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Timestamp: 2020-08-05 13:15:20+00:00

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Regelungen Landkreis Schwäbisch Hall: Gemeinde Fichtenau
Regelungen Landkreis Schwäbisch Hall
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Allgemeinverfügung für Alten- und Pflegeeinrichtungen, ambulante Pflegedienste, Anbieter von Leistungen der Eingliederungshilfe nach dem SGB IX, Anbieter von sozialpsychiatrischen Diensten - 03.04.2020, 11:00 Uhr
Das Landratsamt Schwäbisch Hall erlässt gem. §§ 28 Abs. 3 i.V.m. 16 Abs. 7 IfSG folgende
für die Städte und Gemeinden im Landkreis Schwäbisch Hall
In Abweichung zur Allgemeinverfügung des Landratsamtes vom 23.03.2020 über die häusliche Absonderung und sonstigen Maßnahmen von infizierten und ansteckungsverdächtigen Personen mit dem Corona Virus (Erkrankung COVID-19; Virusname SARS-CoV-2) zur Eindämmung und zum Schutz vor der Verbreitung des Corona Virus darf Personal ausschließlich zur Aufrechterhaltung des Betriebs von Alten- und Pflegeeinrichtungen, ambulanten Pflegediensten, Anbietern von Leistungen der Eingliederungshilfe nach dem SGB IX, Anbietern von sozialpsychiatrischen Diensten im Landkreis Schwäbisch Hall bei Vorliegen eines wesentlichen Personalmangels die häusliche Quarantäne nach Ziffer 1 der o.g. Allgemeinverfügung unter folgenden Auflagen verlassen:
a. Pflegepersonal und Reinigungspersonal
Es gelten die RKI Richtlinien (Robert-Koch-Institut) in der jeweiligen Fassung für Optionen zum Management von Kontaktpersonen unter Personal von Alten- und Pflegeeinrichtungen bei Personalmangel (Fundstelle: www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Personal_Pflege.html ) für relevanten Personalmangel mit folgenden Änderungen:
Kontaktpersonen Kategorie I:
SARS-CoV-2 pos. getestete Personen:
-Versorgung ausschließlich von COVID-19-Personen
-Mund-Nasen-Schutz während der gesamten Anwesenheit am Arbeitsplatz
-Voraussetzung für die Wiederaufnahme der Versorgung von Nicht-COVID-19-Personen ist Symptomfreiheit seit mind. 48 Stunden und ein negativer SARS-CoV-2 Test.
b. Hauswirtschaftliches Personal
Es gelten ebenfalls die RKI Richtlinien in der jeweiligen Fassung für Optionen zum Management von Kontaktpersonen unter Personal von Alten- und Pflegeheimen bei Personalmangel (Fundstelle: www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Personal_Pflege.html ) für relevanten Personalmangel.
c. Verwaltungspersonal
K 1 Kontaktpersonen dürfen unter Einhaltung der Hygieneregeln nach Ziff. 5 der Allgemeinverfügung vom 23.3.20 eingesetzt werden. Beim Betreten von Bereichen mit Kontakt zu Kunden müssen sie einen Mund-Nasen-Schutz tragen.
SARS-CoV-2 positiv getestete Personen dürfen erst bei Symptomfreiheit seit mind. 48 Stunden eingesetzt werden.
d. Sozialpädagogen, Heilerziehungspfleger oder sonstiges Personal, das lediglich unterstützt und berät ohne direkten körperlichen Kontakt mit Kunden
SARS-CoV -2 pos. getestete Personen dürfen erst bei Symptomfreiheit seit mind. 48 Stunden und einem negativen SARS-CoV-2 Test eingesetzt werden.
Die Hin- und Rückfahrt zur Arbeitsstätte darf nicht mit öffentlichen Verkehrsmitteln oder Taxis erfolgen. Die Fahrt muss auf direktem Wege zur Arbeitsstätte erfolgen und darf insbesondere nicht zu Einkaufs- oder Freizeitzwecken unterbrochen werden.
Im Übrigen gelten für den Personenkreis die Regelungen der Allgemeinverfügung vom 23.03.20 weiterhin.
