Source: https://wirelesslife.de/anwartschaft-wiederaufnahme-krankenversicherung-auslandsaufenthalt/
Timestamp: 2019-03-25 15:42:01+00:00

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Veröffentlicht am 16. April 2014 von Sebastian Kühn
Zuletzt aktualisiert vor 4 Wochen am 25. Februar 2019
317 Meinungen zu diesem Artikel
Mich hat dieses Thema mehr als nur einmal beschäftigt und lange konnte ich dazu keine verlässlichen Informationen finden. Jetzt habe ich zwei Bekannte, die für große Krankenversicherer arbeiten befragt, und stundenlang recherchiert. Was ist also dran am Mythos Anwartschaftsversicherung?
Hinweis: Es gibt einen neuen, umfassenden Artikel zur gesetzlichen Krankenversicherung bei Auslandsaufenthalt.
Auf Nachfrage bei meiner damaligen Krankenversicherung (BKK-VBU) wurde mir vor ein paar Jahren gesagt, dass ich bei kompletter Kündigung kein Recht auf Wiederaufnahme habe und mir deshalb eine Anwartschaft für ca. 20 Euro im Monat empfohlen wurde.
Ich habe mich damals dennoch gekündigt und das Restrisiko in Kauf genommen. Nach der Rückkehr wurde ich ohne Probleme wieder aufgenommen.
Anders sah es bei einem Freund von mir aus, der nach der Rückkehr um Zahlung der kompletten Beiträge für die letzten 12 Monate “gebeten” wurde. Nach endlosen Diskussionen entschied er sich dann letztendlich für einen anderen Versicherer.
Ich habe mich immer gefragt, wozu diese Anwartschaft trotzt gesetzlicher Versicherungspflicht notwendig sein sollte?
Liegt es denn nicht in der Verantwortung der Krankenkassen uns in Deutschland zu versichern?
Die Antworten, die im Internet gefunden werden können, und auch die der Mitarbeiter in Krankenkassen, sind äußerst unbefriedigend. Es läuft immer darauf hinaus, dass es zwar im Grunde eine Versicherungspflicht in Deutschland gibt, die Versicherer jedoch das letzte Wort haben.
Dieser Beitrag soll dir bei der Entscheidung helfen, wann die Anwartschaft keinen Sinn macht und wann sie nützlich sein könnte. Auch wenn alle Infos gründlich recherchiert sind, solltest du im Zweifel immer deine eigene Krankenkasse fragen, bevor du ins Ausland gehst.
Generelle Fakten zur Krankenversicherung in Bezug auf Auslandsaufenthalte:
Seit der Gesundheitsreform aus dem Jahr 2007 besteht für alle Menschen mit Wohnsitz in Deutschland eine Krankenversicherungspflicht (privat oder gesetzlich)
Anwartschaften sind sowohl für private als auch gesetzliche Versicherungen möglich
Ohne gemeldeten Wohnsitz in Deutschland besteht kein Anspruch auf Aufnahme in eine gesetzliche Krankenversicherung (gilt auch für die meisten deutschen Auslandskrankenversicherungen)
Als Student ist die Krankenversicherung nicht optional. Solange du an einer Uni/FH eingeschrieben bist, benötigst du eine deutsche Krankenversicherung (auch während eines Auslandssemesters)
Versicherunspflicht in der gesetzlichen und privaten KV
“Alle Bürger, die keinen anderweitigen Anspruch auf Absicherung im Krankheitsfall haben, deren Wohnsitz in Deutschland liegt und die zuletzt gesetzlich krankenversichert waren, werden kraft Gesetzes in die Versicherungspflicht in der gesetzlichen Krankenversicherung einbezogen. Dies gilt auch für Bürger, die nach einem langen Auslandsaufenthalt wieder nach Deutschland zurückkehren, wenn sie vor ihrer Auswanderung zuletzt in einer gesetzlichen Krankenkasse versichert waren.” (Quelle: BMG)
Im Grunde wird auf den Seiten des Gesundheitsministeriums gesagt, dass alle in Deutschland gemeldeten Personen nach der Rückkehr vom Auslandsaufenthalt der Versicherungspflicht unterliegen.
Fakt ist: du bekommst auch ohne Anwartschaft nach der Rückkehr aus dem Ausland immer eine private oder gesetzliche Krankenversicherung. Ohne Nachweis von deinem Versicherungsschutz während der Abwesenheit oder bei verändertem Gesundheitszustand kann die Wiederaufnahme jedoch teuer werden.
“Nach § 12 Versicherungsaufsichtsgesetz (VAG) sind die privaten Versicherer dazu verpflichtet alle Personen im sogenannten Basistarif aufzunehmen, die nicht in der gesetzlichen Krankenversicherung versicherungspflichtig sind. Die Leistungen im Basistarif sind in Art, Umfang und Höhe mit den Leistungen der gesetzlichen Krankenversicherung vergleichbar. Der Beitrag im Basistarif darf den Höchstbeitrag der gesetzlichen Krankenversicherung nicht überschreiten.”
Nicht versicherungspflichtige Personen sind Selbständige, Rentner, Beamte oder geringfügige Beschäftigte. Die privaten Krankenversicherer müssen dich also nach deiner Rückkehr wieder versichern, wenn du in diesen Personenkreis fällst, wenn auch nur mit abgespeckten Leistungen.
Als Angestellter hast du automatisch Versicherungsschutz über deinen Arbeitgeber, ansonsten kannst du dich zum Basistarif freiwillig privat versichern.
Personengruppen die definitiv keine Anwartschaftsversicherung brauchen
Für einige Personen mag die Anwartschaft noch sinnvoll sein, für andere ist sie komplett überflüssig. Viele Aussagen zu diesem Thema sind eher schwammig. Wenn du jedoch in eine der folgenden Kategorien fällst, dann brauchst du über die Anwartschaftsversicherung nicht nachzudenken.
Angestelltenverhältnis nach Rückkehr vom Auslandsaufenthalt
“Keine Zugangsprobleme entstehen in der Regel dann, wenn bei Rückkehr aus dem Ausland eine versicherungspflichtige Beschäftigung im Inland aufgenommen wird. (…) Die Aufnahme einer selbständigen Tätigkeit begründet hingegen kein Beitrittsrecht.” (Quelle: BMG)
Ganz klar. Wer sich sicher ist, dass er nach der Rückkehr aus dem Ausland seinen alten Job wieder antritt oder der Jobsuche optimistisch entgegensieht, der kann sich die Anwartschaft getrost sparen. Mit dem Eintritt ins Angestelltenverhältnis gibt es keine Probleme mit der gesetzlichen Krankenversicherung.
Ein Angestelltenverhältnis nach der Rückkehr garantiert die Mitgliedschaft in einer gesetzlichen Krankenkasse.
Aufnahme einer geringfügigen Beschäftigung, Praktika oder ähnliches nach Rückkehr
“Personen, deren Mitgliedschaft in der gesetzlichen Krankenversicherung durch Beschäftigung im Ausland endete und die innerhalb von 2 Monaten nach Rückkehr in das Inland eine versicherungsfreie Beschäftigung aufnehmen, können der gesetzlichen Krankenversicherung als freiwilliges Mitglied beitreten, ohne dass Vorversicherungszeiten erfüllt sein müssen. Der Beitritt ist der Krankenkasse innerhalb von drei Monaten nach Rückkehr in das Inland schriftlich anzuzeigen (§ 9 Absatz 2 Nummer 5 SGB V). (Quelle: BMG)
Zur Erklärung: Eine versicherungsfreie Beschäftigung sind Anstellungen als Beamter, Soldat, geringfügig Beschäftigter, unbezahlter Praktikant und andere Randgruppen.
Freiwillig Versicherte können Arbeitnehmer mit einem regelmäßigen Einkommen von über 4.462,50 pro Monat (Stand 04/2014), Selbständige, Studierende ab dem 15. Fachsemester oder dem 30. Geburtstag, Rentner, Beamte und nicht Erwerbstätige sein.
Die Aufnahme einer versicherungsfreien Beschäftigung 2 Monate nach der Rückkehr sorgt für die problemlose Wiederaufnahme.
Auslandsentsendung von Angestellten
“Personen, die im Inland Mitglied einer gesetzlichen Krankenkasse sind und im Rahmen eines im Inland bestehenden Beschäftigungsverhältnisses ins Ausland entsandt werden (§ 4 Absatz 1 SGB IV), bleiben während des vorübergehenden Auslandsaufenthalts in Deutschland gesetzlich krankenversichert, so dass nach der Rückkehr in das Inland keine Zugangsprobleme zur gesetzlichen Krankenversicherung bestehen.” (Quelle: BMG)
Wer über den Arbeitgeber ins Ausland gesendet wird, der sich braucht sich über die Anwartschaft keine Gedanken machen. Die Mitgliedschaft in der heimischen Krankenkasse läuft ununterbrochen weiter.
Befristet entsandte Angestellte ins Ausland bleiben Mitglied der heimischen Krankenkasse.
