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Timestamp: 2020-02-21 02:51:41+00:00

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§ 519 ZPO: Berufungsschrift
Berufungsschrift
1.die Bezeichnung des Urteils, gegen das die Berufung gerichtet wird;
2.die Erklärung, dass gegen dieses Urteil Berufung eingelegt werde.
§ 518 ZPO
BGH, BESCHLUSS vom 3.6.2016, Az. IV ZB 39/15 Damit wird weitgehend an den früheren Rechtszustand (§ 519 Abs.3 Nr. 2 ZPO a.F.) angeknüpft, wobei die Anforderungen an die Darlegung der Rechtsverletzung und ihrer Entscheidungserheblichkeit nach der Vorstellung des Gesetzgebers sogar noch etwas herabgesetzt worden sind (BGH, Beschluss vom 21. Mai 2003 -VIII ZB 133/02, NJW-RR 2003, 1580 unter II 3 b aa m.w.N.;Urteil vom 18. September 2001 - X ZR 196/99, NJW-RR 2002, 209 unter 1 m.w.N.).
BGH, BESCHLUSS vom 2.1.2016, Az. II ZB 8/15 9	aa)	Es entspricht zwar der ständigen Rechtsprechung des Bundesge- richtshofs, dass sich ein Rechtsanwalt bei der Übermittlung eines fristgebundenen Antrags als Telefax hinsichtlich der Richtigkeit der Telefaxnummer des Gerichts auf sein zuverlässiges Personal verlassen kann, weil sich die anwaltliche Prüfungspflicht nur auf die Richtigkeit der Bezeichnung des Gerichts im Sinne des § 519 Abs. 1 ZPO bezieht, nicht dagegen auf die richtige postalische Anschrift oder die richtige Wahl der Telefaxnummer, bei der es sich um eine einfache büromäßige Aufgabe ohne jeden rechtlichen Bezug handelt, deren Erledigung der Rechtsanwalt seinem geschulten, zuverlässigen Personal überlassen darf (st. Rspr., siehe nur BGH, Beschluss vom 23. März 1995 -VII ZB 19/94, NJW1995, 2105, 2106; Beschluss vom 3. Dezember 1996 - IX ZB 20/96, NJW 1997, 948).
BGH, BESCHLUSS vom 3.3.2015, Az. XII ZB 590/13 Die Vorschrift verlangt keine besondere Formalisierung der Antragstellung, so dass es insbesondere eines förmlichen und vom übrigen Inhalt der Beschwerdebegründung abgesetzten Antrages nicht bedarf (vgl. BGH Beschluss vom 13. Mai 1998 -VIII ZB 9/98- NJW-RR 1999, 211 zu § 519 Abs.3 Nr. 1 ZPO aF).
BGH, BESCHLUSS vom 2.6.2014, Az. VI ZB 15/14 Da auch die Beglaubigungsvermerke auf den beigefügten Abschriften nicht unterschrieben waren, kommt eine Ersetzung der fehlenden Unterschrift auf der Urschrift nicht in Betracht (vgl. Senatsbeschluss vom 5. März 1954 -VIZB 21/53, LM §519 ZPO Nr. 14; BGH, Beschluss vom 12. Dezember 1984 - IVb ZB 103/84, VersR 1985, 285, 286).
BGH, BESCHLUSS vom 3.5.2014, Az. XII ZB 134/13 Daher reicht es aus, wenn die innerhalb der Begründungsfrist eingereichten Schriftsätze des Berufungsklägers ihrem gesamten Inhalt nach eindeutig ergeben, in welchem Umfang und mit welchem Ziel das Urteil angefochten werden soll (vgl. BGH Urteil vom 22. März 2006 - VIII ZR 212/04 - NJW 2006, 2705 Rn. 8 mwN; vgl. auch Senatsbeschluss vom 15. Oktober 2003 - XII ZB 103/02 - FamRZ 2004, 179, 180 zu § 519 Abs.3 Nr. 1 ZPO aF).
BGH, BESCHLUSS vom 2.9.2012, Az. XI ZB 25/11 Dies stellt eine anwaltlich vertretene Partei - wie hier die Klägerin - vor keine erheblichen oder gar unzu demutbaren Anforderungen (vgl. BVerfG, NJW-RR 2002, 135f.zu der Vorgängerregelung § 519 Abs.3 Nr. 2 ZPO).
BGH, BESCHLUSS vom 3.4.2012, Az. XII ZB 375/11 Daher reicht es aus, wenn die innerhalb der Begründungsfrist eingereichten Schriftsätze des Berufungsklägers ihrem gesamten Inhalt nach eindeutig ergeben, in welchem Umfang und mit welchem Ziel das Urteil angefochten werden soll (vgl. BGH Urteil vom 22. März 2006 - VIII ZR 212/04 - NJW 2006, 2705 Rn. 8 mwN; vgl. auch Senatsbeschluss vom 15. Oktober 2003 -XIIZB 103/02- FamRZ 2004, 179, 180 zu § 519 Abs.3 Nr. 1 ZPO aF).
BGH, BESCHLUSS vom 1.2.2012, Az. II ZB 23/11 Bereits nach der Rechtsprechung des Reichsgerichts (RGZ 119, 62, 63; JW 1930, 2953 Nr. 21; JW 1934, 420 Nr. 16; JW 1938, 237 Nr. 48), der sich der Bundesgerichtshof angeschlossen hat (siehe nur BGH, Beschluss vom 5. März 1954 -VI ZB 21/53, LM Nr. 14 zu § 519 ZPO; Urteil vom 22. September 1992 - XI ZR 35/92, VersR 1993, 459 [juris Rn. 13]; siehe auch BFH, Urteil vom 27. Juli 1977 -1 R 207/75, BFHE 123, 286, 287 f. [juris Rn. 8]), ersetzt die beglaubigte Abschrift einer Berufungs- oder Berufungsbegründungsschrift die Urschrift, wenn der Beglaubigungsvermerk von dem Prozessbevollmächtigten des Berufungsklägers handschriftlich vollzogen ist.
BGH, BESCHLUSS vom 2.0.2010, Az. VIII ZB 64/09 Denn die in der Sollvorschrift des § 519 Abs.3 ZPO vorgesehene Vorlage einer Ausfertigung oder beglaubigten Abschrift des angefochtenen Urteils ist zwar nicht der einzige Umstand, aufgrund dessen sich eine fehlende Angabe in der Berufungsschrift als unschädlich erweisen kann; sie stellt indessen ein geeignetes Mittel und letztlich den sichersten Weg dar, um Zweifelsfälle zu vermeiden (vgl. BGHZ 165, 371, 373; BGH, Beschluss vom 6. Dezember 2006 -IVZB 20/06, NJW-RR 2007, 935, Tz. 8).
BGH, BESCHLUSS vom 4.6.2009, Az. VII ZB 111/08 -7- Allerdings hat der Bundesgerichtshof für das frühere Recht (§ 519 Abs. 2 Satz 3 ZPO a.F.) grundsätzlich in Zweifel gezogen, ob der Rechtsmittelführer auch darauf vertrauen darf, dass einem zweiten ordnungsgemäß begründeten Verlängerungsantrag stattgegeben wird (BGH, Beschluss vom 21. Februar 2000 - II ZB 16/99; NJW-RR 2000, 947; vgl. auch BGH, Beschluss vom 4. März 2004 -IXZB 121/03, NJW 2004, 1742; offengelassen von BGH, Beschluss vom 4. Juli 1996 -VII ZB 14/96, NJW 1996, 3155).
BGH, BESCHLUSS vom 4.9.2008, Az. III ZB 31/08 ZPO § 234 Abs. 1 A Der Rechtsanwalt ist, auch nachdem die Berufungsbegründungsfrist nicht mehr mit der Einlegung der Berufung (§ 519 Abs. 2 Satz 2 ZPO a.F.), sondern mit der Zustellung des in vollständiger Form abgefassten erstinstanzlichen Urteils (§ 520 Abs. 2 Satz 1 ZPO n.F.) beginnt, verpflichtet, bei Vorlage der Plandakten im Zusammenhang mit der Abfassung der Berufungsbegründung zu prüfen, ob die Berufung innerhalb der Frist des § 517 ZPO eingelegt worden ist (Fortführung von BGH, Beschluss vom 25. Mai 1994 -XII ZB 57 und 92/94 -VersR 1995, 69).
LAG Düsseldorf, Urteil vom 4.5.2008, Az. 11 Sa 275/08 Die Rechtsprechung hat seit Jahrzehnten kontinuierlich über den Wortlaut des § 519 Abs. 2 ZPO (bis 31.12.2001: § 518 Abs. 2 ZPO a. F.) hinaus verlangt, die Rechtsmittelschrift müsse nach § 519 Abs. 2 Nr. 2 ZPO (bis 31.12.2001: § 518 Abs. 2 Nr. 2 ZPO a. F.) erkennen lassen, für wen das Rechtsmittel eingelegt werde und gegen wen es sich richte, wobei vor allem an die eindeutige Bezeichnung des Rechtsmittelführers strenge Anforderungen zu stellen seien (BGH 19.02.2002 - VI ZR 394/00 - NJW 2002, 1430 f.; BGH 13.01.2004 - VI ZB 53/03 - MDR 2004, 703, 704).
BGH, BESCHLUSS vom 4.1.2008, Az. III ZB 74/07 Der Formvorschrift des §519 Abs. 2 ZPO (früher § 518 Abs. 2 ZPO) ist nur entsprochen, wenn bis zu dem Ablauf der Rechtsmittelfrist angegeben wird, für wen und gegen wen das Rechtsmittel eingelegt werden soll (vgl. BGH, Beschlüsse vom 22. November 2005 -XIZB 43/04- NJW-RR 2006, 284; vom 10. Oktober 2006 - XIZB 14/06- NJW-RR 2007, 413, 414 Rn. 8).
LAG Düsseldorf, Urteil vom 4.1.2008, Az. 11 Sa 1939/07 Maßgeblich für die Auslegung der Rechtsmittelschrift sind alle dem Rechtsmittelgericht innerhalb der Rechtsmittelfrist (BGH 19.09.2002 - V ZB 31/02 - a. a. O.) zugänglichen Umstände, neben der Rechtsmittelschrift selbst auch die dieser gemäß § 519 Abs.3 ZPO i.V.m.§ 64 Abs.6 Satz 1 ArbGG beizufügende Ausfertigung oder beglaubigte Abschrift des angefochtenen Urteils oder weiter vorhandene Unterlagen (BGH 11.07.2003 - V ZR 233/01 - a. a. O.).
BGH, BESCHLUSS vom 2.9.2007, Az. VIII ZB 26/07 Nach dieser Bestimmung ist - insoweit in Übereinstimmung mit § 519 Abs.3 Nr. 2 ZPO aF - die auf den Streitfall bezogene Darlegung erforderlich, in welchen Punkten und aus welchen Gründen der Berufungskläger das angefochtene Urteil für unrichtig hält (BGH, Urteil vom 26. Juni 2003 - III ZB 71/02, NJW 2003, 2532, unter II 1).
