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Timestamp: 2019-08-20 11:00:25+00:00

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BGH, 12.02.1958 - V ZR 12/57 - dejure.org
https://dejure.org/1958,209
BGH, 12.02.1958 - V ZR 12/57 (https://dejure.org/1958,209)
BGH, Entscheidung vom 12.02.1958 - V ZR 12/57 (https://dejure.org/1958,209)
BGH, Entscheidung vom 12. Februar 1958 - V ZR 12/57 (https://dejure.org/1958,209)
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BGHZ 26, 340
NJW 1958, 711
MDR 1958, 325
Wird die Rüge auf das Sitzungsprotokoll gestützt, wird sie mit dessen Berichtigung, die "jederzeit", also auch dann noch vorgenommen werden kann, nachdem Verfahrensfehler, die - wie vorliegend - durch das Protokoll bewiesen werden sollen, bereits mit Rechtsmitteln gerügt wurden, gegenstandslos (vgl. BGH, Urteil vom 12. Februar 1958 - V ZR 12/57, BGHZ 26, 340, 341 f. [noch offengelassen];… Beschluss vom 30. November 1995 - III ZR 227/94, BGHR ZPO § 164 Abs. 1 Protokollberichtigung 1; BVerwG, Beschluss vom 14. Juli 1980 - 1 B 327/78, MDR 1981, 166, 167;… Zöller/Stöber, ZPO, 30. Aufl., § 164 Rn. 2;… Saenger/Wöstmann, ZPO, 6. Aufl., § 164 Rn. 2;… Musielak/Voit, ZPO, 12. Aufl., § 164 Rn. 3 mwN;… Münch- KommZPO/Wagner, 4. Aufl., § 164 Rn. 2;… MünchKomm ZPO/Krüger, 4. Aufl., § 547 Rn. 10).
Darüber, ob behauptetes, nicht notwendig im Protokoll festzuhaltendes Prozeßgeschehen erwiesen ist, hat das Revisionsgericht unter Heranziehung aller verfügbaren Erkenntnisquellen nach freier Beweiswürdigung zu erkennen (vgl. Senatsurteil vom 12. Februar 1958 - V ZR 12/57 - NJW 1958, 711, das bei lückenhaftem Protokoll die freie Beweiswürdigung des Revisionsgerichts über den tatsächlichen Ablauf für maßgeblich erachtet).
(4) (a) Für den Bereich des Zivilprozesses hat der Bundesgerichtshof die Zulässigkeit einer rügevernichtenden Protokollberichtigung in seinem Urteil vom 12. Februar 1958 (NJW 1958, S. 711) ausdrücklich offengelassen (…das Bundesverwaltungsgericht hat sie in einem Urteil vom 14. Juli 1980, MDR 1981, S. 166 ff., juris Rn. 26 ff., 31, - ohne Erörterung insoweit erforderlicher Verfahrenssicherungen - bejaht; diesem Urteil lag allerdings ein Fall zugrunde, in dem der Protokollfehler - anders als hier - keine für die Verhandlung vorgeschriebene Förmlichkeit im Sinne von § 105 VwGO i. V. m. § 165 ZPO betraf).
(2) In dem bereits erwähnten Urteil vom 12. Februar 1958 (NJW 1958, S. 711 f., 712) hat es der Bundesgerichtshof für möglich gehalten, ein offensichtlich lückenhaftes Protokoll auszulegen und dabei andere verfügbare Erkenntnisquellen freibeweislich heranzuziehen.
BGH, 02.07.1986 - IVb ZR 54/85
Das Schweigen des Protokolls zu dieser Frage steht einer eigenen Beurteilung des Senats nicht entgegen (…vgl. Zöller/Stephan aaO. § 165 Rdn. 2; s.a. BGHZ 26, 340, 343).
Die bloße Behauptung unterbliebener Protokollierung ohne gleichzeitige Behauptung des angeblichen Geschehens ist unzulässig (vgl. BGH 12. Februar 1958 - V ZR 12/57 - BGHZ 26, 340).
