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Timestamp: 2019-08-21 08:44:59+00:00

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BGH, 17.02.2005 - III ZR 172/04 - dejure.org
BGH, 17.02.2005 - III ZR 172/04
https://dejure.org/2005,691
BGH, 17.02.2005 - III ZR 172/04 (https://dejure.org/2005,691)
BGH, Entscheidung vom 17.02.2005 - III ZR 172/04 (https://dejure.org/2005,691)
BGH, Entscheidung vom 17. Februar 2005 - III ZR 172/04 (https://dejure.org/2005,691)
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Kündigung eines Werbevertrages; Anwendbarkeit von § 193 Bürgerliches Gesetzbuch (BGB) auf Kündigungsfristen; Schutzbedürftigkeit eines Kündigungsempfängers; Widersprüchliches Verhalten als Verstoß gegen Treu und Glauben
Keine Anwendung des § 193 BGB auf Kündigungsfrist
Ende der Kündigungsfrist Sonntag oder Sonnabend
Keine Anwendung von § 193 BGB auf Kündigungsfristen
Unanwendbarkeit von § 193 BGB (Fristablauf an Sonn- und Feiertagen) auf Kündigungsfristen
Ende einer Kündigungsfrist an einem Sonn- oder Feiertag
Schuldrecht - Abgabe einer Willenserklärung: § 193 BGB gilt nicht bei Kündigungsfristen
Auch wenn der letzte Tag, an dem eine Kündigung erklärt werden muss, auf einen Sonntag, einen Feiertag oder einen Sonnabend fällt, verschiebt sich dieser Erklärungstermin nicht. Eine Kündigung am darauffolgenden Werktag reicht nicht aus
Anwendbarkeit von § 193 BGB auf Kündigungsfristen
Keine Verkürzung von Kündigungsfristen wegen Kündigungserklärung an Sonn- oder Feiertag
Zusammenfassung von "Gesellschaftsrechtliche Einberufungsfristen, Kündigungsfristen und der Anwendungsbereich des § 193 BGB - Verschiedene Blickwinkel auf vergleichbare Probleme?" von WissAss. Dr. Peter W. Tettinger, original erschienen in: GmbHR 2008, 346 - 350.
BGHZ 162, 175
NJW 2005, 1354
ZIP 2005, 716
MDR 2005, 798
NZM 2005, 391
WM 2005, 753
DB 2005, 1105
AnwBl 2005, 26
Vielmehr ist widersprüchliches Verhalten (venire contra factum proprium) erst dann rechtsmissbräuchlich, wenn für den anderen Teil ein Vertrauenstatbestand geschaffen worden ist oder wenn andere besondere Umstände die Rechtsausübung als treuwidrig erscheinen lassen (…BGH, Urteile vom 5. Juni 1997 - X ZR 73/95, aaO; vom 17. Februar 2005 - III ZR 172/04, BGHZ 162, 175, 181;… vom 15. November 2012 - IX ZR 103/11, NJW-RR 2013, 757 Rn. 12;… vom 16. Juli 2014 - IV ZR 73/13, NJW 2014, 2723 Rn. 33).
Ein solcher teleologischer Ansatz bei der Auslegung der Vorschriften über die Fristen brächte ein beträchtliches Maß an Unsicherheit mit sich, während gerade Fristbestimmungen klar überschaubar und leicht handhabbar sein müssen (Senatsurteil BGHZ 162, 175, 180).
a) Keiner Entscheidung bedarf die Frage, ob die Karenzzeit sich nach § 193 BGB verlängert, wenn der letzte Tag der Karenzfrist auf einen Sonnabend fällt (LG Aachen, WuM 2004, 32; LG Wuppertal, NJW-RR 1993, 1232;… Erman/Palm, BGB, 11. Aufl., § 193 Rdnr. 2;… Palandt/Weidenkaff, BGB, 64. Aufl., § 573 c Rdnr. 10;… a.A. Wolf/Eckert/Ball, Handbuch des gewerblichen Miet-, Pacht- und Leasingrechts, 9. Aufl., Rdnr. 845; vgl. auch BGHZ 59, 265; BGH, Urteil vom 17. Februar 2005 - III ZR 172/04, ZIP 2005, 716, zur Veröffentlichung in BGHZ bestimmt, unter II).
Zudem lässt es die Rechtsordnung grundsätzlich zu, dass eine Partei ihre Rechtsansicht ändert (BGH NJW 2005, 1354 [1356]).
