Source: https://www.ris.bka.gv.at/JustizEntscheidung.wxe?Abfrage=Justiz&Dokumentnummer=JJT_19981126_OGH0002_0060OB00037_98D0000_000&IncludeSelf=False
Timestamp: 2020-01-25 16:59:24+00:00

Document:
RIS - Rechtssätze für 6Ob37/98d - Justiz (OGH, OLG, LG, BG, OPMS, AUSL)
Rechtssatz für 4Ob48/92 4Ob109/92 6Ob1...
RS0031680
4Ob48/92; 4Ob109/92; 6Ob1007/95; 6Ob11/95; 6Ob20/95; 6Ob24/95; 6Ob173/98d; 6Ob37/98d; 6Ob208/98a; 4Ob154/99x; 6Ob145/01v; 6Ob304/01a; 6Ob38/03m
Für die Anwendbarkeit des § 1330 Abs 1 ABGB ist die strafgesetzliche Tatbestandsmäßigkeit einer Ehrenbeleidigung nicht Voraussetzung.
4 Ob 48/92
Entscheidungstext OGH 07.07.1992 4 Ob 48/92
Veröff: MR 1992,205 = ÖBl 1992,213
6 Ob 11/95
Entscheidungstext OGH 04.05.1995 6 Ob 11/95
6 Ob 145/01v
Entscheidungstext OGH 21.06.2001 6 Ob 145/01v
Auch; Beisatz: Der Schutz nach § 1330 Abs 1 und Abs 2 ABGB ist nicht auf strafrechtliche Tatbestände beschränkt. (T1)
6 Ob 38/03m
Entscheidungstext OGH 20.03.2003 6 Ob 38/03m
ECLI:AT:OGH0002:1992:RS0031680
JJR_19920707_OGH0002_0040OB00048_9200000_001
Rechtssatz für 4Ob82/92 4Ob6/93 4Ob40/...
OGH,AUSL EGMR
4Ob82/92; 4Ob6/93; 4Ob40/93; 6Ob17/94; 6Ob21/94; 4Ob94/94; 4Ob1001/95; 6Ob2059/96d; 6Ob2105/96v; 6Ob2010/96y; 6Ob2177/96g; 6Ob2350/96y; 6Ob2197/96y; 6Ob2281/96a; 6Ob11/97d; 6Ob95/97g; 4Ob254/97i; 6Ob168/97t; 6Ob37/98d; 6Ob254/98s; 6Ob7/99v; 6Ob25/99s; 4Ob154/99x; 8ObA45/99x; 6Ob202/99w; 6Ob316/99k; 6Ob308/99h; 6Ob136/00v; 6Ob78/00i; 6Ob109/00y; 6Ob284/00h; 6Ob114/01k; 6Ob133/01d; 4Ob109/02m; 6Ob192/02g; 6Ob238/02x; 4Ob14/03t; 6Ob60/03x; 6Ob40/04g; 6Ob273/05y; 6Ob11/06w; 6Ob291/06x; 6Ob7/07h; 6Ob271/07g; 6Ob255/07d; 6Ob266/07x; 4Ob60/08i; 6Ob66/09p; 4Ob66/10z; 15Os81/11t; 15Os106/10t (15Os49/11m, 15Os50/11h); 15Os175/10i; 6Ob114/11z; 6Ob216/11z; 14Os12/11p; 6Ob258/11a; 6Ob243/11w; 15Os34/13h; 15Os52/12d; 22Os5/15y; 6Ob189/15k; 6Ob61/17i; 6Ob162/17t; 6Ob25/18x; 6Ob6/18b; Bsw55495/08
ABGB §43
Entscheidungstext OGH 23.02.1993 4 Ob 6/93
Entscheidungstext OGH 10.08.1994 6 Ob 21/94
Entscheidungstext OGH 08.11.1994 4 Ob 94/94
Entscheidungstext OGH 17.01.1995 4 Ob 1001/95
nur: Das Recht auf freie Meinungsäußerung kann eine Herabsetzung durch unwahre Tatsachenbehauptungen, nicht rechtfertigen. (T2)
Beisatz: Hier: Unrichtige kreditschädigende Tatsachenbehauptung. (T3)
Entscheidungstext OGH 28.03.1996 6 Ob 2059/96d
Entscheidungstext OGH 04.07.1996 6 Ob 2105/96v
Entscheidungstext OGH 11.04.1996 6 Ob 2010/96y
Entscheidungstext OGH 26.09.1996 6 Ob 2177/96g
Entscheidungstext OGH 21.11.1996 6 Ob 2350/96y
Entscheidungstext OGH 26.09.1996 6 Ob 2197/96y
Entscheidungstext OGH 16.01.1997 6 Ob 2281/96a
Entscheidungstext OGH 24.04.1997 6 Ob 11/97d
Entscheidungstext OGH 26.05.1997 6 Ob 95/97g
Entscheidungstext OGH 11.09.1997 4 Ob 254/97i
Entscheidungstext OGH 11.09.1997 6 Ob 168/97t
Entscheidungstext OGH 25.02.1999 6 Ob 7/99v
Entscheidungstext OGH 22.04.1999 6 Ob 25/99s
Entscheidungstext OGH 15.12.1999 6 Ob 316/99k
Entscheidungstext OGH 28.06.2000 6 Ob 136/00v
Entscheidungstext OGH 05.10.2000 6 Ob 78/00i
Entscheidungstext OGH 21.06.2001 6 Ob 133/01d
Entscheidungstext OGH 02.07.2002 4 Ob 109/02m
Entscheidungstext OGH 10.10.2002 6 Ob 192/02g
