Source: https://tse-wetter-ruhr.de/rahmenkonzeption/
Timestamp: 2020-07-03 17:30:02+00:00

Document:
Rahmenkonzeption - TSE Wetter Ruhr
Rahmenkonzeption für TSE-Kindertageseinrichtungen
Tageseinrichtungen für Kinder sind pädagogische Orte mit einem eigenständigen Erziehungs‑, Bildungs- und Betreuungsauftrag. Zu den Kernaufgaben gehört die Förderung des Kindes in der Entwicklung seiner Persönlichkeit, sowie die Beratung und Unterstützung der Eltern in der Wahrnehmung ihres Erziehungsauftrages.
Das Umfeld, in dem sich der TSE (Trägerverein Soziale Einrichtungen Wetter (Ruhr) e.V.) als Träger von Kindertageseinrichtungen bewegt, unterliegt einem stetigen Wandel. Unterschiedlichste Einflüsse wie gesellschaftliche Rahmenbedingungen, demographische Entwicklungen und veränderte Gesetzeslagen wirken auf den Träger ein.
Daher ist es wichtig, anhand eines Trägerkonzeptes Orientierung für die Umsetzung des Erziehungs‑, Bildungs- und Bereuungsauftrages für alle Tageseinrichtungen des TSE zu schaffen.
Dieses Trägerkonzept ist kein abgeschlossenes Werk, sondern es muss immer wieder überprüft, den Gegebenheiten angepasst und entsprechend fortgeschrieben werden. Es stellt die Grundlage dar, auf welcher die einzelnen TSE-Kindertageseinrichtungen ihre eigenen Konzeptionen erarbeiten. Auf diese Weise kann jede Einrichtung die Besonderheiten der Lebensverhältnisse in ihrem sozialen Umfeld berücksichtigen und ihre detaillierten Ziele, Inhalte und Methoden beschreiben. Jede Einrichtung entwickelt somit ihr eigenes besonderes Profil und trägt dazu bei, dass Kinder und Familien in den TSE-Kindertageseinrichtungen ein hochwertiges Bildungs- und Betreuungsangebot vorfinden können.
Der TSE als Träger von Kindertageseinrichtungen
Der Trägerverein Soziale Einrichtungen Wetter (Ruhr) e.V. ist als freier gemeinnütziger Verein seit 1993 in Wetter (Ruhr) aktiv und im Dachverband des Paritätischen Wuppertal organisiert.
Der TSE Wetter (Ruhr) e.V. ist ein Mitgliederverein; viele Bürger, auch Eltern und Mitarbeiterinnen/ Mitarbeiter sind als Mitglieder aktiv. Der Verein wird von einem gewählten dreiköpfigen Vorstand im Ehrenamt mit Unterstützung einer hauptamtlichen Geschäftsführung sowie einer kleinen internen Verwaltung geführt. Der ehrenamtliche Vereinsrat ist in einer Beiratsfunktion tätig und besteht aus im Regelfall vier Mitgliedern, von denen ein Mitglied aus dem Rat der Stadt Wetter (Ruhr) entsandt wird.
Der TSE betreibt derzeit sechs Kindertageseinrichtungen mit unterschiedlichen Gruppenkonstellationen. Darüber hinaus ist in den nächsten Jahren eine weitere mehrgruppige Kindertagesstätte in Planung.
Die Aufgaben, die der TSE als Träger von Kindertageseinrichtungen zu leisten hat, sind sehr vielfältig. Sie reichen von der wirtschaftlichen Steuerung, über konzeptionelle Fragen in der pädagogischen Arbeit bis hin zu Themen wie Personaleinsatz und Personalentwicklung, Sachausstattungen und gegebenenfalls Aus- und Umbaumaßnahmen.
Alle Kindertageseinrichtungen weisen sehr unterschiedliche Alters- und Gruppenstrukturen auf. In jeder Kindertagesstätte gibt es standortspezifische Besonderheiten hinsichtlich der pädagogischen Konzeption sowie der Angebotsformen. In einigen Einrichtungen bestehen besonders langjährige Erfahrungen hinsichtlich der Inklusion von Kindern mit Behinderungen.
Die Einrichtungen des TSE sind konfessionell nicht gebunden und stehen allen Kindern – unabhängig von Kultur und Religion – offen. Sie tragen in Wetter (Ruhr) zur Angebotsvielfalt und zu einem wohnortnahen und bedarfsgerechten Angebot bei.
