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Timestamp: 2016-10-26 07:44:45+00:00

Document:
1A.116/2006 (08.11.2006)
1A.116/2006 /ggs
Schweizerische Bundesbahnen SBB (SBB AG), Infrastruktur, Netz- und Programmmanagement L�rm, Schanzenstrasse 5, 3000 Bern 65,
Eidgen�ssische Rekurskommission f�r Infrastruktur und Umwelt, Schwarztorstrasse 53, Postfach 336, 3000 Bern 14.
L�rmsanierungsmassnahmen der SBB AG in der
Verwaltungsgerichtsbeschwerde gegen den Entscheid der Eidgen�ssischen Rekurskommission f�r Infrastruktur und Umwelt vom 26. April 2006.
Die Schweizerische Bundesbahnen AG (im Folgenden: SBB) reichte am 20. Juli 2001 ein �berarbeitetes Plangenehmigungsgesuch zur L�rmsanierung auf dem Gebiet der Stadt Baden ein. Das Projekt wurde vom 22. Oktober bis 21. November 2001 in Baden �ffentlich aufgelegt. W�hrend der Auflagefrist erhoben verschiedene Einwohner des n�rdlich der Limmat gelegenen Nussbaumen (Gemeinde Obersiggenthal) Einsprache. Die Einsprecher verlangten im Wesentlichen, dass l�ngs der s�dlich der Limmat verlaufenden SBB-Teilstrecke Turgi-Baden zus�tzliche L�rmschutzw�nde erstellt und die schallreflektierenden Fl�chen, insbesondere die St�tzmauern im Bereich der neuen Siggenthaler Br�cke, schallabsorbierend verkleidet w�rden. Das L�rmsanierungsprojekt der SBB wurde nachtr�glich vom 14. Juni bis 13. Juli 2002 noch in der Gemeinde Obersiggenthal �ffentlich aufgelegt. Hierauf gingen zahlreiche weitere Einsprachen von Nussbaumer Einwohnern ein. Diese Einsprecher verlangten ebenfalls zus�tzliche L�rmschutzw�nde und schallabsorbierende Verkleidungen im Bereich der Siggenthaler Br�cke.
Mit Verf�gung vom 12. Mai 2004 erteilte das Bundesamt f�r Verkehr (BAV) dem ihm vorgelegten Projekt die Plangenehmigung. Die Einsprachen der Einwohner von Obersiggenthal wurden abgewiesen. Das BAV hielt zu den hier fraglichen Teilbereichen R5 und R6 u.a. fest, dass im Teilbereich R5 in der Gemeinde Obersiggenthal weder im Ausgangsjahr 2000 noch - gem�ss der L�rmprognose - im Jahr 2015 Liegenschaften von einer �berschreitung des Immissionsgrenzwertes betroffen w�rden. Im Teilbereich R6 w�rden zwar im Jahr 2000 bei einzelnen Liegenschaften die Immissionsgrenzwerte nachts �berschritten, doch seien gem�ss der L�rmprognose im Jahr 2015 keine �berschreitungen mehr feststellbar. Es bestehe daher kein Anspruch auf zus�tzliche Schallschutzvorkehren.
Gegen die Plangenehmigungsverf�gung des BAV vom 12. Mai 2004 reichten X.________ und Y.________ sowie 27 Mitunterzeichnende, darunter Z.________, bei der Rekurskommission Infrastruktur und Umwelt (Rekurskommission INUM) Beschwerde ein. Die Beschwerdef�hrer verlangten im Wesentlichen, dass beidseits der Bahn-km 23.2-25.2, die der Gemeinde Obersiggenthal gegen�berliegen, durchgehende, 2 m hohe L�rmschutzw�nde erstellt w�rden. Zudem wurden die im Einspracheverfahren erhobenen Begehren erneuert.
Mit Entscheid vom 26. April 2006 hiess die Rekurskommission INUM die Beschwerde von X.________ und der 28 Mitbeteiligten (Beschwerdef�hrende 4) teilweise gut und ordnete an, dass im Teilbereich L7 die L�rmschutzwand 7 in Richtung Westen zu verl�ngern sei. Die Sache wurde zur Durchf�hrung der notwendigen Verfahren an das BAV zur�ckgewiesen. Im �brigen wies die Rekurskommission INUM die Beschwerde ab, soweit darauf eingetreten werden konnte.