Vgl auch; Beisatz: Eine den wirtschaftlichen Ruf beeinträchtigende unwahre Tatsachenbehauptung überschreitet selbst im Zuge eines "Schulenstreites" das Maß der zulässigen Kritik und kann auch im Wege einer umfassenden Interessenabwägung oder mit dem Recht auf freie Meinungsäußerung nicht gerechtfertigt werden. (T12)
Beisatz: Auch das Informationsinteresse der Öffentlichkeit vermag eine unrichtige, in schutzwürdige Interessen des Klägers eingreifende Aussage nicht zu rechtfertigen. (T13)
Entscheidungstext OGH 24.04.2003 6 Ob 60/03x
Entscheidungstext OGH 26.08.2004 6 Ob 40/04g
Beis wie T9 nur: Ein Recht auf freie Meinungsäußerung auf der Grundlage unrichtiger oder nicht bewiesener Tatsachenbehauptungen gibt es nicht. (T15)
Beisatz: Die offenbar ohne jedes Tatsachensubstrat erhobene Behauptung der intensiven Verwicklung („mächtig involviert") des Klägers in die Bawag-Affäre kann auch nicht durch die Eigenschaft des Klägers als „public figure" gerechtfertigt werden. (T16)
Entscheidungstext OGH 15.02.2007 6 Ob 7/07h
Entscheidungstext OGH 12.12.2007 6 Ob 271/07g
Entscheidungstext OGH 12.12.2007 6 Ob 255/07d
Entscheidungstext OGH 12.12.2007 6 Ob 266/07x
Entscheidungstext OGH 13.07.2010 4 Ob 66/10z
Vgl auch; Beisatz: Auch gegenüber Politikern sind Werturteile ohne hinreichendes Tatsachensubstrat oder Wertungsexzesse nicht vom Recht auf freie Meinungsäußerung gedeckt. (T21)
Vgl auch Beis wie T18 Hier: „rote Mietenmafia“ im Gesamtzusammenhang als noch zulässige politische Kritik gewertet. (T22)
Entscheidungstext OGH 29.06.2011 15 Os 175/10i
Entscheidungstext OGH 30.08.2011 14 Os 12/11p
Entscheidungstext OGH 26.06.2013 15 Os 34/13h
22 Os 5/15y
Entscheidungstext OGH 09.11.2015 22 Os 5/15y
6 Ob 25/18x
Entscheidungstext OGH 28.02.2018 6 Ob 25/18x
6 Ob 6/18b
Entscheidungstext OGH 28.02.2018 6 Ob 6/18b
Beis wie T9; Beis wie T11; Beis wie T21; Beis wie T24
Auch; Beis wie T21; Veröff: NL 2016,50
Rechtssatz für 6Ob2071/96v 6Ob37/98d 6...
RS0105306
6Ob2071/96v; 6Ob37/98d; 6Ob244/98w; 6Ob172/99h; 6Ob241/00k
MRK Art10 Abs2 IV3d
Zitate eines Politikers aus einer gegen einen anderen Politiker gerichteten Strafanzeige einer Sicherheitsbehörde (oder vergleichbar aus einem Haftbefehl, einer Anklageschrift, einem Gerichtsurteil ua) können gerechtfertigt sein, sofern eine vom Weiterverbreiter des Anzeigeninhalts zu beweisende wahrheitsgetreue Wiedergabe des die Ehre des Verdächtigen schädigenden Verhaltensvorwurfes vorliegt.
6 Ob 2071/96v
Entscheidungstext OGH 23.05.1996 6 Ob 2071/96v
6 Ob 172/99h
Entscheidungstext OGH 15.07.1999 6 Ob 172/99h
Vgl; Beisatz: Hier: Die Äußerung "laufendes Strafverfahren" hat gemessen an Durchschnittsverständnis solange einen wahren Tatsachenkern, als die Anzeige noch nicht gem § 90 StPO von der Staatsanwaltschaft zurückgelegt wurde. (T1)
6 Ob 241/00k
Entscheidungstext OGH 23.10.2000 6 Ob 241/00k
Vgl; Beisatz: Es kann solange noch von Ermittlungen im Rahmen eines Strafverfahrens gesprochen werden, als nicht eine sofortige Einstellung nach § 90 StPO, sondern vielmehr eine Kalendierung bis zum Einlangen eines noch zu prüfenden Vorganges erfolgt ist. (T2)
ECLI:AT:OGH0002:1996:RS0105306
JJR_19960523_OGH0002_0060OB02071_96V0000_001

References: § 1330
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 § 1330
 OGH 
 EGMR

 §43
 OGH 
 OGH 
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 § 90
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