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Timestamp: 2020-02-29 14:08:59+00:00

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Mittelpunktbibliothek am Alten Markt : Berlin-Köpenick ; Erweiterung, denkmalgerechter Umbau und Sanierung eines ehemaligen Schulgebäudes ; Einladungswettbewerb für Architekten / Hrsg. Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Abt. Städtebau und Projekte, Referat II D
Einladungswettbewerb für Architekten Mittelpunktbibliothek am Alten Markt, Altstadt Köpenick
Berlin-Köpenick ; Bibliothek ; Architekturwettbewerb
Elektronische Ressource (PDF-Datei: 59 S., 1.29 MB)
Datum des Herunterladens: 22.08.2013
urn:nbn:de:kobv:109-opus-201008
Mittelpunktbibliothek am Alten Markt
Mittelpunktbibliothek am Alten Markt Berlin-Köpenick
Einladungswettbewerb für Architekten Mittelpunktbibliothek am Alten Markt, Altstadt Köpenick Erweiterung, denkmalgerechter Umbau und Sanierung eines ehemaligen Schulgebäudes Ausschreibung
Herausgeber Senatsverwaltung für Stadtentwicklung Abteilung Städtebau und Projekte Referat II D Behrenstrasse 42 10117 Berlin Wettbewerbsvorbereitung und -durchführung Schönwälder / Zimmer Architektur & Stadtplanung Bülowstraße 66, Aufg. D 1 10783 Berlin Titelbild Luftbild: Befliegung von 2004 Druck Copyprint Berlin
Anlass und Ziel .............................................................................................7 Teil 1 Verfahren.............................................................................................9 1.1 1.2 1.3 1.4 1.5 1.6 1.7 1.8 1.9 1.10 1.11 1.12 1.13 1.14 1.15 1.16 1.17 1.18 Auslober, Koordination und Durchführung.......................................9 Art des Verfahrens ............................................................................9 Grundsätze und Richtlinien für Wettbewerbe ..................................9 Teilnehmer/innen.............................................................................10 Preisgericht und Vorprüfung ...........................................................10 Versand der Wettbewerbsunterlagen.............................................13 Einlieferung der Wettbewerbsarbeiten ...........................................13 Rückfragen ......................................................................................14 Verzeichnis der Wettbewerbsunterlagen .......................................14 Wettbewerbsleistungen...................................................................15 Beurteilungsverfahren.....................................................................17 Preise und Bearbeitungshonorar....................................................17 Weitere Bearbeitung der Wettbewerbsaufgabe.............................18 Eigentum / Urheberrecht / Veröffentlichung...................................18 Verfassererklärung..........................................................................18 Bekanntgabe der Ergebnisse/Ausstellung der Arbeiten................18 Haftung ............................................................................................19 Zusammenfassung der Termine....................................................19
Teil 2 Situation und Planungsvorgaben..................................................21 2.1 2.2 2.3 2.4 2.5 2.6 2.7 2.8 Historische Entwicklung ..................................................................22 Städtebauliche Rahmenbedingungen ............................................23 Das Wettbewerbsgebiet..................................................................27 Technische Infrastruktur .................................................................32 Planungsrechtliche Situation ..........................................................33 Denkmalschutz................................................................................34 Verkehrsplanung .............................................................................35 Organisation des bezirklichen Bibliothekssystems........................36
Teil 3 Wettbewerbsaufgabe.......................................................................39 3.1 3.2 3.3 3.4 3.5 3.6 3.7 3.8 3.9 3.10 Planungsumfang .............................................................................39 Städtebauliche und architektonische Zielsetzung .........................40 Allgemeine bautechnische Anforderungen ....................................40 Funktionale Anforderungen ............................................................42 Erschließung / Stellplätze ...............................................................44 Baukosten / Wirtschaftlichkeit.........................................................44 Ökologische Zielsetzung.................................................................46 Barrierefreies Bauen .......................................................................46 Baurechtliche Vorschriften, Normen, Richtlinien ...........................47 Beurteilungskriterien des Preisgerichts..........................................47
Teil 4 Anhang ..............................................................................................48 4.1 4.2 4.3 Fotodokumentation .........................................................................48 Quellenangaben ..............................................................................55 Digitale Anlagen ..............................................................................57
Mittelpunktbibliothek am Alten Markt / Anlass und Ziel
Gegenstand des Wettbewerbs ist die Erweiterung, der denkmalgerechte Umbau und die Sanierung der ehemaligen Schule Alter Markt 2 zu einer Mittelpunktbibliothek für den Bezirk. Das umzusetzende Raumprogramm hat insgesamt eine Größe von rd. 2.100 qm Nutzfläche. Der Gesamtkostenrahmen beträgt ca. 4,3 Mio. Euro einschließlich Mehrwertsteuer. Ziel der Stadtplanung für die Altstadt von Köpenick ist die Herstellung eines geschlossenen Straßenbildes und klarer Stadtstrukturen. Das Bauvorhaben am Alten Markt soll hierzu einen Beitrag leisten. Zudem soll es zur Entstehung eines kleinen Marktplatzes in Anlehnung an die historische Situation und zur nachhaltigen Stärkung der Köpenicker Altstadt beitragen. Mit der Schaffung einer modernen Mittelpunktbibliothek soll eine zentrale Serviceeinrichtung für Informations-, Kommunikations- und Multimediadienstleistungen entstehen, wo man auch gerne verweilt, sich wohl fühlt, sich trifft und sich austauschen kann. Die Bibliothek soll Frequenzbringer, Impulsgeber und Imageträger sein. Ziel des Wettbewerbs ist die Erlangung eines realisierbaren Entwurfs, der die funktionalen und wirtschaftlichen Anforderungen einer modernen Bibliothek erfüllt und sich auf überzeugende Weise mit den städtebaulichen und architektonischen Ansprüchen des Stadtraumes auseinandersetzt. An das Gebäudeensemble werden hohe Anforderungen bezüglich Denkmalschutz, des ökologischen und kostensparenden Bauens gestellt. Wunsch des Bezirkes ist zudem, mit der Baumaßnahme das Parkplatzangebot für die historische Altstadt von Köpenick zu erweitern. In einer zu planenden Tiefgarage soll Platz für 20-25 Einstellplätze geschaffen werden. Die entstehenden Freiräume sollen gestalterisch aufgezeigt werden. Ein erklärtes Ziel des Bezirks ist die Förderung der Zusammenarbeit zwischen Bürgern und Verwaltung. Die Realisierung des Projektes soll eine Stärkung der Identität der Bewohner mit dem Gebiet bewirken. Für den Wettbewerb bedeutet dies, dass die Bürger frühzeitig in das Wettbewerbsverfahren eingebunden werden, indem ihnen die Entwürfe vor der Entscheidung des Preisgerichtes durch die Vorprüfung – in Beisein des Preisgerichtes - vorgestellt und erläutert werden. Das Preisgericht wird seine Entscheidung in Kenntnis der Diskussionsbeiträge aus dem Bürgerforum treffen.
Mittelpunktbibliothek am Alten Markt / Teil 1 Verfahren
Auslober Land Berlin, vertreten durch das Bezirksamt Treptow-Köpenick von Berlin Abteilung Umwelt, Grün und Immobilienwirtschaft Postfach 910240, D-12414 Berlin Tel.: 49 (30) 6172-0 Bedarfsträger Bezirksamt Treptow-Köpenick von Berlin Abt. Bildung, Kultur und Schule Schul- u. Bibliotheksamt Fachbereich Bibliotheken Karin Schuldt Postfach 910240, D - 12414 Berlin Telefon: 49 (30) 6172-0
Senatsverwaltung für Stadtentwicklung Abteilung Städtebau und Projekte Inge Schmidt-Rathert (II D 1) Behrenstr. 42, D - 10117 Berlin-Mitte Tel. 49 (30) 9020 - 5095
Schönwälder Zimmer Architektur & Stadtplanung Barbara Zimmer Bülowstraße 66, Aufg. D 1, D -10783 Berlin Tel. 49 (30) 2175 1920, Fax: 49 (30) 2175 1859 Mail: zimmer@szwettbewerbe.de
Die Auslobung des Realisierungswettbewerbes erfolgt als Einladungswettbewerb mit 7 Teilnehmern. Die Teilnehmer wurden in einem vorangegangenen Teilnahmewettbewerb ausgewählt. Das gesamte Wettbewerbsverfahren ist bis zum Abschluss anonym. Kommunikation Die Wettbewerbssprache ist deutsch. Die Kommunikation mit den Teilnehmern erfolgt per E-Mail.
Dem Wettbewerb liegen die Grundsätze und Richtlinien für Wettbewerbe auf den Gebieten der Raumplanung, des Städtebaus und des Bauwe-
sens (GRW 95) in der Fassung vom 22.12.2003 zugrunde, soweit nachstehend nichts anderes ausgeführt ist. Bei der Vorbereitung der Auslobung hat der Wettbewerbsausschuss der Architektenkammer Berlin entsprechend den Regelungen der GRW 95 beratend mitgewirkt. Der Wettbewerb wird bei der Architektenkammer Berlin unter der Registriernummer B-2005-13 geführt. Einverständnis Jeder Teilnehmer, Preisrichter, Sachverständige, Vorprüfer und Gast erklärt sich durch seine Beteiligung bzw. Mitwirkung am Verfahren mit den vorliegenden Teilnahmebedingungen und der Anwendung der GRW 1995 in der Fassung vom 22.12.2003 einverstanden. Verlautbarungen jeder Art über Inhalt und Ablauf vor und während der Laufzeit des Wettbewerbsverfahrens, einschließlich der Veröffentlichung der Wettbewerbsergebnisse, dürfen nur über die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Referat II D , abgegeben werden. Datenschutz Jeder Teilnehmer, Preisrichter, Sachverständige, Vorprüfer, Gast und Auftragnehmer willigt durch seine Beteiligung bzw. Mitwirkung am Verfahren ein, dass seine personenbezogenen Daten im Zusammenhang mit o.a. Wettbewerb bei der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung in Form einer automatisierten Datei geführt werden. Diese Einwilligung ist auf der Verfasser- bzw. auf der Zustimmungserklärung zu bestätigen. Eingetragen werden Name, Anschrift, Telefon, E-mail, Beauftragung im Wettbewerb, Kammermitgliedschaft, Berufsbezeichnung. Nach Abschluss des Verfahrens können diese Daten auf Wunsch gelöscht werden (durch Vermerk auf der Verfassererklärung). Gemäß § 6 des novellierten Datenschutzgesetzes ist die Einwilligung der Betroffenen notwendig, da eine spezielle Rechtsgrundlage für die Führung dieser Datei fehlt.
Zur Teilnahme am Wettbewerb wurden entsprechend der Ankündigung im EU-Amtsblatt vom 29.07.2005 (Versand der Bekanntmachung) in einem vorgeschalteten Bewerberverfahren durch ein vom Preisgericht unabhängiges Gremium 7 Teilnehmer nach intensiver Prüfung der Bewerbungsunterlagen ermittelt. In Absprache mit dem Landeswettbewerbsausschuss werden die Teilnehmer nicht genannt.
Prof. Walter A. Noebel Architekt, Berlin Prof. Axel Oestreich Architekt, Berlin
Prof. Hannelore Deubzer Architektin, Berlin
Antje Freiesleben Architektin, Berlin
Dr. Hans Stimmann Senatsbaudirektor Senatsverwaltung für Stadtentwicklung Dr. Dieter Schmitz Bezirksstadtrat, Leiter der Abteilung Bauen und Stadtentwicklung Bezirksamt Treptow-Köpenick
Manfred Kühne Oberste Denkmalschutzbehörde Senatsverwaltung für Stadtentwicklung Michael Schneider Bezirksstadtrat, Leiter der Abteilung Umwelt, Grün und Immobilienwirtschaft Bezirksamt Treptow-Köpenick
Dieter Geffers Abt. Wohnungswesen, Stadterneuerung, Bauförderung (IV C) Senatsverwaltung für Stadtentwicklung Gudrun Matthes Abt. Wohnungswesen, Stadterneuerung, Bauförderung (IV C 1-4) Senatsverwaltung für Stadtentwicklung Peter Ostendorff Abt. Städtebau und Projekte (II D) Senatsverwaltung für Stadtentwicklung Dr. Matthias Dunger Landesdenkmalamt, Senatsverwaltung für Stadtentwicklung Karin Schuldt Abteilung Bildung, Kultur und Schule, Schul- und Bibliotheksamt, Fachbereich Bibliotheken, Bezirksamt Treptow-Köpenick
Christian Breer Abteilung Bauen und Stadtentwicklung, Untere Denkmalschutzbehörde, Bezirksamt Treptow-Köpenick Bernd Ziemann Abteilung Bauen und Stadtentwicklung, Bau- und Wohnungsaufsichtsamt, Bezirksamt Treptow-Köpenick Christian Hippmann Abteilung Bauen und Stadtentwicklung, Tiefbauamt, Bezirksamt Treptow-Köpenick Sabine Tillack Abteilung Bauen und Stadtentwicklung, Stadtplanungsamt, Sanierungsverwaltungsstelle, Bezirksamt Treptow-Köpenick Angela Weniger Abteilung Umwelt, Grün und Immobilienwirtschaft, Fachbereich Hochbauamt, Bezirksamt Treptow-Köpenick Cornelia Walger BSM Beratungsgesellschaft für Stadterneuerung und Modernisierung mbH Sanierungsbeauftragte des Landes Berlin
Barbara Zimmer Koordination und verantwortliche Leitung Bernd Reimers Kostenprüfung
Peter Kever Architektenkammer Berlin NN, Betroffenenvertretung im Sanierungsgebiet Köpenick Altstadt/Kietz Vorstadt NN Vertreter der in der Bezirksverordnetenversammlung vertretenen Fraktionen
Versand der Wettbewerbsunterlagen
Den Teilnehmern werden am 5.10.2005 die Wettbewerbsunterlagen zugesandt.
