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Timestamp: 2019-12-14 10:56:15+00:00

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Bottom's Dream on 24 Frimaire l'An CCXXVIII
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Südstadt-Antiquariat (Karlsruhe)
Jacopo - the little dyer of Venice
Venezia (vedute non veramente piranesiane)
AAA That's been the day that was on December 14
Jahrestage Samstag, 14. Dezember 1895
Geburtstag von Paul Éluard
Rußland − 20. Jh. − Oktoberrevolution − Wirtschaftspolitik Freitag, 14. Dezember 1917
Erstes Dekret der Sowjetregierung zur Nationalisierung von 81 Unternehmen.
UdSSR − WK II − Finnland Donnerstag, 14. Dezember 1939
Die UdSSR wird wegen ihrer Weigerung, mit der finnischen Regierung über die Einstellung der Feindseligkeiten zu verhandeln, aus dem Völkerbund ausgeschlossen.
BRD − Parteien − SPD − Erich Ollenhauer Samstag, 14. Dezember 1963
Tod von Erich Ollenhauer.
Polen − 20. Jh. − Arbeiterproteste Montag, 14. Dezember 1970
Streikwelle in Polen (v.a. in Gdansk und Sczeszin), ausgelöst durch starke Preiserhöhungen, wird blutig niedergeschlagen.
DDR − "Wende" Donnerstag, 14. Dezember 1989
"Demokratie Jetzt" legt einen Drei-Stufen-Plan zur deutschen Einheit vor.
Europa − EU − Währungsunion Freitag, 13. Dezember 1996
Vorstellung der neuen Euro-Banknoten in Dublin.
Irak − 21. Jh. − USA Sonntag, 14. Dezember 2003
Der Oberbefehlshaber der amerikanischen Besatzungsarmee im Irak meldet, die Ergreifung Saddam Husseins, dessen man in einem ausbetonierten Erdloch in der Nähe seiner Heimatstadt Tikrit habhaft geworden sei.
Journalist: "Is Russia, as Robert Miller alleged, attempting to influence the elections of 2020?"
Putin: "Тс! Я секрету вам скажу: Да, мы обязательно будем делать это, чтобы окончательно вам веселить как следует. Но только никого говорить! Ладно?"
Der Gutsbesitzer "Nechljudow kannte dieses äußerste Maß von Armut, in dem seine Bauern lebten, schon lange, und zwar nicht nur vom Hörensagen, sondern aus eigener Anschauung; aber diese Wirklichkeit stand in so krassem Gegensatz zu seiner Herkunft, seiner Denkweise und Lebensführung, daß er die Wahrheit unwillkürlich immer wieder vergaß. Jedesmal, wenn ihn jemand lebendig und greifbar daran erinnerte, wie zum Beispiel jetzt [der arme Häusler Tschurisenok] wurde ihm unerträglich schwer und traurig ums Herz, als quälte ihn die Erinnerung an ein einst begangenes, ungesühntes Verbrechen."
