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Zeitschriften Abzocke über PVZ Pressevertriebszentrale Stockelsdorf - Echte-Abzocke.de
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15.07.2009, 18:31 #1 (permalink)
Habe letztens eine PCgoDVD Classic Zeitschrift (Aug/09) mit meiner Adresse im Briefkasten gehabt. Absender Firma WEKA Computerzeit, Postfach 140220, 80452 München.
Ein paar Tage später bekomme ich einen Brief von der PVZ Pressevertriebszentrale für Abonnenten GmbH &Co.KG, Bahndamm9, 23617 Stockelsdorf, ich hätte denen eine Einzugsermächtigung erteilt und ein Abbuchungsversuch wäre missglückt. Ich dachte noch: "Endlich 'mal gut, dass ich völlig pleite bin". Wieder eine Woche später kommt eine Zahlungserinnerung. Ich rufe dort also an, worauf mir gesagt wird, ich hätte am 29.04.2009, also vor fast 3 Monaten telefonisch einem solchen Vorzugsabo zugestimmt. ...angeblich von einer Firma Telma Ltd., Industriestr.2, 56414 Meudt (Telefon darf sie nicht 'rausgeben). Ich finde allerdings nirgends in Deutschland diese Firma oder deren Telefon. Ich habe sofort per e-mail einen Widerruf gesendet- keine Reaktion. Dann habe ich diesen Mail noch zu verschiedenen Zeiten mit Lesebestätigung ca.1.500 mal ( ) an diese Firma gemailt.
Dazu noch einen Widerruf, den ich damit begründet habe, keinen schriftlichen Hinweis auf mein Widerrufsrecht erhalten zu haben (hierbei verlängert sich angeblich die Widerrufsfrist auf 6 Monate).
Außerdem habe ich die PVZ darauf hingewiesen, dass mir deren Mitarbeiterin telefonisch zugesgt hat, ich könne meine Aufwandskosten von 198,97 € in Rechnung stellen, mit dem Hinweis (winzig ganz unten am Brief), dass ein 14 tägiges Widerrufsrecht bestehe. Anschliessend müsse ich diesen, mir zugesicherten Betrag gerichtlich einfordern - ... na warten wir 's ab!
Habe ich eine Chance, aus diesem angeblichen Abo wieder 'rauszukommen?
Oder hat in diesem Rechtsstaat wirklich jeder das Recht, auf diese Art sein Geld zu "verdienen"?
15.07.2009, 18:40 #2 (permalink)
AW: Zeitschriften Abzocke über PVZ Pressevertriebszentrale Stockelsdorf
Hallo Harald67,
ich muss zunächst erst einmal sagen, Respekt wie Du reagiert hast. Ich glaube nicht, daß Du Dir groß Sorgen machen musst. Leg die Zeitschrift einfach in die Ecke (und wirf sie nicht gleich weg) und verweigere fleißig weiter die Zahlung. Wenn Du noch einen Nachweis hast, dass eine der 1500 mails angekommen ist, dann bist Du vollends aus dem Schneider. Und solange wartest Du einfach, bis vom Gericht ein Schreiben ins Haus flattert. Um gänzlichst auf der sicheren Seite zu sein kannst Du, bei jeder neuen Instanz (Inkasso und Anwalt, später beim Gericht musst Du das sogar) einen Widerspruch einschicken (so kostengünstig wie möglich). Theoretisch dürfen die bei Dir keine Folgekosten aufrechnen, wenn Du einmal der Rechnung ordnungsgemäß widersprochen hast.
Trotzdem: Respekt ... find ich fast Klasse ;-)
17.07.2009, 23:11 #3 (permalink)
Zitat von Harald67
Nicht nur um 6 Monate, sondern unbegrenzt eigentlich.
Aber 6 Monate reichen auch vollkommen, im Grunde geht es dabei ja nur um 1-2 Wochen nachdem die 14 Tage rum sind.
18.07.2009, 12:49 #4 (permalink)
...nur zur Info: Habe nach Einschreiben mit Rückschein und inzwischen ca.3000 Mails mit Lesebestätigung eine schriftliche Erklärung bekommen, dass meine Daten jetzt nach http://www.gesetze-im-internet.de/bdsg_1990/ sowohl bei der PVZ, als auch deren IT-Dienstleister Data Service GmbH, Beethovenstr.2a in 23617 Stockelsdorf ab sofort gesperrt werden und nach Ablauf der gesetzlichen Frist gelöscht werden. ...ich hoffe das!