Die Arbeiten sind am 21.11.2005 von 14.00 bis 17.00 Uhr im Büro Schönwälder / Zimmer, Bülowstr. 66 (Aufgang D 1), 10783 Berlin abzugeben oder am selben Tag oder davor liegend per Post- oder Kurierdienst einzureichen. Bei der Einreichung durch Post- oder Kurierdienst ist eine Kopie des Aufgabebelegs in gleicher anonymisierter Weise wie die Arbeit selbst, mit der Kennziffer versehen an das Büro Schönwälder / Zimmer, Bülowstr. 66, 10783 Berlin nachzusenden. Das Modell ist in transportgerechter und wiederverwendbarer Verpackung abzuliefern. Es ist am 28.11.2005 von 14.00 bis 17.00 Uhr an gleicher Stelle oder am selben Tag oder davor liegend per Kurierdienst einzureichen. Die Wettbewerbsarbeiten sind zur Wahrung der Anonymität in verschlossenem Zustand ohne Absender oder sonstigen Hinweis auf den Verfasser, aber mit der Kennzahl und dem Vermerk „Mittelpunktbibliothek am Alten Markt “ einzureichen. Bei Zustellung durch Post- oder Kurierdienst ist der Empfänger als Absender anzugeben. Bei Einlieferung durch Post- oder Kurierdienst (porto- und zustellungsfrei für den Empfänger) gilt die Einlieferungsfrist als erfüllt, wenn der Aufgabestempel das Datum des 21.11.05 oder eines davor liegenden Tages trägt. Für die Einlieferung des Modells gilt entsprechend das Datum des 28.11.05. Der Verfasser trägt die Verantwortung, dass die geforderten Leistungen am 5. Tag nach Abgabedatum vorliegen (bei Plänen und Modell). Der Verfasser selbst ist für die Lesbarkeit des Aufgabestempels auf der Sendung verantwortlich. Nach dem Abgabetermin eingegangene Arbeiten, deren Aufgabestempel / Aufgabebeleg fehlt, unleserlich oder unvollständig ist oder dessen Richtigkeit angezweifelt wird, werden vorbehaltlich des späteren Nachweises zeitgerechter Einlieferung, den der Teilnehmer zu erbringen hat, mitbeurteilt. Bei Einreichung durch Postoder Kurierdienst ist eine Kopie des Aufgabebeleges in gleicher anonymisierter Weise wie die Arbeit selbst, mit der Kennziffer versehen, an das Büro Schönwälder / Zimmer, Bülowstr. 66, 10783 Berlin nachzusenden.
Die Wettbewerbsarbeiten sind in allen Stücken nur durch eine gleichlautende Kennzahl zu bezeichnen. Sie ist aus sechs arabischen Ziffern zu bilden und in einer Größe von 1 cm Höhe und 4 cm Breite auf jedem Blatt und Schriftstück in der rechten oberen Ecke anzubringen. Der Wettbewerbsverfasser hat die Verfassererklärung (siehe Anlagen) mit seiner Anschrift in einem verschlossenen und undurchsichtigen Um-
schlag mit der gleichen Kennzahl abzugeben, mit der er seine Wettbewerbsarbeit gekennzeichnet hat. Dieser Umschlag ist gleichzeitig mit der Wettbewerbsarbeit abzugeben.
Rückfragen (GRW 95, Punkt 5.3.1) können nur schriftlich gestellt werden. Sie müssen bis zum 14.10.2005 unter dem Kennwort „ Mittelpunktbibliothek am Alten Markt“ bei dem Büro Schönwälder, Zimmer, Bülowstr. 66, 10783 Berlin unter folgender E-Mail-Adresse eingegangen sein: zimmer@szwettbewerbe.de. Für die Rückfragen sind die entsprechenden Teilziffern der Ausschreibung, auf welche sie sich beziehen, anzugeben. Die Zusammenstellung der Fragen und Antworten wird allen Teilnehmern bis zum 19.10.2005 zugesandt. Die Beantwortung der Rückfragen ist Bestandteil der Ausschreibung. Ein Rückfragenkolloquium mit den Teilnehmern und dem Preisgericht findet nicht statt. Besichtigungsangebote Die Bestandsgebäude auf dem Grundstück Alter Markt 2 können am 10.10.05 in der Zeit von 10.00 bis 12.00 Uhr, alternativ am 11.10.05 in der Zeit von 14.00 bis 16.00 Uhr, im Inneren besichtigt werden. Das Umgebungsmodell kann am 12.10.05 in der Zeit von 10.00 bis 12.00 Uhr, alternativ am 13.10.05 in der Zeit von 10.00 bis 12.00 Uhr, in den Räumen der Firma Modellbau Bernd Naguschewski, Brunnenstr. 196, in 10119 Berlin besichtigt werden.
Folgende Unterlagen werden den Teilnehmern zur Verfügung gestellt: • vorliegender Auslobungstext • CD-Rom mit Planunterlagen und Anlagen (u.a. Formblätter für Berechnungen) zum vorliegenden Auslobungstext • Modelleinsatzplatte (incl. Bestandsgebäude) • Beantwortung der Rückfragen Auf der CD-Rom sind folgende Planunterlagen in digitaler Form enthalten: 1. Amtlicher Lageplan, M 1:5.000 (TIF/PDF) 2. Lageplan - Arbeitsplan (DWG) 3. Rahmenplan Sanierungsgebiet Fortschreibung 2004, o.M. (PDF) 4. Ausführungsplanung Verkehr Alter Markt, o.M. (PDF) 5. Schichtenverzeichnisse Bodenaufbau (PDF) 6. Vermessungsplan Wettbewerbsgebiet (PDF M 1:200 / DXF) 7. Bestandsbauten (vereinfachte Darstellung, keine Vermessungspläne!) – Arbeitsplan (DWG) 8. Auszüge aus der digitalisierten Bauakte - 2-geschossige Vorplanung der Töchterschule (JPGs)
Luftbilder, Aufnahmedatum 2004, M 1:5.000 u. M 1:1.500 (TIF/PDF)
Von den Teilnehmern werden folgende Leistungen erwartet: 1. Städtebauliches Gesamtkonzept im Maßstab 1 : 500 (Arbeitsplan) mit Darstellung der Gesamtsituation, Baukörper, Freiflächen, Erschließung und Stellplätze für Mobilitätsbehinderte sowie Fahrradabstellplätze EG - Grundriss mit Darstellung der äußeren Erschließung im Maßstab M 1 : 200 Darstellung aller weiteren Grundrisse inclusive der Tiefgarage im Maßstab M 1 : 200 Ansichten und zum Verständnis des Entwurfes erforderliche Schnitte im Maßstab M 1 : 200 Für Neubauteil: Fassaden- bzw. Systemschnitt im Maßstab 1 : 20 mit Teilansicht; der Informationsgehalt soll annähernd dem eines Schnittes M 1 : 50 entsprechen Freie Darstellungen zur Verdeutlichung von konzeptioneller und konstruktiver Idee (z.B. räumliche Darstellung) Einfaches Baumassenmodell im Maßstab M 1:500 unter Verwendung der vorgegebenen Einsatzplatte Prüfpläne (gefaltet) Ein Satz der eingereichten Grundrisse, Schnitte etc. mit Eintragung - der Raumbezeichnungen (lfd. Nr. / Abkürzungen entsprechend Formblättern) - der für die Berechnungen notwendigen Maße - der Raumgrößen - der Änderungen im Altbau in Anlehnung an § 3 (4) der Verordnung über Bauvorlagen im bauaufsichtlichen Verfahren (Bauvorlagenverordnung BauVorlVO) Berechnungen auf Formblättern (Formblatt-Raumprogramm u. Formblätter Gebäudekennwerte Alt-/Neubau s. Anhang) Altbau: - Nutzfläche NF - Fläche Wanddurchbrüche - Fläche Deckendurchbrüche - Fläche Abbruch Wände - Fläche Neubau Wände - Fläche Deckenabhängungen - laufender Meter Streifenfundamente
Neubau (incl. Anbindung an den Bestand): - Nutzfläche NF - Bruttogrundfläche BGF (A/B) - Rauminhalt BRI (A/B) - Bruttogrundrissfläche / Hauptnutzfläche - Gebäudehüllfläche A - Volumen V - Überbaute Fläche - DAF Dachflächen - HTF Horizontale Trennflächen - BAF Basisflächen - AWF Außenwandflächen - IWF Innenwandflächen - BAU Volumen der Baugrube 10. Erläuterungsbericht (getrennt von Plänen, max. 2 DIN A 4 Seiten) mit • Erläuterung und Begründung des Entwurfskonzeptes (Neubau) • Beschreibung der Konstruktion und Materialien (Neubau) • Erläuterung der Umbaumaßnahmen (Altbau) • Aussagen zur Wirtschaftlichkeit • Dokumentation der ökologischen Maßnahmen • Angaben zu den Haustechnikkonzepten • Angaben zum barrierefreien Bauen 11. Baubeschreibung in Anlehnung an DIN 276 zu KG 300 und 400 12. Verfassererklärung (Formblatt s. Anhang) 13. Verzeichnis der eingereichten Unterlagen Als verbindliche Form der Arbeit gilt der Papierausdruck. Zusätzlich sind folgende Leistungen in digitaler Form auf CD-Rom zu erbringen (für Vorprüfbericht, Ergebnisprotokoll und Veröffentlichung): - die geforderten Leistungen nach Punkt 1 bis 5 als Windows-kompatible .tif-Datei(en) in einer Auflösung von bevorzugt 300dpi oder als pdf-Datei(en) mit eingebundenen Pixeldarstellungen in einer Auflösung von bevorzugt 300dpi - die geforderten Leistungen nach Punkt 7 als Datei im Format DWG oder DXF - die ausgefüllten Formblätter zu Punkt 8 und 10 als .xls-Datei (Excel) - die geforderten Leistungen nach Pkt. 1, Pkt. 2 (nur EG-Grundriss) und Pkt. 5 (Perspektive o.ä.) im PDF-Format (jeweils als eine Datei mit einer Breite von 8,25 cm randlos / Höhe: variabel) Für die Präsentation der Wettbewerbsarbeiten stehen 2 m hohe Rolltafeln mit einer Hängefläche von 1,96 m (Breite) x 1,46 m (Höhe) zur Verfügung. Jeder Teilnehmer darf nur eine Arbeit ohne Variante einreichen. Gemäß GRW 95, 5.5, werden Darstellungen, die über die in der Auslobung geforderten Leistungen hinausgehen oder gegen bindende Vorgaben des Auslobers verstoßen, von der Vorprüfung ausgesondert. Farbige Darstellungen sowie erläuternde Skizzen sind zugelassen.
„Offene“ Dateien aus Layout-Programmen (z.B. InDesign, QuarkExpress, Illustrator etc.) können nicht berücksichtigt werden. Bildmaterial, das nicht im genannten Windows-kompatiblen .tif-Format vorliegt, kann nicht berücksichtigt werden. Die CD-ROM selbst trägt als Titel nur die sechsstellige Kennzahl, mit der auch die schriftlichen Pläne gekennzeichnet werden (z.B. 123456). Die einzelnen Dateien auf der CD-ROM müssen wie folgt benannt werden: Der erste Teil des Dateinamens ist die sechsstellige Kennzahl, danach folgt ein Unterstrich und anschließend der eigentliche Dateititel, gefolgt von der Formatangabe, z.B. „tif“. Beispiele: - Lageplan: 123456_lageplan.tif - Grundrisszeichnung Erdgeschoss: 123456_grundriss_eg.pdf - Ansichten: 123456_ansicht_01.pdf - Prüfpläne: 123456_pruefplan_eg.dwg In den Dateinamen dürfen keine Leer- und Sonderzeichen vorkommen. Die CD-ROM ist für Windows-kompatiblen PC zu erstellen. MacintoshFormate können grundsätzlich nicht verwendet werden.
Das Beurteilungsverfahren ist in der GRW 95 (5.5, 5.6, 5.7, Anlagen II und III) dargestellt. Ergänzend gilt folgendes. Die eingereichten Arbeiten werden mit Hilfe eines Kriterienkataloges (s. Pkt. 3.10) vorgeprüft, der mit dem Preisgericht abgestimmt ist. Bei der Erfüllung dieser Aufgabe können die Sachverständigen zur Unterstützung der Vorprüfung hinzugezogen werden. Eine zweiphasige Vorprüfung bleibt vorbehalten. Dem Preisgericht werden die Ergebnisse der Vorprüfung als Entscheidungshilfe zur Verfügung gestellt, die Beurteilung der Arbeiten bleibt dem Preisgericht vorbehalten.
Das Bearbeitungshonorar beträgt 2.631,00 .
