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Timestamp: 2019-12-14 03:08:44+00:00

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Rechts.Ninja - Alles aus der Welt des Rechts
Ausgleichsansprüche aus vereinbarter Ehegatteninnengesellschaft bei Wohnsitz in Spanien
Autor: AnwaltOnline 13. August 2015
Findet auf den Güterstand deutscher Staatsangehöriger mit Wohnsitz in Spanien gem. Art. 15 Abs. 1 i.V.m. Art. 14 Abs. 1 Nr. 1 EGBGB deutsches Recht Anwendung, so richten sich Ausgleichsansprüche aus einer vereinbarten …
Kokainkonsum auch nach 13 Jahren noch zu berücksichtigen?
Im vorliegenden Fall ging es um die Frage, ob ein Kokainkonsum, der 13 Jahre zurücklag, Zweifel an der Kraftfahreignung begründen kann. Hierzu führte das Gericht aus, dass die Tatsache, dass im Zeitraum zwischen 1999 und 2001 Kokain konsumiert wurde, den Verdacht …
Gewährleistungsfristen – und die Gewährleistungsbürgschaft beim VOB/B-Vertrag
Autor: Handwerkslupe 13. August 2015
§ 17 Nr. 8 Abs. 2 VOB/B (2002) ist dahingehend auszulegen, dass der Auftraggeber eine als Sicherheit für Mängelansprüche erhaltene Bürgschaft nach Ablauf der zweijährigen Sicherungszeit nicht (mehr) zurückhalten darf, wenn diese Mängelansprüche verjährt sind und der Auftragnehmer die Einrede der Verjährung erhebt. Nach § 17 Nr. 8 Abs. 2 …
Baumängel, Gewährleistung, Gewährleistungsbürgschaft, Kauf- und Werkvertrag, Mängel, Verjährung, VOB/B, Zurückbehaltungsrecht
Autor: Rechtslupe 13. August 2015
Für den Unterhaltsberechtigten besteht grundsätzlich die Obliegenheit zur Inanspruchnahme von Leistungen der Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung (§§ 41 ff. SGB XII); eine Verletzung dieser Obliegenheit kann zur Anrechnung fiktiver Einkünfte in der Höhe der entgangenen Leistungen führen. Die Bewilligung von Leistungen der Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung …
Elternunterhalt, Erwerbseinkommen, Familienrecht, Grundsicherung im Alter, Im Brennpunkt
Mietmängel – Mietminderung und Zurückbehaltungsrecht des Mieters
Das dem Mieter neben der kraft Gesetzes eintretenden Minderung (§ 536 BGB) zustehende Recht, die Zahlung der (geminderten) Miete nach § 320 Abs. 1 Satz 1 BGB zu verweigern, unterliegt nach seinem Sinn und Zweck sowie unter Berücksichtigung dessen, dass das durch den Mangel der Wohnung bestehende Ungleichgewicht zwischen Leistung …
Mietmangel, Mietminderung, Wohnraummiete, Zivilrecht, Zurückbehaltungsrecht
Der Bundesfinanzhof hat seine Rechtsprechung geändert. Für den Bundesfinanzhof sind nunmehr die Kosten eines Zivilprozesses im Allgemeinen keine außergewöhnliche Belastungen i.S. des § 33 EStG mehr. Etwas anderes kann nur ausnahmsweise gelten, wenn ein Rechtsstreit einen für den Steuerpflichtigen existenziell wichtigen Bereich oder den Kernbereich menschlichen Lebens berührt. Erwachsen einem …
außergewöhnliche Belastungen, Einkommensteuer (privat), Prozesskosten
Ein Rechtsanwalt hat – dem Gebot des sichersten Weges folgend1 – durch geeignete organisatorische Vorkehrungen sicherzustellen, dass ein fristgebundener Schriftsatz rechtzeitig gefertigt und innerhalb der laufenden Frist beim zuständigen Gericht eingeht. Zwar darf er sich zur fristwahrenden Übermittlung solcher fristgebundenen Schriftsätze auch eines Telefaxgeräts bedienen. Ebenso darf er die Übermittlung …
