Source: http://gruene-denkfabrik.de/blog/workshop/das-bedingungslose-grundeinkommen-eine-alternative/
Timestamp: 2017-03-29 18:52:55+00:00

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Workshop-FAQWelches Thema kann ich als Workshop vorschlagen?
Eckdaten	Bis 4. September:
Das bedingungslose Grundeinkommen – eine Alternative? 4,18 von 5
“Die Rente ist sicher!” – Nur wer wird davon leben können? 4,00 von 5
Die Halbtagsgesellschaft – Morgens Manager/In, Mittags Mensch 4,00 von 5
Mobilitätskonzepte der Zukunft 3,98 von 5
Antimuslimischer Rassismus 3,96 von 5
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Grüne Wirtschaft bleibt im FokusDer Kreisverband Bielefeld hat sich schon im Vorfeld der Grünen Zeiten viele Gedanken über eine Grüne Zukunft gemacht und eine Projektgruppe für die Denkfabrik ins Leben gerufen. Wir fragten Initiator Dominic Hallau, was er von der Veranstaltung im alten Bundestag ... Weiterlesen...
Grüne Wirtschaft bleibt im FokusDer Kreisverband Bielefeld hat sich schon im Vorfeld der Grünen Zeiten viele Gedanken über eine Grüne Zukunft gemacht und eine Projektgruppe für die Denkfabrik ins Leben gerufen. Wir fragten Initiator Dominic Hallau, was er von der Veranstaltung im alten Bundestag ... Weiterlesen... Das bedingungslose Grundeinkommen – eine Alternative? Ist unser Sozialstaat mit seinem Fokus auf die männliche Normalbiographie mit ununterbrochenem Erwerbsarbeitsverhältnis bei nicht wechselndem Erwerbsarbeitgeber zeitgemäß?
Vorgeschlagen von: Christian Nähle
Themenbereich: Soziale Zeiten	Bewertung: 4,18 von 5 bei 332 abgegebenen Stimmen
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Das Bedingungslose Grundeinkommen ist grundgrün aus allen Perspektiven. Wir sollten da den Anschluß nicht verpassen, sondern Vorreiter werden….
Enger Sylvie am 11. Juli 2011 um 17:55 Uhr.
Grundeinkommen ist gefährlich !!
Es öffnet den Weg zu einer “umfassenden Demokratie”* die nicht nur eine politische sondern immer auch eine wirtschaftliche Demokratie sein muss …
*http://ur.dadaweb.de/Fotopoulos.htm
Stephan Hofacker am 11. Juli 2011 um 19:45 Uhr.
Das Grundeinkommen ist “alternativlos”. Die Grünen waren mal eine Partei, die nach Alternativen gesucht hat. Das Grundeinkommen ist die alternative Revolution. Bin bisher ziemlich enttäuscht, wie meine Partei damit umgeht.
Kann Sylvie da nur zustimmen…Anschluss nicht verpassen. Ran an den Speck !!
Wolfram Hertler am 12. Juli 2011 um 10:08 Uhr.
Hallo liebe WorkshoplerInnen,
sehr wichtig finde eine grundlegende Umgestaltung in folgenden Bereichen :
1. Finanzsystem vom Schuldgeld zum fließenden Geld („Neues Geld gemeinnützige GmbH“ in Leipzig gegründet,
Kontakt: Steffen Henke
Telefon: (0341) 23159818
Email: stehenke@aol.com
Internet: http://www.lust-auf-neues-geld.de (ab 08-2011)),
2. Radikale Steuervereinfachung unter Einbeziehung Prof. Feiges Transaktionssteuer (http://www.brandeins.de/archiv/magazin/-afc796490a/artikel/weniger-bringt-mehr.html)
3. Hartz4 beerdigen + BGE einführen.
Alle 3 Veränderungen werden nur möglich, wenn das Volk aus der Lethargie erwacht + aktiv wird.
(s. Punkt 1)
Von unseren Basta- + Alternativlospolitikern sind keine Verbesserungen zu erwarten.
Winfried Merkel am 12. Juli 2011 um 19:17 Uhr.
