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Timestamp: 2020-03-29 08:12:43+00:00

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BVerwG, 19.09.1986 - 4 C 15.84 - dejure.org
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BVerwG, 19.09.1986 - 4 C 15.84 (https://dejure.org/1986,18)
BVerwG, Entscheidung vom 19.09.1986 - 4 C 15.84 (https://dejure.org/1986,18)
BVerwG, Entscheidung vom 19. September 1986 - 4 C 15.84 (https://dejure.org/1986,18)
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Früher bebautes Grundstück - Parkartiges Gelände - Innenstadtlage - Innenbereichsqualität - Fehlende Bebauung - Beseitigung des Altbestandes - Bauinteressenten - Wiederbebauung
BBauG § 34 Abs. 1; GG Art. 14 Abs. 1
Voraussetzungen für das Vorliegen eines Bebauungszusammenhangs i.S. von § 34 Abs. 1; Keine Unterbrechung des Bebauungszusammenhangs durch ein Grundstück mit einer von der Umgebungsbebauung völlig verschiedenen Bebauung; Innenbereichsqualität des Altbestands und dessen ...
VG Freiburg, 22.06.1982 - 6 K 89/81
VGH Baden-Württemberg, 02.05.1983 - 5 S 1521/82
BVerwG, 17.01.1984 - 4 B 128.83
BVerwGE 75, 34
NJW 1987, 1656 (Ls.)
NVwZ 1987, 406
VBlBW 1987, 288
DVBl 1987, 478
DÖV 1987, 298
DÖV 1987, 299
BauR 1987, 52
ZfBR 1987, 44
Nicht berücksichtigt hat es jedoch, dass bei der Frage, ob ein Vorhaben nach der Art der baulichen Nutzung den Rahmen der Umgebungsbebauung einhält, von der Typisierung von Nutzungen in der Baunutzungsverordnung als einer insoweit sachverständigen Konkretisierung allgemeiner städtebaulicher Grundsätze auszugehen (Urteile vom 3. Februar 1984 - BVerwG 4 C 25.82 - BVerwGE 68, 360 und vom 19. September 1986 a.a.O. S. 42) und somit auf die Vorschriften des ersten Abschnitts (§§ 1 bis 15) der Baunutzungsverordnung als Auslegungs- oder Orientierungshilfe zurückzugreifen ist (so schon Urteil vom 23. April 1969 - BVerwG 4 C 12.67 - BVerwGE 32, 31 ).
Die Erschließung wäre allerdings dann nicht gesichert, wenn das Vorhaben zu einer solchen Belastung der Zuwegung führen würde, dass die Sicherheit und Leichtigkeit des Verkehrs nicht nur in Spitzenzeiten ohne zusätzliche Erschließungsmaßnahmen nicht mehr gewährleistet wäre (Urteil vom 19. September 1986 a.a.O S. 44 f.).
Daher sind keineswegs alle baurechtlichen Vorschriften potentiell drittschützend (BVerwG, Urteil vom 19. September 1986 - BVerwG 4 C 8.84 - DVBl 1987, 478).
Im Innenbereich hat dagegen ein Planungsbedürfnis nur indizielle Bedeutung dafür, daß ein Vorhaben sich nicht einfügt; hingegen kann es Vorhaben - auch solche größeren Ausmaßes - nicht eigenständig ausschließen (vgl. BVerwGE 67, 23, 30 f.; 75, 34, 43).
Diese Berücksichtigung eines derartigen "Altbestandes" stehe allerdings unter dem Vorbehalt, ob nach der Verkehrsauffassung mit der Wiedererrichtung des beseitigten Gebäudes noch zu rechnen sei (vgl. BVerwG, Urteil vom 12. September 1980 - BVerwG 4 C 75.77 - Buchholz 406.11 § 34 BBauG Nr. 75 = BRS 36 Nr. 55; Urteil vom 19. September 1986 - BVerwG 4 C 15.84 - BVerwGE 75, 34 = NVwZ 1987, 406).
