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Timestamp: 2018-02-19 19:53:52+00:00

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› Feuerwehrhaus
MEDIENBERICHT ZUR STANDORTFRAGE
Bericht im Kurier, Ausgabe 6.5.2013, zur Standortfrage des neuen Feuerwehrhauses. Baumeister Ing. Höfer, Sachgebietsleiter im Referat 3.5 "Feuerwehrinfrastruktur" im Österreichischen Bundesfeuerwehrverband, prüfte bereits im Jahr 2011 einen Neubau in der Feldergasse 4. Er kennt also sowohl die örtlichen Gegebenheiten, als auch die Anforderungen einer Einsatzorganisation bzw. die vom ÖBFV erstellten Richtlinien zum Bau eines Feuerwehrhauses. Sein Ergebnis (dieses war übrigens bereits lange vor diesem Medienbericht bekannt!): Ein Neubau in der Feldergasse 4 ist nur mit Einschränkungen und nicht normgerecht möglich.
Vorentwurf Höfer
Ing. Höfer hat 2011 einen Vorentwurf zu einem FF Haus in der Feldergasse 4 gemacht. Der Entwurf entsprach 2011 aufgrund des Grundstückes nur bedingt den Normen, nach einer Normänderung 2012 ist er mittlerweile in einigen weiteren Punkten nicht entsprechend.
• zu wenig Stellflächen bei dem Haus für private PKW der Mitglieder. Dies ist im Einsatzfall besonders wichtig, damit nicht die Fahrzeuge der Feuerwehrleute selbst die Ausfahrt der Feuerwehrautos blockieren und irgendwie müssen ja auch die Feuerwehrmitglieder zum Feuerwehrhaus gelangen.
• zu wenig Stellflächen vor dem Haus für die Einsatzfahrzeuge. Nach den Normen müssen Fahrzeuge vor einem Feuerwehrhaus für Übungen oder diverse Arbeiten aufgestellt werden können. Das wäre auf dem alten Standort nicht möglich. Hier wären die Aufstellflächen auf der Feldergasse selbst.
• neue Anforderung an ein Feuerwehrhaus, z.B. durch die Jugendfeuerwehr (derzeit 24 Mädchen und Buben)
• keine Reservefläche für spätere Erweiterungen – Da die technischen Anforderungen an das Feuerwehrwesen laufend steigen sind Erweiterungsmöglichkeiten unbedingt erforderlich.
Gutachten zu Standortalternativen
Das unabhängige Planungsbüro Knoll Consult hat im Auftrag der Stadtgemeinde eine Sanierung des Altbestandes, einen Neubau in der Feldergasse sowie potenzielle andere Nutzungsflächen für das Weidlinger Feuerwehrhaus gegenübergestellt. Eine Sanierung kommt laut dem Gutachten nicht in Frage. Eine Adaptierung des alten Gebäudes ist dem Stand der Technik entsprechend nicht möglich. Bei einem Neubau in der Feldergasse würde ein Großteil der Liegenschaft verbaut werden. Das Haus würde dennoch nicht den aktuellen Normen entsprechen. Durch die mangelnden Parkflächen würden die Anrainer der Feldergasse stark beeinträchtigt werden. Die verbleibende Fläche ist de facto bei weitem zu gering, um die erforderlichen Stellplätze für die Fahrzeuge der Feuerwehrmitglieder im Einsatzfall aufzunehmen. Außerdem würden weitere Kosten für ein Ausweichquartier entstehen. Insgesamt neun Standort-Alternativen wurden überprüft. In einem ersten Schritt wurden Liegenschaften identifiziert, die im Nahbereich des Zentrums von Weidling (Distanz bis 1,5 km) liegen. Weiters sollen sie nicht bebaut – bebaute Liegenschaften wären noch teurer, da eine Ablöse für das zu erwerbende Haus und die Abbruchkosten auch zu bezahlen wären - und einer ersten Einschätzung der Stadtgemeinde Klosterneuburg nach möglicherweise verfügbar sein. Nur das Grundstück Brandmayerstraße 2A erfüllt alle Anforderungen, wie etwa:
• zentrale Lage im Einsatzgebiet,
• Anbindung an das Verkehrsnetz (Verkehrssicherheit)
• Bebaubarkeit für angestrebte Nutzung
• eine rechtlich mögliche Baubewilligung
• eine raumordnungsrechtlich mögliche entsprechende Flächenwidmung.
