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Timestamp: 2016-10-22 02:05:51+00:00

Document:
2C_257/2016 (16.09.2016)
2C_257/2016 � � Urteil vom 16. September 2016
X.________ AG, Beschwerdef�hrerin, vertreten durch Advokat Erik Wassmer,
Submission: Lieferung von Stoffhandtuchrollen,
Projekt-ID 125294,
Beschwerde gegen das Urteil des Appellationsgerichts des Kantons Basel-Stadt vom 27. Januar 2016.
Am 15. April 2015 schrieb das Erziehungsdepartement des Kantons Basel-Stadt einen Auftrag f�r die Lieferung von Stoffhandtuchrollen w�hrend dreier Jahre aus. Gem�ss den Unterlagen zur im offenen Verfahren gef�hrten Ausschreibung mussten die Stoffhandtuchrollen eine Breite von 19 cm bzw. 25 cm sowie je eine L�nge von mindestens 34 m aufweisen. Varianten waren keine zugelassen. Als Eignungskriterium musste der Nachweis eines in den letzten f�nf Jahren bereits ausgef�hrten oder seit mindestens einem Jahr in Ausf�hrung stehenden vergleichbaren Referenzauftrags mit einem Wert von mindestens Fr. 100'000.-- erbracht werden. F�r den zu vergebenden Auftrag gingen innert Frist vier Offerten ein.
Am 16. Juli 2015 erteilte das Erziehungsdepartement der Y.________ SA den Zuschlag. Die Publikation des Zuschlags erfolgte am 22. Juli 2015. Auf entsprechendes Ersuchen hin teilte das Erziehungsdepartement der X.________ AG am 5. August 2015 mit, dass sie vom Verfahren ausgeschlossen worden sei und deshalb nicht habe ber�cksichtigt werden k�nnen. Das Erziehungsdepartement begr�ndete den Ausschluss damit, dass die Offerte der X.________ AG nicht den Produktspezifikationen entsprochen habe. Zudem sei ihr der Eignungsnachweis nicht gelungen.
Gegen den Zuschlag gelangte die X.________ AG mit Eingaben vom 23. Juli 2015 und vom 17. August 2015 an das Appellationsgericht des Kantons Basel-Stadt. Dieses wies den Rekurs mit Urteil vom 27. Januar 2016 ab.
Mit Beschwerde vom 17. M�rz 2016 gelangt die X.________ AG an das Bundesgericht. Sie beantragt die Aufhebung des vorinstanzlichen Urteils sowie die Erteilung des Zuschlags an sie selbst. Eventualiter sei die Sache zwecks neuer Entscheidung an die Vorinstanz oder an die Vergabebeh�rde zur�ckzuweisen, subeventualiter sei die Rechtswidrigkeit des Zuschlags festzustellen.
Das Erziehungsdepartement beantragt die Abweisung des Rechtsmittels, soweit darauf einzutreten ist. Das Appellationsgericht schliesst auf Abweisung der Beschwerde. Nicht vernehmen liess sich die Y.________ SA. Mit Eingabe vom 31. Mai 2016 nimmt die X.________ AG zu den Vernehmlassungsantworten Stellung.
Am 8. April 2016 wurde der Beschwerde mit Verf�gung des Abteilungspr�sidenten die aufschiebende Wirkung zuerkannt.
1.1.�Die Beschwerdef�hrerin richtet sich mit ihrer form- und fristgerechten Eingabe (Art. 42 und Art. 100 Abs. 1 BGG) gegen das kantonal letztinstanzliche, beim Bundesverwaltungsgericht nicht anfechtbare, verfahrensabschliessende Urteil des Appellationsgerichts (Art. 86 Abs. 1 lit. d, Art. 90 BGG).
1.2.�Der angefochtene Entscheid erging auf dem Gebiet der �ffentlichen Beschaffungen. Die Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten an das Bundesgericht ist daher nur zul�ssig, wenn sich eine Rechtsfrage von grunds�tzlicher Bedeutung stellt und der gesch�tzte Wert des zu vergebenden Auftrags den massgeblichen Schwellenwert erreicht (Art. 83 lit. f BGG). Die beiden Voraussetzungen m�ssen kumulativ erf�llt sein (BGE 141 II 14 E. 1.2 S. 20 f.; 133 II 396 E. 2.1 S. 398; Urteil 2C_919/2014 / 2C_920/2014 vom 21. August 2015 E. 2.2, nicht publ. in: BGE 141 II 307).
