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Timestamp: 2016-10-28 18:12:40+00:00

Document:
Beschwerdef�hrer, vertreten durch F�rsprecher Dominik Eichenberger,
Beschwerdegegnerin, vertreten durch F�rsprecher Henrik Uherkovich,
Versuchte und vollendete Vergewaltigung; T�tlichkeiten; Drohungen,
J.A.________ wird vorgeworfen, seine damalige Ehefrau J.B.________ ca. im September 2004 zum Geschlechtsverkehr gen�tigt sowie Ende Juni anfangs Juli 2005 einen Vergewaltigungsversuch unternommen zu haben. Im Zeitraum zwischen 1. April 2004 und 27. Juli 2005 soll er ihr mehrfach Faustschl�ge versetzt und sie mit dem Tod bedroht haben f�r den Fall, dass sie ihn verlasse. Am 11. Juni 2005 habe er sie mit einem Messer bedroht. Zudem soll er in angetrunkenem Zustand einen Personenwagen gef�hrt und zwei Verkehrssignale nicht beachtet haben.
Am 9. November 2006 befand das Kreisgericht X Thun J.A.________ der mehrfachen, teilweise versuchten, Vergewaltigung, der mehrfachen T�tlichkeit sowie der mehrfachen Drohung zu Lasten von J.B.________ f�r schuldig. Zudem verurteilte es ihn wegen verschiedener Verletzungen des Strassenverkehrsgesetzes. Es bestrafte ihn mit 16 Monaten Zuchthaus unter Gew�hrung des bedingten Strafvollzugs und mit einer Busse von Fr. 1'200.--. Er wurde verpflichtet, J.B.________ eine Genugtuung von Fr. 10'000.-- zu bezahlen und ihr die "Interventionskosten" zu erstatten.
J.A.________ appellierte gegen die Schuldspr�che betreffend die t�tlichen und sexuellen �bergriffe sowie die Bedrohung. Mit Urteil vom 4. Juli 2007 wurde das kreisgerichtliche Urteil vom Obergericht des Kantons Bern im Schuld-, Straf- und Zivilpunkt vollumf�nglich best�tigt.
Dagegen wendet sich J.A.________ mit Beschwerde in Strafsachen. Er verlangt Freispr�che von den Vorw�rfen der Vergewaltigung, der T�tlichkeit und der Drohung, die "Abweisung der Zivilklage" sowie die Umverteilung der vorinstanzlichen Verfahrenskosten. Eventualiter sei das angefochtene Urteil aufzuheben und die Angelegenheit zur Neubeurteilung an die Vorinstanz zur�ckzuweisen. Zudem ersucht er um aufschiebende Wirkung und unentgeltliche Rechtspflege und Verbeist�ndung. Vernehmlassungen wurden keine eingeholt.
Das Bundesgericht wendet das Recht von Amtes wegen an (Art. 106 Abs. 1 BGG). Es pr�ft die Verletzung von Grundrechten und von kantonalem und interkantonalem Recht sowie behauptete M�ngel in der Sachverhaltsfeststellung nur insofern, als eine solche R�ge in der Beschwerde vorgebracht und substantiiert begr�ndet worden ist (Art. 106 Abs. 2 BGG; BGE 133 IV 286 E. 1).
1.1 Soweit der Beschwerdef�hrer in Bezug auf die Tatsachenfeststellungen der Vorinstanz eine Verletzung des Willk�rverbots (Art. 9 BV) und der Unschuldsvermutung als Beweisw�rdigungsregel (Art. 32 Abs. 1 BV) geltend macht, gen�gt seine �berm�ssig weitschweifige Beschwerdeschrift den genannten Begr�ndungsanforderungen nur vereinzelt. �ber weite Strecken erweist sie sich als rein appellatorisch (S. 24 - 40). Behaupteten Fehlern in der Einsch�tzung seiner Glaubw�rdigkeit (S. 37 ff.) und derjenigen der Beschwerdegegnerin (vgl. S. 31 f.) wird lediglich die eigene Interpretation des �bergriffsgeschehens gegen�ber gestellt. Die angeblich falsche W�rdigung von Aussagen (z.B. zum Vergewaltigungsversuch, S.28 f.) sowie von weiteren Beweismitteln (SMS und MMS-Auswertung, S. 29 ff.) wird zwar geltend gemacht, jedoch nicht substantiiert. So l�sst sich Willk�r in der Sachverhaltsfeststellung und Beweisw�rdigung nicht begr�nden. Die Vorbringen zu den angeblich nicht erkannten L�gensignalen (S. 26 ff., 33 f.) und zur "Vorwegverteidigung" (S. 32 ff.) wurden bereits von der Vorinstanz mit zutreffenden Argumenten entkr�ftet. Ebenso appellatorisch sind die Ausf�hrungen zu den Auswirkungen des Strafverfahrens auf den Aufenthaltsstatus (S. 35 f.), zu den Umst�nden der Trennung (S. 37), zu den bestrittenen Gewaltt�tigkeiten w�hrend der Ehe (S. 42 f.) sowie zu den Todesdrohungen (S. 45). Darauf ist nicht einzutreten.
