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Timestamp: 2016-10-25 01:32:19+00:00

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6B_333/2015 � � Urteil vom 20. Juli 2015
Fahrl�ssige T�tung; Beschleunigungsgebot,
Der Maschinenf�hrer X.________ bediente am 29. Mai 2007 ein auf einem Raupenbagger montiertes Drehbohrger�t beim Bahnhof Wienacht-Tobel. Damit sollte ein Diesel�ltank versetzt werden. X.________ hob den Diesel�ltank mit dem Drehbohrger�t an und fuhr r�ckw�rts bis zum vorgesehenen neuen Standort an der Bahnb�schung. Dort angekommen, schwenkte er den Oberwagen des Drehbohrger�ts um ca. 90 Grad in Richtung der Bahnb�schung. Die Arbeiter A.________ und B.________ gingen w�hrend der Schwenkbewegung mit dem Diesel�ltank mit und f�hrten diesen. W�hrend des Absenkens des Diesel�ltanks kippte der Raupenbagger zur Bahnb�schung hin. A.________ geriet unter den Bohrturm und starb.
Das Kantonsgericht Appenzell Ausserrhoden sprach X.________ mit Urteil vom 27. September 2012 vom Vorwurf der fahrl�ssigen T�tung frei. In Gutheissung der Berufung der Staatsanwaltschaft verurteilte ihn das Obergericht Appenzell Ausserrhoden am 25. November 2014 wegen fahrl�ssiger T�tung zu einer bedingten Geldstrafe von 90 Tagess�tzen zu Fr. 130.-- sowie zu einer Busse von Fr. 500.--. Zudem auferlegte es ihm die Verfahrenskosten von insgesamt Fr. 96'477.55.
X.________ beantragt mit Beschwerde in Strafsachen, das obergerichtliche Urteil sei aufzuheben und er sei von Schuld, Strafe sowie Kosten freizusprechen. Wegen Verletzung des Beschleunigungsgebots sei ihm eine Entsch�digung von Fr. 10'000.-- zuzusprechen. Eventuell sei die Geldstrafe auf 30 Tagess�tze zu reduzieren und es seien die Verfahrenskosten ganz, allenfalls teilweise, dem Staat aufzuerlegen.
Der Beschwerdef�hrer wendet sich gegen den Vorwurf der fahrl�ssigen T�tung. Er bringt vor, die Unfallursache stehe nicht fest. Die Vorinstanz verletze Art. 117 i.V.m. Art. 12 Abs. 3 StGB, wenn sie ihn f�r einen m�glichen Geschehensablauf verurteile. Der Beschwerdef�hrer bestreitet, eine zu hohe Last transportiert zu haben und dadurch die Ursache f�r das Kippen des Drehbohrger�ts gesetzt zu haben. Ob der Untergrund geneigt gewesen sei, allenfalls in welchem Ausmass und in welcher Richtung, stehe nicht fest. Zu seinen Gunsten sei davon auszugehen, dieser sei waagrecht gewesen. Unzul�ssig sei, bei den Berechnungen der maximalen Traglast auf die in der Betriebsanleitung des Drehbohrger�ts enthaltene Traglasttabelle abzustellen. Die Tabelle sei laut Gutachten ungeeignet, die maximale Traglast bei geneigtem Untergrund zu bestimmen. �berdies sei unklar, welche Ausstattung des Drehbohrger�ts der Traglasttabelle zugrunde liege. Er habe nicht gegen Richtlinien, Betriebsanleitungen oder dergleichen verstossen und mit dem Unfallger�t w�hrend Jahren und auch kurz vor dem t�dlichen Arbeitsunfall weit schwerere Lasten angehoben und transportiert. Er habe nicht fahrl�ssig gehandelt.
