Source: https://www.hannover.ihk.de/rechtsteuern/recht8/themengebiete-recht/recht1/gewerbetaetigkeitenvona-z/ueberblick-ueber-die-wichtigsten-taetigkeiten-und-branchen-von-a-z/darlehensvermittler.html
Timestamp: 2020-03-31 13:51:18+00:00

Document:
Darlehensvermittler - IHK Hannover
Darlehensvermittler ist, wer gewerbsmäßig den Abschluss von Verträgen über Darlehen vermittelt oder die Gelegenheit zum Abschluss solcher Verträge nachweisen will.
Wer selbstständig als Gewerbetreibender Verbraucherdarlehensverträge für Immobilien oder entsprechende entgeltliche Finanzierungshilfen vermitteln möchte bzw. Dritte zu solchen Verträgen beraten will, benötigt seit dem 21. März 2016 eine Erlaubnis als Immobiliardarlehensvermittler gemäß § 34i GewO. Zuständig für die Erlaubniserteilung sind in Niedersachsen die Industrie- Handelskammern (Antragsunterlagen der IHK Hannover).
Die Vermittlung anderer Darlehensverträge fällt weiterhin unter die Erlaubnispflicht nach § 34c Absatz 1 Satz 1 Nummer 2 GewO. In der Makler- und Bauträgerverordnung (MaBV) sind die einschlägigen Rechtsgrundlagen für die Tätigkeit eines Darlehensvermittlers geregelt. Zuständig für die Erlaubniserteilung sind in Niedersachsen die örtlichen Industrie- und Handelskammern (Antragsunterlagen der IHK Hannover).
Voraussetzungen für die Erlaubniserteilung sind die Zuverlässigkeit sowie geordnete Vermögensverhältnisse des Antragstellers. Ist der Antragsteller eine juristische Person, müssen alle vertretungsberechtigten Personen diese Voraussetzungen erfüllen.
Die Vermittlung und Beratung über partiarische Darlehen und Nachrangdarlehen sowie bestimmte Arten von Direktinvestments als Vermögensanlagen im Sinne des Kleinanlegerschutzgesetzes fallen unter die Erlaubnispflicht als Finanzanlagenvermittler gemäß § 34f Absatz 1 Satz 1 Nummer 3 GewO (Vermögensanlagen im Sinne des § 1 Absatz 2 Vermögensanlagengesetz). Hier ist gegebenenfalls eine neue Erlaubnis zu beantragen oder eine bestehende zu erweitern.
Der Rechtsrahmen für Immobiliardarlehensvermittler ist im Detail im Beitrag "Neue Regeln für Immobiliardarlehensvermittler gemäß § 34i GewO" beschrieben.
Die Makler- und Bauträgerverordnung (MaBV) unterwirft Gewerbetreibende, die Tätigkeiten nach § 34c GewO ausüben, besonderen Buchführungs-, Aufzeichnungs-, Informations-, Anzeige- und Absicherungspflichten.
Neuregelung nach dem Kleinanlegerschutzgesetz für Finanzanlagen- und Darlehensvermittler
Mit dem Inkrafttreten des Kleinanlegerschutzgesetzes am 10. Juli 2015 sind Änderungen für Finanzanlagen- und Darlehensvermittler verbunden. Partiarische Darlehen, Nachrangdarlehen und Direktinvestments werden als Vermögensanlagen im Sinne von § 1 Abs. 2 des Vermögensanlagengesetzes qualifiziert. Bisher war für die Vermittlung von partiarischen Darlehen und Nachrangdarlehen eine Erlaubnis als Darlehensvermittler nach § 34c Absatz 1 Satz 1 Nummer 2 GewO erforderlich. Nach dem Kleinanlegerschutzgesetz fallen Vermittlung der genannten Produkte sowie Beratung unter die Erlaubnispflicht des § 34f GewO Abs. 1 Satz 1 Nr. 3 GewO.
Es gibt eine Übergangsregelung (§ 157 Absatz 5 und 6 GewO) für Erlaubnisinhaber als Darlehensvermittler zur Beantragung der erforderlichen Erlaubnis und zum Nachweis der erforderlichen Sachkunde. Liegt bereits eine Erlaubnis nach § 34f Abs. 1 Satz 1 Nr. 3 GewO (Vermögensanlagen) vor und werden partiarische Darlehen, Nachrangdarlehen oder Direktinvestments vermittelt, besteht kein Handlungsbedarf.
Antragsverfahren für eine Erlaubnis nach § 34i GewO
Profil "Darlehensvermittler" als PDF-Dokument
Dokumenten-Nr.: 101464006

References: § 34
 § 34
 § 34
 § 1
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