Source: http://relevancy.bger.ch/php/aza/http/index.php?lang=de&zoom=&type=show_document&highlight_docid=aza%3A%2F%2F30-05-2007-6P-190-2006
Timestamp: 2016-10-21 21:55:29+00:00

Document:
Bundesrichter Wipr�chtiger, Ferrari, Z�nd, Mathys,
Beschwerdef�hrer, vertreten durch Rechtsanwalt J�rg Diggelmann,
Art. 9, 29, 32 BV, Art. 6 EMRK (Strafverfahren; Willk�rverbot, Unschuldsvermutung, Anklageprinzip, Anspruch auf rechtliches Geh�r),
Gewerbsm�ssiger Betrug (Art. 146 StGB); Veruntreuung (Art. 138 StGB); Zivilforderungen,
Das Kreisgericht Alttoggenburg-Wil erkl�rte X.________ mit Urteil vom 13. April 2004 der Misswirtschaft, der Veruntreuung, des gewerbsm�ssigen Betrugs sowie der Urkundenf�lschung f�r schuldig und verurteilte ihn zu 5� Jahren Zuchthaus.
Auf Berufung des Beurteilten hin sprach das Kantonsgericht St. Gallen, Strafkammer, X.________ mit Entscheid vom 15. Mai 2006 der Misswirtschaft, der Veruntreuung und des gewerbsm�ssigen Betrugs schuldig und verurteilte ihn zu 4 Jahren Zuchthaus unter Anrechnung der erstandenen Untersuchungshaft von 287 Tagen. In sieben F�llen sprach es ihn von der Anklage des gewerbsm�ssigen Betrugs frei; ein Freispruch erging auch in Bezug auf den Vorwurf der Urkundenf�lschung. Die Zivilforderungen wurden teils gesch�tzt, teils auf den Weg des Zivilprozesses verwiesen.
X.________ f�hrt sowohl staatsrechtliche Beschwerde als auch eidgen�ssische Nichtigkeitsbeschwerde je mit dem Antrag, das Urteil des Kantonsgerichts St. Gallen, Strafkammer, vom 15. Mai 2006 sei aufzuheben. Des Weiteren beantragt er in der Nichtigkeitsbeschwerde, auf die Zivilklagen sei mit einer Ausnahme nicht einzutreten. Zudem ersucht er f�r beide Verfahren um Gew�hrung der unentgeltlichen Prozessf�hrung.
Das Kantonsgericht St. Gallen, Strafkammer, hat auf Gegenbemerkungen zu den Beschwerden verzichtet. Die Staatsanwaltschaft des Kantons St. Gallen und die Zivilkl�ger haben sich innert Frist nicht vernehmen lassen.
Das angefochtene Urteil ist vor dem Inkrafttreten des Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 �ber das Bundesgericht (Bundesgerichtsgesetz, BGG; SR 173.110) am 1. Januar 2007 ergangen. Auf die Rechtsmittel dagegen ist noch das bisherige Verfahrensrecht anwendbar (Art. 132 Abs. 1 BGG, e contrario), hier somit dasjenige der staatsrechtlichen Beschwerde (Art. 84 ff. OG) und der eidgen�ssischen Nichtigkeitsbeschwerde (Art. 268 ff. BStP).
Am 1. Januar 2007 ist der revidierte Allgemeine Teil des Strafgesetzbuches in Kraft getreten. Die neuen Bestimmungen sind hier aber noch nicht von Bedeutung, da das Bundesgericht im Verfahren der Nichtigkeitsbeschwerde nur pr�ft, ob das kantonale Gericht das eidgen�ssische Recht richtig angewendet hat (Art. 269 Abs. 1 BStP), mithin das Recht, welches im Zeitpunkt der Ausf�llung des angefochtenen Urteils noch gegolten hat (BGE 129 IV 49 E. 5.3, mit Hinweisen).
Der Beschwerdef�hrer ficht seine Verurteilung wegen Veruntreuung (vgl. E. 2.1) und wegen gewerbsm�ssigen Betrugs (vgl. E. 2.2) an. Diese Schuldspr�che beruhen auf folgenden Sachverhalten:
2.1 Der Beschwerdef�hrer bezog gem�ss den Feststellungen im angefochtenen Urteil am 6. Juli 2001 als einzelzeichnungsberechtigtes Mitglied des Verwaltungsrats der G.________ AG mit Sitz im Kanton Graub�nden vom Verm�gen der AG den Betrag von Fr. 25'000.--. Er stellte hierf�r eine Quittung aus, wonach der Betrag als "Anzahlung f�r B�rom�bel" zum Nutzen der AG verwendet werde. Er setzte indessen das Geld f�r eigene Zwecke ein, n�mlich f�r die Firma seiner Freundin in Litauen. Dieses Verhalten erf�llt gem�ss den Erw�gungen im angefochtenen Urteil den Tatbestand der Veruntreuung.
2.2 Der Beschwerdef�hrer wurde in f�nf F�llen wegen gewerbsm�ssigen Betrugs verurteilt. Diese sind in tats�chlicher Hinsicht �hnlich gelagert, und der Beschwerdef�hrer ging nach einem einheitlichen Muster vor:
Im angefochtenen Urteil wird dem Beschwerdef�hrer vorgeworfen, er habe in Bereicherungsabsicht durch Vorspiegelung von Tatsachen zahlreiche Anleger beziehungsweise Kreditnehmer arglistig irregef�hrt und veranlasst, an ihn als Bankvermittler respektive an die H.________ Ltd. mit Sitz in Zypern als Kreditgeberin erhebliche Geldbetr�ge zu �berweisen, wodurch sich die Anleger am Verm�gen sch�digten.
Die Gesch�fte zwischen dem Beschwerdef�hrer und den Kreditnehmern verfolgten laut Anklage das Ziel, von der H.________ Ltd. Kredite in Millionenh�he ausbezahlt zu erhalten, welche der Beschwerdef�hrer im Namen der I.________ Ltd. mit Sitz in Hong Kong in "Trading-Gesch�fte" investieren wollte. Diese Gesch�fte sollten innerhalb von zwei Jahren eine Rendite von 240% einbringen. Am Gewinn w�ren der Beschwerdef�hrer und die Anleger gem�ss den zwischen ihnen abgeschlossenen "Joint Venture Agreements" je h�lftig beteiligt gewesen. Um die Kredite bei der H.________ Ltd. auszul�sen, bezahlten die Anleger eine "Commitment Fee" von 1,5% des gesamten Kreditbetrags. Zus�tzlich zu dieser Bereitstellungskommission h�tten sie die Garantie einer Drittbank f�r die R�ckzahlung des bereitgestellten Kapitals erwirken m�ssen, wobei der Investor gegen�ber der garantierenden Bank nicht h�tte bekannt gegeben werden d�rfen. Sollte es den Anlegern innert 45 Tagen seit Vertragsabschluss nicht gelingen, eine solche Garantieerkl�rung beizubringen, w�re der Kreditvertrag nichtig - mit der vertraglich ausdr�cklich festgehaltenen Konsequenz, dass den Kreditnehmern keinerlei Anspr�che gegen�ber der H.________ Ltd. zustanden. In keinem der in Frage stehenden F�lle gelang es, eine Drittbank zur Abgabe einer solchen Garantie zu bewegen, so dass es nicht zur Auszahlung der Kreditbetr�ge und damit letztlich auch nie zu den geplanten "Trading-Gesch�ften" kam. Der Schaden der Kreditnehmer bestand somit in den an die H.________ Ltd. ausgerichteten 1,5% "Commitment Fee" sowie teilweise in den an den Beschwerdef�hrer zus�tzlich geleisteten Kommissionen von 0,5% des Gesamtkreditbetrags.
