Source: http://www.bus-stop.de/index.php?option=com_content&view=article&id=19&Itemid=127
Timestamp: 2018-07-23 09:47:38+00:00

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Das Interkulturelle Kinder-, Jugend- und Familienzentrum BUS-STOP ist seit 1998 in dem Sozialraum Lichterfelde-Süd aktiv. Seit 2014 ist aus der Stützpunktarbeit ein interkulturerlles Zentrum entstanden. Das Konzept der Arbeit ist auf die Bedarfe und Gewohnheiten sowie auf die soziale und kulturelle Herkunft der Kinder, Jugendlichen und Familien im Kiez ausgerichtet. Mit speziellen Programmen, Projekten und offenen, täglichen Angeboten reagiert BUS-STOP mobil und flexibel auf die ständig wechselnden Herausforderungen. Über die Mitarbeit in lokalen Gremien wie der Regionalen AG Region B nach § 78 des KJHGs, der Stadtteilkonferenz „Runder Tisch Lichterfelde-Süd“, der AG Mädchenförderung, dem Migrations- und Integrationsbeirat, dem Integrationsausschuss , dem Jugendhilfeausschuss oder dem Präventionsbeirat ist BUS-STOP mit anderen freien und öffentlichen Trägern und den politisch Verantwortlichen im Sozialraum vernetzt. BUS-STOP arbeitet im Lokalen Bündnis für Bildung in kurzer Vernetzung mit den Einrichtungen der Regelbetreuung für Kinder eng zusammen. BUS-STOP ist seit dem 27.10.2007 ein eingetragener Verein, Vereinsregister Nr. VR 26869. Die Gemeinnützigkeit dient der Jugendhilfe und der Bildung und Erziehung. BUS-STOP e.V. ist Mitglied in der Ev. Jugend Berlin-Brandenburg-Oberlausitz.
Den rechtlichen Rahmen für die Konzeption einer mobilen Jugendberatung bilden die §§ 1, 11,13 und 14 des KJHGs. Das normative Fundament bildet der §1, der jedem Menschen ein „Recht auf Förderung seiner Entwicklung und Erziehung zu einer eigenverantwortlichen und gemeinschaftsfähigen Persönlichkeit” zugesteht. Die besonderen Ziele und Aufgaben der mobilen Jugendarbeit sind noch fundierter im Absatz 3 angesprochen. Jugendhilfe soll „junge Menschen in ihrer individuellen und sozialen Entwicklung fördern und dazu beitragen Benachteiligungen zu vermeiden oder abzubauen”. Im §11 KJHG „Jugendarbeit” liegt unserer Meinung nach die gesetzliche Grundlage für die Aufgabe der Jugendberatung. Im Absatz 3 ist diese als ein Schwerpunkt der Jugendarbeit aufgeführt.
Im Inhalt und Umfang von Jugendsozialarbeit nach §13 findet BUS-STOP seine Aufgaben und in der Hilfestellung bei der sozialpädagogischen, vor allem aber der berufsbezogenen Integrationshilfe für junge Menschen, die aus sozialen oder persönlichen Gründen Schwierigkeiten haben mit individuellen oder gesellschaftlichen Anforderungen zurechtzukommen. Die Hilfen zielen nach Abs. 1 bis 3 auf die ganzheitliche Förderung der Entwicklung (Selbstständigkeit) und der Integration junger Menschen gemäß §1 Abs. 1 - unter anderem im Schulsozialbereich - die besonders den Übergang von der Schule in die Berufswelt fördern kann. Insoweit entspricht die Beschreibung von Jugendsozialarbeit in §13 den erweiterten tatsächlichen Handlungsfeldern in den Bereichen Jugend und Schule, Jugend und Ausbildung, Jugend und Arbeit und Jugend und gesellschaftliche Eingliederung.
Die wichtigsten Schritte in Richtung Sozialraumorientierung haben wir aus unseren mit dem und Jugendförderung und den mit uns kooperierenden freien Trägern der Jugendhilfe gemachten Erfahrungen zugrunde gelegt:
Neue Arbeitsfelder von vornherein in Kooperation mit bestehenden Angeboten oder - noch besser - integriert mit anderen Hilfen aufzubauen, neue Mitarbeiter/Innen nicht für ein spezialisiertes Arbeitsfeld einzustellen, sondern einen flexiblen Einsatz zu vereinbaren, ein Netz von Kooperation, Beratung und Rückendeckung aufzubauen, um eine Krise mit einem Jugendlichen ohne Ausgrenzung durchzustehen, jugendhilfepolitische Ziele durch das Jugendamt und freie Träger gemeinsam zu erarbeiten und partnerschaftlich zu vereinbaren, welche Leistungen mit welchen Mitteln zu erbringen sind, Pflege unseres aufgebauten Kiezmentoring-Programmes für die Region Lichterfelde-Süd.
