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Timestamp: 2019-03-19 17:50:18+00:00

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ApothekenCOACH | WIRTSCHAFTSMANAGEMENT : Steuerberater
Die Apotheker „To-do-Liste” vor Jahresende 2013!
von Steuerberater am 16.12.2013 in Steuerberatung
Wie jedes Jahr besteht für den steueroptimierten Apotheker die Möglichkeit die Steuerbelastung zu reduzieren. Der „Steuer-magistrale Eingriff“ muss mit ihrem Wirtschaftstreuhänder besprochen werden, damit auch die maximale Wirkungskraft realisiert werden kann.
Als erster Schritt kann für jeden Apotheker, welcher den Betrieb als Einzelunternehmer oder in Form einer Personengesellschaft betreibt der mögliche Gewinnfreibetrag abgesteckt werden. Dieser Gewinnfreibetrag kann in der Steuererklärung 2013 geltend gemacht werden – und das unabhängig welche Gewinnermittlungsart gewählt bzw. gesetzlich verpflichtend vorgegeben wird. Zahlenmäßig kann der Gewinnfreibetrag quasi als Betriebsausgabe in Höhe von bis zu 13% des laufenden Jahresgewinns erfasst werden, wenn bestimmte Vorgaben bzw. Auflagen erfüllt werden.
Als zweiter Schritt können eventuelle anstehende Investitionen vorgezogen werden. Die Folge für Investitionen in das Anlagevermögen wäre, dass die nach dem 30.06.2013 getätigten Ausgaben noch mit einer halben Jahres-Abschreibung zum Ansatz gebracht werden können. Somit kann dieser Schritt Einkommensteuervorteile für den Apotheker bringen.
Ein weiterer Schritt zur Steuerreduktion können Zahlungen für abzugsfähige Spenden sein. Spenden an bestimmte Forschungseinrichtungen und der Erwachsenenbildung dienende Lehreinrichtungen sowie an Universitäten können bis zu einem Maximalbetrag von 10% des Gewinnes des laufenden Wirtschaftsjahres als Betriebsausgabe gewinnmindernd abgezogen werden. Zusätzlich und betragsmäßig unbegrenzt können auch Geld- und Sachspenden, die mit der Hilfestellung bei Katastrophenfällen zusammenhängen, geltende gemacht werden. Es muss jedoch nachgewiesen werden, dass diese Spende auch der Werbung diente. Auch Spenden für mildtätige Zwecke sind als Betriebsausgabe für den Apotheker steuerlich absetzbar. Wesentlich ist, dass die Spenden empfangende Organisation in der BMF-Liste aufscheint. Hier ist für den Apotheker darauf zu achten, dass betriebliche und private Spenden zusammen das Maximum von 10% des Gesamtbetrages der Einkünfte nicht überschreiten dürfen.
Ausbildungskosten vom Apotheker für Apothekenmitarbeiter
von Steuerberater am 19.11.2013 in Personal
Der OGH (Oberste Gerichtshof) hat diesen Begriff für Apotheker jüngstens genau präzisiert. Ausbildungskosten sind die vom Apotheker tatsächlich aufgewendeten Kosten für jene positiv absolvierte Ausbildung, die dem Apothekermitarbeiter Spezialkenntnisse theoretischer und praktischer Art vermitteln. Diese angeeigneten Detailkenntnisse müssen auch bei anderen Apotheken (anderem Arbeitgeber) verwertet werden können. Somit ist der Begriff Ausbildungskosten in derart abgesteckt, ob der Apothekenmitarbeiter durch die ihm vermittelten Kenntnisse einen wirtschaftlichen Vorteil erlangt bzw. seine Fähigkeiten zunehmen und seine Berufschancen auf dem Arbeitsmarkt steigen.
Für eine positiv oder erfolgreich absolvierte Ausbildung kommt es darauf an, dass dem Apothekenmitarbeiter ein bestimmtes Wissen und bestimmte Fähigkeiten (Know-how) so vermittelt wurden, dass er darüber verfügen und sie einsetzen kann. Sollte am Ende einer Ausbildung eine Prüfung stattfinden, so ist für die Beurteilung des Ausbildungserfolges gewöhnlich das positive Absolvieren der Prüfung maßgeblich. Ist eine solche Prüfung nicht vorgesehen, kann der Erfolg einer Ausbildungsleistung auch nur an den neu erworbenen Kenntnissen und Fähigkeiten des auszubildenden Apothekermitarbeiters gemessen werden.