Weitere Überlegungen der Stadtgemeinde bezogen sich auf die optimale Zufahrt und die Kosten, um ein Grundstück nutzen zu können. Auch hier war die Brandmayerstraße 2a das beste Grundstück.
Nutzen für die Allgemeinheit und Wirtschaftlichkeit eines Standortes in der Brandmayerstraße 2a
Durch die Ansiedelung des FF Hauses in der Brandmayerstraße 2a hat die Gemeinde die Möglichkeit, im Zentrum von Weidling einen Nahversorger und leistbare Wohnungen zu schaffen. Die Gründe für die Vorgangsweise sind die Folgenden:
• Wenn es gelingt einen passenden Betreiber zu finden, gibt es dadurch endlich wieder einen Nahversorger im Weidlinger Zentrum.
• Im Zentrum von Weidling kann Bau mit leistbaren Wohnungen entstehen, mit einer Tiefgarage und einer guten Anbindung an die (Verkehrs-)infrastruktur.
• Durch den Neubau auf der Feldergasse 4 können laufende Einnahmen erzielt werden, die die Pacht für das neue Grundstück des Feuerwehrhauses und noch einen Teil der Baukosten des neuen Feuerwehrhauses finanzieren.
Statistik Einsätze und Mitglieder der FF Weidling
Laut der Einsatz-Statistik 2013 der Feuerwehr Weidling haben 81 % der Einsätze der FF Weidling in einem Umkreis von 1,5 Kilometer um die Brandmayerstraße 2a stattgefunden.
Eine Standortverschiebung Richtung geografischen Zentrum des Einsatzgebietes – daher Richtung Heurigen Nierscher - würde in 88% der Einsätze eine Verlängerung der Anfahrtszeiten zum Einsatzort bedeuten.
81 % der FF-Mitglieder mit der meisten Einsatztätigkeit 2013 wohnen innerhalb einer Strecke von 1,5 Kilometern von dem neu geplanten Feuerwehrstandort entfernt.
47 % wohnen im Bereich Rotgraben und können nur über die Lenaugasse zur Hauptstraße oder Brandmayerstraße gelangen.
Eine Standortverschiebung Richtung geografischen Zentrum des Einsatzgebietes würde eine deutliche Verlängerung der Anfahrtszeiten der Feuerwehrmitglieder ins FF-Haus und damit eine Verschlechterung der Ausrückezeiten bedeuten (derzeit 4 bis 6 min).
Übrigens: Die gesamten straßenseitigen Flächen des Parkes der Villa Brunnenpark waren bis in die 80er-Jahre als Bauland gewidmet und wurden damals erst als Park umgewidmet. Mit der derzeitig geplanten Umwidmung wird maximal ein Drittel von damals zu Bauland Sondergebiet Feuerwehr (wo also nur ein Feuerwehrhaus stehen darf) geändert.
Antwort auf ein Offenen Brief
Am Dienstag, 12.März 2013 wurde der FF Weidling von einem Lokalmedium ein offener Brief des Umweltstadtrates Mag. Sepp Wimmer zugesendet (siehe Bild). Kommandant Wolfgang Pötsch möchte darauf wie folgt antworten:
"Vorweg möchte ich festhalten, dass der offene Brief von Umweltstadtrat Wimmer nicht an das Feuerwehrkommando der FF Weidling gesendet wurde. Er wurde lediglich am Dienstag, 12. März von der Redaktion der NÖN Klosterneuburg an den Sachbearbeiter Öffentlichkeitsarbeit weitergeleitet und um Antworten ersucht.