BGH, BESCHLUSS vom 2.9.2007, Az. VIII ZB 26/07 Im Falle einer umfassenden Anfechtung des gesamten Urteils ist die Berufung daher unzulässig, soweit die Berufungsbegründung das Urteil bezüglich eines quantitativ abgrenzbaren Teils des Streitgegenstandes nicht in Frage stellt (vgl. zu §519 Abs.3 Nr. 2 ZPO aF BGH, Urteile vom 11. November 1999 -VII ZR 68/99, NJW-RR 2000, 1015, unter II 1, vom 13. November 1997 -VII ZR 199/96, NJW 1998, 1081, unter II 1 b, und vom 13. Februar 1997 - III ZR 285/95, NJW 1997, 1309, unter I 1, jeweils m.w.N.).
LAG Hamm, Urteil vom 3.6.2007, Az. 6 Sa 21/07 Während die Berufungsbegründung bisher ohne Differenzierung zwischen den möglichen Berufungsangriffen 'die bestimmte Bezeichnung der im Einzelnen anzuführenden Gründe der Anfechtung' sowie der neu anzuführenden Tatsachen, Beweismittel und Beweiseinreden enthalten musste (§ 519 Abs.3 Nr. 2 ZPO a.F.), unterscheidet § 520 Abs.3 Satz 2 ZPO jetzt zwischen den nach der Reform zulässigen Berufungsgründen und bestimmt dafür jeweils unterschiedliche Mindestanforderungen an die Rechtsmittelbegründung (BGH Beschl. v. 26.06.2003 - III ZB 71/02; BGH Beschl. v. 29.05.2003 - XII ZB 165/02).
BGH, BESCHLUSS vom 3.0.2007, Az. XII ZB 207/06 Das ist nicht der Fall, wenn sich trotz Erfüllung der Voraussetzungen des § 519 ZPO aus den Begleitumständen mit einer jeden vernünftigen Zweifel ausschließenden Deutlichkeit ergibt, dass der Schriftsatz nicht zur Einlegung des Rechtsmittels, sondern nur zur Darlegung der Erfolgsaussicht dienen soll (st. Rspr., vgl. etwa Senatsbeschlüsse BGHZ 165, 318, 320 f. = FamRZ 2006, 400 f., vom 19. Mai 2004 -XII ZB 25/04- FamRZ 2004, 1553, 1554 und vom 15. September 1999 -XII ZB 114/99 - FamRZ 2001, 907).
BGH, BESCHLUSS vom 3.11.2006, Az. IV ZB 20/06 schritt entsprechend der Sollvorschrift des § 519 Abs.3 ZPO eine Abschrift der angefochtenen Entscheidung beigefügt worden wäre (BGHZ 165, 371, 373).
BGH, BESCHLUSS vom 3.11.2006, Az. IV ZB 20/06 9	Anerkannt	ist	insbesondere, dass - gemessen an den formalen An- forderungen des § 519 Abs. 2 ZPO - an sich unzureichende Angaben unschädlich sein können, wenn sich vor Ablauf der Berufungsfrist im Zusammenhang mit den Prozessakten für das Berufungsgericht zweifelsfrei ergibt, welches Urteil von wem angegriffen wird (BGH, Beschlüsse vom 24. April 2003 aaO unter 2 b und vom 25. Februar 1993 - VII ZB 22/92 -BGHR ZPO § 518 Abs. 2 Nr. 1 'Urteilsbezeichnung 7' unter 2; Musielak/ Ball, ZPO 5. Aufl. §519 Rdn. 4; Zöller/Gummer/Heßler, ZPO 26. Aufl. § 519 Rdn. 33; jeweils m.w.N.).
BGH, URTEIL vom 2.11.2006, Az. VI ZR 228/05 a) Nach ständiger Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs genügt eine Berufungsbegründung den Anforderungen des § 519 Abs.3 Nr. 2 ZPO a. F. - nunmehr § 520 Abs.3 Satz 2 Nr. 2 bis 4 ZPO - nur dann, wenn sie erkennen lässt, in welchen Punkten tatsächlicher oder rechtlicher Art das angefochtene Urteil nach Ansicht des Berufungsklägers unrichtig ist und auf welchen Gründen diese Ansicht im Einzelnen beruht (vgl. Senatsurteil vom 13. November 2001 -VI ZR 414/00 - VersR 2002, 999 ff. m. w. N.; BGH, BGHZ 143, 169, 171; Beschluss vom 10. Januar 1996 - IV ZB 29/95 - NJW-RR 1996, 572; BGH, Urteile vom 13. November 1997 - VII ZR 199/96 - NJW 1998, 1081, 1082; vom 18. Juni 1998 - IX ZR 389/97 - NJW 1998, 3126 und vom 18. Juli 2001 - IV ZR 306/00 -VersR 2001, 1304, 1305).
BGH, BESCHLUSS vom 4.1.2006, Az. IX ZB 196/04 Damit wird weitgehend an den Rechtszustand vor Inkrafttreten des Zivilprozessreformgesetzes vom 27. Juli 2001 (§519 Abs.3 Nr. 2 ZPO a.F.) angeknüpft; nach dem Willen des Reformgesetzgebers sollten dabei die Anforderungen an den Inhalt der Rüge falscher Rechtsanwendung gesenkt werden (Gesetzentwurf der Bundesregierung, BT-Drucks. 14/4722 S. 95; vgl. BGH,
BGH, BESCHLUSS vom 2.10.2005, Az. XI ZB 43/04 Nach ständiger Rechtsprechung ist der Formvorschrift des § 519 Abs. 2 Nr. 2 ZPO (früher: § 518 Abs. 2 ZPO a.F.) nur entsprochen, wenn bis zu dem Ablauf der Rechtsmittelfrist zweifelsfrei angegeben wird, für wen und gegen wen das Rechtsmittel eingelegt werden soll (BGH, Beschluss vom 13. Januar 2004 - VI ZB 53/03, NJW-RR 2004, 572, 573 m.w.Nachw.).
LAG Köln, Urteil vom 4.10.2005, Az. 5 Sa 1125/05 Es gilt die Regel, dass grundsätzlich alle der Sozietät angehörenden Anwälte auch bevollmächtigt im Sinne von § 519 Abs. 2 ZPO sind (vgl. BGH vom 06.02.1986 – 5 AZB 3/85 – VersR 1998, S. 686).
LAG Köln, Urteil vom 2.7.2005, Az. 9 Sa 266/05 Hat das erstinstanzliche Gericht seine Entscheidung auf mehrere voneinander unabhängige, selbständig tragende rechtliche Erwägungen gestützt, muss er in der Berufungsbegründung für jede dieser Erwägungen darlegen, warum sie unzutreffend sein soll; andernfalls ist das Rechtsmittel unzulässig (zur Rechtslage nach § 519 Abs.3 Nr. 2 ZPO a. F.: BAG, Urteil vom 21. November 2002 – 6 AZR 82/01 -; zu § 520 Abs.3 S. 2 ZPO n.F.: BGH, Urteil vom 26. Juni 2003 – III ZB 71/02 -).
BGH, BESCHLUSS vom 4.5.2005, Az. V ZB 45/04 Die Berufungsbegründung muß deshalb Ergebnis der geistigen Arbeit des Berufungsanwalts sein (st. Rspr., vgl. BGHZ 37, 156, 159 f; BGH, Urt. v. 13. Juli 1989, VII ZR 223/88, NJW 1989, 3022; Urt. v. 19. Oktober 1988, IVb ZR 5/88, NJW 1989, 394; Urt. v. 28. März 1969, I ZR 100/67, VersR 1969, 617; Beschl. v. 28. September 1962, IV ZB 313/62, VersR 1962, 1204; Beschl. v. 11. Dezember 1958, II ZB 18/58, LM § 519 ZPO Nr. 37).
BGH, BESCHLUSS vom 4.5.2005, Az. I ZB 15/05 Da in der vom Kläger persönlich Unterzeichneten, am selben Tage beim Berufungsgericht eingegangen Berufungsschrift vom 1. Oktober 2004 die Parteien und das anzufechtende Urteil vollständig bezeichnet sind, ist durch die Angaben in dem Schriftsatz vom 18. Oktober 2004 den Anforderungen des §519 Abs. 2 Nr. 1 ZPO genügt (zur Bezeichnung des anzufechtenden Urteils durch Angabe eines bereits gebildeten Aktenzeichens vgl. auch BGHZ 36, 258, 259).
BGH, BESCHLUSS vom 3.5.2005, Az. XII ZB 34/04 a)	Allerdings hatte der Bundesgerichtshof zu dem früheren Prozeßrecht entschieden, daß eine Partei, die unbedingt Berufung eingelegt, diese aber innerhalb der Monatsfrist des § 519 Abs. 2 ZPO a.F. (jetzt § 520 Abs. 2 ZPO) noch nicht begründet hat, sondern die Entscheidung über ihr gleichzeitig eingereichtes Prozeßkostenhilfegesuch abwarten will, durch einen rechtzeitigen Antrag auf Verlängerung der Berufungsbegründungsfrist dafür sorgen muß, daß eine Wiedereinsetzung in den vorigen Stand nicht notwendig wird (BGH Beschlüsse vom 24. Juni 1999 - V ZB 19/99 - NJW 1999, 3271, vom 30. Juli 1998 - III ZB 19/98- NJW-RR 1999, 212 und vom 13. Oktober 1992 - XI ZB 12/92- VersR 1993, 1125).
BGH, BESCHLUSS vom 4.3.2005, Az. VI ZR 414/00 Die Berufungsbegründung der Kläger entspricht den Anforderungen des §519 Abs.3 Nr. 2 ZPO a.F. (vgl. BGH, Urt. v. 13. November 2001 - VI ZR 414/00, NJW 2002, 682 ff; v. 4. Februar 2002 - II ZR 214/01, NJW-RR 2002, 1073 f; v. 11. Juli 2002 - VII ZR 261 /00, NJW-RR 2002, 1499).
LAG Düsseldorf, Urteil vom 3.2.2005, Az. 12 Sa 141/05 Diese bereits zu § 519 Abs.3 Nr. 2 ZPO (64 Abs.6 Satz 1 ArbGG a. F.) in der vor dem 01.01.2002 geltenden Fassung entwickelten Rechtsgrundsätze haben auch für die Nachfolgebestimmung des § 520 Abs.3 Nr. 2 ZPO Gültigkeit (BGH, Beschluss vom 26.07.2004,
LAG Hamm, Urteil vom 2.8.2004, Az. 6 Sa 579/04 Während die Berufungsbegründung bisher ohne Differenzierung zwischen den möglichen Berufungsangriffen 'die bestimmte Bezeich-nung der im Einzelnen anzuführenden Gründe der Anfechtung' sowie der neu anzuführen-den Tatsachen, Beweismittel und Beweiseinreden enthalten musste (§ 519 Abs.3 Nr. 2 ZPO a.F.), unterscheidet § 520 Abs.3 Satz 2 ZPO jetzt zwischen den nach der Reform zulässi-gen Berufungsgründen und bestimmt dafür jeweils unterschiedliche Mindestanforderungen an die Rechtsmittelbegründung (BGH Beschl. v. 26.06.2003 – III ZB 71/02; BGH Beschl. v. 29.05.2003 – XII ZB 165/02).
