Source: http://www.itv-altlasten.de/der-itva/regionalgruppen/regionalgruppe-nordost.html
Timestamp: 2018-04-19 17:39:57+00:00

Document:
Ingenieurtechnischer Verband für Altlastenmanagement und Flächenrecycling e.V. (ITVA): Regionalgruppe Nordost
Gründung: 06.07.1999
Koordinatorin (seit 2002):
Zentrale PM - Portfoliomanagement
Zentrales Altlastenmanagement
Telefon: + 49 (0)30 / 3181-2511
Fax: + 49 (0)30 / 3181-2550
E-Mail: regina.herrmann(at)bundesimmobilien.de
32. Treffen der ITVA-Regionalgruppe Nordost, 09.11.2016, Berlin
Das 32. Treffen der ITVA-Regionalgruppe Nordost fand als gemeinsame Veranstaltung mit dem Bodenschutzforum der Landesgruppe Berlin/Brandenburg des Bundesverbandes Boden e.V. (BVB) am 09.11.2016 bei der AZBA Analytisches Zentrum Berlin-Adlershof GmbH in Berlin statt.
Tagesthema waren per- und polyfluorierte Stoffe. Vor Beginn des Vortrasprogrammsbestand die Möglichkeit, an einer Laborführung teilzunehmen. 47 TeilnehmerInnen aus 10 Bundesländern (Berlin, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, NRW, Rheinland-Pfalz, Hessen, Schleswig-Holstein, Niedersachen, Sachsen, Sachsen-Anhalt) waren der Einladung gefolgt.
Moderiert wurde die Veranstaltung von der Regionalgruppenkoordintorin, Frau Regina Herrmann (BImA), die zu Beginn den besonderen Stellenwert des 9. Novermber für die deutsche Geschichte unterstrich.
Ermittlung und Bewertung von PFC-Boden- und Grundwasserverunreinigungen und erste Erfahrungen mit Grundwassersanierungsmaßnahmen im Stadtgebiet von Düsseldorf
Dr. Inge Bantz, Stellvertretende Leiterin des Umweltamtes der Landeshauptstadt Düsseldorf
PFC-Belastungen auf einem ehem. militärischen Flughafen in der Eifel – Untersuchungen anhand eines Leitfadens des Bundes
Dr. Michael Altenbockum, Altenbockum & Partner, Aachen
Leitfaden "Bearbeitung von Verdachtsbereichen mit per- und polyfluorierten Chemikalien (PFC) auf von der Bundeswehr genutzten Liegenschaften"
Der AZBA Analytisches Zentrum Berlin-Adlershof GmbH wird für die Gastfreundschaft und die Laborführung gedankt.
32-itva-rg-einladung.pdf
31. Treffen der ITVA-Regionalgruppe Nordost, 19.05.2016, Berlin
Am 19.05.2016 fand das Frühjahrstreffen der ITVA-Regionalgruppe Nordost zusammen mit dem Bodenschutzforum der Landesgruppe Berlin/Brandenburg des BVB Bundesverband Boden e.V. statt.
Gastgeberin war erstmalig die AZBA Analytisches Zentrum Berlin-Adlershof GmbH, die in lichtdurchflutetem Ambiente einen wunderbaren Rahmen nicht nur für die Vortragsveranstaltung, sondern auch für die ebenso wichtigen Gespräche am Rande geboten hat.
Das Treffen war ganz dem Thema Bodenschutz gewidmet.
Information über aktuelle Bodenschutzthemen der EU, auf Bund-Länder-Ebene und in der wachsenden Stadt Berlin
Sabine Hilbert, Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt Berlin, Referat Bodenschutz und Altlastensanierung, informierte umfassend über den aktuellen Stand zum Bodenschutz mit dem Schwerpunkt Vorsorgender Bodenschutz auf internationaler, EU-, nationaler und Landesebene. Gerade die nationalen und Berliner Vorhaben - Entwurf MantelV, AZB, Erfassung von A+E-Flächenpotentialen im Land Berlin, um nur einige zu nennen - wurden intensiv diskutiert. Es bestand Einvernehmen, dass der vorsorgende Bodenschutz im Vergleich zum nachsorgenden zu oft nur nachrangig Beachtung findet. Mit Blick auf die vielfältigen im BBodSchG bereits festgeschriebenen (Schutz-)Funktionen des Bodens gilt es, der Vorsorge mehr Raum und Bedeutung zu verschaffen.
Langzeiterfahrungen zu Sanierungsstrategien, -ergebnissen und der Kosten-Nutzen-Betrachtung bei der Umwidmung eines Altstandortes für den Wohnungsbau in Berlin
Andreas Zimmermann, GESA Gesellschaft zur Entwicklung und Sanierung von Altstandorten mbH, und Friederike Zumloh-Failing, KWS Geotechnik GmbH, stellten im Anschluss stellten am Beispiel eines alten Chemie-Industriestandortes, der gem. FNP zur Wohnbebauung hergerichtet wird, anschaulich die fachtechnische Verknüpfung von nachsorgendem und vorsorgendem Bodenschutz vor.
Als zentrale Botschaft wurde der „iterative Prozess“ ausgemacht, d.h. nach jedem neuen Erkenntnisschritt ist die weitere Planung zu überprüfen und ggf. anzupassen. In der Diskussion wurde deutlich, dass dieses Prinzip des angepassten Denkens und Handelns aus fachlichen und wirtschaftlichen Gründen nicht nur für den Rahmen der Gefahrenabwehr gilt, sondern mit demselben Gewicht auch für die effiziente Verknüpfung von Gefahrenabwehr und Flächenentwicklung / Flächen-Neu-Nutzung.
