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Timestamp: 2020-08-09 23:24:26+00:00

Document:
Landesrecht BW FreizügG/EU | Bundesnorm | Gesamtausgabe | Gesetz über die allgemeine Freizügigkeit von Unionsbürgern | gültig ab: 09.12.2014
Fundstelle: BGBl I 2004, 1950, 1986
FNA: FNA 26-13, GESTA B003
Stand: Zuletzt geändert durch Art. 172 V v. 19.6.2020 I 1328
(+++ Textnachweis ab: 1.1.2005 +++)
Das G wurde als Artikel 2 d. G v. 30.7.2004 I 1950 (Zuwanderungsgesetz) vom Bundestag mit Zustimmung des Bundesrates beschlossen. Es tritt gem. Art. 15 Abs. 3 dieses G am 1.1.2005 in Kraft. § 11 Satz 1 tritt am 6.8.2004 in Kraft.
Gesetz über die allgemeine Freizügigkeit von Unionsbürgern 30.07.2004
§ 1 Anwendungsbereich 30.07.2004
§ 2 Recht auf Einreise und Aufenthalt 02.12.2014
§ 3 Familienangehörige 02.12.2014
§ 4 Nicht erwerbstätige Freizügigkeitsberechtigte 21.01.2013
§ 4a Daueraufenthaltsrecht 27.07.2015
§ 5 Aufenthaltskarten, Bescheinigung über das Daueraufenthaltsrecht 02.12.2014
§ 5a Vorlage von Dokumenten 02.12.2014
§ 6 Verlust des Rechts auf Einreise und Aufenthalt 21.01.2013
§ 7 Ausreisepflicht 02.12.2014
§ 8 Ausweispflicht 08.06.2017
§ 9 Strafvorschriften 02.12.2014
§ 10 Bußgeldvorschriften 08.06.2017
§ 11 Anwendung des Aufenthaltsgesetzes 20.07.2017
§ 11a Verordnungsermächtigung 19.06.2020
§ 12 Staatsangehörige der EWR-Staaten 30.07.2004
§ 13 Staatsangehörige der Beitrittsstaaten 21.12.2015
§ 14 Bestimmungen zum Verwaltungsverfahren 20.07.2017
§ 15 Übergangsregelung 19.08.2007
§ 3 Abs. 1: IdF d. Art. 2 Nr. 2 Buchst. a G v. 19.8.2007 I 1970 mWv 28.8.2007
§ 3 Abs. 2 Eingangssatz: IdF d. Art. 2 Nr. 2 Buchst. b DBuchst. aa G v. 19.8.2007 I 1970 mWv 28.8.2007
§ 3 Abs. 2 Nr. 1: IdF d. Art. 2 Nr. 2 Buchst. b DBuchst. bb G v. 19.8.2007 I 1970 mWv 28.8.2007, d. Art. 1 Nr. 2 Buchst. a DBuchst. aa G v. 21.1.2013 I 86 mWv 29.1.2013 u. d. Art. 1 Nr. 2 Buchst. a G v. 2.12.2014 I 1922 mWv 9.12.2014
§ 3 Abs. 2 Nr. 2: IdF d. Art. 2 Nr. 2 Buchst. b DBuchst. cc G v. 19.8.2007 I 1970 mWv 28.8.2007, d. Art. 1 Nr. 2 Buchst. a DBuchst. bb G v. 21.1.2013 I 86 mWv 29.1.2013 u. d. Art. 1 Nr. 2 Buchst. b G v. 2.12.2014 I 1922 mWv 9.12.2014
§ 3 Abs. 3 bis 5: IdF d. Art. 2 Nr. 2 Buchst. c G v. 19.8.2007 I 1970 mWv 28.8.2007
§ 3 Abs. 5 Satz 1 Eingangssatz: IdF d. Art. 1 Nr. 2 Buchst. b DBuchst. aa G v. 21.1.2013 I 86 mWv 29.1.2013
§ 3 Abs. 5 Satz 1 Nr. 1: IdF d. Art. 1 Nr. 2 Buchst. b DBuchst. bb G v. 21.1.2013 I 86 mWv 29.1.2013
§ 3 Abs. 5 Satz 1 Nr. 2: IdF d. Art. 1 Nr. 2 Buchst. b DBuchst. cc G v. 21.1.2013 I 86 mWv 29.1.2013
§ 3 Abs. 5 Satz 1 Nr. 3: IdF d. Art. 1 Nr. 2 Buchst. b DBuchst. dd G v. 21.1.2013 I 86 mWv 29.1.2013
§ 3 Abs. 5 Satz 1 Nr. 4: IdF d. Art. 1 Nr. 2 Buchst. b DBuchst. ee G v. 21.1.2013 I 86 mWv 29.1.2013
§ 3 Abs. 6: Aufgeh. durch Art. 1 Nr. 2 Buchst. c G v. 21.1.2013 I 86 mWv 29.1.2013
Nicht erwerbstätige Unionsbürger und ihre Familienangehörigen, die den Unionsbürger begleiten oder ihm nachziehen, haben das Recht nach § 2 Abs. 1, wenn sie über ausreichenden Krankenversicherungsschutz und ausreichende Existenzmittel verfügen. Hält sich der Unionsbürger als Student im Bundesgebiet auf, haben dieses Recht nur sein Ehegatte, Lebenspartner und seine Kinder, denen Unterhalt gewährt wird.
§ 4: IdF d. Art. 2 Nr. 3 G v. 19.8.2007 I 1970 mWv 28.8.2007
§ 4 Satz 1: IdF d. Art. 1 Nr. 3 G v. 21.1.2013 I 86 mWv 29.1.2013