Anwaltsverschulden, Berufungsfrist, Fristenkontrolle, Fristfax, Kanzlei und Beruf, Kanzleiorganisation, Organisationsverschulden, Postausgangskontrolle, Wiedereinsetzung
Eigenbedarf beim Mischmietverhältnis
Bei einem einheitlichen Mischmietverhältnis, das wegen überwiegender Wohnnutzung als Wohnraummietverhältnis anzusehen ist, braucht sich ein vom Vermieter geltend gemachter Eigenbedarf nur auf die Wohnräume zu beziehen. Gemäß § 573 Abs. 2 Nr. 2 BGB hat der Vermieter ein berechtigtes Interesse an der Beendigung eines Mietverhältnisses, wenn er die Räume als …
Eigenbedarf, Gewerbliche Miete, Mietkündgung, Mietrecht, Mietvertrag, Wohnraummiete, Zivilrecht
Beschäftigung in der Behindertenwerkstatt – und die Rentenversicherungsbeiträge als Schadensersatz
Nimmt ein behinderter Mensch an Maßnahmen im Eingangsverfahren und im Berufsbildungsbereich einer anerkannten Werkstatt für behinderte Menschen teil, wird durch die Aufnahme in die Werkstatt eine Rentenversicherungspflicht nach § 1 Satz 1 Nr. 2 Buchstabe a SGB VI begründet. Wenn der Rehabilitationsträger die Voraussetzungen für Leistungen im Eingangsverfahren und im …
Behindertenwerkstatt, Rehabilitation, Rentenversicherungspflicht, Schwerbehinderung, Sozialrecht
Kostenentscheidung in der Einspruchsentscheidung – und ihre isolierte Anfechtung
Wendet sich der Einspruchsführer isoliert gegen die im Rahmen einer Einspruchsentscheidung ergangene Kostenentscheidung nach § 77 Abs. 1 und 2 EStG, ist statthafter Rechtsbehelf hiergegen ausschließlich die Klage, nicht (auch) der Einspruch. Ein Antragsteller in einer Kindergeldsache, der sich gegen eine mit der behördlichen Einspruchsentscheidung verbundene Kostenentscheidung (§ 77 EStG) …
Einspruch, Einspruchsentscheidung, Kindergeld, Kindergeldbescheid, Kostenentscheidung, Steuerrecht
Die fehlerhafte Rechtsbehelfsbelehrung – zu viele Informationen
Nach § 55 Abs. 2 Satz 1 FGO ist die Einlegung der Klage innerhalb eines Jahres (seit Bekanntgabe) zulässig, wenn die Rechtsbehelfsbelehrung unterblieben oder unrichtig erteilt ist. Die Unrichtigkeit kann sich zum einen daraus ergeben, dass die Belehrung zu wenige Informationen enthält. Insofern ist es allerdings nicht erforderlich, dass die …
Finanzgerichtsverfahren, Jahresfrist, Klagefrist, Rechtsbehelfsbelehrung, Rechtsmittelbelehrung, Steuerrecht
Beschäftigung in der Behindertenwerkstatt – und der Anspruchsübergang gegen den Schädiger
Zwischen den von der Bundesagentur für Arbeit erbrachten Maßnahmekosten für die Beschäftigung eines geschädigten behinderten Menschen im Eingangsverfahren und Berufsbildungsbereich einer Werkstatt für behinderte Menschen und dessen Anspruch auf Ersatz seines nach der Prognose entgehenden Verdienstes fehlt die für den Anspruchsübergang nach § 116 Abs. 1 SGB X erforderliche sachliche …
Anspruchsübergang, Arbeitsagentur, Behindertenwerkstatt, entgangener Gewinn, Gehaltsverlust, Schadensersatz, Sozialrecht
Der Unternehmensberater als (externer) Vorstand
Autor: Wirtschaft.Recht.Aktuell 13. August 2015
Der Abschluss des die Vergütung eines Vorstandsmitglieds betreffenden Vertrags fällt auch dann in die Zuständigkeit des Aufsichtsrats, wenn er von der Gesellschaft nicht mit dem Vorstandsmitglied selbst, sondern einem Dritten abgeschlossen wird und mit dem Dritten eine Vergütung für die Vorstandstätigkeit vereinbart wird. Das gilt auch, wenn ein Vorstandsmitglied nur vorübergehend tätig werden soll. Die […]