30. Treffen der Regionalgruppe Nordost, 22.10.2015, Berlin
Am 22.10.2015 begrüßte die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben, BImA, 25 Gäste als Teilnehmer zum 30. Treffen der ITVA-Regionalgruppe Nordost. Zum ersten Mal seit dem Bestehen der Regionalgruppe – und das sind immerhin schon 16 Jahre – widmete sich die Veranstaltung ausschließlich einem Bergbau-Thema. Die Idee zu dem Generalthema „Aktuelle Herausforderungen bei der Braunkohlesanierung“ entstand bereits im März 2015 am Rande des ITVA-Symposiums in Bochum im Gespräch zwischen Herrn Reußner, dem derzeitigen kommissarischen Leiter der Bund-Länder-Geschäftsstelle für die Braunkohlesanierung, Berlin, und Frau Herrmann.
Wie vielfältig das Thema ist und vor allem auch wie viele Berührungspunkte und Überschneidungen mit den klassischen Themen unseres Verbandes für Altlastenmanagement und Flächenrecycling und unserer Regionalgruppe bestehen, zeigte sich im Verlauf der Veranstaltung. Nach der
Einführung in das Generalthema: Aktuelle Herausforderungen bei der Braunkohlesanierung
Herr Zarach, LMBV Senftenberg, Herr Reußner, Bund-Länder Geschäftsstelle für die Braunkohlesanierung (GS StuBA) Berlin
wurden drei Fachvorträge sehr intensiv diskutiert:
Minderung des bergbaubedingten Eiseneintrages in die Fließgewässer der Lausitz
Herr Dr. Uhlmann, IWB Dresden
Optimierung der Grundwassersanierung durch quellstärkenreduzierende Bodensanierung am Beispiel von Schwarze Pumpe
Herr Espe, IPE Cottbus
Geotechnische Sicherung von Innenkippen im Zusammenhang mit dem Grundwasserwiederanstieg
Frau Lucke, LMBV Senftenberg, Geotechnik
Abschließend wurde festgestellt, dass der Bergbau und seine Folgen ein nicht zu vernachlässigendes Thema für den ITVA ist, was u.a. auch die Teilnehmerliste belegt. Denn erstmalig konnten wir nicht nur Teilnehmer aus der Region, sondern auch Gäste aus Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen begrüßen.
29. Treffen der ITVA-Regionalgruppe Nordost, 21.5.2015
Am 21.05.2015 fand das 29. Treffen der ITVA Regionalgruppe Nordost, das gemeinsam mit der Landesgruppe Berlin / Brandenburg des Bundesverband Boden e.V. (BVB) durchgeführt wurde, statt. Gastgeberin war erstmals die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA).
Das Treffen stand unter dem Generalthema Gebäudeschadstoffe, dem wir uns als Fachverband für Flächenrecycling widmen wollen und müssen.
Risiken durch Bauschadstoffe beim Bauen im Bestand und Rückbau von Gebäuden; Dipl.-Chem. Ulrike Taudien, WESSLING GmbH, Berlin
Schimmelpilzbefall erkennen, bewerten, bekämpfen anhand von Fallbeispielen; Herr Dipl.-Biol. Bernd Eichhorn, EICHHORN Sachverständigenbüro für Gebäudeanalytik, Berlin
Wie sehr dieses Thema den Nerv der Branche getroffen hat, zeigte sich in der hohen Zahl von fast 50 Teilnehmern. Neben den vielen aktiven Fachleuten aus Ingenieurbüros, die der Regionalgruppe seit vielen Jahren die Treue halten, konnten wir erstmals auch zahlreiche Fachkräfte aus der Immobilienwirtschaft – Verkauf, Flächenentwicklung und Facility Management – für unsere Veranstaltung gewinnen.
Die sehr intensive und rege Diskussion beider Fachvorträge belegte den hohen Informationsbedarf. Vielfältige spontane Rückmeldungen im direkten Anschluss an das Treffen zeigten, dass die Erkenntnisse aus dem Nachmittag alle TeilnehmerInnen sensibilisiert haben, mit dem Thema Gebäudeschadstoffe / Schimmel umsichtig umzugehen und sich dabei professionell fachtechnisch beraten und unterstützen zu lassen.
29-itva-rg-einladung.pdfEinladung 29. RG Nordost
Das 7. Treffen der Regionalgruppe Mitte findet am 22.09. 2015 von ca. 16 - 18.30 Uhr in Frankfurt statt. Die genaue Zeit und der Ort werden noch bekannt gegeben. Im Anschluss an das Treffen besteht die Möglichkeit zur Einkehr in einem benachbarten Restaurant. (vs. Chez Ima)
Referenten: Dipl.-Ing. Martin Cornelsen, Cornelsen Umwelttechnologie GmbH und ein Vertreter des Sanierungsmanagements der DB AG, DB Immobilien.
Verbindliche Anmeldung bitte bis zum 28.8. 2015 an Frau Stefanie Parusel.
28. Treffen der Regionalgruppe Nordost am 26.06.2014, Berlin
Nach einer längeren Veranstaltungspause trafen sich die ITVA-Regionalgruppe Nordost und die Landesgruppe Berlin/ Brandenburg des Bundesverbandes Boden (BVB) am 26. Juni 2014 auf dem Gelände der Harbauer GmbH in Berlin zur diesjährigen Veranstaltung.
Durch die engagierte und großzügige Unterstützung der Harbauer GmbH war es möglich, das Treffen wieder einmal in einem größeren Rahmen anzubieten.
Im Mittelpunkt des Treffens standen Fachvorträge zu den Schwerpunktthemen
Erfahrungen mit der Umsetzung rechtlicher Regelungen
Mehr als 100 TeilnehmerInnen, darunter zahlreiche BehördenvertreterInnen aus Brandenburg und Berlin sowie Studierende der FU Berlin und der TU Berlin unterstrichen eindrucksvoll das große Interesse am regionalen Informations- und Erfahrungsaustausch.