2.1.�Gem�ss Art. 117 StGB wird mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder Geldstrafe bestraft, wer fahrl�ssig den Tod eines Menschen verursacht. Fahrl�ssig begeht ein Verbrechen oder Vergehen, wer die Folge seines Verhaltens aus pflichtwidriger Unvorsichtigkeit nicht bedenkt oder darauf nicht R�cksicht nimmt. Pflichtwidrig ist die Unvorsichtigkeit, wenn der T�ter die Vorsicht nicht beachtet, zu der er nach den Umst�nden und nach seinen pers�nlichen Verh�ltnissen verpflichtet ist (Art. 12 Abs. 3 StGB).
2.2.�Ein Schuldspruch wegen fahrl�ssiger T�tung setzt voraus, dass der T�ter den Erfolg durch Verletzung einer Sorgfaltspflicht verursacht hat. Ein Verhalten ist sorgfaltswidrig, wenn der T�ter im Zeitpunkt der Tat aufgrund der Umst�nde sowie seiner Kenntnisse und F�higkeiten die Gef�hrdung der Rechtsg�ter des Opfers h�tte erkennen k�nnen und m�ssen, und wenn er zugleich die Grenzen des erlaubten Risikos �berschritten hat. Wo besondere, der Unfallverh�tung und der Sicherheit dienende Normen ein bestimmtes Verhalten gebieten, bestimmt sich das Mass der zu beachtenden Sorgfalt in erster Linie nach diesen Vorschriften. Dies schliesst nicht aus, dass der Vorwurf der Fahrl�ssigkeit auch auf allgemeine Rechtsgrunds�tze wie etwa den allgemeinen Gefahrensatz gest�tzt werden kann (BGE 135 IV 56 E. 2.1 S. 64 mit Hinweisen).
Grundvoraussetzung einer Sorgfaltspflichtverletzung und mithin der Fahrl�ssigkeitshaftung bildet die Vorhersehbarkeit des Erfolgs. Die zum Erfolg f�hrenden Geschehensabl�ufe m�ssen f�r den konkreten T�ter mindestens in ihren wesentlichen Z�gen voraussehbar sein. Zun�chst ist zu fragen, ob der T�ter eine Gef�hrdung der Rechtsg�ter des Opfers h�tte voraussehen beziehungsweise erkennen k�nnen und m�ssen. F�r die Beantwortung dieser Frage gilt der Massstab der Ad�quanz. Danach muss das Verhalten geeignet sein, nach dem gew�hnlichen Lauf der Dinge und den Erfahrungen des Lebens einen Erfolg wie den eingetretenen herbeizuf�hren oder mindestens zu beg�nstigen (BGE 135 IV 56 E. 2.1 S. 64 mit Hinweisen).
Die Ad�quanz ist nur zu verneinen, wenn ganz aussergew�hnliche Umst�nde, wie das Mitverschulden des Opfers beziehungsweise eines Dritten oder Material- oder Konstruktionsfehler, als Mitursache hinzutreten, mit denen schlechthin nicht gerechnet werden musste und die derart schwer wiegen, dass sie als wahrscheinlichste und unmittelbarste Ursache des Erfolgs erscheinen und so alle anderen mitverursachenden Faktoren - namentlich das Verhalten der beschuldigten Person - in den Hintergrund dr�ngen (BGE 135 IV 56 E. 2.1 S. 64 f.; 131 IV 145 E. 5.1 f. S. 147 f.; 130 IV 7 E. 3.2 S. 10; 127 IV 62 E. 2d S. 65; je mit Hinweisen).
Damit der Eintritt des Erfolgs auf das pflichtwidrige Verhalten des T�ters zur�ckzuf�hren ist, wird weiter vorausgesetzt, dass der Erfolg vermeidbar war. Hierzu wird ein hypothetischer Kausalverlauf untersucht und gepr�ft, ob der Erfolg bei pflichtgem�ssem Verhalten des T�ters ausgeblieben w�re. F�r die Zurechnung des Erfolgs gen�gt, wenn das Verhalten des T�ters mindestens mit einem hohen Grad an Wahrscheinlichkeit die Ursache des Erfolgs bildete (BGE 135 IV 56 E. 2.1 S. 65 mit Hinweisen).
