Source: http://www.wegweiser-barrierefreiheit.de/wohnungsbau/baden-wuerttemberg/technische-baubestimmungen/technische-baubestimmungen.html
Timestamp: 2018-10-18 22:58:27+00:00

Document:
Technische Baubestimmungen - Baden-Württemberg - Wohnungsbau - Bundeskompetenzzentrum Barrierefreiheit
Baden-Württemberg - Wohnungsbau – Liste der Technischen Baubestimmungen, andere technische Regelwerke und Leitfäden
Zur Umsetzung der Landesbauordnung für Baden-Württemberg (LBO) bezogen auf Wohnungen nach § 35 Abs. 1 LBO sind einzelne Bestimmungen der DIN 18025-1 Barrierefreie Wohnungen - Teil 1: Wohnungen für Rollstuhlbenutzer eingeführt (siehe Anlage Nr. 7/4 Nr. 4 der Liste der Technischen Baubestimmungen (LTB) ). Zur Umsetzung der LBO bezogen auf Wohnungen nach § 39 Abs. 1 LBO sind die DIN 18025-1 Barrierefreie Wohnungen - Teil 1: Wohnungen für Rollstuhlbenutzer und die DIN 18025-2 Barrierefreie Wohnungen - Teil 2 fast vollständig eingeführt (siehe Anlage Nr. 7/4 Nr. 1 bis 3 der LTB und Anlage 7/5 der LTB ).
Grundlage dieser Einführung sind die allgemeinen Anforderungen des § 3 Abs. 3 Satz 1 LBO . Die als Technische Baubestimmungen eingeführten technischen Regeln müssen nach § 3 Abs. 3 Satz 3 LBO eingehalten werden. Gemäß § 3 Abs. 3 Satz 4 LBO kann davon abgewichen werden, wenn mit anderen Lösungen den allgemeinen Anforderungen nach § 3 Abs. 1 LBO ebenso wirksam entsprochen wird.
DIN 18025-1 Barrierefreie Wohnungen - Teil 1: Wohnungen für Rollstuhlfahrer (hier: nach § 35 Abs. 1 LBO )
Nach Anlage 7/4 Nr. 4 der LTB beziehen sich die eingeführten Bestimmungen der DIN 18025-1 Barrierefreie Wohnungen - Teil 1: Wohnungen für Rollstuhlbenutzer (DIN 18025-1) lediglich auf die barrierefreie Erreichbarkeit von Wohnungen und die für den Rollstuhl herzustellende Zugänglichkeit der Haupträume von Wohnungen nach § 35 Abs. 1 LBO .
Eingeführt ist Ziffer 3.3 (erster Spiegelstrich) der DIN 18025-1, wonach eine Bewegungsfläche zwischen Wänden außerhalb der Wohnung mindestens 150 cm breit sein muss. Nach Anlage 7/4 Nr. 4 (erster. Spiegelstrich) der LTB kann dieser Abstand in Teilbereichen auf 120 cm reduziert werden. Es gilt weiterhin Ziffer 3.4 (dritter Spiegelstrich) der DIN 18025-1, durch die die Bewegungsfläche von mindestens 120 cm zwischen Wänden innerhalb der Wohnung festgelegt ist . Die eingeführte Ziffer 3.6 der DIN 18025-1 regelt die Bewegungsflächen vor handbetätigten Drehflügeltüren und Schiebetüren mit der Maßgabe nach Anlage 7/4 Nr. 4 (dritter Spiegelstrich) der LTB , dass die vorgegebene Bewegungsfläche vor Drehflügeltüren auch erst durch die nachträgliche Änderung des Türanschlags erreicht werden kann. Es gilt außerdem Abschnitt 4 Satz 1 der DIN 18025-1, wonach Türen eine lichte Breite von mindestens 90 cm haben müssen . Durch die ohne Einschränkung eingeführten Ziffern 5.2 bis 5.4 der DIN 18025-1 sind untere Türanschläge und -schwellen geregelt, die Maße und Ausstattung von Aufzügen sowie die Beschaffenheit von Rampen. Ferner gilt Abschnitt 11 Satz 8 der DIN 18025-1, nach der Hauseingangstüren, Brandschutztüren zur Tiefgarage und Garagentore kraftbetätigt und manuell zu öffnen und zu schließen sein müssen. Alternativ dazu können nach Anlage 7/4 Nr. 4 (sechster Spiegelstrich) der LTB die genannten Türen und Tore so ausgebildet werden, dass sie mit einer Kraftbetätigung nachzurüsten sind.