X.________, Y.________ und Z.________ haben den Entscheid der Rekurskommission INUM vom 26. April 2006 mit Verwaltungsgerichtsbeschwerde angefochten. In der Sache selbst stellen die Beschwerdef�hrer folgenden Antrag:
"Das Gesch�ft sei an die REKO INUM zum Neuentscheid zur�ckzuweisen betr. a) Mindestregelung (Art. 2 Abs. 3, 1. Satz BGLE), b) Nicht-Anwendbarkeit des Emissionsplanes 2015, d) Reflexionen, e) Schienenstoss, f) Kurvenkreischen, g) Korrekturfaktor K1 nachts, h) Teilbereichsunterteilung R4/R5 und i) Gestaltung der L�rmschutzw�nde bzw. zur vollst�ndigen Behandlung.
Eventuell soll das Bundesgericht in der Sache selber entscheiden im Sinne unserer Begr�ndungen.
N�tigenfalls sei eine angemessene Nachfrist zu gew�hren zur Nachbesserung und Aktennachreichung."
In prozessualer Hinsicht verlangen die Beschwerdef�hrer, dass das Beschwerdeverfahren im Hinblick auf die von der Gemeinde Obersiggenthal projektierten L�rmschutzmassnahmen zu sistieren sei, bis um Wiederaufnahme des Verfahrens ersucht oder die Beschwerde zur�ckgezogen werde. Weiter wird beantragt, dass das Plangenehmigungsverfahren f�r die Teilbereiche R4 bis R7 von den �brigen Teilbereichen abgekoppelt und der Beschwerde f�r die nicht betroffenen Teilbereiche die aufschiebende Wirkung entzogen werde.
Die SBB und die Rekurskommission INUM stellen Antrag auf Abweisung der Verwaltungsgerichtsbeschwerde, soweit auf diese einzutreten sei. Das BAV hat sich lediglich zum Verfahren ge�ussert.
Das Sistierungsgesuch der Beschwerdef�hrer ist mit Pr�sidialverf�gung vom 7. Juli 2006 abgewiesen worden.
Der eidgen�ssischen Verwaltungsgerichtsbeschwerde kommt von Gesetzes wegen bloss aufschiebende Wirkung zu, wenn sie sich gegen eine Verf�gung richtet, die zu einer Geldleistung verpflichtet. Die Beschwerde gegen andere Verf�gungen hat nur aufschiebende Wirkung, wenn der Pr�sident der urteilenden Abteilung sie von Amtes wegen oder auf Begehren einer Partei anordnet (vgl. Art. 111 Abs. 1 und 2 des Bundesgesetzes �ber die Organisation der Bundesrechtspflege [OG; SR 173.110]). Auf das Begehren der Beschwerdef�hrer um Entzug der aufschiebenden Wirkung ist schon aus diesem Grunde nicht einzutreten.
2.1 Nach Art. 13 des Bundesgesetzes �ber die L�rmsanierung von Eisenbahnen vom 24. M�rz 2000 (BGLE; SR 742.144) richten sich Verfahren und Zust�ndigkeiten nach dem Eisenbahngesetz vom 20. Dezember 1957 (EBG; SR 742.101). Bauliche Massnahmen zur Sanierung des Eisenbahnl�rms sind demgem�ss, wie in Art. 23 der Verordnung �ber die L�rmsanierung der Eisenbahnen vom 14. November 2001 best�tigt wird (VLE, SR 742.144.1), im eisenbahnrechtlichen Plangenehmigungsverfahren zu bewilligen.
Plangenehmigungen f�r Eisenbahnanlagen unterliegen nach Art. 99 Abs. 2 lit. d des Bundesgesetzes �ber die Organisation der Bundesrechtspflege (OG; SR 173.110) der eidgen�ssischen Verwaltungsgerichtsbeschwerde. Das eingereichte Rechtsmittel ist daher grunds�tzlich zul�ssig.
