Source: https://don-bosco-mondo.de/jb2018-epaper/
Timestamp: 2020-02-21 15:58:16+00:00

Document:
Jahresbericht 2018 Don Bosco Mondo
Hilfe vor Ort: Bessere Ausbildungschancen in Lateinamerika
Lateinamerika ist keine homogene Region, doch eint viele Länder die enorme soziale Ungleichheit, Diskriminierung von Frauen und eine hohe Jugendarbeitslosigkeit. Don Bosco durchbricht diesen fatalen Kreislauf durch Angebote in Bildung und Ausbildung.
Hilfe vor Ort: Auf den Philippinen werden aus Knastkindern Vorbilder
Wenn Kinder oder Jugendliche landen sie meist in überfüllten Besserungsanstalten. Ein Don Bosco Pilotprojekt fördert die effektive Wiedereingliederung und setzt politische Akzente.
Hilfe vor Ort: Beethoven MOVES! in Kolumbien
Was haben das Beethoven Orchester Bonn, Don Bosco und ehemalige Kindersoldaten aus Kolumbien gemeinsam? Auf den ersten Blick nicht viel - aber auf den zweiten verbindet alle eine Leidenschaft!
Hilfe vor Ort: Nachhaltige Energieversorgung für ein Kinderzentrum in Haiti
Das Don Bosco Kinderzentrum am Stadtrand von Port-au-Prince gibt Waisen und traumatisierten Kindern Schutz - und wird seit Neuestem durch Sonnenenergie versorgt!
Hilfe vor Ort: Unternehmenskooperation in Indien
Am Beginn einer engen Kooperation zwischen dem deutschen Unternehmen Beko Technologies GmbH und Don Bosco Mondo stand eine Spende.
Hilfe vor Ort: Humanitäre Hilfe
Gerade in Krisensituationen ist es wichtig, sich vertrauensvoll auf bewährte Partner verlassen zu können. Seit 2010 hat Don Bosco Mondo mit der Kurt und Maria Dohle Stiftung genau so einen Partner gefunden. Gemeinsam leisten wir wirksame Hilfe in Notsituationen.
Hilfe vor Ort: Wirkungsbeobachtung und Evaluation
Gutes Monitoring und Evaluierungen gehören bei Don Bosco Mondo zur erfolgreichen Projektarbeit - damit die Lebenssituation von benachteiligten Kindern und Jugendlichen nachhaltig verbessert werden.
2018 hat Don Bosco Mondo 223 Programme und Projekte in 40 Ländern mit insgesamt 14,2 Millionen Euro gefördert - und damit 738.068 junge Menschen unterstützt.
Der Verein: Personalia
Der Verein: Veranstaltungen
Werkstattgespräche 2019
Don Bosco Forum 2019
Qualität, Integrität und Transparenz
Engagiert mit Don Bosco
Romreise 2019: Kirchen, Kultur und Audienz
Wir bedanken uns bei unseren Kooperationspartnern und individuellen Förderern, auf deren großzügige Unterstützung wir zählen konnten.
Und so setzen wir Ihre Spenden ein!
J A H R E S B E R I C H T 2 0 18 DON BOSCO MONDO J U G E N D H I L F E W E L T W E I T
Inhalt EDITORIAL ............................................................................................................... 3 HILFE VOR ORT Capacity Development Lateinamerika: Bessere Ausbildungschancen ............................................................................................................... 4 Resozialisierung Philippinen: Wo aus Knastkindern Vorbilder werden ...... 6 Beethoven Moves! Mit Beethovens Fünfter gegen Gewalt und Ausgrenzung ............................................ 8 Nachhaltigkeit Haiti: Mit Sonnenenergie nachhaltig ein ganzes Kinderzentrum versorgen .................................. 10 Unternehmens- kooperation Indien: Von der Spende zur Kooperation .......................... 12 Impressum Herausgeber: Don Bosco Mondo e.V. Sträßchensweg 3 53113 Bonn Tel.: 0228-53965-45 Fax: 0228-53965-65 info@don-bosco-mondo.de www.don-bosco-mondo.de Redaktion: Annette Debusmann Gestaltung: Jutta Schlotthauer (dot.blue – communication & design) Lektorat: Susanne Nickel V.i.S.d.P.: Martin J. Wilde Humanitäre Hilfe In Notsituationen wirksam helfen ...................................... 14 Druck: gruen-gedruckt – eine Marke der Schloemer & Partner GmbH Evaluation Wirkungsbeobachtung und Evaluation ............................. 16 Erscheinungstermin: September 2019 Projektförderungen 2018 ............................................................................................... 18 DER VEREIN Nachgefragt: Nachhaltigkeit ................................................ 20 Personalia ....................................................................................... 21 Veranstaltungen Werkstattgespräche 2019 ...................................................... 22 Don Bosco Forum 2019 ........................................................... 23 ZAHLEN, DATEN, FAKTEN Qualität, Integrität und Transparenz ................................. 24 Jahresabschluss 2018: Bilanz und G+V ............................. 26 Erläuterungen zum Jahresabschluss ................................... 28 Lagebericht 2018 und Ausblick 2019 ............................... 30 SPENDEN UND FÖRDERN So kommt Ihre Spende an! ..................................................... 32 Engagiert mit Don Bosco ......................................................... 33 Kooperationspartner und Förderer ...................................... 34 Verwendungsnachweis ............................................................ 35 Bildnachweise: Don Bosco Bonn Christoph Papsch (S. 3) Maurice Ressel (S.6, 7) Judith Döker (S. 8, 9) Eduardo Leal/ich tv (S. 9) Beko Technologies (S.12,13) Misiones Salesianas (S.14, 15) Harald Reusmann (S. 20, 32) Olaf Hermann (S. 21) Andreas Mesli (S. 23, 24) Bernd Weisbrod (Umschlag) Deutsches Zentralinstitut für soziale Fragen (DZI) Geprüft + Empfohlen
EDITORIAL 3 einzuwerben, nochmals verstärken müssen. Bei gleichzei- tigen tief greifenden Veränderungen des Spendermarktes erfordert dies auch weiterhin eine Mannschaftsleistung aller haupt- und ehrenamtlich Tätigen. „Erkenne deine guten Fähigkeiten und bleibe dabei. Und wo möglich, versuche es noch besser zu machen“ Johannes Bosco Liebe Leserin, lieber Leser, sich selbst erkennen, sich seiner Stärken bewusst zu sein, aber auch dort anzusetzen, wo wir noch Schwächen haben – das beschäftigt uns als Menschen ganz persön- lich, auch in unseren Funktionen und Rollen für unseren Verein und als Organisation insgesamt. Das vergangene Jahr war ein Rekordjahr: Erstmals konnten wir einen Umsatz von über 17 Millionen Euro generieren. Das lag insbesondere daran, dass das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) unsere Projekte mit mehr als neun Millionen Euro unter- stützt hat. Alexander Knauss (Vorstandsvorsitzender) Wir schätzen dies sehr als Ausdruck unserer hohen Reputation, sowohl bei unseren Kooperationspartnern als auch mit Blick auf die exzellente Arbeit der Salesianer Don Boscos und der Don Bosco Schwestern weltweit, die sich engagiert und kompetent für die Belange von benachteiligten Kindern und Jugendlichen einsetzen. Es ist aber auch ein Beleg dafür, wie professionell unsere Arbeit bei Don Bosco Mondo e.V. ist – die auch als solche wahrgenommen wird. Das freut uns, denn mehr Unter- stützung für die Projekte bedeutet im Ergebnis mehr Hilfe vor Ort. Umso mehr schätze ich die hervorragende Leistung des Teams der Geschäftsstelle in den vergangenen Monaten, die den zusätzlichen Aufwand ohne personelle Aufsto- ckung umgesetzt hat. Herzlichen Dank an das gesamte Team von Don Bosco Mondo für diesen außerordentli- chen Einsatz! Ein wertvoller und wichtiger Faktor dabei ist auch die tief verwurzelte Partnerschaft auf dem Don Bosco Campus. Denn der Mittelzuwachs ist auch aufgrund der engen Ko- operation mit Don Bosco Mission Bonn gelungen, deren Partner Eigenanteile für BMZ-Projekte in großem Umfang beigesteuert haben. Kontinuität ist ein wesentlicher Erfolgsfaktor unserer Arbeit. Meinen großen Dank spreche ich deshalb allen Freunden, Förderern, Engagierten und Kooperationspart- nern aus, die uns teilweise seit Jahrzehnten eng beglei- ten. Einige dieser langjährigen Partnerschaften stellen wir in unserem Jahresbericht vor – und zeigen, dass nachhal- tige Hilfe durch vertrauensvolle Zusammenarbeit möglich ist. Danke, dass Sie an unserer Seite sind! Ihr Doch gleichzeitig stellt uns dieser finanzielle Erfolg vor große Herausforderungen, denn alle unsere Projekte müs- sen durch Eigenanteile mitfinanziert werden. Das heißt, dass wir unsere Bemühungen, zusätzliche Eigenanteile Alexander Knauss Vorsitzender des Vorstands
4 HILFE VOR ORT Lateinamerika ist keine homogene Region – gemeinsam ist den Ländern eine enorme soziale Ungleichheit, verstärkt durch Diskriminierung von Frauen und bestimmter Ethnien sowie eine extrem hohe Jugendarbeitslosigkeit. Zusammen bilden diese Faktoren einen fatalen Kreislauf aus schlechten Bildungschan- cen, fehlender Berufsbildung, Armut und Gewalt. Diesen Kreis- lauf gilt es zu durchbrechen durch gute Bildung und Ausbil- dung. Lateinamerika: Bessere Ausbildungschancen Die lateinamerikanischen Länder haben in den letzten Jahren einen fundamen- talen Wandlungsprozess durchlaufen und große Fortschritte bei der Erreichung der acht Millenniumsziele erzielt. Gleichzeitig ist es die Region mit der ungerechtesten Einkom- x Projektübersicht n Capacity Development für 16 lateinamerikanische Länder (183 Berufsbildungszentren mit 60.000 Auszubildenden jährlich) n Beteiligt sind: Argentinien, Bolivien, Brasilien, Chile, El Salvador, Ecuador, Guatemala, Haiti, Honduras, Kolumbien, Mexiko, Nicaragua, Paraguay, Peru, Uruguay und Venezuela n Ziel: Erarbeitung von arbeitsmarktorientierten und kompetenzba- sierten Ausbildungsstandards n Zielgruppe: Bis zu 80 Mitarbeitende der lokalen Projektbüros und 252 Mitarbeitende der Berufsbildungszentren n Projektvolumen: 486.812 Euro (davon 365.109 Euro BMZ, 48.681 Euro Don Bosco Mondo, 73.022 Euro lokaler Beitrag) n Laufzeit: 2017 bis 2019 (eine zweite Projektphase ist geplant) mensverteilung weltweit, und der Großteil der Bevölkerung ist vom wachsenden materiellen und sozialen Wohlstand ausgeschlossen. Ih- nen fehlt der Zugang zu Bildung, Gesundheit und Finanzdienstleistungen. Und da mehr als die Hälfte der Bevölkerung jünger als 25 Jahre ist, trifft es vor allem die junge Generation. Ohne gute Schulbildung haben die jungen Menschen keine Chance auf eine berufliche Qualifikation und damit auf einen Beruf mit ausreichendem Einkommen. Folgen der extrem hohen Jugendarbeitslosig- keit sind Armut, Kriminalität, Gewalt, Drogen- missbrauch, Ausgrenzung oder Migration. Ob- wohl die Anforderungen der Unternehmen an die Fachkenntnisse ihrer Mitarbeiter wachsen, fehlen entsprechende Ausbildungsangebote. Hier setzt das umfassende Capacity Develop- ment Projekt an, das Don Bosco Mondo mit Unterstützung des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwick- lung (BMZ) im Jahr 2017 initiierte. In den 16 beteiligten lateinamerikanischen Ländern unterhalten die Salesianer Don Boscos 183