3.1.�Die Vorinstanz geht von der �berlegung aus, dass ein Drehbohrger�t bzw. ein Bagger grunds�tzlich dann kippt, wenn der Schwerpunkt des Ger�ts �ber der Kippkante liegt. Eine Verlagerung des Schwerpunkts eines Ger�ts sei denkbar mit oder ohne Einwirkung von aussen. M�gliche Gr�nde f�r das Kippen des Drehbohrger�ts ohne �ussere Einwirkungen seien das Anh�ngen einer zu grossen Last oder ein Materialfehler. Im eingeholten Gutachten vom 2. Dezember 2011 bzw. dem Zusatzgutachten vom 12. September 2012 werde ein Materialfehler nachvollziehbar und schl�ssig verneint. M�gliche Gr�nde f�r das Kippen mit Einwirkungen von aussen seien Krafteinfl�sse wie Wind, eine Kollision, ein Schr�gzug des Diesel�ltanks oder eine Ver�nderung der Bodenneigung. Aufgrund der Akten und der Ausf�hrungen des Gutachters seien solche Einfl�sse entweder auszuschliessen oder aber von h�chstens untergeordneter Bedeutung. Aufgrund dieser �berlegungen schliesst die Vorinstanz, das Kippen des Drehbohrger�ts m�sse vom Beschwerdef�hrer verursacht worden sein, indem er mit Blick auf die konkreten Verh�ltnisse eine zu grosse Last angeh�ngt habe.
Gest�tzt auf eine ausf�hrliche und sorgf�ltige W�rdigung der Aussagen des Beschwerdef�hrers und der weiteren am Unfallort anwesenden Personen, den Bericht des Kriminaltechnischen Diensts vom 4. Juli 2008, die vorhandenen Fotos sowie die eingeholten Projektpl�ne stellt die Vorinstanz fest, dass der Untergrund sowohl am Auflade- als auch am Abladeort des Diesel�ltanks nicht waagrecht gewesen sei. Sie wirft dem Beschwerdef�hrer vor, dieser habe sorgfaltswidrig einen problematischen Lastentransport vorgenommen. Es sei ihm bekannt gewesen, dass mit dem von ihm bedienten Drehbohrger�t je nach Stellung des Fahrwerks und Neigung des Mastes unterschiedlich hohe Lasten angehoben werden d�rften und zudem die Neigung des Untergrunds am Auflade- und Abladeort der Last ber�cksichtigt werden m�sse. Trotz der ihm bekannten Umst�nde - Steigung am Aufladeort, Gef�lle am Abladeort, Querstellung des Fahrwerkes und ungef�hres Gewicht des zu transportierenden Diesel�ltanks - habe der Beschwerdef�hrer es unterlassen, weitere Abkl�rungen hinsichtlich des Untergrunds und des genauen Gewichts des Diesel�ltanks zu treffen. Der Beschwerdef�hrer sei zudem von einer falschen Traglast bei Querstellung des Fahrwerks ausgegangen.
3.2.�Das Bundesgericht legt seinem Urteil den Sachverhalt zugrunde, den die Vorinstanz festgestellt hat (Art. 105 Abs. 1 BGG). Die Sachverhaltsfeststellung kann nur ger�gt werden, wenn sie offensichtlich unrichtig, d.h. willk�rlich im Sinne von Art. 9 BV ist (BGE 139 II 404 E. 10.1 S. 445 mit Hinweisen; zum Begriff der Willk�r BGE 140 III 264 E. 2.3 S. 266; 139 III 334 E. 3.2.5 S. 339; 138 I 49 E. 7.1 S. 51; je mit Hinweisen) oder wenn sie auf einer Rechtsverletzung im Sinne von Art. 95 BGG beruht und wenn die Behebung des Mangels f�r den Ausgang des Verfahrens entscheidend sein kann (Art. 97 Abs. 1 BGG). Dem Grundsatz in dubio pro reo kommt als Beweisw�rdigungsregel im Verfahren vor Bundesgericht keine �ber das Willk�rverbot von Art. 9 BV hinausgehende Bedeutung zu (BGE 138 V 74 E. 7 S. 82 mit Hinweisen).