Das Fehlen dieser Angabe besagt nämlich nur, dass das Protokoll in dieser Hinsicht lückenhaft ist und sich bei Bedarf nicht aufgrund des Protokolls, sondern nur unter Heranziehung der verfügbaren anderen Erkenntnisquellen feststellen ließe, ob die Vorschriften über die Öffentlichkeit bei der Durchführung persönlicher Anhörungen und bei der Bekanntgabe von Entscheidungen eingehalten worden sind (vgl. Senat, Urteil vom 12. Februar 1958 - V ZR 12/57, BGHZ 26, 340, 343 für § 160 Abs. 1 Nr. 5 ZPO).
BAG, 13.11.2007 - 3 AZN 414/07
Nachweis der Sitzungsöffentlichkeit
Damit liegt ein in sich vollständiges und der Auslegung nicht fähiges Protokoll vor, durch das bestätigt ist, dass die Sitzung des Landesarbeitsgerichts tatsächlich öffentlich stattgefunden hat (vgl. BVerwG 20. Dezember 1977 - 1 C 27.77 - HFR 1979 Nr. 136, zu 1 der Gründe; BGH 12. Februar 1958 - V ZR 12/57 - BGHZ 26, 340; OLG Köln 7. November 1984 - 16 U 102/84 - OLGZ 1985, 318, zu 1 der Gründe).
BGH, 26.04.1989 - I ZR 220/87
"Katzelmacher"; Umfang der Protokollierungspflicht
Allerdings greift die formelle Beweiskraft des § 165 ZPO dann nicht durch, wenn die Protokollierung eines wesentlichen Prozeßvorgangs offensichtlich lückenhaft ist (BGHZ 26, 340, 343).
Bei einem lückenhaften Protokoll ist der Ablauf der mündlichen Verhandlung durch freie Beweiswürdigung zu ermitteln (vgl. Urteil des Bundesgerichtshofs --BGH-- vom 12. Februar 1958 V ZR 12/57, BGHZ 26, 340, Neue Juristischen Wochenschrift --NJW-- 1958, 711).
BGH, 29.10.1964 - VII ZR 52/63
Einer Anwendung des § 13 Ziff. 5 könnte allerdings, wie auch das Berufungsgericht annimmt, der Umstand entgegenstehen, daß hier die "Nachbesserung" einer Neuherstellung gleichkam; die Rechtsprechung hat für das Recht des BGB (§ 633 Abs. 2) einen so weitgehenden Anspruch nach der Abnahme des Werks verneint (RGZ 57, RGZ Band 57 Seite 275; 95, RGZ Band 95 Seite 329; 107, RGZ Band 107 Seite 339; vgl. auch BGHZ 26, BGHZ 26 Seite 337, BGHZ 26 Seite 340 = NJW 58, NJW Jahr 58 Seite 706).
OLG Köln, 07.11.1984 - 16 U 102/84
Verstoß gegen das Gebot der nichtöffentlichen Verhandlung; Heilung durch Verzicht …
BGH, 19.12.1985 - X ZB 5/85
Wiedereinsetzung in den vorigen Stand - Zurückverweisung der Sache an das …
OLG Hamm, 12.05.1992 - 15 W 157/91
Öffentliche mündliche Verhandlung in Wohnungseigentumssachen
BFH, 19.01.1983 - I B 80/78
BGH, 07.06.2000 - XII ZB 76/00
Ordnungsgemäße Verkündung eines Urteils
BGH, 23.04.1976 - I ZR 66/75
Beiderseitiger tatsächlicher oder rechtlicher Irrtum über das Bestehen einer in …
BGH, 18.03.1959 - V ZR 127/57

References: § 164
 § 164
 § 164
 § 164
 § 164
 § 547
 § 105
 § 165
 § 165
 BGH 
 § 160
 BGH 
 § 165
 § 13