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Timestamp: 2016-10-25 08:41:58+00:00

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6B_1006/2015 � � Urteil vom 4. April 2016
vertreten durch Rechtsanw�ltin Britta Keller,
Vergewaltigung, Freiheitsberaubung usw.; Strafzumessung; station�re Massnahme; willk�rliche Beweisw�rdigung, rechtliches Geh�r; Schadenersatz und Genugtuung,
Beschwerde gegen das Urteil des Obergerichts des Kantons Z�rich, I. Strafkammer, vom 6. Juli 2015.
Das Obergericht des Kantons Z�rich sprach X.________ am 6. Juli 2015 zweitinstanzlich der Vergewaltigung (Anklageziffer 1), der Freiheitsberaubung (Anklageziffer 4), der N�tigung (Anklageziffer 2) und der T�tlichkeiten (Anklageziffer 6) schuldig (Dispositivziffer 1). Vom Vorwurf der mehrfachen Vergewaltigung (Anklageziffer 1) sprach es ihn frei (Dispositivziffer 2). Gleichzeitig stellte es fest, dass der Freispruch vom Vorwurf der Drohung (Anklageziffer 3) in Rechtskraft erwachsen war. Ebenso hielt es die Rechtskraft der erstinstanzlichen Schuldspr�che wegen mehrfacher Drohung (Anklageziffer 5), Entwendung eines Fahrzeugs zum Gebrauch sowie Fahrens ohne Berechtigung (Nebendossier 2) fest. Das Obergericht verurteilte X.________ zu einer Freiheitsstrafe von f�nf Jahren (unter Anrechnung der Untersuchungs- und Sicherheitshaft von 678 Tagen) und zu einer Busse von Fr. 300.-- (Dispositivziffer 3). Die Ersatzfreiheitsstrafe setzte es auf 3 Tage fest (Dispositivziffer 4). Es ordnete eine station�re therapeutische Massnahme unter Aufschub des Vollzugs der Freiheitsstrafe an (Dispositivziffer 5). Dem Grundsatz nach erkl�rte es X.________ aus dem eingeklagten Ereignis f�r schadenersatz- und genugtuungspflichtig. Zur Feststellung des Umfangs dieser Anspr�che verwies es A.________ auf den Zivilweg (Dispositivziffer 6). Das Obergericht best�tigte die erstinstanzliche Kostenauflage (Dispositivziffer 7). Es auferlegte X.________ die Kosten des Berufungsverfahrens (Dispositivziffer 9) und sprach ihm keine Prozessentsch�digung zu (Dispositivziffer 10).
Mit Beschwerde in Strafsachen beantragt X.________, es seien die Dispositivziffern des obergerichtlichen Urteils 1, 3, 4, 5, 6, 7, 9 und 10 aufzuheben. Er sei von den Vorw�rfen der Vergewaltigung (Anklageziffer 1), Freiheitsberaubung (Anklageziffer 4), N�tigung (Anklageziffer 2) und T�tlichkeiten (Ankageziffer 6) freizusprechen und mit einer Freiheitsstrafe von sechs Monaten zu bestrafen. Die Zivilforderung von A.________ sei auf den Zivilweg zu verweisen. Ihm sei f�r die erlittene �berhaft eine angemessene Entsch�digung zuzusprechen. Die Kosten des kantonalen Untersuchungs- und Gerichtsverfahrens seien der (kantonalen) Gerichtskasse aufzuerlegen und ihm sei eine angemessene Parteientsch�digung zuzusprechen. Eventualiter sei das Urteil des Obergerichts betreffend die Dispositivziffern 1, 3, 4, 5, 6, 7, 9 und 10 aufzuheben und die Sache zum Freispruch und zur Neubeurteilung �ber die Strafzumessung, die allf�llige Massnahme, die Zivilforderung, die Haftentsch�digung und die Nebenfolgen an die Vorinstanz zur�ckzuweisen. Der Beschwerde sei in Bezug auf die Zivilanspr�che die aufschiebende Wirkung zu erteilen. F�r das bundesgerichtliche Verfahren ersucht X.________ um Gew�hrung der unentgeltlichen Rechtspflege und Verbeist�ndung.
