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Timestamp: 2019-07-17 02:24:56+00:00

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Gesetze-Rechtsprechung Schleswig-Holstein GrünInsNatSchGV SH | Landesnorm Schleswig-Holstein | Gesamtausgabe | Landesverordnung über das Naturschutzgebiet "Grüne Insel mit Eiderwatt" vom 15. Dezember 1989 | gültig ab: 01.01.2003
Landesverordnung über das Naturschutzgebiet "Grüne Insel...
juris-Abkürzung: GrünInsNatSchGV SH
Fundstelle: GVOBl. 1990 9
Gliederungs-Nr: 791-4-101
Landesverordnung über das Naturschutzgebiet "Grüne Insel mit Eiderwatt"
Landesverordnung über das Naturschutzgebiet "Grüne Insel mit Eiderwatt" vom 15. Dezember 1989 01.01.2003
§ 5 - Zulässige Handlungen 01.08.2003
Aufgrund des § 16 des Landschaftspflegegesetzes verordnet der Minister für Natur, Umwelt und Landesentwicklung die folgenden §§ 1 bis 8 mit Ausnahme des § 5 Abs. 1 Nr. 2 und § 6 Abs. 3 ; aufgrund des § 39 Abs. 1 Nr. 8 des Landesjagdgesetzes verordnet der Minister für Ernährung, Landwirtschaft, Forsten und Fischerei den folgenden § 5 Abs. 1 Nr. 2 und § 6 Abs. 3 sowie § 8 :
(1) Teilgebiete der Grünen Insel und des Katinger Wattes, die zwischen der Kreisstraße 41 und der Eider liegen sowie das vorgelagerte Eiderwatt südwestlich der Stadt Tönning in den Kreisen Nordfriesland und Dithmarschen werden zum Naturschutzgebiet erklärt.
(2) Das Naturschutzgebiet wird mit der Bezeichnung "Grüne Insel mit Eiderwatt" unter Nummer 136 in das beim Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt, Natur und Digitalisierung als oberster Landschaftspflegebehörde geführte Verzeichnis der Naturschutzgebiete eingetragen.
(1) Das Naturschutzgebiet ist rund 1.000 ha groß und umfaßt Landschaftsteile in den Gemarkungen Kating, Wesselburenerkoog und Karolinenkoog und wird wie folgt begrenzt:
im Norden durch eine Linie, die in 10 m Abstand zum eiderseitigen Deichfuß des Mitteldeiches, beginnend am Deichübergang südlich von Marienhof bis zum östlich gelegenen Schnittpunkt von Uferlinie und Mitteldeich verläuft, dann in gerader Südwestrichtung bis zum Schnittpunkt mit einer Linie, die im 50 m Abstand parallel zum nordwestlichen Tonnenstrich verläuft und die die nordwestliche Grenze des Hauptfahrwasserverlaufes der Eider kennzeichnet;
im Osten und Süden von dem unter Nummer 1 angeführten Schnittpunkt in 50 m Abstand zum Tonnenstrich bis zum Schnittpunkt mit der westlichen Grenzlinie;
im Südwesten am östlichen Rand des Feldweges von der Kreisstraße 41 bis zum Leitdamm und von dort in gerader Südostrichtung bis zum Schnittpunkt der unter Nummer 2 beschriebenen Grenzlinie;
im Nordwesten von der Einmündung des unter Nummer 3 bezeichneten Feldweges an der Südostseite der Kreisstraße 41 bis zum Ausgangspunkt dieser Grenzbeschreibung.
In der dieser Verordnung als Anlage beigefügten Übersichtskarte im Maßstab 1 : 50.000 ist die Grenze des Naturschutzgebietes schwarz punktiert dargestellt. Der Fahrwasserverlauf der Eider zwischen Tönning und dem Sperrwerk unterliegt starken morphologischen Veränderungen, so daß die südliche Abgrenzung des Naturschutzgebietes zum Hauptfahrwasser der Eider von den jeweiligen, in der Seekarte eingetragenen Tonnenpositionen abhängig ist, die in der Übersichtskarte mit den Buchstaben A und B gekennzeichnet sind. Die Tonnenstände sind der aktuellen Seekarte des Deutschen Hydrographischen Institutes Hamburg zu entnehmen.
