Source: https://www.juraforum.de/lexikon/kleinunternehmerregelung
Timestamp: 2018-07-16 22:29:41+00:00

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Kleinunternehmerregelung: was Sie als Kleinunternehmer beachten müssen
Kleinunternehmer in Deutschland und die Kleinunternehmerregelung
Erklärung zum Begriff Kleinunternehmerregelung
Unter welchen Umständen ist es sinnvoll, sich für Kleinunternehmerregelung zu entscheiden?
Wann genau ist man ein Kleinunternehmer und was besagt die Kleinunternehmerregelung?
Welche Sonderregelung tritt bei Neugründungen in Kraft?
Was passiert, wenn man als Kleinunternehmer über 17.500 Euro kommt?
Wo sich ein Kleinunternehmer anmelden muss
Was muss man als Kleinunternehmer beachten?
Worauf sollte man bei der Rechnungslegung als Kleinunternehmer achten?
kleinunternehmerregelung (© fotogestoeber)
Als Kleinunternehmer werden gemäß dem Umsatzsteuergesetz jene selbständig oder gewerblich Tätigen angesehen, deren jährlicher Gesamtumsatz inklusive der darauf entfallenden Umsatzsteuer bestimmte Umsatzgrenzen nicht überschreiten. Diese Grenzen liegen aktuell bei 17.500,- € für Existenzgründer im Jahr ihrer Geschäftseröffnung, im Folgejahr bei 50.000,- € (Kleinunternehmerregelung).
Dabei ist zu beachten, dass die Bezeichnung "Jahr" sich nicht auf ein Kalenderjahr bezieht, sondern auf jeweils 12 Monate.
Um "Kleinunternehmer" zu definieren, ist eine Schätzung der zu erwarteten Umsätze vorzunehmen. Wenn sich ein Unternehmer die Kleinunternehmerregelung zueigen macht, so braucht er auf seine Umsätze keine Umsatzsteuer zu erheben. Neben dem Ausweis der Umsatzsteuer entfällt auf seinen Rechnungen dann auch die Angabe der Steueridentifikationsnummer.
Ein Kleinunternehmer hat jedoch auch die Möglichkeit, sich gegen die Kleinunternehmerregelung zu entscheiden. Diese Entscheidung muss er schriftlich dem Finanzamt mitteilen; sie ist für fünf Jahre bindend. Tut er dies, ist er zur Zahlung von Vorsteuern verpflichtet. Macht ein Unternehmer jedoch von der Kleinunternehmerregelung Gebrauch und überschreiten seine Umsätze die festgelegten Grenzen, so muss er zwingend auf seine Umsätze Umsatzsteuer erheben.
Mit der Kleinunternehmerregelung soll besonders Gründern und kleineren Unternehmen unter anderem der bürokratische Aufwand sowie der Einstieg in die Selbstständigkeit erleichtert werden. Im Grunde handelt es sich also bei der in Deutschland praktizierten Kleinunternehmerregelung um ein vereinfachtes Umsatzsteuerrecht. Sinnvoll ist die besondere Regelung für Kleinunternehmer vor allem dann, wenn man ohne größeren Wareneinsatz seine Artikel oder Dienstleistungen vornehmlich an Privatpersonen veräußert. Denn diese haben in der Regel nichts davon, wenn auf dem Kaufbeleg die Mehrwertsteuer aufgeführt ist, da sie ja vom Finanzamt diese Umsatzsteuer nicht als Vorsteuer zurückfordern können.
Weniger sinnvoll aber ist die Kleinunternehmerregelung für jene Unternehmen, die zunächst einen relativ hohen Kostenpunkt in puncto Wareneinsatz haben. Wer also als Kleinunternehmer Produkte anbietet, die entweder eingekauft oder noch selbst produziert werden müssen und ein gewisses Kontingent an Material benötigen, ist mit der Kleinunternehmerregelung unter Umständen benachteiligt. Denn die auf den Rechnungen über gekauftes Material zum Beispiel enthaltene Umsatzsteuer kann beim Finanzamt nicht geltend gemacht werden. Es ist also nicht möglich, von einem Vorsteuerabzug zu profitieren. In Deutschland ist der Status des Kleinunternehmers nicht an eine bestimmte Rechtsform gebunden. So können sowohl natürliche Personen, also Einzelunternehmer oder Freiberufler, als auch juristische Personen und Personengesellschaften als Kleinunternehmer fungieren.
