Source: http://www.landesrecht-hamburg.de/jportal/portal/page/bshaprod.psml?showdoccase=1&st=lr&doc.id=jlr-StudKAPOHA2005pG8&doc.part=X&doc.origin=bs
Timestamp: 2020-04-10 11:58:37+00:00

Document:
Ausbildungs- und Prüfungsordnung des Studienkollegs Hamburg
(APO-SH)
Vom 20. Juli 2005*)
Fundstelle: HmbGVBl. 2005, S. 319
Stand: letzte berücksichtigte Änderung: Inhaltsverzeichnis geändert, § 50 angefügt durch Verordnung vom 30. März 2020 (HmbGVBl. S. 204)
Gemäß Artikel 3 Abs. 1 des Gesetzes zur Modernisierung des Studienkollegs Hamburg vom 19. Juni 2015 (HmbGVBl. S. 121) gilt die Ausbildungs- und Prüfungsordnung des Studienkollegs Hamburg (APO-SH) vom 20. Juli 2005 (HmbGVBl. S. 319), zuletzt geändert am 19. Dezember 2012 (HmbGVBl. 2013 S. 2), als nach diesem Gesetz erlassen fort. Vergleiche § 37 des Hamburgischen Hochschulgesetzes vom 18. Juni 2001 (HmbGVBl. S. 171), zuletzt geändert durch Artikel 1 des Gesetzes zur Modernisierung des Studienkollegs Hamburg vom 19. Juni 2015 (HmbGVBl. S. 121).
Auf Grund von § 43 Absatz 3 Satz 1, § 44 Absatz 2 Satz 3, § 45 Absatz 4, § 46 Absatz 2, § 47 Absatz 2 und § 101 des Hamburgischen Schulgesetzes vom 16. April 1997 (HmbGVBl. S. 97), zuletzt geändert am 29. Juni 2005 (HmbGVBl. S. 267), und § 1 Nummern 12, 13, 14, 15, 16 und 18 der Weiterübertragungsverordnung-Schulrecht vom 9. Dezember 2003 (HmbGVBl. S. 580), geändert am 17. Mai 2005 (HmbGVBl. S. 199), wird verordnet:
§ 2 Aufgabe des Studienkollegs
Aufnahme in das Studienkolleg und Ende der Zugehörigkeit
§ 4 Zulassungsbeschränkung
§ 5 Zulassungsantrag, Bewerbungsfrist
§ 6 Zulassungsausschuss
§ 7 Vergabe der Kursplätze
§ 8 Annahme und Unwirksamkeit der Zulassung
§ 9 Unterbrechung und Abbruch der Ausbildung
§ 10 Ende der Zugehörigkeit zum Studienkolleg
§ 11 Ausbildung
§ 12 Sprachkurs Deutsch
§ 13 Teilnahme am Unterricht
§ 14 Notensystem
§ 16 Prüfungsausschüsse
§ 17 Prüfungstermine
§ 18 Zulassung zur Prüfung
§ 19 Vornoten
§ 20 Schriftliche Prüfung
§ 22 Festsetzung der Prüfungsnoten und der Endnoten in den Prüfungs- und Pflichtfächern
§ 22 a Ergebnis der abschließenden Prüfung
§ 23 Nachteilsausgleich
§ 25 Gäste, Zuhörerinnen und Zuhörer
§ 26 Versäumnis
§ 27 Pflichtwidrigkeiten
§ 28 Zeugnis, Bescheinigung
§ 29 Wiederholung des zweiten Ausbildungsabschnittes und der Prüfung
§ 30 Datenübermittlung
Kurskonferenz
§ 31 Aufgaben
§ 32 Zusammensetzung und Verfahren
Kurse für deutsche und ausländische
§ 33 Zulassungsvoraussetzungen
§ 34 Wahl des Fachkurses
§ 35 Besonderheiten bei der Vergabe der Kursplätze
§ 35a Sonderkontingent für Flüchtlinge
§ 36 Art und Inhalt der Ausbildung
§ 36a Fachunterricht Englisch
§ 37 Übergang in das zweite Semester
§ 38 Gegenstand und Gliederung der Feststellungsprüfung
§ 39 Freischuss
§ 40 Feststellungsprüfung für Externe
§ 41 Ergänzungsprüfung
Kurse für Spätaussiedlerinnen und
Spätaussiedler und jüdische Immigrantinnen und
Immigranten aus der ehemaligen Sowjetunion
§ 42 Zulassungsvoraussetzungen
§ 43 Art und Inhalt der Ausbildung
§ 44 Probehalbjahr
§ 45 Übergang in das zweite Ausbildungsjahr
§ 46 Gegenstand und Gliederung der Abschlussprüfung
§ 47 Abschlussprüfung für Externe
§ 49 Übergangsbestimmungen
§ 50 Übergangsbestimmungen für ausländische Studienbewerberinnen und Studienbewerber aufgrund der Reisebeschränkungen aus Anlass der Ausbreitung des Coronavirus
Diese Verordnung gilt für die Ausbildung und Prüfung von Studienbewerberinnen und Studienbewerbern am Studienkolleg Hamburg. Soweit das Studienkolleg Hamburg auf Grundlage einer Kooperationsvereinbarung mit einzelnen Hochschulen in Hamburg ausländische Studierende durch Propädeutikkurse zu Beginn ihres Studium unterstützt, gelten nur die Bestimmungen der §§ 2, 4, 13, 14 und 15.
Aufgabe des Studienkollegs
(1) Das Studienkolleg bereitet Studienbewerberinnen und Studienbewerber, die auf Grund ihres ausländischen Bildungsnachweises nicht unmittelbar zum Studium an einer Hochschule in der Bundesrepublik Deutschland zugelassen werden können, und auf Grundlage einer Kooperationsvereinbarung mit einzelnen Hochschulen in Hamburg ausländische Studierende sprachlich, fachlich und methodisch auf ein Studium vor.
(2) Das Studienkolleg bietet Kurse an für
Studienbewerberinnen und Studienbewerber mit deutscher oder ausländischer Staatsangehörigkeit,
Studienbewerberinnen und Studienbewerber, die zum Personenkreis der Spätaussiedlerinnen und Spätaussiedler nach dem Bundesvertriebenengesetz in der Fassung vom 10. August 2007 (BGBl. I S. 1903), zuletzt geändert am 6. September 2013 (BGBl. I S. 3554), in der jeweils geltenden Fassung oder der jüdischen Immigrantinnen und Immigranten aus der ehemaligen Sowjetunion gehören und
ausländische Studierende kooperierender Hochschulen in Hamburg als Teilnehmerinnen und Teilnehmer von Propädeutikkursen.
(3) Ein Rechtsanspruch auf die Einrichtung eines Kurses besteht nicht.
(1) Die Aufnahme in das Studienkolleg setzt die erfolgreich bestandene Teilnahme an einer Eingangsprüfung voraus. Zur Teilnahme an der Eingangsprüfung ist berechtigt, wer die unter § 5 Absatz 2 genannten Unterlagen fristgerecht eingereicht hat.
(2) Die Eingangsprüfung besteht aus einem sprachlichen Prüfungsteil, in dem Kenntnisse in der deutschen Sprache nachzuweisen sind, die es ermöglichen, mit Aussicht auf Erfolg am Unterricht des Studienkollegs teilzunehmen. Sie kann durch einen fachgebundenen Prüfungsteil ergänzt werden.
(3) Die Eingangsprüfung wird vom Studienkolleg durchgeführt. Zur Durchführung bildet die Kollegleiterin oder der Kollegleiter einen Prüfungsausschuss, der aus mindestens zwei Lehrkräften besteht. Die Eingangsprüfung kann zweimal wiederholt werden. Über Ausnahmen in besonders gelagerten Einzelfällen entscheidet die Kollegleiterin oder der Kollegleiter.
(4) Die Aufnahme ist ausgeschlossen, wenn die Studienbewerberin oder der Studienbewerber bereits in ein anderes Studienkolleg in der Bundesrepublik Deutschland aufgenommen wurde, welches die Abschlussprüfung durchführt, oder die Abschlussprüfung in Hamburg oder in einem anderen Land in der Bundesrepublik Deutschland bereits erfolgreich bestanden oder insgesamt zweimal nicht bestanden hat. Ebenso ist die Aufnahme ausgeschlossen, wenn die Bewerberin oder der Bewerber das Studienkolleg Hamburg bereits einmal besucht hat, und die Zugehörigkeit aus den in § 10 Nummern 3 bis 5 genannten Gründen beendet wurde. Über Ausnahmen zu den Sätzen 1 und 2 entscheidet die Kollegleiterin oder der Kollegleiter in besonders gelagerten Einzelfällen. Darüber hinaus kann das Studienkolleg die Aufnahme ausschließen, wenn die Bewerberin oder der Bewerber das Studienkolleg Hamburg bereits einmal besucht hat, die Zugehörigkeit aber aus den in § 10 Nummer 1 genannten Gründen beendet wurde.
Die Zulassung zum Studienkolleg ist beschränkt. Die Zulassungszahlen für die Kurse ergeben sich aus der Anlage 1.
Zulassungsantrag, Bewerbungsfrist
(1) Ein Antrag auf Zulassung muss im Regelfall je nach Ausbildungsbeginn bis zum 1. März oder bis zum 1. September eines Jahres für den jeweils folgenden Kurs bei der Arbeits- und Servicestelle für internationale Studienbewerbungen (uni-assist) eingegangen sein. Einzelheiten regelt das Studienkolleg in Abstimmung mit der zuständigen Behörde durch Verwaltungsvorschrift.
(2) Einem Antrag auf Zulassung sind beizufügen:
eine amtlich beglaubigte Kopie des Abschlusszeugnisses der besuchten Schule sowie gegebenenfalls erteilter Diplome oder Zertifikate, aus denen sich die Berechtigung zum Besuch eines Studienkollegs ergibt,
eine amtlich beglaubigte Kopie der deutschen Übersetzung des Abschlusszeugnisses,
eine amtlich beglaubigte Passkopie,
eine amtlich beglaubigte Kopie eines deutschen Sprachzeugnisses (Mindestniveau B2 gemäß dem europäischen Referenzrahmen),
die Angabe des gewünschten Kurses,
als Bewerberin oder Bewerber mit einem Flüchtlingsstatus im Sinne des § 35a eine amtlich beglaubigte Kopie eines der in § 35a Absatz 1 Satz 2 Nummern 1 und 2 genannten Aufenthaltsdokumente.
(3) Erfolgt eine Zulassung zum Studienkolleg und nimmt die Studienbewerberin oder der Studienbewerber den Platz am Studienkolleg an, werden die eingereichten Dokumente zu einer für sie bzw. ihn angelegten Akte im Studienkolleg genommen. Erfolgt keine Zulassung oder nimmt die Studienbewerberin oder der Studienbewerber den Platz am Studienkolleg nicht an, werden die eingereichten Dokumente ein Jahr im Studienkolleg aufbewahrt. Stellt die Studienbewerberin oder der Studienbewerber innerhalb dieses Zeitraumes keinen neuen Antrag auf Zulassung werden die Dokumente nach Ablauf dieses Zeitraumes vernichtet.
(1) Soweit Zulassungszahlen für Kurse festgesetzt sind, entscheidet der Zulassungsausschuss über die Zulassung der Studienbewerberinnen und Studienbewerber. Dem Zulassungsausschuss gehören an:
als vorsitzendes Mitglied eine Angehörige oder ein Angehöriger der zuständigen Behörde,
die Kollegleiterin oder der Kollegleiter oder die stellvertretende Kollegleiterin oder der stellvertretende Kollegleiter,
zwei von der Kollegleiterin oder dem Kollegleiter zu bestimmende Lehrkräfte am Studienkolleg.
Das vorsitzende Mitglied kann den Vorsitz auf die Kollegleiterin oder den Kollegleiter oder die stellvertretende Kollegleiterin oder den stellvertretenden Kollegleiter übertragen.
