Source: https://skilehrerverband.de/ausbildungsbegleitende-informationen-zum-skilehrer-level-2/
Timestamp: 2020-06-06 01:55:16+00:00

Document:
Ausbildungsbegleitende Informationen zum Skilehrer Level 2 - DSLV
Die Prüfung hat in den Anforderungen einen ausgewogenen Anteil aus den unterschiedlichen Tätigkeitsbereichen eines Skilehrers im Unterricht. Sie erfolgt nach der Allgemeinen Prüfungsordnung (APO) des DSLV. Geprüft werden in der Praxis die Bereiche Technik, Freie Abfahrt und Lehreignung, sowie in der Theorie eine Theorieprüfung mit 40 Multiple-Choice-Fragen. Die Prüfungsaufgaben werden – situationsbedingt – grundsätzlich erst am Prüfungstag festgelegt und bekannt gegeben. Die Themen der Prüfung im Bereich Lehreignung werden vom Lehrgangsleiter spätestens am Vorabend vor Beginn der Prüfung zugeteilt und sind als vorbereitete Lehrprobe mit einer Dauer von 15 Minuten zu halten.
T12-1Wiki
Lehrgangsplan für Ausbildung Teil 1
Tage Inhalt
EA Anreise und Lehrgangseröffung
Vortrag I: Organisation & Vortrag II: Motorik
0,5 Motorik I – Regulative Bewegungen & Hauptbewegungen
Aufzeigen und vertiefen der regulativen Bewegungen. Individuelles Training der Hauptbewegungen.
0,5 Motorik II – Merkmale für optimales Kurvenfahren
Einführung der Merkmale für optimales Kurven. Die unterschiedlichen Situationen orientieren sich bereits an den Technikprüfungen.
0,5 Methodik I – Aufgabenvariation 20+ (Workshop)
Einführen und vertiefen der abwechslungsreichen und erlebnisreichen Gestaltung des Unterrichts: Aufgabentypen gezielt einsetzen & Aufgaben variieren.
0,5 Methodik II – AOV + Q (Workshop)
Musterunterricht zu AOV+Q. Unterricht strukturiert planen: Start – Weg – Ziel. Lernzielorientiertes Vorgehen in den einzelnen Lernebenen Blau & Rot. Kurzlehrversuche in 2-3er Teams.
TA Theorie II
Vortrag III: Methodik + Vergabe Kurzlehrversuche Vortrag IV: Beobachten – Beurteilen – Beobachten
0,5 BBB I – Beobachten – Beurteilen – Beraten
Der Fokus liegt auf der Bewegungsanalyse (Beobachten & Beurteilen). Die Beobachtungsstruktur erarbeiten und anwenden.
0,5 Methodik III – Kurzlehrversuche
Strukturiert unterrichten in den Lernebenen Blau & Rot unter der Berücksichtigung der methodischen Grundsätze und das Niveau der Schüler. Gemäß dem Schaumodell Erlernen, trainieren & anwenden in Lehrversuchen.
0,5 BBB II – Beobachten – Beurteilen – Beraten
Die Beurteilungsstruktur erarbeiten und anwenden. Persönliches Fahrkönnen verbessern mit gegenseitiger Korrektur.
0,5 Motorik III – Freie Abfahrt
Einführung und Training der Freien Abfahrt. Fahrtechnische Ausbildung für sportliches Skifahren in anspruchsvollem Gelände.
Morgens Vorbesprechung und Briefing
Nachmittag Nachbesprechung mit Vorträgen/Workshops
T12-2.1Wiki
Skilehrer Level 2 Ausbildung Teil 1:
In den 5 Ausbildungstagen wird die variable Handlungsfähigkeit der Skilehrer bis Lernebene Rot ausgebildet, damit sie in ihren Kompetenzbereichen zu fortgeschrittenen Skilehrern werden. Die bereits erworbenen motorischen, methodischen Fertigkeiten und theoretischen Kenntnisse werden vertieft und erweitert.
In der Motorik wird die Nutzung der Hauptbewegungen vertieft und die variable Verfügbarkeit der Bewegungen trainiert. Die Bewegungsvariablen werden eingeführt, um die Merkmale für optimales Kurvenfahren zu erarbeiten. In der Methodik wird die Unterrichtskompetenz um die Lernebene rot erweitert. Dabei liegt der methodisch-didaktische Schwerpunkt auf der Unterrichtsstruktur und Variation der Aufgaben & der Aufgabentypen. Die Skilehrer werden in der Fertigkeit der Bewegungsanalyse anhand der Struktur Beobachten – Beurteilen – Beraten geschult.
Die Technikstation dient als Grundlage für alle geforderten Ausbildungsinhalte bzw. Teilbereiche in der Motorik. Daher nimmt die Technikausbildung einem sehr hohen Stellenwert in diesem Lehrgang ein.
Eine optimale Kurvenqualität erfordert eine ständige Gleichgewichts- und Belastungsregulation. Somit müssen die regulativen Bewegungen vertieft werden, um sie ständig an die vorherrschenden Situationen anzupassen. Die Nutzung der Hauptbewegungen wird trainiert. Die Einführung der Bewegungsvariablen, eine einfache Darstellung durch die Kurvenuhr, werden angewandt, um die Merkmale für optimales Kurven in der jeweiligen Situation zu erfüllen.
Die unterschiedlichen Situationen und Aufgabenstellungen orientieren sich an den unterschiedlichen Technikprüfungen.
Freie Abfahrt
Einführung und Training der Freien Abfahrt als neue Prüfungsform.
Die fahrtechnische Ausbildung für sportliches Skifahren in anspruchsvollem Gelände hat das Ziel, eine Verbesserung und Stabilisierung des eigenen Fahrkönnens in verschiedenen Gelände- und Schneesituationen zu erreichen. Gefordert wird eine situative Anwendung der regulativen Bewegungen und der Hauptbewegungen, um die skitechnischen Merkmale zu erfüllen. Weiterhin wird eine aktive, sportlich kontrollierte Fahrweise mit Sicherheitsreserven auf präparierten Pisten verlangt.
Der Level 2 Skilehrer soll seinen Unterricht strukturiert und variabel gestalten können, um in der Lernebene blau und rot in unterschiedlichen Situationen handlungsfähig zu sein.
Abwechslungsreicher und erlebnisreicher Skiunterricht
Im Lehrgang lernen die angehenden Level 2 Skilehrer die Aufgabentypen gezielt im Unterricht einzusetzen und die Aufgaben sinnvoll zu variieren (20+), um den Unterricht abwechslungsreich und erlebnisreich zu gestalten.
AOV+Q – Aufgabenstellen – Organisieren – Vermitteln + Unterrichtsqualität
Die Skilehrer lernen die bereits erarbeitete AOV-Struktur im Unterricht präzise anzuwenden. Aufgaben werden dem Niveau der Schüler entsprechend gestellt, unter der Berücksichtig der methodischen Grundsätze. Die Organisation muss passend zu den Aufgaben, Aufgabentypen gewählt werden. Kurze und präzise Ansagen erleichtern die Erklärung, das Nutzen der Fachterminologie wird in dem Lehrgang geschult.
Kurzlehrversuche
Gefordert wird ein strukturiertes und abwechslungsreiches Unterrichten in den Lernebenen Blau & Rot. Wichtig ist die Berücksichtigung der methodischen Grundsätze und das Niveau der Schüler. Gemäß dem Schaumodell Erlernen, trainieren & anwenden in Lehrversuchen.
BBB – Beobachten – Beurteilen – Beraten
Der Fokus in diesem Lehrgang liegt auf der Bewegungsanalyse (Beobachten & Beurteilen). Die Beobachtungsstruktur und die Beurteilungsstruktur werden erarbeitet und angewendet. Die Analysefähigkeit soll dadurch bei den Skilehrern entwickelt werden, um individuell auf die Kunden in den Skischulen einzugehen.
Theorie I – Eröffnungsabend
Vortrag I: Organisation des Lehrgangs
Vortrag II: Motorik
Theorie II – Theorieabend
Vortrag III: Methodik + Vergabe Kurzlehrversuche
Vortrag IV: Beobachten – Beurteilen – Beobachten
Körperlanger Allmountain- oder RS-Ski (Radius 15-21m, Taillenbreite 70-88mm)
Verwendung eines SL-Carvers ist nicht empfehlenswert!
Optional Rückenprotektor
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Lehrgangsplan für Ausbildung Teil 2 und Prüfung
AUSBILDUNG II UND PRÜFUNG
Vortrag V: Orga + Ablauf Prüfung
Vergabe Themen Trainingslehrprobe
Prüfung I: Theorieklausur
0,5 BBB III – Beobachten – Beurteilen – Beraten
Die Beurteilungsstruktur anwenden. Beratungsstruktur erarbeiten. Persönliches Fahrkönnen verbessern mit gegenseitiger Korrektur.
