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Timestamp: 2016-10-27 05:19:59+00:00

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8C_521/2013 (20.11.2013)
8C_521/2013 {T�0/2} � � Urteil vom 20. November 2013
A.a.�Die 1962 geborene H.________ arbeitete in einem vollen Pensum als Produktionsmitarbeiterin bei der Firma F.________ AG. Am 27. Februar 2008 meldete sie sich wegen rheumatologischen und psychiatrischen Beschwerden zum Bezug von Leistungen bei der Invalidenversicherung an. Die Sozialversicherungsanstalt des Kantons St. Gallen, IV-Stelle, holte Berichte der behandelnden �rzte ein und gab ein bidisziplin�res rheumatologisch-psychiatrisches Gutachten in Auftrag. Gem�ss Expertise vom 3. Oktober 2008 leidet die Versicherte an einem zervikovertebralen Syndrom, einer leichten depressiven Episode mit somatischen Symptomen im Rahmen einer Anpassungsst�rung, einem chronischen Ganzk�rperschmerzsyndrom und chronischen Kopfschmerzen. Ihre Arbeitsf�higkeit ist in einer angepassten T�tigkeit zu 30 % eingeschr�nkt. Mit Verf�gung vom������ 27. Mai 2009 wies die IV-Stelle das Rentenbegehren ab. Vom 2. April bis 25. Juni 2009 liess sich H.________ station�r in der Klinik A.________ psychiatrisch behandeln. Das Versicherungsgericht des Kantons St. Gallen hiess eine gegen die rentenabweisende Verf�gung erhobene Beschwerde mit Entscheid vom 20. Mai 2011 in dem Sinne gut, als es diese aufhob und die Sache zu weiteren Abkl�rungen und zu neuer Verf�gung an die IV-Stelle zur�ckwies.
A.b.�In der Folge gab die IV-Stelle beim Zentrum X.________ eine erneute Begutachtung in Auftrag. Gem�ss Expertise vom 24. November 2011 leidet die Versicherte an einer chronisch depressiven St�rung mit mittelgradigen depressiven Episoden und somatischem Syndrom, an einer andauernden Pers�nlichkeits�nderung nach Extrembelastung sowie an einer anhaltenden somatoformen Schmerzst�rung. F�r geistig einfache T�tigkeiten ohne erh�hte emotionale Belastung, ohne Stress, ohne Erfordernis einer geistigen Flexibilit�t und ohne Kundenkontakte bestehe seit Januar 2009 eine ganztags verwertbare Arbeitsf�higkeit von 50 %. Wegen einer zunehmenden Verschlechterung des psychischen Zustandes seit August 2011 betrage die Arbeitsf�higkeit seit diesem Zeitpunkt noch 30 %. Obwohl der Regionale �rztliche Dienst (RAD) der IV-Stelle die aus dem Gutachten hervorgehende Beurteilung vollumf�nglich best�tigte, gelangte der Rechtsdienst der IV-Stelle zum Schluss, der Diagnose einer andauernden Pers�nlichkeits�nderung nach Extrembelastung k�nne kein Einfluss auf die Arbeitsf�higkeit zugebilligt werden. Demgem�ss wies sie das Leistungsbegehren mit Verf�gung vom 2. April 2012 erneut ab.
Die dagegen erhobene Beschwerde hiess das Versicherungsgericht des Kantons St. Gallen mit Entscheid vom 21. Juni 2013 dahin gehend gut, dass es die angefochtene Verf�gung aufhob und die IV-Stelle verpflichtete, H.________ ab 1. Januar 2009 eine halbe Rente und ab���1. November 2011 eine ganze Rente auszurichten.
Das erstinstanzliche Gericht und H.________ schliessen auf Abweisung der Beschwerde. Letztere beantragt im Weiteren, der Beschwerde sei keine aufschiebende Wirkung zu erteilen. Das Bundesamt f�r Sozialversicherungen verzichtet auf eine Vernehmlassung.
Mit Verf�gung vom 29. Oktober 2013 wurde der Beschwerde die aufschiebende Wirkung zuerkannt.
1.1.�Die Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten������ (Art. 82 ff. BGG) kann wegen Rechtsverletzungen gem�ss Art. 95 f. BGG erhoben werden. Das Bundesgericht legt seinem Urteil den Sachverhalt zu Grunde, den die Vorinstanz festgestellt hat (Art. 105 Abs. 1 BGG). Es kann die Sachverhaltsfeststellung der Vorinstanz von Amtes wegen berichtigen oder erg�nzen, wenn sie offensichtlich unrichtig ist oder auf einer Rechtsverletzung im Sinne von Art. 95 BGG beruht (Art. 105 Abs. 2 BGG).