(2) Der Zulassungsausschuss ist beschlussfähig, wenn mindestens das vorsitzende und zwei weitere stimmberechtigte Mitglieder anwesend sind. Er entscheidet mit Stimmenmehrheit; Stimmenthaltung ist unzulässig. Bei Stimmengleichheit entscheidet die Stimme des vorsitzenden Mitglieds. Über die Sitzungen des Zulassungsausschusses sind Niederschriften zu führen.
Vergabe der Kursplätze
(1) Die zur Verfügung stehenden Kursplätze werden für jede Kursart
zu 10 vom Hundert an Härtefälle nach Absatz 2,
zu 20 vom Hundert nach Wartezeit nach Absatz 3,
zu 70 vom Hundert nach Eignung und Leistung nach
In die Auswahl nach Satz 1 Nummer 2 werden nur Studienbewerberinnen und Studienbewerber einbezogen, die nicht bereits nach Satz 1 Nummer 1, in die Auswahl nach Satz 1 Nummer 3 werden nur Studienbewerberinnen und Studienbewerber einbezogen, die nicht bereits nach Satz 1 Nummern 1 und 2 zu berücksichtigen sind. Soweit die Zahl der Kursplätze nach Satz 1 Nummern 1 und 2 nicht voll in Anspruch genommen wird, werden die verbleibenden Kursplätze nach Satz 1 Nummer 3 vergeben. Bei der Berechnung der Quoten wird gerundet.
(2) Eine außergewöhnliche Härte liegt vor, wenn die Ablehnung der Zulassung mit Nachteilen verbunden wäre, die bei Anlegung eines strengen Maßstabes über das Maß der mit der Ablehnung üblicherweise verbundenen Nachteile erheblich hinausgehen würden. Die Bewerberinnen und Bewerber werden nach dem Grad der außergewöhnlichen Härte ausgewählt.
(3) Bei der Auswahl der Studienbewerberinnen und Studienbewerber nach der Wartezeit ist für die Rangfolge die Häufigkeit ihrer Bewerbungen in Folge bei der zuständigen Behörde maßgebend. Bei gleicher Anzahl der Bewerbungen entscheidet das Los.
(4) Bei der Vergabe nach Eignung und Leistung werden die Kursplätze nach den in der bestandenen Eingangsprüfung erreichten Leistungen vergeben. Bei Gleichheit der Leistungen entscheidet das Los.
(5) Die Gesamtzahl der für die Zulassung nach Absatz 1 zur Verfügung stehenden Kursplätze vermindert sich entsprechend, wenn bereits zugelassene Kollegiatinnen und Kollegiaten ihren Ausbildungsbeginn nach § 8 Absatz 2 Satz 1 verschieben mussten, nach einem Deutschkurs nach § 12 Absatz 2 erneut eintreten oder das erste Semester beziehungsweise das erste Ausbildungsjahr nach § 37 Absatz 6 und § 45 Absatz 6 wiederholen. Die verbleibenden Kursplätze werden nach den in Absatz 1 vorgesehenen Quoten vergeben.
(6) Die Zulassung für einen Fachkurs erfolgt unter dem Vorbehalt einer nachträglichen Zuweisung in den Sprachkurs Deutsch gemäß § 12. Die Zulassung ist der Bewerberin bzw. dem Bewerber schriftlich oder elektronisch mitzuteilen.
(7) Nimmt die Studienbewerberin oder der Studienbewerber nicht innerhalb der in § 8 gesetzten Frist die Zulassung an, oder tritt sie oder er trotz der Annahme ihre oder seine Ausbildung am Studienkolleg nicht unverzüglich nach Kursbeginn an, werden die freien Plätze gemäß Absatz 4 nach Eignung und Leistung an die zunächst abgelehnten Studienbewerberinnen oder Studienbewerber verteilt.
Annahme und Unwirksamkeit der Zulassung
(1) Die zugelassene Bewerberin oder der zugelassene Bewerber muss innerhalb von zwei Wochen nach Zugang des Zulassungsbescheides schriftlich oder elektronisch mitteilen, dass sie oder er die Zulassung annimmt. Die Annahmeerklärung muss innerhalb der zweiwöchigen Frist beim Studienkolleg eingegangen sein, andernfalls wird die Zulassung unwirksam. Die Zulassung wird auch unwirksam, wenn die zugelassene Bewerberin oder der zugelassene Bewerber die Ausbildung in dem Kurs mit Beginn des Unterrichts nicht unverzüglich antritt. Für Bewerberinnen und Bewerber, die gemäß § 7 Absatz 7 nachträglich zum Studienkolleg zugelassen werden, gelten die Sätze 1 und 2 mit der Maßgabe, dass die Annahmeerklärung dem Studienkolleg innerhalb von einer Woche zugegangen sein muss.
(2) Ist die Studienbewerberin oder der Studienbewerber aus wichtigem Grund an der Annahme der Zulassung oder dem Antritt der Ausbildung gehindert, kann sie oder er mit Genehmigung der Kollegleitung den Ausbildungsbeginn um ein Semester verschieben. Bei einer Verzögerung um mehr als ein Semester, muss die Studienbewerberin oder der Studienbewerber erneut in das Bewerbungsverfahren eintreten, ohne dass die bereits bestandene Eingangsprüfung oder angesammelte Wartepunkte berücksichtigt werden.
Unterbrechung und Abbruch der Ausbildung
(1) Die Kollegiatinnen und Kollegiaten können mit Genehmigung der Kollegleiterin oder des Kollegleiters die Ausbildung unterbrechen, wenn ein wichtiger Grund vorliegt. Ein bis dahin absolvierter Ausbildungsabschnitt wird angerechnet, wenn eine Leistungsbewertung auf Grund der erbrachten Leistungsnachweise möglich ist; die Entscheidung trifft die Kurskonferenz.
(2) Die Unterbrechung und der Abbruch eines Kurses innerhalb eines Monats vor dem Beginn der abschließenden Prüfung des Kurses gelten als Nichtbestehen der Prüfung.
Ende der Zugehörigkeit zum Studienkolleg
Die Zugehörigkeit zum Studienkolleg endet, wenn:
die Ausbildung abgebrochen wurde, oder die Kollegiatin beziehungsweise der Kollegiat an mindestens fünf aufeinander folgenden Unterrichtstagen innerhalb der ersten vier Wochen der Ausbildung unentschuldigt gefehlt hat,
die abschließende Prüfung des Kurses bestanden wurde,
der Übergang vom Sprachkurs Deutsch in den ersten Ausbildungsabschnitt eines Kurses nicht erreicht wurde,
der Übergang in den nächsthöheren Ausbildungsabschnitt eines Kurses nicht erreicht und eine Wiederholung des vorherigen Ausbildungsabschnitts ausgeschlossen wurde,
die abschließende Prüfung des Kurses nicht bestanden und eine Wiederholung des vorherigen Ausbildungsabschnitts ausgeschlossen wurde.
(1) Die Ausbildung erfolgt in Kursen und ist in Abschnitte gegliedert. Der Übergang von einem Ausbildungsabschnitt in den nächsthöheren Ausbildungsabschnitt erfolgt auf Grundlage der von den Kollegiatinnen und Kollegiaten im Ausbildungsabschnitt erbrachten Leistungen. Die Ausbildung schließt mit einer Prüfung ab.
(2) Der Unterricht in Fächern kann kursübergreifend erteilt sowie durch Arbeitsgemeinschaften und Veranstaltungen ergänzt werden.
(1) Kollegiatinnen und Kollegiaten, bei denen nach Beginn des Unterrichts festgestellt wird, dass ihre Kenntnisse in der deutschen Sprache nicht ausreichen, um am Unterricht erfolgreich teilnehmen zu können, werden dem Sprachkurs Deutsch zugewiesen. Der Sprachkurs Deutsch dauert ein Semester und bereitet die Kollegiatinnen und Kollegiaten sprachlich auf die Ausbildung in den Kursen vor.
(2) Kollegiatinnen und Kollegiaten, die erfolgreich am Sprachkurs Deutsch teilgenommen haben, gehen in den ersten Ausbildungsabschnitt ihres Kurses über. Wer den Sprachkurs nicht erfolgreich abschließt, muss das Studienkolleg verlassen; eine Wiederholung ist ausgeschlossen. Wer den Sprachkurs nicht erfolgreich abschließt, erhält darüber eine schriftliche Mitteilung.
(1) Die Kollegiatinnen und Kollegiaten sind verpflichtet, an dem Unterricht und den anderen für verbindlich erklärten Veranstaltungen pünktlich und regelmäßig teilzunehmen und die geforderten Leistungsnachweise zu erbringen.
(2) Kollegiatinnen und Kollegiaten können an religiösen Feiertagen ihrer Glaubensgemeinschaft, an staatlichen Feiertagen ihres Heimatlandes und im Übrigen nur in dringenden Ausnahmefällen beurlaubt werden. Die Entscheidung trifft der Kollegleiter oder die Kollegleiterin.
(1) Die von den Kollegiatinnen und Kollegiaten erbrachten Leistungen werden mit den folgenden Noten bewertet:
die Leistungen entsprechen den Anforderungen in besonderem Maß,
die Leistungen entsprechen voll den Anforderungen,
die Leistungen entsprechen im Allgemeinen den Anforderungen,
die Leistungen weisen zwar Mängel auf, entsprechen aber im Ganzen noch den Anforderungen,
die Leistungen entsprechen nicht den Anforderungen, lassen jedoch erkennen, dass die notwendigen Grundkenntnisse vorhanden sind und die Mängel in absehbarer Zeit behoben werden könnten,
die Leistungen entsprechen nicht den Anforderungen, und selbst die Grundkenntnisse sind so lückenhaft, dass die Mängel in absehbarer Zeit nicht behoben werden könnten.
(2) Bei den Noten sehr gut bis mangelhaft ist eine vorhandene Tendenz durch Zufügung eines Plus- oder Minuszeichens zu kennzeichnen. Dies gilt nicht für Endnoten nach § 22 Absatz 2 Satz 1 und Zeugnisnoten. Zwischennoten sind unzulässig.
(1) Die in einem Fach erbrachten schriftlichen, mündlichen und praktischen Leistungen werden unter Berücksichtigung ihrer Anteile an der Gesamtleistung, der Art des Faches und der Leistungsentwicklung der Kollegiatin oder des Kollegiaten insgesamt mit einer Note bewertet.
(2) Wird ein geforderter Leistungsnachweis ohne wichtigen Grund nicht erbracht, wird dies als ungenügende Leistung bewertet. Wird ein wichtiger Grund unverzüglich nachgewiesen, soll Gelegenheit gegeben werden, einen entsprechenden Leistungsnachweis nachträglich zu erbringen. Ist in einem Fach die Bewertung mit einer Note auf Grund fehlender Leistungsnachweise nicht möglich, entspricht dies ungenügenden Leistungen.
(1) Zur Durchführung der abschließenden Prüfung eines Kurses wird ein Prüfungsausschuss und für jedes Prüfungsfach ein Fachprüfungsausschuss gebildet.
(2) Dem Prüfungsausschuss gehören an
eine Vertreterin oder ein Vertreter der zuständigen Behörde oder eine von ihr beauftragte Vertreterin oder ein von ihr beauftragter Vertreter als vorsitzendes Mitglied,
die Kollegleiterin oder der Kollegleiter,
die Fachlehrkräfte, die in den Kursen zuletzt die Prüfungsfächer unterrichtet haben.