0,5 Methodik IV – Unterrichtsstruktur (Workshop)
Unterricht strukturiert planen: Start – Weg – Ziel, Lernzielorientiertes Vorgehen in den einzelnen Lernebenen Blau & Rot.
0,5 Methodik V – vorbereitete Kurzlehrversuche
Musterunterricht des Ausbilders. Lehrversuche in den Lernebenen Blau und Rot mit individuellem Feedback.
0,5 Methodik VI – vorbereitete Kurzlehrversuche
0,5 Motorik IV – persönliches Fahrkönnen
Training des persönlichen Fahrkönnens, anhand möglicher Prüfungsaufgaben.
0,5 Motorik V – Freie Abfahrt
Training der Freien Abfahrt. Fahrtaktische Ausbildung für sportliches Skifahren in anspruchsvollem Gelände.
1 Prüfung II: Technik
Prüfung III: Freie Abfahrt
Prüfung IV: Kurzlehrversuch
Nachmittags Nachbesprechung
T12-3Wiki
Skilehrer Level 2 Ausbildung Teil 2 und Prüfung:
Ziel ist es in den drei Ausbildungstagen bei den Teilnehmern die variable Handlungsfähigkeit der in der Lernebene Blau und Rot zu vertiefen. Des Weiteren werden die Skilehrer auf alle Anforderungen der zweitägigen Prüfung Skilehrer Level 2 vorbereitet. Die bereits erworbenen motorischen, methodischen und theoretischen Kenntnisse werden vertieft und trainiert.
Motorik – Technik & Freie Abfahrt
Eine optimale Kurvenqualität erfordert eine ständige Gleichgewichts- und Belastungsregulation. Somit müssen die regulativen Bewegungen trainiert werden, um die Variabilität zu steigern. Die Nutzung der Hauptbewegungen wird gezielt and die jeweilige Situation angepasst. Dadurch können die Merkmale für optimales Kurvenfahren vertieft werden.
Training der Freien Abfahrt. Die Verbesserung und Stabilisierung des eigenen Fahrkönnens in verschiedenen Gelände- und Schneesituationen werden genauso trainiert, wie die Fahrtaktik. In diesem Lehrgang steht die Fahrtaktik mehr im Fokus. Wie teile ich mir den Hang ein? Wo mache ich welche Kurven? Welche Hauptbewegungen nutze ich?
Gefordert wird eine situative Anwendung der regulativen Bewegungen und er Hauptbewegungen, um die skitechnischen Merkmale zu erfüllen. Weiterhin wird eine aktive, sportlich kontrollierte Fahrweise mit Sicherheitsreserven auf präparierten Pisten verlangt.
Unterrichtsstruktur – Start – Weg – Ziel
Die Skilehrer lernen den Unterricht strukturiert nach dem Schema: „Start – Weg – Ziel“ zu planen. Ein Lernzielorientiertes Vorgehen in den einzelnen Lernebenen Blau & Rot wird gefordert. Der Einleitungssatz, das Intro wird trainiert, um einen Roten Faden zu erzeugen. Die Aufgaben müssen nach den methodischen Grundsätzen strukturiert werden.
Der Fokus in diesem Lehrgang liegt auf der Bewegungsanalyse (Beobachten & Beurteilen). Die Beobachtungsstruktur und die Beurteilungsstruktur werden angewendet. Die Analysefähigkeit wird bei den Skilehrern vertieft. Die Beratungsstruktur wird erarbeitet.
Eröffnungsabend: Vortrag V: Organisation & Ablauf des Lehrgangs und der Prüfung
Die Prüfung beinhaltet zwei Technikfahrten, eine Freie Abfahrt und eine vorbereitete Lehrprobe.
Theorie: 40 Fragen aus Fragen- / Antworten Katalog mit 122 Fragen aus Motorik und Methodik.
Methodik: 1 Vorbereitete Lehrprobe in der Lernebene blau und rot mit ca. 15 Minuten (Gelände wird vom Ausbilder vorgegeben)
Technik 2 Technikfahrten – keinen vorgegebenen Aufgabenpool
Freie Abfahrt sportliches, kontrolliertes Tempo auf einer anspruchsvollen Piste
– Körperlanger Allmountain- oder RS-Ski (Radius 15-21m, Taillenbreite 70-88mm)
– Verwendung eines SL-Carvers ist nicht empfehlenswert!
T12-3.2Wiki
Skilehrer Level 2 - Fragen- und Antwortenkatalog
40 Multipe Choice Fragen (20 Motorik & 20 Methodik) aus dem unten abgebildeten Katalog werden gestellt.
Bis max. 6 Fehler ist bestanden. Bitte beachtet, dass sich die Reihenfolge der Antwortmöglichkeiten in der Prüfung verändern kann.
Es gibt eine aktionale und eine räumliche Unterteilung einer Kurvenbahn. Wie lautet die räumliche Unterteilung einer Kurvenbahn?
0 Kurveneinleitung – Schwungfahrt
0 Schwungeinfahrt – Kurvenwechsel
0 Radiuswechsel – Kurvensteuerung
x Kurveneinfahrt – Kurvenausfahrt
Es gibt zwei unterschiedliche Unterteilungen einer Kurvenbahn: Die räumliche und die aktionale Unterteilung. Wie lauten diese?
0 Schwungeinleitung – Kurvenausleitung
0 Kurveneinfahrt – Radiuswechsel
x Kurvenwechsel – Kurvensteuerung
Kurvenwinkel, Kurvenradius und Kurvenfrequenz. Welche Aussagen sind richtig?
0 ist der Kurvenwinkel groß, dann ist der Kurvenradius klein
x bei kleinen Kurvenwinkeln, kann der Kurvenradius groß und die Frequenz hoch sein
0 wenn die Kurvenfrequenz hoch ist, dann ist auch der Kurvenradius und -winkel sehr groß
x Ski bleiben beim Kurvenfahren nahe der Falllinie, heißt, der Kurvenradius ist eher groß
Welche Wechselbewegungen werden unter anderem im Kurvenwechsel ausgeführt?
x Belastungswechsel und Kurvenlagewechsel
0 Erhöhung des Kantwinkels
0 Erhöhung der Außenskibelastung und Oberkörperausgleich
0 Doppelstockeinsatz
0 ständige Bewegungsbereitschaft
0 Erhöhung des Kantwinkels, Außenskibelastung und Oberkörperausgleich
x Kantwechsel und Schrittwechsel
Welche Bewegungen werden unter anderem in der Kurvensteuerung ausgeführt?
0 Belastungswechsel und Kurvenlagewechsel
x Ausgleich der Kurvenlage
0 Kantwechsel und Schrittwechsel
x Erhöhung des Kantwinkels
Welche Bewegungen haben in der Regel die größte Bedeutung für die Stabilität im gesamten Kurvenverlauf?
0 Belastung und Kurvenlagewechsel
0 Oberkörper nicht verdrehen
x Vor-Rück- und Innen-Außenregulation
0 Druckverteilung auf der Kante
Merkmale für optimales Kurvenfahren werden wie folgt unterteilt:
0 Grundmerkmale für Kurvenverlauf, Kurveneinfahrt, Schwungausfahrt
0 Merkmale für die Schwungbahn, Kurveneinleitung, Kurvensteuerung
x Merkmale für den gesamten Kurvenverlauf, für den Kurvenwechsel, für die Kurvensteuerung
0 Grundmerkmale für Kurven, für den Kurvenwechsel, für die Kurvenausfahrt
Welche Belastungsverteilung ist im Kurvenverlauf in der Regel am stabilsten?
0 eine Belastung durch Abstützen auf den kurveninneren Stock ist zu empfehlen
0 in der Regel ist eine gleichmäßige Belastung der Ski am stabilsten
x eine Belastungsverteilung, bei der die Führungsdominanz des Außenskis gewährleistet ist
0 volle Belastung auf den Außenski
Welche Arten der Belastungsregulation sind während der Kurvenfahrt sinnvoll?
x Innen- und Außenregulation
0 Zehenbelastung
x Vor- und Rückregulation
0 Fersenbelastung bei der Kurvensteuerung
Wie lautet die DSLV-Technikstruktur:
0 Start – Kurven – Ziel
0 B-B-B
0 A-O-V
x Situation – Bewegungen – Ziel
Welche situationsbestimmende Faktoren werden im DSLV-Lehrplan unter anderen genannt?
x Gelände, Schnee
x Spur, Tempo
x Ausrüstung
0 Halteplätze, Treffpunkte
x Skifahrer (Können, Kondition, Motivation)
x Wetter
0 Pistenplan
x Skifahrer, Gelände, Schnee, Spur
x Tempo, Wetter, Ausrüstung, Organisation
0 Anreise, Unterkunft, Verpflegung, Busverbindung
0 Parkplatz, Liftanlagen
Bewegungen für eine zielführende Ski-Technik werden wie folgt unterteilt:
x regulative Bewegungen, Hauptbewegungen, Bewegungsvariable
0 Kanten, Drehen, Belasten, Gleiten
0 Grundmerkmale, Druckaufbau, Druck nutzen, Druck abbauen
0 Druckregulation, Druckaufbau, Druck erhöhen und nutzen
Welche Ziele sind für kontrolliertes Kurvenfahren unabdingbar?
