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⭐Newsletter Herbst 2009
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1 REDI AG FRAUENFELD TEL Newsletter Herbst 2009 Vorwort Inhalt Vorwort 1 Gesetzesänderungen - Mehrwertsteuer 2 - Pflegefinanzierung 3 Finanz- und Rechnungswesen allgemein - Neues Revisionsrecht 3 erste Erfahrungen - Risikobeurteilung eine 4 Knacknuss? Bereich KVG - Arbeitsanalyse 4 - Neue Pflegefinanzierung 4 Bereich IVSE - V für Vereinbarung oder V für Verschiedene? 5 - IVSE nur noch auf Papier 6 News vom RediNet 6 In eigener Sache - Erweiterung des Teams 7 - Der neue Internet-Auftritt 7 Seminare/Schulungen 7 Dienstleistungspalette 8 Sehr geehrte Damen und Herren Krise, Pandemie was kommt denn noch alles auf uns zu? Wir haben doch schon den Norovirus mit jährlich ca. 400'000 Erkrankungen in der Schweiz. Dieser lässt sich aber nicht mit Tamiflu vertreiben wohl aber mit ähnlich guten Hygienemassnahmen wie für die Pandemie empfohlen. In der Branche Heime warten aber noch andere Herausforderungen. Da kommt das neue Mehrwertsteuergesetz ab 01. Januar Für die Pflegeheime wurde die neue Pflegefinanzierung vom Bundesrat auf den 1. Juli 2010 in Kraft gesetzt. Bei den Sozialen Einrichtungen steht die Umsetzung der kantonalen Abrechnungskonzepte nach IVSE im Zentrum des Interesses. All diese Ereignisse haben eines gemeinsam es ist sehr wenig Konkretes bekannt, dafür wird versucht mit einer enormen Hektik die Sache voranzutreiben. Ist das nun eine Folge der Finanz- und Wirtschaftskrise oder ist das ein neuer Lifestyle? Ich empfehle Ihnen, sich auf das Vorhandene und die bewährten Methoden zu besinnen. Eine gute Kommunikation zu pflegen und durch klare Führung Sicherheit zu vermitteln. Weniger ist oft mehr. Statt Neues zu erfinden, kann auf Bestehendem aufgebaut werden. Dies gilt für die Grippe wie auch für das Rechnungswesen. Mit Bezug auf die kommenden Ansprüche aufgrund der neuen Pflegefinanzierung oder aus dem IVSE-Bereich für Soziale Einrichtungen kann ich Ihnen nur empfehlen, die vorhandenen Instrumente qualitativ zu steigern. Sei es in der Konzeption beim Kontenrahmen, der Kostenrechnung oder durch den verbesserten Werkzeugeinsatz, sei es in einer verbesserten Qualität in der Verarbeitung. Klar ist, dass, sobald die Ausführungsbestimmungen vorliegen, die Umsetzung sofort in geeigneter Qualität erfolgen muss! Es wird Ihnen und uns wohl kaum eine grössere Übergangsfrist gewährt werden. Wir von der REDI AG werden Sie durch zeitgerechte Information und durch fachmännische Unterstützung in den Themen begleiten und fit für die künftigen Anforderungen machen Sie können auf uns zählen! Ich wünsche Ihnen eine gute Zeit und grüsse Sie freundlich. Markus Koch TREUH ANDBÜRO FÜR HEIME2 Gesetzesänderungen Mehrwertsteuer Änderungen auf den 1. Januar 2010 Am 12. Juni 2009 haben National- und Ständeräte der Totalrevision des MWST-Gesetzes zugestimmt. Das Gesetz tritt auf den 1. Januar 2010 in Kraft. Die wesentlichsten Änderungen gegenüber heute sind: Die Mindestumsatzgrenzen von CHF 75'000 und CHF 250'000 für die Steuerpflicht werden auf CHF 100'000 vereinheitlicht. Der baugewerbliche Eigenverbrauch wird nicht mehr besteuert. Die freiwillige Versteuerung ausgenommener Umsätze (Optierung) wird vereinfacht und ausgedehnt. Eine Bewilligung der Verwaltung ist nicht mehr notwendig. So kann neu z.b. auch für die Versteuerung von Pflegeleistungen optiert werden. Eingenommene Spenden führen nicht mehr zu