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Timestamp: 2016-10-26 21:23:11+00:00

Document:
5A_914/2013 � � Urteil vom 4. April 2014
Beschwerde gegen das Urteil des Obergerichts des Kantons Z�rich, II. Zivilkammer, vom 22. Oktober 2013.
A.a.�A.________ (geb. 1942) ist der Neffe der am 11. M�rz 2001 verstorbenen E.________. Nach dem Tod seiner Mutter wuchs er ab seinem f�nften Lebensjahr bei E.________ auf. Bei ihrem Tod hinterliess E.________ (Erblasserin) keine pflichtteilsgesch�tzten Erben.
A.b.�Ihren Willen hatte die Erblasserin in einem �ffentlichen Testament vom 10. April 1995 mit ebenfalls �ffentlich beurkundeten Nachtr�gen und �nderungen vom 8. April 1998 und vom 30. M�rz 2000 bekundet. Sie setzte A.________ sowie dessen S�hne aus erster Ehe, C.________ und D.________ (Nebenintervenienten im kantonalen Verfahren), als Erben ein. Soweit nachfolgend relevant verf�gte sie:
�"3. Meinen Neffen A.________, in F.________, setze ich zu zwei Dritteln als Erben ein.
Aus seinem Erbteil sind vorweg seine per Datum meines Todestages bestehenden Schulden zu tilgen, soweit sich dies nicht vermeiden l�sst.
Kosten f�r notwendige medizinische Behandlungen sind aus dem Erbteil meines Neffen zus�tzlich zu bezahlen, soweit sie nicht von einer Versicherung gedeckt werden.
�4. Meine Grossneffen D.________ und C.________ setze ich zu je einem Sechstel als Erben ein.
Die Erbschaft ist jedoch den Erben erst per 1.1.2005 auszurichten. Der Nachlass und die Ertr�ge daraus bleiben solange unter der Verwaltung des Willensvollstreckers. (...)
�8. (...) Der Willensvollstrecker hat diese letztwillige Verf�gung auszuf�hren. Er hat insbesondere im Sinne meiner Anordnung die Verm�chtnisse auszurichten, die Schulden meines Neffen zu tilgen, die monatlichen Zahlungen an meinen Erben vorzunehmen, die Erbschaftssteuer zu bezahlen, die Liegenschaften zu verkaufen und den Nachlass zu verwalten. (...) "
�Zum Willensvollstrecker bezeichnete sie Rechtsanwalt B.________.
A.c.�Ihre letztwillige Verf�gung wurde am 26. Juli 2001 er�ffnet. Es fanden verschiedene Erbensitzungen statt. Die Schlussteilung des (nach Begleichung der Erbschaftssteuern) rund Fr. 10 Mio. betragenden Nachlasses erfolgte am 30. November bzw. 5. Dezember 2004. Den Erbteil von A.________ �berwies B.________ auf das Konto Nr. xxx der Bank G.________, die Erbteile von C.________ und D.________ auf ein anderes Konto. Die Verf�gungsmacht �ber das Konto von A.________ behielt B.________ bei sich; er zahlte A.________ wie bis anhin monatlich Fr. 10'000.-- plus belegte Gesundheitskosten aus.
B.a.�Mit Klageschrift vom 6. Juli 2010 gegen B.________ verlangte A.________ beim Bezirksgericht Winterthur die Freigabe seines Kontos resp. die Einr�umung der Verf�gungsmacht �ber seinen gesamten Erbteil. B.________ vertrat klageantwortweise die Ansicht, er habe den Erbteil von A.________ nach wie vor zu verwalten.
B.b.�Das Bezirksgericht wies die Klage mit Urteil vom 15. April 2011 (Zustellung an A.________: 7. Oktober 2011) ab. Es verpflichtete ihn zur Bezahlung einer Entscheidgeb�hr von Fr. 40'750.-- sowie einer Parteientsch�digung an B.________ von Fr. 50'000.--.