Im Anschluss an die Begrüßung durch Frau Herrmann und Herrn Saggau berichteten zunächst Frau Dr. Hahn und Herr Heise, Landesamt für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz Brandenburg, über erste Erfahrungen mit der LABO- Arbeitshilfe zur Bearbeitung von Ausgangszustandsberichten (AZB) nach IED im Land Brandenburg. In Brandenburg gibt es ca. 450 IED-Anlagen, d.h. jährlich sind ca. 5 bis 10 AZB zu prüfen. Viel mehr Anlagen sind hinsichtlich der Pflicht, einen AZB vorzulegen, zu prüfen. Ausführlich widmeten sich die Vortragenden den Regularien und dem internen Ablaufschema im Land Brandenburg, die als Dokumente auf der Website des MUGV zur Verfügung stehen. Als allgemeine Probleme, die mutmaßlich auch auf andere Bundesländer übertragbar sind, wurden in der bisherigen Bearbeitungszeit identifiziert:
mittelständische Unternehmen sind nur unzureichend über die IED-Richtlinie und das neue Instrument des AZB informiert
Sachverständige fehlen
CLP-Verordnung ist nur unzureichend bekannt
Sicherheitsdatenblätter sind zum Teil nicht aktuell
Im weiteren Jahresverlauf werden auf UMK-Beschluss die LABO-Arbeitshilfe und die im Mai erschienenen EU-Guidelines evaluiert. Letztere stellen eine Herausforderung dar, da sie sich auch auf Abfallbehandlungsanlagen, für die es bislang keine standardisierten Untersuchungsparameter gibt, erstrecken. Tendenziell sind die Länder derzeit der Auffassung, dass die bisherigen deutschen Festlegungen beibehalten werden sollen. Die geplante Gründung einer Redaktionsgruppe für den Rückführungsbericht („Erfahrungen und Ausführungen zum Rückführungsbericht) steht noch aus.
Nachfolgend präsentierte Herr Heine, OFD Niedersachsen, anhand anschaulicher Praxisbeispiele den Versuch eines bundesweiten Vergleichs der Praxis des behördlichen Vollzugs im Bodenschutzrecht.
Im letzten Vortrag des Themenblocks diskutierte Herr RA Kopp-Assenmacher, Kopp-Assenmacher Rechtsanwälte, die Verhältnismäßigkeit und Ermessensausübung bei Störerauswahl, Gefahrfeststellung und Festlegung von Sanierungszielen.
Nach der Kaffeepause standen spezielle Möglichkeiten der Altlastenerkundung im Vordergrund. Frau Dr. Meyer, Umweltkonzept Dr. Meyer, berichtete über forensische Methoden in der Altlastenerkundung.
Besonderes Highlight der Veranstaltung war der sehr spannende und interessante Beitrag von Herrn Altenbockum und Frau Schelle, Altenbockum & Partner, über die speziellen Herausforderungen und Herangehensweisen bei LHKW-Schäden im Kluftwasserleiter am Beispiel des ehemaligen US-Truppenstandortes in Bad Kreuznach, wo sich 100 t CKW im Grundwasser befinden. In den letzten Jahren wurde unter hohem Mitteleinsatz eine umfängliche Palette geologischer, hydrogeologischer, chemischer und geophysikalischer Methoden angewandt, um Wissensdefizite zu schließen und insbesondere hydrogeologische und strukturgeologische Modelle zu erarbeiten, die die Grundlage für eine Sanierungskonzeption bilden können.
Im letzten Themenblock wurden ausgewählte Sanierungsmethoden und die Eliminationsmöglichkeiten von Mikroverunreinigungen thematisiert. Am Beispiel der Revitalisierung ehemaliger Tagebaue präsentierte Herr Ressel, Harbauer GmbH, technische Lösung zur Neutralisierung von Seen. Frisch gestärkt verfolgten die Anwesenden nach der kurzen Kaffeepause den Vortrag von Herrn Lange, Harbauer GmbH, und Herrn Pitzschke, ERGO Umweltinstitut, über die Entwicklung eines GW-Reinigungsverfahren zur Ammonium-Eliminierung im niedrigen Konzentrationsbereich. Im letzten Vortrag des Tages berichteten Herr Kratt, Harbauer GmbH, und Herr Oppermann, Fugro Consult GmbH, über die Weiterentwicklung der Oxitech-Membran.
Die regen Diskussionen der TeilnehmerInnen belegten wieder einmal, das große Interesse an den aktuellen Fragestellungen. Begleitet wurde die Veranstaltung von einer Präsentation aktueller Sanierungsfälle der Harbauer GmbH. Im Anschluss an die Fachvorträge bestand für Interessierte die Möglichkeit, das Fußball-Länderspiel Deutschland –USA bei einem Imbiss vom Grill und Getränken live auf der Großbildleinwand zu verfolgen.
Der Harbauer GmbH wird für die großzügige Unterstützung gedankt!
Einladung 29. RG Nordost
27. Treffen der Regionalgruppe Nordost, 19.02.2013, Berlin
Das 27. Treffen der Regionalgruppe Nordost fand am 19.02.2013 bei der Harbauer GmbH, Berlin, statt. Generalthema war „Praktische Umsetzung der IED-Richtlinie“
Vorgaben der IED-Richtlinie zum Ausgangszustandsbericht
(RA Stefan Kopp-Assenmacher, Köhler & Klett Rechtsanwälte)
Die LABO-Arbeitshilfe zum Ausgangszustandsbericht für Boden und Grundwasser nach der IED-Richtlinie – Handlungsempfehlung für Behörden und Verpflichtete
(Jörn Fröhlich, Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume des Landes Schleswig-Holstein, Referat V 42; Kiel)
Anforderungen an den Ausgangszustandsbericht nach IED-Richtlinie und Ausblick auf die praktische Umsetzung für den Gutachter
(Gerhard Gensicke, Geschäftsführer und Umweltgutachter der GfBU-Consult - Gesellschaft für Umwelt- und Managementberatung mbH)
Nicht nur die außerordentliche hohe Teilnehmeranzahl von über 40 Fachleuten aus Ingenieurbüros, Industrie, Vollzug und Fachkanzleien, sondern vielmehr noch die rege Diskussion aller Vorträge zeigte, welch hoher Informationsbedarf einerseits und gleichzeitig welch hohes Maß an Mitwirkungsinteresse an der Umsetzung besteht.
