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Timestamp: 2016-10-27 09:14:35+00:00

Document:
8C_825/2011 (11.04.2012)
8C_825/2011 {T 0/2}
Der 1966 geborene, seit August 1997 als Fenster- und T�rmonteur bei der Firma E._______ AG sowie ab August 2008 als Hilfssanit�r bei der Firma M.________, Heizung Sanit�r, t�tige C.________ meldete sich am 4. Oktober 2006 unter Hinweis auf seit November 2004 (Lungenresektion) bzw. Juni 2006 (operative Behandlung eines Blasentumors und einer Nierenzyste) bestehende gesundheitliche Probleme bei der Invalidenversicherung zum Leistungsbezug an. Die IV-Stelle des Kantons Z�rich kl�rte die Verh�ltnisse in der Folge insbesondere in medizinischer und beruflich-erwerblicher Hinsicht ab. Gest�tzt darauf lehnte sie die Ausrichtung von Rentenleistungen mangels anspruchsbegr�ndender Invalidit�t ab (Vorbescheid vom 24. Januar 2008, Verf�gung vom 1. Juli 2009).
Die dagegen erhobene Beschwerde hiess das Sozialversicherungsgericht des Kantons Z�rich mit Entscheid vom 31. August 2011 teilweise gut und hob den angefochtenen Einspracheentscheid (recte: Verf�gung) vom 1. Juli 2009 mit der Feststellung auf, dass dem Versicherten f�r die Zeit vom 1. Juni 2006 bis 31. Mai 2007 eine ganze Invalidenrente zustehe.
C.________ l�sst Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten f�hren und beantragen, in Aufhebung des vorinstanzlichen Entscheids sei ihm auch �ber den 31. Mai 2007 hinaus eine angemessene Invalidenrente zu gew�hren.
Der Sachverhalt verwirklichte sich teilweise vor dem Inkrafttreten der 5. IV-Revision am 1. Januar 2008. Die Vorinstanz erkannte richtig, dass praxisgem�ss bis 31. Dezember 2007 auf die damals geltenden Bestimmungen und danach auf die neuen Normen der 5. IV-Revision abzustellen ist (BGE 130 V 445 E. 1 S. 446 f.). Da die Revision bez�glich der - in casu strittigen - Invalidit�tsbemessung nach der Einkommensvergleichsmethode (Art. 16 ATSG; Art. 28 Abs. 2 IVG in der bis 31. Dezember 2007 g�ltig gewesenen und Art. 28a Abs. 1 IVG in der seitherigen Fassung) jedoch keine substanziellen �nderungen gebracht hat, gilt weiterhin die zur altrechtlichen Regelung ergangene Rechtsprechung (Urteil 8C_546/2011 vom 14. November 2011 E. 2 mit Hinweisen).
