Source: http://deutscher-sloughi-club.de/zuchtordnung.html
Timestamp: 2017-05-01 02:24:50+00:00

Document:
Deutscher Sloughi Club 1980 e.V. Satzung
Zuchtordnung des Deutschen Sloughi Club 1980 e. V.
Zweck des Deutschen Sloughi Club e.V. ( DSC ) ist die Reinzucht der Rasse Sloughi in der Bundesrepublik Deutschland hinsichtlich ihres äußeren Erscheinungsbildes und rassetypischen Wesens sowie der Erhaltung und Förderung ihrer Leistungseigenschaften nach dem der F.C.I. niedergelegten Standard 188i ( Ursprungsland Marokko).
Erbliche Defekte und Krankheiten werden vorn DSC erfasst, bewertet und planmäßig züchterisch bekämpft.
Das Internationale Zuchtregelement der Federation Cynologique Internationale (F.C.I.) und die Zuchtordnung des Verbandes für das Deutsche Hundewesen e.V. (VDH) sind für alle Mitglieder des DSC e.V. verbindlich.
Die VDH-Zuchtordnung ist Bestandteil der Zuchtordnung des Clubs (Anlage 1)
Ais Zuchttiere finden nur reinrassige Sloughis Verwendung, die ihre Abstammung aus einem der Ursprungsländer der Rasse ( Marokko, Algerien, Tunesien, Libyen ) einwandfrei nachweisen können.
Voraussetzung für alle Zuchtmaßnahmen sind:
Der nationale Schutz eines Zwingernamens (VDH-geschützt); empfohlen wird zusätzlich der internationale Schutz (F.C.I. -geschützt)
Das Vorliegen einer über den DSC zentral vorgenommenen Augenuntersuchung der Zuchttiere vor dem ersten Deckakt nach mit dem VDH abgestimmten Regeln sowie eine gute Konstitution und Gesundheit und Verhalten der Tiere wie sie bei Zuchtveranstaltungen und im Rahmen von Zuchtschauen geprüft werden.
Eine Phänotyp-Beurteilung im Rahmen einer Rassehunde-Ausstellung, bei der der Hund mindestens die Formwertnote "sehr gut" erhält.
Eine Verhaltensüberprüfung im Rahmen einer Ausstellung ( Formwert-Beurteilung) mit einer zusätzlichen Beurteilung des Zuchtrichters betreffend die Verhaltenssicherheit bzw. Sozialverträglichkeit.
Genehmigung der Veterinärbehörde gemäß § 11 Abs. 1 Nr.3a (wenn erforderlich vom Züchter einzuholen)
Bei Erstzüchtern eine Bestätigung des Zuchtwartes, dass sehr gute, für Sloughis angemessene, Aufzuchtbedingungen gewährleistet sind
Erstzüchter müssen ebenso den Nachweis über den Besuch der Seminare über Zucht, Geburt und Geburtsvorbereitung vor Belegung der Hündin erbringen.
Die Hundehaltung und Fütterung muss artgerecht sein. Für alle Hunde und Welpen muss mindestens sehr gute Hundehaltung gegeben sein, dafür sind Freiauslauf und menschliche Zuwendung Grundvoraussetzung.
Soweit ein Ehegatte oder Lebensgefährte eines Mitgliedes des DSC unter der gleichen Anschrift ebenfalls Sloughis züchtet, jedoch Mitglied in einem anderen Verein ist und dort seine Würfe eintragen lässt, hat das Mitglied nachzuweisen dass eine räumliche Trennung zu dem Zwinger des Ehegatten bzw. Lebensgefährten besteht, die sicherstellt, dass ungewollte Verpaarungen ausgeschlossen sind. Der Zuchtleiter ist berechtigt, durch angemeldete oder unangemeldete Zwingerkontrollen die Einhaltung dieser Voraussetzung zu überprüfen. Im Falle des Verdachtes einer unerlaubten Verpaarung ist er berechtigt, durch einen Tierarzt die genetische Herkunft gefallener Würfe klären zu lassen.
Der DSC ist berechtigt, befristete Zuchtzulassungen auszusprechen, bzw. für die Zucht einschränkende Auflagen zu erteilen.
