Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=BVerfGE%2024,%20184
Timestamp: 2020-01-23 16:13:47+00:00

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BVerfG, 09.10.1968 - 2 BvE 2/66 - dejure.org
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BVerfG, 09.10.1968 - 2 BvE 2/66 (https://dejure.org/1968,151)
BVerfG, Entscheidung vom 09.10.1968 - 2 BvE 2/66 (https://dejure.org/1968,151)
BVerfG, Entscheidung vom 09. Januar 1968 - 2 BvE 2/66 (https://dejure.org/1968,151)
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Art. 80 Abs. 2, 77 IIa, Zustimmungsgesetz
Begriff der "Rechtsverordnung aufgrund zustimmungsbedürftiuger Gesetze
BVerfGE 24, 184
NJW 1969, 33
DVBl 1969, 110
DÖV 1969, 137
In der Entscheidung BVerfGE 24, 184 [199 f.] - Apostille - hat es das Gericht offengelassen, ob der Aufspaltungsbefugnis verfassungsrechtliche Grenzen gezogen sind und wo diese Grenzen verlaufen.
Schon eine solche Öffnung des den Ländern vom Grundgesetz zuerkannten Kompetenzbereichs für Einwirkungen des Bundes bedarf nach Art. 84 Abs. 1 GG der Zustimmung des Bundesrates (vgl. BVerfGE 24, 184 [194 ff.]; Haas, AöR 80 [1955/56], S. 81 [90]).
Zustimmungsrechte des Bundesrates sollen nicht durch Delegation der Rechtssetzung auf die Exekutive erlöschen (vgl. BVerfGE 24, 184 ; 114, 196 ).
Die dort verankerte Verpflichtung, in der Rechtsverordnung deren Rechtsgrundlage anzugeben, bedeutet, dass nicht nur das Gesetzeswerk, in dem sich die Ermächtigungsgrundlage findet, sondern die ermächtigende gesetzliche Einzelvorschrift in der Verordnung genannt wird (vgl. BVerfGE 24, 184 ; 101, 1 ).
Der Verordnungsgeber wird durch die Pflicht zur Angabe der Ermächtigungsgrundlage angehalten, sich der Reichweite seiner Rechtsetzungsbefugnis zu vergewissern; Normadressaten und Gerichten wird ermöglicht, zu prüfen, ob der Verordnungsgeber bei Erlass der Norm von einer gesetzlichen Ermächtigungsgrundlage Gebrauch machen wollte und ob die getroffene Regelung sich im Rahmen der Ermächtigung gehalten hat (vgl. BVerfGE 24, 184 , 101, 1 ).
Es lag eine nach Art. 80 GG zulässige Rechtssetzung durch die Exekutive vor (vgl. BVerfG 9. Oktober 1968 - 2 BvE 2/66 - zu B II 2 c der Gründe, BVerfGE 24, 184) .
Es bedarf keiner abschließenden Entscheidung, ob das Grundgesetz prinzipiell von einem "numerus clausus" der zulässigen Rechtsetzungsformen ausgeht (vgl. BVerfGE 8, 274 [323]; 24, 184 [199]).
Bundesverfassungsgericht, Beschluss vom 9. Oktober 1968 - 2 BvE 2/66, in: BVerfGE 24, 184, 196.
(1) In der verfassungsgerichtlichen Rechtsprechung ist anerkannt, dass der Gesetzgeber den Erlass einer Rechtsverordnung an einen Zustimmungsvorbehalt zugunsten des Parlaments binden kann (BVerfG vom 12.11.1958 BVerfGE 8, 274/319 ff.; vom 9.10.1968 BVerfGE 24, 184/199;… Lindner in Lindner/Möstl/Wolff, Verfassung des Freistaates Bayern, Art. 55 Rn. 54).
Beruht eine Rechtsverordnung auf mehreren gleichrangigen Ermächtigungen, so sind sie allerdings alle anzugeben, denn aus rechtsstaatlichen Gründen soll zum einen gewährleistet werden, daß die zur Normsetzung ermächtigte Exekutive die Grenzen ihrer Befugnis im Auge behält, und zum anderen den Normadressaten die Prüfung erleichtert werden, ob der gesetzliche Rahmen der Ermächtigung eingehalten ist (vgl. BVerfG, Beschlüsse v. 18.10.1966, BVerfGE 20, 283, und v. 9.10.1968, BVerfGE 24, 184).
Art. 80 Abs. 1 Satz 3 GG und Art. 79 Abs. 1 Satz 3 Verf-LSA sollen die Kontrolle ermöglichen, ob die Verordnung mit dem ermächtigenden Gesetz übereinstimmt (vgl. zum Formerfordernis aus Art. 80 Abs. 1 Satz 3 GG insbesondere BVerfG, Beschl. v. 09.10.1968 - 2 BvE 2/66 - BVerfGE 24, 184 [196] = juris).
VG Koblenz, 28.07.2009 - 7 K 13/09
Versagung der Genehmigung einer Werbeanlage im vereinfachten Verfahren
OLG Brandenburg, 30.03.1995 - 6 W 53/94
Möglichkeit der Anfechtung eines Abgabebeschlusses des Porzeßgerichts an …

References: Art. 80
 Art. 84
 Art. 80
 Art. 55

Art. 80
 Art. 79
 Art. 80