Es gibt mittlerweile viele, die einen Grundunterhalt (BGE) fordern, aber die Modelle sind so unterschiedlich wie die Beweggründe, die dahinter stehen!
Wer einen hohen Grundunterhalt bei einer Finanzierung über höhere Einkommensteuer und die Wiedereinführung einer Vermögenssteuer fordet, dem darf man wohl zu Recht unterstellen, daß er die Lebenssituation möglichst vieler zu Lasten einiger weniger – die dies gut verkraften können – verbessern möchte.
Wie aber sieht es mit denen aus, die ein eher bescheidenes BGE fordern, welches über eine Konsumsteuer finanziert werden soll, bei gleichzeitiger Abschaffung aller anderen Steuern?
Ist das nur ein etwas anderes Modell??
Oder geht es hier in Wirklichkeit um etwas ganz anderes? Nämlich um die Einführung der Konsumsteuer, die – da die Reichen und Superreichen ja mitnichten ihr gesamtes Monatseinkommen verkonsumieren, sondern über Jahre, ja manchmal Jahrzehnte anhäufen, um dann im Ausland eine Yacht oder eine Villa zu kaufen = NULL Konsumsteuer für Deutschland – das obere Zehntel der Bevölkerung deutlich entlasten würde, niedrige und geringste Einkommen aber stärker belasten würde als bisher?! Schmackhaft gemacht durch die gleichzeitige Einführung eines BGE, um die Menschen zu blenden, so daß sie nicht merken, daß sie jetzt jeden Monat € 750, einige wenige aber viele Tausende jeden Monat mehr haben?! Und das finanziert durch einen noch “schlankeren” Staat!
Es ist daher nicht nur falsch, es ist geradezu leichtsinnig, zu argumentieren “laßt uns erst mit allen Befürwortern für einen Grundunterhalt kämpfen und wenn die Mehrheit der Bevölkerung dafür ist, dann sprechen wir über die Finanzierung.
Nein, zuerst muß geklärt werden, wer das Geld aufbringen soll für das BGE und DANN müssen die Menschen entscheiden, ob man es einführen soll.
Klaus Negro am 12. Juli 2011 um 20:29 Uhr.
@ Klaus: Die Gefahren, die du siehst sind nicht ganz unbegründet. Schaut man sich das Bürgergeld der FDP genauer an oder das Modell von Dieter Althaus dann wird klar, dass hier die Zustände nur noch verschärft werden. Deswegen ist der demokratische Dialog der im Moment stattfindet unverzichtbar. Aber die Frage nach dem expliziten Modell halte ich für nachrangig. Vielleicht ist das richtige Modell noch nicht gefunden und eine ganzheitliche Lösung ist sowieso immer schwierig. Statt sich also in Detailfrage zu verheddern sollten die grundlegenden Eckpunkte klar werden und da halte ich die vier Kriterien des Netzwerk Grundeinkommen für eine gute Basis. Wir stehen noch am Anfang eines gesellschaftlichen Entwicklungsprozesses.
Stefan Jäger am 13. Juli 2011 um 08:58 Uhr.
Wenn wir in Deutschland in einer Demokratie leben wollen, müssen wir (das Volk) die Plutokratie verschrotten.
Die grundlegende Umgestaltung u. a. in folgenden Bereichen ist notwendig:
1. Finanzsystem vom Schuldgeld zum fließenden Geld:
http://mensch-sein.de/geld.html,
„Neues Geld gemeinnützige GmbH“ in Leipzig gegründet,
Internet: http://www.lust-auf-neues-geld.de (ab 08-2011),
2. Radikale Steuervereinfachung unter Einbeziehung von Prof. Feiges Automatisierte Universelle Transaktionssteuer (ATP-Tax): http://www.freitag.de/community/blogs/wulewuu/die-automatisierte-universelle-transaktionssteuer
3. Hartz4 beerdigen + BGE einführen: Das Ersetzen der auf Arbeitseinkommen erhobene Steuer durch Erhöhung der Konsumsteuer (http://konsumsteuer.blogspot.com/2011/01/die-konsumsteuer-und-ihre-kritik.html)
ist dann sinnvoll, wenn außerdem die ATP-Tax, Erbschaftssteuer, Vermögenssteuer, Grundbesitzsteuer,… erhoben werden.
