vorschläge für Prüfungsfragen und Lösungshinweise; die Ausbildungsbehörde wählt für die Prüfungsfragen aus den Vorschlägen aus.
(2) 1 Der fachpraktische Teil der Abschlussprüfung besteht aus drei Abschnitten:
2 Auf Verlangen eines Mitglieds der Prüfungskommission wechselt während der Bearbeitung des Fallbeispiels die Teamführung.
(3) 1 Der mündliche Teil der Abschlussprüfung findet als Einzelprüfung oder als Gruppenprüfung mit höchstens drei Prüflingen statt. 2 Auf jeden Prüfling soll eine Prüfungszeit von etwa 15 Minuten entfallen.
(4) 1 Für jeden Prüfling fertigt ein von der oder dem Vorsitzenden bestimmtes Mitglied der Prüfungskommission eine Niederschrift, aus der zu jedem Prüfling zum fachpraktischen und zum mündlichen Teil die Mitglieder der Prüfungskommission, die Prüfungsgegenstände, der Ablauf der Prüfung, die Bewertungen der Prüfungsleistungen und besondere Vorkommnisse hervorgehen. 2 Die Niederschrift ist von den Mitgliedern der Prüfungskommission zu unterzeichnen. 3 Sie ist zu der Ausbildungs- und Prüfungsakte des Prüflings bei der Ausbildungsstätte zu nehmen.
(5) 1 Die Abschlussprüfung ist nicht öffentlich. 2 Eine Vertreterin oder ein Vertreter der Ausbildungsbehörde darf bei dem fachpraktischen und bei dem mündlichen Teil zuhören. 3 Die oder der Vorsitzende der Prüfungskommission kann darüber hinaus Personen, die ein dienstliches Interesse an der Anwesenheit haben oder sich in der Ausbildung nach dieser Verordnung befinden, das Zuhören bei dem fachpraktischen und bei dem mündlichen Teil der Prüfung gestatten, wenn kein Prüfling widerspricht.
und Bestehen der Abschlussprüfung
eine den Anforderungen nicht entsprechende Leistung, bei der selbst die Grundkenntnisse so lückenhaft sind, dass die Mängel auch in absehbarer Zeit nicht behoben werden könnten,
(2) 1 Bei Multiple-Choice-Fragen ist nur eine Antwort richtig. 2 Für eine richtig beantwortete Multiple-Choice-Frage gibt es einen Punkt. 3 Ist zu einer Multiple-Choice-Frage keine Antwort, eine falsche Antwort oder mehr als eine Antwort gekennzeichnet, so gibt es dafür keinen Punkt. 4 Für eine richtig beantwortete offene Frage gibt es zwei Punkte. 5 Für eine teilweise richtig beantwortete offene Frage gibt es 0,5, 1,0 oder 1,5 Punkte.
(3) 1 Die Prüfungsleistungen werden
bewertet. 2 Für jeden Teil der Abschlussprüfung wird eine Prüfungsnote ermittelt. 3 Im schriftlichen und im mündlichen Teil ergibt sie sich aus dem Mittelwert der jeweiligen Bewertungen. 4 Im fachpraktischen Teil ergibt sie sich aus dem Mittelwert der Mittelwerte der Bewertungen in jedem Abschnitt. 5 Mittelwerte sind auf eine Dezimalstelle ohne Rundung zu berechnen. 6 Sie sind den Noten wie folgt zugeordnet:
(4) 1 Die Abschlussprüfung ist bestanden, wenn jeder Prüfungsteil bestanden ist. 2 Der schriftliche Teil und der mündliche Teil sind jeweils bestanden, wenn der Mittelwert der Bewertungen 4,4 oder besser ist. 3 Der fachpraktische Teil ist bestanden, wenn in jedem Abschnitt der Mittelwert der Bewertungen 4,4 oder besser ist.
(5) 1 Die Gesamtnote der bestandenen Abschlussprüfung ergibt sich aus dem Mittelwert der Mittelwerte nach Absatz 3 Sätze 3 und 4. 2 Der Mittelwert wird auf die erste Dezimalstelle berechnet. 3 Lautet die zweite Dezimalstelle 0, 1, 2, 3 oder 4, so wird abgerundet; lautet sie 5, 6, 7, 8 oder 9, so wird aufgerundet. 4 Absatz 3 Satz 6 ist entsprechend anzuwenden.