Vorsteuerkürzungen. Die Margenbesteuerung, die heute vor allem für Auto-Occasionshändler und Antiquitätenhändler Anwendung findet, wird abgeschafft und durch das System eines so genannten fiktiven Vorsteuerabzugs ersetzt. Die Vorsteuerkürzung von 50 Prozent der Steuerbeträge auf Ausgaben für Verpflegung und Getränke wird aufgehoben. Einnahmen aus Getränke- und Verpflegungsautomaten können uneingeschränkt zum reduzierten Satz (2.4 %) versteuert werden. Der maximale Jahresumsatz für die Saldosteuersatzmethode wird von drei auf fünf Millionen Franken erhöht. Die Fristen für den Wechsel der Methode werden verkürzt. Die Steuerkontrollen haben neu eine abschliessende Wirkung. Die Unternehmen erhalten ein Anrecht auf Kontrollen, was die Rechtssicherheit erhöht. Die absolute Verjährungsfrist wird von 15 auf 10 Jahre reduziert. Neu besteht die Möglichkeit, in Härtefällen die MWST zu erlassen. Beibehalten wird die Steuerfreigrenze von CHF 150'000 für nichtgewinnstrebige ehrenamtlich geführte Sport- und Kulturvereine sowie gemeinnützige Institutionen. Auch die Steuersätze 7.6 %, 2.4 % und 3.6 % erfahren per keine Änderung. Der viel diskutierte Einheitssteuersatz soll erst in einem zweiten Schritt realisiert werden. Je nach Ausgang der Volksabstimmung vom über eine befristete Zusatzfinanzierung der Invalidenversicherung durch Anhebung der Mehrwertsteuersätze werden die MWST-Sätze per angehoben. Das neue MWST-Gesetz beinhaltet aber auch einige kleinere Anpassungen, die in der Heimbranche den steuerbaren Ertrag oder den Pauschalsteuersatz beeinflussen. So führen beispielsweise zu tiefe Preise für die Mitarbeiterverpflegung nicht mehr zu Aufrechnungen ebenso sind Leistungen innerhalb des gleichen Gemeinwesens von der Steuer ausgenommen. Noch fehlen die Ausführungsbestimmungen und die neue Wegleitung zu diesem Gesetz, auch sämtliche Branchenbroschüren müssen überarbeitet werden. Die MWST-Verwaltung hat den ersten Entwurf der MWST-Verordnung auf September 2009 in Aussicht gestellt. Auf diesen Zeitpunkt werden die steuerpflichtigen Unternehmen eine erste umfassendere Mitteilung der Steuerverwaltung erhalten. Dennoch gilt es bereits jetzt, allfällige Auswirkungen auf den eigenen Betrieb zu analysieren und notwendige Massnahmen rechtzeitig zu planen. Sollte der steuerbare Umsatz gar unter die Freigrenze sinken, wäre auch eine Abmeldung von der Steuerpflicht denkbar (eine Nichtabmeldung gilt als Verzicht der Befreiung von der Steuerpflicht). Zu beachten gilt auch, dass per infolge der Gesetzesänderung ein ausserordentlicher Wechsel der Abrechnungsmethode von Pauschal- zur effektiven Abrechnungsmethode oder umgekehrt möglich wird. S e i t e 2 v o n 83 Ob sich eine Optierung für eine von der Steuer ausgenommene Leistung lohnt, ist im Einzelfall zu prüfen. Die definitive MWST-Verordnung wird nicht vor Mitte November 2009 verfügbar sein. Die Redi AG wird auf ihrer Homepage weiter über die Ausführungsbestimmungen zum neuen MWST- Gesetz informieren und die Liste der steuerbaren Umsätze mit den dazugehörigen Pauschalsteuersätzen anpassen. Grundsätzlich kann davon ausgegangen werden, dass das neue MWST-Gesetz bei den meisten Betrieben in der Heimbranche nicht zu einer Vereinfachung führen wird. Unser Fachteam steht in Kontakt mit der Eidg. Steuerverwaltung. Wir werden in Zusammenarbeit mit den zuständigen Personen die Änderungen so rasch als möglich aufzeigen und kommunizieren. Die Kommunikation erfolgt über und über die Kanäle von CURAVIVA