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Timestamp: 2019-12-10 18:31:32+00:00

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Steuerfolgen einer steuerlichen Schwesterfusion - swisstaxnetwork.ch
Eine echte Fusion zwischen Schwestergesellschaften (Absorption oder Kombination) kann zivilrechtlich unter erleichterten Bedingungen erfolgen (Art. 23 und 24 FusG). Dazu kommt, dass ein Aktientausch (Art. 7 FusG) oder eine Abfindung (Art. 8 FusG) bei reinen Schwestergesellschaften (d.h. bei vollständiger Identität der Aktionäre) nicht erforderlich ist. Die Fusion von Parallelgesellschaften ohne vollständige Identität der Aktionäre erfordert einen Beteiligungsaustausch und allenfalls Ausgleichszahlungen.
Checkliste - Steuerfolgen einer Schwesterfusion
Steuerarten Untergehende A AG Übernehmende B AG Aktionär natürliche Person, Aktien im Privatvermögen (Privatanleger) Aktionär natürliche Person, Aktien im Geschäftsvermögen oder
Aktionär juristische Person mit Beteiligungsabzug
Direkte Steuern (DBG/StHG) - Steueraufschub auf stillen Reserven nach Art. 61 Abs. 1 DBG, Art. 24 Abs. 3 StHG, sofern:
Steuerpflicht in der Schweiz fortbesteht und
bisherige Gewinnsteuerwerte übernommen werden
- möglicherweise kein Steueraufschub, wenn untergehende Gesellschaft eine Mantelgesellschaft - Steuerfreie offene und verdeckte Kapitaleinlage (Art. 60 lit. a DBG)
- Verluste der übernommenen Gesellschaft können allenfalls bei übernehmender Gesellschaft genutzt werden
- Verwendung eigener Aktien kann zu Gewinnsteuer führen
- Nennwerterhöhungen i.d.R. (analog Gratisaktien) grundsätzlich steuerbarer Vermögensertrag (auf Kantonsebene allenfalls nicht steuerbar)
- Nennwertgewinne sind mit Nennwertverlusten und Kapitaleinlagereserven verrechenbar
- Ausgleichsleistungen von Gesellschaft i.d.R. steuerbarer Vermögensertrag (Verrechnung mit Nennwertverlusten möglich)
- Barabfindungsfusion führt zu steuerbarer Totalliquidation der übertragenden Gesellschaft
- Squeeze-Out-Abfindungen bilden grundsätzlich steuerbaren Liquidationserlös (nur steuerfrei, falls Abfindungen von übrigen Aktionären stammen) - Sofern bisherige Steuerwerte der Aktien fortgeführt, keine Steuerfolgen
- Ausgleichsleistungen und Abfindungen bei Barfusionen gelten als steuerbarer Vermögensertrag (allenfalls über gleichzeitige Abschreibungen neutralisiert) - Sofern bisherige Gewinnsteuerwerte der Aktien fortgeführt, keine Steuerfolgen
- Ausgleichsleistungen und Abfindungen bei Barfusionen gelten als steuerbarer Vermögensertrag (Beteiligungsabzug prüfen)
Grundstückgewinnsteuer/
Handänderungssteuer - Werden Liegenschaften übertragen, liegt eine zivilrechtliche Handänderung vor, aber Steuer in monistischen Kantonen nach Art. 12 Abs. 4 lit. a StHG aufgeschoben
- Handänderungssteuer und Grundbuchgebühr: grundsätzlich Befreiung nach Art. 103 FusG
Verrechnungssteuer (VStG) - Liquidationserlös (Art. 4 Abs. 1 lit. b VStG) aber Aufschub nach Art. 5 Abs. 1 lit. a VStG, sofern sämtliche Reserven übergehen
- Steuerbar sind Gratisaktien aus offenen Reserven oder Ausgleichszahlungen (Verrechnung mit Nennwertverlusten oder Kapitaleinlagereserven möglich) - Allenfalls Rückforderung von Verrechnungssteuer oder Meldeverfahren prüfen - Allenfalls Rückforderung von Verrechnungssteuer oder Meldeverfahren prüfen - Allenfalls Rückforderung von Verrechnungssteuer oder Meldeverfahren prüfen
Stempelabgaben (StG) (Emissionsabgabe/Umsatzabgabe) - Emissionsabgabe: Nach Art. 6 Abs. 1 lit. abis StG befreit
- Umsatzabgabe: Selbst wenn Effektenhändler involviert, greift Befreiung nach Art. 14 Abs. 1 lit. i StG
Mehrwertsteuer (MWSTG) - Meist MWST-Meldeverfahren anwendbar (Art. 38 MWSTG)
- Veränderungen der MWST-Gruppe müssen gemeldet werden - Allenfalls Eintritt in MWST-Pflicht
Rechtsprechung zur Schwesterfusion
Subpages (1): Rechtsprechung zur Schwesterfusion

References: Art. 61
 Art. 24
 Art. 12
 Art. 103
 Art. 5
 Art. 6
 Art. 14