Source: https://www.ris.bka.gv.at/GeltendeFassung.wxe?Abfrage=Bundesnormen&Gesetzesnummer=20006747
Timestamp: 2020-02-21 04:01:50+00:00

Document:
RIS - WIPO-Vertrag über Darbietungen und Tonträger (WPPT) Genf (1996) - Bundesrecht konsolidiert, Fassung vom 21.02.2020
Bundesrecht konsolidiert: Gesamte Rechtsvorschrift für WIPO-Vertrag über Darbietungen und Tonträger (WPPT) Genf (1996), Fassung vom 21.02.2020
WIPO-Vertrag über Darbietungen und Tonträger (WPPT) Genf (1996)
StF: BGBl. III Nr. 28/2010 (NR: GP XXII RV 806 AB 931 S. 109. BR: AB 7249 S. 722.)
BGBl. III Nr. 183/2012 (K – Geltungsbereich)
BGBl. III Nr. 238/2013 (K – Geltungsbereich)
BGBl. III Nr. 238/2014 (K – Geltungsbereich)
BGBl. III Nr. 96/2016 (K – Geltungsbereich)
BGBl. III Nr. 28/2017 (K – Geltungsbereich)
BGBl. III Nr. 181/2017 (K – Geltungsbereich)
BGBl. III Nr. 35/2018 (K – Geltungsbereich)
BGBl. III Nr. 176/2018 (K – Geltungsbereich)
BGBl. III Nr. 207/2018 (K – Geltungsbereich)
BGBl. III Nr. 12/2019 (K – Geltungsbereich)
BGBl. III Nr. 28/2019 (K – Geltungsbereich)
BGBl. III Nr. 109/2019 (K – Geltungsbereich)
BGBl. III Nr. 169/2019 (K – Geltungsbereich)
*Albanien III 28/2010 *Algerien III 238/2014 *Argentinien III 28/2010 *Armenien III 28/2010 *Aserbaidschan III 28/2010 *Australien III 28/2010 *Bahrain III 28/2010 *Barbados III 169/2019 *Belarus III 28/2010 *Belgien III 28/2010 *Belize III 207/2018 *Benin III 28/2010 *Bosnien-Herzegowina III 28/2010 *Botsuana III 28/2010 *Brunei III 28/2017 *Bulgarien III 28/2010 *Burkina Faso III 28/2010 *Cabo Verde III 28/2019 *Chile III 28/2010 *China III 28/2010, III 238/2013 *Costa Rica III 28/2010, III 109/2019 *Dänemark III 28/2010, III 35/2018 *Deutschland III 28/2010 *Dominikanische R III 28/2010 *Ecuador III 28/2010 *El Salvador III 28/2010 *Estland III 28/2010 *EU III 28/2010 *Finnland III 28/2010, III 96/2016 *Frankreich III 28/2010 *Gabun III 28/2010 *Georgien III 28/2010 *Ghana III 183/2012 *Griechenland III 28/2010 *Guatemala III 28/2010 *Guinea III 28/2010 *Honduras III 28/2010 *Indien III 176/2018 *Indonesien III 28/2010 *Irland III 28/2010 *Italien III 28/2010 *Jamaika III 28/2010 *Japan III 28/2010, III 109/2019 *Jordanien III 28/2010 *Kanada III 238/2014 *Kasachstan III 28/2010 *Katar III 28/2010 *Kirgisistan III 28/2010 *Kolumbien III 28/2010 *Korea/R III 28/2010 *Kroatien III 28/2010 *Lettland *Liechtenstein III 28/2010 *Litauen III 28/2010 *Luxemburg III 28/2010 *Madagaskar III 238/2014 *Malaysia III 183/2012 *Mali III 28/2010 *Malta III 28/2010 *Marokko III 183/2012 *Mexiko III 28/2010 *Moldau III 28/2010 *Mongolei III 28/2010 *Montenegro III 28/2010 *Neuseeland III 12/2019, III 109/2019 *Nicaragua III 28/2010 *Niederlande III 28/2010 *Nigeria III 181/2017 *Nordmazedonien III 28/2010 *Oman III 28/2010 *Panama III 28/2010 *Paraguay III 28/2010 *Peru III 28/2010 *Philippinen III 28/2010 *Polen III 28/2010 *Portugal III 28/2010 *Rumänien III 28/2010 *Russische F III 28/2010 *Schweden III 28/2010 *Schweiz III 28/2010 *Senegal III 28/2010 *Serbien III 28/2010 *Singapur III 28/2010 *Slowakei III 28/2010 *Slowenien III 28/2010 *Spanien III 28/2010 *St. Lucia III 28/2010 *St. Vincent/Grenadinen III 183/2012 *Tadschikistan III 183/2012 *Togo III 28/2010 *Trinidad/Tobago III 28/2010 *Tschechische R III 28/2010 *Türkei III 28/2010 *Ukraine III 28/2010 *Ungarn III 28/2010 *Uruguay III 28/2010 *USA III 28/2010 *Usbekistan III 109/2019 *Vereinigte Arabische Emirate III 28/2010 *Vereinigtes Königreich III 28/2010 *Zypern III 28/2010
Gemäß Art. 49 Abs. 2 B-VG hat die Kundmachung der spanischen, russischen, arabischen und chinesischen Sprachfassungen dieses Staatsvertrages durch Auflage im Bundesministerium für europäische und internationale Angelegenheiten zu erfolgen.
Die vom Bundespräsidenten unterzeichnete und vom Bundeskanzler gegengezeichnete Ratifikationsurkunde wurde am 14. Dezember 2009 beim Generaldirektor der Weltorganisation für geistiges Eigentum hinterlegt; laut Mitteilung des Generaldirektors ist der Vertrag gemäß seinem Art. 30 für Österreich mit 14. März 2010 in Kraft getreten.