BGH, URTEIL vom 4.8.2004, Az. 1 ZR 269/01 In der Rechtsprechung wird allerdings grundsätzlich als äußerer Nachweis, daß der Berufungsanwalt die Verantwortung für das in Bezug genommene Vorbringen übernimmt, gefordert, daß die betreffenden Schriftsätze von dem Berufungsanwalt unter- schrieben oder beglaubigt sind (vgl. BGH, Beschl. v. 11.12.1958 - II ZB 18/58, LM § 519 ZPO Nr. 37).
BGH, URTEIL vom 4.8.2004, Az. 1 ZR 269/01 Davon sind jedoch Ausnahmen vor allem in Fällen gemacht worden, in denen die Forderung eines solchen äußeren Merkmals der Verantwortungsübernahme eine bloße Förmelei gewesen wäre (vgl. BGH, Urt. v. 18.3.1993 - I ZR 48/91, NJW 1993, 1866; BAGE 17, 186, 189f.= NJW 1966, 565, 566; BAG AP § 519 ZPO Nr. 20).
BGH, URTEIL vom 3.1.2004, Az. IV ZR 52/02 Darin lag eine die Klagabweisung insoweit selbständig tragende und gleichwertige rechtliche Erwägung, mit der sich der Kläger gemäß §519 Abs.3 Nr. 2 ZPO a.F. in der Berufungsbegründung hätte auseinandersetzen müssen; seine pauschale Bezugnahme auf das erstinstanzliche Vorbringen genügte dafür nicht (vgl. Senatsbeschluß vom 10. Januar 1996 - IV ZB 29/95 - NJW-RR 1996, 572; BGH, Urteil vom 13. November 1997 - VII ZR 199/96 - NJW 1998, 1081 unter II 2 b (2); BGHZ 143, 169, 170 ff.).
BGH, URTEIL vom 5.6.2003, Az. V ZR 233/01 Maßgeblich für die Auslegung der Rechtsmittelschrift sind alle dem Rechtsmittelgericht innerhalb der Rechtsmittelfrist (BGH, Urt. v. 7. November 1995, aaO; Senat, Beschl. v. 19. September 2002, aaO) zugänglichen Umstände, neben der Rechtsmittelschrift selbst auch die dieser beizufügende (§519 Abs.3 ZPO; §518 Abs.3 ZPO a.F.) Ausfertigung oder beglaubigte Abschrift des angefochtenen Urteils oder weiter vorhandene Unterlagen (BGH, Urt. v. 13. Oktober 1998, VI ZR 81/98, NJW 1999, 291 = LM ZPO §518 Abs. 2 Ziff.2 Nr. 15).
BGH, BESCHLUSS vom 4.5.2003, Az. III ZB 71/02 Wie dort ist deshalb - insoweit in Übereinstimmung mit dem bisherigen Recht - die auf den Streitfall zugeschnittene Darlegung notwendig, in welchen Punkten und aus welchen materiellrechtlichen oder verfahrensrechtlichen Gründen der Berufungskläger das angefochtene Urteil für unrichtig hält (vgl. zu §519 Abs.3 Nr. 2 ZPO a.F. etwa Senatsurteil BGHZ 143, 169, 171; BGH, Urteil vom 18. September 2001 - X ZR 196/99 - NJW-RR 2002, 209, 210).
BGH, BESCHLUSS vom 4.1.2003, Az. III ZB 82/02 c)	Nach der ständigen Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs zu den bis zu dem 31. Dezember 2001 geltenden Berufungsvorschriften kann ein Rechtsanwalt in aller Regel erwarten, daß seinem ersten Antrag auf Verlängerung der Berufungsbegründungsfrist entsprochen wird, wenn ein erheblicher Grund im Sinne des § 519 Abs. 2 Satz 3 ZPO a.F. geltend gemacht wird (vgl. nur BGH, Beschluß vom 24. Oktober 1996 -VIIZB 25/96- NJW 1997, 400).
BGH, URTEIL vom 2.10.2002, Az. XI ZR 25/00 Enthält die Berufungsbegründung nicht zu allen dem Rechtsmittelführer nachteiligen Streitpunkten des angegriffenen Urteils eine § 519 Abs.3 Nr. 2 ZPO a.F. genügende Begründung, ist die Berufung allerdings gleichwohl insgesamt zulässig und die Berufungsinstanz für eine unbeschränkte erneute sachliche und rechtliche Prüfung eröffnet, wenn die Rechtsmittelbegründung - im Falle ihrer Berechtigung - geeignet ist, der angegriffenen Entscheidung insgesamt die Grundlage zu entziehen (BGH, Urteil vom 5. Oktober 1983 -VIII ZR 224/82, WM 1983, 1291; Beschluß vom 25. Januar 1990 - IX ZB 89/89, WM 1990, 1091, 1092).
BGH, BESCHLUSS vom 2.9.2002, Az. VIII ZB 41/02 Der Beschwerdebegründung ist zwar zuzugeben, daß der Vorsitzende des Berufungsgerichts den am 7. März 2002, dem letzten Tag der Berufungs- begründungsfrist, eingereichten und mit Arbeitsüberlastung ausreichend begründeten Antrag der Prozeßbevollmächtigten der Beklagten auf Verlängerung der Berufungsbegründungsfrist entgegen § 519 Abs. 2 Satz 3 ZPO a.F. in Verbindung mit § 26 Nr. 5 EGZPO zu Unrecht abgelehnt hat (vgl. BGH, Beschluß vom 1. August 2001 - VIII ZB 24/01, NJW 2001, 3552 unter II 2).
BGH, URTEIL vom 4.6.2002, Az. VII ZR 261/00 Es reicht hingegen nicht aus, die Würdigung durch den Erstrichter mit formelhaften Wendungen zu rügen oder lediglich auf das Vorbringen erster Instanz zu verweisen (st. Rspr.; BGH, Beschluß vom 17. November 1997 - IIZB 10/97, LM §519 ZPO Nr. 133 a; BGH, Urteil vom 6. Mai 1999 - III ZR 265/98, LM § 519 ZPO Nr. 142; BGH, Urteil vom 24. Januar 2000 - II ZR 172/98, NJW 2000, 1576).
BGH, URTEIL vom 2.6.2002, Az. XI ZR 363/01 Für jede der Erwägungen ist deshalb in einer den Anforderungen des § 519 Abs.3 Nr. 2 ZPO a.F. genügenden Weise darzulegen, warum das angefochtene Urteil dadurch nicht getragen wird (Senatsurteile vom 15. Juni 1993 - XI ZR 111/92, NJW 1993, 3073, 3074 und vom 20. März 2001 - XI ZR 260/00, BGHR ZPO § 519 Abs.3 Nr. 2 Anfechtungsgründe 9; BGH, Urteile vom 13. November 1997 - VII ZR 199/96, NJW 1998, 1081, 1082, vom 18. Juni 1998 - IX ZR 389/97, NJW 1998, 3126 und vom 11. November 1999 - III ZR 98/99, NJW 2000, 947 jeweils m.w.Nachw.).
BGH, URTEIL vom 2.6.2002, Az. XI ZR 363/01 b) Die in der Berufungsbegründung enthaltene Bezugnahme auf den erstinstanzlichen Sachvortrag genügt ebenfalls nicht den Anforderungen des § 519 Abs.3 Nr. 2 ZPO a.F. (st.Rspr., vgl. Senatsbeschluß vom 10. Juli 1990 - XI ZB 5/90, NJW 1990, 2628 und Senatsurteil vom 20. März 2001 - XI ZR 260/00, BGHR ZPO § 519 Abs.3 Nr. 2 Anfechtungsgründe 9).
BVerfG, Beschluss vom 4.9.2001, Az. 1 BvR 1859/01 Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs zu § 519 Abs. 2 Satz 3 ZPO darf ein Prozessbevollmächtigter mit großer Wahrscheinlichkeit dann mit der Bewilligung einer erstmals beantragten Fristverlängerung rechnen, wenn erhebliche Gründe dargelegt sind, wozu auch die - hier geltend gemachte - allgemeine Arbeitsüberlastung gehört (vgl. BGH, NJW 1991, S. 2080 <2081>; VersR 1993, S. 771 <772>; NJW-RR 2000, S. 799 <800>; ebenso BAGE 78, 68 <70 f.>).
BGH, Urteil vom 4.1.2001, Az. erin zu 3/5 In einer Berufungsbegründung muß gemäß § 519 Abs.3 Nr. 2 ZPO im einzelnen dargelegt werden, in welchen Punkten und aus welchen Gründen das angefochtene Urteil für unrichtig gehalten wird (BGH, Urt. v . 11. Mai 1999 - IX ZR 298/97, WM 1999, 1342, 1343 m.w.N.).
BGH, Urteil vom 4.8.2000, Az. 13 U 4/00 Das ist nach der ständigen Rechtsprechung des Bundesgerichtshofes regelmäßig bei einem ersten Verlängerungsantrag der Fall, wenn ein ihn rechtfertigender erheblicher Grund im Sinne des § 519 Abs. 2 Satz 3 ZPO geltend gemacht wurde (vgl. Senatsbeschluß vom 14. Mai 1998 - III ZB 31/97 - BGHR ZPO § 233 - Fristverlängerung 16; BGH, Beschlüsse vom 4. Juli 1996 - VII ZB 14/96- NJW 1996, 3155 und vom 11. November 1998 -VIIIZB 24/98-NJW 1999, 430).
BVerfG, Beschluss vom 5.5.2000, Az. 1 BvR 1797/00 Hinsichtlich der Substantiierungs- und Konkretisierungsanforderungen, die an die Darlegung der 'erhebliche(n) Gründe' im Sinne des § 519 Abs. 2 Satz 3 ZPO zu stellen sind, hat der Bundesgerichtshof (vgl. BGH, VersR 1985, S. 972 f. m.w.N.;NJW-RR 1989, S. 1280; NJW 1991, S. 2080 <2081>) für den Grund der Arbeitsüberlastung entschieden, dass ein Prozessbevollmächtigter nicht deshalb mit einer Ablehnung seines Verlängerungsantrags rechnen muss, weil er die Gründe der Arbeitsüberlastung und die Auswirkungen auf die Bearbeitung gerade der konkreten Sache nicht näher substantiiert und glaubhaft gemacht hat.