Das ist auch kaum überraschend; denn die "Verkehrsauffassung", wie sie das Berufungsgericht in Übereinstimmung mit der höchstrichterlichen Rechtsprechung zugrunde legt (vgl. auch BVerwG, Urteil vom 19. September 1989 - BVerwG 4 C 15.84 - BVerwGE 75, 34), ist ein nur konstruktives Hilfsmittel, um - zumeist zugunsten des Bauwerbers - eine gewisse Fortdauer eines objektiv nicht mehr vorhandenen Baubestandes zu fingieren.
Insoweit hat das Bundesverwaltungsgericht in seinem Urteil vom 19.9.1986 ausgeführt (- 4 C 15.84 - BVerwGE 75, 34, juris Rn. 34): "Nicht jede Erhöhung der Verkehrsbelastung an Kreuzungspunkten zu weiterführenden Straßen mit der Folge von Wartezeiten gefährdet die Sicherung der Erschließung des dafür ursächlichen Vorhabens.
Da der Knotenpunkt 54 aber das gesamte Gewerbegebiet erschließt und zwischen diesem Knotenpunkt und dem Breuningerland weitere Knotenpunkte liegen, handelt es sich nicht um einen Knotenpunkt, welcher der Erschließung des Breuningerlandes zuzurechnen ist, denn der Knotenpunkt 54 bindet nicht das Breuningerland an das allgemeine Verkehrsnetz an, so dass es sich nicht um eine "das Grundstück erschließende Straße" handelt (vgl. BVerwG, Urteil vom 19.9.1986, a.a.O., juris Rn. 44); vielmehr geht es um einen überlasteten Knotenpunkt im allgemeinen Verkehrsnetz.
Nach der ständigen Rechtsprechung des erkennenden Senats ist ausschlaggebend für das Bestehen eines Bebauungszusammenhangs, inwieweit die aufeinanderfolgende Bebauung trotz etwa vorhandener Baulücken nach der Verkehrsauffassung den Eindruck der Geschlossenheit und Zusammengehörigkeit vermittelt und die zur Bebauung vorgesehene Fläche selbst diesem Zusammenhang (noch) angehört (vgl. etwa Urteile vom 6. November 1968 - BVerwG 4 C 2.66 - BVerwGE 31, 20 , vom 1. Dezember 1972 - BVerwG 4 C 6.71 - BVerwGE 41, 227 , vom 19. September 1986 - BVerwG 4 C 15.84 - BVerwGE 75, 34 und vom 22. Juni 1990 - BVerwG 4 C 6.87 - ZfBR 1990, 293 = UPR 1990, 439; Beschluß vom 27. Mai 1988 - BVerwG 4 B 71.88 - Buchholz 406.11 § 34 BBauG/BauGB Nr. 127 = DÖV 1988, 840).
Danach ist ausschlaggebend für das Bestehen eines Bebauungszusammenhangs, inwieweit die aufeinanderfolgende Bebauung trotz etwa vorhandener Baulücken nach der Verkehrsauffassung den Eindruck der Geschlossenheit und Zusammengehörigkeit vermittelt und die zur Bebauung vorgesehene Fläche (noch) diesem Zusammenhang angehört (BVerwG, Urteile vom 6. November 1968 - 4 C 2.66 - BVerwGE 31, 20 , vom 1. Dezember 1972 - 4 C 6.71 - BVerwGE 41, 227 und vom 19. September 1986 - 4 C 15.84 - BVerwGE 75, 34 ; Beschluss vom 18. Juni 1997 - 4 B 238.96 - Buchholz 406.11 § 34 BauGB Nr. 186 m.w.N.).
OVG Nordrhein-Westfalen, 25.02.2020 - 2 A 3368/19
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BVerwG, 09.10.1996 - 4 B 173.96
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Nachbarklage; Gemengelage; Rücksichtnahmegebot; geschlossene Bauweise; …
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References: § 34
 Art. 14
 § 34
 § 34
 § 34
 § 34