1.2 In der Sache kann der Beschwerdef�hrer entgegen seinen Andeutungen (S. 28 und 40) nichts zu seinen Gusten aus der ausgebliebenen Gegenwehr der Beschwerdegegnerin ableiten. Aus der fehlenden Abwehr geht insbesondere nicht hervor, dass die Beschwerdegegnerin mit dem sexuellen �bergriff einverstanden war. Die Ablehnung des Geschlechtsverkehrs braucht sich nicht in physischer Gegenwehr zu manifestieren. In Bezug auf die Feststellung des erzwungenen Beischlafs kann daher von Willk�r keine Rede sein. Damit gehen aber auch seine rechtlichen Einwendungen gegen den Vergewaltigungsvorwurf ins Leere (Beschwerde S. 46 f.), welche auf der Annahme einverst�ndlichen Geschlechtsverkehrs basieren. Dass er eventualiter �ber das fehlende Einverst�ndnis geirrt haben soll (Beschwerde S. 47 und 49), ist eine neue Behauptung, die in den Verfahrensakten keine St�tze findet und im �brigen seinem willk�rfrei festgestellten Vergewaltigungsvorsatz widerspricht (vgl. angefochtenes Urteil S. 45 f.).
1.3 Die Einw�nde des Beschwerdef�hrers gegen den Vorwurf der versuchten Vergewaltigung gehen fehl (S. 48). Mit dem Versuch, die Beschwerdegegnerin zu k�ssen, sie zu entkleiden, ihr das T-Shirt hinaufzuschieben und ihr zwischen die Beine zu greifen, wird die Schwelle zur Strafbarkeit im Sinne von Art. 22 StGB klar �berschritten (vgl. BGE 119 IV 224 E. 2; Philipp Maier, Basler Kommentar StGB II, Art. 190 N 11; vgl. auch die zutreffenden Ausf�hrungen im angefochtenen Urteil S. 47 f.).
1.4 Soweit der Beschwerdef�hrer geltend macht, dass f�r den Vorwurf der T�tlichkeit von der f�r ihn g�nstigsten Sachverhaltsdarstellung ("Klaps auf die Wange") ausgegangen werden m�sse (Beschwerde S. 44), verkennt er die Dimensionen der Unschuldsvermutung. Der Grundsatz "in dubio pro reo" schreibt dem Gericht bloss vor, im Zweifelsfall zugunsten des T�ters zu entscheiden. Vorliegend war die Vorinstanz jedoch von der Verwirklichung einer schwerwiegenderen T�tlichkeit �berzeugt (vgl. angefochtenes Urteil S. 41, 49). Damit er�brigt sich aber auch die �berpr�fung, ob allenfalls weniger weit gehende �bergriffe ("Mupf"; "Schubs"; vgl. Beschwerde S. 50) den Tatbestand der T�tlichkeit erf�llen.
Der Beschwerdef�hrer r�gt eine Verletzung des Anklagegrundsatzes (Art. 29 Abs. 2 und Art. 32 Abs. 2 BV; Art. 6 Ziff. 1 und Ziff. 3 EMRK).
