Source: https://www.bussgeldkatalog.net/illegale-autorennen/
Timestamp: 2020-08-08 14:39:43+00:00

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Illegale Autorennen und § 29 StVO: Wann drohen Sanktionen?
Illegale Autorennen und übermäßige Straßenbenutzung (§ 29 StVO )
FAQ: Illegale Autorennen
Welche Vorschriften gelten zu Straßenbenutzung und illegalen Autorennen?
Illegale Autorennen: Wann liegen diese vor?
Weitere Verstöße gegen § 29 StVO
Da Verkehrswege durch die Dauerbelastung ohnehin stark beansprucht sind, bestimmt die Straßenverkehrsordnung (StVO), dass eine darüber hinausgehende, übermäßige Straßenbenutzung untersagt ist. § 29 StVO umfasst alle Aktivitäten oder Veranstaltungen, die das Verkehrsnetz in höherem Maße beanspruchen als der normale Verkehr. Eine Sonderrolle nehmen zudem illegale Autorennen ein, die mittlerweile als Straftat bewertet werden. In diesem Falle drohen harte Strafen – für Teilnehmer und Veranstalter. Doch welche Vorschriften finden sich in § 29 StVO zur übermäßigen Straßenbenutzung?
Was ist unter “übermäßiger Straßenbenutzung” zu verstehen?
Hierbei handelt es sich um Verstaltungen, die öffentliche Straßen mehr als verkehrsüblich beanspruchen und daher gemäß StVO genehmigungsbedürftig sind. Hierbei kann es sich zum Beispiel um Motorsportveranstaltungen, Radrennen, Straßenfeste und Marathons handeln.
Welche Sanktionen drohen für illegale Autorennen?
Die Antwort auf diese Frage können Sie diesen Bußgeldtabellen entnehmen.
Wer muss bei einem illegalen Autorennen mit Sanktionen rechnen?
Mit Konsequenzen müssen bei dieser Straftat sowohl die Fahrer als auch der Veranstalter rechnen.
Straßen und Autobahnen gelten in Deutschland üblicherweise als Gemeingut und dürfen von allen Bürgern genutzt werden. Allerdings gilt es dabei verschiedenen Vorschriften zu beachten, die unter anderem auch dafür Sorge tragen sollen, dass der Straßenbelag nicht zu sehr geschädigt wird. So heißt es in der Straßenverkehr-Ordnung beispielsweise:
“Veranstaltungen, für die Straßen mehr als verkehrsüblich in Anspruch genommen werden, insbesondere Kraftfahrzeugrennen, bedürfen der Erlaubnis.” (§ 29 Absatz 2 StVO)
Zu diesen Veranstaltungen zählen nicht nur Rennen, sondern etwa auch Kolonnenfahrten oder Demonstrationszüge mit Fahrzeugbeteiligung. Duch das Fahren in größeren Gruppierungen sind die Straßen stärker belastet als normalerweise. Liegt ein entsprechende Genehmigung nicht vor, darf das Vorhaben nicht realisiert werden. § 29 StVO bestimmt als übermäßige Straßenbenutzung somit auch Verbände bestehend aus motorisierten Fahrzeugen.
Bis zum 13. Oktober 2017 bestimmte § 29 Absatz 1 StVO unmissverständlich:
Da Autorennen in Deutschland somit untersagt sind, können auch keine entsprechenden Genehmigungen hierfür eingeholt werden, die die illegalen Rennen legal machen würden. Mittlerweile ist § 29 Abs. 1 StVO allerdings weggefallen.
Stattdessen stehen illegale Autorennen nun gemäß § 315d Strafgesetzbuch (StGB) unter Strafe. Wer an einem Autorennen teilnimmt oder ein solches veranstaltet, muss mit einer Freiheitsstrafe oder einer Geldstrafe rechnen. Zudem kann es zur Entziehung der Fahrerlaubnis kommen und es drohen drei Punkte in Flensburg. Kommt es zu einer Gefährdung anderer Verkehrsteilnehmer oder gar einem Personenschaden, sind noch härtere Sanktionen zu befürchten.
Doch nicht nur illegale Autorennen oder Verbandsfahrten sind als Straßennutzung über Gebühr gewertet. Als dritter und letzter Punkt liegt laut § 29 Absatz 3 StVO auch eine übermäßige Straßenbenutzung vor, wenn Sie Fahrzeuge auf öffentlichen Verkehrswegen führen, die gegen die geltenden Fahrzeugabmessungen, die zulässige Achslast und das Gesamtgewicht verstoßen.

References: § 29
 § 29
 § 29
 § 29
 § 29
 § 29
 § 29
 § 315
 § 29