1.2.1.�Bei der Rechtsfrage von grunds�tzlicher Bedeutung nach Art. 83 lit. f Ziff. 2 BGG muss es sich um eine Rechtsfrage aus dem Gebiet des �ffentlichen Beschaffungsrechts handeln (BGE 134 II 192 E. 1.3 S. 195; Urteil 2C_665/2015 vom 26. Januar 2016 E. 1.1). Keine Grundsatzfrage stellt die Anwendung rechtsprechungsgem�ss feststehender Prinzipien auf einen Einzelfall dar. Ebenso wenig gen�gt der Umstand, dass die aufgeworfene Rechtsfrage noch nie entschieden wurde. Damit die Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten zul�ssig ist, muss es sich um eine Rechtsfrage handeln, deren Beantwortung f�r die Praxis wegleitend sein kann und die von ihrem Gewicht her nach h�chstrichterlicher Kl�rung ruft (BGE 141 II 14 E. 1.2.2.1 S. 21; 141 II 113 E. 1.4.1 S. 118 f.; Urteil 2C_665/2015 vom 26. Januar 2016 E. 1.1). Eine Frage, die zwar an sich von grunds�tzlicher Bedeutung w�re, aber den Ausgang des Verfahrens nicht zu beeinflussen vermag, f�hrt mangels Rechtsschutzinteresse an der abstrakten Er�rterung einer Rechtsfrage nicht zum Eintreten auf die Beschwerde (Urteile 2C_665/2015 vom 26. Januar 2016 E. 1.1; 2C_553/2015 vom 26. November 2015 E. 1; 2C_409/2015 vom 28. September 2015 E. 1.4).
1.2.2.�Die Beschwerdef�hrerin unterbreitet dem Bundesgericht zwei Rechtsfragen, denen sie grunds�tzliche Bedeutung beimisst: Erstens, ob sie als Offerentin ihre "Referenzpersonen vorher einseifen muss, damit diese Ausk�nfte erteilen". Zweitens wirft die Beschwerdef�hrerin die Frage auf, ob die Vergabebeh�rde verpflichtet ist, bei der Anbieterin nachzufragen und sie ihr anderweitig Gelegenheit zum Nachweis ihrer Eignung geben muss, wenn Referenzpersonen aus Datenschutzgr�nden oder wegen verwaltungsinternen Weisungen keine Auskunft geben d�rfen. Beide Fragen stehen im Zusammenhang mit dem Eignungsnachweis, den die Beschwerdef�hrerin nach Auffassung der kantonalen Instanzen nicht erbringen konnte (vgl. Sachverhalt lit. A hiervor).
1.2.3.�Die erste Frage l�sst sich unter R�ckgriff auf die submissionsrechtliche Rechtsprechung und generelle (verwaltungsrechtliche) Prinzipien beantworten, die im Beschaffungsverfahren allgemein zur Anwendung gelangen (vgl. dazu und zum Folgenden BGE 139 II 489 E 3.2 S. 495 mit Hinweisen) : Nach der Rechtsprechung steht fest, dass auch im Submissionsverfahren, wie in jedem anderen Verwaltungsverfahren, grunds�tzlich die Beh�rde den erheblichen Sachverhalt von Amtes wegen abzukl�ren hat (sog. Untersuchungsmaxime). In aller Regel wird sie dabei auf die von den Anbieterinnen eingereichten Unterlagen abstellen, die diese im Rahmen ihrer Mitwirkungspflicht beibringen. Die Vergabestelle ist nicht gehalten, von Amtes wegen mangelhaft oder unvollst�ndig eingereichte Unterlagen oder Angaben zu vervollst�ndigen (vgl. BGE 139 II 489 E. 3.2 S. 495 f.). Somit obliegt es grunds�tzlich der Anbieterin sicherzustellen, dass die von ihr genannten Referenzpersonen zur Erteilung von Ausk�nften bereit und berechtigt sind. Diese Obliegenheit bildet Ausfluss der verwaltungsrechtlichen Mitwirkungspflicht und ist nicht mit einer (unzul�ssigen) Beeinflussung der Referenzpersonen gleichzusetzen, wie die Beschwerdef�hrerin mit ihrer Fragestellung insinuiert.
