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Timestamp: 2016-10-22 21:34:42+00:00

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2A.40/2007 (14.11.2007)
Beschwerdef�hrerin, vertreten durch VAT Consulting AG,
Die X.________ AG mit Sitz in Basel ist im Handelsregister des Kantons Basel-Stadt eingetragen. Sie bezweckt die Aus�bung s�mtlicher mit der Aviatik zusammenh�ngenden T�tigkeiten, insbesondere den Betrieb des Bedarfsluftverkehrs, vor allem mit kleineren Jet-Flugzeugen, sowie den Handel mit Flugzeugen und Flugzeugbestandteilen. Die Gesellschaft kann sich an �hnlichen Unternehmen beteiligen. Sie verf�gt �ber eine Zweigniederlassung in Kloten. Seit dem 1. Januar 1995 ist sie im Register der Mehrwertsteuerpflichtigen eingetragen.
Nach einer vorg�ngigen Besprechung mit der X.________ AG stellte die Eidgen�ssische Steuerverwaltung am 31. Oktober 2002 fest, diese habe die von ihr der Y.________ Ltd., USA, in Rechnung gestellten Aircraft Managementleistungen zu Recht als steuerbar deklariert und die darauf entfallende Mehrwertsteuer im Betrage von Fr. 69'191.66 zu Recht bezahlt. Im Einspracheverfahren best�tigte sie diesen Entscheid, stellte jedoch fest, die Mehrwertsteuer sei im Betrag von Fr. 64'983.79 geschuldet. Die von der X.________ AG gegen diesen Entscheid gerichtete Beschwerde wies die Eidgen�ssische Steuerrekurskomission am 28. November 2006 ab.
Mit Verwaltungsgerichtsbeschwerde vom 12. Januar 2007 beantragt die X.________ AG dem Bundesgericht, den Entscheid der Eidgen�ssischen Steuerrekurskommission vom 28. November 2006 aufzuheben und die Eidgen�ssische Steuerverwaltung zu verpflichten, ihr eine Gutschrift �ber den unter Vorbehalt bezahlten Steuerbetrag in H�he von Fr. 64'983.79 zuz�glich Verg�tungszins von 5% zu erteilen.
Das Bundesverwaltungsgericht (als Nachfolgeorganisation der Eidgen�ssischen Steuerrekurskommission) hat auf eine Vernehmlassung verzichtet.
In dem auf Ersuchen der Beschwerdef�hrerin angeordneten zweiten Schriftenwechsel halten beide Parteien an ihren Antr�gen fest. Das Bundesverwaltungsgericht verzichtet auf eine Stellungnahme.
1.1 Der angefochtene Entscheid ist am 28. November 2006 ergangen, womit f�r das vorliegende Verfahren noch die Bestimmungen des Bundesrechtspflegegesetzes (OG) zur Anwendung gelangen (Art. 132 des Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 [Bundesgerichtsgesetz; BGG; SR 173.110]). Auf die form- und fristgerecht eingereichte Beschwerde ist einzutreten.
1.2 Mit Verwaltungsgerichtsbeschwerde kann ein Verstoss gegen Bundesrecht, einschliesslich �berschreitung oder Missbrauch des Ermessens, sowie die unrichtige oder unvollst�ndige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts ger�gt werden (Art. 104 lit. a und lit. b OG). An die Sachverhaltsfeststellung ist das Bundesgericht gebunden, wenn - wie im vorliegenden Fall - eine richterliche Beh�rde als Vorinstanz den Sachverhalt nicht offensichtlich unrichtig, unvollst�ndig oder unter Verletzung wesentlicher Verfahrensbestimmungen festgestellt hat (Art. 105 Abs. 2 OG).
1.3 Streitig sind im vorliegenden Fall die von der Beschwerdef�hrerin f�r den Zeitraum vom 1. Januar bis zum 31. M�rz 2001 in Rechnung gestellten Leistungen. In materieller Hinsicht sind damit ausschliesslich die Bestimmungen des Bundesgesetzes vom 2. September 1999 �ber die Mehrwertsteuer (Mehrwertsteuergesetz, MWSTG; SR 641.20) anwendbar (Art. 94 MWSTG).
1.4 Streitgegenstand bildet prim�r die Frage, ob die Vorinstanz dadurch Bundesrecht verletzt hat, dass sie die im 1. Quartal 2001 im Rahmen des am 23. Juli 1979 zwischen der Beschwerdef�hrerin und der Y.________ Ltd. abgeschlossenen Vertrages erbrachten Leistungen als ein unteilbares Dienstleistungspaket und nicht als Einzelleistungen betrachtet hat.