Aktiengesellschaft, Aktienrecht, Aufsichtsrat, Gesellschaftsrecht, Vorstand, Vorstandshaftung, Vorstandsvergütung
Der späte Schriftsatz
Das Gericht ist verpflichtet, einen Schriftsatz der Beteiligten zu berücksichtigen, der zwar nach der Beschlussfassung über das Urteil, aber vor dessen Verkündung oder Zustellung eingeht. Kommt das Gericht dieser Verpflichtung nicht nach, so verletzt es den Anspruch des betroffenen Beteiligten auf rechtliches Gehör. Denn das Gericht muss Anträge und Erklärungen …
Finanzgerichtsverfahren, Rechtliches Gehör, Schriftsatz, Steuerrecht, Wiedereröffnung der mündlichen Verhandlung
Zusammengeballte Gehaltszahlungen – als Arbeitslohn für eine mehrjährige Tätigkeit
Arbeitslohn, der für einen Zeitraum von mehr als zwölf Monaten und veranlagungszeitraumübergreifend geleistet wird, kann als Vergütung für eine mehrjährige Tätigkeit nach der sogenannten Fünftelregelung zu besteuern sein, wenn wirtschaftlich vernünftige Gründe für die zusammengeballte Entlohnung vorliegen. Um einmalige (Sonder)Einkünfte, die für die konkrete Berufstätigkeit unüblich sind und nicht regelmäßig …
Die Kündigungssperre des § 112 InsO gilt nach Wirksamwerden der Enthaftungserklärung des Insolvenzverwalters nach § 109 Abs. 1 Satz 2 InsO weder im Insolvenzverfahren noch in dem sich daran anschließenden Restschuldbefreiungsverfahren (§§ 286 ff. InsO). Nach Wirksamwerden der Enthaftungserklärung nach § 109 Abs. 1 Satz 2 InsO sind rückständige Mieten, …
Enthaftungserklärung, Insolvenzrecht, Klagehäufung, Kündigungssperre, Mietkündigung, MIetrückstand, Wohnraummiete, Zivilrecht
Kapitalanlagebetrug – und das Verbreiten unrichtiger Informationen im Anlageprospekt
Mit dem Verbreiten unrichtiger Informationen im Sinne des § 264a Abs. 1 StGB hatte sich aktuell der Bundesgerichtshof zu befassen: Die Bestimmung des § 264a StGB (Kapitalanlagebetrug) ist Schutzgesetz im Sinne des § 823 Abs. 2 BGB zugunsten des einzelnen Kapitalanlegers1. Gemäß § 264a Abs. 1 Nr. 1 StGB macht …
Falschinformation, Informationen, Informationsverbreitung, Kapitalanlage, Kapitalanlage- und Bankrecht, Kapitalanlagebetrug
Beweiskraft des Tatbestands – das Urteil und das Verhandlungsprotokoll
Die Beweiskraft des Tatbestands kann grundsätzlich nur durch das Protokoll über die Verhandlung entkräftet werden, auf Grund derer das Urteil ergangen ist. Die tatbestandliche Feststellung des Berufungsgerichts ist bindend. Sie erbringt gemäß § 314 ZPO Beweis für das Vorbringen der Parteien am Schluss der mündlichen Verhandlung1. Unter Vorbringen in diesem …
Beweiskraft, Tatbestand, Terminsprotokoll, Urteil, Verhandlungsprotokoll, Zivilprozess, Zivilrecht
Prozessuale Behauptungen ins Blaue
Die darlegungsbelastete Partei ist grundsätzlich nicht gehindert, Tatsachen zu behaupten, über die sie keine genauen Kenntnisse hat, die sie aber nach Lage der Dinge für wahrscheinlich hält. Unzulässig wird ein solches prozessuales Vorgehen erst dort, wo die Partei ohne greifbare Anhaltspunkte für das Vorliegen eines bestimmten Sachverhalts willkürlich Behauptungen „aufs …
Parteivortrag, Wahrheitspflicht, Zivilprozess, Zivilrecht
Autor: RentenBote 12. August 2015
