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Timestamp: 2019-04-19 17:34:12+00:00

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BGH, 21.11.2013 - IX ZR 52/13 - dejure.org
InsO § 81 Abs. 1 Satz 1, § 82 Satz 1, § 24 Abs. 1, § 21 Abs. 2 Satz 1 Nr. 2; BGB § 812 Abs. 1 Satz 1
§ 21 Abs 2 S 1 Nr 2 InsO, § 24 Abs 1 InsO, § 81 Abs 1 S 1 InsO, § 82 S 1 InsO, § 812 Abs 1 S 1 BGB
Insolvenzeröffnungswirkung: Kondiktionsanspruch des vorläufigen Insolvenzverwalters wegen durch den Insolvenzschuldner nach Anordnung eines Zustimmungsvorbehalts veranlasster Banküberweisung
Rückgewähranspruch des Insolvenzverwalters hinsichltich einer Überweisung des Schuldners; Folgen eines Abschlusses des Überweisungsvertrages nach Erlass des Zustimmungsvorbehalts
Rückabwicklung einer Zahlung aufgrund Anweisung der gutgläubigen Bank durch den Insolvenzschuldner nach Anordnung eines Zustimmungsvorbehalts
Kondiktionsanspruch der Masse gegen den Zahlungsempfänger, wenn der Schuldner nach Erlass eines Zustimmungsvorbehalts mit seiner Bank einen Überweisungsvertrag schließt und diese die Leistung bewirkt
InsO §§ 81, 82, 24, § 21 Abs. 2 Satz 1 Nr. 2; BGB § 812
Zum Bereicherungsanspruch bei Abschluss eines Überweisungsvertrags nach Erlass eines Zustimmungsvorbehalts
Kondiktion einer vom Schuldner trotz Zustimmungsvorbehalt veranlassten Überweisung
Abschluss eines Überweisungsvertrags nach Erlass eines Zustimmungsvorbehalts - Bereicherungsanspruch entsprechend den für Dreiecksverhältnisse geltenden allgemeinen Grundsätzen als Leistungskondiktion
Bereicherungsanspruch bei Abschluss eines Überweisungsvertrags nach Erlass eines Zustimmungsvorbehalts
InsO §§ 81, 82, 24, § 21 Abs. 2 Satz 1 Nr. 2; BGB § 812 Abs. 1 Satz 1 Fall 1
Abschluss eines Überweisungsvertrags mit dem Schuldner ohne die Zustimmung des vorläufigen Insolvenzverwalters; Zahlung der Bank § kann vom Insolvenzverwalter als rechtsgrundlose Zahlung kondiziert werden
Kurznachricht zu "Anmerkung zum Urteil des BGH vom 21.11.2013, Az.: IX ZR 52/13 (Bereicherungsanspruch bei Abschluss eines Überweisungsvertrags nach Erlass eines Zustimmungsvorbehalts)" von RA Dr. Anne Deike Riewe, original erschienen in: BB 2014, 271 - 273.
LG Frankfurt/Main, 15.08.2012 - 18 O 37/12
OLG Frankfurt, 01.02.2013 - 4 U 208/12
NJW 2014, 547
ZIP 2013, 943
ZIP 2014, 32
MDR 2014, 113
NZI 2014, 156
WM 2014, 21
BB 2014, 271
DB 2014, 237
NZG 2014, 549
Ein vereinbarter Vorbehalt der Rückforderung - hier in Gestalt erfolgreicher Inanspruchnahme des PayPal-Käuferschutzes - stünde der Erfüllungswirkung schon von Anfang an entgegen, weil diese nicht nur vorläufig eintreten kann (BGH…, Urteil vom 27. Juni 2008 - V ZR 83/07, WM 2008, 1703 Rn. 26;… MünchKommBGB/Fetzer, aaO Rn. 25a; Hadding, WM 2014, 97 f.; jeweils mwN), sondern regelmäßig als objektive Folge der Leistungsbewirkung (Theorie der realen Leistungsbewirkung), ohne dass es weiterer Umstände bedarf (…vgl. BGH, Urteile vom 21. April 2015 - XI ZR 234/14, BGHZ 205, 90 Rn. 13; vom 21. November 2013 - IX ZR 52/13, NJW 2014, 547 Rn. 21;… vom 20. Juli 2010 - XI ZR 236/07, aaO Rn. 25).
BGH, 13.03.2014 - IX ZR 147/11
Insolvenzeröffnungswirkung: Unwirksamkeit einer Leistungsbestimmung des …
Der Empfängerhorizont des Zahlungsempfängers kann die fehlende wirksame Tilgungs- und Zweckbestimmung nicht ersetzen (BGH, Urteil vom 20. März 2001 - XI ZR 157/00, BGHZ 147, 145, 151 mwN;… vom 21. Januar 2010 - IX ZR 226/08, WM 2010, 473 Rn. 13; vom 21. November 2013 - IX ZR 52/13, WM 2014, 21 Rn. 17).
In diesem Fall findet der Bereicherungsausgleich zwischen dem scheinbar Leistenden, hier dem Insolvenzschuldner, und dem Gläubiger statt (BGH…, Urteil vom 4. November 1997, aaO S. 95;… vom 20. März 2001, aaO S. 149;… Palandt/Grüneberg, aaO § 267 Rn. 3; vgl. auch BGH, Urteil vom 21. November 2013, aaO Rn. 11;… MünchKomm-BGB/Krüger, 6. Aufl. § 267 Rn. 23).