2.1 Der Steuer im Inland unterliegen die entgeltliche Lieferung von Gegenst�nden, die entgeltlich erbrachten Dienstleistungen, der Eigenverbrauch sowie der entgeltliche Bezug von Dienstleistungen aus dem Ausland, sofern sie nicht ausdr�cklich von der Besteuerung ausgenommen oder befreit sind (Art. 5 MWSTG).
Als Dienstleistung gilt jede Leistung, die keine Lieferung eines Gegenstandes ist (Art. 7 Abs. 1 MWSTG). Diese Bestimmung stellt im Sinne eines Auffangtatbestandes zur Vermeidung allf�lliger Besteuerungsl�cken sicher, dass s�mtliche Leistungen als Dienstleistungen erfasst werden, bei denen es sich nicht ausdr�cklich um Lieferungen handelt (vgl. dazu Bericht vom 28. August 1996 der Kommission f�r Wirtschaft und Abgaben des Nationalrates zur parlamentarischen Initiative [Dettling] zum Bundesgesetz �ber die Mehrwertsteuer zu Art. 7 E-MWSTG [BBl 1996 V 732] sowie Alois Camenzind/Niklaus Honauer/ Klaus A. Vallender, Handbuch zum Mehrwertsteuergesetz, 2. Aufl., Bern/Stuttgart/Wien 2003, Rz. 275).
Die Unterscheidung zwischen Lieferungen, Eigenverbrauch und Dienstleistungen ist vor allem auch im Hinblick auf die �rtliche Abgrenzung der Ums�tze von Bedeutung (Art. 13, 14 und 15 MWSTG, vgl. E. 2.1.3).
2.2 Leistungen, die miteinander verbunden sind (sog. Leistungskomplexe), werden mehrwertsteuerrechtlich als einheitlicher wirtschaftlicher Vorgang betrachtet, wenn sie wirtschaftlich derart eng zusammengeh�ren und ineinander greifen, dass sie ein unteilbares Ganzes bilden; es gelten f�r sie die gleichen Vorschriften (z.B. bez�glich Ort der Besteuerung, Steuersatz oder Steuerbefreiungsvorschriften). Liegt eine Gesamtleistung vor, erfolgt die mehrwertsteuerliche Behandlung nach der f�r diese wesentlichen Eigenschaften, d.h. nach der Leistung, welche wirtschaftlich betrachtet im Vordergrund steht. Liegt dagegen eine Hauptleistung mit einer oder mehreren akzessorischen Nebenleistungen vor, richtet sich die Beurteilung der Nebenleistung(en) stets nach den Eigenschaften der Hauptleistung; diese stellt den Kern der zu erbringenden Leistung dar.
Rechtsprechung und Lehre gehen davon aus, dass eine Gesamtleistung aus Komponenten mit unterschiedlichen Eigenschaften besteht, wobei diese durch die dauernde innere oder physische Verbindung charakterisiert sind. F�r solche Leistungen bestimmt der wirtschaftliche Inhalt die Eigenschaft der Besteuerung.
Demgegen�ber handelt es sich im Falle von Leistungskomplexen, die aus Haupt- und Nebenleistungen bestehen, bei den Nebenleistungen um eng mit der Hauptleistung verbundene Teilleistungen, die durch die N�he des Leistungsortes oder des Leistungszeitpunktes charakterisiert sind. Die Hauptleistung stellt dabei den eigentlichen Kern dar, w�hrend die Nebenleistung nur nebens�chlich ist, die Hauptleistung wirtschaftlich nur erg�nzt, verbessert oder abrundet und dadurch mit ihr zusammenh�ngt und �blicherweise mit der Hauptleistung vorkommt (vgl. dazu Alois Camenzind, Einheitlichkeit der Leistung im Mehrwertsteuerrrecht, in IFF-Forum f�r Steuerrecht 2004, S. 241 ff. insb. Ziff. 3.2 und 6.3 mit Hinweisen und die dort zusammengefasste Judikatur; sowie Jean-Marc Rivier/Annie Rochat Pauchard, Droit fiscal suisse, La taxe sur la valeur ajout�e, Fribourg 2000, S. 37).
Liegt weder eine Gesamtleistung noch eine Haupt- und Nebenleistung vor, so handelt es sich um mehrere selbst�ndige Leistungen, die mehrwertsteuerrechtlich getrennt zu behandeln sind. Zivilrechtlich selbst�ndige Leistungen sind dann auch mehrwertsteuerrechtlich als Mehrheit von selbst�ndigen Leistungen zu betrachten (vgl. Urteil 2A.452/2003 vom 4. M�rz 2004, E. 3.1). Dies ergibt sich entweder aufgrund von ausdr�cklichen Gesetzesbestimmungen (z.B. Art. 18 Ziff. 11 MWSTG f�r gastgewerbliche Leistungen im Zusammenhang mit Ums�tzen im Bereich der Erziehung) oder aus dem Fehlen der f�r eine Haupt- oder Nebenleistung im Sinne von Art. 36 Abs. 4 MWSTG erforderlichen Einheit.