Alle 3 Veränderungen werden nur möglich, wenn das Volk aktiv wird. (Volksabstimmungen!)
Von unseren neoliberalen Basta- + Alternativlospolitikern sind keine Verbesserungen zu erwarten. Neoliberale Politik erzeugt Unterdrückung, Armut, Krisen und Kriege.
Winfried Merkel am 14. Juli 2011 um 09:19 Uhr.
Ein bedingungsloses Grundeinkommen bedeutet die Gesundung unserer Gesellschaft.
Karsten Kennert am 17. Juli 2011 um 17:37 Uhr.
Balance, Zeit, Besinnung; sich auf das wirklich Bedeutende im Leben einlassen: das wäre den Menschen mit einem bedingungslosen Grundeinkommen möglich. Die Zukunft braucht weniger Tempo und achtsamen Umgang mit Ressourcen. Dafür muss sich ein Bewusstsein entwickeln können. Das ist nur möglich, wenn den Menschen nicht Existenzangst entsteht, sobald sie ihr Leben etwas weniger den wirtschaftlichen Geschwindigkeiten unterordnen.
Trixi Ritter am 17. Juli 2011 um 17:59 Uhr.
Das bGE ist eine sozioökonomische Notwendigkeit, Grund- und Daseinsrecht unserer Zeit sowie in existenz- und teilhabesichernder Höhe sofort einführbar. Es nicht zu tun, heißt, große Teile unserer Gesellschaft weiterhin einer sozialen Katastrophe auszuliefern.
Wolf Bergelt am 17. Juli 2011 um 21:22 Uhr.
Ein BGE kann entscheidende Veränderungen ermöglichen: statt dieser sinnentleerten und profitgetriebenen Orientierung der Gesellschaft kann es die Basis für eine menschenwürdige und gesunde Gesellschaftsform schaffen. Gibt es etwas Wichtigeres als Menschenwürde?
Eva Eggert am 19. Juli 2011 um 18:36 Uhr.
Ich finde das Bedingungslose Grundeinkommen super. Es muss nur niedrig genug sein, damit sich dann doch niemand darauf ausruhen kann. Als Student lebe ich oft von 550 Euro im Monat, davon zahle ich alles, Miete, Strom, Gas, Wasser, Kleidung, Essen, sogar Krankenversicherung. (Singlekosten in einer WG). bei einem Grundeinkommen von 500 Euro im Monat kann niemand es sihc leisten nicht zu arbeiten, und dennoch wäre die wirtschaftliche Existenz, das nackte Überleben gesichert.
Hätte ich das beim Studium, oder in schwierigen Lebenssituationen gehabt, anstatt 2 Jobs hinterherzurennen, wäre mein Leben um vieles einfacher.Heutzutage gibt es viele Arbeitsdrückeberger, aber das ist nur eine erziehungsfrage. Arbeitswilligkeit muss man dann in dieser und den nächsten Generationen eben viel mehr lehren.
eschenzweig am 25. Juli 2011 um 08:37 Uhr.
550 im Monat? Da möchte ich Dich doch mal um mal eine Kostenaufstellung bitten. Kann ich mir gar nicht vorstellen…
Dirk am 25. Juli 2011 um 17:01 Uhr.
Das mit den 550 im Monat stimmt tatsächlich. Ich wohne halt in einer WG, zahle entsprechend weniger Miete, und bei einem so geringen Einkommen habe ich auch nur 140 Euro Krankenkassenkosten. Aber es stimmt schon, man muss sehr bescheiden leben. Kino, 2 bis 3 mal im Jahr, Disco und Restaurant: nie, Schokolade, 2 bis 3 mal im Jahr, Kleidung: nur wenn was kaputt ist und nicht genäht werden kann wird es ersetzt. So nach dem Motto…
eschenzweig am 26. Juli 2011 um 13:23 Uhr.
