Source: http://kvbe.dgn.de/20praxis/50verordnung/05verordnungsnews/index.html
Timestamp: 2019-02-21 01:52:07+00:00

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Prüfungsstelle informiert nicht über bereits anerkannte Praxisbesonderheiten im Rahmen der Richtgrößenprüfung
Die Prüfungsstelle versendet derzeit Aufforderungen zur Stellungnahme im Rahmen der Arzneimittelrichtgrößenprüfung 2012 und informiert, dass die getätigten Verordnungen zu einer Überschreitung des Richtgrößenvolumens geführt haben. Die Prüfungsstelle gibt in ihren Schreiben an, entsprechende Berechnungen schon vorgenommen zu haben. Eine Angabe darüber, welche Praxisbesonderheiten in welcher Höhe bereits berücksichtigt sind, fehlt jedoch. Der gesetzlichen Verpflichtung nach § 106 Abs. 5a SGB V, den Arzt über bereits vorab anerkannte Praxisbesonderheiten zu informieren, kommt die Prüfungsstelle nicht nach. Dieses Versäumnis führt dazu, dass das Stellungsnahmeverfahren unnötigerweise komplizierter für die Vertragsärzte gestaltet wird und deutlich mehr Zeit in Anspruch nimmt als nötig.
Grippeimpfstoff - Bestellverfahren, Besonderheiten und spezielle Impfstoffe
Im KV-Blatt 02/2014 haben wir Sie über das Prozedere der Grippeimpfstoff-Bestellung für die Saison 2014/2015 informiert. Die Bestellungen der entsprechenden Impfstoffe erfolgten bis zum 22.02.2014 in einer Apotheke, diese können nun im Herbst abgerufen werden. In Vorbereitung auf die bevorstehende Grippeschutzimpfungssaison fassen wir Ihnen die wichtigsten Informationen zum Bestellverfahren zusammen und informieren Sie über Besonderheiten.
KV-Website: Informationen und Hinweise zum Bestellverfahren von Grippeimpfstoffen sowie zu speziellen Impfstoffen
Welche Läusemittel sind Kassenleistung?
Apothekenpflichtige Arzneimittel wie z. B. Goldgeist forte® oder Infectopedicul® sind bei Verordnung für Kinder unter 12 Jahren und für Jugendliche mit Entwicklungsstörungen unter 18 Jahren Kassenleistung.
Medizinprodukte, die als Läusemittel angewendet werden, müssen, um Kassenleistung zu sein, in der Anlage V der Arzneimittel-Richtlinie gelistet sein. In dieser Anlage V sind derzeit Läusemittel wie z. B. Etopril®, Jacutin® Pedicul Fluid, NYDA® (nicht jedoch: NYDA L® oder NYDA plus®) zur physikalischen Kopflaustherapie bei Kindern unter 12 Jahren und Jugendlichen unter 18 Jahren mit Entwicklungsstörungen gelistet. Bitte achten Sie stets auf die in dieser Liste angegebene Befristung der Erstattungsfähigkeit.
Durch Nutzung des folgenden Links gelangen Sie zu den aktuellen Versionen der Arzneimittel-Richtlinie und den dazugehörigen Anlagen, die für die Erstattungsfähigkeit von Verordnungen von Bedeutung sind: http://www.g-ba.de/informationen/richtlinien/3/.
Für das derzeit im Handel befindliche Mosquito® med Läuseshampoo 10 mit Paraffin als Inhaltsstoff besteht keine Kassenleistung. Es befindet sich zwar ein Eintrag "Mosquito® med Läuseshampoo" in der Version der Anlage V vom 22.05.2014, dieser bezieht sich jedoch auf das Produkt mit dem Inhaltsstoff Sojaöl, das derzeit außer Handel ist. Bitte beachten Sie zusätzlich, dass Sie kein Produkt verordnen, dem ein Nissenkamm beigefügt ist (z. B.: Infectopedicul® + Nissenkamm), da u. a. der Nissenkamm als "Gegenstand des alltäglichen Bedarfs" nach Auffassung von Krankenkassen das ganze Produkt nicht erstattungsfähig macht. Arzneimittel-Richtlinie
Zum Feld "Begr.-Pflicht" auf dem Muster 16
Dieses Feld ist keinesfalls für vertragsärztliche Verordnungen, z. B. um Verordnungen gemäß Anlage I der Arzneimittel-Richtlinie zu begründen, gedacht. Gemäß den Erläuterungen zur Vereinbarung über Vordrucke für die vertragsärztliche Versorgung (Stand Oktober 2014, http://www.kbv.de/media/sp/02_Erlaeuterungen.pdf) ist das Feld "Begründungspflicht" zurzeit nicht besetzt und wird vorerst zur Kennzeichnung von zahnärztlichen Verordnungen verwendet. Eine Markierung dieses Feldes ist zu vermeiden.