Sind in einem Leistungskomplex Lieferungen und/oder Dienstleistungen enthalten, so richtet sich deren einheitliche Behandlung nach dem wirtschaftlichen Kerngehalt der gesamthaften Leistung. Bei der Umsetzung des Einheitlichkeitsgrundsatzes verlangt Art. 36 Abs. 4 MWSTG die Anwendung einer wirtschaftlichen Betrachtungsweise, mit der Folge, dass diese der zivilrechtlichen vorgeht (vgl. Urteile 2A.452/2003 vom 4. M�rz 2004, E. 3.1; 2A.520/2003 vom 29. Juni 2004, E. 10.1 und Urteil 2A.567/2006 vom 25. April 2007, E. 4.3, je mit Hinweisen).
2.3 Die einheitliche Ankn�pfung aufgrund des Grundsatzes der Einheit der Leistungen ist vor allem f�r die Bestimmung des Ortes von steuerbaren Ums�tzen von Bedeutung, gelten doch f�r Lieferungen, Dienstleistungen und den Eigenverbrauch unterschiedliche Ortsbestimmungen (Art. 13, 14 und 15 MWSTG).
Als Ort einer Dienstleistung gilt grunds�tzlich der Ort, an dem der Dienstleistende seinen Gesch�ftssitz oder eine Betriebsst�tte hat, von wo aus die Dienstleistung erbracht wird (Art. 14 Abs. 1 MWSTG; Erbringerortspinzip). Die Abweichungen von dieser Regel ergeben sich aus Art. 14 Abs. 2 und 3 MWSTG, wo der Gesetzgeber f�r verschiedene im Detail umschriebene Tatbest�nde mit Bezug auf den Ort solcher Leistungen anders ankn�pft (z.B. f�r Managementleistungen am Empf�ngerortsprinzip [Art. 14 Abs. 3 lit. c. MWSTG] oder f�r Bef�rderungsleistungen am Land, wo sich die zur�ckgelegte Strecke befindet [Art. 14 Abs. 2 lit. b MWSTG]).
2.4 Die Schweiz ist zwar als Nichtmitglied nicht an die Rechtsprechung der Europ�ischen Union gebunden. Deren Gesetzgebung und Gerichtspraxis k�nnen aber dennoch f�r die Beurteilung von Mehrwertsteuerfragen in der Schweiz herangezogen werden. Das Bundesgericht hat erkannt, dass die Umsatzsteuer-Richtlinien der Europ�ischen Gemeinschaft und die Umsatzsteuerrechte ihrer Mitgliedstaaten eine nicht zu vernachl�ssigende Erkenntnisquelle und Interpretationshilfe darstellen k�nnen (BGE 124 II 193 E. 6a, S. 203 f.). Dies ist allerdings nur dann der Fall, wenn der schweizerische Gesetzgeber nicht bewusst von der EU-Regelung abweicht, wie dies z.B. f�r den Lieferbegriff (Art. 6 Abs. 2 MWSTG) zutrifft.
Im Gegensatz zur Schweiz kennt die 6. EG-Richtlinie keine ausdr�ckliche Norm, die den Einheitsgrundsatz gesetzlich verankert. Lehre und Rechtsprechung leiten diesen vielmehr aus Art. 2 Abs. 1 der 6. EG-Richtlinie (vgl. Hermann-Josef Tehler in Wolfram Reiss/J�rg Kraeusel/Michael Langer, Kommentar zum Umsatzsteuergesetz, Bd. 1, Rz. 234) bzw. aus den entsprechenden nationalen Bestimmungen ab, wonach jede Leistung grunds�tzlich als selbst�ndige Leistung zu betrachten ist (vgl. z.B. f�r Deutschland Axel Leonard in: Johann Bunjes/Reinhold Geist, Kommentar zum Umsatzsteuergesetz, 8. Aufl., M�nchen 2005, Rz. 5 und 85 zu � 3, oder f�r �sterreich hans Georg Ruppe, Kommentar zum Umsatzsteuergesetz, 3. Aufl., � 30 ff.).