Als Kleinunternehmer gilt man nach deutschem Recht dann, wenn man beim Finanzamt nach § UStG 19 diesen Status beantragt hat und daraufhin als Kleinunternehmer eingestuft wurde. In aller Regel macht das Sinn, wenn das eigene kleine Unternehmen nur einen geringen Umsatz pro Jahr abwirft. Sehr häufig betrifft das viele Neugründungen, da diese meist erst noch einen Kundenstamm aufbauen müssen und die Umsätze zu Beginn einer Existenzgründung normalerweise nicht gleich eine bestimmte Umsatzgrenze erreichen. Die Kleinunternehmerregelung besagt:
Rechnung ohne Umsatzsteuer: der Kleinunternehmer muss keine Umsatzsteuer, umgangssprachlich auch Mehrwertsteuer, auf seinen Rechnungen ausweisen
Kein Vorsteuerabzug: im Gegensatz dazu kann der Kleinunternehmer die bei anderen Unternehmen gezahlte Vorsteuer auch nicht beim Finanzamt geltend machen
Umsatzgrenzen: wenn die Einnahmen durch umsatzsteuerpflichtige Lieferungen und Leistungen im Vorjahr nicht mehr als 17.500 Euro betrugen, und wenn im laufenden Geschäftsjahr maximal bis zu 50.000 Euro an Umsätzen zu erwarten sind
Wichtig ist hierbei, dass alle Kriterien erfüllt sein müssen, um den Status des Kleinunternehmers zu erhalten. Wenn also ein junges Unternehmen zum Beispiel im Vorjahr nicht mehr als 17.500 Euro Umsätze generieren konnte, dafür im laufenden Geschäftsjahr durch einen Großauftrag mehr als 50.000 Euro Umsatz erwartet werden kann, gilt der Kleinunternehmerstatus nicht mehr!
Gründet der Kleinunternehmer eine neue Firma, wodurch er keine Angaben zum Vorjahresumsatz oder auch zu den zu erwartenden Umsätzen machen kann, darf der Jahresumsatz geschätzt werden.
Jedem Unternehmer, der sich vielleicht zu Beginn seiner Selbstständigkeit etwas schwertut, sei es gegönnt, wenn die vorab angemeldeten Umsätze von 17.500 Euro zum Geschäftsjahresende dann doch weitaus höher liegen. Das ist aber überhaupt kein Problem, denn dann wird dem zuständigen Finanzamt diese Summe übermittelt.
Für das darauffolgende Geschäftsjahr allerdings bedeutet das, dass man aus der Kleinunternehmerregelung herausfällt und dann offiziell in die Regelbesteuerung fällt. In diesem Zusammenhang wird es dann notwendig, dass der einstige Kleinunternehmer Rechnungen zuzüglich der Mehrwertsteuer ausstellen muss, dass eine Umsatzsteuervoranmeldung erfolgen muss und das gezahlte Vorsteuer vom Finanzamt zurückerstattet wird.
Tipp: Sollte der Kleinunternehmer bereits im laufenden Geschäftsjahr bemerken, dass die Regelung für Kleinunternehmer nicht mehr greift, da der zu erwartende Umsatz die 50.000 Euro übersteigt, genügt eine schriftliche Mitteilung an das zuständige Finanzamt, um den umsatzbedingten Wechsel in die Regelbesteuerung anzuzeigen.
So wie jedes andere Gewerbe auch, muss die Tätigkeit als Kleinunternehmer angemeldet werden, denn auch er unterliegt der Gewerbeordnung, kurz GewO. Die Anmeldung erfolgt immer im zuständigen Gewerbeamt, welches dann die Information an das zuständige Finanzamt weitergibt. Direkt bei der Anmeldung des Kleingewerbes erhält man einen Gewerbeschein, den man gut aufbewahren sollte. Die darin enthaltenen personenbezogenen Daten sowie die Beschreibung des Gewerbes und das Anmeldedatum werden später immer wieder benötigt und gelten als Nachweis. Ausgenommen von dieser Anmeldung mit Gewerbeschein sind Kleinunternehmer, die eine freiberufliche Tätigkeit ausüben. Hierzu zählen unter anderen
oder auch Erzieher
Diese Berufsgruppen arbeiten zwar oftmals auch nach der Kleinunternehmerregelung, unterliegen aber nicht der Gewerbeordnung. Deswegen reicht es in aller Regel aus, das örtliche Finanzamt über den Beginn einer freiberuflichen Tätigkeit zu unterrichten, um den Fragebogen zugesendet zu bekommen, in welchem man dann beispielsweise die Kleinunternehmerregelung angibt.