TSE-Kindertageseinrichtungen:
TSE Kindergarten „Abenteuerland“
Plätze für 45 Kinder im Alter von 2 – 6 Jahren in 2 Gruppen
Öffnungszeit: 7.30 – 14.30 Uhr
TSE Familienzentrum „Fröbelhaus“
Literatur-Kita NRW
Plätze für 70 Kinder im Alter von 1 – 6 Jahren in 4 Gruppen
Öffnungszeit: 7.15 – 16.30 Uhr
TSE Kindertagesstätte „Gravemannhaus“
Schwerpunkt-Kita Sprache, Literatur-Kita NRW, PLUS-Kita
Plätze für 40 Kinder im Alter von 1 – 6 Jahren in 2 Gruppen
Öffnungszeit: 7.00 – 16.00 Uhr
TSE Kindergarten „Harkorthaus“
Plätze für 25 Kinder im Alter von 3 – 6 Jahren in 1 Gruppe
Öffnungszeit: 7.15 – 14.15 Uhr
TSE Kindertagesstätte „Tausendfüßler“
Schwerpunkt Sprachliche Bildung
Plätze für 120 Kinder im Alter von 1 – 6 Jahren in 6 Gruppen
Öffnungszeit: 7.00 – 16.30 Uhr
TSE Familienzentrum „Villa Kunterbunt“
Plätze für 55 Kinder im Alter von 1 – 6 Jahren in 3 Gruppen
Das Recht eines jungen Menschen auf Förderung seiner Entwicklung und auf Erziehung zu einer eigenverantwortlichen und gemeinschaftsfähigen Persönlichkeit ist in § 1 Abs. 1 SGB VIII festgelegt.
Die Grundsätze der Förderung von Kindern in Kindertageseinrichtungen bestimmen sich nach § 22
SGB VIII. Ab 01.08.2013 besteht laut SGB VIII § 24 Abs. 2 ein Anspruch auf Förderung in einer Tageseinrichtung oder in der Kindertagespflege für Kinder zwischen einem und drei Jahren. Kinder, die das dritte Lebensjahr vollendet haben, haben bis zum Schuleintritt einen Anspruch auf Förderung in einer Tageseinrichtung (SGB VIII § 24 Abs. 3).
Landesrechtliche Regelungen ergänzen das Bundesrecht und regeln den Betrieb, die Finanzierung sowie den pädagogischen Auftrag von Kindertageseinrichtungen.
In Nordrhein-Westfalen ist seit dem 1. August 2008 das Kinderbildungsgesetz NRW, kurz „KiBiz“, in Kraft. Wichtigste Aussagen des KiBiz mit seinen Erweiterungen von 2010 und 2014:
Kindertageseinrichtungen haben einen eigenständigen Bildungs‑, Betreuungs- und Erziehungsauftrag. Die Entwicklung der Kinder wird dokumentiert.
Sprachliche Bildung sowie Inklusion von Kindern mit Behinderungen und die Unterstützung von Kindern aus benachteiligten Familiensystemen sind wesentliche Aufgaben der Kindertageseinrichtungen und werden zusätzlich finanziell gefördert.
Familienzentren tragen mit zusätzlichen Bildungs- und Betreuungsangeboten sowie mit vernetzten Hilfen zur Unterstützung der Familien im Einzugsgebiet bei.
Die Beteiligung von Kindern am Geschehen in der Kindertageseinrichtung (Partizipation) gehört seit 2014 zu den konzeptionellen Aufgaben.
Das Platzangebot soll sich am Bedarf der Eltern orientieren. Es werden drei unterschiedliche Betreuungszeiten angeboten: je maximal 25, 35 oder 45 Stunden pro Woche. Das Angebot an Betreuungsplätzen für Kinder unter drei Jahren wird schrittweise ausgebaut.
Für jeden belegten Platz wird eine sogenannte Kindpauschale gezahlt. Mit der Summe der Pauschalen muss der Träger alle anfallenden Kosten in der Kindertageseinrichtung bezahlen.
Das KiBiz regelt, welches Personal zur Betreuung der Kinder mindestens tätig sein muss (Vereinbarung zu den Grundsätzen über die Qualifikation und den Personalschlüssel). Darüber hinaus wird über besondere Pauschalen für einzelne besondere Aufgabenbereiche eine gezielte Erhöhung der Personalstunden geregelt (U3-Pauschale, Mittel für Sprachförderung, PLUS-Kita, Familienzentrum, Verfügungspauschale). Dem Träger ist es freigestellt, weiteres Personal zu beschäftigen (sofern die Pauschalen dafür ausreichend sind).
Eltern finanzieren die Kosten der Kindertagesbetreuung in einer Stadt/ Gemeinde mit ihrem Elternbeitrag zu einem Drittel mit.