BGH, Urteil vom 4.5.2000, Az. 1 ZR 231/97 Die Berufung ist jedoch insgesamt zulässig, wenn sie zu einem den gesamten Streitgegenstand betreffenden Punkt eine den Erfordernissen des § 519 Abs.3 Nr. 2 ZPO genügende Begründung enthält (vgl. BGH, Urt. v. 17.3.1994 - IX ZR 102/93, NJW 1994, 1656, 1657; Urt. v. 11.5.1999 - IX ZR 298/97, NJW 1999, 2435, 2436, jeweils m.w.N.).
BVerfG, Beschluss vom 3.1.2000, Az. 1 BvR 464/00 Hinsichtlich der Substantiierungs- und Konkretisierungsanforderungen, die an die Darlegung der 'erhebliche(n) Gründe' im Sinne des § 519 Abs. 2 Satz 3 ZPO oder des insoweit gleichlautenden § 66 Abs. 2 Satz 4 ArbGG zu stellen sind, hat das Bundesarbeitsgericht im Anschluss an den Bundesgerichtshof (vgl. BGH, VersR 1985, S. 972 f. m.w.N.;BGH, NJW 1991, S. 2080 f.) für den Grund der 'außergewöhnlichen Arbeitsüberlastung' entschieden, dass ein Prozessbevollmächtigter nicht deshalb mit der gänzlichen Ablehnung rechnen muss, weil er die Gründe seiner Arbeitsüberlastung und die Auswirkungen auf die Bearbeitung gerade der konkreten Sache nicht näher substantiiert und glaubhaft gemacht hat.
BGH, Urteil vom 1.0.2000, Az. II ZB 14/99 Insofern ist die Lage entgegen der Meinung des Beklagten anders, als wenn fristgerecht ein prozessual unwirksamer Antrag angebracht und diesem durch den Vorsitzenden entsprochen wird (BGH, Beschl. v. 8. Oktober 1998 - VII ZB 21/98, LM Nr. 139 zu §519 ZPO m.w.N.).
BGH, vom 4.10.1999, Az. 1 U 69/98 - 10- Da der Kläger, soweit das Landgericht die Klageforderung als nicht fällig angesehen hat, das Urteil nicht in einer den Anforderungen des § 519 Abs.3 Nr. 2 ZPO genügenden Weise angegriffen hat, und dieser Mangel nach Ablauf der Berufungsbegründungsfrist auch nicht mehr behebbar ist, kann der Kläger nach allgemeinen Grundsätzen eine Korrektur der angefochtenen Entscheidung zu seinen Gunsten an sich nur noch in der Form erreichen, daß die Klage als zur Zeit unbegründet abgewiesen bleibt: Die Berufung ist nur in diesem eingeschränkten Sinne zulässig erhoben worden, und die nachträgliche Erweiterung einer beschränkten Berufung ist grundsätzlich nur in den - vorliegend gerade nicht eingehaltenen - durch § 519 Abs.3 Nr. 2 ZPO gezogenen Grenzen möglich (BGHZ 91, 154, 159; BGH, Urteil vom 12. November 1997 -XII ZR 39/97- NJW-RR 1998, 572 m.w.N.).
LAG Düsseldorf, Urteil vom 2.6.1999, Az. 16 Sa 547/99 Allein aus der Berufungsbegründung sollen Gegner und Gericht erkennen können, welche Gesichtspunkte der Berufungskläger seiner Rechtsverfolgung oder -verteidigung zugrundelegt, insbesondere welche tatsächlichen oder rechtlichen Erwägungen des erstinstanzlichen Urteils er bekämpfen und auf welche Gründe er sich dafür stützen will (BGH vom 25.06.1992, NJW-RR 1992, 1340; BAG vom 11.03.1998 - 2 AZR 497/97 - AP Nr. 49 zu § 519 ZPO, zu I der Gründe).
LAG Düsseldorf, Urteil vom 2.6.1999, Az. 16 Sa 547/99 Es reicht nicht, die Auffassung der Vorinstanz als falsch oder die Anwendung einer oder mehrerer Vorschriften als irrig zu rügen, ebensowenig eine Bezugnahme auf das - von der Vorinstanz angeblich nicht oder unrichtig gewürdigte - erstinstanzliche Vorbringen des Berufungsklägers (BGH vom 09.03.1995, AP Nr. 46 zu § 519 ZPO).
BGH, BESCHLUSS vom 3.10.1998, Az. VIII ZB 24/98 Das ist regelmäßig bei einem ersten Verlängerungsantrag der Fall, wenn ein ihn rechtfertigender erheblicher Grund im Sinne des § 519 Abs. 2 Satz 3 ZPO geltend gemacht wurde (Senatsbeschluß vom 7. Oktober 1992, aaO unter 2; BAG NJW 1995, 1446 unter 2).
BGH, BESCHLUSS vom 3.10.1998, Az. VIII ZB 24/98 5 Zu den Gründen, die als erheblich im Sinne des § 519 Abs. 2 Satz 3 ZPO angesehen werden, zählen in der Gerichtspraxis zu Recht unter anderem Vergleichsverhandlungen, weil dadurch einvernehmliche Verfahrensbeendigungen gefördert werden (vgl. BGH, Beschl. v. 12. Juli 1995 - IV ZB 9/95 = BGHR ZPO § 233 Fristverlängerung 12), unter bestimmten Voraussetzungen auch die Notwendigkeit einer (weiteren) Rücksprache mit der Partei (Zöller/Gümmer, ZPO, 20. Aufl., § 519 Rdnr. 19).
BGH, URTEIL vom 5.6.1998, Az. V ZR 402/96 Damit kann zur Begründung der Berufung auf einen im Berufungsverfahren vorgelegten Schriftsatz Bezug genommen werden, sofern dieser von einem beim Berufungsgericht zugelassenen Rechtsanwalt unterschrieben ist und die in § 519 Abs.3 ZPO bestimmten Voraussetzungen erfüllt (BGH, Beschl. v. 14. Juli 1993, IV ZB 1/93, NJW-RR 1994, 569).
BGH, BESCHLUSS vom 3.4.1998, Az. VIII ZB 9/98 b)	Das Berufungsgericht verkennt auch nicht, daß die in § 519 Abs.3 Nr. 1 ZPO für die Berufungsbegründung vorgeschriebene Erklärung der Berufungsklägerin, inwieweit das Urteil angefochten wird und welche Abänderungen beantragt werden, nicht notwendig in einem förmlichen, vom übrigen Inhalt der Begründung abgesetzten, bestimmt gefaßten Antrag niedergelegt werden muß, sondern daß es genügt, daß der innerhalb der hierfür vorgeschriebenen Frist eingereichte Schriftsatz der Berufungsklägerin seinem Inhalt nach eindeutig erkennen läßt, in welchem Umfang das Urteil angefochten wird (BGH, Beschluß vom 13. Juli 1982 - VI ZB 5/82 = VersR 1982, 974 unter 2 a).
BGH, BESCHLUSS vom 4.2.1998, Az. IX ZB 3/98 Die Berufungsbegründungsfrist des § 519 Abs. 2 Satz 2 ZPO muß aufgrund des tatsächlichen, nicht eines bloß errechneten Datums der Berufungseinlegung notiert werden (BGH, Urt. v. 19. November 1976 - IV ZR 36/76, JBüro 1977, 1079, 1080).
BGH, URTEIL vom 3.11.1997, Az. VIII ZR 280/96 Zwar verbietet § 519 Abs.3 Nr. 2 ZPO grundsätzlich eine nur globale Bezugnahme auf erstinstanzliches Vorbringen zur Begründung der Berufung (BGH, Urteil vom 24. September 1986 - VIII ZR 255/85 = BGHR ZPO § 519 Abs.3 Nr. 2 Bezugnahme 1; Urteil vom 24. Oktober 1988 - II ZR 68/88 = BGHR ZPO § 519 Abs.3 Nr. 2 Bezugnahme 2; Urteil vom 29. September 1993 - XII ZR 209/92 = BGHR ZPO § 519 Abs.3 Nr. 2 Bezugnahme 5).
BGH, URTEIL vom 3.11.1997, Az. VIII ZR 280/96 8 sich insoweit ohne Verstoß gegen § 519 Abs.3 Nr. 2 ZPO auf eine bloße Bezugnahme auf ihr entsprechendes erstinstanzliches Vorbringen beschränken (vgl. BGH, Urteil vom 3. Juni 1997 - VI ZR 133/96 = WM 1997, 2046 unter II 2 c aa (a)).
BGH, BESCHLUSS vom 4.11.1997, Az. V ZB 26/97 Dies hat der Bundesgerichtshof dann angenommen, wenn bei einem ersten Verlängerungsantrag erhebliche Gründe im Sinne des § 519 Abs. 2 Satz 3 ZPO vorgebracht worden sind (Beschl. v. 2. November 1989, III ZB 49/89 aaO; Beschl. v. 14. Februar 1991, VII ZB 8/90, BGHR ZPO § 233 Fristverlängerung 6; vgl. auch BVerfG, NJW 1989, 1147).
BVerfG, vom 4.10.1997, Az. 1 BvR 10/98 Ob ein Prozeßbevollmächtigter darauf vertrauen darf, daß seinem Verlängerungsantrag stattgegeben wird, richtet sich zunächst nach § 519 Abs. 2 Satz 3 ZPO in der Auslegung und Anwendung, welche diese Norm durch die Rechtsprechung, insbesondere des Bundesgerichtshofs, erfährt (vgl. BVerfGE 79, 372 <377>).
BVerfG, vom 4.10.1997, Az. 1 BvR 10/98 Dieser hat entschieden, daß der Anwalt beim ersten Verlängerungsgesuch regelmäßig mit großer Wahrscheinlichkeit erwarten kann, daß dem Antrag entsprochen wird, wenn einer der Gründe des § 519 Abs. 2 Satz 3 ZPO vorgebracht wird (BGH, NJW 1983, S. 1741, VersR 1985, S. 972).
BGH, URTEIL vom 3.6.1997, Az. VIII ZR 65/97 Eine Rüge, die lediglich aus formelhaften Wendungen besteht, wird dem Gesetzeszweck des § 519 Abs.3 Nr. 2 ZPO, der eine Zusammenfassung und Beschleunigung des Rechtsstreits in der Berufungsinstanz anstrebt, nicht gerecht (BGH, Urteile vom 9. März 1995 aaO und vom 1. Dezember 1987 - VI ZR 5/87 = BGHR ZPO § 519 Abs.3 Nr. 2 Inhalt, notwendiger 3).
BGH, Urteil vom 4.5.1997, Az. V ZB 8/97 Zweck des in § 519 Abs.3 Nr. 2 ZPO angeordneten BegründungsZwanges ist einerseits, bloß formelhaften Berufungsbegründungen entgegenzuwirken, und andererseits, eine Zusammenfassung und Beschränkung des Rechtsstoffes im Berufungsverfahren zu erreichen (BGH, Urt. v. 1. Dezember 1987, VI ZR 5/87, NJW-RR 1988, 507).