Dem Beschwerdef�hrer wird dar�ber hinaus zur Last gelegt, er habe die Anleger nach deren Bezahlung der Geb�hren mit einer eigentlichen Hinhaltetaktik, d.h. durch so genannte "Vertr�stungshandlungen", davon abgehalten, innert 45 Tagen vom Vertrag mit der H.________ Ltd. zur�ckzutreten. Bei einem Vertragsr�cktritt h�tten die Kreditnehmer der H.________ Ltd. zwar eine Strafgeb�hr von 1% geschuldet, hierdurch aber einen R�ckforderungsanspruch in der H�he eines Drittels der bezahlten Geb�hren erwirkt.
Mit staatsrechtlicher Beschwerde wendet sich der Beschwerdef�hrer gegen die Verurteilungen wegen Veruntreuung (vgl. E. 3) und wegen gewerbsm�ssigen Betrugs im Fall J.________ Inc./K.________ (vgl. E. 4).
3.1 Gegen den Vorwurf der Veruntreuung (vgl. E. 2.1) brachte der Beschwerdef�hrer bereits im kantonalen Verfahren vor, die Bezeichnung der von ihm ausgestellten Quittung sei nicht ganz sachgerecht. In Tat und Wahrheit habe es sich hierbei um eine Gehaltszahlung gehandelt, auf die er als Mitglied des Verwaltungsrats Anspruch gehabt habe. Zum Beweis beantragte er die Einvernahme der beiden anderen Mitglieder des Verwaltungsrats, der Gebr�der L.________, als Zeugen. Das Kantonsgericht wies diesen Antrag jedoch ab.
Der Beschwerdef�hrer macht geltend, das Kantonsgericht habe hierdurch seinen Anspruch auf rechtliches Geh�r (Art. 29 Abs. 2 BV) wie auch den Grundsatz der Unschuldsvermutung (Art. 32 Abs. 1 BV; Art. 6 Ziff. 2 EMRK) verletzt, indem es auf die Einvernahme der Gebr�der L.________ verzichtet habe.
3.2 Der Umfang des Geh�rsanspruchs bestimmt sich vorab nach den kantonalen Verfahrensvorschriften, deren Auslegung und Handhabung das Bundesgericht unter dem Gesichtswinkel der Willk�r pr�ft. �berdies greifen die unmittelbar aus Art. 29 Abs. 2 BV fliessenden verfassungsrechtlichen Minimalgarantien zur Wahrung des rechtlichen Geh�rs Platz. Verlangt wird, dass das Gericht die Vorbringen des vom Entscheid in seiner Rechtsstellung Betroffenen h�rt, pr�ft und bei der Urteilsfindung ber�cksichtigt, soweit diese erhebliche Tatsachen betreffen und nicht offensichtlich beweisuntauglich sind. Ob Art. 29 Abs. 2 BV verletzt ist, beurteilt das Bundesgericht mit freier Kognition (BGE 126 I 19 E. 2a).
Weder das Strafprozessrecht des Kantons St. Gallen noch Art. 29 Abs. 2 BV verpflichten die Gerichtsbeh�rden zur pers�nlichen Einvernahme von Zeugen. Der Richter kann Beweisantr�ge abweisen, wenn er angesichts der bereits abgenommenen Beweise seine �berzeugung gebildet hat und ohne Willk�r in vorweggenommener Beweisw�rdigung davon ausgehen kann, weitere Beweiserhebungen verm�chten seinen Standpunkt nicht zu �ndern (BGE 131 I 153 E. 3; 125 I 127 E. 6c/cc; 124 I 208 E. 4a).
3.3 Das Kantonsgericht durfte ohne Willk�r zum Schluss gelangen, der Beschwerdef�hrer habe den Betrag von Fr. 25'000.-- entgegen seiner Behauptung nicht als Lohnbestandteil bezogen. Daran �ndert nichts, dass die Gebr�der L.________ bereits Mitte des Jahres einen Teil ihres Gehalts erhalten hatten, wurden doch diese Auszahlungen korrekt als Lohn buchhalterisch erfasst. Gem�ss ausdr�cklichem Verwaltungsratsbeschluss der G.________ AG vom 30. Mai 2001 wurde das Jahresgehalt des Beschwerdef�hrers erst am 25. Dezember 2001 f�llig (kantonale Akten E1/5 Ziff. 8.1). H�tte es sich bei den Fr. 25'000.-- tats�chlich um einen Lohnbestandteil gehandelt, h�tte dies der Beschwerdef�hrer naheliegenderweise entsprechend quittiert. Wenn er stattdessen auf der Quittung "Anzahlung f�r B�rom�bel" angab, h�tte er sich Ende des Jahres unter Hinweis auf den Verwaltungsratsbeschluss und unter Vorlage der Quittung auf den Standpunkt stellen k�nnen, er habe weiterhin Anspruch auf das gesamte Gehalt.
Vor diesem Hintergrund durfte das Kantonsgericht in willk�rfreier antizipierter Beweisw�rdigung folgern, dass die Einvernahmen der Gebr�der L.________ am Beweisergebnis, wonach der Beschwerdef�hrer den Betrag von Fr. 25'000.-- nicht als Lohnbestandteil bezogen hatte, nichts zu �ndern verm�chten. Der Verzicht auf die beantragten Zeugeneinvernahmen verletzt daher den Anspruch des Beschwerdef�hrers auf rechtliches Geh�r nicht. Wurde der Beweisantrag aber in zul�ssiger antizipierter Beweisw�rdigung abgewiesen, so wurde auch die Unschuldsvermutung nicht verletzt.
