Source: http://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=NJW%202005,%20973
Timestamp: 2013-05-23 09:36:59+00:00

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Rechtsprechung: NJW 2005, 973
Rechtsprechung BGH, 25.01.2005 - XI ZR 325/03 Volltextver�ffentlichungen (13)
BGB � 138
Zur Abgrenzung zwischen Mitdarlehensnehmerschaft und Mithaftungs�bernahme
Echte Mitdarlehensnehmerschaft und einseitig verpflichtende Mithaftungs�bernahme
Deutsches Notarinstitut BGB � 138 BbAbgrenzung zwischen Mitdarlehensnehmerschaft und Mithaftungs�bernahme
Abgrenzung des "gleichberechtigten Mitdarlehnsnehmers" zum blo�en Mithaftenden (Sicherungsgeber): Privatautonomie und Vertrags
B�rgschaftsrecht: BGH: Zur Abgrenzung zwischen einer Mitdarlehensnehmerschaft und einseitig verpflichtender Mithaftungs�bernahme
Abgrenzung von Mitdarlehensnehmerschaft und Mithaftungs�bernahme
Bei Eingehen einer Kreditverpflichtung aus emotionaler Verbundenheit zum Hauptschuldner ist eine krasse finanzielle �berforderung des Sicherungsgebers widerleglich zu vermuten
BGB � 138 Bb
BGB � 138Zur Abgrenzung zwischen echter Mitdarlehensnehmerschaft und einseitig verpflichtender Mithaftungs�bernahme
�bernahme von B�rgschaften durch finanziell �berforderte Ehepartner
hannover.de (Leitsatz)
Sittenwidrigkeit bei Umwandlung einer B�rgschaft in ein Mitdarlehen
Fortwirkung der Sittenwidrigkeit bei Umwandlung einer wegen krasser finanzieller �berforderung unwirksamen B�rgschaft in Mithaftungs�bernahme
NJW 2005, 973
ZIP 2005, 607
MDR 2005, 701
WM 2005, 418
Wird zitiert von ... (34) OLG D�sseldorf, 16.10.2006 - 16 W 57/06 Sittenwidrigkeit der Mithaftungsvereinbarung im Darlehensvertrag bei krasser …Ma�gebend f�r die Abgrenzung zwischen der Begr�ndung einer echten Mitdarlehensnehmerschaft und einer Mithaftungs�bernahme des Kreditgebers ist die von den Vertragsparteien tats�chlich gewollte Rechtsfolge (vgl. BGH, NJW-RR 2004, 924; NJW 2005, 973, 975).Die Privatautonomie schlie�t in den Grenzen der �� 134 und 135 BGB die Freiheit der Wahl der Rechtsfolgen und damit des vereinbarten Vertragstyps ein, umfasst allerdings nicht die Freiheit zu dessen beliebiger rechtlicher Qualifikation (BGH, NJW-RR 2004, 924; NJW 2005, 973, 974).Die kreditgebende Bank hat es deshalb nicht in der Hand, durch eine im Darlehensvertrag einseitig gew�hlte Formulierung wie "Mitdarlehensnehmer", "Mitantragsteller", "Mitschuldner" oder dergleichen einen materiell-rechtlich blo� Mithaftenden zu einem gleichberechtigten Mitdarlehensnehmer zu machen und dadurch den weit reichenden Nichtigkeitsfolgen des � 138 BGB zu entgehen (vgl. BGH, NJW 2002, 744; NJW 2002, 2705 f., NJW-RR 2004, 924; NJW 2005, 973).Zu den anerkannten Auslegungss�tzen geh�ren dabei die Ma�geblichkeit des Vertragswortlauts als Ausgangspunkt jeder Auslegung und die Ber�cksichtigung der Interessenlage der Vertragspartner (vgl. BGH, NJW-RR 2004, 924; NJW 2005, 973, 974).Eine Vertragsauslegung kann aber zu einem vom Wortlaut abweichenden Ergebnis gelangen, wenn sich ein dies rechtfertigender �bereinstimmender Wille der Vertragspartner feststellen l�sst (vgl. BGH, NJW 2005, 973, 974).