1.1.�Der Beschwerdef�hrer wirft der Vorinstanz eine offensichtlich unrichtige Sachverhaltsfeststellung und eine willk�rliche Beweisw�rdigung unter Verletzung des Grundsatzes "in dubio pro reo" sowie einen Verstoss gegen die Begr�ndungspflicht vor. Er sei von den Vorw�rfen der Vergewaltigung, Freiheitsberaubung, N�tigung und T�tlichkeiten freizusprechen.
1.2.�Die Vorinstanz gibt zun�chst die Beweisw�rdigung der ersten Instanz wieder, die sich sehr ausf�hrlich mit dem Aussageverhalten und den Aussagen der Beschwerdegegnerin 2 befasst. Die Vorinstanz erachtet diese Erw�gungen zur Glaubhaftigkeit der Aussagen der Beschwerdegegnerin 2 als in allen Teilen zutreffend und �bernimmt sie als eigene. Die Vorinstanz nimmt sodann unter Verweis auf das erstinstanzliche Urteil eine erg�nzende eigene Beweisw�rdigung vor. Sie verneint eine Beeinflussung der Beschwerdegegnerin 2 durch Dritte (Polizei, Frauenhaus, Freund) und schliesst mit einl�sslicher Begr�ndung ein Motiv f�r eine Falschbeschuldigung aus. Sie w�rdigt unter Verweis auf das erstinstanzliche Urteil auch die Aussagen des Beschwerdef�hrers sowie seines Vaters und seiner Schwester, und legt dar, weshalb diese nicht �berzeugten. Die Darstellung der Beschwerdegegnerin 2 k�nne weder durch die Aussagen des Beschwerdef�hrers noch durch jene seines Vaters und seiner Schwester ersch�ttert werden. Es best�nden keine Zweifel daran, dass sich der Sachverhalt, so wie in der Anklageschrift umschrieben, zugetragen habe.
1.3.�Die vorinstanzliche Sachverhaltsfeststellung kann nur ger�gt werden, wenn sie offensichtlich unrichtig ist oder auf einer Rechtsverletzung im Sinne von Art. 95 BGG beruht und wenn die Behebung des Mangels f�r den Ausgang des Verfahrens entscheidend sein kann (Art. 97 Abs. 1 BGG). Offensichtlich unrichtig ist die Feststellung des Sachverhalts, wenn sie willk�rlich ist (BGE 139 II 404 E. 10.1 S. 445 mit Hinweisen; zum Begriff der Willk�r BGE 140 III 16 E. 2.1 S. 18 f.; 139 III 334 E. 3.2.5 S. 339; je mit Hinweisen). Eine entsprechende R�ge muss klar vorgebracht und substanziiert begr�ndet werden. Auf eine rein appellatorische Kritik am angefochtenen Urteil tritt das Bundesgericht nicht ein (vgl. Art. 42 Abs. 2 und Art. 106 Abs. 2 BGG; BGE 141 IV 249 E. 1.3.1 S. 253 mit Hinweisen).
Dem Grundsatz "in dubio pro reo" kommt in der vom Beschwerdef�hrer angerufenen Funktion als Beweisw�rdigungsregel im Verfahren vor Bundesgericht keine �ber das Willk�rverbot von Art. 9 BV hinausgehende selbstst�ndige Bedeutung zu (BGE 138 V 74 E. 7 S. 82 mit Hinweisen).
Aus dem Geh�rsanspruch (Art. 29 Abs. 2 BV und Art. 3 Abs. 2 lit. c StPO) folgt die Verpflichtung der Beh�rde, ihren Entscheid zu begr�nden (vgl. BGE 139 IV 179 E. 2.2; 138 IV 81 E. 2.2; je mit Hinweis).
1.4.�Was der Beschwerdef�hrer vorbringt, vermag Willk�r nicht zu begr�nden. Er zeigt nicht auf, inwiefern die Beweisw�rdigung der Vorinstanz schlechterdings unhaltbar sein k�nnte. Er beschr�nkt sich in weiten Teilen seiner Beschwerdeschrift darauf, seine eigene Sicht darzulegen und vor Bundesgericht zu wiederholen, was er bereits im kantonalen Verfahren vorgetragen hat. Im Rahmen seiner Kritik f�hrt er zahlreiche Einzelpunkte an, die nach seiner Auffassung Anlass f�r eine andere Beurteilung h�tten geben sollen. Namentlich r�gt er die W�rdigung der Glaubw�rdigkeit der Beschwerdegegnerin 2 und ihrer Motivlage sowie die Beurteilung der Glaubhaftigkeit ihrer angeblich durch Beeinflussung verf�lschten Aussagen. Entgegen der Auffassung des Beschwerdef�hrers erscheint das angefochtene Urteil in diesen Punkten indes nicht als schlechterdings unhaltbar.