Diese Allgemeinverfügung gilt ab dem auf die Bekanntmachung folgenden Tag.
Diese Allgemeinverfügung ist eine Maßnahme nach § 28 Abs. 1 IfSG und ist gem. § 28 Abs. 3 i.V.m. § 16 Abs. 8 sofort vollziehbar. Widerspruch und Anfechtungsklage haben daher keine aufschiebende Wirkung.
Mit Allgemeinverfügung vom 23.03.2020 über die häusliche Absonderung und sonstigen Maßnahmen von infizierten und ansteckungsverdächtigen Personen mit dem Corona Virus (Erkrankung COVID-19; Virusname SARS-CoV-2) zur Eindämmung und zum Schutz vor der Verbreitung des Corona Virus wurde durch das Landratsamt die häusliche Quarantäne für mit SARS-CoV-2 infizierte Personen sowie Kontaktpersonen K 1 angeordnet. Nachdem die Fallzahlen weiter steigen, sind auch immer mehr Personen von der häuslichen Quarantäne betroffen, die in Alten- und Pflegeeinrichtungen, bei ambulanten Pflegediensten, Anbietern von Leistungen der Eingliederungshilfe nach dem SGB IX, Anbietern von sozialpsychiatrischen Diensten im Landkreis Schwäbisch Hall arbeiten. Damit droht die Gefahr, dass Pflegebedürftige und Menschen mit Behinderungen nicht mehr versorgt werden können. Daher ist eine zumindest teilweise Aufhebung der häuslichen Quarantäne unter strengen Auflagen erforderlich.
Rechtsgrundlage für diese Allgemeinverfügung ist § 28 Abs. 1 IfSG. Danach trifft die zuständige Behörde bei Kranken, Krankheitsverdächtigen, Ansteckungsverdächtigen oder Ausscheidern die notwendigen Schutzmaßnahmen.
Die Allgemeinverfügung wurde durch das Gesundheitsamt des Landratsamtes Schwäbisch Hall im Wege der Eilzuständigkeit nach § 28 Abs. 3 i.V.m. § 16 Abs. 7 IfSG erlassen. Das Gesundheitsamt kann bei Gefahr im Verzug die erforderlichen Maßnahmen selbst anordnen. Durch die Vielzahl der häuslichen Quarantänen auch für die o.g. Berufsgruppen droht unmittelbar eine Unterversorgung von pflegebedürftigen Menschen sowie Menschen mit Behinderungen im Landkreis. Es ist Eile geboten, die genannten Berufsgruppen für ihre Tätigkeit von der häuslichen Quarantäne freizustellen. Die Umsetzung durch die jeweils zuständigen Gemeinden und Städte kann nicht abgewartet werden. Durch die Zuständigkeit von 30 Ortspolizeibehörden wäre zudem eine zeitlich gleichlaufende Allgemeinverfügung auf Grund der unterschiedlichen Bekanntmachungssatzungen nicht möglich, was zu einer erheblichen Rechtsunsicherheit im Landkreis Schwäbisch Hall und damit der Gefahr für die Versorgung der Personen Vorschub leisten würde. Das Gesundheitsamt hat die zuständigen Ortspolizeibehörden von dieser Allgemeinverfügung zu unterrichten. Wird die Allgemeinverfügung nicht innerhalb von zwei Arbeitstagen nach der Unterrichtung aufgehoben, so gilt sie als von den zuständigen Ortspolizeibehörden getroffen.
Gemäß § 28 Abs.1 LVwVfG ist vor Erlass eines belastenden Verwaltungsaktes grds. eine Anhörung erforderlich. Von einer Anhörung aber kann abgesehen werden, wenn eine sofortige Entscheidung wegen Gefahr im Verzug notwendig erscheint bzw. die Behörde eine Allgemeinverfügung erlassen will. Im Rahmen des pflichtgemäßen Ermessens wird angesichts der drohenden Unterversorgung von Pflegebedürftigen und Menschen mit Behinderungen im Landkreis Schwäbisch Hall abgesehen.
