Source: http://www.steuerlinks.de/archiv/newsletter111.php3
Timestamp: 2017-11-19 16:00:57+00:00

Document:
Steuerlinks-Newsletter 111 - 05.11.2004 * Gestaltungsüberlegungen zur Jahreswende 2004/2005
Ausgabe 111 vom 05.11.2004
Die eMail-Ausgabe ging an 7.668 Empfänger
Wenn der Magen voll ist, singen die Vögel, und die Menschen lachen.
Gestaltungsüberlegungen zur Jahreswende 2004/2005
Stiftungen - Vermögensübertragungen geschickt gestalten
Ergebnisse der Umsatzsteuer - Sonderprüfung 2003
Einkommensteuertabelle 2004 (Grundtabelle / Splittingtabelle)
Grüne Reihe: Lohnsteuer
Praktikerkommentar zum Steuerberatungsgesetz
Der Parkplatz als Hort der Schwarzarbeit?
Warnung vor einer Entwicklung zum "gläsernen" Steuerbürger
Umsatzsteuer-Voranmeldungen und Lohnsteuer-Anmeldungen müssen ab kommendem Jahr elektronisch dem Finanzamt eingereicht werden
aktuelle Praxis-Tipps anerkannter Steuerexperten
Kommentierungen zu allen wichtigen steuerlichen Fragen...
Testen Sie jetzt 4 Wochen in Ihrer Kanzlei...
2. Ergebnisse der Umsatzsteuer - Sonderprüfung 2003
Nach den statistischen Aufzeichnungen der obersten Finanzbehörden der Länder haben die im Jahr 2003 durchgeführten Umsatzsteuer-Sonderprüfungen bei der Umsatzsteuer zu einem Mehrergebnis von 1,8 Mrd. Euro geführt.
Im Jahr 2003 wurden 99.931 Umsatzsteuer-Sonderprüfungen durchgeführt. Im Jahresdurchschnitt waren 1.495 Prüfer eingesetzt.
Jeder Prüfer führte im Durchschnitt 66 Sonderprüfungen durch. Dies bedeutet für jeden eingesetzten Prüfer ein durchschnittliches Mehrergebnis von über 1,2 Mio. EUR.
Steueroptimale Gestaltung anhand neuester Erlasse und Urteile. Der neue Informationsdienst GmbH-Urteils-Dienst zeigt Ihnen, wie Sie für sich und Ihre GmbH immer das optimale herausholen.
Testen Sie den GmbH-Urteils-Dienst
3. Einkommensteuertabelle 2004 (Grundtabelle / Splittingtabelle)
Von 7.500 EUR bis 100.000 EUR in 1-EUR-Schritten
Grundtabelle und Splittingtabelle 2004 - [PDF 1,1 MB | RAR 625 KB | ZIP 740 KB | EXE 677 KB]
Die Einkommensteuer-Grundtabelle und die Einkommensteuer-Splittingtabelle der Jahre 1999 bis 2004 finden Sie auch im Downloadbereich.
Zur Einordnung der Einkünfte aus der Tätigkeit im Rahmen eines Heil- oder Heilhilfsberufs als Einkünfte aus freiberuflicher Tätigkeit (§ 18 Abs. 1 Nr. 1 EStG) oder als Einkünfte aus Gewerbebetrieb (§ 15 EStG) nimmt das BMF-Schreiben Stellung
Startschreiben zur Übermittlung der elektronischen Lohnsteuerbescheinigung an die Finanzverwaltung und Ausdruck der elektronischen Lohnsteuerbescheinigung für den Arbeitnehmer
Das im Einführungsschreiben Lohnsteuer zum Steueränderungsgesetz 2003 und Haushaltsbegleit­gesetz 2004 vom 27. Januar 2004 angekündigte Startschreiben regelt Einzelheiten zur Übermittlung der elektronischen Lohnsteuerbescheinigung an die Finanzverwaltung und gibt die Muster für den Ausdruck der elektronischen Lohnsteuerbescheinigungen für die Kalender­jahre 2004 und 2005 bekannt.
