Source: http://www.geotec-gmbh.com/Kampfmittelraeumung.htm
Timestamp: 2020-02-28 04:48:00+00:00

Document:
Firmendaten Kampfmittelräumung Altlastenuntersuchung Abfallmanagement
Kampfmittelräumung mit Separierungsanlage
Konzeptionen und Planungen zur Kampfmittelräumung
152 mm Splitter-Sprenggeschoss Üb
auch 60 Jahre nach Kriegsende gehen von Fundmunition erhebliche Gefahren aus. Das resultiert zum einen daraus, dass ehemalige Kriegsschauplätze noch nicht von Kampfmitteln beräumt wurden. Zum anderen hat die WGT (Westgruppe der sowjetischen Truppen) nach ihrem Abzug erheblich kampfmittelbelastete Flächen hinterlassen. Auch auf ehemaligen NVA-Standorten, die die Bundeswehr nicht weiter nutzte bzw. die durch die Bundeswehr aufgegeben wurden, bestehen zum Teil noch erhebliche Kampfmittelbelastungen. Oft stammen die Kampfmittel noch aus Beständen der deutschen Wehrmacht oder bei den betreffenden Liegenschaften handelt es sich direkt um ehemalige Rüstungsproduktionsstätten, Versuchs- und Erprobungseinrichtungen, so genannte Munitionsanstalten der deutschen Wehrmacht usw.
2 cm Granaten
Die Kampfmittelbeseitigungsdienste der Länder weisen die kampfmittelbelasteten bzw. kampfmittelverdächtigen Flächen in Karten aus. Eine Voraussetzung für die Erteilung von Baugenehmigungen in Gebieten mit Kampfmittel-verdacht ist häufig die Vorlage einer Kampfmittelfreiheitsbescheinigung. In dicht bebauten Gebieten oder im Zusammenhang mit Abrissmaßnahmen ist es oft nicht möglich bzw. sehr aufwendig, die Kampfmittelfreiheit vorab herzustellen. Dann müssen die Baumaßnahmen durch Fachpersonal der Kampfmittelräumung begleitet werden.
Die Geotec GmbH ist als Ingenieurgesellschaft seit 1990 mit Projekten der Kampfmittelräumung und Altlasten-sanierung befasst. Unser Unternehmen verfügt dafür über die speziellen rechtlichen und technischen Voraussetzungen. Die Geotec GmbH besitzt die Erlaubnis nach § 7 Sprengstoffgesetz und beschäftigt Befähigungsscheininhaber nach § 20 SprengG.
Im Folgenden darf ich Ihnen das Leistungsprofil der Geotec GmbH zur Kampfmittelräumung darstellen. Ich hoffe auf Ihr Interesse.
Ingenieur- und Planungsleistungen Kampfmittelräumung (KMR)
Die Geotec GmbH bearbeitet seit 1990 Projekte zur Kampfmittelerkundung und ‑räumung. Grundlage unserer Arbeit bilden die speziellen Gesetze des Bundes und der Länder zur Kampfmittelräumung, insbesondere auch die Arbeitshilfen Kampfmittelräumung (AH KMR) für Liegenschaft des Bundes. Folgende Ingenieurleistungen werden durch die Geotec GmbH zur Kampfmittelräumung ausgeführt:
technische Erkundungsleistungen der Kampfmittelbelastung mit Geophysik (computergestützte Flächensondierungen, Bohrlochsondierungen, Geoelektrik u.a.), Testfeldberäumungen, Feldvergleiche usw.
Gefährdungsabschätzungen, Risiko­analysen
Erstellen der baufachlichen Unterlagen nach RB Bau
Erstellen von Konzepten und Fachplanun­gen zur KMR
Fachbauleitung/Bauüberwachung der KMR
Qualitätskontrollen/Qualitätsüberwachung der KMR
Auswertung und Dokumentation der KMR, insbesondere Erstellen von nutzerorientierten Dokumentationen
Quelle: Arbeitshilfe Kampfmittelräumung (AH KMR)
Für die Geotec GmbH ist auch bei der Kampfmittelräumung die Anwendung effizienter Technologien und Techniken ein wichtiger Grundsatz. Wirtschaftlichkeits-betrachtungen liegen der Arbeit der Geotec GmbH ständig zu Grunde. Die neben-stehende Abbildung verdeutlicht z.B. den Zusammenhang zwischen spezifischen Kosten und der Kampfmittel- und Störkörperdichte.
Der Zusammenhang zwischen den wirtschaftlich anwendbaren Verfahren der Kampfmittelräumung sowie der Störkörperdichte und den geplanten Qualitätszielen der Räumung (bei Flächen-beräumung) verdeutlicht das nachfolgende Schema.
Baubegleitung durch Fachkraft KMR
(Befähigungsscheininhaber nach § 20 SprengG)
Zu Flächen, für die bauvorbereitend keine Kampfmittelfreigabe bzw. nur mit sehr hohen Kosten realisierbar ist, erfolgt die Baubegleitung durch einen Mitarbeiter fachtechnisches Aufsichtspersonal (Befähigungsscheininhaber gemäß § 20 SprengG) und einer Hilfskraft. Die Baubegleitung kann insbe-sondere im Zusammenhang mit Bauaushubüberwachungen bei Bau- und Abrissmaßnahmen erforderlich werden.