(1) Unionsbürger, die sich seit fünf Jahren ständig rechtmäßig im Bundesgebiet aufgehalten haben, haben unabhängig vom weiteren Vorliegen der Voraussetzungen des § 2 Abs. 2 das Recht auf Einreise und Aufenthalt (Daueraufenthaltsrecht). Ihre Familienangehörigen, die nicht Unionsbürger sind, haben dieses Recht, wenn sie sich seit fünf Jahren mit dem Unionsbürger ständig rechtmäßig im Bundesgebiet aufgehalten haben. § 3 Absatz 1 und 2 ist für Personen nach Satz 2 nicht anzuwenden; insoweit sind die Vorschriften des Aufenthaltsgesetzes zum Familiennachzug zu Inhabern einer Erlaubnis zum Daueraufenthalt – EU entsprechend anzuwenden.
(2) Abweichend von Absatz 1 haben Unionsbürger nach § 2 Abs. 2 Nr. 1 bis 3 vor Ablauf von fünf Jahren das Daueraufenthaltsrecht, wenn sie
sich mindestens drei Jahre ständig im Bundesgebiet aufgehalten und mindestens während der letzten zwölf Monate im Bundesgebiet eine Erwerbstätigkeit ausgeübt haben und
zum Zeitpunkt des Ausscheidens aus dem Erwerbsleben das 65. Lebensjahr erreicht haben oder
ihre Beschäftigung im Rahmen einer Vorruhestandsregelung beenden oder
ihre Erwerbstätigkeit infolge einer vollen Erwerbsminderung aufgeben,
die durch einen Arbeitsunfall oder eine Berufskrankheit eingetreten ist und einen Anspruch auf eine Rente gegenüber einem Leistungsträger im Bundesgebiet begründet oder
nachdem sie sich zuvor mindestens zwei Jahre ständig im Bundesgebiet aufgehalten haben oder
drei Jahre ständig im Bundesgebiet erwerbstätig waren und anschließend in einem anderen Mitgliedstaat der Europäischen Union erwerbstätig sind, ihren Wohnsitz im Bundesgebiet beibehalten und mindestens einmal in der Woche dorthin zurückkehren; für den Erwerb des Rechts nach den Nummern 1 und 2 gelten die Zeiten der Erwerbstätigkeit in einem anderen Mitgliedstaat der Europäischen Union als Zeiten der Erwerbstätigkeit im Bundesgebiet.
Soweit der Ehegatte oder der Lebenspartner des Unionsbürgers Deutscher nach Artikel 116 des Grundgesetzes ist oder diese Rechtsstellung durch Eheschließung mit dem Unionsbürger bis zum 31. März 1953 verloren hat, entfallen in Satz 1 Nr. 1 und 2 die Voraussetzungen der Aufenthaltsdauer und der Dauer der Erwerbstätigkeit.
(3) Familienangehörige eines verstorbenen Unionsbürgers nach § 2 Abs. 2 Nr. 1 bis 3, die im Zeitpunkt seines Todes bei ihm ihren ständigen Aufenthalt hatten, haben das Daueraufenthaltsrecht, wenn
der Unionsbürger sich im Zeitpunkt seines Todes seit mindestens zwei Jahren im Bundesgebiet ständig aufgehalten hat,
der Unionsbürger infolge eines Arbeitsunfalls oder einer Berufskrankheit gestorben ist oder
der überlebende Ehegatte oder Lebenspartner des Unionsbürgers Deutscher nach Artikel 116 des Grundgesetzes ist oder diese Rechtsstellung durch Eheschließung mit dem Unionsbürger vor dem 31. März 1953 verloren hat.
(4) Die Familienangehörigen eines Unionsbürgers, der das Daueraufenthaltsrecht nach Absatz 2 erworben hat, haben ebenfalls das Daueraufenthaltsrecht, wenn sie bei dem Unionsbürger ihren ständigen Aufenthalt haben.
(5) Familienangehörige nach § 3 Abs. 3 bis 5 erwerben das Daueraufenthaltsrecht, wenn sie sich fünf Jahre ständig rechtmäßig im Bundesgebiet aufhalten.
(6) Der ständige Aufenthalt wird nicht berührt durch
Abwesenheiten bis zu insgesamt sechs Monaten im Jahr oder
Abwesenheit zur Ableistung des Wehrdienstes oder eines Ersatzdienstes sowie
