Source: https://www.staedtebaufoerderung.info/StBauF/DE/Programm/AktiveStadtUndOrtsteilzentren/Programm/Instrumente/IntegrierteAnsaetze/integrierteAnsaetze_node.html
Timestamp: 2018-09-20 07:37:28+00:00

Document:
Städtebauförderung - Integrierte Ansätze
In­stru­men­te:
Zen­tren­ma­na­ge­ment
Ver­fü­gungs­fonds
Integrierte städtebauliche Entwicklungskonzepte und integrierte Handlungsansätze
Beispiel für ein Integriertes Handlungskonzept Quelle: Stadt Baunatal / Büro Junker und Kruse
Verwaltungsvereinbarung Städtebauförderung (VV) 2017, Artikel 7
(2) Das Fördergebiet ist räumlich abzugrenzen. Die räumliche Abgrenzung kann als Sanierungsgebiet nach § 142 BauGB, städtebaulicher Entwicklungsbereich nach § 165 BauGB, Erhaltungsgebiet nach § 172 BauGB, Maßnahmegebiet nach § 171 b oder § 171 e BauGB, Untersuchungsgebiet nach § 141 BauGB oder durch Beschluss der Gemeinde erfolgen. Fördervoraussetzung ist ein unter Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger erstelltes integriertes städtebauliches Entwicklungskonzept, in dem Ziele und Maßnahmen im Fördergebiet dargestellt sind. Das Entwicklungskonzept ist in ein gegebenenfalls bereits vorhandenes gesamtstädtisches Konzept einzubetten bzw. davon abzuleiten, die Aktualität des Entwicklungskonzepts ist sicherzustellen.
Arbeitshilfe des Bundes
Der Bund hat für Städte und Gemeinden zur Erfüllung der Fördervoraussetzungen gemäß VV Städtebauförderung bzw. zur Erreichung ihrer Entwicklungsziele eine programmübergreifende, praxisorientierte Arbeitshilfe zur Erstellung von integrierten städtebaulichen Entwicklungskonzepten bereitgestellt. Die Arbeitshilfe wurde in Zusammenarbeit mit den für die Städtebauförderung zuständigen Landesministerien und den Kommunalen Spitzenverbänden erarbeitet, so dass jeweilige länderspezifische Vorgaben berücksichtigt wurden.
Integrierte städtebauliche Entwicklungskonzepte in der Städtebauförderung:
Eine Arbeitshilfe für Kommunen
Vorgaben und Leitlinien ausgewählter Länder
Belebte Fußgängerzone in einem historischen Stadtzentrum Quelle: Plan und Praxis GbR
Nachfolgend findet sich eine Zusammenstellung aus Programmrichtlinien, Leitfäden und Arbeitshilfen ausgewählter Länder zur Ausgestaltung der integrierten städtebaulichen Entwicklungskonzepte:
Im Land Brandenburg ist ein aktuelles integriertes Stadtentwicklungskonzept (INSEK) Voraussetzung für die Gewährung von Mitteln der Städtebauförderung. Das INSEK dient der Bündelung, Integration und Abstimmung der Planungen untereinander und ggf. der punktuellen Ergänzung bzw. Aktualisierung der vorhandenen Analysen, Konzepte und Strategien in den Kommunen. Das INSEK soll gleichermaßen als Planungs- und als Abstimmungsinstrument bei der Vorbereitung und Umsetzung von integrierten Maßnahmen einer nachhaltigen Stadtentwicklung einsetzbar sein. Zur Unterstützung der Kommunen bei der Erarbeitung und Fortschreibung der Stadtentwicklungskonzepte wurde eine Arbeitshilfe veröffentlicht. In ihr werden der Aufbau und die Qualitätsanforderungen für die INSEKs erläutert und beispielhaft dargestellt. Der Leitfaden beinhaltet auch Hinweise zu Bündelungsansätzen mit anderen Förderprogrammen.
Arbeitshilfe zur Erstellung und Fortschreibung von Integrierten Stadtentwicklungskonzepten (INSEK) im Land Brandenburg, Ministerium für Infrastruktur und Landwirtschaft des Landes Brandenburg (MIL), Potsdam 2012
Arbeitshilfe zur Erstellung und Fortschreibung von Integrierten Stadtentwicklungskonzepten (INSEK) im Land Brandenburg
In Hamburg ist die Erstellung integrierter Entwicklungskonzepte (IEK) eingebunden in das Rahmenprogramm Integrierte Stadtteilentwicklung (RISE). Für jedes Fördergebiet ist eine Problem- und Potenzialanalyse (PPA) zu erstellen, die aus einer Bestandsaufnahme mit Bewertung von Problemen und Potenzialen, einem schlüssigen Vorschlag zur Gebietsabgrenzung sowie Vorüberlegungen zur Zielstruktur und zu Handlungsschwerpunkten besteht. Auf Basis dieser PPA trifft das Land die Entscheidung über die Aufnahme in das RISE. Aufbauend darauf wird das IEK erstellt, das die strategischen und operativen Ziele der Gebietsentwicklung formuliert sowie als Grundlage für die Projektumsetzung und Finanzierungsplanung dient. Außerdem ist das IEK verbindliche Grundlage der Ressourcensteuerung im Kooperationsnetz aus Gebietsmanagement im Bezirksamt, Gremien und Fachbehörden sowie ggf. weiteren Partnern. In den integrierten städtebaulichen Entwicklungskonzepten ist zur Prozesssteuerung zudem ein Controlling und Monitoring vorgesehen, durch das Informationen und Daten aus den Projekten und Maßnahmen für das Bezirksamt und die Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt Hamburg zusammengetragen und verwaltungsintern ausgewertet werden können. Hierdurch wird eine fundierte Basis zur Fortschreibung des Entwicklungskonzeptes und die (Selbst-) Evaluierung der Gesamtmaßnahme hergestellt.