Zur Sondierung von Kampfmitteln werden aktive und passive Sondensysteme eingesetzt. Je nach Dichte der Störkörperbelastung erfolgen:
konventionelle Handsondierungen und –räumungen mit Minensuchgeräten und Gradiometern gemäß Anhang A‑9.4.6 der AH-KMR.
Für die Handsondierungen verfügt die Geotec GmbH über:
- FEREX-Sonden 4.021 (Hersteller: Institut Dr. Förster)
- MINEX-Sonden (Hersteller: Ebinger)
- Fluxgate Gradiometer FM 9 (Hersteller: GEOSCAN)
- Erdwiderstandsmessgerät G 41
- Georadar SIR-10 A
konventionelle Handsondierung und –räumung mit FEREX-Sonde
Separierungsanlage / maschinelle Beräumung
maschinelle Kampfmittelräumungen mit Separierungsanlagen
Der Einsatz von Separierungsanlagen bei der Kampfmittelräumung wird in der Regel dann vorgenommen, wenn die Störkörperdichte (z.B. hohe Splitterdichte aus Sprengtrichterbereichen) extrem hoch ist und den Schwellwert für die Wirtschaft-lichkeit der Handsondierung und ‑räumung übersteigt.
Das Bild zeigt den Einsatz einer Separierungsanlage zur Beräumung von extrem splitterhaltigem Boden eines ehemaligen Ziel­gebietes der WGT. Die Separierungs-anlage verfügt über Siebe unterschiedlicher Größe und zwei Magnetabscheider, über die die Kampfmittel separiert und beräumt werden. Die Separierungsanlage arbeitet ohne direktes Bedienpersonal. Sie ist ferngesteuert.
Computergestützte Sondierungen
Computergestützte Sondierungen erfolgen als Flächensondierungen oder Bohrlochsondierungen.
Flächensondierungen
Für die Flächensondierung können Einzelsonden (Einkanalsystem) oder mehrere parallel angeordnete Sonden (Mehrkanalsystem) eingesetzt werden. In das Messsystem ist eine GPS-Vermessung integriert. Die Messwerte werden mit Datenloggern aufgezeichnet. In Auswertung der Messergebnisse werden farbcodierte Bilder erstellt, die die unterschiedliche Störkörperdichten ausweisen. Außerdem erfolgen Berechnungen zu Anzahl, Tiefenlage und Volumen der Störkörper.
Bohrlochsondierungen finden dort Anwen-dung, wo die Flächensondierung z.B. wegen vorhandener Bebauungen nicht einsetzbar ist bzw. wo spezielle Erkundungsziele bestehen, wie beispielsweise die Suche von Bomben-blindgängern, die Überprüfung von Flächen im Bereich von Bauwerken oder für die Errichtung von Spundwänden, die Kampf-mittelfreigabe von Bohransatzpunkten usw.
Arbeitsplatz zur Vorortauswertung
geophysikalische Erkundung von Bauwerken u. GOK oder Vergrabungen
Gebäude und Bauwerke unterhalb der Geländeoberfläche werden mit Georadar bzw. geoelektrischen bzw. geomagnetischen Messgeräten erkundet. Detektiert bzw. geortet werden:
Kampfmittel sowie
untertägige Hohlräume (Keller, Tanks, Fässer etc.),
Bauwerke u. GOK (Fundamente, Bunker etc.),
Kabel, Kanäle, Leitungen,
archäologische Einzelobjekte und komplexe Strukturen,
Deponien, Müllkippen, Vergrabungen.
farbkodierte Auswertung
geborgene Bauschuttvergrabung
Die erforderlichen Vermessungsleistungen führt die Geotec GmbH als GPS-Vermessung bzw. tachymetrisch aus. Damit im Zusammenhang stehend werden zur Kampfmittelräumung realisiert:
Abstecken von Räumflächen,
Erstellen von Plänen, Karten und Profilen,
Luftbildinterpretationen.
Spezielle Eignungsnachweise
Zu den dargestellten Leistungen zur Kampfmittelräumung verfügt die Geotec GmbH mittlerweile über 15jährige Erfahrungen. Grundvoraussetzung für die Leistungsausführung sind insbesondere:
die Erlaubnis nach § 7 SprengG und
die Befähigungsscheininhaber gemäß § 20 SprengG.