1.5.�Soweit der Beschwerdef�hrer die personenbezogene Glaubw�rdigkeit der Beschwerdegegnerin 2 infrage zu stellen versucht, vermag er keine Verletzung seiner verfassungsm�ssigen Rechte bei der Beweisw�rdigung aufzuzeigen, umso weniger, als die von ihm genannten Gr�nde keinen Zusammenhang zum Strafverfahren aufweisen und f�r die Beurteilung der Glaubhaftigkeit der Aussagen der Beschwerdegegnerin 2 in Bezug auf die konkreten Anschuldigungen nicht relevant sind. Dass die Beschwerdegegnerin 2 betreffend die Gr�nde f�r das Verlassen des Frauenhauses die Unwahrheit gesagt und sich �berdies geweigert haben soll, "in einem wesentlichen Punkt" Transparenz zu schaffen, trifft so im �brigen nicht zu. Die Vorinstanz musste darauf nicht weiter eingehen. Angesichts des Umstands, dass die Beschwerdegegnerin 2 nur die grunds�tzliche Verpflichtung des Beschwerdef�hrers zu Schadenersatz und Genugtuung beantragte, durfte die Vorinstanz unter Verweis auf die Ausf�hrungen im erstinstanzlichen Urteil geldwerte Motive bei der Anzeigeerstattung ausschliessen (Entscheid, S. 11). Dass und inwiefern diese Erw�gungen unhaltbar sein sollten, ist gest�tzt auf die Vorbringen in der Beschwerde nicht erkennbar.
1.6.�Die Vorinstanz w�rdigt das Aussageverhalten und die Aussagen der Beschwerdegegnerin 2 anl�sslich der drei Befragungen unter Ber�cksichtigung der Einw�nde des Beschwerdef�hrers umfassend (Entscheid, S. 12 ff.). Sie bettet die Schilderungen der Beschwerdegegnerin 2 bei eingehender Pr�fung in einen schl�ssigen Gesamtzusammenhang und verneint eine Tendenz zur Aggravierung betreffend die eingeklagten Sachverhaltskomplexe gem�ss den Anklageziffern 1, 2 und 4 (Vergewaltigung, Freiheitsberaubung und N�tigung) mit einleuchtender Begr�ndung (Entscheid, S. 17 ff.). In Bezug auf die angegebene Dauer des Geschlechtsverkehrs stellt sie nachvollziehbar auf die gef�hlte Zeitspanne ab (Entscheid, S. 18 f.). Die vom Beschwerdef�hrer geltend gemachten angeblichen Widerspr�che in den Aussagen der Beschwerdegegnerin 2 zu den Anklagekomplexen gem�ss den Anklageziffern 1, 2 und 4 l�st die Vorinstanz ohne Willk�r sachlich auf (Entscheid, S. 17 ff.). Der Beschwerdef�hrer bezeichnet die W�rdigung der Vorinstanz als willk�rlich. Er legt vor Bundesgericht indessen nur dar, wie die Aussagen der Beschwerdegegnerin 2 im Einzelnen richtigerweise zu w�rdigen w�ren, und zeigt insofern eine andere m�gliche Sachverhaltsw�rdigung auf. Im Ergebnis stellt er seine Beweisw�rdigung jener der Vorinstanz gegen�ber. Den Nachweis der Unhaltbarkeit ihrer Erw�gungen bleibt er schuldig. Damit vermag er das vorinstanzliche Beweisergebnis nicht zu ersch�ttern. Dass eine andere L�sung oder W�rdigung auch denkbar erscheint oder gar vorzuziehen w�re, gen�gt praxisgem�ss f�r die Begr�ndung von Willk�r nicht (BGE 138 I 49 E. 7.1 S. 51; 136 III 552 E. 4.2 S. 560; je mit Hinweisen).