2.2 Im eisenbahnrechtlichen Plangenehmigungsverfahren ist zur Erhebung einer Einsprache und zur Teilnahme am anschliessenden Rechtsmittelverfahren befugt, wer nach den Vorschriften des Bundesgesetzes �ber das Verwaltungsverfahren (VwVG; SR 172.021) oder des Bundesgesetzes �ber die Enteignung (EntG; SR 711) Partei ist (Art. 18f Abs. 1 EBG). Art. 48 lit. a VwVG berechtigt all jene zur Beschwerde, die durch die angefochtene Verf�gung ber�hrt sind und ein schutzw�rdiges Interesse an deren Aufhebung oder �nderung haben (vgl. auch Art. 103 lit. a OG). Dieses Interesse kann rechtlicher oder auch nur tats�chlicher Natur sein, doch muss der Einsprecher und Beschwerdef�hrer durch das Projekt st�rker als die Allgemeinheit betroffen sein und in einer besonderen, beachtenswerten, nahen Beziehung zur Streitsache stehen (BGE 120 Ib 431 E. 1, 121 II 176 E. 26, je mit Hinweisen auf weitere Urteile). Die N�he der Beziehung muss bei Bauprojekten insbesondere in r�umlicher Hinsicht gegeben sein (BGE 120 Ib 59 E. 1c). Zur Frage der r�umlichen N�he ist in der bundesgerichtlichen Rechtsprechung zum Nationalstrassen- und Eisenbahnbau festgehalten worden, dass der betroffene Private nicht allgemein an den Pl�nen Kritik �ben darf. Vielmehr hat er konkret aufzuzeigen, inwiefern das Projekt im Bereiche seines Grundst�cks gegen Bundesrecht verstosse. In dieser Hinsicht unterscheidet sich das Beschwerderecht des Privaten von jenem der Organisationen, die aufgrund von Art. 103 lit. c OG und der Spezialgesetzgebung zur Beschwerde legitimiert sind, durch das Projekt selbst nicht betroffen sein m�ssen und deshalb nicht nur kleinere Abschnitte, sondern auch gr�ssere Strecken und sogar das ganze Werk in Frage stellen k�nnen (BGE 118 Ib 206 E. 8b und c, 120 Ib 59 E. 1c; Urteile 1E.18/1999 vom 25. April 2001 E. 2a, 1E.5/2005 vom 8. August 2005 E. 2.1 und 1A.171/2006 vom 27. September 2005 E. 3.2). Im �brigen muss es sich beim Interesse an der Aufhebung oder �nderung der angefochtenen Verf�gung um ein eigenes pers�nliches Interesse des Beschwerdef�hrers handeln; auf �ffentliche Interessen allein oder die Interessen anderer kann er sich nicht berufen. Das Interesse des Beschwerdef�hrers gilt als schutzw�rdig, wenn seine tats�chliche oder rechtliche Situation durch den Ausgang des Verfahrens unmittelbar beeinflusst werden kann, d.h. wenn er durch das Beschwerdeverfahren einen materiellen oder ideellen Nachteil von sich abwenden oder aus diesem einen praktischen Nutzen ziehen kann (vgl. etwa BGE 123 II 376 E. 2, 125 I 7 E. 3a, je mit Hinweisen).
Die eingereichte Beschwerde enth�lt keine Angaben �ber die Beschwerdebefugnis der Beschwerdef�hrer und insbesondere dar�ber, inwiefern sie durch das angefochtene Projekt in ihren eigenen pers�nlichen Interessen betroffen w�rden. Aus der Plangenehmigung und dem angefochtenen Beschwerdeentscheid ergibt sich, dass die Grundst�cke der Beschwerdef�hrer auf Gemeindegebiet Obersiggenthal rund 200 m von der zu sanierenden Bahnstrecke entfernt in den Teilbereichen R5 und R6 liegen. Die Beschwerdef�hrer stehen daher zweifellos in einer beachtenswerten, nahen r�umlichen Beziehung zum Sanierungsprojekt in den genannten Bereichen. Dagegen wird noch zu pr�fen sein, ob die erhobenen R�gen tats�chlich die die Beschwerdef�hrer ber�hrende Teilstrecke und ihre eigenen, pers�nlichen und schutzw�rdigen Interessen betreffen oder ob auch Anliegen geltend gemacht werden, zu deren Wahrung die Beschwerdef�hrer nicht befugt sind.