Als Feuerwehrkommandant der FF Weidling ist mein Zuständigkeitsbereich klar definiert: Die FF Weidling ist im Rahmen des NÖ Feuerwehrgesetzes von der Stadtgemeinde mit den Maßnahmen der örtlichen Feuer- und Gefahrenpolizei beauftragt (siehe Auszug NÖ Feuerwehrgesetz im Anhang). Die Mittel für die Durchführung dieser Aufgaben ist den Feuerwehren von der Gemeinde zur Verfügung zu stellen. So fällt auch die Unterbringung der Feuerwehren in den Zuständigkeitsbereich der Stadtgemeinde Klosterneuburg bzw. des Bürgermeisters.
Ich habe bereits vor einiger Zeit die Stadtgemeinde als Kommandant auf die Notwendigkeit einer Verbesserung unserer Unterbringung hingewiesen, da ich für die Aufrechterhaltung der Einsatzbereitschaft verantwortlich bin. Ohne eine entsprechende Veränderungen in den nächsten Jahren ist diese Einsatzbereitschaft gefährdet. So können etwa moderne Fahrzeuge in den Garagen nicht mehr untergebracht werden. Aufgrund der Baufälligkeit des derzeitigen Feuerwehrhauses leiden nicht nur teure Gerätschaften, es herrschen auch für die Mannschaft teilweise unzumutbare Zustände (CO-Belastung, Stolperfallen, sanitäre Anlagen etc.).
Aufgrund dieser Hinweise wurde bereits im Jahr 2011 von allen Parteien im Gemeinderat der Grundsatzbeschluss für den Neubau des Feuerwehrhauses Weidling beschlossen.
Als Kommandant der FF Weidling obliegt es mir jedoch nicht, über Standortwahl, Neu- oder Umbau zu entscheiden. Diese Entscheidung fällt klar in den Zuständigkeitsbereich der Stadtgemeinde Klosterneuburg und ist auch so im NÖ Feuerwehrgesetz definiert.
Ich als Kommandant und Feuerwehrfachmann kann lediglich Empfehlungen zu notwendigen Abläufen im Einsatzgeschehen geben. Diesbezügliche Gespräche fanden nur direkt mit der Stadtverwaltung statt und mit keiner der sieben im Gemeinderat vertretenen Fraktionen.
Abschließend möchte ich noch darauf hinweisen, dass die Freiwillige Feuerwehr Weidling wie alle Freiwilligen Feuerwehren eine politisch neutrale Blaulichtorganisation ist! Wir möchten uns vehement dagegen verwehren, für Parteipolitik missbraucht zu werden!"
Kommandant OBI Wolfgang Pötsch
Weidling, am 12. März 2013
NÖ Feuerwehrgesetz (Auszüge)
§ 2 Feuerpolizei
(1) Die Feuerpolizei umfaßt Maßnahmen, die der Verhütung und Bekämpfung von Bränden dienen, sowie Sicherungsmaßnahmen nach dem Brand und Erhebungen über die Brandursache.
§ 3 Örtliche Gefahrenpolizei
(1) Die örtliche Gefahrenpolizei umfasst Maßnahmen, die 1. der Rettung von Menschen und Tieren sowie der Bergung lebensnotwendiger Güter, 2. der Abwehr von Gefahren für Menschen, Tiere, lebensnotwendige Güter sowie von solchen, die einen beträchtlichen Sachschaden bewirken können und 3. der Notversorgung der Bevölkerung und öffentlicher Einrichtungen mit lebensnotwendigen Gütern dienen.
§ 4 Feuerwehren
(1) Feuerwehren im Sinne dieses Gesetzes sind nach Zweck, Ausrüstung und fachlicher Ausbildung ihrer Feuerwehrmitglieder für die Besorgung von Aufgaben der Feuerpolizei und der örtlichen Gefahrenpolizei eingerichtete Organisationen; (...) Die Freiwilligen Feuerwehren sind Körperschaften öffentlichen Rechts.
§ 5 Besorgung der Aufgaben der örtlichen Feuerpolizei
(1) Die Besorgung der Aufgaben der örtlichen Feuerpolizei obliegt der Gemeinde; sie hat sich hiezu – ausgenommen die Erlassung von Bescheiden – der Feuerwehr als Hilfsorgan zu bedienen (...).