Nach Mitteilungen des Generaldirektors der Weltorganisation für geistiges Eigentum haben folgende weitere Staaten bzw. internationale Organisation den vorliegenden Vertrag ratifiziert bzw. sind diesem beigetreten:
Albanien, Argentinien, Armenien, Aserbaidschan, Australien, Bahrain, Belarus, Belgien, Benin, Bosnien und Herzegowina, Botsuana, Bulgarien, Burkina Faso, Chile, China, Costa Rica, Dänemark, Deutschland, Dominikanische Republik, Ecuador, El Salvador, Estland, Europäische Union, Finnland, Frankreich, Gabun, Georgien, Griechenland, Guatemala, Guinea, Honduras, Indonesien, Irland, Italien, Jamaika, Japan, Jordanien, Kasachstan, Katar, Kirgisistan, Kolumbien, Republik Korea, Kroatien, Lettland, Liechtenstein, Litauen, Luxemburg, Mali, Malta, die ehemalige jugoslawische Republik Mazedonien, Mexiko, Moldau, Mongolei, Montenegro, Nicaragua, Niederlande, Oman, Panama, Paraguay, Peru, Philippinen, Polen, Portugal, Rumänien, Russische Föderation, Schweden, Schweiz, Senegal, Serbien, Singapur, Slowakei, Slowenien, Spanien, St. Lucia, Togo, Trinidad und Tobago, Tschechische Republik, Türkei, Ukraine, Ungarn, Uruguay, Vereinigte Arabische Emirate, Vereinigte Staaten, Vereinigtes Königreich, Zypern.
Anlässlich der Hinterlegung ihrer Beitritts- bzw. Ratifikationsurkunde haben nachstehende Staaten folgende Vorbehalte erklärt bzw. Erklärungen abgegeben:
Gemäß Art. 3 Abs. 3 wird Australien nicht das Merkmal der Veröffentlichung (betreffend den Schutz der Hersteller von Tonträgern) anwenden; und gemäß Art. 15 Abs. 3 wird Australien nicht die Bestimmungen von Art. 15 Abs. 1 anwenden in Bezug auf:
die Verwendung von Tonträgern für (i) die Sendung und (ii) die öffentliche Wiedergabe im Sinne des ersten Satzes von Art. 2 lit. g und
die die öffentliche Wiedergabe der Tonträger in der Form, dass die Töne der Tonträger für die Öffentlichkeit wahrnehmbar gemacht werden mittels einer Einrichtung zum Empfang oder zur Sendung von Tonträgern.
In Übereinstimmung mit Art. 3 Abs. 3 des WIPO-Vertrags über Darbietungen und Tonträger (WPPT) erklärt das Königreich Belgien, dass es von der nach Art. 5 Abs. 3 des Internationalen Abkommens zum Schutz der ausübenden Künstler, der Hersteller von Tonträgern und der Sendeunternehmen1 (Rom-Abkommen 1961) vorgesehenen Möglichkeit Gebrauch macht, indem es nicht das Merkmal der Veröffentlichung als Anknüpfungspunkt anwendet.
Gemäß Art. 15 Abs. 3 des Vertrags wird die Republik Chile die Bestimmungen des Art. 15 Abs. 1 des Vertrags nur bezüglich der direkten Nutzung von für kommerzielle Zwecke für eine Sendung oder für jegliche öffentliche Wiedergabe veröffentlichten Tonträgern anwenden.
Gemäß Art. 15 Abs. 3 des Vertrags wird in Bezug auf Tonträger, wenn der Hersteller oder Künstler ein Angehöriger einer anderen Vertragspartei ist, die eine Erklärung nach Art. 15 Abs. 3 des Vertrags abgegeben hat, die Republik Chile, ungeachtet der Bestimmungen der vorhergegangenen Erklärung, die Bestimmungen des Art. 15 Abs. 1 des Vertrags anwenden, in dem Ausmaß in dem die Vertragspartei den Urheberrechtsschutz gemäß den Bestimmungen des Art. 15 Abs. 1 des Vertrags gewährt.
Die Volksrepublik China erachtet sich nicht an Art. 15 Abs. 1 des Vertrags gebunden.
Im Einklang mit dem Grundgesetz der Sonderverwaltungsregion Macao der Volksrepublik China hat die Regierung der Volksrepublik China beschlossen, dass der Vertrag, sofern nichts anderes angezeigt wird, nicht für die Sonderverwaltungsregion Macao der Volksrepublik China gelten soll.
Im Einklang mit dem Grundgesetz der Sonderverwaltungsregion Hongkong der Volksrepublik China hat die Regierung der Volksrepublik China beschlossen, dass der Vertrag, für die Sonderverwaltungsregion Hongkong der Volksrepublik China mit Wirkung vom 1. Oktober 2008 gelten soll.
Die Sonderverwaltungsregion Hongkong der Volksrepublik China erachtet sich hinsichtlich des Rechts der ausübenden Künstler nicht an Art. 15 Abs. 1 des Vertrags gebunden.
Bezüglich des Rechts der Hersteller von Tonträgern gemäß Art. 15 Abs. 1 des Vertrags, sollen die einschlägigen Gesetze der Sonderverwaltungsregion Hongkong der Volksrepublik China zur Anwendung kommen.
Im Einklang mit dem Grundgesetz der Sonderverwaltungsregion Macao der Volksrepublik China hat die Regierung der Volksrepublik China beschlossen, dass der Vertrag für die Sonderverwaltungsregion Macao der Volksrepublik China gelten soll.
Die Sonderverwaltungsregion Macao der Volksrepublik China erachtet sich hinsichtlich des Rechts der Hersteller von Tonträgern nicht an Art. 15 Abs. 1 des Vertrags gebunden.
Bezüglich des Rechts der ausübenden Künstler gemäß Art. 15 Abs. 1 des Vertrags, sollen die einschlägigen Gesetze der Sonderverwaltungsregion Macao der Volksrepublik China zur Anwendung kommen.
(Anm.: Erklärung zu Art. 15 Abs. 1 zurückgezogen mit BGBl. III Nr. 109/2019.)
Im Einklang mit Art. 3 Abs. 3 des Vertrags über Darbietungen und Tonträger (WPPT) erklärt das Königreich Dänemark, dass es von der in Art. 5 Abs. 3 des Internationalen Abkommens über den Schutz der ausübenden Künstler, der Hersteller von Tonträgern und der Sendeunternehmen1 (Rom-Abkommen 1961) vorgesehenen Möglichkeit Gebrauch macht und das Merkmal der Veröffentlichung gemäß Art. 5 Abs. 1 lit. c des Rom-Abkommens nicht anwendet.
Nach Mitteilung des Generaldirektors der Weltorganisation für geistiges Eigentum (WIPO) wurde am 30. Jänner 2018 eine Erklärung abgegeben, derzufolge Dänemark die Anwendbarkeit des WIPO-Vertrags mit Wirksamkeit vom 30. April 2018 auf die Färöer erstreckt.