Für Preise stehen insgesamt 18.384,- zur Verfügung. Entsprechend GRW ist folgende Aufteilung vorgesehen. 1. Preis: 9.210,00 2. Preis: 5.526,00 3. Preis: 3.648,00 Über die Preise und das Bearbeitungshonorar hinaus ist eine Kostenerstattung nicht vorgesehen. Die Preise werden nach Entscheidung des Preisgerichts unter Ausschluss des Rechtsweges zugeteilt. Das Preisgericht kann einstimmig eine andere Verteilung beschließen oder Preisgruppen bilden. Die Mehrwertsteuer von derzeit 16% ist in den genannten Beträgen nicht enthalten und wird den inländischen Teilnehmern zusätzlich ausgezahlt.
Das Preisgericht gibt eine schriftliche Empfehlung für die weitere Bearbeitung der Wettbewerbsaufgabe. Der Bauherr beabsichtigt, einem der Preisträger unter Würdigung der Empfehlungen des Preisgerichtes weitere Planungsleistungen nach HOAI § 15 (LPH 2-4, LPH 5 begleitend) im Sinne der GRW zu übertragen, sobald die dem Wettbewerb zugrunde liegende Aufgabe verwirklicht wird. Voraussetzung ist, dass die Ausführung der ausgewählten Arbeit in dem vorgegebenen Kostenrahmen (s. Pkt. 3.06) möglich ist. Im Falle einer weiteren Bearbeitung werden durch den Wettbewerb erbrachte Leistungen des Teilnehmers bis zur Höhe des zuerkannten Preises und Bearbeitungshonorars nicht neu vergütet, wenn der Wettbewerbsentwurf in seinen wesentlichen Teilen unverändert der weiteren Bearbeitung zugrunde gelegt wird.
Die eingereichten Unterlagen werden Eigentum des Auslobers. Das Urheberrecht und das Recht der Veröffentlichung der Entwürfe bleiben dem Verfasser erhalten (GRW 7.3). Der Auslober ist berechtigt, die zu Beurteilung zugelassenen Arbeiten nach Abschluss des Wettbewerbs ohne weitere Vergütung zu dokumentieren, auszustellen und (auch über Dritte) zu veröffentlichen. Die Namen der Verfasser werden dabei genannt.
Durch ihre Unterschrift in der Verfassererklärung (s. Anlagen) versichern die Wettbewerbsteilnehmer, dass sie die geistigen Urheber der Wettbewerbsarbeiten sind, gemäß den Teilnahmebedingungen teilnahmeberechtigt, mit einer Beauftragung zur weiteren Bearbeitung einverstanden und zur fach- und termingerechten Durchführung des Auftrages auch berechtigt und in der Lage sind.
Das Ergebnis des Wettbewerbs wird (unter Vorbehalt der Prüfung der Teilnahmeberechtigung) den Teilnehmern, deren Arbeit mit einem Preis ausgezeichnet wird, unmittelbar nach der Entscheidung des Preisgerichts mitgeteilt, allen anderen durch Übersendung des Preisgerichtsprotokolls mitgeteilt und der Öffentlichkeit über die Presse bekannt gegeben (GRW 6.1) sowie unter www.stadtentwicklung-berlin.de/aktuell/ausstellungen angekündigt.
Die zur Beurteilung zugelassenen Wettbewerbsarbeiten werden mit den Namen der Verfasser, der Mitarbeiter und Sonderfachleute, den Preisen, der Aufnahme in die engere Wahl und dem Preisgerichtsprotokoll öffentlich ausgestellt. Eröffnung, Ort und Dauer der Ausstellung werden den Wettbewerbsteilnehmern und der Presse bekannt gegeben (GRW 6.3)
Preisrichterkolloquium / verwaltungsinterne Abstimmung 30.09.2005 Ausgabe (Versand) der Wettbewerbsunterlagen 5.10.2005 Schriftliche Rückfragen bis 14.10.2005 Beantwortung der Rückfragen bis 19.10.2005 Abgabe der Wettbewerbsarbeiten (Pläne) 21.11.2005 Abgabe der Wettbewerbsarbeiten (Modell) 28.11.2005 Ausstellung der Wettbewerbsarbeiten für die Bürger / Vorstellung der Arbeiten im Bürgerforum 7.12.2005 Preisgerichtssitzung 8.12.2005 Ausstellung voraussichtlich 12.12. - 23.12.2005
Mittelpunktbibliothek am Alten Markt / Teil 2 Situation und Planungsvorgaben
Übersichtsplan M 1: 5.000
Die Altstadt von Köpenick, heute administrativer, kultureller und touristischer Mittelpunkt des Bezirkes, gehört zu den drei ältesten Berliner Siedlungsgebieten. Bereits um 800 vor unserer Zeit errichtete ein slawischer Stamm eine Burganlage auf der heutigen Schlossinsel. Um das Jahr 1000 entwickelte sich die landwirtschaftliche Nutzung im Spreegebiet. Mit Übergängen über die Flüsse Dahme und Spree bildete Köpenick im entstehenden Wegenetz einen wichtigen Knotenpunkt. Erstmals urkundlich erwähnt wurde “Copenic” 1209. Im 16. Jahrhundert ließen die brandenburgischen Kurfürsten die ehemalige Burganlage zum Jagdschloss umbauen. Hundert Jahre später begann der niederländische Baumeister Rutger von Langevelt ein neues Schloss zu errichten. Johann Arnold Nering schuf nebenan die Schlosskapelle, die älteste der Mark Brandenburg. Ende des 17. Jahrhunderts setzte eine städtische Entwicklung ein. Straßenführungen, Sichtachsen, Repräsentationsbauten und der Schlossplatz - die Altstadt wandelte sich mit Blick auf den Schlossneubau. 1705 wurde zur Ansiedlung von Kolonisten auf der Nord- und Ostseite der Altstadt Land aufgeschüttet. Die Wohnhäuser waren meist zweigeschossig mit drei oder fünf Achsen. An der Straße Alt-Köpenick entstanden die repräsentativsten Wohngebäude. Der Bereich Alter Markt besaß eine eher untergeordnete Funktion im Stadtgefüge. Dort sind eine Reihe schlichter zweigeschossiger Traufenhäuser mit Neben- und Wirtschaftsgebäuden unverfälscht erhalten geblieben. Daneben wurden auch Manufakturgebäude errichtet, am Wasser siedelten sich Wäschereien an. Mit der einsetzenden Industrialisierung ab 1860 wurde die Bebauung erheblich verdichtet. Auf den schmalen Grundstücken wurden 2- bis 4geschossige Wohnhäuser teilweise mit Seitenflügeln und Nebengebäuden errichtet, die noch heute im Nebeneinander mit der zweigeschossigen Bebauung das Bild der Altstadt prägen. Das bekannte Rathaus (1901 bis 1904), in dem sich der Hauptmann von Köpenick sein Husarenstückchen leistete, sowie eine Reihe weiterer öffentlicher Gebäude unterstrichen die zentrale Funktion der Altstadt. Vor Ausbruch des 1. Weltkrieges war die bauliche Entwicklung Köpenicks auf Grundlage des bereits im Mittelalter entstandenen Netzes von Wegen und der sich daraus ergebenden unregelmäßigen Block- und Parzellenstruktur weitgehend abgeschlossen. Zwischen den Kriegen stagnierte die bauliche Entwicklung. Eine Ausnahme bildet die Erweiterung des Rathauses (1926/27 und 1936/39). Im Zweiten Weltkrieg wurden nur sieben Häuser der Köpenicker Altstadt zerstört (darunter Alter Markt 6), 1945 bis 1978 hingegen wurden 21 alte Gebäude abgerissen. Es folgten noch vereinzelte verfallsbedingte Abrisse, sowohl vor (z.B. Marktbörse und Schmiede am Alten Markt) als auch nach der Wende (z.B. Wohnhaus Katzengraben 20). In einzelnen Bereichen wurde dadurch die städtebauliche Struktur der Blöcke empfindlich gestört, so im Bereich am Alten Markt.
Bedeutsam ist schließlich der Bau (1979 bis 1981) der Müggelheimer Straße als breite Schneise, da hierdurch der städtebauliche Zusammenhang zwischen Altstadt, Schloss und Kietz gestört wurde. Durch Rückbau der Straße soll langfristig eine stadtverträglichere Einbindung erfolgen. Prägend für die Altstadt Köpenick ist die Wasserlage und ein geringer baulicher Verdichtungsgrad im Vergleich zu innerstädtischen Wohngebieten. Charakteristisch für die Baustruktur sind die überwiegend geschlossene Blockrandbebauung und die umfassende Bebauung in den Blockinnenbereichen. Ausnahmen bilden der große Block zwischen Schüßlerplatz und Freiheit sowie der Bereich um den Alten Markt mit einer z.T. offenen Baustruktur. Vorherrschend ist eine viergeschossige gründerzeitliche Bebauung durchmischt mit überwiegend zweigeschossigen Gebäuden aus dem 18. und 19. Jahrhundert. Die höhere Bebauung konzentriert sich im Südwesten an der repräsentativen, auf das Schloss zuführenden Achse Alt-Köpenick, nach Nordosten nimmt die durchschnittliche Höhe ab. Die in ihrer Abgeschlossenheit über Jahrhunderte gewachsene einmalige städtebauliche Anlage besitzt einen hohen architektur- und kulturhistorischen Wert. Kietz-Vorstadt Die südlich des Kietzgrabens an die Altstadt Köpenick angrenzende Kietz-Vorstadt entwickelte sich zusammen mit den gründerzeitlichen Vorstädten Köllnische Vorstadt/Spindlersfeld im Westen sowie der Damm-Vorstadt im Norden in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Der Köpenicker Kietz unmittelbar am Frauentog gelegen entstand als selbständige slawische Fischersiedlung bereits im 13.Jahrhundert. Ursprünglich eine zur Burg auf der Schlossinsel gehörende Dienstsiedlung veränderte sich der Charakter des ehemaligen Fischerdorfes mit der Eingemeindung 1898, in dem sich nun vorrangig Handwerker ansiedelten. Der traditionelle Dorfcharakter ist an den heute noch vorhandenen schmalen Gassen und in der einfachen Bebauung - eingeschossige Putzbauten mit Satteldächern (F1) - zwischen der gründerzeitlichen Bebauung erkennbar. Mit der Errichtung von Plattenbauten Kindergarten — ging die traditionelle jedoch teilweise verloren. Das östlich Viertel ist ein typischer Vertreter der in teten Plattenbausiedlungen. - Wohnhäuser, eine Schule, ein Struktur nach dem 2. Weltkrieg anschließende Salvador-Allendeden 70er und 80er Jahren errich-
2.2 Städtebauliche Rahmenbedingungen
Landschaftsraum Der Bezirk liegt eingebettet zwischen den Grundmoränenplatten Barnim und Teltow im Warschau-Berliner Urstromtal und ist durch Dahme und Spree als städtische Flusslandschaft geprägt. Die Köpenicker Altstadt befindet sich durch ihre Lage direkt am Zusammenfuß der beiden Gewässer in einer inselartigen Lage, die Erlebbarkeit dieser Landschaft ist
durch die Verbauung der Uferbereiche, das Heranreichen der Parzellen und der Bebauung bis ans Wasser, allerdings nur punktuell gegeben. Im Umfeld des Wettbewerbsgebietes besteht über die Spindlergasse ein öffentlicher Zugang zum Wasser. Nördlich der Köpenicker Altstadt verzweigt sich die Spree in die Alte Spree und einen zusätzlichen Entwässerungsgraben. Dieses zusätzliche Teilstück der Spree wurde 1867 für die Schifffahrt verbreitert. Dadurch entstand die heute komplett mit Kleingärten besetzte Baumgarteninsel. Südlich der Altstadt bildet die Dahme eine kleine Bucht zwischen Kietz und Schlossinsel, der Frauentog (F2). Frauentog und Müggelspree werden durch den schmalen nur 5-10 m breiten baumgesäumten Kietzgraben verbunden. Der noch in seiner ursprünglichen Abmessung erhaltene Kietzgraben wurde ebenso wie der Entwässerungsgraben im Norden im Zuge der Besiedlung erforderlich. Öffentlicher Raum - Freiraumstruktur Der bedeutendste städtische Platz der Altstadt ist der Schlossplatz (F3) mit seiner Eingangsfunktion in die historische Altstadt und seiner ursprünglichen Ausrichtung auf das Schloss. 2001-02 denkmalgerecht umgestaltet stellt er gewissermaßen die Schauseite der Altstadt dar. Der auf drei Seiten von der Dahme umgebene Schlosspark, im Stil des englischen Landschaftsgartens gestaltet, bildete mit dem barocken Wasserschloss (heute Kunstgewerbemuseum) und der dazugehörigen Kapelle über Jahrhunderte den Bezugspunkt der städtebaulichen Entwicklung. Auch wenn sich die Besiedlung auf die gesamte Altstadtinsel ausdehnte, blieb der westliche Teil doch das Zentrum. Am Ufer der Dahme befindet sich benachbart die Parkanlage Luisenhain, die bis 2007 mit Mitteln aus dem Förderprogramm „Städtebaulicher Denkmalschutz“ als grüner und zugleich städtischer Raum um- und neugestaltet werden soll. Im Nahbereich des Wettbewerbsgebiets prägen die Platzfolge Schüßlerplatz (F7) und der sich in zwei Teilbereiche differenzierende Alte Markt (F9 / F11/12) den Stadtgrundriss. Der Alte Markt ist in seiner heutigen Ausbildung als Platz schwer wahrnehmbar und besitzt nur geringe Aufenthaltsqualität. V.a. der südliche Platzbereich stellt sich derzeit als konturlose Restfläche dar (ehemalige Bebauung / historische Platzsituation: s. Pkt. 2.3, Seite 23). Zwischen Lüdersstraße und der Straße Katzengraben befindet sich der Futranplatz (F14), ab 1699 Friedhof, dann Marktplatz, heute Grünanlage. Südlich des Heimatmuseums / Kietzgrabens liegt ein stark durchgrüntes Areal im Vorfeld der öffentlichen Grünanlage an Spree / Stichkanal. Der derzeit u.a. als Parkplatz genutzte Bereich ist in der Rahmenplanung (s. Pkt. 2.5) für das Sanierungsgebiet Köpenick-Altstadt / Kietz Vorstadt als Neubaupotential ausgewiesen.