0 Hindernisse finden und umgehen
0 Geländeübergänge nutzen
x Kontrolle der Geschwindigkeit und Kontrolle der Richtung
0 Ausrüstung optimal pflegen und präparieren
Welche Druck– bzw. Belastungsempfindungen sollten idealerweise im gesamten Kurvenverlauf gespürt werden?
0 Tempokontrolle, Richtungskontrolle, Orientierungskontrolle
x Druck aufbauen, erhöhen und nutzen – Druck regulieren
0 permanente Gleichgewichtsregulation mit und ohne Muskelspannung
0 ständig auf Sicherheit achten und Abstand zum Pistenrand regulieren
Kurvenfahren über die Falllinie wird durch Hauptbewegungen realisiert. Welche Hauptbewegungen werden im DSLV-Lehrplan beschrieben?
x Kantbewegungen
0 Steuer– und Gleitbewegungen
0 Körperschwerpunktabsenkungen
x Drehbewegungen
Welche Frage stellt sich vorrangig, um eine sichere und situationsangepasste Richtungsänderung auszuführen?
0 Wie hoch wird das Tempo und wie groß wird die Kurvenlage?
x Welche Hauptbewegungen sollen mit welchen Bewegungsvariablen passend zur Situation vernetzt werden?
0 Was für eine Schneebeschaffenheit liegt vor?
0 Ist die Ski- und Schuhausrüstung passend gewählt?
Hauptbewegungen werden mit Bewegungsvariablen der jeweiligen Situation angepasst. Welche Bewegungsvariable werden im DSLV-Lehrplan beschrieben?
0 Tempo, Umfang, Reibung, Dynamik
0 Timing, Umfang, Richtung, Dominanz
x Timing, Richtung, Umfang
0 Timing, Radius, Umfang
Kantbewegungen sind Bewegungen
0 gegen die Skilängsachse
0 entlang der Körperquerachse
x um die Skilängsachse
0 um die Körperlängsachse
Welche im DSLV-Lehrplan beschriebene „Kantbewegungen“ können unter anderen ausgeführt werden?
x Fußkippen
x Kniekippen
0 Knie und Hüfte zur Kurvenmitte verdrehen
x Hüftkippen bzw. Hüfte/Becken zur Kurvenmitte absenken
Regulative Bewegungen ermöglichen Gleichgewichtsregulation und Belastungs- und Druckregulation. Wie werden regulative Bewegungen vorrangig realisiert?
x durch Körperschwerpunkt-(KSP-)Verlagerungen
x durch Einnehmen und Ändern von Lagen und Stellung (Positionen)
x durch Ausgleichsbewegungen
0 durch Tempo und Richtung
In welche Richtungen kann der „Körperschwerpunkt (KSP)“ unter anderen verlagert werden?
x nach oben, unten, vorne, hinten
x nach links, rechts, innen, außen
x seitlich über den Außenski
x in die Mitte der Auflagefläche
Drehbewegungen sind Bewegungen
0 um und gegen die Skiachsen
x um die Körperlängsachse und um die Beinlängsachsen
0 entlang der Körpertiefenachse
0 um und entlang der Körperquerachse
Welche Drehbewegungen können unter anderen ausgeführt werden?
x Beinedrehen
x Ganzkörperdrehen
x Gegendrehen
x Vorausdrehen
Bewegungsvariable optimieren die Ausführung aller Bewegungen für die jeweilige Situation. Wie kann „Timing“ unter anderen angepasst werden?
0 schnell, wenig, viel, zurück
x früh, spät und von einem Startpunkt bis zu einem Endpunkt
0 innen, außen, links, rechts
0 vor, zurück
Bewegungsvariable optimieren die Ausführung aller Bewegungen für die jeweilige Situation. Wie kann „Umfang“ unter anderen angepasst werden?
x wenig, viel
0 früh, spät und von-bis
Bewegungsvariable optimieren die Ausführung aller Bewegungen für die jeweilige Situation. Wie kann „Richtung“ unter anderen angepasst werden?
0 wenig, viel
0 früh, spät
x vor, zurück, oben, unten, innen, außen, links, rechts
0 verzögernd, beschleunigend
Bewegungsvariable optimieren die Ausführung aller Bewegungen für die jeweilige Situation. Wie kann hohe Bewegungsgeschwindigkeit bzw. Dynamik entstehen?
0 durch genaue Richtung und wenig Umfang
0 durch exaktes Timing und Richtung
0 ausschließlich durch Umfang
x durch Timing (z.B.: wenig Zeit) und hohen Umfang
Wie lautet das Merkmal für optimales Kurvenfahren für den gesamten Kurvenverlauf?
0 Bewegungsharmonie mit Belastung
0 Druck erzeugt Gegendruck
x Bewegungsfluss und Bewegungsbereitschaft
0 die gesamte Kurvenbahn wird harmonisch und ökonomisch gesteuert
Wie lautet das Merkmal für optimales Kurvenfahren für den Kurvenwechsel?
0 der Körperschwerpunkt wird nach außen auf die neue Kante gelegt
x der Körperschwerpunkt wird nach vorne und in die neue Kurvenrichtung verlagert
0 der Körperschwerpunkt wird in Richtung neue Kurvenbahn bewegt
0 der Körperschwerpunkt wird nach vorne auf die Körperaußenseite verlagert
Wie lautet das Merkmal für optimales Kurvenfahren für die Kurvensteuerung?
0 das Kanten wird angepasst und der Oberkörper bleibt stabil
0 Kantwinkel stabil, Hüfte agil
0 das Kanten wird verstärkt und der Rumpf bleibt talorientiert
x der Kantwinkel wird erhöht und die Kurvenlage angepasst
Merkmal für optimales Kurvenfahren für den gesamten Kurvenverlauf. Was bedeutet „ständige Bewegungsbereitschaft“?
x Regulation ist in alle Richtungen möglich
x keine Endpositionen
x keine statischen Positionen
x keine Bewegungsplateaus
Merkmal für optimales Kurvenfahren für den gesamten Kurvenverlauf. Wie realisiert man unter anderen „Bewegungsfluss“?
x durch rhythmisches Bewegen
x durch harmonisches Bewegen
x durch ständig angepasstes Bewegen
x durch vorausschauendes Fahren und Antizipation
Merkmal für optimales Kurvenfahren für den gesamten Kurvenverlauf. Was entsteht durch „Bewegungsfluss“?
x Ökonomie und Präzision
0 schnelle Kurvenfahrt
0 labiles und instabiles Gleichgewicht
0 Endpositionen
Was bedeutet während des Kurvenwechsels „mittige Belastung“ sicherstellen?
x Ausgleich der „Flach-Steil-Situation“ bei der Kurveneinfahrt durch Vorregulation
0 permanent beidbeinige Belastung
0 statische Fahrweise
x Rücklage vermeiden
Merkmal für optimales Kurvenfahren für die Kurvensteuerung. Was trägt bei sportlicher Fahrweise mit großen Kantwinkeln unter anderen zur zusätzlichen Stabilität bei?
x Außenskidominanz
x Oberkörperausgleich
0 Innenlage
0 ständig gleichmäßiges Belasten der Ski
Effizienter Druckaufbau im Kurvenverlauf wird idealerweise durch die Kombination der folgenden Bewegungen realisiert:
0 Drehbewegungen und Körperverlagerungen
0 Körperschwerpunktverlagerungen und Drehbewegungen
x Belastungs– und Druckregulation, Kant- und/oder Drehbewegungen
0 Kantbewegungen und Drehbewegungen
„Mobilität auf Stabilität“. Die wichtigste Grundlage für Stabilität ist/sind
0 die Merkmale für optimales Kurvenfahren
x Gleichgewichtsregulation und Belastungs– und Druckregulation
0 Tempokontrolle und Richtungskontrolle
0 das Gewicht nutzen
„Mobilität auf Stabilität“. Stabilität ist gegeben, wenn …
0 mindestens fünf von neun Gleichgewichtsfaktoren eingehalten werden
0 sich der Körperschwerpunkt über der Sturzfläche befindet
x die Wirkungslinie der resultierenden aller Kräfte durch die Unterstützungsfläche geht und ein Kräftegleichgewicht besteht
0 sich stabiles und labiles Gleichgewicht gegenseitig aufheben
„Mobilität auf Stabilität“. Unterstützungsfläche bzw. Stützfläche ist …
0 die stabile Skifläche
x die durch die Ski aufgespannte Fläche
0 die durch seitliche Begrenzungen aufgespannte Pistenfläche, die den Skifahrer unterstützt
0 bei der Pflugstellung ein Rechteck
„Mobilität auf Stabilität“. Grundprinzipien für Stabilität sind unter andern:
x je näher die Wirkungslinie der resultierenden Kräfte am Zentrum der Unterstützungsfläche ist, desto stabiler ist das System
x je größer die Unterstützungsfläche, desto stabiler
x je tiefer der Schwerpunkt, desto stabiler
0 je steiler die Piste, desto stabiler
„Mobilität auf Stabilität“. Welche Körperteile empfehlen sich beim optimalen Kurvenfahren als sogenannte „Fixpunkte“?
