Source: http://www.verwaltung.uni-halle.de/KANZLER/ZGST/ABL/2006/06'7'11.htm
Timestamp: 2018-01-24 01:57:34+00:00

Document:
16. Jahrgang, Nr. 7 vom 28. November 2006, S. 77
Wirtschaftsinformatik (Business Information Systems) (120 Leistungspunkte)
Gemäß §§ 13 Abs. 1 in Verbindung mit 67 Abs. 3 Nr. 8 und 77 Abs. 2 Nr. 1 des Hochschulgesetzes des Landes Sachsen-Anhalt (HSG LSA) vom 05.05.2004 (GVBl. LSA S. 256), zuletzt geändert durch Artikel 6 des Gesetzes vom 21.03.2006 (GVBl. LSA S. 102), in Verbindung mit den Allgemeinen Bestimmungen zu Studien- und Prüfungsordnungen für das Bachelor- und Masterstudium an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (ABStPOBM) vom 08.06.2005 hat die Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg folgende Studien- und Prüfungsordnung für den Studiengang „Wirtschaftsinformatik (Business Information Systems)“ beschlossen.
§ 4 Studium im Ausland 4
§ 5 Studienberatung 4
§ 6 Zulassung zum Studium 5
§ 7 Studienbeginn 6
§ 8 Regelstudienzeit, Aufbau und Umfang des Studiengangs 6
§ 9 Praktikum 6
§ 15 Prüfungsausschuss 6
§ 16 Master-Arbeit 7
§ 17 Bewertung von Modulen, Anrechnung von Studienleistungen, Mutterschutz, Elternzeit, Berechnung der Gesamtnote des Studiengangs, Abschluss des Studiums 8
§ 18 Inkrafttreten 10
Anlage: Studiengangübersicht (gemäß § 8) Master of Science „Wirtschaftsinformatik (Business Information Systems)“ (120 Leistungspunkte) 12
(1) Diese Studien- und Prüfungsordnung regelt Ziele, Inhalte und Aufbau des Master-Studiengangs „Wirtschaftsinformatik (Business Information Systems)“ (120 Leistungspunkte). Die deutschsprachige Bezeichnung des Studiengangs ist „Wirtschaftsinformatik“, die englische Übersetzung der Bezeichnung ist „Business Information Systems“.
(1) Bei dem Studiengang „Wirtschaftsinformatik“ handelt es sich um einen konsekutiven Master-Studiengang im Umfang von 120 Leistungspunkten. Der Studiengang vertieft und erweitert den Bachelor-Studiengang „Wirtschaftsinformatik (Business Information Systems)“.
(1) Moderne Informationssysteme in Unternehmen, öffentlicher Verwaltung und privaten Haus­haltungen werden stetig leistungsfähiger und erleben eine rasant zunehmende Vernetzung und Komplexität. Das Studium der Wirtschafts­informatik vermittelt die wesentlichen Qualifikationen, dieses herausfordernde Umfeld aktiv mitzu­gestalten und eröffnet damit ein breites und wachsendes Berufsfeld. Mit Hilfe moderner Informations- und Kommunikationstechnologien werden in diesem Berufsfeld die Informations­versorgung und -verarbeitung in Unternehmen und Organisationen gestaltet, Geschäftsprozesse unterstützt, automatisiert und optimiert sowie neue Geschäftsfelder eröffnet. Der Master-Studiengang bietet Absolventinnen und Absolventen die Möglichkeit, ihre Kenntnis der Wirtschaftsinformatik weiter zu vertiefen.
(2) Die Masterausbildung in Wirtschaftsinformatik integriert Forschungs- und Lehrinhalte der Wirtschaftswissenschaften, insbesondere der Betriebswirtschaftslehre, der Informatik sowie der Kern-Wirtschaftsinformatik und des Operations Research. Besondere Schwerpunkte an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg bilden hierbei die Themenbereiche E-Business, IT-Sicherheit und Web-Engineering, Informations-, Geschäftsprozess- und Wissensmanagement, Simulation, angewandte Optimierung, Netzwerke und Transportlogistik sowie KNN-, Fuzzy- und Decision-Support-Systeme. Durch selbstständige Gestaltung der Wahlfächer aus BWL/VWL, Informatik und Wirtschaftsinformatik können diese Themenbereiche sowohl aus Sicht der Business-Prozesse als auch aus Sicht der Systeme und Technologien bzw. der Modellierung und Optimierung vertieft werden. Das anwendungsorientierte Studienprogramm setzt neben Vorlesungen projektbezogene Lehrformen und rechnergestützte Übungen zur Wissensvermittlung ein.
