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Timestamp: 2019-12-07 13:42:06+00:00

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BVerwG, 17.02.1984 - 7 C 8.82 - dejure.org
https://dejure.org/1984,121
BVerwG, 17.02.1984 - 7 C 8.82 (https://dejure.org/1984,121)
BVerwG, Entscheidung vom 17.02.1984 - 7 C 8.82 (https://dejure.org/1984,121)
BVerwG, Entscheidung vom 17. Februar 1984 - 7 C 8.82 (https://dejure.org/1984,121)
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Vorsorge - Schädliche Umwelteinwirkungen - Immissionsprognose - Einwirkungsbereich der Anlage - Luftschadstoffe - Immissionsschutzrechtliche Betriebsgenehmigung - Feuerungsanlage - Kennzeichnung - Modifizierende Auflage - Selbstständige Anfechtbarkeit - ...
VG Karlsruhe, 28.03.1980 - III 210/78
VG Karlsruhe, 28.03.1980 - III 210/79
VGH Baden-Württemberg, 10.11.1981 - 10 S 944/80
BVerwGE 69, 37
NVwZ 1984, 371
DVBl 1984, 476
DÖV 1984, 112
vgl. BVerwG, Urteil vom 17. Februar 1984 - 7 C8.82 -, BVerwGE 69, 37 = juris Rn. 17 f. zur Großfeuerungsanlagenverordnung (13. BImSchV).
Sie muss nach Umfang und Ausmaß dem Gefahren- oder Risikopo­tential, dem sie gilt, angemessen sein (vgl. BVerwGE 69, 37/44).
Dem Vorsorgecharakter entspricht es, dass der Gesetzgeber nicht erst dann tätig werden darf, wenn sich eine wissenschaftlich völlig unangefochtene, einheitliche Auffassung gebildet hat (Urteil vom 17. Februar 1984 - BVerwG 7 C 8.82 - BVerwGE 69, 37 = Buchholz 406.25 § 5 BImSchG Nr. 10); insofern kann eine abweichende Meinungsrichtung, auf die der Beweisantrag zielt, das Vorgehen des Gesetzgebers nicht in Frage stellen.
Die konkrete Immissionssituation in der Nachbarschaft der Anlage braucht nicht ermittelt zu werden; eine Zuordnung von Emittenten und Immissionen ist nicht erforderlich (BVerwG, Urteil vom 17. Februar 1984 - 7 C 8.82 - BVerwGE 69, 37 ;… Beschluss vom 10. Januar 1995 - 7 B 112.94 - Buchholz 406.25 § 48 BImSchG Nr. 4 = juris Rn. 7).
Eine solche Konkretisierung hat das Bundesverwaltungsgericht lediglich für Maßnahmen der Emissionsbegrenzung gefordert, die unabhängig von der Immissionssituation in der jeweiligen Umgebung von allen Anlagen eines bestimmten industriellen Sektors verlangt werden; es ging um Vorsorge gegen Ferntransporte von Luftschadstoffen (BVerwG, Urteil vom 17. Februar 1984 - 7 C 8.82 - BVerwGE 69, 37 ).
Einer Prüfung des Einzelfalls hat es eine Absage nur erteilt, wenn die Betreiberpflichten - anders als hier - konkretisiert worden waren, ein Betreiber aber die für alle geltenden Vorsorgeanforderungen unter Berufung auf die Umstände seines Einzelfalls nicht erfüllen wollte (BVerwG, Urteile vom 17. Februar 1984 a.a.O. S. 42 ff. und vom 20. Dezember 1999 - 7 C 15.98 - BVerwGE 110, 216 ;… Beschluss vom 10. Januar 1995 - 7 B 112.94 - Buchholz 406.25 § 48 BImSchG Nr. 4 = juris Rn. 7).
Vorsorge muss nach Umfang und Ausmaß dem Risikopotential der Immissionen, die sie verhindern soll, proportional sein (BVerwG, Urteil vom 17. Februar 1984 - 7 C 8.82 - BVerwGE 69, 37 ;… Beschluss vom 30. August 1996 - 7 VR 2.96 - Buchholz 406.25 § 17 BImSchG Nr. 3 = juris Rn. 22).
Gibt es hinreichende Gründe für die Annahme, dass Immissionen möglicherweise zu schädlichen Umwelteinwirkungen führen, ist es Aufgabe der Vorsorge, solche Risiken unterhalb der Gefahrengrenze zu minimieren (vgl. BVerwGE 69, 37 ; Beschluss vom 30. August 1996 - BVerwG 7 VR 2.96 - Buchholz 406.25 § 17 BImSchG Nr. 3).
Denn bei der im Streit stehenden Einschränkung in Ziffer 2 des Bescheids vom 5. April 2007 handelt es sich um eine sog. Inhaltsbestimmung, die einer gesonderten Anfechtung nicht zugänglich ist (vgl. Urteil vom 17. Februar 1984 BVerwG 7 C 8.82 BVerwGE 69, 37 ).
Anlass zur Vorsorge besteht jedenfalls dann, wenn es verständliche Gründe dafür gibt, der Verschlechterung einer ohnehin schon kritischen Immissionssituation Einhalt zu gebieten (vgl. BVerwG, Urteil vom 17. Februar 1984 - BVerwG 7 C 8.82 - BVerwGE 69, 37).
verbundene Risikovorsorge, die keine Individualzurechnung erfordert, zwar nicht durch den Grundsatz der Verhältnismäßigkeit ausgeschlossen ist, wohl aber eines gesetzlichen Regelungsausgleichs in Form eines normativ verbindlichen Schutzkonzepts bedarf (BVerwGE 69, 37 [44 f.]); die Ausgestaltung der in ihrer Intensität der Konzeptbildung und -bindung unterworfenen Risikovorsorge muß eine gerichtliche Kontrolle einzelner Vollzugsakte ermöglichen und deshalb verbindlich definiert sein.
Sie sollen unabhängig von geltenden Schädlichkeitsgrenzen das an Umweltqualität durchsetzen, was im Hinblick auf ein vorhandenes Potential an Vermeidungstechnologie realisierbar erscheint (BVerwG, Urt. v. 17.02.1984 - BVerwG 7 C 8.82 -, BVerwGE 69, 37 [42], RdNr. 17 in juris).
OVG Niedersachsen, 02.04.2009 - 12 ME 53/09
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References: § 5
 § 48
 § 48
 § 17
 § 17
 § 1
 § 6