4.1 Gegen den Schuldspruch wegen gewerbsm�ssigen Betrugs im Fall J.________ Inc./K.________ bringt der Beschwerdef�hrer vor, die einzelnen Tatbestandsmerkmale seien nicht erstellt, denn in den gesamten Akten finde sich keine einzige Einlassung beziehungsweise Stellungnahme von K.________. Der Verzicht des Kantonsgerichts auf dessen Einvernahme als Zeugen verletze deshalb den Anspruch des Beschwerdef�hrers auf rechtliches Geh�r (Art. 29 Abs. 2 BV). Der angefochtene Entscheid verstosse zudem gegen den Grundsatz der Unschuldsvermutung (Art. 32 Abs. 1 BV; Art. 6 Ziff. 2 EMRK), das Willk�rverbot (Art. 9 BV) und das Anklageprinzip (Art. 32 Abs. 2 BV; Art. 6 Ziff. 3 lit. a EMRK).
4.2 Der Beschwerdef�hrer t�uschte gem�ss den Ausf�hrungen im angefochtenen Entscheid im Fall J.________ Inc./K.________ durch unwahre Angaben K.________, welcher aufgrund dieses t�uschungsbedingten Irrtums �ber das Verm�gen einer Frau M.________ von der J.________ Inc. verf�gte und diese hierdurch im Betrag von US$ 4'500'000.-- am Verm�gen sch�digte. Nach der Auffassung des Kantonsgerichts hat sich der Beschwerdef�hrer dadurch des Betrugs, begangen in mittelbarer T�terschaft, schuldig gemacht. Entgegen der Meinung des Beschwerdef�hrers sei es unerheblich, dass K.________ nicht �ber eigenes Verm�gen, sondern �ber das Verm�gen von Frau M.________ verf�gt habe. Wie sich das Innenverh�ltnis zwischen K.________ und Frau M.________ darstelle, spiele keine entscheidende Rolle, und einer Befragung von K.________ bed�rfe es daher nicht (vgl. angefochtenes Urteil S. 27 f.).
4.3 Beim Betrugstatbestand m�ssen zwar Get�uschter und Verf�gender identisch sein, nicht aber - wie sich bereits aus dem Wortlaut der Bestimmung ergibt - Verf�gender und Gesch�digter. Sch�digt der Get�uschte nicht sich selbst, sondern einen Dritten, setzt die Erf�llung des Betrugstatbestandes aber voraus, dass der Get�uschte f�r den Verm�genskreis des Gesch�digten "verantwortlich" ist und dar�ber - zumindest in tats�chlicher Hinsicht - verf�gen kann (so genannte Lagertheorie beziehungsweise Theorie des N�heverh�ltnisses; vgl. BGE 126 IV 113 E. 3a und hierzu Hans Vest, Dreiecksbetrug durch Einl�sung eines gekreuzten Checks, Bemerkungen zu BGE 126 IV 113, AJP 2001 S. 1466; ferner G�nter Stratenwerth/Guido Jenny, Schweizerisches Strafrecht, Besonderer Teil I, 6. Aufl., Bern 2003, � 15 N. 33 f.). Nur unter dieser Voraussetzung ist das Verhalten des Get�uschten dem Gesch�digten wie eigenes zuzurechnen und der Grundgedanke des Betrugs als Selbstsch�digungsdelikt gewahrt. Diese Stellung des Get�uschten im Umfeld des Gesch�digten erm�glicht die Abgrenzung zum Diebstahl, begangen in mittelbarer T�terschaft, bei dem der �ber Drittverm�gen durch Gewahrsams�bertragung Verf�gende - und Get�uschte - vom T�uschenden als "Werkzeug" eingesetzt wird (Gunther Arzt, Basler Kommentar StGB, N. 84 zu Art. 146).
4.4 Vorliegend ist die Konstellation eines Dreiecksbetrugs mit K.________ als Get�uschtem und �ber fremdes Verm�gen Verf�gendem naheliegend. Ein Betrug in mittelbarer T�terschaft, bei dem die Gesch�digte verf�gt h�tte, liegt demgegen�ber nicht vor. Ob der Beschwerdef�hrer K.________ arglistig get�uscht hat, h�ngt wesentlich davon ab, was dieser wusste und ob er allenfalls die Machenschaften des Beschwerdef�hrers durchschaute. Seine Einvernahme konnte das Kantonsgericht daher nicht ohne Verletzung des rechtlichen Geh�rs ablehnen.
Mit Nichtigkeitsbeschwerde ficht der Beschwerdef�hrer die Verurteilung wegen Veruntreuung (vgl. E. 5) und wegen gewerbsm�ssigen Betrugs in vier F�llen an, n�mlich betreffend die Gruppe um N.________ (N.________/B.________/C.________; vgl. nachfolgend E. 6), D.________ (vgl. E. 6), E.________/F.________ (vgl. E. 7) und J.________ Inc./K.________, wobei die Nichtigkeitsbeschwerde in diesem letzten Punkt aufgrund der Gutheissung der staatsrechtlichen Beschwerde (vgl. E. 4) gegenstandslos geworden ist. Nicht angefochten ist der Schuldspruch im Fall O.________/P.________.
Des Weiteren richtet sich die Nichtigkeitsbeschwerde gegen die Annahme der Gewerbsm�ssigkeit der Betr�ge (Art. 146 Abs. 2 StGB; vgl. E. 8) und gegen die von der Vorinstanz gesch�tzten Zivilklagen (vgl. E. 9).
5.1 In Bezug auf seine Verurteilung wegen Veruntreuung zum Nachteil der G.________ AG (vgl. E. 2.1 und E. 3) macht der Beschwerdef�hrer geltend, dass er den fraglichen Betrag als Anteil an dem ihm zustehenden Gehalt bezogen habe, wor�ber er frei habe verf�gen d�rfen. Er habe daher das Geld nicht unrechtm�ssig verwendet und auch nicht in der Absicht unrechtm�ssiger Bereicherung gehandelt. Zudem sei aus dem Verhalten der beiden anderen Mitglieder des Verwaltungsrats zu schliessen, diese h�tten seiner Verwendung des Geldes zu eigenen Zwecken stillschweigend zugestimmt; dies schliesse den Tatbestand der Veruntreuung per se aus.
5.2 Gem�ss Art. 138 Ziff. 1 Abs. 2 StGB wird wegen Veruntreuung bestraft, wer ihm anvertraute Verm�genswerte unrechtm�ssig in seinem oder eines anderen Nutzen verwendet. Nach der Rechtsprechung ist anvertraut, was jemand mit der Verpflichtung empf�ngt, es in bestimmter Weise im Interesse eines anderen zu verwenden, insbesondere es zu verwahren, zu verwalten oder abzuliefern. Eine solche Verpflichtung kann auf ausdr�cklicher oder stillschweigender Abmachung beruhen (BGE 120 IV 117 E. 2b).
5.3 Die Behauptung des Beschwerdef�hrers, er habe den Betrag von Fr. 25'000.-- als Gehalt bezogen, steht in Widerspruch zu den tats�chlichen Feststellungen der Vorinstanz, die gem�ss den vorstehenden Erw�gungen zur staatsrechtlichen Beschwerde (E. 3) verfassungsrechtlich nicht zu beanstanden sind. Die Berufung des Beschwerdef�hrers auf Einwilligung ist unbegr�ndet. Dass die beiden �brigen Mitglieder des Verwaltungsrats stillschweigend darin eingewilligt h�tten, dass er den bezogenen Betrag wahrheitswidrig als "Anzahlung f�r B�rom�bel" deklariere, aber in Tat und Wahrheit als Gehalt betrachte, das er frei verwenden k�nne, ist nicht ersichtlich.