Der DSC e.V. ist berechtigt, eine Zuchtzulassung eines Hundes zu widerrufen, wenn bei den Nachkommen eine für die Rasse Sloughi besondere Häufung erblicher Defekte nachgewiesen wurde, oder der Hund selbst zuchtrelevante Krankheiten oder Aggressivität aufweist.
§ 3 Mindest- und Höchstalter der Zuchttiere:
Rüden: Mindestalter beim ersten Deckakt: 18 Monate
Hündinnen: Mindestalter bei der ersten Belegung: 24 Monate
Das Höchstalter für Hündinnen liegt beim vollendeten 8.Lebensjahr; Befreiung hiervon, die nur (als Ausnahme) für einen Wurf gilt, kann vom Zuchtleiter in Einzelfällen erteilt werden.
Für Rüden gibt es keine Altersbegrenzung.
§ 4 Häufigkeit der Zuchtverwendung:
Hündinnen dürfen pro Kalenderjahr einen Wurf aufziehen. Ebenso dürfen Hündinnen mit mehr als 6 aufgezogenen Welpen 12 Monate nicht belegt werden.
Gerechnet wird in beiden Fällen von Decktag zu Decktag mit einer Toleranz von 14 Tagen.
Bei Belegung 1 x im Kalenderjahr ist jeweils der 31.12. der Stichtag
§ 5 Wurfstärke
Eine Begrenzung der Wurfstärke ist mit §1 des Deutschen Tierschutzgesetzes nicht zu vereinbaren.
§ 6 Inzestzucht
Paarungen von Verwandten ersten Grades (Inzest = Vollgeschwister;
Vater/Tochter, Mutter/Sohn) sind verboten.
§ 7 Züchter
Als Züchter eines Hundes gilt der Eigentümer oder Mieter der Hündin zur Zeit der Belegung. Nach der Eigentumsübertragung einer belegten Hündin gilt der neue Eigentümer als Züchter. Ein Mitglied des DSC. das züchten möchte, ist verpflichtet, in Vorbereitung auf die Zwingerabnahme, den Nachweis über den Besuch der Seminare über Zucht, Geburt und Geburtsvorbereitung vor Belegung der Hündin erbringen.
§ 8 Zuchtmiete
Das Mieten von Hündinnen zur Zucht ist eine Ausnahme. Sie bedarf der vorherigen Genehmigung des Zuchtleiters. Dem Zuchtleiter ist rechtzeitig vor dem Deckakt ein schriftlicher Vertrag über das Zuchtmietverhältnis vorzulegen. Vordrucke des VDH sind über den Zuchtleiter des DSC erhältlich. Die Hündin muss ab dem Decktag bis zur Wurfabnahme im Gewahrsam des Mieters sein. Hündinnen, die im Eigentum oder Besitz von Personen stehen, denen das Zuchtbuch oder Register des DSC e.V. gesperrt ist, dürfen nicht zur Zuchtmiete herangezogen werden.
§ 9 Pflichten des Deckrüdenbesitzers
Jeder Deckrüdenbesitzer hat ein Deckbuch zu führen. Art und Umfang der Eintragungen sind aus dem VDH-Zwingerbuch, Abteilung „Deckrüden" Teil 2, ersichtlich. Angaben über Deckvorgänge, Deckrüden und belegte Hündinnen sind unverzüglich festzuhalten, wie z.B. auch Zu- und Abgänge mit Angabe von Wurftag, Zuchtbuchnummer, Tätowiernummer/Chipnummer und Farbe. Angaben über die Zuchttauglichkeit und evtl. Leistungskennzeichen, Namen und Anschrift des Besitzers. Decktage und Wurfergebnisse müssen ebenfalls enthalten sein. Das Deckbuch ist stets auf dem neuesten Stand zu halten.
Zuständiger Zuchtwart und Zuchtleiter haben jederzeit das Recht das Deckbuch zur Einsicht anzufordern.
Um Differenzen zu vermeiden werden schriftliche Vereinbarungen empfohlen.
Vor jedem Deckakt hat sich der Deckrüdenbesitzer davon zu überzeugen dass Hündin und Rüde die Zuchtvoraussetzungen erfüllen.
Er hat dem Züchter die Deckbescheinigung zu unterschreiben und eine Fotokopie der Ahnentafel des Deckrüden auszuhändigen.
