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Timestamp: 2020-01-21 21:36:43+00:00

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﻿ ﻿ BAG – 2 AZR 613/14 | bag-urteil.com
DB 2016, 1204	ZTR 2016, 418
Bundesarbeitsgericht, Urteil vom 17.02.2016, 2 AZR 613/14
Auf die Revision der Klägerin wird das Urteil des Landesarbeitsgerichts Berlin-Brandenburg vom 15. Juli 2014 – 7 Sa 662/14 – aufgehoben.
Auf die Berufung der Klägerin wird das Urteil des Arbeitsgerichts Potsdam vom 14. Januar 2014 – 3 Ca 1440/13 – abgeändert:
2 AZR 613/14 > Rn 1
2 AZR 613/14 > Rn 2
2 AZR 613/14 > Rn 3
Unter dem 21. Juni 2011 vereinbarte die Beklagte mit der Gewerkschaft ver.di den „Tarifvertrag Bereichsausnahme DTDB“. Er sah für Beschäftigte im Betrieb DTDB vor, dass auf diese – mit Ausnahme von drei hier nicht interessierenden Regelwerken – nicht die bei der Beklagten geltenden Tarifverträge Anwendung fänden, sondern diejenigen der T D GmbH (TDG) in der jeweils aktuellen Fassung. Die Regelungen des TV Ratio sollten dabei mit der Maßgabe Anwendung finden, dass die Beschäftigungs- und Qualifizierungseinheit (BQE) im Sinne des TV Ratio diejenige im Sinne des TV Ratio der Beklagten (V) sei.
2 AZR 613/14 > Rn 4
2 AZR 613/14 > Rn 5
2 AZR 613/14 > Rn 6
2 AZR 613/14 > Rn 7
2 AZR 613/14 > Rn 8
2 AZR 613/14 > Rn 9
2 AZR 613/14 > Rn 10
2 AZR 613/14 > Rn 11
2 AZR 613/14 > Rn 12
2 AZR 613/14 > Rn 13
2 AZR 613/14 > Rn 14
2 AZR 613/14 > Rn 15
2 AZR 613/14 > Rn 16
2 AZR 613/14 > Rn 17
2 AZR 613/14 > Rn 18
2 AZR 613/14 > Rn 19
2 AZR 613/14 > Rn 20
2 AZR 613/14 > Rn 21
2 AZR 613/14 > Rn 22
aa) Das Zustandekommen eines Tarifvertrags als eines privatrechtlichen Vertrags richtet sich nach den Vorschriften des allgemeinen Zivilrechts (BAG 7. Juli 2010 – 4 AZR 1023/08 – Rn. 14). Es bedarf übereinstimmender Willenserklärungen – Antrag und Annahme -, gerichtet auf Abschluss eines Tarifvertrags. Darüber hinaus stellt § 1 Abs. 2 TVG für Tarifverträge ein Schriftformerfordernis iSd. § 126 BGB auf. Tarifverträge müssen schriftlich niedergelegt und von beiden Seiten unterzeichnet werden. Die nötige Schriftform dient der Klarstellung des Vertragsinhalts und damit dem Gebot der Normenklarheit (BAG 10. November 1982 – 4 AZR 1203/79 – BAGE 40, 327; 9. Juli 1980 – 4 AZR 564/78 – BAGE 34, 42).Wird der Antrag auf Abschluss eines Tarifvertrags gegenüber einem Abwesenden erklärt, ist dessen Annahmeerklärung erforderlich. Diese ist wie der Antrag eine empfangsbedürftige Willenserklärung. Ist für einen Vertrag gesetzlich die Schriftform vorgesehen, wird die Annahmeerklärung erst in dem Zeitpunkt wirksam (§ 130 Abs. 1 Satz 1 BGB), in dem sie dem anderen Teil in der vorgeschriebenen Form zugeht (BAG 7. Juli 2010 – 4 AZR 1023/08 – aaO). Es reicht nicht aus, dass der Empfänger des Antrags die Vertragsurkunde unterzeichnet und den anderen Teil hierüber in einer Form, die die Voraussetzungen des § 126 BGB nicht wahrt, in Kenntnis setzt (BAG 7. Juli 2010 – 4 AZR 1023/08 – aaO; BGH 30. Mai 1962 – VIII ZR 173/61 – zu II 2 der Gründe; 30. Juli 1997 – VIII ZR 244/96 – zu II 2 b bb der Gründe mwN; vgl. auch BAG 16. Oktober 1991 – 2 AZR 156/91 – zu II 4 d der Gründe). Etwas anderes gilt nur dann, wenn nach § 151 Satz 1 BGB eine Annahmeerklärung entbehrlich ist (BAG 7. Juli 2010 – 4 AZR 1023/08 – aaO).
2 AZR 613/14 > Rn 23
2 AZR 613/14 > Rn 24
2 AZR 613/14 > Rn 25
2 AZR 613/14 > Rn 26
2 AZR 613/14 > Rn 27
2 AZR 613/14 > Rn 28
2 AZR 613/14 > Rn 29
2 AZR 613/14 > Rn 30
2 AZR 613/14 > Rn 31
2 AZR 613/14 > Rn 32
BGB § § 145
DB 2016, 1204
ZTR 2016, 418
Das Urteil BAG – 2 AZR 613/14 wird zitiert in:
> BAG, 22.09.2016 – 2 AZR 240/15
> BAG, 22.09.2016 – 2 AZR 239/15

References: § 1
 § 126
 § 126
 BGH 
 § 151
 § 145