Eine im Rahmen der betrieblichen Altersversorgung zusätzliche Voraussetzung für die Zahlung der Witwen-/Witwerrente, dass der versorgungsberechtigte Mitarbeiter die Ehe vor der Vollendung seines 60. Lebensjahres geschlossen haben muss, ist unwirksam. Diese sogenannte Spätehenklausel stellt eine unmittelbare Benachteiligung wegen des Alters dar. In dem hier vom Bundesarbeitsgericht entschiedenen Fall hatte die Witwe eines im April 1947 […]
Betriebliche Altersversorgung, Hinterbliebenenversorgung, Spätehenklausel, Witwenrente
Autor: AnwaltOnline 12. August 2015
Der Bundesgerichtshof hat sich mit der Frage befasst, ob ein Grundstückseigentümer von seinem Nachbarn die Beseitigung von Bäumen wegen der von ihnen verursachten Verschattung verlangen kann. …
Schadensersatzansprüche eines alkoholbedingt verkehrsuntüchtigen Fußgängers
Verletzt sich ein mit 2,49 Promille alkoholisierter, verkehrsuntüchtiger Fußgänger, in dem er beim Versuch sich abzustützen, zwischen die Hinterachsen eines Sattelaufliegers gerät, kann das Verschulden des Fußgängers die Betriebsgefahr des Lastzuges vollständig …
Vereinbart eine Artistengruppe mit einem Zirkusunternehmen, im Rahmen einer Zirkusaufführung eine in einem Video dokumentierte Artistennummer darzubieten, liegt in der Regel kein Arbeitsverhältnis vor. Ein Arbeitsverhältnis unterscheidet sich von dem Rechtsverhältnis eines freien …
Das Bundesverfassungsgericht hat drei Verfassungsbeschwerden gegen das Mindestlohngesetz nicht zur Entscheidung angenommen, da sie sich als unzulässig erwiesen haben. Eine Verfassungsbeschwerde von 14 ausländischen, auch im Inland tätigen Transportunternehmen genügt nicht dem …
Notwehrprovokation am Gartenzaun
Autor: Rechtslupe 12. August 2015
Eine in einer objektiven Notwehrlage verübte Tat ist nach § 32 Abs. 2 StGB gerechtfertigt, wenn sie zu einer sofortigen und endgültigen Abwehr des Angriffs führt und es sich bei ihr um das mildeste Abwehrmittel handelt, das dem Angegriffenen in der konkreten Situation zur Verfügung stand. Ob dies der Fall …
Notwehr, Notwehrexzess, Notwehrprovokation, Strafrecht
Schädliche Neigungen im Sinne von § 17 Abs. 2 JGG sind erhebliche Anlage- oder Erziehungsmängel, die ohne längere Gesamterziehung des Täters die Gefahr weiterer Straftaten begründen. Sie können in der Regel nur bejaht werden, wenn erhebliche Persönlichkeitsmängel, aus denen sich eine Neigung zur Begehung von Straftaten ergibt, schon vor der …
Jugendgerichtsgesetz, Jugendstrafe, Schädliche Neigung, Strafrecht
Notwegerecht – und die ordnungsgemäße Grundstücksnutzung
Für die Bestimmung, ob ein Grundstück ordnungsmäßig im Sinne von § 917 Abs. 1 Satz 1 BGB genutzt wird, ist es ohne Belang, aus welchen Gründen ihm die Verbindung zu einem öffentlichen Weg fehlt. Hat der Eigentümer die Ursache gesetzt, kann dies nur im Rahmen von § 918 BGB Bedeutung …
Grundstücksanbindung, Grundstückserschließung, Grundstücksnutzung, Notweg, Öffentlicher Weg, Zivilrecht
Der von den Nachbarn seit 45 Jahren genutzte Privatweg
Ein Grundstückseigentümer kann von seinem Nachbarn nach § 1004 Abs. 1 Satz 2 BGB die Unterlassung der Nutzung des über ihre Grundstücke verlaufenden Privatwegs verlangen, wenn eine Duldungspflicht (§ 1004 Abs. 2 BGB) nicht besteht und der Anspruch nicht verwirkt ist. Eine Duldungspflicht kann sich nicht aus einer von der …
Eigentumsstörung, Privatweg, Zivilrecht
Pseudoerinnerungen an Missbrauchshandlungen
