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Timestamp: 2019-12-05 15:05:32+00:00

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BFH, 13.03.1996 - II R 51/95 - dejure.org
https://dejure.org/1996,442
BFH, 13.03.1996 - II R 51/95 (https://dejure.org/1996,442)
BFH, Entscheidung vom 13.03.1996 - II R 51/95 (https://dejure.org/1996,442)
BFH, Entscheidung vom 13. März 1996 - II R 51/95 (https://dejure.org/1996,442)
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ErbStG § 7 Abs. 1 Nr. 1, § 12 Abs. 2 und Abs. 3; BGB § 516 Abs. 1
ErbStG § 7; ErbStG § 12; BGB § 516
Mittelbare Grundstücksschenkung zur Finanzierung eines Anbaus
Mittelbare Grundstücksschenkung, wenn der Zuwendende die Kosten für den Anbau an ein bereits bestehendes Gebäude schenkweise trägt
Steuererstattungsansprüche, Pfändung
ErbStG § 7 Abs 1 Nr 1, ErbStG § 9 Abs 1 Nr 1, ErbStG § 12 Abs 2
Einheitswert; Geldschenkung; Mittelbare Grundstücksschenkung
BFHE 180, 174
NJW 1997, 415 (Ls.)
BB 1996, 1313
DB 1996, 1321
BStBl II 1996, 548
Es ist nicht erforderlich, dass der Gegenstand, um den der Beschenkte bereichert wird, sich vorher in derselben Gestalt im Vermögen des Schenkers befunden hat und wesensgleich übergeht, "Entreicherungsgegenstand" und "Bereicherungsgegenstand" brauchen nicht identisch zu sein (vgl. BFH-Urteil vom 13. März 1996 II R 51/95, BFHE 180, 174, BStBl II 1996, 548, mit weiteren Hinweisen).
So hatte die Schenkerin in dem Fall, der dem vom FA angeführten BFH-Urteil vom 13. März 1996 II R 51/95 (BFHE 180, 174, BStBl II 1996, 548) zu Grunde lag, der Bedachten einen Geldbetrag zur Errichtung eines Anbaus auf einem Grundstück überlassen.
Es ist nicht erforderlich, daß der Gegenstand, um den der Beschenkte bereichert wird, sich vorher in derselben Gestalt im Vermögen des Schenkers befunden hat und wesensgleich übergeht, "Entreicherungsgegenstand" und "Bereicherungsgegenstand" brauchen nicht identisch zu sein (vgl. Senatsentscheidung vom 13. März 1996 II R 51/95, BFHE 180, 174, BStBl II 1996, 548, m. w. N.).
Dies gilt nicht nur für die Fälle der mittelbaren Grundstücksschenkung (vgl. BFH-Urteil in BFHE 180, 174, BStBl II 1996, 548 sowie BFH-Urteile vom 12. Dezember 1979 II R 157/78, BFHE 129, 507, BStBl II 1980, 260; vom 3. August 1988 II R 39/86, BFHE 154, 383, BStBl II 1988, 1025), auf die das FG seine Prüfung beschränkt hat, sondern generell bei mittelbarer Schenkung aller als Zuwendungsobjekt in Betracht kommenden Gegenstände oder Rechte (…vgl. Meincke, Erbschaftsteuergesetz, § 7 Rdnr. 17;… Moench, Erbschaftsteuergesetz, § 7 Rdnr. 24).
Ein Fall mittelbarer Grundstücksschenkung, über die der Senat in seinem Urteil vom 13. März 1996 II R 51/95 (BFHE 180, 174, BStBl II 1996, 548) zu entscheiden hatte, liegt mangels objektiver Bereicherung des Klägers nicht vor.
Das setzt voraus, daß der Beschenkte im Verhältnis zum Schenker nicht über das Geld, sondern (erst) über das Grundstück verfügen kann; denn in diesem Fall ist der Beschenkte nicht um die Geldsumme, sondern um das mit den überlassenen Geldmitteln erworbene Grundstück bereichert (z.B. BFH-Urteil vom 13. März 1996 II R 51/95, BFHE 180, 174, BStBl II 1996, 548, m.w.N.) mit der Folge, daß der Wert des schenkungsteuerpflichtigen Erwerbs nach den für Grundstücke geltenden Bewertungsvorschriften zu ermitteln ist.