Referenzen zu Einzelprojekten
ehem. Panzerfaustfabrik
1. Historische Nutzung / Kampfmittelbelastung
Bei dem Objekt handelt es sich um eine ehem. Panzerfaustfabrik und Erprobungsanstalt für neu entwickelte Munition des Rüstungskonzerns HASAG Leipzig (1936-1945). Unmittelbar an den Rüstungsbetrieb angegliedert war eine Außenstelle des KZ Buchenwald. Die Herstellung der Panzerfäuste erfolgte durch KZ-Häftlinge. Eine Füllstelle für Sprengstoff war vorhanden. Neben der Panzerfaustproduktion wurden im Objekt neuartige Gewehrgranaten hergestellt und getestet. Die Testung erfolgte auf einer über 3 km langen speziellen Schießbahn. Die NVA nutzte das Objekt als Betriebsdepot. Entsprechend des Produktions- und Nutzungsprofils bildeten Panzerfäuste, Gewehrgranaten, kleinkalibrige Granaten, Zünder und loser Sprengstoff den Schwerpunkt der Kampfmittelbelastung. Die z.T. extrem hohe Kampfmittelbelastung war durch Explosionen in der Panzerfaustfabrik, den Erprobungen neu entwickelter Munition und von Sprengungen und Verkippungen zum Kriegsende entstanden.
Besonders hohe Kampfmittelbelastungen bestanden im Bereich
der Hauptschießbahn und 3 weiterer Schießbahnen,
von Sprengtrichtern bzw. –löchern,
von Vergrabungen und Verkippungen von Munition sowie
im Nahbereich von Gebäuden.
Granaten, sortiert, unsortiert, Kaliber 2–5 cm
2 cm Granaten; Kopfzünder für 2 cm Granaten
2. Kampfmittelräumung
Kampfmittelräummaßnahmen wurden in mehreren Etappen von 2000 – 2004 durchgeführt. Schwerpunkte der Kampfmittelräumung bildeten:
die Flächenberäumung mit differenzierten Räumtiefen,
das Beräumen von Sprengtrichtern, Splitternestern und Vergrabungen,
das Ausräumen einzelner tiefer Störkörper („Bombengang“),
der Rückbau von Bauwerken sowie
das Beräumen von losem Sprengstoff.
Die Kampfmittelräumung erfolgte je nach Situation sowohl als
konventionell manuelle Handsondierung und ‑räumung als auch
maschinell mit einer Separierungsanlage.
Maschinell unter Einsatz einer Separationsanlage wurden große Sprengtrichter, in denen über Jahrzehnte gesprengt wurde, sowie Boden aus den Zielhängen der Schießbahnen beräumt .
3. Leistungen der Geotec
Die Geotec GmbH führte in mehreren Etappen folgende Ingenieurleistungen aus:
Historische Erkundung (Phase A gemäß der AH KMR)
Technische Erkundung (Phase B gemäß AH KMR)
Zur technischen Erkundung erfolgten:
- computergestützte Sondierungen,
- Testfeldberäumungen,
- Erkundung mit Baggerschürfen u.a.
Gefährdungsabschätzung gemäß AH KMR
Erstellen der baufachlichen Unterlage nach RB Bau
Erstellen der Konzeption für die Kampfmittelräumung (Phase C1)
Fachbauleitung der Kampfmittelräumung inklusive Qualitätsüberwachung, Abfallmanagement und Altlastenbewertung
Dokumentation der Ergebnisse der Kampfmittelräumung in Einzelberichten und mit einer speziellen Nutzerdokumentation
ehem. Flugplatz der WGT
Die Liegenschaft wurde bereits vor 1945 durch die deutsche Luftwaffe als Flugplatz genutzt. Der Flugplatz wurde 1944 und im Frühjahr 1945 mehrfach durch Bomberstaffeln der Alliierten ange­griffen. Zum Kriegsende wurde Munition der Luftverteidigung häufig in den vorhandenen Stellungen verkippt.
Ein besonders hohes Gefahrenpotential repräsentieren:
die Bombenblindgänger,
weitere Blindgänger aus Angriffshand­lungen der Alliierten (Gewehrgranaten, Panzergranaten usw.),
die Munitionsvergrabungen/-verkippungen der Luftverteidigung in den vorhandenen Stellungen.
Ein spezielles Gefahrenpotential bildeten alte gemauerte Erdtanks der Wehrmacht unterhalb der Geländeoberfläche.
Munitionsfunde und Schrott
Schwerpunkte der Kampfmittelräumung bildeten:
das Ausräumen von Bombenblindgängern und Munitionsvergrabungen,
der Rückbau der Gebäude unterhalb der Geländeoberfläche,
die baubegleitende Kampfmittelräumung insbe-sondere im Zusammenhang mit der Boden- und Grundwassersanierung.
Die Geotec GmbH führte entsprechend der speziellen Aufgabenstellungen zur Kampfmittelräumung insbesondere folgende Ingenieurleistungen aus:
Diese technischen Erkundungsleistungen dienten neben der Erkundung der Kampfmittel (Bombenblindgänger, Munitionsvergrabungen u.a.) insbesondere auch die Erkundung der Lage von unterirdischen Tanks.
Erstellen der Konzeption für die Kampfmittelräumung (Phase C1) und Planung der Kampfmittel-räumung, Konzept zum Rückbau von Bauwerken u. GOK (gemauerte Tanks)
Fachbauleitung der Kampfmittelräumung inklusive Qualitätsüberwachung, Abfallmanagement und Altlastenbegutachtung
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References: § 7
 § 20
 § 20
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 § 7
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