Im Einklang mit Art. 3 Abs. 3 des WIPO-Vertrags über Darbietungen und Tonträger (WPPT), erklärt die Bundesrepublik Deutschland, dass sie von der in Art. 5 Abs. 3 des Internationalen Abkommens über den Schutz der ausübenden Künstler, der Hersteller von Tonträgern und der Sendeunternehmen1 (Rom-Abkommen 1961) vorgesehen Möglichkeit Gebrauch macht und das in Art. 5 Abs. 1 lit. b festgelegte Merkmal der Festlegung nicht anwenden wird.
Gemäß Art. 3 Abs. 3 des Vertrags erklärt die Republik Finnland, indem sie von der in Art. 5 Abs. 3 des Internationalen Abkommens über den Schutz der ausübenden Künstler, der Hersteller von Tonträgern und der Sendeunternehmen1 (Rom-Abkommen) vorgesehenen Möglichkeit Gebrauch macht, dass sie das Merkmal der Veröffentlichung nicht anwenden wird.
Die Regierung der Französischen Republik erklärt in Übereinstimmung mit Art. 3 Abs. 3 des WIPO-Vertrags über Darbietungen und Tonträger (WPPT), dass sie von der in Art. 5 Abs. 3 des Internationalen Abkommens über den Schutz der ausübenden Künstler, der Hersteller von Tonträgern und der Sendeunternehmen1 (Rom-Abkommen vom 26. Oktober 1961) vorgesehenen Möglichkeit Gebrauch macht und dass sie an Stelle des Merkmals der erstmaligen Veröffentlichung das Merkmal der erstmaligen Festlegung anwenden wird.
– Gemäß Art. 3 Abs. 3 des WIPO-Vertrags über Darbietungen und Tonträger sowie unter Bezugnahme auf Art. 5 Abs. 3 des Internationalen Abkommens über den Schutz der ausübenden Künstler, der Hersteller von Tonträgern und der Sendeunternehmen (Rom-Abkommen) vom 26. Oktober 1961 erklärt die Regierung der Republik Indien, dass das in Art. 5 Abs. 1 lit. b des Rom-Abkommens vorgesehene Kriterium der Festlegung nicht angewendet wird, wenn Herstellern von Tonträgern Inländerbehandlung gewährt wird; und
– gemäß Art. 15 Abs. 3 des WIPO-Vertrags über Darbietungen und Tonträger erklärt die Republik Indien, dass Art. 15 Abs. 1 des Vertrags betreffend eine einzige angemessene Vergütung für ausübende Künstler und Tonträgerhersteller in Indien nicht angewendet wird.
Gemäß Art. 3 Abs. 3 des Vertrags wird die Regierung von Japan nicht das Merkmal der Veröffentlichung betreffend den Schutz der Hersteller von Tonträgern anwenden.
Gemäß Art. 15 Abs. 3 des Vertrags wird die Regierung von Japan die Bestimmungen von Art. 15 Abs. 1 des Vertrags in Bezug auf die direkte oder indirekte Nutzung der Tonträger für kommerzielle Zwecke, für Rundfunk, Kabelfernsehen (Drahtgebundene Übertragung) oder „automatische öffentliche Übertragung von nicht festgelegten Informationen“ anwenden. Für die Zwecke dieser Erklärung soll „automatische öffentliche Übertragung von nicht festgelegten Informationen“ die Übertragung durch Mittel zur Eingabe von Informationen in einen automatischen öffentlichen Übertragungs-Server bedeuten (wie in Art. 2 Abs. 1 Unterabsatz 9 (i) des Urheberrechtsgesetzes von Japan definiert) der bereits mit einer für die Nutzung durch die Allgemeinheit vorgesehenen Telekommunikations-Linie verbunden ist, die automatisch in Beantwortung einer Anfrage aus der Öffentlichkeit durchgeführt wird und für direkten Empfang durch die Allgemeinheit bestimmt ist.
Gemäß Art. 15 Abs. 3 des Vertrags wird in Bezug auf Tonträger, deren Hersteller ein Staatsangehöriger einer anderen Vertragspartei ist, welche eine Erklärung nach Art. 15 Abs. 3 des Vertrags abgegeben hat, die Regierung von Japan die Bestimmungen des Art. 15 Abs. 1 des Vertrags in dem Ausmaß anwenden, soweit jene Vertragspartei den Schutz gemäß den Bestimmungen des Art. 15 Abs. 1 des Vertrags gewährt.
Gemäß Art. 15 Abs. 3 des Vertrags wird die Regierung von Japan die Bestimmungen von Art. 15 Abs. 1 des Vertrags anwenden in Bezug auf die direkte oder indirekte Nutzung der Tonträger, die der Allgemeinheit drahtgebunden oder drahtlos zur Verfügung gestellt werden, in einer Weise, dass Mitglieder der Allgemeinheit von einem von ihnen individuell gewählten Ort und zu einer von einem von ihnen individuell gewählten Zeit für die Übertragung durch Rundfunk, Kabel (drahtgebundene Verbreitung) oder „automatische öffentliche Übertragung von nicht festgelegten Informationen“ Zugang haben.
Im Einklang mit Art. 3 Abs. 3 des Vertrags wird die Regierung der Republik Korea nicht das Merkmal der Veröffentlichung betreffend den Schutz der Hersteller von Tonträgern anwenden.
Im Einklang mit Art. 15 Abs. 3 des Vertrags wird die Regierung der Republik Korea die Bestimmungen des Art. 15 Abs. 1 des Vertrags in Bezug auf die Nutzung von Tonträgern anwenden, welche für kommerzielle Zwecke für die Sendung oder die Übertragung über Kabel veröffentlicht werden. Übertragung über Kabel beinhaltet nicht Übertragung über das Internet.
Im Einklang mit Art. 15 Abs. 3 des Vertrags in Bezug auf Tonträger, deren Hersteller ein Staatsangehöriger einer anderen Vertragspartei ist, welche eine Erklärung nach Art. 15 Abs. 3 abgegeben hat, wird die Regierung der Republik Korea die Bestimmungen des Art. 15 Abs. 1 in dem Ausmaß und zu den Bedingungen anwenden, soweit die andere Vertragspartei den Schutz der Tonträger der Hersteller oder Künstler, welche die Staatsangehörigkeit der Republik Korea haben gemäß den Bestimmungen des Art. 15 Abs. 1 gewährt.