Hiergegen erhob A.________ am 7. November 2011 Berufung an das Obergericht des Kantons Z�rich. Er erneuerte das vor der ersten Instanz gestellte Rechtsbegehren auf Herausgabe seines Erbteils; weiter habe ihm B.________ Fr. 7'000.-- zu bezahlen, unter Vorbehalt des Nachklagerechts und Kosten- und Entsch�digungsfolgen. B.________ schloss auf Abweisung der Berufung.
�Mit Urteil vom 22. Oktober 2013 wies das Obergericht die Berufung ab und best�tigte den erstinstanzlichen Entscheid. Es verpflichtete A.________ zur Bezahlung der Gerichtskosten von Fr. 40'000.-- und einer Parteientsch�digung von Fr. 25'000.-- an B.________.
Mit Eingabe vom 3. Dezember 2013 zieht A.________ (Beschwerdef�hrer) dieses Urteil an das Bundesgericht weiter. Er beantragt, B.________ (Beschwerdegegner) sei unter Kosten- und Entsch�digungsfolge zu verpflichten, ihm sein "Erbe aus dem Nachlass der E.________ herauszugeben" und ihm die alleinige Verf�gungsmacht �ber das Konto xxx und �ber das Depot yyy einzur�umen. F�r das bundesgerichtliche Verfahren ersucht er um unentgeltliche Rechtspflege.
�Am 9. Januar 2014 reichte der Beschwerdef�hrer aktualisierte Belege zum Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege ein.
�Die Beschwerde richtet sich gegen den Endentscheid einer letzten kantonalen Instanz in einer verm�gensrechtlichen Zivilsache, deren Streitwert Fr. 30'000.-- �bersteigt. Auf die rechtzeitig eingereichte Beschwerde ist einzutreten (Art. 72 Abs. 1, Art. 74 Abs. 1 lit. b, Art. 75 Abs. 1, Art. 90 und Art. 100BGG).
Strittig ist in erster Linie die Auslegung der letztwilligen Verf�gung (einschliesslich den �nderungen) der Erblasserin.
2.1.�Das Testament stellt eine einseitige, nicht empfangsbed�rftige Willenserkl�rung dar. Bei seiner Auslegung ist der wirkliche Wille des Erblassers zu ermitteln. Auszugehen ist vom Wortlaut. Ergibt dieser f�r sich selbst betrachtet eine klare Aussage, entfallen weitere Abkl�rungen. Sind dagegen die testamentarischen Anordnungen so formuliert, dass sie ebenso gut im einen wie im andern Sinne verstanden werden k�nnen, oder lassen sich mit guten Gr�nden mehrere Auslegungen vertreten, d�rfen ausserhalb der Testamentsurkunde liegende Beweismittel zur Auslegung herangezogen werden. Stets hat es jedoch bei der willensorientierten Auslegung zu bleiben; eine Auslegung nach dem am Erkl�rungsempf�nger orientierten Vertrauensprinzip f�llt ausser Betracht. Die Erben oder andere Bedachte haben keinen Anspruch auf Schutz ihres Verst�ndnisses der letztwilligen Verf�gung; es kommt mit andern Worten nicht darauf an, wie sie die Erkl�rung des Erblassers verstehen durften und mussten, sondern einzig darauf, was der Erblasser mit seiner �usserung sagen wollte (zum Ganzen BGE 131 III 106 E. 1.1 S. 108; 124 III 414 E. 3 S. 416; 117 II 142 E. 2a S. 143 f.; je mit Hinweisen).
