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Timestamp: 2019-06-26 03:17:22+00:00

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BGH, 14.06.2007 - III ZR 300/05 - dejure.org
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BGH, 14.06.2007 - III ZR 300/05 (https://dejure.org/2007,56)
BGH, Entscheidung vom 14.06.2007 - III ZR 300/05 (https://dejure.org/2007,56)
BGH, Entscheidung vom 14. Juni 2007 - III ZR 300/05 (https://dejure.org/2007,56)
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BGB §§ 328, 280
Haftung für einen fehlerhaften Prospekt bezüglich eines Filmfonds; Wahrheitswidrige Vermittlung des Eindrucks eines begrenzten wirtschaftlichen Risikos in einem Prospekt; Prospekthaftung der mitverantwortlichen Hintermänner; Haftung einer Wirtschaftsprüfungsgesellschaft wegen fehlerhafter Prospektprüfung; Prospektprüfungsvertrag unter Einbeziehung der Anleger in den Schutzbereich des Prüfvertrags
Zur Haftung einer Wirtschaftsprüfungsgesellschaft für einen fehlerhaften Prospektprüfungsbericht
Zur Haftung einer Wirtschaftsprüfungsgesellschaft für einen fehlerhaften Prospektprüfungsbericht, wenn der Prospekt die Prüfung ankündigt und mitteilt, dass der Vertrieb den Bericht ernsthaften Interessenten auf Anforderung zur Verfügung stellen soll und der Anleger den Bericht vor seiner Anlageentscheidung erhalten hat
BGB § 328 § 280
Haftung des Wirtschaftsprüfers wegen fehlerhafter Prospektprüfung
Haftung für einen fehlerhaften Prospektprüfungsbericht
Anlagevermittlung - BGH bejaht Prospektmangel bei Filmfonds
Haftung einer Wirtschaftsprüfungsgesellschaft für einen fehlerhaften Prospektprüfungsbericht
Schadensersatzansprüche gegen Wirtschaftprüfungsgesellschaft wegen Filmfondsbeteiligung
Kurznachricht zu "Anlegerschutz - Der Schutzbereich des Prospektprüfungsvertrages" von RA Louis-Gabriel Rönsberg, original erschienen in: AG-Report 2008, 155 - 156.
LG München I, 19.10.2004 - 28 O 10307/04
OLG München, 20.06.2005 - 21 U 5633/04
BGH, 01.08.2007 - III ZR 300/05
NJW-RR 2007, 1329
MDR 2007, 1146
VersR 2007, 1665
WM 2007, 1507
BB 2007, 1726
DB 2007, 1635
NZG 2007, 663
So ist etwa bei Ansprüchen wegen fehlerhafter Prospektangaben nach der Rechtsprechung des II. Zivilsenats und des III. Zivilsenats des Bundesgerichtshofs das Bestehen von Handlungsalternativen von vornherein nicht geeignet, die Kausalitätsvermutung zu entkräften (…BGH, Urteile vom 31. Mai 2010 - II ZR 30/09, WM 2010, 1310 Rn. 18…, vom 22. März 2010 - II ZR 66/08, WM 2010, 972 Rn. 19…, vom 2. März 2009 - II ZR 266/07, WM 2009, 789 Rn. 6 und vom 14. Juni 2007 - III ZR 300/05, WM 2007, 1507 Rn. 21;… BGH Beschluss vom 9. April 2009 - III ZR 89/08, juris Rn. 8; vgl. auch BGH, Urteile vom 5. Juli 1973 - VII ZR 12/73, BGHZ 61, 118, 123 f. zur Werbeberatung, vom 19. Februar 1975 - VIII ZR 144/73, BGHZ 64, 46, 51 f. zur Hinweispflicht eines Verkäufers und vom 22. Mai 1985 - IVa ZR 190/83, BGHZ 94, 356, 363 f. zur Aufklärungs- und Beratungspflicht des Versicherungsmaklers).
Der maßgebliche Empfängerhorizont richtet sich nach den Kenntnissen und Erfahrungen eines durchschnittlichen Anlegers, der als Adressat des Prospekts in Betracht kommt und diesen sorgfältig und eingehend gelesen hat (BGH, Urteil vom 12. Juni 1982 - II ZR 175/81, ZIP 1982, 923, 924; Urteil vom 14. Juni 2007 - III ZR 300/05, WM 2007, 1507 Rn. 8;… Urteil vom 14. Mai 2013 - XI ZR 335/11, juris Rn. 27;… Urteil vom 27. Februar 2018 - II ZR 193/16, juris Rn. 11).