Mit Verwaltungsgerichtsbeschwerde kann die Verletzung von Bundesrecht, einschliesslich �berschreitung oder Missbrauch des Ermessens, sowie die unrichtige oder unvollst�ndige Feststellung des Sachverhalts geltend gemacht werden (Art. 104 lit. a und b OG). Die Pr�fung der Angemessenheit eines Entscheides steht dagegen dem Bundesgericht in der vorliegenden Materie nicht zu (vgl. Art. 104 lit. c OG). Hat - wie hier - eine gerichtliche Vorinstanz entschieden und den Sachverhalt nicht offensichtlich unrichtig, unvollst�ndig oder unter Verletzung wesentlicher Verfahrensvorschriften festgestellt, so ist das Bundesgericht nach Art. 105 Abs. 2 OG an die dem angefochtenen Entscheid zugrunde liegenden tats�chlichen Feststellungen gebunden (Art. 105 Abs. 2 OG).
Die Beschwerdef�hrer machen mit einem kurzen, nur schwer verst�ndlichen Hinweis auf parlamentarische Beratungen offenbar geltend, Art. 2 Abs. 3 BGLE stehe zu Art. 74 BV in Widerspruch. Das Bundesgericht ist jedoch gem�ss Art. 191 BV an die Bundesgesetze gebunden und kann deren Verfassungsm�ssigkeit nicht �berpr�fen. Im �brigen k�nnte mit einem blossen Verweis auf das Votum eines Parlamentsmitgliedes die Verfassungswidrigkeit einer Norm auch nicht begr�ndet werden. Auf das Vorbringen ist nicht einzutreten.
In der Beschwerde wird weiter der in Anhang 3 zur VLE festgelegte Kosten-Nutzen-Index (KNI) kritisiert. Dieser Kosten-Nutzen-Index dient zur Beurteilung der Wirtschaftlichkeit von baulichen Schallschutzmassnahmen in den Gebieten, in denen gem�ss Emissionsplan die Immissionsgrenzwerte �berschritten werden und daher Schutzvorkehren zu treffen sind (vgl. Art. 17, Art. 19 und 20 VLE). Nach den Feststellungen der Vorinstanzen werden aber bei den Liegenschaften der im bundesgerichtlichen Verfahren noch auftretenden Beschwerdef�hrer die Immissionsgrenzwerte jedenfalls im Jahr 2015 eingehalten werden k�nnen. Der Kosten-Nutzen-Index spielt somit f�r die Beschwerdef�hrer selbst, falls sich die Feststellungen der Vorinstanzen �ber die k�nftige L�rmbelastung bundesrechtlich halten lassen, keine Rolle und ber�hrt deren schutzw�rdige Interessen nicht. Es ist daher im Folgenden zu pr�fen, ob die von den Beschwerdef�hrern gegen die Ermittlung der L�rmbelastung erhobenen R�gen begr�ndet sind oder nicht.
Die Beschwerdef�hrer wenden gegen die vorgenommene L�rmermittlung ein, es d�rfe nicht auf den Emissionsplan abgestellt werden, da dieser hinsichtlich der Zugszahlen auf einer l�ngst �berholten Prognose beruhe. Zudem seien gewisse spezielle, �rtlich begrenzte L�rmquellen unber�cksichtigt geblieben, so die Reflexionen der St�tzmauern, das Kurvenkreischen und der Schienenstoss bei Bahn-km 23.750. Schliesslich lasse sich der Korrekturfaktor K1 f�r den Bahnl�rm nachts nicht mehr rechtfertigen und sei um 3 dB(A) zu korrigieren.