(Lew N. Tolstoj, Der Morgen eines Gutsbesitzers)
„4. Oktober 1991
Fremdenjagd – Am gestrigen Tag der deutschen Einheit machten rechtsradikale Jugendbanden landauf, landab Jagd auf asylsuchende Ausländer. Sie definieren die innere Einheit als Abspaltung des Äußeren. Darin lauert der Bürgerkrieg. Der innere Feind wird sich herausstellen in Gestalt derjenigen, die sich gegen die Ausländerfeindschaft stellen.“
(Wolfgang Fritz Haug, Jahrhundert-Wende)
„Migrationspolitische Erwägungen, die Leistungen an Asylbewerber und Flüchtlinge niedrig zu halten, um Anreize für Wanderungsbewegungen durch ein im internationalen Vergleich eventuell hohes Leistungsniveau zu vermeiden, können von vornherein kein Absenken des Leistungsstandards unter das physische und soziokulturelle Existenzminimum rechtfertigen. Die in Art. 1 Abs. 1 GG garantierte Menschenwürde ist migrationspolitisch nicht zu relativieren.“
(Urteil des Bundesverfassungsgerichts vom 18. Juli 2012- 1 BvL 10/10 -, - 1 BvL 2/11 - Rn. 121)
„… Jede ehrliche Arbeit hat den gleichen sittlichen Wert und Anspruch auf angemessenes Entgelt. Männer und Frauen erhalten für gleiche Arbeit den gleichen Lohn. …“
(Bayerische Verfassung Art. 168, Abs. 1)
„… Verbrauchssteuern und Besitzsteuern müssen zueinander in einem angemessenen Verhältnis stehen. …“
(Bayerische Verfassung Art. 123, Abs. 2)
„… Arbeitsloses Einkommen arbeitsfähiger Personen wird nach Maßgabe der Gesetze mit Sondersteuern belegt. …“
(Bayerische Verfassung Art. 168, Abs. 2)
„... Die in Artikel 1 Absatz 1 des Grundgesetzes garantierte Menschenwürde ist migrationspolitisch nicht zu relativieren...“
(aus dem Urteil des Bundesverfassungsgerichts vom 18. Juli 2012)
„Auch eine kurze Aufenthaltsdauer oder Aufenthaltsperspektive in Deutschland rechtfertigt es im Übrigen nicht, den Anspruch auf Gewährleistung eines menschenwürdigen Existenzminimums auf die Sicherung der physischen Existenz zu beschränken. Art. 1 Abs. 1 GG in Verbindung mit Art. 20 Abs. 1 GG verlangt, dass das Existenzminimum in jedem Fall und zu jeder Zeit sichergestellt sein muss. Art. 1 Abs. 1 GG garantiert ein menschenwürdiges Existenzminimum, das durch im Sozialstaat des Art. 20 Abs. 1 GG auszugestaltende Leistungen zu sichern ist, als einheitliches, das physische und soziokulturelle Minimum umfassendes Grundrecht. Ausländische Staatsangehörige verlieren den Geltungsanspruch als soziale Individuen nicht dadurch, dass sie ihre Heimat verlassen und sich in der Bundesrepublik Deutschland nicht auf Dauer aufhalten. Die einheitlich zu verstehende menschenwürdige Existenz muss daher ab Beginn des Aufenthalts in der Bundesrepublik Deutschland realisiert werden.“
(Urteil des Bundesverfassungsgerichts vom 18. Juli 2012- 1 BvL 10/10 -, - 1 BvL 2/11 - Rn. 120)
„…Die Erbschaftssteuer dient auch dem Zwecke, die Ansammlung von Riesenvermögen in den Händen einzelner zu verhindern. Sie ist nach dem Verwandtschaftsverhältnis zu staffeln…“
(Bayerische Verfassung Art. 123, Abs. 3)
„Erst macht der Westen die Wirtschaft der Entwicklungsländer kaputt, und wenn die Menschen dann, weil sie nicht verrecken wollen oder einfach ein besseres Leben suchen, aus ihrer trostlosen Heimat fliehen und sich trotz hoher Lebensgefahr nach Europa durchschlagen, verhöhnt man sie dort als Wirtschaftsflüchtlinge und behandelt sie wie Verbrecher.“
(Heribert Prantl, Im Namen der Menschlichkeit)