Schweiz. Pflegefinanzierung per Der Bundesrat hat am 24. Juni 2009 die neue Pflegefinanzierung auf den 01. Juli 2010 in Kraft gesetzt. Gleichzeitig hat er die Ausführungsbestimmungen dazu beschlossen. Zum weiteren Vorgehen und den möglichen Auswirkungen siehe den Fachbeitrag Seite 4 Finanz- und Rechnungswesen allgemein Neues Revisionsrecht erste Erfahrungen Im Frühjahr 2009 haben wir die Revisionsarbeiten erstmals nach dem neuen Gesetz zur Rechnungsrevision durchgeführt. Die wichtigsten Änderungen: - neuer Standard Eingeschränkte Revision - damit präzisierter Standard Ordentliche Revision - Anforderung an Institutionen mit ordentlicher Revision zum Führen eines IKS, internes Kontrollsystem Erfahrungen eingeschränkte Revision: Die Prüfung nach dem neuen Standard bedeutet, dass im Normalfall die umfangreicheren Vorbereitungen, das ausführlichere Interview schlussendlich zu weniger umfangreichen Prüfungshandlungen in den Büchern führt. Dies ist sowohl für die Revisionsstelle als auch für die Verantwortlichen der Unternehmung noch etwas gewöhnungsbedürftig. Erfahrungen ordentliche Revisionen: Die wenigsten Institutionen verfügten schon über ein vom Gesetzgeber verlangtes IKS (internes Kontrollsystem), was denn auch zu Hinweisen im Bestätigungsbericht führte. Diese Anmerkungen wurden vielerorts nicht gerne gesehen. Erfahrungen mit Bestätigungen zur Einhaltung kantonaler Vorschriften: Vor allem im IVSE-Bereich haben viele Kantone der Revisionsstelle die Überprüfung der Einhaltung von kantonalen Vorgaben zur Rechnungsführung und Rechnungslegung auferlegt. Sind diese nicht erfüllt, kann die Einhaltung auch nicht bestätigt werden. Die REDI AG als Revisionsstelle: Wir sind immer bestrebt die Gesetze einzuhalten. Als Treuhänder und Unternehmensberater müssen wir Vorbild sein. Für uns gilt es zu beachten, dass die Revisionsstelle für Falschaussagen haftbar gemacht werden kann. Die Rechtsprechung legt gegenüber der Revisionsstelle einen engen Massstab an. Eine Verurteilung einer unserer leitenden Revisoren bzw. der REDI AG könnte zum Verlust der Zulassung für beide führen. Im Zusammenhang mit der Änderung des Gesetzes haben einige Institutionen die Vorgaben noch nicht umgesetzt. Dies ist nicht etwa verwerflich, sondern sehr oft durchaus nachvollziehbar. Es bedeutet aber nicht, dass die Revisionsstelle Anforderungen als erfüllt bestätigen bzw. den Hinweis auf das Nichteinhalten der Vorschrift weglassen kann. Wir mussten dieses Jahr feststellen, dass hin und wieder noch das Verständnis fehlt, dass die Revisionsstelle keine Gefälligkeitsbestätigungen abgeben darf. S e i t e 3 v o n 84 Risikobeurteilung eine Knacknuss Wie wir in unseren Newsletter 2008 Herbst und 2009 Frühjahr eingehend orientierten, muss das strategische Organ aller juristischen Personen, unabhängig der Betriebsgrösse, jährlich mindestens eine systematische Risikobeurteilung vornehmen. Da die Gesetzgebung rasch vollzogen wurde, bleiben Unklarheiten, vor allem mit Bezug auf Vereine, welche ein nach kaufm. Art geführtes Gewerbe betreiben. Die Revisionsstelle muss prüfen, ob die Angaben im Anhang zur Risikobeurteilung stimmen und ob das Gesetz eingehalten ist. Prüfen kann man nur, was dokumentiert ist. Aussagen, dass laufend Risikobeurteilungen gemacht würden in Protokollen aber keine ausführlichen Feststellungen dazu zu finden sind, können nicht zu einer positiven Bestätigung führen, bzw. führt zum Hinweis, dass dieses Gesetz nicht eingehalten wurde. Empfehlung: Jetzt