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Timestamp: 2016-10-24 01:53:25+00:00

Document:
138 II 46532. Auszug aus dem Urteil der II. �ffentlich-rechtlichen Abteilung i.S. BKW FMB Energie AG und BKW �bertragungsnetz AG gegen swissgrid ag und Eidgen�ssische Elektrizit�tskommission ElCom (Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten)
Art. 15 al. 1 et 3 LApEl; art. 13 et 31a OApEl; fixation de la r�mun�ration pour l'utilisation du r�seau; co�ts de capital imputables; m�thode synth�tique pour la comptabilisation des co�ts d'acquisition ou de fabrication des installations; montant du taux d'int�r�t calculatoire et du capital de roulement net n�cessaire � l'exploitation. La m�thode synth�tique est une m�thode exceptionnelle, qui est (uniquement) admissible lorsque la comptabilisation des valeurs initiales des installations sur la base des documents historiques n'est pas possible. Une certaine r�duction de la valeur calcul�e de mani�re synth�tique est justifi�e, toutefois la d�duction de 20,5 % op�r�e par l'ElCom s'av�re trop �lev�e (consid. 6). L'op�ration cumulative d'une d�duction additionnelle (forfaitaire) de 20 % selon l'art. 13 al. 4 OApEl en cas de valeurs calcul�es de mani�re synth�tique n'est pas admissible, du fait qu'elle vise les m�mes corrections que la valeur de correction concr�te d�duite par l'ElCom. La d�duction forfaitaire de 20 % selon l'art. 13 al. 4 OApEl au lieu d'une correction de l'�valuation concr�te en cas de valeurs calcul�es synth�tiquement reste n�anmoins admissible tant que les gestionnaires de r�seau ne peuvent prouver (comme en l'esp�ce) que cette d�duction conduit dans le cas particulier � une �valuation contraire � la loi (consid. 7). L'application d'un taux d'int�r�t calculatoire r�duit pour les installations consid�r�es, mises en service avant le 1er janvier 2004 (art. 31a al. 1 OApEl), est conforme � la loi. La r�alisation des conditions d'une exception (art. 31a al. 2 OApEl) doit �tre prouv�e par les entreprises d'approvisionnement d'�nergie qui s'en pr�valent. Dans le cas d'esp�ce, la demande d'application d'un taux d'int�r�t plus �lev� est infond�e (consid. 8). Il n'est ensuite pas critiquable d'accepter seulement une moiti� de chiffre d'affaire mensuel comme capital de roulement net n�cessaire � l'exploitation et de lui appliquer le taux d'int�r�t calculatoire (consid. 9). Faits � partir de page 467
A. A.a Die nationale Netzgesellschaft swissgrid ag ver�ffentlichte am 23. Mai 2008 die Kosten und Tarife f�r die Netzebene 1 f�r das Jahr 2009. Dabei wurden f�r die Netznutzung folgende Tarife vorgesehen:
Ferner wurde ein Tarif f�r Systemdienstleistungen allgemein von 0,90 Rp./kWh und f�r Wirkverluste von 0,25 Rp./kWh festgelegt.
Nachdem verschiedene Netzbetreiber und Endverbraucher bei der ElCom die �berpr�fung dieser Tarife verlangt hatten, gab die ElCom am 26. Juni 2008 bekannt, sie �berpr�fe die Tarife des �bertragungsnetzes von Amtes wegen. Am 30. Januar 2009 stellte (u.a.) die BKW �bertragungsnetz AG (Beschwerdef�hrerin 2) bei der ElCom das Gesuch, es sei ihr das Recht einzur�umen, f�r ihre vor dem 1. Januar 2004 in Betrieb genommenen Anlagen den Zinssatz nach Art. 13 Abs. 3 lit. b der Stromversorgungsverordnung vom 14. M�rz 2008 (StromVV; SR 734.71) - also ohne Abzug von einem Prozent - zu verrechnen.
Am 6. M�rz 2009 erliess die ElCom eine Verf�gung, welche an die swissgrid als Verf�gungsadressatin, an s�mtliche 39 Eigent�mer von �bertragungsnetzen (darunter die BKW �bertragungsnetz AG), die Netzbetreiber und Endverbraucher, die direkt an das �bertragungsnetz angeschlossen sind, sowie an die Betreiber von Kraftwerken mit elektrischer Leistung von mindestens 50 MW (darunter die BKW FMB Energie AG, Beschwerdef�hrerin 1) als beteiligte Parteien gerichtet war. Darin wurde verf�gt:
"1. Die Tarife 2009 f�r die Netznutzung der Netzebene 1 werden ab 1. Januar 2009 auf folgende Betr�ge abgesenkt:
a) Arbeitstarif: 0,16 Rappen/KWhBGE 138 II 465 S. 468
2. Der Tarif 2009 f�r allgemeine Systemdienstleistungen wird ab 1. Januar 2009 auf 0,77 Rappen/KWh festgelegt. Davon werden 0,40 Rappen/KWh den Endverbrauchern entsprechend der bezogenen elektrischen Energie angelastet.
3. Der Tarif f�r Systemdienstleistungen f�r Kraftwerke mit einer elektrischen Leistung von mindestens 50 MW gem�ss Anhang 2 dieser Verf�gung betr�gt ab 1. Januar 2009 0,45 Rappen/KWh. Die swissgrid ag hat bei diesen Kraftwerken eine Erhebung der effektiv erzeugten Bruttoenergie durchzuf�hren. Sie hat nach Vorliegen der tats�chlichen SDL-Kosten der ElCom einen Bericht zur Genehmigung vorzulegen. Die swissgrid ag hat die von der ElCom genehmigten anrechenbaren SDL-Kosten den Betreibern von Kraftwerken mit einer elektrischen Leistung von mindestens 50 MW individuell nachzubelasten oder gutzuschreiben. Diese Abrechnung kann unterj�hrig erfolgen.
4. Die Gesuche nach Artikel 31a Absatz 2 StromVV der Gesuchsteller (...) BKW �bertragungsnetz AG, (...) um Verwendung des Zinssatzes ohne Reduktion werden f�r die betriebsnotwendigen Verm�genswerte nach Tabelle 4, Spalte 5 (anrechenbare historische Restwerte) gutgeheissen. Im �brigen werden sie abgewiesen.
5. 30 Millionen Franken der Einnahmen aus marktorientierten Zuteilungsverfahren aus dem Jahr 2009 sind f�r die Deckung der anrechenbaren Kosten des �bertragungsnetzes des Jahres 2009 zu verwenden. �ber die Verwendung der restlichen Einnahmen aus marktorientierten Zuteilungsverfahren entscheidet die ElCom zu einem sp�teren Zeitpunkt ausserhalb dieses Verfahrens. Bis zum Entscheid der ElCom d�rfen diese restlichen Einnahmen nicht verwendet werden.
(13. Kosten; u.a. wurden der BKW �bertragungsnetz AG Fr. 21'882.- auferlegt)."
A.b Am 30. Januar 2009 reichte auch die BKW FMB Energie AG bei der ElCom gest�tzt auf Art. 31a Abs. 2 StromVV ein Gesuch ein mit dem Antrag, es sei ihr das Recht einzur�umen, f�r ihre vor dem 1. Januar 2004 in Betrieb genommenen Anlagen den Zinssatz nach Art. 13 Abs. 3 lit. b StromVV - also ohne Abzug von einem Prozentpunkt - zu verrechnen. Mit Verf�gung vom 16. April 2009 wies die ElCom das Gesuch ab.
B. B.a Am 22. April 2009 erhoben die BKW FMB Energie AG und die BKW �bertragungsnetz AG gegen die Verf�gung vom 6. M�rz 2009 gemeinsam Beschwerde beim Bundesverwaltungsgericht mit dem Antrag, Ziff. 1, 2, 3 und 5 der Verf�gung aufzuheben; dieBGE 138 II 465 S. 469 Tarife 2009 f�r die Netznutzung der Netzebene 1 seien unter Ber�cksichtigung der anrechenbaren Betriebs- und Kapitalkosten der BWK �bertragungsnetz AG von Fr. 51'939'293.- zu berechnen und s�mtliche Einnahmen aus marktorientierten Zuteilungsverfahren seien f�r die Deckung der anrechenbaren Kosten des �bertragungsnetzes des Jahres 2009 zu verwenden. Ziff. 4 der Verf�gung sei insoweit aufzuheben, als das Gesuch der BKW �bertragungsnetz AG abgewiesen worden sei; das Gesuch sei vollumf�nglich gutzuheissen. Zudem sei Ziff. 13 der Verf�gung aufzuheben.
"1. Die Beschwerde wird teilweise gutgeheissen und die angefochtene Verf�gung der ElCom vom 6. M�rz 2009 im Sinne der Erw�gungen wie folgt abge�ndert:
1.1 Der Intransparenzabzug von 10 % bei den Anlaufkosten wird (in Ab�nderung von Ziff. 1 des Dispositivs mit Bezug auf die Beschwerdef�hrerinnen) vollst�ndig aufgehoben.
1.2 Ziff. 2 Satz 2 und Ziff. 3 des Dispositivs werden mit Bezug auf die Beschwerdef�hrerin 1 aufgehoben.
2. Im �brigen wird die Beschwerde abgewiesen."
(3.-5. Kosten, Parteientsch�digung, Mitteilungen).
B.b Am 20. Mai 2009 erhob die BKW FMB Energie AG Beschwerde gegen die Verf�gung vom 16. April 2009 an das Bundesverwaltungsgericht mit dem Antrag, das Gesuch um Anwendung des h�heren Zinssatzes sei gutzuheissen. Mit Urteil vom 1. Dezember 2010 (A-3284/2009) wies das Bundesverwaltungsgericht die Beschwerde ab.
C. C.a Die BKW FMB Energie AG und die BKW �bertragungsnetz AG erhoben am 10. Januar 2011 gegen das Urteil A-2606/2009 vom 11. November 2010 Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten (Verfahren 2C_25/2011) mit folgendem Antrag:
a) und es sei die swissgrid ag zu erm�chtigen, die Tarife 2009 f�r die Netznutzung der Netzebene 1 unter Ber�cksichtigung der anrechenbaren Betriebs- und Kapitalkosten der Beschwerdef�hrerin II von Fr. 51'939'293.- zu berechnen;
b) sowie es seien die unter Ziffer 5 des Dispositivs des Entscheids der ElCom vom 6. M�rz 2009 erw�hnten restlichen Einnahmen aus BGE 138 II 465 S. 470marktorientierten Zuteilungsverfahren f�r die Deckung der anrechenbaren Kosten des �bertragungsnetzes des Jahres 2009 zu verwenden;
2. Es sei festzustellen, dass die von der swissgrid ag anrechenbaren Betriebs- und Kapitalkosten f�r die Beschwerdef�hrerin II betreffend die Netznutzung der Netzebene 1 Fr. 51'939'293.- betragen;
3. In Gutheissung der Beschwerde sei Ziff. 2 des Dispositivs des Urteils des Bundesverwaltungsgerichts insofern aufzuheben, als die unter Ziffer 1.2 des Dispositivs des Bundesverwaltungsgerichts angeordnete Aufhebung von Ziffer 2 Satz 2 des Entscheids der ElCom vom 6. M�rz 2009 mit Bezug auf die Beschwerdef�hrerin I zu einer Mehrfachbelastung der Beschwerdef�hrerin I hinsichtlich R�ckabwicklung der von den Betreibern von Kraftwerken mit einer elektrischen Leistung von mindestens 50 MW f�r das Jahr 2009 getragenen Systemdienstleistungen f�hrt."
C.b Die BKW FMB Energie AG erhob am 17. Januar 2011 gegen das Urteil A-3284/2009 vom 1. Dezember 2010 Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten (Verfahren 2C_58/2011) mit dem Antrag, in Gutheissung der Beschwerde sei das Urteil des Bundesverwaltungsgerichts aufzuheben und das Gesuch um Verwendung des Zinssatzes ohne Reduktion f�r die betriebsnotwendigen Verm�genswerte sei vollumf�nglich gutzuheissen. (...)
D. D.c Mit Verf�gung vom 3. November 2011 wurden die Verfahren 2C_25/2011 und 2C_58/2011 vereinigt. (...)
4.1 W�hrend in der Vergangenheit die meisten Elektrizit�tswerke in ihren Tarifen die Netz- und Stromkosten nicht getrennt auswiesen, verlangt das gr�sstenteils am 1. Januar 2008 in Kraft getretene Stromversorgungsgesetz eine mindestens buchm�ssige Entflechtung von Netzbetrieb und �brigem T�tigkeitsbereich (Art. 10 Abs. 1 und Art. 11 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 23. M�rz 2007 �ber die Stromversorgung [Stromversorgungsgesetz, StromVG; SR 734.7]; sog. "Unbundling"; vgl. WEBER/KRATZ, Stromversorgungsrecht, Erg�nzungsbd. Elektrizit�tswirtschaftsrecht, 2009, S. 39 f.; D'ARCY/BURRI, Das BGE 138 II 465 S. 471Rechnungswesen von Elektrizit�tsversorgungsunternehmen [EVU] aus regulatorischer Sicht, in: Finanz- und Rechnungswesen Jahrbuch 2009, Meyer/Pfaff [Hrsg.], S. 126 f.), dies im Zusammenhang mit dem Netzzugangsrecht (Art. 13 StromVG) und dem daf�r geschuldeten Netznutzungsentgelt (Art. 14 StromVG). Mit dem Stromversorgungsgesetz wurde sodann der nationalen Netzgesellschaft swissgrid ag die Aufgabe �bertragen, das �bertragungsnetz (Netzebene 1) auf gesamtschweizerischer Ebene zu betreiben (Art. 18 Abs. 1 StromVG). Die swissgrid ag muss - wie andere Netzbetreiber - Dritten diskriminierungsfrei den Netzzugang gew�hren (Art. 13 Abs. 1 StromVG) und kann daf�r ein Netznutzungsentgelt beziehen. Da die swissgrid ag in der �bergangsphase noch nicht Eigent�merin der Netze ist (Art. 18 Abs. 2 und Art. 33 Abs. 4 StromVG), fallen die Kapitalkosten bei den bisherigen Netzeigent�mern (worunter auch die Beschwerdef�hrerin 2) an, werden von diesen der swissgrid ag gemeldet und fliessen in deren Tarife ein, die Gegenstand des angefochtenen Entscheids bilden.
