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Timestamp: 2019-06-25 04:54:58+00:00

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Rechtsprechung: NVwZ 1985, 338 - dejure.org
Weitere Entscheidungen unten: BVerwG, 06.07.1984 | BVerwG, 04.05.1984
BVerwG, 07.09.1984 - 4 N 3.84
https://dejure.org/1984,292
BVerwG, 07.09.1984 - 4 N 3.84 (https://dejure.org/1984,292)
BVerwG, Entscheidung vom 07.09.1984 - 4 N 3.84 (https://dejure.org/1984,292)
BVerwG, Entscheidung vom 07. September 1984 - 4 N 3.84 (https://dejure.org/1984,292)
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Zulässigkeit der Zuordnung des Baus und Einrichtung von Küchen und Kochstellen zu einzelnen Zimmern der Beherbergungsbetriebe in einem Kurgebiet - Vorhandensein einer Küche oder Kochstelle für die Zubereitung von Speisen als Voraussetzung einer selbstständig nutzbaren Wohnung - Wohnung als "die Eigengestaltung des häuslichen Wirkungskreises" - Unzulässigkeit von - selbstständig nutzbaren - Wohnungen in einem Sondergebiet für Kurzwecke (Kurgebiet)
Ausschluss von Küchen und Kochstellen in Zuordnung zu einzelnen Zimmern bei Festsetzung eines sonstigen vorwiegend dem Beherbergungsgewerbe dienenden Sondergebiets "Kurgebiet"
OVG Niedersachsen-Schleswig-Holstein, 10.02.1984 - 1 C 16/82
NVwZ 1985, 338
DVBl 1985, 120
DÖV 1985, 239
BauR 1985, 173
Der Betrieb ist aber auch dann unzulässig, wenn er mangels eines Mindestmaßes der Möglichkeit, den häuslichen Wirkungskreis eigen zu gestalten, nicht mehr von dem Begriff der Wohnnutzung (vgl. dazu BVerwG, Beschluß vom 7. September 1984 - BVerwG 4 N 3.84 - Buchholz 406.12 § 11 BauNVO Nr. 6 = ZfBR 1985, 44) erfaßt wird.
Die Baunutzungsverordnung führt die allgemeine Wohnnutzung einerseits und die Ferienwohnnutzung andererseits als eigenständige Nutzungsarten auf (…BVerwG, B. v. 08.05.1989 - 4 B 78.89 -, NVwZ 1989, 1060 = Juris Rn. 3; B. v. 07.09.1984 - 4 N 3.84 - NVwZ 1985, 338 = Juris Rn. 21).
Es handelt sich um städtebaulich relevante, eigenständige Nutzungsarten (…vgl. BVerwG B. v. 08.05.1989 - 4 B 78.89 - NVwZ 1989, 1060 = Juris Rn. 3; B. v. 07.09.1984 - 4 N 3.84 - NVwZ 1985, 338 = Juris Rn. 21).
Bereits zuvor hatte das Bundesverwaltungsgericht formuliert, Vieles spreche dafür, dass die Nutzung "Betrieb des Beherbergungsgewerbes" nicht die allgemeine Wohnnutzung (einschließlich der Nutzung als Zweitwohnung) und nicht die Ferienwohnung iSd § 10 Abs. 4 BauNVO umfasst, weil die Baunutzungsverordnung die allgemeine Wohnnutzung und die Ferienwohnnutzung als städtebaulich relevante eigenständige Nutzungsarten neben der Nutzungsart "Beherbergungsbetriebe" regelt (vgl. B. v. 07.09.1984 - 4 N 3.84 - NVwZ 1985, 338 = Juris Rn. 20 f.).
Die Rechtsauffassung des Senats im Beschluss vom 7. September 1984 - BVerwG 4 N 3.84 - (BRS 42 Nr. 55), dass den Gemeinden mit den Sondergebieten ein flexibel handhabbares Instrumentarium zur Verfügung steht und sie von den besonderen Anforderungen der Differenzierungsmöglichkeiten des § 1 Abs. 4 ff. BauNVO freigestellt sind, hat der Verordnungsgeber bestätigt (BRDrucks 354/89 S. 40 f.).