Als Mitglied des Verwaltungsrats oblag dem Beschwerdef�hrer die gesetzlich verankerte Verpflichtung bei der Erf�llung seiner Aufgaben mit aller Sorgfalt vorzugehen und die Interessen der G.________ AG in guten Treuen zu wahren (Art. 717 Abs. 1 OR). Dieser Pflicht ist der Beschwerdef�hrer nicht nachgekommen, indem er unter Ausn�tzung seiner Einzelzeichnungsberechtigung aus dem Verm�gen der Aktiengesellschaft den Betrag von Fr. 25'000.-- bezogen und diesen entgegen der von ihm ausgestellten Quittung nicht im Interesse der Gesellschaft zum Kauf von B�rom�beln, sondern im eigenen Nutzen verwendet hat.
Die Vorinstanz hat den Beschwerdef�hrer somit zu Recht der Veruntreuung f�r schuldig erkl�rt. Die Nichtigkeitsbeschwerde ist in diesem Punkt abzuweisen.
6.1 In Bezug auf die Verurteilung des Beschwerdef�hrers wegen gewerbsm�ssigen Betrugs zum Nachteil der Gruppe um N.________ beziehungsweise zum Nachteil von D.________ vertritt die Vorinstanz unter Hinweis auf BGE 108 IV 142 die Auffassung, bei gewerbsm�ssig begangenen Delikten k�nne die schweizerische Zust�ndigkeit bereits bejaht werden, wenn eine der Tathandlungen in der Schweiz vorgenommen worden sei. Des Weiteren verm�chten auch die "Vertr�stungshandlungen" - d.h. die T�uschungen der Anleger nach erfolgter �berweisung der Geb�hren - die inl�ndische Zust�ndigkeit zu begr�nden. Aufgrund des den Kreditnehmern zustehenden R�cktrittsrechts innert 45 Tagen seit Vertragsschluss, welches es ihnen erlaubt h�tte, einen Drittel der bezahlten Geb�hren zur�ckzufordern, sei n�mlich der Verm�gensschaden respektive die Bereicherung erst nach unben�tztem Ablauf dieser Frist vollst�ndig und endg�ltig eingetreten.
6.2 Der Beschwerdef�hrer bestreitet insoweit die schweizerische Zust�ndigkeit. In beiden F�llen fehle ein hinreichender Bezug zur Schweiz. Es k�nne entgegen der Auffassung der Vorinstanz nicht angehen, solche reinen Auslandstaten �ber die Klammer einer nach schweizerischem Recht definierten Gewerbsm�ssigkeit der schweizerischen Gerichtsbarkeit zu unterstellen. Entgegen den Ausf�hrungen im angefochtenen Urteil k�nnten zudem auch die "Vertr�stungshandlungen" nach erfolgter Verm�gensverf�gung und realisierter Bereicherung nicht zur Begr�ndung der schweizerischen Zust�ndigkeit herangezogen werden, da der Betrug, wenn �berhaupt erf�llt, jedenfalls zu diesem Zeitpunkt bereits beendet gewesen sei.
6.3 Zur Vermeidung negativer Kompetenzkonflikte erscheint es im internationalen Verh�ltnis grunds�tzlich geboten, auch in F�llen ohne engen Bezug zur Schweiz die schweizerische Zust�ndigkeit zu bejahen. Selbst bei einer weiten Anwendung des in Art. 7 aStGB. verankerten Ubiquit�tsprinzips, wonach sich entweder der Handlungs- oder der Erfolgsort in der Schweiz befinden muss, bleibt allerdings ein Ankn�pfungspunkt zur Schweiz unabdingbar. Als solcher gen�gt namentlich, dass im Ausland ertrogene Gelder auf einem Schweizer Bankkonto gutgeschrieben werden (vgl. Paolo Bernasconi, Grenz�berschreitende Wirtschaftskriminalit�t, SJZ 83/1987 S. 77 f., mit Hinweis auf BGE 109 IV 1 E. 3). Im Unterschied zum interkantonalen Verh�ltnis, auf welches sich der von der Vorinstanz angef�hrte BGE 108 IV 142 bezieht, ist es auf internationaler Ebene zur Begr�ndung einer einheitlichen Zust�ndigkeit aber nicht ausreichend, dass eine von mehreren gewerbsm�ssig ver�bten Taten den notwendigen Bezug zur Schweiz aufweist, steht doch hier anders als im innerschweizerischen Kontext insbesondere das anwendbare materielle Strafrecht nicht bereits fest. Dar�ber hinaus ist es auch unter Souver�nit�tsgesichtspunkten geboten, f�r jede einzelne Tat selbst�ndig zu pr�fen, ob der Handlungs- oder Erfolgsort nach Art. 7 aStGB in der Schweiz liegt (vgl. hierzu [in Bezug auf das deutsche Recht] Dietrich Oehler, Internationales Strafrecht, 2. Auflage, K�ln/Berlin/Bonn/M�nchen 1983, S. 217; allgemein Kai Ambos, Internationales Strafrecht, M�nchen 2006, � 3 N. 4 S. 25).
6.4 Der Beschwerdef�hrer, der die �sterreichische Staatsb�rgerschaft besitzt und in Litauen Wohnsitz hat, traf sich mit den in Deutschland wohnhaften deutschen Staatsb�rgern N.________, B.________ und C.________ im �sterreichischen Wattens zu Gespr�chen, welche am 21. Juli 1998 im Abschluss eines Vertrags zwischen dem Beschwerdef�hrer und N.________ m�ndeten. Die drei Anleger �berwiesen insgesamt US$ 1'000'000.-- auf ein Konto des Beschwerdef�hrers bei der Sparkasse Q.________.
Mit D.________, einem nach Kanada ausgewanderten Deutschen, kam der Beschwerdef�hrer in Larnaka auf Zypern zu Verhandlungen zusammen, welche am 31. M�rz 2000 in Form eines Kreditvertrags �ber US$ 50'000'000.-- ihren erfolgreichen Abschluss fanden. Gleichenorts und gleichentags bezahlte D.________ mittels Barcheck seine Einlage von US$ 1'000'000.--.
6.5 Bis zum Moment der Verm�gensverf�gungen mangelt es demnach am notwendigen Bezug zur Schweiz; auch sind die Einzahlungen nicht auf Schweizer Bankkonti erfolgt. Es stellt sich mithin die Frage, ob die anschliessenden, (teilweise) von der Schweiz aus vorgenommenen "Vertr�stungshandlungen" des Beschwerdef�hrers die schweizerische Zust�ndigkeit zu begr�nden verm�gen.
