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Timestamp: 2017-07-21 02:39:34+00:00

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Arbeit-Wirtschaft-Technik - ppt herunterladen
Veröffentlicht von:Helga Kohl
Präsentation zum Thema: "Arbeit-Wirtschaft-Technik"— Präsentation transkript:
Arbeit-Wirtschaft-TechnikGlobalisierung
Lehrplanübersicht LP 10.1 Berufe mit dem mittleren SchulabschlussLP 10.3 Struktur und Entwicklung des regionalen Wirtschaftsraumes LP 10.4 Die Aktienbörse LP 10.5 Wirtschaft ohne Grenzen? LP Bürgerliches Recht und Öffentliches Recht
10.1 Berufe mit dem mittleren SchulabschlussWege in den Beruf Erweiterter Stellenmarkt
Quelle: http://www. km. bayern
Die Berufliche Oberschule Bayern (BOB)Unter dem Dach der Beruflichen Oberschule sind die Schularten Fachoberschule (FOS) und Berufsoberschule (BOS) seit dem Schuljahr 2008/2009 vereinigt. Die Berufliche Oberschule baut auf einem mittleren Schulabschluss auf und vermittelt Allgemeinbildung, Fachtheorie und fachpraktische Bildung unter Einbeziehung berufspraktischer Erfahrungen.
Zielsetzung der BOB Zielgruppe der BOBDie Berufliche Oberschule bereitet auf ein Studium vor. Folgende Abschlüsse können erworben werden: • Fachabitur  Fachhochschulreife (allgemein) • Abitur  fachgebundene Hochschulreife oder allgemeine Hochschulreife beim Nachweis der notwendigen Kenntnisse in einer zweiten Fremdsprache Zielgruppe der BOB Die Berufliche Oberschule ist die richtige Wahl für Bewerberinnen und Bewerber • mit dem Abschluss der Realschule, Wirtschaftsschule, Hauptschule (M-Zug) oder 10. Klasse des Gymnasiums, und/oder • mit einer Berufsausbildung bzw. mehrjährigen Berufserfahrung. Die Interessenten müssen in den für ein späteres Studium besonders wichtigen Fächern Deutsch, Englisch und Mathematik insgesamt zumindest befriedigende Vorkenntnisse mitbringen und Spaß am Lernen haben. Erwartet werden – neben einer hohen Lernmotivation – Ausdauer und die Bereitschaft, gemeinsam mit anderen zu arbeiten.
Brückenangebote vor Eintritt in die BOBDie Berufliche Oberschule bietet je nach schulischer und beruflicher Vorbildung eigene Kurse und Klassen als Übergangshilfe. Vorkurs FOS (ohne Berufsausbildung) Für wen? Schülerinnen und Schüler der · Hauptschule (M-Zug) · Wirtschaftsschule (H-Zweig/2-stufig) Was? Unterricht in Deutsch, Englisch, Mathematik je 2 Stunden pro Woche Wann? · 2. Halbjahr der 10. Klasse · nachmittags oder samstags Ziel · Heranführung an das Niveau der 11. Klasse
Ausbildungsrichtungen der BOBAn der Beruflichen Oberschule wird der Unterricht in folgenden Ausbildungsrichtungen angeboten: T W S A G Technik Wirtschaft Sozialwesen Agrarwirtschaft Gestaltung Mittlerer Schulabschluss Beim Eintritt in die 11. Jahrgangsstufe ist die Wahl der Ausbildungsrichtung freigestellt. Folgende Überlegungen können bei der Wahl der Ausbildungsrichtung hilfreich sein: • Welche notwendigen Fähigkeiten und Neigungen habe ich? • Welches Studien- bzw. Berufsziel verfolge ich? Für die Aufnahme in die Ausbildungsrichtung Gestaltung müssen die bildnerisch-praktischen Fähigkeiten in einer unmittelbar vorausgehenden Aufnahmeprüfung nachgewiesen werden.
Schlüsselqualifikationen für die Arbeitswelt
Lifelong learning – Qualifikation, Mobilität, FlexibilitätWeiterbildung nach der Facharbeiter- /Gesellenprüfung bedeutet Wissensstandard weiter entwickeln Wissensstand an die neue Arbeitswelt - Technik, Arbeitsverfahren anpassen höhere Verantwortung übernehmen  Selbstwert und Einkommen steigern Arbeitsplatzsicherung Berufliche Mobilität  Bereitschaft zum Wohnortwechsel Bereitschaft für neue Aufgaben, auch in einem neuem Beruf oder Betrieb Berufliche Flexibilität:  Anpassungsfähigkeit an neue Aufgaben  Arbeitszeitflexibilität
Veränderte berufliche AnforderungenGeringere körperliche, höhere geistige Belastung Neue organisatorische Strukturen Neue Technologien, neue berufliche Inhalte Forderungen der Betriebe Lernfähigkeit, Transferfähigkeit Eigeninitiative Erkennen der Grenzen des eigenen Könnens Entscheidungsfähigkeit Teamfähigkeit Systematisches, analytisches Vorgehen an Stelle planlosen Probierens Selbständige Arbeitsplanung Verantwortungsgefühl Positive Grundeinstellung zur Arbeit
Vorbereitung auf ein VorstellungsgesprächMit welchen Fragen muss man rechnen? Persönliches Wie verbringen Sie Ihre Freizeit? Sind Sie im Verein oder in einer Jugendgruppe aktiv? Ihre Noten in den Fächern „xy“ sind nicht besonders gut. Haben Sie dafür eine Erklärung? Betrieb Wie kam es dazu, dass Sie sich bei uns bewerben? Was wissen Sie über unseren Betrieb? Beruf Was interessiert Sie besonders an diesem Beruf? Welche Erfahrungen bringen Sie für diesen Beruf mit? Können Sie sich vorstellen, dass der Beruf auch Nachteile oder Belastungen mit sich bringt? Sicher haben Sie sich noch über andere Berufe informiert? Bewerber/ innen werden natürlich beurteilt? Körperhaltung, Bewegung Sitzhaltung Blickkontakt Händedruck Auftreten Höflichkeit Werden Höflichkeitsformeln einhalten verwendet (Gruß, Bitte, Dank,Abschied, Platzangebot abwarten)? Nennt er/sie den Namen des Gesprächspartners? Wirkt er/sie freundlich und offen? Sprache, Stimme Formuliert er/sie ganze Sätze? Spricht er/sie klar und verständlich? Informationsgehalt des Gesprächs Sind die Antworten aussagekräftig? Sind die Fragen passend? Ist die Reihenfolge taktisch klug? Wird auch Kritikfähigkeit signalisiert Wird Positives und Negatives erwähnt? Werden Ideen eingebracht? Wird sachlich argumentiert? Spricht der Bewerber in Ich-Form?
Bewerber/ innen werden natürlich beurteilt?Körperhaltung, Bewegung Sitzhaltung Blickkontakt Händedruck Auftreten Höflichkeit Werden Höflichkeitsformeln einhalten verwendet (Gruß, Bitte, Dank,Abschied, Platzangebot abwarten)? Nennt er/sie den Namen des Gesprächspartners? Wirkt er/sie freundlich und offen? Sprache, Stimme Formuliert er/sie ganze Sätze? Spricht er/sie klar und verständlich? Informationsgehalt des Gesprächs Sind die Antworten aussagekräftig? Sind die Fragen passend? Ist die Reihenfolge taktisch klug? Wird auch Kritikfähigkeit signalisiert Wird Positives und Negatives erwähnt? Werden Ideen eingebracht? Wird sachlich argumentiert? Spricht der Bewerber in Ich-Form?
Arbeitsmarktpolitik in der KriseBislang hat die Wirtschaftskrise den deutschen Arbeitsmarkt weniger stark erfasst als in anderen OECD-Ländern. So ist in Deutschland die Arbeitslosenquote zwischen September 2008 und Februar 2009 saisonbereinigt von 7,1 auf 7,4 Prozent gestiegen (nach ILO-Standard). Im OECD-Raum stieg sie im gleichen Zeitraum dagegen von 6,2 auf 7,3 Prozent. Besonders stark betroffen waren die USA und Japan sowie in Europa Irland und Spanien. Nach der jüngsten OECD-Konjunkturprognose von Ende März wird die Arbeitslosigkeit im OECD-Raum 2010 auf durchschnittlich knapp zehn Prozent steigen. Für Deutschland erwartet die OECD für 2010 einen Anstieg der Arbeitslosigkeit auf 11,8 Prozent. Besonders junge Menschen, Migranten, gering Qualifizierte, Ältere sowie Zeitarbeiter werden die Last der höheren Arbeitslosigkeit zu tragen haben. Arbeitsmarktpolitik kann und soll bei der Bewältigung von Arbeitslosigkeit helfen. Dazu zählen finanzielle Unterstützung, die Ausweitung von Kurzarbeiterregelungen um Entlassungen zu vermeiden, aber auch aktivierende Maßnahmen um Arbeitslosen bei der Jobsuche oder Weiterqualifizierung zu helfen.
