Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=VGH%20Baden-W%FCrttemberg&Datum=11.03.1992&Aktenzeichen=6%20S%20139/91
Timestamp: 2018-11-14 12:21:17+00:00

Document:
VGH Baden-Württemberg, 11.03.1992 - 6 S 139/91 - dejure.org
Vertriebenenausweis - bestimmender Wohnsitz - maßgeblicher Bekenntniszeitpunkt für nichtjüdische Ehegatten jüdischer Volkszugehöriger in Litauen und Sowjetunion
§ 1 Abs 1 S 2 BVFG, § 1 Abs 1 S 3 BVFG, § 1 Abs 2 Nr 3 BVFG, § 2 Abs 2 BVFG, § 6 BVFG
VG Stuttgart, 17.10.1990 - 17 K 1721/90
Das hat der erkennende Gerichtshof bereits in seinem Urteil vom 11.3.1992 - 6 S 139/91 - ausgesprochen.
Deutsche Volkszugehörigkeit; ehemalige Sowjetunion; Spätgeborene, …
Dieser Ausschlußtatbestand gilt auch für "Spätgeborene", wenn ihn deren Eltern oder Großeltern oder der prägende Eltern- oder Großelternteil erfüllen (BVerwGE 51, 298, 309; BVerwG, Beschl. v. 05.02.1990, Buchholz 412.3, Nr. 63 zu § 6 BVFG; Senatsurt. v. 11.03.1992 - 6 S 139/91 -).
Er besagt, daß jede Wohnsitznahme im Vertreibungsgebiet nach dem 08.05.1945 zum Ausschluß des Vertriebenenstatus führt, ausgenommen nur im Falle der vorhergehenden Vertreibung und Rückkehr bis zum 31.03.1952 (BVerwGE 55, 40, 45; Senatsurt. v. 11.03.1992 - 6 S 139/91 - u. v. 26.06.1991 - 6 S 346/91 -).
Maßgeblicher Zeitpunkt für das Vorliegen eines Bekenntnisses zum deutschen Volkstum ist in der UdSSR die Zeit vor dem Beginn des deutschen Angriffs am 22.06.1941 (Senatsurt. v. 11.03.1992 - 6 S 139/91 -).

References: § 1
 § 1
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 § 2
 § 6
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