�Auf Grund der Vorstellung, dass der Erkl�rende das geschriebene Wort dem allgemeinen Sprachgebrauch (Verkehrssprache, Rechtssprache) entsprechend versteht, gilt die Vermutung, dass Gewolltes und Erkl�rtes �bereinstimmen (BGE 131 III 106 E. 1.2 S. 108; Niccol� Raselli, Erkl�rter oder wirklicher Wille des Erblassers?, in: AJP 1999 1262 ff., S. 1263 Ziff. II/3). Indessen kann die vom Erkl�renden verwendete Bezeichnung oder Ausdrucksweise sich als missverst�ndlich oder als unrichtig erweisen, sei es wegen eines blossen Verschriebs, sei es deshalb, weil Ausdr�cke in einer von der Verkehrs- oder Rechtssprache abweichenden Bedeutung verwendet wurden. Nach der ausdr�cklichen Vorschrift von Art. 18 Abs. 1 OR, die bei der Auslegung letztwilliger Verf�gungen sinngem�ss heranzuziehen ist (Art. 7 ZGB), ist der wirkliche Wille beachtlich, nicht die unrichtige Bezeichnung oder Ausdrucksweise. Wer sich auf einen vom objektiv verstandenen Sinn und Wortlaut abweichenden Willen des Erblassers beruft, ist beweispflichtig und hat entsprechende Anhaltspunkte konkre t nachzuweisen (BGE 131 III 106 E. 1.2 S. 108 f.; Niccol� Raselli, a.a.O. S. 1267 Ziff. VII; Peter Breitschmid, in: Basler Kommentar, Schweizerisches Zivilgesetzbuch II, 4. Aufl., 2011, N. 22 zu Art. 469 ZGB).
2.2.�Nach st�ndiger Rechtsprechung pr�ft das Bundesgericht die Auslegung einer letztwilligen Verf�gung durch die kantonale Instanz frei. Gebunden ist es indessen an die tats�chlichen Feststellungen, aus denen sich der innere Wille des Erblassers ergibt (BGE 131 III 106 E. 2 S. 109; 125 III 35 E. 3a S. 39; 124 III 414 E. 3 S. 417). Letzteres folgt aus Art. 105 Abs. 1 BGG. Danach legt das Bundesgericht seinem Urteil den Sachverhalt zugrunde, den die Vorinstanz festgestellt hat. Gegen die tats�chlichen Feststellungen der Vorinstanz kann nur eingewendet werden, sie seien offensichtlich unrichtig (Art. 97 Abs. 1 BGG), das heisst willk�rlich, oder sie w�rden auf einer anderen Rechtsverletzung im Sinne von Art. 95 BGG beruhen (BGE 134 V 53 E. 4.3 S. 62; 133 II 249 E. 1.2.2 S. 252). In der Beschwerde ist �berdies darzutun, inwiefern die Behebung des ger�gten Mangels f�r den Ausgang des Verfahrens entscheidend sein kann (Art. 97 Abs. 1 BGG; BGE 135 I 19 E. 2.2.2 S. 22).
3.1.�Das Obergericht kam - wie bereits die erste Instanz - zum Schluss, Aufbau und Formulierung des Testaments mache klar, dass die Beg�nstigung des Beschwerdef�hrers abschliessend in dessen Ziff. 3 geregelt sei. Die Anordnung "sollte bei seinem Tod der Erbteil durch die monatlichen Zahlungen noch nicht aufgebraucht sein" k�nne nicht anders verstanden werden, als dass die Monatszahlungen von Fr. 10'000.-- an den Beschwerdef�hrer solange zu leisten seien, bis der Erbteil aufgebraucht sei, oder bis zu seinem Tod. Daraus leitete es die Notwendigkeit einer Fremdverwaltung ab. Ziff. 4 des Testaments regle demgegen�ber die Beg�nstigung der S�hne des Beschwerdef�hrers; entsprechend beziehe sich der Begriff "Erben" in Ziff. 4 Abs. 2 ausschliesslich auf diese. Es sei davon auszugehen, dass die Erblasserin dies in Ziff. 3 geregelt h�tte, falls auch der Erbteil ihres Neffen per 1. Januar 2005 ganz h�tte ausgerichtet werden sollen. Zusammengefasst habe die Erblasserin dem Willensvollstrecker die Aufgabe erteilt, den Erbteil des Beschwerdef�hrers auch nach der Erbteilung zu verwalten, was vorliegend zul�ssig sei.