Die Republik Mazedonien wird die Bestimmung über das Merkmal der Veröffentlichung nicht anwenden in Bezug auf die Inländerbehandlung betreffend den Schutz der Hersteller von Tonträgern im Einklang mit Art. 3 Abs. 3 des WIPO-Vertrags über Darbietungen und Tonträger in Bezug auf den ausdrücklichen Vorbehalt der Republik Mazedonien betreffend Art. 5 Abs. 3 des Internationalen Abkommens zum Schutz der ausübenden Künstler, der Hersteller von Tonträgern und der Sendeunternehmen1 (Rom-Abkommen).
Die Republik Mazedonien wird die Bestimmung über die einzige angemessene Vergütung für die Darsteller und für die Hersteller von Tonträgern nicht anwenden für direkte oder indirekte Nutzung von veröffentlichten Tonträgern für kommerzielle Zwecke, für eine Sendung oder jede andere öffentliche Wiedergabe im Einklang mit Art. 15 Abs. 3 des WIPO-Vertrags über Darbietungen und Tonträger in Bezug auf den ausdrücklichen Vorbehalt der Republik Mazedonien betreffend Art. 16 Abs. 1 lit. a (i) des Internationalen Abkommens zum Schutz der ausübenden Künstler, der Hersteller von Tonträgern und der Sendeunternehmen1 (Rom-Abkommen).
Neuseeland erklärt, dass in Übereinstimmung mit Art. 15 Abs. 3 des Vertrags die Bestimmungen von Art. 15 Abs. 1 nicht angewendet werden und dass sich der Beitritt Neuseelands zu diesem Vertrag auf Tokelau und Cook Inseln erstreckt.
Im Einklang mit Art. 15 Abs. 3 des Vertrags wird die Russische Föderation nicht die Bestimmungen des Art. 15 Abs. 1 des Vertrags in Bezug auf Tonträger anwenden, deren Hersteller kein Staatsangehöriger oder keine juristische Person einer anderen Vertragspartei ist; wird im Einklang mit Art. 15 Abs. 1 des Vertrags den Urheberrechtsschutz einschränken in Bezug auf Tonträger, deren Hersteller ein Staatsangehöriger oder eine juristische Person einer anderen Vertragspartei ist, im Ausmaß und zu den Bedingungen die von dieser Vertragspartei für Tonträger die zuerst von einem Staatsangehörigen oder einer juristische Person der Russischen Föderation aufgenommen wurden, gewährt werden; und
Gemäß Art. 3 Abs. 3 des Vertrags gibt die Russische Föderation bekannt, dass sie bei ihrem Beitritt zum Internationalem Abkommen über den Schutz der ausübenden Künstler, der Hersteller von Tonträgern und der Sendeunternehmen1 (Rom-Abkommen) vom 26. Oktober 1961, im Einklang mit Art. 5 Abs .3 des Rom-Abkommens, erklärt habe, dass sie das in Art. 5 Abs. 1 lit. b des Rom-Abkommens vorgesehene Festlegungsmerkmal nicht anwenden werde.
Das Königreich Schweden erklärt im Einklang mit Art. 3 Abs. 3 des WIPO-Vertrags über Darbietungen und Tonträger (WPPT)in Bezug auf Art. 5 Abs. 3 des Internationalen Abkommens über den Schutz der ausübenden Künstler, der Hersteller von Tonträgern und der Sendeunternehmen1, dass Schweden das Merkmal der Veröffentlichung mit Ausnahme des Rechts der Wiedergabe für Tonträger-Hersteller nicht anwenden wird.
In Übereinstimmung mit Art. 3 Abs. 3 des Vertrags, erklärt die Schweiz hiermit, dass sie von der in Art. 5 Abs. 3 des Internationalen Abkommens zum Schutz der ausübenden Künstler, der Hersteller von Tonträgern und der Sendeunternehmen1 (Rom-Abkommen), 1961, vorgesehenen Möglichkeit Gebrauch machen wird, das Merkmal der Festlegung abzulehnen und an Stelle dessen das Merkmal der Veröffentlichung anzuwenden.
Die Regierung der Republik Singapur erklärt, dass gemäß Art. 15 Abs. 3 des genannten Vertrags die Bestimmungen von Art. 15 Abs. 1 in folgender Weise beschränkt werden:
Die Hersteller von Tonträgern haben das ausschließliche Recht, eine Tonaufnahme mittels oder als Teil einer digitalen Audio-Übertragung der Öffentlichkeit zugänglich zu machen.
Ausübende Künstler können Klage einreichen wegen einer unbefugten öffentlichen Übertragung einer Live-Aufführung und wegen einer unbefugten öffentlichen Bereitstellung einer Aufnahme einer Aufführung (in einem Netzwerk oder auf andere Weise) solchermaßen, dass zu dieser Aufnahme jede Person von einem selbst gewählten Ort und zu einer selbst gewählten Zeit Zugriff hat. In diesem Zusammenhang beinhaltet „Kommunikation“ Sendung, Aufnahme in ein Kabel-Programm Service und die Bereitstellung der Live-Aufführung in einer Weise, dass auf die Aufführung von jeder Person von einem selbst gewählten Ort und zu einer selbst gewählten Zeit zugegriffen werden kann.
Gemäß Art. 15 Abs. 3 des WIPO-Vertrags über Darbietungen und Tonträger, werden die Vereinigten Staaten die Bestimmungen von Art. 15 Abs. 1 des WIPO-Vertrags über Darbietungen und Tonträger nur anwenden, in Bezug auf bestimmte Handlungen der Sendung und der öffentlichen Wiedergabe mittels digitaler Medien, für die eine direkte oder indirekte Gebühr für den Empfang verrechnet wird, und für andere erneute Ausstrahlungen und digitale Tonaufnahme-Übertragungen, wie dies im Recht der Vereinigten Staaten vorgesehen ist.