Der Straßenraum im Umfeld des Wettbewerbsgebietes ist weitestgehend in seiner historischen Prägung erhalten. Er ist mit Kopfsteinpflaster im Bereich der Straßen und Kleinpflaster/Granitplatten im Gehwegbereich gestaltet. Der Belag des eigentlichen Platzbereiches Alter Markt besteht aus Kleinpflaster, der historische Kandelaber wird durch eine Schmuckeinfassung eingebunden. (Stadtmöblierungselemente s. Anlagen) Bau- und Nutzungsstruktur des Umfeldes Der Bereich ist durch eine z.T. offene Bebauung, die aus verschiedenen Epochen stammt, gekennzeichnet. Zur historischen Bebauung und zum Charakter Köpenicks zählen neben den Gebäuden entlang der Straßen auch die alten Gebäude im Blockinnenbereich, wie Seitenflügel, Remisen oder gewerbliche Bauten. Typisch für die Bebauung an der Straße Katzengraben ist die Kammstruktur der sich zum Wasser hin öffnenden Bebauung. Schlichte zweigeschossige Traufenhäuser aus dem 18. Jahrhundert – sie dokumentieren die für die Altstadt charakteristische kleinstädtisch bescheidene Wohnhausarchitektur - sowie einige viergeschossige gründerzeitliche Bauten dominieren das Stadtbild. Daneben finden sich vereinzelt Neubauten. Prägend für die Bebauung sind die vorherrschenden Materialien Putz und Ziegel, die Unterschiedlichkeit der Dachlandschaft und Geschossigkeit aufgrund der verschiedenen Gebäudetypen und die Differenziertheit der gründerzeitlichen Fassaden (zu den historischen Gestaltungsmerkmalen s.a. Faltblätter „Gestaltungsempfehlungen Erhaltungsgebiet `Altstadt Köpenick´“ zu den Themen Dächer, Fassaden, Fenster und Türen). Das Heimatmuseum (Alter Markt 1) gehört zu den wenigen erhaltenen Fachwerkgebäuden der Köpenicker Altstadt. Die Nachbarbebauung im Einzelnen: • Heimatmuseum Alter Markt 1 (F25/26) - Baudenkmal: - Wohnhaus von 1665, um 1720 erweitertet, Mitte des 19. Jahrhunderts zu einer "Kinderbewahranstalt" und einem Armenhaus umgebaut, seit 1991 vom Heimatmuseum genutzt (Fachwerkhaus im Typus eines barocken Kleinbürgerhauses mit barocken Traufbalken an der Straßenfassade). • Alter Markt 11 (F19 + F31): - Wohnhaus von 1921-22 (2-gesch., Putzfassade, giebelständig) • Alter Markt 10 (F19) - Baudenkmal: - Wohnhaus von 1680 (2-gesch. mit Putzfassade) und Schmiede von 1907. • Alter Markt 9 (F19) - Baudenkmal: - Mietshaus von 1894 (3-gesch., Ziegelfassade mit einem Mittel- und zwei Seitenrisaliten). • Alter Markt 8 (F10 + F20): - Mietshaus von 1874 (2-gesch., Putzfassade). • Alter Markt 7 (F21) - Baudenkmal: - Wohnhaus, um 1715, Umbau 1853 (2-gesch., Putzfassade). • Alter Markt 4 / Katzengraben 16 (F23) – Baudenkmal: - Wohnhaus Alter Markt 4 von 1683/1869 (2-gesch., Putzfassade);
an der Straße Alter Markt befindet sich eine alte Verbindungsmauer mit eingelassenem Torbogen. - Wohngebäude Katzengraben 16 von 1886. Katzengraben 17 (F22): - Mietshaus von 1846 (2-gesch. + Souterrain, Putzfassade); - Wäscherei (Seitenflügel) und Stallgebäude (Spindlergasse) von 1908 (2- bzw. 3-gesch., gelbe Ziegelfassaden). Katzengraben 19 (F15 + F24) – Baudenkmal: - Wohnhaus von 1837 (1-2-gesch., Putzfassade) - Fabrikgebäude Spindlergasse, 1904 als Dampfwäscherei errichtet (2-4-gesch., rote Ziegelfassaden).
Das Gebiet ist traditionell überwiegend durch Wohnnutzung geprägt, vereinzelt findet sich Kleingewerbe. Nur das Fabrikgebäude am Katzengraben 19 wird großflächig gewerblich genutzt (u.a. mit Restaurant an der Spree).
2.3 Das Wettbewerbsgebiet
Übersicht Wettbewerbsgebiet ca. M 1 : 1.000
Lage und Größe Der Betrachtungsraum liegt im Ortsteil Köpenick des Bezirks TreptowKöpenick, im Stadtteil Alt-Köpenick. Das engere Wettbewerbsgebiet umfasst • das Grundstück Alter Markt 3 / Katzengraben 20 sowie • Teilflächen des Grundstücks Alter Markt 2/1 einschließlich der zu integrierenden Altbauten (ehemaliges Schulgebäude und Wohnhaus für den Hausmeister) und hat eine Größe von ca. 3.476 qm.
Das für die städtebauliche Einordnung und Beurteilung der Baumaßnahme relevante weitere Wettbewerbsgebiet umfasst • die Platzfläche des Alten Marktes einschließlich der • Potentialfläche für eine Neubebauung im Vorfeld des Heimatmuseums und hat eine Größe von ca. 1.166 qm. Eigentum Die im Übersichtsplan Wettbewerbsgebiet schraffierten Flächen befinden sich im Eigentum des Landes Berlin. Gebäudebestand Auf dem Grundstück Alter Markt 2 befindet sich ein als Schule errichtetes (Töchterschule 1876-77) 3-geschossiges Gebäude und nördlich davon ein als Wohnhaus für den Hausmeister erbautes (1925) 1-geschossiges Nebengebäude, das sog. „Hexenhaus“. Sie sind durch einen Torbogen verbunden. Beide Gebäude zählen zu den konstituierenden Elementen des unter Denkmalschutz stehenden Ensembles „Alt Köpenick“. Sie sind in Sichtmauerwerk mit Satteldach ausgeführt und relativ schlicht gestaltet. Die äußere Abmessung des Hauptgebäudes beträgt entsprechend Vermessungsplan 29,0 x 13,6 m. Die Fassadengliederung erfolgt durch zwei symmetrisch angeordnete einachsige Risalite (u.a. Vertikalerschließung) sowie horizontale Gesimse. An den Giebelseiten finden sich vermauerte Fenster. Nur die Fenster des Dachgeschosses sind als solche ausgebildet. Der Hauptzugang erfolgt über den rückwärtigen Gartenbereich. Bei der Konstruktionsart handelt es sich um einen Mauerwerksbau mit Kappendecke im UG und Holzbalkendecken in den weiteren Geschossen. Während im EG aufgrund der höheren Tragfähigkeit der Kappendecke eine Bibliotheksnutzung (Bücherstellflächen) ohne weitere Maßnahmen möglich erscheint, ist dies in den darüberliegenden Geschossen (erfahrungsgemäß beträgt die Tragfähigkeit der Holzbalkendecken ca. 2,5 – 3 kN/qm) nicht gesichert. Ein statisches Gutachten soll vor Aufnahme der Baumaßnahmen erstellt werden. Die äußere Abmessung des „Hexenhauses“ beträgt ca. 11,0 x 7,1 m. Die Dachflächen sind mit Schleppgauben versehen. Fensterläden kennzeichnen dieses Gebäude als Wohnhaus. Die nördliche Giebelseite (Brandwand) ist verputzt, der Südgiebel mit Fenstern versehen. Die Erschließung erfolgt von Osten über eine vorgelagerte Treppenanlage. Die Technikräume im Souterrain sind zusätzlich von Westen (direkter Zugang) erschlossen. Im Garten befindet sich außerdem ein eingeschossiges Nebengebäude direkt am Ufer des Kietzgrabens. Die dort untergebrachten Toilettenanlagen sollen in die Neuplanung integriert, das Gebäude danach abgerissen werden. Das Grundstück Alter Markt 3/Katzengraben 20 ist unbebaut.
Ansichten Bestandsgebäude ca. M 1 : 500
Nutzung Das Hauptgebäude Alter Markt 2 wurde bis vor kurzem kommunal als „Jugendkunstschule“ genutzt. Das Souterrain dient dem benachbarten Heimatmuseum zu Lagerzwecken und soll auch künftig so genutzt werden. Die derzeitige Erschließung der Archivräume erfolgt von Osten über einen separaten Eingang direkt ins Souterrain. Im „Hexenhäuschen“ ist gegenwärtig das Event-Büro des Bezirksbürgermeisters untergebracht. Es wird zu gegebener Zeit verlagert. Das Grundstück Alter Markt 3 / Katzengraben 20 wird temporär als Parkplatz genutzt.
Ehemalige Bebauung / Historische Platzsituation Wie auf einem Plan von 1928 (H1) ersichtlich, war das Areal Alter Markt 3/Katzengraben 20 ehemals mit einer allseitigen Bebauung annähernd als geschlossener Block ausgebildet. Direkt im Anschluss an das „Hexenhaus“, auf dem Grundstück Katzengraben 20, befand sich ein 4-geschossiges Wohnhaus aus der Gründerzeit (um 1900, Abriss 2003; H2). Stadträumlich wirksam am Alten Markt war das Gebäude „Zur Marktbörse“ (H3), das den Platz nach Osten begrenzte. Es handelte sich um ein 1-geschossiges Gebäude mit Krüppelwalmdach. Hierin befand sich u.a. die Restauration „Zur Marktbörse“. Bei den übrigen Bauten auf dem Grundstück Alter Markt 3 / Katzengraben 20 handelte es sich um anspruchslose eingeschossige Nebengebäude. Der eigentliche Platzbereich Alter Markt wurde zudem durch eine Bebauung im Süden vor dem Heimatmuseum räumlich gefasst. Es handelte sich um ein zweigeschossiges Wohnhaus, das u.a. durch eine Schmiede genutzt wurde (H4). Aufgrund der verfallsbedingten Abrisse der Marktbörse (Alter Markt 3) und der Schmiede (Alter Markt 2) ist der Platzraum in seiner historischen Form nicht mehr erkennbar.
H1 - Plan von 1928 mit Schmiede und Marktbörse (schwarz)
H2 - Lageplanausschnitt von 1976
H3 - „Alte Marktbörse“ Alter Markt 3, hinten: ehem. Wohnhaus am Katzengraben 20
H4 - Wohnhaus Alter Markt 2 (ehem. 1) mit Schmiede
H5 - Alter Markt von Süden, rechts: Schmiede, Mitte: „Marktbörse“, im Hintergrund Wohnhaus Alter Markt 7.
H6 - Alter Markt 7 bis 4, rechts angeschnitten: „Marktbörse“.
H7 - Alter Markt von Norden, im Hintergrund: Alter Markt 2 (Schmiede)
H8 - Alter Markt – nördl. Bereich, rechts angeschnitten: Wohnhaus Alter Markt 7, Mitte: Bebauung Jäger-/ Lüdersstraße.
Freiflächen Die Freiflächen auf dem Grundstück Alter Markt 2 sind als Rasenflächen angelegt, die Erschließungsbereiche mit Kopfsteinpflaster bzw. Kleinpflaster (rückwärtiger Bereich) ausgebildet. Das Grundstück Alter Markt 3/Katzengraben 20 ist weitgehend unbefestigt. Baumbestand Auf dem Grundstück Alter Markt 3 / Katzengraben 20 befindet sich eine Weide (Stammumfang 1,30 m). Vor dem ehemaligen Schulgebäude stehen sechs Linden (s. Vermessungsplan). Der Baumbestand soll weit-
gehend erhalten bleiben. Sollte die Neuplanung eine Fällung erforderlich machen, sind Ersatzpflanzungen vorzunehmen. Topographie Das Areal ist weitgehend eben. Es fällt zur Spree leicht ab. Die Geländehöhen liegen zwischen 34,5 und 35,7 m üNN. Die Geländehöhe auf dem überwiegend für die Neubebauung vorgesehenen Areal liegt im Mittel bei ca. 35,54 m üNN (s.a. Vermessungsplan). Boden Das Areal liegt im Talsandbereich des jungpleistozänen WarschauBerliner Urstromtales. Der Schichtenaufbau besteht hier aus tiefgründigen glazifluviatilen Sanden überwiegend feiner bis mittlerer Korngrößenzusammenetzung mit lagenweisen Einschaltungen von grobsandigen bis kiesigen Schichten. In der Nähe von Gewässern können humose Ablagerungen vorhanden sein. Ebenso sind nicht horizontbeständige Schluffeinlagerungen möglich (zur Einschätzung des Bodenaufbaus s. Informazionsplan „Geologie“ mit Schichtenverzeichnissen von Bohrungen im Umfeld). Grundwasser Nach einem Bodengutachten 1997 im Bereich Heimatmuseum ist mit einem höchsten Grundwasserstand von NN +33,2 m zu rechnen. Im Januar 1997 lag der Wasserstand bei etwa +32,4 m. Da das Areal im ufernahen Bereich des Spree-Dahme-Flusssystems liegt, besteht eine Wechselbeziehung zwischen Oberflächen- und Grundwasser. Der höchste gemessene Wasserstand HHW am Pegel Köpenick betrug 1946 NN +33,14 m, der aktuelle Flusswasserstand (3.08.05) liegt bei etwa NN +32,36. Erschließung durch ÖPNV Die Bibliothek wird durch in der Nähe liegende Haltepunkte des öffentlichen Nahverkehrs (Tram und Bus) erschlossen. U- und S-Bahnhöfe befinden sich außerhalb der Altstadtinsel. Erschließung für PKW / Fußgänger Die Erschließung erfolgt von der Straße Alter Markt im Norden bzw. Westen und von der Straße Katzengraben im Osten.