Künstliche Besamung mit Gefriersperma ist zur Verbesserung der Rasse in Ausnahmefällen möglich. Sie bedarf der Genehmigung durch den Vorstand und des Zuchtleiters. Für das Verfahren ist das internationale Reglement der F.C.I. zu beachten. Die danach erforderlichen Atteste sind an den DSC e.V. zu übersenden.
§11 Pflichten des Züchters
Jeder Züchter hat ein Zwingerbuch zu führen. Art und Umfang der Eintragungen sind aus dem VDH-Zwingerbuch ersichtlich.
Vor jedem Deckakt hat sich der Züchter davon zu überzeugen, dass Hündin und Rüde die
Zuchtvoraussetzungen erfüllen.
Vom vollzogenen Deckakt ist dem Zuchtleiter innerhalb von 8 Tagen Mitteilung zu machen.
Alle Würfe sind dem Zuchtleiter innerhalb 3 Tagen schriftlich mitzuteilen.
Der Züchter hat den Deckrüdenbesitzer innerhalb 3 Tagen, nach dem Werten der Hündin, über das Wurfgeschehen bzw. über das Leerbleiben der Hündin zu unterrichten.
Der Züchter ist verpflichtet die Mutterhündin in bestem Ernährungszustand artgerecht zu halten, gut zu pflegen und artgerecht und hygienisch unterzubringen.
Die Abgabe der Jungtiere ist erst nach Vollendung der achten Lebenswoche erlaubt.
Für alle Welpen hat der Züchter durch einen EU-Heimtierausweis den Nachweis einer Grundimmunisierung, mindestens SFILP, zu erbringen.
Bei evtl. Zwingergemeinschaften ist der Zuchtverantwortliche zu benennen.
Eine Abgabe an Zoogeschäfte oder den gewerblichen Hundehandel ist untersagt und wird mit Ausschluss aus dem DSC oder Zuchtbuchsperre geahndet.
§ 12 Anmeldung und Eintragung in das Zuchtbuch
Wer als Züchter des DSC. das Zuchtbuch des DSC in Anspruch nehmen will, ist verpflichtet alle seine Würfe zur Eintragung in das Zuchtbuch des DSC zu melden. Der Wurfeintragungsantrag ist vollständig auszufüllen und sofort nach Wurfabnahme dem Zuchtleiter zuzusenden. Ferner ist gleichzeitig einzureichen:
- Originalahnentafel bzw. Registrierbescheinigung der Mutterhündin,
- lesbare Fotokopie der Ahnentafel des Deckrüden, Nachweis über die Zuchttauglichkeit des Deckrüden bzw. der Mutterhündin, wenn diese bis dahin nicht dem Zuchtleiter vorliegen.
§ 13 Wurfabnahme und Wurfkontrolle
Eine Wurfkontrolle wird spätestens 3 Wochen nach dem Wurf von einem vom Zuchtleiter bestimmten Zuchtwart durchgeführt.
Die Wurfabnahme wird durch den zuständigen Zuchtwart oder den Zuchtleiter nicht vor der vollendeten 7. Lebenswoche vorgenommen. Die Abnahme ist nur nach Vorlage des EU-Heimtierausweises mit der Eintragung der Erstimpfung für alle Welpen gestattet. Alle Welpen müssen gechipt oder tätowiert sein.
Der Zuchtwart füllt einen Wurfabnahmebericht aus, der alle wesentlichen Angaben enthält; insbesondere alle bei den Welpen und bei der Mutterhündin sichtbaren Mängel. Dieser enthält auch einen Vermerk über das Vorliegen des Impfpasses. Zuchtleiter und Züchter erhalten jeweils eine Kopie dieses Berichtes.
Die Wurfabnahme kann nur durch Zuchtwarte des DSC oder nach Absprache auch Zuchtwarte anderer VDH-Vereine erfolgen
Für die erforderlichen Wurfbesichtigungen hat der Züchter dem Zuchtwart die Reisekosten gemäß der Spesenordnung des DSC e.V. zu erstatten.
§ 14 Zuchtberatung und Zuchtkontrolle
Zuchtleiter und Zuchtwarte stehen allen Mitgliedern des DSC zur Beratung in Zuchtangelegenheiten zur Verfügung. Sie kontrollieren die Zucht und die Einhaltung der Zuchtordnung.