BGH, Urteil vom 2.5.1997, Az. VI ZR 133/96 (b)	Nach der Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts zu dem ausreichenden rechtlichen Gehör genügt ausnahmsweise eine nur pauschale Bezugnahme auf das Vorbringen der ersten Instanz den Anforderungen des § 519 Abs.3 Nr. 2 ZPO, nämlich dann, wenn das erstinstanzliche Gericht ein unter Beweis gestelltes Vorbringen für unerheblich oder für bereits erwiesen erachtet hat, das Berufungsgericht diese Rechtsauffassung jedoch nicht teilt und es deshalb nunmehr auf den Sachvortrag oder ein in erster Instanz dazu angebotenes Beweismittel ankommt (BVerfGE 36, 92, 99 f; 60, 305, 311 f; BVerfG, Beschlüsse vom 16. Oktober 1991 - 2 BvR 458/89 - NJW 1992, 495 und vom 2. Januar 1995 - 1 BvR 234/94 - NJW-RR 1995, 828).
BGH, BESCHLUSS vom 1.3.1997, Az. II ZB 25/96 Zwar folgt dies nicht schon daraus, daß dieser Schriftsatz keinen förmlichen Antrag enthält (§ 519 Abs.3 Nr. 1 ZPO); aus dem Gesamtzusammenhang läßt sich entnehmen, daß die Beklagte das landgerichtliche Urteil in vollem Umfang anfechten wollte (vgl. hierzu auch BGH, Beschl. v. 13. November 1991 - VIII ZB 33/91, NJW 1992, 698).
BGH, BESCHLUSS vom 2.1.1997, Az. X ZB 1/97 Daß sich bei der Besprechung mit den erstinstanzlichen Prozeßbevollmächtigten die Notwendigkeit einer Rücksprache mit der Partei ergab, die wegen Arbeitsüberlastung nicht mehr vor Fristablauf stattfinden konnte, stellt einen beachtlichen Verlängerungsgrund im Sinne des § 519 Abs. 2 Satz 3 ZPO dar (BGH, Beschl. v. 14.2.1991, aaO).
BGH, URTEIL vom 4.1.1997, Az. I ZR 222/94 11 dung den Anforderungen des § 519 Abs.3 Nr. 2 ZPO grundsätzlich zwar nur dann, wenn sie erkennen läßt, in welchen Punkten tatsächlicher oder rechtlicher Art das angefochtene Urteil nach Ansicht des Berufungsklägers unrichtig ist und auf welchen Gründen diese Ansicht im einzelnen beruht (vgl. BGH, Urt. v. 4.10.1990 - IX ZR 270/89, NJW 1991, 427, 429 m.w.N.;Urt. v. 27.1.1994 - I ZR 326/91, GRUR 1995, 693, 695 = WRP 1994, 387, 389 - Indizienkette).
BGH, BESCHLUSS vom 3.4.1996, Az. XII ZB 176/95 Nach ständiger Rechtsprechung, auch des Senats, wird jedoch dem Zulässigkeitserfordernis des § 519 Abs.3 Nr. 1 ZPO schon genügt, wenn die innerhalb der Begründungsfrist eingereichten Schriftsätze des Berufungsklägers ihrem gesamten Inhalt nach eindeutig ergeben, in welchem Umfang und mit welchem Ziel das erstinstanzliche Urteil angefochten werden soll (vgl. BGHR ZPO § 519 Abs.3 Nr. 1 Anfechtungsumfang 1-3; BGH NJW 1992, 698; Senatsurteil FamRZ 1993, 1192, 1193, jeweils m.w.N.).
BGH, Beschluss vom 2.2.1995, Az. VI ZB 4/95 5 nommen werden, daß ein inhaltlich den Anforderungen des § 519 Abs.3 ZPO entsprechendes Gesuch um Prozeßkostenhilfe auch als Berufungsbegründung dienen soll, sofern nicht ein anderer Wille des Berufungsklägers erkennbar ist (vgl. BGH, Beschluß vom 16. Februar 1977 - IV ZB 54/76 - VersR 1977, 570).
BGH, BESCHLUSS vom 3.1.1995, Az. XII ZB 7/95 Da im allgemeinen keine Partei die mit der Versäumung einer Rechtsmittelfrist verbundenen Nachteile in Kauf nehmen will, muß angenommen werden, daß ein inhaltlich den Anforderungen des § 519 Abs.3 ZPO entsprechender Einstellungsantrag (ebenso wie ein Prozeßkostenhilfegesuch) auch als Berufungsbegründung dienen soll, sofern nicht ein anderer Wille des Rechtsmittelfüh-rers erkennbar ist (vgl. BGH, Beschluß vom 16. Dezember 1977 - IV ZB 54/76 = VersR 1977, 570; Senatsbeschluß vom 9. November 1988 - IVb ZB 154/88 = BGHR ZPO §519 Abs.3 Prozeßkostenhilfegesuch 1 = FamRZ 1989, 269, jeweils m.w.N.).
BGH, BESCHLUSS vom 3.9.1994, Az. XII ZB 120/94 Die Berufungsbegründung hätte daher gemäß § 519 Abs. 2 Satz 1 ZPO bei dem ab 1. Dezember 1993 allein zuständigen Brandenburgischen Oberlandesgericht eingereicht werden müssen (vgl. Senatsbeschluß vom 10. März 1993 - XII ZB 5/93 -BGHR ZPO § 519 Abs. 2 OLG Naumburg 1 = DtZ 1993, 212, 213).
BGH, URTEIL vom 3.4.1994, Az. XII ZR 93/93 Ob die vorgetragenen Gründe in tatsächlicher oder rechtlicher Hinsicht beachtlich oder wenigstens vertretbar sind, ist in diesem Zusammenhang unerheblich, weil die Erfüllung der von § 519 Abs.3 Nr. 2 ZPO aufgestellten Formerfordernisse weder eine schlüssige noch eine rechtlich haltbare Begründung voraussetzt (BGH, Urteil vom 25. Juni 1992 - VII ZR 8/92 - BGHR ZPO § 519 Abs.3 Nr. 2 Inhalt, notwendiger 7).
BGH, BESCHLUSS vom 3.3.1994, Az. XII ZB 27/94 a) Der Beklagte hat zwar in dem Wiedereinsetzungsgesuch grundsätzlich zutreffend geltend gemacht, bei einem ersten Verlängerungsantrag dürfe die Partei regelmäßig darauf vertrauen, daß diesem entsprochen werde, wenn einer der Gründe des § 519 Abs. 2 Satz 3 ZPO vorgebracht werde (ständige Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs, vgl. dazu Senatsbeschlüsse vom 8. Oktober 1986 - IVb ZB 82/86 und vom 5. Juli 1989 - IVb ZB 53/89 = BGHR ZPO § 233 Fristverlängerung 1 und 3; vgl. auch aaO Fristverlängerung 4, 6 und 8).
BGH, URTEIL vom 2.2.1994, Az. VI ZR 287/93 Das war eine nach § 519 Abs.3 Nr. 2 ZPO ausreichende Begründung, da sich die Klägerin auf die Ausführungen in dem beigefügten Strafurteil beziehen durfte (vgl. BGH, Beschlüsse vom 8. Juli 1977 - V ZB 8/75 - und 26/75 - VersR 1977, 1004 m.w.N.).
BGH, BESCHLUSS vom 3.6.1993, Az. IV ZB 1/93 Grundsätzlich kann die Berufung zwar auch durch Bezugnahme auf andere, bereits früher eingereichte Schriftsätze begründet werden, wenn diese Schriftsätze den Anforderungen des § 519 Abs.3 ZPO genügen (vgl. BGH, Beschluß vom 9.11.1988 - IVb ZB 154/88 - NJW-RR 1989, 184).
BGH, BESCHLUSS vom 3.6.1993, Az. IV ZB 1/93 Die Begründung soll das Ergebnis der geistigen Arbeit des Berufungsanwalts sein (BGH, Beschluß vom 11.12.1958 - II ZB 18/58 - LM § 519 ZPO Nr. 38 unter 2).
BGH, BESCHLUSS vom 3.11.1992, Az. XII ZB 142/92 Der Klägerin verblieb für diese Überlegung eine ausreichend lange Zeit bis zu der erst mit der Berufungsbegründung notwendigen Erklärung, inwieweit das Urteil ange-fochten werde (§ 519 Abs.3 Nr. 1 ZPO; vgl. dazu BGH LM ZPO § 234 B Nr. 17 = NJW 1963, 1780).
BGH, BESCHLUSS vom 2.10.1992, Az. X ZB 20/92 -	1 BvR 649/88, NJW 1989, 1147; BGH, Beschl v. 14.02.1991 -	VII ZB 8/90, NJW 1991, 1349 jeweils m.w.N.), zu denen auch die hier geltend gemachte Arbeitsüberlastung des Prozeßbevollmächtigten gehört (vgl. Baumbach/Albers, ZPO, 51. Aufl. § 519 ZPO An. 2 Bb).
BGH, BESCHLUSS vom 2.9.1992, Az. XI ZB 12/92 Wenn eine Partei unbedingt Berufung einlegen läßt, sie aber innerhalb der Monatsfrist des § 519 Abs. 2 ZPO noch nicht begründen, sondern die Entscheidung über ihr Prozeßkostenhilf egesuch abwarten will, kann und muß ihr Anwalt grund-sätzlieh durch einen rechtzeitigen Antrag auf Verlängerung der Berufungsbegründungsfrist dafür sorgen, daß eine Wiedereinsetzung in den vorigen Stand nicht notwendig wird (BGH Urteil vom 19. Dezember 1962 aaO m.w.Nachw.).
BGH, BESCHLUSS vom 3.9.1992, Az. XII ZB 100/92 a)	Ausgehend vom Vorbringen des Beklagten hat der Ein-wurf der Berufungsbegründungsschrift in den Nachtbriefkasten am 25. Juni 1992 die Berufungsbegründungsfrist gewahrt, § 519 ZPO (vgl. auch BGH, Beschluß vom 4. Juni 1992 - IX ZB 10/92 - EBE/BGH 1992,250, m.N.).
BGH, BESCHLUSS vom 2.8.1992, Az. VI ZB 22/92 Etwas anderes gilt jedoch, wenn mit großer Wahrscheinlichkeit mit der Bewilligung der Fristverlängerung gerechnet werden konnte; ein derartiger Fall ist hier gegeben: Ein Anwalt kann regelmäßig erwarten, daß einem ersten Antrag auf Verlängerung der Berufungsbegründungsfrist entsprochen wird, wenn ein Grund im Sinne des § 519 Abs. 2 Satz 3 ZPO vorgebracht wird (vgl. BGH, Beschlüsse vom 11. Juli 1985 - III ZB 13/85 - VersR 1985, 972, 973; vom Juli 1989 - IV b ZB 53/89 - aaO; vom 14. Februar 1991 - VII ZB 8/90 - NJW 1991, 1359 = BGHR ZPO § 233 Fristverlängerung 6).
