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Timestamp: 2019-09-23 15:12:44+00:00

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BGH, URTEIL vom 4.11.2015, Az. IX ZR 287/14 Die hier verabredete dreiseitige Vereinbarung vom 10. November 2011 erfüllt die Voraussetzungen der Anfechtung nach § 131 Abs. 1 Nr. 1 InsO, weil sie im letzten Monat vor der Antragstellung zustande kam und der Beklagte einen Anspruch auf eine solche, die übrigen Gläubiger der Schuldnerin benachteiligende Sicherung seiner Vergütungsforderung nicht hatte (vgl. BGH, Urteil vom 20. November 2014 - IX ZR 13/14, WM 2015, 53 Rn. 24 mwN).
OLG München, vom 2.10.2014, Az. 5 U 3153/14 Befriedigungen, die nicht in der Art erbracht werden, in der sie geschuldet sind, gewähren eine inkongruente Deckung im Sinne von § 131 Abs. 1 InsO (BGH, Beschluss vom 6. Juni 2002 - IX ZR 425/99, ZInsO 2002, 766; Urteil vom 16. Oktober 2008 - IX ZR 2/05, NZI 2009, 55 Rn. 13; vom 20. Januar 2011 - IX ZR 58/10, NZI 2011, 141 Rn. 17).
BGH, URTEIL vom 4.10.2014, Az. IX ZR 13/14 Erfüllt ein Dritter auf Anweisung des Schuldners dessen Verbindlichkeit, liegt hierin grundsätzlich eine nicht unerhebliche Abweichung vom normalen Zahlungsweg und damit eine nicht in der Art zu beanspruchende Befriedigung des Gläubigers im Sinne von § 131 Abs. 1 InsO (BGH, Urteil vom 16. Oktober 2008, aaO mwN; vom 20. Januar 2011 - IX ZR 58/10, WM 2011, 371 Rn. 17; vom 17. Juli 2014-IX ZR 240/13, WM 2014, 1588 Rn. 17).
BGH, URTEIL vom 4.10.2014, Az. IX ZR 13/14 Denn der Kläger macht mit Recht geltend, dass die behauptete Vereinbarung ebenfalls nach § 131 Abs. 1 Nr. 1 InsO anfechtbar wäre (vgl. BGH, Urteil vom 7. Mai 2013 - IX ZR 113/10, WM 2013, 1361 Rn. 13; vom 17. Juli 2014, aaO Rn. 19).
BGH, URTEIL vom 2.4.2013, Az. IX ZR 113/10 Dieser Abänderungsvertrag stellt jedoch keine wirksame Kongruenzvereinbarung für die spätere Zahlung dar, wenn die Schuldnerin zu dem Zeitpunkt ihrer Vereinbarung bereits zahlungsunfähig und deshalb die Abänderungsvereinbarung selbst gemäß § 131 Abs. 1 Nr. 2 InsO anfechtbar war (BGH, Urteil vom 2. Februar 2006 - IX ZR 67/02, BGHZ 166, 125 Rn. 39 f; MünchKomm-lnsO/Kirchhof, 2. Aufl., §131 Rn. 10; Jaeger/Henckel, InsO, § 131 Rn. 4; Kayser, aaO).
BGH, BESCHLUSS vom 4.6.2012, Az. IX ZR 200/11 Gründe: 1	Die Beschwerde deckt keinen Zulassungsgrund auf.2	1. Soweit von der Beklagten geltend gemacht wird, das Berufungsgericht habe sich entgegen der Rechtsprechung des Senats (BGH, Urteil vom 10. Mai 2007 - IX ZR 146/05, ZIP 2007, 1162 Rn. 12 ff.) nicht mit der Frage auseinandergesetzt, ob ein unanfechtbares Bargeschäft Vorgelegen habe, übersieht die Nichtzulassungsbeschwerde, dass es im vorliegenden Verfahren nicht um eine Deckungsanfechtung nach § 131 Abs. 1 InsO, sondern um eine Vorsatzanfechtung nach § 133 Abs. 1 InsO geht.
BGH, BESCHLUSS vom 4.2.2012, Az. IX ZR 36/10 Für den Anfechtungstatbestand des § 131 Abs. 1 Nr. 1 InsO ist demgegenüber geklärt, dass allein auf den letzten Monat vor Antragstellung und die Zeit danach abzustellen ist (BGH, Urteil vom 15. November 2007 - IX ZR 212/06, WM 2008, 169 Rn. 17; vom 7. Juli 2011, aaO Rn. 8).