Das von der zuständigen Behörde beauftragte Mitglied nach Satz 1 Nummer 1 kann auch die Kollegleiterin oder der Kollegleiter nach Satz 1 Nummer 2 sein.
(3) Dem Fachprüfungsausschuss gehören an
als vorsitzendes Mitglied das vorsitzende Mitglied des Prüfungsausschusses,
als beisitzende Mitglieder zwei Fachlehrkräfte, die von der Kollegleiterin oder dem Kollegleiter bestimmt werden; als beisitzendes Mitglied soll die Fachlehrkraft bestimmt werden, die in dem Kurs zuletzt das Prüfungsfach unterrichtet hat; die Aufgabenverteilung zwischen den beisitzenden Mitgliedern bestimmt das vorsitzende Mitglied.
Im Einvernehmen mit der Kollegleiterin oder dem Kollegleiter kann das vorsitzende Mitglied des Prüfungsausschusses den Vorsitz des Fachprüfungsausschusses auf die Kollegleiterin oder den Kollegleiter, die stellvertretende Kollegleiterin oder den stellvertretenden Kollegleiter oder eine das Prüfungsfach vertretende Lehrkraft übertragen. Die Mitgliedschaft in mehreren Fachprüfungsausschüssen ist möglich. Bei den Prüfungen und Beratungen müssen alle Mitglieder anwesend sein.
(4) Der Prüfungsausschuss und der Fachprüfungsausschuss entscheiden mit der Mehrheit der abgegebenen Stimmen. Stimmenthaltung ist unzulässig. Bei Stimmengleichheit entscheidet die Stimme des vorsitzenden Mitglieds.
(5) Hält das vorsitzende Mitglied des Fachprüfungsausschusses eine Entscheidung des Fachprüfungsausschusses für fehlerhaft, holt es die Entscheidung des Prüfungsausschusses ein. Hält das vorsitzende Mitglied des Prüfungsausschusses eine Entscheidung des Prüfungsausschusses für fehlerhaft, holt es die Entscheidung der zuständigen Behörde ein. Die beanstandete Entscheidung ist bis zur Entscheidung des Prüfungsausschusses oder der zuständigen Behörde ausgesetzt.
Die abschließende Prüfung eines Kurses wird jeweils am Ende des zweiten Ausbildungsabschnittes des Kurses durchgeführt. Die Prüfungstermine werden von der Kollegleiterin oder dem Kollegleiter festgesetzt.
Zur Teilnahme an der abschließenden Prüfung eines Kurses ist berechtigt, wer den letzten Ausbildungsabschnitt des Kurses besucht hat oder als externer Prüfling zugelassen ist.
(1) Spätestens drei Unterrichtstage vor Beginn der schriftlichen Prüfung werden die Vornoten in den Prüfungsfächern festgesetzt. Den Prüflingen sind diese Noten bekannt zu geben.
(2) Die Vornoten werden auf Grund der Leistungen der Kollegiatinnen und Kollegiaten im letzten Ausbildungsabschnitt unter besonderer Berücksichtigung ihrer Leistungsentwicklung festgesetzt.
(1) Die schriftliche Prüfung besteht aus schriftlichen Arbeiten, die in der vorgesehenen Zeit unter Aufsicht anzufertigen sind.
(2) Die Aufgaben für die schriftliche Prüfung bestimmt die zuständige Behörde auf Vorschlag der Fachlehrkraft, die das Prüfungsfach zuletzt unterrichtet hat. Die Aufgaben können auch aus mehreren Teilaufgaben bestehen oder so gestellt werden, dass die Prüflinge aus mehreren Aufgaben eine Aufgabe auswählen.
(3) Die Aufsicht während der Arbeiten wird von Lehrkräften geführt, die von der Kollegleiterin oder dem Kollegleiter bestimmt werden.
(4) Für die Arbeiten einschließlich der Entwürfe und Notizen darf nur das vom Studienkolleg ausgegebene und gekennzeichnete Papier verwendet werden. Bei Abgabe der Arbeiten sind alle ausgegebenen Bögen zurückzugeben.
(5) Die Benutzung einsprachiger Wörterbücher, elektronischer Rechner und sonstiger unterrichtsüblicher Hilfsmittel kann zugelassen werden.
(6) Die Arbeiten sind übersichtlich und gut leserlich in der vorgesehenen Zeit anzufertigen. Reicht diese Zeit nicht aus, sind sie unvollendet abzugeben. Eine nicht rechtzeitig abgegebene Arbeit gilt als ungenügende Leistung.
(7) Die für das Fach zuständige Lehrkraft begutachtet die Arbeit unter Beachtung vorab festgelegter Bewertungsvorgaben und unter Kennzeichnung ihrer Vorzüge und Mängel, der richtigen Lösungen und der Fehler und bewertet jede Arbeit mit einer Note. Entwürfe können ergänzend zur Bewertung herangezogen werden. Jede Arbeit wird sodann von einer zweiten Fachlehrkraft durchgesehen, die sich entweder der Bewertung durch die für das Fach zuständige Lehrkraft anschließt oder ein ergänzendes Gutachten mit Bewertung anfertigt. Die Noten werden anschließend vom Fachprüfungsausschuss festgesetzt und den Prüflingen bekannt gegeben.
(8) Hat ein Prüfling in allen schriftlichen Prüfungen eines Kurses mangelhafte Leistungen oder in einer schriftlichen Prüfung ungenügende und in einer weiteren schriftlichen Prüfung mangelhafte oder ungenügende Leistungen erbracht, gilt die abschließende Prüfung eines Kurses insgesamt als nicht bestanden.
(1) Eine mündliche Prüfung wird auf Grund der Bestimmungen für die einzelnen Kurse oder durch Festsetzung des Prüfungsausschusses durchgeführt. Das vorsitzende Mitglied des Prüfungsausschusses kann eine mündliche Prüfung in einem Fach festsetzen, um angemessene und vergleichbare Prüfungsanforderungen zu gewährleisten.
(2) Der Prüfling kann eine einzige zusätzliche mündliche Prüfung in einem Pflichtfach beantragen, das nicht bereits Gegenstand seiner regulären mündlichen Prüfung war. Dem Antrag ist in der Regel stattzugeben, wenn die Prüfung insgesamt nur noch mit einer mündlichen Prüfung bestanden werden kann oder wenn das Ergebnis der schriftlichen Prüfung um mehr als zwei Notenstufen von der Vornote abweicht. Eine mündliche Prüfung ist bis spätestens drei Tage nach Bekanntgabe der schriftlichen Prüfungsergebnisse schriftlich zu beantragen. Der Antrag kann nicht zurückgenommen werden.
(3) Spätestens zwei Unterrichtstage vor dem Termin der mündlichen Prüfung entscheidet der Prüfungsausschuss, für welche Prüflinge und in welchen Fächern eine mündliche Prüfung stattfindet.
(4) Die mündliche Prüfung wird vom Fachprüfungsausschuss durchgeführt. Sie wird vom vorsitzenden Mitglied geleitet und von einem beisitzenden Mitglied geführt. Alle Mitglieder des Fachprüfungsausschusses können Fragen stellen. Die Prüfung kann sich auf Unterrichtsinhalte der gesamten Ausbildungszeit beziehen. Sie kann auch praktische Teile umfassen.
(5) Die mündliche Prüfung wird als Einzel- oder als Gruppenprüfung mit bis zu fünf Prüflingen durchgeführt. Der Prüfling wird in der Regel 20 Minuten geprüft. Die Gruppenprüfung dauert nicht länger als 90 Minuten. Zur Vorbereitung auf die Prüfungsaufgaben können dem Prüfling bis zu 30 Minuten zur Verfügung gestellt werden. Bei Gruppenprüfungen kann der Prüfungsausschuss die Vorbereitungszeit um bis zu 15 Minuten verlängern.
(6) Im Anschluss an die mündliche Prüfung setzt der Fachprüfungsausschuss die Note für die in der mündlichen Prüfung erbrachten Prüfungsleistungen fest und gibt sie dem Prüfling unverzüglich bekannt.
Festsetzung der Prüfungsnoten und der Endnoten in den Prüfungs- und Pflichtfächern
(1) Nach Abschluss der mündlichen Prüfung setzt der Fachprüfungsausschuss für das Prüfungsfach die Prüfungsnote fest. Hat der Prüfling in einem Prüfungsfach sowohl an einer schriftlichen als auch an einer mündlichen Prüfung teilgenommen, ergibt sich die Prüfungsnote aus dem Durchschnitt der erbrachten Prüfungsleistungen. Liegt der Durchschnitt in der Mitte zwischen zwei Noten, gibt die schriftliche Prüfung den Ausschlag.
(2) Nach Festsetzung der Prüfungsnoten setzt der Prüfungsausschuss für jedes Prüfungsfach die Endnote fest. Die Endnote wird als Durchschnittsnote aus der Vornote und der Prüfungsnote gebildet. Liegt der Durchschnitt in der Mitte zwischen zwei Noten, gibt die Prüfungsnote den Ausschlag. In Prüfungsfächern, in denen keine Vornote festgesetzt worden ist, ist die Prüfungsnote die Endnote. Der Prüfungsausschuss kann die Festsetzung der Endnote auf den Fachprüfungsausschuss übertragen.
(3) In Pflichtfächern, in denen keine Prüfung stattgefunden hat, ist die Vornote die Endnote. Dies gilt auch für Pflichtfächer, die nur in einem Ausbildungsabschnitt unterrichtet wurden.
Ergebnis der abschließenden Prüfung
Die abschließende Prüfung eines Kurses ist bestanden, wenn die Endnote in allen Pflichtfächern mindestens "ausreichend" lautet oder mangelhafte Leistungen in einem Pflichtfach durch mindestens gute Leistungen in einem anderen Pflichtfach oder befriedigende Leistungen in zwei anderen Pflichtfächern ausgeglichen werden. Mangelhafte Leistungen in zwei Pflichtfächern oder ungenügende Leistungen können nicht ausgeglichen werden.
Kollegiatinnen und Kollegiaten, denen infolge einer Behinderung oder einer besonders schweren Beeinträchtigung des Lesens und Schreibens der Nachweis ihres Leistungsstands wesentlich erschwert ist, werden angemessene Erleichterungen gewährt. Als solche Erleichterungen kommen insbesondere eine Verlängerung der vorgesehenen Arbeitszeit sowie die Zulassung oder Bereitstellung technischer oder didaktischer Hilfsmittel in Betracht. Die Gewährung von Nachteilsausgleich lässt die fachlichen Anforderungen unberührt. Ist ein Nachteilsausgleich wegen Schwangerschaft einer Schülerin erforderlich, gelten die Sätze 1 bis 3 entsprechend.
(1) Über die Prüfungen und Beratungen der Prüfungsausschüsse werden Niederschriften geführt. Die Niederschriften sollen den Ablauf des Prüfungsverfahrens und alle besonderen Vorkommnisse wiedergeben.
(2) Die Niederschrift über die schriftliche Prüfung wird von der Aufsicht führenden Lehrkraft geführt. Sie soll insbesondere enthalten:
die Zeiten, zu denen einzelne Prüflinge den Raum verlassen und zurückkehren,
(3) Die Niederschrift über die mündliche Prüfung wird von einem beisitzenden Mitglied des Fachprüfungsausschusses geführt. Sie soll insbesondere enthalten:
Die Niederschrift ist von allen Mitgliedern des Fachprüfungsausschusses zu unterschreiben. Schriftliche Teile der Prüfung sowie Entwürfe der einzelnen Prüflinge sind als Anlagen beizufügen.
Gäste, Zuhörerinnen und Zuhörer
(1) An den Prüfungen und Beratungen der Prüfungsausschüsse kann als Gast ohne Stimmrecht eine Vertretung einer Hamburger Hochschule teilnehmen. Das vorsitzende Mitglied kann weitere Personen, die ein berechtigtes Interesse haben, als Gäste zulassen.
(2) Mit Genehmigung des vorsitzenden Mitglieds des Fachprüfungsausschusses und mit Zustimmung des Prüflings können einzelne Personen, die ein berechtigtes Interesse haben, bei der mündlichen Prüfung anwesend sein. Dies gilt nicht für Kollegiatinnen und Kollegiaten, die im aktuellen Durchgang selbst Prüflinge sind. Mit Genehmigung des vorsitzenden Mitglieds des Fachprüfungsausschusses können Personen zugegen sein, an deren Anwesenheit der Prüfling ein berechtigtes Interesse hat. Eine Anwesenheit bei den Beratungen des Fachprüfungsausschusses ist ausgeschlossen.
Kann ein Prüfling an der abschließenden Prüfung eines Kurses insgesamt oder an einzelnen Prüfungsteilen wegen Krankheit oder wegen eines sonstigen wichtigen Grundes nicht teilnehmen, so bestimmt das vorsitzende Mitglied des Prüfungsausschusses, wann die Prüfung nachgeholt oder fortgesetzt wird. Bereits abgelegte Prüfungsteile werden angerechnet. Der wichtige Grund ist unverzüglich nachzuweisen. Bei Krankheit kann die Vorlage einer amtsärztlichen Bescheinigung verlangt werden. Wer an der abschließenden Prüfung eines Kurses oder an einzelnen Prüfungsteilen ohne wichtigen Grund nicht teilnimmt, hat die Prüfung insgesamt nicht bestanden. Wird eine Prüfung durch den Prüfling mehr als insgesamt zweimal unterbrochen, gilt sie als nicht bestanden.
(1) Wer während der abschließenden Prüfung eines Kurses täuscht, zu täuschen versucht oder dabei hilft oder wer schuldhaft die ordnungsgemäße Durchführung einer Prüfung behindert, kann durch Anordnung des vorsitzenden Mitglieds des Prüfungsausschusses von der Fortsetzung der Prüfung ausgeschlossen werden. In diesem Fall gilt die Prüfung insgesamt als nicht bestanden. Wird eine Pflichtwidrigkeit, die zum Ausschluss berechtigt hätte, erst nach dem Abschluss der Prüfung festgestellt, so kann die zuständige Behörde die Prüfung nachträglich für nicht bestanden erklären. Das Zeugnis wird eingezogen. Die nachträgliche Aberkennung ist ausgeschlossen, wenn seit dem Datum des Zeugnisses mehr als fünf Jahre vergangen sind.
(2) Die während der schriftlichen Prüfung Aufsicht führende Lehrkraft teilt dem vorsitzenden Mitglied des Prüfungsausschusses jede Pflichtwidrigkeit unverzüglich mit. Die Aufsicht führende Lehrkraft kann Prüflinge, die eine Pflichtwidrigkeit begehen, von der Fortsetzung der Arbeit ausschließen.
Zeugnis, Bescheinigung
(1) Wer die abschließende Prüfung eines Kurses bestanden hat, erhält darüber ein Zeugnis. Es enthält die Endnoten für die Pflichtfächer und die sich aus ihnen ergebende Durchschnittsnote. Die Durchschnittsnote wird auf eine Stelle hinter dem Komma errechnet, ohne dass gerundet wird.
(2) Wer die Prüfung nicht bestanden hat, erhält eine Bescheinigung über den Besuch des Studienkollegs.
Wiederholung des zweiten Ausbildungsabschnittes und der Prüfung
(1) Wer die abschließende Prüfung eines Kurses nicht bestanden hat, kann den zweiten Ausbildungsabschnitt des Kurses und die Prüfung einmal wiederholen.
(2) Die Wiederholung des zweiten Ausbildungsabschnitts ist ausgeschlossen, wenn der Prüfling in der schriftlichen beziehungsweise in der regulären mündlichen Prüfung in drei Fächern mangelhafte Leistungen oder in einem Fach ungenügende und in einem weiteren Fach mangelhafte oder ungenügende Leistungen erbracht hat; in besonders gelagerten Einzelfällen kann der Prüfungsausschuss Ausnahmen genehmigen. Satz 1 gilt entsprechend, wenn der Prüfling gemäß § 26 Satz 5 ohne wichtigen Grund an der abschließenden Prüfung eines Kurses oder an einzelnen Prüfungsteilen nicht teilgenommen hat oder aufgrund einer Pflichtwidrigkeit im Sinne von § 27 Absatz 1 Satz 1 von der Fortsetzung der Prüfung ausgeschlossen wurde.
(3) Auf eine Wiederholungsmöglichkeit in einzelnen Fächern, die bereits bestanden wurden, kann verzichtet werden. Ein einzelnes Fach ist bestanden, wenn die Note der schriftlichen Prüfung, die Prüfungsnote insgesamt und die Endnote in diesem Fach mindestens „ausreichend“ lauten. Unterziehen sich bei einer Wiederholungsprüfung die Kollegiatinnen und Kollegiaten auch der Prüfung in einem bereits bestandenen Fach, so gilt die Note der Wiederholungsprüfung.
(4) Eine insgesamt nach § 22a bestandene Prüfung kann nicht wiederholt werden.
Das Studienkolleg darf zur Wahrung einheitlicher Zulassungs- und Prüfungsbedingungen in der Bundesrepublik Deutschland den Namen, das Geburtsdatum und die Nationalität der Kollegiatinnen und Kollegiaten, die die abschließende Prüfung eines Kurses nicht oder wiederholt nicht bestanden haben, an die zuständigen öffentlichen Stellen in den Ländern der Bundesrepublik Deutschland übermitteln.
Die Kurskonferenz entscheidet über:
die Zuweisung in den Sprachkurs Deutsch,
den Übergang vom Sprachkurs Deutsch in den ersten Ausbildungsabschnitt eines Kurses,
die Noten für die während eines Ausbildungsabschnitts erbrachten Leistungen der Kollegiatinnen und Kollegiaten auf Vorschlag der Fachlehrkräfte,
den Übergang in den nächsthöheren Ausbildungsabschnitt eines Kurses,
den Ausschluss der Wiederholung eines Ausbildungsabschnitts,
die Verhängung von Ordnungsmaßnahmen,
die weiteren in dieser Verordnung genannten Fälle.
Zusammensetzung und Verfahren
(1) Für jeden Kurs wird eine Kurskonferenz gebildet. Sie besteht aus der Kollegleiterin oder dem Kollegleiter als vorsitzendem Mitglied und den Fachlehrkräften, die in dem Ausbildungsabschnitt die Kollegiatinnen und Kollegiaten des Kurses unterrichten.
(2) Die Kurskonferenz beschließt mit der Mehrheit der abgegebenen Stimmen. Stimmenthaltung ist unzulässig. Bei Stimmengleichheit entscheidet die Stimme des vorsitzenden Mitglieds.
(3) Über die Sitzungen der Kurskonferenz sind Niederschriften zu führen. In die Niederschriften sind auch die Entscheidungsgründe aufzunehmen, wenn
der Übergang vom Sprachkurs Deutsch in den ersten Ausbildungsabschnitt eines Kurses, der Übergang in den nächsthöheren Ausbildungsabschnitt eines Kurses oder die Wiederholung des Ausbildungsabschnitts eines Kurses ausgeschlossen wird,
die Kurskonferenz bei der Festsetzung der Note vom Vorschlag der Fachlehrkraft abweicht,
Kollegiatinnen und Kollegiaten vorzeitig in den nächsthöheren Ausbildungsabschnitt eines Kurses übergehen,
sonstige Ausnahmeentscheidungen nach dieser Verordnung getroffen werden. An den Sitzungen der Kurskonferenz kann die für die Koordination der Kurs- und Prüfungsorganisation zuständige Lehrkraft als Gast teilnehmen.
(4) Hält das vorsitzende Mitglied eine Entscheidung der Kurskonferenz für fehlerhaft, muss es sie durch eine in der Niederschrift festzuhaltende Erklärung beanstanden. Hält die Kurskonferenz ihre Entscheidung in einer zweiten Sitzung, die frühestens einen Tag nach der Beanstandung stattfinden darf, aufrecht, so hat das vorsitzende Mitglied unverzüglich die Entscheidung der zuständigen Behörde einzuholen. Bis zu deren Entscheidung ist die beanstandete Entscheidung ausgesetzt.
In einen Kurs für deutsche und ausländische Studienbewerberinnen und Studienbewerber wird aufgenommen, wer über einen ausländischen Bildungsnachweis verfügt, der in Verbindung mit der erfolgreich abgelegten Feststellungsprüfung als Qualifikation für ein Studium an einer Hamburger Hochschule anerkannt wird, und die Voraussetzungen des § 3 erfüllt.
Wahl des Fachkurses
In dem Zulassungsantrag ist anzugeben, für welchen Fachkurs die Zulassung erfolgen soll.
Besonderheiten bei der Vergabe der Kursplätze
Die Verteilung der Kursplätze an deutsche und ausländische Studienbewerberinnen und Studienbewerber erfolgt nach § 7, soweit sich aus den nachfolgenden Bestimmungen nichts anderes ergibt.
Sonderkontingent für Flüchtlinge
(1) Die sich aus der Anlage 1 ergebende Gesamtzahl der Zulassungszahlen wird bis einschließlich Wintersemester 2021 um 50 Plätze je Semester erhöht. Diese Plätze werden zur Ermöglichung der Aufnahme von Personen eingerichtet, die nach dem 1. Januar 2014 in die Bundesrepublik Deutschland eingereist sind und
eine Aufenthaltserlaubnis nach § 22, § 23 Absatz 1, 2 oder 4, § 25 Absatz 1, 2, 3 oder 5 des Aufenthaltsgesetzes (AufenthG) in der Fassung vom 25. Februar 2008 (BGBl. I S. 163), zuletzt geändert am 8. März 2018 (BGBl. I S. 342), oder
eine Aufenthaltsgestattung nach § 63 des Asylgesetzes in der Fassung vom 2. September 2008 (BGBl. I S. 1799), zuletzt geändert am 20. Juli 2017 (BGBl. I S. 2780, 2783), oder eine Duldung nach § 60a AufenthG, die jeweils für mindestens sechs Monate ausgestellt wurde,
besitzen. Nach Entscheidung des Studienkollegs unter Zugrundelegung des Bedarfs der nach Satz 2 berechtigten Bewerberinnen und Bewerber werden höchstens zwei zusätzliche Fachkurse nach Anlage 1 Nummer 1 eingerichtet.