Die teilweise Aufhebung der häuslichen Quarantäne unter Auflagen für das Personal in den Einrichtungen und Diensten ist geeignet und erforderlich, um die Funktionsfähigkeit der Versorgung der genannten Personengruppen im Landkreis zu erhalten. Die Auflagen orientieren sich an den Richtlinien des Robert-Koch-Instituts (RKI). Sie stehen nicht außer Verhältnis, denn weiterhin ist oberstes Ziel, die Weiterverbreitung des SARS-CoV-2 Virus zu verhindern und damit Leben zu retten.
Die Bekanntmachung wird gem. § 1 Abs. 5 S. 2 DVO LKrO in der durch die Bekanntmachungssatzung des Landkreises Schwäbisch Hall vorgegebenen Form wiederholt, sobald die Umstände es zulassen.
Gegen diese Verfügung kann innerhalb eines Monats nach Bekanntgabe Widerspruch bei der zuständigen Behörde erhoben werden. Zuständige Behörde ist
für das Gebiet der jeweiligen Stadt/Gemeinde
Blaufelden - Gemeindeverwaltung Blaufelden in Blaufelden
Braunsbach - Gemeindeverwaltung Braunsbach in Braunsbach
Bühlertann - Gemeindeverwaltung Bühlertann in Bühlertann
Bühlerzell - Gemeindeverwaltung Bühlerzell in Bühlerzell
Crailsheim - Stadtverwaltung Crailsheim in Crailsheim
Fichtenau - Gemeindeverwaltung Fichtenau in Fichtenau
Fichtenberg - Gemeindeverwaltung Fichtenberg in Fichtenberg
Frankenhardt - Gemeindeverwaltung Frankenhardt in Frankenhardt
Gaildorf - Stadtverwaltung Gaildorf in Gaildorf
Gerabronn - Stadtverwaltung Gerabronn in Gerabronn
Ilshofen - Stadtverwaltung Ilshofen in Ilshofen
Kirchberg/Jagst - Stadtverwaltung Kirchber/Jagst in Kirchberg/Jagst
Kreßberg - Gemeindeverwaltung Kreßberg in Kreßberg
Langenburg - Stadtverwaltung Langenburg in Langenburg
Mainhardt - Gemeindeverwaltung Mainhardt in Mainhardt
Michelbach/Bilz - Gemeindeverwaltung Michelbach/Bilz in Michelbach/Bilz
Michelfeld - Gemeindeverwaltung Michelfeld in Michelfeld
Oberrot - Gemeindeverwaltung Oberrot in Oberrot
Obersontheim - Gemeindeverwaltung Obersontheim in Obersontheim
Rosengarten - Gemeindeverwaltung Rosengarten in Rosengarten
Rot am See - Gemeindeverwaltung Rot am See in Rot am See
Satteldorf - Gemeindeverwaltung Satteldorf in Satteldorf
Schrozberg - Stadtverwaltung Schrozberg in Schrozberg
Schwäbisch Hall - Stadtverwaltung Schwäbisch Hall in Schwäbisch Hall
Stimpfach - Gemeindeverwaltung Stimpfach in Stimpfach
Sulzbach-Laufen - Gemeindeverwaltung Sulzbach-Laufen in Sulzbach-Laufen
Untermünkheim - Gemeindeverwaltung Untermünkheim in Untermünkheim
Vellberg - Stadtverwaltung Vellberg in Vellberg
Wallhausen - Gemeindeverwaltung Wallhausen in Wallhausen
Wolpertshausen - Gemeindeverwaltung Wolpertshausen in Wolpertshausen
gez. Landrat Gerhard Bauer Schwäbisch Hall, den 02.04.2020
Allgemeinverfügung für Krankenhäuser, Arztpraxen, Physiotherapie-, Logopädie-, Ergotherapiepraxen sowie der medizinischen Fußpflege - 03.04.2020, 11:00 Uhr
In Abweichung zur Allgemeinverfügung des Landratsamtes vom 23.03.2020 über die häusliche Absonderung und sonstigen Maßnahmen von infizierten und ansteckungsverdächtigen Personen mit dem Corona Virus (Erkrankung COVID-19; Virusname SARS-CoV-2) zur Eindämmung und zum Schutz vor der Verbreitung des Corona Virus darf Personal ausschließlich zur Aufrechterhaltung des Betriebs von Krankenhäusern, Arztpraxen, Physiotherapie-, Logopädie-, Ergotherapiepraxen sowie der medizinischen Fußpflege im Landkreis Schwäbisch Hall bei Vorliegen eines wesentlichen Personalmangels die häusliche Quarantäne nach Ziffer 1 der o.g. Allgemeinverfügung unter folgenden Auflagen verlassen:
a. Medizinisches (Ärzte, Pfleger) Personal; Reinigungspersonal; Physiotherapeuten, Logopäden, Ergotherapeuten und medizinische Fußpfleger: Es gelten die RKI Richtlinien (Robert-Koch-Institut) in der jeweiligen Fassung für Optionen zum Management von Kontaktpersonen unter medizinischem Personal bei Personalmangel (Fundstelle: www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/HCW.html ) für relevanten Personalmangel mit folgenden Ausnahmen:
Kontaktpersonen Kategorie Ia (hohes Expositionsrisiko):
Sie dürfen ausschließlich COVID-19-Patienten versorgen.