Wird die Verletzung von Grundrechten (einschliesslich Willk�r bei der Sachverhaltsfeststellung) ger�gt, gelten qualifizierte Anforderungen an die Begr�ndung. Anhand der Erw�gungen des angefochtenen Entscheids ist darzulegen, inwiefern verfassungsm�ssige Rechte verletzt worden sein sollen (Art. 106 Abs. 2 BGG; BGE 139 I 229 E. 2.2 S. 232; 138 I 225 E. 3.2 S. 228; 136 I 65 E. 1.3.1 S. 68; je mit Hinweisen).
3.3.1.�Was der Beschwerdef�hrer gegen das Vorliegen des ad�quaten Kausalzusammenhangs vorbringt, �berzeugt nicht. So kritisiert er verschiedentlich die vorinstanzliche Sachverhaltsfeststellung und Beweisw�rdigung als willk�rlich, ohne jedoch eine eigentliche Willk�rr�ge zu erheben. Soweit der anwaltlich vertretene Beschwerdef�hrer in seiner Beschwerde die von der Vorinstanz aufgrund einer umfassenden Beweisw�rdigung festgestellte Unfallursache anzweifelt und den vorinstanzlichen Erw�gungen lediglich seine Sicht der Dinge gegen�berstellt, gen�gt dies den R�geanforderungen im bundesgerichtlichen Verfahren nicht. Dies ist zum Beispiel der Fall, wenn er behauptet, ein Materialfehler und �ussere Einfl�sse k�nnten als Unfallursache nicht ausgeschlossen werden oder es sei in dubio pro reo davon auszugehen, der Untergrund am Auflade- und Abladeort der Last sei nicht geneigt gewesen. Das Bundesgericht ist keine Appellationsinstanz, die eine freie Pr�fung in rechtlicher und tats�chlicher Hinsicht vornimmt. F�r die R�ge einer willk�rlichen Beweisw�rdigung oder einer Verletzung des Grundsatzes in dubio pro reo reicht es nicht aus, wenn der Beschwerdef�hrer zum Beweisergebnis wie in einem appellatorischen Verfahren frei pl�diert und darlegt, wie seiner Auffassung nach die vorhandenen Beweise richtigerweise zu w�rdigen gewesen w�ren. Auf eine solche Kritik tritt das Bundesgericht nicht ein (vgl. BGE 140 III 264 E. 2.3 S. 266; 137 IV 1 E. 4.2.3 S. 5; je mit Hinweisen).
3.3.2.�Ebenfalls nicht zu h�ren ist der Beschwerdef�hrer, soweit er das Gutachten vom 2. Dezember 2011 und das Zusatzgutachten vom 12. September 2012 pauschal kritisiert. Ob das Gericht die in einem Gutachten enthaltenen Er�rterungen f�r �berzeugend h�lt oder nicht und ob es dementsprechend den Schlussfolgerungen des Experten folgt, ist eine Frage der Beweisw�rdigung, die mit Beschwerde an das Bundesgericht wegen Verletzung des Willk�rverbots aufgeworfen werden kann. Dasselbe gilt f�r die Frage, ob ein Gutachten in sich schl�ssig ist. Eine entsprechende Kritik muss substanziiert dargelegt werden (vgl. BGE 138 III 193 E. 4.3.1 S. 198 f.; 133 II 384 E. 4.2.3 S. 391; je mit Hinweisen). Der Beschwerdef�hrer erhebt keine solche R�ge und legt nicht rechtsgen�gend dar, inwiefern das Gutachten sowie das Zusatzgutachten zweifelhaft oder nicht schl�ssig sein sollen. Dies ist auch nicht ersichtlich. Dass der Gutachter bei seinen Berechnungen teilweise von Annahmen ausgehen musste, weil die genaue Neigung des Untergrunds und des Mastes nicht bekannt sind, �ndert daran nichts. Der Experte geht von den f�r den Beschwerdef�hrer jeweils g�nstigsten Werten aus und kommt aufgrund verschiedener Berechnungen zum Schluss, dass der von diesem geschaffene Zustand vor dem Kippen des Ger�ts weit ausserhalb dessen liegt, was aus Sicherheitsgr�nden zul�ssig sei (act. 115, S. 37 und act. 153, S. 15). Da die Vorinstanz eine andere Ursache f�r das Kippen des Drehbohrger�ts willk�rfrei ausschliesst, ist die genaue Feststellung der Neigung des Untergrunds und des Mastes des Drehbohrger�ts zum Nachweis des ad�quaten Kausalzusammenhangs ohnehin nicht entscheidend.
