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Timestamp: 2020-08-15 03:54:13+00:00

Document:
Coronavirus: Aktuelles, Soforthilfe und Links - IHK Ostthüringen zu Gera - Mittelstand, Wirtschaft, Technologie
Nr. 4717810
Coronavirus: Informationen und Links
Zuletzt geändert am 13. August
Tagesaktuell die wichtigsten Informationen, Hinweise und Informationsquellen rund um den Coronavirus - für IHK-Mitgliedsunternehmen, Veranstaltungsteilnehmer und Azubis.
[04.06.] Koalitionsausschuss des Bundes beschließt umfangreiches Konjunkturpaket
Weitere Informationen auf der Webseite des BMWi
Finanzielle Soforthilfen Land & Bund
[neu 8.7.] Überbrückungshilfen für Unternehmen – Start der Antragsplattform
Thüringen bietet zusätzliche Unterstützung für Soloselbstständige und besonders betroffene Dienstleistungsbranchen an.
Weitere Informationen: Überbrückungshilfe
[neu 15.7.] Thüringen stockt Überbrückungshilfe auf
Thüringen bietet zusätzliche Unterstützung für Soloselbstständige und besonders betroffene Dienstleistungsbranchen an. Weitere Informationen
[neu 1.8.] Ausbildungsprämie des Bundes ab sofort möglich
Details und Antrag unter www.arbeitsagentur.de und unter Weitere Informationen zur Ausbildungsprämie
[neu 11.8.] 100 Prozent Bürgschaft für Liquiditätskredite
Zur Besicherung von Liquiditätskrediten bietet die Bürgschaftsbank Thüringen (BBT) ab sofort das neue Bürgschaftsprogramm BBT Liqui 100 an.
Verbürgt werden Kredite der Hausbank bis 250.000 EUR und einer 100%igen Bürgschaftsübernahme durch die BBT.
KfW-Sonderprogramm und KfW-Schnellkredit
Zur Überwindung finanzieller Engpässe in Folge der Corona-Krise hat die Förderbank des Bundes, KfW, verschiedene Darlehensprogramme angepasst, die Maßnahmen im KfW-Sonderprogramm zusammengefasst und einen KfW-Schnellkredit aufgelegt.
Die Thüringer Aufbaubank (TAB) bietet eine zentrale Internetseite für die Thüringer Wirtschaft zu allen Fragen und Hilfsangeboten des Landes unter aufbaubank.de/corona & eine Hotline unter 0800 534 676.
Überblick der TAB zu Finanzierungshilfen “Corona”
Sonstige Hilfen & Musterformulare
Mit Beschluss vom 29. April 2020 hat das Bundeskabinett den Entwurf eines Gesetzes zur weiteren Abfederung der sozialen und wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie (Sozialschutzpaket II) festgeschrieben. Demnach soll das Kurzarbeitergeld, gestaffelt nach der Länger der Bezugsdauer, erhöht werden.
Weitere Informationen Kurzarbeitergeld
Informationen der Bundesagentur für Arbeit | Leistungsantrag Kurzarbeitergeld Bundesagentur für Arbeit | KUG-Formular – Anzeige über Arbeitsausfall
Hinzuverdienst bei Unterstützung in wichtigen Berufen – vom 1. April bis zum 31. Oktober 2020 tritt folgende Sonderregelung in Kraft: Wer während der Kurzarbeit eine Beschäftigung in einem systemrelevanten Bereich aufnimmt, muss sich das dabei verdiente Entgelt nicht auf das Kurzarbeitergeld anrechnen lassen. Dabei darf das Gesamteinkommen aus noch gezahltem Arbeitseinkommen und dem Kurzarbeitergeld sowie dem Hinzuverdienst das normale Nettoeinkommen nicht übersteigen. Weitere Informationen zur Sonderregelung
Das Bundesfinanzministerium hat verschiedene Maßnahmen für durch die Corona-Krise betroffene Unternehmen getroffen.