Voraussetzung für die Wiederaufnahme der Versorgung von Nicht-COVID-19-Patienten ist Symptomfreiheit seit mind. 48 Stunden und nur ein negativer SARS-CoV-2 Test.
Es gelten ebenfalls die RKI Richtlinien in der jeweiligen Fassung für Optionen zum Management von Kontaktpersonen unter medizinischem Personal bei Personalmangel (Fundstelle: www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/HCW.html ) für relevanten Personalmangel mit folgender Ausnahme: Personen, die mit SARS-CoV-2 infiziert sind, dürfen nicht eingesetzt werden.
K 1 Kontaktpersonen dürfen unter Einhaltung der Hygieneregeln nach Ziff. 5 der Allgemeinverfügung vom 23.3.20 eingesetzt werden. Beim Betreten von Patientenbereichen müssen sie die jeweils erforderliche persönliche Schutzausrüstung (PSA) tragen.
SARS-CoV-2 pos. getestete Personen dürfen erst bei Symptomfreiheit seit mind. 48 Stunden eingesetzt werden.
Die Hin- und Rückfahrt zur Arbeitsstätte darf nicht mit öffentlichen Verkehrsmitteln oder Taxis erfolgen. Die Fahrt muss auf direktem Wege zur Arbeitsstätte erfolgen und darf insbesondere nicht zu Einkaufs-oder Freizeitzwecken unterbrochen werden.
Mit Allgemeinverfügung vom 23.03.2020 über die häusliche Absonderung und sonstigen Maßnahmen von infizierten und ansteckungsverdächtigen Personen mit dem Corona Virus (Erkrankung COVID-19; Virusname SARS-CoV-2) zur Eindämmung und zum Schutz vor der Verbreitung des Corona Virus wurde durch das Landratsamt die häusliche Quarantäne für mit SARS-CoV-2 infizierte Personen sowie Kontaktpersonen K 1 angeordnet. Nachdem die Fallzahlen weiter steigen, sind auch immer mehr Personen von der häuslichen Quarantäne betroffen, die in Krankenhäusern, Arztpraxen arbeiten oder als Physiotherapeuten, Logopäden, Ergotherapeuten oder medizinische Fußpfleger tätig sind. Es droht die Gefahr, dass Patienten nicht mehr versorgt werden können. Daher ist eine zumindest teilweise Aufhebung der häuslichen Quarantäne unter strengen Auflagen erforderlich.