1 Kundgemacht in BGBl. Nr. 413/1973, letzte Kundmachung des Geltungsbereichs BGBl. III Nr. 33/2008.
Präambel Kapitel I Allgemeine Bestimmungen
Artikel 1 Verhältnis zu anderen Übereinkünften
Artikel 3 Schutzberechtigte nach diesem Vertrag
Artikel 4 Inländerbehandlung
Artikel 5 Persönlichkeitsrechte
Artikel 6 Wirtschaftliche Rechte der ausübenden Künstler an ihren nicht festgelegten Darbietungen
Artikel 7 Vervielfältigungsrecht
Artikel 8 Verbreitungsrecht
Artikel 9 Vermietrecht
Artikel 10 Recht auf Zugänglichmachung festgelegter Darbietungen
Artikel 11 Vervielfältigungsrecht
Artikel 12 Verbreitungsrecht
Artikel 13 Vermietrecht
Artikel 14 Recht auf Zugänglichmachung von Tonträgern
Artikel 15 Vergütungsrecht für Sendung und öffentliche Wiedergabe
Artikel 16 Beschränkungen und Ausnahmen
Artikel 17 Schutzdauer
Artikel 18 Pflichten in Bezug auf technische Vorkehrungen
Artikel 19 Pflichten in Bezug auf Informationen für die Wahrnehmung der Rechte
Artikel 20 Formvorschriften
Artikel 22 Anwendung in zeitlicher Hinsicht
Artikel 23 Rechtsdurchsetzung
Artikel 24 Die Versammlung
Artikel 25 Das Internationale Büro
Artikel 26 Qualifikation als Vertragspartei
Artikel 27 Rechte und Pflichten nach dem Vertrag
Artikel 28 Unterzeichnung des Vertrags
Artikel 29 Inkrafttreten des Vertrags
Artikel 30 Inkrafttreten des Vertrags für eine Vertragspartei
Artikel 31 Kündigung des Vertrags
Artikel 32 Vertragssprachen
Artikel 33 Verwahrer
in dem Wunsch, den Rechtsschutz für ausübende Künstler und Hersteller von Tonträgern in möglichst wirksamer und gleichmäßiger Weise fortzuentwickeln und aufrechtzuerhalten,
im Hinblick auf die tief greifenden Auswirkungen der Entwicklung und Annäherung der Informations- und Kommunikationstechnologien auf die Produktion und Nutzung von Darbietungen und Tonträgern, in Erkenntnis der Notwendigkeit, ein Gleichgewicht zwischen den Rechten der ausübenden Künstler und Tonträgerhersteller und dem umfassenderen öffentlichen Interesse, insbesondere Bildung, Forschung und Zugang zu Informationen, zu wahren –
(1) Die zwischen den Vertragsparteien bestehenden Pflichten aus dem am 26. Oktober 1961 in Rom geschlossenen Internationalen Abkommen über den Schutz der ausübenden Künstler, der Hersteller von Tonträgern und der Sendeunternehmen (nachstehend „Rom-Abkommen“) werden durch diesen Vertrag nicht beeinträchtigt.
(3) Dieser Vertrag steht weder in Verbindung mit anderen Verträgen, noch berührt er Rechte oder Pflichten aus anderen Verträgen.
Im Sinn dieses Vertrags
a) sind „ausübende Künstler“ Schauspieler, Sänger, Musiker, Tänzer und andere Personen, die Werke der Literatur und Kunst oder Ausdrucksformen der Volkskunst aufführen, singen, vortragen, vorlesen, spielen, interpretieren oder auf andere Weise darbieten;
b) bedeutet „Tonträger“ die Festlegung der Töne einer Darbietung oder anderer Töne oder einer Darstellung von Tönen ausser in Form einer Festlegung, die Bestandteil eines Filmwerks oder eines anderen audiovisuellen Werks ist;
c) bedeutet „Festlegung“ die Verkörperung von Tönen oder von Darstellungen von Tönen in einer Weise, dass sie mittels einer Vorrichtung wahrgenommen, vervielfältigt oder wiedergegeben werden können;
d) bedeutet „Hersteller von Tonträgern“ die natürliche oder juristische Person, die die erste Festlegung der Töne einer Darbietung oder anderer Töne oder der Darstellung von Tönen eigenverantwortlich veranlasst;
e) bedeutet „Veröffentlichung“ einer festgelegten Darbietung oder eines Tonträgers das Angebot einer genügenden Anzahl von Vervielfältigungsstücken der festgelegten Darbietung oder des Tonträgers an die Öffentlichkeit mit Zustimmung des Rechtsinhabers;
f) bedeutet „Sendung“ die drahtlose Übertragung von Tönen oder von Bildern und Tönen oder deren Darstellungen zum Zwecke des Empfangs durch die Öffentlichkeit; die Übertragung über Satellit ist ebenfalls „Sendung“; die Übertragung verschlüsselter Signale ist eine „Sendung“, soweit die Mittel zur Entschlüsselung der Öffentlichkeit von dem Sendeunternehmen oder mit dessen Zustimmung zur Verfügung gestellt werden;
g) bedeutet „öffentliche Wiedergabe“ einer Darbietung oder eines Tonträgers die öffentliche Übertragung der Töne einer Darbietung oder der auf einem Tonträger festgelegten Töne oder Darstellungen von Tönen auf einem anderen Wege als durch Sendung. Im Sinne von Artikel 15 umfasst „öffentliche Wiedergabe“ das öffentliche Hörbarmachen der auf einem Tonträger festgelegten Töne oder Darstellungen von Tönen.
Schutzberechtigte nach dem Vertrag
(1) Die Vertragsparteien gewähren den ausübenden Künstlern und Herstellern von Tonträgern, die Angehörige anderer Vertragsparteien sind, den in diesem Vertrag vorgesehenen Schutz.
(2) Als Angehörige anderer Vertragsparteien gelten die ausübenden Künstler und Hersteller von Tonträgern, die nach den Kriterien des Rom-Abkommens schutzberechtigt wären, wenn alle Parteien dieses Vertrags Vertragsstaaten des Rom-Abkommens wären. Die Vertragsparteien wenden hinsichtlich dieser Berechtigungskriterien die entsprechenden Begriffsbestimmungen in Artikel 2 dieses Vertrags an.
(3) Jede Vertragspartei, die von den Möglichkeiten des Artikels 5 Absatz 3 des Rom-Abkommens oder für die Zwecke des Artikels 5 des Rom-Abkommens von Artikel 17 des Abkommens Gebrauch macht, richtet nach Maßgabe dieser Bestimmungen eine Notifikation an den Generaldirektor der Weltorganisation für geistiges Eigentum (WIPO).
(1) Jede Vertragspartei gewährt den Angehörigen anderer Vertragsparteien im Sinne von Artikel 3 Absatz 2 die Behandlung, die sie ihren eigenen Angehörigen in Bezug auf die nach diesem Vertrag ausdrücklich gewährten ausschließlichen Rechte und das Recht auf angemessene Vergütung gemäß Artikel 15 gewährt.