Ansprüche aus Prospekthaftung gegen einen Prospektverantwortlichen und Ansprüche gegen einen Wirtschaftsprüfer aus einem Vertrag mit Schutzwirkung zugunsten Dritter sind in diesem Sinne aber nicht gleichwertig (vgl. BGH, Urteil vom 8. Juni 2004 - X ZR 283/02, NJW 2004, 3420, 3421; Senat, Urteile vom 14. Juni 2007 - III ZR 125/06, NJW 2007, 1332 Rn. 27 und III ZR 300/05, NJW-RR 2007, 1329 Rn. 21;… siehe auch Palandt/Grüneberg, BGB, 73. Aufl., § 328 Rn. 18 und MüKoBGB/Gottwald, 6. Aufl., § 328 Rn. 185).
Anders als dies bei einem Filmfonds sein könnte, bei dem der Misserfolg der Produktion unmittelbar einen entsprechenden Verlust des eingebrachten Kapitals nach sich ziehen dürfte (vgl. etwa BGH, Urteile vom 14. Juni 2007 - III ZR 125/06, WM 2007, 1503, Tz. 15 und III ZR 300/05, WM 2007, 1507, Tz. 14), steht bei einem Immobilienfonds, wie das Berufungsgericht nicht verkannt hat, selbst bei unzureichendem Mietertrag den Verbindlichkeiten der Gesellschaft zunächst der Sachwert der Immobilie gegenüber.
Wenn auch Passagen feststellbar sind, die den Eindruck einer Risikobegrenzung nahe legen, wird in diesem Prospekt - anders als bei dem Prospekt, der Gegenstand der Senatsurteile vom 14. Juni 2007 gewesen ist (III ZR 300/05 - NJW-RR 2007, 1329, 1331 Rn. 13 f;… III ZR 125/06 - WM 2007, 1503, 1504 f Rn. 14 f) - das Berechnungsbeispiel nicht in der Art einer die Risiken zusammenfassenden Darstellung in den Vordergrund gestellt; vielmehr wird der Anleger in den betreffenden Zusammenhängen und an mehreren Stellen des Prospekts auf Verlustrisiken und insbesondere auch auf Risiken hingewiesen, die sich aus der Eingehung von Verträgen mit ausländischen Unternehmen ergeben.
Der Prospekt klärt entgegen der Ansicht des Berufungsgerichts und der Revisionserwiderung der Beklagten zu 1 den Anleger auch unter Berücksichtigung der von ihm zu fordernden sorgfältigen und eingehenden Lektüre des Prospekts (vgl. BGH, Urteil vom 31. März 1992 - XI ZR 70/91, ZIP 1992, 912, 915; Urteil vom 14. Juni 2007 - III ZR 300/05, WM 2007, 1507 Rn. 8) nicht zutreffend über die Risikoverteilung hinsichtlich der leerstandsbedingten Nebenkosten auf, soweit Mietflächen nicht unter den Generalmietvertrag fielen.
Wegen der Einzelheiten seiner Beurteilung nimmt der Senat insoweit auf seine Urteile vom 14. Juni 2007, die eine Beteiligung an derselben Fondsgesellschaft betrafen (III ZR 300/05 - NJW-RR 2007, 1329, 1331 Rn. 13 f;… III ZR 125/06 - WM 2007, 1503, 1504 f Rn. 14 f) und an der er - nach erneuter Überprüfung - in seinem Urteil vom 22. November 2007 (III ZR 210/06) festgehalten hat, zur Vermeidung von Wiederholungen Bezug.
Bei der Beurteilung der Aufklärungspflicht der Prospektverantwortlichen ist eine sorgfältige und eingehende Lektüre des Prospekts durch den Anleger vorauszusetzen (BGH, Urteil vom 31. März 1992 - XI ZR 70/91, ZIP 1992, 912, 915; Urteil vom 14. Juni 2007 - III ZR 300/05, WM 2007, 1507 Rn. 8).
Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs ist nicht allein anhand der wiedergegebenen Einzeltatsachen, sondern nach dem Gesamtbild, das der Prospekt von den Verhältnissen des Unternehmens vermittelt, zu beurteilen, ob er unrichtig oder unvollständig ist (BGH, Urteil vom 12. Juli 1982 - II ZR 175/81, ZIP 1982, 923, 924; Urteil vom 14. Juni 2007 - III ZR 300/05, WM 2007, 1507 Rn. 8).
