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Timestamp: 2016-10-27 20:57:51+00:00

Document:
2C_79/2011 (08.12.2011)
2C_79/2011
Dr. Jean-Pierre Menge
Amt f�r Polizeiwesen und Zivilrecht, Fremdenpolizei, des Kantons Graub�nden, Karlihof 4, 7001 Chur,
Departement f�r Justiz, Sicherheit und Gesundheit Graub�nden, Hofgraben 5, 7000 Chur.
Familiennachzug (Art. 42 AuG, Art. 8 EMRK und
Art. 13 BV),
Die serbische Staatsangeh�rige Y.________ (geb. 1981) heiratete im Januar 1998 in ihrer Heimat den im Kanton St. Gallen niedergelassenen Landsmann V.________, worauf ihr im Februar 1998 eine Aufenthaltsbewilligung zum Verbleib beim Ehemann erteilt wurde. Aus dieser Ehe stammt die im Januar 1999 geborene Tochter AV.________. Nachdem sich die Eheleute im Oktober 2002 getrennt hatten, wurde Y.________ mit Verf�gung vom 25. M�rz 2003 die Verl�ngerung der Aufenthaltsbewilligung verweigert und aufgefordert, bis Ende Mai 2003 auszureisen. Im Jahr 2004 wurde die Ehe geschieden und die Tochter AV.________ der Mutter zugesprochen.
Im Februar 2005 heiratete Y.________ den ebenfalls in der Schweiz niedergelassenen Landsmann W.________, worauf ihr und ihrer Tochter AV.________ im Rahmen des Familiennachzugs eine Aufenthaltsbewilligung f�r den Kanton Graub�nden erteilt wurde. Aus dieser Ehe ging die im Juli 2006 geborene Tochter BW.________ hervor. Wegen Trennung der Eheleute lehnte die Fremdenpolizei Graub�nden am 22. Februar 2007 die Erneuerung der zuletzt bis zum 31. Dezember 2006 verl�ngerten Aufenthaltsbewilligung ab und forderte Y.________ und ihre Tochter AV.________ auf, bis Ende M�rz 2007 auszureisen. Die Ausreise verz�gerte sich bis Juli 2007, unter anderem weil sich Y.________ mehrere Monate in station�rer psychiatrischer Behandlung befand. Im Mai 2007 hatte Y.________ zudem erkl�rt, sie erwarte vom Schweizer B�rger X.________ (geb. 1959) ein Kind und beabsichtige, ihn zu heiraten. Am 25. Juni 2007 wurde die Ehe mit W.________ geschieden und die daraus stammende Tochter BW.________ der Mutter zugesprochen.
Im November 2007 gebar Y.________ in der Schweiz, wohin sie kurz vorher mit einem Visum zur�ckgekehrt war, die Tochter CX.________, deren Vater X.________ ist. Im Februar 2008 kehrte sie ohne die Tochter CX.________, die sie beim Vater und der Grossmutter zur�ckliess, nach Serbien zur�ck. Dort schlossen X.________ und Y.________ im M�rz 2008 die Ehe. Im Dezember 2008 reiste Letztere ohne die Kinder AV.________ und BW.________ wieder in die Schweiz ein. Im Februar 2009 reichten die Eheleute X.________ und Y.________ ein Familiennachzugsgesuch f�r Y.________ und ihre T�chter AV.________ und BW.________ ein. Am 1. April 2009 setzte Y.________ das Wohnzimmer der ehelichen Mietwohnung in Brand, wobei hoher Sachschaden am Geb�ude entstand. Gleichentags wurde sie wegen Drittgef�hrdung im Rahmen einer f�rsorgerischen Freiheitsentziehung in eine Psychiatrische Klinik eingewiesen. Das Bezirksgericht Imboden verurteilte sie am 13. Oktober 2009 wegen der am 1. April 2009 begangenen Brandstiftung zu einer Freiheitsstrafe von einem Jahr. Der Vollzug der Freiheitsstrafe wurde aufgeschoben und �ber Y.________ wegen ihrer psychisch schweren St�rung eine station�re Behandlung gem�ss Art. 59 StGB angeordnet.