Ob die f�r das Sanierungsprojekt massgebende L�rmbelastung richtig ermittelt worden sei, ist eine weitgehend technische Frage. In solchen Fragen �bt das Bundesgericht Zur�ckhaltung, insbesondere wenn sich die Plangenehmigungsbeh�rde oder die Vorinstanz bei deren Beurteilung auf die Meinung der zust�ndigen Fachstellen gest�tzt haben. In diesen F�llen wird im bundesgerichtlichen Verfahren in der Regel nur gepr�ft, ob alle f�r den Entscheid wesentlichen Gesichtspunkte ber�cksichtigt und die erforderlichen Abkl�rungen sorgf�ltig und umfassend vorgenommen worden sind (vgl. etwa BGE 117 Ib 285 E. 4 S. 293, 125 II 591 E. 8a S. 604). Nun hat hier das Bundesamt f�r Umwelt (BAFU; fr�her: Bundesamt f�r Umwelt, Wald und Landschaft, BUWAL) als eidgen�ssische Fachstelle f�r Umweltschutzfragen in den vorinstanzlichen Verfahren festgestellt, dass die Ermittlung der massgeblichen L�rmsituation nicht zu beanstanden sei (vgl. Stellungnahmen des BUWAL vom 30. Januar 2002 und vom 9. September 2004 Ziffern 5.1 und 5.2). Weiter bestehen keine Anhaltspunkte daf�r, dass der Sachverhalt nicht vollst�ndig abgekl�rt worden w�re oder wesentliche Aspekte nicht richtig gew�rdigt worden w�ren. Das Bundesgericht kann sich daher zu den von den Beschwerdef�hrern aufgeworfenen Fragen auf wenige Bemerkungen beschr�nken:
6.1 Mit gutem Grund hat die Rekurskommission INUM dem Einwand der Beschwerdef�hrer, die im Emissionsplan f�r das Jahr 2015 prognostizierte Zugszahl sei angesichts der heute verkehrenden Z�ge viel zu niedrig angesetzt, die Schwierigkeiten entgegengehalten, �berhaupt einigermassen verl�ssliche Verkehrsprognosen erstellen zu k�nnen. Solche Prognosen entziehen sich denn auch nach bundesgerichtlicher Rechtsprechung weitgehend der Kritik, sofern sie sich nicht schon im Laufe des Bewilligungsverfahrens als offensichtlich und erheblich unrichtig und damit als unbrauchbar herausstellen (vgl. BGE 126 II 522 E. 14, mit Hinweisen). Im gleichen Zusammenhang wird im angefochtenen Entscheid ebenfalls zu Recht erw�hnt, dass die erwartete Verkehrsmenge nur eines der Kriterien bildet, anhand derer der Emissionsplan erarbeitet wird. Weitere ebenso wichtige Elemente bildeten die Verteilung des Verkehrs auf die Tages- und Nachtzeit sowie die Verkehrszusammensetzung (vgl. Art. 17 Abs. 2 VLE), d.h. insbesondere der Sanierungsgrad des verwendeten Rollmaterials. Schliesslich legt die Rekurskommission INUM dar, dass auf der fraglichen Strecke die Zahl der G�tertransporte durch die beschr�nkte betriebliche Verf�gbarkeit der Rangierbahnh�fe Basel und Limmattal begrenzt wird und nur ein Ausbau der Infrastrukturanlagen zus�tzlichen Verkehr zuliesse. Bei einem solchen Ausbau m�sste aber auch die Frage der L�rmbelastung neu gepr�ft werden. Diesen zutreffenden Ausf�hrungen ist nichts beizuf�gen.