Keine grunds�tzliche Bedeutung ist auch der zweiten von der Beschwerdef�hrerin aufgeworfenen Frage beizumessen: Einerseits folgt aus dem soeben Dargelegten, dass die Vergabebeh�rde nicht eine allgemeine Pflicht zur Nachfrage trifft, wenn die Anbieterin im oben beschriebenen Sinne mangelhafte Angaben zu m�glichen Referenzpersonen macht. Andererseits kann sich aus dem Verbot des �berspitzten Formalismus (vgl. dazu im submissionsrechtlichen Kontext Urteile 2C_418/2014 vom 20. August 2014 E. 4.1; 2C_241/2012 vom 28. Juni 2012 E. 1.1.2; 2C_197/2010 / 2C_198/2010 vom 30. April 2010 E. 6.5) die Pflicht ergeben, den Eignungsnachweis in einer anderen, gleichermassen aussagekr�ftigen Form zu akzeptieren, als er gem�ss den Ausschreibungsunterlagen verlangt ist. In welchen Situationen dies im Einzelfall geboten erscheint, l�sst sich indes kaum in allgemeiner Weise festlegen, sodass einer Antwort auf die Frage keine wegleitende Bedeutung f�r die Praxis zukommt.
1.2.4.�Mangels Vorliegens von Rechtsfragen grunds�tzlicher Bedeutung kann auf die Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten somit nicht eingetreten werden. Zu pr�fen bleibt die Zul�ssigkeit der subsidi�ren Verfassungsbeschwerde (Art. 119 BGG).
1.3.�Zur Verfassungsbeschwerde ist gem�ss Art. 115 BGG berechtigt, wer vor der Vorinstanz am Verfahren teilgenommen hat oder keine M�glichkeit zur Teilnahme erhalten hat (lit. a) und ein rechtlich gesch�tztes Interesse an der Aufhebung oder �nderung des angefochtenen Entscheids hat (lit. b). Letzteres ist im Bereich des �ffentlichen Vergabewesens der Fall, wenn die nicht ber�cksichtigte Bewerberin eine reelle Chance gehabt h�tte, im Falle der Gutheissung ihres Rechtsmittels den Zuschlag zu erhalten (BGE 141 II 14 E. 4.1 S. 27 mit Hinweisen). Dasselbe gilt, wenn die Anbieterin ihren Ausschluss vom Verfahren anficht (vgl. BGE 141 II 14 E. 4.1 S. 27; 130 I 258 E. 1.2 S. 260 f.).
Als Zuschlagskriterien sah die streitgegenst�ndliche Ausschreibung einzig die Preise der Stoffhandtuchrollen in den verlangten Gr�ssen vor. Aus dem Evaluationsbericht des Erziehungsdepartements vom 16. Juli 2015 ergibt sich, dass die Beschwerdef�hrerin Preise offerierte, die ihr bei einer Zulassung zum Verfahren intakte Aussichten auf den Zuschlag er�ffneten. Zudem war sie bereits am vorinstanzlichen Verfahren beteiligt. Die Legitimationsvoraussetzungen f�r die subsidi�re Verfassungsbeschwerde sind erf�llt.
2.1.�Mit der subsidi�ren Verfassungsbeschwerde kann einzig die Verletzung verfassungsm�ssiger Rechte ger�gt werden (Art. 116 BGG). Ausgeschlossen ist damit die R�ge der Missachtung von Gesetzes- und Konkordatsrecht. Ebenfalls nicht selbst�ndig ger�gt werden kann die Verletzung des den Submissionserlassen zugrunde liegenden Transparenzgebotes und des beschaffungsrechtlichen Diskriminierungsverbotes. Diesen Grunds�tzen kommt nicht der Rang selbst�ndiger Verfassungsgarantien zu (vgl. Urteile 2D_58/2013 vom 24. September 2014 E. 2.1 [nicht publ. in: BGE 140 I 285]; 2C_1196/2013 vom 21. Februar 2014 E. 1.5; 2C_85/2007 vom 1. Oktober 2007 E. 3.1). Hingegen ist die R�ge einer�
willk�rlichen�Anwendung der massgebenden Submissionsgesetzgebung zul�ssig, da die Anbieter im �ffentlichen Beschaffungsrecht ein rechtlich gesch�tztes Interesse an der Einhaltung der entsprechenden Gesetzgebung haben (vgl. BGE 125 II 86 E. 4 S. 95 f.; Urteile 2C_665/2015 vom 26. Januar 2016 E. 2.3; 2C_1196/2013 vom 21. Februar 2013 E. 1.5).