KBV-Website: Erläuterungen zur Vereinbarung über Vordrucke für die vertragsärztliche Versorgung, Stand: Oktober 2014
Betäubungsmittel – alte Rezepte ab dem 1.1.2015 ungültig
Seit dem 04.03.2013 werden durch die Bundesopiumstelle die neuen BtM-Rezepte ausgegeben. Diese tragen eine deutlich sichtbare, fortlaufende neunstellige Rezeptnummer. Die vor dem 04.03.2013 ausgegebenen BtM-Rezepte tragen eine deutlich längere Zahlenfolge. Ab dem 01.01.2015 dürfen ausschließlich die neuen BtM-Rezepte zur Verschreibung von Betäubungsmitteln verwendet werden. Die alten BtM-Rezepte sollen nicht an die Bundesopiumstelle zurückgeschickt werden, sondern müssen vom verschreibenden Arzt mit den Durchschriften der ausgestellten BtMRezepte drei Jahre lang aufbewahrt werden.
BKK Groz-Beckert – Verzicht auf die Genehmigung von Heilmittelverordnungen
Heilmittelverordnungen außerhalb des Regelfalls nach § 8 Abs. 4 der Heilmittel-Richtlinie (HeilM-RL) sowie Langfristverordnungen nach § 8 Abs. 5 HeilM-RL sind grundsätzlich vor Fortsetzung beziehungsweise Beginn der Therapie bei der Krankenkasse zur Genehmigung vorzulegen. Die Krankenkassen haben allerdings die Möglichkeit, auf ein Genehmigungsverfahren für solche Verordnungen zu verzichten. Die BKK Groz-Beckert hat den Verzicht auf das Genehmigungsverfahren bei Verordnungen außerhalb des Regelfalles nach § 8 Abs. 4 HeilM-RL erklärt. Damit einher geht der Verzicht auf das Genehmigungsverfahren nach § 8 Abs. 5 HeilM-RL für die Indikationen, die als langfristiger Heilmittelbedarf definiert sind (Anlage 2 der Vereinbarung über Praxisbesonderheiten und langfristigen Heilmittelbedarf nach § 84 Abs. 8 SGB V.
Bei dem Vorgehen zum Genehmigungsverzicht der Krankenkassen handelt es sich grundsätzlich um ein einheitliches Verfahren: Verzichtet eine Kasse auf das Genehmigungsverfahren bei Verordnungen außerhalb des Regelfalles, so gilt das auch für Verordnungen über definierten langfristigen Heilmittelbedarf. Nicht definierter langfristiger Heilmittelbedarf, also Indikationen, die nicht gelistet sind, sind weiter - bei jeder Kasse - genehmigungspflichtig. Beachten Sie bitte jedoch, dass die AOK Nordost aus diesem einheitlichen Verfahren ausgeschert ist und individuell vorgibt, bei welcher Diagnose eine Genehmigung erforderlich ist und bei welcher nicht. Wegen der fehlenden Transparenz und der Rechtsunsicherheit sowie der Regressgefahr raten wir dazu, bei Verordnungen zulasten der AOK Nordost nicht auf das Genehmigungsverfahren bzw. die Antragstellung bei einem langfristigen Heilmittelbedarf zu verzichten, sondern die Versicherten aufzufordern, eine Genehmigung einzuholen.
