Source: https://www.diebewertung.de/deposit-solutions-gmbh-transparenz-ist-nicht-die-staerke-des-unternehmens-wir-sagen-vorsicht/
Timestamp: 2020-08-09 14:24:31+00:00

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Deposit Solutions GmbH - Transparenz ist nicht die Stärke des Unternehmens - wir sagen Vorsicht! - Diebewertung
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Schaut man sich das Unternehmen an, dann findet man hier vor allem finanzielle Angebote für Investoren, die Geld anlegen wollen, das aber von einem Unternehmen, das für uns wenig transparent ist und den gesetzlichen Vorschriften offenbar nicht nachkommt.
Es geht um die gesetzlich vorgeschriebene Hinterlegungsfrist für Bilanzen.
Die hat das Unternehmen hier offensichtlich nicht eingehalten, denn die letzte im Unternehmensregister hinterlegte Bilanz stammt bereits aus dem Jahre 2017. Bereits zu Ende des Jahres 2019 hätte man die Bilanz 2018 hinterlegen müssen.
Schaut man sich die 2017 Bilanz dann an, dann wäre sicherlich einmal interessant zu wissen, wie das mit dem 8-stelligen Bilanzverlust weitergegangen ist. Hat sich dieser erneut erhöht oder hat man den „turn around“ geschafft? Derzeit lebt man offensichtlich nur von Investorengeldern.
zum Geschäftsjahr vom 1.1. bis zum 31.12.2017
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 2.599.144,00 1.210.421,00
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Vermögenswerten 1.314,00 2.600.458,00 3.323,00 1.213.744,00
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 566.036,00 214.316,00
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 1.303.086,35 698.581,99
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 2.966.712,33 4.269.798,68 0,00 698.581,99
7.436.292,68 2.126.641,99
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 2.243.920,64 975.700,37
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 146.547,35 27.073,92
3. Sonstige Vermögensgegenstände 75.917,23 2.466.385,22 3.022.861,42 4.025.635,71
II. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 4.289.093,63 10.818.063,46
6.755.478,85 14.843.699,17
C. Rechnungsabgrenzungsposten 192.157,06 45.074,16
14.383.928,59 17.015.415,32
I. Gezeichnetes Kapital 65.803,00 65.803,00
II. Kapitalrücklage 28.041.779,42 23.068.946,86
III. Verlustvortrag -9.498.681,89 -3.070.141,28
IV. Jahresfehlbetrag -10.352.999,77 -6.428.540,61
8.255.900,76 13.636.067,97
Sonstige Rückstellungen 2.894.203,54 933.549,48
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 572.263,13 882.592,51
– davon innerhalb eines Jahres fällig EUR 572.263,13 (i. Vj. EUR 882.592,51) –
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 40.978,65 122.390,17
– davon innerhalb eines Jahres fällig EUR 40.978,65 (i. Vj. EUR 122.390,17) –
3. Sonstige Verbindlichkeiten 477.900,99 98.831,17
– davon gegenüber Gesellschaftern EUR 142,81 (i. Vj. EUR 142,81)
– davon innerhalb eines Jahres fällig EUR 477.900,99 (i. Vj. EUR 98.831,07)
– davon für Steuern EUR 154.561,78 (i. Vj. EUR 76.260,19)
– davon für Sozialabgaben EUR 3.427,54 (i. Vj. EUR 1.260,81) –
1.091.142,77 1.103.813,85
D. Rechnungsabgrenzungsposten 2.142.681,52 1.341.984,02
für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2017
1. Umsatzerlöse 5.745.547,79 2.786.803,70
2. Erhöhung oder Verminderung des Bestands an unfertigen Erzeugnissen 0,00 -12.956,25
3. Andere aktivierte Eigenleistungen 1.658.722,14 966.124,57
4. Sonstige betriebliche Erträge 32.055,95 91.128,11
– davon aus der Währungsumrechnung EUR 8.742,37 (i. Vj. EUR 232,71) –
5. Materialaufwand Aufwendungen für bezogene Leistungen 2.256.584,85 1.399.184,05
a) Löhne und Gehälter 7.687.536,67 2.986.749,45
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.173.657,12 8.861.193,79 459.034,40 3.445.783,85
– davon für Altersversorgung EUR 1.688,35 (i. Vj. EUR 2.226,84) –
7. Abschreibung auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 403.663,77 476.067,39
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen 6.361.604,07 4.986.345,53
– davon aus der Währungsumrechnung EUR 13.962,03 (i. Vj. EUR 837,06) –
9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 105.495,44 47.740,08
– davon von verbundenen Unternehmen EUR 3.070,55 (i. Vj. EUR 3.668,32) –
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 11.774,61 0,00
11. Ergebnis nach Steuern/Jahresfehlbetrag -10.352.999,77 -6.428.540,61
zum Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2017
Die Deposit Solutions GmbH („das Unternehmen“) mit Sitz in Hamburg ist im Handelsregister des Amtsgerichts Hamburg unter HRB 118186 eingetragen.
Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und §§ 264 ff. des Handelsgesetzbuches (HGB) sowie nach den einschlägigen Vorschriften des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) aufgestellt. Gemäß § 267 Abs. 2 HGB gelten die Vorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften, da die Größenmerkmale für mittelgroße Kapitalgesellschaften an zwei aufeinanderfolgenden Abschlussstichtagen erfüllt wurden.
Von den größenabhängigen Erleichterungen gemäß § 288 HGB wurde größtenteils Gebrauch gemacht. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren erstellt.
Gemäß der Satzung ist der Gegenstand des Unternehmens die Beratung von Gesellschaften der Wohnungswirtschaft, insbesondere für die Bereiche Mietkautionsverwaltung, sowie von Privatanlegern im Bereich von Anleger-Pooling, die Entwicklung und der Vertrieb von Software und der Betrieb IT- und internetgestützter Angebote im In- und Ausland und Tätigkeiten gemäß § 34c Abs. 1 Satz 1 Nr. 2 Gewerbeordnung.
Am 10. August 2017 erwarb das Unternehmen gemäß dem mit der Savedo GmbH geschlossenen Anteils-kauf- und Abtretungsvertrag („Übernahmevertrag“) 100 Prozent der Geschäftsanteile an der Savedo GmbH („Savedo“).
In der Anfangsphase der Geschäftstätigkeit des Unternehmens fielen Anlaufverluste an. Die Geschäftsführung geht von einer positiven zukünftigen Geschäftsentwicklung und damit von der Unternehmensfortführung (going concern) aus und erwartet, dass das Unternehmen auch weiterhin in der Lage sein wird, seinen Zahlungsverpflichtungen nachzukommen.
Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde auf der Grundlage der im Folgenden beschriebenen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden erstellt.
Erworbene und selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten bzw. Herstellungskosten bilanziert und ggf. über ihre wirtschaftliche Nutzungsdauer linear abgeschrieben.
Eigenentwickelte Software wird unter der Position „Selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände“ ausgewiesen. Da sie nach Ansicht der Geschäftsführung eine Nutzungsdauer von zehn und nicht von fünf Jahren hat, wurde die Abschreibungsdauer im Geschäftsjahr von fünf auf zehn Jahre verlängert. Als restliche Nutzungsdauer werden ungefähr sieben Jahre angesetzt. Die Nutzungsdauer und der Abschreibungszeitraum beginnen mit der jeweiligen vollständigen marktreifen Inbetriebnahme der Software. Nachträgliche Anschaffungs- oder Herstellungskosten werden aktiviert und über die restliche Nutzungsdauer abgeschrieben.
In der Entwicklung befindliche immaterielle Vermögensgegenstände werden nicht abgeschrieben.
Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten bewertet und ggf. linear abgeschrieben. Die Grundlage für die Abschreibungen ist die voraussichtliche Nutzungsdauer der jeweiligen Vermögensgegenstände. Bewegliche Vermögensgegenstände mit Anschaffungskosten von weniger als 150 EUR werden im Jahr der Anschaffung sofort als Betriebsausgabe erfasst. Bewegliche Vermögensgegenstände mit Anschaffungskosten von 150 EUR bis 1.000,00 EUR werden über einen Zeitraum von fünf Jahren abgeschrieben.
Das Finanzanlagevermögen wird zu Anschaffungskosten erfasst. Bei voraussichtlich dauerhafter Wertminderung wird das Finanzanlagevermögen außerplanmässig auf den niedrigeren Wert aus Anschaffungskosten oder beizulegenden Zeitwert abgeschrieben.
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden zu ihrem Nominalwert erfasst. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen bestehen hauptsächlich gegenüber Finanzinstituten mit hohen Bonitätseinstufungen. Im vorherigen und im aktuellen Berichtszeitraum wurden alle Forderungen aus Lieferungen und Leistungen bei Fälligkeit eingebracht. Angesichts des Vorstehenden werden keine pauschalen und keine Einzelwertberichtigungen für zweifelhafte Forderungen gebildet. Forderungen haben eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr.
Sonstige Vermögensgegenstände werden zum Nennwert angesetzt. Wertminderungen waren nicht vorzunehmen.
Die flüssigen Mittel werden zum Nennwert angesetzt.
