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Timestamp: 2018-08-15 01:40:29+00:00

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KAMS-Vermögensverwaltung GmbH - Betrugsverdacht und Totalverlustrisiko dominieren die Headlines - Wer kennt, was meint Ihr dazu? - Finanznachrichten
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Die KAMS-Vermögensverwaltung GmbH (KAMS), Eupener Straße 139 in 50933 Köln, wird durch den Geschäftsführer, Herrn Tilmann Roos, vertreten. Das Geschäftsmodell der KAMS-Vermögensverwaltung GmbH sieht vor, dass der Anleger sein Kapital bei dieser Gesellschaft in Form eines patriarchischen Darlehens investiert. Sodann soll dieses Kapital kurzfristig in Sachwerte investiert werden. Investitionsobjekte stellt die KAMS auf ihrer Homepage z. B. in Form von Fahrzeugen und Luxusyachten dar. Im Ergebnis soll der Anleger aus dem erzielten Differenzgewinn zwischen Ein- und Verkauf eine attraktive Verzinsung erhalten.
„Es wandte sich eine verzweifelte Kundin an unsere Kanzlei, die der KAMS ein solches patriarchisches Darlehen eingeräumt hat. Sie wollte sich von dem Vertrag wieder lösen. Das Darlehen sah eine jährliche Grundverzinsung i.H.v. 8 % vor, und die zusätzliche Übergewinnbeteiligung, die nicht garantiert ist, sollte maximal 4 % jährlich des Darlehens betragen. Doch bei den im Internet festgestellten Recherchen kommt man als Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarkrecht und Verbraucherschutzanwalt zum Schluss, dass größte Vorsicht bei Geschäften mit der KAMS gewaltet werden sollte“, so Rechtsanwältin Winker von der Berliner Verbraucherschutzkanzlei Dr. Schulte und Partner Rechtsanwälte mbB.
Die KAMS soll insgesamt 20 bis 40 Millionen Euro von Anlegern eingesammelt haben. Die Anleger haben ihr Geld in Form eines sogenanntes „patriarchische Darlehen“ in die KAMS investiert. Diese besondere Form eines Darlehensvertrages (§ 488 Bürgerliches Gesetzbuch) sieht eine gewinn- und umsatzabhängige Verzinsung vor. Wird kein Gewinn erwirtschaftet, verdient auch der Darlehensgeber nicht an seinen zur Verfügung gestellten Geldmitteln.
Es erscheint zweifelhaft, ob das von der KAMS betriebene Geschäftsmodell nicht seitens der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) erlaubnispflichtig ist. Beim Vorliegen eines erlaubnispflichtigen Einlagengeschäftes im Sinne des § 1 Abs.1 Nr.1 Kreditwesengesetz (KWG) bedarf es einer Banklizenz. Liegt diese nicht vor, kommen Schadensersatzansprüche nach § 823 Absatz 2 BGB i.V.m. § 32 KWG in Betracht.
Strafrechtliches Ermittlungsverfahren gegen Verantwortliche der KAMS
Doch es kommt noch schlimmer: Selbst ein strafrechtliches Ermittlungsverfahren soll gegen den Geschäftsführer Tilmann Roos bereits bei der Staatsanwaltschaft Köln unter dem Az. 112 JS/178/14 geführt werden. Angeblich ist der Hintergrund der bei dieser Staatsanwaltschaft getätigten Strafanzeige ein Gutachten, mit dem die KAMS-Vertriebsmitarbeiter Kunden angeworben haben, welches gemeinsam mit den Werbeunterlagen versandt wurde, um weitere Investoren zu gewinnen.
Als ein Berater für die Anlage bei der KAMS ist auch ein Herr Jörg Gajewski tätig geworden. In einer Werbe-E-Mail bewirbt er die Investition bei der KAMS mit folgenden Aussagen:
„Ein Produkt, das
[…] eine Laufzeit von maximal drei Jahren aufweist (ein echter Kurzläufer),
[…] eine einmalige Transparenz und eine lückenlose Treuhand aufweist,
[…] Marktführer seiner Klasse ist,
[…] absolut einfach, logisch und nachvollziehbar ist,
[…] eine Rendite von 8 % p.a. plus Mehrertrag auszahlt,
[…] jährlich oder monatlich ausschüttet (frei wählbar vom Kapitalgeber),
[…] die Interessen der Kapitalgeber, der Verkäufer und KAMS absolut gleichschaltet,
[…] das keine Nachschusspflichten kennt."