BGH, BESCHLUSS vom 4.11.2011, Az. IX ZR 57/08 Begibt ein Schuldner eine Sicherung zugleich sowohl für künftige Forderungen als auch für bereits bestehende Verbindlichkeiten und hat der Gläubiger jedenfalls auf letztere Sicherung keinen Anspruch, handelt es sich um ein insgesamt inkongruentes, in vollem Umfang nach § 131 InsO anfechtbares Deckungsgeschäft, wenn nicht festgestellt werden kann, ob und in welchem Umfang sich die Sicherung auf bestimmte Ansprüche bezieht (BGH, Urteil vom 12. November 1992 - IX ZR 236/91, WM 1993, 270, 272; vom 18. November 2004 - IX ZR 299/00, WM 2005, 804, 806; vom 14. Februar 2008 -IXZR 38/04, ZIP 2008, 706 Rn. 31; HK-lnsO/Kreft, 6. Aufl., §131 Rn. 12; MünchKomm-lnsO/Kirchhof, 2. Aufl., § 131 Rn. 21).
LG Köln, Urteil vom 3.6.2010, Az. 13 S 89/10 21a) Die Kammer hat bereits mit Urteil vom 12.4.2006 – Az: 13 S 327/05 ausgeführt, dass aus dem Fehlen einer ausdrücklichen gesetzlichen Regelung in § 131 InsO (bzw. § 130 InsO) ein entgegenstehender Wille des Gesetzgebers nicht abzuleiten ist, sondern der Gesetzgeber im Gegenzug die dargelegte Rechtsauffassung des BGH ausdrücklich gebilligt hat.
FG Münster, Urteil vom 4.8.2009, Az. 3 K 1514/08 Insoweit weist der Beklagte unter Bezugnahme u.a. auf das Urteil des BGH vom 07.02.2008 (IX ZB 137/07, MDR 2008, 647) zutreffend darauf hin, dass er als potentieller Gegner einer Anfechtung gemäß § 131 InsO nur unter engen Voraussetzungen, die im vorliegenden Fall unstreitig nicht gegeben sind, zur Auskunft gegenüber dem Insolvenzverwalter verpflichtet ist (so auch das FG Düsseldorf, Urteil vom 14.05.2008, a. a. O.).
BGH, BESCHLUSS vom 4.2.2009, Az. IX ZR 39/08 17	3.	Die	zwischen	dem	Schuldner	und dem Beklagten vereinbarte Siche- rungsübereignung ist, zu demal sie außerhalb der kritischen Zeit vereinbart wurde, nicht nach § 131 Abs. 1 Nr. 2 InsO anfechtbar (BGH, Urt. v. 17. Juni 2004, aaO S. 1511).
BGH, URTEIL vom 4.1.2009, Az. IX ZR 78/07 Es handelt sich somit nach § 131 Abs. 1 Nr. 1 InsO jeweils um anfechtbare inkongruente Deckungen, weil der Pfandgegenstand nicht bereits im Zeitpunkt der Vereinbarung konkretisiert war (BGH, Urt. v. 17. Juli 2008, aaO S. 1607 f Rn. 15 f m.w.N.).
AG Aachen, Urteil vom 1.9.2008, Az. 108 C 259/08 7Soweit der Kläger die grundsätzliche Entscheidung des Bundesgerichtshofes vom 18.12.03 (Aktenzeichen IX ZR 199/02) zitiert, so sei ihm entgegen gehalten, dass der BGH in dieser Entscheidung eingangs feststellt, dass 'Die Gewährung einer Deckung ...' nach § 131 Abs. 1 InsO als inkongruent anzusehen (ist), wenn sie zur Abwendung eines von dem Gläubiger angedrohten Insolvenzverfahrens erfolgt!
BGH, URTEIL vom 4.10.2007, Az. IX ZR 30/07 -15- 31	(b) Eine engere Auslegung des Begriffs der Inkongruenz, bezogen auf Globalsicherungsverträge in unverdächtiger Zeit, ist zudem deshalb geboten, weil § 131 InsO auf der Erfahrung beruht, dass eine Leistung, die so nicht beansprucht werden kann, in der Regel höheres Misstrauen verdient und daher weniger Schutz genießen soll als eine kongruente Deckung (vgl. BGHZ 123, 320, 326; 137, 267, 284; BGH, Urt. v. 8. Oktober 1998 -IXZR 337/97, ZIP 1998, 2008, 2011).
BGH, URTEIL vom 4.10.2007, Az. IX ZR 30/07 Zwar bildet die Verdächtigkeit einer Leistung keine zwingende Voraussetzung für die Anwendung von § 131 InsO (vgl. zu § 648 BGB BGH, Urt. v. 18. November 2004 - IXZR 299/00, WM 2005, 804, 806; v. 10. Mai 2007 - IXZR 146/05, ZIP 2007, 1162, 1163; für eine teleologische Reduktion des §131 InsO dagegen Jacoby ZIP 2006, 2351, 2356 f).