Rechtsmissbräuchlich ist widersprüchliches Verhalten nach ständiger Rechtsprechung vielmehr erst dann, wenn dadurch für den anderen Teil ein Vertrauenstatbestand geschaffen worden ist oder wenn andere besondere Umstände die Rechtsausübung als treuwidrig erscheinen lassen (BGH, Urteil vom 17. Februar 2005 - III ZR 172/04, BGHZ 162, 175, 181 mwN).
Eine Partei darf ihre Rechtsansicht ändern (BGH, Urteil vom 17. Februar 2005 - III ZR 172/04, BGHZ 162, 175, 181), sich auf die Nichtigkeit einer von ihr abgegebenen Erklärung berufen (BGH, Urteil vom 7. April 1983 - IX ZR 24/82, BGHZ 87, 169, 177) oder ein unter ihrer Beteiligung zustande gekommenes Rechtsgeschäft angreifen (BGH, Urteil vom 5. Dezember 1991 - IX ZR 271/90, ZIP 1992, 124, 125).
Widersprüchliches Verhalten ist dann rechtsmissbräuchlich, wenn für den anderen Teil ein Vertrauenstatbestand geschaffen worden ist oder wenn andere besondere Umstände die Rechtsausübung als treuwidrig erscheinen lassen (BGH, Urteil vom 5. Dezember 1991 - IX ZR 271/90, NJW 1992, 834; vom 17. Februar 2005, aaO).
Der III. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs hat in einer Entscheidung über die Kündigung eines Sponsoringvertrages die (direkte und die analoge) Anwendung des § 193 BGB auf Kündigungsfristen - vorbehaltlich abweichender gesetzlicher oder vertraglicher Regelungen - ausgeschlossen: die Möglichkeit, mit einer bestimmten Frist zu einem bestimmten Tag zu kündigen, bedeute nicht, dass die Willenserklärung an einem bestimmten Tag abzugeben ist oder innerhalb einer bestimmten Frist abgegeben werden müsste; anders als etwa der Widerruf einer Vertragserklärung nach § 355 BGB diene die Verpflichtung zur Einhaltung bestimmter Kündigungsfristen zudem stets dem Schutz des Kündigungsgegners (vgl. BGH, Urt. v. 17.02.2005 - III ZR 172/04, in NZM 2005, 391).
Die Rechtsprechung des BGH (NJW 2005, 1354), wonach § 193 BGB grundsätzlich nicht auf Kündigungsfristen anwendbar ist, findet in diesem Fall keine Anwendung.
Die Parteien dürfen ihre Rechtsansichten ändern (vgl. BGH 17. Februar 2005 - III ZR 172/04 - BGHZ 162, 175 mwN).
Rechtsmissbräuchlich wird ein solches Verhalten nach ständiger Rechtsprechung erst dann, wenn dadurch für den anderen Teil ein Vertrauenstatbestand geschaffen worden ist oder wenn andere besondere Umstände die Rechtsausübung als treuwidrig erscheinen lassen (BGH, Urteile vom 5. Juni 1997 - X ZR 73/95, NJW 1997, 3377, 3379 und vom 17. Februar 2005 - III ZR 172/04, BGHZ 162, 175, 181- jeweils mwN).
BFH, 20.03.2018 - III B 135/17
BGH, 20.12.2007 - III ZR 27/06
Notwendigkeit der gesonderten Revisionsbegründung nach Zulassung der Revision
LAG Niedersachsen, 25.05.2018 - 3 Sa 1327/16
LAG Niedersachsen, 25.05.2018 - 3 Sa 1334/16
LAG Berlin-Brandenburg, 03.05.2013 - 10 TaBV 88/13
Teilnahme eines Betriebsratsmitglieds an Grundschulung - Erforderlichkeit
KG, 09.07.2012 - 23 U 71/12
Ausschluss des Vergütungsanspruchs des Betreibers von Anlagen zur Erzeugung …
LAG Hamm, 12.11.2009 - 17 Sa 1002/09
Umsetzung eines behinderten Schulhausmeisters; unbegründeter Feststellungsantrag …
LAG Niedersachsen, 25.05.2018 - 3 Sa 1330/16
LAG Niedersachsen, 25.05.2018 - 3 Sa 1326/16
LAG Niedersachsen, 04.05.2018 - 3 Sa 1292/16
LAG Niedersachsen, 25.05.2018 - 3 Sa 1335/16
LAG Niedersachsen, 04.05.2018 - 3 Sa 1291/16
LAG Niedersachsen, 04.05.2018 - 3 Sa 1293/16
KG, 05.08.2009 - 11 U 64/08
Diebstahl des Bauaufzugs: Wer trägt das Risiko?

References: § 193
 § 193
 § 193
 § 193
 § 193
 § 193
 § 193
 § 193
 § 193
 § 573
 § 193
 § 355
 BGH 
 § 193
 BGH