10.3 Struktur und Entwicklung des regionalen WirtschaftsraumesDer regionale Wirtschaftsraum und seine Infrastruktur Maßnahmen zur Verbesserung der Wirtschaftsstruktur
Was ist ein Wirtschaftsraum?Ein regionaler Wirtschaftsraum ist durch bestimmte wirtschaftliche Strukturmerkmale und funktionale Verflechtungen gekennzeichnet und verfügt über eine Vielzahl von Produktions- und Dienstleistungseinrichtungen. Damit diese Größen kooperieren und kommunizieren können benötigen sie entsprechende Infrastruktur. Infrastruktur hat sich oft historisch entwickelt, wie z. B. Landsberg am Lech – wird aber natürlich auch durch den Menschen fortlaufend gestaltet, wie z. B. Umgehungsstraße Kaufering und Aus- bau der B17 Augsburg – Schongau und den Gewerbegebietsausweitungen. Dadurch werden Ar- beitsplätze, Steuereinnahmen, Bau von Bildungseinrichtungen und dergleichen mehr iniziiert.
Grunddaseinsfunktionen im Wirtschaftsraumarbeiten Raumwirksame Grunddaseinsfaktoren wohnen sich versorgen Infrastruktur nutzen sich erholen in Gemeinschaft leben sich bilden Die Daseinsgrundfunktionen sind grundlegende menschliche Bedürfnisse die Ansprüche an den jeweiligen Lebensraum des Menschen stellen – sie haben großen Einfluss auf den Wirtschaftsraum.
Infrastruktur und WirtschaftsraumAnzahl u. Struktur der Be-schäftigten, Lohnniveau, offene Stellen Freizeiteinrichtungen und Erholungswert Verkehrsnetz, Erreichbarkeit, Pendler Wirtschaftsnahe Infrastruktur Wohnumfeld / -struktur Einkaufsmöglichkeiten Ver- und Entsorgungs- einrichtungen Schulen, Hochschulen, kulturelle Einrichtungen Wirtschaftsförderung, moderne Verwaltung, Steuern u. Abgaben
Produktion - throughputStandortfaktoren entscheiden! Was die Qualität des Standortes ausmacht Mit der Wahl eines bestimmten Standortes legt ein Einzelhändler in der Regel langfristig die Er-folgschancen seines Geschäfts fest. Umso wichtiger ist es, hier eine fundierte Entscheidung zu treffen und alle Faktoren zu berücksichtigen, die einen Einfluss auf die Qualität eines Stand-ortes haben. Man unterscheidet folgende Kategorien von Standortfaktoren : Beschaffung - input Produktion - throughput Absatz - output Grund und Boden, Raum, Betriebseinrichtungen, -anlagen, Arbeitsmarktbedingungen, Materialien - Rohstoffe Energieversorgung, Kredite - regional Fremddienste, Zulieferer, Verkehrsverbindungen, Staatsleistungen, Nachrichtenverbindungen, ökologische Bedingungen, • soziale, politische Bedingungen • geologische Bedingungen, • technologische Bedingungen. Absatzmarkt nähe/ -intensität), • Absatzkontakte/ -mittler, • Konkurrenz (-ferne und -intensität), • staatliche Absatzhilfen, • Verkehrsverbindungen, • Rückstandsbeseitigung.
Existenzgründung - Weg in die SelbstständigkeitEs gibt viele gute Gründe dafür, sich selbständig zu machen: allein entscheiden zu können, frei und unabhängig zu sein, besonderen Erfolg haben zu wollen oder auch nicht arbeitslos zu sein oder zu werden.
Entscheidungsphase Planungsphase UmsetzungsphasePersönliche Voraussetzungen Welche Motivation und Erwartungen setze ich in die eigene Selbständigkeit? Welche persönlichen und fachlichen Voraussetzungen bringe ich mit? Welche finanziellen Mittel stehen mir zur Verfügung? Planungsphase Standortwahl Standortuntersuchung (Kaufkraft, Kaufverhalten, Kundenbedürfnisse, Mitbewerbersituation, Werbungskonzept) Umsatzplanung Finanzplan Kapitalbedarfsplanung Liquiditätsplanung Rentabilitätsplanung Finanzierung Eigenkapital Unterstützung bei der Beschaffung von Fremdkapital (öffentliche Finanzierungshilfen) Umsetzungsphase Investitions- und Finanzbedarfsplanung Angaben der Gründerpersonen Markt- und Standortanalyse Umsatzkonzeption Finanzplanung Fremdkapital (öffentliche Mittel) Eigenkapital
Was ist bei einer Unternehmensgründung zu beachten!
10.5 Wirtschaft ohne GrenzenSicherung des Wirtschaftsstandortes Deutschland Arbeit, Wirtschaft, Technik in europäischer und weltweiter Vernetzung
Sicherung des Standorts DeutschlandRegionen innerhalb eines Landes, Länder in Europa und rund um den Globus stehen im internationalen Ökonomischen Konkurrenzkampf: Qualität der Arbeitskräfte (gute Ausbildung) Produktionskosten Innovationen (neue Erfindungen) technisches know-how Infrastruktur (Strom – Transportwege – Rohstoffe) Steuerpolitik (Staat macht die Steuerpolitik) Investoren (die Geld in die Betriebe stecken9 Ideenreichtum Cluster (Standortverbund) haben entscheidenden Einfluss auf die Entwicklung des Standorts Deutsch- Land.
Standortfaktoren – entscheiden im wirtschaftlichen Wettbewerb
Positive und negative StandortfaktorenVorteile gut entwickeltes Ausbildungssystem hohe Innovationskraft, Forschung und Entwicklung hoher Qualitätsstandard hohe Produktivität liberaler Außenhandel erstklassige Kreditwürdigkeit politische Rechtssicherheit sozialer Friede hohe Kaufkraft hohe Lebensqualität kulturelle Vielfalt Nachteile hohe Steuern hohe Sozialabgaben niedre Wochenarbeitszeiten und Lebensarbeitszeit kurze Maschinenlaufzeiten viele Urlaubs- und Feiertage hohe Energiekosten langwierige Genehmigungsverfahren umfangreiches Arbeits-, Tarifrecht hohe Sozialleistungen große Umweltauflagen geringe Investitionskraft
Standortfaktor SubventionenSubventionen sind staatliche Unterstützungszahlungen oder steuerliche Begünstigungen für Unternehmen, Wirtschaftszweige oder Wirtschaftsgebiete.
Strukturwandel in DeutschlandGegenwärtig finden in Deutschland tiefgreifende Strukturveränderungen statt. Die Qualität von Standorten hängt von wirtschaftlichen, rechtlichen, politischen und gesellschaftlichen Gegebenheiten ab. Zu den Schwächen Deutschlands zählen das hohe Lohnniveau, die relativ kurzen Arbeitszeiten und die hohen Steuersätze. Um die Wettbewerbsfähigkeit zu verbessern, sind jedoch nicht nur politische Refor-men nötig. Für Deutschland sind die Bereiche der Produkt- und Prozessinnovation maßgeblich. So kann Deutschland mit Produkten im Umweltschutz- und Hochtechnologie-bereich wie Medizin-Elektronik und der Biochemie, sowie der Entwicklung neuer Werkstoffe seine Position im Weltmarkt verbessern.
Strukturwandel in Deutschland - DienstleistungenMit der Entwicklung des technischen Fortschritts und der Steigerung der Ar-beitsproduktivität vollziehen sich in der Volkswirtschaft einer Industrienation tiefgreifende Strukturveränderungen. Der Dienstleistungssektor, auch als „tertiärer Sektor“ bezeichnet, gewinnt in den letzten Jahrzehnten zunehmend an Bedeutung. Der Prozess dieser Strukturveränderung ist durch ein er-hebliches Anwachsen der Erwerbstätig-keit im Dienstleistungssektor gekenn-zeichnet. Demgegenüber geht die wirt-schaftliche Bedeutung traditioneller Be-reiche, wie die der Land- und Forstwirt-schaft sowie des Produzierenden Ge-werbes, zurück.
Nachfrageorientierte WirtschaftspolitikLohnerhöhung Senkung der Beiträge zur Sozialversicherung Senkung der Lohn- und Einkommenssteuer Nachfrage der Konsumenten steigt Zusätzliche Arbeitsplätze Zusätzliche Investitionen Produktion nimmt zu
Staatliche Wirtschaftspolitik - ADie Wirtschaftspolitik des Staates beeinflusst die Konjunktur Ausgabenpolitik des Staates Der Staat tritt durch seine Ausgaben für Güter und Dienstleistungen (z. B. Straßenbau) am Markt als Nachfrager auf. Vier Möglichkeiten für staatliche Mehr-Ausgaben bieten sich an: direkte Ausgaben (Käufe von Bedarfsgütern des Staates z. B. Computer, Kläranlagen, Krankenhausgeräte u.ä. Vergabe öffentlicher Aufträge (z. B. für Straßen-/Wohnungsbau, Güter für die Bundeswehr) Subventionen (z. B. für Schiffsbau, Landwirtschaft, Bergbau, Luftfahrtindustrie) Transferleistungen (z. B. bei Kindergeld, Wohngeld, Sozialhilfe) Seine Nachfrage kann der Staat gegenläufig zur privaten Nachfrage gestalten. Er betreibt damit eine antizyklische Finanzpolitik. Im Aufschwung und Boom können durch Kürzung der Staatsausgaben Preissteigerungen verringert oder vermieden werden (restriktive Wirkung). Im Abschwung oder Tiefstand ist die Nachfrage der privaten Haushalte und Unternehmungen zu gering. Eine Erhöhung der Staatsausgaben kann die zu geringe Nachfrage ausgleichen und verhindert Produktionseinschränkungen (expansive Wirkung).