BMF-Schreiben vom 22. Oktober 2004 - IV C 5 - S 2378 - 55/04
Ausdruck der elektronischen Lohnsteuerbescheinigung 2004
Ausdruck der elektronischen Lohnsteuerbescheinigung 2005
Programmablaufplan für die Erstellung von Lohnsteuertabellen in 2005 (einschl. der Berechnung des Solidaritätszuschlags und der Bemessungsgrundlage für die Kirchenlohnsteuer)
BMF-Schreiben vom 22. Oktober 2004 - I A 5 - Vw 7216 - 9/04 - / - IV C 5 - S 2361 - 96/04 -
Im Einvernehmen mit den obersten Finanzbehörden der Länder wird hiermit der nach § 51 Abs. 4 Nr. 1a EStG aufzustellende Programmablaufplan für die Herstellung von Lohnsteuertabellen zur manuellen Berechnung der Lohnsteuer für das Jahr 2005 bekannt gemacht. Die danach erstellten Tabellen gelten nicht für Versorgungsbezüge (§ 19 Abs. 2 EStG); insoweit wird von maschineller Berechnung der Lohnsteuer ausgegangen. Der Programmablaufplan berücksichtigt den Einkommensteuertarif in der Fassung des § 52 Abs. 41 EStG sowie bei der Berechnung der Vorsorgepauschale einheitlich die Bemessungsgrenze "West" und die Günstigerprü­fung der Vorsorgepauschale nach altem und neuem Recht.
Programmablaufplan Erstellung von Lohnsteuertabellen
Programmablaufplan für die maschinelle Berechnung der vom Arbeitslohn einzubehaltenden Lohnsteuer, des Solidaritätszuschlags und der Maßstabsteuer für die Kirchenlohnsteuer in 2005
BMF-Schreiben vom 22. Oktober 2004 - I A 5 - Vw 7216 - 8/04 - / - IV C 5 - S 2361 - 95/04 -
Mit Wirkung ab 2005 wird der Programmablaufplan für die maschinelle Berechnung der vom Arbeitslohn einzubehaltenden Lohnsteuer, des Solidaritätszuschlags und der Maßstabsteuer für die Kirchenlohnsteuer geändert. Der Programmablaufplan berücksichtigt den für 2005 geltenden Tarif in der Fassung des § 52 Abs. 41 EStG. Des Weiteren berücksichtigt der Programmablaufplan bei der Berechnung der Vorsorgepauschale nach § 10c EStG einheitlich die Beitragsbemessungsgrenze "West" und die Günstigerprüfung bei der Vorsorgepauschale nach altem und neuem Recht.
Programmablaufplan maschinelle Berechnung Lohnsteuer
Umsatzsteuer-Umrechnungskurse für den Monat Oktober 2004
BMF-Schreiben vom 2. November 2004 - IV A 6 - S 7329 - 7/04 -
Jetzt leichtes Spiel mit schweren Fällen ! Gewinnen Sie Zeit mit optimaler Recherche.
Basel ll, Betriebsprüfungen, Bilanzen... immer wieder entsteht in der täglichen Kanzleipraxis unvorhergesehener Recherche- und damit Zeitaufwand! Heute möchten wir Sie deshalb zu einem spannenden Zeitspar-Test exklusiv für Steuerberater einladen.
Sie erleben "live", wie blitzschnell, sicher und komfortabel Haufe Steuer Office® Professional "Ihren" Fall bearbeitet! Faszinierend... ?
Lernen Sie jetzt das Original in seinem kompletten Leistungs-Umfang kennen und machen Sie mit beim "Zeitspar-Test für Steuerberater". Jetzt klicken !
Der Erwerb aller Anteile an einer Kapitalanlagegesellschaft i.S. von § 1 Abs. 1 KAGG unterliegt nach § 1 Abs. 3 Nr. 3 GrEStG der Grunderwerbsteuer. Von diesem Erwerb erfasst werden auch die von der Kapitalanlagegesellschaft im Sondervermögen nach § 6 Abs. 1 KAGG gehaltenen Grundstücke.