„Daß es so etwas gibt wie ein Recht, Rechte zu haben – und dies ist gleichbedeutend damit, in einem Bezugssystem zu leben, in dem man auf Grund von Handlungen und Meinungen beurteilt wird –, wissen wir erst, seitdem Millionen von Menschen aufgetaucht sind, die dieses Recht verloren haben und zufolge der neuen globalen Organisation der Welt nicht imstande sind, es wiederzugewinnen. Dieses Übel hat so wenig etwas mit den uns aus der Geschichte bekannten Übeln von Unterdrückung, Tyrannei oder Barbarei zu tun (und widersteht daher auch allen humanitären Heilungsmethoden), daß es sogar nur möglich war, weil es keinen „unzivilisierten“ Flecken der Erde mehr gibt, weil wir, ob wir wollen oder nicht, in der Tat in „einer Welt“ leben. Nur weil die Völker der Erde trotz aller bestehenden Konflikte sich bereits als ein Menschengeschlecht etabliert haben, konnte der Verlust der Heimat und des politischen Status identisch werden mit der Ausstoßung aus der Menschheit überhaupt.“
(Hannah Arendt, Elemente und Ursprünge totaler Herrschaft)
„Der Verlust der Menschenrechte findet nicht dann statt, wenn dieses oder jenes Recht, das gewöhnlich unter die Menschenrechte gezählt wird, verlorengeht, sondern nur wenn der Mensch den Standort in der Welt verliert, durch den allein er überhaupt Rechte haben kann und der die Bedingung dafür bildet, daß seine Meinungen Gewicht haben und seine Handlungen von Belang sind.“
„Wenn die EU und die Welt die Augen weiterhin verschließen, dann wird man über sie ebenso hart urteilen wie früher, als sie auch bei Völkermord aus Bequemlichkeit untätig blieben.“
(Joseph Muscat, Premierminister von Malta, anlässlich des Untergangs eines Flüchtlingsboots mit 700 Menschen an Bord am 18. April 2015 vor der libyischen Küste)
Pressemeldung der Dt. Bundesbank vom 26.08.2011 und www.nachdenkseiten.de
Einkommensentwicklung in Deutschland seit 2000
Quelle: www.jarass.com
Es mag ja sein, daß die [bundesdeutsche] Mentalität nach den Umbrüchen, die die deutsche Gesellschaft in diesem Jahrhundert erfahren hat, ein bißchen konservativ ist. Aber den angeblichen sozialstaatlichen Ballast, gegen den die Neoliberalen wettern, betrachte ich doch mit Zurückhaltung. Mehr Flexibilität heißt im Klartext: daß die Ware Arbeitskraft ihre eigentümlichen personalen Qualitäten abstreifen und zur ganz normalen Ware werden soll. Haben wir nicht alle von Marx gelernt, das eine mit dem anderen nicht zu verwechseln? (Jürgen Habermas, 1998)
Für eine angemessene Reflektion politischer Kämpfe bedarf es „einige wissenschaftliche Einsicht und einige Menschenliebe“
Karl Marx an Arnold Ruge
„Gesetze, die nicht die Handlung als solche, sondern die Gesinnung des Handelnden zu ihren Hauptkriterien machen, sind nichts als positive Sanktionen der Gesetzlosigkeit.“
(Karl Marx, „Bemerkungen über die neueste preußische Zensurinstruktion“)
(Karl Marx, MEW 1)
"On ne peut pas peindre le Mal."
(Jean-Paul Sartre, La mort dans l’âme)
"Wenn die Werkzeuge zerbrochen und unbrauchbar, die Pläne vereitelt und Anstrengungen sinnlos geworden sind, zeigt sich die Welt in einer furchtbar, kindlichen Frische, als schwebe sie im Nichts."
Bottom's Dream Übersetzung, Lektorat, Recherche
Sebastian Scholz, Schraudolphstr. 15A, 80799 München
Email: squenz@titania.bottoms-dream.de
I have had a most rare vision. I have had a dream, past the wit of man to say what dream it was. Man is but an ass if he go about to expound this dream.
Methought I was - there is no man can tell what.
Methought I was, and methought I had, but man is but a patch'd fool, if he will offer to say what methought I had.
I will get somebody [or myself] to write a ballad of this dream. It shall be call'd Bottom's Dream, because it hath no bottom; and I will sing it to my friends someday in the latter end of a play.

References: Art. 1
 Art. 168
 Art. 123
 Art. 168
 Art. 1
 Art. 20
 Art. 1
 Art. 20
 Art. 123