1.7.�Die Vorinstanz schliesst mit sachlicher Begr�ndung ein Motiv der Beschwerdegegnerin 2 f�r eine Falschbelastung aus (Entscheid, S. 14 ff.). Sie verneint ebenso plausibel die Beeinflussung der Beschwerdegegnerin 2 durch Dritte (Entscheid, S. 16). Was der Beschwerdef�hrer dagegen einwendet, �berzeugt nicht. Er listet in der Beschwerde auf, was als allenfalls m�gliches Motiv f�r eine Falschbezichtigung in Betracht kommen k�nnte. Er spekuliert, die Beschwerdegegnerin 2 h�tte wegen ihrer Familie einen triftigen Grund gebraucht, um die Aufl�sung des Verl�bnisses zu rechtfertigen. Er weist weiter auf deren aufenthaltsrechtliche Situation hin und mutmasst, Opfer h�uslicher oder sexueller Gewalt w�rden in vielerlei Hinsicht einen besonderen Schutz geniessen. Die Beschwerdegegnerin 2 habe denn auch ein Asylgesuch auf Anraten Dritter gestellt, welches sie offenbar mit erlittener h�uslicher und sexueller Gewalt begr�ndet habe. Die Ausf�hrungen des Beschwerdef�hrers ersch�pfen sich in Unterstellungen und unbelegten Behauptungen, die f�r den Nachweis von Willk�r nicht ausreichen. Ebenfalls nicht erkennbar ist, dass und inwiefern die Beschwerdegegnerin 2, namentlich im Vorfeld der staatsanwaltlichen Befragung, Beeinflussungen durch Dritte (Polizei, Freund, Frauenhaus) ausgesetzt gewesen sein k�nnte, die sich auf ihre Aussagen ausgewirkt haben. Eine suggestive Befragung durch die Polizei ist nicht ersichtlich. Der Beschwerdef�hrer vermag diesen Vorwurf nicht stichhaltig zu begr�nden. Er verkennt, dass die von ihm angef�hrten, angeblich suggestiven Fragestellungen anl�sslich der zweiten polizeilichen Befragung (Fragen 35 und 48) an das in der ersten Einvernahme Gesagte ankn�pfen (vgl. kantonale Akten, act. 7/1, S. 5). Aktenkundig ist, dass anl�sslich der Anzeigeerstattung bei der Polizei ein Vorgespr�ch stattfand, welches nach der willk�rfreien Feststellung der Vorinstanz im Wesentlichen dazu diente, der Beschwerdegegnerin 2 den Ablauf der Befragung zu erl�utern (Entscheid, S. 17 f.). Dass eine Vergewaltigung erst durch entsprechende Beeinflussung der Polizei anl�sslich des Vorgespr�chs inhaltlich �berhaupt zum Thema wurde, durfte die Vorinstanz mangels entsprechender Anhaltspunkte ohne Willk�r ausschliessen.
1.8.�Die Vorinstanz w�rdigt die Aussagen und das Aussageverhalten des Beschwerdef�hrers unter Verweis auf die Ausf�hrungen im erstinstanzlichen Urteil sachlich. Sie gelangt zum Schluss, dessen Aussagen ersch�pften sich in Bezug auf den Kern der Anklagevorw�rfe weitestgehend in einsilbigen Bestreitungen sowie in undifferenziert wirkenden Aussagen. Sie seien gekennzeichnet von den Bem�hungen, sich in einem g�nstigen Licht darzustellen, und wirkten einge�bt und konstruiert (Entscheid, S. 19 ff.). Die Kritik des Beschwerdef�hrers ist nicht geeignet, die vorinstanzliche W�rdigung als willk�rlich erscheinen zu lassen. Es trifft nicht zu, dass die Vorinstanz �bersehen hat, dass er den Vergewaltigungsvorwurf bestritten und angegeben hat, nur einvernehmlichen Geschlechtsverkehr mit der Beschwerdegegnerin 2 gehabt zu haben (vgl. Entscheid, S. 19 f.). Im �brigen ist nicht ersichtlich, inwiefern seine angeblich bescheidenen intellektuellen F�higkeiten in Bezug auf die Frage der Glaubhaftigkeit seiner Aussagen relevant sein k�nnten.