Wenn in weiterer Folge der auszubildende Apothekenmitarbeiter danach nicht von Beginn an völlig mängelfrei arbeitet und noch nicht die gleichen Fertigkeiten hat wie ein anderer Apothekenmitarbeiter, schadet das nicht. Der Grund liegt darin, dass jemand der seit Längerem mit der entsprechenden Aufgabe befasst ist, Routine und Erfahrung hat und dieser Wert auch durch eine erfolgreich abgeschlossene Ausbildung nicht ersetzt werden kann. Des weiteren macht es keinen Unterschied, ob die Ausbildung dabei extern oder firmenintern angeboten wird und vor allem kann eine Ausbildung auch ohne eine Prüfung als erfolgreich absolviert angesehen werden.
Neue Zahlungsmodalitäten für Apotheker und Apothekenmitarbeiter
von Steuerberater am 16.10.2013 in Steuerberatung
Vor geraumer Zeit wurde von Österreich die EU-Zahlungsverzugsrichtlinie in nationales Recht übernommen. Das sogenannte Zahlungsverzugsgesetz (ZVG) hat das Ziel, dass Rechnungen fristgerecht bezahlt werden. In verschiedenen Abschnitten des ZVG werden für den Apotheker, aber auch für Apothekenmitarbeiter zukünftige Zahlungsabläufe geregelt.
Im Abschnitt der Verzugszinsen und Mahnspesen ist folgendes ersichtlich. Im B2B-Bereich – dh., wenn Apotheker im Rahmen des Geschäftsbetriebes mit anderen Unternehmen Rechtsgeschäfte abschließen – ist der gesetzliche Verzugszinssatz nun wie folgt geregelt: Der Basiszinssatz + 9,2 Prozentpunkte – damit würde derzeit der Verzugszinssatz im B2B-Bereich 9,58% betragen (0,38% + 9,2%). Bei Apothekenmitarbeitern gilt ein fixer Zinssatz von 4%. Neu ist auch, dass der Apotheker bei einem verspäteten Zahlungseingang pauschal Eur 40,00 verrechnen darf.
Wann kann man nun von einem verspäteten Zahlungseingang sprechen? Dieser Sachverhalt ist in dem ZVG ebenfalls neu geregelt. Ab sofort sind Geldschulden als „Bringschulden“ per Gesetz definiert. Damit reicht es nicht mehr, wie in der Vergangenheit aus, dass das Geld am Tag der Fälligkeit überwiesen wird, sondern das Geld muss bei Fälligkeit bereits am Empfängerkonto gutgeschrieben sein! Dieser Sachverhalt gilt für Apotheker im Rahmen des Geschäftsbetriebes (B2B) und zwischen Apothekenmitarbeiter quasi im Privatbereich (C2C). Nur im Bereich B2C – dh Apotheker im Rahmen des Geschäftsbetriebes und Konsumenten genügt es weiterhin, wenn die Überweisung bei Fälligkeit aufgegeben wird.
Somit gilt es die internen Zahlungsabläufe in ihrer Apotheke zu prüfen, damit es zu keinen unerwünschten Überraschen kommt.
Steuerliche Erleichterungen für und von Apotheker nach der Hochwasserkatastrophe!
von Steuerberater am 20.08.2013 in Steuerberatung
Die jüngst vergangene Hochwasserkatastrophe im Bundesgebiet hat gezeigt, dass neben unmittelbarem körperlichen Einsatz von Freiwilligen, Feuerwehren usw. bei den Aufräumarbeiten vor allem Geld- und Sachspenden notwendig sind. Nur durch diesen „Dual-Einsatz“ können die eingetretenen Schäden u.a. auch bei Apotheken beseitigt werden. Das Finanzministerium hat ein Informationsschreiben veröffentlicht, in dem auf steuerliche Maßnahmen in Katastrophenfällen wie z.B. Hochwasser hingewiesen wird. Vorausgeschickt sei, dass Sonderbestimmungen wie etwa die vorzeitige Abschreibung von ersatzbeschafften Wirtschaftsgütern – wie schon als Reaktion auf frühere Hochwasserkatastrophen – höchstwahrscheinlich wiederum und in vergleichbarer Weise beschlossen werden. Eine Einzelfallbetrachtung ist anzuraten und in weiterer Folge ein individueller Verhaltensplan für ihre betroffene Apotheke auszuarbeiten.