Wann die Anwartschaftsversicherung Sinn machen kann
“Eine Anwartschaftsversicherung kann notwendig sein, wenn das Mitglied seinen Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt vorübergehend außerhalb der Grenzen der Bundesrepublik Deutschland hat, sodann nach Deutschland zurückkehrt und wieder Mitglied einer gesetzlichen Krankenkasse werden will. (…) Betroffenen ist vor dem Auslandsaufenthalt immer die Kontaktaufnahme mit ihrer Krankenkasse zu empfehlen.” (Quelle: BMG)
In der Theorie soll die Anwartschaft dafür sorgen, dass du nach der Rückkehr nach Deutschland problemlos wieder in die Krankenkasse aufgenommen wirst. Außerdem bleiben während der Anwartschaft trotz verminderter Beiträge die vollen Ansprüche aus der Pflegeversicherung bestehen.
In der Dauer der Anwartschaft werden ermäßigte Beiträge (10% – 30%) bezahlt und die Mitgliedschaft läuft quasi ununterbrochen weiter. Natürlich besteht während der Anwartschaft kein Leistungsanspruch für eventuell anfallende Kosten. Dafür ist die Auslandskrankenversicherung da.
Mit der Anwartschaftschaftsversicherung kann die problemlose Wiederaufnahme in die Krankenkasse “erkauft” werden.
So die Theorie … die Praxis sieht anders aus.
In der gesetzlichen Krankenversicherung haben das Eintrittsalter und eventuelle Vorerkrankungen keine Auswirkung auf die Höhe der Beiträge. Auch Wartezeiten und Gesundheitsprüfungen gibt es nicht. Alle Versicherten haben grundsätzlich bei gleichem Status den gleichen Leistungsanspruch. (Quelle: AOK)
Anhand dessen ist die Anwartschaft zur Absicherung von Vorerkrankungen bei gesetzlichen Krankenkassen also absoluter Unsinn. Als Mitglied der gesetzlichen Krankenkasse besteht der einzige Vorteil darin, dass auch weiterhin Beiträge in die Pflegeversicherung eingezahlt werden, was bei Arbeitsunfähigkeit oder schlimmeren Fällen wichtig wird.
Die Anwartschaft ist also eher für Privatversicherte von Nutzen. In den folgenden Fällen würde es meiner Meinung nach Sinn machen, eine Anwartschaftsversicherung abzuschließen:
Bei verändertem Gesundheitszustand durch Erkrankung/Unfall während des Auslandaufenthaltes
Bei allen anderen Vorerkrankungen, die von der privaten Krankenversicherung ausgeschlossen werden könnten
Bei einer Reisedauer von mehr als 2 Monaten
Bei Regierungswechseln und sich ändernder Gesetzeslage
Bei der privaten Krankenversicherung erfolgt die Aufnahme nach Erfüllung der Voraussetzungen nur nach Überprüfung des Gesundheitszustandes. Bei Vorerkrankungen oder für Risikogruppen besteht die Gefahr, dass du nur zum Basistarif aufgenommen wirst oder hohe Zuschläge bezahlst, so auch nach der Rückkehr vom Auslandsaufenthalt.
Durch eine Anwartschaft in der privaten Krankenversicherung kann der heutige Gesundheitszustand sozusagen konserviert werden und bei (Wieder-)Eintritt in die private KV in der Zukunft wirst du ohne erneute Prüfung versichert.
Fazit: Sinnvoll ist die Anwartschaft für privat und freiwillig gesetzlich Versicherte.
Update: dank einiger sehr hilfreicher Kommentar (besonderer Dank an den Krankenkassenfuzzi), an dieser Stelle ein Punkt, der für die Anwartschaft in der GKV sprechen kann. Es geht um den Leistungsausschluss nach § 52a SGB V:
Das bedeutet einfach übersetzt: Wer keine Anwartschaft abgeschlossen hat und krank zurückkehrt, dem wird die Leistung im Zusammenhang mit dieser Erkrankung verwehrt, trotzdem er wieder in der Krankenkasse versichert ist (gilt auch für Angehörige, die familienversichert werden). Bei einem Schnupfen sicherlich kein Problem, bei Krebs (Krankenhaus, Reha etc.) sieht die Sache dann aber anders aus. Unabhängig davon ist Derjenige dann arbeitsunfähig. Normale Versicherungspflicht durch Aufnahme einer Beschäftigung oder Arbeitslosengeldanspruch ist Fehlanzeige.
Am Ende ist die Anwartschaftsversicherung eine Risikoabsicherung, besonders für Privatversicherte. Empfehlen würde ich die Anwartschaft für Selbständige, die für mehrere Monate im Ausland bleiben.
Als gesetzlich Versicherter würde ich diese Anwartschaft nicht in Anspruch nehmen. Die fehlenden Einzahlungen in die Pflegeversicherungen würde ich lieber durch eine private BU oder Vorsorge ausgleichen.
Meine ganz persönliche Lösung: nach der Abmeldung meines Wohnsitzes aus Deutschland bin ich bei dem internationalen Versicherer IntegraGlobal gut aufgehoben. Mit dieser Versicherung bin ich weltweit abgedeckt. Probleme könnte es lediglich bei einer langfristigen Rückkehr nach Deutschland geben, worüber ich mir jetzt aber noch nicht den Kopf zerbreche.
Hast du Erfahrungen mit der Anwartschaft und Rückkehr in die Krankenkasse nach dem Auslandsaufenthalt?
Hallo ich bitte um Rat. Meine Familie lebt schon sehr lange in Deutschlabd und wir besitzen die Niederlassungserlaubnis. Ich war bis 2011 (bis zu meinem 25. Lebensjahr) über die Familienversicherung meiner Eltern krankenversichert. Danach folgte ein Auslandsstudium in einem Nicht-Eu-Land wo ich die letzten sieben Jahre gelebt habe. Jetzt bin ich wieder zurück in Deutschland und weiß nicht ob ich mich problemlos bei einer Krankenversicherung anmelden kann oder ob hohe Nachzahlungen verlangt werden? Was für Probleme können auf mich zukommen, müssen irgendwelche Dokumente nachgewiesen werden und wie sollte ich vorgehen?
Hmmm… In dem Artikel wird auf zwei wichtige Punkte gar nicht eingegangen:
1. Die 55-Jahre-Problematik und
2. Aufenthalt im Nicht-EU-Ausland.
Hallo Sebastian, vielen Dank für deinen ausführlichen Beitrag. Ich bin im Beamtenverhältnis. Zwischen Feb 2018 und Sep 2018 war ich mit meiner Familie auf einer kleinen Weltreise. Für diese Zeit hatte ich eine Anwartschaft bei meiner PKV abgeschlossen. Bis Mai war ich über meinen Mann familienversichert und ab da an hatten wir dann nur noch lediglich eine Auslandskrankenversichetung.
Nun weigert sich die PKV aber mich wieder in den Vertrag ab Sep aufzunehmen und nennt auch keine Gründe. Sie bieten nur an mich ab Feb 2018 rückwirkend zu versichern. Morgen werde ich noch einmal mit einer höheren Stelle sprechen. Ich würde aber gerne vorab von dir wissen, welche Probleme du bei der Wiederaufnahme siehst.
damke für die detailierten Infomationen. Eine Frage treibt mich aber dennoch umher. Kann ich als GKV Mitglied eine Anwartschaft abschließen, wenn ich in verschiedenen Ländern unterwegs bin, darunter auch im EU-Ausland? Das Problem ist, dass die GKV ja in EU-Ländern nur eingeschränkt leistet und keinen Krankenrücktransport abdeckt. Trotzdem ist eine Anwartschaft nur in nicht EU-Ländern möglich. Wer kontrolliert, in welchen Ländern ich unterwegs bin, wenn ich die Versicherung auf Anwartschaft setze? Oder ist eine Awartschaft nur einen längeren Aufenthalt an einem nicht EU-Land vorgesehen?
Ich bin 2012 zum Studium nach Russland gegangen. Vorher war ich studentisch versichert. Nach meinem Abschluss bin ich in Russland geblieben und war über meinen Arbeitgeber privat versichert. Vorher hatte ich eine Anwartschaftsversicherung bei der IKK abgeschlossen, da mich einige Kollegen darauf hingewiesen haben. Nach 5 Jahren im Ausland bin ich seit 08/2017 wieder in Deutschland, auch privatversichert aufgrund des Einkommens. Ich zahle nach wie vor 54 Euro für die Anwartschaft bei meiner damaligen, gesetzlichen Versicherung. Ich plane mit meiner Frau (Angestellte, gesetzlich versichert) ein – zwei Kinder in Zukunft. Dann würde sich die freiwillige gesetzliche Versicherung lohnen – Familienversicherung… Kann ich die Anwartschaft nutzen um dann ggf zurückzukommen in die GKV? Wenn nicht würde ich die Anwartschaft gerne kündigen. Was meint ihr zu dem etwas speziellen Fall?
vielen Dank für die Informationen! Das hat sehr weitergeholfen
Krankenversicherung und Weltreise – wie passt das zusammen? – spontan um die welt – Weltreiseblog und Reiseinspiration für Individualreisende
[…] oft sinnvoll. Wir wollen nicht alle Details nachkauen und verweisen exemplarisch auf einen guten Artikel zu diesem Thema, der sich mit den Vor- und Nachteilen der Anwartschaft beschäftigt. Wir (pflichtversichert und […]
Vielen Dank fuer deine ausfuehrlichen Informationen.
