Source: http://www.gesetze-rechtsprechung.sh.juris.de/jportal/?quelle=jlink&query=TalLangNatSchGV+SH&psml=bsshoprod.psml&max=true&aiz=true
Timestamp: 2020-02-25 19:55:25+00:00

Document:
Gesetze-Rechtsprechung Schleswig-Holstein TalLangNatSchGV SH | Landesnorm Schleswig-Holstein | Gesamtausgabe | Landesverordnung über das Naturschutzgebiet "Tal der Langballigau" vom 13. Dezember 1990 | gültig ab: 01.01.2003
Landesverordnung über das Naturschutzgebiet "Tal der Langballigau"...
juris-Abkürzung: TalLangNatSchGV SH
Fundstelle: GVOBl. 1991 36
Gliederungs-Nr: 791-4-125
Landesverordnung über das Naturschutzgebiet "Tal der Langballigau"
Landesverordnung über das Naturschutzgebiet "Tal der Langballigau" vom 13. Dezember 1990 01.01.2003
Aufgrund des § 16 Abs. 1 des Landschaftspflegegesetzes verordnet der Minister für Natur, Umwelt und Landesentwicklung die folgenden §§ 1 bis 8 mit Ausnahme des § 5 Abs. 1 Nr. 2; aufgrund des § 39 Abs. 1 Nr. 8 des Landesjagdgesetzes verordnet der Minister für Ernährung, Landwirtschaft, Forsten und Fischerei den folgenden § 5 Abs. 1 Nr. 2 und § 8 Abs. 1:
(1) Das Tal der Langballigau in den Gemeinden Langballig, Westerholz und Dollerup, Kreis Schleswig-Flensburg, wird zum Naturschutzgebiet erklärt.
(2) Das Naturschutzgebiet wird mit der Bezeichnung "Tal der Langballigau" unter Nummer 137 in das beim Ministerium für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume als oberster Landschaftspflegebehörde geführte Verzeichnis der Naturschutzgebiete eingetragen.
(1) Das Naturschutzgebiet ist rund 124 ha groß und umfaßt in den Gemarkungen
die Flurstücke 1/1, 191/10 teilweise, 194/2, 166/2 teilweise, 166/3, 166/11 teilweise, 166/10, 229/3 229/2, 3/2, 24/3, 25 teilweise, 196 teilweise, 195, 6, 7/1, 8/2, 16/1, 17/1, 12/2, 10/1, 18/1, 19/1, 20, 21/1, 198/1, 88/1, 86/1, 85/1 teilweise, 242/2, 50/2, 53/1, 49/1, 54, 45/1, 36/1, 38/1, 26/1 teilweise, 104/1 teilweise, 105/2 teilweise, 208/1 teilweise, 94, 95, 96, 97/1, 100/1, 101, 206, 106/1, 108, 245, 110/1, 109/1, 114/1 teilweise, 246, 120/1 teilweise, 119, 247, 248,
die Flurstücke 41/2, 41/3, 188,
die Flurstücke 110/3 teilweise, 172, 100, 101/1, 102/1, 107/3, 77/5 teilweise, 77/6, 85/1, 84/1, 83/1, 82/1, 81/2, 80/3, 79, 60, 59, 58, 57, 56, 55, 53/3, 53/4, 51/1, 52/1, 50/1, 49, 46/2, 45, 43/2, 32/2, 34/2, 35/1, 37/2, 64/1, 66/2, 67/1, 68/2, 69/1, 75/1 teilweise, 154, 73/1, 170 teilweise, 169, 173, 167 teilweise, 152, 151, 21/3, 44, 29/2, 24/2, 21/2, 17/2, 13/2, 7/2, 3/2, 1/2, 63/2, 63/3, 166, 141, 171, 133/1 teilweise, 138, 140/1, 145/3 teilweise, 150/9, 150/10, 147/1, 153,
die Flurstücke 124, 102/3 teilweise, 104/3 teilweise, 123, 122, 34/3 teilweise, 121, 120, 34/4 teilweise, 3/1, 4/1, 5/2, 6/1, 8, 9, 108/1, 10, 11/1, 13/2,
die Flurstücke 43, 42, 238/41, 186, 39/1, 190, 191/16, 189/1, 15, 14, 13/3, 187, 30/112, 188, 30/31, 30/4, 13/2, 12/9, 12/10, 12/11, 12/7, 176/2, 10/4, 10/14, 10/15, 176/3, 9/3, 9/4, 9/5, 3/12, 3/13, 3/14, 176/4, 176/5, 176/11, 176/10, 13/1, 30/5, 12/6, 10/1, 10/6, 10/5, 10/12, 10/11, 10/10, 9/1, 3/27 teilweise, 10/9, 12/4, 20/6, 20/5, 20/4, 30/13, 21/3, 29/10, 30/152 teilweise, 30/10 teilweise, 30/41 teilweise, 30/42 teilweise, 30/11 teilweise, 30/44 teilweise, 30/149 teilweise, 30/43 teilweise, 176/9, 29/6, 3/15,
die Flurstücke 57/2 teilweise, 70/1 teilweise, 182/68, 87, 133, 85/1 teilweise, 142/127 teilweise, 88/1 teilweise, 102/1, 128,
Terkelstoft,
die Flurstücke 129/1 teilweise, 139/1, 173/2,
die Flurstücke 72/1 teilweise, 6/1, 8/1 teilweise, 9/1 teilweise, 11/1 teilweise, 23/1 teilweise, 3/4 teilweise und 25/1 teilweise.