Heilmittelverordnungen – keine Pflicht zu Mehrfachangaben von ICD-10-Codes
Aufgrund einer Änderungsvereinbarung zur Vordruckvereinbarung zwischen der Kassenärztlichen Bundesvereinigung und dem GKV-Spitzenverband besteht bereits seit dem 01. Juli 2014 die Pflicht, bei jeder Heilmittelverordnung den therapierelevanten ICD-10- Code anzugeben. Betroffen sind dabei Muster 13 „Physikalische Therapie“, Muster 14 „Stimm-, Sprech-, Sprachtherapie“ und Muster 18 „Ergotherapie“. Um möglichen Prüfanträgen der Krankenkassen und damit der Gefahr einer Regressierung zu entgehen, ist die Angabe des therapierelevanten ICD-10-Codes (innerhalb des dafür vorgesehenen ICDFelds) unbedingt vorzunehmen. Entgegen in jüngster Zeit anderslautender Publikationen besteht jedoch keinerlei Pflicht zu Mehrfachangaben von ICD-10-Codes, sofern der Patient unter mehreren Erkrankungen leidet. Hat der Patient mehrere Erkrankungen (ICD), ist bei der Verordnung lediglich der therapierelevante ICD anzugeben, auch wenn auf Seiten der Leistungserbringer möglicherweise Mehrfachangaben gewünscht sind. Auf dem Verordnungsformular befindet sich zudem nur ein Feld zur Angabe des ICD-10-Codes, welches vorrangig dem Erkennen von Praxisbesonderheiten und Langfristverordnungen dient. Im Fall einer Wirtschaftlichkeitsprüfung können nur bei korrekter Codierung die Kosten für Praxisbesonderheiten vorab identifiziert und herausgerechnet werden. Verordnungskosten für langfristigen Heilmittelbedarf dürfen hingegen gar nicht in die prüfungsrelevanten Kosten einfließen.
Heilmittelrichtgrößenprüfung 2012 – Aufmerksamkeit ist geboten!
Beachten Sie bitte, dass in den Heilmittel-Daten für die Heilmittelrichtgrößenprüfung 2012, welche der Prüfungsstelle zur Verfügung stehen, teilweise auch die Verordnungen beziehungsweise die Kosten für Langfristbehandlungen noch enthalten sind. Offenbar haben nicht alle Krankenkassen die Kosten vollständig bereinigt. Daher ist an dieser Stelle und besonders, sofern Sie einen belastenden Bescheid seitens der Prüfungsstelle erhalten sollten, erhöhte Aufmerksamkeit geboten. Verordnungen aufgrund eines langfristigen Heilmittelbedarfs sind nicht Teil der Wirtschaftlichkeitsprüfung und entziehen sich somit zusätzlich auch Einzelfallprüfanträgen der Krankenkassen. Darüber hinaus möchten wir Sie darauf hinweisen, dass die von der Prüfungsstelle versandten Aufforderungen zur Stellungnahme im Rahmen des Prüfverfahrens keine Angaben darüber enthalten, in welcher Höhe Praxisbesonderheiten bereits berücksichtigt sind. Die Prüfungsstelle gibt in ihrem Schreiben jedoch an, entsprechende Berechnungen schon vorgenommen zu haben. Eine konkrete Angabe, ob Praxisbesonderheiten abgezogen wurden, abgezogen werden oder grundsätzlich abzuziehen sind, findet sich allerdings nicht. Bitte achten Sie folglich darauf, dass im Prüfverfahren sowohl die in Anlage 2 der Richtgrößenvereinbarung vereinbarten Praxisbesonderheiten sowie individuelle Praxisbesonderheiten gemäß § 10 Abs. 1 der Prüfvereinbarung vom 14.02.2008 einbezogen werden.
Neue Preisliste für Podologie
Auf der Homepage der Kassenärztlichen Vereinigung Berlin finden Sie Listen mit den aktuellen Preisen für die einzelnen Heilmittelleistungen. Im Bereich der Podologie trat bereits zum 01.09.2014 eine neue Vergütungsvereinbarung der Landwirtschaftlichen Krankenkasse (LKK) in Kraft. Die Preise für Maßnahmen der Ergotherapie, der Stimm-, Sprech- und Sprachtherapie, der Podologischen Therapie sowie der Physikalischen Therapie werden im Rahmen von Vergütungsvereinbarungen zwischen den Krankenkassenverbänden in Berlin und den jeweiligen Berufsverbänden vereinbart.