Wir sind ueber die Firma meines Mannes seit 7 Jahren im Ausland und haben derzeit bei der Barmenia eine private internationale KV. Einen Wohnsitz in Deutschland haben wir nicht, jedoch zahlen wir Steuern.
Nun meine Frage: Wie sieht die Wiederaufnahme in die gesetzliche KV aus, wenn wir NACH DEM 55. LJ zurueckkehren? Wir haben eine Anwartschaft bei unserer gesetzlichen KK vor Antritt unseres Auslandsaufenthaltes, d. h. vor 7 Jahren, abgeschlossen.
Leider sind hierzu keine Aussagen zu finden.
Hallo Heike, wenn ihr eine Anwartschaft abgeschlossen habt, dann gibt es keine Probleme mit der Wiederaufnahme in die GKV.
Gibt es eine Möglichkeit meine freiwillige gesetzliche KV für die Zeiten meiner Auslandsaufenthalte (ca. 3 Monate) ruhen zu lassen? Ich reise immer mit meiner Ehefrau, welche über mich mitversichert ist. Der Artikel und die Kommentare hier sind super, allerdings konnte ich zu meiner spezifischen Frage keine Antwort finden.
Ich würde mich über jegliche Auskunft hierzu sehr freuen.
Ich habe nun auf mehreren Seiten gelesen, dass die Versicherung erst ab einem Zeitraum von 3 Monaten (90 Tagen?) stillgelegt werden kann. Ist diese Angabe korrekt?
Liest hier niemand mehr?
Davon habe ich noch nie gehört. Meinst du mit der Stilllegung die Anwartschaft? Ich kann mir nur vorstellen, dass diese 3 Monate ein interner Richtwert der Krankenkassen sind.
Dass es eine Anwartschaft in der gesetzlichen Krankenkasse gibt, habe ich heute zum ersten Mal gehört und zwar im Zusammenhang mit meinen Beiträgen während meiner Erwerbsminderungsrente. Ich war 6-7 Jahre im Ausland privat krankenversichert. Nach meiner Rückkehr nach Deutschland vor sieben Jahren, wurde ich aufgrund eines Angestelltenverhältnis wieder aufgenommen. (Zuvor wurde mir die Aufnahme verweigert, ich musste dann allerdings die Beiträge seit der Anmeldung in Deutschland nachzahlen.) Nun bekomme ich Erwerbsminderungsrente (der dauerhafte Aufenthalt in Deutschland tut mir nicht besonders gut… ). In die vergünstigte Krankenversicherung der Rentner wurde ich nicht aufgenommen, da ich wegen dem Auslandsaufenthalt die Anwartschaft nicht erfüllt hätte. Wie sich das genau berechnet, konnte mir allerdings weder die Rentenversicherung noch die Krankenversicherung erklären. Ich musste mich nun freiwillig versichern. Weißt Du, wie sich diese Auswirkung auf die Krankenversicherung der Renter wegen fehlender Anwartschaft ergibt?
toll wie man sich hier informieren kann…
Ich beabsichtige für ein paar Monate nach Österreich zu gehen. Bin derzeit in der PKV. In Österreich gibt es wohl auch für Selbständige eine Gesetzliche Krankenversicherungspflicht. Ist es möglich nach Rückkehr – z.B. nach 3 oder 6 Monaten in Deutschland – in die Gesetzliche Krankenversicherung zu gehen?
Danke schön für Informationen hierzu.
ich habe exakt das selbe vor, weil ich aus Österreich für dort und die Schweiz etwas aufbauen möchte. Aufenthaltsdauer wäre dann mind. 1 Jahr. Hast Du bereits Infos bekommen und/oder wollen wir uns hier austauschen, damit das rund läuft?
Ein wirklich toller Beitrag mit vielen wichtigen Informationen, dafür erst mal vielen Dank!!!
Ich habe nun wirklich viel mehr Infos bekommen als von meiner GKV am Telefon.
Jedoch habe ich noch eine Frage und ich hoffe Ihr könnt mir da helfen.
Ich bin aktuell Angestellter und ich plane für 5 Jahre bei der Tochtergesellschaft in den USA zu arbeiten (Angestellter).
Der Deutsche Vertrag ruht und es wird einen neuen Vertrag in den USA geben.
Nach den 5 Jahren werde ich wieder in DE bei meinem alten Arbeitgeber aufgenommen, jedoch bin ich mir sicher,
dass ich bei Wiederantritt über der Beitragsbemessungsgrenze liegen werde.
Muss ich unter Berücksichtigung meiner späteren Gehaltes eine Anwartschaft beantragen um wieder in die GKV zu kommen?
Meine aktuelle GKV Betreuerin ist ratlos! 🙁
Ich hoffe Ihr habt da eine Meinung!
Viele Grüße, Bennjamin
Was ich vergessen habe: Aktuell liege ich unter der Beitragsbemessungsgrenze und bin somit in der GKV.
ich habe eine Meinung dazu, die natürlich keine Rechtsberatung ist: du bist momentan gesetzlich pflichtversichert und musst damit von deiner KK in 5 Jahren wieder aufgenommen werden.
Wer als Rentner freiwillig versichert ist in der GKV und aufgrund eines langjährigen geplanten Auslandsaufenthalt ( Übersee / etc.) aus der GKV ausscheidet was wäre denn dem zu empfehlen?
Unbedingt Anwartschaft abschließen, wenn du nach der Rückkehr wieder in die GKV zurück möchtest.
ich bin schon längere Zeit in Südamerika und möchte demnächst für ca. 4 Monate nach Deutschland reisen wo ich noch immer einen Wohnsitz habe. Kann ich mich dann bei einer GKK anmelden und muss diese mich dann aufnehmen?
Ausserdem werde ich in 5 Jahren offiziell in Rente gehen. Ab diesem Zeitpunkt möchte ich mich gerne in Deutschland ganzjährig versichern. Ist dies dann ohne Probleme möglich?
Das kommt ganz darauf an, wie du zuletzt in DE versichert warst. Wenn gesetzlich pflichtversichert, dann muss dich deine ehemalige KK wieder aufnehmen.
Griesbaum Franz
Zum Thema Anwartschaftsversicherung in der privaten Krankenversicherung: Ich bin Rentner und möchte für längere Zeit im außereuropäischen Ausland wohnen; die Nachfrage bei meiner PKV hat ergeben, dass meine Anwartschaft (es gibt keinen Unterschied zwischen großer und kleiner Anwartschaft!) etwa 300 Euro / Monat kostet – nicht pro Jahr! Ich lese immer wieder im Netz – ich beschäftige mich seit langem mit dem Thema – dass eine Anwartschaft lediglich 20 bis 50 Euro pro Monat kosten soll.
Die Kosten für die Anwartschaft betragen i.d.R. bei der PKV zwischen 5-10% für die kleine Anwartschaft und 20-25% für die große Anwartschaft. Alles andere klingt nach Willkür von seiten deiner PKV. Hier ein guter Beitrag dazu: https://www.private-krankenversicherung-test.de/anwartschaftsversicherung
Ich bin in deinem Block über eine Information gestolpert, die sich bisher nirgendwo bestätigt hat. Du findest das im folgenden Absatz groß geschrieben:
“Personen, deren Mitgliedschaft in der gesetzlichen Krankenversicherung durch Beschäftigung im Ausland endete und die innerhalb von 2 Monaten nach Rückkehr in das Inland eine versicherungsfreie Beschäftigung aufnehmen, können der gesetzlichen Krankenversicherung als freiwilliges Mitglied beitreten, OHNE DASS VORVERSICHERUNGSZEITEN ERFÜLLT SEIN MÜSSEN. […] (§ 9 Absatz 2 Nummer 5 SGB V). (Quelle: BMG)”
Dein Link funktioniert leider nicht. Den Teil mit den Vorversicherungszeiten kann ich dem Gesetz nicht entnehmen. Könntest du bitte nochmals darauf hinweisen? Vielleicht gab es seit Veröffentlichung deines Beitrags Gesetzesänderungen?
Vielen Dank für den Hinweis, Joe.