(2) Die Grenze des Naturschutzgebietes ist in den Abgrenzungskarten, Blatt 1 bis 4, im Maßstab 1 : 5.000 rot eingetragen. Sie verläuft auf der dem Gebiet zugewandten Seite der roten Linie. Die Ausfertigung der Karten ist beim Minister für Natur, Umwelt und Landesentwicklung, Oberste Landschaftspflegebehörde, 2300 Kiel, verwahrt. Die Karten sind Bestandteile dieser Verordnung.
Minister für Ernährung, Landwirtschaft, Forsten und Fischerei - Oberste Jagdbehörde -, 2300 Kiel,
Amtsvorsteher des Amtes Langballig, 2391 Langballig,
der Gemeinde Langballig, 2391 Langballig,
der Gemeinde Westerholz, 2391 Westerholz,
der Gemeinde Dollerup, 2391 Dollerup,
(1) Das Naturschutzgebiet dient dem Schutz und der dauerhaften Sicherung eines landschaftlich reizvollen Bachtales an der schleswig-holsteinischen Ostseeküste mit einem weitgehend natürlich mäandrierenden Fließgewässer und einer vielfältigen Ausstattung mit Feuchtbiotopen und naturnahen Laubhangwäldern. Aufgrund der großen Vielfalt der erdgeschichtlichen Erscheinungsformen bietet der Talraum der Langballigau mit seiner Umgebung Lebensräume und Lebensstätten für zahlreiche Pflanzen- und Tierarten. Die hier vorzufindenden Standortbedingungen gewähren Pflanzen und Tieren von besonders bedrohten Arten eine Möglichkeit des Überlebens und der dauerhaften Arterhaltung.
die ordnungsgemäße land- und forstwirtschaftliche Bodennutzung im Sinne des § 7 Abs. 2 des Landschaftspflegegesetzes der bei Inkrafttreten dieser Verordnung als
Grünland genutzten Flächen in der bisherigen Art, Intensität und dem bisherigen Umfang mit der Einschränkung, daß weder Pflanzenschutzmittel, Dünger noch andere Stoffe ausgebracht werden dürfen;
Wald genutzten Flächen in der bisherigen Art und dem bisherigen Umfang; bei Bruchwald, soweit die Bestimmungen des § 11 des Landschaftspflegegesetzes nicht entgegenstehen;
die ordnungsgemäße Ausübung des Jagdrechtes im Sinne des § 1 des Bundesjagdgesetzes mit der Einschränkung, daß die Jagd auf Wasserwild nur in der Zeit vom 16. Oktober bis zum 31. Dezember eines jeden Jahres zulässig ist, geschlossene Hochsitze nicht errichtet, Fütterungseinrichtungen nicht errichtet oder betrieben und Wildäcker nicht angelegt werden dürfen;
die ordnungsgemäße Ausübung der Fischerei im Sinne des § 7 Abs. 2 des Landschaftspflegegesetzes mit der Einschränkung, daß
Reusen nicht verwendet werden dürfen;
Besatzmaßnahmen nur mit Zustimmung des Fischereiamtes im Einvernehmen mit dem Landesamt für Naturschutz und Landschaftspflege durchgeführt werden dürfen;
der Fischfang mit der Handangel nur in der Zeit vom 15. Juli bis zum 31. März zwischen Sonnenaufgang und Sonnenuntergang von Angelplätzen oder Uferabschnitten aus erlaubt ist, die unter Berücksichtigung der Bestimmungen des § 11 des Landschaftspflegegesetzes und der berechtigten Belange der Grundstückseigentümer von der unteren Landschaftspflegebehörde festzulegen und in der Örtlichkeit zu kennzeichnen sind. Die untere Landschaftspflegebehörde kann die Ausübung des Fischfanges durch Einzelanordnung einschränken, wenn dieses zum Schutz besonders störungsempfindlicher Tiere erforderlich ist;
die Nutzung der genehmigten Fischteiche in der bisherigen Art und dem bisherigen Umfang;
die Nutzung des Flurstückes 109/1 der Flur 2 in der Gemarkung Langballig als Obstgarten in der bisherigen Art und dem bisherigen Umfang mit der Einschränkung, daß Pflanzenschutzmittel nicht angewendet werden dürfen;
des Wochenendhauses auf dem Flurstück 55 der Flur 8 in der Gemarkung Langballig,
des Wohnhauses mit Garten auf dem Flurstück 63/2 der Flur 8 in der Gemarkung Langballig, in der bisherigen Art und dem bisherigen Umfang soweit der Schutzzweck nicht beeinträchtigt wird und keine nachhaltigen Störungen auf das Naturschutzgebiet ausgehen;
von den Verboten des § 4 Abs. 1 Nr. 12, 13, und 18 ,
(2) Gleichzeitig tritt die Verordnung zum Schutze von Landschaftsteilen im Kreise Flensburg-Land vom 31. März 1967 (Amtsbl. Schl.-H./AAz. S. 71), zuletzt geändert durch Kreisverordnung vom 16. Mai 1990 (Kreisblatt für den Kreis Schleswig-Flensburg Nr. 14 vom 28. Juni 1990), außer Kraft, soweit sie das in § 2 Abs. 1 dieser Verordnung beschriebene Gebiet betrifft.

References: § 16
 § 5
 § 39
 § 5
 § 8
 § 7
 § 11
 § 1
 § 7
 § 11
 § 4
 § 2