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Timestamp: 2019-06-18 02:37:12+00:00

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Autor Thema: Das H-Kennzeichen (Gelesen 3769 mal)
« am: März 06, 2008, 08:11:39 am »
Nach dem § 21 c StVZO werden Oldtimer, die ein H-Kennzeichen benutzen wollen, vom TÜV (oder in den östlichen Bundesländern von der DEKRA) überprüft. Die stellen dann fest, ob das vorgeführte Fahrzeug ein Oldtimer ist - oder nicht.
Der Sachverständige muss nach der Begutachtungsrichtlinie den Zustand des Fahrzeuges, die Ausrüstung, die Veränderungen würdigen, um dann eine Antwort auf die alles entscheidende Frage zu geben: "Kann das begutachtete Fahrzeug als ein kraftfahrzeugtechnisches Kulturgut betrachtet werden?"
Er muss dazu ein vorgeschriebenes Formular ausfüllen, in das einzutragen ist:
1. Name und Anschrift der ausführenden Technischen Prüfstelle für den Kraftfahrzeug-Verkehr
2.1. Fahrzeugart
2.4 Verkaufs- bzw. Handelsbezeichnung
2.5 Fahrzeugidentifizierungsnummer
2.6 Baujahr
2.7 Tag der 1.Zulassung bzw. der 1.Juli des geschätzten Baujahres
2.8 bisheriges amtliches Kennzeichen
3.1 Zustand der Hauptbaugruppen
Originalzustand: JA / NEIN
3.1.1 Rahmen / Fahrgestell
3.1.2 Aufbauten
3.1.3 Motor
3.1.4 Kraftübertragung
3.1.5 Radaufhängung und Achsen
3.1.6 Lenkanlage
3.2 Zustand folgender Teile
3.2.1 Reifen / Räder
3.2.2 Lampen und Leuchten
3.2.3 Elektrik
3.2.4 Verglasung
3.2.5 Ketten und Riemen (im Antriebsstrang)
3.2.6 Auspuffanlage
3.2.7 Sitze und Inneneinrichtung
wie z.B. Wankelmotor, Flügeltüren, besonderes Modell
4.0 Zustand des Gesamtfahrzeuges
authentisch restauriert z.B. Ledersitze, Tür, Lackierung neu
abweichend restauriert z.B. Schweller, Spoiler, neue Farbe
4.1 Erhaltungszustand des Fahrzeuges (Gesamtoptik)
4.2 Pflegezustand
5. Kommentar - Würdigung - Gesamtbild
6. Ergebnis der Begutachtung - Bestätigung nach § 21c StVZO
Das beschriebene Fahrzeug entspricht einem Oldtimer im Sinne des § 21c StVZO
Eine Untersuchung im Umfang einer Hauptuntersuchung wurde am ...... mit positivem Ergebnis durchgeführt
Ein Gutachten nach § 21 StVZO wurde mit positivem Ergebnis erstellt
und das Ganze muss er dann mit Prüfstempel und Kennnummer unterschreiben!!!
Hin und wieder gibt es Diskussionen darüber, ob in der Begutachtung zum H-Kennzeichen nach § 21c StVZO auch ein Hauptuntersuchung (HU) enthalten ist.
Häufig wird beim DEUVET beklagt, dass Prüfstellen im Rahmen der Begutachtung sowohl die Gebühren für die Untersuchung nach § 21c als auch für die Hauptuntersuchung fordern. Dies ist nicht zulässig. In Erläuterung 5 zum § 21c sagt der Gesetzgeber eindeutig, dass es sich um eine Untersuchung im Rahmen der Begutachtung handelt und der Aufwand für die Hauptuntersuchung in diesem Rahmen mit abgedeckt ist. Eine zusätzliche Gebühr darf daher nicht gefordert werden.
Als Richtlinie für die TÜV-Begutachtung zum H-Kennzeichen kann man von ca. 80,- Euro für eine Begutachtung nach §21c bei bereits zugelassenen Fahrzeugen und von ca. 91,-Euro für Fahrzeugen mit gültigem Brief ausgehen. Ohne gültigen Brief erhöht sich die Gebühr auf ca121,- Euro. (Motorrad ca. 46,-/. 51,-/. 69,- Euro)
« Antwort #1 am: März 06, 2008, 16:01:50 pm »
Danke für die Info, sicher für den einen oder anderen interessant. Ganz offensichtlich sind auch Zulassungsstellen und TÜV Stellen dazu angehalten, möglichst große Umsätze zu machen. Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen dass die über die Gebührenstruktur nicht bescheid wissen sollen. Sonst wissen sie ja auch jeden Käse... :evil:
« Antwort #2 am: März 07, 2008, 19:59:36 pm »
ich denke ich habe hier alles im Forum zum Thema gelesen und habe auch schon selber geschafft ein Fahrzeug erfolgreich als Oldtimer anzumelden.
Jetzt habe ich aber eine Frage die vielleicht in der gesetzlichen Grauzone ist.
Ich habe die Fahrzeugpapiere meines Zukünftigen noch nicht sichten dürfen, aber die EZ ist 1980. Das heisst nicht 30 Jahre alt.
Jemand anderes hat mir geantwortet, dass meiner http://cgi.ebay.de/ws/eBayISAPI.dll?ViewItem&item=200202969933&ru=http%3A%2F%2Fsearch.ebay.de%3A80%2Fsearch%2Fsearch.%20dll%3Ffrom%3DR40%26_trksid%3Dm37%26satitle%3D200202969933%26category0%3D%26%3Cbr%20/%3Efvi%3D1
angeblich älteren Baujahres ist.
Was ist wenn ich "ausversehen" den Brief verliere . Der aufgeboten wird, ich einen Kaufvertrag habe in dem steht , dass ich den Brief erhalten habe (das heisst ich muss den Eid abgeben, da ich ja den Brief verloren habe)
ich mir dann von Hymer schriftlich das herstellungsdatum anhand der VIN geben lasse und dann das Herstellungsdatum für den neuen Brief genommen wird......damit :
Der hymer älter ist....und vielleicht schon früher 30 Jahre ist.......
Es ist das Modell CF97300, mehr weiss ich nicht.
« Antwort #3 am: März 07, 2008, 21:21:43 pm »
Schick mal die Fahrgestelnummer, dann kan ich nachschauen was für ein Bj.
« Antwort #4 am: April 17, 2008, 12:18:11 pm »
Noch mehr interessante Seiten:
Leitfaden zur Begutachtung von Oldtimern
http://www.w123garage.de/downloads/gtue.pdf

References: § 21
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