�berdies ist dem Wortlaut angesichts der St�rke der Verhandlungsposition der kreditgebenden Bank und der Verwendung von Vertragsformularen in F�llen der vorliegenden Art grunds�tzlich weniger Bedeutung beizumessen als sonst (vgl. BGH, NJW 2005, 973, 974).Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs ist als echter Mitdarlehensnehmer daher ungeachtet der Vertragsbezeichnung in aller Regel nur derjenige anzusehen, der f�r den Darlehensgeber erkennbar ein eigenes sachliches und/oder pers�nliches Interesse an der Kreditaufnahme hat sowie als im Wesentlichen gleichberechtigter Partner �ber die Auszahlung bzw. Verwendung der Darlehensvaluta mitentscheiden darf (vgl. BGHZ 146, 37, 41 = NJW 2001, 815; BGH, NJW 1999, 135; NJW 2002, 744; NJW 2002, 2705; NJW-RR 2004, 924; NJW 2005, 973, 974).Zwar kann in der vertragsgem��en Bedienung des aufgenommenen Darlehens durch einen Vertragsteil durchaus eine f�r die Vertragsauslegung bedeutsame Indiztatsache liegen (vgl. BGH, NJW-RR 2004, 924; NJW 2005, 973, 975).Anderenfalls - so auch hier - ist das Beweisanzeichen nicht stark genug, um im Wege der Vertragsauslegung auf eine echte Mitgl�ubigerschaft zu schlie�en (vgl. BGH, NJW 2005, 973, 975).In einem solchen Fall krasser finanzieller �berforderung ist nach der allgemeinen Lebenserfahrung ohne Hinzutreten weiterer Umst�nde widerleglich zu vermuten, dass der dem Hauptschuldner pers�nlich nahestehende B�rge oder Mithaftende die f�r ihn ruin�se Personalsicherheit allein aus emotionaler Verbundenheit mit dem Hauptschuldner �bernommen und der Kreditgeber dies in sittlich anst��iger Weise ausgenutzt hat (vgl. BGHZ 136, 347, 351 = NJW 1997, 3372; BGHZ 146, 37, 42 = NJW 2001, 815; BGHZ 151, 34, 37 = NJW 2002, 2228; BGHZ 156, 302, 307 = NJW 2004, 161; BGH, NJW 2000, 1182, 1183; NJW 2002, 746; NJW 2002, 744 f.; NJW 2002, 2230, 2231; NJW 2002, 2705, 2706; NJW-RR 2004, 337, 338; NJW 2005, 971, 972; NJW 2005, 973, 975).Auf diese Situation ist deshalb nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs (vgl. z. B. BGHZ 146, 37, 43 = NJW 2001, 815; BGH, NJW 2002, 2705, 2706; NJW 2005, 973.975) im Rahmen der Pr�fung der finanziellen M�glichkeiten des mitverpflichteten Ehepartners abzustellen.
OLG Dresden, 06.12.2006 - 12 U 1394/06 Finanzierung - Ruin�se sittenwidrige Ehegattenb�rgschaftDie kreditgebende Bank hat es nicht in der Hand, etwa durch eine im Darlehensvertrag gew�hlte Formulierung, wie z.B. "Mitdarlehensnehmer", "Mitantragsteller", "Mitschuldner" oder dgl., einen blo� Mithaftenden zu einem gleichberechtigten Mitdarlehensnehmer zu machen und dadurch den Nichtigkeitsfolgen des � 138 Abs. 1 BGB zu entgehen (vgl. nur: BGH, Urteil vom 04.12.2001, Az. XI ZR 56/01, ZIP 2002, 210 ff., zitiert nach juris; Urteil