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Timestamp: 2020-07-11 13:27:52+00:00

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015-2014 Dekanatssynodalordnung (DSO) - Kirchenrecht Online-Nachschlagewerk
015-2014 Dekanatssynodalordnung (DSO)
Dekanatssynodalordnung (DSO)
(ABl. 2014 S. 3)
( 1 ) Das Dekanat hat den in Artikel 17 der Kirchenordnung2# beschriebenen Auftrag.
( 1 ) 1 Dekanate können durch die Kirchenleitung neu gebildet, verändert, aufgehoben, geteilt oder zusammengelegt werden, wenn die betroffenen Dekanatssynoden dies beschließen. 2 Die Kirchenleitung kann den Dekanaten empfehlen, in Verhandlungen über eine Neuordnung einzutreten und Neuordnungsvorschläge unterbreiten. 3 Können Dekanate sich nicht einigen oder lehnen sie Neuordnungsvorschläge der Kirchenleitung ab, beschließt hierüber die Kirchensynode. 4 Die entsprechende Urkunde ist im Amtsblatt zu veröffentlichen. 5 Werden Dekanatsgrenzen durch Veränderung von Kirchengemeindegrenzen verändert, so ist nach § 4 der Kirchengemeindeordnung3# zu verfahren.
( 1 ) Zur Erprobung neuer Organisations- und Arbeitsformen auf der Ebene der Dekanate kann für die Dauer von längstens sechs Jahren von den Vorschriften der Artikel 18, 19 und 21 bis 29 der Kirchenordnung4# abgewichen werden.
( 2 ) 1 Eine Erprobung neuer Organisations- und Arbeitsformen, die die Kirchengemeinde- und Dekanatsebene verbindet, ist zulässig. 2 In diesem Fall kann längstens für die Dauer von sechs Jahren von den Vorschriften der Artikel 13, 14 sowie 18, 19 und 21 bis 29 der Kirchenordnung5# abgewichen werden.
( 1 ) 1 Die Dekanatssynode sorgt nach Artikel 21 Absatz 3 der Kirchenordnung6# dafür, dass der Auftrag der Kirche in der Region erfüllt wird. 2 Die Dekanatssynode hat die in Artikel 22 der Kirchenordnung7# genannten Aufgaben. 3 Sie ist das maßgebende Organ der Leitung und entscheidet über alle wichtigen Angelegenheiten des Dekanats.
den Erwerb, die Veräußerung oder Belastung von Grundstücken und
( 3 ) Beschlüsse, die die Dekanatssynode im Rahmen ihrer Zuständigkeit und der gesamtkirchlichen Ordnungen fasst, sind für die Kirchengemeinden des Dekanats vorbehaltlich des Artikels 12 Absatz 4 der Kirchenordnung8# verbindlich.
( 1 ) Die Dekanatssynode trägt nach Artikel 21 Absatz 2 der Kirchenordnung9# Verantwortung für die Zusammenarbeit der Kirchengemeinden untereinander und mit den kirchlichen Einrichtungen und Diensten.
( 1 ) 1 Die Amtszeit der Dekanatssynode beginnt am 1. Januar des auf die Kirchenvorstandswahl folgenden Jahres. 2 Die neugewählten Mitglieder der Dekanatssynode werden in einem Gottesdienst von Pröpstin oder Propst, Dekanin oder Dekan in ihr Amt eingeführt und legen dabei das Versprechen nach Artikel 20 Absatz 2 der Kirchenordnung10# ab.
( 2 ) 1 Weitere Mitglieder der Dekanatssynode treten ihr Amt mit dem Nachrücken oder nach der Berufung oder Nachwahl an. 2 Sie legen bei ihrem Eintritt in die Synode das Versprechen nach Artikel 20 Absatz 2 der Kirchenordnung11# ab.
( 1 ) Die Wahl der Gemeindemitglieder sowie der Pfarrerinnen und Pfarrer oder Pfarrvikarinnen und Pfarrvikare in die Dekanatssynode bestimmt sich nach Artikel 19 der Kirchenordnung12# und den Regelungen der Dekanatssynodalwahlordnung.
( 3 ) Die berufenen Mitglieder müssen die Bedingungen der Wählbarkeit gemäß § 3 der Dekanatssynodalwahlordnung13# erfüllen.
( 1 ) 1 Verliert ein Mitglied der Dekanatssynode die Voraussetzung der Wählbarkeit nach § 3 der Dekanatssynodalwahlordnung14#, so scheidet es aus der Dekanatssynode aus. 2 Gleiches gilt für gewählte Gemeindemitglieder und deren Stellvertretungen mit dem Ausscheiden aus ihrer Kirchengemeinde und für in die Dekanatssynode gewählte Pfarrerinnen und Pfarrer sowie deren Stellvertretungen mit dem Wegfall ihres Dienstauftrags im Dekanat.