2.2.�Ob ein angefochtener Entscheid verfassungsm�ssige Rechte der Beschwerdef�hrerin verletzt, pr�ft das Bundesgericht nur, soweit eine entsprechende R�ge vorgebracht und begr�ndet worden ist. In ihrer Eingabe muss die Beschwerdef�hrerin darlegen, welche verfassungsm�ssigen Rechte inwiefern verletzt worden sind (sog. R�geprinzip; Art. 117 i.V.m. Art. 106 Abs. 2 BGG; BGE 139 I 229 E. 2.2 S. 232 mit Hinweisen; Urteil 2C_315/2013 vom 18. September 2014 E. 3 [nicht publ. in: BGE 140 I 252]). Beruft sich die Beschwerdef�hrerin auf das Willk�rverbot, muss sie anhand der Erw�gungen des angefochtenen Entscheides dartun, dass und inwiefern der angefochtene Entscheid willk�rlich, d.h. unhaltbar ist (BGE 135 III 232 E. 1.2 S. 234; 133 III 393 E. 6 S. 397; Urteile 2C_1014/2015 vom 21. Juli 2016 E. 4; 2C_747/2012 vom 12. M�rz 2013 E. 2.3). Das Bundesgericht hebt einen Entscheid nur auf, wenn nicht bloss die Begr�ndung, sondern auch das Ergebnis unhaltbar ist. Dass eine andere L�sung ebenfalls als vertretbar erscheint, gen�gt nicht (BGE 141 I 172 E. 4.3.1 S. 177; 137 I 1 E. 2.4 S. 5, mit Hinweisen).
3.1.�Die Vorinstanz ging davon aus, dass das urspr�ngliche Angebot der Beschwerdef�hrerin nicht den Produktspezifikationen in der Ausschreibung entsprach, sondern eine unzul�ssige Variante darstellte. Zudem habe die Beschwerdef�hrerin nach Fristablauf eine �nderung am Angebot vorgenommen, was unzul�ssig sei. Gest�tzt darauf kam das Verwaltungsgericht zum Schluss, dass das Erziehungsdepartement die Beschwerdef�hrerin zu Recht vom Vergabeverfahren ausgeschlossen habe.
Diese Beurteilung der Vorinstanz st�tzt sich auf folgenden Sachverhalt: Die Ausschreibungsunterlagen f�hrten unter Ziffer 2.2.2 "Produktebeschreibung" auf, dass Stoffhandtuchrollen mit einer Breite von 19 cm und 25 cm sowie einer L�nge von minimal 34 m verlangt waren. Sodann wies die Vergabebeh�rde in Ziffer 1.10 "Zuschlagskriterien" darauf hin, dass die "zwingenden Voraussetzungen gem�ss Ziffer 2.2.2" einzuhalten sind. Varianten waren laut Ziffer 1.8.4 der Ausschreibungsunterlagen nicht zugelassen. Im von der Beschwerdef�hrerin mit den offerierten Preisen erg�nzten, im �brigen aber von der Vergabebeh�rde erstellten Formular "Preisangebot" waren die Stoffhandtuchrollen in der verlangten Breite (19 cm und 25 cm) aufgef�hrt. Hingegen waren die Stoffhandtuchrollen in der beiliegenden Offerte der Beschwerdef�hrerin und in der Produktebeschreibung mit Breiten von 19 cm sowie 22 cm und einer L�nge von 35 m vermerkt. Die Vergabebeh�rde gelangte daraufhin mit Schreiben vom 28. Mai 2015 an die Beschwerdef�hrerin und wies auf diese Unstimmigkeit in den Offertunterlagen hin. Gleichzeitig gew�hrte sie der Beschwerdef�hrerin die Gelegenheit zur Berichtigung ihrer Angaben und bat um Best�tigung, dass die Belieferung bei einem allf�lligen Zuschlag tats�chlich mit Stoffhandtuchrollen der vorgegebenen Breite von 25 cm erfolgen werde. Die Beschwerdef�hrerin reagierte darauf mit Schreiben vom 1. Juni 2015 und stellte der Vergabebeh�rde eine Liste mit verschiedenen Stoffhandtuchrollen zu, die sie im Angebot hatte. Auf neuerliche Nachfrage der Vergabebeh�rde vom 2. Juni 2015 hin antwortete die Beschwerdef�hrerin am 4. Juni 2015 und hielt fest, dass die geforderten Handtuchrollenmasse "nicht den handels�blichen Standardgr�ssen entsprechen" w�rden. Weil die Vergabebeh�rde "nun aber ausdr�cklich die Stoffrollenbreite von 25 cm" w�nsche, werde dem entsprochen. Die Beschwerdef�hrerin "best�tige" das Angebot f�r Stoffhandtuchrollen mit einer Breite von 25 cm und einer L�nge von 40 m. F�r den Fall, dass die Vergabebeh�rde "auf dieser Mass-Variante" bestehen sollte, offerierte sie zu einem tieferen Preis ausserdem Stoffhandtuchrollen mit einer Breite von 25 cm und einer L�nge von 34 m.