Es ist darauf hinzuweisen, dass freiwillige Zuwendungen und Spenden zur Beseitigung von Katastrophenschäden nicht nur beim Empfänger steuerfrei sind, sondern unter bestimmten Voraussetzungen auch beim Apotheken-Spender steuerlich absetzbar sind. Private Geldspenden können als Sonderausgabe abgesetzt werden (max.10% des laufenden Einkommens) – sofern es sich um einen begünstigten Spendenempfänger (vgl. BMF-Spendenliste) handelt. Neu und ganz besonders wichtig ist es zu wissen, dass Spenden an freiwillige Feuerwehren und Landesfeuerwehrverbände steuerlich begünstigt sind. Vergleichbares gilt für Spenden aus dem Apotheken-Betriebsvermögen, wobei hier auch Sachspenden als Betriebsausgabe geltend gemacht werden können.
Neue Pendlerförderung für die Apothekenmitarbeiter
von Steuerberater am 13.05.2013 in Steuerberatung
In der Vergangenheit hat es viele politische Ideen zur Förderung bzw. Verbesserung der Situation der explodierenden Kosten für die Fahrten zwischen Wohnung und Arbeitsstätte der Apothekenmitarbeiter gegeben. Nun wurde im Nationalrat die Erweiterung der Pendlerförderung abgesegnet. In Detail folgt nun ein Teil des Beschlusses der besonders wichtig für die Apothekenmitarbeiter sein könnte.
Fortan wird das Pendlerpauschale auch für Teilzeitbeschäftigte (weniger als 10/10tel Dienst) aliquot zur Anwendung kommen. Der Pendlereuro und der Pendlerausgleichsbetrag werden neu eingeführt; zudem wird der Pendlerzuschlag erhöht. Arbeitgeber können künftig auch Arbeitnehmern ohne Anspruch auf Pendlerpauschale steuerfrei ein „Jobticket“ zur Verfügung stellen.
Die Änderungen wurden im Einkommensteuergesetz 1988, BGBl. Nr　400/1988, zuletzt geändert durch das Bundesgesetz BGBl. I Nr　112/2012 geändert – hier im speziellen die §　16 Abs　1 Z　6 – die genauen Zahlen und Daten können auf der Homepage www.ris.bka.gv.at abgerufen werden.
Wichtige Detailinfos dazu:
Es wurde klargestellt, dass Apothekenmitarbeiter, die ein arbeitgebereigenes Kfz auch für Fahrten zwischen Wohnung und Arbeitsstätte nutzen können, keine Pendlerpauschale (und damit gemäß § 33 Abs 5 Z 4 EStG auch kein Pendlereuro) zusteht.
Es wurde klargestellt, dass wenn Apothekenmitarbeiter Familienheimfahrten als Werbungskosten berücksichtigten, daneben keine Pendlerpauschale für die Wegstrecke vom Familienwohnsitz (§ 20 Abs 1 Z 2 lit. e EStG) zur Arbeitsstätte zusteht.
Weiters wurde klargestellt, dass pro Apothekenmitarbeiter maximal eine volle Pendlerpauschale im Kalendermonat zusteht. Damit soll sichergestellt werden, dass bei Aliquotierung des Pendlerpauschales maximal drei Drittel des Freibetrags die Steuerbemessungsgrundlage mindern können. Besteht bereits Anspruch auf eine volle Pendlerpauschale und werden bei einem weiteren Dienstverhältnis, welches grundsätzlich Anspruch auf eine volle Pendlerpauschale vermitteln würde, zusätzliche Wegstrecken für die Fahrten von der Wohnung zur weiteren Arbeitsstätte zurückgelegt, ist diese zusätzliche Wegstrecke für das Ausmaß des Pendlerpauschales zu berücksichtigen.
100%iges Apotheken Kfz bei Vorhandensein einen Privat-Kfz?
von Steuerberater am 25.04.2013 in Steuerberatung
Gerade die deutsche Judikatur ist beispielhaft für Entwicklungen auch im österreichischen Steuerrecht. Nach einer letzten deutschen Judikatur reicht das Vorhandensein eines gleichwertigen Privatfahrzeugs aus, um die Vermutung einer privaten Nutzung des Apotheken-Betriebs-Kfz zu entkräften.
Derzeit widerspricht es jedoch nach Auffassung von VwGH und UFS der Erfahrung des täglichen Lebens, dass ein im Apothekenvermögen befindliches Kraftfahrzeug ausschließlich betrieblich verwendet wird. Und das auch selbst dann, wenn im Haushalt ein weiteres Fahrzeug vorhanden ist. Eine behauptete ausschließlich apothekennotwendige Nutzung des Kfz wäre grundsätzlich durch ein Fahrtenbuch nachzuweisen. Nunmehr hat der Bundesfinanzhof (BFH) in Deutschland die Ansicht der Vorinstanz bestätigt, wonach dieser Beweis des ersten Anscheins, der für eine private Nutzung betrieblicher Kfz spricht, entkräftet wird, wenn für private Fahrten andere Fahrzeuge zur Verfügung stehen, die dem betrieblichen Fahrzeug in Status und Gebrauchswert vergleichbar sind.
