Source: http://www2.lubw.baden-wuerttemberg.de/public/abt2/dokablage/oac_13/vo/2/82160000020.htm
Timestamp: 2018-11-19 01:43:58+00:00

Document:
2.16.020 Blindsee bei Hundsbach
Verordnung des Regierungspräsidiums Karlsruhe über das Natur- und Landschaftsschutzgebiet "Blindsee bei Hundsbach" vom 24. Oktober 1985 (GBl. vom 29.11.1985, S. 375).
Auf Grund von §§ 21, 22, 58 Abs. 2 und § 64 Abs. 1 Nr. 2 des Gesetzes zum Schutz der Natur, zur Pflege der Landschaft und über die Erholungsvorsorge in der freien Landschaft (Naturschutzgesetz - NatSchG) vom 21. Oktober 1975 (GBl. S. 654), geändert durch das Gesetz zur Bereinigung des baden-württembergischen Ordnungswidrigkeitenrechts vom 06. Juni 1983 (GBl. S. 199) und von § 22 Abs. 2 und § 33 Abs. 2 Nr. 4 des Landesjagdgesetzes (LJagdG) in der Fassung vom 20. Dezember 1978 (GBl. 1979, S. 12) wird verordnet:
Die in § 2 näher bezeichneten Flächen auf dem Gebiet der Gemeinde Forbach, Landkreis Rastatt, werden zum Natur- bzw. Landschaftsschutzgebiet erklärt. Das Natur- und Landschaftsschutzgebiet führt die Bezeichnung "Blindsee bei Hundsbach".
(1) Das rund 54,4 ha große Schutzgebiet liegt im Distrikt IV Schönmünzwald der Murgschifferschaft. Das Naturschutzgebiet ist rund 6,2 ha groß, das Landschaftsschutzgebiet rund 49,2 ha.
1. das Naturschutzgebiet wird begrenzt im Norden und Westen durch die Abteilungsgrenze der Waldabteilung 57 einschließlich der dort verlaufenden Wege, im Osten durch die Abteilungsgrenze der Waldabteilungen 57 und 59 (Abteilungsstein D, E), im Süden durch die Linie zwischen den Abteilungssteinen E und F der Waldabteilung 57.
2. das Landschaftsschutzgebiet umfaßt die Waldabteilungen 56, 57 (teilweise), 58 (teilweise), 59 (teilweise) und 60 (teilweise). Die Nordostgrenze in der Waldabteilung 59 wird durch die Forstwege Raueschleife und Moorschleife gebildet, die Südgrenze in den Abteilungen 58 und 60 durch den Forstweg Lochschleife.
(2) Die Grenzen des Natur- und Landschaftsschutzgebietes sind in einer Übersichtskarte im Maßstab 1:25 000 und in einer Forstkarte im Maßstab 1:5000 gekennzeichnet, wobei die Grenzen des Naturschutzgebietes rot und die des Landschaftsschutzgebietes grün angelegt sind. Die Karten sind Bestandteil der Verordnung. Die Verordnung mit Karten wird beim Regierungspräsidium Karlsruhe und beim Landratsamt Rastatt auf die Dauer von drei Wochen, beginnend am achten Tag nach Verkündung dieser Verordnung im Gesetzblatt, zur kostenlosen Einsicht durch jedermann während der Sprechzeiten öffentlich ausgelegt.
Schutzzweck ist die Erhaltung eines Moores mit ausgeprägtem Bult-Schlenken-Komplex und Moorrandzonierung als Standort seltener und gefährdeter Pflanzenarten, als Lebensraum für die eng an Moorflächen gebundene Tierwelt und als Forschungsstätte für die nacheiszeitliche Vegetationsentwicklung sowie die Erhaltung der engeren Zu- und Abflußzone mit seinem für die Entwicklung des Moores wichtigen ungestörten Wasserregime.
4. fließende oder stehende Gewässer zu schaffen, zu beseitigen, zu verändern, sowie Entwässerungs- oder andere Maßnahmen vorzunehmen, die den Wasserhaushalt des Gebietes verändern;
10. zu baden, Stege anzulegen, zu zelten, zu lagern, Wohnwagen, sonstige Fahrzeuge oder Verkaufsstände aufzustellen;
13. die Wege zu verlassen und Ski zu fahren;
Landschaftsschutzgebiet (§§ 6-9)
2. für die ordnungsgemäße forstwirtschaftliche Nutzung bis auf flächenhafte Düngungen und den Bau von Haupt- und Maschinenwegen;
(1) Ordnungswidrig im Sinne des § 64 Abs. 1 Nr. 2 NatSchG handelt, wer in dem Natur- und Landschaftsschutzgebiet:
2. entgegen § 22 Abs. 3 NatSchG in Verbindung mit § 7 dieser Verordnung Handlungen vornimmt, die den Charakter des Gebietes verändern oder dem besonderen Schutzzweck zuwiderlaufen;
(2) Ordnungswidrig im Sinne des § 33 Abs. 2 Nr. 4 LJagdG handelt, wer in dem Naturschutzgebiet vorsätzlich oder fahrlässig entgegen § 4 i.V.m. § 5 Nr. 1 dieser Verordnung die Jagd ausübt.
Karlsruhe, den 24. Oktober 1985 Regierungspräsidium Karlsruhe
Dr. Trudpert Müller

References: § 64
 § 22
 § 33
 § 2
 § 64
 § 22
 § 7
 § 33
 § 4
 § 5