Staatliche Wirtschaftspolitik - BDie Wirtschaftspolitik des Staates beeinflusst die Konjunktur Einnahmenpolitik des Staates Steuern mindern das verfügbare Einkommen und wirken damit unmittelbar auf die gesamt-wirtschaftliche Nachfrage. Je nach Konjunkturlage wirkt das Einkommensteuersystem in der BRD automatisch stabilisierend. Diese automatische Stabilisierung kann durch Veränderungen der Steuersätze verstärkt werden, z. B. durch Senkung bzw. Erhöhung der direkten Steuern (Lohn-, Einkommens-, Körperschaftssteuern) indirekten Steuern (Mehrwertsteuer, sonstige Verbrauchssteuern, Gewerbesteuer). Konjunkturbelebend kann sich auch die Senkung der Sozial- versicherungsbeiträge (Renten-/Krankenversicherung) auswirken. Beeinflussung der privaten Investition Je nach Konjunkturlage kann der Staat Maßnahmen ergreifen, die die Höhe der privaten Investitionen beeinflussen. Beeinflusst wird die Investitionstätigkeit durch die Abschreibungs-möglichkeiten, d. h., inwieweit die Abnutzung der Produktionsanlagen steuersenkend geltend gemacht werden kann.
Angebotsorientierte WirtschaftspolitikSenkung der Unternehmenssteuern Zuschüsse zu Investitionen Förderung von Betriebsgründungen Investitionsbereitschaft der Anbieter steigt Zusätzliche Investitionen Produktion nimmt zu Zusätzliche Arbeitsplätze Nachfrage der Konsumenten steigt
Ziele der WirtschaftspolitikVollbeschäftigung Stabile Preise Schonung der Umwelt Erhaltung der Natur Gerechte Verteilung des Einkommens Wirtschaftswachstum Außenwirt. Gleichgewicht In § 1 des Gesetzes zur Förderung der Stabilität und des Wachstums der Wirtschaft - kurz Stabilitätsgesetz genannt - vom heißt es: "Bund und Länder haben bei ihren wirtschafts- und finanzpolitischen Maßnahmen die Erfordernisse des gesamtwirtschaftlichen Gleichgewichts zu beachten. Die Maßnahmen sind so zu treffen, dass sie im Rahmen der marktwirtschaftlichen Ordnung gleichzeitig zur Stabilität des Preisniveaus, zu einem hohen Beschäftigungsstand und außenwirtschaftlichem Gleichgewicht bei stetigem und angemessenem Wirtschaftswachstum beitragen."
Vollbeschäftigung Von Vollbeschäftigung spricht man, wenn auf Erwerbstätige nicht mehr als 12 Erwerbslose kommen. Die Arbeitslosenquote liegt dann bei 1,2%. Was kann Langzeit-Arbeitslosigkeit für den Einzelnen bedeuten? stark vermindertes Einkommen Ehestreit Schulden Mut- und Hoffnungslosigkeit Langeweile Gefühl der Nutzlosigkeit Mögliche staatliche Maßnahmen gegen Massen-Arbeitslosigkeit: Zuschüsse und Darlehen an Betriebe z.B. für: a) Erweiterung b) Produktions- Umstellung Betriebe erhalten z.B. 50% des Lohns ersetzt, den sie für einen eingestellten Langzeitarbeitslosen zahlen. Betriebe erhalten zinslose Darlehen, wenn Langzeitarbeits-lose eingestellt werden, z.B € 1 Jahr lang je Eingestellten. Umschulung Arbeitsloser Schubladen- programme für die Wirtschaft (Verkehrswege, Schulen u.ä.)
Warenkorb des Statistischen BundesamtesGeldwertstabilität Stabile Preise sind Voraussetzung damit der Wert des Geldes und der Ersparnisse erhalten bleibt. für wirtschaftlichen Wohlstand der Familien und des Staates. Preisentwicklung lässt sich ermitteln Warenkorb des Statistischen Bundesamtes Mtl. Neuberechnung von rd Waren und Dienstleistungen für einen Durchschnittshaushalt Geldwertstabilität ist erreicht bei einer Preissteigerungsrate von 1% und weniger. Kostet der Warenkorb mehr / weniger spricht man von: steigenden fallenden L e b e n s h a l t u n g s k o s t e n Was ist die Ursache für den Verlust der Geldwertstabilität (Preissteigerungen)? Das Verhältnis von Angebot und Nachfrage ist gestört, z. B. wegen fehlendem außenwirtschaftlichen Gleichgewicht.
Ist Wirtschaftswachstum erforderlich?Wirtschaftswachstum ist erforderlich ... um Sozialleistungen wie Arbeits- losengelder, Renten und staat-liche Wirtschaftsprogramme zu finanzieren wenn Modernisierung Arbeits-plätze „wegrationalisiert“ um internationale Wettbewerbs-fähigkeit zu erhalten - ansonsten Produktionsrückgang und stei-gende Arbeitslosenquote. um Investitionen für Technologie, Umweltschutz und Arbeitsplatzer-haltung zu ermöglichen um das außenwirtschaftliche Gleichgewicht zu sichern Ziel staatlicher Wirtschaftspolitik ist ein jährliches Wachstum von 3% des Bruttosozialproduktes BSP Das BSP eines Landes ist der Wert aller produzierten Waren und Dienstleistungen eines Jahres.
Außenwirtschaftliches GleichgewichtAuswirkungen von Bilanzüberschuss und Bilanzdefizit Exportieren die €-Währungsländer mehr als sie importieren, ergibt sich daraus ein „Leistungsbilanzüberschuss“, der als Einkommenssteigerung weitergegeben wird. Die Nachfrage (Konjunktur) wird dadurch „angeheizt“. Dies kann wegen der dadurch im Umlauf befindlichen größeren Geldmenge zu einer Inflation führen. Wichtig: Da aus der BRD auch Geld ins Ausland abfließt, ohne dass dafür Güter ins Land kommen, wird als Ausgleich nominal ein Außenhandelsüberschuss von 1% - 2% angestrebt. Importieren die €-Währungsländer mehr als sie exportieren, ergibt sich daraus ein „Leistungsbilanzdefizit“, das als Einkommensminderung weitergegeben wird. Die Nachfrage wird dadurch abgeschwächt  Stagnation bzw. Rezession
Innovationen – Motor der WirtschaftInnovationen, neue Ideen und Produkte stellen in einer globalisierten Wirtschaft den Motor dar. Um im internationalen Wettbewerb bestehen zu können benötigt eine innovative wachstumorientierte Gesellschaft gut ausgebildete qualifizierte kreative motivierte leistungsbereite Mitarbeiter. Das Innovationsklima in Deutschland ist unter diesen Gesichtspunkten nur durchschnittlich – Abb. Innovationsindikator - weil sich im weltweiten Vergleich weniger Firmen gründen das Interesse an Technologie und Naturwissenschaften im allgemeinen gering ist der Frauenanteil am Innovationsprozess viel zu gering ist sich viel zu wenig Bürger gemeinnützig engagieren
Innovationsindikator - Deutschland
Innovationsprofil - Deutschland
Telearbeit – innovativ und wachstumssicherTelearbeit bedeutet, den Arbeitsplatz im Büro – ganz oder teilweise - mit dem Arbeits-platz am heimischen Computer zu vertauschen. Möglich ist das durch die moderne Kommu-nikationstechnik, mit der Daten digital an fast jeden Ort der Welt übertragen werden können. Mitarbeiter/innen: größere Flexibilität günstig für Familie und Freizeit Unternehmen: kostengünstiger und höhere Produktivität Telearbeit - Vorteile und Nutzen Gesamtwirtschaftlicher Nutzen: attraktive Teilzeitmodelle neue Möglichkeiten für Mittelstand u. Existengründer Ökologische Vorteile: Entlastung der Verkehrswege Verringerung von Schadstoffemissionen
Der „gläserne Mensch“ – Vorsicht!Vernetzte Daten erlauben die Überwachung bzw. das Ausspionieren aller Bürger! Datenschutz ist unverzichtbar Netzwerke regeln Finanztransfers, Logistik und Informationen der Staat seinen Bürgern immer mehr misstraut und deshalb ein immer engeres Überwachungsnetz schafft! viele unserer persönlichen Daten, z. B. aus Kaufverträgen oder anderen Dokumenten in Wirtschaftsauskunftsdateien, z. B. landen bei D.A.V.I.T. (Berliner Wirtschaftsauskunftsdatei) oder der Schufa
Warum fusionieren Unternehmen?Unternehmen erhoffen sich durch Zusammenschlüsse wirtschaftliche Vorteile wie Synergieeffekte, z. B. Ausschöpfung bestimmter Rationalisierungsmaßnahmen, verbesserte Beschaffungs- und/oder Absatzmöglichkeiten. Vorteile stärkere Position im nationalen und internationalen Wettbewerb. kostengünstigere Produktionsmöglichkeiten Einsparungen im Forschungsbereich schnellere Umsetzung des technischen Fortschritts Nachteile u. U. Marktbeherrschung und dadurch: a) Einschränkung des Wettbewerbs b) erhöhte Preise für den Verbraucher Die Gesamtentwicklung einer Firma kann durch einen rückständigen Firmenteil gehemmt werden (siehe BMW – Rover). Horizontaler Zusammenschluss Betriebe der gleichen Produktionsstufe fusionieren, z. B. zwei Stahlwerke Vertikaler Zusammenschluss Erdölfirma – Raffinerie – Tankstellennetz Anorganischer Zusammenschluss Betriebe verschiedener Wirt-schaftszweige fusionieren, z. B. wegen Risikostreuung
Weltwirtschaft Die staatlichen Grenzen sind für das Wirtschaften zu eng geworden. Personen, Güter, Geld und Informationen sind heute global unterwegs. Hauptgründe, die zur weltweiten Arbeitsteilung geführt haben: steigende Bevölkerung mehr Arbeitsplätze braucht mehr Nahrungsmittel zunehmende Güterproduktion mehr Rohstoffe verlangt größere Absatzräume steigende Einkommen höheren Konsum führen zu vermehrte Reisetätigkeit
Was ist GlobalisierungBezeichnung für eine zunehmende internationale Verflechtung der Volkswirtschaften durch grenzüberschreitenden Handel mit Gütern, Dienstleistungen, Kapital und technischem Wissen; sichtbar an der Entwicklung des Welthandels und der Aus-landsinvestitionen. Beide Größen haben seit 1990 weit stärker zugenommen als die Weltproduktion. Chancen und Probleme der Globalisierung: Wachstum des Welthandels bringt Wohlstandsgewinne, da Güter und Dienstleistun-gen dort hergestellt und verkauft werden können, wo dies mit dem günstigsten Preis-Kosten-Verhältnis verbunden ist. Allerdings ist die Verteilung dieser Gewinne insbesondere zwischen Industrie- und Entwicklungsländern umstritten. Darüber hinaus engt Globalisierung die wirt-schafts-, sozial- und umweltpolitische Gestaltungsfreiheit vor allem kleinerer Volks-wirtschaften ein.