0 Knie und Hüfte
0 Sprunggelenke und Knie
x Rumpf und Arme
0 Beine und Hüfte
„Mobilität auf Stabilität“. Wie könnte eine „Faustregel“ für optimales Kurvenfahren nach der DSLV-Fahrphilosophie lauten?
0 „Rumpf passiv, Knie aktiv“
0 „Beine drehen, Oberkörper nicht“
x „Oberkörper stabil, Beine agil“
0 Skifahren ist „Kniefahren“
Ist beim Kurvenfahren die Wirkungslinie der resultierenden Kraft außerhalb der Unterstützungsfläche, bedeutet dies:
0 nur der Außenski ist belastet
0 nur der Innenski ist belastet
x der/die Fahrer/-in ist nicht stabil = Sturzgefahr
0 das labile Gleichgewicht überlagert das stabile Gleichgewicht
Trifft beim Kurvenfahren die Wirkungslinie der resultierenden Kraft den Außenski, bedeutet dies:
x optimaler Spielraum, bzw. optimale Unterstützungsfläche nach innen
0 kein Druck auf Außenski
x Außenski hat Führungsdominanz
0 keine Stabilität
Trifft beim Kurvenfahren die Wirkungslinie der resultierenden Kraft den Innenski, bedeutet dies:
x kein Spielraum, bzw. keine Unterstützungsfläche nach innen
x Druck auf Innenski
x Sturzgefahr nach innen
x Außenski hat keine Führungsdominanz
Trifft beim Kurvenfahren die Wirkungslinie der resultierenden Kraft die Unterstützungsfläche genau im Mittelpunkt, bedeutet dies:
0 beide Ski werden kaum belastet
x relativ gleichmäßige Belastungs- und Druckverteilung
0 Führungsdominanz liegt eindeutig auf dem Innenski
0 Führungsdominanz liegt voll umfänglich auf dem Außenski
Welche Skikategorien haben den breitesten Anwendungsbereich auf roten und schwarzen Pisten?
0 SL-Carver, Länge 155 bis 165 cm
0 Freeride-Ski, über 90 mm Mittelbreite
x sportliche Allmountain-Ski oder Race-Carver, in etwa körperlang
0 Twintip-Freestyle-Ski, Radius ca. 30 m
Die DSLV-Fahrphilosophie beinhaltet hauptsächlich folgende Aspekte:
0 sportlich kontrolliertes Tempo
0 stark ausgesteuerte Kurven bzw. hoher Kurvenwinkel
x optimale Steuerqualität, zweckmäßige und ökonomische Fahrweise
0 Verwendung des Stockeinsatzes
0 mittleres bis sportliches Tempo
0 geschnittene Kurvenqualität
x sportlich elegantes, von Leichtigkeit geprägtes Erscheinungsbild
0 Beherrschung von schwarzen Pisten
Optimales Kurvenfahren: Dominanz einer Bewegung bedeutet unter anderen:
x die jeweilige Bewegung wird mit einem größerem Umfang als andere Bewegungen ausgeführt
x die jeweilige Bewegung wird länger ausgeführt, als andere Bewegungen
0 die jeweilige Bewegung ist kaum zu erkennen
0 die jeweilige Bewegung hat keine Auswirkung auf die Kurvenqualität
x die jeweilige Bewegung hat die größte Auswirkung auf die Kurvenqualität
0 die jeweilige Bewegung ist der Stockeinsatz
0 die jeweilige Bewegung ist den anderen Bewegungen untergeordnet
0 Kanten ist wichtiger als Drehen
Optimales Kurvenfahren: Um die Dominanz von Bewegungen festzustellen, muss der Skilehrer folgende Abwägungen treffen:
x Welche Bewegungen des DSLV-Bewegungsmodells werden ausgeführt?
x Welche Bewegungen bzw. Teilbewegungen haben den größten Umfang?
x Welche Bewegungen bzw. Teilbewegungen werden wann und wie lange ausgeführt?
x Welche Auswirkung haben die jeweiligen Bewegungen auf die Kurvenqualität?
„Gleichgewichtsregulation“ bedeutet:
x resultierende Kräfte treffen möglichst die Mitte der Unterstützungsfläche
0 ermöglicht Richtungsänderungen über die Falllinie
x soll Stabilität gewährleisten
x Steuereigenschaften der Ski werden nicht zur Gänze ausgenutzt
„Belastungs- und Druckregulation“ bedeutet:
x resultierende Kräfte werden bewusst zur Optimierung des Kurvenfahrens verwendet
x Steuereigenschaften der Ski (z.B.: Flex, Radius) können voll ausgenutzt werden
0 Kurvenfahren wirkt dadurch eher statisch
0 Steuereigenschaften der Ski bleiben ungenutzt
„Kantbewegung“ bedeutet:
x Auflagefläche der Ski wird dadurch größer oder kleiner
0 Steuereigenschafen der Ski bleiben ungenutzt
x ist eine der Hauptbewegungen für optimales Kurvenfahren
x ermöglicht Richtungsänderungen über die Falllinie
„Drehbewegung“ bedeutet:
x Bremswirkung der Ski wird größer oder kleiner
„Hauptbewegung“ bedeutet unter anderen:
0 bei Ausführung heben sich Druck und Belastung auf
x sind Dreh- und Kantbewegungen
x bewirken zusätzliche Belastungs- und Druckveränderungen
x ermöglichen Richtungsänderungen über die Falllinie
„Motivierung“ – Motive sind die Motoren des menschlichen Handels. Die im DSLV-Lehrplan genannten Motive sind unter anderen:
x Bewegung, Gesundheit
0 Mittagspause
x Naturerlebnis, Freiheit
x Spielerlebnis
x Leistung, Ästhetik
0 Fahrt ins Skigebiet
x Geselligkeit
x Führung, Macht
„Guter Schneesportunterricht“ – bedeutet unter anderen:
0 vom schweren zum schnellen Lernen
x lernwirksames und nachhaltiges Lernen
x erlebnisreiches Lernen
0 nur Spaß und Unterhaltung stehen an erster Stelle
„Guter Schneesportunterricht“ – Voraussetzungen dafür sind:
x begründete methodische Maßnahmen
x sinnvolle und sichere Organisation
x positive Lehrer-Schüler-Interaktion
0 lustige Skilehrer
„Lernmethodik“ – Methodik bedeutet
x planmäßiges Vorgehen in einem Lernprozess
x nachvollziehbarer, sinnvoller Weg zu einem Lernziel
x das „Wie?“ eine Technik vermittelt werden soll
0 das „Was?“ an Inhalten vermittelt werden soll
Allgemeine „methodische Grundsätze“ sind unter anderen
x vom Wesentlichen zum Unwesentlichen
0 vom Feinen ins Grobe
x von Einfach- zu Mehrfachanforderungen
0 vom Breiten zum Schmalen
Allgemeine „methodische Grundsätze“ sind untern anderen
0 bei Level 2 von Ebene Grün bis Rot
x vom Bekannten zum Unbekannten
0 von Lernziel zu Teillernziel
x vom Leichten zum Schweren
„Guter Schneesportunterricht“ lässt sich in seiner Durchführung auf folgende Schwerpunkte reduzieren:
0 BABS: Beobachten, Anwenden, Beraten und soziale Kompetenz
0 SBZ: Situation–Bewegungen-Ziel
x AOV+Q: Aufgaben stellen, Organisieren, Vermitteln und Unterrichtsqualität
0 SBZ: Situation-Bewegungen-Ziel
Spezifische „methodische Grundsätze“ des Skiunterrichts sind untern anderen
x von kleinen zu großen Richtungsänderungen
x von flachem zu steilem Gelände
x von gedrifteter zu geschnittener Kurvenqualität
0 von kleinem zu großem Skiradius
x von geringer zu hoher Geschwindigkeit
x von präpariertem zu unpräpariertem Gelände
x von griffiger zu eisiger Piste
0 von Förderband zu Sessellift
Beim Stellen von Aufgaben ist folgendes zu berücksichtigen:
0 Aufgaben grundsätzlich ganz einfach, als schwerer anlegen
x Aufgaben sollen neue Herausforderungen schaffen
x Aufgabenniveau soll dem Lernniveau der Schüler entsprechen
x das Nutzen verschiedener Aufgabentypen schafft Abwechslung
x Aufgaben sollen abwechslungsreich und vielfältig sein
x für den Lernenden sollen Aufgaben eine Herausforderung darstellen
x Aufgaben sollen nicht über-, aber auch nicht unterfordern
x Angst und/oder Schmerz blockiert Lernen
Welche übergeordneten Variationsmöglichkeiten einer Aufgabe sind unter anderem möglich?