Als Kleinunternehmer muss man keine Umsatzsteuer abführen, wohl aber eine Einnahmen-Überschuss-Rechnung erstellen, welche dann nach Abschluss des Geschäftsjahres und mit der Steuererklärung beim Finanzamt vorgelegt werden muss. Eine doppelte Buchführung ist nicht notwendig. Der Eintrag im Handelsregister ist nicht verpflichtend. Auf der Rechnung muss unbedingt der Vermerk zu finden sein, dass man nach der Kleinunternehmerregelung arbeitet und damit keine Umsatzsteuer ausweist. Im Gegensatz zu anderen und größeren Unternehmen wird bei einem Kleinunternehmer nur der Vor- und Zuname als Firmenbezeichnung benutzt. Phantasienamen sind hierbei unzulässig.
Je nachdem, ob man nach der Kleinunternehmerregelung arbeitet oder nicht, können sich die Rechnungen in einigen Punkten voneinander unterscheiden. Folgende Punkte dürfen aber in keiner Rechnung fehlen:
Firmenanschrift und Kontaktdaten sowie eventuell einen Ansprechpartner
optional das Firmenlogo
korrekte Anschrift des Rechnungsempfängers
einmalige Rechnungsnummer  diese sollte nach einem nachvollziehbaren System erstellt werden und kann neben Zahlen und Buchstaben auch Sonderzeichen enthalten
detaillierte Auflistung der erbrachten Leistungen und/oder Lieferungen
Einzelpreis und Gesamtpreis sowie genaue Bezeichnung
Fußzeile mit Daten über die Bankverbindung, Steuernummer, zuständiges Finanzamt
Falls ein Kleinunternehmer nicht nach der Kleinunternehmerreglung wirtschaftet, gehört natürlich noch der entsprechende Prozentsatz der Mehrwertsteuer auf die Rechnung sowie der Betrag, der aus dem Nettopreis der Leistung errechnet wird. Liegt dem Kleinunternehmen aber das Wirtschaften nach der Kleinunternehmerregelung zugrunde, so muss dieses auf jeder Rechnung vermerkt werden. Hier empfiehlt eine kurze zusätzliche Textpassage, wie zum Beispiel: „Gemäß UStG §19 Abs.1 wird laut Kleinunternehmerregelung keine Umsatzsteuer ausgewiesen.“
FA will Umsatzsteuervoranmeldung als Kleinunternehmer nuter schrieb am 03.05.2017, 13:59 Uhr:
Hallo,Herr A ist Einzelunternehmer und macht von der Kleinunternehmerregelung Gebrauch. Zumindest hat er es so im steuerlichen Erfassungsbogen angegeben. Er hat auch angeben, dass er innergemeinschaftliche Lieferungen erhält.Paar Wochen später meldet sich sein zuständiges Finanzamt und meint, dass Herr A eine vierteljährliche... » weiter lesen
Als Kleinunternehmer Arbeitszeugnis ausstellen? Manoel schrieb am 16.02.2017, 22:49 Uhr:
Darf ein Kleinunternehmer nach § 19 UStG Arbeitszeugnisse ausstellen? Wenn ja sind diese dann auch für Schulpraktika und/oder Praxissemester zulässig? Was für Pflichten und Auflagen gibt es da? » weiter lesen
Kleinunternehmer und Uniprojekt Torbinho schrieb am 04.11.2016, 11:21 Uhr:
Guten Tag,mal angenommen bei einem Uniprojekt muss eine Rechnung gestellt werden, da man Geld von einem Kunden bekommt.Einer der Studierenden hat ein Gewerbe, zwei weitere nicht. Der Betrag beläuft sich auf ca 2000€ pro Studierender. Ein Gewerbe für die beiden anderen macht ja keinen Sinn, da es sich für sie um eine einmalige Tätigkeit... » weiter lesen
Kleinunternehmer - falsche Rechnung - Storno Tiger63 schrieb am 01.11.2015, 14:55 Uhr:
Kleinunternehmer X habe versehentlich Rechnungen im eigenen Namen ausgestellt, obwohl er sie eigentlich im Namen desjenigen hätte ausstellen müssen, der die Leistung erbracht hat. Als er das Versehen 4 Monate später (!!) bemerkt, storniert er alle Rechnungen und stellt neue Rechnungen im Namen des tatsächlichen Leistungserbringers Y... » weiter lesen
Müssen Kleinunternehmer doch Steuern abführen?? burgerohnealles schrieb am 12.02.2015, 21:27 Uhr:
Hallo,habe irgendwo gelesen, dass wenn z.B. Person X ein Kleinunternehmer ist (also die Kleinunternehmeregelung in Anspruch nimmt), zwar keine Umsatzsteuer auf den Rechnungen ausweist und diese nicht direkt abgeben muss, aber bei der Umsatzsteuererklärung oder Einkommensteuererklärung, sozusagen "gebündelt" abgeben muss. Ist das... » weiter lesen