vom 25.01.2005, XI ZR 325/03).Ma�gebend f�r die Abgrenzung zwischen der Verpflichtung als Mitdarlehensnehmer und der Haftung als Beitretender ist die von den Vertragsparteien tats�chlich gewollte Rechtsfolge (vgl. nur: BGH, Urteil vom 23.03.2004, XI ZR 114/03, ZIP 2004, 1039 ff., zitiert nach juris, Tz 13; BGH, Urteil vom 25.01.2005, Az.: XI ZR 325/03).Zu den von dem Bundesgerichtshof anerkannten Auslegungsgrunds�tzen geh�ren die Ma�geblichkeit des Vertragswortlauts als Ausgangspunkt jeder Auslegung und die Ber�cksichtigung der Interessenlage der Vertragspartner (vgl. nur: BGH, Urteile vom 23.03.2004, Az.: XI ZR 114/03 und vom 25.01.2005, Az.: XI ZR 325/03, jeweils a.a.O.) aber auch nachvertragliches Verhalten, soweit dies R�ckschl�sse auf den Vertragswillen bei Abschluss des Kreditvertrages zul�sst (so: BGH…, Urteil vom 23.03.2004, XI ZR 114/03, a.a.O., Tz 18).�berdies ist dem Wortlaut angesichts der St�rke der Verhandlungsposition der kreditgebenden Bank und der - auch hier gegebenen - Verwendung von Vertragsformularen in F�llen der vorliegenden Art grunds�tzlich geringere Bedeutung beizumessen als sonst (vgl. nur: BGH, Urteil vom 25.01.2005, Az.: XI ZR 325/03, a.a.O., TZ 14).Solches l�sst sich insbesondere auch nicht aus einem allenfalls mittelbaren wirtschaftlichen Interesse an einer mit den mit �bernommenen Verbindlichkeiten zusammenh�ngenden Verbesserung der Ertragslage ihres Ehemannes herleiten (vgl. auch: BGH, Urteil vom 25.01.2005, aaO).In einem solchen Falle krasser finanzieller �berforderung wird aber widerleglich vermutet, dass die ruin�se B�rgschaft oder Mithaftung allein aus emotionaler Verbundenheit mit dem Hauptschuldner �bernommen wurde und der Kreditgeber dies in sittlich anst��iger Weise ausgenutzt hat (st. Rspr., vgl. nur: BGH…, Urteil vom 04.12.2001, aaO; BGH, Urteil vom 25.01.2005, aaO).
BGH, 09.12.2008 - XI ZR 513/07 Bankrecht - Wer kann Darlehensgeber sein?Ob die Beklagte echte Mitdarlehensnehmerin oder lediglich Mithaftende des Vertrags vom 21. Mai 2002 geworden ist, ist im Wege der Vertragsauslegung nach �� 133, 157 BGB zu ermitteln, wobei der wirkliche Parteiwille bei Abschluss des Darlehensvertrages ma�geblich ist(Senatsurteil vom 25. Januar 2005 - XI ZR 325/03, WM 2005, 418, 419).Echter Mitdarlehensnehmer ist nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs nur, wer ein eigenes - sachliches und/oder pers�nliches - Interesse an der Kreditaufnahme hat und als im Wesentlichen gleichberechtigter Partner �ber die Auszahlung sowie die Verwendung der Darlehensvaluta mitentscheiden darf (BGHZ 146, 37, 41 ; Senatsurteile vom 4. Dezember 2001 - XI ZR 56/01, WM 2002, 223, 224 und vom 25. Januar 2005 - XI ZR 325/03, WM 2005, 418, 419).Eine Vertragsauslegung kann aber zu einem vom Wortlaut abweichenden Ergebnis gelangen, wenn sich ein dies rechtfertigender �bereinstimmender Wille der Vertragspartner feststellen l�sst (Senatsurteil vom 25. Januar 2005 aaO).