eine systematische Risikobeurteilung entwickeln. Mittlerweile gibt es diverse Angebote zur Abwicklung und Dokumentation. Wir empfehlen, das mit einem speziellen Profil für soziale Einrichtungen ausgestattete Instrument RisKu mit uns oder mit einem anderen akkreditierten Coach einzuführen. Interessierte melden sich über Tel oder Infos zum Produkt über Bereich KVG Arbeitsanalyse Pflege und Betreuung zur Verteilung auf die Kostenträger Das Konzept Schulung der Pflegeverantwortlichen zur Erhebung der Arbeitsanalyse Pflege und Betreuung ist in der Umsetzungsphase angelangt. Im Projekt geht es darum, die in der Kostenstellenrechnung unter der Kostenstelle 110 Pflege und Betreuung abgebildeten Kosten aufgrund der Arbeitseinsätze im Kostenträger 1 zu differenzieren. Da die einzelnen Betriebe aufgrund individueller Pflegekonzepte und unterschiedlicher Organisation nicht einheitliche Anteile haben, muss regelmässig, ein- bis zweimal pro Jahr, eine Arbeitsanalyse vorgenommen werden. Besonders im Hinblick auf die neue Pflegefinanzierung ist die Ausscheidung von KVG-relevanter Pflege zur Festsetzung der Taxen eine wesentliche Grundlage. Die ersten Einführungskurse werden voraussichtlich im September und Oktober 2009 stattfinden. CURAVIVA Schweiz wird diese in den nächsten Wochen ausschreiben. Der vorgesehene Einsatz von elektronischen Geräten zur Erhebung der Daten ist weit fortgeschritten. Geplant ist, dass Geräte mit Software für die Zeit der Erhebung und Auswertung gemietet oder allenfalls sogar käuflich erworben werden können. Neue Pflegefinanzierung Am 24. Juni 2009 hat der Bundesrat die neue Pflegefinanzierung per 1. Juli 2010 in Kraft gesetzt. Bei den kantonalen Verwaltungen wurde nun die Phase der Umsetzung gestartet. Zwar versuchen die Kantone beim Bund nochmals eine aufschiebende Wirkung zu erzielen, da die Zeit für eine saubere Umsetzung zu knapp bemessen ist. Änderungen von Gesetzen dauern in der Regel ca. 2 Jahre. Die Umsetzung aufgrund einer zeitlich beschränkten Verordnung scheitert unter Umständen an den fehlenden finanziellen Kompetenzen. Was aus Sicht der Heime schwerer wiegt, ist, dass mangels Zeit für Systemevaluation zum Beispiel für die Abwicklung der Verrechnung (Fakturierung was an wen in welcher Form) und Zahlungen suboptimale Lösungen verordnet werden. Was bedeutet die ganze Umstellung der Finanzierung für die Betriebe? S e i t e 4 v o n 85 Die Neuerungen der Pflegefinanzierung haben wir in unserem Newsletter Frühjahr 2009 vorgestellt. Nachstehend möchten wir einige praktische Aspekte aufzeigen, welche uns im bzw. ab dem Jahr 2010 beschäftigen könnten. - Sollten die Kantone Anforderungen an den Kontenrahmen für den Ausweis der vom Kanton bezahlten Summen oder an die Kostenrechnung haben, so müssen diese noch diesen Herbst formuliert sein. Allerdings ist zu befürchten, dass bis dahin kein koordinierter Anforderungskatalog zustande kommt, was kurzfristig zu Problemen führen kann. - Werden die Kantone in Zukunft die bestehenden Informationen für das Controlling und für ein vertieftes Benchmarking aus der bestehenden Kostenrechnung heranziehen? Wir von der REDI gehen davon aus. Dies bedeutet, dass nun der Zeitpunkt gekommen ist, um die bereits bestehende Kostenrechnung auf einen verbesserten Qualitätsstandard zu bringen. Es betrifft die Teile Kostenstellenrechnung Dokumentierte Arbeitsanalyse für die Kostenträgerrechnung Anlagebuchhaltung zur Bestimmung der richtigen kalkulatorischen Werte. Wir sind