(2) Übersteigt die Zahl der berechtigten Bewerberinnen und Bewerber die nach Absatz 1 Satz 1 festgelegte Zahl, erfolgt die Auswahl innerhalb dieses Personenkreises gemäß § 7 Absatz 4. Die ausgewählten Bewerberinnen und Bewerber werden sodann vorrangig vor den regulären Studienbewerberinnen und Studienbewerbern in die von ihnen gewählten Fachkurse aufgenommen. Für die Bewerberinnen und Bewerber, die nicht im Rahmen des Kontingents von 50 Plätzen vorrangig aufgenommen wurden, gelten die Kriterien des regulären Vergabeverfahrens nach § 7.
(3) Die nach § 5 Absatz 2 Nummern 1 und 2 genannten Dokumente können nach dem Beschluss der Kultusministerkonferenz vom 3. Dezember 2015 über den Hochschulzugang und die Hochschulzulassung für Studienbewerberinnen bzw. Studienbewerber, die fluchtbedingt den Nachweis der im Heimatland erworbenen Hochschulzugangsberechtigung nicht erbringen können, ersetzt werden.
(4) Wer die Eignungsprüfung nicht bestanden hat, wird nicht zugelassen.
Art und Inhalt der Ausbildung
(1) Der Abschluss eines Kurses für deutsche und ausländische Studienbewerberinnen und Studienbewerber vermittelt die fachgebundene Hochschulreife. Die Kurse sind nach fachlichen Schwerpunkten gegliedert, denen bestimmte Studiengänge der Hochschulen zugeordnet sind. Die Ausbildung dauert zwei Semester; sie schließt mit der Feststellungsprüfung ab.
(2) Es können folgende Fachkurse eingerichtet werden:
Kurs T:
Vorbereitung auf technische, mathematische und naturwissenschaftliche Studiengänge,
Kurs M:
Vorbereitung auf medizinische und biologische Studiengänge,
Kurs W:
Vorbereitung auf wirtschafts- und sozialwissenschaftliche Studiengänge,
Kurs G:
Vorbereitung auf sprachliche, geisteswissenschaftliche und künstlerische Studiengänge.
(3) Die Kollegiatinnen und Kollegiaten werden nach der Fachrichtung ihres beabsichtigten Studiums und gegebenenfalls nach der Fachbindung ihres Vorbildungsnachweises einem der Fachkurse zugeteilt.
(4) Die Ausbildung innerhalb eines Fachkurses umfasst die in der Anlage 2 aufgeführten Pflichtfächer. Sie kann sich auf weitere Zusatzfächer erstrecken, die für ein Studium in den entsprechenden Studiengängen förderlich sind; diese Fächer werden vom Studienkolleg festgelegt.
Fachunterricht Englisch
(1) Der Unterricht im Fach Englisch findet leistungsdifferenziert auf den aus Anlage 3 ersichtlichen Niveaustufen statt, soweit es das Angebot des Studienkollegs zulässt.
(2) Spätestens sechs Wochen nach Unterrichtsbeginn legen die im Kurs Englisch unterrichtenden Lehrkräfte gemeinsam die Zuweisung der Kollegiatinnen und Kollegiaten zu einer Niveaustufe fest, auf der der Fachunterricht erteilt und die Prüfung abgelegt wird.
(3) Eine Änderung der Zuweisung zu einer Niveaustufe ist grundsätzlich nicht möglich. Ausnahmsweise kann die Kollegleiterin oder der Kollegleiter in Anbetracht der Leistungsentwicklung der Kollegiatin oder des Kollegiaten eine Änderung der Zuweisung vornehmen.
(4) Die Niveaustufe wird im Zeugnis vermerkt.
(5) Vor Versetzungs- und Prüfungsentscheidungen werden die Noten der unterschiedlichen Niveaustufen auf das Niveau B 1 umgerechnet. Dabei entspricht
die Note 3 des Niveaus B1,
der Note 1 des Niveaus A 1,
der Note 2 des Niveaus A 2,
der Note 4 des Niveaus B 2 und
der Note 5 des Niveaus C 1.
Die Noten 1 und 2 des Niveaus B 2 sowie die Noten 1, 2 und 3 des Niveaus C1 werden bei Versetzungs- und Prüfungsentscheidungen durch die Note 1 des Niveaus B 1, die Noten 5 und 6 des Niveaus A 2 und die Noten 4, 5 und 6 des Niveaus A 1 durch die Note 6 des Niveaus B 1 ersetzt. Damit gelten folgende Entsprechungen:
Niveau B 1
Niveau A 1
Niveau B 2
Niveau C 1
Übergang in das zweite Semester
(1) Grundlage der Entscheidung über den Übergang in das zweite Semester sind die Noten des ersten Semesters. Kollegiatinnen und Kollegiaten gehen in das zweite Semester über, wenn sie in allen Pflichtfächern mindestens ausreichende Leistungen erbracht haben oder wenn mangelhafte Leistungen nach Absatz 2 ausgeglichen werden oder nicht ausreichende Leistungen nach Absatz 3 unberücksichtigt bleiben.
(2) Mangelhafte Leistungen in einem Pflichtfach werden durch mindestens gute Leistungen in einem anderen Pflichtfach oder befriedigende Leistungen in zwei anderen Pflichtfächern ausgeglichen. Mangelhafte Leistungen in zwei Pflichtfächern oder ungenügende Leistungen können nicht ausgeglichen werden.
(3) Ausnahmsweise können Kollegiatinnen und Kollegiaten ohne Ausgleich für nicht ausreichende Leistungen in das zweite Semester übergehen, wenn auf Grund ihrer persönlichen Leistungsentwicklung und Leistungsbereitschaft zu erwarten ist, dass sie die Feststellungsprüfung bestehen werden.
(4) Kollegiatinnen und Kollegiaten können nach Entscheidung der Kurskonferenz vorzeitig in das zweite Semester übergehen, wenn zu erwarten ist, dass sie die Feststellungsprüfung bestehen werden.
(5) Der vorzeitige Übergang in das zweite Semester nach Absatz 4 erfolgt zunächst auf Probe. Nach einem Zeitraum von zwei Wochen entscheidet die neue Kurskonferenz, ob die Kollegiatinnen und Kollegiaten in dem zweiten Semester verbleiben können.
(6) Kollegiatinnen und Kollegiaten, die nicht in das zweite Semester übergehen, können das erste Semester einmal wiederholen. Die Wiederholung kann ausgeschlossen werden, wenn in drei Pflichtfächern mangelhafte oder ungenügende Leistungen erbracht wurden und wenn zu erwarten ist, dass trotz der Wiederholung des ersten Semesters der Übergang in das zweite Semester nicht erreicht wird. Der nicht erreichte Übergang und der Ausschluss der Wiederholungsmöglichkeit wird der Kollegiatin oder dem Kollegiaten schriftlich mitgeteilt.
Gegenstand und Gliederung der Feststellungsprüfung
(1) In der Feststellungsprüfung sollen die Prüflinge nachweisen, dass sie die sprachlichen und fachlichen Voraussetzungen für ein Studium an deutschen Hochschulen in dem angestrebten Studiengang erfüllen. Die Prüfung besteht aus einem schriftlichen und einem mündlichen Teil. Schriftliche Prüfungsfächer sind Deutsch und zwei weitere Pflichtfächer. Mündliches Prüfungsfach kann jedes andere unterrichtete Pflichtfach sein.
(2) Für die schriftliche Prüfung stehen den Prüflingen jeweils mindestens drei Zeitstunden zur Verfügung.
(3) Eine mündliche Prüfung wird nur in einem Pflichtfach durchgeführt.
(4) Die Beantragung einer zusätzlichen mündlichen Prüfung nach § 21 Absatz 2 bleibt unbenommen.
(1) Auf Antrag der Kollegiatinnen und Kollegiaten und nach Beschluss der Kurskonferenz können die Kollegiatinnen und Kollegiaten des ersten Semesters vorzeitig an der Feststellungsprüfung im Ganzen oder in einzelnen Fächern teilnehmen, wenn ein erfolgreicher Abschluss zu erwarten ist (Freischuss). Dies ist grundsätzlich der Fall, wenn die Leistungen in dem jeweiligen Fach zum Zeitpunkt des Konferenzbeschlusses mindestens „gut“ sind. Ein Freischuss im Fach Englisch kann absolviert werden, wenn die Note in diesem Fach mindestens „gut“ (2) bezogen auf die Niveaustufe B2 ist. § 19 gilt entsprechend.
(2) Die Prüfung im Freischuss wird in den Fächern, in denen nicht gemäß Anlage 2 zwingend eine schriftliche Prüfung vorgegeben ist, in Form einer mündlichen Prüfung abgelegt. § 21 Absatz 2 findet keine Anwendung.
(3) Kollegiatinnen und Kollegiaten, die das erste Semester in diesem oder einen anderen Fachkurs bereits einmal wiederholt haben, können nicht am Freischuss teilnehmen.
(4) Die vorgezogene Prüfung ist insgesamt bestanden, wenn die Voraussetzungen des § 22a erfüllt sind. Die vorgezogene Prüfung in einem einzelnen Fach ist bestanden, wenn die Prüfungsnote und die Endnote in diesem Fach mindestens „ausreichend“ lauten. § 22 gilt entsprechend.
(5) Kollegiatinnen und Kollegiaten, die die vorgezogene Prüfung insgesamt bestanden haben, können nach Teilnahme am Unterricht des zweiten Semesters zur Notenverbesserung erneut in einzelnen oder allen Prüfungsfächern an der Prüfung teilnehmen. § 29 Absatz 4 findet keine Anwendung. Für die Erteilung des Zeugnisses und die Berechnung der Durchschnittsnote im Sinne des § 28 Absatz 1 ist die jeweils bessere Endnote des Faches heranzuziehen
(6) Soweit Kollegiatinnen und Kollegiaten die vorgezogene Prüfung in einzelnen Fächern bestanden haben, können sie auf Antrag im zweiten Semester von der Teilnahme am Unterricht in diesen Fächern befreit werden. Ansonsten gilt Absatz 5.
(7) Soweit Kollegiatinnen und Kollegiaten die vorgezogene Prüfung insgesamt oder in einzelnen Fächern nicht bestanden haben, gilt die Prüfung als nicht abgelegt.
(8) Wechselt eine Kollegiatin oder ein Kollegiat nach einer in einzelnen Fächern bestandenen vorzeitigen Prüfung in das erste Semester eines anderen Kurses, so werden die Ergebnisse der bestandenen Fächer aus der vorzeitigen Prüfung in dem neuen Kurs nicht berücksichtigt.
Feststellungsprüfung für Externe
(1) Studienbewerberinnen und Studienbewerber, die im laufenden Ausbildungsabschnitt kein Studienkolleg besucht haben, welches die Feststellungsprüfung durchführt, aber ihren Wohnsitz in Hamburg haben, können an der Feststellungsprüfung für Externe teilnehmen. Zugelassen wird, wer Kenntnisse der deutschen Sprache auf dem Niveau C1 durch ein von der zuständigen Behörde anerkanntes Sprachzertifikat nachweisen kann, im Übrigen durch eine Vorprüfungsdokumentation (VPD) von uni assist den in § 33 genannten Bildungsnachweis erbringt und nicht mehr als einmal an der Feststellungsprüfung in Hamburg oder in einem anderen Land in der Bundesrepublik Deutschland ohne Erfolg teilgenommen hat. In besonders gelagerten Einzelfällen kann das vorsitzende Mitglied des Prüfungsausschusses Ausnahmen genehmigen.