BGH, 16.06.2009 - XI ZR 539/07 Bankrecht - Krasse finanzielle �berforderung trotz anderweitiger SicherheitDem Wortlaut ist aber angesichts der St�rke der Verhandlungsposition der kreditgew�hrenden Bank (vgl. Schimansky, WM 2002, 2437, 2438 f.) und der allgemein �blichen Verwendung von Vertragsformularen grunds�tzlich weniger Bedeutung beizumessen als sonst (Senatsurteil vom 25. Januar 2005 - XI ZR 325/03, WM 2005, 418, 419 m.w.N.).Nach der gefestigten Rechtsprechung des erkennenden Senats ist als Mitdarlehensnehmer daher ungeachtet der konkreten Vertragsbezeichnung in aller Regel nur derjenige anzusehen, der f�r den Darlehensgeber erkennbar ein eigenes sachliches und/oder pers�nliches Interesse an der Kreditaufnahme hat sowie im Wesentlichen gleichberechtigt �ber die Auszahlung bzw. Verwendung der Darlehensvaluta bzw. bestimmten Teilen davon mitentscheiden darf (siehe etwa Senat BGHZ 146, 37, 41 ; Senatsurteile vom 23. M�rz 2004 - XI ZR 114/03, WM 2004, 1083, 1084 und vom 25. Januar 2005 - XI ZR 325/03, WM 2005, 418, 419 m.w.N.; siehe auch Senatsurteil vom 16. Dezember 2008 - XI ZR 454/07, WM 2009, 645, Tz. 14).
OLG Dresden, 19.07.2006 - 8 U 1380/05 Darlehensverpflichtung oder blo�e Mithaftungs�bernahme bei Mitunterzeichnung …a) Die allgemeinen Ma�st�be zur Abgrenzung von Mitdarlehensnehmerschaft und blo�er Schuldmit�bernahme hat das Landgericht unter Wiedergabe weiter Passagen des Urteils des Bundesgerichtshofes vom 25.01.2005 - XI ZR 325/03 (WM 2005, 418) zutreffend beschrieben.Diesem ist, wenngleich Ausgangspunkt einer jeden Auslegung (BGH…, Urteil vom 23.03.2004, a.a.O. unter II 1 b), angesichts der St�rke der Verhandlungsposition der kreditgebenden Bank, aber auch wegen der Verwendung von Vertragsformularen in F�llen der vorliegenden Art weniger Bedeutung beizumessen als sonst (BGH, Urteil vom 25.01.2005, a.a.O.).cc) Ob die Behauptung der Beklagten zutrifft, die Kl�gerin habe ihr gegen�ber im Vorfeld der Vertragsunterzeichnung, n�mlich im Zeitraum ab Dezember 2001, gemeinsam mit dem Lebensgef�hrten die Absicht ge�u�ert, zu Wohnzwecken in das Haus einzuziehen, auch von Heirat und Kindern sei die Rede gewesen, und ob hierin ein hinreichendes "eigenes - sachliches und/oder pers�nliches - Interesse an der Kreditaufnahme" im Sinne der h�chstrichterlichen Rechtsprechung (zuletzt BGH, Urteil vom 25.01.2005, a.a.O.) zu sehen w�re, kann dahinstehen.a) Nach der gefestigten neueren Rechtsprechung des Bundesgerichtshofes h�ngt die Anwendung des � 138 Abs. 1 BGB auf von Kreditinstituten mit privaten Sicherungsgebern geschlossene B�rgschafts- oder Mithaftungsvertr�ge regelm��ig entscheidend vom Grad des Missverh�ltnisses zwischen dem Verpflichtungsumfang und der finanziellen Leistungsf�higkeit des dem Hauptschuldner pers�nlich nahe stehenden Sicherungsgebers ab (BGHZ 137, 347, 351; 146, 37, 42; 151, 34, 36 f.; 156, 302, 307; zuletzt BGH, Urteil vom 25.01.2005, a.a.O. unter II 2).c) Ist damit von einer krassen finanziellen �berforderung der Kl�gerin auszugehen und liegt auch ein ausreichend enges N�heverh�ltnis zum Hauptschuldner vor (vgl. f�r nichteheliche Lebensgemeinschaft BGH…, Urteil vom 04.12.2001, a.a.O. unter III 4 m.w.N.), spricht eine widerlegliche tats�chliche Vermutung daf�r, dass sich die Kl�gerin nicht von einer realistischen Einsch�tzung des wirtschaftlichen Risikos, sondern von ihrer emotionalen Bindung an den Lebensgef�hrten hat leiten lassen und die Beklagte dies in sittlich anst��iger Weise ausgenutzt hat (vgl. zuletzt BGH, Urteil vom 25.01.2005, a.a.O. unter II 2 a m.w.N.).