Urteil vom 29. September 2004 II R 14/02
Urteil vom 16. September 2004 IV R 11/03
Urteil vom 15. Juli 2004 V R 76/01
Urteil vom 06. Oktober 2004 VI R 27/01
Urteil vom 21. Juli 2004 X R 33/03
Urteil vom 19. Mai 2004 III R 16/02
Übernahmequittung ist kein Beförderungspapier - Begründung eines gebundenen Verwaltungsakts - Auslegung des in einer Urkunde Erklärten keine Tatsachenfeststellung
Urteil vom 24. August 2004 VII R 50/02
Urteil vom 24. August 2004 VIII R 18/04
Urteil vom 21. Juli 2004 X R 44/01
Urteil vom 26. Mai 2004 I R 112/03
Urteil vom 18. August 2004 II R 22/04
Urteil vom 02. Juli 2004 II R 9/02
Urteil vom 15. Juli 2004 III R 19/03
Urteil vom 19. Mai 2004 III R 39/03
Urteil vom 24. Juni 2004 III R 50/01
Urteil vom 15. Juli 2004 III R 6/03
Urteil vom 01. Juli 2004 IV R 67/00
Urteil vom 15. Juli 2004 V R 84/99
Urteil vom 24. August 2004 VIII R 83/02
Urteil vom 07. Juli 2004 XI R 10/04
Urteil vom 16. Juni 2004 XI R 55/03
1. Grüne Reihe: Lohnsteuer
Die vorliegende 14. Auflage des Bandes 4 der Grünen Reihe bietet eine umfassende Darstellung des gesamten derzeit geltenden Lohnsteuerrechts einschließlich des Solidaritätszuschlags und der Kindergeldregelungen.
Das ab 2005 geltende Alterseinkünftegesetz ist bereits berücksichtigt. Der Band ist in drei Hauptteile gegliedert:
Im ersten Teil werden u.a. Die Hilfsmittel für den Steuerabzug - Lohnsteuerkarte und -tabellen -, Rechte und Pflichten der Arbeitnehmer und Arbeitgeber, die Lohnsteuer-Außenprüfung, der Lohnsteuer-Jahresausgleich durch den Arbeitgeber, die Lohnsteuer-Außenprüfung behandelt.
Im zweiten Teil erfolgt die Darstellung der Einkünfte, der Werbungskosten, Sonderausgaben etc.
Der dritte Teil behandelt den Familenlastenausgleich, d.h. Kindergeld und Kinderfreibetrag.
Den Band zeichnen eine Vielzahl von Beispielen und die gut verständliche Aufbereitung des Stoffes aus, wodurch er sich als Lehrbuch zum Thema Lohnsteuerrecht empfiehlt.
Die umfangreichen und vertiefenden Darstellungen weisen diesen Band jedoch auch als einen Handkommentar aus, der dem Praktiker in Steuerberatung, Finanzverwaltung und Wirtschaft die Lösung seinen lohnsteuerlichen Detailproblems schnell und zuverlässig ermöglicht.
Der schnelle Zugriff auf die Ausführungen zur jeweiligen Fragestellung wird dabei durch einen Paragraphenschlüssel und ein ausführliches Stichwortverzeichnis unterstützt.
Kirschbaum/Volk, Lohnsteuer, Grüne Reihe Band 4, 14. Auflage 2004, 762 Seiten, EUR 45,00, ISBN 3-8168-1044-6
2. Blaue Reihe: Einkommensteuer
Dieses Lehrbuch schafft eine Verbidnung zwischen didaktischer aufbereiteter Vermittlung von Grundlagenwissen und weitergehenden Informationen für den Praktiker. Der Stoff wird methodisch dargestellt und durch zahlreiche Beispiele verdeutlicht. Die Beispiele sind zum Teil komplex un eignen sich hervorragend zur Klausurvorbereitung.
Dieses Werk kann sowohl zur Aneignung der Grundbegriffe als auch zur umfassenden Einarbeitung in das Einkommensteuerrecht verwendet werden.
