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Timestamp: 2020-03-29 09:01:58+00:00

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KG, 30.10.2006 - 8 U 38/06 - dejure.org
KG, 30.10.2006 - 8 U 38/06
https://dejure.org/2006,2228
KG, 30.10.2006 - 8 U 38/06 (https://dejure.org/2006,2228)
KG, Entscheidung vom 30.10.2006 - 8 U 38/06 (https://dejure.org/2006,2228)
KG, Entscheidung vom 30. Januar 2006 - 8 U 38/06 (https://dejure.org/2006,2228)
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§ 281 Abs 1 BGB, § 281 Abs 2 BGB
Wohnraummiete: Endgültige Erfüllungsverweigerung des Mieters bei Auszug ohne Durchführung der Schönheitsreparaturen; Pflicht des Vermieters zur Setzung einer Vierzehntagesfrist für die Renovierung der geräumten und nachvermieteten Wohnung
Notwendige Fristsetzung für Schönheitsreparaturen
Schönheitsreparaturen - Nichtdurchführung und Schadensersatzanspruch des Vermieters
Wohnraummietrecht - Schadensersatz wegen unterlassener Schönheitsreparaturen
Mietrecht - Pauschaler Hinweis auf fehlende Schönheitsreparaturen reicht nicht
Auszug eines Mieters ohne vorherige Durchführung von Schönheitsreparaturen als Zeichen für eine endgültige Erfüllungsverweigerung; Erfordernis einer konkreten Mitteilung über die durchzuführenden Schönheitsreparaturen ; Schadensersatzanspruch wegen Nichtdurchführung von ...
Streit um Mietkaution - Wann erübrigt es sich, dem Mieter eine Frist für Schönheitsreparaturen zu setzen?
Unwirksame Öffnungsklausel bei Gewerbemiete
Schönheitsreparaturen, Erfüllungsverweigerung und Aufforderung
Schönheitsreparaturen: Anforderungen an die Leistungsaufforderung (IMR 2007, 39)
LG Berlin, 07.02.2006 - 29 O 462/05
NZM 2007, 356
ZMR 2007, 112
WuM 2007, 71
Da es sich vorliegend im Übrigen hinsichtlich des Natursteins im Bad (Reparaturkosten in Höhe von 1.690,86 Euro netto) und der Kosten für die Überprüfung des Fahrstuhls (535,42 Euro brutto) um Schadensersatzansprüche wegen Pflichtverletzungen handelt, ist gemäß § 280 BGB auch eine vorherige Fristsetzung der Beklagten gegenüber den Klägern zur Leistung und/oder Nacherfüllung gemäß § 281 Abs. 1 BGB grundsätzlich hier nicht erforderlich gewesen (BGH, Urteil vom 12.05.2004, Az.: XII ZR 223/01, u. a. in: NZM 2004, Seiten 583 f.; BGH, WuM 1997, Seiten 217 f.; BGH, NJW-RR 1992, Seiten 1226 ff.; BGH, NJW 1991, Seiten 2416 ff.; KG Berlin, NJW-RR 2007, Seiten 1602 f.; KG Berlin, WuM 2007, Seiten 71 f.; LG Dessau-Roßlau, Urteil vom 29.09.2016, Az.: 5 S 177/15; LG Berlin, Grundeigentum 1998, Seite 1213; LG Saarbrücken, WuM 1999, Seite 547; AG Brandenburg an der Havel, Urteil vom 07.05.2015, Az.: 31 C 58/14; AG Halle/Saale, Urteil vom 24.02.2011, Az.: 93 C 3977/09).
Welche Zeitspanne/Frist für die Mängelbeseitigung/Renovierung angemessen ist, bestimmt sich zwar im Übrigen nach den Umständen des jeweiligen Einzelfalls (Reichsgericht, JW 1911, Seite 12 Nr. 11 = WarnRspr. 1911 Nr. 66; BGH, NJW 1985, Seiten 2640 ff.; AG Brandenburg an der Havel, Urteil vom 07.05.2015, Az.: 31 C 58/14), jedoch wird grundsätzlich davon ausgegangen, dass eine 14-Tages-Frist zur Vornahme der Renovierung einer kompletten Wohnung ausreichend ist (KG Berlin, WuM 2007, Seiten 71 f. = NZM 2007, Seiten 356 f.; AG Brandenburg an der Havel, Urteil vom 07.05.2015, Az.: 31 C 58/14).
Welche Zeitspanne/Frist für eine Mängelbeseitigung/Renovierung angemessen ist, bestimmt sich im Übrigen nach den Umständen des jeweiligen Einzelfalls (Reichsgericht, JW 1911, Seite 12 Nr. 11 = WarnRspr. 1911 Nr. 66; BGH, NJW 1985, Seiten 2640 ff.), jedoch wird grundsätzlich wohl davon ausgegangen, dass eine 14-Tages-Frist zur Vornahme einer Renovierung einer kompletten Wohnung ausreichend ist (KG Berlin, WuM 2007, Seiten 71 f. = NZM 2007, Seiten 356 f.).
Da es sich vorliegend hinsichtlich der historischen (und denkmalgeschützten) Wand-Fliesen um Schadensersatzansprüche wegen einer Pflichtverletzung handelt, wäre gemäß § 280 BGB auch eine vorherige Fristsetzung des Vermieters gegenüber der Klägerin als Mieterin zur Leistung gemäß § 281 Abs. 1 BGB grundsätzlich nicht erforderlich (BGH, Urteil vom 12.05.2004, Az.: XII ZR 223/01, u.a. in: NZM 2004, Seiten 583 f.; BGH, WuM 1997, Seiten 217 f.; BGH, NJW-RR 1992, Seiten 1226 ff.; BGH, NJW 1991, Seiten 2416 ff.; KG Berlin, NJW-RR 2007, Seiten 1602 f.; KG Berlin, WuM 2007, Seiten 71 f.; LG Dessau-Roßlau, Urteil vom 29.09.2016, Az.: 5 S 177/15; LG Heidelberg, Urteil vom 24.06.-, Az.: 5 S 52/12, u.a. in: ZMR 2014, Seiten 41 ff.; LG Berlin, Grundeigentum 1998, Seite 1213; LG Saarbrücken, WuM 1999, Seite 547; AG Brandenburg an der Havel, Urteil vom 24.02.2017, Az.: 31 C 179/14, u.a. in: IMR 2017, 191 = BeckRS 2017, Nr.: 102388 = IBRS 2017, Nr.: 0847; AG Halle/Saale, Urteil vom 24.02.2011, Az.: 93 C 3977/09).

References: § 281
 § 281
 § 280
 § 281
 § 280
 § 281