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Timestamp: 2017-06-26 15:39:25+00:00

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Pelztiererlass (1999) Frettchen-Arche 2003 e.V.	Tierschutzverein für Frettchen mit eigenem Tierheim	Suchen ... Pelztiererlass (von 1999) leider ist das nur ein Entwurf aus dem bis jetzt kein Gesetz wurde
Wir haben die Passagen, die für uns Frettchehalter besonders interessant sind in "Grau" unterlegt. Ministerium für Umwelt, Natur und Forsten l Postfach 50 09 l 24062 Kiel
Landräte (Ober-)Bürgermeister
der Kreise und kreisfreien Städt
-Veterinärämt-
- Erlaubniserteilung nach §11 Abs. 1 Nr. 3 a des Tierschutzgesetzes (TierSchG) -
“Wer ein Tier hält, betreut´oder zu betreuen hat,
1. muss das Tier seiner Art und seinen Bedürfnissen entsprechend angemessen ernähren, pflegen und verhaltens-gerecht unterbringen,
Das Bundesverfassungsgericht hat ausdrücklich darauf hingewiesen, dass ein Tier nach § 2 Tierschutzgesetz seiner Art und seinen Bedürfnissen entsprechend angemessen ernährt, gepflegt und verhaltensgerecht untergebracht werden muß. “Das Wort ‚angemessen‘ bezieht sich dabei (...) auch auf die verhaltensgerechte Unterbringung. Nach § 2 Nr. 2 darf die Möglichkeit des Tieres zu artgemäßer Bewegung nicht so eingeschränkt werden, daß ihm Schmerzen oder vermeidbare Leiden oder Schäden zugefügt werden. (..) Damit dürfen zwar die Bewegungsbedürfnisse eines Tieres bis zu der in Nr. 2 umschriebenen Grenze eingeschränkt werden, nicht hingegen seine anderen in Nr. 1 angesprochenen Grundbedürfnisse” (-2 BvF 3/90-, S.47). Weiterhin verweist das Bundesverfassungsgericht darauf, dass niemand einem Tier ohne vernünftigen Grund Schmerzen, Leiden oder Schäden zufügen darf (§ 1 Satz 2 Tierschutzgesetz). “Hieraus sowie aus dem in § 1 Satz 1 Tierschutzgesetz niedergelegten Grundsatz des ethisch begründeten Tierschutzes folgt, dass nicht jede Erwägung der Wirtschaftlichkeit der
Tierhaltung aus sich heraus ein ‚vernünftiger Grund‘ im Sinne des § 1 Satz 2 Tierschutzgesetz sein kann” (- 2 BvF 3/90 -, S. 48).
Ich bitte daher, bei der Erteilung einer Erlaubnis nach § 11 Abs. 1 Satz 1 Nr. 3 a TierSchG für Betriebe, die gewerbsmäßig Pelztiere züchten oder halten, oder bei sonstigen tierschutzfachlichen Beurteilungen bestehender Pelztierhaltungen nach § 2 Tierschutzgesetz die Empfehlungen in Bezug auf Pelztiere ab sofort mit nachstehenden Maßgaben anzuwenden:
Haltungsverbot:
Die Haltung von Pelztieren, die der freien Wildbahn entnommen wurden, ist verboten.
Allgemeine Anforderungen an Pflege und Betreuung:
eine abgeschlossene staatlich anerkannte oder sonstige Ausbildung absolviert hat, die zum Umgang mit der Tierarten befähigt, auf die sich die Tätigkeit erstreckt oder
mindestens dreijährige eigenverantwortliche oder mindestens fünfjährige Tätigkeit unter sachkundiger Anleitung Tiere der betreffenden Tierarten betreut hat und bei regelmäßigen Kontrollen der Tierhaltung keine tierschutzrechtlichen Beanstandungen ausgesprochen wurden.
Darüber hinaus muss der Antragsteller bzw. die für die Tätigkeit verantwortliche Person die gebotene Zuverlässigkeit besitzen. Von der Zuverlässigkeit der für die Tätigkeit verantwortlichen Person ist auszugehen, wenn sie der Behörde bekannt ist (evtl. Ordnungsamt, Gewerbeanmeldung etc. einbeziehen) und keine Hinweise auf tierschutzwidrige Handlungen vorliegen. Liegen die Voraussetzungen nicht vor, ist die Zuverlässigkeit ggf. durch ein Führungszeugnis oder vergleichbare Informationen zu belegen.