Vergütungsliste Podologie (Stand September 2014)
Ausgabe vom 11.09.2014
Das kardiale Risiko im Zusammenhang mit der Einnahme von Domperidon wird seit einigen Jahren auf nationaler und EU-Ebene überwacht. Eine Überprüfung auf europäischer Ebene hat ein gering erhöhtes Risiko schwerwiegender kardialer Nebenwirkungen im Zusammenhang mit der Anwendung von Domperidon bestätigt. Der Rote-Hand-Brief informiert über aktuelle Empfehlungen zur Minimierung von kardialen Risiken bei der Anwendung von Domperidon. Link zur Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft: Rote-Hand-Brief zu Domperidon
Bundesweit anzuerkennende Praxisbesonderheiten: Xtandi® (Enzalutamid)
Für die Behandlung erwachsener Männer mit metastasiertem kastrationsresistentem Prostatakarzinom, deren Erkrankung während oder nach einer Chemotherapie mit Docetaxel fortschreitet, ist Xtandi® seit dem 1.9.2014 eine Praxisbesonderheit ab dem ersten Behandlungsfall. Voraussetzung ist, dass die Einleitung und Überwachung der Behandlung mit Enzalutamid nur durch in der Therapie von Patienten mit Prostatakarzinom erfahrene Fachärzte für Innere Medizin und Hämatologie und Onkologie sowie Fachärzte für Urologie und weitere an der Onkologie-Vereinbarung teilnehmende Ärzte anderer Fachgruppen erfolgt und Xtandi® nur bei Patienten mit ECOG-Leistungsstatus 0, 1 und 2 angewendet wird. Weitere, unter bestimmten Voraussetzungen bundesweit anzuerkennende Praxisbesonderheiten, sind: Brilique® (Ticagrelor), Esbriet® (Pirfenidon) und Zytiga® (Abirateronacetat). Die jeweiligen Bedingungen zu diesen Arzneimitteln finden Sie auf der Website des GKV-Spitzenverbandes.
Aktuelle Prüfverfahren / Richtgrößenprüfung
Aktuell werden von der Prüfungsstelle nach § 106 SGB V (ansässig in der Kaiserin- Augusta-Allee 104) die Vorabprüfungen für das Verordnungsjahr 2012 durchgeführt. Sowohl im Arzneimittel- als auch im Heilmittelbereich sind die Ärzte aufgefordert worden, zur festgestellten Überschreitung der Richtgrößenvereinbarung Stellung zu nehmen. Zu erwarten sind die Bescheide der Prüfungsstelle bis zum Jahresende. Sollten Sie einen belastenden Bescheid erhalten (Beratungen als Maßnahme wegen einer Überschreitung oder Regressforderungen), wenden Sie sich bitte ebenfalls an die Vertragsabteilung (Telefon: 030 / 31003-290) der KV Berlin, die Sie gerne im weiteren Verfahren unterstützt und begleitet.
Auffälligkeiten bei Zufälligkeitsprüfungen
Aktuell hat die Prüfungsstelle für die Wirtschaftlichkeitsprüfung die Verfahren der Zufälligkeitsprüfung für den Zeitraum 1/2010 bis 4/2010 eröffnet. Als „Auffälligkeiten“ gibt die Prüfungsstelle dieses Mal wieder verschiedene Heilmittelverordnungen, verschiedene EBM-Nummern (03330, 04212, 09311, 09360, 35110) und verschiedene Arzneimittel (u.a. Tepilta®, Ambroxol, Pentoxifyllin, Voltaren® Emulgel, Otalgan®, Otovowen®, Arthotec® forte u.v.m.) an. Bei den Arzneimitteln handelt es sich in weiten Teilen um die Arzneimttel, bei denen die Krankenkassen häufig auch Einzelfallprüfungen beantragen, die regelmäßig zu Regressen führen. Die betroffenen Ärzte sind von der Prüfungsstelle aufgefordert worden, Stellung zu nehmen. Gerne hilft Ihnen die KV Berlin, bitte wenden Sie sich dazu an die Vertragsabteilung (Telefon: 030 / 31003-290).