Geht ein Psychotherapeut davon aus, dass den Beschwerden einer Patientin verdrängte Erinnerungen zugrunde liegen, kann die Therapie im Versuch der Rückgewinnung solcher Erinnerungen bestehen. Wenn dabei auch nach sexuellem Missbrauch geforscht wird, kann eine Scheinerinnerung daran entstehen1. Das Vorliegen von Pseudoerinnerungen kann im Einzelfall nicht durch einen Hinweis auf die …
Missbrauchsopfer, Opferzeuge, sexueller Missbrauch, Strafrecht
Die Verleihung des Körperschaftsstatus an Religionsgemeinschaften unmittelbar durch ein Landesgesetz verstößt gegen den Grundsatz der Gewaltenteilung. Die Prüfung der Voraussetzungen des Anspruchs auf Verleihung des Status einer Körperschaft des öffentlichen Rechts aus Art. 4 Abs. 1 und 2, Art. 140 GG in Verbindung mit Art. 137 Abs. 5 Satz 2 …
Gewaltenteilung, Im Brennpunkt, Jehovas Zeugen, Körperschaft, Religionsgemeinschaft, Staatskirchenrecht, Verwaltungsrecht, Zeugen Jehova
Lebensversicherung, Scheidung, Wiederheirat – und das Bezugsrecht für die Witwe
Die Erklärung des Versicherungsnehmers gegenüber dem Versicherer, im Falle seines Todes solle „der verwitwete Ehegatte“ Bezugsberechtigter der Versicherungsleistung sein, ist auch im Fall einer späteren Scheidung der Ehe und Wiederheirat des Versicherungsnehmers regelmäßig dahin auszulegen, dass der mit dem Versicherungsnehmer zum Zeitpunkt der Bezugsrechtserklärung verheiratete Ehegatte bezugsberechtigt sein soll1. Bei …
Bezugsrecht, Lebensversicherung, Scheidung, Versicherungsrecht, Wiederheirat
Rücktritt vom gemeinschaftlichen Versuch
Gemäß § 24 Abs. 2 Satz 1 StGB werden bei Tatbeteiligung mehrerer diejenigen Beteiligten nicht wegen Versuchs bestraft, die freiwillig die Tatvollendung verhindern. Hierfür kann es genügen, wenn Mittäter im Falle eines unbeendeten Versuchs einvernehmlich nicht mehr weiterhandeln, obwohl sie dies tun könnten1. Im Falle eines versuchten Totschlags ist es …
Mittäter, Rücktritt, Strafrecht, Teilnahme, Versuch
In Fällen der Rechts- und Steuerberaterhaftung bestimmen sich die Beweiserleichterungen für den Ursachenzusammenhang zwischen Pflichtverletzung und Schaden nach den Grundsätzen des Anscheinsbeweises1. Lässt der Mandant offen, für welche von mehreren möglichen Vorgehensweisen er sich bei pflichtgemäßer Beratung entschieden hätte, ist die notwendige Schadenswahrscheinlichkeit nur gegeben, wenn diese sich für alle …
Beweiserleichterung, Kanzlei und Beruf, Rechtsanwaltshaftung, Steuerberaterhaftung
Ein Anspruch des Mandanten aus Sekundärhaftung besteht auch gegen den Anwalt, der als Scheinsozius wegen der primären Pflichtverletzung nur analog § 128 HGB haftet, aber im Rahmen eines persönlichen Folgemandats die sekundäre Hinweispflicht verletzt. Findet für die Verjährung des Schadensersatzanspruchs aus positiver Vertragsverletzung aus dem Anwaltsvertrag noch § 51b BRAO …
Kanzlei und Beruf, Rechtsanwaltshaftung, Scheinsozius, Sekundärhaftung, Steuerberaterhaftung
Alternative Schadensberechnungen
Der Streitgegenstand wird bestimmt durch Klageantrag und Klagegrund. Wird ein Schaden alternativ auf verschiedene Weisen berechnet, bleibt der Streitgegenstand zwar derselbe1. Dies setzt aber voraus, dass der Kläger selbst alternative Berechnungen für die alternative Schadensermittlung darlegt. Diese sind nur schlüssig, wenn jede der Berechnungen zu demselben (Mindest)Schaden führt. Bundesgerichtshof, Urteil …
Schadensberechnung, Schadensersatz, Schadensersatzklage, Zivilprozess, Zivilrecht
Entgangene Zinsen