Dieser Entscheidung des BFH ist besonders für zwei Fallkonstellationen erhebliche Bedeutung beizumessen und gleichzeitig zu differenzieren:
Ein Apotheken-Kfz wird ausschließlich betrieblich genutzt, ohne dafür über ausreichende Nachweise (z.B. Fahrtenbuch) zu verfügen.
Ein Apotheken-Kfz wird teilweise privat genutzt, wobei der Privatanteil nicht genau nachweisbar ist.
Im ersten Fall kann der Anscheinsbeweis der Privatnutzung durch das Vorliegen zusätzlicher besonderer Umstände, wie das Vorhandensein eines gleichwertigen Privatfahrzeugs, eines anderen Familienfahrzeugs etc. entkräftet werden.
Im zweiten Fall wären bei einer offensichtlichen, weil amtlich bereits bekannten Privatnutzung im Zuge einer Schätzung die besonderen Umstände bei der Festlegung des Ausmaßes der privaten Benützung mitzuberücksichtigen: Verfügt der Apotheker über ein Privat-Kfz, so wird die Privatnutzung eines ebenfalls ihm zur Verfügung stehenden betrieblichen Fahrzeugs nach der allgemeinen Lebenserfahrung geringer sein als für den Fall, dass in seinem Haushalt kein Privatfahrzeug vorhanden ist.
Anzumerken ist, dass in Österreich derzeit noch nicht so ein liberaler Zugang vorhanden ist – jedoch wird die zukünftige Judikatur die Richtung dann vorgeben.
Bargeldtransporte für den Apotheker
von Steuerberater am 03.04.2013 in Steuerberatung
Sollte der Apotheker mit höheren Bargeldbeträgen auf der Reise sein, gibt es wichtige Dinge zu beachten, damit in weiterer Folge keine negativen Konsequenzen für den Apotheker drohen. Grundsätzlich muss unterschieden werden, ob der Bargeldtransfer im innergemeinschaftlichen Reiseverkehr oder mit Überschreitung der EU-Außengrenze stattfindet. In ersterem Fall haben Apotheker, die Barmittel im Wert von € 10.000,00 oder mehr mit sich führen, gem. § 17b Abs 2 ZollR-DG bloß auf Verlangen der Zollorgane Auskunft zu geben und im zweiten Fall muss der Apotheker von sich aus selbst eine Anmeldung vollziehen.
Sollten diese verpflichtenden Meldungen vom Apotheker nicht gemacht werden und man von einem echten Unterlassungsdelikt ausgehen, könnten gemäß derzeitiger Rechtslage nach dem Finanzstrafgesetz Strafen verhängt werden. Diese sind dann in Abhängigkeit der nicht gemeldeten Summe gestaffelt. Leider sind keine speziellen strafrechtlichen Verjährungsvorschriften für die Anmeldepflicht im Bargeldverkehr vorhanden – eine Klarstellung wäre hier wünschenswert. In der Zwischenzeit kann man von den allgemeinen Vorschriften des Finanzstrafgesetzes ausgehen – jedoch ist anzuraten die Meldungen zu tätigen, weil damit keine Steuern oder Gebühren ausgelost werden und der Apotheker in der Zukunft beruhigt seinen Unternehmenstätigkeiten nachgehen kann.
Automatischer Verlustausgleich für den Apotheker bei Wertpapierdepots?
von Steuerberater am 21.01.2013 in Steuerberatung
Mit dem Budgetbegleitgesetz (BBG) 2011 wurde die Besteuerung von Kapitalvermögen auf vollkommen neue Beine gestellt. Neben den bisher schon erfassten Früchten (insbesondere Zinsen und Dividenden) wurden auch Kursgewinne und Einkünfte aus Derivaten in die Besteuerung von Kapitalvermögen einbezogen. Danach erfolgten substanzielle Änderungen durch das AbgÄG 2011, das BBG 2012 und auch das 1. StabG 2012 in diesem Bereich. Das BMF hat mit einem 200-seitigen Erlass zu diesen neuen Regelungen Stellung bezogen.