Alle für die Ver- und Entsorgung erforderlichen Leitungen sind im angrenzenden Straßenland/Gehwegbereich vorhanden. Nach Auskunft des Bezirksamtes (Tiefbauamt) gibt es innerhalb der für die Neubebauung zur Verfügung stehenden Fläche (Alter Markt 3/Katzengraben 20) keine Einschränkungen bzgl. der Überbaubarkeit durch Leitungsbestand. Der Umgang mit den Leitungen, die sich innerhalb des Grundstücks befinden, ist vor Aufnahme der konkreten Baumaßnahme mit den entsprechenden Trägern abzustimmen.
Auf dem Platzbereich Alter Markt im Vorfeld des Wettbewerbsgrundstücks Alter Markt 3/Katzengraben 20 befindet sich eine BewagNetzstation, sie soll verlagert werden.
Flächennutzungsplan Der FNP 94 (Neubekanntmachung vom Januar 2004) stellt das Gebiet, in dem sich das Wettbewerbsgrundstück befindet, als Wohnbaufläche (W 2) dar. Verbindliche Bauleitplanung / Baurecht Für das Wettbewerbsgebiet ist kein Bebauungspan aufgestellt; Neubauvorhaben werden nach § 34 BauGB genehmigt. Erhaltungsgebiet / Sanierungsgebiet Altstadt Köpenick Die Altstadt Köpenick ist seit Februar 1993 als Erhaltungsgebiet gem. § 172 BauGB und seit September 1993 gemeinsam mit Teilen der KietzVorstadt als Sanierungsgebiet gem. § 142 BauGB förmlich festgelegt. Aufgrund der Verordnungen in den Erhaltungsgebieten bedürfen der Abbruch, die Änderung, die Nutzungsänderung oder die Errichtung baulicher Anlagen der Genehmigung. Die allgemeinen Sanierungsziele zur künftigen Gestaltung werden durch 11 Leitsätze (2. Fortschreibung vom 2. März 2004; vollständiger Text siehe Broschüre „Sanierungsgebiet Köpenick Altstadt / Kiet Vorstadt, Bilanz der Stadterneuerung“) konkretisiert. Entsprechend Leitsatz 1 ist die Altstadt Köpenick – als einer der stadtgeschichtlich bedeutendsten Orte Berlins – zum administrativen und touristischen Mittelpunkt des Bezirkes Treptow-Köpenick und des Südostraumes zu entwickeln. In den planungsrelevanten Leitsätzen 4 und 6 heißt es u.a.: • Leitsatz 4: „Grundlage und Maßstab für die städtebaulichen und baulichen Planungen ist der historische Stadtgrundriss mit Blockstruktur, Grundstücksgröße und –zuschnitt sowie das historische Straßen- und Wegenetz.“ • Leitsatz 6.: „Eine Neubebauung soll nicht historisierend sein. Sie soll sich mit eigenem Charakter in die Maßstäblichkeit des Ortes einfügen und eine Weiterentwicklung darstellen. Orientierung sind dabei die auf dem Grundstück früher vorhandenen Bebauungsstrukturen sowie die bestehenden Bebauungstypen im Umfeld.“ Im Rahmenplan sind die städtebaulichen Sanierungsziele dargestellt, er bildet die Handlungsgrundlage für den Erneuerungs- und Entwicklungsprozess im Gebiet Der Rahmenplan weist das Wettbewerbsareal entsprechend der historischen Ausprägung als Potentialfläche für eine Neubebauung (incl. Stellplätze in Tiefgarage) aus und formuliert stadtgestalterischen und architektonischen Klärungsbedarf, dem mit diesem Wettbewerb entsprochen wird. Die Wiederherstellung der räumlichen Fassung des Alten Marktes spielt eine wesentliche Rolle bei der Reparatur des Stadtgrundrisses. Der Platz soll in Anlehnung an die einstige
Nutzung wieder geschäftlich belebt werden und gleichzeitig eine hohe Aufenthalts- und Wohnqualität für Besucher und Anwohner bieten. Der Rahmenplan weist daher auch das Areal vor dem Heimatmuseum (ehem. Standort Schmiede) als Potentialfläche für eine Neubbebauung aus. Dies ist bei der Konzeption für die Mittelpunktbibliothek zu berücksichtigen. Ausgehend von einem uferbegleitenden Fußweg am Kietzgraben sieht die Entwicklungsplanung eine über den Gartenbereich des Schulgrundstücks verlaufende öffentliche Durchwegung mit Anschluss an die Straße Katzengraben vor.
Die gesamte Altstadt einschließlich Schlossinsel und großer Teile des Kietz ist als Ensemble ein eingetragenes Baudenkmal (Denkmalliste Berlin, Stand 01.06.2005). Seine Bedeutung für den Denkmalschutz resultiert aus dem im Wesentlichen seit dem 18. Jahrhundert unveränderten Stadtgrundriss, der historisch wertvollen Bebauung und dem mittelalterlichen Straßen- und Wegenetz. Die als Schule bzw. Wohnhaus für den Hausmeister errichteten Bauten Alter Markt 2 zählen zu den konstituierenden Elementen des Ensembles. Zu den konstituierenden Bestandteilen des Ensembles gehören im Umfeld des Wettbewerbsgebietes außerdem folgende Objekte (im Uhrzeigersinn von Westen nach Osten): - Alter Markt 11, Wohnhaus, 1921-22 - Alter Markt 8, Mietshaus, 1874 von Carl Buckow (zweigeschossig mit klassizistischer Fassade) - Futranplatz, ehem. Friedhof und Marktplatz, um 1800, nach 1945 verändert - Jägerstraße 4, Waschhaus, 1885 von Friedrich Lahne - Jägerstraße 5, Mietshaus, 1888 von Friedrich Lahne und H. Thiele - Lüdersstraße 16, Wohn- und Geschäftshaus, um 1900 - Lüdersstraße 15 / Alter Markt 6, Wohnhaus, 2. Viertel 19. Jh. - Katzengraben 15, Mietshaus, (rechts) 1900 von Friedrich Lahne, (links) 1890 von F. Hinze - Katzengraben 17, Mietshaus 1846 von Thiele Sen.; Wäscherei und Pferdestall, 1908 von L. Nathan Nicht konstituierende Bestandteile des Ensembles sind: - Alter Markt 12 - Lüdersstraße 16 / Jägerstraße Eine Reihe von Bauten sind aufgrund ihrer besonderen historischen (auch sozial- und wirtschaftsgeschichtlichen), wissenschaftlichen ( z.B. für die Hausforschung) und in einigen Bereichen (u.a. Schlossinsel) auch künstlerischen Bedeutung darüber hinaus als Einzeldenkmale aufgeführt. Im näheren Umfeld des Wettbewerbsgebietes sind dies: - Alter Markt 1, Freigut (Heimatmuseum), um 1665 - Alter Markt 10, Wohnhaus, um 1680, Schmiede, 1907 von Gustav Haffmann - Alter Markt 9, Mietshaus, 1894 von F. Pfeiffer
Alter Markt 7, Wohnhaus, um 1715, Umbau 1853 Alter Markt 4, Wohnhaus, 1683, 1869; Mietshaus 1886 vorauss. von L. Mathan; Seitengebäude, 1868 von H. Thiele und 1886 von C. Wobelack Katzengraben 19 (Spindlergasse), Wohnhaus, 1837 von Weinziehr; Dampfwäscherei, 1904 von Heinrich Timm
Programm Städtebaulicher Denkmalschutz Die Köpenicker Altstadt ist Fördergebiet des Programms Städtebaulicher Denkmalschutz. Viele der Bauten wurden mit Hilfe dieses Programms bereits instandgesetzt und modernisiert (u.a. Alter Markt 7, Alter Markt 4/Katzengraben 16, Katzengraben 17 und 19). Gefördert wird auch die denkmalgerechte Umgestaltung des Straßenraumes (z.B. Spindlergasse, Alter Markt, Katzengraben) durch u.a. die Erneuerung von Gehweg- und Straßenbelägen (denkmalgerechte Pflasterung) sowie die denkmalgerechte Umgestaltung von Plätzen, z.B. Alter Markt (konkrete Planungen s. Pkt. 2.7).
Die Insel zwischen Dahme und Spree gehörte bis vor kurzem zu den am stärksten durch Verkehr und Lärm belasteten Gebieten in Berlin. Insbesondere der überregionale Durchgangsverkehr führte in dem mittelalterlichen Stadtgrundriss zu einer starken Beeinträchtigung der Wohn- und Aufenthaltsqualität. Der Bezirk beteiligte sich an einem von der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung initiierten Pilotprojekt zur Lärmminderung. Die Planung beruht auf einer kombinierten Strategie aus Beseitigung, Verminderung und Verlagerung von Lärmemissionen. Zentrales Element zur Reduzierung des Kfz-Verkehrs in der Altstadt ist ein in Teilabschnitten (TVO 1. BA) bereits realisiertes Tangentensystem um die Altstadt von Köpenick herum. Die Verkehrsverlagerung/Herausnahme des Durchgangsverkehrs wird mit wesentlichen Änderungen der Verkehrsorganisation in der Altstadt selbst unterstützt: - der Straßenverkehr wird durch 3 Erschließungsschleifen geleitet, eine Nord-Süd-Durchfahrung ist nur noch im zentralen Bereich Kietzer Straße / Rosenstraße / Schüßler Platz möglich. - Herabsetzung der Verkehrsgeschwindigkeit in den Straßen mit einer Durchquerung des ÖPNV auf Tempo 30 km/h und in den übrigen Straßen auf 10 km/h (verkehrsberuhigter Geschäftsbereich) - Einrichtung von Fußgängerzonen im Bereich Alt Köpenick / Schlossplatz / Grünstraße und im Umfeld des Wettbewerbsgebietes im östlichen Bereich der Spindlergasse. Der Block nördlich des Wettbewerbsgebietes ist danach nur noch in einer Richtung (im Uhrzeigersinn) zu umfahren. Zum Stellplatzkonzept gehört das Parken im öffentlichen Straßenraum Alter Markt nördlich des Wettbewerbsgebietes wie auch in der Spindlergasse und die geplanten Stellplätze auf dem Wettbewerbsgrundstück. (s. Informationsplan Maßnah-
men für die Verkehrsorganisation in der Altstadt „05_Verkehrsschleifen“, Stand Januar 2004 in den Anlagen) Umgestaltungsmaßnahmen im Programm Städtebaulicher Denkmalschutz Im Umfeld des Wettbewerbsgebietes ist der Bereich Spindlergasse/Katzengraben bereits realisiert, die Baumaßnahmen im Bereich Alter Markt sollen ca. 2006/07 erfolgen. Der nördliche Platzbereich wird gegenüber der derzeitigen Situation vergrößert, dabei wird die Jägerstraße der Platzfläche zugeordnet, auf Platzniveau angehoben jedoch mit einem differierenden Belag als Straße gekennzeichnet. Im Bereich des Wettbewerbsgebietes soll in diesem Zusammenhang eine geringfügige Querschnittsveränderung an der Straße Alter Markt nördlich des Wettbewerbsgrundstücks zu Lasten des Grundstücks Katzengraben 20 / Alter Markt 3 erfolgen, um den Anschluss an die Spindlergasse zu harmonisieren (s. Informationsplan Ausführungsplanung Verkehr Alter Markt „04_Ausfuehrung_Verkehr“ sowie Arbeitsplan „02_arbeitsplan“, hier Layer/Klasse „Ausfuehrung_Verkehr_Alter_Markt“ in den Anlagen). Sie beträgt an der tiefsten Stelle - Kreuzung Alter Markt/Katzengraben ca. 0,8 m.