Dies ist zu verneinen. Mit der Bezahlung der 1,5% "Commitment Fee" sind vorliegend sowohl der Verm�gensschaden als auch die Bereicherung eingetreten und ist ein allf�lliger Betrug vollendet und beendet. Das Bestehen eines zeitlich befristeten und betragsm�ssig begrenzten R�ckforderungsanspruchs �ndert hieran nichts, zumal f�r die Vollendung beziehungsweise die Beendigung des Betrugstatbestands bereits ein vor�bergehender Schaden respektive eine zeitweilige Bereicherung ausreichen (vgl. G�nter Stratenwerth/Guido Jenny, a.a.O., � 15 N. 55, mit Hinweis auf BGE 105 IV 102 E. 1c). Ein allenfalls arglistiges Best�rken in einem Irrtum nach erfolgter Verm�gensverf�gung sowie nach dem Eintritt des Schadens und der Bereicherung kann als Nachtatverhalten f�r die Begr�ndung der Zust�ndigkeit nicht mehr von Relevanz sein, selbst wenn es vorliegend f�r die Nichtaus�bung des R�cktrittsrechts kausal gewesen sein sollte, was im �brigen nicht erstellt ist.
Allf�llige in der Schweiz ausgef�hrte "Vertr�stungshandlungen" des Beschwerdef�hrers verm�gen folglich die schweizerische Zust�ndigkeit nicht zu begr�nden.
6.6 Die schweizerischen Beh�rden sind somit zur Beurteilung der dem Beschwerdef�hrer angelasteten Betr�ge zum Nachteil der Gruppe um N.________ respektive zum Nachteil von D.________ nicht zust�ndig.
7.1 Im Fall der beiden Tessiner Anw�lte E.________ und F.________ anerkennt der Beschwerdef�hrer die schweizerische Zust�ndigkeit. In materieller Hinsicht fehle es jedoch am Tatbestandsmerkmal der arglistigen T�uschung. Bei den beiden Gesch�digten handle es sich um sehr erfahrene und dementsprechend nicht leicht zu t�uschende Gesch�ftsleute und Juristen. Zudem habe die UBS die Angebote des Beschwerdef�hrers ausdr�cklich als "Luftgesch�fte" beziehungsweise als "blanken Unsinn" bezeichnet (kantonale Akten G2/12). E.________ und F.________ h�tten somit das Verlustrisiko bewusst in Kauf genommen und ihr Verm�gen leichtfertig investiert.
Die Vorinstanz r�umt ein, die beiden Gesch�digten h�tten ihr Geld fahrl�ssig aufs Spiel gesetzt und verloren. Von einer Missachtung der grundlegendsten Vorsichtsmassnahmen, die einzig Arglist ausschliesse, k�nne jedoch vorliegend nicht gesprochen werden.
7.2 Gem�ss Art. 146 Abs. 1 StGB macht sich des Betrugs namentlich schuldig, wer in der Absicht, sich oder einen anderen unrechtm�ssig zu bereichern, jemanden durch Vorspiegelung oder Unterdr�ckung von Tatsachen arglistig irref�hrt und so den Irrenden zu einem Verhalten bestimmt, wodurch dieser sich selbst oder einen anderen am Verm�gen sch�digt.
Der Tatbestand des Betrugs erfordert eine arglistige T�uschung. Als T�uschung gilt jedes Verhalten, das darauf gerichtet ist, bei einem anderen eine von der Wirklichkeit abweichende Vorstellung hervorzurufen. Sie ist eine unrichtige Aussage oder Erkl�rung �ber Tatsachen, d.h. �ber objektiv feststehende Geschehnisse oder Zust�nde. Zuk�nftige Ereignisse sind, soweit sie jedenfalls ungewiss sind, keine Tatsachen. Massgebend ist, ob die �usserung ihrem objektiven Sinngehalt nach einen Tatsachenkern enth�lt (vgl. BGE 119 IV 210 E. 3b; Stratenwerth/Jenny, a.a.O., � 15 N. 7 ff.). �usserungen oder Prognosen �ber k�nftige Vorg�nge k�nnen zu einer T�uschung f�hren, wenn sie innere Tatsachen wiedergeben; die Zukunftserwartung kann mithin als gegenw�rtige innere Tatsache t�uschungsrelevant sein (vgl. Arzt, a.a.O., N. 33 f. zu Art. 146).
Mit dem Tatbestandsmerkmal der Arglist verleiht das Gesetz dem Gesichtspunkt der Opfermitverantwortung wesentliche Bedeutung. Wer sich mit einem Mindestmass an Aufmerksamkeit selbst h�tte sch�tzen beziehungsweise den Irrtum durch ein Minimum zumutbarer Vorsicht h�tte vermeiden k�nnen, wird strafrechtlich nicht gesch�tzt. Dabei ist die jeweilige Lage und Schutzbed�rftigkeit des Betroffenen im Einzelfall entscheidend. Besondere Fachkenntnis und Gesch�ftserfahrung des Opfers sind in Rechnung zu stellen. Auch unter dem Gesichtspunkt der Opfermitverantwortung erfordert die Erf�llung des Tatbestands indes nicht, dass das T�uschungsopfer die gr�sstm�gliche Sorgfalt walten l�sst und alle erdenklichen Vorkehren trifft. Arglist scheidet lediglich aus, wenn es die grundlegendsten Vorsichtsmassnahmen nicht beachtet. Entsprechend entf�llt der strafrechtliche Schutz nicht bei jeder Fahrl�ssigkeit des Opfers, sondern nur bei Leichtfertigkeit (BGE 128 IV 18 E. 3a; 126 IV 165 E. 2a; 122 IV 146 E. 3a, mit Hinweisen).
In diesem Sinne gilt nach der Rechtsprechung die T�uschung als arglistig, wenn der T�ter ein ganzes L�gengeb�ude errichtet oder sich besonderer Machenschaften oder Kniffe (manoeuvres frauduleuses; mise en sc�ne) bedient. Ein L�gengeb�ude liegt vor, wenn mehrere L�gen derart raffiniert aufeinander abgestimmt sind und von besonderer Hinterh�ltigkeit zeugen, dass sich auch das kritische Opfer t�uschen l�sst. Ist dies nicht der Fall, scheidet Arglist jedenfalls aus, wenn sowohl das vom T�ter gezeichnete Bild insgesamt wie auch die falschen Angaben f�r sich allein in zumutbarer Weise �berpr�fbar gewesen w�ren und schon die Aufdeckung einer einzigen L�ge zur Aufdeckung des ganzen Schwindels gef�hrt h�tte. Arglist ist aber auch bei einfachen falschen Angaben gegeben, wenn deren �berpr�fung nicht oder nur mit besonderer M�he m�glich oder nicht zumutbar ist, oder wenn der T�ter den Get�uschten von der m�glichen �berpr�fung abh�lt oder nach den Umst�nden voraussieht, dass dieser die �berpr�fung der Angaben auf Grund eines besonderen Vertrauensverh�ltnisses unterlassen werde (vgl. zum Ganzen BGE 128 IV 18 E. 3a; 126 IV 165 E. 2a; 125 IV 124 E. 3; 122 IV 246 E. 3a).