eine einmalige Abwesenheit von bis zu zwölf aufeinander folgenden Monaten aus wichtigem Grund, insbesondere auf Grund einer Schwangerschaft und Entbindung, schweren Krankheit, eines Studiums, einer Berufsausbildung oder einer beruflichen Entsendung.
(7) Eine Abwesenheit aus einem seiner Natur nach nicht nur vorübergehenden Grund von mehr als zwei aufeinander folgenden Jahren führt zum Verlust des Daueraufenthaltsrechts.
§ 4a: Eingef. durch Art. 1 Nr. 4 G v. 19.8.2007 I 1970 mWv 28.8.2007
§ 4a Abs. 1 Satz 1: IdF d. Art. 1 Nr. 4 Buchst. a DBuchst. aa G v. 21.1.2013 I 86 mWv 29.1.2013
§ 4a Abs. 1 Satz 2: Eingef. durch Art. 1 Nr. 4 Buchst. a DBuchst. bb G v. 21.1.2013 I 86 mWv 29.1.2013
§ 4a Abs. 1 Satz 3: Eingef. durch Art. 4 Nr. 1 G v. 27.7.2015 I 1386 mWv 1.8.2015
§ 4a Abs. 2 Satz 2: IdF d. Art. 1 Nr. 4 Buchst. b G v. 21.1.2013 I 86 mWv 29.1.2013
§ 4a Abs. 3 Nr. 3: IdF d. Art. 1 Nr. 4 Buchst. c G v. 21.1.2013 I 86 mWv 29.1.2013
§ 4a Abs. 4: IdF d. Art. 1 Nr. 4 Buchst. d G v. 21.1.2013 I 86 mWv 29.1.2013
(1) Freizügigkeitsberechtigten Familienangehörigen, die nicht Unionsbürger sind, wird von Amts wegen innerhalb von sechs Monaten, nachdem sie die erforderlichen Angaben gemacht haben, eine Aufenthaltskarte für Familienangehörige von Unionsbürgern ausgestellt, die fünf Jahre gültig sein soll. Eine Bescheinigung darüber, dass die erforderlichen Angaben gemacht worden sind, erhält der Familienangehörige unverzüglich.
(3) Das Vorliegen oder der Fortbestand der Voraussetzungen des Rechts nach § 2 Absatz 1 kann aus besonderem Anlass überprüft werden.
(4) Sind die Voraussetzungen des Rechts nach § 2 Abs. 1 innerhalb von fünf Jahren nach Begründung des ständigen rechtmäßigen Aufenthalts im Bundesgebiet entfallen oder liegen diese nicht vor, kann der Verlust des Rechts nach § 2 Abs. 1 festgestellt und bei Familienangehörigen, die nicht Unionsbürger sind, die Aufenthaltskarte eingezogen werden. § 4a Abs. 6 gilt entsprechend.
(5) Auf Antrag wird Unionsbürgern unverzüglich ihr Daueraufenthaltsrecht bescheinigt. Ihren daueraufenthaltsberechtigten Familienangehörigen, die nicht Unionsbürger sind, wird innerhalb von sechs Monaten nach Antragstellung eine Daueraufenthaltskarte ausgestellt.
(6) Für den Verlust des Daueraufenthaltsrechts nach § 4a Abs. 7 gilt Absatz 4 Satz 1 entsprechend.
§ 5 Überschrift: IdF d. Art. 1 Nr. 5 Buchst. a G v. 21.1.2013 I 86 mWv 29.1.2013
§ 5 Abs. 1 (früher Abs. 2): IdF d. Art. 2 Nr. 5 Buchst. c G v. 19.8.2007 I 1970 mWv 28.8.2007; früherer Abs. 1 aufgeh., früherer Abs. 2 jetzt Abs. 1 gem. Art. 1 Nr. 5 Buchst. b u. c G v. 21.1.2013 I 86 mWv 29.1.2013
§ 5 Abs. 2: Früher Abs. 3 gem. Art. 1 Nr. 5 Buchst. c G v. 21.1.2013 I 86 mWv 29.1.2013
§ 5 Abs. 2 Satz 1 (früher Abs. 3 Satz 1): IdF d. Art. 2 Nr. 5 Buchst. d G v. 19.8.2007 I 1970 mWv 28.8.2007
§ 5 Abs. 3 (früher Abs. 4): IdF d. Art. 2 Nr. 5 Buchst. e G v. 19.8.2007 I 1970 mWv 28.8.2007; jetzt Abs. 3 gem. u. idF d. Art. 1 Nr. 5 Buchst. d G v. 21.1.2013 I 86 mWv 29.1.2013
§ 5 Abs. 4: Früher Abs. 5 gem. Art. 1 Nr. 5 Buchst. e G v. 21.1.2013 I 86 mWv 29.1.2013
§ 5 Abs. 4 Satz 1 (früher Abs. 5 Satz 1): IdF d. Art. 2 Nr. 5 Buchst. f DBuchst. aa G v. 19.8.2007 I 1970 mWv 28.8.2007, d. Art. 1 Nr. 5 Buchst. e G v. 21.1.2013 I 86 mWv 29.1.2013 u. d. Art. 1 Nr. 3 G v. 2.12.2014 I 1922 mWv 9.12.2014
