Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=4%20StR%20379/79
Timestamp: 2019-12-09 20:48:44+00:00

Document:
BGH, 23.08.1979 - 4 StR 379/79 - dejure.org
BGH, 23.08.1979 - 4 StR 379/79
https://dejure.org/1979,1454
BGH, 23.08.1979 - 4 StR 379/79 (https://dejure.org/1979,1454)
BGH, Entscheidung vom 23.08.1979 - 4 StR 379/79 (https://dejure.org/1979,1454)
BGH, Entscheidung vom 23. August 1979 - 4 StR 379/79 (https://dejure.org/1979,1454)
Tipp: Um den Kurzlink (hier: https://dejure.org/1979,1454) schnell in die Zwischenablage zu kopieren, können Sie die Tastenkombination Alt + R verwenden - auch ohne diesen Bereich zu öffnen.
Verurteilung wegen Betruges wegen Vortäuschung eines Versicherungsfalles - Strafbefreiender Rücktritt vom versuchten Diebstahl - Freiwilligkeitskriterium für den Rücktritt vom Versuch erfordert keinen sittlich billigenswerten Beweggrund
Zum Rücktritt vom Betrugsversuch zur Erlangung der Vorteile einer selbständigen Vortat
NJW 1980, 602
MDR 1979, 1034
Für diesen ist anerkannt, dass der Täter die Durchführung seines Entschlusses im Ganzen und endgültig aufgeben muss, um die Voraussetzungen eines Rücktritts i.S.d. § 24 StGB zu erfüllen (vgl. z.B. schon BGH, Urteile vom 14. April 1955 - 4 StR 16/55, BGHSt 7, 296 und vom 23. August 1979 - 4 StR 379/79, NJW 1980, 602).
BGH, 13.02.1985 - 3 StR 481/84
Der Bundesgerichtshof hat zwar wiederholt (vgl. BGHSt 7, 296, 297; BGH NJW 1980, 602) darauf hingewiesen, daß nur derjenige strafbefreiend zurücktreten könne, der die Durchführung des kriminelle Entschlusses im ganzen und endgültig aufgebe.
BGH, 15.08.2001 - 2 StR 292/01
Freiwilliger strafbefreiender Rücktritt (Endgültiges Aufgeben der Tat; Sukzessive …
Es ist nicht auszuschließen, daß darin ein Verhalten liegt, durch das die Angeklagten die Tatausführung im ganzen und endgültig aufgegeben, d.h., ihre Geldforderung nicht mehr aufrechterhalten haben (vgl. BGHSt 7, 296, 297; BGH NJW 1980, 602).
Voraussetzung des strafbefreienden Rücktritts nach § 24 Abs. 1 erste Alternative StGB ist, daß der Täter "die Durchführung des kriminellen Entschlusses" (BGHSt 33, 142, 145; vgl. auch BGHSt 7, 296, 297; BGH NJW 1980, 602) aufgibt.
Freiwillig und somit strafbefreiend nach § 24 Abs. 1 Satz 1 StGB ist der Angeklagte hiernach zurückgetreten, wenn sich sein Ablassen von der weiteren Tatausführung als das Ergebnis einer nüchternen Abwägung erweist, ohne daß es insoweit darauf ankommt, ob die Beweggründe hierzu sittlich billigenswert sind oder nicht (BGH in NStE Nr. 18 zu § 24 StGB ; ferner BGH in NJW 1980, 602 und 1985, 2771).

References: § 24
 BGH 
 BGH 
 § 24
 BGH 
 § 24
 § 24
 BGH