§ 252 Satz 2 BGB ermöglicht in Ergänzung zu § 287 ZPO eine abstrakte Schadensberechnung des entgangenen Gewinns, erfordert aber gleichwohl die Darlegung und gegebenenfalls den Nachweis der erforderlichen Anknüpfungstatsachen hierfür, bei der behaupteten Anlage von Kapitalbeträgen etwa den Vortrag und den Nachweis der Anlage in eine bestimmte Art von …
entgangener Gewinn, Schadensersatz, Schadensschätzung, Zinsschaden, Zivilrecht
Rückabwicklung nach Widerspruch – und der zwischenzeitliche Versicherungsschutz
Die bereicherungsrechtlichen Rechtsfolgen der Europarechtswidrigkeit des § 5a Abs. 2 Satz 4 VVG a.F. sind nicht auf eine Wirkung ab Zugang des Widerspruchs (ex nunc) zu beschränken, sondern nur eine Rückwirkung entspricht dem Effektivitätsgebot1. Der Höhe nach umfassen die Rückgewähransprüche nach § 812 Abs. 1 Satz 1 Alt. 1 BGB …
Lebensversicherung, Policenmodell, Rentenversicherung, Rückabwicklung, Ungerechtfertigte Bereicherung, Versicherungsrecht, Widerspruchsfrist, Widerspruchsrecht
Anwaltliches Zeithonorar – und die vorprozessuale Rechtsverfolgungskosten
Vorprozessuale Rechtsverfolgungskosten in Form anwaltlichen Zeithonorars können als Schaden grundsätzlich bis zur Höhe der gesetzlichen Gebühren erstattet verlangt werden, weitergehende Kosten nur in besonderen Ausnahmefällen, wenn der Geschädigte dies nach den besonderen Umständen des Einzelfalls für erforderlich und zweckmäßig halten durfte, wofür er darlegungspflichtig ist. Zu den ersatzpflichtigen Aufwendungen des …
Anwaltsvergütung, Kanzlei und Beruf, Rechtsverfolgungskosten, Vorgerichtliche Kosten, Zeithonorar, Zeitvergütung, Zivilrecht
Richterliche Hinweispflichten – und der fiktive Sachverhalt
Eine richterliche Hinweispflicht besteht nach § 139 Abs. 2 ZPO gegenüber den Parteien nicht allgemein und umfassend, sondern nur, wenn Parteivortrag widersprüchlich oder unklar ist, wenn der Sachvortrag nicht hinreichend substantiiert ist oder wenn das Gericht an den Sachvortrag Anforderungen stellt, mit denen eine gewissenhafte und kundige Prozesspartei nach dem …
Hinweispflicht, richterlicher Hinweis, Zivilprozess, Zivilrecht
Eilrechtsschutz gegen die Verlegung eines Gefangenen
Begehrt ein Gefangener Eilrechtsschutz gegen eine (anstaltsinterne) Verlegung, so geht es um die vorläufige Aussetzung einer ihn belastenden Maßnahme (§ 114 Abs. 2 Satz 1 StVollzG). Abs. 4 GG gewährleistet nicht nur das formelle Recht und die theoretische Möglichkeit, die Gerichte anzurufen, sondern gibt dem Bürger einen Anspruch auf tatsächlich …
Eilrechtsschutz, Justizvollzugsanstalt, Strafvollstreckungsrecht, Strafvollzug, Verlegung
Der kaduzierte Geschäftsanteil – und die Haftung des ausgeschiedenen Gesellschafters
Autor: Wirtschaft.Recht.Aktuell 11. August 2015
Ein Gesellschafter, der vor Fälligkeit der Einlageschuld auf den Geschäftsanteil eines Mitgesellschafters aus der Gesellschaft ausgeschieden ist, haftet, soweit die (später fällig gewordene und nicht erfüllte) Stammeinlage auf den Geschäftsanteil des Mitgesellschafters nach dessen Ausschluss im Wege der Kaduzierung weder von den Zahlungspflichtigen noch durch Verkauf des Geschäftsanteils gedeckt werden kann, grundsätzlich für diese Fehlbeträge […]
Geschäftsanteil, Gesellschafterhaftung, Gesellschaftsrecht, GmbH, Gründungsgesellschafter, Kaduzierung, Stammeinlage, Stammkapital
Bis auf weiteres arbeitsunfähig – Krankengeld?