§ 5 Abs. 4 Satz 2 (früher Abs. 5 Satz 2): IdF d. Art. 2 Nr. 5 Buchst. f DBuchst. bb G v. 19.8.2007 I 1970 mWv 28.8.2007
§ 5 Abs. 5 (früher Abs. 6): Eingef. durch Art. 2 Nr. 5 Buchst. g G v. 19.8.2007 I 1970 mWv 28.8.2007; jetzt Abs. 5 gem. Art. 1 Nr. 5 Buchst. f G v. 21.1.2013 I 86 mWv 29.1.2013
§ 5 Abs. 5 Satz 1: IdF d. Art. 1 Nr. 5 Buchst. f G v. 21.1.2013 I 86 mWv 29.1.2013
§ 5 Abs. 6 (früher Abs. 7): Eingef. durch Art. 2 Nr. 5 Buchst. g G v. 19.8.2007 I 1970 mWv 28.8.2007; jetzt Abs. 6 gem. u. idF. d. Art. 1 Nr. 5 Buchst. g G v. 21.1.2013 I 86 mWv 29.1.2013
(1) Die zuständige Behörde darf in den Fällen des § 5 Absatz 2 von einem Unionsbürger den gültigen Personalausweis oder Reisepass und im Fall des
§ 2 Abs. 2 Nr. 1 eine Einstellungsbestätigung oder eine Beschäftigungsbescheinigung des Arbeitgebers,
§ 2 Abs. 2 Nr. 2 einen Nachweis über seine selbständige Tätigkeit,
§ 2 Abs. 2 Nr. 5 einen Nachweis über ausreichenden Krankenversicherungsschutz und ausreichende Existenzmittel
verlangen. Ein nicht erwerbstätiger Unionsbürger im Sinne des § 2 Abs. 2 Nr. 5, der eine Bescheinigung vorlegt, dass er im Bundesgebiet eine Hochschule oder andere Ausbildungseinrichtung besucht, muss die Voraussetzungen nach Satz 1 Nr. 3 nur glaubhaft machen.
(2) Die zuständige Behörde darf von Familienangehörigen in den Fällen des § 5 Absatz 2 oder für die Ausstellung der Aufenthaltskarte einen anerkannten oder sonst zugelassenen gültigen Pass oder Passersatz und zusätzlich Folgendes verlangen:
einen Nachweis über das Bestehen der familiären Beziehung, bei Verwandten in absteigender und aufsteigender Linie einen urkundlichen Nachweis über Voraussetzungen des § 3 Abs. 2,
eine Meldebestätigung des Unionsbürgers, den die Familienangehörigen begleiten oder dem sie nachziehen.
§ 5a Eingef. durch Art. 2 Nr. 6 G v. 19.8.2007 I 1970 mWv 28.8.2007
§ 5a Abs. 1 Satz 1 Eingangssatz (bezeichnet als Satz 1): IdF d. Art. 1 Nr. 6 Buchst. a G v. 21.1.2013 I 86 mWv 29.1.2013
§ 5a Abs. 1 Satz 1 Nr. 1: IdF d. Art. 1 Nr. 4 G v. 2.12.2014 I 1922 mWv 9.12.2014
§ 5a Abs. 2 Eingangssatz: IdF d. Art. 1 Nr. 6 Buchst. b DBuchst. aa G v. 21.1.2013 I 86 mWv 29.1.2013
§ 5a Abs. 2 Nr. 2: IdF d. Art. 1 Nr. 6 Buchst. b DBuchst. bb G v. 21.1.2013 I 86 mWv 29.1.2013
§ 5a Abs. 2: Frühere Nr. 3 aufgeh. durch Art. 1 Nr. 6 Buchst. b DBuchst. cc G v. 21.1.2013 I 86 mWv 29.1.2013
§ 5a Abs. 2: Früherer Schlusssatz aufgeh. durch Art. 1 Nr. 6 Buchst. b DBuchst. dd G v. 21.1.2013 I 86 mWv 29.1.2013
(1) Unionsbürger und ihre Familienangehörigen sind verpflichtet,
bei der Einreise in das oder der Ausreise aus dem Bundesgebiet einen Pass oder anerkannten Passersatz
mit sich zu führen und
einem zuständigen Beamten auf Verlangen zur Prüfung vorzulegen,
für die Dauer des Aufenthalts im Bundesgebiet den erforderlichen Pass oder Passersatz zu besitzen,
den Pass oder Passersatz sowie die Aufenthaltskarte, die Bescheinigung des Daueraufenthalts und die Daueraufenthaltskarte den mit der Ausführung dieses Gesetzes betrauten Behörden auf Verlangen vorzulegen, auszuhändigen und vorübergehend zu überlassen, soweit dies zur Durchführung oder Sicherung von Maßnahmen nach diesem Gesetz erforderlich ist.
(1a) Unionsbürger und ihre Familienangehörigen sind verpflichtet, die in Absatz 1 Nummer 3 genannten Dokumente auf Verlangen einer zur Überprüfung der Identität befugten Behörde vorzulegen und es ihr zu ermöglichen, das Gesicht mit dem Lichtbild im Dokument abzugleichen.