Kleinunternehmer Umsatzsteuerpflichtig?! live-strip schrieb am 03.01.2015, 14:46 Uhr:
Hallo zusammen!Mister X hat ein Gewerbe und nahm dafür bislang die Kleinunternehmerregelung nach §19 UStG in Anspruch.Umsatz 2011 9.000 Euro, 2012 14.000 Euro, 2013 17.800 Euro. 2014 noch unbekannt aber mit 100%iger Sicherheit keine 50.000 Euro.Nun findet sich folgendes im Gesetz und im Internet:Die Umsatzsteuer wird von Unternehmern... » weiter lesen
Kleinunternehmer über 17.500€ Libertin schrieb am 13.12.2014, 20:21 Uhr:
Nabend Zusammen,angenommen A gründet im April 2010 ein Kleinunternehmer unter Anwendung von § 19 UStG.Im Gründungsjahr ist der Umsatz unter 17.500€In den Jahren 2011 und 2012 ebenfalls.Im Jahr 2013 kommt er auf knapp über 18.000€Im Jahr 2014 kommt er auf ca. 21.700€Einen Finanzbescheid von 2013 hat A noch nicht erhalten.Muss bzw.... » weiter lesen
Rechnungen nicht immer notwendig? papillon121 schrieb am 15.06.2011, 16:56 Uhr:
Ich habe gerade folgendes gelesen: Grundsätzlich sind Kleinunternehmer übrigens auch nicht zur Rechnungsstellung verpflichtet. An Privatpersonen müssen sie in der Regel gar keine Rechnung schreiben, bei Unternehmen dann nur auf Verlangen. Stimmt das wirklich? Grüße Philipp » weiter lesen
Rechtstipps für Gründer Teil 1: Gründung eines Einzelunternehmens – Was muss beachtet werden
Rechtstipps für Gründer Teil 1. Zur Gründung eines Einzelunternehmens – Was muss beachtet werden. Was zuerst einmal essentiell ist, bevor man die Geschäftstätigkeit überhaupt aufnimmt, ist zu klären, welche Rechtsform das künftige Unternehmen haben soll. Diese muss gut überlegt sein, denn die Rechtsform prägt das Bild des Unternehmens nach außen hin. Auch hängen der Rechtsform zahlreiche rechtliche und wirtschaftliche Fragestellungen... » weiter lesen
Rundfunkbeitrag verhältnismäßig und rechtmäßig
20.08.2014 | Recht & Gesetz
(jur). Der Rundfunkbeitrag zur Finanzierung des öffentlich-rechtlichen Rundfunks ist nicht zu beanstanden. Verfassungsrechtliche Bedenken gibt es gegen den 2013 eingeführten neuen Beitrag nicht, urteilte am Dienstag, 19. August 2014 das Verwaltungsgericht Potsdam (Az.: VG 11 K 1294/14; VG 11 K 4160/13, VG 11 K 4237/13 und weitere). Die Potsdamer Richter wiesen damit die Klagen von neun Rundfunkgebührengegnern ab.Stein des Anstoßes ist die... » weiter lesen
Rundfunkbeitrag verstößt nicht gegen Grundrechte
14.05.2014 | Recht & Gesetz
Koblenz (jur). Der 2013 neu eingeführte Rundfunkbeitrag zur Finanzierung des öffentlich-rechtlichen Rundfunks ist rechtmäßig. Das Gleichbehandlungsgebot wird mit der neuen Rundfunkfinanzierung nicht verletzt, entschied der Verfassungsgerichtshof Rheinland-Pfalz am Dienstag, 13. Mai 2014 (Az.: VGH B 35/12). Der Rundfunkbeitrag sei auch nicht als Steuer anzusehen, für deren Regelung die Länder keine Gesetzgebungskompetenz haben, stellten die... » weiter lesen
Angehörigendarlehen leichter als Betriebsausgaben absetzbar
12.12.2013 | Wirtschaft & Steuern
München (jur). Vereinbaren Kleinunternehmer mit Angehörigen ein Darlehen, können die Zinsen darauf nach einem Urteil des Bundesfinanzhofes (BFH) leichter als Betriebsausgaben abgesetzt werden. Denn dient das Darlehen unmittelbar der Erzielung von Einkünften wie beispielsweise dem Kauf von Betriebsinventar, muss das Finanzamt einen großzügigen Maßstab bei der Absetzung der Darlehenszinsen anlegen, entschieden die obersten Finanzrichter in... » weiter lesen
Kleinunternehmerregelung Urteile und Entscheidungen
1. Auch ein Kleinunternehmer (§ 19 UStG) muss eine Umsatzsteuer-Jahreserklärung abgeben. 2. Berechnet ein Kleinunternehmer in einer Umsatzsteuer-Jahreserklärung die Steuer nach den allgemeinen Vorschriften des UStG, ist darin grundsätzlich ein Verzicht auf die Besteuerung als Kleinunternehmer (sog. Option zur Regelbesteuerung) zu...