CAPACITY DEVELOPMENT 5 x Capacity Development: Die Organisation for Eco- nomic Cooperation and Development (OECD) definiert Capacity Development als einen Prozess, durch den Men- schen, Organisationen und Gesellschaften ihre Fähigkeiten mobilisieren, anpassen und aus- bauen, um ihre eigene Entwicklung nachhaltig zu gestalten und sich an verändernde Rahmenbe- dingungen anzupassen. Der enge Zusammen- hang zwischen Capa- city Development und der Wirksamkeit von Entwicklungszusam- menarbeit ist seit vielen Jahren evident. Ziele erfolgreicher Capacity Development-Projekte sind der Aufbau und die Weiterentwicklung fachlicher, methodischer und politischer Kompe- tenzen von Partneror- ganisationen und ihren Zielgruppen. Es geht also nicht darum, Wissen zu importieren, sondern ge- meinsam ganzheitliche und passgenaue Lösun- gen zu erarbeiten. Berufsbildungszentren mit ca. 60.000 Auszu- bildenden in den unterschiedlichsten Berei- chen. Durchschnittlich schließen hier zwi- schen 30.000 und 35.000 junge Menschen ihre Berufsausbildung ab, davon sind bis zu 43 % Frauen. Über 70 % der Jugendlichen finden im Anschluss an ihre Ausbildung einen Job. Aber es bricht auch jeder Zehnte seine Ausbildung ab – weil sie dann doch nicht ih- ren Erwartungen oder Fähigkeiten entspricht. An diesen Punkten – arbeitsmarktorientierte Ausbildungsangebote, die zu den individuel- len Kompetenzen und Interessen der jungen Menschen passen – setzt das Projekt an. Qualifizierung, Schulung, Vernetzung, Workshops In der ersten Phase des Projektes steht die Qualifizierung der Lehrpersonals im Fokus, damit sich die Ausbildung eng an den An- forderungen des Arbeitsmarktes orientiert. Durch passgenauere Konzeption der Ausbil- dungsinhalte soll die Vermittlungsquote der zusammen: Neben Themen wie Projekt- oder Qualitätsmanagement diskutierten die Teilnehmenden auch Aspekte wie Gen- dergerechtigkeit, Menschenrechte oder die psychosoziale Begleitung von Jugendlichen. Fragestellungen, die für eine gute berufliche Qualifizierung mitentscheidend sind. In drei weiteren Workshops vertieften die bis zu 80 Teilnehmenden die Themen, bildeten pro- vinz- und länderübergreifende Arbeitsgrup- pen, diskutierten über kompetenzbasierte Ausbildungspläne, tauschten sich über ihre Erfahrungen mit lokalen Unternehmen aus und erarbeiteten ein Monitoring-System. Für den Spätherbst 2019 ist ein weiterer Work- shop in Planung, in dem die ersten Ergebnisse vorgestellt werden sollen. Durch den Aufbau von Kompetenzen in den beteiligten Ländern und der damit einhergehenden Stärkung des zivilgesellschaftlichen Engagements wird das Projekt dazu beitragen, dass Jugendliche aus benachteiligten Verhältnissen eine markt- orientierte Ausbildung absolvieren können. So erhalten sie Zugang zum Arbeitsmarkt, der für sie nicht nur einen Arbeitsplatz mit siche- rem Einkommen bereithält, sondern auch zu einer nachhaltigen Wirtschaftsentwicklung für die beteiligten Länder beiträgt. Absolventen auf 90 % steigen. Voraussetzung dafür ist, dass die Mitarbeitenden der Län- derprojektbüros und Berufsbildungszentren geschult werden, damit sie die Ausbildungen wirkungsorientiert und kompetenzbasiert planen können. Auch die Vernetzung der Be- rufsbildungseinrichtungen und der Projektbü- ros mit- und untereinander ist ein wichtiges Ziel des Projektes: Durch den gegenseitigen Austausch zu erfolgreichen Umsetzungsbei- spielen sowie weniger erfolgreichen Aspekten lernen die Beteiligten voneinander und es entsteht ein gemeinsamer Entwicklungspro- zess. Resultieren soll dies auch in einem eige- nen System für das Qualitätsmanagement, damit die Verbesserungen langfristig doku- mentiert werden können und kontinuierliche Anpassungen möglich sind. Zum ersten Einführungsworkshop im Mai 2018 trafen sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus den beteiligten Ländern mit Vertretern von fünf Nichtregierungsorganisa- tionen im bolivianischen Cochabamba und stellten das gemeinsame Aufgabenpaket
6 HILFE VOR ORT Wenn Kinder oder Jugendliche auf den Philippinen zu Straftätern werden, landen sie meist in überfüllten und unzureichend ausgestatteten „Besserungsanstalten“. Dabei hatte der 2006 verabschiedete Juvenile Justice and Welfare Act (JJWA) unter ande- rem zum Ziel, dass junge Menschen zwischen 15 und 18 Jahren, die mit dem Gesetz in Konfl ikt geraten sind, aufgrund einer bedingten Strafmündigkeit in speziellen Jugendeinrichtungen resozialisiert werden sollen. Doch die Realität ist eine andere: Die mangelnde Wiedereingliederung von jugendlichen Straftätern fördert deren kri- minelle Karrieren. Ein Pilotprojekt der Salesianer Don Boscos in Cebu fördert eff ektive Wiedereingliederung – und setzt jetzt auch politische Akzente. Philippinen: Wo aus Knastkindern Vorbilder werden In der Provinz Cebu leben knapp fünf Millionen Menschen, davon sind etwa eine Million Kinder und Jugendliche. Viele von ihnen leben in ärmsten Verhältnissen, werden vernachlässigt, geschlagen und sind ohne Perspektive. Sie fl üchten sich in Drogen – und gerade im Drogenrausch oder bei der Be- schaff ung von Drogen werden sie straff ällig. Gerade einmal acht Jugendhilfeeinrichtungen für straff ällige Minderjährige gibt es im Groß- raum Cebu. Meist sind sie schlecht ausgestat- tet, die Mitarbeitenden kaum qualifi ziert und eine Wiedereingliederung wird nicht konse- quent angestrebt. Die Salesianer Don Boscos starteten 2010 mit Unterstützung von Don Bosco Mondo und dem BMZ ein Pilotprojekt zur Resoziali- sierung von straff ällig gewordenen Jugendli- chen. Jährlich werden seither bis zu 30 junge Männer in der Einrichtung aufgenommen und durch ein intensives Programm wieder in die Gesellschaft zurückgeführt. Im Laufe der Zeit wurde deutlich, dass die Resozialisierung und Wiedereingliederung der straff ällig ge- wordenen Jugendlichen ein essentieller, aber nicht der alleinige Aspekt sein kann. Neben der Weiterentwicklung des Konzeptes und der kontinuierlichen Weiterbildung der Mitarbei- tenden steht nun insbesondere die Advocacy- arbeit im Mittelpunkt. Ziele sind die Akzep- tanz insgesamt auszubauen und die Wieder- eingliederungsmöglichkeiten zu verbessern. Wiedereingliederung statt Strafe Zu Don Bosco kommen Straftäter zwischen 17 und 20 Jahren, deren Strafen zur Be- währung ausgesetzt sind. Dabei können die Straftaten durchaus sehr massiv sein: Diebstahl, Betrug, Vergewaltigung und Mord. Die verurteilten Jugendlichen erfahren bei Don Bosco einen straff durchorganisierten zehnmonatigen Aufenthalt in einem Zent- rum. Dort setzen sie ihre schulische Bildung fort oder beginnen eine Berufsausbildung. Dabei werden sie sozial, psychologisch und juristisch eng begleitet. Daran schließt sich ein sechsmonatiges Betriebspraktikum an,
RESOZIALISIERUNG 7 x Über das Projekt n Land, Region, Ort: Philippinen, Cebu n Projektziel: Resozialisierung und Wiedereingliederung von straffällig gewor- denen Jugendlichen n Projektdauer: 2018 bis 2021 n Zielgruppe: 120 männliche Jugendliche zwischen 17 und 20 Jahren, 13 Mitarbeitende des Resozialisierungszen- trums n Förderer und Fördermittel: Leopold Bachmann Stiftung (44.600), BMZ (334.500 Euro) n Gesamtförder- summe: 446.000 Euro, davon 90.000 Euro in 2018 das sie für den Arbeitsmarkt qualifizieren soll. Im bisherigen Projektverlauf wurden von den 106 betreuten Straffälligen neun rückfällig, 62 fanden eine Anstellung oder machten sich selbstständig, neun besuchten eine höhere Bildungseinrichtung, die übrigen wurden in Praktika vermittelt oder sind im Arbeitsver- mittlungsprozess. Pilotprojekt – Evaluation – Anpassung des Konzeptes Die Evaluation des Pilotprojektes zeigte auch deutlich auf, wo Anpassungen am Konzept notwendig sind und welche eingeleitet werden sollten, um den Projekter- folg dauerhaft zu sichern und auf andere Provinzen zu übertragen. Die stationäre Aufnahme im Zentrum wurde sehr positiv bewertet, Anpas- sungen erfolgen zum Beispiel durch die Bereitstellung der Einstufungstests in der Lokalsprache Cebuano, zusätzlich wird auf die kontinuierliche Fortbildung der Mitarbei- tenden ein besonderes Augenmerk gelegt. Kritisch zu sehen sind die Reintegrations- phase inklusive des Betriebspraktikums. Hier ist die Gefahr eines Rückfalls groß, da die Jugendlichen teilweise in ihr altes soziales Umfeld zurückkehren. Eine gezieltere Nach- betreuungsphase soll diese Gefahr bannen. Ein wichtiger Aspekt, der konsequenter verfolgt wird, sind eine intensivere Ad- vocacyarbeit sowie der Auf- und Ausbau eines belastbaren Netzwerkes. Hier geht es erstens darum, Vorurteile und Stigmata in der Gesellschaft und insbesondere bei potentiellen Arbeitgebern gegenüber den Jugendlichen abzubauen, um so deren erfolgreiche Wiedereingliederung zu erleich- tern. Zweitens soll eine breite gesellschaftli- che Lobby mobilisiert werden, um staatliche Stellen verstärkt in die Verantwortung (auch der Finanzierung) zu nehmen. Der Vorbild- charakter der Don Bosco Einrichtung soll stärker demonstriert werden, auch damit andere Einrichtungen und Provinzen von den Erfahrungen profitieren. Positive Beispiele für gelungene Resozia- lisierung gibt es zur Genüge: So zeigten die Jugendlichen nach den Verwüstungen durch den Taifun Haiyan große Solidarität mit den betroffenen Menschen. Sie fuhren mit in die Katastrophengebiete und halfen beim Bau von Unterkünften. Andere ehe- malige „Knastkinder“ arbeiten als Wohn- gruppenbetreuer oder Hauseltern in ande- ren Jugendeinrichtungen und helfen jetzt selbst Kindern und Jugendlichen. Aufgrund ihrer eigenen Erfahrungen genießen sie bei den betreuten Kindern eine hohe Glaubwür- digkeit und großen Respekt. Und sie zeigen mit ihrem Beispiel, dass „einmal kriminell“ nicht „immer kriminell“ bedeuten muss.
8 HILFE VOR ORT Mit Beethovens Fünfter gegen Gewalt und Ausgrenzung Was haben das Beethoven Orchester Bonn, Don Bosco und ehemalige Kindersoldaten aus Kolumbien gemeinsam? Auf den ersten Blick nicht viel – aber auf den zweiten verbindet alle eine Leidenschaft! Die Idee zum globalen Kulturprojekt MOVE! (Music overcomes violence and exclusion) entsteht bei unserem Kooperationspartner Don Bosco Mission Bonn rund um das 50-jährige Jubiläum bereits 2018. Gemeinsam mit der Bonner Kulturmanagerin Rita Baus wird die Idee entwickelt, mit künstlerischen Mitteln benachteiligten Kindern und Jugendlichen eine Stimme zu geben und ihre Geschichte zu er- zählen. Als geeignete Jugendeinrichtung rückt schnell die Ciudad Don Bosco in Medellín in den Fokus, eine der großen Hilfseinrichtungen, die frühere Straßenkinder, ehemalige Kinder- soldaten oder Waisen begleitet. Auch Don Bosco Mondo unterstützt das kolumbianische Zentrum seit vielen Jahren. Bei der Suche nach weiteren Kooperations- partnern stößt Rita Baus auf das Beethoven Orchester Bonn, dessen Generalmusikdirektor Dirk Kaftan rasch von der Idee begeistert ist. Wie passend, dass Bonn 2020 den 250. Geburtstag von Ludwig van Beethoven feiert – so wird auch die Jubiläumsgesellschaft BTHVN2020 zu einem wichtigen Unterstüt- zer des Vorhabens. Und aus MOVE! wird das gemeinsame Projekt „Beethoven Moves!“ des Beethoven Orchesters Bonn und Don Bosco Mission Bonn unter der Projektleitung von Rita Baus und der Regie von Anselm Dalferth. Urbane Straßenkultur triff t auf klassische Musik Ostern 2019 reisen 16 Musikerinnen und Mu- siker mit Dirk Kaftan und weiteren Mitarbei- tenden des Beethoven Orchesters Bonn nach Medellín und leben eine Woche lang in der Ciudad Don Bosco. In musikpädagogischen und kreativen Workshops wird Beethovens
BEETHOVEN MOVES! 9 5. Sinfonie gespielt, getanzt, gerappt oder in Bildern und Graffi tis festgehalten. Beethoven Moves! wird fortgesetzt und sei- nen Höhepunkt mit dem deutsch-kolumbiani- schen Jugendcamp und der abschließenden Auff ührung der 5. Sinfonie im August 2020 fi nden. Gemeinsam mit dem Beethoven Orchester Bonn werden 50 junge Menschen aus Medellín und Bonn, unterstützt durch professionelle Coaches, Künstler und Regis- seur Anselm Dalferth, ihre Interpretation auff ühren. x Weitere Infos zum Projekt unter www.beethoven-moves.de Tickets für die Auff ührun- gen sind ab Oktober 2019 erhältlich! Gemeinsam sind wir stark! Musik, Tanz und Kunst bringt die Menschen zusammen. „Tanzen ist ein Teil von mir“ – Die Geschichte von Tatiana Schon als Kind war Tatiana (Name geän- dert) eine leidenschaftliche Tänzerin. nelle Gruppen begannen, mich zu suchen.“ Um ihre Tochter zu beschützen, brachte Tatianas Mutter sie fort. Heute lebt Tatiana in der Ciudad Don Bosco in Medellín und möchte Krankenschwester werden. Doch ganz hat sie ihren Traum, eine professio- nelle Tänzerin zu sein, nicht aufgegeben. Bereits mit 14 Jahren war sie mit Tanzgrup- pen unterwegs. Mit 15 Jahren traf Tatiana auf einen Jungen, der für eine bewaff nete Gruppe kämpfte. Sie ließ all ihre Träume fallen, um ihm zu folgen und kämpfte zwei- einhalb Jahre im Dschungel von Kolumbien. Zunächst gefi el ihr das Leben in der Gruppe. „Alles, was wir tun mussten, war, die Regeln zu befolgen. Dann würde alles gut gehen.“ Aber für Tatiana ging nicht alles gut. „Und ich konnte nicht tanzen, wie ich es früher getan habe“, gesteht sie. Als Tatianas Freund im Kampf getötet wurde, begann sie, ihr Leben in Frage zu stellen. Sie fl üch- tete zurück nach Hause und versuchte, ihr früheres Leben fortzusetzen. „Aber die Leute in meinem Dorf zeigten auf mich und krimi-