BGH, URTEIL vom 2.8.1992, Az. XI ZR 35/92 Fehlt die Unterschrift auf der Urschrift des Schriftsatzes, so ersetzt - wie das Berufungsgericht im Ansatzpunkt ebenfalls nicht verkannt hat -nach ständiger höchstrichterlicher Rechtsprechung eine gleichzeitig eingereichte beglaubigte Abschrift die Urschrift, wenn der Beglaubigungsvermerk von dem Prozeßbevollmächtigten der Partei eigenhändig unterschrieben ist (vgl. z.B. BGH, Beschluß vom 5. März 1954 - VI ZB 21/53 = LM Nr. 14 zu § 519 ZPO; Beschluß vom 3. Mai 1957 - VIII ZB 7/57 = NJW 1957, 990; Urteil vom 25. September 1979 - VI ZR 79/79 = NJW 1980, 291; BGHZ 92, 251, 255; jeweils m.w.Nachw.).
BGH, BESCHLUSS vom 3.6.1992, Az. XII ZB 59/92 Daß der Schriftsatz, den die Prozeßbevollmächtigte der Klägerin am 20. Februar 1992 durch Telefax an das Bezirksgericht gesandt hat, mangels Unterzeichnung der Kopiervorlage durch die Rechtsanwältin den formellen Anforderungen des § 519 ZPO nicht entsprach (vgl. BGH Beschluß vom 11. Oktober 1989 - IVa ZB 7/89 - BGHR ZPO § 518 Abs. 1 Berufungseinreichung 1), hat das Bezirksgericht zutreffend ausgeführt und wird auch von der sofortigen Beschwerde nicht in Zweifel gezogen.
BGH, BESCHLUSS vom 2.3.1992, Az. VI ZB 8/92 1. Gemäß § 519 Abs. 2 ZPO begann die Berufungsbegrün-dungsfrist mit der Einlegung der Berufung zu laufen; da hier die Berufung während der Gerichtsferien eingelegt wurde, lief die Begründungsfrist, weil keine Feriensache vorlag, am 15. Oktober 1991 ab (vgl. BGH, Urteil vom 15. Januar 1981 - VI ZR 73/80 - VersR 1981, 459, 460).
BGH, BESCHLUSS vom 4.9.1991, Az. 111 ZR 85/90 3.	Es kann dahinstehen, ob der mit der Berufung gegen das landgerichtliche Schlußurteil gestellte Hauptantrag, die Sache zur vollständigen Entscheidung über den vorgetragenen Streitstoff an das Landgericht zurückzuverweisen, den Anforderungen des § 519 Abs.3 Nr. 1 ZPO genügte (dazu BGH, Urteil vom 6. Mai 1987 - ivb ZR 52/86 - NJW 1987, 3264, 3265).
BGH, URTEIL vom 1.3.1991, Az. II ZR 35/90 Dagegen ist die Berufung insgesamt zulässig, wenn die lediglich zu einem den einheitlichen Streitgegenstand betreffenden Einzelpunkt vorgetragene Begründung den formalen Erfordernissen des § 519 Abs.3 Nr. 2 ZPO genügt (vgl. BGH, Urt. v. 5. Oktober 1983 - VIII ZR 224/82, NJW 1984, 177, 178 = ZIP 1983, 1510).
BGH, URTEIL vom 2.10.1990, Az. XI ZR 115/89 Die gemäß § 519 Abs.3 Nr. 2 ZPO bezeichneten Berufungsgründe brauchen, um die Zulässigkeit des Rechtsmittels zu begründen, weder schlüssig noch rechtlich haltbar zu sein (BGH, Urteile vom 8. Oktober 1976 - V ZR 224/74, VersR 1977, 152 und vom 5. Februar 1985 - IX ZR 100/84, unveröffentlicht).
BGH, Urteil vom 3.5.1989, Az. VIII ZR 252/88 Mit dem Einlegen in das Fach war das Schriftstück nach regelmäßigem Verlauf dem Zugriff des Absenders oder Beförderers entzogen, während die Leerung des Faches durch eine vom Gericht bestellte Person sichergestellt wurde; damit hatte aber das Landgericht nach dem Einlegen des Schriftstückes in das Fach die tatsächliche Verfügungsgewalt erlangt (vgl. zu einem für die Gerichtspost bestimmten Korb einer von Gericht und Anwaltsverein eingerichteten Postverteilungsstelle BVerfGE 57, 117, 121; zu einem sog. Anwalts-Behörden- Austauschfach BAG AP § 519 ZPO Nr. 36 = LS NJW 1986, 2728; siehe ferner Baumbach/Lauterbach ZPO, 47. Aufl. § 518 An. 1 A m.w.Nachw.).
BGH, BESCHLUSS vom 3.5.1989, Az. VIII ZB 14/89 5 Dieser Schriftsatz, der innerhalb der am 15. Oktober 1988 endenden Berufungsbegründungsfrist (BGHZ 5, 275) beim Oberlandesgericht eingegangen ist, enthält alle von § 519 Abs.3 ZPO geforderten Angaben.
BGH, BESCHLUSS vom 3.5.1989, Az. VIII ZB 14/89 Da im allgemeinen keine Partei die mit der Versäumung einer Rechtsmittel(begrün-dungs)frist verbundenen prozessualen Nachteile in Kauf nehmen will, muß davon ausgegangen werden, daß ein inhaltlich den Anforderungen des § 519 Abs.3 ZPO entsprechendes Prozeßkostenhilfegesuch auch als Berufungsbegründung dienen soll, sofern nicht ein anderer Wille des Berufungsklägers erkennbar ist (BGH Beschluß vom 16. Februar 1977 aaO; Senatsbeschluß vom 16. Oktober 1985 aaO; Beschluß vom 9. November 1988 - IVb ZB 154/88 = BGHR ZPO § 519 Abs.3 Prozeßkostenhilfegesuch 1).
BGH, URTEIL vom 3.1.1989, Az. IVb ZR 55/88 7 will, muß angenommen werden, daß ein inhaltlich den Anforderungen des § 519 Abs.3 ZPO entsprechendes Gesuch um Prozeß-kostenhilfe oder um Einstellung der Zwangsvollstreckung auch als Berufungsbegründung dienen soll, sofern nicht ein anderer Wille des Berufungsklägers erkennbar ist (vgl. BGH, Beschluß vom 16. Februar 1977 - IV ZB 54/76 - VersR 1977, 570 unter teilweiser Erleichterung der in RGZ 145, 175, 176 gestellten Anforderungen; ständige Rechtsprechung auch des Senats, zuletzt Beschluß vom 9. November 1988 - IVb ZB 154/88 - BGHR ZPO § 519 Abs.3 Prozeßkostenhilfegesuch 1).
BGH, BESCHLUSS vom 1.0.1989, Az. II ZB 11/88 Für die Beklagten war bis zu dem Ablauf der Begründungsfrist des § 519 Abs. 2 Satz 2 ZPO am 2. Mai 1988 (einem Montag) ungewiß, von welcher Möglichkeit das Gericht Gebrauch machen würde (vgl. zu diesem Gesichtspunkt schon BGH, Urt. v. 22. Juni 1955 - VI ZR 18/55, NJW 1955, 1318, 1319).
BGH, BESCHLUSS vom 2.11.1988, Az. IX ZB 109/88 Die Berufung muß also nach § 519 ZPO binnen eines Monats begründet werden (BGH, RzW 1955, 224).
BGH, BESCHLUSS vom 2.11.1988, Az. IX ZB 108/88 Die Berufung muß also nach § 519 ZPO binnen eines Monats begründet werden (BGH, RzW 1955, 224).
BGH, URTEIL vom 3.10.1988, Az. IVb ZR 14/88 Bei teilbarem Streitgegenstand muß sich die Begründung, wie bereits das Kammergericht zutreffend hervorgehoben hat, mit jedem der angegriffenen Teile befassen und ausführen, warum das Urteil insoweit für fehlerhaft gehalten wird, widrigenfalls das Rechtsmittel für den nicht begründeten Teil unzulässig ist (BGHZ 22, 272, 278; BGH Urteil vom 4. Dezember 1967 - II ZR 91/65 - LM § 519 ZPO Nr. 58; Urteil vom 23. Mai 1977 - II ZR 66/77 - WM 1977, 941).
BGH, BESCHLUSS vom 3.10.1988, Az. IVb ZB 154/88 Da im allgemeinen keine Partei die mit der Versäumung einer Rechtsmittelfrist verbundenen Nachteile in Kauf nehmen will, muß angenommen werden, daß ein inhaltlich den Anforderungen des § 519 Abs.3 ZPO entsprechendes Pro-zeßkostenhilfegesuch auch als Berufungsbegründung dienen soll, sofern nicht ein anderer Wille des Rechtsmittelführers erkennbar ist (vgl. etwa BGH Beschlüsse vom 16. Februar 1977 - IV ZB 54/76 = VersR 1977, 570; vom 16. Oktober 1985 aaO; Senatsbeschlüsse vom 8. Mai 1985 - IVb ZB 138, 139/84; vom 22. Januar 1986 - IVb ZB 69/85; vom 16. April 1986 - IVb ZB 10/86, jeweils m.w.N.).
BGH, BESCHLUSS vom 4.8.1988, Az. IX ZB 39/88 Eine Erweiterung des Antrags kann allerdings nur aus Gründen vorgenommen werden, die gemäß § 519 Abs.3 Satz 2 ZPO schon in der Berufungsbegründung angeführt worden sind (BGH, Beschl. v. 8. Oktober 1982 aaO m.w.N.).
BVerfG, vom 1.2.1988, Az. 1 BvR 649/88 Dieser hat entschieden, daß der Anwalt beim ersten Verlängerungsgesuch regelmäßig mit großer Wahrscheinlichkeit erwarten kann, daß dem Antrag entsprochen wird, wenn einer der Gründe des § 519 Abs. 2 Satz 3 ZPO vorgebracht wird (BGH, VersR 1985, S. 972; NJW 1983, S. 1741).
BGH, BESCHLUSS vom 3.1.1987, Az. IVb ZB 135/86 Die einmonatige Frist für die Begründung der Berufung beginnt mit der Einlegung des Rechtsmittels (§ 519 Abs. 2 Satz 2 ZPO), Dies gilt auch bei verspäteter Berufungseinlegung; durch den Antrag auf Wiedereinsetzung in den vorigen Stand wird die Begründungsfrist nicht beeinflußt (ständige Rechtsprechung; s. nur BGH NJW 1971r 1217; BGH VersR 1977, 137 und 573; 1981, 1032; Baumbach/Lauterbach/Albers ZPO 45. Aufl. S 519 An. 2 A).
