Source: http://arbeitsmedizin-stralsund.de/unters.php
Timestamp: 2019-05-20 11:34:05+00:00

Document:
» ArbschG
» Lärm und Vibration
Vollzitat: "Arbeitszeitgesetz vom 6. Juni 1994 (BGBl. I S. 1170, 1171), das zuletzt durch Artikel 7 des Gesetzes vom 15. Juli 2009 (BGBl. I S. 1939) geändert worden ist" Stand: Zuletzt geändert durch Art. 7 G v. 15.7.2009 I 1939
Das Arbeitszeitgesetz ist von besonderer Bedeutung für den Gesundheitsschutz der Beschäftigten. Die Gesundheitsrelevanz ausreichender Erholungszeiten ist wissenschaftlich nicht mehr umstritten. Dennoch gibt es Arbeitsaufgaben, in denen objektiv von den Normativen abgewichen werden muss. Daraus ergeben sich besondere gesundheitliche Risiken für die betroffenen Arbeitnehmer. Die Arbeitsmedizin verfügt über gesicherte wissenschaftliche Erkenntnisse, die es ermöglichen individuelle Arbeitszeitmodelle bezüglich ihrer gesundheitlichen Bedeutung zu bewerten. Hierbei geht es um Fragen des Schichtdienstes, aber auch um Fragen von verlängerten Arbeitszeiten, Arbeitszeitpoolmodellen, Blockmodellen und Arbeiten mit zum Beispiel umweltbedingter Unmöglichkeit ausreichende Erholungsphasen einzulegen.
Kenntnisse die beispielhaft über klassische Ansichten der klinischen Medizin hinausgehen, verwirklichen sich in folgendem kleinen Beispiel. „Ein Arbeitnehmer mit Herzproblemen wird haus- und fachärztlich aufgefordert, seinen Beruf in der Krankenpflege nur noch in Tagschicht auszuüben. Nach eingehender arbeitsmedizinischer Beratung stellt sich heraus, dass der Mitarbeiter insbesondere Wechselschichtrhythmen und den personalintensiven Tagesdienst mit hoher Stressbelastung als belastend empfindet. Nach Rücksprache mit seinen behandelnden Ärzten könnte eine Medikamenteneinstellung dahingehend erfolgen, dass es dem Arbeitnehmer bei deutlich geringerer körperlicher und psychischer Belastung möglich wird, als Dauernachtwache ohne Entgelteinbußen seine Tätigkeit weiterhin wahrzunehmen.“
Vollzitat: "Arbeitsschutzgesetz vom 7. August 1996 (BGBl. I S. 1246), das zuletzt durch Artikel 15 Absatz 89 des Gesetzes vom 5. Februar 2009 (BGBl. I S. 160) geändert worden ist" Stand: Zuletzt geändert durch Art. 15 Abs. 89 G v. 5.2.2009 I 160 Dieses Gesetz dient der Umsetzung folgender EG-Richtlinien: -Richtlinie 89/391/EWG des Rates vom 12. Juni 1989 über die Durchführung von Maßnahmen zur Verbesserung der Sicherheit und des Gesundheitsschutzes der Arbeitnehmer bei der Arbeit (ABl. EG Nr. L 183 S. 1) und - Richtlinie 91/383/EWG des Rates vom 25. Juni 1991 zur Ergänzung der Maßnahmen zur Verbesserung der Sicherheit und des Gesundheitsschutzes von Arbeitnehmern mit befristetem Arbeitsverhältnis oder Leiharbeitsverhältnis (ABl. EG Nr. L 206 S. 19).
In dieser Rechtsvorschrift verpflichtet der Gesetzgeber alle Arbeitgeber mit abhängig Beschäftigten (Arbeitnehmer) zur gesetzlichen Vorsorge für die Gesundheit der Mitarbeiter teilweise über die Beendigung des Arbeitsverhältnisses hinaus. Des Weiteren wird besonderer Wert auf die Vermeidung gesundheitlicher Gefährdungen am Arbeitsplatz gelegt. Um diese zu erkennen, hat der Arbeitgeber die gesetzliche Pflicht sich sachkundig zu machen und sich gegebenenfalls beraten zu lassen. Um vermutete oder konkrete Gesundheitsgefahren in der Arbeitswelt richtig zu bewerten, ist einerseits eine medizinische Expertise und andererseits das Fachwissen des Unternehmens und die technische Kenntnis einer Fachkraft für Arbeitssicherheit eine bewährte Basis zur Gefährdungsbeurteilung.