(2) Die mit dem Vollzug dieses Gesetzes betrauten Behörden dürfen unter den Voraussetzungen des Absatzes 1 Nr. 3 die auf dem elektronischen Speicher- und Verarbeitungsmedium eines Dokumentes nach Absatz 1 gespeicherten biometrischen und sonstigen Daten auslesen, die benötigten biometrischen Daten beim Inhaber des Dokumentes erheben und die biometrischen Daten miteinander vergleichen. Biometrische Daten nach Satz 1 sind nur die Fingerabdrücke, das Lichtbild und die Irisbilder. Die Polizeivollzugsbehörden, die Zollverwaltung und die Meldebehörden sind befugt, Maßnahmen nach Satz 1 zu treffen, soweit sie die Echtheit des Dokumentes oder die Identität des Inhabers überprüfen dürfen. Die nach den Sätzen 1 und 3 erhobenen Daten sind unverzüglich nach Beendigung der Prüfung der Echtheit des Dokumentes oder der Identität des Inhabers zu löschen.
§ 8 Abs. 1: Früher einziger Text, jetzt Abs. 1 gem. Art. 7 Nr. 1 Buchst. a G v. 20.7.2007 I 1566 mWv 1.11.2007
§ 8 Abs. 1 Nr. 1: IdF d. Art. 2 Nr. 9 Buchst. a G v. 19.8.2007 I 1970 mWv 28.8.2007
§ 8 Abs. 1 Nr. 1 Buchst. b: IdF d. Art. 1 Nr. 9 Buchst. a G v. 21.1.2013 I 86 mWv 29.1.2013
§ 8 Abs. 1 Nr. 3: IdF d. Art. 2 Nr. 9 Buchst. b G v. 19.8.2007 I 1970 mWv 28.8.2007 u. d. Art. 1 Nr. 9 Buchst. b G v. 21.1.2013 I 86 mWv 29.1.2013
§ 8 Abs. 1a: Eingef. durch Art. 8 Nr. 1 G v. 8.6.2017 I 1570 mWv 15.6.2017
§ 8 Abs. 2: Eingef. durch Art. 7 Nr. 1 Buchst. b G v. 20.7.2007 I 1566 mWv 1.11.2007
§ 8 Abs. 2 Satz 1: IdF d. Art. 2 Nr. 1 G v. 12.4.2011 I 610 mWv 1.9.2011
(1) Mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder mit Geldstrafe wird bestraft, wer unrichtige oder unvollständige Angaben macht oder benutzt, um für sich oder einen anderen eine Aufenthaltskarte, eine Daueraufenthaltskarte oder eine Bescheinigung über das Daueraufenthaltsrecht zu beschaffen oder eine so beschaffte Urkunde wissentlich zur Täuschung im Rechtsverkehr gebraucht.
(2) Mit Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr oder mit Geldstrafe wird bestraft, wer entgegen § 7 Abs. 2 Satz 1 in das Bundesgebiet einreist oder sich darin aufhält.
(3) Gegenstände, auf die sich eine Straftat nach Absatz 1 bezieht, können eingezogen werden.
§ 9 Abs. 1: Eingef. durch Art. 1 Nr. 6 Buchst. a G v. 2.12.2014 I 1922 mWv 9.12.2014
§ 9 Abs. 2: Früher einziger Text gem. Art. 1 Nr. 6 Buchst. b G v. 2.12.2014 I 1922 mWv 9.12.2014
§ 9 Abs. 3: Eingef. durch Art. 1 Nr. 6 Buchst. c G v. 2.12.2014 I 1922 mWv 9.12.2014
entgegen § 8 Absatz 1 Nummer 1 Buchstabe b oder Nummer 3 ein dort genanntes Dokument nicht oder nicht rechtzeitig vorlegt oder
entgegen § 8 Absatz 1a ein dort genanntes Dokument nicht oder nicht rechtzeitig vorlegt oder einen Abgleich mit dem Lichtbild nicht oder nicht rechtzeitig ermöglicht.
(4) Die Ordnungswidrigkeit kann in den Fällen der Absätze 1 und 3 mit einer Geldbuße bis zu dreitausend Euro, in den übrigen Fällen mit einer Geldbuße bis zu tausend Euro geahndet werden.
(5) Verwaltungsbehörde im Sinne des § 36 Abs. 1 Nr. 1 des Gesetzes über Ordnungswidrigkeiten ist in den Fällen der Absätze 1 und 3 die in der Rechtsverordnung nach § 58 Abs. 1 des Bundespolizeigesetzes bestimmte Bundespolizeibehörde.
§ 10 Abs. 1: IdF d. Art. 8 Nr. 2 Buchst. a G v. 8.6.2017 I 1570 mWv 15.6.2017