Nur die Firma Telmar Limited, c/o Aboverwaltung Wolfgang Klenk GmbH & Co. KG, Industriestr.2 in 56414 Meudt habe ich immer noch nicht gefunden. Weder über Auskunftsdienste, noch über Internet. Wahrscheinlich möchte dieses Unternehmen dem vorprogrammierten Stress mit unfreiwilligen "Abonnenten" aus dem Weg gehen und meidet so die Öffentlichkeit (so wie fast alles Ungeziefer).
18.07.2009, 23:28 #5 (permalink)
Zitat von fiacyberz
also wenn dem wirklich so ist (was ich nicht hoffe), dann muss ich mal wieder sagen, armes Deutschland! Das würde ja bedeuten, daß ich nach 50 Jahren immer noch Widerrufen kann ... versuchts mal von der Seite eines Verkäufers zu sehen, der ehrlich ist und keine Abzocke betreibt. Und dann kommt ein Hansel zu mir nach 50 Jahren und will einen Widerspruch einlegen ... find ich fast ein bisschen blöd. Für den Kunden wäre es allerdings toll ;-)
02.09.2009, 20:32 #6 (permalink)
mir ist das selbe passiert wie Harald67.
Ich hatte nach meinem Widerruf einen Brief erhalten, in dem mir mitgeteilt wurde, dass man mein Widerruf nicht annehmen könne, da die Frist abgelaufen wäre.
Ich will morgen daraufhin folgenden Brief per Einschreiben (genauso wie übrigens auch den Widerruf) losschicken.
sie teilten mir am 99. Xxxxxx 9999 mit, dass sie meinen Widerruf nicht annehmen könnten, da die Frist überschritten sei.
Laut bürgerlichem Gesetzbuch, nachfolgend „BGB“ genannt, §355 Absatz 2 wäre der Fristbeginn für das Widerrufsrecht, welches ich nach BGB §312 Absatz 1 habe, der Tag, an dem ich mittels einer schriftlichen Belehrung über mein – vom Gesetzgeber eingeräumtes Widerrufsrecht - schriftlich informiert worden bin, inklusive der – zum Widerruf nötigen Adressdaten (sowohl meiner als auch Ihrer) – der 99.99.9999.
Da in Ihrem Anschreiben vom der 99. Xxxxxx 9999 allerdings keine Belehrung über §312 des BGB enthalten ist, ist §355 Absatz 2 Satz 2 für dieses Abonnement gültig, sprich die Widerrufsfrist beläuft sich auf einen Monat nach Erhalt der Vertragsurkunde, des schriftlichen Antrags des Verbrauchers oder einer Abschrift der Vertragsurkunde oder des Antrags. Es ist festzuhalten, dass eine entsprechende Belehrung bis heute nicht erfolgt ist.
Da meine Widerrufserklärung nach §355 Absatz 1 und 2 sowie §312 Absatz 1 folglich (nachweislich) fristgerecht und rechtskräftig sowohl abgeschickt als auch zugestellt wurde (Absendung würde laut §355, Absatz 1 allerdings genügen), sehe ich den Vertrag über das „Hörzu“-Abonnement mit Ihnen als nichtig an.
Ich bitte um Verständnis, dass Sie den Widerruf aus den vorgenannten Gründen – entgegen Ihrem Schreiben vom 99. Xxxxxx 9999 – annehmen und ich auf Auflösung des Vertrages bestehen muss.
Der letzte Absatz entspricht übrigens nahezu identisch dem Schreiben der PVZ.
Hoffentlich habe ich nicht doch irgendetwas durcheinander gebracht.
Bin mal gespannt, ob da überhaupt noch eine Reaktion drauf kommt.
die Wolfgang Klenk GmbH & Co. KG Buch- und Zeitschriftenverlag ist bei Bedarf wie folgt zu erreichen:
Telefon: (06435) 96200
02.09.2009, 23:26 #7 (permalink)
Also wenn ich mir sicher bin, dass ich keinen Vertrag abgeschlossen habe ,
würde ich widersprechen.
Widerrufen oder kündigen kann ich ja nur was ich abgeschlossen habe.
bezugnehmend auf die o. g. Kundennummer widerspreche ich hiermit ausdrücklich Ihrer Mitteilung über den Abschluss eines Zeitschriftenabonnement für die Zeitschrift********
Leider ist aus Ihrem Schreiben nicht zu ersehen, wann und wo ein solcher Vertrag zustande gekommen sein soll.
Da ich wissentlich zu keinem Zeitpunkt einen Vertrag mit Ihrem Hause abgeschlossen habe, werde ich die Annahme der Zeitschrift verweigern und eingehende Rechnungen zurückweisen.
Sollten Ihnen jedoch andere, mir derzeit nicht bekannte Unterlagen über das angeblich zustande gekommene Abonnement vorliegen, so bitte ich Sie um eine entsprechende Mitteilung mit allen Angaben .