Das Buch behandelt nicht nur alle wesentlichen Teile des reinen Einkommensteuerrechts, des internationalen Steuerrechts einschließlich der Doppelbesteuerungsabkommen sowie des Außensteuerrechts.
Das Lehrbuch empfiehlt sich insbesondere für Studenten, für die Ausbildungs zum Steuerberater, zur Vorbereitung auf die Bilanzbuchhalterprüfung sowie als Nachschlagewerk für Praktiker in der Finanzverwaltung, in der Steuerberatung und im Betrieb.
Mit allen relevanten Änderungsgesetzen, insbesondere dem Steuervergünstigungsabbaugesetz, dem Steueränderungsgesetz 2003, dem Haushaltsbegleitsgesetz 2004 und dem Alterseinkünftegesetz. Mit wichtigen BMF-Schreiben und höchstrichterlicher Rechtssprechung sowie den Einkommensteuer-Richtlinien 2003
Zenthöfer/Schulze zur Wiesche, Finanz und Steuern Band 3, 8. völlig neu bearbeitete Auflage 2004, 1148 Seiten, EUR 69,95 - ISBN 3-7910-2368-3
Der Band enthält eine umfassende Darstellung des Bilanzrechts nach handels- und Steuerrecht. Weiterer Schwerpunkt sind Ausführungen zum Unternehmenssteuerrecht, insbesondere zu Besonderheiten bei der Bilanzierung von unterschiedlichen Unternehmensformen und zur Bilanzierung bei Umwandlungen.
Außerdem enthält der Band Ausführungen zur Bilanzberichtigung und zur Bilanzänderung im Rahmen einer Betriebsprüfung. Wegen des engen sachlichen Zusammenhangs werden neben rechtlichen Fragestellungen auch buchmäßige Behandlungen einzelner Positionen der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung dargestellt.
Horschnitz/Groß/Weidner/Fank, Finanz und Steuern Band 1, 10. Auflage 2004, 743 Seiten, EUR 49,95 - ISBN 3-7910-2286-5
4. Praktikerkommentar zum Steuerberatungsgesetz mit Schwerpunkten zum Berufsrecht der Steuerberater.
An das Berufs- und Standesrecht der steuerberatenden Berufe müssen neue Anforderungen gestellt werden. Zunehmende Internationalisierung und notwendige Angleichung an das Berufsrecht von Rechtsanwälten und Wirtschaftsprüfern kennzeichnen eine Situation, in der eine kritische Sicht des derzeitigen Rechts und das Aufzeichnen von Perspektiven für dessen Fortentwicklung unumgänglich sind.
Dieses Werk bietet eine geschlossene und praxisgerechte Kommentierung des Berufsrechts der Steuerberater unter besonderer Berücksichtigung der Berufsordnung sowie der Durchführungsverordnung. Es liefert  belegt durch eingehende Nachweise aus Rechtsprechung und Schrifttum  fundierte und umfassende Antworten auf alle Fragen.
So haben Sie Rechtssicherheit bei berufsrechtlichen Entscheidungen. Dabei wird auf die wesentlichen Vorschriften besonderer Wert gelegt. Die Autoren befassen sich intensiv mit allen für die Angehörigen der steuerberatenden Berufe wichtigen Fragen, die im Praxisalltag zum Berufsrecht auftreten.
Die langjährige Tätigkeit der Autoren in berufsständischen Körperschaften und Verbänden bürgt für eine betont praxisbezogene Darstellung. Angesprochen werden auch viele Einzelfragen, die täglich an die Geschäftsstellen der Kammern und Verbände gerichtet werden und zu denen es noch keine Rechtsprechung gibt.
Der Inhalt folgt der klassischen Paragraphenkommentierung und enthält eine systematische Gliederung sowie Rechtsprechungsübersichten.
Besonderheiten dieser Neuauflage:
Erstmals eine Kommentierung zur Möglichkeit gespaltener Berufsausübungsmöglichkeiten je nach Berufsqualifikation und Tätigkeit
Kritische Kommentierung des absoluten Verbots gewerblicher Tätigkeit
Umfangreiche Rechtsprechungsnachweise zur berufsrechtlichen Werbung
Außerdem wurde die Berufsordnung der Bundessteuerberaterkammer (BOStB), die in der Praxis zu zahlreichen Zweifelsfragen geführt hat, erstmals in die Kommentierung einbezogen.
