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Timestamp: 2019-10-16 13:12:18+00:00

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Erbteile (Erbrecht) - frag-einen-anwalt.de
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| 06.10.2010 21:09 |
Adampapa und Evamama haben zwei Töchter: Suseeins und Susezwei.
Suseeins und Susezwei sind verheiratet mit Suseeinsmann und Susezweimann und haben jeweils ein Kind, das sind Suseeinskind und Susezweikind.
Adam und Eva waren fleißige Landarbeiter in einer sog. Landwirtschaftlichen Produktionsgenossenschaft in der ehemaligen DDR. Unter der Wende erhielten Adam und Eva jeweils 3,5 Hektar Ackerland zu ihrem persönlichen Eigentum. Ferner besitzen Adampapa und Evamama ein gemeinsames Sparbuch, auf dem sich nur ein marginaler Betrag befindet.
Adampapa stirbt eines Tages, ohne ein Testament zu hinterlassen.
Frage I: Wer erbt von Adampapa wieviel ?
Suseeins und Susezwei fragten niemals nach Erbe, nach Ackerland oder Geldbesitz. Es werden keinerlei Transaktionen hinsichtlich irgendwelcher Erbansprüche gefordert oder gemacht. Eines Tages stirbt auch Suseeins, ebenfalls ohne ein Testament zu hinterlassen.
Frage II: Unter der Annahme, dass gemäß Frage I Suseeins etwas von Adampapa erbt (ohne dieses Erbe förmlich angetreten zu haben): Was erben jetzt Suseeinsmann und Suseeinskind von Suseeins? Vielleicht erbt ja sogar noch Evamama von Suseeins?
Nach wiederum einigen Jahren stirbt auch Evamama, wiederum ohne ein Testament zu hinterlassen.
Es existieren jetzt noch Suseeinskind, Suseeinsmann,Susezwei, Susezweimann, Susezweikind.
Frage III: Wer erbt jetzt was von Evamama?
In der Hoffnung, diesen einigermaßen komplexen Sachverhalt ausreichend transparent dargestellt zu haben, erbitte ich eine klare und rechtsverbindliche Darlegung der Erbverhältnisse.
Erbe Erbe erben Annahme
Vorweg kann ich Ihnen den Hinweis erteilen, dass in all Ihren Fragekonstellationen die gesetzliche Erbfolge gemäß §§ 1922 ff. BGB Anwendung findet, da eine gewillkürte Erbfolge hier ausscheidet.
Gemäß § 1931 Abs. 1 BGB erbt der überlebende Ehegatte des Erblassers ¼ der Erbmasse, während die Erben der 1. Ordnung (Abkömmlinge des Erblassers gemäß § 1924 BGB) sich ¾ der Erbmasse teilen.
Für den Fall, dass die Ehegatten in einer Zugewinngemeinschaft gelebt haben, erhöht sich der Erbteil des überlebenden Ehegatten gemäß § 1931 Abs. 3 I.V.m. 1371 Abs. 1 BGB um ¼.
Das Resultat wäre in dem von Ihrem geschilderten Fall, dass die Ehegattin (Evamama) ½ der Erbmasse und die beiden Abkömmlinge Sueseins und Susezwei) jeweils ¼ der Erbmasse erhalten.
In dieser Variante erbt der überlebende Ehegatte (Suseeinsmann) im Falle der Zugewinngemeinschaft ½ der Erbmasse. Die anderer Hälfte kann der Abkömmling (Suseeinskind) Ihr eigen nennen, § 1931 Abs. 1, 3 iVm § 1371 Abs. 1 BGB..
Eine Erbschaft der Evamama im Rahmen der gesetzlichen Erbfolge scheidet gemäß § 1930 BGB aus, da bereits mit dem Ehegatten (Suseeinsmann) und dem Abkömmling (Sueeinskind) jeweils ein Verwandter einer höheren Ordnung Erbe geworden ist.
Mit dem Tode der überlebenden Ehegattin (Evamama) werden Susezwei und Suseeinskind als Abkömmling von Suseeins Erben.
Denn gemäß § 1924 Abs. 3 BGB ( Eintrittsprinzip) nimmt der Abkömmling (Suseeinskind) des Abkömmlings der Erblasserin (Suseeins) deren Stelle ein. Der Rest geht leer aus!
Bewertung des Fragestellers 08.10.2010 | 09:13
Erbe ausschlagen,Schulden,Grundbuch Eigentumswohnung.

References: § 1931
 § 1924
 § 1931
 § 1931
 § 1371
 § 1930
 § 1924