§ 10 Abs. 2 u. 3: IdF d. Art. 7 Nr. 2 G v. 20.7.2007 I 1566 mWv 1.11.2007
§ 10 Abs. 4: IdF d. Art. 8 Nr. 2 Buchst. b G v. 8.6.2017 I 1570 mWv 15.6.2017
§ 10 Abs. 5: IdF d. Art. 25 G v. 21.6.2005 I 1818 mWv 1.7.2005 u. d. Art. 7 G v. 26.2.2008 I 215 mWv 1.3.2008
§ 11 Anwendung des Aufenthaltsgesetzes
(1) Auf Unionsbürger und ihre Familienangehörigen, die nach § 2 Abs. 1 das Recht auf Einreise und Aufenthalt haben, finden § 3 Abs. 2, § 11 Absatz 8, die §§ 13, 14 Abs. 2, die §§ 36, 44 Abs. 4, die §§ 45a, 46 Absatz 2, § 50 Absatz 3 bis 6, § 59 Absatz 1 Satz 6 und 7, §§ 69, 73, 74 Abs. 2, § 77 Abs. 1, die §§ 80, 82 Abs. 5, die §§ 85 bis 88, 90, 91, 95 Abs. 1 Nr. 4 und 8, Abs. 2 Nr. 2, Abs. 4, die §§ 96, 97, 98 Abs. 2 Nr. 2, Abs. 2a, 3 Nr. 3, Abs. 4 und 5 sowie § 99 des Aufenthaltsgesetzes entsprechende Anwendung. § 73 des Aufenthaltsgesetzes ist zur Feststellung von Gründen gemäß § 6 Abs. 1 anzuwenden. § 78 des Aufenthaltsgesetzes ist für die Ausstellung von Aufenthaltskarten nach § 5 Absatz 1 Satz 1 und Daueraufenthaltskarten nach § 5 Absatz 5 Satz 2 entsprechend anzuwenden. Aufenthaltskarten nach § 5 Absatz 1 Satz 1 tragen die Bezeichnung „Aufenthaltskarte (Familienangehöriger EU)“ und Daueraufenthaltskarten nach § 5 Absatz 5 Satz 2 die Bezeichnung „Daueraufenthaltskarte (Familienangehöriger EU)“. Für Aufenthaltskarten nach § 5 Absatz 1 Satz 1 und Daueraufenthaltskarten nach § 5 Absatz 5 Satz 2 wird in der Zone für das automatische Lesen anstelle der Abkürzungen nach § 78 Absatz 2 Satz 2 Nummer 1 des Aufenthaltsgesetzes die Abkürzung „AF“ verwandt. Unter den Voraussetzungen des § 78a Absatz 1 Satz 1 des Aufenthaltsgesetzes können Aufenthaltskarten nach § 5 Absatz 1 Satz 1 und Daueraufenthaltskarten nach § 5 Absatz 5 Satz 2 auf einem einheitlichen Vordruck ausgestellt werden. Für Aufenthaltskarten nach § 5 Absatz 1 Satz 1 und Daueraufenthaltskarten nach § 5 Absatz 5 Satz 2 gilt § 105b des Aufenthaltsgesetzes entsprechend. Die Verpflichtungen aus § 82 Abs. 5 Satz 1 Nr. 1 des Aufenthaltsgesetzes gelten entsprechend für Unionsbürger, deren Lichtbilder zur Führung der Ausländerdateien benötigt werden. Die Mitteilungspflichten nach § 87 Absatz 2 Satz 1 Nummer 1 bis 3 des Aufenthaltsgesetzes bestehen insoweit, als die dort genannten Umstände auch für die Feststellung nach § 2 Absatz 7, § 5 Absatz 4 und § 6 Abs. 1 entscheidungserheblich sein können. § 88a Absatz 1 Satz 1, 3 und 4 des Aufenthaltsgesetzes findet entsprechende Anwendung, soweit die Übermittlung von teilnehmerbezogenen Daten im Rahmen der Durchführung von Integrationskursen nach § 44 Absatz 4 des Aufenthaltsgesetzes, zur Überwachung einer Eingliederungsvereinbarung nach dem Zweiten Buch Sozialgesetzbuch oder zur Durchführung des Einbürgerungsverfahrens erforderlich ist. Das Aufenthaltsgesetz findet auch dann Anwendung, wenn es eine günstigere Rechtsstellung vermittelt als dieses Gesetz.
(2) Hat die Ausländerbehörde das Nichtbestehen oder den Verlust des Rechts nach § 2 Abs. 1 festgestellt, findet das Aufenthaltsgesetz Anwendung, sofern dieses Gesetz keine besonderen Regelungen trifft.
(3) Zeiten des rechtmäßigen Aufenthalts nach diesem Gesetz unter fünf Jahren entsprechen den Zeiten des Besitzes einer Aufenthaltserlaubnis, Zeiten über fünf Jahren dem Besitz einer Niederlassungserlaubnis.