Mit Verf�gung vom 3. Februar 2010 lehnte das Amt f�r Polizeiwesen und Zivilrecht Graub�nden die Bewilligung des Familiennachzugs f�r Y.________ sowie f�r ihre T�chter AV.________ und BW.________ ab. Gleichzeitig wies es die Kindsmutter auf das Ende der station�ren Massnahme aus der Schweiz weg. Zur Begr�ndung f�hrte es aus, es best�nde mit Blick auf die Einkommens- und Verm�gensverh�ltnisse der Eheleute ein erhebliches F�rsorgerisiko. Angesichts der Umst�nde, die zur Brandstiftung f�hrten, gehe von Y.________ zudem eine Gefahr f�r die �ffentliche Sicherheit und Ordnung aus. Die von den Eheleuten X.________ und Y.________ dagegen im Kanton erhobenen Rechtsmittel blieben erfolglos.
Mit Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten vom 25. Januar 2011 beantragen die Eheleute X.________ und Y.________ dem Bundesgericht sinngem�ss, das in dieser Sache kantonal zuletzt ergangene Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Graub�nden vom 11. Oktober 2010 aufzuheben und Y.________ sowie ihren beiden T�chtern AV.________ und BW.________ eine Aufenthaltsbewilligung zu erteilen.
Das Departement f�r Justiz, Sicherheit und Gesundheit Graub�nden sowie - mit Postaufgabe vom 10. Mai 2011 und deshalb versp�tet und unbeachtlich - das Bundesamt f�r Migration beantragen die Abweisung der Beschwerde. Das Verwaltungsgericht stellt den Antrag, die Beschwerde abzuweisen, soweit darauf einzutreten sei. Das Amt f�r Polizeiwesen und Zivilrecht Graub�nden hat sich nicht vernehmen lassen.
Der Pr�sident der II. �ffentlich-rechtlichen Abteilung des Bundesgerichts hat der Beschwerde mit Verf�gung vom 28. Januar 2011 antragsgem�ss die aufschiebende Wirkung hinsichtlich der Y.________ treffenden Ausreiseverpflichtung zuerkannt.
Die Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten ist mit Blick auf Art. 83 lit. c Ziff. 2 BGG nur soweit zul�ssig, als die Beschwerdef�hrer einen Anspruch auf die erw�nschten Bewilligungen haben. Eine Anspruchssituation nach Art. 42 Abs. 2 AuG (SR 142.20) ist nicht gegeben, da die nachzuziehenden Personen nicht im Besitz einer dauerhaften Aufenthaltsbewilligung eines Staates sind, mit dem ein Freiz�gigkeitsabkommen abgeschlossen wurde. Die Beschwerdef�hrer weisen aber zu Recht darauf hin, dass f�r die ausl�ndische Ehefrau eines Schweizer B�rgers grunds�tzlich ein Bewilligungsanspruch nach Art. 42 Abs. 1 AuG besteht, weshalb auf die Beschwerde hinsichtlich der Beschwerdef�hrerin einzutreten ist. Dazu, wie es sich mit den Kindern AV.________ und BW.________ verh�lt, die weder vom Schweizer Ehemann stammen noch adoptiert wurden und f�r die deshalb eine Berufung auf Art. 42 Abs. 1 AuG nicht in Betracht kommt (vgl. BGE 2C_711/2010 vom 1. April 2011 E. 1.2; Urteil 2C_537/2009 vom 31. M�rz 2010 E. 2.2.2), �ussern sich die Beschwerdef�hrer mit keinem Wort. Gem�ss den Sachverhaltsfeststellungen im angefochtenen Entscheid k�me nach der bisherigen bundesgerichtlichen Praxis vorderhand nur ein von ihrer Mutter abgeleiteter Anspruch in Frage. Denn die Niederlassungsbewilligungen, �ber welche diese Kinder nach ihrer Geburt kraft des Aufenthaltsrechtes ihrer leiblichen V�ter verf�gten, sind gem�ss Art. 61 AuG l�ngst erloschen. Die Beschwerdef�hrer behaupten auch nicht, die Kinder pflegten eine intensive Beziehung zu ihren in der Schweiz niedergelassenen V�tern, die sie vom Ausland aus nicht mehr aufrechterhalten k�nnten. Dem Dargelegten zufolge ist auf die Beschwerde bez�glich der Kinder AV.________ und BW.________ nicht einzutreten, falls die Mutter keine Bewilligung erh�lt (vgl. BGE 135 II 1 E. 1.3 in fine S. 5.).