3.3.3.�Offenbleiben kann, weshalb das Drehbohrger�t erst kippte, nachdem es am Abladeort bereits rund drei Minuten still gestanden hatte. Der Gutachter erl�utert, dass im Zustand nahe der kritischen Traglast (d.h. ausserhalb des Bereichs mit ausreichender Standsicherheit, aber noch innerhalb der Reserve zur kritischen Traglast, wo das Ger�t zu kippen beginnt) bereits kleinere Ver�nderungen dazu f�hren k�nnen, dass das Drehbohrger�t kippt. Als m�gliche Gr�nde daf�r nennt er: geringf�gige Senkung der Standfl�che, Wind, Vergr�sserung der Neigung des Mastoberteils, leichter Schr�gzug oder ein Abbremsen der Senkbewegung. Welcher zus�tzliche Einfluss letztlich zum Kippen des Drehbohrger�ts f�hrte, ist f�r die Beurteilung der Sorgfaltspflichtverletzung des Beschwerdef�hrers nicht relevant. Ausschlaggebend ist, dass dieser sorgfaltswidrig einen Zustand herbeif�hrte, in welchem bereits eine kleine Ver�nderung zum Kippen der Maschine f�hren konnte (vgl. nachstehend E. 3.4).
3.4.�Der Beschwerdef�hrer bestreitet, sorgfaltswidrig gehandelt zu haben. Dem kann nicht gefolgt werden. Zun�chst ist nicht zu beanstanden, dass die Vorinstanz wie auch der Gutachter f�r die Einsch�tzung der Standsicherheit des Drehbohrturms die in der Betriebsanleitung des Ger�ts enthaltene Traglasttabelle als Basis nehmen. Zwar kommt der Experte in seinem Gutachten vom 2. Dezember 2011 zum Schluss, die Tabelle biete keine Hilfestellung zur Ermittlung der zul�ssigen Traglast bei geneigtem Planum, da sie lediglich Angaben in Bezug auf einen waagrechten Untergrund enthalte. Mangels anderer Unterlagen zur Berechnung der Traglast bei geneigtem Untergrund war aber dennoch von diesen Werten als Berechnungsbasis auszugehen. Der Gutachter weist allerdings darauf hin, die maximal zul�ssigen Traglasten m�ssten markant niedriger angenommen werden, da der Oberwagen des Raupenbaggers in Richtung des Gef�lles orientiert gewesen sei.
Aus der vom Experten in seinem Zusatzgutachten vom 12. September 2012 in Ziff. 7.3.2 angestellten Berechnung l�sst sich entgegen der Meinung des Beschwerdef�hrers nichts zu seinen Gunsten ableiten. Zwar liegt in dieser Variante die maximal erlaubte Traglast h�her als das minimale Gewicht des transportierten Diesel�ltanks. Der Gutachter h�lt jedoch ausdr�cklich fest, dass der aus der Traglasttabelle errechnete Wert bei geneigtem Untergrund nicht gilt und diesfalls die maximale Traglast markant tiefer liegt (act. 153, S. 15). Unter dem gleichen Vorbehalt ist die �berschlagsrechnung der Vorinstanz zu sehen, weshalb es sich er�brigt, auf die diesbez�glichen Vorbringen des Beschwerdef�hrers einzugehen.
