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Timestamp: 2018-11-15 07:21:40+00:00

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2. Haftungserleichterungen beim Auftrag?
Schuldrecht Besonderer Teil 2 - 2. Haftungserleichterungen beim Auftrag?
Kursangebot | Grundkurs Schuldrecht BT II | 2. Haftungserleichterungen beim Auftrag?
Als problematisch empfunden wird dieser strenge Haftungsmaßstab für den Beauftragten beim Auftrag. Angesichts dessen, dass dieser unentgeltlich erfolgt, liegt die Überlegung, ob der Haftungsmaßstab des § 276 Abs. 1 einzuschränken ist, nahe. Dies gilt umso mehr, als das Gesetz derartige Haftungsbeschränkungen bei anderen unentgeltlichen Verträgen vorsieht (vgl. §§ 521, 599, 690). Der Gedanke an eine Rechtsanalogie zu diesen Vorschriften liegt auf der Hand. Dennoch wird eine allgemeine Haftungsbeschränkung des Beauftragten ganz überwiegend abgelehnt.
MüKo-Seiler § 662 Rn. 56 m.w.N. Zum einen wird darauf hingewiesen, dass das Gesetz in anderen Fällen des unentgeltlichen Tätigwerdens ebenfalls eine Haftung für jedes Verschulden vorsieht, vgl. z. B. § 1833 Abs. 1 für den Vormund (die Unentgeltlichkeit ergibt sich insoweit aus § 1836 Abs. 1 S. 1).MüKo-Seiler § 662 Rn. 57. Zum anderen wird der Anknüpfungspunkt für den Haftungsmaßstab nicht in der Unentgeltlichkeit gesehen, sondern in dem Vertrauen, das der Auftraggeber dem Beauftragten entgegenbringt sowie in dem Umstand, dass der Auftrag gerade die Wahrnehmung einer fremden Angelegenheit zum Gegenstand hat.MüKo-Seiler § 662 Rn. 57 m.w.N.
Der Beauftragte haftet für Pflichtverletzungen im Rahmen der Durchführung des Auftrags
nur eingeschränkt, wenn er seinerseits mit der Ausführung des Auftrages berechtigterweise einen Dritten beauftragt hatte.
bei eigener Ausführung nach den allgemeinen Haftungsmaßstäben.
nur bei Vorsatz und grober Fahrlässigkeit.
Gilt im Rahmen des Auftragsverhältnis aufgrund der Unentgeltlichkeit ein erleichterter Haftungsmaßstab?
Ja, § 276 Abs. 1 BGB ist somit einzuschränken.

References: § 276
 § 662
 § 1833
 § 1836
 § 662
 § 662
 § 276