1.2.�Im Rahmen der Invalidit�tsbemessung - namentlich bei der Ermittlung von Gesundheitsschaden, Arbeitsf�higkeit und Zumutbarkeitsprofil sowie bei der Festsetzung von Validen- und Invalideneinkommen - sind zwecks Abgrenzung der (f�r das Bundesgericht grunds�tzlich verbindlichen) Tatsachenfeststellungen von den (letztinstanzlich frei �berpr�fbaren) Rechtsanwendungsakten der Vorinstanz weiterhin die kognitionsrechtlichen Grunds�tze heranzuziehen, wie sie in BGE 132 V 393 E. 3 S. 397 ff. f�r die ab 1. Juli bis 31. De-zember 2006 g�ltig gewesene Fassung von Art. 132 des nunmehr aufgehobenen OG entwickelt wurden. Soweit die Beurteilung der Zumutbarkeit von Arbeitsleistungen auf die allgemeine Lebenserfahrung gest�tzt wird, geht es um eine Rechtsfrage; dazu geh�ren auch Folgerungen, die sich auf medizinische Empirie st�tzen, zum Beispiel die Vermutung, dass eine anhaltende somatoforme Schmerzst�rung oder ein vergleichbarer �tiologisch unklarer syndromaler Zustand mit zumutbarer Willensanstrengung �berwindbar sei (BGE 131 V 49 mit Hinweisen; SVR 2008 IV Nr. 8 S. 24, I 649/06 E. 3.2 am Ende). Im �brigen gilt in diesem Zusammenhang Folgendes: Zu den vom Bundesgericht nur eingeschr�nkt �berpr�fbaren Tatsachenfeststellungen z�hlt zun�chst, ob eine anhaltende somatoforme Schmerzst�rung (oder ein damit vergleichbarer syndromaler Zustand) vorliegt, und bejahendenfalls sodann, ob eine psychische Komorbidit�t oder weitere Umst�nde gegeben sind, welche die Schmerzbew�ltigung behindern. Als Rechtsfrage frei �berpr�fbar ist, ob eine festgestellte psychische Komorbidit�t hinreichend erheblich ist und ob einzelne oder mehrere der festgestellten weiteren Kriterien in gen�gender Intensit�t und Konstanz vorliegen, um gesamthaft den Schluss auf eine nicht mit zumutbarer Willensanstrengung �berwindbare Schmerzst�rung und somit auf eine invalidisierende Gesundheitssch�digung zu gestatten (SVR 2008 IV Nr. 23 S. 72, I 683/06��� E. 2.2).
Streitig und zu pr�fen ist die Invalidit�tsbemessung und hierbei insbesondere die massgebliche Arbeitsf�higkeit.
2.1.�Die Vorinstanz hat in Bezug auf den medizinischen Sachverhalt dem bidisziplin�ren Gutachten des Zentrums X.________ vom 24. November 2011 volle Beweiskraft beigemessen. Dieses beruhe auf eigenst�ndigen Abkl�rungen und sei f�r die streitigen Belange umfassend; die medizinischen Vorakten seien verwertet, die von der Versicherten geklagten Beschwerden ber�cksichtigt und gew�rdigt worden. Demnach sei ein weiterer medizinischer Abkl�rungsbedarf zu verneinen. Gest�tzt auf das Gutachten des Zentrums X.________, sei daher aus medizinischer Sicht in einer dem psychischen Leiden angepassten T�tigkeit von einer Arbeitsf�higkeit von 50 % ab Januar 2009 und von einer solchen von 30 % ab August 2011 auszugehen. Grundlage f�r diese Beurteilung bilde vor allem das psychiatrische Teilgutachten, in welchem die Diagnosen einer rezidivierenden depressiven St�rung und einer andauernden Pers�nlichkeitsver�nderung sowie einer andauernden somatoformen Schmerzst�rung gestellt werden. Auch letzterer Diagnose billigte das kantonale Gericht einen rechtserheblichen Einfluss auf die Arbeitsf�higkeit zu. Diesbez�glich stellte die Vorinstanz fest, sie sei in der Diagnoseliste des Gutachtens des Zentrums X.________ erst an letzter Stelle erw�hnt. Da die Diagnosen nach der Wertigkeit angeordnet seien, stehe die Schmerzst�rung im Vergleich zu den beiden psychischen Diagnosen beziehungsweise im komplexen Krankheitsbild nicht im Vordergrund. Indessen k�nne dies offen bleiben, weil der Versicherten eine Willensanstrengung zur �berwindung der sich allenfalls aus der somatoformen Schmerzst�rung zus�tzlich ergebenden Arbeitsf�higkeitseinschr�nkung nicht zumutbar sei. Der psychiatrische Gutachter am Zentrum X.