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Timestamp: 2020-07-07 10:35:04+00:00

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Grundvermögen - NWB Datenbank
Dokument Grundvermögen
I. Definition des Grundvermögens
Das Grundvermögen – als Begriff des Bewertungsrechts nicht deckungsgleich mit „Grundbesitz” und „Grundstück” – ist eine der vier bewertungsrechtlichen Vermögensarten (§ 18 Nr. 2 BewG). Abzugrenzen ist es gemäß § 68 BewG von dem land- und forstwirtschaftlichen Vermögen (§ 18 Nr. 1 BewG) sowie dem Betriebsvermögen (§ 18 Nr. 3 BewG). Der Abgrenzung kommt insofern Bedeutung zu, als die Bewertung nach unterschiedlichen Wertermittlungsmethoden erfolgt. Die Bewertung des Grundvermögens erfolgt für Zwecke der Erbschaft- und Schenkungsteuer, Vermögensteuer, Grunderwerbsteuer und Gewerbesteuer im Rahmen einer Bedarfsbewertung sowie der reformbedürftigen Grundsteuer im Rahmen der Einheitsbewertung.
Ramb, Neubewertung der Grundstücke im Grundvermögen, NWB 18/2020 Seite 1356
Stöckel, Kann ein Gebäude gleichzeitig Neubau und Altbau sein?, NWB 19/2017 S. 1441
Eisele, Reform der Grundsteuer Teil I: Grundvermögen - Neuausrichtung bei Bewertungsziel und Bewertungsverfahren, NWB 32/2016 S. 2410
Eisele, Reform der Grundsteuer Teil II: Grundvermögen in Sonderfällen/Land- und forstwirtschaftliches Vermögen/Gesetzgebungskompetenz, NWB 33/2016 S. 2486
Zum Grundvermögen gehören gemäß § 68 Abs. 1 BewG:
der Grund und Boden, die Gebäude, die sonstigen Bestandteile und das Zubehör (Grundstück),
das Wohnungseigentum,
das Teileigentum,
das Wohnungserbbaurecht ,
das Teilerbbaurecht nach dem Wohnungseigentumsgesetz,
soweit es nicht land- und forstwirtschaftliches Vermögen (§ 33 BewG) ist und
soweit es nicht Betriebsgrundstück ist (§ 99 BewG)
Nicht dazu gehören gemäß § 68 Abs. 2 BewG die Betriebsvorrichtungen, auch wenn sie wesentliche Bestandteile oder Scheinbestandteile des Grundstücks sind, und die Mineralgewinnungsrechte.
Zu der Abgrenzung des Grundvermögens und dabei insbesondere der Gebäude und Gebäudeteile von den Betriebsvorrichtungen hat die Verwaltung erneut mit gleichlautendem Ländererlass vom 5.6.2013 ausführlich Stellung genommen.
Die Abgrenzung des Grundvermögens vom land- und forstwirtschaftlichen Vermögen richtet sich nach § 69 BewG. Konkretisierungen durch die Rechtsprechung liegen vor.
Wie im bürgerlichen Recht werden Grundstück und Gebäude zu einer Einheit zusammengefasst und gemeinsam als eine Einheit bewertet. Über § 2 BewG ist für die Bestimmung der wirtschaftlichen Einheit die Verkehrsanschauung maßgebend. Insbes. darf nach § 2 Abs. 2 BewG nur solcher Grundbesitz zu einer wirtschaftlichen Einheit zusammengefasst werden, der demselben Eigentümer gehört - Grundsatz des einheitlichen Eigentums.

References: § 68
 § 68
 § 68
 § 69
 § 2
 § 2