Hallo BGE’ler
…wer Fragen zum BGE hat, dem empfehle ich sich mal den Film von Daniel Häni und Enno Schmidt anzusehen.
Der kann auf http://www.grundeinkommen.ch kostenlos heruntergeladen werden.
Darin findet man zahlreiche Details und Informationen zum BGE.
Eine Stunden und achtunddreißig Minuten, die sich lohnen…
Stephan am 27. Juli 2011 um 08:09 Uhr.
Jeder sollte zum Leben ein Mindestwert von Einkommen haben. Das kann Hartz IV sein oder ein anderer Mindestwert, den man durch Durchschnittswerten errechnen kann.
Wer unter diesem Mindeststandardwert verdient, sollte vom Steuer befreit werden. Wer darüberhinaus verdient, sollte prozentual Steuern zahlen.
Beispiel bei mir finde ich UNGERECHT:
Ich sollte Steuern nachzahlen. Argument des Finanzamtes war: Durch Zahlen von Kindergeld sei alle Freibeträge sind für Kinder erschöpft. Das fand ich ungerecht und geklagt. Habe beim Finanzgericht Berlin Brandenburg verloren und mußte noch 1250 Euro Gerichtskosten zahlen.
Ich finde ungerecht, daß meine Leiblichen Kinder nicht den Kindern von Sozialhilfeempfängern oder Pflegekindern gleichgestellt werden. Bei Leiblichen Kindern wird durch Zahlung von 170,-Euro alle Kosten für ein Kind abgedeckt sein. Das glaube ich nicht . Denn Hartz IV Satz ist höher. Bei Pflegekindern erhält sogar eine Familie für ein Kind 690,-Euro. Wenn der Staat die Kosten für ein Pflegekind 680,-Euro errechnet hat, müßte das Finanzamt für mein leibliches Kind auch den gleichen Betrag erst von meinem Einkommen abziehen und den Rest versteuern. Mit meinem Einkommen habe ich schwer über die Runden kommen.
In Deutschland muß jedem ein Mindestwert zum Leben erst angerechnet werden.
Ahmet Algan am 29. Juli 2011 um 09:32 Uhr.
Ein bedingungsloses Grundeinkommen wurde einen enormen gesellschaftlichen Schwung geben
Wenn Menschen sich frei entfalten können kommen wir zu einer ganz anderen Kultur Gesellschaft.
Horst Frank am 1. August 2011 um 21:14 Uhr.
Moralisch gesehen ist das BGE bereits überfällig, in unsere Gesellschaft.
Da Moral weder in der Politik (welche Deutschland zu etwa 5 bis 10% regiert) noch in der Privatwirtschaft (welche Deutschland zu etwa 90 bis 95% regiert) irgendeine Rolle spielt, wird eher die Hölle einfrieren, als daß jemals ein BGE eingeführt wird.
Als aufmerksamer Beobachter der Geschähnisse kann ich nur sagen, daß nicht nur mein Vertrauen nachhaltig zerstört wurde. Es zählen für mich nur noch Taten und keine Worte mehr. Also bitte keine weiteren Heilsversprechungen mehr abgeben, wie in den Diktaturen dieser Welt sonst üblich. Es bedarf außergewöhnlicher Anstrengung, um das Vertrauen zu den frustrierten Bürgern auch nur einigermaßen wieder herzustellen. Taten statt Worte.
Michael Molli am 5. August 2011 um 05:42 Uhr.
Langzeitarbeitslose, Geringverdiener, Alleinerziehende, Behinderte, Erwerbsunfähige, Kleinstrentner… Es sind weit über 10 Millionen Bittsteller in diesem Lande. Menschen, die am Rande leben, oft mit einem erheblichen Mangel an Selbstwertgefühl, psychosomatischen Leiden, Antriebsschwächen, Depressionen. Das kann man als Gemeinschaft nicht hinnehmen. Das kann man nicht verantworten. Das bedingungslose Grundeinkommen spricht dem Einzelnen sein Existenzrecht in Würde zu. Jeder kann ohne Druck und Erniedrigung seine Begabungen entfalten.