„Globalisierte“ WirtschaftsbeziehungenBereiche Voraussetzungen Motive Finanzen Handel Produktion - Technisch nicht machbare Kontrolle von Finanzströmen - Politische Liberalisierung der Finanzmärkte - Abbau von Handelshemmnissen - Öffnung nationaler Märkte für ausländische Unternehmen Weltweite Suche nach: - höchstmöglichem Gewinn - profitablen Absatzmärkten - kostengünstigen und kundennahen Standorten Weitere wichtige Bedingungen für die BRD sind: Qualifizierte und motivierte Arbeitskräfte Eine technisch hochstehende Infrastruktur (Transport, Telekommunikation und ICT) Problem: Die Macht internationaler Konzerne wird durch die Globalisierung enorm ausgeweitet. Staaten können von Konzernen abhängig gemacht werden und die demokratische Machtkontrolle reduzieren.
Wirkungen der GlobalisierungVorteile Förderung des Welthandels Steigerung der Wertschöpfung im Ausland, schafft Arbeitsplätze dort und sichert Arbeitsplätze im Inland schärferer Wettbewerb fördert Technik und Wohlstand auch daheim Globalisierung wirkt preissenkend Durch Fusionen: - starke Produktivitätsgewinne, aber auch - Verlust von Arbeitsplätzen Unterentwickelte Länder kommen an Know-how und können sich weiter entwickeln bei uns: Warenangebot oft billiger Die Kulturen haben vermehrt die Chance, voneinander zu lernen Nachteile Viele Unternehmen versuchen in vielen Ländern dasselbe Produkt zu vermarkten, obwohl unterschiedliche Kulturkreise unterschiedliche Produkte verlangen Globalisierung internationalisiert Fehl-entwicklungen in einzelnen Märkten und Volkswirtschaften Die Globalisierung vergrößert die Schere zwischen Arm und Reich Förderung des Trends zur Gleichförmigkeit und Einheitlichkeit; unterentwickelte Länder könnten dies u. U. als „kapitalistischen Kulturimperialismus“ auslegen und fundamentalistische Gewaltakte fördern Der weltweite Energieaufwand für den Verkehr nimmt dramatisch zu und damit der CO²-Ausstoss
10.4 Die Aktienbörse Die Bedeutung der Aktie für die Wirtschaft und das Unternehmen Aktie als Geldanlagemöglichkeit
Unternehmen und ihre RechtsformenEinzel- unternehmen Gesellschafts- unternehmen Sonder- formen z. B.: Einzelkaufmann Einzelfirma z. B.: Genossenschaft Versicherungsverein Personen-gesellschaften Kapital- gesellschaften Mischformen z. B.: Gesellschaft des bürgerlichen Rechts - GbR Offene Handelsgesellschaft-OHG Kommanditgesellschaft- KG z. B.: AG & Co. KG GmbH & Co. KG z. B.: Aktiengesellschaft - AG Gesellschaft mit beschränkter Haftung - GmbH Kommanditgesellschaft auf Aktien - KGaA
AG - AktiengesellschaftDie Aktiengesellschaft ist die typische Rechtsform für Großunternehmen mit hohem Kapitalbedarf. Die Besitzer der AG sind die Aktionäre Hauptversammlung ist das oberste Gremium - wählt Aufsichtsrat - Genehmigung des Jahresabschlusses - Beschluss der Gewinnverwendung - entscheidet Satzungsänderungen - Entlastung des Vorstandes Aufsichtsrat (Überwachungsorgan des Unternehmens, bestehend aus Vertretern der Anteilseigner und Belegschaft) Vorstand verantwortlich als geschäftsführende Leitung der AG, eingetragen im Handels- register
Was ist eine Aktie Die Aktie ist ein Wertpapier, das ein Anteilsrecht an einer Aktiengesellschaft beurkundet. Aktionäre haften - nur - in Höhe ihrer Einlage! Die Aktie gibt dem Aktionär: - ein Stimm- und Auskunftsrecht in der Hauptversammlung, - einen Anspruch auf Gewinnanteil (Dividende), - die Möglichkeit des Bezugs junger Aktien bei Kapital-erhöhung und - einen Anteil am Liquidationserlös (Barreserven) bei Auflösung der AG. Aktien kauft man über die Bank oder ab 50 Stück direkt beim Makler. Banken und Börsenmakler gewinnen durch ihre Gebühren (Depotgebühr = Aufbewahrungs-gebühr) und Courtage (Maklergebühr).
Merkmale einer Aktie Nennwert ist eine feste Größe und gibt Auskunft über den Anteil am Grundkapital der AG Jedes Aktie ist über die Kennnummer Bestimmbar – ISIN 12stelliger Code (DE – SAP) Kurswert ist der Kaufpreis einer Aktie. Preis regelt sich nach Angebot und Nachfrage Man unterscheidet Zwischen: Namens-, Stamm-,Vorzugs-, Inhaber undBerichtigungsaktien
Grundlagen des AktienhandelsNeuemission Zur Beschaffung von Eigenkapital für Wachstum und Expansion können Aktiengesell-schaften Aktien emittieren (von lat. emittere = ausgeben). Aktien- gesellschaft Geldgeber Banken- konsortium* allmählicher Verkauf Geld (2.) Wertpapiere (1.) Langfristige Anlage im Betrieb des Geldnehmers Liquide Anlage für den Käufer der Aktien Übernahmekurs 98% Verkaufskurs 100% 2% Verdienst Eine Neuemission (Neuausgabe von Aktien) wird entweder mit dem Festpreis- oder dem Bookbuilding-Verfahren am Markt platziert. Aktien-Zeichnung Das ist die Abgabe eines Angebots zum Kauf von Wertpapieren während des Platzierungs-Verfahrens bzw. bei der Neuemission von Aktien. Der Anleger gibt damit eine verbindliche Erklärung zum Kauf der Aktien ab. * Zusammenschluss von mehreren Banken zu einem bestimmten Zweck
Aktienkurs In Aktien investieren heißt ein Risiko auf sich nehmen. Denn die Kurse können sich von einer zur anderen Minute verändern. Doch den Risiken stehen Gewinnchancen gegenüber. Lang-fristig gesehen gehört die Aktie erfahrungsgemäß zu den renditestarken Anlageformen. Der Aktien-Kurs = Preis eines Wertpapiers - wird an der Börse festgesetzt - bei Anleihen in Prozent des Nennwerts - bei Aktien in EURO pro Stück. Der Kurswert eines Wertpapiers hängt ab von: der Sicherheit der Anlage; der Höhe der Zinsen bzw. bei Dividendenpapieren dem voraussichtlichen Gewinn, d. h. von dem Ergebnis des Geschäftsjahres; dem inneren Wert des Unternehmens, besonders von der Höhe der offenen und stillen Rücklagen; der Konjunktur des betreffenden Gewerbezweiges; der allgemeinen Wirtschaftslage und von politischen Ereignissen; der Lage des Geld- und Kapitalmarktes.
Wie funkioniert der AktienhandelsAngebot und Nachfrage an der Börse bestimmen den Kurs einer Aktie – z.B. SAP Aktie von SAP hohe Kurserwartung („billige“ Aktie ) geringe Kurserwartung („teure“ Aktie) Viele wollen die „billigen“ Papiere weniger Aktionäre wollen verkaufen. Wenige wollen die „teuren“ Papiere viele Aktionäre wollen verkaufen - „Kursgewinne mitnehmen“. Preis steigt Preis ohne klare Richtung Gewinne kann der Aktionär erzielen, in dem er Aktien zu einem niedrigen Kurswert einkauft und sie nach Anstieg des Aktienwertes wieder verkauft oder regelmäßig eine Dividende (Gewinnanteil pro Aktie am Jahresüberschuss einer Aktiengesellschaft) erhält. Spekulieren bedeutet Verluste mit einkalkulieren!