6.2 Im angefochtenen Entscheid wird einger�umt, dass das zur Ermittlung der L�rmbelastung beigezogene Berechnungsprogramm SEMIBEL Schallreflexionen, die an schallharten Fl�chen entstehen k�nnen, nicht ber�cksichtige. Grunds�tzlich d�rfe jedoch davon ausgegangen werden, dass die Reflexionen gegen�ber dem direkten Fahrger�usch von wesentlich geringerer Bedeutung seien und vernachl�ssigt werden k�nnten. Weitere Abkl�rungen seien nur bei Sondersituationen n�tig und hier f�r den Bereich "neuer Limmat-�bergang Baden-Obersiggenthal" durch ein Gutachten (Grolimund & Partner AG vom 25. M�rz 2002) auch angestellt worden. Gem�ss dem Experten-Bericht h�tten zwar die beim Br�ckenbau errichteten hohen St�tzmauern f�r die gegen�berliegenden Gebiete "Boldi" und "Au" eine Erh�hung des L�rmpegels nachts von 1,5 dB(A) f�r den Zustand 2000 und von 2 dB(A) f�r den Zustand 2015 zur Folge, doch w�rden die Immissionsgrenzwerte immer noch eingehalten. - Die Liegenschaften der Beschwerdef�hrer befinden sich nicht in den Quartieren "Boldi" oder "Au". Ihr Begehren um Ber�cksichtigung der Schallreflexionen st�sst schon aus diesem Grund ins Leere.
�hnliches gilt f�r das beanstandete Kurvenkreischen sowie die angebliche L�rmmehrbelastung durch einen Schienenstoss. Gem�ss dem nachtr�glich von den SBB beigezogenen Gutachten (Basler & Hofmann vom 23. Juni 2003) ist bei Messungen im Teilbereich R4 in N�he der fraglichen Kurve bei einzelnen Zugsdurchfahrten leichtes Quietschen wahrgenommen worden; die schwach h�herfrequenten Anteile des Zugsl�rms seien jedoch innerhalb des Gesamtger�usches von untergeordneter Bedeutung. Die Wohnh�user der Beschwerdef�hrer liegen nicht im Teilbereich R4, sondern in den Teilbereichen R5 und R6. Da in diesen Bereichen die Bahngleise kurvenlos verlaufen, ist davon auszugehen, dass bei den Liegenschaften der Beschwerdef�hrer kein st�rendes Kreischen auftritt. Desgleichen kann ausgeschlossen werden, dass sich ein Schienenstoss bei Bahn-km 23.750 (Teilbereich R4), dessen Existenz von den SBB bestritten wird, in wahrnehmbarer Weise auf den L�rmpegel bei den Grundst�cken der Beschwerdef�hrer auswirken w�rde.
6.3 Die Beschwerdef�hrer verlangen erneut die Aufhebung oder eine K�rzung der Pegelkorrektur K 1 f�r den n�chtlichen Eisenbahnl�rm auf stark befahrenen Strecken (vgl. Anhang 4 zur L�rmschutz-Verordnung vom 15. Dezember 1986 [LSV, SR 814.41]). Sie legen jedoch nicht dar, inwiefern die Schlussfolgerung der Rekurskommission INUM, wonach noch keine neuen gesicherten wissenschaftlichen Erkenntnisse �ber die St�rwirkung n�chtlichen Eisenbahnl�rms best�nden, unhaltbar sei. Ihr Hinweis auf die kritischen �usserungen von Robert Hofmann hilft ihnen nichts, stellt doch auch dieser Wissenschaftler fest, dass das vorhandene Material noch keine ausreichend gefestigte Aussage �ber die St�rung bei sehr hoher Zugsdichte gestatte (vgl. L�rm und L�rmbek�mpfung in der Schweiz, Vorlesungsskript ETH, 5. A. 2003, 13-10).
6.4 Die Einwendungen gegen die Ermittlung der massgeblichen L�rmbelastung erweisen sich somit als unbegr�ndet. Dementsprechend ist auf die Kritik der Beschwerdef�hrer am Kosten-Nutzen-Index nicht weiter einzugehen (vgl. oben E. 5).
Soweit die Beschwerdef�hrer die l�rmm�ssigen Auswirkungen des senkrechten Abschlusses der projektierten L�rmschutzw�nde auf das Gebiet Roggenboden beanstanden und eine Neuermittlung des L�rms an diesem Ort fordern, setzen sie sich nicht f�r eigene, sondern f�r Dritt-Interessen ein. Dies ist, wie eingangs erw�hnt (E. 2.2), im Verfahren der Verwaltungsgerichtsbeschwerde unzul�ssig.