Der Beschwerdef�hrer bringt vor, f�r die Berechnung der Standsicherheit des Drehbohrger�ts seien die Verh�ltnisse am Aufladeort der Last nicht massgebend. Weshalb nebst dem Gef�lle am Abladeort und der Neigung des Mastes des Drehbohrturms auch die Neigung am Aufladeort der Last zu ber�cksichtigen ist, legt die Vorinstanz nachvollziehbar dar und ergibt sich detailliert aus dem Gutachten vom 2. Dezember 2011 (Urteil, S. 16; act. 115, S. 12 f. sowie Beilagen 602 und 603). Gem�ss den vorinstanzlichen Feststellungen war dem Beschwerdef�hrer dieser Zusammenhang bekannt.
Der Beschwerdef�hrer macht geltend, es sei nicht klar, welche Ausstattung des Drehbohrger�ts der Traglasttabelle des Herstellers zugrunde liege. Die Tragf�higkeit des Drehbohrturms werde massiv durch dessen konkrete Ausstattung beeinflusst. Das Vorbringen des Beschwerdef�hrers �ndert nichts daran, dass er verpflichtet gewesen w�re, die aufgrund der konkreten Umst�nde maximal zul�ssige Traglast abzukl�ren. Dass er eine zu hohe Last transportierte, ist aufgrund der vorstehenden Ausf�hrungen erstellt. Das gew�hlte Vorgehen war somit in jedem Fall sorgfaltswidrig. Soweit der Beschwerdef�hrer der Vorinstanz in diesem Zusammenhang sinngem�ss eine Verletzung des rechtlichen Geh�rs vorwirft, indem sie sich zu diesem Vorbringen nicht ge�ussert habe, trifft dies nicht zu. Das Gericht ist nicht gehalten, sich mit jedem Vorbringen im Einzelnen auseinandersetzen. Es darf sich auf die f�r den Entscheid wesentlichen Gesichtspunkte beschr�nken (BGE 138 IV 81 E. 2.2 S. 84 mit Hinweis). Dies hat die Vorinstanz getan.
3.5.�Der Unfall war f�r den Beschwerdef�hrer vorhersehbar. Aufgrund seiner langj�hrigen Berufserfahrung und dem gew�hnlichen Lauf der Dinge sowie den Erfahrungen des Lebens h�tte dieser damit rechnen m�ssen, dass das Drehbohrger�t beim Transport einer zu grossen Last kippt. Andere Faktoren, welche als wahrscheinlichste und unmittelbarste Ursache des Erfolgs erschienen und das Verhalten des Beschwerdef�hrers in den Hintergrund dr�ngten, schliesst die Vorinstanz aus. Sein Vorbringen, er habe w�hrend Jahren und selbst kurz vor dem Unfall weit schwerere Lasten mit dem Drehbohrturm angehoben, vermag den Beschwerdef�hrer nicht zu entlasten. Dass dieser solche Transporte vorgenommen hat, stellt die Vorinstanz nicht fest. Insofern entfernt sich der Beschwerdef�hrer erneut vom vorinstanzlich festgestellten Sachverhalt. Er legt �berdies auch vor Bundesgericht nicht dar, dass er gefahrlos ein vergleichbares Man�ver wie jenes, welches dem Unfall zugrunde liegt, durchf�hrte.
3.6.�Schliesslich w�re der Unfall bei pflichtgem�ssem Verhalten des Beschwerdef�hrers vermeidbar gewesen, zumal dieser gem�ss den vorinstanzlichen Feststellungen vom verantwortlichen Polier darauf hingewiesen wurde und auch selber festgestellt hatte, dass der Raupenbagger nicht gerade stand. Dennoch unterliess es der Beschwerdef�hrer abzukl�ren, ob der Lastentransport bei den gegebenen Verh�ltnissen gefahrlos durchzuf�hren war.