Diese Produktaussagen kommentiert Rechtsanwältin Winker wie folgt: „Hierbei verkennt allerdings sowohl der Berater als auch die KAMS, dass allein das Modell eines patriarchischen Darlehens für einen durchschnittlichen Kapitalanleger bereits nicht einfach verständlich und nachvollziehbar ist. Auch die Behauptung, dass ein Mehrbetrag ausgezahlt wird, ist insofern nicht richtig, als dass der uns vorliegende Darlehensvertrag die Übergewinnbeteiligung als „nicht garantiert“ bezeichnet. Dass tatsächlich eine Gleichschaltung der Interessen vorgenommen wird, ist in Anbetracht der mit der KAMS vorzufindenden Schlagzeilen äußerst zweifelhaft. Selbst wenn keine Nachschusspflicht bestehen sollte, so müssen jedenfalls die Kunden der KAMS ordnungsgemäß über das mögliche Totalverlustrisiko aufgeklärt werden. Insgesamt ist hier auf jeden Fall Vorsicht zu walten und abzuwarten, ob die KAMS tatsächlich ihren Zahlungsverpflichtungen gegenüber ihren Kunden weiterhin nachkommt“.
Dr. Schulte und Partner Rechtsanwälte mbB werden die KAMS-Vermögensverwaltung GmbH weiter im Auge behalten und stehen für besorgte Kapitalanleger für einen rechtlich kompetenten Rat telefonisch oder per E-Mail zur Verfügung.
Angestellte Rechtsanwältin bei Dr. Schulte und Partner Rechtsanwälte mbB.
Es kommt wohl nicht so häufig vor, dass der eigene Steuerberater seinen Mandanten wegen Betruges anzeigt.
Steuerberater Christoph Erbel aus Köln hat es schweren Herzens getan, wie er heute dem Finanznachrichtendienst GoMoPa.net erklärte. Denn nach Darstellung des Kanzleichefs Erbel habe die KAMS Vermögensverwaltung GmbH, mit der der Steuerberater seit etlicher Zeit in Nachbarschaft unter ein und demselben Dach arbeitet, seinen Namen für etwas benutzt, was Erbel nie gewesen sein will: Treuhänder der KAMS. Die KAMS Vermögensverwaltung GmbH...
Welche Kriterien müssen für eine Insolvenz erfüllt sein? Gläubiger der KAMS Vermögensverwaltung GmbH können Forderungen bis 06. März 2016 anmelden. Welche Schritte folgen bei der Durchführung der Insolvenz der KAMS Vermögensverwaltung GmbH? – Wer bekommt was und wann?
Welche Kriterien müssen für eine Insolvenz erfüllt sein? – Gläubiger der KAMS Vermögensverwaltung GmbH können Forderungen bis 06. März 2016 anmelden! Wie zwischenzeitlich bekannt gegeben wurde, erfolgte am 08.01.2016 der Insolvenzeröffnungsbeschluss über das Vermögen der KAMS Vermögensverwaltung GmbH, mit Sitz laut Handelsregister in der Eupener Straße 139, 50933 Köln.
Der Geschäftsführer Tilman Roos hat nach eigenen Angaben den Insolvenzantrag gestellt. Zu Beginn eines Insolvenzverfahrens erfolgt nach dem Eröffnungsantrag im Sinne des § 13 der Insolvenzordnung (InsO) die Erstellung eines Insolvenzgutachtens, um die Eröffnungsfähigkeit des Verfahrens zu überprüfen.
KAMS erfüllt Insolvenzkriterien: Eröffnungsgrund – Prüfung der Insolvenzmasse - Insolvenzverfahren eröffnet
Für die Eröffnung eines Insolvenzverfahrens ist zunächst ein Eröffnungsgrund im Sinne des § 16 InsO erforderlich. Hierbei kommt insbesondere die Zahlungsunfähigkeit der KAMS Vermögensverwaltung GmbH als allgemeiner Eröffnungsgrund in Betracht. Von einer Zahlungsunfähigkeit ist gemäß § 17 Absatz 2 Satz 2 InsO auszugehen, sofern der Schuldner seine fälligen Zahlungen eingestellt hat.Bereits im Jahr 2014 ist die KAMS Vermögensverwaltung GmbH ihren Zahlungsverpflichtungen gegenüber den Anlegern nicht mehr nachgekommen, dies fiel auf, als zahlreiche Darlehensverträge fällig wurden, aber eine Rückzahlung der Darlehen nicht erfolgte. Ein weiteres Kriterium für die Eröffnung des Insolvenzverfahrens ist das Vorliegen einer ausreichenden Insolvenzmasse. Ergibt die Prüfung des Gerichts, dass nicht genügend Masse vorliegt, so wird der Antrag auf die Eröffnung des Insolvenzverfahrens abgelehnt. Im Falle der KAMS Vermögensverwaltung GmbH war eine Ablehnung jedoch nicht erforderlich.
Die Eröffnung soll aufgrund des am 26.05.2015 bei Gericht eingegangenen Antrags der Schuldnerin, vertreten durch den Geschäftsführer Tilmann Roos, Stockbreite 3, 34233 Fuldatal, erfolgt sein. Das Insolvenzverfahren wurde durch einen Beschluss des Amtsgerichts Köln eröffnet und wird fortan unter dem Aktenzeichen 73 IN 220/15 geführt. Als Insolvenzverwalter wurde Herr Rechtsanwalt Carsten Koch, Mathias-Brüggen-Straße 80, 50827 Köln, Telefon 0221 78888810, vom Amtsgericht Köln bestellt. Dieser trägt von nun an im Sinne des § 80 InsO die Verwaltungs- und Verfügungsbefugnisse der KAMS Vermögensverwaltung GmbH und ist verpflichtet, sämtliche Masseverbindlichkeiten zu begründen.