x Hauptbewegungen und Bewegungsvariable
x Spur, Tempo, Richtung
0 Kursbeginn und Treffpunkt
0 Skilehrer und Gruppengröße
Welche übergeordneten Variationsmöglichkeiten einer Aufgabe sind unter anderen möglich?
x Ausrüstung, Gelände, Schneebeschaffenheit
0 Pause und Verpflegung
0 Kurseinteilung in Einzelschüler und Kleingruppen
Welche Möglichkeiten gibt es, eine Aufgabe anhand der „Bewegungsvariablen“ zu variieren?
x Umfang
0 Fahrgeschwindigkeit
x Richtung
Welche Möglichkeiten gibt es, unter anderen, eine Aufgabe anhand der „Hauptbewegungen“ zu variieren?
x Kantbewegungen: Fuß- oder Kniekippen
0 Körperschwerpunktverlagerungen: Vor- oder Rücklage
0 Ausgleichsbewegungen: Oberkörperausgleich talwärts oder Oberkörperausgleich seitlich
x Drehbewegungen: Beine- oder Ganzkörperdrehen
0 Belastungsregulation: Innen- oder Außenlage
0 Gleichgewicht: Mittellage und Mittelstellung
x Kantbewegungen: Hüft- oder Ganzkörperkippen
x Drehbewegungen: Ganzkörper- oder Gegendrehen
Welche Möglichkeiten gibt es, eine Aufgabe anhand der „Organisation“ zu variieren?
x Schüler: alleine, zu zweit, zu dritt, …, nebeneinander, hintereinander, …
x Hilfsmittel: Markierungen (Hüte, Pilze, Stangen), Akustik, …
0 Spuranlage und Frequenz
0 Tempo: langsam bis sportlich
„deduktive Methode“ – deduktives Vorgehen bedeutet unter anderen:
x strukturierter Lernweg wird vom Lehrer vorgegeben
x Lehrer greift korrigierend in die Erwerbs- und Übungsphase ein
0 selbständiges Lösen der Aufgabe durch die Schüler
0 Lehrer begleitet nur beratend den Unterricht
„induktive Methode“ – induktives Vorgehen bedeutet:
x Schüler versuchen Aufgabe selbstständig durch ausprobieren zu lösen
x Lehrer begleitet beratend den Unterricht und gewährleistet Sicherheit
x Lehrer stellt abschließend die beste bzw. richte Lösung dar, welche dann trainiert wird
0 Aufgabe muss dem Sollwert entsprechen
„Teillernmethode“ bedeutet:
x Zielbewegung wird in Einzelbewegungen zergliedert und dadurch erleichtert
0 von Einfach- zu Mehrfachanforderungen
0 Schüler fügt selbstständig Einzelbewegungen zusammen = Puzzle-Prinzip
0 Zielbewegung wird nach dem Erarbeiten aufgeteilt
„Ganzheitsmethode“ bedeutet:
x Rahmenbedingungen (passendes Gelände, Verfassung der Schüler) spielen große Rolle
0 von kleinen zu großen Bewegungen
x Zielbewegung soll von Anfang an im „Ganzen“ ausprobiert werden
0 von geringem zu großem Umfang
Aufgaben stellen – lernzielorientiertes Vorgehen heißt:
x ständige Orientierung am vorab definierten Lernziel („Start-Weg-Ziel“)
x keine irritierende Vermischung von Lernzielen im „Start-Weg-Ziel“-Ablauf
0 möglichst schnelles Lernen
0 scheinbar unnötige Bewegungen vermeiden
Aufgaben stellen – erlebnisreiches Vorgehen heißt:
x Aufgaben abwechslungsreich stellen
x Berücksichtigung der jeweiligen Motive (z.B.: Bewegung, Gesundheit, Wettkampf, …)
0 ausschließlich Märchen, Geschichten und Sagen erzählen
0 Aufgaben und Teillernziele sehr oft wechseln
Aufgaben stellen – Aufgaben sollten generell folgende Kriterien erfüllen:
0 schnell, ohne Umwege, leicht, direkt
0 unterhaltsam, einfach lösbar, lustig
x lernzielorientiert, fordernd, langfristigen Erfolg sichern
0 schwer, aber am Thema orientiert, abwechselnd
Durch welche Schwerpunkte wird erfolgreiches Organisieren erreicht?
x Sicherheit gewährleisten
x optimale Lernsituationen schaffen
0 Pausen strikt einhalten
0 lieber blaue Pisten statt rote Pisten auswählen
Organisieren: „Sicherheit gewährleisten“ bedeutet:
x der Lernende muss sich stets sicher fühlen
x der Lernende muss vor objektiven Gefahren sicher sein
0 Unterforderung vor Überforderung
x es dürfen keine Angstsituationen entstehen
Organisieren: „optimale Situationen schaffen“ bedeutet untern anderen:
x Organisationsformen (z.B.: Umlauf, Vorfahren, Einzelübung, …) auf Schüler abstimmen
x Gelände (Steilheit, Länge, Breite, …) auf Lernniveau auswählen
x Schneebeschaffenheit (weich, hart, …) berücksichtigen
0 Geschwindigkeit schafft Sicherheit
Vermittlung und Unterrichtsqualität: Durch welche Schwerpunkte wird erfolgreiches Kommunizieren erreicht?
x Echtheit und Gerechtigkeit
0 lange Geschichten und Märchen
x Empathie
0 Reden und Schweigen
Frage30:
Vermittlung und Unterrichtsqualität: „Echtheit“ bedeutet:
x der Skilehrer ist authentisch
0 der Skilehrer schlüpft in eine Rolle
x kein gespieltes oder aufgesetztes Verhalten
0 der Skilehrer ist immer der Chef und bestimmt
Vermittlung und Unterrichtsqualität: „Gerechtigkeit“ bedeutet:
0 undurchsichtiges Handeln
x nachvollziehbares und transparentes Handeln
x jeder Kursteilnehmer bekommt gleiches Maß an Aufmerksamkeit
0 begabte Schüler müssen etwas zurückstecken
Vermittlung und Unterrichtsqualität: „Empathie“ bedeutet:
0 die Fähigkeit andere nachahmen zu können
0 Gedankenlesen können
x die Fähigkeit sich in die Lage der Schüler zu versetzen
0 die Teilnehmer gehen freundlich miteinander um
Vermittlung und Unterrichtsqualität: „Motivieren“ bedeutet:
0 Anspornen durch laute Zurufe
x Erfolgserlebnisse gewährleisten
x Motive berücksichtigen
0 alle Kursteilnehmer müssen auch mal verlieren können
Regeln für einen „guten Unterricht“ können unter anderen sein:
0 alle Teilnehmer müssen die Selben Umläufe machen
x die gesamte Situation berücksichtigen und nutzen
x kurze und prägnante Anweisungen geben
x den Leistungsstand der Gruppe immer im Blick haben
x das Lernziel klar und deutlich bekannt geben
x Unterricht mit Raum für eventuelle Improvisationen planen
x Unterricht sorgfältig und sicher planen
0 Teillernziele nicht mischen
x Aufgabenniveau und Lerntempo der Gruppe anpassen
0 Gruppenbetreuung ist wichtiger als Einzelbetreuung
x Gruppe so platzieren, dass sie sich auf die Informationen konzentrieren kann
x alle mit den Skikursregeln von Beginn an vertraut machen
Schülerorientierung bedeutet unter anderen:
x Ziele zusammen definieren und auf Bedürfnisse, Wünsche und Erwartungen eingehen
x allen Schülern gleich, gerecht und mit Respekt begegnen
0 in den Liftzeiten auch mal eine Zigarette rauchen
x alle mit Namen ansprechen
x echtes und angemessenes Interesse an den Belangen der Schüler zeigen
0 parallele Kursgruppen beobachten und ggf. Schüler austauschen
x regelmäßiges und individuelles Feedback geben
x individuelle Leistungszustände berücksichtigen
Aktivierung – ist die Anregung zum vertieften Nachdenken und Auseinandersetzen mit dem Unterrichtsgegenstand. Das ist wie folgt möglich:
x Schüler anregen, sich im Vorfeld einer Aufgabe die Lösung zu überlegen
x Abgleich von Innen- und Außenansicht fördern
x Rückmeldung über individuell erzielte Fortschritte geben
0 aktive und passive Unterrichtsphasen müssen sich abwechseln
x adressatengerechtes Lernniveau und Lerntempo vorgeben
x Aufgaben/Bewegungen anschaulich erklären und mehrfach demonstrieren
x einfache Sätze für Ansagen und Erklärungen machen
x variable Aufgabenstellungen, Ablauf- und Sozialformen verwenden