Aufwendungen vor dem Abschlussstichtag werden als aktive Rechnungsabgrenzungsposten erfasst, wenn sie Aufwendungen für eine spezifische Berichtsperiode nach dem Abschlussstichtag darstellen.
Sonstige Rückstellungen werden für alle Eventualverbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften erfasst. Sie werden mit dem Rückzahlungsbetrag erfasst, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung erforderlich ist. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden abgezinst.
Die passiven Rechnungsabgrenzungsposten umfassen Einnahmen vor dem Abschlussstichtag, die ertragsmäßig einer bestimmten Berichtsperiode nach diesem Abschlussstichtag zuzuordnen sind.
Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten in fremder Währung werden mit dem am Abschlussstichtag geltenden durchschnittlichen Kassakurs umgerechnet.
Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Verbindlichkeiten und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen oder aufgrund steuerlicher Verlustvorträge werden die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastung mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen zum Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und nicht abgezinst. Aktive und passive latente Steuern werden saldiert. Insgesamt ergab sich aufgrund von Differenzen zwischen den handelsrechtlichen und den steuerlichen Wertansätzen ein Überhang aktiver latenter Steuern aus Verlustvorträgen. Da eine Verrechnung mit steuerlichen Verlusten innerhalb der nächsten fünf Jahre ungewiss ist, wurde kein latenter Steueranspruch angesetzt. Der effektive Steuersatz betrug 32,28 Prozent (VJ: 32,28 Prozent).
Immaterielle Vermögensgegenstände beziehen sich insbesondere auf die eigenentwickelte Software Comonea (TEUR 2.597, VJ: TEUR 1.204) und Comonea Pro (TEUR 2, VJ: TEUR 7).
Im Hinblick auf die Entwicklung der Sachanlagen verweisen wir auf den beigefügten Anlagespiegel.
Das Unternehmen erfasste Anteile an verbundenen Unternehmen im Wert von TEUR 1.303 (VJ: TEUR 699).
Die Entwicklung der Nettobuchwerte der Anteile an verbundenen Unternehmen stellte sich 2017 und 2016 wie folgt dar:
zum 1. Januar 2017 699
Zugänge 604
zum 31. Dezember 2017 1.303
zum 1. Januar 2016 0
Zugang aus der Ausgliederung zum Buchwert zum 1. Januar 2016 469
Zugänge im Rahmen der Ausgliederung 212
Zugänge – sonstige 18
zum 31. Dezember 2016 699
Die Anteile an verbundenen Unternehmen umfassen nur Anteile an den folgenden hundertprozentigen Tochtergesellschaften:
Savedo GmbH 100% (VJ: null)
Deposit Solutions Services GmbH 100% (VJ: null)
Deposit Solutions CH GmbH 100% (VJ: 100%)
Deposit Solutions (London) Ltd. 100% (VJ: 100%)
Kautionspartner GmbH 100% (VJ: 100%)
Savedo GmbH Berlin, Deutschland
Deposit Solutions Services GmbH Hamburg, Deutschland
Deposit Solutions CH GmbH Zürich, Schweiz
Deposit Solutions (London) Ltd. London, Großbritannien
Kautionspartner GmbH Hamburg, Deutschland
Am 10. August 2017 erwarb das Unternehmen gemäß dem Übernahmevertrag 100 Prozent der Geschäftsanteile an Savedo.
Am 1. September 2017 gründete das Unternehmen die Deposit Solutions Services GmbH.
der Tochtergesellschaften
Savedo GmbH TEUR 0 (VJ: n.z.)
Deposit Solutions Services GmbH TEUR 29 (VJ: n.z.)
Deposit Solutions CH GmbH TCHF 81 (VJ: TCHF 31)
Deposit Solutions (London) Ltd. TGBP 8 (VJ: TGBP 3)
Kautionspartner GmbH TEUR 772 (VJ: EUR 724)
Gewinn / (Verlust)
Savedo GmbH TEUR -3.243 (VJ: n.z.)
Deposit Solutions Services GmbH TEUR 4 (VJ: n.z.)
Deposit Solutions CH GmbH TCHF 50 (VJ: TCHF 11)
Deposit Solutions (London) Ltd. TGBP 5 (VJ: TGBP 3)
Kautionspartner GmbH TEUR 48 (VJ: TEUR 44)
Das Unternehmen erfasste Ausleihungen im Wert von TEUR 2.967 (VJ: TEUR 0).
Die Entwicklung der Nettobuchwerte der Ausleihungen an verbundene Unternehmen stellte sich 2017 wie folgt dar:
zum 1. Januar 2017 0
Im Zuge des Kaufs der Savedo GmbH übernommene Ausleihungen 1.508
Verbundenen Unternehmen gewährte Ausleihungen 1.405
Aufgelaufene Zinsen 54
zum 31. Dezember 2017 2.967
Im Berichtsjahr wurden keine Wertberichtigungen auf Ausleihungen an verbundene Unternehmen erfasst, da es zu keinem dauerhaften Wertverlust kam.