10 HILFE VOR ORT Haiti: Mit Sonnenenergie nachhaltig ein ganzes Kinderzentrum versorgen Als im Januar 2010 ein schweres Erdbeben große Schäden im ohnehin extrem armen Haiti anrichtete und etwa 316.000 Menschen tötete, war die Not groß. Viele Kinder hatten ihre Eltern verloren, viele waren stark traumatisiert, noch mehr standen vor dem Nichts. In dieser Situation beschlossen die Don Bosco Schwestern, ein Kinderzen- trum am Stadtrand von Port-au-Prince zu errichten – und setzten dabei auf erneuer- bare Energieversorgung. Etwa zwölf Kilometer östlich der Hautstadt liegt Croix-des-Bouquets, wo die Don Bosco Schwestern (Figlie di Maria Ausiliatrice, FMA) ab 2011 mit fi nanzieller Unterstützung aus Europa ein Kinderdorf für 150 Mädchen samt Schulkomplex für über 500 Schülerinnen und Schüler aufbauten. Die zwischen sechs und 18 Jahre alten Mädchen des Kinderdorfes sind Waisen, Sozialwaisen oder stammen aus wirtschaftlich schwachen Familien der Umgebung. In familienähnlichen Strukturen mit jeweils zwölf Mädchen in den 13 Wohn- bungalows wachsen sie behütet und in einem liebevollen Zuhause auf. An das Kinderdorf angegliedert ist ein Schulzentrum, das vom Kindergarten bis zur weiterführenden Schule eine fundierte Bildung sichert. Doch ein großes Problem galt es beim Bau des Zentrums zu lösen: In Croix-des-Bouquets gab und gibt es nach wie vor weder eine Strom- noch eine Trinkwasserversorgung. Für die Menschen bedeutet das, auf Generatoren zurückzugreifen, die nicht nur kosten- und wartungsintensiv, sondern durch die Diesel- nutzung sehr umweltschädlich sind. Die FMA hätten neben den Anschaff ungskosten jährlich mehr als 30.000 Euro für den Betrieb eines Dieselgenerators ausgeben müssen – nicht zu stemmen. Sonne im Überfl uss Sie setzten aus diesem Grund auf eine sehr wirtschaftliche und dabei umweltfreundliche Energieversorgung durch ein modulares Photo- voltaik-Inselnetz mit Batteriespeicher. Denn, so Schwester Bonite, die Direktorin des Zentrums, „Haiti hat eines im Überfl uss: die Sonne!“ Und so ist die Umsetzung dieses großen Bauvorhabens der FMA in Croix-des-
NACHHALTIGKEIT 11 tigsten Energiebedarf über einen Dieselgene- rator zu decken. x Über das Projekt Ort: Haiti, Port-au-Prince (Croix-des-Bouquets) Projektziel: Sicher- stellen der solaren Energieversorgung im Don Bosco Kinderdorf durch die Bereitstellung von Solarbatterien Projektdauer: 30.9.2018 bis 30.8.2019 Zielgruppe: 150 Mädchen im Kinderdorf, 520 Schülerinnen und Schüler des Schulzen- trums, 30 Don Bosco Schwestern und Mitar- beitende des Zentrums Förderer (und Fördermittel): 2018: Impulse für die Straßen- kinder e.V. (47.000 Euro), DT Deutsche Stiftungs- treuhand AG (1.872 Euro) 2019: Stiftung Winkler (24.498 Euro); Hilfe zur Selbsthilfe e.V. (11.000 Euro) Tools for Life (10.000 Euro) Gesamtfördersumme: 95.500 Euro Bouquets in mehrfacher Hinsicht ein wichti- ger Erfolg. Zum einen bietet die Infrastruktur ein neues Zuhause für bedürftige Mädchen, die liebevoll begleitet und betreut werden. Zum anderen spielt das Schulzentrum gerade vor dem Hintergrund der hohen landesweiten Analphabetenrate von ca. 50% eine wichti- ge Rolle in der Bildung und Ausbildung von jungen Haitianern. Tropisches Klima fordert Tribut Doch nach sechs Jahren Betriebszeit im tropischen Klima Haitis waren die installierten Batteriebänke am Ende ihrer Lebenszeit. Es fehlte sogar die Mindestspannung, die für den Betrieb der Photovoltaikanlage tagsüber nötig ist. So konnte weder Energie für den Verbrauch nach Sonnenuntergang gespei- chert, noch tagsüber Strom direkt produziert und abgenommen werden. Eine Lösung musste her, während die FMA provisorisch und übergangsweise versuchten, den wich- Gemeinsam mit einem deutschen Partner und unterstützt von Impulse für die Stra- ßenkinder e.V., Stiftung Winkler und Hilfe zur Selbsthilfe e.V. sorgte Don Bosco Mondo da- für, dass die Funktionalität der Batteriespei- cher der Photovoltaik-Anlage und somit die Versorgung des Zentrums mit ausreichender Solarenergie wiederhergestellt wurde. Nach- dem die Don Bosco Schwestern lange darauf warten mussten, dass der haitianische Zoll die aus Europa importierten Ersatzteile freigab, wurde die Installation der Batteriebänke von einem deutschen Techniker durchgeführt. Während seines mehrwöchigen Aufenthaltes in Port-au-Prince leitete er die haitianische Wartungsfirma an und schulte deren Mit- arbeiter in der Wartung. Den Don Bosco Schwestern erklärte er, wie sie die Anlage optimal nutzen und so ihre Lebensdauer verlängern können. Dafür wurden zusätzlich zwei neue Klimaanlagen in der Energiezentrale eingebaut und ein digitales internetgestütz- tes Anlagenmonitoring installiert. Das meldet Fehler im System direkt an die haitianische War- tungsfirma sowie die deutsche Beratungsfirma, so dass bei Pro- blemen rasch reagiert werden kann. Nachhaltiges Referenzmodell Durch die innovative Energie- versorgung ist das Zentrum ein erfolgreiches Referenzmodell für Projekte der Entwicklungszusam- menarbeit mit erneuerbaren Ener- gien, denn die Energieversorgung des kompletten Zentrums wird ausschließlich über Solarenergie gewährleistet! Schwester Bonite FMA mit Schülerinnen vor einem der Wohnhäuser – voller Solarpanelen auf den Dächern: Nachhaltig, effizient und effektiv.
12 HILFE VOR ORT Fassungslos stehen die Menschen vor Ruinen, die einst ihr Zuhause waren Die neue Schweißerwerkstatt im Berufsbildungszentrum wird gleich von den Auszubildenden getestet. Indien: Von der Spende zur Kooperation Duale Ausbildung gilt in den deutschsprachigen Ländern als Königsweg in der Berufsausbildung – nicht zuletzt, weil Länder mit dualen Berufsbildungssystemen eine signiﬁ kant niedrigere Jugendarbeitslosigkeit aufweisen. Zunehmend nutzen auch deutsche Unternehmen in ihren internationalen Produktionsstätten Elemente der dualen Ausbildung. Dafür setzen Unternehmen auf starke Part- ner, und zu Beginn einer engen Kooperation kann – wie bei Beko Technologies GmbH und Don Bosco Mondo – eine Spende stehen. Im Herbst 2017 spendete die Beko Tech- nologies GmbH knapp 18.000 Euro an das Don Bosco Navajeevan Rehabilitation Center in Ramanthapur, einem Stadtviertel in Hyde- rabad, damit das Zentrum mit einer Photovol- taikanlage ausgestattet werden konnte. Im Rehabilitation Center in der Hauptstadt des südindischen Bundesstaates Telangana erhal- ten 120 sozial benachteiligte und obdachlose Kinder und Jugendliche neben Unterkunft und Verpfl egung eine Schul- oder Berufs- ausbildung. Durch die Selbstversorgung mit klimafreundlicher Solarenergie konnten zum einen die zuverlässige Stromversorgung im Rehabilitation Center gesichert und gleichzei- tig die Energiekosten der Einrichtung mindes- tens halbiert werden. Der eingesparte Betrag von ca. 6.000 Euro im Jahr fl ießt nun statt an den Stromlieferanten in die Bildung und Unterbringung der Kinder und Jugendlichen. Für das Neusser Unternehmen, das mit über 500 Mitarbeitenden in 17 Betriebsstätten weltweit agiert, ist der soziale Grundgedanke
UNTERNEHMENSKOOPERATION 13 fest in der Unternehmenskultur verankert. Am Standort Hyderabad betreibt Beko Technolo- gies eine Produktionsstätte, die Komponenten und Systeme für die Aufbereitung sowie das Management von Druckluft- und Druckgas entwickelt, fertigt und vertreibt. Durch die überaus positiven Erfahrungen der Partner entstand rasch die Idee, eine langfristige und strategische Partnerschaft für die Jugendli- chen im Don Bosco Navajeevan Rehabilitati- on Center aufzubauen. Berufsbildung für ehemalige Straßenkinder Im Zentrum werden seit 2002 Jugendliche aus ärmsten Verhältnissen und ehemalige Straßenkinder in Kurzzeitkursen ausgebildet, beispielsweise in Backen, Elektrik, Schweißen, Schreinern oder Sticken. Gemeinsam mit Beko Technologies und Don Bosco Mondo überlegten die Trainer und der Einrichtungsleiter, welche Ausbildung träge für lokale Unternehmen übernehmen und so ein Stück Arbeitsalltag erfahren sowie zur Refi nanzierung der Ausbildungskosten beitragen. Neben dem grundsätzlichen Ziel, Elemente der dualen Ausbildung auch in Ramanthapur zu etablieren, erhalten die Lehrlinge Angebote zur sozialen Entwicklung. Die ganzheitliche Don Bosco Pädagogik ergänzt die Ausbildung: Sie stärkt und entwickelt die Jugendlichen durch Soft- und Lifeskills, Wertevermittlung, Gemeinschaftsaktivitäten sowie Sport und Spiel. Neue Pläne für mehr Chancen Für die Partner ist die Eröff nung der neuen, gut ausgestatteten Ausbildungshalle ein sichtbares Zeichen erfolgreicher Koopera- tion. Deshalb überlegen sie bereits, welche nächsten Ziele gemeinsam realisiert werden könnten. Von einer Stärkung der Kooperation profi tieren alle Beteiligten, denen neben dem x Über das Projekt Ort: Indien, Hyderabad (Ramanthapur) Kooperationsziel: Ausbau der Schweißer- ausbildung am Don Bosco Navajeevan Rehabilitation Center Kooperationsdauer: Seit 2018 Zielgruppe: Jährlich 20 Jugendliche aus benachteiligten Verhältnissen Förderer (und Förder- mittel): Beko Technologies GmbH (16.748 Euro) zukünftig gestärkt werden sollte. Die Ent- scheidung im Herbst 2018 fi el zugunsten des Schweißens aus, so dass nun 20 Jugendliche in einjährigen Kursen ausgebildet werden. Dafür unterstützte Beko Technologies das Zentrum bei der Finanzierung des Umbaus einer Ausbildungshalle sowie der Anschaff ung moderner Maschinen. Damit die Ausbildungsinhalte sowohl arbeits- marktorientiert als auch kompetenzbasiert durchgeführt werden können, besuchten der Trainer und der Einrichtungsleiter das Don Bosco Ausbildungszentrum in Pune, wo Jugendliche bereits eine fundierte Schweißer- ausbildung erhalten. Darauf basierend wurde das Ausbildungscurriculum festgelegt, damit die Jugendlichen durch eine marktrelevante Ausbildung in den Arbeitsmarkt einsteigen können. Die moderne Ausstattung der Ausbildungs- halle hat zwei signifi kante Vorteile. Erstens werden die Auszubildenden an aktuellen Geräten geschult und sind somit auf dem Arbeitsmarkt gut vermittelbar. Zweitens sollen sie mittelfristig qualitativ höherwertige Auf- sozialen Aspekt auch die Wirtschaftlichkeit wichtig ist. Vor allem aber gewinnen die Jugendlichen, die eine fachlich fundierte Aus- bildung und Zugang zu guter Arbeit erhalten. Bei der feierlichen Eröff nung der Solaranlage waren auch Vertreter der Beko Technologies Deutschland anwesend.
14 HILFE VOR ORT Gerade in Krisensituationen ist es wichtig, sich vertrauensvoll auf bewährte Partner verlassen zu können. Überschwemmungen, Dürren, Erdbeben oder Folgen von Flucht und Vertreibung – Don Bosco Mondo hat seit 2010 mit der Kurt und Maria Dohle Stiftung einen Kooperationspartner an seiner Seite, mit dem in Notsituationen gemeinsam wirksame Hilfe geleistet wurde. Für Don Bosco Mondo zählt zur humani- tären Hilfe nicht nur die akute Nothilfe, sondern auch der langfristige Wiederaufbau. Daher braucht es auch für diesen Bereich Experten und so hat die Kurt und Maria Dohle Stiftung gemeinsam mit der Umckaloabo Stiftung und Human Help Network e.V. die Stelle eines „Koordinators für Humanitäre Hilfe“ mitfinanziert, die 2015 gemeinsam von Don Bosco Mondo und Don Bosco Mission Bonn eingerichtet wurde. Ziele der neuen Koordinatorenstelle waren insbesondere die In Notsituationen wirksam helfen Elf unserer Einrichtun- gen im Bundesstaat Kerala engagierten sich in der Nothilfe und halfen 24.000 Menschen. Drei Don Bosco Einrichtungen hatten wir kur- zerhand in Notunterkünfte umfunktioniert. Hier erhiel- ten die Flutopfer sauberes Wasser, Lebensmittel, Medizin, Decken und Kleidung. Bei der Bewältigung dieser Aufgabe hat uns das Emer- gency Response System unglaublich in der Koordination geholfen. Pater Joy Nedumparambil SDB (Direktor von BREADS Bangalore) Erstellung eines „Konzepts zur Humanitären Hilfe“ in Bonn, die Verbesserung der Fachlich- keit in der Not- und Katastrophenhilfe vor Ort sowie die Unterstützung des weltweit aktiven Don Bosco Networks bei der Erarbeitung eines Manuals für Katastrophenhilfe und Prävention (Emergency Response Mecha- nism, ERM). Diese drei Ziele konnten in den vergangenen Jahren erfolgreich umgesetzt werden. Insbesondere der Emergency Res- ponse Mechanism, der unter dem Titel „Stre- am of Solidarity“ in vier Sprachen publiziert wurde, hat seine erste Bewährungsprobe bei der verheerenden Flut im indischen Kerala erfolgreich bestanden. Als im August 2018 die Regenmassen ganze Landstriche unter Wasser setzten, verloren mehr als 370 Men- schen ihr Leben, Hunderttausende mussten fliehen. Die Not war groß, der Bedarf an Lebensmitteln, Hygieneartikeln, Kleidung und einfachen Haushaltsgegenständen enorm. Don Bosco leistete Unterstützung für über 24.000 Menschen vor Ort. Koordiniert wurde die Hilfe durch Pater Joy Nedumparambil SDB (Direktor von BREADS Bangalore).