Achtung: Regressgefahr bei einzelnen Verordnungen
Aktuell wurden Ersatzverpflichtungen (Regresse) von einzelnen Krankenkassen beantragt wegen:
Verordnung von Sovaldi®: Prüfung der Wirtschaftlichkeit im Zusammenhang mit der frühen Nutzenbewertung
Verordnungen von Granulox®: Berliner Budget Bulletin 2/2014 (PDF, 1.7 MB [1 Seite])
Überschreitung der Tageshöchstdosis (Analgetika)
Überschreitung durchschnittlicher Mengen um ein Vielfaches (Verordnungen von Paradigm® Quickset, Paradigm® Reservoir, Blutzuckerteststreifen)
off-label-use (Humira®)
Verordnungen entgegen den Vorgaben der Anlage III der Arzneimittel- Richtlinie (Verordnungseinschränkungen und Verordnungsausschlüsse)
Antacida in fixer Kombination mit anderen Wirkstoffen (Tepilta®), für Verordnungen von Tepilta® gab es in der Vergangenheit auch bereits Anträge wegen fiktiver Zulassung: Berliner Budget Bulletin 2/2014 (PDF, 1.7 MB [1 Seite])
orale Antihypotonika (Gutron® u.a.)
Antiphlogistika oder Antirheumatika in fixer Kombination mit anderen Wirkstoffen (Arthotec® forte)
Otologika (Otalgan®, Otovowen®)
Verordnung von Strovac®
Verordnung fiktiv zugelassener Arzneimittel (Pentalong®)
Verordnung während eines stationären Aufenthaltes
Gerne helfen Ihnen die Mitarbeiter auch in diesen Prüfverfahren.
Tipps für die Stellungnahme im Rahmen der Richtgrößenprüfung
Auf unserer Homepage finden Sie verschiedene Informationen zum Thema. Aus aktuellem Anlass (die Prüfungsstelle hat die Richtgrößenprüfungen für das Verordnungsjahr 2012 eingeleitet) wurden folgende Tipps eingestellt:
Warum ist es so wichtig, auch Beratungen nach § 106 Abs. 5a bzw. § 106 Abs. 5e SGB V zu vermeiden?
Kompensatorische Einsparungen im Rahmen der Richtgrößenprüfung
KV-Website: Richtgrößen und Richtgrößenprüfung
Die KV Berlin hat mit dem AOK Bundesverband, dem BKK Landesverband Mitte, dem IKK Landesverband, der Knappschaft, dem LKK Landesverband und den Ersatzkassen nach § 84 Abs. 6 SGB V i.V.m. Abs. 8 die Heilmittelrichtgrößenvereinbarung für das Jahr 2014 als Grundlage für die Wirtschaftlichkeitsprüfung nach § 106 SGB V abgeschlossen. Die Vereinbarung regelt die Höhe der für die Wirtschaftlichkeitsprüfung relevanten Heilmittelrichtgrößen für das Jahr 2014. Gegenüber dem Vorjahr sind die Heilmittelrichtgrößen um mehr als vier Prozent erhöht worden. Die Liste der Praxisbesonderheiten, die "automatisch" in der Richtgrößenprüfung von der Prüfungsstelle berücksichtigt werden müssen, wird für 2014 unverändert fortgeführt. Link: Heilmittelrichtgrößen 2014 (PDF 83 KB [1 Seite])
Neue Praxisinformation zur Verordnung von Podologie
In letzter Zeit wurden wieder vermehrt Verordnungen podologischer Therapien mit der Aufforderung, diese zu ändern oder zu ergänzen von Podologen zurück an die Praxis gereicht. Dies geschieht vor dem Hintergrund, dass den Podologen ihre Vergütung vorenthalten wird, wenn nicht bestimmte Angaben auf der Verordnung zu finden sind. Heilmittelerbringer, zu denen Podologen gehören, sind auch verpflichtet, die Verordnungen des Arztes zu prüfen. Aus diesem Grund hat die KV Berlin eine Praxisinformation mit Hinweisen zur korrekten Verordnung von Podologie erstellt. Link: Praxisinformation Podologie (PDF, 200 KB [3 Seiten])
Regressbescheide wegen der Verordnung von Lymphsets
Manuelle Lymphdrainage (MLD) ist als Heilmittel entsprechend der Heilmittelrichtlinie verordnungsfähig. Der Vergütungssatz, den der Heilmittelerbringer für die manuelle Lymphdrainage erhält, beinhaltet die Kompressionsbandagierung und die Kosten für das Polstermaterial und Trikofix. Nur die gegebenfalls erforderlichen Kompressionsbinden werden vom Vertragsarzt gesondert verordnet. Die Verordnung eines Lymphsets ist entgegen der Angaben nicht statthaft. Dies geht aus aktuellen Regressbescheiden der Prüfungsstelle hervor.