Level 2: Lehrprobe – die Unterrichtsart „Erarbeiten“ für die Überprüfung der Unterrichtsfähigkeit ist unter andern durch folgende Schwerpunkte gekennzeichnet:
x Lernstufen: Aneignen bis Vertiefen
x Fertigkeitsstufen: von keiner Kenntnis, über Grobform bis hin zur angehenden Feinform
0 Lernzielfokus liegt auf optimaler Kurvenqualität
x strikte Orientierung an den methodischen Grundsätzen
Level 2: Lehrprobe – die Unterrichtsart „Erarbeiten“ für die Überprüfung der Unterrichtsfähigkeit ist unter anderen durch folgende Schwerpunkte gekennzeichnet:
x Praxis- und Fahranteil: > 60 %
0 Vermittlungsanteil: > 60 %
x Fokus liegt auf Lernziel bzw. auf der zu erlernenden Fertigkeit
x überwiegend Gruppenbetreuung und Gruppenkorrekturen
DSLV-Schneesportphilosophie: Lernebenen und Lernziele. Welches Lernziel passt NICHT in die Lernebene Grün:
0 Ausrüstung kennen lernen
0 Bewegen in der Ebene
0 Gleiten und Bremsen im Pflug
x erste Pflugkurven mit Belastungswechsel
0 Ausrüstung kennen lernen, Bewegen in der Ebene
0 Aufsteigen im Treppen- und Grätenschritt
x Springen auf kleiner Schanze
0 erste Pflugkurven
DSLV-Schneesportphilosophie: Lernebenen und Lernziele. Welches Lernziel passt NICHT in die Lernebene Blau:
0 Pflugkurven mit Belastungswechsel
0 rhythmische Pflugkurven
x geradeausfahren in paralleler und stabiler Position
0 erstes Kurvenfahren in paralleler Skistellung
x Gleiten und Bremsen im Pflug
0 Schrägfahren und Seitrutschen
x paralleles Kurvenfahren mit variabler Spuranlage
DSLV-Schneesportphilosophie: Lernebenen und Lernziele. Welches Lernziel passt NICHT in die Lernebene Rot:
0 parallele Kurven mit variabler Spuranlage
0 Position stabilisieren und sichern
0 Kurvenwechsel und Kurvensteuern verbessern
X erste Pistentricks, erstes Springen auf kleiner Schanze
0 Kurvenwechsel verbessern, mit Stockeinsatz
X souverän sportlich fahren
Lernebene Blau, Lernziel „Pflugkurven mit Belastungswechsel“: Welche LZ-Schwerpunkte sind zu schulen?
0 Kantbewegungen
X Gleichgewichtsregulation sicherstellen
X Belastungs- und Druckregulation variieren
0 Belastung mit Drehen
Lernebene Blau, Lernziel „Rhythmische Pflugkurven“: Warum ist Bewegungsrhythmus wichtig?
0 um möglichst schnell fahren zu können
X es entsteht eine ökonomische und harmonische Fahrweise
X es erhöht sich dadurch die Präzision der Bewegungen
0 um möglichst langsam fahren zu können
Lernebene Blau, Lernziel „Schrägfahren und Seitrutschen“: Warum ist dieses Lernziel wichtig?
0 die gesamte Hangbreite wird besser ausgenutzt
X steile Hangpassagen können dadurch sicher bewältigt werden
0 die Fahrstrecke wird deutlich verlängert
X Vorbereitung für das parallele Kurvenfahren
Lernebene Blau, Lernziel „Erstes Kurvenfahren in paralleler Skistellung“: Welche LZ-Schwerpunkte sind notwendig?
X Pflugstellung abbauen
0 umfangreiche Vertikalbewegung
X paralleles Umkanten beider Ski
0 Kurven mit langen Schrägfahrt verbinden
Lernebene Rot, Lernziel „Parallele Kurven mit variabler Spuranlage“: Welche LZ-Schwerpunkte sind zu erarbeiten?
X Hauptbewegungen variieren
X Bewegungsvariable nutzen
0 variabler Stockeinsatz
0 sehr starke Außenskibelastung forcieren
Lernebene Rot, Lernziel „Position stabilisieren und sichern“: Durch welche Aufgaben kann man dieses Ziel unter anderen erarbeiten?
X Aufgaben, die eine bewegungsbereite Position erzeugen
0 Aufgaben für stabiles Gleiten
X Aufgaben, die Bewegungen aus den Beinen fördern
0 Aufgaben, die den Körperschwerpunkt stabilisieren
Lernebene Rot, Lernziel „Kurvenwechsel verbessern – mit Stockeinsatz“: Welche LZ-Schwerpunkte sind zu erarbeiten?
0 Oberkörper gleicht aus
X Wechselbewegungen variieren
X Körperschwerpunkt bewegt sich nach vorne und in die neue Kurvenrichtung
0 beide Ski gleichmäßig belasten
Lernebene Rot, Lernziel „Kurvensteuerung verbessern“: Welche LZ-Schwerpunkte sind zu erarbeiten?
X Kantbewegungen variieren
X Ausgleichsbewegungen variieren
0 Oberkörper nach vorne bewegen
0 die Ski maximal aufkanten
Lernebene Rot, Lernziel „Pistentricks – Wellen und Mulden fahren, Easy Fun Park“: Was sind Voraussetzungen für dieses Lernziel?
X Helm und Protektoren tragen
X Park-Regeln wissen und beachten
X Fitnesszustand der Schüler berücksichtigen
0 nur für Schüler bis 16 Jahre geeignet
Lernebene Blau, Lernziel „Springen auf kleiner Schanze, erste Pistentricks“: Welche Motivationsgründe gibt es für dieses Lernziel?
0 Skispringer werden
X Gleichgewichtregulation auf Ski wird verbessert
X in schwierigeren Situationen stabil agieren können
0 nur so kann man in die nächste Lernebene aufsteigen
Welchem Lernziel kann die Aufgabe „Pflugkurven mit fließender Vertikalbewegung“ zugeordnet werden?
0 erste Pflugkurven fahren
0 Pflugkurven mit Ganzkörperdrehen und Belastungswechsel
X rhythmische Pflugkurven
Welchem Lernziel kann die Aufgabe „Oberarme verschränken und einbeinig Kurvenfahren“ zugeordnet werden?
X Position stabilisieren und sichern
X Kurvensteuerung verbessern
Durch welche Maßnahmen kann ein Skilehrer das Verbesserungspotential „Rücklage“ schulen?
X Aufgabenstellungen rückwärtsfahren
0 gut zureden bzw. argumentieren
X flacheres Gelände wählen
0 schnelleres Fahrtempo wählen
Frage 62:
Durch welche Maßnahmen kann ein Skilehrer das Verbesserungspotential „mangelnde Tempokontrolle“ schulen?
0 steileres Gelände wählen
X Dreh- und Kantbewegungen verbessern
X bewegungsbereite Position verbessern
0 Stockeinsatz verbessern
T12-4Wiki
Skilehrer Level 2 – Ausbildungs- und Prüfungsordnung
(1) Die Prüfungen zum „Skilehrer Level 2“ werden vom Deutschen Skilehrerverband (DSLV) angeboten und durchgeführt.
(2) Der Skilehrer Level 2 darf durch einen Staatlich geprüften Schneesportlehrer zur eigenständigen Erteilung von Skiunterricht eingesetzt werden. Über die bestandene Prüfung wird den Ausbildungsteilnehmern ein Zeugnis ausgestellt.
(3) Mit dem Zeugnis über die bestandene Prüfung wird die Berechtigung zur Führung der Qualifikation „Skilehrer Level 2“ verliehen. Mit der Aufnahme als Mitglied im DSLV erhält der Absolvent einen entsprechenden Ausweis.
(1) Die Ausbildung und Prüfung zum Skilehrer Level 2 ist wie folgt gegliedert:
• Ausbildung (§ 4);
• Prüfung (§ 6);
Die Ausbildungs- und Prüfungslehrgänge erstrecken sich über 10 Tage, wobei ein Tag mindestens 8 Unterrichtsstunden à 60 Minuten umfasst.
(2) Der Deutsche Skilehrerverband (DSLV) ist mit der Ausbildung und der Prüfung betraut.
(3) Ausbilder und Prüfer im Rahmen der Ausbildungs- und Prüfungslehrgänge kann nur sein, wer die staatliche Prüfung in der jeweiligen Ausbildungsrichtung erfolgreich abgelegt hat. Der DSLV kann den Einsatz eines Ausbilders im Hinblick auf Aufsicht und Verantwortung mit Auflagen verbinden. Insbesondere kann die Teilnahme an Fortbildungsveranstaltungen sowie eine mehrjährige einschlägige Berufspraxis nach Ablegung der staatlichen Prüfung in der betreffenden Ausbildungsrichtung zur Auflage gemacht werden.