BGH, BESCHLUSS vom 4.8.2007, Az. IX ZR 155/06 Die Annahme des Berufungsgerichts, die Erteilung der Bürgschaft sei nach § 131 Abs. 1 Nr. 3 InsO anfechtbar, steht jedenfalls im Ergebnis im Einklang mit der Rechtsprechung des Senats (vgl. BGHZ 157, 242, 250 f).
LG Bielefeld, Urteil vom 2.7.2007, Az. 6 O 167/07 9Der Kläger vertritt unter Hinweis auf die Entscheidungen des OLG Karlsruhe vom 08.04.2005 (ZIP 2005, S. 1248) und das OLG München vom 08.06.2006 (ZIP 2006, 2277) die Auffassung, dass der Erwerb der Forderung der Anfechtung nach § 131 InsO unterliege, da sämtliche Forderungen – unstreitig – in den letzten drei Monaten vor dem Antrag auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens entstanden seien.
BGH, URTEIL vom 4.5.2007, Az. IX ZR 231/04 16	b) Die Hingabe des Wechsels hat hier jedenfalls nicht zu einer für § 131 InsO erforderlichen, wenigstens mittelbaren Gläubigerbenachteiligung geführt, weil die in einem Wechsel grundsätzlich angelegte Verstärkung der Schuld sich nicht ausgewirkt hat (vgl. BGHZ 166, 125, 137 f).
BGH, URTEIL vom 4.4.2007, Az. IX ZR 105/05 Die Vorschrift des § 131 InsO verdrängt in den letzten drei Monaten vor dem Eröffnungsantrag den Prioritätsgrundsatz zugunsten der Gleichbehandlung der Gläubiger (BGHZ 157, 350, 353 mit weiteren Nachweisen).
BGH, URTEIL vom 4.4.2007, Az. IX ZR 146/05 -6- (§ 131 Abs. 1 InsO) - gerade fehlt (BGHZ 123, 320, 328 f; 150, 122, 130; 157, 350, 360; 167, 190, 199; BGH, Urt. v. 9. Juni 2005 - IX ZR 152/03, ZIP 2005, 1243, 1245).
LG Arnsberg, Urteil vom 3.1.2007, Az. 2 O 356/06 45Eine inkongruente Deckung im Sinne des § 131 InsO ist nach der Rechtsprechung des BGH aber erst dann zu bejahen, wenn die Bank Verfügungen des Kunden nicht mehr in der vereinbarten Höhe zulässt (BGH, NJW 2002, 1722).
BGH, URTEIL vom 4.0.2007, Az. IX ZR 31/05 7	1. Die zur Abwendung einer unmittelbar bevorstehenden Zwangsvollstreckung erbrachte Leistung des späteren Insolvenzschuldners bewirkt innerhalb der letzten drei Monate vor dem Eröffnungsantrag eine inkongruente Deckung im Sinne des § 131 InsO (BGHZ 136, 309, 311 f; 155, 75, 80 ff; 157, 350, 353; BGH, Urt. v. 7. Februar 2002 - IX ZR 115/99, WM 2002, 561, 564; v. 15. Mai 2003 - IX ZR 194/02, WM 2003, 1278 f; st. Rspr.).
BGH, BESCHLUSS vom 4.3.2006, Az. IX ZR 107/05 Erst wenn die Bank Verfügungen des Kunden nicht mehr in der vereinbarten Weise zulässt, kann sie mit Verrechnungen vertragswidrig, also inkongruent im Sinne des § 131 Abs. 1 Nr. 1 InsO handeln, soweit dadurch im Ergebnis ihre Darlehensforderung vor deren Fälligkeit durch die saldierten Gutschriften zurückgeführt wird (BGH, Urt. v. 17. Juni 2004 - IX ZR 2/01, WM 2004, 1575 f).
BGH, BESCHLUSS vom 4.3.2006, Az. IX ZR 107/05 Denn für eine Anfechtung nach § 131 Abs. 1 Nr. 1 InsO kommt es auf den Betrag an, um den die verrechneten Einzahlungen in diesem Zeitraum die Auszahlungen überstiegen (BGHZ 150, 122, 127).
LG Arnsberg, Urteil vom 5.1.2006, Az. 2 O 105/05 €. 50Eine inkongruente Deckung im Sinne des § 131 InsO ist nach der Rechtsprechung des BGH aber erst dann zu bejahen, wenn die Bank Verfügungen des Kunden nicht mehr in der vereinbarten Weise zulässt (vgl. BGH, a.a.O); letzteres behauptet aber der Kläger selbst nicht.