Ferienwohnungen sind Wohnungen, die einem wechselnden Personenkreis zur Erholung dienen und grundsätzlich eine städtebaulich relevante eigenständige Nutzungsart neben der Wohnnutzung darstellen (…BVerwG, Beschlüsse vom 08.05.1989 - 4 B 78.89 - 1989, 1060, juris Rn. 3 und vom 07.09.1984 - 4 N 3.84 - 1985, 338, juris Rn. 24 ), sofern sie im Einzelfall nicht einer anderen in der Baunutzungsverordnung bestimmten Nutzungsart zuzuordnen sind, etwa als Bestandteil eines Betriebs des Beherbergungsgewerbes (§ 4 Abs. 3 Nr. 1 BauNVO) oder eines sonstigen - das Wohnen - nicht störenden Gewerbebetriebs (§ 4 Abs. 3 Nr. 2 BauNVO;… vgl. Senatsbeschluss vom 19.07.2016 - 5 S 2220/15 - VBlBW 2017, 37, juris Rn. 10 m.w.N.).
BVerwG, 08.05.1989 - 4 B 78.89
Befreiung - Berücksichtigung des Einzelfalls
Soweit sie einen Begriff aus diesem Katalog verwendet, ist sie nicht gehindert, ihn anhand der besonderen Zweckbestimmung des Sondergebietes abzuwandeln (wie BVerwG, Beschluß vom 7. September 1984 - BVerwG 4 N 3.84 - Buchholz 406.12 § 11 BauNVO Nr. 6, Urteil vom 14. April 1989 - BVerwG 4 C 52.87 -).
Auch soweit sie einen Begriff aus dem Nutzungsartenkatalog der BauNVO verwendet, ist sie nicht gehindert, ihn entsprechend der besonderen Zweckbestimmung des Sondergebiets abzuwandeln (BVerwG, Beschluß vom 7. September 1984 - BVerwG 4 N 3.84 - Buchholz 406.12 § 11 BauNVO Nr. 6 = BRS 42 S. 145, Urteil vom 14. April 1989 - BVerwG 4 C 52.87 -).
OVG Berlin-Brandenburg, 06.07.2006 - 2 S 2.06
Boardinghouse; Wohnnutzung/Beherbergungsbetrieb; Nutzungsuntersagung
Dies setzt vor allem eine eigene Kochgelegenheit für die Zubereitung von Speisen voraus, die eine gewisse Unabhängigkeit von der Inanspruchnahme von Gemeinschaftsräumen, wie Frühstücksraum, Speisesaal usw., gewährleistet (vgl. BVerwG, Beschluss vom 25. März 1996, BRS 58 Nr. 56; Urteil vom 29. April 1992, BVerwGE 90, 140 = BRS 54 Nr. 53; Beschluss vom 8. Mai 1989, BRS 49 Nr. 66; Beschluss vom 7. September 1984, BRS 42 Nr. 55; OVG Bln, Beschluss vom 8. Juni 2000, BRS 63 Nr. 216).
OVG Niedersachsen, 18.09.2014 - 1 KN 123/12
Normenkontrollverfahren - Sondergebietsfestsetzungen in Fremdenverkehrsgebieten - …
Sie unterscheiden sich von einem Beherbergungsbetrieb im Sinne der Baunutzungsverordnung jedoch dadurch, dass die Feriengäste in der Wohnung ihren häuslichen Wirkungskreis - insbesondere aufgrund der Ausstattung mit einer Küche bzw. Kochgelegenheit (vgl. BVerwG, Beschl. v. 7.9.1984 - 4 N 3.84 -, juris Rn. 20 = NVwZ 1985, 338 = BRS 42 Nr. 55) - unabhängig gestalten können, während ein Beherbergungsbetrieb Räume ständig wechselnden Gästen zum vorübergehenden Aufenthalt zur Verfügung stellt, ohne dass sich die vorgenannte Möglichkeit bietet (…vgl. BVerwG, Beschl. v. 8.5.1989 - 4 B 78.89 -, juris Rn. 3 = NVwZ 1989, 1060 = BRS 49 Nr. 66;… Senat, Urt. v. 24.7.2013 - 1 LB 245/10 -, juris Rn. 19 = BauR 2014, 229;… Beschl. v. 12.12.2013, a. a. O., juris Rn. 11).