Was bedeuten nun die oben angeführten Zeilen für den Apotheker. Ein automatischer Verlustausgleich darf nur bei privaten Einzeldepots, welche sich bei ein und derselben Bank befinden, vorgenommen werden! Für sogenannte Gemeinschaftsdepots erlaubt der Gesetzgeber keinen automatischen Verlustausgleich. Verluste auf solchen Depots können genauso wie betriebliche Depots (z.b. Kauf von Wertpapieren für den Freibetrag für investierte Gewinne) nur im Zuge der Einkommensteuererklärung direkt beim Finanzamt eingereicht und gegebenenfalls verrechnet werden. D.h. etwaige Verluste können erst im Rahmen der Bilanzierung der Zahlen des Apothekers berücksichtigt werden.
Von Seiten des Finanzamtes werden derzeit die Depotentnahme sowie der Depotübertrag von § 27 Abs 6 Z 1 lit. a EStG als fiktive Veräußerungstatbestände erfasst – dh. die Besteuerung erfolgt unabhängig von anderen Realisationsvorgängen.
Ein Praxistipp zur Prüfung mit ihrem Finanzberater wäre folgender: Die fiktive Realisierung durch Depotentnahme bzw. Depotübertrag gilt sowohl für Kursgewinne als auch für Kursverluste. Durch eine Depotentnahme oder einen nicht von der Einkommensteuer befreiten Depotübertrag ist es möglich, Verluste auch zu Optimierungszwecken zu realisieren. Im außerbetrieblichen Bereich (=Privatbereich) ist ansonsten eine tatsächliche Veräußerung zur Realisierung eines Verlusts notwendig. Anwendungsfälle dieser Optimierung können die Verlustoptimierung am Jahresende oder die Einlage in das Betriebsvermögen des Apothekers sein.
Die Medizin namens „Gewinnfreibetrag“ gegen hohe Steuern für den Apotheker
von Steuerberater am 17.12.2012 in Steuerberatung
Bereits in den Jahren zuvor gab es die Möglichkeit für den Apotheker die Steuerbelastung zu reduzieren. Damit die sich die Medizin vollständig auswirken kann, sind die notwendigen Maßnahmen noch im aktuellen Jahr 2012 zu setzten – denn am 31.12.2012 ist es zu spät!
Die richtige Dosierung muss mit ihrem Steuerberater besprochen werden damit auch die maximale Wirkungskraft realisiert werden kann. Hinter dem Schlagwort „Gewinnfreibetrag“ verbirgt sich für jeden Apotheker, welcher den Betrieb als Einzelunternehmer oder in Form einer Personengesellschaft betreibt, die enorme Chance Einkommensteuer zu sparen.
Dieser Gewinnfreibetrag kann in der Steuererklärung 2012 geltend gemacht werden – und das unabhängig, welche Gewinnermittlungsart gewählt bzw. gesetzlich verpflichtend vorgegeben wird. Zahlenmäßig kann der Gewinnfreibetrag quasi als Betriebsausgabe in Höhe von 13% des laufenden Jahresgewinns erfasst werden.
Betragsgrenze: Apotheker können in den bereits angeführten Unternehmensformen einen Gewinnfreibetrag bis zu 13% des steuerlichen Gewinnes (einschließlich Übergangsgewinne, jedoch ausgenommen Veräußerungsgewinne), insgesamt jedoch höchstens € 100.000,00 gewinnmindernd absetzen. Man kann sich die Auswirkung so vorstellen, als ob man eine Zahlung für den Wareneinkauf getätigt hat – ohne jedoch jemals den Betrag tatsächlich überweisen zu müssen! Der begünstigungsfähige Maximalgewinn beträgt € 769.231,00.
Gewinn vor Freibetrag 150.000 EUR
davon 13% max. begünstigungsfähig 19.500 EUR
Investitionen in Tara-Computer & Wertpapiere 11.000 EUR
Grundfreibetrag 3.900 EUR
Investitionsbedingter Gewinnfreibetrag 15.600 EUR
Gewinnfreibetrag insgesamt 14.900 EUR
Gewinn endgültig aus Apotheke 135.100 EUR
Steuerersparnis im Jahr 2012 7.450 EUR
Neben diesen Detailinformationen und dem Praxisbeispiel sind noch einige meist betriebsspezifische Aspekte Ihrer Apotheke bei der Entscheidung und der Zahlenermittlung des Gewinnfreibetrag zu beleuchten. Nur ihr Steuerberater kann sie darüber informieren – vor allem muss der Gewinn für das Jahr 2012 geschätzt werden, weil die eventuellen Investitionen noch im laufenden Jahr 2012 angeschafft und in Betrieb genommen werden müssen.
Zu beachten ist ebenfalls, dass nur ganz spezielle Wertpapiere gem. § 14 Abs. 7 Z 4 EStG als Investitionen angeschafft werden können, wenn zB im aktuellen Jahr Investitionen im Offizinbereich, im EDV-Bereich usw. aus betriebswirtschaftlichen Gründen nicht zielführend sind.
