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Timestamp: 2019-08-20 17:40:55+00:00

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BGH, 20.12.2012 - 4 StR 55/12 - dejure.org
BGH, 20.12.2012 - 4 StR 55/12
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BGH, 20.12.2012 - 4 StR 55/12 (https://dejure.org/2012,39766)
BGH, Entscheidung vom 20.12.2012 - 4 StR 55/12 (https://dejure.org/2012,39766)
BGH, Entscheidung vom 20. Dezember 2012 - 4 StR 55/12 (https://dejure.org/2012,39766)
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§ 263 Abs. 1, Abs. 3, Abs. 5 StGB; § 46b StGB; § 132 Abs. 2 GVG
Sportwettenbetrug (konkludente Täuschung; Vermögensschaden: Quotenschaden, Bezifferung, Mindestschaden, bilanzrechtliche Methoden; Irrtum: Kausalität und objektive Zurechnung; Bandenbetrug; Vermögensverlust großen Ausmaßes); Strafmilderung nach der Kronzeugenregelung (wesentlicher Aufklärungserfolg); Divergenzvorlage
Sportwettenbetrug: Feststellung des Schadens
Verurteilungen wegen Sportwettenbetruges teilweise bestätigt
Drohung mit einer unzulässigen Maßnahme gem. § 136a Abs. 1 S. 3 Alt. 1 StPO i.R.e. Verfahrens wegen Sportwettenbetruges bei Androhung der Wiederinvollzugsetzung des gegen den Angeklagten gerichteten Haftbefehls; Zeitpunkt der Schadensentstehung bei einem Sportwettenbetrug durch das Wetten mit festen Quoten auf manipulierte Fußballspiele
Fußball-Manipulationsskandal
spiegel.de (Pressemeldung zum Verfahren - vor Ergehen der Entscheidung, 14.11.2012)
Manipulationsskandal: BGH überprüft Urteil im Fall Ante Sapina
Der Sportwetten-Fall
Vermögensschaden beim Wettbetrug
strafakte.de (Kurzaufsatz mit Bezug zur Entscheidung)
Betrug und der fiktive Vermögensschaden
Ante Šapina
Kurznachricht zu "Vom Quotenschaden über den Erfüllungsschaden zum Dispositionsschutz beim Wettbetrug" von Dr. Jan Schlösser, original erschienen in: NStZ 2013, 629 - 634.
Kurznachricht zu "Anmerkung zum Urteil des BGH vom 20.12.2012, Az.: 4 StR 55/12 (Sportwettenbetrug durch Spielmanipulationen - Schadensermittlung)" von RA Dr. Anja Schiemann, original erschienen in: NJW 2013, 883 - 888.
LG Bochum, 19.05.2011 - 12 KLs 16/11
LG Bochum, 25.08.2011 - 12 KLs 35 Js 141/10
BGH, 20.12.2012 - 4 StR 125/12
LG Bochum, 14.04.2014 - 13 KLs 6/13
BGHSt 58, 102
NJW 2013, 883
NStZ 2013, 234
NStZ-RR 2015, 68
NJ 2013, 350
JR 2013, 224
BGH, 19.11.2013 - 4 StR 292/13
Betrug (konkludente Täuschung: Voraussetzungen, hier: Täuschung im …
aa) Ob in einer bestimmten Kommunikationssituation neben einer ausdrücklichen auch eine konkludente Erklärung abgegeben worden ist und welchen Inhalt sie hat, bestimmt sich nach dem objektiven Empfängerhorizont, der unter Berücksichtigung der Gesamtumstände und der Verkehrsanschauung festzulegen ist (vgl. BGH, Urteil vom 20. Dezember 2012 - 4 StR 55/12, NStZ 2013, 234, 235; Urteil vom 26. April 2001 - 4 StR 439/00, BGHSt 47, 1, 3 f.;… Urteil vom 10. November 1994 - 4 StR 331/94, BGHR StGB § 263 Abs. 1 Irrtum 10).
BGH, 16.06.2016 - 1 StR 20/16
Betrug (Vermögensschaden: keine grundsätzliche Beschränkung der Zurechnung von …
Dabei sind die beiderseitigen Vertragsverpflichtungen zu vergleichen (Eingehungsschaden; st. Rspr.; vgl. BGH, Beschluss vom 18. Juli 1961 - 1 StR 606/60, BGHSt 16, 220, 221; Urteil vom 20. Dezember 2012 - 4 StR 55/12, BGHSt 58, 102, 111 f.; Beschlüsse vom 19. Februar 2014 - 5 StR 510/13, wistra 2014, 270 und vom 28. April 2016 - 4 StR 317/15; jeweils mwN).