Von den Regelungen der DIN 18025-1 nach Ziffer 3.4 dritter Spiegelstrich (Bewegungsflächen von 120 cm zwischen Wänden innerhalb der Wohnung), Ziffer 3.6 (Bewegungsflächen vor handbetriebenen Drehflügel- und Schiebetüren) und Abschnitt 4 Satz 1 (lichte Türbreite von 90 cm) kann gemäß Anlage 7/4 Nr. 4 (letzter Absatz) der LTB innerhalb der Wohnung abgewichen werden, wenn ein Rollstuhlstellplatz nach Ziffer 6.5 der DIN 18025-1 vorgesehen wird. Danach handelt es sich um einen Rollstuhlstellplatz vorzugsweise im Eingangsbereich des Hauses oder vor der Wohnung, der zum Umsteigen vom Straßenrollstuhl auf einen Zimmerrollstuhl geeignet ist. Die Maße des Rollstuhlstellplatzes, der Bewegungsfläche davor und die Ausstattung des Platzes für Elektrorollstühle sind ebenfalls Inhalt nach Ziffer 6.5 der DIN 18025-1.
DIN 18025-1 Barrierefreie Wohnungen - Teil 1: Wohnungen für Rollstuhlfahrer - (hier: nach § 39 Abs. 1 LBO )
Nach Anlage 7/4 Nr. 1 der LTB bezieht sich die Einführung der DIN 18025-1 grundsätzlich nur auf Wohnungen gemäß § 39 Abs. 1 LBO , sofern sie für Rollstuhlnutzer geplant und ausgeführt werden. Von der Einführung ausgenommen sind nach Anlage 7/4 Nr. 2 der LTB lediglich Abschnitt 1 DIN 18025-1 (Anwendungsbereich und Zweck) sowie in Anmerkungen enthaltene Empfehlungen der Norm. Letztere müssten ggf. besonders vereinbart werden. Im Unterschied zu Abschnitt 11 der DIN 18025-1 (Bedienungsvorrichtungen) wird durch die Anlage 7/4 Nr. 3 der LTB bestimmt, dass Greif- und Bedienhöhen bei erforderlichen Abweichungen in einem Bereich von 85 cm bis 105 cm zulässig sind.
DIN 18025-2 Barrierefreie Wohnungen - Teil 2 - (hier: nach § 39 Abs. 1 LBO )
Nach Anlage 7/5 Nr. 1 der LTB bezieht sich die Einführung der DIN 18025-2 Barrierefreie Wohnungen - Teil 2 (DIN 18025-2) nur auf Wohnungen gemäß § 39 Abs. 1 LBO , d. h. auf Wohnungen für behinderte und alte Menschen (ausgenommen Wohnungen für Rollstuhlfahrer ). Von der Einführung ausgenommen sind nach Anlage 7/5 Nr. 2 der LTB lediglich Abschnitt 1 der DIN 18025-2 (Anwendungsbereich und Zweck) sowie in Anmerkungen enthaltene Empfehlungen der Norm. Letztere müssten ggf. besonders vereinbart werden. Im Unterschied zu Abschnitt 12 der DIN 18025-2 (Bedienungsvorrichtungen) wird durch die Anlage 7/5 Nr. 3 der LTB bestimmt, dass Greif- und Bedienhöhen bei erforderlichen Abweichungen in einem Bereich von 85 cm bis 105 cm zulässig sind. Anlage 7/5 Nr. 4 der LTB legt fest, dass eine besondere Zweckbestimmung der baulichen Anlage - vorausgesetzt diese ist bekannt - für blinde und sehbehinderte, gehörlose und hörgeschädigte sowie ältere Menschen und Kinder bei der Anwendung der Norm zu beachten ist.
Wirtschaftsministerium Baden-Württemberg: Barrierefreies Bauen - im öffentlichen Raum, in öffentlich zugängigen Gebäuden, in Arbeitsstätten und in Wohnungen, 3. Auflage, Stuttgart 2008
Die Broschüre vermittelt Empfehlungen und Anregungen für die Planung und den Bau barrierefreier Gebäude
Wirtschaftministerium Baden-Württemberg: Wohnen und Bauen für die Zukunft - barrierefrei - Stuttgart 2009
Die Broschüre vermittelt Empfehlungen und Anregungen zum barrierefreien Bauen. Es werden Projekte beschrieben, durch die Barrierefreiheit in Wohnungsbauvorhaben und im Wohnumfeld beispielhaft umgesetzt wurde.