Jahrzehntelang haben wir es verantwortet, dass viele Menschen nicht nur keinen Job fanden, der ihren Neigungen entsprach, sondern sogar keinen, der nur wenig ihren Talenten entgegenkam. Oder dass sich viele in erbärmlichen 400 Euro Jobs quälen müssen oder jahrelang in Pseudoqualifikationen gepfercht oder als 1 € Jobber mißbraucht werden. Was haben wir große Teile eigener Bevölkerung in Erniedrigung gehalten? Wie viele sind daran zerbrochen?
Warum führen einige Kritiker des BGE an, dass diese Form von Menschenliebhaberei nicht in unsere Demokratie passe? Aber da erlaube man bitte die Gegenfrage: Wie paßt die Absegnung von gezüchteter Armut zu einer solchen Demokratie? Früher wollten wir wenigstens noch eine “soziale Marktwirtschaft” sein. Heute sind wir Niedriglohnland.
Wie kann es sein, dass Kritker des bedingungslosen Grundeinkommens seine Nichtfinanzierbarkeit anführen, wenn man sich vor Augen hält, dass allein der wegfallende Verwaltungsaufwand, um Menschen auf erniedrigtem Niveau zu halten, schon fast für den Mehraufwand reichen würde?
Eine ihre Mitglieder achtende Gesellschaft sagt “Ja” zu deren bedingungslosem Existenzrecht.
Gerhard Schulz am 8. August 2011 um 11:49 Uhr.
Warum schlage ich diesen Workshop vor?
Es liegt mir am Herzen, dass die notwendige Diskussion um gesellschaftliche Solidarität auch aus der Persektive des bedingungslosen Grundeinkommens geführt wird.
Hierzu habe ich folgende mitdenkbare Grundüberlegungen:
Solidarität ist ein freiwilliges füreinandereinstehen der Menschen. Die bedingungslose Anerkennung eines Menschen durch ein Grundeinkommen, also seine bedingungslose Existenz- und Lebensermöglichung, ist sicherlich die gesellschaftlich deutlichste Ausdrucksform des Füreinandereinstehens. Und eine Gemeinschaft wiederum, die die Existenz des Einzelnen bewahrt, ist für den Einzelnen erhaltenswert. Nicht zuletzt dies erzeugt ein klares füreinandereinstehen der Menschen, also Solidarität!
Natürlich wird der Ausgestaltungswert von Solidarität im gesellschaftlichen Diskurs laufend neu bestimmt. U.a. auch was als gerecht wahrgenommen wird, wird inhaltlich immer wieder neu ausgerichtet. So scheint es beispielsweise momentan gesellschaftlich gerecht zu sein, dass Menschen zwangsweise in Erwerbsarbeit hineinvermittelt werden. Dies zieht jedoch eine Fremdbestimmung des Tagesinhalts von Menschen nach sich und somit eine Bestimmung ihres persönlichen Sinnstiftungsgefühls – denn was den Tag bestimmt, dominiert die Gedanken! Die Möglichkeit der Freiheit, die Möglichkeit Nein zu sagen, gibt es in Bezug auf diesen Aspekt unseres aktuellen Gerechtigkeitsverständnis nicht! Dies empfinde ich als Störung des freiwillig Füreinandereinstehens, als Bruch unserer gesellschaftlichen Solidarität.
Wie der Einzelne den Freiraum des bedingungslosen Grundeinkommen nützen würde, ist nicht voraussagbar. Der Lebensplan des Einzelnen würde sich wahrscheinlich stärker individualisieren. Sicher ist, dass der Einzelne durch das bedingungslose Grundeinkommen einen Möglichkeitsraum erhalten würde, in dem er sich freier entfalten könnte. Und dies empfinde ich als unseren gesellschaftlichen Grundwerten entsprechend. Die Würde des Menschen, die in der Freiheit des Einzelnen wurzelt und ihm die Möglichkeit zur Selbstbestimmung bietet, finden in der Logik des bedingungslosen Grundeinkommens zeitgemäße Entsprechung. Denn das bedingungslose Grundeinkommen beinhaltet die Möglichkeit Nein sagen zu können und sich nicht andienen zu müssen!