Gemeinsame Veranstaltung der Regionalgruppe Nordost des ITVA und der Landesgruppe Berlin / Brandenburg des BVB
15.08.2012, Berlin
Die Regionalgruppe Nordost des ITVA und die Landesgruppe Berlin / Brandenburg des BVB führen am Mittwoch, 15. August 2012, 14.00 bis ca. 17.30 Uhr in den Räumen der Harbauer GmbH, Heerstraße 16, Großer Sitzungssaal, 1. Stock, 14052 Berlin, eine gemeinsame Vortragsveranstaltung durch. Der thematische Bogen wird dieses Mal vom vorsorgenden Bodenschutz zum Sicherheits- und Gesundheitsschutz bei Sanierungsmaßnahmen weit gespannt und lässt bei allen drei Vorträgen interessante Diskussionen erwarten.
14.00 ? 14.45 Uhr:
Bodenkundliche Baubegleitung ? wirksames Instrument zur Vermeidung von Bodenschäden auf Baustellen?
Dr. Ulrike Meyer, UMWELTKONZEPT DR. MEYER, Berlin
Zur Vermeidung von irreparablen Bodenschäden wird zunehmend der bodenkundliche Baubegleiter eingesetzt. Es werden, von der Beurteilung des Bodens und potenzieller Schadherde sowie Darstellung von Baufolgeschäden ausgehend, Vorgehensweisen und Maßnahmen sowie Wahl der Baumaschinen zur Vermeidung von Bodenschäden und Folgekosten vorgestellt und bewertet.
14.45 ? 15.30 Uhr:
Bodenerosion und Bodenverdichtung ? Aktuelle Bewertungsansätze und Verfahrensempfehlung
Dipl. Geogr. Axel Schröder, Geognostics Boden- und Gewässerschutz, Berlin
Vorsorgender Bodenschutz auf der Fläche, Gefahrenabwehr bei Starkregenereignissen und gewässerökologische Zielerreichung im Rahmen der WRRL-Umsetzung erfordern sowohl umfängliche konzeptionelle Bewertungen als auch - insbesondere im Schadensfall - praktische standörtliche Untersuchungen. Der Vortrag stellt die wichtigsten aktuellen Methodendokumente sowie ausgewählte Fallbeispiele vor.
15.50 ? 17.00 Uhr:
BGR 128 / TRGS 524 ? Gibt es wirklich Unterschiede?
Dipl.-Ing. Markus Klug, Landesamt für Arbeitsschutz, Gesundheitsschutz und technische Sicherheit Berlin (LAGetSi)
Wie sind bei Sanierungs- oder Rückbauarbeiten in kontaminierten Bereichen die BGR 128 ?Kontaminierte Bereiche? und die TRGS 524 ?Sanierung und Arbeiten in kontaminierten Bereichen? anzuwenden, um Sicherheit und Gesundheitsschutz zu gewährleisten.
Bitte melden Sie sich bis zum 12.08.2012 bei Dr. Ulrike Meyer an.
Zur Kostendeckung wird um einen Beitrag von 5,- EUR gebeten.
Einladung Vortrag Bodenschutzforum BVB- ITVA 16-08-12.pdfEinladung Vortragsveranstaltung 16.8.1219.1 K
25. Treffen der Regionalgruppe Nordost
Das 25. Treffen der Regionalgruppe Nordost fand am 15. September 2011 als gemeinsame Veranstaltung mit dem Bodenschutzforum der Landesgruppe Berlin/Brandenburg des Bundesverbandes Boden e.V. (BVB) in Verbindung mit einem regionalen Branchentreff für Unternehmen und Ingenieurbüros aus dem Altlastenbereich in Berlin statt.
Dieses kleine Jubiläum wurde mit großer Unterstützung unseres Gastgebers, der Harbauer GmbH, erstmals als ganztägige Veranstaltung durchgeführt. Mit 85 Teilnehmern erfuhr diese Veranstaltung die größte Resonanz seit Gründung der Regionalgruppe.
Besonders erfreulich war, dass erstmals zahlreiche Studenten unter den Teilnehmern vertreten waren, die das Treffen nicht nur als Ergänzung ihres Studiums nutzen konnten, sondern auch ein Forum zur Knüpfung für künftige berufliche Kontakte gefunden haben.
Ein solches Jubiläums ist Anlass genug und Rahmen allen ?Aktivisten? der Regionalgruppe für ihr ehrenamtliches Engagement einen herzlichen Dank auszusprechen. Ohne sie wären die 25 Treffen in den letzten 12 Jahren nicht möglich gewesen wäre!
Völlig undenkbar wären 25 Regionalgruppentreffen ohne die zahlreichen Referenten und Referentinnen, die seit nunmehr 12 Jahren unsere Treffen erst mit ihren Fachvorträgen möglich machen. Es ist an dieser Stelle unmöglich, sie alle aufzuzählen, daher wird allen ungenannt für ihre Bereitschaft gedankt, zu uns zu kommen, uns fortzubilden und dabei auf jegliches Honorar zu verzichten.
Last but not least gibt es ein Unternehmen, das uns intensiv in der Regionalgruppenarbeit unterstützt, die Harbauer GmbH. Seit 2003 dürfen wir regelmäßig und kostenfrei als Gast im Hause Harbauer die Regionalgruppen-Treffen durchführen. Ein besonderer Dank gilt der Harbauer GmbH für den großen Einsatz bei der Organisation dieses Jubiläumstreffens und das damit verbundene Sponsoring bei der Herrichtung der Tagungsräume, technischer Ausstattung und der Sorge um das leibliche Wohl!