Infos zu den angesprochenen Vorversicherungszeiten findest du hier: https://www.lohn-info.de/krankenversicherung_freiwillig.html
Hallo Sebastian, erst einam ganz herzlichen Dank für Deine tollen Seiten! Das ist eine echte Hilfe! Mein Mann ist angestellt und privat versichert bei der DKV, ich bin Hausfrau und Mutti und und sowohl ich als auch unser Kind sind über ihn in einer anderen privaten Versicherung (Hanse Merkur) versichert. Nun steht im Raum, dass wir auf jeden Fall für länger – viell. dauerhaft nach Frankreich gehen. Mein Mann hat ein gutes Jobangebot seiner jetzigen Firma die auch in Frankreich tätig ist… Wenn es so ist werden wir keinen weiteren Wohnsitz in D angemeldet lassen und ganz in F leben. Wir sind 43 und 50 Jahre und würden bei einer Rückkehr nach D sicher Probleme mit d. KV bekommen. Falls wir zurückkommen bevor mein Mann in Rente geht und er bei seiner Firma wieder arbeitet (und seis nur für ein paar Monate v.d. Rente) wäre da auch eine generelle Aufnahme in irgendeine PKV schwierig? Ok Gesundheitsfragen, etc, aber bestünde die Gefahr versicherungslos dazustehen für ihn als Angestellten? Wie wäre es bei mir (nicht berufstätig und unserer minderjährigen Tochter die momentan über ihn bei einer anderen als seiner Versicherung versichert sind…). Es wäre toll wenn Du/Ihr uns hier ein wenig weiterhelfen… Mehr lesen »
Die Wiederaufnahme in die PKV ist generell kein Problem, aber natürlich teuer im hohen Alter. Um eine erneute Gesundheitsprüfung zu verhindern (und damit höhere Beiträge) kann eine Anwartschaft durchaus Sinn machen. Das müsst ihr euch einfach mal durchrechnen. Über das Angestelltenverhältnis kommt dein Mann wieder in die GKV, auch ohne Anwartschaft.
ist dem auch so, wenn man über 55 ist, vorher selbständig war und nach dem Auslandsaufenthalt unter der Bemessungsgrenze angestellt wird. Genau das wird nämlich zu 99% bei mir passieren.
Hallo Sebastian, ich habe nun ebenfalls eine Frage: Ich bin in der PKV und habe 2008 die Versicherung gekündigt, kam 2011 zurück und wurde nach langem Hn und Her auch wieder im Basisvertrag aufgenommen, weil ich mich auch im Job Center als arbeitssuchend gemeldet hatte. Dann habe ich mich aber entschlossen, mit Anwartschaft wieder ins Nicht EU Ausland zu gehen. Dort bin ich nicht versichert, weil Behandlungskosten sehr viel billiger sind und ich alles privat bezahle. Zwischendurch bin ich immer wieder in Deutschland und bin auch hier gemeldet. Nun hatte ich drei OPs in den letzten Jahren und die Krankenkasse möchte nun wissen, ob ich im Ausland versichert bin und ein Visum habe (habe ich). Ist die Versicherung überhaupt berechtigt, sich nach einem Visum zu erkundigen? Das wird jetzt zur Bedingung gemacht, um mir wieder Anwartschaft zu geben. Es sieht so aus, als ob sie einen Kündigungsgrund suchen. Wobei ich mit dieser PKV und dem Basisvertrag überhaupt nicht glücklich bin, weil ständig Ärzterechnungen gekürzt werden, Vertragsarztnummern verlangt werden, nachdem mein Leistungsauftrag schon 3 Wochen bei dem Versicherer liegt – und dem übrigens die Vertragsarztnummer bereits vorliegt – in meinen Auge reine Verzögerungstaktik und Schikane. Bin über 55 und kann leider… Mehr lesen »
wenn du in regelmäßigen Abständen wieder in DE bist und hier hohe Arztrechnungen hast, dann ist das Vorgehen der PKV nachvollziehbar. Sie wollen ausschließen, dass du nicht nur für Behandlungen nach Deutschland kommst und für diese Zeit jeweils die Versicherung aktivierst. Das die PKV einen Versicherungsschutz für das Ausland sehen möchte, ist gängige Praxis.
Vielen Dank für deinen Artikel. Bin mir trotzdem noch nicht sicher, ob ich eine Anwartschaft benötige oder nicht…
Ich habe meinen Job vor kurzem gekündet und fliege in zwei Wochen für voraussichtlich 5 Monate nach Mittelamerika. Ich habe mich nicht arbeitslos gemeldet und möchte mich nach der Reise auf Jobsuche begeben. Die AOK empfiehlt mir für diesen Zeitraum auf jeden Fall eine Anwartschaft abzuschließen, da ich wenn ich krank zurück komme, keinen Anspruch auf Leistungen hab. Mein Freund meint allerdings, dass das nicht stimmt und mich die AOK auch aufnehmen muss, wenn ich krank zurückkehre.
wenn ich mir den Kommentar von Charlotte ansehe, benötige ich keine Anwartschaft. Oben in deinem Artikel steht allerdings folgendes: “Das bedeutet einfach übersetzt: Wer keine Anwartschaft abgeschlossen hat und krank zurückkehrt, dem wird die Leistung im Zusammenhang mit dieser Erkrankung verwehrt, trotzdem er wieder in der Krankenkasse versichert ist (gilt auch für Angehörige, die familienversichert werden). Bei einem Schnupfen sicherlich kein Problem, bei Krebs (Krankenhaus, Reha etc.) sieht die Sache dann aber anders aus. Unabhängig davon ist Derjenige dann arbeitsunfähig. Normale Versicherungspflicht durch Aufnahme einer Beschäftigung oder Arbeitslosengeldanspruch ist Fehlanzeige.”
Jetzt bin ich mir nicht sicher, was ich machen soll. Hoffe du kannst mir helfen.
wenn du bis zu deiner Ausreise aus DE gesetzlich pflichtversichert warst (als Angestellter oder arbeitslos gemeldet), dann benötigst du keine Anwartschaft, da deine alte KK dazu verpflichtet ist, dich wieder aufzunehmen.
Der Leistungsausschluss nach § 52a SGB V bezieht sich auf Leute, die ihren festen Wohnsitz im Ausland haben und nur für Behandlungen nach DE zurückkehren.
Hallo Sebastian, vielen Dank für die hilfreichen Tipps! Hier noch eine kleine Ergänzung für den Fall, dass man krank aus dem Ausland zurückkehrt: Ich werde für etwas mehr als drei Monate nach Südamerika reisen und habe deswegen meinen Job gekündigt und mich arbeitslos gemeldet, bin also pflichtversichert in der GKV. Für die Zeit der Reise bin ich natürlich beim Arbeitsamt abgemeldet und muss mich bei meiner Rückkehr dort erst persönlich wieder anmelden um Anspruch auf eine Krankenversicherung zu haben. Komme ich gesund zurück ist also alles gut, ich melde mich arbeitslos, bin somit versicherungspflichtig und muss wieder in der gesetzlichen Krankenkasse aufgenommen werden. Wie schaut es aber aus, wenn ich ernsthaft krank (z.B. im Koma) zurückkehre oder rücktransportiert werde und mich nicht arbeitslos melden kann? Nach dreimaligem Anrufen bei meiner Krankenkasse (TK) habe ich nun endlich einen kompetenten Mitarbeiter an der Leitung gehabt, der mir versichert hat, dass auch in diesem Fall von der letzten Kasse, bei der ich versichert war, wieder aufgenommen werden muss. Das gilt übrigens auch, wenn man zurückkommt und sich nicht arbeitslos meldet, sondern von seinen Ersparnissen lebt. Es ist aber in jedem Fall sinnvoll jemandem (z.B den Eltern) eine Vollmacht auszustellen, sodass diese den notwendigen… Mehr lesen »
Vielen Dank für diesen Erfahrungsbericht, Charlotte. Das deckt sich auch mit meinem Kenntnisstand. Mehr dazu hier: https://wirelesslife.de/gesetzliche-krankenversicherung-auslandsaufenthalt/
Hallo Sebastian, herzlichen Dank für die guten Informationen! Ich bin auf der Suche, da mein Bruder in Hongkong eine Diagnose ‘Lungenfibrose’ bekommen hat- eine Krankheit mit schlechter Prognose. Er war vor 10 Jahren in Deutschland gesetzlich versichert und würde gerne wegen der besseren Luft nach Deutschland kommen und hier wieder als Angestellter arbeiten- beim selben Arbeitgeber. Jetzt frage ich mich nur nach den Infos, dass das unmöglich wäre, wenn er nach der Rückkehr keine Krankenversicherung hat, die diese Erkrankung abdeckt. Herzlichen Dank für eine Antwort!!! Liebe Grüße Sabrina
wenn er zuvor gesetzlich versichert war und vorhat, wieder langfristig in Deutschland zu wohnen, dann muss ihn die alte Krankenkasse wieder aufnehmen.
