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Timestamp: 2018-02-20 22:01:11+00:00

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Erwebsminderungsrente - § 109 Gutachten - Erwerbslosen Forum Deutschland (ELO-Forum)
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Hallo, bin Frischling hier und hätte mal eine Frage, vieleicht kennt sich jemand aus oder hat Erfahrung.
Also ich befinde mich seit fast 4 Jahre im Klage verfahren wegen Erwerbsminderungsrente. Der übliche Weg , Antrag -Ablehnung-Widerspruch- Ablehnung und jetzt vor dem Sozialgericht. Nach mehreren Gutachten durch BFA und danach vom Sozialgericht , die für mich nicht unbedingt positiv ausfielen ( jeder Gutachter machte seins und verwies auf den nächsten ) fand jetzt ein Gutachten nach § 109 statt (zahlt zum Glück die RS - Vers.). In diesem wiedersprach der Gutachter und widerlegte alle Vorgutachten in absoluter Fachlicher Art und Weise(sogar mit Fachlichen anerkannten Testen usw.)und kam zu der Beurteilung, nicht wie zuvor , mehr als 6 Std. leichte Tätigkeit...., sondern nur noch max. 2 Std. Tgl. und diese auch nur mit Einschränkungen und ohne Aussicht auf Besserung ( volle Erwerbsminderung). Habe heute die Kopie dieses Gutachten vom Gericht zur Kenntnissnahme erhalten, mit dem Hinweis das der Deutsche Rentenversung Bund zur Stellungnahme aufgefordert wurde. Mein Rentenberater meinte er erwarte nun eigentlich die Zustimmung vom Rententräger. Meine Frage ist nun : welche Gewichtung hat dieses Gutachten zur Entscheidung beim Sozialgericht?
Kennt sich da jemand aus ? bin für jede Antwort dankbar.
Bitte Schreibfehler entschuldigen aber die letzten 4 Jahre haben mir den Rest gegeben. :mued: gruss megman
02.11.2006, 11:15 #2
meines Wissens wird es als Parteiengutachten gewertet und kann ggf. vom Gericht "zerlegt" werden.
Allerdings sehen sich die Gerichte meist als med. Laien, also würde ich abwarten inwieweit das Gericht es für schlüssig hält.
Soweit ich weiss kann § 109 nur einmal verwendet werden, d.h. in 2. Instanz dann ggf. nicht mehr :-(
02.11.2006, 11:48 #3
vielen Dank ,erstmal aber das macht ja nicht gerade Hoffnung, aber müssten dann die Gutachten der Bfa nicht auch als Parteiengutachten angesehen werden ? :icon_kinn: megman
02.11.2006, 13:07 #4
für meinen Geschmack schon, deshalb ermittelt das Gericht ja dann anhand eines eigenen Gutachtenauftrags.
Sollte dieses gegen einen sprechen, muss man dass erschüttern - dafür § 109.
Fragt sich halt immer wann der günstigste Zeitpunkt dafür ist, da man sonst ggf. in der 2. Instanz in Argumentationsnot geraten kann ...
Drücke trotzdem die Daumen ...
Auf mehrmaliges Fragen, ob ich denn mit rein könne,: „Nein, ich möchte mich gern mit ihrer Frau allein unterhalten“.
Hätten wir eigentlich drauf bestehen können, dass ich mit dabei bin? :icon_kinn:
Hi megman,
danke für die Nachricht. ;)
06.11.2006, 21:19 #6
Genau an dieser Textstelle bin ich bei deinem vorherigen Thread hängengeblieben...
06.11.2006, 22:26 #7
hätten wir nun darauf bestehen können?
Das ist in den Merkblättern hier: http://www.rentenburo.de/index0.html auch nicht zu erlesen. Aber die Seite ist gut.
Ich konnte jedenfalls erlesen, dass sich der "Gutachter" nicht korrekt verhalten hat.
Die Gutachter werden von der jeweiligen Behörde bezahlt. Bei solchen Terminen können Sie viel falsch machen und Sie sind dort meist allein. Manchmal darf der Ehe- oder Lebenspartner dabeisein oder auch ein Dolmetscher. Diese Personenkreise wissen aber meist auch nicht welche Fehler gemacht werden können. Eine Begleitperson muss nicht zugelassen werden, es liegt im Ermessen des jeweiligen Gutachters. Der Gutachter muss sich seine eigene unabhängige Meinung bilden, dies wird vom Gesetzgeber so verlangt. Bei der Meinungsbildung müssen Sie den Gutachter (schon aus eigenem Interesse) nach allen Kräften unterstützen. Die Meinung des Gutachters stimmt allerdings gelegentlich nicht mit der Meinung des zu Begutachtenden überein. Ungenauigkeiten oder Fehler dürfen aber nicht passieren. Deshalb ist es zweckmäßig den Gesprächsverlauf genau zu registrieren und unmittelbar nach dem Gutachtenstermin in Form von Notizen zu dokumentieren, damit nichts in Vergessenheit gerät. Auch den allgemeinen Eindruck, den Sie beim Termin gewonnen haben sollten Sie festhalten. Sind Sie z. B. auf einschüchternde Art empfangen worden, war der Gutachter gut vorbereitet, hat er Sie ausreden lassen, hat er Ihnen unberechtigte Vorwürfe gemacht (z.B. Simulant), ist er mit Ihrem Krankheitsbild nach Ihrem Eindruck vertraut gewesen, war er über Ihre persönliche gesundheitliche Situation informiert, hat sich der Gutachter Zeit genommen für Sie, hat er zugehört, oder war die ganze Untersuchung schon nach 20 Minuten vorbei, wie war der zeitliche Ablauf, hat sich der Gutachter in der Art geäußert, dass eine Voreingenommenheit vermutet werden kann (In Ihrem Alter bekommt man doch noch keine Rente) usw.