Schliesslich machen die Beschwerdef�hrer geltend, dass die Teilbereichsgrenze R4/R5 auf die H�he der neuen Siggenthaler Br�cke verlegt werden m�sse, begr�nden aber nicht, welchen Nutzen sie aus einer solchen Verschiebung ziehen oder welchen Nachteil sie dadurch abwenden k�nnten. Insofern ist auf die Beschwerde mangels Legitimation der Beschwerdef�hrer bzw. mangels gen�gender Begr�ndung nicht einzutreten (vgl. oben E. 2.2). Zwar haben die Beschwerdef�hrer generell verlangt, dass ihnen n�tigenfalls eine angemessene Nachfrist "zur Nachbesserung und Aktennachreichung" zu gew�hren sei. Beschwerdeerg�nzungen k�nnen jedoch nach Ablauf der Beschwerdefrist nicht mehr vorgenommen und gesetzliche Beschwerdefristen nicht verl�ngert werden (vgl. Art. 33 Abs. 1 OG). Eine Nachfrist kann einzig dann angesetzt werden, wenn die Begehren oder die Begr�ndung der Beschwerde die n�tige Klarheit vermissen l�sst, nicht aber, wenn eine Begr�ndung fehlt oder unvollst�ndig ist (vgl. Art. 108 Abs. 3 OG; BGE 131 II 449, E. 1.3 S. 452, mit Hinweisen). Auf die am 25. Oktober 2006 nachgereichte Erg�nzung der Beschwerdebegr�ndung kann daher ebenfalls nicht eingetreten werden.
Die Beschwerdef�hrer ersuchen um Kostenbefreiung und Zusprechung einer Parteientsch�digung, weil die Rekurskommission INUM ihre Vorbringen nicht ber�cksichtigt bzw. sich nicht wirklich damit befasst habe. Dieser Vorwurf ist zur�ckzuweisen.
Die Vorinstanz hat s�mtliche f�r den Entscheid wesentlichen Gesichtspunkte ber�cksichtigt, die n�tigen Abkl�rungen sorgf�ltig und umfassend vorgenommen und auch die von den Beschwerdef�hrern gestellten Fragen und Begehren einl�sslich gepr�ft. H�tte die Vorinstanz ihre Pr�fungspflicht verletzt, w�re dies �brigens nicht im Rahmen der Kostenregelung zu ber�cksichtigen, sondern m�sste zur R�ckweisung der Sache f�hren.
Da die Beschwerdef�hrer im f�r die Sanierung massgeblichen Zeitpunkt nicht von �berm�ssigen Immissionen betroffen sein werden und f�r ihre Liegenschaften keine Erleichterungen gew�hrt werden m�ssen, besteht keine M�glichkeit, hier die Sonderbestimmungen des eidgen�ssischen Enteignungsgesetzes �ber die Kosten- und Entsch�digungsfolgen anzuwenden (vgl. Urteil 1A.108/2006 vom 7. November 2006 E. 2.3 und nicht publ. E. 5). Die Kosten- und Entsch�digungsregelung richtet sich mithin nach dem allgemeinen Verfahrensrecht. Danach sind die bundesgerichtlichen Kosten den unterliegenden Beschwerdef�hrern aufzuerlegen (Art. 156 Abs. 1 OG). Auf die Zusprechung einer Parteientsch�digung an die obsiegenden SBB ist im Hinblick auf Art.156 Abs. 2 OG zu verzichten.
Dieses Urteil wird den Beschwerdef�hrern, den Schweizerischen Bundesbahnen SBB (SBB AG), Infrastruktur, Netz- und Programmmanagement L�rm, dem Bundesamt f�r Verkehr (BAV) und der Eidgen�ssischen Rekurskommission f�r Infrastruktur und Umwelt schriftlich mitgeteilt.

References: Art. 111
 Art. 13
 Art. 23
 Art. 99
 Art. 48
 Art. 103
 Art. 103
 BGE 
 Art. 104
 Art. 105
 Art. 2
 Art. 74
 Art. 191
 Art. 17
 Art. 19
 BGE 
 BGE 
 Art. 17
 Art. 33
 Art. 108
 BGE 
 Art.156