(2) Die Verpflichtung nach Absatz 1 gilt nicht, soweit eine andere Vertragspartei von den Vorbehalten nach Artikel 15 Absatz 3 Gebrauch macht.
Rechte der ausübenden Künstler
(1) Unabhängig von ihren wirtschaftlichen Rechten haben ausübende Künstler auch nach Abtretung dieser Rechte in Bezug auf ihre hörbaren Live-Darbietungen oder auf Tonträgern festgelegten Darbietungen das Recht auf Namensnennung, sofern die Unterlassung der Namensnennung nicht durch die Art der Nutzung der Darbietung geboten ist, und können gegen jede Entstellung, Verstümmelung oder sonstige Änderung ihrer Darbietungen, die ihrem Ruf abträglich wäre, Einspruch erheben.
(2) Die Rechte der ausübenden Künstler nach Absatz 1 bestehen nach ihrem Tod mindestens bis zum Erlöschen der wirtschaftlichen Rechte fort und können von den Personen oder Institutionen wahrgenommen werden, die nach dem Recht der Vertragspartei, in deren Gebiet der Schutz beansprucht wird, hierzu befugt sind. Die Vertragsparteien, deren Recht zum Zeitpunkt der Ratifikation dieses Vertrags oder des Beitritts zu diesem Vertrag keinen Schutz für sämtliche in Absatz 1 genannten Rechte der ausübenden Künstler nach deren Ableben vorsieht, können bestimmen, dass einige dieser Rechte nach dem Tod nicht fortbestehen.
(3) Die Möglichkeiten des Rechtsschutzes zur Wahrung der nach diesem Artikel gewährten Rechte bestimmen sich nach dem Recht der Vertragspartei, in deren Gebiet der Schutz beansprucht wird.
Wirtschaftliche Rechte der ausübenden Künstler an ihren nicht festgelegten Darbietungen
Ausübende Künstler haben in Bezug auf ihre Darbietungen das ausschließliche Recht zu erlauben:
i) die Sendung und die öffentliche Wiedergabe ihrer nicht festgelegten Darbietungen, sofern es sich nicht bereits um eine gesendete Darbietung handelt, und
ii) die Festlegung ihrer nicht festgelegten Darbietungen.
Ausübende Künstler haben das ausschließliche Recht, jede unmittelbare oder mittelbare Vervielfältigung ihrer auf Tonträgern festgelegten Darbietungen zu erlauben, gleichviel, auf welche Art und in welcher Form sie vorgenommen wird.
(1) Ausübende Künstler haben das ausschließliche Recht zu erlauben, dass das Original und Vervielfältigungsstücke ihrer auf Tonträgern festgelegten Darbietungen durch Verkauf oder sonstige Eigentumsübertragung der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden.
(2) Dieser Vertrag berührt nicht die Freiheit der Vertragsparteien, gegebenenfalls zu bestimmen, unter welchen Voraussetzungen sich das Recht nach Absatz 1 nach dem ersten mit Erlaubnis des ausübenden Künstlers erfolgten Verkaufs des Originals oder eines Vervielfältigungsstücks oder der ersten sonstigen Eigentumsübertragung erschöpft.
(1) Ausübende Künstler haben das ausschließliche Recht, die gewerbsmäßige Vermietung des Originals und der Vervielfältigungsstücke ihrer auf Tonträgern festgelegten Darbietungen nach Maßgabe der Rechtsvorschriften der Vertragsparteien zu erlauben, auch wenn das Original und die Vervielfältigungsstücke bereits mit allgemeiner oder ausdrücklicher Erlaubnis des ausübenden Künstlers verbreitet worden sind.
(2) Eine Vertragspartei, in deren Gebiet seit dem 15. April 1994 eine Regelung in Kraft ist, die für ausübende Künstler eine angemessene Vergütung für die Vermietung von Vervielfältigungsstücken ihrer auf Tonträgern festgelegten Darbietungen vorsieht, kann diese Regelung unbeschadet der Bestimmungen von Absatz 1 beibehalten, sofern die gewerbsmäßige Vermietung von Tonträgern das ausschließliche Vervielfältigungsrecht der ausübenden Künstler nicht erheblich beeinträchtigt.
Recht auf Zugänglichmachung festgelegter Darbietungen
Ausübende Künstler haben das ausschließliche Recht zu erlauben, dass ihre auf Tonträgern festgelegten Darbietungen drahtgebunden oder drahtlos in einer Weise der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden, dass sie Mitgliedern der Öffentlichkeit an Orten und zu Zeiten ihrer Wahl zugänglich sind.
Rechte der Tonträgerhersteller
Die Hersteller von Tonträgern haben das ausschließliche Recht, jede unmittelbare oder mittelbare Vervielfältigung ihrer Tonträger zu erlauben, gleichviel, auf welche Art und in welcher Form sie vorgenommen wird.
(1) Die Hersteller von Tonträgern haben das ausschließliche Recht zu erlauben, dass das Original und Vervielfältigungsstücke ihrer Tonträger durch Verkauf oder sonstige Eigentumsübertragung der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden.
(2) Dieser Vertrag berührt nicht die Freiheit der Vertragsparteien, gegebenenfalls zu bestimmen, unter welchen Voraussetzungen sich das Recht nach Absatz 1 nach dem ersten mit Erlaubnis des Tonträgerherstellers erfolgten Verkaufs des Originals oder eines Vervielfältigungsstücks oder der ersten sonstigen Eigentumsübertragung erschöpft.
(1) Die Hersteller von Tonträgern haben das ausschließliche Recht, die gewerbsmäßige Vermietung des Originals und der Vervielfältigungsstücke ihrer Tonträger zu erlauben, auch wenn das Original und die Vervielfältigungsstücke bereits mit allgemeiner oder besonderer Erlaubnis des Herstellers verbreitet worden sind.
(2) Eine Vertragspartei, in deren Gebiet seit dem 15. April 1994 eine Regelung in Kraft ist, die für Tonträgerhersteller eine angemessene Vergütung für die Vermietung von Vervielfältigungsstücken ihrer Tonträger vorsieht, kann diese Regelung unbeschadet der Bestimmungen von Absatz 1 beibehalten, sofern die gewerbsmäßige Vermietung von Tonträgern das ausschließliche Vervielfältigungsrecht der Tonträgerhersteller nicht erheblich beeinträchtigt.