Für Pflege und Betreuung von Pelztieren verantwortliche Personen sind verpflichtet, Pelztiere art‑ und tiergerecht zu ernähren und durch fachkundige Tierpflege und ‑betreuung haltungsbedingte Krankheiten, Verletzungen oder Verhaltensstörungen aller Tiere so weit wie möglich zu verhindern.
Das Befinden aller Pelztiere ist mindestens zweimal täglich durch die für ihre Pflege und Betreuung verantwortlichen Personen zu überprüfen, wobei die Tiere nicht mehr als notwendig gestört werden sollen. Im einzelnen ist auf den körperlichen Allgemeinzustand, den Zustand des Fells, der Haut, der Augen und Ohren, des Schwanzes, der Beine und Füße, auf Aktivität und Verhalten, auf Körperpositionen und ‑bewegung sowie auf Kot, Futter‑ und Wasserverbrauch zu achten. Außerdem müssen für Pflege und Betreuung von Pelztieren verantwortliche Personen auf ausreichende Verträglichkeit gemeinsam gehaltener Tiere achten.
Allgemeine Anforderungen an die Unterbringung:
6. Die Gehege müssen vor unzuträglichen Witterungsbedingungen geschützt sein. Freigehege müssen insbesondere Wind‑ und Regenschutz sowie Schattenplätze bieten. Es muss sichergestellt sein, daß Luftzirkulation, Staubgehalt, Temperatur, relative Luftfeuchte und Gaskonzentration in einem Bereich gehalten werden, der die Gesundheit der Pelztiere nicht nachteilig beeinflußt. Außerdem sind die Gehege gegen Lärm, Abgase und andere störende Außenfaktoren zu schützen.
8. Pelztieren müssen ihrer Art gemäße Ruhe‑ und Schlafplätze zur Verfügung gestellt werden. Insbesondere sind Gehege von Tieren, die in Nestern oder Höhlen schlafen, mit rundum geschlossenen, mit einem Einschlupfloch versehenen Schlafboxen aus einem wärmedämmenden, atmungsaktiven und die Gesundheit nicht schädigenden Material auszustatten. Ruheplätze und Schlafboxen müssen vor unzuträglichen Witterungsbedingungen geschützt sein und sich in Freigehegen an einem windgeschützten, schattigen Platz befinden.
Allgemeine Anforderungen an Fütterung und Tränkung:
Alle Pelztiere müssen täglich Zugang zu hygienisch einwandfreiem Futter in bekömmlichen Zustand und jederzeit freien Zugang zu hygienisch einwandfreiem trinkbarem Wasser haben. Es muss gewährleistet sein, dass jedes Pelztier genügend Futter und trinkbares Wasser erhält. Es ist dafür Sorge zu tragen, dass Pelztiere kein gefrorenes Futter aufnehmen. Die Gabe von Eiswürfeln gilt nicht als ordnungsgemäße Wasserversorgung. Es sind Tränken erforderlich, die auch bei Minusgraden funktionsfähig bleiben.
Eine Reduzierung der Futterration bei Fähen vor der Ranz ist nicht tolerierbar.
Allgemeine Anforderungen an die Wartung der Gehege:
Falls notwendig, sind Maßnahmen zur Bekämpfung von Flöhen, Läusen, Fliegen, Mäusen, Ratten oder anderen Tierarten, die Gesundheit oder Versorgung der Pelztiere gefährden, durchzuführen.
VI. Besondere Anforderungen an die Haltung von Nerzen (Mustela vison) und Iltissen (Mustela putorius):
Die Gehege müssen mit Kletter‑ und Laufmöglichkeiten, vorzugsweise in Form von Laufbrettern und Holz‑ oder Steinaufbauten, ausgestattet sein. Nerzgehege müssen Rückzugsmöglichkeiten, vorzugsweise Höhlen, Baumhöhlen oder Felsspalten und möglichst auch dichte Vegetation, und Beschäftigungsmöglichkeiten, vorzugsweise bewegliche Gegenstände und Stroh, bieten. Iltissen müssen in ihrem Gehege Rückzugsmöglichkeiten, vorzugsweise Höhlen, Erdhöhlen, aufgeschichtetes Stroh und möglichst auch Vegetation oder anderes Material und Gegenstände, vorzugsweise Röhren, frei schwingende Objekte oder Bälle, zur Beschäftigung zur Verfügung stehen.