Regressgefahr: Weiterhin Vorsicht bei der Verordnung von Krankentransporten
Aus gegebenem Anlass machen wir erneut auf eine Reihe von Entscheidungen der Prüfungsstelle aufmerksam, nach denen die Verordnung von Krankentransportwagen (KTW) unwirtschaftlich ist. Die antragsstellende Krankenkasse (AOK Nordost) und die Prüfungsstelle nach § 106 SGB V gehen davon aus, dass preiswertere Transportmöglichkeiten zur Verfügung gestanden hätten (beispielsweise Krankentaxi ohne fachliche Begleitung). Link: G-BA-Website
Blutzuckerteststreifen: Vereinbarung zur wirtschaftlichen Verordnung mit der AOK Nordost
Wir möchten Sie darauf hinweisen, dass die Verordnung besonders wirtschaftlicher Blutzuckerteststreifen bzw. der damit verbundene Mehraufwand von der AOK Nordost gefördert wird. Welche Blutzuckerteststreifen besonders wirtschaftlich sind, ist gelistet. Die jeweils aktuelle Aufstellung finden Sie hier. Der Mehraufwand, der durch die Beratung und Begleitung des Patienten bei der Umstellung entsteht, wird mit 1,05 Euro pro Packung vergütet. Pro verordnete Packung ist die SNR 99125 abzurechnen. Die Vergütung erfolgt außerhalb der Gesamtvergütung und mengenbegrenzender Maßnahmen.
Änderung bei der Verordnung von Medizinprodukten
Mit Inkrafttreten der Medizinprodukte-Abgabeverordnung (MPAV) zum 29.7.2014 muss eine Verschreibung nach § 1 Abs. 2 u.a. enthalten:
Namen, Vornamen, Berufsbezeichnung und Anschrift der verschreibenden ärztlichen oder zahnärztlichen Person (verschreibende Person) einschließlich ihrer Telefon- oder Telefaxnummer und ihrer E-Mail-Adresse […]
Die Verpflichtung zur Angabe der E-Mail-Adresse erfolgte auf Wunsch des Bundesministeriums für Justiz und Verbraucherschutz (BMJV) und wird mit den Inhalten der Patientenmobilitätsrichtlinie begründet. Diese Regelung gilt nur für die Verordnung verschreibungspflichtiger Medizinprodukte. Andere Medizinprodukte sind hiervon nicht betroffen. Medizinprodukte (zur Anwendung durch den Laien) sind verschreibungspflichtig, wenn sie:
Stoffe oder Zubereitungen aus Stoffen enthalten, die der Verschreibungspflicht nach AMVV unterliegen oder auf solche Stoffe aufgetragen sind (beispielsweise Macrogol zur Behandlung der Koprostase bei Kindern und Erwachsenen [ z.B. Movicol Junior aromafrei]
in Anlage 1 der Verordnung aufgeführt sind (derzeit in Anlage 1: Oral zu applizierende Sättigungspräparate auf Cellulosebasis mit definierter Geometrie – zur Behandlung des Übergewichts und zur Gewichtskontrolle)
Link: Bundesanzeiger/Bundesgesetzblatt/Verordnung über die Abgabe von Medizinprodukten...
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References: § 106
 § 8
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 § 10
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