(2) Die Feststellungsprüfung für Externe besteht aus einem schriftlichen Teil nach § 38 Absätze 1 und 2 und einem mündlichen Teil. Prüfungsfach ist jedes Pflichtfach des Fachkurses. Mündlich wird in jedem Prüfungsfach geprüft, das nicht schriftliches Prüfungsfach ist. Die mündliche Prüfung dauert in der Regel 20 Minuten. Zur Vorbereitung auf die Prüfungsaufgaben kann dem Prüfling eine Vorbereitungszeit von bis zu 30 Minuten gegeben werden. Im Übrigen gelten die Vorschriften des Teils A dieser Verordnung entsprechend, soweit sie nicht den Besuch des Studienkollegs Hamburg voraussetzen.
(3) Anträge auf Zulassung zur Feststellungsprüfung können bis zum 30. September beziehungsweise bis zum 31. März eines Jahres für den jeweils folgenden Prüfungstermin gestellt werden. Im Antrag ist anzugeben, nach welchem Fachkurs nach § 36 Absatz 2 die Feststellungsprüfung erfolgen soll und, soweit Wahlmöglichkeiten bestehen, welches Prüfungsfach gewählt wird.
(4) In dem Fachkurs W kann die Prüfung einmal jährlich im Sommersemester in englischer Sprache abgenommen werden. Die Absätze 1 bis 3 gelten mit folgenden Maßgaben: Anträge auf Zulassung können abweichend von Absatz 3 Satz 1 nur bis zum 31. März eines Jahres gestellt werden. Zur Prüfung zugelassen wird nur, wer sich hinreichend vorbereitet hat und glaubhaft macht, im Anschluss an die Prüfung in einen englischsprachigen Studiengang einer Hochschule immatrikuliert zu werden. Der Nachweis eines Wohnsitzes in Hamburg ist nicht erforderlich. Anstelle der nach Absatz 1 geforderten Kenntnisse der deutschen Sprache sind für die Zulassung Kenntnisse der englischen Sprache auf dem Niveau C 1 durch ein von der zuständigen Behörde anerkanntes Sprachzertifikat nachzuweisen. Kenntnisse der deutschen Sprache auf dem Niveau A2 sind bis spätestens zu Beginn der mündlichen Prüfung durch ein von der Behörde anerkanntes Sprachzeugnis nachzuweisen. In Abweichung von Absatz 2 Satz 2 findet in den Fächern Englisch und Deutsch keine Prüfung statt. Als Mitglied des Fachprüfungsausschusses nach § 16 Absatz 2 kann anstelle einer Fachlehrkraft eine Dozentin oder ein Dozent der aufnehmenden Hochschule mit entsprechender Qualifikation bestimmt werden. § 20 Absatz 8 gilt mit der Maßgabe, dass die Note mangelhaft in beiden schriftlichen Prüfungen oder die Note ungenügend in einer schriftlichen Prüfung dazu führt, dass die Prüfung insgesamt als nicht bestanden gilt. Das nach § 28 Absatz 1 zu erteilende Zeugnis weist keine Benotung für die Fächer Englisch und Deutsch aus und enthält den Zusatz: „Berechtigt nur zur Zulassung zu einem englischsprachigen Studiengang.“ Die Durchschnittsnote wird ohne Einbeziehung der Fächer Englisch und Deutsch gebildet.
(1) Studienbewerberinnen und Studienbewerber können die mit der Feststellungsprüfung am Studienkolleg Hamburg erworbene fachgebundene Hochschulreife durch eine Ergänzungsprüfung in einem anderen Fachkurs nach § 36 Absatz 2 auf andere Studiengänge erweitern. Studienbewerberinnen und Studienbewerber, die die Feststellungsprüfung nicht am Studienkolleg Hamburg abgelegt haben, können nur in Fällen besonderer persönlicher Härte zugelassen werden. Über die Zulassung entscheidet die Kollegleitung. Die Erweiterung ist ausgeschlossen, wenn die Fachbindung der ausländischen Hochschulzugangsberechtigung den beabsichtigten Studiengang nicht umfasst.
(2) Die Ergänzungsprüfung wird als Prüfung für Externe nach § 40 Absatz 2 durchgeführt. Die schriftliche und die mündliche Prüfung entfällt in den Prüfungsfächern, die bereits Gegenstand der Feststellungsprüfung oder einer anderen Ergänzungsprüfung waren; die in diesen Prüfungsfächern erbrachten Leistungen werden angerechnet. Die Ergänzungsprüfung kann einmal wiederholt werden.
(3) Wer die Ergänzungsprüfung bestanden hat, erhält darüber ein Zeugnis. Das Zeugnis ist in Verbindung mit dem Zeugnis der Feststellungsprüfung gültig und enthält die Endnoten für die geprüften Fächer. Außerdem enthält es eine Durchschnittsnote gemäß § 28 Absatz 1. Die Durchschnittsnote errechnet sich aus den Endnoten der geprüften und der angerechneten Prüfungsfächer. Wer die Ergänzungsprüfung nicht bestanden hat, erhält eine Teilnahmebescheinigung.
(4) Anträge auf Zulassung zur Ergänzungsprüfung können bis zum 30. September beziehungsweise bis zum 31. März eines Jahres für den jeweils folgenden Prüfungstermin gestellt werden. Im Antrag ist anzugeben, nach welchem Fachkurs nach § 36 Absatz 2 die Ergänzungsprüfung erfolgen soll und, soweit Wahlmöglichkeiten bestehen, welches Prüfungsfach gewählt wird.
(5) Studienbewerberinnen und Studienbewerber können die Ergänzungsprüfung frühestens ein Semester nach der Feststellungsprüfung ablegen. Kollegiatinnen und Kollegiaten, die den Fachkurs M besuchen, können die Ergänzungsprüfung in dem Fachkurs T auf Antrag im selben Prüfungszeitraum wie ihre Feststellungsprüfung ablegen. Über den Antrag entscheidet die Kollegleitung.
Kurse für Spätaussiedlerinnen und Spätaussiedler und
jüdische Immigrantinnen und Immigranten aus der ehemaligen Sowjetunion
(1) In einen Kurs für Spätaussiedlerinnen und Spätaussiedler und jüdische Immigrantinnen und Immigranten aus der ehemaligen Sowjetunion kann aufgenommen werden, wer nach dem Bundesvertriebenengesetz in der jeweils geltenden Fassung Spätaussiedlerin oder Spätaussiedler ist oder wer die Rechtsstellung einer jüdischen Immigrantin oder eines jüdischen Immigranten aus der ehemaligen Sowjetunion besitzt, einen Bildungsnachweis erworben hat, der in Verbindung mit der erfolgreich abgelegten Abschlussprüfung als Qualifikation für ein Studium an einer Hamburger Hochschule anerkannt wird und die Voraussetzungen des § 3 erfüllt.
(2) In das zweite Jahr der Ausbildung kann unmittelbar aufgenommen werden, wer mindestens zwei Jahre eine Hochschule mit Erfolg besucht und die Eingangsprüfung Deutsch erfolgreich absolviert oder ein Zertifikat nach § 3 Absatz 2 vorgelegt hat.
(3) Die Zulassung der Studienbewerberinnen und Studienbewerber kann versagt werden, wenn die Möglichkeit besteht, an dem Ort der Wohnung oder an einem der Wohnung näher gelegenen Ort die Abschlussprüfung abzulegen. Bei mehreren Wohnungen ist die Hauptwohnung entscheidend. Satz 1 gilt nicht, wenn in Hamburg ein gleichwertiges Zeugnis oder Diplom nach § 3 Absatz 2 erworben wurde.
Der Abschluss eines Kurses für Spätaussiedlerinnen und Spätaussiedler und jüdische Immigrantinnen und jüdische Immigranten aus der ehemaligen Sowjetunion vermittelt die allgemeine Hochschulreife. Die Ausbildung dauert zwei Jahre. Sie beginnt mit dem Probehalbjahr und schließt mit der Abschlussprüfung ab. Die Fächer der Ausbildung sind in der Anlage 2 aufgeführt.
(1) In dem Probehalbjahr sollen die Kollegiatinnen und Kollegiaten nachweisen, dass sie auf Grund ihrer Kenntnisse und Fähigkeiten die Voraussetzungen für einen erfolgreichen Abschluss der Ausbildung erfüllen. Die Voraussetzungen erfüllt, wer nach den Noten am Ende des ersten Halbjahres in keinem Fach eine ungenügende Leistung und in höchstens zwei Fächern eine mangelhafte Leistung erbracht hat.
(2) Wer das Probehalbjahr nicht erfolgreich abschließt, muss das Studienkolleg verlassen. Die Kollegleitung kann ausnahmsweise eine Wiederholung genehmigen, wenn der unzureichende Leistungsstand durch längere Krankheit oder andere schwer wiegende Belastungen verursacht ist. Wer das Probehalbjahr nicht erfolgreich abschließt, erhält darüber eine schriftliche Mitteilung.
Übergang in das zweite Ausbildungsjahr
(1) Grundlage der Entscheidung über den Übergang in das zweite Jahr der Ausbildung sind die Noten des ersten Jahres. Kollegiatinnen und Kollegiaten gehen in das zweite Jahr der Ausbildung über, wenn sie in allen Pflichtfächern mindestens ausreichende Leistungen erbracht haben oder wenn mangelhafte Leistungen nach Absatz 2 ausgeglichen werden oder nicht ausreichende Leistungen nach Absatz 3 unberücksichtigt bleiben.
(3) Ausnahmsweise können Kollegiatinnen und Kollegiaten ohne Ausgleich für nicht ausreichende Leistungen in das zweite Jahr der Ausbildung übergehen, wenn auf Grund ihrer persönlichen Leistungsentwicklung und Leistungsbereitschaft zu erwarten ist, dass sie die Abschlussprüfung bestehen werden.
(4) Kollegiatinnen und Kollegiaten können nach Entscheidung der Kurskonferenz vorzeitig in das zweite Jahr der Ausbildung übergehen, wenn zu erwarten ist, dass sie die Abschlussprüfung bestehen werden.
(5) Der vorzeitige Übergang in das zweite Ausbildungsjahr nach Absatz 4 erfolgt zunächst auf Probe. Nach einem Zeitraum von zwei Wochen entscheidet die neue Kurskonferenz, ob die Kollegiatinnen und Kollegiaten in dem zweiten Ausbildungsjahr verbleiben können.
(6) Kollegiatinnen und Kollegiaten, die nicht in das zweite Jahr der Ausbildung übergehen, können das erste Jahr einmal wiederholen. Bei einer Wiederholung des ersten Ausbildungsjahres findet § 44 keine Anwendung. Die Wiederholung kann ausgeschlossen werden, wenn in mindestens drei Fächern mangelhafte oder ungenügende Leistungen erbracht wurden und wenn zu erwarten ist, dass trotz der Wiederholung des ersten Jahres der Übergang in das zweite Jahr nicht erreicht wird. Der nicht erreichte Übergang und der Ausschluss der Wiederholungsmöglichkeit wird der Kollegiatin oder dem Kollegiaten schriftlich mitgeteilt.
(1) In der Abschlussprüfung sollen die Prüflinge nachweisen, dass ihre Kenntnisse, Fähigkeiten und Fertigkeiten in den Prüfungsfächern den Anforderungen entsprechen, die in den allgemein bildenden Schulen in der Abiturprüfung gestellt werden. Die Prüfung besteht aus einem schriftlichen und einem mündlichen Teil. Prüfungsfach kann jedes im zweiten Ausbildungsjahr unterrichtete Pflichtfach sein.
