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Timestamp: 2020-07-04 04:44:43+00:00

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Wie rechnet sich die betriebliche Altersvorsorge bAV für einen Arbeitnehmer oder Geschäftsführer und welche Durchführungswege gibt es bei der betrieblichen Altersvorsorge bAV? In diesem Video wird es Ihnen in ca. 5 Minuten erläutert und dabei werden die Vorteile dieser Form der Altersvorsorge nochmal hervorgehoben.
Veröffentlicht unter Altersvorsorge | Publiziert am 24. Mai 2013 von Marco Mahling
Eine Direktversicherung ist eine vom Staat geförderte Versicherungsform der Rentenversicherung in der Altersvorsorgeschicht 2 (weitere Info´s hier: Schichten der Altersvorsorge), welche die wichtigsten Gesellschaften für Lebensversicherungen im Angebot haben.
Was ist eine Direktversicherung? In diesem speziellen Versicherungsfall schließt der Arbeitgeber eine Versicherung auf das Leben eines bei seinem Unternehmen beschäftigten Arbeitnehmers ab. Dieser Arbeitnehmer ist die aus der Versicherung leistungsberechtigte Person, diese Leistungsberechtigung ist ohne Widerruf jederzeit gültig. Das Recht auf die Einrichtung einer solchen Direktversicherung hat jeder deutsche Arbeitnehmer, dieser Umstand ist gesetzlich im §1 a Abs. 1 im Betriebsrentengesetz der betrieblichen Altersversorgung (BetrAVG) geregelt.
Was ist Entgeltumwandlung? Die Entgeltumwandlung ist eine staatliche Förderung bei der betrieblichen Altersvorsorge und wird auch als vermögenswirksame Leistungen tituliert. Hierbei verzichtet der Arbeitnehmer auf einen bestimmten Teil seines Bruttolohns, welcher dann von seinem Arbeitgeber an die Kasse der betrieblichen Altersvorsorge weitergegeben wird. Dies kann in Form von einer Direktversicherung, eines Pensionsfonds, einer Pensionskasse, etc., geschehen.
Was ist eine Direktversicherung und wie wird diese abgeschlossen?
Eine Direktversicherung kann entweder direkt über den Arbeitgeber abgeschlossen werden oder bei einem unabhängigen Versicherungsmakler. Bei dem Abschluss einer Direktversicherung kann der Arbeitgeber nur über den Weg der Durchführung bestimmen (z.B. der Arbeitgeber hat einen Vertrag mit der Allianz oder sein Versicherungsberater ist von der Allianz d.h. der Arbeitnehmer kann eine Direktversicherung abschließen aber nur bei der Allianz, grosse Firmen wie z.B. Audi, Siemens haben Rahmenverträge mit div. Versicherungsgesellschaften abgeschlossen).
Eine Arbeitgeber kann eine Direktversicherung nicht verbieten, dieser muss er zustimmen (siehe §1 BetrAVG). Wenn es keinen Rahmenvertrag im Unternehmen gibt oder einen direkten Versicherungsberater, so kann sich der Angestellte den Versicherungsmakler seines Vertrauens selbst aussuchen und dort die Direktversicherung abschließen, die Unterlagen muss er aber dann parallel bei seinem Arbeitgeber einreichen und ihm Bescheid sagen.
Die monatlich anfallende Beiträge einer Direktversicherung werden direkt vom Bruttogehalt des versicherten Arbeitnehmers abgebucht und geradewegs in die eingerichtete Rentenversicherung überwiesen. Aufgrund dieses direkten Weges werden hier keine zusätzlichen Beitragszahlungen für Sozialabgaben und Steuern fällig. Aus diesem Tatbestand heraus ergibt sich eine erhöhte Ersparnis im Gegensatz zu einer ganz normalen Lebens- und Rentenversicherung. Wie eine Direktversicherung funktioniert sehen Sie im Bild links, wo ich es anschaulich dargestellt habe.