Wenn wir die Möglichkeiten des bedingungslosen Grundeinkommens beleuchten, dürfen wir auch unsere heutigen Alternativen einer Solidargemeinschaft nicht außer acht lassen. Welche freiheitlichen Alternativen zum bedingungslosen Grundeinkommen haben wir heute? Neben den Herausforderungen eines erweiterten Individualitätsraums durch die Möglichkeit eines bedingungslosen Grundeinkommens, steht die zunehmende Entmündigung von Menschen durch institutionelle Bevormundung. Eine Bevormundung, die wir derzeit aus mangelndem Vertrauen in unsere Mitmenschen zunehmend verschärfen. Wir begegnen heute einem vermehrten Vertrauensmangel in die Bereitschaft des Einzelnen Verantwortung für sich und die Gemeinschaft zu übernehmen. Doch ich nehme dieses Vertrauensdefizit als unbegründet wahr. Denn bereits heute, kann nicht umfassend gesteuert werden, in welchem Ausmaß der Einzelne Verantwortung für sich und die Gemeinschaft übernimmt. Und doch tut er es! Anders sind die vielfältigen Strukturen, in denen Menschen heutzutage Verantwortung bis hin zur Risikobereitschaft übernehmen auch nicht zu erklären.
Vor diesem Hintergrund erschließt sich mir nicht, warum an eine Grundsicherung Bedingungen geknüpft werden sollten. Im tatsächlichen Vertrauen füreinander einzustehen ist die Solidarität des bedingungslosen Grundeinkommens!
Gewähren wir anderen, was für uns selbst fordern: ein bedingungsloses Lebensrecht, innerhalb dessen wir in Freiheit für uns selbst und andere wirken können!
Christian Nähle am 26. August 2011 um 13:02 Uhr.
Der Grundgedanke jeglicher Politik sollte es sein, allen Menschen, die in einer Gesellschaft leben, ungeachtet von Alter, Herkunft oder sozialem Status die gleiche Möglichkeit zur Entfaltung der eigenen Persönlichkeit zu geben.
Leider sind in unserer technisierten und zivilisierten Gesellschaft mit ihrer tradierten Fixierung auf das Austauschgut GELD nur noch die Wenigsten in der Lage, ein selbstbestimmtes Leben zu führen.In der Lebensrealität der meisten Menschen innerhalb der Bundesrepublik Deutschland sieht es so aus, dass eine Befriedigung der Grundbedürfnisse nur über das Bereitstellen von menschlicher Arbeitskraft zu erreichen ist. Dieses System ist im Verlauf der Geschichte nur selten hinterfragt worden, da stets für die meisten Menschen genügend Möglichkeiten
zur Verfügung standen, ihre Arbeitskraft am Markt anzubieten.
Da der Prozess der Technisierung und somit die Entbehrlichkeit körperlicher Arbeit immer weiter fortschreiten wird, ist es an der Zeit, nach einer gerechten Lösung zu suchen. Unsere Antwort darauf ist
Das solidarische bedingungslose
Grundeinkommen und die Bürgerversicherung
Johannes Israel am 1. September 2011 um 08:05 Uhr.
Was für ein sozialromantischer Stuss. Dank des Austauschmittels Geld (statt Land, Waren oder Arbeitskraft) und dann des technischen und gesellschaftlichen Fortschritts sind heute VIEL MEHR MENSCHEN ALS JEMALS ZUVOR in der Lage, ein selbstbestimmtes Leben zu führen. Standes- und Klassengrenzen, Zunftzwänge, Moralvorstellungen, Elternmacht, Kirchenmacht usw. haben in früheren Jahrhunderte das Leben des Einzelnen in viel engere Bahnen gezwungen. Die Jammerei über die Technisierung, die harte körperliche Arbeit überflüssig macht, ist auch völlig unangemessen. Wer will denn zurück in die Maloche bis zum Umfallen? Statt der körperlichen gibt es jetzt jede Menge geistiger und sozialer Arbeit zu leisten. Falls es noch nicht aufgefallen ist: Die Arbeitslosigkeit ist nicht mehr unser zentrales Probelm, sondern das Fehlen von Arbeitskräften.
