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Timestamp: 2018-07-19 21:36:22+00:00

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Raphael Kühner, Friedrich Blass, Ausführliche Grammatik der Griechischen Sprache, chapter 179
[*] 179. Korrelative Adverbialpronomina.
Die korrelativen Adverbialpronomina drücken Beziehungen des Ortes, der Zeit und der Weise oder Beschaffenheit aus.
Interrogativ. Indefinit. Demonstrat. Relativ. Allgem. Relativ.
ποῦ; ubi? πού, irgend wo fehlt (hic, ibi) οὗ, ubi ὅπου
πόθι; poet. ποθί poet. τόθι Homer ὅθι poet. ὁπόθι ep.
πόθεν; unde? ποθέν, alicunde τόθεν poet., so Hs. sc. 32 ὅθεν, unde ὁπόθεν
ποῖ; quo? ποί, aliquo fehlt (Apollon.) οἷ ὅποι
πόσε; poet. ὁπόσε Hom.
πότε; wann? ποτέ, aliquando τότε, dann ὅτε, cum ὁπότε
πηνίκα; quo fehlt （τηνίκα Theokr. u. Apollon.) ἡνίκα, quo ὁπηνίκα
temporis puncto? ipso tempore
τηνικάδε, hoc ipso tempore
quota hora? S. Lobeck ad Phryn. p. 50; Rutherford Phryn. 122 τηνικαῦτα,
— （οὐ） πώ, πώποτε — — —
πῶς; wie? πώς, etwa so τώς ep. u. att. poet. s. Anm. 2, ὥς ὧς s. Anm. 5, gew. οὕτω（ς), ῶδε1） ὡς, wie ὅπως
πῇ; in welcher Richtung? wie? πῄ, in irgendwelcher Richtung, Weise τῇ poet., τῇδε ταύτῃ in dieser Richtung, Weise, hierher, hier ᾗ, in welcher Richtung, Weise, wohin, wo ὅπῃ
Anmerk. 1. Die Formen auf ῃ, wie πῇ, ὅπῃ u. s. w., werden häufig ohne ι subscr. geschrieben; allein Apollon. de adv. 625 sagt ausdrücklich: λέγω τὸ τῇ καὶ πευστικῶς τὸ πῇ καὶ ἔτι τὸ ἀοριστωδῶς ὅπῃ, προστιθεμένου τοῦ ι, καθὼς καὶ ἡ παράδοσις ὁμολογεῖ. Vgl. Eust. 174, 1 τὸ μὲν ᾗ ἀντὶ τοῦ ὅπου σὺν τῷ ι γράφουσιν οἱ τεχνικοί, καθὰ καὶ τὸ πῇ καὶ ὅπῃ καὶ ἄλλῃ. Auch die Inschr. bestätigen dies ι, wie auch G. Meyer S. 365^{2} zugiebt, wiewohl er dasselbe, um die Formen zu ursprünglichen Instrumentalen zu machen, verwerfen muss. S. im übrigen und über die dialektischen Nebenformen und Bildungen § 336.
Anmerk. 2. Das Demonstrativ τώς, sic, will Spitzner ad Il. β, 330 bei Homer nur dann gelten lassen, wenn es als Korrelativ zu ὡς steht, wie Il. γ, 415, sonst schreibt er θ̓ ὥς. Aber ohne korrelatives ὡς gebraucht Hes. Sc. 219. 478 τώς. Die attischen und andere Dichter gebrauchen es auf beiderlei Weise: ὡς — τώς Aesch. S. 484. ὥσπερ — τώς Soph. Ai. 841; ohne ὡς Aesch. S. 637. Suppl. 691.