2.1.1 Der Anklagegrundsatz verteilt nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung die Aufgaben zwischen den Untersuchungs- bzw. Anklagebeh�rden einerseits und den Gerichten andererseits (BGE 126 I 19 E. 2a S. 21 mit Hinweisen). Der Anklageschrift kommt eine doppelte Bedeutung zu. Zum einen dient sie der Bestimmung des Prozessgegenstandes (Umgrenzungsfunktion), zum anderen vermittelt sie dem Angeklagten die f�r die Durchf�hrung des Verfahrens und die Verteidigung notwendigen Informationen (Informationsfunktion), wobei die beiden Funktionen von gleichwertiger Bedeutung sind (BGE 120 IV 348 E. 2c).
2.1.2 Der Anklagegrundsatz wird zur Hauptsache konkretisiert durch die formellen Anforderungen, welche das kantonale Verfahrensrecht an die Anklageschrift stellt. Nach Art. 257 des Gesetzes vom 15. M�rz 1995 �ber das Strafverfahren des Kantons Bern (StrV/BE; BSG 321.1) hat der �berweisungsbeschluss nebst den Parteien (Ziff. 1 und 2) und den anwendbaren Gesetzesbestimmungen (Ziff. 4), die der angeschuldigten Person zur Last gelegte Tat unter m�glichst genauer Angabe der Gesch�digten sowie von Ort, Zeit und soweit n�tig Art der Ausf�hrung zu bezeichnen. Der �berweisungsbeschluss bestimmt, was in der Hauptverhandlung Verfahrens- und Urteilsthema sein wird. Es ist daher ein m�glichst pr�zis umschriebener Lebenssachverhalt zu �berweisen (Thomas Maurer, das Bernische Strafverfahren, 2. Aufl., S. 406).
2.1.3 Seine verfassungsrechtliche Grundlage findet der Anklagegrundsatz in Art. 32 Abs. 2 BV. Danach hat jede Person Anspruch darauf, m�glichst rasch und umfassend �ber die gegen sie erhobenen Beschuldigungen unterrichtet zu werden. Sie muss die M�glichkeit haben, die ihr zustehenden Verteidigungsrechte geltend zu machen. Ferner r�umt auch Art. 6 Ziff. 3 lit. a EMRK einen Anspruch darauf ein, in allen Einzelheiten �ber die Art und den Grund der gegen ihn erhobenen Beschuldigungen in Kenntnis gesetzt zu werden. Dadurch soll der Angeklagte vor �berraschung und �berrumpelung gesch�tzt und ihm eine effektive Verteidigung erm�glicht werden (BGE 126 I 19 E. 2a; 120 IV 348 E. 3g).
2.1.4 Die Beurteilung der Verfassungskonformit�t von �berweisungsbeschl�ssen hat vor dem Hintergrund der mit dem Anklagegrundsatz verfolgten Zielen zu erfolgen. Durch klare Umgrenzung des Prozessgegenstands und Vermittlung der f�r die Verteidigung notwendigen Informationen soll den Betroffenen letztlich ein faires Verfahren garantiert werden (vgl. BGE 126 I 19 E. 2a; BGE 120 IV 348 E. 2c; vgl. auch Entscheid des EGMR i.S. Dallos g. Ungarn vom 1. M�rz 2001, � 47). Allgemein gilt, je gravierender die Vorw�rfe, desto h�her die Anforderungen an das Akkusationsprinzip (vgl. Georges Greiner, Akkusationsprinzip und Wirtschaftsstrafsachen, ZStrR 2005 S. 103).