2.5 Die bis zum 30. Juni 2006 geltende Praxis der Eidgen�ssischen Steuerverwaltung ist in der Branchenbrosch�re Nr. 11, Luftverkehr (SR 610.540-11), ausf�hrlich behandelt und dargestellt. Es wird festgehalten, dass als "Aircraft Management das Verwalten und Betreiben von Luftfahrzeugen gilt, die einer anderen Person/Firma bzw. einem anderen Eigent�mer geh�ren. Um den Vertrag mit dem Eigent�mer erf�llen zu k�nnen, bezieht die Aircraft Management Firma (Halter) f�r den Betrieb und die Verwaltung des Luftfahrzeuges Leistungen von Dritten oder erbringt sie mit eigenen Mitteln. Bei den von Dritten bezogenen Leistungen kann es sich um Lieferungen (z.B. Bezug von Treibstoffen, Catering, Wartungs- und Reparaturleistungen usw.) oder um Dienstleistungen im In- oder Ausland handeln. Die von Dritten bezogenen und die selbst erbrachten Leistungen (inkl. Management-Fees) werden dem Eigent�mer in Rechnung gestellt" (vgl. Brosch�re Ziff. 3.1.). Die Eidgen�ssische Steuerverwaltung geht davon aus, dass die Gesamtleistung aus dem Aircraft-Management-Vertrag mit Bezug auf die Leistungen des Halters an den Eigent�mer als ein unteilbares Dienstleistungspaket zu betrachten ist und als Ort dieser Dienstleistung der Ort gilt, an dem die dienstleistende Person den Sitz ihrer wirtschaftlichen T�tigkeit oder eine Betriebsst�tte hat, von wo aus die Dienstleistung erbracht wird (Art. 14 Abs. 1 MWSTG; Erbringerortsprinzip; vgl. Brosch�re Ziff. 3.2.1). Liegt der Ort der Dienstleistung im Inland, so werden solche Dienstleistungen zum Normalsatz steuerbar.
Auf den 1. Juli 2006 wurde durch den Bundesrat mit Art. 1a der Verordnung vom 29. M�rz 2000 zum Bundesgesetz �ber die Mehrwertsteuer (MWSTGV; SR 641.201) eine Praxis�nderung eingef�hrt. Damit werden die Aircraft-Management-Leistungen neuerdings Art. 14 Abs. 3 MWSTG, d.h. dem Empf�ngerortsprinzip, unterstellt. Demnach gilt als Ort solcher Leistungen der Ort, an dem der Empf�nger den Sitz seiner wirtschaftlichen T�tigkeit oder eine Betriebsst�tte hat, f�r welche diese Leistungen erbracht werden.
2.6 Aufgrund der im vorinstanzlichen Verfahren und im Verfahren vor Bundesgericht ins Recht gelegten Unterlagen kann zur Verwaltungspraxis einzelner L�nder der Europ�ischen Union folgendes festgestellt werden:
a) In Frankreich nimmt die Praxis eine Gesamtleistung an, behandelt die Aircraft-Management-Leistungen im Gegensatz zur Schweiz jedoch als Bef�rderungsleistungen.
b) Ebenso qualifizieren die britischen Steuerbeh�rden die Aircraft-Management-Leistungen als Gesamtleistung, gehen dann aber im konkreten Falle davon aus, dass die Gesamtleistung �berwiegend im Ausland erbracht wird.
c) Mit Bezug auf die niederl�ndische Verwaltungspraxis f�hrt die Beschwerdef�hrerin aus, dass in Holland die im Rahmen eines Aircraft Managementvertrages erbrachten Leistungen nicht als Gesamtleistung zu betrachten sind, was von der Eidgen�ssischen Steuerverwaltung aufgrund der konkreten Umst�nde bezweifelt wird.
d) F�r Deutschland liegen keine schriftlichen Stellungnahmen vor.
e) In �sterreich wird nach der Antwort des Bundesministeriums f�r Finanzen keine Gesamtleistung angenommen. Die Eidgen�ssische Steuerverwaltung weist freilich darauf hin, dass die Auskunft auf einem anderen Sachverhalt als im vorliegenden Fall basiert.
Zusammenfassend kann festgehalten werden, dass einzelne L�nder die Aircraft-Managementleistungen als Gesamtleistungen betrachten, w�hrend andere m�glicherweise Einzelleistungen annehmen. Die Praxis scheint somit uneinheitlich und bietet keine Entscheidungshilfe.