Die Allgemeinverfügung wurde durch das Gesundheitsamt des Landratsamtes Schwäbisch Hall im Wege der Eilzuständigkeit nach § 28 Abs. 3 i.V.m. § 16 Abs. 7 IfSG erlassen. Das Gesundheitsamt kann bei Gefahr im Verzug die erforderlichen Maßnahmen selbst anordnen. Durch die Vielzahl der häuslichen Quarantänen auch für die o.g. Berufsgruppen droht unmittelbar eine Unterversorgung kranker Menschen im Landkreis. Es ist Eile geboten, die genannten Berufsgruppen für ihre Tätigkeit von der häuslichen Quarantäne freizustellen. Die Umsetzung durch die jeweils zuständigen Gemeinden und Städte kann nicht abgewartet werden. Durch die Zuständigkeit von 30 Ortspolizeibehörden wäre zudem eine zeitlich gleichlaufende Allgemeinverfügung auf Grund der unterschiedlichen Bekanntmachungssatzungen nicht möglich, was zu einer erheblichen Rechtsunsicherheit im Landkreis Schwäbisch Hall und damit der Gefahr für das Gesundheitssystem des Landkreises Vorschub leisten würde. Das Gesundheitsamt hat die zuständigen Ortspolizeibehörden von dieser Allgemeinverfügung zu unterrichten. Wird die Allgemeinverfügung nicht innerhalb von zwei Arbeitstagen nach der Unterrichtung aufgehoben, so gilt sie als von den zuständigen Ortspolizeibehörden getroffen.
Gemäß § 28 Abs.1 LVwVfG ist vor Erlass eines belastenden Verwaltungsaktes grds. eine Anhörung erforderlich. Von einer Anhörung kann aber abgesehen werden, wenn eine sofortige Entscheidung wegen Gefahr im Verzug notwendig erscheint bzw. die Behörde eine Allgemeinverfügung erlassen will. Im Rahmen des pflichtgemäßen Ermessens wird angesichts der drohenden Unterversorgung erkrankter Menschen im Landkreis Schwäbisch Hall abgesehen.
Die teilweise Aufhebung der häuslichen Quarantäne unter Auflagen für die genannten Berufsgruppen und das Personal in den Krankenhäusern ist geeignet und erforderlich, um die Funktionsfähigkeit der gesundheitlichen Versorgung im Landkreis zu erhalten. Die Auflagen orientieren sich an den Richtlinien des Robert-Koch-Instituts (RKI). Sie stehen nicht außer Verhältnis, denn weiterhin ist oberstes Ziel, die Weiterverbreitung des SARS-CoV-2 Virus zu verhindern.
gez. Landrat Gerhard Bauer
Schwäbisch Hall, den 02.04.2020
Wertstoffhöfe werden wieder geöffnet - 11.05.2020
Wieder ein Schritt in Richtung Normalität. Ab dem 18. Mai werden im Landkreis Schwäbisch Hall alle Wertstoffhöfe und Sammelplätze für Baum- und Strauchschnitt zu den üblichen Zeiten geöffnet. Landrat Gerhard Bauer konnte diese Entscheidung treffen, weil ab diesem Zeitpunkt das notwendige Betriebspersonal zur Verfügung steht. Dies wurde mit Neueinstellungen und einer Verringerung des Personaleinsatzes auf den einzelnen Anlagen durch den Verzicht auf die Eingangskontrollen erreicht.
Das geänderte Betriebskonzept ohne die Eingangskontrollen setzt voraus, dass die Anlieferer Alltagsmasken oder andere Mund-Nasen-Bedeckungen auf den Entsorgungsanlagen tragen und zudem der vorgeschriebene Mindestabstand von 1,50 Meter eingehalten. „Die Masken- und Abstandspflicht liegen im eigenen Interesse jedes Bürgers und sind zum Schutz unseres Personals erforderlich“, teilt Landrat Bauer mit. Wer keine Maske trägt, werde nicht weggeschickt, sondern kann den Mundschutz auf den Wertstoffhöfen und Sammelplätzen für 1,00 Euro erwerben.
Um Verzögerungen bei der Entsorgung zu vermeiden, ist wichtig, dass sich die Anlieferer an die Verkehrsführung halten. Nach den bisherigen Erfahrungen ist der Andrang an den ersten Öffnungstagen besonders groß und muss deshalb mit Wartezeiten gerechnet werden. Schneller funktioniert das Entladen und Entsorgen, wenn die Wertstoffe und das Grüngut zuhause vorsortiert wird. Das Personal auf den Entsorgungsanlagen darf wegen der Ansteckungsgefahr nicht mithelfen. Dafür bittet Landrat Bauer um Verständnis.