3.2.�Die Beschwerdef�hrerin wendet sich zun�chst gegen die Qualifizierung ihrer urspr�nglichen Offerte als Variante. F�r ihr Angebot sei ausschliesslich das offizielle Formular massgebend, das die verlangten Breiten der Stoffhandtuchrollen auff�hre. Die Diskrepanz zwischen dem Formular einerseits und ihrer Offerte sowie der Produktbeschreibung andererseits sei auf einen Verschrieb zur�ck zu f�hren. Soweit die Ausf�hrungen der Beschwerdef�hrerin den R�geanforderungen (vgl. dazu oben E. 2.2) im Verfahren der subsidi�ren Verfassungsbeschwerde �berhaupt gen�gen, verm�gen sie eine willk�rliche Rechtsanwendung durch die Vorinstanz nicht darzutun:
3.2.1.�So steht zun�chst fest, dass die Produktspezifikationen (Masse der Stoffhandtuchrollen) deutlich aus den Vergabeunterlagen hervor gingen. Keinen Spielraum f�r Interpretationen er�ffnete auch der Hinweis, dass es sich dabei um "zwingende" Anforderungen handelte. Gleichwohl reichte die Beschwerdef�hrerin eine Offerte und eine Produktebeschreibung ein, die sich beide nicht auf die verlangten Produkte bezogen (Stoffhandtuchbreiten 19 cm und 22 cm anstelle der verlangten 19 cm und 25 cm) und mit dem Formular "Preisangebot" in Widerspruch standen.
3.2.2.�Soweit die Beschwerdef�hrerin diesen Widerspruch lediglich auf einen Verschrieb zur�ckf�hren will, ist ihr entgegen zu halten, dass ihre nachfolgende Korrespondenz mit der Vergabestelle ein anderes Bild ergibt. So ist nicht verst�ndlich, wieso die Beschwerdef�hrerin auf das Schreiben der Vergabestelle vom 28. Mai 2015 mit einer ganzen Liste ihrer Produkte reagierte und den angeblichen Verschrieb nicht umgehend richtig stellte. Dazu h�tte es ausgereicht, der Beschaffungsstelle zu best�tigen, dass bez�glich der Breite der Stoffhandtuchrollen ein Irrtum vorliege und die Offerte f�r Handtuchrollen mit den Breiten 19 cm und 25 cm gelte.
Wenn die falschen Massangaben in der Offerte und der Produktebeschreibung lediglich auf einem Versehen beruht h�tten, erg�be auch der Inhalt des Schreibens vom 4. Juni 2015 wenig Sinn, in dem die Beschwerdef�hrerin zun�chst auf die angeblich un�blichen Spezifikationen der verlangten Produkte hinwies und anschliessend eine neue Offerte unterbreitete. Diese entsprach nun zwar den Produktanforderungen, wich jedoch nicht nur im einzig fraglichen Parameter "Handtuchrollenbreite" vom urspr�nglichen Angebot ab, sondern bei gleichbleibendem Preis auch in Bezug auf die L�nge der betreffenden Rollen (40 m statt wie urspr�nglich 35 m).
3.2.3.�Die kantonalen Instanzen durften vor diesem Hintergrund willk�rfrei davon auszugehen, dass sich die urspr�ngliche Offerte der Beschwerdef�hrerin auf Stoffhandtuchrollen in den Breiten 19 cm und 22 cm bezog. Diese stimmte mit den Produktanforderungen der Vergabestelle, die Handtuchbreiten von 19 cm und 25 cm vorsah, offensichtlich nicht �berein.