- dass die Angebote für unseren spezifischen Sozialraum möglichst unter Mitwirkung bzw. Beteiligung der Adressat/Innen entwickelt werden(Kiezmentoring),
"aufsuchende Jugendsozialarbeit wendet sich insbesondere an alleingelassene, aggressive, resignative, suchtgefährdete oder straffällig gewordene junge Menschen und fördert deren Integration”-
sehen wir als Zielgruppe für die Arbeit einer mobilen/aufsuchenden Jugendberatung deutsche und nichtdeutsche Jugendliche und junge Volljährige im Alter von 14 - 27 Jahren sowie deren Familien in besonders schwierigen Lebenssituationen, d.h. junge Menschen, die sich in krisenhaften Prozessen befinden aufgrund von Schwierigkeiten in Problemfeldern wie:
Wir bieten Hilfestellung für junge Familien sowie Alleinerziehende bei der elterlichen Sorge bezüglich der Unterbringung ihrer Kinder in der Regelbetreuung.
Die wichtigsten Prinzipien des Arbeitsansatzes der mobilen interkulturellen Kinder-, Jugend- und Familienarbeit sind die Mobilität und die Flexibilität der Mitarbeiter/Innen von BUS-STOP und die Orientierung an der Lebenswelt der jungen Menschen.
-Das Team verschaffte sich Kenntnisse über die sozialräumlichen Bedingungen in der Thermometersiedlung/Woltmannsiedlung und erstellte eine Sozialraumanalyse.
Die Sozialpädagogen/Innen werden die jungen Menschen in deren eigener Lebenswelt in ihrer aktuellen Situation akzeptieren.
-Das Team wird versuchen mit den Jugendlichen vor Ort eine Cliquenanalyse zu erstellen, denn jugendliche Cliquen, Peer-Groups und Gleichaltrigengruppen sind Teil des sozialen Netzwerks.
BUS-StOP wird sich aktiv an der Entwicklung von guten Kooperationssystemen im Raum Lichterfelde Süd beteiligen.
Die mobile interkulturelle Kinder-, Jugend- und Familienarbeit unterscheidet sich von anderen Arbeitsfeldern im Wesentlichen durch ein Höchstmaß an Mobilität und Flexibilität ihrer Mitarbeiter/Innen (räumlich und zeitlich). Sie ist ein besonders niedrigschwelliges Angebot, bei dem BUS-STOP Stützpunkte dort „einrichtet” oder „dorthin fährt”, wo die jungen Menschen sich aufhalten. Das kann an Brennpunkten im Stadtteil sein, in Gemeindezentren, auf den Straßen, Parks, aber auch in oder vor Schulen, in Cafés o.ä. Neben der Beratung im intensiven, situativ entstehenden Einzelgespräch können die klassischen Methoden der Sozialarbeit zum Einsatz kommen.
Ein gemeinsamer Ausgangsstützpunkt, ein Interkulturelles Zentrum als Anlaufpunkt für alle Zielgruppen im Kiez, ist zu organisieren.
In der Auseinandersetzung im Einzelgespräch und der konkreten, individuellen Unterstützung durch den/die Sozialpädagog/e/in soll der junge Mensch zur kritischen Auseinandersetzung mit den gesellschaftlichen Realitäten und mit sich selbst finden. Ziele sind:
Bei der Gruppenarbeit soll die Akzeptanz von Regeln und bestehenden Gruppenstrukturen im Vordergrund stehen. Dabei können zur Verstärkung der Beziehungsarbeit erlebnispädagogische Aktivitäten eingesetzt oder auch gruppendynamische Prozesse angebahnt werden. In Veranstaltungen wie Mädchengruppen oder Jungengruppen sollen auch geschlechtsspezifische Ansätze ausprobiert und begleitet werden.
- Antigewalttraining (AGT)
- Förderung der Frustrationstoleranz
Als aufsuchende Arbeit erhält sie ständig authentische Informationen über Veränderungen in der Jugendszene und kann unvermittelt und schnell reagieren. Dabei ist die interkulturelle Kinder-, Jugend- und Familienarbeit von BUS-STOP angewiesen auf die Kooperation mit dem Jugendamt, sie wird die Vernetzung der im Bezirk vorhandenen Angebote und anderen Einrichtungen im Bezirk. nutzen und vorantreiben.
Bus-Stop ist Kooperationspartner der sozialen Dienste der Justiz und der Berliner Staatsanwaltschaft. "Arbeit statt Strafe" ist ein Modell junge Menschen aus dem Kiez in der Gemeinwesenarbeit in ihrem Kiez zu beteiligen.