Frau Dr. Gundula Kersten, damalige Geschäftsführerin des ITVA, beruft die konstituierende Sitzung der Regionalgruppe Nordost ein. Herr Dieter Quantz (damals Ingenieurbüro Dr. Fechter GmbH, heute Deutsche Akkreditierungsstelle DAkkS GmbH) wird zum 1. Koordinator gewählt. Mit Unterstützung von Herrn Dr. Peter Neuling (Sachverständigenbüro Dr. Neuling) leitet er die Aktivitäten der Regionalgruppe. Herrn Quantz und Herrn Dr. Neuling gebührt der Verdienst, die Regionalgruppentreffen zu einer festen Veranstaltung in der gesamten Branche der Region gemacht zu haben.
Herr Quantz und Herr Dr. Neuling stellen aus persönlichen Gründen ihr Amt zur Verfügung. Als Nachfolger für die Position des Koordinators werden gewählt: Frau Regina Herrmann (Spiekermann AG), als Stellvertreter Herr Lothar Kratt (Harbauer GmbH), Herr Dr. Rainer Enßlin (TRION) und Herr Dr. Thorsten Spirgath (damals DAP, heute SpiCon)
werden auf Initiative von Frau. Dr. Ulrike Meyer (Umweltkonzept Dr. Meyer), Obfrau des Bodenschutzforums der Landesgruppen Berlin / Brandenburg im BVB Bundesverband Boden e.V., die Regionalgruppentreffen gemeinsam mit dem Bodenschutzforum durchgeführt, wodurch das Thema Boden i.e.S vermehrt in den Fokus gerückt wird
Herr Dr. Spirgath zieht sich aus Zeitgründen als stellvertretender Koordinator zurück, da er mit seinem neuen eigenen Unternehmen u.a. stark im Ausland engagiert ist.
Der Vortragsteil des 25. Regionalgruppentreffens wurde von Herrn Rauch, Referat Bodenschutz in der Senatsverwaltung für Gesundheit, Umwelt und Verbraucherschutz, mit einem Überblick über aktuelle Schwerpunkte im vor- und nachsorgenden Bodenschutz im Land Berlin eröffnet.
Herr RA Achim Willand und Frau RAin Vera Christopeit, Kanzlei Gaßner, Groth, Siederer und Kollegen thematisierten nachfolgend Rechtsfragen und Praxis des Störerausgleichs nach § 24 Abs. 2 BBodSchG. Die Referenten erörterten dazu anschaulich allgemeine Rechtsfragen anhand von Praxisbeispielen. Überraschend für das technisch orientierte Publikum waren besonders zwei Punkte:
1. Der Störerausgleich nach § 24 Abs. 2 BBodSchG zielt auf den Ausgleich des Zustandsstöres gegenüber dem Handlungsstörer ab, was nur einem Nebensatz des § 24 Abs. 2 BBodSchG (?? in wie weit die Gefahr oder der Schaden vorwiegend von dem einen oder anderen Teil verursacht worden ist; ?) zu entnehmen ist.
2. In der zivilgerichtlichen Rechtsprechung findet u.U. eine Beweislastumkehr analog zu § 6 UmweltHG Anwendung.
Das EU-Projekt CityChlor ? taCkling urban soIl and groundwater conTamination caused bY CHLORinated solvents (Umgang mit CKW-Kontaminationen in urbanen Räumen), stellte Frau Gier, ITVA e.V., vor. CityChlor ist ein transnationales Kooperationsprojekt, das durch INTERREG IVB Nordwesteuropa (NWE), ein Finanzierungsinstrument der Kohäsionspolitik der Europäischen Union, kofinanziert wird. Projektpartner sind die regionale Umweltagentur Flanderns OVAM, das fran­zösische Um­weltbundesamt ADEME und die staatliche niederländische Agentur für Know-how-Transfer Boden und Grundwasser Agentschap NL, das nationale französische Forschungsin­stitut für Umweltrisiken INERIS, die Städte Stuttgart (D), Utrecht (NL), Gent und Mortsel (B) sowie der ITVA.
Übergeordnetes Ziel des Projekts ist die Entwicklung eines integralen Ansat­zes zur Verbes­serung der Boden- und Grundwasserqualität bzw. der Minimie­rung von Schadstoffbelastun­gen durch leichtflüchtige chlorierte Kohlenwas­serstoffe (LCKW) in Stadtgebieten. Das Pro­jekt will nicht nur Fachwissen zur Erkundung und Sanierung von LCKW-Schäden bündeln, sondern auch ganz­heitliche Prozesse erarbeiten, die auch Bürgerbeteiligung, organisatori­sche und sozioökonomische Aspekte einschließen. Das Projekt umfasst die Arbeitspakete:
1. Stand des Wissens ? Erfassung und Fortschreibung
Das gesamte Projektbudget beläuft sich auf 5,2 Mio. ?, davon werden rd. 50% durch das INTERREG IV B-Programm für Nordwesteuropa getragen. Das Projektbudget des ITVA beläuft sich für die Ge­samtlaufzeit auf rund 266.000.- ?. Auf Ausgabenbasis werden 50% der Kosten erstattet, d.h. die Förderung beträgt 133.000.- ? verteilt auf vier Jahre.
Weitere Informationen unter www.citychlor.eu und auf der Internetseite des ITVA.
Über Erfahrungen aus der Sanierung und der Fahnenüberwachung berichtete im Anschluss Clemens Hofmann, Spiekermann AG, am Beispiel der PCH Potsdamer Chemiehandelsgesellschaft GmbH i.L. Schwerpunkt seiner Ausführungen waren die Ergebnisse aus konventioneller und innovativer GW-Sanierung sowie die Darstellung der Ergebnisse aus der Fahnenerkundung mit konventionellen und innovativen Methoden. Dieser Vortrag fand beim Publikum besondere Beachtung, da anschaulich der Erfolg einer ENA-Maßnahme nachgewiesen werden konnte.