________ habe die von der Rechtsprechung als relevant betrachteten Foersterschen Kriterien sorgf�ltig und ausf�hrlich diskutiert und sei im Rahmen einer nachvollziehbaren W�rdigung zum Schluss gelangt, diese seien erf�llt. In einer eigenen Pr�fung stellte die Vorinstanz ausdr�cklich fest, angesichts der klaren medizinischen Aktenlage liege eine eigenst�ndige psychisch ausgewiesene Erkrankung vor. Dies gehe nicht nur aus dem vorliegend als relevant erachteten Gutachten vom 24. November 2011 hervor, sondern habe bereits der mit der ersten Begutachtung beauftragte Psychiater Dr. med. K.________ bejaht. Im Weitern liege gem�ss der medizinischen Aktenlage ein prim�rer Krankheitsgewinn vor und die Versicherte habe sich nicht nur in regelm�ssiger psychiatrischer Behandlung befunden, sondern sei dar�ber hinaus zwei Mal mehrw�chig station�r in der Klinik A.________ hospitalisiert worden.
2.2.�Demgegen�ber stellt sich die Beschwerdef�hrerin auf den Standpunkt, aus den Akten erg�ben sich keine glaubw�rdigen Grundlagen f�r die Annahme einer andauernden Pers�nlichkeitsver�nderung und einer mittelgradigen depressiven St�rung in invalidisierendem Ausmass. Die Versicherte habe bis im Jahre 2008 voll gearbeitet. Die Ursache f�r die diagnostizierte Pers�nlichkeitsver�nderung, namentlich die Gefahrensituationen in Deutschland, sei nicht erstellt. �berdies bestehe zwischen dem geltend gemachten traumatischen Ereignis und der Dekompensation eine lange Latenzzeit, was gegen eine invalidisierende Wirkung der Beschwerden spreche. Auch seien diese in den fr�heren Begutachtungen nicht genannt worden. Im Ergebnis sei richtigerweise von einer Somatisierungsst�rung und damit von einem pathogenetisch-�tiologisch unklaren syndromalen Beschwerdebild ohne nachweisbare organische Grundlage auszugehen. Hinzu komme, dass die Foersterschen Kriterien nicht erf�llt seien. Auch wenn die Depression als von der Schmerzproblematik losgel�stes Leiden anzusehen w�re, h�tte diese keine invalidisierende Wirkung. Es seien diverse erhebliche psychosoziale Faktoren zu nennen, weshalb nicht von einer sozialversicherungsrechtlich relevanten Einschr�nkung der Arbeitsf�higkeit auszugehen sei.
2.3.�H.________ l�sst vorbringen, die in der Beschwerde angef�hrte Vermutung, wonach ihre Krankheit durch eine psychosoziale Belastungssituation bedingt sei, stehe in Widerspruch zu den Diagnosen und Schlussfolgerungen des im Auftrag der IV-Stelle durchgef�hrten Gutachtens vom 24. November 2011. Eigene anamnestische Vermutungen k�nnten die medizinischen Erhebungen und die gutachterlich daraus gezogenen Schlussfolgerungen nicht ersetzen. Der Beschwerde f�hrenden IV-Stelle w�re es frei gestanden, erg�nzende Abkl�rungen vorzunehmen. Dies habe sie indessen unterlassen. Entscheidend sei, dass von medizinischer Seite eine mittelgradige Depression mit psychischer Komorbidit�t und eine andauernde Pers�nlichkeits�nderung diagnostiziert worden seien. Letztere stelle kein pathogenetisch-�tiologisch unklares syndromales Beschwerdebild ohne nachweisbare organische Grundlage dar und entsprechend sei auch die Rechtsprechung gem�ss BGE 130 V 352 E. 2.2.2 und 2.2.3 S. 353 ff. (siehe auch BGE 136 V 278 E. 3.2 S. 281 ff.) nicht anwendbar. Selbst wenn diese anzuwenden w�re, w�re die Krankheit f�r sie nicht mit einer Willensanstrengung �berwindbar.