Info: Die Öffnungszeiten der Entsorgungsanlagen stehen im Abfallkalender und im Internet unter www.abfall-sha.de. Die Abfall-App kann unter www.lrasha.de/abfall-ios oder www.lrasha.de/abfall-android heruntergeladen werden. Die Sammelplätze für Baum- und Strauchschnitt in Schwäbisch Hall-Bibersfeld und Schwäbisch Hall-Sulzdorf, Bucher Hölzle, die von der Stadt Schwäbisch Hall betrieben werden, sind weiterhin geschlossen
Aufruf: Medizinisches Personal zur Hilfe aufgerufen - Reservebetten geplant - 26.03.2020, 08:00 Uhr
Landkreis und Kliniken planen Reservebetten in Crailsheim und Michelfeld
Der Landrat hat entschieden, zunächst ein frisch renoviertes Gebäude in Crailsheim, das derzeit nicht belegt ist, als Reserveeinrichtung für Patienten einzurichten, die einer Pflege bedürfen, aber nicht unbedingt im Krankenhaus versorgt werden müssen.
Eine zweite Unterbringungsmöglichkeit steht in der Gemeinde Michelfeld zur Verfügung. Dabei handelt es sich um eine Containeranlage, die als Reserve für die Unterbringung von Flüchtlingen vorgehalten und für diesen Zweck derzeit nicht benötigt wird.
Gerhard Bauer plant außerdem eine Registrierung von Freiwilligen, damit die Kliniken bei Bedarf zeitnah auf medizinisch geschultes Personal zurückgreifen können. „Wir müssen uns rechtzeitig auf steigende Patientenzahlen vorbereiten“, so der Landrat.
Die Unterkunft in Crailsheim ist eine Liegenschaft des Landkreises Schwäbisch Hall und könnte relativ zeitnah belegt werden. Dadurch könnten die Krankenhäuser im Landkreis entlastet und ausreichend Bettenkapazitäten für Covid-19-Patienten freigemacht werden. Die Crailsheimer Unterkunft ist für Patienten vorgesehen, die nicht am Corona-Virus erkrankt sind und die einer Pflege bedürfen.
Gedacht ist an Patienten, die aus dem Krankenhaus entlassen werden, sich aber nicht alleine zu Hause versorgen können. Auch viele alleinlebende Seniorinnen und Senioren, die bisher von osteuropäischen Pflegekräften betreut wurden und aufgrund der Reisebeschränkungen nun keine Betreuung mehr haben, könnten hier notfalls untergebracht werden. Die Seniorenheime im Landkreis haben dafür derzeit keine Kapazitäten frei.
Aktuell können die beiden Kliniken im Landkreis die Herausforderung, die mit der Corona-Pandemie einhergeht, noch stemmen. Das Personal in den Krankenhäusern war zwar bekanntlich auch schon vor der Pandemie mehr als ausgelastet. Durch Verschiebungen von planbaren Operationen und anderen Maßnahmen sowie einem sehr großen Engagement der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter war der Klinikbetrieb bisher kaum eingeschränkt.
Vorhersagen und der Blick in die Nachbarländer zeigen allerdings, dass die Situation sich dramatisch verschlechtern könnte und immer mehr Patienten stationär aufgenommen werden müssen. Um für diese Zeit gerüstet zu sein, werden nun schon vorab Freiwillige gesucht:
„Wenn Sie über Erfahrung in der Pflege oder im medizinischen Bereich verfügen, dann melden Sie sich bitte!“, ruft Landrat Gerhard Bauer die Bevölkerung auf. „Sie können sich bei uns registrieren lassen, damit wir im Ernstfall schnell auf Personal zurückgreifen können. Gerade ausgebildete, bereits im Ruhestand oder aktuell in der Elternzeit befindliche Ärzte, Pflegekräfte oder Rettungssanitäter wären für diese Aufgabe besonders geeignet.
Auch Auszubildende in medizinischen oder pflegenden Berufen sowie Medizinstudenten, die ihr Studium noch nicht vollständig abgeschlossen haben, dürfen sich gerne melden“, wirbt Landrat Bauer.
