Source: http://www2.lubw.baden-wuerttemberg.de/public/abt2/dokablage/oac_12/vo/2/2108.htm
Timestamp: 2018-11-19 10:13:42+00:00

Document:
2.108 Tiefenbronner Seewiesen
Verordnung des Regierungspräsidiums Karlsruhe über das Naturschutzgebiet "Tiefenbronner Seewiesen" vom 16. Dez. 1987 (GBl. v. 11.03.1988, S. 96).
Aufgrund von §§ 21, 58 Abs. 2 und § 64 Abs. 1 Nr. 2 des Gesetzes zum Schutz der Natur, zur Pflege der Landschaft und über die Erholungsvorsorge in der freien Landschaft (Naturschutzgesetz -NatSchG) vom 21. Oktober 1975 (GBl. S. 654), geändert durch das Gesetz zur Bereinigung des baden-württembergischen Ordnungswidrigkeitenrechts vom 6. Juni 1983 (GBl. S. 199), und von § 22 Abs. 2 und § 33 Abs. 2 Nr. 4 des Landesjagdgesetzes (LJagdG) in der Fassung vom 20.12.1978 (GBl. 1979 S. 12) wird verordnet:
Die in § 2 näher bezeichnete Fläche auf dem Gebiet der Gemeinde Tiefenbronn, Enzkreis, wird zum Naturschutzgebiet erklärt. Das Naturschutzgebiet führt die Bezeichnung "Tiefenbronner Seewiesen".
(1) Das Naturschutzgebiet hat eine Größe von rd. 30 ha. Es umfaßt auf dem Gebiet der Gemeinde Tiefenbronn, Gemarkung Tiefenbronn die Grundstücke 2187/1, 2188 bis 2192, 2203 bis 2208, 2209/1, 2209/2, 2210 bis 2221, 2223/1, 2224/1, 2224/2, 2225 bis 2231, 2233 bis 2237, 2239, 2240, 2240/1, 2241, 2241/1, 2242 bis 2244, 2252/1, 2252/2, 2560, 2561, 2567, 2568, 2573, 2646 bis 2649, 2651 bis 2653, 2654/1, 2655 bis 2662, 2665, 2668 bis 2679, 2681 bis 2701, 3548 (teilweise), 3580 (teilweise), 3587 bis 3596, 3602 (teilweise), 3605 (teilweise), 3606 (teilweise), 3624 bis 3629, 3631 bis 3634, 3636/1, 3636/2, 3638 (teilweise), 3640/1, 3640/2, 3641, 3642 (teilweise), 3648 bis 3650, 3652 bis 3654, 3656, 3658 bis 3670, 3672 bis 3691, 3694 bis 3700 und auf Gemarkung Mühlhausen die Grundstücke Flst.Nrn. 1862 bis 1864.
(2) Die Grenzen des Schutzgebietes sind in einer Übersichtskarte im Maßstab 1:25000 mit durchgezogener roter Linie und in 1 Detailkarte im Maßstab 1:2500 mit durchgezogener roter, grau angeschummerter Linie eingetragen. Die Karten sind Bestandteil der Verordnung. Die Verordnung mit Karten wird beim Regierungspräsidium Karlsruhe und beim Landratsamt Enzkreis in Pforzheim auf die Dauer von drei Wochen, beginnend am achten Tag nach Verkündung dieser Verordnung im Gesetzblatt, zur kostenlosen Einsicht durch jedermann während der Sprechzeiten öffentlich ausgelegt.
(3) Die Verordnung mit Karten ist nach Ablauf der Auslegungsfrist bei dem in Absatz 2 Satz 3 bezeichneten Stellen zur kostenlosen Einsicht durch jedermann während der Sprechzeiten niedergelegt.
1. eines Feuchtbiotops aus wissenschaftlichen und ökologischen Gründen als vielfältiger Lebensraum und Rastplatz seltener und vom Aussterben bedrohter Vogelarten,
2. eines geologisch bedeutsamen Steinbruchs an der Schichtgrenze von oberem Buntsandstein und unterem Muschelkalk, und
3. von versaumten Halbtrockenrasen.
10. zu zelten, zu lagern, Wohnwagen, sonstige Fahr zeuge oder Verkaufsstände aufzustellen oder motorgetriebene Schlitten zu benutzen;
14. die Wege mit Fahrzeugen aller Art ausgenommen Fahrräder und Krankenfahrstühle zu befahren;
15. Flugobjekte aller Art und Motorsport zu betreiben;
18. Röhricht, Gehölze, Hecken und Sträucher zu beseitigen oder zu zerstören.
- in Schilf und Röhrichte nicht eingegriffen wird,
- Wildfütterung nur in der Notzeit erfolgt,
- die Jagd mit Ausnahme auf Haarwild in der Zeit vom 01.04. bis 31.07. ruht,
- Hochsitze und Jagdkanzeln nur in herkömmlicher Holzbauweise errichtet werden,
- Kirrplätze nicht eingerichtet werden;
2. für die ordnungsmäßige Ausübung der landwirtschaftlichen Nutzung in der bisherigen Art und im bisherigen Umfang ausgenommen § 4 Abs. 2 Nr. 4, 16 bis 18. Innerhalb landwirtschaftlich genutzter Flächen kann neu entstehender Aufwuchs beseitigt werden;
3. für die ordnungsmäßige Ausübung der forstwirtschaftlichen Nutzung in der bisherigen Art und im bisherigen Umfang mit der Maßgabe, daß die vorhandenen Nadel- und Laubholzbestände durch standortgemäße Laubgehölze ersetzt oder in Dauergrünland oder Ödland umgewandelt werden;
Von den Vorschriften dieser Verordnung kann nach § 63 NatSchG oder nach jagdrechtlichen Bestimmungen erteilt werden.
(1) Ordnungswidrig im Sinne des § 64 Abs. 1 Nr. 2 NatSchG handelt, wer im Naturschutzgebiet vorsätzlich oder fahrlässig eine der nach § 4 dieser Verordnung verbotenen Handlungen vornimmt.
Karlsruhe, den 16. Dez. 1987

References: § 64
 § 22
 § 33
 § 2
 § 4
 § 63
 § 64
 § 4