(1) 1 Ist der Prüfling zum Prüfungstermin geladen, aber durch Krankheit oder einen sonstigen von ihm nicht zu vertretenden Grund an der Ablegung der Prüfung oder der Erbringung einer Prüfungsleistung gehindert, so hat er dies der oder dem Vorsitzenden der Prüfungskommission unverzüglich mitzuteilen. 2 Die oder der Vorsitzende der Prüfungskommission kann Nachweise, bei Krankheit die Vorlage eines ärztlichen Zeugnisses, verlangen. 3 Sie oder er stellt fest, ob eine vom Prüfling nicht zu vertretende Verhinderung vorliegt. 4 Liegt eine vom Prüfling nicht zu vertretende Verhinderung vor, so gilt eine nicht abgeschlossene Prüfungsleistung als nicht unternommen.
(2) Erbringt der Prüfling eine Prüfungsleistung ohne Vorliegen eines Grundes nach Absatz 1 nicht, so gilt die Prüfungsleistung als mit der Note „ungenügend (6)“ bewertet.
(1) 1 Versucht der Prüfling das Ergebnis der Abschlussprüfung durch Täuschung zu beeinflussen oder verstößt er erheblich gegen die Ordnung, so wird der betroffene Prüfungsteil in der Regel mit „ungenügend (6)“ bewertet. 2 In leichten Fällen kann die Wiederholung des Prüfungsteils aufgegeben oder von Maßnahmen abgesehen werden. 3 Über das Vorliegen und die Folgen eines Täuschungsversuchs oder eines erheblichen Ordnungsverstoßes entscheidet die oder der Vorsitzende der Prüfungskommission.
(2) Wird der Ausbildungsbehörde eine Täuschung erst nach der Aushändigung des Zeugnisses über die Abschlussprüfung bekannt, so kann sie innerhalb eines Jahres ab dem Tag der Ausstellung des Zeugnisses bestimmen, dass der betroffene Prüfungsteil mit „ungenügend (6)“ bewertet und die Prüfung nicht bestanden ist.
(1) 1 Jeder nicht bestandene Prüfungsteil kann einmal wiederholt werden. 2 Die Zulassung zur Wiederholungsprüfung ist bei einer Ausbildungsstätte innerhalb eines Jahres nach dem letzten Prüfungstag zu beantragen. 3 Die Ausbildungsstätte leitet den Antrag mit einer Stellungnahme an die Vorsitzende oder den Vorsitzenden der Prüfungskommission weiter, die die Wiederholungsprüfung abnimmt. 4 Zur Wiederholung des schriftlichen oder des mündlichen Teils wird nur zugelassen, wer den Abschlusslehrgang wiederholt hat. 5 Zur Wiederholung des fachpraktischen Teils wird nur zugelassen, wer ein Praktikum von mindestens zwei Wochen mit insgesamt mindestens 80 Praktikumsstunden zu je 60 Minuten an einer Ausbildungseinrichtung, die die Anforderungen der Anlage 3 erfüllt, abgeleistet und den Abschlusslehrgang wiederholt hat.
(1) 1 Wer die Abschlussprüfung bestanden hat, erhält ein Zeugnis nach dem Muster der Anlage 9. 2 Die Ausbildungsstätte erhält zwei Kopien, eine für die Ausbildungs- und Prüfungsakte und eine für die Ausbildungsbehörde.
(2) 1 Wer die Abschlussprüfung nicht bestanden hat, erhält einen schriftlichen Bescheid der Ausbildungsbehörde, in dem die Noten für die Prüfungsteile und für die einzelnen Abschnitte der fachpraktischen Prüfung angegeben sind. 2 Die Ausbildungsstätte erhält eine Kopie für die Ausbildungs- und Prüfungsakte.
(1) 1 Nach Ablauf des Jahres, in dem der Prüfungsdurchgang stattfand, hat die Ausbildungsstätte die Ausbildungs- und Prüfungsakten fünf Jahre lang aufzubewahren. 2 Danach soll sie sie vernichten. 3 Ausgenommen sind Zeugniskopien nach § 20 Abs. 1 Satz 2 und Kopien der Bescheide über das Nichtbestehen nach § 20 Abs. 2; diese sind 30 Jahre lang aufzubewahren.
(2) 1 Der Prüfling kann seine Ausbildungs- und Prüfungsakte innerhalb eines Jahres nach Bekanntgabe des Bestehens oder Nichtbestehens der Prüfung einsehen. 2 Es ist nicht zulässig, Ablichtungen zu fertigen.
(1) Eine vor Inkrafttreten dieser Verordnung nach den Grundsätzen des 520-Stunden-Programms des Bund-Länder-Ausschusses „Rettungswesen“ vom 20. September 1977 in Niedersachsen oder einem anderen Bundesland erfolgreich abgeschlossene Rettungssanitäterausbildung ist mit einer Ausbildung, die nach dieser Verordnung mit der Abschlussprüfung abgeschlossen wurde, gleichwertig.