Die kurzfristigen Forderungen gegen verbundene Unternehmen umfassen Darlehensforderungen in Höhe von TEUR 80 (VJ: TEUR 0) und sonstige Forderungen in Höhe von TEUR 67 (VJ: TEUR 27). Die sonstigen Vermögensgegenstände in Höhe von TEUR 76 (VJ: TEUR 3.023) umfassen hauptsächlich TEUR 57 (VJ: TEUR 398) aus Umsatzsteuererstattungsansprüchen, TEUR 5 (VJ: TEUR 43) aus Sicherheitsleistungen, TEUR 12 (VJ: TEUR 30) aus Forderungen gegen Mitarbeiter und Krankenkassen sowie TEUR 2 (VJ: TEUR 9) aus Überzahlungen. Die sonstigen Vermögensgegenstände im Vorjahr beinhalteten mit TEUR 2.498 Forderungen gegenüber Gesellschaftern für ausstehende Einzahlungen in die Kapitalrücklage sowie Zinsen darauf (TEUR 44).
Das gezeichnete Kapital von TEUR 66 ist voll einbezahlt.
Die Kapitalrücklage besteht ausschließlich aus sonstigen Zuschüssen der Gesellschafter zum Eigenkapital des Unternehmens gemäß § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB.
Die Rückstellungen umfassen hauptsächlich Rückstellungen für ausstehende Urlaubs- und Bonusansprüche in Höhe von TEUR 865 (VJ: TEUR 501), für ausstehende Provisionen in Höhe von TEUR 256 (VJ: TEUR 0), für ausstehende Rechnungen einschl. der Rechnungen von verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 794 (VJ: TEUR 303), Jahresabschlusskosten in Höhe von TEUR 28 (VJ: TEUR 20) und sonstige Rückstellungen in Höhe von TEUR 951 (VJ: TEUR 109).
Alle Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, gegenüber verbundenen Unternehmen und sonstigen Verbindlichkeiten haben zum Bilanzstichtag und zum Ende der Vorperiode eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr.
Sonstige Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 478 (VJ: TEUR 99) umfassen TEUR 158 (VJ: TEUR 78) an Verbindlichkeiten für Lohn- und Kirchensteuer sowie Sozialversicherungsbeiträge für Dezember, TEUR 175 (VJ: null) an Verbindlichkeiten gegenüber Kunden, TEUR 21 (VJ: TEUR 11) an Verbindlichkeiten für Kreditkartenrechnungen, TEUR 14 (VJ: TEUR 0) an Verbindlichkeiten für Mehrwertsteuer und sonstige Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 108 (VJ: TEUR 10).
Dieser Posten umfasst Einnahmen von Kunden, die erstmals im Berichtszeitraum nach dem Abschlussdatum als Umsatzerlös erfasst werden.
Die Umsatzerlöse des Unternehmens beziehen sich hauptsächlich auf Dienstleistungen, Lizenzen, Software-Support und Wartungsverträge.
Andere aktivierte Eigenleistungen betreffen hauptsächlich aktivierte Kosten für Entwicklungsleistungen bei der Entwicklung der Software Comonea und Comonea Pro. Entwicklungskosten für eigenentwickelte Software beliefen sich auf TEUR 1.659 (VJ: TEUR 966) und wurden auf der Grundlage des jeweiligen Prozentsatzes der Zeit berechnet, die die Mitarbeiter des Unternehmens und Dienstleister mit der Entwicklung der Software Comonea zubrachten.
Die Aufwendungen für Leistungen stehen hauptsächlich im Zusammenhang mit Programmier- und Vertriebskosten.
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen umfassen hauptsächlich Aufwendungen für Miete, Reisen und Werbung, Personalvermittlungsaufwendungen, IT-Kosten sowie Kosten für rechtliche und Beratungsleistungen.
Eventualverbindlichkeiten und wesentliche Leasingverträge
Zum Bilanzstichtag bestehen keine Eventualverbindlichkeiten im Sinne von § 251 HGB, mit Ausnahme von ausstehenden Verpflichtungen im Rahmen von Mietverträgen in Höhe von insgesamt TEUR 448 netto.
Das Unternehmen hat finanzielle Verpflichtungen aus virtuellen Geschäftsanteilen für Mitarbeiter und externe Berater. Diese sind generell Eventualverbindlichkeiten. Eine Rückstellung wurde nicht erfasst, da eine Inanspruchnahme derzeit nicht wahrscheinlich ist.
