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Timestamp: 2019-03-27 03:29:53+00:00

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Begünstigtes Vermögen im Schenkungsteuerrecht? Anwalt für Steuerrecht in Berlin
Anwalt für Steuerrecht in Berlin - Begünstigtes Vermögen im Schenkungsteuerrecht?
Wenn es um die Schenkung von Betriebsvermögen geht, so gibt es im Schenkungsteuerrecht Vorschriften, die eine Begünstigung des Beschenkten unter bestimmten Voraussetzungen vorsehen. Begünstigung in diesem Falle heißt, dass 85 % (Regelverschonung) oder sogar 100 % (Optionsverschonung) des Wertes der Schenkung nicht der Besteuerung unterfallen. Dazu muss es sich vor allem um Betriebsvermögen beim Schenker handeln, als solches auf den Beschenkten übergehen und bei diesem einige Zeit lang verbleiben. Ob begünstigtes Betriebsvermögen oder schädliches Verwaltungsvermögen vorliegt, muss im Einzelfall geprüft werden. Hierbei kann prozentual eigentliches Betriebsvermögen auch in Verwaltungsvermögen umqualifiziert werden.
Anwalt für Steuerrecht in Berlin - Was gehört zum begünstigten Vermögen?
Zum begünstigten Vermögen gehören gemäß § 13 b Absatz 1 des Erbschaft- und Schenkungsteuergesetzes z.B. inländisches Betriebsvermögen beim Erwerb eines ganzen Gewerbebetriebes, eines Teilbetriebes, eines Anteils an einer bestimmten Gesellschaft im Sinne des Einkommensteuergesetzes, aber auch Anteile an Kapitalgesellschaften, wenn die Kapitalgesellschaft zur Zeit der Entstehung der Steuer Sitz oder Geschäftsleitung im Inland hat und der Schenker am Nennkapital dieser Kapitalgesellschaft zu mehr als 25 % unmittelbar beteiligt war. Lag die Beteiligungsquote unter 25 %, so liegt nur Verwaltungsvermögen vor und kein begünstigtes Betriebsvermögen. Aber auch bei einer Beteiligungsquote von zum Beispiel 100 % kann trotzdem Verwaltungsvermögen vorliegen, wenn das Betriebsvermögen der Gesellschaft selbst zu mehr als 50 % aus Verwaltungsvermögen besteht. Dies erfasst die Fälle der Schenkung einer Kommanditgesellschaft mit vorgeschalteter Kapitalgesellschaft. Nach der Regelverschonung sind 85 % des Betriebsvermögens begünstigt. Diese verlangt aber zusätzlich eine Lohnsummenforderung von 400 % und eine Haltefrist von 5 Jahren.
Anwalt für Steuerrecht in Berlin - Wann greift die Optionsverschonung?
Wie bereits oben erwähnt, kann der Beschenkte auch vollkommen steuerfrei, d.h. zu 100 %, Betriebsvermögen übernehmen, wenn er bestimmte Voraussetzungen bereit ist zu erfüllen und einen Antrag stellt. Dann greift § 13a Absatz 8 ErbStG. Danach kann der Erwerber unwiderruflich erklären, dass die Steuerbefreiung nach den Absätzen 1 bis 7 der Vorschrift in Verbindung mit § 13 b ErbStG nach folgender Maßgabe gewährt wird: In Absatz 1 Satz 2 des § 13a ErbStG tritt an die Stelle der Lohnsummenfrist von 5 Jahren eine Lohnsummenfrist von 7 Jahren und an die Stelle der Lohnsumme von 400 % eine Lohnsumme von 700 %, zweitens tritt in Absatz 5 des § 13 a ErbStG an die Stelle der Behaltensfrist von 5 Jahren eine Behaltensfrist von 7 Jahren, drittens tritt in § 13 b Absatz 4 ErbStG an die Stelle des Prozentsatzes für das Verwaltungsvermögen von 50 % nur 10 %. Der Beschenkte hat jede negative Abweichung dem FA anzuzeigen, damit eine Nachversteuerung erfolgen kann.

References: § 13
 § 13
 § 13
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