4.2 Das Entgelt f�r die Netznutzung darf die anrechenbaren Kosten sowie die Abgaben und Leistungen an Gemeinwesen nicht �bersteigen (Art. 14 Abs. 1 StromVG). Als anrechenbare Kosten gelten die Betriebs- und Kapitalkosten eines sicheren, leistungsf�higen und effizienten Netzes unter Einschluss eines angemessenen Betriebsgewinns (Art. 15 Abs. 1 StromVG). Als Betriebskosten gelten die Kosten f�r die mit dem Betrieb der Netze direkt zusammenh�ngenden Leistungen. Dazu z�hlen insbesondere die Kosten f�r Systemdienstleistungen sowie f�r den Unterhalt der Netze (Art. 15 Abs. 2 StromVG). Die Kapitalkosten m�ssen auf der Basis der urspr�nglichen Anschaffungs- beziehungsweise Herstellkosten der bestehenden Anlagen ermittelt werden. Als Kapitalkosten anrechenbar sind h�chstens die kalkulatorischen Abschreibungen und die kalkulatorischen Zinsen auf den f�r den Betrieb der Netze notwendigen Verm�genswerten (Art. 15 Abs. 3 StromVG). Der Bundesrat legt die Grundlagen fest zur Berechnung der Betriebs- und Kapitalkosten sowie zur einheitlichen und verursachergerechten �berw�lzung der Kosten sowie der Abgaben und Leistungen an Gemeinwesen, wobei der Einspeisung von Elektrizit�t auf unteren Spannungsebenen Rechnung zu tragen ist (Art. 15 Abs. 4 StromVG). Die ElCom entscheidet im Streitfall �ber die Netznutzungstarife und -entgelte oder �berpr�ft diese von Amtes wegen (Art. 22 Abs. 2 lit. a und b StromVG). BGE 138 II 465 S. 472
4.3 Der Bundesrat hat die anrechenbaren Kapitalkosten in Art. 13 StromVV festgelegt: Demnach legen die Netzbetreiber in transparenten und diskriminierungsfreien Richtlinien f�r die verschiedenen Anlagen und Anlageteile einheitliche und sachgerechte Nutzungsdauern fest (Art. 13 Abs. 1 StromVV). Die j�hrlichen kalkulatorischen Abschreibungen berechnen sich aufgrund der Anschaffungs- bzw. Herstellkosten der bestehenden Anlagen bei linearer Abschreibung �ber eine festgelegte Nutzungsdauer auf den Restwert Null. Als Anschaffungs- bzw. Herstellkosten gelten nur die Baukosten der betreffenden Anlagen (Art. 13 Abs. 2 StromVV). Als zu verzinsende f�r den Betrieb der Netze notwendige Verm�genswerte d�rfen h�chstens die Anschaffungs- bzw. Herstellrestwerte der bestehenden Anlagen, die sich aufgrund der Abschreibungen nach Absatz 2 per Ende des Gesch�ftsjahres ergeben, und das betriebsnotwendige Nettoumlaufverm�gen berechnet werden (Art. 13 Abs. 3 lit. a StromVV). Der Zinssatz f�r die betriebsnotwendigen Verm�genswerte entspricht der durchschnittlichen Rendite von Bundesobligationen mit einer Laufzeit von 10 Jahren w�hrend der letzten 60 Monate in Prozent, zuz�glich einer risikogerechten Entsch�digung. Diese betr�gt im Jahr 2009 1,93 Prozentpunkte. Nach Konsultation der ElCom passt sie das UVEK bei einer �nderung der Marktrisikopr�mie j�hrlich entsprechend an (Art. 13 Abs. 3 lit. b StromVV in der hier anwendbaren urspr�nglichen Fassung vom 14. M�rz 2008 [AS 2008 1223]; in Kraft gewesen bis zum 15. M�rz 2010 [AS 2010 883]). K�nnen die urspr�nglichen Anschaffungs- bzw. Herstellkosten f�r bestehende Anlagen ausnahmsweise nicht mehr festgestellt werden, so sind sie wie folgt zu berechnen (sog. synthetische Methode): Die Wiederbeschaffungspreise werden transparent mit sachgerechten, offiziell ausgewiesenen Preisindices auf den Anschaffungs- bzw. Herstellzeitpunkt zur�ckgerechnet. Bereits in Rechnung gestellte Betriebs- und Kapitalkosten f�r betriebsnotwendige Verm�genswerte sind dabei in Abzug zu bringen. In jedem Fall ist h�chstens der Wert einer vergleichbaren Anlage anrechenbar (Art. 13 Abs. 4 StromVV in der urspr�nglichen Fassung [AS 2008 1223]). Sodann hat der Bundesrat in Art. 15 StromVV die Anlastung von Kosten des �bertragungsnetzes geregelt. Die nach den (hier nicht streitigen) Kostenanteilen gem�ss Art. 15 Abs. 1 und 2 StromVV verbleibenden anrechenbaren Kosten stellt die swissgrid ag gem�ss Art. 15 Abs. 3 StromVV den am �bertragungsnetz direkt angeschlossenen Endverbrauchern und Netzbetreibern diskriminierungsfrei und zu einem f�r die Regelzone Schweiz einheitlichen Tarif in Rechnung. Dieser Tarif bemisst sich BGE 138 II 465 S. 473zu 30 Prozent entsprechend der bezogenen elektrischen Energie (sog. Arbeitskomponente), zu 60 Prozent entsprechend dem j�hrlichen Mittelwert der beanspruchten tats�chlichen monatlichen H�chstleistungen (sog. Leistungskomponente) und zu 10 Prozent nach einem fixen Grundtarif pro Ausspeisepunkt im �bertragungsnetz (sog. Grundtarif).
4.4 Mit den Tarifen, die Gegenstand der angefochtenen Verf�gung bilden, hatte die swissgrid ag zum ersten Mal seit ihrem Bestehen in Anwendung der zitierten Rechtsgrundlagen die Kosten und Tarife f�r die Netzebene 1 festgelegt, welche in die Strompreise f�r das Jahr 2009 einflossen. Die Elektrizit�tswerke k�ndigten f�r das Jahr 2009 Strompreiserh�hungen an, welche die Endkunden in der Schweiz insgesamt mit gesch�tzten Mehrkosten in der Gr�ssenordnung von einer Milliarde Franken belasteten (AB 2008 N 1774, Votum Schneider-Ammann). Diese Erh�hungen f�hrten zu heftigen Reaktionen in der �ffentlichkeit und zu zahlreichen parlamentarischen Vorst�ssen, wobei weitgehend die Netzkosten f�r die Preiserh�hungen verantwortlich gemacht wurden. Am 1. Oktober 2008 diskutierte der Nationalrat mehrere Interpellationen (AB 2008 N 1457-1469) und nahm der St�nderat ein Postulat an, welches einen Bericht �ber die Strompreisentwicklung verlangte (AB 2008 S 800-807). Weitere parlamentarische Vorst�sse folgten. Der Vorsteher des UVEK f�hrte im Oktober 2008 Gespr�che mit den interessierten Kreisen durch. Dabei wurden Massnahmen diskutiert, welche die in Aussicht gestellten Strompreiserh�hungen reduzieren sollten, namentlich die Folgenden (vgl. AB 2008 N 1783, Votum BR Leuenberger):
- Die Kosten f�r Systemdienstleistungen sollten nur im Umfang von 0,4 Rp./kWh auf die Endkunden �berw�lzt werden d�rfen, w�hrend der Rest der Kosten von den grossen Kraftwerken getragen werden sollte (vgl. dazu vorne nicht publ. E. 1.4).
- Der Maximalsatz f�r die Verzinsung des Eigenkapitals sollte f�r die Dauer von f�nf Jahren um einen Prozentpunkt reduziert werden.
4.5 Zur Umsetzung dieser Massnahmen �nderte der Bundesrat am 12. Dezember 2008 die Stromversorgungsverordnung mit Wirkung ab 1. Januar 2009 (AS 2008 6467; Pressemitteilung Bundesamt f�r Energie vom 5. Dezember 2008). Dabei wurde Art. 13 Abs. 4 StromVV um einen letzten Satz erg�nzt mit dem Wortlaut: "Vom so BGE 138 II 465 S. 474ermittelten Wert sind 20 Prozent in Abzug zu bringen." Sodann wurde ein neuer 4. Abschnitt "�bergangsbestimmungen zur �nderung vom 12. Dezember 2008" aufgenommen, welcher namentlich die Art. 31a und 31b mit folgendem Wortlaut enth�lt:
"Art. 31a Zinssatz f�r die betriebsnotwendigen Verm�genswerte und Korrekturfaktor
1 Der Zinssatz f�r die betriebsnotwendigen Verm�genswerte f�r Anlagen, die vor dem 1. Januar 2004 in Betrieb genommen wurden, ist in den Jahren 2009-2013 um einen Prozentpunkt tiefer als der Zinssatz nach Artikel 13 Absatz 3 Buchstabe b. F�r Investitionen, die nach dem 31. Dezember 2003 in solche Anlagen get�tigt wurden, gilt der Zinssatz nach Artikel 13 Absatz 3 Buchstabe b.
2 Betreiber von Anlagen nach Absatz 1, f�r die keine Neubewertung vollzogen wurde, oder die �ber eine nach Artikel 13 Absatz 1 festgelegte, einheitliche und sachgerechte Nutzungsdauer oder �ber einen l�ngeren Zeitraum linear abgeschrieben wurden, k�nnen bei der ElCom beantragen, dass f�r diese Anlagen der Zinssatz ohne die Reduktion nach Absatz 1 verrechnet werden darf.
3 Ist das Netznutzungsentgelt f�r das Jahr 2009 kleiner als das ausgewiesene Netznutzungsentgelt f�r das Jahr 2008, so kann die ElCom f�r das Jahr 2009 die Anwendung des Netznutzungsentgelts des Jahres 2008 genehmigen.
1 Die nationale Netzgesellschaft stellt in den Jahren 2009-2013 den Netzbetreibern und den am �bertragungsnetz direkt angeschlossenen Endverbrauchern entsprechend der bezogenen elektrischen Energie der Endverbraucher die Kosten f�r Systemmanagement, Messdatenmanagement, Schwarzstart und Inselbetriebsf�higkeit von Erzeugern, Spannungshaltung, Prim�rregelung und die Anteile der Leistungsvorhaltung f�r die Sekund�r- und Terti�rregelung, welche nicht einer Bilanzgruppe zugeordnet werden k�nnen, zu h�chstens 0,4 Rappen pro kWh in Rechnung.
2 Sie stellt in den Jahren 2009-2013 den Betreibern von Kraftwerken mit einer elektrischen Leistung von mindestens 50 MW den Teil der Kosten der Systemdienstleistungen, der mit dem nach Absatz 1 festgelegten Tarif von 0,4 Rappen pro kWh nicht gedeckt werden kann, gem�ss ihrem Anteil an der Bruttoenergieerzeugung individuell in Rechnung."
Gem�ss dem ebenfalls neuen Art. 31d Abs. 1 StromVV finden u.a. Art. 13 Abs. 4, Art. 31a und 31b StromVV Anwendung auf im Zeitpunkt ihres Inkrafttretens vor Beh�rden oder gerichtlichen Instanzen h�ngige Verfahren. Von diesen Verordnungs�nderungen und den darauf gest�tzten Entscheiden der ElCom erhoffte sich der Bundesrat eine deutliche Reduktion der angek�ndigten Strompreiserh�hungen f�r das Jahr 2009. BGE 138 II 465 S. 475
Trotzdem f�hrten die Strompreiserh�hungen zu einer weiteren parlamentarischen Debatte in der Wintersession 2008. Dabei nahm der Nationalrat die Motion 08.3750 UREK-N an, welche verlangte, dass die kalkulatorischen Abschreibungen und Verzinsungen der Netzanlagen w�hrend einer �bergangsfrist auf dem Buchwert berechnet werden, sofern dieser tiefer liegt als der Anschaffungs- bzw. Herstellungsrestwert (AB 2008 N 1771-1784). Der St�nderat �berwies das Postulat 08.3756 UREK-S, worin der Bundesrat beauftragt wurde, verschiedene �nderungen des Stromversorgungsgesetzes zu pr�fen (AB 2008 S 999-1006). In den Diskussionen dr�ckte die Bundesversammlung aus, dass sie die beschlossenen �nderungen der Stromversorgungsverordnung unterst�tzte. In der Folge lehnte der St�nderat die Motion 08.3750 ab mit der Begr�ndung, die damit geforderten Massnahmen seien mit der Revision der Stromversorgungsverordnung erf�llt worden (AB 2009 S 274).