2.1.5 Wird der Betroffene wegen mehrfacher Tatbegehung angeklagt, so muss sich aus der Anklageschrift ergeben, in wie vielen F�llen die Tat begangen worden sein soll. Bei wiederholter Begehung handelt es sich um selbst�ndige Taten, die auch einzeln in der Anklageschrift aufgef�hrt werden m�ssen (BGE 120 IV 348 E. 3 f). Bei gewerbsm�ssiger Begehung verh�lt es sich nach der Rechtsprechung insoweit anders, als mehrere an sich selbst�ndige strafbare Handlungen bereits durch die gesetzliche Umschreibung im Tatbestand zu einer rechtlichen Handlungseinheit verschmolzen werden. Gekennzeichnet ist die so umschriebene rechtliche Einheit objektiv durch gleichartige Handlungen, die gegen das gleiche Rechtsgut gerichtet sind und in einem �rtlichen und zeitlichen Zusammenhang stehen. Wirft die Anklage Gewerbsm�ssigkeit vor, kommt es weniger auf die Erw�hnung jeder einzelnen Tathandlung in der Anklageschrift als vielmehr auf die Erkennbarkeit einer Verbrechenseinheit an (Bundesgerichtsurteil 6B_254/2007 vom 10. August 2007, E. 3.2). Bei solchen "Kollektivdelikten" k�nne daher in gewissem Umfang auf eine abschliessende Aufz�hlung der F�lle verzichtet werden (Maurer, a.a.O., S. 407). In Bezug auf h�usliche Gewalt wird die Auffassung vertreten, dass vom Opfer nicht verlangt werden k�nne, �ber jeden Vorfall Buch zu f�hren. Werde einem Angeklagten eine geh�ufte und in regelm�ssiger Weise ver�bte Begehung gleichartiger Tathandlungen vorgeworfen, so gen�ge es unter dem Aspekt des Anklageprinzips, wenn die Anklage den relevanten Zeitraum hinreichend eingrenze, ohne hinsichtlich jeder einzelnen Tathandlung einen pr�ziseren Zeitpunkt zu nennen. Andernfalls w�rde der Angeklagte, dem Delikte in grosser Zahl vorgeworfen werden, gegen�ber dem nur vereinzelt Straff�lligen beg�nstigt (vgl. Entscheid des Z�rcher Kassationsgerichts vom 1. Dezember 2003, AC030073, in: Rechenschaftsbericht 2003 Nr. 114; Hauser/Schweri/ Hartmann, Schweizerisches Strafprozessrecht, 6. Aufl., � 50 N 7b). Ob sich die Einschr�nkungen des Anklageprinzips bei Kollektivdelikten sinngem�ss auch auf die ebenfalls oft in einem �rtlichen und zeitlichen Zusammenhang stehende und gegen das gleiche Rechtsgut gerichtete Beziehungsgewalt �bertragen l�sst, braucht vorliegend nicht abschliessend entschieden zu werden. Auch wenn zutreffen mag, dass bei h�uslicher Gewalt eine exakte zeitliche Bestimmung der einzelnen �bergriffe oft nicht m�glich ist, entbindet dies die Anklagebeh�rde nicht von ihrer Pflicht, die konkreten Vorw�rfe m�glichst detailliert zu schildern und zur H�ufigkeit der vorgeworfenen �bergriffe zahlenm�ssige Angaben zu machen. Aus Gr�nden der Verfahrensfairness und um sich wirksam verteidigen zu k�nnen, muss der Angeklagte genau wissen, was ihm vorgeworfen wird. Die genaue Spezifizierung der angeklagten Taten ist jedoch nicht nur Grundvoraussetzung f�r eine wirksame Verteidigung, sie ist auch im Hinblick auf die drohende Strafe von Bedeutung, zumal die Tatumst�nde und insbesondere auch die Anzahl begangener Taten wesentliche Strafzumessungsfaktoren sind.
Der vorliegend zu beurteilende �berweisungsbeschluss erweist sich im Ergebnis als verfassungskonform.