Gem�ss Art. 42 Abs. 1 AuG haben ausl�ndische Ehegatten von Schweizern Anspruch auf Erteilung und Verl�ngerung der Aufenthaltsbewilligung, wenn sie zusammenwohnen. Art. 51 Abs. 1 lit. b AuG zufolge erlischt dieser Anspruch, wenn Widerrufsgr�nde nach Art. 63 AuG vorliegen.
3.1 Das kantonale Departement sowie das Verwaltungsgericht gehen davon aus, dass der Widerrufsgrund des Art. 63 Abs. 1 lit. c AuG erf�llt ist. Danach kann ein Bewilligungswiderruf erfolgen, wenn der Ausl�nder oder eine Person, f�r die er zu sorgen hat, dauerhaft und in erheblichem Mass auf Sozialhilfe angewiesen ist (vgl. Urteile des Bundesgerichts 2C_268/2011 vom 22. Juli 2011 E. 6.2; 2C_74/2010 vom 10. Juni 2010 E. 3.4; 2C_130/2010 vom 25. Juni 2010 E. 3.1; 2C_672/ 2008 vom 9. April 2009 E. 2.2 und 3; noch zum fr�heren Recht, Art. 10 Abs. 1 lit. d ANAG [BS 1 121, AS 1949 I 221 227]: BGE 125 II 633 E. 3c S. 641; 123 II 529).
Insoweit stellt die Vorinstanz fest, die Beschwerdef�hrerin habe bisher Sozialhilfe in der H�he von Fr. 18'575.-- bezogen. Der Ehemann schulde zudem der Gemeinde Fr. 72'310.-- unter anderem f�r bezogene Sozialhilfeleistungen sowie bevorschusste Unterhaltszahlungen. Ausserdem l�gen bei ihm Betreibungen in der H�he von Fr. 437'283.-- und Verlustscheine in der H�he von Fr. 189'111.-- vor. Bis auf Weiteres sei das Einkommen des Ehemannes die einzige Einkommensquelle. Es unterliege aber einer Lohnpf�ndung von monatlich Fr. 2'786.-- zur Weiterleitung an die Kinder, die er in einer vorangegangenen Ehe gezeugt hatte, und an deren Mutter. Damit habe er keine M�glichkeit, ausserhalb dieses Betreibungsverfahrens weitere Schulden zu tilgen. Bei Zugrundelegung eines monatlichen Gesamtbedarfs von Fr. 8'249.-- und des Nettolohnes des Ehemannes von Fr. 5'893.-- ergebe sich vorliegend ein monatlicher Fehlbetrag von Fr. 2'356.--. Der Unterhalt, welcher der Beschwerdef�hrerin f�r ihre Kinder aus den vorangegangenen Ehen zust�nde, k�nne nicht ber�cksichtigt werden, da bisher keinerlei Angaben �ber deren Zahlung best�nden. Die Best�tigung �ber ihre Einstellung als Zimmerm�dchen lege nahe, dass sie durch ihr Einkommen die finanzielle Situation nicht derart verbessern k�nnte, dass nicht mehr von einem Fehlbetrag auszugehen w�re.