1.9.�Die vorinstanzliche Beweisw�rdigung h�lt vor der Verfassung stand. Die Vorinstanz zeigt unter Verweis auf die Ausf�hrungen im erstinstanzlichen Urteil nachvollziehbar auf, weshalb sie zum Schluss gelangt, der Sachverhalt habe sich so, wie in der Anklageschrift umschrieben, zugetragen. Der Beschwerdef�hrer bringt nichts vor, was das Beweisergebnis in Frage stellen k�nnte. Die Vorinstanz durfte erhebliche Zweifel an seiner Schuld verneinen. Der Grundsatz "in dubio pro reo" als Beweisw�rdigungsregel ist nicht verletzt. Nicht ersichtlich ist, inwiefern die Vorinstanz gegen die aus dem Anspruch auf rechtliches Geh�r abgeleitete Begr�ndungspflicht (Art. 29 Abs. 2 BV; Art. 81 Abs. 3 lit. a StPO) verstossen haben k�nnte. Dass sie sich nicht explizit mit allen Vorbringen befasst, die der Beschwerdef�hrer vor ihr vorgetragen hat, f�hrt weder zu einer Verletzung des rechtlichen Geh�rs noch des Willk�rverbots. Die Gerichte k�nnen sich auf die entscheidrelevanten Punkte beschr�nken (vgl. BGE 136 I 184 E. 2.2.1). F�r die rechtliche W�rdigung des willk�rfrei als erstellt beurteilten Anklagesachverhalts verweist die Vorinstanz im �brigen auf die Erw�gungen der ersten Instanz. Sie macht diese damit zu ihrer eigenen. Sie beschr�nkt sich dabei nicht auf eine blosse Verweisung, sondern begr�ndet ihr Urteil bez�glich der Schuldspr�che der Vergewaltigung und N�tigung auch mit eigenen Erw�gungen. Das vorinstanzliche Vorgehen ist mit Blick auf Art. 82 Abs. 4 StPO unter Ber�cksichtigung der bundesgerichtlichen Rechtsprechung (vgl. BGE 141 IV 244 E. 1.2) nicht zu beanstanden.
2.1.�Der Beschwerdef�hrer wendet sich gegen die Anordnung der station�ren therapeutischen Massnahme nach Art. 59 StGB. Das psychiatrische Gutachten vom 30. April 2014 basiere mangels Exploration ausschliesslich auf den Akten. Die vorhandenen psychiatrischen Vorgutachten seien indes mindestens rund neun Jahre alt, wobei bereits das Gutachten aus dem Jahre 2006 ein Aktengutachten darstelle. Einzige aktuelle Unterlage bilde der F�hrungsbericht des Gef�ngnisses Dielsdorf vom 28. M�rz 2014. Die j�ngsten Akten des Justizvollzugs, insbesondere der Schlussbericht der Bew�hrungs- und Vollzugsdienste des Kantons Z�rich vom 8. M�rz 2013 �ber den Verlauf der Bew�hrungshilfe und Weisungskontrolle, h�tten keinen Eingang in das Gutachten gefunden. Die Anordnung der Massnahme beruhe mithin auf einer rechtsfehlerhaften Grundlage. Davon abgesehen erweise sich die Massnahme mit Blick auf die verbleibenden Schuldspr�che als unverh�ltnism�ssig (Beschwerde, S. 16 f.).
2.2.�Eine Massnahme ist anzuordnen, wenn eine Strafe allein nicht geeignet ist, der Gefahr weiterer Straftaten des T�ters zu begegnen, ein Behandlungsbed�rfnis des T�ters besteht oder die �ffentliche Sicherheit dies erfordert und die Voraussetzungen der Artikel 59 - 61, 63 oder 64 erf�llt sind (Art. 56 Abs. 1 StGB).
Nach Art. 59 Abs. 1 StGB ist f�r die Anordnung einer station�ren therapeutischen Massnahme erforderlich, dass der T�ter psychisch schwer gest�rt ist, sein Verbrechen oder Vergehen im Zusammenhang mit seiner psychischen St�rung steht und zu erwarten ist, dadurch lasse sich der Gefahr weiterer mit seiner St�rung in Zusammenhang stehender Taten begegnen.