HUMANITÄRE HILFE 15 Konkret: Hilfe für die Gefl üchteten in Palabek/Uganda Uganda hat in den letzten Jahren mehr als eine Million Flüchtlinge aus seinen Nach- barländern Südsudan und der Demokratischen Republik Kongo aufgenommen. Dort herrschen bürgerkriegsähnliche Zustände, Hunger, Verfolgung und Terror. STREAM OF SOLIDARITY EMERGENCY RESPONSE MECHANISM RECOMMENDED FOR SDB PROVINCES AND SDB COLLABORATORS SDB Mission Offices for financing of the preparation, translations and publishing of this document” Die Broschüre „Stream of Solidarity“ steht zum Download bereit unter https://bit. ly/2ZkekXu Sie besteht aus einer grundsätzlichen Ein- führung in das Thema der humanitären Hilfe, erklärt den Kreislauf des Katastrophenma- nagements und die Katastrophenvorsor- ge, stellt den Ablauf im Krisenfall dar und erläutert Informations- ketten, Hilfsmöglich- keiten sowie Kommu- nikationsregeln. Kinderbetreuungsmöglichkeiten während der Ausbildungszeiten für junge Mütter. Dank der Unterstützung der Kurt und Maria Dohle Stiftung hat Don Bosco Mondo das Flüchtlingscamp in Palabek mit Nahrungsmit- teln versorgt. Die Kindergartenkinder sowie die Schülerinnen und Schüler des Berufsbil- dungszentrums erhalten eine warme Mittags- mahlzeit. Das stärkt sie für den Unterricht und motiviert sie zum Schulbesuch. x Die Stiftung Die Kurt und Maria Dohle Stiftung geht aus der 2003 gegrün- deten HIT-Stiftung hervor, deren Ziel dem der salesianischen Familie so ähnlich ist: „Wir wollen benachteiligten jungen Menschen, die in unserer Gesellschaft viel zu oft keine echte Chance in Schule und Ausbildung haben, eine Perspektive auf ein selbstbestimmtes Leben, eröff nen“, erklärt deren Geschäftsführer Felix Dresewski den Stiftungszweck. Der Förderschwerpunkt liegt im deutschsprachigen Raum – aber in Not- und Katastrophenfällen engagiert sich die Kurt und Maria Dohle Stiftung auch im Ausland. Damit hat Uganda die meisten Flüchtlinge in Afrika aufgenommen – eine große He- rausforderung für das ostafrikanische Binnen- land, das es kaum schaff t, seine eigene Bevöl- kerung zu ernähren. Im Norden des Landes wurde Ende 2017 in Palabek ein Flüchtlings- lager eröff net, das 40.000 Menschen Schutz bietet. Neben anderen Hilfsorganisationen sind auch die Salesianer Don Boscos hier tätig. Sie haben unmittelbar im Camp eine Niederlassung gegründet, um direkt vor Ort unterstützen zu können. Sie helfen vor allem den Kindern und Jugendlichen, die traumati- siert, verwaist oder verletzt sind. In Kindergär- ten, Grund- und weiterführenden Schulen so- wie einem Berufsbildungszentrum fi nden die jungen Menschen nicht nur Bildung, sondern zugleich neue Lebenschancen. Das Berufs- bildungszentrum der Salesianer Don Boscos bietet Kurse für Schneiderei, KfZ-Mechanik, Landwirtschaft, Bau- sowie Friseurhandwerk an. 2018 besuchten 442 Auszubildende das Zentrum, davon sind knapp 60 % Mädchen! Aber die Herausforderungen für das Berufsbil- dungszentrum sind groß: Es fehlen Wasch- räume und Ausbildungsmaterialien sowie
16 HILFE VOR ORT Das Ziel aller Projekte von Don Bosco Mondo ist die nachhaltige Verbesserung der Le- benssituationen von besonders benachteiligten Kindern und Jugendlichen weltweit. Gleichgültig, ob es bei unseren Projekten um Schul- und Berufsausbildung, Verbes- serung der Gesundheits- und Hygienebedingungen, Schutzhäuser oder Aufklärungs- kampagnen geht: Die Projekte richten sich eng an den geplanten Wirkungen aus. Ein gutes Monitoring und eine entsprechende Evaluierung gehören deshalb zur erfolgrei- chen Projektarbeit von Don Bosco Mondo. Wirkungsbeobachtung und Evaluation Konkretes Beispiel ist die Abschluss-Evalua- tion eines Projektes zur Armutsreduzierung und Steigerung der Produktivität durch inte- grierte Landwirtschaft und Viehzucht in Tamil Nadu/Indien. Don Bosco Mondo unterstütz- te in Kooperation mit dem BMZ und der Leopold-Bachmann-Stiftung zwischen dem 1. Dezember 2014 und dem 31. Dezember 2017 ein Projekt in einer ländlich geprägten Region des südindischen Bundesstaates Tamil Nadu. Kleine Ernten und schlechte Qualität führen zu geringem Einkommen In Tamil Nadu werden etwa 45 % der Flächen landwirtschaftlich genutzt, allerdings kann nur knapp die Hälfte künstlich bewässert werden, so dass die Bauern, überwiegend Kleinbau- ern, auf die nicht kalkulierbaren Regenfälle der Monsunzeit angewiesen sind. Die Erträge sind meist gering, auch weil Anbaumethoden veraltet sind oder chemische Produkte un- sachgemäß eingesetzt werden. Kleine Ernten sowie schlechte Qualität führen zu niedrigen Einkommen – und damit zu Armut und einer vermehrten Landflucht. Aus- und Weiterbildung gegen Armut und Landflucht An diesem Punkt setzte das Projekt an, damit 450 junge Frauen und Männer zwischen 18 und 30 Jahren in einem Don Bosco Trainings- zentrum aus- und weitergebildet sowie 300 bäuerliche Familienbetriebe aus 15 Dörfern in verbesserten Anbaumethoden geschult werden. Langfristig soll so die Landflucht der jungen Menschen gestoppt, Armut reduziert und die Ernährungssituation der Region gesi- chert werden. Externes Evaluationsteam prüft Unmittelbar nach dem Projektende beauf- tragte Don Bosco Mondo gemeinsam mit dem lokalen Partner, den Salesianern Don Boscos in Trichy, ein externes Evaluations- team, das die vorab definierten Ziele auf ihre Umsetzung und Wirksamkeit hin überprüfte.
EVALUATION 17 1. Ziel: Errichtung und Ausstattung eines landwirt- schaftlichen Trainingszentrums Das Trainingszentrum wurde auf einem sechs Hektar großen Gelände in Keeranur erbaut, davon entfi elen etwa drei Hektar auf die Modellfarm. Hier sollten Reis, Gemüse und Kokospalmen angebaut werden. Zusätz- lich sollte das Trainingszentrum einen Spei- sesaal, ein Schul- und Verwaltungsgebäude sowie ein Wohngebäude für bis zu 100 Auszubildende umfassen. Nach Abschluss des Projektes waren alle Gebäude fertig gestellt und die Modellfarm in Betrieb. Die Ergebnisse der Evaluation legen nahe, die Auszubildenden stärker in die Entwicklung der Lehrinhalte einzubeziehen und verstärkt weibliche Ausbilderinnen einzustellen. Außerdem riet das Evaluationsteam dazu, die Bekanntheit des etwas abseits gelege- nen Zentrums zu vergrößern, beispielsweise durch Einsatz sozialer Medien und Werbung. 2. Ziel: Ausbildung von Jugendlichen Ziel war es, dass innerhalb der dreijährigen Projektlaufzeit 460 Jugendliche und junge Erwachsene im Anlegen von Küchengärten, in ökologischer Landwirtschaft, ange- passtem Trockenfeldbau sowie der Vieh- zucht aus- und fortgebildet werden. Dafür wurde ein modularer Aufbau konzipiert, so dass die Schulungen zwischen zwei Wo- chen und sechs Monaten umfassten. Die Evaluation zeigte, dass 477 Auszubildende vom Trainingszentrum profi tierten. 3. Ziel: Schulung von Kleinbauern In fünf Dörfern sollten an fünf Wochenen- den jeweils 20 Kleinbauern geschult und begleitet werden. Das Angebot richtete sich an Kleinbauern, denen eine Teilnahme an den Kursen im Trainingszentrum nicht möglich war. Die Evaluation bestätigte die Annahme, dass die lokalen Schulungen insbesondere von Frauen wahrgenommen werden. Das erworbene Wissen stärkte sie nicht nur in ihrer Arbeit auf den Feldern, sondern auch in ihrem familiären und ge- sellschaftlichen Umfeld. Insgesamt wurden statt der prognostizierten 500 sogar knapp 750 Teilnehmende geschult. Die Evaluation zeigte: Frauen zu involvieren, trug maßgeb- lich zum Projekterfolg bei. 4. Ziel: Unterstützung bei der Gründung von Bauernvereinigungen Durch Kooperationen zwischen den Klein- bauern können Vertriebskanäle erprobt werden, um mehr Erträge zu erwirtschaf- ten. In informellen Zusammenschlüssen sollten sie Wissen austauschen und sich gegenseitig in modernen Methoden der Landwirtschaft unterstützen. Zusätzlich war es als Forum konzipiert, in dem sich die Beteiligten über gesellschaftlich relevante Themen wie häusliche Gewalt oder Alko- holmissbrauch austauschen konnten. Hier zeigte sich in der Evaluation, dass sich neben den Bauervereinigungen in zwölf Dörfern zusätzlich Frauenkollektive bilde- ten. Der Vernetzungseff ekt hat die Dorfge- meinschaften gestärkt. Über das Projekt hinaus Die Empfehlungen, die aus der Evaluation abgeleitet werden konnten, sind nicht nur enorm hilfreich für die Fortführung des landwirtschaftlichen Trainingszentrums und die Unterstützung der Bauernverei- nigungen. Don Bosco Mondo nutzt die Erkenntnisse und Empfehlungen systema- tisch auch für andere Landwirtschafts-Pro- jekte. So profi tieren zum Beispiel Vor- haben in anderen Teilen Indiens (Gu- jarat, Tamil Nadu) von den Ergebnissen und werden noch stärkere Wirkungen zur Verbesserung der Lebensbedingungen im ländlichen Raum entfalten.
18 PROJEKTFÖRDERUNGEN 2018 2018 förderte Don Bosco Mondo 223und Projekte Programme Begünstigte nach Regionen Asien Afrika Lateinamerika Europa/Nahost Übergreifend 423.516 283.376 29.904 762 510 insgesamt 738.068 Projektaufwendungen nach Regionen Lateinamerika Afrika Asien Europa/Nahost Übergreifend 5.852.830 Euro 4.324.382 Euro 3.960.254 Euro 33.145 Euro 28.004 Euro In 2 Ländern Europas und im Nahen Osten konnten Projekte mit 0,03 Mio. Euro gefördert werden: Albanien, 3 Ukraine In 14 Ländern Lateinamerikas konnten 48 Projekte mit 5,85 Mio. Euro gefördert werden: Argentinien, Bolivien, Brasilien, Chile, Ecuador, El Salvador, Guatemala, Haiti, Honduras, Kolumbien, Mexiko, Nicaragua, Paraguay, Peru Länder, in denen Don Bosco Mondo 2018 Projekte der Salesianer Don Boscos gefördert hat PDF Eine vollständige Übersicht aller geförderten Programme und Projekte 2018 ﬁ nden Sie unter: www.don-bosco-mondo.de/projekte2018
in 40 Ländern mit insgesamt 14,2 Mio. Euro. > Hilfe für 738.068 benachteiligte Kinder und Jugendliche PROJEKTFÖRDERUNGEN 2018 19 Thematische Aufteilung der ﬁ nanziellen Projektförderung 3 länderübergreifende Projekte mit 0,03 Mio. Euro gefördert. Berufl iche Bildung Bildung Straßenkinder Humanitäre Hilfe Menschenrechte Wasserversorgung Frauen und Entwicklung Übergreifend Ländliche Entwicklung Capacity Development Gesundheit Energieerzeugung 50 % 14 % 9 % 5 % 4 % 4 % 4 % 3 % 2 % 2 % 2 % 1 % In 7 Ländern Asiens konnten 93 Projekte mit 3,96 Mio. Euro gefördert werden: Indien, Kambodscha, Myanmar (Burma), Nepal, Philippinen, Sri Lanka, Timor-Leste Seit 1980 hat Don Bosco Mondo weltweit Pro- gramme und Projekte mit 210 Mio. Euro gefördert. In 17 Ländern Afrikas konnten 76 Projekte mit 4,32 Mio. Euro gefördert werden: Äthiopien, Benin, Elfenbeinküste, Ghana, Kamerun, Kenia, Dem. Rep. Kongo, Lesotho, Liberia, Madagaskar, Ruanda, Sambia, Sierra Leone, Südafrika, Südsudan, Swasiland, Uganda
20 DER VEREIN Nachgefragt: Nachhaltigkeit Nachhaltigkeit beeinflusst heute alle unsere Lebensbereiche. Finden nachhaltige Themen auch in der konkreten Arbeit von Don Bosco Mondo ihren Niederschlag? Nachgefragt beim Geschäftsführer Martin J. Wilde: mit einem deutschen Unternehmen junge Menschen in der Sanitärtechnik ausbilden. Die Ausbildungsstätten liegen dort, wo die Not am größten ist – und wo die Ressource „sauberes Trinkwasser“ eine immense Ver- besserung der Gesundheitssituation mit sich bringt. Und diese Beispiele zeigen, dass nach- Welchen Stellenwert hat Nachhaltigkeit bei der Projektarbeit von Don Bosco Mondo? Der Aspekt der Nachhaltigkeit spielt bei den Projekten von Don Bosco Mondo eine große Rolle. Neben Solarstromversorgung oder Wasseraufbereitung in Don Bosco Einrichtungen bis zur technischen Berufsausbil- dung in Bereichen, die für eine ressourceneffiziente Transformation der Wirt- schaft relevant sind. Darüber hinaus geht es aber auch um ökonomische Chancen für benachteiligte Jugendliche Nachgefragt x Mehr zu den Zielen und Aktionen der Green Alliance unter donboscogreen.org und um soziale Gerechtigkeit. Für mich stehen im Zentrum der Nachhaltigkeit ökologische, ökonomische und soziale Aspekte. Ziel ist, dass wir vergleichbare oder bessere Lebensbe- dingungen für die aktuellen und zukünftigen Generationen sichern. Dafür braucht es den Dreiklang von Umwelt, Wirtschaft und sozialer Verantwortung. Wo genau können Projekte von Don Bosco Mondo zu mehr Nachhaltigkeit beitragen? Da gibt es eine Vielzahl von Beispielen. Dieser Jahresbericht stellt die Versorgung eines gro- ßen Kinderzentrums auf Haiti mit Solar- energie vor. Hier zeigt sich, wie wichtig die Nutzung erneuerbarer Ressourcen ist. Oder unsere Projekte zur Unterstützung der gewerk- schaftlichen Organisation von Hausangestell- ten im Nordosten Indiens. Durch Aufklärung, Bildung und gewerkschaftliche Strukturen stärken und schützen wir die meist sehr jungen Hausmädchen vor Ausbeutung und Gewalt. Ein Beitrag zur Nachhaltigkeit sind auch unsere Ausbildungsprojekte in Indien und auf den Philippinen, wo wir gemeinsam haltig wirksame Projekte auch in ihrer Kosten- struktur gänzlich unterschiedlich sein können. Mit den zivilgesellschaftlichen Projekte haben wir 2018 in Asien über 100.000 junge Men- schen erreicht – zu vergleichsweise geringen Pro-Kopf-Ausgaben. Gleichzeitig haben wir in Lateinamerika neue Berufsbildungszentren gebaut, die pro Begünstigtem zunächst relativ teuer erscheinen. Wirksam sind beide! Warum liegt Nachhaltigkeit in der DNA von Don Bosco Mondo? Uns liegt eine lebenswerte Zukunft für alle jungen Menschen sehr am Herzen. Dazu zählen eine intakte Umwelt, eine leistungsfä- hige Wirtschaft und soziale Gerechtigkeit – nicht nur bei uns in Europa, sondern weltweit. Die „Green Alliance“ ist ein internationaler Zusammenschluss von Don Bosco Einrichtun- gen und Organisationen, die junge Menschen in ihrem Engagement unterstützen, einen Beitrag zu globalem Denken und Handeln zu leisten. Auch Don Bosco Mondo wird dabei sein und diese Initiative zukünftig von Bonn aus unterstützen!
