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Timestamp: 2019-05-19 15:40:31+00:00

Document:
BFH, 22.02.1996 - III R 91/93 - dejure.org
https://dejure.org/1996,1054
BFH, 22.02.1996 - III R 91/93 (https://dejure.org/1996,1054)
BFH, Entscheidung vom 22.02.1996 - III R 91/93 (https://dejure.org/1996,1054)
BFH, Entscheidung vom 22. Februar 1996 - III R 91/93 (https://dejure.org/1996,1054)
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InvZulG 1986 § 1 Abs. 3 Satz 1 Nr. 2; EStG § 15 Abs. 1 Satz 1 Nr. 2 (Satz 1)
Investitionszulage - Verbleibensregelung
§ 1 Abs. 3 Satz 1 Nr. 2 InvZulG
Investitionszulage; Zulagenschädlichkeit einer Nutzungsüberlassung zwischen Schwester-Personengesellschaften
InvZulG § 1 Abs 3 Nr 2
FG Münster, 14.05.1993 - 4 K 2814/91
BFHE 180, 293
BB 1996, 1484
DB 1996, 1657
BStBl II 1996, 428
Denn nach § 1 Abs. 1 Satz 3 InvZulG 1986 haben Gesellschaften i.S. des § 15 Abs. 1 Nr. 2 EStG eine eigenständige Anspruchsberechtigung und sind im Sinne der Verwendungs- und Verbleibensvoraussetzungen des § 1 Abs. 3 InvZulG 1986 selbst "Steuerpflichtige" (vgl. Senatsurteil vom 22. Februar 1996 III R 91/93, BFHE 180, 293, BStBl II 1996, 428, unter II. 1. b).
Der III. Senat des BFH hat für sämtliche investitionszulagenrechtlichen Tatbestände, die ausdrücklich eine Verwendung zu eigenbetrieblichen Zwecken verlangen (hierzu BFH-Urteil vom 22. Februar 1996 III R 91/93, BFHE 180, 293, BStBl II 1996, 428), die sog. Verbleibensvoraussetzung einheitlich in der Weise nach dem Sinn und Zweck der zulagerechtlichen Vorschriften ausgelegt, dass das zulagenbegünstigte Wirtschaftsgut durch den Investor selbst tatsächlich im Sinne einer eigenbetrieblichen Nutzung verwendet werden muss.
In der bloßen Möglichkeit, auf den Einsatz des begünstigten Wirtschaftsguts weiterhin Einfluß nehmen zu können, ist kein übergeordnetes Prinzip zu sehen, das weitere Ausnahmen von der persönlichen Bindungsvoraussetzung rechtfertigen könnte (Urteil in BFHE 153, 481, BStBl II 1988, 739; Beschluß vom 26. März 1993 III S 42/92, BFHE 171, 164, BStBl II 1993, 723; Urteile vom 16. September 1994 III R 45/92, BFHE 176, 98, BStBl II 1995, 75, und vom 22. Februar 1996 III R 91/93, BFHE 180, 293, BStBl II 1996, 428).
Zu den Verbleibvoraussetzungen nach § 1 Abs. 3 Satz 1 Nr. 2 i.V.m. § 5 Abs. 6 Nr. 1 InvZulG 1982 und 1986 anerkennt der Senat im Falle einer Betriebsaufspaltung, bei der die vom Besitzunternehmen angeschafften oder hergestellten förderungsfähigen Wirtschaftsgüter im Betriebsunternehmen genutzt werden, eine Ausnahme von der strengen gesetzlichen Bindung an den Betrieb des Investors, sofern Besitz- und Betriebsunternehmen für die Dauer der gesetzlichen Verbleibfrist betriebsvermögensmäßig miteinander verflochten sind (Urteile des Senats in BFHE 176, 98, BStBl II 1995, 75; in BFHE 180, 293, BStBl II 1996, 428, m.w.N.;… Beschluß des Senats vom 30. Oktober 1997 III B 108/95, BFH/NV 1998, 497).
BFH, 26.11.1997 - III R 109/93
Denn eine durchgehend eigenbetriebliche Verwendung des Gebäudes innerhalb der 3- Jahres-Frist i. S. von § 1 Abs. 3 Satz 1 Nr. 2 InvZulG 1986 ist angesichts der Hotelverpachtung ebenfalls nicht gegeben (vgl. dazu allgemein Senatsurteile in BFHE 145, 479, BStBl II 1986, 150 sowie vom 22. Februar 1996 III R 91/93, BFHE 180, 293, BStBl II 1996, 428).
Dies folgt auch daraus, dass § 2 Nr. 2 FördG nach seinem eindeutigen Wortlaut auf ein Verbleiben im Betrieb des Steuerpflichtigen abstellt; denn Steuerpflichtiger in diesem Sinne ist das Subjekt der Förderung, also derjenige, der die Sonderabschreibung in Anspruch genommen hat (BFH-Urteil vom 22. Februar 1996 III R 91/93, BFHE 180, 293, BStBl II 1996, 428 zu § 1 Abs. 1 Satz 3 InvZulG 1986).
In seinem Urteil vom 22. Februar 1996 III R 91/93 (BFHE 180, 293, BStBl II 1996, 428) hat der Senat -- unter Hinweis auf diese Rechtsprechung (zu den Schwester-Kapitalgesellschaften) -- eine Ausnahme von den zulagenrechtlichen Verbleibvoraussetzungen auch bei -- betriebsvermögensmäßig nicht miteinander verbundenen -- Schwester- Personengesellschaften abgelehnt.
Denn der Ausschluss des Besitzunternehmens von der Investitionszulage wegen der formalrechtlichen Selbständigkeit der beiden Gesellschaften widerspräche der Rechtsnatur der Betriebsaufspaltung als bloßer Aufteilung der Funktionen eines normalerweise einheitlichen Betriebs auf zwei Rechtsträger (Senatsurteile vom 20. Mai 1988 III R 86/83, BFHE 153, 481, BStBl II 1988, 739; vom 16. September 1994 III R 45/92, BFHE 176, 98, BStBl II 1995, 75; vom 22. Februar 1996 III R 91/93, BFHE 180, 293, BStBl II 1996, 428; vom 10. Dezember 1998 III R 50/95, BFHE 188, 176, BStBl II 1999, 607; vom 20. März 2003 III R 50/96, BFHE 202, 181, BStBl II 2003, 613, …und vom 19. August 2009 III R 68/06, BFH/NV 2010, 241).

References: § 1
 § 15

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 § 5
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 § 2
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