Bekanntmachung des Ministeriums für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft im Einvernehmen mit dem Ministerium für Verkehr und Infrastruktur über die Liste der Technischen Baubestimmungen (LTB) vom 6. Juni 2012 (GABl. S. 587)
Direktlink PDF, 1,5 MB:
Davon kann nach Anlage 7/4 Nr. 4 (letzter Absatz) der LTB innerhalb der Wohnung abgewichen werden, wenn ein Rollstuhlstellplatz gemäß Ziffer 6.5 der DIN 18025-1 vorgesehen ist.
Siehe dazu den ausdrücklichen Hinweis in der Anlage 7/5 Nr. 5 der LTB.
Zurück zum Text, Referenz 2:LTB Baden-Württemberg
Liste der Technischen Baubestimmungen Baden-Württemberg
Nr. Anlage 7/4 Nr. 4
Wohnungen nach § 35 Abs. 1 LBO müssen barrierefrei erreichbar sein. Die in § 35 Abs 1 LBO aufgeführten Räume innerhalb der betreffenden Wohnungen sind mit dem Rollstuhl zugänglich herzustellen. Dafür werden folgende Bestimmungen der Norm eingeführt:
- Ziffer 3.3, 1. Spiegelstrich: In Teilbereichen kann der Abstand auf 1,20 m reduziert werden.
- Ziffer 3.4, 3. Spiegelstrich.
- Ziffer 3.6, mit der Maßgabe, dass die Einhaltung der Bewegungsflächen auch durch die nachträgliche Änderung des Türanschlags von Drehflügeltüren erreicht werden kann.
- Ziffer 4, Satz 1.
- Ziffern 5.2 bis 5.4.
- Ziffer 11, Satz 8 mit der Maßgabe, dass Hauseingangstüren, Brandschutztüren zur Tiefgarage und Garagentore auch so ausgebildet werden können, dass eine Kraftbetätigung nachgerüstet werden kann.
Von den Bestimmungen nach den Ziffern 3.4, 3. Spiegelstrich, 3.6 und 4 kann innerhalb der Wohnung abgewichen werden, wenn in der Wohnung ein Rollstuhlabstellplatz gemäß Ziffer 6.5 vorgesehen wird.
Zurück zum Text, Referenz 4:LTB Baden-Württemberg
Nr. Anlage 7/4 Nr. 1-3
1. Die generelle Einführung bezieht sich auf Wohnungen im Sinne von § 39 Abs. 1 LBO, soweit sie für Rollstuhlbenutzer geplant und ausgeführt werden. Die Bestimmungen der Norm sind für rollstuhlgerechte Wohn- und Pflegeheime im Sinne von § 39 Abs. 1 LBO sinngemäß anzuwenden.
2. Von der Einführung ausgenommen werden folgende Teile der DIN 18025 Teil 1:
- Ziffer 1.
- In den Anmerkungen enthaltene Empfehlungen; diese sind gegebenenfalls besonders zu vereinbaren.
3. Zu Ziffer 11 – Bedienungsvorrichtungen:
Das Regelmaß von Greifhöhen und Bedienhöhen beträgt 85 cm (Achsmaß) über OFF; erforderliche Abweichungen sind in einem Bereich von 85 cm bis 105 cm zulässig.
Zurück zum Text, Referenz 5:LTB Baden-Württemberg
Nr. Anlage 7/5
Zu DIN 18025 Teil 2
Bei Anwendung der technischen Regel ist für Baden-Württemberg Folgendes zu beachten:
1. Die Einführung bezieht sich nur auf Wohnungen im Sinne von § 39 Abs. 1 LBO. Die Bestimmungen der Norm sind für Wohn- und Pflegeheime im Sinne von § 39 Abs. 1 LBO sinngemäß anzuwenden.
2. Von der Einführung ausgenommen werden folgende Teile der DIN 18025 Teil 2:
Zu Ziffer 12 – Bedienungsvorrichtungen:
4. Soweit bekannt, ist die Zweckbestimmung der baulichen Anlage, z. B. für Blinde, Sehbehinderte, Gehörlose und Hörgeschädigte, ältere Menschen, Kinder, bei der Anwendung der Norm zu beachten.