Dies ist sowohl in der Rechtsprechung des Senats wie auch des Bundesverwaltungsgerichts seit langem anerkannt (vgl. BVerwG, Beschl. v. 7.9.1984, a. a. O., juris Rn. 24; Senat, Beschl. v. 10.2.1984 - 1 C 16/82 -, juris = ZfBR 1984, 153 ;… Beschl. v. 12.12.2013, a. a. O., juris Rn. 13;… Urt. v. 26.3.2014 - 1 KN 1/12 -, juris Rn. 25); auch die diesbezügliche Planrechtfertigung steht angesichts der mit der Zweitwohnnutzung verbundenen Probleme des Leerstands und der Verödung der Siedlungsbereiche, der unzureichenden Auslastung der gleichwohl vorzuhaltenden Infrastruktur und des erheblichen Flächenverbrauchs bei gleichzeitig nur geringfügiger Nutzung nicht in Zweifel (vgl. schon Breuer, NVwZ 1985, 635 ).
Die Grundlage hierfür findet sich unmittelbar in § 11 BauNVO (vgl. BVerwG, Urteil vom 18. August 1989 - BVerwG 4 C 12.86 - Buchholz 406.12 § 17 BauNVO Nr. 2; Beschlüsse vom 7. September 1984 - BVerwG 4 N 3.84 - Buchholz 406.12 § 11 BauNVO Nr. 6, vom 8. Mai 1989 - BVerwG 4 B 78.89 - Buchholz 406.11 § 31 BBauG/BauGB Nr. 27 und vom 16. September 1998 - BVerwG 4 B 60.98 - Buchholz 406.12 § 11 BauNVO Nr. 24).
Erforderlich sind insbesondere eine Küche bzw. Kochgelegenheit (vgl. BVerwG, Beschl. v. 7.9.1984 - 4 N 3.84 -, juris Rn. 20 = NVwZ 1985, 338) sowie Toiletten und Waschgelegenheiten, die allerdings auch in Gestalt von Gemeinschaftseinrichtungen zur Verfügung stehen können (…vgl. Stock, in: Ernst/Zinkahn/Bielenberg/Krautzberger, BauGB, § 3 BauNVO Rn. 37 ).
BVerwG, 14.04.1989 - 4 C 52.87
Befugnis einer Gemeinde zu vorbeugendem Umweltschutz im Wege …
Dies kann auch durch negative Beschreibungen geschehen (Beschluß des Senats vom 7. September 1984 - BVerwG 4 N 3.84 - Buchholz 406.12 § 11 BauNVO Nr. 6 = ZfBR 1985, 44).
Des Rückgriffs auf die Gliederungsmöglichkeiten nach § 1 Abs. 4 bis 9 BauNVO bedarf es nicht (Beschluß des Senats vom 7. September 1984, a.a.O.).
Bauleitplanung zur Verhinderung von Fehlentwicklungen und unzulässige …
OVG Niedersachsen, 24.07.2013 - 1 LB 245/10
Wohnmobilstellplatz im Dorfgebiet
BVerwG, 11.12.1987 - 8 C 55.85
Prüfungsbefugnis der Baubehörde bei Erteilung einer …
BVerwG, 15.08.1991 - 4 N 1.89
Änderung übergeleiteter Bebauungspläne, Einschränkung der Nutzungsart
BVerwG, 02.02.2010 - 4 BN 4.10
Kombination von Einzelhandel und Wohnen nach BauNVO
BVerwG, 18.08.1989 - 4 C 12.86
Grenzen der gemeindlichen Planungshoheit bei der Festsetzung des Maßes der …
OVG Niedersachsen, 11.02.2014 - 1 KN 141/12
Überplanung einer teilweise zum Dauerwohnen genutzten Waldsiedlung als …
VG Ansbach, 26.09.2012 - AN 9 K 11.01565
Nutzungsuntersagung; baugenehmigungspflichtige Nutzungsänderung (Abgrenzung …
BVerwG, 25.07.1986 - 4 B 144.86
Sondergebiet für Möbeleinzelhandel; Möbelmarkt - Verbrauchermarkt
BVerwG, 05.12.1986 - 4 N 2.86