7.3 Die Aussage des Beschwerdef�hrers, mit den "Trading-Gesch�ften" k�nne innert zwei Jahren eine Rendite von 240% erzielt werden, stellt nicht ein blosses Werturteil dar, sondern ist als t�uschungsrelevante innere Tatsache zu qualifizieren. Anders zu argumentieren hiesse, das Fundament der Anlagegesch�fte und der B�rse zu untergraben (vgl. hierzu Arzt, a.a.O., N. 35 zu Art. 146).
Zweifelhaft erscheint allerdings, ob die T�uschung auch arglistig erfolgt ist. Die Vorinstanz betont mit Recht, dass Personen, die in Finanzfragen nicht unbedarft sind und sich trotzdem auf ein Gesch�ft einlassen, bei welchem innert kurzer Zeit ein solch enormer Gewinn realisiert werden k�nnen soll, sich zwangsl�ufig dem Verdacht aussetzen, leichtfertig gehandelt zu haben.
Zudem ist nicht zu verkennen, dass verschiedene Klauseln des Vertrags die Anleger zu besonderer Vorsicht h�tten mahnen m�ssen. Besonders fragw�rdig ist namentlich die Bestimmung, dass eine Drittbank f�r den Kredit h�tte garantieren sollen, ohne n�here Angaben zum Investor und zum Ablauf des Gesch�fts zu erhalten. Es erstaunt denn auch wenig, dass letztlich keine Bank hierzu bereit war.
Trotzdem kann in Anbetracht der Tatsache, dass der Beschwerdef�hrer mehrere L�gen, deren �berpr�fung nicht oder nur mit besonderer M�he m�glich gewesen w�re, raffiniert aufeinander abgestimmt und mithin ein eigentliches L�gengeb�ude errichtet hat, nicht gesagt werden, die Gesch�digten h�tten die grundlegendsten Vorsichtsmassnahmen missachtet. So hat sich der Beschwerdef�hrer etwa glaubhaft als finanzkr�ftiger Unternehmer vorgestellt, welcher eine Hotelkette in der Dominikanischen Republik betreibe und Eigent�mer eines Marmorbergs in der T�rkei, eines grossen Geb�udes in Lugano, eines Spitals in Spanien und von zwei Mineralwasserfabriken in der Schweiz sei. Vor allem hat er sich �berzeugend als Spezialist auf dem Gebiet des Bankgarantiehandels zu pr�sentieren gewusst und den Anlegern erfolgreich weis machen k�nnen, er verf�ge �ber einen Zugang zu den "Trading-Gesch�ften" des Zentralbank-Systems der USA ("Federal Reserve").
Trotz der versprochenen hohen Rendite k�nnen die vom Beschwerdef�hrer den Gesch�digten vorgespiegelten Gesch�fte nicht als so weit von den Realit�ten des �blichen Wirtschaftsverkehrs entfernt eingestuft werden, dass den Gesch�digten von vornherein h�tte klar sein m�ssen, dass solche H�ndel gar nicht funktionieren k�nnen. Sowohl Vermittlungsbetr�ge in Form vorget�uschter Kreditvermittlungen, bei welchen die Kreditnehmer um ihre einbezahlten Geb�hren gebracht werden, als auch Kapitalanlagebetr�ge in Form von "Trading-Gesch�ften" sind verbreitete Auspr�gungen von Wirtschaftskriminalit�t und sch�digen nicht einzig leichtsinnige Opfer (vgl. zum Ganzen Manfred Glinig, Der internationale Finanzbetrug, 2. Auflage, Starnberg 1998, S. 63 ff. und S. 97 ff.). Gerade der (Irr-)Glaube, dass die "Federal Reserve" die Gesch�fte kontrolliere, d�rfte vorliegend f�r viele Anleger beim Entschluss, das Angebot des Beschwerdef�hrers anzunehmen und die Geb�hren zu leisten, ausschlaggebend gewesen sein (vgl. hierzu die Einvernahme von F.________ beim Kantonalen Untersuchungsamt vom 26. M�rz 2002, kantonale Akten H10/6 S. 4).
7.4 Zusammenfassend ist mit der Vorinstanz festzuhalten, dass die vom Beschwerdef�hrer inszenierten Anlagegesch�fte geeignet waren, auch in Finanzgesch�ften bewanderte Anleger zu t�uschen. Die Gesch�digten haben ihr Geld zwar fahrl�ssig, aber nicht leichtsinnig investiert. Die weiteren objektiven und subjektiven Tatbestandsmerkmale des Art. 146 StGB sind offensichtlich erf�llt, was vom Beschwerdef�hrer denn auch nicht bestritten wird.
Die Verurteilung des Beschwerdef�hrers wegen Betrugs zum Nachteil von E.________ und F.________ verst�sst demnach nicht gegen Bundesrecht.
8.1 Der Beschwerdef�hrer bringt vor, bei einer teilweisen Gutheissung der Nichtigkeitsbeschwerde und der damit verbundenen R�ckweisung zur Neubeurteilung an die Vorinstanz sei diese gehalten, sich mit der Frage der Gewerbsm�ssigkeit der Betr�ge erneut zu befassen.
8.2 Gem�ss den vorstehenden Erw�gungen sind die schweizerischen Beh�rden zur Beurteilung der dem Beschwerdef�hrer zur Last gelegten Betr�ge zum Nachteil der Gruppe um N.________ respektive zum Nachteil von D.________ nicht zust�ndig (vgl. E. 6). Ob der Beschwerdef�hrer sich im Fall J.________ Inc./K.________ des Betrugs schuldig gemacht hat, ist zurzeit offen (vgl. E. 4).
Die Vorinstanz wird im neuen Verfahren zu pr�fen haben, ob dem Beschwerdef�hrer in Bezug auf die verbleibenden Betr�ge zum Nachteil von E.________/F.________ (vgl. E. 7) und von O.________/P.________ Gewerbsm�ssigkeit im Sinne der Rechtsprechung (BGE 116 IV 319 E. 3b und 4; 123 IV 113 E. 2c; 119 IV 129 E. 3a) vorgeworfen werden kann.