Als Vorschau für das Jahr 2013 – hier gibt es bereits eine neue Gesetzesfassung für den § 10 EStG für den Gewinnfreibetrag. Es wurden die %-Sätze als auch die Bemessungsgrundlagen geändert. Die Werte sehen wie folgt aus:
für die ersten € 175.000,00 der Bemessungsgrundlage 13%
für die nächsten € 175.000,00 der Bemessungsgrundlage 7%
für die nächsten € 230 000,00 der Bemessungsgrundlage 4,5%
Somit steht insgesamt höchstens ein Betrag von € 45.350,00 im nächsten Veranlagungsjahr jedem steuerpflichtigen Apotheker zu.
Gerade in den letzten Wochen und Tagen konnte man in den Medien sehr viel über diese geplante Novellierung hören und lesen. Es gab extreme Verschärfungen in den Regierungsvorlagen – damit wurde ein „Informationsabfragesturm“ bei den Steuerberatern und Notaren ausgelöst. Leider konnte man als Steuerberater keine fixen Aussagen treffen, da es sich nicht um ein bereits beschlossenes Gesetz handelte. Nun gibt es eine klare Stellungnahme aufgrund der vielen positiven Initiativen von Seiten der Kammer der Wirtschaftstreuhänder (= Interessenvertretung der Steuerberater) die wie folgt lautet:
2. Bei einer Größe von mehr als 30　m2 aber nicht mehr als 40　m2 ist der Wert gemäß Abs.　1 oder der Wert gemäß Abs.　7 um 35% zu vermindern, wenn die arbeitsplatznahe Unterkunft durchgehend höchstens zwölf　Monate vom selben Arbeitgeber zur Verfügung gestellt wird.“
– die Einkommensteuer (Lohnsteuer) durch Abzug eingehoben wird, erstmals für Lohnzahlungszeiträume, die nach dem 31.　Dezember 2012 enden.“
Kraftfahrzeuge von Apothekern und Mitarbeitern mit ausländischen Kennzeichen
von Steuerberater am 08.10.2012 in Steuerberatung
In der Vergangenheit wurden oft von Apothekern und Mitarbeitern, die seit längerer Zeit ihren Wohnsitz in Österreich unterhalten Fahrzeuge, welche im Ausland zugelassen sind, im Bundesgebiet bewegt. Hier kann es leider zu Recht zu sehr unangenehmen Überraschungen durch die Finanzverwaltung kommen – diese stellen sich in Form der Festsetzung der Normverbrauchsabgabe und der Kraftfahrzeugsteuer dar. Was sind die Gründe, warum im Ausland zugelassene Kraftfahrzeuge in Österreich steuerpflichtig werden können.
Grundlegend gibt es den Steuertatbestand der NoVA – gem. §　82 Abs　8 KFG ist bei der Verwendung eines Kraftfahrzeugs von länger als einem Monat als eine Verwendung eines Fahrzeugs mit dauerndem Standort in Österreich anzusehen. Bei einer länger als einem Monat dauernden Standortverlegung eines Kraftfahrzeugs nach Österreich muss das Fahrzeug daher bei den österreichischen Verwaltungsbehörden vom Apotheker zugelassen werden. Der ausländische Zulassungsschein und die ausländischen Kennzeichentafeln sind bei den österreichischen Verwaltungsbehörden abzugeben und deshalb ist dann u.a. die Normverbrauchsabgabe zu entrichten.
Ein dauernder Standort in Österreich (quasi länger als einen Monat) und daraus folgend als Anknüpfungspunkt für eine NoVA-Pflicht ist nach der herrschenden Rechtsprechung wie folgt abzustecken:
bei Privatpersonen: der Hauptwohnsitz des Apothekenmitarbeiters des Fahrzeugs
bei Unternehmerfahrzeugen: der Ort, von dem aus der Apotheken-Fahrzeughalter über das Fahrzeug verfügen kann
bei Gastarbeitern: Wenn sich der Mittelpunkt der Lebensinteressen in Österreich befindet und dieser Apothekenmitarbeiter nur alle paar Monate (z. B. alle drei Monate) seinem Heimatland Besuche abstatten, ergibt sich die NoVA-Pflicht aufgrund eines dauernden Standortes in Österreich
bei (ausländischen) Apothekenmitarbeiter-Pendlern: Bei Tages-, Wochen- oder Monatspendlern sowie bei den Saisonarbeitern gilt als Mittelpunkt der Lebensinteressen der Familienwohnsitz (= dauernder Standort)
Es gibt noch ganz spezifische Ausnahmen, wobei hier jeder einzelne Sachverhalt gesondert zu beurteilen ist und dazu einer Einzelfallprüfung zu unterziehen ist.