Nach der unbestritten gebliebenen Darstellung des kantonalen Gerichts sieht sich der Beschwerdef�hrer auf Grund der Folgen der im November 2004 durchgef�hrten Oberlappenresektion der Lunge ausserstande, seine bisherige T�tigkeit als Baumonteur weiterzuf�hren; zumutbar sind ihm indessen noch k�rperlich leichte bis mittelschwere Verrichtungen (ohne Heben und Tragen von schweren Lasten) im Umfang von 100 %. F�r das Referenzjahr 2005 wurde angesichts dieser Verh�ltnisse in Gegen�berstellung der Vergleichseinkommen (Einkommen, welches der Beschwerdef�hrer ohne gesundheitliche Beeintr�chtigungen bei der vormaligen Arbeitgeberin, der Firma E._______ AG, zu erzielen vermocht h�tte [Valideneinkommen; Fr. 71'281.30]; Einkommen, das der Versicherte nach Massgabe der vom Bundesamt f�r Statistik periodisch herausgegebenen Schweizerischen Lohnstrukturerhebung [LSE] trotz Gesundheitssch�digung zumutbarerweise noch h�tte erwirtschaften k�nnen [Invalideneinkommen; Fr. 51'987.20]), ein Invalidit�tsgrad von 27 % ermittelt. Zu keinen Beanstandungen gef�hrt hat sodann auch die vorinstanzliche Feststellung, wonach im Anschluss an die ab 22. Juni 2006 durchgef�hrte Behandlung des Blasentumors und einer Nierenzyste bis zum 19. Februar 2007 jegliche Arbeitst�tigkeit ausgeschlossen war und dem Beschwerdef�hrer f�r diesen Zeitraum (bzw. bis Ende Mai 2007; vgl. Art. 88a Abs. 1 IVV) daher eine ganze Invalidenrente zuzusprechen ist. Hinsichtlich der Zeitspanne ab 20. Februar 2007 wurde im angefochtenen Entscheid schliesslich - ebenfalls unstreitig - erwogen, dass eine leidensadaptierte Arbeitst�tigkeit wiederum im vorangegangenen Ausmass aus�bbar sei. Darauf ist letztinstanzlich abzustellen (vgl. E. 1 hievor).
4.1 Uneinig sind sich die Verfahrensbeteiligten infolge der auf August 2008 aufgenommenen neuen beruflichen Besch�ftigung des Versicherten als Hilfssanit�r jedoch bez�glich des ab diesem Zeitpunkt massgeblichen Invalideneinkommens: W�hrend Vorinstanz und Beschwerdegegnerin weiterhin von tabellarischen Ans�tzen ausgehen, votiert der Beschwerdef�hrer f�r die Zugrundelegung des im Rahmen seines aktuellen Arbeitsverh�ltnisses erzielten Jahreslohnes (von Fr. 42'600.-).
4.2.1 Bei der Ermittlung des Invalideneinkommens ist prim�r von der beruflich-erwerblichen Situation auszugehen, in welcher die betroffene Person konkret steht. Allerdings bildet der von ihr nach Eintritt der Invalidit�t tats�chlich erzielte Verdienst f�r sich allein betrachtet grunds�tzlich kein gen�gendes Kriterium f�r die Bestimmung der Erwerbsunf�higkeit und damit des Invalidit�tsgrades. Das Mass der tats�chlichen Erwerbseinbusse stimmt mit dem Umfang der Invalidit�t vielmehr nur dann �berein, wenn - kumulativ - besonders stabile Arbeitsverh�ltnisse eine Bezugnahme auf den allgemeinen Arbeitsmarkt praktisch er�brigen, die versicherte Person eine T�tigkeit aus�bt, bei der anzunehmen ist, dass sie die ihr verbliebene Arbeitsf�higkeit in zumutbarer Weise voll aussch�pft, und wenn das Einkommen aus der Arbeitsleistung als angemessen und nicht als Soziallohn erscheint (vgl. BGE 135 V 297 E. 5.2 S. 301 mit Hinweisen; Urteil 8C_90/2011 vom 8. August 2011 E. 5.2; Ulrich Meyer, Rechtsprechung des Bundesgerichts zum IVG, 2. Aufl. 2010, S. 308 f.).
4.2.2 Auf der beruflich-erwerblichen Stufe der Invalidit�tsbemessung charakterisieren sich die gesetzlichen und rechtsprechungsgem�ssen Regeln �ber die Durchf�hrung des Einkommensvergleichs als Rechtsfragen (BGE 130 V 343 E. 3.4 S. 348 f.; 128 V 29 E. 1 S. 30 f.; 104 V 135 E. 2a und b S. 136 f.). W�hrend es sich bei der Feststellung der beiden hypothetischen Vergleichseinkommen um eine Tatfrage handelt, soweit sie auf konkreter Beweisw�rdigung beruht, geht es um die Beurteilung einer Rechtsfrage, wenn sich der Entscheid nach der allgemeinen Lebenserfahrung richtet. Letzteres betrifft etwa die Fragen, ob Tabellenl�hne anwendbar sind und, bejahendenfalls, welches die gem�ss LSE relevante Tabelle ist (BGE 132 V 393 E. 3.3 S. 399; Urteil 8C_255/2007 vom 12. Juni 2008 E. 1.2, nicht publ. in: BGE 134 V 322, aber in: SVR 2008 IV Nr. 59 S. 191).