überzeugt, dass die kantonalen Ämter künftig mehr Informationen direkt vom Heim einverlangen werden. Empfehlung: Um nicht aufgrund nicht erfüllter Anforderungen Zahlungsverzögerungen seitens des Kantons zu riskieren, empfehlen wir, nebst einer korrekten und angemessenen Finanzbuchhaltung, die oben angeführten Instrumente jetzt zu optimieren. CURAVIVA Schweiz führt laufend Kurse zur Steigerung der Qualität in der Kostenrechnung KVG durch. Weiter sind Kurse zur Anleitung für die Arbeitsanalyse ab Herbst 2009 geplant. Die REDI AG unterstützt Betriebe in der ganzen deutschsprachigen Schweiz in der individuellen Qualitätssteigerung im Rechnungswesen. Bereich IVSE IVSE V für Vereinbarung oder V für Verschiedene? Mit den Richtlinien zur IVSE Vereinbarung für Soziale Einrichtungen wurde bezweckt, eine Grundlage zur Rechnungslegung nach dem Übergang der Finanzierung vom Bund auf die Kantone zu erstellen. Die beigetretenen Kantone haben sich verpflichtet, die Einhaltung der Richtlinien durch die Betriebe zu prüfen, was wiederum als Grundlage dazu dient, dass die Kantone ausserhalb des Standortkantons die im KüG (Kostenübernahmegesuch) beantragten Kosten ohne weitere Prüfung übernehmen können. Trotz dieser Vereinbarung sind viele Kantone dazu übergegangen, weiterreichende Vorschriften zu erlassen. Diese dürfen nicht über das in den IVSE- Richtlinien vorgeschriebene Mass hinausgehen, jedoch darunter bleiben. Als Beispiel hierfür sind Abschreibungsrichtlinien zu nennen. Die IVSE-Richtlinien erlauben eine lineare Abschrei- bung auf Mobilien von 20% (entspricht 5 Jahre). Einzelne Kantone schreiben nun eine längere Nutzungsdauer vor, z.b. 10% (entspricht zehn Jahre). Im Grundsatz gilt, dass die kantonalen Vorschriften Vorrang haben gegenüber den Vorschriften der IVSE-Richtlinien. Da die Kantone oftmals noch in der Findungsphase sind, um diese anspruchsvolle Aufgabe, eine Grundlage für die gerechte Finanzierung für die Betriebe zu erarbeiten, können die Richtlinien während des Jahres auch wieder geändert oder erweitert werden. Wichtig ist, dass der Betrieb, und zwar die strategischen wie auch die ausführenden Stellen, sich ihrer Verantwortung bewusst sind und sich regelmässig über den aktuellen Stand der Vorschriften informieren. Immer öfter verlangen die Kantone von der Revisionsstelle auch die Bestätigung im Revisionsbericht, dass die Vorschriften eingehalten wurden. Legen Sie Ihrer Revisionsstelle in diesem Fall zum Jahresabschluss Ihre Checkliste für die Kantonsvorgaben bei. S e i t e 5 v o n 86 IVSE nur noch auf dem Papier Nachdem in den IVSE-Gremien viel für einen guten Start in die NFA-Übergangsphase getan wurde, droht nun in der wichtigen Phase der Umsetzung die Entpersonifizierung der IVSE. Es ist ganz normal und wer je solch umfangreiche Projekte gefahren hat, weiss, dass nach dem Start in der Praxis viele Fragen entstehen, welche einer Klärung bedürfen. Ziel der Anstrengungen der IVSE, Arbeitsgruppe Finanzen, war es, die grundlegenden Fragen für die interkantonale Abrechnung, Basis KüG, aufzunehmen und einheitliche Empfehlungen zu erarbeiten. Nun entstehen Systemfragen, welche mangels anderer Ansprechpartner an CURAVIVA Schweiz oder an uns herangetragen werden. Es kann aber nicht sein, dass CURAVIVA Schweiz oder die REDI AG Systementscheide fällen. Ist aber keine kompetente Instanz mehr da, werden die Kantone nach ihrem Gutdünken entscheiden, was zu Differenzen führen und die Abrechnung für ausserkantonale Betreute