3.2 Die Beschwerdef�hrer machen geltend, der Lohn des Ehemannes sei zwar gepf�ndet worden, er komme aber mit dem Existenzminimum aus. Auch in Zukunft werde er keine Sozialhilfe beanspruchen, da er eine Arbeitsstelle gefunden habe, bei welcher er einen "guten" Lohn erziele. Der Sozialhilfebezug der Beschwerdef�hrerin liege bereits drei Jahre zur�ck. Zudem habe sie eine Bescheinigung vorgelegt, aus welcher sich ergebe, dass sie nach Entlassung aus der Klinik als Zimmerm�dchen werde arbeiten k�nnen, wodurch sich das eheliche Einkommen "sp�rbar" erh�hen w�rde. Ausserdem w�rden sie f�r die Kinder AV.________ und BW.________ Kinderzulagen und bei den V�tern die monatlich festgelegten Unterhaltsbeitr�ge von Euro 100.-- sowie Fr. 400.-- geltend machen k�nnen. Die Vorinstanz gehe zu Unrecht davon aus, dass sich die finanzielle Situation der Beschwerdef�hrer dadurch nicht verbessern w�rde.
3.3 Mit dieser Kritik wiederholen die Beschwerdef�hrer im Wesentlichen das, was sie bereits gegen�ber der Vorinstanz vorgebracht haben. Sie zeigen jedoch nicht auf, warum der Schluss der Vorinstanz, das allf�llige Einkommen bei einer Teilzeitbesch�ftigung als Zimmerm�dchen verhindere die erhebliche Inanspruchnahme von Sozialhilfe nicht, unzutreffend sein soll. Immerhin geht es um einen monatlichen Fehlbetrag von �ber Fr. 2'300.--. Zudem legen die Beschwerdef�hrer nicht dar, wie die Betreuung der drei Kinder w�hrend ihrer Berufst�tigkeit sichergestellt werden soll. Allenfalls w�rden zus�tzliche Kosten f�r die Fremdbetreuung anfallen. Auch der Hinweis auf die Unterhaltsanspr�che f�r AV.________ und BW.________ verf�ngt nicht, nachdem die Kindsmutter diesbez�glich bisher offenbar unt�tig geblieben ist und denn auch keine entsprechenden Zahlungseing�nge zu verzeichnen sind. Unter anderem fehlen jegliche Angaben der Beschwerdef�hrer, ob die entsprechenden Betr�ge �berhaupt eintr�glich gemacht werden k�nnten und was sie diesbez�glich unternommen haben. Schliesslich k�nnten auch die Kinderzulagen den Fehlbetrag beim Erwerbseinkommen bei Weitem nicht ausgleichen.
Demnach hat die Vorinstanz den Widerrufsgrund des Art. 63 Abs. 1 lit. c AuG zu Recht als erf�llt betrachtet. Insoweit spielt - entgegen der Ansicht der Beschwerdef�hrer - keine Rolle, ob sie ein Verschulden an der Sozialhilfebed�rftigkeit trifft. Das spielt erst im Rahmen der vorzunehmenden Verh�ltnism�ssigkeitspr�fung eine Rolle (vgl. erw�hntes Urteil 2C_74/2010 E. 3.4 in fine).
Dar�ber hinaus stellt das Verwaltungsgericht auf das deliktische Verhalten und die Verurteilung der Beschwerdef�hrerin wegen Brandstiftung ab. Gem�ss einem F�hrungs- und Therapiebericht vom 16. Juli 2010 besteht weiterhin ein mittelhohes R�ckfallrisiko bei der Beschwerdef�hrerin, da wenig Krankheitseinsicht und Einsicht in die konflikthafte Beziehungsgestaltung gegeben sei. In der Beziehung zum Ehemann w�rden sich grosse Schwierigkeiten und Konflikte zeigen, welche die n�tige Stabilit�t im ausserstation�ren Rahmen nicht gew�hrleisten k�nnten. Zur Durchsetzung ihrer W�nsche habe die Beschwerdef�hrerin erneut ein (kleines) Feuer entfacht. Dementsprechend hatte das Amt f�r Justizvollzug eine bedingte Entlassung verweigert. Dem Verwaltungsgericht zufolge spreche das Interesse an der Wahrung der �ffentlichen Sicherheit und Ordnung in dieser Hinsicht ebenfalls in erheblichem Masse gegen den Aufenthalt der Beschwerdef�hrerin in der Schweiz.