Gemäß § 268 Abs. 8 HGB gilt eine Sperre für die Ausschüttung von Gewinnen aus der Aktivierung:
Aus der Aktivierung selbst erstellter immaterieller Vermögensgegenstände des Anlagevermögens 2.599 (VJ: 1.210)
Durchschnittliche Anzahl der Gehaltsempfänger
Das Unternehmen hatte im Berichtsjahr durchschnittlich 114 (VJ: 54) Mitarbeiter.
Die Managing Directors:
Dr. Tim Sievers, Chief Executive Officer
Michael Maximilian Müller, Chief Financial Officer
Holger Hohrein, Chief Operating Officer (Ernennung am 04. April 2017)
Die Vergütung der Geschäftsführung für 2017 belief sich auf TEUR 821 einschl. Sozialversicherungsbeiträgen. Darüber hinaus hat die Geschäftsführung wie vorstehend beschrieben Ansprüche auf virtuelle Geschäftsanteile.
Vergütung der Prüfer
Das Honorar für Abschlussprüfungsleistungen belief sich auf TEUR 17.
Nach dem Ende der Geschäftsperiode wurde am 2. Januar 2018 ein Betrag in Höhe von TEUR 5 als gezeichnetes Kapital erfasst.
Gewinnverwendung / vorgeschlagene Gewinnverwendung
Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresfehlbetrag von EUR -10.352.999,77 in das folgende Jahr vorzutragen.
Hamburg, 20 März 2018
gez. Dr. Tim Sievers
gez. Michael Maximilian Müller
gez. Andreas Wiethölter
gez. Holger Hohrein
Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2017 (detaillierte Bruttodarstellung)
1.1.2017 Zugänge Abgänge 31.12.2017
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 1.817.085,61 1.658.722,14 0,00 3.475.807,75
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 8.118,42 0,00 -7,00 8.111,42
1.825.204,03 1.658.722,14 -7,00 3.483.919,17
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 318.183,46 483.408,63 -26,00 801.566,09
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 698.581,99 604.504,36 0,00 1.303.086,35
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,00 2.966.712,33 0,00 2.966.712,33
698.581,99 3.571.216,69 0,00 4.269.798,68
2.841.969,48 5.713.347,46 -33,00 8.555.283,94
1.1.2017 Abschreibungen im Geschäftsjahr Abgänge 31.12.2017
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 606.664,61 269.999,14 0,00 876.663,75
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 4.795,42 2.002,00 0,00 6.797,42
611.460,03 272.001,14 0,00 883.461,17
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 103.867,46 131.662,63 0,00 235.530,09
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
715.327,49 403.663,77 0,00 1.118.991,26
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 1.314,00 3.323,00
2.600.458,00 1.213.744,00
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 2.966.712,33 0,00
4.269.798,68 698.581,99
Lagebericht der Deposit Solutions GmbH für das Geschäftsjahr 2017
Das Unternehmen betreibt die Einlagenplattform „COMONEA“ und den Anlegerservice „ZINSPILOT“. Mit COMONEA können Kundenbanken ihren Kunden über ein einziges Bankkonto bei der Servicebank die Sparangebote verschiedener Produktbanken zur Verfügung stellen. Mit ZINSPILOT haben Sparer die Möglichkeit, ein Konto bei einer Servicebank zu eröffnen und dann die Sparangebote verschiedener Produktbanken in Anspruch zu nehmen.
Das Unternehmen hat verschiedene hundertprozentige Tochtergesellschaften, die die Dienstleistungen des Unternehmens in anderen Rechtsgebieten vermarkten. Darüber hinaus hält das Unternehmen 100 Prozent der Anteile an der Savedo GmbH und an der Kautionspartner GmbH. Die Savedo GmbH betreibt Dienstleistungen des Einlagengeschäfts für Privatkunden in Deutschland, Österreich und den Niederlanden. Damit können Sparer die Sparangebote verschiedener Produktbanken in Anspruch nehmen. Die Kautionspartner GmbH erbringt Beratungsleistungen für Gesellschaften der Wohnungswirtschaft, insbesondere im Bereich der Mietkautionsverwaltung.
Die von dem Unternehmen angebotenen Dienstleistungen basieren auf einer Gebühr, die als fester Prozentsatz der übermittelten Einlagen berechnet wird. Somit hängen die Umsatzerlöse nicht von der Höhe der am Markt verfügbaren Zinssätze ab. Die Marktzinsen haben auch keinen wirklichen Einfluss auf die Menge der übermittelten Einlagen.