Bekanntmachung eines unter "Auflagen" genehmigter Bebauungsplans
Verkündet am 15. Oktober 2015
OVG Sachsen, 17.07.2007 - 1 D 18/05
Sondergebiet Einkaufszentrum; Sortimentsausschluss; Branchenausschluss; …
VG Karlsruhe, 24.08.2018 - 13 K 1990/16
Rechtmäßigkeit einer immissionsschutzrechtlichen Änderungsgenehmigung; fehlendes …
OVG Niedersachsen-Schleswig-Holstein, 20.05.1987 - 1 A 125/86
Bauplanungsrecht: Begriff des "Raums" i.S: von § 13 BauNVO
VG Düsseldorf, 06.04.2018 - 9 L 471/18
Voraussetzungen eines Anspruchs auf Wiederherstellung der aufschiebenden Wirkung …
VG Berlin, 29.01.1992 - 19 A 102.91
Erteilung einer Abgeschlossenheitsbescheinigung für Kellerräume; Sinn und Zweck …
https://dejure.org/1984,534
BVerwG, 06.07.1984 - 4 C 24.80 (https://dejure.org/1984,534)
BVerwG, Entscheidung vom 06.07.1984 - 4 C 24.80 (https://dejure.org/1984,534)
BVerwG, Entscheidung vom 06. Juli 1984 - 4 C 24.80 (https://dejure.org/1984,534)
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Baulandumlegung - Planverwirklichung - Einvernehmliche Regelung - Abweichung - Freiwillige Umlegung - Eigentümer - Zusätzliche Geldleistung
VG Stuttgart, 23.10.1978 - V 58/78
VGH Baden-Württemberg, 14.11.1979 - II 3978/78
BVerwG, 01.02.1980 - 4 B 9.80
NJW 1985, 989
NVwZ 1985, 338 (Ls.)
DÖV 1985, 32
BauR 1985, 71
BauR 1985, 989
ZfBR 1984, 245
Dieser bestimmt auch ohne ausdrückliche gesetzliche Regelung das gesamte Handeln der Verwaltung (BVerwG, NJW 1985, 989, 990;… Bonk, aaO, § 56 Rdn. 54;… Kopp, VwVfG, 6. Aufl., § 56 Rdn. 13;… Henneke, in Knack, VwVfG, 7. Aufl., § 56 Rdn. 14; Jachmann, MittBayNot 1994, 93, 103 f.;… Hien, Festschrift für Schlichter, 1995, S. 129, 132 f; Hofstetter, BWNotZ 2000, 5, 6), und zwar auch dann, wenn sie sich zur Aufgabenerfüllung privatrechtlicher Handlungsformen bedient (BGHZ 93, 372, 381;… Senat, Urt. v. 15. Oktober 1993, V ZR 19/92, NJW 1994, 586, 589;… Krautzberger, in Ernst/Zinkahn/Bielenberg, aaO, § 11 Rdn. 170; Kahl, DÖV 2000, 793, 796, 798).
Demgemäß seien etwa Vereinbarungen möglich, die von den Vorgaben in §§ 55 ff. BauGB abweichende Verteilungsmaßstäbe und Kostentragungsregelungen vorsähen (vgl. BVerwG, Urteil vom 6. Juli 1984 - BVerwG 4 C 24.80 -, NJW 1985, S. 989; BVerwG, Beschluss vom 13. Dezember 1994 - BVerwG 4 B 216.94 - Buchholz 316 § 59 VwVfG Nr. 11).
Die §§ 45 ff. BauGB schützen insoweit vor der Entziehung von Eigentumsrechten nach Umlegungsrecht, weil das Umlegungsverfahren grundsätzlich nur ein gesetzliches Tauschverfahren nach dem Surrogationsprinzip ist, ohne allerdings die Anwendung anderer Instrumente zur Verwirklichung des Bebauungsplans oder abweichender einvernehmlicher Regelungen sperren zu wollen (Urteil des Bundesverwaltungsgerichts --BVerwG-- vom 6. Juli 1984 4 C 24/80, Neue Juristische Wochenschrift --NJW-- 1985, 989).