Ehrenmitgliedschaft für Dr. Helmut Geiger PERSONALIA 21 Als 1980 der Verein „Freunde und Förderer der Missionsprokur der Salesianer Don Boscos e.V.“ (später umbenannt in Don Bosco Mondo e.V.) gegründet wurde, war Dr. Helmut Geiger, damals Präsident des Deutschen Spar- kassen- und Giroverbandes, Gründungsvor- stand. Dem Verein und seinem Anliegen eng verbunden, war er langjähriger Vorsitzender des Kuratoriums und nahm in dieser Funkti- on auch an den Vorstandssitzungen teil. Am 12. Juni 2018 konnte Dr. Geiger seinen 90. Geburtstag feiern. Für Don Bosco Mondo ein würdiger Anlass, sein langjähriges Engage- ment mit der Verleihung der Ehrenmitglied- schaft zu würdigen. Im Kreis seiner Familie wurde Dr. Geiger die Ehrenmitgliedschaft durch den Vorstandsvorsitzenden Alexander Knauss und den Vorsitzenden des Kuratoriums Hans-Michael Heitmüller verliehen. Personalia Ehrung für Dorothea Hahn Im Juli 2018 ehrte Don Bosco Mondo e.V. die langjährig Engagierte Dorothea Hahn, die im Laufe von 22 Jahren insgesamt eine Million Euro zugunsten von benachteiligten Kindern und Jugendlichen in Ghana sammel- te. Seit 1996 besucht die heute 69-jährige Dorothea Hahn das westafrikanische Land, wo sie die Menschen begeisterten und die Arbeit der Salesianer Don Boscos sie be- eindruckte. Gemeinsam mit ihrer Familie, Freunden, Kollegen, Schülerinnen und ihrer Pfarrgemeinde initiierte sie zahlreiche Spen- denaktionen zugunsten vieler Projekte für schulische Bildung und berufliche Ausbildung. Wechsel in Hauptausschuss und Kuratorium Im Oktober 2018 wechselte der Vorsitz des Kuratoriums sowie der Vorsitz des Hauptausschusses von Hans-Michael Heitmül- ler zu Daniel Trutwin. Hans-Michael Heitmüller leitete das Kura- torium elf Jahre und bleibt dem Verein als Kuratoriumsmitglied und Beisitzer des Hauptausschusses verbunden. Als weiteren Beisitzer wählte der Vorstand Hermann Pordzik aus Bonn. Der selbstständige Steuerberater ist zudem ehrenamtlicher Vorsitzender des Jugendzeltplatz Bonn e.V. Neuer Kuratoriumsvorsitzender ist der bisherige Stellvertreter Daniel Trutwin, der dem Kuratorium seit 2008 angehört und zuvor zwischen 2003 und 2008 stellvertretender Vorstands- vorsitzender war. Der 53-jährige gebürtige Bonner bekleidet weitere Ehrenämter und ist Geschäftsführer der MWG Gruppe mit Sitz in Wernigerode. Hans-Michael Heitmüller, Daniel Trutwin und Hermann Pordzik (v.l.n.r.)
22 VERANSTALTUNGEN Die Teilnehmenden der Werkstattgespräche zur Beruflichen Bildung diskutierten zu Fragen des Erfolgs und der Wirkung von Berufsbildungsvorhaben in der Entwicklungs- zusammenarbeit. AusBildung wird Zukunft – was macht erfolgreiche Berufliche Bildung aus? deutsche duale System ein „Muster für die Welt oder Muster ohne Wert“ ist. Vor diesem Hintergrund setzten sich die Teilnehmenden aus nationalen und inter- nationalen Unternehmen, Organisationen, Verbänden und Institutionen anschließend in drei Workshops mit spezifischeren Fragen zum Vorher, Nachher und Mittendrin von Vorha- ben der Beruflichen Bildung in der Entwick- lungszusammenarbeit auseinander. Am 22. März 2019 trafen sich rund 60 Experten der Beruflichen Bildung bei den Werkstattgesprächen auf dem Don Bosco Campus in Bonn. Sie diskutierten zu Themen wie der grundsätzlichen Definition des Erfolgs von Berufsbildungsprogrammen, der speziel- len Messbarkeit von erfolgreicher Berufsbil- dung in der Entwicklungszusammenarbeit bis hin zu grundlegenden Fragestellungen von geeigneten Methoden und Instrumenten für die Beurteilung von Qualität und Wirkung. Dabei wurde das Spannungsfeld zwischen Wirtschaftlichkeit, sozialer Verantwortung und nachhaltiger Förderung deutlich. Den Auftakt der Veranstaltung übernahmen vier Experten aus verschiedenen Organisati- onen, die ihre jeweiligen Sichtweisen auf den Erfolg Beruflicher Bildung skizzierten. Deutlich wurde dabei, wie divers die Vorstellungen von Wirksamkeit bei den unterschiedlichen Akteuren der Beruflichen Bildung sind. Ulrike Lüneburg, Personalleiterin der Siegwerk Druck- farben AG & Co. KGaA, spann diesen Faden in ihrem Impuls weiter und fragte, ob das
Die Arbeit im Südsudan ist ein Beispiel für den Einsatz Don Boscos. Viele Kinder und Jugendliche sind traumatisiert und brauchen psychosoziale Unterstützung. „Es geht darum, die Kinder, wenn sie am Boden liegen, wieder aufzurichten“, betont Bruder Lothar Wagner. Seit dem Sommer 2018 ist der gebürtige Trierer vor Ort und hilft Straßenkindern und ehemali- gen Kindersoldaten. Pater Reinhard Gesing SDB (Provinzial der Deutschen Provinz der Salesianer Don Boscos) begrüßte am 26. Januar 2019 rund 400 Förderer, Weggefährten und Engagierte in der Bonner Universität. „Mission possible – Engagement für junge Menschen weltweit“ 23 Benachteiligten Kin- dern und Jugendlichen die Chancen geben, ein Leben in Würde zu führen – das ist der Auftrag, der Don Bosco Mission Bonn und Don Bosco Mondo leitet. Auf dem Don Bosco Forum 2019 in Bonn blickten Förde- rer, Weggefährten und Engagierte auf 50 Jahre Engagement für benachteiligte Kinder und Jugendliche zu- rück – und diskutierten über die Herausforde- rungen der Zukunft. Auch das ist das Don Bosco Forum: Weg- gefährten treff en, im Austausch bleiben und gemeinsam Erreichtes feiern. In der Forums-Talk-Runde „What´s my mission?“ disku- tierten Monsignore Pirmin Spiegel (Hauptgeschäftsführer und Vorstandsvorsitzender des Bischöfl ichen Hilfswerkes Misereor), Professor Dr. Claudia Warning (Leiterin der Abteilung Naher Osten, Asien, Lateinamerika und Südost- europa im BMZ) und Bruder Lothar Wagner SDB (Koordi- nator für Kindesschutz der Salesianer Don Boscos im Süd- sudan). Sie sind alle ihrer ganz eigenen Mission gefolgt – für eine gerechtere Welt. Und haben ihren Beruf auf ganz unterschiedliche Weise zu ihrer Berufung gemacht.
24 ZAHLEN, DATEN, FAKTEN Viele unserer Mitglieder engagieren sich ehrenamtlich in unseren Gremien, beraten und begleiten uns, bringen ihre Ideen ein und bereichern uns mit ihrem Wissen. Mitgliederversammlung Die Mitgliederversammlung ist das oberste Organ des Vereins, hat 106 (2018) Mitglieder und wird mindes- tens einmal jährlich vom Vorsitzen- den des Vorstands einberufen. Sie wählt den Vorstand, die drei Beisitzer des Hauptausschusses, den Vorsitzenden des Kuratoriums und die beiden Rechnungsprüfer. Die Mitgliederversammlung nimmt den Geschäftsbericht sowie den Jahresabschluss entgegen, entlastet den Vorstand und bestellt die Ab- schlussprüfer. Außerdem beschließt sie Satzungsänderungen. Kuratorium Die Mitglieder des Kuratoriums sind den Anliegen von Don Bosco Mondo in besonderer Weise verbunden und werden für die Dauer von drei Jahren durch den Vorstand berufen. Die derzeit 23 Mitglieder be- raten und unterstützen den Vorstand in der Repräsentation des Vereins und geben Impulse zur Weiterentwicklung der Aktivitäten. Das Kurato- rium ist berechtigt, vom Vorstand über alle Angelegenheiten, die den Verein betreffen, Auskunft zu verlangen. Mitglieder des Kuratoriums: Daniel Trutwin (Vorsitzender) · Christian A. Rast (stellvertretender Vorsitzender) · Ewald Dietrich · Michael Dirkx · Marie-Luise Dött · Dr. Helmut Geiger · Pater Reinhard Gesing SDB · Hans-Michael Heitmüller · Karin Kortmann · Dr. Claudia Lücking-Michel · S.E. Adrianus Bischof van Luyn SDB · Michael Mager · Peter Meiwald · Helmut Merkel · Prof. Dr. Walter Möbius · Jean Paul Muller SDB · Dr. Susanne Nonnen · Sissi Pöschl · Pfarrer Dr. Jochen Reidegeld · S.E. Oscar Kardinal Rodríguez Maradiaga SDB · Julia Thiele-Schürhoff · Dr. Klaus Winter · Monika Zurnieden Vorstand Der Vorstand wird durch die Mitgliederversammlung gewählt. Er besteht aus dem Vorsitzenden, dem stellver- tretenden Vorsitzenden und mindestens einem Beisitzer (Schatzmeister) als gewählte Mitglieder sowie dem jeweili- gen Missionsprokurator der Salesianer Don Boscos in Bonn als geborenem Mitglied. Der Vorstand bestimmt die strate- gische Ausrichtung des Vereins. Er beschließt wesentliche Geschäfte und Maßnahmen, beruft den hauptamtlichen Geschäftsführer und das Kuratorium, verabschiedet den jährlichen Haushaltsplan und wacht über dessen Umset- zung. Er tagt und berät mindestens viermal im Jahr. Die Mitglieder des Vorstandes sind: Alexander Knauss (Vorsitzender), Dorothee Overberg (stellvertretende Vorsitzende), Manfred Peter (Schatzmeister), Uwe Bothur, Jürgen von Danwitz, Thomas Köble, Pater Josef Grünner SDB (auf dem Foto fehlt Manfred Peter) Alle Mitglieder der Mitgliederversamm- lung, des Vorstandes, des Hauptaus- schusses und des Kuratoriums sowie die Rechnungsprüfer sind ehrenamtlich für Don Bosco Mon- do tätig. Hauptausschuss Die Aufgaben des Hauptausschusses sind die Beratung und die Überwachung des Vor- stands in der Geschäftsführung in der Zeit zwischen den ordentlichen Mitglieder- versammlungen. Er besteht aus dem Vorsitzenden des Kuratoriums als geborenem Mit- glied sowie drei Beisitzern, die nicht dem Vorstand angehören und von ihm unabhängig sind. Der Vorsitzende des Kuratoriums ist zugleich Vorsitzender des Hauptausschusses. Die Beisitzer werden von der Mitgliederversammlung für die Dauer von zwei Jahren gewählt. Mitglieder des Hauptausschusses: Daniel Trutwin (Vorsitzender) · Christian A. Rast (stell- vertretender Vorsitzender) · Hans-Michael Heitmüller · Hermann Pordzik Die Rechnungsprüfer (Satzung § 5) kontrollieren stichprobenartig die Rechnungslegung und berichten der Mitgliederversammlung über die Ergebnisse. Diese sind für das Berichts- jahr Norbert Schöne und Nikolaus Harig.