3.2.�Der Beschwerdef�hrer r�gt zusammengefasst, die Vorinstanz habe Art. 18 OR, Art. 469, 499, 517 und 518 ZGB verletzt. Seit der Schlussteilung Ende 2004 sei er Alleineigent�mer der ihm zugedachten Verm�genswerte, was ihn nach Art. 641 ZGB berechtige, ungehindert dar�ber zu verf�gen. Im Zweifel werde die Freiheit des Eigentums vermutet; diese Vermutung sei von der Vorinstanz nicht respektiert worden. Mangels ausdr�cklicher und klarer gegenteiliger Anordnung der Erblasserin habe das Amt des Beschwerdegegners als Willensvollstrecker mit der Schlussteilung geendet. Aus dem Wortlaut des Testaments lasse sich n�mlich keine �ber die Erbteilung hinaus geltende Dauerwillensvollstreckung resp. "lebensl�ngliche Blockade" seines Verm�gens ableiten. Im Gegenteil lege die Formulierung, dass ihm der Erbteil "nicht sofort" auszurichten sei, nahe, dass ihm das Verm�gen doch irgendwann zuzuweisen sei. Die Erblasserin habe ihm offensichtlich die Erbschaft gleich wie seinen S�hnen per Ende 2004 ausrichten wollen; der Begriff "Erben" in Ziff. 4 Abs. 2 des Testaments mache klar, dass die Regelung f�r alle Erben gelten solle und nicht nur f�r seine S�hne. Die falsche vorinstanzliche Auslegung fusse darauf, dass diese die Begriffe Nachlass und Erbteil zu weit interpretiert habe; die Termini k�nnten nur bis zur Erbteilung verwendet werden, was die Vorinstanz �bergangen habe. Nach der Erbteilung gebe es nur noch "Verm�gen", "Alleineigentum" und "Erbe" des jeweiligen Erben. Im �brigen habe der Beschwerdegegner im von ihm selbst ausgearbeiteten Schlussteilungsakt ohne jeden Vorbehalt festgehalten, damit seien die Aufgaben des Testamentsvollstreckers beendet, und dieser habe sich von den Erben vollst�ndige Entlastung erteilen lassen. Schliesslich �ussert er sich ausf�hrlich zu seinen Umst�nden im Zeitpunkt der Aufsetzung der letztwilligen Verf�gung und deren �nderungen und welche Schl�sse daraus auf den mutmasslichen Willen der Erblasserin zu ziehen seien.
3.3.�Zum Wortlaut der letztwilligen Verf�gung sei auf die Prozessgeschichte (lit. A.b) verwiesen. Im ersten Satz von Ziff. 3 erkl�rt die Erblasserin, sie setze ihren Neffen (Beschwerdef�hrer) zu zwei Dritteln als Erben ein. Im ersten Satz von Ziff. 4 folgt die Einsetzung ihrer Grossneffen zu je einem Sechstel als Erben. In beiden Ziffern folgen dem ersten Satz jeweils Modalit�ten zur Verwaltung und Auszahlung. Bez�glich den Beschwerdef�hrer sieht Ziff. 3 vor, dass sein Erbteil nicht sofort auszurichten sei, sondern unter der Verwaltung des Willensvollstreckers bleibe, der dem Beschwerdef�hrer monatlich Fr. 10'000.-- auszuzahlen habe (zuz�glich Kosten f�r notwendige medizinische Behandlungen des Beschwerdef�hrers). Ein Datum, an welchem die Verwaltung zu enden h�tte, fehlt. Anders sieht es in Ziff. 4 aus, wo vorgesehen ist (zweiter Absatz), dass die Erbschaft den Erben per 1. Januar 2005 auszurichten sei. Der Nachlass und die Ertr�ge daraus blieben solange unter der Verwaltung des Willensvollstreckers; bis Ende 2004 habe der Willensvollstrecker den Grossneffen monatlich Fr. 3'500.-- aus deren Erbteil zu �berweisen.