Dies bedeutet nicht, dass andere Instrumente der Planverwirklichung, wie etwa einvernehmliche Regelungen anstelle einseitiger --hoheitlicher-- Anordnungen ausgeschlossen wären (BVerwG-Urteil in NJW 1985, 989).
Wesentlicher Unterschied beider Verfahren ist allerdings, dass die freiwillige Umlegung auf dem einvernehmlichen Abschluss eines öffentlich-rechtlichen Vertrages beruht (BVerwG-Urteil in NJW 1985, 989;… Löhr, a.a.O., § 46 Rz 5, m.w.N.) und dieser Vertrag regelmäßig vor der Erstellung eines Bebauungsplanes abgeschlossen wird (…vgl. Breuer, a.a.O., § 45 Rz 46).
BVerwG, 17.07.2001 - 4 B 24.01
Umlegung, freiwillige; Vertrag, städtebaulicher; Vorteilsausgleich; …
Das Umlegungsrecht der §§ 45 ff. BauGB steht einer Neuordnung von Grundstücken im Wege vertraglicher Vereinbarungen ("freiwillige Baulandumlegung") nicht entgegen (wie BVerwG, Urteil vom 6. Juli 1984 - BVerwG 4 C 24.80 - NJW 1985, 989).
Das Bundesverwaltungsgericht hat wiederholt vertragliche Regelungen als rechtens gebilligt, die unter dem Ausdruck des "freiwilligen Umlegungsverfahrens" zusammengefasst werden (vgl. z.B. BVerwG, Urteil vom 6. Juli 1984 - BVerwG 4 C 24.80 - NJW 1985, 989: Vertrag zwischen Gemeinde und Grundstückseigentümern über die Durchführung einer "freiwilligen Baulandumlegung"; Beschluss vom 13. Dezember 1994 - BVerwG 4 B 216.94 - = Buchholz 316 § 59 VwVfG Nr. 11: Vertrag zwischen Gemeinde und einem Grundstückseigentümer über einen unentgeltlichen Flächenabzug für die Herstellung der Verkehrsflächen und einen Flächenbeitrag als Ausgleich für spätere Umlegungsvorteile).
Das Umlegungsverfahren lässt insoweit Raum für verschiedene Dispositionen der betroffenen Eigentümer (Urteil des Bundesverwaltungsgerichts vom 6. Juli 1984 4 C 24/80, Neue Juristische Wochenschrift 1985, 989).
Zutreffend haben die Vorinstanzen die zwischen den Beteiligten unter dem Datum vom 3. Februar 1988 getroffenen Vereinbarungen als öffentlich-rechtlichen Vertrag erachtet, da der maßgebliche Vertragsgegenstand (befristete Erteilung einer zweckentfremdungsrechtlichen Leerstandsgenehmigung durch die Beklagte, Mängelbeseitigung an dem Wohngebäude und dessen mängelfreie Wiederzurverfügungstellung für den allgemeinen Wohnungsmarkt durch den Kläger und seine Ehefrau) öffentlich-rechtlich geregelt ist (vgl. § 54 VwVfG und Urteile vom 6. Juli 1973 - BVerwG IV C 22.72 - BVerwGE 42, 331 (332 ff. [BVerwG 06.07.1973 - IV C 22/72] ), vom 6. Juli 1984 - BVerwG 4 C 24.80 - Buchholz 406.11 § 78 BBauG Nr. 1 S. 1 (2) und vom 16. Dezember 1993 - BVerwG 4 C 27.92 - Buchholz 316 § 56 VwVfG Nr. 9 S. 3 (5)).
vgl. zu deren Zulässigkeit als öffentlich-rechtlicher Vertrag: BVerwG, Urteil vom 6. Juli 1984 - 4 C 24.80 -, NJW 1985, 989 = juris Rn. 8.
vgl. dazu auch BVerfG, Beschluss vom 22. Mai 2001 - 1 BvR 1512/97, 1 BvR 1677/97 -, BVerfGE 104, 1 = BRS 64 Nr. 7 = juris Rn. 29 ff.; BVerwG, Urteil vom 22. Januar 1993 - 8 C 46.91 -, BVerwGE 92, 8 = BRS 75 Nr. 8 = juris Rn. 21, Beschluss vom 17. Dezember 1992 - 4 NB 25.90 -, DVBl. 1993, 651 = juris Rn. 9 ff., Urteil vom 6. Juli 1984 - 4 C 24.80 -, NJW 1985, 989 = juris Rn. 8 ff.