Der Zuchtleiter kann aus besonderem Anlass in Abstimmung mit dem 1. oder 2. Vorsitzenden des DS.C jederzeit und ohne Voranmeldung Zwinger- und Wurfbesichtigungen vornehmen, sowie durch einen vom DSC beauftragten Tierarzt eine Untersuchung des Gesundheitszustandes von Hunden anordnen oder die genetische Herkunft gefallener Würfe klären lassen. Die Kosten dieser Maßnahme werden vom DSC getragen; werden Unregelmäßigkeiten festgestellt, sind sie vom Züchter zu tragen.
Eine unangemeldete Zwinger- bzw. Wurfbesichtigung hat durch den Zuchtleiter zusammen mit einem Zuchtwart oder dem Tierschutzbeauftragten zu erfolgen.
Dem Züchter ist ein Schreiben des Zuchtleiters mit der entsprechenden Anordnung vorzulegen das vom 1. oder 2.Vorsitzenden gegengezeichnet ist. Die Vorlage eines Fax-Schreibens ist ausreichend.
Verweigert der Züchter grundlos seine Mitwirkung, stellt dies einen Verstoß gegen die Zuchtordnung dar.
§ 15 Zuchtleitung
Der Zuchtleiter muss mindestens die an die Zuchtwarte gestellten Anforderungen erfüllen. Der Zuchtleiter ist für die Überwachung aller Zuchtangelegenheiten verantwortlich und verpflichtet, erbliche Defekte zu erfassen, deren Entwicklung zu dokumentieren, zu bewerten und - wo erforderlich - deren Bekämpfung zu veranlassen. Er kontrolliert die Zucht und die Einhaltung der Zuchtbestimmungen bei den Zuchtwarten.
Der Zuchtleiter ist verpflichtet, mit geeigneten Schulungsmaßnahmen, die kynologischen und funktionsspezifischen Kenntnisse der Zuchtwarte auf dem neuesten Stand zu halten. Für die Züchter hat er mindestens einmal pro Jahr eine Züchtertagung mit Schulung durchzuführen. Die Züchter sind zur Teilnahme verpflichtet. Nimmt ein Züchter zweimal ohne hinreichenden Grund nicht teil, kann eine Zuchtsperre ausgesprochen werden bis der Züchter zwei Seminare nachgeholt hat. Zusätzlich kann eine Geldbuße in Höhe von bis zu 250,--Euro verhängt werden. Gleichwertige Veranstaltungen vom VDH und anderer VDH-Vereine werden anerkannt.
§ 16 Zuchtwarte
Zuchtwarte sind die unmittelbaren Ansprechpartner und Berater der Mitglieder in Zuchtangelegenheiten. Sie kontrollieren die Zucht und die Einhaltung der Zuchtbestimmungen in ihrem Zuständigkeitsbereich.
Für den Aufbau einer Organisation von Zuchtwarten sowie für deren Aus- und Weiterbildung ist der Zuchtleiter zuständig. Zum Zuchtwart kann ein Mitglied des DSC vom Vorstand ernannt werden, das neben der Kenntnis der gesetzlichen Bestimmungen zur Hundehaltung und züchterischer Erfahrung (mindestens 5 Würfe) die vom DSC festgesetzten Grundkenntnisse in Zuchtwesen und Vererbung, sowie hinreichende praktische Erfahrung in der Abwicklung von Wurfabnahmen nachgewiesen hat.
Die Zuchtwartordnung des DSC und des VDH ist bindend und hier zu berücksichtigen.
Die im DSC gefallenen Würfe werden in das Sammelzuchtbuch des VDH eingetragen
Im Zuchtbuch werden nur Hunde eingetragen, deren Abstammung über drei Ahnengenerationen lückenlos in von der FCI anerkannten Zuchtbüchern nachgewiesen werden kann.
§18 Ahnentafeln
Ahnentafel und Hund gehören zusammen. Die Ahnentafel ist ein Abstammungsnachweis der von der Zuchtbuchstelle als mit den Zuchtbucheintragungen identisch gewährleistet wird und drei oder mehr Ahnengenerationen aufweist.