Bezirkliches Bibliothekssystem
Zum System der bezirklichen Bibliotheken gehören (Stand: 2004) 13 Bibliotheken sowie eine Fahrbibliothek. Die Bibliotheken des Bezirks gehören mit einem Medienbestand von rund 430.000 Stück und jährlichen Besuchen von 440.000 zu den am meisten frequentierten Kulturund Bildungseinrichtungen des Bezirkes. Sie bieten neben der Ausleihe vielfältige Veranstaltungs- und Informationsangebote. Im Jahre 2004 wurden 600 Veranstaltungen und Schulklassenführungen mit ca. 20.000 Teilnehmern durchgeführt. In der derzeitigen Situation (Kleinteiligkeit der Einzeleinrichtungen) können zeitgemäße Möglichkeiten von moderner Bibliotheksarbeit allerdings nur bedingt angeboten werden. Entsprechend der Strukturplanung der Stadtbibliothek (Optimierung durch Straffung) bedarf es der Schaffung einer zeitgemäßen, zukunftweisenden Mittelpunktbibliothek im Bezirksteil Köpenick incl. der Aufnahme der zentralen Dienste für den Gesamtbezirk (FB-Leitung, Zentrale Einarbeitung und weiteres). Mit der geplanten Mittelpunktbibliothek am Standort Alter Markt werden künftig folgende Einzugsbereiche versorgt: Altstadt, Köllnische Vorstadt, Allende Viertel I und II, Kietz, Kietzer Feld, Wendenschloß, Müggelheim. Der Standort Alter Markt eignet sich vorzüglich für die geplante Mittelpunktbibliothek im System der Stadtbibliothek Treptow-Köpenick. Er ist zentral gelegen im Einzugsbereich der genannten Stadtteile und kann entsprechend der Leitsätze und des Rahmenplans für das Sanierungsgebiet Altstadt/Kietz Vorstadt in hohem Maße zur Gebietsrevita-
lisierung und Attraktivitätssteigerung beitragen. Die Mittelpunktbibliothek zieht wie keine andere Kultur- und Bildungseinrichtung eine große Anzahl von Bürgern in die Altstadt (eingetragene Nutzer der Bibliothek, aber auch zusätzlich Besucher von kulturellen Veranstaltungen). Aufgaben der Mittelpunktbibliothek Neben der Grundversorgung mit Literatur, Information und Kommunikation der zuvor genannten Wohngebiete beinhaltet die Mittelpunktbibliothek • erweiterte Funktionsaufgaben für den Teilbezirk - Medienbestandszentrum mit gehobenen, spezialisierten Medienangebot - Informationsvermittlung und Bereitstellung zeitgemäßer multimedialer Angebote • übergeordnete Aufgaben für den Gesamtbezirk - Koordinierung des Bestandsaubaus - Erwerbung und Erschließung - Steuerung einheitlicher Benutzungsprozesse - Ausbildungsbibliothek - Zentrale für den Leihverkehr (Verbund Öffentlicher Bibliotheken Berlins VÖBB und überregional) - Öffentlichkeitsarbeit / Schulbibliothekarische Arbeit - Steuerung zentraler Dienste - Systembetreuung (Verbund öffentlicher Bibliotheken Berlins VÖBB u. a.) - Zentrale Mahnstelle • überbezirkliche Anforderungen - Leihverkehr - Erwerbung - Erschließung - Öffentlichkeitsarbeit - Mahnstelle
Mittelpunktbibliothek am Alten Markt / Teil 3 Wettbewerbsaufgabe
Die Wettbewerbsaufgabe umfasst den Entwurf einer Mittelpunktbibliothek unter Einbeziehung des ehemaligen Schulgebäudes und „Hexenhäuschen“ durch entsprechende Umbau- und Nutzungsvorschläge. Für das Gebäudeensemble ist unter wirtschaftlichen und architektonischen Gesichtspunkten ein Entwurfskonzept zu entwickeln, das gestalterisch sensibel mit dem denkmalgeschützten Bereich in der Altstadt von Köpenick umgeht und zugleich den funktionalen Anforderungen optimal gerecht wird. Es ist ein Raumprogramm mit einer geplanten Nutzfläche von insgesamt rd. 2.100 qm zu realisieren. Das Raumprogramm basiert auf folgendem Leistungsvolumen: - 90.000 Medien, davon 70.000 Bücher, darunter 25.000 aus der Kinderliteratur; 20.000 audiovisuelle Medien; 100 Zeitungen / Zeitschriften-Abonne-ments - 50 Öffnungsstunden an 6 Tagen in der Woche - 80.000 Besucher pro Jahr - Entleihung von 400.000 Medieneinheiten pro Jahr - 14 VÖBB Arbeitsplätze - 15 PC-Arbeitsplätze für multimediale Anwendungen - 200 Veranstaltungen / Jahr Es gliedert sich funktional und organisatorisch in folgende Bereiche mit ihrem jeweiligen Flächenbedarf (NF gerundet): Eingangsbereich 54 qm Ausleihbereich 45 qm Lesebereich 1.055 qm Veranstaltungsbereich 213 qm Magazin 105 qm Verwaltung 589 qm Sozialbereich 36 qm Der Altbau hat überschläglich eine Bruttogrundrissfläche BGF von ca. 400 qm pro Geschoss. Die vorhandenen und unter wirtschaftlichen Aspekten vertretbar zu verstärkenden Deckentragfähigkeiten schränken die Nutzung des Altbaus für Zwecke der Mittelpunktbibliothek allerdings ein. Nach Vorüberlegungen des Bezirks könnten im Altbau vorwiegend Verwaltungsnutzungen ihren Platz erhalten, der gesamte Benutzungsprozess, d.h. Öffentlichkeitsbereich in der notwendigen Erweiterung ihren Platz finden. Wunsch des Bezirkes ist es zudem, mit der Baumaßnahme das Parkplatzangebot für die historische Altstadt von Köpenick zu erweitern. In einer zu planenden Tiefgarage soll Platz für 20 bis 25 Einstellplätze geschaffen werden. Die Baumaßnahme ist im Zusammenhang mit der städtebaulichen Situation am Alten Markt zu betrachten. Dabei ist die eigentliche Platzfläche
(südlicher Teilbereich Alter Markt) sowie eine mögliche Bebauung im Vorfeld des Heimatmuseums zu berücksichtigen.
Städtebauliche und architektonische Zielsetzungen
Mit dem Bauvorhaben soll wieder ein kleiner Marktplatz in Anlehnung an die historische Situation entstehen. Die Wiederherstellung der räumlichen Fassung des Alten Marktes spielt eine wesentliche Rolle bei der Reparatur des Stadtgrundrisses. Der Platz soll in Anlehnung an die einstige Nutzung wieder belebt werden und gleichzeitig eine hohe Aufenthalts- und Wohnqualität für Besucher und Anwohner bieten (gestalterische und funktionale Aufwertung). Der Neubau sollte daher vorrangig auf dem Standort der Alten Marktbörse errichtet werden. Die bauliche Anbindung der Altbauten an den Neubau ist gestalterisch sensibel zu lösen. Der Neubau soll sich in den denkmalgeschützten Bereich einfügen und einen Platz ermöglichen, der die historische Situation aufgreift. Die Höhenentwicklung ist sorgfältig auf die umgebende Bebauung abzustimmen. Die vorhandenen oder möglichen Blickbezüge auf die Spree und über die Spindlergasse sind zu beachten. Der Neubau soll als öffentliches Gebäude erkennbar sein. Die Bibliothek soll zu einem „Öffentlichen Ort“ werden, mit vielfältigen Kommunikationsangeboten. Der Außenraum soll ebenfalls repräsentativ und öffentlichkeitswirksam gestaltet werden Bei der Sanierung und dem Umbau des ehemaligen Schulgebäudes Alter Markt 2 einschließlich „Hexenhäuschen“ ist sensibel mit der vorhandenen historischen Bausubstanz umzugehen.
Aufgabe ist es, die einzelnen Bibliotheksbereiche unter Berücksichtigung ihrer funktionalen Zusammenhänge so einzuordnen, dass sowohl für den Leser als auch für den Bibliothekar optimale Bedingungen entstehen. Die Bibliothek ist für die unterschiedlichen Besuchergruppen – Kinder (Vorschulbereich), Jugendliche und Erwachsene - und inhaltlichen Angebote übersichtlich zu gliedern. Alle öffentlich zugänglichen Teile der Bibliothek müssen so gestaltet sein, dass sich der Leser schnell und unkompliziert zurechtfindet und auf möglichst kurzem Wege zu den Stellen gelangt, an denen er die gewünschten Informationen oder seine Literatur erhält bzw. weitere Angebote der Bibliothek in Anspruch nehmen kann. Durch eine Differenzierung und Individualisierung der Präsentation der Bibliotheksinhalte sollen die unterschiedlichen Zielgruppen adäquat angesprochen werden. Wichtiges Anliegen einer benutzerorientierten Konzeption ist aber zugleich, und gerade auch bei mehreren Ebenen, die Wahrung des gesamten Raumeindrucks (Stichwort Einraum-Bibliothek) z.B. durch hohe Transparenz, durch das Wechselspiel von Offenheit und
Abschirmung und durch die Schaffung von Blickschneisen von prägnanten Punkten aus und auf prägnante Punkte hin. Ein einfaches logisches Wegesystem im Inneren soll zu einer leichten Orientierbarkeit für Nutzer und Personal beitragen. Zwischen Benutzungsbereich und bibliotheksinternen Bereichen ist eine klare Trennung mit verschließbaren Türen erforderlich. Die Buch- und Zeitschriftenbestände etc. sind durch eine zentrale Kontrolle zu schützen. Alle Bereiche sollen weitgehend natürlich belicht- und belüftbar sein. Der Publikumsbereich ist max. 2-geschossig zu organisieren, da anderenfalls der Personalbedarf für zusätzliche Informations-, Auskunftsund Aufsichtsplätze zu groß wird. Die PC-Arbeitsplätze sind derart anzuordnen, dass sie gegen starken Lichteinfall geschützt sind. Durch Schaffung einer Verbindung zwischen Altbau und Neubau (geschlossenen und für Bücherwagen barrierefrei nutzbar) sind die funktionalen Arbeits- und Ausbildungsabläufe der Mittelpunktbibliothek sicherzustellen. Im Rahmen der Anpassungsplanung für den Altbau sollten in Hinsicht auf die Wirtschaftlichkeit der Baumaßnahme aufwendige Eingriffe in das statische System vermieden werden. Das Kellergeschoss der alten Schule ist für das Heimatmuseum als Archiv, Depot, Werkstatt und Lagerraum zu berücksichtigen und die Zugänglichkeit zu den gegebenen Bedingungen zu gewährleisten. Erschließung (Ausbau) des Dachgeschosses zur Gewinnung von Akten- und Materiallagerflächen Bei der Planung ist zu berücksichtigen, dass das hinter dem ehemaligen Schulgebäude vorhandene „Toilettenhäuschen“ abgerissen wird und die Toilettenanlagen im Gebäude einzuordnen sind.
Flexibilität Öffentliche Bibliotheken sind durch ihre Aufgabenstellung aufgefordert, schnell auf neue Nutzerbedürfnisse zu reagieren, daher sollte insbesondere der Publikumsbereich ein hohes Maß an Flexibilität aufweisen. Er ist bautechnisch so zu konzipieren, dass spätere Veränderungen – beispielsweise Regalumstellungen oder Aufstellen zusätzlicher Regale in der Freihandzone, neue Möblierung der Leseplätze, Einrichtung aktueller Dienstleistungen für den Leser, Installation moderner Technik - möglich sind. Flächenfaktoren für Medienstellflächen, Lese-/PC-Arbeitsplätze Bücherstellflächen: Für die Aufstellung der Medien im Lesebereich kommt das Regalsystem XI und XII der EKZ Reutlingen mit einem minimalen Achsabstand von 1,70 m zum Einsatz. Regale mit 5 Fachböden fassen 150 Medieneinheiten je lfd. Regalmeter (Tiefe Einzelregal = 0,25 m; Tiefe Doppelregal = 0,5 m). Für den genannten Zielbestand von 90.000 Medieneinheiten werden 600 Regalmeter benötigt.
Leseplätze: Der Platzbedarf für einen Leseplatz beträgt 2,50 qm (Tisch / Stuhl / Zirkulationsflächen). OPAC-Stehplätze: Ein OPAC-Stehplatz erfordert 1,50 qm (Tisch / Zirkulationsflächen). PC-Arbeitsplätze: Ein PC-Arbeitsplatz erfordert 4,0 qm (Tisch / Stuhl / Zirkulationsflächen).