sehr erschweren wird. Aus unserer Sicht müsste der Bund hier seiner Aufsichtspflicht nachkommen und dafür sorgen, dass gerade jetzt die IVSE möglichst optimal funktioniert. News vom RediNet Modernisierung unserer Anlagen Um den wachsenden Anforderungen der RediNet- Kunden gerecht zu werden, wird das Datencenter laufend ausgebaut. Die neu zum Einsatz gelangende Virtualisierung ermöglicht, die Ansprüche schnell und effektiv zu erfüllen, also zum Beispiel neue Programme einfach zu integrieren und auf Performance- Engpässe schnell zu reagieren. Zudem ist eine hohe Redundanz vorhanden, die sich sehr positiv auf die Ausfallsicherheit auswirkt. Ein grosser Vorteil der Virtualisierung besteht darin, dass bei Bedarf von weiteren Servern auf zusätzliche Hardware verzichtet werden kann. Dies wirkt sich in diesem speziellen Fall positiv auf die regulären Wartungsunterbrüche aus, da die Server auf der virtuellen Umgebung aufgesetzt und dann in das RediNet integriert werden. Ein weiterer Vorteil ist die Redundanz. Bei einer Störung einer Virtual Server Hardware können die RediNet Server ohne grossen Unterbruch auf einer anderen Virtual Server Hardware weiter betrieben werden. Technisch gesehen funktioniert die Virtualisierung in drei Schichten. Der Virtual Server ist ein Hardware-Server mit einer entsprechenden Konfiguration. Die erste Schicht ist das Serverbetriebsystem, das mit Linux betrieben wird. Die zweite Schicht ist die Virtualisierungs- Software. Im Fall des RediNet sind das XEN Server vom Hersteller Citrix. Auf der dritten Schicht werden die virtuellen Server, wie zum Beispiel die Citrix Terminalserver, der LOBOS Datenbank Server oder der SQL Datenbank Server (RAI, BESA) betrieben. Mit dieser Technologie sind wir beim RediNet in der Lage, flexibel auf neue technische Anforderungen zu reagieren und erhöhen unsere Redundanz um eine weitere Stufe. Martin Egloff, NMC Kreuzlingen, Systembetreuer S e i t e 6 v o n 87 In eigener Sache Erweiterung unseres Teams Obwohl die letzte Stellenerweiterung erst im November 2008 erfolgte, wollen wir infolge permanenter Auftragszunahme unser Team mit einer weiteren Fachperson ergänzen. Wir suchen eine(n) Revisionsexperte(in) / Unternehmensberater(in) Pensum % Jahresarbeitszeit Arbeitsschwerpunkte - Leitung und Mitarbeit Teilbereich Revision - Organisation und Leitung von qualifizierten Arbeiten im Finanz- und Rechnungswesen - Unternehmensberatung und Projektbegleitungen - Mithilfe beim Ausbau und Umsetzung neuer Geschäftsfelder - Betreuung RediNet-Kunden Bewerbungen zu Handen Frau Elke Wattinger Kontakte über: Die Anforderung Revisionsexperte basiert auf der Tatsache, dass wir unsere Kapazitäten erweitern müssen. Seit der Inkraftsetzung des neuen Revisionsrechts schreibt die öffentliche Hand bei Sozialen Einrichtungen IVSE oft auch für Kleinbetriebe eine ordentliche Revision vor. Unser neuer Internet-Auftritt Mit dem seit dem Frühjahr aufgeschalteten neuen Auftritt haben wir auch die Informationsmöglichkeiten für Interessierte verbessert. Neu können Sie sich über Register: News, Unterregister: Newsletter unentgeltlich die Newsletter und laufenden News abonnieren, bzw. wieder abbestellen. Wir haben uns zum Ziel gesetzt, zusätzlich zu den im Frühjahr und Herbst erscheinenden Newsletter kurzfristig, unter dem Titel News, Informationen zur Verfügung zu stellen. Seminare/Schulungen 1. CURAVIVA Schweiz - Rechnungswesen laufend Kostenrechnung in der Alterspflege KVG Modul 1 Einführung in