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Timestamp: 2019-10-22 12:58:36+00:00

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BGH, 09.04.1990 - II ZR 1/89 - dejure.org
https://dejure.org/1990,1854
BGH, 09.04.1990 - II ZR 1/89 (https://dejure.org/1990,1854)
BGH, Entscheidung vom 09.04.1990 - II ZR 1/89 (https://dejure.org/1990,1854)
BGH, Entscheidung vom 09. April 1990 - II ZR 1/89 (https://dejure.org/1990,1854)
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Stille Sicherungsabtretung - Gehaltsansprüche - Zedent - Aufrechnung
Wirksamkeit der Aufrechnung des Schuldners gegenüber dem Zedenten mit nach Abtretung, aber vor deren Kenntnis erworbener Forderung
NJW 1990, 2544
ZIP 1990, 636
MDR 1990, 800
WM 1990, 1025
DB 1990, 1126
Die Rechtslage des Widerrufs einer Naturalvergütung entspricht der Rechtslage des Widerrufs anderer Entgeltbestandteile ( BAG 19. Dezember 2006 - 9 AZR 294/06 - Rn. 24, AP BGB § 611 Sachbezüge Nr. 21 = EzA BGB 2002 § 307 Nr. 17; ebenso AnwK-ArbR/Brors 2. Aufl. § 611 BGB Rn. 658; Pauly AuA 1995, 381, 384; Fröhlich ArbRB 2011, 253, 255;… aA ErfK/Preis 12. Aufl. § 611 BGB Rn. 522, 524; HWK/Thüsing 4. Aufl. § 611 BGB Rn. 89; Küttner/Griese Personalbuch 18. Aufl. "Dienstwagen" Rn. 10 unter unzutreffender Berufung auf BGH 9. April 1990 - II ZR 1/89 - DB 1990, 1126 ) .
Zwar hat der BGH entschieden, dass sich eine Gesellschaft privates, mit der Geschäftsführungstätigkeit nicht im Zusammenhang zustehendes Wissen nicht zurechnen lassen muss (NJW 1990, 2544, 2545).
91 Der II. Zivilsenat des Bundesgerichtshofes betont in seiner Entscheidung vom 09.04.1990, dass sich die Gesellschaft privates, mit der Geschäftsführungstätigkeit nicht im Zusammenhang zustehendes Wissen nicht zurechnen lassen muss (NJW 1990, 2544, 2545).
Zum anderen schützt er den Schuldner auch dann, wenn sich aus der bei Kenntniserlangung bestehenden Rechtslage ohne die Abtretung bis zur Fälligkeit der abgetretenen Forderung die Aufrechnungslage entwickelt hätte (BGHZ 58, 327, 329; BGH NJW 1990, 2544, 2545).
Kläger durfte das Fahrzeug grundsätzlich auch nach seiner Abberufung bis zur Beendigung seines Anstellungsverhältnisses privat weiterbenutzen (vgl. Sen.Urt. v. 8. Dezember 1977 - II ZR 219/75, WM 1978, 109, 111, und v. 9. April 1990 - II ZR 1/89, WM 1990, 1025, 1026 ZIP 1990, 636).
Deshalb führt der Hinweis der Beklagten auf die Rechtsprechung nicht unbedingt weiter, die für materiell-rechtliche Fragestellungen eine Zurechnung privat erlangten Wissens eines Organs ablehnt (z.B. BGH NJW 1990, 2544; eingehend zu den teils ungeklärten Fragen der organschaftlichen Zurechnung privater Umstände Fleischer NJW 2006, 3239).
Nach dieser Vorschrift, die auf den hier vorliegenden Fall der Aufrechnung in Kenntnis der Abtretung anwendbar ist, bleibt der Beklagten als Schuldnerin der Aufwendungsersatzansprüche nicht nur eine Aufrechnungsbefugnis erhalten, die ihr bei Kenntniserlangung der Abtretung schon zustand, sondern auch insgesamt die Rechtsstellung, die ihr ohne Abtretung später einmal die Tilgung ihrer Verbindlichkeiten durch Aufrechnung ermöglicht hätte (vgl. BGH NJW 1990, 2544, 2545).
Denn nach § 406 BGB wird dem Schuldner nicht nur eine Aufrechnungsbefugnis erhalten, die ihm bei Kenntniserlangung von der Abtretung schon zustand, sondern auch die Rechtsstellung, die ihm ohne Abtretung später einmal die Tilgung seiner Schuld durch Aufrechnung ermöglicht hätte (vgl. BGH, Urteil vom 9.4.1990, II ZR 1/89, MDR 1990, S. 800, m. w. N., juris Rn. 21).

References: § 611
 § 307
 § 611
 § 611
 § 611
 BGH 
 BGH 
 BGH 
 BGH 
 BGH 
 § 406