Source: http://www.deutschestextarchiv.de/book/view/estor_rechtsgelehrsamkeit01_1757?p=730
Timestamp: 2019-02-23 09:12:56+00:00

Document:
nung § so sollen etc. Calenbergische forst-ordnung
cap. 2 § 13.
das holzfa-
ren im wal-
de ist nicht
alle tage zu
verstatten.
Weder in den eigenen, noch in den herrschaftli-
chen wäldern ist das holzfaren alle tage verstattet,
sondern es werden hirzu zwene tage anberamet,
F. H. Casselische forst und holz-ordnung vom
jare 1683 s. 7; immaßen sonst der bauer unterm
fürwande, sein klafter-holz zu faren, das ganze
jar in den wald färet, und holz entwendet. Die
holung des bestallungs-holzes von den zugeschribe-
nen klaftern leidet ire ausname.
wie das be-
stallungs-
holz gehau-
Das hauen der bind-raidel wird nicht nach
willküre verstattet. Das klafter-bestallungs-holz
wird durch geschworne holzhauer gehauen, und in
die klafter geleget. Dises teilet sich ins lange und
kurze holz. Jenes ist 6 schuhe lang, und die klaf-
ter 5 schuhe hoch. Das kurze holz ist 3 schuhe
lang, und 10 schuhe hoch, auch den untertanen
fürträglicher. Die scheite, oder spalten müssen
in die klafter nicht dinne, sondern stark und grob
gespalten ligen, von Göchhausen s. 237 fgg.
schädlich ist,
Das aschen- heiden- graß-brennen, imgleichen
die häufigen kolstätte der köler bringen den wäl-
dern keinen nuzen; derhalben solche bei strafe zu
untersagen sind, F. H. Casselische forst- und holz-
ordnung s. 9 fg. s. 28. Die hirten, schäfer, holz-
arbeiter dürfen an die bäume kein feuer machen,
s. 10, 11, Stisser am a. o. cap. IV abt. III § 2,
3, s. 127, § 12 s. 133.
holzspar-
kunst erfo-
Die holzsparkunst erfodert: daß wo kein allzu-
großer überfluß am holze ist, weder kolen, zimmer-
noch ander bau- nuz- brenn-holz ausser landes, we-
nung § ſo ſollen ꝛc. Calenbergiſche forſt-ordnung
de iſt nicht
verſtatten.
Weder in den eigenen, noch in den herrſchaftli-
chen waͤldern iſt das holzfaren alle tage verſtattet,
ſondern es werden hirzu zwene tage anberamet,
F. H. Caſſeliſche forſt und holz-ordnung vom
jare 1683 ſ. 7; immaßen ſonſt der bauer unterm
fuͤrwande, ſein klafter-holz zu faren, das ganze
jar in den wald faͤret, und holz entwendet. Die
holung des beſtallungs-holzes von den zugeſchribe-
ſtallungs-
ſoll?
willkuͤre verſtattet. Das klafter-beſtallungs-holz
wird durch geſchworne holzhauer gehauen, und in
die klafter geleget. Diſes teilet ſich ins lange und
kurze holz. Jenes iſt 6 ſchuhe lang, und die klaf-
ter 5 ſchuhe hoch. Das kurze holz iſt 3 ſchuhe
lang, und 10 ſchuhe hoch, auch den untertanen
fuͤrtraͤglicher. Die ſcheite, oder ſpalten muͤſſen
in die klafter nicht dinne, ſondern ſtark und grob
geſpalten ligen, von Goͤchhauſen ſ. 237 fgg.
waͤldern
ſchaͤdlich iſt,
Das aſchen- heiden- graß-brennen, imgleichen
die haͤufigen kolſtaͤtte der koͤler bringen den waͤl-
dern keinen nuzen; derhalben ſolche bei ſtrafe zu
unterſagen ſind, F. H. Caſſeliſche forſt- und holz-
ordnung ſ. 9 fg. ſ. 28. Die hirten, ſchaͤfer, holz-
arbeiter duͤrfen an die baͤume kein feuer machen,
ſ. 10, 11, Stiſſer am a. o. cap. IV abt. III § 2,
3, ſ. 127, § 12 ſ. 133.
holzſpar-
kunſt erfo-
Die holzſparkunſt erfodert: daß wo kein allzu-
großer uͤberfluß am holze iſt, weder kolen, zimmer-
noch ander bau- nuz- brenn-holz auſſer landes, we-
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[718/0730] XLII haubtſtuͤck nung § ſo ſollen ꝛc. Calenbergiſche forſt-ordnung cap. 2 § 13. § 1775 Weder in den eigenen, noch in den herrſchaftli- chen waͤldern iſt das holzfaren alle tage verſtattet, ſondern es werden hirzu zwene tage anberamet, F. H. Caſſeliſche forſt und holz-ordnung vom jare 1683 ſ. 7; immaßen ſonſt der bauer unterm fuͤrwande, ſein klafter-holz zu faren, das ganze jar in den wald faͤret, und holz entwendet. Die holung des beſtallungs-holzes von den zugeſchribe- nen klaftern leidet ire ausname. § 1776 Das hauen der bind-raidel wird nicht nach willkuͤre verſtattet. Das klafter-beſtallungs-holz wird durch geſchworne holzhauer gehauen, und in die klafter geleget. Diſes teilet ſich ins lange und kurze holz. Jenes iſt 6 ſchuhe lang, und die klaf- ter 5 ſchuhe hoch. Das kurze holz iſt 3 ſchuhe lang, und 10 ſchuhe hoch, auch den untertanen fuͤrtraͤglicher. Die ſcheite, oder ſpalten muͤſſen in die klafter nicht dinne, ſondern ſtark und grob geſpalten ligen, von Goͤchhauſen ſ. 237 fgg. § 1777 Das aſchen- heiden- graß-brennen, imgleichen die haͤufigen kolſtaͤtte der koͤler bringen den waͤl- dern keinen nuzen; derhalben ſolche bei ſtrafe zu unterſagen ſind, F. H. Caſſeliſche forſt- und holz- ordnung ſ. 9 fg. ſ. 28. Die hirten, ſchaͤfer, holz- arbeiter duͤrfen an die baͤume kein feuer machen, ſ. 10, 11, Stiſſer am a. o. cap. IV abt. III § 2, 3, ſ. 127, § 12 ſ. 133. § 1778 Die holzſparkunſt erfodert: daß wo kein allzu- großer uͤberfluß am holze iſt, weder kolen, zimmer- noch ander bau- nuz- brenn-holz auſſer landes, we- der
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Zitationshilfe: Estor, Johann Georg: Bürgerliche rechtsgelehrsamkeit der Teutschen. Bd. 1. Marburg, 1757, S. 718. In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/estor_rechtsgelehrsamkeit01_1757/730>, abgerufen am 23.02.2019.

References: § 13
 § 2
 § 12
 § 2
 § 12
 § 13
 § 2
 § 12
 § 13
 § 1775
 § 1776
 § 1777
 § 2
 § 12
 § 1778