Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=FamRZ%201987,%20807
Timestamp: 2019-03-25 21:17:07+00:00

Document:
Rechtsprechung: FamRZ 1987, 807 - dejure.org
Weitere Entscheidung unten: BVerwG, 24.04.1987
Minderjähriger Asylbewerber - Ausländerrechtliches Aufenthaltsrecht - Eigener Asylanspruch - Anerkennung als politisch Verfolgte - Widerlegbare Vermutung - Kinder
Zur Asylanerkennung von Familienangehörigen
VG Karlsruhe, 27.11.1984 - 11 K 24/84
VG Karlsruhe, 27.11.1984 - 11 K 7/84
VGH Baden-Württemberg, 25.11.1985 - A 13 S 158/85
BVerwG, 23.05.1986 - 9 C 53.86
VGH Baden-Württemberg, 12.09.1988 - A 13 S 272/87
BVerwGE 75, 304
NJW 1987, 2174 (Ls.)
NVwZ 1987, 505
FamRZ 1987, 807 (Ls.)
DVBl 1987, 783
DÖV 1987, 597
BVerwG, Urteil vom 2. Juli 1985 - 9 C 35.84 -, Buchholz 402.25 § 1 AsylVfG Nr. 34 = InfAuslR 1985, 274; Urteil vom 13. Januar 1987 - 9 C 53.86 -, BVerwGE 75, 304 = InfAuslR 1987, 168; Urteil vom 27. Februar 1987 - 9 C 264.86 -, Buchholz 402.25 § 1 AsylVfG Nr. 63, S. 13 (15 f.); Beschluss vom 15. Januar 1992 - 9 B 239.91 -.
BVerwG, Urteil vom 2. Juli 1985 - 9 C 35.84 -, Buchholz 402.25 § 1 AsylVfG Nr. 34 = InfAuslR 1985, 274; Urteil vom 13. Januar 1987 - 9 C 53.86 -, BVerwGE 75, 304 = InfAuslR 1987, 168; Urteil vom 27. Februar 1987 - 9 C 264.86 -, Buchholz 402.25 § 1 AsylVfG Nr. 63, S. 13 (15 f.); Beschluß vom 15. Januar 1992 - 9 B 239.91 -.
Die die Asylanerkennung der Kläger hinsichtlich der Verfolgungswahrscheinlichkeit ausschließlich tragende Unterstellung, die Kläger würden in Istanbul jeder für sich leben müssen, ist, wie das Berufungsurteil erkennen läßt, die Folge einer Mißdeutung der Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts zum Asylanspruch minderjähriger Kinder von Asylberechtigten (Urteil vom 13. Januar 1987 - BVerwG 9 C 53.86 - BVerwGE 75, 304).
Im Rechtsstreit erfüllt das Rechtsschutzinteresse oder Rechtsschutzbedürfnis die Funktion des Sachbescheidungsinteresses im Verwaltungsverfahren (vgl. BVerwGE 75, 304).
Dem Kläger, der seit 1979 in der Bundesrepublik Deutschland lebt und hier eine - den Asylanspruch übrigens nicht verdrängende (BVerwGE 75, 304) - unbefristete Aufenthaltserlaubnis besitzt, ist im Januar 1988 die türkische Staatsangehörigkeit aberkannt worden.
Daraus ergibt sich eindeutig, daß sie eine gerade gegen ihre Person gerichtete Verfolgung, die nach der Rechtsprechung auch für die Anerkennung von Familienangehörigen unabdingbar ist (vgl. Urteil vom 27. April 1982 - BVerwG 9 C 239.80 - BVerwGE 65, 244; Urteil vom 2. Juli 1985 - BVerwG 9 C 35.84 - Buchholz 402.25 § 1 AsylVfG Nr. 34; Urteil vom 13. Januar 1987 - BVerwG 9 C 53.86 - zum Abdruck in der Entscheidungssammlung bestimmt), nicht begründet befürchtet und daß sie den von ihr geschilderten vorübergehenden Schwierigkeiten mit der Polizei während des Fernstudiums im Jahre 1979 selbst keine asylrelevante Bedeutung beimißt.
Nach ständiger Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts und des Bundesverwaltungsgerichts setzt die Anerkennung als politisch Verfolgter stets den Nachweis eigener politischer Verfolgung voraus (BVerfG - Vorprüfungsausschuß -, Beschluß vom 19. Dezember 1984 - 2 BvR 1517/84 - NVwZ 1985, 260; Urteil vom 2. Juli 1985 - BVerwG 9 C 35.84 und 9 C 58.84 - Buchholz 402.25 § 1 AsylVfG Nr. 34 und Nr. 35 und vom 13. Januar 1987 - BVerwG 9 C 53.86 - BVerwGE 75, 304 [BVerwG 13.01.1987 - 9 C 53/86]).
OVG Nordrhein-Westfalen, 22.01.1999 - 9 A 4672/98
Gewährung von Asyl aufgrund des Bestehens der Gefahr der Sippenhaft im Iran; …
OVG Nordrhein-Westfalen, 10.11.1999 - 9 A 5100/98
BVerwG, 10.12.1987 - 9 B 403.87
Asylanspruch minderjähriger Asylbewerber - Aus der politischen Verfolgung der …
VGH Hessen, 14.11.1988 - 13 TH 2717/88
Vorläufiger Rechtsschutz gegen Abschiebungsandrohung bei nicht auszuschließender …
VGH Baden-Württemberg, 07.05.1990 - A 13 S 1728/88
Asylrecht der Kinder eines Funktionsträgers der EPLF
Über das Namensänderungsbegehren ist unter Abwägung aller von der Namensführung berührten privaten und öffentlichen Belange zu entscheiden, wobei dem Kindeswohl entscheidende Bedeutung zukommt (vgl. BVerwG, U.v. 24.4.1987 - 7 C 120.86 - NJW 1988, 85 = juris Rn. 10).
Zwar kann sich nach einer Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts, auf die das erstinstanzliche Gericht Bezug nimmt, die nichtsorgeberechtigte Mutter, die ihrer Elternverantwortung nicht gerecht wird oder sich ihrer Elternverantwortung entzieht, auf ein eigenes namensrechtliches Interesse am Fortbestand des Kindesnamens nicht berufen (BVerwG, U.v. 24.4.1987 - 7 C 120.86 - NJW 1988, 85 = juris Rn. 13).

References: § 1
 § 1
 § 1
 § 1
 § 1
 § 1