§ 11 Abs. 1 Satz 1: IdF d. Art. 2 Nr. 10 Buchst. a DBuchst. aa G v. 19.8.2007 I 1970 mWv 28.8.2007, d. Art. 6 G v. 22.11.2011 I 2258 mWv 26.11.2011,d. Art. 4 Nr. 2 G v. 27.7.2015 I 1386 mWv 1.8.2015 u. d. Art. 14 Nr. 2 G v. 20.10.2015 I 1722 mWv 24.10.2015
§ 11 Abs. 1 Satz 2: Eingef. durch Art. 2 Nr. 10 Buchst. a DBuchst. bb G v. 19.8.2007 I 1970 mWv 28.8.2007
§ 11 Abs. 1 Satz 3 bis 7: Eingef. durch Art. 2 Nr. 2 G v. 12.4.2011 I 610 mWv 1.9.2011; idF d. Art. 1 Nr. 11 Buchst. a G v. 21.1.2013 I 86 mWv 29.1.2013
§ 11 Abs. 1 Satz 8 (früher Satz 3): Eingef. durch Art. 2 Nr. 10 Buchst. a DBuchst. bb G v. 19.8.2007 I 1970 mWv 28.8.2007; jetzt Satz 8 gem. Art. 2 Nr. 2 G v. 12.4.2011 I 610 mWv 1.9.2011
§ 11 Abs. 1 Satz 9 (früher Satz 4): Früherer Satz 2 wurde Satz 4 gem. Art. 2 Nr. 10 Buchst. a DBuchst. bb G v. 19.8.2007 I 1970 mWv 28.8.2007; jetzt Satz 9 gem. Art. 2 Nr. 2 G v. 12.4.2011 I 610 mWv 1.9.2011; idF d. Art. 1 Nr. 11 Buchst. b G v. 21.1.2013 I 86 mWv 29.1.2013, d. Art. 1 Nr. 7 G v. 2.12.2014 I 1922 mWv 9.12.2014 u. d. Art. 6 Nr. 1 G v. 20.7.2017 I 2780 mWv 29.7.2017
§ 11 Abs. 1 Satz 10 (früher Satz 5): Eingef. durch Art. 2 G v. 23.6.2011 I 1266 mWv 1.7.2011; jetzt Satz 10 gem. Art. 2 Nr. 2 G v. 12.4.2011 I 610 mWv 1.9.2011
§ 11 Abs. 1 Satz 11 (früher Satz 10): Früherer Satz 3 wurde Satz 5 gem. Art. 2 Nr. 10 Buchst. a DBuchst. bb G v. 19.8.2007 I 1970 mWv 28.8.2007; früherer Satz 5 wurde Satz 10 gem. Art. 2 G v. 23.6.2011 I 1266 mWv 1.7.2011; jetzt Satz 11 gem. Art. 2 Nr. 2 G v. 12.4.2011 I 610 mWv 1.9.2011
§ 11 Abs. 2: IdF d. Art. 2 Nr. 10 Buchst. b G v. 19.8.2007 I 1970 mWv 28.8.2007
Das Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat wird ermächtigt, durch Rechtsverordnung mit Zustimmung des Bundesrates die Einzelheiten der Ausstellung von Aufenthaltskarten nach § 5 Absatz 2 Satz 1 und Daueraufenthaltskarten nach § 5 Absatz 6 Satz 2 entsprechend § 99 Absatz 1 Nummer 13a Satz 1 des Aufenthaltsgesetzes sowie Einzelheiten des Prüfverfahrens entsprechend § 34 Nummer 4 des Personalausweisgesetzes und Einzelheiten zum elektronischen Identitätsnachweis entsprechend § 34 Nummer 5 bis 7 des Personalausweisgesetzes festzulegen.
§ 11a: Eingef. durch Art. 2 Nr. 3 G v. 12.4.2011 I 610 mWv 16.4.2011; idF d. Art. 172 V v. 19.6.2020 I 1328 mWv 27.6.2020
§ 12 Staatsangehörige der EWR-Staaten
Dieses Gesetz gilt auch für Staatsangehörige der EWR-Staaten und ihre Familienangehörigen im Sinne dieses Gesetzes.
§ 13 Staatsangehörige der Beitrittsstaaten
Soweit nach Maßgabe des Beitrittsvertrages eines Mitgliedstaates zur Europäischen Union abweichende Regelungen anzuwenden sind, findet dieses Gesetz Anwendung, wenn die Beschäftigung durch die Bundesagentur für Arbeit nach § 284 Absatz 1 des Dritten Buches Sozialgesetzbuch genehmigt wurde.
§ 13: IdF d. Art. 6 G v. 21.12.2015 I 2557 mWv 1.7.2015
§ 14 Bestimmungen zum Verwaltungsverfahren
Von den in § 11 Abs. 1 in Verbindung mit § 87 Absatz 1, 2 Satz 1 und 2, Abs. 4 Satz 1, 2 und 4, §§ 90, 91 Abs. 1 und 2, § 99 Abs. 1 und 2 des Aufenthaltsgesetzes getroffenen Regelungen des Verwaltungsverfahrens kann durch Landesrecht nicht abgewichen werden.
§§ 14 u. 15: Eingef. durch Art. 2 Nr. 11 G v. 19.8.2007 I 1970 mWv 28.8.2007
§ 14: IdF d. Art. 6 Nr. 2 G v. 20.7.2017 I 2780 mWv 29.7.2017
Eine vor dem 28. August 2007 ausgestellte Aufenthaltserlaubnis-EU gilt als Aufenthaltskarte für Familienangehörige eines Unionsbürgers fort.

