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Timestamp: 2019-06-26 09:19:20+00:00

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BGH, 08.11.1990 - I ZR 49/89 - dejure.org
BGH, 08.11.1990 - I ZR 49/89
https://dejure.org/1990,1094
BGH, 08.11.1990 - I ZR 49/89 (https://dejure.org/1990,1094)
BGH, Entscheidung vom 08.11.1990 - I ZR 49/89 (https://dejure.org/1990,1094)
BGH, Entscheidung vom 08. November 1990 - I ZR 49/89 (https://dejure.org/1990,1094)
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Revisionsgründe - Entscheidungsgründe
NJW-RR 1991, 830
MDR 1991, 506
GRUR 1991, 403
VersR 1991, 898
WM 1991, 789
BB 1991, 506
AnwBl 1992, 41
In der Rechtsprechung ist anerkannt, dass nicht nur die Bezugnahme auf eine Entscheidung, die zwischen denselben Parteien ergangen ist, sondern auch die Bezugnahme auf eine zwischen anderen Parteien ergangene Entscheidung zulässig ist, sofern sie Gegenstand der mündlichen Verhandlung war (BGH, Beschluss vom 21. Dezember 1962 - I ZB 27/62, BGHZ 39, 333, 345 f. - Warmpressen; Beschluss vom 2. Oktober 1970 - I ZB 9/69, GRUR 1971, 86, 87 - Eurodigina; Urteil vom 8. November 1990 - I ZR 49/89, NJW-RR 1991, 830).
BGH, 22.04.2009 - I ZR 5/07
Es hat vielmehr die Frage der Wirksamkeit des Vertrags selbständig beurteilt und sich lediglich hinsichtlich der Darlegung der Gründe für seine Beurteilung, der Vertrag sei wegen Sittenwidrigkeit nach § 138 Abs. 1 BGB nichtig, in verfahrensrechtlich zulässiger Weise auf die Erwägungen in den den Parteien bekannten Entscheidungen des Landgerichts Mannheim und des Oberlandesgerichts Karlsruhe bezogen (vgl. BGH, Urt. v. 8.11.1990 - I ZR 49/89, NJW-RR 1991, 830).
Das Urteil des Landgerichts beruhte auf einem Verfahrensfehler, weil es zu dem Streitpunkt, ob eine Endfinanzierung des Erwerbs des Einkaufszentrums durch die GbR Geschäftsgrundlage des Bürgschaftsvertrages der Parteien gewesen ist, pauschal auf ein Urteil in einem Rechtsstreit der Klägerin gegen einen anderen Gesellschafter und Mitbürgen Bezug genommen hat (vgl. BGH, Urt. v. 8. November 1990 - I ZR 49/89, WM 1991, 789 f).
Die Bezugnahme auf eine Entscheidung, die, wie hier der Fall, nicht zwischen den Parteien des Rechtsstreits ergangen ist, ist zulässig, wenn diese Gegenstand der mündlichen Verhandlung gewesen ist (BGH, Urt. v. 08.11.1990 - I ZR 49/89, NJW-RR 1991, 830, zit. nach juris Rn 9).
Nach ständiger Rechtsprechung reicht es als Begründung im Sinne dieser Vorschrift aus, wenn das Gericht auf eine zwischen den Parteien ergangene und ihnen somit bekannte andere Entscheidung Bezug nimmt (BGHZ 39, 333, 345 f [BGH 21.12.1962 - I ZB 27/62]; BGH, Urteile vom 8. November 1990 - I ZR 49/89 - WM 1991, 789 = NJW-RR 1991, 830 und vom 27. Februar 1991 - XII ZR 39/90 - WM 1991, 1005).
(2) In der Rechtsprechung ist anerkannt, dass nicht nur die Bezugnahme auf eine Entscheidung, die zwischen denselben Parteien - auch an demselben Tag - ergangen ist, sondern auch die Bezugnahme auf eine sonstige nicht zwischen denselben Parteien ergangene Entscheidung, sofern sie Gegenstand der mündlichen Verhandlung war, keinen Verstoß gegen § 547 Nr. 6 ZPO darstellt (zu § 551 Nr. 7 ZPO aF vgl. BGH, Urteil vom 8. November 1990 - I ZR 49/89, GRUR 1991, 403 mwN).
Darauf, ob dies auch im konkreten Fall so ist, kann aus Gründen der Rechtssicherheit nicht abgestellt werden (vgl. BGH, GRUR 1991, 403 mwN).
Allgemein ist anerkannt, daß die Bezugnahme auf eine zwischen denselben Parteien ergangene Entscheidung dem Begründungszwang dann genügt, wenn die Entscheidung den Parteien vor Beginn der Rechtsmittelfrist bekannt geworden ist (BGHZ 39, 333, 346 [BGH 21.12.1962 - I ZB 27/62] ; BGH NJW 1981, 1045, 1046 [BGH 03.10.1980 - V ZR 125/79] ; BGH NJW-RR 1991, 830 m.w.N.;… MünchKomm. zur ZPO § 551 Rdn. 20;… Zöller, Kommentar zur ZPO, 17. Aufl. § 551 Rdn. 8;… Baumbach/Lauterbach, Kommentar zur ZPO, 51. Aufl. § 551 Rdn. 16 - jeweils m.w.N.).
Dies wurde bereits in den Entscheidungen im Vorprozess im Einzelnen für die vorausgehende wie die aktuelle Fassung der Satzung ausgeführt, worauf hier Bezug genommen werden kann (…Urteil Landgericht Stuttgart vom 28.05.2010, 31 O 56/09 KfH, Juris Rn. 314;… Urteil Oberlandesgericht Stuttgart vom 17.11.2010, 20 U 2/10, Juris Rn. 483 ff je m.w.N.; zur Zulässigkeit der Bezugnahme auf Entscheidungen, die unter denselben Parteien ergangen und ihnen bekannt sind, vgl. etwa BGH NJW 1971, 39 f; BGH NJW-RR 1991, 830).
Erforderlich sind dabei Aufwendungen, die ein wirtschaftlich denkender Bauherr aufgrund sachkundiger Beratung oder Feststellung aufwenden konnte und musste, wobei es sich um eine vertretbare Maßnahme der Schadensbeseitigung handeln muss (BGH, Urteil vom 31.1.1991, VII ZR 63/90, WM 1991, S. 789, zit. nach juris, Rn.11, m.w.N.;… Palandt/ Sprau, a.a.O., Rn. 7).
BGH, 16.03.2005 - XII ZR 268/01
Zulässigkeit der Bezugnahme auf eine andere Entscheidung
BGH, 18.04.1991 - III ZR 79/90
Bewertung eines zur öffentlichen Grünfläche herabgestuften Grundstücks
OLG Köln, 03.04.1998 - 6 U 125/97
Vitamin E, therapeutische Wirkung
OLG Köln, 28.08.1998 - 6 U 170/97
Zulässigkeit von Werbeanzeigen für ein auf den Markt gebrachtes …

References: § 138
 § 547
 § 551
 BGH 
 BGH 
 § 551
 § 551
 § 551
 BGH 
 BGH