4.3.1 Das kantonale Gericht hat die rechtsprechungsgem�ssen Voraussetzungen f�r eine Gleichsetzung des Invalideneinkommens mit dem tats�chlich erzielten Verdienst verneint. Dies im Wesentlichen unter Hinweis auf das erst seit August 2008 bestehende - und folglich jedenfalls im massgeblichen Zeitpunkt des Verf�gungserlasses nicht als besonders stabil zu bezeichnende - Arbeitsverh�ltnis bei der im Sanit�rbereich t�tigen Firma M.________ sowie den Umstand, dass der Beschwerdef�hrer seine aus pulmonaler Sicht im Rahmen k�rperlich leichter Besch�ftigungen uneingeschr�nkte Arbeitsf�higkeit im neuen, physisch anspruchsvollen beruflichen Umfeld nicht optimal verwerte. Da dem Versicherten eine breite Palette an besser entl�hnten Verweisungst�tigkeiten (in Form von leichten Hilfs-, Kontroll- und �berwachungsfunktionen) offenstehe, sei f�r die Ermittlung des Invalidenlohnes auf statistische Durchschnittsl�hne abzustellen.
4.3.2 Dem vermag der Beschwerdef�hrer letztinstanzlich nichts Grundlegendes entgegenzusetzen. Namentlich kann in der Begr�ndung der Vorinstanz, wonach das ab August 2008 erzielte Einkommen nicht als massgebendes Invalidenkommen herangezogen werden k�nne, da einerseits im Zeitpunkt des Verf�gungserlasses (vom 1. Juli 2009) noch kein besonders stabiles Arbeitsverh�ltnis vorgelegen habe und anderseits die T�tigkeit bei der Firma M.________ - wiewohl ein vorbeh�ltlich des gesundheitlichen Anforderungsprofils zwar grunds�tzlich geeignetes Einsatzgebiet darstellend - nicht die bestm�gliche Verwertung der verbliebenen Arbeitsf�higkeit gew�hrleiste, keine Bundesrechtsverletzung erblickt werden. Vielmehr besteht, wie dies im angefochtenen Entscheid einl�sslich dargelegt wurde, kein Raum f�r das Abstellen auf das tats�chlich erzielte Einkommen, wenn mit der zumutbaren Aussch�pfung des noch vorhandenen Leistungspotenzials eine Rente zu vermeiden w�re. Der relevante ausgeglichene Arbeitsmarkt (vgl. dazu BGE 134 V 64 E. 4.2.1 S. 70 f. mit Hinweis) bietet zahlreiche Optionen, insbesondere auch leichtere Besch�ftigungen, an, die im vorliegenden Fall behinderungsbedingt in Frage k�men. Es sprechen weder das Alter (im Verf�gungszeitpunkt 43-j�hrig) noch andere Faktoren dagegen, dass der Beschwerdef�hrer seiner Schadenminderungspflicht nachkommt und ein rentenausschliessendes Einkommen erzielt.
4.4 Da keine weitergehenden Einwendungen gegen das gest�tzt auf lohnstatistische Angaben erhobene Invalideneinkommen vorgebracht werden, hat es bei der vorinstanzlich in Ber�cksichtigung von Art. 88a Abs. 1 IVV auf Ende Mai 2007 festgelegten Aufhebung der ganzen Rente sein Bewenden.

References: in casu
 Art. 28
 Art. 28
 Art. 88
 BGE 
 BGE 
 BGE 
 Art. 88