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Timestamp: 2019-07-22 13:05:10+00:00

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Règlement d’exécution du 2 septembre 1949 de la loi concernant l’Office fédéral de conciliation en matière de conflits collectifs du travail
Art. 1 Einsetzung der Einigungs- und Schiedsstelle
Art. 2 Prüfung der Voraussetzungen durch die Einigungs- oder...
Art. 3 Zusammensetzung der besonderen Schiedsstelle
Art. 6 Befangenheit
Art. 7 Schweigepflicht
Art. 8 Ausbleiben einer Partei
Art. 9 Parteivertretung
Art. 10 Protokoll und Akteneinsicht
Art. 11 Vermittlungsvorschlag
Art. 12 Ausschluss der Öffentlichkeit. Berichterstattung
Art. 13 Verfahren vor einem kantonalen Einigungsamt
Vollzugsverordnung zum Bundesgesetz über die eidgenössische Einigungsstelle zur Beilegung von kollektiven Arbeitsstreitigkeiten
vom 2. September 1949 (Stand am 1. Januar 2013)
gestützt auf Artikel 7 Absatz 2 des Bundesgesetzes vom 12. Februar 19491 über die eidgenössische Einigungsstelle zur Beilegung von kollektiven Arbeitsstreitigkeiten (im folgenden Gesetz genannt),
Einsetzung der Einigungs- und Schiedsstelle
1 Das Eidgenössische Departement für Wirtschaft, Bildung und Forschung (WBF)1 wird ermächtigt, zur Vermittlung in Kollektivstreitigkeiten zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern über das Arbeitsverhältnis, die über die Grenzen eines Kantons hinausreichen, von Fall zu Fall eine eidgenössische Einigungsstelle (im folgenden Einigungsstelle genannt) einzusetzen.
2 Die Einsetzung der Einigungsstelle erfolgt nur, sofern keine vertragliche paritätische Einigungs- oder Schiedsstelle besteht, die Einsetzung einer Schiedsstelle nur, sofern keine vertragliche Schiedsstelle vorhanden ist und wenn beide Parteien darum ersuchen.
3 Eine Kollektivstreitigkeit, die über die Grenzen eines Kantons hinausreicht, liegt vor, wenn die vom Streit betroffenen Betriebe oder Zweigbetriebe in mehr als einem Kanton liegen.
Art. 2 Prüfung der Voraussetzungen durch die Einigungs- oder Schiedsstelle
Prüfung der Voraussetzungen durch die Einigungs- oder Schiedsstelle
Stellt sich im Verfahren vor der Einigungs- oder Schiedsstelle nachträglich heraus, dass die Voraussetzungen für die Einsetzung nicht gegeben waren, so stellt die Einigungs- oder Schiedsstelle nach Fühlungnahme mit dem WBF das Verfahren ein.
Zusammensetzung der besonderen Schiedsstelle
1 Die besondere Schiedsstelle gemäss Artikel 5 Absatz 2 des Gesetzes wird vom WBF von Fall zu Fall aus einem Obmann, zwei neutralen Beisitzern und aus je einem von den Streitparteien vorgeschlagenen Beisitzer (Fachbeisitzer) zusammengesetzt, sofern sich die Parteien nicht auf eine andere Zusammensetzung einigen.
2 Der Obmann der Einigungsstelle, der in gleicher Sache im Einigungsverfahren tätig war, kann nur im Einverständnis mit beiden Parteien als Obmann oder neutraler Beisitzer der besonderen Schiedsstelle bezeichnet werden.
Das Sekretariat der Einigungs- oder Schiedsstelle wird vom Staatssekretariat für Wirtschaft (SECO)1 besorgt, sofern nicht ein kantonales Einigungsamt gemäss Artikel 1 Absatz 2 des Gesetzes mit der Vermittlung der Kollektivstreitigkeit betraut wird.
1 Ausdruck gemäss Art. 22 Abs. 1 Ziff. 7 der V vom 17. Nov. 1999, in Kraft seit 1. Juli 1999 (AS 2000 187). Diese Änd. ist im ganzen Erlass berücksichtigt.