Interessenten können sich bei der Personalstelle des Landratsamtes unter unterstuetzung-corona@LRASHA.de melden. Wichtig sind bei der Registrierung die Kontaktdaten der freiwilligen Helfer in Form eines Lebenslaufes und auch Angaben zur Qualifizierung oder fachlichen Erfahrung sowie die Verfügbarkeit. Diejenigen, die sich bereits beim Diak-Klinikum Schwäbisch Hall zur Unterstützung gemeldet haben, werden auch von dort benachrichtigt. Alle Interessenten werden dann individuell über den Umfang und Bereich ihres Einsatzes informiert.
Zwei Corona-Testzentren ab 19.03.2020 in Betrieb - 18.03.2020, 16:30 Uhr
Das Landratsamt Schwäbisch Hall informiert in einer Pressemitteilung
Zwei Corona-Testzentren im Landkreis eingerichtet
Test in Drive-in-Zentren ab 19. März 2020 in Michelfeld und Crailsheim
Landrat Gerhard Bauer dankt der gesamten Kreisärzteschaft für das außerordentlich große Engagement und die vorbildliche Arbeit bei der Bewältigung der Corona-Krise. Bisher hat die Kreisärzteschaft die Corona-Tests sehr gut bewältigt. „Die Ärztinnen und Ärzte im Landkreis Schwäbisch Hall stoßen jetzt bei den Corona-Tests im Bereich der Praxen und bei Hausbesuchen an die Grenzen ihrer Kapazität. Deshalb war es jetzt der Wunsch der Kreisärzteschaft, doch Testzentren in Betrieb zu nehmen“, erklärt Landrat Gerhard Bauer. Diese sind bereits auf dem Gelände der Straßenmeisterei in Michelfeld und in einer Halle im Industriegebiet Flügelau in Crailsheim eingerichtet. Die Corona-Testzentren werden morgen, Donnerstag, 19. März 2020, an beiden Standorten ab 18.30 Uhr in Betrieb gehen.
Der Landkreis stellt die Liegenschaften und die Infrastruktur zur Verfügung. Die Kreisärzteschaft übernimmt die Organisation und die personelle Ausstattung und wird dabei vom Deutschen Roten Kreuz und vom Landkreis tatkräftig unterstützt.
Einwohner des Landkreises, die aufgrund ihrer Symptome befürchten am Coronavirus erkrankt zu sein, müssen nach wie vor zwingend telefonischen Kontakt zu ihrem Hausarzt aufnehmen und sich von dort eine Überweisung an eines der beiden Drive-in-Testzentren sowie das für den Test erforderliche Röhrchen, beschriftet mit den Patientendaten, geben lassen. Zudem müssen die Patienten ihren Ausweis vorzeigen. Nur dann wird der Abstrich an den zwei Corona-Testzentren gemacht. Es wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass Patienten ohne Röhrchen, Überweisung und Ausweis nicht getestet werden. Hiervon kann keine Ausnahme gemacht werden.
Wichtig: Der Hausarzt wird die Überweisung nur bei einem begründeten Verdacht ausstellen. Das bedeutet: Menschen mit schweren Krankheitssymptomen der Atemwege und direktem Kontakt zu einem bestätigen Corona-Erkrankten innerhalb der letzten 14 Tage. Dasselbe gilt für Menschen mit Krankheitssymptomen, die sich in den letzten 14 Tagen in einem Risikogebiet aufgehalten haben.
Risikogebiete finden Sie unter:
RKI-Risikogebiete
Ab Donnerstag, 19. März 2020, an beiden Standorten von 18.30 bis 19.30 Uhr, kann mit dem Fahrzeug an den Corona Drive-in-Zentren vorgefahren werden. Die Ärzte sind mit Schutzkleidung ausgestattet und entnehmen direkt am Auto einen Abstrich für den Test. Die getesteten Personen verlassen an den jeweiligen Teststationen ihre Fahrzeuge nicht und kommen somit auch nicht mit Gegenständen oder anderen Personen in Kontakt.
„Oberste Priorität muss sein, die Ausbreitung des Virus zu verlangsamen und einzugrenzen. Wir werden weiterhin alles uns Mögliche tun, um die Bürgerinnen und Bürger im Landkreis zu unterstützen, um akut Betroffenen die bestmögliche medizinische Versorgung zu bieten“, betont Landrat Gerhard Bauer.