BGH, URTEIL vom 3.8.1986, Az. VIII ZR 255/85 Zwar genügt der Berufungskläger grundsätzlich den Anforderungen an den Inhalt der Berufungsbegründungsschrift nach § 519 Abs.3 ZPO nicht schon - wie hier geschehen - durch pauschale Bezugnahme auf nicht erledigte Beweisantritte seines erstinstanzlichen Vorbringens, so daß das Gericht diese Beweisangebote im allgemeinen nicht zu beachten braucht (BGHZ 7, 170, 172; Baumbach/Albers, aaO, § 519 An. 2 C a; Zöller/Schneider, aaO, 527 Rdn. 10).
BGH, BESCHLUSS vom 4.2.1986, Az. in zb 28/85 Der Wert des Beschwerdegegenstandes errechnet sich aus zwei Komponenten: Einmal aus der Beschwer, dem Zurückbleiben der angefochtenen Entscheidung hinter dem in der unteren Instanz gestellten Antrag und zu dem anderen aus dem Berufungsantrag (§ 519 ZPO), der den Umfang bestimmt, in dem das Urteil abgeändert werden soll (BGH NJW 1973, 654; Thomas/Putzo ZPO 13. Aufl. § 511 a An. 1; Zoller ZPO 14. Aufl. § 511 a Rn. 4; Albers in Baumbach/Lauter-bach ZPO 44. Aufl. § 511 a An. 3 A).
BGH, BESCHLUSS vom 3.1.1986, Az. IVb ZB 114/85 Hierbei kommt es im vorliegenden Fall nicht entscheidend darauf an, ob eine etwa zu dem 12. August 1985 eingetragene Wiedervorlagefrist bereits vor dem Urlaub des Prozeßbevollmächtigten hätte gelöscht werden dürfen, wenn zu diesem Zeitpunkt ein von ihm unterschriebener Verlängerungsantrag postfertig gemacht und in den Postausgang gegeben worden wäre (vgl. BGH Beschluß vom 2. Februar 1983 - VIII ZB 1/83 = LM § 519 ZPO Nr. 78 unter teilweis.er Aufgabe der früheren Rechtsprechung).
BGH, BESCHLUSS vom 3.9.1985, Az. VIII ZB 15/85 7 trag mit der zur tatbestandlichen Erfüllung von § 519 Abs.3 ZPO erforderlichen Vorstellung vereinbaren läßt, daß der Schriftsatz auch zur Begründung der Berufung dienen soll (vgl. BGH, Beschluß vom 16. Februar 1977 aaO).
BGH, URTEIL vom 3.9.1985, Az. IVb ZR 53/84 Denn Rechtsanwalt U.hatte die Berufung mit der Bezugnahme auf die Ausführungen in dem von ihm selbst unte zeichneten Prozeßkostenhilfeantrag vom 12. Juli 1983 und in dei weiteren im Prozeßkostenhilfeverfahren eingereichten Schriftsa vom 6. September 1983 - die inhaltlich den Anforderungen an eine Berufungsbegründung entsprachen - bereits in dem Schriftsatz vom 15. September 1983 ausreichend begründet (vgl. BGHZ 7, 170, 174; Senatsbeschluß vom 8. Mai 1985 - IVb ZB 138, 139/84; BGH Beschluß vom 22. Oktober 1952 - III ZB 17/52 = LM § 519 ZPO Nr. 11; Urteil vom 14. Juli 1952 - IV ZR 64/52 = LM § 48 Abs. 2 EheG Nr. 14; Beschluß vom 18. Februar 1981 - IVb ZB 505/81 = LM § 519 ZPO Nr. 73).
BGH, BESCHLUSS vom 4.8.1985, Az. Ti zb 81/65 Da die an das Hanseatische Oberlandesgericht adressierte BerufungsSchrift bereits mit dem Einwurf in den Gerichtsbriefkasten des Ziviljustizgebäudes, bei dem es sich um eine gemeinsame Posteinlaufstelle handelt, am 29. März 1985 in die Verfügungsgewalt dieses Gerichts gelangt und die Berufung damit wirksam eingelegt war (vgl. BGHZ 80, 62; BGH Urt. v. 13. Oktober 1982 - IVb ZB 154/82, NJW 1983, 123), hatte die Frist von einem Monat zu ihrer Begründung (§ 519 Abs. 2 ZPO) bereits mit diesem Ereignis, nicht erst mit dem Eingang der Berufungsschrift auf der Annahmestelle des Berufungsgerichts am 1. April 1935 begonnen.
BGH, BESCHLUSS vom 4.8.1985, Az. Ti zb 81/65 Da die an das Hanseatische Oberlandesgericht adressierte Berufungsschrift bereits mit dem Einwurf in den Gerichtsbriefkasten des Zivll-justizgebäudes, bei dem es sich um eine gemeinsame Posteinlaufstelle handelt, am 29. März 1985 in die Verfügungsgewalt dieses Gerichts gelangt und die Berufung damit wirksam eingelegt war (vgl. BGHZ 80, 62; BGH Urt. v. 13. Oktober 1982 - IVb ZB 15V82, NJW 1983, 123), hatte die Frist von einem Monat zu ihrer Begründung (§ 519 Abs. 2 ZPO) bereits mit diesem Ereignis, nicht erst mit dem Eingang der Berufungsschrift auf der Annahmestelle des Berufungsgerichts am 1. April 1985 begonnen.
BGH, BESCHLUSS vom 3.8.1985, Az. VIII ZB 17/85 Der Umstand, daß sie keine Ausführungen zur materiellen Rechtslage gemacht hat, ist für die Frage der Zulässigkeit der Berufung nicht von Bedeutung, Hierfür reicht es nämlich aus, daß der Berufungskläger mit einer der Vorschrift des § 519 Abs.3 Nr. 2 ZPO entsprechenden Begründung den zugleich mit dem Antrag auf Urteilsabänderung gestellten Antrag auf Aufhebung des angefochtenen Urteils und Zurückverweisung ordnungsgemäß begründet (BGH, Urteil vom 19. Februar 1976 - VII ZR 127/75 = VersR 1976, 727).
BGH, BESCHLUSS vom 2.0.1985, Az. VI ZB 20/84 Es ist zwar möglich, zur Begründung der Berufung auf ein von einem beim Berufungsgericht zugelassenen Rechtsanwalt Unterzeichners Prozeßkostenhilfegesuch Bezug zu nehmen (BGH, Beschluß vom 2. April 1952 -II ZB 7/52 - LM § 519 ZPO Nr. 5).
BGH, BESCHLUSS vom 2.0.1985, Az. VI ZB 20/84 Um der Formvorschrift des § 519 ZPO zu genügen, muß diese Bezugnahme jedoch grundsätzlich ausdrücklich erfolgen (BGH, Beschluß vom 12. März 1951 - IV ZB 13/51 - LM § 519 ZPO Nr. 2 = NJW 1951, 442).
BGH, BESCHLUSS vom 3.11.1984, Az. IVb ZB 103/84 8 eingereicht wurden (BGH Beschluß vom 5. März 1954 - VI ZB 21/53 s LM § 519 ZPO Nr. 14) .
BGH, BESCHLUSS vom 3.11.1984, Az. IVb ZB 103/84 Die Prüfung der Fristwahrung kann sich jedoch - schon aus Gründen der Rechtssicherheit - nur auf Umstände erstrecken, die dem Gericht bis zu dem Fristablauf bekannt sind (BGH NJW 1980, 291, 292; Urteil vom 28. Januar 1971 - IX ZR 50/70 = LM § 519 ZPO Nr. 63).
BGH, URTEIL vom 3.5.1981, Az. vill ZR 101/80 Die Verantwortung dafür, daß solche Verfahrensverstöße ihm angezeigt werden, hat, wie § 519 Abs.3 Nr. 2 ZPO zeigt, der Berufungskläger (BGHZ 35, 103, 107).
BGH, URTEIL vom 5.2.1981, Az. I ZR 65/79 Es hat nicht beachtet, daß es in jener Entscheidung um Vorbringen des Berufungsklägers ging und der Bundesgerichtshof die Notwendigkeit der ausdrücklichen Wiederholung von Beweisangebote aus der Bestimmung des § 519 ZPO über den Inhalt der Berufungsschrift (BGH aaO S. 106) abgeleitet hat.
BGH, BESCHLUSS vom 4.10.1980, Az. iva zb 1/80 Dieses Armenrechtsgesuch befand sich bei den Gerichtsakten; es enthielt die Berufungsanträge sowie eine eingehende, den Bestimmungen des § 519 Abs.3 ZPO entsprechende Begründung und ist von einem beim Berufungsgericht zugelassenen Rechtsanwalt unterzeichnet (BGHZ 13, 244).
BGH, BESCHLUSS vom 5.4.1979, Az. I ZB 3/79 Das Berufungsgericht nimmt zu Recht an, daß die Berufungsbegründungsschrift durch einen beim Berufungsgericht zugelassenen Rechtsanwalt eigenhändig unterzeichnet sein muß (vgl. BGH LM § 519 ZPO Nr. 63).
BGH, BESCHLUSS vom 4.4.1979, Az. vix zb 27/78 In ständiger Rechtsprechung ist anerkannt, daß entsprechend dem Zweck des § 519 ZPO in Verbindung mit den Vorschriften über den Anwaltszwang (§§ 78 Abs, 1, 130 Nr. 6 ZPO) der Berufungsanwalt in eigener Verantwortung den Streitstoff überprüfen und die Anfechtungsgründe als Ergebnis seiner Prüfung darlegen muß (vgl. u.a. BGH, Urt. v. 28. März 1969 - I ZR 100/67 = VersR 1969, 6l7®.w.N.).
BGH, URTEIL vom 3.2.1979, Az. VIII ZR 46/78 Denn die Erfüllung der von § 519 Abs.3 Nr. 2 ZPO aufgestellten Formerfordernisse setzt weder eine inhaltlich schlüssige noch eine sachlich zutreffende Begründung voraus (BGH, Urt. v. 8. Oktober 1976 - V ZR 224/74 = VersR 1977, 152 m.w.N.).
BGH, BESCHLUSS vom 4.11.1978, Az. in zb 27/78 Durch den am 3. August 1978 bei Gericht eingegangenen Schriftsatz wurde die Berufungsfrist nicht gewahrt, weil er nicht von einem beim Berufungsgericht zugelassenen vertretungsberechtigten Rechtsanwalt unterzeichnet war (BGH LM § 519 ZPO Nr. 63 m.w.Nachw.).
BGH, BESCHLUSS vom 3.2.1978, Az. IV ZB 77/77 Nach § 519 Abs.3 ZPO muß die Berufungsbegrün-dung außer den Berufungsanträgen noch die bestimmte Bezeichnung der im einzelnen aufzuführenden Gründe der Anfechtung (Berufungsgründe) sowie die neuen Tatsachen, Beweismittel und Beweiseinreden enthalten, die der Berufungskläger zur Rechtfertigung der Berufung anzuführen hat* Die Berufungsbegründung muß daher im einzelnen erkennen lassen, welche besonderen Gründe tatsächlicher und rechtlicher Art dem Berufungskläger das angefochtene Urteil als unrichtig erscheinen lassen (vgl* BGH LM Nr* 24 zu § 519 ZPO m.w.N.;BGH VersR 1976, 588).