» BFH, 24.07.2013, XI R 14/11
Ein Kleinunternehmer kann mit einer nur für einen Unternehmensteil erstellten Umsatzsteuererklärung nicht rechtswirksam auf die Anwendung des § 19 Abs. 1 UStG verzichten.
» BFH, 24.07.2013, XI R 31/12
Ist der Berufsbetreuer als Kleinunternehmer nicht mehrwertsteuerpflichtig, so darf seine Vergütung gem. § 4 Abs. 1 VBVG nicht um die nicht angefallene Mehrwertsteuer gekürzt werden.
» LG-MOENCHENGLADBACH, 12.04.2006, 5 T 42/06
Sicherheitsfrage 7 + Z,w_ei =
Kleinunternehmerregelung – Weitere Begriffe im Umkreis
EU Kleinunternehmer
Nach Artikel 24 der 6. EG-Richtline werden alle EU-Mitgliedstaaten ermächtigt, Sonderregelungen für Kleinunternehmer einzuführen. Für deutsche Unternehmer ist dies im § 19 UStG geregelt (Kleinunternehmer). Soweit die einzelnen...
Aufzeichnungspflichten - Buchführung
Jeder Gwerbetreibende ist zur Buchführung verpflichtet; Kleinunternehmer und Freiberufler unterliegen dieser Pflicht nicht. Ein Unternehmer ist gemäß § 22 UstG zu einer korrekten Buchführung verpflichtet, damit anhand dieser Aufzeichnungen die...
Der Begriff Option wird hauptsächlich bei dem für die Erklärung des Verzichts verwendet. Darüber hinaus taucht er im Umsatzsteuerrecht auch an anderen Stellen auf, bei denen der Unternehmer Wahlrechte durch Abgabe einer entsprechenden Erklärung...
Inhaltsübersicht 1. Allgemein 2. Der Kaufmannsbegriff 2.1 Kaufmann kraft Gewerbebetrieb/Musskaufmann 2.2 Kaufmann kraft Eintragung (Kannkaufmann) 2.3 Kaufmann kraft Rechtsform 1. Allgemein Kaufmann/Kauffrau ist die...
Inhaltsübersicht 1. Umsatzsteuer 2. Vorsteuer 2.1 Verausgabte Vorsteuer 2.2 Erstattete Vorsteuer 1. Umsatzsteuer Umsatzsteuer und Vorsteuer folgen dem Grundsatz der Einnahmenüberschussrechnung, d.h. dem...
Unternehmer, die Versendungslieferungen an Abnehmer in anderen EU-Mitgliedstaaten tätigen, die den Erwerb der gelieferten Gegenstände nicht versteuern müssen (Privatpersonen, Kleinunternehmer, Unternehmer mit ausschließlich steuerfreien Umsätzen,...
Bei der Umsatzsteuer ist grundsätzlich der Unternehmer, der den steuerpflichtigen Umsatz im Sinne des § 1 Abs. 1 Nr. 1 UStG erbringt, Schuldner der Steuer. Da das Umsatzsteuergesetz aber auch an verschiedene andere Tatbestände eine Steuerschuld...
Unternehmer (§ 14 BGB)
Der Unternehmer definiert sich als juristische oder auch natürliche Person, auch eine rechtsfähige Personengesellschaft. Er übt eine selbstständige oder auch gewerbliche Tätigkeit aus, handelt in diesem Sinne bei Abschlüssen von...
Die Einnahmenüberschussrechnung ist eine der Methoden zur Gewinnermittlung. Sie bietet im Gegensatz zur Gewinnermittlung durch Betriebsvermögensvergleich (Bilanzierung) eine wesentlich einfachere Möglichkeit der Gewinnermittlung, indem lediglich...
Jeder Selbständige muss sich im Rahmen der Existenzgründungsphase mit der Gewerbeanmeldung auseinandersetzen. Die einfachste Art, eine selbständige Tätigkeit aufzunehmen, ist das Anmelden eines Gewerbes. Ein Gewerbe anmelden kann in sehr kurzer...

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