Source: http://www2.lubw.baden-wuerttemberg.de/public/abt2/dokablage/oac_13/vo/3/83170000024.htm
Timestamp: 2018-11-19 22:47:05+00:00

Document:
3.17.024 Sundheimer Grund
Verordnung des Regierungspräsidiums Freiburg über das Natur- und Landschaftsschutzgebiet »Sundheimer Grund« vom 20. November 1996 (GBl. v.20.12.1996, S. 743).
Auf Grund der §§ 21 und 58 des Naturschutzgesetzes (NatSchG) in der Fassung vom 29.März 1995 (GBI. S.385) und von § 28 Abs.2 des Landesjagdgesetzes (LJagdG) in der Fassung vom 1. Juni 1996 (GBI. S. 369) wird verordnet:
Die in § 2 näher bezeichneten Flächen auf dem Gebiet der Stadt Kehl und der Gemeinde Willstätt, Ortenaukreis, werden zum Natur- und Landschaftsschutzgebiet erklärt. Das Natur- und Landschaftsschutzgebiet führt die Bezeichnung »Sundheimer Grund«.
(1)Das Natur- und Landschaftsschutzgebiet hat eine Größe von rd. 58 ha. Davon entfallen rd. 21 ha auf das Naturschutzgebiet und rd. 37 ha auf das Landschaftsschutzgebiet.
(2)Das Landschaftsschutzgebiet besteht aus fünf an das Naturschutzgebiet angrenzenden Teilflächen und umfaßt ebenfalls nach dem Stand vom 9. Mai 1994 auf Gemarkung Goldscheuer (Stadt Kehl) die Grundstücke Flst.Nm. 1193/7 bis 1193/10 sowie Teile der Grundstücke Flst.Nrn. 1145/30, 1193/3 und 1193/5, auf Gemarkung Kehl das Grundstück Flst.Nr. 3545/1 sowie einen Teil des Grundstücks Flst.Nr. 3545 und auf Gemarkung Eckartsweier (Gemeinde Willstätt) die Grundstücke Flst.Nrn. 1877/2, 1877/15 und 1877/16 sowie Teile der Grundstücke Flst.Nm. 1877/5, 1877/10 bis 1877/14 und 1877/19.
(3)Die Grenzen des Natur- und Landschaftsschutzgebietes sind in einer Übersichtskarte im Maßstab 1 : 25 000 vom 21. März 1995 sowie in einer Detailkarte im Maßstab 1: 5 000 mit Stand vom 19. April 1996 mit durchgezogener roter Linie (Naturschutzgebiet) und mit durchgezogener grüner Linie (Landschaftsschutzgebiet) eingetragen. Die Karten sind Bestandteil dieser Verordnung. Die Verordnung mit Karten wird beim Regierungspräsidium Freiburg in Freiburg i. Br. und beim Landratsamt Ortenaukreis in Offenburg auf die Dauer von zwei Wochen, beginnend am Tag nach Verkündung dieser Verordnung im Gesetzblatt, zur kostenlosen Einsicht durch jedermann während der Sprechzeiten öffentlich ausgelegt.
die Sicherung des Naturschutzgebietes vor Beeinträchtigungen und die Verwirklichung des Schutzzweckes im Naturschutzgebiet gemäß § 3 dieser Verordnung sowie.
die Erhaltung der vor allem durch Feldgehölze und Obstwiesen geprägten landschaftlichen Strukturvielfalt.
1. wesentliche Landschaftsbestandteile, wie z. B. Obstwiesen oder Feldgehölze zu beseitigen, zu zerstören oder zu ändern;
5. Anlage oder Veränderung von Flugplätzen, von Gebäuden für das Starten und Landen von Luftsportgeräten (z. B. Hängegleiter, Gleitflugzeuge, Gleitfallschirme) sowie von Gebäuden für den Aufstieg von Flugmodellen, die der luftverkehrsrechtlichen Erlaubnis bedürfen;
11. Dauergrünland oder Ödland umzubrechen;
12. Pflanzenschutzmittel außerhalb landwirtschaftlich genutzter Grundstücke zu verwenden;
16. schwimmende Anlagen zu verankern sowie Stege oder Bootsanlegestellen zu errichten;
17. Kleingärten anzulegen.
(1)Schutz- und Pflegemaßnahmen werden durch die höhere Naturschutzbehörde in einem Pflegeplan oder durch Einzelanordnung festgelegt. Die §§ 4, 7 und 8 dieser Verordnung sind insoweit nicht anzuwenden.
(2)Die höhere Naturschutzbehörde kann verlangen, daß Ackerflächen, die an den Ufern der öffentlichen Gewässer auf einem 10 m breiten Geländestreifen ab Böschungsoberkante liegen, gegen Zahlung eines angemessenen Ausgleichs in Dauergrünland umgewandelt werden.
(3)Uferbegleitende Gehölze sowie andere Feldgehölze sind zu erhalten und gegebenenfalls durch geeignete Maßnahmen zu pflegen, wobei das Einbringen rheinauefremder Arten nicht zulässig ist.
(1)Ordnungswidrig im Sinne des § 64 Abs. 1 Nr. 2 und Nr. 3 NatSchG handelt, wer vorsätzlich oder fahrlässig
(2)Ordnungswidrig im Sinne des § 40 Abs. 2 Nr. 7 LJagdG handelt, wer im Naturschutzgebiet vorsätzlich oder fahrlässig entgegen § 4 in Verbindung mit § 5 Abs. 2 dieser Verordnung die Jagd ausübt.
Freiburg i. Br., den 20.November1996

References: § 28
 § 2
 § 3
 § 64
 § 40
 § 4
 § 5