3.1 Grundlage f�r die Beurteilung des konkreten Falles bilden allein das mit Datum vom 23. Juli 1979 abgeschlossene Service Agreement und die darauf basierende Rechnung. Danach ist davon auszugehen, dass die in der Schweiz ans�ssige Z.________ A.G. - als "Service Agent" der in Washington D.C. domizilierten Y.________ Ltd., als "Operator" und Eigent�merin einer in den USA registrierten Boeing 707-138B - verschiedene im Zusammenhang mit dem Betrieb dieses Flugzeuges stehende vertraglich vereinbarte Leistungen zu erbringen hat. Dazu geh�ren gem�ss Ziffer 1 dieses Vertrages insbesondere folgende von der Vorinstanz genannten Leistungen: Bereitstellung der Besatzung, Unterhalt des Flugzeuges (insbesondere in Basel), Verwalten und Betreiben des Flugzeuges, Routen- und Flugplanung, Koordination der Flugaktivit�ten, Aufrechterhaltung der Flugbereitschaft rund um die Uhr, Kontrolle der Rechnung im Zusammenhang mit eingekauften Dienstleistungen, Einholung von �berflug- und Landeerlaubnissen, Einkauf und Koordination von Abfertigungsleistungen auf den Flugh�fen, Einkauf von Treibstoffen, Bestellung von Cateringleistungen, F�hren von Aufzeichnungen und Statistiken.
Die Beschwerdef�hrerin erh�lt in ihrer Funktion als "Service Agent" eine monatliche Entsch�digung ("flat fee") von Fr. 21'000.-- (Ziff. 2.1 und 2.2 des Vertrages). Daneben werden auch alle Leistungen entsch�digt, welche die Beschwerdef�hrerin f�r die Bereitstellung von Drittleistungen erbringt.
Wie die Vorinstanz zutreffend festh�lt, bezweckt der Vertrag die umfassende Sicherstellung des Betriebes der sich im Eigentum der Y.________ Ltd. befindenden Boeing 707-138B durch die Beschwerdef�hrerin. Als Sicherheit f�r die gesamten anfallenden Kosten wird in Ziffer 2.3 des Vertrages eine Vorauszahlung von Fr. 450'000.-- f�r sechs Monate vereinbart. Mehrwertsteuerlich betrachtet bilden die von der Beschwerdef�hrerin gegen�ber der Y.________ Ltd. erbrachten Leistungen einen Leistungskomplex, der sowohl Gesamtleistungen als auch Haupt- und Nebenleistungen enth�lt, die in Form von Dienstleistungen und Lieferungen, aber auch als Eigenleistungen erbracht werden. Die in diesem Paket vereinbarten Leistungen, welche der Bereitstellung und dem Betrieb des Flugzeuges dienen, geh�ren dabei wirtschaftlich so eng zusammen und greifen gesamthaft so ineinander, dass sie als unteilbares Ganzes erscheinen und demnach auch wirtschaftlich als ein einheitlicher Vorgang im Sinne von Art. 36 Abs. 4 MWSTG zu betrachten sind. Dies gilt ebenfalls f�r die aufgrund des Vertrages erbrachten Nebenleistungen, die mit der Hauptleistung eng verbunden sind, diese wirtschaftlich erg�nzen bzw. abrunden und im Rahmen des gesamten Aircraft-Managements auch �blicherweise so vorkommen.
Muss, wie im vorliegenden Fall, Leistungseinheit angenommen werden, so liegt mehrwertsteuerrechtlich nur eine Leistung vor. Die steuerlichen Folgen richten sich - einheitlich - nach dem wirtschaftlichen Inhalt der Gesamtleistung bzw. der Hauptleistung. Dies gilt sowohl f�r die Frage der Steuerbarkeit und des Steuerortes als auch f�r die Frage des Steuersatzes.
Kerngehalt des vorliegenden Leistungspaketes bildet das Verwalten, Bereithalten und Betreiben der Boing 707-138B in einem einsatzf�higen Zustand. Der aus Sicht der Y.________ Ltd. als Verbraucherin zu beurteilende Leistungskomplex stellt demnach ein einheitlicher wirtschaftlicher Vorgang dar. Er wurde von der Eidgen�ssischen Steuerverwaltung im Sinne der Branchenbrosch�re Nr. 11 daher zu Recht als Aircraft-Managementleistung bzw. als Dienstleistung im Sinne von Art. 7 MWSTG und nicht als eine Mehrheit selbst�ndiger Leistungen behandelt. Daran �ndert auch die geltend gemachte, uneinheitliche Praxis der Europ�ischen Union nichts. Ebenso wenig trifft die Argumentation der Beschwerdef�hrerin zu, wonach zivilrechtlich selbst�ndige Leistungen auch mehrwertsteuerrechtlich als selbst�ndige Leistungen zu betrachten seien.
Was den Ort der Leistung betrifft, so wurde ebenfalls zu Recht auf das Erbringerortsprinzip (Art. 14 Abs. 1 MWSTG) abgestellt, nachdem das besagte Leistungspaket keiner der in Art. 14 Abs. 2 oder 3 MWSTG genannten Leistungen zugeordnet werden kann. Nur am Rande sei erw�hnt, dass Ums�tze aus Aircraft-Management-Leistungen nach dem damals geltenden Artikel 9 der 6. EU-Richtlinie ebenfalls unter das Erbringerortsprinzip fallen.