2.2.1 In Bezug auf die beiden Hauptvorw�rfe der vollendeten und der versuchten Vergewaltigung ist der �berweisungsbeschluss entgegen den Vorbringen des Beschwerdef�hrers rechtsgen�gend. Zwar weist er mit Recht darauf hin, dass die zeitliche Eingrenzung der Tathandlungen vage ist, doch wurden die sexuellen �bergriffe detailliert und damit hinreichend konkretisiert. Die Umschreibung des Tatablaufs, wonach sich die Beschwerdegegnerin aufgrund der Schl�ge zun�chst in ein anderes Zimmer begeben, dieses aufgrund seines lauten Polterns gegen die Zimmert�r aber wieder verlassen habe, um den Geschlechtsverkehr wider Willen �ber sich ergehen zu lassen, erlaubt es dem Beschwerdef�hrer, sich ein f�r seine wirksame Verteidigung gen�gendes Bild des eingeklagten Lebenssachverhalts zu machen (vgl. Bundesgerichtsurteil 6P.27/2003 vom 3. August 2003, E. 2.4). Aus der Umschreibung, wonach "sie ihn erfolglos wegzudr�cken versuchte", geht der Vorwurf gewaltsamer N�tigung eindeutig hervor. Auch der vorgeworfene Vergewaltigungsversuch ist hinreichend umschrieben. Gem�ss dem �berweisungsbeschluss soll er die Beschwerdegegnerin auf das Bett geworfen, sich auf sie gelegt, ihr das T-Shirt hochgeschoben und versucht haben, ihr den B�stenhalter und die Jeans auszuziehen. Er habe erst von ihr abgelassen, als sie zu schreien drohte. Der Schilderung der Gegenwehr in der Anklageschrift l�sst sich zudem eindeutig entnehmen, dass dem Beschwerdef�hrer vorgeworfen wird, sich bewusst �ber den Willen der Beschwerdegegnerin hinweggesetzt zu haben. Eine weitergehende Umschreibung des subjektiven Tatbestands ist entgegen seinen Vorbringen nicht notwendig. Zusammenfassend ist nicht ersichtlich, inwiefern dem Beschwerdef�hrer hinsichtlich der Vergewaltigungsvorw�rfe die zu seiner Verteidigung notwendigen tats�chlichen Angaben vorenthalten worden sein sollen.
2.2.2 Bez�glich der T�tlichkeiten und Drohungen beanstandet der Beschwerdef�hrer die fehlende Nennung s�mtlicher Tatbestandsmerkmale der Drohung. Weder die Bundesverfassung noch das kantonale Strafprozessrecht verlangen zwingend, dass jedes einzelne Tatbestandsmerkmal explizit in der �berweisungsverf�gung spezifiziert wird. Dass die Todesdrohungen die Beschwerdegegnerin stark ver�ngstigten, geht implizit aus dem �berweisungsbeschluss hervor. Der Beschwerdef�hrer kritisiert weiter die zu ungenaue Eingrenzung der Vorw�rfe. Aufgrund der vorliegenden Anklage bleibe unklar, ob ihm vereinzelte, dutzende oder hunderte von �bergriffen und Bedrohungen angelastet w�rden. Dieser Einwand ist in Bezug auf Anklageziffern 2.1 und 3.1 berechtigt. Dort werden die Vorw�rfe im Sinne einer Einleitung zun�chst allgemein �rtlich und zeitlich eingegrenzt. Es wird ihm vorgeworfen, dass es im Zeitraum vom 1. April 2004 bis zum 27. resp. 28. Juli 2005 in Uetendorf und an anderen Orten wiederholt zu Faustschl�gen und Todesdrohungen gegen�ber der Beschwerdegegnerin gekommen sei. In dieser Pauschalit�t sind die Anklagevorw�rfe zu ungenau. Zwar werden in den folgenden �berweisungsziffern die genauen Tatumst�nde f�r je zwei F�lle von T�tlichkeiten (Ziff. 2.2. und 2.3) und Bedrohungen (Ziff. 3.2 und 3.3) klar spezifiziert, doch geht aus den Akten eindeutig hervor, dass im gesamten Untersuchungs- und Gerichtsverfahren diesbez�glich von mehr als bloss je zwei Taten ausgegangen wurde. Mit der Umschreibung, wonach es "wiederholt" zu Bedrohungen und T�tlichkeiten gekommen sei, bleiben das quantitative Ausmass der �bergriffe und die H�ufigkeit der Drohungen jedoch ungen�gend bestimmt.
2.2.3 Trotz dieser nicht hinreichenden Spezifizierung der Anklage in einem Nebenpunkt gen�gt der vorliegend zu beurteilende �berweisungsbeschluss gesamthaft betrachtet den geschilderten Anforderungen. Insbesondere die gravierendsten Vorw�rfe der vollendeten und der versuchten Vergewaltigung, welche im Zentrum des Verfahrens und der Strafzumessung standen, wurden in einer Detailiertheit umschrieben, die hinreichend Gew�hr f�r eine wirksame Verteidigung bot. Im �brigen wurde nicht dargetan, inwieweit sich die ger�gten Anklagem�ngel auf den Verfahrensausgang und insbesondere die Bestrafung ausgewirkt haben sollen. Dies ist auch nicht ersichtlich, zumal selbst bei Weglassen der mangelhaften �berweisungsziffern eine Verurteilung wegen mehrfacher Tatbegehung m�glich geblieben w�re. Die Beschwerde ist insoweit abzuweisen.