Unsere Praxis unterstützt unsere Vertragspartner in diesem Aufgabengebiet. Darüber hinaus stehen wir im Rahmen unserer Möglichkeiten allen Arbeitgebern und Arbeitnehmern gern mit Rat und Tat zur Seite, die unsere Hilfe in Anspruch nehmen möchten.
Vollzitat: "Gesetz über Betriebsärzte, Sicherheitsingenieure und andere Fachkräfte für Arbeitssicherheit vom 12. Dezember 1973 (BGBl. I S. 1885), das zuletzt durch Artikel 226 der Verordnung vom 31. Oktober 2006 (BGBl. I S. 2407) geändert worden ist" Stand: Zuletzt geändert durch Art. 226 V v. 31.10.2006 I 2407
In diesem Gesetz definiert der Gesetzgeber die Aufgaben und rechtlichen Zusammenhänge für die Bestellung von Sicherheitsingenieuren, Fachkräften für Arbeitssicherheit und Betriebsärzten. Die speziellen Aufgaben der Betriebsärzte sind eindeutig definiert. In unseren Vertragsbetrieben werden diese Aufgaben nach Maßgabe des Unternehmens wortgetreu umgesetzt. Von besonderer Bedeutung sind für uns neben der Kooperation mit den Sicherheitsfachkräften und betrieblichen Führungskräften, die Zusammenarbeit mit den Sicherheitsbeauftragten und den Personalvertretungen. Da wir die Arbeitsmedizin als eine zuallererst ärztliche Aufgabe verstehen, liegen uns die gesundheitlichen Belange auch des Einzelnen besonders am Herzen. Oft vermitteln wir unter diesem Aspekt die berechtigten Interessen der Arbeitnehmer, insbesondere auch der Kollegen mit gesundheitlichen Einschränkungen, im Ausgleich mit den Ansprüchen der Auftraggeber.
Diese Aufgaben sind nur leistbar, wenn man einerseits die Mitarbeiter langjährig kennt und eine Vertrauensbasis im Betrieb hat und andererseits die Arbeitsplätze über das Maß einer Katalogbeschreibung hinaus beurteilen kann.
Vollzitat: "Jugendarbeitsschutzgesetz vom 12. April 1976 (BGBl. I S. 965), das zuletzt durch Artikel 15 des Gesetzes vom 7.Dezember 2011 (BGBl. I S. 2592) geändert worden ist" Stand: Zuletzt geändert durch Art. 15 G v. 7.12.2011 I 2592
Zum Start, teilweise vor Erreichen der Volljährigkeit, in ein immer länger währendes Berufsleben ist eine ärztliche Untersuchung des Jugendlichen vorgeschrieben. Diese Untersuchung wird zumeist von Kinder- oder Hausärzten durchgeführt. Sie ist bis zur Volljährigkeit jährlich zu wiederholen. Leider sind in einer sich ständig verändernden Arbeitswelt vielen Untersuchern die besonderen Risiken für den Jugendlichen im Betreib wenig oder gar nicht bekannt. Exemplarisch zunehmend festzustellende nachteilige körperliche Entwicklungen im Sinne von Bewegungsinkompetenzen infolge von schlechtem Sportunterricht und Bewegungsmangel, Hautproblemen bei Allergie und Neurodermitis sowie Frustrationsintoleranzen nach frühzeitiger sozialer Separierung im Schulsystem erschweren dem Jugendlichen den Eintritt in den Wunschberuf und gefährden seine Gesundheit. Im Betrieb angekommen sieht sich der Jugendliche oftmals einer völlig fremden Welt gegenüber. Auch die gesundheitlichen Risiken bei der Bewältigung der Arbeitsaufgaben werden häufig nicht erkannt oder falsch bewertet. Jugendliche sind deshalb im Betrieb eine besondere Risikogruppe für gesundheitliche Gefährdungen und eine fachliche und soziale Herausforderung für den engagierten Betriebsarzt.