AG Kerpen, Urteil vom 2.10.2005, Az. 22 C 158/05 Ein solcher Vorwurf ist schon deshalb haltlos, weil zunächst alle Gläubiger in gleicher Weise berechtigt sind, sich der staatlichen Organe zu bedienen, um mit ihrer Hilfe ihr Recht durchzusetzen (kritisch gegenüber der Rechtsprechung des BGH daher zu Recht auch Pape, WuB VI C. § 131 InsO 3.02, Anmerkung zu dem Urteil des BGH vom 11.4.2002 - IX ZR 211/01 -).
BGH, URTEIL vom 2.8.2004, Az. IX ZR 155/03 Die Zahlung vom 16. November 1999 über 10.728,84 DM könnte gemäß § 131 Abs. 1 Nr. 2 InsO anfechtbar sein, wenn auch sie unter dem Druck einer (unmittelbar drohenden) Zwangsvollstreckung stand (vgl. BGH, Urt. v. 11. April 2002 - IX ZR 211 /Ol, ZIP 2002, 1159, 1160 f).
BGH, URTEIL vom 4.6.2004, Az. IX ZR 183/03 Nur wenn dem Gläubiger eine finanziell beengte Lage des Schuldners bekannt ist, kann die Inkongruenz einer Deckung auch im Rahmen des § 131 Abs. 1 Nr. 3 InsO ein nach § 286 ZPO zu würdigendes Beweisanzeichen für die Kenntnis des Gläubigers von der Gläubigerbenachteiligung sein (BGH, Urt. v. 18. Dezember 2003, aaO S. 319, 322 f).
LG Bonn, Urteil vom 4.1.2004, Az. 18 O 464/03 22Schließlich liegt ein Fall der zuletzt behandelten Variante der inkongruenten Deckung auch nicht unter Berücksichtigung des Grundsatzes vor, dass die Befugnis des Gläubigers, sich mit Hilfe hoheitlicher Zwangsmittel eine rechtsbeständige Sicherung oder Befriedigung der eigenen fälligen Forderung zu beschaffen, hinter dem Schutz der Gläubigergesamtheit in dem von § 131 InsO erfassten Zeitraum zurücktreten muss (vgl.: BGH ZIP 2003, 1304 f.; 1506 ff., 1507 f.; 1900 ff. ,1901 f. ).
BGH, URTEIL vom 2.1.2004, Az. IX ZR 135/03 § 131 InsO verdrängt in den letzten drei Monaten vor dem Eröffnungsantrag den Prioritätsgrundsatz zugunsten der Gleichbehandlung der Gläubiger (BGH Urt. v. 11. April 2002 - IX ZR 211/01, WM 2002, 1193, 1194; vom 15. Mai 2003 - IX ZR 194/02, WM 2003, 1278, 1279).
BGH, URTEIL vom 2.1.2004, Az. IX ZR 318/01 Die Vorschrift des § 131 InsO verdrängt in den letzten drei Monaten vor dem Eröffnungsantrag den Prioritätsgrundsatz zugunsten der Gleichbehandlung der Gläubiger (BGH, Urt. v. 11. April 2002 - IX ZR 211/01, WM 2002, 1193, 1194; v. 15. Mai 2003 - IX ZR 194/02, WM 2003, 1278, 1279).
BGH, URTEIL vom 4.1.2004, Az. IX ZR 98/03 Erhöht sich anschließend im letzten Monat vor Stellung des Antrags auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens durch Gutschriften der Kontostand, ist das in entsprechender Höhe neu entstehende Pfandrecht nach § 131 Abs. 1 Nr. 1 InsO anfechtbar (im Anschluß an BGHZ 150, 122, 125 f).
BGH, URTEIL vom 4.1.2004, Az. IX ZR 98/03 Fällt dieser Entstehungszeitpunkt in die Monatsfrist des § 131 Abs. 1 Nr. 1 InsO, ist das Pfandrecht inkongruent und somit ohne weiteres anfechtbar (BGHZ 150, 122, 125 f).
BGH, URTEIL vom 4.11.2003, Az. IX ZR 199/02 a) Zur Zahlungsunfähigkeit der Schuldnerin gemäß § 131 Abs. 1 Nr. 2 InsO (siehe hierzu BGHZ 149, 178, 184 ff; BGH, Urt. v. 9. Januar 2003 - IX ZR 175/02, ZIP 2003, 410, 411) hat das Berufungsgericht keine Feststellungen getroffen

References: § 131
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