Recht auf Zugänglichmachung von Tonträgern
Die Hersteller von Tonträgern haben das ausschließliche Recht zu erlauben, dass ihre Tonträger drahtgebunden oder drahtlos in einer Weise der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden, dass sie Mitgliedern der Öffentlichkeit an Orten und zu Zeiten ihrer Wahl zugänglich sind.
Vergütungsrecht für Sendung und öffentliche Wiedergabe
(1) Werden zu gewerblichen Zwecken veröffentlichte Tonträger unmittelbar oder mittelbar für eine Sendung oder öffentliche Wiedergabe benutzt, so haben ausübende Künstler und Tonträgerhersteller Anspruch auf eine einzige angemessene Vergütung.
(4) Tonträger, die drahtgebunden oder drahtlos in einer Weise der Öffentlichkeit zugänglich gemacht wurden, dass sie Mitgliedern der Öffentlichkeit an Orten und zu Zeiten ihrer Wahl zugänglich sind, gelten im Sinne dieses Artikels als zu gewerblichen Zwecken veröffentlicht.
(1) Die Vertragsparteien können in ihren Rechtsvorschriften in Bezug auf den Schutz der ausübenden Künstler und der Hersteller von Tonträgern Beschränkungen und Ausnahmen gleicher Art vorsehen, wie sie in ihren Rechtsvorschriften im Zusammenhang mit dem Schutz des Urheberrechts an Werken der Literatur und Kunst vorgesehen sind.
(2) Die Vertragsparteien begrenzen die Beschränkungen und Ausnahmen in Bezug auf die in diesem Vertrag vorgesehenen Rechte auf bestimmte Sonderfälle, die weder die normale Verwertung der Darbietung oder des Tonträgers beeinträchtigen noch die berechtigten Interessen der ausübenden Künstler oder Tonträgerhersteller unzumutbar verletzen.
(1) Die Dauer des den ausübenden Künstlern nach diesem Vertrag zu gewährenden Schutzes beträgt mindestens 50 Jahre, gerechnet vom Ende des Jahres, in dem die Darbietung auf einem Tonträger festgelegt wurde.
(2) Die Dauer des den Tonträgerherstellern nach diesem Vertrag zu gewährenden Schutzes beträgt mindestens 50 Jahre, gerechnet vom Ende des Jahres, in dem der Tonträger veröffentlicht wurde, oder, falls er innerhalb von 50 Jahren nach seiner Festlegung nicht veröffentlicht wurde, 50 Jahre, gerechnet vom Ende des Jahres, in dem er festgelegt wurde.
(1) Die Vertragsparteien sehen hinreichende und wirksame Rechtsbehelfe gegen Personen vor, die wissentlich eine der nachstehenden Handlungen vornehmen, obwohl ihnen bekannt ist oder in Bezug auf zivilrechtliche Rechtsbehelfe den Umständen nach bekannt sein muss, dass diese Handlung die Verletzung eines unter diesen Vertrag fallenden Rechts herbeiführen, ermöglichen, erleichtern oder verbergen wird:
ii) unbefugte Verbreitung, Einfuhr zur Verbreitung, Sendung, öffentliche Wiedergabe oder Zugänglichmachung von Darbietungen, Vervielfältigungsstücken festgelegter Darbietungen oder Tonträgern in Kenntnis des Umstands, dass elektronische Informationen für die Wahrnehmung der Rechte unbefugt entfernt oder geändert wurden.
(2) Im Sinne dieses Artikels sind „Informationen für die Wahrnehmung der Rechte“ Informationen, die den ausübenden Künstler, seine Darbietung, den Hersteller des Tonträgers, den Tonträger, den Inhaber eines Rechts an der Darbietung oder an dem Tonträger identifizieren, oder Informationen über die Nutzungsbedingungen einer Darbietung oder eines Tonträgers oder Zahlen oder Codes, die derartige Informationen darstellen, wenn irgendeines dieser Informationselemente an einem Vervielfältigungsstück einer festgelegten Darbietung oder einem Tonträger angebracht ist oder im Zusammenhang mit der öffentlichen Wiedergabe oder Zugänglichmachung einer festgelegten Darbietung oder eines Tonträgers erscheint.
(1) Die Vertragsparteien wenden Artikel 18 der Berner Übereinkunft entsprechend auf die nach diesem Vertrag vorgesehenen Rechte der ausübenden Künstler und Tonträgerhersteller an.
(2) Unbeschadet des Absatzes 1 kann eine Vertragspartei die Anwendung des Artikels 5 dieses Vertrags auf Darbietungen beschränken, die nach Inkrafttreten dieses Vertrags für die betreffende Vertragspartei stattgefunden haben.
(2) Die Vertragsparteien stellen sicher, dass in ihren Rechtsordnungen Verfahren zur Rechtsdurchsetzung verfügbar sind, um ein wirksames Vorgehen gegen jede Verletzung von unter diesen Vertrag fallenden Rechten zu ermöglichen, einschließlich Eilverfahren zur Verhinderung von Verletzungshandlungen und Rechtsbehelfen zur Abschreckung von weiteren Verletzungshandlungen.
Verwaltungs- und Schlussbestimmungen
c) Die Kosten jeder Delegation werden von der Vertragspartei getragen, die sie entsandt hat. Die Versammlung kann die WIPO um finanzielle Unterstützung bitten, um die Teilnahme von Delegationen von Vertragsparteien zu erleichtern, die nach der bestehenden Übung der Generalversammlung der Vereinten Nationen als Entwicklungsländer angesehen werden oder die Länder im Übergang zur Marktwirtschaft sind.
a) Die Versammlung behandelt Fragen, die die Erhaltung und Entwicklung sowie die Anwendung und Durchführung dieses Vertrags betreffen.
b) Die Versammlung nimmt in Bezug auf die Zulassung bestimmter zwischenstaatlicher Organisationen als Vertragspartei die ihr nach Artikel 26 Absatz 2 übertragene Aufgabe wahr.
a) Jede Vertragspartei, die ein Staat ist, verfügt über eine Stimme und stimmt nur in ihrem Namen ab.
b) Eine Vertragspartei, die eine zwischenstaatliche Organisation ist, kann anstelle ihrer Mitgliedstaaten an der Abstimmung teilnehmen und verfügt über eine Anzahl von Stimmen, die der Anzahl ihrer Mitgliedstaaten entspricht, die Vertragspartei dieses Vertrags sind. Eine zwischenstaatliche Organisation kann nicht an der Abstimmung teilnehmen, wenn einer ihrer Mitgliedstaaten sein Stimmrecht ausübt und umgekehrt.