�Der Auffassung des Beschwerdef�hrers, dass die befristete Verwaltung gem�ss Ziff. 4 Abs. 2 aufgrund des allgemeinen Begriffs "Erben" auch ihn umfassen solle, kann nicht beigepflichtet werden. Der Aufbau der Verf�gung und die unterschiedliche Wortwahl (Ziff. 3: "Sein Erbteil ist�
nicht sofort auszurichten, sondern�
bleibt�unter der Verwaltung des Willensvollstreckers."; versus Ziff. 4: "Die Erbschaft ist jedoch den Erben
erst per 1.1.2005 auszurichten. Der Nachlass und die Ertr�ge daraus�
bleiben solange�unter der Verwaltung des Willensvollstreckers.") lassen sich nicht anders interpretieren, als dass die Erblasserin in Ziff. 3 den Erbanfall des Beschwerdef�hrers und in Ziff. 4 den Erbanfall ihrer Grossneffen separat, je abschliessend und nach unterschiedlichen Modalit�ten regeln wollte. W�hrend f�r den Beschwerdef�hrer keine Befristung der Verwaltung vorgesehen ist, sollte den Grossneffen ihr Erbteil per 1. Januar 2005 ganz ausbezahlt werden. Im letzten Abschnitt von Ziff. 3 wird sodann jeglicher Zweifel �ber den Willen der Erblasserin aus dem Weg ger�umt. Dort wird bestimmt, dass - falls bei einem Versterben des Beschwerdef�hrers sein Erbteil noch nicht durch die monatlichen Zahlungen aufgebraucht sein sollte - der verbleibende Rest an die Grossneffen gehen solle. Diese Regelung macht nur bei einer unbeschr�nkten Verwaltung des Erbes des Beschwerdef�hrers Sinn, zumal es angesichts der H�he der Erbschaft gar nicht m�glich ist, dass das Erbe des Beschwerdef�hrers mit den testamentarisch vorgesehenen Zahlungen bis Ende 2004 h�tte aufgebraucht sein k�nnen. Damit ist klar, dass die Erblasserin entgegen dem heutigen Wunsch des Beschwerdef�hrers f�r ihn eine unbefristete Verwaltung des Erbes mit monatlichen Zahlungen von Fr. 10'000.-- (plus Gesundheitskosten) wollte und er folglich nicht frei �ber das ganze Erbe verf�gen kann.
�Wie aus den Akten hervor geht, war dies dem Beschwerdef�hrer auch bekannt und wurde von ihm akzeptiert. In einem Schreiben des Beschwerdegegners vom 9. Oktober 2001 ersuchte dieser die drei Erben um ihr schriftliches Einverst�ndnis, um die Verm�gens- und Einkommenssteuern auf den blockierten Erbteilen aus dem jeweiligen Erbteil bezahlen zu k�nnen. Er f�gte explizit an: "Dies gilt f�r jeden Erben so lange als er �ber seinen Erbteil nicht verf�gen kann (Herr A.________ lebzeitig, Herren D.________ und C.________ bis Ende 2004)." Die Einverst�ndniserkl�rung des Beschwerdef�hrers liegt bei den Akten.
3.4.�Soweit der Beschwerdef�hrer vorbringt, das M andat des Willensvollstreckers k�nne ganz grunds�tzlich nicht �ber die Erbteilung hinaus andauern, kann ihm ebenfalls nicht beigepflichtet werden.
�Das Gesetz regelt die Willensvollstreckung in Art. 517 f. ZGB. Gem�ss Art. 518 Abs. 2 ZGB hat der Willensvollstrecker den Willen des Erblassers zu vertreten und er gilt insbesondere als beauftragt, die Erbschaft zu verwalten, die Schulden des Erblassers zu bezahlen, die Verm�chtnisse auszurichten und die Teilung nach den vom Erblasser getroffenen Anordnungen oder nach Vorschrift des Gesetzes auszuf�hren. Die Bestimmungen �ussern sich weder explizit zur Dauer noch zum Ende der Willensvollstreckung.