Die ElCom st�tzte sich in den angefochtenen Verf�gungen auf diese ge�nderten Verordnungsbestimmungen.
4.6.1 Die f�r das Jahr 2009 angek�ndigten Strompreiserh�hungen machten gem�ss Aussagen des damaligen Departementsvorstehers im schweizerischen Durchschnitt ca. 2,2 Rp./kWh aus (AB 2008 N 1467). Diese Erh�hung l�sst sich zu mehr als der H�lfte durch die Systemdienstleistungskosten (gem�ss urspr�nglicher Berechnung 0,9 Rp./kWh, gem�ss Verf�gung der ElCom noch 0,77 Rp./kWh) sowie durch die ab 1. Januar 2009 erhobene kostendeckende Einspeisungsverg�tung von 0,45 Rp./kWh (Art. 15b des Energiegesetzes vom 26. Juni 1998 [EnG; SR 730.0] in der seit dem 1. Januar 2009 g�ltigen Fassung; Art. 3j der Energieverordnung vom 7. Dezember 1998 [EnV; SR 730.01] in der seit dem 1. Oktober 2011 g�ltigen Fassung; vorher 0,081 Rp./kWh) erkl�ren. F�r die verbleibende Erh�hung wurden einerseits die von vielen Kantonen und Gemeinden mit dem Inkrafttreten des Stromversorgungsgesetzes neu eingef�hrten bzw. erh�hten Abgaben und Leistungen an Gemeinwesen (Art. 14 Abs. 1 StromVG) verantwortlich gemacht (vgl. z.B. AB 2008 N 1467, Votum BR Leuenberger). Andererseits wurde vermutet, dass zahlreiche Elektrizit�tswerke im Hinblick auf das Inkrafttreten des Stromversorgungsgesetzes ihre Netzanlagen aufgewertet haben; in den genannten parlamentarischen Diskussionen der Bundesversammlung wurde verbreitet die Auffassung ge�ussert, es k�nne nicht angehen, BGE 138 II 465 S. 476dass die Werke bereits abgeschriebene Anlagen wieder aufwerteten, weil so die Stromkonsumenten die Anlage ein zweites Mal bezahlen m�ssten (AB 2008 N 1460 f., Voten Lustenberger, Wyss, Rechsteiner, Gadient; 1772 ff., Voten Lustenberger, Nordmann, Teuscher, Nussbaumer, Bourgeois, Killer, Rechsteiner; AB 2008 S 803, Votum Jenny; 1004, Votum Stadler). Der Bundesrat gab zum Ausdruck, mit der Revision der Stromversorgungsverordnung diesem Umstand Rechnung zu tragen (vgl. z.B. Antwort des Bundesrates auf Interpellation 08.3694 Lustenberger).
4.6.2 Dazu ist zu bemerken, dass gem�ss Art. 15 Abs. 3 StromVG die Kapitalkosten der Netze ausdr�cklich auf der Basis der urspr�nglichen Anschaffungs- bzw. Herstellkosten zu ermitteln sind, nicht auf der Basis von Buchwerten. Diese Regelung geht auf diejenige in den Vorarbeiten zur Elektrizit�tsmarktverordnung zur�ck: Dort war von den Werken der Wiederbeschaffungswert, von anderer Seite der Buchwert vorgeschlagen worden; als Kompromiss wurden die Anschaffungskosten festgelegt (JUDITH BISCHOF, Rechtsfragen der Stromdurchleitung, 2002, S. 87; PHILIPP STRAUB, Der Zugang zu den Elektrizit�tsnetzen in Europa und der Schweiz, 2005, S. 117), was in Art. 15 Abs. 3 StromVG �bernommen wurde (Botschaft vom 3. Dezember 2004 [...] zum StromVG, BBl 2005 1653; D'ARCY/BURRI, a.a.O., S. 127; Antworten des Bundesrates auf dringliche einfache Anfragen 08.1081 Hutter, Ziff. 3, und 08.1082 Malama, Ziff. 1.1). In der Botschaft zum Stromversorgungsgesetz wurde dazu festgehalten (BBl 2005 1654):
"Kalkulatorische Abschreibungen sollen von den nach steuerlichen und finanziellen Aspekten ermittelten Abschreibungen der Finanzbuchhaltung unterschieden werden (deswegen 'kalkulatorische' Abschreibungen). Sonderabschreibungen, welche aus steuerlichen oder finanziellen Gr�nden vorgenommen wurden und zur Bildung von stillen Reserven f�hrten, sollen in der Kostenrechnung bzw. Betriebsbuchhaltung korrigiert werden. Daraus folgt, dass sich Unterschiede zwischen dem finanzbuchhalterischen Buchwert und dem auf Basis der Kostenrechnung ermittelten Anlagewert ergeben k�nnen."
Als Grundlage f�r die kalkulatorischen Zinsen und Abschreibungen ist somit nicht der Buchwert massgeblich, sondern die Kostenrechnung (vgl. dazu Art. 11 Abs. 1 StromVG; Art. 7 StromVV), die aus verschiedenen Gr�nden von der Finanzbuchhaltung abweichen kann (D'ARCY/BURRI, a.a.O., S. 132 f.); Abschreibungen, welche aus steuerlichen oder finanziellen Gr�nden vorgenommen wurden und zu stillen Reserven f�hrten, k�nnen gem�ss dieser gesetzlichen Regelung BGE 138 II 465 S. 477wieder bis zum Anschaffungsrestwert aufgewertet werden, wenn dieser h�her ist als der Buchwert (BBl 2005 1654; D'ARCY/BURRI, a.a.O., S. 136 f.; Votum Bundesrat Leuenberger in AB 2008 S 807, AB 2008 N 1467), was auch den eidgen�ssischen R�ten mindestens teilweise bewusst war (AB 2008 N 1462, Votum Rime; AB 2008 S 803 und 806, Voten B�ttiker und Schweiger). Soweit die Verordnungs�nderung vom 8. Dezember 2008 darauf abzielt, anstelle des Anschaffungswertes nur den Buchwert als Berechnungsbasis zuzulassen und Aufwertungen von einem allenfalls tieferen Buchwert auf den Anschaffungswert zu untersagen, m�sste sie als gesetzwidrig betrachtet werden. Dasselbe gilt f�r die Verf�gungen der ElCom bzw. die Entscheide der Vorinstanz. Um solche Aufwertungen der Anlagen zu verhindern, m�sste das Gesetz ge�ndert werden.
5. �bersicht �ber die streitigen Punkte 5.1 Die swissgrid ag hatte dem Netzleistungstarif f�r das Jahr 2009 totale Netzkosten von 443 Mio. Franken (ohne die SDL-Kosten) zugrunde gelegt. Diese resultierten aus Netzbetriebskosten von 236 Mio. Franken, Netz-Kapitalkosten von 228 Mio. Franken sowie Spannungshaltungskosten von 35 Mio. Franken, abz�glich Erl�se aus internationalem Transitkostenausgleich von 56 Mio. Franken. In Anwendung von Art. 15 Abs. 3 StromVV ergab sich daraus ein Arbeitstarif von 0,25 Rp./kWh, ein Leistungstarif von Fr. 36'000.-/MW und ein Grundtarif von Fr. 498'000.-/Ausspeisepunkt und Jahr.
5.3 Nachdem die Beschwerdef�hrerinnen diese Berechnung nicht in allen Punkten angefochten hatten und das Bundesverwaltungsgericht sie in einem Punkt (Intransparenzabzug von 10 % bei den Anlaufkosten) korrigiert hat, sind letztinstanzlich noch folgende vier Punkte umstritten:
5.3.1 Manche Netzeigent�mer, darunter auch die Beschwerdef�hrerinnen, hatten die Anschaffungs- und Herstellungskosten der bis Ende 1998 erstellten Anlagen nicht nach den effektiven historischen Werten, sondern nach der sogenannten synthetischen Methode gem�ss BGE 138 II 465 S. 478Art. 13 Abs. 4 StromVV berechnet. Diese war von der Branche entwickelt worden, um das ganze Netz nach einheitlichen Regeln zu bewerten. Insgesamt waren rund ein Drittel der von den Eigent�mern bei der ElCom eingegebenen Anlagenwerte synthetische Werte, bei den Beschwerdef�hrerinnen rund zwei Drittel. Nebst im vorliegenden Verfahren nicht umstrittenen individuellen Korrekturen f�r einzelne Werke hat die ElCom erwogen, mit der synthetischen Methode w�rden die tats�chlichen historischen Werte aus verschiedenen methodischen Gr�nden um 20,5 % �bersch�tzt. Sie hat die von den Eigent�mern angegebenen Werte daher um diesen Faktor reduziert.
Durch die zwei genannten Korrekturen wurden die gesamten synthetischen Werte aller Anlagen um rund 70 % reduziert, bei den Anlagen der Beschwerdef�hrerinnen um rund 40 %. Das gesamte anrechenbare Anlageverm�gen aller Netzeigent�mer wurde dadurch um rund 23 % reduziert, dasjenige der Beschwerdef�hrerinnen um rund 27 %.
5.3.3 Die ElCom hat sodann f�r die Berechnung des kalkulatorischen Zinses auf den synthetisch ermittelten Werten nur den reduzierten Zinssatz gem�ss Art. 31a Abs. 1 StromVV (3,55 %) angewendet und insoweit das Gesuch der Beschwerdef�hrerinnen gem�ss Art. 31a Abs. 2 StromVV um Anwendung des nicht reduzierten Zinssatzes (4,55 %; gem�ss Art. 13 Abs. 3 lit. b StromVV) abgewiesen.
5.3.4 Schliesslich hat die ElCom das (ebenfalls kalkulatorisch zu verzinsende) Nettoumlaufverm�gen auf den Umsatz eines halben Monats begrenzt.
5.4 Das Bundesverwaltungsgericht hat alle diese vier Korrekturfaktoren gesch�tzt:
5.4.1 Zum ersten Punkt hat es erwogen, gem�ss Art. 13 Abs. 4 Satz 3 und 4 StromVV seien bereits in Rechnung gestellte Betriebs- und Kapitalkosten in Abzug zu bringen und es sei h�chstens der Wert einer vergleichbaren Anlage anrechenbar. Da die Netzeigent�mer die historischen Anschaffungs- und Herstellungskosten nicht mehr nachweisen k�nnten und deshalb von der nur als Ausnahme zugelassenen synthetischen Methode Gebrauch machten, liege es an ihnen, die Vergleichbarkeit mit den tats�chlichen Anlagenwerten aufzuzeigen. BGE 138 II 465 S. 479Die von der ElCom angewendeten Korrekturen seien einleuchtend und nachvollziehbar (Urteil A-2606/2009 vom 11. November 2010 E. 9; vgl. dazu nachstehend E. 6).
5.4.3 Zum dritten Punkt hat es erwogen, auch Art. 31a StromVV sei nicht verfassungs- oder gesetzwidrig. Die Beschwerdef�hrerinnen h�tten den ihnen obliegenden Nachweis nicht erbracht, dass sie die Voraussetzungen gem�ss Art. 31a Abs. 2 StromVV f�r die Anwendung des nicht reduzierten Zinssatzes erf�llen w�rden (Urteile A-2606/2009 vom 11. November 2010 E. 12; A-3284/2009 vom 1. Dezember 2010 E. 5 und 6; dazu nachstehend E. 8).
5.4.4 Zum vierten Punkt hat es erwogen, die Ausf�hrungen der ElCom seien fundiert und einleuchtend, da die swissgrid ag die notwendigen Mittel im Durchschnitt innerhalb eines halben Monats bezahlen k�nne (Urteil A-2606/2009 vom 11. November 2010 E. 11; dazu nachstehend E. 9).
6.1 Die Beschwerdef�hrerinnen bringen vor, die synthetische Methode (Art. 13 Abs. 4 StromVV) sei nicht eine nur restriktiv zul�ssige Ausnahme, sondern eine vom Gesetzgeber gewollte ordentliche Bewertungsmethode, zumal sie nicht verpflichtet seien, die B�cher, aus denen die historischen Anschaffungswerte hervorgehen k�nnten, l�nger als zehn Jahre (Art. 747 [recte: 962] OR) aufzubewahren. Die von ihnen angewendete Bewertung entspreche dem Gesetz und der im Vorfeld der Gesetzgebung unter Beizug des Bundesamtes f�r Energie erarbeiteten Methode; sie stelle eine einheitliche Branchenl�sung dar, welche aufgrund des Subsidiarit�tsprinzips (Art. 3 Abs. 2 StromVG) zu respektieren sei. Die Kontrollrechnung der ElCom, welche zu einem generellen Abzug von 20,5 % gef�hrt habe, sei nicht repr�sentativ und aus verschiedenen Gr�nden rechtswidrig. Das Vorgehen der ElCom erf�lle die Voraussetzungen an ein anerkanntes statistisches Verfahren nicht. BGE 138 II 465 S. 480
6.2 Nach Art. 15 Abs. 3 StromVG sind die Kapitalkosten "auf der Basis der urspr�nglichen Anschaffungs- beziehungsweise Herstellkosten der bestehenden Anlagen" zu ermitteln. Nach dem Wortlaut sind damit die effektiven historischen Anschaffungskosten gemeint (vgl. E. 4.6.2 hiervor). Nichts anderes ergibt sich aus der Botschaft (BBl 2005 1653 f.) und aus der parlamentarischen Beratung: Im Nationalrat wurde zu Art. 15 StromVG lediglich ein Antrag gestellt, einen zus�tzlichen Absatz 5 aufzunehmen mit dem Wortlaut: "Die Erwirtschaftung einer Monopolrente ist unzul�ssig". Der Antrag wurde abgelehnt mit dem Argument, er sei unn�tig, da es in einem liberalisierten System ohnehin keine Monopolrente geben k�nne (AB 2005 N 1068 f.). Im St�nderat wurde der Artikel diskussionslos genehmigt (AB 2006 S 846).