3.3.�Die Beschwerdef�hrerin r�gt weiter ein �berspitzt formalistisches Vorgehen der Vergabebeh�rde. Wenn �berhaupt von einer Abweichung ihrer Offerte zu den Produktanforderungen ausgegangen werde, so sei diese von untergeordneter Natur und rechtfertige einen Ausschluss vom Verfahren nicht. Eine Zulassung der nach Eingabefrist vorgenommenen Pr�zisierung ihrer Offerte verletze zudem weder das Gleichbehandlungs-, noch das Transparenzgebot.
3.3.1.�Der hier anwendbare � 23 Abs. 2 des Gesetzes des Kantons Basel-Stadt vom 20. Mai 1999 �ber �ffentliche Beschaffungen (Beschaffungsgesetz, SG 914.100) sieht vor, dass unvollst�ndige oder versp�tete Angebote vom weiteren Verfahren ausgeschlossen werden (vgl. die vom Regelungsziel her �bereinstimmenden Art. XIII Ziff. 4 lit. a und lit. c des �bereinkommens vom 15. April 1994 �ber das �ffentliche Beschaffungswesen [SR 0.632.231.422; nachfolgend: GPA]). Auch nach der Rechtsprechung kann die Missachtung von vergaberechtlichen Formvorschriften zum Ausschluss von Offerten f�hren. Dies gilt gleichermassen f�r die Abweichung von inhaltlichen Vorgaben, liegt es doch in der Kompetenz und Verantwortung der Vergabestelle, zu bestimmen, welche Auftr�ge sie vergibt, solange die verlangten Spezifikationen keine Diskriminierung der Anbieterinnen bewirkt (vgl. Art. 11 Abs. 1 lit. a und Art. 13 Abs. 1 lit. b IV�B; Urteil 2P.282/1999 vom 2. M�rz 2000 E. 3a; MARTIN BEYELER, Der Geltungsanspruch des Vergaberechts, 2012, Rz. 1914 ff. und 2011 ff.).
Nicht jede Unregelm�ssigkeit rechtfertigt jedoch einen Ausschluss vom Vergabeverfahren. Aus Gr�nden der Verh�ltnism�ssigkeit darf und soll vom Ausschluss einer Offerte abgesehen werden, wenn der festgestellte Mangel relativ geringf�gig ist und der Zweck, den die in Frage stehende (Form-) Vorschrift verfolgt, dadurch nicht ernstlich beeintr�chtigt wird. Im Einzelfall kann sich die Abgrenzung zwischen der (zul�ssigen) Korrektur von Fehlern in der Offerte oder deren Klarstellung und der (unzul�ssigen) Modifizierung oder Erg�nzung eines Angebots als heikel erweisen (vgl. zum Ganzen BGE 141 II 353 E. 8.2.2 S. 374; Urteile 2C_418/2014 vom 20. August 2014 E. 4.1; 2C_782/2012 vom 10. Januar 2013 E. 3.3; 2D_34/2010 vom 23. Februar 2011 E. 2.3; PETER GALLI/ANDR� MOSER/ELISABETH LANG/MARC STEINER, Praxis des �ffentlichen Beschaffungsrechts, 3. Aufl. 2013, Rz. 440, 456 ff. und 713 ff.; MARTIN BEYELER, a.a.O., Rz. 2140 ff.).
3.3.2.�Nach dem Dargelegten (vgl. E. 3.2) wich die urspr�ngliche Offerte der Beschwerdef�hrerin von den Vorgaben der Vergabestelle ab. Sie war in Bezug auf Stoffhandtuchrollen mit einer Breite von 25 cm unvollst�ndig, was gem�ss � 23 Abs. 2 des Beschaffungsgesetzes einen Ausschlussgrund darstellt. Entgegen der Auffassung der Beschwerdef�hrerin war die Abweichung zudem keineswegs von untergeordneter Natur. Sie betraf 20 % der zu beschaffenden Handtuchrollen, was die Beschwerdef�hrerin selber geltend macht. Eine Differenz von 3 cm bei einer verlangten Breite der Stoffhandtuchrollen von 25 cm kann ausserdem nicht mehr als geringf�gig bezeichnet werden; die Offerte wich diesbez�glich immerhin 12 % von den Dimensionen gem�ss Ausschreibung ab. Hinzu kommt, dass die Vergabestelle aus nachvollziehbaren technischen Gr�nden nicht von einer Handtuchrollenbreite von 25 cm abr�cken wollte; sie tat dies im Hinblick auf die Kompatibilit�t mit bereits installierten Handtuchrollenspendern. Das Festhalten der Vergabestelle an den von ihr bereits in den Ausschreibungsunterlagen als "zwingend" bezeichneten Produkteigenschaften erweist sich bei dieser Ausgangslage nicht als �berspitzt formalistisch.