Im Zusammenhang mit Schmerzleiden erwog das Eidg. Versicherungsgericht (heute Bundesgericht) in BGE 127 V 294 E. 4c und 5a S. 298 f., dass eine fach�rztlich festgestellte psychische Krankheit nicht ohne weiteres gleichbedeutend mit dem Vorliegen einer Invalidit�t sei. In jedem Einzelfall m�sse eine Beeintr�chtigung der Erwerbsf�higkeit unabh�ngig von der Diagnose und grunds�tzlich unbesehen der �tiologie ausgewiesen und in ihrem Ausmass bestimmt sein. Entscheidend sei die nach einem weitgehend objektivierten Massstab zu erfolgende Beurteilung, ob und inwiefern der versicherten Person trotz ihres Leidens die Verwertung ihrer Restarbeitsf�higkeit auf dem ihr nach ihren F�higkeiten offen stehenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt noch sozial-praktisch zumutbar und f�r die Gesellschaft tragbar sei. Damit �berhaupt von Invalidit�t gesprochen werden k�nne, seien von der soziokulturellen Belastungssituation zu unterscheidende und in diesem Sinne verselbstst�ndigte psychische St�rungen mit Auswirkungen auf die Arbeits- und Erwerbsf�higkeit unabdingbar.
Bez�glich der unter die Kategorie der psychischen Leiden fallenden somatoformen Schmerzst�rungen entschied das Eidg. Versicherungs-gericht in BGE 130 V 352 E. 2.2.2 und 2.2.3 S. 353 ff., dass im Rahmen der sozialversicherungsrechtlichen Leistungspr�fung Schmerzangaben durch damit korrelierende, fach�rztlich schl�ssig feststellbare Befunde hinreichend erkl�rbar sein m�ssten, andernfalls sich eine rechtsgleiche Beurteilung der Rentenanspr�che nicht gew�hrleisten lasse. Solche Leiden verm�chten in der Regel keine lang dauernde, zu einer Invalidit�t im Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG f�hrende Einschr�nkung der Arbeitsf�higkeit zu bewirken. Die - nur in Ausnahmef�llen anzunehmende - Unzumutbarkeit einer willentlichen Leidens�berwindung und eines Wiedereinstiegs in den Arbeitsprozess setze voraus: das Vorliegen einer mitwirkenden, psychisch ausgewiesenen Komorbidit�t von erheblicher Schwere, Intensit�t, Auspr�gung und Dauer oder aber das Vorhandensein anderer qualifizierter, mit gewisser Intensit�t und Konstanz erf�llter Kriterien wie chronische k�rperliche Begleiterkrankungen und mehrj�hriger Krankheitsverlauf bei unver�nderter oder progredienter Symptomatik ohne l�ngerfristige Remission, ein ausgewiesener sozialer R�ckzug in allen Belangen des Lebens, ein verfestigter, therapeutisch nicht mehr angehbarer innerseelischer Verlauf einer an sich missgl�ckten, psychisch aber entlastenden Konfliktbew�ltigung (prim�rer Krankheitsgewinn) oder schliesslich unbefriedigende Behandlungsergebnisse trotz konsequent durchgef�hrter Behandlungsbem�hungen (auch mit unterschiedlichem therapeutischem Ansatz) und gescheiterte Rehabilitationsmassnahmen bei vorhandener Motivation und Eigenanstrengung der versicherten Person (BGE 136 V 279������E. 3.2.1 S. 281 f.).
