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Timestamp: 2016-10-23 09:40:57+00:00

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Nachtarbeit | Flegl Rechtsanwälte
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Hier erfahren Sie Wissenswertes zur Nachtarbeit Als Nachtarbeit definiert das Arbeitszeitgesetz (ArbZG) solche Arbeit, die zwischen 23 und 6 Uhr verrichtet wird, mit der Ausnahme von Bäckereien und Konditoreien, bei denen die Zeit zwischen 22 und 5 Uhr liegen muss, § 2 Abs. 3 ArbZG. Um tatsächlich als Nachtarbeit zu gelten, muss ihre Dauer zudem mehr als zwei Stunden betragen, § 2 Abs. 4 ArbZG.
Als Nachtarbeiter werden schließlich jene Arbeitnehmer bezeichnet, die entweder in Wechselschicht oder für mindestens 48 Tage im Jahr unter diesen Bedingungen arbeiten müssen, § 2 Abs. 5 ArbZG. Bei der Nachtarbeit handelt es sich demzufolge um ein Arbeitszeitmodell.
Notwendigkeit der Nachtarbeit
Nachtarbeit ist in vielen Branchen wegen deren Besonderheiten und Anforderungen nicht vermeidbar. Dazu zählt in erster Linie der Pflege- und Notfallbereich (Altenheime, Notfallkliniken), in welchem natürlich auch nachts eine Besetzung mit Mitarbeitern gewährleistet sein muss.
Bei anderen Dienstleistungen ist die Nacht quasi die primäre bzw. bevorzugte Arbeitszeit (Nachtwächterdienst, Zubereitung von Backwaren). Im produzierenden Gewerbe ist die Nachtarbeit dagegen oftmals eine Notwendigkeit, die sich aus der Tatsache ergibt, dass bestimmte Produktionsanlagen nicht stillstehen dürfen bzw. permanent überwacht werden müssen.
Schutz durch das Arbeitszeitgesetz
Das Arbeitszeitgesetz schreibt eine Höchstgrenze von acht Stunden für die Nachtarbeit vor, die nur dann auf bis zu zehn Stunden ausgedehnt werden kann, wenn der Arbeitnehmer einen Ausgleich erhält und somit ein Durchschnitt von acht Stunden pro Kalendertag nicht überschritten wird, § 6 Abs. 2 ArbZG. Außerdem ist dem Nachtarbeiter eine angemessene Anzahl freier Tage zu gewähren, die vom Arbeitgeber zu vergüten sind. Möglich ist aber auch ein Gehaltszuschlag, § 6 Abs. 5 ArbZG.
Einschränkungen der Nachtarbeit
Die Höhe des Zuschlags, den der Nachtarbeiter auf sein Bruttogehalt bekommt, wird im Regelfall tarifvertraglich festgelegt. Daneben sind dort oftmals auch weitergehende Einschränkungen der Nachtarbeit fest geschrieben. Die Rechtsquellen für einschränkende Regelungen kann man wie folgt zusammenfassen:
Ausdrückliche Regelungen und Verweis auf “gesicherte arbeitswissenschaftliche Erkenntnisse“ (§ 6 Abs. 1 ArbZG) im Arbeitszeitgesetz
Schutz von Jugendlichen im Jugendarbeitsschutzgesetz, § 14 JArbSchG
Schutz von schwangeren Frauen, § 8 MuSchG
Tarifvertragliche Einschränkungen
Schichtarbeit (11.2) Schichtarbeit resultiert in der Regel aus der Notwendigkeit, die übliche Tagesarbeitszeit wegen betrieblicher Belange zu, Arbeitszeit (9.6) Grundsätzlich können Arbeitgeber und Arbeitnehmer selbst bestimmen, auf welche Arbeitszeit sie sich einigen wollen. Wenn, Arbeitszeitgesetz (ArbZG) (8.9) Das Arbeitszeitgesetz (ArbZG) wurde am 1. Juli 1994 ins Leben gerufen, da die Zeit ein, Werktag (6.4) Die Definition des Werktags ist aus arbeitsrechtlicher Sicht vor allem deshalb relevant, weil sie entscheidend, Überstunden (5.6) Unter Überstunden versteht man die Arbeitsstunden, die über die arbeitsvertraglich oder tarifvertraglich bestimmte Arbeitszeit hinausgehen.

References: § 2
 § 2
 § 2
 § 6
 § 6
 § 14
 § 8