Zahlreiche Fragen sind zur Disposition der betroffenen Eigentümer gestellt (Urteil des BVerwG vom 6. Juli 1984 4 C 24/80, Neue Juristische Wochenschrift --NJW-- 1985, 989 ).
Der Verwaltungsgerichtshof hat die Vereinbarung, deren Rückgängigmachung die Klägerin begehrt, zutreffend als öffentlich-rechtlichen Vertrag gewertet, da der maßgebliche Vertragsgegenstand (zustimmende Stellungnahme des Beklagten zum Baugesuch; Vorausleistung auf den Erschließungsbeitrag und teilweise vorweggenommene freiwillige Umlegung) öffentlich-rechtlich geregelt ist (vgl. Urteil vom 6. Juli 1973 - BVerwG 4 C 22.72 - BVerwGE 42, 331 [338 ff.] = Buchholz 406.11 § 1 BBauG Nr. 7; Urteil vom 6. Juli 1984 - BVerwG 4 C 24.80 - Buchholz 406.11 § 78 BBauG Nr. 1).
BVerwG, 17.06.2001 - 4 B 24.01
VG Sigmaringen, 11.05.2006 - 8 K 889/04
Verpflichtung, einen Gesellschaftsvertrag, städtebaulichen Vertrag und Vertrag …
OVG Rheinland-Pfalz, 07.10.2005 - 8 A 10974/05
Nichtigkeit eines Vertrages über eine freiwillige Baulandumlegung wegen …
BVerwG, 19.08.1988 - 4 C 47.86
Flugsicherungskosten - Gesetzliche Verteilung - Flugsicherungsbetriebsdienst - …
BGH, 23.05.1991 - III ZR 128/90
VG Mainz, 28.04.2010 - 3 K 115/09
Erschließungsbeitragsrecht; Vertragsanpassung bei Ablöseverträgen
VG Schwerin, 15.01.2015 - 4 A 513/14
Bekanntmachungen eines landkreisübergreifenden Zweckverbands; Tätigwerden eines …
VG Schwerin, 15.01.2015 - 4 A 1725/13
BVerwG, 04.05.1984 - 8 C 93.82
https://dejure.org/1984,613
BVerwG, 04.05.1984 - 8 C 93.82 (https://dejure.org/1984,613)
BVerwG, Entscheidung vom 04.05.1984 - 8 C 93.82 (https://dejure.org/1984,613)
BVerwG, Entscheidung vom 04. Mai 1984 - 8 C 93.82 (https://dejure.org/1984,613)
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Verwaltungsgerichtsverfahren - Fortsetzungsfeststellungsklage - Zulässigkeit - Amtshaftungsklage
Rechtsschutzinteresse für eine Fortsetzungsfeststellungsklage; Vorbereitung einer Amtshaftungsklage
VG Saarlouis, 11.06.1981 - 4 K 1783/80
BVerwG, 28.01.1982 - 8 B 9.82
VG Saarlouis, 16.07.1982 - 4 K 1783/80
NJW 1985, 876
BFH, 11.08.1998 - VII R 72/97
Nach der Rechtsprechung des BVerwG, der sich der erkennende Senat anschließt, sind zwar an das Vorliegen der Offensichtlichkeit strenge Anforderungen zu stellen; die bloße Wahrscheinlichkeit eines Mißerfolges genügt nicht, um einem Beteiligten das berechtigte Interesse an einer Fortsetzungsfeststellungsklage abzusprechen (vgl. BVerwG-Urteile vom 14. Januar 1980 7 C 106.79, Buchholz, Sammel- und Nachschlagewerk der Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts, 310, § 113 VwGO Nr. 95; vom 4. Mai 1984 8 C 93.82, Neue Juristische Wochenschrift --NJW-- 1985, 876).