Das Gesetz �ussert sich allerdings nicht eindeutig dazu, mit welcher Methode der urspr�ngliche Anschaffungswert zu eruieren ist. Es liegt grunds�tzlich nahe, diesen anhand historischer Belege (Bauabrechnungen usw.) zu ermitteln. Das entspricht auch der Absicht des Stromversorgungsgesetzes, hinsichtlich der anrechenbaren Kosten dem Ansatz des am 22. September 2002 vom Volk abgelehnten Elektrizit�tsmarktgesetzes (EMG; BBl 1999 7469) zu folgen (BBl 2005 1653). Art. 4 Abs. 4 der (infolge der Ablehnung des EMG nicht in Kraft getretenen) Elektrizit�tsmarktverordnung (EMV) sah vor, dass die kalkulatorischen Abschreibungen h�chstens der j�hrlichen Altersentwertung entsprechen d�rfen, die sich aus den Anschaffungs- bzw. Herstellkosten der bestehenden Anlagen bei linearer Abschreibung �ber eine festgelegte Nutzungsdauer ergebe. Als Anschaffungskosten galten nur die beim Bau der betreffenden Anlagen entstandenen Kosten. Als f�r die Verzinsung massgebende betriebsnotwendige Verm�genswerte durften gem�ss Art. 4 Abs. 5 EMV h�chstens die Anschaffungs- bzw. Herstellrestwerte der bestehenden Anlagen, die sich aufgrund der Abschreibungen nach Art. 4 Abs. 4 EMV per Ende des Gesch�ftsjahres ergeben, berechnet werden. Dass das Elektrizit�tsmarktgesetz in seinem Art. 6 Abs. 6 vorsah, dass die Netzbetreiberinnen ein Schema zur Berechnung der Kosten vereinbaren, bedeutet nicht, dass die Branche beliebig hohe Kosten in Rechnung stellen d�rfte. Es ist somit davon auszugehen, dass auch das Stromversorgungsgesetz prim�r auf die effektiven, beim Bau der Anlage entstandenen Kosten abstellt. Das setzt allerdings voraus, dass diese Unterlagen noch vorhanden sind. Bei Anlagen, deren Erstellung teilweise bis auf die 50er-Jahre des letzten Jahrhunderts zur�ckgeht, ist dies nicht mehr unbedingt sichergestellt. Es besteht keine BGE 138 II 465 S. 481gesetzliche Aufbewahrungspflicht von Bauabrechnungen �ber eine so lange Zeit. Manche Werke f�hrten in der Vergangenheit auch keine gesonderte Kostenrechnung f�r ihre Netze; die Buchwerte, die in der Finanzbuchhaltung enthalten sind, sind f�r die Anschaffungskosten nicht massgebend (vorne E. 4.6.2; D'ARCY/BURRI, a.a.O., S. 132 f.; MELANIE STILLFRIED, Die energierechtliche Jahresrechnung gem�ss Stromversorgungsgesetz, Schweizer Treuh�nder 2010 S. 185). Sodann wechselten Netzanlagen oder ganze Netze im Laufe der Zeit teilweise die Hand, wobei dem Erwerber m�glicherweise nicht immer die vollst�ndige Dokumentation �bergeben wurde. F�r solche F�lle muss eine andere Bewertungsmethode zul�ssig sein, was in Art. 13 Abs. 4 StromVV denn auch ausdr�cklich anerkannt ist. Der sog. synthetische Anlagewert ist nicht ein grunds�tzlich anderer Wert als der urspr�ngliche Anschaffungswert, sondern vielmehr eine Methode, um diesen zu ermitteln, wenn die historischen Belege nicht komplett sind. Insofern besteht ein Regel-Ausnahmeverh�ltnis und trifft die Auffassung der ElCom zu, dass die synthetische Methode nur eine Hilfsmethode darstellen kann f�r den Fall, dass die urspr�nglichen Kosten nicht zuverl�ssig ermittelt werden k�nnen. Ist dies der Fall, kann aber die synthetische Methode nicht als regelwidrig betrachtet werden.
6.3 Da somit die synthetische Methode eine Ausnahmemethode ist, muss derjenige, der sie anwenden will, nachweisen, dass ihre Voraussetzungen erf�llt sind (Art. 8 ZGB). Allerdings kann die negative Tatsache, dass die urspr�nglichen Kosten nicht mehr ermittelbar sind, im strengen Sinne nicht bewiesen werden, so dass daran nicht die gleichen Anforderungen wie an einen positiven Beweis gestellt werden d�rfen (Urteil 4C.344/2006 vom 8. Januar 2007 E. 2.1.1, nicht publ. in BGE 133 III 189). Immerhin kann erwartet werden, dass derjenige, der sich auf die synthetische Methode beruft, glaubhaft darlegt, dass und weshalb er die historischen Werte nicht mehr ermitteln kann.
6.3.1 Gesetz- und Verordnungsgeber gehen offensichtlich davon aus, dass im Regelfall die historischen Anschaffungskosten noch ermittelt werden k�nnen. Wie aus der Verf�gung der ElCom hervorgeht, haben die meisten Werke teilweise synthetische Werte angegeben, einige aber auch ausschliesslich historische Werte, ohne sich auf synthetische Werte zu berufen. Historische Werte zu ermitteln, scheint also nicht grunds�tzlich unm�glich zu sein. Die Beschwerdef�hrerinnen haben nicht n�her dargelegt, weshalb das bei ihnen nicht m�glich sein soll, sondern einerseits geltend gemacht, die synthetische BGE 138 II 465 S. 482Methode sei von der Branche im Einvernehmen mit dem Bundesamt f�r Energie entwickelt worden, und sich andererseits pauschal auf die gesetzliche Aufbewahrungspflicht von bloss zehn Jahren berufen. Das erste Argument mag zutreffen, �ndert aber nichts daran, dass gem�ss der danach in Kraft getretenen Stromversorgungsverordnung die synthetische Methode nicht als Regelmethode vorgesehen ist. Sodann ist es wenig glaubhaft, dass Unternehmen wie die Beschwerdef�hrerinnen nach zehn Jahren s�mtliche Dokumentationen �ber ihre Anlagen vernichten.
6.3.2 Umgekehrt ist auch das Argument der ElCom nicht stichhaltig, die Beschwerdef�hrerinnen h�tten als Aktiengesellschaften Buchf�hrungspflichten erf�llen m�ssen und diese auch erf�llt, h�tten sie doch im Verfahren f�r die Tarife 2010 einen finanzbuchhalterischen Anlagespiegel vorgelegt. Wie dargelegt (E. 4.6.2 hiervor), ist der nach Art. 15 Abs. 3 StromVG zu ermittelnde Anschaffungsrestwert nicht identisch mit dem finanzbuchhalterischen Buchwert. Auch eine R�ckrechnung aus den aktuellen Buchwerten und den kumulierten Abschreibungen ergibt nicht unbedingt die urspr�nglichen Anschaffungs- bzw. Herstellkosten, da m�glicherweise gewisse Baukosten seinerzeit nicht aktiviert wurden. Sind die Buchwerte nicht massgebend, kann auch die seinerzeitige Aktivierungspraxis nicht massgebend sein. Daran �ndert auch Art. 13 Abs. 4 Satz 3 StromVV nichts, wonach "bereits in Rechnung gestellte" Kapitalkosten in Abzug zu bringen sind, woraus die ElCom ableitet, dass nicht aktivierte Anlagekosten nicht ber�cksichtigt werden d�rften, da sie bereits den Stromkunden in Rechnung gestellt worden seien: Zum einen gilt dieser Satz nur bei Verwendung der synthetischen Methode, w�hrend Aufwertungen auch sonst m�glich sind. Zum andern h�tte diese Argumentation der ElCom zur Konsequenz, dass Aufwertungen nie zul�ssig w�ren, da sie zwangsl�ufig Werte betreffen, die finanzbuchhalterisch bereits fr�her �ber die Betriebsrechnung verbucht und damit durch den Stromkonsumenten bezahlt worden sind. Diese Konsequenz st�nde im Widerspruch zur gesetzlichen Lage, wonach gerade nicht die Buchwerte massgebend und Aufwertungen zul�ssig sind. Ob zu tiefe Buchwerte daraus resultieren, dass die Anlagen gar nie aktiviert wurden, oder ob sie daher r�hren, dass die Anlagen zwar aktiviert, aber rascher abgeschrieben wurden, ist unerheblich.
6.3.3 In dem vor der ElCom eingereichten swissasset-Bericht (swissasset, "Pr�fung der synthetischen Anschaffungsneuwerte anhand Ist-Abrechnungen exemplarischer Leitungen", 17. Oktober 2008) wurden BGE 138 II 465 S. 483anhand von 14 Leitungen die historischen Kosten mit den synthetischen Werten verglichen. Drei dieser Leitungen geh�ren zum Netz der Beschwerdef�hrerinnen. Zumindest f�r diese drei Leitungen war es also offensichtlich m�glich, die historischen Kosten zumindest ann�herungsweise zu rekonstruieren, worauf sich die Beschwerdef�hrerinnen auch in ihrer Eingabe vom 18. Oktober 2011 berufen. Der swissasset-Bericht weist auf seiner S. 3 f. allerdings auch darauf hin, dass aus verschiedenen Gr�nden die Ermittlung der historischen Ist-Kosten f�r sehr viele Leitungen schwierig war.
6.4 Die Vorinstanzen haben erwogen, die Verwendung der synthetischen Methode d�rfe nicht dazu dienen, dass den Netzeigent�mern Vorteile entstehen. Dies trifft zu, ist aber zu erg�nzen: Anzustreben ist auch bei Anwendung der synthetischen Methode eine Berechnungsweise, die zu Werten f�hrt, welche m�glichst nahe an den realen historischen Kosten liegen (Art. 15 Abs. 3 StromVG). Da die synthetische Methode auf Annahmen beruht (Einheitskosten, Preisentwicklungen), die nicht unbedingt f�r alle Anlagen zutreffen, ist sie tendenziell weniger pr�zis als die historische. Soweit Unsicherheiten bestehen, ist es angesichts der grunds�tzlichen Beweislast der Netzbetreiber vertretbar, die anerkannten Kosten am unteren Rand des Unsicherheitsbereichs anzusetzen. Unzul�ssig ist es jedoch, bewusst und gezielt einen Wert festzusetzen, der tiefer ist als der echte Anschaffungswert. Es verh�lt sich mutatis mutandis �hnlich wie bei einer Ermessensveranlagung im Steuerrecht: Diese darf zwar nicht zu einer Bevorteilung gegen�ber demjenigen Steuerpflichtigen f�hren, der seine Mitwirkungspflicht erf�llt, muss aber trotzdem eine Veranlagung anstreben, welche der materiellen Wahrheit m�glichst nahe kommt, und darf davon nicht aus fiskalischen oder p�nalen Motiven bewusst zum Nachteil des Steuerpflichtigen abweichen (ASA 58 S. 670 E. 3b; ALTHAUS-HOURIET in: Commentaire romand, Imp�t f�d�ral direct, Yersin/No�l [Hrsg.], 2008, N. 23 f. zu Art. 130 DBG; THOMAS STADELMANN, Beweislast oder Einsch�tzung nach pflichtgem�ssem Ermessen?, StR 2001 S. 258 ff., 262 f.; ZWEIFEL, in: Bundesgesetz �ber die direkte Bundessteuer, Zweifel/Athanas [Hrsg.], 2. Aufl. 2008, N. 46 zu Art. 130 DBG; MARTIN ZWEIFEL, Die Sachverhaltsermittlung im Steuerveranlagungsverfahren, 1989, S. 130 f.).
6.5 Die synthetische Methode ermittelt zun�chst die aktuellen Wiederbeschaffungsneuwerte, wobei diese einheitlich auf das Jahr 1998 indexiert werden. Dieser Wert wird sodann auf das Erstellungsjahr zur�ckindexiert (Anschaffungsneuwert). Davon werden die BGE 138 II 465 S. 484kalkulatorischen Abschreibungen (Art. 13 Abs. 2 StromVV) abgezogen. Um den von Art. 13 Abs. 4 StromVV verlangten Wert einer vergleichbaren Anlage zu ermitteln, hatten die Netzeigent�mer im Verfahren vor der ElCom den hiervor in E. 6.3.3 zitierten swissasset-Bericht vorgelegt. Dieser Bericht untersucht die Ist-Kosten f�r 14 vor dem Jahr 1999 erstellte Leitungen und vergleicht diese mit den synthetischen Werten. Bei den Ist-Kosten differenziert er zwischen den mit Dokumenten belegbaren Kosten (ca. 94 % der Gesamtkosten) und den gesch�tzten Kosten (ca. 6 % der Gesamtkosten). Die Summe der Ist-Kosten aller 14 Leitungen liegt ca. 7,7 % tiefer als die synthetischen Werte. Bei den drei Leitungen der Beschwerdef�hrerinnen betr�gt diese Abweichung 6,8 %.