Weitere Informationen Steuererleichterungen | Antragsmuster Steuererleichterungen
[update 6.5.] Die Bundesregierung hat am 6.5. weitere Erleichterungen beschlossen. So soll ab 1. Juli der Mehrwertsteuersatz in der Gastronomie auf 7 Prozent sinken und es sind Steuererleichterungen beim Kurzarbeitergeld vorgesehen. Die Zustimmung von Bundestag und Bundesrat sind noch offen!
Weitere Informationen des GKV-Spitzenverbandes | Muster: Formloser Antrag zur Beitragsstundung
Entschädigung nach §56 Abs. 1a IfSG
Das Infektionsschutzgesetz (IfSG §56) besagt: Unternehmen erhalten unter bestimmten Voraussetzungen Entschädigungsleistungen für Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen, die ohne selbst krank zu sein infolge notwendiger Kinderbetreuung ausgefallen sind. Gleiches gilt für Selbständige.
Aktuelle Fragen im Zusammenhang mit dem Entschädigungsverfahren für Verdienstausfall infolge notwendiger Kinderbetreuung nach § 56 Abs. 1a IfSG und Anträge können Sie auf der Webseite des Thüringer Landesverwaltungsamtes nachlesen.
Selbstständige, die ihre Grundsicherung nicht aus eigener Kraft schaffen, können aufstockende Leistungen beim Jobcenter beantragen.
Zu Ihrem Jobcenter:
Gera, Jena, Saale-Holzland-Kreis, Greiz, Saale-Orla-Kreis, Saafeld-Rudolstadt
Bürgschaftsbank Thüringen erhöht Bürgschaftsobergrenzen
Zur Bewältigung der durch das Corona-Virus ausgelösten wirtschaftlichen Herausforderungen hat die Bürgschaftsbank Thüringen die Bürgschaftsobergrenzen bei ihren Programmen angehoben.
Weitere Informationen zu Bürgschaftsobergrenzen
Thüringer Konsolidierungsfonds
Um Thüringer Unternehmen zu unterstützen, welche durch das Corona-Virus wirtschaftlich betroffen sind, wurde die Richtlinie am 13.3.2020 geändert.
Weitere Informationen zum Konsolidierungsfonds
Passierschein für Arbeitnehmer
Für den Fall einer allgemeinen Ausgangssperre benötigen Arbeitnehmer einen sogenannten “Passierschein” als Bescheinigung des Arbeitgebers.
Muster “Passierschein”
Danke-Bonus für Mitarbeiter
Um Arbeitnehmern für ihre Unterstützung und ihr besonderes Engagement bei der Bewältigung der täglichen Corona-Herausforderungen zu danken, können Arbeitgeber ihren Mitarbeitern als Dankeschön in diesem Jahr einen steuerfreien Bonus von bis zu 1.500 Euro zukommen lassen.
Weitere Informationen zum Bonus
Lockerung im Arbeitszeitrecht
Samstagsbeschäftigung und Sonn- und Feiertagsausnahmen
Lockerung der Vorschriften zum Güterkraftverkehr
Verlängerung der Gültigkeit von ADR-Schulungsbescheinigungen
IHK-Position: 6-Punkte-Programm zum Neustart der Thüringer Wirtschaft.
Infos & Regeln für Thüringen und Ostthüringer Regionen
Wichtige Informationen und einen Überblick über die aktuelle Lage in Thüringen bietet das Ministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie (TMASGFF).
Webseite des TMASGFF
Aktuelle Informationen zum Corona-Virus und Informationen über aktuelle Maßnahmen der Thüringer Landesregierung.
corona.thueringen.de (Bulletin der Thüringer Landesregierung)
Die Thüringer Landesregierung hat den Bußgeldkatalog Coronavirus für Verstöße gegen die Coronavirus-Schutzmaßnahmen veröffentlicht. Wer die erforderlichen Maßnahmen zur Eindämmung der Ausbreitung des Coronavirus nicht einhält, muss mit empfindlichen Strafen rechnen.