Besonders wichtig zu wissen ist, dass die NoVA-Steuerschuld bereits nach Einbringung des Fahrzeugs in das Bundesgebiet fällig wird und nicht erst nach Ablauf der einmonatigen Frist nach der Kfz Zulassung. Die ebenfalls fällige Kraftfahrzeugsteuer wird gleichzeitig mit der NoVA-Vorschreibung fällig bzw. eingehoben. Steuerschuldner sind nicht nur der Zulassungsbesitzer sondern auch derjenige der das Kfz verwendet!
Hinzuweisen ist, dass diese Bestimmungen über Fahrzeuge mit ausländischem Kennzeichen vielen Apothekern und Mitarbeitern nicht bekannt sind. Jedoch werden diese Sachverhalte von der Finanzverwaltung mittlerweile verstärkt kontrolliert und dienen gemäß der Auskunft der Behörde einerseits der Aufrechterhaltung von Steuerehrlichkeit und andererseits zu mehr Steuergerechtigkeit.
Vorsteuerrückerstattung aus EU-Mitgliedstaaten für den Apotheker für das Jahr 2011!
von Steuerberater am 19.09.2012 in Steuerberatung
Für den Apotheker kann es vorkommen, dass bei diversen Belegen und Rechnungen rechtskonform eine ausländische Mehrwertsteuer ausgewiesen wird. In der Praxis wird von den Apothekern zurecht die Frage gestellt, ob diese „ausländische Mehrwertsteuer“ verloren geht oder nicht? Die angenehme Antwort ist – nein diese ist nicht verloren – man kann sich diese Beträge von den einzelnen EU-Mitgliedstaaten zurückholen.
Um eine Gutschrift des Betrages auf dem Bankkonto des Apothekers zu erreichen, sind jedoch einige formale Punkte und Anträge zu erledigen in Kombination mit einem bestimmten Zeitaspekt. Am 30. September 2012 endet die Frist für österreichische Apotheker, die Vorsteuern des Jahres 2011 in den jeweiligen EU-Mitgliedstaaten zurückzuholen wollen. Die Anträge sind dabei elektronisch über FinanzOnline einzureichen, welche dann in weiterer Folge von der österreichischen Finanzverwaltung zwischengeprüft werden. Ohne dass die Originalbelege oder Kopien vorgelegt werden müssen, wird dann in einem zweiten Schritt ein vollständiger und zulässiger elektronischer Antrag an den zuständigen Mitgliedstaat weitergeleitet. Jedoch können die einzelnen EU-Mitgliedstaaten ab einem Rechnungsbetrag von € 1.000,00 und bei Kraftstoffrechnungen bereits ab € 250,00 die Vorlage von Rechnungskopien verlangen. Die Bearbeitung des Antrages ist vom Erstattungsstaat grundsätzlich innerhalb von 4 Monaten durchzuführen, außer es wurden zusätzliche Informationen eingefordert. Es ist wichtig zu wissen, dass eine Rückerstattung nur bei einem Jahresbetrag von mind. € 50,00 und bei einer unterjährigen 3 Monatsmeldung mind. € 400,00 erreichen muss. Außerdem sind unterschiedliche steuerliche Bestimmungen von Land zu Land hinsichtlich der Art und Ausmaß der Vorsteuerrückerstattung vorhanden – vor allem liegen Beschränkungen u.a. bei Verpflegungs- und Bewirtungsaufwendungen, Repräsentationskosten, Pkw-Aufwendungen usw. vor. Des Weiteren wurden von manchen ausländischen Behörden schon beglaubigte Übersetzungen von Rechnungen usw. verlangt. Dies hängt von der Höhe des zu erstattenden Betrages für den Apotheker ab und sollte somit in der Gesamtbewertung, ob und von wem überhaupt ein Rückerstattungsverfahren betrieben wird, vorab besprochen werden.
Das Fahrtenbuch des Apothekers!
von Steuerberater am 12.07.2012 in Steuerberatung
Gerade das Fahrtenbuch, falls ein solches überhaupt vorhanden ist, stellt an den Apotheker größte Herausforderungen. Bei fast jeder Betriebsprüfung werden Mängel festgestellt und damit können abweichend andere Beträge im Jahresabschluss erfasst werden. Leider gibt es nur „Leitlinien“ wie ein solches Fahrtenbuch zu führen ist, weil immer der Einzelfall geprüft werden muss.