Weiterhin fordere ich Sie auf,dass meine bei Ihnen erfassten Daten unverzüglich gelöscht werden.
Vielleicht ein wenig ändern.
Meine Tochter hatte damals noch mitgeteilt, dass sie die Zeitungen ungelesen zur Abholung bereit zu liegen hat.
Sie hatte am ersten Tag gesagt , dass sie es sich überlegen wird. Am 2 Tag hat sie klar gesagt, dass sie kein Abovertrag abschliesst. Dann kamen 2 Zeitungen ohne Absenderadresse. Mit der dritten Zeitung die Mitteilung, dass sie nun mal ihre Kontodaten mitteilen soll.Jetzt konnte sie erst widersprechen. Aber es kamen noch 2 Zeitungen. Also hat sie noch einmal geschrieben . Nun hat sie auch mitgeteilt, sollte man ihr die Zeitungen weiterhin in Rechnung stellen, sie Anzeige erstatten wird.
Das geht aber nur dann wenn ich keinen Vertrag abgeschlossen hab.
Geändert von schnippewippe (02.09.2009 um 23:30 Uhr)
03.09.2009, 00:21 #8 (permalink)
Verbraucherzentrale Sachsen warnt vor dem Aufleben alter Tricks bei der Vertragsanbahnung................................. ...
Dabei war nie von einem kostenpflichtigen Abo die Rede. Das böse Erwachen kam erst, als im Nachhinein die Auftragsbestätigung mit einer im Übrigen fehlerhaften Widerrufsbelehrung vorgelegt wurde...........link
Autor: Birgit Götz
Automatische Abo-Verlängerung: Unzulässig ohne deutlichen Hinweis
Wer ein Probe-Abo abschließt, muss nicht damit rechnen, dass sich das Abo automatisch verlängert. Das geht aus einem Urteil des Amtsgerichts Düsseldorf hervor.
Betreff: Haustürgeschäft Zeitungsabonnement
Haustürgeschäft Zeitungsabonnement Kaufrecht frag-einen-anwalt.de
Die Frist, um einen Vertrag rückgängig zu machen, beträgt grundsätzlich zwei Wochen – wenn der Anbieter den Kunden vor Vertragsabschluss über das Widerrufsrecht schriftlich informiert hat – im Fall von Werbeanrufen aber einen Monat.
fernabsatz-gesetz.
Geändert von schnippewippe (03.09.2009 um 00:44 Uhr)
05.09.2009, 11:06 #9 (permalink)
Es führen ja einige Wege zu solch einen Vertrag. Ich finde man kann die Sachen trotzdem in einen Thema zusammen einstellen. Ist ja am Ende immer PVZ .
Hier noch mal einen Bericht von der Verbraucherzentrale.
Kundenfang per Abo
Verlag Service GmbH auf Zeitschriften-Werbetour
"Schon im Jahr 2004 bewertete der Bundesgerichtshof (BGH) das gezielte Ansprechen von Passanten im öffentlichen Verkehrsraum als rechtswidrig (Urteil vom 01.04.2004, AZ: I ZR 227/01)", informiert Marion Schmidt von der Verbraucherzentrale Sachsen. In der Öffentlichkeit soll jeder weitgehend von lästigen Werbern verschont werden.
Wer bereits einen Abo-Vertrag auf der Straße abgeschlossen hat, kann diesen innerhalb von 2 Wochen nach Aushändigung der Widerrufsbelehrung rückgängig machen. Meist wird diese Belehrung aber nicht ausgehändigt. Dann haben Verbraucher unbegrenzt Zeit, den Vertrag zu widerrufen. "Allerdings kann die Firma die Widerrufsbelehrung nachschieben und dann bleiben nur 4 Wochen ab Aushändigung dieser Belehrung zum Widerruf, wenn diese ansonsten rechtmäßig ist", mahnt Schmidt.
Hier schildert ein Betroffener den Werdegang mit Screenshot.
http://www.tf-home.de/Zeitschriften-Abzocke.pdf
Geändert von schnippewippe (05.09.2009 um 11:57 Uhr)
22.10.2009, 00:34 #10 (permalink)
xenos86
ich wollte fragen ob zur Zeit eine Sammelklage gegen die PVZ und co läuft?
Auch ich bin auf ihre Masche reingefallen, und recherchiere jetzt schon 2 Tage im Internet. Hab bis jetzt aber noch nicht viel zu irgendwelchen Klagen oder Urteilen gefunden.
Ich kann nicht verstehen, wie so ein offensichtlicher Betrug ungestraft so lange weitergeführt werden kann.
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References: §355
 §312
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