Verstöße gegen die Vierte Thüringer Verordnung zu Quarantänemaßnahmen für Ein- und Rückreisende zur Bekämpfung des Coronavirus SARS-CoV-2 werden ebenfalls geahndet. Der Bußgeldrahmen liegt hier zwischen 150 und 2000 Euro, nachzulesen im Bußgeldkatalog zur Ahndung von Verstößen gegen die Quarantäneverordnung.
Die Verordnung zum Anspruch auf bestimmte Testungen für den Nachweis des Vorliegens einer Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 vom 8.06.2020 regelt, in welchen Fällen Personen auf eine Corona-Infektion getestet werden müssen. Mit der Änderung dieser Verordnung zum 1. August 2020 haben nun zusätzlich alle Personen, die sich außerhalb der Bundesrepublik Deutschland aufgehalten haben innerhalb von 72 Stunden nach der Einreise einen Anspruch auf die Durchführung eines kostenlosen Corona-Tests.
Seit 8. August 2020 ist jeder Rückkehrer nach Deutschland, der sich zu einem beliebigen Zeitpunkt in den letzten 14 Tagen vor der Einreise in einem Risikogebiet aufgehalten hat, zu einem Corona-Test verpflichtet. Einzelheiten dazu finden Sie hier.
Das Bundesgesundheitsministerium hat Fragen und Antworten zu Corona-Tests bei Einreisen nach Deutschland zusammengestellt.
Einen Überblick zu allen ausgewählte Verordnungen finden Sie unter corona.thueringen.de/behoerden/ausgewaehlte-verordnungen
[16.7.] Thüringer Verordnung zur weiteren Verbesserung der erforderlichen Maßnahmen zur Eindämmung der Ausbreitung des Coronavirus SARS-CoV-2
Seit heute gilt die Zweite Thüringer Verordnung über grundlegende Infektionsschutzregeln zur Eindämmung der Ausbreitung des Coronavirus SARS-CoV-2 (-2. ThürSARS-CoV-2-IfS-GrundVO-). Die bisher gültigen Regeln zum Infektionsschutz bleiben weiterhin in Kraft. Im Übrigen ergeben sich nur kleine Änderungen. Als Grundsätze der Eindämmungsmaßnahmen bleiben weiterhin das Abstandsgebot, die Verwendung von Mund-Nasen-Bedeckungen und das Vorhandensein von Infektionsschutzkonzepten gültig. Wo immer möglich, ist weiterhin ein Mindestabstand von wenigstens 1,5 Meter einzuhalten. Ebenfalls bleibt die Verwendung von Mund-Nasen-Bedeckungen in Geschäften und im öffentlichen Personenverkehr verpflichtend. Insbesondere gilt auch weiterhin die Pflicht zur Kontakterfassung in geschlossenen Räumen u.a. von Gaststätten, bei öffentlichen Veranstaltungen, Messen, in Bädern und Saunen sowie in kulturellen Einrichtungen mit Publikumsverkehr. Dies gilt zunächst bis 30. August 2020.
Die Landkreise und kreisfreien Städte können weiterhin unter Berücksichtigung regionaler Besonderheiten eigene Regelungen treffen. Unter folgendem Link haben wir diese als “zusätzliche Verfügungen in Ostthüringen” zusammengestellt.
Die aktuelle Thüringer Verordnung enthält in den §§ 3 und 4 sowohl allgemeine als auch besondere Infektionsschutzregeln und definiert in § 5 den zwingend erforderlichen Mindestinhalt eines Infektionsschutzkonzeptes. Nachfolgend bieten wir Ihnen nützliche Hinweise, Tipps und Infos zum Hygienekonzept – Infektionsschutz von Mitarbeitern und Kunden – Hinweise und Regeln zu Hygiene und Arbeitsschutz sind auch auf der Internetseite des Gesundheitsministeriums zu finden.