Frisches trinkbares Wasser ist über heiz‑ und kühlbare Nippeltränkeysteme anzubieten.
Zuchtgehege müssen mit einem Nestkasten ausgestattet sein.
Das Absetzen der Jungtiere darf in der Regel nicht vor Ende der 11. Lebenswoche erfolgen.
Besondere Anforderungen an die Haltung von Füchsen (Vulpes vulpes, Alopex lagopus):
Zuchtgehege müssen mit einem Nestkasten ausgestattet sein, der in einen Vor‑ und einen dunklen Hauptraum unterteilt ist. Während der Wurf‑ und Aufzuchtperiode muss den Tieren Einstreumaterial zur Verfügung stehen.
Besondere Anforderungen an die Haltung von Sumpfbibern, (Myocastor coypus):
Die Gehegegrundfläche muss ohne Berücksichtigung des Wasseranteils für 2 erwachsene Tiere mindestens 5 Quadratmeter betragen. Für jedes weitere erwachsene Tier ist die Fläche um mindestens 0,5 Quadratmeter zu erweitern. Zusätzlich dürfen im selben Gehege noch nicht abgesetzte Jungtiere gehalten werden. Die lichte Höhe des Geheges muss mindestens 2,0 Meter betragen, die Gehegebegrenzung muss in die Erde eingelassen sein.
Die Gehegegrundfläche für Familiengruppen muss mindestens 20 m2 betragen.
Die feste Bodenfläche darf nicht zu rau sein, das Gefälle soll 1 bis 3 von Hundert nicht übersteigen.
Den Tieren muss am Boden ein Schlafkasten mit mindestens zwei Außenöffnungen zur Verfügung stehen. Die Eingänge sollen über kurze Laufstege erreichbar sein. Der Kasten muss mit Stroh, Heu oder einer anderen Einstreu versehen und so bemessen sein, dass alle Tiere gleichzeitig liegen können und der Kasten durch Körperwärme warm gehalten werden kann.
Zuchtgehege müssen mit einem Nestkasten ausgestattet sein. Während der Wurf‑ und Aufzuchtperiode muss den Tieren Einstreumaterial zur Verfügung stehen.
Nach einem Wurf sind bei Unverträglichkeiten andere Gruppenmitglieder vom Muttertier und deren Nachkommen abzusondern.
Besondere Anforderungen an die Haltung von Chinchillas (Chinchilla brevicaudata, Chinchilla laniger):
Die Gehege müssen mit Kletter‑ und Rückzugsmöglichkeiten, vorzugsweise in Form von Steinen oder Felsen mit Spalten und Höhlen, ausgestattet sein und über ein Sandbad sowie einen wärmegedämmten Liegeplatz verfügen. Das Sandbad sollte mit Spezialsand gefüllt und jederzeit zugänglich sein. Es ist täglich zu reinigen. Zur Beschäftigung muss ein benagbarer Gegenstand, vorzugsweise aus Holz, vorhanden sein.
Zuchtgehege müssen mit einem Nestkasten ausgestattet sein. Während der Wurf‑ und Aufzuchtperiode muss Chinchillas Heu oder ein anderes Einstreumaterial zur Verfügung stehen.
Die Nahrung muss einen hohen Raufaseranteil enthalten.
Tötung von Pelztieren:
Tiere dürfen dem Kohlenmonoxid nur in einer einsehbaren Kammer mit einer Gaskonzentration von mindestens 1 Volumenprozent aus einer Quelle von hundertprozentigem Kohlenmonoxid ausgesetzt werden. Die Kammer, in der die Tiere dem Gas ausgesetzt werden, muss so beschaffen sein, dass Verletzungen der Tiere ausgeschlossen sind und ihre Überwachung möglich ist. Die Tiere dürfenerst dann in die Kammer eingebracht werden, wenn sich darin keine zuvor etöteten Tiere mehr befinden und in der Kammer ein zur unmittelbaren Betäubung ausreichendes Gas/Luft‑Gemisch herrscht. Vor dem Einbringen der Tiere muss die Gaskonzentration überprüft werden. Dies kann z. B. mittels Draeger-Röhrchen erfolgen. Die Tiere müssen einzeln und frei beweglich in diese Kammer verbracht werden und dort bis zum Eintritt ihres Todes verbleiben sowie überwacht werden.
Eigenkontrollen/Dokumentation:
Hobbyhaltung und -zucht:
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References: §11
 § 2
 § 2
 § 1
 § 1
 § 11
 § 2