Der Höchstbeitrag liegt hier im Jahr 2016 bei 248 € mtl. (=4% von der Beitragsbemessungsgrenze West), wenn keine „alte“ Direktversicherung nach §40b EStG vorhanden ist, kann man zusätzlich nochmal 150 € mtl. (=1.800 € p.a.) besparen. Die zusätzlichen 150 € werden aber nur steuerlich gefördert, keine weitere Sozialversicherungsersparnis (z.B. GKV Ersparnis)!
Was ist eine Direktversicherung und gibt es hier Unterschiede?
Bei einer Direktversicherung wird zwischen einer vom Arbeitnehmer und vom Arbeitgeber finanzierten Form unterschieden. Wenn eine Direktversicherung arbeitnehmerfinanziert ist, steht diese in direkter Relation zu dem entsprechenden Einkommen des jeweiligen Arbeitnehmers. Dazu im Gegensatz ist die arbeitgeberfinanzierte Direktversicherung eine optionale Zuzahlung des Arbeitgebers, auf die der Arbeitnehmer keinen gesetzlichen Anspruch hat. In dem letztgenannten Fall gibt es auch kein unwiderrufliches Recht des Arbeitnehmers auf den Bezug der Versicherung.
Was ist eine Direktversicherung und deren vertragliche Grundlagen?
Scheidet der Arbeitnehmer vor dem Rentenalter aus dem Unternehmen aus, mit dem zusammen die Direktversicherung abgeschlossen wurde, besteht eine weitergehende Anwartschaft, die nie verfallen kann. Findet ein Wechsel des Berufes bzw. Arbeitgebers statt, wird diese mit dem bereits gezahlten Betrag weitergeführt (sofern der neue Arbeitgeber die vorhandene Gesellschaft unterstützt, ansonsten muss das Guthaben aus der alten Direktversicherung auf die neue übertragen werden; Hinweis: bei der neuen Direktversicherung dürfen keine neuen Abschlusskosten entstehen!). Wird der Arbeitnehmer arbeitslos, kann eine Aussetzung der Beitragszahlungen beantragt werden, bis wieder eine neue Arbeitsstelle gefunden wurde. Während der Vertragslaufzeit kann der Arbeitnehmer normalerweise selber auswählen, ob er nach dem Erreichen des Rentenalters und dem daraus folgenden Ablauf des Vertrages, eine einmalig ausgeführte Kapitalzahlung möchte oder sich für eine lebenslange Rentenzahlung entscheidet. Dies kann dann auch bei einem Todesfall an Hinterbliebene weitergezahlt werden. Die Leistungsbezüge aus der Direktversicherung sind im Rentenalter bei der Steuererklärung anzugeben, diese werden als „sonstige Einkünfte“ bezeichnet und sind in ihrer vollen Höhe mit dem persönlichen Steuersatz zu versteuern zzgl. Krankenversicherung und Pflegeversicherung. Bei einem Erbe sind diese Bezüge frei von der Erbschaftsteuer und unterliegen auch nicht der Schenkungssteuer, wenn diese verschenkt werden.