Anmerk. 3. Hieran reihen sich noch folgende, die aber nur in einzelnen Korrelationsstufen vorhanden sind und meist der Dichtersprache angehören: die epischen Formen τῆμος, τημόσδε, τημοῦτος (Hes. op. 576), tum (τῆμος relativisch Hippokr. IX, 14, vgl. unten τέως), ἦμος, cum (ὁπῆμος Arat. 566), vgl. thessal. τὸ τᾶμον (ψάφισμα) das heutige, § 31, S. 151; ὄφρα τόφρα, quamdiu tamdiu; ferner: τέως, tam diu, ἕως, quam diu; vgl. § 40, 2, S. 173 f.; τέως findet sich auch in relativischer Bedeutung statt ἕως, nicht nur hymn. Cerer. 138. Hdt. 4.165 (ἕως Stein), sondern auch bei Demosthenes oft, Voemel, Dem. Cont., p. 148 f.
Anmerk. 4. Die in der gewöhnlichen Sprache fehlenden korrelativen Formen zur Bezeichnung des Hier, Daselbst werden ersetzt durch: ἔνθα, ἐνθάδε, ἐνταῦθα (ἐνθαῦτα ion.), und des Von hier durch: ἔνθεν, ἐνθένδε, ἐντεῦθεν (ἐνθεῦτεν ion.); es ist dabei das einfache Wort in derselben Weise für die Prosa durch die Verlängerung mit — υτα (vgl. die ion. Form) oder δε verdrängt, wie dies mit ὁ als Demonstr., τόσος, τοῖος u. s. w. geschehen. Ἔνθα und ἔνθεν bleiben nur in gewissen Verbindungen, als: ἔνθα μὲν — ἔνθα δέ, ἔνθεν καὶ ἔνθεν, und wenn die räumliche Bedeutung in die zeitliche übergeht, als Plat. Phaedr. 249, b, dazu bei Xenoph. auch als Relativa, welchen Sinn neben dem Demonstr. sie auch bei Dichtern von Homer ab haben.2）
Anmerk. 5. Das Adverb ὥς st. οὕτως kommt in der Prosa ebenfalls nur in gewissen Redensarten vor: καὶ ὥς, vel sic, οὐδ᾽ ὥς, μηδ᾽ ὥς, ne sic quidem (Xen. An. 1. 8, 21. 3. 2, 23. 6. 4, 22. Oec. 2, 4. Thuc. 1.132), oder zuweilen in Beziehung auf ein vorangehendes ὡς, wie (Plat. Civ. 7. 530, d. Protag. 326, d, ubi v. Stallb.); in anderen Beziehungen nur höchst selten, z. B. ὣς οὖν Thuc. 3.37. Vgl. § 178 Anm. 1 über τόσος u. s. w. Im Übrigen treten die Verlängerungen οὕτως und ὧδε (d. i. ὥσ-δε vgl. ὅδε) ein. Die Alten betonten ὧς in der Verbindung mit καί (οὐδ̓, μηδ̓), wo ὧς = ὅμως, s. Hdn. Ι, 493. Über den urspr. Anlaut des Demonstr. ὥς vgl. § 18, S. 97. — Von τότε, tum, ist zu unterscheiden τοτέ, zuweilen, in den Verbindungen τοτὲ μέν . . τοτὲ δέ, τοτὲ μέν . . ἄλλοτε δέ u. dgl.; in derselben Bedeutung wird bei Hom. und Apollon. Rh. und bei den späteren Prosaikern ὁτὲ3) μέν .. ὁτὲ δέ, ὁτὲ μέν .. ποτὲ δέ gebraucht, vgl. § 174, 2 über ὃς μέν — ὃς δέ.(Smyth 340)
1 Üb. ὧδε s. d. gründl. Erört. in Passows Wörterb.
2 Xen. Cyr. 1. 2, 2 ist st. οὐκ ἔνθεν, ὅθενπερ zu lesen; οὐκ ἔνθενπερ, so dass ὅθενπερ für ein Glossem von dem seltenen ἔνθενπερ zu halten ist.
3 Oxytonon nach Herodian Lentz I, 498, 4, indem es sich an ποτέ dem Sinne und der Betonung nach anschliesst. So auch τοτὲ μὲν, b. Hom. und Folg.

References: § 336
 § 31
 § 40
 § 178
 § 18
 § 174