Nach der Mittagspause standen Beispiele und Innovationen aus der Sanierungspraxis auf dem Programm. In die Thematik führte L. Kratt, Harbauer GmbH, ein, bevor Herr Bernstorff, Harbauer GmbH, über Praxiserfahrungen aus der Trinkwasseraufbereitung in Westbengalen berichtete. Einen aktuellen Erfahrungsbericht zur In-Situ-Sanierung eines BTEX-Schadens mit Hilfe der Oxytec-Membran (Blasenfreie O2-Anreicherung) stellten Fr. Dr. Stehnert u. Herr Dr. Maraun, Fabricius, pro Terra GmbH, vor. Im Rahmen des letzten Vortrages berichteten Dr. Charlé ; Dr. Kühn, ProNaBac ; Struppe & Dr. Kühn Umweltberatung GbR, über den Einsatz von DNA-Micro Arrays als Werkzeug zur Überwachung von NA/ENA-Maßnahmen.
In ihrem Schlusswort zogen die Gastgeber eine positive Bilanz. Die Mittagspause und das Meet & Greet im Anschluss an die Vorträge wurden von den Anwesenden intensiv zum Besuch der begleitenden Firmenpräsentation und zum fachlichen Austausch unter Kollegen genutzt.
Für die Unterstützung wird gedankt den Ausstellern:
Grundfos GmbH & Co. KG
Verbunden mit der Hoffnung, dass die Aktivitäten der Regionalgruppe auch weiterhin so rege Resonanz bei den Mitgliedern des ITVA und der gesamten Brache der Region erfahren, wird allen Teilnehmern der letzten 25 Treffen gedankt, dass sie mit ihren Erfahrungen und Diskussionsbeiträgen die Veranstaltungen bereichert und gefördert haben.
Das nächste Treffen wird voraussichtlich im Frühjahr 2012 stattfinden. An der Themenauswahl wird noch gearbeitet. Alle Mitglieder und die interessierten Kreise der Branche werden gebeten, Themen-/Vortragsvorschläge zu unterbreiten.
21. Treffen der Regionalgruppe Nordost
Das 21. Treffen der Regionalgruppe Nordost findet als gemeinsame Veranstaltung mit der Landesgruppe Berlin / Brandenburg des Bundesverbandes Boden e.V. (BVB) am 26.05.2010, 15.00 Uhr, bei der Harbauer GmbH, Heerstr. 16, 14052 Berlin, Großer Sitzungssaal, statt.
Im Mittelpunkt stehen zwei Vorträge:
Alkyl-Phenole und Alkyl-NSO-Heterocyclen in carbochemischen Altlasten, Dr. Hans-Dieter Beerbalk, Büro Dr. Beerbalk, Berlin
Bewertung von Schadstoffbelastungen der Böden auf der Grundlage der Bioverfügbarkeit, Prof. Dr. mult. Dr. h. c. Konstantin Terytze, FU Berlin, FB Geowissenschaften, AG Organische Umweltgeochemie, Berlin
Anmeldung bis zum 20.05.2010 per e-mail an Dipl.-Geol. Regina Herrmann
21RG-Einladung.pdfEinladung 21. Regionalgruppentreffen Nordost53 K
20. Treffen der ITVA-Regionalgruppe Nordost
Die ITVA-Regionalgruppe Nordost und die Landesgruppe Berlin / Brandenburg des Bundesverbandes Boden e.V. (BVB) führten am 08.10.2009 im Hause der Vattenfall Europe AG in Berlin eine gemeinsame Sitzung durch. Auf dem Programm standen zwei Vorträge:
?Umsetzung der Grundwassertochterrichtlinie und Verankerung des Geringfügigkeitsschwellenwert-Konzeptes im neuen WHG?; RA Dr. Achim Willand, Rechtsanwälte Gaßner, Groth Siederer & Coll, Berlin
?Sanierung der Gaskokerei Rummelsburg ? Ergebnisse des Feldversuchs: Zugabe von Wasserstoffperoxid zum Infiltrationswasser eines Bodenreaktors?; Dr. Anna Moschick, UDM
19. Treffen der Regionalgruppe Nordost
Die ITVA Regionalgruppe Nordost und die Landesgruppe Berlin / Brandenburg des BVB führten am 02. Oktober 2008 eine gemeinsame Veranstaltung zum Umweltschadensgesetz (USchadG) durch. Im Mittelpunkt der Veranstaltung standen zwei Vorträge zum Umweltschadensgesetz:
Umweltschadensgesetz (USchadG) - Umsetzung der Umwelthaftungsrichtlinie, Anwendungsbereiche des USchadG, Begriff des Umweltschadens, Verantwortliche nach dem USchadG, Umgang mit Informations- und Sanierungspflichten; RA Kopp-Assenmacher, Köhler & Klett Rechtsanwälte, Berlin
Das Umweltschadensgesetz und seine Auswirkungen aus dem Blickwinkel der Versicherers; Dr. Schmidt-Thomé, Versicherungskammer Bayern
18. Treffen der Regionalgruppe Nordost
Am 29.05.2008 fand die ITVA-Regionalgruppe Nordost zu ihrem 18. Treffen im großen Sitzungssaal der Harbauer GmbH in Berlin zusammen. Im Mittelpunkt stand das Thema "Rückbau asbesthaltiger Bausubstanz", das von zwei Referenten behandelt wurde, die sich seit vielen Jahren aus unterschiedlichen Blickwinkeln mit diesem Thema beschäftigen.
Herr Linkowitz, Gebr. Kemmer GmbH, führte als Vertreter der Bauausführung in das Thema ein und beleuchtete am Beispiel der Sanierung des Objekts Finckensteinallee 63 in Berlin die ?Asbestsanierung / Rückbau mit Bauteilen aus schwach gebundenem Asbest: Haftungsrisiken aus Sicht des Auftragnehmers?. Die in der Praxis weit verbreitete Vorgehensweise, dass Bauherren keine bzw. unzureichende Schadstofferkundungen in Abbruchgebäuden durchführen lassen und zwar entweder aus Unkenntnis der rechtlichen Situation und/ oder um Kosten zu sparen, ist mit erheblichen Risiken und oft auch mit deutlichen Mehrkosten verbunden.