QUALITÄT, INTEGRITÄT UND TRANSPARENZ 25 Don Bosco Mondo folgt bei der satzungs- gemäßen Umsetzung seiner Aufgaben den anerkannten Standards des Deutschen Spendeninstituts (DZI), dem Verband der entwicklungspolitischen deutschen Nicht- regierungsorganisationen (VENRO) sowie der Initiative Transparente Zivilgesell- schaft (ITZ). Darüber hinaus hat sich die Organisation den verbindlichen Richtlinien zu zentralen Themen- und Aufgabengebie- ten verpflichtet. Gremienarbeit 2018 Die Mitgliederversammlung hat am 15. Oktober 2018 die Berichte des Vorstands, des Kuratoriums und des Hauptausschusses, den Jahresabschluss und die Berichte der Ombudsperson, des Schatzmeisters und der Rechnungsprüfer entgegengenommen. Sie entlastete den Vorstand und bestellte die Rechnungsprüfer sowie den Wirtschaftsprü- fer. Der Hauptausschuss hat dreimal getagt. Das Kuratorium kam zweimal zusammen. Der Vorstand von Don Bosco Mondo hat im Don Bosco Mondo hat Richtlinien erlassen, zu deren Einhaltung sich alle Mitarbeitenden vor Beginn ihrer Tätigkeit verpflichten: Kinder- und Jugendschutz, Bekämpfung von Betrug und Korruption, Beschaffung von Dienstleistungen und Waren, Reisekostenordnung. Weitere Richtlinien bestehen zu Finanzanlagen, Zeich- nungsberechtigungen, Grundlagen zur Stellung und Tätigkeit der Ombudsperson. Externe Beratung, externe Prüfer Eine Reihe von Personen und Institutionen stehen Don Bosco Mondo zur externen Bera- tung und externen Prüfung zur Seite: Dr. Vera Ahn-Roth (Ombudsperson), Kanzlei Bacher & Partner GmbH (Steuerberatung), Dr. Valentin Dessoy (Kairos Coaching, Consulting, Training), Dr. Janko Jochimsen (Beratung zum Thema Ar- beitsrecht, Urios Beratungsgesellschaft mbH), Meyer-Köring Rechtsanwälte Steuerberater Partnerschaftsgesellschaft mbB (Beratung in Nachlass- und Testamentsangelegenheiten sowie allgemeine Rechtsberatung), Sascha Kremer (Datenschutzbeauftragter), Jörg Qualität, Integrität und Transparenz Jahr 2018 fünfmal regulär getagt. Insgesamt wurden dabei über 50 Tagesordnungspunkte behandelt und die Beschlüsse hieraus schrift- lich festgehalten. Geschäftsführung Der Vorstand hat nach § 7 der Satzung die hauptamtliche Geschäftsführung mit der Umsetzung seiner Beschlüsse und mit der operativen Leitung der Geschäfte betraut. Der Vorstand erhält Quartalsberichte durch die Geschäftsführung, die über die Tätigkeiten und die Finanzsituation des Vereins ausführlich Aus- kunft geben. Weiterer Informationsaustausch findet nach Bedarf statt. Richtlinien, Audits, Revision Das Vier-Augen-Prinzip ist das durchgängige Kontrollprinzip. Die Einhaltung der Anforderun- gen an gesetzliche Vorgaben des Finanzminis- teriums, der Steuerverwaltung, der Daten- und IT-Sicherheit sowie die Einhaltung externer Standards und interner Richtlinien werden durch die damit beauftragten Personen über- wacht. Schecker (IT-Sicherheit), Pricewaterhouse- Coopers GmbH (Wirtschaftsprüfungsge- sellschaft). Die externen Beratungen und Prüfungen erfolgen teilweise pro bono. Be- ratungskosten sind 2018 angefallen für die Wirtschaftsprüfung, Steuerberatung, Organi- sationsentwicklung sowie für die Beratung in Datenschutz sowie Nachlass- und Testaments- angelegenheiten. Externe Prüfungen Don Bosco Mondo trägt das DZI-Siegel, das Spendensiegel des Deutschen Zentralinstituts für soziale Fragen. Das DZI gibt, über die Vergabe des Siegels hinaus, Auskunft über Spendenwerke. Den Anteil für Werbe- und Verwaltungsleistun- gen bei Don Bosco Mondo bewertet das DZI als angemessen. Der Hauptausschuss hat am 27.05.2019 den Bericht der Wirtschaftsprüfung für das Ge- schäftsjahr 2018 entgegengenommen. Für das gesamte Rechnungswesen 2018 wurde Don Bosco Mondo erneut das uneingeschränkte Testat erteilt. Vergütungsstruktur hauptamtlicher Mitarbeiter: Das Bruttoeinkommen der hauptamtlichen Mitarbei- tenden setzt sich zusam- men aus Monatsgehalt, Urlaubs- und Weihnachts- geld sowie Kinderzulagen und Leistungszuschlägen. Nicht enthalten sind die gesetzlich festgelegten Arbeitgeberanteile zur Sozialversicherung sowie Beiträge zur betrieblichen Altersversorgung. Don Bosco Mondo e.V. ist zur Altersversorgung seiner Mitarbeitenden Mitglied in der Unterstützungskasse Mittelständischer Unter- nehmen e.V. Geschäftsführung: bis 98.000 Euro Abteilungsleitung: 78.000 Euro bis 86.000 Euro Referenten und Teamleitung: 42.000 Euro bis 75.000 Euro Sachbearbeitung: 37.000 Euro bis 45.000 Euro x Weitere Informationen zum Verein und Dokumente zum Download unter www.don-bosco. mondo.de/verein
26 JAHRESABSCHLUSS 2018 Bilanz zum 31. Dezember 2018 AKTIVA A. Anlagevermögen I. Immaterielle Vermögensgegenstände Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten II. Sachanlagen Betriebs- und Geschäftsausstattung III. Finanzanlagen 1. Wertpapiere des Anlagevermögens 2. Sonstige Ausleihungen 31.12.2018 31.12.2017 € 153.247,00 153.247,00 20.106,00 20.106,00 487.781,74 0,00 487.781,74 661.134,74 € 166.272,00 166.272,00 28.970,00 28.970,00 475.410,50 38.595,82 514.006,32 709.248,32 B. Umlaufvermögen I. Forderungen II. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 13.916,73 6.480.970,09 215.559,70 5.171.374,04 6.494.886,82 5.386.933,74 C. Rechnungsabgrenzungsposten 660,37 7.170,24 7.156.681,93 6.103.352,30 PASSIVA Vereinsvermögen A. Eigenkapital I. II. Freie Rücklage gemäß § 62 Abs. 1 Nr. 3 AO III. Zweckrücklagen gemäß § 62 Abs. 1 Nr. 1 AO 1. für Don Bosco Mission Bonn gemäß 2. für Betriebsmittel 3. für Neuanschaffungen (IT-Investitionen) 4. für Mittelbindung 5. für Wiederbeschaffung § 2 Abs. 4 der Satzung B. Rückstellungen 1. Projektrückstellungen 2. Sonstige Rückstellungen C. Verbindlichkeiten 1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2. Sonstige Verbindlichkeiten 31.12.2018 € 9.325,82 745.325,25 130.000,00 800.000,00 46.902,90 173.353,00 49.243,10 1.199.499,00 1.954.150,07 PDF 1.814.602,99 255.833,22 2.070.436,21 71.861,34 3.060.234,31 3.132.095,65 7.156.681,93 31.12.2017 € 9.325,82 1.073.676,90 150.000,00 800.000,00 47.339,45 195.242,00 22.380,55 1.214.962,00 2.297.964,72 1.578.832,88 314.503,29 1.893.336,17 151.738,58 1.760.312,83 1.912.051,41 6.103.352,30
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 01. Januar bis 31. Dezember 2018 zugewiesene Bußgelder und Sachspenden Erträge 1. Geldspenden, testamentarische Verfügungen, 2. Spenden von Firmen 3. Zuwendungen der öffentlichen Hand 4. Zuwendungen anderer Organisationen 5. Steuerpflichtiger wirtschaftlicher Geschäftsbetrieb 6. Sonstige Erträge 7. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge a) Löhne und Gehälter b) Soziale Abgaben davon für Altersversorgung € 72.811,72; Vorjahr € 53.578,60 Aufwand 8. Projektförderung 9. Personalkosten 10. Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle 11. Sonstige betriebliche Aufwendungen 12. Steuerpflichtiger wirtschaftlicher Geschäftsbetrieb Vermögensgegenstände 27 2018 € 3.104.515,42 280.604,34 9.085.429,30 4.652.085,39 54.110,02 3.623,94 21.573,81 2017 € 3.691.507,06 734.398,77 4.867.506,00 3.566.676,11 47.656,18 5.708,57 13.687,91 17.201.942,22 12.927.140,60 14.198.615,25 8.999.230,69 1.789.901,41 393.098,11 38.654,41 1.084.152,04 41.335,65 1.869.559,75 410.948,03 33.631,00 1.175.959,17 41.546,72 17.545.756,87 12.530.875,36 13. Jahresfehlbetrag/-überschuss -343.814,65 396.265,24 14. Entnahme aus Rücklage Weiterleitung Don Bosco Mission 15. Einstellung in Rücklage Weiterleitung Don Bosco Mission 16. Entnahmen aus der Betriebsmittelrücklage 17. Einstellung in die Betriebsmittelrücklage 18. Entnahmen aus den freien Rücklagen gemäß 19. Einstellung in freie Rücklagen gemäß § 62 Abs. 1 Nr. 3 AO 20. Entnahmen aus Rücklage IT Investitionen gem. 21. Entnahmen aus der Mittelbindungsrücklage 22. Einstellung in die Mittelbindungsrücklage 23. Einstellung in die Wiederbeschaffungsrücklage § 62 Abs. 1 Nr. 2 AO § 62 Abs. 1 Nr. 3 AO § 62 Abs. 1 Nr. 3 AO § 62 Abs. 1 Nr. 1 AO § 62 Abs. 1 Nr. 1 AO 24. Bilanzgewinn 150.000,00 -130.000,00 800.000,00 -800.000,00 328.351,65 0,00 436,55 21.889,00 0,00 -26.862,55 0,00 0,00 -120.000,00 800.000,00 -800.000,00 0,00 -68.883,17 10.240,48 0,00 -195.242,00 -22.380,55 0,00
28 JAHRESABSCHLUSS 2018 Erläuterungen zum Jahresabschluss Gliederung I. Allgemeine Angaben II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden III. Erläuterungen zur Bilanz IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung V. Sonstige Angaben I. Allgemeine Angaben Der Verein Don Bosco Mondo e.V. hat seinen Sitz in Bonn und ist eingetragen im Vereinsregister beim Amtsgericht Bonn VR 4566. Die Erstellung des Jahresabschlusses erfolgte nach Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) in der Fassung des Bilanzrichtli- nie-Umsetzungsgesetz (BilRUG). Die Bilanz ist in Anlehnung an § 266 HGB gegliedert. Die Ge- winn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenver- fahren in Anlehnung an § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt. Der IDW Standard RS HFA 21 wurde zur Kenntnis genommen, aber nicht angewendet, weil sonst die Nachvollziehbarkeit der Höhe der Zuwendungen beeinträchtigt wäre. Das Geschäftsjahr entspricht dem Kalenderjahr. Im Jahresabschluss sind sämtliche Vermögensgegenstände, Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten, Aufwendungen und Erträge enthalten, soweit gesetzlich nichts anderes bestimmt ist. Die Posten der Aktivseite sind nicht mit den Posten der Passiv- seite, Aufwendungen nicht mit Erträgen verrechnet worden. Die Wertansätze der Eröffnungsbilanz des Geschäftsjahres stimmen mit denen der Schlussbilanz des vorhergehenden Geschäftsjahres überein. Bei der Bewertung wird von der Fortführung der Unterneh- menstätigkeit ausgegangen. Die Vermögensgegenstände und Schulden wurden einzeln bewertet. Es ist vorsichtig bewertet worden. Namentlich sind alle vorher- sehbaren Risiken und Verluste, die bis zum Abschlussstichtag entstanden sind, berücksichtigt worden, selbst wenn diese erst zwischen Abschlussstichtag und Aufstellung des Jahresabschlus- ses bekannt geworden sind. Gewinne sind nur berücksichtigt worden, wenn sie bis zum Abschlussstichtag realisiert wurden. Aufwendungen und Erträge des Geschäftsjahres sind unabhängig vom Zeitpunkt der Zah- lung berücksichtigt worden. II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Aktiva Entgeltlich von Dritten erworbene immaterielle Vermögensge- genstände werden zu Anschaffungskosten aktiviert und über eine voraussichtliche Nutzungsdauer von drei bis sieben Jahren linear, im Zugangsjahr anteilig, abgeschrieben. Die Sachanlagen sind mit den Anschaffungs- bzw. Herstellungs- kosten abzüglich planmäßiger linearer Abschreibungen entspre- chend ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauer bewertet. Geringwertige Wirtschaftsgüter im Sinne des § 6 Abs. 2a EStG wurden in einen über fünf Jahre abzuschreibenden Sammelpos- ten eingestellt und entsprechend abgeschrieben. Die Wertpapiere in den Finanzanlagen sind mit den Anschaf- fungskosten oder mit ihrem niedrigeren beizulegenden Wert am Bilanzstichtag ausgewiesen. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert bzw. dem am Bilanzstichtag beizulegenden niedrigeren Zeitwert bilanziert. Wertberichtigungen werden unter dem Gesichtspunkt des kaufmännischen Vorsichtsprinzips in ausreichendem Umfang gebildet. Die liquiden Mittel sind zum Nennwert am Bilanzstichtag bilanziert. Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Auszahlungen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen. Passiva Das Vereinsvermögen ist zum Nennwert bilanziert. Gewinnrücklagen werden entsprechend den gesetzlichen und satzungsmäßigen Vorgaben gebildet. Die Projekt- und sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen mit den Erfüllungsbeträgen, die nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig sind. Verbindlichkeiten sind mit ihren Erfüllungsbeträgen bilanziert. Gewinn und Verlustrechnung Erträge werden zu den Nennwerten bewertet. Aufwendungen werden mit Inanspruchnahme der Leistung bzw. zum Zeitpunkt ihrer Verursachung ergebniswirksam abge- bildet. III. Erläuterungen zur Bilanz Anlagevermögen Das Anlagevermögen sank im Geschäftsjahr 2018 um T€ 48. Dies resultierte im Wesentlichen aus der Abschreibung bei den immateriellen Vermögensgegenständen und der Betriebs- und Geschäftsausstattung sowie der Ablösung eines gewährten Darlehens. Umlaufvermögen Sämtliche Forderungen haben eine Restlaufzeit unter einem Jahr. Die Forderungen betreffen im Wesentlichen Forderungen gegen Lieferanten in Höhe von T€ 14 (Vorjahr: T€ 216). Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten beinhalten im Wesentlichen die während der Projektabwicklung noch nicht benötigten Finanzmittel. Rückstellungen Die Rückstellungen enthalten im Wesentlichen Projektrück- stellungen in Höhe von T€ 1.815 (Vorjahr: T€ 1.579). Die Projektrückstellungen enthalten die in ihrer Höhe feststehenden zu leistenden Eigenanteile für genehmigte Projekte in Zusam- menarbeit mit dem Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ), Bonn (T€ 384 / Vorjahr: T€ 97) sowie zweckgebundene Mittel in Themen- und Länderfonds (T€ 1.430 / Vorjahr: T€ 1.482). Ferner enthalten die sonstigen Rückstellungen Aufwendungen für den Ausgleich von Urlaubsansprüchen (T€ 66 / Vorjahr: T€ 73), zu erwartende Kosten für Jahresabschlussprüfung (T€ 14 / Vorjahr: T€ 14), eine Rückstellung für die Berufsgenossenschaft (T€ 6 / Vorjahr: T€ 5), ausstehende Personalkosten (T€ 93 / Vorjahr: T€ 210), Rückstellung für ein offenes Verfahren (T€ 67) sowie Steuerrück- stellungen (T€ 9/ Vorjahr: T€ 12).