Eine zentrale Internetseite für die Thüringer Wirtschaft zu allen Fragen rund um Corona bietet die Thüringer Aufbaubank (TAB): www.aufbaubank.de/corona inklusive Hotline unter der Nummer 0800 534 5676 zu Hilfsangeboten des Landes.
Um Unternehmen bei einem Ausfall des Chefs vor unnötigem Schaden zu bewahren, bietet die IHK Ostthüringen zu Gera ein Notfallhandbuch an.
Ihr Ansprechpartner in der IHK ist
Tel.: 0365 8553-210 | E-Mail: doerfer@gera.ihk.de
Ihre Ansprechpartnerin bei Fragen zu Vertrags- und Arbeitsrecht
Sylvia Knöfel
Sachgebietsleiterin Recht und Steuern
Tel.: 0365 8553-455 | E-Mail: knoefel@gera.ihk.de
Fragen zum Arbeits- und Vertragsrecht
Wichtige Fragen von Unternehmen – weiterführende Links
1. Was ist, wenn ich meinen Betrieb wegen Verdachtsfällen schließen muss?
Solange es keinen nachgewiesenen Fall im Unternehmen gibt, besteht kein Grund, das Unternehmen vorsorglich zu schließen oder die Mitarbeiter nach Hause zu schicken. Die Mitarbeiter sind auch nicht berechtigt, aus Angst oder rein vorsorglich von der Arbeit fern zu bleiben. Treten bei einem Mitarbeiter der in einem Risikogebiet war Symptome auf, ist der Hausarzt telefonisch zur weiteren Abklärung zu kontaktieren. Bei Kontakt mit einer (nachgewiesen) infizierten Person, ist das zuständige Gesundheitsamt zu informieren.
2. Welche Arbeitnehmer können die Notbetreuung für ihre Kinder in Schulen und Kindergärten in Anspruch nehmen?
Die Notbetreuung wurde seit dem 27. April 2020 im Einklang mit der schrittweisen Lockerung der Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie und in Übereinstimmung mit den gesundheitsschützenden Vorgaben für die Wiederaufnahme des Präsenzunterrichts in den Schulen sowie der Kindertagesbetreuung schrittweise für bestimmte Bedarfs- und Berufsgruppen erweitert. Folgende Kinder bis zur Jahrgangsstufe 6 dürfen nunmehr an der Notbetreuung in Schulen, Kindertageseinrichtungen und bei Kindertagespersonen teilnehmen:
Kinder, bei denen ein Elternteil unmittelbar mit der Versorgung von kranken oder pflegebedürftigen Personen betraut ist oder Kinder von erwerbstätigen Alleinerziehenden;
Kinder von Eltern, die im medizinischen, pflegerischen Bereich oder in Bereichen mit Verantwortung für die öffentliche Sicherheit arbeiten, wenn auch der 2. Elternteil zur Notbetreuung berechtigt ist;
Dazu zählen u.a. Arztpraxen, Krankenhäuser, Testlabore, Krankentransporte, Apotheken, Gesundheitsämter, Alten- oder Pflegeheime, ambulante Pflegedienste, Betreuung von Menschen mit Behinderungen, stationäre Kinder- und Jugendhilfe und die Herstellung und Verteilung medizinischer oder pflegerischer Produkte, Polizei, Feuerwehr, freiwillige Feuerwehr während der Bereitschaftszeiten, der Katastrophenschutz und Justizvollzugsanstalten.