6.6 Die ElCom ging davon aus, dass die zu hohe Sch�tzung der synthetischen Werte teilweise mit einem methodischen Fehler erkl�rt werden k�nne (Verwendung unterschiedlicher Indices f�r die Vorw�rtsindexierung der Einheitspreise auf das Jahr 1998 und die R�ckw�rtsindexierung auf das Erstellungsjahr). Sodann hat die ElCom die im swissasset-Bericht erhobenen Ist-Werte in folgenden drei Punkten korrigiert:
Erstens erwog die ElCom, die gesch�tzten Investitionen (6 % der Ist-Kosten) seien vermutlich nicht aktiviert, sondern �ber die Betriebskosten bezahlt worden. Sie k�nnten daher nicht bei den anrechenbaren Kapitalkosten wieder ber�cksichtigt werden.
Zweitens entfernte sie drei der 14 Anlagen aus dem Vergleich mit der Begr�ndung, mit dem Vergleich soll aufgezeigt werden, dass der verwendete Produzenten- und Importpreisindex (PIP) die Preisentwicklung korrekt darstelle und deswegen zur R�ckindexierung geeignet sei. F�r einen sinnvollen Vergleich m�sse die Anlage gen�gend alt sein, da sonst die Preisentwicklung zu gering sei und entsprechend der Index nicht auf seine Zweckm�ssigkeit gepr�ft werden k�nne. Deswegen seien die drei Anlagen, die im Vergleichszeitpunkt Ende 1998 nicht mindestens zehn Jahre alt seien, aus dem Vergleich zu entfernen.
Drittens verwendete die ElCom f�r die R�ckindexierung von Ist-Nachinvestitionen auf das Inbetriebsetzungsjahr der Anlagen anstatt des PIP-Indexes den H�chstspannungsleitungsindex (H�sple-Index), der ein Mischindex aus verschiedenen Indices ist.
Die ElCom verglich sodann die sich unter Ber�cksichtigung dieser Korrekturelemente ergebenden Ist-Kosten mit den synthetischenBGE 138 II 465 S. 485Werten und kam zum Ergebnis, dass die Ist-Kosten 20,5 % tiefer liegen als die synthetischen Werte. 6.7 Das Bundesverwaltungsgericht erwog, die Liste der 14 Leitungen beruhe auf Werten der Netzeigent�mer selber und sei ausdr�cklich als exemplarische Auswahl gedacht; sie sei daher als repr�sentativ zu betrachten (Urteil A-2606/2009 vom 11. November 2010 E. 9.1.2). Die Wahl des H�sple-Index anstelle des PIP-Index sei nicht zu beanstanden (E. 9.3 des genannten Urteils). Zudem k�nnten unbelegte, nicht aktivierte, sondern bloss gesch�tzte Positionen nicht ber�cksichtigt werden (E. 9.4 des genannten Urteils). Auch sei die Begr�ndung der ElCom f�r die Streichung von drei Anlagen nachvollziehbar (E. 9.5 des genannten Urteils). Insgesamt sei der Abzug von 20,5 % nicht zu beanstanden.
6.8 Die Beschwerdef�hrerinnen beanstanden, die 14 Leitungen seien nicht eine repr�sentative Auswahl; das Vorgehen der Vorinstanzen erf�lle nicht die Anforderungen an ein anerkanntes statistisches Verfahren; die K�rzung um die drei Leitungen sei ohne sachlichen Grund erfolgt; die Streichung der gesch�tzten Kosten und die Verwendung des H�sple-Index f�hrten zu einer nicht gerechtfertigten Unterbewertung.
6.8.1 Es liegt auf der Hand, dass Kostenrechnungen der hier vorzunehmenden Art nicht mit mathematischer Pr�zision erfolgen k�nnen. Die verschiedenen Methoden k�nnen jedoch verglichen und plausibilisiert werden. In diesem Sinne ist nicht zu beanstanden, dass die Vorinstanz nicht unbesehen die von den Werken gemeldeten synthetischen Werte �bernimmt, sondern diese kritisch w�rdigt und zu diesem Zweck auch auf den swissasset-Bericht Bezug nimmt. Zwar mag das Ergebnis der dort getroffenen Auswahl statistisch nicht unanfechtbar sein. Immerhin wurde die Studie von swissasset erstellt, welche eine Fachgruppe der swisselectric ist (Organisation der grossen schweizerischen Stromverbundunternehmen, welcher auch die Beschwerdef�hrerin 1 angeh�rt). Nach Aussage in der Studie (S. 5) handelt es sich bei der Auswahl um eine repr�sentative Menge, die ca. 10 % des schweizerischen H�chstspannungsnetzes abdeckt. Die Beschwerdef�hrerin 2 hat selber in ihrem Schreiben vom 24. Oktober 2008 an die ElCom ausgef�hrt, im Rahmen von swissasset seien die Vergleiche �ber eine repr�sentative Auswahl von 14 Leitungen durchgef�hrt worden. Die Beschwerdef�hrerinnen machen auch nicht geltend, dass sich ihre Anlagen signifikant von den im Bericht ber�cksichtigten unterscheiden w�rden. BGE 138 II 465 S. 486
Nach den Ergebnissen der swissasset-Studie ist plausibel, dass die synthetisch ermittelten Werte h�her liegen als die historischen Werte. Zu beantworten bleibt die Frage, wie gross diese Abweichung ist.
6.8.2 Die Nicht-Ber�cksichtigung der gesch�tzten Kosten ist nicht zu beanstanden: Die Beschwerdef�hrerinnen machen bestimmte Kapitalkosten geltend und leiten daraus eine bestimmte Netztarif-H�he ab. Sie tragen daf�r die Beweislast (Art. 8 ZGB). K�nnen sie die Kosten nicht belegen, so haben sie die Folgen der Beweislosigkeit zu tragen. Es ist zwar nachvollziehbar, dass die historischen Anschaffungskosten angesichts des zum Teil erheblichen Alters der Anlagen und der unterschiedlichen Kostenstrukturen und Aktivierungspraxen der Eigent�mer nicht mehr v�llig exakt festgestellt werden k�nnen. Das �ndert aber nichts daran, dass die Tarife anhand belegbarer Kosten berechnet werden m�ssen und im Zweifelsfall eher Werte an der unteren Grenze des Unsicherheitsbereichs anzunehmen sind (vorne E. 6.4). Die von den Beschwerdef�hrerinnen vorgebrachten Erkl�rungen f�r diese Kostenanteile sind keine hinreichenden Belege. Bloss gesch�tzte, nicht belegte Kosten k�nnen nicht ber�cksichtigt werden.
6.8.3 Der H�sple-Index geht auf das Gutachten des Instituts f�r Wirtschaftsstudien Basel GmbH (IWSB) zur�ck, welches zum Ziel hatte, die Verwendung von Indices zur R�ckindexierung von Wiederbeschaffungswerten zu pr�fen. Die Vorinstanz ist in ihrem Urteil A-2606/2009 vom 11. November 2010 davon ausgegangen, dass die ElCom den H�sple-Index zu diesem Zweck verwendet habe (E. 9.3 des genannten Urteils). Indessen hat die ElCom in ihrer Verf�gung vom 6. M�rz 2009 diesen Index nur f�r die R�ckindexierung von allf�lligen Nachinvestitionen auf das Inbetriebsetzungsjahr verwendet. Die Auswirkung der Indexwahl ist daher kleiner, als wenn die gesamten Wiederbeschaffungswerte betroffen w�ren.
Zudem ist die Verwendung des H�sple-Index ohnehin nicht zu beanstanden: Das Gutachten des IWSB kommt zum Ergebnis, dass der PIP-Index nicht geeignet sei, da darin die im Leitungsbau haupts�chlich verwendeten Materialien nicht richtig abgebildet w�rden. Die Beschwerdef�hrerinnen stellen diese Beurteilung f�r die Leitungen nicht materiell fundiert in Frage, sondern weisen nur darauf hin, dass der PIP-Index bereits in den Vorarbeiten zur Stromversorgungsverordnung als m�glicher Index bezeichnet wurde. Das trifft zwar zu, schliesst aber nicht aus, dass von den damaligen Annahmen abgewichen wird, wenn sich aufgrund wissenschaftlicher Erkenntnisse eine andere L�sung als geeigneter erweist. Die f�r den H�sple-Index BGE 138 II 465 S. 487verwendeten Subindices sind offiziell ausgewiesen und erf�llen damit auch die entsprechenden Anforderungen gem�ss Art. 13 Abs. 4 StromVV. An sich zutreffend ist die Kritik der Beschwerdef�hrerinnen, dass sich der H�sple-Index nur auf Leitungen (ca. 60 % der Anlagen), nicht aber auf die �brigen Anlagen bezieht. Aus dem IWSB-Gutachten (S. 14 Ziff. 5.3) ergibt sich aber, dass der PIP-Index f�r Schaltanlagen noch weniger geeignet sein d�rfte als f�r die Leitungen. Dass ein offiziell ausgewiesener Preisindex f�r Schaltanlagen bestehen w�rde, machen die Beschwerdef�hrerinnen selber nicht geltend. Unter diesen Umst�nden ist es nicht zu beanstanden, wenn im Ergebnis die Vorinstanz mangels besserer Alternativen den H�sple-Index auch f�r die anderen Anlagen verwendet hat.
6.8.4 Demgegen�ber erweckt die Streichung der drei j�ngsten Leitungen Bedenken, insbesondere angesichts der erheblichen Sensitivit�t dieses Vorgehens: W�rden n�mlich diese drei Anlagen ber�cksichtigt, w�ren die Ist-Werte gegen�ber den synthetischen nicht mehr um 20,5 %, sondern nur noch um 12,7 % tiefer. Dies n�hrt den Verdacht, dass gezielt ein Vorgehen gew�hlt wurde, welches eine m�glichst grosse Differenz zwischen synthetischen und historischen Werten zur Folge hat. Die von der Vorinstanz �bernommene Begr�ndung der ElCom (vgl. E. 6.6 und 6.7 hiervor) f�r die Streichung dieser Anlagen kann nicht �berzeugen: Wie aus dem IWSB-Gutachten (S. 17 Abb. 4) hervorgeht, ist der Unterschied zwischen dem PIP-Index und dem H�sple-Index in den 1990er-Jahren gering, w�hrend er in den fr�heren Jahren erheblicher ist. Der Anlagenpark enth�lt �ltere und neuere Anlagen. Bei den neueren umfasst der R�ckindexierungszeitraum nur die j�ngere Vergangenheit, in welcher der Index-Unterschied gering ist. F�r einen repr�sentativen Indexvergleich muss deshalb ein ausgewogener Mix von �lteren und j�ngeren Anlagen betrachtet werden, weil ansonsten das Ergebnis verf�lscht wird. Zudem ist es ein unzul�ssiger Methodendualismus, wenn - wie dies die Vorinstanzen getan haben - einerseits der vorzunehmende Abzug ohne Ber�cksichtigung der j�ngeren Anlagen ermittelt wird, der so ermittelte Abzug dann aber auch auf diese j�ngeren Anlagen angewendet wird. Denn mit der von den Vorinstanzen gegebenen Begr�ndung f�r die Streichung der drei Leitungen wird unterstellt, dass f�r j�ngere Anlagen der Preisunterschied gering ist; diesfalls geht es jedoch nicht an, trotzdem auch auf den j�ngeren Anlagen den h�heren Abzug anzuwenden, der aus dem Vergleich bloss der �lteren Anlagen ermittelt wurde. Der Abzug von 20,5 % erweist sich daher als zu hoch. BGE 138 II 465 S. 488
6.9 Das Bundesgericht hat versucht, die von den Vorinstanzen angenommenen oder von den Beschwerdef�hrerinnen vorgebrachten Werte auf andere Weise zu plausibilisieren:
6.9.1 Anl�sslich der Instruktionsverhandlung wurde vereinbart, von denjenigen zwei grossen Netzeigent�mern, welche ihre Anlagenwerte vollst�ndig historisch ermittelt hatten, die historischen und synthetischen Werte der bis Ende 1998 erstellten Anlagen zu erfragen, um einen Vergleich vorzunehmen. Diese Angaben wurden in der Folge eingeholt.
Beim ersten Unternehmen betrug das Verh�ltnis zwischen aktivierten historischen und synthetischen Werten 1:1,96. Der erstere Wert betr�gt zudem nur gut die H�lfte der bei der ElCom eingereichten und von dieser anerkannten historischen Restwerte (f�r die vor 2004 erstellten Anlagen). Auch wenn die betrachteten Anlagenparks nicht ganz identisch sind (bis Ende 1998 bzw. 2003 erstellte Anlagen), zeigt sich doch, dass dieses Unternehmen offensichtlich bei weitem nicht alle Anlagen aktiviert hat, so dass ein direkter Vergleich dieser Werte nicht zielf�hrend ist. Hingegen ist der synthetische Wert (der bis Ende 1998 erstellten Anlagen) ziemlich genau gleich hoch wie der von der ElCom anerkannte historische Wert (der bis Ende 2003 erstellten Anlagen). Gem�ss dem vor der Vorinstanz eingereichten Bericht der P�yry Energy AG, "Bewertung per 31.12.2005 des schweizerischen �bertragungsnetzes", erstellt im Auftrag der Schweizerischen Betriebsdirektorenkonferenz (im Folgenden: P�yry-Bericht), in welchem die Wiederbeschaffungswerte der �bertragungsnetze 1998, 2003 und 2005 erhoben wurden, war der Wert f�r das Netz dieser Unternehmung im Jahre 1998 ca. 3 % tiefer als 2003. Der synthetische Wert ist also nur unwesentlich h�her als der historische.