Beruht die Annahme einer Schutzwirkung auf einer Verlautbarung im Emissionsprospekt, wonach der angekündigte Prospektprüfungsbericht "nach Fertigstellung den von den Vertriebspartnern vorgeschlagenen ernsthaften Interessenten auf Anforderung zur Verfügung gestellt" wird, ist zur Inanspruchnahme einer solchen Schutzwirkung regelmäßig erforderlich, dass der Anleger den Bericht vor seiner Anlageentscheidung anfordert und von dessen Inhalt Kenntnis nimmt (Fortführung des Senatsurteils vom 14. Juni 2007 - III ZR 300/05 - WM 2007, 1507).
Der Senat hat in seinen Urteilen vom 14. Juni 2007, die eine Beteiligung an derselben Fondsgesellschaft betrafen, entschieden, dass der Emissionsprospekt im Hinblick auf die im Abschnitt "Risiken der Beteiligung" angeführte, als "worst-case-Szenario" bezeichnete "Restrisiko-Betrachtung" den Anleger nicht deutlich genug darauf hinweist, dass seine Beteiligung dem Risiko eines Totalverlustes und nicht lediglich eines begrenzten Verlustes unterliegt, und hat darin einen Prospektmangel gesehen (III ZR 300/05 - WM 2007, 1507, 1508 f Rn. 13 f;… III ZR 125/06 - WM 2007, 1503, 1504 f Rn. 14 f).
Er hat ferner eine Haftung der mit der Erstellung des Prospektprüfungsgutachtens betrauten Beklagten zu 2 nach den von der Rechtsprechung entwickelten Grundsätzen eines Vertrags mit Schutzwirkung zugunsten Dritter für möglich gehalten, wenn sich der Anleger das Prospektprüfungsgutachten hat aushändigen lassen (Urteil vom 14. Juni 2007 - III ZR 300/05 - WM 2007, 1507, 1510 Rn. 21), und sie verneint, wenn der Anleger nur darauf vertraut, dass seinem Vermittler der Inhalt des Prüfberichts bekannt sei und dieser ihn über etwaige Unzulänglichkeiten des Prospekts aufklären würde, falls Beanstandungen in dem Gutachten enthalten seien (…Urteil vom 14. Juni 2007 - III ZR 125/06 - WM 2007, 1503, 1507 Rn. 28 f).
BGH, 28.02.2008 - III ZR 92/06
BGH, 28.11.2007 - III ZR 87/06
Haftung des mit der Prospektprüfung beauftragten Wirtschaftsprüfers; …
BGH, 28.11.2007 - III ZR 85/06
BGH, 31.01.2008 - III ZR 89/06
Haftung des Prospektprüfers für ein fehlerhaftes Gutachten; Verletzung des …
BGH, 28.11.2007 - III ZR 151/06
BGH, 28.11.2007 - III ZR 89/06
BGH, 11.12.2008 - III ZR 7/08
Umfang des rechtlichen Gehörs im Zivilverfahren; Umfang der gerichtlichen …
BGH, 20.12.2007 - III ZR 149/07
Voraussetzungen der drittschützenden Wirkung eines Prospektprüfungsgutachtens
BGH, 20.12.2007 - III ZR 256/06
BGH, 20.12.2007 - III ZR 188/06
BGH, 28.11.2007 - III ZR 91/06
BGH, 28.11.2007 - III ZR 90/06
BGH, 28.02.2008 - III ZR 187/07
Zurückweisung der Nichtzulassungsbeschwerde betreffend die Schutzwirkung eines …
BGH, 20.12.2007 - III ZR 80/07
BGH, 20.12.2007 - III ZR 191/06
OLG Frankfurt, 13.05.2009 - 23 U 62/07
Prospekthaftung: Anforderungen an den Prospektinhalt bei einem "blind-pool"-Fonds
OLG München, 07.07.2009 - 5 U 5404/08
Prospekthaftung im weiteren Sinne: Verjährung des Anspruchs
OLG München, 19.04.2012 - 23 U 2843/11
Haftung aus Anlagevermittlung: Prospekthaftung bei Beteiligung als atypisch …

References: § 328
 § 280
 BGH 
 BGH 
 § 328
 § 328