Kinder von Eltern, die in der sog. kritischen Infrastruktur arbeiten und dort unabkömmlich sind, wenn auch der 2. Elternteil zur Notbetreuung berechtigt ist;
Kinder von Eltern, die als pädagogisches Personal in Schulen oder Kindertageseinrichtungen arbeiten und dort in der Präsenzbeschulung oder Notbetreuung eingesetzt sind, wenn auch der 2. Elternteil zur Notbetreuung berechtigt ist;
Zur kritischen Infrastruktur zählen die Wasserversorgung, Energieversorgung (Strom, Gas), Entsorgungswirtschaft, Kommunikation (einschließlich Post, digitale Infrastruktur), Journalisten in der tagespolitischen Berichterstattung, Personenverkehr (Schiene und Straße, Autobahnen, Flugverkehr), Grundversorgung mit Lebensmitteln (Produktion einschließlich Land- und Viehwirtschaft, Verkauf und Logistik), Reinigungspersonal, Gerichte und Staatsanwaltschaften, das für Kinderschutz zuständige Personal in den Jugendämtern, kassenärztliche Vereinigung und der Landesärztekammer, Bundesagentur für Arbeit, Jobcenter, Sozialämter, Thüringer Aufbaubank− pädagogisches Personal der Schulen und Kindertageseinrichtungen. Eine Notbetreuung wird nur gewährleistet für die Kinder von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die für die Aufrechterhaltung des Betriebes unersetzbar sind. Diese Betriebsnotwendigkeit kann sich etwa aus Notfallplänen ergeben oder daraus, dass einzelne Personen über Spezialkenntnisse verfügen oder besondere Aufgaben wahrnehmen müssen.
Über die Aufnahme in die Notbetreuung entscheidet die Leitung der Schule oder Kindertageseinrichtung bzw. die Kindertagespflegeperson. Wie Eltern erforderliche Nachweise erbringen können und wie das jeweilige Verfahrensweise abläuft, können Sie im Erlass des Thüringer Bildungsministeriums vom 25. März 2020 nachlesen.
3. Wer hat einen Entschädigungsanspruch für Verdienstausfall wegen notwendiger Kinderbetreuung und welche Voraussetzungen sind zu erfüllen?
Der Anspruch steht grundsätzlich Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern zu, die wegen der Schul- oder Kitaschließung im Zuge der Corona Krise und der dadurch notwendig gewordenen
Kinderbetreuung nicht arbeiten können. Der Anspruch kann ab dem 30. März 2020 geltend gemacht werden. Den Antrag stellt der Arbeitgeber. Dieser muss den Lohn für längstens sechs Wochen fortzahlen und in Vorleistung gehen. Auf Antrag erhält der Arbeitgeber dann die ausgezahlten Beträge vom Thüringer Landesverwaltungsamt erstattet. Auch Selbständige haben einen Anspruch.
Antrag für Arbeitgeber nach § 56 Abs.1a IfSG
Antrag für Selbständige nach § 56 Abs.1a IfSG
Keinen Anspruch haben Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die
Kurzarbeitergeld erhalten oder
im Home-Office arbeiten oder
andere Möglichkeiten haben, ihrer Arbeit „vorübergehend bezahlt fernzubleiben".
Dies ist zum Beispiel gegeben durch
bezahlte Freistellung (nach § 616 BGB) oder
wenn aus anderen Gründen bezahlt freigestellt wird
Weitere Einzelheiten und Hinweise zum Ablauf des Entschädigungsverfahren für Verdienstausfall können Sie auf der Webseite des Thüringer Landesverwaltungsamtes nachlesen.
Für telefonische Auskünfte zum Entschädigungsverfahren nutzen Sie bitte das Servicetelefon des Thüringer Landesverwaltungsamtes unter 0361 – 57 332 1469 (Montag bis Freitag von 9 bis 12 Uhr). Für Anfragen per E-Mail (keine Anträge!) können Sie folgende Adresse nutzen: coronaentschaedigung@tlvwa.thueringen.de
4. Was ist, wenn das ganze Unternehmen aufgrund einer Entscheidung der Geschäftsführung oder einer behördlichen Anordnung geschlossen wird?