§ 3 Allgemeine Voraussetzungen für die Zulassung zur Ausbildung
• Nachweis der Qualifikation Skilehrer Level 1;
• Theoretisches Selbststudium zur inhaltlichen Vorbereitung auf die Ausbildung über mindestens 16 UE (Unterrichtseinheiten);
• Nachweis über 48 Std. Praktikum. Zeitpunkt, Inhalte und Umfang des Praktikums werden in der Anlage 1 geregelt. Weiterbildungsveranstaltungen durch die Profi-Skischule können höchstens mit bis zu 8 Std. auf die Dauer des Praktikums angerechnet werden. Über das Praktikum ist ein Nachweis mit Angaben zum Zeitraum und Lehrinhalt sowie der Unterschrift des Skischulleiters der jeweiligen Profi-Skischule im DSLV vorzulegen. Der Nachweis des Praktikums ist eine Zulassungsvoraussetzung zur Teilnahme an der Ausbildung.
• ausreichende Kenntnis der deutschen Sprache in Wort und Schrift.
• nicht im Besitz der Fähigkeit ist, öffentliche Ämter zu bekleiden oder Rechte aus öffentlichen Wahlen zu erlangen (§ 45 Strafgesetzbuch);
• auf Grund einer rechtskräftigen Verurteilung wegen eines Verbrechens oder Vergehens für die Ausübung eines Lehrberufs ungeeignet erscheint;
(1) Inhalte, Verfahren und Ausbildungsmodalitäten der Ausbildung ergeben sich aus Anlage 1 zu dieser Verordnung.
(2) Ausbildungsgrundlage ist der offiziell gültige Skilehrplan des DSLV.
§ 5 Allgemeine Voraussetzungen für die Zulassung zur Prüfung
Für die Zulassung zur Prüfung ist allgemein erforderlich:
• Nachweis der vollumfänglichen Teilnahme an der Ausbildung Skilehrer Level 2
(1) Inhalte, Verfahren und Prüfungsmodalitäten der Prüfung ergeben sich aus Anlage 1 zu dieser Verordnung.
(2) Die Prüfung Skilehrer Level 2 besteht aus Prüfungen der motorischen Fertigkeiten, der methodisch-didaktischen Fertigkeiten und des theoretischen Wissens.
(3) Die Prüfungsaufgaben in der Motorik werden grundsätzlich von zwei Prüfern bewertet. Die Zahl der Prüfer kann erhöht werden, wenn dies nach den besonderen Umständen zur besseren Beobachtung einzelner Teile der Prüfungsaufgabe zweckmäßig ist. Innerhalb einer Prüfungsaufgabe können Teilaufgaben auch nur von einem Prüfer bewertet werden. In diesem Fall ist die Note aus mindestens zwei von zwei verschiedenen Prüfern bewerteten Teilprüfungsaufgaben als Durchschnittsnote zu bilden.
(4) Die Prüfungsaufgabe in der Methodik erfolgt, soweit die Anlage 1 nichts anderes bestimmt, in einer Lehrprobe. Die Prüfungsaufgabe in der Methodik wird grundsätzlich von einem Prüfer bewertet.
(5) Prüfungsvorsitzender und Prüfer werden jeweils vom Deutschen Skilehrerverband eingesetzt. Der Prüfungsvorsitzende …
• überwacht den Ablauf der Prüfung im Ganzen;
• entscheidet über die Zulassung zur Prüfung und den Ausschluss von der Prüfung;
• stellt das Bestehen oder Nichtbestehen der Prüfung fest und unterzeichnet die Prüfungszeugnisse.
(6) Als Prüfer können ausschließlich Mitglieder im Ausbilderteam des Deutschen Skilehrerverbandes eingesetzt werden.
§ 7 Ordnungsmaßnahmen, Ausschluss von Ausbildung und Prüfung
(1) Die Ausbildungs- und Prüfungsteilnehmer sind verpflichtet, den der Aufrechterhaltung von Ordnung und Sicherheit dienenden Anweisungen der Person, die den Lehrgang leitet (Lehrgangsleiter) nachzukommen.
• Verwarnung durch den Lehrgangsleiter oder den Ausbilder;
• Ausschluss von dem betreffenden Lehrgang durch den Lehrgangsleiter;
• Ausschluss von der gesamten Ausbildung oder Prüfung durch den Prüfungsvorsitzenden.
(3) Vor der Verhängung einer Ordnungsmaßnahme ist dem Ausbildungs- oder Prüfungsteilnehmer Gelegenheit zur Äußerung zu geben. Ordnungsmaßnahmen sind schriftlich zu vollziehen und aktenkundig zu machen.
• den ordnungsgemäßen Ablauf der Ausbildung oder Prüfung stört oder zu stören versucht;
• durch sein Verhalten eine Gefahr für sich oder andere darstellt;
• an einer Krankheit leidet, die die Gesundheit anderer ernstlich gefährden oder den ordnungsgemäßen Ablauf der Ausbildung oder Prüfung beeinträchtigen würde.
§ 8 Bekanntmachung der Lehrgänge, Versagung der Zulassung zu einem Lehrgang
(1) Der DSLV veröffentlicht Lehrgänge, die von ihm durchgeführt werden, im Magazin SnowSport und auf seiner Website.
(2) In der Bekanntmachung bzw. Ausschreibung sind festzulegen: Anmeldefrist, -anschrift, -unterlagen sowie die Ausbildungs- und Prüfungsgebühren.
(3) Können aus Kapazitätsgründen nicht alle Ausbildungsteilnehmer berücksichtigt werden, so ist der Zeitpunkt des Eingangs der Anmeldung maßgeblich. Darauf ist bei der Ausschreibung hinzuweisen.
§ 9 Prüfungsblätter
Die von den Prüfern festgesetzten Einzelnoten sind in die Prüfungsblätter einzutragen und von den Prüfern zu unterzeichnen. Diese Prüfungsblätter sind vom Deutschen Skilehrerverband zu den Prüfungsakten zu nehmen.
§ 10 Bewertung der Prüfungsleistungen, Notenbildung
(1) Bei der Bewertung der Prüfungsleistung durch den einzelnen Prüfer werden ausschließlich folgende Noten erteilt:
sehr gut, Note 1 = eine Leistung, die den Anforderungen in besonderem Maße entspricht,
gut, Note 2 = eine Leistung, die den Anforderungen voll entspricht,
befriedigend, Note 3 = eine Leistung, die im Allgemeinen den Anforderungen entspricht,
ausreichend, Note 4 = eine Leistung, die zwar Mängel aufweist, aber im Ganzen den Anforderungen entspricht,
mangelhaft, Note 5 = eine Leistung, die den Anforderungen nicht entspricht, jedoch erkennen lässt, dass die notwendigen Grundkenntnisse vorhanden sind und die Mängel in absehbarer Zeit behoben werden können,
ungenügend, Note 6 = eine Leistung, die den Anforderungen nicht entspricht und bei der selbst die Grundkenntnisse so lückenhaft sind, dass die Mängel in absehbarer Zeit nicht behoben werden können.
(2) Ist eine Note aus mehreren Einzelbewertungen oder aus voneinander abweichenden Bewertungen mehrerer Prüfer zu ermitteln, so ist die Notensumme durch die Zahl der Prüfungsleistungen unter Berücksichtigung der jeweiligen Gewichtung zu teilen. Dabei zählt, soweit nicht im Einzelfall etwas anderes bestimmt ist, jede Note einfach. Die Note wird auf zwei Dezimalstellen berechnet; die dritte Dezimalstelle bleibt unberücksichtigt. Es ergibt sich so ein errechneter Zahlenwert; für diesen gilt:
sehr gut: bei einem Notenschnitt von 1,00 bis 1,50 einschließlich,
gut: bei einem Notenschnitt von 1,51 bis 2,50 einschließlich,
befriedigend: bei einem Notenschnitt von 2,51 bis 3,50 einschließlich,
ausreichend: bei einem Notenschnitt von 3,51 bis 4,50 einschließlich,
mangelhaft: bei einem Notenschnitt von 4,51 bis 5,50 einschließlich,
ungenügend: bei einem Notenschnitt über 5,51.
§ 11 Unterschleif und Beeinflussungsversuch
(1) Versuchen die Prüfungsteilnehmer das Ergebnis einer Prüfungsaufgabe durch Unterschleif, Täuschung oder Benutzung nicht zugelassener Hilfsmittel zum eigenen oder fremden Vorteil zu beeinflussen, so ist die betreffende Prüfungsleistung mit „ungenügend“ zu bewerten. In schweren Fällen erfolgt der Ausschluss von der Prüfung; die Prüfung ist nicht bestanden. Als Versuch einer Täuschung gilt schon das Bereithalten nicht zugelassener Hilfsmittel nach Ausgabe der Prüfungsaufgaben, es sei denn, die Ausbildungsteilnehmer weisen nach, dass der Besitz weder Vorsatz noch auf Fahrlässigkeit beruht.