�Die Ausdehnung der T�tigkeit des Willensvollstreckers �ber die Teilung des Nachlasses hinaus ist gem�ss Lehre und Rechtsprechung zul�ssig (BGE 43 II 1 E. 1 S. 4; Alfred Schreiber, Die Rechtsstellung des Willensvollstreckers nach schweizerischem Zivilgesetzbuch, Aarau 1928, S. 26). Die Anordnung einer Testamentsvollstreckung f�r die Lebensdauer eines Erben ist zumindest bez�glich der frei verf�gbaren Quote m�glich, d.h. soweit sie die Pflichtteile nicht verletzt (BGE 51 II 49 E. 4 f. S. 55; 43 II 1 E. 1 S. 4; Hans Rainer K�nzle, in: Berner Kommentar, Die Willensvollstrecker, Art. 517-518 ZGB, Aufl. 2011, N. 51 ff. zu Art. 517 f. ZGB; Fiorenzo Cotti, in: Antoine Eigenmann/Nicolas Rouiller [ Hrsg. ], Commentaire du droit des successions, 2012, N. 47 zu Art. 517 ZGB mit Hinweis), oder im - vorliegend nicht gegebenen - Fall eines Erbvertrages (BGE 129 III 113; Fiorenzo Cotti, a.a.O., N. 47 zu Art. 517 ZGB; Rainer K�nzle, a.a.O., N. 54 zu Art. 517 f. ZGB). Die Anordnung einer Dauer-Willensvollstreckung im Umfang des Pflichtteils w�re ung�ltig (Hans Rainer K�nzle, a.a.O., N. 53 zu Art. 517 f. ZGB; Martin Karrer/Nedim Peter Vogt/Daniel Leu, in: Basler Kommentar, Schweizerisches Zivilgesetzbuch II, 4. Aufl., 2011, N. 9 zu Art. 518 ZGB), wobei die Ung�ltigkeit im Sinne von Art. 519 ZGB unter Gew�rtigung der Verwirkungsfolgen geltend gemacht werden muss (Art. 521 ZGB; vgl. BGE 102 II 193 E. 2b S. 196; 98 II 176 E. 10 S. 178 ff.; Hans Rainer K�nzle, a.a.O., N. 53 zu Art. 517 f. ZGB; Rolando Forni/Giorgio Piatti, in: Basler Kommentar, Schweizerisches Zivilgesetzbuch II, 4. Aufl., 2011, N. 1 zu Art. 521 ZGB). Vorausgesetzt ist sodann, dass der Willensvollstrecker sein Mandat nicht nach Beendigung seiner �brigen Aufgaben niederlegt (Hans Rainer K�nzle, in: Berner Kommentar, Die Willensvollstrecker, Art. 517-518 ZGB, Aufl. 2011, V orbemerkungen zu Art. 517 f. ZGB, N. 11; mit Hinweis auf Alfred Schreiber, a.a.O., S. 73 f.). Schliesslich bedarf es einer klaren und eindeutigen Anordnung seitens des Erblassers (Hans Rainer K�nzle, a.a.O., N. 55 zu Art. 517 f. ZGB; Fiorenzo Cotti, a.a.O., N. 49 zu Art. 517 ZGB; Martin Karrer/Nedim Peter Vogt/Daniel Leu, a.a.O., N. 9 zu Art. 518 ZGB).