Der Beschwerdef�hrer macht geltend, die Vorinstanz habe die Bestimmungen der kantonalen Strafprozessordnung zum Unmittelbarkeitsprinzip willk�rlich angewendet (Art. 55 Ziff. 2 und 3; Art. 286 Abs. 2; Art. 295 Abs. 2; 307 StrV/BE). In den beiden kantonalen Tatsacheninstanzen sei ihm insgesamt nur eine einzige Frage gestellt worden (Beschwerdeschrift S. 21-24).
3.1 Nach Art. 55 StrV/BE sorgen die Organe der Strafrechtspflege daf�r, dass weder Schuldige der Strafe entgehen noch Schuldlose bestraft werden (Ziff. 2), und dass belastenden wie entlastenden Tatsachen mit gleicher Sorgfalt nachgegangen wird (Ziff. 3). Art. 286 Abs. 2 StrV/BE schreibt die Teilnahme der angeschuldigten Person vor, wenn in fr�heren Verfahrensstadien noch keine richterliche Einvernahme durchgef�hrt worden ist. F�r das Beweisverfahren bestimmt Art. 295 Abs. 2 StrV/BE, dass diejenigen Beweismassnahmen durchzuf�hren sind, die im Schuld- oder Sanktionenpunkt von erheblicher Bedeutung sein k�nnen und bei denen der pers�nliche Eindruck f�r die Bildung der richterlichen �berzeugung entscheidend ist. Art. 307 StrV/BE regelt den Grundsatz der freien Beweisw�rdigung. Das Gericht w�rdigt das Ergebnis der Beweisaufnahme und f�llt das Urteil nach seiner freien, aus der Hauptverhandlung und den Akten gewonnenen �berzeugung.
3.2 Die Vorinstanz kommt zum Schluss, dass der Beschwerdef�hrer vor erster Instanz unter Wahrung seiner Verteidigungsrechte einvernommen wurde. Im Rahmen der Voruntersuchung sei er einmal polizeilich und zweimal ausf�hrlich untersuchungsrichterlich befragt worden, wobei er jedes Mal aussagte, die Vorw�rfe w�rden nicht stimmen. Die Verteidigung h�tte eine detaillierte Befragung zu den �berwiesenen Vorf�llen beantragen k�nnen. Das reine Unmittelbarkeitsprinzip sei im Kanton Bern abgeschafft worden und das Gericht d�rfe sein Urteil auch auf die Akten abst�tzen. Unter diesen Umst�nden habe auf das Wiederholen von Beweismassnahmen verzichtet werden k�nnen. Die vorgenommene Einvernahme verm�ge den formellen Anforderungen zwar gerade noch zu gen�gen, eine ausf�hrlichere Befragung des Angeschuldigten durch das Kreisgericht w�re jedoch w�nschenswert gewesen.
Die strafprozessualen Vorschriften zur Befragung des Angeschuldigten und zum Unmittelbarkeitsprinzip sind nicht willk�rlich angewendet worden.
3.3.1 Der Beschwerdef�hrer wurde mit der Vorladung vor die Wahl gestellt, entweder pers�nlich zur Appellationsverhandlung zu erscheinen oder sich durch einen bevollm�chtigten Rechtsbeistand vertreten zu lassen (Art. 354 Abs. 2 StrV/BE; kant. act. 633). Gem�ss Verhandlungsprotokoll erschien nur sein F�rsprecher zur Verhandlung. Angesichts dieses Verzichts auf die Verhandlungsteilnahme stellt sich die Frage, ob der Beschwerdef�hrer die unterbliebene pers�nliche Befragung �berhaupt r�gen darf. Dies kann offen bleiben. Wie nachfolgend aufgezeigt wird, war das Absehen von einer erneuten Befragung nicht willk�rlich.
