Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=BGH&Datum=2009-10-27&Aktenzeichen=XI%20ZR%20225%2F08
Timestamp: 2019-02-18 13:36:58+00:00

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BGH, 27.10.2009 - XI ZR 225/08 - dejure.org
BGB § 134; StGB § 203 Abs. 2 Satz 1 Nr. 1
nomos.de , S. 37 (Volltext und Kurzanmerkung)
Verletzung von Privatgeheimnissen durch die Abtretung von Darlehensforderungen durch eine als Anstalt des öffentlichen Rechts organisierte Sparkasse
Wirksamkeit der Abtretung von Darlehensforderungen durch eine Sparkasse
Wirksamkeit der Abtretung von Darlehensforderungen einer als Anstalt des öffentlichen Rechts organisierten Sparkasse
BGB § 134; StGB § 203 Abs. 2
Abtretung von Darlehensforderungen durch Sparkasse
Abtretung von Darlehensforderungen durch Sparkasse; Verkauf von Krediten; bad loans; Veräußerung von Forderungen; Grundschulden; Privatgeheimnisse
Abtretung von Darlehensforderungen durch eine öffentlich-rechtlich organisierte Sparkasse verstößt nicht gegen § 203 StGB
Abtretung von Darlehensforderungen verstößt nicht gegen § 203 Abs. 2 Satz 1 Nr. 1 StGB
BGB § 134; StGB § 203 Abs. 2 S. 1 Nr. 1
Kreditabwicklung außer Haus
Sparkassen dürfen Darlehensforderungen abtreten
Sparkasse verkaufte Darlehen weiter - Datenschutz oder Bankgeheimnis stehen dem Abtreten von Forderungen nicht entgegen
Abtretung von Darlehensforderungen durch Sparkassen
Auch Sparkassen dürfen Kundenkredite verkaufen
Abtretung von Darlehensforderungen durch Sparkasse wirksam
Auch Sparkassen dürfen Kredite weiterverkaufen
Zur Frage der Wirksamkeit der Abtretung von Darlehensforderungen durch eine Sparkasse
Sparkasse kann bei gekündigten Krediten Forderung abtreten -
Sparkassen dürfen Kundenkredite verkaufen
Sparkasse kann Darlehensforderung abtreten
123recht.net (Pressemeldung, 27.10.2009)
Banken und Sparkassen dürfen Kredite verkaufen // BGH bekräftigt Rechtsprechung auch für öffentliche Institute
StGB § 203 Abs. 2 Satz 1 Nr. 1; BGB § 134
Forderungsverkauf durch Sparkasse
Darlehensforderungen einer Sparkasse sind abtretbar
Kurznachricht zu "Anmerkung zum Urteil des BGH v. 27.10.2009 - XI ZR 225/08 (Wirksamkeit der Abtretung von Darlehensforderungen einer als Anstalt des öffentlichen Rechts organisierten Sparkasse)" von RA Dr. Gerold M. Jaeger, original erschienen in: ZfIR 2010, 65 - 69.
Kurznachricht zu "Anmerkung zum Urteil des BGH vom 27.10.2009, Az.: XI ZR 225/08 (Abtretung von Darlehensforderungen durch eine Sparkasse)" von RA Dr. Dietmar Schulz, LL.M. (Edinburgh) und Syndikusanwalt Jörg Magarin, original erschienen in: DZWIR 2010, 152 - 156.
BGHZ 183, 60
NJW 2010, 361
ZIP 2009, 2329
MDR 2010, 221
DNotZ 2010, 372
NJ 2010, 206
VersR 2010, 1461
WM 2009, 2307
DB 2009, 2780
JR 2011, 214
NZG 2010, 469
Dagegen erhält er keine umfassenden Informationen über Kontoinhalte und Kontobewegungen, die eine erhebliche Beeinträchtigung der Geheimhaltungsinteressen des Schuldners darstellen könnten (BGHZ 183, 60 ff. Rn. 22).
Entgegen der Auffassung der Berufung weicht der Senat nicht von der vom BGH in der Entscheidung vom 27.10.2009 (XI ZR 225/08) vertretenen Rechtsansicht und den dort aufgestellten Grundsätzen ab.
In dem von der Berufungserwiderung angeführten Urteil des BGH vom 27.10.2009 (abgedruckt in BGHZ 183, 60 ff. = NJW 2010, 361 ff.) heißt es in Rn. 22:.
Soweit der Bundesgerichtshof Abtretungen von Darlehensforderungen, die unter Verletzung des Bankgeheimnisses erfolgt sind, regelmäßig als wirksam erachtet (BGH, Urteil vom 27.10.2009 - XI ZR 225/08, WM 2009, 2307), ergibt sich hieraus für den Streitfall nichts anderes.