1 Gesuche um Einsetzung der Einigungs- oder Schiedsstelle sind schriftlich an das SECO zu richten. Sie haben über das Vorhandensein der Voraussetzungen der Einigungs- oder Schiedsstelle sowie über den Streitgegenstand Aufschluss zu geben.
2 Wird das Gesuch nur von einer Partei eingereicht, so gibt das Sekretariat der Gegenpartei unter Ansetzung einer kurzen Frist Gelegenheit zur Stellungnahme.
Der Bundesrat entscheidet über Einsprachen wegen Befangenheit der Mitglieder der Einigungs- oder Schiedsstelle, die Einigungs- oder Schiedsstelle über Einsprachen wegen Befangenheit eines Sachverständigen. Die Artikel 34-36 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 20051 sind sinngemäss anwendbar.2
2 Fassung des zweiten Satzes gemäss Ziff. II 84 der V vom 8. Nov. 2006 über die Anpassung von Bundesratsverordnungen an die Totalrevision der Bundesrechtspflege, in Kraft seit 1. Jan. 2007 (AS 2006 4705).
Die Mitglieder und der Sekretär der Einigungs- oder Schiedsstelle sowie die Sachverständigen haben über die in Ausführung ihrer Obliegenheiten gemachten Wahrnehmungen, die ihrer Natur nach als vertraulich zu behandeln sind, Verschwiegenheit zu bewahren.
1 Erscheint eine Partei ohne genügende Entschuldigung nicht zu den Verhandlungen, so kann die Einigungsstelle nach Anhörung der anwesenden Partei und auf Grund der Akten trotzdem einen Vermittlungsvorschlag aufstellen.
2 Ist die Aufstellung eines Vermittlungsvorschlages ohne Anhörung der Gegenpartei nicht möglich, so vertagt sich die Einigungsstelle für kurze Zeit.
1 Die Parteien haben persönlich zu erscheinen und dürfen sich nicht vertreten lassen; dagegen ist die Verbeiständung zulässig.
2 Der Obmann ist befugt, die Zahl der zur Verhandlung zuzulassenden Personen zu beschränken.
Protokoll und Akteneinsicht
1 Über die Verhandlungen ist ein Protokoll zu führen.
2 Die Einsicht in das Protokoll sowie in die Akten ist den Parteien nur mit Genehmigung des Obmannes gestattet.
1 Kommt während der Verhandlungen eine direkte Verständigung unter den Parteien nicht zustande, so stellt die Einigungsstelle unter Ausschluss der Parteien einen Vermittlungsvorschlag auf.
2 Die Mitglieder der Einigungsstelle sind zur Stimmabgabe verpflichtet. Die absolute Mehrheit der Stimmen entscheidet. Sind die Stimmen gleichgeteilt, so gibt diejenige des Obmannes den Ausschlag. Der Sekretär hat beratende Stimme.
3 Der Vermittlungsvorschlag wird den Parteien schriftlich zugestellt unter Ansetzung einer Frist zur Abgabe einer schriftlichen Erklärung über dessen Annahme oder Ablehnung.
Ausschluss der Öffentlichkeit. Berichterstattung
1 Die Verhandlungen sind nicht öffentlich.
2 Nach Abschluss des Verfahrens erstattet der Obmann dem WBF Bericht.
Verfahren vor einem kantonalen Einigungsamt
Die Bestimmungen des Gesetzes und dieser Verordnung über das Verfahren und die Friedenspflicht finden auch Anwendung, wenn gemäss Artikel 1 Absatz 2 des Gesetzes ein kantonales Einigungsamt mit der Vermittlung betraut wird.
1 Auf das Schiedsverfahren finden die Artikel 10, 11 Absatz 2, 12 und 13 sinngemäss Anwendung.
2 Der Schiedsspruch ist den Parteien schriftlich mitzuteilen und zu begründen.
1 Diese Verordnung tritt am 1. Oktober 1949 in Kraft.
2 Mit dem Inkrafttreten dieser Verordnung sind aufgehoben:
der Bundesratsbeschluss vom 24. Mai 19401 über Massnahmen zur Beilegung von kollektiven Lohnstreitigkeiten;