3.3.3.�Dasselbe gilt im Hinblick auf die Nichtzulassung des Angebots vom 4. Juni 2015, das die Beschwerdef�hrerin erst auf zweite R�ckfrage der Vergabestelle hin einreichte: Einerseits war die Eingabefrist zu jenem Zeitpunkt bereits abgelaufen, sodass die Entgegennahme dieser Offerte als separates Angebot ausgeschlossen war (vgl. � 23 Abs. 2 Beschaffungsgesetz). Andererseits nahm die Beschwerdef�hrerin darin auch inhaltliche Ver�nderungen vor, die �ber die Pr�zisierung von nachrangigen Unklarheiten hinaus ging. Jedenfalls wich das Angebot gem�ss Schreiben vom 4. Juni 2015 nicht nur im fraglichen Parameter (Rollenbreite) von der urspr�nglichen Eingabe ab, sondern auch hinsichtlich der L�nge (40 m statt urspr�nglich 35 m). Des Weiteren enthielt das Schreiben vom 4. Juni 2015 eine zus�tzliche Variante, die sich in Bezug auf s�mtliche massgeblichen Parameter (Breite, L�nge und Preis der Stoffhandtuchrollen) vom urspr�nglichen Angebot unterschied, was im �brigen seinerseits gegen die Bedingungen der Ausschreibung verstiess, die Varianten nicht zuliessen (vgl. E. 3.1 hiervor).
Entsprechend ist es nicht zu beanstanden, wenn die Vorinstanz im Schreiben der Beschwerdef�hrerin vom 4. Juni 2015 eine unzul�ssige Modifizierung ihres Angebots erblickte. Keine willk�rliche Anwendung des Gleichbehandlungs- und Transparenzgebots vermag die Beschwerdef�hrerin schliesslich mit ihrem Verweis auf BGE 141 II 14 E. 10.2 S. 48 darzutun. Die dort als zul�ssig betrachtete Korrektur einer Eingabesumme ging auf einen Formelfehler und die Richtigstellung einer St�ckzahl zur�ck. Mithin handelte es sich um eine Korrektur von Rechnungsfehlern. Vorliegend nahm die Beschwerdef�hrerin demgegen�ber massgebliche inhaltliche �nderungen am Angebot vor, was �ber das vergaberechtlich Zul�ssige hinausgeht.
3.4.�Der Ausschluss der Beschwerdef�hrerin vom Vergabeverfahren erweist sich damit bereits aufgrund der relevanten Abweichung ihres Angebots von den Produktanforderungen als zul�ssig. Eine Behandlung jener R�gen, mit denen die Beschwerdef�hrerin das Fehlen des Eignungsnachweises bestreitet, er�brigt sich daher. Ebenso sind bei der dargelegten Rechtslage die Eventualantr�ge der Beschwerdef�hrerin abzuweisen.
Im Ergebnis kann auf die Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten nicht eingetreten werden. Die subsidi�re Verfassungsbeschwerde ist abzuweisen. Bei diesem Verfahrensausgang wird die Beschwerdef�hrerin kostenpflichtig (Art. 66 Abs. 1 BGG). Die Y.________ SA hatte im bundesgerichtlichen Verfahren keinen nennenswerten Aufwand. Ihr ist ebenso wenig eine Parteientsch�digung zuzusprechen wie der Vergabebeh�rde, die in ihrem amtlichen Wirkungskreis obsiegt (Art. 68 Abs. 1 und Art. 68 Abs. 3 BGG).

References: Art. 100
 Art. 90
 BGE 
 Art. 83
 BGE 
 BGE 
 Art. 115
 BGE 
 BGE 
 BGE 
 Art. 117
 Art. 106
 BGE 
 BGE 
 Art. 11
 Art. 13
 BGE 
 BGE 
 Art. 68