die Kostenrechnung Modul 2 Steigerung Qualität Modul 3 Interpretation und Analyse Modul 4 Anlagebuchhaltung Anmeldung: siehe unten ab Sept. Kostenrechnung in der Alterspflege KVG Schulung Erhebung der Arbeitsanalyse Pflege- bzw. Betreuungsleistungen KVG Einführungsseminar für Pflegeverantwortliche. Anmeldung: siehe unten laufend Kostenrechnung für soziale Einrichtungen IVSE Modul 1 Theoretische Grundkenntnisse Modul 2 Erfahrungsaustausch, Einrichten Modul 3 Anlagebuchhaltung Anmeldung: CURAVIVA Tel Mail 2. REDI AG Seminare/Schulungen Swiss GAAP FER, Informationstagung für NPO s zum Thema Rechnungslegung nach Swiss GAAP FER. Der Kurs findet in Zürich statt. Anmeldung: Permanent bieten wir zu allen Themen des Rechnungswesens betriebliche Schulungen an. Im Vordergrund stehen die Qualitätsverbesserungen im Rechnungswesen bzw. der Wissensausbau beim Kader zu betrieblichen Zahlen. Interessenten melden sich unter / Tel Bitte beachten Sie auch die Ausschreibungen auf unserer Homepage. Sie finden dort allenfalls kurzfristig aufgenommene Seminare und Kurse. Seminare S e i t e 7 v o n 88 Unsere Produkte und Dienstleistungen 1. Verarbeitungen bei uns Finanzbuchhaltung Kosten- und Leistungsrechnung (nach Vorlagen: KVG, soziale Einrichtungen und Spitex Schweiz) Anlagebuchhaltung Besoldung Bewohnerfakturierung Auftragsfakturierung Debitorenverwaltung und Buchhaltung Kreditorenverwaltung und Buchhaltung 2. RediNet (ASP Datencenter) Verarbeiten Rechnungswesen, Pflegemanager, Pflegeeinstufungssysteme, Zimmer- und Bettenverwaltung usw. Roaming-Office mit MS-Office-Produkten Roaming-Data für Hosting von Daten 3. Externe Betreuung Unterstützung beim Budgetieren Erarbeiten von Modell-Rechnungen für neue Einstufungsmodelle Unterstützung und Betreuung Finanz- und Rechnungswesen vor Ort Controlling Finanz- und Rechnungswesen z.b. pro Quartal Erstellen Budgetvergleiche und Analysen Jahresabschluss erstellen vor Ort 4. Entwicklung Finanz- und Rechnungswesen Konzeption und Aufbau Finanz- und Rechnungswesen Reorganisation Finanz- und Rechnungswesen Konzeption und Einführung Kostenrechnung (KVG, IVSE, Sonderschulen) Reporting 5. Revisionsstelle Revisionsstelle für ordentliche Revisionen Revisionsstelle für eingeschränkte Revisionen Kontrollstelle für Rechnungsprüfung von Unternehmen im Opting-out 6. Unternehmensberatung Unterstützung und Führung bei der Entwicklung der Aufbauorganisation Beratung bei der Entwicklung und Weiterentwicklung von Betriebskonzepten Beratung und Unterstützung bei der Einführung des IKS internes Kontrollsystem Beratung und Unterstützung beim Einrichten einer Risikobeurteilung Erarbeiten von Planrechnungen Analyse Betriebsrechnung Stellenplananalysen Aufbau und Reorganisation der Ablauforganisation 7. EDV - Evaluation und Einführung Beratung und Unterstützung bei der Planung und Evaluation von EDV-Projekten Begleitung beim Einrichten und Einführen von EDV-Werkzeugen Einführungsschulung auf den Produkten 8. Trouble-shooting Kriseninterventionen Übernahme der Verarbeitung Finanz- und Rechnungswesen auf Zeit 9. Schulungen Weiterbildung Kadermitarbeiter vor Ort zu einzelnen Themen des Finanz- und Rechnungswesens Weiterbildung vor Ort für Mitarbeiter Finanz- und Rechnungswesen Veranstaltung eigener Seminare Durchführung Seminare im Auftrag von CURAVIVA Schweiz Durchführen von Lehrgängen am TERTIANUM ZfP Bildungsinstitut, Berlingen S e i t e 8 v o n 8 Ähnliche Dokumente
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