Forderungen bis 06. März 2016 beim Insolvenzverwalter anmelden
Im Rahmen des Insolvenzverfahrens wurden die Gläubiger nunmehr aufgefordert, bis zum 06.03.2016 die Forderung beim Insolvenzverwalter anzumelden. Diese werden im Anschluss durch den Insolvenzverwalter überprüft.
Welche Schritte folgen bei der Durchführung der Insolvenz der KAMS Vermögensverwaltung GmbH? – Wer bekommt was und wann?
Bei dem Berichtstermin informiert der Insolvenzverwalter gemäß § 156 InsO unter anderem über die wirtschaftliche Lage des Unternehmens, über die mögliche Aussicht zum Erhalt des Unternehmens sowie über die Möglichkeiten eines Insolvenzplanes und dessen Auswirkung auf die Befriedigung der Gläubiger. Auf dieser Grundlage trifft die sog. Gläubigerversammlung eine Entscheidung.Ab dem Prüfungstermin, im Falle der KAMS am 16.03.2016, sollen dann eine Tabelle mit den Forderungen und die Anmeldeunterlagen zur Einsicht der Beteiligten auf der Geschäftsstelle des Amtsgerichts Köln niedergelegt sein. Danach setzt der Insolvenzverwalter den gewünschten Beschluss der Gläubigerversammlung entsprechend um. Dies kann einige Monate in Anspruch nehmen, wobei der Insolvenzverwalter verpflichtet ist, regelmäßig über den Verfahrensstand zu informieren. Zur Beendigung dieser Phase legt der Insolvenzverwalter dem Gericht einen Schlussbericht vor und das Gericht legt einen Schlusstermin im Sinne des § 197 InsO fest, bei dem ein letztes Mal über das Verfahren berichtet wird.Am Ende des Insolvenzverfahrens erfolgt durch den Insolvenzverwalter eine sog. Schlussverteilung, bei der die bestehende Insolvenzmasse an die angemeldeten Gläubiger quotal ausgezahlt wird. Anschließend wird das Insolvenzverfahren vom Gericht beendet.
Fazit: Außergerichtliche Einigung nicht möglich – Betroffene Anleger wählen den Klageweg
Nachdem die ersten Zahlungen seitens der KAMS ausblieben, wurden der Geschäftsführer Tilmann Roos, der tätig gewordene Steuerberater Erbel als Treuhänder sowie die verantwortlichen Berater durch die Berliner Rechtsanwaltskanzlei Dr. Schulte und Partner mbB bereits rechtlich in Anspruch genommen. Zu einer außergerichtlichen Einigung zeigten sich die Verantwortlichen nicht bereit, weshalb mittlerweile der Klageweg für viele Anleger der einzige Weg ist, um zu ihrem Recht zu kommen. Den betroffenen KAMS-Anlegern ist zu raten, sich nicht allein mit einer Quote aus der möglichen Insolvenzmasse zufrieden zu geben, sondern diejenigen haftbar zu machen, welche für den entstandenen Schaden verantwortlich sind.
Quelle: Rechtsanwalt Dr. Thomas Schulte
wissen Sie etwas, wie es bei der Insolvenz von der Fa. KAMS weitergegangen ist und etwas über den Aufenthaltsort von Herr GF Tilmann Roos, der die betrügerische Insolvenz zu vertreten hat?
Die KAMS Vermögensverwaltung GmbH hatte laut Handelsregister ihren Sitz in der in der Eupener Straße 139 in 50933 Köln.
Geschäftsführer Tilmann Roos gab bei der Insolvenzanmeldung am 26.05.2015 beim Amtsgericht Köln folgende Adresse an: Tilmann Roos, Stockbreite 3, 34233 Fuldatal.
Das Insolvenzverfahren wurde am 8. Januar 2016 durch einen Beschluss des Amtsgerichts Köln eröffnet und wird fortan unter dem Aktenzeichen 73 IN 220/15 geführt. Als Insolvenzverwalter wurde Rechtsanwalt Carsten Koch, Mathias-Brüggen-Straße 80, 50827 Köln, Telefon 0221 78888810, vom Amtsgericht Köln bestellt. Dieser trägt von nun an im Sinne des § 80 InsO die Verwaltungs- und Verfügungsbefugnisse der KAMS Vermögensverwaltung GmbH und ist verpflichtet, sämtliche Masseverbindlichkeiten zu begründen.

References: § 1
 § 823
 § 32
 § 13
 § 16
 § 17
 § 80
 § 156
 § 197
 § 80