In den TSE-Kindertageseinrichtungen erfolgt frühkindliche Bildung auf der Grundlage des § 13 KiBiz sowie der Bildungsgrundsätze NRW und der darin formulierten Bildungsbereiche. Bestehende Bildungskonzepte werden entsprechend weiter entwickelt und aktuellen pädagogischen Erkenntnissen angepasst. Der Ausgangspunkt für die Gestaltung der pädagogischen Arbeit in den TSE-Kindertageseinrichtungen liegt in den Kompetenzen, Interessen und Bedürfnissen des einzelnen Kindes. Das Familiensystem und mit ihm der kulturelle Hintergrund des Kindes werden in den Blick genommen und in die pädagogische Arbeit mit einbezogen.
4.1. Pädagogische Zielsetzung
In den TSE-Kindertageseinrichtungen steht das Kind mit seiner Familie im Mittelpunkt der pädagogischen Arbeit. Die frühkindliche Bildung der Kinder in alltäglichen Strukturen, in Projekten und besonderen jahreszeitlichen Angeboten ist die Grundlage für eine gelingende Entwicklung. Kinder kommen bereits mit vielfältigen Kompetenzen in die Kindertageseinrichtung; diese gilt es zu fördern und zu entwickeln, um durch vielseitige Anregungen zu einer Erfahrungs- und Kompetenzerweiterung bei den Kindern beizutragen. Eine dem einzelnen Kind zugewandte und das Kind ernst nehmende Haltung bildet die Grundlage des pädagogischen Handelns.
Dem Leben in der Gemeinschaft und der Verortung im lokalen Gefüge der Stadt Wetter (Ruhr) kommt eine große Bedeutung zu. Kinder sollen sich in den TSE-Kindertageseinrichtungen wohl fühlen und im Miteinander soziale Kompetenzen erwerben können: eine eigene Meinung entwickeln und vertreten, sich für andere einsetzen und sich als Teil einer Gemeinschaft erfahren. Eltern und Fachkräfte sollen für Kinder wahrnehmbar zusammenwirken. Durch Ausflüge und Vernetzung sowie einbeziehende Elternarbeit erfahren Kinder das Eingebunden-Sein in ihr Umfeld, ihre Wohnsiedlung, ihren Stadtteil.
4.2. Eingewöhnung
In jeder TSE-Kindertageseinrichtung wurde ein spezifisches Konzept zur Eingewöhnung neuer Kinder entwickelt, dass sich an der Altersstruktur sowie den besonderen Gegebenheiten der Einrichtung orientiert und die individuellen Bedürfnisse der Kinder und deren Familien berücksichtigt. Die Eingewöhnung wird als Prozess des Übergangs verstanden, dem eine große Bedeutung für das Kind und seine Eltern, aber auch für die betreuenden Fachkräfte zukommt.
4.3. Bildungsdokumentation
In den Kindertageseinrichtungen des TSE wird die Entwicklung der Kinder mit Hilfe der „Leuvener Engagiertheits-Skala“ dokumentiert. Diesem System liegt die Annahme zu Grunde, dass ein Kind sich aktiv entwickelt, wenn es sich emotional wohlfühlt und engagiert bei der Sache ist. Daraus ergibt sich für die Fachkräfte die Aufgabe, Bedingungen zu entwickeln, die dem einzelnen Kind optimale Möglichkeiten der Weiterentwicklung bieten. Die Eltern stimmen der Durchführung der Entwicklungsdokumentation zu und erhalten diese vor der Einschulung ausgehändigt.
Jedes Kind dokumentiert mit Begleitung der Fachkräfte seine eigene Entwicklung in einer „Portfolio-mappe“. Diese nimmt das Kind am Ende der Kindergartenzeit mit.
4.4. Alltagsintegrierte Sprachbildung
Jede TSE-Kindertageseinrichtung hat ein Konzept zur alltagsintegrierten Sprachbildung gemäß § 13 c KiBiz entwickelt, welches die Altersstruktur und die besonderen Bedürfnisse der Kinder in der Einrichtung berücksichtigt. Die sprachliche Entwicklung wird mit den Dokumentationsbögen „Liseb“, „Seldak“ und „Sismik“ begleitet.
Die TSE-Fachkräfte werden in Teamfortbildungen für die alltagsintegrierte Sprachbildung qualifiziert. Zwei TSE-Kindertageseinrichtungen weisen als Schwerpunkteinrichtungen für Sprachliche Bildung einen besonders hohen Fortbildungsstandard auf.