(5) Die Versammlung gibt sich eine Geschäftsordnung, in der unter anderem die Einberufung außerordentlicher Tagungen, die Voraussetzungen für die Beschlussfähigkeit und vorbehaltlich der Bestimmungen dieses Vertrags die Mehrheitserfordernisse für die verschiedenen Arten von Beschlüssen geregelt sind.
Inkrafttreten des Vertrags für eine Vertragspartei
i) die dreißig Staaten im Sinne von Artikel 29 ab dem Tag, an dem dieser Vertrag in Kraft getreten ist;
iii) die Europäische Gemeinschaft nach Ablauf von drei Monaten nach Hinterlegung ihrer Ratifikationsoder Beitrittsurkunde, wenn diese Urkunde nach Inkrafttreten dieses Vertrags nach Artikel 29 hinterlegt worden ist, oder drei Monate nach Inkrafttreten dieses Vertrags, wenn die Urkunde vor Inkrafttreten des Vertrags hinterlegt worden ist;
(1) Dieser Vertrag wird in einer Urschrift in englischer, arabischer, chinesischer, französischer, russischer und spanischer Sprache unterzeichnet, wobei jeder Wortlaut gleichermaßen verbindlich ist.
(2) Ein amtlicher Wortlaut in einer anderen als der in Absatz 1 genannten Sprachen wird durch den Generaldirektor der WIPO auf Ersuchen einer interessierten Vertragspartei nach Konsultation mit allen interessierten Vertragsparteien erstellt. „Interessierte Vertragspartei“ im Sinne dieses Absatzes bedeutet einen Mitgliedstaat der WIPO, dessen Amtssprache oder eine von dessen Amtssprachen betroffen ist, sowie die Europäische Gemeinschaft und jede andere zwischenstaatliche Organisation, die Vertragspartei dieses Vertrags werden kann, wenn eine ihrer Amtssprachen betroffen ist.
Artikel 1 Absatz 2 präzisiert das Verhältnis zwischen Rechten an Tonträgern im Sinne dieses Vertrags und dem Urheberrecht an in Tonträgern verkörperten Werken. In Fällen, in denen sowohl die Zustimmung des Urhebers eines in einen Tonträger eingefügten Werks als auch die Zustimmung des ausübenden Künstlers oder Herstellers, der Rechte an dem Tonträger besitzt, erforderlich ist, wird das Erfordernis der Zustimmung des Urhebers nicht deshalb hinfällig, weil auch die Zustimmung des ausübenden Künstlers oder Herstellers erforderlich ist und umgekehrt. Artikel 1 Absatz 2 hindert einen Vertragsstaat nicht daran, einem ausübenden Künstler oder Tonträgerhersteller ausschließliche Rechte zu gewähren, die über die nach diesem Vertrag zu gewährenden Rechte hinausgehen.
Zu Artikel 2 Buchstabe b
Die Tonträgerdefinition in Artikel 2 Buchstabe b lässt nicht darauf schließen, dass Rechte an einem Tonträger durch ihre Einfügung in ein Filmwerk oder in ein anderes audiovisuelles Werk in irgendeiner Weise beeinträchtigt werden.
Zu Artikel 2 Buchstabe e und den Artikeln 8, 9, 12 und 13
Die in diesen Artikeln im Zusammenhang mit dem Verbreitungs- und Vermietrecht verwendeten Ausdrücke „Vervielfältigungsstücke“ und „Original und Vervielfältigungsstücke“ beziehen sich ausschließlich auf Vervielfältigungsstücke, die als körperliche Gegenstände in Verkehr gebracht werden können.
Der Verweis in den Artikeln 5 Buchstabe a und 16 Buchstabe a Ziffer iv des Rom-Abkommens auf „Angehöriger eines anderen vertragschließenden Staates“ bezeichnet, wenn er sich auf diesen Vertrag bezieht, im Hinblick auf eine zwischenstaatliche Organisation, die Partei dieses Vertrags ist, einen Angehörigen einer der Staaten, die Mitglieder dieser Organisation sind.
Zu den Artikeln 7, 11 und 16
Der Umfang der Sende- und Wiedergaberechte, die ausübende Künstler und Tonträgerhersteller im Zeitalter der Digitaltechnik in Anspruch nehmen können, ist in Artikel 15 nicht vollständig geregelt. Die Delegationen waren nicht in der Lage, einen Konsens über die verschiedenen Vorschläge zu den unter bestimmten Voraussetzungen zu gewährenden Ausschließlichkeitsrechten oder zu Rechten, die ohne die Möglichkeit eines Vorbehalts gewährt werden, herbeizuführen und haben diese Frage daher einer künftigen Regelung vorbehalten.
Die vereinbarte Erklärung zu Artikel 10 (Beschränkungen und Ausnahmen) des WIPOUrheberrechtsvertrags gilt mutatis mutandis ebenfalls für Artikel 16 (Beschränkungen und Ausnahmen) des WIPO-Vertrags über Darbietungen und Tonträger.

References: Art. 49
 Art. 30
 Art. 3
 Art. 15
 Art. 15
 Art. 2
 Art. 3
 Art. 5
 Art. 15
 Art. 15
 Art. 15
 Art. 15
 Art. 15
 Art. 15
 Art. 15
 Art. 15
 Art. 15
 Art. 15
 Art. 15
 Art. 15
 Art. 3
 Art. 5
 Art. 5
 Art. 3
 Art. 5
 Art. 5
 Art. 3
 Art. 5
 Art. 3
 Art. 5
 Art. 3
 Art. 5
 Art. 5
 Art. 15
 Art. 15
 Art. 3
 Art. 15
 Art. 15
 Art. 2
 Art. 15
 Art. 15
 Art. 15
 Art. 15
 Art. 15
 Art. 15
 Art. 3
 Art. 15
 Art. 15
 Art. 15
 Art. 15
 Art. 15
 Art. 15
 Art. 3
 Art. 5
 Art. 15
 Art. 16
 Art. 15
 Art. 15
 Art. 15
 Art. 15
 Art. 15
 Art. 3
 Art. 5
 Art. 5
 Art. 3
 Art. 5
 Art. 3
 Art. 5
 Art. 15
 Art. 15
 Art. 15
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