Offen gelassen von BGH, Vorlagebeschluss vom 17. Oktober 2013 - I ZR 51/12 -, juris Rn. 22 (mit lediglich mittelbarer Bezugnahme auf § 383 Abs. 1 Nr. 6 ZPO), Urteile vom 27. Oktober 2009 - IX ZR 225/08 -, BGHZ 183, 60 = NJW 2010, 361 = juris Rn. 18, und vom 27. Februar 2007 - IX ZR 195/05 -, BGHZ 171, 180 = NJW 2007, 2106 = juris Rn. 23; gesetzliches Gewohnheitsrecht verneinen ausdrücklich OLG Naumburg, Urteil vom 15. März 2012 - 9 U 208/11 -, juris Rn. 24, und OLG Köln, Urteil vom 15. September 2005 - 8 U 21/05 -, NJW-RR 2006, 263 = juris Rn. 26; mit Tendenz zur AGB-rechtlichen Verortung OLG Stuttgart, Urteil vom 13. Dezember 2005 - 6 U 119/05 -, juris Rn. 93; auch für eine rechtsgeschäftliche Qualifikation Cahn, WM 2004, 2041, 2042 (mit Hinweisen auf entgegengesetzte Literaturstandpunkte); Klüwer/Meister, WM 2004, 1157, sprechen von einer gewohnheitsrechtlichen Anerkennung; ebenso Toth-Fehrer/Schick, ZIP 2004, 491, 493.
Kein Anspruch auf Krankentagegeld ab Zeitpunkt vorgezogener Rentenzahlung durch …
Eine Feststellungsklage kann auch bei fehlendem Feststellungsinteresse als unbegründet abgewiesen werden, weil es sich bei dem von § 256 ZPO geforderten rechtlichen Interesse eben nicht um eine Prozessvoraussetzung handelt, ohne deren Vorliegen dem Gericht eine Sachprüfung und ein Sachurteil überhaupt verwehrt ist (BGH, Urteil vom 27.10.2009, Az. XI ZR 225/08; zitiert nach Juris).
Für eine Besserbehandlung der Vorstände von Sparkassen im Vergleich zu den Vorständen privatrechtlich organisierter Banken sieht der Senat keinen Anlass (…so wohl auch schon Oberlandesgericht Schleswig, Urt. v. 18. Oktober 2007 - 5 U 19/07; nachfolgend, diese Frage aber ausdrücklich offenlassend, BGH, Urt. v. 27. Oktober 2009 - XI ZR 225/08 = BGHZ 183, 60/juris Tz 16).
Nach der Rechtsprechung des BGH (…Urteil vom 27.02.2007 - XI ZR 195/05 - Rn. 15 ff.; bestätigt mit Urteil vom 27.10.2009 - XI ZR 225/08 - Rn. 14 = NJW 2010, 361, 362), der der Senat folgt, begründet das Bankgeheimnis nur schuldrechtliche Pflichten der darlehensgewährenden Bank mit der Folge, dass ein Verstoß gegen das Bankgeheimnis nur Schadensersatzansprüche begründen, nicht jedoch als konkludente Vereinbarung eines Abtretungsverbotes verstanden werden kann.
Dabei ist - wie der BGH in seiner Entscheidung vom 27.10.2009 (XI ZR 225/08 - Rn. 22) in Zusammenhang mit einem (im vorliegenden Fall von vornherein nicht in Betracht kommenden) Verstoß gegen § 203 StGB betont hat - insbesondere zu berücksichtigen, dass der Zessionar bei einer Abtretung von Forderungen durch eine Bank über das nach § 402 BGB bestehende Auskunftsrecht nur solche Informationen erhält, die für ihn erforderlich sind, um die Forderung geltend machen zu können.
Aufgrund dessen kann die Feststellungsklage auch bei fehlendem Feststellungsinteresse als unbegründet abgewiesen werden (BGH, Urteil vom 27.10.2009, Az. XI ZR 225/08; zitiert nach Juris).
So sind etwa Risiken allgemeiner Natur, die den Anlegern regelmäßig bekannt sind, nicht aufklärungsbedürftig (BGH Urt. v. 27.10.2009 - XI ZR 338/08, WM 2009, 2307 Rn. 28).
Nach höchstrichterlicher Rechtssprechung gibt es kein Abtretungsverbot aus Bankgeheimnis (BGH WM 2007, 643; BGH NJW 2010, 361), Datenschutzgründen (BGH WM 2006, 380/384) oder wegen des Verstoßes gegen ein gesetzliches Verbot (BGHZ 115, 123/124; BGHZ 122, 115/117); BGH WM 1996, 1815/1816; OLG Dresden, NJW 2004, 1464).
OLG München, 21.12.2009 - 19 U 4050/08
Begründung von Rückzahlungsansprüchen aus Annuitätendarlehen
OLG München, 21.12.2009 - 19 U 2736/09

References: § 134
 § 203
 § 134
 § 203
 § 203
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 § 134
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 BGH 
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 § 134
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 § 383
 § 256
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 § 402
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