3.5.�Als Neffe und Pflegesohn ist vorliegend der Beschwerdef�hrer nicht pflichtteilsgesch�tzt. Die Erblasserin hat ihrem Willen klar Ausdruck gegeben, dass der Erbteil des Beschwerdef�hrers vom von ihr eingesetzten Willensvollstrecker zeitlich unbeschr�nkt im oben dargelegten Sinne (E. 3.3) verwaltet werden soll. Der Beschwerdef�hrer kann auch aus dem Schlussteilungsakt von Ende 2004 nichts zu seinen Gunsten ableiten. Zwar hat der Beschwerdegegner im entsprechenden Dokument festgehalten, damit seien seine Aufgaben beendet, und er liess sich von den drei Erben D�charge erteilen. Dies konnte sich jedoch nur auf die Erbteilung als solche und seine bis zu diesem Zeitpunkt wahrgenommenen Aufgaben beziehen. Indem er dem Beschwerdef�hrer weiterhin monatlich die Fr. 10'000.-- �berwies, hat er klar zum Ausdruck gebracht, dass er bez�glich der weiteren Verwaltung des Erbteils des Beschwerdef�hrers sein Amt als Willensvollstrecker nicht als beendet erachtete. Dass mit der Schlussteilung das Mandat nicht abgeschlossen war, ergibt sich zudem aus dem expliziten Vorbehalt betreffend ein Darlehen des Beschwerdef�hrers (Ziff. 1 und 3 Schlussteilungsakt). Es handelt sich hierbei gem�ss Protokoll der ersten Erbensitzung vom 11. April 2001 (S. 4 Ziff. 5) um eine Darlehensschuld gegen�ber der Erblasserin von Fr. 1'280'000.--, welche vorderhand stehen gelassen worden war.
3.6.�Angesichts des klaren Wortlauts des Testaments bestand kein zus�tzlicher Abkl�rungsbedarf (E. 2.1). Entsprechend ist nicht auf die weiteren Ausf�hrungen des Beschwerdef�hrers, namentlich zu den Umst�nden der Entstehung des Testaments, seiner damaligen Situation sowie einer m�glichen anderen Verwendung der Begriffe "Nachlass" und "Erbteil" einzugehen.
�Unbegr�ndet ist sodann die in diesem Zusammenhang vorgebrachte R�ge des Beschwerdef�hrers, die Vorinstanz habe sein "Recht zum Beweis nach Art. 8 ZGB" sowie Art. 55 Abs. 1 i.V.m. Art. 150 Abs. 1 ZPO verletzt, indem sie keinen Beweis abgenommen habe zu zwei Behauptungen des Beschwerdegegners, welche er bestritten habe (er habe mit Geld nicht sparsam umgehen k�nnen; die Erblasserin habe seiner zweiten Ehefrau kein Geld zukommen lassen wollen, sondern nur seinen S�hnen). Nachdem der Wille der Erblasserin klar aus dem Wortlaut der letztwilligen Verf�gung hervor geht, durfte die Vorinstanz hier auf eine zus�tzliche Beweisf�hrung verzichten.
Zusammengefasst h�lt der angefochtene Entscheid vor Bundesrecht stand. Die Beschwerde ist abzuweisen, soweit darauf eingetreten werden kann.
�Bei diesem Ausgang des Verfahrens hat der Beschwerdef�hrer f�r die Gerichtskosten aufzukommen (Art. 66 Abs. 1 BGG). Seinem Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege und Verbeist�ndung f�r das bundesgerichtliche Verfahren kann nicht entsprochen werden, zeigen doch die vorstehenden Erw�gungen auf, dass die Beschwerde von Beginn weg keinen Erfolg haben konnte (Art. 64 Abs. 1 BGG). Dem Beschwerdegegner sind mangels Einholung einer Stellungnahme keine entsch�digungspflichtigen Auslagen entstanden (Art. 68 Abs. 1 BGG).
Dieses Urteil wird den Parteien, C.________, D.________ und dem Obergericht des Kantons Z�rich, II. Zivilkammer, schriftlich mitgeteilt.

References: Art. 74
 Art. 75
 Art. 90
 Art. 100
 BGE 
 Art. 18
 Art. 469
 Art. 105
 Art. 95
 BGE 
 Art. 18
 Art. 469
 Art. 641
 Art. 517
 Art. 518
 Art. 517
 Art. 517
 Art. 517
 Art. 517
 Art. 517
 Art. 517
 Art. 518
 Art. 519
 BGE 
 Art. 517
 Art. 521
 Art. 517
 Art. 517
 Art. 517
 Art. 517
 Art. 518
 Art. 8
 Art. 55
 Art. 150