Echt, den kann man in die :tonne: treten. :dampf:
07.11.2006, 12:58 #8
ich gehöre auch zu den Begutachteten :mued:
In den letzten Jahren war es ingesamt 7x.
2x KV, 1x Arbeitsamt, 4x Rententräger.
Vorrangig bei den Begutachtungen ist ja niemald das Leiden oder die Beschwerden - wie sonst beim Arzt - sondern immer WAS und WIE man mit diesen Beschwerden noch arbeiten kann oder könnte.
Daher geht der Arzt auch in der gesamten Fragestellung ganz anders vor.
Es gibt bestimmte "Abfragemuster", die sich auch immer wiederholen.
Daher sollte man sich auch immer vorbereiten, sich persönliche Notizen anfertigen, die man dem Arzt dann auch noch einreichen kann bzw. der BfA.
Über den Gutachter oder sein Vorgehen kann man sich immer gegenüber der BfA auslassen, evtl sogar auch um einen anderen Gutachter bitten.
Manchmal ist ein Gutachter aber auch grottig schlecht, teilweise sogar fast unverschämt und am Ende schreibt er dann plötzlich doch FÜR den Patienten. Ist wirklich nicht so leicht zu durchschauen bei denen.
Das Gutachten lasst euch bitte von der BfA als Kopie übersenden. Es reicht dieses schriftlich bei der BfA anzufordern.
Nur so könnt ihr auch später dagegen vorgehen, wenn die Aufzeichnungen gar nicht mit den Schilderungen deiner Frau übereinstimmen oder ähnliches oder wenn ihr Widerspruch einlegen müsst, falls die Rente nicht gewährt wird.
mit dem § 109 habe ich keine Erfahrungen, aber ich denke, dass man darauf wohl erst ein einem Klageverfahren zurück greifen kann ?!
Da weiß ich zu wenig drüber muss ich sagen.
Der Bescheid kommt meist so 4-6 Wochen nach dem Gutachtertermin von der BfA. Also so war es immer bei mir.
07.11.2006, 19:07 #9
Hallo MissM.,
das nächste mal sind wir schlauer und besser vorbereitet.
Aber man hat wirklich das Gefühl, med. Gutachter sind Ärzte die Dank ihrer fehlenden Fachkompetenz auf Gutachteraufträge angewiesen sind. Ohne diese, könnten die in der freien Wirtschaft nicht überleben. :x
Wir haben jedenfalls der DRV (BfA) über unseren Eindruck der Untersuchung telefonisch in Kenntnis gesetzt. Die warten schon auf unsere Beurteilung.
10.11.2006, 19:45 #10
Erwerbsminderungsrente gutachten §109
sehe gerade das das hier von mir eröffnete Thema etwas abgeschweift ist ,es ging mir eigentlich um die Frage : ob jemand Erfahrung mit der Gewichtung eines solchen Gutachten n.§109 hat? danke erstmal an die treffenden Antworten ( den anderen bin ich auch nicht bös,nebenbei, war insgeammt auch schon bei 9 Gtachtern v. Bfa,AA,Sozialgericht und jetzt dieses nach eben §109) Tja sollte also noch jemand Erfahrug oder was über dieses spezielle Gutachten wissen, last es mich hören.
19.12.2006, 19:19 #11
Erwerbsminderungsrente - § 109
Hallo, wollte nur mitteilen das ich aufgrund des Gutachten nach §109 gestern vom DRVB über meinen Anwalt folgendes Vergleichsangebot erhalten habe. Volle Erwerbsminderung, unbefristet und 24 Mon. rückwirkend ,ohne Reha usw. :mrgreen: Nach Rücksprache mit Anwalt natürlich sofort angenommen,da die Argumentation vom Rententräger über die Rückwirkende Zeit ( eigentlich fast 4 Jahre) auf 24 Mon.sehr gut erklärt war. Für mich war also dieser § nach den vielen negativen Gutachten Gold wert und das Kämpfen und duchhalten hat sich gelohnt und die Nerven kommen wieder zur Ruhe (auch wenn mir meine Gesundheit lieber wäre). Aber jetzt kommen ja schon wieder die nächsten Fragen auf zb: Abschläge-BSG Urteil, Verrechnung Harz4 usw...
aber das im nächsten Jahr.
Ich wünsche euch allen trotz aller Probleme ein Frohes Fest und Kopf hoch
Gruss megman :daumen:
19.12.2006, 20:06 #12
Dein Kampf scheint sich gelohnt zu haben.
Ich denke schon, dass die Rente rückwirkend mit dem HartzIV verrechnet werden wird, vielleicht bleibt aber ein ÜBerhang ?!
Den müsstest du dann eigentlich ausgezahlt bekommen.
Wieviel Zeit hast du nun von den 24 Monaten noch in der Zukunft ? Kannst du erst einmal etwas Luft holen ?
20.12.2006, 18:41 #13
Erwerbsminderungsrente-§109 Gutachten
sicher wird Harz verrechnet und überhang im + bleibt auch, nur sind da ja noch die ganzen anderen Dinge zu klären , zb. Gutachterkosten sowie kosten des Rentenberaters usw. die ich ja tw. zurück bekomme aber dann wieder mit der Rs-Vers. abrechnen muss und vor allem noch die Sache mit dem BSG - Urteil der Abschläge bei Erwerbsminderung unter 60J. Aber das hat erstmal etwas Zeit da, die Rente unbefristet ist.
Doch das kommt erst im neuen jahr. :)
erwebsminderungsrente, gutachten

References: § 109
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