Zentraler Eingangsbereich für den Publikumsverkehr • Garderoben- und Taschenschränke • Wartezone mit einem Getränkeautomaten • Marktzone mit - Broschürendienst und unentgeltliche Mitnahmemedien für Bürgerinformation - Informationstafel zur Veranstaltungstätigkeit - Medien- und Informationsbörse • Kopierer • zentrale Sanitärbereiche für Publikumsverkehr • elektronisches Zugangskontroll- und Medienverwaltungssystem auf RFID-Basis Ausleihbereich • Anmeldung, Verbuchung und Rückgabe für Orts- und Fernleihe über Thekenvariante mit rückwärtigem Sortierbereich in Nähe des zentralen Eingangsbereichs mit vier Terminals • Arbeitsraum für 2 Assistenten in unmittelbarer Nähe der Verbuchungstheke mit zusätzlich einem PC-Arbeitsplatz Lesebereich • Auskunfts- und Beratungsplatz auf jeder Geschossebene • Leseraum mit Präsenzzeitschriften und Informationsbestand etwas separiert, als ruhige, ggfs. eigenständige Zone mit 10 Leseplätzen und 1 OPAC-Arbeitsplatz • Frei zugängliche Buchbestände ohne räumliche Trennung nach Thema oder Genre • Sonderlesebereich mit - Audiovisuellen Medien in Sichtbereich der Anmeldung in Topshopaufstellung - Zeitschriftenaus- und –ablage - Kinder- und Jugendliteratur (ggfs. OG) - Originalsprachige Literatur (ggfs. OG) • Sitzgruppen zum Anlesen für Jugendliche und Erwachsene • Kopierer • Lese- und PC-Arbeitsplätze - 25 Einzellese- und Arbeitsplätze (Stuhl, Tisch) ohne PC mit Internetkopplung von privaten Notebooks über WLAN-Accesspoint
15 Internetarbeitsplätze, räumlich auf zwei Gruppen konzentriert (größere Gruppe von 10 Plätzen im EG) 6 OPAC-Arbeitsplätze verteilt auf gesamten Lesebereich
Veranstaltungsbereich Auch außerhalb der Öffnungszeiten der Bibliothek benutzbar: • seperater Veranstaltungsraum mit ca. 100 Plätzen, bestuhlt, mit variabler Raumgeometrie (Schiebewand) für kleinere Veranstaltungen mit Kleinbühne und audiovisueller Veranstaltungstechnik • Gruppenarbeits- und Hausaufgabenraum mit 25 Schülerarbeitsplätzen, 1 OPAC- und 1 PC-Arbeitsplatz in Nähe (kurze Verbindung) des Lesebereichs • Stuhllager • Lesecafe für ca. 20 Besucher mit Wirtschaftsraum (Teeküche) • Garderobe
Interner Bereich /Verwaltung
Anlieferung für Zentrale Einarbeitung / Personaleingang • Ladezone für Material- und Medientransporte Magazin In Nähe der Medienzone • Zeitungs- und Zeitschriftenmagazin • Bücher • Non Bookmedien Verwaltung Mittelpunktbibliothek In größtmöglicher Nähe zum Lesebereich • Arbeitsraum für Leiter/in der Mittelpunktbibliothek / stellvertretender Fachbereichsleiter mit 1 PC-Arbeitsplatz • Arbeitsraum für 3 Diplombibliothekare mit 2 PC-Arbeitsplätzen • Arbeitsraum für 2 Medienangestellte mit 1 PC-Arbeitsplatz
Zentraler Organisationsbereich des bezirklichen Bibliothekssystems Fachbereichsleitung • Arbeitsraum für Fachbereichsleitung mit 1 PC-Arbeitsplatz und Sitzungsecke für 8 Personen • Sekretariat für Fachbereichsleitung • Arbeitsraum für Sachbearbeiter Haushalt mit Jahresablage und 1 PCArbeitsplatz Zentrale Einarbeitung In Nähe zum Anlieferungsbereich/Personaleingang • 3 Arbeitsräume für je 2 Angestellte und je 2 PC-Arbeitsplätze für die Zentrale Einarbeitung (ZE) mit erhöhtem Verkehrsflächenbedarf durch Bücherwagentransporte • Liefer- und Verteilerzone für den gesamten Medienzu- und –ausgang mit räumlicher Anbindung an die Arbeitsräume der ZE und kurzen Lieferwegen
Querschnittsaufgaben • Arbeitsraum für Öffentlichkeitsbibliothekar und Schulbibliothekar mit 2 PC-Arbeitsplätzen • Arbeitsraum für Zentrale Mahnstelle mit 2 Angestellten und 2 PCArbeitsplätzen und erhöhtem Raumbedarf für Publikumsbereich und Zentralnachweis der Anmeldekartei • Arbeitsraum für Systemadministrator mit 2 PC-Arbeitsplätzen • Labor für Systemsteuerung, Wiringcenter und Maintenance • Beratungsraum Querschnittsaufgaben mit räumlicher Nähe zum Lesecafe • Arbeitsraum für Leiter Ausbildung mit 1 PC-Arbeitsplatz • Ausbildungskabinett für 4 Auszubildende mit 2 PC-Arbeitsplätzen • Werkstatt / Lager, Dusche / WC und Aufenthaltsraum für Hausmeister/Kraftfahrer; favorisiert wird die Umnutzung des „Hexenhauses“ • Zentrales Aktenlager, bevorzugt im DG des Altbaus • Materiallager Sozialbereich • Pausenraum mit Teeküche • Frauenruheraum • Erste Hilfe Raum • Toiletten D + H
Die Haupterschließung für Fußgänger soll vom Alten Markt im Westen erfolgen. Der Zugang soll behinderten- und familiengerecht (Rollstühle, Kinderwagen) gestaltet werden. Der Anlieferungsverkehr für die Bibliothek sollte von der nördlichen Seite (Alter Markt) erfolgen, um die Attraktivität der Haupteingangsund -ansichtsseiten nicht zu stören. In der Nähe der Hauptpforte sind 3 PKW-Stellplätze für Mobilitätsbehinderte sowie 23 Fahrradstellplätze vorzusehen. Darüber hinaus ist eine Tiefgarage mit 20 bis 25 PKW-Stellplätzen in die Neubaumaßnahme zu integrieren. Erwartet werden innovative Vorschläge für eine möglichst kostengünstige Integration im Gesamtkonzept. Die Ein-/Ausfahrt sollte von der nördlichen Seite (Alter Markt) erfolgen, um die Attraktivität des Platzbereiches und der Haupteingangs- und -ansichtsseiten nicht zu stören. Eine Erschließung vom Katzengraben (Osten) wird von Seiten des Tiefbauamtes aufgrund des verengten Straßenprofils und der Kreuzung mit der Spindlergasse demgegenüber als suboptimal gewertet.
- Baukosten - Instandhaltungskosten - Kosten des laufenden Betriebs Es wird vorausgesetzt, dass bei der Planung umweltfreundliche Baustoffe verwendet und technische Systeme auf ein Minimum reduziert werden (die Verwendungsverbote und -beschränkungen der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung sind zu beachten). Der Neubauentwurf hat sich am Prinzip des kostensparenden Bauens zu orientieren. Hierzu sollen folgende Kriterien als Anhaltspunkte dienen: - kompakte, klare und funktionale Grundrissorganisation, Reduzierung der Verkehrsfläche auf ein notwendiges Maß - natürliche Belichtung und Belüftung der Räume - Verzicht auf aufwendige Konstruktionen - Minimierung der Oberfläche, Kompaktheit - Optimierung des Verhältnisses von verglaster zu geschlossener Fassadenfläche - Reduktion der Materialwahl, Instandsetzungsfähigkeit, Alterungsfähigkeit des Materials Eine wesentliche Fragestellung des Wettbewerbes ist es, welche architektonische und konstruktive Konzeption die Teilnehmer vorschlagen, um das von ihnen dargestellte Entwurfskonzept unter den genannten Kostenund Qualitätsanforderungen zu realisieren. Um eine Beurteilung der Wettbewerbsbeiträge unter diesen Gesichtspunkten zu ermöglichen, sollen hierzu im Rahmen des Wettbewerbes konkrete Aussagen zur Konstruktion und zum Ausbau getroffen werden. Dabei sind nicht nur die Herstellungskosten, sondern auch die künftigen Betriebs-, Wartungs- und Unterhaltungskosten zu berücksichtigen. In diesem Zusammenhang soll die baukonstruktive und gebäudetechnische Grundkonzeption beschrieben und dargestellt werden. Dabei wird es darum gehen, die Realisierbarkeit des vorgeschlagenen Entwurfskonzepts im vorgegebenen Kostenrahmen aufzuzeigen. Für den Neubau sind hierzu konkrete Aussagen zu folgenden Bauteilen zu machen: - Tragsystem (Statik) - Außenhülle (Wand und Dach) - Gebäudetechnik / Technische Anlagen Für den Altbau sind konkrete Aussagen zu folgenden Um- und Neubaumaßnahmen zu treffen: - Durchbrüche / Abbrüche Wand - Durchbrüche Decken - Neubau Wände - Türen neu - Decken (abgehängt) neu - Fundamente Um die Vergleichbarkeit der Wettbewerbsbeiträge zu gewährleisten, ist dabei – neben der Darstellung des Entwurfsansatzes in Skizzen und Textform – eine Beschreibung der Konstruktion und Materialien (Baubeschreibung in Anlehnung an DIN 276, Kostengruppen 300 und 400, s.
Teil 1 Verfahren, Punkt 1.10) gefordert. Als Gesamtkostenrahmen einschließlich der Außenanlagen ist eine Summe von rd. 4.311.000,- EUR (einschließlich Mehrwertsteuer) vorgegeben. Dieser Kostenrahmen ist im weiteren Planungsverfahren zwingend einzuhalten. Aufteilung der Gesamtkosten nach DIN 276 KGr 200 KGr 300 KGr 400 KGr 500 KGr 600 KGr 700 Herrichten, Erschließen Baukonstruktion Technische Anlagen Außenanlagen Ausstattung Baunebenlosten Gesamtbaukosten 35.000,00 2.900.000,00 581.000,00 50.000,00 87.000,00 658.000,00 4.311.000,00
In dem Kostenansatz ist die Sanierung des Altbaus inbegriffen. Die entwurfsunabhängigen Kosten für die Sanierung des Außen- (Fenster, Fassade, Dach) und Innenbereichs werden derzeit ermittelt und mit Beantwortung der Rückfragen nachgereicht.
Bei der Lösung der Entwurfsaufgabe sind die Grundprinzipien ökologischen Bauens zu beachten. Die Grundlage hierfür bilden die ökologischen Planungskriterien für Wettbewerbe (Stand August 2001, siehe Anhang). Dabei geht es jedoch nicht um den Einsatz aufwendiger Techniken, sondern um Fragen der Gebäudekonzeption, wie z.B. die Minimierung von Wärmeverlusten durch ein günstiges Oberflächen / Volumenverhältnis, die Wärmespeicherfähigkeit der Bauteile, die Orientierung der unterschiedlichen Funktionsbereiche, die natürliche Belichtung und Belüftung der Räume. Für die Konstruktion und Bauausführung sollen nur Materialien und Bauteile zur Anwendung kommen, die hinsichtlich ihrer Gewinnung, Transport, Verarbeitung, Funktion und Beseitigung eine hohe Gesundheitsund Umweltverträglichkeit sowie eine hohe Lebensdauer aufweisen.
Bei der konzeptionellen Ausrichtung ist den Bedürfnissen behinderter Menschen, vorrangig rollstuhlgebundener Personen, Rechnung zu tragen (DIN 18024, Teil 2, Bauliche Maßnahmen für Behinderte – Öffentlich zugängliche Gebäude).
Baurechtliche Vorschriften, Normen, Richtlinien
Der Planung sind insbesondere zugrunde zu legen: - Bauordnung für Berlin in der Fassung vom 03. September 1997 mit ihren entsprechenden Ausführungsvorschriften (s. Anhang „Vorschriften“); - Ausführungsvorschriften über Flächen für die Feuerwehr auf Grundstücken (AV FwFl) vom 17. Januar 1996 (s. Anhang „Vorschriften“); - Arbeitsstättenverordnung ArStättV (s. Anhang „Vorschriften“); - DIN 18024-2 Barrierefreies Bauen Des weiteren sind die im Anhang aufgeführten Richtlinien zu beachten.