5. Für Wohnungen für Rollstuhlfahrer gilt DIN 18025 Teil 1.
Die oberste Baurechtsbehörde kann Regeln der Technik, die der Erfüllung der Anforderungen des Absatzes 1 dienen, als technische Baubestimmungen bekanntmachen.
Zurück zum Text, Referenz 7:LBO Baden-Württemberg
§ 3, Abs. 3, Satz 4
Von ihnen darf abgewichen werden, wenn den Anforderungen des Absatzes 1 auf andere Weise ebenso wirksam entsprochen wird; § 17 Abs. 3 und § 21 bleiben unberührt.
Zurück zum Text, Referenz 11:LTB Baden-Württemberg
Zurück zum Text, Referenz 12:LBO Baden-Württemberg
Zurück zum Text, Referenz 13:LTB Baden-Württemberg
Nr. Anlage 7/4 Nr. 4, Satz 1. Spiegelstrich
In Teilbereichen kann der Abstand auf 1,20 m reduziert werden.
Zurück zum Text, Referenz 14:LTB Baden-Württemberg
Nr. Anlage 7/4 Nr. 4, Satz 3. Spiegelstrich
Ziffer 3.6, mit der Maßgabe, dass die Einhaltung der Bewegungsflächen auch durch die nachträgliche Änderung des Türanschlags von Drehflügeltüren erreicht werden kann.
Zurück zum Text, Referenz 15:LTB Baden-Württemberg
Nr. Anlage 7/4 Nr. 4, Satz 6. Spiegelstrich
Ziffer 11, Satz 8 mit der Maßgabe, dass Hauseingangstüren, Brandschutztüren zur Tiefgarage und Garagentore auch so ausgebildet werden können, dass eine Kraftbetätigung nachgerüstet werden kann.
Zurück zum Text, Referenz 16:LTB Baden-Württemberg
Nr. Anlage 7/4 Nr. 4, Satz letzter Absatz
Zurück zum Text, Referenz 18:LTB Baden-Württemberg
Nr. Anlage 7/4 Nr. 1
Die generelle Einführung bezieht sich auf Wohnungen im Sinne von § 39 Abs. 1 LBO, soweit sie für Rollstuhlbenutzer geplant und ausgeführt werden. Die Bestimmungen der Norm sind für rollstuhlgerechte Wohn- und Pflegeheime im Sinne von § 39 Abs. 1 LBO sinngemäß anzuwenden.
Zurück zum Text, Referenz 19:LBO Baden-Württemberg
Zurück zum Text, Referenz 20:LTB Baden-Württemberg
Nr. Anlage 7/4 Nr. 2
Von der Einführung ausgenommen werden folgende Teile der DIN 18025 Teil 1:
Zurück zum Text, Referenz 21:LTB Baden-Württemberg
Nr. Anlage 7/4 Nr. 3
Zurück zum Text, Referenz 23:LTB Baden-Württemberg
Nr. Anlage 7/5 Nr. 1
Die Einführung bezieht sich nur auf Wohnungen im Sinne von § 39 Abs. 1 LBO. Die Bestimmungen der Norm sind für Wohn- und Pflegeheime im Sinne von § 39 Abs. 1 LBO sinngemäß anzuwenden.
Zurück zum Text, Referenz 25:LTB Baden-Württemberg
Nr. Anlage 7/5 Nr. 2
Von der Einführung ausgenommen werden folgende Teile der DIN 18025 Teil 2:
Zurück zum Text, Referenz 26:LTB Baden-Württemberg
Nr. Anlage 7/5 Nr. 3
Zurück zum Text, Referenz 27:LTB Baden-Württemberg
Nr. Anlage 7/5 Nr. 4
Soweit bekannt, ist die Zweckbestimmung der baulichen Anlage, z. B. für Blinde, Sehbehinderte, Gehörlose und Hörgeschädigte, ältere Menschen, Kinder, bei der Anwendung der Norm zu beachten.

References: § 35
 § 39
 § 3
 § 3
 § 3
 § 3
 § 35
 § 35
 § 39
 § 39
 § 39
 § 39
 § 35
 § 35
 § 39
 § 39
 § 39
 § 39

§ 3
 § 17
 § 21
 § 39
 § 39
 § 39
 § 39