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Timestamp: 2019-02-19 01:42:27+00:00

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www.frag-einen-anwalt.de Medizinrecht Manuelle Therapie Zertifikat
| 20.12.2017 15:56 |
Ich bin physiotherapeut von beruf,
2011 habe ich angefangen mit der fortbildung manuelle Therapie. 2013 war dies zuende ich habe aber die abschluss prüfung nicht gemacht sondern mir das Zertifikat von einem teilnehmer geholt und einfach meinen namen kopiert und bei meinen arbeitgeber abgegeben. Ich denke es ist ja urkundenfälschung.
Meine frage ab wann kann ich dafür nicht mehr gelangt werden oder ab wann ist es verjährt?
besten Dank für Ihre Frage, die ich aufgrund der von Ihnen angegebenen Informationen wie folgt beantworte:
Bei dem Zertifikat handelt es sich um eine Urkunde im Sinne des § 267 StGB. Durch das Einfügen Ihres Namens haben Sie eine unechte Urkunde hergestellt. Erforderlich ist, dass Sie zur Täuschung im Rechtsverkehr gehandelt haben. Dies lässt sich bejahen, wenn Sie erreichen wollen, dass ein anderer die Urkunde für echt hält und durch diese Annahme zu einem rechtlich erheblichen Verhalten bestimmt wird. Dadurch, dass Sie die unechte Urkunde bei Ihrem Arbeitgeber abgegeben haben, sind die Voraussetzungen einer Urkundenfälschung erfüllt. Sie haben sich daher wegen einer Urkundenfälschung grundsätzlich strafbar gemacht. Jedoch ist diese Straftat gemäß § 78 Abs. 3 Nr. 4 StGB nach fünf Jahren verjährt, da die Strafandrohung für eine Urkundenfälschung gemäß § 267 Abs. 1 StGB höchstens fünf Jahre Freiheitsstrafe beträgt.Die Verjährung beginnt gemäß § 78 a Satz 1 StGB, sobald die Tat beendet ist, also mit Abgabe des gefälschten Zertifikats bei Ihrem Arbeitgeber. Sie können daher spätestens 2019 nicht mehr für die Urkundenfälschung belangt werden (Ende der Fortbildung 2013 -> Abgabe des Zertifikats bei Ihrem Arbeitgeber 2014 + fünf Jahre).
Nachfrage vom Fragesteller	20.12.2017 | 17:23
Ich habe es schon 2013 abgegeben. Zählt auch der monat oder nur das jahr? und wie ist es bei einem einmaligen tatbestand? Auch freiheitsstrafe oder auch auch eine geringere strafe? Z.b geld oder ähnliches.
Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 27.12.2017 | 16:16
Die Verjährung beginnt gemäß § 187 Abs. 1 BGB am Tag nach der Mitteilung an Ihren Arbeitgeber und endet gemäß § 188 Abs. 2 BGB am Tag, der der Mitteilung an Ihren Arbeitgeber entspricht, jedoch fünf Jahre später. Beispiel:
Mitteilung an Ihren Arbeitgeber: 01.03.2013 -> Fristbeginn ist am 02.03.2013 und Fristende ist am 01.03.2018.
Die Entscheidung über das Strafmaß obliegt dem Richter. Bei der Strafbemessung wird üblicherweise berücksichtigt, dass Sie wie ich vermute bisher noch nicht straffällig geworden sind und es sich um eine einmalige Tat handelt.
Ich hoffe, Ihre Nachfrage zu Ihrer Zufriedenheit geklärt zu haben. Nochmals besten Dank für das mir entgegengebrachte Vertrauen.
Bewertung des Fragestellers 22.12.2017 | 08:37
FRAGESTELLER 22.12.2017 5/5,0
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References: § 267
 § 78
 § 267
 § 78
 § 187
 § 188