Trotz der Bejahung der Rechtmäßigkeit einer behördlichen Maßnahme seitens eines Kollegialgerichts kommt ein Verschuldensvorwurf dann in Betracht, wenn die Entscheidung des Gerichts offenkundig falsch ist (…vgl. BVerwG-Beschluß vom 9. August 1990 1 B 94.90, Buchholz, a.a.O., 310, § 113 VwGO Nr. 220 = NVwZ 1991, 270 für den Fall eines gerichtlichen Irrtums über den entscheidungserheblichen Sachverhalt), das Gericht insbesondere eine eindeutige Bestimmung handgreiflich falsch ausgelegt hat (BGH-Urteil vom 29. Mai 1958 III ZR 38/57, BGHZ 27, 338, 343), oder wenn von der Verwaltungsbehörde ausnahmsweise bessere Rechtseinsicht als von dem Gericht erwartet werden kann, weil diese genausogut in der Lage war wie das Gericht, das Für und Wider in Ruhe abzuwägen, sie alles einschlägige Material benutzen konnte und sie möglicherweise sogar größere Sachnähe als das Gericht und besondere Erfahrung in der Anwendung der einschlägigen Vorschriften besaß, wie es insbesondere bei einer ihr besonders anvertrauten Spezialmaterie und einer grundsätzlichen Entscheidung einer zentralen Dienststelle der Fall sein kann (vgl. BGH-Urteil vom 21. Dezember 1961 III ZR 174/60, NJW 1962, 793; BVerwG-Urteil vom 4. Mai 1984 8 C 93.82, NJW 1985, 876).
Nachw., vom 4. Mai 1984 - BVerwG 8 C 93.82 - Buchholz 310 § 113 VwGO Nr. 141 S. 32 (n.L.>, vom 15. November 1984 - BVerwG 2 C 56.81 - Buchholz 310 § 113 VwGO Nr. 145 S. 44 , vom 17. Oktober 1985 - BVerwG 2 C 42.83 - Buchholz 310 § 113 VwGO Nr. 155 S. 56 und vom 25. August 1988 - BVerwG 2 C 62.85 - Buchholz 237.6 § 8 NdsLBG Nr. 4 S. 3 ), auch hier Anwendung (vgl. Fischer-Dieskau/Pergande/Schwender/Bellinger, WoBindG, § 25 Anm. 4.3.2. m. weit. Hinw.).
Es genügt, daß in dem Rechtsstreit, in dem über die Rechtmäßigkeit eines bestimmten Handelns oder Unterlassens gestritten wird, ein mit mehreren Berufsrichtern besetztes Kollegialgericht nach sorgfältiger Prüfung zu einer nicht handgreiflich unrichtigen Rechtsauffassung gelangt ist (…vgl. Urteile vom 3. Juni 1983, a.a.O. S. 25, vom 4. Mai 1984, a.a.O., vom 15. November 1984, a.a.O. S. 46 …und vom 17. Oktober 1985, a.a.O. S. 59).
Bezogen auf Amtshaftungsklagen ist das etwa dann der Fall, wenn ein Kollegialgericht das Verhalten eines Beamten als rechtmäßig gewertet hat und diesem gegenüber deshalb nicht der Vorwurf erhoben werden kann, er habe offensichtlich fehlsam gehandelt und damit schuldhaft eine ihm obliegende Amtspflicht verletzt (BVerwG, Beschluß v 9.8.1990 - 1 B 94.90 -, NVwZ 1991, 270 = DVBl 1991, 51; Urt v 15.11.1984 - 2 C 56.81 -, NVwZ 1985, 265; Urt v 4.5.1984 - 8 C 93.82 -, NJW 1985, 876).
Dieser Grundsatz gilt ausnahmsweise dann nicht, wenn es sich bei dem beanstandeten Verhalten um eine grundsätzliche Maßnahme zentraler Dienststellen bei Anwendung eines ihnen besonders anvertrauten Spezialgesetzes handelt oder wenn das Gericht die Rechtslage trotz eindeutiger und klarer Vorschriften verkannt oder eine eindeutige Bestimmung handgreiflich falsch ausgelegt hat (BVerwG, Urt v 4.5.1984, aaO).