3.7.�Der Schuldspruch wegen fahrl�ssiger T�tung verletzt kein Bundesrecht.
4.1.�Der Beschwerdef�hrer r�gt die vorinstanzliche Strafzumessung. Er macht geltend, die Vorinstanz habe die Verletzung des Beschleunigungsgebots nicht ausreichend ber�cksichtigt. Im Falle einer Verurteilung sei die Strafe auf 30 Tagess�tze zu reduzieren. Vor Bundesgericht beantragt der Beschwerdef�hrer zudem erstmals, es sei ihm eine Entsch�digung in H�he von Fr. 10'000.-- f�r die lange Leidensdauer zuzusprechen.
4.2.�Neue Begehren sind vor Bundesgericht unzul�ssig (Art. 99 Abs. 2 BGG). Soweit der Beschwerdef�hrer im bundesgerichtlichen Verfahren erstmals eine Entsch�digung in der H�he von Fr. 10'000.-- beantragt, kann darauf nicht eingetreten werden (vgl. BGE 138 II 169 E. 3.1 S. 170 mit Hinweisen). Eine Ausweitung des Streitgegenstands vor Bundesgericht ist nicht m�glich (vgl. Botschaft vom 28. Februar 2001 zur Totalrevision der Bundesrechtspflege, BBl 2001 4340 Ziff. 4.1.4.3). Daran �ndert das Vorbringen des Beschwerdef�hrers nichts, dass er vom Berufungsgericht wider Erwarten verurteilt worden sei und zwischen dem erst- und dem zweitinstanzlichen Urteil 2 � Jahre vergangen seien. Indem er geltend macht, die Entsch�digung sei sowohl bei einem Freispruch als auch bei einer Verurteilung geschuldet, zeigt der Beschwerdef�hrer selbst auf, dass er das entsprechende Begehren bereits im kantonalen Verfahren h�tte stellen k�nnen und m�ssen.
4.3.�Die Vorinstanz erw�gt, die Dauer des Verfahrens von rund 7 � Jahren bis zur Ausf�llung des zweitinstanzlichen Urteils sei zu lange f�r den in tats�chlicher Hinsicht zwar komplexen, in rechtlicher Hinsicht aber nicht schwierigen Fall. Sie reduziert die von ihr festgesetzte Strafe aufgrund der Verletzung des Beschleunigungsgebots um die H�lfte auf 90 Tagess�tze.
4.4.1.�Gem�ss Art. 42 Abs. 1 und 2 BGG ist in der Begr�ndung der Beschwerde in gedr�ngter Form darzulegen, inwiefern der angefochtene Akt Recht verletzt. Dies setzt voraus, dass sich der Beschwerdef�hrer wenigstens kurz mit den massgeblichen Erw�gungen des angefochtenen Entscheids auseinandersetzt. Der Beschwerdef�hrer r�gt die von der Vorinstanz festgesetzte Strafe von 180 Tagess�tzen ohne weitere Begr�ndung als zu hoch und einem allf�lligen Verschulden nicht angemessen. Die vorinstanzliche Reduktion der Strafe um die H�lfte auf 90 Tagess�tze wegen der Verletzung des Beschleunigungsgebots kritisiert er in derselben pauschalen Weise.
Das Bundesgericht hat die Grunds�tze der Strafzumessung nach Art. 47 ff. StGB wiederholt dargelegt (BGE 136 IV 55 E. 5.4 ff. S. 59 ff. mit Hinweisen). Darauf kann verwiesen werden. Die Vorinstanz setzt sich mit den wesentlichen schuldrelevanten Komponenten auseinander und w�rdigt s�mtliche Zumessungsgr�nde zutreffend. Eine ermessensverletzende Gewichtung der Faktoren respektive eine Verletzung von Bundesrecht (Art. 47 ff. StGB) zeigt der Beschwerdef�hrer nicht auf und ist nicht ersichtlich. Die Vorinstanz reduziert die von ihr als angemessen erachtete Strafe aufgrund der Verletzung des Beschleunigungsgebots um die H�lfte auf noch 90 Tagess�tze. Mit der Reduktion der Strafe um 50 % tr�gt sie der Verfahrensverz�gerung geb�hrend Rechnung.