29 Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten setzen sich zusammen aus Verbindlichkei- ten aus Lieferungen und Leistungen (T€ 72 / Vorjahr: T€ 152) und sonstige Verbindlichkeiten (T€ 3.060 / Vorjahr: T€ 1.760). Die sonstigen Verbindlichkeiten beinhalten im Wesentlichen Projektverbindlichkeiten in Höhe von T€ 3.060 (Vorjahr: T€ 1.760). Diese bestehen aus Mitteln, die noch nicht an Projekt- partner weitergeleitet wurden. Sämtliche Verbindlichkeiten sind innerhalb eines Jahres fällig. IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Erträge Die Erträge sind insgesamt gegenüber dem Vorjahr um T€ 4.275 oder 33% gestiegen. Sie liegen damit insgesamt bei € 17,2 Mio. Der Zuwachs resultiert im Wesentlichen aus deutlich höheren Zuwendungen der öffentlichen Hand und höheren Zuwendun- gen der verbundenen Organisationen. Aufwendungen Die Zuwendungen an Projekte stiegen im Jahr 2018 auf T€ 14.199 (Vorjahr: T€ 8.999). Der Mittelabfluss erfolgt zeitnah nach Bedarf des Projektpartners direkt auf die Projektkonten der lokalen Partnerorganisationen. Im Berichtsjahr 2018 konn- ten insgesamt 223 Projekte (Vorjahr: 218) bearbeitet werden. Damit lag die Förderung von Kindern und Jugendlichen aus ärmsten Schichten auf weiterhin hohem Niveau. Der Personalaufwand verringerte sich aufgrund von Personal- wechsel auf insgesamt T€ 2.183 (Vorjahr: T€ 2.281). Der Perso- nalaufwand wurde um die für Beratungsleistung angefallenen Personalaufwendungen im Wirtschaftlichen Geschäftsbetrieb in Höhe von T€ 41 (Vorjahr T€ 35) entlastet. Diese wurden im Ergebnis des wirtschaftlichen Geschäftsbetriebs berücksichtigt. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sanken moderat um T€ 92 auf T€ 1.084 (Vorjahr: T€ 1.176), im Wesentlichen aufgrund von geringeren Investitionen in die Spendenwerbung. Der Aufwand aus steuerpflichtigem wirtschaftlichen Geschäfts- betrieb setzt sich zusammen aus den für Beratungsleistung ent- standenen Personalkosten (T€ 41) sowie in geringem Umfang aus weiterberechneten Reise- und Sachkosten. V. Sonstige Angaben Haftungsverhältnisse Hier werden bis zur abschließenden Prüfung der Verwendungs- nachweise durch den Zuwendungsgeber BMZ/GiZ, die von diesem erhaltenen Mittel ausgewiesen. Auf Grund der unbe- deutenden Rückzahlungen in der Vergangenheit rechnet der Vorstand nicht mit einer das Vereinsvermögen belastenden Inanspruchnahme. Insgesamt beläuft sich die Haftungssumme auf T€ 53.238 (Vorjahr: T€ 42.373). Neben den in der Bilanz aufgeführten Haftungsverhältnissen bestehen keine weiteren finanziellen Verpflichtungen aus einge- gangenen Miet- und Leasingverträgen. Personal Der Verein beschäftigte im Berichtsjahr durchschnittlich 35 angestellte Mitarbeiter (Vorjahr: 36). Hiervon sind im Schnitt ein Mitarbeiter als Aushilfskraft (Vorjahr: vier) und vier als Teilzeitkräfte (Vorjahr: sechs) angestellt. Der Verein teilt das Aufgabenprofil, die Eingruppierung und die Jahresbruttobezüge der einzelnen Stellen dem Deutschen Zentralinstitut für soziale Fragen (DZI) mit. Geschäftsführung Während des abgelaufenen Geschäftsjahres 2018 wurde die Geschäftsführung durch Herrn Martin Wilde wahrgenommen. Hinsichtlich der Angaben zu Organbezügen gemäß § 285 Nr. 9a und 9b HGB wird von der Erleichterung des § 288 Abs. 1 HGB Gebrauch gemacht. Geschäfte mit nahestehenden Personen Es gab keine Geschäfte mit nahestehenden Personen. Nachtragsbericht Es sind nach dem Bilanzstichtag keine Vorgänge von besonde- rer Bedeutung eingetreten. Ergebnisverwendung Das Geschäftsjahr schließt mit einem Jahresfehlbetrag von T€ -344. Die in 2017 gebildete Zweckrücklage von insgesamt 150.000 € für Don Bosco Mission wurde in 2018 in voller Höhe in Anspruch genommen. Die Betriebsmittelrücklage wurde zum 01.01.2018 ebenfalls in voller Höhe in Anspruch genommen. Aus der Rücklage für IT Neuanschaffungen wurden für die Nachaktivierung eines VEWA Moduls 436,55 € entnommen. Die Mittelbindungsrücklage umfasst die Investitionen in Vermögensgegenstände des Anlagevermögens, die ange- schafft wurden, um die satzungsmäßigen, steuerbegünstigten Zwecke zu erfüllen. Die Rücklage wird in Höhe der Immateriellen Vermögensgegenstände (153.247,00 €) und der Sachanlagen (20.106,00 €) gebildet. Dies bedeutet in 2018 eine Inan- spruchnahme der Rücklage von 21.889,00 €. Der Vorstand hat beschlossen, einen Betrag von T€ 130 in die Rücklage zur Förderung von Don Bosco Mission einzustellen. Des Wei- teren wird eine Zweckrücklage für Betriebsmittel i.H.v. T€ 800 gebildet. Der Wiederbeschaffungsrücklage wird ein Betrag von T€ 27 zugeführt, was der Absetzung für Abnutzung in 2018 der Spender- und Projektdatenbank VEWA entspricht. Um den Fehlbetrag auszugleichen werden T€ 328 € der freien Rücklage entnommen. Dem liegen getrennte Beschlüsse des Vorstandes zugrunde. Bonn, den 17. Mai 2019 Don Bosco Mondo e. V. Alexander Knauss, Manfred Peter, Vorstandsvorsitzender Schatzmeister Martin J. Wilde, Geschäftsführer
30 LAGEBERICHT 2018 2018 – ein Jahr mit Gegensätzen Im Spannungsfeld vieler unterschiedlicher Anforderungen und Marktveränderungen konnte sich der Verein in 2018 behaupten – mit unterschiedlichen Effekten. n Wirtschaftliche Situation: Die wirtschaftliche Situation von Don Bosco Mondo stellte sich 2018 gemischt dar: Im Jahresumsatz verzeichnete der Verein mit 17,2 Millionen Euro ein Rekordjahr durch einen Anstieg bei den öffentlich geförderten Projekten und übertraf damit die Planung deutlich. Gleichzeitig schloss die Organisati- on das Geschäftsjahr mit einem Minus von rund 344 T€ ab. Ein Großteil dieses negativen Ergebnisses war bedingt durch die finanzielle Vorsorge für die öffentlich geförderten Pro- jekte, für die der Verein Eigenanteile finan- zieren muss. Der Aufwand des Vereins wuchs in 2018 um rund 40 % auf 17,5 Millionen Euro, hauptsächlich durch die Steigerung der Projektförderung. Dieser Anstieg konnte ohne Personalzuwachs bewältigt werden. Vielmehr gut aufgestellten Projektabteilung reagieren und zahlreiche Neu- und Aufstockungsanträge erfolgreich einreichen. Jedoch muss der Verein für die öffentlich geförderten Projekte zusätz- liche Eigenmittel einwerben, was aufgrund der späten Bewilligung vieler Projekte in 2018 nicht mehr vollumfänglich möglich war. Im Spendenbereich sanken sowohl die Erträge aus Privat- als auch aus Firmenspenden. Der Trend konnte trotz erneuter Maßnahmen zur Gewinnung von Neuspendern in 2018 nicht ausgeglichen werden. Die Einnahmen aus dem wirtschaftlichen Geschäftsbetrieb (vorwiegend Beratungs- leistungen im Rahmen von Unternehmens- kooperationen) sind nur leicht gestiegen und blieben auf niedrigem Niveau. Ein deutliches Plus konnte Don Bosco Mondo dagegen bei Erträge: Zehnjahresübersicht Lagebericht 2018 18 Mio. € 16 Mio. € 14 Mio. € 12 Mio. € 10 Mio. € 8 Mio. € 6 Mio. € 4 Mio. € 2 Mio. € 0 2009 2010 2011 2012 2013 Zuwendungen Kooperationspartner (gemeinnützige Organisationen und Firmen) 2014 2015 Zuwendungen öffentliche Hand 2016 2017 Spenden 2018 führten Personalwechsel sogar zu einem leichten Rückgang des Personalaufwands um 4 %. Auch die sonstigen betrieblichen Auf- wendungen fielen niedriger aus als geplant. Die Gliederung des Gesamtaufwandes nach DZI Spendensiegel Standard ist auf Seite 35 des Jahresberichtes aufgeführt. n Ertragslage: Don Bosco Mondo konnte einen Mittelzu- wachs der öffentlichen Hand um knapp 90 % verzeichnen. Die relative späte Verabschie- dung des Bundeshaushaltes 2018 im Juli bedeutete, dass die bewilligten Mittel in einem verhältnismäßig kurzen Zeitraum eingesetzt werden mussten. Auf diese besondere Situ- ation konnte Don Bosco Mondo mit seinem starken weltweiten Partnernetzwerk und einer den Zuwendungen durch andere Organisatio- nen verzeichnen. Ein Teil dieser Zuwendungen wurde entsprechend der Vereinbarungen mit den jeweiligen Geberorganisationen für die Finanzierung der Eigenanteile der öffentlich geförderten Projekte eingesetzt. n Fazit: Trotz des Rückgangs der Erträge im Privat- spenderbereich und der Vorsorge für die Finanzierung der Eigenanteile öffentlich geförderter Projekte, ist die Finanz- und Ver- mögenslage aufgrund gebildeter Rücklagen stabil. Das negative Ergebnis belastet jedoch die Rücklagensituation des Vereins und ent- sprechende Aktionen zur Verbesserung der Ertragslage und Fokussierung bei den Ausga- ben sind 2019 in der Umsetzung.