Zwar kann nach der Rechtsprechung des BFH in der Hingabe von Geld zum Erwerb oder zur Renovierung eines bestimmten Grundstücks eine sogenannte mittelbare Grundstücksschenkung gesehen werden (vgl. z.B. BFH-Urteile vom 9. November 1994 II R 87/92, BStBl. II 1995, 82, vom 13. März 1996 II R 51/95, BStBl. II 1996, 548, 549, m.w.N., …und vom 17. Juni 1998 II R 51/96, BFH/NV 1998, 1378, 1379, Meincke, a.a.O., § 7 Rz. 21, 22).
Dies setzt jedoch, da es darauf ankommt, wie sich die Vermögensmehrung im Zeitpunkt der Zuwendung beim Beschenkten auswirkt (BFH-Beschluss vom 23. Januar 1991 II B 46/90, BStBl. II 1991, 310, m.w.N., und BFH in BStBl. II 1995, 82, 84) voraus, dass dieser im Verhältnis zum Schenker nicht schon über das ihm ggf. überlassene Geld, sondern erst über das Grundstück oder renovierte Gebäude frei verfügen kann; denn in diesem Fall ist der Beschenkte nicht um die Geldsumme, sondern erst um das mit den zur Verfügung gestellten Geldmitteln erworbene Grundstück bzw. renovierte Gebäude bereichert (BFH in BStBl. II 1996, 548, 549, und BFH in BFH/NV 1998, 1378, 1379).
Das Erfordernis der Bereicherung aus dem Vermögen des Schenkers setzt nicht voraus, dass der Gegenstand, um den der Beschenkte bereichert wird, sich vorher in derselben Gestalt in dem Vermögen des Schenkers befunden hat und wesensgleich übergeht (s. Urteil des Bundesgerichtshofs --BGH-- vom 2. Juli 1990 II ZR 243/89, BGHZ 112, 40, 46; BFH-Urteil vom 13. März 1996 II R 51/95, BFHE 180, 174, BStBl II 1996, 548).
Dementsprechend bestimmt sich der steuerpflichtige Erwerb gemäß § 10 Abs. 1 Satz 1 ErbStG 1974 bei einer Zuwendung im Sinne von § 7 Abs. 1 Nr. 1 ErbStG 1974 nach der Bereicherung des Erwerbers und knüpft die Wertermittlung (§ 11 ErbStG 1974) an den Gegenstand an, über den der Bedachte in dem für die Bestimmung des Schenkungsgegenstandes maßgeblichen Zeitpunkt (§ 9 Abs. 1 Nr. 2 ErbStG 1974) endgültig verfügen kann (…BFH-Urteile vom 17. Juni 1998 II R 51/96, BFH/NV 1998, 1378 ; vom 13. März 1996 II R 51/95, BStBl II 1996, 548 ).
Es ist nicht erforderlich, daß der Zuwendungsgegenstand, um den der Beschenkte bereichert wird, sich vorher in derselben Gestalt im Vermögen des Schenkers befunden hat und wesensgleich übergeht, "Entreicherungsgegenstand" und "Bereicherungsgegenstand" brauchen nicht identisch zu sein (vgl. BFH-Urteil in BStBl II 1996, 548 ).
Dies setzt voraus, daß der Beschenkte im Verhältnis zum Zuwendenden nicht über das ihm ggf. übergebene Geld, sondern (erst) über den Gegenstand verfügen kann, denn in diesem Fall ist der Beschenkte nicht um die Geldsumme, sondern erst um den mit den zur Verfügung gestellten Geldmitteln erworbenen Gegenstand bereichert (BFH-Urteile in BStBl II 1996, 548 ;… in BFH/NV 1998, 1378 ; vom 12. Dezember 1979 II R 157/78, BStBl II 1980, 260 , jeweils m.w.N.).
Das setzt voraus, daß der Beschenkte im Verhältnis zum Schenker nicht über das Geld, sondern (erst) über das Grundstück verfügen kann, denn in diesem Fall ist der Beschenkte nicht um die Geldsumme, sondern um das mit den überlassenen Geldmitteln erworbene Grundstück bereichert (z.B. BFH-Urteil vom 13. März 1996 II R 51/95, BFHE 180, 174, BStBl II 1996, 548, m.w.N.) mit der Folge, daß der Wert des schenkungsteuerpflichtigen Erwerbs nach den für Grundstücke geltenden Bewertungsvorschriften zu ermitteln ist.
FG Münster, 09.06.2009 - 6 K 1040/09
Voraussetzungen einer Gläubigeranfechtung nach den Vorschriften über die …

References: § 7
 § 12
 § 516
 § 7
 § 12
 § 516
 § 7
 § 9
 § 12
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 § 10
 § 7