4.5. Beteiligung von Kindern/ Partizipation
Die Kinder und ihre Beteiligung am Tagesablauf stehen im Mittelpunkt der TSE-Kindertageseinrichtungen. Der TSE fühlt sich demokratischen Werten und Rechten verpflichtet und achtet Kinderrechte. In Fortbildungsveranstaltungen wurden gemeinsam mit den Fachkräften Grundzüge der Partizipation von Kindern gemäß § 13 Abs. 6 KiBiz erarbeitet. Auf dieser Grundlage hat jedes TSE-Team ein spezifisches Konzept der Beteiligung von Kindern entwickelt, welches die Altersstruktur, konzeptionelle und Ressourcen bezogene Besonderheiten der jeweiligen Einrichtung einbezieht.
4.6. Übergang Kita/ Grundschule
Die Bedeutung von Übergängen im Leben von Kindern wird in den TSE-Kindertageseinrichtungen als wesentlich für die kindliche Entwicklung wahrgenommen. Die Kooperation mit den Grundschulen und eine positive Begleitung der Schulanfänger stellen seit vielen Jahren einen Pfeiler der pädagogischen Arbeit dar. Eine verbindliche Kooperationsvereinbarung auf kommunaler Ebene zwischen Kindertageseinrichtungen und Grundschulen ist im Prozess; diese wird individuelle Absprachen zwischen Kita und Schule erweitern und auf eine neue Grundlage stellen. Die gute Praxis von gegenseitigen Hospitationen und gemeinsamer Begleitung von Schulanfängern wird fortgeführt.
Für die Begleitung der Schulanfängerkinder im letzten Kindergartenjahr hat jede TSE-Kindertageseinrichtung in ihrem Konzept besondere Schwerpunkte gesetzt, die sich auch in guten Traditionen der Einrichtungen begründen.
4.7. Kinderschutz
Der TSE hat mit dem Fachdienst Jugend der Stadt Wetter (Ruhr) eine Vereinbarung nach §§ 8a Abs.4 und 72 a SGB VIII abgeschlossen. Alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des TSE müssen vor Einstellung ein erweitertes Führungszeugnis vorlegen.
Der Schutz von Kindern und die Unterstützung von Eltern zur Vermeidung von Kindeswohlgefährdung stellen für den TSE eine bedeutsame Aufgabe dar. Die Fachkräfte in den TSE-Kindertageseinrichtungen wurden in einer Gesamtfortbildung zum Verfahren im Umgang mit prekären Situationen und Kindeswohlgefährdung geschult. Ein schriftliches Konzept zum Verfahren und zur Dokumentationspflicht beim Verdacht der Kindeswohlgefährdung liegt in allen TSE-Einrichtungen vor und wird von den Leiterinnen in den Teams regelmäßig besprochen und ggfs. aktualisiert. Eine Mitarbeiterin des TSE ist als Fachkraft für Kinderschutz ausgebildet, weitere werden folgen. Als „insofern erfahrene Fachkräfte“ stehen die Mitarbeiter der GVS – Erziehungs- und Familienberatungsstelle Wetter/ Herdecke im Rahmen der Kooperation sowie die Mitarbeiterinnen des TSE aus dem Bereich Ambulante Kinder- und Jugendhilfe zur Verfügung.
Personal/ Qualifizierung und Weiterbildung
In allen TSE-Kindertageseinrichtungen sind ausschließlich pädagogische Fach- und Ergänzungskräfte entsprechend der Personalvereinbarung KiBiz § 26 Abs.3 Nr. 3 (Vereinbarung zu den Grundsätzen über die Qualifikation und den Personalschlüssel) beschäftigt.
Die personelle Besetzung in den TSE-Kindertageseinrichtungen orientiert sich an den Vorgaben des KiBiz Anlage zu § 19 und wird jährlich dem aktuellen Bedarf entsprechend überprüft und angepasst.
Alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter verfügen über Fachausbildungen als Erzieherin/ Erzieher bzw. Kinderpflegerin/ Kinderpfleger und werden regelmäßig in Fortbildungen fachlich geschult und weiter gebildet. Einige Leiterinnen sind als Fachwirtin für Erziehungswesen sowie als Diplom Sozialpädagogin zusätzlich qualifiziert. In den vergangenen Jahren haben sich zwei Kinderpflegerinnen des TSE in berufsbegleitenden Bildungsgängen zur Erzieherin weiter qualifiziert. Einzelne Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben sich zu Fachthemen spezialisiert: Fachkräfte für die sprachliche Bildung, Fachkraft für Kinderschutz, Fachkräfte für literarische Bildung, Fachkräfte für Inklusion; in dieser Funktion nehmen sie auch an themenspezifischen lokalen Arbeitskreisen teil. Um zukünftige Fachkräfte auszubilden hat der TSE Stellen für Erzieherinnen und Erzieher im Anerkennungsjahr geschaffen.