(2) Die Fächer der schriftlichen Prüfung ergeben sich aus der Anlage 2. Für die einzelnen Arbeiten stehen den Prüflingen in den Fächern Deutsch und Mathematik nach näherer Festlegung bei der Bestimmung der Aufgaben jeweils vier bis fünf und im Fach Englisch drei Zeitstunden zur Verfügung.
(3) Mündlich wird in einem Fach geprüft, das nicht Gegenstand der schriftlichen Prüfung ist.
(5) Besteht die Kollegiatin oder der Kollegiat die abschließende Prüfung nicht, gilt § 29.
Abschlussprüfung für Externe
(1) Studienbewerberinnen und Studienbewerber nach § 42 Absatz 1 Satz 1, die im laufenden Ausbildungsabschnitt nicht das Studienkolleg besucht haben, können an der Abschlussprüfung als Externe teilnehmen. Zugelassen wird, wer Kenntnisse der deutschen Sprache auf dem Niveau C 1 nachweisen kann, im Übrigen die Voraussetzungen nach § 42 Absatz 1 erfüllt und nicht mehr als einmal an der Abschlussprüfung in Hamburg oder in einem anderen Land in der Bundesrepublik Deutschland ohne Erfolg teilgenommen hat. In besonders gelagerten Einzelfällen kann das vorsitzende Mitglied des Prüfungsausschusses Ausnahmen genehmigen.
(2) Die Prüfung für Externe wird nach § 46 durchgeführt. Mündlich wird im Fach Gemeinschaftskunde und in einem im zweiten Ausbildungsjahr unterrichteten naturwissenschaftlichen Fach nach Wahl des Prüflings geprüft. § 21 Absatz 2 gilt entsprechend.
(3) Anträge auf Zulassung zur Abschlussprüfung können bis zum 31. März eines Jahres für den jeweils folgenden Prüfungstermin gestellt werden.
(4) Die Zulassung kann versagt werden, wenn die Möglichkeit besteht, an dem Ort der Wohnung oder an einem der Wohnung näher gelegenen Ort eine gleichartige Prüfung abzulegen. Bei mehreren Wohnungen ist die Hauptwohnung entscheidend.
Diese Verordnung tritt am 1. August 2005 in Kraft. Zum selben Zeitpunkt tritt die Ausbildungs- und Prüfungsordnung des Studienkollegs Hamburg vom 27. Juli 2003 (HmbGVBl. S. 379) außer Kraft.
Diese Verordnung gilt erstmalig für Kollegiatinnen und Kollegiaten, die im Januar 2006 den ersten Ausbildungsabschnitt eines Kurses neu oder erneut beginnen. Für Kollegiatinnen und Kollegiaten, die sich im August 2005 im ersten oder zweiten Ausbildungsabschnitt eines Kurses befinden, gelten die bisherigen Bestimmungen fort.
Hamburg, den 20. Juli 2005.
Übergangsbestimmungen für ausländische Studienbewerberinnen und Studienbewerber
aufgrund der Reisebeschränkungen aus Anlass der Ausbreitung des Coronavirus
Für die Zulassung zu den Kursen für ausländische Studienbewerberinnen und Studienbewerber, die zum Wintersemester 2020 beginnen, gilt § 3 mit der Maßgabe, dass von der Eingangsprüfung befreit werden kann, wer ein von uniassist anerkanntes Sprachzeugnis mit dem Mindestniveau B2 gemäß dem europäischen Referenzrahmen vorgelegt hat. § 35 gilt mit der Maßgabe, dass bei der Vergabe nach Eignung und Leistung die Kursplätze abweichend von § 7 Absatz 4 nach den im Zeugnis über die ausländische Hochschulzugangsberechtigung ausgewiesenen Leistungen vergeben werden. Es wird für jeden Fachkurs eine Rangliste erstellt. Die Berechnung des Ranges erfolgt nach der Vereinbarung über die Festsetzung der Gesamtnote bei ausländischen Hochschulzugangszeugnissen nach dem Beschluss der Kultusministerkonferenz vom 15. März 1991 in der Fassung vom 12. September 2013. Zur Gewährleistung der Chancengleichheit der Staatsangehörigen aller Länder wird jeweils ein Kursplatz an die nach Leistung ranghöchste Studienbewerberin oder den ranghöchsten Studienbewerber eines jeden Landes und an die ranghöchste staatenlose Studienbewerberin oder den ranghöchsten staatenlosen Studienbewerber vergeben. Übersteigt die Anzahl der ranghöchsten Studienbewerberinnen und Studienbewerber die Anzahl der Kursplätze, entscheidet das Los. Unterschreitet die Anzahl der ranghöchsten Studienbewerberinnen und Studienbewerber aller Länder die Anzahl der Kursplätze, sind die noch freien Plätze an die jeweils dem Rang nach nächsthöchste Studienbewerberin oder den nächsthöchsten Studienbewerber eines jeden Landes und an die nächsthöchste staatenlose Bewerberin oder den nächsthöchsten staatenlosen Bewerber zu vergeben. Soweit nicht ausreichend Plätze für alle Studienbewerberinnen und Studienbewerber gleichen Ranges vorhanden sind, entscheidet das Los. Das Verfahren ist fortzusetzen, bis alle Plätze vergeben sind. Die Vergabe der Plätze nach § 35a bleibt unberührt.
Die Zulassungszahlen für die Zulassung zur Ausbildung am Studienkolleg werden wie folgt festgesetzt:
Kurse für deutsche und ausländische Studienbewerberinnen und Studienbewerber (Ausbildungsbeginn: Januar und August):
Fachkurs T
Vorbereitung auf technische, mathematische und naturwissenschaftliche Studiengänge
23 Plätze
je Ausbildungsbeginn
Fachkurs M
Vorbereitung auf medizinische und biologische Studiengänge
Fachkurs W
Vorbereitung auf wirtschafts- und sozialwissenschaftliche Studiengänge
Fachkurs G
Vorbereitung auf geisteswissenschaftliche und künstlerische Studiengänge
Zwei weitere Fachkurse, über deren Fachrichtung die Kollegleitung auf Basis der vorhandenen Kapazitäten und der Anzahl der Zulassungsanträge entscheidet, mit je
23 Plätzen
Kurse für Spätaussiedlerinnen und Spätaussiedler und jüdische Immigrantinnen und Immigranten aus der ehemaligen Sowjetunion (Ausbildungsbeginn: August)
46 Plätze
Propädeutikkurse für ausländische Studierende der Universität Hamburg, der Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg und der Technischen Universität Hamburg-Harburg (Ausbildungsbeginn: Frühjahr)
92 Plätzen
Verzeichnis der Unterrichtsfächer und der Prüfungsfächer
Kurse für deutsche und ausländische Studienbewerberinnen und Studienbewerber (§ 36 Absatz 4, § 38 Absatz 1)
(Vorbereitung auf technische, mathematische und naturwissenschaftliche Studiengänge)
Mathematik (einschließlich Informatik)
Fächer der schriftlichen Prüfung:
Physik oder Chemie nach Wahl des Prüflings
(Vorbereitung auf medizinische und biologische Studiengänge)
Biologie oder Chemie nach Wahl des Prüflings
Physik oder Mathematik nach Wahl des Prüflings
(Vorbereitung auf wirtschafts- und sozialwissenschaftliche Studiengänge)
Geschichte/ Geographie/ Sozialkunde
(Vorbereitung auf geisteswissenschaftliche und künstlerische Studiengänge)
Pflichtfächer für geisteswissenschaftliche und künstlerische Studiengänge sowie Germanistik:
Fächer der schriftlichen Prüfung für geisteswissenschaftliche und künstlerische Studiengänge sowie Germanistik:
Kurse für Spätaussiedlerinnen und Spätaussiedler und jüdische Immigrantinnen und Immigranten aus der ehemaligen Sowjetunion (§ 43, § 46 Absatz 2)
zwei der Fächer Physik, Biologie und Chemie nach Wahl der Kollegiatinnen oder Kollegiaten im Rahmen des Angebots des Studienkollegs (Es gilt § 46 Absatz 1 Satz 3)
Fächer der mündlichen Prüfung:
Gemeinschaftskunde oder ein im zweiten Ausbildungsjahr unterrichtetes naturwissenschaftliches Fach nach Wahl des Prüflings
Niveaustufen gemäß § 36a
in Anlehnung an die Kompetenzstufen des Gemeinsamen europäischen Referenzrahmens für Sprachen
Kann lange, komplexe Sachtexte und literarische Texte verstehen und Stilunterschiede erkennen. Versteht Fachartikel und längere technische Anleitungen, auch wenn sie nicht im eigenen Fachgebiet liegen. Kann komplexe Sachverhalte ausführlich darstellen und in schriftlichen Texten den Stil wählen, der für die jeweiligen Adressaten angemessen ist.
Kann sich spontan und fließend verständigen und Meinungen und Gedanken präzise ausdrücken. Dabei werden eigene Beiträge geschickt mit denen anderer verknüpft. Kann längeren Redebeiträgen folgen, auch wenn diese nicht klar strukturiert sind und wenn Zusammenhänge nicht explizit ausgedrückt sind.
Kann die Hauptinhalte komplexer Texte zu konkreten und abstrakten Themen erstehen; versteht im eigenen Spezialgebiet auch Fachdiskussionen. Kann sich so spontan und fließend verständigen, dass ein normales Gespräch mit Muttersprachlern ohne größere Anstrengung auf beiden Seiten gut möglich ist.
Kann die Hauptpunkte verstehen, wenn klare Standardsprache verwendet wird und wenn es um vertraute Dinge insbesondere aus den Bereichen Arbeit, Schule, Freizeit geht. Kann die meisten Situationen bewältigen, denen man auf Reisen im Sprachgebiet begegnet.
Kann sich einfach und zusammenhängend über vertraute Themen und persönliche Interessengebiete äußern. Kann über Erfahrungen und Ereignisse berichten, räume, Hoffnungen und Ziele beschreiben und zu Plänen und Ansichten kurze Begründungen oder Erklärungen geben.
Elementare Sprach-
Kann Sätze und häufig gebrauchte Ausdrücke verstehen, die mit Bereichen von ganz unmittelbarer Bedeutung zusammenhängen (zum Beispiel Informationen zur Person und zur Familie, Einkaufen, Arbeit, nähere Umgebung). Kann sich in einfachen, routinemäßigen Situationen verständigen, in denen es um einen einfachen und direkten Austausch von Informationen über vertraute und geläufige Dinge geht.
Kann vertraute, alltägliche Ausdrücke und ganz einfache Sätze verstehen und verwenden, die auf die Befriedigung konkreter Bedürfnisse zielen. Kann sich und andere miteinander bekannt machen und anderen Leuten Fragen zu ihrer Person stellen - zum Beispiel wo sie wohnen, was für Leute sie kennen oder was für Dinge sie haben - und kann auf Fragen dieser Art Antwort geben.