Unbehelflich erweisen sich die Einw�nde der Beschwerdef�hrer, der Therapiebericht sei als Parteigutachten zu werten und das R�ckfallrisiko beruhe auf Spekulationen. Tatsache ist, dass die Beschwerdef�hrerin bereits mindestens zweimal Br�nde gelegt hat und sie wiederholt wegen psychischer Probleme behandelt wurde. Der blosse Hinweis darauf, dass es sich bei der Klinik, in welcher sich die Beschwerdef�hrerin befindet, um eine "kantonale Institution" handelt, gen�gt nicht, um den erw�hnten Therapiebericht als unzuverl�ssig erscheinen zu lassen. Dementsprechend ist auch der Antrag der Beschwerdef�hrer auf Einholung einer unabh�ngigen Expertise zur R�ckfallgefahr zur�ckzuweisen.
Soweit die Beschwerdef�hrer geltend machen, die Ehefrau werde nach ihrer Entlassung aus der Klinik keine ernst zu nehmende Gefahr f�r die �ffentliche Sicherheit mehr darstellen, kann dem nicht gefolgt werden. Die Entlassung nach Art. 62 StGB aus einer station�ren Massnahme erfolgt immer nur bedingt, weil es schwierig ist, das k�nftige Wohlverhalten hinreichend verl�sslich zu prognostizieren (vgl. Stratenwerth/Wohlers, Schweizerisches Strafgesetzbuch, 2. Aufl. 2009, N. 1 zu Art. 62 StGB). Es kann somit nicht bereits geschlossen werden, es gehe bei einer Entlassung keine Gefahr mehr von der betreffenden Person aus. Zudem ist denkbar, dass eine station�re therapeutische Massnahme mangels Therapierbarkeit der Beschwerdef�hrerin aufgehoben und eine Verwahrung mangels qualifizierter Wahrscheinlichkeit einer Gef�hrdung nicht angeordnet wird, aber weiterhin eine Gef�hrdung besteht (s. N�heres in BGE 137 II 233 E. 5.2 S. 235 ff. mit Hinweisen).
Dem Dargelegten zufolge erf�llt die Beschwerdef�hrerin auch den Widerrufsgrund des Art. 63 Abs. 1 lit. b AuG, welcher gegeben ist, wenn ein Ausl�nder in schwerwiegender Weise gegen die �ffentliche Sicherheit und Ordnung in der Schweiz oder im Ausland verstossen hat oder die innere oder die �ussere Sicherheit gef�hrdet (s. N�heres in BGE 137 II 297 E. 3 S. 302 ff.). Die vors�tzliche Brandstiftung sowie die reelle Gefahr, dass ein solches Delikt erneut begangen wird, ist mit Blick auf die bedrohten Rechtsg�ter als "schwerwiegend" zu qualifizieren. Zwar hat die Vorinstanz diesen Widerrufsgrund nicht explizit genannt. Sie hat jedoch s�mtliche Umst�nde, die ihn begr�nden, aufgef�hrt und ihren Entscheid ebenfalls hierauf gest�tzt. Bereits das Amt f�r Polizeiwesen und Zivilrecht Graub�nden hatte sich in seinem Entscheid vom 3. Februar 2010 auf die von der Beschwerdef�hrerin ausgehende Gefahr f�r die �ffentliche Sicherheit und Ordnung berufen. Da das Bundesgericht das Recht gem�ss Art. 106 Abs. 1 BGG von Amtes wegen anwendet, ist die Feststellung, dass auch der letztgenannte Widerrufsgrund erf�llt ist, zul�ssig.