3.3.2 Anl�sslich der kreisgerichtlichen Verhandlung vom 9. November 2006 wurden die Beschwerdegegnerin und der Beschwerdef�hrer pers�nlich befragt. Auf die Frage, was er zu den Vorw�rfen im �berweisungsbeschluss sage, antwortete der Beschwerdef�hrer, dass die ihm gemachten Vorw�rfe mit Ausnahme der Widerhandlungen gegen das Strassenverkehrsgesetz nicht stimmten. Mit dieser bescheidenen pers�nlichen Befragung hat die erste Instanz die im Sinne von Art. 295 Abs. 2 StrV/BE entscheiderheblichen Beweismassnahmen in geringst m�glichem Umfang vorgekehrt. Durch die Abst�tzung ihres Urteils auf die Akten und die Befragung wurde auch den Anforderungen von Art. 307 StrV/BE Gen�ge getan. Die Vorinstanz war durch keine der angerufenen Bestimmungen dazu verpflichtet, �ber die erstinstanzliche Befragung hinausgehende, zus�tzliche Fragen zu stellen. Als Appellationsinstanz durfte sie sich grunds�tzlich auf die Beweisaufnahme der ersten Instanz st�tzen (Art. 350 StrV/BE). Sie war auch nicht verpflichtet, ein pers�nliches Erscheinen des Beschwerdef�hrers anzuordnen (Art. 354 Abs. 3 StrV/BE). Die Teilnahme der angeschuldigten Person ist gem�ss Art. 286 Abs. 2 StrV/BE (nur) n�tig, wenn in fr�heren Verfahrensstadien noch keine richterliche Einvernahme durchgef�hrt worden ist. Auch wenn die Vorinstanz nach den Vorschriften des kantonalen Prozessrechts nicht verpflichtet war, den Beschwerdef�hrer erneut pers�nlich zu befragen, so bleibt ihr Verzicht darauf dennoch schwer verst�ndlich, zumal sie selbst zum Schluss kam, dass eine ausf�hrlichere Befragung w�nschenswert gewesen w�re. Verfehlt ist - angesichts der angezweifelten Glaubw�rdigkeit des Beschwerdef�hrers - auch die diesbez�gliche Begr�ndung der Vorinstanz, wonach nicht der pers�nliche Eindruck vom Angeschuldigten, sondern der Inhalt seiner Aussagen massgeblich gewesen sei. Weil sich die Vorinstanz formell aber auf die in der ersten Instanz durchgef�hrte Einvernahme st�tzen konnte, bewegt sich ihr Verzicht auf eine erneute Befragung noch im Rahmen des Wortlauts von Art. 286 Abs. 2 StrV/BE. Ihr Vorgehen kann deshalb nicht als vollkommen unhaltbare Anwendung kantonal prozessrechtlicher Bestimmungen eingestuft werden. Die Beschwerde erweist sich insoweit als unbegr�ndet.
Zusammenfassend ist die Beschwerde abzuweisen, soweit darauf einzutreten ist. Bei diesem Ausgang er�brigt sich die Behandlung der Zivilanspr�che und des Kostenumverteilungsbegehrens. Der Beschwerdef�hrer wird f�r sein Unterliegen grunds�tzlich kostenpflichtig (Art. 66 Abs. 1 BGG). Er stellt indes einen Antrag auf unentgeltliche Rechtspflege. Seine Bed�rftigkeit ist ausgewiesen und wie die vorstehenden Erw�gungen gezeigt haben, gab das vorinstanzliche Urteil Anlass zur Beschwerde. Dem Antrag ist somit stattzugeben. Es werden keine Kosten erhoben und der Anwalt des Beschwerdef�hrers ist aus der Gerichtskasse zu entsch�digen.
Dem Rechtsvertreter des Beschwerdef�hrers, F�rsprecher Dominik Eichenberger, wird aus der Bundesgerichtskasse eine Entsch�digung von Fr. 3'000.- ausgerichtet.

References: BGE 
 Art. 22
 BGE 
 Art. 190
in dubio
 Art. 32
 Art. 6
 Art. 257
 Art. 32
 Art. 6
 BGE 
 BGE 
 EGMR 
 Art. 286
 Art. 295
 Art. 55
 Art. 286
 Art. 295
 Art. 307
 Art. 295
 Art. 307
 Art. 286
 Art. 286