Artikel 116bis der Verordnung des Bundesrates vom 3. Oktober 19192 über den Vollzug des Bundesgesetzes betreffend die Arbeit in den Fabriken.
1 [AS 56 519]
2 [BS 8 26; AS 1952 839, 1966 86 Art. 91, 1969 569 Art. 82 Abs. 2]
AS 1949 II 1302
1 SR 821.42
Règlement d'exécution de la loi concernant l'Office fédéral de conciliation en matière de conflits collectifs du travail
du 2 septembre 1949 (Etat le 1er janvier 2013)
vu l'art. 7, al. 2, de la loi fédérale du 12 février 1949 concernant l'Office fédéral deconciliation en matière de conflits collectifs du travail1 (dénommée ci-après «loi»),
Art. 1 Institution d'un office fédéral de conciliation et d'arbitrage
Institution d'un office fédéral de conciliation et d'arbitrage
1 Le Département fédéral de l'économie, de la formation et de la recherche (DEFR)1 pourra, dans des cas d'espèce, instituer un office fédéral de conciliation (dénommé ci-après «office de conciliation») chargé de s'entremettre dans des conflits collectifs de travail surgis entre employeurs et travailleurs et débordant les limites d'un canton.
2 L'office de conciliation ne sera institué que s'il n'existe pas d'office contractuel paritaire de conciliation ou d'arbitrage; un office d'arbitrage ne le sera que s'il n'existe pas d'office contractuel d'arbitrage et si les parties le demandent.
3 Il y a conflit collectif débordant les limites d'un canton lorsque les entreprises ou succursales qu'affecte le conflit sont situées dans plus d'un canton.
Art. 2 Question préjudicielle
S'il est établi, au cours de la procédure devant l'office de conciliation ou d'arbitrage, que les conditions nécessaires pour instituer cet organe n'étaient pas remplies, ce dernier consultera le DEFR, puis classera l'affaire.
Art. 3 Composition de l'office arbitral spécial
Composition de l'office arbitral spécial
1 A moins que les parties n'en décident autrement, l'office arbitral spécial prévu à l'art. 5, al. 2, de la loi se composera, pour chaque affaire, de cinq membres nommés par le DEFR, à savoir: d'un président, de deux assesseurs neutres et, en outre, de deux autres assesseurs (assesseurs experts) proposés par chacune des parties.
2 Le président de l'office de conciliation qui a déjà fonctionné dans la même affaire en procédure de conciliation ne pourra être nommé président ou assesseur neutre de l'office arbitral spécial qu'avec le consentement des parties.
Le Secrétariat d'Etat à l'économie (SECO)1 pourvoira au secrétariat de l'office de conciliation ou d'arbitrage, à moins qu'un office cantonal de conciliation n'ait été chargé, en vertu de l'art. 1, al. 2, de la loi, de s'entremettre dans le conflit collectif.
1 Nouvelle dénomination selon l'art. 22 al. 1 ch. 7 de l'O du 17 nov. 1999, en vigueur depuis le 1er juil. 1999 (RO 2000 187). Il a été tenu compte de cette mod. dans tout le texte.
Art. 5 Requête
1 La requête d'instituer un office de conciliation ou d'arbitrage devra être présentée, par écrit, au SECO. Elle indiquera si les conditions nécessaires pour instituer l'office de conciliation ou d'arbitrage sont remplies et renseignera sur l'objet du litige.
2 Si la requête émane de l'une des parties seulement, le secrétariat la soumettra à la partie adverse, à laquelle il impartira un bref délai pour faire connaître son avis.
Le Conseil fédéral statuera sur les demandes de récuser des membres de l'office de conciliation ou d'arbitrage; l'office de conciliation ou d'arbitrage, sur les demandes de récuser des experts. Les art. 34 à 36 de la loi du 17 juin 2005 sur le Tribunal fédéral1 sont applicables par analogie.2