Im Rahmen der Ausschreibung ist es Aufgabe des Auftraggebers, die auszuführenden Tätigkeiten anzugeben und Informationen über Gefährdungen, die durch den Umgang mit Gefahrstoffen entstehen, zu formulieren. Gemäß § 7 der Gefahrstoffverordnung hat ein Arbeitgeber eine Gefahrstoffermittlung und Gefährdungsbeurteilung durchzuführen, wobei gemäß § 3 ein Auftraggeber dem Arbeitgeber entspricht. Sowohl die berufsgenossenschaftlichen Regeln für kontaminierte Bereiche (BGR 128) als auch die Baustellenverordnung ordnen die Verantwortung bei der Erstellung eines Sicherheitsplanens dem Bauherren zu. Gemäß BGR 128, Abschnitt 8 hat der Auftraggeber eine Erkundung der vermuteten Gefahrstoffe und eine Abschätzung der von diesen ausgehenden Gefährdung vorzunehmen oder durchführen zu lassen. Die Ergebnisse sind zu dokumentieren und allen Auftragnehmern zur Verfügung zu stellen. Diese Leistungen sind somit nicht Bestandteil einer Ausschreibung sondern direkt zu vergeben. Es ist eine schriftliche Dokumentation anzufertigen, die der zuständigen Arbeitsschutzbehörde gemäß § 19 auf Verlangen vorzulegen ist. Geschieht dies nicht, so kann die Behörde nach § 20 eine Stilllegung der betroffenen Arbeitsbereiche, also einen Baustopp, anordnen.
Gemäß § 645 BGB ist der Besteller (Auftraggeber) haftbar zu machen für Schäden, die aus von ihm zur Verfügung gestellten Stoffen resultieren. Laut herrschender Rechtsmeinung sind Baugrundstücke und Bauwerke, also auch Gebäude, im Sinne des BGB als Stoffe anzusehen. Nach § 823, der für Baustellen ebenfalls Gültigkeit hat, besteht Schadenersatzpflicht, falls die Gesundheit eines anderen fahrlässig verletzt wird. Somit haftet der Bauherr für Mehrkosten und auch für Personenschäden, die sich aus der fehlenden Angabe von Schadstoffen in der Ausschreibung ergeben.
Herr Steinmann, Projektleiter der DSK Deutsche Stadtentwicklungsgesellschaft mbH, die als Entwicklungsträger des Landes Berlin u.a. den Rückbau des Palasts der Republik steuert, berichtete unter dem Titel ?Rückbau "Palast der Republik" - Planung und Realität? über die Erfahrungen aus Sicht des Bauherrn mit dem Großprojekt der Asbestsanierung.
Der DSK Deutsche Stadt- und Grundstücksentwicklungsgesellschaft mbH als treuhänderischer Entwicklungsträger des Landes Berlin betreut den Rückbau des "Palastes der Republik" im Rahmen der Entwicklungsmaßnahme "Hauptstadt Berlin ? Parlaments- und Regierungsviertel". Die Vorbereitung der Rückbaumaßnahme begann 2003, nach Abschluss eines europaweit durchgeführten Vergabeverfahrens nach VOF konnte dann im März 2005 mit der eigentlichen Planung für den Rückbau begonnen werden. Parallel dazu wurden weitere planungsbegleitende Ingenieurleistungen beauftragt und durchgeführt.
Die Planungsleistungen konnten im September 2005 im Wesentlichen abgeschlossen werden, so dass bereits im Juli 2005 das ebenfalls europaweite Vergabeverfahren für die Bauleistungen eingeleitet werden konnte. Dieses wurde im Januar 2006 mit der Beauftragung einer Arbeitsgemeinschaft aus drei mittelständischen Unternehmen für den Rückbau sowie einzelner mittelständischer Unternehmen für den Gerüstbau bzw. die Einspülung abgeschlossen.
Mit dem planmäßigen Rückbau wurde im Februar 2006 begonnen, gleichzeitig nahmen acht weitere Ingenieurbüros ihre baubegleitende Tätigkeit zur Absicherung des Bauvorhabens und zur Sicherung der vorhandenen Bausubstanz im direkten Umfeld auf. Die Rückbauarbeiten mussten bereits im April 2006 - auf Grund von Asbestfunden - eingestellt werden.
Die unsystematische Verteilung dieser Asbestfunde erforderte eine völlige Umstellung der Rückbautechnologie, im Ergebnis dieser Umstellung verschob sich der Fertigstellungstermin um ca. 90 Wochen nach hinten und die Baukosten stiegen um den Faktor 2,5. Durch die Vielzahl weiteren Funde (insgesamt 31 Fundstellen) und dem damit verbundenen zusätzlichen Aufwand beim Rückbau musste der Fertigstellungstermin weiter angepasst werden, zurzeit mit einem Abschluss der Baumaßnahme im Frühjahr 2009 gerechnet.
Auf Grund der bereits durchgeführten Asbestsanierung war das Gebäude, einschließlich der vermuteten bzw. bekannten Restasbestbelastung sehr umfangreich dokumentiert. Während der Asbestsanierung wurden so beispielsweise Fugen - die sich jetzt als asbestbelastet darstellen - geöffnet und beprobt. Eine Asbestbelastung an dieser Stelle ließ sich damals nicht nachweisen, was aufgrund der tatsächlichen sehr unregelmäßigen Verteilung der Asbestfunde heute auch nicht verwundert.
Zusammenfassend lässt sich feststellen, dass ein Großteil der Asbestfundstellen auf einen äußerst "sorglosen" Umgang mit dem Baustoff Asbest bei der Errichtung des Gebäudes zurückzuführen ist. Dabei sind zwei unterschiedliche Gruppen zu betrachten. Zum einen handelt es sich um grobe Verstöße gegen Vorschriften und Verarbeitungshinweise beim Umgang mit Asbest, wodurch es zu großflächigen Verunreinigungen gekommen ist; zum anderen um reine Entsorgungsstellen, wo offensichtlich asbesthaltige Baustoffe bzw. Reste davon endgelagert wurden.