Hallo Sebastian, vielen Dank für deinen tollen Artike zu dem Thema. Ich war schon öfters für mehrere Monate im Ausland und hatte da immer eine Anwartschaft bei der TK. Ich war immer selbstständig und freiwillig versichert und fand es macht Sinn, da bei freiwillig versicherten die gesetzlichen Krankenkassen ja “Nein” zur Wiederaufnahme sagen kann. Ich gehe in einem Monat wieder für längere Zeit ins Ausland. Diesmal habe ich eine spezielle Situation. Ich habe im Moment eine Job, bin also pflichtversichert. Den Job werde ich aber kündigen (bzw. werde gekündigt) bevor ich ins Ausland gehe, wieviel vorher ist noch nicht ganz klar, aber wahrscheinlich werden es nur wenige Tage (max 2 Wochen) vorher werden. Nach meinen Auslandsaufenthalt bin ich voraussichtlich wieder selbstständig. Dann macht eine Anwartschaft wahrscheinlich wieder Sinn, oder wie siehst du das? Und wie läuft das dann? Ich fülle quasi den Antrag auf freiwillige Versicherung aus, sobald mein Kündigungszeitpunkt klar ist und dann den Antrag auf Anwartschaft direkt im Anschluss, oder? Oder könnte es in dem Fall auch sinnvoll sein komplett die Krankenkasse zu kündigen, da ich ja im Moment pflichtversichert bin? Aber so wie ich es bisher verstanden habe ist ja wesentlicher welchen Status ich nach der Rückkehr… Mehr lesen »
ja, wenn du nach der Rückkehr in die Selbständigkeit zurückgehst, dann würde ich die Anwartschaft abschließen. Wie der Übergang mit der KK am besten geregelt wird, kann ich dir auch nicht sagen. Hängt stark von der KK ab.
Eine andere Möglichkeit wäre es noch, dich nach der Kündigung arbeitssuchend zu melden und dich auch nach der Rückkehr erstmal wieder bei der AA zu melden, bevor du die selbständigen Tätigkeiten aufnimmst. Dann wärest du vor und nach der Reise pflichtversichert und könntest dir die Anwartschaft sparen. Das würde ich aber ganz offen mit deiner KK besprechen.
Hichen, endlich mal einer, der auf deutsch erklärt, was es mit dieser Versicherung auf sich hat…
Frage: was hat es mit dieser Anwartschaftsversicherung für Soldaten auf sich?
Klar ist ja, dass man als Soldat auf Zeit oder BS keine Krankenversicherungspflicht hat! Nun geht es darum den KV Schutz nach dem Ausscheiden zu gewährleisten… Ist diese Anwartschaftsversicherung nur für private KV oder kann man mit diesen Beiträgen zur Anwartschaft auch wieder in die gesetzliche freiwillig rein?
Dabei ist der Wohnsitz, bzw. gewöhnliche Aufenthalt immer in Deutschland, trotz eventueller Auslandsaufenthalte, da der Lebensmittelpunkt weiterhin in Deutschland mit der Familie begründet ist.
Sicherlich kann man sich als SAZ freiwillig in der gesetzlichen versichern, aber die Beiträge sind teuer, da die Bemessungsgrundlage sehr hoch sein kann, und man die Beiträge alleine tragen muss (nicht wie Arbeitnehmer zur Hälfte)
Kann man mit der Anwartschaft in die gesetzliche reinkommen? Da einige SAZ erst im Alter aus der Bundeswehr ausscheiden und als Rentner in die private Versicherung einzuzahlen fast ein Ding der finanziellen Unmöglichkeit ist, meine ich.
Die Krankenkassen sind sich da auch nicht ganz einig, denen ist es natürlich lieber, wenn man volle Beiträge zahlt um das Ausscheiden und das Alter abzusichern….
wer aber sagt mir was passiert wenn ich als Rentner in der KVdR bin, dann für 7 Jahre ins nicht europäische Ausland gehe und zurückkomme nach Deutschland. Kann die KVdR meine Beiträge erhöhen, wie lange gilt die Wartezeit bei der Pflegeversicherung und wie sieht es aus bei einem akuten Krankheitsfall den ich in Deutschland direkt behandeln lassen möchte.
Hallo Sebastian! Vielen Dank für hilfreiche Informationen. Ich habe eine Frage: bin gesetzlich bei der AOK versichert, möchte für unbestimmte Zeit aus Deutschland ausreisen und nur jedes halbes Jahr kommen, damit die Aufenthaltstitel nicht erlischt, würde mich bei einer deutschen Adresse anmelden lassen. Soll ich AOK kündigen oder passiert es automatisch, wenn keine Beiträge von meinem jetzigen Arbeitgeber ankommen? Vielen Dank im Voraus.
du solltest die AOK auf jeden Fall selbst kündigen oder sie zumindest 2 Monate im Voraus über deine Pläne informieren, um Ärger zu vermeiden. Irgendwann wird es aber sicher Probleme mit der AOK geben, wenn du alle 6 Monate wieder so aufgenommen werden willst und dann kurze Zeit später wieder kündigst.
Hallo Sebastian und Danke für deine Antwort! Ich möchte die AOK kündigen, aber dann nicht jede 6 Monate wiederaufgenommen werden. Am Telefon wurde mir gesagt, dass die Kündigung mit Abmeldebescheinigung möglich ist. Ich will aber in Deutschland angemeldet bleiben. Wie ist es dann? Wenn ich angemeldet bin und wohne bzw. arbeite im Ausland, soll ich in Deutschland trotzdem versichert sein? Danke.
Gesetzliche Krankenversicherung während der Weltreise | Weltreise-Planung | LizBenForSunshine
[…] Artikel zum Thema findet ihr auf der Seite von Wireless Life: Mythos: Anwartschaft & Wiederaufnahme in die Krankenversicherung nach Auslandsaufenthalt und Gesetzliche Krankenversicherung: Kündigung und Wiederaufnahme bei […]
Jenny Bilgili
Hallo, vielen Dank für diesen Beitrag! Ich bin auch total verunsichert, Es geht um Folgendes: März 2015 – Dezember 2015 hielt ich mich in der Türkei auf, meldete mich in Deutschland nicht ab. Vorher war ich gesetzlich Kranken versichert und erhielt einen Monat ALG 1. Ich meldete mich bei der Krankenkasse nicht ab, weil man mir sagte, dass durch die Abmeldung beim Arbeitsamt das automatisch passiere. Im Dezember 2015 meldete ich mich komplett in Deutschland ab. In der Türkei war ich ab März 2015 privat versichert und seit Heirat bin ich Familien ersichert. Nun möchte ich zurück kehren und Elterngeld beantragen. Werde ich hier Probleme bekommen? Mir sagte man, dass die Elterngeldstelle die Versicherung anmeldet. Ich war bei der AOK gemeldet. Ich habe nun Sorge, dass ich nachzahlen muss oder dass ich dann mit Wiedereintritt keinen Anspruch habe? Ist mein Kind direkt mit versichert? Vielen Dank!
da du dich in 2015 ordnungsgemäß abgemeldet hast und vorher pflichtversichert warst, sollte es keine Probleme geben. Wenn du mit deinem Kind in der Familienversicherung seid, dann kommt es aber sowieso auf den Status deines Ehemanns an.
Längere Heimatbesuch in Deutschland? Das musst du als Tourist im eigenen Land beachten
[…] du versicherungspflichtig. Wenn du vor der Ausreise gesetzlich pflichtversichert warst oder eine Anwartschaft abgeschlossen hat, ist deine alte Krankenkasse (auch vorübergehend) dazu verpflichtet, dich […]
Lieber Sebastian, mir geht es wie vielen anderen Lesern deines Bogs: Ich fühle mich von dir sehr viel besser beraten als von der Mitarbeiterin meiner Krankenversicherung bzw. vertraue ich deinen Aussagen gerade eher. Tausend Dank für deine Zeit, die Du in deinen Blog und die Beantwortung unserer Fragen investierst! Trotzdem es hier eigentlich schon beantwortet wird, möchte ich sicherheitshalbe konkret meine Frage beantwortet wissen: Ich bin angestellt, habe zum 12.05.2017 gekündigt und werde am 23.05.2017 für eine 4-monatige Almzeit in die Schweiz gehen. Meine Almmtter meldet mich ordentlich in ihrem Kanton an. Zunächst war ich bei meiner GKV (AOK). Natürlich möchte ich während meiner Abwesenheit hier keine horrenden Beiträge bezahlen, sondern meine KV ruhen lassen. Als ich dies vor Ort (AOK) beantragen wollte, wurde mir mitgeteilt, ich müsse zunächst eine private Auslandskrankenvers. abschließen, erst dann könne mein Anliegen bearbeitet werden. Ich habe nun bei der H.M. eine Langzeitauslandskrankenversicherung für max. 365 Tage abgeschlossen, werde aber aller Voraussicht nach lediglich unter 6 Monate im innereuropäischen Ausland reisen. Teilweise eben auch berufstätig sein. Muss ich mich für diesen Zweck aus D abmelden, um keine Beiträge ggü. meiner jetzigen GKV leisten zu müssen oder reicht eben tatsächlich die Police der HM und mein… Mehr lesen »
Grundsätzlich musst du deiner Krankenkasse glaubhaft nachweisen können, dass du dich für diese Zeit wirklich im Ausland aufhältst. Eine Abmeldung aus DE ist dafür nicht erforderlich. Neben der Reiseversicherung hilft ganz sicher auch die Anmeldung in der Schweiz und ein Nachweis deiner Almmutter darüber, dass du dort tatsächlich für ein paar Monate lebst.