Für Ausbildungen, die vor Inkrafttreten dieser Verordnung begonnen wurden, ist die Verordnung über die Ausbildung und Prüfung für Rettungssanitäterinnen und Rettungssanitäter vom 7. Dezember 1993 (Nds. GVBl. S. 591), geändert durch Verordnung vom 10. Dezember 2004 (Nds. GVBl. S. 586), weiterhin anzuwenden.
1 Diese Verordnung tritt am 1. Juli 2014 in Kraft. 2 Gleichzeitig tritt die Verordnung über die Ausbildung und Prüfung für Rettungssanitäterinnen und Rettungssanitäter vom 7. Dezember 1993 (Nds. GVBl. S. 591), geändert durch Verordnung vom 10. Dezember 2004 (Nds. GVBl. S. 586), außer Kraft.
Verteilung der Unterrichtseinheiten auf die Ausbildungsziele
der Unterrichtseinheiten
Maßnahmen auszuwählen, durchzuführen und zu dokumentieren
betroffene Personen zu unterstützen
in Gruppen und Teams zusammenzuarbeiten
Tätigkeiten in Notfallrettung und qualifiziertem Krankentransport auszuüben
Qualitätsstandards im Rettungsdienst zu sichern
Die Klinikpraktika können abgeleistet werden in Krankenhäusern der Grund- bis Maximalversorgung (Anästhesie, Chirurgie, Innere Medizin) sowie in Notfallpraxen, Ärztehäusern und medizinischen Versorgungszentren mit einer Anästhesie und einer Notaufnahme.
Für die Auszubildenden müssen als Ansprechpersonen zur Verfügung stehen:
eine Ärztin oder ein Arzt sowie
eine Gesundheits- und Krankenpflegerin oder ein Gesundheits- und Krankenpfleger.
Es muss eine für die Durchführung der Ausbildung verantwortliche Person benannt sein.
Verteilung der Praktikumsstunden
40 Stunden in einer Pflegestation,
40 Stunden in einem Notaufnahmebereich,
40 Stunden in einem Operationsbereich - Anästhesie sowie
40 Stunden in einer Intensiv- oder Wachstation
Kinderabteilung sowie
weitere örtlich notwendige oder wichtige Abteilungen.
die Grundzüge der klinischen Abläufe sowie die allgemeinen Grundlagen der Hygiene und Dokumentation zu beherrschen,
mit den Patientinnen und Patienten eine Vertrauensgrundlage für die Betreuung herzustellen,
sich einen Überblick über den Zustand der Patientinnen und Patienten zu verschaffen,
den Patientenzustand zu bewerten und dabei die Grenzen der eigenen Kompetenz zu erkennen,
die in die eigene Kompetenz fallenden notwendigen Maßnahmen abzuleiten und durchzuführen,
bei weiterführenden Maßnahmen zu assistieren und
die möglichen Alternativen zur Atemwegssicherung anzuwenden.
Das Rettungswachenpraktikum kann auch in einer Rettungswache abgeleistet werden, die nach § 4 Abs. 1 Nr. 2 der Verordnung über die Ausbildung und Prüfung für Rettungssanitäterinnen und Rettungssanitäter vom 7. Dezember 1993 (Nds. GVBl. S. 591), geändert durch Verordnung vom 10. Dezember 2004 (Nds. GVBl. S. 586), ausgebildet hat.
die Grundzüge der rettungsdienstlichen Abläufe und die allgemeinen Grundlagen der Hygiene und Dokumentation zu beherrschen,
eigenverantwortlich Krankentransporte durchzuführen,
ausgewählte Maßnahmen nach Anweisung unter Aufsicht durchzuführen.
von Ausbildungsstätten für Rettungssanitäterinnen
und Rettungssanitäter
Die Ausbildungsstätte muss gewährleisten, dass den Auszubildenden alle Kenntnisse und Fertigkeiten vermittelt werden, die zur Erreichung der Ausbildungsziele erforderlich sind, und dass sie innerhalb des Unterrichts in ausreichendem Maß die Möglichkeit haben, das Erlernte in Trainingssequenzen zu üben und zu festigen.