References: § 50
 § 37
 § 43
 § 44
 § 45
 § 46
 § 47
 § 101
 § 1

§ 2

§ 4

§ 5

§ 6

§ 7

§ 8

§ 9

§ 10

§ 11

§ 12

§ 13

§ 14

§ 16

§ 17

§ 18

§ 19

§ 20

§ 22

§ 22

§ 23

§ 25

§ 26

§ 27

§ 28

§ 29

§ 30

§ 31

§ 32

§ 33

§ 34

§ 35

§ 35

§ 36

§ 36

§ 37

§ 38

§ 39

§ 40

§ 41

§ 42

§ 43

§ 44

§ 45

§ 46

§ 47

§ 49

§ 50
 § 5
 § 10
 § 10
 § 35
 § 35
 § 8
 § 12
 § 37
 § 45
 § 12
 § 8
 § 7
 § 22
 § 26
 § 27
 § 22
 § 3
 § 7
 § 22
 § 23
 § 25
 § 63
 § 60
 § 7
 § 7
 § 5
 § 21
 § 19
 § 21
 § 22
 § 22
 § 29
 § 28
 § 33
 § 38
 § 36
 § 16
 § 20
 § 28
 § 36
 § 40
 § 28
 § 36
 § 3
 § 3
 § 3
 § 44
 § 29
 § 42
 § 42
 § 46
 § 21
 § 3
 § 35
 § 7
 § 35
 § 38
 § 46
 § 46
 § 36