Ahnentafeln müssen deutlich mit den Emblemen des VDH und F.C.I gekennzeichnet sein.
Ahnentafeln und evtl Auslandsanerkennungen dürfen den Käufern von Hunden nicht gesondert berechnet werden.
Auf Ahnentafeln von Hündinnen sind Wurftag und Wurfstärke aller mit ihr gezüchteten Würfe eingetragen; dies wird auch auf der Ahnentafel-Zweitschrift nachgetragen.
b) Eigentum an der Ahnentafel
Die Ahnentafel bleibt Eigentum des DSC e.V. Der DSC kann jederzeit die Vorlage, oder, nach dem Tod des Hundes, die Rückgabe der Ahnentafel verlangen.
Bei Übernahme von Hunden aus dem Zuchtbuch eines anderen, dieselbe Rasse betreuenden Mitgliedsverein des VDH, darf die Original-Ahnentafel nicht eingezogen werden; auf ihr wird jedoch die Übernahme sowie die neu erteilte Zuchtbuchnummer (Übernahmenummer) mit Datum. Unterschrift und Stempel des übernehmenden DSC bestätigt
Es können der Original-Ahnentafel Übernahmedokumente beigefügt werden; diese müssen mit der Original-Ahnentafel verbunden werden.
c) Besitzrecht
der Pfandgläubiger (bei Verpfänden oder Pfänden) während der Dauer des Pfandverhältnisses, sein Besitzrecht geht dem des Eigentümers im Range vor .
Das Recht zum Besitz der Ahnentafel gegenüber dem DSC e.V. besteht nur so lange wie die Pflichten durch den Hundebesitzer erfüllt werden. Der DSC kann die Ahnentafeln für die Dauer einer Zuchtbuchsperre einziehen.
Ergibt sich das Besitzrecht der Ahnentafel nicht aus der Ahnentafel, kann der DSC die Ahnentafel bis zur Klärung der Ansprüche einziehen.
d) Beantragung von Ahnentafeln
Die Ausstellung von Ahnentafeln und Registrierbescheinigungen erfolgt nur auf Antrag, jedoch unverzüglich durch den DSC, sobald die Antragsunterlagen vollständig vorliegen und die Eintragungsvoraussetzungen erfüllt sind.
e) Auslandsanerkennung
Bei Verkauf von Hunden in das Ausland muss für die Ahnentafel eine Auslandsanerkennung vom VDH ausgestellt werden. Anträge sind formlos an den VDH zu richten. Die Auslandsanerkennung darf dem Käufer des Hundes nicht gesondert berechnet werden.
f) Ungültigkeitserklärung von Ahnentafeln
In Verlust geratene Ahnentafeln müssen für ungültig erklärt werden Nach Veröffentlichung des Verlustes in der Verbandszeitschrift des VDH oder in den Mitteilungen des DSC wird nach sorgfältiger Prüfung des Antrages und der Beweise über den Verlust der Original-Ahnentafel eine Zweitschrift gegen Gebühren angefertigt. Bei Hündinnen sind darauf alle ihre Würfe nachzutragen.
Die ausgestellte Ersatz-Ahnentafel muss den Vermerk „Zweitschrift" tragen.
g) Eigentumswechsel
Jeder Eigentumswechsel eines Hundes muss auf der Ahnentafel mit Ort und Datum des Übergangs vermerkt werden.
Die Eintragung des Vermerkes muss durch den Voreigentümer mit seiner Unterschrift bestätigt werden.
§ 19 Zuchtgebühren
Die Zuchtgebühren sind in der Gebührenordnung des DSC festgesetzt. Sie sind per Vorkasse vor Übersendung der beantragten Papiere auf das Konto des DSC e.V. zu zahlen.
Außergewöhnliche Kosten, die dem Zuchtleiter oder dem DSC durch verspätete Anmeldung der Würfe entstehen, müssen vom Züchter getragen werden.
§ 20 Zwingernamenschutz