Leitidee Städtebau und Gestaltung - Städtebau / stadträumliche Gestaltung - Baukörper, Gestaltung, Ablesbarkeit - Rücksicht auf das Denkmalensemble Köpenick - Umgang mit der vorhandenen Bausubstanz Funktionen - Erschließung - Funktionale Zuordnung - Räumliche Qualität - Raumzuschnitte, Belichtung, Belüftung - Außenraumnutzung Realisierbarkeit - Programmerfüllung - Planungsrecht, Baurecht - Nachhaltigkeit - Wirtschaftlichkeit von Bau und Betrieb
Mittelpunktbibliothek am Alten Markt / Teil 4 Anhang
Teil 4 – Anhang 4.1 Fotodokumentation
Blickpunkte Umgebung
F1 – Bauten im Straßendorf Kietz
F2 – Blick vom Nordufer des Frauentog auf die Kietzseite
F3 - Müggelheimer Straße auf Höhe des Schlossplatzes
F4 - Schlossplatz von der Müggelheimer Straße, hinten: Bebauung an der Grünstraße
F5 - Blick vom Schlossplatz in die Grünstraße
F6 - Straße Alt Köpenick in Höhe Rathaus
F7 - Jägerstraße am Schüßlerplatz (links)
F8 - Jäger-/Ecke Rosenstraße, im Hintergrund Jägerstr. 5,
F9 - Alter Markt – nördlicher Teilbereich von Südosten; im Hintergrund: Laurentius Kirche
F10 - Alter Markt – nördlicher Teilbereich von Norden; rechts Neubau Jägerstr. 4, links Wohnhaus Alter Markt 8
F11 - Blick vom nördl. Teilbereich Alter Markt nach Süden, im Hintergrund Heimatmuseum; links: Alter Markt 7
F12 – Südlicher Teilbereich in Höhe Wettbewerbsgrundstück, im Hintergrund rechts: Schulgebäude Alter Markt 2
F13 - Katzengraben zwischen Alter Markt und Futranplatz, links Katzengraben Nr. 16, rechts Nr. 13/15
F14 - Futranplatz von Südosten
F15 - Spindlergasse von der Kreuzung Katzengraben,
F16 – Straße Alter Markt von der Brücke über den Kietzgraben nach Norden
F17 - Kietzgraben, links Südgiebel des Schulgebäudes, davor: Nebengebäude Heimatmuseum
F18 - Landjägerstraße zwischen Kietzgraben und Amtsstraße
Blickpunkte Wettbewerbsgebiet und Umfeld
F19 - Alter Markt Nr. 11 (Giebel) bis 9 (vis-a-vis Wettbewerbsgrundstück)
F20 – Alter Markt Nr. 9 u. 8, Jägerstraße 4 (Neubau rechts)
F21 - Alter Markt Nr. 7 (nördl. des Wettbewerbsgebietes)
F22 – Straße Alter Markt nördl. des Wettbewerbsgebietes, hinten Katzengraben 17
F23 - Alter Markt 4 / Ecke Katzengraben
F24 – links Katzengraben 17, rechts Katzengraben 19 / Spindlergasse sowie Giebel Hexenhaus und Schulgebäude
F25 - Alter Markt 1 Heimatmuseum
F26 - Alter Markt 1 Heimatmuseum, hier südl. Nebengebäude, hinten: Südgiebel Schulgebäude
F27 – Blick über das Grundstück Alter Markt 3/Katzengraben 20 nach SO; links Katzengraben 19, rechts Heimatmuseum
F28 – Blick vom Vorgarten der ehem. Schule über das Grundstück Alter Markt 3/Katzengraben 20 nach Norden
F29 – Blick über das Grundstück Alter Markt 3/Katzengraben 20 nach Süden
F30 – Blick vom Vorgarten der ehem. Schule nach Nordwesten
F31 - Blick vom Vorgarten der Schule über den Bereich der ehem. Schmiede am Alten Markt nach Südwesten
F32 - Westansicht Hexenhaus / ehem. Schulgebäude
F33 - Südansicht Hexenhaus
F34 - Garten- / Ostansicht ehem. Schulgebäude
F35 - Nördlicher Treppenzugang
F36 - Gartenansicht der Nachbarbebauung Katzengraben 19
F37 - Übergang Garten ehem. Schule zur Straße Katzengraben; Westansicht Hexenhaus
F38 - Nordansicht Hexenhaus und ehem. Schulgebäude
Literatur - 10 Jahre Förderungsprogramm Städtebaulicher Denkmalschutz in Berlin 1991-2001; Koordinationsbüro zur Unterstützung der Stadterneuerung in Berlin; Hrsg.: Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umweltschutz, Ref. IV C; Berlin, 2000. - Das Sanierungsgebiet Köpenick Altstadt Kietz-Vorstadt; Blomeyer & Milzkott, Gesellschaft für Öffentlichkeitsarbeit in der Stadtentwicklung mbH, Constanze Pollatschek; Hrsg.: Senatsverwaltung für Bau- und Wohnungswesen; Berlin 1994. - Köpenick Altstadt / Kietz-Vorstadt ein Sanierungsgebiet am Wasser – Zwischenbilanz der Stadterneuerung; Hrsg.: Bezirksamt Treptow-Köpenick von Berlin, Abt. Bauen und Stadtentwicklung, Amt für Stadtplanung und Vermessung, FB Stadtplanung und BSM Beratungsgesellschaft für Stadterneuerung und Modernisierung mbH; Berlin 2001. - Sanierungsgebiet Köpenick Altstadt / Kietz-Vorstadt – Bilanz der Stadterneuerung; Hrsg.: Bezirksamt Treptow-Köpenick von Berlin, Abt. Bauen und Stadtentwicklung, Stadtplanungsamt, Sanierungsverwaltungsstelle; Berlin 2005. - Gestaltungsempfehlungen Erhaltungsgebiet „Altstadt Köpenick“ – Fassaden / Werbung / Fenster – Türen / Dächer; Hrsg.: Bezirksamt Treptow-Köpenick von Berlin, Abt. Stadtentwicklung/ Amt für Stadtplanung und Vermessung, FB Stadtplanung; Berlin 2001. - Auslobungsbroschüre des beschränkten Realisierungswettbewerbes „Altstadt Köpenick Block 5/6 und 11“; Senatsverwaltung für bau- und Wohnungswesen, BA Köpenick von Berlin, Bilfinger und Berger, Köpenicker Gesellschaft für Wiederaufbau, Doris Matthes und Partner; Berlin 1993. - Offizielle Internetseite des Bezirksamtes Treptow-Köpenick
www.berlin.de/ba-treptow-koepenick/index.html
- Offizielle Internetseite zum Sanierungsgebiet Altstadt-Kietz; Verantwortlich: BSM Beratungsgesellschaft für Stadterneuerung und Modernisierung mbH
www.sanierung-treptow-koepenick.de
- Internetseite Köpenick – Die grüne Adresse Berlins; Verantwortlich: René Frost, Berlin
(http://www.koepenick.net/index.htm)
Grundlagen des Raum- und Funktionsprogramms - DIN-Fachbericht 13, Bau- und Nutzungsplanung von wissenschaftlichen Bibliotheken; Beuth-Verlag GmbH, Berlin, Wien, Zürich, 2. Auflage 1998. - Bibliotheksneubau: Kompendium zum Planungs- und Bauprozeß; Deutsches Bibliotheksinstitut, Berlin 1994. Historische Fotos Heimatmuseum Köpenick, Fotoarchiv. Situationsfotos Schönwälder Zimmer, Architektur & Stadtplanung, 2005. Bezirksamt Köpenick-Treptow, Abt. Umwelt, Grün und Immobilienwirtschaft, FB Hochbauamt, 2004. BSM Beratungsgesellschaft für Stadterneuerung und Modernisierung mbH, 2004. Planunterlagen digital Übersichtsplan (auf der Grundlage der ALK Berlin) 2004: Bezirksämter von Berlin, Vermessung / Senatsverwaltung für Stadtentwicklung. Luftbild, Befliegung von 2004: Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Landesluftbildarchiv. Digitaler Lageplan, Stand 2004 (Arbeitsplan): Bezirksamt TreptowKöpenick, FB Geoinformation. Digitaler Vermessungsplan, Stand Juli 2005: Bezirksamt TreptowKöpenick von Berlin, Abteilung Bauen und Stadtentwicklung, Amt für Stadtplanung und Vermessung, Fachbereich Vermessung, 2005. Ausführungsplanung-Verkehr Alter Markt: Bezirksamt Treptow-Köpenick, Abteilung Bauen und Stadtentwicklung, Tiefbauamt, 2005. Bestandspläne, vereinfachte Darstellung (Arbeitsplan): Bezirksamt Treptow-Köpenick, Abteilung Umwelt, Grün u. Immobilienwirtschaft, Fachbereich Hochbauamt, 2005. Auszüge aus der digitalisierten Bauakte: Bezirksamt Treptow-Köpenick Abteilung Bauen und Stadtentwicklung, Untere Denkmalschutzbehörde. Schichtenverzeichnisse Bodenaufbau: Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Abt. Landesgeologie. Rahmenplan für das Sanierungsgebiet Köpenick Altstadt / Kietz Vorstadt (Fortschreibung 2004): BSM Beratungsgesellschaft für Stadterneuerung und Modernisierung mbH, Bezirksamt Treptow-Köpenick von Berlin, Abteilung Bauen und Stadtentwicklung, Amt für Stadtplanung und Vermessung, Fachbereich Stadtplanung, Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, IVC Stadterneuerung.
Informationsunterlagen Papier (Pläne / Broschüren)
Vermessungsriß Schule / Hexenhaus (Höhenriß), o.M., 2005: Bezirksamt Treptow-Köpenick von Berlin, Abteilung Bauen und Stadtentwicklung, Amt für Stadtplanung und Vermessung, Fachbereich Vermessung. Gestaltungsempfehlungen Erhaltungsgebiet „Altstadt Köpenick“ (4 Faltblätter): Bezirksamt Treptow-Köpenick von Berlin, Abteilung Bauen und Stadtentwicklung, Amt für Stadtplanung und Vermessung, Fachbereich Stadtplanung. Bilanz der Stadterneuerung (Broschüre): Bezirksamt Treptow-Köpenick von Berlin, Abteilung Bauen und Stadtentwicklung, Amt für Stadtplanung und Vermessung, Fachbereich Vermessung
Ausschreibung Vorliegende Ausschreibung als pdf-Datei mit farbigen Abbildungen in 300 dpi Auflösung 00_ausschreibung_koep.pdf Plan-/Informationsmaterial Amtlicher Lageplan: 01_alk_M5000.tif 01_alk_M5000.pdf Arbeitsplan als CAD-Datei: 02_arbeitsplan.dwg 02_LageplanWG_M500.pdf (Ausschnitt aus der CAD-Datei) Rahmenplan zum Sanierungsgebiet Köpenick Altstadt/Kietz Vorstadt, Stand 2004: 03_rahmenplan.pdf Ausführungsplanung Verkehr Alter Markt, o.M. (nicht genordet): 04_Ausfuehrung_verkehr_oM.pdf (Achtung: sehr lange Aufbauzeit) Maßnahmen für die Verkehrsorganisation in der Altstadt: 05_Verkehrsschleifen.pdf Schichtenverzeichnisse von vier Bohrpunkten / Lageplan der Bohrpunkte: 06_ schichtenverzeichnisse.pdf Vermessungsplan Wettbewerbsgebiet: 07_vermessungsplan.dxf 07_vermessungsplan_M200.pdf Bestandsbauten (vereinfachte Darstellung) als CAD-Datei: 08_ansichten.dwg
08_grundrisse.dwg Auszüge aus der digitalisierten Bauakte (2-geschossige Vorplanung, realisiert 3-geschossig), nur zur Information: Schulgebäude: Kellergeschoss: 09_Schule_0205.jpg Schulgebäude: Erdgeschoss: 09_Schule_0204.jpg Schulgebäude: Obergeschoss: 09_Schule_0202.jpg Schulgebäude: Dachgeschoss: 09_Schule_0203.jpg Schulgebäude: Ansichten: 09_Schule_0101.jpg Schulgebäude: Querschnitt A-B (s. EG): 09_Schule-0102.jpg Hexenhaus: Grundriss KG, EG, DG: 09_hexenhaus_1304.jpg Hexenhaus: Südansicht, Querschnitt: 09_hexenhaus_1303.jpg Hexenhaus: Westansicht, Ostansicht: 09_hexenhaus_1302.jpg Luftbild, Stand 08/2004, ca. M 1: 1.500: 10_ luftbild_m1500.TIF 10_luftbild_m1500.pdf Luftbild, Stand 08/2004, ca. M 1: 5.000: 11_luftbild_m5000.TIF 11_luftbild_m5000.pdf Fotos Bestandsgebäude (2004): 12_Giebel_Nord.jpg 12_Hexenhaus_Ost.jpg 12_Hexenhaus_Sued.jpg 12_Schule_Hexe_West.jpg 12_Schule_Ost.jpg 12_Schule_Ost2.jpg 12_Schule_West.jpg 12_Schule_West2.jpg Gestaltungselemente öffentlicher Raum Altstadt Köpenick 13_Gestaltungselemente.pdf Vorschriften – Links zu Bauordnung Berlin und ergänzende Vorschriften BauOBerlin: www.stadtentwicklung.berlin.de/service/gesetzestexte/de/bauen.shtml Ausführungsvorschriften über Flächen für die Feuerwehr auf Grundstücken AV FwFl: www.stadtentwicklung.berlin.de/service/gesetzestexte/de/bauen.shtml Arbeitsstättenverordnung ArStättV: http://bundesrecht.juris.de/bundesrecht/arbst_ttv/index.html Verordnung über Bauvorlagen im bauaufsichtlichen Verfahren (Bauvorlagenverordnung - BauVorlVO): http://www.stadtentwicklung.berlin.de/service/gesetzestexte/de/bauen. shtml Richtlinien Wirtschaftliche Standards des öffentlichen Bauens, Rundschreiben Sen-
BauWohn1/2002: 01_WiSt_Allgemein.pdf 02_WiSt_Hochbau.pdf 03_WiSt_Techn_Geb_Ausr.pdf 04_WiSt_Literaturhinweise.pdf Verwendungsverbote und Verwendungsbeschränkungen von Baustoffen, Rundschreiben SenBauWohnV VI Nr. 10/1998: 05_verbote_baustoffe.pdf Verwendungsverbote und Verwendungsbeschränkungen von Baustoffen, Rundschreiben SenStadt VI A Nr. 14/2004: 06_verbote_tropenholz.pdf Grundsätze für die Betriebswassernutzung, Rundschreiben SenStadt VI C Nr. 1/2003: 07_betriebswasser.pdf www.stadtentwicklung.berlin.de/service/gesetzestexte/de/download/ba uen/ Ökologische Planungskriterien für Wettbewerbe, Arbeitspapier SenBauWohn 08/01: 08_oekolog_planungskriterien.pdf www.stadtentwicklung.berlin.de/aktuell/wettbewerbe/grundlagen/ Raumprogramm / Formblätter Verfassererklärung (interaktiv): (pdf-Formular, d.h. Text kann direkt eingegeben werden und das Dokument anschließend ausgedruckt werden. Das Dokument kann mit dem Acrobat-Reader allerdings nicht gespeichert werden.) 000000_verfassereklaerung.pdf Raumprogramm: raumprogramm-mittelpunktbibliothek.pdf Formblatt Flächenermittlung Raumprogramm siehe Teil 1.10 (sechsstellige Tarnnummer voranstellen): 000000_formblatt_flaechen.xls Formblatt Flächen-/Volumenermittlung Gebäude s. Teil 1.10 (sechsstellige Tarnnummer voranstellen): 000000_kennwerte_altbau.xls 000000_kennwerte_neubau.xls

References: § 6
 § 3
 § 15
 § 34
 § 172
 § 142