Kuhls/Meurers/Maxl/Dr. Schäfer/Dr. Goez/Willerscheid, Steuerberatungsgesetz - Praktikerkommentar mit Schwerpunkten zum Berufsrecht der Steuerberater, 2. Auflage 2004, 1.526 Seiten, EUR 118,00 - ISBN 3-482-45412-4
1. Der Parkplatz als Hort der Schwarzarbeit?
Anlässlich des Deutschen Steuerberatertages 2004 fordert der Deutsche Steuerberaterverband e.V. (DStV) die Abschaffung der neuen Pflichten zur Erteilung und Aufbewahrung von Rechnungen, da diese den Bürokratiedschungel nun auch auf Private ausdehnen und dem eigentlichen Ziel der Bekämpfung der Schwarzarbeit letztlich nicht dienen.
Seit dem 1. August diesen Jahres müssen erstmals auch Privatpersonen Rechnungen, die sie für Leistungen im Zusammenhang mit Grundstücken erhalten, zwei Jahre lang aufbewahren. Bei Nichteinhaltung dieser Verpflichtung droht eine Geldbuße von bis zu 500 Euro. Eine Übergangsfrist hat der Gesetzgeber nicht eingeräumt, obwohl zwischen Veröffentlichung und Geltung des Gesetzes gerade einmal vier Tage lagen.
Da bei der Schwarzarbeit beide Seiten meist zusammenwirken, laufen die neuen Pflichten dort ins Leere. Umgekehrt trifft die neue bürokratische Fessel alle Steuerehrlichen in erheblichem Maße - auch in Fällen, in denen die Gefahr von Schwarzarbeit gering ist, z.B. beim Parken im nicht-öffentlichen Bereich (Kaufhäuser usw.). Das samstägliche Einkaufsvergnügen im Kaufhaus führt also zu bußgeldbewehrten Steuerpflichten, die Parkquittungen (=Rechnungen) sind nämlich zwei Jahre lang aufzuheben.
Aus dem Entwurf eines BMF-Schreibens zu den Neuregelungen ließe sich lesen, dass diese Fälle seitens der Finanzverwaltung von den Aufbewahrungspflichten ausgenommen werden könnten. Eine derartige Auslegung ist zwar grundsätzlich sinnvoll, eindeutig ist die Verwaltungsanweisung an dieser Stelle jedoch nicht und vom Gesetzeswortlaut ist diese Lesart auch nicht gedeckt. Wer sicher gehen will, muss also die Rechnungen bzw. Parkscheine sammeln.
Die bekämpfenswerten Fälle werden nicht erreicht, unproblematische Sachverhalte stattdessen mit unzumutbaren bürokratischen Pflichten belastet. Dabei stehen der Finanzverwaltung bereits heute Instrumentarien zur Verfügung, um fragwürdige Aufwendungen eines Steuerpflichtigen zu untersuchen.
Der DStV fordert deshalb die Streichung der überbürokratischen Neuregelungen in den §§ 14, 14 b UStG.
2. Warnung vor einer Entwicklung zum "gläsernen" Steuerbürger
Anlässlich des Deutschen Steuerberatertages 2004 äußerte sich der Präsident des Deutschen Steuerberaterverbands e.V. (DStV) Jürgen Pinne kritisch zur Tendenz, den Steuerbürger immer weiter zu überwachen. Pinne sieht darin auch einen Grund für die hinter den Erwartungen zurückbleibende Akzeptanz der Steueramnestie.
Es ist zu beobachten, dass mit Einführung der neuen Technologien eine neue Form von Überwachung möglich ist und zunehmend erweitert wird.
Seit Anfang 2002 hat die Finanzverwaltung im Rahmen von Betriebsprüfungen das Recht, elektronisch auf steuerrelevante Daten - auch aus vorangegangenen Jahren - zuzugreifen. Die neu entwickelte Prüfsoftware erlaubt es ihr, innerhalb kürzester Zeit große Datenmengen zu analysieren.