Dirk am 8. September 2011 um 11:10 Uhr.
Die Idee des bedingungslosen Grundeinkommens geht darüber hinaus die Erwerbsbeschäftigung in unserem Land neu zu diskutieren. Auch geht es bei der Idee des bedingungslosen Grundeinkommens um mehr, als eine erweiterte Selbstbestimmung des Menschen.
Die Idee des bedingungslosen Grundeinkommens lässt uns einen Möglichkeitsraum fernab von Existenzängsten diskutieren. Und wenn Menschen nicht mehr von Existenzüberlegungen gebunden sind, können sie sich anderen und vor allem konstruktiveren und kreativeren Überlegungen hingeben.
Vor diesem Hintergrund sollten wir uns auch bewusst machen, dass Kreativität unser einziger natürlich nachwachsender Rohstoff ist. In unserer Wissensgesellschaft ist das wuchern kreativer Innovationen bereits heute die wirtschaftlich relevanteste Ressource, denn die wertschöpfende Arbeit wird zunehmend immateriell. Bereits heute beträgt der Anteil des Wissens an der Wertschöpfung ca. 70% (vgl. Zion “Die Gespenster der Vergangenheit”, Newsletter Netzwerk Grundeinkommen, 2007).
Kreatives Potenzial findet zwanglos, drucklos und freiheitlich seine besten Förderbedingungen. Not macht zwar erfinderisch. Aber Nicht-Not macht erfinderischer!
Das bedingungslose Grundeinkommen schafft optimale Voraussetzungen für die bestmögliche Förderung von Kreativität, denn es setzt Denkende keinem Zeitdruck und Schaffensprozesse keinem wirtschaftlichen Erfolgsdruck aus. Das bedingungslose Grundeinkommen lässt in Freiheit denken und fördert das Experimentelle.
In diesem Gedankenansatz sehe ich auch den wirtschaftlichen Charme des bedingungslosen Grundeinkommens. Denn wir benötigen nicht nur Arbeitskräfte, sondern vor allen Dingen innovative Lösungen! Und für innovative Lösungen brauchen wir existenzdruckfreien Raum zum Denken!
Christian Nähle am 10. September 2011 um 15:39 Uhr.
Wie beweißt man, dass es funktionieren kann?
So spannend die Idee ist (ich habe u.a. längere Zeit mit Regionalwährungen beschäftigt), wie bringe ich den Gedanken in
die Öffentlichkeit, ohne den eindruck zu erwecken, man rede von einem unbezahlbarem Konzept, bei dem am Ende niemand mehr arbeiten müsse?
Joern Lutat am 1. September 2011 um 08:10 Uhr.
Ich möchte anregen die Idee des bedingungslosen Grundeinkommens mit folgenden grundlegenden Fragen zu diskutieren:
- Was würde ich tun, wenn es ein bedingungsloses Grundeinkommen gäbe?
- Was würden meine Mitmenschen tun, wenn es ein bedingungsloses Grundeinkommen gäbe?
Ich glaube, dass wir uns mit diesen Grundfragen dem Möglichkeitsraum des bedingungslosen Grundeinkommens gut anfangen können anzunähern. Und hierüber auch zu Antworten auf deine Fragen gelangen können, Joern.
Christian Nähle am 5. September 2011 um 18:54 Uhr.
In einem afrikanischem Dorf wurde einmal der Versuch mit dem BGE gemacht. Er fiel durchweg positiv aus, die Menschen wurden sehr kreativ. Familienvätern, die das Geld versoffen, wurde das BGE entzogen und der Familienmutter zugeteilt. ; )
enigma am 7. September 2011 um 21:47 Uhr.
GRÜN denkt weiter. Wir stellen uns den Herausforderungen von heute und denken für morgen. Deshalb fragen wir: Wie soll sich das Land aus unserer Sicht in den nächsten Jahren und Jahrzehnten entwickeln? Was ist die Denkfabrik?
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