Beim zweiten Unternehmen betr�gt das entsprechende Verh�ltnis 1:0,95, die synthetischen Werte sind also tiefer als die historischen. Sie sind zudem (f�r die bis Ende 1998 erstellten Anlagen) fast 11 % tiefer als die bei der ElCom eingereichten und von dieser anerkannten historischen Werte (der bis Ende 2003 erstellten Anlagen). Gem�ss dem P�yry-Bericht war der Wiederbeschaffungswert der Anlagen f�r dieses Unternehmen im Jahre 1998 ca. 4,3 % tiefer als 2003. Auch unter Ber�cksichtigung dieses Unterschieds liegen die synthetischen Werte tiefer als die historischen.
6.9.2 Die ElCom holte entsprechende Angaben auch von einem dritten grossen Netzbetreiber ein, welcher im Verfahren vor der ElCom BGE 138 II 465 S. 489seine Anlagen weit �berwiegend (zu �ber 96 %) historisch bewertet hatte. Dieses Unternehmen gab nicht die historischen Werte an, sondern (jeweils f�r die vor 1999 erstellten Anlagen, zu Werten per 30.9.2008) die Buchwerte und die synthetischen Anlagenzeitwerte. Diese stehen im Verh�ltnis 1:1,61, wobei aber das Unternehmen ausdr�cklich darauf hinweist, dass die Buchwerte nicht mit den Anschaffungszeitwerten gleichzusetzen sind. Gegen�ber den im Verfahren vor der ElCom angegebenen und von dieser anerkannten historischen Restwerten (der vor 2004 erstellten Anlagen) sind die eingereichten synthetischen Werte rund 30 % h�her; ber�cksichtigt man die Erh�hung der Anlagenwerte zwischen 1998 und 2003 um rund 4,5 % (gem�ss P�yry-Bericht), so erh�ht sich dieser Wert entsprechend.
6.9.3 Insgesamt decken die eingereichten Werte grosse Unterschiede in den Anlagenbewertungen auf. Sie erlauben aber keine erh�rtete Plausibilisierung der von der ElCom angenommenen Unterschiede von 20,5 %. Ebenso wenig erlauben sie, die von den Beschwerdef�hrerinnen vorgetragenen Werte zu best�tigen. Weitere Abkl�rungen im bundesgerichtlichen Verfahren erscheinen als wenig zielf�hrend, da sich gezeigt hat, dass alle denkbaren Ermittlungen wieder neue Fragen aufwerfen, die vom Gericht nicht abschliessend beantwortet werden k�nnen. Als Zwischenergebnis ist festzuhalten, dass nach der swissasset-Studie und den teilweise �berzeugenden Korrekturen der ElCom und der Vorinstanz (E. 6.8.1-6.8.3 hiervor) eine gewisse Reduktion der synthetischen Werte begr�ndet ist, dass aber der Abzug von 20,5 % zu hoch ist (vorne E. 6.8.4).
7. Abzug von 20 % gem�ss Art. 13 Abs. 4 letzter Satz StromVV
7.1 Die Beschwerdef�hrerinnen r�gen, der "Malus"-Abzug von 20 % gem�ss dem am 12. Dezember 2008 neu eingef�gten letzten Satz von Art. 13 Abs. 4 StromVV sei aus dem gleichen Grund und gest�tzt auf den gleichen Sachverhalt angeordnet worden wie die K�rzung um 20,5 %; die Anlagenwerte w�rden dadurch aus dem gleichen Grund zweimal korrigiert. Das verstosse gegen Art. 15 Abs. 1 StromVG, sei eine gesetzlich nicht vorgesehene repressive Verwaltungssanktion, eine unzul�ssige R�ckwirkung und zudem ein Eingriff in die Eigentumsgarantie, da die Netzeigent�mer verpflichtet w�rden, Leistungen ohne entsprechende Kostendeckung zu erbringen.
7.2 Nach dem Wortlaut von Art. 13 Abs. 4 StromVV in der am 12. Dezember 2008 ge�nderten Fassung ist es richtig, in einem ersten Schritt die synthetischen Werte zu ermitteln und anschliessend in BGE 138 II 465 S. 490einem zweiten Schritt davon 20 % abzuziehen. Das Vorgehen der Vorinstanzen entspricht der Verordnung. Zu pr�fen ist jedoch, ob die Verordnung gesetzm�ssig ist.
7.3 Nach Art. 15 Abs. 3 StromVG sind die Kapitalkosten auf der Basis der erhobenen urspr�nglichen Anschaffungskosten zu ermitteln. Wird die synthetische Methode verwendet, d�rfen im Zweifel die Werte eher am unteren Rand des Unsicherheitsbereichs angesetzt werden; dies darf aber nicht zu einer bewussten und gezielten Unterbewertung f�hren (vorne E. 6.4). Soweit die synthetische Methode - allenfalls mit Korrekturen - bereits zu einer hinreichend zuverl�ssigen Bewertung f�hrt, die den urspr�nglichen Anschaffungskosten entspricht, so besteht keine gesetzliche Grundlage f�r eine zus�tzliche Reduktion dieser Werte.
7.4 Gegen�ber der Bundesversammlung begr�ndete der damalige Departementsvorsteher den Abzug von 20 % gem�ss Art. 13 Abs. 4 letzter Satz StromVV damit, dass die Netzbetreiber die synthetische Bewertungsmethode angewendet h�tten; die ElCom habe nachgerechnet und festgestellt, dass die 39 Betreiber des H�chstspannungsnetzes um 20 % zu viel aufgeschlagen h�tten; der Bundesrat habe die Konsequenz daraus gezogen und in der Verordnung einen Malus von 20 % festgelegt (AB 2008 N 1783, S 1006). Der Abzug von 20 % soll also die �berh�hung ausgleichen, welche sich durch die Verwendung der synthetischen Methode ergeben hat.
7.5 Nun hat allerdings die ElCom die synthetisch ermittelten Werte bereits bei der Festlegung der anrechenbaren Anlagerestwerte mit verschiedenen Begr�ndungen um 20,5 % reduziert (was sich freilich als �berm�ssig erwiesen hat, vorne E. 6). Im ganzen Verfahren hat die ElCom nicht geltend gemacht, dass die �berh�hung um rund 20 %, welche gem�ss Aussage des damaligen Departementsvorstehers der Revision der Verordnung zugrunde lag, auf zus�tzliche oder andere Faktoren zur�ckzuf�hren sei. Vielmehr lagen die gleichen synthetischen Werte, welche im vorliegenden Verfahren zu beurteilen sind, bereits den damaligen Tarifvorschl�gen und den darauf folgenden politischen Diskussionen sowie den Aussagen des Departementsvorstehers zugrunde; genau diese als �berh�ht betrachteten Werte sollten mit der Revision der StromVV vom 12. Dezember 2008 reduziert werden (vorne E. 4.4-4.6.1). In der Instruktionsverhandlung vor Bundesgericht wurde best�tigt, dass der Malus von 20 % gem�ss Verordnung auf den gleichen gesch�tzten Unterschied zwischen synthetischen und historischen Werten zur�ckgeht wie die im BGE 138 II 465 S. 491Anwendungsfall vorgenommene Korrektur. Damit erweist sich die Kritik der Beschwerdef�hrerinnen als berechtigt, wonach mit den beiden Schritten die n�mlichen Korrekturen vorgenommen worden seien.
7.6 Die Vorinstanz hat den Abzug damit gerechtfertigt, die synthetische Methode sei f�r die Netzbetreiber oft attraktiver, da daraus meist h�here Kapitalkosten resultieren w�rden. Der Abzug wolle die offensichtlich immer noch zu hohe Attraktivit�t des Ausnahmeverfahrens mildern (Urteil A-2606/2009 vom 11. November 2010 E. 10. 2.3/4). Die Vorinstanz will deshalb die Verwendung dieser Methode mit einem "reinen Malus zur Anreizverminderung" (E. 10.3 des genannten Urteils) vermeiden. Es ist zwar richtig, dass aus der Verwendung der synthetischen Methode den Netzeigent�mern kein Vorteil erwachsen darf. Indessen kann entgegen der Auffassung der Vorinstanz (E. 10.2.5 des genannten Urteils) ein zu korrigierender Vorteil nicht schon darin liegen, dass den Betreibern zugestanden wird, die synthetische Methode �berhaupt anzuwenden, sondern nur darin, dass die Anwendung dieser Methode zu �berh�hten Werten f�hren w�rde. Die aus der synthetischen Methode resultierenden �berh�hten Kapitalkosten wurden jedoch bereits mit dem (freilich zu hohen) Abzug von 20,5 % reduziert. Es wird von der Vorinstanz nicht begr�ndet, dass und inwiefern auch nach Vornahme dieses Abzugs die Verwendung der synthetischen Methode zu attraktiv sein sollte und einer zus�tzlichen Korrektur bed�rfte. Dies k�nnte h�chstens dann der Fall sein, wenn ein Netzbetreiber systematisch in all denjenigen F�llen, in denen die historischen Werte h�her sind als die synthetischen, die historischen verwendet, im umgekehrten Fall aber die synthetischen. Die Beschwerdef�hrerinnen haben indessen f�r alle vor 1999 erstellten Anlagen synthetische Werte eingereicht. W�rden der Abzug von 20,5 % (oder etwas weniger) gem�ss Korrekturrechnung und der Abzug von 20 % gem�ss Art. 13 Abs. 4 letzter Satz StromVV kumuliert angewendet, w�rde gezielt und bewusst ein Wert angestrebt, der tiefer ist als die echten Anschaffungskosten; damit aber w�re das vom Gesetz vorgegebene Prinzip der Kostendeckung (Art. 15 Abs. 1 und 3 StromVG) verletzt (vorne E. 6.4). Der blosse Umstand, dass im Parlament noch h�here Werte (30 % oder 40 %) zur Diskussion standen (AB 2008 S 1004, Votum Stadler), kann kein Grund sein, der dies zu rechtfertigen verm�chte, beruhte doch die entsprechende Frage ihrerseits nicht auf irgendwelchen Daten.
7.7 Soweit Art. 13 Abs. 4 StromVV so angewendet wird, dass der Abzug von 20 % kumulativ zu einer Korrektur von synthetischen BGE 138 II 465 S. 492Werten vorgenommen wird, ist dies damit gesetzwidrig. Es geht dabei entgegen der Auffassung der Vorinstanz (Urteil A-2606/2009 vom 11. November 2010 E. 12.2.6) nicht um eine Frage der Zweckm�ssigkeit der Verordnungsbestimmung, sondern um die Frage der Rechtm�ssigkeit, n�mlich der Vereinbarkeit mit Art. 15 Abs. 1 und 3 StromVG.
Damit stellt sich die Frage, ob der abstrakte Abzug von 20 % gem�ss Verordnung oder aber eine konkrete Bewertungskorrektur anzuwenden ist. Der Abzug von 20 % gem�ss Verordnung ist ein pauschaler Wert, der so lange anwendbar ist, als nicht im Einzelfall nachgewiesen werden kann, dass er zu einer gesetzwidrigen Bewertung f�hrt, wobei die Beweislast bei den Netzeigent�mern liegt, da sie sich auf eine Ausnahmemethode berufen (E. 6.3 hiervor). Wie in E. 6 eingehend dargelegt wurde, ist der von den Vorinstanzen angenommene Abzug von 20,5 % zu hoch; der korrekte Abzug w�rde bei weniger als 20 % liegen, doch k�nnen umgekehrt auch die Beschwerdef�hrerinnen nicht mit gen�gender Bestimmtheit darlegen, wie hoch der korrekte Wert w�re. Diese verbleibende Ungewissheit geht zu ihren Lasten (vgl. E. 6.4 hiervor). Es ist daher der von der Verordnung vorgesehene Abzug von 20 % von den synthetischen Werten vorzunehmen, aber nicht kumulativ dazu ein weiterer Abzug.
8.1 Gem�ss Art. 31a Abs. 1 StromVV ist der Zinssatz f�r die betriebsnotwendigen Verm�genswerte f�r Anlagen, die vor dem 1. Januar 2004 in Betrieb genommen wurden, in den Jahren 2009-2013 um einen Prozentpunkt tiefer als der Zinssatz nach Artikel 13 Abs. 3 lit. b. Die ElCom hat erwogen, Art. 31a Abs. 1 StromVV wolle verhindern, dass Endverbraucher mit dem Netznutzungsentgelt jene Netze, die bereits einmal bezahlt wurden, �ber eine Aufwertung ein zweites Mal bezahlen m�ssten. Der Verordnungsgeber sei davon ausgegangen, dass f�r viele Netze, die vor dem 1. Januar 2004 in Betrieb genommen worden seien, eine Neubewertung vollzogen worden sei; in diesen F�llen sei der angemessene Betriebsgewinn bereits �ber die Neubewertung erzielt worden, sodass der Zinssatz um einen Prozentpunkt gesenkt werde. Diese Reduktion k�nne zwar mit einem Nachweis gem�ss Abs. 2 vermieden werden, doch sei diese Voraussetzung in denjenigen F�llen, in denen die Werte synthetisch berechnet worden seien, nicht erf�llt. Diese Verordnungsregelung sei auch gesetzm�ssig, weil sonst ein doppelter Gewinn erzielt werden k�nnte. BGE 138 II 465 S. 493
8.2 Die Vorinstanz hat pr�zisiert, dass nicht jede Neubewertung bereits zur Anwendung des reduzierten Zinssatzes f�hre, sondern nur eine Neubewertung, die einen Aufwertungsgewinn zur Folge habe. Entgegen der Auffassung der ElCom f�hre die Anwendung der synthetischen Methode gem�ss Art. 13 Abs. 4 StromVV nicht zwingend zu einem Aufwertungsgewinn. Ein solcher liege nur vor, wenn die Werte, die sich nach Art. 13 StromVV errechnen, h�her liegen als die zuletzt in der Buchhaltung aufgef�hrten Werte. Indes obliege es den Gesuchstellerinnen, nachzuweisen, dass kein Aufwertungsgewinn vorliege. Dies h�tten die Beschwerdef�hrerinnen nicht getan. Auch wenn die Anlagen synthetisch bewertet worden seien, was voraussetze, dass nicht mehr s�mtliche Unterlagen vorhanden seien, h�tten die Beschwerdef�hrerinnen doch zumindest diejenigen Unterlagen einreichen k�nnen und m�ssen, welche es erm�glicht h�tten, die berechneten Anlagewerte mit den letzten buchhalterischen Anlagewerten zu vergleichen (Urteile A-2606/2009 vom 11. November 2010 E. 12.6.6; A-3284/2009 vom 1. Dezember 2010 E. 6.4.3).