Zudem verneint die herrschende Meinung ein Verschulden der Behörde, wenn ein mit mehreren Berufsrichtern besetztes Kollegialgericht die Rechtmäßigkeit des Behördenhandelns bestätigt hat (BVerwG NJW 1985, 876 und NVwZ 1985, 265, 267; aA Schmidt, NJW 1993, 1630, 1631), wie dies hier in der angefochtenen Entscheidung des Landessozialgericht (LSG) geschehen ist.
Dabei sind an das Vorliegen der Offensichtlichkeit strenge Anforderungen zu stellen; die bloße Wahrscheinlichkeit eines Misserfolgs genügt nicht (vgl. BVerwG, 8 C 93/82, juris).
Es kann offenbleiben, ob ein Amtshaftungsanspruch gemäß § 839 BGB in Verbindung mit Art. 34 GG im Hinblick auf das klagabweisende Urteil der Kammer des Verwaltungsgerichts wegen fehlenden Verschuldens (vgl. BVerwG, Urteil vom 4.5.1984 - 8 C 93.82 -, NJW 1985, 876 m.w.N.) von vornherein ausscheiden würde oder ob - wie die Klägerin meint - das Verwaltungsgericht wesentliche Gesichtspunkte unberücksichtigt gelassen hat und deshalb ein behördliches Verschulden ausnahmsweise nicht ausgeschlossen wäre (vgl. BGH, Urteil vom 5.6.1986 - III ZR 12/85 -, NVwZ 1987, 258).
Nach der Rechtsprechung von Bundesverwaltungsgericht (Urteil vom 4.5.1984 - 8 C 93.82 - NJW 85, 876) und BGH (Urteil vom 7.2.1980 - III ZR 153.78 - NJW 1980, 1679) ist das für einen Amtshaftungsanspruch erforderliche Verschulden des Beamten zu verneinen, wenn ein Kollegialgericht seine Rechtsanwendung für rechtmäßig erachtet hat.
Die von der Beschwerde geltend gemachte Abweichung des angefochtenen Beschlusses von dem Beschluß des Bundesverwaltungsgerichts vom 4. Mai 1984 - BVerwG 8 C 93.82 - (Buchholz 310 § 113 Nr. 141 - LS - = NJW 1985, 876) sowie von dem Beschluß vom 9. August 1990 - BVerwG 1 B 94.90 - (Buchholz 310 § 113 Nr. 220 = DVBl 1991, 51) liegt nicht vor.
VGH Baden-Württemberg, 15.06.1992 - 8 S 204/91
Irrtum über Kostenbelastung durch Erschließung eines Baugebiets - unbeachtlicher …
Ein Feststellungsinteresse der Kläger ist daher insoweit zu verneinen (vgl. hierzu BVerwG, Urt. v. 4.5.1984 - 8 C 93.82 - NJW 1985, 876, ständ. Rechtspr.).
VGH Baden-Württemberg, 20.04.1995 - 5 S 6/95
Erledigung einer Anfechtungsklage gegen die Ausübung eines naturschutzrechtlichen …
Dieser Grundsatz gilt ausnahmsweise dann nicht, wenn es sich bei dem beanstandeten Verwaltungshandeln um eine grundsätzliche Maßnahme zentraler Dienststellen bei Anwendung eines ihnen besonders anvertrauten Spezialgesetzes handelt oder wenn das Gericht die Rechtslage trotz eindeutiger und klarer Vorschriften verkannt oder eine eindeutige Bestimmung handgreiflich falsch ausgelegt hat (vgl. zu alldem BVerwG, Urt. v. 04.05.1984 - 8 C 93.82 -, NJW 1985, 876 m.w.N.).
BVerwG, 05.03.1990 - 8 B 163.89
VG Düsseldorf, 21.10.1999 - 4 K 2672/98
Entschädigungsanspruch wegen rechtswidriger Ablehnung einer Bauvoranfrage durch …
BVerwG, 15.04.1987 - 5 B 140.86

References: § 11
 § 10
 § 1
 § 11
 § 11
 § 11
 § 17
 § 11
 § 31
 § 11
 § 3
 § 11
 § 1
 § 13
 § 56
 § 56
 § 56
 § 11
 § 59
 § 46
 § 45
 § 59
 § 54
 § 78
 § 56
 § 1
 § 78
 § 113
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 § 113
 § 113
 § 8
 § 25
 § 839
 Art. 34
 BGH 
 § 113
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