HINWEIS Bis das Testergebnis eingegangen ist, sollten die Patienten dann in häuslicher Isolation bleiben. Die Corona-Testzentren sind montags bis freitags von 18.30 bis 19.30 Uhr geöffnet. Sie befinden sich im Straßenmeisterei-Stützpunkt in Michelfeld (am Ortsende, links an der B 14 in Richtung Mainhardt) und in der früheren EDT-Halle in Crailsheim, Flügelau 36.
ÖPNV im Ferienfahrplan, Müllabfuhr regulärer Betrieb - 18.03.2020, 16:00 Uhr
Infrastruktur bleibt aufrechterhalten
Einsatzgruppe für die Benachrichtigung von Kontaktpersonen gebildet
In der gegenwärtigen Situation der Coronavirus-Pandemie unternimmt die Landkreisverwaltung alles ihr Mögliche, um einer weiteren Verbreitung des Virus entgegenzuwirken. So wurde außerhalb des medizinischen Bereiches im Gesundheitsamt dort der administrative Bereich um eine Einsatzgruppe verstärkt. Hauptaufgabe dieses flexiblen Teams ist es, Kontaktpersonen von Infizierten zu benachrichtigen und den medizinischen Bereich von administrativen Aufgaben zu entlasten. Über 20 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wurden dazu aus anderen Ämtern des Landratsamts abgeordnet.
„Unser oberstes Ziel ist der bestmögliche Schutz der Bürgerinnen und Bürger“, so Landrat Gerhard Bauer. „Dies werden wir so gut wie möglich gewährleisten und die Aufgaben des Landkreises in der Infrastruktur aufrechterhalten.“ Hamsterkäufe, wie sie vielerorts zu beobachten sind, hält der Chef der Kreisverwaltung daher nicht für notwendig und angebracht.
Die Müllentsorgung, eine Aufgabe des Landkreises, bleibt aufrechterhalten. Die Abfuhrtermine erfolgen wie im Abfallkalender eingeplant.
Über die Veränderungen im ÖPNV informiert die KreisVerkehr Schwäbisch Hall GmbH ausführlich auf ihrer Homepage und gibt wertvolle Tipps. Denn seit dem 17.03.2020 gilt der Ferienfahrplan. Mit neuen Regelungen im Hinblick auf die Nutzung der Busse und die Bezahlung der Fahrten wird der Ansteckungsgefahr von Fahrgästen und vom Personal der Busunternehmen entgegengetreten. Die Informationen können abgerufen werden unter
Internetseite Kreisverkehr mit Infos
Landratsamt schließt für Publikumsverkehr - 17.03.2020, 09:00 Uhr
Um die Ausbreitung des Virus COVID-19 zu verlangsamen und einzugrenzen, bleiben das Landratsamt sowie sämtliche Außenstellen ab sofort bis einschließlich 17.04.2020 geschlossen.
Ab sofort sind das Landratsamt in Schwäbisch Hall und Crailsheim sowie alle Außenstellen für den Publikumsverkehr geschlossen.
Aus Gründen des Infektionsschutzes ist diese Maßnahmen notwendig, um die weitere Ausbreitung des Coronavirus zu verlangsamen und einzugrenzen. Über den weiteren Verlauf wird das Landratsamt informieren. Kundinnen und Kunden können nur noch nach vorheriger telefonischer oder elektronischer Terminabsprache und in dringenden Fällen persönlich bedient werden.
Für die einzelnen Ämter sind die Sachbearbeiterinnen und Sachbearbeiter unter den jeweiligen Durchwahlnummern telefonisch oder auch elektronisch erreichbar.
Link zu den Ämtern des Landratsamts Schwäbisch Hall >
Die Corona-Hotline des Landratsamtes Schwäbisch Hall unter der Rufnummer 0791 755- 7400 ist montags bis freitags jeweils von 9 bis 18 Uhr sowie samstags und sonntags jeweils von 10 bis 16 Uhr besetzt.

References: § 28
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