Entscheidet der Arbeitgeber, das Unternehmen zum Schutz der übrigen Mitarbeiter zu schließen, so behalten die Arbeitnehmer weiterhin ihren Lohnanspruch. Der Arbeitsausfall durch eine behördliche Betriebsschließung mit dem Ziel des Infektionsschutzes ist ebenfalls ein Fall des Betriebsrisikos, das dem Arbeitgeber zugewiesen wird. Auch wenn der Arbeitgeber also keinerlei Einfluss auf das Geschehen hat, muss er seine Arbeitnehmer auch während dieses Arbeitsausfalls bezahlen. Die ausgefallene Arbeitszeit muss nicht nachgearbeitet werden.
Alternativen dazu sind Homeoffice – soweit rechtlich und technisch möglich – und das „Abbummeln“ von Überstunden.
Antrag auf Entschädigung für Arbeitgeber nach § 56 Abs.1 IfSG
Antrag auf Entschädigung für Selbständige nach § 56 Abs.1 IfSG
Weitere Hinweise und Informationen dazu können Sie auf der Seite des Thüringer Landesverwaltungsamtes nachlesen.
5. Was ist, wenn Lieferungen ausbleiben oder Ware nicht mehr versendet werden kann und Arbeitnehmer aufgrund dessen nicht mehr beschäftigt werden können?
Der Arbeitgeber trägt auch hier das Betriebsrisiko. Er muss seinen Arbeitnehmern auch dann die vereinbarte Vergütung zahlen, wenn er deren Arbeitsleistung aufgrund von Unterbrechungen der Lieferkette nicht einsetzen kann. Voraussetzung ist stets, dass der Arbeitnehmer zur Arbeitsleistung bereit und in der Lage wäre. In einem solchen Fall besteht grundsätzlich die Möglichkeit Kurzarbeit zu beantragen. Zunächst muss ein Betrieb aber alle anderen Möglichkeiten ausschöpfen, um Kurzarbeit zu vermeiden (z.B. Urlaub, Überstundenabbau, Homeoffice, etc.).
6. Wer haftet, wenn Verträge nicht erfüllt werden können?
Epidemien oder sonstige Ausbrüche von Krankheiten und Seuchen können grundsätzlich einen Fall „höherer Gewalt“ darstellen, wie ihn sog. Force Majeure - Klauseln in vielen Lieferverträgen vorsehen. Tritt ein solches Ereignis höherer Gewalt ein, wird die dadurch betroffene Vertragspartei zeitweise oder sogar dauerhaft von ihrer vertraglichen Leistungspflicht frei, grundsätzlich ohne zum Schadensersatz verpflichtet zu sein. Die Erfüllung der vertraglichen Verpflichtung muss dabei durch die Folgen der höheren Gewalt unmöglich geworden sein. Bloße Schwierigkeiten genügen nicht. Mitunter besteht eine Anzeigepflicht beim Vertragspartner. Erfolgt die Anzeige nicht oder verspätet, droht das Risiko, dass sich der Lieferant nicht mehr auf höhere Gewalt berufen kann.
Vertragsparteien können aber auch abweichende Regelungen getroffen haben. Jeder Fall und jeder Vertrag muss daher individuell geprüft und bewertet werden. Unternehmer sollten daher zunächst ihre Lieferverträge und AGB nach Klauseln zu Lieferterminen, Folgen einer verspäteten Lieferung und Vertragsstraferegelungen prüfen.
7. Was ist, wenn Events, Veranstaltungen oder Messen aufgrund behördlicher Verfügung untersagt wurden?
Der Veranstalter kann und muss seinen Vertrag wegen Unmöglichkeit der Leistung nicht mehr erfüllen. Er verliert dabei aber auch seinen Anspruch auf Vergütung. Schadenersatz gegenüber seinen Vertragspartnern, wie z.B. den Ausstellern und Caterern muss er hingegen grundsätzlich nicht leisten, da ihm kein schuldhaftes Handeln vorgeworfen werden kann.