Das Gericht st�tzt sich bei seinem Entscheid �ber die Anordnung einer Massnahme auf eine sachverst�ndige Begutachtung, die sich u.a. �ber die Notwendigkeit und die Erfolgsaussichten einer Behandlung des T�ters, die Art und die Wahrscheinlichkeit weiterer m�glicher Straftaten und die M�glichkeiten des Vollzugs der Massnahme �ussert (Art. 56 Abs. 3 StGB; BGE 134 IV 315 E. 4.3.1 S. 326).
2.3.�Die Vorinstanz st�tzt die Anordnung der station�ren therapeutischen Massnahme nach Art. 59 StGB auf das psychiatrische Gutachten vom 30. April 2014. Der Beschwerdef�hrer hat sich einer pers�nlichen Untersuchung durch den Sachverst�ndigen widersetzt und eine Mitwirkung an der Begutachtung verweigert (Gespr�chsabbruch nach 10 Minuten; vgl. kantonale Akten, act. 18/12, psychiatrisches Gutachten vom 30. April 2014, S. 56, 61). Beim Gutachten vom 30. April 2014 handelt es sich mithin um ein Aktengutachten. Grunds�tzlich k�nnen psychiatrische Gutachten nur bei pers�nlicher Untersuchung des Probanden fachgerecht erstattet werden. Aktengutachten m�ssen die Ausnahme darstellen. Ein Aktengutachten kommt in Frage, wenn �ber den zu begutachtenden T�ter bereits ein oder mehrere Gutachten erstattet worden sind, die �berdies j�ngeren Datums sein m�ssen, und wenn sich die Grundlagen der Begutachtung nicht wesentlich ge�ndert haben (nach wie vor gleiches Krankheitsbild). Ein Aktengutachten kommt auch in Betracht, wenn der Proband nicht oder nur schwer erreichbar ist oder sich einer Begutachtung verweigert. Ob sich ein Aktengutachten verantworten l�sst, hat in erster Linie der psychiatrische Sachverst�ndige zu beurteilen (BGE 127 I 54 E. 2 f.; Urteil 6B_93/2015 vom 19. Mai 2015 E. 5.2 mit weiteren Hinweisen).
2.4.�Der angefragte Sachverst�ndige erachtet eine psychiatrische Begutachtung nach Aktenlage als schwierig, nicht aber als unm�glich. Die Berichte und Befunde der Voruntersuchungen w�rden im Zusammenspiel mit dem weiteren Aktenmaterial eine ausreichende Beurteilungsgrundlage liefern (vgl. kantonale Akten, act. 18/12, psychiatrisches Gutachten vom 30. April 2014, S. 56). Der Sachverst�ndige st�tzt sich bei seiner Beurteilung auf die Strafakten der Staatsanwaltschaft Z�rich inkl. relevante Vollzugsakten, auf die Akten der Jugendanwaltschaft Z�rich, auf das psychiatrische Gutachten vom 5. Mai 2005 unter Einschluss der Erg�nzungen vom 23. Mai und 4. Dezember 2006 sowie auf das kinder- und jugendpsychiatrische Gutachten aus dem Jahre 2003/4 einschliesslich psychologisches Erg�nzungsgutachten. Es handelt sich dabei nicht nur um Unterlagen/Informationen �lteren Datums, die vorwiegend die Zeit des Beschwerdef�hrers als jungen Erwachsenen sowie Jugendlichen betreffen, sondern auch um solche j�ngeren und mittleren Datums (vgl. F�hrungsbericht des Gef�ngnisses Dielsdorf vom 28. M�rz 2014; Protokoll des Bezirksgerichts Z�rich vom 25. Januar 2011; Einvernahme des Beschwerdef�hrers anl�sslich der bezirksgerichtlichen Hauptverhandlung vom 22. M�rz 2011; Zeugeneinvernahmeprotokolle aus dem Jahr 2011; Sozialbericht des Justizvollzugs des Kantons Z�rich vom 26. Mai 2010 etc.). Damit haben auch aktuelle Entwicklungen Eingang in das Gutachten gefunden. Die Vorinstanz durfte unter diesen Umst�nden ohne Bundesrechtsverletzung auf das die relevanten Verh�ltnisse umfassend w�rdigende Aktengutachten abstellen. Von einer unvollst�ndigen oder rechtsfehlerhaften Grundlage kann keine Rede sein. Das Gutachten spricht sich zu allen entscheidrelevanten Fragen betreffend Art. 59 StGB klar und schl�ssig aus. Es bildet eine rechtsgen�gende Beurteilungsgrundlage im Sinne von Art. 56 Abs. 3 StGB.