(4) Der Gemeinderat hat die Feuerwehren zu bezeichnen, ihren örtlichen Einsatzbereich innerhalb des Gemeindegebietes festzusetzen und den Feuerwehrkommandanten die Besorgung der Aufgaben der örtlichen Feuerpolizei im Namen des Bürgermeisters zu übertragen.
§ 24 Mittel zur Brandbekämpfung
(1) Die Gemeinde hat zur Besorgung der Aufgaben der örtlichen Feuerpolizei die erforderlichen Einrichtungen, Geräte und Betriebsmittel nach Maßgabe des § 37 Abs. 2 zur Verfügung der Freiwilligen Feuerwehr zu halten. Die Gemeinde hat den Feuerwehrkommandanten vor wesentlichen Maßnahmen zu hören. Bei der Errichtung von Feuerwehrhäusern ist auf die Baurichtlinien des NÖ Landesfeuerwehrverbandes Bedacht zu nehmen.
Neues Feuerwehrhaus - Warum?
Das Weidlinger Feuerwehrhaus in der Feldergasse 4 sieht für Passanten eigentlich recht schmuck aus. Eine hübsche Fassade und relativ neue Fenster täuschen jedoch darüber hinweg, was sich hinter den Toren verbirgt. Die FF Weidling möchte Ihnen deshalb hier Einblick in das alte Feuerwehrhaus gewähren und die Notwendigkeiten für einen Neubau aufzeigen. Machen Sie mit uns einen virtuellen Rundgang!
Die Mitglieder einer Freiwilligen Feuerwehr rücken bei Alarm in das Feuerwehrhaus ein, rüsten sich dort aus und fahren mit den Einsatzfahrzeugen zum Einsatzort. Hier kommt es aufgrund der beengten und unübersichtlichen Situation immer wieder zu gefährlichen Situationen.
Das beginnt bereits bei der Anfahrt durch die enge Gasse: Es kommt regelmäßig zu kritischen Situationen, wenn die ersten Einsatzfahrzeuge ausfahren und nachrückende Kameraden in die enge Feldergasse fahren. Vor dem Haus müssen die Feuerwehrmitglieder ihre Privat-PKW parken, dabei werden auf der Feuerwehrfläche abgestellte Anrainer-PKW eingeparkt, die Ausfahrtsituation mit dem Feuerwehrfahrzeug ist beengt.
Die Garderoben befinden sich neben oder hinter den Stellplätzen der Fahrzeuge. Der Durchgang ist eng, unübersichtlich und erstreckt sich über mehreren Höhenniveaus. Gerade bei Bränden oder Menschenrettungen geht es um Sekunden – dann kommt es bei den Engstellen immer wieder zu schmerzhaften Zusammenstößen.
Die Schadstoffbelastung durch ausfahrende Fahrzeuge ist für jene Kameraden, die sich für Einsatz oder Übung gerade umziehen, enorm. Eine Messung mit dem neuen Gasmessgerät ergab erstaunliches: Der Kohlenmonoxid-Wert lag bei 65 ppm, bereits bei 15 ppm springt die Warnung des Messgerätes an! Eine ständige Gesundheitsbelastung für die Feuerwehrmitglieder!
So hübsch die Fassade von außen aussieht, innen bröckelt es ganz gewaltig. Rissbildungen in Decken und Wänden sind dafür verantwortlich, dass teure Einsatzbekleidung und Geräte ständig mit Putzresten und Kalkstaub berieselt werden. Das Mauerwerk ist teilweise bis 50 cm über die Fußbodenoberkante feucht und weist überall Ausblühungen auf. Teilweise blättert Verputz bis in diese Höhe ab.
Das gesamte Gebäude ist ein wild zusammengewürfeltes Konglomerat aus unterschiedlichsten Bauteilen, Baumaterialien und Räumen, mit teilweise unbestimmtem Alter, entstanden durch ständige Abbrucharbeiten, Zubauten und Umbauten. Im Bereich der Einsatzräume (Erdgeschoß) gibt es fünf verschiedene Fußbodenhöhen mit Stufen und Rampen von 10 bis 30 cm Höhe – Stolperfallen und Probleme beim Transportieren von Geräten und Lasten sind die Folge.