Die wirkliche (reale) Verzinsung nennt man Rendite!Aktienanalyse - KGV Kurs-Gewinn-Verhältnis ist eine der wichtigsten Kennzahlen der Aktienanalyse. Der aktuelle Börsenkurs steht im Verhältnis zum Gewinn pro Aktie. (geschätzt) Je größer diese Zahl ist, desto teurer ist die Aktie. Wachstumswerte auf Grund der großen Gewinndynamik haben zumeist ein höheres Kurs-Gewinn-Verhältnis. Vergleiche von verschiedenen Kurs-Gewinn-Verhältnissen machen nur innerhalb einer Branche Sinn, da andere Branchen von Natur aus höhere oder niedrigere Kurs-Gewinn-Verhältnisse haben können. Dividende * 100 Die wirkliche (reale) Verzinsung nennt man Rendite! Renditeberechnung einer Aktie: Aktienkurs Aktienkurse sind ständig in Bewegung. Daher lässt sich mit Aktien auch immer Geld verdienen - oder verlieren!
Kürzel des AktienhandelsSo liest man den Kursteil (Zeitung / Internet) Abkürzung Fachbegriff Erläuterung b bezahlt Zu diesem Kurs wurde die Aktie gehandelt bG Bezahlt Geld bezahlter Kurs; es gab aber weitere Nachfragen G Geld Kein Handel; nur Kaufangebote zu diesem Kurs bB Brief bezahlter Kurs; es gab weitere Angebote B Brief T Taxe Kein Handel; (theoretischer) Preis des Maklers ex Div ex Dividende Kurs nach Abzug der ausbezahlten Dividende ex Bez ex Bezugsrecht Kurs nach Abzug des (gesondert handelbaren) Bezugsrechtes für neue Aktien Anmerkung: Brief = Angebotskurs; Geld = Nachfragekurs
Börsenarten Als Börse bezeichnet man den Markt, an dem es durch Kaufs- und Verkaufsinteressen zu einem Handel von beweglichen Gütern und Wertpapieren kommt. Preise werden dabei als Kurse zumeist fortlaufend neu ermittelt. 1. Effekten- oder auch Wertpapierbörse; 2. Devisenbörse (Währungen); 3. Warenbörse (Produkt- und Warenterminbörse); 4. Spezialbörsen (Metalle, Zucker, Baumwolle, Dienstleistungen). In Deutschland gibt es Präsenzbörsen in Frankfurt, Berlin, Stuttgart, München, Düssel-dorf, Hamburg, Hannover und Bremen. Daneben hat sich im Zuge der Entwicklung von Informations- u. Kommunikationssystemen die Computerbörse als elektronisches Handels-system gebildet - Xetra. An den Wertpapierbörsen werden z. B. Dividendenwerte (Aktien von Industrie, Banken und Versicherungen) sowie festverzinsliche Werte (Staatsanleihen, Kommunalanleihen, Pfandbriefe und Schuldverschreibungen) gehandelt.
Börse - Handelsplatz für WertpapiereDie Wertpapierbörse ist der Marktplatz, an dem Wertpapiere mittels Angebot und Nachfrage gehandelt werden. Dadurch entsteht ein Kurs für jedes Wertpapier, der über den Trend Auskunft gibt, ob er steigt, fällt oder gleichbleibt. Folgende Wertpapiere werden gehandelt : die Aktien, durch deren Erwerb man ein Teilbesitzer einer Aktiengesellschaft wird. die Anleihen, wie z.B. Bundesanleihen Schuldverschreibungen Die große Stärke der Wertpapierbörse liegt darin, dass kleine, private Anleger mit geringen Beträgen ebenfalls am großen Kuchen teilnehmen können. Dadurch ist es möglich, durch viele kleine Beträge trotzdem viel Geld zusammenzubringen, das für große Investitionen gebraucht wird. Die Börse vermittelt die Finanzierung großer Vorhaben. Es entsteht eine win-win-Situation, weil Unternehmen neues Kapital für Investitionen erhalten und kleine Anleger am erwarteten Gewinn teilhaben können.
Angebote der Wertpapierbörse
Börsen-Index Der Börsen-Index- ist eine Kennzahl, mit der man Veränderungen von Kursen oder Preisen beschreibt und einen Vergleich zwischen diesen ermöglicht. - man verwendet als Berechnungsbasis meistens 100. - wichtige Indizes sind z. B. der DAX und der Nemax sowie international der Dow Jones und der Nasdaq Composite. Mit Hilfe der Indizes lässt sich die Entwicklung des Aktienmarktes bewerten. Man kann daran ablesen, ob man mit dem eigenen Engagement erfolgreicher oder weniger erfolgreich war. Bulle oder Bär Symbolfiguren für die Spekulation an der Börse! Entstanden an der New Yorker Wall Street, werden sie heute weltweit verwendet. Der Bulle steht für Hausse (= steigende Kurse, englisch: Bull Market). Der Bär steht für Baisse (= fallende Kurse, englisch: Bear Market).
DAX-Entwicklung Nov. 2008 – April 2009Quelle:
Wie der Handel mit Wertpapieren abläuft!Wer Wertpapiere kaufen oder verkaufen will, muss einer Bank einen entsprechenden Auftrag geben. Der Auftrag kann „limitiert“ (Limit = Preisgrenze) oder „bestens“ erteilt werden. Bei „limitierten Aufträgen“ darf die Bank den vorgeschriebenen Kurs, das Limit, bei Käufen nicht überschreiten, bei Verkäufen nicht unterschreiten. „Bestens-Aufträge“ dagegen sollen zu jedem beliebigen Kurs ausgeführt werden. Börse (Makler) Käufer Verkäufer Bank A Bank B Auftrag Kundengeschäft Händlergeschäft In der Regel führt die Bank den Auftrag als Kommissionär aus, d. h. sie handelt im eigenen Namen, aber für fremde Rechnung. Sie gibt den Auftrag gewöhnlich zur Börse, dem Markt für Effekten (= Wertpapiere), wo sich täglich in der Zeit von bis Uhr die Bankenvertreter (Börsenhändler) treffen, um Geschäfte abzuschließen. Die Bank muss gemäß amtlichem Kursblatt mit ihrem Auftraggeber abrechnen, so dass dieser die Abrechnung kontrollieren kann. Für ihre Bemühungen erhält sie eine Provision; außerdem hat der Kunde die Courtage (Maklergebühr) und die Börsenumsatzsteuer zu bezahlen.
An der Börse gehandelte WertpapiereAktien Anleihen* Wandelschuld- verschreibungen verbriefen Eigentümerrechte verbriefen zunächst Gläubigerrechte, (auch Schuldverschreibungen, Obligationen genannt) verbriefen zunächst Gläubigerrechte, können in Eigentümer- rechte übergehen Inhaber- aktien Namens- aktien je nach Emittent** kann man unterscheiden: öffentliche Anleihen Pfandbriefe Industrie- anleihen Kommunal- obligationen €-Auslands- anleihen (z. B. von Bund, Land, Post, Bahn, Städten) (von Hypotheken-banken) (von großen Unternehmen) (von best. Banken zur Refinan-zierung öffentlicher Kredite) (von ausl. Unternehmen oder Institutionen) * weil vom Publikum Geld geliehen wird ** jemand, der Wertpapiere ausstellt und ausgibt
Wertpapiere mit Ertragvertretbare nicht vertretbare Hypotheken- und Grundschuldbrief Effekten* Gläubigerpapiere Teilhaberpapiere Anleihen - Pfandbriefe - Kommunalobligationen Aktien - Investment - Wandelschuldverschreibungen - Genussscheine - Prämienanleihen * börsenmäßig gehandelte Papiere, die ihrem Inhaber einen Ertrag (Zinsen, Dividende) abwerfen
Was ein Wertpapierkäufer wissen mussAktie Obligation (festverzinsliches Wertpapier) Vorteile Nachteile Vorteile Nachteile - Mögliche Kurs- gewinne - Kaum Währungs-risiko, da es sich um Sachwerte handelt - Mitsprache auf der Hauptversamm-lung bei hohem Kapitalanteil - Mögliche Kursver-luste - Meist geringere Realverzinsung - Kaum Mitsprache auf der Haupt-versammlung bei wenigen Aktien - Möglicher Total-verlust bei Kon-kurs (selten) - Gleichbleibende manchmal ver-gleichsweise ho-he Verzinsung - Risiko sehr gering wegen der hypo-thekarischer Absicherung - Vorteile durch die vorzeitige Auslo-sung bei der Rückzahlung - Kein nennens-werter Kurs- gewinn, eher Kursverluste zu erwarten - In Inflationszeiten ein erhebliches Wertrisiko Hohe Nebenkosten schmälern den Gewinn Beim Kauf und Verkauf von allen Wertpapieren (auch Fondsbeteiligungen) fallen neben dem Preis für das Papier noch weitere Kosten an: entweder eine feste Mindestprovision oder eine anteilige, vom Auftragswert abhängige Provision sowie diverse Makler-Courtagen (direkte Kosten). Daneben sind auch noch Depotentgelte zu berücksichtigen (Folgekosten).
InvestmentzertifikateInvestmentzertifikate sind Anteilscheine an Wertpapierfonds (bündeln Geldanlagen in verschiedenen Aktien, festverzinslichen Wertpapieren etc.), den eine Investmentgesellschaft (= Kapitalanlagegesellschaft) durch Kauf von Aktien bekannter Unternehmen oder auch von festverzinslichen Papieren gebildet hat. - Die Zertifikate werden nicht börsenmäßig gehandelt. - Sie lauten nicht auf einen festen Nennwert, sondern auf einen Anteil oder mehrere Anteile am Fondsvermögen. - Sie kosten bei Ausgabe 5,00 € bis 100,00 € je Anteil. Wer solche Zertifikate erwirbt, ist dadurch am Fondsvermögen und dessen Erträgen beteiligt (Risikomischung). Äußeres der Wertpapiere. Die Wertpapiere bestehen aus: - dem Mantel oder dem Stück; das ist die Urkunde = Aktie oder Anleihe; - dem Dividenden- bzw. Zinsscheinbogen. Dividenden und Zinsen werden gegen Abtrennung eines fälligen Abschnittes ausgezahlt; - dem Erneuerungsschein (Talon). Er ist dem Zinsscheinbogen oder dem Dividenden-scheinbogen angeschlossen.