Autor: AnwaltOnline 11. August 2015
Bescheinigt der Arzt Arbeitsunfähigkeit ohne Angabe eines Endzeitpunkts bis auf Weiteres, so lässt sich der Angabe eines Wiedervorstellungstermins nicht entnehmen, dass die Dauer der Arbeitsunfähigkeit bis zu diesem Termin beschränkt …
Das Bundesverfassungsgericht hat eine Verfassungsbeschwerde gegen die „Mietpreisbremse“ und die Berliner Mietenbegrenzungsverordnung wegen Unzulässigkeit nicht zur Entscheidung angenommen. Aufgrund des Subsidiaritätsgrundsatzes muss der Beschwerdeführer …
Elterngeldzahlungen als Bezüge eines behinderten Kindes
Das Elterngeld, das ein behindertes Kind, für das Kindergeld begehrt wird, wegen der Betreuung und Erziehung seines eigenen Kindes erhält, gehört in vollem Umfang zu den Bezügen, die zur Abdeckung des Grundbedarfs des behinderten Kindes geeignet sind. …
Schadensminderungsobliegenheit und Vorhaltekosten
Vorhaltekosten im Sinne des allgemeinen juristischen Sprachgebrauchs sind diejenigen Kosten, die entstehen, wenn bestimmte Betriebe (etwa Verkehrsbetriebe) über ihren normalen Planbedarf hinaus zusätzliche Fahrzeuge in der Form einer Betriebsreserve anschaffen …
Haftung im Berufsausbildungsverhältnis
Autor: Rechtslupe 11. August 2015
Auszubildende, die durch ihr Verhalten bei einem Beschäftigten desselben Betriebs einen Schaden verursachen, haften ohne Rücksicht auf ihr Alter nach den gleichen Regeln wie andere Arbeitnehmer. Weder aus dem Wesen und Zweck des Berufsausbildungsvertrags noch aus dem BBiG ergibt sich, dass die für den Arbeitsvertrag geltenden Rechtsvorschriften und Rechtsgrundsätze nicht …
Arbeitnehmerhaftung, Arbeitsrecht, Ausbildungsverhältnis, Berufsausbildung
Fahrlässige Trunkenheit im Verkehr – und die Blutuntersuchung
Der Nachweis einer rauschmittelbedingten Fahrunsicherheit kann nicht allein durch einen bestimmten Blutwirkstoffbefund geführt werden1. Gesicherte Erfahrungswerte, die es erlauben würden, bei Blutwirkstoffkonzentrationen oberhalb eines bestimmten Grenzwertes ohne weiteres auf eine rauschmittelbedingte Fahrunsicherheit zu schließen, bestehen nach wie vor nicht2. Es bedarf daher neben dem positiven Blutwirkstoffbefund noch weiterer aussagekräftiger Beweisanzeichen, …
Ausfallerscheinungen, Fahrfehler, Fahrlässigkeit, Strafrecht, Trunkenheitsfahrt
Gewährleistungsbürgschaft – und die Verjährung der Mängelansprüche
Baumängel, Gewährleistung, Gewährleistungsbürgschaft, Mängel, Verjährung, VOB/B, Zivilrecht, Zurückbehaltungsrecht
Spätehenklausel in der im Rahmen einer betrieblichen Altersversorgung gewährten Hinterbliebenenversorgung stellen eine Diskriminierung wegen des Alters dar und sind daher unwirksam. In dem hier vom Bundesarbeitsgericht entschiedenen Fall hatte die Witwe eines im April 1947 geborenen und im Dezember 2010 verstorbenen ehemaligen Mitarbeiters der beklagten Arbeitgeberin geklagt. Diesem waren Leistungen …
Arbeitsrecht, Betriebliche Altersversorgung, Hinterbliebenenversorgung, Spätehenklausel, Witwenrente
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References: Art. 15
 Art. 14

§ 17
 § 17
 § 320
 § 33
 § 573
 § 1
 § 77
 § 55
 § 116
 § 112
 § 109
 § 109
 § 264
 § 264
 § 823
 § 264
 § 314
 § 32
 § 17
 § 917
 § 918
 § 1004
 Art. 4
 Art. 140
 Art. 137
 § 24
 § 128
 § 51

§ 252
 § 287
 § 5
 § 812
 § 139