Bus-Stop begleitet Familien, die nach Flucht und Vertreibung in Deutschland (Steglitz/Zehlendorf) aufgenommen werden, engagiert sich an einer aufsuchenden Willkommenskultur und stellt flexible Hilfen zur Verfügung.
Bus-Stop e.V. steht mit seiner Sozialraumkompetenz den ansässigen Wohnungsbau-Gesellschaften und zukünftigen Bauträgern für ihre zukünftigen Planungen und damit verbundenen Bauvorhaben im Bereich sozialer Infrastruktur beratend kooperativ zur Seite. Architektur und Prävention schließen sich nicht aus.
Neben den kontinuierlichen pädagogischen Angeboten im den interkulturellen Kinder-, Jugend- und Familienstützpunkten und im Interkulturellen Zentrum organisiert BUS-STOP seine Angebote "programmmäßig" oder „projektmäßig“. Sowohl die Einsatzorte, die Angebotszeiten als auch die Art der Angebote sind sehr unterschiedlich und flexibel. Für die aufsuchende Arbeit bleibt dabei das von der ev. Kirchengemeinde Petrus-Giesensdorf bereit gestellte und von BUS-STOP sanierte interkulturelle Zentrum (ehemaliges Gemeindezentrum) Ausgangsstütz-punktpunkt. Zur Zeit, (seit 5 Jahren) nutzt BUS-STOP zusätzlich das vom Jugendamt zur vorübergehenden Nutzung überlassene ehemalige „Horthaus“, welches unmittelbar an den Ausgangsstützpunkt von Bus-Stop angrenzt. Die einzelnen Projekte sind in der Regel zeitlich befristet und am jeweiligen Bedarf im Stadtteil orientiert. Sie können bei auftretendem Bedarf initiiert, bei geringer werdender Nachfrage aufgegeben bzw. bei zusätzlichem Bedarf ausgebaut werden.
Programm (für Jugendliche und Eltern) und Ausbildung von Sozialassistenten
-Offener Türbereich am Nachmittag und Samstags für Kinder und Jugendliche
-Spezielle Angebote für Mädchen
- Kinderkonferenzen, Organisationskonferenzen, Einsatz als Mentor/In, allgemeine Mitarbeit im Familienstützpunkt
-Bereitstellung von selbstverwalteten Stützpunkten für Jugendliche, die bis 22:00 Uhr und an Wochenenden zugänglich sind und durch Kiez-Mentoren betreut werden
-Bereitstellung eines Treffpunktes für türkisch- und arabisch-stämmige Eltern am Wochenende
- Einwohnerinnen und Einwohner 4651
-Arbeitslose (SGB II u. III) in % der 15-65-Jährigen 11,5
-Arbeitslose unter 25 J.(SGB II u. III) in % der 15-65-Jährigen 5
-Langzeitarbeitslose (SGB II u. III) mit einer Bezugszeit von über
einem Jahr in % der 15-65-Jährigen 3
-arbeitslose Empfänger von Existenzsicherungsleistungen
in % der EW 23,0
-Nichterwerbsfähige Empfängerinnen und -
Sicherungsleistungen unter 15 Jahren in % der EW 70,2
-Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren mit Migrationshintergrund
in % der EW 67,3
-Einwohnerinnen und Einwohner insgesamt 8499
-Arbeitslose (SGB II u. III) in % der 15-65-Jährigen 5,2
-Arbeitslose unter 25 J.(SGB II u. III) in % der 15-65-Jährigen 2
einem Jahr in % der15-65-Jährigen 1,7
in % der EW 6,8
-Nichterwerbsfähige Empfängerinnen undEmpfänger von
-Existenzsicherungsleistungen unter 15 Jahren in % der EW 19,2
Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren mit Migrationshintergrund
in % der EW 3
Die Grenzen des Sozialraumes umfassen den oben genannten Anteil des LOR Schütte-Lanz-Str.,so dass es zu einer Einwohnergesamtzahl von ca.6300 kommt.
Groups vermittelt werden. Ihre Erfahrungen sind oft geprägt durch die eigene Nichtausbildungsfähigkeit durch mangelnde Schulbildung, Arbeitslosigkeit, Gewalt in der Familie und auf der Straße, einem geringen Grad an Integration und insgesamt einer perspektivlosen Zukunft. Die Auswirkungen in den Siedlungen sind Drogenkonsum, Gewaltbereitschaft, Verweilen auf der Straße, Beschaffungskriminalität und Vandalismus. Immer mehr Jugendliche sind ohne Ausbildung und ohne Gelderwerb und leben noch als Heranwachsende im reiferen Alter im Elternhaus
Sozialraumbeschreibung

References: § 78
 §1
 §11
 §13
 §1
 §13