Rahmenprogramm Integrierte Stadtteilentwicklung (RISE) – Leitfaden für die Praxis, Freie und Hansestadt Hamburg, Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt, Hamburg 2012
Leitfaden RISE Hamburg
Das Land Hessen fordert von den Programmkommunen spätestens ein Jahr nach Aufnahme in das Programm "Aktive Kernbereiche" ein integriertes Handlungskonzept. Dieses hat laut "Richtlinien des Landes Hessen zur Förderung der Nachhaltigen Stadtentwicklung – RiLiSE" eine wichtige Funktion über das Förderprogramm hinaus. Alle kernbereichsrelevanten Einzelmaßnahmen – öffentliche und private – sollen in abgestimmter Form dargestellt werden. Das integrierte Handlungskonzept beschreibt auch Maßnahmen, die nicht durch das Programm "Aktive Kernbereiche" gefördert werden, aber zur Kernbereichsaktivierung beitragen. Im Zeit- und Maßnahmenplan sowie in der Kosten- und Finanzierungsübersicht sind alle Maßnahmen gebündelt darzustellen. Das Hessische Bauministerium stellt den hessischen Kommunen zudem Leitlinien zum Förderprogramm "Aktive Kernbereiche" zur Verfügung.
Richtlinien des Landes Hessen zur Förderung der Nachhaltigen Stadtentwicklung – RiLiSE, Hessisches Ministerium für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, Oktober 2017
RiLiSE Hessen
Aktive Kernbereiche in Hessen: Leitlinien zum Förderprogramm. Hessisches Ministerium für Wirtschaft, Verkehr und Landesentwicklung (Hrsg.), März 2009
Aktive Kernbereiche in Hessen: Leitlinien zum Förderprogramm
Das Land Mecklenburg-Vorpommern fordert die Darstellung sämtlicher zentrumsrelevanten öffentlichen und privaten Einzelmaßnahmen in abgestimmter Form in einem integrierten Handlungskonzept. Die Leitlinien zum Förderprogramm Aktive Stadt- und Ortsteilzentren erläutern auch die Fortentwicklung der integrierten Stadtentwicklungskonzepte, die im Rahmen des Programms Stadtumbau Ost erstellt wurden, für Maßnahmen im Zentrenprogramm.
Leitlinien zum Förderprogramm Aktive Stadt- und Ortsteilzentren in Mecklenburg-Vorpommern, Ministerium für Verkehr, Bau und Landesentwicklung
Integrierte Handlungskonzepte in der Stadtentwicklung. Leitfaden für Planerinnen und Planer, Ministerium für Wirtschaft, Energie, Bauen, Wohnen und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen, Düsseldorf 2012
Integrierte Handlungskonzepte in der Stadtentwicklung. Leitfaden für Planerinnen und Planer.
Aktive Zentren, Leitfaden zum Städtebauförderungsprogramm, Ministerium für Umwelt, Energie und Verkehr, Saarbrücken 2010
Büren (Nordrhein-Westfalen): Integriertes Stadtentwicklungskonzept für das Aktive Stadtzentrum der Kernstadt Büren
Güstrow (Mecklenburg-Vorpommern): Integriertes Stadtentwicklungskonzept Güstrow
Halle (Saale) (Sachsen-Anhalt): Integriertes Handlungskonzept Innenstadt Halle (Saale)
Ludwigsburg (Baden-Württemberg): Integrierter Stadtentwicklungsprozess Ludwigsburg
Solingen (Nordrhein-Westfalen): "City 2013" - Funktionale und räumliche Integration der Innenstadtquartiere
Berlin-Müllerstraße
Bürstadt - Innenstadt
Chemnitz - Brühl-Boulevard
Finsterwalde - Stadtzentrum
Hallstadt - Neue Stadtmitte
Hamburg - Bergedorf Süd
Kassel - Friedrich-Ebert-Straße
Münster- Innenstadt
Neutraubling - Stadtkern
Siegen - Siegen zu neuen Ufern
Dokumentation der Transferwerkstatt "Instrumente des Zentrenprogramms - Erfahrungen aus der Praxis für die Praxis" mit vertiefenden Informationen zu integrierten Handlungsansätzen in der Zentrenentwicklung und Beispielen aus der Praxis:
Dokumentation der Transferwerkstatt "Aktive Stadt- und Ortsteilzentren durch integriertes Handeln" mit vertiefenden Informationen zum Thema "Städtebauliche Entwicklungskonzepte und integrierte Handlungsansätze" sowie weiteren Anwendungsbeispielen:
Dokumentation der Transferwerkstatt "Zentren – Orte der Vielfalt für Wirtschaft, Wohnen, Versorgung und Freizeit" mit Informationen zur Fortschreibung und Qualifizierung integrierter städtebaulicher Entwicklungskonzepte und zu ihrer Bedeutung als Instrument zur Stärkung der Nutzungsvielfalt sowie weiteren Anwendungsbeispielen:
Haben Sie konkrete Fragen zu städtebaulichen Entwicklungskonzepten und integrierten Handlungsansätzen? Das Team der Bundestransferstelle steht Ihnen gern zur Verfügung: aktivezentren@planundpraxis.de

References: § 142
 § 165
 § 172
 § 171
 § 171
 § 141