10.6 Bürgerliches Recht und öffentliches RechtWesentliche Rechtsgrundsätze und Rechtsbereiche Privatrecht - Wesen eines Vertrages und Grundsätze der Vertragsfreiheit Privatrecht – Durchsetzung des Rechts und Anrufung der Gerichte bei Zivilstreitigkeiten Öffentliches Recht – Staatliches Handeln und die Auswirkungen auf Arbeit und Wirtschaft
Von Verhaltensregeln zum RechtRechtsordnung Sie umfasst:  Erlaubnisse  Gebote  Verbote Wirkt auf Tun oder Unterlassen des Menschen Im Allgemeinen erzwingbar. (Ausnahme: Eheschließung!) Sitte: Verhaltensregeln Brauch: Verhaltensformen Wirkt insbesondere auf das Verhalten des Menschen! Sie können nicht erzwungen werden! Moral: allgemeine Normen des Guten Wirkung auf die innere Einstellung des Menschen! Sie kann nicht erzwungen werden (und ist auch nicht kontrollierbar)!
Regeln für das ZusammenlebenVom Sinn des Rechts - „Recht ist der Wille zur Gerechtigkeit“ Gültiges Recht soll Ansprüche und Verpflichtungen, die sich in einer Gesellschaft ergeben, verbindlich und einheitlich regeln. Es soll damit verhindert werden: ein gesellschaftliches und zwischenmenschliches Chaos, dass das Recht des Stärkeren gilt. Arten von Rechtsbeziehungen Rechtsbeziehungen können auftreten in Form von Ansprüchen (z. B. Recht auf Unterhalt, Bildung, Recht auf Leben) Verpflichtungen (z. B. Steuerpflicht, Wahlpflicht, Wehrpflicht u. a.)
Regeln für das ZusammenlebenSoziale Regeln Eine Familie kann sich z. B. Regeln für die Hausarbeit auf-stellen, damit letztere auf alle Familienmitglieder gleicher-maßen verteilt wird. Diese Re-geln sorgen für Gerechtigkeit. Hält sich ein Familienmitglied einmal nicht daran, gibt es Krach. Das Recht ist eine Art sozialer Regel, die sich von anderen Regeln wegen ihrer Durchsetzbarkeit unterscheidet. Menschenrechte Grundgesetz Bundesgesetze Landesverfassung Landesgesetze Landesverordnungen, Satzungen
Unser Rechtssystem Öffentliches Recht Staats- und VerfassungsrechtProzessrecht Strafrecht Verwaltungsrecht Völkerrecht Kirchenrecht Polizeirecht Steuerrecht Beamtenrecht Sozialrecht Verkehrsrecht Wegerecht Wasserrecht Baurecht und andere Rechtsgebiete Privatrecht Bürgerliches Recht Schuldrecht Sachenrecht Familienrecht Erbrecht Handelsrecht Gesellschaftsrecht Aktienrecht Wechsel- und Scheckrecht Urheber- und Erfinderrecht Teile der Gewerbeordnung Arbeitsrecht Wettbewerbsrecht
Zivil- und Öffentliches RechtTeilbereiche des Rechts in Deutschland Das Öffentliche Recht, es regelt gerichtlich das Verhältnis zwischen Bürger und staatlicher Instanz. Das Zivilrecht reguliert Streitigkeiten zwischen Bürger und Bürger, z. B. wegen Auto- oder Lebensmittelkauf. Das Zivilrecht (Privatrecht) regelt die Verhältnisse von Rechtspersonen, die sich als gleichwertige Partner gegen-überstehen (Prinzip der Gleichordnung). Dies trifft z. B. zu, wenn sich beim Autokauf Käufer und Verkäufer als Vertragspartner gegenüberstehen - zwei Personen mit unterschiedlichem privaten Interesse. Sämtliche Rechtsbeziehungen im Zivilrecht dienen der Wahrnehmung und Sicherung privater Interessen, deshalb wird es auch als privates Recht bezeichnet. Instanzenweg Erste Instanz ist das Gericht, das für die erste Be-handlung eines Falles zuständig ist.
Rechtsprechung und GerichtsbarkeitWichtige Merkmale der deutschen Gerichtsbarkeit: Die Rechtsprechung ist unabhängigen Richtern anvertraut. Gerichte sind nur an Recht und Gesetz gebunden. Die meisten Gerichte sind dreistufig aufgebaut. An der Spitze steht jeweils ein Bundesgerichtshof als oberster Gerichtshof. Die Ordentliche Gerichtsbarkeit (z. B. Strafsachen, Zivilsachen, Freiwillige Gerichtsbarkeit) ist als Ausnahme in vier Stufen aufgebaut, in: Amtsgerichte - Landgerichte - Oberlandesgerichte - Bundesgerichtshof Art. 97 Abs. 1 GG: Die Richter sind unabhängig und nur dem Gesetz unterworfen. Durchsetzen lässt sich Recht aufgrund gerichtlicher Ent-scheidungen beispielsweise durch Gerichtsvollzieher oder durch die Polizei.
Wichtige Merkmale der RechtsprechungDie Rechtsprechung (Gericht) schützt und verwirklicht die Rechtsordnung, indem sie Gerechtigkeit walten lässt. Die wesentlichen Merkmale der Gerechtigkeit sind: Gleichheit: Billigung: d. h., alle Menschen werden vor dem Gesetz gleich behandelt. d. h., dass in der Berücksichtigung des Einzel-falles gleichartige Fälle unterschiedlich be-urteilt werden können. Beispiel: Zwei Einbrecher werden unterschied-lich bestraft, weil z. B. der eine schon etliche Vorstrafen hat und der andere bisher noch nie straffällig geworden war. Justitia, römische Göttin der Gerechtigkeit, dargestellt mit Schwert und Waage, später auch mit verbundenen Augen (Zeichen des Urteilens ohne Ansehen der Person).
Aufbau des Gerichtswesens in der BRDBundesverfassungsgericht Verfassungsgerichte der Länder Oberste Gerichtshöfe des Bundes Bundes- gerichtshof Oberlandes- gerichte Land- gerichte Amts- gerichte Ordentliche Gerichtsbarkeit Bundes- arbeitsgericht Landesarbeits- gerichte Arbeits- gerichte Arbeits- gerichtsbarkeit Bundesver- waltungsgericht Oberverwal- tungsgerichte Verwaltungs- gerichte Allgem. Verwal- tungsgerichtsb. Bundes- finanzhof Finanz- gerichtsbarkeit Finanz- gerichte Bundes- sozialgericht Landessozial- gerichte Sozial- gerichte Sozial- gerichtsbarkeit Gerichte der Länder
Wie schützt der Staat den Verbraucher?Die wirtschaftlich Schwächeren werden informiert und geschützt z. B. durch: „Haustürgeschäfts-gesetz“ Verbraucher-informationen (Stiftung Warentest) Gesetz über die Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) Kartellgesetz und Verbot von Preisabsprachen „Preisauszeichnungs-verordnung“ Gesetz über Mess- und Eichwerte „Produkthaftungs-gesetz“ „Verbraucherkredit-gesetz“ Lebensmittelgesetze Gesetze gegen unlauteren Wettbewerb (UWG)
Wie schützt der Staat den Wettbewerb?Niederlassungsfreiheit Freie Berufswahl Konsum- freiheit Freier Wettbewerb Vertrags- freiheit Gewerbefreiheit Marktwirtschaftliche Elemente Das Kartellamt schreitet bei Verstößen gegen das „Gesetz gegen Wettwerbsbeschrän-kungen“ (GWB) ein. Dieses Gesetz wurde 1957 vom Bundestag verabschiedet und verbietet Absprachen über Preise und Mengen an-gebotener Güter zwischen den verschiedenen Unternehmen. Außerdem kontrolliert es den Zusammenschluss von Groß-unternehmen. Interessen- ausgleich aller Beteiligten Sicherung des sozialen Friedens Schutz der Bedürftigen vor den Auswirkungen des unbeschränkten Wettbewerbs größtmögliche Anzahl preiswerter Güter und Dienstleistungen Soziale Elemente
Verstöße in Wettbewerb und Werbung„Wer im geschäftlichen Verkehr zu Zwecken des Wettbewerbs Handlungen vor-nimmt, die gegen die guten Sitten verstoßen, kann auf Unterlassung und Schadens-ersatz in Anspruch genommen werden.“ Typische Verstöße nach dem Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb sind z. B. irreführende Angaben, Schneeballsysteme, Werbung mit mengenmäßig beschränkten Angeboten oder mit Preisgegenüberstellungen, Bestechung, Nachahmung fremder Zeichen usw. Verstöße gegen die guten Sitten sind insbesondere: Kundenfang: Die Entscheidung des Kunden wurde erschlichen, verfälscht oder gekauft z. B. durch: Irreführung (z. B. falsche Angaben über Eigenschaften der Ware) physischen oder psychischen Zwang Verlockung und Ausnutzen von Gefühlen. Marktstörung: Wenn Angebot und Nachfrage durch Marktmacht entschieden wird. Rechtsbruch: Preisunterbietung durch Tarifbruch oder Verletzung sonstiger Arbeitsbedingungen. Vertragsbruch bzw. Schmarotzen an fremder Leistung: z. B. durch Imitation eines Produktes
Verstöße gegen die guten SittenSchneeballsystem Wenn Kunden (oder Mitsprecher) veranlasst werden, andere Abnehmer zu werben, um dadurch besondere Vorteile zu erhalten, z. B. Kaufpreisrückzahlung oder Beratungs-zuschüsse. Auf diese Art schwillt der Kundenkreis lawinenartig an, die Kunden-werbung wird progressiv und der Markt für Konkurrenten enger. lrreführung Man tarnt einen Bestellschein in einem als Geschenkgutschein aufgemachten "Anforderungsscheck". Lockvogelwerbung Man zeigt auf Verkaufsausstellungen einige hochwertige Waren als Anreiz, bietet dann aber tatsächlich billige Ware zu überhöhten Preis an. Überrumpelung Ansprechen von Unfallbeteiligten am Unfallort zwecks Abschlusses eines Reparaturvertrages. Psychischer Zwang (moralischer Kaufzwang) Zum Abholen eines Werbegeschenks muss man sich in das Geschäft begeben; dann Kauf evtl. aus Dankbarkeit oder weil es sonst als peinlich empfunden wird. Wettbewerbswidrig Wenn im Branchenfernsprechbuch mit einem Gutschein geworben wird, der ausgeschnitten werden soll, wodurch die Werbung der Konkurrenz auf der Rückseite wertlos wird.
