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Timestamp: 2019-03-21 18:56:30+00:00

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BAG, 24.02.2010 - 10 AZR 1035/08 - dejure.org
§ 1 TVG, § 43 Nr 8 Abs 2 S 2 TV-L, § 43 Nr 8 Abs 2 S 1 TV-L, Anl 1b Abschn A ProtErkl 1 BAT
Kurznachricht zu "Die Ermittlung des Kreises der Anspruchsberechtigten einer Zulage nach § 43 Nr.8 Abs.2 Satz 2 TV-L ("Funktionszulage") im Lichte der Tarifvertragsauslegung" von Ass./Dipl.-Kfm. Christian Anton, original erschienen in: ZTR 2010, 339 - 341.
ArbG München, 23.04.2008 - 7 Ca 11820/07
LAG München, 18.01.2011 - 9 Sa 418/10
BAG, 13.06.2012 - 10 AZR 175/11
NZA 2010, 728 (Ls.)
aa) Bereits der Tarifwortlaut, von dem bei der Auslegung vorrangig auszugehen ist (st. Rspr., zB BAG 17. Juni 2015 - 10 AZR 518/14 - Rn. 14; 24. Februar 2010 - 10 AZR 1035/08 - Rn. 15) , spricht für diese Rechtsauffassung.
Sollte diese Behauptung zutreffen und wären die Tarifvertragsparteien sich in den Tarifverhandlungen einig gewesen, dass der Anspruch auf Strukturausgleich voraussetzt, dass die für die Überleitung maßgebliche Vergütungsgruppe nicht im Wege eines Aufstiegs erreicht worden ist, würde dies die Auslegung des Landesarbeitsgerichts und der Beklagten rechtfertigen (zu den Voraussetzungen eines Rückgriffs auf die Entstehungsgeschichte der tariflichen Regelung als für die Auslegung entscheidenden Anhaltspunkt vgl. auch BAG 24. Februar 2010 - 10 AZR 1035/08 -).
Der Wortlaut der Tarifnorm, von dem vorrangig auszugehen ist (st. Rspr., BAG 24. Februar 2010 - 10 AZR 1035/08 - Rn. 15, AP TVG § 1 Nr. 220) , enthält keinen Hinweis darauf, dass der garantierte Anteil der SSZ aus Anlass von Weihnachten gezahlt wird.
Bleiben nach Auslegung einer Tarifnorm nach Wortlaut, Wortsinn und tariflichem Gesamtzusammenhang Zweifel an deren Inhalt und dem wirklichen Willen der Tarifvertragsparteien, so kann zwar auf die Entstehungsgeschichte des Tarifvertrags zurückgegriffen werden (st. Rspr., BAG 24. Februar 2010 - 10 AZR 1035/08 - Rn. 29, AP TVG § 1 Nr. 220) .
Auf die Entstehungsgeschichte eines Tarifvertrages kann zum einen nur dann zurückgegriffen werden, wenn bei der Auslegung einer Tarifnorm nach Wortlaut, Wortsinn und tariflichem Gesamtzusammenhang Zweifel an deren Inhalt und dem wirklichen Willen der Tarifvertragsparteien bestehen (BAG 24. Februar 2010 - 10 AZR 1035/08 - Rn. 29), was hier nicht der Fall ist.
a) Der Wortlaut der tariflichen Regelung, von dem bei der Tarifauslegung vorrangig auszugehen ist (vgl. Senat 24. Februar 2010 - 10 AZR 1035/08 - Rn. 15, AP TVG § 1 Auslegung Nr. 220) , ist nicht eindeutig.
d) Schließlich spricht die Entstehungsgeschichte der Tarifnorm, auf die bei etwaigen Auslegungszweifeln zurückgegriffen werden kann (Senat 24. Februar 2010 - 10 AZR 1035/08 - Rn. 29, AP TVG § 1 Auslegung Nr. 220) , dafür, dass Bereitschaftsdienststunden in der Zeit zwischen 21:00 Uhr und 6:00 Uhr als Nachtarbeitsstunden anzusehen sind und den tariflichen Anspruch auf Zusatzurlaub auslösen.
BAG, 31.01.2018 - 10 AZR 387/17
Sinn und Zweck der Zulage nach der Protokollerklärung Nr. 1 Abs. 1 der Anlage 6b Abschn. A des DRK-RTV ist nicht der Ausgleich von Erschwernissen aus einem bestimmten Behandlungskonzept, sondern die Kompensation von Belastungen, die bei der Pflege bestimmter Patientengruppen entstehen (vgl. BAG 17. Dezember 2015 - 6 AZR 768/14 - Rn. 18; 24. Februar 2010 - 10 AZR 1035/08 - Rn. 23) .
Auf die Revision der Klägerin hat das Bundesarbeitsgericht mit Urteil vom 24. Februar 2010 (- 10 AZR 1035/08 - AP TVG § 1 Auslegung Nr. 220) das Urteil des Landesarbeitsgerichts München vom 11. November 2008 (- 8 Sa 509/08 -) im noch interessierenden Umfang aufgehoben und den Rechtsstreit insoweit an das Landesarbeitsgericht zurückverwiesen.
Das Landesarbeitsgericht hat seiner Entscheidung die Rechtsausführungen des Senats im Urteil vom 24. Februar 2010 (- 10 AZR 1035/08 -) zugrunde gelegt.
Der Senat hatte in der Entscheidung vom 24. Februar 2010 (- 10 AZR 1035/08 -) als entscheidungserheblich die von der Klägerin behauptete Entstehungsgeschichte der Tarifnorm gekennzeichnet und sich auf den Vortrag der Klägerin in den Vorinstanzen bezogen.
b) Der Tarifwortlaut, von dem bei der Auslegung vorrangig auszugehen ist (st. Rspr., zB BAG 24. Februar 2010 - 10 AZR 1035/08 - Rn. 15) , klärt nicht eindeutig, was unter "Personen- und Warenkontrolle" iSd. Ziff. 2.1 LTV NRW 2013 zu verstehen ist.
BAG, 17.12.2015 - 6 AZR 768/14
BAG, 16.11.2011 - 10 AZR 211/10
BAG, 16.11.2011 - 10 AZR 212/10
BAG, 16.11.2011 - 10 AZR 213/10
LAG Köln, 05.02.2010 - 11 Sa 389/09
LAG Köln, 05.02.2010 - 11 Sa 1051/09
LAG Köln, 05.02.2010 - 11 Sa 1048/09
LAG Köln, 05.02.2010 - 11 Sa 1047/09
LAG Köln, 05.02.2010 - 11 Sa 1046/09
LAG Köln, 05.02.2010 - 11 Sa 1050/09
LAG Köln, 05.02.2010 - 11 Sa 1049/09

References: § 1
 § 43
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