8.3 Die Beschwerdef�hrerinnen r�gen, Art. 31a StromVV sei gesetzwidrig: Der Bundesrat sei nicht erm�chtigt, allgemeine Regelungen �ber den anwendbaren Zinssatz zu erlassen oder differenzierte Zinss�tze festzulegen. Die Zinsreduktion habe keine gesetzliche Grundlage, weil es sich dabei um einen zus�tzlichen Malus handle, mit dem die Anwendung der synthetischen Methode verhindert werden soll; dies sei eine repressive Verwaltungssanktion, die einer gesetzlichen Grundlage bed�rfte. Insgesamt werde damit die Verwendung der rechtm�ssigen synthetischen Methode dreifach mit einem Malus bestraft (20,5 % Abzug infolge angeblicher �bersch�tzung der tats�chlichen Werte; zus�tzlich 20 % Abzug aufgrund von Art. 13 Abs. 4 letzter Satz StromVV; zus�tzlich reduzierte Verzinsung der Verm�genswerte gem�ss Art. 31a Abs. 1 StromVV). Zudem entbehre das in Art. 31a Abs. 2 StromVV eingef�hrte Gesuchsverfahren einer gesetzlichen Grundlage; dadurch werde auch die Untersuchungspflicht verletzt und die Beweislast ohne gesetzliche Grundlage und in Verletzung des rechtlichen Geh�rs umgekehrt; es werde damit den Netzeigent�mern ein unzul�ssiger Negativbeweis auferlegt. Schliesslich enthalte Art. 31a StromVV eine unzul�ssige R�ckwirkung.
8.4 Gem�ss Art. 15 Abs. 4 lit. a StromVG legt der Bundesrat die Grundlagen zur Berechnung der Betriebs- und Kapitalkosten fest. Da sich die Kapitalkosten u.a. aus der kalkulatorischen Verzinsung der betriebsnotwendigen Verm�genswerte ergeben (Art. 15 Abs. 3 BGE 138 II 465 S. 494lit. b StromVG), muss in der Kompetenz, die Grundlage zur Berechnung der Kapitalkosten festzulegen, zwangsl�ufig auch die Kompetenz enthalten sein, den f�r die Kalkulation massgebenden Zinssatz festzulegen. Die Beschwerdef�hrerinnen bestreiten denn auch nicht die Gesetzm�ssigkeit des vom Bundesrat in Art. 13 Abs. 3 lit. b StromVV festgelegten Zinssatzes, sondern nur die Gesetzm�ssigkeit der in Art. 31a Abs. 1 StromVV angeordneten Zinsreduktion. In Wirklichkeit geht es dabei nicht um die Kompetenz des Bundesrates zur Zinsfestsetzung, sondern um die materielle Gesetzm�ssigkeit des reduzierten Zinssatzes.
8.5 8.5.1 Zum Argument der Beschwerdef�hrerinnen, Art. 31a StromVV p�nalisiere die Verwendung der synthetischen Methode, ist zu bemerken, dass Art. 31a StromVV nicht nur bei Verwendung der synthetischen Methode anwendbar ist. Auch wenn die Restwerte auf der Basis von historisch ermittelten urspr�nglichen Herstellkosten festgesetzt worden sind, ist es m�glich, dass sie h�her sind als die Buchwerte, sei es weil die Anlagen in der Vergangenheit st�rker abgeschrieben wurden als mit den kalkulatorischen Abschreibungss�tzen gem�ss Art. 13 Abs. 1 und 2 StromVV, sei es weil sie gar nie aktiviert wurden (vgl. E. 6.3.2 hiervor). Auch in diesen F�llen erfolgt f�r die Ermittlung des anrechenbaren Anlageverm�gens eine Aufwertung gegen�ber den Buchwerten. Art. 31a StromVV bestraft also nicht spezifisch die Verwendung der synthetischen Methode mit einem (zus�tzlichen) Malus.
8.5.2 Die Argumentation der Vorinstanzen geht davon aus, dass Aufwertungsgewinne ausgeglichen werden sollen. Das war offenbar auch die bundesr�tliche Motivation f�r die Einf�hrung von Art. 31a StromVV (vgl. Pressemitteilung des Bundesamtes f�r Energie vom 5. Dezember 2008; Antwort des Bundesrates auf Motionen 08.3558 Jenny, 08.3655 Rechsteiner, 08.3750 UREK-N, Postulat 08.3757 UREK-N). Dem steht allerdings gegen�ber, dass nach der gesetzlichen Regelung Aufwertungen zul�ssig sind (vorne E. 4.6.2 und 6.3.2).
8.6.1 Die Bestimmung schliesst n�mlich die aufgewerteten Werte nicht von den anrechenbaren Herstellkosten aus, sondern reduziert bloss den Satz f�r ihre Verzinsung. Das Gesetz sagt, dass die kalkulatorischen Zinsen auf den notwendigen Verm�genswerten zu BGE 138 II 465 S. 495berechnen seien (Art. 15 Abs. 3 lit. b StromVG), enth�lt aber keine n�heren Vorgaben zur H�he des Zinssatzes. Dieser muss so hoch angesetzt sein, dass die Kosten eines sicheren, leistungsf�higen und effizienten Netzes mit Einschluss eines angemessenen Betriebsgewinns gedeckt sind (Art. 15 Abs. 1 StromVG). Das Gesetz verbietet aber nicht, f�r verschiedene Verm�genswerte unterschiedliche Zinss�tze festzulegen, wenn sich dies mit sachlichen Gr�nden rechtfertigen l�sst. Der Bundesrat hat diesbez�glich einen erheblichen Ermessensspielraum, in den die Gerichte nicht einzugreifen haben.
8.6.2 Der vom Bundesrat festgelegte Normalzinssatz entspricht der durchschnittlichen Rendite von Bundesobligationen zuz�glich einer risikogerechten Entsch�digung von (f�r das Jahr 2009) 1,93 Prozentpunkten (Art. 13 Abs. 3 lit. b StromVV). Die Bemessung dieses Risikozuschlags geht auf eine Studie der Preis�berwachung vom Dezember 2006 zur�ck, welche dabei die Methode des Weighted Average Cost of Capital-Methode (WACC) anwandte (vgl. D'ARCY/BURRI, a.a.O., S. 138 f.). Damit wird der marktgewichtete Durchschnitt aus Eigen- und Fremdkapitalkosten ermittelt. Die risikogerechte Entsch�digung soll sicherstellen, dass die Unternehmen gen�gend Eigen- und Fremdkapital einsetzen, um die erforderlichen Investitionen in die Netze t�tigen zu k�nnen, wobei gem�ss Botschaft zum Stromversorgungsgesetz bei der Ermittlung der Risikopr�mie zu ber�cksichtigen ist, dass die Risiken der Verteilungs- und �bertragungsnetze erheblich niedriger einzustufen sind als die Risiken im Zusammenhang mit Elektrizit�tshandel oder -produktion (BBl 2005 1654). Der als Basis f�r die kalkulatorische Verzinsung dienende Anschaffungsrestwert stimmt nicht mit dem finanzbuchhalterischen Wert der Anlagen �berein (E. 4.6.2 hiervor). Ist der Buchwert tiefer, so muss dieser Wertunterschied zwangsl�ufig in der Vergangenheit �ber die Erfolgsrechnung finanziert worden sein, sei es dass Werte in der Vergangenheit bereits abgeschrieben, sei es dass sie gar nie aktiviert wurden. Das gilt auch dann, wenn die Strompreise in der Vergangenheit aufgrund einer Kostenrechnung kalkuliert wurden. Eine kalkulatorische Aufwertung vom tieferen Buchwert auf den h�heren Anschaffungsrestwert ist zwar zul�ssig (E. 4.6.2 hiervor), doch besteht insoweit kein Kapitalisierungsbedarf und es muss daf�r weder Eigen- noch Fremdkapital eingesetzt werden. Der von den Beschwerdef�hrerinnen hervorgehobene Aspekt, dass das Stromversorgungsgesetz vor allem eine sichere Elektrizit�tsversorgung anstrebe (Art. 1 Abs. 1 StromVG) und zu diesem ZweckBGE 138 II 465 S. 496gen�gend Mittel f�r Investitionen zur Verf�gung gestellt werden m�ssten, ist deshalb nicht massgebend. Wohl sind nach der gesetzlichen Regelung auch diejenigen Anschaffungsrestwerte, die �ber dem Buchwert liegen, zu verzinsen, doch ist es sachlich haltbar, daf�r einen geringeren Risikozuschlag (von immerhin noch 0,93 Prozentpunkten) festzusetzen. Die Beschwerdef�hrerinnen legen auch nicht dar, inwiefern dieser reduzierte Zinssatz bei den Netzeigent�mern zu Deckungsl�cken oder zu einer Unterdeckung f�hren soll. Auch wird dadurch entgegen der Darstellung der Beschwerdef�hrerinnen nicht das gesetzliche Recht auf historische Anschaffungswerte verletzt: Die Werte bleiben erhalten und werden bloss zu einem etwas reduzierten Satz verzinst. Ein angemessener Betriebsgewinn im Sinne von Art. 15 Abs. 1 StromVG kann auch so noch erzielt werden.
8.6.3 Die Beschwerdef�hrerinnen erachten es als rechtsungleich, dass Art. 31a StromVV nur auf Anlagen Anwendung findet, die vor dem 1. Januar 2004 in Betrieb genommen worden sind. Diese Grenze wird von der ElCom damit begr�ndet, dass die M�glichkeit einer Aufwertung umso gr�sser sei, je �lter die Anlage ist. Dies leuchtet ohne Weiteres ein: Bei j�ngeren Anlagen kann der Unterschied zwischen den kalkulatorischen Abschreibungen im Sinne von Art. 13 Abs. 2 StromVV und allenfalls h�heren buchhalterischen Abschreibungen naturgem�ss nur relativ gering sein. In der Festlegung einer zeitlichen Grenze liegt zwar ein gewisser Schematismus, ebenso im Umstand, dass derjenige Netzeigent�mer, der nur wenig Aufwertungsgewinne gemacht hat, gleichermassen auf dem vollen Anlagewert den ganzen Prozentpunkt weniger Zins hat wie derjenige, der st�rker aufgewertet hat. Solche Schematisierungen sind jedoch aus praktischen und veranlagungs�konomischen Gr�nden unvermeidlich und in einem gewissen Ausmass zul�ssig, auch wenn dabei die rechtsgleiche Behandlung nicht restlos gew�hrleistet wird (BGE 131 I 291 E. 3.2.2 S. 307 f.).