Es gibt jedoch Mindestanforderungen an ein ordnungsgemäßes Fahrtenbuch. Ein Fahrtenbuch ist nicht ordnungsgemäß, wenn Fahrten des Apothekers darin nicht vollständig wiedergegeben werden – dh grundsätzlich der Ausgangs- und Endpunkt der Fahrt aufgezeichnet wird.
Ist als Endpunkt nur eine Straße bezeichnet, aber weder Hausnummer noch Name des besuchten Kunden oder Unternehmens angegeben, ist das Fahrtziel nicht hinreichend präzise bestimmt. Denn im Hinblick auf die Funktion des Fahrtenbuchs, hinreichende Gewähr für Vollständigkeit und Richtigkeit der dort aufgezeichneten Fahrten zu bieten, bleibt eine solche ungenaue Angabe hinter dem Erforderlichen zurück. Angaben durch Nennung allein der Straße gestatten es insbesondere nicht, Aufzeichnungen mit vertretbarem Aufwand auf materielle Richtigkeit hin zu überprüfen. So genügen schon bloße Ortsangaben ohne weitere Benennung des aufgesuchten Kunden oder Geschäftspartners nicht den Anforderungen an ein ordnungsgemäßes Fahrtenbuch. Dies vor allem, wenn nicht nur Angaben zum aufgesuchten Kunden oder Geschäftspartner fehlen, sondern auch Ortsangaben sich in bloßer Nennung eines Straßennamens erschöpfen oder keine Straßen, sondern lediglich Namen von Unternehmen mit einer Vielzahl von Filialen im Stadtgebiet, genannt werden. Auch in diesem Fall lässt sich unter Hinzuziehung der angegebenen Gesamtkilometer für solche Fahrten das Fahrtziel nicht konkretisieren, sondern lediglich der Umkreis bestimmen, in dem der mögliche Kunde oder Geschäftspartner ansässig ist und hätte besucht werden können.
Wie aus den oben angeführten Zeilen ersicht ist, stellt ein Fahrtenbuch ganz detaillierte Anforderungen, damit das Finanzamt die Betriebsausgaben im Zusammenhang mit dem Apotheken-Pkw anerkennt. Eine genaue „Fallspezifische Abklärung“ mit ihrem Steuerberater ist unbedingt notwendig.
Welcher Wohnsitz ist für das Pendlerpauschale des Apothekenangestellten entscheidend
von Steuerberater am 19.04.2012 in Steuerberatung
Die Kosten eines Apothekenangestellten für Fahrten zwischen seinem Wohnsitz und der Apotheke werden grundsätzlich durch den Verkehrsabsetzbetrag pauschal mit einem Betrag von € 291,00/Jahr abgegolten. Durch diesen Verkehrsabsetzbetrag sollen die Kosten für eine Autobenutzung oder die Kosten für die öffentlichen Verkehrsmittel abgedeckt werden. Zusätzlich kann es fallspezifisch in Abhängigkeit von der Entfernung und von dem Umstand, ob die Benutzung eines Massenverkehrsmittels zumutbar oder überhaupt möglich ist, zur Gewährung des kleinen bzw. großen Pendlerpauschales kommen.
Als Beispiel mit verschiedenen Wohnsitzen kann folgende Aussage getroffen werden: Ein Apothekenangestellten mit einem Familienwohnsitzes in Ungarn und der Apotheken-Arbeitsstätte in Österreich will die Geltendmachung des großen Pendlerpauschales in seiner Steuererklärung anstreben. Die Entfernung zwischen den Orten beträgt über 60 km pro Einzelfahrt. Hier ist dann zu Untersuchen, ob der Apothekenangestellte noch einen Nebenwohnsitz innehat. Sollte z.B. eine Dienstwohnung vorhanden sein, dann stellt diese Dienstwohnung den entscheidenden Ort für die Berechnung des Pendlerpauschales dar. Des weiteren würde als Wohnsitz neben einer Dienstwohnung oder Garconniere z.B. auch eine Schlafstelle gelten. Eine Schlafstelle mit Wohnsitzcharakter ist ein Raum, welcher nicht mit anderen Apothekenangestellten geteilt werden muss. Sollte nun diese Dienstwohnung bzw. Schlafstelle tatsächlich genutzt werden und durchschnittlich nur einmal pro Woche eine Fahrt zum Familienwohnsitz nach Ungarn getätigt werden, dann steht die Geltendmachung des großen Pendlerpauschales nicht zu.

References: OGH 
 §　16
 § 33
 § 17
 § 27
 § 14
 § 10
 §　82