Allgemeine wirtschaftliche und branchenspezifische Bedingungen
Die Weltwirtschaft wuchs 2017 nur leicht. In Europa zog die Konjunktur 2017 an. Die jährliche Wachstumsrate im Euroraum stieg von 2 Prozent im Jahr 2016 auf 2,7 Prozent im Jahr 2017, während die Arbeitslosenquote von 9,7 Prozent im Jahr 2016 auf 8,6 Prozent im Jahr 2017 sank. Weltweit verharren die Zinsen auf sehr niedrigem Niveau.
Die Retail-Einlagen in der EU erhöhten sich 2017 um rund 2 Prozent.
Das Geschäftsjahr 2017 war für das Unternehmen sehr erfreulich. Die Umsatzerlöse des Unternehmens verbesserten sich deutlich, denn das Unternehmen konnte neue Produkt- und Kundenbanken einbinden. Das Gesamtvolumen der übermittelten Einlagen übertraf vor Ende 2017 die Marke von 4 Milliarden EUR.
Am 10. August 2017 erwarb das Unternehmen gemäß dem Anteilskauf- und Abtretungsvertrag über die Übernahme der Savedo GmbH 100 Prozent der Geschäftsanteile an der Savedo GmbH. Im Geschäftsjahr verbuchte das Unternehmen einen Nettoverlust von TEUR 10.353 (VJ: TEUR 6.429). Hauptursache war ein Anstieg der Lohnkosten und der Sozialabgaben (TEUR 8.861 gegenüber TEUR 3.446 im Vorjahr). Das Gesamteigenkapital belief sich zum Ende des Berichtszeitraums auf TEUR 8.256 (VJ: TEUR 13.636).
Die liquiden Mittel betrugen zum Ende des Berichtszeitraums insgesamt TEUR 4.289 (VJ: TEUR 10.818).
Das Unternehmen hatte 2017 und 2016 keine Finanzschulden.
Die Umsatzerlöse betrugen im Berichtsjahr TEUR 5.746 und hatten sich damit gegenüber dem Vorjahr mehr als verdoppelt (VJ: TEUR 2.787). Zurückzuführen war dies auf die Einbindung neuer Produkt- und Kundenbanken.
Lohnkosten und Sozialabgaben erhöhten sich auf TEUR 8.861 (VJ: TEUR 3.446), bedingt durch den Anstieg der Zahl der Beschäftigten (durchschnittliche Anzahl der Beschäftigten 2017: 114, gegenüber 54 im Jahr 2016).
Ende 2017 sagten bestehende und neue Gesellschafter Investitionen in Höhe von ca. 15 Millionen EUR zu, von denen ein Teil bereits in 2017 geflossen ist.
Eine Dividende wurde weder vorgeschlagen noch ausgeschüttet.
Das Unternehmen misst die Erreichung seiner Ziele anhand der folgenden finanziellen Leistungsindikatoren: Umsatzerlöse, Cost-Income-Ratio (Aufwands-Ertrags-Verhältnis) und die Höhe der übermittelten Einlagen.
Im Berichtsjahr entwickelten sich alle Indikatoren sehr positiv:
Der Umsatzerlös stieg um das 2,1-Fache von TEUR 2.787 auf TEUR 5.746.
Die Cost-Income-Ratio verbesserte sich trotz der erheblichen Wachstumsinvestitionen von 266 Prozent auf 241 Prozent.
Die übermittelten Einlagen erhöhten sich um das 2,7-Fache.
Die Geschäftsführung war mit der Entwicklung zufrieden und prognostiziert auch für das nächste Jahr Zuwächse bei den Umsatzerlösen und den übermittelten Einlagen sowie einen weiteren Rückgang der Cost-Income-Ratio.
Die Risikogefährdung und die Art und Weise, wie Risiken entstehen, sowie die Ziele, Richtlinien und Prozesse des Unternehmens zur Steuerung und Messung dieser Risiken werden nachfolgend ausführlicher dargelegt.
Finanzielle Vermögenswerte, bei denen ein potenzielles Kreditrisiko besteht, umfassen Forderungen und Bankguthaben.
Forderungen werden abzüglich Wertberichtigungen auf zweifelhafte Forderungen dargestellt, diese beliefen sich zum Jahresende auf TEUR 0. Eine Wertberichtigung auf zweifelhafte Forderungen wird vorgenommen, wenn ein identifiziertes Verlustereignis vorliegt, bei dem, ausgehend von früheren Erfahrungen, Belege auf eine geminderte Werthaltigkeit hindeuten.
Die Geschäftsführung stuft die Kreditqualität dieser finanziellen Vermögenswerte als ausgezeichnet ein. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen bestehen hauptsächlich gegenüber Finanzinstituten mit hohen Bonitätseinstufungen. Im vorherigen und im aktuellen Berichtszeitraum wurden alle Forderungen aus Lieferungen und Leistungen eingebracht. Bankguthaben sind bei zuverlässigen Finanzinstituten angelegt.