(2) Die Grenze des Naturschutzgebietes ist in den Abgrenzungskarten 1 bis 7 im Maßstab 1 : 5.000 und 8 im Maßstab 1 : 25.000 rot eingetragen. Sie verläuft auf der dem Gebiet zugewandten Seite der roten Linie. Die Ausfertigung der Karten ist beim Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt, Natur und Digitalisierung als oberster Landschaftspflegebehörde verwahrt. Die Karten sind Bestandteil dieser Verordnung. Weitere Karten sind beim
Gemeinde Wesselburenkoog, 2244 Wesselburen,
Das Naturschutzgebiet dient der Erhaltung eines Feuchtgebietes im tidebeeinflußten Salz- und Brackwasserbereich des Eiderästuars mit Watt- und Vorlandflächen sowie Süßwiesen und der an diesen Lebensraum gebundenen charakteristischen, artenreichen Pflanzen- und Tierwelt sowie des hinter dem Eiderleitdamm gelegenen artenreichen Lebensraumes mit einer Vielzahl bedrohter Pflanzen- und Tierarten. Die Natur ist hier in ihrer Ganzheit zu erhalten und, soweit es zur Erhaltung bestimmter bedrohter Pflanzen- und Tierarten im Ökosystem erforderlich ist, durch planvolle Maßnahmen zu entwickeln oder wiederherzustellen.
Pflanzen, Pflanzenteile oder sonstige Bestandteile des Naturschutzgebiets zu entnehmen oder Pflanzen einzubringen;
auf den Wasserflächen des ehemaligen Katinger Watts und des Norderlochgrabens mit Wasserfahrzeugen aller Art zu fahren oder Schiffsmodelle fahren zu lassen oder in diesen Gewässern zu baden oder mit Tauchgeräten zu tauchen;
das Naturschutzgebiet zu betreten, im Naturschutzgebiet zu fahren oder zu reiten.
die auf den Schutzzweck ausgerichtete ordnungsgemäße forstwirtschaftliche Bodennutzung im Sinne des § 7 Abs. 2 des Landschaftspflegegesetzes der bei Inkrafttreten dieser Verordnung als Wald genutzten Flächen;
Die ordnungsgemäße Ausübung des Jagdschutzes im Sinne des Abschnittes VI und des § 22 a des Bundesjagdgesetzes in Verbindung mit den §§ 21 und 22 des Landesjagdgesetzes ,
in der Eider
die erwerbsmäßige Ausübung der Fischerei in der bisherigen Art und in dem bisherigen Umfang;
der traditionelle Fischfang im bisherigen Umfang im Rahmen der nicht gewerblichen Fischerei;
die erforderlichen Maßnahmen des Küstenschutzes im Geltungsbereich der Landesverordnung über den Schutz der Deiche und der Küsten vom 19. Dezember 1980 (GVOBl. Schl.-H. 1981 S. 2), zuletzt geändert durch Landesverordnung vom 6. Dezember 1989 (GVOBl. Schl.-H. S. 171), sowie die hierfür erforderlichen Maßnahmen der Wasserwirtschaft einschließlich der Forschungs- und Vermessungsarbeiten mit Ausnahme solcher Vorhaben, die nach Wasserrecht oder anderen Rechtsvorschriften erlaubnis-, bewilligungs-, genehmigungs- oder planfeststellungsbedürftig sind;
die für den Küstenschutz erforderliche Sodengewinnung im Einvernehmen mit den unteren Landschaftspflegebehörden;
die Erfüllung der gesetzlichen Aufgaben des Bundes zur Unterhaltung der Bundeswasserstraße und zur Gewährleistung der Verkehrssicherheit auf der Bundeswasserstraße einschließlich der hierfür erforderlichen Forschungs- und Vermessungsarbeiten sowie der Sperrwerkbetrieb des Eidersperrwerkes zur Erfüllung der planfestgestellten Zielsetzung und der hierfür erforderlichen Bau- und Unterhaltungsarbeiten;
die nach Art, Umfang und Zeitraum einvernehmlich mit der zuständigen unteren Landschaftspflegebehörde festgelegte erforderliche Unterhaltung der der Vorflut dienenden Gewässer im Sinne des § 12 Abs. 2 des Landschaftspflegegesetzes; chemische Stoffe dürfen dabei nicht verwendet werden;