Hallo! Erstmal danke für viel Information – ganz tolle Seite. Meine Frage ist folgende: wir sind beide selbständig, mein Mann hat jedoch keine deutsche (auch keine EU) Staatsangehörigkeit, möchte sie auch aus beruflichen und privaten Gründen nicht beantragen. Jetzt habe ich die Möglichkeit im Ausland (nicht EU) zu arbeiten (wie lange genau steht noch nicht fest), unsere gemeinsame Kinder müssten dann auch mitkommen. Mein Mann hätte hier aber immer noch einige Aufträge. Wir wollen aber natürlich nicht getrennt leben oder so. D.h. er müsste zwischen 2 Ländern leben. Wie schaut es für ihn dann aus? Ich muss mich und Kinder in DE abmelden. Mein Mann kann sich aber nicht abmelden, sonst kann er in DE keine Gewerbe mehr betreiben und wenn wir mit Kindern wieder zurück nach Deutschland kommen, darf er trotzdem nicht mitkommen, sonder muss dann ein Visum für Familiennachzug (oder wie auch immer das heisst) beantragen und das dauert ewig. Aber die Frage ist eigentlich: darf er hier überhaupt weiter gemeldet bleiben (er hat Aufenthalterlaubnis), wenn seine Familie in DE abgemeldet ist? Wir wissen dass er mindestens 6 Monate im Jahr sich in DE aufhalten muss um sein Aufenthaltserlaubnis nicht zu verlieren. Uns interessiert jetzt aber die Frage… Mehr lesen »
ich kann deine Frage leider nicht mit Sicherheit beantworten. Dein Mann könnte auf jeden Fall auch nach der Abmeldung sein Gewerbe in Deutschland weiter betreiben, solange er eine Geschäftsadresse in DE nachweisen kann (z.B. beim Steuerberater oder Shared Office). Ob er dann automatisch seinen Aufenthaltstitel verliert oder nicht, kann ich nicht sagen.
Hallo, auch noch eine Frage: Ich werde aus der CH nach D zurückkehren. In CH bin ich pflichtversichert, habe aber parallel noch mein PKV in D laufen (mit deren Wissen). Wenn ich die PKV vor meiner Rückkehr kündige, kann ich mich dann in D wieder gesetzlich kranken versichern lassen? (Gehaltstechnisch werde ich über der Beitragsbemessensgrenze liegen, wäre aber Angestellter)…
als Angestellter solltest du keine Probleme haben, über deinen Arbeitgeber wieder zurück in die GKV zu kommen.
“Bei einer Reisedauer von weniger als 2 Monaten” müsste es nicht heißt “mehr als 2 Monaten”?
Absolut richtig. Vielen Dank für das wachsame Auge 😉
Im Hinblick auf eine bevorstehende AltersRente ist eine Anwartschaft während längerer Auslandsreise sehr wohl relevant. Nämlich nur dann wenn man bei Eintritt in die Altersrente die sogenannte 9/10-Regelung erfüllt, erfüllt man die Voraussetzung für die “Krankenversicherung der Rentner, KVdR “. Nur diese KVdR bietet dir die für Rentner günstigen Tarife bei glztg. guten Leistungen. Erfüllt man die 9/10 Regelung nicht, dann kann sich der Rentner nur “freiwillig” versichern, also mit teureren Tarifen und umständlicher Abwicklung bei der Bezahlung von ArztRechnungen. Die 9/10 Regelung besagt : Die Anzahl der Versich.Monate die zwischen der erstmaligen Mitgliedschaft ( erstmalig in deinem Leben ) und dem Renteintritt liegen, dividiert durch 2, und in der zweiten Hälfte dieser Zeitspanne muss man 9/10 der Zeit versichert gewesen sein, und nur dann erfüllt man die o.g.Voraussetzung. Fehlende Monate kann man sich durch die Anwartschaft sichern. Ich weiß das deshalb, weil ich VollzeitReisender bin, in 5 Jahren meine Altersrente beginnt, und ich von der TK genau darüber kompetent beraten wurde. Im Übrigen kann man sich die Mühe machen und das alles im Sozialgesetz nachlesen.
Bei der Barmer sind das zur Zeit 50 Euro monatliche Kosten für die Anwartsschaftsvers.
Sorry, es sind derzeit 55 Euro und kann jährlich um ca. 1 Euro steigen.
deine Aussage ist absolut richtig. Meine Frau und ich waren von 2001 bis 2005 vier Jahre in den USA. In dieser Zeit hat sich meine Frau privatversichert, da die gesetzliche KV im außereuropäischen Ausland keine Behandlungskosten übernimmt.
Leider hat uns damals niemand über die 9/10 Regelung aufgeklärt und auf die Möglichkeit einer Anwartschaft in der gesetzlichen KV hingewiesen.
Die Konsequenz für meine Ehefrau:
Bei Renteneintritt erfüllt sie deshalb nicht die Versicherungszeit von 20 Jahren und 8 Monaten (9/10 der letzten 23 Berufsjahre) in der gesetzlichen KV.
Anstelle des günstigen Beitrages der KVdR in Höhe 146 Euro werden nun Kosten in Höhe von 646 Euro monatlich fällig, da bei einer freiwilligen gesetzlichen Krankenversicherung die gesamten Familieneinkünfte (Einkommen des Ehepartners, Mieten etc.) für die Berechnung des Krankenkassenbeitrages herangezogen werden.
Deshalb unbedingt vor einem Auslandsaufenthalt in schriftlicher Form die gesetzliche KV nach der 9/10 Regelung und einer Anwartschaft zum Ruhe der Mitgliedschaft in der gesetzlichen KV fragen!!!
wow, du nimmst dir echt Zeit, um die ganzen Fragen zu beantworten. Danke dafür!
Ich bin pflichtversichert bis 30.April und werde am 1.Mai auswandern, d.h. ja dann, dass ich bis zuletzt pflichtversichert war und dass ich ohne Anwartschaft wiederkommen kann, richtig? Oder ist die Lücke von einem halben Tag nicht abgedeckt? Ich werde mich ja ab dem 1.Mai auch abmelden und eine AuslandsKV abschließen. Im Falle eine Rückkehr kann ich normal wieder in die KV, wenn ich das richtig verstehe, aber nur als Angestellte. Wahrscheinlich ist, dass ich dann selbstständig tätig bin, könnte das teuer werden oder bleibt’s dann bei dem normalen Tarif für freiwillig Versicherte?
zunächst, wenn du vorher pflichtversicherst warst, brauchst du keine Anwartschaft. Der Übergang zum Monatswechsel ändert daran nichts.
Wenn du jedoch nach der Rückkehr selbständig bist, hast du keinen Anspruch auf Wiederaufnahme in der GKV. Das liegt dann im Ermessen der Krankenkasse. Ob du dir mit einer Anwartschaft die mögliche Rückkehr in die freiwillig gesetzliche Versicherung sichern kannst, weiß ich auch nicht genau.
vielen Dank für deine Antwort. Dann hoffe ich mal, dass ich nicht zurück muss 😉
Soweit ich das richtig verstanden habe, wird eine Anwartschaft auch empfohlen, wenn man freiwillig gesetzlich versichert war. Denn in diesem Falle ist die GKV nicht verpflichtet, dich wieder aufzunehmen.
vielen Dank für den aufschlussreichen Artikel und all eure Kommentare. Ich würde auch gerne noch ein oder zwei Fragen stellen: Nach einem knapp 4jährigen Auslandsaufenthalt plane ich wieder nach Deutschland zurückzukehren und vielleicht zunächst selbstständig und freiberuflich zu arbeiten.
Zuletzt war ich privat versichert in Deutschland und habe diese Versicherung dann aber aufgehoben, da ich hierzulande über meine Arbeitsstelle gesetzlich krankenversichert war bzw. bin.
Nun habe ich etwas recherchiert und mir ist klar geworden, dass ich bei einer Rückkehr erneut einer PRIVATE KV beitreten müsste.
Sollte das dann wieder die gleiche KV sein oder könnte es auch eine andere sein?
Und wäre es auch möglich, nach einer bestimmten Zeit dann doch in die gesetzliche zu wechseln? Weil ich im MOment den Eindruck habe, dass mein mögliches Einkommen in Deutschland den Beitragssätzen nicht gewachsen wäre.
du kannst dich nach der Rückkehr frei entscheiden, ob du in deine alte oder eine neue PKV gehst. Du kannst genauso gut die Aufnahme in der freiwillig gesetzlichen KV beantragen, wobei du darauf als Selbständige keinen gesetzlichen Anspruch hast.
ich habe vor für ein knappes halbes Jahr ins Ausland zu gehen, um einfach die Welt zu bereisen. Momentan bin ich selbständig und privat versichert. Für die Zeit im Ausland würde ich mir gerne das Geld für die PKV sparen wollen. Kann ich einfach meine PKV kündigen? Dadurch das ich als Selbständiger in dem Kreis der nicht versicherungspflichtigen Personen reinfalle, müsste das doch so einfach gehen. Falls nicht, würde der Versicherung eine Auslandskrankenversicherung als Ersatz ausreichen?
ja, du kannst die PKV jederzeit kündigen, wenn du nachweisen kannst, dass du für diese Zeit im Ausland und anderweitig abgesichert bist. Prüfe aber auch, ob der Abschluss einer Anwartschaft Sinn macht, um nach der Rückkehr problemlos wieder aufgenommen zu werden (ohne erneute Gesundheitsprüfung).
ich war bisher immer privat versichert (selbständig), nun bin ich angestellt und musste mich gesetzlich zwangsversichern lassen.