BGH, 16.12.2008 - XI ZR 454/07 Echte Mitdarlehensnehmerschaft ist von kreditgebender Bank zu beweisenDem Wortlaut ist aber angesichts der St�rke der Verhandlungsposition der kreditgew�hrenden Bank (vgl. Schimansky WM 2002, 2437, 2438 f.) und der allgemein �blichen Verwendung von Vertragsformularen grunds�tzlich weniger Bedeutung beizumessen als sonst (Senatsurteil vom 25. Januar 2005 - XI ZR 325/03, WM 2005, 418, 419 m.w.Nachw.).Nach der gefestigten Rechtsprechung des erkennenden Senats ist als echter Mitdarlehensnehmer daher ungeachtet der konkreten Vertragsbezeichnung in aller Regel nur derjenige anzusehen, der f�r den Darlehensgeber erkennbar ein eigenes sachliches und/oder pers�nliches Interesse an der Kreditaufnahme hat sowie im Wesentlichen gleichberechtigt �ber die Auszahlung bzw. Verwendung der Darlehensvaluta mitentscheiden darf (siehe etwa Senat BGHZ 146, 37, 41 ;… siehe ferner Senatsurteile vom 23. M�rz 2004 aaO S. 1084 und vom 25. Januar 2005 aaO S. 419 m.w.Nachw.).
OLG Frankfurt, 15.09.2006 - 23 U 250/05 Darlehensvertrag: Sittenwidrigkeit der Mitverpflichtung eines Lebensgef�hrtenDenn die Kl�gerin hatte kein f�r die Beklagte erkennbares eigenes sachliches und pers�nliches Interesse an der Kreditaufnahme und durfte nicht als im wesentlichen gleichberechtigter Partner �ber die Auszahlung bzw. Verwendung der Darlehensvaluta mitentscheiden (vgl. hierzu BGH, NJW 2005, 973, 974 f. m.w.N.).Auch hat allein Herr A in der Vergangenheit das aufgenommene Darlehen vertragsgem�� bedient (vgl. hierzu BGH, NJW 2005, 973, 975).Zwar besteht zwischen dem Verpflichtungsumfang und der finanziellen Leistungsf�higkeit der dem Hauptschuldner pers�nlich sehr nahestehenden Kl�gerin ein Mi�verh�ltnis im Sinne einer krassen finanziellen �berforderung (vgl. hierzu BGH, NJW 2005, 973, 975 f. m.w.N.).In einem Fall einer krassen finanziellen �berforderung ist nach der allgemeinen Lebenserfahrung ohne Hinzutreten weiterer Umst�nde widerleglich zu vermuten, da� sie die ruin�se Mithaftung allein aus emotionaler Verbundenheit mit dem Hauptschuldner �bernommen und die Beklagte als Kreditgeberin dies in sittlich anst��iger Weise ausgenutzt hat (vgl. BGH, NJW 2005, 973, 975 m.w.N.).
OLG Naumburg, 15.09.2005 - 10 W 38/05 Vermutung der Sittenwidrigkeit einer B�rgschaft wegen krasser finanzieller …Ma�geblich f�r die Abgrenzung zwischen der Verpflichtung als Mitdarlehensnehmer und der Haftung als Beitretender ist die von den Vertragsparteien tats�chlich gewollte Rechtsfolge (vgl. BGH NJW-RR 2004, 924-925 zitiert nach juris; BGH NJW 2005, 973 - 976 m.w.N. zitiert nach juris).Richtig ist allerdings, dass nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofes eine echte Mitdarlehensnehmerschaft bei einem mit einem Bankinstitut abgeschlossenen Kreditvertrag regelm��ig nur in Betracht kommen soll, wenn ein eigenes - sachliches und/oder pers�nliches Interesse - an der Kreditaufnahme besteht und der Verpflichtete als im wesentlichen gleichberechtigter Partner �ber die Auszahlung sowie die Verwendung der Darlehensvaluta mitentscheiden darf (vgl. BGHZ 146, 37, 41; BGH NJW 2002, 744 - 745 m.w.N. zitiert nach juris; BGH NJW-RR 2004, 924, 925 zitiert nach juris; BGH NJW 2002, 2705 - 2707 zitiert nach juris; BGH NJW 2005, 973 - 976 zitiert nach juris).Dies beruht aber auch gerade auf der Erw�gung, dass es die kreditgebende Bank nicht allein durch die Wahl der Formulierung in dem Darlehensvertrag in der Hand haben soll, einem erkennbar blo� Mithaftenden zu einem gleichberechtigten Mitdarlehensnehmer zu machen und damit den Nichtigkeitsfolgen des � 138 Abs. 1 BGB zu entgehen (vgl. BGH NJW 2002, 744-745 zitiert nach juris; BGH NJW 2005, 973 - 976 zitiert nach juris).