9.1 Schliesslich ficht der Beschwerdef�hrer mit Nichtigkeitsbeschwerde auch den Zivilpunkt an. Mit Ausnahme der Klage des Unternehmens "R.________" im Umfang von Fr. 19'621.--, welche er trotz seines rechtskr�ftigen Freispruchs ausdr�cklich anerkennt, bestreitet er bez�glich der durch die Vorinstanz gesch�tzten Zivilklagen die �rtliche Zust�ndigkeit. Gem�ss dem vorliegend anwendbaren Bundesgesetz �ber das Internationale Privatrecht (IPRG; SR 291) lasse sich die Entscheidkompetenz des Kreisgerichts Alttoggenburg-Wil nicht begr�nden.
Die Vorinstanz st�tzt demgegen�ber die Zust�ndigkeit zur Beurteilung der Zivilklagen auf Art. 28 des Bundesgesetzes �ber den Gerichtsstand in Zivilsachen (GestG; SR 272) und auf Art. 43 ff. StP/SG.
9.2 Das GestG regelt die �rtliche Zust�ndigkeit in Zivilsachen, wenn kein internationales Verh�ltnis vorliegt (Art. 1 Abs. 1 GestG). Im internationalen Kontext sind dagegen das IPRG und das �bereinkommen �ber die gerichtliche Zust�ndigkeit und die Vollstreckung gerichtlicher Entscheide in Zivil- und Handelssachen (Lug�; SR 0.275.11) massgebend. Das Lug� findet aber grunds�tzlich keine Anwendung auf Beklagte, welche ihren Wohnsitz nicht im Hoheitsgebiet eines Vertragsstaats haben (vgl. Art. 2 ff. Lug�). Der Beschwerdef�hrer wohnt in Litauen und somit in einem Staat, welcher das Lug� nicht ratifiziert hat. Massgebend ist deshalb das IPRG, welches im Gegensatz zum Lug� nicht ausdr�cklich einen Adh�sionsgerichtsstand vorsieht (vgl. J�rg-Beat Ackermann, Geldw�schereinormen - taugliche Vehikel f�r den privaten Gesch�digten?; J�rg-Beat Ackermann/Niklaus Schmid, Wiedererlangung widerrechtlich entzogener Verm�genswerte mit Instrumenten des Straf-, Zivil-, Vollstreckungs- und internationalen Rechts, Z�rich 1999, S. 45; Anton K. Schnyder/Pascal Grolimund, Basler Kommentar IPRG, N. 36 ff. zu Art. 1).
9.3 Bei unerlaubten Handlungen richtet sich die Zust�ndigkeit nach Art. 129 IPRG. Zust�ndig sind die schweizerischen Gerichte am Wohnsitz des Beklagten oder, wenn ein solcher fehlt, diejenigen an seinem gew�hnlichen Aufenthalt oder am Ort seiner Niederlassung (Art. 129 Abs. 1 IPRG). Hat der Beklagte weder Wohnsitz oder gew�hnlichen Aufenthalt noch eine Niederlassung in der Schweiz, so kann beim schweizerischen Gericht am Handlungs- oder Erfolgsort geklagt werden (Art. 129 Abs. 2 IPRG). Historisch hat sich diese Idee des "forum delicti" aus dem Gedankengut des internationalen Strafrechts heraus entwickelt. Danach soll ein Richter, der �ber ein Verbrechen zu entscheiden hat, zugleich �ber dessen privatrechtliche Folgen befinden (Paul Volken, in: Z�rcher Kommentar zum IPRG, 2. Auflage, N. 67 zu Art. 129 IPRG).
Der Beschwerdef�hrer hat weder Wohnsitz noch gew�hnlichen Aufenthalt in der Schweiz, denn hierzu gen�gen sporadische Hotelaufenthalte in Z�rich nicht (vgl. zum Ganzen Max Keller/Jolanta Kren Kostkiewicz, Z�rcher Kommentar, N. 40 ff. zu Art. 20 IPRG). Auch der Mittelpunkt seiner gesch�ftlichen T�tigkeit befindet sich nicht in der Schweiz. Er verf�gt mithin hierzulande nicht �ber eine gesch�ftliche Niederlassung (vgl. hierzu Keller/Kren Kostkiewicz, a.a.O., N. 56 zu Art. 20 IPRG). In Bezug auf diejenigen Zivilforderungen, bei welchen die schweizerische Zust�ndigkeit im Strafpunkt bejaht worden ist und sich demnach die M�glichkeit eines Adh�sionsprozesses �berhaupt erst er�ffnet, liegen die Handlungs- und Erfolgsorte zwar in der Schweiz. Sie befinden sich jedoch nicht im Gerichtskreis Alttoggenburg-Wil.
Gest�tzt auf Art. 129 IPRG l�sst sich mithin die Zust�ndigkeit des Kreisgerichts Alttoggenburg-Wil nicht begr�nden.
9.4 Damit stellt sich die Frage, ob die fehlende ausdr�ckliche Regelung des Adh�sionsprozesses im IPRG als qualifiziertes Schweigen in dem Sinne zu interpretieren ist, dass die adh�sionsweise Geltendmachung von Zivilforderungen am Forum des Strafgerichts ausgeschlossen werden wollte.
Art. 129 IPRG geht mit R�cksicht auf den damals geltenden Art. 59 aBV bzw. den heutigen Art. 30 Abs. 2 BV ebenfalls vom Wohnsitzgerichtsstand aus (Botschaft zum Bundesgesetz �ber das internationale Privatrecht [IPR-Gesetz] vom 10. November 1982, BBl 1983 I 263 ff., 420) und statuiert alsdann subsidi�r die Gerichtsst�nde des Aufenthalts- und des Handlungs- bzw. Erfolgsorts. Das Bundesgericht hat unter Bezugnahme auf Sinn und Zweck des Instituts des Adh�sionsprozesses, welches dem durch eine strafbare Handlung gesch�digten Privaten die einfache und sichere Durchsetzung seiner zivilrechtlichen Anspr�che erm�glichen will, Art. 59 aBV in st�ndiger Rechtsprechung so ausgelegt, dass sich der einer strafbaren Handlung Beschuldigte nicht auf die Garantie des Wohnsitzrichters berufen kann. Dabei ist die �berlegung massgebend, dass die Zivilklage in solchen F�llen als Akzessorium der Strafklage erscheint, w�hrend Art. 59 aBV einzig die Verfolgung selbst�ndiger Zivilanspr�che im Auge hat (BGE 101 1a 141 E. 2 mit weiteren Hinweisen; vgl. auch Walther Burkhard, Kommentar der schweizerischen Bundesverfassung, 3. Auflage, Bern 1931, S. 549 f.; Max Guldener, Schweizerischen Zivilprozessrecht, 3. Auflage, Z�rich 1979, S. 91 f.; Robert Hauser, Die Geltendmachung von Zivilanspr�chen am Tatort, in: Ged�chtnisschrift f�r Peter Noll, Z�rich 1984, S. 341 - 355, S. 345; Peter Conrad, Die Adh�sion im aargauischen Strafprozess, Diss. Z�rich 1972, S. 82; Walter Rapold, Der erstinstanzliche Z�rcher Adh�sionsprozess, speziell in seinen Beziehungen zum Zivilprozess, Diss. Z�rich 1958, S. 38 f.; siehe ferner Botschaft betreffend das Lugano-�bereinkommen �ber die gerichtliche Zust�ndigkeit und die Vollstreckung gerichtlicher Entscheidungen in Zivil- und Handelssachen vom 21. Februar 1990, BBl 1990 II 265 ff., 297).