Verordnung zum Schutz der Beschäftigten vor Gefährdungen durch Lärm und Vibrationen (Lärm- und Vibrations-Arbeitsschutzverordnung LärmVibrationsArbSchV)
Vollzitat: "Lärm- und Vibrations-Arbeitsschutzverordnung vom 6. März 2007 (BGBl. I S. 261), die zuletzt durch Artikel 3 der Verordnung vom 19. Juli 2010 (BGBl. I S. 960) geändert worden ist" Stand: Zuletzt geändert durch Art. 3 V v. 19.7.2010 I 960
Im Bereich des Lärm- und Vibrationsschutzes besteht eines der bekanntesten Arbeitsgebiete der Arbeitsmedizin. Über das Durchführen vor Gehöruntersuchungen hinaus berät der Arbeitsmediziner die Beschäftigten und die Unternehmen zum sachgerechten Einsatz technischer und organisatorischer Maßnahmen zum Lärm und Vibrationsschutz, sowie in der Handhabung geeigneter Gehörschutzmittel und in der technischen Ausrüstung der Geräte und Anlagen mit geringerem Vibrationsniveau. Schließlich verfügen wir über moderne Messgeräte zur Dokumentation der Lärmbelastung und unterstützen die Unternehmen bei der Erstellung des Lärmkatasters.
Vollzitat: "Mutterschutzgesetz in der Fassung der Bekanntmachung vom 20. Juni 2002 (BGBl. I S. 2318), das zuletzt durch Artikel 34 des Gesetzes vom 20. Dezember 2011 (BGBl. I S. 2854) geändert worden ist" Stand: Neugefasst durch Bek. v. 20.6.2002 I 2318; zuletzt geändert durch Art. 34 G v. 20.12.2011 I 2854
Verordnung über den Mutterschutz für Beamtinnen des Bundes und die Elternzeit für Beamtinnen und Beamte des Bundes (Mutterschutz- und Elternzeitverordnung -MuSchEltZV)
Vollzitat: "Mutterschutz- und Elternzeitverordnung vom 12. Februar 2009 (BGBl. I S. 320)
Beide Rechtsvorschriften richten sich an die gleiche „medizinische Zielgruppe“ und deren Belange. Es geht um den Schutz Schwangerer und Stillender Mütter in der Arbeitswelt. Grundsätzliche Unterschiede bestehen eigentlich nur darin, dass Beamtinnen keinen Schutzanspruch Ihrer Gesundheitsdaten vor Kenntnisnahme durch den Dienstherrn haben. In einer Bundesrepublik, in der die Vertragsfreiheit von Frauen nach wie vor ein juristisches Novum und die gleichberechtigte Teilnahme von Frauen am Arbeitsleben bei gerechter Entlohnung eine Fiktion sind ist es nur folgerichtig, dass der Schutz von Schwangeren und Stillenden besonderer Regelungen bedarf.
Der/die Arbeitsmediziner/in berät die Arbeit- nehmerinnen bezüglich Ihrer besonderen Ansprüche zum Schutz der eigenen Gesundheit und der Gesundheit ihrer Kinder und wirkt beim Arbeitgeber auf die Einhaltung diesbezüglicher Vorschriften ein. Durch besondere Vorsorgeuntersuchungen und Beratungsleistungen ist es den Betriebsärzten/innen möglich, ausschließlich in der Schwangerschaft auftretende Gesundheitsgefahren zu erkennen (z.B. besondere Infektionsrisiken die für Nicht-Schwangere eher von untergeordneter Bedeutung sind) und durch Innerbetriebliche Umsetzung oder Beschäftigungsverbote Mütter und Kinder zu schützen. Eine Sonderstellung ergibt sich auch daraus, dass Betriebsärzte nicht den Regressdrohungen und Reglementierungen von Krankenkassen und Kassenärztlichen Vereinigungen unterliegen, und damit in besonderer Weise unabängig und fachübergreifend für die zu schützende Personengruppe entscheiden können.
Arbeitsmedizinische Vorsorgeuntersuchungen folgen wie bereits ausgeführt, einem von der arbeitsmedizinischen Fachwelt generierten Untersuchungsablauf. Dieser Ablauf muss aber noch entsprechend den individuellen Gegebenheiten ärztlich angepasst werden. Die Durchführung von Vorsorgeuntersuchungen ohne persönlichen Arztkontakt wird von uns abgelehnt. Voraussetzung für die Durchführung jeder Untersuchung ist das Vorliegen einer Gefährdungsbeurteilung aus der die Notwendigkeit der Untersuchung abgeleitet wurde. Insbesondere ist festzuhalten welcher Art und Intensität die konkreten Gesundheitsgefahren sind. Dabei spielen u. a. Grenzwerte, Zeiträume, Temperaturen, Drücke, Luftbewegungen, organisatorische, technische und individuelle Gegebenheiten, physikalische, chemische und biologische Analysen und Dokumentationen eine entscheidende Rolle. Schließlich ist die zur Untersuchungsentscheidung führende Rechtsgrundlage zu benennen.

References: Art. 7
 Art. 15
 Art. 226
 Art. 15
 Art. 3
 Art. 34