Was passiert nun wenn ich irgendwann mal wieder mich selbständig mache? Würdet ihr mir empfehlen die private auf Anwartschaft zu setzen und wenn ich meinen Job kündige, könnte ich wieder in die private? (Die Beiträge in meiner privaten sind viel günstiger!).
Geht das dann leicht oder würde die gesetzliche dann sagen “daraus wird nix!”
gute Frage, die ich in der Konstellation noch nicht gehört habe. Hast du denn bei der GKV schon mal angefragt, ob die zusätzliche Versicherung in der PKV (bzw. die Anwartschaft) ein Problem darstellen würde?
Ansonsten hängt das wohl davon ab, wie wahrscheinlich deine Rückkehr in die PKV in den nächsten Jahren ist.
Statusanfrage Krankenversicherung nach Rueckkehr aus Ausland
Vor dem Auslandsaufenthalt bestand in Deutschland eine
freiwillige Krankenversicherung bei der TK (2 Monate) als Selbststaendiger.
Davor viele Jahre als gesetzl.Pflichtversicherter.
Die horrenden Beitraege fuehrten zur Arbeitsaufnahme im Ausland.
Im Ausland bestand gesetzliche Pflichtversicherung-Skandinavien.
Nach der Rueckkehr erfolgt direkt eine Arbeitsaufnahme als
Tritt hier die gesetzliche Pflichtversicherung als Arbeitnehmer automatisch in Kraft ?
Oder muss man auf Bestaetigung der gesetzl. Mitgliedschaft warten und
somit evtl auf evt Absage durch den Arbeitgeber?
Die alte KK Mitgliedschaft soll nicht fortgesetzt werden.
H.Steltner
Wenn du nach der Rückkehr sofort in ein Arbeitsverhältnis übergehst, dann bist du auch wieder gesetzlich pflichtversichert. Da kommst du bei Wohnsitz in DE nicht herum, da eine Krankenversicherungspflicht herrscht.
Es geht mir darum nicht wieder “freiwillig” versichert zu werden zu muessen.
-Gibt es denn eine gesetzliche Regelung dazu ?
Es hat ja Gruende dass solche Vorabanfragen von den Kassen nicht,
traege oder unklar beantwortet werden.
Nochmals meine Bitte um Hinweis zu eindeutiger gesetzlicher Regelung: Es soll unmittelbar nach Rueckkehr aus dem Ausland eine sozialversicherungspflichtige Taetigkeit als Arbeitnehmer aufgenommen werden. Vor dem Auslandsaufenthalt war ich freiwillig versichert. Die Krankenkasse geht wiederholt nicht auf meine Anfrage dazu ein. Meine 3. Anfrage an die TK. Die Abfolge beginnt unten und endet hier oben. An TK: Sie gehen leider nicht auf meine Anfrage ein On Sat, 2017-01-14 at 01:21 +0100, jac wrote: > Guten Tag, > > ich lebe im Ausland. Abmeldung TK siehe Anhang. > > Bevor ich in Deutschland wieder eine sozialversicherungspflichtige > Stellung als Arbeitnehmer aufnehme, moechte ich meinen Status > klaeren. > > Bitte um Information ob oder wie bei Arbeitsaufnahme eine gesetzliche > Pflichtversicherung wirksam wird. > > Mfg > Hans Steltner > > Guten Tag Herr Steltner, > > vielen Dank für Ihre E-Mail. Ich freue mich, dass Sie sich für eine > Versicherung bei uns interessieren. > Gern möchte ich Sie ausführlich beraten und dabei alle wichtigen > Aspekte berücksichtigen. Dafür brauche ich allerdings noch einige > Informationen von Ihnen. Die offenen Fragen lassen sich nach meiner > Erfahrung am einfachsten in einem persönlichen Gespräch klären. > Deshalb hätte ich Sie gern… Mehr lesen »
so einfach wie du antwortest, reagieren die Kassen nicht.
Ich moechte spaeter nicht als “freiwillig” Versicherter gepluendert
Nochmals meine Bitte um einen Hinweis zu klarer
gesetzlicher Regelung.
Ich kann dir im Rahmen eines Kommentars hier leider keine verbindlichen Auskünfte, da ich weder Versicherungsexperte noch Rechtsanwalt bin. Sorry, dass das nicht dir von dir erhoffte Antwort ist.
Nach Wohnsitzabmeldung in Deutschland mit Abmeldebescheinigung und Verzug nach Thailand die GKV gekündigt, außerordentliche Kündigung mit tagegenauer Abrechnung. Wenn man nun nach ein paar Monaten wieder zurück kommt und vorher freiwillig versichert war in der GKV, muss man wieder in die gleiche GKV. Stimmt das?
Nun habe ich gehört, dass die auch noch prüfen können, wo der gewöhnliche Aufenthalt in Mehrheit der letzten 6 Monate war, d.h. bei Mehrheit in Deutschland, muss nachgezahlt werden, obwohl man gar nicht da war. Stimmt das?
Wenn ja, wie ist das dann, wenn man z.B. 3,5 Monate im ausland war und sich wieder anmeldet, kann die GKV dann trotzdem noch nachfordern, obwohl man gar keine Wohnadresse in Deutschland hatte?
nein, du musst nicht wieder in die gleiche Krankenkasse, allerdings ist es einfacher. Bei vorheriger freiwilliger Versicherung ist die Krankenkasse nicht in der Pflicht, dich wieder aufzunehmen (wenn du keine Anwartschaftsversicherung abgeschlossen hast).
Solange du nachweisen kannst, dass du für diese Zeit im Ausland warst, hast du keine Nachzahlungen zu befürchten.
Eine Frage zu der Sie eventuell einen Tip oder Antwort haben. Ich war über meinen Vater privatversichert und habe mich zu Anfang meines Studiums für die Private entschieden. Nun bin ich über 25 und zahle 160€ im Monat. Als Studentin ist das wahnsinnig viel! Dazu lebe ich seit 6 Jahren im europäischen Ausland. Wie kann ich noch im Studium aus der PKK austreten und dann auch nach Rückkehr nach Deutschland in die Gesetzliche? Ich google mir die Finger wund und finde nichts.
solange du in DE immatrikuliert bist, musst du krankenversichert sein. Da führt leider kein Weg dran vorbei.
[…] pflichtversichert bist, kannst du dir die problemlose Wiederaufnahme nach der Rückkehr über eine Anwartschaftsversicherung für ca. 50 Euro/Monat […]
Gerne hätte ich auch einen Tipp in folgender Sache: Ich plane mit meiner Familie einen 5-monatigen privaten Aufenthalt in Südamerika. Mein Arbeitgeber ist damit einverstanden, dass ich mit reduzierter Wochenstundenzahl auf Heimarbeitsbasis weiterarbeite. D. h., ich würde über den Arbeitgeber angemeldet bleiben, also auch weiterhin gesetzlich krankenversichert sein.
Auf privater Basis müsste zusätzlich eine Auslandskrankenversicherung abschließen. So weit, so gut.
Die Leistungen der GKV könnte ich während der 5 Monate im Ausland aber gar nicht in Anspruch nehmen, da ich im außereuropäischen Ausland sein werde und in der Zwischenzeit auch nicht nach Deutschland zurückkommen werde. Bestünde eine Möglichkeit, während der Abwesenheit die GKV über eine günstigere Anwartschaft ruhen zu lassen?
Laut mündlicher Auskunft der TK geht das nicht. Ich müsste weiterhin meine GKV-Beiträge voll bezahlen, auch wenn ich keine Leistungen in Anspruch nehmen kann.
leider gibt es keine fest definierte Mindestzeit, ab welcher die GKV eine Anwartschaft erlauben muss. Laut Erfahrungsberichten gibt es einige Kassen, die ihre Mitglieder auch schon bei dreimonatigem Auslandsaufenthalt kündigen bzw. die Versicherung ruhen lassen. Ich würde die TK mit § 190 Abs. 13 Nr. 2 SGB V konfrontieren: “Die Mitgliedschaft der in § 5 Abs. 1 Nr. 13 genannten Personen endet mit Ablauf des Vortages, an dem:
Hi Sebastian! Tolle Post, danke! Ich bin Selbständiger, Privatversichert (HanseMerkur) und habe der Anwartschaftversicherung benutzt während meine Auslandreise dieses Jahr (Jan-Jun). Nach meinem zurückkehr war ich wieder zu HanseMerkur zurückgenommen, aber jetzt geht die Reise weiter, im ende November. Ich habe meinem Versicherungsmakler gefragt, und sie ist die Meinung, dass man der Anwartschaftversicherung nicht so schnell wieder nehmen kann. Ist das wahr? Ich habe versucht das zu reserchieren, habe aber kein Antwort gefunden. Vielleicht hast du etwas dazu gelesen oder gehört? Ich wäre sehr sehr dankbar für deine Hilfe!
es gibt leider keine klaren Regelungen dazu, in welchen Abständen die Anwartschaftsversicherung beantragt werden kann. Es hängt von der Krankenkasse ab, also einfach dort nachfragen.
kannst Du mir sagen, ob die Wiederaufnahme (Reaktivierung der Anwartschaft) mit aufwand verbunden war?