4.1.�Wie das kantonale Gericht zu Recht festgestellt hat, erf�llt das Gutachten des Zentrums X.________ vom 24. November 2011 die von der Rechtsprechung erarbeiteten Anforderungen an eine medizinische Expertise (BGE 125 V 351 E. 3a S. 352). Insbesondere setzt es sich mit fr�heren abweichenden Begutachtungen auseinander. Demnach sei nach den anamnestischen Angaben, den Befunden der behandelnden Psychiaterin und der psychiatrischen Klinik A.________ sowie der eigenen gutachterlichen Untersuchung im L�ngsverlauf eindeutig eine zunehmende Verschlechterung der depressiven St�rung festzustellen. Die erhebliche Einschr�nkung der Arbeitsf�higkeit sei im Januar 2009 eingetreten. Soweit sich die Beschwerde f�hrende IV-Stelle auf Berichte aus den Jahren 2007 und 2008 berufe, sei kein Widerspruch zum genannten Gutachten ersichtlich. Ebenso �ussert sich der psychiatrische Experte, Dr. med. J.________, zu den Foersterschen Kriterien. Demnach konnte er einen sozialen R�ckzug in allen Belangen des Lebens, einen verfestigten therapeutisch wenig beeinflussbaren innerseelischen Verlauf einer an sich missgl�ckten, psychisch aber entlastenden Konfliktbew�ltigung (prim�rer Krankheitsgewinn) sowie das Scheitern der bisher durchgef�hrten ambulanten oder station�ren Behandlungen erheben. Trotz dieser Behandlungen sei eine Verschlechterung des psychischen Zustandsbildes eingetreten.
4.2.�Das bidisziplin�re Gutachten vom 24. November 2011 wurde nicht nur von der Vorinstanz, sondern auch vom RAD als massgebend erachtet. In dessen Stellungnahme vom 19. Dezember 2011 wird festgehalten, es k�nne vollumf�nglich auf die Expertise abgestellt werden, da sie umfassend, konsistent, nachvollziehbar und in sich widerspruchsfrei sei. Auch gem�ss RAD steht das depressive Leiden der Versicherten im Vordergrund. Dieses habe sich als eigenst�ndige Erkrankung seit dem Jahre 2007 entwickelt und trotz fach�rztlicher Therapie und Hospitalisationen habe sich der Gesundheitszustand weiter verschlechtert. Zus�tzlich bestehe eine posttraumatische Symptomatik mit konsekutiver Pers�nlichkeitsver�nderung. Die syndromale Erkrankung, die anhaltende somatoforme Schmerzst�rung, stehe demgegen�ber im Hintergrund. Da die vern�nftigen Therapien bereits liefen, w�rden Auflagen von Seiten der IV-Stelle keinen Sinn machen. Die Prognose sei schlecht.
4.3.1.�Vorbringen, die sich in einer appellatorischen Kritik ersch�pfen, sind im Rahmen der geltenden �berpr�fungsbefugnis des Bundesgerichts (Art. 97 Abs. 1, Art. 105 Abs. 1 und 2 BGG) unzul�ssig. Dem Rechtsmittel muss vielmehr gest�tzt auf Art. 42 Abs. 2 zweiter Satz BGG entnommen werden k�nnen, inwiefern die vorinstanzlichen Sachverhaltsfeststellungen im Sinne von Art. 97 Abs. 1 BGG offensichtlich unrichtig (unhaltbar, willk�rlich, vgl. BGE 137 II 353 E. 5.1��� S. 356) und die darauf beruhenden Erw�gungen rechtsfehlerhaft sein sollen. Soweit in der Beschwerde blosse Tatsachenkritik vorgebracht wird, ist diese im bundesgerichtlichen Verfahren ausserhalb von������ Art. 97 Abs. 2/Art. 105 Abs. 3 BGG nicht zu h�ren (BGE 133 II 396��� E. 3.2 S. 400; 130 I 258 E. 1.3 S. 262).
4.3.2.�Die Einwendungen gegen das Gutachten stammen ausschliesslich vom Rechtsdienst der IV-Stelle. Dieser kann sich auf keine aktuellen medizinischen Beurteilungen st�tzen, welche den gutachterlichen Feststellungen widersprechen w�rden. Die Beschwerdef�hrerin legt nicht dar, inwieweit die vorinstanzliche Feststellung des Sachverhaltes, welche sich auf eine medizinische Begutachtung und zus�tzlich auf die W�rdigung des RAD st�tzt, unvollst�ndig oder offensichtlich unrichtig sei. Insbesondere kann nicht gesagt werden, die Angaben der versicherten Person zu den belastenden Erlebnissen in ihrer Kindheit seien unzutreffend. Die Versicherte hat diese bereits anl�sslich der fr�heren psychiatrischen Behandlungen in der Klinik A.________ geschildert, ohne dass daran Zweifel ge�ussert worden w�ren. Auch gegen�ber dem Erstbegutachter Dr. med. K.________ (Expertise vom 2. Juli 2008) hat sie sich dahin gehend ge�ussert, die Kindheit sei so schwierig gewesen, dass sie am liebsten nicht dar�ber sprechen w�rde. Warum diese �usserung dem damaligen Gutachter nicht Anlass zu weitergehenden Explorationen gab, kann offen bleiben, mindert aber den Beweiswert seines Gutachtens. Die Beschwerdef�hrerin bietet selbst keine Beweise an, welche die tats�chlichen Grundlagen der Diagnosestellung in Zweifel ziehen k�nnten.