Der Stiegenaufgang in das erste Obergeschoß (hier befinden sich Schulungsraum, Verwaltungs-/Kommandozimmer sowie ein Magazin) ist steil und rutschig. Mitunter muss hier Material hinauf oder hinunter getragen werden.
Raumhöhen und Torhöhen sind für genormte Einsatzfahrzeuge heutigen Standards zu gering. Die Garagen sind so knapp bemessen, dass eine erwachsene Person kaum am Fahrzeug vorbeigehen kann.
Schon für das im Jahr 2002 angekaufte Rüstlöschfahrzeug musste ein Garagenzubau errichtet werden. Länge, Breite und Höhe entsprechen jedoch nicht den Baurichtinien für Feuerwehrhäuser des ÖBFV.
Das Löschfahrzeug der FF Weidling, Baujahr 1984 – also stolze 29 Jahre alt – ist bereits seit längerem reif für einen Austausch. Im Hinblick auf die zu kleinen Garagen und Tore musste man jedoch bisher noch zuwarten. Dank guter Pflege und Reparatur durch den Fahrmeister war dies auch möglich. Die nächsten von der Feuerwehr Weidling lt. Feuerwehrausrüstungsverordnung anzuschaffenden Fahrzeuge werden ein aus Landesmitteln gefördertes HLF2 und ein HLF3 sein, beides Fahrzeuge zwischen 12 und 18 Tonnen. Aufgrund der Topografie des Einsatzgebietes müssen die Einsatzfahrzeuge mit Allrad ausgestattet sein. Damit wird keines dieser Fahrzeuge in die derzeitigen Garagen passen.
Wirklich unzureichend sind die sanitären Anlagen. Im Erdgeschoß gibt es ein einziges gemeinsames WC im für 46 männliche und 7 weibliche aktive Feuerwehrmitglieder, 11 männliche und 1 weibliche Reservisten und 8 männliche und 2 weiblichen Jugendmitglieder. Die beiden zusätzlich existierenden Pissoirs im EG sind eher hinderlich, weil in diesem Raum das einzige gemeinsame Handwaschbecken existiert.
Nach Bränden müssen die Feuerwehrschläuche, bevor sie wieder in den Fahrzeugen verstaut werden können, zunächst trocknen. Vor allem im Winter mussten diese bisher in den Garagen aufgelegt werden, die Fahrzeuge mussten in der Zwischenzeit im Freien stehen. Das Foto entstand nach dem Brand der Inku-Halle im November 2011.
Die Tatsache, dass ein Neubau des Feuerwehrhauses erforderlich ist, ist bereits seit längerem bekannt und wurde auch mit einem Grundsatzbeschluss im Gemeinderat im Jahr 2011 bestätigt. Mit einem neuen Standort gibt es nun jedoch kein logistisches Problem sowie Mehrkosten während der Bauphase (die Feuerwehr muss ja weiterhin einsatzbereit sein und das Gerät ordentlich unterbringen!). Von dem ca. 70.000 m2 großen Grundstück an der Brandmayerstraße werden lediglich ca. 4.000 m2 genützt. Für diese müssen entsprechend gemeindeeigene Flächen in Grünland rückgewidmet werden.
Für Fragen und weitere Informationen steht Ihnen das Kommando der FF Weidling gerne zur Verfügung!
NEUES FEUERWEHRHAUS IN DER BRANDMAYERSTRASSE
Das neue Feuerwehrhaus der FF Weidling soll direkt an der Brandmayerstraße entstehen. Im Gegenzug ist am alten Standort in der Feldergasse die Errichtung von Wohnungen geplant. Weiters soll dort auch ein Nahversorger angesiedelt werden.