Oder hast Du mitgeteilt, wieder in D zu leben und warst direkt wieder in der PKV?
es kommt wohl sehr auf die PKV an.
Ich bin 2011 nach China und habe meine PKV bei der Central auf grosse Anwartschaft umgestellt. Das Assignment im Ausland wurde mehrfach verlängert – und damit auch jeweils die Anwartschaft. Zudem war ich von Juli-Sept. 2016 wieder in Deutschland angestellt. Danach wieder China. Die Anwartschaft wurde nach Zusendung der Bestätigung der Auslandstätigkeit durch den Arbeitgeber jeweils problemlos verlängert. Aber wie gesagt, das gilt für die Central. Wie Sebastian schreibt, scheint es keine klare Regelung zu geben.
super Zusammenfassung! Bin mir dennoch unsicher, folgende Situation: ich bin derzeit Angestellter und gesetzlich pflichtversichert (Novitas BKK). Ich habe zum 01.01.2017 gekündigt und gehe ab dem 14.01.2017 auf unbestimmte Zeit nach Südamerika (allerdings nicht länger als ein Jahr). Für den Zeitraum der Reise (ab 14.01.2017) habe ich für 12 Monate eine Auslands Krankenschutz LANGZEIT Versicherung beim ADAC abgeschlossen. Das Arbeitsamt ist informiert. Ich bin ab 14.01.2017 Arbeitslos ohne Leistung aber nicht arbeitssuchend. Nun beschäftigen mich noch folgende Punkte:
– Was mach ich am besten in der Zeit vom 1.01.2017 bis 14.01.2017 (Das Arbeitsamt zahlt in dieser zeit nichts- Aussage Amt) Möchte mich ggf. für die 2 Wochen freiwillig gesetzlich versichern (Novitas). Bringt mir dies bei meiner Rückkehr Nachteile bzgl der Wiederaufnahme? bzw. gibt es eine bessere Lösung?
– Die ADAC Versicherung leistet ausschließlich im Ausland. Wie gehe ich am besten vor wenn ich innerhalb der zwölf Monat einen Deutschland-Stop einlege?
– Bzgl. Pflegeversicherung: hier habe ich für 7,50/Monat ein Angebot der Novitas um im Anschluss die 5 Jahre Wartezeit zu vermeiden? Ist dies überhaupt nötig?
deine Antworten (Stichworte: Pflegeversicherung während Anwartschaft, Nachversicherungspflicht) solltest du in diesem Beitrag finden: https://wirelesslife.de/gesetzliche-krankenversicherung-auslandsaufenthalt/
Bezüglich Heimatbesuch gibt es andere Reiseversicherung wie die Hanse Merkur, die bis zu 6 Wochen pro Jahr absichern. Ob es diese Möglichkeit beim ADAC gibt, kann ich nicht sagen.
Bin seit ein paar Tagen selbstständig und fliege in einer Woche nach Südamerika für 7 Monate. Bis vor kurzem war ich pflichtversichert. Aktuell bin ich im schwebezustand bei der GEK weiterhin freiwillig versichert bis ich unterschreibe. Nach langer Diskussion wollen die mich nicht raus lassen und auch keine Anwartschaft akzeptieren während ich unterwegs bin. Ich soll weiterhin bezahlen und hier versichert sein. Eine Auslands KV existiert bei der Hanse. Hab ihr mir eine Idee? Argumentation? Oder wie seht ihr das?
Wenn du gesetzlich pflichtversichert bist, dann kündige einfach, denn sie müssen dich nach der Rückkehr wieder aufnehmen. Sie müssen dich rauslassen, wenn du nachweisen kannst, dass du deinen gewöhnlichen Aufenthaltsort für 7 Monate nicht in Deutschland haben wirst. Argumentieren kannst du mit § 190 Abs. 13 Nr. 2 SGB V: “Die Mitgliedschaft der in § 5 Abs. 1 Nr. 13 genannten Personen endet mit Ablauf des Vortages, an dem: 1. ein anderweitiger Anspruch auf Absicherung im Krankheitsfall begründet wird oder 2. der Wohnsitz oder gewöhnliche Aufenthalt in einen anderen Staat verlegt wird.”
Mein Mann (76) und ich (67) sind Rentner und überwintern seit 10 Jahren am Zweitwohnsitz in Mexiko. Erstwohnsitz it in Deutschland Erstwohnsitz in Deutschland, Zweitwohnsitz in Mexiko. Weil unsere deutschen PKV in Mexiko nichts zahlen, sind wir in Mexiko ganzjährig in der staatlichen Krankenversicherung (vergleichbar mit AOK). Meine PKV gibt mir während meiner Abwesenheit immer Anwartschaft. Die PKV meines Mannes will ihm jetzt keine Anwartschaft mehr geben. Argument: er habe seinen gewöhnlichen Aufenthalt im außereuropäischen Ausland. Entweder soll er den vollen Beitrag durchgehend zahlen (teuer!) mit dem Angebot, Kosten auch in Mexiko zu übernehmen, oder er soll eine Anwartschaft auf Dauer (d.h. ohne Unterbrechung) beantragen, bis er endgültig nach Deutschland zurückkehrt. Bei einer Langzeitanwartschaft entsteht bei Aufenthalten in Deutschland eine gravierende Versicherungslücke, die auch mit weltweiten Reiseversicherungen nicht zu schließen ist (Heimatland ausgeschlossen), außerdem versichert ihn mit bald 77 Jahren keiner mehr. Unsere mex. Sozialversicherung zahlt natürlich auch nichts außerhalb von Mexiko. Was tun?
es ist gängige Praxis, das die PKVs eine Anwartschaft nur für maximal 2×5 Jahre gewähren. Alles darüber hinaus ist Kulanz der Versicherer. Die einzige Option scheint ein Wechsel der PKV zu sein, um dort nach einigen Monaten die Anwartschaft zu beantragen.
Ganz herzlichen Dank für die prompte Antwort. So etwas Ähnliches hatte ich mir schon gedacht. Bleibt trotzdem die Frage, ob und wie man sich bei ununterbrochener Anwartschaft für Besuche in Deutschland/Schengenraum auf Zeit anderweitig krankenversichern kann., besonders wenn man über 75 Jahre alt ist.
Erstmal vielen Dank für die ganze Zusammenfassung, bin jetzt ein bisschen weitergekommen mit den ganzen Infos
Dennoch eine Frage, ich habe gekündigt, bin bei der AOK und will für eine längere unbestimmte Zeit nach Srilanka gehen.
Ich werde mich in Deutschland nicht abmelden und nachdem keiner von der AOK mir richtige Infos geben konnte, weiß ich nicht genau ob ich mich weiterhin privat versichern soll (170€) oder nur eine Anwartschaftsversicherung abschließen soll (ist günstiger)
wenn du eine Reiseversicherung abschließt, würde ich dir den Abschluss einer Anwartschaft empfehlen.
Ich habe gerade den Artikel gelesen und habe auch noch eine offene Frage: Meine KK sagte mir (AOK), dass ich nach Rückkehr wieder aufgenommen werde und dann den gesetzlichen Tarif bezahlen muss (das ist klar). SIe sagte mir aber auch, dass ich dann (trotz der Zahlunge der monatlichen Beiträge) für 6 Monate KEINEN Anspruch auf Leistungen habe.
noch nie davon gehört, dass die eine gesetzliche Krankenkasse die Leistungen verweigern kann, wenn du schon wieder zurück bist. Würde mich echt mal interessieren, mit welcher Begründung sie den Anspruch verweigern.
Update: Ein endlich kompetenter Mitarbeiter der AOK konnte mir sagen, dass das nicht so ist. Es gilt also: Mit Zahlung des Beitrages hat man auch unverzüglich wieder Anspruch auf Leistungen.
Hallo Sebastian, wie sieht es denn mit freiwillig gesetzlich versicherten aus? Seit 10 Jahren freiwillig gesetzlich versichert. Entsendung als Annahme1) EXPAT (also kein lokaler Vertrag) für 3-5 Jahre entsendet: kann man wenn man zeitlich eine Grenze angibt in der deutschen Versicherung bleiben und nimmt eine Zusatzversicherung? Wenn nicht möglich wie sieht es mit der Rückkehr aus: Anwartschaft?
Annahme2) Lokaler Vertrag für 3-5 Jahre entsendet: Anwartschaft problemlos möglich?
Über eine Rückmeldung freue ich mich !
in jedem Fall sollte eine Anwartschaft möglich sein und ist auch ratsam.

References: § 12
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