Einmal jährlich werden alle Mitarbeiterinnen/ Mitarbeiter zu einem aktuellen pädagogischen Thema gemeinsam geschult. Darüber hinaus sichern regelmäßige Zielvereinbarungsgespräche mit allen pädagogischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern die qualitative Weiterentwicklung des Fachpersonals.
In den TSE-Kindertageseinrichtungen finden zweimal jährlich zur Weiterentwicklung von pädagogischer Qualität Konzeptionstage im Team statt. Die Leiterinnen der TSE-Kindertageseinrichtungen arbeiten in der monatlichen Dienstbesprechung mit der Geschäftsführung an der Ausgestaltung wesentlicher gemeinsamer Ziele und Aufgaben.
In den Tageseinrichtungen des TSE wird nicht nur das Kind, sondern mit erweitertem Blick auch die Familie des Kindes als bedeutsam wahrgenommen. Erziehungspartnerschaft im Sinne von § 9 KiBiz ist die Basis für eine gelingende Teilhabe auch von Eltern an den Prozessen in der Kindertagesstätte. Eltern sind in den Einrichtungen des TSE willkommen; sie finden dort mit ihren Fragen Gehör und im Bedarfsfall kompetente Beratung und Unterstützung in Erziehungsfragen. Eltern und Fachkräfte tauschen sich im jährlich stattfindenden Entwicklungsgespräch über das Kind aus.
Die Mitarbeit in den Elternbeiräten wird gefördert und positiv unterstützt. Darüber hinaus ist die vielfältige Beteiligung von Eltern in den TSE-Kindertageseinrichtungen erwünscht: Hospitationen, das Einbringen besonderer Fertigkeiten in Form von Projekten, Mitgestaltung bei Festen und Ausflügen.
Kritik von Elternseite wird in den Einrichtungen des TSE sehr ernst genommen und entsprechend der Dringlichkeit und Bedeutung in Gesprächen auf der Basis lösungsorientierter Konzepte aufgearbeitet. Kritik leistet im Verständnis des TSE einen wesentlichen Beitrag zur Qualitätsüberprüfung und Qualitätsverbesserung.
Die Vernetzung mit lokalen Kooperationspartnern ist ein bedeutender Bestandteil der pädagogischen Arbeit in den Kindertageseinrichtungen des TSE und in den jeweiligen Einrichtungskonzepten verankert. Wesentliche Kooperationspartner sind
Fachdienst Jugend der Stadt Wetter (Ruhr) mit den Bereichen Fachberatung für Kindertageseinrichtungen, Bezirkssozialarbeit, Kindertagespflege, Frühe Hilfen
Grundschulen im Einzugsgebiet
GVS – Erziehungs- und Familienberatungsstelle
Bereichspolizist.
Die TSE-Familienzentren sowie die Einrichtungen mit besonderen Schwerpunkten erweitern die Zusammenarbeit mit spezifischen Kooperationspartnern, z.B. therapeutischen Praxen, Kinderärzten, dem Kommunalen Integrationsbüro, dem Offenen Ganztag der Grund- und Förderschulen und Akteuren der Erwachsenenbildung oder Gesundheitserziehung.
Alle Einrichtungen des TSE arbeiten eng mit Berufskollegs und Fachschulen zusammen, um zukünftige Fachkräfte praktisch auszubilden und zu qualifizieren.
Die qualitative Weiterentwicklung der Kindertageseinrichtungen ist eine zentrale Aufgabe des TSE als Träger. Die TSE-Kindertageseinrichtungen evaluieren und entwickeln die Qualität ihrer Angebote und Prozesse mit Hilfe des Qualitätsmanagementsystems „PQ-Sys® KiQ“ des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes NRW. Neun praxisnah ausgerichtete Qualitätsmodule unterstützen die Selbstevaluation in den wichtigsten Aufgabenbereichen. Sie begleiten die Prozesse der Standortbestimmung, der Reflektion und Neuausrichtung von Zielen und Festlegung von Maßnahmen zur Weiterentwicklung der pädagogischen Arbeit.
Mit Hilfe des QM-Instrumentes werden im aktuellen Prozess Trägerstandards für die TSE-Kindertageseinrichtungen erarbeitet. Die Trägeraufgaben werden in einer paritätisch besetzten, spezifischen Arbeitsgruppe (Vorstand, Geschäftsführung, Gremien, Mitarbeiterinnen/ Mitarbeiter) regelmäßig evaluiert und weiterentwickelt.

References: § 1
 § 22
 § 24
 § 24
 § 13
 § 13
 § 13
 § 26
 § 19
 § 9