Transaktionen in Fremdwährungen entstehen, wenn das Unternehmen Verbindlichkeiten in einer fremden Währung eingeht oder begleicht.
Das Risiko aus Transaktionen in Fremdwährungen wird durch die regelmäßige Überwachung der relevanten Wechselkurse gesteuert.
Das Unternehmen überwacht und steuert sein Risiko einer Mittelknappheit durch das Bereitstellen ausreichender flüssiger Mittel und durch die Abgleichung seiner finanziellen Vermögenswerte und finanziellen Verbindlichkeiten.
Kapitalrisikomanagement
Die Ziele des Unternehmens im Hinblick auf das Kapitalmanagement sind die Sicherung seiner Unternehmensfortführung und somit die weitgehende Finanzierung des Unternehmens durch Eigenkapital.
Die Geschäftsführer des Unternehmens steuern seine Kapitalstruktur und nehmen Anpassungen vor, um auf Veränderungen der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen reagieren zu können. Die Kapitalstruktur wird laufend überprüft.
Chancen, wesentliche Risiken und Unwägbarkeiten
Die erfolgreiche Fähigkeit, Chancen zu identifizieren und zu beurteilen und die Risiken zu steuern, ist eine grundlegende Voraussetzung für die Erreichung der Ziele des Unternehmens.
Der größte Teil des Marktes, und damit der größte Teil der Banken, ist noch nicht in die Open Banking Plattform des Unternehmens eingebunden, somit bestehen hier für das Unternehmen klare Wachstumschancen.
Die Geschäftsführung des Unternehmens trägt die Gesamtverantwortung für das Risikomanagement. Sie beurteilt die Risikobereitschaft des Unternehmens und erarbeitet Richtlinien für die Identifizierung und Steuerung dieser Risiken.
Ausgehend von der Geschäfts- und Risikostrategie, die von der Geschäftsführung des Unternehmens erarbeitet wird, hat das Unternehmen einen Rahmen für das Risikomanagement begründet, der alle unterschiedlichen Risikoarten abdeckt, die bei der unternehmensweiten Risikoinventur identifiziert wurden.
Die Kernfunktionen unseres Risikomanagementsystems sind die Identifizierung, Messung, Beurteilung, Kontrolle, Überwachung und Kommunikation aller Risiken in den jeweiligen Risikobereichen. Eine entscheidende Rolle spielt dabei ein internes Kontrollsystem mit internen Schlüsselkontrollen für alle risikobedingten Prozesse. Dieses wurde implementiert, um sicherzustellen, dass potenzielle Risiken unverzüglich identifiziert, gesteuert und adäquat gemindert werden können.
Die wichtigsten Chancen, Risiken und Unwägbarkeiten des Unternehmens sind nachstehend aufgeführt:
(a) Einbindung neuer Produktbanken
Mit der Einbindung neuer Produktbanken steigen der Finanzierungsbedarf und die auf der Plattform verfügbare Produktvielfalt. Die Erfüllung dieses Bedarfs führt wiederum zu höheren Umsatzerlösen.
(b) Einbindung neuer Point of Sales
Mit der Einbindung neuer Point of Sales steigen die Anzahl potenzieller Sparer und damit das auf der Plattform verfügbare Finanzierungsangebot. Somit bildet dies die Grundlage für die Weiterentwicklung und die Erhöhung der Umsatzerlöse des Unternehmens.
(c) Technologie und Betriebsunterbrechung
Das Unternehmen ist bei allen Aspekten seiner Geschäftstätigkeit von Informationstechnologie abhängig. Darüber hinaus hängen die Dienstleistungen, die das Unternehmen seinen Kunden bietet, von einer komplexen technischen Infrastruktur ab. Ein Ausfall der zentralen Systeme oder der Infrastruktur des Unternehmens könnte dazu führen, dass das Unternehmen seine Leistungen für seine Kunden nicht mehr erbringen kann, dies hätte negative Auswirkungen auf die Marke und würde zu höheren Kosten führen. Das Unternehmen investiert erheblich in Technologie-Infrastruktur, um auch weiterhin das Geschäftswachstum unterstützen zu können, und befolgt bei der Auswahl und Überwachung externer Anbieter einen robusten Prozess. Zudem organisiert das Unternehmen regelmäßig Geschäftskontinuitätsübungen, um die ständige Bereitschaft wichtiger Systeme und Standorte zu gewährleisten.