8.6.4 Das Stromversorgungsgesetz sieht zwar f�r die Netznutzungstarife und -entgelte keine pr�ventive Genehmigungspflicht vor (BRIGITTA KRATZ, Der Strommarkt wird liberalisiert - und die neue Regulierungsbeh�rde ElCom tritt auf den Plan, in: Wirtschaftsrecht in Bewegung, Festgabe [...] Forstmoser, 2008, S. 423 ff., 436 f.); die ElCom ist aber zust�ndig, die von den Netzeigent�mern festgesetzten Tarife zu �berpr�fen und gegebenenfalls abzusenken (Art. 22 Abs. 2 lit. a und b StromVG). Wenn der Bundesrat zust�ndig ist, den Zinssatz festzulegen (E. 8.4 hiervor) und dabei je nach den Umst�nden BGE 138 II 465 S. 497auch unterschiedliche Zinss�tze festsetzen darf (E. 8.6.2 hiervor), dann muss die ElCom im Rahmen ihrer �berpr�fungszust�ndigkeit auch befugt sein, zu pr�fen, ob diese Umst�nde vorliegen. Die ElCom tr�gt grunds�tzlich die Untersuchungspflicht (Art. 12 VwVG) und die Begr�ndungs- und Beweislast f�r die Rechtfertigung ihrer Anordnungen. Die Untersuchungspflicht der Beh�rde wird jedoch erg�nzt durch die Mitwirkungspflichten der Parteien, soweit sie selbst�ndige Begehren stellen (Art. 13 Abs. 1 lit. b VwVG) oder soweit ihnen eine besondere Auskunfts- oder Offenbarungspflicht obliegt (Art. 13 Abs. 1 lit. c VwVG), was f�r die Unternehmen der Elektrizit�tswirtschaft in Bezug auf die Anwendung des StromVG zutrifft (Art. 25 Abs. 1 StromVG). Diese Mitwirkungspflicht der Parteien erstreckt sich insbesondere auf Tatsachen, welche eine Partei besser kennt als die Beh�rden und welche diese ohne Mitwirkung der Betroffenen gar nicht oder nicht mit vern�nftigem Aufwand erheben k�nnen (BGE 130 II 482 E. 3.2 S. 486; BGE 126 II 97 E. 2e S. 101 f.; BGE 124 II 361 E. 2b S. 365), wie namentlich Buchhaltungsunterlagen. Die von Art. 31a Abs. 2 StromVV eingef�hrte Regelung, wonach die Betreiber bei der ElCom die Berechnung des h�heren Zinssatzes beantragen d�rfen, ist eine Konkretisierung dieser Mitwirkungspflicht im Rahmen des gesetzlich vorgesehenen �berpr�fungsverfahrens und ist nicht gesetzwidrig. Sie verletzt auch nicht das rechtliche Geh�r der Netzbetreiber, sofern diesen im Verfahren die M�glichkeit geboten wird, zweckdienliche Unterlagen einzureichen und ihrer Mitwirkungspflicht nachzukommen. Die Verletzung der Mitwirkungspflicht f�hrt sodann dazu, dass die Beh�rde davon ausgehen kann, der von der Partei darzulegende Sachverhalt sei nicht erf�llt (vgl. BGE 130 II 482 E. 3.2 und 3.3 S. 485 ff.; Urteile 2C_397/2010 vom 6. Dezember 2010 E. 2.3 und 2.4, in: StE 2011 A. 24.21 Nr. 22; 2C_557/2010 vom 4. November 2010 E. 2.3, in: StR 66/2011 S. 62; 9C_961/2008 vom 30. November 2009 E. 6.3, in: SVR 2010 IV Nr. 30 S. 94). Auch kann keine Rede von einem unzul�ssigen Negativbeweis sein: Ob die Anlagen f�r die Tarifermittlung aufgewertet worden sind, kann jedenfalls f�r denjenigen Zeitraum, f�r welchen die handelsrechtliche Buchaufbewahrungspflicht gilt, ohne Weiteres durch einen Vergleich zwischen den nach Art. 13 StromVV ermittelten Anlagerestwerten und den Buchwerten festgestellt werden.
8.6.5 Schliesslich verletzt Art. 31a StromVV auch nicht das R�ckwirkungsverbot: Die Verordnungs�nderung wurde am 24. Dezember 2008 in der Amtlichen Sammlung publiziert, trat am 1. Januar 2009 BGE 138 II 465 S. 498in Kraft und findet Anwendung auf die Netznutzungstarife und -entgelte ab dem Jahre 2009. Dass die Regeln f�r die Tarifbemessung pro futuro teilweise an Sachverhalte ankn�pfen, die sich in der Vergangenheit ereignet haben, aber andauernde Auswirkungen haben (wie das f�r fr�her vorgenommene Bewertungen und Abschreibungen der Fall ist), ist keine unzul�ssige R�ckwirkung (BGE 133 II 97 E. 4.1 S. 101 f.; BGE 126 V 134 E. 4a S. 135 f.; Urteile B 72/05 vom 24. Oktober 2006 E. 4.1, in: SVR 2007 BVG Nr. 23 S. 78; 2P.45/2003 vom 28. August 2003 E. 5.2, in: ZBl 105/2004 S. 263).
8.6.6 Erweist sich Art. 31a StromVV aus den genannten Gr�nden als gesetzm�ssig, so ist die von den Beschwerdef�hrerinnen kritisierte Erw�gung 12.4.2 des vorinstanzlichen Urteils A-2606/2009 vom 11. November 2010 unerheblich: Darin h�lt das Bundesverwaltungsgericht fest, dass die Verordnungs�nderung selbst dann nicht zu beanstanden w�re, wenn der Grund hierf�r darin l�ge, die offensichtlich immer noch zu hohe Attraktivit�t des synthetischen Verfahrens zu vermindern.
8.7 Zu pr�fen bleibt, ob die Voraussetzungen nach Art. 31a Abs. 2 StromVV f�r die Verwendung des h�heren Zinssatzes erf�llt sind.
8.7.1 Wie ausgef�hrt, sind diese Voraussetzungen von den Beschwerdef�hrerinnen darzulegen (E. 8.6.4 hiervor). Die Vorinstanz hat festgestellt, dass die Beschwerdef�hrerinnen ihren Gesuchen keine Unterlagen beigelegt und es bei blossen Behauptungen belassen h�tten. Trotz gegenteiliger Ank�ndigung h�tten sie auch im Verlauf des erstinstanzlichen und des Beschwerdeverfahrens keine Unterlagen nachgereicht, welche zeigen w�rden, dass ihre Anlagen tats�chlich nicht im Sinne von Art. 31a Abs. 2 StromVV neu bewertet worden seien.
8.7.2 Die Beschwerdef�hrerinnen bringen dagegen vor, sie h�tten im erstinstanzlichen und im Beschwerdeverfahren mittels der einvernehmlichen Regelung mit dem Preis�berwacher nachgewiesen, dass sie keine �berbewertung vorgenommen h�tten. Aus dieser einvernehmlichen Regelung ergibt sich aber bloss, dass die Beschwerdef�hrerinnen f�r das Jahr 2006 die Netznutzungsentsch�digung gegen�ber dem Jahre 2004 senken. Sachdienliche Informationen bez�glich einer Aufwertung gehen daraus nicht hervor.
8.7.3 Im Verfahren vor Bundesgericht haben die Beschwerdef�hrerinnen aufforderungsgem�ss die Buchwerte ihres �bertragungsnetzes mitgeteilt. Daraus geht hervor, dass die Buchwerte des ganzen Netzes per Ende 2006 nur etwa die H�lfte des von der ElCom anerkannten BGE 138 II 465 S. 499anrechenbaren Anlageverm�gens betragen. Damit ist erwiesen, dass die Beschwerdef�hrerinnen f�r die Ermittlung der Netzkapitalkosten ihr Netz gegen�ber den Buchwerten deutlich aufgewertet und damit einen Aufwertungsgewinn erzielt haben. Ob die tieferen Buchwerte daraus resultieren, dass gewisse Anlagen gar nicht aktiviert wurden oder dass sie in der Vergangenheit st�rker als nach den kalkulatorischen Abschreibungen gem�ss Art. 13 Abs. 2 StromVV abgeschrieben wurden, ist unerheblich. Die Beschwerdef�hrerinnen bringen zutreffend vor, dass diese Aufwertung bis zu den Anschaffungsrestwerten zul�ssig ist (vgl. vorne E. 4.6.2). Das ist aber auch nicht in Frage gestellt; die aufgewerteten Werte werden einzig zu einem reduzierten Satz kalkulatorisch verzinst, was der zul�ssige Sinn und Zweck von Art. 31a StromVV ist (vorne E. 8.6.2).
9. Nettoumlaufverm�gen
9.1 Zu den kalkulatorisch zu verzinsenden Verm�genswerten geh�rt auch das betriebsnotwendige Nettoumlaufverm�gen (Art. 13 Abs. 3 lit. a Ziff. 2 StromVV). Die ElCom und ihr folgend die Vorinstanz haben dargelegt, gem�ss Angaben der swissgrid ag w�rden die Netzeigent�mer jeweils Ende Monat einen Zw�lftel der erwarteten j�hrlichen Entsch�digung f�r die Netzkosten in Rechnung stellen, worauf die swissgrid ag diesen Betrag jeweils umgehend �berweise. Damit erhielten die �bertragungsnetzeigent�mer die notwendigen Mittel im Durchschnitt einen halben Monat, nachdem sie ihre eigenen Rechnungen bezahlen m�ssten. Da sie ausser den Rechnungen an die swissgrid ag kaum andere wesentliche kurzfristige Forderungen ausstehend h�tten, k�nne h�chstes ein halber Monatsumsatz als betriebsnotwendiges Nettoumlaufverm�gen akzeptiert werden.
9.2 Die Erw�gung der Vorinstanz, wonach die swissgrid ag die Zahlungsverpflichtungen jeweils umgehend erf�lle und die Netzbetreiber kaum andere wesentliche kurzfristige Forderungen ausstehend h�tten, ist eine Sachverhaltsfeststellung, die von den Beschwerdef�hrerinnen nicht bestritten wird und f�r das Bundesgericht verbindlich ist (Art. 105 BGG).
9.3 Die Beschwerdef�hrerinnen machen aber geltend, sie h�tten keinen kontrollierenden Einfluss auf das Gesch�ftsgebaren der swissgrid ag; ein Nettoumlaufverm�gen von bloss einem halben Monat gef�hrde die Liquidit�t, sei betriebswirtschaftlich unbegr�ndet und widerspreche daher Art. 15 StromVG. BGE 138 II 465 S. 500
9.4 Weder das Gesetz noch die Verordnung enthalten n�here Regeln zur H�he des betriebsnotwendigen Nettoumlaufverm�gens. Es ist daher grunds�tzlich nicht rechtswidrig, wenn die ElCom im Rahmen ihrer �berpr�fungszust�ndigkeiten (Art. 22 Abs. 2 lit. b StromVG) das anrechenbare Umlaufverm�gen n�her pr�zisiert. Die Argumentation der Beschwerdef�hrerinnen, wonach in normalen Verh�ltnissen mit Zahlungsfristen von 30 Tagen zu rechnen sei, mag in allgemeiner Weise zutreffen. Bei den gegebenen sachverhaltlichen Umst�nden (E. 9.2 hiervor) besteht jedoch keine Notwendigkeit, die sonst betriebswirtschaftlich �blichen Grunds�tze einzuhalten. Es ist rechtlich nicht zu beanstanden, wenn die Vorinstanzen nur einen halben Monatsumsatz als betriebsnotwendig erachtet haben.
10.1 Die Beschwerde erweist sich damit als teilweise begr�ndet: Der synthetisch ermittelte Anlagewert ist nur gem�ss Art. 13 Abs. 4 letzter Satz StromVV um 20 % zu k�rzen; die zus�tzliche K�rzung um 20,5 % entf�llt (vgl. E. 6 und 7 hiervor).
10.2 Demgegen�ber ist die Verwendung des reduzierten Zinssatzes gem�ss Art. 31a Abs. 1 StromVV rechtm�ssig; das Gesuch um Verwendung des h�heren Zinssatzes (Art. 31a Abs. 2 StromVV) ist unbegr�ndet und das entsprechende Rechtsbegehren abzulehnen (vorne E. 8). Ebenso ist der vorinstanzliche Entscheid nicht zu beanstanden, soweit darin bloss ein halber Monatsumsatz als betriebsnotwendiges Nettoumlaufverm�gen akzeptiert wird (vorne E. 9).
10.3 Die Sache ist an die ElCom zur�ckzuweisen, damit sie die Tarife 2009 f�r die Netznutzung der Netzebene 1 aufgrund der gem�ss E. 10.1 korrigierten anrechenbaren Betriebs- und Kapitalkosten der Beschwerdef�hrerin 2 neu berechnet.
126 II 97 suite... ,
art. 13 al. 4 OApEl,
art. 13 et 31a OApEl,
art. 31a al. 2 OApEl,
art. 31a al. 1 OApEl suite... ,
Art. 15 Abs. 3 StromVG,
Art. 13 Abs. 3 lit. b StromVV,
Art. 15 Abs. 1 StromVG,
Art. 13 Abs. 2 StromVV,
Art. 15 al. 1 et 3 LApEl,
Art. 13 StromVV,
Art. 22 Abs. 2 lit. a und b StromVG,
Art. 15 Abs. 1 und 2 StromVV,
Art. 15 Abs. 3 StromVV,
Art. 15 StromVG,
Art. 130 DBG,
Art. 15 Abs. 3 BGE 138 II 465 S. 494lit. b StromVG,
Art. 10 Abs. 1 und Art. 11 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 23. M�rz 2007 �ber die Stromversorgung [Stromversorgungsgesetz, StromVG; SR 734.7],
Art. 13 StromVG,
Art. 14 StromVG,
Art. 18 Abs. 1 StromVG,
Art. 13 Abs. 1 StromVG,
Art. 18 Abs. 2 und Art. 33 Abs. 4 StromVG,
Art. 15 Abs. 2 StromVG,
Art. 15 Abs. 4 StromVG,
Art. 13 Abs. 1 StromVV,
Art. 13 Abs. 3 lit. a StromVV,
Art. 15 StromVV,
Art. 31d Abs. 1 StromVV,
Art. 31a und 31b StromVV,
Art. 11 Abs. 1 StromVG,
Art. 7 StromVV,
Art. 13 Abs. 4 Satz 3 und 4 StromVV,
Art. 3 Abs. 2 StromVG,
Art. 13 Abs. 4 Satz 3 StromVV,
Art. 15 Abs. 4 lit. a StromVG,
Art. 1 Abs. 1 StromVG,
Art. 13 Abs. 1 lit. b VwVG,
Art. 25 Abs. 1 StromVG,
Art. 22 Abs. 2 lit. b StromVG

References: Art. 15
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Art. 10
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Art. 18

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Art. 31

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Art. 11

Art. 7

Art. 13

Art. 3

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Art. 15

Art. 1

Art. 13

Art. 25

Art. 22