Sie erfordert deshalb die uneingeschränkte Verfügungsbefugnis des Schuldners (BGH, Urteil vom 21. November 2013, aaO Rn. 21).
Es werden auch verfügungsähnliche Geschäfte erfasst (BGH, Urteil vom 21. November 2013, aaO mwN;… Uhlenbruck, InsO, 13. Aufl. § 81 Rn. 2 f).
So steht der Insolvenzmasse im Dreipersonenverhältnis ein Bereicherungsanspruch gegen den Empfänger einer Leistung zu, wenn es sich dabei zwar aufgrund einer wirksamen Anweisung um eine Leistung des Schuldners handelt, diese der Masse gegenüber jedoch nach § 81 InsO mangels einer wirksamen Erfüllungszweckbestimmung unwirksam ist und darum an einem Mangel im Valutaverhältnis leidet (BGH, Urteil vom 21. November 2013 - IX ZR 52/13, WM 2014, 21 Rn. 21).
Dies käme nur in Betracht, wenn es sich bei der Abtretung der Grundschuld durch den bisherigen Gläubiger an den neuen Gläubiger um eine insolvenzrechtlich wirksame Leistung des Schuldners handelte, die der Masse gegenüber jedoch nach § 81 InsO mangels einer wirksamen Erfüllungszweckbestimmung unwirksam ist und darum an einem Mangel im Valutaverhältnis leidet (BGH, Urteil vom 21. November 2013 - IX ZR 52/13, WM 2014, 21 Rn. 21).
Die Erfüllung nach § 362 BGB tritt regelmäßig als objektive Folge der Leistungsbewirkung ein, ohne dass es weiterer Umstände, insbesondere einer dahingehenden Vereinbarung, bedürfte (BGH…, Urteil vom 20. Juli 2010 - XI ZR 236/07, BGHZ 186, 269 Rn. 25; vom 21. November 2013 - IX ZR 52/13, WM 2014, 21 Rn. 21;… vom 21. April 2015 - XI ZR 234/14, BGHZ 205, 90 Rn. 13;… MünchKomm-BGB/Fetzer, 7. Aufl., § 362 Rn. 7).
OLG Schleswig, 29.06.2016 - 9 U 22/16
Bereicherungsrechtliche Rückabwicklung eines nach Eröffnung des …
Mit Urteil vom 21. November 2013 (IX ZR 52/13, ZIP 2014, 32) hat der Bundesgerichtshof entschieden, dass sich der Bereicherungsausgleich in Konstellationen der vorliegenden Art nach den für Dreiecksverhältnisse allgemein geltenden Grundsätzen vollzieht (BGH, Urteil vom 21. November 2013, aaO Rn. 12 ff).
Zwischen letzteren beiden besteht keine bereicherungsrechtliche Leistungsbeziehung, weil die durch die Bank getroffene Zweckbestimmung dahin geht, an den anweisenden Kontoinhaber aus dem Girovertrag zu leisten, nicht aber eine Leistung im Rechtssinne an den Empfänger des Überweisungsbetrags zu erbringen (BGH, Urteil vom 21. November 2013, aaO Rn. 16 mwN).
Vielmehr kann bei einem derartigen Sachverhalt die Bank einen Bereicherungsausgleich unmittelbar gegenüber dem Überweisungsempfänger geltend machen (BGH, Urteil vom 21. November 2013, aaO Rn. 17 mwN).
Führt die Bank die Überweisung - wie hier - in Unkenntnis der Verfahrenseröffnung aus, wird sie bei Zahlung aus einem Guthaben des Schuldners an den Empfänger gemäß § 82 Satz 1 InsO gegenüber der Masse von ihrer Verbindlichkeit befreit (…HK-InsO/Kayser, 8. Aufl., § 82 Rn. 27;… Uhlenbruck/Mock, InsO, 14. Aufl., § 82 Rn. 41;… differenzierend MünchKomm-InsO/Ott/Vuia, 3. Aufl., § 82 Rn. 21; vgl. BGH…, Urteil vom 15. Dezember 2005 - IX ZR 227/04, ZIP 2006, 138 Rn. 11; vom 21. November 2013, aaO Rn. 9, jeweils für eine nach Anordnung des Zustimmungsvorbehalts veranlasste Überweisung).
Eine solche Erfüllungszweckbestimmung kann der Schuldner nach Eröffnung des Insolvenzverfahrens über sein Vermögen gemäß nicht mehr wirksam treffen (§ 81 Abs. 1 Satz 1 InsO), weshalb es für seine Leistung im Valutaverhältnis an einem Rechtsgrund fehlt (BGH, Urteil vom 21. November 2013, aaO Rn. 20 f).
a) Gemäß § 362 Abs. 1 BGB tritt nach der Theorie der realen Leistungsbewirkung die Erfüllungswirkung als objektive Folge der Leistungsbewirkung ein (BGH 21. November 2013 - IX ZR 52/13 - Rn. 21 mwN) .

References: § 81
 § 82
 § 24
 § 21
 § 812

§ 21
 § 24
 § 81
 § 82
 § 812
 § 21
 § 812
 § 21
 § 812
 BGH 
 § 267
 § 267
 § 81
 § 81
 § 81
 § 362
 § 362
 § 82
 § 82
 § 82
 § 82
 § 362