References: Art. 172
 Art. 15
 § 11

§ 1

§ 2

§ 3

§ 4

§ 4

§ 5

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§ 6

§ 7

§ 8

§ 9

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§ 11

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§ 12

§ 13

§ 14

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 Art. 2

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 Art. 1
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§ 4
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 Art. 1

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 § 2
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§ 5
 Art. 1

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§ 2

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 Art. 1

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 Art. 1

§ 5
 Art. 1

§ 5
 Art. 1

§ 5
 Art. 1

§ 5
 Art. 1

§ 8
 Art. 7

§ 8
 Art. 2

§ 8
 Art. 1

§ 8
 Art. 2
 Art. 1

§ 8
 Art. 8

§ 8
 Art. 7

§ 8
 Art. 2
 § 7

§ 9
 Art. 1

§ 9
 Art. 1

§ 9
 Art. 1
 § 8
 § 8
 § 36
 § 58

§ 10
 Art. 8

§ 10
 Art. 7

§ 10
 Art. 8

§ 10
 Art. 25
 Art. 7

§ 11
 § 2
 § 3
 § 11
 § 50
 § 59
 § 77
 § 99
 § 73
 § 6
 § 78
 § 5
 § 5
 § 5
 § 5
 § 5
 § 5
 § 78
 § 78
 § 5
 § 5
 § 5
 § 5
 § 105
 § 82
 § 87
 § 2
 § 5
 § 6
 § 88
 § 44
 § 2

§ 11
 Art. 2
 Art. 6
 Art. 4
 Art. 14

§ 11
 Art. 2

§ 11
 Art. 2
 Art. 1

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 Art. 2
 Art. 2

§ 11
 Art. 2
 Art. 2
 Art. 1
 Art. 1
 Art. 6

§ 11
 Art. 2
 Art. 2

§ 11
 Art. 2
 Art. 2
 Art. 2

§ 11
 Art. 2
 § 5
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 § 99
 § 34
 § 34

§ 11
 Art. 2
 Art. 172

§ 12

§ 13
 § 284

§ 13
 Art. 6

§ 14
 § 11
 § 87
 § 99
 Art. 2

§ 14
 Art. 6