Anders verh�lt es sich allenfalls seit dem 1. Juli 2006, nachdem auf diesen Zeitpunkt durch den Bundesrat mit der Einf�hrung von Art. 1a MWSTGV bewusst eine Praxis�nderung vorgenommen wurde und Aircraft-Management-Leistungen damit neuerdings dem Empf�ngerortsprinzip nach Art. 14 Abs. 3 MWSTG zugeordnet werden.
3.2 Was die Beschwerdef�hrerin dagegen vorbringt, dringt nicht durch.
Festzuhalten ist, dass hier einzig die auf der vertraglichen Vereinbarung zwischen den Parteien beruhenden Leistungen zu beurteilen sind. Die von der Beschwerdef�hrerin ins Recht gelegten �brigen Vereinbarungen sind daher unbeachtlich. Ebenso wenig bilden Leistungen, die von der Y.________ Ltd. ausserhalb dieses Vertrages direkt von einem Dritten bezogen werden, Gegenstand dieses Verfahrens. Die im massgebenden Aircraft Managementvertrag zwischen den Parteien vereinbarten Leistungen sind umfassend geregelt und wie oben dargelegt als wirtschaftliche Einheit zu betrachten. Aus diesen Gr�nden sind die von der Beschwerdef�hrerin behaupteten Einzelleistungen abzulehnen.
Weder bewiesen noch stichhaltig sind die Argumente der Beschwerdef�hrerin betreffend Mitspracherecht. Daraus will sie ableiten, dass die Verantwortung f�r die Verwaltung und den Einsatz des Flugzeuges nicht in umfassender Weise an sie als Service-Agent �bertragen worden ist und demnach Leistungen individuell bezogen werden konnten. Die vertraglichen Bestimmungen f�hren jedoch zu einer anderen Schlussfolgerung, findet sich doch einzig in Ziff. 4.5 der Vereinbarung ein Mitspracherecht, das sich allerdings auf die Gutheissung oder Abweisung von Termin- und Einsatzpl�nen bezieht. Daneben sprechen auch rein praktische Fragen der Mitspracheabwicklung gegen die Behauptungen der Beschwerdef�hrerin.
Einer n�heren Pr�fung halten auch die weiteren Argumente der Beschwerdef�hrerin, welche von einem Auftragsverh�ltnis ausgehen und zwischen Eigenleistungen, die durch die "Management fee" abgegolten werden, und Drittleistungen unterscheiden, nicht stand. Wesentlich erscheint hier, dass die Aufrechterhaltung der Flugbereitschaft, welche ausdr�cklich Gegenstand der gegenseitigen Vereinbarung bildet, bedingt, dass die Einsatzbereitschaft durch regelm�ssige Wartung und Bereitstellung des erforderlichen Personals sowie der �brigen f�r den Einsatz erforderlichen Massnahmen sichergestellt ist. Dazu geh�rt auch die Bereitstellung und Ausstattung des Flugzeuges mit Flugbenzin, Oel und den �brigen f�r den Flug erforderlichen Betriebsmitteln und Ausr�stungsgegenst�nden (vgl. dazu insb. Ziff. 1.3 lit. a - j des Vertrages vom 23. Juli 1979). Die vertraglichen Vereinbarungen sprechen mithin klar gegen die Vorbringen der Beschwerdef�hrerin.
Unzutreffend sind auch die Ausf�hrungen mit Bezug auf das jederzeitige K�ndigungsrecht, zumal eine solche Klausel im massgebenden Vertrag fehlt.
Nichts zu ihren Gunsten kann die Beschwerdef�hrerin endlich aus dem von ihr zitierten Urteil des Bundesgerichts (2A.520/2003 vom 29. Juni 2004) im Zusammenhang mit den Abrechnungsmodalit�ten f�r das Zurverf�gungstellen einer Gesamtinfrastruktur ableiten. Massgebend waren in diesem Urteil vor allem die rechtliche Ausgestaltung als einfache Gesellschaft und die damit verbundenen Abrechnungsmodalit�ten, die mit dem vorliegenden Sachverhalt nicht vergleichbar sind. Von Einzelleistungen k�nnte gegebenenfalls dann gesprochen werden, wenn die Beschwerdef�hrerin mit ihrem Kunden f�r die betroffene Leistung (z.B. Lieferungen) ein eigenes, konkretes Vertragsverh�ltnis abgeschlossen und nachgewiesen h�tte. Davon aber kann nicht die Rede sein.