Vertrags-Recht In einem Vertrag wird von zwei oder mehr Personen festgelegt, welche Verpflichtun-gen sie übernehmen wollen. Von einem gegenseitigem Vertrag spricht man, wenn ein Vertragspartner seine Leis-tung nur erbringt, weil auch der andere Ver-tragspartner seine Verpflichtungen erfüllt (z. B. Kaufvertrag). § 433 BGB „Durch den Kaufvertrag wird der Verkäufer einer Sache verpflichtet, dem Käufer die Sache zu übergeben und das Eigentum an der Sache zu verschaffen.“ „Der Käufer ist verpflichtet, dem Verkäufer den vereinbarten Kaufpreis zu zahlen und die gekaufte Sache abzunehmen.“ § 929 BGB „Zur Übertragung des Eigentums an einer beweglichen Sache ist erforderlich, dass der Eigentümer die Sache dem Erwerber über-gibt und beide darüber einig sind, dass das Eigentum übergehen soll.“ Die Grundsätze des Vertragsrechts sind immer gültig, auch wenn z. B. der Kaufvertrag nicht schriftlich niedergelegt wurde. Ob man an einem Marktstand Gemüse für 6,- € oder in einer Vertragswerkstatt ein gebrauchtes Auto für € kauft - beides ist juristisch ein Kaufvertrag.
Handeln in „Treu und Glauben“Vertragliche Verpflichtungen und Aufgaben Verträge müssen nicht nur gehalten werden, sondern aus den Paragraphen 133, 157 und 242 BGB ergibt sich im gesamten Wirtschafts- und Vertragsbereich die Verpflichtung, nach „Treu und Glauben“ zu handeln. „Treue“ bedeutet, sich einem anderen gegenüber zuverlässig, aufrichtig und rücksichts-voll zu verhalten. „Glauben“ ist das Vertrauen in eine solche Haltung. Auch bei der Erfüllung seiner Verträge und Aufgaben ist der Unternehmer, aber auch der Arbeitnehmer, an diese Wertvorstellungen gebunden. § 157 BGB: Verträge sind so auszulegen, wie „Treu und Glauben“ mit Rücksicht auf die Verkehrssitte es erfordern.
Die Form der RechtsgeschäfteRechtsgeschäfte können grundsätzlich in beliebiger Form abgeschlossen werden: mündlich, schriftlich oder durch schlüssiges Verhalten. Wichtige Verträge sollten aller- dings in Schriftform abgeschlossen werden (Beweismittel). Für manche wichtige Rechts-geschäfte besteht Formzwang, sonst ist das betreffende Rechtsgeschäft nichtig. Form der Rechtsgeschäfte grundsätzlich formlos Schriftform Jede Partei muss unter- schreiben, z. B. den Berufsaus- bildungsvertrag öffentliche Beglaubigung Beglaubigt wird die Unterschrift, z. B. Antrag auf Eintrag ins Vereinsregister öffentliche Beurkundung Beurkundet wer- den Inhalt und Unterschrift, z. B. beim Haus- kauf Formzwang - bei Nichtbeachtung: Nichtigkeit!
Rechtsverlauf bei einem Autokauf1. Kauf des PKWs Käufer Verkäufer Rechtsfolge: Zahlungs-/Annahmepflicht Rechtsfolge: Übereignungs-/Übergabepflicht Kaufvertrag Bestellung (=Angebot) Auftragsbestätigung (=Annahme d. Angebotes) 2. Übereignung des PKWs Käufer Verkäufer Rechtsfolge: Käufer wird Eigentümer des PKWs Einigung (= Vertrag) Angebot Annahme Übergabe des PKWs 3. Übereignung des Geldes Käufer Verkäufer Rechtsfolge: Verkäufer wird Eigentümer des Geldes Kaufvertrag Annahme Angebot Übergabe des Geldes
Inhalt eines schriftlichen KaufvertragesArt und Güte der Ware Lieferzeit Regelungen in einem allgemeinen Kaufvertrag Preisnachlässe und Zahlungsbedingungen Verpackungs- und Beförderungskosten Gerichtsstand Erfüllungsort Wenn im schriftlichen Kaufvertrag nichts besonderes vereinbart wurde, dann gelten die o. a. Regelungen. Beim Einkauf beim Bäcker oder im Supermarkt ist es nicht nötig, die einzelnen Bedingungen des Kaufes auszuhandeln oder gar schriftlich niederzulegen.
Der Kaufvertrag - ZusammenfassungDer Kauf einer Ware oder einer Dienstleistung erfordert drei Rechtsgeschäfte: den Abschluss des Kaufvertrages  Verpflichtungsvertrag - die Übereignung der gekauften Sache  Erfüllung des Vertrages durch den Verkäufer - die Übereignung des vereinbarten Kaufpreises  Erfüllung des Vertrages durch den Käufer Pflichten des Verkäufers: Lieferung und Übereignung der Ware (mängel- frei, zur rechten Zeit und am rechten Ort). Annahme des Kaufpreises Rechte des Käufers Pflichten des Käufers: Annahme der Ware Zahlung des Kaufpreises Rechte des Verkäufers
Der Arbeitsvertrag Inhalte eines schriftlichen Arbeitsvertrags- Beginn der Arbeit - Art u. Ort der Arbeitsleistung - Höhe der Vergütung, Spesen, - Prämien - Dauer des Urlaubs - Kündigungsfristen - Haftung - Vertretungsbefugnisse (Erlaubnis, im Namen der Firma Kaufverträge abzuschließen) - Über- und Unterstellungsverhältnis (wer wem Anweisungen erteilen darf) – - Verschwiegenheitspflichten - Einschränkung von Nebenbeschäftigung Inhalte eines schriftlichen Arbeitsvertrags Das Arbeitsrecht ist im Kern ein Schutzrecht für die Arbeitnehmer, das diese - die wirtschaftlich Schwächeren - schützen soll. Ein Arbeitsvertrag kommt mündlich, schriftlich oder durch schlüssiges Verhalten zustande. Das Arbeitsverhältnis wird heute in den meisten Fällen mit einem schriftlichen Ver-trag geregelt.
Haustürgeschäfte V E R K Ä U F Vertrag über eine entgeltliche Leistung (Kaufvertrag, Vertrag über Werk- oder Dienstleistungen) Nach mündlichen Verhandlungen am Arbeitsplatz, in der Wohnung, bei Kaffeefahrten oder auf der Straße K U N D E Schriftliche Belehrung über Widerrufsrecht Unterschrift Widerrufsrecht binnen einer Woche Es besteht kein Widerrufsrecht: wenn der Kunde den Vertreter selbst bestellt hat. bei Bagatellegeschäften. bei notariell beurkundeten Verträgen. beim Abschluss von Versicherungs-verträgen mit Sofortdeckung oder höchstens einjähriger Laufzeit.
Vertragsarten - BeispieleMiet- und Pachtvertrag Der Vermieter verpflichtet sich, dem Mieter den Gebrauch einer Sache (z. B. Wohnung oder Auto) zu gestatten. Hierfür erhält er den sogenannten Mietzins. Der Mieter muss die Sache am Ende der Mietzeit zurückgeben. Leihvertrag Eine Sache wird unentgeltlich zum Ge-brauch überlassen. Danach muss der Entleiher dem Verleiher die Sache wieder zurückgeben. Bei Beschädigung der ent-liehenen Sache muss der Entleiher Schadensersatz leisten. Wesen der einzelnen Vertragsbeispiele Leasingvertrag Ein Leasingnehmer (Mieter bzw. Pächter) zahlt an den Leasinggeber (Vermieter) die Leasingrate. Dafür wird ihm der langfristige Gebrauch einer Sache (Auto, Maschinen u. a.) gestattet, die er nach einer vereinbarten Zeit (meist 4 – 6 Jahre) zurückgeben muss. Bei vielen Verträgen hat der Kunde einen Kaufanspruch nach Ablauf der Mietzeit. Durch Leasing reduziert sich der Kapitalbedarf bei Investitionen. Mit Leasing verbinden sich noch eine Reihe anderer Vorteile.