Die Beschwerdef�hrer machen geltend, der Anspruch auf Familienzusammenf�hrung gehe bei Angeh�rigen von Staaten der Europ�ischen Union (EU) nicht deshalb unter, weil der Nachzug zur Sozialhilfeabh�ngigkeit f�hren k�nne. Das gelte auch, wenn die Familienangeh�rigen aus einem der EU nicht beigetretenen Staat nachgezogen werden. Art. 8 und 14 BV sowie Art. 8 EMRK w�rden verletzt, wenn in Bezug auf den Beschwerdef�hrer als Schweizer B�rger eine strengere Handhabung gelten w�rde. Als Inl�nder k�nne er eine rechtsgleiche Behandlung verlangen.
Es braucht nicht n�her auf diese R�ge eingegangen zu werden, da die Beschwerdef�hrerin auch den Widerrufsgrund des Art. 63 Abs. 1 lit. b AuG erf�llt. Denn selbst wenn ein EU-B�rger betroffen w�re, k�nnte ein Nachzug von Familienangeh�rigen aus Gr�nden der �ffentlichen Sicherheit oder Ordnung verweigert werden, sofern von Letzteren eine tats�chliche und hinreichend schwere Gef�hrdung anerkannter Rechtsg�ter ausgeht (vgl. BGE 136 II 5 E. 4 S. 19 ff.; 130 II 176 E. 3.3 und 3.4 S. 181 ff. mit Hinweisen). Wie ausgef�hrt (s. E. 4 hievor), ist das vorliegend der Fall.
Die Verweigerung der begehrten Bewilligungen muss namentlich mit Blick auf den Schutz des Familienlebens nach Art. 8 EMRK und Art. 13 BV verh�ltnism�ssig sein.
6.1 Wohl ist den Beschwerdef�hrern kein erhebliches Verschulden an der F�rsorgebed�rftigkeit vorzuwerfen. Hingegen wiegt die Gef�hrdung der �ffentlichen Sicherheit und Ordnung, welche von der Beschwerdef�hrerin auch noch aktuell ausgeht, besonders schwer (dazu E. 4 hievor). Durch Brandstiftung werden nicht nur Verm�gensg�ter, sondern auch Leib und Leben anderer Personen gef�hrdet. Insoweit besteht ein erhebliches Interesse an der Fernhaltung der Beschwerdef�hrerin.
6.2 Wird der Beschwerdef�hrerin sowie den Kindern AV.________ und BW.________ die Einreise bzw. die Aufenthaltsbewilligung verweigert, m�sste die Familie entweder ein getrenntes Leben an verschiedenen Wohnorten in Kauf nehmen oder aber der Schweizer Ehemann mit der j�ngsten Tochter CX.________, die ebenfalls Schweizer B�rgerin ist, zur restlichen Familie ins Ausland ziehen. Zwar haben die Beschwerdef�hrerin und ihre beiden �lteren Kinder bereits zeitweise - auch rechtm�ssig - in der Schweiz gelebt. Sie haben aber zuletzt �ber keinen Aufenthaltstitel f�r die Schweiz mehr verf�gt. Wegen den station�ren Aufenthalten der Mutter in psychiatrischen Einrichtungen waren sie in der Schweiz zeitweise fremdbetreut worden. Die Beschwerdef�hrerin reiste ohne entsprechende Bewilligung und ohne ihre Kinder im Dezember 2008 wieder in die Schweiz ein, wo sie seither aufgrund des laufenden Verfahrens bloss geduldet wird und sich seit April 2009 infolge von Massnahmen nach Art. 59 StGB wegen der von ihr begangenen Brandstiftungen in einer Klinik aufh�lt. Zuvor - zwischen Februar und Dezember 2008 - hatte sie eine rund zehnmonatige Trennung von ihrer damals noch nicht einmal einj�hrigen Tochter CX.________ hingenommen. Diese hatte sie anl�sslich ihrer Ausreise Anfang Februar 2008 in der Schweiz zur�ckgelassen. Im �brigen hat sie den gr�ssten Teil ihres Lebens in ihrer Heimat verbracht, wo sie auch die Schulen besuchte. Anl�sslich ihrer Eheschliessung konnten die Beschwerdef�hrer aufgrund ihrer finanziellen Situation nicht ohne weiteres damit rechnen, dass sie ihre Ehe in der Schweiz w�rden leben k�nnen. Die Beschwerdef�hrer haben einen Verbleib in Serbien wohl auch erwogen. Namentlich reiste der Ehemann dorthin, um die Ehe zu schliessen und einige Zeit mit der Beschwerdef�hrerin zusammenzuleben. Obwohl sie im M�rz 2008 heirateten, stellten sie erst im Februar 2009 das Nachzugsgesuch f�r die Schweiz.