BGH, BESCHLUSS vom 2.6.1976, Az. 1 und 43/3 Die Frist zur Begründung der Berufung läuft auch weiter, wenn die Berufung als unzulässig verworfen wird (RGZ 158, 195; BGH LM § 519 ZPO Nr. 56).
BGH, BESCHLUSS vom 3.0.1976, Az. IV ZB 60/75 Die Berufungsbegründung muß daher im einzelnen erkennen lassen, welche besonderen Gründe tatsächlicher und rechtlicher Art dem Berufungskläger das angefochte-ne Urteil als unrichtig erscheinen lassen (vgl. BGH LM Nr. 24 zu § 519 ZPO m. w. N.).
BGH, BESCHLUSS vom 3.0.1976, Az. IV ZB 60/75 Das ergibt sich aus dem Zweck des §519 Abs.3 ZPO, eine sorgfältige Vorbereitung und damit eine Beschleunigung des BerufungsVerfahrens durchzusetzen (vgl. BGH NJW 1971, 807, 808).
BGH, URTEIL vom 3.10.1975, Az. IV ZR 155/74 1961, 1046; BAG NJW 1974, 1350; AP Nr, 16 und 27 zu §519 ZPO; Nr. 3 zu § 236 ZPO), sondern auch der im Schrifttum überwiegend vertretenen Meinung; sie ist insbesondere sowohl von Baumbach als auch von Lauterbach in sämtlichen von ihnen besorgten Auflagen ihres Kurzkommentars zur ZPO vertreten worden (An. 3 zu § 224; An. 2 zu § 519 ZPO).
BGH, BESCHLUSS vom 2.3.1975, Az. IX ZB 30/74 Mit dem Fernschreiben ist zwar die für die Berufungsbegründung durch § 519 Abs. 2 Satz 1 ZPO (§ 209 Abs. 1 BEG) gebotene Schrift form (vgl« BGH LM PatG § 42 Nr. 4), nicht aber die durch § 519 Abs. 2 Satz 2 ZPO bestimmte Frist gewahrt worden.
BGH, URTEIL vom 4.1.1975, Az. VI ZR 185/74 Der Zweck des Gesetzes, einer bloß formelhaften Berufungsbegründung entgegenzutreten und eine Zusammenfassung und Beschränkung des Rechtsstoffes in der Berufungsinstanz zu erreichen, ist schon dann erfüllt, wenn die Berufungsbegründung auf den zur Entscheidung stehenden Streitfall zugeschnitten ist und erkennen läßt, in welchem Punkte, sei es in tatsächlicher oder rechtlicher Art, nach Ansicht des Berufungsklägers das angefochtene Urteil unrichtig ist (RGZ 144, S. 6, 85 BGH Urt.v.14. November 1955 - III ZR 116/54 - LM Nr. 24 zu § 519 ZPO).
BGH, BESCHLUSS vom 4.10.1973, Az. VI ZB 2/74 § 519 Abs.3 ZPO erstrebt keine durch die Sache nicht gerechtfertigte Formalisierung; die Vorschrift soll den Berufungskläger zur Beschleunigung des Berufungsverfahrens dazu anhalten, Berufungsgericht und Prozeßgegner über Umfang und Inhalt seiner Angriffe möglichst schnell und sicher ins Bild zu setzen (BGH Urteil vom 13. Februar 1971 - III ZR 188/67 LM ZPO § 519 Nr. 61 m.w.Nachw.).
BGH, BESCHLUSS vom 4.9.1972, Az. VII ZB 8/72 1.	Nach der ständigen Rechtsprechung des Reichsgerichts und des Bundesgerichtshofs, welcher der Senat auch im vorliegenden Pall folgt, genügt für die fristgerechte Einreichung einer Berufungsbegründung nicht der Einwurf in einen gewöhnlichen Briefkasten des Gerichts (RGZ 76, 127, 128; RG in JW 1910, 480; RG in JW 1936, 2137; BGHZ 2, 31; BGH Urteil vom 9. Oktober 1952 - IV ZR 215/51 - = DM Nr. 7 zu § 519 ZPO).
BGH, URTEIL vom 4.3.1972, Az. i zr 120/71 Ein anderes mag gelten, wenn fest steht, daß der Anwalt den von einem anderen angefertigten Schriftsatz überhaupt nicht überprüft und blindlings unterzeichnet hat, wie z.B. bei der nachträglichen Anfertigung der Revisionsbegründung auf einem schon blanko Unterzeichneten Blatt oder, wenn fest steht, daß der Anwalt den Schriftsatz unbesehen unterschrieben hat (BGH Besohl »v. Mai 1954 - IV ZB 28/54 - - LM Nr. 16 zu § 519 ZPO; Urteil vom 28. März 1969 - 1 ZR 100/67 - - VersR 1969, 617, wobei im letzteren Fall noch hinzukommt, daß es sich um ein Informationsschreiben der Partei handelte, das teilweise unverständlich war und überwiegend unsachliche Ausführungen enthielt).
BGH, URTEIL vom 3.1.1972, Az. VIII ZR 189/70 Richtig ist allerdings, daß der Kläger mit der Berufung auf diese nach seiner Darstellung anfechtbaren Rechtshandlungen gesonderte Ansprüche geltend gemacht hatte und daher gemäß § 519 Abs.3 ZPO zu dem Ausdruck bringen mußte, daß er auch insoweit das erstinstanzliche Urteil anfechten wollte (BGH» Urteil vom 4* Dezember 1967 - II ZR 91/65 = WM 1968, 96 = LM ZPO § 519 Nr. 58 « BGHWarn 1967 Nr. 271; vgl. auch BGHZ 22, 272, 278).
BGH, BESCHLUSS vom 3.8.1971, Az. IV ZB 3/71 Die von dem Vorsitzenden erst nach dem 2. Oktober 1970 verfügte Verlängerung wäre, wenn sie nach Fristablauf erfolgte, gegenstandslos, da die Verlängerung nur während des Fristablaufs erfolgen kann (BGjIZ 14, 148; BGH LH § 519 ZPO Nr. 38).
BGH, URTEIL vom 1.1.1971, Az. III ZR 188/67 Dieser Grundsatz, dem der Senat schon in seinem Urteil vom 15. Oktober 1970 - Ill ZR 169/67 « BGHZ 54-, 332 gefolgt ist, ergibt sich aus dem Zweck des § 519 Abs.3 ZPO, eine sorgfältige Vorbereitung und damit eine Beschleunigung des BerufungsVerfahrens durchzusetzen (vgl. RGZ 147, 313, 315); der Berufungskläger soll seine vom ersten Urteil abweichende Auffassung dem Berufungsgericht so unterbreiten, daß dieses - wie auch der Prozeßgegner - sich möglichst schnell und sicher darüber unterrichten kann, was der Berufungskläger gegen das für unrichtig gehaltene erste Urteil zu sagen hat (RGZ 164, 390, 392).
BGH, URTEIL vom 1.11.1970, Az. H ZR 206/67 Mit Recht hat deshalb das Berufungsgericht die Berufung insoweit als nicht ordnungsgemäß begründet erachtet (§ 519 Abs.3 Nr. 2 ZPO; BGHZ 22, 272, 278).
BGH, URTEIL vom 5.10.1970, Az. I ZR 102/68 15 Ausstattungsverletzung nach dem hierfür maßgebenden Verletzungstatbestand des § 25 WZG einen von der übrigen Klagebegründung getrennten selbständigen Klagegrund (BGH LM Nr. 58 zu § 519 ZPO).
BGH, URTEIL vom 3.5.1965, Az. IV ZR 186/64 Eine nach Ablauf der Berufungsbegründungsfrist (§ 519 Abs. 2 ZPO), aber noch innerhalb der Berufungsfrist (§ 516 ZPO) eingegangene Berufungsbegründung ist grundsätzlich als zulässige Y/ieder-holung der Berufung aufzufassen (Beschluß des BGH v. 7.1. 1958 - VI ZB 20/57 LM Nr. 9 zu § 518 ZPO).
BVerfG, vom 4.9.1964, Az. 1 BvR 733/78 In seiner den Anforderungen des § 519 Abs 3 ZPO genügenden Berufungsbegründung hat der Beschwerdeführer auch auf das Wohnrecht hingewiesen, indem er rügt, das Amtsgericht sei auf zahlreiche von ihm vorgetragene Einzelheiten über die Bedürftigkeit der Klägerin nicht eingegangen (vgl BVerfGE 36, 92 (99f); 46, 315 (320)).
BGH, vom 4.4.1957, Az. II ZB 5/57 Sie entsprach für sich allein betrachtet allerdings nicht den Anforderungei: des § 519 ZPO, da in ihr die Berufungsgründe nicht einzeln aufgezählt waren« Es ist in der Rechtsprechung anerkannt, daß die fehlende Berufungsbegründung durch Bezugnahme auf ein von einem Be-rufungsanwalt unterzeichnetes anderes Schriftstück ersetzt werden kann wie z.B. ein Armenrechtsgesuch (RGZ 143, 266; BGHZ 13, 244).
BGH, BESCHLUSS vom 5.4.1954, Az. IV ZB 8/54 a)	An sich können die in der Berufungsbegründung angekündigten Rechtsmittelanträge nach Ablauf der Begründungsfrist des § 519 ZPO nur dann erweitert werden, wenn sich die Erweiterung im Rahmen der fristgerecht vorgebrachten Anfechtungsgründe hält (vgl. BGHZ 12, 53, 67 f;

References: § 518
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 § 26
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 § 66
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 § 233
 § 519
 § 519
 § 519
 BGH 
 § 234
 § 519
 § 519
 § 519
 § 519
 § 233
 § 519
 § 519
 BGH 
 § 518
 § 519
 § 519
 § 519
 § 519
 § 519
 § 518
 § 519
 § 519
 § 519
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 § 519
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 § 519
 § 519
 BGH 
 § 519
 § 519
 BGH 
 § 519
 § 519
 BGH 
 BGH 
 § 519
 § 519
 § 511
 § 511
 § 511
 BGH 
 § 519
 § 519
 BGH 
 § 519
 § 48
 § 519
 BGH 
 BGH 
 § 519
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 § 519
 § 519
 § 519
 § 519
 § 519
 BGH 
 § 519
 § 519
 § 519
 § 519
 § 519
 BGH 
 § 519
 BGH 
 § 519
 BGH 
 § 519
 §519
 BGH 
 §519
 § 236
 § 224
 § 519
 § 519
 BGH 
 § 42
 § 519
 BGH 
 § 519
 § 519
 § 519
 BGH 
 § 519
 § 519
 § 519
 § 519
 BGH 
 § 519
 § 519
 § 25
 § 519
 BGH 
 § 518
 § 519
 § 519
 § 519