BGH, 27.03.2014 - 3 StR 342/13
Ping-Anrufe sind als Betrug nach § 263 StGB strafbar
bb) Die Angerufenen, die bei der hinterlassenen Rufnummer zurückriefen, befanden sich im Irrtum über den tatsächlich nicht bestehenden Kommunikationswunsch sowie - jedenfalls in Form eines sachgedanklichen Mitbewusstseins (vgl. dazu BGH, Urteile vom 22. November 2013 - 3 StR 162/13, NStZ 2014, 215, 216; vom 20. Dezember 2012 - 4 StR 55/12, NJW 2013, 883, 884) - über die Kostenpflichtigkeit des von ihnen getätigten Rückrufs.
Der Getäuschte ist geschädigt, wenn sich dabei ein Negativsaldo zu seinem Nachteil ergibt (BGH, Beschluss vom 18. Juli 1961 - 1 StR 606/60, BGHSt 16, 220, 221; Urteil vom 20. Dezember 2012 - 4 StR 55/12, BGHSt 58, 102, 111 f. mwN; BGH, Beschluss vom 19. Februar 2014 - 5 StR 510/13, wistra 2014, 270).
Auf die subjektive 33 Einschätzung, ob der irrtumsbedingt Verfügende sich geschädigt fühlt, kommt es ebensowenig an (vgl. BGH…, Beschluss vom 25. Januar 2012 - 1 StR 45/11 Rn. 80, BGHSt 57, 95) wie auf die Frage, wie hoch der Verfügende subjektiv den Wert der Gegenleistung taxiert (st. Rspr. seit BGH, Beschluss vom 16. August 1961 - 4 StR 166/61, BGHSt 16, 321, 325; vgl. auch BGH, Urteil vom 13. November 2007 - 3 StR 462/06, wistra 2008, 149; Urteil vom 20. Dezember 2012 - 4 StR 55/12, BGHSt 58, 102, 111 f. mwN; vgl. auch Albrecht, NStZ 2014, 17).
BGH, 20.03.2013 - 5 StR 344/12
Betrug (Schadensermittlung beim Eingehungsbetrug; Gesamtsaldierung; konkrete …
Der Getäuschte ist geschädigt, wenn sich ein Negativsaldo zu seinem Nachteil ergibt (BGH, Urteil vom 20. Dezember 2012 - 4 StR 55/12 Rn. 35, zur Veröffentlichung in BGHSt vorgesehen; BGH, Beschluss vom 14. April 2011 - 2 StR 616/10, NStZ 2011, 638, 639).
Gleiches gilt für das Urteil des 4. Strafsenats vom 20. Dezember 2012 (4 StR 55/12 - Sportwetten) und den Senatsbeschluss vom 13. April 2012 (5 StR 442/11, NJW 2012, 2370 - Kreditbetrug).
Eine solche betragsmäßige Bestimmung wird dann in Abhängigkeit zu dem konkreten in Frage stehenden Risiko regelmäßig unter sachverständiger Mithilfe vorgenommen werden (vgl. zur Berechnung des Wettbetrugsschadens 4 StR 55/12, Rn. 40).
BGH, 20.12.2012 - 4 StR 580/11
Betrug durch manipulierte Fußballwetten (konkludente Täuschung: …
b) Wie der Senat in seinen Urteilen vom heutigen Tage in den Verfahren 4 StR 55/12 und 4 StR 125/12 bereits ausgeführt hat, hält er an dieser Rechtsprechung fest.
BGH, 24.03.2016 - 2 StR 36/15
Betrug (Vermögenschaden; Schädigungsvorsatz: Gefährdungsschaden; Vorliegen eines …
Danach fehlt es an einem Schaden, soweit die Vermögensminderung durch den wirtschaftlichen Wert des Erlangten ausgeglichen wird (vgl. BGH, Urteil vom 20. Dezember 2012 - 4 StR 55/12, NStZ 2013, 234, 236).
Ein Vermögensschaden liegt vor, wenn sich dabei ein Negativsaldo zum Nachteil des Getäuschten ergibt (vgl. BGH, Urteil vom 20. Dezember 2012 - 4 StR 55/12, NStZ 2013, 234, 236; Urteil vom 20. März 2013 - 5 StR 344/12, NJW 2013, 1460).
BGH, 26.04.2019 - 1 StR 471/18
Milderung der Strafe eines Tatbeteiligten durch freiwilliges Offenbaren seines …
Dass der Angeklagte R. in seiner polizeilichen Vernehmung bereits zuvor alles zu dessen Verurteilung Notwendige offenbarte, sodass dieser Aufklärungserfolg allein ihm zugute käme (vgl. BGH, Urteil vom 20. Dezember 2012 - 4 StR 55/12 Rn. 29 [insoweit in BGHSt 58, 102 nicht abgedruckt];… Beschluss vom 30. August 2011 - 2 StR 141/11, BGHR StGB § 46b Abs. 1 Nr. 1 Aufdeckung 2 Rn. 4), ist bislang nicht festgestellt.