(3) Die Absolventinnen und Absolventen sollen eine kritische und integrierte Sicht der Instrumente und Methoden sowie ihrer Einsatzmöglichkeiten entwickeln und befähigt werden, erfolgreich in Leitungsfunktionen eines Unternehmens oder einer Verwaltung als Entscheidungsträger im Bereich computergestützter Verfahren und Systeme zu arbeiten. Der Studiengang soll befähigen, mit wissenschaftlichen Methoden Probleme der Praxis selbstständig zu analysieren, Lösungsansätze zu entwickeln und diese zu implementieren. Er vermittelt vertieft theoretische Ansätze und ihre praktische Umsetzung sowie die dafür erforderlichen methodischen Grundlagen. Die Förderung der Fähigkeit zum selbstständigen, kritischen Denken wie auch zur Entwicklung eigener theoretischer und methodischer Ansätze sind wichtiger Teil des Studiums. Das Master-Studium eignet sich sowohl als Aufbaustudium in direktem Anschluss an einen ersten Studienabschluss als auch zur Weiterqualifikation nach einigen Jahren beruflicher Praxis. Darüber hinaus bietet der Abschluss die Möglichkeit einer anschließenden Promotion.
(1) Ein erfolgreiches Masterstudium setzt fundierte Kenntnisse in Wirtschaftsinformatik voraus, die einem Bachelor-Abschluss in Wirtschaftsinformatik oder in Informatik bzw. in Wirtschaftswissenschaften mit Wirtschaftsinformatikbezug entsprechen. Bewerberinnen und Bewerber sollten ein Interesse an modernen Informationstechnologien, ihrer zielorientierten Anwendung und den damit verbundenen ökonomischen Aspekten mitbringen. Weiterhin sind fundierte Kenntnisse in Mathematik, praktische Erfahrungen im Umgang mit einer Programmiersprache sowie die Beherrschung der deutschen und der englischen Sprache in Wort und Schrift unbedingt erforderlich.
(7) Nach Abzug der Quoten gemäß § 7 Abs. 1 Ziffer 2 bis 5 der Hochschulvergabeverordnung des Landes Sachsen-Anhalt (HVVO) in der Fassung vom 24. Mai 2005 (GVBl. LSA S. 282ff.) stehen als Vorabquote für die Zulassung von ausländischen Staatsangehörigen und staatenlosen Bewerberinnen und Bewerbern, die nicht Deutschen gleichgestellt sind, bis zu 20% der Studienplätze zur Verfügung.
1. „Wirtschaftsinformatik“ (35 Leistungspunkte),
2. „Informatik“ (15 Leistungspunkte),
3. „BWL/VWL/Methoden“ (15 Leistungspunkte),
4. „Spezialisierung“ (15 Leistungspunkte),
5. Wahlbereich (15 Leistungspunkte);
6. Master-Arbeit (25 Leistungspunkte).
Ein Praktikum in Unternehmen oder wirtschaftsrelevanten Institutionen mit Wirtschaftsinformatikbezug ist wünschenswert im Hinblick auf den Berufseinstieg nach dem Studium, ist aber nicht Bestandteil des Studiengangs. Die Ableistung von Praktika soll durch den Prüfungsausschuss durch geeignete Vorkehrungen gefördert werden.
(2)Zur Master-Arbeit wird zugelassen, wer im Studiengang eingeschrieben ist und erfolgreiche Studienleistungen im Umfang von mindestens 60 Leistungspunkten nachweist.
(4) Für die Master-Arbeit ist ein Wirtschaftsinformatik-Thema bzw. ein BWL- oder Informatik-Thema mit starkem Wirtschaftsinformatikbezug zu wählen. Es kann von jeder fachlich zuständigen Prüferin bzw. jedem fachlich zuständigen Prüfer gestellt bzw. betreut werden. Die Kandidatin bzw. der Kandidat kann ohne Rechtsanspruch die Themenstellerin bzw. den Themensteller und den Problembereich der Master-Arbeit vorschlagen.
Studiengangübersicht (gemäß § 8) Master of Science „Wirtschaftsinformatik (Business Information Systems)“ (120 Leistungspunkte)
Module im Umfang von 15 LP aus folgender Auswahl (weitere Informatik-Mastermodule können beantragt werden)
III. BWL/VWL/Methoden
IV. Spezialisierung
Seminar Information Systems and E-Business
Seminar Management Science / OR und Wissensbasierte Systeme
Projektseminar Angewandte Optimierung und Simulation (PC)
Projektarbeit und Programmierung
Projektseminar Web-Engineering (PC)
3 Module, soweit nicht unter II, III oder IV bereits gewählt, aus (weitere Informatik-Mastermodule können beantragt werden)
Projektseminar Angewandte Optimierung und Simulation

References: § 4

§ 5

§ 6

§ 7

§ 8

§ 9

§ 15

§ 16

§ 17

§ 18
 § 8
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