2.5.�Die Vorinstanz befasst sich im Rahmen der Anordnung der station�ren therapeutischen Massnahme gem�ss Art. 59 StGB mit den massgebenden Gesichtspunkten. Dass und inwiefern die Massnahmeanordnung unverh�ltnism�ssig sein sollte, ist mit Blick auf die Schwere und die Anzahl der Anlasstaten nicht ersichtlich. Nach dem Gutachten zeigt der psychisch schwer gest�rte Beschwerdef�hrer zahlreiche Risikomerkmale f�r die Begehung weiterer, auch schwerwiegender Delikte. Mit hoher Wahrscheinlichkeit seien �hnlich gelagerte Straftaten wie die vorgeworfenen zu erwarten. Es bestehe ein hohes Risiko f�r Gewalt- und sexuelle Gewaltdelikte mit Gef�hrdung insbesondere des famili�ren Nahbereichs oder enger Kontaktpersonen. Eine Besserung der Kriminalprognose durch eine ambulante Behandlung sei aus psychiatrischer Sicht nicht realistisch. Die bisher erfolgten vollzugsbegleitenden Behandlungsversuche h�tten bei der Schwere der Erkrankung des Beschwerdef�hrers zu kurz gegriffen. Die Vorinstanz h�lt gest�tzt auf die gutachterliche Beurteilung alleine eine station�re Massnahme nach Art. 59 StGB f�r sinnvoll und angezeigt. Eine ambulante Behandlung im Sinne von Art. 63 StGB schliesst sie hingegen als nicht ausreichend aus. Die vorinstanzliche Auffassung ist nicht zu beanstanden. Der Beschwerdef�hrer wurde bereits mehrfach verurteilt. Die angeordneten ambulanten Behandlungen erwiesen sich jeweils nicht als nachhaltig. Dass es ihm gelang, sich nach der bedingten Entlassung aus dem Strafvollzug am 1. Februar 2012 w�hrend der Dauer der Probezeit zu bew�hren und ihm eine gute Compliance im ambulanten Setting attestiert wurde (vgl. kantonale Akten, act. 57a, Schlussbericht der Bew�hrungs- und Vollzugsdienste des Kantons Z�rich vom 8. M�rz 2013), f�hrt zu keinem andern Ergebnis, zumal er bereits kurz nach Ablauf der Probezeit wieder (teilweise einschl�gig) straff�llig wurde (Entscheid, S. 34). Es kann auf die zutreffenden Erw�gungen im angefochtenen Entscheid verwiesen werden.
Die Antr�ge, es sei eine Freiheitsstrafe von sechs Monaten auszuf�llen und der Beschwerdef�hrer sei wegen �berhaft zu entsch�digen, werden einzig mit den beantragten Freispr�chen begr�ndet. Dasselbe gilt f�r den Antrag betreffend die Zivilforderung. Da es bei den Verurteilungen bleibt, ist darauf nicht weiter einzugehen.
Die Beschwerde ist abzuweisen, soweit darauf eingetreten werden kann. Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege ist infolge Aussichtslosigkeit abzuweisen (Art. 64 Abs. 1 und 2 BGG). Der finanziellen Lage des Beschwerdef�hrers ist bei der Festsetzung der Gerichtskosten Rechnung zu tragen (Art. 65 Abs. 2 BGG). Mit dem Entscheid in der Sache wird das Gesuch um aufschiebende Wirkung gegenstandslos.
Die Kosten von Fr. 1'600.-- werden dem Beschwerdef�hrer auferlegt.

References: in dubio
 Art. 95
 BGE 
 Art. 42
 Art. 106
 BGE 
in dubio
 Art. 9
 Art. 3
 BGE 
in dubio
 Art. 81
 BGE 
 Art. 82
 BGE 
 Art. 59
 Art. 59
 BGE 
 Art. 59
 Art. 59
 Art. 56
 Art. 59
 Art. 59
 Art. 63