Mangelhafte LieferungMangel in der Art Mangel in der Menge Mangel in der Qualität Mangel in der Beschaffenheit Rechte des Käufers Wandlung Minderung Ersatz- lieferung Schadenersatz oder wenn zugesicherte Eigenschaft fehlt bei arglistiger Täuschung Prüfungs- und Rügefrist des Käufers Kaufleute: sofort Privatleute: innerhalb von 6 Wochen
Verzug Lieferungsverzug Zahlungsverzug AnnahmeverzugRechte des Käufers Lieferung und Schadenersatz oder nach Nachfrist Rücktritt vom Vertrag Schadenersatz und Verzicht auf Lieferung Rechte des Verkäufers Rechnungssumme Verzugszinsen Kostenersatz oder nach Nachfrist Rücktritt vom Vertrag Rechte des Verkäufers Einlagerung auf Kosten des Käufers Klage auf Abnahme Versteigerung nach Androhung Rücktritt vom Vertrag Änderung gesetzlicher Regelungen durch AGB nur beschränkt möglich nur nach ausdrücklichem Hinweis, Vorlegung und Einigung
Außergerichtliches MahnverfahrenWarum sind Mahnverfahren erforderlich? Gewerbetreibende (Gläubiger) vermeiden Verluste, wenn sie ihre Forderungen überwachen und ggf. eintreiben. Zahlungsverzögerungen beim Kunden können verschiedene Ursachen haben: Zahlungsunfähigkeit, Zahlungsunwilligkeit oder Vergesslichkeit. Die Zahlungserinnerung Sie soll höflich an eine vergessene Zahlung erinnern. 1. Mahnung - der Schuldner gerät durch diese Mahnung in Verzug Sie enthält eine bestimmt formulierte Aufforderung zur Zahlung. 2. Mahnung Sie enthält eine scharf formulierte Aufforderung zur Zahlung. Letzte Mahnung Sie enthält die Androhung gerichtlicher Maßnahmen (Mahnbescheid, Klage).
Gerichtliches Mahnverfahren1. Mahnbescheid Nach erfolglosen außergerichtlichen Mahnverfahren beantragt der Gläu-biger beim zuständigen Amtsgericht den Erlass eines Mahnbescheides und stellt ihn dem Schuldner zu. 2. Vollstreckungsbescheid Reagiert der Schuldner auf den Mahn-bescheid nicht, kann der Gläubiger innerhalb von 6 Monaten einen Voll-streckungsbescheid beantragen. Erzwungene Vertragseinhaltung 3. Zwangsvollstreckung Reagiert der Schuldner auch auf den Vollstreckungsbescheid nicht, kann der Gläubiger nach Ablauf der Einspruchsfrist (14 Tage) durch den Gerichtsvollzieher die Zwangsvollstreckung durchführen lassen.
Ablauf der Zwangsvollstreckungdurch das Gericht Pfändung erfolg- los erfolg- reich Versteigerung Abrechnung Gläubiger beantragt Eidesstattliche Versicherung Haft bei Weigerung
Der Weg durch die Instanzen Jeder Farbton steht für den Verlauf eines MusterfallesBundesgerichtshof - Karlsruhe Sprungrevision: Wenn über 600 €, der Gegner zustimmt und der BGH es zulässt 3. Instanz Sprungrevision: Wenn der Gegner zustimmt und der BGH es zulässt Revision zugelassen Revision zugelassen Oberlandesgericht - München Landgericht - Augsburg Berufung zugelassen Berufung zugelassen oder über 600 € 2. Instanz 2. Instanz Amtsgericht - LL 1. Instanz Berufung zugelassen über € 1. Instanz SCHLICHTER Nur in einigen Bundesländern: Bei Streit um max. 600 €, Nachbarschaftsstreit oder Ehestreitigkeiten Familienrecht Mietrecht, andere Fälle bis € Quelle: Finanztest 3/2002, Seite 64
Die Zivilklage Gerichte im ZivilprozessWenn in einem Zivilstreit das außergerichtliche oder das gerichtliche Mahnverfahren nicht zum Erfolg führen und auch ein Schlichtungs-verfahren keine Einigung erbringt, bleibt dem Kläger die Möglichkeit der Zivilklage – es kommt zum Zivilprozess. Je nach Streitwert oder eingelegten Rechtsmitteln sind Amts-, Land, Oberlandes oder der Bundesgerichtshof zuständig Gerichte im Zivilprozess Sollen als unparteiische Einrichtung über Meinungsverschiedenheiten entscheiden. Das Gericht wird nur tätig, wenn eine Partei Klage erhebt oder eine Partei als Be-klagte auftritt und der Richter zu entscheiden hat. Beenden ein Zivilverfahren entweder durch: a) Vergleich oder b) Urteil: Abweisung der Klage oder Verurteilung des Beklagten. Im Falle eines Urteils kann dagegen mit Berufung oder Revision vorgegangen werden.
Ablauf eines ZivilprozessAmtsgericht Zuständig bei Streitwert bis € (1. Instanz) sowie bei Mietstreitigkeiten, Ehe- u. Familiensachen. Sonst Zuständigkeit bei Landgericht. 1. Darlegung des Anspruchs 2. Antrag zur Entscheidung durch das Gericht Abschrift der Klage Klage- schrift Darlegung des Anspruchs Darlegung des Anspruchs Darlegung des Anspruchs Schriftliches Vorverfahren Erklärungen und Beweismittel beider Parteien Mündliche Verhandlung Richter Kläger + Rechtsanwalt Beklagter + Rechtsanwalt Urteil Darlegung des Anspruchs Darlegung des Anspruchs Darlegung des Anspruchs Urteil Darlegung des Anspruchs Darlegung des Anspruchs Darlegung des Anspruchs
Staatliches Handeln und öffentliches RechtStaatliche und öffentlich-rechtliche Verwaltungsbehörden gewährleisten, dass die Gesetze wirksam für das kulturelle, soziale und wirtschaftliche Zusammenleben der Menschen umgesetzt werden. In Bayern sind ca. 1 Mill. Erwerbstätige in Beörden, Ämtern und Schulen beschäftigt
Leistungs- und EingriffsverwaltungLeistungsverwaltung Eingriffsverwaltung Darunter versteht man die Bewilligung von Geld- oder sonstigen Leistungen auf Antrag von Berechtigten durch die jeweilige Behörde, um die Gesetz- oder Rechtsverordnung zu um- zusetzen. Zur Umsetzung von Recht und Gesetz greift die Verwaltung in das Handeln der Bürger ein. Sie fordert Gebühren, erlässt Rechtverordnungen und erteilt Bußgelder. Beispiele: Kindergeldkasse überweist Kindergeld Zentrum Bayern Familie und Soziales – Elterngeld Staat gewährt Lehrmittelfreiheit Bauantrag einreichen Antrag auf Zuschuss für einen Verein Beispiele: Steuern erheben Hygienevorschriften überwachen Führerscheinentzug bei Trunkenheit Schwarzbau einstellen Wasser- und Abwassergebühren
Leistungsverwaltung - AusbildungsförderungDer Staat fördert die Ausbildung, denn die gewünschte Berufsausbildung sollte nicht am Geld scheitern.
Wofür zahlen wir Steuern?Modernisierung und Aus-bau der Verkehrswege Modernisierung und Aus- bau der Infrastruktur Wir zahlen Steuern für: Sicherung des Wirtschafts- standortes Deutschland Abbau der hohen Arbeitslosigkeit Friedenssicherung Sozialausgaben Vollzug der EU Eingliederung von Aus- und Übersiedlern
Hilfen für wirtschaftlich SchwacheDer Staat gewährt Hilfen in Form von Vermögensbildungsgesetz Steuererleichterungen Finanzhilfen / Subventionen für Betriebe Wohngeld für Einkommensschwache Kindergeld u. Ausbildungsbeihilfe
Sozial orientierte SteuerpolitikEine sozial orientierte Steuerpolitik schafft Leistungsanreize für höhere Einkommen. Beispiele sind Ausgaben, die das zu versteuernde Einkommen und damit die Steuer-schuld verringern. Dazu gehören insbesondere Werbungskosten, Sonderausgaben und außergewöhnliche Belastungen. Der viergeteilte Steuertarif berücksichtigt nur die Einkommenshöhe. Damit auch die familiäre Situation und die damit verbundene finanzielle Belastung Anerkennung finden, ist die Lohnsteuertabelle in sechs Steuerklassen eingeteilt. Werbungskosten sind: Aufwendungen, die durch das Arbeitsverhältnis ver-anlasst sind (z. B. Kosten für Fahrt, Arbeitskleidung, Fachbücher u. a.). Sonderausgaben sind: Aufwendungen der Lebensfüh-rung, die aus sozialpolitischen Gründen steuerlich begünstigt werden (z. B.: Sozialversiche-rungsbeiträge, Beiträge für die Bausparkasse, u. a.). Außergewöhnliche Belastungen sind: Unfreiwillige Ausgaben (z. B. Ausbildungskosten für Kinder, Körperbehinderung, Ehe-scheidung).
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Präsentation von Verena Freund und Helene Heinz Über Projekt

References: § 1
 Art. 97
 § 433
 § 929
 § 157
 BGH 
 BGH