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Timestamp: 2016-10-26 17:27:48+00:00

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86 III 85. Entscheid vom 3. Mai 1960 i.S. Vonlanthen.
L'office devant lequel la poursuite est pendante peut saisir luim�me des cr�ances (en particulier un salaire futur) m�me si le tiers d�biteur a son domicile et le si�ge de ses affaires (lieu de travail du d�biteur poursuivi) dans un autre arrondissement. - Art. 89 LP. Faits � partir de page 8
Gegen den Rekurrenten l�uft eine Betreibung beim Amt seines Wohnortes im freiburgischen Sensebezirk. Von BGE 86 III 8 S. 9dem Lohn, den er als Hilfsarbeiter in M�nchenbuchsee verdient, wurden Fr. 30.- f�r je 14 Tage gepf�ndet. Dar�ber beschwerte sich der Schuldner bei der Aufsichtsbeh�rde des Kantons Freiburg, wurde aber mit Entscheid vom 7. April 1960 abgewiesen. Mit vorliegendem Rekurs macht er geltend, zur Vornahme einer Lohnpf�ndung w�re das Betreibungsamt Fraubrunnen, nicht dasjenige von Tafers zust�ndig.
Mit der auf Art. 89 SchKG gest�tzten R�ge will der Rekurrent nicht den Betreibungsort als solchen in Frage stellen. Er h�lt jedoch daf�r, das die Betreibung f�hrende Amt h�tte eine Lohnpf�ndung nicht selber vornehmen d�rfen, sondern damit das Betreibungsamt seines Arbeitsortes beauftragen sollen. Diesem Standpunkt kann nicht beigetreten werden. Einmal gilt ein Lohnguthaben nicht als am Wohn- (oder Gesch�fts-) ort des Arbeitgebers gelegen, weshalb sich f�r die Ansicht des Rekurrenten von vornherein nichts aus Art. 89 SchKG herleiten l�sst. Nicht in Wertpapieren verk�rperte Forderungen gelten vielmehr, wenn ihr Gl�ubiger (derjenige, dem sie zustehen, hier also der betriebene Schuldner) einen bekannten Wohnsitz in der Schweiz hat, als an diesem Orte gelegen (vgl. BGE 76 III 19). Sodann ist es bei der Pf�ndung von Forderungen (insbesondere Lohnguthaben) nicht erforderlich, am Wohnort des Drittschuldners (Arbeitgebers) Amtshandlungen vorzunehmen, die nur dem dortigen Betreibungsamte zust�nden. Im Gegensatze zu den bei Sachpf�ndungen an Ort und Stelle, wo sich das Pf�ndungsobjekt befindet, zu treffenden Feststellungen �ber dessen Vorhandensein und Beschaffenheit, samt der allenfalls notwendigen Wegnahme in amtlichen Gewahrsam, gen�gen bei Forderungspf�ndungen in der Regel briefliche oder telefonische Erkundigungen. Diese kann das die Betreibung f�hrende Amt sehr wohl selber einziehen, ohne damit in fremde BGE 86 III 8 S. 10Amtsgewalt einzugreifen. Ebenso steht ihm die der Sicherung der Forderungspf�ndung dienende Versendung der Anzeige an den Drittschuldner nach Art. 99 SchKG zu, selbst wenn dieser nicht in seinem Amtsbezirke wohnt. Eine Forderungspf�ndung kann danach in allen F�llen von dem die Betreibung f�hrenden Amte selbst, somit am Betreibungsorte, vollzogen werden (vgl. BGE 73 III 87 und 119; JAEGER, N. 5 zu Art. 89 SchKG; FRITZSCHE, Schuldbetreibung, Konkurs und Sanierung I 142 und 151).
Die auf einen ausf�hrlichen Amtsbericht gest�tzten Feststellungen der Vorinstanz �ber Einkommen und Notbedarf des Schuldners sind im Rekurse nicht angefochten.

References: Art. 89
 BGE 
 Art. 89
 Art. 89
 BGE 
 BGE 
 Art. 99
 BGE 
 Art. 89