(2) Wird ein Tatbestand nach Abs. 1 Satz 1 erst nach Aushändigung des Zeugnisses bzw. der Bescheinigung über die erfolgreiche Teilnahme an einem Lehrgang festgestellt, so ist die betreffende Prüfungsleistung nachträglich mit „ungenügend“ zu bewerten und das Gesamtprüfungsergebnis entsprechend zu berichtigen. In schweren Fällen ist die Gesamtprüfung als nicht bestanden zu erklären. Ein unrichtiges Prüfungszeugnis ist einzuziehen und gegebenenfalls in berichtigter Fassung neu auszustellen.
§ 12 Rücktritt und Abbruch
(1) Im Fall eines Rücktritts von der Teilnahme nach der Zulassung zu einem Lehrgang, aber vor dessen Beginn, gilt die Zulassung als nicht erfolgt. Bei einem Rücktritt nach Lehrgangseröffnung gilt der Lehrgang als nicht erfolgreich absolviert. Sofern für den Rücktritt Gründe maßgebend sind, die der Ausbildungsteilnehmer nicht zu vertreten hat, kann der bis zum Rücktritt regelmäßig und erfolgreich besuchte Lehrgangsteil anerkannt werden. Der Prüfungsvorsitzende kann das Nachholen des versäumten Lehrgangsteils zum nächstmöglichen Zeitpunkt in einer geeigneten Lehrgangsmaßnahme genehmigen.
(2) Vom Ausbildungsteilnehmer nicht zu vertretende Gründe für den Rücktritt sind unaufgefordert in unmittelbarem Zusammenhang mit dem Eintreten des Rücktrittsgrunds nachzuweisen. Im Fall von Erkrankung oder Verletzung ist der Nachweis durch ärztliches Zeugnis zu erbringen; von diesem Erfordernis kann im Einzelfall nach Entscheidung des Prüfungsvorsitzenden abgewichen werden.
(3) Wird eine Teilprüfung nicht angetreten, so gilt sie als nicht bestanden.
(4) Kann ein Lehrgang oder die Prüfung aus unabwendbaren, insbesondere witterungsbedingten Gründen vom Veranstalter nicht zu Ende geführt werden, so müssen die nicht abgelegten Lehrgangsteile bzw. Prüfungsaufgaben zum nächstmöglichen Termin nachgeholt werden.
(1) Wer die gesamte Prüfung bzw. Prüfungsbereiche nicht bestanden hat, kann diese wiederholen. Die Wiederholung ist frühestens nach vier Wochen an einem der nächsten Prüfungstermine möglich.
(2) Das Verfahren bei einer Wiederholungsprüfung ist dasselbe wie bei der ersten Prüfung. Die Ergebnisse bestandener Prüfungsbereiche werden angerechnet.
§ 14 Anerkennung anderer Befähigungsnachweise
Der Deutsche Skilehrerverband (DSLV) entscheidet über die Anerkennung anderer Befähigungsnachweise.
§ 15 In-Kraft-Treten, Außer-Kraft-Treten, Anpassungen
(1) Diese Verordnung tritt am 01.07.2019 in Kraft.
(2) Die Ausbildungs- und Prüfungsordnung für Skilehrer Level 2 vom 23.07.2013 tritt am 30.06.2019 außer Kraft.
(3) Folgende Anpassungen wurden beschlossen: 04.06.2019: § 2 (1), § 3 (3), (4), § 4 (2), § 8 (1), § 15 und Anlage 1
Grainau, den 04.06.2019
gez. Wolfgang Pohl gez. Max Holzmann
Präsident Vorstand/Ausbildung
Anlage 1 zur Ausbildungs- und Prüfungsordnung für Skilehrer Level 2:
Der Umfang des Praktikums beträgt 48 Stunden und muss vor der Ausbildung in einer Profi-Ski-/Snowboardschule, die im DSLV gemeldet ist, absolviert und mit einer schriftlichen Bestätigung, vom jeweiligen Ski-/Snowboardschulleiter unterschrieben, nachgewiesen werden. Der Leiter verpflichtet sich, den Auszubildenden auf seinem Weg zum Skilehrer Level 2 zu begleiten und auf die Prüfung vorzubereiten. Zudem unterweist er ihn in allen Tätigkeitsfeldern des Skiunterrichts, beaufsichtigt das Praktikum und bestätigt es mit seiner Unterschrift auf der Praktikumsbestätigung.
2. Ausbildungsgrundlage
Die Grundlage der Ausbildung ist der offiziell gültige Skilehrplan des DSLV und die DSLV Schneesport Philosophie. Der fortgeschrittene Skilehrer analysiert das Unterrichtsgeschehen, er verfügt über variable Handlungspläne und damit über mehr Souveränität in seinem Unterricht, bis zur Lernebene Rot.
Die Ausbildung Skilehrer Level 2 umfasst die Ausbildungsbereiche der motorischen und des methodisch-didaktischen Fertigkeiten sowie des theoretischen Wissens.
3.1 Ausbildungsbereich Motorische Fertigkeiten
Merkmale des optimalen Kurvenfahrens und deren Bewegungsvoraussetzungen, Hauptbewegungen und Bewegungsvariablen. Training der möglichen Prüfungsaufgaben. Schulung der Bewegungen für das optimale Kurvenfahren, der Freien Abfahrt sowie der Bewegungsanalyse.
3.2 Ausbildungsbereich methodisch-didaktische Fertigkeiten
Einführung in die DSLV Unterrichtsphilosophie, Lehren von motorischen und methodisch-didaktischen Fertigkeiten mit Schwerpunkt in den Lernebenen blau und rot sowie Unterrichtstraining bezogen auf die Themen der Prüfungslehrproben.
3.3 Ausbildungsbereich theoretisches Wissen
Theoretische Grundlagen im alpinen Skilauf insbesondere mit den Schwerpunkten Aufgaben (A) – Organisieren (O) – Vermitteln (V), der Bewegungsanalyse und der Merkmale des optimalen Kurvenfahrens, Lawinen- und Wetterkunde, Erste Hilfe/Unfallkunde/Versorgung/Abtransport von Verletzten, Organisation/Sorgfalts-/Aufsichtspflichten/Rechtsfragen, Materialkunde und Tourismuskunde.
Die Prüfung Skilehrer Level 2 umfasst eine Prüfung im Bereich des motorischen und des methodisch-didaktischen Könnens sowie des theoretischen Wissens. Die Entscheidung über die Auswahl der Prüfungsaufgaben trifft der Deutsche Skilehrerverband. Diese Entscheidungen werden den Prüfungsteilnehmern vor der Abnahme der einzelnen Prüfungsaufgaben bekanntgegeben. Die Prüfung untergliedert sich in folgende Prüfungsbereiche und Prüfungsaufgaben:
4.1 Prüfungsbereich methodisch-didaktische Fertigkeiten
Vorbereitete Lehrprobe (15 min.)
4.2 Prüfungsbereich motorische Fertigkeiten
Zwei Technikfahrten zur Überprüfung des motorischen Niveaus gemäß Niveauspiegel Ski Alpin des DSLV
Eine Freie Abfahrt gegebenenfalls mit Zusatzaufgaben und auf verschiedenen Teilstrecken möglich
4.3 Prüfungsbereich theoretisches Wissen
Klausur mit 50 Multiple Choice Fragen
(1) Die Note im Prüfungsbereich mit der Nummer 4.1 (methodisch-didaktische Fertigkeiten) entspricht der Note in der vorbereiteten Lehrprobe und die Note im Prüfungsbereich mit der Nummer 4.2 (motorische Fertigkeiten) errechnet sich als Durchschnitt aus den Noten der beiden Technikfahrten sowie der Prüfungsaufgabe Freie Abfahrt. Die Note im Prüfungsbereich mit der Nummer 4.3 (theoretisches Wissen) errechnet sich aus dem Ergebnis der Klausur.
(2) Die Prüfung ist bestanden, wenn alle Prüfungsbereiche wie folgt absolviert wurden:
• wenn die Prüfungsbereiche gemäß den Nummern 4.1 (methodisch-didaktische Fertigkeiten), 4.2 (motorische Fertigkeiten) und 4.3 (theoretisches Wissen) mit jeweils mindestens der Note „ausreichend“ absolviert wurden,
• wenn der Durchschnitt aus den Noten der beiden Technikfahrten mit mindestens der Note „ausreichend“ absolviert wurde und
• wenn die Prüfungsaufgabe Freie Abfahrt mit mindestens der Note „ausreichend“ absolviert wurde.
T12-5Wiki

References: § 3

§ 5

§ 7

§ 8

§ 9

§ 10

§ 11

§ 12

§ 14

§ 15
 § 2
 § 3
 § 4
 § 8
 § 15