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Timestamp: 2020-04-10 11:07:16+00:00

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BGH, 11.10.1994 - XI ZR 189/93 - dejure.org
https://dejure.org/1994,568
BGH, 11.10.1994 - XI ZR 189/93 (https://dejure.org/1994,568)
BGH, Entscheidung vom 11.10.1994 - XI ZR 189/93 (https://dejure.org/1994,568)
BGH, Entscheidung vom 11. Januar 1994 - XI ZR 189/93 (https://dejure.org/1994,568)
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DDR - Altkreditschulden - Nachfolgeunternehmen
Keine Anpassung des einen Anlagenimport finanzierenden DDR-Staatsbankkredits aufgrund der Währungsunion
Zu den Altkrediten der ehemaligen DDR-Staatsbank
Handelsrecht; Anpassung der Altkreditschulden einer VEB-Nachfolge-GmbH wegen Änderung der Geschäftsgrundlage
BGHZ 127, 212
NJW 1995, 47
ZIP 1994, 1724
MDR 1995, 970
NJ 1995, 203
WM 1994, 2075
DB 1995, 261
Die Prüfung dieser Voraussetzung erfordert eine umfassende Interessenabwägung unter Würdigung aller Umstände, insbesondere auch der Vorteile, die der betroffenen Partei neben den Nachteilen aus der eingetretenen Veränderung erwachsen sind (vgl. BGHZ 127, 212, 218) .
Dies erfordert eine umfassende Interessenabwägung unter Berücksichtigung aller Umstände des Einzelfalls, insbesondere der vertraglichen oder gesetzlichen Risikoverteilung (vgl. BGH, Urteile vom 11. Oktober 1994 - XI ZR 189/93, BGHZ 127, 212, 218 …und vom 1. Februar 2012 - VIII ZR 307/10, WM 2012, 2020 Rn. 30).
Gegen die Bestimmung des § 56 e Abs. 1 DMBilG bestehen keine verfassungsrechtlichen Bedenken (vgl. BGHZ 127, 212, 221 - obiter dictum; KG, ZIP 1993, 1575, 1580; Bommel/Wißmann, ZGR 1997, 206, 218 ff.; Hommelhoff/Spoerr, DZWiR 1995, 89, 90 ff.; Matthiesen, DZWiR 1994, 29, 31;… Spoerr, Treuhandanstalt und Treuhandunternehmen zwischen Verfassungs-, Verwaltungs- und Gesellschaftsrecht, 1993, S. 302 ff.).
Die Veränderung der Umstände, die zur Grundlage des Vertrags geworden sind, muss vielmehr zu einer so schwerwiegenden Äquivalenzstörung geführt haben, dass der davon nachteilig betroffene Partei das Festhalten an dem unveränderten Vertrag nicht zugemutet werden kann (vgl. BGH, Urteil vom 25. Februar 1991 - VII ZR 24/92, BGHZ 121, 378, 393; Urteil vom 11. Oktober 1994 - XI ZR 189/93, BGHZ 127, 212, 218;… Urteil vom 28. März 2006 - XI ZR 425/04, BGHZ 167, aaO;… Urteil vom 1. Februar 2012 - VIII ZR 307/10, aaO).
a) Die aus § 242 BGB entwickelten Grundsätze zum Wegfall der Geschäftsgrundlage sind allerdings nach mittlerweile gefestigter Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs für in der DDR - auch vor dem 1. Juli 1990 - begründete vertragliche Schuldverhältnisse, für die noch nach dem Beitritt weiterhin Recht der DDR gilt ("Altverträge"), ebenfalls anzuwenden (BGHZ 120, 10, 22; 121, 378, 391; 124, 1, 8; Senat, BGHZ 126, 150;… Urt. v. 14. Oktober 1992, VIII ZR 100/91, WM 1992, 2151; v. 16. Dezember 1992, VIII ZR 28/92, ZIP 1993, 234, 237; v. 1. April 1993, VII ZR 22/92, ZIP 1993, 948, 950; v. 24. März 1994, VII ZR 159/92, DtZ 1994, 282, 284; v. 3. Mai 1994, VI ZR 278/93, Umdruck S. 25, zur Veröffentlichung in BGHZ 126, 87 vorgesehen;… Urt. v. 23. Juni 1994, VII ZR 167/93, DtZ 1994, 339, 340; v. 11. Oktober 1994, XI ZR 189/93, ZIP 1994, 1724, 1725; v. 11. Oktober 1994, X ZR 78/92, ZIP 1994, 1892, 1895; v. 21. September 1995, VII ZR 80/94, zum Abdruck im Nachschlagewerk vorgesehen).
Weitere Voraussetzung ist vielmehr, dass ein Festhalten an der vereinbarten Regelung zu einem untragbaren Ergebnis führen würde und der betroffenen Partei daher nicht zumutbar ist (BGHZ 121, 378, 393; 127, 212, 218; 128, 230, 238).
Die danach erforderliche umfassende Interessenabwägung unter Würdigung aller Umstände (Senat BGHZ 127, 212, 218) lässt hier nicht erkennen, dass die Rückzahlung der Darlehensvaluta für den Kläger unzumutbar gewesen wäre.
Diese planwirtschaftliche Finanzierungsregelung änderte auch nach DDR-Recht nichts an der schuldrechtlichen Beziehung der Kreditvertragspartner (vgl. Senatsurteil vom 11. Oktober 1994 - XI ZR 189/93 = WM 1994, 2075, 2076 = ZIP 1994, 1724 zu I. 1., insoweit in BGHZ 127, 212, 214 nicht abgedruckt).
b) Die nach DDR-Recht begründeten Kreditnehmerverpflichtungen sind mit dem Ende des planwirtschaftlichen Systems nicht untergegangen, sondern nur im Verhältnis 2: 1 umgestellt worden (Senatsurteile BGHZ 124, 1; 127, 212; Senatsbeschluß vom 3. Mai 1995 - XI ZR 195/94 = WM 1995, 1055).
aa) Zwar ist auch bei DDR-Altkrediten eine Vertragsanpassung gemäß § 242 BGB nicht ausgeschlossen (BGHZ 127, 212, 217/218).
Zu den Voraussetzungen einer Vertragsanpassung nach § 242 BGB gehört es, daß ein Festhalten an der vereinbarten Regelung zu einem untragbaren Ergebnis führen würde und der betroffenen Partei daher nicht zuzumuten ist (BGHZ 127, 212, 218 m.w.Nachw.).
Dies erfordert eine umfassende Interessenabwägung unter Würdigung aller Umstände des Einzelfalls (BGH vom 11. Oktober 1994 - XI ZR 189/93, NJW 1995, 47, 48; BGH vom 05. Januar 1995 - XI ZR 85/94, NJW 1995, 592, 594; BGH vom 03. Dezember 2014 - XII ZB 181/13, NJW 2015, 1014, 1015).
Verfassungsmäßigkeit der Altschuldengesetzgebung; Behandlung von …
BFH, 02.07.1997 - I R 28/96
Ermittlung des Gewinns aus Gewerbebetrieb
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Auslegung einer Vereinbarung über Altschulden bei Abspaltung eines …
OLG Dresden, 26.04.1995 - 12 U 1269/94
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OLG Dresden, 19.04.1995 - 12 U 1645/94
Rechtsweg bei Klage auf Verpflichtung des Verwalters im …
OLG Dresden, 19.02.1996 - 2 U 2107/95
Haftung der abgespaltenen Gesellschaft für Darlehen in der ehemaligen DDR

References: § 56
 § 242
 § 242
 § 242
 BGH 
 BGH