Kleinunternehmer, die zur Gewinnermittlung eine Einnahmen-Überschuss-Rechnung erstellen, haben ab 2005 das viel kritisierte Formular EÜR auszufüllen. Auch nach der von den Verbänden hart erkämpften Überarbeitung dieses Formulars ist zu erwarten, dass anhand der abgeforderten Informationen und der Verkennzifferung des Vordrucks künftig in großem Stil Vergleichsdaten erhoben werden.
Der letzte Coup in Sachen Kontrolle betrifft nun auch private Steuerpflichtige. Ab dem 1. April 2005 kann die Finanzverwaltung über das Bundesamt für Finanzen sämtliche inländischen Kontoverbindungen eines Steuerbürgers abrufen. Bislang war dies nur bei Vorliegen konkreter Anhaltspunkte im Rahmen der Verbrechensbekämpfung möglich. Die Abfragen geben nur Auskunft über die so genannten Stammdaten wie Name, Geburtsdatum und Kontoart. Geldbewegungen oder der Kontostand lassen sich darüber nicht feststellen. Gepaart mit der Verpflichtung der Kreditinstitute, jährlich eine Aufstellung aller Erträgnisse auszustellen, ist jedoch eine umfassende Kontrolle der Kapitaleinkünfte möglich.
3. Umsatzsteuer-Voranmeldungen und Lohnsteuer-Anmeldungen müssen ab kommendem Jahr elektronisch dem Finanzamt eingereicht werden
Durch das Steueränderungsgesetz 2003 wurden das Umsatzsteuergesetz und das Einkommensteuergesetz bezüglich der Abgabe von Umsatzsteuer-Voranmeldungen und Lohnsteuer-Anmeldungen ab 2005 geändert. Danach hat der Unternehmer bzw. Arbeitgeber die (Vor-) Anmeldung auf elektronischem Weg zu übermitteln.
Die Änderung tritt am 01.01.2005 in Kraft, so dass (Vor-) Anmeldungen aus dem Jahr 2004 noch auf Papier eingereicht werden dürfen. Für den Januar 2005 und folgende Zeiträume ist dann grundsätzlich das elektronische Verfahren vorgesehen.
Mit ElsterFormular stellt die Finanzverwaltung bereits heute kostenfreie Software dafür zur Verfügung. Hersteller von kommerzieller Buchführungssoftware bieten in den meisten Fällen für Unternehmer oder Arbeitgeber, die diese Software zur Erstellung Ihrer (Vor-) Anmeldungen einsetzen, Updates an.
Steuerliche Abgabefristen für die abzugebenden Lohnsteuer-Anmeldungen und Umsatzsteuer-Voranmeldungen können optimal ausgenutzt werden.
Nach Abgabe einer einmaligen Teilnahmeerklärung beim zuständigen Finanzamt kann auf die Unterschrift bei den übermittelten (Vor-) Anmeldungen sowie eine Papierausfertigung verzichtet werden.
Sofern im Einzelfall Gründe gegen eine elektronische Übermittlung sprechen, kann auf Antrag das Finanzamt für Zeiträume ab dem 01.01.2005 zur Vermeidung von "unbilligen Härten" noch das bisherige Papierverfahren zulassen. Dies kann beispielsweise der Fall sein, wenn keine EDV-Anlage vorhanden ist.
Details zur Konkretisierung der Härtefallregelung werden aus Gründen der bundesweiten Abstimmung erst Anfang Januar 2005 bekannt gegeben werden können.
Wer das elektronische Verfahren einsetzt, muss dies einmalig gegenüber dem Finanzamt anzeigen. Teilnahmeerklärung und weiterführende Informationen sind auf den Internetseiten zu finden unter http://www.fm.nrw.de/go/elster
Verfügbar ist die Software als Download unter http://www.elsterformular.de (ca. 12 MB)
Ende des Steuerlinks-Newsletter vom 05.11.2004

References: § 51
 § 52
 § 52
 § 10
 § 1
 § 1
 § 6