Der Bundesgerichtshof hat nach mündlicher Verhandlung durch Urteil vom 20. Dezember 2012 - Az. 4 StR 55/12 - über die Rechtsmittel entschieden und das Urteil bezüglich der Angeklagten D und T teilweise mit unterschiedlicher Reichweite aufgehoben.
Aufgrund des Urteils des Bundesgerichtshofes vom 20.12.2012 (Az.: 4 StR 55/12) sind die Schuldsprüche aus dem Urteil der 12. großen Strafkammer des Landgerichts Bochum vom 19.05.2011 hinsichtlich des Angeklagten D betreffend die Fälle 1, 3, 4, 5, 6, 7, 9, 10, 11, 12, 13, 14, 15, 16, 17, 21, 22, 23, 24, 26 und 27 und hinsichtlich des Angeklagten T betreffend die Fälle 11 und 22 in Rechtskraft erwachsen.
Es steht der Annahme einer Bande deshalb nicht entgegen, wenn deren Mitglieder bei der Tatbegehung ihre eigenen Interessen an einer risikolosen und effektiven Tatausführung sowie Beute- und Gewinnerzielung verfolgen (BGH, Urteil v. 20.12.2012, 4 StR 55/12 m.w.N.).
Aufgrund des Urteils des Bundesgerichtshofes vom 20.12.2012 (4 StR 55/12) sind die durch das Urteil der 12. großen Strafkammer vom 19.05.2011 getroffenen Anordnungen über die Rückgewinnungshilfe nach § 111 i Abs. 2 StPO für die Kammer bindend.
BGH, 11.03.2014 - 4 StR 479/13
Wettbetrug (konkludente Täuschung über die Manipulation der Wette: …
"Wetten auf zum eigenen Vorteil manipulierte Fußballspiele erfüllen zumindest insoweit, als Wettgewinne ausgezahlt werden, den Tatbestand des Betruges zum Nachteil des Wettanbieters, § 263 Abs. 1 StGB (BGH, NStZ 2013, 234).
aa) Der Bundesgerichtshof hat bereits wiederholt entschieden, dass ein Wettteilnehmer, der den Gegenstand des Wettvertrags zu seinen Gunsten beeinflusst, einen Betrug begeht, wenn er diesen Umstand bei Abschluss des Vertrags verschweigt: Dem Vertragsangebot könne die stillschweigende Erklärung entnommen werden, der Wetter selbst habe die Geschäftsgrundlage der Wette nicht durch eine rechtswidrige Manipulation verändert; in dem Verschweigen der Manipulation liege eine Täuschung durch schlüssiges Handeln (BGH, Urteile vom 19. Dezember 1979 - 3 StR 313/79, BGHSt 29, 165, 167 f.; vom 15. Dezember 2006 - 5 StR 181/06, BGHSt 51, 165, 169, 171 f.; vom 20. Dezember 2012 - 4 StR 55/12, BGHSt 58, 102, 106 f.; vom 20. Dezember 2012 - 4 StR 125/12, wistra 2013, 186, 187;… Beschluss vom 20. Dezember 2012 - 4 StR 580/11, BGHR StGB § 263a Anwendungsbereich 3).
BGH, 19.02.2014 - 5 StR 510/13
Betrug (Schaden bei Risikogeschäften: wirtschaftliche Bestimmung, Darstellung im …
BGH, 03.03.2016 - 4 StR 496/15
Computerbetrug (hier: Sportwettenbetrug: unbefugtes Verwenden von Daten bei …
BGH, 05.12.2017 - 4 StR 323/17
Anklageschrift (Form: unschädliches Fehlen einer Unterschrift); Betrug …
BGH, 24.03.2016 - 2 StR 344/14
Betrug (Täuschung: unbeachtliche Erkennbarkeit der Täuschung; Vermögensschaden: …
BGH, 20.12.2017 - 4 StR 66/17
Besonders schwerer Fall des Betrugs (Vermögensschaden: Berechnung bei Betrug im …
BGH, 28.06.2017 - 4 StR 186/16
Betrug (Vermögensschaden: Prinzip der Gesamtsaldierung; Eingehungsbetrug im Falle …
BGH, 20.05.2014 - 4 StR 143/14
Bezifferung des Vermögensschadens (Aufrechterhaltung des Schuldspruchs bei …
KG, 19.11.2014 - 2 Ws 362/14
Bewährungswiderruf trotz gegenteiligen gerichtlichen Hinweises
LG Bochum, 18.03.2013 - 2 KLs 18/11
Betrug zum Nachteil eines Sportwettanbieters; Wetten auf zum eigenen Vorteil …
OLG Saarbrücken, 20.07.2016 - Ss 40/16

References: § 263
 § 46
 § 132
 § 136
 BGH 
 BGH 
 § 263
 § 263
 § 46
 § 111
 § 263
 § 263