2 Nouvelle teneur de la phrase selon le ch. II 84 de l'O du 8 nov. 2006 portant adaptation d'O du CF à la révision totale de la procédure fédérale, en vigueur depuis le 1er janv. 2007 (RO 2006 4705).
Art. 7 Secret
Les membres et le secrétaire de l'office de conciliation, ceux de l'office d'arbitrage et les experts sont tenus de garder le secret sur les constatations qu'ils font dans l'exercice de leur charge et qui, par leur nature, présentent un caractère confidentiel.
Art. 8 Défaut d'une partie
1 Si l'une des parties s'abstient de comparaître sans motif suffisant, l'office de conciliation pourra néanmoins, après avoir entendu la partie présente et au vu du dossier, établir une proposition d'arrangement.
2 L'office de conciliation surseoira quelque temps à sa proposition d'arrangement s'il ne peut la faire avant d'avoir entendu la partie défaillante.
Art. 9 Mandataires
1 Les parties devront comparaître elles-mêmes. Elles pourront toutefois se faire assister.
2 Le président peut limiter le nombre des personnes admises aux débats.
Art. 10 Procès-verbal. Compulsion du dossier
Procès-verbal. Compulsion du dossier
1 Il sera dressé un procès-verbal des débats.
2 Les parties ne pourront prendre connaissance du procès-verbal et du dossier qu'avec l'autorisation du président.
Art. 11 Proposition d'arrangement
Proposition d'arrangement
1 Faute d'une entente directe entre les parties au cours des débats, l'office de conciliation établira, à huit clos, une proposition d'arrangement.
2 Les membres de l'office de conciliation doivent voter sur cette proposition. C'est la majorité qui décide ou, en cas d'égalité des voix, le président. Le secrétaire a voix consultative.
3 La proposition d'arrangement sera notifiée par écrit aux parties, en même temps qu'un délai leur sera fixé pour déclarer, par écrit, si elles l'acceptent ou la refusent.
Art. 12 Huis-clos. Rapport d'activité
Huis-clos. Rapport d'activité
1 Les débats auront lieu à huit clos.
2 La procédure une fois close, le président adressera un rapport au DEFR.
Art. 13 Procédure devant un office cantonal de conciliation
Procédure devant un office cantonal de conciliation
Lorsqu'un office cantonal de conciliation sera chargé d'intervenir en vertu de l'art. 1, al. 2, de la loi, il appliquera les dispositions de la loi et du présent règlement relatives à la procédure et au maintien de la paix.
1 Les art. 10, 11, al. 2, 12 et 13 s'appliquent par analogie à la procédure d'arbitrage.
2 La sentence arbitrale sera motivée et communiquée par écrit aux parties.
1 Le présent règlement entre en vigueur le 1er octobre 1949.
2 Il abroge, à cette date:
l'arrêté du Conseil fédéral du 24 mai 1940 concernant l'aplanissement des conflits collectifs du travail1;
l'art. 116bis de l'ordonnance du Conseil fédéral du 3 octobre 19192 concernant l'exécution de la loi fédérale sur le travail dans les fabriques3.
1 [RO 56 551]
2 [RS 8 26; RO 1952 859, 1966 85 art. 91, 1969 569 art. 82 al. 2]
3 [RO 56 551]
RO 1949 II 1402

References: Art. 1

Art. 2

Art. 3

Art. 6

Art. 7

Art. 8

Art. 9

Art. 10

Art. 11

Art. 12

Art. 13

Art. 2
 Art. 22
 Art. 91
 Art. 82

Art. 1

Art. 2

Art. 3

Art. 5
 art. 34

Art. 7

Art. 8

Art. 9

Art. 10

Art. 11

Art. 12

Art. 13
 art. 10
 art. 91
 art. 82