Wenn nun aber die Garantie des Wohnsitzgerichtsstands auch im internationalen Verh�ltnis, soweit m�glich, verwirklicht werden wollte, bis dahin jedoch unbestrittenermassen diese Garantie einer adh�sionsweisen Beurteilung von Zivilanspr�chen im Strafprozess gerade nicht entgegenstand bzw. hierf�r die strafrechtlichen Zust�ndigkeitsbestimmungen massgebend blieben, so ist das Schweigen des IPRG zum Adh�sionsprozess nicht dahin zu verstehen, dass von dieser in der Schweiz geltenden Ordnung internationalrechtlich abgewichen werden wollte (vgl. insoweit Art. 8 Abs. 1 lit. a OHG [SR 312.5] und Art. 28 GestG).
9.5 Das Strafprozessrecht des Kantons St. Gallen l�sst Adh�sionsklagen ausdr�cklich zu (Art. 43 Abs. 1 StP/SG). Einer adh�sionsweisen Geltendmachung der Zivilanspr�che am Strafgerichtsstand steht folglich nichts entgegen. Das Kreisgericht Alttoggenburg-Wil hat mit anderen Worten seine Zust�ndigkeit zur Beurteilung der Zivilklagen im Grundsatz zu Recht bejaht.
Bez�glich der Forderungen der A.________ AG, von E.________ und von F.________ ist die Nichtigkeitsbeschwerde folglich abzuweisen. Bez�glich der Forderungen von B.________, C.________ und D.________, bei welchen es bereits an der schweizerischen Zust�ndigkeit zur Beurteilung des Strafpunkts mangelt (vgl. E. 6), ist die Nichtigkeitsbeschwerde hingegen gutzuheissen und das angefochtene Urteil aufzuheben.
Soweit sich der Beschwerdef�hrer mit staatsrechtlicher Beschwerde gegen seine Verurteilung wegen Veruntreuung zum Nachteil der G.________ AG wendet, ist die Beschwerde abzuweisen (E. 3). Soweit den Schuldspruch wegen gewerbsm�ssigen Betrugs im Fall J.________ Inc./K.________ betreffend ist die staatsrechtliche Beschwerde dagegen gutzuheissen (E. 4).
In Bezug auf die Verurteilung wegen gewerbsm�ssigen Betrugs im Fall J.________ Inc./K.________ ist die eidgen�ssische Nichtigkeitsbeschwerde als gegenstandslos geworden am Gesch�ftsverzeichnis abzuschreiben. Soweit der Beschwerdef�hrer seine Verurteilung wegen Veruntreuung zum Nachteil der G.________ AG (E. 5) und wegen gewerbsm�ssigen Betrugs zum Nachteil von E.________ und F.________ (E. 7) r�gt, ist die Nichtigkeitsbeschwerde abzuweisen. Dagegen ist die Nichtigkeitsbeschwerde gutzuheissen, soweit sie sich gegen den Schuldspruch wegen gewerbsm�ssigen Betrugs zum Nachteil der Gruppe um N.________ (E. 6) und von D.________ (E. 6) richtet. Eine Gutheissung erfolgt auch, soweit der Beschwerdef�hrer die Gewerbsm�ssigkeit (E. 8) anficht. Im Zivilpunkt (E. 9) schliesslich ist die Nichtigkeitsbeschwerde teilweise gutzuheissen.
Der Beschwerdef�hrer ersucht in beiden Verfahren um Gew�hrung der unentgeltlichen Rechtspflege. Die Gesuche sind gegenstandslos geworden, soweit die Beschwerden gutgeheissen werden. Die Gesuche sind im �brigen gutzuheissen, da die Beschwerden in den weiteren Punkten nicht von vornherein aussichtslos waren und die finanzielle Bed�rftigkeit des Beschwerdef�hrers ausgewiesen ist. Somit sind keine Kosten zu erheben.
Soweit der Beschwerdef�hrer im Verfahren der staatsrechtlichen Beschwerde obsiegt, hat sein Vertreter, Rechtsanwalt J�rg Diggelmann, Anspruch auf eine Parteientsch�digung zu Lasten des Kantons St. Gallen (Art. 159 Abs. 1 und 2 OG).
Im Umfang, in welchem der Beschwerdef�hrer mit seiner Nichtigkeitsbeschwerde durchdringt, und soweit seine Beschwerden zwar abgewiesen, aber die Gesuche um Gew�hrung der unentgeltlichen Rechtspflege gutgeheissen werden, ist seinem Vertreter, Rechtsanwalt J�rg Diggelmann, eine Entsch�digung aus der Bundesgerichtskasse auszurichten.
Die staatsrechtliche Beschwerde wird teilweise gutgeheissen und das Urteil des Kantonsgerichts St. Gallen, Strafkammer, vom 15. Mai 2006 aufgehoben. Im �brigen wird die Beschwerde abgewiesen.
Die eidgen�ssische Nichtigkeitsbeschwerde wird teilweise gutgeheissen, das Urteil des Kantonsgerichts St. Gallen, Strafkammer, vom 15. Mai 2006 aufgehoben und die Sache soweit die Frage der Gewerbsm�ssigkeit betreffend zur neuen Entscheidung an die Vorinstanz zur�ckgewiesen. Im �brigen wird die Beschwerde abgewiesen.
Der Kanton St. Gallen hat den Vertreter des Beschwerdef�hrers, Rechtsanwalt J�rg Diggelmann, f�r das Verfahren der staatsrechtlichen Beschwerde mit Fr. 1'500.-- zu entsch�digen.
Dem Vertreter des Beschwerdef�hrers, Rechtsanwalt J�rg Diggelmann, wird f�r die bundesgerichtlichen Verfahren eine Entsch�digung von Fr. 3'000.-- aus der Bundesgerichtskasse ausgerichtet.

References: Art. 9
 Art. 6
e contrario
 Art. 6
 Art. 29
 Art. 29
 Art. 29
 Art. 6
 Art. 6
 BGE 
 BGE 
 Art. 146
 Art. 138
 BGE 
 Art. 7
 BGE 
 BGE 
 Art. 7
 BGE 
 Art. 146
 BGE 
 Art. 146
 BGE 
 Art. 146
 Art. 146
 Art. 28
 Art. 43
 Art. 2
 Art. 1
 Art. 129
 Art. 129
 Art. 20
 Art. 20
 Art. 129

Art. 129
 Art. 59
 Art. 30
 Art. 59
 Art. 59
 Art. 8
 Art. 28