das Betreten, Fahren oder Reiten auf einem 5 m breiten
Streifen am landseitigen Fuß des Eiderleitdammes; ausgenommen ist die Benutzung von Kraftfahrzeugen aller Art;
b.das Befahren des Norderlochgrabens mit kleinen Wasserfahrzeugen ohne Motorkraft mit Ausnahme von Surfbrettern;
in der Zeit vom 1. Juli bis 14. März
das Betreten des Eiderleitdammes oder das Fahren mit dem Fahrrad auf diesem Damm;
das Betreten des nördlichen Teils der Grünen Insel zwischen dem Mitteldeich im Norden und dem Norderlochgraben im Süden mit den diesem Bereich vorgelagerten Wattflächen;
(2) Soweit eine der im Absatz 1 aufgeführten Maßnahmen im Einzelfall mit einem Eingriff in Natur und Landschaft verbunden ist, gilt Abschnitt III des Landschaftspflegegesetzes.
(3) In Abständen werden die Auswirkungen der nach Absatz 1 zulässigen Handlungen auf die in § 3 beschriebenen Ziele der Verordnung und die Notwendigkeit überprüft, einzelne Handlungen einzuschränken oder auszuweiten.
(1) Auf Antrag können die unteren Naturschutzbehörden nach Maßgabe der Bestimmungen des § 54 Abs. 1 Satz 2 des Landesnaturschutzgesetzes Ausnahmen zulassen für
(2) Die zuständige untere Naturschutzbehörde kann zum Schutz brütender und rastender Vogelarten das nach § 5 Abs. 1 Nr. 9 Buchst. b zulässige Durchfahren des Norderlochgrabens sowie das Betreten der in § 5 Abs. 1 Nr. 10 Buchst. b genannten Flächen durch allgemeinverbindliche Anordnung zeitlich weiter einschränken oder untersagen, wenn die zulässigen Handlungen zu nachhaltigen Störungen führen oder führen können und dies zur Sicherung des Schutzzweckes erforderlich ist.
(3) Die Jagdbehörden können im Einvernehmen mit dem Landesamt für Natur und Umwelt als obere Naturschutzbehörde Ausnahmen von den Verboten des § 4 Abs. 1 Satz 2 Nr. 13 und der einschränkenden Regelung des § 5 Abs. 1 Nr. 2 zulassen, wenn dies der Schutzzweck erfordert. Eine Ausnahme ist nicht erforderlich für die Bejagung von Füchsen und Kaninchen im Bereich der Deiche und Dämme, sofern hierfür ein Erfordernis nach § 69 Abs. 2 Nr. 3 des Landeswassergesetzes vorliegt.
(4) Die unteren Naturschutzbehörden können von den Verboten des § 4 Abs. 1 nach Maßgabe der Bestimmungen des § 54 Abs. 2 des Landesnaturschutzgesetzes Befreiungen gewähren. Bei der Gewährung von Befreiungen von den Verboten des § 4 Abs. 1 Satz 2 Nr. 11, 12 und 13 sind die besonderen artenschutz- und jagdrechtlichen Bestimmungen zu beachten.
(5) Die unteren Naturschutzbehörden treffen bei Gefährdung des Schutzzweckes nach pflichtgemäßem Ermessen die erforderlichen Maßnahmen.
§ 4 Abs. 1 Nr. 14 Flugmodelle oder Modellflugkörper mit Eigenantrieb, Ballone oder Drachen aufsteigen oder landen läßt;
§ 4 Abs. 1 Nr. 15 auf den Wasserflächen des ehemaligen Katinger Watts und des Norderlochgrabens mit Wasserfahrzeugen aller Art fährt oder Schiffsmodelle fahren läßt oder in diesen Gewässern badet oder mit Tauchgeräten taucht;
§ 4 Abs. 1 Nr. 16 Zelte oder Wohnwagen aufstellt, Sachen aller Art lagert, Feuer macht oder Hunde nicht angeleint mitführt;
§ 4 Abs. 1 Nr. 17 das Naturschutzgebiet betritt, im Naturschutzgebiet fährt oder reitet.

References: § 5
 § 16
 § 5
 § 6
 § 39
 § 5
 § 6
 § 8
 § 7
 § 22
 § 12
 § 3
 § 54
 § 5
 § 5
 § 4
 § 5
 § 69
 § 4
 § 54
 § 4

§ 4

§ 4

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