4.3.3.�Die IV-Stelle bringt weiter vor, die Versicherte habe w�hrend mehreren Jahren beruflich t�tig sein k�nnen, ohne dass sich das vermeintlich Erlebte hindernd ausgewirkt habe; die lange Latenzzeit zwischen den Kindheitserlebnissen und der nunmehr die Arbeitsf�higkeit einschr�nkenden Erkrankung spreche gegen die invalidisierende Wirkung der Beschwerden.
Die Vorinstanz hat hiezu ausgef�hrt, es entspreche medizinischen Erfahrungen, dass es vielen betroffenen Personen gelinge, ihre Traumatisierungen beiseite zu stellen und aus ihrem Bewusstsein zu verdr�ngen. Sp�tere zus�tzliche Belastungen oder weitere Stressoren k�nnten dann aber zu einer manifesten Erkrankung f�hren. Es ist nicht ersichtlich, weshalb diese Beurteilung in Frage gestellt werden sollte. Dass die Versicherte die traumatischen Kindheitserlebnisse - zumindest teilweise - zu verdr�ngen vermochte, zeigte sich anl�sslich der Begutachtung durch Dr. med. K.________, als sie nicht �ber ihre Kindheit sprechen wollte.
4.3.4.�Schliesslich f�hren auch die Einwendungen der Beschwerdef�hrerin zu den gutachterlichen Ausf�hrungen �ber die Foersterschen Kriterien zu keinem anderen Ergebnis. Es wird nicht dargelegt, weshalb die diesbez�glichen vorinstanzlichen Feststellungen rechtsfehlerhaft sein sollen und inwiefern ihre Beurteilung nicht nachvollziehbar erscheint. Soweit die diagnostizierten Leiden daher pathogenetisch unklar sind, ist die sich daraus ergebende Arbeitsunf�higkeit ausnahmsweise nicht �berwindbar.
4.4.�Zusammenfassend beruht die Bemessung der Arbeitsunf�higkeit durch die Vorinstanz auf ausreichenden medizinischen Tatsachenfeststellungen. Die fach�rztlichen Gutachten werden vom RAD nicht in Frage gestellt, sondern sogar ausdr�cklich als nachvollziehbar, konsistent und widerspruchsfrei bezeichnet. Die Beschwerdef�hrerin bringt nichts vor, was die vorinstanzlichen Feststellungen zur Arbeitsf�higkeit als offensichtlich unrichtig oder als Ergebnis willk�rlicher Beweisw�rdigung oder als rechtsfehlerhaft im Sinne von Art. 95 BGG erscheinen lassen.
Ausgehend von der erw�hnten Einsch�tzung der noch vorhandenen Restarbeitsf�higkeit von 50 % ab Januar 2009 und von 30 % ab August 2011 bei einer der gesundheitlichen Situation angepassten T�tigkeit hat das kantonale Gericht einen Einkommensvergleich nach Art. 16 ATSG durchgef�hrt und dabei Invalidit�tsgrade von 52 % beziehungsweise 71 % ermittelt. Gegen die konkrete Ermittlung des Invalidit�tsgrades und den von der Vorinstanz festgesetzten Zeitpunkt des Rentenbeginns und der Rentenerh�hung bringt die Beschwerdef�hrerin keine Einwendungen vor, weshalb es damit sein Bewenden hat. Die Beschwerde erweist sich daher als unbegr�ndet.
Die Gerichtskosten werden der beschwerdef�hrenden IV-Stelle als unterliegender Partei auferlegt (Art. 66 Abs. 1 BGG). �berdies hat sie der Beschwerdegegnerin eine Parteientsch�digung zu entrichten���(Art. 68 Abs. 2 BGG).

References: Art. 95
 Art. 95
 BGE 
 Art. 132
 BGE 
 BGE 
 BGE 
 BGE 
 Art. 4
 Art. 105
 Art. 42
 Art. 97
 BGE 
 Art. 97
 Art. 95
 Art. 16