( 3 ) 1 Scheidet eine gewählte Pfarrerin oder ein gewählter Pfarrer aus, rückt das stellvertretende Mitglied nach, ohne dass es einer Nachwahl bedarf. 2 Ist das stellvertretende Mitglied ausgeschieden oder nachgerückt, ist für den Rest der Amtszeit ein neues stellvertretendes Mitglied gemäß § 6 DSWO15# zu wählen.
1 Die Mitglieder der Dekanatssynode sind nach Artikel 6 Absatz 3 der Kirchenordnung16# verpflichtet, über Angelegenheiten der Seelsorge und über sonstige Gegenstände, die ihrer Natur nach vertraulich sind oder als vertraulich erklärt werden, Stillschweigen zu wahren. 2 Die Mitglieder sind hierauf durch die Sitzungsleiterin oder den Sitzungsleiter zu Beginn ihrer Mitgliedschaft in der Dekanatssynode hinzuweisen. 3 Die Verschwiegenheitspflicht gilt auch für solche Personen, die zu den Beratungen der Dekanatssynode hinzugezogen worden sind.
( 2 ) 1 Die Ausschüsse sowie die Beauftragten sind der Dekanatssynode berichtspflichtig. 2 Ihre Arbeitsweise kann von der Dekanatssynode durch eine Geschäftsordnung geregelt werden. 3 Die Mitglieder des Dekanatssynodalvorstands sind berechtigt, an den Sitzungen der Ausschüsse mit beratender Stimme teilzunehmen.
( 2 ) Über die in Artikel 25 Absatz 2 der Kirchenordnung17# festgelegten Aufgaben hinaus, hat der Dekanatssynodalvorstand vor allem folgende Aufgaben:
bei der Errichtung, Veränderung und Aufhebung von Pfarr- und Pfarrvikarstellen bei Kirchengemeinden und beim Dekanat mitzuwirken;
( 1 ) Der Dekanatssynodalvorstand führt nach Artikel 25 Absatz 2 der Kirchenordnung18# die Aufsicht über den Dienst der Kirchengemeinden.
( 2 ) Der Dekanatssynodalvorstand hat über die in Artikel 25 Absatz 2 der Kirchenordnung19# geregelten Aufgaben hinaus vor allem folgende Aufgaben:
Kirchenvorstandsmitgliedern nach § 51 Absatz 2 der Kirchengemeindeordnung20# ihr Amt abzuerkennen;
( 4 ) Entscheidungen, die der Dekanatssynodalvorstand auf Grund kirchengesetzlicher Bestimmungen über Einsprüche oder in Angelegenheiten des § 51 der Kirchengemeindeordnung21# trifft, sind schriftlich zu begründen und soweit Beschwerde zulässig ist, mit einer Rechtsmittelbelehrung zu versehen.
( 1 ) Die oder der Vorsitzende des Dekanatssynodalvorstands ist für die Führung der laufenden Geschäfte der Dekanatsverwaltung verantwortlich, unbeschadet des Aufgabenbereichs der Dekanin oder des Dekans nach Artikel 28 Absatz 1 und 2 der Kirchenordnung22#.
( 2 ) 1 Die oder der Vorsitzende ist für die Vorbereitung und Durchführung der Sitzungen des Dekanatssynodalvorstands, für die Ausführung der Beschlüsse und die ordnungsgemäße Übergabe der Geschäfte zum Ende seiner oder ihrer Amtszeit verantwortlich. 2 Die Regelungen der Kirchlichen Haushaltsordnung23# bleiben unberührt.
( 1 ) 1 Der Dekanatssynodalvorstand regelt die Wahrnehmung seiner Aufgaben durch eine Geschäftsordnung, soweit dies nicht durch Dekanatssatzung geregelt wird. 2 Eine solche Dekanatssatzung bedarf einer Zweidrittelmehrheit der abgegebenen Stimmen.
( 1 ) 1 Die Kirchenleitung führt nach Artikel 47 Absatz 1 Nummer 12 der Kirchenordnung24# die Aufsicht über die Dekanate. 2 Dies geschieht durch Beratung, Begleitung und Empfehlung sowie durch Aufsichtsmaßnahmen und soll die Verbundenheit mit der Kirche fördern und die Kirche, das Dekanat und die jeweiligen Kirchengemeinden vor Schaden bewahren.
( 6 ) Die Kirchenleitung kann durch Rechtsverordnung die Genehmigungsbefugnisse nach Absatz 2 ganz oder teilweise übertragen.
( 1 ) Wenn ein Dekanatssynodalvorstand infolge der Vorschrift des § 10 beschlussunfähig wird, entscheidet an seiner Stelle die Kirchenleitung.

References: § 4
 § 3
 § 3
 § 6
 § 51
 § 51
 § 10