Versteuerung Direktversicherung bei Auszahlung vor 2005 und nach 2005
Im Jahr 2005 wurde das Altersvorsorgesystem in Deutschland neu geregelt und in 3 Schichten aufgeteilt.. Dadurch gibt es nun Direktversicherungen nach altem und nach neuem Recht. Die „alte“ Direktversicherung bezieht sich auf den §40b EStG und dabei ist die einmalige Auszahlung komplett steuerfrei (Voraussetzung 12 Jahre Laufzeit und 5 Jahre Beitragszahlung), eine monatliche Rentenzahlung muss dagegen nach §22 Nr. 5 EStG mit dem Ertragsanteil versteuert werden zzgl. Beiträge zur gesetzlichen Kranken- und Pflegeversicherung zum vollen Beitragssatz (ca. 17,8%). Die Sozialversicherungsbeiträge werden dabei auf 10 Jahre gestreckt lt. Gesundheitsmodernisierungsgesetz (GMG) aus 2004. Das Kapital ist bei der „alten“ Direktversicherung aber frei vererbbar im Todesfall . Die „neue“ Direktversicherung ab dem Jahr 2005 nach §363 EStG wird bei Bezug, egal ob einmalige Auszahlung oder Rentenzahlung, dem steuerpflichtigen Einkommen hinzu gerechnet und muss voll versteuert werden mit dem persönlichen Steuersatz zzgl. ca. 18 % für die gesetzliche Krankenversicherung, Pflegeversicherung u.s.w. (=erhöhte Sozialabgaben bei Bezug, 18,05 % mit Kind und 18,30% ohne Kind, bAV bis ca. 145 € mtl. Rente von der KVdR befreit und einer einmaligen Auszahlung bis ca. 17.430 €).
Zu diesem Thema gibt es auch einen Beitrag von PlusMinus aus dem Januar 2014, dass die betriebliche Altersvorsorge ein Minusgeschäft für viele Rentner ist:
Das Erste – Plusminus Mai 2015 – bAV ein Minusgeschäft
Bezugsberechtigte Personen im Todesfall bei einer Direktversicherung nach §363 EStG
Viele Berater sagen deren Kunden im Beratungsgespräch, dass die Direktversicherung im Todesfall frei vererbbar ist. Das ist falsch! Eine neue Direktversicherung, die nach 2005 abgeschlossen worden ist, kann nur an folgende Personen vererbt werden:
Eheähnliche Lebensgemeinschaft (Freund/Freundin) namentlich in Police genannt u.U. möglich
Treffen die o.g. Bedingungen nicht zu, dann kann aus den bisher eingezahlten Beiträgen und einves evtl. Gewinnguthabens ein Sterbegeld ausgezahlt werden (derzeit max. 8.000 Euro). Sind keine Hinterbliebenen benannt bzw. vorhanden, verfällt das Kapital zugunsten der Versichertengemeinschaft.
Oft wird dem Interessenten einer Direktversicherung auch mitgeteilt, dass eine Direktversicherung gekündigt werden kann, wenn man mal in finanziellen Schwierigkeiten ist. Auch diese Aussage ist falsch! Eine Direktversicherung kann vor Rentenbeginn nicht gekündigt werden, man bekommt auch keinen Rückkaufswert ausbezahlt und man kann diese auch nicht über den Zweitmarkt veräußern. Diese Nachteile bei Kündigung Direktversicherung müssen einem bewusst sein, bevor man sich für den Abschluss einer Direktversicherung entscheidet. Weitere Info´s zur Kündigung einer Direktversicherung finden Sie hier: Kündigung Direktversicherung
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Rückfragen / Angebotserstellung / Testergebnisse
Wenn Sie dazu weitere Fragen haben (was ist eine Direktversicherung) oder ein Angebot zur Direktversicherung wünschen, senden Sie mir bitte eine Email zu (info@marco-mahling.de) oder nutzen mein Kontaktformular. Die Zeitschrift „Öko-Test“ hat im Juni 2013 mehr als 100 Tarife von Direktversicherungen bewertet und getestet, klassische Direktversicherungen und fondsgebundene Direktversicherungen. Wenn Sie an diesem Test Interesse haben, so senden Sie mir einfach eine Email zu.
Was ist Entgeltumwandlung und deren Vorteile?
Angesichts der Leere bei den gesetzlichen Rentenkassen und der Zukunftsprognose, dass die Rentenzahlungen weiter sinken werden, kann hier der Arbeitnehmer seine gesetzliche Rente selber aufbessern. Dabei hilft der Staat mit steuerfreien Vorteilen, so dass der Arbeitnehmer in zweierlei Hinsicht davon profitiert.
4 Kommentare zu “Was ist eine Direktversicherung? Was ist Entgeltumwandlung?”
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