Der DSC schützt auf Antrag für seine Mitglieder einen Zwingernamen für die Sloughi-Zucht auf die Dauer ihrer Mitgliedschaft. Der Antrag soll drei Zwingernamen enthalten, von denen der gewünschte an erster Stelle steht. Der Zweite bzw. dritte wird gewählt, wenn die andere(n) bereits vergeben oder unzulässig sind. Den Zwingernamen dürfen nur die im Zwinger des Namensinhabers gezüchteten Tiere tragen. Der Zwingername ist nicht übertragbar, kann aber für einen Erben des Namensinhabers geschützt werden, wenn dieser innerhalb von 10 Jahren dies beantragt, seine Berechtigung nachweist und Mitglied des DSC ist/wird. Der Zwingernamenschutz wird gültig mit der Veröffentlichung im „Rassehund".
§ 21 Nichtmitglieder
Auch Nichtmitglieder sind an die Zuchtbestimmungen des DSC gebunden, wenn sie die Eintragung der von ihnen gezüchteten Welpen beantragen.
§ 22 Augenuntersuchung ( Bekämpfung der PRA )
Jeder Sloughi benötigt zur Ankörung zusätzlich den Nachweis, dass er frei von genetisch bedingter PRA ( homozygot positiv ) ist, also dem Typ A oder B zugehörig ist. Dieser Nachweis ist durch molekulargenetischen Test zu führen.
Sloughis, die aufgrund dieses Tests Anlageträger sind, das heißt, sie werden nie erkranken können (heterozygot) Typ B, können nur mit PRA-Befund-Freien Partnern ( homozygot negativ ) „Typ A" gepaart werden.
Bei der Verpaarung eines nicht PRA untersuchten Sloughis mit der Abstammung „Typ AxA" und eines Hundes „Typ B" muss der aus einer „Typ AxA"-Verpaarung stammende Hund zur Sicherheit noch einmal auf PRA getestet werden.
Ausländische Deckrüden können unter folgenden Bedingungen eingesetzt werden:
Wenn ein molekulargenetischer Test vom anerkannten deutschen Institut vorliegt, gelten gleiche oben genannten Bedingungen.
Liegt kein Test des ausländischen Rüden vor dem Deckakt vor, werden alle gefallenen Welpen vor Eintragung in das Zuchtbuch bei Hündinnen mit homozygot negativem Ergebnis (PRA-frei), also „Typ" A, dem molekularbiologischen Test unterzogen.
Heterozygote Sloughi-Hündinnen (Anlageträger) können nur mit nachweislich PRA- freien Auslandsrüden „Typ A" gepaart werden.
Alle Nachweise sind vor dem Deckakt zu führen.
Die Überwachung dieser Zuchtordnung obliegt dem Zuchtleiter und den Zuchtwarten. Jedes Mitglied sollte dem Zuchtleiter umgehend von Verstößen gegen die Zuchtordnung Kenntnis geben.
Wegen Verstoßes gegen die Zuchtbestimmungen, Anordnungen und Entscheidungen des Zuchtleiters und der Zuchtwarte kann der Hauptzuchtwart die Eintragung eines Wurfes von der Zahlung des Mehrfachen der Eintragungsgebühr abhängig machen, eine zeitlich begrenzte Zuchtsperre verhängen oder eine Verwarnung erteilen.
Im Wiederholungsfall oder besonders schwerwiegenden Fällen kann eine Zuchtbuchsperre oder Zwingersperre erfolgen.
Jedem Mitglied wird eine Zuchtordnung übergeben. Er ist jedoch verpflichtet, sich über spätere Änderungen der Zuchtbestimmungen durch persönliche Initiative zu unterrichten. Dies gilt auch für Nichtmitglieder, die die Zuchteinrichtungen des DSC in Anspruch nehmen.
Die Mindesthaltungsbedingungen des Tierschutzgesetzes sind fester Bestandteil der Zuchtordnung und als Anlage beigefügt.
Alle Mitglieder sind an die Mindesthaltungsbedingungen gebunden.

References: § 11

§ 3

§ 4

§ 5
 §1

§ 6

§ 7

§ 8

§ 9

§11

§ 12

§ 13

§ 14

§ 15

§ 16

§18

§ 19

§ 20

§ 21

§ 22