Der Einwand, im Falle eines Wegzugs des Beschwerdef�hrers nach Serbien k�nnte dieser seine Gl�ubiger nicht mehr bedienen, verf�ngt nicht. Bei der Bewilligung des Nachzugs w�re ihm eine Schuldentilgung auch nicht m�glich, da die Familie auf F�rsorge angewiesen w�re. Zudem hat der Beschwerdef�hrer nicht dargelegt, dass und inwiefern er bisher entsprechende Vorkehren getroffen hatte. Der Hinweis darauf, dass dann auch seine Kinder aus seiner ersten Ehe und deren Mutter vom Staat unterst�tzt werden m�ssten, ist ebenso wenig entscheidend, nachdem dieser bereits entsprechende Unterhaltsvorsch�sse leisten musste, weil der Beschwerdef�hrer keine Zahlungen geleistet hatte und hernach betrieben werden musste. Inwiefern der Beschwerdef�hrer Kontakte zu diesen Kindern pflegt, die er von Serbien aus nicht mehr aufrechterhalten k�nnte, hat er nicht n�her dargelegt.
6.3 Die Beschwerdef�hrer nehmen Bezug auf den in BGE 135 I 143 publizierten Entscheid des Bundesgerichts. Dabei geht es um den Aufenthaltsanspruch einer ausl�ndischen Mutter gest�tzt auf die Beziehung zu ihrem schweizerischen Kind. Die Beschwerdef�hrer �bersehen aber, dass ein solcher Anspruch entf�llt, wenn - wie hier - Beeintr�chtigungen der �ffentlichen Ordnung und Sicherheit von einer gewissen Schwere gegeben sind (vgl. BGE 135 I 143 E. 4.4 S. 152 f.; 153 E. 2.2.4 und 2.3 S. 158 f.; 136 I 285 E. 5 S. 287 ff.; 137 I 247 E. 4 und 5 S. 249 ff. mit Hinweisen). Zudem hatte die Beschwerdef�hrerin ihre Schweizer Tochter CX.________ freiwillig mehrere Monate in der Schweiz gelassen und von ihr getrennt gelebt, so dass fraglich ist, inwiefern hier �berhaupt eine intakte und damit sch�tzenswerte Beziehung besteht.
6.4 Bei einer Gesamtbetrachtung ist der Schluss des Verwaltungsgerichts, wonach die Interessen an der Fernhaltung der Beschwerdef�hrerin diejenigen an ihrem Verbleib �berwiegen, weshalb die Verweigerung der f�r sie begehrten Bewilligung zu sch�tzen sei, nicht zu beanstanden.
Dem Dargelegten zufolge erweist sich die Beschwerde als unbegr�ndet und ist daher abzuweisen, soweit auf sie einzutreten ist.
Diesem Ausgang entsprechend haben die Beschwerdef�hrer die Kosten des bundesgerichtlichen Verfahrens zu tragen (Art. 65 f. BGG). Parteientsch�digungen werden nicht zugesprochen (vgl. Art. 68 BGG).

References: Art. 8

Art. 13
 Art. 59
 Art. 83
 Art. 42
 Art. 42
 Art. 42
 BGE 
 Art. 61
 BGE 
in fine
 Art. 42
 Art. 51
 Art. 63
 Art. 63
 Art. 10
 BGE 
 Art. 63
in fine
 Art. 62
 Art. 62
 BGE 
 Art. 63
 BGE 
 Art. 106
 Art. 8
 Art. 8
 Art. 63
 BGE 
 Art. 8
 Art. 13
 Art. 59
 BGE 
 BGE 
 Art. 68