Die Ausbildungsstätte muss eine hauptberufliche Leitung, eine ärztliche Leitung und in ausreichender Zahl hauptberufliche Lehrkräfte haben. Sie sind namentlich zu benennen.
Die hauptberufliche Leitung muss von einer Person wahrgenommen werden, die
mindestens fünf Jahre lang regelmäßig im Rettungsdienst tätig gewesen ist, davon mindestens 2 000 Stunden überwiegend in der Notfallrettung, und eine pädagogische Aus-, Fort- oder Weiterbildung im Umfang von mindestens 400 Stunden abgeleistet hat,
zum Führen der Berufsbezeichnung „Rettungsassistentin“ oder „Rettungsassistent“ berechtigt ist und
ein Hochschulstudium mit pädagogischem Schwerpunkt abgeschlossen hat oder
zwei Jahre lang als hauptberufliche Lehrkraft an einer Schule oder Lehranstalt tätig gewesen ist und eine pädagogische Fort- oder Weiterbildung im Umfang von mindestens 400 abgeleisteten Stunden hat
ein Hochschulstudium der Medizinpädagogik oder ein anderes Hochschulstudium als Diplom-Gesundheitslehrerin oder Diplom-Gesundheitslehrer abgeschlossen hat.
Die ärztliche Leitung muss von einer approbierten Ärztin oder einem approbierten Arzt wahrgenommen werden, die oder der berechtigt ist, eine Zusatzbezeichnung auf dem Gebiet der Notfallmedizin zu führen, oder einen Fachkundenachweis für den Rettungsdienst besitzt. Die ärztliche Leitung kann auch mehreren Personen übertragen werden.
Die hauptberuflichen Lehrkräfte müssen fachlich und pädagogisch qualifiziert sein. Die hauptberuflichen Lehrkräfte, die für den Rettungsdienst zuständig sind, müssen
zum Führen der Berufsbezeichnung „Rettungsassistentin“ oder „Rettungsassistent“ berechtigt sein,
mindestens zwei Jahre lang hauptberuflich als Rettungsassistentin oder Rettungsassistent im Rettungsdienst tätig gewesen sein,
sich in einer Fortbildung im Umfang von mindestens 120 Stunden zur Lehrrettungsassistentin oder zum Lehrrettungsassistenten qualifiziert haben und
eine fachbezogene Weiterbildung zur Lehrkraft im Umfang von mindestens 80 Stunden abgeleistet haben.
Die Ausbildungsstätte muss verfügen über
Unterrichtsräume, die den gängigen pädagogischen Standards entsprechen, Räume für Gruppenarbeit und Aufenthaltsräume in ausreichendem Umfang,
zeitgemäße Trainingsmodelle und Übungsphantome für praktische Demonstrationen und Übungen in ausreichender Zahl,
eine notfallmedizinische Ausstattung, die dem Stand der Technik entspricht,
audiovisuelle Medien und Anschauungsmodelle zu allen fachlich relevanten Themen,
eine Bibliothek, die mit Fachliteratur zu den fachlich relevanten Themen ausgestattet ist, regelmäßig einschlägige Fachzeitschriften bezieht und den Lehrkräften und Auszubildenden zur Verfügung steht und
über Arbeitsplätze in ausreichender Zahl für die Auszubildenden zum individuellen Lernen.
Es muss eine Kooperation mit mindestens einer Ausbildungseinrichtung für Rettungssanitäterinnen und Rettungssanitäter im Klinikpraktikum und mindestens einer Ausbildungseinrichtung für Rettungssanitäterinnen und Rettungssanitäter im Rettungswachenpraktikum mit einer ausreichenden Zahl an Praktikumsplätzen für die Praktika bestehen.
Die Ausbildungsstätte muss über ein Finanzierungskonzept verfügen, aus dem hervorgeht, dass die Kontinuität des Ausbildungsbetriebes sichergestellt ist.

References: § 1

§ 3

§ 4

§ 5

§ 6

§ 8

§ 9

§ 10

§ 11

§ 12

§ 13

§ 14

§ 15

§ 16

§ 19

§ 20

§ 21

§ 22

§ 23

§ 1

§ 2

§ 3

§ 4

§ 5

§ 6

§ 7

§ 8

§ 9

§ 10

§ 11

§ 12

§ 13

§ 14

§ 15

§ 16

§ 17

§ 18

§ 19

§ 20

§ 21

§ 22

§ 23

§ 24
 § 30
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 § 4
 § 5
 § 7
 § 9
 § 9
 § 10
 § 14
 § 20
 § 3
 § 3
 § 49
 § 4
 § 12
 § 20
 § 20
 § 4