OLG Celle, 26.11.2009 - 8 U 238/08 Versicherung f�r fremde Rechnung: (Nicht-)Einbeziehung von Buchgeld bei einer …Ausgangspunkt jeder Auslegung von Willenserkl�rungen, die nicht den gleichen Regeln folgt wie die Auslegung von Normen (…Larenz/Canaris, Methodenlehre der Rechtswissenschaft, 3. Aufl., S. 167 f.), ist der Wortlaut der Erkl�rung (BGHZ 121, 13, 16. NJW 2001, 3775, 3776. WM 2005, 418, 419).Die Auslegung hat dar�ber hinaus im Sinne einer nach allen Seiten interessengerechten Auslegung hinsichtlich aller Beteiligten m�glichst umfassend deren Interessen zu wahren (BGH WM 2005, 418, 419 m. w. N.), wobei es f�r die Ermittlung des Interesses auf den Zeitpunkt der Abgabe der Willenserkl�rung ankommt (BGH NJW 1998, 3268, 3269).
OLG K�ln, 14.02.2007 - 13 U 135/06 Abgrenzung von Mitdarlehensnehmerschaft und Mithaftungs�bernahmeDies wiederum ist der Fall, wenn der B�rge aus dem pf�ndbaren Teil seines Einkommens voraussichtlich nicht einmal die laufenden Zinsen der Hauptschuld bedienen kann (BGH NJW 2001, 2466, 2467; 2002, 744, 745; 2005, 973, 975;… Palandt/Heinrichs, BGB, 66. Aufl., � 138 Rn. 38b m.w.N.).Die kreditgebende Bank hat es deshalb nicht in der Hand, durch eine im Darlehensvertrag einseitig gew�hlte Formulierung wie "Mitdarlehensnehmer", "Mitantragsteller", "Mitschuldner" oder dergleichen einen materiell-rechtlich blo� Mithaftenden zu einem gleichberechtigten Mitdarlehensnehmer zu machen und dadurch den weitreichenden Nichtigkeitsfolgen des � 138 Abs. 1 BGB zu entgehen (vgl. etwa BGH NJW 2005, 973, 974 m.w.N.).Nach gefestigter Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs ist deshalb als echter Mitdarlehensnehmer, bei dem eine Sittenwidrigkeit des Darlehensvertrages auch bei krasser finanzieller �berforderung grunds�tzlich nicht in Betracht kommt, ungeachtet der Vertragsbezeichnung in aller Regel nur derjenige anzusehen, der f�r den Darlehensgeber erkennbar ein eigenes - sachliches und/oder pers�nliches - Interesse an der Kreditaufnahme hat sowie als im Wesentlichen gleichberechtigter Partner �ber die Auszahlung bzw. Verwendung der Darlehensvaluta mitentscheiden darf (BGHZ 146, 37, 41; BGH NJW 2005, 973, 974 m.w.N.).
BGH, 26.09.2006 - XI ZR 358/04 Sicherungszweck einer Grundschuld zugunsten einer Bausparkasse
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OLG K�ln, 11.02.2009 - 13 U 102/08 Sittenwidrigkeit der Mithaftung naher Angeh�riger f�r Darlehensverbindlichkeiten
OLG Saarbr�cken, 18.04.2005 - 8 W 74/05 Kreditrecht - Abgabe eines abstrakten pers�nlichen Schuldversprechens
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OLG Brandenburg, 07.05.2008 - 4 U 179/07 Voraussetzungen und Wirksamkeit eines Eigenkapitalhilfedarlehensvertrages
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