4.1 Die Beschwerdef�hrerin macht im weiteren eine Verletzung des Grundsatzes der Wettbewerbsneutralit�t (Art. 1 Abs. 2 MWSTG) und des Bestimmungslandsprinzips geltend.
4.2 Gem�ss Art. 1 MWSTG erhebt der Bund eine allgemeine Verbrauchssteuer, welche den Grunds�tzen der Wettbewerbsneutralit�t mit Anrechnung der Vorsteuer sowie unter Ber�cksichtigung der �berw�lzbarkeit und der Wirtschaftlichkeit der Erhebung zu gen�gen hat. Ein Ausfluss dieses Grundsatzes bildet das Bestimmungslandsprinzip, das die Befreiung der Exporte und Belastung der Importe bzw. die Verlagerung des Orts der Leistung in das Bestimmungsland verlangt. In Rechtsprechung und Lehre ist anerkannt, dass sich die in Art. 1 MWSTG genannten oder daraus abgeleiteten Grunds�tze und Prinzipien prim�r an den Gesetzgeber und die Verwaltung richten, dass daraus aber keine subjektiven Rechte abgeleitet werden k�nnen (vgl. insbes. BGE 125 II 345, Alois Camenzind/Niklaus Honauer/Klaus A. Vallender, a.a.O. Einleitung, Rz. 63 und die dort aufgef�hrte Judikatur).
4.3 Ergibt sich aus den genannten Grunds�tzen kein f�r den Steuerpflichtigen klagbarer Anspruch, ist die Beschwerde in diesem Punkte schon aus diesem Grunde abzuweisen.
5.1 F�r den Fall der Annahme einer Gesamtleistung will die Beschwerdef�hrerin die aufgrund des genannten Vertrages erbrachten Leistungen entweder als Managementleistungen betrachtet wissen, welche gem�ss Art. 14 Abs. 3 MWSTG dem Empf�ngerortsprinzip unterstehen, oder aber als Bef�rderungsleistungen, die gem�ss Art. 19 Abs. 3 MWSTG von der Steuer zu befreien w�ren.
5.2 F�r die in Art. 14 Abs. 3 MWSTG genannten Managementdienstleistungen gilt das Empf�ngerortsprinzip, d.h. als Ort f�r solche Leistungen ist der Ort massgebend, an dem der Empf�nger den Sitz seiner wirtschaftlichen T�tigkeit oder eine Betriebsst�tte hat, f�r welche diese Dienstleistungen erbracht werden. Was unter dem Begriff der Managementleistungen zu verstehen ist, ergibt sich direkt weder aus dem Wortlaut dieser Bestimmungen, noch aus dem Bericht vom 28. August 1996 der Kommission f�r Wirtschaft und Abgaben des Nationalrates zu Art. 13 Abs. 3 E-MWSTG (BBl 1996 V 741). Die Lehre geht davon aus, dass darunter Managementleistungen zu subsumieren sind, die von einer Konzernzentrale f�r die einzelnen Konzernt�chter erbracht werden, wobei dazu unter Bezugnahme auf die Praxis der Eidgen�ssischen Steuerverwaltung u.a die Wahrnehmung von F�hrungsfunktionen und Verwaltungsaufgaben - �berwachung und Koordination der T�tigkeiten oder Interessen innerhalb eines Konzerns, Informationsaustausch, -verschaffung oder -aufarbeitung, Erstellen von Statistiken, Wahrnehmung von Buchhaltungsaufgaben, Entwicklung von Verkaufsf�rderungs- und Marketingprogrammen, Erarbeitung von Marktstudien oder Marktforschung - verstanden werden (vgl. dazu Alois Camenzind, in: mwst.com, Kommentar zum Bundesgesetz �ber die Mehrwertsteuer, Basel 2000, Art. 14 Abs. 3 MWSTG, Rz. 105; Manuel R.V. Vogel, Grenz�berschreitender Dienstleistungs- und Warenverkehr im Lichte der Mehrwertsteuer, Diss. Bern, S. 286); Merkblatt Nr. 06, Merkblatt �ber grenz�berschreitende Dienstleistungen, Ziffer 3.2.5, S. 7 [SR 610.545-06]).
5.3 Bei den von der Beschwerdef�hrerin gegen�ber ihrem Kunden erbrachten Leistungen handelt es sich um solche, die im Zusammenhang mit der Bereitstellung einer flugtauglichen Boeing und deren Betrieb stehen. Selbst bei weiter Auslegung des Begriffs der Managementdienstleistungen fallen die mit dem vorliegenden Vertrag vereinbarten Leistungen nicht unter den Begriff der in Art. 14 Abs. 3 MWSTG genannten Beratungsleistungen, die dort im Vordergrund stehen. Dies ergibt sich auch aus der historischen Auslegung dieses Begriffs, der schon in der Praxis zur Verordnung �ber die Mehrwertsteuer praktisch gleich umschrieben wurde wie nunmehr in der Praxis der Eidgen�ssischen Steuerverwaltung zum Mehrwertsteuergesetz. Er beschr�nkt sich klar auf Konzernleistungen und kann deshalb nicht auf Aircraft-Managementleistungen ausgedehnt werden.