(d) Kundenservice
Die Umsatzerlöse des Unternehmens sind gefährdet, wenn es nicht auch weiterhin Kundenservice auf dem Niveau anbietet, der von seinen Kunden erwartet wird. Das Engagement des Unternehmens für seine Kunden ist in seinen Werten verankert. Die relevanten Beschäftigten durchlaufen umfassende Schulungsprogramme, um sicherzustellen, dass sie wissen, welches Dienstleistungsniveau von den Kunden des Unternehmens gefordert wird, und dass sie dieses Dienstleistungsniveau auch einhalten.
(e) Datenschutz
Aufgrund von EU-Verordnungen und nationalen Gesetzen sind Unternehmen rechtlich verpflichtet, mit personenbezogenen Daten sicher umzugehen, um den Datenschutz aller EU-Bürger zu gewährleisten und zu stärken und um zu verhindern, dass Daten auf unbefugte oder unzulässige Weise verarbeitet werden, verloren gehen und fahrlässig oder vorsätzlich offengelegt werden. Der mangelnde Schutz dieser personenbezogenen Daten würde das Unternehmen dem Risiko von Geldstrafen und/oder Schadenersatzklagen aussetzen und würde sich negativ auf die Kundenrechte sowie die Marke des Unternehmens auswirken. Das Unternehmen investiert erheblich in Technologie-Infrastruktur, um einen hohen Schutz personenbezogener Daten zu ermöglichen, und führt adäquate Prozesse ein, um sicherzustellen, dass alle potenziellen Risiken begrenzt bzw. unverzüglich identifiziert und effektiv gemindert werden können. Zudem befolgt das Unternehmen bei der Auswahl und Überwachung externer Anbieter einen strikten Prozess. Schließlich setzt sich das Unternehmen für die kontinuierliche Aufrechthaltung des Datenschutzes ein, insbesondere durch die regelmäßige Schulung der Beschäftigten sowie durch die laufende Überwachung der vorhandenen Prozesse.
(f) Wettbewerb
So wie die meisten Unternehmen agiert auch Deposit Solutions in einem wettbewerbsorientierten Umfeld. Die Geschäftsführung überwacht laufend die Wettbewerbslandschaft, derzeit ist jedoch kein direkter Mitbewerber zu erkennen, der das Geschäftsmodell des Unternehmens bedrohen würde.
Insgesamt stellt unser Risikomanagementsystem sicher, dass unternehmensweite Risiken erfasst, analysiert und beurteilt werden und dass risikobezogene Informationen systematisch und geordnet an die zuständigen Entscheidungsträger weitergeleitet werden.
(g) Marken- und Reputationsrisiko
In dem unwahrscheinlichen Fall der Insolvenz einer Produktbank könnte dies zu einem Umsatzausfall mit der Bank sowie zu einem Reputationsverlust des Unternehmens führen. Um diesem Risiko zu begegnen, überwacht das Unternehmen die finanzielle Lage der Produktbanken und leitet im Fall einer wirtschaftlichen Schieflage einer Bank alle notwendigen Schritte ein, um die Rechte der Kontoinhaber zu sichern.
Aktivierte Entwicklungskosten beziehen sich auf die Entwicklung eigenentwickelter Software. 2017 wurden Entwicklungskosten in Höhe von TEUR 1.659 (VJ: TEUR 966) aktiviert. Dieser Betrag umfasst TEUR 1.038 (TEUR 389) an aktivierten Gehältern und TEUR 621 (TEUR 577) an externen Dienstleistungen.
Die Abschreibung eigenentwickelter Software betrug TEUR 270 (VJ: TEUR 418).
Wahrscheinliche künftige Entwicklung
Die Geschäftsführung geht von einer positiven zukünftigen Geschäftsentwicklung und damit von der Unternehmensfortführung (going concern) aus und erwartet, dass das Unternehmen auch weiterhin in der Lage sein wird, seinen Zahlungsverpflichtungen nachzukommen. Die Entwicklung im ersten Quartal 2018 verläuft entsprechend dem Budget.
Für 2018 werden ein deutlicher Anstieg der Umsatzerlöse und ein weiterer spürbarer Rückgang der Cost-Income-Ratio erwartet. Darüber hinaus plant das Unternehmen die Einbindung neuer Produktbanken und Point of Sales und die erhebliche Steigerung des Gesamtvolumens übermittelter Einlagen.
Wir haben den Jahresabschluss – bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang – unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Deposit Solutions GmbH, Hamburg, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2017 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der Geschäftsführung der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.
Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der Geschäftsführung sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.
Hagenmüller, Wirtschaftsprüferin
Brandes-Henkys, Wirtschaftsprüferin
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References: § 267
 § 288
 § 34
 § 272
 § 251
 § 268
 § 317