AUSBLICK 2019 31 Ausblick 2019 – Innovation und Kontinuität Basierend auf der Konsolidierung des Vereins in den vergangenen Jahren heißt es 2019, agil auf die Veränderungen im Markt und die weiterhin steigenden Anforderun- gen zu reagieren. n Wirtschaftliche Entwicklung: Der überarbeitete Haushaltsplan sieht für 2019 Erträge in Höhe von rund 15,7 Milli- onen Euro vor. Erneut wurden 2019 keine Nothilfe-Einnahmen geplant, da diese Ereig- nisse nicht vorherzusehen sind und es sich um nicht planbare Sondereffekte handelt. Im Gesamtbild ergibt sich nach einer zweiten Haushaltsrunde ein geplanter Jahresfehlbe- trag von rund 233 T€. Die Geschäftsstelle arbeitet intensiv an der Entwicklung, Vorbe- reitung und Durchführung von Maßnahmen, um trotz der negativen Planung einen ausge- glichenen Haushalt zu erreichen. Jahre sein. Mit dieser Aufgabe befasst sich seit Anfang 2019 ein internes Team, das Kompe- tenzen und Fachkenntnisse aller Fachbereiche bündelt. n Kooperation Ein weiterhin wichtiger Baustein der Zukunfts- sicherung ist der Ausbau der Kooperation mit Don Bosco Mission Bonn. Auf der Grundlage der durchweg positiven Er- fahrungen der Kooperation in der Projektarbeit, werden aktuell weitere Optionen erarbeitet, um enger zusammenzuarbeiten und Synergien für beide Organisation zu heben. Ausblick 2019 n Öffentlich geförderte Projekte Auch 2019 werden, aufgrund der überpropor- tionalen Bewilligungen der öffentlichen Hand in den Vorjahren, höhere Erträge prognosti- ziert. Sie liegen damit auf ähnlichem Niveau wie im Vorjahr. Diese hohen Bewilligungen sind zugleich mit der Verpflichtung verbun- den, einen Teil der Fördersumme als Verein selbst aufzubringen. Die Gewinnung durch Eigen- und Drittmittel ist für Don Bosco Mon- do mit einem hohen Engagement und einem gewissen Risiko verbunden. n Marketing und Fundraising Die Entwicklung im Privatspenderbereich wird für Don Bosco Mondo in den nächsten Jahren weiterhin eine Herausforderung darstellen. In- vestitionen in die Neuspendergewinnung und Spenderbindung sowie die Bereitschaft, Neues auszuprobieren, ist essentiell. Ziel ist es, diese Ertragssäule zu stärken und zukunftssichernd aufzustellen, um somit die gewählte Strategie der Risikostreuung bei den Erträgen beibehal- ten zu können. Dies ist und wird der Schwer- punkt unserer Investitionen für die nächsten Haushaltsplan 2019 – Erträge und Aufwendungen DON BOSCO MONDO e.V. Erträge Plan 2019 in € Geldspenden, testamentarische Verfügungen, zugewiesenes Bußgeld und Sachspenden Spenden von Firmen Zuwendungen von Don Bosco Mission Zuwendungen öffentliche Träger Zuwendungen anderer Organisationen Zuwendungen von verbundenen Stiftungen Leistungsentgelte (Erlöse WGB) Zinsen u. sonst. Erträge Summe Erträge Aufwendungen Projektförderung verbleibende Eigenmittel Personalkosten Abschreibungen Sonstige betriebliche Aufwendungen Summe Aufwendungen Überschuss/Fehlbetrag 3.278.740 268.000 1.000.000 8.053.911 2.921.287 35.000 85.700 5.000 15.647.638 12.133.601 3.514.037 2.470.000 41.000 1.235.939 3.746.939 -232.902
32 SPENDEN UND FÖRDERN Als internationale Nichtregierungsorga- nisation unterstützt Don Bosco Mondo aktuell 223 Projekte in 40 Ländern in Afri- ka, Asien und Lateinamerika. Wie stellen wir sicher, dass Ihre Spende, unsere Hilfe ankommt und zweckgebunden umgesetzt wird? Wie sichern wir Qualität und Trans- parenz? Am Beispiel von Schwester Rosy Lopez FMA und dem Mädchenwohnheim in Secunderabad in Indien geben wir dar- auf eine Antwort. 1. Antrag Seit 2005 betreuen die Don Bosco Schwes- tern im indischen Secunderabad das Mäd- chenwohnheim Auxilium Navajeevana. Hier finden ehemalige Kinderarbeiterinnen und Straßenkinder ein Zuhause. 2013 wendet sich Schwester Rosy Lopez an Don Bosco Mondo: Immer mehr Mädchen und junge Frauen suchen Hilfe und Zuflucht. Die Don Bosco Schwestern brauchen dringend Unterstüt- zung, denn die Kosten für Essen, Unterbrin- gung, Schulbesuche, medizinische Versorgung der Mädchen und die Gehälter der Betreuer steigen stetig. 2. Erstprüfung Unsere Projektreferentin Andrea Willing ist für die Region zuständig und prüft die Anfrage. Der Antrag der Don Bosco Schwestern ist gut ausgearbeitet, der Bedarf präzise erhoben und die Ausgaben sind realistisch einge- schätzt. Die Referentin ist von der Notwen- digkeit der Unterstützung und der Professio- nalität der Umsetzung überzeugt: Der Antrag erreicht die nächste Stufe. 3. Finanzierung Der Antrag wird in einer der regelmäßig stattfindenden Beratungsrunden diskutiert. Hier treffen sich die Projektverantwortlichen und beraten über zukünftige Projektvorhaben und mögliche Finanzierungen. Die Entschei- dungen für oder gegen ein Projekt basieren auf klaren Kriterien. Der Antrag von Schwester Rosy erfüllt alle Bedingungen. Die Referentin spricht verschiedene Partner an, um die Finanzierung sicherzustellen. Zwei Stiftungen wollen sich ge- meinsam mit privaten Spendern engagieren, der Antrag kann umgesetzt werden. 4. Realisierung Im nächsten Schritt schließen Don Bosco Mondo und die Don Bosco Schwestern einen Projektvertrag, der alle Rahmenbedingungen und Verpflichtungen festhält. Don Bosco Mondo begleitet das Projekt und sichert die regelmäßigen Überweisungen. Im Gegenzug berichten die Don Bosco Schwestern regelmä- ßig und transparent darüber, wie die Gelder eingesetzt werden. Bei einem Projektbesuch vor Ort überzeugt sich unsere Referentin 2016 vom ordnungsgemäßen Einsatz der Mittel und den Fortschritten vor Ort. So kommt Ihre Spende an 5. Nachhaltigkeit Unser Ansatz ist, Projekte langfristig auf siche- re Füße zu stellen. Deshalb unterstützen wir – auch dank unserer Spender und Koopera- tionspartner – bis heute das Mädchenwohn- heim in Secunderabad. Mit den Don Bosco Schwestern passen wir die Betreuungsange- bote stetig an, suchen lokale Partner, führen Gespräche mit der Regierung und bauen die nachhaltige Energieversorgung aus. Möchten Sie mehr erfahren zu den Themen Spenden und Stiften? Sprechen Sie mich an: Corinna Heck  0228 53965 68 c.heck@don-bosco-mondo.de
ENGAGIERT MIT DON BOSCO 33 Abwechslungsreiche Tage in familiärer Atmosphäre: Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer erlebten beeindruckende Monumente und italienische Lebensfreude. Romreise 2019: Kirchen, Kultur und Audienz Zu einer gemeinsamen Reise in die „ewige Stadt“ Rom brachen am 28. April 2019 insgesamt 39 Freunde und Förderer Don Boscos auf. Beim sechstägigen Programm im Zentrum der Christenheit, vor historischer Kulisse und auf lebhaften Plätzen, wurden 2.000 Jahre Kirchengeschichte lebendig und erleb- bar. Ganz zentral wohnte die Reisegruppe in der Via Aurelia, so dass die Wege zum Vati- kan (mit Besichtigung des Petersdoms, der Vatikanischen Gärten und Museen) sowie dem historischen Zentrum kurz waren. Im ab- wechslungsreichen Programm fehlten weder ein Bummel durch das malerische Trastevere noch Besichtigungen der eindrucksvollen Kirchen wie Santa Maria Maggiore. Für viele Teilnehmer sicherlich die Höhepunkte der Rei- se waren die Papstaudienz und der Besuch im Generalat der Salesianer Don Boscos. Gerade die Möglichkeiten, mit den Salesianern Don Boscos ins Gespräch zu kommen und sich auszutauschen, empfanden die Teilnehmer als sehr bereichernd. Vieles ist in großer Höhe zu bewundern: Rundgang durch den Petersdom. Vor allem stand der persönliche Austausch mit den Salesianern Don Boscos im Mittelpunkt der Reise.
34 DANK Wir bedanken uns bei unseren Kooperationspartnern und institutionellen Förderern, auf deren großzügige Unterstützung wir zählen konnten. Wir freuen uns auf eine weiterhin zuverlässige und ertragreiche Zusammenarbeit für die Jugend dieser Welt. Aktion Z – Altgold für die Dritte Welt Alberdingk Boley GmbH Arbeitskreis „Eine Welt – St. Georg Köln-Weiß e.V.“ Beko Technologies GmbH BILD hilft e.V. – „Ein Herz für Kinder“ Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) Dallmeier electronic GmbH & Co.KG Die Bundeswehr hilft Kindern weltweit e.V. Dr. Ing. h.c. F. Porsche AG Dr. Michael & Angela Jacobi Stiftung DT Deutsche Stiftungstreuhand AG Eine-Welt-Verein der kath. Pfarreiengemein- schaft Wuppertaler Westen e.V. Elisabeth Birkhofen Stiftung Mix for Kids e.V. Niels Due Jensen Stiftung Phoenix Reisen GmbH Prof. Dr. Franz Waldeck-Stiftung Roterkeil.net-Stiftung Schmitz-Stiftungen Stiftung von Werkstatt zu Werkstatt Stiftung Winkler UMCKALOABO-Stiftung – für eine gesunde Zukunft Ursula Immler Stiftung VIK-Stiftung – Gesundheit für alle Volker Dinkelbach Stiftung Wacker Hilfsfonds Witron Logistik + Informatik GmbH ZwickRoell AG Vielen Dank! Mit Don Bosco Mondo verbundene Organisationen: S T I F T U N G DON BOSCO MONDO J U G E N D H I L F E W E L T W E I T Else Kröner-Fresenius-Stiftung Familie-Haas-Stiftung Foundation Schneider Electric Franz Winkler Stiftung Gemeinsam für Afrika Grohe AG Gymnasium am Stoppenberg, Essen H + W Winkler Stiftung Handwerk hilft e.V. Haniel Stiftung Hans R. Schmid Stiftung Hilfe zur Selbsthilfe e.V. Horst & Karin Gellert-Stiftung Human Help Network e.V. Impulse für die Straßenkinder e.V. Karl Engelfried Stiftung Karl-Heinz Frenzen Stiftung Klaus und Gertrud Conrad-Stiftung Knorr-Bremse Global Care e.V. Kurt und Maria Dohle Stiftung Leopold Bachmann Stiftung LVM Helfen verbindet Menschen e.V. Mascheski Foundation Institutionelle Kooperationspartner und Förderer (2018) ab einer Jahressumme von mind. 5.000 €.
So werben wir um Spenden Don Bosco Mondo ist auf Spenden angewiesen. Wichtige Säulen dabei sind die vielen Enga- gierten, die bei Veranstaltungen und Aktionen über unsere Arbeit berichten, die Öff entlichkeitsarbeit und das Fundraising des Vereins. Dafür arbeiten wir mit folgenden Dienstleistern zusammen: advantegy GmbH, AZ fundraising services GmbH & Co.KG, Deutscher Spendenhilfsdienst, Deutsche Post, Die Medialen, dot.blue, Fundraising Profi le, Spendenma- nufaktur, Wolanski GmbH und van Acken Fundraising GmbH. Wir informieren und werben mit Anzeigen, Briefen an Spender, Newsletter, verschiedenen Publikationen (Flyer, Broschüren etc.), Sozialen Medien, Telefonie, Veranstaltungen und Website. Geprüft + Empfohlen Deutsches Zentralinstitut für soziale Fragen (DZI) SPENDEN 35 Mitgliedschaften Don Bosco Mondo ist Mitglied von folgenden Verbänden, Netzwerken und Aktionsbündnissen: Und so setzen wir die Spenden ein 14.016.142,56 € 765.716,16 € 235.373,79 € Projektförderung Projektbegleitung a) Personalkosten b) Sachkosten Kampagnen, Aufklärungs- und Bildungsarbeit 218.776,05 € a) Personalkosten b) Sachkosten 35.978,61 € Werbung und allg. Öff entlichkeitsarbeit 306.286,46 € a) Personalkosten b) Sachkosten 785.510,58 € Verwaltung a) Personalkosten b) Sachkosten Vermögensverwaltung und WGB a) Vermögensverwaltung b) Steuerpfl ichtiger WGB 896.981,79 € 173.362,49 € 13,31 € 41.335,65 € Gesamtaufwand 17.475.477,45 € Abweichungen resultieren aus unterschiedlichen Kriterien für die GuV und das DZI-Siegel. Die Zuordnungen in 2018 sind vom DZI noch nicht ﬁ nal geprüft. 2018 Projektförderung 14.016.142,56 € AINI N R T ¬ ¬ ¬ M G − M ADE IN G E R M A N Y AN INITIATIVE OF THE FEDERAL MINISTRY OF EDUCATION AND RESEARCH ¬ ¬ ¬ K R O W T E M B E R OF TH E N E Zum Vergleich die Vorjahreszahlen Projektförderung Projektbegleitung a) Personalkosten b) Sachkosten 800.927,13 € 118.344,68 € 8.943.888,35 € Kampagnen, Aufklärungs- und Bildungsarbeit a) Personalkosten b) Sachkosten 228.836,32 € 34.188,97 € Gesamtaufwand 12.530.875,36 € Werbung und allg. Öff entlichkeitsarbeit a) Personalkosten 320.370,85 € 929.854,75 € b) Sachkosten 938.228,92 € 174.661,06 € Verwaltung a) Personalkosten b) Sachkosten Vermögensverwaltung und WGB a) Vermögensverwaltung b) Steuerpfl ichtiger WGB 27,61 € 41.546,72 € . DIGEV Deutsche Interessengemeinschaft für Erbrecht und Vorsorge e.V.
Information Datenerhebung und -verarbeitung Don Bosco Mondo e.V., Sträßchensweg 3, 53113 Bonn erhebt und verarbeitet auf Grundlage von Interessenabwä- gungen gemäß Artikel 6 Abs. 1 Buchst. f DSGVO anlässlich einer getätigten Spende, einer Informationsanforderung oder eines anderen Geschäftsvorganges folgende Daten: Ihre Adress- und Kontaktdaten, zusätzliche Selektionskrite- rien, Ihre Spendendaten, Informationen zu den von Ihnen geäußerten Förderinteressen sowie Angaben zur besseren Kontaktpflege (z.B. Erreichbarkeit). Zweck der Datenerhebung und -verarbeitung ist es, Ihnen eine Zuwendungsbe- stätigung ausstellen, Sie für Rückfragen kontaktieren oder Ihnen Informationen über unsere gemeinnützige Arbeit zusenden zu können. Eine Übermittlung Ihrer Adress- und Kontaktdaten an Dritte findet nicht statt. Sie können der künftigen Verwendung Ihrer Daten zu diesen Zwecken jederzeit widersprechen. Weitere Informationen zum Daten- schutz bei Don Bosco Mondo e.V. erhalten Sie unter der angegebenen Postanschrift oder auf der Internetseite unter www.don-bosco-mondo.de/datenschutz/. Über diese Wege erreichen Sie auch den Datenschutzbeauftragten. Widerspruchsrecht: Wir weisen darauf hin, dass Sie berechtigt sind, der Nutzung Ihrer Daten zu Werbezwecken (hier Informationen über die Projektarbeit und Spendenaufrufe per Post) zu widersprechen. Der Widerspruch ist zu richten an: Don Bosco Mondo e.V., Sträßchensweg 3, 53113 Bonn, info@don-bosco-mondo.de, 0228-53965-45. Don Bosco Mondo e.V. Spendenkonto 30 40 50 60 70 BLZ: 370 601 93 Pax-Bank IBAN: DE10 3706 0193 3040 5060 70 BIC: GENODED1PAX www.don-bosco-mondo.de facebook.de/don.bosco.mondo @twitter.com/DonBoscoMondo Don Bosco Mondo e.V. Sträßchensweg 3 · 53113 Bonn Tel.: 0228-539 65-45 Fax: 0228-539 65-65 info@don-bosco-mondo.de DON BOSCO MONDO J U G E N D H I L F E W E L T W E I T

References: § 5
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