Weitere Fragen zum Arbeits- und Vertragsrecht beantwortet
IHK-Prüfungen & IHK-Veranstaltungen
Bitte beachten Sie unsere aktuellen Besucherinformationen und Informationen zum Datenschutz.
Neue Termine für IHK-Prüfungen
Die IHK-Organisation verschiebt die für April und Mai geplanten schriftlichen Azubi-Abschlussprüfungen in den Sommer 2020. Bis einschließlich Mai finden auch keine IHK-Weiterbildungsprüfungen statt. Diese werden zwischen Juni und August nachgeholt. Sach- und Fachkundeprüfungen werden vorerst ausgesetzt.
Die IHK-Organisation hat sich am 16.03.2020 darauf verständigt, die für das Frühjahr 2020 angesetzte Zwischenprüfung ersatzlos entfallen zu lassen. Auf ein nachträgliches Ablegen der Zwischenprüfung wird für die im Frühjahr 2020 betroffenen Prüflinge verzichtet.
Aktuelles zu Ausbildung und Prüfung
Neue Termine Fortbildungsprüfungen
IHK Bildungszentrum öffnet wieder
Ab 25. Mai öffnet das Bildungszentrum der IHK Ostthüringen in Gera wieder seine Türen. Alle Informationen zu den Veranstaltungen finden sie auf den stetig aktualisierten Internetseiten zu den Veranstaltungen unter www.gera.ihk.de/event
TIPP: Nutzen Sie unsere Webinare für Ihre Weiterbildung von zu Hause.
Außenwirtschaftsdokumente von der IHK
Für Außenwirtschaftsdokumente werden aktuell nur elektronische und postalische Anträge bearbeitet! Siehe: Zoll und Außenwirtschaft
Informationen zu Zoll und Außenwirtschaft
IHK-Informationen zu Zoll und Außenwirtschaft
Informationen der AHK Greater China
Informationen der Generalzolldirektion
Informationen des Auswärtiges Amt
Informationen der Germany Trade and Invest (gtai)
Der DIHK hat Fragen und Antworten deutscher Unternehmen in einer Liste zusammengetragen.
Wie stelle ich einen betrieblichen Pandemieplan auf? Wo gibt es aktuelle Infos? Ein Mitarbeiter ist infiziert – was tun? Wie kann mein Unternehmen die Krise überleben? Wie bekomme ich Ersatz für Ausfälle? Hilfreiche Links und Tipps für Unternehmen haben wir in einer FAQ-Liste zusammengestellt.
Webseite des DIHK
Hilfreiche Informationen für Unternehmen von der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGVU).
Das Bundeswirtschaftsministerium (BMWi) stellt auf seiner Webseite wichtige Informationen und Nummern von Infohotlines zur Verfügung. Daneben erfolgt eine regelmäßige Analyse, insbesondere die Auswirkungen auf die Lieferketten und die Produktion in Deutschland, aber auch die Beeinträchtigungen im Handel und im Tourismus.
Auch das deutsche Robert Koch-Institut stellt auf seiner Webseite wichtige Informationen zum Ausbruch des Coronavirus, seiner Verbreitung, Prävention und zum Reiseverkehr zur Verfügung.
Themenbereich des RKI mit einer FAQ-Liste
Anfahrt|Geschäftszeit
Geschäftszeiten in Gera:
Außenwirtschaftsdokumente:
Aktuell nehmen wir nur elektronische und postalische Anträge entgegen.
Zoll veröffentlicht Infos für Unternehmen zur Erstattung der Energie- und Stromsteuer (Nr. 4854920)
Antragsfrist bei Überbrückungshilfe verlängert (Nr. 4824298)
Corona: Ausbildungszuschuss (Nr. 4773286)

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