5.4 Gem�ss Art. 19 Abs. 3 MWSTG kann der Bundesrat zur Wahrung der Wettbewerbsneutralit�t Bef�rderungen im grenz�berschreitenden Luft- und Eisenbahnverkehr von der Steuer befreien. In Anwendung dieser Bestimmung wurden gewisse Leistungen im internationalen Luftverkehr von der Steuer befreit (vgl. Art. 6 MWSTGV). Zu den Bef�rderungsleistungen im Sinne von Art. 6 MWSTGV geh�ren die Bef�rderungen im Luftverkehr, bei denen nur der Ankunfts- oder der Abflugsort im Inland liegt (Art. 6 Abs. 1 lit. a MWSTGV), sowie Bef�rderungen im Luftverkehr von einem ausl�ndischen Flughafen zu einem anderen ausl�ndischen Flughafen �ber inl�ndisches Gebiet (Art. 6 Abs. 1 lit. b MWSTGV).
Von einer Bef�rderungsleistung im Sinne der genannten Bestimmungen kann nach der Praxis der Eidgen�ssischen Steuerverwaltung und der Rechtsprechung des Bundesgerichts (vgl. Urteile 2A.726/2004 vom 25. August 2005 E. 4.2, 2A.314/1998 vom 27. Februar 2001 E. 3 f. und 2A.519/1998 vom 24. April 2001 E. 4b) dann gesprochen werden, wenn zwischen einem einzelnen Passagier und einem Luftfahrtunternehmen ein Vertrag �ber den Transport auf einer bestimmten Flugstrecke zustande kommt (vgl. dazu Branchenbrosch�re Nr. 11, Luftverkehr, Ziffer 1). Dies trifft auf jeden Fall f�r den konzessionierten Linienverkehr zu (vgl. Nachtrag zur Branchenbrosch�re Nr. 11, Ziffer 1c).
Im gewerbsm�ssigen Nichtlinienverkehr kann eine Bef�rderung dann vorliegen, wenn
a) ein steuerpflichtiges Unternehmen das Luftfahrzeug als Ganzes oder Teile davon Dritten �berl�sst,
c) und �berdies die folgenden Bedingungen kumulativ erf�llt sind:
bb) Das die Transportleistung anbietende Unternehmen kann mittels geeigneter schriftlicher Unterlagen nachweisen, dass beim Auftraggeber die Bef�rderung im Vordergrund steht und dieser die Kosten des Transports nicht im Rahmen einer kommerziellen T�tigkeit den einzelnen Reisenden in Rechnung stellt.
Dass die aufgrund der bundesgerichtlichen Rechtsprechung von der Eidgen�ssischen Steuerverwaltung im Nachtrag zur Branchenbrosch�re Nr. 11 aufgestellten Bedingungen, insbesondere eine vertragliche Vereinbarung zwischen dem Reisenden und dem Lufttransportunternehmen, erf�llt sind, wird weder behauptet noch nachgewiesen. Eine Subsumption der zur Diskussion stehenden Aircraft-Managementdienstleistungen unter diese Bestimmungen f�llt demnach ausser Betracht. Die Beschwerde ist deshalb auch mit Bezug auf den Eventualantrag abzuweisen.
Die Verwaltungsgerichtsbeschwerde erweist sich damit in allen Teilen als unbegr�ndet und ist abzuweisen. Bei diesem Ausgang sind die Kosten des Verfahrens vor Bundesgericht der Beschwerdef�hrerin aufzuerlegen (Art. 156 Abs. 1 OG). Eine Parteientsch�digung ist nicht geschuldet (Art. 159 Abs. 2 OG).
Dieses Urteil wird der Beschwerdef�hrerin und der Eidgen�ssischen Steuerverwaltung sowie dem Bundesverwaltungsgericht schriftlich mitgeteilt.

References: Art. 7
 Art. 18
 Art. 36
 Art. 36
 Art. 14
 Art. 2
 Art. 1
 Art. 14
 Art. 36
 Art. 7
 Art. 14
 Art. 1
 Art. 14
 Art. 1
 Art. 1
 BGE 
 Art. 14
 Art. 19
 Art. 14
 Art. 13
 Art. 14
 Art. 14
 Art. 19
 Art. 6
 Art. 6