Mit dem heutigen Kenntnisstand zur Charakteristik der Fundstellen ist auszuschließen, dass eine über die erfolgte Beprobung des Gebäudes hinausgehende Erkundung in Vorbereitung der Baumaßnahme wirtschaftlich durchführbar bzw. überhaupt technisch möglich gewesen wäre. Es bleibt somit die Bestätigung einer alten Erkenntnis die allerdings immer wieder gern ignoriert wird: ?Beim Rückbau eines Gebäudes ist man vor Überraschungen nicht sicher!?.
Da die Organisation der gesamten Baustelle (Verstärkung der Ingenieurbauleitung des AG und der Fachbauleitung des AN) inzwischen auf diese Überraschungen eingestellt ist, konnten bzw. können neue Fundstellen relativ unkompliziert nach einem bewährten Algorithmus "abgearbeitet" werden. So kann abgesichert werden, dass zufällige Asbestfunde rechtzeitig erkannt und daraus resultierende Gefährdungen vermieden werden. Eine vollständige Beprobung eines Gebäudes auf Schadstoffe ist ? wie das vorliegende Beispiel zeigt ? wirtschaftlich und oftmals auch technisch nicht möglich.
Hier gilt es, ein vertretbares Verhältnis zwischen dem vermuteten Altlastenrisiko und dem Umfang der vorbereitenden Untersuchungen zu finden. Dann ist der Bauherr zu bewegen, bereits zu Beginn eines Vorhabens einen ggf. überdurchschnittlichen personellen Aufwand bei der Vorbereitung und Durchführung zu akzeptieren und in der Folge natürlich auch zu vergüten. Dabei sind ? trotz sorgfältigster Vorbereitung ? Überraschungen nie vollständig auszuschließen, es verbleibt immer ein Restrisiko. Darauf sollte man bei der Bauleitung / -überwachung von Rückbauvorhaben grundsätzlich eingestellt sein.
Als Nachtrag zum 17. Treffen der Regionalgruppe am 08.11.2007, bei dem u.a. die Anlage zur Teerpappenaufbereitung der BSR besichtigt wurde, teilte Herr Dr. Spitznagel aus dem Vorstandsbüro Umweltschutz der BSR mit, dass nunmehr ein Zwischenlager im Westhafen für Dachpappenabfälle in Betrieb ist, welches die Entsorgungsengpässe der zwischenzeitlich stillgelegten Dachpappenaufbereitung der auffangen soll. Die Außerbetriebnahme der der Dachpappenaufbereitung im Abfallbehandlungswerk Nord war BSR-betriebsintern (Ertüchtigungsmaßnahme der Hausmüllverbrennung) bedingt.
Das 19. Regionalgruppentreffen findet am 02.10.2008 in Berlin statt. Zum Thema ?Umweltschadensgesetz? referieren RA Kopp-Assenmacher, Köhler & Klett Rechtsanwälte Partnerschaft, und Dr. Schmidt-Thomé, Bayrische Versicherungskammer.
17. Treffen der Regionalgruppe Nordost
Die Regionalgruppe Nordost führte ihr 17. Treffen am 08.11.2007 im Abfallbehandlungswerk Nord der BSR in Berlin durch. Im Mittelpunkt der Veranstaltung standen der Vortrag "Die BSR als Partner in der Sonderabfallentsorgung - Zwischenlager, Teerpappenaufbereitung, Chemisch-Physikalische Behandlungsanlage", Dr. Hans-Ulrich Kittelmann, Berliner Stadtreinigungsbetriebe, Berlin und eine Führung durch die Anlage.
Im September 2006 haben die BSR am Standort Ruhleben eine Anlage zur Aufbereitung von teer- und bitumenhaltigen Abfällen in Betrieb genommen. Die BSR sorgen damit für Entsorgungssicherheit dieser problematischen Abfälle und bieten gleichzeitig einen ökologisch und ökonomisch sinnvollen Verwertungsweg.
In der Anlage können jährlich bis zu 15.000 Tonnen teer- und bitumenhaltige Abfälle wie Dachpappen, Dämmstoffe etc. aufbereitet werden. Das aufbereitete Material wird energetisch verwertet. Dies geschieht direkt (z.B. in der Zementindustrie) oder nach einem weiteren Aufbereitungsschritt beispielsweise in Industriekraftwerken. Hierdurch können fossile Brennstoffe ersetzt und zusätzliche CO²-Emissionen vermieden werden.
Den BSR wird für die Gastfreundschaft und das Sponsoring gedankt.
Kontakt: Betriebsführung Aufbereitungsanlage
Dr. Hans-Ulrich Kittelmann
Fax 030 7592-5137
16. Treffen der Regionalgruppe Nordost
Die Regionalgruppe Nordost führte am 03.05.2007 gemeinsam mit der BVB-Landesgruppe Berlin/Brandenburg ihr 16. Treffen bei der Harbauer GmbH in Berlin durch.
Auf der Tagesordnung standen folgende Vorträge
- RA Stefan Kopp-Assenmacher, Köhler & Klett Rechtsanwälte, Berlin:
?Entwicklungen im europäischen Bodenschutzrecht: Entwurf einer EU-Bodenschutzrichtlinie ? Auswirkungen auf das deutsche Bodenschutzrecht?
- Dr. Frank Glante, Fachgebietsleiter "Bodenzustand und -nutzung", Umweltbundesamt, Dessau: ?EU Bodenschutzrichtlinie ? Aktueller Stand des Verfahrens?
- Brunnenbaumeister Werner Wils, Firma Werner Wils Brunnenbau ? Grundwasserabsenkungs- und Infiltrationssysteme GmbH, Werder:
?Grundlagen der Düsen-Saug-Infiltration und deren Anwendung in der Altlastensanierung?
Der Termin des Herbsttreffens wird gesondert bekannt gegeben.

References: § 24
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 § 6
 § 7
 § 3
 § 19
 § 20
 § 645
 § 823