Die sinngem�sse R�ge der fehlerhaften Strafzumessung ist unbegr�ndet, soweit �berhaupt darauf einzutreten ist.
Der Beschwerdef�hrer wendet sich gegen die H�he und die Verlegung der Verfahrenskosten.
Die Verlegung der Verfahrenskosten (Art. 422 StPO) richtet sich nach dem Grundsatz, wonach Kosten zu tragen hat, wer sie verursacht. So gr�ndet die Kostentragungspflicht der beschuldigten Person im Falle eines Schuldspruchs (Art. 426 Abs. 1 StPO) auf der Annahme, dass er Einleitung und Durchf�hrung des Strafverfahrens als Folge seiner Tat veranlasst hat und daher zur Tragung der Verfahrenskosten verpflichtet sein soll (BGE 138 IV 248 E. 4.4.1 S. 254 mit Hinweisen). Hingegen k�nnen der beschuldigten Person nicht die Kosten auferlegt werden, welche die Strafbeh�rden von Bund und Kantonen durch unn�tige oder fehlerhafte Verfahrenshandlungen verursacht haben (Art. 426 Abs. 3 lit. a StPO).
Die im Vorentwurf zu einer Schweizerischen Strafprozessordnung vom Juni 2001 (VE-StPO) und im Entwurf zu einer Schweizerischen Strafprozessordnung vom 21. Dezember 2005 (E-StPO; BBI 2006 1521) vorgesehene M�glichkeit der �bernahme unverh�ltnism�ssig hoher Kosten auf die Staatskasse (vgl. Art. 494 Abs. 4 lit. b VE-StPO; Art. 433 Abs. 3 lit. c E-StPO), etwa bei Gutachterkosten in einem Bagatellfall, fand nicht Eingang ins Gesetz. Es kann offenbleiben, ob in einem solchen Fall von nicht kausal durch die beschuldigte Person verursachten Kosten bzw. fehlerhaften Verfahrenshandlungen der Strafbeh�rden gesprochen und gest�tzt auf Art. 426 Abs. 3 lit. a StPO allenfalls auf eine (vollst�ndige) Kostenauflage an die verurteilte Person verzichtet werden kann (vgl. Urteil 6B_428/2012 vom 19. November 2012 E. 3.3 mit Hinweisen). Der Beschwerdef�hrer legt nicht rechtsgen�gend dar (vgl. Art. 42 Abs. 2 BGG), dass die Strafverfolgungsbeh�rden die Untersuchung unsorgf�ltig bzw. fehlerhaft gef�hrt und dadurch unverh�ltnism�ssig hohe Kosten verursacht haben. Dass insbesondere die wissenschaftlich genaue Ausmessung des Untergrunds und des Unfallger�ts zu erheblich tieferen Verfahrenskosten gef�hrt h�tte, ist weder dargetan noch ersichtlich. Wie der Beschwerdef�hrer zu Recht vorbringt, sind die Verfahrenskosten von beinahe hunderttausend Franken hoch. Inwiefern diese insgesamt oder einzelne Posten davon unberechtigt oder unangemessen sein sollen, legt er indessen nicht dar.
Die Beschwerde ist abzuweisen, soweit darauf eingetreten werden kann. Bei diesem Ausgang des Verfahrens wird der Beschwerdef�hrer kostenpflichtig (Art. 66 Abs. 1 BGG).

References: Art. 117
 Art. 12
 Art. 117
 Art. 9
 BGE 
 Art. 95
in dubio
 Art. 9
 BGE 
in dubio
in dubio
 BGE 
 BGE 
 BGE 
 Art. 42
 Art. 47
 Art. 494
 Art. 433
 Art. 426
 Art. 42