Schon seit vielen Jahren ist bekannt, dass das alte Feuerwehrhaus in Weidling in einem schlechten Zustand ist. Das Haus entspricht nicht mehr den Anforderungen einer modernen Einsatzorganisation. So passen z. B. keine der Norm entsprechenden Einsatzfahrzeuge in die Garagen. Es gibt z.b. nur ein gemeinsames WC für 77 Männer und Frauen. Die Garderoben befinden sich zum Großteil hinter den Fahrzeugen in der Garage, was zu gefährlichen Situationen im Alarmfall führt und – speziell in der kalten Jahreszeit – einen unnötig hohen Energieverbrauch verursacht. Ein großes Problem stellt auch die Bausubstanz dar: Risse in den Wänden und feuchte Stellen bis zu einem Meter Höhe zeugen davon.
Studien des Hochbauamtes ergaben, dass die Kosten für eine Adaptierung den Kosten eines Neubaues gleichkommen. Aus diesem Grunde erfolgte im Jahr 2011 der einstimmige Grundsatzbeschluss des Gemeinderates für einen Neubau des Feuerwehrhauses.
Bürgermeister Mag. Stefan Schmuckenschlager berichtet: „Bei den anschließenden intensiven Planungsarbeiten der Stadtgemeinde wurde festgestellt, dass ein kompletter Neubau an der derzeitigen Stelle erhebliche logistische Probleme und Mehrkosten verursachen würde, um den Einsatzdienstbetrieb aufrecht zu halten. Schließlich müsste für die Bauphase ein eigenes Ausweichquartier geschaffen werden . Im Sinne der Sicherheit der Bevölkerung und der Wirtschaftlichkeit war es daher sinnvoll, eine Alternative zu suchen.“
In zahlreichen Besprechungen mit dem Feuerwehrkommando wurde zudem festgestellt, dass der derzeitige Standort auch aus einsatztaktischer Sicht nicht optimal ist. Kommandant Wolfgang Pötsch erläutert: „Es ist sinnvoller, ein Feuerwehrhaus auf einer Hauptverkehrsachse zu haben, als in einer kleinen Nebenstraße, die eine Sackgasse ist. Es kommt hier bei Alarm regelmäßig zu kritischen Situationen, wenn die ersten Einsatzfahrzeuge ausfahren und nachrückende Kameraden in die enge Feldergasse einfahren.“
Kommandant-Stellvertreter Gerald Mathuber ergänzt: „Ein den gültigen Normen entsprechendes Feuerwehrhaus geht sich auf den vorhanden Flächen in der Feldergasse nicht aus. Man müsste die Stellflächenbreite der Einsatzfahrzeuge enger planen, als vorgesehen. Auch den Empfehlungen des Österreichischen Bundesfeuerwehrverbandes zum Bau von Feuerwehrhäusern (Einsatzabläufe, Schwarz-Weiß-Trennung, Stellflächen,...) kann aufgrund der Längen- und Breitenverhältnisse des fast quadratischen Grundrisses des Grundstückes nur schwer entsprochen werden.“
Immobilienstadtrat Mag. Roland Honeder berichtet: „Aus diesen Gründen ergriff Gemeinderat Martin Trat die Initiative und entwickelte die Idee, das Feuerwehrhaus direkt an der Brandmayerstraße anzusiedeln. Am alten Standort in der Feldergasse soll leistbarer Wohnraum für die Weidlinger Bevölkerung geschaffen werden, idealer Weise kombiniert mit einem Nahversorger. . Die Planung des Feuerwehrhauses wird vertragsgemäß von den Grundstückbesitzern der für das neue Feuerwehrhaus zu pachtenden Fläche, den Weidlinger Architekten Barth-Sedlmayer der Achitektengruppe Syntax durchgeführt. Damit hoffen wir zu gewährleisten, dass hier ein Objekt entsteht, das sich dem Ortsbild anpassen wird.“
„Besonders freut mich“, so Bürgermeister Mag. Stefan Schmuckenschlager abschließend, „dass wir seitens der Gemeinde jetzt auch die Möglichkeit haben, einen in Weidling so dringend benötigten Nahversorger anzusiedeln. Die ersten Gespräche dazu laufen bereits.“

References: § 2

§ 3

§ 4

§ 5

§ 24
 § 37